Erscheint tSgttch «A Aulnahm« der F»i«rtag«. Bezugs-Prei»: träger »»»«tltch Goldmark l^v Bezugspreis ist im Voran« zu entrichten. fällen von höherer Gewalt m kein Anspruch auf Liefe» «Hg der Zeitung oder auf Rückzahlung de« Bezugtvreise«. Geschäftszeit i/«8 bi« S Uhr Sonntag« geschloffen. Wemrsprech-Anschluh Nr. «Sä Postscheck-Konto Warlrruh« Nr. SSV» General-Hnzeiger für das^j^klsenz-unö LÄuvarzbacKtal Der Lanövote Änstteimer MM Zeitung General-Hnzeiger für das^j^klsenz-unö LÄuvarzbacKtal Hellelle und verbreitetst« Leitung dielcr Gegend. I)aapt-Hn;«tg«n-BUtt «U&d)*ntlld>« B*ilagm > Dtn« ^Uuftrltrt» • Hu« d«m Rticb d«r ffied* » Ratgeber dhr Ifteon- and Candwirtfcbnft Anzeigen-Prats» _I«n: Die 33 mm drei«, imeter-Zeile 6 Goldotg Reklamen, Die 92 mm brtn* Milltmerer-Zeile 20 Doldvig Grundschrift iw Anzeigen- um» TextleU ist Petil Bei Wiederholungen tariffest«» Rabatt, der bet Nichtzahlung innerhalb 8 Tagen nach Rech- mmgtdatum oder bei gerickllich»» Betreibung erlischt Anzeigen - Annahme di« 8 Uh» vormittag«; größere Anzeige» müssen am Tage vorher «ch gegeben werden. Bank-Konto: Bereinsdan» Sinehet« t. ®. m. d. £>■ M 71. Freitag, den 23. März 1928. 89. Jahrgang Die Antwort Litwinows. Scharfe Angriffe gegen Lord Eufhendun und England. Wer will die Abrüstung? dem Beginn des Prozeffes ist nicht vor dem 1». April zu Senf. 22. März. Der mit lebhaftem Interesse envatcten gryßen Antwortrede Litwinows im vorbereitenden Abrüstungsausschuß gingen zwei Kurze Erklärungen Ser Vertreter Argenliniens und Chiles voraus, die sich beide gegen das russische Projekt als undurchführbar und unvereinbar mit dem Völkerdundspakt aus- fprachen. Litwinow, der alsdann vor dem dicht besetzten Saal und unter großer, ivährend der ganzen etwa ^verständigen Rede gleich- bleibender Spannung das Wort ergriff, dankte zunächst für die eingehende Diskussion des rassischen Projektes, an der sich zu seiner lebhaften Genugtuung 14 Redner beteiligten und besonders Lord Cujhendun, der mit seiner Rede der Aussprache ihre ganze Bedeutung gegeben habe. Wenn Lord Cushendun die Frage gestellt habe, io welchem Gerste und mit welchen Absichten die sowjetrussische Abordnung nach Genf gekommen ser, so wo le er nicht auf Grund der Gleichberechtigung der im Ansschich oettrete- nem Staaten an den englischen Vertreter die Gegenfrage richten, ob die tNglische Abordnung lediglich aus Friedensliebe oder aus anderen Motiven in Genf fei und was sie bisher für die Sache der Abrüstung in Genf getan habe. Zur Bekräftigung des Friedenswillens Sowjetrußlands erinnerte Litwinow u. a. daran, daß es bei der Genueser Konferenz volikoinmen unabhängig vom Völkerbund die Frage der allgemeinen Abrüstung zur Behandlung stellte. Auch habe Sowjctrußland in den zehn Jahren seines Bestehens weder einen Angriffskrieg gegen irgendeinen feiner Nachbarstaaten geführt, noch an kriegerische Abenteuern anderer Staaten teilgenommen. Die Tatsache, daß die Sowjetregierung, die keinerlei Verpflichtung gegenüber dem Völkerbunde hat, freiwillig im Vordereitungsausschuß mitarbcitet, sei ein weiterer Beweis für die Aufrichtigkeit und dm guten Willen Sowjetrutzlands. Mit der Entsendung einer Abordnung nach Genf habe die sowjetrussische Regierung keine anderen Absichten verfolgt, als die Völker von dm Lasten des Militarismus und der Krirgsgeißel zu befreien. Die sowjetrujfijche Regierung sehe in dem Umstand, daß die Vorarbeiten für die Abrüstungskonferenz unter den Aufpiezien des Völkerbundes erfolge, kein Hindernis gegen ihre Mitarbeit im Ausschuß und ihre Teilnahme an der Abrüstungskonferenz. Sowjetrußland sei übrigens nicht das einzige Nichtmitglied des Völkerbundes im Ausschuß. Den Sinn und den Zweck der von Lord Cushendun an ihn gerichteten Frage wegen der sogenannten sowjetrussrschen Sabotage gegen den Völkerbund könne er nicht verstehen, denn man könne daraus nicht einmal den Schluß ziehen, daß die britische Regierung wirklich den Beitritt Sowjetrußlands zum Völkerbünde wünsche. Auf jeden Fall habe der Bölkerbundsrat im Augenblick der Einladung Sowjctrußlands zur Teilnahme an diesen Arbeiten gewußt, daß Sowjetrußland nicht Mitglied des Völkerbundes ist und auch nicht die Absicht habe, es zu werden. Gegenüber dem Vorwurf wegen Nichtberücksichtigung des Völkerbundes im russischen Projekt, das übrigens von einer Regierung stamme, die den Völkerbund formell nicht anerkennt, erinnerte Litwinow an den Umstand, daß eine ganze Reihe von in jim letzten Jahren abgeschlossenen internationalen Verträgen nicht beim Völkerbund hinterlegt wurden, darunter auch Verträge von Völkerbmidsmttgliedern und selbst England. Die Frage Lord Cushenduns wegen Anerkennung oder Verurteilung des Bürgerkrieges könnte er, Litwinow. als eine Provokation der sowjetrussischen Regierung zur offenen Verteidigung des Bürgerkrieges und der Revolution aufsajjen, um damit morgen Sowjctrußland der Propaganda zu bezichtigen. Sowjeirutzland habe keinen Grund zu der Annahme, daß der Völkerbund auf dem Wege der Abrüstung und der Sicherheit gleichzeitig die Verhinderung des Bürgerkrieges und des Klafsmkampfcs beabsichtige und seine Regierung hätte niemals dir Zustimmung dazu gegeben, mit England oder andere» hier oettrrtenen Regierungen dir Frage des Klassrnkampfes und des Kampfes gegen die Revolution zu untersuchen. Lord CushrnduN habe ferner von ihm dir Versicherung verlangt, daß die sowjetrussische Regierung in Zukunft keine beivaffneten Aufstände mehr in anderen Ländern Hervorrufei, werde. Der englische Vertreter habe damit die Abrüftungsfrage dazu benutzt, um die sowjetrussische Regierung öffentlich der Propaganda zu bezichtigen und offenbar nicht erkannt, wie wenig vernünftig es sei, diese abgestumpfte Waffe immer wieder zu benutzen. nachdem man in zahlreichen Hauptstädten Dutzende von Einrichtungen und Büros entdeckt habe, die hauptsächlich von russischen Emigranten unterhalten werden und vorwiegend der Herstellung gefälschter Dokumente zu Händen fremder Regierungen dienen. Was die Einmischung in innere Angelegeicheiten betrifft, so müsse er sagen, daß zwischra der engftscheu und der sowjetrus- stschrn Regrerung Abmachungen über das Recht der Einmischung in mnere Angelegenheiten noch nicht feststehen. Im zweiten Teile seiner Rede setzte sich Litwinow mit d.n Einwänden auseinander. Sie gegen das russische Projekt im einzeln.» erhoben wurden. Wenn man jetzt erkläre, daß der russische Vorschlag nicht mit dem Völkerdundspakt vereinbar sei, so kmiae er nicht verstchru, warum «r nicht sofort nn November oo.igr« Jahres abgrlehnt wurde, noch warum man ihn überhaupt zur Diskussion zuließe. Attikel 8 des Pölkerbundspaktes über die Beschränkung der Rüstungen stelle nach russischer Auffassung nur eine Minimal- oerpflichtung dar, die in keinem Falle zum Hindernis einer vollständigen Abrüstung werden könne, lleberdtes sei der Döiekrbunds pakt kein ewiges Gesetz. Seine Abänderung sei wiederholt ins Auge gefaßt worden und bei Annahme des sogenannten Genfer Protokolls habe die Bölkerbundsoersammlung sogar Bora.beiten für die durch die Annahme des Genfer Protokolls notwendig werdenden Pktabändcruugen oorgeschlagen. Wenn ferner im russischen Vorschlag militärische Sanktionen vermißt worden seien, so erinnere er daran, daß die Frage der militärischen Sanktionen bei dem Völkerbund nicht mehr selbst umstritten s.i. Die Dedenkm wegen der wirtschaftlichen und sozialen Sicherheit, die durch das russische Projekt nicht gewährleistet sei, könne er nicht teilen, wobei er besonders betonte, daß die wirtschaftlich schrvachen Staaten wegen der Lieferungen ihrer Rüstungen ebenfalls von den wirtschaftlich starken abhängig sind. Im letzten Teile seiner Rede, in der sich Litwinow noch mit einer Reihe von Bemerkungen des englischen Delegierten auseinandersetzte, betonte er schließlich, daß er vom Ausschuß nur die Stellungnahme zu den eigentlichen Grundprinzipien des russischen Entwurfs verlangt habe, der im übrigen durch weitere Verhandlungen wesentlich verbessert werden könnte. Er wolle vor allem von dem englischen Delcgrerten wissen, ob er im Prinzip die ersten 36 Arftkel, die dem Grundsatz der allgemeinen Abrüstung betreffen, annchmen könne. Wenn natürlich die Mehrheit des Ausschusses den Grundsatz der vollständigen Abrüstung für unLNnehmbar halte, so sei jede wertere Aussprache zwecklos. Die sowjetrussische Abordnung lege dem Gedanken der allgemeinen Abrüstung einen so großen Wert bei, daß sic. solange die geringste Hoffnung zu ihrer Verwirklichung bestände, selbstverständlich an einer weiteren Aussprache dieser Vorschläge teilnehme. In bezug auf das Ergebnis einer weiteren Aussprache gebe er sich allerdings keiner Täuschung hin. Der „Saitz Telegraph" zur AbnistmWsrage London, 23. März. Der diplomatische Korrespondent des „Daily Telegraph" benutzt die Erklärungen Cushenduns über die russischen Abrüstungsvorschläge zu einer Attacke gegen Deutschland, Rußland und die Türkei. Für den Grafen Bernstorff stelle die Erklärung Cushenduns vielleicht eine angenehme Feststellung dar, da Bernstorff sich vorher in merkwürdiger Sympathie mit dem Programm Litwinows befunden habe. Nachdem die deutsche Regierung eine weitgehende Genugtuung für die Zwischenfälle im Dongebiet erhalten habe (??), habe sie offenbar beschloffen, die deutschruffischen Beziehungen nicht durch einen weiteren Druck auf die Sowjetregierung zu belasten. Tschitscherin, oder sein Vertreter Litwinow, könnten nach wie vor auf die moralische und diplomatische Unterstützung der deutschen Vertreter rechnen. Die Debatten in der vorbereitenden Abrüstungskom- miffion findet der Korrespondent in dieser Hinsicht systematisch und ebenso die Zusammenarbeit der ruffischen und der deutschen Delegierten mit denjenigen der Türkei. Es sei kaum überraschend, daß Litwinows Vorschläge für eine vollständige Abrüstung durch die drei Mächte unterstützt würden, die die kleinste Armee (Deutschland), die kostspieligste (Türkei) und die schlechteste (Sowjetrnßland), besäßen. Bedeutungsvoller als diese Zusammenarbeit, findet der Korrespondent das Bestreben der drei Mächte, in alle gegenseitigen Nichtangriffsverträge eine Klausel auf gegenseitige Neutralität einzufügen, die in dem deutsch-ruffischen, dem tür- kisch-ruflischen Vertrag und verschiedenen anderen zwischen Sowjetrußland und der Türkei mit Persien und Afghanistan abgeschloffenen Konventtonen bestehe. Spanien tritt wieder in den Völkerbund ein Genf, 23. März. Wie der Vertreter der Tel.-Union von gutunterrichteter Seite erfährt, soll der Madrider Kabinettsrat unter Vorsitz Primo de Riveras in der gestrigen Nacht den Beschluß gefaßt haben, der Aufforderung des Bölker- bundsrates auf Rückkehr Spaniens in den Völkerbund, Folge zu leisten. In dem Beschluß des Kabinettsrates soll es heiße», daß Spanien vor zwei Jahren Veranlassung gehabt habe, sich vom Völkerbund zurückzuzichcn, daß jedoch diese Gründe nunmehr in Fortfall gekommen seien. Spanien verbleibe weiter im Völkerbund, aus dem es niemals ausgetreten lei — Der Beschluß des Kabinettsrates soll heute vormittag dem König zur Unterzeichnung vorgelegt und sodann dem Generalsekretariat des Völkerbundes telegraphisch übermittelt werden. Im Bölkerbundssekretariat ist bis gestern vormittag weder eine offizielle noch eine offiziöse Mitteilung aus Madrid über den Beschluß des Kabinettsrates eingetroffen. Jedoch nimmt man allgemein in Bölkerbundskreisen an, daß der Beschluß des Kabinettsrates eine Rückkehr Spaniens in den Völkerbund herbeiführe» wird. Die »Welle Bestätigung Gens, 23. März. Die Rückkehr Spaniens in den Völkerbund, die von der Telegraphen-Union bereits gestern ver- mittag angekündigt worden war, hat nunmehr im Völkerbund ihre erste offizielle Bestätigung gefunden. In der Kommission für Ktnderschutz teilte der spanische Delegierte Don Pedro aus Anlaß seiner Wahl zum Mitglied des neuen BölkerbundsinstttutS für kinematographische Erziehung mit, daß er soeben ein Telegramm erhalten habe, daß die Madrider Regierung den Beschluß gefaßt habe, ihre Mitarbeit am Völkerbund weiter fortzusetzen. Der Präsidxnt der Kommission dankte dem spanischen Delegierten für diese Mitteilung, durch die die Kommission als erste in der Lage sei, Mitteilungen von der weiteren Zusammenarbeit Spaniens mit dem Völkerbund erhalten zu haben. Der Prozeß aegen die deutschen Ingenieure „ nicht vor dem 10. April Kowuo, 23. März. Wie aus Moskau gemeldet m\d, hat das oberste Gericht eine besondere Kommission zur Bescr-leu- nigung des Versahrens gegen die verhafteten deutschen Ingenieure eingesetzt. Wie verlautet, soll die Angelegenheit der deutschen Ingenieure nicht von der der russisches getrennt werden. Mit rechnen. Wie weiter gemeldet wird, hat Tschitscherin dem Politbüro vorgestern über seine Besprechung mit dem deutschen Botschafter Bericht erstattet. An der Sitzung nahmen der Vorsitzende des obersten Gerichtes, Schulz, und der Leiter der G. P. U.. Menschinski. teil. Das Politbüro bestätigte die Verhandlungen mit dem deutschen Botschafter. Vestechungsskandal bei der Reichsbahn Berlin, 23. März. Ein Bestechungsskandal von ziemlichen Ausmaßen innerhalb der deutschen Reichsbahngesell- schaft beschäftigt zur Zeit die Staatsanwaltschaft I-Berli«. Der „B. Z" zufolge, scheint nach den bisherigen Ermittlungen fcstgesteUt. daß an hohe Beamte der Reichsbahn während des letzten Jahres Bestechungsgelder gegeben worden sind, die mindestens die Suiyme von 100 000 Mark betragen. Bereits vor einiger Zeit tauchten Gerüchte auf, daß bei der Verteilung von Lieferungen sür die Eisenbahnbetriebe, die in Berlin vor allem durch das Eijeubahnzen- tralamt versorgt werden .nicht alles mit rechten Dirigen zngehe. Darauf wurde in Köln sestgestelll, daß dort bei einer großen Firma von Angestellten hohe Bestechungs- geldcr gezahlt worden sind. Während ein Teil des Geldes ohne nähere Angaben direkt an Beamte gegeben worden roar, wurden andere Summen unter dem Deckmantel von Lizenzgebühren gegeben, die die Firma an einen Reichsbahnbeamten für airgebliche Verbesserung ihres Materials schuldig mar. Wie verlautet, hat die Hauptverwaltung der Reichsbahn sofort nach Bekanntwerdcn der Unregelmäßigkeiten die Angelegenheit der Staatsanwaltschaft übergeben Die Reichsbahn, als das größte deutsche Unternehmen, hat selbst ein Interesse daran, daß die Angelegenheit schonungslos ausgedeckt und bereinigt wird. Die vv» dem Berliner Mit- tagsblatl genannte Summe scheint jedoch insojern zu hoch gegriffen, als von diesen Geldern allem Anschein nach gewisse Prozente von den Angestellten der Firma, die sich der aktive» Bestcchmrg schuldig gemacht haben, eingehalten worden sind. Gegen die schuldigen Reicksbahnbeamten wird rücksichtslos eingeschritten werden. Wie verlautet, steht die Verhaftung eines höheren Beamten des Eisenbahnzentral- ■ amtes bevor. Von zuständiger Stelle wird erklärt: Tie Hauptverwaltung der Reichsbahn hat im Herbst 1827 eine Kommission zur Reorganisation des Zentraiamtes eingesetzt. Diese Kommission hatte die Aufgabe, das Zentralamt, das eine Organisation von 900 bis 1000 Personen darstellt, nicht nur zu reorganisieren, sondern nebenamtlich auch den Gerüchten nachzugehen, die immer wieder über angebliche Bestechungen bei der Reichsbahn vorkamen. Aus Anregung dieser Kommission ist nunmehr auch gegen Linen Beamten in Köln, der der Bestechung für verdächtig gehalten wird, Anzeige bei der Staatsanwaltschaft erstattet worden. Es scheint sich demnach bei der Bestechungsnffäre nm einen Beamten, den Oberbaurat Schultz-Köln zu bandeln. Die Lohnbewegungen Protestknndgebnng der Eisenbahnergewerkschaften gegen Ken! Schiedsspruch. Berlin, 23. März. (Funkspruch.) Tie drei vertragsschließenden Organisationen der Reichsbahnlohnempfänger, der Einheitsverband der Eisenbahner Deutschlands, die Gewerkschaft Deutscher Eisenbahner und der Allgemeine Eisenbahnerverband, haben in einer gemeinsamen Sitzung vom 22. März 1928 zu der durch den Schiedsspruch geschaffenen Lage Stellung genommen. Sie kamen einmütig zu dem Ergebnis, daß der Schiedsspruch unhaltbar sei und daß er eine unerträgliche Knebelung der Gewerkschaften bedeute. Tie Gewerkschaften verkennen nicht, daß der Schiedsspruch eine gute Seite besitze, indem die untersten Wirtschaftsgebiete etwas bester bedacht würden. Hingegen müffe festgestellt werden, daß die Lohnzulage viel zu gering sei. Höchst ungerecht sei es, daß durch die vorgenommene prozentuale Lohnregeluug für eine Anzahl von Lohngruppen und Ortsklassen in den Wirtschaftsgebieten II und III der Loh» nur um zwei oder drei Pfennig pro Stunde erhöht werde. Ferner sei eine weitere Spannung zwischen den Lohngruppen eingetreten, die schon heute über vernünftige Grenzen hinans- gehe. Keine Einigung im Buchdrnckgewerbe. Berlin, 23. Marz. Wie der „Vorwärts" berichtet, find die gestern im Reichsarbeitsministerium geführten Nachverhandlungen zum Schiedsspruch im Buchdruckgewerbe vom 18. März ergebnislos verlaufen. Zn wenigen Motten Ter Madrider Kabinettsrat unter Vorsitz Primo de Ri- veras hat gestern nacht die Rückkehr Spaniens in den Völkerbund beschloffen. Tie Instrumente der Reichsanstalt für Erdbebenforschung in Jena verzeichneten gestern früh ein starkes Fernbeben in 9300 Kilometer Entfernung. Das oberste Gericht in Moskau hat eine besondere Kommission zur Beschleunigung des Versahrens gegen die deutschen Ingenieure eingesetzt. Der Prozeß wird jedoch nicht vor dem 10. April stattfinden. Bis jetzt konnten 12 Todesopfer des Lawincnunglücks in den Hohen Tauern durch die Bergungsexpedition geborgen werden. Die 13. Leiche ist noch nicht gesunden. Das mecklenburgische Don Klein-Krams ist in den gestrigen Morgenstunden durch Grotzseuer schwer heimgcsncht worden. Feststellung der Bodenbeschaffenheit ses «osens hofft man Mitte April fertig zu sein. Fm Mai soll dann ein Wettbewerb für die Brückenent- würse ausgeschrieben werden. Bis zur Fertigstellung^der Brücke rechnet man mit einer Bauzeit von etwa drei Jahren. Tie Rhcinbrücke selbst und die badische Zufahrtsrampe werden von der Reichsbahndirektion in Karleruhe, die bayrische Zufahrtsrampe von der Reichsbahndirektion in Ludwigshafen ausgeführt. Aufhebung des Hauptzollamts Lahr? Lahr 23. März. Das schon längere Zeit hier umlaufend« Gerücht' über die Verlegung des Hauptzollamtes Lahr nach Kehl finden laut „Freiburger Zeitung" neue Nahrung durch die neuerliche Anordnung des Präsidenten des Landesfinanzamtes Karlsruhe. Danach werden vom Bezirke des hiesigen Hauptzollamtes abgetrennt und dem am 1. April in Kehl neu errichteten Hauptzollawt zugeteilt 24 Gemeinden des Slmtsberirks Emmendingen, l6 Gemeinden im Amtsbezirk Latzr' ^Gemeinden im Amtsbezirk Villingen und sämtliche Gemeinden der Amtsbezirke Offenburg und Wolfach. Somit dürste für das Hauptzollamt Lahr nicht mehr viel übrig bleiben. Tie erst jetzt bekannt gewordene Anordnung wird in der schon ohnehin schwer unter den Kriegsfolgen leidenden Stadt sicher große Beunruhigung Hervorrufen, da außer de» genannten Gemeinden noch die bisher hierhin zuständigen Gemeinden Furtwangen. Gütenbach, Neukirch u. Rahrbach im Amtsbezirk Donaueschingen dem Hauptzollamt Singen ab l. April zugeteilt werden. Aus Nah und Fern. * Sinsheim, 23. März. (Bortrag.) Im Zeichenfaal der Oberrealschule hielt auf Einladung des Vereins Bad. Heimat gestern Abend Herr Dr. Jakob vom Schloßmuseum Mannheim einen Lichtbildervortrag über das Thema: Kunsthandwerkliche Formen des 17.—19. Jahrhunderts. In sehr interessanter und fürs Gewerbe lehrreicher Weise zeigte der Redner in Wort und Bild das Entstehen der einfachen Werkform und ihre Entwicklung zur Kunstform, die parallel der kulturellen Entwicklung der Menschheit läuft. Auch die verschiedenen Werkstoffe und die ihnen angemessene karakteristische Bearbeitungsart erfuhren eine eingehende Behandlung. Die Höhe der kunsthandwerklichen Entwicklung des Mittelalters, hat mit der französischen Revolution ihren Abschluß gefunden. Seitdem ist auf diesem.-Gebiet eine Stagnation eingetreten, die in unserem materiellen Zeitalter bis zur Leere und Verflachung fortgeschritten ist. Deshalb fei die Rückkehr zu jenem kunsthandwerklichen Schaffen, die Beachtung dieser Kunstwerke und die innere Verbundenheit mit ihnen anzustreben, um neue schöpferische Kräfte auszulösen und der Kunstform wieoer zu ihrem Rechte zu verhelfen. Der Vortrag wurde von der aufmerksamen Zuhörerschaft mit dankbarem Beifall entgegengenommen uno war nur zu bedauern, daß er nicht zahlreicher insbesondere aus gewerblichen Kreisen besucht war. * Sinsherm, 23. März. (Kath. Frauenarbeitsschule.) Im Saale des kath. Schwesternhauses sind ab heute die Ha ndar- beiten der Schülerinnen zur allgemeinen Besichtigung ausgestellt worauf wir auch an dieser Stelle Hinweisen möchten. (Siehe Inserat.) * Sinsheim, 23. März. (Landwirtschaftliches.) Auf dem Gebiete des badischen landwirtschaftlichen Genossenschaftswesens hat in jüngster Zeit eine Vereinfachung dahingehend stattgefunden, daß der Badische Bauernverein in Freiburg und der Verband badischer landwirtschaftlicher Genossenschaften in Karlsruhe verschiedene Arbeitslose zusammengelcgt haben. Schon länger ist dies der Fall bei der Milchwirtschaft, beim Zuckerrüben- und Zichorienbau und einigen anderen Nebengebieten. Schon im Herbst vorigen Jahres wurden die von beiden Verbänden getrennt betriebenen Hauptgeschäftsstellen der Regeno zu einer Landesdirektion in Karlsruhe vereinigt. Auch die neugcgründete Regeno-Lebensversicher- ungsbank hat ihre Verwaltungsstelle für Baden der schon bestehenden Landesdirektion angegliedcrt. Ganz neuerdings hat sich der Verband badischer landwirtschaftlicher Genossenschaften in Karlsruhe an der vom Badischen Bauernverein vor einem Jahr gegründeten Badischen Bauern-Krankenkasse beteiligt. Letztere hat nun auch in Karlsruhe eine Geschäftsstelle eröffnet. * Sinsherm, 23. März. (Versuchsfahrten mit Gleiskraftwa- gen.) Auf der Eisenbahnstrecke Stuttgart—Ulm fanden dieser Tage Versuchsfahrten mit Gleiskraftwagen statt, und zwar befuhren die Strecke zwei Personenautos mit je sechs Sitzplätzen. Die mit Benzinmotoren ausgestatteten Wagen überwanden mit Leichtigkeit sehr rasch die erheblichen Steigungen, sowohl bei Geislingen als auch bei Ulm. Wenn auch die Wagen zunächst nur für dienstliche Zwecke Verwendung finden, so ist es doch nicht ausgeschlossen, daß sie Vorläufer eines neuartigen Personenbeförderungsmittels sind. In Ungarn sollen übrigens ähnliche Wagen bereits zum Betrieb der Eisenbahnen gehören. Da die Fahrten in jeder Hinsicht erfolgreich waren, soll die Reichsbahn bereits 20 Wagen bestellt haben. * Wiesloch, 22. März. (Ein Winzerfest.) In einer Beratung der hiesigen Vereinsvorstände wurde der einmütige Beschluß gefaßt, in diesem Jahr das schon voriges Jahr geplante Winzerfest mit einem großen Winzerzug abzuhalten. Der Zeitpunkt der Veranstaltung wird in den Monat September gelegt, die Leitung und Vorbereitung liegt in den Händen des Berkehrsvereins. Es steht zu erwarten, daß Wiesloch mit diesem Fest ein Heimatfest gewinnen wird, das auf der Grundlage des für Wiesloch und feine Umgebung so wichtigen Stanoes wie den Weinbau den ganzen Bezirk «inschließt. . == Odenheim, 22. März. (In großen Schrecken versetzt) wurde hier eine Frau, die am Abend beim Milchholen den Schlüssel am Hause hatte stecken lassen. Beim Betreten des Schlafzimmers gewahrte sie unter dem Bett eine männliche Person, die sich dort versteckt hatte. Die Frau eilte, um Hilfe rufend,' aus dem Haufe, doch war bei ihrer Rückkehr nichts mehr von dem Eindringling zu finden. Wie weit die Absichten desselben gingen, dürste damit auch ein Geheimnis bleiben. = Schwetzingen, 22 März. (Spargelfest 1928.) Mit :> r Durchführung des auch in diesem Jahre stattfindcnden Schwetz- inger Spargelfestes hat der Berkehrsverein eine besondere Kommission beauftragt. Das Spargelfest soll wieder am Sonntag nach Pfingsten und zwar am 3. Juni 1928 stattfinden. x Hüffenhardt, 22. März. (Aus dem Musikleben.) Der hiesige Musikverein beabsichtigt, zur Abhaltung der Musikstunden ein Lokal zu erstellen. Die Einweihung findet voraussichtlich im Monat Mai statt. x Mosbach, 22. März. (Kreishaushaltungsschule.) Die hiesige Kreishaushaltungsschule schließt ihren Winterkurs 1927/28 der von 40 Schülerinnen meistens aus dem Kreisgebiet Mosbach besucht war. An dem Sommerkurs 1927 nahmen 30 Schülerinnen teil. Die Schule sieht ihre Hauptaufgabe darin, der weiblichen Jugend eine gründliche, praktische und vertiefte Gemütsbildung für den Lebenskampf zu vermitteln zur Gesundung des deutschen Volks- und Familienlebens. Die Schule, die unter der Aufsicht des Kreisvorsitzenden Bürgermeister a. D. Renz steht, beginnt am 16. April ds. Is. mit dem neuen Sommerkurs. — Tanbcrbifchofsherm. 22. März. (Heimatliebe eines Pferdes.) Ein Mergenthaler Händler verkaufte einen älteren Fuchs, der schon längere Zeit in seinem Besitze war, nach Tauberbischofs- hetm. Plötzlich stellt sich der Fuchs wieder in feinem alten Stall in Bad Mergentheim ein. Da er dort von niemand bemerkt wurde, lief er an die Schmiede, wo er oft genug beschlagen worden war. Auch hier fano er keine Aufnahme. Schließlich wurde ihm an einer Stelle geöffnet, wo er öfters Quartier gemacht hatte. Fürsorglich wurde dann das treue Pferd seinem alten Stall zugeführt. * Oberneudorf, 22. März. (Iagderfolg!) Bor einigen Tagen wurde Wildschweinjagd auf Gemarkung Oberneudorf abgehalten. Hierbei erlegte Forstivatt Halm Laudenberg 2 starke Keiler, Hauptlehrer Brell, Oberneudorf, eine starke Bache und Förster Noe, Steinbach, eine starke Bache. ** Mannheim, 23. März. (Leichenlänöung). Am Mittwochvormittag wurde aus $ent Rhein in der Nähe der Op- panerfähre die Leiche der vor etwa vier Wochen im Neckar hier ertrunkenen 51jährige» Juliane Ritscher, geb Kaufmann. aus Kirchheim, gelandet. ** Lndwigshasen, 23. März. (Wegelagerer). In einer der letzten Nächte wurde auf der Straße nach Waldsee das Auto eines Arztes von mehreren Burschen überfallen und der Besitzer mißhandelt. Die Täter konnten verhaftet werden. Es handelt sich vermutlich um die gleiche» Rowdys, die vor einiger Zeit den Schwegenheimer Wald unsicher machten. ** Heidelberg, 23. März. (Starkes Fernbeben). Der Seismograph der Königstuhlwarte verzeichnete gestern vormittag ein sehr starkes Fernbeben mit einer Herbentfernung von 95 000 Kilometern. Der erste Einsatz kam 5,30 Uhr, die lange Welle gegen 6 Uhr, das Maximum fiel auf 6 Uhr 9 Minuten 5 Sekunden. Die Bewegung erlosch erst gegen 9 Uhr. ** Heidelberg, 23. März. (Wieder eine Notlandung.) Sportöoppeldecker »D 732" aus Böblingen bei Stuttgart mußte vorgestern bei Kirchheim wegen Motorschadens eine Notlandung vornehmen, die gut verlaufen ist. Das Flugzeug mutzte mit der Bahn zurückbefördert werden, da eine Reparatur an Ort und Stelle nicht möglich war. Schwerer Moiorradunsall eines Freiburger Sportsmannes. Frcibnrg» 23. Mürz. Am Dienstag fuhr der in Freiburger Sportskreisen bestens bekannte Seminar-Turnlehrer "Philipp Hund, vom Exerzierplatz kommend, auf seinem schweren Motorrad mit einem von der entgegengesetzten Richtung kommenden Lieserauto der Firma Sommer u. Co., Emmendtngen, in der Kaiscrstuhlerstraßc zusammen. Während das Auto verhältnismäßig wenig beschädigt wurde, wurde das Motorrad vollständig zertrümmert. Die Kriminalpolizei war sofort zur Stelle, um die Untersuchung an Ort und Stelle einzüleiten. Der schwer verletzte Motorradfahrer wurde mit einer Gehirnerschütterung und Verletzungen im Gesicht in die chirurgische Klinik eingeliesert. Unmittelbare Lebensgefahr besteht nicht. Unerklärlich bleibt, wie der Zusammenstoß auf der übersichtlichen Strecke dieser breiten Straße erfolgen konnte. Ein scheußliches Verbrechen in Zaber«. In der Sonntag Nacht verübte der 27 Jahre alte verheiratete Tagner Eugen Ruff an einem 2)4 jährigen Kind aus Rache ein Verbrechen von unerhörter Bestialität. Er band dem armen Würmchen ein Tuch über das Gesichtchen, damit man es nicht sollte schreien hören, und vergewaltigte das Kind in scheußlichster Weise, wobei er es natürlich sehr schwer verletzte. Das Scheusal, das sofort verhaftet wurde, behauptet, unter Einfluß der Trunkenheit gehandelt zu haben. Fenersbruuft in einem Mecklenburgische« Dorf» Lnbwigslnst, 23. März. Das mecklenburgische Dorf Klein- Krams ist in den gestrigen Morgenstunden von einer verheerenden Brandkatastrophe heimgesucht worden. Bis gegen 9 Uhr waren bereits 10 Gebäude ein Raub der Flammen geworden. Eine alte Frau ist in den Flammen nmgekom- men. Der Brand konnte bisher noch nicht gelöscht werden. Er droht vielmehr noch weitere Ausdehnung anzunehmen. Der ansgeseffene Zorn v. Bnlach. Straßbnrg, 23. März. (Funkspruch.) Der Kaffationshof hat ebenfalls die Berufung Klaus Zorn v. Bulach abgelehnt. Das auf dreizehn Monate Gefängnis lautende Urteil ist hierdurch vollstreckbar geworden. Dadurch hat auch tzas überraschende Bekenntnis, das Zorn v. Bulach für Frankreich abgab und womit die Vergangenheit ausgelöscht werden sollte, keinen Nutzen gehabt. Zur Ermordung des Jnwelenhändlers Trnpyeme. Paris, 23. März. Die sofort eingeleitete gerichtliche Untersuchung soll ergeben haben, daß die Gerüchte, wonach der Mörder des Pariser Juwelenhändlers Trupheme auch den Tod des Pariser Juweliers Charley Etsenbarth auf dem Gewiffen haben soll, der vor drei Jahren angeblich einem Sturz aus dem Eisenbahnzug zum Opfer fiel, vollkommen aus der Luft gegriffen seien. Schweres Bergwerksunglück. Paris, 23. März. Aus Douai (Noröfrankreich) wird ein schweres Bergwerksunglück gemeldet. Eine Mannschaft von 12 Arbeitern war in dem Kohlenbergwerk von Aniche mit der Aushebung eines neuen Ganges beschäftigt, als sie von einer Schlagwetterexplosion überrascht wurde. Zwei Bergleute wurden auf der Stelle getötet, sechs andere schwer und vier erheblich verletzt. Großfener in einer indische« Stadt. 31 Todesopfer. London» 23. März. Bei einem Großfeuer in der Stadt Shimoga im Staate Maiffur sind, einer Reutermeldung aus Bombay zufolge, 31 Personen ums Leben gekommen und 40 verletzt worden. 2000 Personen sind obdachlos. Der Schaden wird auf eine Million Mark geschätzt. Schweres Lawineliimgliiik Wien, 23. März. In den Hohe» Tauern ging gestern eine schwere Lawine nieder. Dreizehn Wiener Skiläufer werden vermißt. 12 Todesopfer des Lawinennnglücks in de» Hohen-Taner« geborgen. Wie«. 23. Marz. Wie die Korrespondenz Herzog Lu dem Lawinenunglück in den Hohen-Tauern erfährt, wurden bisher zwölf Todesopfer geborgen. Die Leiche des dreizehnten Verunglückten konnte noch nicht aufgefunden werden. Die Bergung der Toten wurde dadurch ermöglicht, daß aus den schneemaffen eine Hand herausragte. An dieser Stelle begannen die Bergungsexpeditionen gestern Morgen mit der Arbeit und schaufelten innerhalb zweier Stunden zwölf Leichen aus, die in gleichen Abständen hintereinander lagen. Der Tod muß bei allen Verunglückten durch Ersticke» eingetreten fein. Auf dem Sonnblick hielt auch gestern bei einer Kälte von 11 Grad der West-Süd-West-Sturm mit unverminderter Kraft an. Radio-Programm ^ für Samstag, den 24. März 1928. Berlin (483), Kömgswusterhausen (1250). 20.30 Uhr: Von Pankow bis Potsdam, eine Schlagerreise d. Berlin und seine Vororte. 22.30 Uhr: Funk-Tanzstunde. Danach: Tanzmusik. Breslau (322). 20.10 Uhr: Freut Euch des Lebens. 22.30 Uhr: Uebertr. o. Berlin. 23.00 Uhr: Tanzmusik. Frankfurt (428). 13.00 Uhr: Mittagsständchcn. 15.02 Uhr: Jugendstunde. 15.30 Uhr: Konzert, Operetten. 17.00 Uhr: Ueber- tragung von Hamburg. 17.47 Uhr: Die Lesestunde. 18.30 Uhr: Der Briefkasten. 18.45 Uhr: Vortrüge. 20.15 Uhr: Bunter Abend. 22.30 Uhr: Uebertragung von Berlin. Hamburg (394). 17.00 Uhr: Ungarische Musik. 20.00 Uhr: „Der wahre Jakob", Schwank von Fr. Arnold und Ernst Bach. Darauf: Kabarett. Köln (283). Langenberg (468). 20.15 Uhr: Lustiger Abend. Anschließeno: Nachtmusik und Tanz. Königsberg (329). 20.00 Uhr: „Maoame Butterfly". Tragödie, Musik o. G. Puccini. Hierauf: Uebertr. v. Danzig: Tanz- und Unterhaltungsmusik. Leipzig (365) 20.15 Uhr: Militärkonzert d. Trompeterkorps der 4. Fahrabteilung. 22.30 Uhr: Uebertragung von Berlin. München (535). 19.30 Uhr: Abenokonzert. 22.20 Uhr: Uebertragung von Wien. Etuttgirt (379). 12.30 Uhr: Schallplattenkonzert. 14.00 Uhr: Jugendstunde. 15.00 Uhr: Unterhaltungskonzert. 18.15 Uhr: Vorträge. 20.15 Uhr: Hetterer Abend. 22.30 Uhr: Ueber- tragung von Berlin. 23.00 Uhr: Tanzmusik. Daoentry-Experimental (491). 19.50 Uhr: Leichtes Oktettkonzert. 21.00 Uhr: Klavierkonzert. 21.30 Uhr: Symphonieorchesterkonzert. 23.20 Uhr: „Die Nachtkämpfer", Hörspiel von C. Lewis. Daventry-Londo» (361). 11.15 Uhr: Kurzer Gottesdienst. 14.00 Uhr: Konzert. 18.15 Uhr: Kinderstunde. 19.00 Uhr: Balladenkonzert. 20.15 Uhr: Chopins Notturnos. 20.45 Uhr: Schottischer Bunter Abend. 22.35 Uhr: Militärorchesterkonzert. 23.30 Uhr: Tanzmusik. Paris (1750). 13.30 Uhr: Mittagskonzert. 16.45 Uhr: Tanzmusik. 21.30 Uhr: Bunter Abend. f Radio-Vertrieb E. Schick, Uhrmachermeister. Smsheim a.ck. . Sribt-Bertreirr — Lager tat Zdeftmten-__ ächen Ersatzteile», Barta-Mumulatorra-L , Anode» Batteri» — i SetafM ««bio-Literatur. Pr-gramm-Zeitschriften bei 3.9,8, Vm-tzdst. Reueste amtliche Kurse mitgeteilt von der Bereinsbank. e, G. m. b. H. Sinsheim vom 23. März 1928. «»leihe»: Ablösungsschuld mit Buslosungsschetn ' ohne Auslosungsschetn . »ookokHe Bad. Banl in »lo 51,85 1*,75 tu 158 Darrnpädter- und Nationalbanl 238,75 Deutsche Bant Deutsche Bereinsbank Dresdner Bank .... Mitteldeutsche Kreditbank - Retchsbank .... Rhein. Kreditbank Südd. Dtsconto Ges. . . . Bergwerk«» Aktie« 161.50 106 159.50 504 1881/8 1-9 U0 in o/o E arpener Bergbau all Wefieregel» . . . >78,50 ManneSmannrührenwerle. 145 Mansfelder Bergb. n.Hüttenw 114,5« Oberschi. Sisenb. Bedars . . »8 Phönix Bergbau u.Hüttenbetrieb >»o,i0 Sazwerk Heilbronn . . . ist Berleinigte Königs- Laurahülle — Aktie» i»d»ktr. Ua1er»eh«»»g«»: in o/a Allg. Sleltr. Stammaktien. . 151-/8 Bad. Elektrizität Mannheim . — Bav. Maschinen Durlach . 138,50 Kementwerk Heidewerg . Daimler Motoren . Dtsch. Goid- »n Stwerscheid«. Elektr. Licht und Kraft . Emaill.und Stanzwerk Ullrich . Farbeninduftrie ... Gritzner Maschinen Durlach . Karlsruher Maschinen . . Knorr Hciwron» . Matnkrastwerke Höchst . , Nellarsulmer Fabrzeirawerk« . Schuclert Elektr. Nürnberg . SeUindustrie Wolfs . . . Südd. Zucker . . . Zellftoft Waldhos Stamattteu . Aktie» deutscher Tra»»»orta»ftalte»: Hamburg. Amerit. Paketfahrt 14« 87,75 193 812.50 I« 249,80 140.50 156.50 116.50 168.50 76,60 131 /idelbera. Stratzen-u.Bergbah» 64 in o.'n 150 ,25 llorddeutsi Kt Lloyd 9>arifea: 150,50 Geld Brief New-Jorl l Dollar 4 1781 4,1861 London l Pfund 20.393 20,433 Holland loo Gulden 168.(8 168.58 Schweiz 100 Kranes 80.48 80,64 Wien 100 Schilling 58.80 58 »2 Paris 100 Frone 16.444 16.484 Italien lvv Lire 22,176 38.116 Marktberichte. Schweinemarkt in Bruchsal vom 21. März 1928. Angefahren wurden: Milchschweine 86, Läufer 32. Verkauft wurden: Milchschweine 50, Läufer 10. Höchster Preis für Milchschweine Paar 40.—, für Läufer 60.— RM. Häufigster „ „ „ 34.—, „ „ 50.— „ Niedrigster „ „ „ „ 25.— „ „ 45.— „ Mannheimer Kleinviehmarkt Dem Kleinviehmarkt am Donnerstag waren zugeführt: 130 Kälber, 27 Schafe, 255 Schweine, 587 Ferkel und Läufer. Bezahlt wurden pro 50 Kilo Lebendgewicht in R.-M.: Kälber — . 78—80, 70—74, 60—65; Schafe 42—48; Schweine — , — , 56—57, 54 bis 56, 50—52,44—48; Ferkel und Läufer 10—26 R.-M. pro Stück Marktoerlauf: mit Kälbern mittelmäßig, geräumt; mit Schweine» ruhig, Ueberstand; mit Ferkeln und Läufern ruhig. Warenmarkt. Mannheim, 22. März . (Produktenbörse.) Die Forderungen für Brotgetreide und inl. Hafer haben sich weiter erhöht. Man verlangte für die 100 Kilo ohne Sack waggon- frei Mannheim in Reichsmark: Weizen inl. 27—27.50, ausl. 29.60—32, Roggen inst 27.50—27.75, ausl. —, Hafer inl. 26 bis 27, ausl. 26.75—27.25, Braugerste ausl. 82.50—36, pfälz. 32—33, bad., heff. und württemb. 31.50—32.50, Futtergerste 24—25, Mais mit Sack 25, südd. Weizenmehl Spezial Null 38—38.25, südd. Roggenmehl 37.75—39.50, Wetzenkleie 14s60 bis 14.75. Wetterbericht. Karlsruhe, 22. März. Mit der heute nacht um etwa 12 Uhr erfolgten Drehung des Windes von Osten nach Südweften, sind wir in den Bereich der warmen Vorderseite eines neuen über Südengland liegenden TeiltiefS geraten. Das Aufgleiten der in der Höhe dem Wirbel vorauseilenden Warmluft hatte gestern Bewölkungszunahme und auch leichte Niederschläge gebracht, die vielfach als Schnee niedergingen. Heute morgen ist es in schroffem Gegensatz zu gestern wieder außergewöhnlich mild. Wir behalten daher voraussichtlich längere Zeit die Luftzufuhr vom Ozean. Ein kräftiger Junge der das Echreinerhandwerk erlernen will, kann fofott oder später in die Lehre treten. Daselbst sind S MrninlMe zu verkaufen. Zu erfragen unter Nr. 392 beim Landboten. Telesunken-Röhrev Volvo-Röhren Pertnr Anoden- Batterien Lieferung Porto u. verp. frei Kurt Weiß, Radio Heidelberg, St. Annagasse 1 Telefon 696 ■ Chaiselongues 46.» fft/K Matratzen 29, Beqaemsfo Toi I zahI■ng gestattet! ^ ^ lalolieferung allerorli frei Haui! 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