Erscheint täglich «M AuSnahmr der Feiertage. Bezugs-Preis: Ourch die Post bezogen und durch ♦*» Briefträger und unsere Austräger frei ins Laus Monatlich Goldmark 1.60 R>«r Bezugspreis ist im VorauS zu entrichten. Ln Fällen von höherer Gewalt Gesteht kein Anspruch auf Liefer- «0 der Zeitung oder auf Rückzahlung deS Bezugspreises. Geschäftszeit 1/28 bis 5 Uhr Sonntags geschloffen. Gerusprech-Anschluß Nr. «SS Postscheck-Konto Karlsruhe Nr. 8903 Der Lanöbote (9 Smshetmer MM 3citung ?is; Deneral-Inzeiger für iaklsenz-und Schipatgbachtal Helttftt und v*rbr*it*tTt« Leitung dieser Gegend. y»apt-8n)eigen-8l»tt «OLdxultick,» Vellage« 1 Dirn Illustriert, • Ho* drm Helck» «ler lvoct« » Natgeber ffcr Qmm- und Candwirttchaft Auzeig«»-Pr« 1 se: Anzeigen: Die 33 mm breir» Millimeter-Zeile 6 Goldpfg. Reklamen; Die 92 mm dreire Millimeter-Zeile 20 Goldvfg. Grundschrist im Anzeigen- und Textteil ist Petit. 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Es haben wiederholt diplomatische Besprechungen sowohl über die künftige Regelung der Reparationssrage wie über die Abkürzung der Besatzungsfristen stattgefunoen. Bor allem die mehrfachen Besuche oes deutschen Botschafters in Paris bei Poinrare haben diesem Zweck gedient. Diese Vorbesprechungen über das Reparationsproblem waren durch die bevorstehende Zusammenkunft der Außenminister sowohl in Paris wie später in Genf aktuell geworden, da bei beiden Zusammenkünften das Reparationsproblem den Hauptgegenstand der Verhandlungen bilden wird. Aus den Pariser Besprechungen mit Poincare hat sich ergeben, daß man in Frankreich die Rheinlandbesetzung nicht mehr mit dem Bedürfnis nach militärischer Sicherheit rechtfertigt, sondern daß man sie in erster Linie als eine Art Pfand für die deutschen Reparationszahlungen betrachtet. Man hat infolgedessen in Frankreich die Neigung, die Zurückziehung der Truppen von Garantien für die Durchführung der Reparationszahlungen abhängig zu machen. Es handelt sich darum, ein Mittel zu finden, das der französischen Regierung beweist, daß sie nicht der Besetzung als Garantie für die Lösung der Reparationsfrage bedarf. Eine beide Teile befriedigende Verständigung ist deshalb so schwierig, daß man sich über die endgültige Lösung der Reparationssrage an sich noch völlig im Unklaren ist. Jedenfalls sind aber die Verhandlungen stark in Fluß gekommen und die Reise Stresemanns nach Paris wäre eine sehr günstige Gelegenheit, die von dem Botschafter Hoesch angeknüpften Verhandlungen fortzuführen. Nach den letzten Pariser Meldungen scheint es ja, daß Strysemmm sich aus diesen Gründen trotz des an sich nicht leicht zu nehmenden Prestige- Moment entschlossen hat, nach Paris zu fahren. Ueber das Aus- liefernngsbegehren der Besatzungsbehörde, das zweifellos die Situation sehr erschwert, laufen augenblicklich noch dauernd Verhandlungen. Bon französischer Seite wird darauf hingewiesen, daß einige Monate vor dem Landauer Flaggenzwischenfall Angehörige der Besatzungstruppe deutsche Denkmäler beschädigt hatten und zur Strafe nach Marokko versetzt worden waren. Man, Samstag» den 28. Juli 1928. und Besatzungsabbau. habe also von seiten der französischen Behörde gegen die eigenen Angehörigen in sehr scharfer Form durchgegriffen und glaubt deshalb jetzt berechtigt zu sein, auch gegen die Urheber des Zweibrücker Zwischenfalls energisch oorzugehen. Es liegt auf der Hand, daß diese Begründung, wenn sie auch das Verlangen der Besatzungsdehörde in gewissem Graoe motiviert, von dem höheren Gesichtspunkt der großen Politik gesehen, der hier allein den Ausschlag geben darf, nicht ausreicht. Wie schäslich solche Eingriffe militärisch eingestellter Behörden sino und wie wenig sie sich in oie großen Linien der Verständigungspolitik einfügen, zeigt die Ausnutzung oes Falles durch die deutsche Rechtspresse, die ja die geschworene Feindin der Verständigungspolitik ist. Diese Blätter wissen so gut wie alle, daß die Reichsregierung sich in der Zwangslage befindet und daß auch ein deutschnationaler Reichskanzler nichts anderes tun könnte, als dem Auslieferungsverlangen, zu dem vie Franzosen auf Grund des Rheinlandabkommens ein formelles Recht haben, formell nachzugeben. Wenn die ' deutschen Rechtsblätter trotzdem wieder mit allen Phrasen des nationalistischen Registers gegen die Regierung Müller Sturm laufen, so ist das ebenso unbillig wie unanständig aber auf jeden Fall schädlich. Kellogg will vermitteln. London, 27. Juli. In gut unterrichteten diplomatischen Kreisen verlautet, daß Kellogg am 18. August auf einem französischen Dampfer nach Europa fahren werde und daß am' 27. August die Unterzeichnung in Paris ftattfinoet. Kellogg habe einen dreitägigen Aufenthalt in Paris oorgesc-en, um mit Brimrd und Stresemann die schwebenden Reparations- und Schuldenfragen vorzubereiten, die Neuregelung zu besprechen und wenn möglich eventuell vermittelnd zwischen Frankreich und Deutschland den Abbau der Besetzung zu fördern. Mussolini hat bereits erklärt, sich durch einen Unterstaatssekretär vertreten zu lassen. Seitdem Italien diese Erklärung abgegeben hat, wird es hier als „völlig unentschieden" dargestellt, ob Ehamberlain persönlich oder Cushendun die Unterzeichnung leisten wird. In hiesigen Finanzkreisen verlautet, daß die englische Zurückhaltung durch die Unzufriedenheit des Schatzamts mit der bisher von Parker Gilbert, Seydoux und anderen Sachverständigen in Vorschlag gebrachter Neuregelung der Schulden- und Reparationsfrage begründet wird, die nicht genug der Notlage des englischen Budgets Rechnung trägt. 89. Jahrgang Kreisleitung für die Veranstaltung. Als Vertreter der Stadt Köln sprach Bürgermeister Herlet. Der Vorsitzende des Vereins der Badener in Köln, Hafner, entbot besonders herzlichen Willkommensgruß und gab seiner Freude Ausdruck, daß er wieder einmal mit seinen Landsleuten in engere Verbindung treten dürse. Weiter sprachen Kommerzienrat Schill-Osthofen, der Kassenwart der Deutschen Trnersuchast und Kreisgeldwart ^ Gillardon-Bretten. Letzterer brachte ein kräftiges Gut Heil auf die Stadt Köln aus. Das unterhaltende Programm des Abends bestritten neben dem „Liederkranz", Köln, die Sängerriegen der ba- 'dischen Turnvereine, ferner erfreute Turner I. Delank vom Turnverein Mannheim mit einigen schönen Baritonvorträgen. * Deutsche Turner sind vertreten aus folgendem Uebersee- unb Ausland: Argentinien, Brasilien, Chile, China, Dänemark, Estland, England, Eupen-Malmedy, Holland, Italien, Japan, Süöslavien, Lettland, Oesterreich, Polen, Rumänien, Siebenbürgen, der Schweiz, Südwestafrika, der Tschechoslowakei und den Vereinigten Staaten von Amerika. Die badischen Turner in Köln. Schöne Erfolge der badischen Turnerinnen. (Von unserm Sonderberichterstatter). Köln a. Rh., 28. Juli. Am Freitagnamittag traten die Turnerinnen des 10. Turnkreises auf der Jahnwiese unter Leitung des Kreisfrauenturnwarts Latterner-Karlsruhe an. Schon der Aufmarsch ließ deutlich erkennen, daß der Durchführung eine intensive Auarbeitung vorangegangen war. Wie aus einem Stück gegossen stand der 10. Kreis dar. Die einheitliche Kleidung machte einen vorzüglichen Eindruck. Das Barrenturnen an 24 Geräten ließ eine gute Schul« erkenrjxn. Die Pflichtfrauenübungen wurden mustergültig ausgeführt. Nachdxm die Vorführu ngen beendet waren, setzte bei den in großer Zahl erschienenen Zuschauer begeisterter Jubel ein. Baden hatte von neuem den Beweis einer guten Turnschule geliefert. -s, .'; ' 'SS: Badische Siegerin Köln. ^ * ' s 10-Sampf-Männer: 178 Punkte Albert Ullrich, TL). Brennet-Oeflingen; 170 Punkte Franz Eschweil, T.-Gesellsch Jahn 1848, Weinheim,- 164 Punkte Valentin Ernst, T.B. Mannheim 1846; 168 Punkte Stephan Wühler, T.V. 184- Mannheim. - ‘ *r „»**'*-. — - 7* und «-Kämpfe der Frauen: Die Abwicklung des 7- uni 4-Kampfes der Frauen ging in rascher Weise vor sich. Be. sondere Höchstleistungen wurden erzielt beim Kugelstoßen mit 9,80. beim Weitsprung mit 4,80. beim Hochsprung mti 1,50 und beim Lausen über 75 Meter m it 12,6 Se kunde n. - 7-K8mpfe der Fra«en: Else Neuschäler, M.T.V. Lamp, heim, 113 Punkte,' Maria Greulich. T.B. Mannheim 1846s 111 Punkte: Lina Schott, TG. Bühl, 109 Punkte: Malta Latin, TV. Mannheim 1846, 107 Punkte: Hilde Seyferle, TV. Jahn Freiburg, 106 Punkte: Lydia Zimmermann, TB Mannheim 1848, 105 Punkte: Emmy Geiger, MTB. Mann, heim. 101 Punkte. — Auch die 8-Kämpse der Aelteren boten ein sehr erfreu liches Bild, vor allem im Kugelstoßen und Weithvchsprung Hohe Punktzahlen errangen »sich Julius Geisthart, Karls ruher TB. 1846, 101 Punkte: Josef Walther. TV. Jahn Frei. bura. >00 Punkte: Will). Maule, TV Durlach. 94 Punkte Matthias Harngarter, TG. Rust bei Freiburg, 85 Punkte: vtto Ruf, Turnersch. Freiburg, 82 Punkte. Bei de« 5-K8mpsen s2. Klasse) sind zu nennen: Josef Ber- ,er, TG. Plankstadt, 115 Punkte: Georg Benzinger, TB. stadenia Feudenheim, 93 Punkte: Josef Rotenberger, TG. 860 Offenburg, 92 Punkte: Heinrich Gropp, TB. Jahy keckenheim, 91 Punkte: Martin Tantel. TV. Bxrbolzheim, 18 Punkte: Josef Steter, Städt. TB. Singen. 87 Punkte. «-Kampf der Frauen: Hedwig Lasch, Kehl 1845, 66 P.: kmilie Appel. Mannheim-Feudenheim, T.V. Vadenia, 60 P. 8-Aampf der Männer: Friedrich Knrsiß, T.V. Huchen- f.'d, 147 P.: Joses Mayr, T.B. Pforzheim, 135 P.,' Albert Hetzel, T.B. Lohr, 133 P.: Adolf Linder, T.B. Lörrach-Stetten, 131 P.: Otto Schünfeld, T.V. Breisach, 130 P.,' Wunderte, T B. Brennet-Oeflingen, 12? P.; Richard Schirmeek, T.B. Mannheim 1846, 127 P.: L. Dreier, T.V. Jahn Frei- öurg, 127 P.: Valentin Groh, T.B. Jahn Neckarau, 126 P.: M. Schütz. T.B. Mnhlbnrg, 126 P. •-*> f 5-Kamps. Turner: Haus Zabel, T.B. Gaggenau, 101 P.: Bernhard Greulich. Mannheim T.V. 1846, 94 P.: Karl Zn wenigen Worten Die polnische Antwortnote auf die litauische Demarche heim Völkerbund ist gestern in Genf eingetroffeu. * Freiherr von Hünefeld, der am Donnerstag abend mit dem D-Zug von Danzig nach Dirschau reisen wollte, ist von den Polen wegen eines falschen Visums nicht durchgelaffen tu-; den und mußte nach Danzig zurückkehren. * Der deutsche Segelflieger Hefielbach stellte am Donnerstag i» den Vereinigten Staaten einen neuen Segelflugrekord auf, in dem er 58 Minuten in der Luft blieb. * In Bukarest wurde am Donnerstag die außerordem. liche Parlamentstagung eröffnet, die fich mit der Stabili- sterung besaßen wird. ^ Im Kampf um die Weltmeisterschaft im Schwergewichtsboxen wurde am Donnerstag im Newyorker Stadion der Neu-'eeländer Heeny in der 11. Runde durch Weltmeister Tunney durch k. o. besiegt. Das Deutsche Turnfest in Köln. Das Deutsche Turnfest in Köln Der Donnerstag brachte beim 14. Deutschen Turnfest in tzöln den Beginn der Wettkämpfe. Allerdings fielen an »iesem Tage noch keine eigentlichen Entscheidungen, es gab säst durchlveg nur Vorkämpfe oder Vorentscheidungen. Schon am frühen Morgen setzte eine große Völkerwanderung über die Aachenerstraße weg ein. So viel Menschen hat die alte Tomstadt in einer so frühen Morgenstunde noch^ aicht unterwegs gesehen. Im weiten Stadion zu Müngersdorf wurde dann den ganzen Tag über auf allen Plätzen gekämpft. Witterungs- und Platzverhältniffe waren den Veranstaltungen sehr günstig. Es war zwar wieder recht warm, jedoch wehte meist ein erfrischender Wind. Zunächst gelangten die Mehrkämpfe der Kreisgruppen 1 und 2 zur Durchführung, auch die Wettbewerbe im Fechten und Rin- z:n nahmen bereits ihren Anfang. Im Zwölfkampf der Männer bot Reuter-Gießen mit 208 Punkten die beste Leistung des Tages. Im Zehnkampf der Männer setzte sich Platzek-Tortmund mit-- 180 Punkten an die Spitze. Beim Keunkamvf der Männer in der Altersklasie 1888—84 wartete Kohlrausch-Tüfseldors mit 158 Punkten, in der Altersklaffe 83 und Aeltere Schalle-Wtcsbaden (170 Punkae) mit der besten Tagesleistung auf. Der Fünfkamps sah in der Gruppe 1 Hümmelink-Rheinhausen mit 120 Punkten, in der Altersklasse 2 Arlt-Bad Ems mit 115 Punkten in Front. Im Fünfkampf mit volkstümlichen Uebungen übernahm bei der allgemeinen Klaffe Hense-Hagen sWestf.) mit 125 Punkten bie Führung. Sehr gute Leistungen sah man im Siebenkampf der Turnerinnen. Hier sind in den letzten Jahren ganz große Fortschritte gemacht worden. Die beste Leistung des Tages bot Frl. Schmidt-Malstatt, die 124 Punkte erreichte. Ter Vierkampf sah Frl. Meyer-Siegen mit 85 Punkten an der Spitze. Sonst wurde an diesem Tage noch fleißig gespielt, gerungen und gefochten. Bei den Spielen kamen die Vorrunden zum Austrag. Das interessanteste Spiel sah den * P»l.S^z. Heidelberg Rastatt im Handball, über den M.TL. Königsberg mit 10:2 Treffern erfolgreich. Die badischen Polizisten knüpften wieder an die Meisterform des Vorjahres an; sie dürften kaum zu schlagen sein. Alle Wettkämpfe waren sehr gut besucht. Ten Beschluß des Tages bildete eine eindrucksvolle „Weihestunde" der Sängerriegen der „D. T.", die in einer Stärke von über 12 000 Personen antraten. Auf dem „Preffa"-Gelände wurde bie Haupt-Begrüßungsfeier des Vortages wiederholt. Außerdem hielten noch verschiedene Turnk.reiie besondere Begrüßungsfeiern ab. Ve-riißimg der Aii-la»!>M«tschcn Köln. 28. Juli. Auch der zweite Tag des Deutschen Turnfestes war vom schönsten Hochsommerwetter begünstigt. Der Verkehr in den Straßen der Stadt ist so stark, daß umfangreiche Umleitungen notwendig geworden sind. So kann die große Hohenzollernbrücke nur in der Richtung zum Dom befahren werden, während der Weg.zur Preffa über die entferntere sogenannte Hängebrücke geht. Die Preffa spielt neben dem Turnfest eine besondere Rolle. Sämtliche Turner und Turnerinnen haben freien Zutritt, was sich in einem starken Besuch auswirkt. So wurden am Donnerstag über 10 000 Pressabesucher gezählt. Fackelzüge, Konzerte' und Feuerwerke verfehlen nicht ihre Anziehungskraft. Der Samstag, der als Hauptfesttag mit besonderen Darbietungen in Aussicht genommen ist, dürfte eine neue Besuchsrekord- zifle: bringen. Von den zahllosen Begrüßungsfeiern der einzelnen Turnkreise verdient besonders erwähnt zu werden die Begrüßung ier Ausländsdeutschen im großen Saal der Wokenberg. Die Feier gestaltete sich zü einem machtvollen Bekenntnis zum Deutschtum. Außer den Vertretern der Deutschen Turner und etwa 20 verschiedenen Staaten, hatte sich auch ein nach tausenden zählendes Publikum ei""-mudcn. Der Leiter der Veranstaltung, Studienrat Sieger forderte in sei» «er Ansprache die Deutschen Tnrner auf. dafür zu sorgen, daß dag Deutschtum nicht «utergehe und schloß mit einem begeistert ausgcuommeneu „Gut Hail!" für das deutsche Volkstum. Darauf folgte das Deutschlandlied. Im weiteren Verlauf ergriff auch ein Vertreter der Stadt Köln das Wort zu einer Begrüßungsansprache. Er drückte den Wunsch aus, daß die Einheit der deutschen Turnerschaft die Brücke schlagen möge zur Einheit des gesamten deutschen Volkstums. ' --»T— Der badische Abeud Der schönste und geräumigste Saal der Stadt Köln in der Flora reichte am Donnerstag nicht aus, um alle Turner undTurnerinnen zu fassen, die zusammengeströmt waren, -rm ihrem landsmannschastlichcn Charakter in einer besonderen Veranstaltung Ausdruck zu geben. Alle vom zehnten Kreis in Köln Anwesenden waren erschienen. Kreisver- t»«ter Weiß begrüßte seine badischen Landsleute und feierte in feiner Rede die Ideale der deutschen Turnerschaft. Er erinnerte die Turner und Turnerinnen an ihre Pflicht, mitzuarbeiten am Wiederaufbau zum Wohle des deutschen Vaterlandes, dem alles, was mir erarbeiteten, gehören soll. Die Turnerschaft sang hierauf das Deutschlandlied. Der Kreisvertreter erinnerte sodann noch daran, baß in diesem Jahr der 150. Geburtstag des Altmeisters Jahn gefeiert wird und forderte auf, ihm zu Ehren das Turnetlied „Ein Ruf ist erklun, cu* anzustimmen, was freudig geschah. Als Vertreter e r badischen Regierung übermittelte Oberregierungsrat B r o ß m e r die Grüße und dankte der Nr. 175. Jahrgang 1928. Der Landvote * Sinsheim« Zeiw»z. Müller. T.B 1887 Heidelberg-Wieblingen, 91 P.; Georg Stöhr, T.V. 1862 Weinhetm. 99 P.; Rens Bauer, T.V. Kork, w P. 5-Ka,»pf Männer: Eligius Greckel, T.V. Lützelsachsen, 89 P. Dorpmüller über die Setriebsficherheit der Reichsbahn Berlin, 28. Juli. Generaldirektor Dr. Dorpmüller von der Reichsbahn nahm am Freitag Gelegenheit vor der Presse eingehend auf die letzten Unfälle bei der Reichsbahn und die zur Vermeidung künftiger Unfälle getroffenen Maßnahmen einzugehen, Er gab zunächst eine Schilderung der Unglücke bei Siegelsdorf, Ummenöors. Ulm. AmMstetlen, München, Neuß und Düsseldorf, die sich bekanntlich in der -Zeit vom 19. Juni bis 21. Juli ereignet haben und erläuterte, wie die Uuglücksfälle technisch zu erklären seien: Er wies darauf hin, daß es Jahre gegeben habe, in denen zahlreichere und größere Unglücksfälle geschehen seien, so daß man aus diesen Unglücksfällen nicht ohne weiteres einen Schluß auf die Sicherheit der Deutschen Reichsbahn ziehen dürfe. Von den Unglücksfällen seien drei noch nicht endgültig geklärt, jedoch ließe sich zum Siegelsdorscr Unglück und zu denen bei Ummendorf und München bereits einiges sage?» \ M«n habe sich «nnmehr entschlossen, eine scharfe Kontrolle der Bahnstrecke« dnrchznsühre« «ud hierfür in Zukunft Bahnmeistereien einzusetzen. Weiter wird man der Frage der Ueberkastung des Personals nachgehen, endlich auch eine Kontrolle des Oberbaues nach dem Muster der in Preußen ausgeübten Kontrolle auch für Süddeutschland einzuführen. Im übrigen müsse er darauf aufmerksam machen, daß der Zustand der Gleise allein nicht für die Sicherheit auf der Reichsbahn verantwortlich zu machen sei, da man jederzeit durch langsameres Fahren die Sicherheit erhöhen könne. Er ging sodann auf die notwendigen Gleisreparaturen ein und betonte, daß noch 7799 Kilometer in Stand zu setzen seien. Die Instandsetzung von 1999 Kilometer koste 28 Millionen Mark. Es sei daher nicht - leicht, sie auf einmal durchzuführen. Eine besondere Lehre gebe das Ummendorfer Unglück, da sich daraus die Notwen- idigkeit ergebe, die norddeutsche Diensteintetlung einzuführen, die eine wesentliche Erleichterung für die Beamten be- I deute. Zum Eisenbahnunglück in München erklärte er. daß dieses in der Hauptsache ans das Fehlen einer automatischer Berblocknug zurückzuführen sei. Im übrigen müsse berück- stchtigt werden, daß bei München ganz besondere Umstände znsammengekommen seien: Das Ziehen der Notpremse, die fehlerhafte Anfrage des einen Blockwärters beim anderen ; die mangelhafte Auskunftserteilung der zweiten Blockstelle die voreilige Signalbedienung trotz ungeklärter Lage und die mangelnde Aufmerksamkeit des Lokomotivführers im nachfolgenden Zuge. Normalerweise dürfe man ein Zlrsarn nientreffen derartiger Umstände nicht erwarten. Im übrigen sei beschloffen worden, die automatische Ber- blocknng sofort einznfnhren. Der Reichsbahndirektor wandte sich dann gegen verschiedene Ausführungen der Preste und betonte ii,Sbesoader< ! dar. die Reicbsbab" die Eisenbahn erü seit 8), Jabrea U Verwaltung habe und daß infolgedessen noch große Schäden ins der Kriegszeit wiederherzustellen seien. Das könne trst in langen Jahren geschehen. Besonders unerfreulich sei der Zustand der Bahnen in Bayern gewesen. In seinem Bereich wurden 90 Prozent der Einnahmen »on den Ausgaben aufgezehrt, während im Reich nur 89 Prozent aufgezehrt würden. Er müfle es daher energisch zurückweisen, daß die bayerische Presse die letzten Unglücke dem mangelnden Verständnis der Reichsbahn für die Be- bürfniffe des bayerischen Netzes zuteilen wolle. Auch der Verwaltungsrat der Reichsbahn zeige für Ausgaben zur Sicherung des Betriebes völliges Verständnis. Die Finanzlage der Reichsbahn sei zur Zeit schwach und die Reichsbahn sei gezwungen, die Rücklagen aus dem vorigen Jahr anzu- greifen. Man hoffe aber, diese Ausgaben durch erhöhte Einnahmen wieder hereinzubringen. Im übrigen habe er »lle Reichsbahndirektionen angewiesen, grobe Mitzstände ohne Rücksicht ans die Kosten sofort beseitige« z« lasten. Die Sicherheit sei für jede Bah« die höchste Pflicht. EM ROMAN vo* J.SCHNEiDER-FOERSTL Helbing nickte erfreut. Karsten hals ihm beim Ankleiden. Die früher so stattliche Gestalt war überschlank geworden, die Hände blaß und durchsichtig, die dunkln, Augen in dem bleichen Gesicht wirkten doppelt groß. Mutig, trat Helbing den Gang nach dem tzsopha an, aber schon nach vre» vis vier Schritten suchte er erschrocken nach Karsten. »Rolf, ich kann nicht mehr!" »Das wäre noch schöner," schalt Karsten. „Komm' nur." Sorglich legte er den Arm um den Freund. Helbing schüttelte verzweifelt den Kopf, als er nach wenigen Schritten schon wieder Halt machen mußte. . »Es geht nicht, Rolf! Ich bin am Ende!" »Bis zum Sofa dort mußt du kommen, Hans! Bei der hälfte Weges können wir nicht stehen bleiben. Es ist hin so weit, wie zurück." ' Als der Direktor das Ruhebett erreicht hatte, stand ihm der Schweiß auf der Stirne. »Willst du noch weiter?" lachte Karsten. »Wie lange geht das noch so?" fragte Helbing kleinlaut. »Hm, — ja, wenn du dich alle Tage so tapfer übst, kannst du in acht Tagen zu mir kommen!" „Eine schöne Aussicht!" klagte Helbing. „Rolf, ich will dich nicht kränken, aber ich habe es mir schon Hundertemale gedacht in all' den Tagen und Wochen: wenn ich Kooperator Ellermann wäre, wäre mir's lieber!" „So? _ gerade übermäßig dankbar bist du nicht! sprach Karsten, halb im Scherz, halb im Ernst! „Rolf!" bat Helbing erschrocken. „Laß' nur, mein Alter! Aber, das sage ich dir, wenn du mir's auch so gemacht hättest, wie Ellermann, dann hätte ich den nächstbesten Strick genommen und mich aufgehängt. Dann liefe jetzt wenigstens ein Pfuscher wemger herum!" Helbing streckte ihm abbittend die schmale Rechte ent- Gtgen die französische« Schikane« in der Pfalz. Iw Bayrischen Landtag fordern die pfälzischen Abgeoro- reten der Bayerischen Volkspartei in einer Anfrage von »er Regierung Aufklärung über die Verhaftung des Chefs )er deutschen Polizei in Zweibrücken. Tie Regierung wird lufgefordert, in Verbindung mit der Reichsregiecnng die Freilassung des Beamten zu fordern. Ferner wird um Bekanntgabe des Ergebnisses der amtlichen Erhebungen wegen I»er Verletzung eines französischen Postens in Landau erdicht, da die französischen Pressemeldungen hierüber geeignet sind, Stimmung gegen die friedliebende, deutsche Bevölkerung zu machen. Zum Auslieferungsbegehren der stanz. Vefatzungsbchörde Berlin, 28. Juli. Zum Ausliefernngsbegehren der Besatzungsbehörde wird von zuständiger Stelle erklärt, daß die Reichsrcgiernng verpflichtet sei, dem entsprechenden Artikel des Rhcinlandabkommens zu entsprechen und die verlangten Persönlichkeiten ansznliefer». Jedoch seien zur Zeit Verhandlungen im Gange, um eine gerechte Beurteilung der Angelegenheit durch die französischen Behörden herbei-! zuführen. Insbesondere erscheint nach deutscher Auffassung der Vorwurf des schweren Diebstahls unberechtigt, da die Tatbestandsmerkmale dieses Verbrechens nicht erfüllt sind. Die drei Personen hatten bekanntlich die Fahne vom französischen Offizierskasino heruntergerissen. Jnr übrigen glmbt man an zuständiger Stelle, die deutsche Bevölkerung darauf aufmerksam machen zu müssen, daß derartiger Unfug auf das dringlichste vermieden werden müsse, da die deutsche Bevölkerung in solchen Fällen vor der Auslieferung in Uebereinstimmnug mit den bestehenden Verträgen nicht geschützt werden könne. Die pariser Reise Dr. Slresemanns Berlin, 28. Juli. In der Pariser Presse ist behauptet worden, daß der deutsche Reichsautzenminister Dr. Strese- mann bereits in einem sehr herzlich gehaltenen Antwortschreiben seine Zusage zur Teilnahme an der Unterzeichnung des Kellogg-Vertrages in Paris gegeben habe. Von einem deratrigen Schreiben ist den deutschen zuständigen Stellen nichts bekannt. Eine offizielle Einladung ist gleichfalls bisher noch nicht überreicht worden. Alles, was in dieser Angelegenheit bisher geschehen ist, geschah nicht, ohne daß diplomatische Fühlung in der Frage genommen wurde. Aulolwmistenkundgebung in Kolmar Straßbnrg, 28. Juli. In Kolmar fand eine von vielen Tausenden besuchte elsässische Kundgebung statt, an der neben Rtcklin und Roffö u. a. auch die Abgeordneten Brogly, Dahlet und Redakteur Schall teilnahmen. Ricklin berichtete ausführlich über den Kolmarer Prozeß. Er erinnerte daran, daß man ihn früher als Gegner der Germanisierung und jetzt als Gegner der Französierung verfolgt habe. Er werde jedoch stets ein treuer Elsäffer bleiben. Nach der Rede Ricklins sang die Menge bas Elsaßlied. Gegen die Auszeichnung des Staatsanwalts Fachot und des Polizeikommissars Bauer wurde heftiger Einspruch erhoben. Zum Schluß wurde eine Entschließung angeitommen, in der der Kolmarer Prozeß heftig gebranbmarkt wurde. Die Ber, sammelten gelobte«, nicht eher zn ruhen, bis die Folgen der Pariser Regiernngspolitik «nd das Kolmarer Urteil getilgt seien, «nd bis alle in Kolmar Verurteilte» begnadigt «nd die Regierung die elsäffische Reform verwirklicht habe Ein Sieg des autonomistischen Klerus. Straßbnrg, 27. Juli. Das Pariser Blatt „Rumeur" will aus zuverlässiger Quelle erfahren haben, daß ber Straßburger Bischof Ruch demnächst an die Spitze der Erzdiözese Toulouse, die augenblicklich verwaist ist. versetzt werden wird. Das Blatt steht in dieser Versetzung einen Sieg des autonomistischen elsäffischen Klerus, insbesondere des Abbö Haegy Ta aber im Elsaß im Gegensatz zum übrigen Frankreich das Konkordat besteht, die französische Regierung also bei der Ernennung des Nachfolgers von Monsognore Buch n..Zureden hat, ist vielmehr anzunehmen, daß der Vatikan bei der Abberufung Ruchs, falls es sich bestätigen sollte, im Einverständnis mit der französischen Regierung handelt. Die Vehandlung der deutschen Dresse in polen Berlin, 28. Juli. Zu der Auswelsung d:S Vertreters „Iw weroe me wtever oerarnges sagen, moiyi — Nur eine Bitte hätte ich," setzte er zögernd hinzu. „Ja? — Was möchtest du denn? — Willst du heute abend zwei Beefsteak haben, statt einem? Das kann ich dir erlauben, meinetwegen auch ein Glas Wein — weißen, keinen roten und nur ein einziges Glas, keinen Tropfen mehr. Ich werde Behrens schon informieren, daß er dir nicht gleich die ganze Flasche ans Bett stellt!" schloß er lachend. »Fort möchte ich!" sagte Helbing hastig. „Ich denke, damit warten wir noch ein wenig, mein Lieber. Uebrigens kannst du es hier aushalten. Morgens komme ich, mittags komme ich, abends komme ich, am Nachmittag besuchen dich Petersen und Pfarrer Schmitt, der Werkmeister hat mich um eine Audienz bei dir gebeten, ebenso Simmen und Der Verwalter und Ferdl. Du bist umworben, wie ein Fürst in einem vorrevolutionären Staate. Dazwischen darfst du schlafen. Menschenskind, so schön habe ich es in meinem ganzen Leben noch nicht gehabt!" Einen Augenblick sah ihn Helbing schweigend an, dann fragte er stockend: „Warum hast du mich denn picht in deine Wohnung bringen lassen, Rolf?" „Warum? — Ich wollte dich eigentlich bei mir haben, das wäre das Richtigste gewesen, aber ich brachte es nicht fertig, es Petersen anzutun. Deine Wohnung war nicht geeignet. Der Lärm in der Fabrik und das fortwährende Hin und Her auf dem gepflasterten Hofe paßte" nicht für einen Schwerkranken!" „Du hast mir ja noch gar nicht gesagt, daß ich so schwer krank war!" warf Helbing ein. „Das hatte es auch nicht nötig?" erwiderte Karsten seelenruhig. „Es ist früh genug, wenn du es jetzt weißt!" Zum ersten Male seit all' den Wochen glitt über Helbings Gesicht das frühere blitzartige Lächeln. „Ich habe dir wohl viel Mühe gemacht?" fragte er. „Hm — ja — so ziemlich! Am meisten haben meine Haare darunter gelitten!" sagte er gleichmütig und bog seinen Kopf dem Direktor zu. „Um Gotteswillen, Rolf, du warst doch ftüher nicht grau!" rief Helbing bestürzt. „Rein! Das hast erst du und Ellermann zuwege gebracht." Wortlos, mit feuchten Augen streckte ihm Helbing die beiden Hände entaeaen. Karsten ergriff sie und hielt sie mit Samstag, den 28. Zuli 1928. der TelLgraphen-Union schreibt Sas Verl. Tagblatt: „Wir st, ficn nicht was die polnische Regierung tem Vertreter der Tclegraphen-Union im einzelnen vocivirst: aber das wißen wir, daß die ihr nahestehende Presse m der Tat gegen die deutschen Preffevertrecer in Warschau eine Haltung einnimmt, die absolut unerträglich ist unb gegen die in der schärssteu Weise Front gemach: «erden muß. In der Regieruiigsp'.Zse, unter der sich der „Glos Prawdy" ganz besonders auszcichnet, ist der Korrespondent des Berl. Tagblatts deshalb, weil seine Berichterstattung sich nicht einseitig auf ihren Parteiftandpnnkt stellte, im roheste» To» angegriffen worden, in unziviiisierten Wendungen, die ion- in der europäischen Preffe nicht üblich sind. Es muh mit aller Schärfe betont werden, daß eine Haltung in der War»! schauer Regierung, die diese Angriffe in der Haltung ihres. Pressrorgans unterstützt, ein neues ernstes Moment bei Verstimmung in die deutsch-polnischen Beziehungen hinein» tragen würde. Die Verantwortung dafür würde ganz und gar den polnischen Regicrungskrcisen zusallen, deren Dtk» taturgewobnbeilen »je anscheinend dem Glauben gebracht oben, die Berichterstattung der deutschen Preffe nach ihrem Gefallen leisten zu können. Dieses Bestreben kann unter einen Umständen auf Erfolg rechnen. Masfenaussperrung in Laneashire. London, 27. Juli. Nachdem die monatelangen Verhandlungen zwischen den Gewerkschaftsführern und Arbeitgebern der Baumwollspinnereien von Lancashire erfolglos verlaufen find und keine Einigung über eine Verlängerung der Arbeitszeit und Lohnkürzung erzielt werden konnte, haben die Banken, die sich jetzt intensiv mit der Reorganisation der Industrie befassen, die Arbeitgeber der Textilindustrie genötigt, denselben für die Industrie wahrscheinlich in seinen Folgen ebenso verhängnisvolle« Weg zu beschreiten, den der Kohlenbergbau bereits gegangen ist. In einer Versammlung in Lancashire, die nur 15 Minutey dauerte, beschlossen die Spinnereibesitzer, am 11. August ihre sämtlichen Arbeiter auszuschlietzen und die Betriebe stillzulegen. In den Baumwollspinnereien würden davon 290 000, in anderen weiterverarbeitenden Gewerben der Textilindustrie, Webereien, Bleichereien und Färbereien, die von de« Spinnereien organisatorisch getrennt sind, über 300 000 Arbeiter in Mitleidenschaft gezogen. England steht jetzt wiederum bei ständig steigender Arbeitslosigkeit vor einem Lohnkampf in größtem Maßstabe. Wäh-' rend die Bergarbeiter ihrer politischen und wirtschaftlichen Gesinnung nach sehr geduldig waren, gelten die Spinnereiarbeiter als die geistig regsten und wenn es ihnen wirtschaftlich schlecht geht, als die politisch g efährlichsten Elemente der englischen Arbeiterschaft. Rene Rekorde deuischer Segelflieger Ein Deutscher schlagt den amerikanischen Segelflugrekord Nenyork, 28. Juli. Der deutsche Segelflieger Heflelbach stellte am Donnerstag in Truro einen neuen Rekord auf, indem er 58 Minuten in der Luft blieb. Deutscher Sieg im sranzdfifchen Segelflug- Wettbewerb Paris, 28. Juli. Die Segelflüge von Bauville haben am Donnerstagabend ihr Ende gefunden. Das endgültige Ergebnis des Wettbewerbs ist folgendes: Höhe: 1. Hirth 327 Meter, 2. Nehring 230 Meter. Größte Entfernung: Nehring 24,9 Kilometer. Gesamthöhe: 1. Hirth 1244 Meter. 2. Magersuppe 776 Meter, 3. Nehring 280 Meter. Größte Flugzahl lmindestens 3 OMinuten mit Rückkehr zum! Ausgangspunkt): 1. Hirth 10 Flüge, 2. Magersuppe 6 Flüge, 3. Nehring 4 Flüge. Sonderpreis des franz. Lustsahrerverbandes für genaue Zeit und Landung: Hirth. Danerpreis: Kegel. Nationalvr. für den am besten platzierten Franzosen: Auaer. Neues Raketenwagen-Modefl f Bei der dritten Versuchsfahrt zertrümmert. Berlin, 28. Juli. Wie der „Lokalanzeiger" aus Norö- iausen meldet, hat am Donnerstag nachmittag 3.30 Uhr auf !er Eisenbahnstrecke Nordhausen—Gernrode die erste Ver- üchsfaürt des neuen von Valier unabhängig von Opel kon- festem Druck umschlossen. Nur ihre Augen sprachen. Nach acht Tagen stand der Direktor an dem Erkerfenster seines Zimmers, die Stirne an die Scheiben gelehnt, sah er in den entblätterten Park. Nur die Blau- und Weißtannen standen in ihrer unvergänglichen Schöne. Ein schwerer Atemzug hob Helbings Brust. Wenn nur erst das noch überstonden wäre, das war das Schlimmste von allem! Tagtäglich war Petersen gekommen, mit ihm zu plaudern, aber nie fiel ein Wort über das, was gewesen war, nur von Karsten wußte er, daß Lona ihrem Vater alles gestanden hatte. Nun war er wenigstens kein Ehrloser mehr »n Petersens Augen. Auch Schmitt faß jeden Nachmittag ein Stündchen an seinem Bett und sprach mit ihm von diesem und jenem, auch von dem Toten sprachen sie, und Heldmg hatte eine ehrfürchtige Scheu vor der Seelenstärke, mit welcher der Greis diesen furchtbaren Verlust ertrug. Der Werkmeister, Simmen, Verwalter, Hartmann, Ferdl und Lene sowie des Pfarrherrn Schwester hatten ihn besucht, nur Lona Petersen war nie gekommen. Dunkel glaubte Helbing sich zu entsinnen, daß sie einmal an seinem Bett gestanden hatte, aber er wußte nicht, war es im Fieber oder im Wachen gewesen und Rolf darum fragen, wollte er nicht. Am 1. Oktober war sein Vertrag abgelaufen und er war noch immer hier. Er wohnte bei Petersen und genoß Gastrecht bei ihm, das brannte ihn wie Feuer. Heute noch wollte er zu dem Kommerzienrat gehen und sich bedanken und verabschieden. Karsten hatte ihm angeboten, ju ihm überzusiedeln, bis er an ein Reifen denken konnte. Er kam sich furchtbar feige vor in ferner Furcht vor der letzten Unterredung mit Petersen. Dieses Gefühl hatte er früher nicht gekannt. Aber der Gang mußte gemacht werden! Er war unaufschiebbar. Zur Zeit der Besuchsstunde kleidete er sich sorgfältig an. Der hcche «piegel warf sein Bild zurück; er schrak förmlich zusammen! War das er selbst? Groß und hager, das Gesicht krankhaft blaß und eingefallen und an der Stirne lief den Schläfen entlang eine breite Narbe. „Die ganze Schönheit ist dahin! hatte Karsten lachend gesagt, als er ihm das erstemal einen Handspiegel reichte. „Uebrigens," hatte er h'nzugefugt, „bist du jetzt äußerst interessant und die lieben Mitmenschen, die nichts von einem Unfall wißen, werden sich den Kopf zerbrechen, ob die Narbe von einem Säbelhieb oder von eitter Rauferei her- rührtl" m T i -"3J <3 a es 1 1 i ■i k J Ä Ji* i ss- * Samstag, den 28. Zuli 1928. v> o ♦ A + * Rr. 175. Jahrgang 1928. linierten Raketenwagens „Eisield-Valier-Rakeke Nr. i" tntcr Ausschluß der Oeffentlichkeil ftattgesunöen. Ter neue 8ageu weist gegen das Opelsche Modell sehr starke konstruk- ivi Vcrändernngen aus. So werden die Raketen über den lanzen Wagen verteilt. Ferner schien dem neuen Wagen ,ie Flügel, die der Opelsche Rakete Nr. 3 an den Seiten ragt. Die erste und zweite Bersnchsfahrt verliefe« bei Halter Raketenladung außerordentlich zufriedenstellend. Der kSagen erzielte eine Geschwindigkeit von 180 Stundenkilo- neteru. Bei dem dritten Start, bei dem die Rakete mit l,5-facher Ladung versehen war, erreichte der Wagen zwi- ’djcit der zweiten und dritten Zündung eine amtlich geprüfte Geschwindigkeit von 210 Stundenkilometer». Nachdem sich alle vier Raketenbündel entzündet hatte«. wurde der Wage« in einer scharfen Kurve ans den Schienen geworfen und vollkommen zertrümmert. Valier, sowie d:e führenden Vertreter der Pyrotechnischen Fabrik Eisfeld, die die Rakete herstellten, erklärten, daß sie mit diesem Unsall gerechnet hätten, ha der Versuchswagen ganz aus Holz gebaut, nur 60 Kilogramm gewogen hätte und für die große Schnelligkeit zu leicht gewesen sei. In etwa 10 bis 14 Tagen wird Valier mit einem stabilen, aus Leichtmetall aebauten neuen Wagen seine Versuche wiederholen. Der Klepperbootfahrer Kapitän Römer nur «och ea. 600 Seemeilen vor Mittelamerika. Der Dampfer „Epidauro" sandte am 21. Juli folgendes Telegramm: „Verproviantierten Römer 18. Juli 23Vr Nordlänge. 581/2 Westbreite. Römer und Klepperboot alles wohlauf." Römer begann seine Ozeanüberquerung bekanntlich am 28. März in Lissabon, mußte jedoch wegen schwerer Küstenstürm« nach seinem ersten Start an der Südspitze von Portugal notlanden. Am 17. April startete er abermals ab Cap St. Vincent (Südspitze Portugal) und erreichte in schwerer 11 tägiger Sturmfahrt am 27. April glücklich die Kanarischen Inseln. Las Palmas auf den Kanarischen Inseln verließ er am 2. Juni und hat nunmehr bis zu seinem Zusammentreffen mit dem Dampfer „Epidauro" ca. 3000 Seemeilen auf offenem Meere zurückgelegt, eine Leistung, die auch in Seemannskreisen für ganz unmöglich gehalten wurde. Ein starres Holzboot hätte nie ourchgehalten, während das kleine zerlegbare Klepperboot mit seinem elastischen Eschenholzgerippe und seiner unvergleichlichen Walroßhaut, allen Bedenken zum Trotz, den Gewalten des Meeres stqndhielt. Nur wer den kühnen Seemann persönlich kannte, konnte an das Gelingen des tollkühnen Planes glauben. Seine Tat ist ein neuer Beweis deutschen Sportgeistes und hinsichtlich des Fahrzeuges auch deutscher Wertarbeit. Römer wijsd nun unter Ausnützung des seiner Fahrt günstigen Golfstromes voraussichtlich Euba oder Florida an- laufen, um dann an der Ostküste der Bereinigten Staaten entlang sein Endziel Newyork zu erreichen. , Landung eines polnischen Uugzeuges aus deutschem Voden Schneidemnhl, 28. Juli. Freitagfrüh kreiste über Schneidemühl ein polnischer Doppeldecker, der dann aus dem »lten Exerzierplatz hinter den früheren Albatroswerken landete. Ein junger Mann, der das Flugzeug zuerst erreichte, wurde von dem Flugzeugführer erst auf polnisch und dann als eine Verständigung nicht möglich war, auf deutsch an Hand einer Landkarte nach der Richtung nach Posen gefragt. Hieranf bestieg der Flieger in auffallender Haft wieder das Flugzeug und startete. Während der Landung wurde der Motor nicht ausgeschaltet. Bon amtlicher Stelle wird hierzu mitgeteilt, daß daS Flugzeug am Donnerstagabend in Warschau gestartet iet, um nach Posen zu fliegen. Angeblich soll unterwegs eine Beschädigung des Kompasses eingetreten fein, so daß der Flieger die Richtung verloren habe. Ob es sich um ein Militärflugzeug oder um ein anderes Flugzeug handelt, war nicht festzustellen. Absturz eines Bombenflngzcnges bei Toni. Paris, 28. Juli. tFunkspruch.) In Punerot bei Toul kürzte am Donnerstag nachmittag ein mit vier Personen iesetztes Bombenflugzeug ab. Der Führer kam unter das Flugzeug zu liegen und wurde erdrückt. Einer der Jnsas- en erlitt einen Beinbruch, während die beiden übrigen mit seichteren Verletzungen davonkamen. Abreise der Verwünschten Abreise Robiles von Narvik. Oslo, 28. Juli. Nach Meldungen aus Narvik haben Nobile und seine Begleiter am Donnerstag abend die Reise nach Süden angetreten. Eine halbe Stunde vor Abgang des Zuges rollte der Sonderwagen an die „Citta bi Milano" heran. Tie Landebrücke wurde von der „Citta dt Milano auf das Trittbrett des Schlafwagens hinübergelegt, so daß die Italiener den Kat nicht zu betreten brauchten. Cec- cioni ging an Krücken und hatte ein bandagiertes Bein. Dir übrigen machten mit Ausnahme Nobiles einen gesunden Eindruck. Ob sich auch Mariano unter den Italienern befand, konnte nicht festgestellt werden. Tatsache ist, daß niemand von der „Citta di Milano" in den Wagen hinüber- getragen wurde. Das Gerücht vom Tode Marianos erhält dadurch neue Nahrung. Als Zappt an der Landungsbrücke erschien, brach die anwesende Menschenmenge in Ruse aus: Wo ist Malmareen?! Dem Vernehmen nach soll der So», derwagen kurz' vor Mitternacht in Kopenhagen etntrefsen. Wann die Italiener ihre Reise sortsetzen werben, ist noch ^nicht bekannt. „Monte «ertanier setzt seine Fahrt fort Oslo, 28. Juli. Wie aus Spitzbergen gemeldet wird, besteht auch weiter keinerlei Gefahr für die Paflagiere der „Monte Cervantes". Das Fahrzeug selbst hat nur geringe» Schaden genommen und dürfte nach einigen Tagen die Fahrt nach Süden fortsetzen könne». An Bord des Schisses ver- fügt-man über genügend Proviant, um den längeren Aufenthalt beauem zu überwinden. Baden. Badischer Stenographenbund für Einheitskurzschrist. Ofseuburg, 28. Juli. Der Badische Stenographenbund fä* Einheitskurzschrift hielt hier seine diesjährige Hauptversammlung ab. Das Hauptziel des Badischen Stenogra- phenbundes für Einheitskurzschrist wurde dahin gekennzeichnet, daß im Jntereffe sämtlicher Stenographie betreibenden Personen daraufhin gewirkt wird, daß bet einer in absehbarer Zeit stattsindenden Revision der „Einheitskurzschrist" diese eine weitere Vereinfachung erfährt. Der neue Bundesvorstand. dem u. a. auch Profesior C. Frey-Karlsruhe als Ehrenmitglied angehürt, fetzt sich wie folgt zusammen: 1. D« Landbote * Sinsheim» Zeitung. Vorsitzender Kaufmann Otto Schneider, 2. Vorsitzender Kaufmann Georg Nokes, Schriftführer Frl. Maria Unger und Betty Krämer, beide aus Mannheim, Kassier Inspektor Josef Köchling-Karlsruhe und Vorsitzender des Prüfungsausschusses Hauptlehrer Emil Mangold-Pforzheim. Als Ort der Herbsttagung wurde Pforzheim bestimmt. Me Vodenseewoche 1928 Die Bodenseewoche verspricht wieder ein sportliche? Er- ( eignis zu werden. Sie finöSt von 11. bis 19. August statt. ' An ihr beteiligen sich folgende Clubs: Kgl, Württembergi- scher Nachtklub, Badischer Nachtklub, Münchener Nachtklub, Nachtklub Konstanz und Nachtklub Kreuzlingen. Ter K. W. Utchtklub veranstaltet die erste Wettfahrt am Samstag, den 11. August, nachmittags 3 Uhr, vor Friedrichshafen. Am Sonntag, den 12. August, vormittags 10 Uhr. findet die zweite Wettfahrt statt, ebenfalls veranstaltet vom K. W. Nachtklub. Die dritte Wettfahrt findet am Montag, den 13. August, morgens 10 Uhr, wiederum von Friedrichshafen statt, veranstaltet vom K. B. Nachtklub. Dienstag findet die Ueberfahrt nach Ueberlingen statt, wo dann an Mittwoch, den 16. August, vormittags 10 Uhr, der Badische Nachtklub und am Donnerstag, den 16. August, vormittags 10 Uhr, der Münchener Nachtklub Wettfahrten veranstalten werden. — Am Freitag, den 17. August, vormittags 10 Uhr, ist Wettfahrt von Ueberlingen nach Konstanz, veranstaltet vom Nachtklub Konstanz, am Samstag, den 18. August, vormittags 10 Uhr, Wettfahrt von Konstanz, veranstaltet vom Nachtklub Kreuzlingen und am Sonntag, den l9. August, vorm. 10 Uhr, Wettfahrt wieder vor Konstanz, veranstaltet vom Nachtklub Kreuzlingen . 63 Boote haben sich bis jetzt gemeldet. Aus Rah «nd Fern. * Sinsheim, 28. Juli. (Blitzschlag.) Bei oem gestern zwischen 6 uitzd 7 Uhr abends aufgetretenen Gewitter schlug der Blitz in die Pappelallee an der Ilvesbach, kurz unterhalb der Karl Maier'fchen Fabrik ein. Eine o«r schönsten Pappeln wurde beschädigt, eine andere umgeknickt. 'Q? Sinsheim, 28. Juli. (Telegramme im Briefumschlag.) Für Ankunfts- und Durchgangstelegramme will die Reichspost in naher Zeit «inen einheitlichen Vordruck einführen. Mit der Einführung dieses Formblattes werden die Telegramme den Empfängern unter Briefumschlag zugestellt weroen, wie dies in den meisten anderen Ländern bisher schon geschieht. * Sinsheim, 28. Juli. (Saisonausverkäufe und Sparen.) In jedem Jahr gibt es für die Hausfrau, wenigstens der Städte, zwei gute Gelegenheiten, die Saisonsverkäufe und die Inventurausverkäufe zu Beginn des neuen Jahres. Fast in allen Branchen der Geschäftswelt ist es üblich, zu diesen Zeitpunkten das Lager durch Herabsetzung der Preise zu räumen. Damit man sich diese Borteile zunutze machen kann, ist es notwendig, daß man feine Kassenführung schon rechtzeitig hierauf einstellt und nicht wegen Mangel an Mitteln eine solche Gelegenheit ungenutzt vorübergehen lassen muß. Zweckmäßigerweise bedient man sich dabei des von den öffentlichen Sparkassen eingerichteten „Zwecksparens", d. h. man zählt kleine Beträge, die man gerade im Laufe des Jahres erübrigen und zurücklegen kann, jeweils sofort auf ein Sparkonto bei der Sparkasse mit dem ausgesprochenen Ziel ein, sie für die Ausverkäufe zur Verfügung zu halten. Auf diese Weise schlägt man, wie man zu sagen pflegt, zwei Fliegen mit einer Klappe. Man sichert sich einerseits die Möglichkeit, durch allmähliches und für den Geldbeutel weniger empfindliches Sparen an den Vorteilen solcher Ausverkäufe teilnehmen zu können. Die zweite Verbilligung liegt darin, daß man von der Sparkasse für diese Gelder natürlich auch Zinsen erhält. Nur kommt es nachher darauf an, daß man das gesparte Geld auch zweckmäßig verwendet. Gerade das Einkäufen ist auch eine kleine Kunst für sich, und es gibt viele Hausfrauen, die aus gleichen Geldbeträgen durch vorsichtiges und abwägendes Einkäufen viel mehr heraus-» holen können, als andere, die beim Einkauf mehr oder weniger wahllos verfahren. Schon jetzt ist es an der Zeit, an die im Winter zu erwartenden Ausverkäufe zu denken und das Sparen allmählich zu beginnen. % Neckarbischofs heim, 27. Juli. (Bürgerausschußjitzung.) Die gestrige Bürgerausschußsitzung gab ihre Zustimmung zum Antritt des Bürgernutzens der Helmhöfer Bürger. Nachdem die Eingemeindung von Badifch-Helmhof vollzogen, erhalten die Helmhöfer Bürger die ganze Nutzungsberechtigung wie die Neckar- bischofsheimer. — Die Anstellungsverhältnisse des Feldhüters wurden nach dem gemeinoerätlichen Antrag genehmigt. — Die Besprechung über die Errichtung einer Knegerehrenhalle nahm einen lebhaften Verlauf. Sie verlief insofern negativ, als ein Teil der Bürgerausschußmitglieder vor Schluß der Sitzung den Saal verließ. k Strgrlsbach, 27. Juli. (Schützenverein.) Dank dem Entgegenkommen der Behörden ist es dem Schützenverein Siegelsbach möglich geworden, einen den Anforderungen dieses Sportes' entsprechenden Schießstanb zu errichten, der am kommenden Sonntag durch ein Preisschießen eingeweiht werden soll. Der schön gelegene Festplatz im Waldesschatten lohnt einen Gang dahin. Den Abschluß des Festes bildet Tanz in zwei Lokalen. % Bad Rappenau, 27. Zuli. (Verschiedenes.) Vom hiesigen Turnverein nehmen 2 Personen am Deutschen Turnfest in Köln teil. Dieselben sind am Dienstag Abend hier weggefahren und benlitzten den Sonderzug ab Heidelberg bis Rüdesheim. Don da ab erfolgte die Weiterfahrt auf dem Rhein mit einem Dampfer. — Bei dem am 4., 5.. 6. August ds. Is. stattsindenden ersten Südwestdeutschen Arbeiter-Turn- und Sportfest in Mannheim beteiligt sich der Arbeiter-Turn- und Sportbund mit einer Muster- Riege sowie mit passiven Mitgliedem. Ueber 15 000 aktive Sportler aus Baven, Württemberg, Hessen, Saargebiet und Pfalz messen ihre Kräfte am Kreisjubiläum in Mannheim. * Wimpfen, 27. Juli. (25-Iahrfeier des Konsumvereins Wim- .pfen.) Am letzten Sonntag feierte der Konsumverein Wimpfen sein 25 jähriges Geschäftsjubiläum, verbunden mit oem 25 jährigen Dienstjubiläum feines ersten Geschäftsführers, Herrn Emil Beck. Vormittags fand in den Büroräumen des Konsumvereins eine Fubiläumssitzung von Vorstand und Aufsichtsrat statt. Der Vorsitzende des Ausiichtsrats, Herr Lingenberg in Mosbach, gedachte in kurzen Zügen der arbeits- und erfolgreichen Vergangenheit des Vereins und des Jubilars Beck. Der Dank des Aufsichtsrats wurde Herrn Beck durch Ueberreichung einer Ehrenurkunde, womit Herr Beck zum Direktor des Konsumvereins ernannt worden ist. zum Ausdruck gebracht. Vom Vorstand. Aufsichtsrat und Personal wurde ihm ein Geschenk überreicht. Nachmittags fand im Ost'fchen Saale die eigentliche Jubiläumsfeier statt, in welcher aus den 16 Perteilungsstellenorten die Vertreter und das gesamte Personal erschienen waren. T Ans dem Elfenztal, 27. Juli. (Ernte.) Infolge der feit einiger Zeit eingetretenen Hitzeperiode hat die Getreideernte unerwartet rasch eingesetzt. Die Sommergerste ist nahezu unter Dach,- ihr folgte oer Roggen. Wintergerste und Wseizen. Auch der Hafer ist schon ziemlich in die Gelbreife eingetreten. sodaß in ungefähr 2 Wochen das Feld in der Hauptsache geräumt sein wird. Der Ertrag ist im allgemeinen zufriedenstellend. Die Trockenheit hat keine bemerkbaren nachteiligen Wirkungen zur Folge gehabt. Hoffentlich kommt der reiche Erntesegen wohlbehalten in die schützende Scheune. * Heidelberg, 27. Juli. (Studentische Jubiläen mit Schloß- beleuchtung.) Das am 2. 12. 1818 gegründete Korps im K. S. C., Guestphalia, und die am 10. 5. 1878 Legründete Verbindung im M. R. Karlsruhensia begehen, wie "schon mitgeteilt wurde, in den Tagen vom 26. bis 31. Juli die Feier ihres 110. bezw. 50. Stiftungsfestes. Aus diesem Anlaß veranstalten die beiden genannten Korporationen am 29. Juli gemeinsam eine Schloßt beleuchtung. Diese Schloßbeleuchtung findet mit-Rücksicht auf Me' Festspiele im Schlosse zu außergewöhnlich später Stunde um 22.45 Uhr ( 34 11 Uhr nachts) statt. Me von Kesselbach vorbereitete Illumination besteht aus Schloßbeleuchtung, Brückenbeleuchtung und Feuerwerk. Zum Schluß erscheinen die Zirkel der beide» jubilierenden Berbinvungen. % Weinheim, 27. Juli. (Turnerische Erfolge in Köln.) Vom Deutschen Turnfest in Köln empfingen wir heute morgen folgendes Telegramm von Turnern oer Turngenoffenschast „Jahn" Weinheim: Eschwei bester Turner Badens im Zehnkampf (170 Punkte).- Werner und Turnerin Metz Sieger. Gut H«si! * Ludwigshafen, 27. Juli. (Drei Leichen geborgen.) Am Mittwoch wurden aus dem Rhein die Leichen des Ewald Staudenmaier aus Oftersheim und des Jakob Brunst aus Böhl geborgen, die beim Baden ertrunken waren. Ferner wurden beim Oppauer Werk der Anilinfabrik die Leiche des Robert Jung gelandet, der sich mit illnem Gummischlauch von den Fluten treiben ließ und dabei zwischen zwei Schiffen verunglückte. $ Gamburg, 27. Zuli. (Ertrunken.) In einem etwa 8 Meter liefen Gumpen der Tauber ertrank der zehnjährige Schüler Josef Knüll. Er versank vor den Augen seiner Mitschüler, die es versäumten, sofort nach Hilfe zu rufen. - x Hardheim, 27. Juli. (Unwetterschaden.) Wie jetzt zu übersehen, haben die letzten Unwetter hier etwa 5000 Hektar Getreide, Kartoffeln und Rüben schwer beschädigt. Biele Felder wurden auch des Humus entkleidet, der auf tiefer liegenden Grundstücken meterhoch abgelagert wurde. In der Nachbargemeinde Bretzingen wurde fast die ganze Hafer- und Gerstenernte vernichtet. **Doflenheim bei Heidelberg, 28. Juli. (Im Neckar ertrunken.) Kaufmann Karl Gehrig erhielt die Nachricht,.daß sein Rühriger Sohn, der in Neckarhausen die Schulferien verbringen wollte, im Neckar ertrunken ist. ** Gamburg, bei Wertheim ,28. Juli. lErtrunken». Der 10jährige Schüler Josef Knoll. der sich an der Brücke in der Tauber mit einem anderen Knaben vergnügte, verschwand plötzlich in den Fluten. ** Riederbiihl bei Rastatt, 28. Juli. lSelbstmord.) Gestern früh gegen 5 Uhr erschoß sich auf dem hiesigen Friedhof ein verheirateter, von seiner Familie getrennt lebender und sich vorübergehend hier aufhaltender Schlosser von Rastatt. Offenbar haben' wirtschaftliche Not und zerrüttete Familienverhältntsse den Mann in den Tod getrieben. ** Freiburg, 28. Juli. (Unter den eigenen Wagen geraten und getötet). Der 27jährige Fuhrknecht Leopold Wirbel aus Horben bei Freiburg kam unter die Räder eines von ihm geführten Schutterfuhrwerks und wurde getötet. Wie das Unglück sich ereignet hat. konnte noch nicht festgestellt werden. Die Pferde kamen ohne den Führer in der .Ortschaft an. ! ** Lörrach. 28. Juli. (Die geprellten Hüninger). In Basel wurden zwei Hüninger Bürger von einem feingekleideten Herrn in einem Cafs angesprochen und für eine Stelle in Paris engagiert. Der Fremde bestellte immerzu und die Rechnung war bereits auf 70 Franken angestiegen. Als eS ans Bezahlen gehen sollte, sahen sich die beiden vertrauensseligen Hüninger allein und der Wirt erstattet« schlennigst Anzeige. Doch war der Vogel schon längst entflohen. Er hatte die Schiffsbrücke passiert und wird nun wohl auch jenseits der Grenze seine Gastspiele geben. Inzwischen liefen noch einige Klagen anderer Gastwirte de, Umgebung ein, die von dem elegant gekleideten Herrn un die Zeche geprellt worden waren. ** Weil-Leopolbshöhe, 28. Juli. (In der Baöewann« ertrunken). Bermutich infolge eines Schlaganfalls ertrank die in den 40er Jahren stehende Ehefrau des Stell Werkmeisters Gustav Heß in ihrem Hause in der Badewanne. Vor acht Tagen ist der Sohn der Familie bein Baden ertrunken. ** Lingen a. H., 28. Juli. (Fortsetzung der Hohentwielfestspiele). Die durch die große Hitze unterbrochenen Hohent- wielfestsptele werden am 15. August anfangend, ihre Fortsetzung finden. Zur Aufführung kommt zunächst das Festspiel von Prof. Sättele-Konstanz: „Salomo, Bischof von Konstanz". Die Uraufführung -es Stückes findet am 4. August ans dem Münsterplatz in Konstanz statt. ** Psnllendorf, 28. Juli. (Gas Gefängnis wird aufgehoben). Laut Erlaß des Justizministerium wurde das Bezirksgefängnis hier mit sofortiger Wirkung aufgehoben. Seine Zuständigkeit geht auf das Bezirksgesastgni? Stockach iiber. Die Maßnahme soll aber keine Aufhebung des Amtsgerichts nach sich ziehen. Der Heidelberger polizistenmörder vor Gericht Heidelberg, 28. Juli. Unter gewaltigem Andrang des Publikums begann gestern früh vor dem Schwurgericht der Prozeß gegen den 24jährigen Gelegenheitsarbeiter Franz Ries, der am 8. Mai ds. Is. bei einem Einbruch in der Bergstraße den Poltzeiwachtmeister Kern durch mehrere Re- volverschüffe tötete und den Wachtmeister Metzger schwer verletzte. Die Anklageschrift wirst Ries einen schweren Diebstahl und Totschlag vor. Zu der Verhandlung sind 19 Zeugen und 4 Sachverständige geladen. Der Angeklagte, deflen Eltern nicht mehr am Leben sind, wurde am 28. Oktober hier geboren, ist ledig, ohne festen Beruf und bisher ohne Strafe geblieben. Bei seiner Vernehmung gab Ries an, er habe nach dem Rheinland fahren wollen, und um das Fahrgeld zu erlangen, sei er auf den Gedanken gekommen, sich durch einen Diebstahl die hierzu notwendigen Mittel zu verschaffen. Mit einem Diamant, Schraubenzieher, Meißel, Stemmeißen und Revolver ausgerüstet, ging er am 3. Mai in das abseits gelegene Grundstück, Bergstraße 60, und beging dort seinen vorgefaßten Einbruch, bei Ihm außer einem Ehering nur 20 Mark in die Hände sielen. Auf dem Heimweg wurde er dann von den beiden Schutzleuten verfolgt, wobei er den einen der Schutzleute erschoß, den anderen verletzte. Vrände im Oberland u. Schwarztvald I« Bettmaringe« 4 Häuser, in Waldshnt ei« Häuserblock eingeäschert. Be«t«ari»geu, bei Bonndorf. 28. Juli. Ein Grotzfeue» Rr. 175. Jahrgang 1928. Acrstörte gestern früh nicht weniger als vier Häuser. In dem zweistöckigen landwirtschaftlichen Anwesen des Landwirts E. Ebner brach bas Feuer aus. das sich rasch auf dal Haus des Landwirts E. Birsner ausbreitete und von hier qus auf das Nachbaranwesen der Witwe Jsele und dvZ Landwirts Kaiser. Alle vier Häuser wurden innerhalb kurzer Zeit ein Raub der Flammen. Es gelang aus allen Ge> bänden das Vieh in Sicherheit zu bringen, sowie auch ein zclne Fahrnisse. Dadurch, daß öa§ Haus der Witwe 'Jsel, Schindelbedachung hat, war dem Feuer reiche Nahrung ge> geben. Die Witwe Jsele ist auch diejenige, die am gering, ten versichert ist und nun alles Hab und Gut verloren hat. Ler angerichtete Brandschaden wird auf zirka 86 606 Mark leschätzt. ** Walbshut, 28. Juli. In Lenggren im Bezirk Zurzach rannte ein zusammenhängender Häuserblock, bestehend aus »rei Wohnungen, die von den Familien Albert Hitz, Philipp Himmermann und Josef Keller, bewohnt waren, vollständig» rieder. Auch die Heuvorräte und das Inventar sind mit- ,erbrannt. Schließlich wurde auch noch das angrenzende paus des G. Brinkert samt Scheuer durch das Feuer schwer ieschädigt. Die Bewohner der abgebrannten Häuser sind inr gering versichert. ** St. George» i. Schw., 28. Juli. Gestern früh nach 5 Uhr brach in den am Bahnhof gelegenen Perpetuumwerken )er I. Stetdtnger A.G. ein Brand aus. , Das Feuer war un dritten Stock in einem Fabrikationssäal ^isgebrochen. wurde jedoch alsbald bemerkt, so baß die raschdeingreifende Feuerwehr die Fabrik retten konnte. Der Wasserschaden dürfte größer sein als der Sachschaden. ** Altenbeure« (bei Ueberlingen). 28. Juli. Das Wohn- rnd Oekonomiegebäude des Landwirts Max Ulsamer ist völlig eingeäschert worden. Auch die Fahrnisse sind zum großen Teil verbrannt. Vom Viehbestand kielen dem Feuer zwei Ziegen zum Opfer. Wald- und Dammbrände Recklingen, bei Waldshut, 28. Juli. Zwischen den Stationen Rümikon-Mellikon und Reckingen entstand ein größerer Brand am Bahndamm entlang. Von Leuten der Umgebung mußte Hilie angefordert werden, weil die angrenzenden Getreidefelder stark gefährdet waren. Ohlsbach, bei Offenburg. 28. Juli. Oberhalb des Orten- berger Steinbruchs sind neun Aar Wald niedergebrannt. Fünf Millionen Mark zur Behebung von Unwetterschädeu. Berlin, 28. Juli. Wie die T.-U. erfährt, hat das Reichs- kabinett auf Antrag des Innenministers beschlossen, fünf Millionen Mark zur Behebung von Unwetterschäden in bei Landwirtschaft in den Etat für 1928 einzustellen. Dies« Mittel sollen zur Abgeltung vo «Schäden aus den Jahrer 1927 und 1928 dienen und werden deshalb sofort bereitge- stellt. _ Marktberichte. Schweinemarkt Eppmgen vom 27. Juli. Der heutige Echweinemarkt war beschickt mit IM Milchschweinen und 53 Läufern. Die Preise der ersten waren 20—45 Mk., der letzteren 40—55 Mk. per Paar. Heidelberger Wochenmarkt vom 27. Juli. Kartoffeln 8, Weißkraut 10—12, Rotkraut 25, Wirsing 10—12, Blumenkohl 30—140, Rhabarber 10, Mangold 10, Spinat 25, Bohnen grüne 25—35, gelbe 25—35, Erbsen 35, Kopfsalat Stück 10 bis 20, Endiviensalat Stück 10—20, Schlangengurken 20—40, Essiggurken p. 100 St. 140—250, Salzgurken 100 81. 350, Rettich St. 5—15, Radieschen d. Geb. 10, Tomaten 60, Karotten p. Geb. 8- Rüben gelbe 15, rote 15, Kohlrabi St. 5, inl. Zwiebeln 15. Landbutter 170, Landeier St. fll-14, Tafelbirnen 25—40, Kirschen 50 bis 60, Mirabellen 50 - 60, Reineklaudcn 50, Edelpfirsiche 80—100, Pflaumen 30, Johannisbeeren 30, Stachelbeeren 30, Himbeeren 70, Pfg. Evangelischer Gottesdienst. Sonntag, den 29. Zuli 1928. 1/2IO Uhr: Hauptgottesdienst, Vikar Becher. 1 Uhr: Kindergottesdienst, Vikar Becher. Evang. Bereinshaus. Sonntag, den 29. Juli, um 81/4 Uhr Versammlung. Montag, den 30. Zuli, um 8Vs Uhr Männer- u. Zünglingsvercin,: Mittwoch Abend um 8Vs Uhr Bibel- und Gebetstunde. I Dossenheim, 27. Zuli. (Zm Neckar ertrunken.) Kaufmann Karl Gehrig erhielt gestern die Nachricht, daß sein achtjähriger Sohn, der in Neckarhausen die Schulferien verbringen wollte, im Neckar ertrunken ist. Wetterbericht. Karlsrnhe. 27. Juli. Anhaltend heiteres Wetter und die Zufuhr warmer Luft aus Süden stiegen gestern die Temperaturen wieder zu tropischen Werten, so daß selbst in der Bar 31 Grad Temperatur gemessen werden konnten. (Höchsttemperatur). Das auf das Festland übergetretene Hochdruckgebiet wird durch die von Westen herangezogenen Druckwellen abgebaut und liegt heute als flaches Hoch bereits östlich von uns Von England rückt eine Tiefdrnck- rtnne bis nach Südfrankreich, die auf ihrer Vorderseite (in Südfrankreich herrschten heute morgen 8 Uhr schon Temperaturen über 30 Grad), schwere Gewitterbildungen, die uns spätestens heute nacht erreichen werden, bringen. Auch morgen ist mit Gewitterbilbungen zu rechnen. m m Bei heißen Tagen . . . sehnt sich alles nach einem erfrischenden Trunk. 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Wiederkehr ' ' ihrer Befreiung von Wallenstein. Die Abordnung schwedischer Offiziere mit den alten Fahnen. WM MW wm MM EMM Der Kinofunk folgt dem Bildfunk. Der Papst empfängt die weibliche Jugend Giolitti * r'"75: : -••vrarnur^-niirr Der amerikanische Radioingenieur Francis Ienkis erfand eine Vorrichtung zur Ueber- Unter großen Feierlichkeiten empfing Papst Pius XI. in Rom die tragung von Filmen durch Radio, so daß man Abordnung der weiblichen Jugend aus aller Welt, in absehbarer Zeit in der Lage sein wird, die Dem Heiligen Bater wird eine Fe st gäbe überreicht. Radiokinovorführungen im eigenen Heim zu genießen. — Der Erfinder mit jeinemApparat. Der berühmte italienische Staatsmann Giovanni Giolitti starb auf seinem Landgut Tavour tm 87. Lebensjahr. Zur Einweihung des Jabn-Denkmals in Köln. Bon den Festtagen in Wien. "" *> ' * I \ jf: * • -*• x *. .w.-.£.-.'>..xv. . ^r.^isor* Sie Abordnung der deutsch-amerikanischen Gesangverein« im Festzuge in den Straßen Wiens Gelegentlich des Deutschen Turnfestes in Köln wurde auf der Jahn-Wiese ein Denkmal des Turnvaters Zahn feierlich enthüllt Die Fe st Versammlung auf der Jahn-Wiese.