1 < -mH 9brfna&m« der Feierlag« Bezugs-Prets: G e u ch diePost bezogen und durch O« «riefträger und unser« Austräger frei ins Lau« «onstlich (Soldmark1.0V Wer Bezugspreis ist ia» BorauS zu entrichten. Da Füllen von höherer Gewalt »Wehl kein Anspruch auf Ltefer- > am der Zeitung oder auf Rück pshümg d«S Be-ugSpreiseS. VB bi« S Ahr g« geschloffen. Sernßptech-Anfthdch Xi 4M PostscheckKont» Werl»nche Kt. MOS Der Candbote Smshettner MM Zeitung ?sss Generalanzeiger für iasrQypr klsery-unö äckwarzdacktal Htltrft» and vtrbrwtstfts Zeitung ditfir Gegend. I^*apt-Hn?eigtn-Btatt n ras i mrt . Beilage», «t» BUAI» «e Mett • Dl* Bnranmltub« • Hu» (Um Rricb d*r CQcd* » X*t|«k« »Sr IJmw- ». Anzeigea.Preise: Anzeige»: Die 33 mm drei,» Millimeter-Zeile 6 (Soldpsg. Reklamen, Die S2 mm drei» Millimeter-Zeile 20 Goldpfd Grundschrift im Anzeigen- u»d Textteil iit Petit. Bei Wiederholungen tarisfesU» Rabatt, der bei Nichtzalfiüng innerhalb 8 Tagen nach Rech. uungsdatum oder bei gerichtliche» Betreibung erlischt. Anzeigen-Annahme bi« 8 Ich, vormittags; größer« Angri g r» müssen am Tag« vorher »ich gegeben werden. Bank-Konto Pereinsband SiushA» «.G. m.b.L. M 271 Montag, de» 19. November 1928. 89. Jahrgang Sturm über dem Kontinent. 126 Kilometer Gturmgefchwindigkeit Hamburg» 19. Nov. Wie die deutsche Seewarte in Hamburg mitteilt, erreichte der in den letzten Nächten über Hamburg hinweggegangene Sturm in den Morgenstunden mit stö Sekunöenmetern seinen Höhepunkt. Das kommt einer Stundengeschivindigkeit von 120 Kilometern gleich. Der Sturm raste noch über dem Elbegebiet und hat, wenn er auch im Abflauen war, noch bis in die späten Abendstunden angehalten. Abends werden im Nordseegebiet neue starke Stürme auftreten. Wie die Dienststelle der Marineleitung Hamburg mtt» teilt, ist das Feuerschiff „Weser" nach Osten abgetrieben worben und liegt etwa in der Mitte des östlichen Wangerooger Festsektors. Schiff i« Seenot Dampfer „Lübeck" zur Hilfeleistuug ««terweSS. Hamburg, IS. Nov. Wie die Hamburg-Amerika-Linie mitteilt, ist der Hapagöampfer „Lübeck", der sich aus der Heimreise von Brasilien nach Hamburg bestnöet, aus Grund aufgefangener S.O.S.-Rufe dem britischen Dampfer „Ama- zon" zu Hilfe geeilt, der sich mit defektem Ruder und gebrochenem Mast, sowie gestörter Funkstation in Seenot Se» findet. Die Uebernahme der Besatzung soll erfolgen, soweit sich diese als notwendig erweist. Verwüstungen in pm und Sger Prag» 19. Nov. Auch über ^rag .wütete in de» letzten Tagen ein schwerer Sturm, der zu einem schweren Unfall führte. Er ritz an einem Haus, auf das ein vierter Stock gebaut wird, einen Teil des Baugerüstes ab, bas auf den tzahröamm fiel, wobei vier Personen verschüttet wurden. Auch Eger und Umgebung wurden schwer beimaesucht. Durch die Gewalt des Orkans wurde in Eger die vierstöckige Gerüstverschalung des Neubaues der „Böhmischen ESconipte» und Kreditanstalt" in einer Breite von etwa 20 Metern zum Einsturz gebracht. Wäre der Einsturz einige Minuten später erfolgt, so hätte er schwere Folgen nach sich gezogen, da um diese Zeit die Straße vom nahegelegenen Lichtspiel- Berli«, 19. Nov. Der sozialpolitische Ausschuß des Reichstages trat am Samstag unter dem Borsitz de« Abg. E s l e r (Ztr.) zusammen, um über die Anträge zu« Eisenkonsltkt zu beraten. Reichsarbettsminister Wissel gab eine Erklärung ab, in der es heißt: Ich habe in meiner Erklärung i« Reichstag gesagt, bah die Reichsregiernug bereit sei, stch uitt Preußen in Verbindung zu setzen «nd die Frage zu prüfen, wie den durch die Aussperrung im rhetnisch-westfälischeu Industriegebiete entstandene« Notständen eutgegengewirkt werben könne. Diese Besprechungen haben im Laufe dieser Tage stattgefunden. Heute morgen hat die Reichsregiernug zu den hier in Betracht kommenden Fragen Stellung genommen. Die Reichsregterung ist der Meinung, daß im Wege der- Gesetzgebung der in diesem Ausschuß in Erscheinung getretene Wunsch nach einer rasche» und schnellen Hilfe nicht erreicht werden kann. Die Reichsregierung ist aber bereit, nach näherer Vereinbarung mit Preußen Mittel znr Beifügung zw stellen zur Abstellung der Notstände, die im rheinisch-westfälischen Industriegebiet durch die Aussperrung entstanden sind, damtt den in den genannten Gebieten in Betracht kom- ulende« Gemeinden und Gemeindeverbände» dir Möglichkeit einer ausreichenden Erfüllung der ihnen obliegenden Fürsorgepflichten ermöglicht wird. Wenn daher die Reichsregterung vom Reichstag die Ermächtigung erhält zur Abstellung dieser Notstände, Mittel auszuwerfen, dann ist sie dazu bereit. Die Reichsregierung ist der Auffassung, daß aus diesem Wege den Notständen am schnellsten und am beste« abgeholfen werden kann. Hierauf wurde vom Vorsitzenden ein« Entschließung bekannt gegeben, die folgendermaßen lautet: „3ui Abstellung der Notstände, di« i« rheinisch-westfälischen Industriegebiet durch Aussperrungen entstanden sind, soll di« Reichsregierung nach näherer Vereinbarung mit Preußen Mittel zur Verfügung stelle«, um den in dem genannte« Gebiet gelegenen Gemeinden (Gemeindeverbänden) in Gemeinschaft mit Preußen eine ausreichend« Erfüllung der ihnen obliegenden Fürsorgepflicht zu ermöglichen." Nach kurzer Beratung wurde unter Ablehnung aller anderen Anträge diese Entschließung mit allen Stimmen gegen die Stimmen der Kommunisten und unter Dttmmenthaltung der Dentschnationalen angenommen. Angenommen wurde noch ein Antrag des Zentrums, auf die Länderregierungen einzuwirken, damtt die Bezirksbehörden unter Mitwirkung der gesetzlichen Bernssvertretungen von Handwerk nnd Einzelhandel, sowie der für de» Lebeasmittelmarkt tätigen Landwirtschaft unverzüglich die Schädigungen festznstellea, die diesen Kreisen durch die MetallarbeiterauSsperrnng entstanden find und noch entstehen. Reichsarbeitsminister Wissel erklärte dazu, daß die Präsidenten der Lanbesfinanzämter Düsseldorf und Münster schon von sich auS die zuständigen Finanzämter angewiesen, hätten, vewerbetretbenden, deren Kundenkreis stch auS den auSge- iperrten Familien zusammensetzt oder sie in ähnlicher Weise — Feuerschiff „Weser" abgetrieben. tyeater kommenden Publikum dicht gefüllt war. Ueberall werden schwere Dach- und Fensterschäden gemeldet. In der Umgebnug von Eger wurden Bäume in Massen aus dem Erdboden gerissen. Sturm über Hollaub Biele Tote. — Zahlreiche gestrandete Schisse. Amsterdam, 19. Nov. Der Sturm von Freitag nacht hat auch in ganz Holland große Verwüstungen angerichtet. Ueberall findet man entwurzelte Bäume, verwüstete Anpflanzungen. In der Altstadt von Amsterdam mutzten wiederholt Häuser gestützt werden. An dem königlichen Palais hat der Sturm große Stücke der massiven Steinblöcke ansgebrochen. In den Arbettervierteln von Gouda wurden die Dächer von zwölf Häusern abgedeckt. Die elektrische Lichtleitung und die elektrische Zugverbindung zwischen Amsterdam und Rotterdam war teilweise unterbrochen, so daß man Dampflokomotiven zu Hilfe nehmen mutzte. Die internationalen Züge wurden über eine andere Strecke geführt. Im Haag wurde ein Mann durch einen fallenden Baum getötet. An der friesischen Küste sind viele Fischerboote gestrandet. In den meisten Fällen konnte sich jedoch die Mannschaft retten. Ein Fischer ist mit seiner Frau und zehn Kindern in seinem Boot ertrunken. Auch bei Merwede sind drei Lastschiffe gesunken, wobei ein Fischer und ein Knecht den Tod fanden. Ein Fischerboot namens „Malmö", das man am Samstag auf Notsignale ins Schlepptau genommen hatte, wurde in der Nacht vom Sturm losgerissen und strandete an der Küste von Ameland. Das Rettungsboot mit der achtköpfigen Mannschaft schlug nm und mit großer Mühe konnten sich sieben Mann retten. Einer ertrank. Eine zwölfköpfige Familie mit einer Segelyacht im Sturm« «ntergeSange«. London, 19. N-iv. Während des kürzlichen schweren Sturmes in der Nordsee ist die kleine Segelyacht „Noordster" in der Nähe der Insel Terschelling gesunken. Der Kapitän, seine Frau und deren zehn Kinder sind ertrunken. Zahlreiche andere Schiffe befinden sich in Schwierigkeiten. durch die Aussperrung in Mitleidenschaft gezogen sind, je aach der Lage des einzelnen Falles in steuerlicher Hinsicht mit Stundungen entgegenzvkommen. lieber di« Frage, ob und inwieweit darüber hinaus im ein» »elnen Falle Ermäßigungen oder Erlaß der Steuer eintre- :e» kann, kann erst nach Vornahme der Veranlagung im Krühjahr endgültig entschieden werben. Der AnierMlingsanIrag vom Reichstag angenommen mtt 287 gegen 59 Stimme». Hente spricht Strefemann über die answärtkge Politik. Berlin, 19. November. Präsident Löbe eröffnet die »eichstagssttzung um 1 Uhr. Auf Vorschlag des Präsidenten werden sofort die Anträge des sozialpolitischen Ausschusses Über die Unterstützung der Ansgesperrte« in Westfale» behandelt. Abg. Dr. Pfeffer (DVP) begründet de« Antrag des Ausschusses, wonach die Reichsregierung nach näherer Bereinbarung mit Preußen zur Abstellung der Notstände, die durch dt« Aussperrung entstanden sind, Mittel zur Verfügung stelle« soll, um den in dem genannten Gebiet gelegenen Gemeinden tu Gemeinschaft mit Preußen eine ausreichende Erfüllung der ihnen obliegenden Fürsorgepflicht zu ermöglichen. Weiter beantragt der Ausschuß, unverzügliche Fest- stellnng der Schädigungen, die dem Handwerk und Einzelhandel und der für den LebenSmtttelmarkt tätigen Landwirtschaft durch dte Aussperrung entstanden. Abg. Graßman« (Soz.) gibt eine Erklärung ab, in der bedauert wirb, daß dte sozialdemokratischen Anträge zur ilnterstützung der Ansgesperrten im Ausschuß abgestehnt worden feien. Die Fraktion stimme trotzdem der Ausschntz- entschlteßung zu, weil die Beratungen des Reichstages im Interesse der Ausgesperrten nicht ohne Ergebnis bleiben bürsten. Abg. Brüning (Zentrum) stimmt gleichfalls dem Ausschußantrag zu, um die notwendige Unterstützung der Aus- zesperrten «nd der Gemeinden nicht aufzuhalten. Die Zen- trumsfraktion habe sich im Ausschuß damit einverstanden erklärt, daß die Beratung und Abstimmung über ihre grundsätzlichen Anträge, die tm Interesse des WtrtschaftSfrtedens gestellt seien, zurückgestellt wird. Abg. ». Lindeiner-Wilda« (Dntl.) erklärt, der Antrag bedeute eine Bollmachterteilung an die Reichsregierung, deren zeitliche finanzielle und rechtliche Ausführung noch nicht z« übersehen sei. Angesichts der bisherigen uneinheitlichen Haltung der Reichsregterung und der hinter ihr stehenden Parteien könne die deutschnationale Fraktion eine solche Vollmacht nicht geben. ES werde der Eindruck erweckt, als ob mit öffentlichen Mitteln in den schwebenden Lohnkampf ein- zegriffen werden solle. Die öeutschnationale Fraktion überlasse die Verantwortung dafür den Regierungsparteien und werde stch der Stimme enthalten. Abg. Rädel (Komm.) erklärt, der Betrug an den Arbeitslosen sei von den Sozialdemokraten und den bürgerlichen Parteien gemeinsam verabredet. Der Redner fordert Unterstützungszahlungen an die Ausgesperrten in Höhe der Arbeitslosenunterstützung. Abg. Schneider-Berlin (Dem.) stimmt in einer Erklärung dem Ausschußantrag zu, weil dem vorhandenen Notstand so schnell wie möglich abgeholfen werden müsse. Dann nahm Reichsarbeitsminister Wissest das Wort. Er erklärte, wenn man auf dem Wege der gesetzlichen Regelung eine Unterstützung zahlen wollte, dann würde auch der Reichsrat dem zustimmen müssen und zum mindesten eine starke Verzögerung eintreten. Man habe sich deshalb auf den Ansschnßantrag geeinigt» «m sofort Mittel answerfen zu könne». Gegenüber den Vorwürfen der Kommunisten betonte der Minister, ein normaldenkenöer Mensch könne daraus wirklich keine Unterstützung der Unternehmer herauslesen. Der Minister erklärte namens der Reichsregierung, daß sie von der Ermächtigung des Ausschusses Gebrauch machen und sofort dementsprechend handeln werde. Abg. Wagner (Nt.-Soz.) nennt das Verhalten des Reichstags demagogisch und erklärt, die Verhältnisse würden sich erst ändern, wenn die Arbeiterbataillone in den Reichstag, dieses Haus der Demagogie, einmarschieren. (Der Redner erhält einen Ordnungsruf.) Uever den kommunistischen Antrag aus Zahlung der Arbeitslosenunterstützung wirb namentlich abgestimmt. Dieser «nd weitere kommunistische Anträge werden mit 329 gegen 52 Stimmen der Kommunisten und Nationalsozialisten abgelehnt. Die Anträge des sozialpolitischen Ausschusses betreffend Unterstützung der ansgesperrten Metallarbeiter in Westdeutschland wurden in namentlicher Abstimmung mit 287 gegen 59 Stimmen der Kommunisten angenommen. Es folgt die dritte Beratung der von den Regierungsparteien beantragten Verlängerung der Geltungsdauer des Steuermilderungsgesetzes. Der Gesetzentwurf wird ang»- nommen. Das SteuermilöerungSgesetz soll bis 80. September 1929 verlängert werden. Das Haus vertagt sich auf Montag, 3 Uhr. Entgegennahme einer Erklärung der Reichsregierung über di« auswärtig« Politik t« Verbindung mtt den Anträgen und Interpellationen über Angelegenheiten des besetzten Gebietes. * Drückende Rot im Ruhrgebiet. Rückwirkung der Aussperrung auf dir Wirtschaftslage. Essen, 17. Nov. Wahrend man in Düsseldorf seit Tagen ohne Ergebnis verhandelt und die Arbeitgeber die Fabriktorc der arbeitswilligen Belegschaft nach wie vor verschlossen halten, nimmt die wirtschaftliche Notlage im Ruhrgebiet immer schärfere Formen an. Wie lange noch und das fein geästelte Getriebe des riesigen einheitlichen Wirtschastskomplexes steht ganz still. Noch herrscht Ruhe. > Die Auswirkungen der Aussperrung auf dm Rnhrbergbau werden von Tag z« Tag einschneidender. Die arbeitstägliche För- derung ist in der Zeit vom 4. bis 10. November auf 347 528) Wonnen (367 918 Tonnen in der Vorwoche) zurückgegangen, ebenso die tägliche Kokserzeugung auf 61477 (75 381) Tonnen und die Preßkohlenherstellung auf 11695 (12 339) Tonnen. Wegen Absatzmangel wurden in der Berichtswvche 181021, das sind arbeitstäglich 30 170 Feierschichten eingelegt gegen 98 778 (arbeitstäglich 18 292) in der Vorwoche. Gemessen an dem Oktoberdurchschnitt (7600) hat sich also oie Zahl der eingelegten Feierschichten bereits vervierfacht. Auch in der sonst von der Eisenindustrie abhängigen Wirtschaft zeigt sich die Schädigung von Tag zu Tag deutlicher. Das gilt besonders auch von dem Siegerländer Bergbau, dessen Produktion zu rund Dreiviertel nach dem Ruhrgebiet zur Versendung gelangt. Verschiedene Betriebe haben de- reits zur vorübergehenden Stillegung übergehen müssen. Die Kölsch-Fölzer Werke haben etwa 255 Mann zu Ende November gekündigt: ebenso wird die Firma Gontermann u. Pfeifers etwa 160 Mann entlassen. Eine empfindliche Belastung hat naturgemäß der rheinisch- westfälische Arbeitsmarkt erfahren. Die Zahl der Hauptunterstützungsempfänger ist in Westfalen-Mitte in der Arbeitslosenversicherung um 6,8 Prozent und in der Krisrnunterstützung um 5,1 Pwzent gestiegen. Die Umsätze haben sich im Einzelhandel durchschntttlich um 50 Pwzent verringert. Der Handel in den Städten mit weit- 3n wenige» Dort«, " Dass Reichskabinett hatte Sonnabend ein« Sitzung, in de» über di« Hilfsmaßnahmen für die Ruhrarbeiter beraten wurde. * Im Reichstag wurden am Sonnabend di« Anträge d«S Sozialpolitischen Ausschusses, betreffend dir Unterstützung der ausgesperrten Metallarbeiter mit 287 gegen 59 Stimmen bei 58 Enthaltungen angenommen. * Der Reichspräsident »ahm am Sonnabend dte Vorträge der Reichsminister Dr. Strefemann und Gxoener entgegen. * Die am Sonnabend begonnene« gemeinsamen Verhandlungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern der Gruppe Nordwest und de» Gewerkschaften wurden streng vertraulich behandelt. * Das neu abgeschlossene oberschlestsch« Schulkompromiß wird jetzt amtlich bestätigt. « Die Nordseeküste ist von schweren Stürmen hetmgesncht worden. In Hamburg richteten sie großen Schaben an. Reichsmitlel für öle Ausgesperrten. Durch den sozialpolitischen Ausschuß eine Krise vermieden. 1 i Rr. 271. Jahrgang 1928. Der Lavdbote * Sinsheimer Zetümg. Montag, den 191 November 1928. aus überwiegender Arbeiterbcvölkerung ist noch stärker in Mitleidenschaft gezogen worden. Der Einzelhandel ist durch diese Entwicklung seinen Lieferanten gegenüber in schwere Bedrückung geraten, so daß von verschiedenen Seiten bereits die Frage eines Moratoriums erörtert worden ist. 3m Hinblick auf die daraus sich etwa ergebende Kreditschädigung hat man jedoch vorläufig hiervon Abstand genommen und versucht über die Krisenzeit durch Wechselprolongationen bezw. Hinausschiebung der Zahlungstermine hinwegzukommen. Mit Rücksicht auf die sonst gesunden Verhältnisse im hiesigen Einzelhandel erwartet man Verständnis auch bei den Lieferanten. Das -Weihnachtsgeschäft hält man im allgemeinen schon jetzt für vernichtet, zumal die Not in der Arbeiterschaft zur Znangriffnahmie der Ersparnisse für den täglichen Lebensunterhalt gezwungen hat. 400 Jahre Augsburgifche Koufeffion. Unter dem Vorsitz von Kirchenrat Dekan Schiller hat sich in Augsburg ein Ausschuß gebildet, der die Vorarbeiten für die 400- jährige Gedächtnisfeier des Reichstags von Augsburg im Jahre 1930 in Angriff genommen hat. Eine Reihe führender Persönlich- beiten der Stadt Augsburg haben sich in den Dienst der Sache gestellt. Mit den Vorbereitungen ist jetzt schon begonnen worden, da die Lubelseier in großem Stil feierlich begangen werden soll. Die vom Augsburger Reichstag des Jahres 1530 verabschiedete „Konfession" stellt bekanntlich das grundlegende Bekenntnis der von Martin Luther ausgehenden Reformation dar und das Band, das heute das Luthertum der ganzen Welt umschlingt. So wird Augsburg 1930 neben den offiziellen Vertretungen des Deutschen Evangelischen Kirchenbundes, des Gustao-Adolf-Bereins usw. die Vertreter des Luthertums aller Erdteile in seinen Mauern sehen. Eine Festschrift aus der Feder eines namhaften Kenners der Augsburgifche« Reformationsgeschichte ist in Vorbereitung. Wirtschaft und Zeitungsreklame. Sir William Erawsord (London), der stellvertretende Vorsitzende des Propagandakomitees des „Empire Marketing Board", der stattlichen Export- und Fmportförderungs-Fnstitu.ion Englands, gab in einem Vortrag, den er laut „Frankfurter Zeitung" in Berlin über die volkswirtschaftliche und Kulturelle Bedeutung der Zei- tungsreklame hielt, interessante Zahlen über das Anwachsen der Zeitungsreklame in England und Amerika. In England sind die Aufwendungen für Zeitungsreklame von dreihundert Millionen Mark im Jahre 1906 auf 1400 Millionen im Jahre 1923 gestiegen und hatten bis zum September 1928 die Höhe von 3 Milliarden Mark erreicht. Die Summen, die Amerika für Zeitungspropaganda auswirst, können in einem kleinen Ausschnitt beleuchtet werden. Es wurden in 32 amerikanischen Zeitschriften im Jahre 1918 für 216 Millionen Mark Anzeigen aufgegeben, 1926 waren es 614 Millionen. Sir Crawforv sieht in der Reklame einen sehr wichtigen soziologischen, sozialen und kulturellen Faktor. Das Wesen der Reklame hat sich nach Erawsord in den letzten vierzig, fünfzig Jahren grundlegend gewandelt. Aus der marktschreierischen Anpreisung der Quacksalber für schlechte und minderwertige Erzeugnisse ist heute wissenschaftlich durchdachte Werbung für Qualitätsware geworden. Auch das Perantwortlichkeitsgefühl der Reklamefachmänner sowie der Zeitungsoerleger ist nach und nach so ins feinste gesteigert worden, daß schon hier in sehr vielen Fällen eine Grenze der Propagandamöglichkeiten für minderwertige, das Volksganze schädigende Waren besteht. So ist jede Reklame tatsächlich dazu berufen, die Produktion und das Schaffen des einzelnen zu steigern und damit wieder die Möglichkeit für besser bezahlte Arbeitsleistungen vorzubereiten. Es darf also gesagt werden, daß die Reklame, als Beruf und Industrie gesehen, die Wirtschaft ganzer Länder zu steigern vermag. Sir Erawsord sieht für Deutschland in den nächsten fünf Jahren einen gleichen Aufschwung des Reklamewesens voraus, wie ihn bereits Amerika und England erlebt haben. Es liege durchaus an den deutschen Zeitungen, die volkswirtschaftliche, politische und kulturelle Auswirkung der Reklame in die richtige Form und in die richtigen Wege zu leiten, wenn sie sich ihrer hohen Verantwortlichkeit bis ins kleinste bewußt bleiben. Hoher Stand »nd di: Qualität des Inhalts schaffe die Grundlage für den Wert des Blattes selbst und auch den Preis seiner Anzeigenseitein. Nicht der billige Raum werde für Reklame in erster Reihe entscheidend. sondern die Qualität des Blattes. Das Reklamewesen werde bald auch ein Faktor in der Weltorganisation sein. Das ofioberschlefische Schullymproimß besiäiigt Kattowitz, 19. Nov. Das neu abgeschlossene ostoberschlesische Schulkompromitz wird jetzt amtlich bestätigt. Der deutsche Bolksbund hat sich verpft.chtet, die Beschwerde über die Schließung der Minderheitsschulen in Kreuzdorf, Brzoz- zvwic und Nirderwilcza zurückzuweisen. Die Wojewodschaft chlosi Ksrff wWÖÜF&ANG MÄRKEN Die Herzogin nahm die Hand der 'Mutter und drückte sie »erzlich. „Ich glaube es dir, Mutter. Ich war im Anfang nur zu iberrascht. Jetzt habe ich mich schon damit abgefunden. &d> schätze Herrn Robert Tessing. Daß du ihn lieben lernest, wundert mich nicht, denn er ist ein Mann, den man leben muß. Man muß ihm gut sein." „So bist du also damit einverstanden?" fragte Mrs. Por- er grenzenlos verwundert. „Als ob du mein Einverständnis brauchtest, Mutter! ilber wenn es dir Freude macht, dann will ich dir sagen, »aß ich gern damit einverstanden bin. Das wundert dich vohl sehr?" „Sehr. Winnie. Ich will es offen sagen." Me Herzogin seufzte auf. „Ach, Mutter, heute denke ich nanchmal, ob es nicht eine Dummheit war, daß ich mir den titel einer Herzogin kaufte." „Warum denn, Winnie?" „W il ... ja weil ... ich kann es dir nicht sagen. Es «t jetzt auch keinen Zweck mehr. Uebrigens Mutter, wür- »est du dich wundern, wenn auch ich ... in nächster Zeit ieiraten würde?" „Du?" „Ja! Der Comte hat um meine Hand gebeten." Mrs. Porter war nicht allzu verwundert. Gedankenvoll ah sie die Tochkdr an. . ^ . .. „Er ist ein schöner Mann, Winnie. Auch ein geistreicher, luaer, Mensch! Hast du ihn aber auch lieb? Winnie senkte den Kopf. Traurig sagte sie: „Ich we,ß licht, Mutter. Er gefällt mir, o. sehr gut gefällt er mir. Es miß interessant sein, an seiner Seite zu leben." ^ „Winnie," sagte die Mutter ernst, „dann solltest vu ihn licht heiraten " ..Warum nicht, Mutter? Er gefällt mir so gut! „Gefallen! Liebes Kind, wenn mir das Marion issre. verpflichtet sich demgegenüber, die Minderheitsschulen in Emauuelssegen und Czuchow sofort wieder zu eröffnen. Bon der inzwischen aus eigenem Antrieb der Wojewodschaft erfolgten Wiedereröffnung der Minderheitsschule in Stub- zienka wurde Kenntnis genommen. Wie der deutsche Bolksbund erklärt» hat er eine« Ber- gleichsvorschlag «nter Vorbehalt der Rechtsaufsasinng angenommen und gleichzeitig betont» daß her Gedanke der Versöhnlichkeit in Zukunft eine Entscheidung durch internationale Instanzen ««nötig mache« wird. Durch die Wiedereröffnung der drei Schulen erhalten 130 Kinder wieder deutschen Unterricht, während durch die Schließung der drei anderen Schulen 60 Kinder für das Deutschtum verloren gehen. Die Wojewodschaft nimmt ebenfalls in einer Erklärung zu dem Kompromiß Stellung und betont» daß die polnische Regierung ihren grundsätzlichen Standpunkt über die Interpretation der Genfer Konvention aufrecht erhalten, aber dem Kompromiß zugestimmt habe, um den weitgehendsten Loyalismus Polens bei der Behandlung der deutschen Minderheit zu beweisen. Die Wojewodschaft wies ferner in der Erklärung darauf hm, daß während des laufenden Schuljahres insgesamt 14 Minderheitsschulen geschlossen worden seien. Wie aus dieser Erklärung der Wojewodschaft zu entnehmen ist und wie aus dem neuen Kompromiß hervorgeht, werden also nnr drei Schulen Wieder eröffnet, während 11 Min- derheitsschnle« geschloffen bleiben. Allerdings ist gegen die Schließung von acht dieser Schulen Beschwerde nicht erhoben worden. Die vor mehreren Monaten veröffentlichte Meldung über die Schließung mehrerer Minderheitenschulen hat sich daher leider in vollem Umfange bestätigt. Zum Rücktritt Paul Boncoms aus der französischen VMrbundOelegation Paris, 19. Nov. Der Rücktritt Paul Boncours hat in politischen und parlamentarischen Kreisen großes Aufsehen erregt. Auf der Linken bezeichnet man ihn als einen Schlag gegen das neue Kabinett Poincars umsomehr, als auch der Generalsekretär des allgemeinen Gewerkschaftsverbandes, Jouhoux, binnen kurzem seinen Posten als Arbeitervertreter in der französischen Völkerbunbsdelcgation aufgeben wird. Dagegen soll Jouhoux auch weiterhin Beauftragter des internationalen Arbeitsamtes bleiben. In radikalsozialistischen Kreisen erwägt man, ob die Gründe, die Paul Boncour zu seinem Rücktritt bestimmten, nicht auch die radikalsozialistischen Mitglieder der Völkerbnndsdelegation zur Nieöer- legung ihrer Aemter veranlassen dürften. Tie Polizei gründlich an der Nase hernmgeführt. Straßbnrg. 17. Nov. Der „Elsäffer" schreibt über die Rückkehr des verhafteten Antonomistenführers Dr. Charles Roos nach Straßburg und sein Auftreten in einer öffentlichen Versammlung und wie der Polizeichef geuasführt wurde. Die Grenzüberschreitung selbst hätte keine nennenswerten Schwierigkeiten gehabt, ebenso wenig die Reise per Auto nach Straßburg. Einmal in Straßburg konnte seine Anwesenheit nicht lange verborgen bleiben. Die Polizei war informiert, daß Dr. Roos in Starßburg sei und daß er abends in der etnberufenen Versammlung auftreten wolle. Der „Schwerverbrecher" mar aber schon im Saale, als man ihn draußen suchte. Vor eventuell verfrühten Zugriffen hatte er unter der Tribüne Schutz gefunden, die Zugänge zu diesem Raum waren mit Stühlen verbarrikadiert. Doch auch die Polizei hatte diesen Schlupfwinkel zur „diskreten Ueberwachung" ausersehen. Als die Versammlung begonnen hatte, drang ein Kommissar mit einer starken Abteilung von Polizeibeamten ein. Der gesuchte Tr. Roos wurde rasch nach oben geholt, während die Poiizeibeamten unten „Zuflucht" fanden. Es waren Vorkehrungen getroffen, ein „Ausbrechen" derselben zu verhindern. Sie mußten dort unter der Tribüne die hohnvvllen Worte des Redners mitanhören, der in seiner Rede davon sprach, wie die ganze Stadt von Schutzleuten entblößt sei, um an diesem Abend das Sängerhaus zu umstellen. ES war der Gipfel der Ironie, als der Redner ausrief: „Sogar hier unter der Tribüne ist alles vollgepfropft mit Polizei, um uns zu überwachen und zu bespitzeln!" Im Saale waren Polizeibeamte und konnten nicht eingreifen. konnten nicht den Schutzkordon durchbrechen, der Dr. Roos umgab. Es war sogar nicht möglich, die draußen harrenden Polizeikräfte von dem Begebnis zu unterrichten, denn alle Zu- und Ausgänge waren versperrt, solange Dr. Roos sprach. Draußen war. eine regelrechte Belagerung des Sängcrhauses organisierte Nochmals wurde der Saal abgesperrt uns durchsucht — der „Verbrecher" war aber schon „durch die Latten". 200 Gendarmen «nd Polizisten waren aufgeboten worden, um Dr. Roos, der sich freiwillig der Justiz gestellt hatte, zu verhafte». Zur Verhaftung des Dr. Roos: Straßburg. 17. Nov. Der Autonomist Dr. Roos ist ins Colmare» Gefängnis überführt und dort bereits einem er- sten Personalverhör unterzogen worden. Seine Behänd- lung im Gefängnis ist, dem „Kurier" zufolge bisher einwandfrei. Das Quäl-System Fachot-Mttton. dem die früheren Autonomisten unterworfen waren, hat aufgehört. Die Untersuchung wird nicht mehr von dem Richter Mitton, sondern von dem Appellationsgerichtsrat Coen geführt, der im ersten Prozeß als Beisitzer des Gerichtshofes fungierte. Dr. Roos hat an das Gericht ein Gesuch um Haftentlassung und um Aufhebung des Sequesters über sein Vermögen gerichtet. — Die „Lothringische Volkszeitung" teilt mit, außer Dr. Roos wolle auch noch ein anderer, der im Abwesenheits- Verfahren verurteilten Komplotteure nicht ewig als Verbannter fern von feiner Heimat leben, nämlich der Pro- feffor Dr. Schmidlin von der katholischen theologischen Fakultät in Münster i. W. Gerade deffen Fall, meint das Blatt, würde von der gesamten Gelehrtenwelt des In- und Auslandes mit besonderer Spannung verfolgt werden, wegen des internationalen Rufes, den er als führender Kenner der Missionswissenschaft genießt. Das Reparations-Schachspiel. Der Inhalt der Memoranden — Noch keine Einigung zwischen Paris «nd London. London, 17. Nov. Der diplomatische Korrespondent des „Daily Telegraph" erklärt, warum die alliierten Regierungen die Methode wählten, Deutschland 'Memoranden zu schicken, die mit den kürzlich zwischen den alliierten Regierungen ausgetauschten identisch oder ihnen ähnlich seien,, um dapn formell Antworten folgen zu lassen, die sich, beinahe ausschließlich mit der Zusammensetzung und den Methoden des neuen Reparationsausschusses befassen. Di: deutsche Regierung habe ganz klar gemacht, daß sie sich an den Arbeiten des Untersuchungsausschusses nicht beteiligen würde, wenn die Freiheit der Sachverständigen in ihren Empfehlungen für «in« allgemeine und endgültige Lösung der Reparationsfrage im voraus gebunden würde. Dazu komme, daß die Vereinigten Staaten die Konferenz nicht beschicken würden, wenn die Frage der alliierten Kriegsschulden an die Bereinigten Staaten formell auf der Konferenz aufgerollt würde. In jedem der alliierten Memoranden werde aber die Forderung aufgestellt, daß Deutschland u. a. Zahlungen machen müsse, die genügen würden, um die alliierten Schulden an die Vereinigten Staaten z« decken. Wenn dieses Postulat in die formellen Antworten ausgenommen würde, würde das die Aussichten auf eine amerikanische Beteiligung ruinieren und Deutschland ein gutes Argument für die Verwerfung der alliierten Forderiuigen bieten. Der Korrespondent meint, das Ganze schaffe «ine sehr heikle Lage und es bleibe nur abzuwarten, was die deutsche ReLierung mit Bezug auf die Memoranden tun werde. Wenn es sie schweigend hinnehme, laufe Deutschland Gefahr, daß dieses Schweigen später als. Zustimmung ausgelegt werde, verwerfe es dagegen die Postulat« dieser Memoranden, so könne dies das Zustandekommen der Konferenz gefährden. Letzteres scheint uns das kleinere Uebel, denn die Postulat«! der alliierten Memoranden, würden doch eine erträgliche endgültige Lösung für Deutschland unmöglich machen. Deutschland kann warten. Der Gewährsmann der „Times" erklärt, daß die alliierten Regierungen die Memoranden: die die Grundsätze verkündeten, die ihnen, für eine billige und endgültige Lösung des Problems wesentlich erschienen, Berlin, nur mitteilten, um ein besseres Verständnis der Lage zu erleichtern, aber ohne jeden Wunsch, die deutsche Regierung im voraus zu binden. Im Gegenteil, die Mitteilung der Memoranden fei nur erfolgt, um den Einwänden zu begegnen: die der deutsche Geschäftsträger im Schatzamt am 5. November und der deutsche Botschafter in Paris gemacht hätten. Beide erklärten, die deutsche Regierung würde sich in, keiner Weise durch die Grundsätze der Balfournote und die Rede Poin- cares in Ehamberry gebunden erachten oder irgendwie di« Ansicht, aufkonrrnen lassen, daß sie dieselben angenommen habe. Paris schweigt. Der ignorierte Appell Lori» Greys. London, 16. Nov. Es wird hier viel bemerkt,, daß Paris den zweimaligen persönlichen Appell völlig ignorierte, den, Lord Grey zuerst in der Versammlung der Bölkerbundsunion und dann im. -ann würde ich nichts dazu sagen, sondern wissen, daß ein a junges Menschenkind noch nicht wiffen kann, was Liebe st. Aber du darfst nicht so sprechen. Du bist über die ersten sugendillusionen hinaus und wirft mir glauben, wenn ich ta sage, daß das für ein Leben voll Glück nicht ausreicht, leberlege es dir, Winnie. Du bfft dein eigener Herr, und oenn du meinst, es fei dein Glück, dann gib ihm dein Vort." „Glück! Liebe! Ach, Mutter, wenn ich wüßte, was das st! Ich sehne mich danach und . . . ach, es ist ja alles jo Zricht!" „Du sollst dich eusiprechcn," bat die Mutter herzlich Aber die Herzogin schüttelte den Kopf. „Liebst du . . . -inen andern?" Da barg die Herzogin ihren Kopf in beide Hände imd leinte. * • Die Nacht hatte Schloß Korfs in Dunkel gehüllt. Hanno glaubte, daß alles schlief, und schritt unhörbar den iorridor entlaus noch Esthers Zimmer Als er die Klinke faßte, klopfte ihm das Herz. Aber « zwang sich und trat ein. Esther stand bleich und schön mitten im Zimmer am Tisch Sie trug noch die Balltoilette vom Abend. „Hanno," sagte sie weich. ,,hab' Dank, daß du gekommer bfft. Hab' Dank! Du sollst nicht schlecht von mir denken »»enn ich von dir sortgegangen bin. Ich bin nicht schlecht!' Und sie trat zu ihm und umschlang ihn mit ihren Armen „Sieh mich an. Lieber. Ich will dich nicht quälen. Ick weiß, daß sich Liebe nicht erzwingen läßt und . . . Mitleil hoffe ich. Aber laß mich dein Bild mitnehmen, damit ick immer an dich denken kann." „Esther!" Er wollte ein gutes Wort sagen, ein Wort, dm hilft, das tröstet, und er fand es nickst. „Ich habe dich gebeten, daß du zu mir kommen sollst, wei ... ich aus deinem Munde ... die Geschichte deiner Lieb« . . . bören wollte." „Nicht das, nicht das, Esther!" bat er. Trocken war sein« Kehle, und heiß strömt« ihm das Blut durch die Glieder. „Doch, Hanno," bat sie leise. „Erzähle mir. Ich will er in mir tragen, und zu keinem Menschen will ich davor reden. Aber erzähle mir deine Geschicke. Nur um dar bitte ick dick." Sie ließ nicht nach mit ihrem Bitten. Und Hanno erzählte! Stockend kam es von seinen Lippen. Jede» Wort mußte- er sich abringen, bis er nach und nach fließender sprach Leidenschaftlich ward seine Rede Er erzählte von Aimeä, der schönen Tochter des Häupb lings der Ogalle-Indianer in Brasilien. „Eine Indianerin?" fragte Esther leise. „Ja!" antwortete Hanno bitter. „Sie- war eine Indianerin, das schönste Mädchen des Stammes . . . und ich Hab« sie lieb gehabt. Eine Rote'' sagen sie alle verächtlich. Wi, klein, wie erbärmlich sind die Menschen, die nur im weißei Manne das eristenzberechtigte Geschöpft sehen. Ich hatte si« lieb, Esther. Ich habe nicht an die Zukunst gedacht uni Aime6 gewiß genau so wenig. Wir- hatten uns kieb . . und das war genug. Alle Seligkeiten der Liebe gab mii Aime^, ohne zu fragen, ohne zu fordern. Ihr Leben woi Lieben. Was soll ich dir schildern, Esther. Jedes Wort if! zu gering, jede Schilderung zu erbärmlich, um das auszudrücken, was mir Aimes war. Verstehst du mich, Eschert „Ich verstehe dich, Hanno!" sagte sie bebend. „Und . . . AimeS ... hat man mir gemordet. Ein Menschenjäger, Francois Beechly nannte er sich, der sich rühmte binnen zwei Monaten fünfzig Rote wegzuknallen, f«hsß st« nieder. Um einer gottverfluchten Wette willen . „Das kann nicht sein! Das kann kein Mensch?" „Ein Mensch!" hohnlachte er. „Rein, ein Mensch kanr das nickt Aber ein Unmensch, ein Tier, ein Vieh hat dar getan. Ich lag krank am Fieber darnieder, da traf Atme« der Tod aus dem Hinterhalt. Ich lag hilflos. Ich sah der Mörder, sah sein haßverzerrtes Gesicht, seine Fratze und . . konnte ihn nicht soffen . . . konnte rhn nicht mit den Hände» erwürgen." Die Erinnerung übermannte ihn. Er ballte die Hände zi> Fäusten. Sein Antlitz war verzerrt, und seine Lippen zitterten. „Das . . . das, Esther, war die Geschichte meiner Liebe Vielleicht spottest du meiner. Vielleicht sagt dir setzt ein« Stimme, daß es Narrheit ist, einen Mann zu lieben, der . der um eine Indianerin fo litt. Aber, um das bitte ich dich Estber, sage kein Wort des Spottes. Ich könnte es nicht ertragen. Ich habe AimeS . . . zu lieb gehabt." Nr. 271. Jahrgang 1928. Montag, den 19. November 1928. Oberhaus an die französische Regierung richtete, sie sollte zu sammen imit der britischen Regierung eine gemeinsame Erklärung erlassen, daß der ganze anglofranzösische Pakt besonders auch in seinen militärischen Abmachungen ungültig und nichtig sei. Aus dieser Ignorierung der Aufforderung Greys schließt man, daß die französische Regierung überzeugt ist, daß die britische Regierung auch ferner an den betreffenden Abmachungen festhalten wird. _ __ Arss Rah und Fern. * Sinsheim, 18. Noo. (Die Schule im Dienste des Tierschutzes.) In den Schulen sollen, einem Erlaß des Unterrichtsministers Leers entsprechend, die Lehrer bei gegebener Gelegenheit in den verschiedenen Lehrfächern die Heranwachsende Jugend auf den Schutz der Tiere Hinweisen. Ueberall dort, wo die örtlichen Tierschutzvereine den Ticrschutzkalender oder geeignete Flugblätter den Schulen kostenlos zur Verfügung stellen, ist gegen eine Verteilung innerhalb der Klassen nichts einzuwenden. — Die erste Prüfung für das höhere Lehramt an Handelsschulen haben im Oktober 60 Kandidaten und Kandidatinnen bestanden, die zwüte 33. D e Dienstprüfung für Fortbildungsschullehrerinnen haben 18 Kandidatinnen absolviert. * Sinsheim, 17. Nov. (Abbau der Kontrollmaßnahmen für Einschreibesendungen.) Gegen den Abbau der Kontrollmaßnahmen für Einschreibesendungen wurde vom Reichsverband des Deutschen Groß- und Ueberseehandels E. B. beim Reichspostministerium Einspruch erhoben, da der Handel an der unbedingten Sicherheit dieser Sendungen ganz besonders stark interessiert ist. Nach, einem nunmehr vom Ministerium erteilten Bescheid soll die Beförderung der Einschreibesendungen künftig wieder ourch verschiedenartige, nachhaltige Kontrollen gesichert werden, die erwarten lassen, daß eine wesentliche Verminderung der Berlustzifsern, die nach Fortfall der früheren Kontrolle bedauerlicherweise festgestellt werden mußten, eintritt. * Sinsheim, 17. Nov. (Die neuen Verpflegungssätze in den badischen Heilanstalten.) Das Ministerium des Innern hat bestimmt, daß in den badischen Heil- uno Pflegcanstalten folgende Sätze für die Kosten der Verpflegung eines Kranken mit Wirkung vom 1. Dezember 1928 erhoben werden: in der 1. Verpflegungs- Klasse täglich 8—12 Mk., in der 2. Berpflegungsklasse täglich 6—7 Mk., in der 3. Verpflegungskl. täglich 3.50 bis 4.80 Mk. Di« von Nichtbadenern zu zahlenden Verpflegungssätze werden besonders festgesetzt. Nichtbadener, die auf Kosten badischer Fürsorgeverbände, badischer Krankenkassen jeder Art, der Landesoersicher- ungsanstalt Baden von in Baden untergebrachten Reichsbchörden (Bersorgungsämter und dgl. verpflegt werden, sind als badische Kranke zu b ehandeln. * Sinsheim» 17. Nov. (Werbung des deutschen Buchbinder- Handwerks.) Am 15. Nov. setzte einheitlich in ganz Deutschland die Werbung für das handgebundene Buch ein. Das deutsche Buchbinderhandwerk will in Bild und Schrift zeigen, daß auch im Zeitalter der Maschine die deutsche Handwerksarbeit ihre Bedeutung nicht verloren hat. Das handgebundene Buch ist nicht nur das schönste und individuellste, sondern ja auch das haltbarste. Auch dem weniger Bemittelten ist es heute möglich, ein liebgewordenes Buch nach seinem eigenen Geschmack und Entwurf einbinden zu lassen. * Sinsheim, 18. Nov. (Vormerkung der Versorgungsanwärter.) Paragraph 29 der Angestelltengrundsätze verpflichtet alle Versorgungsanwärter, jährlich bei den Behörden, bei denen sie für die Beamten- und Angestelltenstellen vorgemerkt sind, die Bewerbung aufrecht zu erhalten. Der Reichsbund der Kriegsbeschädigten, Kriegsteilnehmer und Kriegshinterbliebenen, Gauleitung Baden, Kriegsstraße 200. macht darauf aufmerksam, 'daß die Bewerber aus den Bewerbelisten gestrichen werden, wenn sie die Meldung nicht bis zum 1. Dezember auf diejenigen Stellen einreichen, wo die Vormerkung erfolgte. Hiervon befreit sind Anwärter, die ihre erste Vormerkung im Jahre 1928 eingereicht haben. Die Bewerberlisten werden bei vielen Behörden in neuster Zeit an einer zentralen Stelle gefühtt, deshalb ist es zweckmäßig, der Mitteilung über die Aufrechterhaltung der Bewerbungen Neben dem deutlich geschriebenen Namen das Geburtsdatum beizufügen. £ Ep gingen, 17. Nov. (Volkshochschulkurs.) Die Ortsgruppe der „Badischen Heimat" nahm heute Abend mit einem Konzert des Stolzquartetts Heidelberg ihr Winterprogramm auf. Das im Rahmen der auch dieses Jahr wieder in Aussicht genommenen Volkshochschulkurse veranstaltete Konzert vereinigte Werke von Schubert, Haydn und Karl von Dittersdorf. — Die Künstler (Rudolf Stolz 1. Violine; Hermann Müller 2. Violine,- Dr. Osfried Wächter, Viola und Albrecht Scheper, Cello) boten eine abgerundete. ausgezeichnete Leistung, die den Beifall der zahlreichen Zuhörer gewann. Zu Beginne des Konzertes hieß Studienrat Haible die Künstler wie die Zuhörer willkommen. Nach dem guten Auftakt darf auch für die weiteren Veranstaltungen der „Badischen Heimat" ein guter Besuch erwartet werden. £ Elsrnz, 17. Nov. (Verschiedenes.) Der Kleinkaliberfchützm- verein rief am 14. d. Mts. feine Mitglieder zu einer Versammlung ein, die in der Hauptsache folgende Punkte zur Beratung und Besprechung hatte: 1. das neue Waffengesetz (Referent Herr Vorsitzender Otto Maier), 2 . Weihnachtsfeier — Stiftungsfest. Es wurde beschlossen, eine Weihnachtsfeier mit theatral. Aufführungen zu veranstalten, anstatt des 5. Stiftungsfestes. Me Aufführungen werden in der Restauration zur Eisenbahn sein. — Infolge längerer Erkrankung des hiesigen Turnlehrers kann das geplante Spielfest der Volksschule nicht mehr stattfinden,- es wird daher am Schuljahrschluß verbunden mit der Jahn- und Entlassungsfeier nachgeholt werden. — Allmählich beginnt auch hier das Interesse für die neue Errungenschaft der Wissenschaft und Technik: das Radio rege zu werden. So kann unser Ort sich rühmen, bereits 6 Empfangsstellen zu haben, und es wird igi Laufe des Spätjahres noch 2 weitere erhalten. = Heidelberg, 18. Noo. (Raubüberfall auf einen Lehrling.) Der Lehrling einer Grobhandelsfirma zahlte gestern früh 11 Uhr bei der Rheinischen Ereditbank in der Anlage für seine Firma Geld «in. Nach Erledigung der Bankgeschäfte ging er, um weitere Besorgungen zu machen, die Anlage weiter. Dort traf er einen Bekannten, den Arbeiter Groß, der Besorgungen mit einem Wagen machte, dem der Lehrling behilflich war, den Wagen die etwas steile Anlage hinaufzudrücken. In diesem Augenblick sparng ein Unbekannter hinzu und wollte dem Lehrling die Tasche entreißen. Als aber der Lehrling die Tasche nicht los ließ, zog der Unbekannte einen Revolver und richtete ihn auf den Lehrling, der dann die Tasche fallen ließ. Der Arbeiter Groß glaubte anfangs an einen Scherz. Erft als der Täter mit der Tasche die Flucht ergriff, verfolgte er den Täter. Straßenpassanten, die den Täter aufhalten wollten, wuroen mit dem Revolver bedroht. Erst in der Marstallstraßc konnte Groß den Täter einholen und stellen. Er wurde von Groß niedcrgeboxt und konnte verhaftet werden. Der Täter ist ein 26-jähriger Rheinländer: er glaubte, der Lehrling habe auf der Bank Geld abgeholt. . = Heidelberg, 18. Nov. (Die Hühner bringen es an den Tag!) Wie man uns berichtet, stattete vor einigen Tagen ein Hühnerdieb der Geflügelfarm von Abtei Neuburg einen Besuch ab und fing zwölf ängstliche Hühner ein, um sie au? dem Lande zu Geld zu machen. Die Kriminalpolizei stellte fest, daß ein Landwirt in Wieblingen, der von dem Diebstahl allerdings kein« ffict goaMotc * vtm»et«a gctoag. Ahnung hatte, am Tage nach dem Höhnerraub zwölf stramm« Eierleger von einem Wieblinger Einwohner gekauft hatte. Mit dem Kriminalbeamten war ein Pater der Abtei erschienen, der sich der Pflege der Hühner besonders wiomet uno die Tiere sofort als Eigentum der Abtei wiedererkannte. Als der Landwirt meinte, man könne doch nicht ohne weiteres behaupten, daß seine neugekauften Hühner dieselben feien, die auf N-uburg vermißt werden, gab der Pater einige Lockpftffe ab, fröhlichen Wieder- schensgegacker zum Pater eilte und ihm auf Schritt und Tritt nachlief. Staunend sahen Bauer und Kriminalbeamter diesen durchschlagenden Zeugenbeweis der sonst als „dumm" verschrienen Hühner. Der Pater bekam sein anhängliches Federvieh sofort zurück und der Dieb und Verkäufer wandert,- ins Untersuchungsgefängnis und sieht seiner Strafe entgegen. = Walldorf, 17. Nov. (Flug eines Kinderballons.) Eine am Kirchweihsonntag mit einem Kinderballon zum Abflug gelangte Karte wurde dieser Tage vom Vcnusberg bei Reichmannsdorf (Thüringer Wald) an den Absender wieder zurückgesandt. Mithin hat der kleine Ballon ein- recht erhebliche Strecke zurückgelegt. --- Walldorf, 17 .Noo. (Aus der hiesigen Zigarrenindustrie.) Die hiesige Zigarrenindustrie leidet auch wie anderwärts infolge des schlechten Absatzes trotz der Monate vor Weihnachten, wo in früheren Jahren eine Hochkonjunktur einzutreten pflegte, an einem sehr gedrückten Geschäftsgang, der manche der Firmen dazu gezwungen hat, Entlassungen vorzunehmen, gekürzte Arbeitszeit einzuführen, oder gar ihren Betrieb zu schließen. £ Mannheim, 18. Nov. (Das Mannheimer Lichtfest.) Das Programm für das Mannheimer Lichtfest ist nun im großen und ganzen festgelegt. Mit einigen Wasscrsportvereinen schweben noch Verhandlungen über eine Auffahrt mit beleuchteten Booten auf dem Neckar. Am 27. oder 28. November soll eine Probebeleuch>- tung stattfinden, da bis dahin die Scheinwerfer und alle Beleuchtungskörper Aufstellung gefunden haben. Die Mannheimer Einzelhändler hatten sich mit einer Eingabe an den Bezirksrat gewandt, daß ihnen gestattet werde, am 2. Dezember anläßlich des L ichtfestes die Läden offen zu halten. Darauf wurde ihn der Bescheid, daß dies nur genehmigt weroen könne, wenn die Läden dafür an einem Adventsonntag geschlossen bleiben. Die Einzelhändlerorganisation hat gegen diesen Beschluß Einspruch erhoben und droht, wenn kein günstigerer Bescheid gegeben werde, am Lichtfestsonntag die Schaufenster nicht zu beleuchten, womit natürlich, das ganze Lichtfest in Frage gestellt würde. Es ist zu erwarten, daß das Bezirksamt einen geeigneten Ausweg Vorschlägen wird, um alle Teile zufrieden zu stellen und die Durchführung der Veranstaltung zu sichern. = Heidersbach, 18. Nov. Am Mittwoch abend ereignete sich hier ein schweres Unglück. Bei Beginn der Nacht ging die Dampfwalze durch unseren Ort. Einige Kinder hielten sich in der Nähe derselben auf. Währenddessen kamen 2 Autos, die durch das lärmende Geräusch der Dampfwalze offenbar nicht gehört wurden. Der 61/2 jährige Sohn des Landwirts Martin Lutz wurde von dem einen Auto angefahren und sehr schwer am Kopf verletzt. Der Knabe hat bis jetzt das Bewußtsein noch nicht erlangt. ** Ludwigshafen a. Rh., 17. Nov. (Selbmordversuch durch Sprung von der Rheinbrücke.) In der Nacht zum Freitag versuchte ein 42jähriger, verheirateter Tagner aus Ludwigshafen von der Rheinbrücke aus in den Rhein zu springen. Er wurde von einem in diesem Augenblick vorüberkommenden Paflanten zurückgehalten und der Polizei übergeben. ** Neibsheim, bei Breiten, 17. Nov. (Auf die Straße gestürzt.) Dieser Tage stürzte hier Frau Kunigunde Braun, die im 78. Lebensjahre steht, als sie sich zum Fenster hin- ausbeugte, auf die Straße und erlitt so schwere Verletzungen, daß sie am Donnerstagmorgen gestorben ist. ** Pforzheim, 17. Nov. (Ueberfallen.) Vorgestern abend wurde der Metzgermeister Karl Kappler von hier auf dem Heimwege von Merklingen überfallen und schwer verletzt. Nach dem Täter wird gefahndet. ** Achern, 17. Nov. (Aus der Lokomotive gestürzt.) Am Donnerstag nachmittag stürzte auf bis jetzt noch unaufgeklärte Weise der Heizer eines Rangierzuges auf dem biestigen Güterbahnhof aus der Lokomotive und zog sich erhebliche Kopfverletzungen zu. Er wurde sofort ins Krankenhaus verbracht. ** Schopfheim, 17. Nov. (Motorradunfall.) Ing. Eiermann von Weil-Leopoldshöhe, welcher die Anlagen der Gasfernversorgung Schopfheim-Zell zu beaufsichtigen hat, fuhr in der Nähe von Fahrnau mit seinem Motorrad an einen Baum und zog sich Knochenbrüche am Arm und Oberschenkel zu. Er wurde in schwerverletztem Zustand ins Krankenhaus Schopfheim gebracht. ** Kleinlankenburg, 17. Nov. (Zu Tode gedrückt.) Das Lastauto des Fuhrhalters und Sägmüllers Staller aus Vir- kendorf, das mit einem Anhängewagen die unübersichtliche Landstraße oberhalb Klein laufenburg hinabfuhr, kam ins Rutschen und geriet in einen Straßengraben. Dadurch kamen die auf dem Hinterwagen liegenden Stämme ins Rutschen und drückten den auf dem Führersitz des Hinterwagens befindlichen 28jährtgen Alfons Staller zu Boden, so daß ihm der Brustkorb eingedrückt wurde. Der Unglückliche war scfort tot. Der Führer des Lastautos, der eigene Bruder Stallers. kam mit dem Schrecken davon. Ob ein Verschulden der Fahrenden an dem Unglück vorliegt läßt sich noch nicht sagen. Durch eine« Autonnfaü eine Schwarzbrennerei entdeckt. Berna«, bei Schopfheim, 17. Nov Die Aufdeckung einer Schwarzbrennerei in der Nabe von Bernau geschah durch einen Autounfall, der sich tn der Nacht zum 25. Oktober im Höllental ereignete. Dort stieß ein mit schweren Eisenfässern beladenes Auto an emen Baum. Eines der schweren Fässer stürzte seitlich über den Führersitz vom Wagen hinunter, demolierte teilweise das Auto und verletzte den Mitfahrer Spitznagel am Kopfe. Das auf die Straße hinuntergefallene Faß wurde leck, und es zeigte sich, daß es statt mit Benzin, mit Schnaps gefüllt war. Der Schnaps wurde tn der Nacht noch weggeschafft, aber die Behörden bekamen Wind von der Sache. Spitznagel, der nach Freiburg ins Krankenhaus gebracht worden war, sprach tn seinen Fieber- phantafien oft von Bernau. Darauf machte sich die Kriminalpolizei in Bernau auf die Suche. Sie fand hier die Spur eines Komplizen des Spitznagels namens Spinne, verlor aber diese wieder Die Haussuchungen, die in Bernau vorgenommen wurden, führten nicht zum Ziel. Am letzten Dienstag fuhren die Beamten nun von Berna-Oberleheu nach Riggenbach. Auf die in der ersten Talsenkung hinter Oberlehen gelegenen sogenannten Schwendele-Säge fiel den Beamten ein eigenartiger Geruch auf. so daß sie anhalten ließen und nachschauten. In einer Schreinerwerkstätte der Säge erblickten die Beamten nun die Schwarzbrenner bei der Arbeit. Es stand hier ein 580 Liter fassender Brenn- keffel. in dem während der letzten beiden Monaten aus Zuk- ker unter Zusatz von Hefe oder eines sonstigen Gärungsstoffes Schnaps gebrannt worben war. Der Besitzer der Säge, Alfred Schmidt, und fein Stiefsohn, Alfred Mutter, wurden verhaftet, die Brennerei beschlagnahmt, ebenso noch zwei eiserne Schnapsfässer, von denen ein Fast 400 Liter Schnaps enthielt Die beide» Haupttäter, Spitznaael und Spinne haben die Abgelegenheit der Säge dazu benutzt» um hier eine Schwarzbrennerei einzurichten. Der SchnapS wurde an einen Händler nach Oberachern geliefert und zwar spät in der Nacht. Schmidt, der der einzige Vermögende rrn den in die Affäre Verwickelten ist. dürfte bet der Ab- urteilung den größten Schaden erleiden. Schmidt und Mut- ter wurden einstweilen wieder auf freien Fuß gesetzt. ** DouaneschinSe«, 17. Nov. (Selbstmord.) In einem Anfall von Geistesgestörtheit hat vorgestern nachmittag der 61 Jahre alte Insasse des Kreisspitals Geistngen namen» Hermann Stier seinem Leben ein Ende gemacht, in dem er sich in Geisingen vor den Eilzug warf. ** Nußdorf, bei Ueverlingen, 17. Nov. (Unbeaufsichtigte Kinder.) Beim Spielen mit anderen Kindern sprang das siebenjährige Söhnchen des Prof. Späth über die Straße und geriet unter ein Motorrad Der Fahrer, der keine Schuld an dem Unfall trägt, brachte das schwerverletzte Kind in das Krankenhaus. Die Verletzungen sollen nicht lebens- gefährlich sein. Rattenüberfall auf eine Stadt. Wie aus Johannesburg in Südafrika gemeldet wird, find viele Tausende von Ratten aus dem freien Felde in die Stadt De Aar, eine wichtige Eisenbahnstation, eingedrungen. Die Ratten sterben in Massen, so daß die Behörden und die Einwohner alle Hände voll zu tun haben, um die toten Nagetiere zu beseitigen. Das Regierungs-Laboratorium in Johannesburg hat einige der toten Ratten untersucht und festgestellt, daß die Tiere an einer schlimmen Seuche gestorben sind. Die Gesundheitsbehörde hat daraufhin sofort Sanitätsmannschaften nach der Stadt geschickt und auch für ausreichende ärztliche Hilfe für den Notfall gesorgt. Wie fest- gestellt wurde, befinden die Ratten sich auf einer allgemeinen Wan- oernng vom Westen »ach dem Osten. Reisende erzählen, daß ungezählte Tausende der Nagetiere unterwegs find und daß man sie scharenweise aus der Ebene heranziehen sehen kann. Die Bewohner der Stadt haben eine Abwehrorganisation geschaffen. Die Männer ziehen mit Stöcken, Gewehren uno Laternen bewaffnet auf das freie Feld westlich der Stadt und halten abwechselnd Tag und Nacht Wacht. Sie versuchen durch Vernichtung der Ratten den Zustrom aufzuhalten, ehe er die Stadt erreicht. Ein gemütliches Gefängnis. Me angesichts der allgemeinen.Verwahrlosung der Sitten recht bedenklich anmutenden „humanen" Bestrebungen zur Verbesserung der Lage der Verbrecher in den Gefängnissen, zusammen mit den Anstrengungen, die darauf hinausgehen, oie Strafen für Verbrechen zu mildern und herabzusetzen, werden in ein seltsames Licht gerückt, wenn man den Blick nachNordamerika w:ndet, wo man in dieser Richtung ja schon viel weiter gegangen ist als wie in unserem „rückständigen" Deutschland. Biell.'ich! wird man auch bei uns einst solche Dinge erleben, wie sie in dem nachstehenden Bericht geschildert sind: In dem Staatsgefänqnis von Cc- lumbus im nordamerikanischen Staate Ohio gab der jugendliche Mörder John Saba zur Feier seines 21 jährigen Gburtsiages ein Festessen. Er selbst ist bereits zum Tode verurteilt. Dasselbe gilt von fünfen seiner sechs Gäste. Der sechste, ebenfalls ein Mörder, erwartet noch sein Urteil. Der Gastgeber bestritt die Kosten des Mahles mit einem Teil seiner Gefängnisersparnisse!. Er hat dort 29 Dollars auf der hohen Kante liegen und ließj davon zehn Dollars draufgehen. Es gab u. a. ein halbes Huhn für jeden Gast und zum Schluß Apfelpastete und allerhand Süßigkeiten. Auch Zigarren standen reichlich zur Verfügung Auf dem Tisch standen 21 brennende Kerzen. Die Köchin des Mahles, die Frau eines Wärters namens Thomas, wurde gebührend gefeiert. Ein« Sensation im Konzertsaal. Zum Konzert „Jazz auf 4 Flügeln" am Mittwoch, den 21. November im großen Saal der Stadthalle in Heidelberg schreibt uns das Neuenheimer Musikhaus: Vier blutjunge, Temperament sprühende Musiker, ein jeder Pianist von Rang, haben sich zu einem ganz eigenartigen Klavier-Ensemble zusammengeschlossen und werden nach sensationellen Erfolgen in den Großstädten Berlin, Dresden, Hamburg, Zürich ufw. auch in Heidelberg zu Gast fein. Diese 4 Künstler haben die alte Kunst der Improvisation in ganz neuzeitlichem Geiste wieder aufleben lassen, sie schöpfen unmittelbar aus dem Tempo, der Vitalität und dem Nervenstatus unserer Zeit, sie erfassen ihren musikalischen Lebensnerv, wo er am stärksten pulsiert, wo er am interessantesten ist, beim Jazz. Und der Rhytmus in jeglicher Gestalt fft die Triebkraft dieser zeitgeborenen musikalisehen Lebensäußerung, fei es in der synkopischen Verschiebung des Tango, Blues, Charleston oder Trott. Nicht nur wird hier originelle Jazzmusik in glänzendster virtuoser Brillanz, in vollster individueller Freiheit eines jeden i>er 4 lSpieler und in raffiniertester Anpassung an die Klangbeding, ungen und -Möglichkeiten der Instrumente im Charakter einer freien, temperamentbeschwingten Improvisation geboten, es gewinnen bekannte Walzer von Strauß oder Gounod in einer rythmischen Umdeutung einen ganz neuen Sinngehalt. Vermöge einer außerordentlich verfeinerten Anschlagskunst bchandeln die 4 Künstler ihre Tasteninstrumente wie ein farbreiches Orchester, fodaß man die spezifischen Iazz-Tonorgane, wie Saxophon, Banjo, Trompete ufw. zu hören meint. Nimmt man hinzu, daß die Herren mit vollendeter technischer Präzision musizieren, und so geradezu mit einer inneren Besessenheit in den Tonförmen des Jazz ausleben, so ist es begreiflich, daß diese durchaus originelle Kunstübung, als eines Klangkultur-Dakumentes unserer Zeit, überall, wo sie bisher zu Gehör gelangte, Begeisterungs-Stürme erweckte. Neuest« amtliche Kurse mitgeteilt von der Bereinsbank. e. < 5 . m. b. h. Sinsheim, vom 19. November 1928. «»leih«»: tn 0>o AblösungSlchnld m» AuSlofungsschetn 5t,30 ohne Anslosungsschein - . 15 Ontolti« tn M Bad. Sani . . .179 Darwftädier und Raiionalbanl »»3 Deutsche Ban! ... 109,75 Deutsche BerelnSban! . Mi Dresdner Ban! ... U»,fO Mitteldeutsche Eredttban! < . »90 50 RetchSvan! .... 3i4Vs Rhein. Eredttban!' . . 124,70 SSdd. DiSeouto ®ef. .131 8ng»(tk« mH» In o, 0 Harpener Bergbau . 134 kalt Westeregeln . . . 180,75 ManneSmannröhrenwerle. 129 to Mansfelder Bergb. u.HLiteuw l»l.»5 lrberschl. Essend. Bedarf . — Phönix Bergbau n.Hütteudetried 290.50 Salzwerl Hellbraun . . . - Bereinigt« Königs» Laurahütt, Sb 50 mun indmpr. Unter» eh«»»,«»: In <•/« All«. «levr. Stammaltie». . l»8 Bad Eleltrizuöt Mannheim . — B ad. Maschinen Durlach . . i7o Cewentwer! Heidelberg . 110,50 Daimler Motoren . »7,75 Dtsch. Gotd-un Tuberichetde, 19» TleNr. Licht und Srast . . >4 5,50 Emaill.und Stanzwer! Ullrich. 1» Farbeutndiistrte , »54 Grttzner Maschinen Durlach . 129,50 Karlsruber Maschinen — Knorr Heilbronn I i» 75 Matnlrastwerlc Höchst . , — Reckarfulmer Fahrzeug»"-l» . 22 Schnckert Eleltr. Nürnberg . r*8.5» Seilinduftrte Wolff. «, Siidd. Zucker . u»,s5 Zellstoff Waldbof Stamalticv . »78,75 Witt«» dentsche. Scnnnvartanftnlten: in '• •ambutg. Amerih. Patel'ahr! 147,50 «Idelberg. 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Stuttgart. 16.35 Uhr: Konzert aus Frankfurt. 20.15 Uhr: „Fier- rabras". Anschl.: Heiteres aus Schuberts Heimatland. Daventry-Experimental. 19.30 Uhr: Leichtes Orchcsterkonzert. 21 Uhr: Musikalische Perlen. Bahnhosstr.23 Radlo.HSuser Heidelberg Telefon «01 Modernste Rundfunk—Anlagen-Versand sSmUicher Zubedürteik, nach allen Orten. - Bertrelerbesuch u. Vorführung «uoeebindllch. Bstzfo-Lilttat«. Pr»gra««. 3 eitschrifte» bei I. Dell vAhhdlg^ Dn^ei«. Turnen, Sport und Spiel. Gruppe Württemberg. Stuttgarter SC. — Stuttgarter Kickers 0 :2. Union Bückingen — B.f.R. Heilbronn 2 :0. D« Lmrdbott che Siustzei»« SetwMU. Gruppe Nordbayern ASB. Nürnberg — B.f.R. Fürth 6 :1. Sp-Bg. Fürth — FB. 04 Würzburg 6:1. Bayern Hof — 1. F.C. Nürnberg 0 :1. I. F.C. Bayreuth — Franken Nürnberg 3:1. Gruppe Südbayern. SB. München — Wacker München 4 :1. Schwaben Ulm — Jahn Regensburg 0 :4. Gruppe Baden. F.C. Freiburg — Phönix Karlsruhe 4 :4. F.C. Billingen — F.B. Rastatt 7 :2. Gesellschaftsspiel«. Karlsruher F.P. — Bayern München 2 :1. Grupp« Main. FC. 93 Hanau — FSB. Frankfurt 1 :4. Eintracht Frankfurt — Germania Bieber 3:1. Offenbacher Kickers — Viktoria Afchasfcnburg 2 :0. Sp.Bg. 60/94 Hanau — F.Vg. 03 Fechenheim 3:3. Rot-Weiß-Frankfurt — Union Niederrad 0 :2. Gruppe Hessen. Alemannia Worms — Sp.Bg. Arheiligen 7 :2. Sp. Gem. Höchst — S.B. Wiesbaden 1 :4. F.S.B. 05 Mainz — F.C. Langen 4 :0. Hassia Bingen — Wormatia Worms 0 :2. Gruppe Main. F.Ges. 03 Ludwigshafen — B.f.L. Neckarau 0:1. Phönix- Ludwigshafen — F.C. Mundenheim p : 2. Sp.Bg. Sandhofen — Waldhof Mannheim 2 .3. B.f.R. Mannheim — Pfalz Ludwigshafen 4:2. Die wichtigsten Sport-Ereignisse. Der Heransforderungskampf der beiden Olympiaringer Gehring- Ludwigshafen und Ryström-Finnland sah Gehring nach erbittertem Kampf als Sieger. Montag, den 19. November 1928. Auf der Fubiläumstagung der deutschen Sportbehörde in Berlin hielt Dr. Diem eine vielbeachtete programmatische Rede über .Die Wege zum wahren Sport". Der BfR. Mannheim veranstaltete am Samstag einen Kampfabend gegen eine Boxmannschaft aus Bafel. Die Schweizer wurden in sämtlichen Klaffen geschlagen. Oie Turngemeinde Heidelberg war mit ihrer ersten Hokeymann- schast in Zürich zweimal erfolgreich. Sie schlug dir Grashoppers mit 3:1 und Red Sor mit 4:0 Toren. Wetterbericht Voraussichtliches Wetter vom 17. bis 23. November. Zu Anfang Ser abgelaufenen Berichtswoche stellte sich beim erneuten Durchbruch der kalten Nordströmung wieder ein merklicher Temperaturrückgang ein, wobei es bis in die Mittelgebirgslagen zu vorübergehenden Schneefällen kam. Jedoch stoppten Störungen, die sehr schnell vom Ozean heranzogen, diesen Kältevorstotz auch wieder vorzeitig ab. Da vom Ozean her noch weitere» z. B. sehr kräftige Störungen gemeldet werden, die ebenfalls ostwärts vorrücken dürften, so haben wir auch in den nächsten Tagen mit weiterer Zufuhr milder und feuchter Luftmaffen ozeanischen Ursprungs zu erwarten. Vor dem 19. dürfte es kaum zu einem erneuten Temperaturrückgang kommen, der dann wohl der vorgeschrittenen Jahreszeit entsprechende Temperaturverhältniffe bringen wird. Ans sichte«: Flachland und Mittelgebirge: Zunächst noch einige Tage Fortdauer des feucht-milden Wetters bei westlicher Luftzufuhr, einzelne Regenfälle. Anfang nächster Woche wieder Temperaturrückgang bis zu leichten Frösten wahrscheinlich. Hochgebirge: Anfangs noch ziemlich mild, etwas unbeständig, einzelne Niederschläge; späterhin wieder Schneefälle und allmählich zunehmender Frost. stII>IIiII!IIIIII!IIiIIIIiIIII!IIiiIIIIIIIIIIIIIII«llI»IIII!I!!I!IIIIIIIIlIIIiIiIIIIH Jugendliche Mäntel | Ficcg-Haste! mit karrierter Abseite, bes. billig BipS'Mantfil mit Plüschkragen 9.15] schwarz u. marine . . . 11.50 = !FaBi-HjirtelS!ÄÄ,. g ,n.lüO! ! OtttiMB-HaiitelKSÄSuSp. 24.50! {Fncg-Xiütel SÄSSäSSJ 21501 reine Wolle mit pelz- = ähnl. 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Wir haben auf unseren letzten Notruf so manche freundliche Gabe erhalten, für die wir auch hier noch unseren herzlichsten Dank zum Ausdruck bringen möchten. Aber durchgreifende Hilst konnte uns in dieser für alle so schweren Zeit nicht werden. Und nun steht Weihnachten wieder vor der Türe. 656 hungrige Leute, groß und klein, sitzen durchschnittlich täglich bei uns zu Tisch und hoffen alle, daß in unseren Anstalten ihnen christliche Liede nicht nur den Lichterbaum anzündet, sondern sie auch unter dem Baum mit einer kleinen nützlichen Gabe erfreut. Besonders die Großstadtkinder in unseren Heimen, von denen manche zu Hause noch nie eine Weihnachtsfeier und Weihnachtsbescherung erlebt haben, hoffen nun diesmal, da sie Weihnachten im Erholungsheim feiern, etwas besonderes zu erleben. Aber auch die lieben Alten in unseren Altersheimen freuen sich, wenn ihnen die Liebe sichtbar nahe tritt. Wer uns dabei helfen will, schicke uns seine Hilst durch eine Zahlkarte auf das Konto Karlsruhe 7825 der Hauptkaffenvrrwaltung des Badischen Landesvereins für Innere Miffion. 11 „Nachdem uns Barmherzigkeit widerfahren ist, werden wir nicht müde". Dieser Wahlspruch Bater Bodelschwingh's möge sich in dieser Adoentszeit an recht vielen bewahrheiten. ' Mit herzlichem Dank für alle freundliche Mithilfe in Vergangenheit und Zukunst WM namens desWM Bad. LasdesvereiRs für Sniere RMo» Prälat a. D. v. Schmitthenner. Karlsruhe, im November 1928. WIR DRUCKEN Preislisten, Broschüren, Prospekte, Geschäftsberichte, Festschriften, Satzungen, sowie alle sonstigen für Handel, Industrie, Vereine und Private nötigen Drucksachen m gediegener Ausstattung zu mäßigen Preisen. 6. Becker’sche Buchdruckerei Sinsheim. w Schriftlettnug: v Becker. Druck und Bering .- OL Brckersche Buchdruckerei i» S ck ohe t».