Erscheint tSglich «tt Ausnahme der Feiertag«. Bezugs-Preis: Vurch diePost bezogen und durch den Briefträger und unsere Austräger ftei ins Laus monatlich Goldmard 1.20 Der Bezugspreis ist im Voraus zu entrichten. .Rn Fällen von höherer Gewalt besteht kein ^Anspruch auf Lieferung der Zeitung oder auf Rückzahlung des Bezugspreises. Geschäftszeit 1/28 bi« 5 Uhr Sonntags geschloffen. »erusprech-Anschlutz Nr. 485 Postscheck-Konto Karlsruhe Nr. 8908 Der Lanöboie Stnsheimer fSM Leitung fit s General-Anzeiger für daklsenz-und §cluvarzl>aelital HelteTt* und verbreitetfte Leitung di. ^egend. I}aupt-Hn?ei daß Deutschlands Kredit im Auslande verteuert werde in einer Zeit, wo wegen der noch im Gange befindlichen Rationalisierung der Wirtschaft, die auch in den Gcmeindebetrieben geleistet wird, der Zustrom von Auslandsgeldern notwendig sei. Schließlich befaßte sich die demokratische Fraktion auf Grund eines Referats des Abgeordneten und Landgerichtsdirektors Brodaus mit der Reichsdienststrafordnung. Innerhalb der Fraktion bestehen lebhafte Bedenken gegen einzelne Bestimmungen der Vorlage. Ein Gedenktag für Baden. Der 28. November dieses Jahres ist ein wichtiger Erinne- rungstag in der Geschichte unseres badischen Landes. An diesem Tage erfolgte vor 125 Jahre« die Abtretuna der rechtsrheinische» Pfalz durch Bayer« a« Bade«. In dem denkwürdigen von Maximilian IV. Joseph von Bayern Unterzeichneten, vom 23. November 1802 datierten „Abtretungspatent der diesseitigen Rheinpfalz, an Baden"' heißt es u. a. wörtlich: „Da durch die von den beiden vermittelnden Mächten. Sr. Rutzisch-Kaiserlichcn Majestät, und dem ersten Eonsul der Französischen Republik, dem Deutschen Reiche vorgelegten, und von der Reichsdeputation angenommenen Enrschrdt- gungspläne S. 6. dem Herrn Marggrafen von Baden die Rheinpfälzischen Oberämter Ladenbürg, Brette» und Heidelberg mit den beiden Städten Heidelberg und Mannheim Angewiesen worden sind: und Wir, so schmerzlich es Unserem Herz enfällt, Uns von Unterthancn zu trennen, die Uns und Unserem Hause feit mehreren Jahrhunderten ein? seltene Treue und Anhänglichkeit bewiesen haben, aus Gründen des allgemeinen Wohls, und zur Wiederherstellung der Ruhe und Ordnung in dem Deutschen Reiche gedrungen worden sind, auch noch dieses harte Opfer zu bringen: so weisen Wir sämtliche obengenannte Lehenleute, Unterthanen und Diener hierdurch an, die bemerkten Herrn Fürsten, so weit sie einem jeden zugeteilt sind, in Zukunft als ihre rechtmäßige Regenten zu erkennen und zu verehren. Wir entlaffen sie zu dem Ende ihrer Pflichten und Verbindungen gegen Uns." Ein eigenartiges Geschichtsdokument das schlaglichtartig die trostlosen Zustände beleuchtet, die damals im alten deutschen Fürstenstaate außen- und innenpolitisch herrschten! Durch den Frieden von Luneville hatte das Reich das ganze linke Rheinufer von der schweizerischen bis zur holländischen Grenze verloren. Nun sollten, während das Reich so schwer litt, die Retchsfürsten. die durch die Abtretung Gebiete ein- aebüßt hatten, „im Schoße des Reiches" entschädigt werden. In Regcnsburg wurde eine Reichsdeputation zur Ordnung der deutschen Angelegenheiten eingesetzt, aber in Wirklichkeit wurden, wie auch aus der Urkunde hervorgeht, die Dinge in Paris und Petersburg entschieden. Ein französischrussischer Gehcimvertrag bestimmte für Bayern und Württemberg eine Entschädigung, dke im richtigen Verhältnis u ihren Verlusten stehen und der Gerechtigkeit entsprechen ollten." In einem Zusatz gab Bonaparte für Bade« die gleiche Znsichernng. um dem Zaren einen Gefallen und dem Markgrafen eine Hochachtung zu erweisen. Wie allen bei diesem unerfreulichen Länberhaudel Beteiligten, kam es auch Bayern darauf an, ein möglichst vorteilhaftes Geschäft zn machen. Die günstige Arrondierung der bäuerischen Kernlande durch benachbarten geistlichen und reichsstädtischen Besitz, war für das Münchener Kabinett die wichtigste Frage, «mal es mit der rechtsrheinischen Pfalz ein tiefverschul- etes Land preisgab. das große Aufwendungen erforderte. So überließ man ohne traditionelle Hemmungen Baden die Pfalz. Die „Treue und Anhänglichkeit" des bayerischen Herzogs zu seinen bisherige» Untertanen ging sogar soweit, daß Maximilian trotz heftigen Widerspruchs Badens die wertvollen Sammlungen in Mannheim als sein Privateigentum reklamierte und wegführen ließ. Die Krisis wegen dieser Sammlungen mar eine Zeitlang so groß, daß man tn Baden — auch ein Zeichen dieser Zeit — befürchtete. Bayern werde die Wegschgiftrng dieser Sammlungen mit Gewalt erzwingen. Spöttisch meinte damals der bayerische Minister Mvntgelas, es wäre doch sonderbar, wenn man in einem Augenblick, wo man dem Frieden ganz« Fürstentümer und Bistümer opfere, zwei befreundet und verwandte Höfe sich um Bücher und mathematischer Instrumente willen bekriegen würben. Die Abtretung selbst vollzog fl* mit einigen Feierlichkeiten ohne besondere Reibungen. Mannheim, die bisherige Hauptstadt der Pfalz, litt zunächst außerordentlich schwer nnter dem Verlust des Hofes und der wertvollen Sammlungen, schwerer noch vielleicht ats bas benachbarte Heidelberg, dessen Universität durch den Luneviller Frieden wichtige überrheinische Bedungen eingebüßt hatte, daß sich aber doch bald wieder, gerade weil ihm seine hohe Schule erhalten blieb, mit ihr zn neuem Glanze erheben konnte. Mannheim aber, an dem sich einst Goethe erfreut, und bas Schiller die. Tore zum Weltruhm geöffnet hatte, schien allen Glanzes und aller Kultur beraubt. Man muß sich dieser schweren und drückenden Zeit wieder erinnern, wenn man heute so recht verstehen und würdigen will, wie Mannheim auS eigener Kraft, nachdem es endlich entschloffen und tatenfroh mit der Vergangenheit avge- schloüen hatte, den Weg zu einer neuen und größeren Zukunft fand. Wohl lag w- 41 dem Wegzug des Hofes noch manches Jahrzehnt ein lähmender Schlaf auf der Stadt. Dann aber wurde man müde, der Vergangenheit nachzutrauern. Mannheim raffte sich auf und fand si* i-^st wieder. Es erkannte, daß die Natur der an Rhein und Neckar wertvollere Gaben zngeteilt hatte, als sie Prunk und Glanz des Hofes jemals zu geben vermögen. Ja, vielleicht erst durch den Verlust des Hofes wurde Mannheim zu dem, was es heute ist. Losgelöst von einer beengenden höfischen Tradition war es jetzt aus eigene rasche und weitblickende Tatkraft gestellt. Es ist hier nicht der Raum, im einzelnen die gewaltige Entwicklung aufzuzeigcn, die die badische Handels- und Jn- dustriemetropole gerade in den letzten Jahrzehnten zu verzeichnen hat. Tank seiner großartigen Hasenanlagen ist Mannheim die Handelszentrale am Oberrhein geworden, die in einem erstaunlich raschen Siegeszng nahezu alle Rivalinnen am Rheinstrom, darunter Städte von stolzer Vergangenheit, überflügelt hat. Neben Handel' und Verkehr wuchs die Industrie. Fabriken schoflen aus der Erde und gewaltig dehnte sich die Stadt über die Enge der Quadrate hinaus. Einige wenige Wahlen sollen dieses erstaunliche Wachstum beweisen. Bei der ersten Gewerbezählung im Jahre 1861 stand Mannheim noch mit 26 Betrieben und 1824 Arbeitern an zweiter Stelle. Im Jahre 1925 zählte die Stadt 228 Betriebe mit 43 787 Arbeitern, der ganze Bezirk 312 Betriebe mit 50 240 Arbeitern. Auch die Einwohnerzahl stieg rapid und hob Mannheim zur volksreichften Stadt von Baden empor: es überflügeln.' die Hauptstadt des Landes Karlsruhe. In den Jahren 1905 bis 1925 wncks Mannheim von 155000 auf 247 480 Einwohner: auch in der Nachkriegszeit blieb es bei diesem Aufstieg. «-eit dem Jahre 1919 hat die Stadt einen Bevölkerungszuwachs von 16000 Seelen zn verzeichnen. So schuf sich Mannheim, die Stabt des Arbeits- nnd Erwerbefleißes sein eigenes,- scharfnmriffenes Bild im Kranz der badischen Städte. Aber auch die kostbaren Güter der Kultur, einer verfeinerten Verwertung und veredelten Anwendung des Erworbenen hielten wieder ihren Einzug in die Stadt. Tic Erinnerung an die künstlerische Vergangenheit Mannheims wurde wieder wach. Das Nationaltheater mit seiner großen Tradition zählt heute zn den ersten nnd angesehensten Bühnen Deutschlands. Die Abtretung der rechtsrheinischen Pfalz vor 125 Jahren hat Baden einen der wertvollsten und schönsten Teile feines heutigen Gebietes geschenkt. In treuer Zusammenarbeit hat sich dieses von Franken und Alemannen gebildete Land am Oberrhein zu einer glücklichen und blühenden Einheit zusammengefunden. Neben Mannheim, der Handelsmetropole, blüht Heidelberg, die Hochburg der Wiffenschast, sind sich Brette» und Ladenburg ihres Wertes bewußt. Sie alle haben nicht minder tatkräftig einen ihrer Eigenart entsprechenden Auftchwung genommen. Wenn wir heute Mannheim besonders herausgehoben haben, so geschah dies deshalb, weil uns gerade die Geschichte und das Schicksal dieser Stadt für alle jene, die noch he.ute mit starrem Blick an einer überholten Vergangenheit hangen, eine ernste Mahnung und Lehre aufzuzeigen schei- yen. An.dem Beispiel der, Stadt Mannheiyi möge man,er- rennen, oatz, bet aller Achtung vor den Werten der Vergangenheit, doch — und das gilt für den Einzelnen wie für die Gesamtzeit — das höchste Ziel das Besinnen auf sich selbst, seine Kraft und seine Eigenart bleibt, haß nach dem Goethewort im Anfang die Tat war, und daß, im Wechsel der Erscheinungen, nur der sich Freiheit und das Leben verdienen kann, der sie täglich neu erobern muß. Deutscher Reichstag Wiederzniammentritt des Reichstags. Berlin, 23. Nov. Präsident Loebe eröffnet die Sitzung um 15 Uhr. Ein Antrag des Oberreichsanwalts, der die Genehmigung zur Verhaftung und Vorführung des Abgeordneten Nedder- meyer tKom.j nachsucht, wird dem Gefchäftsordnungsaus-, schuß überwiesen. Vor Eintritt in die Tagesordnung kommt Abg. Stöhr jNationalsoz.) auf den Zwischenfall zurück, der in der letzten Reichstagssitzung so v^l Aussehen erregt hatte. Stöhr hatte damals die dritte Lesung des Abkommens zur Ber- beflerung der Lage der Sozialrentner des Saargebiets ver- hindert. Er erklärt jetzt, daß eine beispiellose Pressehetze bis in das letzte deutsche Dorf gegen ihn eingesetzt habe. Er - habe nicht aus purer Rechthaberei so gehandelt und eine^ Sozialrentnerversammlung des Saargebiets habe ihm Recht^ gegebW., 7 Abg. Rädel fKomm.j verlangt die Behandlung der Krisenfürsorge, da die Gefahr bestehe, daß diese vom Arbeits- minister^abgebaut werde. Der Antrag wird abgelehnt. In allen drei Lesungen angenommen wird der deutsch- tschechoslowakische Vertrag über den Bau und Betrieb einer Eisenbahn durch das Schweinnitztal. In erster und zweiter Lesung gebilligt wird der deutsch-tschechoslowakische Vertrag zur Regelung der Grenzveryältnisse. Es folgt die erste Lesung des Handelsabkommens zwischen Deutschland nnd Frankreich. Abg. Hörnle sKomm.» erhebt Bedenken gegen den Vertrag, der nur der deutschen Bourgeoisie Vorteile bringe. Die Bourgeoisie Frankreichs und Deutschlands habe sich verständigt auf Kosten der Verbraucher Massen beider Länder. Abg. Tr. Wiflell (Soz) weist die Ansicht zurück, daß durch das deutsch-französische Handelsabkommen das hohe Zollniveau irgendwie gesenkt worden sei. Daß die autonomen Zollsätze bei Handelsverträgen gesenkt werden müßten, sei schon bei ihrer Festsetzung ats selbstverständlich betrachtet worden. Keine Industrie dürfe deshalb behaupten, daß sie bei dem Abkommen mit Frankreich „geopfert" worden sei. Bei künftigen Handelsverträgen müßten wesentliche Zollverminderungen eintreten. Der Redner fragt nach dem Stand der Verhandlungen mit Frankreich über die endgültige Regelung der 26prozentigen Repaiationsabgabe nnd der Zollbeziehungen mit dem Saargebiet. Die Sozialdemokraten stimmen dem Vertrag im Interesse der Arbeiterschaft z«, obwohl er nicht in allen Punkten ihren Wünschen entspreche. Abg. Richthofen «Dem.» bezeichnet den Vertrag als einen wesentlichen Fortschritt in den deutsch-französischen Beziehungen. Im Interesse des deutschen Weinhandels sei aber eine Aenderung des Verfahrens bei oer Verzollung der Läger notwendig. Als eine Frucht der Genfer Wirtschasts- konferenz sei die Einführung des Schiedsverfahrens bei ^ Meinungsverschiedenheiten aus dem Abkommen zu begrüßen. Ministerialdirektor Posse vom Reichswirtschaftsministerium erklärt, die im Oktober begonnenen Verhandlungen mit der französischen Regierung über den Warenaustausch mit dem Saargebiet seien in den letzten Tagen wieder ausgenommen worden. Ueber die Verzollung der noch in den Zollagern liegenden französischen Weine seien gerade jetzt Beratungen im Gange. Zu der Frage der allgemeinen Zollsenkung werde sich die Regierung bei Beantwortung der sozialdemokratischen Interpellation äußern. Der Vertrag wird dann in erster und zweiter Beratung ««genommen. Das Haus vertagt sich auf Miltwvch, 16 Uhr. Tritte Be- ratung des deutsch-französischen Handelsvertrages. Kleine Vorlagen. Präsident Loebe teilt noch mit. daß die Regierung die Vorlage über die Vereinbarung für die Sozialrentner de» Eaargebiets zurückgezogen hat, da die Angelegenheit auf dem Berordnungswege geregelt worden ist. Die kommunistische Forderung, einen Antrag auf Auflösung des Reichstages auf die Tagesordnung zu setzen, wird abgelehnt. Schlutz nach 17 Uhr. Zrattionsfitzungen im Reichstag Berlin, 23. Nov . Nach der Plenarsitzung des Reichstages tagten am Dienstag abend nur noch die Fraktionen der Deutschnationalen und der Demokraten. Die deutschnationale Reichstagsfraktion nahm den Bericht ihrer Vertreter in den Ausfchüfien entgegen. In der Sitzung der demokratischen Reichstagsfraktion berichtete Abg. Deruburg über die Tätigkeit des Reparationsausschufles beim Reichsfinanzministerium. Die Fraktion beschäftigte sich dann unter anderem mit Aufwertungsfragen, der Reichsdienststrafordnung und dem Stande der Arbeiten in den großen Reichstags- ausschliffen. Von de« Ausschüssen Fortsetzung ber Beratung des Besoldungsgesetzes im Ha«8» haltsansschuß. Berlin. 23. Rov. Der Hausha.tsausschuß des Reichs- tages setzte die Beratung des Besoldungsgesetzes bei der Besoldungsgruppe 8 der aussteigenden Gehälter fort. Zunächst wurde die Gruppe 8 b besprochen, die die Gehälter von 1700 bis 2700 Reichsmark umfaßt. Znr Frage ber Stellung der weiblichen Postbeamten und weiblichen Bürobeamten in Mittwoch, den 23. November 1927. Nr. 235. Jahrgang 1927. den Ministerien wurde regierungsseitig erklärt, daß eine Ueberführung in das Beamtenverhäktnis für die weiblichen Angestellten nicht in Frage komme, die lediglich mit mechanischen Arbeiten beschäftigt sind daß aber soweit in Sonder- fällen weibliche Angestellte in anderen Dienstzweigen auf bauernd erforderlichen Dieustposten verwendet würden, bei der Aufstellung des Etats für 1928 die Schasfnn'g von Planstellen geprüft werden würde. Der Ausschuß genehmigte schließlich nach weiterer Beratung die Besoldungsgruppe 8 b und führte dann auch die Aussprache über die Gruppe 8 a zu Ende, zu der die Regierungsparteien eine Entschließung vorlegten, die überalterten Assistenten den Aufstieg von Gruppe 8 in Gruppe 7 ermöglichen soll. Die Abstimmung wurde auf heute Mittwoch vertagt. Kriegvbeschädigtenausschuß des Reichstages. Berlin, 23. Nov. Der Kriegsbechsäbigtenausschuß des Reichstages beriet die Novelle zum Versorgungsgesetz weiter iind beschloß, daß die Höhe des Sterbegeldes sich nach dem Wohnort des Verstorbenen richten soll. Soweit überhaupt über Einzelheiten der -VerhandlungS- materie selbst gesprochen worden ist, beziehen sich diese lediglich wie bereits berichtet auf die Frage der polnischen Holzausfuhr. Die polnische Regierung hatte in Verfolg ihrer Kampfmatznahmen die Ausfuhr von Rundholz aus Polen mit einem sehr hohen Zoll belegt. Als Gegenmaßnahme hatte Deutschland die Ausfuhr von Schnittholz aus Polen stark gedrosselt und nur polnische Rundhölzer hereingenommen. Als Folge dieser Kampsmatznahme ist aber bas polnische Holz in Polen selbst außerordentlich im Preise gestiegen. Die polnische Regierung hat nun den Wunsch, vorzüglich polnisches Schnittholz in Deutschland abzusetzen. Hierzu würde man auf deutscher Seite bereit sein, unter der Voraussetzung, daß, wenn Deutschland diese Position seiner Kampfmatznahmen abbaut, auch Polen seinerseits Kampfmaßnahmen etwa gegen die Einfuhr deutscher industrieller Erzeugnisse aufgibt. Teilfireiks im -Gaargebiet Saarbrücken, 23. Nov. Nachdem bereits vorgestern infolge Ablehnung des Schiedsspruches in der Schwerindustrie Teilstreiks ausgebrochen waren, hat gestern die gesamte Belegschaft der Burbacher Hütte, insgesamt fünftausend Arbeiter, die Arbeit niedergelegt. Die Röchlinghtttte, wo kommunistische Drahtzieher vorgestern einen Teilstreik anzettelten, arbeitet auf Grund der Gewerkschaftsparole wieder uneingeschränkt. Auch das Stummwerk in Neunkirchen arbeitet einstweilen noch. Die Belegschaft bei' Halberger Hüttenwerke wird heute über einen eventuellen Streik beschließen. Köln, 23. Nov. Der Streik in der Schwerindustrie des Saargebiets hat sich nun überraschenderweise auch auf die Stummschen Werke in Nennktrchen ausgedehnt und zwar in der Hauptsache auf Betreiben von kommunistischer Seite. Die christliche Gewerkschaft opponierte bis zuletzt. Weiterer Abbau des tschechoslowakischen Heeres gefordert Die deutschen Abgeordneten für Abrüstung. Prag, 23. Nov. lFunkspruch.s Vorgestern abend hat oer Haushaltsausschuß der Kammer das Kapitel „Nationalver- teitztgung" beraten. Der Berichterstatter erklärte dabei u. a., das Militär sei nach wie vor notwendig, da man bei den bisher immer noch zerrütteten europäischen und Weltver- hältniffen für die Sicherheit des Staates Sorge tragen müsse. Es gebe in der Tschechoslowakei 8814 Offiziere, davon 68 Generäle und 2686 Unteroffiziere. Der Berichterstatter beklagte sich weiter über die ungenügende finanzielle Berücksichtigung des Militärflugwesens, das für die Schlagkraft seder Wehrmacht nokwendig sei. Der deutsche Nationalsozialist Knirsch erklärte, wenn der Außenminister daran, gehen würde, seine Haltung gegenüber Deutschland einer Revision zu unterziehen, so könnte man sofort mit der Abrüstung beginnen. Tenn Rüstungen richteten sich in erster Linie gegen die unmittelbaren Nachbarn. Der deutschnationale Abgeordnete Kallina wies darauf hin, daß nach der Abrüstung Deutschlands und Oesterreichs in Ausführung der Friedensve.träge nunmehr alle anderen Staaten abrüsten müßten. Ew längeres Zaudern mit der Abrüstung würde die Vorbereitung eines neuen Krieges bedeuten. Kommunistischer Umsturz in Kanton Peking, 23. Nov. Die Abwesenheit der Kantonpvlitiker, die bekanntlich in Schanghai an der Konferenz mit Tschiang- D« Laadbote * Sinsheim« Zeitung. kaifchek teilnehmen, benutzten die Kommunisten dazu, um einen Sturz herbeizusühren. Es hat sich ein kommunistisches Komitee gebildet, dem Kumingjues vorsteht. Kumingjues, ein Freund Borodins, war früher politischer Berater der Regierung in Hankau. In den chinesischen Städten war gestern das Gerücht von der Rückkehr Borodins verbreitet. Die Hankauer Konzessionsbehörde hat daraufhin einen Haftbefehl gegen Borodin erlassen. Günstiger Fortgang der deutsch-polnischen Verhandlungen Berlin, 23. Nov. Nachdem Reichsanßenminister Dr. Stresemann gestern wieder in Berlin eingetroffen ist, sind die deutsch-polnischen Verhandlungen gestern vormittag wieder fortgesetzt worden. Sie bewegen sich auf der Grundlage des deutschen Memorandums owie der vorgestern eingelaufenen polnischen Antwort hierauf. Die polnische Antwort sieht gegenüber den deutschen Vorschlägen Abänderungen und Gegenvorschläge vor, im Ganzen genommen jedoch hat man den Eindruck, daß die polnische Antwort die Fortführung der Verhandlungen bis zu einem erfolgreichen Ergebnis ermöglicht. Vor bedeutsamen Erklärungen Lhamberlains und Vridgemans im Unterhaus London, 23. Nov. Im Verlauf der Unterhansdebatte über „Frieden und Abrüstung" am kommenden Donnerstag wird neben dem Außenminister voraussichtlich auch der erste Lord der Admiralität, Bridgeman, sprechen. Man will dadurch nochmals die Beschränkung des britischen Flottenbauprogramms am Vorabend des Zusammentritts der vorbereitenden Abrüstungskommission vor aller Welt erläutern. Ferner will man den Eindruck verwischen, als ob die Admiralität bei ihrem Verzicht auf den Kreuzerbau unter dem Druck des Schatzamtes nachgegeben habe. Die Admiralität legt Wert auf die Feststellung, daß die Verminderung des Bauprogramms auf ihre eigenen Wünsche zurückzuführen ist. Der der Debatte am Donnerstag zugrunde liegende Antrag der Arbeiterpartei wird heute im Unterhaus vorgelegt werden. Wenn er. wie man annimmt, die Genfer Flottenabrüstungskonferenz berührt, wird Bridgeman eine bedeutsame Erklärung abgcben. Im Gegensatz zu den Mitteilungen vom Samstag, wonach der Verzicht auf den Bau von zwei Kreuzern als endgültig anzusehen ist, läßt der „Daily Telegraph" heute dre Frage offen, ob der Bau des 8088-Tvnnenkreuzers in das nächstjährige Programm ausgenommen wird oder nicht. Die „Daily Mail" dagegen behauptet, der Verzicht auf den Bau dieses Schiffes sei als endgültig anzusehen In wohlinformierten Kreisen werde damit gerechnet, daß auch der in dem nächstjährigen Vauprograwm vorgesehene Kreuzer des ^-Typs fallen gelassen wird. Vor einer Besprechung Ehamberlain-Lilwinow London, 23. Nov. (Funkspruch.j Das Berteidigungskomi- tee des britischen Imperiums trat gestern im Kolonial- ministerium zu einer Sitzung zusammen. An den Besprechungen nahmen der Erste Seelord, Sir Charles Madöen, der Erste Lord der Admiralität, Bridgeman, und Churchill teil. Weiter wurde zu den Beratungen der Führer der britischen Delegation für die vorbereitende Abrüstungs- kommtssion in Genf, Lord Eushendun, zugezogen. Es wurden die Fragen erörtert, die voraussichtlich im Verlaufe der Genfer Erörterungen auftauchen werden. Neben diesen technischen Vorbereitungen beschäftigte man sich in unterrichteten Kreisen weiterhin lebhaft mit den zweckmäßigsten Maßnahmen für eine mögliche Aussprache mit den russischen Delegierten über die Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen: Man rechnet mit der Möglichkeit, daß die Abrüstungsverhandlungen sich solange hinziehen werden, daß Außenminister Chamberlain den Führer der russischen Delegation beim Zusammentritt des Völ- kerbunbsrates am 8. Dezember noch in Genf antreffen wird. In jedem Fall wird mit einer Aussprache zwischen Lord Gushenöan und Atwinow gerechnet. Ministerpräsident Valdwin erklärte sich gestern nachmittag bereit, die Aussprachen über den arbeiterparteilichen Mißtrauensantrag gegen ihn am Dienstag nächster Woche stattfinden zu lassen. Da Chamberlain bereits am Dienstag zur Teilnahme an der Ratssitzung des Völkerbundes nach Genf abreist, legte die Regierung entscheidenden Wert darauf, am Donnerstag die große Aussprache über „Abrüstung und Frieden" durchzuführen, die gewissermaßen den Boden für die Arbeit der englischen Delegation in Genf vorbereiten soll. _Ungarn wartet auf feinen König. Eine aufsehenerregende Rede des Grafen Zichy. .! Budapest, 22. Nov. Bei einem von der ungarischen Hocharistokratie veranstalteten Bankett anläßlich des 16. Geburtstages Otto von Habsburg hielt der Graf Johann Zichy eine Rede, in der er das Kommen einer bewaffneten Aktstrn im Interesse her. Thronerhehung Ottos andrutetr. Wenn das ungarische Volk, s» sagte er, das sich durch sein Verhalten im Jahre 1918 seines Königs unwürdig erwies, seine Sünden abgebüßt haben wird, werde der junge König zum schlafenden Dornröschen — gemeint ist die ungarische Nation — kommen, sei es durch einen Wall von Dornen, fei es durch das Flammenmeer einer brennenden Welt, um sein neues Volk durch einen Kuß aus langem, qualvollen Schlaf zu erwecken. _ Ein rufifcher Abrüstungsplan. London, 21. Nov. Der Pariser Berichterstatter des Daily Expreß meldet, daß die zur Genfer vorbereitenden Abrüstungskonferenz nach Genf entsandte russische Delegation in den Verhandlungen der Konferenz und auch in den privaten Zusammenkünfte^ der Delegation eine außerordentlich aktive Rolle spielen wird. Die russische Delegation werde in der öffentlichen Sitzung am 30. November einen in allen Einzelheiten ausgearbeiteten P-lan fÄr eine allgemeine Abrüstung der die Einberufung einer Welt- Konferenz zu diesem Zwecke vorsieht vorlegen. Ferner sei die Delegation mit Instruktionen versehen, um in privaten Zusammenkünften mit der englischen Delegation über die Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen England und Rußland zu verhandeln. Zwischenfall an der elsiissisch - pfälzischen Grenze- Ein französischer Posten angeschossen. Paris, 22. Nov. An der elsässisch-pfälzischen Grenze kam es heute Nacht zu einem ernsten Zwischenfall. Der französische Korporal Petit stand bei einem Pulvermagazin in der Näh« von Weitzenburg auf Posten. Als er auf ein ihm verdächtig vorkommendes Licht zuging, krachte plötzlich ein Schuß. Die übrige Wach« fand den Posten mit einem Rückenschuß in einer Blutlache liegend auf. Der Schwerverletzte wurde ins Hospital nach Weißenbury gebracht. Polizei und Gendarmerie haben die Untersuchung de« Vorfalls sofort ausgenommen. Eine neue Fährte in der Fälscheraffare Paris, 23. Nov. lFunkspruch.) Dem „Echo de Paris" zufolge führt die Verhaftung des Marquis de la Houpliere die Untersuchungsbehörden auf eine neue Fährte. Die vo« dem Marquis zur Falschstempelung eingereichte» ungarischen Papiere scheinen nicht aus derselben Quelle zu stammen wie diejenigen Blumensteins- Französische Polizet- beamte haben dem Blatt zufolge Paris verlassen, um über diese zweite Angelegenheit im Auslände Nachforschunge» anzustellen. Das Kabinett Lasper gebildet Brüssel, 23. Nov. Das neue belgische Kabinett unter der Leitung Jaspars mir Beteilig,ng der katholischen Liberalen und der christlichen Demokraten ist gebildet worden. Die neue belgische Regierung. Brüssel, 23. Nov. Der Verbandsausschuß der christlichen Arbeiterschaft, der gestern hier zu einer Sitzung zusammeu- getreten war, hat der Teilnahme an der Regierung Jaspar zugestimmt. Auch von liberaler Seite ist die Beteiligung am Kabinett Jaspar zugestimmt worden. Die neue Regierung setzt sich wie folgt zusammen: Jaspar, Ministerpräsident, I a n s o n, Jnstizminister iliberal). Bölkerbundsdelegierter, Wauters, Kultusminister (liberal): Hy mans, Außenminister (liberal!, Lippe ns, Eisenbahnminister (liberal), ehem. Gouverneur von Belgisch-Kongo: de Broqueville, KLiegsminister: Baeles, Landwirtschaftsminister ikathol. Flame!: van Overbergh, Innenminister jchristl. Demokrat!: Hey man, Arbeitsminister (christl. Demokrat!. Die estländische Regierung gestürzt Reval, 23. Nov. Die estländische Regierung ist gestern von der Ansiedlerpartei gestürzt worden. Eine Einigung über dke Verteilung der durch den Völkerbund gewährten Kreditsummen war nicht möglich. Die Ansiedler verlangte» von der neu zu gründenden Bank für ausländische Kredite, die diese Gelder verwalten soll, langfristige Kredite zu niedrigerem Zinssatz wie die Bank selbst ihren ausländische» Gläubiaern zablt. tzMMMMUWjt, ROMAN von FRED NELIUS Er zog den Huk. Da war auch Janie schon auf der Hinterhand gedreht . . . ein paar Sporen hinterm Gurt und preschte los. Mit leicht gehobenem Gesäß und tiefen Fäusten — dem alten lieben Rennsitz —, galoppierte Zielen durch den Wald. Mochte die Stute nun — der endlichen Erlösung froh — sich in die Fäuste legen, bis das Leder platzte . . . sinnlos pullen . . . das Tempo rasend werden — einerlei. Wie tat das köstlich gut! Die Sonne stieg. Gerade ihr entgegen ging es, so daß das Licht die Farben schluckte, die Umrisse verwischte und nur noch alles Stimmung war: Weiß und Licht und Blendung und Luft und Reiterrausch. Da bog der Weg. Nun stand die Sonne seitwärts. Lange Schatten fielen durch die Aeste. Vorne Lichtung. Der Waldrand. Die Heide dann. Eine Stange quer am Wege. Ein Schenkeldruck des Reiters. Die Stute schoß in langem, wundervollem Satz hinüber. Und nun war Heide, Heide und freie Bahn, so weit das Auge reichte. Wild, laut und jauchzend, daß Janie ihre Ohren spitzte, iLstll Zieten die Fanfarentöne. „Gute Jagd." Er hob sich. Die Fuße streckten sich im Bügel. Ein Schenkeldruck. Lang hingegeben, bekam die Stute jetzt die Zügel, ßo ob . . . Sie streckte sich.- Der Herzog fragte ihn am nächsten Tage nach dem Ritt mit seiner Frau. Zieten lächelte. »Zch danke für das Pferd, Durchlaucht. Der Ritt war für mich ein lang entbehrter, köstlicher Genuß. Scheinbar weniger für die Herzogin. Ich fürchte, daß ich mir die Ungnade Ihrer Durchlaucht in hohem Maße zugezogen habe." „Wie das?" Zieten hob die Schultern. „Ich bin mir keiner Schuld bewußt." Er erwähnte, was ihm das Gefühl gegeben hatte, daß seine Begleitung lästig sei und daß er sich aus diesem Grunde von der Herzogin getrennt. Hohenastenberg reichte ihm die Hand. „Durchaus mit Recht. Ich bedauere, daß man Sie gekränkt hat. Meine Frau ist leidend. Schwerer, als es scheint. Einer Kranken muß man manches Nachsehen. Nichts für ungut." Scheinbar wollte er Zieten eine Genugtuung für die Kränkung geben, als er ihn beim Abschied für den nächsten Tag zum Essen eilud. „A la fortune du pot — wie man früher sagen durfte. Zum Familienmittagstisch um sechs Uhr. Paßt's?" Zieten verbeugte sich. „Durchlaucht, wenn ich nur nicht lästig falle." Der Herzog hob die Hand. „Woll'n Sie Komplimente?" So saß denn Zieten am nächsten Abend an dem Tisch der Hohenastenbergs . . . löffelte die Suppe mit schweren, wappenbildverzierten Silberlöffeln ... aß den Fisch und Braten von edlem Meißner Service . . . trank den alten Kabinettwein aus wundervoll geschliffenen Römern und war zum erstenmal seit langem, langem wieder von einer Pracht, von einer Kultur der äußeren Lebensformen umgeben, die ihn schier bedrückte. Die Herzogin hatte ihm kurz vor dem Essen die schmale Hand gereicht. Widerstrebend und mit Ueberwindung. Ein mattes, krampfhaftes, eingefrorenes Lächeln verzerrte ihr Gesicht. Sie sprach beim Essen kaum. Das schöne» schwermütige .Gesicht war von Leid entstellt. Ihre Augen lagen heute auffallend hohl in tiefen, kranken Schatten. Der Verkehr des herzoglichen Paares war korrekt. Er von untadelhafter Höflichkeit — sie seiner diskreten Sorge gegenüber voll duldender Ergebung. Hohenastenberg plauderte in weltmännisch leichter Art. Er suche Themata, die Zieten interessierten. Vor dem Kriege Gardekavallerist, sprach er von Potsdam, dem Kaiserhofe. In Hannover kommandiert, war er bei den Parforcejagden des Militär-Reitinstituts Piköroffizier gewesen. Er hatte die Hofjagden in Potsdam, Jagden auf den Hochadelssitzen in Deutschland, England, Schottland und die in Pardubitz geritten. Er wußte in den Kenneln weltberühmter Meuten ebenso Bescheid wie in den Ställen von bekannten Rennstall-Leuten. Er kannte die Boden- und Bahnverhältnisse internationaler Plätze, auf denen Vollblut zwischen Flaggen galoppierte, ebenso wie das Pedigree berühmter Steepler. Er hatte eine kurze, prägnante, aber immer amüsante Art, von alledem zu plaudern. Anekdoten — fein gesehene, scharf und humoristisch hingewor- sene Bilder — dazwischen Fragen . . . eine Anregung, die auch den andern plaudern ließ, dabei dann eine Art zu lauschen und auf das Gesagte einzugehen, die bestrickte. Die Herzogin saß so teilnahmslos, daß es peinlich wirkte. Ihr Schweigen quälte Zieten. So stürmisch ihn die liebenswürdige Art des Herzogs für sich einzunehmen wußte, s» rätselhaft, geheimnisvoll und dunkel war ihm die Psyche dieser stillen Frau. Einmal bekamen ihre großen, blaue» Augen einen warmen, seelenvollen Glanz, der das Gesich* wunderbar verschönte. Zieten erzählte auf eine Frage Hohenastenbergs vo» Hause. Von Muttchen ... von Liefe!. Wie stets, wenn er der beiden gedachte, ging ihm das Herz ein wenig durch. Der Herzog lächelte. „Ein so guter Sohn?" „Leider nein. Mutterliebe ist bekanntlich blind." Da hatte die Herzogin gesagt — mit einer Stimme, durch die zum ersten Male der Goldgrund eines weichen Frauenherzens schimmerte: „Nein — aber sie ist rein, weil sie nichts verlangt — reich» weil sie nie versiegt — heilig, weil sie die meisten Schmerze« trägt. Für ein Mutterherz ist es der Liebe nicht genug." Hohnastenberg sah sie eigenartig, spöttisch von der Seite an. Zwei unbedeutende Erlebnisse, die Zieten dennoch sonderbar erregten, brachte der Verlauf des Abends. Das eine: Die Herzogin hatte die beiden Herren nach dem Essen für kurze Zeit in die Räume nebenan begleitet. Als der Diener den Kaffee dorthin brachte, stürzten ein paar Teckel durch die Tür. Zwillinge . . . schwarz . . . feingebaut . . . mit langen, trockenen Köpfen, wehenden Behängen und krummen Pfötchen. „Unsere Kinder," präsentierte sie der Herzog, „Max und Moritz." Wieder belebten sich die blauen Frauenaugen zu warmem Glanz. Ein leises Lachen, so recht frauensüß und köstlich, wehte von dem Mund. Und dann hatte sich die Herzogin gebückt ... die zwei Frauenhände faßten die beiden kleine« Kerle in das weiche Fell . . . mit der Rechten Max, Moritz links. Wie die Häschen hingen sie. „Buh", rief die junge Frau. „Buh . . . buh . . Äks die Hündchen nach der Frauennase schnappen wollten, kuschelte die Herzogin die beiden kleinen schwarzen Hundekörper lachend an die Brust. Rr. 235. Jahrgang 1927. Letzte Telegramme in Kürze. Der Reichstag hat gestern nachmittag 8 Uhr feine Arbeiten wieder ausgenommen. Gegen den außerordentlichen Professor in der juristischen Fakultät Berlin, Dr. K. von Möller, ist vom Kultusminister das förmliche Disziplinarverfahren eingeleitet worden. Die medizinische Fakultät der Universität Bonn hat den preußischen Wohlfahrtsminister Hirtsiefer zum Ehrendoktor ernannt Der Vorstand der republikanisch-nationalen Volkspartei von Elsaß-Lothringen erklärte in einer Entschließung, daß die deutsche Sprache in Elsaß-Lothringen nicht als Fremdsprache betrachtet werden könne. In Paris trafen Meldungen über weitere Sturmschäden in Frankreich und besonders in Süöfrankreich ein. Bei einer Versammlung der Liga für Menschenrechte in Paris kam es zu großen Ausschreitungen der patriotischen Jugend. Die Verhaftung Houpieres hat die Untersuchungsbehörden eine neue Fährte geführt, da die von ihm eingeretchten gefälschten Papiere nicht aus derselben Quelle zu stammen scheinen, wie die Blumensteins. Ueber ganz Dänemark herrscht seit vorgestern ein schwerer Schneesturm, der ständig zunimmt. Im Haushaltsausschutz der tschechischen Kammer forderten vorgestern die deutschen Abgeordneten erneut Abrüstung. Infolge der in Mitteldeutschland herrschenden Stürme, Legleitet von starken Schneefällen, ist es in ganz Mitteldeutschland zu großen Verkehrsstörungen gekommen. In Fiume fanden vorgestern große Kundgebungen gegen Jugoslawien statt. Nach Verhängung des Belagerungszustandes in Denver sind alle Bergwerke des Streikgebiets von Militär besetzt. Vaden. Wer wird badischer Staatspräsident? Karlsruhe, 22. Nov. Wie bereits mitgeteilt, wird der Badische Landtag morgen nachmittag die Wahl des Staatspräsidenten vornehmen, und zwar dürfte dem Turnus nach Innenminister Remmele gewählt werden. Wie wir aber von zuverlässiger Seite erfahren, soll Innenminister Remmele auch in Unterhandlungen mit der Stadt Mannheim zwecks Uebernahme des Oberbürgermeisterpostens stehen, um den sich allerdings auch Finanzminister Schmitt beworben haben soll. Würde nun Innenminister Remmele Oberbürgermeister von Mannheim werden, dann müßte er im nächsten Frühjahr mit der Uebernahme dieses Postens fein Amt als Staatspräsident und Innenminister niederlegen. In diesem Falle würde, wie es heißt, der Heidelberger sozialdemokratische Stadtrat Emil Maier das Amt des Innenministers und vielleicht sogar das des Staatspräsidenten erhalten. Es sollen allerdings auch Verhandlungen zwischen Zentrum und Sozialdemokratie schweben, nach denen die Sozialdemokratie sich mit dem Innenministerium begnügt und den Posten des Staatspräsidenten einem Zentrumsmann überläßt. Für diesen dürste dann Finanzminister Schmitt in Betracht kommen. Gegen das Reichsschulgesetz Offenbnrg, 22. Nov. Hier tagten am letzten Sonntag die im Badischen Lehrerverein zusammengeschlossene Lehrerschaft der Ortenau und des angrenzenden Kinzigtales, zwecks Stellungnahme zum Keudellschen Reichsschulgesetzentwurf. An der Kreisversammlung nahmen über 500 Lehrer teil. In einer Entschließung tritt die Versammlung einmütig für die Forderungen des Deutschen und Badischen Lehrervereins ein. Hochschullehrer gegen die Schulvorlage. Die seinerzeit von dem „Heidelberger Tageblatt" bekanntgegebene Unterschriftensammlung von 1500 deutschen Hochschullehrern gegen den Keudellschen Reichsschulgesetzentwurf hat sich inzwischen noch um 122 weitere Unterschriften vermehrt. Die Zahl der Unterzeichner der dem Reichstag vorgelegten Entschließung erhöht sich nun im ganzen auf 1661 und zwar 720 ordentliche Professoren, 441 außerordentliche Professoren, 113 Honorarprofessoren. 350 Prtvatdozen- ten und 37 sonstige Mitglieder der Lebr'^rver. Der Pforzhcimer Stadtrat gegen das Reichsschnlgefetz. Pforzheim. 23. Nov. Der Stadtratsbericht meldet: Der Stadtrat hat zu dem Entwurf des Reichsschulgesetzes Stellung genommen und folgende Entschließung gefaßt, die an die Landes- und Reichsregierung sowie an den Reichstag «eitergeleitet wird: Die Durchführung des zur Zeit dem Bildungsausschuß des Reichstags vorliegenden Entwurfs eines Reichsschulgesetzes würde wie alle Gemeinden der Simultanschulländer auch die Stadt Pforzheim finanziell sehr stark belasten und über dies den konfessionellen Frieden der Gemeinde aufs äußerste gefährden. Deshalb hält der Stadtrat bas geplante Gesetz für untragbar und fordert die unbedingte Erhaltung der badischen Simultanschule. Aus Nah und Fern. V Sinsheim, 23. (Kreditgenossenschaften.) Die Zweimonatsbilanz per 31. 10. 27 der 56 dem Verbände der unterbadischen Kreditgenossenschaften angehörigen Institute ist schon am 16. November cts. erschienen. Die Bilanzsumme ist seit dem 30. August cts. um 2,2 Millionen gewachsen, das ist ungefähr die Hälfte gegenüber der Zunahme in den früheren Monaten dieses Jahres, und ist wohl zurückzuführcn auf die derzeitigen allgemeinen Geldverhältnisse. An der Steigerung nehmen die eigenen Mittel mit ca. RM. 500 000 die Spareinlagen mit rund 1 Million und die sonstigen Gelder mit RM. 700 000 teil. Unter Einrechnung der Avale und Giroverbindlichkeiten haben die unte, badischen Kre- ditgenosscnschaften in ihren Wirtschaftsbezirken rund 80 Millionen Kredite zur Verfügung gestellt. $ Sinsheim, 22. Nov. (Eine Weihnachtsbitte.) Der Vorstand des Badischen Landesoereins für Innere Mission wirbt für seine Alters-, Kinder- und Erziehungsheime. Etwa 1000 große und Kleine, Alte und Junge, Gesunde und Kranke warten daraus, daß auch ihnen beschert werde. Gaben jeder Art sind willkommen und finden Verwendung. Sie können in die Karlsruher Geschäftsstelle, Redtenbacher Str. 12, gesandt, Geldspenden auf PostscheckkoMo Karlsruhe Nr. 7825, Hauplkassenverwaltung des Bad. Landesvereins für Innere Mission, übersandt werden. 'OP Sinsheim, 22. Nov. (Neuerungen in der Postzustellung.) Der Berwoltungsrat der Reichspost genehmigte dieser Tage eine Verordnung zur Aenderung der Postordnung. Danach soll künftig bei ungenügend frankierten oder unfrankierten Briefsendungen «ur auf 5 Psg., nicht mehr auf 10 Pfennig ausgerundet werden. Künftig soll die Post auch berechtigt sein, gewöhnliche Brief- srndungrn und Pakete, wenn niemand in der Wohnung ange- trosfen wird, an zuverlässige Hausbewohner und Nachbarn zuzustellen. Dem Empfänger wird in diesem Falle ein Benachrichtigungszettel in die Wohnung geworfen. Da Laudbote * Smsheimer Zeitung. XJP Sinsheim, (Briefmarken, die ungültig werden.) Folgende Postwertzeichen verlieren mit Ablauf des Monats Januar 1928 ihre Gültigkeit zum Freimachen von Postsendungen: Zisfer-Fi eimarken zu 3, 5, 10 und 50 Pfennig, ausgegcben am 1. Dezember 1923: Stephans-Marken zu 10 und 20 Pfennig, ausgegeben am 9. Oktober 1924, Rheinlandmarken zu 5, 10 und 20 Pfennig, sowie Rheinlandpostkarten zu 5 Pfennig, ausgegeben im Mai 1925. A Sinsheim, 22. Nov. (Einziehung von Orden und Ehrenzeichen.) Um die Ablieferung erledigter Ordensauszeichnungen zu fördern wird erneut darauf hingewiesen, daß die Bestimmungen über die Rückgabx von Orden und Ehrenzeichen gestorbener Inhaber noch bestehen. Diese Auszeichnungen sind auf den Polizeirevieren, bei denen auch die näheren Bestimmungen über die Rückgabe eingesehen werden können, zwecks Weitergabe auf dem vorgeschriedenen Weg abzuliefcrn. P Hoffenheim, 23. Nov. (Tabakpreise.) Gestern wurde hier der Tabak besichtigt und Preise von 50—55 Mk. geboten. + Hoffenheim. 23. Nov. (Bethelfilm.) Nachdem im vorigen Jahre der erste Teil des sog. Bethelsilms hier vorgeführt worden war, fanden gestern in der hiesigen evang. Kirche zwei Vorführungen des zweiten Teiles statt, um 5 Uhr für Kinder, abends für Erwachsene. Auch dieser Teil ist hochinteressant und gewährt einen tiefen Einblick in das Leben und die segensreiche Arbeit der Bodelschwingh'schen Anstalten in Bethel. Die erläuternden Vorträge und die Choralgesänge der Teilnehmer gestalteten den Abend gU einer erhebenden Feierstunde, die außerordentlich zahlreich besucht war. M Eichtersheim, 22. Nov. (Tabakpreise.) Gestern wurde hier der Tabak vermögen. Im Einvernehmen mit den Maklern erzielten die Pflanzer für den Zentner Mk. 55, während der Ver- kaufsring in Michelfeld Mk. 52.80 für den Zentner erreichte. Käufer waren in Michelfeld die Firma Brückmann-Bremcn, Luß- heimer-Mannheim und Hoffmann u. Eie.-Eichtersheim. $ Hilsbach, 22. Nov. (Mission.) Am Sonntag begann hier eine heilige Mission durch 3 Patres aus dem Kloster Waghäusel. Die ersten Predigten fanden am Sonntag früh 7 Uhr und 8.15 Uhr statt. Gleichzeitig wird auch die Filiale Weiler mit versehen. Möchten doch alle Katholiken diese Gelegenheit benützen und die Predigten und Gottesdienste recht fleißig besuchen um der vielen Gnaden der hl. Mission teilhaftig zu werden. * Eppingen, 22. Nov. (Wiederbeginn des Bolkshochschul- kurses.) Die diesjährige Generalversammlung der hiesigen Ortsgruppe des Landesvereins „Badische Heimat" (Bolkshochschul- kurs) findet am Donnerstag, den 24. ds. Mts., abends 8 Uhr in der Gewerbeschule statt. Angesichts der Tagesordnung ist eine rege Beteiligung der Ortsgruppenmitglieder erwünscht. — Am darauffolgenden Tage, am Freitag, den 25. November, werden die Vortragsabende wieder ausgenommen. Der Schwarzwaldpoet August Ganther, der sowohl als Bortragskünstler von hinreißender Beredsamkeit wie auch als ausgezeichneter Dichter weithin bekannt ist, wird mit feinem Bortrag: „Aus eigenen Dichtungen" den diesjährigen Dolkshochschulkurs einleiten. Ganther versteht es durch den würzigen Humor seiner schelmischen Dialektgedichte sowie auch durch seine ernsten dichterischen Schöpfungen zu Herz und Gemüt seiner Hörer zu sprechen. Allerorts fanden seine Vorträge volle Anerkennung und warme Aufnahme. % Eppingen, 22. Nov. (Die Umlage.) Die neue Umlage wurde auf 1,19 RM. durch den Bürgerausschuß festgesetzt und eine Kapitalaufnahme von 43 000 RM. für Erneuemngsarbeiten am Krankenhaus genehmigt. * Eppingen, 21. Nov. (Verschiedenes.) Diplom-Landwirt Dr. Herbert Benz, der schon einige Jahre an hiesiger landw. Winterschule als Lehrer tätig war, wurde mit sofortiger Wirkung an die staatliche Anstalt Hochburg (bei Emmendingen) als Lehrer oerfetzt. Der Weggang dieses äußerst tüchtigen Lehrers, der wohl mit eine der besten Kräfte hiesiger Landwirtschaftsschule war, wird allgemein und speziell von den Schülern bedauert. — Am Samstag vormittag wurde ein angeblicher Berficherungsober- inspektor aus Hilsbach dem hiesigen Amtsgericht zugcfiihrt. Derselbe hat in letzter Zeit in Landshausen, Elscnz und umliegenden Gemeinden größere Betrügereien verübt, indem er sich unter verschiedenen Vorspiegelungen größere Beträge erschwindelt hat. Er wurde nach seiner Vernehmung sofort nach Sinsheim überführst Personen, die durch den Schwindler geschädigt morden sind, wollen sich bei der Gendarmerie Eppingen melden. Auch dieser Reinfall von etlichen Leichtgläubigen mahnt wiederum die ländliche Bevölkerung, fremden Personen gegenüber vorsichtiger zu sein. -- Rauenberg, 22. Nov. (Der hiesige Cücilienchor) feierte am Sonntag im Binzeniiushaus das Fest der hl. Cäcilie, wozu sich eine stattliche Anzahl Besucher aus der Gemeinde eingefunden hatten. Unter der bewährten Leitung von Hauptlehrer Reisfelder zeigte der Cäcilienchor sein Können in den gesanglichen Darbietungen. Das Theaterstück „Me Wunderblume", sowie einige lustige Borträge und Schwänke wurden mit reichem Beifall aufgenommen. — Mudau, 22. Ncv. (Kraftpostverkehr Eberbach—Mudau —Buchen.) Auf der Kraftpostlinie Eberbach—Mudau—Buchen wurde in der Zeit vom 1. August bis 31. Ok'obcr ein Ueberfchuß von 477,30 RM. erzielt. Währeno sich die Linie Mudau—Buchen nicht rentiert und besser benützt werden dürfte, ist der Verkehr auf der Strecke Mudau— Strümpfelbrunn—Eberbach sehr rege. In der Zeit vom 1. Mai bis 1. August betrug der Ueberfchuß 1800 Rm. t Tauberbischofshrim, 22. Nov. (Die Zentrale der landwirtschaftlichen Lagerhäuser A.-G.) hält am 14. Dezember ihre fünfte ordentliche Generalversammlung ab. Die Tagesordnung s eht cine Herabsetzung des Grundkapitals in einem von der Generalversammlung festzusetzenden Verhältnis vor, ferner die Herabsetzung des Stimmrechts von zwei auf eine Stimme pro Stammaktiv zum Zweck der Berichtigung 'der Goldmarkumstellung im Jahre 1924, die Beschlußfassung über die Gewinn- und Verlustrechnung für das fünfte Geschäftsjahr, die Beschlußfassung über die Verwendung des Reingewinns und die Festsetzung einer Dividende und die üblichen Entlastungen. * Breiten, 22. Nov. (Einbruchsdiebstahl im Bolksschulge- bäude.) In der Nacht vom Sonntag auf Montag wurde im Bolksschulgebäudc in verschiedenen Klassenziinmern, sowie im Zimmer des Rektors die Pulte gewaltsam aufgebrochen. Die Diebe drangen durch Eindrücken einer Fensterscheibe ins Schul- haus ein und hatten anscheinend Kenntnis von diesen Ge'dbeständen in den Pulten, es sielen ihnen hierbei ca. 160.— RM. in die Hände, was Spargelder von Kindern waren. Der sofort zur Untersuchung herbeigezogene Erkennungsdienst von Karlsruhe ^stellte fest, daß es sich um jugendliche Einbrüche handelt, die mit den Verhältnissen vertraut ivaren. Hoffentlich gelingt es. die Diebe, zu ermitteln. ** Mannheim, 28. Nov. (Selbsttötungsversuch.) In seiner in den Ic-Quadraten gelegenen Wohnung versuchte ein 41jähriger Kellner sich zu erdrosseln. In einem Hause in den 3-Quadraten brachte sich ein Sljähriger Student, kurz nachdem er von andern Personen daran gehindert worden war, aus dem 2. Stock auf die Straße zu springen, eine Verletzung am linken Unterarm bei. - Beide Lebensmüde wurden mit dem Sanitätsauto nach dem allgemeinen Krankenhaus verbracht. ** Mannheim, 23. Nov. (Tagung der Hotelfachleute.) Ter Landesverband der badischen Hotelindustrie und verwandter Mittwoch, den 23. November 1927. Betriebe e. V. hält am 2. Dezember in Mannheim seine ordentliche Hauptversammlung ab. ** Mannheim. 23. Nov. (Propagandafahrt,. Ein Groß-Bulldoggezug der Firma Heinrich Lanz hat sich auf einer Propaganbafahrt durch Sübdeutschland begeben. Über Berg und Tal wird er die etwa 4oo Zenter schwere Last — zwei Anhänger niit Kies beladen — ziehen, um seine außerordentliche Leistungsfähigkeit zu beweisen. Geringer Ber- brauch an Betriebsstoff. Stabilität und Zuverlässigkeit sichern dem modernen Zugmittel, das vorgestern durch die Straßen Mannheims fuhr, einen wirtschaftlichen Betrieb. Eine Frau führt den Bulldoggezug zum Zeichen dafür, wie einfach die Bedienung ist. ** Mannheim, 23. Nov. (Gefängnis für mutwilligen Feueralarm.) Vor dem kleinen Schöffengericht stand der Schlosser Georg Ohnsmann vom Linüenhof, der nachts mit seinem Stock die Scheibe eines Alarm-Apparates eingeschlagen und die Feuerwehr alarmiert hatte. Ohnsmann und seine Freunde hatten den hübschen Spaß, aus einiger Entfernung zugesehen, wie die Feuerwehr angerast kam. Der Richter erließ ihm nur auf seinen Einspruch die drei Wochen Haft des Strafmandats und erkannte auf sechs Wochen Gefängnis wegen groben Unfugs und Sachbeschädigung. ** Reilingen bei Schwetzingen, 23. Nov. (Autounfall.) Zwischen Reilingen und Hockenheim geriet ein Auto beim Nehmen einer Kurve ins Rutschen und prallte gegen einen Baum. Es überschlug sich und stürzte die drei Meter hohe Böschung hinab. Die Insassen kamen mit leichteren Verletzungen davon. Das Auto wurde schwer beschädigt. ** Karlsruhe, 23. Nov. (Unfall,. Am Montag wurde auf der Landstraße Karlsruhe—Durlach ein 50 Jahre alter Arbeiter von hier von einem Personenauto angefahren. Er mußte wegen der dabei erlittenen Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden. ** Jllmensee b. Pfullenborf. 23. Nov. (Schweres Jagdunglück., Der 30 Jahre alte Landwirt Simon Müller, der an einer Jagd teilnahm, geriet ins Schußfeld und wurde von einem Jäger durch einen Schuß so schwer in den Kopf getroffen, daß an seinem Aufkommen gezweifelt wird. ** Friedrichshafen, 23. Nov. (Tödliche Gasvergiftung). Vorgestern früh wurde die in der Hochstraße wohnhafte, 38 Jahre alte Näherin Maria Späth in der mit Gas gefüllte» Küche tot aufgefunden. Sie hatte, auf einem Stuhl sitzend, am Abend vorher die Füsse gewaschen, wobei sie anscheinenb aus Versehen den Gashahnen offen gelassen hat, nachdem sie mit Gasfeuer Warmwasser bereitet hatte. Das Reich um 20 Millionen betrogen Der Riesenspritprozeß von Mariakro« vor Gericht. Mainz, 23. Nov. Hier wurde vor dem Erweiterten Be- zirksfchösfengericht der Riesenspritbetrug der Klosterbren- ncret Mariakron in Oppenheim verhandelt. Wegen Zoll- und Steuerhinterziehung im Betrage von ungefähr zwanzig Millionen Mark hatten sich der Fabrikant Daniel Nödling aus Oppenheim, der ehemalige Direktor des Schutzverbandes „Mainzer Hauseigentümer" Peter Wirth, der Kaufmann Ernst Grötzinger und der Küfer August Rottmann zu verantworten. Die Angeklagten hatten es verstanden, die Zollbeamten über den Charakter der von ihnen bezogenen Waren, die als Brennwein deklariert waren, zu täuschen und es ermöglicht, nach Belieben Vrennwein oder Spiritus aus dem Kessel bei den durch die Zollbeamten entnommenen Proben zu zapfen. Das Urteil lautete für Daniel Nödling auf vierzehn Monate Gefängnis und zwanzig Millionen Mark Geldstrafe. Die beiden Angestellten Grötzinger und Rottmann erhielten je zwei Monate Gefängnis und fünf Millionen Mark Geldstrafe. Verkehrsstörungen in Mitteldeutschland Dresden, 23. Nov. Infolge der vorgestern in ganz Mitteldeutschland herrschenden Stürme, die von starken Schneefällen begleitet waren, ist es in Mitteldeutschland zu erheblichen Verkehrsstörungen gekcmmen. die vor allem dadurch Hervorgerufen wurden, daß die Signale und Weichen verweht und eingefroren waren, so daß in vielen Fällen, die Züge vor de» Einfahrtssignalen stehen bleiben mußten, bis die Strecken wieder gangbar gemacht werden konnten. Zu bedeutenden Verspätungen ist es besonders im Dresdener Bezirk auf der Strecke Wurzen—Grotzboden gekommen, wo ein Personenzug unterwegs stecke« blieb und nach Wurzen zurückkehren mutzte. Ein zweiter Fall von erheblicher Verspätung hat de» beschleunigten Personenzug Berlin—Leipzig—München betroffen, der infolge gefrorener Signalzeichen und Weichen fast eine Stunde vor dem Leipziger Hauptbahnhof liegen blieb. Wie von zuständiger Seite mitgeteilt wird, sind die Eisenbahnstrecken gestern wieder in vollem Umfange gangbar gemacht worden. Starker Schneefall auch im östliche« Sachsen «. Nordböhmen. Dresden, 23. Nov. Auch aus der sächsischen Oberlausitz und aus Nordböhmen wird starker Schneefall gemeldet. Auf den Höhen des Erzgebirges liegt ber Schnee ziemlich 1,5 Meter hoch. Die Rcichsbahndirektto» Dresden teilt mit, daß die gemeldete Verkehrsstörung infolge Schneeverwehung auf der Strecke Wurzen—Grotzboden beseitigt worden ist. Sieben Jahre Zuchthaus für eiue Kindsmörderi«. Straßvurg i. E„ 23. Nov. Die 52 Jahre alte Landwirti« Eugenie Andlauer von Kornfeld, die am 17. August daS uneheliche Kind ihrer 23 Jahre alten geistesschwachen Tochter in die Jll geworfen hatte, erhielt vom Schwurgericht sieben Jahre Zuchthaus. Hirtfieser Dr. h. c. • Berlin, 23. Nov. Der preußische Wohlfahrtsmtnister Hirt-, siefer ist gestern von der medizinischen Fakultät der Universität Bonn zum Ehrendoktor ernannt worden. Zngverspätnnge« durch Schneeverwehungen. Berlin, 23. Nov. Auch am gestrigen Tage n'urde der deutsche Eisenbahnverkehr durch Schneeverwehungen erheblich gestört. Verspätungen von über 36 Minuten waren nichts Seltenes. Dies galt für die aus Dresden und Köln kommenden Züge, aber auch für den Holland-Expreß und den Expreß Paris—Warschau. Kirchheiß's „Hamburg" gesichtet. Hamburg, 23. Nov. Nach einem Bericht des „Hamburger Fremdenblattes" meldet ei» Funkspruch des Dampfers „Roosevelt", daß der Weltumsegler „Hamburg" des Kapitäns Kirchheiß am Sonntag früh etwa 600 Meilen von Neu- york gesichtet worden ist. An Bord des Schiffes sei alles wohl. Ei« «euer Ster« entdeckt. Hamburg» 23. Nov. Professor Schwaßmann und Dr. Wachmann von der Hamburger Sternwarte in Bergeöorf, die bekanntlich am 15. November einen neuen Kometen im Nr. 235. Jahrgang 1927. Der Laodbote * Siusheiwer Jeivmg. Mittwoch, den 23. November 1927. Sternbild der Fische entdeckten, haben am 18. November einen Stern 10. Größe an der Grenze der Sternbilder Orion und Taurus auf photographischem Wege entdeckt- Starke Schnee-ürme in Dänemark Große Störunge« -er Schiffahrt ««- des BahuverkehrS. Zwei Schiffe gefunken. Kopenhagen, 23. Nov. Ueber ganz Dänemark herrscht feit Montag ein schwerer Schneesturm, der ständig zunimmt. Der Abendzug von Bryrup nach Horsens ist im Schneesturm in einer Schneegrube stecken geblieben und mutzte ausgegraben werden. Auch der nächste Zug konnte die Strecke nur mit Mühe passieren. Ebenso ist die Schiffahrt in den dänischen Gewäffern außerordentlich gefährdet. In allen Häfen sind Sturmsignale gehißt. Das Kopenhagener meteorologische Institut meldet Windstärke acht, doch laufen von der Küste teilweise Orkanmeldungen ein. Dienstagvormittag ist der aus Stettin kommende Zweimaster „Gliut" untergegangen. Die Bemannung, darunter ein Deutscher, konnte sich im Beiboot retten. An der Küste von Nordschleswig hat der Sturm schwere Ueberschwemmungen heroorgerufen. Im Hafen von Sonderburg steht das Wasser 1.15 Meter über normal und hat bereits mehrere Straßen der Stadt überschwemmt. Aus Esbjerg an der Westküste von Jütland wird gemeldet, daß der Ostorkan das Wasser aus dem Hafenbecken getrieben hat. Der Wasserspiegel ist so stark gesunken, daß mehrere Schiffe im Hafen auf Grund geraten sind. Wie verlautet, soll der norwegische Dampfer „Figga" im Nordkattegat mit 10 Mann Besatzung untergegangen sein. In Horsens brach gestern ein Postgebäude im Sturm zusammen und begrub einen Arbeiter unter sich. Der Sturm hält an. Syielplav des SlSdtischen Theaters Heidelberg Mittwoch, 23. November, abends 8—IG/s Uhr (Abonnement B 7): Spiel im Schloß. Donnerstag, 24. November, abends 7i/ 2 —11 Uhr Abonnement C 8): Carmen. Freitag, 25. November, abends 8—10 Uhr (Abonnement A 8): Zwölstausend. Samstag, 26. November, abends 8—10Ve Uhr Außer Abonnement): Spiel im Schloß. Sonntag, 27. November, abends 71 / 2 —IOV 2 Uhr: (Außer Abonnement) : Lady Hamilton. Neueste amtliche Kurse mitgeteilt von der Dereinsbank. e. <5. m. b. H. Sinsheim vom 24. November 1927. Ablöfunasichuld wtt BuslosungSschein ohne iluslosungsschet« . in o/o 60,50 IS,»5 Bankaktie : tu 0/0 Bad. Bank . . . . — DorwpSdier- und Naiionalbanl 20o Deulfche Baul . . . .1,7 DeniicheBereinSbank . UO,eo Xreebner Bank . . U2 Mitteldeutsche Crediibanl . 193 «eichsbank .... 169,5(1 Rhein. Creditbant . . . u3,/5 Südd. Disconio «rk». Aktien in Olo Larpener Bergbau . 174 Kali Wefteregel» . . . — ManneSmunneöhreniverle. 133 Wausfelder Bergb. u.Hüttenw . 84,50 Lberschl. Eisend. Bedarf . . — Phönix Bergbau n.HüUendetrieb «7 Salzwerl Heilbronn . .180 Bereinigte Königs- LanrahüUe — Aktien indnfir. Uniernehmnngen: in O/o Allg. Slektr. Stammaktien . 148 Badenia Weinbeim . . — Bad. Elektrizität Mannheim — Bad. Maschinen Durlach . >39,50 Sementwerk Heidelberg rN Daimler Motoren . 87 ,,5 Dlsch. Sotd- und Silberscheid« 174 Elektr. Licht und Kraft . . 183 Smaill. und Stanzwerk Ullrich 85 Karbeninduftrie . . 2«s Fuchs Waggon Stammaktien — Gritzner Maschinen Durlach . 1 1 4 Karlsruher Maschinen . . 17 Knorr Heilbronn . . . IsO Mainkrastwerke Höchst . . 115,75 Neckarfnlmer Fahrzeugwerke . 90.90 Schultert Elektr^Rürnberg . — Seilindustrie Wolfs ... 7» Südd. Zucker . . . .18, Zellstoff Waldhos ItammaNien 876 Aktien deutscher SnmtontmfMtn: ln <*/(i öamdurg. Amerik. Pakeisahrl — oewelbergerStraßen-».Bergbahn 57 Narddeuischer Lloyd . . 133,25 Devisen: Geld Ärkl New-Iorl l Dollar 4.l8iv 4.1920 London l Pfuu» 20.41 l SO 451 Holland ivo Änlden Schweiz 100 zranes I69.il 169.45 80.69 80.85 Wien l00 Schilling 69.1t 59.13 WarisiOO Francs <«.449 16,489 Zialien Ivo Lire 49.77 9* 81 Radio - Programm für Donnerstag, den 24. November 1927. Berlin (483), Königswusterhausen (1250), 20.10 Uhr: „Das verwunschene Schloß", Operette, Musik v. Carl Millöcker. 22.30 Uhr: Funk-Tanzstunde. Ayschl. Tanzmusik. Breslau (322), 19.50 Uhr: Militärkonzert. 21.50 Uhr: Uebertragung a. d. Liebich Theater „Ludwig Manfred Lommel". Anfchl. Tanzmusik. Frankfurt (428), 13.30 Uhr: Mittagskonzert. 15.30 Uhr: Jugendstunde. 16.30 Uhr: Musik lebender Komponisten. 17.48 Uhr: Die Lcsestunde. 18.20 Uhr: Dorträge. 19.00 Uhr: „Die Macht des Schicksals", Oper v. Berdi. Hamburg (394), 20.00 Uhr: Heinrich Lerfch liest a. eigenen Werken. 21.00 Uhr: Bolkskonzert. Anfchl. Uebertragung des Konzerts a. d. Cafe Deutschland. Königsberg (329), 20.00 Uhr: Kammermusik. 21.10 Uhr: Lieder zur Laute aus alter und neuer Zeit. Langenberg (408), 20.05 Uhr: Lieder-Abend. Anfchl. Tanzmusik. Leipzig (305), 20.15 Uhr: Novemberstimmung. München (535), 19.00 Uhr: „Don Giovanni", Oper von W. A. Mozart. Stuttgart (379), 12.30 Uhr: Schallplattenkonzert. 16.15 Uhr: Nachmiltagskonzert. 18.15 Uhr: Dramaturgische Funkstunde. 18.45 Uhr: Vorträge. 20.00 Uhr: „Die Räuber", Ein Schauspiel v. F. von Schiller. Davrntry-Experimental (4SI), 20.30 Uhr: Uebertragung des Hat- lenkonzerts a. d. Freihandelshalle Manchester. Daventry (1690). London (301), 13.00 Uhr: Konzert. 16.00 Uhr: Abendgottesdienst. 18.15 Uhr: Kinderstunde. 19.20 Uhr: Tanz- musik. 20.15 Uhr: Bachs-Werke. 20.45 Uhr: Militärorchester. Konzert. 22.20 Uhr: Balladenkonzert. 23.30 Uhr: Tanzmusik. Paris (1750), 13.30 Uhr: Konzert. 17.45 Uhr: Kindelstund«. 21.30 Uhr: Sendespiel: „Aida" v. Verdi. Wien (517), Keine Sendung. Zürich (588), 20.00 Uhr: Liederoorträge. Prag (348), 19.30 Uhr: Symphonisches Konzert. 22.20 Uhr: Uebertragung a. d. Narodni dum in Binohradi. iRdbiOt^Ctttkb «'•»«"SDc-SOGS"» E. Sthick, Uhrmachermeister. Sinsheim O. E. Dr. Eeibt-Vertreter — Lager in Delefunken-Röhren, Anoden-Batterie» — Sämtlichen Ersatzteilen, Barta ANumulaioren-Ladestation — Telefon SIS. Radio-Literatm, Programm-Zeitschriftei bei I. Doll. Buchhdlg., s «-ei«. Wetterbericht. Nach meist wolkigem Vormittag und zeitweiligem Regen hatten wir gestern nachmittag ziemlich heiteres und mildeS Wetter. In der Rheinebene betrug die Höchsttemperatur 9 Grad Wärme, auf dem Feldberg bis 7 Grad. Tie allgemeine östliche Windströmung, deren obere Grenze gestern in etwa 1000 Meter Meereshöhe lag, hat sich über Nacht bis in die Niederungen durchgesetzt. Auch auf dem Feldberg weht heute Morgen Ostwind. Ueber dem Baltikum ist der Druck weiterhin gestiegen und hat über 789 Millimeter erreicht. Kaltluft fließt in breitem Strome aus diesem Hochdruckgebiet nach dem fast aufgefüüten Kanalwirbel. Ein Wirbel hat sich nach Frankreich verlagert und zieht Kaltluft aus Nordosten heran. Wir haben daher mit kaltem Wetter in den nächsten Tagen zu rechnen. dh s-h & djh i$i, dh dhHh dh dh db dh üt? dh 4- di -h Hg H* H* Hg Hg Hg Hg Hg Hg Hg € Hg Hg Spar- und Waisenkasse Sinsheim Oeffentliche Sparkasse mit Gemeindebiirgschaft Postscheckkonto 5492. Telefon Nr. 365. Wir nehmen Spareinlagen von 1 Mk. an zu zeitgemäßen Zinssätzen Die bis jetzt noch nicht vorgelegten alten Sparbücher wollen zwecks Eintragung des Aufwertungsbetrags abgegeben werden. & §■ » §• fr A. SK „überall erhältlich" MTUSSI &EWUPZE Qualitätsmarke MtuffiGmhHNumberq •1 Ulniaaft Wwm» t]p fgs SUogofdpackting 29 Pf 9 . [ß für 2-3 Iß Waacht«*^«» in Slniheim: Friseur Ziegler. liiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii NORDDEUTSCHER LLOYD BREMEN einzige deutsche Linie, mit regelmäßigen direkten ^Abfahrten für Reisende und Auswanderer von Bremen nach CANADA Kürzeste Verbindung / Beförderung nur mit Doppelschraubendampfern. Nähere Auskunft über Einreisebedingungen u. Abfahrten erteilt Sinsheim: Georg Eiermann Ww., Eisenbahnstraße 344. 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