erscheint tSglich «tt Ausnahme der Feiertag« Bezugs-Preis: Durch diePost bezogen und durch den Briefträger und unsere Austräger rre> ins Laus monatlich Goldmark 1.8V Der Bezugspreis ist im Voraus zu entrichten. Kn Fällen von höherer Gewalt besteht kein Anspruch auf Lieferung der Zeitung oder auf Rückzahlung des Bezugspreises. Geschäftszeit 1/28 bis 5 Ahr Sonntags geschlossen. Dernjprech'Anschlutz Nr. 488 Postscheck-Konto Karlsruhe Nr. 6903 Der Lanöbote Sinshctmcr Zeitung ftss General-Anzeiger für Schuxugbachtal Heltefte und verbreitetfte Leitung dieser Gegend. I)supt-Hnzeigen-Vlatt Möckenil. Verlagen r Ern Slick in Sie Welt » vre Srannenltut»« » Na» dem Reick der Wade . Ratgeber tSr Baas- g. randxgtrtTchaft M 283. Montag, den 3. Dezember 1928. Anzeigen-Preife: Anzeige»: Die 33 mm braK .Riiiimeter-Zeile ö Goldv?>, Reklamen: Die 92 mm brerk» Milümerer-Zeile 20 Goldpfg. Erundfchri't im Anreigen- und Textlei: ist Petit. Bei Wiederholungen tariffester Rabatt, der bei Nichtzahlung innerhalb 8 Tagen nach Rechnungsdatum oder bei gerichtlicher Betreibung erlischt. Anzeigen - Annahme bis 8 Ahr vormittags; größer« Anzeige«» müssen am Tage vorher «up- gegeben werden. Bant-Konto Vereinsbank Sinsheim «. G. m. b. L. 89. Jahrgang Severing vom Reichskanzler beauftragt. »ertin, 3. Dez Der sozialdemokratische Pressedienst meldet: „Der Reichskanzler hat sich am Sonntagabend, als ihm bas Ergebnis der Revierkonferenz des Deutschen Metall- arbeiterverbanbes offiziell unterbreitet wurde, sofort mit dem Reichsminister des Inneren in Verbindung gesetzt und ihm das Amt des Vermittlers angetragen. Der Reichsminister des Inneren hat sich bereit erklärt, die ihm angetragene Aufgabe zu übernehmen. Severing wird bereits am Montagnachmittag in das Ruhrgebict abreisen, um sich mehrere Tage an Ort und Stelle über die Lage zu unterrichten. Ter neue Schiedsspruch dürfte kaum vor Ende der Woche gefällt werden. Mit der Wiedereröffnung der bisher geschlossenen Betriebe ist am Dienstagvormittag um 7 Uhr zu rechnen. Sie Arbeitgeber beschließen die Meder« aufnahme der Arbeit Düsseldorf, 3. Dez. Nachdem die Parteien des bisherigen »rbcitskampfes auf Vorschlag des Herrn Reichskanzlers ver- einbart haben, die endgültige Entscheidung über Arbeitslohn und Arbeitszeit dem Reichsinnenminister Severing zu über- lassen, hat der Reichsarbeitgeber-Verband unter Aufhebung der Aussperrung beschlossen: 1. Die Betriebe werden wieder geöffnet. 2. Die Einstellungen erfolgen nach Maßgabe der betrieblichen Möglichkeiten. Die Parteien erkennen Severing als Schlichter an Der Reichskanzler im Besitz der znsagenden Axtworten her Metallarbeiter. Berlin, 3. Dez. In der Reichskanzlei ist am Sonntagabend der telegraphische Bescheid der drei Metallarbeiterverbände eingetrosfen, aus dem hervorgeht, daß sie einer Bestellung des Innenministers Severing als Schlichter in der Lohnauseinandersetzung mit den Arbeitgebern zustimmen. Das Reichskabinett wird jedoch erst am Montag früh sich mit der Lage beschäftigen. Nachdem sich nunmehr Arbeitgeber und Arbeitnehmer verpflichtet haben, sich bedingungslos dem Spruch Severings zu unterwerfen, rechnet man an zuständiger Berliner Stelle damit, daß die Betriebe wahrscheinlich schon am Dienstag wieder geöffnet werden. Rach Meldungen aus Essen ist anzunehmen, daß die in der Eisenindustrie vorliegenden Auftragsbestände den Werken die Möalichkeit geben, sofort wieder Arbeiten ausführen Santiago, 2 . Dez. Salto und Thillau sind von einem heftigen Erdbeben heimgesucht worden. Die telephonische und telegraphische Verbindung mit den betroffenen Orten ist unterbrochen. — Der Kriegsminister ist im Flugzeug zur Besichtigung des Erdbebcnge- bietes nach Talca abgereist. Die Truppen der benachbarten Garnisonen wurden zu Rettungsarbeiten aufgeboten. Rach den letzten Meldungen ans dem chilenischen Erb- bebrngebirt sind bisher rund 300 Tote gezählt morde«. Di« Zahl der Verletzten ist außerordentlich groß. Man befürchtet, daß ««och weit mehr Opfer zu beklagen sein werden. Zufolge Unterbrechung der Drahtleitungen kommen nur spärlich Nachrichten durch Die Städte Talca, Schillan, Santa Emz und Barahona sind ganz oder teilweise zerstört. Unter den vernichteten Gebäuden befinden sich mehrere Kirchen und Bahnhöfe. Der Belagerungszustand wurde verhängt, da unsaubere Elemente die allgemeine Verwirrung zu Plünderungen benützten. Der Staatspräsident und der Kriegsminister haben sich in einem Flugzeug in das Unglüeksgebiet begeben. Das Erdbeben hatte verschiedene Dammbrüche zur - Folge, die Ueberschwemmungen verursachten, auch mehrere Bergwerke sind zerstört worden. Die aus Santiago de Chile in Rewyork eingegangrnen Mitteilungen über das Ausmaß der Erdbebenschäden i« Chile, m denen von 1800 Toten gesprochen wird, find« dnrch direkte De- rirWe vorläufig »och keine Bestätigung. Das chilenische Außenministerium gibt bekannt, daß in Talca bisher 56 Leichen geborgen wurden, daß aber noch Angaben der Truppen, die mit den Aufräumungsarbeiten beschäftigt sind, mit einer beträchtlichen Erhöhung der Zahl zu rechnen sein wird. Ans Santa Cruz werden bisher 13 Todesopfer gemeldet, mit sehr bedeutendem Sachschaden. Auch in Peralillo sind die Erdbebenschäden sehr bedeutend. In Barahona wird die Zahl der Toten mit 45 angegeben. Reisende des ersten vom Süden nach Norden abgegangenen Zuges sprechen davon, daß in Talca wenigstens 200 Tote oder Verletzte seien, während in Curico keine Menschenverluste zu beklagen sind. Ein in Santiago de Chile von einer Farm in der Nähe von Curico eingetroffener Farmer berichtet, daß die Re- gierungsgebäud« in Curigo und der Union-Klub zerstört wurden. Eine genaue Zahl der Opfer könne er nicht angeben, glaube aber, daß das Erdbeben ebenso heftig gewesen fei, wie das im Jahre 1806, bei dem 1500 Personen getötet wurden. Auf diese Annahme gehen offenbar die Berichte zurück, die bereits in bestimmter Form von 1500 Toten sprachen. Weitere Berichte aus Sgnfiago besagen, daß die Stadt Talca, dir etwa 38 000 Einwohner zählt, vollkommen zerstört ist. Nur rin einziges Se- Rinde blieb verschont. Präsident Ivanez hat sich nach dem Bezirk Talca begeben, um persönlich das Hilfswerk zu leiten. Das chilenisch^ Kriegsmini- »erium veröffentlicht ein Telegramm des Obersten Quevedo aus »aka, das lautet „Erdbeben um 12 Uhr 07 Minuten erreichte zu lassen. Allerdings wird eine geraume Zeit vergehen müssen, ehe die Hüttenindustrie wieder im vollen Umfange arbeiten kann, da für die Wiederinbetriebsetznng der abge- dämpften Hochöfen einige Zeit erforderlich ist. Unabhängig von der Wiederaufnahme der Arbeit in den Betrieben geht die Vermittlungsaktion Severings. Auch der Deutsche Metallarbeiterverband stimmt der Ber- mittlungsaktion Severings z«. Essen, 3. Dez. Auch der Deutsche Metallarbeiterverband hat mit Stimmenmehrheit der Bestellung Severings als Schlichter im Eisenkonflikt zugestimmt. Der Christliche Metallarbeiterverband für die Severing- Bermittlnng. Esse«, 3. Dez. In der großen Delegiertenkonferenz des Christlichen Metallarbeiterverbandes der Sonntag nachmittag in Essen tagte, wurde gegen Abend nahezu einstimmig der Beschluß gefaßt, den Vorschlag der Reichsregierung zur Beilegung des Konfliktes in der Elsenindustrie anzunehmen und einer Vermittlungsaktion Severings ohne Vorbehalte zuzustimmeu. Die Beratungen d»r großen Delegiertenkonferenz des Deutschen Metallarbeiterverbandcs, der am Sonn/ta« ch- mittag ebenfalls in Essen tagte, dauern zur Zeit ne an. A. J Vorstandskreisen des D.M.V. verlautet jebo daß für eine Zustimmung zur Beilegung des Konflikte- mrke Stimmung vorhanden ist. Es ist demnach zu erwarten, daß in kürzester Zeit der Arbeitsfrieden in den Werken der Gruppe Nordwest wiederhergestellt ist Der Gewerkverein Deutscher Metallarbeiter A. D. zur Bermittlungsaktion der Reichsregierung. Esse«, 3. Dez. Die am Sonntag in Essen abgehaltene stark stark besuchte Konferenz des Gewerkvereins deutscher Metallarbeiter A. D. bevollmächtigte den Hauptvorstand, in der Vermittlungsaktton der Reichsregierung alle erforderlichen Maßnahmen zu treffen. Außerdem wird festgestellt, daß die Behauptung, der Gewerkverein deutscher Metall- arbeiter habe bereits in den Verhandlungen mit der Regierung bedingungslos zngestimmt, unwahr sei. Die Vertreter des Gewerkvereins Hütten lediglich zugestimmt, daß weitere Verhandlungen des Hanptvorstandes in Berlin getätigt werden sollten, um der Absicht der Regierung Rechnung zu tragen, in dieser Konferenz gegebenenfalls weiter« Aufklärung zu geben. bedeutende Ausmaße. Zahlreiche Tote und Verletzte. Viele öffentliche und private Gebäude müssen wegen drohenden Zusammensturzes sofort eingerissen werden. Fachpersonal für diese Zwecke und Aufräumungsarbeiten zur Freimachung der Toten benötigt." Auch die Stadt Santa Cruz ist zerstört. Der Schaden auf dem Lande ist noch unübersehbar, da die Brücken und Straßen zerstört sind und der Verkehr dadurch behindert ist. Das Arbeiterlager des Deniente-Bergwcrks, einer amerikanischen Kupfergesellschaft, ist durch die Massermasscn eines Reservoirs vernichtet worden, die infolge eines Dammbruches talabwärts fluteten und Brücken und Häuser mitrissen. Die Zahl der Toten in diesem Tal wird aus 50 geschätzt. Weitere durch Flieger und einen improvisierten Funkdienst eingehende Berichte melden, daß die Erdstöße in Talca fortdauern, wo noch zwölf Stunden nach dem Beginn des Erdbebens Gebäude durch Erdstöße zum Einsturz gebracht worden sind. Poineare und Elsaß-Lothringen Paris, 1 . Dez. Die Kammer wird am nächsten Mittwoch voraussichtlich mit der Diskussion über das Budget für Elsaß- Lothringen beginnen. Man erwartet, daß Poincare. der sich bekanntlich neben der Leitung der Repamtionsverhandlungen nur noch die «lsaß-lothring,scheu Angelegenheiten oorbehaltm hat, bei dieser Gelegenheit eine wichfige politische Rede halten wird. Bor allem wird sich, Poincare dabei mit der künftigen Politik der Regierung gegenüber der autonomistischen Bewegung zu befassen haben, die, wie man in Paris befürchten zu müssen glaubt, in der nächsten Zeit wieder stärker aufflammen wird. Gelegenheit dazu bieten nicht nur die Nachwahlen für Ricklin und Rosse, sondern auch die Wiederaufnahme des Kolmarer Autonomisten- prozeffes nach der Verhandlung des im Abwesenheitsverfahren verurteilten Dr. Roos. Wie nun der Gaulois mitzuteilen weiß, wird Poincare am nächsten Mittwoch ein Sondergesetz gegen alle revolutionären und separatistischen. Umtriebe in Fmnkreich, den Kolonien und Mandatsgebieten ankündigen. Das Gesetz soll allerdings erst in der nächsten Sitzungsperiode im Januar 1928 eingebracht werden. Die Berichterstatter dafür seien schon ernannt; es feien die Abgeordneten Hesse und Mallarme. Sympathiekundgebung der Saürindustriellen Saarbrücken» 2 . Dez. Unter dem Eindruck des nordwestdeutschen Eisenkonflikts stand die Hauptversammlung des Vereins zur Wahrung der wirtschaftlichen Interessen iw Saargebtet und des Arbeitgeberverbandes der Industrie. Sowohl in der Eröffnungsansprache des Vorsitzenden Dr. von Vopelius. als auch in dem Geschäftsbericht von Bergrat Tessmar kam neben der entschieden betonten Zusam. mengehörigkett von Saarwirtschaft und Reichswirtschaft di« Solidarität mit de» Ruhrinüustriellen zum Ausdruck. Hut. tenbesier von Vopelius erklärte u. a.: Wir können den Unternehmern, die in dem Kampf stehen, die Sympathie nicht versagen, denn der Kampf wird nicht geführt um klein« Dinge, sondern um die Sicherstellung des deutschen Preisniveaus und der deutschen Wirtschaftskraft. Es handelt sich nicht um einen Kampf für die Wirtschaftsinteressen eine, gewissen Jndustriegruppe, sondern um einen Kampf, de, notwendig erschien, die Erzeugnisse des Arbeitsfleitzes nutz, bringend verwenden zu können und^die Konjunkturkrafl Deutschlands zu erhalten. Mit einer Steigerung des nominellen Lohnes ist noch keine Steigerung des Kegflohnet verbunden, da die Lebenshaltungskosten zwangsläuftg mit? steigen. Die falsche Behauptung, daß ein höheres Einkom- men der breiten Masse die Lebenshaltungsverbesserung sei, bedeutet eine bewußte Irreführung des deutschen Volkes. Wir wissen auch, daß die Verhältnisse im Saargebiet mit denen des Reiches parallel lausen und darum scheint es nicht znviel gesagt, wenn ich betone, daß der Ausgang der Wtrtschaftsnotwehr am Niedcrrheia und Westfalen von großer Bedeutung auch für uns ist. Der Redner behandelte dann noch die Reformbebürftigkeit des Schlichtungswesens. — Sodann sprach Dr. Niebuhr vom Verein deutscher Stahl- industrieller-Berlin über das Thema „Englisches Schlich, tungswcsen". Die Ausführungen gipfelten in einem Ver-. gleich zwisechn deutschen und englischen Zuständen. ^ , Das Saargebiet deutsch.? Ein« Kundegbung der Saarbrücker Etrdtparlaments. Saarbrücken, 29. Nov. Bor Eintritt in die Tagesordnung der Stadtverordnetenversammlung verlas der hiesige Oberbürgermeister Dr. Neikes folgende Kundgebung, die von allen Parteien des Etadtparlamentes (mit Ausnahme der unentwegten Kommunisten) unter großem Beifall einmütig beschlossen worden war: Bor zehn Jahren, am 22. und 23. November 1918, wurde die Stadt Saarbrücken von französischen Truppen besetzt .Seit dieser Zeit ist die Stadt aus ihrer tausendjährigen Zugehörigkeit zum Deutschen Reich und aus ihrer hundertjährigen Verbindung mit dem preußischen Staat herausgerissen. Gemäß dem Versailler Vertrag kann diese Abtrennung vom Mutterland« die ohne Befragung und gegen den Willen der Bevölkerung stattgefunden hat, noch bis 1935 andauern. Die gewählten Vertreter der Bürgerschaft bekräftigen die Stadtverordneten von Saarbrücken die von jeher von der Bevölkerung vertretene Meinung, die durch die Erfahrungen der zehnjährigen Abtrennung nur bestätigt worden ist, daß die Aufrechterhaltung eines politisch und wirtschaftlich autonomen Eaarge- bietes infolge der organischen Zugehörigkeit der Saarwirtschafi zur deutschen Wirtschaft undurchführbar ist. Auch würde dieser Zustand dem politischen Willen der Bevölkerung und ihrem Selbstbestimmungsrecht, in dessen Ausübung sie die schleunige Zurück- sührung zu Deutschland verlangt, widersprechen und in Europa dauernd einen Herd politischer Kämpfe und Streitigkeiten bestehen lassen. Dir Stadt Saarbrücken ist nach ihrer geschichtlichen Entwicklung wie nach dem einheitlichen Willen ihrer ortsansässigen Bevölkerung eine rein deutsch? Stadt. Deshalb hat die Bevölkerung der Stadt nur den einen Wunsch, sobald als möglich wieder mit dem Deutschen Reiche und dem preußischen Staate, und zwar ohne Vorbehalt und ohne jede Beschränkung, vereinigt zu werden. Don der Presse aller Länder erwartet die Bevölkerung der Stadt Saarbrücken eine offene und starke Untersttitzung ihres Strebens nach Wiedervereinigung mit dem Mutterlande. Dom französischen Dolke erwartet sie, daß es zu einer friedlichen Verständigung mit dem Deutschen Reiche über die Saarfrage die Hand bietet. Sie erwartet weiter von dem Gerechtigkeitssinn der im Völkerbund vertretenen Nationen, daß sie zur Vermeidung eines nutzlosen politischen und wirtschaftlichen Kampfes um das Saargebiet für eine schleunige Lösung der Saarfrage im Siyne des Willens der Bevölkerung eintreten werden. Die Vorbereitungen für Lugano beendet Genf, 1. Dez. Die Verlegung der Tezembertagung de- Völkerbunösrates nach Lugano wird nunmehr vom Sekretariat des Völkerbundes amtlich bekanntgegeben, nachdem sämtliche Mitglieder des Völkerbundsrates auf die Anfrage des Generalsekretärs ihre Zustimmung zu der Verlegung erteilt haben. Genf, 3. Dez. Hier liegen nunmehr Mitteilungen vor, nach denen mit der Teilnahme Chamberlains, Brianös und Dr. Stresemanns an der am 10. Dezember beginnenden Tagung des Völkerbundsrates in Lugano gerechnet werden kann. Den Vorsitz auf dieser Tagung führt der französische Außenminister Briand. Tie Vorbereitungen für die Abhaltung der Tagung in Lugano sind nunmehr bereits als beendet anznsehen. Tie Sitzungen des Rates werden im Casino-Kursaal stattfinden. In der nebenan gelegene» Villa Cianj sind die Büros des Sekretariats sowie die telegraphischen und telephonischen Vorrichtungen für die internationale Presse untergebracht worden, mit deren starker Beteiligung stier gerechnet wird. Vom Völkerbundssekretariat werden sich rund 100 Beamte nach Lugano begeben. Sämtliche Abteilungen senden diejenigen Beamten, die für die einzelnen im Rat zur Verhandlung gelangenden Fragen zuständig sind. Die deutsche Delegation nimmmt im Grand- Palast-Hotel Wohnung. Die Antworten der 13 Ratsmitglieder auf die Initiative Dr. Stresemanns zur Verlegung der Ratstagung nach Lugano werden vom Sekretariat des Völkerbundes nicht veröffentlicht, sollen jedoch, wie verlautet, grötztente'ls in äußerst freundschaftlichem Tone gehalten sein. Sämtliche befragten Ratsmitglieder haben ausnahmslols ihre Zustimmung zu der Verlegung nach Lugano erteilt. Die Genfer Presse sucht naturgemäß mit, alle» Mitteln Genf für die Zukunft als ständigen Sitz der Tagung des Völkerbundsrates zu erhalten und hebt in Kommentaren hervor, daß es sich bet der diesmaligen Verlegung ausschließlich um einen einmaligen Beschluß des Rates handele, der in keiner Weife einen Präzedenzfall für die Zukunft schaffen könne. Ein schreckliches Erdbeben in Chile. Schwere Verwüstungen. — Mehrere Städte zerstört. — Die Johl der Loten ungewiß Nr. 283. Jahrgang 1928. Der Laudbote ♦ StnsheUoer Jet tu»,. Montag, den 3. Dezember 1928. 267 Millionen neue Reichöbahnbelaslung! Was die Vläne Seveeings rosten würden. Es ist an dieser Stelle schon auf das Verantwortungslose hin- gemiesen worden, das darin liegt, durch Einführung der 48- Etundenzeit die Unkosten der bereits scharf angespannten Reichsbahn nach oben zu schrauben und im übrigen abzuwarten, was dann wohl kommen möge. Wie katastrophal sich für die Reichsbahn die Pläne Severings auswirken würden, zeigt folgende Darstellung, die uns von sachkundiger Stelle zugehl: Die heutige Arbeitszeit bei der Reichsbahn im Betriebsdienst im Berkehrsdienst und in den Betriebswerken einschließlich der Ausbesserungsstellen schwankt zwischen 57 und 48 Stunden durchschnittlich in der Woche. Durch eine Herabsetzung der Arbeitszeit auf allgemein 48 Stunden wird mehr Personal bei der Reichsbahn erforderlich Das vorhandene Personal ist nach dem vollzogenen Abbau und nach jahrelanger Rationalisierung des Betriebs- und Berwaltungsdienstes im allgemeinen voll ausgenutzt. Deshalb ist eine Personalvermehrung bei Einführung der 48- Etundenwoche zur Bewältigung der gleichen Arbeit wie bisher unumgänglich notwendig. Wieviel Personal müßte neu eingestellt werden? 2m Betrieb und Verkehr sowie in den Betriebswerkstättcn würden im Jahre rund 145,6 Mill. Arbeitsstunden ausfallen. Das ergibt einen Mehrbedarf von 58 600 Köpfen. 2m Bahnunter- haitungsdienst beträgt der jährliche Ausfall etwa 20,37 Milk. Arbeitsstunden, so daß es nötig wird, das Personal um 8161 Köpfe zu vermehren. 2n den Ausbesserungswerkstätten fallen jährlich ctiva 12,2 Arbeitsstunden aus, sodaß der Mehrbedarf an Arbeitern 4875 Köpfe beträgt. Zu dieser Zahl treten etwa noch 6 Prozent Beamte, so daß es nötig wird, an Beamten 293 Köpfe mehr einzustellen. 2m Verwaltungsdienst ist es schätzungsweise nötig, das Gesamtpersonal auf 150 Köpfe zu vermehren. Die 48-Etundenwoche würde also «ine Vermehrung des Ge- samtprrsonals der Reichsbahn um 72 079 Köpfe notwendig machen. Die finanziellen Folgen dieser Personalvermehrung würden folgende sein: 2m Betriebs- und Verhetz rsdienst einschließ»' lich Betriebswerkstätten kommen auf drei Beamte zwei Arbeiter. Es entfallen also von den einzustellenden 58 600 Köpfen auf Beamte : 35 160 (bei durchschnittlich 4620 RM. Kopfsatz) — 162,44 Mill. Mark. (Der Kopfsatz für Beamte beläuft sich nach dem Voranschlag für 1929 auf 3875 RM.; da aber vorwiegend Beamte der unteren Gruppen in Frage kommen, ist mit einem Durchi- schnittssatz von nur 3300 Mark gerechnet: hierzu müssen 40 Prozent sonstige persönliche Ausgaben für Unterstützungen, Entschädigungen für Fahrdienst. Pensionsanschlag, usw. hinzugeschla- tzen , werden, sodaß sich, die vorgenannte Zahl non 4620 RM. er< gibt.) Es entfallen von den einzustellenden 58 600 Köpfen auf Arbeiter: 23 440 (bei einem durchschnittlichen Kopflohnsatz von 2866 RM.) = 67,18 Mill. Mark. (Der Kopflohnsatz von 2866 RM- stellt das Durchschnittseinkommen eines Betriebsarbeiters nach dem Voranschlag für 1929 dar mit: 2429 RM. Lohn plus 18 Prozent soziale Lasten = 2866 Mark.) 2n der Bahnunterhaltung sind mehr einzustellen 8161 Arbeiter (bei einem durchschnittlichen Kopflohnsatz von 2110 RM- plus 18 Prozent soziale Zuschläge 2490 RM. pro Kopf), oder eine Mehrbelastung von 20,32 Mill. RM. 2n den Ausbesserungswerken sind mehr einzustellen 4875 Arbeiter (bei einem durchschnittlichen Kopflohnsatz von' 2650 RMs plus 18 Prozent soziale Lasten x 3127 RM. pro Kopf), oder eine Mehrbelastung von 15,24 Mill. RM. Dazu kommen 293 Beamte (bei einem Durchschnittsbesoldungssatz von 3875 RM plus 40 Prozent persönliche Berwaltungszuschläge = 5425 RM. pro Kopf), oder eine Mehrausgabe von 1,59 Mill. RM. Für die im Verwaltungsdienst mehr einzustellendcn 150 Beamten beträgt die Mehrausgabe 0,5 Mill. RM. Bei Einführung der 48-Stundenwoche würde also für die neu einzustcllenden 72 079 Köpfe bei der Reichsbahn eine Mehrbelastung von 267,27 Mill. RM. für persönliche Ausgabe» entstehen. Zu diesen persönlichen Ausgaben treten nicht unbedeutende fachliche Mehrausgaben, die durch die Vermehrung des Personals bedingt sind. Es handelt sich hierbei insbesondere um Beschaffung und Vorhaltung maschineller Anlagen, Geräte und Stofflagep, Neubauten von Wohnungen, Aufenthaltsräumen usw., Einstellung neuer Lokomotiven. Di« hierdurch entstehenden Mehrausgaben gehen ebenfalls hoch in die Millionen. Bei der Berechnung der persönlichen Ausgaben ist zugunsten der Verwaltung vorausgesetzt, daß bei jeder neueingestellten Arbeitskraft auch wirklich eine volle Ausnutzung nttt acht arbeits- stunden erzielt, daß also stets auf acht Stunden ein Kopf entfällt. 2n Wirklichkeit würde sich aber eine 100 prozentige Der Kuß CSlttt humoristische Schubert-Novelle Von Matthäus ^erster 3n der Frühe eines Augustmorgens trabte« aus der staubigen Straße von Wien nach Döbling drei Reiter. Ein leichter frischer Morgenwind umspielte die langen Mähnen ihrer Apfelschimmel, die munter ausgriffen und ihre Herren anmutig in Pen Sätteln wiegten. Die vor- deren Reiter, der Maler Schwind und Freiherr von Schönstein, trugen hellrote Fräcke und weiße Hosen, die in gelben Stulpenstiefeln steckten. Der Reitknecht, der ihnen folgte, war in eine dunkelblaue, filberbetreßte Livree gekleidet. Freiherr von Schönstein wies mit der rechten Hand über das in der Morgenbrise wogende Eoldmeer der Frucht gegen Sonnenaufgang und sagte: „Sehen Sie, Schwind, dies Schauspiel ist auch für einen, der nicht Maler ist, ein paar Stunden Morgenruhe wert, die man ihm opfern mutz." Schwind aber nickte nur mit dem Kopf und sah mit seinen großen märchentiefen Augen in das weite Land hinein, das sich vor seiner schönheitstrunkenen Seele ausbreitete. Man hörte nur das Klappern der Pferdehufe. In einem Acker standen ein Mann und eine Frau tief zur Erde gebückt. Das Rot und Gelb ihrer Gewänder leuchtete hell im satten Braungelb der reifen Frucht, und 'man sah, hörte man es gleich nicht, wie ihre Sicheln zischend in die hohen Halme bissen. Da klang Wagenrasseln und lustiges Bimmeln von Glöckchen hinter den Reitern her. Sie hielten an und sahen sich erstaunt um. Die stolze, zackige Silhouette der Kaiserstadt mit ihren Kirchen und Türmen, die alle der Stephansdom wie ein Herrscher überragte, zeichnete stch scharf und dunkel gegen den morgenroten Himmels ab. (Auf der Straße wälzten fich ein paar Staubwolken näher. ! „Mir scheint," sagte Schwind lächelnd, „es gibt noch mehr Frühaufsteher!" „Ausflügler, die eine Landpartie machen?" meint« (der Baron zweifelnd. „Wir wollen sehen, wer es ist." i Die Wagen kamen näher. Mädchenlachen ickwirrte wie Ausnutzung des neu einzustellenden Personals bei weitem nickst erreichen lassen. B«i der Eigenart des vom Fahrplan abhängigen Betriebsdienstes wird vielmehr nicht zu vermeiden fein, daß auch auf weniger als acht Stunden Arbeitszeit ein voller Kopf notwendig wird und damit die volle Ausnutzung nickst erreicht wird. Bemerkt sei übrigens, daß es sich bei der Berechnung nicht um den sogenannten schemattschen Achtstundentag mit Achtstundenschicht und 16 Stunden Ruhezeit täglich handelt: eine solche Dienstregelung würde bei der Reichsbahn noch ganz andere Auswirkungen haben und eine ungleich höhere, ein vielfaches der jetzigen Mehrbelastung darstellende Ausgabe nach sich ziehen. Sevtscher Reichstag Aussprach« über die Reform der Fraueugesetze. Berlin, 3. Dezember. In der Samstagssitzung deS Reichstages, die um 1 Uhr eröffnet wurde, wurde die Aussprach e über die Anträge der Sozialdemokraten, Demo- kralen und Kommunisten zur Reform der Ehescheidung, über die Rechtsstellung der Frau und des außerehelichen Kindes sortgesetzt. Abg. Ehlermann (Dem.) wies darauf hin, daß die Notwendigkeit einer Reform der Ehescheidung von fast allen Parteien anerkannt werde. Gerade aus Gründen der Sittlichkeit, der Menschlichkeit und des Ansehens der Ehe im Volke sowie aus Gründen des Staatswohls sei eine Verbesserung des Ehescheidungsrechtes notwendig. An Stelle des Verschulüungsprinzips müsse das Prinzip der objektiven Zerrüttung der Ehe gesetzt werden. Ernsthaft müsse man auch die Frage prüfen, ob nicht bei beiderseitigem Einverständnis ohne gerichtliche Feststellung der Zerrüt- tung mit ihrem peinlichen Eindringen in die intimste» menschlichen Beziehungen eine Scheidung ermöglicht werden soll. Scharfe Kautelen müßten allerdings zum Schutze von Mutter und Kind geschaffen werden. Der Redner erinnert zum Schluß an das Elend und die Verzweiflung, die das heutige Scheidungsrccht vielfach verschuldet habe. Die Re- fvrmwünsche seien deshalb aus tiefster Gewissensnot geboren. Abg. Hanemann (Dnat.) erinnert an die früheren Verhandlungen über die Reformanträge. Unter den Linksregierungen seien die Anträge nicht erledigt worden, aber der Rechtsregierung habe man sie als Morgengabe serviert mit dem Verlangen der sofortigen Erledigung. Die jetzt vom Reichsrat vorgesehene Aenderung des Rechts der unehelichen Kinder baue sich auf dem Verschuldungsprinzip auf, während man die Verwandtschaft zur Grundlage machen S ollte. Der Redner beantragt, alle vorliegeude« Anträge em Rcchtsausschuß zu überweisen. Man könne gespannt darauf sein, wie sich die jetzige Regierungskoalition bei den in ihr vorhandene» weltanschaulichen Gegensätzen mit der vorliegenden Materie abfinden werde. Abg. Frau Weber (Ztr.) erkannte an, daß die jetzige Rechtsstellung der Frau viele Härten und Ungerechtigkeiten enthalte. In der Frage des Ehescheidungsrechts sei für das Zentrum nicht der Gesichtspunkt des katholischen Dogmas entscheidend, sondern die Erkenntnis, daß die Grundlage des Staates in der Familie und Einehe liege. Die angeregte Reform werde zu einer Steigerung der Ehescheidungen führen und einen Schritt von der Einehe zur Kameradschaftsehe bedeuten. Eine solche Reform würde zu Lasten der Frauen und Kinder gehen. Die Anträge seien geboren aus den niedrigen Verhältnissen der Großstadt. Diese Ver- hältniffe dürften aber nicht für die kulturelle Gesetzgebung bestimmend sein Das Zentrum lehne die beantragte Reform ab. Abg. Frau Dr L ü b e r s (Dem.) wies darauf hin, daß jich die Anhänger der Ehescheidungsreform von der sittlichen Verpflichtung leiten ließen, durch bas Recht den erschütternden Tatsachen des Lebens Rechnung zu tragen. Die Reünerin forderte, daß die Ehefrau zu einer eigenen Rechtspersönlichkeit werde und die damit verbundenen Pflichten trage. Die Frau müffe endlich volle Gleichberechtigung erhalten. Abg. Dr. I ö r i s s e n (Wirtsch.P.) erklärte, die gewünschte Ehescheidnngsreform würde nicht der Hebung »o« Moral «nd Sitte diene«. Die Reform müsse stch auf die Verbesterung des Verfahrens beschränken. Abg. Dr. Emmtnger (BVP.) unterstützte alle Be- etn weißer Tauvenjchwarm über die taudedeckten Felder, in denen es rot, blau, grün und golden glitzerte und funkelte. Schon konnte man die Wagen unterscheiden; drei mit grünem Laubgewinde behängen« offene Jagdwagen, in denen Kopf an Kopf junge Mädchen saßen, die stch wi« Fledermäuse in ihre grauen Mäntel gewickelt hatten. Rm die Köpfchen mit großen, blumen- und bändergeschmückten breitrandigen Hüten sahen hervor. Einen Augenblick verstummte das Gelächter der Mäd- chen. Sie steckten die Köpfe zusammen und schienen z« raten, wer die Reiter waren. Dann hoben sich im vordersten Wagen ein Dutzend zierlicher Händchen und winkten den neben der Straße haltenden Reitern zu, und „Cherubin! Cherubin!" rief es ihnen entgegen. Cherubin, das war Schwinds Spitzname bei den Freunden, die seine Schwäche für schöne Frauen und Mädchen kannten. „Wahrhaftig, die Schwestern Fröhlich!" sagte diese, erstaunt und trieb seinen Schimmel mit einem Satz aus die Straße, daß der vorderste Fuhrmann fluchend di« Zügel anzog. Der Freiherr folgte dem Freund. „Hallo!" rief Schwind den Mädchen zu. „Ihr müßt Wegzoll zahlen, pro Kopf einen Gulden oder einen Kuß/ Gelächter und Kichern war die Antwort. Eine Mädchengestalt richtete stch auf und drohte mit der Faust. „Wollt's Platz machen, ihr Hallodri!" rief Anna Fröhlich. „Das könnt' dem Schlankerl von Cherubin gefallen, anderthalb Dutzend schöne Maderln abzuküffen. Wird aber nichts draus. Was tut's denn ihr heraußest?" Die Reiter kamen lachend an den Wagen heran und grüßten. „Wir schlagen,die Schnecken auf die Schwänze, wenn sie uns nicht aus dem Wege gehen, und wundern uns, daß schöne Mädchen so früh aufstehen," antwortete Schwind übermütig. „9t«, wenn ihr nichts Gescheiteres vorhabt, könnt ih, ja mit uns fahren," entgegnete Anna. „Rach Döbling, zur Eosmar, der wir ein Eeburtstagsständchen bringen." „Zur Eosmar?" fragte der Freiherr erstaunt. -fragen macht dumm!" antwortete Anna burschikos. „Gebt eure Röster da dem Knecht und steigt zu uns herein. Cheruben darf, wenn er artig ist, zu mir. Der Herr Ba- rou soll zur Pepi. Dort ist auch die Komteß Efterbarv. di« strebungen, die Stellung der Frau bet Ehen mit Ausländern oder Staatenlosen zu verbessern. Auch eine Reform des ehelichen Güterrechts hielt er für notwendig. Eine Aenderung des Ehescheidungsrechts würde der Frau niemals zum Heile gereichen. Gewisse Formen der Hysterie oder Geisteskrankheit könne man als Scheidungsgrunb anerkennen. Bei Einführung der objektiven Zerrüttung als Tchei- dnngsgruud würde in solchem Falle die unschuldige Frau die Leidtragende sein. Abg. Frau Neu haus (Ztr.) hielt eine Reform der Rechtsstellung des unehelichen Kindes für notwendig. Die Geborgenheit des ehelichen Kindes in der Familie könne allerdings durch nichts ersetzt werden. Abg. Dr. Wendhausen (Christi.,nat. Bauernp.) lehnte jede Erleichterung der Ehescheidung ab, da sie eine Erschütterung der Familie zur Folge haben könnte. Sämtliche Anträge wurden darauf dem Rcchtsausschuß überwiesen. Das Haus vertagte sich auf Montag 8 Uhr. Auf der Tagesordnung stehen Interpellationen und über hundert Anträge aller Parteien über die Notlage der Landwirtschaft. Schluß gegen 3 Uhr. Unterschlagungen beim Nürnberger Arbeitsamt. Ein Kassenfehlbctrag von 46 90« Mark. Das Nürnberger städtische Nachrichtcnamt teilt mit: Bei einer vom städtischen Revisionsamt vorgenommenen unmermuteten Prüf, «ng der Kassenführung für den öffentlichen Arbeitsnachweis wurden falsche Buchungen festgestellt, die einen Kassenfehlbetrag von 40 000 Mark ergaben. Die Verhaftung eines der Unterschlagungen verdächtigen Beamten wurde sofort veranlaßt. 2m Verhör hat der Verhaftete bereits zugestanden, di« falschen Buchungen vor- genommen zu haben, die Unterschlagung des Fehlbetrags jedoch bis jetzt geleugnet. Die Untersuchung wird fortgesetzt. Es wird vermutet, daß er sich des öfteren durch die von chm vorgenommenen Falschbuchungen höhere Beträge zur Auszahlung der Arbeitslosenunterstützung hat anweisen lassen. Andererseits liegt auch die Annahme nahe, daß der Verhaftete in seinen Kassenbüchern einen Fehler nicht finden konnte und deshalb dann die falschen Buchungen vorgenommen hat. Die genaue Untersuchung wird ergeben, ob dieser Betrag an anderer Stelle wieder zum Vorschein kommt, oder ob der Beamte ihn tatsächlich unterschlagen hat. Handwerk» Sozialpolitik und Steuer«. Kundgebung des Rcichsverbandcs des deutschen Handwerks. Berlin, 30. Nov. Der Reichsverband des deutschen Handwerks veranstaltete in Verbindung mit einer Tagung seines Großen Ausschusses am Freitag einen parlamentarischen Abend. Un. ter den zahlreichen Gästen sah Man u. a. Reichswirtschasts» minister Dr. Curtius und Reichsarbeitsminister Wiffell. Der Vorsitzende des Reichsverbandes, Derlien-Hannover. wies auf die Notwendigkeit einer besser«« Berücksichtigung handwerklicher Lebensinlerefsrn hin und gab der Hoffnung Ausdruck, daß die in der Regierungserklärung vom 3. 2uli d. 2. gegeben«/ Zusicherung nach größerer Beachtung des Artikels 164 der Reichsverfassung auch Erfüllung finden möge. Die Neuregelung der Reparationsverpflichtungen werde für kmge Zett hinaus die Richtlinien der deutschen Wirtschaftspolitik festlegen. Das Handwerk müsse fordern, daß auch Vertreter des gewerblichen Mittelstandes vor der Entscheidung der Sachverständigen zu Worte kämen. Generalsekretär Dr. Meusch-Hannover betonte, die Erwar- tungen, die das Handwerk an die Reichshandwerksordnung geknüpft habe, würden durch den dem Reichstag vorgelegten Entwurf eine» Handwerksnovelle zu einem erheblichen Teile nicht «r- fiillt. Gleichwohl bedeute die Novelle im Aufbau und der Stärkung der berufsständischen Organisation einen Fortschritt. Die Berufsvertretungen des Handwerks seien eMschlossen, mit den Berufsvertretungen von Zndustrie und Handel gemeinschaftlich im Wege der Verständigung von Fall zu Fall Grenzstreitigkeiten zu bereinigen. Was das Verhältnis zu den Arbeitnehmern anlange, so sei das Handwerk zur drrufsstündischen Gemeinschaftsarbeit mit den Arbeitnehmern bereit. Das bedeute aber nicht die Zustimmung zu einer paritätischen Umgestaltung der Handwerkskammern. Die Entscheidung über die künftige Gestattung der amtlichen Be- russvertretungen bleibe dem endgültigen Reichswirtschastrat Vorbehalten. Der Redner sprach die Erwartung aus, daß die Spitzpn- verbände der Unternehmer der Annahme des Gesetzentwurfs im Reichstag keine Schwierigkeiten entgegenbringen und der Reichs- tag die Handwerksnovelle möglichst bald verabschiede. Generalsekretär Hermann-Berlin, Mitglied des Reichsivirt. fchaftsrates, gab einen Bericht über die Stellungnahme des Reichsverbandes des deutschen Handwerks zu den wichttgsten gesetz- geberischen Vorlagen auf dem Gebiete der Sozialpolittk. Bo» ihrem hochgeborenen, gestrengen Herrn Vater heut durchgebrannt ist. Er kann sie ja nachher, wenn's nötig ist, vor seinem Zorne schützen. Aber rasch, wir müsten bald in Döbling sein." Lachend stiegen die Reiter ab, warfen die Zügel dem Knecht zu und kletterten in die Wagen, wo die Mädchen kichernd zusammenrückten. Schwind setzte sich neben Anna, und als der Wagen scharf anfuhr und der Ruck die Insassen ein wenig durcheinanderwarf, benützte er die Gelegenheit, seine Hand unter Annas linken Arm zu schieben. Sie schlug ihn scherzhaft mit der Rechten auf die Finger. „Cherubinerl, sei artig," sagte sie, und hob komisch warnend den Finger, „wir sind heut viel Susannerln!" Run wollte Schwind wissen, was die Gesellschaft in Döbling vorhabe. Anna Fröhlich erzählte, die Mademoiselle Eosmar fei ihre liebste Schülerin und habe heute, am elften AugM, dem Susannentag, ihren Namenstag. 9tnn fei vor vierzehn Tagen Grillparzer oorbeigekommen, um sich mit der Kathi wieder einmal auszuföhnen, wie es bei Liebesleuten herkömmlich fei. Sie habe Gelegenheit und Dichter beim Schopf gepackt und um ein Ramenstagfprücherl für die Freundin gebeten. ,„Ro ja/ meinte der Grillparzer, .wenn mir was einfallt!- ,Was einfallt?- sag' ich. ,Ro schauen's halt, daß Ihnen was einfallt. Einem Dichter mutz immer was einfallen. Wozu hält' er sonst sein Metier gelernt?" Der ganze Wagen lachte über Annas resolute Art. Schwind sah vergnügt die hübschen Mädchengefichter und wünschte fich einen Augenblick die vielen Lippenpaare zu einem einzigen verschmolzen, das er mit Lust geküßt hätte. Doch wäre er nicht abgeneigt gewesen, die Prozedur auch sn verlängerter Weise an allen vorzunehmen. „$et Franzi", fuhr Anna fort, „hat gelacht und oer- sprachen, er wolle seinen Pegasus satteln und was Ordentliches machen. Rach ein paar Tagen kam er wieder und brachte mir das Gedicht. Wart', wo Hab' ich's denn?" Sie kramte in der Tasche herum und kehrte das Unterste zu oberst. Rr. 283. Jahrgang 1928. lebenswichtigem Interesse für das Handwerk sei in erster Lime der Entwurf eines Arbeitsschutzgesetzes. D« Regienmgsentumrf »erde vom deutschen Handwerk grundsätzlich abgelchnt. weil seine Bestimmungen viel zu sehe auf industrielle und großstädtische Verhältnisse abgestellt find. Das Handwerk müsse unter allen Umständen Svnderbestimmungen fordern. In absehbarer Zeit werde den Reichstag auch der Entwurf eines Berufsausbildungsge- jetzes beschäftigen. Bei diesem Gesetz müsse in erster Linie festgehalten werden an dem, was sich in jahrzehntelanger Arbeit im Handwerk und seinen Organisationen als lebensfähig erwiesen habe. Mit den übrigen Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft habe sich auch der Reichsvcrband des deutschen Handwerks für eine gründliche Reform des Schlichtungswesms eingesetzt. Das Handwerk gebe dem tariflichen Schlichtungswesen unbedingt den Borzug und empfehle dessen weiteren Ausbau. Die staatlichen Schlichtungsinstanzen müßten von Vorsitzenden geleitet werden, die das Vertrauen beider Parteien genießen. Me Errichtung einer zentralen Reichsfchiedsstelle erscheine als notwendig. Ein» Iwangs- bcwirtschaftung der Lohne im srithrigen Stile sei auf die Dauer für die deutsche Wirtschaft unerträglich. Die Stellung des Handwerks zu den stcuerpolitischen Fragen der Gegenwart behandelte unter dem Gesichtspunkt ihrer wirtschaftlichen Auswirkung Syndikus Scherer-Dortmund. Unter Bezugnahme auf die Einkommensteuernovelle vom 23. Juli d. 3s., die als verfehlt bezeichnet werden müsse, sei, wie der Redner u. a. ausführtz, zu verlangen, daß die den Lohnsteuerpflichtigen durch die Einkommensteuernovelle zuteil gewordene Steuersenkung «mH den einkommensteuerpflicht igm Gewerbetreibenden baldmöglichst zuerkannt werde. Die Möglichkeit einer Heraufsetzung der ehedem abgebauten Umsatzsteuer müsse als außerordentlich gering angesehen werden. Durch die nicht immer zu vermeidenden Kompromisse werde die Auswirkung der in Aussicht genommenen Steuererhöhung und Neubesteuerung noch erheblich abgeschwächt. Bon großer Bedeutung sei die Reform der bisher den Ländern überlassenen Real- einschließlich Hanszinssteurrgesetzgcbung. Fijr den Finanzausgleich habe die beabsichtigte Neuregelung von dem Grundsatz auszugehen, die finanziellen Lebensnotwendigkeitcn der öffentlichen Körperschaften mit der steuerlichen Leistungsfähigkeit der Bevölkerung in Einklang zu bringen. Der Steneroereia- heillichung könne das Handwerk nur unter der Voraussetzung zu- sttmmr», daß das Gesetz zu einer Senkung der Realsteuern führe. Das Handwerk wünsche eine grundlegende Aenderung des Lastenverhältnisses in der Gewerbesteuer mit der Maßgabe, daß durch den Ertrag höchstens 50 v. H. des Gesamtaufkommens aufgebracht werden dürfe. Hinsichtlich der Gebäudeentschuldungssteuer sei ein allmähliches Absenken der Steuerbelastung mit dem Ziele möglichst baldiger Beseitigung zu erstreben. Das Handwerk kämpfe letzten Endes auf steuerlichem Gebiet um seine Wettbewerbsfähigkeit gegenüber der Großwirtschaft. Letzte Telegramme in Kürze. Sleinwürse gegen Seipels Arbeitszimmer Wien, 8. Dez. In den Mittagsstunden des Samstags varf ein Arbeiter von der Rampe des Parlaments meb ere* u Üe Steine in die Arbeitszimmer des Bundeskanzlers, die Steine wurden mit derartiger Wucht geschleudert, daß ie Spiegelscheiben zertrümmerten und in den Vorraum des Zimmers des Bundeskanzlers fielen. Der Täter wurde vfort verhaftet und gab an, die Tat wegen Einziehung seiner krbeitslosenunterstützung begangen zu haben. Kritische Lage in Agram. Die Univerfität von Polizei belagert. Agram, 2. Dez. Die Universität auf dem König-Alexan- ber-Platz, in der sich etwa 800 Studenten befinden, wird von Polizei und Gendarmerie belagert. Die Studenten haben die Staatsfahne heruntergeriflen und eine Trauerfahne gehißt, die infolge der Sperre der Universität nicht etngeholt werden kann. Ebenso weht auf dem Gebäude der kroatischen - vauernpareti eine schwarze Fahne. Am Sonntagvormittag ist es wiederholt zu schweren Zusammenstößen gekommen, wobei ein zehnjähriger Knabe erschossen und ein Anhänger des Jugendverbandes schwer verletzt wurde. Der vor kwi» Palais der Serbischen Bank erschossene Mann ist ein junoer' Slowene namens Petritsch. DaK englische Volk beerbt eine Ozeaufliegerin. Lonbon» 1. Dez. Ueber das Vermögen von Fräulein Elise Mackay, die in diesem Jahre bet dem Versuch, den Atlantik im Flugzeug zu überqueren, ertrank ist nunmehr nach den Wünschen des Vaters verfügt worden. Der Schatzkanzler Churchill teilt mit, daß ihm eine Summe von etwa IW 2 Millionen Mark ausbezahlt worden sei. die Treuhändern z« übergeben ist mit der Bestimmung, sie 50 Jahre liegen und Zinsen ansammeln zu lassen. AlSdan soll der Gesamtbetrag zur Verminderung der englische», National- schulb verwandt werden. Zu Treuhändern sind ernannt worden der englische Schatzkanzler, der Gouverneur der Bank von England und de: Generalkontrolleur öeS Büros für die englische Nationalschuld. Zusammenstoß im Pariser Ostbahnhof. Paris, t. Dez. Kurz vor der Einfahrt in den Pariser Ostbahnhof fuhr der von Champigny kommende Arbeiter- z«g auf eine Rangiermaschine auf. Die Lokomotive, der Postwagen und zwei Wagen dritter Klaffe entgleisten und wnrden beschädigt. Zehn Reisende wurden leicht verletzt. Merkmstrdiges Flugzeugunglück. London» l. Dez. Bei einem Uebungsflug flog ein Militärflugzeug gegen das Haltetan eines Fesselballons. Das Ta« wurde zerschnitten, das Flugzeug stürzte ab. Pilot uud Veobachter waren sofort tot. Sechs Personen durch Einatmen von Gas getötet. London, 1. Dez. In Stockport kam Freitag eine Familie von sechs Köpfen infolge der Undichtigkeit der Hauptgas- znfuhrleitung des Hauses während der Nacht durch Gas- «rgistung ums Leben. Elf weitere Personen in den anschließenden Häusern zogen sich ebenfalls Gasvergifttrngen »«. Der Zustand einiger von ihnen ist lebensgefährlich Sthamer bei Chamberlai«. Berlin» 1. Dez. Wie Berliner Blätter aus London melde», besuchte der deutsche Botschafter Sthamer am Freitag »ormittag den nach mehrmonatiger Abwesenheit wieder aus seinen Posten zurückgekehrten Außenminister Chamberlatn Im Foreign Office. Im Anschluß daran sprach der Bot- Mafter auf dem brittschen Schatzamt vor. wo ebenfalls eine »ngere Unterredung stattfand. MW« Landtag Die Verhandlungen des HanshaltSansschnffes. Karlsruhe, 1 . Dez. Der Haushaltsausschuß befaßte sich am Freitag mit dem Gesetzesvorschlag der Regierung über die Aenderung deS Landtagswahlgesetzes. An der StaatSSkt EoxMwe * Stmchet»« jSetöwg. gerichtshof für das Deutsche Reich die Bestimmungen des Landtagswahlgesetzes vom 18. Oktober 1S27 in soweit für unzulässig erklärt hat, als die Wahlkreisvorschläge von mindestens 2 Prozent der Wahlberechtigten unterzeichnet sein müssen, schlägt die Regierung vor, nunmehr ganz allgemein die Unterschrift von 50 Wählern unter die Wahlvorschläge zu verlangen. Diesem Gesetzesvorschlag stimmten sämtliche Parteien zu. In Verbindung damit wurde von demokratischer Seite unter Zurückgreifen auf die ausführlichen Erörterungen bet Beratungen des Landtagswahlgesetzcs ein Antrag dahingehend gestellt, daß neben den Wahlkreisvorschlägen eine auf zwei Bewerber beschränkte Landesliste eingebracht werden kan», auf welcher aber Spitzenkandidaten der einzelnen Wahlkreise nicht genannt sein dürfen. Die Verrechnung der Stimmen soll in der Weise geschehen, daß von den im Lande gebliebenen Reststimmen zunächst die Landesliste bis zu 20 000 Stimmen ausgefüllt wird und dann erst die weitere Verteilung auf die Wahlkreise erfolgt. Der Minister erklärte zu diesem Vorschlag namens der Regierung, daß er zwar gewisse Schwierigkeiten des jetzigen Lanötagswahlrechtes nicht verkenne, trotzdem aber die Wiedereinführung einer wenn auch beschränkten Landesliste der Absicht des damaligen Gesetzgebers widerspreche. In der Aussprache wurde u. a. von dem Vertreter des Zentrums erklärt, daß seine Partei sämtliche Abänderungsanträge ablehne, aus den Gründen» die schon für die Haltung bet der früheren Beratung maßgebend waren. Die gleiche Erklärung wird von Seiten der Sozialdemokratie abgegeben. Die Deutsche Volkspartei läßt vortragen, daß sie Abänderungsanträge zum Landtagswahlgesetz jetzt nicht mehr eingebracht habe, weil die eingehenden Erörterungen über die von ihr damals gestellten Anträge ergeben hätten, daß das Zentrum und Sozialdemokratie darauf nicht ein- gehen wollten und deshalb hätte man erneute Anträge für zwecklos gehalten. Das ändere aber daran nichts, daß die in dem Landtagswahlgesetz enthaltenen Schwierigkeiten für die mittleren und kleineren Parteien nach wie vor. beständen. Von den Deutschnationalen wurden zwei Eventualanträge gestellt. Nach dem einen soll eine Landesliste zugelasse« werden, die aber erst Stimme» erhält, wenn die Wahlkreise, in denen 3500 Stimmen für die Partei abgegeben find, bis zu lg 000 aufgefüllt sind. Nach dem zweiten Eventualantrag sollen mehrere Wahlvorschläge benachbarter Kreise der gleichen Partei miteinander verbunden werden können. Bei der Abstimmung ergab sich für keinen der Anträge eine Mehrheit. Für den demokratischen Antrag stimmten, außerdem die Deutschnationalen und die Deutsche Bolkspartei mit 6 und dagegen das Zentrum und die Sozialdemokratie mit 11 Stimmen, den beiden Anträgen der Deutschnattonalen Partei stimmten die Deutschnationalen und die Deutsch« Volkspartei zu, die Demokraten enthielten sich der Stimme, die Sozialdemokraten und das Zentrum waren mit 11 Sttmmen dagegen. Aus Rah und Fern. 0 Sinsheim, 2. Dez. (Heine-Vortrag.) Ein kleiner, aber gewählter Kreis, folgte dem Vorträge von Fräulein Heumann, welche etwa 30 Gedichte aus Heines Buch der Lieder in ausdrucksvoller Weise sprach. Der kleine Zuhörerkreis dankte der Rednerin begeistert und es ist sehr zu bedauern, daß so viel« Heineverehrer diesen seltenen Genuß versäumten. 'CP Sinsheim, 1. Dez. (Straßensperre.) Die Kreisstraße Neidenstein-Epfenbach wird wegen Straßenbauarbeiten vom 5. bis 30. Dezember für den Fuhrverkehr polizeilich gesperrt. Ueber die Zeit der Sperre oerkehtt die Krastpost Sinsheim—Neiderr- stein—Reichattshausen von Neiderrstein über Eschelbronn nach Epfenbach und Reichartshausen mit Haltestelle in Epfenbach Bahnhof. Die Fahrzeiten werden nur unwesentlich geändett. * Sinsheim» 28. Nov. (Gebühren für Einreise-Bisa nach Frankreich.) Nach Mitteilung der fmnzösischen Konsulats-Agentur Ludwigshafen a. Rh., Wredestmße 7. werden am Donnerstag. 22. Nov. 1928, für die Erteilung von Reise-Bisa deutscher Staatsangehörigkeit nach Fmnkreich folgende Gebühren erhoben 8.40 Reichsmark für ein gewöhnliches Visum statt 10.50 RM., 0.84 Reichs-Mark für ein Transit-Visum ebzw. Visum zum Aufenthalt in Frankreich von 15 Tagen, statt 1.05 RM. Postspesen kommen besonders in Anrechnung. t Typingen, 1. Dez. (Ein Autobrand.) In der Nähe von Stebbach kam ein u. a. auch mit fünf Faß Benzin beladenes Lastauto der Firma Zorn, Bierbrauerei, hier, in Brand, wodurch das Auto vollkommen eingeäschert wurde. Die Stebbacher Feuerwehr bekämpfte nach Möglichkeit das Feuer, doch war nur der Anhänger noch zu retten. Ein Glück war es. daß der Brand außerhalb einer geschlossenen Ortschaft entstand. Der Feuerschein war weichin sichtbar. % Ep Rügen, 1. Dez. (Die Fleckviehzuchtgenossenschaft) hielt gestern nachmittag ihre Generalversammlung ab, die von Landrat Strack eröffnet wurde. Aus den Berichten ist zu entnehmen, daß der Kassenstand gegenwärtig 724 Mark beträgt; die Genossensehast 13 Ortsvereine mit 161 Mitgliedern und 352 eingetragenen Deren umfaßt. Dem Vorschlag, eine Verkaufs- und Kaufsvermittlungsstelle ins Leben zu rufen, wurde zugestimmt. Bon einer obligatorischen Einführung der Milchleistungsprüfung soll vorläufig noch abgesehen werden, doch ist andererseits ab 1. Januar das Tuberkulosetilgungsverfahren für alle Genossen obligatorisch Mit der Verteilung der Prämien für das Jahr 1928 erreiche die gut besuche Versammlung chr Ende. % Sulzfeld, 1. Dez. (Dom Arbeitsmarkt.) Me Zahl der Erwerbslosen beträgt gegenwättig etwa 70. Im Vergleich zum Vorjahr läßt sich feststellen, daß dies« Zahl weder eine Besserung noch Verfchecherung erkennen läßt. An der Erwerbslosigkeit ist in erster Linie das Lahmliegen der Steirnndustrie schuld, der es an Aufträgen mangelt. J Wiesloch 1. Dez. (30 jähriges Dienstjubiläum.) Auf 30 Dienstjahre beim Elektrizitätswerk der Licht- und Krastversorgung kann Herr Kaufmann Heinrich Müller heute zurückblicken. ** Mannheim. 1. Dez. (Selbstmord — Unfall.) Gestern nachmittag wurde im Jüngbnsch die 49 Jahre alte Ehefrau nues Maschinisten in der Küche ihrer Wohnung tot aufge- stlnden. Sie hatte den Gashahn geöffnet. Mißliche Ber- »altntffe können als Grund angenommen werden. — Gestern »ormittag verunglückte ein 28jähriger Schlosser aus Mun- »enheim i n einer chemischen Fabrik hier bei der Vornahm« »on Schweißarbeiten. Er erlitt erhebliche Brandwunde» am llnterletb und linken Oberschenkel. ** Kreubheim (bei Tauberbischofsheim). 30. Nov. (Ab- zestürzt.) Gestern früh stürzte beim Dreschen der Knecht >eS hiesigen Landwirts Markus KrauS so unglücklich in der Scheune ab. baß er sich lebensgefährliche Verletzungen zu- »og. Er wurde mit dem Sanitätsauto in die Klinik nach Würzburg verbracht. ** Pforzheim, 1. Dez. Wegen schweren Scheckfälschungen hatte sich vor dem Schöffengericht der noch nicht ganz 19 Jahre alte Kaufmann Erich Kurt Rayhle von hier zu verantworten. Er war bei einem Bijouteriegrosfisten in Stellung und hatte stch Scheckformulare zu verschaffen gewußt, die er ausfüllte, mit dem Firmenstempel versah und die Unterschrift der Firma fälschte. Er schädigte feinen Arbeit. Montag, den 3. Dezember 1928. geber um rund 1700 Mark. Das Gericht verurteilte ihn zu 5 Monaten 3 Wochen Gefängnis wegen in fortgesetzter Tat verübter erschwerier Privaturkundenfälschung in rechtlichem Zusammentreffen mit Betrug. Die Untersuchungshaft wurde in Anrechnung gebracht. Urlosfen. 29. Nov. Heute mittag kurz nach 12 Uhr erlitt Herr Oberlehrer Diemer einer leichten Schlaganfall. Er dürfte wohl auf längere Zeit dienstunfähig sein, so daß eine Hilfskraft für ihn nötig wird. Hoffentlich erholt e« sich wieder, daß er seiner Familie noch viele Jahre erhaltest bleibt. Hausach, 29. Nov. Schwer verwundet ist in der Nacht vom Mittwoch auf Donnerstag der Müller Severin Schmi- der, welcher in der hiesigen Stadtmühle beschäftigt ist. Bet Benützung des Aufzuges, um von dem Speicher in die zu ebener Erde liegende Mühle hinunterzufahren, brach a« ? dem Auszuge eine Gurte und Schmider sauste mit dem be- lodenen Aufzug in die Tiefe. Eine schwere Körperverletzung und noch innere Verletzungen sind dis Folgen dieses Unfalls, Wir wünschen diesem braven Familienvater und fleißigen Manne völlige Wiedergenesung. ** Nordrach (bei Offenburg), 1. Tez. sUnsall.s Der Holzfuhrmann Josef Braun verunglückte auf dem Berlade- platz seines Dienstherr» dadurch, daß ein Holzstamm ihr» ernen Fuß unterhalb des Knies abschlug. ** Freiburg, 1. Dez. (Baumschäden durch Schneefall.) Ter starke Schneefall hat in den Wäldern von St. Peter große» Schaden angerichtet. Besonders zahlreich sind die jungen Tannen unter der Schneelast zusammengebrochen. ** Sauldorf (bei Meßkirchs, 1. Dez. Von den Pferde» geschleift worden.) Einem in Sauldorf wohnenden Händler gingen zwischen Schwandorf und Boll die Pferde durch, so daß er eine längere Strecke geschleift wurde. Er erlitt neben einem schweren Schädelbruch mehrere Rippenbrüche und Lungenverletzungen. In lebensgefährlichem Zustand mußte er ins Meßkircher Krankenhaus verbracht werben. ** Singe«, 1. Dez. (Schwerer Unglücksfall.) Auf dem hiesigen Bahnhof wurde dem Zeitarbeiter Kinbler von Radolfzell, als er die Geleise überschritt, von einer ausfahrenden Lokomotive das rechte Bein unterhalb des KnieS abgefahren. Dem bedauernswerten Mann. Vater von 5 Kin- dern. mutzte sofort der Fuß abgenommen werben. „. . . Es lebe Freiburg!" Freiburg, 1. Dez. Bei dem von der „Freiburger Ztg." ausgeschriebenen Wettbewerb um die beste Komposition für rin der Stabt Freiburg gewidmetes Lied erhielt den ersten Preis die Komposition „Es lebe Freiburg!" von Chordlri- zevt Hans Schuhmacher-Elsfleth (Weser). Der 2. und ». Preis wurde Julius Rey-Danzig für zwei Kompositionen »»gesprochen. Der erste Preis wurde mit 500 RM.. der 2. mit 300 und der 3. mit 200 RM. dotiert. Raubversuch in einer Bankfiliale. Berlin, 1. Dez. Ein eigenartiger Raubanschlag wurde Leut« morgen bei der Filiale der Dresdner Bank in der Frankfurter Allee verübt. Kurz nach 9 Uhr erschien am Kassenschalter ein etwa 1,70 Meter großer Mann in mittlerem Alter, der Arbeiterkleidung trug, und legte dem Kassierer, ohne ein Wort zu sagen, einen Zettel y uf den Tisch. Auf diesem verlangte er sofott 8000 RM-, widrigenfalls er das Lokal „mit Handgranaten bearbeiten" werde. Der Kassierer erklärte dem Manne, daß er den Tresor erst aufmachen müsse und Nachsehen wolle, ob er so viel Geld da habe. Zum Schein begab er sich an den Tresor, ging aber darum herum und hinaus und suchte einen Schupo-Beamten Als er mit diesem zurückkehrte, waren schon andere Kunden gekommen. Dies hatte den Urheber des Anschlags anscheinend veranlaßt, zu verschwinden. Ob er wirklich Handgranaten bei sich gehabt hat, ist nicht geklärt. Einbruch durch die Schaufensterscheibe. Berlin, l. Dez. Heute nacht ist in das Pelzhaus Salbach, Unter den Linden, ein äußerst frecher Einbruchsdiebstahl verübt worden. Kurz nachdem der Wächter seinen regelmäßigen Rundgang absolviert hatte, wurde von den Einbrechern eine Schaufensterscheibe eingedrückt und durch das Stahlgitter, das sich hinter der Scheibe befand, einige kleinere Pelze hindurchgezogen. Me Räuber entkamen in einem Auto. Ihre Beute ist nur darum verhältnismäßig geringfügig, da in dem Geschäft nachts di« kost- baren Edelpelze im Schaufenster durch weniger wertvolle ersetzt werden. Die sofort ausgenommene Verfolgung blieb ohne Erfolg. Turnen, Sport und Spiel. Fußball-Ergebnisse aus Süddeutschland. Gruppe Wütttemberg: Sportfreunde Stuttgart — B.f.B. Stuttgatt 1:3. Germania Brötzingen — V.f.R. Heilbronn 3:0. Union Bückingen — 1. F.C. Birkenfeld 6 :1. Gruppe Nordbayern: A. S.B. Nürnberg — l. F.C. Bayreuth l:0. Bayern Hof — V.f.R. Fürth 1 :8. Gruppe Südbayern: Bayern München — 1860 München 1 :2. Jahn Regensburg — Wacker München 2 :2. Schwaben Ulm — Teutonia München 2:6. Gruppe Baden: Karlsruher F.V. — Sport-Klub Freiburg 7:0. Freiburger F.C. — F.V. Offenburg 2 :2. Rastattcr F.V. — Spiel-Bgg. Freiburg 3 :0. F.C. Villingen — Phönix Karlsruhe 1:0. Gruppe Main: Eintracht Frankfutt — F.S.B. Frankfutt 2 :4. Rot Weiß Frankfurt — Offenbacher Kickers 0:0. Viktoria Aschaffenburg — Union Niederrad 3 :6. Germania Bieber — Spiel-Vgg. 60/94 Hanau 5 :0. F.Vgg. 03 Fechenheim — F.C. Hanau 93 1:7. Gruppe Hessen: Sport.-Gem. Höchst — Alemannia Worms 3:4. Wormatia Worms — Spiel-Bgg. Arheiligen 8 :0. B. f.L. Neu-Ffenburg — F.C. Langen 2 : 2. CHaffia Bingen — F.S.B. 05 Mainz 0 :3. Gruppe Rhein: D.f.L. Neckarau — V.f.R. Mannheim 2 :2. S.B. Waldhof-Mannheim — Phönix Ludwigshafen 4 :1, F.E. Mundenheim — Pfalz Ludwigshafen 5:0. F-Gef. 03 Ludwigshafen — Mannheim 08 2:2. Gruppe Saar: 1. F.C. Fdar — F.V. Saarbrücken 1:3. S.B. 05 Saarbrücken — V.f.R. Pirmasens 2 :1. F.C. 02 Kreuznach — Borussia Neunkirchen 0 :2. Sportfreunde — Saar 05 Saarbrücken 0 :2. Krrisliga. Kreis Schwarzwald: F.C. Singen — V.f.R. Schwenningen 3:2. Et. Georgen — F.C. Konstanz 1:8, Die wichtigste« Sport-Ereigniffe. An dem Schwimmfest der Soriete de Nation in Straßburg nahmen deutsche Schwimmer in großer Zahl und mit Ersatz teil. Der Fußball-Städtekampf Hamburg — Kopenhagen sah die Dänen mit 3 :1 in Vorteil. , Der in Mailand ausgetragene Fußdall-Länderkampf Italien Nr. 283. Jahrgang 1928. D« Landbote ♦ SivsheW« 3eiftng. Montag, den 3. Dezember 1928. — Holland endete mit 3 :2 zugunsten Italiens. Die Oberste Deutsche Rennsportbehörde setzte die Renntermine für 1928 fest. Das Deutsche Derby findet danach am 30. Juni in Hamburg statt. Der Vorstand des Deutschen Fußballbundes genehmigte für das laufende Jahr 16 Lehrspiele gegen Berufsmannschaften. Davon entfallen neun auf Süddeutschland. Der deutsche Rugbymeister Heidelberger Ruderklub schlug gestern seinen Lokalrivalen, Heidelberger Rudergesellschaft. mit 6 :0 Punkten. Der deutsche Meister im Rückenschwimmen, Küppers, stellte einen neuen deutschen und europäischen Rekord im 200 Meter Rückenschwimmen auf. 2 Radio»Programm ^ für Montag, den 3. Dezember: Breslau. 20.45 Uhr: Klavierkonzert. Frankfurt. 13—14 Uhr: Mittagsständchen. 15.05 Uhr: Stunde der Jugend. 16.35—18.05 Uhr: Reue Operetten. 19 Uhr: Zauber >der Südsee. 19.30 Uhr: Komische Oper von Mozart.. (Losi fan tuti.) Anschl.: Schallplattenkonzert. Hamburg. 20 Uhr: Die vier Temperamente in Liebe. Köln u. Langenbrrg. 20 Uhr: Musik. 21 Uhr: Japan. Königsberg. 20.45 Uhr: Novellen um Kant. 22.30—24 Uhr: Tanzmusik aus Berlin. Leipzig. 21 Uhr: Kath. Kirchenmusik. 22.15 Uhr: Tanzmusik. München u. Kaiserslautern. 16.30 Uhr: Unterhaltungskonzert. 21.10 Uhr: Alte Kammermusik. Stuttgart. 10.30—11 Uhr: Schallplattenkonzert. 16.35 Uhr: Neue Operetten. (Frankfurt.) 20 Uhr: Konzert aus der Liederhall«'. Bareelona. 22.30 Uhr: Konzert. «ah»h^ftr.ss Radio-Häuser Heidelberg Medcrnpe «andsnnl-«ulamn-versaud simutcher Zai»ch«r«»U» «ach all»» Ort«». - Bertreterbesuch u. «orfKhrmrg auawMaWUt. K«»i».Lttma«. gtHtauM3rtti»ffiqi bd 3. Seil Sbckhck». Etratzensperre. Wegen Verbesserung des Kreiswegs Nr. 42 zwischen Neidenstein und Epfenbach wird der Weg für den Verkehr von Kraftfahrzeugen aller Att in der Zeit vom 5. bis 30.12. 1928 gesperrt. Umgehungsweg: Kreisweg 57 über Neidenstein— Eschelbronn—Epfenbach und umgekehrt. Zuwiderhandlungen werden gemäß § 121 P. Str. <5. B. mit Geld oder mit Haft bis zu >4 Tagen bestraft. Sinsheim, den 1. Dezember 1928. Badisches Bezirksamt. Nickelwaren in reicher Auswahl für jeden Zweck. E. SCHICK Gegründet 18 7 5 Sckcnk Reidiarclt=Praunen Jas macht ihr Freu Je! Weihnachten! Draußen herrschen Schnee und Kälte, aber unsere Herzen wärmt ein schönes Gefühl; denn jetzt ist die Zeit, wo die Menschen liebevoll und aufmerksam gegeneinander sind, wo Geben und Empfangen uns glücklich machen. Wie sollen wir denen, die uns nahestehen, zeigen, daß wir an sie denken? Senden Sie allen, die Sie lieb haben, diese Weihnachten eine Schachtel Reichardt-Pralinen „Besser denn je“: Das macht ihnen Freude. ,Besser denn je ^FWeihaachtQii Reichardt- Pralinen Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer lieben Mutier, sagen innigen Dank Familie Karl Stoll Sinsheim, den 3. Dezember 1928. Vergebung von Erdarbette«. Für die Entwässerung des Babstadter Tales auf Gemarkung Rappenau ist die Ausführung der Talbachkorrektion (etwa 2200 m Länge! und der einmündenden Seitengräben (etwa 1400 m Länge zu vergeben.) (etwa 9000 cbm Erdbewegung). Angebote hierauf sind verschlossen und mit Aufschrift: „Entwässerung Rappenau" beim Bürgermeisteramt Rappenau bis längstens Mittwoch, den 12. Dezember 1928, vormittags 11 Uhr, zu welcher Zeit die Eröffnung der Angebote stattfindet, einzureichen. Angebotsvor- druckr sind beim Kulturbauamt Heidelberg, so lange Vorrat reicht, gegen Erstattung von Mk. 1.— erhält lich. Pläne und Bedingungen liegen auf beim Bad. Kulturbauamt Heidelberg. Bestecks Alpaka, Silberauflaga u. Silber bei Alb.WlchBMaWä'C. b " Von leistungsfähigem (ieschäftsunterneh- men wird in erster Geschäftslage Sinsheim ein aden Angebote unter Nr. boten erbeten. u mieten gesucht. Evtl, kommt auch ein Hauskauf in Frage. 1869 an den Land- Ü Elektrische Bratpfannen Ohne erst den Herd anzünden zu müssen, kann man mit der elektr. Bratpfanne sofort alle Pfannengerichte herstellen. Elektr. Bratpfannen in kräftiger Ausführung mit Stiel von . . . RM. 0 50 Wa an Elektrizität: werk Sinsheim a. E. Telefon 233. 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