f Srfcher-1 Montag, Mittwoch, Frettag. Bezugs-Preis- Durch die Dost bezogen und durch den Briefträger u. unsere Austräger frei ins Haus monatlich Goldmark ILO Der Bezugspreis ist im Voraus zu entrichten. In Fällen von höherer Gewalt besteht kein Anspruch auf Lieferung der Zeitung oder auf Rückzahlung des Bezugspreises. Geschäftszeit 1,28—5 Uhr. Sonntags geschloffen. Fernsprechanschlutz Nr. 11. Postscheck-Konto Karlsruhe Nr. 6903. M 35. irnShemer eitunZ Gegründ« 3 9 General-Anzeiger für das Elfenz- und Schwarzbachtal Aelteste und verbreitetste Zeitung dieser Gegend. Laupt-Anzeigen-Blatt. Wöchentliche Beilagen: Mode u. Heim - Der Kobold » Neue Illustrierte Mittwoch, den 23. März 1927. Anzeigen: Die 33 mm breit« Millimeter-Zeile 7 Goldpfg. Reklamen: Die 92 mm breit, Millimeter-Zeile 20 Goldpfg. Grundschrist im Anzeigen- und Textteil ist Petit. Bei Wiederholungen tariffest« Rabatt, der bei Nichtzahlung inner, halb 8 Tagen nach Rechnungsdatum oder bei gerichtlicher Betreibung erlischt. Platzvorschriften werden nicht anerkannt und für Aufnahmen an bestimmten Tagen keinerlei Gewähr übernommen. Anzeigen-Annahme bis 8 Uhr vormittags; größere Anzeigen mllffeq am Tage vorher ausgegeben werde»- 88. Jahrgang Dr. Etresemann über die Weltpolttik. Deutschlands Haltung im Albanienstreit. Berlin,. 22. März. Bei der Einbringung des Haushalts des Auswärtigen Amtes nahm heute mittag im Reichstag der Reichsaußemniuister Dr. Etresemann das Wort zu einer Rede, in der er sich mit den Problemen der Weltpolitik beschäftigte, die, wie er sagte, außerhalb unserer eigenen auswärtigen Beziehungen liegen, aber mehr oder weniger starke Rückwirkungen auf die Fragen ausüben können, die uns direkt angehen. Reichsminister Dr. Etresemann befaßte sich zunächst mit dem Haushalt des Auswärtigen Amtes. Dieser Haushalt,'so erklärte der Minister, spielt im Rahmen des gesamten Haushalts nur eine sehr bescheidene Rolle. Im vorigen Jahr machte der Gesamtetat des Auswärtigen Amtes 55 Millionen Mark aus. Diesmal sind es vier Millionen mehr. Festzustellen ist eine erfreuliche Verminderung der Einnahmen der Paßzebühren um eine Million Mark. Der Rückgang ist zurückzuführen auf die Tendenz des Abbaus der Paßgebühren. Es würde mich freuen, wenn ich Ihnen einmal einen Etat vorlegen könnte, aus dem die Einnahmen aus den Paßzebühren überhaupt verschwunden sind; denn es ist eine der unerwünschtesten Erscheinungen, daß wir den Verkehr zwischen den einzelnen Ländern durch Paßzebühren erschweren, statt ihn zu fördern. (Beifall.) Der Minister befaßte sich sodann mit den alarmierenden Meldungen über Albanien. Soweit sich die Dinge bisher von Deutschland aus übersehen lassen, fuhr er fort, glaube ich nicht, daß irgendwelche akute Gefahr besteht. Deutschland hat nur ein großes Interesse, daß die Bemühungen um die Herbeiführung einer internationalen Zusammenarbeit am Wiederaufbau Europas nicht gestört werden. Wir können nicht wünschen, daß Verwicklungen zwischen dritten Staaten enfftehen. Für Deutschland kommt eine Politik der Sonder- bündnisse nicht in Betracht, sondern nur' eine Politik, die den Gedanken der Derständigung und des Ausgleichs widerstreitender In- 1 teresstn fördert. Unser Weg ist gekennzeichnet durch die Verträge von Locarno, den Eintritt in den Völkerbund und den Berliner Vertrag. Damit liegen unsere Absichten offen vor der Welt zutage. Daß wir uns in dieser Lage von jeder unnötigen Einmischung fernzuhalten haben, versteht sich von selbst. Der Minister erklärte dann, daß die deutschen Botschafter im Auslande nur den Auftrag haben, sich zu orientieren. Auch in der Reichshauptstadt sind Besuche der Vertreter großer Mächte im Auswärtigen Amt aus diesem Anlaß erfolgt. Der Minister beschäftigte sich dann mit der Anfrage einzelner russischer Zeitungen, ob Deutschland bei Verwicklungen in östlichen Ländern den Truppen von westlichen Mächten den Durchmarsch durch deutsches Gebiet zu gestatten habe. Für diese Frage kommt ausschließlich der Art. 16 der Völkerbundssatzung in Betracht und zwar nach Maßgabe der bekannten Note. Weitere Abmachungen irgendwelcher Art bestehen nicht. Dr. Etresemann ging dann zu den einzelnen deutschen Fragen über und berührte die beiden Tagungen des Völkerbundsrates, an denen Deutschland seit der letzten außenpolitischen Erklärung teilgenommen hat. Er gab der Erwartung Ausdruck, daß der loyale Derständigungswille, den wir gezeigt haben, auch von der Gegenseite in den großen Frage» bewiesen werden wird, deren Lösung noch vor uns liegt: die baldige Räumung des Rheinlandrs und die Rückgabe des Saargebietes. Der Minister riet dazu, die weitere Entwicklung ohne Ausbrüche der Ungeduld abzuwarten. Aber das Wort abwarten ist nicht gleichzusetzen mit passiver Resignation der Regierung. Wir haben es nicht nötig, den guten Willen der Gegenseite durch Wiederholung gemachter Angebote oder neue Anerbietungen hervorzurufen: denn es handelt sich um eine Konsequenz, die im Interesse aller beteiligten Länder liegt. Dies ist eine Forderung des gesamten deutschen Volkes. Der Minister schloß mit der Bitte um das Vertrauen, der Regierung die Entscheidung darüber zu überlassen, welche Schritte nach dem weiteren Verlauf der Dinge zu tun sind. Deutschland und die Abrüstung. Berustorff öber die Herabsetzung der Rüstungen. Genf, 22. März. Zu Beginn der heutigen Sitzung der Ab- rüstungskommission erklärte der deutsche Delegierte Graf Bern- storff: „Als ich im Mai vorigen Jahres hier meine Erklärung abgab. war Deutschland noch nicht Mitglied des Völkerbundes. Heute halte ich es als Pflicht der Mitglieder des Bundes, aus dem Bunde ein vollkommenes Instrument zur Verhinderung des Kriegs zu machen und es dahin zu bringen, daß es höchstens noch einen Krieg geben kann, den des Völkerbundes gegen den Angreiferstaat, ein Krieg, der praktisch unmöglich ist. Die Abrüstung muß dahin gebracht werden, daß kein einziger Staat so stark ist, um einen Krieg unternehmen zu können. Ohne eine solche Nivellierung der Abrüstung kann der Völkerbund niemals zufriedenstellend wirken. Er begrüßte die Tatsache, daß Lord Robert Eecil einen vollständigen Entwurf vorlegte und Paul Boncour einen solchen ankündigte. Von den zwei Seiten des Problems, der Herabsetzung und der Begrenzung der Rüstungen, ist die letzte weniger aktuell, da wenigstens gegenwärtig ein Wettrüsten nicht erfolgt. Was aber auf uns lastet, ist das Gewicht iibcrmiigiger Rüstungen und die Gefahr des unausgeglichenen Rüstungsniveaus. Unsere wichtigste Aufgabe ist also die Herabsetzung der Rüstungen oder nach den Worten des Vertreters von Italien: die Revision des gegenwärtigen Rüstungsstandes. Wir müsien effektive Ergebnisse erzielen und Scheinlösungen, die nur neue Gefahren bringen, -vermieden werden. Die deutsche Regierung ist zu ernster Mitarbeit keim Werke wahrhafter Abrüstung entschlossen und könnte unbe- ftiedigenden Lösungen ihre Zustimmung nicht geben. Das Endziel muß eine An- und Ausgleichung der Rüstungen sein, die allein dem Völkerbund vollständige Akttonsmöglichkeit gewährleistet. Nach Festlegung dieser Endziele wären die Wege zu suchen, auf denen sie eventuell in Etappen erreicht werden könnten. Die Lösung des Abrüstungsproblems ist der Prüfstein des Völkerbunds. Im Artikel 8 der Völkerbundssatzung ist die Abrüstung allen anderen Aufgaben des Bundes vorangestcllt. Nach Bernftorff verlas der Vertreter Polens, Minister Sokal, eine Erklärung, daß die Akrüstungsarbeit auf dem Statut des DAKrrtmndcs basiert werden müsse, das heißt, daß sie nur soweit gehen dürfe, als sie mit der Sicherheit der Staaten und ihren internationalen Verpflichtungen vereinbar sei. Es dürfe keine Betrogenen oder keine Opfer der Abrüstung geben. Polen wisse aus seiner Geschichte heraus die Bedeutung der Sicherheit zu schätzen und es müsse darauf bestehen, daß die ungeheure Kompliziertheit des Abrüstungssystems hier begriffen werde. Deshalb müsse man sehr vorsichtig an das Problem Herangehen. Bevor nicht eine moralische Abrüstung erfolgt sei, könne von einem materiellen Abrüsten nicht die Rede sein. Deshalb handle es sich auch vorläufig nur um eine Begrenzung der Rüstungen und einstweilen nicht um ihre Herabsetzung. Die Hauptsache sei, daß das Wettrüsten zum Stillstand gebracht würde. Damit wäre beretts viel gewonnen und man könne auf dieser Grundlage später weiter gehen. Beginn der Abrüstungs-Derhandlungeu. Dir Tagung des Dorbcreitungsausichusses — Ein englisch« Dorentwurf. Genf. 21. März. Heute nachmittag wurde die dritte Tagung des vorbereitenden Ausschusses für die Abrüstungskonferenz eröffnet. Der Präsident des Ausschusses, der holländische Gesandte in Paris, Loudon, führt in seiner Eröffnungsrede aus, daß diese Tagung zu einem positiven, einfachen und verständigen Ergebnis gelangen müsse. Wenn im Ausschuß, was er im Augenblick bezweifelt, irgend jemand gegen die Erreichung dieses Zieles sei, so möge er das offen bekennen und die schwere Verantwortung dafür auf sich nehmen. Loudon erklärt dann, daß der Begriff Abrüstung im jetzigen Zeitpunkt Hoffnungen wecke, die nicht verwirklicht werden können, weshalb der Nachdruck auf die Herabsetzung der Rüstungen gelegt werden müsse. Es sei unleugbar, daß die Möglichkeit bewaffneter Abwehr jedem Staat für den Fall eines Angriffes erhalten bleiben müsse, sodaß die Abrüstung selbst nur schrittweise und nach und nach erreicht werden könne. Wir haben, so erklärte er, eine allgemein gültige Konvention im Auge, die, wie wir hoffen, auch durch die Sowjetrepublik und durch andere Staaten, die dem Völkerbund nicht angehören, unterzeichnet wird, und müssen deshalb für die Konvention eine Form suchen, um allen Staaten den Beitritt möglich zu machen. Den Vorbereitungen muß daher die größte Elastizität gegeben werden. Allzu harte und allzu schroffe Formeln müssen vermieden werden. Nach dem Präsidenten Loudon ergriff der englische Delegierte Lord Robert Cecil das Wort. Auf Grund der vorliegenden Berichte äußerte Cecil die Ansicht, daß bereits grundsätzlich über fünf Punkte ein Einvernehmen erzielt sei und zwar darüber, daß die Land-, Luft- und Seeabrüstung als gemeinsames Problem behandelt werden soll, daß die Herabsetzung der Rüstungen auf die Friedensrüstungen beschränkt bleiben soll, daß gewisse Sicherheiten geschaffen werden müßten, daß hinsichtlich der Landrüstungen nur noch begriffsmäßige Unterschiede bestehen und daß im gewissen Sinne das Budget als Vergleichsmaßstab in Frage komme. Im zweiten Teil seiner Rede brachte Lori» Cecil im Namen der englischen Regierung einen Konvcntionsentwurf ein, der in fünf Teile zerfällt. Der Borentwurf vermeidet cs, irgend welche Zahlen zu nennen. Der englische Konventionsentwurf bestimmt in seinem ersten allgemeinen Teil, daß die Vertragsstaaten sich verpflichten, ihre gesamten Rüstungen in dem für jeden einzelnen Staat noch zu bestimmendem Ausmaße zu beschränken. Den Vertragsstaaten soll jedoch das Recht zustehen, im Fall eines Krieges, eines Aufstandes oder anderer, unvorhergesehener Umstände die Rüstungen zu vermehren und zwar in Uebereinstimmung mit dem Dölkerbunds- rat. Die kriegführenden Staaten müssen aber über ihre Rüstungen den anderen Bertragsstaaten Kenntnis geben, und nach Wiederherstellung des Friedens ihre Rüstungen auf den Vorkriegsstand zurückführen. Ferner sollen die Staaten verpflichtet sein, jährlich dem Völkerbund ihre Rüstungsausgaben bekanntzugebsn. Das zweite Kapitel des Konventionsentwurfs, das allgemeine Bestimmungen für die Landriistungen enthält, verpflichtet die Bertragsstaaten zur Herabsetzung ihrer mobilen Truppenbcftänd«. Die Zahl der aktiven Offiziere soll nicht mehr als ein Fünfzehntel der gesamten aktiven Truppenbestände, die Zahl der aktiven Soldaten nicht mehr als ein Neuntel der gesamten Truppenbestände betragen. Das dritte Kapitel, Seerüstungen, beschränkt die Tonnage der einzelnen Schiffe, Zahl und Tonnage der ganzen Flotte und die Kaliber der Schiffsgeschütze. Danach sollen die Bertragsstaaten die Artikel 13 bis 18 des Washingtoner Abkommens annehmen. Das vierte Kapitel beschränkt die Zahl der mobilen Militärflugzeuge. Nach dem fünften Kapitel müssen die Vertmgsstaaten die Vertragsbestimmungen sofort in Kraft setzen. Sozialdemokratie und Reichswehr. Berlin, 21. März. In einer soz.-dem. Bezirksversammlung in Bielefeld äußerte sich der soz.-dem. Führer Müller-Franken u. a. wie folgt über Fragen der Reichswehr und der äußeren Politik. „Frankreich hat sich ein neues Wehrgesetz geschaffen. Ihm stimmten auch die Sozialisten zu und sie konnten sich dabei auf eine traditionelle Forderung der Internationalen und auf Iaures berufen. Ihre jetzige Stellung war die Stellung der Internationalen vor dem Kriege. Versucht muß werden, eine einheitliche Auffassung in den Heeres- und Militärfragen auf dem Boden der sozialistischen Internationale zu erreichen. Deutsche Delegierte haben das mehrfach vorgefchlagen. Wir bekommen in Deutschland keine Miliz. Sie ist kriegstechnisch auch längst überholt und wir sind natürlich gegen eine Milizreserve für die Reichswehr. Für Abschaffung der Reichsw hr wird sich keine Mehrheit im Reichstag ergeben. Wir haben mit dem Bestehen der Reichswehr zu rechnen. Wir haben an ihr Kritik zu üben, besonders an den Ausgaben für sie. Was aber die Deutsche Friedenspartei in letzter Zeit auch in Flugblättern von uns verlangt, ist wenig durchdacht. Die sozialistische Fraktion soll gegen den Reichswehretat stimmen. Ich stelle fest, «ine Abstimmung über den Titel Reichswehr und Marine gibt es nicht. Sollen wir wegen der Reichswehr den Gesamthaushalt ablehnen? Es ist möglich, daß wir dieses Mal, da eine Reihe von Etatskapiteln uns nicht zusagt, den Gesamthaushalt ablehnen. Das wäre aber eine taktische Maßnahme, kein« grundsätzliche. Der Reichswehr macht es gar nichts aus, wenn wir ihren Haushalt etwa durch Ablehnung des Gesamthaushalts retten wollten. Ich bin mit Severing darin einig: Kein Kampf gegen die Reichswehr, sondern um die Reichswehr. Das ist ein staatspolitisches Ziel. Die Reichswehr muß ein zuverlässiges Instrument des Reichs, ein Untertan der Republik werden." Mehrarbeit zugelaffen. Einigkeit über das Arbeiiszeitnotgcsetz. Berlin, 22. März. Die laugwierigen Verhandlungen der Regierungsparteien über das Arbeitszeitnotgesetz sind heute zum Abschluß gekommen. Man hat sich mit der Reichsregierung dahin geeinigt, daß die Regierungsvorlage in den beiden Fragen der freiwilligen Mehrarbeit und des Lohnzuschlages für Mehrarbeitsstunden geändert werden soll. Während in der ursprünglichen Fassung des Regierungsentwurfes freiwillige Mehrarbeit überhaupt untersagt werden sollte, wird sie nun in einzelnen Fällen wieder zugelassen, und zwar insbesondere dann, wenn es sich um die Fertigstellung von angefangcnen Arbeiten handelt, deren Nichtdurchführung wirtschaftlichen Schaden bringen könnte. Der Lohnzuschlag soll bei Mehrarbeit 25 Prozent nur dann betragen, wenn keine anderen Vereinbarungen vorliegen. Als Ersatz für den normalen 25 prozentigen Lohnzuschlag sollen gelten tarifliche Vereinbarungen, ein Schlichtungsspruch und Bestimmungen der zuständigen Behörden. Die Zustimmung aller Regierungsparteien zu dieser Verständigung liegt vor. Sie bedeutet, daß das Zentrum vsn seinem ursprünglichen Standpunkt abgegangen ist und die Deutsche Volkspartei sowohl in der Frage der Mehrarbeit wie in der Frage des Lohnzuschlags sehr wesentliche Zugeständnisse gemacht hat. Die Getränkcstcuer aufgehoben. Berlin, 22. März. Nach den Beschlüssen des Steuerausschusses des Reichstages ist die Gemeindegetränkesteuer vom 1. April dieses Jahres ab aufgehoben. Es bleibt die Biersteuer, die nicht mehr als sieben Prozent vom tzerstellerpreis betragen darf. Deutscher Reichstag. Berlin, 21. März. Der Reichstag arbeitet mit größtem Eifer an der Fertigstellung des Etats weiter. Da heute die Bearbeitung zweier Etats durcheinanderzing und da eine Flut von Einzelanfragen vorlag, zersplitterte sich die Beratung vollständig und ein einheitlicher Ueberblick war kaum noch möglich. Erledigt wurden zuerst die Reste des Innenetats, kleine Anfragen über das Reichskommissariat für öffentliche Ordnung und über die Maßnahmen gegen eine eventuelle Rückkehr des Kaisers aus Holland. Herr von Keudell gab wieder Auskünfte in seiner gewohnten Art. Das Reichskommissariat hielt er für notwendig, die technische Nothilfe versprach er zu entpolitisieren und den Rechtsparteien sagte er weiter zu, die Bildung von Parteivcreinen innerhalb der Polizei zu verhindern. Dann ging man zum Postetat über, hörte eine lange Red« des Reichspostministers Schätze!, nachher noch einmal Spezialaustzünfte des Ministers; man hörte wiederum, was man schon wußte, daß die finanzielle Lage der Post günstig ist, daß die Gehälter erhöht werden sollen, daß man den Betrieb rationalisieren will, daß die Höflichkeit der Beamten zugenommen, aber noch nicht genügend zugenommen habe und daß Deutschland sich das billigste Briefporto der Welt leistet. Darüber sprachen dann noch einige Parteiredner, wobei bemerkenswert war, daß die Rechte sich über angebliche Parteilichkeit des Rundfunks beklagte und ein Vertreter der Wirtschaftspartei Anstoß an den zu hohen Gehältern der leitenden Rundfunkdirektoren nahm. Wie gesagt, alles Einzelheiten. Es interessierte sich auch niemand recht für diese Beratungen. Waren zu Anfang der Sitzung gegen 1 Uhr mittags noch hin und wieder 50 bis 60 Abgeordnete im Saal, so konnte man in den Abendstunden von 7 und 8 Uhr höchstens 20 bis 30 zählen, die aber auch nur vorübergehend in den Saal guckten und dann schnell wieder nach der Wandelhalle zu verschwanden. Volksbegehren und Aufwertung. Der Antrag auf Zulassung abgelehnt. Berlin, 21. März. Der Reichsminister des Innern hat auf Beschluß der Reichsregierung den von der Reichsarbeitsgemeinschaft für - Aufwertung und den Micterorganisationen gestellten Antrag auf Zulassung eines Volksbegehrens zugunsten eines Gesetzes über die Wiederherstellung des Dolksvermögens abgelehnt. Dieser Gesetzentwurf sieht die Herstellung der vor dem 1. Januar 1924 begründeten vermögensrechtlichen Ansprüche aus Hypo'heben, Schuldverschreibungen privater Schuldner usw. vor und läßt die Wiederherstellung der Rechte d«r früheren Grundstückseigentümer zu. Die wiederhergestellten Ansprüche sollen zu 41/2 vom Hundert verzinst werden. Indessen sollen die Zinsansprüche, soweit sie 2 % vom Hundert jährlich übersteigen, bis Lum 31. Dezember 1936 nicht den Gläubigern, sondern einer „Ueberleitungsstelle" zustehen. Diese Zinsbeträge sind vom Schuldner unmittelbar an die Ucber- leitungsstelle zu zahlen. Diese ist befugt, die Beträge im Ber- waltungszwangsverfohren cinzutreiben. Die Organisation der Ueberleitungsstelle soll vom Reichsjustizminister durch Verordnung bestimmt werden. Der Gesctzesentwurf regelt ferner die Verwendung der der Ueberleitungsstelle zufließenden Zinsbeträge. Diese sollen verwendet werden zu 60 vom Hundert zur Förderung des Woh- nungsneuboues, zu 14 vom Hundert zur Entschädigung notleidender Gläubiger, zu weiteren 14 oon^ Hundert zur Gewährung von Beihilfen an die Inhaber notleidender Haushaltungen, zu 10 vom Hundert zur Tilgung und Verzinsung der Reichsschuld, zu 2 vom Hundert zur Deckung der Berwaltungskoften der Ueberleitungsstelle Die der Ueberleitungsstette zufließenden Zinsansprüch« sind öffentliche Abgaben. Sie sollen zum ’fl 1; » 1 Nr. 35. Jahrgang 1927. überwiegenden Teile mittelbar und unmittelbar zur Erfüllung öffentlicher Zwecke dienen. Hiernach sind die Leistungen an die Ueberleitungsstelle Abgaben, die den Gesetzentwurf zu einem Abgabegesetz machen. Nach der Reichsverfassung kann über Abgabengesetze nur der Reichspräsident einen Volksentscheid veranlassen. Damit ist auch ein Volksbegehren für Abgabengesetze ausgeschlossen. Hiernach mußte der Antrag der Reichsarbeitsgemeinschaft aus Rechtsgründen abgewiesen werden. Auch Nanking gefallen? London, 22. März. Blättermeldungen aus Schanghai zufolge wird die Einnahme Nankings durch die Kantonefen gemeldet, die dadurch die Herren Chinas südlich des Pantsekiangs werden. Schanghai gefallen. Berlin, 21. März. Nach einer Meldung der chinesischen Nachrichtenagentur ist Schaaghai soeben von den Süd ruppen besetzt worden. Der Generalstreik hat begonnen. Schanghai, 21. März. Die SLdtrupprn sind in die Chinesenstadt von Schanghai eingedrungen. Der Kommandeur der Schan- tungtruppen in Schanghai hat sich ln die französische Konzession geflüchtet. Die Südtruppen haben Tschangtschru. 40 Meilen nordwestlich von Sutscha«, eingenommen und dadurch die Eisenbahnlinie Schanghai-Nanking abgeschnitten. Der Stadtrat von Schanghai hat den Ausnahmezustand erklärt. Sämtliche auf dem Fluß liegenden englischen Kriegsschiffe haben Marineabteilungen an Land gesetzt. Auf Wunsch der Gemeindeverwaltung der internationalen Niederlassung sind auch holländische, spanische und italienische Seesoldaten gelandet worden. In der französischen Konzession wurden französische Seesoldaten an Land gesetzt, ferner sind 15 amerikanische Seesoldaten mit Maschinengewehren gelandet worden. Heute morgen ist ein neuer Strcikbefehl erlassen worden. Alles deutet daraus htn, daß er allgemein befolgt werden wird. Zunächst stellten die internationalen Trambahnen ihren Dienst ein. Die Belegschaften der großen Baumwollfabriken folgten. Der Streik hat rein politischen Charakter. Das Devonshire-Bataillon ist heute von Hongkong nach Schanghai abgezogen. Verschiedentlich kam es in der internationalen Niederlassung zu Zusammenstößen zwischen Polizei und englischen Soldaten einerseits, Streikenden und plündernden chinesischen Soldaten andererseits. Ein englischer Offizier und drei Mann wurden verwundet, ebenfalls ein Polizist, ein Inder erschlagen. Eine in der Nähe von Schanghai stehende etwa 10000 Mann starke Truppe der Nordarmee ist zu den Nationalisten übergegangen. In der Eingeborenenstadt kam es zu starken Ausschreitungen. Offizielle polnische Kriegsrede. »Ein Krieg «m Oberfchkesien wird kommen." Warschau, 21. März. Wie „Rzeczpospolita" aus Kattowitz meldet, kam es bei den von der polnischen Regierung anläßlich des Abstimmungstages in Ostoberschlesien veranstalteten Feiern zu einem Zwischenfall. Der offizielle Vertreter des Ministerpräsidenten, General Römer, erklärte in der Bankettrede, als er auf den militärischen Wert Polnisch-Oberschlesiens zu sprechen kam, »daß man sich nicht täuschen lassen dürfe, ein Krieg um Oberschlesien werde kommen!" Vorläufige Regelung der Ausweisungsfrage. Warschau, 21. März. Gesandter Rauscher hatte heute nachmittag eine Unterredung mit dem polnischen Außenminister Zaleski, die annähernd eine halbe Stunde währte. Hierbei teilte ihm der Minister mit, daß die polnische Regierung den in Genf zwischen den Außenministern Deutschlands und Polens getroffenen Abmachungen zugestimmt habe. In der Frage der Ausweisungen ist somit eine zufriedenstellendr vorläufige Regelung erzielt worden. Weiter wurden in der Regelung die Modalitäten zur Aufnahme von diplomatischen Unterhandlungen festgelegt, die gewisse Fragen prizipieller Natur zu klären hatten, ehe man zur Wiederaufnahme der Verhandlungen über einen Handelsvertrag schreitet. Die Spannung auf dem Balkan Dermittlungsvorschläge Englands. London, 21. März. Die Annahme des Vorschlags durch die südslawische Regierung, daß militärische und andere Sachverständige der ganzen Welt die Lage an der albanischen Grenze studieren sollen, macht hier einen sehr guten Eindruck und wird die öffentliche Meinung geneigt machen, die französische Ansicht zu teilen, daß im vorliegenden Streit der Friede mehr durch Italien als durch Südflawien gefährdet fei. Die öffentliche Meinung stimmt auch der französischen Forderung bei, die Mächte sollten schleunigst diplomatische Schritte zur Vermeidung eines Streites unternehmen. Ein Leitaufsatz der „Times" sucht den Eindruck einer einseitigen Parteiergreifung für Italien zu korrigieren, welche die „Times"-Aufsätzen der letzten Wochen erzeugen mußten. Die „Times" erklären jetzt, es falle ihnen nicht ein, Südflawien allein für die schwierige Lage verantwortlich zu machen, in der es sich heute Der Schatz von Boseoreale! Humoristische Novelle von M. O. Schmitz. 7) (Nachdruck verboten) Plötzlich ließ der Vesuv, dessen dunkler Kegel sich vor ihnen auftürmte, ein dumpfes Grollen vernehmen, wodurch die beiden in die Wirklichkeit zurückgerufen wurden. Eine mächtige Feuersäule stieg aus dem Krater zum Nachthimmel empor und ließ die ganze Gegend in rötlichem Lichte aufstrahlen, so daß an der gegenüberliegenden Küste des Golfes die Häuser und Billen von Torrc dell' Annunziata und Boseoreale sichtbar wurden. Einen Augenblick standen die beiden noch und schauten schweigend in die stille Nacht und auf die mondglitzernde Meeresfläche hinaus. Dann zog Holberg Marys Arm in den seinen, und eng aneinandergeschmiegt schlug das glückliche Menschenpaar langsam den Rückweg zum Hotel eia. Schon aus der Ferne vernahmen sie die Gitarren- und Mandolinenklänge der neapolitanischen Kapelle, die allabendlich nach dem Diner im Lichthofe des Grand Hotels den zahlreichen Fremden die einschmeichelnden Melodien der neapolitanischen Volkslieder vorträgt. Und als sie ins Hotel traten, tönte es ihnen entgegen: Mare al placido Lido si caro Scordar fa i triboli Al marinaro: Denite all' agile Barchetta mia Santa Lucia, Santa Lucia! 5. „Dies sind die beiden Herren aus Berlin, die sich nach Ihnen erkundigt haben, Herr Winter!" sagte der Oberkellner des Grand Hotels zu einem alten Herrn, als am nächsten Vormittag Doktor Holberg und Wendeborn in das Portal des Grand Hotels traten, um, wie verabredet, die beiden Damen zu einem Ausfluge nach Baja abzuholea. „Danke schön!" erwidere der Fremde und musterte die beiden Freunde mit einem scharfen Blicke. Dann wandte er sich an den ihm zunächststehenden Doktor Holderg und sagte mit einer kühlen Verbeugung: Der Landbote * Sinsheim« Zeitung. befinde. Man könne die südslawische Regierung ruhig von der Absicht freisprechen, daß sie einen Streitfall mit Italien provozieren wollte. Man müsse ihr aber im Hinblick auf den Vertrag von Tirana raten, in der Verwaltung der Grenzgebiete eine schärfere Kontrolle als bisher auszuüben und alle Tätigkeit der Banden an der albanischen Grenze im Keime zu ersticken, um auch nicht den Schatten eines Vorwandes für ein italienisches Eingreifen zu geben. Nötigenfalls könnte der Völkerbund eingreifen. Es ist aber unverständlich, warum Italien, wenn es begründete Beschwerden hat, ihre Beseitigung nicht auf normalem diplomatischen Weg durch energische und freundschaftlich: Vorstellungen in Belgrad erzielen wollte. Angesichts der südslawischen Entrüstung über den Tiranaoertrag hat man es in Rom vielleicht für angebracht gehalten, eine hemusfordernde Haltung einzunehmen, um die Lösung lange schwebender adriatischer Fragen zu beschleunigen. Eine solche Methode sei aber besonders auf dem Balkan gefährlich, wo die bloße Andeutung, Italien könnte in Albanien Truppen landen, ein« Aussicht eröffnet, die kein Balkanland mit Gleichmut betrachten könnte. Me Erhaltung eines unabhängige« Albaniens sei heute ein allgemeines europäisches Interesse und es wäre viel gewonnen, wenn man Mittel finden könnte, die garantierten, daß Italien und Südflawien in der Erhaltung dieser Unabhängigkeit direkt zusammenwirken würden. Es wäre nicht zu spät, Südflawien als eine Garantiemacht dieser Unabhängigkeit hereinzuziehen. Damit würde dann der Weg für eine allgemeine Verständigung zwischen Italien und Südflawien in den adriatischen Fragen frei. * Man kann annehmen, daß diese Aeußerungen die Ansicht des Foreign Office wiedcrgcben. Eine Folge der „Friedcns"-Derträgr. Paris, 21. März. Die Zuspitzung der Lage in Albanien, über die die französische Oeffcntlichkeit seltsamerweise in den letzten Tagen kaum unterrichtet wurde, hat nunmehr die französische Presse veranlaßt, Farbe zu bekennen. Wenn man die Aeußerungen der französischen Presse analysiert, kommt man zu der Ueber- zeugung, daß die italienisch-französische Spannung, die man seit Monaten feststellt und die ja bekanntlich zu unangenehmen Zwischenfällen geführt hat, doch einen stärkeren Widerhall in der französischen Oeffentlichkeit gesunden hat, als man annehmen konnte. Die meisten Blätter zweifeln nicht an dem guten Willen der serbischen Regierung, aber an dem guten Willen der italienischen Regierung und werfen Mussolini Hrrrschastsgelüste im südlichen Mitteimeer vor. Diese Unterstellung kommt einer Anklage gleich und muß den Mann auf der Straße, der so etwas liest, zu der Ueber- zeugung bringen, daß der jetzige Streit auf italienische Aspirationen des faszistischen Führers zurückzuführen ist. * Die Tatsache ist vorhanden, daß auf d:m Balkan wiederum ein Streit droht wegen der eigenmächtigen, jeder natürlichen wirtschaftlichen Gliederung hohnsprechenden Lösung, die die Friedensverträge kennzeichnet, die man 1919 und 1920 seitens der Siegerstaaten unter Führung Fwnkrclchs aufgezwungen hat. Jetzt sieht man, daß imperialistische Regungen durch diese Friedensverträge geradezu gezüchtet wurden und daß man Mühe hat, Dinge, die sich seit acht Jahren entwickeln und die man absichtlich gehen ließ, zu bekämpfen. Nun schreit man nach dem Bölkerbundsrat, schreit nach einer Enquete-Kommission, sucht also wieder nach einem Kompromiß, lehnt aber jede reale Lösung ab, die zu einer Klärung führen kann. Die französische Presse ist ratlos und verlangt, daß London in Rom und Paris in Belgrad zur Mäßigung mahne». Sie ist aber nicht imstande, anzugeben, durch welches Mittel man den Frieden auf dem Balkan sichern kann. Aus diesem Grunde sind die politischen Kreise etwas beunruhigt und sehen der Entwicklung der Dinge mit banger Sorge entgegen. Südflawiens Berständigungswille. — Ein peinlicher Zwischenfall. Belgrad, 21. März. In der Ekuptschina erklärte Außenminister Peritsch, daß Südflawien nicht gegen einen erweiterten internationalen Pakt sei, der Albaniens Unabhängigkeit garantieren würde. Südflawien wünsche mit Italien die freundschaftlichen Beziehungen auf Grund des Vertrages von Rom fortzusetzen und durch neue Verträge seine Beziehungen zu Griechenland, Bulgarien und Ungarn zu festigen. Damit ist die grundsätzliche Bereitwilligkeit Südflawiens ausgedrückt, auf die bisherigen Anregungen Italiens einzugehcn, die sich auf einen italienisch-südslawisch-griechß- scheu Vertrag über Albanien und auf die Erteilung der Zustimmung zu den bevorstehenden Abmachungen mit Ungarn und wohl auch mit Bulgarien beziehen. Während der Aussprache in der Skupt- schina ereignete sich ein peinlicher Zwischenfall der wohl nicht ohne Folgen bleiben wird. Ein Abgeordneter sprang plötzlich auf und rief, gegen die Diplomatenloge gewendet, wo in der ersten Reihe der italienische Gesandte, General Bordrero saß: „Der italienische Gesandte ist noch immer hier. Hinaus mit ihm aus dem Lande mit seiner ganzen Spionenbande!" Bei der Opposition wurden diese Worte mit Beifall ausgenommen, während sie auf Mittwoch, den 23. März; 1921$ die Mitglieder der Regierung den peinlichsten Eindruck machten.. Der Präsident unterbrach die Sitzung. Die Mitglieder der Regierung traten sofort zum Ministerrat zusammen. Genf, 21. März. Der südslawische Gesandte Dovanowitsch, der als ein Hauptdelegierter der südslawischen Regierung an der künftigen Tagung des vorbereitenden Abrüstungsausschusses teilnimmt, erklärte, daß er keine Instruktionen von seiner Regierung habe, den Völkerbund mit der albanischen Angelegenheit zu befassen. Aus unterrichteten Kreisen verlautet, daß beim Völkerbundssekretariat von keiner Seite irgend eine Mitteilung in dieser Frage eingegangen ist. Empörung in Rom. Rom, 21. März. Die nach italienischer Auffassung in allen Einzelheiten verbürgten Nachrichten über militärische Rüstungen Südflawiens an der albanischen Grenze haben ganz allgemein große Beunruhigung und Empörung gegen die französische Politik hervorgerufen, die man für das „südslawische Abenteuer" verantwortlich macht. rwtersuchung der Belgrader Rüstungen. London, 22. März. Die englische Regierung hat heute in Belgrad angeregt, daß die Militiirattachees den Zustand: der ßrgo» flämischen Rüstungen sofort untersuchen sollen. Die Einberufung des Bölkerbundsrates ist vorläufig erst für den Fall vorgesehen, daß Italien Valona besetzt. Baden. Badens Städte zur Gebäudeverfich«u«g. Zn der Presse wurde schon wiederholt darauf hingewiesen, daß in Baden die massiven Wohn- und Miethäuser in den gliche« Städten durch die staatliche Gebäudeversicherung, deren Umlagefuß für Stadt und Land gleich ist, viel zu stark belastet sind. Nach den Feststellungen der Badischen Gebäudeversicherungsanstalt haben in den Städten Mannheim, Karlsruhe, Freiburg, Pforzheim. Konstanz und Baden-Baden die von den Gebäude:igentümcrn von 1913 bis 1925 geleisteten Beiträge die Brandentschädigung um mehr als das Dreifache übertroffen, während in anderen Ländern mit Gefahrenklassen, wie in Preußen, Sachsen, Thüringen, Bayern, Württemberg und Hessen die Gebäudeversicherungsbeiträge für städtische Gebäude ohne Gefahren erhöhende Gewerbebetriebe erheblich niedriger sind als in Baden. In badischen Städten werden von 1000 RM. Versicherungswert durchschnittlich 1,80 RM. erhoben, in Hessen und Württemberg 0,80, in Bayern 0.50, in Preußen 0,30—0,40 RM. Der Badische 'Slädteverband hat daher neuerdings bei der Regierung die Einführung von Gefahrenklassen beantragt, dagegen hat sich der Verband badischer G:meinden ausgesprochen mit der Begründung, daß der Berwaltungsaufwand dann größer sein würde. Dem gegenüber wird aber darauf hingewiesen, daß dies doch wohl nicht zutreffen kann, wie ja die Beispiele aus anderen Ländern zeigten, in denen sich das Gesahren- klassensystem durchaus bewährt hat. „Mein Name ist Winter aus Milwaukee. Sic haben sich nach mir erkundigt, wie mir der Oberkellner sagt. Mit wem habe ich die Ehre?" Holberg war im ersten Augenblick ganz verwirrt. Er verbeugte sich mehrere Male, ohne ein Wort sprechen zu können. Wendeborn dagegen erfaßte sofort die Situation, und mit einem unhörbar gemurmelten „Jetzt, Berliner Frechheit, steh mir bei!" trat er vor und sagte: „Hier muß wohl ein Irrtum vorliegen. Ich war es, der sich gestern nach zwei Bekannten erkundigte, nach einem Herrn Berg und e inem Herrn Winter aus Milwaukee, mit denen ich mich hier in Neapel treffen wollte. Mein Name ist Wendeborn aus Berlin. Mein Freund und Landsmann Doktor Holberg!" fügte er hinzu, diesen vorstellend. „Holberg?" fragte der Amerikaner aufhorchend, und sein Gesicht nahm einen finsteren Ausdruck an. Er schien eine Anstrengung zu machen, um eine innere Erregung niedcrzukämpfen. Nach einer kurzen Pause fuhr er, zu Wendeborn gewandt, fort: „Und Sie erwarten, wie Sie sagen, einen Herrn Winter aus Milwaukee? Ich finde das etwas auffallend. Ich wohne ,rrr dreißig Jahren in Milwaukee und war bis zu meiner Abreise der einzige meines Namens dort." Aber Wendeborn ließ sich nicht so leicht aus der Fassung bringen. „Das mag sein. Meine Bekannten wohnen auch, soviel ich weiß, nicht in Milwaukee selbst, sondern in einer kleinen Stadt in der Nähe von Milwaukee, deren Namen mir augenblicklich nicht einfällt." „So so! Jedenfalls ein eigentümliches Zusammentreffen," meinte Herr Winter. „Ja, der Zufall spielt zuweilen merkwürdig." „Und Sie wollten sich wohl heute wieder erkundigen, ob Ihre Bekannten eingetroffen sind?" „Ja, — nein — wir kommen heute her, um zwei Damen zu einem Ausfluge — — — ah, da kommen ja die Damen," rief Wendeborn froh, daß die ihm peinliche Unterredung mit dem alten Amerikaner unterbrochen wurde. Auch Holberg wandte sich zu den Damen, die jetzt- in den Flur traten, und begrüßte sie, während Herr Winter ein gedehntes „Ah" hören ließ und Holberg wiederholt scharf musterte. Me Kreishaushaltungsschllle in NelLarbischossheim. Das Jubiläum des 78. Kurses. Reckarbifchofsheim» 21. März. Die Haushaltungsschule des Kreises Heidelberg in Neckarbischofsheim beendete am Samstag, den 19. März ihren 75. Kurs seit ihrem Bestehen. Die Anstalt beging dieses Jubiläum in feierlicher Weise. Mehr als 309 ehemalige Schülerinnen hatten der Einladung Folge geleistet, mit ihren Mitschülerinnen einige frohe Stunden des Wiedersehens zu verleben. Nicht nur aus dem engeren Kreis Heidelberg, auch aus dem ganzen badischen Heimatlande vom Schwarzwald bis zum Main, aus der Pfalz, aus Württemberg, Hessen und Preußen waren sie gekommen. Daß diese ehemaligen Schülerinnen, die ihre in der Kreishaushaltungsschule Neckarbischofsheim erworbenen Kenntnisse längst als Hausfrau verwertet haben, weite Reisen und Kosten nicht scheuten, ist gewiß ein schönes Zeichen der Treue und Anhänglichkeit und der beste Beweis dafür, welcher großen Wertschätzung sich die Anstalt erfreuen kann. Zahlreich waren auch die schriftlichen Glückwünsche von ehemaligen Schülerinnen. In dem sonst so ruhigen Städtchen herrschte festliche Stimmung und reges Leben. Reicher Flaggenschmuck grüßte die Festteilnehmer. Der eigentliche Festakt fand im Kronensaal statt, der kaum alle Teilnehmer fassen konnte. Bürgermeister Sidler-Sins- heim hielt im Namen der Kreishaushaltungsschule die Begrüßungsansprache. Der Kreis Heidelberg war durch den Kreisrat, der nahezu vollzählig erschienen war, vertreten. Stellv. Kreisoorsitzen- der Landgerichtsrat a. D. Dr. Engelhardt-Heidelberg gab einen Rückblick auf die Geschichte der Schule und würdigte die Verdienste der Gründer, der Lehrerinnen und Lehrer der Anstalt. Die Glückwünsche des Bezirksamts Sinsheim überbrachte Regierungsassessor Goll. Der Landeskommisjär in Mannheim, der am Erscheinen verhindert war, hat seine Glückwünsche schriftlich übermittelt; ebenso auch das Kreisschulamt Heidelberg. Bürgermeister „Guten Morgen, lieber Onkel, kennst du die Herren schon?" wandte s ich dann Mary an den alten Herrn, der die Begrüßungs- szene mit eigentümlichen Blicken beobachtet hatte. „Herr Doktor Holberg und Herr Wendeborn aus Berlin. Mein Onkel, Bankier Winter." „Wir haben uns bereits vorgestellt, liebe Mary!" antwortete Herr Winter kühl. „Die Herren erwarten, wie sie sagen, einen Herrn Winter und einen Herrn Berg aus Milwaukee, und ich bedauere lebhaft, daß ich nicht einer der Erwarteten bin." Mary ließ verständnislos ihre Blicke von einem zum anderen schweifen. Doktor Holberg machte ein verlegenes Gesicht, und Wendeborn murmelte einige unverständliche Worte, die wie „Ei verflixt!" klangen, in sich hinein. Herr Winter machte der peinlichen Situation ein Ende, indem er seiner Nichte den Arm bot, der Gesellschafterin einen Wink gab und, die beiden Herren mit einem kühlen Kopfnicken grüßend, das Hotel verließ, vor dessen Tür eine Equipage bereitstand. Seine Nichte hatte sich willenlos hinausführen lassen und schien wie betäubt zu sein. Am Wagen angelangt, ließ sie jedoch den Arm ihres Onkels fahren und eilte in den Flur des Hotels zurück, wo Holberg und Wendeborn noch immer fassungslos standen. „Was ist das, Ernst? Hier muß ein unbegreifliches Mißverständnis vorliegen," sagte sie, Holbergs Hand ergreifend. „Ich werde meinem Onkel alles aufklären. Sei heute abend mit deinem Freunde hier im Hotel! Wir treffen uns im Lichthofe. Auf Wiedersehen!" Damit verschwand sie, und gleich darauf hörten Holberg und Wendeborn den Wagen daoonfahren. „Das ist ja eine ganz verteufelte Geschichte, die ich Ihnen da in meinem Leichtsinn eingebrockt habe, lieber Doktor. Ich bitte sehr um Entschuldigung, aber wer konnte sich denken, daß der Name Winter, der mir gestern morgen zufällig auf die Zunge kam, auch dem Onkel Ihrer Herzenskönigin angehört, und daß außer diesem kein anderer Winter in Milwaukee existiert. Jetzt heißt's Kriegsrat darüber zu halten, was zu machen ist!" Wir werden vorderhand schwerlich etwas tun können," ant. wartete resigniert Holberg. „Herr Winter glaubt augenscheinlich, irgendeinen Grund zum Mißtrauen zu haben, und da uns die Erkundigungen, die wir beim Oberkellner eingezogen haben, fraglos in ein falsches Licht setzen, so wird es wohl nicht leicht sein, hn-—" mmmmm WWWWMWWUWWOBjHMM i i n" IW l i m . 1 ^D WWWtz»WW>> . . .. iw.| l ^>jW W Nr. 35. Jahrgang 1927. Der Landdote * Sinsheim« Zeitung. Mittwoch, den 23. März 1927. Ahlherm-Neckarbifchofsheim sprach im Namen der Gemeinde, die an der Jubelfeier regen Anteil nehme. Zum Schluß hielt noch Pfarrer Christ-Neckarbischofsheim eine mit Humor gewürzte Ansprache, in der er hauptsächlich die sogenannte „Gute alte Zeit" mit der Neuzeit verglich. Sämtliche Redner gaben ihrer großen Freude über das so zahlreiche Erscheinen der ehemaligen Schülerinnen Ausdruck und wünschten der Kreishaushaltungsschule ein weiteres Aufblühen. Mcnold-Kirchardt sprach der Leitung der Schule und ihren Lehrkräften den Dank und die Anerkennung der Eltern der derzeitigen Schülerinnen aus. Bon den Gründern der Anstalt war Altbürgermeister Neuwirth-Neckarbischofsheim anwesend, der auch Jahrzehnte lang die Leitung derselben inne hatte und sich um ihre Entwicklung große Verdienste erworben hat. Nach Beendigung der Feier, die von musikalischen Darbietungen umrahmt war, fand ein gemeinsames Essen in den verschiedenen Gasthäusern statt. Später trafen sich die Teilnehmer wieder zu einem geselligen Beisammensein im Kronensaale, wo die derzeitigen Schülerinnen durch musikalische und deklamatorische Darbietungen für Unterhaltung sorgten. Am Abend fand ein Festbankett unter Mitwirkung der örtlichen Vereine statt. Während die in der Nähe wohnenden Festteilnehmer am Abend wieder heimwärts fuhren, traten die anderen erst am nächsten Tage die Heimreise an. Alle waren jedoch von dem Verlauf der Jubelfeier sehr befriedigt und nahmen wieder schöne Erinnerungen mit nach Hause. Nicht unerwähnt soll auch die Ausstellung der Kreishaushaltungsschule bleiben, in der man sehen konnte, daß die Schülerinnen nicht nur in der Küche vortreffliches gelernt haben, sondern sich auch im Nähen, Sticken und Stricken beachtenswerte Kenntnisse erworben haben. Die Kreishaushaltungsschule Ncckarbischofsheim kann nunmehr auf eine 43-jährige Geschichte zurückblicken, kann also in wenigen Jahren ihr 50-jähriges Bestehen feiern. Ihr Ruf ist weit über die Grenzen des badischen Landes hinaus gedrungen. Sie wurde von mehreren Einwohnern der Gemeinde Neckarbischofsheim mit Unterstützung der Zentralstelle des landwirtschaftlichen Vereins und des Vorstandes des badischen Frauenvereins als die zweite Anstalt des badischen Landes gegründet und am 7. Januar 1884 eröffnet. Die verantwortliche Leitung führte bis zum 1. Oktober 1889 ein örtliches Komitee, dessen erster Vorstand der jeweilige Bezirksvorstand war, unter Oberaufsicht des Kreises Heidelberg. Der Kreis war durch ein Mitglied seines Ausschusses im Komitee vertreten. Der Staat, der Kreis Heidelberg und die Gemeinde Neckarbischofsheim gewährten Zuschüsse zum Betrieb der Schule. Am 1. Oktober 1889 hat der Kreis Heidelberg den Betrieb der Schule übernommen und dieselbe neuzeitlich eingerichtet. — Ihre Leitung erfolgt durch den Kreisrat Heidelberg, der mit der. Besorgung der laufenden Geschäfte ein Mitglied des Kreisrats beauftragt hat. Zweck der Anstalt ist, Mädchen, die das 16. Lebensjahr erreicht haben, im Führen des Haushalts, im Kochen, Backen, Weißnähen, Kleidermachen, Stricken, Bügeln, Waschen und Putzen, sowie in der Zubereitung von Käse und Butter Anleitung und Gelegenheit zur Uebung zu geben, ihre Schulkenntnisse zu befestigen und für das praktische Leben zu erweitern, sie durch strenge Beaufsichtigung an Reinlichkeit, Ordnung und Pünktlichkeit zu gewöhnen und ihr Gemüt durch Singunterricht und geeignete Lektüre anzuregen. Auch in der Pflege des gesunden und kranken Menschen werden die Schülerinnen mit dem Nötigsten vertraut gemacht. Es finden jährlich zwei Lehrkurse statt, ein Sommer- und ein Winterkurs. Feder Kurs dauert fünf Monate. Bis jetzt haben über 1000 Schülerinnen die Schule mit Erfolg besucht. Aus Nah und Fern. * Sinsheim, 22. März. (Besitz Wechsel.) Das seither im Besitz von August Leinberger befindliche Gasthaus „zum Bären" ist um den Preis von Mk. 38 000 in den Besitz von Metzgermeister A. Geiser aus Hilsbach, z. Zt. in Heidelberg, übergcgangen. d. Sinsheim,22.März. (Bataillonstag.) Am vergangenen Sonntag versammelten sich hier im Gasthaus zum „Bären" ungefähr 40 ehemalige Kriegskameraden des 2 . Landsturmbataillons Heidelberg zwecks Aussprache und Beschlußsassung über die Abhaltung des nächsten Pataillonstaqes. Einstimmig wurde Sinsheim als Tagungsort und der 3o. Oktober als Festtag bestimmt und eine Kommission zur Erledigung der Vorarbeiten ernannt. Wir möchten nicht versäumen, alle ehemaligen Angehörigen des 2 ten Landsturmbataillons Heidelberg schon jetzt daraus aufmerksam zu machen. * Sinsheim, 22. März. (Fristablauf für Lohnsteuer- Erstattungen am 31. März.) Das Reichsfinanzministerium weist nochmals darauf hin, daß die Anträge der Arbeitnehmer, die wegen Verdienstausfalles oder wegen besonderer wirtschaftlicher Verhältnisse die Erstattung der Lohnsteuer für 1926 beanspruchen, bis zum 31. März beim Finanzamt eingereicht werden müssen, in dessen Bezirk die Arbeitnehmer am 31. 12. 1926 ihren Wohnsitz hatten. Fristversäumnis hat Ablehnung der Erstattungsanträge zur Folge. Die Merkblätter, aus denen sich die Einzelheiten ergeben, und die Vordrucke zu Erstattungsanträgen, die auf Brrdienstausfall gestützt werden, sind bei den Finanzämtern unentgeltlich erhältlich. pc Sinshrdn, . /. März. (Wann ist der Landwirt von der Vermögens st euer befreit?) Unter dieser Rubrik hatten wir vor kurzem eine Darstellung gegeben, welche die Rechtslage unrichtig wiedergegcben hatte. Es ist nämlich die Beziehung sämtlicher Vergünstigungen aus den 1. Januar 1925 unterlassen worden, so daß der Eindruck hervorgerufen wurde, als ob auch die Steuerpflichtigen, die erst im Jahre 1926 60 Jahre alt geworden seien und deren Einkommen und Vermögen jetzt erst die angegebene Höhe von 10000 Mark erreicht hätten, beseitigt seien, die Vergünstigungen des Paragraphen 8 B. St. G. zu beantragen. Dies entspricht den gesetzlichen Bestimmungen nicht, die auch hierfür den Stichtag, nämlich den 1. Januar 1925, maßgebend sein lassen. War also ein Steuerpflichtiger am 1. Januar 1925 noch nicht 60 Jahre alt, war sein Einkommen und Vermögen höher als jetzt angegeben, so kann er sich nicht auf dm Paragraphen 8 B. St. G. berufen, auch wenn gegenwärtig die Voraussetzungen gegeben sein würden. ö Waibstadt, 22. März. (Die Genossenscha ftsver- s a m m lu n g.) Am Sonntag tagte hier die sehr stark besuchte 46. ordentliche Generalversammlung, die Bürgermeister Winkelmann, Neidenstein leitete. Nach dem Rechenschaftsbericht über das vergangene Jahr zollte Neudeck, Lobenfcld der Genossenschaftsleitung Dank und Anerkennung und konstatierte, daß auch der Dorschußverein auf dem Wege eines gesunden Wiederaufbaues sei. Obwohl der Umsatz dem Jahre 1925 gegenüber etwas zurückgeblieben sei, sei der Reingewinn der gleiche geblieben, sodaß auch in diesem Jahre eine erfreuliche, wenn auch bescheidene Auswertung der alten Stammanteile erfolgen kann. Begrüßenswert fei auch das Anwachsen der Mitglieder. Der Verein zählte am 31. 12. 26, 551 Mitglieder, die sich auf Waibstad; und Umgebung verteilen. Stadtrat Haas bemängelte den hohen Reingewinn und wünschte, daß in Zukunft mehr Rücksicht auf die Gewerbetreibenden genommen werde. Nachdem Aufsichtsrat Konrad über die Rechnungsprüfung berichtet hatte, wurde dem Vorstand Entlastung erteilt. Sehr günstig lautete der Revisionsbericht. Dem Vorschläge der Geschäftsführung betr. der Gewinnverteilung wurde zugestimmt. Der Stammanteil wurde dann ohne jegliche Debatte von 200 Rm. auf 300 Rm. erhöht, ebenso der Einzelkredit von 10000 auf 30 000 Rm. festgesetzt. Die ausscheidcnden Aussich'sratsmitglieder Adam Ernst, Eschelbronn und Th. Kohlmann, Waibstadt wurden wieder gewählt. Kassierer Striffler gab bekannt, daß die Genossenschaft in diesem Jahre die Spareinlagen mit 8 Prozent aufzuwerten gedenke. Nach anregenden Verhandlungen konnte Bürgermeister Winkelmann die Versammlung schließen. Vorher wurde dem Direktor Wittmann und Kassierer Striffler im Namen der Versammlung durch Neudeck noch wärmster Dank für die umsichtige Geschäftsführung ausgesprochen. O Ncckarbischofsheim, 22. März. (Versetzt) wird auf 1. April d. Is. Herr Gefängnisaufseher Ioh. Eißler beim hiesigen Amtsgefängnis zum Männerzuchthaus nach Bruchsal. 0 Bad Rappenau, 22. März. (Verschiedenes.) Das hiesige Gemeinde-Solbad wird am 1. April den Badebetrieb wieder aufnehmen. — Die Mitglieder des Verein s für Bewegungsspiele hatten sich am Sonntag auf ihrem Sportplätze versammelt, um ein Freundschaftsspiel mit dem Fußball- Verein Bammental auszutragen. Das Spiel endete mit 3:2 für Bammental. Diesem Spiele ging ein Freundschaftsspiel Rappenau 2 gegen Grombach 1 voraus, das mit einem Endresultat 2 :2 ausging. — Bei der am Sonntag in Siegelsdach stattgefundenen Gauversammlung des Wollenbachgaues der Klein-Ka libersport- vereine wurde Eisenbahnsekretär Künzel von hier zum Gauleiter des -Wollenbachgaues einstimmig gewählt. A Richen, 22. März. (Hohes Al t e r.) Am Samstag beging Herr Privatier Karl Harsch in geistiger und körperlicher Rüstigkeit seinen 86. Geburtstag. co Eppingen, 22. März. (Vers chi ebenes.) Die F r e i w. Feuerwe hr veranstaltete am Samstag in der „Altstadt" einen Feuerwehrabend. In gemütlicher Weise war man bei Bier und Vortragsstücken der Feuerwehrkapelle beisammen. Die erschienenen Kameraden begrüßte der 1. Kommandant^ Herr Karl Feeser. Es wurde im Laufe des Abends beschlossen, das SOjätjrigc Stiftungsfest der Nachbarwehr Rohrbach zu besuchen, außerdem wird sich das Eorps auch an den Jubelfesten der Wehren Gondelsheim und Meckesheim beteiligen. Mit dem Besuch eines dieser letztgenannten Feste soll ein Ausflug verbunden werden. — Sonntag nachmittag fand im Saale zur „Eisenbahn" die jährliche ordentliche Generalversammlung der Bolksbank Eppingen e. G- m. b. H. statt. Herr Brauereidirektor Ludwig Zorn, der Vorsitzende des Aufsichtsrats, gab einen klaren Uebcrblick über die Lage im Geldmarkt, die Kreditbeschaffung und allgemeine Wirtschaftslage im Reich. Hierauf ergriff Herr Bankvorstand Philipp Bielhauer das Wort zur Berichterstattung über das Rechnungsjahr 1926, das einen günstigen Abschluß aufweisen kann. Der Gesamtumsatz beträgt 28 862 557,64 RM.: die Bilanzsumme hat sich um das doppelte auf 469 268.79 erhöht. Der Reingewinn beträgt 18 909.04 RM. Der Mitgliederstand ist 845. Es wurde beschlossen, 10 Proz. Dividende zu verteilen, II000 RM. für Reserve zurückzustellen und 3000 RM. zur Aufwertung von Spareinlagen und Geschäftsanteilen zu verwenden. Aufsichtsratsmitglieder Otto Hofmann und Jakob Bitterich wurden per Akklamation einstimmig wiedergewählt. Nach reger Besprechung von Genossenschaftsangelegenheiten konnte der Vorsitzende kurz nach 4 Uhr die befriedigend verlaufene Versammlung schließen. — Zwei jungen Eppingern, Walter Lang und Eugen Wiescr. ist es nach Ueberwindung mancher Schwierigkeiten und nach unermüdlicher Arbeit gelungen, einen Doppeldecker, einen sogenannten „Hängegleiter" zu bauen. Mit dem Segelflieger, der eine Spannweite von 6 Meter besitzt, haben die Erbauer am Sonntag Vormittag und Nachmittag im Gewann „Bogelherd" einige Probestüge unternommen, die trotz der fast herrschenden Windstille sehr gute Resultate zeitigten. — Bet der am letzten Sonntag in Durlach stattgcfundenen Hunde- schau, die gut beschickt war, konnte sich der Leonberger Zwinger von der Krone, Besitzer Ph. Beck z. Krone-Post, die schönsten Glanzleistungen erringen. In der Altersklasse errangen sich: Leo von der Sägmühle, „vorzüglich" mit Ehrenpreis sowie Ehrenpreis der Stadt Durlach: Asta „vorzüglich" und Ehrenpreis!. Ebenso wurden aus seinem Zwinger stammende junge Hunde, die in andern Besitz übergegangen sind, ausgezeichnet. x SrWchtern, 22. März. (P.reisgekrönte Hunde.) Bei der am Sonntag in Durlach stattgefundenen Hundeschau errangen sich Arno von der Krone und Alex v. d. K., Besitzer Fränznik von hier in der Jugendklasse die Note „sehr gut" und Ehrenpreis. _L Eberbach, 22. März. (Eine Verbrecherjagd.) Dieser Tage kam ein 23 Jahre alter, gut gekleideter Mann auf das hiesige Rathaus und verlangte einen Personal- und Staatsangehörigkeitslusweis. Er gab an, seine Papiere verloren zu haben, zeigte als Ausweis einen Entlassungsschein auf den Namen des Matrosen Ferdinand Heiß von Ncckar-Wimmcrsbach vor. Zur Si- ckcrheit wurde der junge Mann in Haft genommen. Dieser floh aber und einem hiesigen Gendarmeriebeamten gelang es, zwischen Eberbach und Lindach den Entflohenen einzuholen und festzustellen. Das schlechte Gewissen trieb den Verbrecher zu erneuter Flucht. Verfolgt, betrat er den Bahndamm, nahm dort ein einem Streckenarbeiter gehöriges Fahrrad an sich, fuhr mit diesem den Fahrdamm entlang und schließlich eine 4—5 Meter hohe Böschung hinab nach der Landstraße, überschlug sich jedoch beim heftigen Anprall unten am Straßengmben und zog sich dabei Kopfverletzungen zu. Eine weitere Flucht mit dem stark beschädigten Fahrrad mißlang. Nach einer halben Stunde Jagd gelang es dem Beamten mit Unterstützung eines Straßenarbeitcrs aus Lindach den Flüchtling einzuholen, der während der Verfolgung öfters mit Niedcrschießen drohte. Der Flüchtling ging tätlich und beleidigend gegen den Beamten vor, schlug mit einer im Straßengraben gefundenen Flasche nach ihm, bis dem Verbrecher schließlich Handschellen angelegt werden konnten. Er verweigerte jede Auskunft und erst gestern gab er sich als Seemann Karl Tubbe aus Rothenbusch bei Bremen aus, Ausweispapiere fehlen, foi den Briefschaften, die er bei sich hatte, sind die Namen herausgekratzt. In einer Aktentasche trug er eine schwarze Maske, verschiedene Einbrecherwerkzeuge, wie Nachschlüssel, Stemmeisen, Feilen, Taschenlampe und dergleichen bei sich. Einen geladenen Revolver verlor der Verhaftete auf der Flucht. 0 Schweigern, 22. März. (Verunglückt) Landwirt Leonhard Hohstadt fiel beim Strohaufladen so unglücklich vom Wagen, daß ihm zwei Rippen brachen. )( Osterburken bei Adelsheim, 22 März. (Seinen Verletzung en erlegen) fft der 85jährige Schmied Joseph Ebel aus Schlierstadt, der am Bahnhof Adelsheim aus dem sich bereits in Bewegung befindlichen Zuge sprang. — Heidelberg, 22. März. (EinKalbmitzweiKöpfen) erblickte im Stalle des Arbeiters Kocher-Kirchheim mit vier Augen das Licht der Welt. Wie wir hören, war sein Leben nicht von langer Dauer. Bereits am Sonntag ist das abnorme Tier eingegangen. t Rußloch, 22. März. (Die evangelische Religions- p r ü f u n g) fand hier durch Dekan Schmitthcnner (Wiesloch) statt, wobei zum ersten Male nach dem Kriege zur freudigen Ueberraschung der Schulkinder wieder wie in Friedenszeiten Brezeln ausgeteilt wurden. A Mannheim, 22. März. (Schwere Explosionsverletz u n g.) In der Fettsäure- und Glyzerin-Fabrik in der Industrie- straße ereignete sich beim Herausnchmen eines Spundes aus einem leeren Eisenfaß mittels eines Schweißapparates eine Explosion. Die beiden Fußböden wurden herausgerissen, wobei der eine einen 51 Jahre alten Arbeiter traf und ihm den rechten Unterschenkel zerschmetterte. — Untergrombach, 22. März. (Berkehrsunfall.) Der 16 Jahre alte Sohn des Landwirts Stelzer wurde von einem Auto überfahren und am Fuß schwer verletzt. Der Junge führte ein Rind. Dieses scheute vor dem Auto, und der Bursche geriet auf diese Weise unter das Auto. — Nürnberg, 22. März. (Unfall bei einem Reichsbanner z'u g.) Ein Automobil fuhr in einen durch den Kirchweg marschierenden Reichsbannerzug und verletzte drei Personen schwer, darunter eine lebensgefährlich. Die Verletzten haben im Städtischen Krankenhaus Aufnahme gefunden. Brudermord in Viernheim. Gestern abend gerieten in Viernheim (Hessen) die beiden Brüder Georg und Ferdinand Martin miteinander in Streit, in dessen Verlauf der 28 jährige verheiratete Georg seinem 32 jährigen unverheirateten Bruder Ferdinand die Kehle durchschnjtt, so daß er alsbald starb. Der Täter wurde verhaftet. — Frankfurt a. M., 22. März. (Großer Juwelen- diebstahl.) In einem im Zentrum gelegenen Hotel wurden einem dort wohnenden Ehepaar die gesamten Juwelen im Wert von 80000 Reichsmark gestohlen. Man fand auf dem Balkon Fuß- und Fingerspuren, die auf einen Fassadenkletterer schließen lassen. Von dem Täter fehlt jede Spur. Neueste amtliche Kurse mitgeteilt von der Dereinsbank, e. G. m. b. H. Einsheim, vom 22. März 1927. »«leih««: in »/o Ablöfungslchuld mtt Auslosungsschein . . 319 ohne Auslofungsschetn . . 23 Bankaktie«: in t 60—61, e 58—59, f 54—57. g 48—54. Marktverkauf: mit Großvieh mittelmäßig, geräumt: mit Kälbern mittelmäßig, ausverkauft; mit Schweinen ruhig, langsam geräumt. Anlage.von Blitzableitern. Der beträchtliche Schaden der alljährlich dadurch hervorgerusen wird, daß Blitzschläge in Gebäude | ohne Blitzableiter treffen, gibt Beranlaflung. die Hausbe- fitzer darauf hinzuweisen, wie notwendig und oorteil- hast es ist, Blitzableiter an den Gebäuden anzubringen. Insbesondere ist dies für einzeistehende Gebäude (Scheuern, Bauerngehöste, Kirchtürme,) zu empfehlen. Sinsheim, den 18. März 1927. Badisches Bezirksamt. Bekanntmachung. Ueber den Nachlaß des am 18. November 1926 verstorbenen in Baiertal wohnhaften Emil Lörz, Müller von Hilsbach ist die Nachlaßvermaltung angeordnet. Der Gemeinderat Jakob Krön in Wiesloch ist zum Nachlaßoerwalter bestellt. Der Nachlaß- Verwalter fordert hiermit alle diejenigen, die eine Forderung an dem Nachlaß haben auf, diese bis spätestens 15. April 1927 bei ihm anzumelden. Wiesloch, den 14. März 1927. Bad. Notariat I. Wiesloch. EiMJrmeMlititrsWe Sinrljem Auf vielseitigen Wunsch wird die Ausstellung der Arbeitsschule bi» einschließlich nächsten Sonntag verlängert — und ist den ganzen Tag geöffnet. y f TTf 1 >t fffl Mensch mach mit!! in Hunold's Fahrschule Du lernst dort -,,5 am besten fahren ™ Otto Hunoid utto nuriuiu w 0 Mannheim 36.3 r ahrscn^ Bür0 L14.14 Tei^osoe/zi 4 ^ VorUn^«!! Sic bitte ■woffftirBchca llloMi. FH99U KSfe billiger ab Fabrik 9 Pfk.Taselkäse Rd.4.00 9 „ Dtsch. Edamer , 4.95 9 „ Holst. Tilsiter (delikat) „ 4.95 9 „ Holländer „ 7.00 ab hier, Nachnahme. Porto Mk. 1.— garant. vorzügl. schnittfeste Ware. S. Heinze, Käsefabrik Hamburg 20 Lokstedterweg Nr. 312. Mißfarbene Zähne l „«**?**" /'bJot-odoat - Zahnpaste.' 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