4 «rfchet»» «,»ch Mt Ausnahme der Frirrtage. Bezugs-Preis: >« r t di« Post bezogen und durch b»> Briefträger und unser« Austräger frei ins Lau- »ouatlich Goldmark 1.60 ch« Bezugspreis ist im Voran« zu entrichten. Zn Fällen von höherer Gewalt besteht kein Anspruch auf Liefer- »M der Zeitung oder auf Rückzahlung de« Bezugspreise«. »eschäftSzeiU bi« 5 Uhr Sonntag- geschloffen. Eerufprech-Anschluß Nr. «SS Postscheck-Konto Karlsruhe Nr. 6808 Der Lanöbote »n 9 I Stnsheitner MM Leitung ts%\ «ral-Htyeiger für Schipatgbachtol HelteTte and verbreiterte Leitung diel er Gegend. f)aupt-Hnjeigen-Blatt «lstckieatlick,, iUi.|f r TUv, 3Uaftrl«rt* • Ha» dem Reich der Cßode » Ratgeber ffir ly»«»- trnd C»ndwtrtfd»»fi M 202 Donnerstag, den 30. August 1028. Anzeigen-Pretfe: Anzeigen: Die 33 mm dreck» Millimeter-Zeile 8 Goldpfg, Reklamen: Die 92 mm bretr» Millime^r-Zeile 20 Goldpfg Grundschrist im Anzeigen» un» Textteil ist Petit. Bei Wiederholungen tartffesto» Rabatt, der bei Nichtzahlung innerhalb 8 Tagen nach R«h- nungsdai^m oder bei gerichtlieh«» Betreibung erlischt. Anzeigen - Annahme bi« 8 Uh« vormittags; größere Anzeig«» müssen am Tage vorher gegeben werden. Bant-Konto: Dereinsbank Stnshet» «. G. m. b. ft- 80. Jahrgang Wird das Rheinland geräumt? Berlin. 80. August. Ueber das Ergebnis der Pariser Unterredung des Reichsaußenministers Dr. Stresemann mit dem französischen Ministerpräsidenten Poincare sind Gerüchte im Umlaus, die u. a. davon sprechen, daß Frankreich bereit sei, unter Umstünden seine Zustimmung zu einer baldigen Räumung der zweiten Zone zu geben. Eine solche Bereitwilligkeit Frankreichs ist bereits längere Zeit vor der Pariser Reise Tr. Stresemanns von französischer Seite inoffiziell zum Ausdruck gekommen. Tie inzwischen be- sanntgewordenen Bedingungen, die P.incars an die Ge- samträumnng knüpft, erstrecken s! '> ans die Lösung der Reparationen und der interalliierten Schuldenfrage, die mit Rücksicht auf die amerikanische Innenpolitik nicht in Angriff genommen werden können. Wie weiter verlautet, soll Poincarö die Räumung des schmalen Streifens der zweiten Zone davon abhängig gemacht haben, daß dieser Akt nicht als Präzedenzfall für die Gesamträumung angesehen werde, wogegen von deutscher Seite geltend gemacht worden sei, baß damit etwa die Möglichkeit der Besetzthaltung des restlichen Gebietes über den im Versailler Vertrag sestgelegten Termin hinaus gemeint sein dürfte. An Berliner zuständiger Stelle sinken die Gerüchte noch keine Bestätigung. Man weist darauf hin, daß sich spätestens am heutigen Donnerstag ein besonderer Abgesandter Dr. Stresemanns aus Baden-Baden nach Berlin begeben werde, der dem Reichskanzler Müller über die zwischen Dr. Stresemann und Poincars besprochenen Fragen ausführlichen Bericht erstatten soll. Für den Fall, daß die Drage der Räumung der zweiten Zone akut werden sollte, weist man jetzt schon in Kreisen des besetzten Gebietes darauf hin, daß der dortigen Bevölkerung mit dem Abtransport der Besatzungstruppen aus der zweiten Zone kaum gedient sei, wenn diese Truppen ganz oder auch nur zum Teil in die dritte Zone verlegt und der dortigen Bevölkerung, die ohnedies an der gegenwärtigen Besatzung genug zu tragen hat, zur Last fallen würben. Die Verhandlungen ergebnislos. London, 29. Aug. Corning Standard behauptet, aus bestunterrichteter Quelle zu wissen, daß die Unterredung zwischen Dr. Stresemann und Poincare völlig ergebnislos verlaufen sei und den Beweis erbracht habe, daß der Standpunkt von Deutschland und Frankreich in der Rhrinlandfrage sich „unversöhnlich" gegen- Lbrrsteh«. Die französische Regierung wolle die Rheinlanvfrage erst erörtern, wenn Amerika bereit sei, die Reparations- und Echuldenfrage zu besprechen. Deutschland beabsichtige jetzt die Rheinlandfrage in der Vollversammlung des Völkerbundes zur Sprache zu bringen und einen Appell an das Weltgewissen zu richten. [ Unmögliche Bedingungen. Paris, 29. Aug. Ueber die Verhandlungen zwischen Stresemann und Poincare ist nichts Genaues zu erfahren. Was aber feststeht, ist, daß die deutsche Regierung heute verhältnismäßig mühe- und kostenlos, d. h. ohne materiell ins Gewicht fallende Gegenleistungen, erreichen könnte, daß die zweite Zone noch im Laufe dieses Jahres, d. h. etwa 12 bis 15 Monate vor dem im Friedensvertrag festgefe^ten Freigabetermin geräumt würde. An einer solchen Teillösung aber hat Deutschland heute nur ein sehr bedingtes Interesse: bedingt einmal durch die selbstverständliche Voraussetzung, daß durch diese Verhandlungen die über die Räumung der dritten Zone nicht erschwert werden, und abhängig weiter davon, daß die alliierten Truppen, die heute in der zweiten Zone von Koblenz stehen, wirklich zurückgezogen und nicht etwa in die dritte Zone geworfen werden. Diese beiden Prämissen scheinen aber im Augenblick nicht gegeben zu sein. Was zunächst die Frage der Truppen betrifft, so scheint hier der unleugbare vorhandene Wille der französischen Regierung zu einem Entgegenkommen an die deutschen Wünsche auf die heftigsten Widerstände bei den Militärs zu stoßen, die jedes Herabgehen unter die Ziffer von 50 000 Mann — augenblicklich stehen in beiden Zonen insgesamt 60 000 Mann — für unvereinbar mit den elementarsten Forderungen der Sicherheit von Truppen und Hinterland aufs energischste ablehnen. Das aber würde für die dritte Zone eine Verdoppelung der ohnehin schon sehr beträchtlichen Besatzung bedeuten. Farbige Franzosen in der Pfalz Kaiserslautern, 30. August. Die Ermittlungen über die Mißhandlung einer deutschen Radfahrerin durch einen französischen Soldaten am 31. Juli haben ergeben, daß der Täter ein farbiger Franzose, und zwar ein Algerier ist. Auf dem Fuhrwerk, bas der farbige Soldat lenkte und mit dem er so rasch fuhr, daß das mißhandelte Mädchen vom Rade absprang, um nicht überfahren zu werden, befanden sich außerdem vier weihe Franzosen und ein zweiter Algerier. Bekanntlich behaupten die Franzosen, daß farbige Besetzungstruppen im besetzten Gebiet nicht mehr verwendet werden. Diese Behauptung kann sich demnach, wenn sie auch nur formal zutrifst, nur auf das Nichtvorhandensein farbiger Truppenformationen beziehen, während an dem Vorhandensei farbiger Franzosen im besetzten Gebiet nicht mehr zu zweifeln ist. Anläßlich des genannten Zwischenfalls wurde festgestellt, daß in Kaiserslautern, dem Sitz des 32. französischen Armeekorps sich über 3000 anamitische Soldaten und etwa 20 bis 25 Algerier sich befinden. Auch in Landau liegen farbige Franzosen in Garnison. Kellogg meidet England. Die Antwort auf das Flottenabkommen. — Reue Entente cordiale. London, 29. Aug. Die Verschlechterung der englisch-amerikanischen Beziehungen durch den Amerika bekanntgegebenen und den ihm bisher noch unbekannt gebliebenen Teil des Inhalts des englifch^französifchen Abkommens ist heute in einer gerabrzp sensationellen Form zum Ausdruck gekommen. Ein Beamter der staatlichen amerikanischen Schiffahftslinie teilte heute nachmittag den englttchen Agenturen mit, saß Kellogg darauf verzichte, von Southampton aus auf dem „Leviathan" oie Rückreise anzutreten. Er werde englisches Gebiet auf seiner Rückreise überhaupt meiden und von Dublin aus auf dem amerikanischen Kreuzer „Detroit" nach Cherbourg fahren und dort auf den „Leviathan" umsteigen. Dieser Entschluß des amerikanischen Staatssekretärs läßt recht ungünstige Rückschlüsse zu auf die Feststellungen, die Kellogg in Paris über das englisch-französische Flottenabkommen getroffen haben muß. Der Inhalt dieser Feststellungen wird von englischen sozialistischen Außcnpolitikern auf Grund ihrer. Beobachtungen in Brüssel und jetzt in Paris während der Staatsmännerzusammenkunft für die Paktunterzeichnung oahin definiert, daß die alte Borkriegsentente zwischca England und Frankreich aufs neue errichtet worden fti; aber oiesmal, darüber solle man sich vor allem in Frankreich ganz klar sein, sei nicht Deutschland der „Feind von morgen". Die neue Entente werde man am besten als einen englisch-französischen Rückversicherungsvertrag definieren können, wobei Frankreich England gegen einen Mariaekonflikt oder «in Wettrüsten mit den Bereinigten Staaten rückversichert, während England Frankreich eine Rückversicherung gegeben hat für den Fall, üaß es zu dem in englischen und französischen Militärkreisen gleich unvermeidlich gehaltenen Krieg mit Italien kommen sollte. Appell der Minderheiten an Kellogg. Die Forderung nach Aechtung der Vergewaltigung der Minderheitenrechte. Genf, 30. August. Die vierte europäische Minderheiten- laguug hat am Mittwoch beschlosien, folgenden Appell telegraphisch an den Staatssekretär der Vereinigten Staaten, Kellogg, zu übermitteln: „Staatssekretär Kellogg, dem Schöpfer des Kriegsächtungspaktes! Ter Krieg ist geächtet! An die Stelle der Gewalt soll daS Recht treten. Rechtlosigkeit wird den Krieg fördern. 36 Millionen europäischer Menschen, die als nationale Minderheiten bezeichnet werden und von 12 verschiedenen Völkern verteilt auf 16 Staaten. kämpfen um ihr Volkstum, um ihre staatsbürgerliche und wirtschaftliche Gleichberechtigung. Wir kämpfen, tief- durchdrungen von der Sittlichkeit unseres Rechts. Die Unterdrückung und Vergewaltigung unserer Rechte iü eine der schwersten Gefahren für den Frieden. Friede zwischen den Staaten wird erst dann herrschen, wenn der Friede auch zwischen den Völkern hergestellt wird. Diesen Frieden wollen wir. Sie, Herr Staatssekretär, haben sich durch diesen Pakt «in großes Ansehen erworben. Vollenden Sie Ihr Werk, indem Sie ein Ende der Unterdrückung ustö Vergewaltigung unserer Rechte herbeiführen. Die Schlußarbeiien der Tagung der Interparlamentarische« Union. Berlin, 30. Aug. Vom Rechtsausschuß der Jnterparla. mientarischen Union wurden am Mittwoch mehrere Unter- ausschüffe eingesetzt, die insbesondere die Fragen erörtern sollen» welche Rechtsmittel und Wege es gibt, um einen Krieg tatsächlich unmöglich zu machen. Außerdem soll die Frage der Bestrafung von Friedensbrechein i» Angriff genommen werden. Womöglich soll auch schon die Hetze zum Kriege bestraft werden und zwar entweder durch Bestim- viungen in den Strafgesetze» der einzelnen Länder oder auf Grund '"ternationaler Strafrechtsnormen durch ein internationales Forum. Ferner wurde beschlosien, den bereits bestehenden Ausschuß für Abrüstungsfragen durch Rechtsgelehrte zu ergänzen und dann durch ihn die Möglichkeit eines weiteren Ausbaues des Kelloggpakres prüfen zu lasten. Schließlich wurde zum Vorsitzenden des Aus- schnsses für die nächste Zeit Senator Lafontaine-Belgien ae- n>ählt. Achmed Zogu noch nicht zum König ausgernfen Rom, 30. August. Nach Meldungen aus Tirana wird die albanische verfaflunggebende Versammlung in der Donnerstag- und Samstagsitzung über die Verfaffungsreform und auch über die Ausrufung Achmed Zogus zum König von Albanien abstimmen. Während das albanische Volk seinen Willen klar zum Ausdruck gebracht hat, Achmed Zogu möge zum König von Albanien proklamiert werden und immer neue Sympathiekundgevungen starrfmoen, yar ote endgültige Proklamation durch die Nationalversammlung aus technischen Gründen eine Verzögerung erfahren. Man kann nicht mit Bestimmtheit sagen, ob die Nationalversammlung dem Willen des Volkes entsprechen und Achmeds Zogu zum König ausrufen wird. Nach der gestrigen Sit-^ zung der Konstituante wurden in Tirana wiederum Umzüge veranstaltet, die dem zukünftigen König huldigten. Die Fackelzüge dauerten fast die ganze Nacht an, da in Tirana anläßlich des Geburtstages des Propheten Mohammed eine große Menschenmenge versammelt war. Ein offener Vrief des Grasen Velhlet. j an Amerika Berlin, 30. Aug. Nach einer Meldung der Vost. aus New- ( york veröffentlichte der ungarische Ministerpräsident Graf Bethlen in der „Newyork Times" einen offenen Brief an die amerikanische Bevölkerung, in dem er um die Sympathien Amerikas wirbt. Er behauptet zunächst, daß Ungarn den Weltkrieg nicht gewollt habe, sondern gezwungen wor- j den sei, die Waffen zu ergreifen. Dem bolschewistischen Ter-; ror sei die schreckliche rumänische Invasion gefolgt. Die nationale Katastrophe habe ihren Höhepunkt im Friedensvertrag erreicht. Die Nachbarstaaten hätten Bela Kuns Schreckensregtment benutzt, um die Friedensbedingunge» noch schärfer zu machen, als es die Großmächte planten, > Bethlen begrüßt dann die Ablehnung des Trianonvertrags j durch Amerika und schließt, jeder, der Ungarns Lage kenne, werde zugeben, baß die. Gerechtigkeit es verhüte, baß die Folgen des Weltkrieges nickt dauernd und bleibend sein dürften. Die Geireibepoiiiik der polnischen Regierung Warschau, 30. August. Am Dienstag fand eine Sitzung des Kabinetts unter Vorsitz von Ministerpräsident Barthel statt. In der Sitzung wurde ein Plan über die Getreide- Politik der Regierung sowie die Bereitstellung von staatlichen Getreidevvrrüten zum Zweck einer einheitlichen Preispolitik beschlossen. Der Volksentscheid eingeleitet? Berlin, 30. August. Wie die „Welt am Abend" meldet, überreichten zwei kommunistische Abgeordnete im Reichsinnenministerium den Zulassungsantrag aus Einleitung des Volksbegehrens für nachfolgenden Gesetzesantrag: „Der Bau von Panzerkreuzern und Kriegsschiffen ist verboten." Der Antrag sei unterzeichnet von der K. P. D. und dem Roten Frontkämvferbund. Die Schiebung mit Altanleihebefitz Haussuchung bei Stinnes. ^ Hamburg, 30. Aug. Wir der „Hamburger Anzeiger" meldet, wurde in Zusammenhang mit der Angelegenheit Ku- nerts und Genoffen in der Wohnung und den Geschäftsräumen von Hugo Stinnes im „Hamburger Hof" eine Haussuchung vorgenommen. Die Haussuchung sei jedoch ergebnislos verlaufen, es sei kein belastendes Rgterial ^e-. fnnben worden. Die von der Hamburger Polizei hinzu^ gezogenen Berliner Beamten seien daraufhin in die Reichshauptstadt zurückgekehrt. Stinnes, der gegenwärtig in Mülheim weilt, von wo aus er kürzlich eine Reise nach England unternommen hat, soll in Berlin einem Verhör unterzogen werden. Zu diesem Zweck werde er von Mülheim nicht nach Hamburg zurückkehren. sondern sich sofort nach Berlin zu begeben. Sine parteiamtliche Erklärung j zum Fall Lambach Berlin, 30. August. Die Deutschnationale Preffestelle teilt mit: Das Parteigericht der Deutschnationalen Bolkspartet ist am Mittwoch vormittag um 10 Uhr unter dem Vorsitz deS Reichstagsabgeoröneten Schulz-Bromberg zur Verhandlung der Berufung des Abg. Lambach gegen den vom Landesver- * band Potsdam U gefällten, auf Ausschließung lautenden Spruch, zusammengetreten. Das Parteigericht fällte folgendes Urteil: „Unter Abäntzecung des Beschlusses des Vorstandes des Landesverbandes Potsdam II vom 24. Juli 1928. wirb aeaen Zn wenigen Motten In Baden-Baden hat am Mittwoch eine Besprechung zwischen Dr. Stresemann, von Schubert und Dr. Gauß stattge- funden. ' Staatssekretär Kellogg hat heute Mittwoch Paris .verlassen. • Die vierte internationale Minöerheitentagung wurde am Mittwoch tn Genf durch den Präsidenten Dr. Wilfan eröffnet. * Am Mittwoch, dem 6. Arbeitstag der Interparlamentarischen Union traten noch verschiedene Ausschüsse sowie der interparlamentarische Rat zu Sitzungen zusammen. * Das deutschnationale Partetgericht, das über die Berufung des Abg. Lambach gegen das Potsdamer Urteil zu entscheiden hat. erkannte gegen den Abg. Lambach auf einen Ber- weis. Auf Schacht H der Gewerkschaft Deutscher Kaiser wurden! zwei Häuer durch herabfallendes Gestein getötet. » Die Typhusepibed-i» f» Botsdam hat ein drittes Todes- > opfer gefordert. j Nr. 202. Jahrgang 1928. den Reichstagsabgeordneten Lambach auf einen Verweis erkannt." Aus der Begründung sind folgende Punkte hervorzuheben: Im Landesvorstand Potsdam II wird darin eingetreten, daß Ser Aufsatz -Monarchismus" des Abgeordneten Lambach nach Form und Inhalt zu mißbilligen ist. Andererseits hat das Parteigericht unter Würdigung des gesamten Sachverhaltes die Ueberzeugung gewonnen, daß der Abg. Lambach nicht einen Verstoß gegen das Parteiprogramm beabsichtigt habe, sondern der Partei habe nutzen wollen. Da die monarchische Gesinnung des Herrn Lambach und sein öffentliches Eintreten dafür außer Zweifel stehen und er überdies sein Bedauern über seinen Schritt ausgedrückt hat, kommt das Parteigericht zu dem Schluß, daß man Herrn Lambach nicht aus der Partei ausschließen könne, weil er einen falschen Weg eingeschlagen habe für einen Zweck, den er für die Partei wichtig hielt. Der Führer der Kredttfalscherbande gesteht Berlin, 30. August. Das „Acht-Uhr-Abendblatt" meldet: „Der Führer der Kreditfälscherbande, Marchesini, wurde am Dienstag bis in die späten Abendstunden durch di« Kriminalpolizei des Berliner Polizeipräsidiums vernommen. Auf Grund des belastenden Materials, das von der Kriminalpolizei in Mailand und Marseille aufgefunden wurde, gab Marchesini schließlich zu. .daß er den Raubzug auf die Banken bereits vor Monaten in seiner Wohnung in Mailand mit seinen Genoffen bis in alle Einzelheiten vorbereitet hatte. Hierbei belastete er den in Marseille verhafteten Palmeri und die flüchtige Eligio Casini sowie seine Freundin Lina Gindsami stark. Tie Vernehmung Marche- sinis wurde heute fortgesetzt. Vorbereitungen für einen Aeberlandstug der Weltrekordflieger Risticz und Zimmermaun. Berlin, 30. August. Die beiden Piloten Risticz und Zim- mermann planen mit dem Junkersflugzeug D 1231, mit dem sie beim Junkersflugzeugwerk den Weltrekord im Dauerflug aufstellten, einen Langstreckenflug. Das Flugzeug ist in den Besitz der Deutschen Verkehrsfliegerschule übergegangen, die es den inzwischen bei ihr angestellten beiden Piloten für diesen Flug zur Verfügung stellt. Der Flug soll von Dessau aus in östlicher Richtung ausgeftthrt werden. Die Einzelheiten des Flugweges werden die Piloten erst nach der Wetterlage beim Fuge entfalten können. Der „Kanarienvogel" noch nicht abgeflogen Paris, 30. August. Der Abflug des „Kanarienvogel"' mit den beiden beurlaubten Militärfliegern Affolant und Lefevre an Bord ist infolge ungünstiger Witterungsverhält- niffe verschoben worden. In letzter Stunde wird bekannt, daß mit den beiden Fliegern eine dritte Persönlichkeit, der Veranstalter des Fluges, ein gewiffer Levy, teilnehmen soll. Man glaubt, daß sich unter diesem Pseudonym eine Persönlichkeit verbirgt, deren Name erst später bekanntgcgeben werden soll, um die Familie nicht zu beunrubiaen. Bade«. Die Arbeiten an der Staustufe i« Heidelberg. " Heidelberg, 30. Aug. An den Baufeldern bei der Herrenmühle und der Alten Brücke sind nun die Hauptarbeiten abgeschloffen. Ein dritter Wehrpfetler wird demnächst in Angriff genommen. Durch Sprengungen werden Untiefen und Inseln im Flußbeet beseitigt. Der sogen. „Hackteufcl" wurde durch Abteilung des Wassers trockengelegt und ist fetzt als Baufeld 6 der Schauplatz ausgedehnter Sprengungs- und Ausbaggerungsarbeiten. Auch bei der Alten Brücke ist die Fahrwasscrtiefe noch nicht ganz erreicht, so daß noch Sprengungen notwendig sind. Im Innern der Schleuse wurde eine Fischtreppe angelegt, um den Fischen während der Laichzeit den Uebergang vom Unterivaffer in das Oberwaffer zu ermöglichen. Das Wehrwärterhaus ist bereits in Betrieb genommen und mit zwei Leuten besetzt, die von 6 Uhr früh biö 10 Uhr abends den Schleusenöienst versehen. ***' Beginn der Hopsen- ^nd Tabakernte. Schwetzingen, 30. Aug. Am Montag wurden in Schwetzingen die ersten Hopfen eingebracht. Tie Hopfenpslücke wird tn diesen Tagen allgemein beginnen. Wie wir von sachverständiger Seite hören, werden in diesem Jahre nicht entfernt die Ernteergebnisse des letzten Jahrs erreicht werden. Die Hopfenpflanzungen haben durch die lange Trockenheit sehr gelitten. Die zweijährigen Stöcke, die im letzten Jahre eine volle Ernte brachten, haben in diesem Jahre sehr hoch an- gesetzt, der untere Behang fehlt fast ganz. Die Dolden sehen _ Der Laudbote * Sinsheim er Sktteaf. _ äuch'ziemlich unscheinbar aus, sie sind flattrig und lose. Der Lupulingehalt der diesjährigen Hopfen dürste aber sehr gut sein. Auch die Tadakernte, die ausgangs dieser Woche beginnen wird, erfüllt nicht alle Erwartungen. Den Tabakfeldern fehlte der Regen, die Pflanzen haben sich nicht voll entwickeln können, die Blätter blieben klein und sind wahrscheinlich etwas fester in der Struktur. Ueber die Qualität des diesjährigen Tabaks läßt sich jetzt noch nichts sagen. Die Menge bleibt, wie beim Hopfen, erheblich hinter der letztjährigen Ernte zurück. Guter Weinherbst an der Bergstraße. Schriesheim, 30. August. Bei der Begehung der Weinberge durch die amtliche Rebbeobachtungskommission wurde festgestellt, daß ein sehr guter Weinherbst in Aussicht steht, sowohl hinsichtlich der Menge als auch der Güte. Die Trauben sind so gesund wie seit Jahren nicht mehr, und es hat sich gezeigt, daß die europäischen Edelreben den Amerikanern bedeutend überlegen sind. Die Blattfallkrankheit tritt nur selten auf, auch der Sauerwurm ist nicht allzu häufig und wird bei weiterem Anhalten der guten Witterung keinen großen Schaden anrichten. Der Ausbau der Autostraße Triberg—Schonach-Elzach. Aus der für die kürzeste Verbindung von der Schwarz- waldbahn nach Freiburg wichtigen Straße Triberg—Schon- ach—Elzach, auf der seit Juni die neue Kraftpostlinte verkehrt, sind die Arbeiten für die Verbesserung des Stückes von der 975 Meter hohen Paßhöhe Wilhelmshöhe ins obere Elztal im besten Zuge. An etwa 10 Stellen werden erhebliche Verbreiterungen des Straßenstückes vorgenommen. Die Straße, die von Triberg bis Wilhelmshöhe und von Elzach bis Ober-Prechtal—Säge ausgebaut ist, hat im Zwischenstück noch enge Teilstücke, die jetzt ausgeglichen werden. Diese Straße stellt eine der schönsten Gebirgsstraßen des Schwarzwaldes dar, die nicht nur im engeren Schwarzwaldverkehr, sonder» auch im Linienzug Basel—Freibura—Triberg— Freudenstadt—Stuttgart Beachtung verdient. Aus Rah und Fern. ' 2 $. Sinsheim, 29. Aug. (Handwerkerberatung.) Anfangs September hält die Handwerkskammer Mannheim in einigen größcrenl Gemeinden ihres Bezirkes, den sog. Handwerksämtern, wieder Beratungsstunden ab und zwar am Dienstag, 4. September, nachmittags von 2 bis %4 Uhr in der Gewerbeschule in Eppingen. am selben Tag vormittags von 10 bis 12 Uhr im Gasthaus zum Bären in Sinsheim. « * Sinsheim, 29. Aug. (Neue Dreimarkstücke.) Aus Anlaß der Lahrtausendfeier von Dinkelsbühl werden neue Dreimarkstücke geprägt. Die Schauseite der Münze zeigt in der Mitte innerhalb eines Perlenkreises eine von zwei Türmen flankierte Brustwehr, die in der Mitte einen Schild mit dem Wappen von Dinkelsbühl trägt. Ueber die Brustwehr hinaus ragt die Gestalt eines Dinkclbauers, der in der rechten erhobenen Hand eine Sichel und im linken Arm ein Aehrenbüschel (Dinkel) trägt. Unmittelbar über der Brustwehr ist in deren ganzer Breite die Jahreszahl „1928" angebracht. Zwischen dem Perlenkreis und dem aus einem flachen Stäbchen bestehenden erhabenen Ranve befindet sich in Antiqua die Umschrift: „Tausend Jahre Dinkelsbühl." Auf der Wertseite zeigt Die Münze den Reichsadler. 'sl Sinsheim, 28. Aug. (Der Mineralwasserverbcauch) hat in Deutschland nach dem Kriege sowohl durch die aufblühende Spottbewegung, wie auch die naturgemäße Lebensweise eine starke Zunahme erfahren. Das beliebteste Erfrischungsgetränk ist noch immer das natürliche Mineralwasser, von dem Deutschland durch seine zahlreichen hervorragenden Quellen einen ungeheuren Reichtum besitzt. Die im Reichsverband Deutscher Mineralbrunnen zusammengefaßten Betriebe liefern etwa 90 Prozent des gesamten Verbrauchs an natürlichem Mineralwasser. Leider wirkt ver hohe Frachtsatz für Mineralwasser, welches unverständlicherweise in eine höhere Frachtenklasse «ingestuft ist als Bier, sehr hemmend auf die weitere Ausbreitung dieses wichtigen Bolksgetränkes. — Neben den Mineralwassern weroen auch Limonaden sehr bevorzugt. Für beide Getränke haben wir auch am hiesigen Platze gute Lieferanten, worauf besonders aufmerksam gemacht sei. % Sinsheim, 28. Aug. (Die Schnupfenzeit naht!) Mit dem beginnenden Herbst und dem damit oft plötzlich eintretenden Wit- terungsumschwung machen sich zumeist Erkältungskrankheiten (Husten, Schnupfen, Grippe usw.) in erhöhtem Maße bemerkbar. Schuld tragen größtenteils die Betroffenen selbst durch ihre Unvorsichtigkett. Erst wenn sie den Schnupfen bekommen haben, merken sie, daß sie eigentlich besser getan hätten, über ihre leichte Sommerkleidung einen Mantel zu ziehen oder wärmere Unterwäsche, zu tragen. Aber selbst, wenn die Leute einen Mantel an- l ziehen, sind sie noch häufig oer Gefahr des Erkältens in den an Donnerstag, den 30. August 1928. den Uebcrgangstagen noch ungeheizten Büroräumen und Häusern mit Zentralheizung ausgesetzt. Es ist daher empfehlenswert, sofort beim Eintreten kühlerer und feuchterer Witterung ent- sprechende Schutzmaßnahmen zu ergreifen, und nicht erst durch ein kräftiges „Haziehh" merken zu lassen, daß man auch zu dm Unvorsichtigen gehörte. Der beste Schutz gegen Erkältung in Uebergangszeiten ist allerdings eine sinngemäße, sottgesetzte Abhärtung des Körpers durch täglich kalte Waschungen (auch im Winter!) s | Waibstadt, 29. Aug. (Verschiedenes.) Am letzten Sonntag- Nachmittag wurde der Veteran von 1866 und 1870—71 Ferdinand Wittmann unter allgemeiner Beteiligung der Mitbürger und besonderer Ehrung seitens der Veteranen zu Grabe getragen. Mit dem Verstorbenen, der ein Alter von 85 Jahren erreichte, ist der letzte Veteran von Waibstadt oer 1866 mitmachte, zur großen Armee abgegangen. Wittmann verbrachte nach arbeitsreichem Leben seine letzten Fahre im städt. Krankenhaus. Ehre seinem Andenken. — Fräulein Anna Schüttle, Postassistent hier, scheidet am 1. September d. F. krankheitshalber aus dem Postdienst aus. An ihre Stelle kommt Postassistent Fräulein Carola Schöttle beim Postamt in Meckesheim zum hiesigen Postamt. Frl. Luise Mayer beim hiesigen Postamt kommt zum Postamt Rosenberg. — Am nächsten Sonntag findet das Herbstturnen des hiesigen Turnvereins statt. Hiermit verbunden ist oer Gegenbesuch des Feu- denheimer Turnvereins. Die beiden Vereine werden sich im friedlichen Wettkampf beim eolen Turnsport messen. Ä Adersbach, 29. Aug. (Straßenverbesserung.) Seit einigen Tagen hat man begonnen, die hiesige Ortsstraße neu zu machen, so daß sie nunmehr wohl in guten Zustano kommen wird. Man hofft, daß sie auch geteert werden wird, damit nicht nur die durchfahrenden Motorräder und Kraftwagen, sondern auch die Ortsbewohner von Staub verschont bleiben. Hs Helmfiadt, 29. Aug. (70. Geburtstag.) Frau Adlerwirt Karl Dickel Ww., begeht heute ihren 70. Gebuttstag. 32 Jahre führte sie die Gastwirtschaft mit ihrem Manne bis dieser vor einem Fahr durch sein schweres 2 jähriges Gichtleiden gestorben ist. Der einzige Sohn der Theologie studierte, fiel 1915 im Weltkriege. Frau Bickel wird im Laufe der nächsten Monate ihr Geschäft abgeben. Die Mannheimer Ferienkolonne war von 1916 an 11 Mal bei ihr untergebracht und mancher frühere Kolonist besuchte Helmstadt in Erinnerung an schöne Ferienwochen. Möge der nun 70 jährigen ein angenehmer Lebensabend beschieden sein. | Obergimpern, 28. Aug. (Festgenommen) durch die Gendarmerie Neckarbischofsheim und nach Mosbach in das Gefängnis eingeliefert wurde ein lediger junger Bursche, der sich hier bei Pflegeeltern aufhielt, weil er sich in letzter Zeit an verschiedenen Schulkindern in sittlicher Beziehung vergangen hatte. Me Erregung i n der Bevölkerung ist groß. x Aus dem Amtsbezirk, 29. Aug. (Fallobst zur Mostbereit- ung.) Eine dieser Tage vorgenommene Untersuchung von neuem diesjährigem Obstsaft aus Fallobst hat folgende günstige Analyse ergeben: 49 Grad Oechsle (Zucker) und 9 Proz. Gesamtsäurq. Das Fallobst war zusammengesetzt aus vier Fünftel Aepfel und ein Fünftel Birnen. Wenn man in Betracht zieht, daß in normalen Jahrgängen der reine Saft von gut ausgereiften Aepfeln und Birnen gemischt nach Oechsle 50—60 Grad wiegt und 5—6 Prozent Gesamtsäurc aufweist, so kann mit großer Befriedigung konstatiett werden, daß der Zucker- und Säuregchalt des diesjährigen Obstes infolge des sonnenreichen Jahrgangs ein sehr hoher werden wird und zum andern, daß von dem jetzt anfallenden Obst bei einer Zuckerzugabe von etwa 4—5 Pfund pro 100 Liter Most und Reinhefezusatz ein gutes, harmonisches Getränk entsteht. P Meckesheim, 29. Aug. (Verschiedenes.) Der Reichsverband der Kriegsbeschädigten, Kriegsteilnehmer und Kriegshinterbliebenen, Bezirksgruppe Heidelberg, veranstaltet am kommenden Sonntag nachmittag im Gasthaus zum Ochsen hier eine Versammlung zwecks Gründung einer Ortsgruppe. — Das Fagürecht auf hiesiger Gemarkung wird auf weitere 6 Jahre versteigert. Das Jagdgebiet umfaßt zwei Distrikte: Distrikt 1 mit 650 Hektar Gelände einschließlich 102 Hektar Walo, Distrikt 2 520 Hektar mit 50 Hektar Wald. Der Vertragsentwurf liegt auf dem Rathaus zur Einsicht offen. Die Bewerber müssen im Besitze eines Jagdpasses sein. Da Meckesheim als Eisenbahnknotenpunkt bequem zu erreichen ist, werden sich wohl zahlreiche Liebhaber melden. — Wiesloch, 29. Aug. (Submissionsblüte.) Am vergangenen Samstag wurde de'. Vergebung einer staatlichen Malerarbeit bei der Heil- und Pflegcanstalt ein tzöchstangebot von über 2900 RM. und als das niederste ein solches von 1100 RM. abgegeben. — Glück dem Ausführenden. -- Lestringen, 29. Aug. (Schwerer Unfall.) Die 29 jährige Arbeiterschefrau Matte Fellhauer stürzte in dem Fabrikanwesen der Firma Marx Söhne Heidelberg einige Meter tief die Fabriktreppe bei Geschäftsschluß hinunter. Die Frau wurde mit einer .ÄsHeMas spätes Gluck ROMAN v=w J.SCHNEIDER'FOERSTL Das Brautpaar hatte ein Anliegen. Der Vater des Mädchens war schwer gichtleidend und drang darauf» daß sein Schwiegersohn ihm so bald als möglich die Bewirtschaftung seines Landgutes abnahm. Der Direktor fragte, ob das gnädige Fräulein nicht in eine Lösung des Vertrages willigen würde, falls sie anderweitigen Ersatz fände. Die Augen der Braut sahen Lona so flehend an, daß sie versprach, sofort Schritte zu tun, um ihnen so bald als möglich den Weg zum Glücke frei zu machen Am Nachmittag darauf erzählte sie Pfarrer Schmitt davon. Er sah sie aufmerksam an. Sie war merkwürdig erregt. Der Wechsel schien ihr doch große Sorge zu machen, „Was willst jetzt tun, Lona?" fragte er forschend. Sie wollte die vakante Stelle in einigen großen Tagesnitungen ausschreiben lassen und dann unter den Bewer- oern die engere Auswahl treffen. „Darf ich Sie bitten, Herr Pfarrer, mir mit Ihrem Rat jur Seite zu stehen?" bat sie. Er bejahte. „Wenn du meinst, daß meine weißen Haare mehr Menschenkenntnis haben, als deine blonden, dann !omm' nur. Aber verlaff'n darfst du dich nicht darauf. Kind'l! Sie hat mich schon oft im Stich lass'n, meine Lebensweis- )eit." Er interessierte sich für die Chiffre und fragte, in welche Zeitungen sie das Angebot einrücken lasten wolle. Als sie den Weg über die Wiesen nach Hause ging, sah »r ihr von der Laube aus nach. , „Wenn s Kind'l in Not ist, oder wenn s e,ne Hilfe brauche» tut, nachher soll ich's ihm misten lasten, hat er gesagt. — Ick meine alleweil, jetzt ist's da die Zeit." Mit einem stillen Lächeln ging er ins Haus. Acht Tage liefen darüber hinweg. Nach dem Sonntag-Vormittagsgottesdienst, bat Lono Pfarrer Schmitt um eine Unterredung. Cr führte sie in sein «ruvierztmmer und schloß die Fenster, die nach der Straßenseite gingen. „Haft was auf dem Herzen?" fragte er liebevoll. Sie hielt ein großes Kuwert in der Rechten und reichte es ihm mit einem wunden Zucken um den blaffen Mund. Er nahm den Bogen heraus und las aufmerksam. Ein Leuchten ging über sein Gesicht. „Gelt, da tust dich aber sthon recht freuen, Lona, daß der Herr Helbing sich um die Stelle bewirbt. Sie schüttelt resigniert den Kopf. „Nicht?" sagte er erschrocken. — Da hatte ihn also seine Menschenkenntnis wieder einmal im Stiche gelassen. „Er weiß ja nicht," sagte sie müde, „wer hinter der Chiffre steckt. Wenn er geahnt hätte, daß ich es bin, hätte er sich nicht beworben! — Sicher nicht!" Pfarrer Schmitt atmete auf. „Schau, das kannst nicht wisten." — Sie unterbrach ihn hastig. „O nein. Herr Pfarrer, zu mir kommt er nicht. Wenn Vater noch lebte, ihm zuliebe vielleicht. — Aber zu mir? Nein zu mir nicht!" „Aber recht wär's dir schon, wenn er das Werk wieder leiten möchte, gelt Lona?" Ein stummes Nicken. „Siehst! — Und da mein ich halt, du solltest ihm ein gutes Wort geben, dem Herrn Helbing. Er wär's schon wert!" Ihr Gesicht hatte alle Farben verloren. Nun kommt dein Canossa, schrie es in ihr. Noch einmal den Bußweg gehen, den sie damals zum Pavillon gegangen war und der so furchtbar geendet hatte! Nein! Nur das nicht! Schmitt sah mitleidig in ihr Gesicht, auf dem der Kampf, den sie im Innern mit sich ausfocht, so deutlich geschrieben stand. „Tut's dich so viel schwer ankommen?" fragte er teilnehmend. „Ich — Herr Pfarrer, wenn ich's auch tun wollte, es wäre doch umsonst." „Ich glaube nicht, Lona! Hast Sorge, gelt, er könnt dir weh tun und dir ein schlimmes Wort geben. — Soll ich -u ihm gehen und mit ihm reden und oir's dann mitteilen, ob er ein Ja oder ein Rein für dich hat?" Sie wehrte dankend. Nein, das wollte sie nicht. Wenn schon, dann ging sie selbst. _2)ie ganze Nacht tat Lona kein Auge zu. Erst. Legen wkorgen fiel ste tn einen ruhigen Schlummer. Das Mittagessen blieb von ihr völlig unberührt. Behrens sorgte sich und Setke, die Köchin, schlug ein Lamento. Solange der Kommerzienrat gelebt hatte, war sie wenig aus dem Bereich ihrer engeren Wirksamkeit herausgetreten. Aber seit er tot war, umsorgte sie Lona wie ein Raubvogel, der ein Junges zu behüten hat. In ihrer ganzen Rundlichkeit und blendend weißer Schürze stand sie zornfunkelnd vor Behrens und überschüttelte ihn mit einem Wortschwall. „S' wär wahrhaftig nicht mehr der Mühe wert, daß man Feuer in den Herd machte. Und er und das gnädige Fräulein, sie sollten ins Gasthaus essen gehen, da bekämen sie noch obendrein etwas herausgezahlt." Als der Chauffeur eintrat, glättete sich ihr Gesicht etwas. Nun kam doch wenigstens einer» der ihrer Kochkunst Ehre antat. „Bitte, lieber Behrens, bestellen Sie für zwei Uhr den Wagen im Gutshof. Ich fahre mit dem Nachmittagsschnellzug nach Degenbach," sagte Lona zu Behrens, als er in ihr Zimmer trat. „Bei der Hitze? Gnädiges Fräulein?" Sie bejahte abwesend. Erst hatte ste eigentlich im Auto lach dort gewollt. Aber es erschien ihr mit einem Male m pomphaft, mit dem Kraftwagen vor seiner Tur zu halten, stach Canossa ging man im Buygewande und JU Fuß. Und dann saß sie ganz still in die Ecke eines Frauenabteil» »lehnt und suchte ihre hämmernden Schlafe zur Ruhe zu iringen. aber sie konnte nicht en gegen den tanzenden Kreisel virrer Gedanken, der immer wieder das Gleiche brachte. Sie yorte vereits, was Hetbmg sprechen würde. Was Haber Sie sich eigentlich gedacht, gnädiges Fräulein. Sie werdeß doch nicht erwarten, daß ich ein zweitesmal in ein Haut komme, aus dem man mich einmal herausgeworfen hat. Sit sagten doch selbst zu mir: „Es gibt keinen, für den es nicht Ersatz gäbe!" Warum wollen Sie nun gerade mich wieder haben? - Sehen Sie, würde er sagen, nun hat sich dm Blatt gedreht und die Perspektive verschoben. Ich habe sit geliebt — und Sie haßten mich. Nun fft meine Liebe tot und ist es mir vollkommen einerlei, ob Sie sich um mich bekümmern, oder nicht. Und all das Gleiche, das sie da dachte» das surrten unl. stampften auch die Räder. Nr. 202. Jahrgang 1928. schweren Gehirnerschütterung und starken äußeren uno inneren Verletzungen nach Hause verbracht. Der Zustand ist sehr ernst und bedenklich. = Odenheim, 29. Aug. (Ein Motorradunfall.) Beim Ausweichen vor einem Radsahrer kam ein Motorradfahrer an den Gemeindebrunnen und stieß mit solcher Heftigkeit an, daß der Fahrer sowie die ihn begleitenoe Frau sowie Kind abgeworfen wurden, glücklicherweise aber nur leichte Verletzungen davontrugen. Das Motorrad wurde stark beschädigt. = Heidelberg, 29. Aug. (Zehn Zahre Heidelberger Radiumquelle.) Heute, am 29. August, sind gerade zehn Fahre vergangen seit der Erbohrung oer Heidelberger Radiumquelle. Nachmittags um 4 Ut)T traf der Bohrer auf sie jetzt tätige Quelle. Es war eine schwere Zeit damals, der August 1918. und schwer war oft auch der Weg, den in den nachfolgenden zehn Jahren diejenigen zurücklegen mußten, die sich um die Quelle mühten. In diesem Jahre aber ist nun durch die Eröffnung des neuzeitlich eingerichteten Heidelberger Radiumbadcs, Las sich bekanntlich sehr gut eingeführt hat. ein Markstein für eine neue und hoffentlich schöne Entwicklung gesetzt worden. = Schwetzingen, 29. Aug. (Beginn der Hopfen- und Tabakernte.) Gestern wurden in Schwetzingen die ersten Hopfen ein- gebracht. Die Hopfenpflücke wird in diesen Tagen allgemein beginnen. Wie wir von sachverständiger Seite hören, werden dieses Jahr nicht entfernt die Ernteergebnisse des letzten Jahres erreicht werden. Die Hopsenpflanzen haben durch die lange Trockenheit sehr gelitten. Die zweijährigen Stöcke, die im letzten Fahre eine volle Ernte brachten, haben in diesem Jahre sehr hoch angesetzt, der untere Behang fehlt fast ganz. Die Dolden sehen auch, ziemlich unscheinbar aus, sie sind flattrig und lose. Der Lupulingehalt der diesjährigen Hopfen dürfte aber sehr gut sein. — Auch die Tabakernte, die ausgangs dieser Woche beginnen wird, erfüllt nicht alle Erwartungen. Den Tabakfeldern fehlte der Regen, (die Pflanzen haben sich nicht voll entwickeln können, die Blätter blieben klein und sind wahrscheinlich etwas fester in der Struktur. Heber die Qualität des diesjährigen Tabaks läßt sich jetzt noch nichts sagen. Die Menge bleibt, wie beim Hopfen, erheblich hinter der letztjährigen Ernte zurück. ** Mannheim, 30. August. (Selbsttötung.) In der Nacht zum Dienstag hat sich hier ein 19 jähriges Dienstmädchen aus Ried in Niederbayern ln der Küche ihrer Dienstherrschaft durch Leuchtgas vergiftet. Der Grund zur Tat ist nicht bekannt. ** LudwiSshase«, 90. Aug. (Tödlicher Sturz.) Am DienS» tagmittag wurde in dem Keller einer Wirtschaft der 73jäh- rige Pensionist und Invalide Hatzenbühler aus Ludwigshafen tot aufgefunden. Die Ermittlungen ergaben, daß der alte Mann beim Aufsuchen des Aborts bereits am Sonntagabend in den Keller gestürzt ist. Er geriet wohl in der Dunkelheit an die nicht verschlossene Kevertüre, stürzte die Kellertreppe hinab und trug eiven schweren Schädelbruch davon, der seinen Tod herbeiführte. ** Lndwigshasen, 30. Aug. (Unfall bei bet Arbeit.) Am Dienstag verunglückte in etnern Eiscngeschäft ein 37jähri- ger verheirateter Arbeiter aus Maudach, dadurch, daß ihm Eisenblechtafeln im Gewicht von 6 Zentnern auf das rechte Bein sielen. Das Bein wnrde erheblich gequetscht. Der verunglückte wurde durch die Rettungswache in seine Wohnung gebracht. ** Karlsruhe, 90. Aug. Am Dienstag fuhr auf der Landstraße zwischen Linkenhetm und Hochstetten ein Ztgarren- fabrikant aus Mannheim mit seinem Personenkraftwagen an einen Baum, wobei, das Fahrzeug vollkommen zertrüm- dert wurde und er sich selbst schwere Verletzungen zuzog. Die Schuld an dem Unfall trägt sehr wahrscheinlich ein Lastkraftwagenführer, der mit nichtabgeblenöeten Scheinwerfern aus entgegengesetzter Richtung kam. .Ein kurz hinter dem Verunglückten folgender Kraftwagensührer von hier, der gerade von einer Fahrt nach Hochstetten begriffen war, und der Führer des genannten Lastkraftwagens mußten mit Stemmeisen arbeiten, um den Verletzten aus seiner hilflosen Lage zu befreien. Der Kraftwagenführer verbrachte ihn dann aus seinen eigenen Wunsch nach Mannheim. ** Karlsruhe, 80. August. (Festnahme eines schweren Jungen.) Vergangene Nacht zwischen 12 und 1 Uhr brach ein lediger 22 Jahre alter Schreiner aus Durlach, der zurzeit ohne festen Wohnsitz ist, in einen Schuppen in der Wie- senftratze in Durlach ein und stahl daraus ein Motorrad im Werte von 900 Mark. Er fuhr damit nach Karlsruhe in die Altstadt, wo er die Maschine für 500 Mark verkaufen wollte. Die bestellten Käufer hatten sich jedoch noch nicht eingefunden, und so brachte der Einbrecher sein Diebesgut in den Hauseingang eines Hauses in der Zähringer Straße. Mittlerweile war die Polizei verständigt worden. Zwei Beamten der Wache Karl Friedrichsstraße gingen auf die Suche nach dem Täter und trafen ihn vor der Retchsbahndirektion in der Lammstraße. Da er jede Auskunft verweigerte, nahmen sie ihn fest und wollten ihn auf die Wache bringen. Auf dem Wege dorthin schlug er aber nach allen Seiten aus und leistete solchen Widerstand, daß die Beamten von ihren Gummiknüppeln Gebrauch machen mutzten. Von privater Seite war das Notrufkommando verständigt worden, welches den Festgenommenen auflud und nach der Wache verbrachte. Dort stellte es sich heraus, daß es sich bet dem Täter um einen mehrfach bestraften und erst vor kurzem aus dem Moabiter Gefängnis entlasienen Mann handelt. Im Verlauf der Einvernahme gab er mehrere Fahrraöütcbstähle sowie einen Raub und einen Raubversuch in Berlin zu. Außerdem hatte er angeblich die Absicht, in nächster Zeit einen größeren zu führen. Als Helfershelfer wurden von der Polizei vier Personen in ihren Wohnungen festgenommen. ** Lörrach, 30. August. (Ein Bein abgeschlagen.) Beim Neubau des evangelischen Gemeindehauses verunglückte der 25 jährige Arbeiter Litschgt dadurch, daß ihm beim Aufziehen von Materialien durch Rückschlag des Auszugs ein Bein abgeschlagen wurde. ** Kandau, 30. August. (Freigelasien.) Der Landwirt Gg. Beck aus Fischbach, der am 18. Agustu von der französischen Gendarmerie auf dem Schießplatz Ludwigswtnkel wegen des Besitzes von Jnfanteriegewehrkugeln festgenommen worden war, wurde jetzt nach Stellung einer Kaution auf freien Fuß gesetzt. Die Verhandlungen vor dem französischen Kriegsgericht finden im September statt. ** Kaiserslautern, 30. August. (Folgenschwerer Streit.) Am Sonntag abend gerieten einige von der Hohenecker Kirch- wethe hcimkehrenöe Personen in Streit, in deffen Verlauf der 24 Jahre alte Emil Gtlcher seinen Gegner mit einem Taschenmesser einen lebensgefährlichen Stich in die linke Brustseile versetzte. Der Täter wurde festgenommen. — Wachsee bei Speyer, 29. Aug. (Ein Doppelmord.) Wie jetzt erst bekannt wird, hat der 26 Fahre alte Fabrikarbeiter Theodor Jakob Münch von hier, ber in der letzten Zeit erwerbslos war, in der Nacht zum Montag im Walde an den Rhein- onlagen, unweit von Waldse«, seine Ehefrau ermordet. Nach der Tat begab er sich nach Haufe uno tötete sein zweijähriges D« Lanvvote * Sinsheim» Sei«». Donnerstag, den 30. August 1928. Kind. Der Grund der Tat ist in Familienstreitigkeiten zu suchen. Der mehrfache Mörder flüchtete. Er wurde gestern früh 5 Uhr noch gesehen, als er auf der Altrlper Fähre über den Rhein flüchtete. Der Unmensch war wiederholt vorbestraft, ist 1,80 Meter groß, kräftig, hat finsteren Blick und stupioes Aussehen. Bei evtl. Auftauchen Meldungen an die Kriminalpolizei Speyer. Zur Nlullat in Waldsee Ludwigshafen, SO. August. Zu der schweren Bluttat, die sich am Sonntag abend in Waldsee ereignete, werden noch folgende Einzelheiten bekannt: Der 26 Jahre alte Fabrikarbeiter Theodor Jakob Münch aus Waldsee war als unfreundlicher, roher Mensch bekannt, der mit seiner Frau dauernd in Unfrieden lebte. Als er vor 9 Wochen seine Arbeit als Transportarbeiter bet den Giulini-Werken niederlegte, nahmen die Streitigkeiten zwischen den beiden Eheleuten immer mehr überhand, so daß man sich am Sonntag abend wunderte, als Münch mit (einer Frau scheinbar im besten Einvernehmen auf dem Festplatz des Raüfahrervereins Waldsee erschien. Als die Dämmerung hcreingebrochen war, entfernte sich Münch mit seiner Frau dem Walde zu, wo er sie erwürgte. Die Leiche schleppte er dann dem Rheindamm zu und versteckte sie im dichten Gehölz. Nach ber Ermordung seiner Frau begab sich Münch in seine Wohnung, um auch sein zwei Jahre altes Kind zu erwürgen. Hierauf ergriff er die Flucht. Montag früh sah man ihn noch in Altrip, wo er sich mit der Fähre übersetzen ließ. In Neckarau soll er sich dann Line Fahrkarte nach Schwetzingen gelöst haben. Seine Spur wird eifrig verfolgt. Als am Montag morgen Frau Münch nicht, wie verabredet, bei einer Bauernfamilie zum Tabakbrechen erschien, suchte man im Hause nach ihr, ohne jemand zu finden. Danach wurde dann die Gendarmerie alarmiert, die dann die Leiche des Kindes entdeckte und auch die Frau nach einer kleinen Streife im Walde tot auffand. Die Ermordete hatte einen guten Ruf: sie war dauernd außer dem Hause tätig, um für sich und ihr Kind den Unterhalt zu verdienen. Tödlicher Unglückssall i» einem Eiskeller. Lörrach, 30. August. In dem Eiskeller der Brauerei Lasser ereignete sich gestern ein schwerer Unglücksfall. Vier Arbeiter waren mit dem Abhauen von Eismassen beschäftigt. Plötzlich löste sich ein großes St„ck Blockeis los uni traf den 25jährigen Arbeiter Lorenz Erlenbach so unglücklich am Kopf, daß der Tod sofort eintrat. Die neben dem Verunglückten beschäftigten Arbeiter wurden zur Seite geschleudert und erlitten leichtere Verletzungen. Der Tot« (tan«» kurz vor setner Verbrtratunp Eine mutige Tat. Eine bewunderungswürdige Rettungstat wurde am Montag in Biebrich beobachtet. Beim Platzwechseln im Paddelboot aus dem Rhein kippte oas Boot um und die Insassen, ein Ehepaar und ihr vierjähriges Kind, fielen ins Wasser. Da keiner von ihnen schwimmen konnte, gerieten sie in höchste Lebensgefahr. Ein am Ufer auf dem Rade vorbeifahrender junger Mann, der seinen Terrier bei sich führte, wurde aufmerksam, sprang in den Rhein und rettete die beiden Erwachsenen, während der kleine Hund das Kind unversehrt ans Land brachte. Ehe die Verunglückten ihren beiden Rettern danken konnten, war der junge Monn mit seinem Rade und seinem Hunde unerkannt davongefahren. Flugzeugabsturz über Wilhelmshaven Wilhelmshafen, 30 .August. Ein Metalleindecker stürzte Dienstag abend gegen 19.30 Uhr über Wilhelmshafen ab, als er, von Norderney kommend, in der Nähe des Strandes das alte Tor Heppen überflog. Das Flugzeug wurde vollständig zertrümmert. Nur dadurch, daß das Flugzeug in den Wallgraben des alten Tores fiel und von den beiden Böschungen aufgefangen wurde, erklärt es sich, daß die beiden Insassen mit leichteren Verletzungen davonkamen. Nach Erkundigungen bei der Lufthansa handelt es sich nicht um ein Flugzeug dieser Gesellschaft. Der Tod im Schacht Oelsnitz im Erzgeb., 30. August. Auf Schacht II der Gewerkschaft Deutscher Kaiser wurden zwei Häuer durch herabstürzende Kohlenmaffen verschüttet. Erst nach stundenlanger angestrengter Arbeit konnten beide nur als Leichen geborgen werden. Die beiden Verunglückten hinterlassen Frau und Kinder. In der Betriebsabtetlung Jöa der Gewerkschaft Deutscher Kaiser wurden infolge vorzeitigen Losgehens eines Spreng- schufles zwei Arbeiter schwer verletzt. Sie mußten ins Krankenhaus gebracht werden. __— Braud bei den -eutsche« Edelftahlwerkeu Bochum, 30. August. In der Nacht zum Mittwoch brach in dem Hauptlager der Deutschen Edelstahlwerke A.-G. ein Brand aus, der das ganze Metallager und das Lagermaterial vernichtete. Keine Brandstiftung im kroatischen Banernheim. Wien. 30. August. Aus Agram wird gemeldet, daß die Gerichtskommisston, die den Brand im Heim der kroatischen Bauernpartei in Seljackidom untersuchte, der Auffassung ist, daß es sich nicht um Brandstiftung handelt. Die leicht entzündbaren künstlichen Blumen müssen durch brennende Kerzen Feuer gefangen haben und so den Brand verursacht haben. In Agram wird das Gerücht verbreitet, daß Dr. Krnje- witsch im Laufe des Tages bei seiner Rückkehr von der Tagung der Interparlamentarischen Unton in Berlin aus Geheiß der Belgrader Regierung an der Grenze verhaftet werben soll. Jedoch hält man in politischen Kreisen ein derartiges Vorgehen Belgrads für ausgeschlossen, zumal Dr. Krnjewitsch durch seine Abgeordneten Immunität geschützt ist. Drei Häuser eingestiirzt. — Bisher sieben Tote. London, 30. August. In Shelby in Nordkarolina stürzte am Dienstag ein Block von drei Häusern ein. Von de« unter den Trümmern begrabenen Personen wurden bisher sieben als Leichen geborgen. Man glaubt, daß sich noch Verunglückte unter den Schuttmassen befinden. Eine Masse-Ausstellung. In London, der Stadt der vielen Vereine, gibt es auch einen Verein, der sich „National-Mouse-Club" nennt und dessen Mitglieder sich ausschließlich mit der Züchtung interessanter Mäufearten befaffen. Aus einer von dem Klub kürzlich veranstalteten Ausstellung waren 170 Mäuse zur Schau gestellt, von denen auch nicht eine zu den zahlreichen Gattungen der gewöhnlichen Haus-, Feld- und Wiesenmäuschen gehörte. Besonders interessant war eine Züchtung von Mäusen als Pelztiere. Diese Luxusmäuse waren in verschiedenen Farben vorhanden, in reinweitz, in gelb, in rehfarben, aber auch in perlmutterbraun, silbergrau und schokoladenfarbig oder schwarz. Auch scheckige waren darunter. Für die schönsten dieser Mäusearistokratinnen waren ein Ehrenpokal und Geldpreise von beträchtlicher Höhe gestiftet. Ter Klub hat sich das Ziel gesetzt, die Verwertung der Maus als Pelztier zu fördern, da das kleine aber sehr dichte, glänzende und weiche Fell dieser zierlichen Nager sich vorzüglich zur Herstellung hochwertiger Pelzwaren eigne. Entgegen der sonst bei Mäusen zu beobachtenden Ruhelosigkeit und Scheu, benahmen sich diese gepflegten und hochgezüchteten Ausstellungsobjekte äußerst gesittet und zutraulich, io daß die große Anzahl der Aussteüungsbesucherinnen ihre typisch« weibliche Scheu vor den niedlichen Tieren fast ganz verloren und die Käfige mit den prämiierten Schönheiten be- wundernd umstanden. Die Eifenbahnunsälle, die man tm Film steht, werden gewöhnlich mit kleinen Modellen bewerkstelligt. Um besonders realistische Aufnahmen zu erzielen, ist eine englische Gesellschaft von diesem Brauch abgewichen und hat kürzlich die Entgleisung eines Zuges aus der 'vollen Wirklichkeit aus die Platte übertragen. Zu diesem Zwecke erwarb sie eine alte Lokomotive und sechs Wagen und mietete ein Nebengleis der englischen Südbahn für einen Tag. Die alte Maschine und die sechs Wagen bildeten den Zug, den der Bösewicht der Handlung zur Entgleisung zu bringen beabsichtigte. Alle Vorbereitungen wurden sorgfältig getroffen. An einer Kreuzung,, die der Zug zu passieren hatte, versperrte eine mit roter Erde beladene Lore den Weg. Etwa 1500 Meter von dieser Stelle entfernt, wurde der Zug aus einer ziemlich abschüssigen Strecke in Bewegung gesetzt. Lokomotivführer und Heizer (prangen ab. sobald sie Dampf gegeben hatten und der Zug sauste los. Bei dem Zusammenstoß ging die Lore in tausend Stücke. Die rote Erde wirbelte wie bei einer Bombenexplosion in die Luft. Die Lokomotive entgleiste und fiel zur Seite. Die Wagen schoben sich ineinander und bildeten einen wüsten Hausen. Als von dem Kessel der Maschine keine Explosion mehr drohte, begaben sich die Schauspieler, die die Fahrgäste zu spielen hatten und die nun in Tätigkeit traten, zu dem Wrack. Zwanzig photographische Apparate waren auf den Zug während der Unglücksfahrt gerichtet, teils in Hauhaufen versteckt, teils hinter grünen Zweigen verborgen. Auf der Maschine war eine selbsttätig arbeitende Kamera aufgestellt, die zweifellos sehr interessante Bilder ausgenommen hat. Ob die Aufnahme die Entgleisung heil überstanden haben, mutz allerdings erst noch festgestellt werden. Die kostspielige Billardpartie. Die Amerikaner leben zwar in einer Republik und sind stolz auf ihre republikanische Gesinnung, die sie bei jeder Gelegenheit betonen, das hindert sie aber keineswegs, dem Fürsten, Herzogen oder sonstigen gekrönten Häuptern daH brennendste Interesse entgegen zu bringen. Am englische» Hof werden alljährlich so und so viele junge Amerikanerinnen präsentiert, deren höchster und durch nicht geringe Opfer erfüllter Ehrgeiz es ist. mit einem Königsvaare, und sei es auch nur für kurze Zeit, die gleiche Luft zu atmen und mit den Vertreterinnen des alten englischen Adelsgeschlechtes mit einer tiefen Verbeugung vor den Majestäten vorbeizudefilieren, gleich jenen durch ein Lächeln und huldvolles Kopfneigen begrüßt zu werden. In Paris, das in den letzten Jahren zu einer förmlichen amerikanischen Kolonie geworden ist, aber auch Angehörige aller erdenklichen Nationen für längere ober kürzere Zeit Gastfreundschaft gewährt, ist cs in den Salons der guten amerikanischen . Gesellschaft ein unbedingtes Erfordernis, daß man wenig, stens eine kontinentale Fürstlichkeit als Gast aufzuweisen hat, wenn man „auf der Höhe" sein will. Als äußerst „schick" gelten auch russische Großfürsten und Prinzen, obgleich gerade diese zur Zeit gerade billig wie Brombeeren, d. h. in überreicher Anzahl vorhanden sind. Leider ist diese Vorliebe der reichen Amerikaner nicht immer vorteilhaft für sie. Ja, ein biederer und einfacher amerikanischer Geschäftsmann, der sich kürzlich eine Erholungsreise nach Paris geleistet hatte, mußte diese Liebhaberei sogar mit dem Verlust von 5000 Dollar bezahlen. Er hatte in einem Pariser Kafsee- hause, in dem sehr viele Russen verkehren, einen sympathi» Aen jungen Mann kennen gelernt, der ein vorzüglicher Billardspieler war. Man traf sich des öfteren, um eine Par- tie Billard zu spielen, und im Laufe der Bekanntschaft er- fuhr ber Amerikaner mit Entzücken, daß sein Bekannter ein veritabler russischer Großfürst sei. Die Freundschaft blühte und gedieh, und der Amerikaner trug keine Bedenken, ber königlichen Hoheit, die so leutselig und so vom Schicksal verfolgt war, bei einer momentanen Verlegenheit mit 5000 zurückerstattet werden sollten. Wer aber am nächsten Nack- zurückerstatet werden sollten. Wer aber am nächsten Nachmittag nicht zu der üblichen Billardpartie erschien, das war natürlich der russische Großfürst. Der Amerikaner wartete treu «nd lange, um endlich zu seinem Schmerze zu erfahren, daß er von einem stellenlosen russischen Kellner aeprellt worden war. Seine Vorliebe für russische Füsten ist seitdem erheblich abaeküblt Neueste amtliche Kurse vom 30. August 1928. mitgrteilt von der Bereinsbank, e. <5. m. b. H. Sinsheim. •dt««: Ablösungsschuld mit AuslosungSschetn ° ohne «uSlofnngSscheln . ttoahokHc Bah. Bank .... Xarmftöbter- und Rattoualbau« Deutsche Bank . Deutsche «ereluSbaul Dresdner Bank . Mitteldeutsche «redttbank ReichSbank Rhein. Ereditbank Sudi Südd. DlSconlo Gef. tUtgwecfc«. in »k 5 lrt »7,10 ln W 16» 1«5 102 167 1»» 302 126,25 136 VkHc* i» »/« 156,<0 272 Ul 114 Harprnrr Bergbau Salt Wefteregeln . . • Mannesman neöhreuwerle. . ManSsewer Bergb. u.Hütteuw Oberschi, «iseub. Bedars . . — f hönir Bergbau u.Hütteubelrieü 95,60 ajn>crt Heilbroan . . .195 Berlcinigle Königs» Laurahüll- — Kklicn ludxpr. SalnuimiK«: tn 0/0 A Ug. riektr. Stammaktien. ,180 Bad. Elektrizität Mannheim . — Bad. Maschinen Dnrlach . . 1«3 Sementtverk Heidelberg . . 15« Daimler Motoren ... 106 Dlsch. Bold- un Silberscheid«. »>«,50 «leklr. Licht und «rast . . *31 Smaill.und Slanzwerl Ullrich. 15,» 8 Karbenindnstrte . . . »««,«0 «ritzner Maschinen Durlach . Hl,SO Karlsruher Maschinen . . — Knorr Hetlbronu . « . !»»,»5 Mainkrastwerke Höchst . , 190 Reckarsulmer Fahr^uawerl« . 55,58 Schuckerl ttlettr. Nürnberg . 2*4,50 SetUnduprie Wolfs . . . — Südd. Zucker .... >44.50 Zellstast Waldhol SlamaMen . »«6,85 tUMem kcxkf*«« ScMUHMcfcmftettta: ainbueg. Amcrit. Pakeifahrt " iberg.Slraben-u. Bergbahn rddeul Lloyd •ntfw 162.25 61 153.26 »eld Rem-Kork i Dollar 4 lelO London l Pfund »0.339 t olland 100 Guide» 167.»» chweiz 100 Kranes so,6g Wien 100 Schilling 56.10 Paris 100 Franc 16361 Italien loo Lire 21 ,»» «tut 4,1*90 »,379 18839 8084 2» »2 14.40k 24.08 vwvKioenqiie. Schweinemarkt in Bruchsal vom 29. August 1928. Angrsahren wurden: Milchschweine 92. Läufer 53. Verkauft wurden: Milchschweine 80, Läufer 40. Höchster Preis für Milchschweine Paar 34.—, für Läufer 65.— RM. Häufigster „ „ „ „ 28.-, „ Niedrigster „ „ . . 24- . 60.- 45. 1 Karlsruher Produktenbörse vom 29. August 1 928. ' Abteilung Getreide, Mehl «ub Futter«iitel: Die letzten Tage haben wieder eine Aufwärtsbewegung am Brotgetreidemarkt gebracht. Die ausländischen Forderungen find etwas höher, Inlandsware ist stärker angeboten. DaS Geschäft bewegte sich in engen Grenzen. Nr. 202. Jahrgang 1928. Der Landbote * Sinsheimer Jetts»,. Donnerstag, den 30. August 1928. Süddeutscher Weizen, neue Ernte, 24.25—24.75, deutscher Roggen, neue Ernte, 23.25—24, Sommergerste, neue Ernte, je nach Qualität, 2fr-27.75, Futtergerste, je nach Qualität, 22—23, deutscher Hafer, je nach Qualität, neue Ernte 21.5 bis 22.5, Plata-Mais, bezugsscheinpflichtig, 21.5—22, Weizenmehl. Mühlenforderuug, 34—34.5, Roggenmehl, Mühlenforöerung, 33—34, Weizensuttermehl 17, Spezialfabrikate entsprechend teurer, Weizenkleie, fein. 14—14.25, Weizenkleie, grob 14.5, Biertreber, je nach Qualität, 18.25—18.75, Malzkeime, je nach Qualität, 17.75—18.25, Trockenschnitzel, neue Ernte, 14, Rapskuchen aus deutscher Saat, lose, 13—19.5, Erdnußkuchen, lose, 24.5—25, Kokoskuchen, 24.25—24.75, Soya-Schrot. Mannheim. Fabrikate, mit Sack, 22.25—22.5, Letnkuchenmehl, je nach Gehaltsgarant., 24.75—25.75, Speisekartoffel, gelbfl., neue Ernte. 12—12.5, iveißfl., 19—10.5. Ranhfnttermittel. Loses Wiesenheu, gut, gesund, trocken, neue Ernte, 9.5—19, Luzerne, je nach Qualität, neue Ernte. 11—11.5, Weizen-Roggenstroh, brahtgepretzt, neue Ernte, 5 bis 5.5. Alles per 190 Kilo, Mühlenfabrikate, Mais, Biertreber und Malzkeime mit, Getreide und Trockenschnitzel ohne Sack. Frachtparität Karlsruhe bezw. Fertigfabrikate Parität Fabrikstation. Waggonpreise. Kleinere Quantitäten entsprechende Zuschläge. Alle Preise von Landesprodukten schließen sämtliche Spesen des Handels, die vom Ankauf beim Landwirt bis »ur Frachtparität entstehen, und die Umsatzsteuer ein. Die Erzeugerpreise sind entsprechend niedriger zu bewerten. Abteilung Weine und Spiritnosen: Lage unverändert. Buhler Schweinemarkt vom 27. August 1928. Ausfuhr 322 Ferkel und 26 Läufer. Ferkel kosteten 30 bis 42 Mark und der höchste Preis 55 Mark pro Paar. Läufer kosteten 75 bis 149 Mark. Acherner Obstmark» vom 27. August 1928. Zwetschgen kosteten 26, Mirabellen 40, Aepfel 14 bis 16 Birnen 18 bis 25 und Pfirsiche 39 bis 45 Pfg. Bühler Obstmarkt vom 27. August 1928. Pfirsiche kosteten 29 bis 35, Frühzwetschgen 28 bis 81, Birnen 10 bis 30, Aepfel 12—20 Pfg. Turnen» Sport und Spiel. Arbeitersportbewegnng. Die erste und zweite Mannschaft des Arbeitergesangoerem Volkschor Sinsheim, weilte am vergangenen Sonntag anläßlich der Kirchweihe in Bückingen und konnte gegen den Sportklub gut abschneiden. Die Resultate sind: 1. Mannschaft 3:1 und 2. Mannschaft 6:1 für Böckingen. Die Spiele wurden im Rahmen des Arbeiterspottes durchgefühtt. Rach dem Spiele schwenkten Iung und Alt das Tanzbein, wodurch verschieden^ noch den Zug verspäteten, oder wollten, und erst am Montag nach Hause fuhren. Am kommenden Sonntag beginnen die Serienspiele der Endrunde. Das erste Spiel steigt gegen Wieblingen mit 2 Mannschaften. Frei Heil! Wetterbericht. Karlsruhe, 29. Aug. Das vom Azorenhoch losgelöste Teilhoch ist bereits bis zum oberen» Donaugebiet fortgeschritten. Unter seinem Einfluß ist Aufheiterung eingetre- ren, die aber durch restliche Randtiefs noch eine Unterbrechung erfahren werden. In der klaren Nacht sanken die Temperaturen tiefer als in den letzten Tagen. Auch das Tagesmittel lag 4,5 Grad tiefer als am Montag. Da sich die Randstörungen, die auch die Druckgegensätze innerhalb der von den britischen Inseln nordostwärts verlagernden Tiefdruckrinne weiter ausgleichen, wird bet südwestlicher Luftzufuhr die Aufheiterung morgen weiter sortschreiten und gleichzeitig zunehmende Erwärmung zur Folge haben. Charakterbeurteilung, Fähigkeiten, Neigungen, Talente, Krankheiten. Berufswahl etc. nach der Handschrift. Psychographologe-Karltrohe, Abademiestrasss 51 III. Herrn. K. Ritter 10473 Lösungen zu Hunderte von Orten in Baden, Pfalz, Hessen, Saargebiet, Rheinland, Thüringen sowie Leipzig, Nürnberg, München, Augsburg, Regensburg, Donaueschingen, Stuttgart, Freiburg, Rastatt, Karlsruhe, Wien etc. etc. bewiesen, daß der Sinn für Humor trotz kritischer Zeit nicht verloren gegangen ist und bestätigten unsere vielgerühmte Popularität. Das Preisgericht hat fol gend» Einsendungen einstimmig prämiert: 1. Preis: 1 eleg.Wohnküche „Heimglück“ Wert 500.- Vor 25 Jahren schon, da ich — wie Du — gefreit Kauft Möbel ich bei Kupfermann und bin noch Kunde heut I Eingesandt von Frl. Guste Hopfner, Kaiserslautern, Ottostr. 8 2. Preis: 1 eleganter Klubdiwan . . ... Wert 185.- Seit 25 Jahren vertrau ich nur mehr zwein: Kupfermanns Möbel und dem Pfälzer Wein. Eingesandt von Frl. Liesl Eichhorn, Gimmeldingen 3. Preis: 1 entzückende Dielengarnitur Wert 95.- ... und Charleston können Sie tanzen! ? ... doch wie stehen Ihre Finanzen ? 7 Als ich freien ging — es sind nun 25 Jahr Bezahlte ich bei Kupfermann die Möbel gleich in bar. Eingesandt von Herrn Fritz Grösch, Mannheim, Luisenring 54. 4. Preis: Albert Junker, Haßloch, Prinz Ludwigstr. 9, 5. Preis: Karl Mohr, cand. phil Heidelberg, Hauptstraße 127, 6. Preis: E. Becker, Speyer am Rhein, 7. Preis. Irma Herkert, Ludwigshafen, Schlachthofstraße 34, 8. — 20. Preis Friedr. Holäcker,: Landau, Vogesenstraße 29, Adam Wanger, Neustadt, Hauptstraße 42, E. Braun, Gleisweiler, Elisabeth Trippmacher, Ladenburg, Gretel Wiegand, Lampertheim. Bahnhofstraße 3, Monika Trautwein, Brühl, Hildastraße 18, J. Brück, Pirmasens, Luisenstraße 32, Gertrud Nullet, Annweiler, Zweibrückerstr. 341, Irma Leibig, Schwetzingen, Kurfürstenstraße 22. Alfons Mayer, Schifferstadt, Burgstraße 57, Alma Wiebe, Eberbach, Alte Dielbacherstraße 5, Karl Stichele, Reilingen, Hockenheimerstraße 46, Richard Haffner, Kandel, Pfalz. Wir haben uns auch entschlossen, die Gewinnerin des I. Preises zur Teilnahme an dem am 31. August, nachm, anläßlich der Jubiläumsfeier UM 1. September stattfindenden Reklameflug „Rund um Mannheim“ mit linzuladen. — Herzlichen Dank an Alle für die anlässlich unseres Jubiläums tausend- ach gegebenen Sympathiebeweise. Im zweiten Vierteljahrhundert wollen wir noch mehr denn je die soziale Aufgabe erfüllen, allen Kreisen des Mittelstandes „Das wohnschöne Heim für wenig Geld" zu schaffen,' getreu unserem Grundsatz: Gute Ware empfiehlt sich von selbst. Die würdigste Feier und der erste Beginn sei unser heutiges • Jubiläums-Angebot: 429 .- Schlafzimmer „Raumkunst“ 3-tür., 180 cm br., Spiegelschrank mit 3 Schu bkasten, Schnitzerei . JubUäumspreis 695.-, 595,-, 525 - Wohnkiiche „Hausfrieda“, naturlasiert, pr chtvolles Modell, RAR 13-teilig mit Sternschliffglas, Linoleumplatte . - 475.-, 425.-, 355.- Wohnzimmer „Immergiiick“, Eiche gebeizt, elegantes Modell, ^Rdh^l 1 Büfett, 1 Kredenz, 1 Ausziehtisch mit Steg, 4 Lederstühle 795.-, 645.-, Herrenzimmer „Wohnstolz“, Eiche dunkel, aparte Ausführung, 1 Bücherschrank, 3 lür., 1 Diplomatenschreibtisch, 1 Herrenzimmer- tisch, 1 Sessel, 2 Lederst, echt Leders, herausnehmb. 745.-, 675.-, 545 B* Auf sämtliche Sonderpreise bei Bar bis 21.9. 28 10/o Jubiläumsrabatt Ein Sensationsangebot • würdig des groüen Ereignisses! Bequemste Teilzahlung gestattet ^ ! Ru i aiieferu ng aller ortz frei Hans ! ^ • ^ — Ca. 4000 ~ Meter Ausstetlungs- und Lagerräume — ^ Ratenabkommen mit der Bad. u. Bayer. Beamtenbank. MÖBEL Mannheim, F 4,1-3 KUPFERMANN Zweiggeschäft: E 4,1 (Planken) Führendes Haus für gediegene Mittelstands - Einrichtungen Auswärtige Fahrtvergütung! Jeder Käufer zxhäit ein praktische: Geschenk! Mehrere (50 Ar) darunter 13 Ar Wiese, ans 6 Jahre ad Martini 1928 zu verpachten. Nähere Auskunft erteilt Frau Wilhelm Link Witwe Alte Poststraße. Holen Sie Ihren EinmadiE[[ig in der Richard Wagner-Drogerie. Rechnungssoruwlare liefert Svecker'sche vachdrackerei 3hr Schicksal Zuverlässige Aufklärung betr. Beruf, Liebe, Ehe, Lotterie usw. Geburts-Datum u. Rückporto erb. Astrolog Siebert. Tilsit. Wasierstraße 4. F einste Bismarckheringe frisch eingetroffen Gebrüder Krell Telefon 301. ri fegt Ä de/i Schmutz hinweg! Ata ist preiswert und gut! Ata ist das gute Scheuermittel! Für die Reise Wanderungen und das Wochenende unerlählich Chlorodont-Zahnpaste und die dazugehörig« Thlorodont-Zahnbürste mit gezahntem Borsten- schnitt zur Beseitigung fauliger, übelriechender Speise, reste in den Zahnzwischenräumen und zum Weitz- putzen der Zähn«. Die ges. gesch. Chlorodont- Zahnbttrste von bester Qualität, für Erwachsene 1.25 äJit, für Kinder 70 Pf., ist in blau-weiß- grüner Originnl-Chlorodontpackung überall erhältlich. ?APF Owiefett würzt das Futter nilittfctrJsi'Fu'tter- reizt die Freßlust. Die Tiere Wurz« freuen sich, wachsen schneller ü. bleiben gesund. Mischung 8 nur für Schweine. Mischung V für alle anderen Tiere. --— Probesäckchen OltzPfund 3.50 RM. frei Nachnahme. Verlangen Sie Prospekt bei der Nährmittelfabrik ». 3a|f, 3eLH«»etth«h (Baden). Weltruf! haben die Absetzferkel der echt, mit Oldenburgern durchgezüchteten westfälische« Edel» raffe, langgestreckt, breitbucklig und mit Schlappohren. Die besten zur Zucht und Mast. Liefere hiervon jeden Posten freibleibend. 6— 8 wöchige Mk. 8—12,10—12 wöchige MK.I6—20 8-10 .. Mk. 12-16,12-15 „ Mk. 20-24 pro Stück, sowie größere LLuferschweine billigst nach Gewicht per Nachnahme ab hier. Es kommen nur erstklassige, kerngesunde, tierärztlich untersuchte Tiere direkt ab Züchterstall, daher frisch und widerstandsfähig zum Versand. Garantie für gesunde Ankunft auch noch 14 Tage nach Empfang. — Das feit 1890 langjährige Bestehen unserer Firma, sowie unzählige Dankschreiben und Nachbestellungen von langjährigen Kunden beweisen di« streng reelle und fachmännische Bedienung. NiemmvsFerkelversand. Wiudelsbleichei. W- Seither das größte und älteste Geschäft am Platze. »y»» wy« •Jf* j «fw Anfertigung von Schwarz- u. Buntdruck Feine Ausführung Rechnungen Briefbogen Mitteilungen Couverts Adreß- und Postkarten Plakate Programme Einladungen, Ballkarten Verlobungs- Grafulafions- Vlslt- und Trauerkarfen Menus Statuten usw. mttmmiHtH niniiinnnnmnmnn pi |i G. Becker'sehe Budndruckerei, S1 nsheim K e Schriftleitnng: y Becker: Druck mck Verlag: ff. Brckerfche Buchdruckerei in Sinsheim,