Erscheint täglich «M Ausnahme der Feiertage Brzugs-Preis: Dnrch die P ost bezogen und durch Ge» Briefträger und unsere Austräger frei ins Laus Monatlich Goldmark!.60 : Bezugspreis ist im Voraus zu entrichten. I» Fällen von höherer Gewalt »rfteht kein Anspruch auf Liefer- M>O der Zeitung oder aus Rück- »ahlung des Bezugspreises. »«schäftszeit i/*8 biS 5 Uhr Sonntag« geschloffen. »Mnsprech-AnschUch Nr. 48» Postscheck-Konto WMchnnche Rr. 8803 Dev Lanöboie 5'lnslreimer Zeitung Generalanzeiger Mr K/enz-unö Lcirwarzlxlclrta! Heltelte und verfcreitetlt« Leitung dieser Gegend. h»upt-Sn)«gen-SlLtt UlLcdentl. veiiagen, Sin £Udt in die vielt » Die BrunnenTtub* » Hu» dem RtiA der CQodt • Ratgeber für Baas- o. Caady trtf d x Tt Anzeigen-Preise: Anzeigen: Die 33 mm breit» '..'UUmierer-Zeile 6 ^ülöpfi.. Reklamen: Die 92 mm breite Millimeter-Zeile 20 Goldpfg. Grundschrift im Anzeigen- und ^ Textlei: ist Petit. 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Die Maringbesatzung i n Lakehurst hat alle Mühe, die unermeßlichen Menschenmassen in Bewegung zu halten und aus dem Hangar heraus zu bringen, um den bereits vor dem Eingang der Ricfenhalle sich stauenden Massen Gelegenheit zum Eintritt zu verschaffen. Auch heute darf niemand das Innere des Luftschiffes betreten, aber es ist eine Ballustrave gebaut, die an der Gondel entlang läuft und Einblick in die Kabinen, den Führerstand und in den Salon erlaubt. „Los Angeles" und „Graf Zeppelin" liegen noch beide im Hangar, jedoch verlautet bestimmt, daß die „Los Angeles" am Sonntag abend, wenn die Menge sich verzogen hat, aus der Halle herausgenommen und einen Probeflug, wahrscheinlich nach St. Louis, antreten wiro. Als voraussichtlicher Ab° flugstag des „Graf Zeppelin" zum Amerikaflug, ist unverändert der Donnerstag festgesetzt. Dieser Zeitpunkt dürfte, wenn nicht die Wetterlage ein Herausbringen des Luftschiffes aus dem Hangar verhindert, auch eingehalten werden, da die Reparatur des Horizontalsteuers rüstig fortschreitet. Gestern verbreitete Gerüchte, wonach Lindbergh Dr. Eckener auf seinem Amerikaflug begleiten werde, wurden heute dementiert. Lindbergh hat eine Einladung zur Bärenjagd nach Mexiko angenommen und wird so 14 Tage von den Vereinigten Staaten abwesend sein. Eckener« Pläne. Luftpostdienst mit vier Luftschiffen. Washington, 21. Okt. Bei dem Begrüßungsfest des National Preß Klub, dem die bedeutendsten politischen Tagesschriftsteller und Redakteure Amerikas beigewohnt haben, führte Dr. Eckener in längerer Rede aus, fein nächstes Ziel fei die Erreichung einer größeren Geschwindigkeit, um die Fahrtdauer gegenüber den Seeschiffen auf die Hälfte herabzudrücken und aus bösen Wetter- Paris, 22. Oktober. Der Unterredung zwischen Poincars, Churchill und Parker Gilbert scheint doch eine größere Bedeutung zuzumesien zu sein, als es die Pariser amtlichen Kreise vorerst wahrhaben wollen. Hier wird erklärt, der gemeinsame Gedankenaustausch zwischen den drei Persönlichkeiten habe die Lage geklärt und ermöglicht, Entwürfe und Gegenentwürfe abzuwägen. In Paris unterstreicht man als eins der wesentlichsten Ergebnisse der Besprechung den Wunsch, die kommenden Reparationsverhandlungen loyal zu einem guten Ende zu führen. Es bestätigt sich, daß nach der Sitzung im Finanzministerium in der Pariser englischen Botschaft ein Frühstück Churchill, Parker Gilbert und den Bankier Pierpont Morgan vereinigt hat. Man wird wohi nicht fehlgehen, wenn man daraus den Schluß ableitet, daß die amerikanischen Finanzintereffen eine bedeutende Rolle bei der Revision des Dawesplanes spielen dürften, abgesehen davon, wie sich das amtliche Amerika zu der Frage stellen wird. Vor der Rückreise nach Berlin hat Par- ker Gilbert übrigens in der Bank von Frankreich eine fast dreistündige Unterredung mit dem ihm befreundeten Gouverneur der Bank, Moreaux, stber di« Frage der Reparationen «ad der end- gstltigea deutschen Schuld gehabt. Bereits im Vorstadium der Reparationsverhanüluugen scheinen fich ihre Rückwirkungen auf die französische Schuldenpolitik anzukündigen. Wenn man dem „Oeuvre" glauben darf, wird Poincarö demnächst das Parlament auffor- dern, das Mellon-Berenger-Abkommen zu ratifizieren. Das Blatt ist zwar nicht als Sprachrohr der Regierung anzusehen, hat vielmehr verschiedentlich gegen die Politik Poin- carss scharf Stellung genommen, es liegen aber doch viele Anzeichen dafür vor, daß die Voraussagen des Blattes zu- treffend sind. Unter Hinweis auf die Schwierigkeiten, die deutschen Obligationen ohne Mitwirkung des amerikanischen Marktes unterzubringen, und unter Hinweis daraus, daß die amerikanischen Banken zur Mobilisierung nur au? Weisung des Weißen Hauses bereit sein dürften, schreib: das „Oeuvre" u. a.: „Angesichts dieser Schwierigkeiten will Poincars unseren Erkundigungen zufolge von den Kam mern die Ratifizierung des Mellon-Berenger-Abkvmw.ens verlangen, das wir durchführen, obwohl es noch nicht rat' siziert ist, wie wir auch das Abkommen Caillaux-Churck» durchführen. Poincarö wird dahin plädieren, daß Fr reich im kommenden August, wenn es nicht ratifizier die 400 Millionen Dollar seiner Handelsschuld 1A" oerühmten amerikanischen Stocks: Alte Socken, Rasierseife, Kaugummi usw.) zu bezahlen haben wird, di-, wenn es ratifiziert, auf seine Schuld geschlagen, nur noch z: ri vom Hundert anstatt fünf vom Hundert Zinsen tragen wird." Gleichzeitig glaubt die „Ere Nouvelle" von einem Kompromißvvrschlag sprechen zu könne«, den Parker Gilbert der Reichsregierung unterbreiten werde «nd demzufolge das Reich auf den Vorteil der Transfer- — Rekordbesuch in Lakehurst. winkeln schnell entfliehen zu können. Dieses Ziel sei durch stärkere» Maschinen leicht zu erreichen. Der „Graf Zeppelin" habe mangels einer geeigneten Bauhalle nicht stärker ausgeführt werden können. Dr. Eckener erklärte ferner, er erstrebe zunächst die Einführung eines Luftpostoienstes mit vier Luftschiffen mit 2V° tägiger Fahrt- dauer, so daß alle vier Tage ein Luftschiff in jeder Richtung starten und die Post schneller als jeder Schnelldampfer befördert werden könne. Die Post sei rentabler, und wie er scherzend hin- zufügie, nicht so nervös wie die Passagiere. Die neuen Luftschiffe würden etwa je zwei Millionen Dollar kosten. Dazu kämen zwei Lustschiffhäfen zu je drei Millionen. Insgesamt seien 14 bis 15 Millionen Dollar erforderlich, um dieses Kapital zu erhalten, müsse bei den Finanzleuien Vertrauen in die Sicherheit und Rentabilität der Zeppeline geschaffen werden. Die Reparaturen am „Gras Zeppelin" oürften etwa am 29. Oktober beendet sein. Dr. Eckener und seine Begleiter sind gestern nachmittag nach Acron abgereist, wo heute eine Besprechung mit Paul N. Lichtfield, dem Präsidenten der Zcppelin-Goodyear-Eo. stattfinoet. Bor der Abreise erklärte Dr. Eckener, er habe an Henrv Ford eine Einladung zur Teilnahme an dem Rundflug ergehen lassen, dm er sofort nach Beendigung der Reparaturarbeiten antreten werde. Dr. Eckener dementiert. Berlin, 20. Okt. Nach einem Washingtoner Funkspruch des „L. A."> habe Dr. Eckener erklärt, daß alle Gerüchte aus der Lust gegriffen seien, nach denen Henry Ford und andere amerikanische Finanzgruppen mit ihm über die tzergabe von 14 Millionen Dollar für Zeppelinbauten verhandelten. Eckener sei allerdings von interessierter Seite gefragt worden, wie hoch die notwendige Summe zu veranschlagen sei, um einen Zeppelinverkehr zwischen Amerika und Deutschland in großzügiger Weise zu garantieren. Er habe daraufhin einschließlich der Hallcnbauten und anderer Dinge die Zahl von 14 Dollarmillionen genannt. Dadurch sei vermutlich das Gerücht ^entstanden, das aber, wie er nochmals betone, keinerlei ernste Grundlage habe. Heute begibt sich Dft Eckener nach Akron (Ohio), wo sich der Sitz der Goodyear Zeppelin Company befindet. Ueber Chicago wird sich Dr. Eckener dann nach Lakehurst zurückbegeben. Klausel znm Eintausch gegen die Aufhebung der finanziellen und territorialen Hypothek verzichten solle. Die deutsche Schuld werde danach in folgende»' Ausmaßen verringert: 1. Annuitäten zwei Milliarde,! anstatt 2,5 Milliarden, 2.30 Milliarden anstatt 40 Milliarden Mark. Dieser Vorschlag Parker Gilberts solle aber, wie das Blatt weircr sagt, nur Gültigkeit erlangen, wenn Frankreich sich bereit erkläre, die Abkommen Caillaux-Churchill und Mellpn-Berenger zu ratifizieren und unter der Bedingung der Kommerzialisierung der deutschen Schuld und infolge- dcffen der massiven Unterbringung der Obligationen des Dawesplanes. Weitgehende Einigung zwischen Paris und London Paris, 21. Okt. In den Kommentaren, die die Morgenblätter den Unterhaltungen Parker Gilberts mit Churchill und Poincars widmen, wird allgemein festgestellt, daß der Meinungsaustausch „wischen den am Reparationsproblem am meisten interesiierten beiden Gläubigerländern zu einer befriedigenden Annäherung der beiderseitigen Auffassungen geführt habe. Die Kommission werde wahrscheinlich in Berlin tagen, da sie dann alle Anskunftsmöglichkeiten über die Zahlungsfähigkeit Deutschlands zur Verfügung habe. Die Mitglieder der Kommission müßten noch ernannt werden. „Petit Parisien" stellt fest, daß die Besprechung im Finanzministerium einen ersten, allerdings sehr allgemeinen Mei- nungsaustauscb über die Art der endgültigen Regelung des Reparationsproblems gestattet Die Unterhaltung habe sich besonders auf die Zusammensetzung der Sachverständigenkommission erstreckt. Wie die „Chicago Tribüne" wissen will, beziehen sich die Vorschläge Parker Gilberts auf eine Verminderung der Gesamtreparationsschuld, eine freiwillige Verpflichtung Deutschlands, die verminderte Summe »u bezahlen und drittens die Aufhebung des Transferkomitees. Tie Reparationen würden so in eine Reihe mit gewöhnlichen Handelsverpflichtungen gestellt. Es sei auzuneh- men, daß Deutschland diese Regelung nicht erschwere, da sonst sein Handelskreöit geschädigt würde. Die Tatsache, daß Churchill Parker Gilbert nach Paris begleitet habe, laffe vermuten, baß England diesen neuen Plan billige. Es sei möglich, daß die Bereinigten Staaten aufgefordert würden, zwei Mitglieder als Sachverständige zu benennen, die jedoch nicht als Abgeordnete der amerikanischen Regierung der Konferenz beiwohnen würden. Der als halbamtlich bekannte „Excelsior: stellt erneut fest, daß Frankreich bereit sei, eine Herabsetzung der Gesamtreparationsschuld zu gewähren, jedoch nur soweit, als sich dies mit der Deckung der französischen Zahlungen an England und Amerika vertrage und der französische Hon. halt über ein Aktivsaldo für den Zinsenüienst seiner Anlei,,e» für die Aufbaugebiete verfüge. Ohne amtliche oder halbamtliche Mitarbeit Amerikas fei aber jede Hoffnung auf eine allgemeine und enogutnge Regelung vergebens. Der „Matin" weist darauf bin, daß Frankreich angesichts der großen Verwüstungen nicht wie England auf den Ersatz seiner eigenen Kriegsschulden verzichten könne. Indem Frankreich aber sich selbst mit den Reparationen für Personen belaste und sich mit der Erstattung der Schäden an Gütern begnüge, beweise großen Edelmut. Zum Schluß erklärt das Blatt, wenn Amerika sich zu keiner Kreditoperation hergeben würde, die Zahlungen Deutschlands sich auf eben so langen Zeitraum erstrecken würden, wie die an die Vereinigten Staaten. Das erpreßte Schuldbekenntnis. Greys Vorwort zu feinen Erinnerungen. London, 19. Okt. Zn einem Vorwort zu der neuen Auflage seines Buches „25 Fahre" äußert sich Loro Grey, der ehemalige Sir Eoward Grey und britische Außenminister bei Kriegsausbruch, über den Kricgsschuldartikc! im Versailler Friedensdiktat wie folgt: „Ich komme nun auf den Artikel im Vertrage von Versailles zu sprechen, der das Eingeständnis erpreßt, daß Deutschland und seine Verbündeten für den Kriegsausbruch verantwortlich wären. Die Frage, die wir uns vorzulcgcn haben, ist nicht, ob dieser Artikel der Wahrheit entspricht oder nicht, sondern ob er überhaupt in den Text eines Friedensvertrages ausgenommen werden dürfe, und ob der Effekt nicht verderblich war. Ich halte es für sehr bedauerlich, daß dieser Artikel in den Vertrag einem geschlagenen Feinde gewöhnlich als Selbstverständlichkeit ge- spruch auf Entschädigungen zu stützen. Aber für diese Zwecke war der Artikel nicht erforderlich, denn Entschädigungen werden von einem geschlagenen Feinde gewöhnlich als Selbstverständlich gefordert. Vom moralischen Standpunkt aus ist der Artikel zwecklos. Es hat keinerlei moralischen Wert. Individuen oder Nationen gewaltmäßig zu zwingen, Schuldbekenntnisse zu unterzeichnen. Langes Haar oder Bubikopf? Eine Rundfrage bei englischen Polttikern. Eine englische Zeitung veranstaltete kürzlich eine Rundfrage, ob die englischen Politiker bei den Frauen langes oder kurzes Haar bevorzugen. Fast alle Parlamentarier haben geantwortet und eine Majorität von zwei Dritteln hat sich für das lange Haar entschieden. Ein Lord antwortete, daß er sich hüten würde, Partei zu ergreifen, da seine Frau langes, seine Töchter dagegen kurzes Haar trügen. Lord Sydenham entschied sich für das lange Haar, da die Natur es lang gemacht habe. Ein anderer Lord mißbilligt das kurze Haar besonders bei älteren Frauen, weil kurzes Haar nur zu einem ganz jugendlichen Gesicht passe. Einige Abgeordnete haben sich natürlich der Abstimmung enthalten. So antwortete Lord Birkenhead, daß er zu alt sei, um sich für eine derartige Frage noch zu interessieren, und der konservative Abgeordnete Sir Ashton Putnal erklärte, daß in seinem Wahlbezirk über 35 000 Frauen seien, von denen sich etwa 25 000 bei der letzten Wahl für ihn entschieden hätten. Er würde einen »politischen Selbstmord begehen, wenn er durch eine Entscheidung in einer so wichtigen Frage ohne zwingenden Grund eine große Anzahl seiner Wählerinnen vor den Kopf stoßen würde. Dr. Hermes' Rücktritt als Delegationsführer Warschau, 22. Oktober. In sämtlichen Sonntagsblätter» wird die Nachricht aus Berlin verbreitet, daß die Demission des bisherigen Führers der deutschen Delegation für die Handelsvertragsverhandlungen mit Polen, Minister Hermes. demnächst bevorsteht. Als Nachsolger werden die Ministerialdirektoren Schmit und Posse erwähnt. Die polnische Presse bespricht diese angeblich bevorstehende Verändern«- allgemein mit sichtlicher Genugtuung. An zuständiger Berliner Stelle war eine authentische Er- klärnng zu dieser Meldung nicht zu erlangen. Lebt Kapitän Römer? Der deutsche Kapitän Franz Römer, der mit einem Faltboot über den Ozean fuhr und nach allgemeiner Annahme bei dem Florida-Sturm im September umgekommen sein soll, soll nach einstweilen noch unbestätigten Meldungen doch mit dem Leben da- 3n wenigen WMen Der Parteivorstand der Deutschnationalen BolkSpartet trat am Samstag früh zusammen, um die Möglichkeiten der Parteiführung durch ein Direktorium zu erörtern. * In einem Bortrag, den Sir Jostah Stamp in der Londoner Universität hielt, bezeichnete er es als merkwürdig, daß die Alliierten und andere Staaten Deutschland mehr Geld geliehen hätten, als Deutschland an Reparationen geleistet habe. Deutschland habe eine größere Leistungsfähigkeit gezeigt, als selbst der Dawesbericht annehme. 9 Der kommunistische Streikterror im Hamburger Hafen setzt sich fort. * Parker Gilbert wird der deutschen Regierung über daS Ergebnis seiner Verhandlungen in Paris Bericht erstatten. * Die Tagung des demokratischen Parteiausschusses hat am Samstag begonnen. » In Budapest fanden antisemitische Studentenkundgebungen statt. « In dem Primanermoröprozeß Hußmann fand am Sams- tax ein Lokaltermin in Gladbeck statt. Die Verhandlungen scheinen fich zugunsten Hutzmanns auszuwirken. * Das Reichskabinett wird in der nächsten Woche voraussichtlich z« der Frage der Fortführung der unterbrochenen deutsch-polnischen Hanöelsvertragsverhanblungen Stellung nehmen. __ Ein Kompromißvorschlag Gilberts? Die Variser Reparationsbesprechungen. Nr. 247. Jahrgang 1928. Der Landbote * Sinsheimer Zeitung. Montag, den 22. Oktober 1928. «ongekommen sein. Die Handelskammer in St. Thomas (Antillen) berichtet, Saß sich Römer angeblich, in einen kl i"en Ha en der dominikanischen Republik Haiti retten konnte, bevor der Sturm richtig losbrach. Der Name des Hafens wird nicht erwähnt. Zwischen zwei^Stühlen. Saarbrücken, 19. Okt. Niemand wird behaupten, daß cs sich da gut sitze. Indes wir deutschen Beamten an der Saar sitzen nun einmal so: nämlich zwischen unserm angestammten und geliebten Baterlano Deutschland und Frankreich, unter dem „schirmenden Fittich" des Völkerbundes. Den Saarbeamten wurde von deutscher Seite bei ihrem Uebertritt unter die Obhut der Saarregierung zugesagt, daß sie nie schlechter gestellt sein sollten, als die Kollegen im Reich. Seit einigen Jahren bleibt das Gehalt der Saarbeamten um ein Beträchtliches hinter dem der Beamten im Reich zurück: uno noch nie hat die Saarregierung es gelernt, mit sechs zu multiplizieren, d. h. den Beamten den deutschen Gehaltssatz nach dem Bankkurs in Franken zu zahlen. So sehr es uns als Deutsche freut, wenn sechs französische Franken «ine Mark sind, so sehr müssen wir freilich zurzeit unter dieser Tatsache leiden. So erklärt sich die Bemühung der Saarbeamtenschaft um eine rechtliche Klärung dieser Dinge, die im Spätherbst dieses Jahres zustande kam: Das Reichsgericht Leipzig erkannte den Anspruch oer Saarbeamten auf eine entschädigende Ausgleichszahlung durch Preußen, bezw. Bayern an. So wäre uns also geholfen! Weit gefehlt, die Saarregierung ist gegen die Ausgleichs- zahlung, Frankreich ist oagegen. Es erhebt sich der französische Ruf: Abstimmungsverfälschung, Bestechungsgelo! So verdunkeln sich die Begriffe des Rechts unter politischem Gewölk. Und wir müssen verweil aushalten — zwischen zwei Stühlen. Wir tun es in der festen Zuversicht, daß all die verlogene Gier, die aus Frankreich die Hand nach dem schönen und wirtschaftlich so wertvollen Lande ausstreckt, doch eines Tages zurückweichen muß vor der unerschütterlichen Wahrheit, daß wir an der Saar deutsch sind und deutsch bleiben wollen! Hugenberg Vorsitzender der Deutschnationalen Volksparlei Berlin, 22. Oktober. Die Vertretertagung der Deutsch- nationalen Volkspartet wählte am Samstag abenö nach einer eingehenden Aussprache über innere und organisatorische Fragen den Geheimen Rat Hugenberg, M. ö. R., zum Parteiführer. Hugenberg gab die Erklärung ab, daß er die Wahl annehme. Er bezeichnete es als ein besonderes Bedürfnis, dem scheidenden Parteivorsttzenden Graf Westarp den tiefgefühltesten Dank der Partei auszusprechen. Die Wahl des stellvertretenden Vorsitzenden dürfte erst auf einer neuen Vertretertagung erfolgen. Gedächtnisfeier für Karl Helfferich. Die deutschnationale Pressestelle teilt mit: „Die deutschnationale Parteivertretung setzte am Sonntag, dem Tage der Zerstückelung Oberschlestens durch das Genfer Abkommen, ihre am Sonnabend unterbrochene Aussprache fort. Sie wurde durch eine kurze, von Exz. Wallraf geleitete, die Teilnehmer tiefbewegende Gedächtnisfeier für Karl Helfferich eingeleitet. Dabei wurde der Karl Helfferich- Preis an den diesjährigen Preisträger, den Studenten der Rechte, Hans Georg von Ribbeck, übergeben. Die daran anschließende Aussprache wurde durch eine groß angelegte Red« des Parteivorsitzenden Geheimrat Hugenberg eröffnet, an die sich ein Referat des Fraktionsführers Graf Westarp schloß. Unter dem tiefen Eindruck beider R^en beschloß die Versammlung einstimmig, die Tagung ohne Aussprache zu schließen. Ueber die Beratungen bringen die „Bossische Zeitung" und andere Blätter tendenziöse Berichte mit drei erfundenen Einzelheiten. Die angebliche Aeußerung Geheimrat Hugen- bergs: „Seine Preffe werde schreiben, wie er cs wolle", ist reine Phantasie. Der Fall Lambach ist mit keinem Wort erwähnt worden. Es sind nicht 200, sondern 400 Vertreter anwesend gewesen. Mit anderen Angaben steht es ähnlich. Sie alle sind aus dem Wunsch geboren, die Einigkeit und Kraft der deutschnationalen Volkspartei von außen zu zerstören Diese Versuche sind zwecklos. Ergebnis des Volksbegehrens in zehn Wahlkreisen Berlin, 22. Oktober. Äeim Reichsministerium des Innern liegen, wie die „Boff. Zeitung'" mitteilt, von dem Volksbegehren gegen den Panzerkreuzerbau bisher die Resultate von zehn Wahlkreisen vor. 25 Wahlkreise stehen noch aus. Von 11588 363 Stimmberechtigten haben sich nur 536 582, d. h. 4,62_». H. eingetragen. Am stärksten war die Beteiligung in Berlin, wo 348 990 Eintragungen erfolgt sind. Der schwächste Wahlkreis ist bisher Franken, wo auf 1619101 Wahlberechtigte nur 9713 Eintragungen kommen, so daß sich dort nicht mehr als 0,6 v. H. der Wähler für das kommunistische Volksbegehren eingetragen haben. Sehr schwach war auch die Beteiligung in der Pfalz, wo 6602 Ein- tragungen (1,1 v. H.) erfolgt sind. Auch Württemberg weist mit 27 316 Einzeichnungen (1,5 v. H.) einen sehr niedrigen Prozentsatz auf. Erforderlich waren 10 Prozent. bekommt Jaden den künftigen Schritte der Badischen Regierung. Karlsruhe» 20. Okt. In dem Danktelegramm, das der Generaldirektor des Zeppelinkonzerns, Kommerzienrat Colsmann, an die Badische Regierung für ihren Glückwunsch zum Gelingen der Amerikafahrt des Grafen Zeppelin richtete, führte er laut „Badische Presse" an, daß die Luftschiffwerft hoffe, mit der badischen Regierung in nächster Zeit in nähere Beziehungen zu kommen bei der Lösung der der Werft bevorstehenden Aufgaben. Die badische Regierung hat auch ihrerseits sofort die nötigen Schritte eingeleitet, um die Erstellung der für den Amerikapassagierverkehr notwendigen größeren Luftschiffhalle auf badischem Gebiete zu ermöglichen. In Friedrichshafen scheint die feste Absicht zu bestehen, den deutschen Ausgangspunkt für den zu erwartenden Luftschiffverkehr Deutschland—Amerika wegen der günstigen Platz- und meteorologischen Verhältniffen ans südbadisches Gebiet zu verlegen. Auf die Nachricht von der beabsichtigten Verlegung der Luftschiffwerft in die Rheinebene haben sich bereits eine Reihe von badischen Städten nach Friedrichshafen gewandt und die weitgehensten Vergünstigungen für den Zcppelinkonzern in Aussicht gestellt. Einem Pressevertreter gegenüber erklärte der Generaldirektor des Zeppelinkonzerns, Kommerzienrat Colsmann, daß als Abflughafen für große Verkehrsluftschiffe Friedrichtshafen mit 400 Metern Meereshöhe einen um etwa vier Tonnen geringeren Auftrieb besitzt, als das tiefer gelegene Gelände, was für den Aufstieg schwer beladener Verkehrsluftschiffe besonders ins Gewicht fällt. Ferner werden die dortigen meteorologischen Verhältnisse durch die sogenannte Föhnlage, dem quer zu den Werftanlagen stehenden Südwind, beeinflußt. Wesentlich günstiger liegen die Ver- hältniffe in der badischen Rheinebene. Ein Luftschiffhafen, etwa südlich von Freiburg i. Br., würde sodann als Ausgangspunkt der Transatlanttklinie in nächster Nähe Basels, einem der wichtigsten europäischen Eisenbahnknotenpunkten liegen. Berlin komme für die Einrichtung eines Weltluftschiffhafens nicht in Betracht, da die dortigen meteorologischen Verhältnisse für Luftschiffe ungünstig seien. Der Flugverkehr in Vaden Im Jahre 1927 hatte der Flughafen Mannheim eine Ankunft von 1401 Flugzeugen und einen Abflug von 1402 Flugzeugen zu verzeichnen und nimmt damit unter den badischen Flughafen weitaus den ersten Platz ein. Es folgen Karlsruhe mit 806 bzw. 811, Baden-Baden 390 bzw. 384, Villin- gen 309 bzw. 305, Konstanz 145 bzw. 144 und Freiburg 143 bzw. 143. Angekommen sind in Mannheim 1220 Fluggäste, abgefahren 1174, in Karlsruhe 763 (849), Baden-Baden 431 (352), Freiburg 503 (611), Konstanz 357 (302) und Villingen 224 (261). Aus Nah und Fern. * Sinsheim, 22. Okt. (Silberne Hochzeit.) Am vergangenen Mittwoch feierten oie Eheleute Heinrich Weber, Maurer und Karl Hetlinger, Polizeiüiener, im Kreise ihrer Familie das Fest der silbernen Hochzeit. * Sinsheim, 21. Okt. (Versetzung.) Herrn Regierungsrat Hans Goll beim Bezirksamt Sinsheim wurde an das Bezirksamt Rastatt versetzt. * Sinsheim, 21. Okt. (Das Badische Bundessängerfest 1929) Am Montag fand eine Versammlung der Bettreter der Vereinigten Männergesangoereine Freiburgs zur Biloung des Festausschusses und der erforderlichen Unterausschüsse für das Badische Bundcs- fängerfest 1929 in Freiburg statt. Zum ersten Präsidenten wurde der städtische Finanzdirektor Ferdinand Zimmerer, zum zweiten Präsidenten Amtsgerichtsdirektor Dr. Mayer und zum dritten Präsidenten Studienrat Scherb gewählt. Ferner wurden die Bor- chlsß Ssrff RGRÄN re. WÖLFGANGr HARKEN „Sie nickte. „Das weiß ich. Aber kommen Sie, lieber Freund, gehen wir ein wenig zu den beiden. Ich möchte eine schöne Erinnerung für das Leben haben und mir Hanno Tessings Antlitz einprägen, fest einprägen." „Sie wollen mit dem Feuer spielen?" Sie schüttelte den Kopf. „O nein! Oder vielleicht doch! Unser Inneres, unser Herz ist ein seltsam Ding. Doch den> ken Sie daran, daß ich die kleine Marion herstich liebe " „Was fragt eine Frau nach der Rivalin, wenn Sie einer Mann liebt?" „Sie taxieren uns recht schlecht ein, Herr Attaches." „Verzeihen Sie, ich dachte nur an die Unberechenbarkeii des Frauenherzens." „Auch die hat ihre Grenzen. Eine Frau, die eine andere Frau von Herzen lieb hat, verrät sie nicht. Wenn bei Jhner Freundschaft Bürgschaft bedeutet, so ist das bei uns Frauer die Liebe. Ich bin wohl sehr offen, Herr Attachee?" „Das und Sie. Was Sie sagen, ist auch nicht ganz uw bekannt. Aber lassen Sie sich dafür die Hand küssen, denk ich schätze Ihre Offenheit." „Dann kommen Sie zu Hanno Tessing!" Hanno sah die Schauspielerin überrascht an. als sie zr ihm ttat. „O. Mister Hanno ist so böse!" tagte Marion und um schlang die Freundin. „Denke, Esther, er will keinen Char> leston mit mir tanzen. Er sagt, ich sei ein kleines Mädchen, mit dem man höchstens einen Walzer tanzen könne. Einer Walzer, Esther, der ist doch so verpönt." „Vielleicht kennt Herr Tessing den Charleston nicht," sagt, Estber und sttich Marion über das Haar. . „2, der kann ihn schon, der kann alles. Denke dir. Mistet Hanno kann sogar kochen." Hanno drohte mit dem Finger. „Ei. wer wird aus der Schule plaudern. Miß Marion." jj Ader Marion ließ sich nicht stören. „Denke dir. Esther neulich, als der Schwarze, der Wako, die ganzen Teller kw puttgeschlagen hatte, da mußte der Jan nach Neuenberg uni dort Geschirr holen — ich bin mitgefahren — und da ha Mister Hanno ein Diner fertiggestellt. Ich sage dir, da; war famos." „Sjx sind ja ein fabelhafter Mann! So ein Mann brauchi eigentlich keine Frau," scherzte Esther. Hanno lachte hell auf. „Das ist ein vernünftiges Wort, Da steigen Sie in meiner Hochachtung. Sie haben recht, ich brauche nie eine Frau, denn ich bin ja schon verheiratet." Verdutzt sahen ihn die drei an. „Jawoll," lachte er fröhlich, „mit meinem Vater und mit meinem Freunde Jan." „Eine glänzende Ehe! Die ist wahrlich wertvoll und selten." Die Schauspielerin war die Sprecherin. „Die ist falsch!" antwortete Marion heftig. „Hoppla, Kindchen. Warum regt sich so ein Kücken wie du auf?" begüttgte Esther. Marion wurde immer heftiger. „Ich bin kein Kindchen» ich bin kein Kücken, du darfst mich nicht so nennen, sonst . ." Esther sah, daß Tränen in Marions Augen traten. Sie drückte Marion zärtlich an sich und fragte güttg: „Sonst, mein Liebes?" „Sonst nimmt mich der - der Hanno überhaupt nicht ernst." So drollig kam es heraus, daß Hanno lachen mußte, auch Nordensteen stimmte mit ein. „Siehst du, Esther," sagte Marion, und die Tränen begannen zu kollern, „er lacht schon wieder über mich!" „Na, na," begütigte Hanno. „Was ist denn in meinen guten Freund Marion gefahren? Ich wollte nun gerade rnal mtt ihr tanzen." „Tanzen!" Marion war schon beruhigt und wischte die Tränen fort. „Fein. Mister Hanno, da ist Ihnen alles vergeben. Was tanzen wir denn?" „Etwas ganz Neues, das heißt, neu ist es nicht, aber in der zivilisierten Welt kennt es vielleicht noch keiner. Ich habe den Tanz in Südamerika einem Jndianerstamme ab- Mlauscht und ihn zurechtgemodell. Sogen wir also einen Tanz L I» Hanno." Nordensteen sah verblüfft auf den Freund. „Donnerwetter, du imponierst mir immer mehr. Tanz 5 la Hanno. Ja, wird denn Miß Porter da mitkönnen?" sitzenden der einzelnen Unterausschüsse bestimmt und beschlossen, in einer späteren Sitzung oen Presseausschuß zu bilden. * Sinsheim, 21. Okt. (Geheizte Verkehrsflugzeuge.) Wia in üen vorigen Jahren werden die Kabinen der Flugzeuge der Deutschen Lufthansa auch in dem kommenden Winter, sobald die Kälteperiode eintritt, behaglich erwärmt sein, so daß die Luftreisenden keinen besonderen Flugdreß benötigen und sich nicht anders als für eine Eisenbahnfahrt auszurüsten brauchen. Die Heizung der „fliegenden D-Zugwagen" geschieht «auf folgends Weise: Frischluft wird ausgesaugt, am Auspufftopf vorbeigeführt, so erwärmt, in einem Rohr durch die Kabine geleitet und unterhalb, des Flugzeuges wieder ausgestoßen. So wird die angenehme Erwärmung des Aufenthatsraumes für die Passagiere erreicht. Ein Teil der Flugzeuge ist neuerdings auch mit Warmwasserheizung versehen. xr? Sinsheim, 21. Okt. (Vorgehen gegen Hochfrequenzstörer.) Wie die „Pommersche Tagespost" mitteilt, hat der Magistrat in Königsberg (Neumark) oie Einschaltung von Hochfrequenzheil- geräten während der Dauer der Rundfunksendungen verboten und im Falle der Zuwiderhandlung die Einstellung der Stromlieferung angedroht. X3? Sinsheim, 21. Okt. (Ein deutscher Weltrundfunksender.) Die ständig wachsende Ausdehnung des Rundfunklebens in allen Kulturländern hat den Wunsch reifen lassen, mit einem Kurzwellensender einen Rundsunkaustausch über Land und Meer, einen Weltfunk, ins Leben zu rufen. Die Reichspost hat diesen Gedanken aufgegriffen und auf Grund erfolgreicher Versuche von mehreren Monaten einen Kurzwellenrundfunksender in Auftrag gegeben. All»r Voraussicht nach kann mit der Inbetriebnahme des Senders, der in der Nähe des Deutschlandsenders errichtet wird, im Februar 1929 gerechnet weroen. Damit wird Deutschland als erstes Lano einen Weltrundfunk besitzen. Der Sender wird in den Dienst der internationalen Verständigung gestellt und wird andern Ländern deutsches Kulturgut übermitteln. * Sinsheim, 21. Okt. (Falsche 5-Markstücke) mit dem Münzzeichen A 1927 und F 1928 und falsche 2-Markstllcke und 50-Pfg.- Stücke befinden sich in großer Zahl in der Gegend von Frankfurt! im Umlauf. Die 5-Markstücke sind etwa 1 Millimeter stärker als die echten, die Randkerbung ist unklar, sie haben einen blechernen Klang. Die 2-Markstücke und 50-Pfennigstücke fühlen sich fettig an und sind beim Auslegen klanglos. tz Sinsheim, 21. Okt. (Forderungen zur Krankenversicherung der Angestellten.) Der G.D.A. (Gewerkschaftsbund der Angestellten) stellt zur Aenderung der Vorschriften über die Krankenversicherung« u. a. folgende Forderungen: Anerkennung der besonderen Ange- stelltenkrankcnkassen (bisher Ersatzkassen) als gesetzliche Krankenkassen im Sinne der Reichsversicherungsordnung und des Reichs- knappschastsgesetzes, Beseitigung der Bersicherungsgrenze für die Angestellten, Aufrechterhaitung der Selbstverwaltung der Versicherten. oo Sinsheim. 21. Okt. (Erleichterung des Verkehrs zwischen Frankreich und Deutschland.) Nach Mitteilung des Badischen Berkehrsverbandes ist die seit langer Zeit angestrebte Erleichterung des Verkehrs zwischen Frankreich und Deutschland jetzt in Kraft getreten. Entsprechend den herabgesetzten Visumgcbühren. Für die Reise von Deutschland nach Frankreich hat die Visumgebühr von Frankreich nach Deutschland jetzt ebenfalls eine Besserung erfahren. Ein 15 Tage gültiges Visum kostet künftig statt 5 Mark nur noch 1 Mark. Ein Dauervisum von Frankreich nach Deutschlano, das sich bisher auf 10 Mark für das Jahr belief, kostet künftig für zwei Jahre nur noch 8 Mark. Für oie Einreisegenehmigung von Elsaß-Lothringen nach Deutschland ist die Deutsche Paßstelle Karlsruhe, Kaifer-Allee 14, zuständig. Die Milderung der Einreisebestimmungen bezieht sich aus das Gebiet von Deutschland einerseits und Frankreich andererseits. * Sinsheim, 21. Okt. (Die Weiblichkeit siegt wieder. „Der betont männliche Einschlag oer Frauenmode ist vorüber und damit auch oie Mode der überschlanken Knabenfiguren." Diese Erklärung kommt von Travis Banton, dem Modenschöpfer für die Filmgarderobe. Er prophezeit: „Innerhalb weniger Jahre wird die strenge Knabensigur Ser Vergangenheit angehören. Nicht nur die Abend- und Gesellschaftstoiletten, sondern auch die Sportkleidung erhält einen immer mehr zur Geltung kommenden weichen und weiblichen Stil, oer nicht zu der herben Ueberschlankheit der Knabensigur paßt. Die Frauen, oie bisher so ängstlich darauf bedacht waren, die weibliche Liüie um der Mode willen zu verlieren,, werden sich also sehr schnell umstellen müssen, wenn sie wollen, daß der Stil der Mode auch mit dem Stil ihrer Erscheinung im Einklang steht. Die Parole heißt wieder: Weiblichkeit!" * Sinsheim, 21. Okt. (Der 1928 er soll „Zeppelin" getauft werden.) Man zerbricht sich jetzt allerorten den Kopf, wie denn der ausgezeichnete „1928 er" benannt werden soll. Weil er vor- ausüchtlich ob der Güte seines Tropfens schnell zu Kopf steigen wird, so will man dies zum Ausdruck bringen. Es kann vielleicht am besten und am vornehmsten durch den Namen Zeppelin ge- „Wir versuchen es, was. Miß Marion? Klappt es, dann sst es gut, klappt es nicht . . . dann sckadet's auch nichts." Dann rief er der „Kapelle" zu: „Hallo, Pepi! Ich bitte um den brasilianischen Tanz." Pepi grinste vergnügt und gab seinen beiden Kollegen ein Zeichen. Verwundert sahen die Teilnehmer im Saal aus Hanno und Marion. Der Tanz war sehr eigenarttg. Ganz langsam und ge» tragen begann er. Eine schmerzliche, wehe Melodie llat- terte durch den Saal, und Hanno schritt mit der kleinen Ma« rion über das blitzende Parkett. Erst war es ein feierliches Schreiten, das langsam zum Wiegen und Drehen wurde, dann ging das Paar auseinander, und jedes drehte sich um sich selbst. Die Musik wurde rascher, die Bewegungen der Tanzenden schneller. Hanno hielt mit einem Ruck- Aufs höchste interessiert sahen alle dem seltsamen Tanzen zu. Die Musik, anfangs einlullend, war leidenschaMch geworden, ttotz ihrer monotonen Melodieführung. Wilohett lebte in ihr auf. , . . . Da faste Hanno seine Partnerin, hob sie hoch und tanzte allein. Tanzte, drehte sich im wilden Reigen. ö® 1 ” Tanzen wurde zum wilden Step, seine Füße arbeiteten, daß man ihnen kaum folaen konnte. Und dazwischen immer wieder das wilde und doch so taktmäßige, harmonische Drehen. Hannos Antlitz rötete sich, aber er tanzste und tmizte. Es war ein Vergnügen, zuzusehen, wie sich Sorpct bog und wiegte. Der Takt, der ungeheure Rythmus des Tanzes wiegte alle ein. In ihren Fußen begann es zu M i/ fon Da"'. . . ein letztes leidenschaftliches Aufflammen der M«. stk. Dann ein Gongschlaa .. ... und Hanno stand. Unbeweglich stand er mit seiner Last, das Antlitz wre aus Bronze, trotz der ungeheuren Anstrengung, ruhig und be- herrscht. .. . Sachte ließ er Marion, me noch ganz benommen war, aiedergleiten und verbeugte sich lächelnd. Ein' Beifallssturm brach los. Alle drängten sich um Hanno. „Wo um alles in der Welt haben Sie diesen Teuselstanz gelernt?" fragte Mrs Porter. „Roch ein paar Minuten länger, und üb atte Frau hätte wahrlich mitgetanzt. Da zucken einem ja die Füße." Nr. 247. Jahrgmtz 1928. Montag, den 22. Oktober 1928. schehen, der gerade in der Zeit der oiesjährigen Weinlese in aller Munde ist. Zeppelin ist auch „gestiegen". — Zwar nicht in den Kopf, aber in die Lüste, und sein Ruf ist in alle Welt gedrungen, wie auch der Ruf von der Güte des 1928 er in alle Welt dringen wird. oo Sinsheim. 22. OKI. (81 Liter Bier auf den Kops der Bevölkerung.) Die Biererzeugung im Deutschen Reich ist nach den neuesten Zahlen, die das Statistische Reichsamt soeben veröffentlicht. von 48 3 Will. Hl- im Iah re 1926 auf 51,6 Mi l Hl im Jahre 1927 gestiegen. Am 31. März 1927 warm im deutschen Zollgebiet 6511 gewerbliche Brauereim vorhanden, von denen im Jahre vorher 4624 in Betrieb waren. Außerdem haben 25149 Hausbrauer Bier erzeugt. Die Mehrerzmgung entfällt zum größten Teil auf Dollbier. Nach Abzug der ausgeführten Biermengen betrug der deutsche Bierverbrauch im letzten Jahre 51,25 Millionen Hl. Auf den Kopf der Bevölkerung entfielen 1927 mithin 80.8 Liter. Auch die Biereinfuhr ist 1927 wieder gestiegen und aus 194 OOO Hl. (177.000 Hl. im Jahre 1926). Das eingo- führte Bier war hauptsächlich Pilsener Bier. % Eppingen, 22. Okt. (Eröffnung der Landwirtschaftsschule.) Ein Landwirt kann noch so fleißig und schaffenskräftig sein, wenn er daneben nicht eine gewisse Summe von Wissen sein eigen nennt, so gelingt es ihm unter heutigen Verhältnissen kaum, seines Betrieb auf der Höhe zu haltm. Die neuzeitliche Landwirth schuft arbeitet mit ganz anderen Hilfsmitteln, als dies früher der Fall war, und es ist Pflicht des' Bauern, sich mit diesen Hilfsmitteln vertraut zu machen, um nicht durch Unterlassung oder fehlerhafte Anwendung Summen zu vergeuden, die wesentlich) größer s ein können als der durch rastlose Arbeit erzielte Gewinn. Die Errungenschaften von Wissenschaft und Technik, gepaart mit umfangreichen praktischen Erfahrungen, haben in oen letzten Jahrzehnten die landwirtschaftliche Betriebsweise so maßgebend beeinflußt, daß zur Bewirtschaftung von Grund und Boden eine gründliche Fachbildung unentbehrlich geworden ist. Um nur einiges herauszugreifen, sei vor allem auf oie gewaltigen Fortschritte auf den Gebieten der Pflanzmzüchtung, der Düngung, der Fütterung und der Anwendung von Geräten und Maschinen hingcwiesm. Eine gründliche, auf den Naturgesetzen folgerichtig und leichtverständlich aufgebaute Einführung in alle einschlägigen Wissenszweige erhält der junge Landwirt in der Landwirtschaftsschule, wo ihm die zur Ausbildung seines Berufes erforderlichen Kenntnisse, fertig zum Gebrauch in der Praxis, im Verlauf von 2 Winterhalbjahren (November bis Mitte März) vermittelt werden. Darum chr Landwirte, schickt eure Söhne in die Landw. Kreiswinterschule Eppingen, die jetzt bald ihre Pforten öffnet! x Aus ocm Amtsbezirk, 21. Okt. (Kerwe im Land.) Am 3. und 4. Sonntag des Oktober ist Landeskirchweihe. Die meisten Orte haben oa ihr Kirchweihfest. Es gibt allerdings auch in unserer Gegend Orte, bei denen die Kirchweihe auf einen früheren oder späteren Termin fällt. Die Kerwe, wie sie bei uns im Volksmunde genannt wird, hat bereits seit Tagen seine Strahlen vorausgesandt und mit Schlachtfesten beglückt. Was da von den üblichen Kerwegästen, die Verpflichtungshalber diese besuchen müssen, alles geleistet wird uno wie dabei die Bauchmuskeln oft eine Ueber- spannung aushalten müssen, muß man miterlebt haben. Hinaus auf die Ortschaften, jeden Abend, wo anders war das Ziel und man gab sich mal mehr als üblich den lakulischen Genüssen hin, die überall reichlich von den aufmerksamen Wirten empfohlen und geboten wurden. Daß es dabei auch an Momenten heiterer Stimmung, nach der befriedigten Lösung der Magenfrage und dem Genüsse edlen Tropfen Weins nicht fehlte, braucht nicht besonders stark ermähnt zu werden. Und doch kommt mit dem Kirch- weihfanntag und dem folgenden Halbfeiertage die Hauptsache, bei der das ganze Volk mittun wird, so weit es sich in die Verhältnisse des verfügbaren Taschengeldes hineinpaßt. An Gelegenheit fehlt es nicht, sich satt zu essen und zu trinken und wer Lust zum Tanze fühlt, der kann sich unter all den vielen angesagten Tanzmusiken eine Auswahl treffen. X Aus dem Amtsbezirk, 22. Okt. (Ja der Holzklasse.) Die neue Aenderung im Eisenbahntarif kommt dem Reisenden nur in dem erhöhten Fahrpreis zum Bewußtsein. Bescheiden verlangt ___ D« Landvolk * Smrhet«» AitMG. man am Schalter seine Holzklasse und bezahlt dafür erheblich mehr als bisher über oie vierte Klasse. Diese vierte Klasse ist über Nacht verschwunden. Man siebt nur mehr Wagen dritter Klasse, wenn einem diese alten Kästen auch verdammt bekannt Vorkommen. Des Rätsels Lösung besteht darin, daß die Schilder an den Wagen überklebt wurden und jetzt statt der Ziffer 4 eine 3 aufweisen. Das Publikum ist allerdings so boshaft und reißt im Aerger über oie Verteuerung des Eisenbahnfahrens diese Schilder wieder herunter, so daß vielfach wieder die alte Tafel zum Vorschein kommt. An verschiedenen Hauptbahnhöfen sieht man daher Eisenbahnbeamte mit dem Leimtopf in der Hand uno den Ersatzschildern in der Tasche die Züge kontrollieren! und aus dem Viererwagen wieder einen Dreier zu machen. In der „Holzklasse" wird weidlich über die Eisenbahn geschimpft und nur selten findet sich jemand, der die Eisenbahn verteidigt. Die „Polsterklasse" hingegen weist zufrieocne Gesichter auf. Die Reisenden, die bisher schon zweiter und erster Klasse gefahren find, zahlen zum Teil erheblich weniger. Uebrigens besteht zwischen der ersten und zweiten Klasse kein Unterschied mehr. Man findet bei der einen heute nur noch roten und bei der anderen grünen Plüschüberzug. Nun hat allerdings die Reichsbahn versprochen, daß die zukünftige Holzklasse entsprechend ausgestattct wird. Bis jetzt besteht die „Ausstattung" nur in einem neuen Schild, außen am Wagen... P Meckesheim, 20. Okt. (Vom Zuckerrübenbau.) Die Zuckerrübenernte ist nahezu beendet. Die Verladung in die Zuckerfabriken ist im Gange. Der Ertrag der Ernte ist dieses Jahr infolge der trockenen Witterung mittelmäßig. Die Ernte befriedigt mehr in nässeren und geschützten Lagen mit schweren Bodenarten. Ueber oie Preisgestaltung liegen noch keine endgültigen Abmachungen vor. Er wird jedoch den des Vorjahres übersteigen. Auch bei den Futterrüben wurde nur eine Mittelernte erzielt. = Aus dem Amtsbezirk Wiesloch, 22. Okt. (Die Lage im Zigarrengewerbe.) Der Jahresbeginn eröffnete bei dem ungewöhn- flotten Markt die besten Aussichten. An und für sich ist der Geschäftsgang gegenwärtig bei den meisten Firmen nicht gerade stockend, aber die Kaufaufträge laufen nicht in dem Umfange ein, wie man eigentlich für den Herbst erwarten sollte. Die Firma Arnheim u. Eo. mit über 500 Arbeitern hat in den meisten Betrieben gerade vor dem bevorstehenden Winter die Arbeit eingestellt. Umstellungen in der A.-G. sind die Ursache dieses gegenwärtig matten Geschäftsganges, dessen Ende jetzt noch nicht abgesehen werden kann. Die Firma Iakobi hat wieder ihre Arbeiter eingestellt, angesichts dieser Lage scheinen auch die Aussichten für den Beginn des neuen Jahres nur schlecht, zumal die Geldkrise noch längere Zeit anhalten dürste. Es scheint auch, daß die Gewerkschaften bald wieder mit neuen Forderungen an den Zigaü- renherstelleroerband herantreten werden. In den letzten Versammlungen propagierte man für eine Erhöhung von 6—7 Prozent, mit dem Hinweis, daß die Zigarrenindustrie die letzten Erhöhungen hat ertragen können und der Geschäftsgang in diesem Jahr im Vergleich zu anderen Geschäftszweigen florierte. = Balzfeld, 20. Okt. (Tabakarbeiteroersammlung.) Die diesjährige Winterarbeit oer christlichen Gewerkschaften der Tabakarbeiter wurde hier gestern abend mit einer sehr gut besuchten Tabakarbeiterversammlung eingeleitet. Herr Gewerkschastssekretär Schneider-Mühlhausen referierte in einem längeren Bortrag über die derzeitige wirtschaftliche und politische Lage. Der christliche Gewerkschaftsgedanke wurde besonders entsprechend der vorbereitenden Konferenz der christlichen Gewerkschaften, die am letzten Sonntag in Heidelberg abgehalten wurde, betont. Besonders begrüßenswert sind die für den Winter vorgesehenen sozial- und kulturpolitischen Vorträge in den einzelnen Tabakarbeitergemein- den, so daß die Gewerkschaftsbewegung durch diese Aufklärungsarbeit sehr gefördert wird. Die Veranstaltungen sind als sogen. Wandervorträge vorgesehen, für welche bedeutende, den Gewerkschaften nahestehende Personen gewonnen werden. = Wiesenbach, 21. Okt. (Ein Ruhenriese.) Landwirt Georg Echner von hier erntete auf seinem Acker im Gewann Ncckarge- mündcr Buckel eine Dickrübe von in/* Pfund, trotz der großen Trockenheit im Sommer. )( Schwaigern, 20. Okt. (Weinmostoersteigcrung der Wein- gärtnergenossenschast.) Die Versteigerung war sehr gut besucht, Die Kauflust war durchweg zögernd. Ergebnis: Rotgemijcht: ange- boten: 291 hl., verkauft: 240 hl. zu 120—135 RM.: Limberger: verkauft: 6 hl. zu 145 RM.: Trollinger: angeboten und verkauft: 31 hl. zu 153—155 ,RM.; Wcißricsling: angeboten: 147 hl., verkauft: 96 hl. zu 125—131 RM. Der angegeben« Verkaufspreis gilt je für 1 hl. Die gute uno saubere Qualität der Weine wurde durchweg anerkannt: andererseits wurve vielfach auf den mangelnden Absatz infolge der Geldnot hingewiesen. Nach der Versteigerung wurden noch verschiedene Reste zu den oben angegebenen Preisen je nach Qualität verkauft. Die Genossenschaft kann noch etwa 200 hl. sehr gute Qualität verkaufen. Es sind Weine, die alle erst nach dem 16. ds. Mts. trocken geerntet wurden. O Heidelberg, 21. Okt. (Keine Unterstützung der Weltreifen- den mehr.) Aus der Pfalz wird berichtet: In letzter Zeit wurden in pfälzischen Ortschaften wieder häufig sogenannte Weltreisende vorstellig, die ihre Reisebücher mit der Bitte um Abstempelung vorlegten uno um amtliche Bescheinigung ihres Aufenthaltes baten. Dabei konnte auch festgestellt werven, daß bayerische Behörden die gewünschte Bescheinigung unter Beifügung ihres Stempels erteilt haben. Diese Hanohabung bietet die Gefahr, daß die auf oiese Weise erhaltenen amtlichen Unterschriften und Stempel zur Herstellung falscher Auswcispapiere ooer in anderer Weise mißbräuchlich verwendet werden. Die Regierung der Pfalz hat nun durch die ihr unterstellten Bezirksverwaltungsbehörden die örtlichen Polizeibehörden angewiesen, diesen Weltreisendcn die Ausstellung amtlicher Aufenthaltsbescheinigungen und die Abstempelung der Reisetagebücher ausnahmslos zu verwaigern. = Sulzfeld, 21. Okt. (Die Zuckerrübenernte) ist in vollem Gange. Es werden täglich 4—5 Waggon nach Waghäusel abgeschickt. Man rechnet mit einem Ertrag von ourchschnittlich 300 Doppelzentnern pro Hektar. Da die Güter Sulzfcld und Neudorf der Zuckerfabrik Waghäusel ungefähr 53 Hektar Zuckerrübeiz- felber bebauen, so wird die Ernte voraussichtlich 15 900 Doppelzentner einbringen. Auf der Suche nach dem Mörder Der Mörder der beide« Mannheimer Lehrerinne« gesunde«? Freiburg, 22. Oktober. In der Nähe von Zofneding bet Grafing in Oberbayern wurde durch die Gendarmerie et« Bettler verhaftet, dessen durch den Erkennungsdienst dem Bezirksamt eingeschickten Fingerabdrücke ergaben, daß er b»S Mordes an den beiden im Frühjahr dieses Jahres tu» Schwarzwalü ermordeten Mannheimer Lehrerinnen GerÄ' pach verdächtig ist. Der Häftling wurde der Staatsanwalt« schuft Freiburg übergeben. Keine Verhaftung des Freiburger DoppelmörderS. Fingerabdrücke können in diesem Fall» nicht als Beweismittel dienen. Freiburg» 22. Oktober. Von der Freiburger Staatsanwaltschaft wird uns aus unsere Anfrage, ob ein in der Nähß von München verhafteter Bettler mit dem Mörder der auf der Weißtannhöhe ermordeten beiden Lehrerinnen identisch sei, folgendes mttgeteilt: Die Nachricht, baß bei München der vermutliche Mörder von der Weißtannenhöhe verhaftet worden sei, ist nicht richtig. Die betreffende Person befindet sich tu München wegen Bettels in Haft. Sie war auch wegen des Morde- auf der Weitztannenhöhe ausgeschrieben, weil -er Aufenthalt in der Zeit des Mordes nachgeprüft werden sollte. Diese Nachprü-' fung ist im Gange und scheint zugunsten des Verhaftete» z» verlaufen. Fingerabdrücke können überhaupt nicht als Beweismittel dienen, weil seinerzeit keine ausgenommen werben konnten, da die Leichen der ermordeten Lehrerinnen mehrere Tage lang im Regen lagen, bevor fie aufgefunden wurden. Ua9(S) r 3 4WM Jump-rkl-ir aus „ich.«, P^mtaffemo-stoff «ü -bft-chender asymmetrisch« Blenden«^,ning cm» Ausschnitt. «eiche Blenden, 00m unterbrochen zieren de» Jumper und die Ärmel, einfacher PNffeerock. Lo-n.Schnitt «ritze 44 und t«, Preis 95 Pfg. Für de« Vormittag Unsere Mode ist nicht nur interessant durch den ungewöhnlichen Reichtum an Modellen, sie ist auch dadurch interessant, daß sie uns für Vor- und Nachmittag zwei völlig verschiedene Stilarten gebracht hat. Beim Nachmittagskleid — meist wird irgend eine schöne Seidenart oder auch ein schmiegsamer Wollstoff verwendet — liegt der Reiz in der komplizierten Schnittform und in einer eigenarfigen interessan- ten Ausnutzung des Materials. An diesen Kleidern ist alles weich, wippend und ungemein graziös. Das Vormittagslleid, das mehr auf das Prccktische, wohl auch auf das Berufsleben zugeschnitten ist, weicht bedeutend von diesen Nachmittagskleidern ab. Hier ist alles korrev, gerade, wenn auch nicht unkompliziert, und einfach in der Garnierung. Als Material kommen nur Wollstoffe in Frage, einfarbige, gestreifte, gerippte und karierte; auch die Kombination zweier Stoffe, eines glat- 2len und eines gemusterten, ist für diese Kleider besonders beliebt. Diese geschmackvollen Zusammenstellungen bieten außerdem Gelegenheit, aus zwei unmodernen vorjährigen Kleidern ein neues herzustellen, das den Anforderungen der letzten Mode entspricht. Bon den modischen Kleidformen wird für den Vormittag die einfache, lose gegürtete Bkusen- form und der anscheinend unsterbliche Jumper gleich gern getragen. Man gürtet den Jumper heute auch und läßt den Schoßteil, der bedeutend kürzer ist als im Vorjahr, eng die Hüsten umspannen, sodaß er fast wie ein Hüftgürtel wirkt. Als Ergänzung des Jumpers kommt eigentlich nur der Faltenrock in Frage, nicht nur der, der ringsum in gleichmäßige Falten arrangiert ist, sondern ein Röckchen, das einmal vorn, ein andermal seülich einzelne, manchmal sogar volllommenun- "^lmäßige Fallengruppen zeigt. Für die Garnierung der Vormittagskleidchen • e * n f a< $ in der Wirkung ist, zur Verfügung: Blenden und Paspel nhnechenden Farben und abstechenden Materialien, Knöpfe in allen Größen uno m aparten, ganz neuartigen Zusammenstellungen, schöne weich« Ledergürtel mtt einfach gehaltenen (keinen steingeschmückten!) Schnallen sowie Band, das entweder glatt, blendenartig oder plissiert aufgearbeitet werden kmn und außerdem eine helle Kragen- und Auf- schlaggarnitur, die ja für ein einfaches dunkleres Kleidchen immer besonders kleidsam Nt. Zu allen Modellen find Lyon-Schnitte erhältlich. A. K. 974973 34900 34Ö9Ö 3 491* StufmSti» an? mittclfartigem Wollkrepp mtt tttf rngötsttm Rock, btn seitlich Michersatten ntoriitm. Den SsrbnfeB nn» die fand statten Biesen, fn So. gtntiirte «nrgeNHri, tu. Sonbfranwtte. Lyon» Echnii«. «ritze 44 an» 48, Preio 95 Pfennige. 3 4908 Einfach«, gfochintttagskleid ans leichtem Wollstoff. Zum »leihen Seideufro^n passen», sm» dos Jabot und die «arniturtege der fand hell gefüttert. Bock mtt «egenfoste. An den fandu Bündchen. r,on-Schnitt «ritze 4^44,45 nud 48. Pr. »5 Pt» 3 4898 Sw-rtllches «leid Mts einfarbigem Aach, mit roten «nipfen und rotem Leder gürte! oerziert. Den schlichten Nock erweitern nur vorn «egenfatten. Sans ichiante in» en*e fand. Lyon-Schnttt «rH« 48, 44. 4« und 48. Preis 36 Pfennig- r: ' Ein gräßliches Unglück in Snieliugen. Knieliugcn, 2v. Oktober. I» der Kiesbaggeret von Wilhelm E r m e l ereignete sich gestern ein schweres Unglück . Der Vater und zwei Söhne haben in der Baggergrube gearbeitet. Dabei wollte der eine Sohn den Motor andrehen. Das Kettenrad von der Baggermaschine riß plötzlich, wodurch der Sohn in die Baggergrube geschleudert wurde. Er wurde dabei gräßlich zugerichtet. Der Tod trat sofort ein. Bisher hat man den Kopf, die Arme und die Füße gefunden, während der Rumpf noch in der Baggergrube liegt. Ein Kind von einem Lastwagenzng totgefahreu. Schwetzingen, 20. Oktober. In der Bismarckstraße hat sich vorgestern mittag ein Unglücksfall zugetragen, der den Eltern wiederum ein Anlaß sein wird, ihre Kinder vor dem Besteigen von Lastkraftwagen-Anhängern zu warnen. Der 7jährige Hans Loos kletterte auf die Verbindungsgabel zwischen dem ersten und zweiten Anhängewagen eines Schleppers, stürzte ab und wurde überfahren. Der Junge erlitt dabei so schwere Verletzungen, u. a. einen Schädel- bruch, daß der Tod auf der Stelle einirat. Ein badischer Schulvertera«. Freiburg, 20 Okt. Am 20. Oktober feierte Geheimrat Rebmann seinen 75. Geburtstag. Der Jubilar, der seit langen Jahren in Freiburg ansäßig ist. wurde am 20 Oktober 1853 in Tonaueschingen geboren als der Sohn eines Hauptfehlers, besuchte das Progymnasium seiner Vaterstadt und später in Karlsruhe das Gymnasium. In Heide!- berg studierte er Mathematik und Naturwissenschaften, machte das philologische Staatsexamen und war der Reihe nach Profeffor am Karlruher Gymnasium Direktor der Freiburger Oberrealschule. Oberschulrat in Karlsruhe. Direktor der Karlsruher Humbolötschule und Direktor der Karlsruher Goetheschule. Im Jahre 1910 trat er dann kn den Ruhestand über. Im Jahre 1905 entsandte ihn die nationalliberale Wäh- lerschaft des 20. Landtagswahlkreises (Freiburg 3) in die 2. Kammer der badischen Lanbstände Im Landtag tat er sich bald als glänzender und geschickter Taktiker hervor, sodaß man ihn 1910 einstimmig zum Parteiches ernannte. Daneben fand aber Geheimrat Rebmann noch Zeit, als Mitglied des Karlsruher Bürgerausschusies tätig zu sei» und im Liederkranz das deutsche Lied zu pflegen. Sturz aus dem Flugzeug auf eiue« Gletscher. Berlin, 22. Oktober. Nach einer Meldung der „B. 3 ' aus Zürich hat sich am Freitag im Jungfraugebiet ein eigenartiges Flugzeugunglück ereignet. Der Fliegerleutnant Mauerhofer war mit einer jungen Dame, Frl. Clara Gerber, aus Bern vom Militärflugplatz Thur zu einem Flug aufgestiegen, der auf ausdrücklichen Wunsch der Dame über das Jungfraugebiet führte. Als der Pilot beim Ueberfliegen des Aletsch-Gletschers sich nach seiner Begleiterin umsah,, bemerkte er zu seinem Schrecken, daß daß der Beobachtersttz leer war. Es besteht keine andere Möglichkeit, als daß Frl. Gerber aus dem Flugzeug gefallen und 1000 Meter ties auf den Gletscher abgesiürzt ist. Die Leiche konnte bisher noch nicht geborgen werden. Eine militärgerichtliche Untersuchung ist eingeleitet. Die Leiche der Klara Gerber gesund' Basel, 22. Oktober. Die Leiche der am Freitag über dem Aletsch-Gletscher aus einem Militärflugzeug gestürzten Haushaltungslehrerin Klara Gerber aus Bern wurde am Samstag aus dem Gletscher aufgefunöen. Die Leiche war völlig zerschmettert. Vom elektrische« Strom getötet. Neustadt i. Sch., 22. Oktober. Der 33 jährige Thaböa»s Durst kam in der hiesigen Papierfabrik während Arbeiten an der Schnellpresse mit dem elektrischen Strom in Berührung, der ihn sofort tötete Der Verunglückte hinterläßt eine Frau und vier unmündige Kinder. Verwegener Einbruchsdiebstahl in Berlin. Berlin, 20. Okt. Ein verwegener Einbruchsdiebstahl wurde am Donnerstag abend am Kurfürstendamm verübt. Vor dem Pelzhaus Biber fuhr in der 11. Abendstunde ein Privatauto vor, dem ein gut angezogener Mann entstieg. Mit einem mitgebrachten Stein zertrümmerte er ungeachtet des lebhaften Straßenverkehrs die Schaufensterscheibe des Pelzgeschäftes, sprang in die Auslage und ergriff einen Pelzmantel im Werte von 2000 bis 2500 Mark. Als der noch im Geschäft anwesende Geschäftsinhaber herbeieilte, suchte der Täter in seinem Auto das Weite und entkam. Gerüchte über weitere Hinrichtungen in Afghanistan. London, 20. Okt. Nach in London eingctrossenen Berichten von der indisch-afghanischen Grenze, soll in Kabul in der vergangenen Woche etn yoyerer Priester zusammen mtk vre, anderen Geistlichen hingerichtet worden sein. Gerüchte wollen weiter von einer großen Anzahl weiterer Hinrichtungen wissen. Unter den Hingerichteten sollen sich verschiedene bedeutende Gegner der Reformbestrebungen des Königs befinden. Die Zahl der Verhafteten, unter denen sich auch der Bruder des Königs befinden soll, wird als groß bezeichnet. ' Schwerer Sturm in Südafrika. London, 25. Okt. Ueber verschiedene Teile SüdasrikaS ging nach Berichten aus Johannisburg ein schwerer Sturmhinweg. Drei Europäer und verschiedene Eingeborene wurden durch Blitzschlag getötet. Turnen» Sport und Spiel. Tußball-Ergebniffe aus Süddeulfchland Gruppe Württemberg. Stuttgarter Kickers — F.C. Birkenfeld 7 :0. Germania Brötzingen — Sportfreunde Stuttgart 2 :2. S.C. Stuttgart — Union Bückingen 1:2. V.f.R. Heilbronn — V.f.B. Stuttgart 2 :3. Gruppe Baden: Phönix Karlsruhe — F.C. Freiburg 2 :2. Freiburger Sport-Club — Karlsruher F.B. 1 :0. Gruppe Nordbayern. A.S.B. Nürnberg — Spiel-Vgg. Fürth 1 :4. V.f.R. Fürth — 1. F.C. Nürnberg 1:1. Bayern Hof — Franken Nürnberg 3:1. Gruppe Südbayern. Teutonia München — D.S.V. München 1 :2. Bayern München — Jahn Regensburg 2 :0. Schwaben Augsburg — Wacker München 2 :2. Gruppe Main. Eintracht Frankfurt — Viktoria Aschaffenburg 7 :1. Rot Weiß Frankfurt — F.C. Hanau 93 1:3. Sp.Vgg. 60—94 Hanau — Offenbacher Kickers 3 :5. Gruppe Hessen. F.S.V. 05 Mainz — Wormatia Worms 1 :3. S.V. Wiesbaden — Alemania Worms 1 :3. S.V. Wiesbaden — Alemania Worms 2 :1. Sport Gem. Höchst — B.f.L. Neu Isenburg 0 :5. Hassia Bingen — F.C. 03 Langen 3:1. Gruppe Rhein. Phönix Ludwigshafen — V.f.L. Neckarau 2:1. S.V. Waldhof Mannheim — Sp.Vgg. Mündenheim. 6 :0. F.C. 08 Mannheim — Pfalz Ludwigshafen 7:1. F.Gef. 03 Ludwigshafen — Sp.Vgg. Sandhofen 1 :2. Grupp« Saar. F.V- Saarbrücken — S.V. 05 Saarbrücken 2 :0. F.C. Pirmasens — Borussia Neunkirchen 1 :3. Saar Saarbrücken — V.f.R. Pirmasens 6 : 2. Die wichtigsten Sport-Ereignisse. Fn Berlin-Grunewald gewann Oleander unter Barga nach sensationellem Rennverlauf das mit 41 000 Mark ausgcstattete Gladiatoren-Rennen. Der deutsche Schwergewichtsmeister Ludwig Haymann schlug im Leipziger Achilleion deix Italiener Buffi in der siebenten Runde k. o. Das in Frankenthal ausgetragene Fußball-Länderspiel der Arbeitersportler Pfalz — Baden endete I:2 zugunsten der Badener. Der Hockey-Länderkamps Dänemark — Deutschland sah die deutsche Nationalelf mit 5 :2 Toren als Sieger. Das in Heidelberg ausgetragene Rugby-Auswahlspiel. Neckar gegen Main wurde von der Mannschaft des Neckarkreises überlegen mit 35 :6 Punkten gewonnen. Die erste Hockeyelf des V.f.R. Mannheim erfocht gestern einen überlegenen 6 :0 Sieg über den Hockey-Club Kreuznach Erich Rademacher konnte seinen letzten Japan-Start recht erfolgreich gestalten, indem er auf einem Schwimmfest in Osaka ein 400-Meter-Brustschwimmen überlegen gewann. ^ Radio > Program» ^ Für Montag, 22. Oktober: Bern. 20—21.20 Uhr: Solothurner-Abend. 21.20 Uhr: Kursaalorchester. Breslau. 20 Uhr: „Der Barbier von Sevilla." Uebertragung aus dem Stadttheater. Davrntry-Experimental. 21 Uhr: Militärkonzert. 22.05. Uhr: Orchesterkonzert. 23.15 Uhr: Tanzmusik. Fnmkfurt. 6.30 Uhr: Morgengymnastik. 13—14 Uhr: Rundfunkorchester. 16.35—18.05 Uhr: Runofunkorchester 20.15 bis 21.15 Uhr: Eymphoniekonzcrt. 21.15—22.15 Uhr: Novellen- Do rtrag. Hamburg. 20 Uhr: Hermann Glaudius zum 50. Geburtstag. Köln u. Langenberg. 20—20.55 Uhr: Kl. Orchester. 21—21.30 Uhr: Das deutsche Volkslied. 21.30—22.50 Uhr.- Kammermusik. Anschl. bis 24 Uhr: Tanzmusik. Königsberg. 20.05 Uhr: Musik für Violine und Cello. 21.15 Uhr: Es fällt das Laub. 22.30—24 Uhr: Funkkapelle. Königswusterhause«. 20 Uhr: Abenounterhaltung. 21 Uhr: Musik der Gegenwart. Anschl- Tanzmusik. Leipzig. 20 Uhr: Unterhaltungskonzert. 22.15—24 Uhr: Unter- Unterhaltungskonzert. 22.15—24 Uhr: Unterhaltungs- uns Tanzkonzert. München u. Kaiserslautern. 12.55-13.50 Uhr: Schallplattenkon-- zert. 16.30 Uhr: Solistenftunoe. 19.30 Uhr: Schallplattenkonzert. 16.30 Uhr: Solistenstunde. 19.30 Uhr: Rundfunkorchester. 20.45 Uhr: Berliner Bühnenkünstler. 21.20 Uhr: Konzertstunde. Stuttgart. 16.35 Uhr: Konzert. 20.15 Uhr: Symphoniekonzert. 22.15 Uhr: Musikalische Seltenheiten. Bahnhofstr.23 Radio-Häuser Heidelberg Telefon4091 Modernste Rundfunk Anlagen—Versand sämtlicher Zubebörteile nach allen Orten. - Vertreterbesuch u. Vorführung unverbindlich. Radio-Literatur, Programm-Zeitschriften bei 3. D oll. vachhdlg.. Slash ei« Neueste amtliche Kurse vom 22. Oktober 1928. mitgeteilt von der Dereinsbank, e. G. m. b. H. Sinsheim Anleihe»: ---- -4utb mit iluslosungsfchetn • ohne Auslofungsfchetn . Uaakaktic in o/o 50,80 15 Bad. Banl Darmstädter- und Nattonalbanl LSI in 179,50 Deutsche Banl . Deutsche Vcreinsbanl Dresdner Bank . Mitteldeutsche Sreditbank Reichsbank Rhein. Kreditbank Küdd. DtSconto Des. . 167% 101 168,75 203,50 203 125 134 engwctk» VktteM tn o/o 284 184 t arpener Bergbau alt Weperegeln ManneSmannröhrenwerle. . Mansselder Bergb. u.Hütten« — Oberschl. Eisenb. 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Bergbahn tn 0 9 storddeutsi her Lloyd Devisen: Geld Rew-Uorl l Dollar 4 I»10 London l Pfund 20.348 Holland ioo Bulben 168.17 Schweiz 100 Francs 80,71 Wien 100 Schilling 58.9« Paris 100 Franc 16.372 Italien 100 Lire 21.97 U8,5« Brief 4.2020 20,388 138,51 »9.87 69-06 18.41 2 22.01 Wetterbericht BoraussichtNches Wetter vom 207 bis 26. Oktober. Die erste« Tage der letzten Berichtswochc standien vollkommen im Zeichen des Kampfes warmer und kalter Lust- Massen, wobei es stellenweise zu recht beträchtlichen Nieder-, schlagen gekommen ist. Schließlich hat die Kaltlust die Oberhand gewonnen, und es stellte sich der erwartete Temperaturrückgang ein, der sich besonders in klaren Nächten recht stark auswirkte, indem die Tiefsttemperaturen bis auf etwa, minus 4 Grad zurückgingen. Jedoch bereits am Mrtti^ch kam es unter der Einwirkung neuer Störungen zu Bewölkungszunahme, einzelnen Niederschlägen und Temperaturanstieg. - Da sich über ganz Nordosteuropa kchon eine beachtenswerte Ansammlung kalter Luft geltend macht, besteht bereits für den Wochenwcchsel wieder die Möglichkeit eines vorübergehenden Kaltlufteinbruches, der jedoch bald wreder durch mittlere Luft abgelöst werben dürfte, dis dann etwa zum 24. polare Kaltluft einen erneuten kräftigen Temperaturrückgang einleiten wird. Dabei kann es auch in den niederen Lagen dann zu den ersten leichten Schneefällw kom- men. Der Gesamtwitternngscharakter bleidt also noch ziemlich wechselhaft. Aussichten. Flachland und Mittelgebirge: Bis zum Wochenende noch ziemlich mild, alsdann Winddrehnng auf Nor^. einzelne Schauer und Temperaturrückgang bis- zu Nachtfrost wahrscheinlich: nach vorübergehender Wiedererwärmnng erneuter Polarluiteinbruch etwa, m» den 24. zu- erwarten, wobei di« Niederschläge bereits zeitweise in Schnee /übergehen könne» M>IIIIIIII!IIIIIII!I!!!iIII>!l>IIIIII!II!III»IIIlIIII!IIIIIIIIIIIIIIIIII!!IIIIiri»M sind nidti umzukriegen,- sie sind ganz auf Haltbarkeit u. Strapazier- fähigkeit gearbeitet. Auch Ihr Junge fühlt zieh wohl in solch einemftotten gesunden und praktischen Uleyfe- Anzug . Wählen Sie bitte bei uns die passende Form und Farbe. M Verlangen Sie den neuen Katalog! E. Speiser W Sinsheim a. E. Fernsprecher 212. M..WerWMgeü>..Eilt Günstiges Sonderangebot Infolge unauffchiebbarer Zahlungen verkauft Fahrradfabrik einen Posten erstklaffiger Fahrräder Marke „Ideal" (keine zurückgesetzte Ware) weit unter Preis und zwar HermslhrrSder. . . Mt. 38.00 Imeasohnidtt... Mt. 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