] 1 I 1 I 1 3 3 3 3 3 3 3 3 Erscheint täglich mH Ausnahme Cer Feiertage. Bezugs-Prets: Durch die Post bezogen und durch den Briefträger und unsere Aus-, träger frei ins Haus monatlich Goldmark 1.20 Der Bezugspreis ist im Voraus zu entrichten. Sn Fällen von höherer Gewalt besteht kein Anspruch auf Liefer- »ng der Zeitung oder auf Rückzahlung des Bezugspreises. Geschäftszeit 1/28 bis 5 Uhr Sonntags geschlossen. Gernsprrch-Anschkuß Nr. 465 Postscheck-Konto Karlsruhe Nr. «003 Der Lanöbote Sinsheimer General-Anzeiger für das Leitung jenz-und Zduoarzbaclital «uzei,e»-Pr«tkr: Anzeige»: Die 33 mm breit» Millimeter-Zeile 6 Goldpfg. Reklame«, Die 92 mm breite Millimeter-Zeile 20 Goldpfg. Grundschrist im Anzeigen- und Textteil ist Petit. Bei Wiederholungen tariffester Rabatt, der bei Nichtzahlung innerhalb 8 Tagen nach Rechnungsdatum oder bei gerichtlich», Betreibung erlischt. Anzeigen-Annahme bi« 8 Uh» vormittag«; größere Anzeige» müssen am Tage vorher «v*- gegeben werden. M 257. Heltefte und verbreitetTte Leitung dieser Gegend. Hnupt-Knzeigen-Llstt Möekentlicb« Beilagen: Nene ^illustrierte » Rus dem Reith der Mode • Ratgeber für Ran»- und Candwirtfcbaft Montag, den 19. Dezember 1927. Bank-Konto: Dereinsbauk Sinsheim e G. m. b. L. 88. Jahrgang Varteifäuberung in Moskau. Alle oppositionellen Führer ausgeschlossen. Moskau, 18. Dez. Der Parteikongretz ist faktisch beendet mit Biurnahme der noch bevorstehenden Wahlen für das politische Büro und die anderen Parteibehörden sowie Abstimmungen iftl»r einige Resolutionen. Die letzten Beschlüsse des Kongresses »rächten keine Ueberraschungen. Sie setzten nur einen logischen «Schlußstrich unter die Entwicklung der letzten Monate und dokumentierten nach qußen den vollen Steg der Staliafchen Mehrheit w» die endgültige Niederlage der Opposition. Stalin bläbt Generalsekretär der Partei und sämtliche führenden.Köpfe der Opposition sind aus der Pattei ausgeschlossen. Die Opposition, von »er einzelne Gruppen sich während des Kongresses getrennt hatten, «achte noch bis zuletzt Versuche, in der Partei sich zu halten. Die Gruppe der Sinowjew-Anhänger mit Kamenew an der Spitze, gab «tue Erklärung ab, sich den Parteibeschlüssen und der Partei- «isziptin unterwerfen zu wollen und auf jegliche Propaganda ihrer Ansichten zu verzichten, wenn sie diese auch nicht abschwöre. Dir Gruppe der Trotzkiisten unter Rakowski und Radek erklärte, sich der Pattei zu fügen, aber innerhalb der Partei unter Beachtung des Parteistatuts auch weiterhin für ihre Ansichten Kämpfen zu wollen. Beide Erklärungen wurden von dem Sonderausschuh nicht als eine hundertprozentige Kapitulation anerkannt und für angenügend erklärt. Der Kongreß beschloß daher, sämtliche Führer der beiden oppositionellen Gruppe., aus der Partei ausznschlietz.n, im ganzen 75, darunter Radek. Kamenew. Rakowski, Smilga, Smirnow, Moralow und Iewdokimow. Ferner wurden 23 Mitglieder der Gruppe Sapranow ausgeschlossen, deren Tätigkeit direkt als gegenrevolutionär bezeichnet wurde, während man btt der übrigen Opposition ein ideologisches Abweichen vom Leninismus und Menschewismus und Versuche zur Organisation einer zweiten Partei inkriminierte. Eine Resolution des Kongresses fordert im übrigen die Kontrollkommission auf, alle notwendigen Maßnahmen zu treffen, um die Part»! völlig von Trotzkiistischcn Elementen zu reinigen. Zum Streik in der Eisenindustrie. Die Arbeitgeber lehnen die Schiedssprüche ab. Düsseldorf, 18. Dez. Wie die Telgr.-Union erfährt, haben »ie Arbeitgeber die beiden Schiedssprüche über Lohn und Arbeitszeit «bgelehnt. Eine ausführliche Begründung wird noch veröffentlicht werden. Der Deutsche Metallarbeiterverband lehnt die Schiedssprüche ab. Esse», 18. Dez. tFunkspruch.) Die heutige Delegierten- l»»b Gefchästsführerkonferenz der freigewerkschaftlich orga- mifierten Hütten- und Metallarbeiter für den Bezirk der Nordwestlichen Gruppe der Eisen- und Maschinenindustrie lehnte nach Entgegennahme des Berichtes über die Arbeitszeit und Lohnverhandlungen die beiden Schiedssprüche mit Ausnahme der von den Unterhändlern des DH.V getroffenen Vereinbarungen und des Zuschlags von 25 Prozent für Mehrarbeit einmütig ab In einer Entschließung wurde »er Schiedsspruch alS ungenügend bezeichnet, daß feine Ablehnung ein Gebot der Selbstachtung sei. Der Schiedsspruch »tu Arbeitszeitfrage steigere die Produktion der eisenschaffenden Industrie in einem Maße, daß den Unternehmern »ei andauernd guter Konjunktur hohe Gewinne in Aussicht stünden, an denen die Arbeiter nicht beteiligt würden. Unbekümmert «m die grundsätzliche Stellungnahme der Konferenz wurden die Vertreter der in den freien Organisationen vereinigten Hütten- und Metallarbeiter beauftragt, alles zu tun, um a) den Schtchtbeginu der Thomas- und Martinmerke und der dazugehörigen Walzwerke später zu lege»: d) eine weitere angemessene Erhöhung der Tartfstunden- löhne herveizuführcn, c, die lange Lauföauer des Lohnschieösspruches zu verkürzen und d) klarzustellen, daß die Arbeiter in den Hochöfen und Röhrengießcreten der Beflemer Werke ab 1 . Jan. 1028 die dreigeteilte Achtstundenschtcht zn beanspruchen haben. Der Christliche Mctallarbeiterverband lehnt nur den Schiedsspruch ab. Mühlheim, 18. Dez. «Funkspruch., Durch den Beschluß der heute hier tagenden Bezirkskonferenz Noröwest des Lhristl. Metallarbetterverbanöes wurde der Lvhnschieös- fpruch abgelehnt. In der Begründung wird hervorgehoben, daß der Schiedsspruch nicht den billigen und berechtigten Ansprüchen der Arbeitnehmer entspricht. Dagegen wurde der Schiedsspruch über die Arbeitszeitregelung mit 63 zu 45 Stimmen angenommen, da die Regelung, wie es in der Begründung heißt, einen unverkennbaren Fortschritt dar- ftelle. Die Bezirkskvnferenz hat ferner beschlossen, die Gewerkschaft bei der Prüfung der Anträge der Industrie Mitwirken zu lassen. Ferner sollen wilde Aktionen unter allen Umständen vermieden werden. Bei der Feststellung der RentabUität der Werke müßten die Gewerkschaften ebenfalls «ntwirke«. Die Konferenz unterstütze daher nachdrücklichst die während der Verhandlungen erhobene Forderung der Vertreter des Christlichen Metallarbetterverbanöes auf Einführung von Uebereinkommen, wie sic in der englischen Eisenindustrie schon seit Fahren üblich seien Nach diesen Uebereinkommen unterhalten die Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände unabhängig voneinander vereidigte Buchprüfer, die gemeinsam Untersuchnngen über die Rentabilität der Werke anstellen. Der Gewerk»erein Deutscher Metallarbeiter H. D. lehut den Schiedsspruch ad. Esse«, 19. Dezember. Ter Gewerkverein Deutscher Metallarbeiter H. T nahm in einer gestern hier abgehaltenen Konferenz der Vorstände und Vertrauensmänner im Beisein eines Vertreters des Hauptvorstandes zum Schiedsspruch Nordwest Stellung. Nach eingehender Aussprache wurde ein- Vimmkg eine Entschließung angenommen, in der der Schiedsspruch lowohl mit Bezug auf die Arbeitszeit, als auch aus die Sohnfrage für unannehmbar erklärt und abgelehnt wird. Zur Arbeitszeitsrage erklärt die Konferenz, daß in dem Schiedsspruch die Belange der Unternehmer in überaus reichem Ratze und die der in ihrer Gesundheit gefährdeten Arbeiterschaft nur ungenügend berücksichtigt sind. Zur Lohnfrage wird feftgestellt. daß nach dem 1 . März 1927 keinerlei Lohnerhöhung eingetreten ist. Die Arbeiterschaft f üffe infolgedessen einen Schiedsspruch erwarten, der diesen erhältniffen Rechnung trage. Erschwerend komme hinzu, tz die neue Lobnreaelnna bis zum 1. Oktober 1928 Geltung haben solle. Auch der für eine Mehrleistung tUeber- stundenarbeit» vorgesehene erhöhte Zuschlag könne keineswegs als eine Lohnerhöhung angesprochen werden. Tie Kon- ferenz müsse daher die Verantwortung für die durch den Schiedsspruch aeschassene Situation ablehnen. Die Konferenz erklärt ferner, daß für die Mitglieder des Gewerkvereins Deutscher Metallarbeiter H D. nur die Beschlüsse der verantwortlichen Leiter der Organisationen maßgebend seien. Die Parolen außenstehender Personen lehne die Konferenz mit Entschiedenheit ab. Das Meil im Arensdorfer Prozeß Frankfurt a. D„ 17. Dezember. Im Arensdorfer Prozeß wurde heute abend folgendes Urteil verkündet: Der Angeklagte August Schmelzer wird wege« Totschlages und Totschlagsoersuches zu einer Zuchthausstrafe von fünf Jahren und zum Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte aus die Tauer von 10 Jahren verurteilt. Angeklagter Paul Schmelzer lVater) wird wegen Beihilfe zum Totschlag und versuchten Totschlages zu einer Zuchthausstrafe von einem Jahr sechs Monaten sowie wegen Vergehens gegen die Verordnung über Waffenbesitz zn einer Geldstrafe von 50 Mark verurteilt. Die Kosten des Verfahrens tragen die Angeklagten. Paul Schmelzer wird wegen Fluchtverdachts In Hast genommen. Deutscher Reichstag 361. Sitzung. Berlin. 17. Tezember 1927. Präsident Lbbe eröffnet die Sitzung um 1 l Uhr. Ter Gesetzentwurf zur endgültigen Regelung der Liqui- bations- und Gewaltschäden sKriegsschädenschlutzgesetz» wird ohne Aussprache an den Ausschuß für die Entschädigungs- gesetze überwiesen. Präsident Löbe weist darauf hin, daß die öebattelose Erledigung der Angelegenheit nicht etwa eine Interesselosigkeit des Hauses bedeute Es sei im Gegenteil der Wunsch, jetzt kurz vor den Weihnachtsferien der Vorlage keine neuen Schwierigkeiten und keine neue Verzögerung zu bereiten. Mit dem Vorsitzenden des Ausschusses sei bereits vereinbart, daß der Ausschuß schon vor dem Wiederzusammentritt des Reichstages den Gegenstand in Behandlung nimmt. Ich weiß mich eins mit allen Parteien — so erklärte der Präsident —, daß dieses Gesetz unbedingt noch von diesem Reichstag erledigt werden muß. »Beifall.) Es folgt die zweite Beratung des Gesetzentwurfes über die Senkung der Lohnsteuer. Der Ausschuß hat an die Stelle der Regierungsvorlage die Bestimmung gesetzt, daß ab l. Januar von dem monatlichen Lohnsteuerbetrag ein Abzug von 15 Prozent — jedoch höchstens 2 Mark monatlich — erfolgen soll. Abg Keil sSoz.j bezeichnet die neue Vorlage als ein reines VerlegercheitSprodukt. Man wollte die Koalition unter allen Umständen zusammenhalten. Durch den neuen Vorschlag würden die Großen auf Kosten der Kleinen begünstigt. Tie Erhöhung der Lohnsteuer werde kompliziert. Der soziale Gedanke des Existenzmtnimums sei leider ganz verlassen worden. Der Redner protestiert dagegen, daß man die Lohnsteuerzahler an die Länder verkauft habe, damit diese der Besoldungsvorlage znstimmten. Der Redner lehnt die Ausschußbeschlüffe ab. Abg. Dr. Brüning (Zentrum» erklärt, die Form der Aus- schußvorlaae entspreche zwar nicht dem Wortlaut der Lex Brüning, erfülle aber genail so den Zweck des Gesetzes wie eine Heraussetznng des Existenzminimnms. Tie Begünstigung der höheren Einkommen, die die Regierungsvorlage bewirkt hätte, werde außerdem durch die Ausschußbeschlüsse vermieden. Sie kämen gerade der Masse der qualifizierten Arbeiter zugute. Für die Erhöhung der Maximalgrenze des Lohnsteuerauskommens auf 1300 Millionen seien gerade diejenigen Länder eingetreten, in denen Sozialdemokraten und Demokraten entscheidend vertreten sind. Hamburg habe sich überhaupt gegen jede Senkung ausgesprochen. Im übrigen werde die Erhöhung des Auskommens durchaus nicht allein von der. Arbeiterschaft getragen, da auch die Besol- dungserhöhung vermehrte Lohnsteuereingänge zur Folge habe. Von der Haltung der Opposition in der Schlußabstini- mung werde in starkem Matz tzie Haltung des Reichsrats abhängen. Abg. Keinath »TVP.» weist daraus hin, dah seine Fraktion von Anfang an gegen die Lex Brüning Bedenken gehabt habe. Der Volkspartei Fi die ursprüngliche Regierungsvorlage sympathischer als der Ausschußbeschluh. Sie wiederhole auch den tm Ausschutz abgelehnten Antrag, der eine Auflockerung des Steuertarifs verlangt. Sie beantrage weiter die Erhöhung der Einkommensteuer nach dem dreijährigen Durchschnitt. Weiter fordert sie die Aufhebung der Kapitalertragssteuer nicht nnr für die Auslands-, sondern auch für die Inlandsanleihen. Abg. Schneider-Berlin sTem.i hält eine Erhöhung de« Existenzminimnms für notwendig, und zwar auf 1440 Mark jährlich. Wenn man den ernstlichenWillen zur Durchführung der Lex Brüning bei den Regierungsparteien gehabt hätte so hätte man die Widerstände des Reichsrats leicht durch eine Zweidrittelmehrheit des Reichstags überwinden können. Die finanzielle Auseinandersetzung mit den Ländern mutz im Finanzausgleich erledigt werden. Sie darf nickt bei sedem einzelnen Stenergesetz tm Retchsrat vorgenommen werden. Von der Wirtschaft sind bereits schwere Bedenken gegen die neue Lösung der Lohnsteuerfenkung erhoben worden, besonders wegen der Kompliziertheit de« Verfahrens Ter Redner spricht sich ebenfalls für die Beseitigung der Kapitaltzertragssteuer und den dreijährigen Durchschnitt aus Die jetzt vorgeschlagene Regelung lehnt er ab. ' Abo Dr. Oberfohren lDN.» erklärt sich grundsätzlich für »ine Veredelung des Tarifs der Einkommensteuer »ns den dreijährigen Durchschnitt. Die Lohnsteuer dürfe man a»ek! im gegenwärtigen Augenblick nicht damit belasten. E« kommt darauf an, daß die große Masse tn den Genntz einer Senkung der Lohnsteuer komme. ...» Abg. Keonen genannte Zeugnis ist nur bei dem erstmaligen Antrag erforderlich. In Zweifelsfällr» ist dt« Eisenbahn berechtigt, das Zeugnis durch einen Vertrauens^ arzt bestätigen zu lassen. Die Fahrpreisermäßigung wirb nur bet Lösung einfacher Fahrkarten jnicht etwa bei Zeitkarten, Arbeiterrückfahrkarten. Sonniagsrückfahrkartens gewahrt. Für den Begleiter kann eine Fahrkarte zu« Halben Preise ausgegeben werden, auch wenn der Blind« selbst eine Zeitkarte ober dergleichen besitz!. Die gebührenfreie Mitnahme des Führerhunbes ist beim Vorzeigen von Fahrkarten aller Art zulässig, vorausgesetzt, daß der Blind« im Besitze der Bescheinigung nach Ziffer 8 ist. Die neue« Höhlenfnnde bei Engen—Bitielbr«»n„ Engen-Bittelbrnnne«, 17. Dez. Durch die Presse gehe die Nachricht von bedeuts-men Höhlenfunden bei Bittelbrunn, welche diesen Sommer und Herbst gemacht worden seien. Abgesehen von etwa 10 000 Feuersteinstücken (Werkzeuges fanden sich reiche, bearbeitete Knochenfunde. Es darf mit einigen 100 separaten Typen gerechnet werden. Knochen und Kochenstücke ergeben ein ziemlich klares Bild von der Stärke der Siedlung, die etwa 12—15 000 Jahre zurückliegen *o*. Verschiedene Umstände machen Funde und Fundort w-chtig und geben dem Kulturbild ein neues Gesicht. Mau sicht in wissenschaftlichen Kreisen mit großer Spannung der Beurteilung dieser ne» entdeckten Siedlung der Madelciner-Stufe entgegen. Aus Nah und Fern. I» Sinsheim, 19. Dez. (Kammermusikabend.) Der Kammcr- musikabend, den der Liederkranz gestern Abend im Saal zum Stadtpark veranstaltete brachte uns drei auserlesene Klaviertrios, eine Kunstform, die namentlich an kleineren Plätzen seltener zü Gehör gebracht wird. Umso dankbarer war die Aufgabe für die Spieler und umso interessanter für die Hörer. Als erstes würbe das Klaviertrio in E-Dur von Brahms, dem Spätromantiker, geboten, das einen tiefen Empfindungs- und Stimmungsgehalt hat, freilich auch nicht leicht zu erfassen ist. Es zählt mit zu de« schönsten Schöpfungen von Brahms und sein, feuriger, ungestüm auffahrender Karakter wurde von den Spielern prach voll hemu»- gearbertet. Ihm folgte das B-Dur-Trio von Mozart, der seine beste Kraft der Kammermusik gewidmet hat. Reichtum und Man- WlMMUMWck ROMANE FRED NELIUS Mer auch die Aichschen Freunde waren auf dem Plan. Unlängst gab ein Bote ein verschnürtes Päckchen ab. Drinnen: Eick prächtiger Brief und zwei Flaschen alten, edlen Cham- chertin vom Grasen Aich. Zwei dickbauchige, rauhgebeizte Würste ländlich Aichscher Provenienz — ein Pfund Butter — ein Glas feinster Orangenmarmelade von der Gräfin, Schokolade und ein hübsch handgemaltes Glückskleekärtchen von der Margrit Aich. Unter dem gemalten Glücksklee aber stand von ihrer Hand: „Pflücken Sie es! Gute Besserung und besten Gruß!" „Pflücken Sie es . . ." Ein geheimnisvolles Wort. Es machte froh. Mädchenaugen sehen manchmal scharf. Es rührte draußen an der Tür. Wer wohl? Steinkirch? Und wirklich, der Philosoph spazierte gemächlich durch die Tür. Ein Apfelblütenzweiglein heute in der vorgespreizten Hand. „Als Symbolon," erklärte er dem Freund. „Als Symbolon? Wofür?" „Nicht fragen! Wenn Sinnbilder nicht das Bild ihres Sinnes an sich tragen, sind sie eben Bilder ohne Sinn. Gleich wie Rosen ohne Dust." Und er zog sich einen Stuhl heran. Wies — als er dann saß — auf das Tischlein vor dem Bett. „Wie bei einer gefeierten Schönen. Flieder, Rosen, Rosen Anfang Mai. Wohl von reicher Hand?" „Bon der Prinzessin." Steinkirch ließ das Wort verwehn. Tat unberührt. Sein Blick hatte irgendwo gespürt. Lag dann zielsicher und fest in einer Ecke an dem Schrank. „Ha —sagte er. „Ja, die Blume und ihr DuftI Ich erspähe da ein köstliches Gewächs. Dem Gefäß nach zu urteilen wuchs es in Burgund. Aber ich glaube, diese Rose duftet süßer als köstliches Rosenöl aus Schiras. Zielen, ob wir einmal daran riechen?" Und er stand auf. Holte eine der dickbäuchigen Burgunderflaschen Aichscher Munifizenz. „Ja, das ist sie," nickte er. «Chambertin — Bouraogne 1904. Die Blume aller Blumen. Der Duft aller Düfte. Und wie kochender Herzitrom oas rote Blut. Damit trinkt man sich geradewegs ins Paradies. Na — Bester, wie ist's?" Jürgen lächelte. „Na ja. Philosoph, dann zieh nur auf. Eigentlich sollte. . ." Doch der Philosoph — den Pfropfenzieher schon zur Hand, die Flasche zwischen den Knien — winkte ab. „Halt! „Sollte" ist ein schlechtes Wort. Wie die Aber, Wenn und Zwar. Unentschlossenheiten — Halbheiten — allerlei kleine Selbsttäuschungen und Feigheiten bergen sich in ihrem schoß. Wirklichkeitssinn, Bester — und den dazugehörigen Mut. Das ist's. Prost!" In Edelsaft gesogener Glanz von Myriaden Sonnenstrahlen. Herzblut im Glutrausch gehißter Traubenleiber. Dieser Chambertin war rot wie die Tiefe der Purpurschnecke, köstlich wie der flüssige Strom aus gelöstem edlem Rubin. „Ja, das ist ein Wein," sagte Steinkirch — andächtig, als knie er zwischen den sechs Goldflammen des Allerheiligsten in Rom. Und dann ganz unvermittelt — schnell: „Ich soll dich also grüßen." „Bon wem?" Steinkirch fuhr fort, als habe er die Frage nicht gehört. „Ich war gestern dort. Zum zweiten Male. Zum Tee. Wie sich's so gehört in Claque und Lack. Ja, siehst du. Liebster, man hängt nun einmal an der Form." „Philosoph, um alles in der Welt, bei wem? Etwa bei der Herzogin von Hobenastenberg?" „Hohenastenberg? Möglich, daß die schöne Frau so hieß. Ich Hab' nicht darüber nachgedacht. Was ist ein Name? Was uns Rose heißt, wie es auch hieße, würde lieblich duften. Shakespeare sagt so. Er ist Autorität." Er zielte die schraggeneigten Sonnenstrahlen gegen das erhobene Glas. Blutrote Lichter lohten unter dem Schimmer fahlen Goldes. Blumige Traubendüfte zogen aus dem Glase, als wehe Weihrauch aus Eleusis heiligem Hain. . . Also zum Tee. Und durfte mit ihr plaudern, Zielen. Ich habe viel erzählt. Bon dir." „Philosoph —" „Nein," sagte der. „Ich bin nicht plump. Es gibt Dinge, die sind so zart wie Plütenstaub oder der Glanz von Schmetterlingsflügeln. Niemand darf an ihren feinen Schimmer rühren. — Nein — aber anderes war von dir zu sagen. Und — hm . . . vielleicht ging mir das Herz ein wenig dabei durch." „Alter, lieber Kerl ..." „Hast du so ein echtes, feines Frauenlachen wohl einmat gehört? Leise — licht, wie es aus Herzensgoldgrund tönt? Mütterlichkeit, das Urgefühl der Frau, klingt da hindurch — gütige Nachsicht — kirrender Spott, die Ueberlegenheit über den Gefühlstolpatsch, den Mann. Zieten, ein solches Frauenlachen ist so wunder-, wunderschön —" „Und solches Frauenlachen hast du dort gehört?" „Ja, jenes Lachen erst. Dann hielt ich eine feine, wunderzarte, schlanke Hand. Und durfte hören: .Lieber Herr Doktor. Ich kenne unseren Freund durch und durch. Frauenaugen sehen scharf. Mit tausend Seelentastern des Gefühls und Frauenherzen haben einen unbeirrbar feinen Takt. Grüßen Sie, Herr Schulz. Ich besuche ihn am Sonntag mtt der Gräfin Aich." „Ja," sagte er sodann. „Bester, solche Frauen sind das Glück." Hob sein Glas dann mit dem roten Wein. „Zieren, darauf, daß es sich erfüllt." Er trank. Es wurde still. Jürgen hatte die Hände hinter seinem Kopf gekreuzt. Sann . . . träumte. Einem huschenden Fliegenleib folgte er mit seinem Blick. Quer über die sonnenwand zog er die krausen, irren Runen seines Laufs. Jürgen lauschte — dem tiefseligen Frühlingsatem dieser Stunde . . . dem Sehnsuchtsliede seines eigenen Herzens. „Ja, das Glück ... Es raunt wohl. Es rauscht woht. Und huscht davon. Alter Freund, mir fehlt der Glaube . , der Mut . . . und . ." „Halt!" gebot der Philosoph. „Also immer noch Philister und Pedant. Die Inkonsequenz und Schwäche — das ist eu»r Fluch. Selbst das lichte Sonnengold des> Liebe schmelzt ihr euch zu Blei. Nein . . Er hob sein Glas. „Zieten, den letzten Schluck auf den frohen Mut — den leichten Sinn — die bunten Bänder, die den goldenen Leichtsinn schmücken!" Die dünnen, rotblutgefärbten Gläser klangen Rand an Rand. Steinkirch trank. Sog den schwülen Trank mit gierigem Zug. Dann — geschüttelt von der Glut des alten, edlen Weins — stand er auf. Re. 257. Jahrgang 1927. xtflfdtigfteit der Erfindung, Tiefe des musikalischen Ausdrucks, Gvazie und Anmut namentlich im Mittelsatz, finden wir hier vereinigt. Eine feine Differenzierung der Thewen und ihres Vurchführungsfatzes vermittelte den Zuhörern die Schönheiten dieses Werkes. Ueber allem aber, was die Ausübenden den aufmerksamen Zuhörern an zur Bewunderung Zwingendem schenkte, stand das Klaoiertrio in Es-Dur von Schubert mit seinem reichen gedanklichen Inhalt, seinen geradezu dramatischen Wendungen und seiner Klarheit und Abrundung in der Form. Die drei Partner. Herr Musiklehrer Baust (Biolme). Herr Assessor Hennemann (Klavier) und Herr Musiklehrer Müller-Heidelberg, den wir als bedeutenden und feinsinnigen Cellisten kennen lernten, spielten diese Werke mit intensivstem Ausdruck und gesteigerter Virtuosität, das zahlreiche Publikum zur Begeisterung hinreißend, welches mit stürmischem Beifall und Hervorruf dankte. Solche Konzertabende liegen im Interesse der inneren Bereicherung unseres Konzertlebens und man wird dem Verein zu Dank verbunden sein, wenn er solche Konzerte künftighin als ständige Einrichtung in sein Programm aufnimmt. * Sinsheim, 19. Dez. (Bolkschor.) Me Weihnachtsfeier des Arbeiter-Gesangvereins „Volkschor" hatte sich eines recht zahlreichen Besuches zu erfreuen. Nach dem Eräffnungsmarfch folgten die Gesänge, die reichen Beifall ernteten, besonders die humoristischen Vorträge. Der Gabenverlosung standen eine reiche Anzahl Gegenstände zur Verfügung. Bei fröhlicher Stimmung und Tanz blieb man noch recht lange beisammen um mit dem Gefühl, einen schönen Abend verlebt zu haben, den Heimweg anzutreten. * Sinsheim, 19. Dez. (Goldener Sonntag.) Der sogenannte goldene Sonntag, auf den die Geschäftswelt ihre größten Hoffnungen setzt, stand dieses Jahr unter dem Zeichen strengsten Winters. Wohl brachten die Züge einen großen Strom von Besuchern ui* bewegtes Leben herrschte wiederum in den Straßen und Verkaufsräumen, aber jene Käufer, die zu Fuß oder Wagen unsere Stadt erreichen müssen, blieben größtenteils aus. Der Einkauf bei 10 Grad Kälte ist freilich eine ungemütliche Sache. Die schöne Hoffnung, die manches Geschäft auf diesen Tag setzte, durste infolgedessen nicht in Erfüllung gegangen sein, wenngleich der Geschäftsgang im allgemeinen gut. war. Nicht ausgeschlossen ist, baß der erwartete Höhepunkt im Laufe der Woche noch erreicht ,-wtrd, da die meisten Käufer sich doch daran gewöhnt haben, ihre Einkäufe am Werktag vorzunehmen. * Sinsheim, 19. Dez. (Kanarienzucht-Ausstellung.) Die im Löwensaal stattfindende Ausstellung des Kanarienzucht- und Vogelschutzvereins für Sinsheim und Umgebung ist sehr gut beschickt und bietet dem Auge in hübschem Aufbau eine stattliche Anzahl der verschiedenen Arten Kanarien- und anderer Singvögel, sowie Futtermittel und Vogelschutzgeräte. Herr August Kaufmann eröffnet« am Samstag Nachmittag die Ausstellung, die den Zweck habe, durch das Dargebotene die Zucht edler Tiere zu fördern, damit die Garantie geboten sei, den Liebhabern nur gutes Material anbieten zu können. Auch möge mancher Besitzer von Singvögeln durch Besuch der Ausstellung die Anregung bekommen, dem Verein als Mitglied beizutreten. Zur Aufgabe mache sich der Verein auch den Schutz der gefiederten Sänger in freier Natur, wozu die Allgemeinheit dem Verein in seinem Bestreben unterstützen wolle. Der Verein hat nun beschlossen an verschiedenen Stellen der nächsten Umgebung mit Tafeln bezeichnete geschützte Futterplätze zu errichten, die auch der Oeffenllichkeit zur Benutzung zur Verfügung stehen. Der Besuch am Sonntag war äußerst rege, was von großem Interesse an der guten Sache zeugt. Der Gabenoerlosung wurde eifrig zugesprochen. Bei der Prämiierung konnte der Preisrichter fcststellen, daß in Anbetracht des kurzen Bestehens des Vereins recht gutes Material vorhanden ist. Preise erhielten in der Se l b stzu cht k lasse: 1. Sieger 309 P. I. Michel, Gefängniswärter, 2. Ehrenpreis 285 P. Aug. Kaufmann, 3. Pr. 275 P. Hermann Betsch-Sinsheim, 4. Pr. 252 P. K. Maag-Rc.hen, 5. Pr. 228 P. August Kaufmann- Ansheim, 6. Pr. 216 P. I. Michel-Sinsheim, 7. Pr. 192 P. Hummel-Reihen, 8. Pr. 177 P. Hoffmann-Eichtersheim: in der Allgemeink lasse: 1. Sieger 312 P. 3. MichU-Sinshetm, S. Ehrenpreis 276 P. Paul Frank-Sinsheim, 3. Pr. 249 P. Kramer-Waldangelloch, 4. Pr. 243 P. tzeinr. Gmelin Sinsheim, 5. Pr. 240 P. K. Maag-Reihen, 6. Pr. 231 P. O. Schick-Sinsheim. 7. Pr. 225 P. Wilh. Geiß-Sinsheim. 8. Pr. 207 P. H. Rittlinger-Reihen, 9. Pr. 207 P. Herm. Betsch-Sinsheim, 10. Preis 153 P. I. Neumaycr-Sinsheim. Die Ausstellung ist noch bis heute Abend geöffnet. * Sinsheim, 18. Dez. (Erhöhung des Privatdiskontes.) Der Prioatdiskont wurde gestern für beide Sichten aus 678 erhöht. * Sinsheim, 18. Dez. (Der Weihnachtskomet.) Wie die Flugwetterwarte Hannover mitteilt, ist gestern abend kurz nach Sonnenuntergang von ihr ein neuer Komet beobachtet worden, der die Helligkeit eines Sternes erster Größe hatte. Vorerst sei nur ein kurzer, nach oben gerichteter Schweif zu erkennen. Wie die Sternwarte Hamburg-Bergedors mitteilt, ist dieser Komet am 3. Dezember in La Plata beobachtet worden. In diesen Tagen sollt« er auch auf der nördlichen Halbkugel sichtbar werden. Der Komet ist in den nächsten Tagen kurz nach Sonnenuntergang zu sehen. Der Schweif wird voraussichtlich noch an Größe zunehmen. Er steht im Sternbild der Schlange. .co Sinsheim, 18. Dez. (Das Schminken in Gaststätten.) Auf eine Rundfrage eines Berliner Blattes, ob man sich in einer 'ssryg lurgnct irgo urguimhij sisghniturjftF arstv ui aiiDjjiJt)© sind über 1403 Antworten eingegangen. Davon forderten 1137 ein Verbot, 120 sprachen sich für ein Kompromiß aus 143 find für Schmink- und Puderfreiheit. Für das Verbot stimmten durchschnittlich Frauen, gegen das Verbot vorwiegend Männer. Ob diese Herren über oder unter 17 Jahre alt waren, wurde nicht festgesteltt. * Sinsheim, 18. Dez. (Geschäftliche Neujahrsdrucksachen bald absenden!) Die von den Geschäftshäusern zur Versendung kommenden Drucksachen (Kalender, Plakate, Geschäftsempfehlungen usw.) werden in großen Mengen zur Postbesörderung eingeliefert. Es liegt i m Interesse sowohl der Allgemeinheit wie auch der betr. Geschäftshäuser, die erwähnten Drucksachen möglichst frühzeitig zu versenden. Es empfiehlt sich diese Art von Sendungen möglichst noch vor den Weihnachtsfcicrtagen mindestens aber vor dem 27. Dezember, einzuliefern. = Sinsheim, 16. Dez. (Expreßgut-Sonderzüge). Wegen der überaus raschen Beförderung wird von dem Versand als Bahn» Ekpreßgut in stetig zunehmendem Umfange Gebrauch gemacht. Um die beschleunigte Beförderung auch während der Zeit des stärksten Expreßgutverkehrs vor Weihnachten zu gewährleisten, werden in der Zeit vom 20. bis 24. Dezember auf einer Reihe von Strecken besondere Expreßgut-Sonderzüge geführt. Es empfiehlt sich, mit dem Versand nicht bis kurz vor Weihnachten zu warten, und die Auflieferung möglichst nicht in den Abendstunden oorzunehmen. 4 - Sinsheim, 16. Dez. (Neue Holzsortierung.) Bei Beginnn der Holzversteigerungen ist es für alle Holzkäufer zu wissen nötig, daß mit Verordnung vom 24. 9. 1927 Aenderungen in ber bisherigen Sortierung eingetreten sind. Für den Brennholz- und Stangenkäuser ist es von Wichtigkeit, daß die Baustangen in Zukunft 5 Klassen habben und 1 mehr als 15 Mtr. lang, r 12—15 m, 3 9—12 m, 4 mehr als 12 m. 5—9—12 m. 1—3 müssen 1 Meter über dem Abhieb 11—14 Ztm. messen, 4 und 5 9—11 Ztm. Brennholz. 1. Klasse sind über 14 Ztm. starke Scheiter oder Rollen, gesund oder mit unerheblichen Fehlern, Der Landbote * Sinsheimer Zeitung. gut schichtbar. (Das übliche Handelsholz) 2. Klasse mit erheblicheren Fehlern als 1. Klasse (anbrüchig, stark ästig usw.) schlcch- ter schichtbar. Stark anbrüchige, zu kurze, ganz rauhe und sehr unförmige Stücke sind als Ausschuß zu bezeichnen. — Die Vorschriften gelten für alle badischen Waldungen. Sinsheim, 17. Dez. (Kinderzahl der einzelnen B rufe.) Auf ein Ehepaar entfallen nach der neuesten Statistik bei Akademikern durchschnittlich 2,7 Kinder, bei Beamten und Lehrern 304, bei den freien Berufen 3,2, bei Kaufleuten 3,41, bei Handwerkern 3,8, bei Angestellten 43 und bei Handarbeitern 5,9. Bon je 100 Familien sterben Kinder bis zum 16. Lebensjahr bei Akademikern 5,4, bei Beamten Ä nd Lehrern 6,1, bei Kaufleuten 8,1, bei den freien Berufen 9, bei Handwerkern 15,6, bei Angestellten 16,3 und bei Handarbeitern 20,7. Wcnn der Devölkerungszustand eines Volkes auf gleicher Höhe bleiben sollte, müßten die einzelnen Familien durchschnittlich 4 Kinder haben. Nach den vorliegenden Statistiken wird in Deutschland nur beim Handweikelsta: d, bei den Angestellten und Arbeitern diese durchschnittliche Kinderzahl erreicht, bezw. überschritten. A Eichtersheim, 17. Dez. (Schwerer Unfall.) Der Sohn des Maurermeisters Lister, der bei den Holzfällerarbeiten im Gemeindewald beschäftigt war, wurde von ei»em stürzenden Baume getroffen und schwer verletzt. In bewußtiojem Zustand wurde der junge Mann nach Hause getragen; .doch ist inzwischen eine kleine Besserung in dem Allgemeinbefinden des Verletzten eingetreten. t Wa'-bfladt, 17. Dez. Die Lefcgesellschaft hielt am Dienstag, Versammlung ab. Da einige Mitglieder des bisherigen Vorstandes den 13. Dezember ihre diesjährige harmonisch verlaufene Generaleine Wiederwahl nicht mehr annahmen, setzt sich der Vorstand nunmehr aus folgenden Herren zusammen: Dr. Bauknccht, 1. Vorsitzender — Kassier Striffler 2. Vorsitzender und Schriftführer — Accisor Bender Kassenwart — Kondiwr Schäfer, Bücherwart. Als Beisitzer wurden gewählt, die Herren Oberzahlmeister Spyra, Schneidermeister Max Glück und Buchdrucker Rob. Konrad. Die gutbesuchte Versammlung brachte erfreulicherweise d.n einmütigen Willen zum Ausdruck, die in der Vergangenheit in so schöner Erinnerung stehende Geselligkeit im Vereine wieder zur Geltung kommen zu lassen, die geistige Fortbildung durch Ausgestaltung der Bücherei und belehrende Borträge zu fördern und so die ursprünglichen Ziele der Lefegesellschast zum allgemeinen Nutz." unseres Heimatstädtchens zu verwirklichen. Auch soll dafür Sorge getragen werden, daß unseren Waibstadter Damen Gelegenheit geboten wird, an dem gesellschaftlichen Leben und an der kulturellen Arbeit der Lefegesellschast regen Anteil zu nehmen. ES Reichartshausen, 18. Dez. (Der Reichspräsident als Pate.) Der Reichspräsident hat beim neunten lebenden Kind in zwei Familien die Ehrenpatenschaft übernommen und sich als Taufzeuge eintragen lassen bei Otto Manfred Schmitt und Rosa Fri da Groß. Die glücklichen Eltern wurden außerdem durch ein Patengeschenk des Reichspräsidenten erfreut. * Epprngen, 17. Dez. (Bolkshochschulkurs.) Im gestrigen Vortrag hat der Redner, Herr Prof. Dr. Röhrer-Heidel- berg es in glänzender Weise verstanden, seine Hörer in volkstümlicher Art in die Geschichte unserer Erde unter besonderer Berücksichtigung unserer Heimat einzuführen. Durch treffliche Bilder hat der Redner seinen Vortrag klar erläutert und gezeigt, daß unsere Erde einer dauernden Veränderung unterworfen ist. Mit dem wahren Wort: „Nur eines ist ewig, das ist der Wechsel" schloß der Redner seinen Bortrag. Wie auch noch in Erfahrung gebracht werden konnte, würde Herr Prof. Dr. Röhrer im kommenden Frühjahr bei genügender Beteiligung eine Exkursion durch unsere Heimat leiten und so seinen gestrigen Hörern an Ort und Stelle den ewigen Wechsel, dem unsere Erde unterworfen ist, zu zeigen. x Aus dem Am sbezirk, 17. Dez. (Erzbischof Carl gegen Schmutz und Schund.) Unter Bezugnahme aus eine Emschli.h- ung der in der Fuldaer Bischosskonferenz vereinigt»» Oberhirten veröffentlicht Erzbischof Carl für die Erzdiözese Frei- burg die diesbezügliche Stellungnahme der deu fchen Oirchenfi.rstsn, wobei er u. a. sagt, daß Schmutz und Schund sexueller, krimineller und verrohender Art in e schreckender Menge verbreitet seien. Erfahrene Männer schätzen die Zahl der Schundsch.isten auf drei Milliarden, also rund 5 Hefte für den Kopf der Bevölkerung. Selbst in geschlossenen katholischen Gegenden sei der Schund im Steigen begriffen. In einer ka holischen Siadt s:ien bei einer einzigen Nachsuche 500 000 Schundh.ste ausgegriffen worden, in einer anderen Stadt sogar 100000. Eine starke Hilfe Kampf gegen Schmutz und Schund stellten die gesetzlichen Maßnahmen der Reichs- und Staatsbehörden dar. Aber auch die Presse und die Voiksverireier müßten in di fein A wehrkampf mit der Geistlichkeit zusammen eine einheitliche F ont bilden. = Tairnbach, 18. Dez. (Den achtzigsten Geburtstag) feierte am 15. Dezember in körperlicher und geistiger Frische Elisabeth Benz geb. Bender. Geschwister, Kinser, Enkel und Urenkel umgaben die Jubilarin mit vielen Geschenken. — Neckargemünd, 18. Dez. (Die Erwerbslosenzahl) beträgt für diese Woche hier 26 männliche und vier weibliche. Es ist.zu erwarten, daß sie in nächster Zeit noch etwas zunjmmt, aber man hofft sie bei den Grabarbeiten der Legung des Gasrohrstranges von Ziegelhausen über Kleingemiind ganz unterzubringen. = Schwetzingen, 17. Dez. (Autounfall.) Auf dem Hailenw g in Rheinau fuhr am Donnerstag nachmittag ein Personenkraftwagen auf einen nicht befeuchteten Schotterhaufen. Der Wagen überschlug sich und fiel eine etwa 3 Meter hohe Böschung hinunter. Der Führer des Wagens, ein 42 Jahre alter Ingenieur, kam dabei unter den Wagen zu liegen. Er erlitt zivar keine äußeren Verletzungen, klagte aber über Schmerzen im Genick und am linken Fuß. — Buchen, 17. Dez. (In der großen Bauernversammlung) wurden von der Versammlung folgende Forderungen in Form einer Resolution aufgestellt. Abbau der Realsteuern ; die Steuern sollen nur nach dem Ertrag erhoben werden. Zollschutz für alle landwirtschaftlichen Produkte. Bei Abschluß von Handelsverträgen soll die Landwirtschaft nicht zu Gunsten der Industrie benachteiligt werden. Abbau der Rentenbankschuld, Senkung der Soziallasten. Dieselben sind in ihrer jetzige" Höhe, für die Landwirtschaft untragbar. Wir fordern, daß die Landwirtschaft von der Beitragspflicht der Erwerbslosenfürsorge befreit bleibt. Die Gemeinden sollen das Recht erhalten, einen Zuschlag auf die Einkommensteuer zu erheben. Aenderungen des Fortbildungsschul- gesetzes. Dasselbe wirkt sich in seiner jetzigen Fassung hindernd und störend für den landwirtschaftlichen Betrieb aus. Es sind Maßnahmen nötig, daß die Schuldenlast gemildert wird durch Umwandlung der teueren Personenkredite in billige langfristige Realkredite, da die Landwirtschaft nicht in der Lage ist, die hohen Zinsen zu bezahlen. Die Versammlung fordert ein Zusammengehen der landwirtschaftlichen Organisationen in wirtschasts- politischen Fragen. ** Mannheim, 18. Dezember. (Ein Staatsbeamter wegen Wuchers verurteilt.) Eine siebenstündige Verhandlung des Großen Schöffengerichts Mannheim beanspruchte eine Klage gegen den Mitbegründer der Mannheimer Beamtenbank und zugleich deren ehemaliges amtliches Vorstandsmitglied, den 43jährigen Verwaltungsinspektor Pfeiffer, wegen Betrugs und Bewucherung. In dem ersten der drei Betrugsfälle hatte Polizeiwachtmeister Brenner am Ostermontag in der Wohnung des Angeklagten einen Wechsel von 250 Mark gegen Herausgabe von 220 Mark diskontieren lassen. Ter Akzeptant war ein fauler Kunde, der bereits eikmal entMontag, den 19. Dezember 1927. mündigt war. Als der Wechsel an den Angeklagten zurückkam. übernahm auf Zureden des Angeklagten Brenner unterschriftlich die Anerkenntnis seiner persönlichen Haftung für den Betrag und er wurde damit aus der Beamtcnbank belastet, obschon Brenner nichts mit dem Wechsel zu tun hatte. Um einer gerichtlichen Entscheidung vorzubeugen, nahm später der Angeklagte den Betrag zu seinen eigenen Lasten. In einem weiteren Fall soll er auf den Kaufmann Bonn und den Landwirt Henricht. beide von Mußbach (Pfalz), eingewirkt haben, daß diese eine Bürgschaft für einen Kredit von je 3000 Mark übernahmen. Das Resultat war, daß die beiden unerfahrenen Mußbacher hereingelegt wurden. Die bis März 1926 laufenden privaten Geldgeschäfte des Angeklagten vollzogen sich dann aus Konto einer von dem Weinhändler Stauch um ihr Vermögen gebrachten Tachöeckerfamilie. Vis dahin hatte Stauch von ihm 8000 M. erhalten und zwar zu einem Zinsfuß von 7 Prozent monatlich, also 84 Prozent jährlich. Es folgen daun noch weitere Kredite und Darlehen bis zu 9000 Mark. Der Angeklagte soll den Schuldnern nun dazu beredet haben, ihm ein Schuldenanerkenntnis von 20 000 Mark zu unterschreiben, dem Betrage des ihm eingehändigten briefes. Das Gericht verurteilte ihn nur weaen Wuchers zn 1500 Mark Geldstrafe und einem Monat Gefängnis, die in weitere 1500 Mark umgcwandelt wird. Von der Anklage deS Betruges wurde er teils mangels ausreichenden Beweises, teils weil die Sache nicht völlig aufgeklärt werden konnte, freigesprochen. ** Freudeustadt, 18. Dezember. Der Sohn des Apothekers G. Hönig hier, der zur Zeit in Tübingen studiert, wird immer noch vermißt. Weder seine Wirtsleute, noch seine Eltern, noch seine Verbindung haben feit 1. Dezember irgend welche Nachrichten von ihm erhalten und es wird vermutet, daß ihm ein Unglück zugestoßen ist. Groß ist die Sorge der Eltern um den einzigen, zu den schönsten Hoffnungen berechtigenden Sohn, dessen plötzliches Verschwinden völlig rätselhakt ist. ** Triberg, 18. Dez. (Gasfernversorgung.) In der Frage der Versorgung mit Gas durch das Städtische Gaswerk Triberg fand hier eine Besprechung der maßgebenden Herren der Nachbarstädte statt, die einen informatorischen Charakter hatte. Für die Ferngasversorgung kommen in Frage die Städte Hornberg, St. Georgen und Furtwangen. Der Nachbarort Schonach ist bereits seit Jahren angeschlossen. Verhandlungen mit St. Georgen und Hornberg sind bisher schon gepflogen worden. Die Frage dieser Gasfernversorgung im Gebiet des Mittelschwarzwaldes, wo Triberg die einzige Stadt mit Gaswerk ist, dürfte im Vordergrund des Interesses stehen, da heute die Orte kaum in der Lage sein werden, eigene Anlagen mit hohen Kosten zu schaffen, die sich wirtschaftlich nicht so ansnützen lassen. ** Freiburg, 18. Dezember. (Winters Einzug.) In Hinterzarten hat der Winter seinen Einzug gehalten. Die vielen Gäste, die sich für Weihnachten angemeldet haben, dürft ten, was Wintersport betrifft, auf ihre Rechnung kommen. ** Freiburg, 18. Dezember. (Historische Zusammenkunst.) Am 28. Januar findet in Freiburg eine Zusammenkunft der historischen oberdeutschen Narrenzünfte statt (keine Karne- valsveranstaltnng). Diese Veranstaltung ist die erste ethnologisch interessante Erscheinung des oberrheinischen Kultur- kreifes. ** Freiburg, 18. Dez. (Aufjichtsratsfltzung.) In der gestrigen Aufstchtsratssitzung der Deutschen Acetat-Kunst- seidensabrik A.-G. Rhodiaseta wurden die Herren Dr. Alt- wegg in Lyon und Dr. F. A. Freundt in Berlin zu Mitgliedern des Vorstandes der Gesellschaft ernannt. ** Freiburg, 18. Dez. so daß wir ihn nur dadurch entdeckten, daß uns Flügelschlagen und ein warnender Schrei aus der Träumerei weckten, in die wir versunken waren. Bon einem günstigen Punkt aus sahen wir deutlich, wie kunstvoll der Horst zurechtgezimmert war. Beste von der Stärke eines Handgelenkes hatke unser Freund verwendet. Ich beschloß sofort, koste es was es wolle, das intimere Familienleben des Königs der Lüfte kennenzulernen, und wählte eine in der Nähe stehende, ebenfalls recht stattliche Eiche. Zwar war sie nicht ganz so hoch wie der Träger des Horsts, doch konnten wir auf der mit Vorsicht errichteten hohen Plattform gerade noch über den Rand des Nestes hinwegsehen. Der Herr und Gebieter saß nicht mehr im Nest, sondern hatte seinen Beobachtungsposten eingenommen, einen dürren Ast etwa 100 Meter entfernt, auf dem er still und ruhig saß, wie eine vorweltlichc Erscheinung, mit scharfen Augen nach uns herüberspähend. Einige Male nur ließ er stch aus der Ruhe bringen, stieß scharfe und ärgerliche Schreie aus, als wollte er uns warnen. In solcher Nähe sahen wir noch deutlicher, mit welcher Sorgfalt das Heim des königlichen Tieres hergestellt war, Hölzer der verschiedensten Ar^ hatte er zum Bau verwendet. Tannenzweige, die sich biegen ließen, und starke Streben aus Eichenholz. Wohl balanciert lag es in der Krone, so baß es jedem, auch dem stärkst:» Windstoß standhalteu konnte. Der Grund des Horsts aber war sorgfältigst ausgelegt mit trockenem Gras. Auf diesem weichen Grunde sahen wir denn auch das Geheimnis, das unser Freund gewahrt wtffen wollte, als er uns durch seine Rufe warnte. Drei weiße, beinahe runde Eier, jedes so groß ober etwas gröber als etn gutes Entenei. Nicht lange blieb und die Sicht, denn die Königin kam und waltete» wieder ihres Amtes. Drei Wochen warmer, sonniger Frühlingstage vergingen. bis wir auf dem Rückweg wieder zum Horst gelangten. Ost hatten wir an die Mutter gedacht, die still und mit scharfen Augen umherspähend und doch glücklich der Geburt der Prinzen und Prinzeffinneu «ntgegensah. Auch an den Herrn Gemahl dachten wir oft, wie er auf seiner nahen Warte ebenso unbeweglich auf jedes Zeichen einer drohenden Gefahr achtete. War es denn nicht eine königliche Umgebung? Unter ihnen, so weit das Auge nach Osten reichte, der ununterbrochene Wald, bewaldete Berge nnb Täler, mit wenigen Tieren, gen Westen die weite Fläche des Stillen Ozeans. Mit Recht hatte man unsere Neugier übelgenommen. Sonderbar, wir wurden diesmal nicht mit den gleichen ärgerlichen, warnenden Rufen empfangen wie das erstemal. Sollte er unsere Harmlosigkeit erkannt haben? Sollte er mit seinen scharfen Augen bemerkt haben, daß wir die gleichen Besucher wie vor drei Wochen waren? Wir versuchten es, einen näheren Baum zu besteigen. Aber es behagte unserm Gastgeber nicht, seine Freunde so nahe zu haben. Drohend schwangen sich beide Tiere auf und schwebten über uns, bis wir es Vorzügen, den alten, weniger gefährlichen Standpunkt wieder einzunehmen. Die drei Wochen ernster Brutarbeit hatten ihre Früchte getragen. Anstatt der weißen Eier sahen wir drei struppige, graue Junge, ungleich an Größe. Wie bei allen Raubvögeln waren es nicht Drillinge, sondern die Königin hatte schon zu brüten begonnen, als das erste Ei gelegt war. Deutlich war das verschiedene Alter erkennbar, nur die Augen waren dieselben, die stolzen, furchtlosen Blicke, wie sie Königskin- Sern zukommen. Mutter Adler faß auf Sem Rand des NeßS und hielt auf Famtlieuzucht. Niemand durste »orlüustg noch über den Rand de» Baue» hinweg, fo sehr man «nch bettelte und drängte. Und niemand durste an die Vorräte heran, die in einer Ecke des Nestes, teilweise von Gras bedeckt, lagen. Es schien, als habe stch die Diät -er jungen Vögel lediglich auf eine gesunde Fifchkost beschränkt, denn nichts anderes war zu sehen. Auch unter der Eiche tagen keine anderen Abfälle als die von Fischen. Und wieder verging ein Monat, bis ich wieder in die Gegend kam, diesmal nur mit einem Begleiter. Die schöne» Tage des heiteren Frühlings waren vorüber. Es kostete Mühe, die schlüpfrigen Aeste deS veobachtungsbaumcs z« erklimmen. Ein scharfer Sturm, vermischt mit Regen, kam vom Pacific herüber Die Mutter war zu Hause, hielt schützend ihre große» Flügel über die Jugend gebreitet, wahrend Wind und Regen durch ihr Gefieder peitschte. Etnndenlang saß fie, fast regungslos, und ertrug das Wetter mit einem bewunderungswürdigen Stoizismus. Wo aber war er. der Herrliche? Sollte er feine Baterpflichten vernachläffigen? Rach zwei Stunden kam er mit scharfem, schwerein Flügetschlag, ohne Warnung, wie ein Schatten aus dem Regennedrl tauchte er auf, in einer Klaue einen Fisch, den er trotz des unsichtigen Wetters erbeutet hatte. Kaum aber war dte Beute unter den Jungen verteilt, da übernahm er selbst das Amt. während fie zur nahen Warte flog, um ohne Ermüd«» zu machen und zu warn:«... Turne», Sport und Spiel. Fußball * Ergebnisse aus Süddeutsch!«»-. Brrbandsspiel«. Gruppe Würtemderg: B.f.R. Heilbronn — Stuttgarter Kickers 4 :4 B.f.B. Stuttgart — Sportfr. Stuttgart 3:0 SC. Stuttgart — F.B. Zuffenhausen 7:0 Gruppe Nordbayern: F.S.B. Nürnberg — F.C. Fürth ausgefallen Sp.Bg. Fürth — F.B. Würzburg 04 7:0 1. F.C. Nürnberg — 1. F.C. Bayreuth 7:1 Gruppe Südbayern : Bayern München — Schwaden Augsburg 10:3 Gruppe Baden: Sp.Dg. Freidurg — Phönix Karlsruhe 4:2 D.f.D. Karlsruhe — F.B. Offenburg 3:1 Suppe Rhein: Phönix Ludwigshafrn — B.f.L. Neckarau 3:0 D. f.R. Mannheim — Pfalz Lndwigshafrn 1:0 Mannheim 08 — E.B. Waldhof 0:1 Phönix Mannheim — Sp.Bg. Sandhofen 1:6 Ludwigshafrn 03 — Germ. Friedrichsfeld 4:2 Grupp« Saar: F.C. Pirmasens — Bor. Neunktrchrn 1:2 Sportfr. Saarbrücken — Kreuznach 02 4:0 Gruppe Main. Bikt. Aschaffendurg — Sport 60 Hanau 8:1 Offendacher Kickers — Rotweiß Frankfurt 2:2 F.S.B. Frankfurt — Union Niederrod 3:0 Dikt. 94 Hanau — Fechenheim 03 1:5 Germ. 94 Frankfnrt — B.f.R. Offendach 10:1 F.C. Hanau 93 — Eintr. Frankfurt 1:4 Gruppe Heffen: Wonnatia Worms — SB. Darmstadt 98 3:2 E. G. Höchst tu — F.S.B. Mainz 05 1:5 Sp.Bg. Arheilgen - Alemanla Worms 2:1 E. B. Wiesbaden — B.f.L. Reu-Isenburg 2:2 Gesellfchafsspiele: Karlsruher F.B. — F.C. Mühlburg 5:3 F. C Grenchen (Schweiz) — E.C. Freiburg 0:0 Neueste amtliche Kurse milgeteiit von der Berrinsbank, r. S. m. b. h. Sinsheim, vom IS. Dezember 1927. »ul«iy»u: tn •;d AblüsungSfchuld rntt AuslofuugSfchetu 59,2» ohne AuSIosungSfchein 18,50 SadwkHc : tu ho Bad. Baut .... m Darmpädlsr und Rationalbanr Deutsch« Ban! .... DetmcheBeretnsbanl 103 Dresdner Bank MUteldeutsche Erediibank 157,3» 213 RetchSbank .... Rhein, Erebllbank >99,(0 Eüdd. DiSeooto «es. 134 Borg» ccfca - Itll» tu 8*0 Harpener Bergbau — «ult Wefteregeln . — WanueSmunurShreuwerke. . 141% ManSselder Bergb. «.Hülle» n>. 11»,5» Sberschl. Slsenb. Bedarf . . 87,50 Phüntr Bergbau n.Hüllrnb «trieb >00,50 Salzwerl HeUbroun . . ISO vereinigt« «Saigs» SaurahüNe 83,50 Mkttai !»d«str. Nxirrurh«»»»«»: in 3illg. Eleltr. Stammallten . iSl« s Badenta «SeinbetM . . — Bad Elektrizität Mannheim — Bad Maschinen Durlach 131 Ermentwerk Heidelberg — Daimler Motoren . . *4,5« Dtsch. Bold- and Silberschetde 104 «leNr. Licht und «rast . . M Smaill. und Stanzwerk Ullrich dt Farbrutnduftrie . . 9*8,7# Such» Waggon Stammaktien — Sritzne» Maschinen Durlach . 1»» «arlsruher Maschinen 17,00 Knorr Hellbraun , . I»« Mainkraftwerke Höchst - — R«>karsul»er Fatzqeugwertk . >00,5« Schauert «lettr. Nürnberg . > »t ,50 SeMnduprte Wolfs ... »3 «fit*, ander .... 131.75 Aellftosf ^Idhof Stammaktien 2«3 U Mt» deutscher SMiif03V«R)M«o: in Hamburg. Bmertt. Palrtfahri 111,»5 Heidelberger Straßen- u. Bergbahn — Norddeutscher Lloyd . . i!3<» Scaifen: Weld «»iek Rem-Jork i Dollar 4.1813 4.1883 London 1 Mond Holland 100 Walde u Schweiz 100 Kranes 28.413 88 453 1*8.0« 189.40 80.7« 80.82 Wien 180 Schilling 89.01 58.13 Wartsioo Francs 18.156 16.494 Italien 100 Lire 92.47 38.71 Schweinemarkt in Bruchsal vom 17. Dezember 1927. 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