Erscheint täglich «tt Ausnahme der Feiertage. Bezugs-Preis: Durch die Post bezogen und durch den Briefträger und unsere Austräger frei ins Lau« mouatlich Goldmark 1.20 Der Bezugspreis ist im Voraus zu entrichten. 9» Fällen von höherer Gewalt »«steht kein Anspruch auf Liefer» ung der Zeitung oder auf Rückzahlung des Bezugspreises. Geschäftszeit 1/28 bis 5 !lhr Sonntags geschlossen. Merufprech-Anschlutz Nr. 468 Postscheck-Konto Karlsruhe Nr. 6908 Der Lanöbote 5mstteimer ES Zeitung x wpx ISew/ ^ General-Anzeiger für Elfenz-und Lckwarzbaclital Ksltstts unct verbreitetste Leitung dieser 6egsncl. k)LUpt-Hn)eigen-8lstt Möcdentllcd« 8«il»g»n: Neu« Illustriert» » Ha» dem Reich der 05od» » Ratgeber für Raus- und Candwirtlcbaft Anzeigen-Preise: Anzeigen: Die 33 mm breit« Millimeter-Zeile 6 Goldpfg. Reklamen: Die 92 mm breit» Millimeter-Zeile 20 Goldpfg. Grundschrift im Anzeigen- uu» Textteil ist Petit. Bei Wiederholungen tarrffester Rabatt, der bei Nichtzahlung innerhalb 8 Tagen nach Rechnungsdatum oder bei gerichtlicher Betreibung erlischt. Anzeigen - Annahme bis 8 Uh» vormittag«; größere Anzeige» müssen am Tage vorher «*f gegeben werden. Bant-Konto: Dereinsbank Sinsheim e. G. m. b. i>. M 57 Mittwoch, den 7. März 1928 89. Jahrgang Neue Gegensätze ln Bettln. Volkspattei gegen den Verfonaletat. — And phöbus? Berlin, 6 . März. Zwischen den früheren Regierungsparteien zeigen sich neue Spannungen. Die Reichstagsfraktion der Deutschen Volkspartci hat heute abend beschlossen, den neuen Personaletat abzulehme», über den sich die Deutschnationulen und das Zentrum geeinigt hatten. Begrünoet wird die Ablehnung dieser Vermehrung der Beamtenstellen mit der ungerechtfertigten finanziellen Belastung des Reichs und tatsächlich herrscht auch im Reichsfinanzministerium keine einheitliche Auffassung darüber, ob die durch den neuen Personaletat entstehende Belastung wirklich übernommen werden könnte. Natürlich will man es in der Deutschen BoldspartSi auch nicht mehr hinnehmen, daß die Deutschnationalen und das Zentrum ohne Zuziehung der Deutschen Bolkspartei über so parteiwichtige Dinge sich einigen, wie die Bctteilung der neuen Beamtenstelien untereinander. Aus der Phöbus-Affäre haben sich noch stärkere Schwierigkeiten für das Reichskabinett ergeben. 3n der heute nachmittag abgehaltenen Ministerbesprechung, die als Vorbereitung für die morgige Aussprache des Reichskanzlers mit den Parteiführern zu gelten hat, zeigte sich daß der Reichswehrminister für die Veröffentlichung des Sämisch-Berichtes eintritt, während der Sparkommissar selbst auf dem Standpunkt steht, daß der Bericht vertrauliche persönlich« Mitteilungen an den Reichskanzler enthält. Reinhold und Phöbus-Schwindel. Während der Auseinandersetzung über die Phöbus-Affäre ist die Behauptung laut geworden, der damalige Reichsfinanzminister Dr. Peter Reinhold habe von den Vorgängen gewußt und der Geldhergabe an die Phöbus-Filmgesellschaft zugestimmt. Reichsfinanzminister a. D. Dr. Reinhold teilt dazu dem „Acht-Uhr-Abendblatt" u. a. folgendes mit: „Ich habe vott Aktienkäufen oder Geldhergabe der Marineleitung an den Phö- bus niemals die geringste Kenntnis gehabt, geschweige denn dazu meine Einwilligung gegeben. Das einzige, was ich von der Sache weiß, ist folgendes: Wenige Wochen nach meinem Amtsantritt kam der Kapitän Lohmann zu mir und regte bei mir an, den Phöbus durch eine Darlehenshingabe gleichzeitig vor Ueber- fremdung zu schützen und für nationale Zwecke zur Verfügung zu haben. Ich habe die Hergabe von Mitteln abgelehnt. Später kam der Kapitänleutnant Lohmann noch einmal zu mir, und erklärte mir, daß die Marineleitung keine Mittel mehr für den besagten Zweck benötige. Die Angelegenheit sei so geregelt, daß die Girozentrale dem Phöbus ein Darlehen von drei Millionen zur Verfügung stelle, das der Phöbus in Raten zurückzahle. Für diese Darlehen habe das Reichsmarineamt formelle Bürgschaft übernommen, sich aber durch eine Rückbürgschaft bei der Lig- nose-Aktiengesellschaft gesichert, so daß für das Marinemnt keinerlei Zahlungen in Frage kämen. Sollte das gegen alle Voraussicht — also beim Versagen sowohl des Phöbus wie der Lignose-A.-G. — trotzdem nötig werden, so verpflichte sich das Marineamt, ohne Etatsüberschreitung solche Zahlungen aus seinen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln zu leisten. Einige Zeit später überreichte mir Kapitänleutnant Lohmann dann eine der Girozentrale gegenüber ausgestellte Bürgschaft des Reichsmarineamtes, zu der der damalige Reichswehrminister Dr. Geßler sein schriftliches Einverständnis erklärt hatte, und ersuchte mich, das gleiche zu tun, da aus formellen Gründen die. Summe sonst von der Girozentrale nicht ausgezahlt würde. Auch bei dieser Gelegenheit wiederholte er, daß wegen der Rückbürgschaft der Lignose-A.-G. eine Inanspruchnahme des Reichsmarineamtes aus der Bürgschaft so gut wie ausgeschlossen sei, und, falls Zahlungen doch eintreten sollten, diese aus etatsmäßig dem Reichsmarineamt für Presse- und Nachrichtenwesen zur Verfügung stehenden Mitteln gedeckt werden würden. Da die ganze Angelegenheit also lediglich eine Ressortfrage des Rcichswchrmini- steriums war, ohne daß von dem Rcichsfinanzministerium irgendwelche außer- oder überetatsmäßigen Mittel beansprucht wurden, hatte ich keinen Anlaß, dieser Aktion zu widersprechen. Alle übrigen Transaktionen in der Phöbus-Angelegcnhejt, Aktienkauf, Darlehenshingabe und anderweitige Bürgschaften, sind in keiner Form durch das Reichsmarineamt zu meiner Kenntnis gebracht worden, noch habe ich sonst davon erfahren. Fünf-Mächte-Besprechung in Genf. Die gestrige Vormittagsfihnng Genf, 7. März. Der Rat trat gestern vormittag zu einer öffentlichen Sitzung zusammen. Er i ihm zuerst i«en Bericht Dr. Stresemanns über die Arbeiten des Wirtschaftskommitees entgegen, der eine Ueberstcht über die bisherigen Kommifftonsverhand- lungen. insbesondere auf dem Gebiete der Verwirklichung der Zollnomentklaturen Beseitigung der Beschränkung des Aus- und Einfuhrhandels gibt. Ferner soll zum 14. März eine Konferenz einberufen werden. Die Leitung dieser Verhandlungen soll dem französischen Ministerialdirektor Ser- ruq übertragen werden. Ferner wird für November 1!28 die Einberufung einer Konferenz zur Vereinheitlichung der Wirtschaftsstatistiken vorgeschlagen. Der Bericht wurde ohne ^Debatte angenommen. Kerner wurde auf Antrag Dr. Stresemanns die Einberufung des mit der Durchführung der Beschlüsse der Weltwirtschaftskonserenz beauftragten Wirtschaftsrates zum 14. Mai in Genf beschloss:». In einer längeren Debatte über die Notwendigkeit der internationalen Konventionen wurde vielfach die beschleunigte Ratifikation der internationalen Konvention gefordert. Chamberlain «ieS auf die Gefahren für die Autorität des Bölkerbunds- rates und des Völkerbundes hin, in dessen bisheriger Handhabung bei der Unterzeichnung der Konventionen und der Ratifikationen eine grundsätzliche Aenderung eintreten müsse. Er schlug vor der Rat solle stch mit dieser grundsätzlichen Frage in Zukunft beschäftigen. Dieser Auffassung schlossen sich der rumänische Außenminister Titulsicu, der holländische Aüßenminister Blooklanb und der kanadische Delegierte an. Irland wies darauf hin, daß die Konvention über die internationale Konirvlle des Waffen- und Munitionshandels von Frankreich unterzeichnet worden iei. Er unterstrich gleichfalls die Notwendigkeit, lieber weniger Konventionen auszuarbeiten. diese aber dann zu ratifizieren. Ter italienische Delegierte. Sttsloja als Berichterstatter, empfahl, daß die im Völkerbu:dsrat vorzulegende Liste der noch nicht erfolgten Ratifizierungen der internationalen Konventionen und die von Sen einzelnen Staaten geltend gemachten Vorbehalte angenommen würden. Tr. Strefemann schloß stch diesem Vorschläge an Er hob die Notwendigkeit hervor, die Vorbehalte der einzelnen Staaten gegenüber den nichtralisizierten Konventionen bekannt zu geben. Wenn ein großes Land seinen Beitritt zur Fakultativklauscl des Haager Schiedsgerichtshofes von der Annahme des Genfer Protokolls abhängig mache, so sei hierdurch ein Vorbehalt von besonders schwerwiegender Bedeutung geltend gemacht und tatsächlich zwei völlig verschiedene Fragen miteinander verbunden. Es handle sich hierbei um eine grundsätzliche Frage. Dr. Strefemann schlug vor. daß im Völkerbundsrat von Zeit zu Zeit die internationalen Vereinbarungen, die bisher noch nicht ratifiziert worden seien, erörtert würden. Dr Strefemann erklärte sodann, der Beitritt Deutschlands zu der internationalen Opiumkonvention werde erfolgen, wenn Deutschland eine zustimmend ausfallende Antwort über seine Aufnahme in dem in der Konvention vorgesehenen Zentralbüro erhalten habe. Auf Antrag des italienischen Delegierten Tcialoja wurde dann beschlossen, auf die Tagung der nächsten Session des Rates die grundsätzliche Frage zu stellen, durch welche Mittel für die internationalen Konventionen des Völkerbundes in weit größerem Maße als bisher die Ratifiziechtng durch die verfassungsmäßigen Organe erzielt werden könne. Jnvestigationsfrage» Genf, 8 . März. Gestern nachmittag, gegen 17.30 Uhr, hat im Hotel de Bergues die Besprechung der fünf Großmächte begonnen. An der Unterredung nahmen Chamber- lain, Briand, Strefemann, Scialoja und Adatschi teil. Zur Verhandlung soll nach offiziösen Mitteilungen in erster Linie der amerikanische Paktvorschlag, sowie auch die Jn- vestigationsfrage gelangen. Die Verhandlungen über die Jnvestigationsfrage laufen gegenwärtig in der bereits gemeldeten Richtung eines Kompromisses und zwar soll eine besondere Enquetekommiflion aus Zivil- und Militärpersonen für diesen besonderen Fall eingesetzt werden Die Kommission soll dem Rat in Juni berichten. Der Rat ist für heute vormittag 10.30 Uhr zu einer geheimen Sitzung einberufen worden, in der die Jnvestigationsfrage verhandelt werden soll. Die nächste öffentliche Sitzung des Rates ist auf heute nachmittag angesetzt worden. ttnaarn als vräzedemfall Genf, 7. März. Die ungarische Delegation hat gestern sämtlichen Mitgliedern des Völkerbundsrates das umfassende Dokumentenmaterial in der Szent-Gotthard-Ai^e- legenheit zugehen lassen. Tie einzelnen Vorgänge, sowie die Stellungnahme der ungarischest Regierung werden ausführlich wiedergegeben und die Anklagen der Kleinen En- >ente zurückgewiesen. In einem Begleitschreiben weist die ungarische Regierung darauf hin. daß der Jnvestigations- antrag der Kleinen Entente auf den Wunsch zurückzusühren >ei. einen Präzedenzfall zu schaffen, um hierdurch in Zukunft an Stelle der aufgehobenen Militärkontrolle eine neue Kontrolle aeaen Ungarn einzuführen. Die Vaukosten des neuen Völkerbundspalastes Genf, 7. März. In der gestrigen Ratssitzung, an der auch der frühere schweizerische Bundespräsident Motta teilnahm, wurde der Bericht -der Ratskommission über den Bau des neuen Völkerbundspalais einstimmig genehmigt. Die Baukosten sind bisher auf 19,5 Millionen Schweizer Franken festgesetzt worden. Das Honorar kür die Architekten wird auf 5 Prozent der Baukosten sestgelegt. Ter Generalsekretär des Völkerbundes soll den Auftrag für die Ausführung des Baues erst dann gegenzeichnen, wenn über die drei Punkte des Versammlungssaales, der Fassade und die Leitung der Bauarbeiten völlige Klarheit aeschaffen ist. pariser Vlatter zur Frage der Meinlandräumung Deutschland soll der Investigation für Ungarn zustimmen. Paris, 6 . März. Im „Petit Journal" meint Marcel Ray, daß die unvermeidliche Diskussion der Rheinlandräumung .dadurch erleichtert werden könnte daß Deutschland der Entsendung einer Jnvestigationskommission nach Ungarn zustimmmen würde. Die Investigation könnte wohl mit Stimmenmehrheit entschieden werden, eine einheitliche Auffassung des Bölkerbundsraies würde aber dem Frieden tu Eurova 'dienlich iein Das „Oeuvre" betont die Ziveck- mäßigkeit der Besprechungen über die Rheinlandräumung zwischen Strefemann und Briand auch während der gegenwärtigen Ratstagung, obwohl diese Unterhaltungen wegen der bevorstehenden Reichstagswahlen nur theoretischen Charakter hätten. Dabei weist das. Blatt erneut darauf hin, daß das Rheinland endgültig 1935 geräumt werden müsse und eine vorzeitige Räumung für Gegenleistungen Frankreich nur Vorteile brinaen könnte. Die Besetzung erschwere die Annäherungspolitik. Die Räumung könnte gegebenenfalls das Reparationsproblem u. das französische Schuldenproblem lösen und damit hätte man einen großen Schritt auf dem Wege des Friedens und der Wiederaufrichtung der französischen Finanzen getan. Der tödliche Unfall des Präsidenten Bayrisch Paris, 6 . März. Zum Tode des Präsidenten des Stahlkartells Mayrisch, bei Chalons-sur-Marne wird berichtet: Maurisch fuhr in Begleitung seines Sekretärs in einem von seinem Chauffeur geführten Automobil in voller Geschwindigkeit Chalons-sur-Marne zu, als ein Radreifen platzte. Der Wagen wurde zur Seite geschleudert und stürzte mit voller Wucht an einen Baum. Präsident Mayrisch hatte den Brustkorb eingedrückt und gab keinerlei Lebenszeichen mehr von sich. Er starb bei der Ueberführung ins Krankenhaus Sein Sekretär hatte nur geringe Verletzungen erlitten, der Chauffeur kam mit dem Schrecken davon. Fliegerpech Nachricht von dem vermißten Postflugzeng Frankreich-Südamerika. Paris, 7. März. Von dem vermißten ersten Postflugzeirg Frankreich-Südamerika, liegt nunmehr Nachricht vor. Darnach hat das Flugzeug infolge dichten Nebels sich gezwungen gesehen auf seinem Wege nach St. Louis in Senegal eine Zwischenlandung vorzunehmen. Mgabe von deutschem Eigentum 50 Millionen Dollar als erste Rückerstattungsrate. Ncmyork, 7. März. Meldungen aus Washington besagen, daß noch im Lause des am 3. Juni ablaufenden Fiskaljahres 50 Millionen Dollar für Radioanlagen, Schiffe und Patente auf Gruirb des Eigentumsgesetzes zurückerstattet werden sollen. Das habe auch der amtliche Hinweis andeuten wollen. wonach die Zahlungen auf Grund der Vorlage wahrscheinlich dem Bndgetüberschuß um 52 Tvllarmillionen verkürzen IUÜU:.'». Die Wahlen in polen Deutsche Erfolge. Starke Beteiligung in den Grenzgebieten Die Wahlen zum polnischen Sejm sind ruhiger verlaufen, als nach dem sehr lebhaften Wahlkampf und den verschiedenen blutigen Zusammenstößen, die ihn begleiteten, zu erwarten war. Nach den bisher vorliegenden Berichten ist es nur an einem einzigen Ort zu Ausschreitungen gekommen. Das Gesamtbild des Wahlergebnisses, das sich am Montagaachmittag bereits io weit übersehen.läßt, daß entscheidende Aenderungen nicht mehr zu erwarten sind, zeigt bei einer durchschnittlichen Wahlbeteiligung von etwa 70 Prozent die Pilsudski-Partei als stärkste Gruppe des neuen Sejm. Sie hat nach den bisherigen Ziffern 68 Mandate erlangt. Als zweitstärkste Gruppe folgt der Block der Rechten mit 35 Mandaten, danach die Sozialdemokraten mit 27 Sitzen. Der Miilderheitenblock hat bisher 24 Sitze errungen, auf ihn folgen die Kommunisten und die ihnen an- geschlossenen bäuerlichen Gruppen mit 19 Mandaten und schließlich die Wyczwolinie-Gruppe. die 17 Sitze erlangt haben dürfte. In wenigen Motten Der Völkerbundsrat ist gestern vormittag zu einer öf- fentlicheu Sitzung zusammengetreten. In einer längeren Debatte wurde das Für und Wider der Ratifizierung internationaler Konventionen erörtert. » Gestern nachmittag um 5 Uhr fand in Genf eine Konferenz der fünf Mächte England, Frankreich, Deutschland, Italien uud Japan statt. m Die für gestern geplante Geheimsttzung des Völkerbundsrates zur Behandlung der ungarische» Jnvestigationsfrage ist zunächst auf heute vertagt worden. « Der bisherige volksparteiliche Abg. Hepp wird bei den kommenden Reichstagswahlen Spitzenkandidat der Liste der Christlich-Nationalen Bauernpartei sein. * Der Reichskanzler wird heute den Fraktionsführern Mitteilung über die Phöbusangelegenheit machen. * * Wie Dr. Curtius im Reichstage mitteilte, soll der deutschenglische Handelsvertrag bei der nächsten Gelegenheit gekündigt werden. Der Landbote * Stnshekner 3cimng. Mittwoch, den 7. März 1928. Nr. 57. Jahrgang 1928. Ter Erfolg öes Mtnöerheitenblvcks wäre zweifellos noch größer, wenn es gelungen wäre, die ukrainischen Stimmen und auch einen Teil der abgesplitterlen indischen Stimmen mit ihm zu vereinigen. Dann hätte der Minderheitenblock den Rechtsblock noch überflügelt und nahe an die Pilsndski- Gruppe herangereicht. Aber auch so ist das Wahlergebnis für die Minderheiten in hohem Maße erfreulich und sichert ihnen in dem neuen polnischen Parlament eine Position, die es ihnen ermöglichen sollte, ihre Forderungen und ihren Einfluß stärker geltend zu machen. Ganz besonders erfreulich aber ist der starke Anteil, den das Deutschtum in Polen und namentlich in den abgetretenen Gebieten an den Wahlerfolg des Minderheitsblockes hat. Wenn man daran denkt, welcher Druck auf die deutschen Organisationen und auf ihre Presse in der Borbereitungszeit der Wahl ausgeübt worden ist, wie die unaufhörlichen Zeitungsverbote die Werbetätigkeit und Aufklärung aufs äußerste erschwerten, die durch Bersamm- lnngsterror und Gewalttätigkeiten gegen einzelne ein planmäßiger Einschüchterungsfeldzug geführt und bis in den Wahltag hinein fortgesetzt wurde, so verdient die Unerschrockenheit und Gesinnungstreue, mit der die deutschen Wähler ihre Pflicht erfüllt haben, besonderes Lob. Tas gilt in erster Linie für Oberschlesien, wo die deutsche Wahlgemeinschaft gegenüber den Wahlen von 1922 fast 70 000 Stimmen gewonnen hat, von denen nahezu 20000 auf das Verlustkonto Korfantys kommen. In Ostoberschlesien haben die Deutschen damit ein Mandat gewonnen, sie schicken von dort aus sechs Abgeordnete in den neuen Sejm, während die Regierungspartei es hier auf sieben Mandate gebracht hat, Korfanty auf drei und die polnischen Sozialisten auf ein Mandat. Daneben haben die Deutschen auch in Pommcrellen einen großen Erfolg erzielt Nicht nur in Tirschau, sondern auch in Thvrn, wo sie 1922 ohne Mandat blieben, haben sie einen Sitz erobert. In Bromberg ist cs ihnen gelungen zwei, in Graudenz ein Mandat zu gewinnen, in Posen-Land fallen ihnen vier Mandate zu, so daß sie auch hier ihren Besitzstand gegenüber 1922 um ein Mandat vergrößert haben. Tie polnische Politik wird durch die Ergebnisse dieser Wahlen stark beeinflußt werden. Die Nationaldemokrati- sche Partei hat rund die Hälfte ihrer Mandate verloren, die Christlich-Nationalen sind nahezu aufgerieben, die Pia- sten-Partei wind von den HO Mandaten, die sie bei der vorigen Wahl erlangte, nicht mehr als 20 zu behaupten vermögen. Der Regierungsblock hat einen unbestreitbaren Sieg errungen. Am auffallendsten ist vielleicht sein Erfolg in Warschau, wo die Pilsndski-Gruppe, die bisher dort kein einziges Mandat hatte, von >4 Sitzen sechs zu erobern vermochte. Es wird sich nun zu zeigen haben, wie die Neugruppierung der Kräfte sich auswirkt, und für uns ist dabei in erster Linie von Interesse der Einfluß, den. sich der Minderheitenblock zu sichern verinag und ob er die Änerken- nung und Beachtung findet, auf die er nach seinem Abschneiden bei den Wahlen berechtigten Anspruch hat. preffestimmen zum Wahlausgang Warschau, 7. Mräz . fFnnkspruch.f Tas völlig unerwartet vorgestern bekannt gewordene Ergebnis der polnischen Sejmwahlen, das in allen politischen Kreisen, am meisten wohl im Lager der Regierungsparteien selbst ganz überraschend kam, hat ganz Polen vor eine völlig veränderte Lage gestellt. In der „Warszawianka". dem sachlichsten Presseorgan in Polen, beschäftigt sich der bekannte Profeffor Stronski, Führer der christlich Nationalen, mit der Lage im kommenden Sejm und konlmt dabei zu folgendem Resultat: Regierungspartei 130 Sitze, Linksparteien mit Sozialisten, Wyzmolenie, Bauernpartei usw I3ö Sitze. Minderheiten zusammen mit den Einzellisten der Ukraine, Weißrussen und Juden etwa 100 und die übrigen Rechtsparteien 80 Sitze. Diese Parteien, die früher 230 Mandate besaßen, haben im ganzen ISO Mandate verloren. Im jetzigen Regierungsblock sind etwa 30 Rechtspolitiker und 100 Linkspolitiker zusam- mengeschlosien. Wollte man 40 Abgeordnete des Regierungsblocks als rechtsstehende ansehen, so würden sich doch immer nur 120 Stimmen als Zentrv rechtsgerichtet ausrechnen lassen. Die Zeitungen der Tiegerparteien „Glos Prawdi", „Epoka", „Expreß Poranny" und „Kurier Poranny" nehmen nur in allgemeinen Stimmungsbildern zu der neuen Lage Stellung und lassen die Ueberraschung über den Ausgang der Wahl unschwer erkennen. „Warszawianka" und „Expreß Poranny" bringen zum Ausdruck, daß unnmehr eine nene Aera in der polnischen Politik Werners Werbung. Roman von George Manville Fenn und Carl Johannes. Er streckte seine Hand durch die Brustöffnung von Gartrams Hemd, und nach einige: Bemühung gelang es ihm, den Verschluß einer ledernen Geldkatze zu lösen, welche unter dem Hemd um den Leib seines Patienten geschnallt war. Er zog die ganze Länge dieses gürtelförmigen Tinges heraus und bemerkte, als er es nachlässig auf den Tisch legte, daß sich auf der einen Seite eine ziemlich große, harte und vollgestopfte Tasche befand. „Ein nettes Kisten das für einen Kranken; alter Bursche, jetzt wirst du dich ganz behaglich fühlen." Wie zur Bestätigung dieser Worte fließ Gartram einen tiefen Seufzer aus und streckte sich wie zu ruhigem Schiafe. Der Doktor erhob sich aus seiner knienden Stellung, goß die Taste mlt Kognak voll Kaffe, ließ sich mit vielem Behagen in dem großen Lehnstuhl nieder, zündete sich eine besonders gute Zigarre an und rauchte mit vollem Genuß, dann und wann einen Schluck Kaffe zu sich nehmend. „Ja, die Klara ist doch ein nettes kleines Mädchen," dachte er dabei. „Wird einmal einem glücklichen Mann eine liebe, brave Frau sein — eine brave, reiche Frau — und wenn — nein, nein, ich könnte mir daraus nicht die geringste Hoffnung machen — ich werde nur ruhig so als Junggeselle weiter leben und dcckei werde ich auch am festen durchkommen." Er rauchte schweigend werter und ließ seine Blicke auf Gartram ruhen, desten Züge in der matten Beleuchtung rbsr noch zu unterscheiden waren. „Ja, mei« lieber Patient", sagte er dabei, „dem Kopf ist gar nicht so übel. Wohlgebildete Gesichtszäge, entschie- dener Ausdruck, unbeugsame Will«rskraft, selbst wenn die Augen geschlofien find. Du bist ein gewaltiger, starker Manu, der seinen Willen durchsetzt, so lange die Kraft beginnen werde und der „Kurier Poranny" stellt mit Befriedigung fest, daß der Sieg des nationalen Führers ein Zeugnis für den gesunden Instinkt des polnischen Volkes sei. Ter „Rvbvtnik", das Parteiorgan der Sozialisten meint, daß der Faschismus zum Kommunismus führen müsse und daß die Sozialisten weiter kämpfen und ihre Stellung weder nach der einen noch nach der anderen Seite ändern würden. Die „Gazette Warszawska Poranne" und „Rzeczpospolita". deren Parteien man jetzt erst recht als Opposilion wird bezeichnen können, können ihren Hatz und Unmut über die erlittene Niederlage nicht verbergen. Beide sprechen von einer Radikalisierung des öffentlichen Lebens und suchen den Erfolg der Regierungspartei abzuschwächen. Die „Gazette Warszawska Poranna" erklärt, daß die eigentlichen Sieger die radikalen Parteien, die Sozialisten, Wyzmolenie und die Bauernpartei seien, deren Stellung durch den Erfolg der Regierungspartei, die ebenfalls zu dreiviertel radikale Elemente enthalte, gestärkt worden sei. Keltischer Reichstag 394. Sitzung. Präsident Locbe eröffnet die Sitzung um 14. Uhr. Die zweite Beratung des Etats des Reichswirtschasts- ministerinms wird fortgesetzt. Reichswirtfchastsminister Dr. Cnrtins ergreift das Wort, um zu einer Reihe von Einzelfragen, die in der Debatte aufgeworfen worden sind, Stellung zu nehmen. Der Kritik des Abgeordneten Lejeune-Jung an den Ergebnissen unserer Handelspolitik könne er in manchen Punkten beipflichten. Auch er halte viele seiner Beschwerden für begründet. Wer sollte nicht besorgt sein, so führt der Minister fort, über die Entwicklung, die mit dem Han- öelsvertragsverhältnis mit England begonnen hat. Auch ich stehe auf dem Standpunkt, daß manche Maßnahmen der englischen Regierung eine Verschiebung der Basis bedeuten, die wir seinerzeit gemeinschaftlich gefunden haben. Es ist selbstverständlich, daß wir bei der erstmöglichen Gelegenheit den Handelsvertrag mit England kündigen werden, um zu versuchen, unser Verhältnis mit England aus eine andere Basis zu stellen. Zum Wortführer der Beschwerden, die sich gegen die Methoden beim deutsch-italienischen Handelsvertrag richten, sind nur diejenigen berufen, die auch von sich aus solche Methoden als verwerflich betrachten. Ich kann mich darum nicht denjenigen anschließen, die, wie der Abg. Hugcnberg das Heil in einer Grenzsperre für Landwirtschaftliche Artikel und in Einfuhrverboten sehen. Diese Forderung steht im Widerspruch zu den in den Genfer Welt- wirtschaftskonfercnz auch von der landwirtschaftlichen Gruppe unter Zustimmung der deutschen Lanüwirtschaftsvertre- ter fcstgelegten Grundsätzen. Der Autorität des Abg. Hilgenberg stelle ich die Autorität des Abg. Dr. Helfferich gegenüber, der 1901 gesagt hat: „Ich sehe die größte Gefahr darin, daß wir als Industriestaat eine Agrarpolitik treiben, die den kleineren Teil des Volkes erhalten will mit Maßnahmen, die den anderen größeren Teil zugrunde richten. Hört, hört!» Meine Jndnstriepolitik, meine Bemühungen um Zollsenknug haben nach meiner Ueberzengung zu Gunsten der Landwirtschaft gewirkt. Den Grundsätzen, die der Abg. Lejeune-Jung hier aufgestellt hat, sind ja zum Glück er selbst und seine deutschnationalen Freunde in der Regierung nicht gefolgt. tAbg. Lejeune: Ich habe 1926 genau so geredet, wie jetztlj Ja, aber die Deutschnationalen haben meine Politik mitgemacht. Die Ironie des Schicksals will es, dag gerade für den deutsch-englischen und den deutschitalienischen Handelsvertrag die deutschnationalen Abgeordneten Leieune-Jung und Dr. Reichert die Referenten waren. (Heiterkeit.» Am Zustandekommen des deutsch-französischen Handelsvertrages hat Reichsernährungsminister Schiele den stärksten Anteil. (Hört, hört!» Wenn wir mit Polen zum Vertrage kommen, so basiert das auf der Grundlage. wie sie Minister Schiele und Stresemann zusammen geschaffen haben. »Erneutes hört, hört!» Ich bin überzeugt, daß die Deutschnationalen auf diesen Boden sich wieder zurückfinden werden, denn mit den Plänen des Abgeordneten Dr. Hugenberg werden wir niemals deutsche Handelspvliiik treiben können. Man darf andererseits den langsamen Fortgang der deutsch-polnischen Verhandlungen nicht allein auf deutsche Hemmungen zurückführen. Die größten Schwierigkeiten gehen in der Niederlassungs- und Valorisierungs- frage von Polen aus. Es ist bedauerlich, wie die Tschecho- slowckei die deutschen Gläubiger aussen Vorkriegsanleihen benachteiligt. Ich sehe keine Möglichkeit zur Fortsetzung der deutsch-tschechischen Berhamdlnngen. wenn sich das nicht ändert. Mit dem Abg. Heinig halte auch ich eine größere Pu- > feines Körpers und jeiner Nerven ausreicht. Hat er sie verbraucht, dann kommt er zu mir, und ich helfe ihm. Ja, I«, mit solchem Charakter konnte man schon vorwärts kommen in der Welt und Schätze aufhäusen und ein großes ScUoß bauen und sich stolz auf die Brusttasche Wagen und sagen: „Ich bin ein reicher Mann und verlache die ganze Welt!" Und das hast du redlich getan, mein lieber Patient — die ganze Welt — nur nicht deinen Doktor. Denn wenn der dich einmal in seiner Gewalt hat, dann hat er dich dein ganzes Leben lang und kann mir dir machen, was er will. Ich habe dich jetzt ganz in meiner Gewalt, Norman Gartram, und habe die Befugnis, mit dir zu tun, was mir beliebt. So unumschränkt ist meine Macht über dich, daß, wenn ich in dieser Nacht zu dir sagen würde: „Stirb!" so würdest du sterben — oder ich laste dich leben und du bleibst am Leben." Dann gähnte er und murmelte vor sich hin: „Pah, doch schon müde — solche Nachtwache ist doch langweilige Arbeit, wenn man sie auch hoch genug in Rechnung stellen kann." Eine Weile rauchte er schwetgenv weiler, dann sah et sich die Bücher an. welche auf dem Tische lagen, und als er nichts darunter fand, was ihn interessierte, nahm er den Geldgurt in die Hände und betrachtete denselben nachdenklich. „Ganz vollgestopft, vermutlich mit Banknoten — der Alte hat einen Abscheu dagegen, sein GeK» einer Bank anzuvertrauen. Möchte wohl wisien, wieviel da- drin ist. Eigentlich wäre das unehrenhaft. Gewiß — aber er hat sich doch nun einmal in meine Gewalt gegeben." Dabei zog er ein kleines Taschenbuch aus d«n Gurt heraus. „Da täte auch ein neues Gummiband not Ich werde ein neues verordnen. Laßt sehen — was haben wir hier? Banknoten — zu 6 Pfund, zu 10 Pfund — da sind zwei zu 60 Pfund, eigentlich komisch, daß so kleine Stückchen Papier so große Geldsummen vorstellen. Hier noch mehr. Zebner. lauter Zehner!" Dabei zog er aus den Taschen des Portefeuilles ganze Pakete von schmutzigen, zusammengefalteten englischen Banknoten, durch- blizitäl der Wirtschaft für notwendig. Ich kann aber nicht in allen leinen Betrachtungen über die Lohnpolitik folgen. Auf diesem Gebiete können wir nicht die aauz anders liegenden amerikanischen Verhältnisse zum Vergleich heranziehen. WaS die Klagen des Mittelstandes betrifft, so hat der Reichsernährungsminister die Beteiligung von Vertretern des Handwerks in der. Beiräten sür die Durchführung des Landwirrschastlichen Notprogramms zugesagt. Eine Kontrolle der Auftragsvergebung durch das Ministerium ist wünschenswert, sie darf aber nicht nur die Retchsbetriebe erfassen. Die Handwerksuovelle ist im Reichswirtschaftsrat aus erhebliche Schwierigkeiten gestoßen. Es ist daher nicht die Schuld des Ministeriums oder der Reichsregierung, wenn sie im Reichstag nicht mehr zur Verabschiedung kommt. Bei der Neugestaltung des Reichskommissariats ist den Wünschen des Handwerks weitgehend Rechnung getragen worden. Ter Minister tritt weiter für stärkere Kundenpflege ein. Auch das Verhältnis zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber müsse besser werden. Besondere Bedeutung «erde hier der künftige Reichswtrtschaftsrat haben. Auch auf dem Wirtschaftsgebiet müßten Ideale vorangestellt werden. Staat und Wirtschaft sind nicht Selbstzweck, sondern dienen dem Gedanken, der Menschenwürde eine größere Bedeutung zu geben. Abg. Beythien « Berlin 7 März Der Berliner Metallkonflikt hat sich nicht wesentlich verändert. Bei Lorenz und den Deutschen Telephonwerken wurde gestern noch m.t Sch.chtwechsel gearbeitet, jedoch werden heute aller Vorausstcht nach diese Betriebe stillgelegt werden. Vom Deutschen Metallarbeiter- verband sind noch etwa 400 Werkzeugmacher, die in kleineren nicht zum Verbände Berliner Metallindustrieller gehörige« Fabriken beschäftigt sind, in den Streik mtieinbezo- »en worden. Wie verlautet, werden die heutigen Verhandlungen im Reichsarbeitsministerium, an den von Gcwerbe- m Körner den Parteien unterbreiteten Einigungsvorschlag sich anschließen, der bereits Gegenstand der Auseinandersetzung vor dem Schlichtungsausschuß war. Letzte Telegramme in Kürze. Wieder 10% Dividende bei der Diskontogesellschaft. Berlin, 7. März. In der gestrigen Aufsichtsratssitzung »er Diskontogesellschaft wurde beschlossen, für das Geschäftsjahr 1027 aus einem Reingewinn von 15 344 431 R.-M. (ge- ge« 14 347 165 R.-M im Jahre 1926) wie im Vorjahre wieder eine Dividende von 10% in Vorschlag zu bringen. Der Geschäftsumfang hat im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter zugenommen. Der Umsatz ist von 88,12 Milliarden R.-M. im Borjahre auf 113,83 Milliarden Reichsmark gestiegen. Schwerer Eisenbahnzusammeustotz. Ein Toter, mehrere Verletzte. Honnover, 7. März. Gestern nachmittag fuhr der Güterzug 7662 im Bahnhof Jeddigen auf der Strecke Uelzen— Langwedel auf den Personenzug 467 auf. Durch den Zusammenstoß wurde eine Person getötet und mehrere verletzt. Zwei Aerzte waren bald an der Unglücksstelle, desgleichen die Sanitätskolonne von Rothenburg. Die Strecke Uelzen— Langwedel ist bis heute morgen gesperrt. Der Betrieb wird durch Umsteigen aufrechterhalten. Wahrscheinlich hat der Güterzng 7602 das auf Halt stehende Einfahrtssignal über- 'ahren Vulkanausbruch aus Santorin. London, 7. März. Wie aus Athen berichtet wird, "be- sindet sich auf der Insel Santorin im ägäischen Meer ein Vulkan in starker Aktivität. Der Krater speit Flammen und wirfi unter starkem Getöse gröbere Mengen Steine in die Lust. Unter der 43 600 starken Bevölkerung der Insel sind, nach den bisherigen Meldungen. Opfer nicht zu verzeichnen. Baden. Wiederwahl des Parteivorsttzenden Dr. Schäfer. Freibarg, 7. März. Auf dem Parteitag der Badischen Zcntrumspartei wurde Prälat Dr. Schofer wieder zum Führer der Partei gewühlt. Da Dr. Schofer schon seit Monaten krank ist u. den Landtagssitzungen fernbleiben mußte, nahm er dieses Amt nur unter der Bedingung an, daß in der Partei Disziplin, Ordnung und Sachlichkeit herrscht» Aus Nah und Fern. * Sinsheim, 7. März. (Iugendstift Sunnisheim). Gestern Bormittag 10 Uhr traf mit dem Postauto von Karlsruhe kommend der Rechtspflegeausschuß des Bad. Landtags zur Besichtigung des Iugendstiftes Sunnisheim hier ein. Unter den 21 Besuchern waren vertreten die Herren Iustizminister Trunk, Ministerialdirektor Dr. Schmidt, Ministerialrat Dr. Umhauer, Oberregierungsrat Dr. Curtax, Landrat Strack, Amtsgerichtsmt Grein und die Herren Ortsgeistlichen. Unter Führung von Herrn Oberjustizinspektor Schneider-Heidelberg wurden der Zwischenbau des Pestalozzihauses und die Werkstätten besichtigt. Nach einem eingenommenen Fmbiß trug ein Stiftszwerg ein von der Oberschwester Sofie Hummel verfaßtes Gedicht vor, worin die Wünsche der Anstalt zum Ausdruck gebracht wurden. Hierauf folgte die Besichtigung der Anstalt. Herr Direktor Schmidt entwarf einen Situationsplan von den einzelnen Gebäuden, was darin alles untergebracht ist und brachte gleichzeitig die schon in dem Gedicht enthaltenen Wünsche der Anstalt vor. Nachdem der Rundgang fertig war, wurden auf dem Sportplatz einige Freiübungen unter Musikbegleitung vorgeführt. Nach Absingen einiger Lieder dankte der Herr Minister Herrn Lehrer Grether und den Zöglingen für das Gesehene und sämtliche Abgeordneten und die Herren des Ministeriums verließen hochbefrieoigt die Anstalt, nachdem sie eingesehen haben, daß die vorgebrachten Wünsche berechtigt sind. Nach Einnahme des Mittagessens im Hotel Post, das sehr reichlich und gut war, fuhren die Herren zur Besichtigung des Schwar- zacherhofes weiter, einen angenehmen Eindruck von unserer Amts- stadt hintcrlasfend. * Sinsheim, 7. März. (Keine Palmkätzchen und Schlüsselblumen pflücken!) Es sei noch einmal darauf aufmerksam gemacht, daß es nach der neuen Mimsterialverordnung vom 14. Nov. 1927 in Baden u. a. verboten ist, Palmkätzchen und Schlüsselblumen zu pflücken. Die Polizei- uno sonstigen Wachorgane bringen diejenigen zur Anzeige, die dieses neue Naturschntzgebot übertreten. K Eppingen, 5. März. (Verschiedenes). Die hiesige Ortsgruppe des Bad. Funglandbunds hatte ihre Mitglieder auf Samstag abend ins Nebenzimmer zur „Eisenbahn" zur Generalversammlung zusammenberufen. Nach Erstattung des Tätig- keits- und Kassenberichts wurden die Neuwahlen vorgenommen, die aber keinerlei Veränderungen in der Vorstandschast brachten. Es wurde im weiteren Verlauf der Versammlung u. a. beschlossen, im Laufe dieses Jahres einen Ausflug zu machen. Nach Erledigung sonstiger Bereinsangelegenheiten konnte der Vorstand Adolf Gebhard die Versammlung schließen. — Der Veteranenverein hatte seine Mitglieder auf Samstag abend in die Bahnhofswirtschaft zu einem gemütlichen Unterhaltungsabend eingeladen. Erfreulicherweise war der Besuch sehr gut. Bei kameradschaftlicher Unterhaltung und bei Gesang froher Lieder verliefen die Stunden nur zu rasch. Es war allgemeiner Wunsch der Versammelten, daß recht bald wieder ein derartiger Abend stattfinden möchte. — Die Generalversammlung des Reichbunds der Kriegsbeschädigten gestern nachmittag im „Schwanen" hatte einen guten Besuch aufzuwcisen. — Eppingen, 6. März. (Landiv. Winterschule.) Am kommenden Freitag wird die Landwirtschaftsschulc den Iungbauernkurs beenden. Die Schlußfeier beginnt mit einer öffentlichen Prüfung. 2m Saal des Gasthauses zum Engel wird geprüft über Bürgerkunde. Ackerbqp, Pflanzenbau, Obstbau und Tierzucht. Zur besseren Veranschaulichung werden dann am Platz vor der Turnhalle Pferde vorgeführt, die dann von einzelnen Schülern beurteilt werden. Am Nachmittag findet eine Versammlung des Vereins ehemaliger Landwirffchaftsschüler statt. Herr Oberlandwirtschaftsrat Meisner hat für den Hauptvortrag zugesagt. Auch eine Filmvorführung ist vorgesehen. Zu diesen Veranstaltungen sind alle Landwirte und Freunde der Sache eingeladen. Zugleich wird auf den am Montag beginnenden Lehrgang für fortbildungsschulentlassene Landwirtstöchter und Iungbäuerinnen hingewiesen. % Tairnbach, 5. März. (Geburtstagsfeier.) Am 2. März konnte Adam Filsinger seinen 81. Geburtstag feiern. Der Jubilar ist unser ältester Bürger und ist Veteran von 1870 und 1871. Er fühlt sich verhältnismäßig wohl, trotzdem ihm im Jahre 1922 der rechte Arm und zwei Jahre später der linke Arm amputiert werden mußten. Bei der Geburtstagsfeier brachte das Quartett Fidelio ein Ständchen, was ihn sehr freute. Der Jubilar durste in seinem Zimmer mit dem Bere.in noch eine fröhliche Stunde verleben. = Oestringen, 6. März. (Verhängnisvolles Spiel.) Beim Bogenschießen wurde das dreieinhalb jährige Kind eines Postbeamten mit einem Rohrpfei! ins Auge getroffen, sgdaß dieses verloren ist. % Helmstadt, 6. März. (Kirchenkonzert.) Anläßlich des Trauersonntages veranstaltete der hiesige Kirchenchor ein Konzert, bei dem nebst den sehr gut vorgetragenen passenden Chören auch Biolinsoli uno Sologesänge zur Geltung kamen. Besonders gut gefielen die vom üortigen Posaunenchor gespielten Stücke von Bach uno Händel. % Lobenfeld, 6. März. (Tragischer Tod.) Infolge eines Unglücksfalles verschied am Freitag abend in Karlsruhe der von hier stammende Polizeibeamte Karl Winterbauer, Sohn des Invalidenrentners Peter Winterbaner. Der Verstorbene fuhr mit seinem Rad zum Dienst und wurde dabei von einem seitwärts kommenden Auto angefahren, dabei erlitt er so schwere Verletzungen, die seinen Tod hcrbeiführten. Den so schwer getroffenen Eltern, deren jüngster Sohn der Verunglückte war, wendet sich allgemeine Teilnahme zu, zumal dieselben schon auf tragische Weise eine Tochter verloren haben. % Mosbach, 5. März. (Die landwirtschaftlichen Kreiswinterschulen.) Mitte März schließen die vier im Kreise Mosbach sich befindlichen landwirtschaftlichen Kreiswinterschulen. Sic wurden diesen Winter von 167 Schülern besucht, von denen 113 auf den ersten Kurs und 54 auf den zweiten Kurs entfielen. Den stärksten Besuch wies mit 64 Scbülcrn Tsuberbischofsheim auf, was wohl darauf zurückzuführcn ist, daß mit der dortigen Schule ein Internat verbunden ist. Mosbach wurde von 38, Buchen von 37 und Boxberg von 28 Schülern besucht. % Neckargemünd, 6. März. (Sommertagszug. — Ferngasversorgung.) Alter Tradition gemäß, findet wieder am Soüntag Lätare, hier und im Stadtteil Kleingemünd ein Sommertagszug statt. Unbemittelte Kinder erhalten die Sommertagsdegen unentgeltlich. Die Mittel hierzu werden durch freiwillige Gaben aufgebracht. Der Zug findet nach Beendigung des Bormittagsgottesdienstes statt. — Mit der Ferngasversorgung hier wird es jetzt ernst. An der Bahnstation Schlierbach sind in der letzten Woche die ziemlich weiten eisernen Gasleitungsrohre eingetroffen und an ihren Platz an der Landstraße Ziegelhausen-Kleingemünd befördert worden. In den nächsten Tagen dürfte mit den Grabarbeiten begonnen werden. £ Heidelberg, 6. März. (Taucherarbeiten im Neckar.) Zwischen Marstall und Alter Brücke arbeitet zur Zeit ein Taucher, um die Lage der im dortigen Strombett liegenden Felsbiöckc festzustellen. Da der künftige Schiffährtsweg an der Stadtseite entlang führt, müssen diese einzelnen Felsblöcke, die wegen ihrer Schwere vom Bagger nicht beseitigt werden können, einzeln unter Wasser weggesprengt werden. Die Sprengungen erfolgen in diesen Tagen, wobei den polizeilichen Vorschriften entsvrechcnd vorübergehende Sperrung des Neckarstandes erfolgen muß. Es handelt sich um eine ziemlich erhebliche Zah! von Felsblöckcn, die sich noch unterhalb oer Alten Brücke im Flußgeröll befinden. Namentlich macht die jetzt unter Wasser liegende ehemalige sogenannte Robertsinscl Schwierigkeiten. Die Arbeiten des Tauchers lockten gestern viele Zuschauer herbei. * Baiertal, 5. Mörz. (Holzvcrsteigcrung.) Dieser Tage versteigerte hier die Gemeinde Baiertal aus dem Gemeindewald Brenn- und Nutzholz. Der Ster Eichen-Brennholz erreichte einen Preis von durchschnittlich 10—15 RMk., das Hundert Wellen 24—25 RMK. Die Eschen und Lerchcnstämme waren als Nutzholz sehr begehrt und wurden besonders durch die einheimischen Wagner aufgekauft. Das übrige Stammholz hat die Taxe nicht erreicht. Wimpfen, 6. März. (Fremdenverkehr.) Das überaus günstige. frühlinglichc Wetter bringt zum Erstaunen viele Gäste und Ausflügler hierher. Nicht bloß Auto an Auto kann man auf der Straße Offenau—Wimpfen verfolgen, das eine oft dicht in Staub des vorauffahrenden Kraftwagens gehüllt, sondern auch ganze Vereine, Schulen und Gesellschaften bewegen sich über den schmalen Eisenbahn- und Fußsteg von Iagstfeld nach Wimpfen. Der Ort im Tal wie auf oem Berg, die Umgebung und die städtischen Sehenswürdigkeiten, das Malhildenbad und die Kirchen sind gleichermaßen Zielpunkte der Wanderlustigen. Mannheim, 6. März. (Die Sanierung der Rheinischen Handelsbank.) Die Verhandlungen zwischen der Mannheimer Fleischerinmmg und den Mannheimer Großbanken über eine Sanierung der Rheinischen Handelsbank sind bekanntlich als gescheitert anzusehcn. Bei den Verhandlungen der bevollmächtigten Innungskommission zeigte es sich, daß das Gebiet des Bieh- marktverkehrs bei den Mannheimer Großbanken im großen und ganzen fremd ist und daher zu keinem Erfolg führen konnten. Dagegen waren die Verhandlungen mit der Bayrischen Hypotheken- und Wcchselbank München, die über eine beinahe 30 jährige Erfahrung auf bedeutenden Pichmärkten und Piehhofplätzen in Deutschland zurückblickt, aussichtsreicher. Man griff zu dem Münchner Vorbild und gründete einen Vichmarktvcrein, dem Metzger, Viehhändler und sonstige Interessenten des Mannheimer Viehmarktes angehören können. Die Verhandlungen mit der Bayrischen Hypothekenbank führten zu einem voll befriedigenden Erfolg. Die gesamte Gläubigermasse der Rheinischen Handelsbank wird in möglichst kurzer Zeit ausgeschüttet werden, so daß keiner der Bankgläubiger irgend einen Verlust erleidet. Bei dem Zinsfuß ist sogar noch eine Besserung gegenüber den Sätzen der früheren Rhein. Handelsbank erzielt worden, da diese nur 3,5 Prozent gegen 4—6 Prozent beträgt, «in Vorteil, her den Viehhändlern zugute kommt.Die Ueberweisungen der ge- schästsführenden Bank an den Biehmarktverein dienen in den erstenIahren zur Abocckung etwaiger Verluste der Depotgläu- biger, für späterhin kommt eine Rückvergütung nach weiterer Vereinbarung in Frage. Die Bayrische Hypotheken-Bank übernimmt einen gewissen Teil der Bankdebitoren gemäß der bereits vorgenommenen Prüfung, während der Rest der nicht übernommenen Debitoren sicher von der alten Bank abgewickelt wird. Die Zahlstelle der Bayrischen Hypotheken-Bank befindet sich in den Räumen der früheren Rheinischen Handelsbank im ochlachthof. Rach diesen günstigen Abmachungen glaubt man, daß das Pertrauen der Metzger- und Händlerfchast sich nunmehr j dem neuen Institut zuwenden wird, so daß nun die Möglichkeit besteht, die geschlagenen Wunden zum Vernarben zu bringen. x Mannheim, 6. März. (Der Deutschnationale Handlungsgehilfenverband) hält vom 9. bis 11. März in Mannheim seinen 25. Gautag, verbunden mit der Feier des 30 jährigen Bestehens des Gaues Südwest ab. Der Versuch verspricht außerordentlich stark zu werden, da sich bis jetzt bereits 300 Auswärtige angemeldet haben, obwohl noch etwa 20 Ortsgruppen die Anmeldungen fehlen. Nach einer Geschästsfiihrersitzung am Freitag und getrennten Kreissitzungen findet am Samstag, nachmittags 3 Uhr, im Rosengarten der eigentliche Gautag statt, an den sich ein Festabend anschlietzt. Bei diesem wirken außer der Kapelle Becker und dem Bund der Männerchöre im D. H. B. Kammersänger Loeltgen und Schauspieler Godeck vom Nationaltheater sowie der Pfälzer Mundartdichter August Heinrich (Bellemer Heiner) mit. Der Sonntag bringt oann eine große öffentliche Kundgebung. Hierbei wird neben einer Eröffnungs- und Begrüßungsansprache durch den Gauvorsteher Menth der Führer der 320 000 im Deutschnationalen Handlungsgehilfenverband organisierten Kaufmannsgehilfen, Berbandsvorsteher Bechly (Berlin), über das Thema „Volk und Führung im neuen Deutschland" sprechen. Die Kundgebung wird umrahmt von einem Orgelvortrag und dem „Sanktus" von Schubert. Außerdem sind noch verschiedene unterhaltende Veranstaltungen vorgesehen. > — - < für Donnerstag, den 8. März 1828. Berlin (483), Königswusterhausen (1250). 20.10 Uhr: „Die Perlen der Cleopatra", Operette, Musik v. O. Strauß. 22.30 Uhr: Funk-Tanzstunde. Danach: Tanzmusik. Breslau (322). 20.10 Uhr: Uebertragung v. Berlin. 22.30 Uhr: Uebertragung von Berlin. 23.00 Uhr: Tanzmusik. Frankfurt (428). 13.30 Uhr: Kassel: Mittagsstänochen der Hauskapelle. 15.30 Uhr: Jugendstunde. 16.30 Uhr: Konzert des Runvfunkorchesters: Leoncavallo. 17.47 Uhr: Die Lesestunde. 18.30 Uhr: Vorträge. 20.15 Uhr: Violinkonzert. 21.15 Uhr: Roda, Roda, Bortrag aus eigenen Werken. 22.30 Uhr: Us- bertragung v. Berlin. Hamburg (394). 20.00 Uhr: Lieder und Balladen. Franz Karl Ginzkey. 20.30 Uhr: Neue plattoeutsche Volksmärchen. Anschließend: Uebertragung d. Konzerts a. d. Restaurant Ostermann. 23.30 Uhr: Tanzfunk. Köln-Langeuberg (468). Uebertragung a. d. Gürzenich: 20.05 Uhr: 5. Oeffentliches Konzert des Werag-Orchesters. Anschl.: Konzertübertragung a. d. Handelshof Essen: Königsberg (329). 20.10 Uhr: Oskar-Ludwig-Brandt-Abend „Fahrende Leute'. Leipzig (365). 20.15 Uhr: Konzert. 22.00 Uhr: Funkpranger. 22.30 Uhr: Funkstille. München (535). 19.45 Uhr: „Egmonts Liebe und Tod", zwei Szenen aus Goethes „Egmont", mit o. Musik v. Beethoven. 20.50 Uhr: Konzert des Rundfunkorchesters. Stuttgart (379). Anschl. Schallplattenkonzert. 16.15 Uhr: Nachmittagskonzert oes Rundfunkorchesters. 18.45 Uhr: Borträge. 22.30 Uhr: Berlin: Funk-Tanzstunde. Daventry-Experimcntal (491). 19.45 Uhr: Tanzmusik mit Bor- trägen. 21.30 Uhr: Kammermusik. 23.15 Uhr: Militärorchesterkonzerl. Davcntry-London (361). 11.15 Uhr: Kurzer Gottesdienst. 13.00 Uhr: Konzert. 16.00 Uhr: Abendgottesdienstübertragung. 17.00 Uhr: Konzert-Uebertragung a. d. Astoria-Kino. 18.15 Uhr: Kinderstnnde. 19.20 Uhr: Tanzmusik. 20.15 Uhr: Grundlagen der Musik: Schumann. 20.45 Uhr: „Die Csardasfürstin", Operette v. Kalman. 22.35 Uhr: Bunte Charlott- stunde. 23.30 Uhr: Tanzmusik. Paris (1750). 13.30 Uhr: Konzert. 16.45 Uhr: Klassische Stunde. 21.30 Uhr: Konzert. Rädio-VeArleb E. Schick. llhr«acher«eifter. SiNShtiM tt. E. **- ^At-v»tret» - Lag» in ielefonfan -Röhren, Knote» Batterie» - Stentel tutien Sriatztelle«, Barta-Akkumulatoren-Ladestatto». — leid»» *19. Radio-Literackr. Programm-Zeitschristea bei 3. D«ll, v-chddllfi. 6h»|d*„ Neueste amtliche Kurse mitgeteilt von de r Bereinsbank. e. G. m. b. H. Sinsheim vom 7. März 1928. Anleihen: >uld mit ÄuÄosnngsfchetn - ohne Auslosnngsschein . Bankaktie Bad. Bank tN °'8 51,30 14,80 in •/» 170 Darmstädler- und NaNonalbank — Deutsche Bank .... 162,25 Deutsche Vereinsbank . 102,60 Dresdner Bank . . . 158 Mitteldeutsche Kreditbank - . 21 , Reichsvank .... lol’/a Rhein. Kreditbank . . . 129 Südd. Discount Bes. . . 139 BergmerK»« Aktie» tn °'o 18 0,75 178,60 Harpen» Bergbau «alt Westeregeln, ManneSmunnröhrenwcrte. Mansselter B»gb. u.Hüttenw Il5,,5 Oberschl. Siscub. Bedars . . I0Z Phönix Bergbau n.HAtenbetrted >0t Sazwerk Heilbronn . . . l»8 Berleinigte Königs- Laurahülte 77,25 «Ktie» iudnste. Unternehmung«»: in Allg. klektr. Stammaktien. . 1551/8 Bar. Elettr izuat Mannheim . — Bad. Masch inen Durlach . . IZs.sa Kementwerk Heidelberg . . Itl,58 Daimler Rotoren So Dtsch. Bold- un Sllberscheid«. >97 Klektr. 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