Erscheint täglich v mit Ausnahme der Feiertage. Bezugs-Preis: Durch diePost bezogen und Lurch den Briefträger und unsere Aus- träger frei ins Laus monatlich Goldmark 1.20 Der Bezugspreis ist im Voraus zu entrichten. Zn Fällen von höherer Gewalt besteht kein Anspruch auf Lieferung der Zeitung oder auf Rückzahlung des Bezugspreises. Geschäftszeit 1/28 bis 5 Uhr Sonntags geschloffen. Fernsprech-Anschlutz Nr. 468 Postscheck-Konto Karlsruhe Nr. 6903 Der Lanöbole Sinsheimer General-Anzeiger für das Zeitung Ajenz-und Lckwarzbacktal M 91. Heltefte und verbreitetste Zeitung dieser Gegend. I)aupt-Hn?eigen-Blatt Wöchentliche Beilagen: Heu« Illustrierte • H«s dem Reich der Mod« » Ratgeber für Baus- und Landwirtschaft Mittwoch, den 18. April 1828. Anzeigen-Preife: Anzeigen: Die 33 mm breite Millimeter-Zeile 6 Goldpfg. Reklamen- Die 92 mm breite Millimeter-Zeile 20 Goldpfg. Arundschrist im Anzeigen- und Textteil ist Petit Bei Wiederholungen tariffester Rabatt, der bei Nichtzahlung innerhalb 8 Tagen nach Rechnungsdalum oder bei gerichtlicher Betreibung erlischt. Anzeigen - Annahme bis 8 Uhr vormittags; größere Anzeigen müssen am Tage vorher auf- gegeken werden. Bank-Konto: Brreinsbank Sinsheim e. G. m. b. L 89. Jahrgang Gowjettgrann und Räuber. Gin aufsehenerregender Prozeß in Rußland. Moskau, 17. April. Bor dem Moskauer Obergericht beginnt in der nächsten Zeit ein Prozeß, der innerhalb und außerhalb der Patteikreise das allergrößte Aufsehen erregt. Angeklagt sind seit längerer Zeit verhaftete, zum Teil sehr bekannte Partei- und Sowjetbeamte der Krim, an ihrer Spitze der höchste Beamte der Krimrepublrk, der Vorsitzende des dortigen Zentmlexekutivkomi- tees, Ibrahimow, der diesen Posten seit 1924 bekleidete und bis zu seiner Verhaftung ein sehr angesehenes Parteimitglied war. Ihm wird zur Last gelegt, Perbmdungen mit Banditen gehabt zu haben, an deren Spitze ein ehemaliger weißgardistischer Offizier stand, den Ibrahimow zum persönlichen Sekretär ernannt hatte. Ibrahimow soll die Banditen der Verfolgung entzogen, ihnen die Flucht erleichtert und mit ihrer Hilfe versucht haben, sich unbequemer Part«- und Sowjetlrnte, die an ihm Kritik übten, durch Meuchelmord zu entledigen, und er soll die Banditen durch Unterschlagung amtlicher Gelder in Höhe von etwa 40 Millionen Rubel mit Hilfe der Mitangeklagten unterstützt haben. Die Anklage gegen die Deutschen. Moskau, 17. April. Ueber die gegenrevolutionäre Verschwörung von Ingenieuren und Spezialisten im Donesgebiet find Einzelheiten einem Bortrag Bucharins vor der Leningrader Patteiorganisation zu entnehmen. Aus den Ausführungen Bucharins ist zu ersehen, daß die russischen Behörden von der Existenz einer sehr ausgedehnter Verschwörung überzeugt sind, und die Schachty-Affäre, in die auch die deutsche« Techniker mit hineinverwickelt wurden, einer der schwersten Fälle sei, die seit langem die Sowjetgerichte beschäftigen. Aus Bucharins Angaben ist im wesentlichen zu erkennen, wie die Anklage formuliert werden wird. Er t eilte mit, daß im Donezgebiet die G.P.U. und einzelne Arbeiter eine Organisation aufoeckten, die größtenteils aus ehemaligen Grubmbesttzern besteht, die jetzt als Spezialisten rm Dienste von Sowjetunlernehmen ständen; ferner aus ehemaligen gegenrevolutionären Mitgliedern der Denikintruppen und Spione Denikins. Nach Bucharins Angaben stand die Organisation in Verbindung mit großen ausländischen kapitalistischen Organisationen und auch mit Militärstäben mehrerer ausländischer Staaten. Mst deutlichem Hinweis auf die angeklagtcn Deutschen sagte Bucharin, daß die Verschwörer ihre Zentren in Moskau, Charkow und anderen Städten hatten, mit dem Ausland Verbindungen her- gestellt hätten durch ausländische Ingenieure, die Mitglied faschistischer Organisationen, insbesondere des deutschen Stahlhelm, waren. Das Ziel der Organisation soll nach Aussage einzelner Verhafteter der Sturz der Sowjetmacht gewesen sein. An konkreten Straftaten, die der Anklage zugrunde liegen, nannte Bucharin Sabotage an Maschinen, Verschwendung von Geldmitteln, Vernichtung der Prduktion, Stillegung rentabler, Abbau unrentabler Schächte, Ersäufung von Schächten, Herbeiführung von Explosionen und provokatorisches Verhalten gegen die Arbeiterschaft zur Herbeiführung von Konflikten. Roter Fronttämpferbunö verboten. Gin Schreiben Keudells an die Länder. — Der Lleberfall von Altenburg. Berlin, 17. April. Der Reichsminister des Innern von Keu- dell hat gemäß Paragraph 17 Abs. 2 des Republikschutzgesetzes die Länder aufgefordert, de« Roten Frontkämpferbund z« verbieten. Die Länder find nach dem Republikschutzgesetz verpflichtet, diesem Ersuchen «achzukommen, oder aber, falls sie das nicht tun. sind sie gehalten den Staatsgerichtshof anzurufen. Wie weit davon Gebrauch gemacht werden wird, ist zurzeit noch nicht abzusehen. Jedenfalls wird dieses Ersuchen des Reichsinnenministers damit begründet, daß der Rote Frontkämpferbund erst m den letzten Tagen in Alienburg polttisch rechtsstehende Leute überfallen Hab und daß die Kommunisten und zumal der Rote Frontkämpferbund an der Befreiung des Schnftstellers Brau» aus dem Untersuchungsgefängnis Moabit beteiligt gewesen sind. Man darf erwarten, daß sich an dieses Ersuchen Keudells noch eine rege Pole- mck in der Oeffentlichkeit anknüpfen wird. Ueber den lleberfall von Roten Frontkämpfern auf politisch rechtsstehende Leute in Altenburg, wo nach verschiedenen unwiderlegten Pressemeldungen zwei Stahlhelmer mit Gummiknüppeln und Dolchen sehr schwer verletzt worden sind, bettchtet der „Berliner Lokalanzeiger": Der Zug der Roten Frontkämpfer, die mit Musik durch die Straßen gezogen seien, habe plötzlich die Musik schweigen lassen und sei dann stehen geblieben: „worauf aus der Mitte geschricn wurde: Was mache« wir mit d«n Stahl- Helmern?" Es erfolgte der vielstimmige Ruf: Wir schlag«« fie tot! Auf die weitere Frage: Was wollen wir seh««? erfolgt die Antwort Blut! In dieser Stimmung stürmte der Trupp nach dem Theaterplatz, wo es zu der Bluttat kam!" Einspruch Preußens. Berlin, 17. April. In politischen Kreisen verlautet, daß die preußische Staatsregierung Einspruch erhoben hat, so daß das Verbot des Roten Frontkämpferbundes in Preußen bis zur Entscheidung des Staatsgerichtshofes anfgeschobea ist. Ablehnung der deutschen Schiffsrückgabe, forderungen Berlin, 18. April. Der Berliner .Mittags meldet aus Washington, daß der oberste Gerichtshof sieben deuffche Forderungen für die Rückgabe deutscher Schiffe abgelehnt hat, darunter die Forderung, die den Dampfer „Vaterland" betrifft. Fünf Rückgabegesuche sind noch nicht behandelt worden. Zwei sind von der Hamburg-Amerika-Linie ausge- gangen und eine von einer dänischen Schiffahrtsgesellschaft. Sie sächsischen Metallarbeiter lehnen den Dresden, 18. April. Tie Landestarifkommisfion deS Deutschen Mctallarbeiterverbandes hat beschlossen, den vorgestern vom Landesschlichter gefällten Schiedsspruch für die sächsische Metallindustrie als unzureichend abzulehnen. Für das Leipziger Tarifgebiet wurde gestern vom Landesschlich- er ebenfalls ein Schiedsspruch gefällt, der in der Frage der Urlaubsregelung im wesentlichen die Bestimmungen für das Jahr 1927 beibehält- Die Lohnbasis für Lohnarbeiter wird von 80 auf 85 Pfennige, die Akkordbasis von 83 auf 86 Pfennige und der Mittellohn für normalleistungsfähige Arbei- ter auf 88 Pfennige " mich besucht haben, oder vielmehr meine Dienste in An- sprach nahmen". „Horen Sie aber, mein lieber Doktor, Sie find sehr offenherzig", meinte Glyddyr erschreckt. „Das ist für einen Arzt durchaus notwendig. Sie haben in letzter Zeit eine nicht ganz so regelmäßig Le- beusweise geführt, wie sie Ihrer Gesundheit zuträglich gewesen wäre. Sie fühlen sich von irgendeiner Sorge bedrückt und nahmen Ihre Zuflucht zum Champagner, statt sich an einen guten, alten schottischen Whisky zu halten. Weiter fehlt Ihnen nichts". „Hören Sie, Herr Doktor, sind Sie etwa ein Zau- derer oder Hexenmeister?" „Vielleicht etwas von beiden, mein lieber Herr. So. nun werde ich Ihnen gleich etwas eingeben". „Aber hören Sie, lieber Doktor, so brauchen Sie sich doch nicht zu übereilen", rief Glyddyr, entsetzt auf die zahlreichen Arzneislaschen blickend, welche in einem großen Schranke standen, da der Doktor mangels einer erreichbaren Apotheke die Arzneien selbst zu bereiten pflegte. Fürsorge zur rechten Zeit verhütet zukünftigen großen Schaden", antwortete der Arzt aelafleit. schloß dann einen reichgeschnitzten Wandschrank auf und holte aus demselben zwei Gläser, einen Krug Mineralwasicr und eine kunstvoll geschliffene Karaffe hervor. „Nun nehmen Sie ein Drittel hievon mit zwei Dritteln Wasser gemischt und dazu eine gute Zigarre" — wobei er auch ein Kistchen offenbar feinster Marke aus den Tisch setzte. „Hören Sie, mein lieber Doktor", rief Glyddyr la- chend, „wenn Sie sich m London etablieren, würden Sie bald ein reicher Mann fein!" „Meinen besten Dank", erwiderte jener, sich mechanisch die gleiche Mischung bereitend, wie er sie seinem Gaste verordnet, worauf er sich eine Zigarre anzündcie und sich gleichfalls in einen Lehnstuhl setzte. — „Nein, ich habe mich nun einmal an diesen Fleck Erde gewöhnt und werde wohl nicht von hier fortgehen. Guter Whys- kh das. nicht wahr?" „Ganz ausgezeichnet. Aber soll ich weiter keine Me- dizin nehmen?" „Doch. Ich werde Ihnen eine Schachtel Pillen senden und davon können Sie daun gelegentlich 2 Stück nehmen, wenn Sie sich besonders unwohl fühlen — vor allen Dingen aber lassen Sie ganz das Champagnertrinken". „Verzeihen Sie, Herr Doktor, aber Sie möchten so» gleich nach dem Hotel kommen, meldete das Dienstmädchen, die Tür nur etwa eine Handbreit öffnend und ohne in das Zimmer zu treten. „Ich komme sofort". Glyddyr nahm einen tüchtigen Zug aus seinem Glase und wollte sich dann erheben, um gleichfalls mit dem Arzt zu gehen, dieser aber drückte ihn in feinen Stuhl zurück und erklärte entschieden: „Nein, mein lieber Herr, bleiben Sie nur ruhig sitzen. Ich bin in wenigen Minuten wieder hier. Ich häbe einen Patienten im Hotel» der sich für sehr krank hält, in Wirklichkeit fehlt chm gar nichts. Ich möchte noch eine Zigarre mit Ihnen raucben". Rr. 91. Jahrgang 1928. Stolp, 18. April. Eine Berliner Mittagszettung yane berichtet, baß General Nobile Ches der internationalen Kontrollkommission gewesen sein soll. Tmraus erk.ar ral Nobile einem Vertreter der Zeitung kUr Ostpommern gegenüber, er habe niemals etwas mit ^er Kontrollkommission zu tun gehabt, und sagte weiter wörtlich: «Als Techniker und Navigator habe ich es bedauert und bedauere es noch, daß Hallen zerstört worden sind. Ich wünsche, daß bald arüüere Lallen aebaut werden." Mahlen in Frankreich Die leitenden Idee« im Wahlkampfe. Vor vier Jahren, aus einem nachmals berühmt gewordenen Bankett, machte Brianö in Carcassonne dem Nationalblock den Prozeß. Seine von den Radikalsozialisten mit trunkener Begeisterung aufgenommene Rede bildete das Präludium zur Schaffung des Linkskartells. Am Palmsonntag 1828 haben die gleichen Radikalsozialisten des Aude- Departements in der gleichen Reithalle Poincare zugejubelt, der vor ihnen die Tugenden der Union National« rühmte. Vor vier Jahren marschierten die Radikalsozialisten und Sozialisten des Südens gemeinsam in die Wahlen, heute bekämpfen sie sich. In den Verließen des alten Schlosses von Carcassonne ruhen die Ueberreste des zerbrochenen Kartells. Der Schlachtruf „Für oder gegen Poincare!" durchtobt das Land und bringt den Wahlkampf auf eine symbolische, aber zu einfache Formel. Eine um einen Mann geführte Schlacht, der kaum etwas anderes als sich selbst verkörpert, verwirrt Programme und Parteien. Mit Ausnahme der Kommunisten und der Jungtürken des Kartells bekennt sich mit Recht jeder Kandidat zum Poincarismus, sowohl derjenige, der mit Poincars gegen die Abschaffung der Anarchistengesetze und die Freilassung der kommunistischen Deputierten stimmte, als auch derjenige, der ihn gegen die Reaktion bei der Durchsetzung der Versicherungsgesetze und der Militärreform unterstützte. Dabei vergißt man — namentlich in Deutschland — zu leicht, daß Poincarö fein ganzes Leben lang ein Mann der Linken war, trotzdem das parlamentarische Geschick ihn fast ausnahmslos zum Bannerträger des Nationalblocks machte. Am besten hat ihn vielleicht der Genfer Universitätsprofeffor Thibaudet in seinem jüngsten Buche „Das öffentliche Leben der Professoren" gezeichnet, wenn er schrieb: „Die große Stärke Potn- cares beruht darin, die Ideen Frankreichs und der Republik ebenso patriotisch wie jeder beliebige Mann der Rechten und ebenso republikanisch wie jeder beliebige Mann der Linken zu personifizieren. Weil er diese Ideen lebt und darum gefährlicher wird, wird er auf der Rechten von den Feinden der Republik und auf der Linken von den Feinden Frankreichs gehaßt. Zwischen diesem Haß von rechts und links findet er sein Wesen und seine Macht." Nach der Unpopularität und der Anfeindung nach dem „mißlungenen" Versailler Vertrag, dem Doppelzehntel und der Niederlage an der Ruhr hat Poincars wieder eine Volkstümlichkeit erlangt, die den Ruhm aller Bouillons und anderen unionistischen Fastenpreöigern verblassen läßt. Das schließt nicht aus, daß die Persönlichkeit Poincarös nach wie vor hart umstritten ist. Auf der Rechten beschwört man ihn, „poincaristischer" zu werden, was auf die Forderung hinausläuft, entschlossen gegen die Linke zu regieren, während man auf der Linken einen Vergleich zwischen dem gegenwärtigen Ministerpräsidenten und Thiers zieht, der ebenfalls Republikaner wurde, als er in das Elysee als Staatspräsident kam. In weiten Kreisen des Landes hat man nicht ver- geffen, daß das Prestige Poincarös aufs engste mit der blutigen Katastrophe von 1914 — 18 verknüpft ist. Man braucht hierbei nicht einmal an die Frage der Kriegs-, schuld Poincarös zu rühren, sondern kann sich auf die Auslastungen eines Pariser Abendblattes beschränken, das kürzlich schrieb: „Es liegt auf der Hand, daß der Revanchegeist Poincarss sich zu leicht den Ereignissen angepaßt hat, deren Lauf ein aufrichtiger Wille hätte ändern können. Man mag wollen oder nicht, Poincars ist in den Augen des Landes der Mann des Krieges, der große Lothringer und das lebende Symbol eines kriegslüsternen und kriegerischen Frankreichs geblieben." In Frankreich hat man darum auch mit etwas größerer Zurückhaltung als eine gewiste deutsche Presie die pazifistische Sinnesänderung des Poincarö von Carcassonne vermerkt. Selbst der „Temps" vertritt die Auffaffung, daß Poincare infolge der durch die Währungsschwierigkeiten Frankreich auferlegten Prüfungen die Wohltaten einer friedlichen Politik begriffen hat. Doch hat seine Rede wenigstens das eine Gute gehabt, daß infolge der Verbeugung Poincares vor der Außenpolitik des Kartells die Zahl der „Briandisten" in Frankreich sich vermehrte und bisher erbitterte Nationalisten plötzlich Locarnogefühle in sich entdeckten. Sie wollen auch nicht mehr allzu gerne daran erinnert sein, daß sie zu Beginn der letzten Legislaturperiode gegen die Ratifizierung der Locarnoverträge stimmten, ohne die die Politik von Genf, Thoiry und Locarno unmöglich gewesen wäre. Poincars ist unverkennbar in einer Zwickmühle. Auf der einen Seite ist er der Gefangene des Nationalblocks, der ihn auf den Schild erhob und an den er durch die Erinnerungen seiner Außenpolitik gebunden ist. Auf der anderen Seite verblieb ihm aber ein republikanisches Gewisten: er ist Anhänger der Laiengesetzgebung und Verfechter der Verfassung. Darum flößt ihm das innenpolitische Abenteuer, in das ihn die Unterlegenen vom 11. Mai 1924 drängen möchten, einiges Unbehagen ein. Sein Wunsch geht dahin, zwischen den verschiedenen Gruppen seines Chamäleon-Ministeriums das Gleichgewicht zu erhalten und sich nach den Wahlen mit einer ähnlich zusammengesetzten Kammer wie der von 1924 als Ministerpräsident wiederzufinden. Aber eine Verschiebung der Stimmen nach Rechts wird die Radt- kalsozialisten aus einer solchen Kombination hinausdrängen, während durch einen Ruck nach links die reaktionären Elemente vor die Tür gesetzt würden. Beides würde das Ende der Nationalen Einigung bedeuten. Allerdings lasten die letzten Reden des Ministerpräsidenten deutlich eine Spitze gegen die Kartellparteien durchblicken, wenn er aucy durch die Abrechnung mit ihnen die Apothese seiner eigenen Regierung rechtfertigen wollte. Die gleiche Vertrauensmystik, die die letzten zröei Jahre Regierungstätigkeit in Frankreich überschattete, bemüht man sich, auch für die Union Nationale aufrecht zu erhalten, deren sicherste Nutznießer bisher die Rechtsparteien waren Nur gestehen auch diese ein, daß die Nationale Einigung kein Programm hat und keines haben kann, da sie, um mit dem „Avenir" zu sprechen, keine Koalition, sondern ein Seelenzustand ist. Diese nationale Einigung würde nach den Wor- teu ihrer überzeugtesten Bannerträger einen Burgfrieden für mindestens vier weitere Jahre erfordern, was ein Aufhalten des Laufs der Ereignisse bedingt. Darum suchen die gegnerischen Parteien den Wahlkampf besonders unter das Zeichen der Außenpolitik zu stellen. Hier scheinen die Aussichten der Linksparteien etwas bester als auf innen- unü finanzpolitischem Gebiete zu sein. Die Wahlen von Da Lmckbote * Smsheirner Zeitung. im yaven unleugbar eine Aenderung der außenpolitischen Methoden — nicht der außenpolitischen Ziele — Frankreichs gebracht und auch Poincars konnte nicht wagen, die Orientierung der französischen Diplomatie zu ändern. Man braucht aber nur an die Parole der Nestoren der Rechtsparteien, wie eines Charles Maurras und des „alten Pazifisten" im „Figaro" zu erinnern, die alle Organisationen gegen den Krieg als nutzlos bezeichnen, „solange sie nicht gegen das kriegerische und militärische Deutschland gerichtet sind" und die Jugend zum Gürten der Lenden und Stärken der Muskeln aufordern, um stets bereit zu sein. Eine recht glückliche Formel für die Bedeutung des 22. April fand der Deputierte Montigny, die er in die Worte kleidet: „Frankreich hat zwischen dem Geist von Luneville, der von demjenigen von Versailles abstammt, und dem Geist von Thoiry zu wählen, der denjenigen von Genf verlängert." Wenn man die für eine zivilisierte Nation schamlosen Wahlplakate des „Echo de Paris" gesehen hat, die die ehrwürdige Gestalt Hindenburgs beschmutzen, oder andere, die unter dem Bilde eines preußischen Soldaten mit Schakalgebiß die Worte zeigen: „Wie im Jahre 1914 denkt der Boche: Wenn sie nur rot wählen!" dann kann man dem „Soir" nicht Unrecht geben bet seiner Befürchtung, daß ein Wahlsieg der Nationalen Einigung eine Beeinträchtigung aufrichtiger französischer Bölkerbundsarbeit, eine Hinausschiebung der Rheinlandräumung und Schwierigkeiten und Schikanen bei der Rückgabe des Saargebiets bedeute. Und doch verlangt die Mehrheit der Wähler und des Landes Ruhe, inneren und äußeren Frieden. Diese Gemütsstimmung dürfte besonders auch beim zweiten Wahlgange den ausgesprochen demokratischen Parteien zugute kommen und die Bildung einer republikanischen Konzentration begünstigen. Baden. Zur Lohnerhöhung in der süddeutschen Textilindustrie. Freibnrg, 18. April. Zu der gestrigen Meldung über eine Lohnerhöhung in der süddeutschen Textilindustrie wird von unterrichteter Seite erklärt, daß dies für Baden nicht zutrifft. Lohnverhandlungen Halen für die badische Textilindustrie schon im Januar stattgefunden: im übrigen Süddeutschland, insbesondere in Württemberg, Bayern und der Pfalz, sind diese Verhandlungen erst zum Teil abgeschlossen, zum andern Teil sind Schiedssprüche bereits gefällt, so für Bayern mit einer Lohnerhöhung von etwa 4 Pfenriig: für Württemberg steht die Regelung vorerst noch aus. Ans der Evangel. Lnther. Kirche in Bade». Jspringen bei Pforzheim. Nach zweijähriger Pause fand gestern hier die Synode der Ev. Luther. Kirche in Baden statt. Die Beratungen betrafen hauptsächlich die Beziehungen zu den deutschen luther. Landeskirchen, das Freundschaftsverhältnis zu den deutschen luther. Freikirchen und das luther. Einigungswerk, sowie den Religionsunterricht und die kirchliche Versorgung der »ach Baden zuziehenden Lutheraner. Zum Senior wurde Pfarrer C. A. Lepper in Freiburg i. Br. gewählt. Aus Nah und Fern. 0 Sinsheim, 18. April. (Zuchtviehmarkt). Den Lanowirten und Züchtern zur Nachricht, daß der 2. Zuchtviehmarkt der Fleckvieh-Zuchtgenossenschaften des Kreises Heidelberg am Dienstag, den 15. Mai dahier stattfinden wird. Es ist Gelegenheit geboten, feine selbstgezüchteten Tiere hier verkaufen zu können, denn schon oie vorigjährige erste Veranstaltung dieser Art hatte, wie noch allgemein erinnerlich sein dürfte, sehr viele Liebhaber und Käufer angelockt. Es wird auch dieses Jahr wieder eine Prämiierung der Tiere (Kühe, Farren, Kalbinnen und Iungrinder) mit der Schau verbunden sein. — Die Eröffnung der Fohlenweide Sinsheim findet am Mittwoch, den 25. ds. Mts. statt. Anmeldungen von Fohlen und Rindern werden noch dies« Woche entgegengenommen und sind sofort an den Zuchtinspektor, Herrn Bet.-Rat Hock in Heidelberg, Blumentalstr. 22 zu richten. Die Bedingungen sind die üblichen, schon früher und öfter bekanntgegebenen. — Der Termin für oie ebenfalls im Mai abzuhaltende staatliche und genossenschaftliche Schau der Fleckviehzuchtgenossenschaft Sinsheim ist noch nicht bekannt geworden. * Sinsherm, 18. April. (Klavierkonzert.) Wie aus dem In- seratenteil ersichtlich, finoet am kommenden Freitag im Neuen- heimer Musikhaus, Heidelberg ein Klavierkonzert statt. Die Pianistin, Frieda Kwast-Hodapp, wird in den größten Musikzentren ebenso als hochmusikalische Frau, wie auch als ausgezeichnete Pianistin gerühmt. Ihr Konzert verspricht darum einen reichen Genuß. * Sinsheim, 18. April. (Unzureichend freigemachte Briefsachen nach dem Ausland.) Noch immer werden zahlreiche Brief- sendungen nach dem Ausland unzureichend freigemacht. Die volle Freimachung der Sendung liegt im Borteil des Absenders, weil die Nachgebühren, die von dem Empfänger erhoben werden, und zwar in der Regel in der doppelten Höhe des Fehlbetrags, dazu führen, daß die Annahme der Sendung verweigert wird. Ausführliche Gebührenübersichten sind zum Preise von 10 Pf. an den Postschaltern zu haben. * Sinshenn, 18. April. (Das Buschwindröschen blüht.) In Busch und Wald steht gegenwärtig das Buschwindröschen (Anemone nemorosa) gesellig beieinander. Tausende reine weiße Blättchen zieren nicht nur den Laubwald, sondern auch Wiesen und Auen, die an Wald stoßen. Die weißen Kelchblüten sind des öfteren außen rot angeflogen, selten ganz rot. Windröschen wird es genannt, weil sich Stengel und Blüten beim geringsten Windstoß bewegen. Wenn man das Windröschen zum Strauße pflückt, so welkt es schneller als andere Pflanzen, es erholt sich aber schnell, wenn man es in Wasser stellt. Im Sommer sterben die oberirdischen Teile des Buschwindröschens ab. Das Buschwindröschen ist in allen Teilen schwach giftig. Ein Bäsle von dem Buschwindröschen ist die gelbe Anemone, auch gelbe Osterblume genannt, die gleichfalls in Laubwaldungen blüht. Sie hat meist zwei goldgelbe Blüten auf schlankem Stengel. Eine weitere Verwandte ist die Leberblume mit ihren Prächtigen blauen Blüten, die vielfach in Gärten kultiviert ist. * Eppingem, 17. April. (Lettow-Borbeck spricht über Deutsch- Ostafrika.) Der Leitung der Bolkshochschulkurse der Ortsgruppe der „Badischen Heimat" war es gelungen, den Führer der deutschen Schutztruppen in Deutsch-Ostasrika während des Weltkrieges, den ruhmreichen General Lettow-Borbeck, zu einem Bortrrg zu gewinnen. Die städtische Turnhalle war dicht besetzt. Regierungsbaumeister Haible eröffncte den Abend mit herzlichen Worten der Begrüßung. Hieraus ergriff General von Lettow-Borbeck das Wort zu einer anschaulichen Schilderung der kolonialen Verhält- nisse in Deutsch-Ostasrika, wie sie vor dem Ausbruch des Krieges waren und wir sie allmählich sich umgcstaltctcn. Lettow-Borbeck schilderte dann in packenden Worten den Heldenkampf der Schutztruppe und die Rückkehr bis zu dem erhebenden Einzug in Berlin im März 1919,- er knüpfte daran die Hoffnung, daß wieder bessere Tage kommen möchten. Stürmischer Beifall dankte für die lebendigen Ausführungen. Der Abend, der durch Gesangs- Mittwoch, den 18. April 1928. I vorträge des Gesangvereins „Eintracht" verschönt wurde, endete mit dem gemeinsam gesungenen Deutschlandlied. --- Sulzfeld, 15. April. (Ein Ständchen.) Dem 2. Vorsitzenden der Eintracht",'Jakob Weiß, wurde am Samstag abend durch den Verein ein Ständchen gebracht, dessen Anlaß durch den 60. Geburtstag des Geehrten wie durch die 30-jährige Vereinszuge- hörigkeit gegeben war. x Aglasterhaufr», 17. April. (Um oie Wohnungsnot) zu beheben, beschloß oie hiesige Gemeinde, aus eigene Rechnung ein Sechsfamsiienhaus zum Preise von 40 000 Rm. zu erstellen. Die Maurerarbeiten werden durch die Firma Kober-Neckarelz zum Preise von 16 000 Rm. durchgeführt. Mit dem Bau wurde bereits begonnen. x Reckargemünd, 17. April. (Verunglückt) ist gestern vormittag beim Abstieg von Dilsberg nach Rainbach ein etwa 16 jähriger Mittelschüler aus Bruchsal. Er befand sich mit noch mehreren Kameraden aus einer achttägigen Wanderung und wollte heute noch bei den Eltern eintreffen. Durch Ausrutschen aus dem schlüpfrigen Weg brach er das Bein und mußte von hier mittels Auto in die orthopädische Klinik nach Schlierbach verbracht werden. x Eberbach, 17. April. (Um die Erhaltung des Amtsgerichts.) Aus einer in den hiesigen Zeitungen veröffentlichten Statistik über den Beschäftigungsgrad der aus der Abbauliste stehenden 9 Amtsgerichte im Jahre 1927 ist zu entnehmen, daß Eberbach bei der bürgerlichen Rechtspflege überhaupt an der Spitze steht, während es bei der Strafrechtspflege eine Durchschnittsbeschäftigung aufzuweisen hat. Ganz auffallend hohe Zahlen hat das hiesige Amtsgericht bei den Zahlungsbefehlen und Bollstreckungsbefehlen aufzuweisen. Die übrigen Amtsgerichte haben bei den Zahlungsbefehlen Ziffern von 365 bis 941 aufzuweisen, Eberbach dagegen 2023, bei den Bollstreckungsbefehlen 108 bis 456, Eberbach dagegen 1304. Diese Zahlen beweisen zur Genüge, daß eine Aushebung des hiesigen Amtsgerichts durchaus unangebracht wäre ' und es ist nur zu wünschen, daß die Bestrebungen der hiesigen Stadtgemeinde um Erhaltung dieser Behörde von Bedeutung von Erfolg begleitet sind. = Aus dem Neckartal. 16. April. (Von der Landwirtschaft und Bienenzucht.) Die Frühjahrssaat samt der Klee-Einsaaten sind gut ausgelaufen. Die starken Niederschläge und die Wärme haben auch die Wintersaat sehr gefördert. Die Kernrüben sind bereits schon alle gesteckt, oie ersten haben bereits gekeimt. Zum ersten Grünfutterholen wird es gar nicht mehr lange dauern: der /Luzerneklee, auch das Wiesengras am Neckar sind bereits handlang gewachsen. Doch die meisten Landwirte haben noch Heuvorräte. In den Gärten sind die Sämereien alle ausgegangen, sodaß mit dieser Frühjahrsentwicklung alle Landwirte zufrieden sind. Das frühe Stein- und Kernobst steht bereits in voller Blüte. Allerdings, hier hätte man lieber keinen Regen, da das Steinobst bei der Blüte gegen Nässe empfindlich ist. Die ersten Frühkartoffeln wurden auch schon gesteckt: aber hierzu ist noch Zeib bis Ausgang dieses Monats. Die Bienen haben sich gut entwickelt. Die erste Auffütterung ist beendet. Die Iungbienen haben oie Winterbienen in ihrer Tätigkeit abgelöst. Der Bruteinschlag ist gut, sodaß zu hoffen ist, daß bei der vollen Baumblüte oie Stöcke voll sind, damit Honig in die Waben kommt. Wärme, Futter und Ruhe sind im April die drei Dinge, die jeder Imker genau zu beachten hat, wenn er auf Erfolg hoffen will. ---- Heidelberg, 17. April. (Die Elektrisierung der Nebenbahn Heidelberg-Schriesheim) soll nun zur Tatsache werden. Die Oberrheinische Eisenbahngesellschaft wird auf Drängen der beteiligten Gemeinden Heidelberg—Dossenheim—Schriesheim demnächst Versuche mit Triebwagen machen. Damit wird Heidelberg einer Sehenswürdigkeit, des Bembelbähnchens, beraubt. Dieser Nachteil steht aber in keinem Verhältnis zum Vorteil, den die Elektrische bietet. Zunächst wird wohl ein viertelstündiger Verkehr mit Dossenheim und ein halbstündiger mit Schriesheim ein- treten. Die Beschleunigung der Angelegenheit ist ein Verdienst des rührigen Dossenheimer Berkehrsvereins. — Im Jahre 1927 beförderte die Mannheim—Weinheim—Heidelberg—Mannheimer Nebenbahn 1 927 491 Personen von und 1691 360 Personen nach Mannheim. Die Kraftwagcnlinie Mannheim-Schriesheim 105 181 Personen von und 101258 Personen nach Mannheim. x Schwetzingen, 17. April. (Die ersten Schwetzinger Spargel.) Am Sonntag wurden auf Schwetzinger Gemarkung die ersten Spargel gestochen, allerdings noch in verschwindend kleinen Mengen. Die Spargel kamen noch nicht in den öffentlichen Handel, sondern wurden gleich von Grossisten oder Privatinteressenten abgenommen. Dran bezahlte 1.— RM. für das Pfund. Nachdem sich das Wetter wieder verschlechtert hat, ist mit einem frühen Beginn der Spargeterare kaum zu recynen. Die Beete haben wohl reichlich Feuchtigkeit, es fehlt aber die Sonnenwärme. Unter diesen Umständen werden die Schwetzinger Spargelmärkte nicht vor Anfang nächster Woche beginnen können. — Schwetzingen, 17. April. (Ein Mann in Frauenkleidern.) Von der hiesigen Polizei wurde am Samstag ein junger Mann festgenommen, der sich seit längerer Zeit herumtrieb. Die Feststellungen ergaben, daß es sich um einen 17 jährigen Kaufmannslehrling aus Mannheim handelte, der seinem Chef einen Geldbetrag von zirka 50 Mark entwendet hatte. Die Kleider hatte er seiner Schwester gestohlen und sich in einem Gasthaus umgezogen. Er hatte sich einen Lippenstift, Schminke und Puder gekauft und war im Begriff nach Frankfurt a. M. zu fahren. Jedoch kurz vor der Abfahrt des Zuges wurde er von der Polizei verhaftet. * St. Leon, 17. April. (Autolinie.) Es sind Bestrebungen im Gange, vom Bahnhof Kirrlach über Oberhausen-Rheinhausen, Altlußheim, Neulußheim, St. Leon—Kirlach-Ort eine Autolinie einzurichten, die für verschiedene „binnenländische" Ortschaften sicherlich von großem Vorteil wäre. Durch diese Rundlinie hätte dann der hiesige Ort sowohl Verbindung nach dem Bahnhof Neu- lußheim wie nach dem Bahnhof Kirrlach. * Ludwigshafen, 17. April. (Bootsunglück, auf dem Rhein). Vorgestern nachmittag unternahmen fünf Mitglieder der Rudergesellschaft Ludwigshafen eine Bootfahrt über den Rhein nach Mannheim. Bei der Rückfahrt, abends gegen 8 Uhr, kam ihnen ein Schleppdampfer entgegen, der einen hohen Wellengang verursachte. Etwa dreißig Meter vom Ludwigshafener Ufer entfernt, füllte sich das Boot mit Wasser, worauf der ledige Metzger Adolf Mertz von Ludwigshafen, der das Steuer führte, in den Rhein sprang, um an das Ufer zu schwimmen. Mertz schrie plötzlich um Hilfe, woraus einer der Mitfahrenden der 25 Jahre alte verheiratete Barth, dem Mertz nachsprang, um ihn zu retten. Beide kamen jedoch unter Wasser. Nach einiger Zeit kam Barth wieder an die Oberfläche, während Mertz ertrank. Die übrige Besatzung wurde durch die Mannschaft eines nachfolgenden Ruderbootes gerettet. Die Leiche des Mertz konnte noch nicht gelandet werden. ** Mannheim, 18. April. (Zwischen die Puffer geraten.) In einem Betriebe in Neckarau geriet ein 41jähriger Tag- löhner von Neckarau zwischen zwei Rollwagen. Er trug eine schwere Brustquetschung davon und mußte ins Krankenhaus überführt werden. ** Mannheim, 18. April. (Lebensmüde.) Am SamStag vormittag sprang eine 45rährige Stenotypistin aus der Schwetzingervorstadt wohl infolge eines Nervenleidens von der Riedbahnbrücke in den Neckar. Ungefähr 200 Meter weit unterhalb der Brücke wurde sie von dem 24jährigen Nr. 91. Jahrgang 1928. Arbeiter Friedrich Killinger gerettet. — Am Samstag vormittag versuchte eine etwa 21 jährige Hausangestellte in der im Stadtteil Lindenhof gelegenen Wohnung ihrer Dienstherrschaft durch Einatmen von Leuchtgas sich das Leben zu nehmen. Grund zur Tat soll Liebeskummer sein. Tie beiden Lebensmüden wurden ins Krankenhaus verbracht. ** Heidelberg, 18. April. (Pionicrtag). Am 6. Mai treffen sich in Heidelberg die ehemaligen Angehörigen technischer Truppenteile aus der Pfalz, Baden, Franken usw. Es wird mit einer großen Beteiligung gerechnel Sämtliche Kameraden sind herzlich eingeladen. Näheres durch die Ortsvereine bezw. durch Herrn Gustav Listing-Speyer, Schwabsstraße. ** Oberslockeubach bei Weinheim, 18. April. (Durch Blitzschlag eingeäschert.j Das Haus des hiesigen Gemeinderates wurde durch einen Blitzschlag vollständig eingeäschert. Der Schaden soll sehr beträchtlich sein. ):( Karlsruhe, 18. April. lVom Motorrad geschleudert) wurden Montagabend auf der Pforzheimer Straße, in der Nähe vom Sägewerk Reuschler, ein Karlsruher Kraftfahrer und seine sich auf dem Soziussitz befindliche Begleiterin. Während die letztere erhebliche Beinverletzungen öavontrug, kam der Kraftfahrer mit dem Schrecken davon. Das schwerverletzte Mädchen mußte ins Krankenhaus nach Karlsruhe überführt werden. ** Karlsruhe, 18. April. (Schwerer Unfall.) Auf der Straße Karlsruhe—Durlach wurde ein 45jähriger Schreiner »on einem Personenkraftwagen angefahren und zu Boden geworfen. Er wurde in schwerverletztem Zustande nach dem städtischen Krankenhaus verbracht, wo ein Schädel- und ein Unterschenkelbruch festgestellt wurde. ** Karlsruhe, 18. April. (Der Beethovenpreis 1828 einem Badener.) Der Tonkünstler Heinrich Kaminski, der aus Waldshut a. Nh. stammt und durch Aufführung von Werken anläßlich der Badischen Woche in Karlsruhe bekannt ist, erhielt den Beethovenpreis von 1828. ** Sasbach, bei Achern, 18. April. (Abgestürzt.) Bei der Vornahme einer Reparatur am Kurhaus Unterstmatt stürzte Zimmermeister Albert Ernst aus 6 Meter Höhe herab. In bedenklichem Zustande wurde der Verunglückte nach dem Krankenhause verbracht. ** Lahr, 18. April. (Tödlicher Unfall.) Der 37 Jahre alte Kartonnager Fritz Hoferer wollte gestern abend gegen 7 Uhr in der Scheune seines Anwesens einen Korb Holz holen. Hierbei geriet die Treppe, auf der er stand, ins Rutschen. Hoferer stürzte ab und fiel so unglücklich auf eine unten stehende Strohschneidemaschine, daß der Schädel zertrümmert wurde und der Unglückliche bald darauf starb. Hoferer hinterläßt eine Frau und ein Kind. ** Wegöschingen bei Waldshut, 18. April. (Starkes Auftreten der Masern.) Der größte Teil der Schulkinder des Ortes ist an Masern erkrankt. Auch die Feier der Ersten Heiligen Kommunion mußte verschoben werden, weil alle Erstkommunikanten von der Krankheit befallen wurden. **Jmme»eich bei Waldshut, 18. April. (Unfall.) Der Obersäger Karl Dietsche wurde auf dem Heimweg von zwei auswärtigen Radfahrern überfahren. Er zog sich ziemlich ernste Verletzungen am Kopfe zu. ** Freiburg, 18. April. (Arbeitsgericht). Vor dem Arbeitsgericht wurde vorgestern über eine Schadenersatzforderung des Deutschen Textilarbeitnehmer-Verbandes gegen den Textilarbeitgeber-Verband (Landesgrnppe Baden) verhandelt. Der Karlsruher Schiedsspruch über Lohnforderungen hatte die Textilunternehmer verpflichtet, diejenigen Arbeiter, die während eines Lohnkonfliktes aus den Betrieben austraten, wieder einzustellen. Ta eine Anzahl Arbeiter nicht wieder eingestellt wurde, erhoben sie Klage gegen ihre Arbeitgeber und verlangten Schadenersatz. Das Arbeitsgericht Freiburg erkannte grundsätzlich die Ansprüche der Arbeiter an. Ueber die Höhe sollen jedoch Ermittlungen angestellt werden. ** Zell, 18. April. (Den Verletzungen erlegen.) Die 75jährige Frau, die sich vor einigen Tagen, anscheinend aus Schwermut über ihre jahrlange Krankheit aus dem zweiten Stockwerk des Spitals in Zell in den Garten stürzte, ist nunmehr ihren Verletzungen erlegen. ** Donaneschingen, 18. April. (Schwindlerpaar). Ein Schwindlerpaar trieb sich hier herum. Es arbeitete mit iolgendem Betrugsmanöver: Von einem Gasthaus aus telephonierte ein Herr nach einem Friseurgeschäft, und gab an. eine Dame, di: vor kurzer Zeit in diesem Geschäft etwas gekauft habe, habe statt eines echten Fünfzigmarkscheines einen alten aus der Inflationszeit erhalten. Beim ersten Versuch war der Geschäftsinhaber vorsichtig und verlangte, daß die Dame selbst komme. Darauf erschien ein Herr, entschuldigte sich und sagte, es sei eine Verwechslung mit einem anderen Friseurgeschäft gewesen. Beim zweiten Der Landbote 4 - Smsheimer Zeitvng. Versuch gelang das Manöver und es wurden dem Schwindler anstandslos 50 Mark ausbezahlt. Doch gelang es das Paar am Bahnhof festzunehmen, wobei der Mann auf Befragen wiederum behauptete, es läge eine Verwechslung mit einem anderen Geschäft vor. Schneefalle im SochsOwarzwald und der Schweiz ** Freiburg i. Br., 18. April. In der vorvergangene» Nacht ist auf dem hohen Schwarzwald starker Schneefall eingetreten, der den ganzen Dienstag angehalten hat. Die Schneehöhe beträgt bis zu 20 Zentimeter. Vielfach sind durch den starken Schneefall Störungen im Fernsprechverkehr eingetreten. ** Lörrach, 18. April. (Im Schwarzwalö und in der Schweiz starker Schneefall.) In der Schweiz dauern im Gebirge die seit Montag eingesetzten Schneefälle an. Die Temperatur ist beträchtlich gesunken und beträgt bis auf 2000 Meter 8—10 Grad unter Null. Auch am heutigen Dienstag herrscht starker Schneefall. Auch im südlichen Schwarzwald hat der starke Temperatursturz heftigen Sturm und Schneefälle im Gefolge gehabt. Bis zu einer Höhe von 800 Metern liegt 5 Zentimeter tiefer Schnee. An verschiedenen Stellen haben auch die Fernsprechleilungen durch den Sturm Beschädigungen erhalten. Die Opfer des Berliner Slraßenbahnunglllüs Berlin, 18. April. Nach Mitteilungen der Berliner Stra. ßenbahngesellschaft, beträgt die Zahl der Opfer des Straßenbahnunglücks an der Heerstraße fünf Tote, 21 Schwer- und 58 Leichtverletzte. Starker Schneefall in Oberschleflen Zugverspätunge«. Gleiwitz, 18. April. (Funkspruch.) In Oberschlesien ist ein plötzlicher Wetterumschlag eingetreten. Seit gestern morgen 6 Uhr hält starker Schneefall bei sinkender Temperatur an. Die Kernzüge haben erhebliche Verspätungen erlitten. .Der Berliner Nachtschnellzug kam in Gleiwitz mit einer Verspätung von 100 Minuten an. Im Nahverkehr ist die Zugoerspätung weniger groß. Durch den einsetzenden starken Schneefall und Sturm wurden die elektrisch betriebenen Weichen des Breslauer Hauptbahnhofs vielfach ungangbar. Es war trotz Einsetzens zahlreicher Hilfskräfte zur Weichenreinigung nicht möglich, den Betrieb ohne Störung aufrecht zu erhalten. Die zwischen 6 bis 7 Uhr ausfahrenden Personen- und Schnellzüge erlitten Verspätungen bis zu 157 Minuten. Sin mißglückter Alirbnichsversoch Linz, 18. April. In der Strafanstalt Gasten stürzte sich ein Strafgefangener während einer Zellen kontrolle auf den Gcfängnisbeamten und stieß ihm ein zehn Zentimeter langes Schnittmeffer meuchlings ins Genick. Hierauf riß er den Säbel des Beamten an sich und versuchte zu fliehen. Als ein zweiter Beamter htnzukam, warf der Flüchtling Säbel und Mefler weg und ergab sich. Der Ueberfallene, der 17 schwere Stichwunden erhalten hatte, starb kurze Zeit darauf. Das Erdbeben in Bulgarien Die Zayl der Opfer steigert sich. Wie«, 18. April. Dem „Wiener Tagblatt' wird aus Sofia berichtet, daß das Zentrum des letzten Erdbebens sich in Cerven befand. Eine große Anzahl von Personen wurden unter zusammengestürzten Häusern begraben. Bis Montag früh wurden 50 Tote geborgen. Cerven liegt 100 Kilometer von Sofia entfernt. In Philippopel wurden neben anderen Häusern die berühmte Moschee Jnarot zerstört. Unter den Trümmern befinden sich 100 Personen, an deren Rettung man arbeitet. Auch in Sofia wurden zahlreiche Häuser zerstört und dabei eine große Anzahl von Menschen getötet. In vielen anderen Städten wurde ebenfalls großer Schaden angerichtet. so in Rustschuk, Razgrad, Tirnowo. Zenoli und Ka- zanlik.' Die bisher gemeldete Zahl der Toten entspricht nickt den Tatsachen, sie ist in Wirklichkeit viel größer. Schwerer Orkan über Norditalien. Mailand, 18. April. Vorgestern gingen über Venezien und die Lombardei außerordentlich schwere Regengüsse und Hagelschläge nieder, begleitet von einem orkanartigen Sturm. In Udine und Belluno sind Hagelkörner von 30 bis 40 Gramm Schwere niedergefallen. In den Obstgärten wurde großer Schaden angerichtet. Mittwoch, den 18. April 1928. Einer, der es genau nimmt. In der Lokalzeitung erläßt ein Einwohner in Artern mit seinem vollen Namen eine Anzeige, wonach er Wanzen und Schwaben zu kaufen sucht. Ihm ist nämlich zum 1. Mai die Wohnung gekündigt worden und nach dem Mietsvertrag, den er wörtlich auslegt, muß er die Wohnung in demselben Zustande zurückgeben, wie er sie übernommen hat. Damen als Robben- «nd Eisbärjäger. In London rüsten sich einige auf Abwechslung bedachte Damen der Gesellschaft zu einem Jagdausflug nach dem Polargebiet. Im Juni soll die Ausreise onge- treten werden. Das moderne Amazonenkorvs vom Jahre 1828 setzt sich aus Damen zusammen, deren Vermögenslage es ihnen gestattet, während des Sommers Eisbären, Rrb- ben und Walrosse zu jagen. Der Leiter des Unternehmens ist der erfahrene Polarforscher Bee-Mason, der Shakleton auf seiner Südpolarfahrt begleitete und auch Teilnehmer der britischen Expedition nach dem Franz-Josephs-Land im Jahre 1925 war. Wie er einem Berichterstatter erklärte, soll den Teilnehmerinnen der Jagdpartie alle Unbequemlichkeit erspart bleiben. Das Schiff erhält Luxuskabinen, und für die leiblichen Genüsse ist in ausreichender Weise gesorgt. Das Ziel ist Franz-Josephs-Land. das nun zum erstenmal von Vertreterinnen öes schönen Geschlechts besucht wird. „Die Szenerie", so erklärte der Bee-Mason, „ist ebenso eigenartig wie schön. Die Jagdverhältnisse sind die denkbar besten. Der Kapitän des Schiffes, der im vergangenen Jahr mit mehreren Jagdliebhabern die Reise gemacht hat, berichtet, daß dabei allein 35 Eisbären zur Strecke gebracht wurden. Außerdem ist an blauen und weißen Füchsen ebenso wenig Mangel wie an Vögeln. Es ist ferner dafür gesorgt, daß den Teilnehmerinnen der Fahrt Gelegenheit zum Wintersport gegeben wird. Das Schiss ist mit drahtloser Telegraphie ausgerüstet und hat eine Aerztin an Bord. Spielplan des Städtischen Theaters Heidelberg. Mittwoch, 18. April. Anfang 20 Uhr. Enoe 22»/i Uhr. (Halb« Preise). „Madame Butterfly", Oper in 3 Akten. Donnerstag, 19. April. Anfang 20 Uhr. Enoe 22 % Uhr. Erstaufführung. (Abon. E 28). „Der Marquis von Keith". Schauspiel i n 5 Aufzügen. Freitag, 20. April. Ans. 20 Uhr. Enoe gegen 22 Uhr. Vorstellung f. 0. Bühnenvolksbund (Abtlg. l). „Saul". Samstag, 21. April. Ans. 20 Uhr. Ende 23 Uhr. (Halbe Preise.) „Die Fledermaus", Operette in 3 Akten. Sonntag, 22. April. Auf. in/* Usr. Otto Maag: „Entwicklung und Wesen der Operette. 22. April. Ans. 19V» Uhr. Enoe nach 22)4 Uhr. (Außer Abon.) „Der Corregioor", Oper in 4 Akten. Neueste amtliche Kurse mitgcteilt von der Bereinsbank. e. <5. m. b. y. Sinsheim vom 18. April 1928. Anleihe»: mU ÄuslofüngSschet« ° ohne Anslosungsscheln . ttoafcakttc Bad. Bank ln o/o 51,85 16,75 ln »K» 15» Darwvädter- und Natlonaldanl 241 Deutsche Bank . . . 158 Deutsche Bereinsbank . 101,75 Dresdner Bank . . . .155 MMeldeutsche Kreditbank < . sio Reichsbank . . . . 201 Rbein. Credltbank . . . 125 Südd. Dlsconto Sles. . . . >Lb Bergwerk». MtHw in o.o Harpener Bergbau Kall Wcstercgeln . . . >S5,50 ManneSuiannröhrenwerke. 164,35 ManSselder Bergb. u.Hütlenw 1>5 Lbcrschl. «isenb. B-dars . . — Phönix Bergbau u.HSttenbetrleb 101,25 Sazwerk Hellbraun . . . iss Berleinigte Königs- Laurahülle 8« Akts«» Indnftr. Nnternehnrnngr»: ln 0/0 LUg. Slettr. Stammaktie«. . IM,50 Bad. Wcktrizilät Mannheim . — Bad. Maichinen Durlach . 141 Eementwerk Heidelberg . Daimler Motoren . Dtsch. Gold- an Silberscheid«. Slektr. Licht und Kraft . Smaw.und Stanzwerk Ullrich. . »er Maschinen Durlach Karlsruher Maschinen . Knorr Hetlbron» . Mainkrastwerke Höchst . Neckarsulmer Fahrzeuawerke Echuckert Slettr. Nürnberg , Sellinduprie Wolfs. Südd. Zocker Zellstoff Waldhos Stamawen Aktie» »entscher ScaaaiMctaaftattctt: E >urg. Amcrit. Paketsahrt lberg. StraSen-u.Bergb-hr deutscher Lloyd . . Devise»: «elb New-Iork l Dollar 4 tri» London l Pfund »0.3»» Holland ioo Gulden 168.48 Schweiz 100 Franes 80.52 Wien 100 Schilling 58 78 Paris IOO Franc 16.412 Italien 100 Lire 12,01» 147.50 101 190,25 18,50 261 135.50 1*7 128 57 166 75 144 ^0 In “'0 163,75 66 162,50 Brie! 4,165» 20,439 16» 81 80,68 68 90 16 481 22.08» Wetterbericht. Karlsruhe, 17. April. Die gestern noch über dem westlichen Teil des Festlandes gelegenen Teiltiefs haben sich inzwischen als geschlossenes Tiefdruckgebiet im Osten verlagert. Die Kaltluftmassen fließen daher jetzt von Nordwesten über Deutschland nach Osten und haben bei uns bereits neue Abkühlung bemiickt (Rheinebene heutige Morgentemperatur ca. 4 Grad). Tie Niederschläge fallen ab etwa 509 Meter als Schnee. Infolge einheitlicher Nordwestströmung wird das kühle Wetter anhalten. Weiterer Temperaturfall steht jedoch nicht in Aussicht. Straßensperre. Wegen Herstellung neuer Straßendecken an den nachverzeichmten Landstraßenstrecken ist der Berkehr für Fahrzeuge aller Art von über 3 Tonnen Gesamtgewicht an den Werktagen von 6—19 Uhr gesperrt. 1. Landstraße Nr. 3 km 53,0—55,9 zwischen Eteinsfurt und Kirchardt in der Zeit vom 19. bis 30.4.1928. Umgehungsweg: Kreisweg 48 über Reihen— Fttlingen—Kirchardt und umgekehrt. 2. Landstraße Nr. 77. km 26,9 — 27,893 zwischen Waidstadt und Neckarbischossheim in der Zeit vom I. bis 5. Mai 1928. Umgehungsweg: Kreisweg 44 und 45 über Epfenbach—Helmstadt, Landstraße 77 und umgekehrt. Zuwiderhandlungen werden gemäß § 121 P.Etr. G.B. an Geld oder Hast bis zu 14 Tagrn bestraft. Sinsheim, den 17. April 1928. Bad. Bezirksamt. GWsts-EinpfehlMgen finden die gWe Beachtung in dm LMM (SMemer 3 t».) Baumuiachs Bast s * a ÄÄ”'- Rich.-Wagner-Drogerie Junge Schajjkuh 6Monate trächtig, zu verkaufe n. K arl Sommer, Gromdach Nur so Psg. pro Tag zahlen Eie für eine crstkl. Schreibmaschine. Schreibmaschinenhaas Settinger. Konstanz. fstr krük)«kr und Sommer 1928 spiegeln die vielen bunten Modell« ln DcycrsMode-Alben wider. Btnd I: D*men- Klddung (1.5# M.) Bend 11: Klndcr- Kletdung (1,30 M.) * Beyers Wiener Blusen-Album * (1^0 M.) Überall zu haben I Btjtr liriii, LilfitiT Käse ist nahrhaft und billig! Versende z. 21. Allgäuer Stangenkäse in Poftkvlli v. 8 Pfd. p. Nachnahme, das Pfund zu 35 Psg. ab hier. Heinrich Hörlrich/Molkereiprodvkie Miudelheim (Mgiiu.) Ronrertleitung: Neuenheimer Musikhaus, Heidelberg Freitag, den 20. April, 8 Uhr, Kollegienhaus, Heidelbelberg. Klavier^ Konzert Kwast-Hodapp Karten-Vorverkauf hat begonnen im Neuenheimer Musikhaus Reiher & Kurth, Heidelberg, Brückenstr. 8. Konzertflügel: Steinway A Sons aus der alleinigen Niederlage von Gebr. Trau Nachf. Hugo Reiher, Heidelberg, Brückenstraße 8. J*. oflivvrfiiwr'avvvwv' 5 *> kIhw. dvvvwmr c/c4?»»IIII»»IIUNI»IIIIIIIIIIIIIIlII!IIIIIIIIII»jiIMD ■ Wäsche, Korsettaaen | = TtgtltmiGl in. Stickerei, 3.40,2.85, 2.25,1 75,1.50 15-S» = ihCUMn 7.50, 5.25, 4 80, 3.90, 2.301 | Beinkleider ZS; ei ’ 5 Ch f ne 325 , 2 . 75 , 2 .«,, 1.95 i iPriKKUBCie ^^^^"'0.75. «... 3 .4o, 2 J 5 | iBasttüha iter 1.25 ,item jHlftbaitir SÄST" . . 4 . 25 ,-«°. 2 . 5 °Z = &0ftIbA!l iliiBPti« Gesundheitsmiederu. Huftenstrurapf-= ES RMIBy «• AliWiW halter, Alleinverkauf für Sinsheim. = ] E. Speiser, Sinsheim. | .^iliHllllillllflllliiiillilliililllillliiilllHiilliililiiiillflllllllüIlillfliiiilfil^ Schriftleitung: tz. Becker: Druck und Verlag: <8. Beckersche Buchdruckerei in Sinshei».