» Ratgeber für Haus- und Landwirtschaft Beilage zum Landboten (Ginsheimer Zeitung) Feldbau Die Stoppelkalknng. Wenn man von Stoppelkalkung spricht. 10 meint man damit hauptsächlich den Zeitpunkt der Kalkzufuhr. Tie Wahl des Zeitpunktes wird praktisch in der Hauptsache von betriebswirtschaftlichen Erwägungen entschieden werden, ist aber doch auch ackerbautechnischen Ueberleg^ngen unterworfen. Wenn man in der glücklichen Lage ist, bzw. sich in die glückliche Lage gebracht hat, diese vorangehen lassen zu können, wird es für den Erfolg der Kalkung um so besser sein. Die beste Zeit für die Kalkung des Ackers ist — abgesehen vielleicht von den Hackfrüchten, für die auf die Herstellung der lockeren, ventilierenden Krümeldecke besonders viel ankommt — der Herbst. Man hat im Herbst'trockenes, stilles Wetter und trockenen Boden — die wichtigen Voraussetzungen für die Verteilbarkeit und darauf sich gründende Lösung und Wirkung des Kalkes — und in normalen Jahren nach Bergung der Getreideernte auch Zeit zur Kalkung bis zur Hackfruchternte. Der Kalk wird auf die geschälte Stoppel möglichst gleichmäßig — am besten mit der Maschine — gestreut upd durch die Egge sofort mit dem Boden vermengt. Jedenfalls muß letzteres für Branntkalk und Löschkalk ebenso wie trockener Boden gefordert werden. Diese Kalkformen bringen, schmierig untergebracht, eher Schaden als Nutzen, weil sie dann ver- mörteln. Für gemahlenen kohlensauren Kalk braucht dieselbe Forderung seicht so streng gestellt zu werden. Naturmergel, soweit er heute noch in Frage kommt, soll sogar den Wirkungen von Regen und Frost ausgesetzt und deshalb an der Oberfläche liegen gelassen werden. Der im Herbst auf genannte Weise untergebrachte Kalk wird von der Winterfeuchtigkeit gelöst, in die Tiefe geführt, erfaßt also mit seinen Wirkungen einen möglichst großen Bodenraum und macht außerdem die nachfolgende Bodenbearbeitung im Frühjahr mit, was seiner Verteilung dient. Diese Maßnahmen scheinen geeignet, übertriebene Forderungen nach der Mahlfeinheit der Kalkdüngemittel abzuschwächen, die allerdings bis zu einem gewissen Grade auch wirtschaftlich gefordert werden muß, da vom Feinheitsgrad die Verteilung, Lösung und Wirkung abhängt. Aber man sollte bedenken, daß puderförmig feiner Kalk die Ware verteuern muß und beim Ausstreuen leicht in die Lüfte entführt rverden kann, weniger zur Freude des Besitzers, der Arbeiter, der Tiere und schließlich der Pflanzen, die von der Kalkung Nutzen haben sollen. Die Frage der Feinmahlung ist grundsätzlich längst entschieden, nur der Grad ist strittig. Eine Voraussetzung muß erfüllt sein, wenn man die manchmal nur wenigen zur Verfügung stehenden Herbsttage zur Stoppelkalkung ausnutzen will; man muß den Kalk zur rechten Zeit haben, also ihn zuvor in der Zeit zwischen Frühjahrsbestellung und Heuernte oder zwischen Heu- und Getreideernte angefahren haben. Das gilt besonders für alle weit von der Bahn abliegenden Betriebe. Jeder Betriebsleiter muß aber selbst entscheiden, ob ihm die Unabhängigkeit von sofortiger Kalklieferung und Bahnwagengestellung für die Ausnutzung der zum Kalk, streuen geeignetsten Tage nicht ebensoviel wert ist wie die Mehrarbeit durch doppeltes Auf- und Abladen des Kalkes. Obst- und Gartenbau Sommerdüngung der Obstbäume und Sträucher. Bon Gartenbaudirektor A. I a «s o n. Der Gartenbesitzer, der überhaupt in solcher Beziehung für seine Obstbäume etwas tut, düngt im Winter. Das tst recht so. Für den städtischen Gartenbesitzer ist es schwer, Stallmist zu bekommen; aber er kann sich bis zu einem gewisien Grade mit den neuzeitlichen Kunstdüngemitteln helfen. Ausschließlich mit diesen zu arbeiten, geht auf die Dauer nicht an. Der Stalldünger ist etwa der Hefe im Brotteig zu vergleichen. Ein Nährboden, der nicht wenigstens alle 2—3 Jahre einmal Stalldünger bekommt, gelangt nicht in jenen wohltätigen, dem Pflanzenleben zuträglichen Zustand, hen der Landwirt „gar" nennt. Aber die neuzeitlichen Mengkunstdünger sind unübertreffliche und in vieler Beziehung nicht zu ersetzende Hilfsdünger. Während die Winterdüngung von guten Gartenpflegern für unbedingt notwendig gehalten wird, wird die Sommerdüngung vielfach vernachlässigt, weil sie nicht für notwendig gehalten wird; und doch hat sie zwei sehr wichtige Aufgaben zu erfüllen. Je nach den Sorten reift das Obst erst bis Ende September oder Anfang Oktober. In dieser Zeit hat der Baum zwei Aufgaben zu erfüllen, nämlich die Früchte zu ernähren und zur größtmöglichen Vollendung auszubilden und andererseits eine reiche Blüte für das Folgejahr vorzubereiten. Die Sommerdüngung begünstigt also die gute Ernte nach Menge. Gewicht und Größe der Einzelfrucht einerseits, die Fruchtbarkeit der Folgejahre andererseits. Deshalb muß von Ende Juni bis etwa um den 20. August gedüngt werden. Daß durch solche Sommerdüngung die Ernte begün- stigt wird, liegt ohne weiteres auf der Hand, jedoch muß erklärt werden, inwiefern die Sommerdüngung auf die Enräge der Folgejahrs günstig wirkt. Mit Johanni (24. Juni) schließt der Frühlingstrieb und der zweite, der sogenanüte Johannistrieb, beginnt im ersten Drittel ves Juli. Dieser zweite Trieb umfaßt auch die Bildung der Blütenknospen. Der Baum hat also die doppelte Aufgabe der Früchteerzeugung und der Blütenholzausbildung zu leisten. Dazu bedarf er Master und Nahrung, ersteres schon deshalb, weil die Bodennährstoffe nur wastergelöst ausgenommen werden können. Also muß bei Trockenheit durchdringend bewässert werden. Drei Nä^-'^sse sind es hauptsiichlich.chie unseren Nutzpflanzen durch Düngung zugeführt werden müsten: Phosphorsäure. Kali und Stickstoff. Diese müsten in zweckmäßigem Mengenverhältnis zueinander gegeben werden. Wir haben heute die hervorragenden Volldünger Harnstoff-Kali-Phosphor BASF und Nitrophoska I G I, II und HI. die überall und in jedem einschlägigen Geschäft zu haben sind. Der erstgenannte Dünger enthält 28 Prozent Stickstoff, 14 Prozent wasserlösliche Phosphorsäure, 14 Prozent Kali. Nitrophoska I ein Teil Stickstoff zu % Phosphorsäure und 1 2 A Kali; bei II ist das Verhältnis 1 : % und bei HI 1:1:1^4 Kali. Alle diese Mengdünger werden sehr schnell, gewissermaßen unmittelbar vor der Pflanze ausgenommen und verarbeitet. Um ihre außerordentlich wohltätige Einwirkung zu kennen, muß man folgendes wissen: Der Kalinährstoff ist gewissermaßen der Kern der Ernährung, begünstigt den Verkehr der übrigen Nährstoffe in ver Pflanze, gibt den Früchten Aroma. Duft und prächtige Färbung. Phosphorsäure begünstigt in hervorragendem Maße alle Fruchtifikationsvorgänge, also die Bildung von Fruchtholz, Blütenknospen, Blüte und Samen. Samenbildung gleichbedeutend mit Fruchterzeugung. Stickstoff begünstigt die Entwicklung in die Masse, erzeugt also viel und üppiges Laub und läßt die angesetzten Früchte in Größe und Gewicht wachsen. Aber, wie schon gesagt, wenn diese Nährstoffe nutzbar gemacht werden sollen, müssen alle drei gegeben und ausgenommen werden, nur wird ein besonderer Anreiz im Sinne desjenigen Nährstoffes ausgeübt, der in überwiegender Menge in dem betreffenden Nährstoffgemisch vorhanden ist. Ueberwiegend Stickstoff begünstigt also Mastenentwicklung von Laub und Früchten, und da das Blatt der Magen der Pflanze ist, wird mittelbar die allgemeine Ernährungstätigkeit gesteigert und ein starker Anteil Phosphorsäure bildet einen Anreiz zu erhöhter Fruchtbarkeit. Sieht man sich die tragenden Bäume an, so kann man drei Charaktere mehr oder minder deutlich voneinander unterscheiden: Bäume, die seit Jahren sehr wenig blühen und übermäßig in den Laubtrieb wachsen, solche, die alljährlich überreich mit Blüten geziert sind, aber wenig Laubtrieb haben, die aber sehr viel Fruchtansatz, alsbald wieder abstoßen oder ihn nur klein und unvollkommen bis zur Ernte entwickeln, drittens jene, bei denen Früchteerzeugung und Laubtrieb im günstigen Verhältnis zueinander stehen. Nach ihrem diesbezüglichen Verhalten richtet sich die Sommerdüngung. Die der ersten Gruppe bedürfen zur verstärkten Tragbarkeit eines starken Anteils an Phosphorsäure. Man gibt also am besten Nitrophoska IGIII. Die blütenknospensüchtigen Bäume, also jene, welche bei starker Blüte schlecht tragen, erhalten die stickstoffreiche Mischung Nitrophoska IGI. Die Bäume, die sich im glücklichen Gleichgewicht zwischen Erzeugung und Verbrauch befinden, erhalten ebenfalls Nitrophoska I oder auch II; ebenfalls. aber auch Harnstoff-Kali-Phosphor BASF mit einer Nährstofszusammensetzung, die in ihrem Verhalten dem Baum gegenüber gewissermaßen als neutral bezeichnet werden kann. Tie Sommerdüngung mit Harnstoff-Kali-Phosphor besteht darin, daß man zwei- bis dreimal in der Zeit von Anfang Juli bis Ende August je etwa 8 Gramm auf 1 Quadratmeter gleichmäßig ausstreut und unterhackt. Die so gedüngte Fläche muß um 1—2 Meter über die Kronenausdehnung hinausragen. In gleicher Weise verfährt man mit den Nitrophoskamischungen. Die Wirkung ist unmittelbar. Nach Ende August noch zu düngen, ist nicht ratsam, weil der Stickstoffgehalt den Trieb anregt und die Gefahr besteht, daß das Holz und die Früchte spätreifender Kernobstsorten nicht ausreifen und Frostschaden nehmen. Es muß noch mit wenigen Worten auf die Einwirkung der Sommerdüngung aus die Ernten der Folgejahre zurückgekommen werden. Wie schon gesagt, bedarf der Baum der Nährstoffaufwendungen für die Blütenknospenbildung. Um im nächsten Jahre die Blüten zu erschließen, den Jungansatz zu halten und fortzubilden, bis genügend ernährendes Laub erzeugt worden ist. muß der Baum aus eigenen Kräften die Mittel liefern können. Diese müsten als Reservestärke vorhanden sein und diese muß der Baum in der zweiten Sommerhälfte des Vorjahres überschüssig erzeugen und im Holzwerk des Baumes niederlegen können. Dazu soll ihm die Sommerdüngung verhelfen. Sonst erschöpft er sich in der Ausbildung der diesjährigen Ernte. Des Kleingärtners Tagewerk im August. Die Sichel klingt, der Rechen rafft der satten Erde reiche Kraft. Noch regt sich mir das eig'ne Mark In Sommerfülle frisch und stark. Noch regt der Arm sich froh zur Tat Und pflückt die Blumen, rafft die Mahd. Werd' ich'im nächsten Sommerschein Noch Schnitter oder Ernte sein? Wenn auch die sommerliche Hitze noch den ganzen Tag beherrscht, so sind doch gerade im August die Nächte von einer unvergleichlichen Milde und Frische in der freien Natur. Herrlich und klar ist auch der Sternenhimmel. Ein eigentümlicher Reiz der Augustnächte liegt noch in den alljährlich regelmäßig wiederkehrenden Sternschnuppenschwärmen. peber ver Landschaft liegt bereits ein eintöniger, durch die sengenden Sonnenstrahlen abgeblaßter Farbenton. der uns mit Wehmut bereits an den kommenden Herbst denken läßt. Aber für den Gärtner und Landwirt. die mitten in der Ernte ihrer Früchte stehen, die ihnen Mühe und Arbeit reichlich vergilt, ist die fröhlichste Zeit des ganzen Jahres gekommen. Im Obstgarten erfordern die Beerensträucher unsere ganze Aufmerksamkeit und Pflege besonders dann, wo sie unter Raupenfraß wesentlich gelitten haben. Sie sind vor allen Dingen mit verrottetem Stalldünger oder nahrhafter Komposterde gut zu düngen. Der bei der Ernte festgetretene Boden rings um die Sträucher muß gelockert werden. Bei älteren Sträuchern kann schon das alte, nicht mehr fruchtbare Holz entfernt werden. Die sonst übliche Kürzung der diesjährigen Triebe um ein Drittel ihrer Länge nehme man nur da vor, wv die Zweige nicht unter dem Raupenfraß gelitten haben. Sonst schone man alle Triebe, die noch mit Blättern versehen sind, damit sich die Sträucher einigermaßen erholen können. An den Formobstbäumen wird sachgemäß weitergearbeitet. Die Kahlstellen iverden durch Ablaktieren oder beachte jedoch dabei, daß allzukurzes Schneiden und Pin- Okulieren ausgebessert. Aus der Form wachsende Leittriebe werden durch Drehen oder Brechen gebändigt. Man zieren mehr schadet als nützt. An den Weinstocken sind die Geize zu beseitigen, Zweige mit Bast anzuheften und. wo es nötig ist, auszu- blättern. Später sind die von dem echten Meltau befallenen Trauben wiederholt zu schwefeln. Sobald die Beeren Erbsengröße erreicht haben und zu dicht stehen, müssen einige mir einer spitzen Schere vorsichtig entfert werden, damit die benachbarten Beeren nicht verletzt werden. Diese faulen leicht und stecken die danebensitzenden an. Auch die vom Sauerwurm befallenen Beeren entfernt man bei dieser Gelegenheit. Auch die zuletzt angesetzten Beeren, die stets klein bleiben und niemals süß werden, sind auszuschneiden, desto vollkommener werden die übrigen. Später hülle man die Trauben in Gazesäckchen zum Schutze gegen Wespen- unv Vogelfraß ein. Frühe Aepfel und Birnen ernte man vor ihrer völligen Reife mit dem Stiel, Aprikosen und Pfirsiche erst dann, wenn sie sich leicht lösen lasten. Neue Erdbeerbeete werden auf gut gedüngtem und tief umgegrabenen Lande, aber niemals auf derselben Stelle angelegt. Man benütze eine gute, einträgliche Sorte und pflanze sie in drei Reihen auf ein Beet mit 1,20 Meter mit 40 Zentimeter weitem Abstand. Die kleinfrüchtigen Monatserdbeeren, die sich auch als Einfastung der Rabatten sehr gut eignen, brauchen nur einen Abstand von höchstens 15 Zentimeter. Ist der August durchweg zu trocken, dann warte man mit der Pflanzung bis Septein- ber, da dann die reichen Tauniederschläge ihr Anwachsen rasch fördern. Im Gemüsegarten ist immer noch fleißig zu hacken, zu jäten und zu gießen. Kohlarten dürfen in ihrer Wachstumzeit nicht entblättert werden, eine alte Unart, sie hindert die feste vollkommene Ausbildung der Köpfe. Wirsing, der sich nicht schließen will, bildet eine große Anzahl zarter, wohlschmeckender Köpfchen, wenn man die Herzen auskneift. Rhabarber, Spargel und Sauerampfer sind nach einem Regen oder tüchtigem Bewässern zu jauchen. Tomaten sind zur wurzeln, Herbst- und Speiserüben, Karotten und die Blätter, die die Früchte bedecken, zu entfernen. Zum Gebrauch für Herbst und Winter werden jetzt noch ausgesät: Winterspinat, Wintersalat, Feldsalat (Rapünzchen), Petersilie, Schwarzwurzel, Herbst- mnd Speise- rüben, Karotten und die weiße Fxühlingszwiebel. Wer sich seine Setzpflanzen für das erste Gemüse im nächsten Jahre selbst ziehen will, säe den Samen von Blumenkohl, Weißkraut, Wirsing und Kohlrabis (alles frühe Sorten) auf einem halbschattigen Beete an. Alle diese Kohlsorten sind recht dünn auszusäen und später auf einen Abstand von 5—10 Zentimeter zu verziehen oder zu verpflanzen. Zu pflanzen sind früh ausgesäte Kohlsorten, Winter- (Kraus-)kohl, später Blumenkohl, Kopfsalat und Winterendivien. Die ausreifenden Bohnen, die man zu Samen hat hängen lasten, werden geerntet. Kräftige Endivien sind nach Bedarf aufzubinden. Beim Blumenkohl sind einige Blätter zum Schutze des Käses gegen Sonnenlicht einzudrücken. _ Gurken und Kürbisse sind durch das eigene Laub zu beschatten. Beim Gießen sind Wurzelhals und Stamm zu verschonen. Im Blumengarten sind die Rabatten-, Gruppen- und Teppichbeete von Unkraut zu säubern, welke Blätter und verblühte Blumen sind zu entfernen. Schließlich werden die Beete noch einmal neubepstanzt. Von Nelken können noch Absenker gemacht werden. Kübelpflanzen. wie Lorbeer, Ilex, Evonymus, Kirschlorbeer usw., werden bester jetzt als im Frühjahr beschnitten. Dabei sind kahlgewordene Kronen kräftig zurückzuschneiden und alle Austriebe am Stamm zu unterdrücken. Oleander entwickeln viele Blumen nur bei sonnigem Standort un recht viel Feuchtigkeit. Alle Topfpflanzen sind zu beschneiden, aufzurichten. also in Form zu halten, nochmals zu düngen, abends und morgens mit lauem Master zu gießen, dem man Dünger wie Tauben- oder Hühnermist — aber nur in geringer Menge — zusetzt. Statt besten kann man auch vordem künstlichen Dünger „Nitrophoska". der alle Näbr stoffe der Pflanzen enthält, 3 Gramm auf 1 Liter Wall nehmen. Rr. 181. Jahrgang 1928. Der Landbote * Emsheimer Zeitung. Samstag, den 4. Juli 1928. Molesro Von L. Eulen stein. Der rumänische Außenminister Titulescu ist von seinem Posten in Bukarest zurückgetreten und hat nur auf dringende Bitte des Ministerpräsidenten Bratianu den gleichzeitig tnnegehabten Posten eines Gesandten in London beibehalten. In internationalen diplomatischen Kreisen und in der Presse wurden in der letzten Zeit schon wiederholt Vermutungen über einen bevorstehenden Rücktritt Titulescus bekannt, und dennoch hat sein jetzt erjagtes Ausscheiden aus seinem Amte viel Staub aufgewirbelt und zu den mannigfachsten Kombinationen Anlaß gegeben. N Titulescu gilt allgemein als hervorragend begabter Diplomat besten Handlungen nicht von heute auf morgen berechnet'sind sondern aus den Erfahrungen des Gestern gezogen auf die weite Zukunft eingestellt sind. Minister Titulescu war wiederholt als erster Delegierter seines Landes bei den Völkerbundstagungen in Genf und man bezeichnet« ihn als den interessantesten Redner der dortigen Sessionen. Er ist ein echt slavischer Typus- von sprühendem Temperament, gewitzt und verschlagen bildete er einen sonderbaren Kontrast zu dem würdigen ungarischen Delegierten, Graf Apponnyi, einem Mann mit großer Vergangenheit und von hohem internationalem Ansehen, in dem rumä- nifch-nngarischen Konflikt. Titulescu ist von ausgeprägter Individualität, darum nicht immer verständlich für seine Freunde, aber stets gefährlich als Gegner. Es kann nicht angenommen werden, daß. sich dieser regsame Politiker jetzt nach seinem Rücktritt vom Außenministerium auch langsam vom politischen Leben zurückziehen wird. In eingeweihten rumänischen Kreisen bezeichnet man den Rücktritt nur als persönliche Taktik dieses geschickten Manövrierens und ist überzeugt, daß man in der allernächsten Zeit sehr viel von ihm hören wird. „Warten Sie den Herbst ab", sagte mir ein rumänischer Diplomat, mit dem ich auf einer kurzen Auslandsreise Gelegenheit hatte, über den damals unmittelbar -bevorstehenden Rücktritt des Außenministers zu sprechen, „es ist fraglich, ob es so lange dauern wird; wenn Minister Titulescu jetzt tatsächlich aus dem Kabinett ausscheidet, so .weiß er, daß die gegenwärtigen Verhältnisse in der Regierung Rumäniens nicht mehr von langer Dauer sein können. Er gehört nicht zu irgendeiner Partei und fühlt sich in allem, was er tut, in erster Linie und nur sich selbst verantwortlich. Er wird die richtige Stunde seines Abgangs erkennen und er wird den Uhrschlag vernehmen, mag dieser «ruch noch so leise sein, an dem er wiederkehren und bas Steuer der Außenpolitik Rumäniens in die bewährte Hand nehmen soll. Es ist klar, er will frei von allen eventuellen Belastungen für die Zukunft bleiben. Er ist nicht der Mann, Bindungen seiner Aktionsfreiheit freiwillig auf sich zu nehmen. Wenn er jetzt aus dem Kabinett Bratianu ausscheidet, wird er in jedes neue aktionssähige Kabinett wieder ein- Ireten können." Wir haben also den erfolgten Rücktritt Titulescus als Zeichen des unmittelbar bevorstehenden Rückzugs der Liberalen und des Sturzes des Kabinetts Bratianu zu betrachten. Die offiziellen Mitteilungen aus Bukarest suchen den Rücktritt des rumänischen Außenministers mit Gesundheitsrücksichten zu erklären. Alle aus einem Kabinett ausscheidenden Außenminister scheiden „aus Gesundheitsrücksichten". Tatsächlich reist auch Titulescu nach Abbazia. Der „Matin" erklärt den plötzlichen Rücktritt mit seit langem bestandenen Meinungsverschiedenheiten, die zwischen den übrigen Mitgliedern des Kabinetts und Titulescu über die Anleihe bestanden haben und die schließlich Titulescu veranlaßt hätten, aus der Regierung auszutreten. Das bedeutete also nicht zuletzt, daß das Scheitern der Bratianuschen Starrköpfigkeit an dem ent- schloffenen Auftreten des deutschen Auswärtigen Amtes und der Reichsbank in den Berliner Delegiertenverhandlungen die Ursache der rumänischen Kabinettserschüttcrung und des Abgangs Titulescus wäre. Die eingehenden Aussprachen, die Tiutlescu mit Reichsaußenminister Stresemann in St. Martin und Genf führte, hatten die Anleiheverhandlungen der Rumänen in Berlin eingeleitet. Die beiden Außenminister waren sich also in den Grundfragen mehr oder weniger einig, die Verhandlungsbasis war jedenfalls geschaffen. Der Ministerpräsident Bratianu aber stellte wiederum die alten unerfüllbaren Foidcrungen Rumämens aus der Kriegszeit aus, mit denen er sogar in der Friedenskotiferenz von Versailles und beim Zustandekommen des Tawes-Plans von den Alliierten abgewiesen worden war. Es ist klar, daß hier ein Riß zwischen dem Kabinettsches und seinem Außenminister entstehen mußte, der sich nicht mehr repariere» ließ. Dazu kamen die inneren Unruhen. Bratianu lehnte jede Forderung der immer mächtiger werdenden Agrarpartei ab und Titulescu sah sich genötigt, die Wünsche der Bauer» immer mehr als gerechtfertigt anzusehen. So kam es zu seinem Ausscheiden. Nicht lange mehr wird es dauern, da wird Herr Bratianu, besten Regierung fast die gesamte rumänische Presse scharf kritisiert, den Regentschaftsrat um seine Demission ersuchen müffen. Je früher er es tut, je bester wird es für das Land sein, an besten innerer und äußerer Entwicklung auch die deutsche Politik und Wirtschaft jetzt das größte Interesse haben. Politik und Wirtschaft greifen heute aufs innigste ineinander. Darum müffen auch in jedem Kabinett die Minister der Wirtschaft und der Finanzen mit dem Außenminister eng und harmonisch Zusammenarbeiten, soll die Aktivität des Kabinetts nicht auf das schlimmste gefährdet werden. Aber auch das Parlament mutz bei der Annahme und Konstituierung von Finanzvorlagen und Wirtschaftsgesetzen stets die Jntereflen der Außenpolitik genauestens im Auge haben. Außenpolitik aber mutz frei sein von Parteipolitik. Die Belgrader Skupschtina ist zurzeit ebenfalls vor große finanzpolitische Aufgaben gestellt worden, die weit in die Außenpolitik hineinreichen. Es handelt sich um die Vorlage zur Stabilisierung des Dinars auf Grund einer Milliarden- anleihe. Außenminister Marinkowitsch wird ebenfalls keinen leichten Stand haben. Die innere Lage Jugoslaviens wird die Abwicklung der parlamentarischen Arbeiten außerordentlich erschweren und eine glückliche Lösung der Anleihefrage gefährden. Auch hieran ist Deutschland politisch und wirtschaftlich stark interessiert. Wir unterhalten seit einigen Jahren mit Jugoslavien recht gute Wirtschaftsbeziehungen und auch die politischen Beziehunegn sind wesentlich bestere geworden. Freilich müffen wir gerade in politischer Hinsicht sehr vorsichtig sein. Solange es unserer Außenpolitik nicht möglich sich mit Frankreich oder Italien in befriedigender Weise ^»seinanderzusetzen, werden wir uns außenpolitisch beide ^nde frei halten müffen und alles vermeiden, was den An- Arin geben könnte, daß wir uns an diesen oder jenen ^taatenblock anschlöffen. Die Kellogg-Konserenz wird hoffentlich manche erwünschte Klarheit bringen und wir hoffen eine, die wir in der Linie unserer bisherigen Politik - begrüßen können. Wir hoffen es. Freiwilliges Tuberkulosetilgungsverfahren des Rindviehs. d' Eine der bekanntesten Tierseuchen ist die Tuberkulose des Rindviehs. Die Tuberkulose des Rindviehs bewirkt nicht nur eine erhebliche Leistungsminderung der erkrankten Tiere, sondern bringt auch eine große Ansteckungsgefahr mit sich. Der Schaden, der infolge der Tuberkulose des Rindviehs unserer Landwirtschaft und damit auch der Volkswirtschaft erwächst ist ganz beträchtlich. Die Bekämpfung dieser gefährlichen Seuche ist daher sowohl jm Interesse des einzelnen Landwirts, als auch im öffentlichen Interesse geboten. Das Gesetz bestimmt, daß die mit der Seuche behafteten Tiere auf polizeiliche Anordnung zu töten und für die entstandenen Verluste bei Erfüllung der gesetzlichn Voraussetzungen Viehseuchnentschädigungen zu gewähren sind, die zu ?/ 3 von den Tierbesitzern des Landes und zu Vs aus der Staatskasse bestritten werden müssen. Der Biehbesitzer zahlt hierfür eine jährliche Umlage, die für das Jahr 1926 30 Pfg. für jedes Stück Rindvieh betragen hat. Je früher aber die verheerende Seuch im Einzelfall ermittelt und bekämpft wird, umso geringer sind die gcldlichn Ersatzleistungen des einzelnen Piehbesitzers und des Staates. Den Zweck, die Seuch wenn möglich schn im Entstehen zu bekämpfen, verfolgt auch das freiwillige Tuberkulosetilgungsvrrfahren. Ihm sollten daher alle Landwirte einer Gemeinde in ihrer Gesamtheit und die Mitgliedes von Viehoersicherungsanstalten, Molkerei- genossenschften und sonssigen Vereinigungen geschlossen beitreten. Das Verfahren sieht neben der Untersuchung bei der Aufnahme jährlich 2 weitere Untersuchungen der angeschossenen Rindviehbestände durch den selbstgewählten Bertrauenstierarzt vor. In Berücksichigung der derzeitigen Notlage der Landwirtschft hat der badisch Landtag eine bedeutende Erleichterung bezüglich der Kosten für die Landwirte gutgeheißen. Bon den vom 1. August 1928 an 40 Pfennig (bisher 50 Pfg.) betragenden Untersuchungs- Kosten für jedes Tier trägt die Staatskasse die Hälfte (bisher nichts!), sodaß die Untersuchung durch den Vertrauenotievarzt den Landwirt nur 20 Pfg. für das Tier kostet. Weitere Kosten, wie der seitherige Reisekostenersatz des Bertmuenstierarzics fallen nach der neuen Regelung ab 1. 8. 1928 gänzlich weg. Es wäre kurzsichtig und unverantwortlich gehandelt, wenn man wegen der 2 mal 20 — 40 Pfg. im Jahr, dem Tuberkulosetilgungsverfahren fernbliebe, umsomehr, als — das muß besonders und immer wieder betont werden — die jährlich Seuchenumlage von jedem Tierbefitz« ohne Ausnahme erhoben wird, also ohne Unterschied, ob er dem Tuberkulosetilgungsverfahren angeschlofsen ist oder nicht. Entschädigt für einen Tuberkulosefall wird aber nur der Landwirt, der dem Tilgungsverfahren angeschossen ist. Welchn Verlust es aber in den heutigen Zeitläuften für den Landwirt bedeutet, wenn ihm ein Tier auf polizeilich Anordnung getötet wird oder auch umsteht, ohne daß er eine entsprechende Entschädigung erhallen kann, brauch wohl nicht betont zu werden. Wir fordern daher erneut und eindringlich alle Säumigen zum Beitritt zu dem Tuberkulosetilgungsverfahren auf. Beitrittserklärungen nehmen die Bürgermeisterämter entgegen. Verschiedenes. Der Tod im U-Boot. Bor kurzem wurde die Wel? durch den Untergang eines amerikanischen U-Bootes erschüttert. Die Tragödie weckt die Erinnerung an das Schicksal so manchen deutschen U-Bootes während des Weltkrieges. Das in den nächsten Tagen im Scherl-Verlag erscheinende, reich illustrierte Buch von Kapitän Herbert Sauer: »Tie Höllenmaschine im U-Boot", zu dem Admiral Scheer das Vorwort schrieb, behandelt einen besonders tragischen Fall. Wir können schon heute aus dem auch sonst fesselnd und volkstümlich geschriebenen Buch den nachstehenden interestan- ten Abschnitt veröffentlichen. Welche Teufelei hatte der Engländer ausgeheckt, daß es ihm um die Mitte des Jahres 1915 möglich gewesen war, eins unserer damals modernsten Unterseeboote vollkommen unversehrt in seine Hände zu bekommen? Zuverlässigste Agentenmeköungen aus London brachten diese Schreckenskunde, für die wir zuerst keinerlei Erklärung finden konnten. 'Es war doch vollkommen ausgeschlossen, daß auch nur ein Mann der Besatzung lebend jenes Boot verkästen hatte, ohne daß nicht die restlose Zerstörung des Fahrzeuges vorher sichergestellt war. Dazu kannten wir unsere Leute viel zu genau. Weitere Nachrichten, die von drüben einliefen, bestätigten die ersten etwas vage gehaltenen Meldungen, und einem besonders geschickten unserer Mitarbeiter jenseits des Wassers glückte es schließlich auch. Näheres zu ergründen und uns die Aufklärung und Lösung des Rätsels zu bringen. Demnach stellte sich der Vorgang folgendermaßen dar: Das Boot hatte sich nach Harter Tagesarbeit, durch die die Kräfte der Leute wohl etwas übernommen waren, in der mittleren Nordsee auf den Meeresgrund sinken lasten, um so der weiteren Verfolgung des Feindes zu entgehen und zugleich der Mannschaft eine Ruhepause zu geben, um Kräfte für neue Unternehmungen und Erfolge zu sammeln. Wie es in solchen Fällen üblich, hatte das Boot starken Untertrieb durch das Auffüüen aller verfügbaren Tank mir Master genommen, so daß es fest auf dem Grunde des Meeres lag und ein unvorhergesehenes Aufschneüen an die Meeresoberfläche nicht zu befürchten war. In der Zentrale des Bootes saß ein Wachkommando von zwei Mann, das alle zwei Stunden aus der Besatzung heraus abgelöst wurde. Dieses Wachkommando hatte dafür Sorge zu tragen, daß bei außergewöhnlichen Vorfällen sofort Alarm gegeben wurde, um alle Mann zu wecken und auf Gefechtsstation zu rufen. Die Leute mußten insonderheit aber alle halbe Stunde die Pumpen in Tätigkeit setzen, um die Luft zur Reinigung durch die Kalipatronen zu jagen und durch Sauerstoffzusatz die verbrauchte Luft zu ergänzen. Sauerstoff hat nun ähnliche Eigenschaften wie Lachgas. Atmet man zuviel davon ein, so wird man lustig und fröhlich, ohne selbst zur Erkenntnis seines veränderten Zustandes zu kommen,- sehr rasch wird man dann müde und schläft ein, d. h. man wird vielmehr besinnungslos. Bleibt man nun weiter in einer sauerstoffgeschwängerten Atmosphäre, dann schläft man in den Tod hinüber, ohne zum Bewußtsein der Tatsache zu kommen. Sehnlich muß es auch diesem Boot ergangen sei». Die Wachmannschaft in der Zentrale hat wohl den Hahn zur Sauerstoffleitung geöffnet, um zur Ergänzung des Verbrauchs Zustrom zu geben. Die Leute haben dann aber, sei es in leichtfertiger Weise, sei es, daß sie übermüdet waren, vergeffen, das Absperrventil wieder zu schließen. Mit der Uebersättigung der Luft durch Sauerstoff sind sie selbst besinnungslos geworden und, ebenso wie ihre Kameraden, die im Schlaf die Giftgase einatmeten, auf eine eigentlich recht schmerzlos« Art erstickt. . Das Boot hat vermutlich lange Zeit mit der toten Be\ satzung am Meeresgrund gelegen. Für oie Heimat war es verschollen. „Von Unternehmung nicht mehr zurückgekchrt", wie der Fachausdruck sei uns hieß. Wieder einer mehr in der Reihe der vielen, die bereits spurlos draußen geblieben waren. Absolut dicht halten Preßluftventile aber nie, und im Laufe der Wochen und Monate hat der Ueberdruck aus den Preßluftflaschen seinen Weg zu den Tauchtanks gesunden und hier das beim Tauchen eingelassene Wasser allmählich wieder hinausgedränat. Das Boot iit durch deu bierdurll bedingten Wasterverlust und die Vergrößerung seines Schwimmkoeffizienteu langsam leichter geworden und an die Oberfläche gestiegen. Hier hat es dann, bald vom Winde, bald von Strömungen getrieben, eine Kreuzfahrt gemacht und lag schließlich — Ls sind wohl über zwei Monate nach dem Tode der Besatzung vergangen — angetrieben ans Sandbänken an der englischen Küste vor Great-Aarmouth. Nach einem wüsten Schnellfeuer, das die englischen Küstenbatterien auf die fragmentale Erscheinung vor ihrem Hafen losgelassen hatten, entschlossen sie sich dann doch, nachdem ihnen von draußen keine Antwort wurde, und auch kein Lebewesen dort zu sehen war, mit ihren Küstenbooten hinzufahren und die Sache mal näher zu untersuche«. Dabet fanden sie nun ein vollkommen unversehrtes Unterseeboot, denn trotz des fast eine Viertelstunde währenden Schnellfeuers hatten die Küstenbatterien keinen einzigen Treffer auf dem Boot zu verzeichnen gehabt. Die Engländer schleppten das Unterseeboot dann in den Hafen, öffneten die 'Einsteigluken, lüfteten das ganze Boot gut durch und fanden die Besatzung noch ebenso, wie diese sich zur Ruhe gelegt hatte, auch in der Zentrale des Bootes die beiden Wachmannschaften auf kleinen Klappschemeln sitzend. Die Leichen waren merkwürdigerweise noch nicht in Verwesung übergegangen. Stiegen aus dem Felde. Tag für Tag hat Frau Sonne auf die alte Erde her- uiedergelacht, und ihre Gunst hat ein solches Ansteigen der Temperatur zur Folge gehabt, daß mancher Schweißtropfen fiel und mancher Sterbliche über die Hitze stöhnte. Aber diese sommerliche Hitze hat auch ihr Gutes gehabt — überall reift auf den Feldern das goldene Korn, und es ist, als ob Mutter Sonne ein Teil von sich selber auf der Erde zurück- gelassen hat, wenn sie abends zur Ruhe geht, so schimmernd dehnen sich die gelben Weiten. Die Wintergerste eröffnet den Reigen, bald wird Roggen und Wetzen folgen. Nun klingt schon in aller Frühe das Dengeln der Sensen und das gleichmäßige Rauschen der fallenden Halme. Kräftige Arme raffen die Schwaden und geschickte Hände binden die Garben, die dann in langer Reihe, zu Gruppe von je 12 oder 15 vereinigt und dachziegelförmig gegeneinander gelehnt werden. „Das erste Korn steht in Stiegen!", das war in unserer Kinderzeit eine Freudenbotschaft, und kaum war die Schule aus, so gab es kein Halten mehr. Welche fröhlichen Spiele wurden auf dem Felde zwischen den Stiegen veranstaltet, welch ideales Gelände war das für Haschen und Versteckenspielen, und wie „wohnte" stchs gut in den hüttenähnlichen, dämm- rigen Höhlungen, die durch die Garben gebildet und in denen man sich so gerne verkroch! — Aber auch für die Erwachsenen bedeuten diese ersten Stiegen auf dem Felde ein freudiges Ereignis. Wieder einmal hat sich Mühe und Arbeit gelohnt, wieder einmal darf man, wenn der Wettergott uns weiter gnädig bleibt, den goldenen Segen in die Scheuern bringen, der die nötige Nahrung für Mensch und Tier bedeutet! Ernsthast prüfend steht der Landmann vor seinen Feldern. Reihen sich recht viele Stiegen darauf? Sind die Halme lang, die Aehren voll und schwer, wird es eine gute Ernte geben? Die Hausmutter aber führt einige der reifen Körner zum Munde: O wie gut riecht das frische Korn, wie wird das erste von der neuen Ernte gebackene Brot uns schmecken! Und dann dauert es nicht lange, so schwanken die ersten hochbeladenen Erntewagen über das Feld. Ueber ei« Kleines, und die Dreschmaschine singt ihr ejntöniges Lied. Tage nur, und der Wind wird über die ersten Stoppeln streichen, die ersten Stoppeln, die das nahende Ende des Sommers anzeigen. Sie sind schon Herbstboten, die Stiegen auf dem Felde, und wir meinen doch, der Sommer habe kaum begonnen! _ Ei» unheimliches Orchester. * ^ ' In Numea, der Hauptstadt der französischen Strafkolonie Neukaedonien, hat sich seit kurzem eine Musikkapelle gebildet, die in ihrer Zusammenstellung wohl einzigartig sein dürfte, denn sie besteht ausschließlich aus Schwerverbrechern. Zwar gibt es ja auch anderwärts Sträflingskapelley und Gefangenenchöre,- ist man doch namentlich in England und Amerika schon seit langem dazu übergegangen, den Strafvollzug in humaner und pädagogischer Weise zu handhaben und in dem Sträfling weniger einen schlechten, als einen kranken bzw. verwahrlosten Menschen zu sehen, der durch edlere Einflüsse, zu denen auch die Beschäftigung mit der > Musik gehört, zur Selbstbeherrschung und -bewahrung gebracht werden soll. Ob es aber mehrere Gefangenenkapelle» von einer so eigenartigen Zusammensetzung gibt, wie gerade die oben erwähnte, das darf wohl füglich bezweifelt werden. Bon den Mitgliedern dieses Orchesters, die alle ohne Ausnahme ihre Taten mit lebenslänglicher Verbannung büßen müffen, ist der Kapellmeister ein dreifacher Raubmörder, der früher dem Orchester der Großen Oper in Paris angehörte. Der Bläser der ersten Trompete ist ein Vatermörder, der Klarinettist, ein früherer Gastwirt, besaß eine Zuhältekneipe und ermordete seine Frau und zerstückelte die Leiche in viele kleine Teile, die er nach und nach in die Seine versenkte, und der Pauker erdrosselte einen Gerichtsvollzieher, der ihn pfänden sollte. Der Trommler endlich erschlug seinen die Miete einforbernden Hauswirt mit einem Hammer. Diese kleine Blütenlese der Eigenschaften der Mitglieder dieses ergenartigen Orchesters möge genügen. — Tagtäglich werden von dieser Kapelle öffentliche Konzerte veranstatlet, und die - Zuhörer sind ganz begeistert von ihren Leistungen. Es ist aber doch wohl ein Glück zu nennen, baß dieses Orchester nicht der Zeitmoöe entsprechend auf Gastspielreisen in die Städte des Kontinents gehen kann. Man würde sich des Grauens be'm Anblick»Lreser Musiker wohl kaum erwehren können, und wenn sie auch die lustigste» Tänze und die sanftesten Melodien spielen würden. Heirat und Ehescheidung im Kindesalter. Die Kameradschaftsehe", d. h. eine Art Probeehe zwischen sehr jungen Partnern, ist bekanntlich eine amerikanisch« „Erfindung", die einige Neuerer jetzt sogar auch bei uns einzusühren versuchen. Diese Methode zeitigt nun die sonderbarsten Ergebnisse, und es ist keine Seltenheit mehr, daß junge „Männer" von 18 Jahren und darunter diese Kameradschaftsehe eingehen, ebenso wie man junge Frauen von lö Jahren eintresfen kann, die bereits wieder geschieden sind. Daß aber schulpflichtige Kinder sich schon verheiraten, zählt immerhin noch zu den Seltenh-ilen. obgleich auch dies vor» kommt. Ein Beispiel dafür ist der .un-e Harry Blackburn, »er Sohn eines Millionärs und Mi.:«>'k-:srberS in Vitts- Samstag, den 4. Juli 1928. Rr. 181. Jahrgang 1928. P5tß, der sich zur Zeit noch auf dem MilttäMstMll Ni LMM! ville befindet. Bei einem Ferienaufenthalt in Blairville lernte der Vierzehnjährig« «inen Backfisch namens Ethel Verna kennen und machte der Dame seines Herzens den Vorschlag, sie zu entführen. Miß Ethel hatte nichts dagegen einzuwenden, und so fuhr das Pärchen nur mit dem aller-, nötigsten Gepäck versehen nach einem Nachbarstaate, wo sich tatsächlich ein Standesbeamter bereitfinden ließ, diese wahren Kinder zusammenzugeben. Einige Wochen lang lebten die neugebackenen Eheleute nun herrlich und in Freuden, zumal der junge BlaÄurn auf den Namen seines Vaters hin zunächst überall Kredite bekam. Doch bald versiegten diese Einnahuiequellen, und so blieb dem Pärchen nichts weiter übrig, als den heimischen Penaten wieder zuzustreben. Die wenig begeisterten Eltern konnten nun zwar die rechtskräftig geschlossene Ehe nicht anfechten, bestanden aber daraus, daß der junge Ehemann wieder in sein Militärinstitut und die jung^ Tarne wieder auf ihr College zurückkehrten, um vor der FrrUetzung der Ehe wenigstens erst einmal ihre Studien zu rollenden. — Aehnlich ist der Fall des Sohnes eines Lederhändlers in Ashbury, der sich, ISjährig, in eine Achtzehnjährige verliebte und sie heiratete. Der Bräutigam stellte seinem Vater die junge Frau vor, der sie aber keineswegs so herzlich empfing, wie das Paar wohl gehofft hatte. Als smarter Aankee hatte fit. Holl sen. sogleich den „wunden Punkt" dieser Ehe herausgefunden und drohte der jungen Frau, die bereits als majorenn erklärt worden war, sie wegen Verführung eines Minderjährigen belangen zu lassen, wenn sie nicht in die sofcrtige Scheidung willige. Dies tat die junge Gattin auch bereitwillig mit dem Bemerken, daß sie sich de Ehe bedeutend angenehmer vorgestellt habe. Wie wurden die Söhne der Pharaonen erzogen? Es ist immer interesiant und lehrreich, in die Vergangenheit zurückzubticken und zu erforschen, welche Gewohnheiten und Bräuche frühere Geschlechter hatten, um daraus Schlüsse für die Gegenwart zu ziehen. Bedeutsame Ergebnisse dieser Art hat eine französische Forscherin Mme. G. R. Tabuis über Kiudereriehung und Unterrichtsmethoden im alten Aegypten in ihrem kürzlich erschienen Buche „Tutanchamon, sein Lebe» und seine Zeit" niedergelegt. Tutanchamon selber war ein „einzig! s Kind" aber es spricht für den gesunden Sinn und die pädagogische Weisheit seiner Erzieher, daß er keineswegs als ein solches erzogen und behandelt wurde. Mme. Tabuis hat eine Anzahl von Papyrusrollen entziffert, die genaue Angaben über den Tageslauf des damaligen Köuigssohnes und die zu jener Zeit üblichen Erziehungmethoden enthalten. Danach war es in den Kreisen des Hofadels und der Würdenträger, sowie auch im Königshause selber üblich, dem Harem eine Schule anzugliedern, in der Sühne und Töchter gemeinsam unterrichtet wurden. Dem jungen Tutanchamon waren eine Anzahl Gespielen und Mitschüler beiderlei Geschlechts zugestellt und eine strenge Tageseinteilung wurde innegehalten. Nach Absolvierung der Frühgebete und nachdem die Zöglinge ihre Frühstücksmilch aus alabasternen Trinkbechern zu sich genommen hatten, begann der Unterricht. Die kleinen Prinzessinnen lernten zwar weder lesen noch schreiben, wurden jedoch in der Geschichte der Volkshelden, religiösen Sitten und in allerlei Handfertigkeiten unterwiesen. Auch her junge König wurde mit Gelehrsamkeit nicht allzuviel geplagt. Es genügte für ihn. die Inschriften und Botschaften der Götterbilder entziffern zu können, während die Söhne der Hofbeamten, die für den Beruf als Hofschreiber und Helfer der königlichen Architek- ten^ ausgebildet wurden, manchen Papyrus in mühsamer Der Landvolk * Sinsheim» Zeivmg. »roerr ie,en oder mtt Hieroglyphen bedecken mtzten. Auch im Rechnen lernte der junge Tutanchamon nur das Aller- notwendigste,- seine Unterweisung beschränkte sich aus Addie- ren und Subtrahieren, für schwierigere Aufgaben waren ja seine Hofbeamten da. Desto mehr Gewicht wurde auf körperliche Uebungen, Kampfspiele sowie Unterweisungen im höfischen und religiösen Zeremoniell gelegt, die einen großen Teil der Tagesstunden ausfüllten. I» der Musezeit, so berichtete Mme. Tabuis, übten Tutanchamon und seine Gespielen mit Vorliebe das „Schlangenspiel", das darin bestand, daß sie sich sämtlich auf dem Bauche liegend mit erhobenen Köpfen in schlangcnähnlichen Windungen auf den glatten Lapis lazuli-Fußböde» des Palastes fortbewegten. Eidechsenhant — die «ene Mod«. , In Paris ist Eidechsenhant gegenwärtig die große Molde. Schirmgriffe, Handschuhe, Handtäschchen, die Auspolsterung der Automobile — sie alle müsien nach dem neuesten Gebot der Mode aus Eidechsenhaut gefertigt sein. Ein großer Vernichtungsfeldzug gegen diese Tiere ist die Folge, dem die harmlose Eidechse zum Opfer fällt. AUigatorleder hat man schon seit mehreren Jahren in der Schuhfabrikation benützt, ebenso konnte man auch m den Läden gelegentlich verschiedene Artikel aus Schlangenhaut bewundern. Aber die größere Mannigfaltigkeit und Weichheit des Eidechsenleders schlägt alle andern Lederarten. Und nicht zuletzt dürfte die große Kostbarkeit dieses Materials ein Grund mehr sein, es beliebt zu machen. Wurden doch zu der Ta- pezierung eines Automobils, das den Gipfelpunkt der heutigen Auto-Eleganz darstellt, jüngst nicht weniger als 8000 kleine Eidechsen aus Java eingesührt. die das runde Sümmchen von 8400 RM. kosteten; dazu kam noch eine beträchtliche Anzahl von Kalkutta-Eidechsen zur Bekleidung der Seiten des Wagens für mehr als 6000 RM., während die Häute von Eidechsen vom Flusse Karun, die zur Verzierung verwandt wurden, über 4000 RM. kosteten. Dies sind aber nur die Preise für die rohen Eidechsenhäute in ihrem Ursprungsland; dazu kommen die nicht unerheblichen Kosten der Fracht, des Gerbens und der ganzen Verarbeitung. Wenn man in diesem Luxusautomobil immerhin mit einigem Recht den Ausgangspunkt für die große Beliebt- heit der Eidechsenmoöe sieht, so ist der Name jenes Künstlers oder jener Modedame, die sich rühmen dürfen, Schöpfei der Schlangenmode zu sein, in Dunkel gehüllt, wenngleich verschiedene diesen Ehrentitel für sich in Anspruch nehme» wollen. Nach einem hübschen Geschichtchen, das in Paris viel belacht wurde, soll Deauville, das berühmte Modebad die Geburtsstätte dieser Schlangenmode sein. Nachdem sich hier die Phantasie i Modeschöpfer an den seltsamste» Badeanzügen erschöpft hatte, nachdem man bereits eine» mit Perlmutterschuppen bedeckten oder einen aus Fischerretzen mit Korken angefertigte« bewundert hatte, galt es »inmal, etwas ganz Neues, noch nie dagewesenes zu schas- sen, und ein in Paris wohlbekannter holländischer Maler wollte um diese Palme ringen. Er beschloß, das neue vadekostüm direkt auf den Körper der Badenymphe zu malen, und so eine Schöpfung hervorzuzaubern, die den hauchdünnsten, schimmerndsten Anzug schlagen mußte. Eines schönen Mgrgens verließ die von den Schultern bis »u den Knien in gemalte Blumen gehüllte Schöne sein Ate- lier; für die Echtfarbigkeit dieser Blumen hatte sich der Maler verbürgt. Vielbewundert stieg sie in die Fluten, um dann ohne Kostüm gleich wieder aufzutauchen; der schöne Badeanaua war verschwunden. Der Maler mußte sich deshalb viel Spott gefallen lasten, besonders von einem japant» sihen Freunde, der nun, von ihm herausgeforbert, de« Kamps um die Schaffung des schönsten und wafferechtesten. Gewandes aufuahm. Er mischte die Farben nach Rezepten, die nur der Kunst seiner Heimat bekannt sind, und schuf auf dem lebenden rosa Malgrund eine schimmernde Schlangen- haut, die das allgemeine Entzücken erregte, besonders als ihre „Trägerin" sie unversehrt aus den Fluten wieder ans Ufer brachte. Das Geheimnis der Schöpfung hat der kleine Japaner zwar seinem geschlagenen Rivalen nicht verraten, aber er hat der Mode den Wink gegeben, statt der immerhin etwas umständlichen gemalten Schlangenhaut wirkliche Häute dieser Tiere zur Bekleidung zu benützen. Bei einem Ball erschien er selbst und seine schöne europäische Frau ganz in enganliegende, röhrenartige Schlangengewänder gehüllt, bestehend aus der Haut der Boa von Madagascar. , Zehn Gebote für Urlaubsreifende. 1. Beanspruche in der Eisenbahn nicht alle verfügbaren Plätze für dein eigenes Gepäck. Denke daran, daß auch andere Leut« ihre Reiseutensilien unterbringen müssen. 2. Erzähle im Eisenbahnabteil weder Fremden noch Angehörigen deine intimen Familienangelegenheiten. 3. Nimm Rücksicht auf deine Mitreisenden, ebenso wie du von ihnen Rücksichtnahme beanspruchst. 4. Laufe nicht durch die Gänge des Wagens in der Hoffnung, interessante Reisegesellschaft zu finden, sondern gehe zielsicher auf einen Platz zu. Nimm auch nicht den Fensterplatz für dich allein in Anspruch, und fülle den Fensterrahmen nich mit deiner eigenen Person. Die Mitreisenden möchten ebenso wie du Luft und Aussicht genießen. 5. Trage nich deine schlechtesten Sachen und vergiß nicht alle Formen der Höflichkeit während der Reise. Bedenke, daß Fremde nach Aeußerlichkeiten urteilen. 6. Gib nicht vor, jemand anderes oder mehr zu fein als du bist. Die Welt ist klein, und unerwartet kann dir ein Bekannter begegnen, der deinen künstlich erricheten Nimbus zerstört. 7. Bist du am Aufenthaltsort angekommen, so tadle nicht alles, was du antriffst. Durch überlautes Tadeln sinkst du in der Einschätzung fremder Menschen. 8. Laß nicht immer durchblicken, wieviel angenehmer du zu Hause lebst, und wieviel besser du es gewohnt bist. Menschen die wirklich in guten Perhältnissen leben, ertragen kleine Unbequemlichkeiten mit Leichtigkeit. 9. Glaube nicht, daß du die größten Forderungen stellen kannst, weil deine Reise dich Geld kostet. Werte Leistung und Gegenleistung und handle folgerichtig. 10. Stelle dich nicht unbedingt jedem Fremden vor. der dir über den Weg läuft. Sei vorsichtig selbst in der Auswahl deiner Reisebekannten und lade sie nicht frühzeitig in deine Wohnung ein. Humor — Reinlichkeit. „Wünscht der Herr ein Zinnner nrtt Bad?" fragt der Hotelportier den Fremden. — „Nein. bank«. Ich bin am Samstag gar nicht mehr hier." — Unter Frenndinne«. „Lucie, jetzt seid Ihr doch icho» vier Monate verheiratet, da ist doch der erste Rausch schon vorüber?" — »Der erste? Acht hat er schon gehabt!" ÄIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIlIIIIUIIIIIIIUII!IIIIi«IIIIIIIIlIIIIIII!II>IIIIIIIIIIIIIUIIIIIIIIIIIIIIII»IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII!IIIIIIIIIIIIIIIIIIUIIIIMNWIIIlIIIIW^ Ü Bevorzugt und verlangt überall || I Lieler Schloß-Brunnen | W das badischö Edeltafelwasser aus der seit 1560 bekannten heil- = = kräftigen Thermalquelle in Schloß Liel hei Schliengen in Baden. D H Generalvertretung für Heidelberg, Sinsheim und Umgebung: M W E m i I Ko I b, Mineralwasservertrieb, Heidelberg, Mönchsgasse 6 D Ruhrheld Fahrräder Anzahlung Ml. io — Wochenrate d. 2.50 an 3 Jahre Garantie. Reue Wege — f. Herren u. Damen — Jeder ist Käufer! Anl. u. Preisl. gratis durch Walter Bornewald, LeipzigKathärinenstr. 15/21 Auskünfte: Vertrauenssachen j. Art u. überallh. Beschaff, v. Material zur Beweisführ. a. . 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