Ratgeber für Haus- und Landwirtschaft Beilage zum Landboten (Sinsheimer Zeitung) Die Mnlertür Die Stallwärme wird ganz erheblich zusammengehal- te«. wenn man im Winter an der Außenseite der eigentliche« Stalltür eine zweite, eine Strohtür. so anbringt. Mi sie nach außen aufschlägt. Eine solche Strohtür kann fich jeder bei einigermaßen handlicher Fertigkeit im Um- «äug mit Hammer und Säge selbst Herstellen. Man braucht ^dazu 6 Stück 5-Zentimeter-Leisten von 2*4 Zentimeter Stärke in Türhöhe und 8 Stück ebensolche von Türbreile. Dazwischen preßt und nagelt man Sommerroggenstroh so. daß die Spitzen gleichmäßig abwechselnd nach rechts und links zu liegen kommen. Ein Paar lange, schmiedeeiserne Bänder und eine Verschlußklappe vervollständigen das Ganze. Um die Tür gegen Witterungs- einflüffe zu schützen, streicht man sie mit heißem Oelfirnis — ohne Farbe — an und wiederholt das Verfahren mehrmals, bis das Holz keinen Firnis mehr annimmt. Ueber- stehendes Stroh beschneidet man mit einem scharfen Messer, am besten eignet sich ein Schlachtmesier dazu. Der Landmann im Januar Für die Ackerarbeit ist der Januar einer der stillsten , Monate. In unseren Breiten ist er durchweg der Monat, i» oem der Winter seine volle Herrschaft entfaltet. Zu- meist klingen die Fluren von hartem Frost oder sind von hoh^n Tchneemassen bedeckt, so daß sich eine Arbeit im Fre,en von selbst verbietet. Und doch gibt es auch dann «och draußen manches zu tun. Von den Saaten wird das Schneeeivasier abgeleitet. Strohiger Dünger wird mit Vorteil noch ausgefahren, während dem verrotteten Mist die Kälte schadet. Werden bei eintretendem Tauwetter Erdarbeiten möglich, so werden die Feldgräben gehoben. Be- und Entwässerungsgräben in Ordnung gehalten. Komposthaufen können ausgefahren werden, neue sind anzulegen. andere umzustechen, damit der Frost ordentlich j»t Einw rkung kommen kann. In den Holzungen arbeiten jetzt Art und Säge. In den Stallungen sind Tü- re«. Fenster und Luken gut abzudichten, um die Zugluft fernzuhalten, Möglich aber sorge man für den Zutritt gesunder, frische: r'uft. Zu warme und schlecht gelüftete Stallungen begüunigen die Ausbreitung der verschiedenste« Krankheiten.^ Ten zur Aufzucht bestimmten Tieren verschaffe man mögli^si Bewegung, bei einigermaßen leidlicher Witterung auch in, freien. Die Tiere wachsen dann viel freudiger und werden kräftiger. Zur Kultur der Haselnuß Bon den edlen Sorten kommen für unsere Gegenden vornehmlich die Lambertnuß und die Zellernuß mit ihren verschiedenen Abarten in Betracht. Erstere stellt etwas höbere Ansprüche an Standort und Boden, zeitigt aber sehr schmackhafte Früchte, die allerdings etwas kleiner sind «ls die Zellernuß. Zur Pflanzung edler Haselnußsträucher ist ein vorher ges Rigolen des Bodens, wobei reichlich kurzer, verrotteter Dünger beigemengt wird, von größtem Nutzen. Das Pflanzen kann sowohl im Herbst als auch im Frühjahr vorgenommen werden. Man kauft vorteilhaft dreijährige Sträucher mit gut ausgebildetem Wurzelnetz. Während die Lambertnußsträucher einen Abstand von etwa 4 Metern erhalten, verlangt die auch im Wachstum etwas gröbere und robustere Zellernuß eine Pflanzweite von 5— 5y 2 Metern. In den ersten paar Jahren ist die Pflanzung nur rein von Unkraut zu halten und der Boden zu lockern, später muß auch jährlich gut gedüngt werden. Im übrigen beschränke man sich auf das Weg- schneiden von überflüssigen und unfruchtbaren Zweigen. Die gewöhnliche Lebensdauer einer Nußpflanzung währt ett»a 40 Jahre. Man kann die Ertragszeit aber bedeutend verlängern, wenn man etwa nach 10 Jahren die «uM bis auf 4V bis 50 Zentimeter zurückschneidet und den Botzen mit einer guten Lage nährstoffteicher Muttererde versteht. Bon den nun neu hervorbrechenden Schoßen läßt man nur die kräftigsten stehen. Um nun nicht j«uf einmal dje ganze Ernte entbehren müssen, verjüngt . ««n die Anlage im Laufe von etwa drei Jahren, indem »an jährlich ein Drittel der Büsche zurückschneidet. ^Drr schlimmste Feind unserer Anlage ist der Hasel- Schier. Er legt im Juni an die noch weiche Schale der Ituge jev»e 9m, aus v arhetuchhosan in allen Größen 1 (groß), 2 (mittel), 3 (klein), Stück 12.50 und 16.— Mk., Marine-Arbeitszeug, (Hose und Jacke) in schwerem Drillich resp. Bramtuch unverwüstlich, alle Größen, Anzug 13.— Mk., etwas für Kenner. Blaue Marine-WoUhemden, alle Größen, Stück 10.— Mk. Ferner Gelegenheitsposten, wegen Einführung einheitlicher Farben und Fasson nicht mehr zulässige ehemalige Bestände der Marine und des Heeres. Neue Wollstrickjacken, ca. 400—500 Gramm schwer, mit langem Aermel können auch Frauen tragen, Größe 44—56, blau, schwarz, grün, grau, grauschwarz, Stück 3.50, 3 Stück 9.— Mk., Strickschals, farbig, groß und breit, 3 Stück Mk. 2.—., Marine-Wollsocken, gute Ware, Paar Mk. 1.10, 6 Paar 6— Mk., Wollstrickfingerhandschuhe, dankbar im Tragen, Paar Mk. 1.20, 3 Paar 3— Mk., Gefütterte Trikothandschuhe, Paar Mk. 1.50, 3 Paar Mk. 4.—, Fausthandschuhe, warm gefüttert, Paar 1.20, 1.50, 3 Paar Mk. 3.— u. 4.—Mk. Dieselben mit ledernen Handflächen Mk. 2.50, 3 Paar Mk. 7.—, Unterhosen und Hemden Stück Mk. 2.50, 3 Stück Mk. 7.—, Original-MilitSrschnUrschuhe, alle Größen stark und dauerh. pro Paar 9.— Mk., Offiziers-Wollsocken, gar. reine Wolle in schwarz, grau und kamelfarbig, 3 Paar 5.— und 6.— Mk., Wollsportstutzen, 2 farbig, Paar 1.50, 3 Paar 4.— Mk, Ohrenschützer, reine Wolle, können auch Kinder tragen, Stück 0.60, 3 Stück Mk. 1.50, Militärleibbinden, große, warme, weiche, 3 Stück 2.— Mk., Ubootstuchwesten, mit Aermel, warm, Stück Mk. 4.50, 3 Stück Mk. 12 —, Drillichhosen, alle Größen, Stück Mk. 4.50, 3 Stück Mk. 13.—, Drillich-Mäntel, ca. 125 cm lang, für Maler, Schlosser, Chauffeure, Viehhändler, für jeden Beruf, Stück 5.50, 3 Stück 15 — Mk., Marinekernseife, reine Fettse fe, Doppelriegel ca. 200 Gramm, 5 Riegel 1.—, 10 Riegel 1.80 Mk.. MilKär-Entlassungsmäntel, neu Mk. 12.— und 15.—, Kasinohandtücher, fertig hergesteltt, Qualitätsware Stück 1.50, 1.25, 1.— Mk., Diwan-Decken, mit Fransen, hübsche Muster, 260/130 cm, Stück 7.50, Kasino-Tischdecken, Kochelleinen, hübsche Stickereien in verschiedenen Farben, Stück Mk. 6.—. Als besonders billige Gelegenheitsposten: 500 Paar Schnürstiefel für Frauen und Mädchen, bekannte Fabrikate, alles Leder, Boxkalf und Chevreaux, Größe 35-40 (kein Schwindel) solange Vorrat, Paar 5.50 und 6.50, 3 Paar 15.— und 18 — Mk. Ferner 500 Stück, halblange Damenwintermäntel, schwere Ware, in dunkel und farbig, Stück Mk. 5 —, 10000 Paar reinwollene Damenstrümpfe, Größe 9,10 u.il, in schwarz, braun, grau und beige, Paar nur Mk. 2 — und 2.50, Kinderschulstrüm- pfe, extra stark, Paar 1.50 und 1.80, Erstlingsstrümpfe, Größe I, 2, 3, reine Wolle, jedes Paar nur 0.75, und Mk. 1.—, Großer Posten rein wollener Kindermützen für Knaben und Mädchen, schwere Ware, Mk. 1.50, und 2 — Mk„ (6 wunderbare Farben), rein wollene Kindersportjacken bis 8 Jahre nur Mk. 5.—, rein wollene Kindergamasehen Paar 1.50 Mk., Riesenposten Taschentücher, weiß und farbig, für Damen, Herren und Kinder Stück, 20, 30, 40, 50 Pfg., sämtliche gewünschten Farben und Muster vorrätig, wirklich etwas Gutes, Neue schwere Leinenbettlakfcn, ca. 140/225 cm Stück Mk. 6.—, Schlosserblusen- und Jacken in blau, dankt» >r im Tragen, Stück 2.50 und 3.50 Mk., 3 Stück 7.— und 10.— Mk., Wasserdichte Windjacken, nur Größe 50—56 (wirklich etwas Gutesl Stück 10.— Mk. Schlafdecken Große Mengen kommen zum Verkauf, kamelfarbige Decken mit Streifen, Stück 5.— und 6 — Mk., Wandervogeldecken, Stück 5.— Mk , Große Posten Schlafdecken, in hübschen Blumen und Streifenmustern, weich und mollig, Stück 3.—, 4.—, 5.— und 6— Mk., Ein Posten wollener Schlafdecken mit blau oder roten Streifen Mk. 10 —, 12.50, 15.— und 20.—, Kamelfarbige Wolldecken, etwas Gutes, 15— Mk, eine Partie rehfarbige Wolldedten, Stück 12.50 Mk., Packdecken, als Matratzenschoner geeignet, Stück Mk. 1.50, 3 Stück Mk. 4.20. Pferde- und Wagendecken (Reisedecken). » 1 Partie Original Militärpf erdedecken, ca. 5—6 Pfund schwerStück 5.50, 3 Stück 15.— Mk. Kleiner Posten sehr gute Pferdedecken Mk. 10.— und 12.—, Reise oder Wagendecken zum Einhfillen des Fahrers, 10.— und 15.— Mk. Ein Posten dunkler Weylachs (8—10 Pfund schwer) extra gross, Stück 25 —, etwas ganz Hervorragendes, Wasserdichte imprägnierte Pferdedecken, hervorragende Qualität, nur rotbraun und schokoladenbraun 110/120, 120 130, 130/140, mit Schwanzriemen. Mk. 10.— 11.50, 12.50, mit Schwanzriemen und doppelseitigem Kammaeckel (Pferde- resp. Wagendecken) Mk. 12.—, 13 50 und 15.— Mk. Wasserdichte imprägnierte Segeltuchschürzen grau und rotbraun mit Leder verstärkt, doppelte Brust, mit oder ohne Vorder- oder Hintertasche, Taschen mit oder ohne Klappen, wirklich etwas Gutes, für jeden Beruf, Mk. 4.—, 5.—, 6.— und 7.50. Wasserdichte Oeltuchhosen,sogenannteDoppelhosen, mit Leder verstärkt, Mk.l^— Gelegenheitskauf neu rep. wenig gebraucht) Litewkas, dxiikle Farben, fast neu la. Stoff, Größe 46—56, Stück 5.50, Strickjackpd, alle Farben, neu und gebraucht, je nach Vorkommen mit kleine;»' ausgebesserten Fehlem, desinfiziert, Stück 2.— Mk., 3 Stück 5-^, Unterhosen, fast neu. gewaschen, Stück Mk. 1.10, 3 Stück 3.—,mk„ Tour- nister mit Tragriemen, fast neu, Mk. 4.50, Brotbeutel gebraucht, mit Band Mk. 1.25, Leinenbettbezüge, wenig gebraucht, mit Kopfkissen, gewaschen und gerollt ca. 210/120 cm Stück Mk. 5.— Versand gegen Nachnahme, Abgabe, solange Vorrat. Lieferung ab Mk. 10.— frei ganz Deutschland, unter 10.— Mk. 0.60 Mk. Porto Verpackung Mk. 0.30 (Selbstkostenpreis) Texfil-Rosacker, Kiel