Erscheint täglich «tt Ausnahme der Feiertag«. Bezugs-Preis: Durch die Post bezogen und durch de« Briefträger und unsere Austräger frei ins LauS monatlich Goldmark ILO Der Bezugspreis ist im Voraus zu entrichten. Rn Fällen von höherer Gewalt besteht kein Anspruch auf Liefer- Nng der Zeitung oder auf Rückzahlung des Bezugspreise-. Geschäftszeit l/a8 bis 5 Ahr Sonntags geschloffen. Gernsprech-Anschluß Nr. 468 Postscheck-Konto Karlsruhe Nr. 6803 Der Lanövoie r« s Sinsheimer KM Zeitung General-Änzeiger für klfenz-und äcflwarzbacktal Meltelt» und verbreiterte Leitung dk ^egend. I)aupt-Hn?eigen-Blatt M8ch«nttl genannte Stundenkonzerte stattfinden. 60 Vereine sind in Bereitschaft, in den Sälen zu fingen, und über 8000 Mann veranstalten die Freikonzerte auf den Wiener Plätzen. Die Hauptaufführungen find in zwei Teile gegliedert. Am ersten Tage findet anläßlich des 100. Todestages des großen Met- sters Franz Schubert eine Schubertehrung statt. Der zweit« Tag ist dem Anschluß gewidmet. Die musikalische Oberlei- ung liegt in den Händen von Prof. Keldorfer. Vriand zur Stresemannrede ln Wien Paris, 16. Nov. Heber die Reife Stresemanns nach Wien befragt, erklärte Brianü in der gestrigen Sitzung der Kammerkommission für auswärti«e Angelegenheiten, daß «8 ganz natürlich sei, daß sich die Minister des Aeußeren der europäischen Länder begegnen. Man hätte nur die Rede Stresemanns zu lesen, um sich davon zu überzeugen, daß Frankreich unrecht tun würde, wenn es sich über die Wieder- begegnung beunruhigen würde. Me pariser Mcheraffäre Neue Verwicklungen. — Vorwürfe gegen Moska«. Paris, 17. Nov. (Funkspruch.) Nach dem „Matin" erscheint es erwiesen, daß der in die Fälschung ungarischer Golörenten verwickelte Rumäne Tovbtni ebenso wie der französische Industrielle Jean de Fallois Agent der Sowjet- botschaft in Paris war. Tovbini und de Fallois hätten sich nicht nur mit der Fälschung der Stempel auf den ungarischen Papieren beschäftigt, sondern gleichzeitig versucht, die Ausweise der Russisch-Asiatischen Bank zu fälschen, die die alleinige Besitzerin der Ostchinesischen Eisenbahn ist und deren Sitz nach der bolschewistischen Revolution von Rußland nach Paris verlegt wurde. Die Sowjets hatten sich auf diese Weise als ordnungsmäßige Besitzer der von ihnen beschlagnahmten großen Anzahl von Aktien der Ostchinesi- sche» Eisenbahn ausgeben wollen, um die Mehrheit im Verwaltungsrat der Bank an sich zu reißen. Dem französischen Sparkapital wäre dadurch außerordentlicher Schaden zuge- fügt worden. Auch der verhaftete französische Konsul Lacoze und der französische Bankier Kanyvol hätten sich fälschlicherweise zu diesem Zweck als Besitzer solcher Aktien auszugeben versucht. Der „Matin" benutzt diese Affäre, um die Sowjetregierung der Mitschuld an den Aktienschiebungen anzu- klagen und zu erklären, daß hiermit die Zusammenarbeit zwischen der dritten Internationale und der russischen Re- aieruna erneut bewiesen wäre. Vom ungarischen Hochschulwesen Budapest, 17. Nov. Die Regierung gab heute den Wort- laut des Gesetzes bekannt, durch den die Beschränkungen, denen Juden bisher bei der Aufnahme als Hörer von Hochschulen unterworfen waren, aufgehoben werden. An Stelle des abgeschaffte» Paragraphen treten neue Bestimmungen, die fordern, daß bei der Aufnahme vor allem auf sittlich« Reife und auf die geistigen Fähigkeiten Rücksicht zu nehme» ist. Auch sollen in erster Linie Kriegswaisen und Kinder von öffentlichen Beamten sowie von Angehörigen bestimmter Berufszweige Berücksichtigung finden, und zwar in dem der Zahl und der Bedeutung der in diesen Beschäftigungszwei»: gen beschäftigten Personen entsprechenden Verhältnis. In der Begründung des neuen Gesetzes wird angeführt, daß nach den bisherigen Bestimmungen des „Numerus elau- sus" das Ausland hätte den Eindruck gewinnen können, als würden die Ungarn die Minderheiten Ausnahmebestimmungen unterworfen sein. Dies hätte den Ländern mit ungarischer Minderheit ebenfalls als Vorwand für eine schlechte Behandlung der Ungarn dienen können. ROMAN von FRED NELIUS Es war am Abend. Unter den Baumwipfeln des Ausstellungsgartens . . . unter seinen Bogenlampen promenierten frohgemute Menschen. Auf der Weinterrasse, an einem der festlich weiß gedeckten Tische mit den buntgeschirmten Lämpchen, saßen die zwei Freunde. Zwischen sich die grüne Flasche mit der bunten Kapsel, die oft geleerten und gefüllten Gläser ... die blauen Weihrauchwölkchen brennender Zraarren. ,',Ist das nicht alles wie ein Märchen?" sagte Zreten, als er Steinkirch sein Erlebnis mit der Herzogin von Hohen- astenberg gebeichtet hatte. „Es gibt immer Märchen," sagte der. „Feen gibt's. Und Zauberer. Und Wunder aller Art Man muß sie nur erleben wollen. Als Dichter fühlen ... als Dichter leben. Märchen noch so wunderbar. Dichterkünste machen's wahr. — Goethe sagt so. wenn du's noch nicht wissen solltest." Dann aber tauchte er — nach alter Art — Blick und Worte in das Kaustikum des derben Spottes. „Also diese Märchenherzogrn belastet nunmehr deine Seele. Die rote Peitschenstrieme aus dem weißen Nacken ist das Wundmal deines Herzens. Ich seh's dir an. Liebster — bemüh dich, bitte, nicht. Prinzgemahl — hä. Zreten, war' das was? Ich habe dir ja damals beim Abschluß unserer Wette schon gesagt: Unzählige Möglichkeiten liegen in der Lust. Aber ich hoffe, du wirst nicht gleich das Leben Haffen . . in Wüsten fliehen, wenn nicht alle Blütenträume reifen. Uebrigens wieder Goethe, Ziethen! Wenn der Blütentraum nicht reift — und er wird es nicht, verlaß dich drauf; ich kenne das —, urewig re $ r Ö beftellte 1 ' Sekt. „Die verlorene Wette, Zieten." Er hob fein Glas. Aus den luftigen Spötteraugen fiel ein treuechter Herzstrahl auf den Freund. Aus frohes Säen. Bester! . . . Auf goldene Frucht!" Die Wochen liefen. Die Bäume draußen färbten sich schon bunt. Die Eiche «ut — die Buche braun — die Birke silbern mit einem Ueber- wurf von Gold. Ein erstes gilbes Blättchen mahnte an den Es war die Zeit, da auch im deutschen Zeitungsblätter- wald das große Sterben anhub. Die Papiernot stieg. Die Preise wurden unerschwinglich. Kleinere Zeitungen stellten ihr Erscheinen ein. Die großen Blätter kamen nur einmal tags. Das Feuilleton hatte kaum noch Raum genug, um die Theater-, Musik- und Kunstberichte aufzunehmen. Plaudereien. Skizzen. Entrefilets und Stimmungsbilder fielen fort. Wes Interesse . . . jede Zeitungsspalte fraß die Politik. Steinkirch sprach mit Zielen über diese Dinge. „Alles irgendwie Entbehrliche soll fort. Deinen Artikeln droht der große Blaustift. Ich kämpfe wie ein Löwe für sie. Aber der Chef ist anderer Meinung. Bisher habe ich die meine zwar noch durchgesetzt. Aber du weißt vom Militär her, das höhere Gehalt hat schließlich recht." Das war nun was! Steinkirchs Worte gingen Zielen durch den Sinn. Wenn er auch die kleine Einnahme aus der Wochenplauderei verlor! Viel war es nicht — gewiß. Die Spesen — wenn man sie gewissenhaft addierte — fielen erheblich ins Gewicht. Aber ein Plus blieb doch. Und das Plus half mit. Vor allem aber gab die Arbeit ihm ein Ziel . . . einen Halt ... ein Hoffen — Hoffen auf den endlichen Erfolg. Und nun fehlte ihm der große Zug ... die Kraft zum zweiten Wurf. Sagte Steinkirch. Es mochte sein. Niemand krempelt sich auf einmal um . . . kann von heut' zu morgen aus der alten Haut. Er dachte nach . . . er grübelte ... er sorgte ... er faßte Pläne ... er verwarf sie. Alles Skrutinieren seiner Lage nützte nichts. Er kam zu mein Resultat. In diese Zeit, als das Jahr zur Rüste ging und Zielen gedanken-, pläneschwer das Leben ansah wie es wohl für ihn zu fassen und zu modeln sei, fiel der Brand des alten Schlosses Aich. Es lag unweit Pirna an der Elbe. Uralt war das Dorf und uralt war die Burg. Früher wendisch — Urnen und Reite heidnischer Begräbnisplätze gaben Zeugnis dafür —. stanoen Dorf und Burg auf steiler Höhe. Steil ragte der Felsen aus dem Hügelland hervor — steil fiel er zu den prächtigen Buchenwäldern, den grünen Matten und dem Weingelände, die die Elbe säumen, ab. Um den Kegel zog der breite, starke Fluß. Er goß seine Wasser in ein enges, waldumfäumtes Tal. Die „Hölle" war im Volk der tiefe Grund geheißen. Forscher priesen die wunderbaren Pflanzen und seltenen Tiere, die in diesem Grunde lebten. Wo die Natur den Urbewohnern Schutz versagte und Raum für kriegerischen Angriff freilieh, warfen Menschenhände Schanzen auf. Noch heute stehen die Wendenwälle unberührt. Ringförmig liegen ihre krummen Rücken. Der Schloßpark schließt sie ein. Parkwege ziehen zwischen chnen hin. Parterre und Blumenbeete schmücken die stummen Zeugen alter Zeit. Und Eichenwrpfel rauschen über ihnen geheimnisvolle Lieder aus vergangenen Tagen. Aich ... ein Burgberg, wie der Ritter ihn kaum stolz«: finden konnte . . . heute einer der schönsten Adelssitze im weiten Sachsenlande. Als Zielen am Morgen in der Zeitung las. daß der Blitz-, strahl eines Herbstgewitters den Turm des Schlosses Aich getroffen habe, nahm er den nächsten Dampfer und fuhr die Elbe aufwärts. Von Pirna aus wandert« er zu Fuß in wem- klarer Sommerluft zum Schlosse Aich. Vor ihm lag der stqize Bau — hoch und scheinbar unversehrt. Er stand vor dem romantischen Portal aus Lausitzer Granit. Vom Bogen- felde oben hob sich der Doppeladler und eine mächtige Kartusche mit dem Wappen der von Aich. Das kunstvolle Gitter aus schwerem Schmiedeeisen war geöffnet. Alle Kunstperio- den hatten an Schloß Aich gebaut. Die Gorik an den Tonnengewölben mit den spitzen Bogen. Der Barock an den schönen Anbauten der späteren Zeit. Die Romantik an der Kirche aus ungefügem Stost mit ihrer reichen Fenn. Zieten gab einem Diener seine Karte. Man führte ihn in eine Halle, die eine wundervolle, mit schwerem Rankenornament geschmückte Decke trug. Er wartete. ..Exzellenz läßt bitten," hieß es dann. Er stand vor dem Herzoglichen Oberhosjägermerster a. D. Graf von Aich. Zieten sah sich nicht mehr um. aber er fühlte, daß er von schwerer Prpcht umgeben sei. Gepolsterte und schwer geschnitzte Möbel . . . dicke Teppiche . . . Gemälde . .. Bronzen . . . kostbare Dinge aller Art. „Guten Tag" .. . v Ein hoher, schlanker Herr streckte chm dre Hand entgegen. Die Kleidung soigniert — in dem zerfurchten, schmalen Antlitz die Rassenmerkmale des alten, vielleicht überzüchteten Geschlechts — die Haltung leicht gebückt - die Sprache müde und doch voll markigem Schwung. Graf Aich. — Zteten meinte, er habe ihn schon irgendwo gesehen. «Bitte, was führt sie zu uns?" Nr. 230. Jahrgang 1927. Der Landbote * Sinshrnner Zeitung. Donnerstag, den 17. November 1927 : DiSkonterma-iMg in Velgien Brüssel, 17. Nov. (Funkspruch.) Die Belgische National- siank hat öen Diskontsatz um ein halbes Prozent auf 4^ Prozent herabgesetzt. Roch «eitere Zusammenschlüsse in -er Chemieiuduftrie. London, 17. November. Wie -er City-Korrespondent des »Evening Standard" ergänzend berichtet, soll das Chemiekartell in seiner endgültigen Form nicht nur England, Deutschland und Frankreich umfassen, sondern auch Italien, Schweden und zahlreiche andere europäische Länder. Das Kartell in dieser angestrebten Form wirb die mächtigste un- größte Jnöustriekombtnation in -er Geschichte -arstellen. Baden. Badischer Landtag. Karlsrnhe, 17. Nov. Die Tagesordnung der am MM- woch, den 23. November, vormittags 11 Uhr, stattfinüenüen Plenarsitzung des badischen Landtags umfaßt folgende Punkte: 1. Wahl des Präsidenten, der beiden Vizepräsidenten und der vier Schriftführer des Landtags (§§ 10, 11 Geschäftsordnung). 2. Beschlußfassung über die zu bildenden Ausschüsse und Wahl der Mitglieder derselben (§ 17 Geschäftsordnung). 3. Mitteilung der Eingänge. 4. Mündliche Berichte des Landstänöischen Ausschusses an den Landtag und Beratung Wer die Prüfung folgender Rechnung für das Rechnungsjahr 1926: a) der Amortisationskasse, Berichterstatter Abg. Seubert: d) des Domänengrundstocks, Berichterstatter Abg. Dr. Glöckner. — Für die nachmittags 4 Uhr vorgesehene zweite Sitzung ist die Wahl des Staatspräsidenten und dessen Stellvertreters in Aussicht genommen. Badischer Städteverband. P Der Badische Städteverband hielt vor einigen Tagen unter dem Vorsitze des Herrn Oberbürgermeister Dr. Walz, Heidelberg, eine Porstandssitzung im Rathause zu Mannheim ab. Der Vorstand beschäftigte sich unter anderem mit den aus der Durchführung des Reichsschulgesetzes zu erwartenden Mehrbelastungen, die aller Boraussicht nach außewrdentlich hoch sein werden. Reben den persönlichen Mehraufwendungen stehen erhebliche sächliche Kosten durch bauliche Aenderungen, Neuanschaffungen an Lehrmitteln, Trennung der Bibliotheken usw. zu erwarten. Da das Reich nach dem Finanzausgleichsgesetz den Ländern und Gemein- den neue oder wesentlich erweiterte Aufgaben nur zuweisen darf, wenn es gleichzeitig für die Bereitstellung der erforderlichen Mittel Sorge trägt, muß unter allen Umständen verlangt werden, daß die durch das Reichsschulgesetz eMstehenden Mehrkosten zu Lasten des Reiches gehen. Bei der badischen Regierung ist ferner erneut zu beantragen, daß die erforderlichen Mittel zur Uebernahme der nach dem Steuerverteilungsgesetz von dem Lande zu tragenden Hälfte an den durch den Ausbau einer höheren Lehranstalt entstehenden persönlichen Kosten alsbald beim Landtag angefvrdert werden. Zu der Aenderung der Gemeindebeamten-Besoldungsord- uung kann im einzelnen erst Stellung genommen werden, wenn die Befoldungsrefvrm für die Reichs- und Landesbeamten durchgeführt ist. Gegen die Vollzugsverordnung des Ministeriums des Innern vom 23. September 1927 zum Reichsgesetz über Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung, welche als Gemeindever» bände im Sinne des Reichsgesetzes auch die Bezirksfürsorgever- bände u. als Gemeindeaufsichtsbehörde imSinne desParagraphen 8 des Gesetzes über Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung allgemein das Bezirksamt vorsieht, ist wiederl)olt Widerspruch zu erheben. Die Einführung einer Gewerbmnschaffungssteuer als Gemeindesteuer erscheint zur Förderung der Steuergerechtigkeit zweckmäßig. Aus den sonstigen Punkten der Tagesordnung seien angeführt: Gasfernversorgung, Vorauszahlungen auf die Gemeindesteuer, Einrichtung von Frauenschulen, Verdingungsordnung für Bauleistungen u. a. m. Weiteres znr Rheinbrückensrage. Ludwigshafe«, 16. Nov. Die „Bayerische Staatszeitung" bringt heute zur Rheinbrückensrage weitere Mitteilungen. Daraus geht hervor, daß die Frage der Ausführungskosten -er vorgesehenen drei Projekte nach den Vorschlägen des Reichsverkehrsministeriums so geregelt werden soll, daß vom Reich, von der Reichsbahn und den beteiligten Ländern zrnter Einbeziehung der interessierten Städte je ein Drittel der Kosten übernommen und getragen werden. Bezüglich der Verteilung der einzelnen Quoten ist eine Ueberein- stimmung jedoch noch nicht erzielt, da in den beteiligten Ländern Baden und Bayern das Bestreben besteht, die von -er Durchführung der Brückenbauten schließlich am meisten profitierende Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft zur Uebernahme einer höheren Kostenbeteiligung als ein Drittel zu veranlassen. Darüber, daß die auszuführenden drei Projekte (Ludwigshafen-Mannheim, Speyer und Maxau) von »er Zentralkommission für die Rheinschiffahrt gutgeheißen werben, besteht kein Zweifel, da die Reedereien der in der Kommission vertretenen Rheinuferstaaten selbst als Interesse daran haben, daß insbesondere die Mißstänbe der Schiff, brücken von Maxau und Speyer baldmöglichst und zwar so umfassend beseitigt werden, wie es in den Projekten vorgesehen ist. Die Aussperrung i« -er ba-ische« Zigarrenindustrie. Offeuburg, 17. Nov. Wie uns von Arbeitgeberseite mit- geteilt wird, sind im oberbaüischen Zigarrengebiet, das von Karlsruhe bis Konstanz reicht, insgesamt 17 000 Arbeiter ausgesperrt worden. 88 Prozent der Ausgesperrten sind Frauen. Nach einer Erhebung im April d. I. betrugen die Löhne von 90—128 Pfg. pro Stunde bei 48stündiger Arbeit. Bemerkenswert ist, daß die Arbeiterinnen auf dem Lande keine 48 Stunden arbeiten. Der tatsächliche Verdienst der Roller beträgt 31,28 bis 49 Mark und der der Wickeldreher 21.30—81.85 Mark. Errichtung von Lehrerbildungsanstalten in Seidelberg und Frewnrg Karlsruhe, 17. Nov. Nachdem an Ostern 1927 die Lehrerbildungsanstalt in Karlsruhe den seierzeitigen Beschlüssen -es Badischen Landtages gemäß errichtet worden ist, beabsichtigt der Unterrichtsminister, an Ostern 1928 auch in Heidelberg und in Freiburg je eine Lehrerbildungsanstalt zu eröffnen. Die Lehrerbildungsanstalt in Heidelberg nimmt grundsätzlich- nur Angehörige der evangelische» Religionsgemeinschaft und jene in Freiburg solche der katholischen Religionsgemeinschaft auf,' jedoch können auf Antrag bei besonders gelagerten Verhältnissen auch Ausnahmen gemacht werden. Die Karlsruher Lehrerbildungsanstalt nimmt nach wie vor Angehörige der verschiedenen Bekenntnisse auf. Damit der Unterrichtsminister sich vorher ein ungefähres Bild von dem zukünftigen Besuch dieser Anstalten machen kann, müssen sich Abiturienten (Abiturientinnen), die den Beruf eines Volksschullehrers ergreifen wollen, bis zum 20. Dezember sich bei den Direktoren ihrer Anstalt unter Vorlage der entsprechenden Zeugnisse melden. Die Direktoren haben sich darüber zu äußern, ob die betreffenden Bewerber (Bewerberinnen) aller Voraussicht nach die Reifeprüfung an Ostern bestehen werden. Abiturienten (Abiturientinnen), die bereits keiner höheren Schule mehr angehören, müssen ebenfalls ihre Gesuche bis zum 20. Dezember beim Kultus- und Unterrichtsministerium einreichen, und zwar unter Vorlage des Reifezeugnisses und eines Leumundszeugnisses. Der Areiteil vei der Gewerbeertragssteuer Bon Dr. W. Mattes, Stockach t. Bd., M. d. L. Bei der Einführung der Gewerbeertragssteuer gehörten die Höhe des Freitetls und des Steuersatzes zu öen umstrittensten Fragen. Die Regierung hatte einen Freiteil von M. 1000.— und einen Normalsteuersatz von M. 2.75 vorgeschlagen. Beides hat die Deutsche Volkspartei von vornherein abgelehnt,- öen Steuersatz, weil er nach ihrer Ansicht zu hoch war und Millionen Mark mehr einbringen mußte, den Freiteil, weil er zu niedrig war, um den kleinen Gewerbetreibenden zu schützen. Die D.V.V. hat deshalb einen Normalsteuersatz von M. 2.— und einen Freiteil von 20 Prozent des Ertrages, mindestens aber M. 2000.— und nicht mehr als M. 6000.— beantragt. Beide Anträge haben Regierung und Regierungsparteien abgelehnt,' aber wenigstens den Freiteil auf M. 1500.— erhöht. Das erste Steuerjahr hat aber die Richtigkeit der Ansichten und Anträge der D.V.P. bestätigt. Die Gewerbeertragssteuer hat im ersten Jahre statt 6 Millionen Mark über 9 Millionen Mark, oder über 50 Prozent mehr, gebracht als im Staatsvoranschlag vorgesehen war. Der Badische Landtag sah sich deshalb genötigt, schon nach einem Jahr die Gewerbeertragssteuer wieder zu ändern und erhöhte den Freiteil beim Gewerbeertrag von M. 1500.— aubf M. 2500.— mit Wirkung vom 1. April 1827 ab. Die Gewerbeertragssteuer ermäßigt sich also für jeden Gewerbetreibenden mit einem Gewerbeertrag bis zu M. 10000.— um den Betrag, der von M. 1000.— Gewerbeertrag zu zahlen ist. Da der Steuergrundbetrag für die Gemeindesteuer M. 3.— beträgt, beträgt die Ermäßigung der Gewerbeertragssteuer bei einem Steuersatz von 100 Prozent 30 Mark, bei einem Steuersatz von 200 Prozent 60 Mark im Jahr. Von dieser Ermäßigung hat der Steuerpflichtige aber keinen Vorteil, solange Vorauszahlungen nach dem Steuerzettel für das Jahr 1926 zu leisten sind. Voraussichtlich wird aber auch in diesem Jahr die Veranlagung zur Gewerbesteuer sehr spät erfolgen, so daß die Gewerbesteuer- pflichtigen zunächst keinen Vorteil von der Erhöhung des Freiteils haben, wenn nicht die Vorauszahlungen ermäßigt werden. Daz« ist die Gemeinde in der Lage. Nach 8 59 Abs. 3 des Gewerbesteuergesetzes beschließt über Anträge auf Nachlaß der Gemeindesteuer der Gemeinderat (Stadtrat). Wetter bestimmt bas Grund- und Gewerbesteuergesetz in 8 59 Abs. 2a, daß in öen Gemeinden durch Gemeindebschlutz die zu leistenden Vorauszahlungen ermäßigt werden können. Jede Gemeinde hat es also selbst in der Hand, die Steuerermäßigung durch Erhöhung des Freiteils schon bei den Vorauszahlungen den Steuerpflichtigen zugute kommen zu lassen. Angenommen, eine Gemeinde hat einen Steuersatz ' von 200 Prozent, dan ermäßigt sich die Jahressteuer eines Steuerpflichtigen um 60 Mark. In diesem Falle kann die Gemeinde durch Gemeindebeschluß beschließen, daß sich die vierteljährlichen Vorauszahlungen bei jedem Steuerpflichtigen um jeweils 15 Mark ermäßigen. Die Stadtverordneten und Stadträte werden gut tun, die Initiative zu ergreifen, um diese Steuererleichterung für die Gewerbetreibenden ihrer Gemeinde durch Gemeindebeschluß, b. h. durch Beschluß des Bürgerausschuffes, herbeizuführen. Carl von Gemmingen. Earl Frhr. v. Gemmingen-Hornberg, Bezirkspräsident a. D., vollendete am 16. Rovbr. sein 70. Lebensjahr. Am 16. November 1857 wurde Earl Freiherr von Gemmingen-Hornberg zu Babstadt als Spwß des alten Gemming- schen Reichsfreiherrengeschlechtes geboren. Er stammt aus einem Geschlechte, das in einer ganzen Reihe von Jahrhunderten in Süddeutschland hervorragt und das zeitweise so mächtig war, daß ein Sproß des Geschlechtes Oriel, auf dem Sitz des Kurfürsten von Mainz, einer der einflußreichsten Kurfürsten überhaupt wurde. Carl v. Gemmingen verleugnet in seinem Charakterbild in keiner Weise das von seinen Vätern übernommene Blut. Furchtlos und streitbar, wie seine Ahnen, ist auch Carl v. Gemmingen gewesen. Als Student war er begeisterter Göttinger Bremenser. Sein Lebenslauf verschlug ihn früh nach Elsaß-Lothringen, wo er im Jahre 1886 in Kolmar das Assessorexamen machte. Bon da bis zum Ende der deutschen Verwaltung in Elsaß-Lothringen hat er seine ganze Kraft dem Land gewidmet. Zuerst war er Regierungsassessor in Erstein, 'dann Chateau-Salins, Metz und Stmßburg. Von 1896 bis 1903 war er Kreisdirektor in Forbach in Lothringen, einem Kreise mit stark industrieller Bevölkerung, von 1903 bis 1912 Kreisdirektor von Straßburg-Land in Straßburg und von 1912—1918 Bezirkspräsident in Metz. In allen diesen Stellen, zu denen noch während des Krieges die treuhänderische Verwalmng von Longwy und Briey als Chef der Zivilverwaltung dieser Gebiete kam, ist Baron Carl v. Gemmingen nicht nur das Muster eines tüchtigen und zuverlässigen Verwaltungsbeamten gewesen, sondern auch zu allen Zeiten der unbestechliche Hüter der Gerechtigkeit. Sein Gerechtigkeitssinn, seine persönliche Unabhängigkeit, die in einer fest in sich geschlossenen Persönlichkeit beruht, und die ihn über alle Nützlichkeitserwägungen zu einem festbieibenden Urteil über die Menschen und Dinge brachte, hat den aufrechten Kämpfer in viele Meinungsverschiedenheiten hineingeführt, und zwar sowohl mit einheimischen wie der eingewanderten Bevölkerung Elsatz-Lothringens. Aber immer ging Carl von Gemmingen aus diesen Streitigkeiten hervor als ein Mann, dem man vielleicht hie und da mal einen Irrtum in der Auffassung, nie aber das geringste Fehl in seiner von hoher Ehrenhaftigkeit diktierten Handlungsweise Nachweisen konnte. Und das ist viel. Wer iveiß, wie die Versuchung in einem wiedergewonnenen Lande groß ist, auf Grund der fast sprichwörtlich gewordenen Charakterlosigkeit eines nur allzuoft hin- und hergeworfenen Volkes den Mantel nach dem Winde zu hängen, wer weiß, wie dadurch Fehlurteile über einzelne charaktervolle Leute aus der einheimischen Bevölkerung leicht waren, wer weiß wie groß die Versuchungen bei den Eingewanderten waren, die einheimische Bevölkerung manchmal durch eine verkehrte Brille zu beurteilen, der weiß, welch ungeheures Aktivum Carl v. Gemmingen für die deutsche Verwaltung gewesen ist, war er doch ständig bemüht, jedem, aber auch jedem, sei es Einheimischen oder Eingeivanderten. unbedingte Gerechtigkeit widerfahren zu lassen und zwar unter Berücksichtigung der durch die Umstände in Elsaß-Lothringen für beide Teile sich ergebenden Schwierigkeiten des Zusammenlebens. Ganz besonders schwierig war seine Stellung während des K ie- ges, als ein großer Teil des ihm unterstellten Gebietes unter dem direkten Kriegsgericht des Operationsgebietes lag, in dem naturgemäß durch die wechselnden Truppen und die militärische Diktatur das Leben für die Einwohner besonders hart war. Zu keiner Zeit hat Carl von Gemmingen gezögert, den Lothringern feine Hilfe angedeihen zu lassen gegenüber den militärischen Maßnahmen, wenn er überzeugt war, daß sie einen Unrechten trafen. Gar manchem Menschen, dem als bedenklich für die Sicherheit der Armee bei Beginn des Krieges ein Zwangswohn- sitz außerhalb Elsaß-Lothringens zugewiesen worden war, hat er zur Rückkehr vcrholfen,- wenn er überzeugt war, daß dem Betref- senden Unrecht geschah, verbürgte er sich mit seiner Person für ihn. Als er im Winter 1919 aus Elsaß-Lothringen zurückgekehrt war und den Abschied aus dem Staatsdienst genommen hatte, hat er sich, so viel in seiner Macht stand, der ausgewiesenen Elsaß- Lothringer angenommen. Und hier waren es wieder die Schutzlosen, Witwen und Weisen, denen er in besonderem Maße seine Hilfe angedeihen ließ. Daß er auch die Arbeiten des Hilfsbundes der Elsaß-Lothringer i. R. als Mitglied oes Vorstandes der Ortsgruppe Heidelberg förderte uno für wissenschaftliche Institute wirkt, ist selbstverständlich. Der Gemeinderat von Babstadt hat einstimmig beschlossen, den früheren Bezirkspräsidentcn von Lothringen, Herrn Karl von Gemmingen in Anbetracht seiner großen Verdienste um Deutschlands Macht und Ansehen, zum Ehrenbürger vo« Babstadt zu ernennen. Mit dieser höchsten Bürgerehrung knüpft Babstadt die guten Beziehungen, welche immer zwischen der von Gemming'schen Familie und der Gemeinde in guten und in schlechten Zeiten bestanden haben, nur noch fester und unlöslicher zusammen, als bisher. Und wenn heute die Deputation mit dem Bürgermeister Rei- chardt an der Spitze dem Jubilar den Ehrenbürgerbrief überreicht, so gilt diese Ehrung außer dem Jubilar auch der gesamten Babstädter Gemmingschen Linie, welche stets bestrebt war, der Gemeinde treu zur Seite zu stehen und ihr mit vielen schönen Stiftungen zu helfen. Möge Herr Bezirkspräsident von Gemmingen im Kreise seiner Familie und Enkelkinder noch lange Jahre in Gesundheit und Frische seinen wohlverdienten Ruhestand genießen! Aus Nah und Fern. Das Ergebnis der Angestelltenwahl. * Sinsheim, 16. Nov. Die Angestelltenwahlen am letzten Sonntag haben im allgemeinen unter stärkerer Beieiligung stattgefunden, als früher. Der Wahlbereich Sinsheim war in vier Stimmbezirke eingeteilt. Die Arbeitgeber hatten nur eine Liste eingereicht. Es gelten somit gewählt als Vertrauensmänner die Herren Wengenroth-Reihen, Direktor Dr. Treiber-Sinsheim und Direktor Falk-Rappenau,- als Ersatzmänner die Herren Bankdirektor Vielhauer-Eppingen, Buchdruckereidesitzer Becker-Sins- heim, Fabrikant Baum-Sinsheim, Direktor Keller-Eppingen, Kaufmann Ad. Speiser-Sinsheim und Kaufmann W. Kirsch- Eppingen. Don den Angestellten waren 3 Listen eingereicht worden, nämlich Liste A Gewerkschastsbund der Angestellten, B Gesamtverband Deutscher Angestellten und C Deutscher Werkmeisterverband». Die Listen A und B waren miteinander verbunden. Bon etwa 4—500 Stimmberechtigten haben 205 gewählt. Es entfielen auf die verschiedenen Listen folgende Stimmen: Stimmbezirk Sinsheim Liste A 14 B 59 C 23 Stimmbezirk Eppingen Liste A — B 9 C 3 Stimmbezirk Waibstadt Liste A 11 B 6 C 1 Stimmbezirk Eschelbach List« A — B 14 C 21 Stimmbezirk Rappenau Liste A 2 B 29 C 4 Auf Wahlschein abgeg. Liste A 4 B 3 C 2 Zus. -Liste A 31 B 120 C 54 somit entfallen auf Liste A 1, B 7 und C 2 Sitzci. E,s, sindf somit gewählt als Vertrauensmänner die Herren Wilh. Iung- Sinsheim, G. Fuchs-Rappenau und K. Reith-Sinsheim: als Ersatzmänner Fr. Pfister-Eppingen, 2H. Koch-Waibstadt, H. Rie- derer-Sinsheim, W. Hartmann-Michelfeld, Fr. Nuß-Rappenau und K. Emmert-Sinsheim. x Sinsheim, 15. Nov. (Wohlverdienter Ruhestand.), Nachdem bereits am Freitag, den 28. Okt. in einem mit Blumen und Sträuchern festlich geschmückten Schulsaal in Anwesenheit des Lehrerkollegiums und seiner Schüler für den auf 1. November in den Ruhestand tretenden Lehrer Rosenberger eine Feier gehalten wurde, bei der Herr Direktor Trübi dem 32 Jahre an der Realschule tätigen Herrn Rosenberger den Dank der Schule für seine Treue und Gewissenhaftigkeit in der religiösen Erziehung seiner Schüler aussprach und die älteste seiner Schülerinnen namens der Schüler gedankt hatte, fand am heutigen Dienstagabend im Gasthaus zur Post auf Einladung des Gemeinderates eine schlichte Feier statt. Festlich war das Zimmer geschmückt, der Gemeinderat, der Beirat der Oberrealschule und deren Lehrerkollegium, der Oberlehrer der Volksschule und die Geistlichen waren erschienen und sammelten sich um den von seiner Lebensarbeit abschiednehmenden Herr Lehrer Rosenberger. Herr Bürgermeister Sid- ler wendete sich als erster Redner mit überaus herzlichen Worten an ihn, sprach der Gemeinde Anerkennung für seine über ein Menschenalter sich erstreckende Arbeit an der Jugend aus, kennzeichnete ihn als einen allseits geachteten Mitbürger, der auch im Bürger- ausschuß stets seine Kräfte zum Wohl der Stadtgemeinde eingesetzt habe und übergab ihm als Zeichen des Dankes einen Sessel und ein Blumengebinde. Herr Direktor Trübi hob in seiner Rede nochmals die großen Verdienste um die Oberrealschule, deren wechselvolle Geschicke er miterlebt habe, hervor, dankt, ihm für das, was er besonders in der Kriegszeit durch hilfsbereites Eintreten in die Lücken getan und wünschte ihm, wie der Vorredner einen noch langen und friedvollen Lebensabend. Herr Oberlehrer Gscheidlen zeichnete das Bild des lieben, hochgeschätzten und hochgeachteten Kollegen, auf dessen Rat alle gerne gehört und zu dem seine Schüler in dankbarer Ehrerbietung aufgeschaut hätten, der aber neben der Befriedigung, die ihm sein Beruf gebracht, auch die Leiden desselben erfahren habe. Auch seine Worte endeten mit dem Wunsche, daß ihm ein stiller Lebensabend beschie- den sein möge. Der Sohn des also geehrten, Herr Rosenberger jung aus Mannheim dankte mit herzlichen Worten für seinen Pater für die ihm ausgesprochene Anerkennung und Erinnerungsgabe. Herr Dekan Eisen wandte sich persönlich und für seine Gemeinde an Herrn Rosenberger, mit dem er eine lange Reihe von Jahren zusammen gearbeitet habe, erinnerte an die ersprießliche Zusammenarbeit der Vertreter der drei Konfessionen während des Krieges, wünschte, daß zum Segen der Gesamtgemeinde solche Arbeit auch weiter in gegenseitiger Achtung der Glaubensüberzeugung einer jeden Konfession getan werden möchte, und wünschte ihm Gottes reichster Segen für seine Ruhezeit. Herr Stadtpsarrer Honnikel sprach namens seiner Gemeinde Worte des Dankes und der Hochachtung und betonte wie er ihn gerade als Lehrer und Wissenschaftler pe.sönlich stets sehr hochgeschätzt habe und hoffe von seinen Kenntnissen auch fernerhin etwas lernen zu dürfen. In anregender Aussprache verlief so der Abschiedsabend für Herrn Lehrer Rosenberger, der da sehen konnte, wie hochgeschätzt und wie eng verwachsen er mit der Gemeinde Sinsheim ist. cf Sinsheim, 16. Nov. (Staatsbürgerlicher Bildungstag). Wir machen auch an dieser Stelle auf den im heutigen Anzeigenteil unseres Blattes erwähnten staatsbürgerlichen Bildungstag der Reichszentrale für Heimatdlenst aufmerksam. Die beiden Redner verbürgen eine sachliche Behandlung der zum Bortrag kommenden Fragen. Die Borträge sind frei von jeder parteipolitischen Nr. 230. Jahrgang 1927. Der Landbote * Smsheimer Zeiwog. Donnerstag, den 17. November 1927. Tendenz mit dem Ziele, der sachlichen Aufklärung unseres Volkes zu dienen. * Sinsheim, 17. Nov. (Besitzwechsel.) Das Bäckereianwesen nebst dazugehörigem Grundstück von Bäckermeister Hch. Grill in der oberen Hauptstraße ist um den Preis von Alk. 16 000 an Bäckermeister Barth von Steinsfutt verkauft worden. Sinsheim, 16. Nov. (Eine hygienische Wanderkiste.) „Kampf den Krankheiten", heißt es auf einer Kiste, die das Deutsche Rote Kreuz in Gemeinschaft mit den hygienischen Reichsfach- oerdänden als „hygienische Wanderkiste" zusammengestellt hat, um damit die gesundheitliche Polksbelchrung auf das Land und bis in die kleinsten Nester zu tragen. Zn der als Tragkoffey handlich gemachten Kiste sind enthalten ein Projektionsapparat für Lichtbilder und ein Bildstreifen mit rund 105 Bildern über Mutter und Kind, Tuberkulose, Krüppeltum, Zahnpflege, Alkoholismus und Geschlechtskrankheiten. Weiter ist ein Bortrag beigefügt, der so einfach abgefaht ist, daß er auch von nicht ärztlich vorgebildeten Personen wie Fürsorgerinnen, Gemeindeschwestern, Geistlichen, Lehrern, Bereinsmitgliedern gehalten werden kann. Die Kiste enthält schließlich eine kleine Ausstellung, die in Bildtafeln, unzerbrechlichen Hochbildern usw. die Verheernngeit der Bolksseuchen verdeutlicht. Für die ganze Ausstellung genügt ein Raum in der Größe eines Schulzimmers. * Sinsheim, 16. Nov. (Zu viel Kongresse.) Wie verlautet, hat der Deutsche Städtetag den Organisationen des Gesundheitswesens, der Iugendwohlfahrt und der wirtschaftlichen Fürsorge den Vorschlag gemacht, die Zahl der Kongresse auf dem Gebiet der Wohlfahrtspflege einzuschränken und, ähnlich wie in anderen Ländern, alljährlich nur eine Wohlfahrtswoche zu veranstalten, in die dann alle in Frage kommenden Wohlfahrts- tagungen fallen sollen. * Sinsheim, 16. Nov. (Starker Andrang zur Fremdenlegion.) In Bitsch treffen täglich junge Leute ein, um in die Fremdenlegion einzutreten. Die Zahl der Anmeldungen übersteigt unglaublicherweise bei weitem den Bedarf, so daß die Franzosen weitere Einstellungen nicht vornehmen. Trotz aller üblen Erfahrungen gibt es immer wieder junge Leute, die alle Warnungen in den Wind schlagen, um mit ihrer Gesundheit oder dem Leben ihren Leichtsinn zu büßen. t Waibfladt, 16. Nov. (Das Kirchweihfest) wurde hier in üblicher Weise gefeiert. Das schlechte Wetter am Sonntag wirkte allerdings auf den Besuch von Auswärts sehr nachteilig ein. Das Geschäft ließ allerorts sehr zu wünschen übrig. Der Mangel an Geld tritt hier besonders deutlich zutage. % Kirchardt, 16. Nov. (Aussperrung.) Infolge der Aus- sperrungsmaßnahmen in der Tabakmdustrie sind auch die hiesigen Cigarrenfabriken seit Montag geschlossen. Eine größere Anzahl Arbeiter und Arbeiterinnen sind dadurch auf unbestimmte Zeit arbeitslos geworden. £ Obergimpern, 16. Nov. (Goldene Hochzeit). Am kommenden Samstag begehen die Heinrich Kühne, Waldhüter, Eheleute das seltene Fest der goldenen Hochzeit. Beide Iubilare erfreuen sich noch voller geistiger und körperlicher Frische. Kühne begleitet schon seit 45 Jahren das Amt des Gemeindewaldhüters. Möge den Iubilaren noch ein langer in Gesundheit und Frische reich gesegneter Lebensabend befchieden fein. % Bad Rappenau, 16. Nov. (Straßensperre.) Laut bezirksamtlicher Bekanntmachung in unserer heutigen Nummer ist die Kirchenstraße bis auf weiteres wegen Austragung des Straßcnbe- lages gesperrt. — Eppingen, 16. Nov. (Verschiedenes.) Die landw. Kreiswinterschule hat ihren 64. Jahrgang eröffnet. Es haben sich für den Oberkurs 15 (im Vorjahre 11), für den Unterkurs 54 (54) Schüler gemeldet. Hauptamtlich sind an der Schule tätig: Landesökonomierat Mayer-Ullmann, Dr. Benz, Diplomlandwirt Ehret und Lehrer Friederich. Als Hilfslehrer fungieren: Kreisobstbauinspektor Brücker (Heidelberg), Beterinärrat Dr. Stei- bing, prakt. Arzt Dr. Bauer, Professor Wurster und Tierarzt Dr. Hecker. — Die hiesige Ortsgruppe der „Badischen Heimat" wird voraussichtlich noch im Laufe dieses Monats ihre Generalversammlung abhalten. Die Ortsgruppe hat sich besonders durch die jedes .Jahr in der Wintersaison stattfindenden bildenden Vorträge verdient gemacht. Ihr Leiter ist Regierungsbaumeister Haible. ' — Agiasterhauftn, 16. Nov. Anstelle des nach Welchingen versetzten Herrn Pfarrer Ruf, wird Herr Kaplan Lutz Gagenau als Pfarrverwcser hierher versetzt. (Dienstantritt 24. Nov.) Herr Kaplan Lutz ivar früher Kaplan in Waibstadt, wo er in der nicht langen Zeit seines Wirkens in allen Bevölkerungskreisen, zufolge seines freundlichen Wesens sehr beliebt war. — Neckargemünd, 17. Nov. (Hochwasser im Neckartal.) Durch die vielen und großen Hochwasser in diesem Jahre haben die aus. gedehnten Weidekulturcn Im Neckartal sehr gelitten. Mit dem Schneiden der Ruten wird jetzt begonnen. Die Ernte ist die geringste seit Jahren. Höher liegende Kulturen, welche vom Wasser nicht erreicht wurden, we.fen einen guten Ertrag ab. In den letzten Jahren wurde viel die Amerikaner-Weide angelegt, ja ganze Felder steht man heute davon. Der Bedarf an Korbmaterial ist durch den Obstbau in allen Gemeinden sehr groß. Gerade dieses Jahr wurde das Obstkordmaterial sehr abgenutzt, da die Ernte in Weiden sehr gering ist, müssen die Korbmacher von auswärts Weiden beziehen. — Mingoisheim, 16. Nov. (Die Tabakpflanzer) beschlossen in einer Versammlung einmütig, ihren Tabak nur gemeinsam als Ganzes zu verkaufen. In dieser Stellungnahme ist eine wirtschaftliche Maßnahme zur Abriegelung irreführender Kleinverkäufe zu erblicken. Der Tabak wird als beste Ware angesprochen. ** Ludwigshafen, 17. Nov. (Betriebsunfall.) Am Montag erlitt beim Rangieren in Dutweiler der 48 Jahre alte verheiratete Taglöhner Jakob Licht II einen Oberschenkelbruch. Licht wurde zwischen zwei Wagen eingeklemmt. ** Adelsheim, 17. Nov. (Vermißt.) Der in den 60er Jahren stehende Taglöhner Ludwig Schmitt, früher Totengräber, wird seit Sonntagabnd vermißt. Er hat sich gegen 9 Uhr abends von zu Hause entfernt und ist seitdem nicht mehr zurückgekehrt. Man vermutet, daß er freiwillig in den Tod gegangen ist. Alle Nachforschungen sind bis jetzt ergebnislos verlaufen. ** Heidelberg, 17. Nov. (Krankenhauserweiterung.) Der Kreisrat hat den vorgelegten Plan für Erweiterung deK Tuberkulosekrankenhauses in Heidelberg-Rohrbach grund- sätzlich gutgeheißen. Die Finanzierungsfrage mutz noch ae- Weinheim, 17. Nov. (Vermißt., Vermißt wird fett letzten Freitag die 17jährige Arbeiterin Luise Riedel. ** Ramsbach, 17. Nov. Dienstag morgen brach im Mattenhof ein Brand aus, dessen Entstehungsursache noch nicht genau bekannt ist. Glücklicherweise konnte jedoch das Feuer auf seinen Herb beschränkt werden, ohne größeren Schaden zu verursachen. Auch die Feuerwehr von Oppenau wurde an den Brandplatz gerufen. ** Dnrlach, 16. Nov. (Unfall.) In der Verbandsdeckerei Durlach löste sich ein an einer Kette befestigter Keffel und stürzte auf drei Arbeiter, zwei davon wurden schwer, einer leicht verletzt. Rotenfels, 17. November. (Weidmannsheil.) Kürzlich erlegte der Jagdaufseher und Forstwart Nik. Schottmüller von Rotenfels im Staatswald Rotenfels-Mahlberg ein Wildschwein. Schottmüller ist bereits 81 Jahre alt, machte den Feldzug 1870-71 bei der 3. Kompanie des badischen Leib- grenadier-Regiments Nr. 109 mit. Seit 1872 ist er in ein und demselben Revier Forst- und Jagdaufseher und hat diesen Posten stets zur größten Zufriedenheit seiner Vorgesetzten ausgeführt. ** Lanf bei Bühl, 17. Nov. (Abgelehnter Voranschlag.) Der Bürgerausschutz lehnte den Gemeindevoranschlag mit großer Mehrheit ab, da der Umlagefuß von 80. auf 70 Pfg. gesteigert werden sollte. ** Offenbnrg, 17. Nov. (Autozusammenstotz.) Als vorgestern nachmittag der Kaufmann Alfred Bartler mit seinem Personenauto von der Langestraße in die Hauptstraße einbog, stieß er mit einem aus gleicher Richtung kommenden Lastkraftwagen einer Pforzheimer Speditionsfirma zusammen, Beide Autos sind vorschriftsmäßig gefahren. Bartlers Auto wurde schwer beschädigt. Der Schaden beträgt 600 bis 700 Mark. ** Offenbnrg, 17. Nov. (Unfall.) In der städtischen Kiesgrube ist der Arbeiter Htlsenbrand dadurch verunglückt, daß infolge Scheuens eines Pferdes er von dem Fuhrwerk 7 Meter geschleift wurde und sich einen Darmbruch zuzog. ** Freibnrg i. Br., 16. Nov. (Anklage wegen fahrlässiger Tötung ) In der Verhandlung gegen die der fahrlässigen Tötung angeklagten Inhaber der Fa. Bährle u. Rist in Offenburg ergab die Beweisaufnahme, daß die Angeschuldigten die mit den Baggerarbeiten beschäftigten Leute angewiesen hatten, bei eintretender Steigung des Waffer- standes die Arbeiten einzustellen, daß aber dieser Weisung nicht nachgekommen worden war. Von den vernommenen Sachverständigen hielten Prof. Dörr-Karlsruhe und Bezirksbaumeister May-Emmendingen ein Verschulden der Angeklagten für vorliegend, während Architekt Geis-Freiburg als Begutachter der Meinung ist, die Notbrücke sei einwandfrei errichtet gewesen und sie hätte nach den technischen Er- fahrungsgrmndsätzen für einen normalen Betrieb ausgereicht. Der Anklagevertreter beantragte die Verurteilung beider Angeklagten, das Strafmaß stellte er in das Ermessen des Gerichts. Der Verteidiger trat für Freisprechung ein. Das Schöffengericht erkannte nach kurzer Beratung auf beiderseitige Freisprechung. In der Begründung zu dem Urteil wird u. a. ausgeführt, es laste sich ein Kausalzusammenhang zwischen der Konstruktion der Notbrücke und dem Unglücksfall nicht mit Sicherheit Nachweisen, ebensowenig stände einwandfrei fest, ob bei einer stärkere» Ausführung der Brücke der Unfall zu vermeiden gewesen wäre. Sprengunglück im Porphyrwerk. Baden-Baden, 16. Nov. In den Porphyr-Werken bei Bam- halt (Bormwerk) ereignete sich gestern ein schweres Sprengunglück. Eine Epregnladung explodierte, bevor das Bohrloch völlig geschlosst» war. Der Arbeiter Lamprecht aus Winden wurde von den Gesteinsmasten verschüttet und getötet. Die Leiche konnte erst heute geborgen werden. Der Arbeiter Karl Walter aus Sinzheim wurde in schwerverletztem Zustande vom Platze getragen. Eisenbahnunglück in Mähre«. Brün«, 17. Nov. Dienstagabend fuhr der um 8.80 Uhr von Brünn abgegangene Eilzug vor der Station Schlapanitz auf einen rangierenden Güterzug auf. Siebzehn Personen wurden verletzt, vier davon lebensgefährlich. Das Unglück ist auf falsche Signalstellung zurückzuführen. Viertägiger Brand an Borb eines Schiffes. London, 17. Nov. Auf dem Dampfer „Tynebridge,,, der am Dienstag aus England in Adelaide eintraf, wütete ein Feuer in den Kohlenbunkern, das erst nach viertägigen Anstrengungen gelöscht werden konnte. Der Dampfer hatte eine große Ladung Oel und anderen leicht brennbaren Ma. terials an Bord. Durch das Feuer sind sechshundert Zentner Kohle vernichtet worden. Lrarktberichle. Schweinemarkt in Bruchsal vom 16. November 1927. Angefahren wurden: Milchschweine 134, Läufer 51. Verkauft wurden : Milchschweine 100, Läufer 30. Höchster Preis für Milchschweine Paar 22—, für Läufer 55.— RM. Häufigster „ „ ., .. 18.—. „ „ 45.- „ Niedrigster.. „ „ 15— „ „ 40.— „ Karlsruher Produktenbörse vom 16. November. Abteilung Getreide, Mehl und Futtermittel. Die erhöhten Auslandsforderungen lassen den Markt als etwas befestigt erscheinen. Futtermittel sind teilweise gesuchter. Im übrigen ist die Marktlage ziemlich unverändert. Deutscher Weizen 26,50—27, Deutscher Roggen 25.25—25.75, Sommergerste je nach Qual. 27—29, Ausstichware über Notiz. Futtergerste je nach Qual. 22—23.50, Deutscher Hafer, je nach Qual. 21—24, Fabrikationsware über Notiz. Plata Mais, prompt und später 19.75—20, Weizenmehl, Mühlenforderung 38.25—88.50, Roggenmehl, Mühlenforderung, südd. Fabrikate 35.75—36.50, Weizenfuttermehl 15.75—16.25, Weizenkleie, fein, spätere Monate 13—13.25, grob 13.50—13.75, Roggenkleie 13.75—14.25, Spezialfabrikate entsprechend teurer. Biertreber, je nach Herkunft 17.50—18, Malzkeime 17 bis 17.25, Trockenschnitzel, neue Campagne auf Lieferung 11, Speisekartoffeln gelbfl. 7.50—8, weihfl. 6.25—5.75, Rauhfut- termittel: Loses Wiesenheu, gut, gesund, trocken 8—8.50, Luzerne 9—9.50, Weizen-Roggenstroh, örahtgepr., je nach Qualität 425—4.50, alles per 100 Kilo, Mühlenfabrikate, Mais, Biertreber und Malzkeime mit, Getreide und Trockenschnitzel ohne Sack, Frachtparität Karlsruhe bzw. Fertigfabrikate Parität Fabrikstation, Waggonpreise. Kleinere Quantitäten ensprechende Zuschläge. Alle Preise von Lanbes- produkten schließen sämtliche Spesen des Handels, die vom Ankauf beim Landwirt bis zur Frachtparität Karlsruhe entstehen, und die Umsatzsteuer ein. Die Erzeugerpreise sind entsprechend niedriger zu bewerten. Abteilung Weine und Spirituosen: Die Börse verkehrte in ruhiger Haltung. Preisveränderungen für Weine, neue und alte, wie auch für Edelbranntweine, konnten nicht fest, gestellt werden. Wetterbericht. Karlsruhe, 16. Nov. Unter dem Einfluffe der von Westen zufltetzenden Warmluft war es schon gestern bei uns etwas milder. In der Ebene lag das Temperaturmittel ein bis zwei Grad, auf dem Feldberg drei Grad höher als am Vor- tag. Nachts sanken die Temperaturen auch in tieferen Lage» noch bis zum 0-Punkt. Im übrige» war das Wetter meist wolkig mit vereinzelt leichten Schneefällen. Die Wetterlag« ist seit gestern meist nicht erheblich verändert, erweckt aber den Eindruck, daß die von Westen herangeführte Warmluft sich weiterhin über Mitteleuropa ausbreiten wird. Boransfichtliche Witterung. Wetteransfichten für Donnerstag: Meist wolkig, zeitweise Regen, im Gebirge Schnee, langsam fortschreitende Erwärmung mit örtlichen Frühnebeln. Freitag: Ziemlich milde, wolkig, zeitweise Heiter, etwas Regen. — Samstag: Wechselnd bewölkt, bisweilen Sonne, nachts etwas kälter, tagsüber ziemlich milde, strichweise etwas Regen. Staatsbürgerliche Vomagsveranstaltung. Am kommenden Samstag, den IS. November findet in S nsheim, mittags 2 Ahr im Gasthaus „zum Löwen" eine Staatsbürgerliche Bortragsveran- stalltung der Reichszentrale für Heimatdienst statt, bei der folgende Vorträge gehalten werden: 1. «Der Völkerbund und seine Tittigkett" Redner: Unio.-Pros vr. von Eckardt-Heidelberg. 2 . „Wesen «.Bedeutung der Handelsverträge" (Weltwirtschaftskonferenz) unter besonderer Berücksich tigung der Landwirtschaft Redner: Syndikus Dr. Ulm-Mannheim 3. «Aussprache. " Zu diesen Botträgen werden alle Damen und Herren, die sich rein fachlich über lebenswichtige Fragen des deutschen Volkes orientieren wollen, eingeladen. - Eintritt frei! — Pocken und Strümpfel == Hsmirnirbai Baumwolle, gewebt, einfarbig u. = n *‘ «»BW*«#! gern., Riesenwahl, 1.40, 1 . 10 ,90,75, = Heirmtnrk«ll Seidenflor, in größter, neuer = aSrrSDJBCR6D Ausmusterung, 3-‘ 2.60, 2.10, — Hftmntnrktin Kunstseide und Waschseide, eleg. — nWTSniOCgen Dessins . . . 3.20, 3.-, 2«. = HtrrtllMrkMI Ia - wollgewebte feine Qualitäten ^UUISUHMKD nnd Muster, 4.75, 4.10, 3.50, 2.80, == MmHilrmben träft, kaum«, u.halkw. Qual., = kl! Riesenlager, 1.95,150,1>5,98, = VOlISOCilfiD ^ este r, abrikate “ hervorragender O OB —" Auswahl .... 3.80, 3.20. 2.45, = fr»kt!tttrilRnfl ß esfr > c kte Baumwolle, schwarz = M4 * 5IliU ""p'' u. farbig, (5 ^ Steig.), Größe 1 4M 1.751 2.501 2.501 48,' 45,.i = ~-” r ; “♦ Iarm g> P ^ bteig.), urööe 1 =; jjlMleBitranpfe 1.40§ I E. Speiser, Sinsheim § Silli!l!lll!lliilillllili!i!!l!iilli!lili:iiiiil!lillii!liiiiiii!liiiiiiliiiiliiiiiiiiiii Fahrnis -Versteigerung in Hoffenheim. Wegen Wegzug versteigert der Unterzeichnete am Freitag, 18. November, vormittags 9 Uhr 1 fiebenjährige Zuchistute, prämiiert, 4 junge frischmelkende Kühe (Simmentaler), 2 Mutterkälber, 1 junger Farren, 2 fette Schweine, Hühner und Gänse (2k er Brut), ca. 500 Zentner Klee- und Wtefenheu, ra. 500 Zentner Stroh, 1000 Zentner Dickrüben, 80 Zentner gelbe Kartoffeln, 4000 Liter Most, 800 Zentner Kuh- u. Pferdemist, 2 guterhaltene Wagen mit Dung», Kasten- und Heuleilern, 1 Mähmaschine, 1 neuer Kar- toffelrotter, 3 eiserne Eggen, 3 Pflüge, 1 Sägmaschine, Schrotmühle. Häckselmaschine, 1 Elektromotor 2 P.S. mit Transmission, 1 Centrifuge, 1 Obstkelter, Fässer nnd Bandoeschirr, 5 Festmeter Brennholz und sonst verschiedene landwirtschaftliche Geräte. Hch. Kaiser» Landwirt, Zuzenhauserstraße. Gute Ideett . dringen Vermögen! Die auf Freitag, den 18. November, «ach- i Aufklärende Broschüre über Patent—«.Gebrauchsmuster— Anmeldungen umsonst. Verkauf von Erfindungen. Verlangen SieBorschläge v o »Patent— u. Berw. — Büro Arthur f lriemer, G. m. b.H. einzig C. 1., Dittrich- ring 8/337. mittags 4 Uhr anberaumte Haus-Dersteigerung findet nicht statt. Heinrich Grill, Sinsheim, Hauptstr. 255. O’ 0 1 /* - y&n*' Anfragen unter Nr. 1004 an den Landboten. Garantiert nächste Woche K 400011 mTzu gewinne**» Je - 4000 Or 4U304» 41L. 5 M - ~ POfnoausTt BIHUMG SICHER 9 22. NOVEMBER SOKHfcGEWlHM- ENISCHtlOHUMtOt 41U5M.U.1L.Z111M. tiuioitpomoj Jüngere Frau sucht Mnairsltlle Angebote unter Nr. 1175 an den Landboten. 2 Fuhrwagen „di Schlitten mit Pritsche, gut erhalten, zu verkaufen. Georg RllpV, Bürgermeister Reihen. Verein „Badische Heimat“. Donnerstag, 17. November, abends 1/29 Uhr im Zeiebeusaai der Oberreaisohule Lichtbilder-Vortrag von Dr. J. A. Berioger=Mannheim „Feuerbach“. Zur Bestreitung der Unkosten werden erhoben: Erwachsene: 30 Pfg. Schüler: 20 Pfg. Ortsgruppe Sinsheim. Ohne Reklame keine Einnahme! Jifliii!!!lli!iliililii!!.’|l!l!!l!lfini!!lliiii!lilillfi!l!|[!l!!f!!lilll!!!|[l!|[|||!^ [ Sport- u. Strick-Westen! IKnaben-Sportwetten 5.751 iHerren-SportwKten 9.75g iBücliucM “ s 13.50g iHerreE-SportwKte» &iÄÄ V 7, 15.50g iHerra-Sportwejten rÄ e, rÄ 24.501 ! Sport-Giratar« 29.50g iGMtr.MiBKwnteB 3.50V | Original-Blejle-Wetten L feSS»! | E. Speiser, Sinsheim | liiliii.llli!liiiiiilUii!iil!iiiiiiiiiiiiliiiiliii!i!l!!il||i|jji||li!iij|||!llij!!l|ll Sckriftl-itana: H. Becker: Druck und Verlag: 0. Beckersche Buchdruckerei in Sinsheim.