Erschein,' Montag, Mittwoch. Freitag. Brzugs-Prrls: »mch di- Post d-jx,-» uab barch baa P-itfträg-r ». uafrn Aa«»4,-: frei I»» Haa, a»natfi«fr Salbtaark 1.M jr»tbl»tb»nb. Ott V»-a»»pcri» ist Im Baraas t» eatrichtea. , Siiüoa a«n höher« Lrwali te» «heim Aasprach aasLieseraa» d« «b« aas Rstckzahiaa, bee hiAagoPretse». »elch«a> 1 -» l *8—5 Uhr, Sa a a i a»» {Ktotoffea. Oaaaiareehmefchl ch 9U. U. Pofii» 42 aun bxlla, Millimeter-Z-i., * Salbafg. Aomiliea-AaHeiieo 9 Oolaaff. 9UMaaxai Di» 87 mm btaüt Mwime»«-3»Ue 24 Sieisaitz. Graabichriii i> TnAeil ist Petst. ha «azeigea» »mstzerwer General-Anzeiger für das ' ch rg r üost « 18 8 0 eituug Elsenz- und Schwarzbachtal Aelteste und verbreitetste Zeitung dieser Gegend. Äaupt-Anzeigen-Blatt Wöchentliche Beilagen: Mode u. §>e m » Der Kobold > Illustrierte Bel Tvi-d-rholange» iaaiplWm Roden, de» bei Richit-Hlaa» iaae» halb » Tagen noch Rech aaa ße - beta« »b« bei gerichtlicher Be» irrtbaag und bei jkoabar» -rlischb. Plostoorichrifte» werbe» eicht e» «rbeaai nab für Aastiohama m beftimMtee Legen fawit fit i hdaiiche Aastril,» beia« stberaoanaea. Aar-igee-Annahme bi» I »oraiiNage: »eößn-Antei^a am Tag» vorher auigegebea ,ti 130. Mittwoch» den 31. Dezember 1924. 85. Jahrgang Statt Diktats ein Kompromiß? Amerika und die Räumung der Mutt Zone. Paris, 29. Dez. Figaro gibt eine Agenturmeldung aus Washington wieder mit folgendem Wortlaut: In gemäßigten amerikanischen Kreisen herrscht die Meinung, daß die Alliierten sich aus Köln in dem Augenblick 'zurückziehen würden, in dem das Ruhrgebiet geräumt wird. Man glaubt in nationalen Kreisen, daß ein stillschweigendes Abkommen zwischen Herriot und Chamberlain über diesen Punkt besteht, ein Abkomme», das im übrigen in Berlin nicht ungern gesehen werde. Man erklärt weiter, daß die amerikanische Regierung die Frage sehr genau verfolge wegen der Rückwirkungen, die sie auf die öffentliche Meinung in Deutschland und die Ausführung des Dawesplanes haben könne. Präsident Cooiidge soll die Hoffnung haben, daß eine freundschaftliche Regelung zwischen den Alliierten und Deutschland zustande komme. Man erklärt, daß die Frage mit Ruhe betrachtet wird, da die amerikanische Regierung der Ansicht sei, daß ein Kompromiß für Frankreich, Deutschland und England vorteilhaft märe und daß das wohlverstandene Interesse der 3 Mächte eine Einigung zwischen ihnen herbeiführen werde. Die Rote der Botfchafterkonferenz. D:rlin, 29. Dez. Am letzten Tag des Jahres wird dis Botschafterkonferenz erneut zusammentreten, um den Wortlaut der Rote an Deutschland zu prüfen, der jetzt in Paris zusam- mengebraut wird. Rach den Andeutungen der Pariser Presse über den vermutlichen Inhalt dieses Schriftstücks handelt es sich dabei um eine Antwort auf den deutschen Protest gegen die Absicht eines vertragswidrigen Fortbestehens der Besetzung Kölns, der mit der Begründung zurückgewiesen werden soll, daß die bisherigen Ergebnisse der Militärkontrolle ergeben hätten, daß Deutschland den Vorschriften des Ber-l sailler Vertrages über die Abrüstung noch nicht oollkomnien nachgekommen wäre. Es soll aber gleichzeitig darauf hingewiesen werden, daß keineswegs jede Berhandlungsmöglichkeit, abgeschnitten werden soll, besonders dann nicht, wenn diy nächsten Untersuchungen ein für Deutschland günstiges Ergebnis hätten. Eine endgültige Mitteilung darüber werde nach Abschluß der Kontrolle an Deutschland erfolgen. Es bedarf wohl keines besonderen Hinweises, daß dieser Beschwichtigungsversuch keinen Einfluß auf den Beschluß der Botschafterkonferenz haben wird. Nachdem sich die Kontroll- offiziere auf höhere Anweisung hin bemüht haben, lügenhafiej Berichte über den Stand der deutschen Abrüstung in die Welt zu setzen, um eben diesen Beschluß der Botschafterkonferenz zu ermöglichen, werden die letzten Kontrolluntersuchungen, selbst wenn sie ergebnislos verlaufen sollten, die vertragsmäßigcs Räumung Kölns nicht mehr veranlassen. Sie werden günstigsten Falle lediglich auf die Formulierung der Begründung ihren Einfluß haben, über die jetzt zwischen Paris und London ein eifriger Meinungsaustausch stattfindet. In ivelcher Weise deutscherseits der Vertragsbruch der Ententemächte beantwortet wird, läßt sich natürlich vorläufig noch nicht mit Bestimmtheit sagen, da die Regierung erst den Eingang der Rote der Botschafterkonferenz abwarten wird, ehe sie mit einer Kundgebung hervortritt. Soviel aber steht fest, daß sie mit aller Entschiedenheit den Vertragsbruch der Ententemächte zurückmeisen wird, da sie ja in jedem einzelnen Fall die Lügenhaftigkeit der Berichte der Kontrollkommission Nachweisen kann. Ob dieser Protest allerdings noch von der jetzigen Regierung erfolgen wird, ist mindestens fraglich, da sicherlich der Beschluß der Bot- schafterkonferrnz das Ende der deutschen Regi-rnngskrisis wesentlich beschleunigen wird und insofern wenigstens für die deutsche Innenpolitik einen Vorteil mit sich bringt. Der Inhalt der Emwafsnungsnote. Berlin, 29. Dez. Der Montag meldet aus Paris: Das Komitee, das der Direktor im Außenministerium Laroche mit je einem Sekretär und einem Offizier gebildet, hat sofort den Entwurf zu einer Rote ausgearbcitet. die zur Erklärung der Nichträumung der Kölner Jone nach Berlin gesandt werden soll. Der Entwurf wurde an die alliierten Regierungen gesandt. In diesem Entwurf heißt es: .Air alliierten Mächte stellen fest, daß am 10. Januar gemäß dem Versailler Bettrag die Kölner Zone von den alliierten Truppe» geräumt werdra sollte, vorausgesetzt, daß Drutschland alle im Drrtrag frstgelegten Berpfiichtungen er- Mt hat. Die Botschafterkonferenz ist noch nicht im Besitz eines definitiven Md abgeschlossenen Berichts der Militari Kontrollkommission. Dieser wird erst gegen den 20. Januar abgegeben werden. Ohne ihn jedoch ermatten zu müssen, gestatte» die bishettgen Bettchte der Botschafterkonferenz den einheitlichen Eindruck, daß deutscherseits zahlreiche Md sehr ernste Drrfehlungen begangen worden sind und noch begMgen werden." Es folgt eine ausführliche Darstellung dieser „Verfehlungen" insbesondere in Bezug auf die Abrüstung. Die Schlußfolgerungen sind sehr kurz gefaßt: Die Frage der Räumung Kölns kann nur dann in Betracht kommen, wenn wurden. Bor Freude hat d^ deutsche Volk nicht gesehen, daß hinter der lächelnden Miene der französischen Politiken sich der Plan verbarg, für die Befreiung der 900 000, vom 10. Januar ab zweieinhalb Millionen Deutsche widerrechtlich unter dem Drucke der Besatzung zu halten. So groß etwa ist die Einwohnerzahl des Gebietes, das am 10. Januar, geräumt werden müßte, wenn es nach den klaren Bestimmungen des Versailler Bettrages ginge. Obwohl hundertfach i"" •fr*?*?«*■».«a Ä.XÄ3S ' ’ ” 9 . g-d-n. bat Her 10 . 3o»»or auch °°» d.n ^ ^ ® ‘ j ticri würde. Der Mund des Irlinzösischen Ministerpräsidenten Me amtstche englische Auffassung. : trieft von den Worten Recht und Gerechtigkeit, Friede und Londvn, 29. Dez. Die Blätter veröffentlichen heute abend Versöhnung und Demokratie. Daß diese Worte nichts anderes eine offizielle Note, die den britischen Standpunkt in der sind als Phrasen, und daß sie als Gift dienen, um dem deut-, Frage der Räumung oder Nichträumung der Kölner Zone schen Volke den Blick für die Wirklichkeit zu trüben und zusammenfaßt. Danach ist der englische Standpunkt unge- Zwietracht zu säen, das wird leider in Deutschland immer führ der folgende: England wünscht, daß die Kölner Zone noch nicht allseitig erkannt. Dem schicksalsschweren Wort- so rasch wie möglich geräumt wird. In Anbetracht dessen, bruch Wilsons reiht sich nun würdig der Wortbruch Herriots daß Deutschland jedoch die Entwaffnungsbestimmungen ge- an und übertrifft ihn an Ungeheuerlichkeit, an Frechheit und maß dem Versailler Vertrag nicht erfüllt hat, können die Al- Schamlosigkeit. Wilson konnte noch für sich geltend machen, liierten Köln nicht so rasch räumen, wie es England eigent- daß er gegenüber der Geschlossenheit seiner Verbündeten mit lich wünschen würde. Der Entwurf zu einer Antwort der Bot- seiner Auffassung nicht durchdringen konnte. Was aber hat schafterkonferenz an Deutschland, der die Entscheidung de- Herriot zu seiner Entschuldigung anzuführen? Nichts als Lü- gründen soll, ist heute vom Quai d'Orsay dem Londoner gen, so ungeschminkt, so frech und dumm, daß sie wie Hohn Foreign Office zugestellt worden und wird augenblicklich von wirken. Herttot hält es nicht einmal der Mühe wert, seinem den britischen Sachverständigen geprüft. In offiziellen Kreisen Rechtsbruch auch nur einen leichten Schein von Recht zu geben, glaubt man, daß diese erste Antwott einen präliminaren Cha- ! Herriot hätte wenigstens den Ruf der Ehrlichkeit für sich geratzter habe, und man erklärt, daß die noch einlaufenden Be-' rettet, wenn er Deutschland offen und ftei erklärt hätte, richte der Alliierten Miiltärkommission für die Entscheidung Frankreich erkenne zwar an. daß die dritte Zone am 10. Jan. und für ein zweites Schreiben maßgebend sein werden, in dem geräumt werden müsse, aber es sei für Frankreich unerträglich. ! die Verfehlungen Deutschlands in vollem Umfang- aufgezählt daß durch die Räumung die Verbindung der französischen werden sollen. Die Alliierten werden in diesem Schreiben er-, Truppen im Ruhrgebiet mit dem übrigen besetzten Gebiete klären, daß die Räumung der Kölner Zone erst dann erfolgen' unterbrochen werde. Frankreich wünsche deshalb, mit Deutschwird, wenn alle Fehler, die Deutschland gemäß dem Berichte land zu verhandeln. Das wäre ehrlich gewesen und hätte der Kommission sich zu Schulden kommen ließ, wieder gut- dem deutschen Volke gezeigt, daß Frankreich die Verträge gemacht worden sind. Was oen Dawespian betrifft, so vcr- j respektiert und die ehrlichen Bemühungen des deutschen Bol- lautet in offiziellen Kreisen, daß dieser nichts mit der Spezial- kes zur Erfüllung des Versailler Bcttrages anerkennt. Nichts frage der Räumung der Kölner Zone zu tun habe. Ferner j von alledem ist geschehen. Herriot hat es oorgezogen. zn glaubt man. daß die britische Regierung nicht beabsichtige. , den Methoden Poincares zurückzukehren und unter lächer- die Parlamentsferien zu unterbrechen, um die Angelegenheit lichen Borwänden den Bettrag einfach zu brechen. England' i. _..»»_ ._ otfi? ttni4i rtun/tii mtA twtm /CnrtlAnis £»*•«* dem Unterhaus« zu unterbreiten. Frankreichs Absichten. London, 29. Dez. Der diplomatische Berichterstatter des „Daily Telegraph" schreibt, die Rote der Botschafterkonferenz werde vielleicht nicht vor Ende der nächsten Woche nach Berlin übermittelt. Die französische Regierung sei anscheinend bestrebt, darauf hinzuwirken, daß die Präliminarnote bereits formell eine flagrante Verletzung Deutschlands feststellen solle. Ader die Folgerungen eines solchen Ausdruckes müßten sorgfältig in London untersucht werden. Der Berichterstatter nimmt im an, daß die englische Regierung äußerst vorsichtig sein werde, um nicht im gegenwärtigen Stadium ihr eventuelles Urteil über den endgültige» Drttcht der Kontrollkommission zu präju- dizirren, indem sie einer allzuweit gehenden Erklärung aus der Grundlage von Interimsberichten zustimme, während die Tatsachen zweifellos verschieden gewürdigt werden könnten. Die andere Seite der Präliminarnote die, wie man glaube, erwogen werden müsse, sei, ob die Verletzungen der militärischen, Bestimmungen des Versailler Vertrages, die bisher festgestellt worden seien, insgesamt oder einzeln aufgezählt werden sollen. Ein solches Betfahren könne zu einer längeren Er- ötterung führen, da die britische Tendenz dahin geht, daß man sich auf die sogenannten fünf Punkt« konzentrieren solle. Was früher geklärt werden niüsse sei die Frage, ob die den deutschen Behörden zugeschriebenen Obstruktionen bis zur Periode der Ruhrbesetzung zurückdatiert werden sollen, oder sich nur auf Verstöße beziehen sollen, die sich von neuem seit der Wiederaufnahme der Inspektionen im September gezeigt hätten. Bevor jedoch die endgültige alliierte Rote in Berlin vorgelegt werde, werde wahrscheinlich eine Konferenz zwischen den alliierten Preinierministern oder Außenministern statt- finden, damit der gesamte Fragenkomplex offen und gründlich im Zusammenhang mit dem endgültigen Bericht der Militärkontrollkommission geprüft werden könne. Das Das wahre Gesicht. deutsche Volk ist wieder einmal leider wohl nicht zum letzten Male — aus einem schönen Traum erwacht. Der Friedensbringer Hernot hat plötzlich die Maske der Versöhnung abgelegt und siehe da: Herriot ist Herrn/ Poincare zum Verwechseln ähnlich, wenn er sein wahres rGesicht zeigt. Der Optimismus liegt in der Natur des Durchschnittsdeutschen, und der Glaube an das Wort und an die Phrase sitzen so fest in ihm. daß ihn keine noch so bittere Enttäuschung erschüttern kann. Wie groß war doch die Freude, als Herriot im September und gibt nach, genau wie beim Ruhreinbruch. England hat kein Interesse daran, sich mit Frankreich zu entzweien, um Deutschlands Recht zu vetteidigen. England schließt sich dem Rechtsbruche an. Zwar etwas zögernd, weil es den Schein von Recht besser wahren möchte, als es Frankreich tut. Und so ist das Ungeheuerliche geschehen: unsere alten Feinde haben beschlossen, das Gebiet weiterhin besetzt zu halten, das nach dem! Plane und Bestimmungen des Versailler Vertrages am 10. Januar geräumt werden müßte. Die gesamte französische Presse, sttmmt diesem Vertragsbruch zu und sucht ihm den Schein von Recht zu geben. Das also ist der Berständigungswille Frankreichs, von dem in Deutschland in den letzten Monaten so viel gesprochen und so viel ermattet worden ist. Das also ist der Erfolg und die Quittung für die Polittk der Erfüllung. Dermittluagsgesuche im Sang«. Berlin, 30. Dez. Bon Paris wurde gestern abend die Tatsache lebhaft unterstrichen, daß der Text eines Schreibens der Botschafter-Konferenz, in dem der deutschen Regierung die Entscheidung über die Räumungsfrage mitgeteilt werden soll, fettiggestellt und den 5 beteiligten Ententeregierungen Frankreich. England. Italien, Belgien und Japan zugegangen sei. Zugleich wird aber an anderen Stellen, und zwar zu beiden Seiten des Kanals hervorgehoben, daß mit diesem Schreiben der Botschafterkonferenz noch nicht alles klappt. Sowohl der Daily Telegraph wie das Pariser Oeuvre heben hervor, daß die englisch- Regierung sich durch die erwähnte Rote in keiner Weise festlegen lassen will und daß sie darauf besteht, ihr «inen lediglich vorläufigen Charakter zu geben, der es ermöglicht, in der Frage der Rheinräumung aufgrund des endgültigen Kontrollberichts in aller Freiheit zu entscheiden. In keinem Falle also werde England die Feststellung einer flagranten Verfehlung Deutschlands in der bevorstehenden Rote unterschreiben. Weitere Kommentare deuten darauf, daß England im Wege der Verhandlungen ein Kompromiß anstrebe, mit dem die gleichzeitige Rhein- und Ruhrräumung in etiüa 4 Monaten herbeigefühtt werden könnte. Da gleichzeitig sowohl über die italienischen Bermittlungsbemühungen berichtet wird, wie über die Tatsache der mehrfach abgefchwächten, aber offenbar trotzdem im Gange befindlichen amerikanischen Forderungen, die auch in Form wohlwollender Ratschläge unter dem Gewicht der finanziellen StellMg Amerikas Frankreich gegenüber in chrer Bedeutung nicht verkannt werden dürfen, so ergibt sich, daß im EinbruchsEbiete räumen ließ und als Gegensatz zu dem Diktat mit SMktionscharakter ein Kom- 900 000 Deutsche von dem Drucke der Besatzung befreit promiß im Werden ist. Rr. 130. Ichr gang 1924. _ Dann aber ist es umso törichter und verwerflicher, daß man zunächst mit dem Mittel eines bösartigen Bluffs gearbeitet. daß man aus innerpolitischen französischen Gründen die mit b 23.74 W *>>-(. 3.3» Brich 11. MT 170.51 «Ls* 2 t.se Rr. 130. Jahrgang 1924. Der Landbote * Sinshcimer Zeitung. Mittivoch, den 31. Dezember 1924. — Karlsruhe, 29. Dez. (Fe st genommene Schwindler.) Der Kriminalpolizei ist mit Hilfe der Stuttgarter Polizei wiederum ein glücklicher Fang gelungen. Am 17. Dezember wurden einem Lehrling, der für seinen Arbeitgeber auf dem hiesigen Postscheckamt 5000 Mk. abgehoben hatte, nach Verlassen des Postscheckamts von zwei Burschen der ganze abgehobene Betrag gegen Aushändigung einer gefälschten Quittung des Postscheckamts abgeschwindelt, unter der Angabe, sie kämen im Aufträge des Postscheckamts, der Scheck gehe nicht in Ordnung. Die beiden Täter sind nun vor einigen Tagen in Stuttgart festgenommen worden. Es handelt sich um einen 19 jährigen Ausläufer von hier und einen 24jähr. Hilfsarbeiter aus Dornstett, die bereits am 15. Dezember in Stuttgart auf ähnliche Art einem jungen Mann Geld abgenommen, das vom Stuttgarter Postscheckamt abgehoben worden war. Die beiden Schwindler hatten sich nach der Tat in Karlsruhe mit dem abgefchwindellen Geld in Durlach neue Kleider beschafft und ihre abgelegten Kleider nach Karls-' ruhe geschickt. t Emmendinge«, 30. Dez. (Festnahmeeines Mörders.) Ein von der Staatsanwalischaft Gleiwitz (Schlesien) gesuchter Mörder wurde hier festgenommen. t Großenhain i. Sachsen, 29. Dez. (R i e s e n s ch w e i n.) Der Fleischermcister Galwalski aus Großenhain konnte ein Schwein zur Schlachtbank bringen, das nicht weniger als 825 Pfund wog. Das Schwein war vom Gutsbesitzer Reihig- Baude gezüchtet. Hamburg, 28. Dez. (Strandung eines deutschen Fischdampfers.) Der „Obseroer" berichtet, daß ein deutscher Fischdampfer mit einer Ladung von Heringen auf de? , Fahrt von Lochfine (Hebryden) nach Deutschland auf der I Höhe von Fsley gestrandet sei. Man befürchtet, daß 13 Per- i sonen ums Leben gekommen sind. — Innsbruck, 30. Dez. (Walddrand). Wie bis „Neueste Zeitung" aus Gries im Sellraintal erfährt, brennt seit heute mittag eine halbe Stunde hinter Sellrain eine große Waldfläche. Der Brand konnte bisher nicht eingcdämmt werden, obwohl die Feuerwehren des ganzen Tales zum Löschen eingetroffen sind. Tokio, 30. Dez. (Schweres Explosionsangl ü ck in Japan). Im -Hafen von Otaru Hokkaido erfolgte eine Explosion, als Schießpulver von einem Stapellager auf ein Kriegsschiff verbracht wuroe. Der ganze am Wasser lie- ! gende Stadtteil wurde durch Feuer zerstört. Mehr als 1000 Häuser wurden ein Raub der Flammen. Bisher sind 110 Tote und 200 Verwundete festgestellt worden. Tokio, 29. Dez. (Erdbeben in Japan.) In Kuhiro wurde ein heftiger, zwei Minuten dauernder Erdstoß verspürt, dem man eine Senkung des Meeresbodens zuschreibt. Auch in Tokio haben sich verschiedene Erdstöße fühlbar gemacht. Newyork, 29. Dez. (Brand in einer Irrenanstalt.) Wie aus Tokio gemeldet wird, sind bei einem Brande in der dortigen Privat-Irrenanstalt, die 343 Geisteskranke beherbergte, viele Personen verbrannt. Bisher wurden dreizehn Leichen aufgefunden: 108 Insassen werden als vermißt gemeldet. Das Feuer griff auch auf die benachbarten Häuser über von denen 50 eingeäschert wurden. Schweinemarkt. Sinsheim, 30. Dezbr. Dem heutigen Schweinemarkt waren zugesührt: 30 Läufer zum Preise von Mk. 50-70, 15 Milchschweine zum Preise von Mk. 30—40 pro Paar. Evangelischer Gottesdienst. Mittwoch, den 31. Dezember 1924. 8 Ahr: Syloestergottesdienst, Dekan Eisen. Donnerstag, den 1. Januar 1928. ifelO Ahr: Neujahrsgottesdieust, Stadwikar Meerwein. WWW II imiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiHiiiiiMiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiMiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuHiimimHMinmiiiiitiirniHiiiiiiiiiMiuiiimiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiimmiimiffllf in Fpiedensqualität zu verkaufen, ist erst ab 1. Januap 1925 gesetzlieh zulässig. 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Zum Verkaufe von Eteuermarken bleiben alle bisher damit betrauten Stellen befugt. Karlsruhe, den 24. Dezember 1924. Der Präsident des Landesfinanzamts, gez. Stamer. Lohnsteuer bett. Einlagebogen zum Kleben von Steuermarken können beim Finanzamt und den Steuereinnehmereien abgeholt werden. Die Steuerbücher und Markenblätter für 1924 sind im Laufe des Monats Januar bei den genannten Stellen abzuliefern. Sinsheim, den 30. Dezember 1924. Finanzamt. Welt-Kino Sinsheim Spielplan für Samstag, den 3. und Sonntag, den 4. Januar. Ein berühmter erstklassiger Film wird gespielt! Au den Tagen Buffalo Billa Ein amerikanischer Film in 6 Abteilungen 36 Akten. 1 Teil: „In Feindeshand“ in 6 Akten. Harry u. das Slelnad» Eltxien in 2 Akten. Spielzeit: Donnerstag Abend punkt t/s9 Uhr Anfang Samstag Abend punkt 1/29 Uhr Anfang Sonntag Abend punkt 1/29 Uhr Anfang. Es ladet freundliehst ein Die Direktion. UiiuniiiiiitiiiiiiiiiiiiuitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuiuB Id- a. 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