Er sch ei n t tckglich Ausnahme der Feiertage Bezugs-Preis: »diePost bezogen und durch Briefträger und unsere Austräger frei ins Laus monatlich Goldmart 1.80 Gm Bezugspreis ist im Voraus zu entrichten. 6 Fällen von höherer Geivatt eht kein Anspruch auf Liefer- «ty der Zeitung oder auf Rückzahlung des Bezugspreises. »efchSftszeil iy*8 bis 5 llhr Sonntags geschlossen. Meru sp re ch-Auschdch Nr. SSV Postscheckkonto Garlsruh« Nr. MOS Der Lanöbote bmskeimer H Leitung?ns General-Anzeiger für Ksenz-unö Sduroigbachtal Helttft* und v»rbreit*tTt* Leitung dieser Gegend. heupt-Uiyeigen-ViLtt MSdxntl. Seilnge» r 6ln Mich 1» di« Welt » Vi« Brunn «nttab» » Hns dem R«i* der fiSodt • R*tg*b«r tir tz»o»- u. £*»dwtrtrdMft Anzeigen-Preife; Anzeigen: Die 33 mm drei» 7.v:ll»iierer-Zeile o tvoldpig. Reirlamen: Die 42 mm breit» Millimerer-Zeile 20 Goldpfg. Grundschrift im Anzeigen- und Textten ist Petit. Bei Wiederholungen tariffest«» Rabatt, der bei Nichtzahlung innerhalb 8 Tagen nach Rech- nungsdatum oder bei gerichtlicher Betreibung erlischt. Anzeigen-Annahme bis 8 Ah» vormittags; größer« Anzeige» müssen am Tage vorher auh- gegeben werden. Bank-Konto Drreinsbauk Sinsheim «. G.«. b. L. M 252. Samstag, den 27. Oktober 1828. 89. Jahrgang Der Gimplon-Orient-Expreß verunglückt. Bis jetzt Todesopfer. Belgrad, 27. Oktober. In der Nacht vom Donnerstag aus Freitag ereignete sich anf der Eisenbahnstrecke Bn- karest—Crajova ein furchtbares Eisenbahnunglück. De» am Abend aus Bukarest abgegangene Simplou- Orientexpreh stieß bei Retschia auf einen Personenzug aus. Da beide Züge i« voller Geschwindigkeit fuhren, war der Anprall furchtbar. Die Zahl der Toten nnd Verwundeten wird ans über 100 geschätzt. Am meiste» litt der Schlafwagen Bukarest—Paris, der vollständig zertrümmert wurde. Di« darin befindlichen Insassen find alle tot» darunter auch der Direktor der Bnkarester Vertretung der Ford-Krastwagen- Gesellschast. der italienische Ingenieur Roccax nebst Frau und Tochter. Der katholische Bischof Trigon entging wie bnrch ein Wunder dem Tode. Von den weiteren Insasse« des Wagens vermißt man von bekannten Persönlichkeiten de« rumänischen Militärattachee im Paris, Tataranu, «nd de« französischen Journalisten Lacottc. Nach den eingetroffenen Berichten bietet die Unglücksstätte rin wüstes Bild der Zerstörung. Sanitätsmannschasten und Hilfszüge wurden herangezogen, doch Konnten trotz anstrengender Arbeit noch nicht alle Toten und Verletzten unter den Waggons herausgezogen werden. Mehrere Wagen sind vollständig zertrümmert. Die Eisenbahnstrecke ist 150 Kilometer lang unfahrbar geworden, so daß die nachkommenden Züge nur mit großer Verspätung ein- treffcn. Aus Bukarest und Crajova sind mehrere Sanitätszüge abgefahren. Die bisherige Untersuchung hat ergeben, daß der Zusammenstoß durch falsche Weichenstellung entstanden ist. Bisher 31 Todesopfer. Nach Meldungen der Abendpresse aus Bukarest konnten bisher an der Unglücksstelle des Simplon-Orient-Expreßzuges 31 München. 27. Oktober. Nach dem „Bayerischen Kurier" steht man in Kreisen der bayerischen Abordnung mit einer gewissen Befriedigung aus bas Ergebnis der Länderkonferenz zurück. Man sei darauf vorbereitet gewesen, daß von «nttarischer Seite auf dieser Tagung Vorstöße gemacht wer den würden. In Bayern verzeichne man mit Genugtuung, daß die Festlegung eines Programms im Sinne der Schaffung eines Einheitsstaates nicht erreicht worden sei. In föderalistischen Kreisen habe das Vorgehen der Reichsregierung, als sie ihre Richtlinien veröffentlichte, ohne sich vorher des Einverständnisses des Ausschusses der Länderkonferenz zu verfichern, stärkstes Mißfallen erregt. Auf eine direkte Frage des bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Held an den Reichskanzler Müller bezüglich der bayerischen Pfalz habe Müller keine klare eindeutige Antwort können. Daß keine Beschlüsse hinsichtlich des Einheitsstaates zustanöegekommen seien, sei in erster Linie aus die starke Annäherung und Zusammenarbeit der süddeutschen Länder Bayern, Baden und, Württemberg zurückzuführen. r ,j-rx Im allgemeine« betrachtet man nach Anffaffung unterrichteter Kreise Bayerns das Ergebnis in Anbetracht der ursprünglich auf ber Tagung stark vertretenen «nitarische« Ge- bankengäuge nicht als unbefriedigend, wen« man auch baye- rischerseitS in der angenommene« Entschließ««- eine genauere nnd weniger vieldeutige Fassung gewünscht hätte. Die „Münchner Neuesten Nachrichten meinen, daß dte Vorbereitungen wenigstens auf ber unitarifchen Seite vor- zitzlich gewesen seien. Ihre Regie habe in Berliner Händen gelegen Daß die angenommene Entschließung nicht das Ergebnis örr Konferenz blieb, sei das Verdienst Dr. Helös. ES sei gelungen, den sehr geschickt in Szene gesetzten Angriff der Etnheitsstaatler zurückzuschlagen. Im übrigen hoffe man, daß die Zusammenkünfte dte allgemeine Anfmerksamkei! immer «ehr auf den Föderalismus lenkten. Gegen die Abschaffung der Todesstrafe München, 27. Okt. Der frühere Reichsjustizminister und Mitglied deS Strafrechtsausschusses E m m i n g e r veröffentlichte gestern einen Artikel über die Todesstrafe, in dem er ausführt, baß die Todesstrafe unter dem Gesichtspunkt des Schutzes der Gesellschaft und der Sühne auch heute noch ihre volle Berechtigung habe. Es werde zuviel an den Mörder und zu wenig an die Opfer gedacht. Die Abschaffung der Todesstrafe wäre heute nicht nur ein gefährliches Expe- rimeat, sondern ei« zweifelloser Fehler. Schiedsspruch in der westdeutschen Eisenindustrie Bor einer Lohnerhöhung. Esse«, 27. Okt. Rach mehrtägige« Berhandlnngeu »«rde am Freitagnachmittag in der Streitigkeit zwischen dem Arbeitgeberverband für den Bezirk der Rordwestgruppc bes Vereins deutscher Eisen- «nd Stahlinduftxieller nnd den brei Metallarbeitergewerkschafte« von der Schlichterkammer ««ter dem Borsttz des Oberlandgerichtsrats Dr. Jötte« sollender Schiedsspruch gefällt, der eine Erhöhung der gegenwärtige« Löhne ergibt: I. Das derzeitige Lohnabkommen bleibt weiter tn Kraft, und zwar mit folgender Maßnahme: t Der Exlohn als solcher bleibt unverändert. Zum Ber- bienst der Stundenlöhner über 21 Jahre tritt jedoch mit Todesopfer geborgen werden. 25 erwundete wurden nach dem Krankenhaus in Slatina gebracht. 27 oer Opfer sind rumänischer Nationalität. Der bei üem Unglück ums Leben gekommene Italiener Rocca ist der Sohn des jüngst bei einem Autounsall getöteten Generals Rocca. Das Automobil wurde von dessen Sohn gesteuert, der nun bet dem Eisenbahnunglück den Tod gefunden hat. Unter den Opfern befindet sich auch ein griechischer Staatsangehöriger. Zur Zeit ist man eifrig an der Arbeit, die Strecke wieder freizubekommen. Außer einem Schlafwagen des Zuges wurden zwei erste Klaffewagen des Schnellzuges, der Gepäck- und der Postwagen zerstört. Der Simplon-Orient-Expreß tst ein Luxuszug. Er verkehrt wöchentlich dreimal von Konstantinovel über Bukarest, Triest, Venedig, Mailand nach Paris, von wo aus die Fahrgäste Anschluß nach London haben. Er besteht ausschließlich aus Schlafwagen erster Klasse. Die Ursache: Nachlässigkeit eines Weichenstellers. Bukarest, 26. Okt. Die Zahl der Opfer des Eisenbahnunglücks bei Recea hat sich glücklicherweise nicht erhöht. Die Mehrzahl der getöteten Reisenöea gehört der ärmeren Bevölkerungsklasse an. Bei dem Simplon-Expreß wurden nur der Gepäckwagen, der Postwagen und ein Teil des Schlafwagens nach Paris, in dem die Familie Rocca sich befand, zertrümmert. Die übrigen Reisenden dieses Schlafwagens wurden mehr oder weniger verletzt. Der Umstand, daß die meisten Reisenden schliefen, als das Unglück geschah, trug dazu bei, eine außerordentliche Panik hervorzurufen. Die beiden Lokomotiven sind gänzlich zerstört. Wie die Unter? suchung ergab, ist das Unglück auf die Nachlässigkeit eines Weichenstellers zurückzuführen, der unmittelbar nach der Katastrophe verschwand. Wirkung vom 1. November 1928 ab ein fester Stundenzuschlag von sechs Pfennig. Bei den weiblichen und jugendlichen Arbeitern rundet sich diese Zulage nach den entsprechenden Hundertsätzen der Lohntabelle ab. Bruchteile werden in der bisher üblichen Weise aufgerundet. 2. Die Akkord- und Prämienarbeiter erhalten vom gleichen Zeitpunkt an neben dem sogenannten Zeitzuschlag von 21 Pfennig einen festen Zuschlag von zwei Pfennig die Stunde. Diese Regelung ist erstmalig am 1. März 1930 zum 80. April 1930 und dann an jedem ersten mit zweimonatiger Frist kündbar. II. Erklärungsfrist Montag, den 29. Oktober 1928 gegenseitig und gegenüber dem Schlichter. Zst MereWer Losch doch ermordet Magdeburg, 27. Okt. In dem rätselhaften Fall der Erschießung des Reichswehrunteroffiziers Kojch scheint jetzt eine Wendung einzutreten. Während man noch bis vor kurzem namentlich durch die verworrenen Reden der Anna Noth annehmen konnte, daß der Unteroffizier seinem Leben selbst ein Ende bereitet habe, wird diese Ansicht jetzt sehr erschüttert. Die gerichtliche Obduktion der Leiche ergab» daß der Schuß auf den Unteroffizier aus einem Trommelrevolver abgegeben sein muß, und zwar handelt es sich um ein Bleigeschotz von 6,5 Millimeter. Außerdem wurde festgestellt, daß der tödliche Schuß aus einer Entfernung von mindestens einem halben Meter abgefeuert wurde, Di? Einschußstejle befindet sich auf der vorderen linken Kopfseite. Das Geschoß »ahm seinen Weg über das linke Auge durch das Gehirn, also von links nach rechts. Ganz abgesehen davon, daß es fich bei der bei der Tat benutzten Schußwaffe nicht um einen Revolver der Reichswehr handeln kann, erscheint eS nach dem Sektionsbefund als ausgeschlossen, daß Kosch den Schuß selbst auf sich abgegeben hat. Da Anna Noth noch schwer krank darniederliegt und imemr noch nicht vernehmungsfähig ist, wird der Fall so lange unaufgeklärt bleiben, bts entweder durch neue Zeugenaussagen, oder durch die Hauptbeteiligte dieses -nächtlichen, Dragias selbst erschöpfende Auskunft gegeben wird. ° ' Das Zeppelin - Aachrichlenmonopol Berlin, 27. Oktober. Bo« zuständiger Stelle wirb mit- geteilt: Nach Drahtberichten der deutschen Botschaft tn Washington hat Dr. Eckener gegenüber dem von Ministerialdirigent Brandenburg im Aufträge deS ReichSverkchrsmtnt» ft«rium» an ihn gerichteten Ersuchen, baS Nachrichtenmonopol für bie Rückfahrt aufzn» hebe«, bargele,», daß er infolge bestehender recht, Ulfe, Binbnng «nch bei bestem Wille» baz« nicht in de, Lage sei. Er Vitt« dahsr herzlich, -atz -ie deutschen Reichsstelle» «nd di« Oeffentlichkett seiner Zwangslage Rechnung tragen möchten. Dr. Ecken«, soll es gelungen sein, in den Vereinigten Staaten dt« öffentliche Meinung ihre anfängliche Verstimmung über baä Monopol vergessen zu lassen. Die Presse habe dort ein« Begeisterung für ihn und sein Werk an den Tag gelegt, die von viele« als «och bewegter wie aus Anlaß deS Köhl-Fluge» Sptrachtrt wird. Der Rundflug des «Graf Zeppelin" aufgegeben. Lakehnrst, 26. Okt. Dr. Eckener hat den geplanten Rundflug des „Graf Zeppelin" nach dem mittleren Westen der Bereinigten Staaten aufgegebcn. An die Mitteilung, daß der Besuch des „Graf Zeppelin" in den Staaten des mittleren Westens aufgegeben werden müsse, anknüpsend, erklärte Dr. Eckener noch, er hoffe, die jetzt aufgegebene Fahrt nachholen zu können, wenn das Luftschiff auf dem geplanten zweiten Ozeanflug wieder nach den Vereinigten Staaten komme. Der Hauptzweck seines ersten Fluges sei es gewesen, zu zeigen, daß die Strecke über den nördlichen Atlantischen Ozean, sowie andere überseeische Fahrten mit dem Lenklustschiff sicher und verläßlich zurückgelegt werden können. Um diesen Hauptzweck der Fahrt nicht zu schädigen, sei es wesentlich, die Rückfahrt nach Europa ohne allzugroße Verzögerung anzutreten. Newyork, 29. Okt. Wie aus Lakehurst berichtet wird, erklärte Dr. Eckener. daß der Start des „Graf Zeppelin" zum Rückflug nach Deutschland am Montag abend oder Dienstag morgen erfolgen werde, falls die Wetterbedingungen einigermaßen günstig sein sollten. Deutschlands Standpuntt bei den Finanzbefprechlmgen Ein Urteil des „Petit Parisien". Paris, 27. Okt. Wie der Berliner Sonderberichterstatter des „Petit Parisien" seinem Blatte über die in Berlin geführten vorbereitenden Finanzbesprechungen b-richtet, tst mau in der Reichshauptstaöt der Auffassung, daß im Versailler Vertrag keine Anspielung auf die französische» «nd englischen Kriegsschulden an Amerika enthalten sei. Wenn inan sich nach dem, was in Berlin in letzter Zeit veröffentlicht wurde, ein Urreil bilde, müsse man berücksichtigen, daß Deutschland nicht allein die belgische Forderung der Aufwertung der während der Besatzungszeit ausgegcbenen Markbctrüge zurückweisen werde, da diese Aufwertung eine über den Daivesplau hinausgehende Leistung darstclle, sondern daß Deutschland auch versuchen werde, in den festzu- setzenöen Gesanitbetrag die acht Milliarden Entschädigungen einznbczlehen, die es seinen eigenen Staatsangehörige« für die Liqnidiernng der von den Alliierten im Laufe der Feindseligkeiten beschlagnahmten Güter bezahle. Man müsse noch einige Tage warten, um genau zu wissen, wie weit die amtlichen deutschen Kreise diese Auffassung teilten. Aus dem besetzten Gebiet Farbige Franzosen überfallen deutsche Zivilpersonen. Landau, 26. Okt. Am Mittwochabend begegneten eine junge kaufmännische Angestellte und ein junger Mann in den Anlagen beim Tierpark drei französischen farbigen Soldaten. Die Farbigen griffen die beiden jungen Leute an. Während es dem 18jährigen jungen Man« gelang, bie belebte Straße zu erreichen, wurde bas Mädchen von einem der Afrikaner eingeholt. Es entspann sich ein heftiger Kamps, in dessen Verlaus es dem jungen Mädchen gelang, unter Zurücklassung eines seiner Schuhe sich loszureiß.n und eben- falls di.e Ztraße zu exreichen, wo es unter Hilferufen weiter eilte, bis tJ ttöti einigen entgegenkommenden deutschen Zivilpersonen in Sicherheit gebracht wurde. .< ***** -*■ _ „ ^ ■’ • Besatznngsoffiziere als Seidenschmuggler. Dnisbnrg, 26. Okt. Entgegen anderslautenden Meldungen wird von zuständiger Stelle bekannt, daß voraussichtlich am 2. November vor dem Duisburger Schöffengericht ein interessanter Prozeß oegivnen wird, in dem unter anderem Angestellte der Seidenfirma Sibille & So. aus Lyon, die tn Zn wenigen Worten . I« der Nacht zum Freitag stieß der Simplon-Orient- Expreß bei Retschia in Rumänien aus einen Personenzug auf. Die Zahl der Toten und Verwundeten wird auf über 100 geschätzt._„ '*£. I—^ Freitag nachmittag fand eine Sitzung des Reichskabinetts statt, die stch mit der durch die Mitteilungen des Repara- ttonsagenten Parker Gilbert geschaffenen Lage beschäftigt. • Reichsaußenminister Dr. Stresemann wird stch am 81. Oktober von Wiesbaden nach Karlruhe und dann nach Hei- delberg zur Sitzung des Partetvorstanöes der Deutschen Bolkspartei begeben. Bon Heidelberg fährt Dr. Stresemann dann nach Berlin zurück. Nach Mitteilungen der deutschen Botschaft in Washington hat Dr. Eckener erklärt, daß er infolge bestehender recht- licher Bindung bei bestem Willen nicht zur Aushebung des Nachrichtenmonopols für dte Rückfahrt des „Graf Zeppelin" in der Lage sei. * In einer volksparteilichen Versammlung in Königsberg sprach Dr. Scholz am Donnerstag über Große Koalition und Konkordat. • - Bei der Rekrutenaushebung tn einer polnischen Stadt kam es zu Zusammenstößen zwischen betrunkenen Rekruten «nd Polizei, wobei ein Rekrut getötet wurde. m Die beiden von den japanischen Behörden unter Spionageverdacht verhafteten englischen Seeoffiziere sind aus Fapan ausgewiesen worden. Fm Lauf der Freitagverhandlung im Hußmannprozeß wurde < auch die Presse für etwa dreioicrtel Stunden ausgeschlossen. Keine Mehrheit für den Einheitsstaat. Die Münchner Presse zum Ergebnis der Landeskonferenz. Nr. 252. Jahrgang 1928. Duisburg eine Zw< tyniederlnssung besitzt, verwickelt sind. In den Jahren 1926 bis 1928 gelangten große Posten Leidenwaren unverzollt nach DuiSburg. Die Untersuchung der Angelegenheit hat ergeben, daß Offiziere der Besatzung die Seide in ihren Koffern, die nicht kontrolliert werden durften, nach Deutschland brachten. Ob auch Militärflugzeuge zu diesem Zwecke benutzt wurden, ist noch nicht genau bekannt. Anklage wurde bisher erhoben gegen den Prokuristen Zellermcyer, den Angestellten Sommer und den Buchhalter Gertges von der Zweigniederlassung der Lyoner Firma in Duisburg. England versucht die Wahrheit zu beschönigen Lord Cnfheudn« über Flottenkompromiß und Abrüstung. London, 27. Oktober. In einer Rede in Blackpool verteidigte der stellvertretende britische Außenminister Lord Cushendun die von der britischen Regierung im Verlaufe der englisch-französischen Flottenverhandlungen eingenommene Haltung. Der Vorwurf der Geheimdiplomatie treffe nic'i zu. Man könne nicht von Geheimdiplomatie sprechen ,wenn — wie bas Großbritannien getan habe — bereit» der Beginn der Besprechungen aller Welt angeköndigt wurde. Die Verhandlungen hätten sich nur auf ein Kompromiß zwischen England und Frankreich bezogen und für die übrigen Flottenmächte niemals bindend sein können. Die Verzögerung in der Veröffentlichung des Notenivechsels habe als einzigen Grund, daß die britische Regierung in Uebereinstim- mung mit den internationalen diplomatischen Gepflogenheiten auf die Antworten der interalliierten Regierungen gewartet habe. Lord Cushendun fügte jedoch hinzu, daß die alte Entente niemals aufgelöst morde» sei, und die freundschaftliche» Beziehungen mit de» nächsten Nachbarn Großbritanniens einen wesentliche« Faktor der britischen Politik darftcllten. Die Aussichten für die internationale Abrüstung bezeichnete Lord Cushendun als im Augenblick wenig versprechend. Großbritannien werde aber seine Versuche nicht anfgeben, obwohl es nicht leicht sei, irgend etwas zu tnn, wenn mau stets einer hoffnungslosen Dmnmheit beschuldigt werde, sobald ein 'Abkommen mit einer anderen Macht angestrebt werde. Es sei behauptet worden, Großbritannien habe mit dem Flottenkompromiß Frankreich den Bau einer unbegrenzten Anzahl kleiner Unterseeboote erlaubt, und dem zugestimmt, daß die Militärreserven nicht in die für die Abrüstung heranzuziehenüe Armeestürke einbezvgen werden sollten. Eine derartige Zustimmung habe insofern nicht erfolgen können, als Frankreich dieses Rechtskompromitz gegenseitiger Bindungen bereits besitze und Großbritannien keine Macht habe, die Anwendung dieses Rechtes zu verhindern. Die britische Regierung trete für gänzliche Abschaffung der U-Boote ein. England sei gleichfalls bestrebt, die Militärreserven cinzuschränken, habe sich aber im Völkcr- bnndsausschuß stets in einer kleinen Minderheit befunden. Die im Abschluß des Flottenabkommens zum Ausdruck kommende Politik gründe sich daher auf den Grundsatz, daß Großbritannien etwas nahm, kvo es nicht alles bekommen konnte. Deutsche Reorganisatoren in China London, 27. Oktober. Wie Reuter aus Schanghai berichtet, wird Oberst Bauer mit fünf anderen deutschen ehemaligen Offizieren während des Wochenendes in Schanghai ein- treffen. Zusammen mit anderen vor etwa einem Monat in Schanghai eingetroffenen Deutschen würden damit von der nationalistischen Regierung SV deutsche Staatsangehörige als Ratgeber in militärische» und Polizeifrage» beschäftigt. Die Ernennung von Deutschen sei von chinesischer Seite aus dem Grunde bevorzugt worden, weil die deutschen Staatsangehörigen keine exterritorialen Rechte besäßen. Es ist offensichtlich, daß diese Ernennungen von verschiedenen der europäischen Mächte in China mit einigem Mißtrauen betrachtet werden, da in den englischen Berichten die Vermutung laut wird, daß die Ernennungen mit den energischen deutschen Versuchen Zusammenhängen, den Vorkriegseinslutz Deutschlands und seine Stellung als Handelsmacht wieder zurückzugewinnen. Demgegenüber darf daran erinnert werden, daß es gerade die Versailler Sieger gewesen sind, die Deutschland jeden Verzicht auf die für die Europäer sonst üblich gewesenen Sonderrechte in China diktiert haben und somit selbst dazu beigetragen haben, das Ansehen der Deutschen in China weiter zu stärken. Es handelt sich also bei den angeblichen Ernennungen um eine zwangsläufige D«r Laadbote * Sinshetmer Zeitmy. Entwickelung, auf die amtliche deutsche Stellen keinen Einfluß haben. Der Gladbeüer Abilurienlenmord Die Zengenanssage» ändern die Sitnation des Angeklagte« immer noch nicht. Este«, 27. Oktober. Auch am Freitag, dem 10. Verhand- lungstage, wurde unter Ausschluß der Oeffentlichkeit weiterverhandelt. Das bisherige Ergebnis der Beweisaufnahme läßt noch nicht vermuten, wie der Spruch des Gerichtes lauten wird. Noch immer bildet der Prozeß mit allen Sensationen das Tagesgespräch. Allgemein fällt auf, daß die Berliner Kommissare Werneburg und Lissigkeit noch nicht vernommen worden sind. Sollte ihr am letzten Tage stattfinöen- des Verhör die Sensation dieses Prozesses bringen? Das Zeugenaufgebot des gestrigen Tages war wieder sehr umfangreich. Man will endlich die Beweisaufnahme zu Ende führen. Zu diesem Zweck sollen auch am Samstag nachmittag die Verhandlungen fortgeführt werden, nachdem sie durch eine Mittagspause unterbrochen waren. Die Zeuge» sind hauptsächlich wieder ehemalige Mitschüler des Angeklagte« und jetzige Stndenten. Während der Vernehmung der Jugendlichen machte der erste Staatsanwalt Schneider darauf aufmerksam, daß der Zeuge M. am Dnnn-rstag einem Straßenbahnschaffner auf der Fahrt erklärt habe, die Schüler seien sich darüber einig, solange nicht offen ausznsagcn, bis die Presse aus- gefchloffen sei. Sachverständiger Prof. Müller-Heß gibt seiner Ansicht Ausdruck, daß die Jugendlichen wahrscheinlich bei der Besprechung der Veranlagungen des Angeklagten aus Schaingefühl sich doch nicht an die volle Wahrheit hielten. Für die Beur> teilung des Prozeßverlaufes sei es erforderlich, aus diesen Aussagen zu erkennen, inwieweit die Jugendlichen über moralische Angelegenheiten unterrichtet seien. Darauf wird auch die Presse gegen 10 Uhr ausgeschlossen. Gegen 10.48 Uhr wurde die Presse wieder »ugelassen. Tie nichtöffentliche Vernehmung der Schüler hat ein klares Bild nicht ergeben. Ein Teil der Schüler scheint über gewisse moralische Dinge unterrichtet gewesen zu sein. Die weiteren Vernehmungen der Jugendlichen ergaben nichts Wesentliches. Vernommen wurde auch der neugelaöene Zeuge, der Straßenbahnschaffner, der die Vereinbarung der Schüler gehört haben will, nicht die volle Wahrheit zu sagen, falls die Presse nicht ausgeschlossen ivcröe. So bestimmt vermochte er sich bei seiner Vernehmung allerdings nicht zu äußern. Staatsanwaltschaftsrat Roseubaum teilte die Ladung eines weiteren Zeugen für Samstag mit, der über den Selbstmörder Oftendorf anssagen soll. Bet der weiteren Verhandlung nahm einen breiteren Raum die Vernehmung eines Studenten ein, der einmal bet Huß- mann übernachtet haben soll. Der Zeuge bestritt dies jedoch, so daß der angebliche Zimmerbesuch sich aus den Redereien der Jugendlichen untereinander erklären dürfte. In Widersprüche verwickelte sich dieser Zeuge bei seinen Aussagen über angebliche Furcht der Mitschüler vor Husmann. Seine Kenntnisse will der Junge zumeist von anderen haben. Die Verhandlungen wurden dann auf den Nachmittag vertagt. Am Samstag dürfte der Sachverständige Prof. Müller- Heß sein Gutachten über die Charakterveranlaguna des Angeklagten abgeben. Der Landdundprozeß Kyritz Bei der Vernehmung des Zeugen Landjägeroberlcnt- nant Dymke versuchen sowohl die Verteidigung wie auch der Gerichtshof, durch Zwischenfragen Belastendes und Entlastendes aus den Aussagen für die Angeklagten herans- zustellen. Während der Vernehmung dieses Zeugen stand der Angeklagte, Legationsrat von Jena, der Vorsitzende des Reichslanübunöes Ost-Priegnitz, auf und erklärte, daß er einzig und allein als verantwortlicher Führer in Frage komme, und sich vor dem Landbunögeschäftsführer, Major a. D. Cordes und alle anderen Führer stelle. Der Angeklagte Reichstagsabgeordneter Staffehl fragte den Zeugen Dymke nochmals, ob er seine Aussage aufrecht erhalte, daß Staffehl in keiner Rede aus dem Marktplatz gesagt hätte: „Gewalt geht vor Recht!" Ter Zeuge bestätigt, daß er diesen Ausdruck aus dem Munde Staffehls gehört habe. Der Zeuge Schutzpolizeioberleutnant Boeck-Potsöam erklärte daß er auf Anordnung der Potsdamer Regierung a>>> 12 . März nach Kyritz entsandt worden sei, um den Drpo- und Sicherheitsdienst vorzunehmen. Er habe sich gegen die Zweckmäßigkeit sowohl einer Fortnahme von Stöcken der Samstag, den 27. Oktober 1928. Demonstranten als auch einer Unsichtbarmachung der Polizei ausgesprochen. Ter Zeuge bestätigte weiter eine An- 'vrache des Landbundführers CorbeZ des Jnhaüs, däß''deu Leite, »es Finanzamtes keine Schuld treffe und die eigentlicher» Schuldigen in Berlin säßen. Staffehl, der den Einfluß des Landbundführers auf die Meng, erkannt hatte, habe versucht, ihn zu bewegen, die Menge zu beruhigen. Bei einer nochmaligen gleichen Bitte habe sich Cordes mit den Worten geweigert, es passiere nichts. Sodann habe der Angeklagte, Cordes, erklärt: ..Wir verlassen den Platz nicht, ehe die Schupo zurückgezogen wirb." Die Menge habe diese Forderung in stürmischen Ausdrücken ununterbrochen wiederholt, so daß Land- lägeroberleuiuant Tümke schließlich eingegriffen und den Befehl zur Zurückziehung der Schutzpolizei gegeben habe. Der Angeklagte Kleine sei einer der Hanpttnmnlante« gewesen. Er habe gesehen, daß der Wachtmeister Müller im Gedränge sehr geschlagen worden sei. Auf die Frage, ob er gemäß Angaben von Angeklagten höhnisch belächelt hätte, wies oer Zeuge die bewußte Absicht solchen Lächens zurück, erklärte aber, ein Lächeln an und für sich als Zeichen gewisser innerer Unruhe psychologisch für möglich. Gericht und Verteidigung gingen dann auf verschiedene Punkte der Aussagen des Polizeioberleutnants ein. Die Verteidigung stellte fest, daß der Zeuge im Gegensatz zu den Aussagen des Landrats, des Leiters des Finanzamtes und des Lanö- iägeroberleutnants auf dem Standpunkt gestanden habe, die Polizei würde abschreckender wirken, wenn sie offen ausgestellt werde. In der Nachmittagsverhandlung im Kyritzer Landfrie- densbruch-Prozeß wurde als Zeuge der Leiter des Kyritzer Finanzamtes, Regierungsrat Reinhold, vernommen. Er sagte u. a. aus, daß er die Landbunddemonstration zunächst für belanglos gehalten habe. Seinen Beamten habe er befohlen, sich während der Demonstration nicht an den Fenstern zu zeigen. Die Menge habe gejohlt. Bald darauf fei ein Stein ins Zimmer geflogen. Eine Abordnung habe eine Entschließung verlesen, die er befürwortend weitergeben wollte. Zur Menge zu sprechen, habe er abgelehnt. Die Menge habe geschrieen, er solle herauskommen und habe verlangt, daß er seine Beamten draußen vor dem Finanzamt antreten lassen solle. Der Angeklagte Schneider sei einer der Störenfriede, die seine Rede unterbrochen hätten. Im ganzen seien 64 Fensterscheiben zerstört worden. Seiten» der Verteidigung wurde darauf festgestellt, daß die Alarmnachrichten und Gerüchte von dem Landjägeroberleuinant Tymcke stammten. Oberlandjäger Gottschalk verlas eine ausführliche Darstellung über die Steinwürfe auf das Finanzamt. Zeuge Regierungsrat Hege bekundete, daß vor der Demonstration ein Landwirt ihm eine Handgranate und eine Sprengkapsel gezeigt hätte. Landjägermeister Seifert machte dem Angeklagten Cordes zum Vorwurf, daß er seinem Einfluß gegenüber der Menge nicht genügend Geltung gemacht habe. Kyritz, 26. Okt. Zu Beginn des 4. Verhandlungstages im Kvritzer Landbundprozeß wurde heute vormittag im Ge» richtsfaal eine Erklärung verbreitet, worin die als Rädelsführer Angeklagten, insbesondere der Landbundgeschäftsführer Cordes, der Kreislandbundvorsitzende von Jena und der deutschnationale Reichstagsabgeordnete Staffehl, Wert darauf legen, daß gewisse Erklärungen, die sie in der gestrigen Sitzung abgegeben haben und die der Oeffentlichkeit und dem Gericht nicht in völliger Klarheit zugegangen seien in richtiger Form wiederholt würden. Als Zeuge wurde heute der Museumsverwaltungsöirektor Friedrich von Kriegsheim-Heiligengrab vernommen. Der Zeuge erklärte u. a., daß er glaube, daß in dem Moment, als die Fensterscheiben eingeschlagen wurden, seitens der Schupo geladen wurde. Er habe gesehen, wie vorher Landbünöler einen Schupobeamten bearbeiteten und sei persönlich hinzugetreten, um die Freilassung des Beamten zu fordern. Darauf sei er seitens der Landbündler beschimpft worden. Dann sei der Befehl gekommen, zum Katasteramt, dem etwa zwei Drittel der Menge nicht Folge leistete. Nach erfolgter Vernehmung des Zeugen von Kriegshcim wurde Oberwachtmeister Preutzer vernommen, der sich noch daran erinnern konnte, daß Oberleutnant Boeck den Befehl gegeben habe: „Heraus". Er habe einige Schupoleute zur Verstärkung der Sperrkette aufgefordert, worauf die Menge ruhiger geworben sei. Ter Zeuge Landwirt Breöüin bekundete, daß er in dem Oberwachtmeister Preutzer den Beamten wiedererkenne, der ihm den geladenen Revolver auf die Brust gehalten und dann, gesagt habe: chlöARsrU «OMAN "» W9LFGAN4 MARKEN „Doch, der Comte ist der Comte. Das weiß ich. Er hat, vie ich durch eine Auskunftei feststellen ließ, tatsächlich die Besitzungen in Südfrankreich. Er ist reich, ist immens vermögend. Aber er ist sicher nicht der reisende Weltmann. Er st bestimmt ein Mann, der fein festes Ziel hat, und der »uch weiß, warum er auf Schloß Korff ist." „Du hältst also den Comte für . . ." „Einen großen Abenteurer und Hochstapler, der mit bestimmten Absichten nach Schloß Korff gekommen ist." „Denkst du an die unterirdische Bibliothek?" Hanno zauderte. „Vielleicht reizt ihn auch diese Aufgabe, sich glaube aber, daß er nicht um deswillen nach Korff gekommen ist. Jan, du hast ihn doch auch kennengelernt, hast iestgestellt, daß er nicht nur ein Mann von seltener Schönheit ist, sondern auch, daß er geistig überragend ist. Er ist 'ine Persönlichkeit ersten Ranges, stellt aber diese immer prrück, läßt sie ohne Not nicht' hervortreten. Ich habe oit Iber feine fabelhaften mathematischen Schlußfolgerungen getonnt. feine absolute, allem gewachsene Sicherbeit nimmt immer wieder gefangen. Er ist bestimmt ein großer Geist, rin Kopf mit einer Verstandesschärfe, wie man ihn suchen muß. Er ist vielleicht der geborene Abenteurer, mü> wenn rr ein Hochstapler ist, dann sst er einer allergrößten Formats." „Du glaubst fest, daß er es ist?" „Ja," erklärte Hanno fest. ,Lch halte ihn für einen ge- iährlichen Hochstapler, und für mich gilt es jetzt: aufzuklären, was er auf Schloß Korff sucht. Ich glaube nicht, daß ihn die Bibliothek reizt. Es muß, wenn -ein Grund vorliegt, ein anderer sein." „Ob wir in unseren Schlußfolgerungen nicht zu weit zehen, Hanno?" fragte Jan eindringlich. „Ueber alles die Gerechtigkeit, Jan. Mein Grundsatz ist aoch der gleiche, und ich werde mich nicht schämen, dem Manne abzubiiten, wenn ich ihm auch nur in Gedanken unrecht getan habe. Wir wollen suchen und prüfen." Meie klaren Worle zeigten Jan, datz itch Nannos Innere aicht gewandelt hatte. Auch mit Rachegefühlen im Herzen blieb Hanno der Unbestechliche und Gerechte. * * * Auch die Herzogin fand keine Ruhe. Schlaflos lag sie in den Kissen und dachte an die Ereignisse der letzten Zeit. Ein rigenes, nie gekanntes Gefühl lag drückend auf chrer Lruft. Stand sie vor dem, was sie immer suchte und nie and: dem Erleben? __ Sie dachte an den Comte und gestand sich, daß seine Schönheit, fein ganzes Wesen, seine Persönlichkeit sie wohl reizen könnten, den Antrag anzunehmen. Und doch! Was war es nur im Wesen des Mannes, das sie abstieß? Rein, nicht abstieß, was fehlte ihm? Sie sann nach und fand es nicht. Ihre Gedanken kreisten veiter. Sie dachte an Hanno Tessing. Sein Bild erstand »or ihr. Sie iah seine ernsten Augen und hörte sein herzliches Lachen, das Uef aus dem Innern kam. Das Lachen . . .1 Ja, dos unterschied die beiden Männer. Der Comte konnte nicht lachen, er lächelte nur, war immer freundlich, die Schönheit seines Gesichts, die Sicherheit feines Wesens versteckten mehr von der Persönlichkeit als sie Preisgaben. „Winnie!" Sie wandte den Kopf. Es war Marion, die zu ihr her- nnfchlüpfte. „Ich kann nickst schlafen, Winnie. Ich habe so Kopfweh and so Angst. Laß mich ein bißchen bei dir fein." Die Herzogin zog die Schwester an sich. „Was ist denn, Kind? Warum hast du Angst?" Die Zärtlichkeit der Schwester verwunderte Marion. „Du bist gut, Winnie, wenn du so zu mir sprichst. So hast du es früher immer getan." „Bin ich jetzt anders zu dir?" Marion seufzte. „Ja, seit du Herzogin bist, habe ich manchmal denken müssen, ich habe keine Schwester mehr, die mich sieb hat wie früher." „Törichte Marion! Nun sag' mir aber. Kind, warum ingstigst du dich?" „Mir ist immer, als ob mich einer ruft und ick muß mit »einen nackten Füßen durch das Schloß laufen, und dann irrert mich fo. Laß mick ietst bei dir bleibenl" Die Herzogin schüttelte den Kopf. „Was hast du für Ee- »anken. Marion! Bekommt dir der Aufenthalt auf Schloß korff nicht? Dann will ich es Mutter sagen, und wir reisen oo anders hin." „Nein, nein," bat Marion und umschlang die Schwester mgestüm. „Nein, ich will hier bleiben. Immer möchte ich per bleiben. Ich habe sie alle so gern auf Schloß Korff." „Du verschenkst deine Liebe recht reichlich, Liebling." Marion schüttelte den Kops. „Nein, Winnie, nein, wirk- ich nicht! Aber der Hanno ist ein so lieber Mensch und der jan, und zu dem alten Herrn Tessing möchte ich am liebsten Kater sagen." Die Herzogin war gerührt. Sie strich der Schwester zärt- ich über das Haar und sah ihr in die klaren, braunen lugen. „Du darfst herzlich gut zu den Menschen sein, Marion, sie «rdienen es alle, und ich habe sie auch schätzen gelernt. Var das heute ein schöner Tag. nicht wahr. Marion?" Mit strahlenden Augen sah Marion zur Schwester auf. ,O, es war schön, Winnie, und als der Hanno mit mir ge- anzt hat, da war es am allerschönsten." „Der Hanno!" sagte die Herzogin versonnen. „Du hast »iel mit ihm gesprochen. Er kann beffer unterhalten, a!s ch dachte." „Wir haben auch über dich gesprochen!" triumphierte Rarion. „Ueber mich? Das ist sehr nett von Mister Hanno. Was >enn? Ich bin wirklich ein wenig nengierig." „Ein wenig!" lachte Marion. „O. wie du dich verstellst, Winnie. Du bist ja jo sehr neugierig. Affo. dann will ich !§ dir sagen. Der Hanno fragte mich nach dem Herzog, und »a habe ich ihm gesagt, daß er tot wäre, und daß du ihn da- nals nur wegen des Titels geheiratet hast." „Das hast du ihm erzählt!" Das Rot stieg in die Wangen >er schönen Frau. „Warum denn nicht, Winnie? Er hätte es ja doch einmal rfahren." Die Herzogin schwieg eine Weil«. Warum fragte Hanno Lessing nach dem Herzog? „Was hat er denn darauf gesagt?" fragte die Herzogin msicher, und ihr Herz klopfte starker ^Das verstehe er nicht," gestand Marion verlegen. Rr. 251. Jahrgang 1928. Samstag, den 27. Oktober 1928. »Zurück, Du Schwei«, ober ich schieß«!* Auf wiederholte Vorhalte erklärte Brebdin. er wisse, waS er sage und halte diese seine-Bekundung aufrecht. Bei Gegenüberstellung erklärte Oberwachtmeister Preutzer. er könne fich nicht erinnern, irgendeinem anderen als dem Angeklagten Kleine die Pistole auf die Brust gesetzt zu haben und sei fich auch nicht bewußt, ein Schimpfwort gebraucht zu haben. Darauf erklärte der Angeklagte Schulte, daß er in Preutzer den Beamten wiedererkenne, der Landwirte mit dem Ausdruck »Ihr Saubande!" beschimpft habe. Ter Landwirt Leppin bestätigte, daß der Landbunüge- schäftssührer Cordes bei den Vorsprechungen nachdrücklich betont habe, es müsse alle« in großer Ruhe vor sich gehen. Die Teilnehmer an der Kundgebung sollten in Kyritz nicht einmal ein Glas Bier trinken, um jede Erregung zu vermeiden. Als einer der Beisitzer darauf aufmerksam machte, daß der Zeuge in der Voruntersuchung erheblich zurückhaltendere Aussagen gemacht habe, behauptete der Landwirt Leppin unter großer Erregung im Zuhörerraum, baß der Untersuchungsrichter ihm gesagt habe, er solle seine Aussagen sehr beschränken, denn ein Landjäger werde das Gegenteil aussagen und dem Landjäger werde mehr Glauben geschenkt werde«. Nach diesen Bekundungen beschloß das Gericht, den betreffenden Landjäger und den Zeugen Leppin nicht zu vereidigen und den Untersuchungsrichter als Zeugen zu diesen Verhandlungen zu laden. Die übrigen Zeugenaussagen ergaben nichts wesentlich Neues. Dr. Slresemann lomnil nach Karlsruhe und Heidelberg. Karlsruhe, 27. Okt. Reichsaußenminister Tr. Stresemann verläßt Wiesbaden am 31. Oktober, um sich zu einem Besuch nach Karlsruhe zu begeben. Von Karlsruhe fährt der Minister zu der nach Heidelberg einberusenen Parteivorstandssitzung der Deutschen Volkspartei. Von Heidelberg aus erfolgt dann direkte Rückkehr nach Berlin. In Karlsruhe wird Dr. Stresemann auf Einladung des Staatspräsidenten Dr. Remmele an einem Gesellschaftsabend mit den in Baden wohnhaften Konsuln teilnehmen. Dr. Köhler über Innenpolitik Lauda, 27. Oktober. In einer Zentrumsversammlung sprach Reichstagsabgeordneter Dr. Köhler über eine Reihe aktueller innerpolitischer Fragen: Die Panzerkreuzerfrage, sagte er u. a., zeige deutlich, daß man nicht Regierungs- und Agitationspolitik miteinander vermischen könne. Die Zentrumspartei werde sich auf keinen Fall zur Rolle des sozialdemokratischen Schleppträgers hergeben. Mit der Umbildung der Reichsregierung solle auch eine Umbildung der Regierung in Preußen vor sich gehen. Auch da wolle die Zentrumspartei zuerst sehen, ob der Liberalismus so viel Objektivität gegenüber der katholischen Kirche aufbringe, -atz die Konkordatssrage gelöst werden könne. Das Zentrum wolle sich nicht vor der Verantwortung drük- ken, aber Klarheit sei vorher notwendig. Zur Justizreform bemerkte der Redner: Was jetzt an Anträgen auf diesem Gebiet gestellt werde, sei ein konzentrischer Angriff auf die katholische Weltanschauung. Wir würden unsere Pflicht verletzen, wenn wir in eine Regierung gingen, welche die Straflosigkeit bei Eingriffen gegen das keimende Leben, wie dies beispielsweise in der Tschechoslowakei beabsichtigt sei und eine weitere Erleichterung der Ehescheidung erstrebe. Die Zentrumspartei wolle darüber zuerst Klarheit haben, sie wolle wissen, mit wem sie gehe. Von den Stahlhelmleuten befürchtet der Redner keine große Gefahr. Diese könnten erst in der Hand eines verantwortungslosen Führers gefährlich werden. Mancher sei zum Stahlhelm gegangen, weil es ihm nur wohl sei, wenn er in Reih und Glied stehe, und weil er dort öfters seine Kriegsauszeichnungen trage» dürfe. Leider würden viele unserer jungen Leute schief angesehen, wenn sie ihre ehrlich verdienten Auszeichnungen tragen. Das sei verfehlt. Eine große Gefahr fiöht Dr. Köhler in dem Ror- Frontkänlpferbund. Die kommunistische Bewegung sei auch in Deutschland auf dem Marsch. hm die Universität Zürich die Würbe eines Dr. h. c. Ei« Zeppeliugrutz a« Osseuburg. Offenburg, 27. Okt. Dem Oberbürgermeister ist, datiert vom 15. Oktober mittags, folgender Kartengruß zugegangen: Nach schwerer Sturmfahrt gedenken wir der Offenburger. Wir haben eben amerikanischen Boden unter uns. Wir grüßen Lehmann und Marx. — Die Karte ist vom Luftschiff abgeworfen worden und trägt den Poststempel New- york. Eine Bodeufeetrajektuerbiudung für iuteruatiouale Schnellzüge. Konstanz, 27. Oktober. Auf der Bodanwerft in Kretz- bron» wird zurzeit der Kiel gelegt für eine neue Trajett- fähre, die für Friedrichshafen bestimmt ist und die mit Dieselmotoren ausgerüstet werden soll. Bekanntlich trägt man sich in Württemberg mit dem Gedanken, eine Trajektv«bin- dung mit den internationalen Schnellzügen herzustellen. Der Umbau des Hafenbahnhofcs in Frtedrichshafen soll dazu benützt werden, eine entsprechende Trajektrampe im Hafen herzustellen, die auch das Einladen von Autos gestattet. Aus Nah und Fern. * Sinsheim, 26. Okt. (Kinderreiche Familien.) Die Badische Regierung hat beschlossen, Eltern badischer Staatsangehörigkeit bei der Geburt des siebenten und jedes weiteren Kindes, sofern die übrigen Kinoer noch am Leben sind, eine Staatsbeihilfe von 5V RM. zu überweisen, wenn sie in Baden ihren Aufenthalt haben. Anträge auf Gewährung einer solchen Zuwendung für nach D« goaMofc * Stnsheimer Seit«,. dem 31. März 1928 geborene Kinder sind durch Pcrmittlung des Bürgermeisteramts des Wohnorts der Eltern oder der Mutter, oder, falls ein fester Wohnsitz nicht besteht, durch Vermittlung des Bürgermeisteramts des Geburtsortes des Kindes beim zuständigen Bezirksamt einzureichen, welches auf Verlangen weit, re Auskunft erteilt. * Sinsheim, 26. Okt. (Die Elternrenten.) Infolge oer Erhöhung oer Leistungen aus der Iuvaliden- und Angestelltcnver- sicherung hatten die Versorgungsämter in vielen Fällen die Elternrente, Elternbeihilfen und Witwenbeihilfen gekürzt. Der Reichsbund der Kriegsbeschädigten beschwerte sich beim Reichsarbcits- ministerium und berief sich auf dessen Verfügung vom Jahre 1925,> wonach die kleineren Schwankungen des Einüommcns unberücksichtigt bleiben sollen. Das Reichsarbeitsministerium hat daraufhin die Versorgungsbehörden durch Rnndcrlaß ermächtigt, von einer allgemeinen Nachprüfung der Elternverforgung und Wiiwcn- beihilfen abzusehen. * Sinsheim, 26. Okt. (Er sucht Annoncen.) Zur Zeit treibt ein Betrüger, der sich Wegner, Wagner oder Psass nennt, sein Unwesen. Er gibt sich als Vertreter des Reichsadreßbuchverlags Schumann in Halberstadt aus uno sucht Geschäftsleute zur Aufnahme ihrer Firma in das Reichsadreßbuch zu bewegen. Gelingt ihm dies, so stellt er für den hierfür erhaltenen Betrag eine rote Quittung aus. Bis jetzt ist der Schwindler in Mannheim, Karlsruhe, Badenweiler und Oberweiler ausgetreten. Er ist 25—30 Jahre alt, übermittelgroß, breitschulterig, blond, hat blasses Gesicht und ist bartlos. Er trägt blauen Anzug, dunklen Hut und spricht schriftdeutsch. Das Badische Landespolizeiamt warnt vor dem Schwindler und bittet bei seinem Auftauchen sofort die Polizei oder Gendarmerie zu üerständigen. = Obergimpern, 26. Okt. (Die verschwundene Kuh.) In Nci- denstein hatte der hiesige Gutspächter Kuhn eine Milchkuh gekauft und in seine Stallung gebracht. Am nächsten Morgen war die frischgekaufte Kuh aus ihrem Stalle versthwund n. Ob Diebstahl vorliegt, oder ob die Kuh Heimweh bekam, wird die weiters Untersuchung ergeben. = Meckeshcim, 26. Okt. (Steuerveranlagung der Landwirtschaft.) Für die Umsatzsteuer, die nichtbuchführenden Landwirte, gelten im Jahre 1928 für die hiesige Gemeinde folgende Durchschnittssätze der Ertragsklassen 10—18: Klasse 10 = 440 RM. ; Kl. 11 -- 432 RM.: Kl. 12 = 430 RM.: Kl. 13 = 400 RM.: Kl. 14 = 368 RM.: Kl. 15 = 344 RM: Kl. 16 = 316 RM: Kl. 17 = 288 RM: Kl. 18 = 240 RM: die Klassen 19 und 20 kommen für die hiesigen Verhältnisse nicht in Betracht. Für die Veranlagung zur Einkommensteuer für das Jahr 1928 gelten die folgenden Durchschnittssätze der Ertragswertklassen 8—18: Kl. 8 = 255 RM: Kl. 9 = 240 RM: Kl. 10 = 225 RM; SCI. 11 = 220 RM: Kl. 12 - 205 RM.: Kl. 13 = 190 RM; Kl. 14 = 185 RM: Kl. 15 = 170 RM: Kl. 16 -- 155sRM».s, Kl. 17 = 135 RM: Kl. 18 = 125 RM. Von den im Gesetze vorgesehenen Klassen scheiden somit 1—7 uno 19—21 für die hiesigen Gemarkungsverhältnisse aus. -= Wies loch, 26. Okt. (Das Fest der 50 jährigen) erfüllt!« in allen Teilen oie in es gesetzten Erwartungen. Es hatten sich etwa 80 Personen aus Nah und Fern eingefunden, die bei verschiedenen musikalischen und deklamatorischen Borträgen einige angenehme Stunden verbrachten. Den Vorsitz führte Photograph Landes, der in seiner Begrüßungsansprache auch der Toren des Jahrgangs gedachte. = Mannheim, 26. Okt. (Tod auf den Schienen.) Am heutigen Morgen nach 6 Uhr fand man auf den Gleisen der Bahnlinie Mannheim—Schwetzingen, in Höhe oes Bahnüberganges an der Schulstraße, die Leiche des 55 Jahre alten Bahnarbeiters Rochus Sand, der in Kirrlach wohnhaft ist. Der Polizeibericht besagt, daß der Mann von einem Zuge überfahren und auf der Stelle getötet wurde. ** Karlsruhe, 27. Okt. (Auf der Straße schwer - erletzt.) Am Donnerstagnachmittag wurde aus der Landstraße zwischen Linkenheim und Eggenstein ein 49jähriger Kaufmann von hier von einem Kraftwagen überfahren und schwer verletzt. Er hat einen Schädelbruch erlitten und es besteht Lebensgefahr. ** Neumalsch, 27. Oktober. Bei dem gestern Morgen durch Arbeiter auf der Straße Neumalsch—Ettlingen tot aufgefunbenen verunglückten Mann handelt es sich um den verheirateten, 52jährigen Händler August Barth aus Karlsruhe, der offenbar von einem Kraftfahrzeug überfahren wurde. Die Leiche wurde nach dem städtischen Krankenhause in Rastat gebracht. ** Baden-Baden, 27. Oktober. (Der Storch in der Straßenbahn.) Am Dienstag stattete der Storch einen Besuch in der Straßenbahn ab. Er brachte einer Frau, die mit dem 6.23 Uhr am Leopoldsplatz nach der Friedrichshöhe abgehenden Wagen nach dem Josefinenhcim fahren wollte, ein gesundes und munteres Knäblein. ** Lahr, 27. Okt. (Der Wettlauf um den Zeppelinflughafen.) Im Hinblick darauf, daß Lahr bei Dinglingen ein großes und sehr geeignetes Gelände hat. auf dem die Gebäulichkeiten mit der geräumigen schönen Fliegerkaserne noch sehr gut erhalten sind, wird auch hier die Frage, wohin der neue Zeppelinflughafen kommt, lebhaft erörtert. ** Billingen, 27. Okt. (Der Einbrecher unter dem Hotelbett.) In nicht geringen Schrecken wurde Donnerstag abend in einem hiesigen Gasthof ein Mann versetzt, der vor dem Zubettgehen unter dem Bett einen Einbrecher vorfand. Vis er Lärm geschlagen hatte, hatte sich der Eindringling aus dem Staub gemacht und wurde erst nach längerem Suchen von zwei Gendarmeriebeamten auf dem Dachboden liegend gefunden. Er stellte sich bewußtlos: in einer Hand hielt er ein offenes Messer. Ter Verhaftete ist der vielfach vorbestrafte 17jährige Fabrikarbeiter Josef Rombach aus Schwenningen, der eine ganze Anzahl Strafverfügungen und Entlassungsscheine aus Gefängnissen bet sich trug. ** Meersburg, 27. Okt. (Der gerettete Bodensee.) In Meersburg hatte ein Hotelbesitzer ohne Erlaubnis Kies aus dem See für die Bekiesung des Seegarte,ls geschöpft, er wurde jedoch von einem Angestellten an die Behörde verraten und muß nun zur Strafe als Ersatz einen Wagen voll Kies kaufen und diesen wieder in den See versenken! ** Frankfurt a. M., 27. Oktober. (Der Bilderfälscherprozeß.) Ter große Bilderfälscherprozeß wird voraussichtlich ab 10. Dezember vor dem Großen Schöffengericht zur Verhandlung gelangen. Die Anklage richtet sich gegen fünf Personen. Zum Termin werden 68 Zeugen und fünf Sachverständige aeladeu. Die Strafe für die Berbreitung falscher Gerüchte. Seckenheim bei Mannheim. 27. Oktober. Einen empfindlichen Denkzettel erhielten eine größere Anzahl Arbeitersrauen von hier. Bor längerer Zeit hatte der katholische Geistliche des Ortes wegen Krankheit einen Badeort aufsuchen müssen. Während seiner Abwesenheit nahmen die Frauen Gelegenheit, die unbegründetsten Gerüchte zu verbreiten. Da der Klatsch trotz seiner erwiesenen Unrichtigkeit nicht aufhörte, wandte sich der Geistliche an die Staatsan- ivaltschaft, die acht Angeklagte zu je 40 Mark Geldstrafe verurteilte. Trotz eingelegter Revision wurde das Urteil aufrechterhalten. Sin Liebespaar aus dem Titisee gelandet Freiburg, 27. Oktober. Gestern mittag gegen 1 Uhr wurde aus dem Titisee die Leiche eines ungefähr 22jährigeu Mädchens geborgen. Bei den weiteren Nachforschungen entdeckte man einen Herrenmantel und eine Windjacke. Kurz darauf wurde in der Badeanstalt die Leiche eines jungen Mannes gefunden. Bei der weiblichen Leiche handelt es sich um die 22jährige Maria Peter und bei der männlichen Leiche um den 25jährigen Reisenden Willi Kaltenbrunner aus Löffingen. Alle Anzeichen deuten daraus hin, daß ein Doppelselbstmord vorliegt. Hierzu wird uns noch aus Donaueschingen gemeldet: Ter Weichenwärter Peter, der in Hausen vor Wald bedienstet ist, vermißte seit Sonntag letzter W»cke seine Tuchler. Nun ist ihm heute mitgeteilt worden, daß otcic au* dem Titisee gelandet worben ist. Der L'.nsende Will, Kal- ienbrunner ist bereits seit einigen Jahren stellenlos und tu der Sohn des Bahnhossvorstehers in Hausen vor Wald. Man nimmt an, daß die beiden in den Tod gingen, wett der Vater des Mädchens aegen eine Verbindung der junge» Leute war. SWerseWuwrd in Sffenburg Der 16jährige Oberrealschüler Leschke. Sohn einer Winoe hier, hat sich am Donnerstag im Holzschopf hinter dem Hause erhängt. Er hatte sich am Morgen au einer der üblichen Neckereien in seiner Klasse beteiligt: es kam zu ecner Balgerei, in deren Verlauf er einem Mitschüler seine Schultasche an den Kopf warf, so daß die Brille in Scherben g,ng. Vom Klassenlehrer erhielt er zwei Stunden Arrest und v,er Stunden Karzer. Die Mutter hat ihren Sohn abends auf- gesunden. Oberwachlmeister Mmboom t Köln, 27. Okt. Oöerwachtmeister Maiboom, der bei dem heftigen Kampf um die Verhaftung des Verbrechers Heidger durch einen Schuß schwer verwundet wurde, ist vorgestern abend 9.30 Uhr im Marienhospital seinen schweren Verletzungen erlegen. Die Kugel war durch das Auge in den Hinterkopf gedrungen. Ter Verstorbene war erst 21 Jahre alt. polnisches Militärflugzeug abgestürzt Warschau, 27. Okt. Bei Posen ereignete sich am Mittwoch wieder einmal ein Flugzeugunglück. Ein kleines Militärflugzeug polnischer Bauart stürzte aus kaum hundert Meter Höhe ab. Der Apparat wurde vollständig zertrümmert. Ter Führer, ein Oberleutnant, war sofort tot. Zwei Kinder fallen vom Dach eines Rcwyorkcr Wolkenkratzers. Newyork, 26. Okt. Frau Waldeman, die Tochter des bei der Katastrophe der „Titanic" 1912 ums Leben gekommenen Milliardärs Guggenheim, befand sich mit ihren beiden Kindern auf dem Dache des Wolkenkratzers Hotel Surrey und hätte die Kleinen, damit sie das Häusermeer der Stadt besser betrachten könnten, auf oie niedrige Geländermauer des Daches gesetzt. Die Kinder verloren das Gleichgewicht und fielen 13 Stoch- werke hinunter auf das Dach eines Nachbargcbäudes. Sie wurden auf der Stelle getötet. Die Mutter, die so ungewöhnlich unvorsichtig gehandelt hatte, fiel in Ohnmacht, als sie das Unglück gewahr wurde. Heidelberger Wochenmerkt. Heute galten folgende Kleinverkaufspreise: Kariofstln 7, Weißkraut 10—15, Rotkraut 15—18, Wirsing 12—15, Rosenkohl 30 bis 35, Blumenkohl 30—150, Mangold 10—12, Spinat 15—20, Bohnen, g rüne 60—70 Schwarzwurzeln 70 Psg. per Pfund. Tafeläpfel erste Wahl 30—50, zweite Wahl 20—30. Kochäpfel 15 bis 20, Kochbirnen 15—20 Kopfsalat (Stück) 10—25, Enöivim (Stück) 10—25, Feldsalat (-4 Psd.) 20—25, Schlangcngurken 20—50, Rettich (Stück) 5—15, Radieschen (Gebd.) 8—10, Tomaten 20 bis 30, Weinbergpfirsiche 20—35, Karotten (Gbd.) 8—12, Rüben gelbe, rotfleischige 10—15, rote 12—15, weiße 10—12, Bodcn- kohlrabi 12—15, Kohlrabi 6—12, Zwiebcln 15—18, Sellerie 10 bis 30, Meerrettich 50—100, Pilze 50—60, Melonen 18—20, Kürbis 10—15, Lanoeicr 11—17 Psg. per Stück. Landbutler 2 Mk. per Pfo. Trauben 40—60, Preißelbeeren 60, Quitten 40 bis 50, Kastanien 15—25, Nüsse 50—60 Psg. per Psd. Radio-Program« für Samstag, 27. Oktober: Breslau. 20.15 Uhr: „Achtung! — Straßenkreuzung!" 22.30 bis 24 Uhr: Tanzmusik. Frankfurt. 13.15 Uhr: Mittagsständchcn. 15.05 Uhr: Jugendstunde, 16.35 Uhr: Neue Tanzmusik. 20.15 Uhr: Eine Stunde Adolf Stolze. 21.15 Uhr: Bunter Abend. Anschl. bis 00.30 Uhr: Tanzmusik aus Berlin. Hamburg. 20 Uhr: „James Cook". Anschließend Kabarett. Köln u. Longenberg. 20 Uhr: Lustiger Abend. Anschl. bis 1 Uhr: Tanzmusik. Königsberg. 20.05 Uhr: Iohann-Nestroy-Abend. Ab 22.30 Uhr: Tanzmusik aus Berlin. Königsnusterhaufcn. 20 Uhr: Mit dem Mikro durch, .Berlin. Anschl. bis 00.30 Uhr: Tanzmusik. Leipzig. 20.30 Uhr: Funkbrettl. Anschl. Tanzmusik aus Berlin. München u. Kaiserslau.rrn. 14.30 Uhr: Schallplattenkonzert. 16 Uhr: Unterhaliungskonzeri. 19.30 Uhr: Konzert. 20.30 Uhr: „In der zweiten Instanz". Bolksstück in 3 Akten. 22.30 bis 24 Uhr: Tanzmusik. Stuttgart. 13.15 Uhr: Mittagsständchcn aus Frankfurt. 14 Uhr: Jugendstunde. 15.15 Uhr: Zitherkonzert. 20.15 Uhr: Peter Bach zur Laute. Anschl.: Bühne und Brettl. Ab 23.30 Uhr: Tanzmusik. Daventry-Experimental. 21 Uhr: Symphoniekonzert. Ab 23.20 Uhr: Balladen. Bahnhofstr.23 Radio-Hauser Heidelberg Telefon 4091 Modernste Rundfunk-Anlagen - Persaud sämtlicher Zubehörteile nach allen Orten. - Bertrererbesuch u. Vorführung unverbindlich. Radio-Litkrsttu, Prograsm-Zeitschriste« bei 3. Doll, vschhdlg.. Sinshei« Evangelischer Gottesdienst. Sonntag, den 28. Oktober 1928. V 2 IO Uhr: Hauptgottesdicnst, Vikar Becher. Vs 11 Uhr: Christenlehre, Dikar Becher. 1 Uhr: Kindergottesdienst, Dikar Becher. Svang. Drreinshans. Sonntag, den 28. Oktober, um 8 Uhr Versammlung. Montag, den 29. Oktober, 8 Uhr Männer- und Iünglingsverein Mittwoch, den 31. Oktober, um 8 Uhr Bibel- und Gebetstunde. Rr. 252. Jahrgang 1928. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgang meiner lieben Frau, unserer guten Mutter Frau Wilhelmine Geiger sagen wir herzlichen Dank. Besonderen Dank für die vielen Kranz- und Blumen- spenden und denen, die sie zur letzten Ruhestätte begleiteten. Sinsheim, den 25. Okt. 1928. Die trauernden Hinterbliebenen: Christian Geiger u. Kinder. D« Landbole * SmsHeuner Zeit««-. Samstag, den 27. Oktober 1928. Danksagung. Alten denen, die unserer lieben unvergeßlichen Entschlafenen Frau Lina Ernst geb. Horn in so wohltuender Weise die letzte Ehre erwiesen haben, sowie für die überaus zahlreichen Kranzspenden und die innige Anteilnahme sagen wir auf diesem Wege unseren herzLDank. Familie Albert Ernst. Adersbach, den 26. Okt. 1928. IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIilllllllliliillllllllliilllllllllllllilliillllliilliiiilliilW ■ Neue Seiden-Kleider ■ ITaf'.-KlBid aus Waschseide mit Bordüre. entzückende Form hübsche neue Lichttärben . reine Seide sehr jugendlich hochelegant m. um 9 . 50 [ 11.501 lYMioe-Kleif! breiter Spitze 29.50 = lg Ärmel, Biesenstepp. n-jf = Georgette-Ü berkragen ■ ••*» = plissierter Stufenrock «i* fll|= lg. Ärmel, Ia.Verarbtg. 0«.UU=| aus Veloutine RA fl ft ^ in großen Weiten . . Ut.UWs neuartige Glocken- gg ckaleit aus echtitalienischem Allaba ster, hochlichtdurchlässig, wundervoll getöntu. gemaserc, 40 cm Durch- __ messen, mit farbiger Sei- Jk >> denschnur-Aufhängung Rheinelektra Glas-Marmorschalen schonv. 16 Mk. an älektrizttäts werk Sinsbsim a.E. Fernruf 233. lHüiliillilillllllll ■ i ■ ■ Vom Brote allein kann der Mensch nicht leben Drum wurden ihm auch Getränke gegeben In größerer Auswahl. — Doch vor Allen Hat stets mir das „Palmbräu-Märzen“ gefallen. Palast-Lichtspiele Sinsheim „Stadtpark-Saa!“ Am Samstag 27. und Sonntag, 28. Oktober 1928 jeweils abends 8.20 Uhr, Sonntagnachm, r'- 3.15 Uhr Fox-mIm Die erschütternde Liebesgeschichte eines französischen Mädels und zwei amerikanischen Soldaten. Nebst großem Beiprogramm. Preise der Plätze: 1 . 20 , 1 .—, 0 . 80 , 0 . 60 . Zu zahlieichem Besuch ladet freundlichst ein Oie Direktion. form, lg. Ärmel | E. Speiser, Sinsheim. g - ; —,_ m iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiHiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiing I Ohne Reklame ke ine Einnahme! 'E STATT KARTEN. HERMINE ALLQEIER KARL SCHOLL VERLOBTE DÜHREN SINSHEIM 28. OKTOBER 1928 «.««thaus z. Krekod» Sinsheim Stadtgemeinde Sinsheim (Elsenz) Jagdverpachtung. Am Donnerstag, den 18. November 1928, nachmittags 2 Ahr wird im Rathaus zu Sinsheim die Berechtigung zur Ausübung der Jagd auf hiesiger Gemarkung auf weitere 6 Jahr«, d. i. für die Zeit vom 1. Februar 1929 bis 31. Januar 1935 in öffentlicher Versteigerung vergeben. Die Gemarkung ist in 2 Jagdbezirke eingeteilt. Der Bezirk 1 umfaßt das Gelände nördlich der Elsenz mit einem Flächengehalt von 894 ha und der Bezirk 11 das Gelände südlich der Elsenz mit einem Flächengehalt von ca. 1032 ha Wald und Feld. Als Bieter werden nur solche Personen zugelassen, die sich im Besitz eines Iagdpaffes befinden oder durch ein schriftliches Zeugnis der zuständigen Verwaltungsbehörde (in Baden des Bezirksamts) Nachweisen, daß gegen die Erteilung eines Iagdpaffes ein Bedenken nicht obwaltet. Der Entwurf des Iagdpachtvettrags liegt zuf Einsichtnahme durch die Beteiligten im Rathause auf. Eins heim, den 25. Oktober 1928. Gemeinderat: ._ Sidler. _ Buhl. Welt-Kino Samstag, den 27. u. Sonntag, den 28 ■jeweils abends 8*0 Uhr. Oktober Aug. Kaufmann, Sinsheim Telefon 326 beim Schwimmbad Telefon 326 Neuzeitlich eingerichteter Gartenbaubetrieb für blühende und Blattpflanzen. Moderne Kranz- und Blumenbinderei, Dekorationen. Anlegen und Unterhalten von Gärten und Gräbern in fachmännischer Ausführung. Ständiges Lager in Frischgemüse aus eigenen Kulturen. Zur Besichtigung meiner neuzeitlichen Anlagen und Kulturen lade ich jederzeit ohne Kaufzwang ergebenst ein. fr fr fr fr fr fr fr fr fr fr fr Das gute preiswerte Piano zu günstigen Bedingungen bei Pfeiffer HEIDELBER3 Hauptstraße 44 Vereinsbank Sinsheim e ingetr. Genossenschaft m.beschr. Haftpflicht (vormals Vorschuß -Verein) Gegründet 1868. Annahme von Spareinlagen bei zeitgemäßer Verzinsung. Die Geschichte Muss Revob’ers in 7 Akten, In der Hauptrolle Hoot Qibsoit. Als Beiprogramm: Nicht so stürmisch, Reginald! Die tollen Streiche eines geriebenen Jungen in 7 Akten. In der Hauptrolle Reginald Danny Um zahlreichen Besuch ladet freundlichst ein Die Direktion. Erste deutsche Echreib- maschinrnfabrik (bekanntes desteingeführt. System sucht rührigen plaimerireter unter günstigen Bedingungen. Offert, unt. 2553 80 an 3uL Krieg, Ann.-Erp., I Heidelberg. I &&&&&&&&&&&&&&&& Gasthaus z. deutschen Kaiser Steiusfurt -» Am Sonntag. 28. und Montag 29. Oktober 1928 findet anläßlich des Kirchweifestes gutbesetzte Tanz-Mustk statt. Für gute Speisen und Getränke ist bestens gesorgt und ladet zu zahlreichem Besuche freundl. ein Friedrich Kohlhammer. Gajthaus z. Lamm, Steinsfurt Rirthweihionntag und Montag gutbesekte Üanz-Hu[ik Uorzgi.lüeine, gute klicke, reelle Bedienung Zu zahlreichem besuch ladet freundlichst ein Rdoif Ei[enhut. - --- & » £ ■ Kirchweihfest Adersbach Am Sonntag. 28. u. Montag. 29. Ok. tober 1928 findet anläßlich des Kirchweihfestes bei mir gutbesetzte Tanzmusik statt. Für gute Speisen und Getränke ist bestens gesorgt. Alle Tanzlustigen, sowie alle Freunde und Gönner lade ich zu zahlreichem Besuche freundl. rin. Ludwig Bauer Gasthaus ».Metzgerei z. goldenen Ochsen. Wo ist es gemütlich über Kircbweib? Erstklassige Pfälzer Weine Reichhaltige Küche Gasthaus z. Krone, Bargen Gustav Heller Wtw. «=3kC= > «=» q^r- > I » g 1 I ■ H i Satte „ zar Ma lz“ Bargen • Kirchweihsonntag und Montag • Zum Ausschank kommen nur reine Weine 2 und Biere. Für warme und kalte Spei- • sen zu jeder Tageszeit ist bestens gesorgt. • Um geneigten Zuspruch bittet « Ludwig Heller. •«•IMHNMIUIN« *•••••••••■ Gasthaus „zur Rose“, Eschelbach Ueber die Kirehweihtage gutbesetzte Tanz-Musik Prima Weilte Vorzügliche Küche Zu zahlreichem Besuch ladet freundl. ein Wilhelm Wald. ■ Gasthaus z. Post, Eschelbach ■ » ~ --T . . „ == ■ » » ■ Kirchweihsonntag und Montag ■ ! Große Tanzmusik 1 ■ ■ ■ ausgeführt von der Stadtkapelle Sinsheim. » 2 Für bestgepflegte Weine, sowie Speisen J 2 und Getränke ist bestens gesorgt. " ■ ■ ■ Es ladet freundlichst ein ■ ■ ■ ■ Hermann Geier. ■ Gasthaus u. Cafe z. Elsenztal Zuzenhausen. Kirchweihsonntag und Montag Große Tanz-Musik bei gutbesetzter Kapelle Für gute Speisen und Getränke ist bestens gesorgt. Es ladet höflichst ein Stefan Welz. &! 3.) * Stellengesuche s i n d e n im Landbote» «eltgeh-adstr Beachtung $ yiuf zur Kirchweih nach jüeckesheim!!! Zu der am Sonntag und Montag stattfindenden Kirchweih« laden wir die verehr!. Einwohnerschaft von Meckesheim u. Umgebung mit der. Bitte um zahlreichen Besuch höfl. ein. Ab 3 Uhr gutbesetz te Sawz-Musik Für reine Getränke, sowie prima kalte und warme Speisen aus eigenen Schlachtungen ist bestens gesorgt. Wirtschaft u. Backerei Karl Augsdörfer. £ Wirtschaft „z. Lamm" Emil Mall Ww. Gasthaus »z. Ochfeu- Karl Drepler. £ I i I S « i ■ l » » » » £ Gasthaus zum Stern Bargen Ueber die Kirchweihtage gutbesetzte Tanz-Musik Prima Weine ch» Vorzügl.Küche Zu zahlreichem Besuch ladet frdl. ein Josef Leis. Strütleteg: v. BcAet: Druck m* Berta«: ft. MckerMe Buchdruckerei st, Sincheim. Gin Al« in die tVett. Berliner Hochschul-Ruderwettkampf. Abreise der deutschen Reiterosfiziere nach Amerika. Der traditionelle Schulwcttkampf zwischen Universität und Technischer Hochschule wurde dieser Tage ausgetragenl Die Zeit des Universitätsachters betrug 6 Minuten 5,6 Sekunden, die der Technischen Hochschule 7 Minuten 17,1 Sekunden. — Unsere Aufnahme zeigt den Borsprung des Universitätsachters, der sich bis zum Ziel halten ließ. Die von Amerika eingeladenen deutschen Teilnehmer an den internationalen Iagdspringen in New Port auf dem Hapag-Dampfer „Cleve- l a n d" vor ihrer Ausreise. — Von links: Oberleutnant Schmalz, Oberleutnant Freiherr von Nagel, Oberstleutnant von Flotow und Oberleutnant vonBarneckow. Zum Prozetz gegen den Primaner Hutzmann. Zur Einsturzkatastrophe in Bincennes. Uebersührung der Fahne« des VI. Armeekorps in den Magdeburger Dom. 's ' Der Angeklagte (X), links von ihn, (im karierten Mantel) sein Verteidiger bei einem Lokaltermin an der Mord stelle in Gladbeck. Die Trümmerstätte des eingestürzten Neubaues in Vincennes, auf der 18 Tote und viele Schwerverletzte geborgen wurden. Der erste europäische Priester des Buddhismus. Kürzlich fand in Magdeburg die feierliche Uebersührung der Fahnen des IV. Armeekorps in Anwesenheit des ehemaligen Führers der I. Armee, Generaloberst Sixt von Armin, in den Dom statt. — Der Anmarsch der Fahnenkompagnie auf dem Domplatz. Berlins Futzballmannschast siegt in London. r • Der Berliner Gelehrte Professor Bruno Petzold (Mitte) wurde in Anerkennung seiner Verdienste um die Verbreitung der Lehre Buddhas in den west- Uchen Ländern in Tokio zum buddhistischenOberpriester geweiht. Der Städtekampf Berlin — London, der am Sonnabend in der eng- lischen Hauptstadt zum Austrag kam, brachte den Deutschen einen schönen Erfolg. Die Ueberlegenheit der glänzend spielenden Berliner Mannschaft über die Engländer drückt sich in der Torzahl von 4:1 aus. — Ein englischer Angriff scheitert bei dem deutschen Torwart.