«rs»«tz»1 «glich «U Ausnahme der Feiertage. Bezugs-Preis: Durch die Post bezogen und durch den Briefträger und unsere Austräger frei ins Laus monatllch Goldmark 1.50 Der Bezugspreis ist im Voraus zu entrichten. ? n Fällen von höherer Gewalt esteht kein Anspruch auf Lieferung der Zeitung oder auf Rückzahlung des Bezugspreises. Geschäftszeit 1/28 bis 5 !lhr Sonntags geschlossen. Fernsprech-Anschluß Nr. 11 Postscheck-Konto Karlsruhe Nr. 6803 Generalanzeiger für -as^^^Ksenz-und bäuvarzbaclita! Dev Landvote Heltelt» m» auf Beschränkung der Zahl der wirtschaftlichen Betriebe des Reiches. Der Ausschuß ersucht die Reichsregierung, die wirtschaftlichen Betriebe des Reiches mit Ausnahme der gemeinnützigen öffentlichen Bersorgungsbetriebe auf das unerläßliche Mindestmaß zu beschränken. Abg. Schmidt, Berlin (Soz.), bestreitet, daß die Hand- werkerintereffen durch die öffentlichen Betriebe geschädigt würden. Abg. Loibl (Bay. Bolksp.) stellt fest, daß an eine Beseitigung der gemeinnützigen Bersorgungsbetriebe nicht gedacht werde. Die Reichsdruckerei schffdige durch ihre Preispolitik die privaten Druckereien. Man wolle die Reichsöruckerei nicht beseitigen, aber sie müsse den Umfang eines normalen Betriebes annehmen. Die Ausdehnung der Eigenbetriebe der Krankenkasse« müsse verboten werde«. Abg. Biener (D. N.>, bedauert ebenfalls die Konkurrenz, die dem Handwerk durch die Betriebe der öffentlichen Hand bereitet werden. Oeffentliche Mittel würden geradezu verschleudert. Die Städt. Baugesellschaft in Leipzig würde zum Beispiel durch Zuschüsse nur künstlich am Leben erhalten. Abg. Bartschat (Demokr.) weist auf die Konkurrenz der Schneiderbetrieb der Reichsmarine und der Stellmacherei der Reichswehr hin. Darauf werden die Beratungen abgebrochen. Das Haus vertagt sich auf Dienstag, 16 Uhr. Verlängerung des Mieterschutzgesetzes. Schluß 19.15 Uhr. Die Berlängernng der Pachtschntzordnnng vom Reichstag gebilligt. Berlin, 28. Juni. Der Reichstag billigte gestern in zweiter und dritter Lesung eine Vorlage zur Verlängerung der Pachtschutzordnung um 2 Jahre bis 1929. Die Veamtenbesoldung im Haushalt- ausschutz Gegen die Beamten-Demouftration. Berlin, 28. Juni. In der Aussprache über die Anträge zur Beamtenbesoldungsreform im Haushaltsausschuß des Reichstages wandten sich die Vertreter der Regierungsparteien scharf gegen die letzten Demonstrationen der Beamten. Abg. Dr. Q u a a tz Du.) warnte die Beamten, sich von denen, die grundsätzlich Gegner des Berufsbeamtentums seien, auf die Straße locken zu. lassen und die Grundfesten der Staatsautorität zu erschüttern. Er rief den Beamten zurück von dem Wege der Demagogie zum Wege der Besonnenheit. Das demagogische Auftreten der Beamten im Lustgarten werde die Regierung nicht verleiten, vom Wege der besonnenen Staatsklugheit abzugehen. Auch der volksparteiliche Abgeordnete Morath betonte, daß man mit der Aufforderung zur passiven Resistenz das Berufsbeamtentum totschlage. Abgeordneter Groß (Ztr.) hielt die Wendung des Ministers von „hysterischen Kundgebungen" für gerechtfertigt, wenn man höre, daß zum Schluß der Kundgebung auf dem „So a garscht'ges Gesteck," schimpften sie, „secht nit amal merci." Achtzehntes Kapitel. Das Maingäßchen hinabschreitend, welches schmal und unsauber zu beiden Seiten je drei kleine Häuser aufwies, von denen einige nur noch des Abbruchs wert schienen, suchte Anatol nach Nummer drei. Es war das letzte Haus gegen den Main hin. Etwas enttäuscht überblickte er das in sehr schlechtem Zustande befindliche Wohnhaus, welches nur aus einem merkwürdig ausfehsnden Erdgeschoß und einem darüber liegenden Boden bestand. Die grünen, grob behauenen Felssteine, aus denen das Gebäude aufgerichtet war, wiesen an der linken Frontseite einen langen Strich auf, darüber stand mit großen, tiefen Lettern, ins Gestein gekratzt: Höchster Wafler- stand im Jahre eintausendachthundertdreiundfünfzig. Nun wußte der Ankömmling, warum das Erdgeschoß so hoch aus der Erde herausgebaut war, in dieser tiefliegenden Ortschaft trat wahrscheinlich zuweilen der Main über. Den einen Flügel des großen, schweren Tores aus braungelb gestrichenen Eichenholzbrettern öffnend, trat Anatol in das Gehöft. Als erste Begrüßung stob eine Gänseschar mit langen, ausgestreckten Hälsen auf ihn zu, durch wütendes Geschnatter es versuchend, den Eindringling wieder hinaus zu ängstigen. Von dem Lärm aufmerksam gemacht, trat ein herkulisch gebauter Mann, dessen für seine Größe viel zu kleine Gesichtszüge sofort an einen' Ochsen erinnerten, in die Tür des Kuhstalls, warf einen seiner kolossalen Holzschuhe nach den Gänsen, daß diese mit Zetergeschrei sich aus dem Staube machten, und rief mit dünner Fistelstimme, die gar seltsam abstach von seiner Goliathgestalt: „Wo wollen's hie?" „Ich bin wohl hier richtig bei Herrn Weingutsbesitzer Schäflein." „Woas?" fragte der Riese ebenso einfältig wie die drei Jungen vorhin. Anatol wiederholte seine Worte, dabei über den Hof auf den Bauern Mlckireitend. Nr. 109. Jahrgang 1927. Genbarmenmarkt die Marseillaise gesungen und ein Hoch auf die Internationale ausgebracht wurde. Der Vertreter der bayerischen Regierung, Staatsrat von Wolfs, wandte sich gegen die Kritik an den Ländern. An der einhelligen Stellungnahme der Finanzminister der Länder könne ma:: nicht vorübergehen. Bayern habe zwar mehr Behörden, aber nicht mehr Beamte als Norddeutschlanb. Demgegenüber erklärte der volksparteiliche Abgeordnete Dr. F r e m e r, daß das bayerische Innenministerium durch die Bildung von Töchterministerien seinen Personalbestand seit dem Krieg vervierfacht habe. Die Länder sollten dem Beispiel Braunschweigs folgen, das mit Hilfe des Sparkommissars eine Rationalisierung der Verwaltung vornehme. Die weitere Aus' -rache wurde vertagt. Die Aendernng des Reichsbeamtengesetzes im Reichstags- ansschntz. Berlin, 28. Juni. Der Reichstagsausschuß für Beamteu- angelegenheiten beschäftigte sich heute mit einigen Anträgen, die eine Aenderung des Reichsbeamtengesetzes zum Ziel haben. Nach dem volksparteilichen Antrag soll das Reichs- beamteng-fetz im Paragraphen 155 folgende Fassung erhalten: „Die Entscheidungen der Reichsüienst-, Straf- und Verwaltungsbehörden darüber, ob und von welchem Zeitpunkt ab ein Reichsbeawter ans «ein-m Amt zu entfernen, in den Ruhestand zu versetzen oder vorläufig seines Dienstes zu entheben sei und über die Verhängung von Ordnungsstrafen sind für die Beurteilung der von dem Gericht geltend gemachten vermögensrechtlichen Ansprüche maßgebend. Das gleiche gilt hinsichtlich der Entscheidung der Verwaltungsbehörden darüber, von welchem Zeitpunkt ab ein Reichsbeamter gemäß 8 24 einstweilen in den Ruhestand zu versetzen sei? Ein deutschnationaler Antrag wünscht folgenden Zusatz zu dem gegenwärtig geltenden § 125: „Die Frage, ob die Voraussetzungen des Paragraphen 24 (Ruhestandversetzung) zutreffen, unterliegt jedoch der richterlichen Beurteilung? Das Reichsministerium wird zunächst die Stellungnahme des Reichskabinetts zu diesen Anträgen abwarten. Der Ausschuß vertagte sich daher, ohne Beschlüffe zu fasse»:. Verhandlungen im Reichsrat Die Geltungsdauer des Mieterschutz- und des ReichSmieten- gesetzes bis zum 31. Juli d. I. verlängert. Berlin, 28. Juni. Der Reichsrat genehmigte in einer öffentlichen Sitzung einen Gesetzentwurf, der die Geltungsdauer des Mieterschutzgesetzes und es Reichsmietengesetzes, die beide am 30. Juni ablaufen, provisorisch bis zum 31. Juli d. I., also um einen Monat verlängert. Bis dahin soll dann der Reichstag die gleichfalls bereits vorliegenden Aen- derungsgesetze, die eine Verlängerung bis 1929 bringen, verabschieden. Keine Kohlenpreiserhöhung. Neuer Einspruch des Mrtschastsministers. Berlin, 27. Juni. In der heutigen Sitzung des Reichskohlen- mts sind die Wünsche des Bergbaues auf Erhöhung der Preise im wesentlichen abgelehnt worden. Die Kommission, die in der letzten Sitzung zur Prüfung eingesetzt worden war, war zu keinem einheitlichen Ergebnis gelangt. Infolgedessen sah sich der Reichskohlenrat veranlaßt, von sich aus die Ablehnung vorzunehmeni. Lediglich für einige Sorten, fo für Magerkohle, Etz- und Gas- flammkohle wurden Preiserhöhungen beschlossen. Der Vertreter des Reichswirtschastsministeriums hat j:doch gegen diesen Beschluß Einspruch erhoben. Die Erhöhungsanträge der Reviere Oberschlesien und Sachsen wurden neuen Kommissionen zur Prüfung überwiesen. Baubeginn der Ozean-Zeppeline In der Zeppelinwerft in Friedrichshafen sind jetzt sämtliche Vorbereitungen für den endgültigen Bau des LZ. 127. des ersten reinen Ozean-Verkehrs-Luftschisfes, abgeschlossen. Tie Bauarbeiten wurden deshalb yinausgeschoben, weil einmal ein bedeutend knickfesteres Duraluminium geschaffen worden ist, das dem Schiff eine viel höhere Festigkeit verleiht, als alle früheren Zeppelinen. Zum andern aber wurde auch zugewartet, weil für den vorgesehenen regelmäßigen Ueberseeverkehr Spanten—Argentinien die Sicherungen geschaffen werden mußten, daß auf beiden Seiten die Hasenanlagen vollständig fertig sind. Bekanntlich wird in Spanten, in Sevilla, eine Werft mit großer Halle errichtet: es muß also für den Ankunftshafen eine ähnliche Einrichtung in Buenos Aires geschaffen werden. Zu diesem Zweck reist Dr. Eckener in den nächsten Tagen zunächst nach Spanien und von da aus nach Buenos Aires. Auf die endgültige Fertigstellung des Ozeanlnftschiffes hat die bisherige Verzögerung keinerlei Einfluß, da die eigentlichen Zusammensetzarbeiten nur 9—19 Monate umfaßen und das Schiff also rechtzeitig im Frühjahr 1928 seine großen Probefahrten, die aus langen Ueberlandsfahrten und Ozeanfahrten bestehen werden, beginnen kann. Gegenwärtig ist in der großen Friedrichshafener Halle die Haupt-, ö. h. die große Mittelzelle fertig zusammengesetzt und unter Probedruck genommen. Der große Fahrgastraum macht den Eindruck eines hochseefähigen Schiffes. Die Vergrößerung kommt in erster Linie natürlich den Fahrgästen zustatten, die Einzelkabinen mit klappbarem Tisch, 2 Schränken und Doppelbetten in der Anordnung der Schlafwagen bekommen. Zwischen den eigentlichen Kabinen und dem vergrößerten Führerraum ist der große Gesellschaftsraum ein- gefügt. Sehr zu begrüßen ist, daß man sich in Friedrichshafen entschlossen hat, den Werdegang der Bauarbeiten auch durch die Oefsentlichkeit verfolgen zu lagen, denn vom 1. Juli ab kann die Bauhalle besichtigt werden. Zusammenstoß mit Besatzungstruppen in Lachen-Speyerdorf Reustadt a. d. Hardt, 28. Juni. Wie erst jetzt bekannt wird, ereignete sich am Sonntag vor acht Tagen auf dem Flugplatz Lachen-Speyerdorf eine Schlägerei zwischen französischen Soldaten und mehreren deutschen Staatsangehörigen, in deren Verlaus zwei Franzosen erhebliche Verletzungen erlitten. Von Beamten der französischen Landgendarmerie wurden sofort umfangreiche, die ganze Woche über dauernde Nachforschungen nach den am Streit beteiligten Deutschen angestellt, denen selbstverständlich die ganze Schuld an den bedauerlichen Vorfällen zugeschoben wird. Ein Speyerdorfer Bürger wurde nach dem Verhör verhaftet. am letzten Donnerstag jedoch wieder freigelasien. Am Freitag wurden neuerdings wegen der Vorfälle zwei junge Leute aus Haßloch festgcnommen, während zwei andere Deutsche sich der ihnen drohenden Verhaftung durch die Flucht entziehen konnten. Da die Untersuchung von der französischen Gendarmerie geführt wird, ist cs unmöglich, ein richtiges Bild von den Vorfällen zu gewinnen. Im Zusammenhang damit sei darauf hingcwiesen, daß es in Lachen- Speyerdorf schon seit den ersten Tagen der Besatzung zwischen Soldaten und Einheimischen immer wieder zu größe- Der Landbote * Sinsheimer Zeitung. reu oder kleineren Reibereien kam. Alle Zwischenfälle liegen darin begründet, daß auf dem Flugplatz Lachen-Speyerdorf mehr Besatzungsangehörige stationiert sind, als die Gemeinde Einwohner zählt. Der Ueberfall auf Reichsbannerleute in Ahrensdorf Frankfurt a. O„ 28. Juni Zu dem Ueberfall auf Reichsbannerleute in Ahrensdorf lKreis Lebus) wird nach den polizeilichen Vernehmungen an Ort und Stelle von authentischer Seite folgende Darstellung gegeben: Einem Auto mit Reichsbannerleuten, das von Berlin nach Frankfurt zum Gautag unterwegs war, folgte ein Radfahrer, der in Ahrensdorf von Einwohnern angepöbelt und schließlich in eine Schlägerei verstrickt wurde. Als die Insassen des Autos dies bemerkten, hielten sie an und eilten ihrem bedrängten Kameraden zu Hilfe. Eine größere Anzahl von Dorfeinwohnern lief zusammen und es kam zu einer wüsten Schlägerei, mit Steinbombardement. Ein Reichsbannermann wehrte sich dabei mit seinem Trommelstock. Ter Besitzersohn Schmelzerer focht zunächst mit einem alten Säbel. Als er sah, daß er damit nichts ausrichten konnte, holte er seine Jagdflinte, mit der er die verhängnisvollen vier Schüsse abgab, durch die der Schlosser Tietze aus Ottnar getötet wurde und 10 Reichsbannerleute verletzt wurden. Sechs der Verletzten wurden in das städtische Krankenhaus in Frankfurt eingeliefert. Drei von ihnen konnten am gestrigen Sonntag bereits wieder entlassen werden. Der Zustand der drei übrigen gibt zu Besorgnis keinen Anlaß. Sozialdemokratische Interpellation Berlin, 28. Juni. Wie der „Vorwärts" berichtet, wurden die Abgg. Ludwig und Wels vom Sozialdemokratischen Parteivorstand im Zusammenhang mit den Zwischenfällen in Ahrensdorf gestern vormittag bei dem preußischen Innenminister Grszesinski vorstellig, um ihm über die ungeheure Erregung Mitteilung zu machen, die nicht nur in den Kreisen des Reichsbanners, sondern auch in der gesamten Arbeiterschaft über die Unsicherheit der öffentlichen Wege selbst in der Umgebung Berlins herrscht, sobald es Republikaner wagen, die Farben der Republik öffentlich zu zeigen. Der Minister teilte mit, daß er strengste Untersuchung angeordnet habe und daß er Sorge tragen werde, daß die geringsten Uebelstände sobald wie irgend möglich beseitigt würden. Die sozialdemokratische Fraktion des Landtages wird in der Angelegenheit sofort im Landtag interpellieren. Der Stand der deutsch-französischen Handelsvertragsverhandlungen Posse in Berlin. — Frankreichs Gegenvorschlag. Berlin, 27. Juni. Ministerialdirektor Posse ist aus Paris hier eingetroffen. Um die Mittagsstunde fanden wichtige Beratungen bei Staatssekretär von Schubert im Auswärtigen Amt statt. Wie die „Germania" mitteilt, lautet der neue französische Vorschlag dahin, das geltende Provisorium um 14 Tage zu verlängern. Die gewonnenen 14 Tage sollen dazu benutzt werden, sich über ein länger dauerndes Abkommen lDeutschland verlangt als Mindestdauer 1 Jahr) zu einigen. Der Reichsbankausweis vom 23. Juni Berli«, 27. Juni. Der Ausweis Hx Reichsbank vom 23. Juni zeigt einen Rückgang der gesamten Kapitalanlage in Wechseln und Schecks, Lombards und Effekten um 106,'l Millionen RM. Die Bestände an Wechseln und Schecks haben sich um 99,5 Mill. RM. auf 2017,4 Mill. RM.. die Lombardbestände um 7,2 Millionen RM. aus 21.3 Millionen RM verringert. Die Effektenbestände blieben mit 93,1 Millionen RM. unverändert. In Reichsbanknoten und Rentenbankscheinen zusammen sind 138,4 Millionen RM. in di« Kassen °der Bank zurückgeslossen, und zwar hat sich der Umlauf an Reichsbanknoten um 122,7 Millionen RM. auf 3219,1 Millionen RM. verringert und der an Rentenbankscheiner um 15.7 Millionen RM. aus 942.fi M'lix'nen RM. Dementsprechend und unter Berücksichtigung, daß in der Berichtswoche Rentenbankscheine in Höhe von 9,2 Millionen RM. getilgt wurden, haben sich die Bestände der Reichsbank an solchen Scheinen um 6,5 Millionen RM. auf 120,9 Millionen RM. erhöht. Die fremden Gelder weisen eine Zunahme um 9,9 Millionen RM. auf 769,5 Millionen RM. auf. Die Bestände an Gold und deckungsfähigen Devisen insgesamt haben sich um 5,7 Millionen RM. auf 1873,1 Millionen RM. verringert, und zwar sind die Bestände an Gold um 0,7 Millionen RM. auf 1802,8 Millionen RM.. die Bestände an deckungsfähigen Devisen um 4,9 Millionen RM. auf 70,3 Millionen RM. zurückgegangen. Die Deckung der Noten durch Gold allein erhöhte sich von 54 Proz. am Ende der Vorwoche auf 56 Proz., die Deckung der Noten durch Gold und deckungsfähige Devisen stieg von 56,2 auf 58,2 Prozent. Baden. Befoldungsreform in Baden. 10 Prozent Aufbessernns auf I. Oktober. Karlsruhe, 27. Juni. Wie wir erfahren, beabsichtigt die badische Regierung, die Gehälter sämtlich« Beamten um 10 Proz. zu erhöhen und zwar mtt Wirkung vom 1. Oktober ds. 3s. ab. Bekanntlich ist eine Vorlage über eine derartige Gehaltserhöhung für die Beamten der Gehaltsgruppen 1 bis 6 bereits dem Landtag zugegangen. Jetzt soll diese Maßnahme aber auf alle Beamten- gruppen ausgedehnt werden. Der Mannheimer Katholikentag. Mannheim» 26. Juni. Der heute hier veranstaltete Mannheimer Katholikentag stand im Zeichen der Jahrhundertfeier der Erzdiözese Freiburg und des 50. Todestages des Mainzer Bischofs Wilhelm Emanuel Ketteler. Gestern abend traf Erzbischof Dr. Karl Fritz aus Freiburg hier ein und wurde in der Iesuiten- kirche feierlich begrüßt. Heute morgen zelebrierte er in der gleichen Kirche das PoMifikalamt, während Geistl. Rat Dr. Retzbach die Festpredigt hielt. Gegen 2 Uhr bewegte sich ein Festzug der katholischen Arbeitervereine von hier und auswärts und der Jugendorganisationen von der Rheinlust rmch dem Rosengarten. Dort fand um 3 Uhr die große Festversammlung statt. Da der Nibelungensaal die Menge der Besucher nicht zu fassen vermochte, wurde im Musensaal eine Paralleloersammlung abgehalten, in der Pfarrer Blum (Gernsheim) die Festrede hielt. Die Veranstaltung im Nibelungensaal wurde mit musikalischen Darbietungen eingeleitet und mtt herzlichen Begrüßungsworten von Dr. Moekel eröffnet. Die Festrede hielt Domkapttular Dr. Gröber, der in groß angelegten Ausführungen auf die Vergangenhett der Erzdiözese Freiburg einging und betonte, wie eng die Entwicklung derselben mit der Persönlichkeit des Mainzer Bischofs v. Ketteler zusammenhängt. Er hob die Gestalt dieses Kirchenfürsten in ihrer Bedeutung für die katholische Kirchengeschichte mit kräftigen Strichen hervor. Nach einem weihevollen Bortrag der Andante aus Beethovens 5. Symphonie hielt Erzbischof Dr. Fritz eine Ansprache, in der Dienstag, den 28. Zuni 1927. er auf die Bedeutung des Tages hinwies. Das „Jubilate Deo" und der Griegsche tzuloigungsmarsch, dem sich ein gemeinsamer 'Gesang anschloß, bildeten den Abschluß der sehr gut besuchten Kundgebung. Am Donnerstag wird Erzbischof Dr. Fritz den Grundstein zu einem St.-Theresien-Krankenhaus legen und am Freitag die Rückreise nach Freiburg antreten. Dietrich spricht zu Karlsruher Studenten. Karlsruhe, 25. Juni. Fm großen Festhallesaal der Stadt Karlsruhe fand am Samstag die Feier des am 10. April gegründeten A. H. Waffenringes Karlsruhe unter Beteiligung der aktiven Waffenstudentenschaft der vier Hochschulen des Landes statt. Der Festkommers wurde eröffnet mit dem Einzug der Fahnen der verschiedenen Korporationen. Anschließend sprach der Vorsitzende, Rechtsanwalt Richard Schneider, herzliche Begrüßungsworte. Im weiteren Verlauf des Abends ergriff der Reichstagsabgeordnete, Minister a. D. Dietrich das Wort zu einer Rede auf das deuffche Vaterland. Ausgehend von der Revolution und dem Versailler Vertrag gab der Redner einen Ueberblick über die Ereignisse der letzten Jahre und betonte, daß in der jahrtausende, alten deutschen Geschichte es immer das Unglück gewesen sei, daß nur kleine Schichten des Volkes den Staat und seine Politik getragen haben. Jetzt scheine es anders werden zu wollen und dieses Anderswerden bedeute Aufstieg. Die Außenpolitik werde heute getragen über alle Parteien hinweg von den Deutschnationalcn bis zu den Sozialdemokraten, d. h. hinter dieser Politik stehe nahezu Las ganze deutsche Volk geschloffen. Je mehr Kräfte sich hinter das Reich stellten, umso sicherer sei sein Bestand, desto besser seine Zukunft. Auch das Waffenftudententum wolle tatkräftig Mitarbeiten an der Einigung und dem Wiederaufstieg des deutschen Volkes. Zum Schluß seiner Ausführungen brächte der Redner ein Hoch auf das deutsche Vaterland aus, woraus die Versammelten stehend das Deutschland-Lied sangen. Weiter sprach noch Professor Dr. Ehret-Heidelberg über die Ideale des Waffenstudententums: „Ehre, Freiheit, Vaterland". Für die Fridericiana-Karlsruhe sprach Professor Amann Karlsruhe und als Vertreter der aktiven sind. elektr. Heinz-Karlsruhe. Au den Reichspräsidenten von Hindenburg wurde ein Begrüßungstelegramm gesandt, ebenso an den A. H. Waffenring Freiburg, der ebenfalls am Samstag abend seine Gründungsfeier abhielt. Aus Nah und Fern. * Sinsheim, 28. Juni. (Rheinfahrt der evang. Kirchen- chyre.) Am nächsten Sonntag werden die evang. Kirchenchöre von Adersbach, Babstadt, Eichtersheim, Eschelbach, Gemmingen, Hof- fenheim, Ittlingen, Kirchardt, Rappenau, Reihen, Mohrbach, Steinsfurt, Siegelsbach, Sinsheim, Weiler und das Friedrichsstift Heidelberg eine gemeinsame Rheinsahrt nach dem Nationaldenkmal am Niederrhein ausführen. Ein Sonderzug in aller Frühe wird die Teilnehmer nach Mainz führen, wo sie sich am Frühgottesdienst in der Christuskirche beteiligen und denselben durch Chöre verschönern werden. Nach einem Rundgang durch Mainz erfolgt die Wetterfahrt auf dem Rhein mtt Sonderdampfer nach St. Goar. Hier erfolgt zunächst die Besichtigung der evang. Stiftskirche mit ihrem roinanischen Chor und dann ein Gang nach der größten und bedeutendsten Ruine des Rheinlandes, Rheinfels. Nachmittags geht die Fahrt weiter nach Aßmannshausen und dem Nationaldenkmal. Dort findet eine Feierstunde statt, bei der Pfarrer Kampp-Heidelberg eine Ansprache halten wird, die Schüler des Friedrichsstists eine vaterländische Szene aufführen werden, ummhmt vom Gesamtchor der beteiligten Chöre. Abends erfolgt der Abstieg nach Rüdesheim und Rückfahrt mit Sonderzug. Hoffen wir, daß der Himmel am Sonntag ein freundlicheres Gesicht zeigt und warme Sonnenstrahlen herabsendet. Dann werden die Lieder doppelt froh zu ihm emporfteigen. * Sinsheim, 28. Juni. (Sonnenfinsternis.) Am Morgen des 29. Juni findet eine Sonnenfinsternis statt, die auch bet uns sichtbar sein wird. Was die Größe ihrer Phase anbetrifft, so ist sie die bedeutendste, die seit dem Jahre 1912 bei uns beaobachtet worden ist. Acht Zehntel der Fläche der Sonne werden vom Mond bedeckt, so daß also nur noch eine kleine schmale Sichel übrig bleibt. Die Finsternis beginnt bald nach Sonnenaufgang um 5 Uhr 17 Minuten. Tie erste Berührung der Ränder von Sonne und Mond erfolgt rechts oben. Der Mond schiebt sich dann langsam weiter in die Sonnenscheibe hinein. Um 6 Uhr 12 Minuten wird das Maximum der Bedeckung der Sonne erreicht sein, was sich durch eine auffallende Dunkelheit über der Landschaft bemerkbar machen wird. Es ist nickt ausgeschlossen, daß man auch tief im östlichen Horizont den Planeten Merkur aufleuchten sieht. Die Sonne hellt sich dann langsam wieder auf und um 7.12 Uhr ist das Schauspiel zu Ende. Zur Zeit der Mitte der Finsternis steht die Sonne etwa 16 Grad über dem Horizont. Hoffentlich haben wir einen wolkenlosen Himmel. Totale Sonnenfinsternisse sind immer etwas ungemein eindrucksvolles nicht nur für Naturmenschen, sondern auch für die Angehörigen der Kulturvölker. Für diese haben sie zweifellos etwas sehr gutes, indem sie wenigstens ab und zu die in ihren all zu irdischen Nöten verstrickten Menschen daran erinnern, daß es auch noch außerirdische Dinge gibt, und in den der Natur meistens entfremdeten Kulturmenschen ein Gefühl für die Großartigkeit des Naturgeschchens wachrufen. cf Sinsheim, 28. Juni. (Jugendherbergen.) Anstelle der vorläufig nicht benützbaren Jugendherberge in Buchen ist eine neue und schöne Jugendherberge eingerichtet worden in dem sogenannten Götzenturm in Hettigenbeuern, das in einem schönen Odenwaldtal gelegen ist. Der Ort ist von den Bahnstationen Buchen und Amorbach gleichweit (1(4 Stunde) entfernt. P Hoffenhrim, 28. Juni. (Goldene Hochzeit). In körperlicher und geistiger Frische feierten am letzten Samstag die Abraham Heumann Eheleute im Kreise ihrer Angehörigen das Fest ihrer goldenen Hochzeit. Herr Bürgermeister Engelhardt überreichte namens der Gemeindeverwaltung ein Geschenk mit herzlichen Glückwünschen. Vom bad. Staatspräsidenten ging ein Glückwunschschreiben nebst Geschenk ein, der Oberrat der Israeliten ehrte das Jubelpaar durch Uebersendung eines Glückwunschschreibens mit einem silbernen Pokal. Auch aus Kreisen der Einwohnerschaft wurden demselben viele Ehrungen zuteil. Z Epsenbach, 26. Juni. (Goldene Hochzeit.) In seltener, körperlicher Rüstigkeit und Frische feierten die Eheleute Landwirt Johann Georg Wolf und Katharina geb. Ziegler das Fest der goldenen Hochzett. Am Sonntag wurde das Jubelpaar im Gotteshaus nocheimnal eingesegnet. Der Ortsgcistliche überbrachte im Auftrag des Kirchenpräsidenten unter Ueberreichung einer prächtigen Bilderbibel die Glückwünsche der Landeskirche sowie die Segenswünsche der evang. Gemeinde. Der Bürgermeister überreichte ein Glückwunschschreiben mit einer Ehrengabe von 50 RM. des bad. Staatspräsidenten. Im frohen Kreise ihrer Kinder und Enkel feierte das Jubelpaar diesen festlichen Tag. Als der Abend hereinbrach, überraschte der evang. Kirchenchor das Jubelpaar mit einigen schönen Liedern und ließ nochmals Glück- und Segenswünsche übermitteln. Mögen noch einige sonnige und frohe Jahre dem Paar beschieden sein. * Bad Rappmau, 27. Juni. (Gautag). Der Elsenzgau im Süddeutschen Fußballverband hielt am gestrigen Sonntag hier seinen Gautag ab. Während die Tagung um halb 10 Uhr im 1 1 Nr. 109. Jahrgang 1927. D« Laudkote ch Etnshemrrr Zeitung. Dienstag, den 28. Juni 1927. Gasthaus zur „Krone" begann, wurde vorher unter fachmännischer Führung die Saline besichtigt. Hs Reichartshausen, 28. Funi. (Auszeichnung). Holzformew- stecher Ludwig Brenner, der durch seine feinm Fabrikate in weiten Kreisen bekannt ist, hat zu den früheren Auszeichnungen auf der 1. bad. Gastwirts-Ausstellung in Heidelberg für die dort ausgestellten Fabrikate die goldene Medaille erhalten. Y Mönchzell, 28. Funi. (Vom Kirchengemeinderat.) Bei der durch den Rücktritt des Landwirts Flettner notwendig gewordenen Neuwahl eines Kirchengemeinderats wurde heute Landwirt Philipp Reichert gewählt. Abgegeben wurden 18 Stimmen, wovon sich 12 auf Reichert vereinigten. Die übrigen waren zersplittert. — Wiesental, 28. Funi. (Eine Messerstecherei.) Der 30jäh- rige Fr. Hatzler wurde bei einer Schlägerei auf der Straße mit einem Messer gestochen und so schwer verletzt, daß er in die Universitätsklinik nach Heidelberg überführt werden mußte. Der Täter wurde verhaftet . ** Ketsch. 28. Juni (Selbstmord). Gestern früh hat sich eine 26 Jahre alte Ehefrau in ihrer Wohnung erhängt. Ter Grund zu der Tat ist noch nicht bekannt. ** KAlshcim (bei Tauberbischofsheim), 27. Juni. (Der älteste Mann) von Külsheim, Peter Pahl, ist im Alter von 91 Jahren gestorben. Mit ihm ist ein Altveteran von 1866 aus dem Leben geschieden. ** Gochshcim, Amt Brette», 28. Juni. (Schwerer Unfall). Auf der sehr steilen Dorfstratze wurde der hiesige Gemeinderat Weigele von einem Radfahrer zu Boden geworfen und erlitt einen schweren Schädelbruch. Trotz sofortiger ärztlicher Hilfe ist sein Zustand lebensgefährlich. Explosion in einem Lager von Feuerwerkskörper«. Saarbrücken, 28. Juni. Sonntagnachmittag explodierte auf bisher unaufgeklärte Weise im Feuerwerkslager einer Fabrik ein Feuerwerkskörper. Das Lager stand im Nu in Flammen. Ein Wärter konnte nur als verkohlte Leiche geborgen werden. Das Feuer, das mit rasender Schnelligkeit um sich griff, wurde schließlich von der Feuerwehr gelöscht. f"’ Schweres Explofionsunglück in Danzig Danzig, 27. Juni. Auf dem zur Reparatur in der Danziger Werft liegenden Motorboot „Falke" (früher Clio"), Heimatshafen Wien, erigneten sich heute nachmittag zwei schwere Explosionen, die das Boot in Stücke riffen. Zwei Personen der Maschinenbauer der Danziger Werft, Emil Hübner und der Monteur der Firma Deutz, Ernst Er- vens, wurden getötet. Bier weitere Personen, der Kapitän des Schiffes, Georg Malmberg, der erste Maschinist Ernst Wittenhagen aus Kiel, der zweite Maschinist, Karl Stahlmann aus Kiel, sowie der Meister Gustav Harder wurden schwer verletzt. Das Motorboot, dessen Besitzer ein Herr Soehle von der Maschinenfabrik in Gestemünde ist, hatte eine Länge von 23 Metern. Die Danziger Werft legt Wert auf die Feststellung, daß sie an dem Unfall keine Schuld trägt, da das Personal der Werft seine Arbeiten am Vormittag bereits beendet hatte. Die erste Explosion fand im Maschinenraum statt, wo Ervens noch weitere Reparaturen für seine Firma vornahm. Bon dort aus schlug eine Stichflamme zum offenen Benzintank, wo gerade Benzin eingenommen wurde. Sofort erfolgte eine zweite, noch weit schwerere Explosion, die das Schiff in Stück riß und zum Sinken brachte. Ob sich noch weitere Personen aus dem Motorboot befunden haben, konnte noch nicht festgestellt werden. Turnen» Sport «nd Spiel. Sauturnfest des Neckar-Elfenz-Turngaues am 26. Funi 1927 in Gaiberg. Am vergangenen Sonntag hielt der Reckar-Elsenz-Turngau fein diesjähriges Gauturnfest in dem schön gelegenen /Gebirgs-Ott Gaiberg ab. Schon am Samstag abend trafen Wetturner und viele Turnfreunde in dem festlich geschmückten Otte ein. Uhr 9 Ul)r abends wurde das Fest durch einen Fackelzug eingeleitet. Aw- schließend fand in dem festlich geschmückten Saale des Gasthauses zur „Krone" ein Bankett statt, das durch schöne Worte des 2. Gauvorsitzenden Glatt, Bammental seinen Anfang nahm, das dann noch durch Musikpotträge und turnerische Vorführungen verschönt wurde. Am Sonntag morgens 8 Uhr begann der Wettkampf der verschiedenen Stufen. Nach dem Mittagessen bewegte sich um halb 2 Uhr der große Festzug durch den Ott, zum Fcstplatz, woselbst unter der tüchtigen Leitung von Gauturnwart Kiefer die allgemeinen Freiübungen von allen Turnern vorgefühtt wurden. Darauf begrüßte der Ottsgeistliche, unter kernigem Appel an alle, mitzuwirken am Aufbau unseres Vaterlandes, die Festteilnehmer. Nun begann der Wettkampf der verschiedenen Vereinsriegen. Um halb 6 Uhr abends begann die Preisver- lung, welche eingeleitet wurde durch einen schönen Prolog einer Festdame. Anschließend richtete noch der 1. Gauvorsitzende Albert Wickenhäuser einige mahnende Wotte an seine Turner und dankte dann mit herzlichen Wotten der ganzen Bevölkerung Gaibergs die den größten Anteil hatte an dem schönen Verlauf des Festes^ Nun richtete er noch einige Abschiedsworte an unfern scheidenden Gauturnwatt Kiefer dem er aus Dankbarkeit für feine Verdienste an der Turnsache im Gau einen schlichten Eichenkranz überreichtet Nach der Preisvetteilung kehtten alle Vereine wieder in ihr Heimatstädtchen zurück und man konnte das Fest in allen Teilen als gut gelungen bezeichnen. — Gut Heil! — Die nun folgenden Turner find oie ersten Sieger aus jeder Stufe. Oberstufe, 12-Kampf: Karl Brettel-Hirschhorn, 1. Pr. Georg Reichwein-Schönau, 2. Pr. Wilh. Golletthan-Rappenau 3. Pr. Georg Kühnle-Neckargemünd, 4. Pr. Johann Flach- Weiler, 4. Pr. Oberstufe, 10-Kampf. Willi Fröhlich-Rap- penau, 1. Pr. Georg Beck-Neckargemünd, 2. Pr. Unterstufe, 12-Kampf. Wilhelm Gaßmann-Weiler, 1. Pr. Hans Maier-Sinsheim, 2. Pr. Heinr. Ebert-Neckarfteinach 3. Pr. Wilh. Schmidt-Rappenau 4. Pr. Emil Brötel-Rappenau, 5. Pr. Theodor Maier-Sinsheim, 6. Pr., Emil Brell-Obergimpern 7. Pr. Unterstufe, 10-Kampf: Eugen Betz-Rappenau, 1. Pr. Emil Dieruff-Rappenau, 2. Pr. Leonhard Münch-Bammental, 3. Pr. Karl Lämle-Bammental, 4. Preis. Johannes Refior-Weiler, 4. Preis. Fritz Welker-Sinsheim, 5. Pr. Josef Lenz-Rap- penau, 6. Pr. Fustus Krämer-Schönau, 7. Pr. Andreas Wal- lenwein-Gaiberg, 8. Pr. Michael Schubett-Wilhelmsfeld, 9. Pr. Josef Olhäuser-Meckesheim, 10. Pr. Jugend-Oberstufe, 7-Kampf: Heinrich Ebert-Schönau, 1. Pr. Wilh. Oechsner-Wei- ler, 1. Pr. Wilh. Noll - Kirchardt, 1. Preis. Hans Schneider- Neckarsteinach 2. Preis. Gustav Sekula-Neckargemünd, 2. Pr. Wilh. Seltenreich-Bammental, 3. Pr. Karl Schifferdecker-Sins- heim, 4. Pr. Johann Gmelin-Sinsheim, 4. Pr. Emil Brunner- Sinsheim, 5. Pr. Ludwig Ebett-Schönau, 6. Pr. August Ohl- häuser-Meckesheim, 7. Pr. Karl Ebett-Neckarsteinach, 8. Pr. Ludwig Junker-Schönau, 9. Pr. Robert Scheidel-Steinsfutt, 10. Pr. Ferdinand Reßler-Neckarsteinach, 10. Preis. Jugend- Unter stufe, 7-Kampf: Alb. Wickenhäuser-Sinsheim, 1. Pr. Georg Brettel-Hirschhorn, 2. Pr. Hans Lipponer-Schönau, 3. Pr, Emil Gmelin-Sinsheim, 4. Pr. Fritz Bauer-Hirschhorn, 5. Pr. Jakob Foß-Neckarsteinach, 5. Pr. Ferdinand Heinrick-Neckar- steinach, 6. Pr. Bettold Glinz-Neckargemünd, 7. Pr. Fritz Beck I- Bammental, 8. Pr., Fritz Beck ll-Bammental, 8. Pr. Helmut Gmmm-Neckargemünd, 9. Pr. Fritz Schifferdecker-Sinsheim, 10. Preis. Bereinsw etturnen: Turnverein Sinsheim 1. Pr., I. Kl., 56 Punkten. Turnverein Gaiberg, 1. Pr., 1. Kl., 55 Punkten. Turnverein Bammental-Reilsheim, 1. Pr., 1. Kl. 54 Punkt. Turverein Kirchardt„Gut Heil", 1. Pr., 1. Kl., 53 Punkt. Turnverein Schönau, I. Pr., 1. Kl., 51 Punkten. Turnverein Rappenau 1. Pr., 1. Kl., 49 Punkten. Turnverein Neckarsteinach, 1. Pr., 1. Kl., 49 Punkten. Turnverein Meckesheim I. Pr. 1. Kl.. 48 Punkten. Turnverein Neckargemünd, 1. Pr., 1. Kl., 47 Punkt. Turnverein Wilhelmsfeld, 1. Pr., 1. Kl,, 46 Punkten. ^ Radio - Programm ) für Mittwoch, den 29. Juni 1927. Berlin (483), Königswusterhausen (1280), 19.25 Uhr: Uebettragung der Tagung des Instituts für Konjunkturforschung a. dem Herrenhaus. 20.00 Uhr: Uebettr.a. d. Stadthalle der Deutschen Theaterausstellung Magdeburg 1927: „Der Barbier von Sevilla", Komische Oper v. Roßini. Darnach: Von deutschen Wäldern und Auen. > Breslau (318), 20.00 Uhr: Uebettr. v. Leipzig. Frankfutt (428), 12.00 Uhr: Uebettr. des Glockenspiels a. dem Darmstädter Schloß. 15.00 Uhr: Fugendstuiche. 16.30 Uhr: Operettenmusik. 17.45 Uhr: Naturkunde. 18.00 Uhr: „Doktor Faust", Oper v. Busoni. Hamburg (394), 20.15 Uhr: Gartenkonzett a. dem Uhlenhorster Fährhaus. Königsberg (329), 20.45 Uhr: Bunter Abend. Langcnberg (468), 20.05 Uhr: Uebettr. Dr. Klages: „Emden in Vergangenheit und Gegenwatt". 20.30 Uhr: Kirmes! SentI eine phantastische, bunte Ergötzlichkeit. 22.30 Uhr: Ueber- tragung des Konzerts a. d. Kaiserhof. Leipzig (365). 20.00 Uhr: Uebettr. v. Berlin. 22.45 Uhr: Tanzm. München (835), 19.30 Uhr: Unterhaltungskonzert. 20.45 Uhr.- Bunte Zwischenstunde. 22.10 Uhr: Künstlettrio Max Kreutz. Stuttgart (379), 4.30 Uhr: Schallplattenmusik. 13.15 Uhr: Schallplattenkonzert. 15.00 Uhr: Jugendstunde. 16.15 Uhr: Nach- mittagskonzett. 18.15 Uhr: Botträge. 20.00 Uhr: Ueber- tragung von Berlin. Daventry (1600), London (361), 6.00 Uhr: Sekundenpunkte. 11.00 Uhr: Konzett. 17.00 Uhr: Kinderstunde. 17,45 Uhr: Konzett. 19.15 Uhr: Konzett. 19.45 Uhr: Bunter Abend. 21.40 Uhr: Kammermusik. 23.00 Uhr: Tanzmusik. Paris (1789), 12.30 Uhr: Radio-Konzett. 16.45 Uhr: Radio- Konzett. 20.45 Uhr: Sendespiel. Versteigerung. Wegen Wegzug läßt Unterzeichnete, GamStag, 2. Juli, nachmittag« 2 Lthr, Eisenbahnstraße 447 folgende Gegenstände gegen Barzahlung öffentlich versteigern: 3 Betfftellen mit Rost, 3 Schränke, Tische, Stühle, 1 Sofa, 1 Kommode. 1 fast neue Badewanne, 1 Mehlkasten, 1 Faß (200 Ltt.), 1 Doppelleiter, Küchenbänkchen, 2 eiserne Herde und sonst noch Verschiedenes. Sophie SmeNn Wtw. MUjIIIIIIIIIIIUIIIIIIIIIIIII«!I!IIIIIIIIIIIIIMIIII>!IIIIIII>IIII«IIIIIII»IIIU ^ I Herren-Konfektion BMOe >. »He BemMcic Schreibmaschine älteres Modell, jedoch für Kleinbetriebe sehr gut brauchbar billig gegen bar zu verkaufen. Änzusehen vormittags von 10—12 Uhr bei 3. M. 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Angefahren wurden: Milchschweine 206, Läufer 43. Verkauft wurden: Milchschweine 160 Läufer 32. Höchster Preis für Milchschweine Paar 32.—, für Läufer 70.— RM. Niedrigster „ „ .. 25.— ., ,. 35.— ., Preise des Mannheimer Schlachtviehmarkis. Dem Schlachtviehmarkt am Montag waren zugeführt: 171 Ochsen, 149 Bullen, 292 Kühe, 319 Färsen, 655 Kälber, 42 Schafe 2647 Schweine. Bezahlt wurden pro 50 Kilo Lebendgewicht in Reichsmark: Ochsen a I 62—64, a II 50-55, bl 52-60, bll 38-46, c 34-38, d 30—34; Bullen 1. Kl.54-56 2. Kl. 46-48. 3. Kl. 34-38, 1. Kl. 30—34 ; Kühe 1. Kl. 51-54, 2. Kl. 38-44. 3. Kl. 28-32,4. Kl. 16—22; Färsen 63-65, 52-56, 38-42, Kälber 80-83, 74-76, 64—68, 56— 60, — ; Schafe 38-46, — , Schweine 61—63, 62-64, 65—67, 63—65, 62—63, 60—62, 51—54. Marktverlauf, mit Großvieh lebhaft, geräumt; mit Kälbern mittelmäßig, ausverkauft: mit Schweinen mittelmäßig, geräumt. Offizielle Preise der Mannheimer Produktenbörse, vom 27. Juni 1927. Preise verstehen stch per Ivo kg alles in Goldmarl in Reichsmark zahlbar W eizen, inländischer Weizen, ausländisch. 30,78—33,00 Roggen, inländffcher — Roggen, ausländ. 27,00—27,50 Braugerste — Hafer, inländffcher — Hafer, ausländischer 23,75—24,75 Weizenmehl Sp. 0 41,25 Roggenmehl 70o/o 38,00—40,00 Tendenz stetig. Mais (mit Sack) . 19,25-19.50 Weizenkleie m. Sack 13,00 Biertteber mit Sack 16,00—16,25 Roh-Melaffe . . — Wiesenheu . . 9,20—10,00 Luzernekleeheu. . 11,00—11,94 Preßstroh . . 4,50— 0,60 Gebundenes Stroh 4,00— 4,90 Raps. — Wetteruachrichte« der Bad. LandeswetterWarte Karlsruhe. Ein über der Nordsee liegender ausgebreiteter Sturmwirbel hat auf seiner Rücksefte erhebliche Mengen kalter Luft vom Norden herangeführt, die bereits England und das Festland bis zur Ebene übers'rkmt. Mnt dem Temperaturrückgang ist auf dem Festland bereits Druckanstieg erfolgt, der voraussichtlich noch anhalten wird, so daß nur mi teiner langsamen Besserung zu rechnen ist. Voraussichtliche Witterung für Dienstag, 28. Juni: Anhaltend kühl bei zeitweise böigen Winden, nochmals wolkig, strichweise mit Regenfällen. Mittwoch: Abwechselnd heiter und wolkig, windig, Regenschauer, kühl. — Donnerstag: Wechselnde Bewölkung, früh kühl, am Tage etwas, wärmer, etwas Regen. 3 ledig, gute Verarbeitung . dunkelblau Melt. beste Verarbtg. 3teilig, mod. Stoffe, gute Konfektion . . Buxkin, mit langer oder Breecheshosen . . . Hamburger Fabrikat, Sportfarben . . . mit modernem Stoffbezug .... Ia. Fabrikat, imprägniert, Doppelschulter aus Buxkinresten in anständig. Verarbtg. 24.50 31.50 22.50 32.00 1 IJ 0 23.50 22.15 5.50 1 E. Speiser, Sinsheim. Einige Beispiele: Mk. Metallbettstellen, weiß lackiert 25.— Mattatzenschoner.7.— 3teiligeWollmattatzen m. 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