Die Handschriften von Lichtenthai ' • . ■ DIE HANDSCHRIFTEN DER BADISCHEN LANDESBIBLIOTHEK IN KARLSRUHE XI DIE HANDSCHRIFTEN DER BADISCHEN LANDESBIBLIOTHEK IN KARLSRUHE XI DIE HANDSCHRIFTEN VON LICHTENTHAL BESCHRIEBEN VON FELIX HEINZER UND GERHARD STAMM MIT EINEM ANHANG: Die heute noch im Kloster Lichtenthai befindlichen Handschriften des 12. bis 16. Jahrhunderts BESCHRIEBEN VON FELIX HEINZER OTTO HARRASSOWITZ WIESBADEN MCMLXXXVII DIE HANDSCHRIFTEN VON LICHTENTHAL BESCHRIEBEN VON FELIX HEINZER UND GERHARD STAMM MIT EINEM ANHANG: Die heute noch im Kloster Lichtenthai befindlichen Handschriften des 12. bis 16. Jahrhunderts BESCHRIEBEN VON FELIX HEINZER OTTO HARRASSOWITZ WIESBADEN MCMLXXXVII G (J?4 4A CIP-Titelaufnahme der Deutschen Bibliothek Badische Landesbibliothek < Karlsruhe >: Die Handschriften der Badischen Landesbibliothek in Karlsruhe. - Wiesbaden: Harrassowitz. 11. Die Handschriften von Lichtenthai / beschrieben von Felix Heinzer u. Gerhard Stamm. Mit e. Anh.: Die heute noch im Kloster Lichtenthai befindlichen Handschriften des 12. bis 16. Jahrhunderts / beschrieben von Felix Heinzer. - 1987 ISBN 3-447-02691-X NE: Heinzer, Felix [Mitverf.] © OTTO HARRASSOWITZ, WIESBADEN 1987 Alle Rechte vorbehalten Photographische und photomechanische Wiedergabe nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Verlages Gedruckt mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Badischen Bibliotheksgesellschaft, Karlsruhe GesamthersteMung: Hubert & Co., Göttingen Druck der Tafeln: Badenia Verlag, Karlsruhe Printed in German* xi (K I0V? INHALT Vorwort 7 Verzeichnis der Abbildungen 9 Verzeichnis der abgekürzt zitierten Literatur 11 Einleitung 21 Abbildungen 57 Beschreibung der Handschriften der Badischen Landesbibliothek 77 Anhang: Beschreibung der Handschriften im Kloster Lichtenthai 303 Namen- und Sachregister 353 Initien 381 Deutsche Gebetsinitien 401 * VORWORT Dem Katalog der Pergamenthandschriften aus St. Peter im Schwarzwald, der 1984 erschien, folgt mit dem vorliegenden Band die Erschließung der Handschriftenbestände des badischen Hausklosters, der Zistercienserinnenabtei Lichtenthal/Baden-Baden. Den Lichtenthaler Handschriften kommt, ähnlich wie denen der Reichenau, innerhalb der Handschriftensammlung der Badischen Landesbibliothek eine Sonderstellung zu. Diese beiden Provenienzen sind die einzigen, in denen sich der kontinuierlich gewachsene mittelalterliche Buchbestand weitgehend unbeschadet über die Zeiten hin erhalten hat. Das günstige Geschick der Lichtenthaler Klosterbibliothek war nicht zuletzt der markgräflichen Fürsorge zu danken, der es auch zuzuschreiben ist, daß Lichtenthai als einziges Kloster innerhalb des badischen Territoriums nicht säkularisiert wurde. Noch heute besitzt Lichtenthai einen Teil seiner alten Handschriften. Der größere Teil gelangte Ende des 19. Jahrhunderts auf etwas abenteuerliche Weise - man vergleiche im folgenden die Einleitung - nach Karlsruhe. Daß die seinerzeit willkürlich auseinandergerissene Sammlung im vorliegenden Katalog wiederum in ihrer Gesamtheit erfaßt werden konnte, ist in erster Linie der stets hilfsbereiten Unterstützung der Frau Äbtissin Dr. Lucia Reiss und der Archivarin des Klosters, Frau Pia Schindele in Lichtenthai, zu verdanken. Dank schuldet die Badische Landesbibliothek aber auch der Deutschen Forschungsgemeinschaft, die die Einbeziehung der in Lichtenthai befindlichen Handschriften in das Katalogisierungsvorhaben förderte. Die Finanzierung des vom Verlag Otto Harrassowitz vorbildlich betreuten Bandes trug überwiegend die Deutsche Forschungsgemeinschaft. Das Land Baden-Württemberg gab die Druckkosten für die Beschreibung der heute noch in Lichtenthai befindlichen Handschriften und für den gedruckten Tafelteil. Allen am Gelingen des Werkes Beteiligten gilt unser Dank und unsere Anerkennung. Karlsruhe, im Juli 1987 Dr. Gerhard Römer Direktor der Badischen Landesbibliothek Karlsruhe 7 , 1: 2: 3: 4: 5: 6: 7 i 9 i IIIS: 16: 17: 18: 19: 20: 21 i 23: 24: 25: 26: 27: 28: VERZEICHNIS DER ABBILDUNGEN L 25,8 V Erschaffung der Welt und des Menschen L 25,40 r Bildinitiale Q: Sündenfall L 26, l v Geburt Christi L 26,54 r Bildinitiale Q: Michael als Drachentöter » L 20,195 v Johannes der Täufer L 20,233 v Michael als Seelenwäger L 70,14 r u. 16 r Begegnung von Maria und Elisabeth; Ein Engel erscheint Joseph im Traum L 70,37 r u. 40 r Jesus lehrt im Tempel: Die hl. Familie bei häuslicher Tätigkeit L 4, Vorderspiegel; L 71,1 r ; L 85,1 r ; L 79 Vorderspiegel Lichtenthaler Besitzvermerke, 14.-Anfang 16. Jh. Kl.L. 102,34 v Herrenaiber Besitzvermerk, 13. Jh. 1 L 6, Vorderspiegel Besitzvermerk der Äbtissin Maria von Baden, um 1460 L 10,39" Hand des ersten Schreibers der Bibel L 10-L 14 L 69, l r Hand der Schreibmeisterin Sr. Regula, um 1460 L41,176 r Hand des Johannes Zürn, 1474 L 95,275 r Hand der Kantorin Odilia, um 1512-1515 Stempel der Einbände: Gruppe I Stempel der Einbände: Gruppe II L 3 Einband der Gruppe I L 96 Einband der Gruppe I L 95 Einband der Gruppe I KH 1 Einband der Gruppe II L Dr. 33 Einband der Gruppe III 9 VERZEICHNIS DER ABGEKÜRZT ZITIERTEN LITERATUR UND SONSTIGER ABKÜRZUNGEN AA. SS. Achten - Eizenhöfer - Knaus Achten - Knaus ADB AH Autenrieth-Fiala- Irtenkauf Aristoteles Latinus Backaert Bächthold-Stäubli Barth Barth , Herz-Jesu- Verehrung Becker Beer , Beiträge Acta sanctorum, coli. J. Bollandus et alii, ed. novissima, curante J. Carnan- det, Bruxelles etc. 1863-1940. Die lateinischen Gebetbuchhandschriften der Hessischen Landes- und Hochschulbibliothek, beschr. von G.Achten, L.Eizenhöfer und H.Knaus (Die Handschriften der Hess. Landes- und Hochschulbibliothek Darmstadt 3), Wiesbaden 1972. Deutsche und niederländische Gebetbuchhandschriften der Hessischen Landes- und Hochschulbibliothek Darmstadt, beschr. von G.Achten und H. Knaus (Die Handschriften der Hess. Landes- und Hochschulbibliothek Darmstadt 1), Darmstadt 1959. Allgemeine Deutsche Bibliographie, 1-55, Leipzig 1875-1910. Analecta hymnica medii aevi, 1-55, hrsg. von G.M.Dreves und C.Blume, Leipzig 1886-1922; Register I—II, Bern 1978. Autenrieth, J., Fiala,V. E., Irtenkauf, W., Die Handschriften der Württembergischen Landesbibliothek I, 1,1: Codicies ascetici (HB I, 1-150), Wiesbaden 1968. Aristoteles latinus, ed. L. Minio-Paluello et alii, Bruges etc., 1953 ff. 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Dieser auto- chthone Charakter des Lichtenthaler Bestandes, der in Karlsruhe ähnlich nur noch (mit Einschränkungen) für die Reichenau zu beobachten ist, macht auch seine besondere Bedeutung aus. Von den übrigen Klosterbeständen unterscheidet sich der Komplex der Lichtenthaler Handschriften aber auch im Hinblick auf Anlaß und Zeitpunkt seiner Eingliederung in die Badische Landesbibliothek: Gelangten die anderen Provenienzen im Zuge der Säkularisation nach Karlsruhe 2 , so traf dieses Geschick die Lichtenthaler Handschriften erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Das Kloster entging der Aufhebung aufgrund seiner besonderen Stellung als Badisches Hauskloster und Grablege der Markgrafen und dank der Fürsprache Franz Joseph Herrs, eines unehelichen Sohns von Großherzog Karl Friedrich 3 . So mußte Lichtenthai 1804 lediglich eine kleinere Anzahl von Büchern, darunter nur gerade acht Handschriften und einige Inkunabeln, an die Hofbibliothek abgeben 4 . Das Gros der Bibliothek verblieb hingegen vorerst im als Erziehungsinstitut weiterbestehenden Kloster 5 . 1 Vgl. W. Brambach , Geschichte und Bestand der Sammlung (Die Handschriften der Badischen Landesbibliothek in Karlsruhe 1, Neudruck mit bibliogr. Nachträgen), Wiesbaden 1970; vgl. auch Ettlinger , bes. S. 1 f. Zum Folgenden s. auch F. Heinzer , Lichtenthaler Bibliotheksgeschichte als Spiegel der Klostergeschichte, in: ZGO 136 (1988) im Druck. 1 Vgl. allgemein H. Schmid , Die Säkularisation der Klöster in Baden 1802-1811, Überlingen 1980; zu den Handschriften s. Ettlinger. 3 Vgl. F.Singer , Franz Joseph Herr, Baden-Baden 1967, bes. S. 43-47. 4 Vgl. Brambach (wie Anm. 1), S. 17, und Ettlinger , S.6, sowie Kattermann , S.303. Allgemein auch A. Staedele , Kloster Lichtenthai und die Säkularisation, in: Ortenau 37 (1957) 29-33. 5 Aufschlußreich für die geringe Einschätzung der Lichtenthaler Bibliothek ist der entsprechende Passus im Kommissionsbericht von 1803 über den Besitzstand des Klosters (GLA 233/4179, hier 21 Einleitung Soweit die damals nach Karlsruhe gebrachten Bände heute noch vorhanden sind, lassen sie sich erkennen an einem mit Tinte auf dem ersten oder zweiten Blatt angebrachten L in kursiver Schrift (wohl für „Lichtenthai") und einer mit Bleistift vorgenommenen Numerierung (N° ...). Während von den Drucken außer einigen Inkunabeln und zwei Sammelbänden humanistischer Frühdrucke 6 das meiste beim Brand der BLB im September 1942 zugrunde ging, lassen sich die acht Handschriften lückenlos nachweisen. Es handelt sich um die Kodizes L 4-8, L 10, L 11 und L 13. Ihre Hofbibliotheksnummern von 1804 können der Signaturen-Konkordanz (S. 48-56) entnommen werden. Wenn sich die Hauptmasse der Lichtenthaler Handschriften heute dennoch in Karlsruhe befindet, so hängt dies zusammen mit einer bis heute nicht gänzlich aufgeklärten Affäre in den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts, die im folgenden etwas beleuchtet werden soll. Die Affäre Mone „Das Schicksal von etwa 200 wertvollen Handschriften und Drucken aus Lichtenthai ist verknüpft mit der Geschichte der Quellensammlung der badischen Landesgeschichte, jener bekannten Sammlung, die der Archivdirektor Franz Joseph Mone in staatlichem Auftrag ab 1848 herausgab, seit 1858 bei dieser Arbeit von seinem Sohne Fridegar Mone 44 rv )> „Die vorhandenen Bücher, einige Hundert an der Zahl, sind zwar von solcher Verschiedenheit, daß sie auch dem Kloster zu keinem Gebrauch seyn werden, aber ebensowenig ist ein Erlös beym Verkauf zu erwarten. Da jedoch einige Manuscripta und einige ältere Druckausgaben darunter enthalten sind, so wird man hievon der Ghz. Bibliothek Kenntniß geben und das Weitere ihrer Disposition unterstellen." Daß kein Verzeichnis der Bibliotheksbestände angelegt wurde, nimmt unter diesen Umständen nicht wunder, sollte sich aber bei der Affäre Mone sehr ungünstig auswirken. 6 Zwei Inkunabeln mit Maulbronner Einbänden (vgl. L 59), laut Besitzvermerk unter Äbtissin Margaretha von Baden erworben: Ba 100 (Copinger 6258) [N° 41] und Ba 108 (GW 3187) [ No 40]\ zwei Inkunabeln aus Legaten des Lichtenthaler Kaplans Johann Küner bzw. des Baden-Badener Stiftskanonikers Andreas Gryß (s.u., S.33): Dl 88 (Copinger 6430) [N° 61] und Ei 93 (Hain 7996) [Af° S]; aus Herrenalb über den später in Lichtenthai als Beichtvater tätigen Sebastian La- nius (s. Schindele , Abtei Lichtenthai 2, S. 81 u. 84; Heinzer , Johannes Zürn, S.71 f) die Bände Bi 1 (Hain 12697) \N° 46], Dq 30 (Hain 11813 u. 1 1834, vermutlich von Johannes Zürn 1471 rubriziert) [N° 25], Kd 1,1-3 (GW 2074) [N° 62-64], 24 (Hain 5125) [N° 53] und De 135 (GW 4253) [W /] sowie der Frühdrucksammeiband 42A1159RH [N° 13]\ ebenfalls aus Herrenalb stammt De 7 ( Hain 9328 u. 4411) [A r °65]. Weiter sind zu nennen die Inkunabeln Dg 213 ( Hain 3468) [Hofbibl.-Nummer getilgt], Eb 52 (GW 7581 u. 7774) [N° 54], Ei 46 (GW 7104) [N° 23], Ei 100 ( Hain 8019) [N° 9], Ea 255 ( Hain 7283) [N° 32] und Dg 213 ( Hain 9283) [Af°3S], außerdem der Frühdrucksammeiband 42A1590 RH (s. Heinzer , Frauenalb, S. 116) [N° 59]. 22 Einleitung (1829-1900) unterstützt ... Als der Vater 1867 die Direktion des Generallandesarchivs und die Herausgabe der Quellensammlung niederlegte, glaubte Fridegar Mone, obwohl er nie ein selbständiges Amt bei der Edition innegehabt hatte, einzig berechtigter Nachfolger als Herausgeber zu sein. Das badische Innenministerium dagegen ließ sofort die Drucklegung einstellen und verbot nach einigen Zusammenstößen dem in den Schuldienst versetzten jüngeren Mone ausdrücklich jede weitere Tätigkeit für die Quellensammlung. Dies und gewisse Angriffe auf seinen mittlerweile verstorbenen Vater wurden für den psychisch erblich stark belasteten und in früheren beruflichen Plänen gescheiterten Mone 7 der Ausgangspunkt eines ebenso tragischen wie unwürdigen Kampfes um seine vermeintlichen Rechte ... Es kam bis zur Dienstentlassung, die später nach Feststellung einer krankhaften Störung der Geistestätigkeit wieder in die Pensionierung gemildert wurde (1879). Entmündigt ging der fünfzigjährge Mann einem inhaltslosen Lebensabend entgegen. Als Material für die Quellensammlung der badischen Landesgeschichte behauptete Fridegar Mone, die Lichtenthaler Handschriften und Drucke auf eigene Kosten erworben zu haben. In Wirklichkeit kann man diesen Kauf nur als einen auch von der Quellensammlung aus nicht zu verantwortenden bibliophilen Raubzug betrachten, dessen Fragwürdigkeit dadurch bestärkt wird, daß Mone die Lichtenthaler Besitzvermerke aus den Büchern ausschnitt oder durch Chemikalien zu tilgen suchte ... Mitte der achtziger Jahre beschloß Mone, sich von der Sammlung zu trennen. Lichtenthaler Handschriften und Drucke tauchten 1886 in den Antiquariaten von Trübner in Straßburg und Baer in Frankfurt auf und sollten dort zur Versteigerung kommen. Ein weiterer Rest wurde in nun erfolgendem energischem Eingreifen in der Wohnung Mones in Karlsruhe beschlagnahmt. Das schon im Antiquariatsbesitz Befindliche wurde vom großherzoglichen Hausfideikommiß für hohe Summen angekauft. Einiges war jedoch schon in andere Hände übergegangen ... Erst im Jahre 1889 wurden dann die so vereinigten 141 Handschriften und 58 Drucke aus Lichtenthai der Hof- und Landesbibliothek in Karlsruhe ausdrücklich einverleibt." Soweit die insgesamt ausgewogene Darstellung der Vorgänge durch Gerhard Kattermann in seinem grundlegenden Aufsatz über die Lichtenthaler Bibliotheksgeschichte 8 . Der Versuch, einzelne Aspekte dieser Affäre noch stärker aufzuhellen, stößt auf die Schwierigkeit, daß die Akten der Landesbibliothek während des zweiten Weltkriegs vernichtet worden sind und somit als Quelle ausfallen. Hingegen fand sich einiges neue Material im Badischen Generallandesarchiv, insbesondere Teile von Mones Korrespondenz in dessen Nachlaß, aber auch in der Sammlung Marc Rosenberg. Besonders zu erwähnen sind hier acht Briefe Karl Trübners an Mone sowie eine Anzahl von Briefkonzepten Mones aus der fraglichen Zeit. Von großer Wichtigkeit ist sodann ein Exemplar des Trübner- 7 Aufschlußreich ist in diesem Zusammenhang auch Fr. von Weech , Briefwechsel Johann Friedrich Böhmers mit Franz Joseph Mone und Fridegar Mone, in: ZGO 55 (1901) 422-463 und 650-690, bes. S. 428-432. 8 Kattermann, S. 303 f. 23 Einleitung sehen Auktionskatalogs von 1886 (s. Literaturverzeichnis: Trübner ) in der Handschriftenabteilung der BLB, das eine Reihe von handschriftlichen Zusätzen (von der Hand Wilhelm Brambachs?) enthält, die u.a. über die erzielten Preise und die jeweiligen Käufer der einzelnen Nummern anläßlich der Auktion unterrichten. Außerdem geben die Randnotizen über die Signaturen der Handschriften in dem von Fridegar Mone angefertigten, heute leider verlorenen Katalog wertvolle Auskünfte. Einen Überblick bietet hierzu auch die Signaturenkonkordanz S. 48-56. Aus den Briefkonzepten Mones läßt sich beispielsweise sein Bemühen um Verschleierung der Herkunft des zu verkaufenden Bibliotheksgutes deutlich erkennen - sowohl in den Verhandlungen mit Trübner in Straßburg 9 als auch mit Baer in Frankfurt 10 . Außerdem werden wir über die Beweggründe des Verkaufs auf Seiten des Lichtenthaler Konvents unterrichtet. Dessen Bereitschaft, auf Mones Vorschläge einzugehen 11 , hing nicht zuletzt mit der finanziellen Belastung des Klosters durch die 1883 in Angriff genommene Tochtergründung in Südtirol zusammen 12 . So wird in dem Anm. 10 erwähnten Brief an Sr. Maria Charitas ausdrücklich gesagt, der erhoffte Erlös aus dem Bücherverkauf solle den „Bauten in Tyrol" zugute kommen. Nebst dem rund 160 Nummern umfassenden Komplex, aus dem die Hauptmenge der heutigen Lichtenthaler Bestände der BLB stammt und für den sich außer Baer und Trübner auch der Karlsruher Hofbuchhändler Bielefeld interessiert hatte, waren zuvor offenbar bereits einige Einzelstücke verkauft worden. Dazu gehört u.a. ein handschriftliches Güterbuch der Zisterzienserinnenabtei Königsbrück vom Jahr 1700, das im Mai 1881 an Biele- 9 GLA, Sammlung Rosenberg 842, Nr. 6: Brief Trübners an Mone vom 16. September 1886. 10 GLA, Sammlung Rosenberg 794: Briefkonzept vom 2. Februar 1886 an Sr. Maria Charitas in Lich- tenthal. Dieser, neben dem Lichtenthaler Pfarrer Gutgesell offenbar hauptsächliche Kontaktperson im Kloster, schreibt Mone, falls mit Baer eine Einigung erzielt werden könnte, würde er vor dem Verkauf „die Bücher und Handschriften noch mal durchsehen und alle Einschreibungen, die auf das Kloster Lichtenthai deuten, tilgen, wozu Baer mir schon die Erlaubniß gegeben ...". An Baer ging beispielsweise der später nach Karlsruhe zurückgekaufte Sammelband mit sechs Straßburger Inkunabeldrucken (Dr. L 54), von dem u. a. in Mones Brief an Baer vom 8.3.1886 die Rede ist (GLA Sammlung Rosenberg 794). 11 In die Transaktion sollte übrigens auch der Verkauf von Tafelsilber und v. a. von Bildern (Altartafeln) einbezogen werden. Einzelheiten dazu bietet der Anm. 10 erwähnte Brief Mones an Sr. Maria Charitas. Vgl. auch GLA 76/5398 (Briefkonzept Mones vom 8. Januar 1885 an die Großherzogliche Galeriedirektion). Mone bot der Galerie u.a. ein Antependium an, das offenbar zum sog. „Mässlin-Altar" gehörte, der sich längere Zeit als Leihgabe in Lichtenthai befunden hatte (vgl. H.- G.Rott , Quellen und Forschungen zur Kunstgeschichte des 15. und 16. Jahrhunderts. Bd. 1: Bodenseegebiet. Text, Straßburg 1933, S. 23-26). 12 Kloster „Mariengarten" in St. Pauls-Eppan bei Bozen. Vgl. Schindele , Abtei Lichtenthai 2, S.223- 228. 24 Einleitung feld ging 13 . Die Handschrift, die sich zusammen mit weiteren Königsbrücker Kodizes zeitweilig in Lichtenthai befand 14 und vor dem Verkauf von Mone teilweise abgeschrieben worden war 15 , wird heute im Stadtarchiv Hagenau aufbewahrt 16 . Es ist nicht ausgeschlossen, daß es sich auch bei weiteren der von Mone an Bielefeld veräußerten Handschriften ursprünglich um Lichtenthaler Bibliotheksgut handelt. Dafür spricht auch Mones Brief an Trübner vom 29. Oktober 1886, in dem Mone erwähnt, Bielefeld habe seinerzeit von ihm Handschriften und alte Drucke gekauft, worunter sich auch „Stücke aus Lichtenthaler Büchern und Handschriften" befunden hätten 17 . Die 1881 an Freiherr von Hardenberg verkauften Fragmente stammen hingegen kaum oder nur zum Teil aus Lichtenthai 18 . Verkäufe an Bielefeld haben offenbar auch 1886 noch stattgefunden 19 . Das Rennen um die Hauptsammlung machte schließlich Trübner, der die Sachen am 23. Oktober zur Versteigerung brachte. Zuvor aber war - offenbar von Seiten des Bibliotheksdirektors Wilhelm Brambach - die Herkunft des Auktionsgutes entdeckt und den zuständigen Staatsstellen in Karlsruhe gemeldet worden. Der dadurch ausgelöste Eklat erregte beträchtliches Aufsehen und drohte auch das zu dieser Zeit recht delikate Verhältnis zwischen Kirche und Staat zu trüben. Ein Aktenfaszikel des Ministeriums der Justiz, des Kultus und des Unterrichts 20 bietet etwas genauere Einsicht in die Vorgänge. Am 14. Oktober wurde das Ministerium von der Bibliothek alarmiert. Nachdem man dort, wie aus erhaltenen Notizen Kattermanns (auf der Grundlage der verbrannten Akten) ersichtlich ist, offenbar schon im September bei der Durchsicht des Auktionskatalogs Verdacht geschöpft hatte, brachte ein Besuch Wilhelm Brambachs in Straßburg Klarheit darüber, aus 13 Die Hs. erscheint als Nr. 546 in Bibliotheca monastica: Verzeichniss des antiquarischen Bücherlagers von A.Bielefelds Hofbuchhandlung in Karlsruhe (Katalog Nr. 103), Karlsruhe 1883. Im „Ver- zeichniß der alten und modernen Pergament- und Papierhandschriften von Direktor Mone" (GLA, N. Mone 133) ist sie Nr. 24. 14 Vgl. auch die Nr. 545 und 565 des Anm. 13 genannten Katalogs (heute GLA 65/278 u. 279) sowie L 94 (s.u., S.221 ff) und BLB, Wonnenthal 12 (s. Heinzer , Frauenalb, S. 106). Zu den Nr. 19-24 in seinem „Verzeichniß" (s. Anm. 13) bemerkt Mone, es handle sich um Handschriften, „welche mein Vater von A. J. zum Geschenk erhielt; sie stammen aus dem von Königsbrück nach Baden-Baden [d.h. Lichtenthai] geflüchteten Archiv". 15 GLA, N. Mone 45, 37-53. 16 Haguenau, Arch. mun., GG 41 bis, s. Barth , Sp.700. 17 GLA, Sammlung Rosenberg 797. 18 Die Fragmente befinden sich heute im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg (s. Kurras 1, S.XII). Von den im „Verzeichniß" (s. Anm. 13) unter den Nr. 17 und 32 aufgeführten Stücken lassen sich folgende in Nürnberg nachweisen: Hs. 42520, 42522, 42525, 42572, 42573, 42581 und 42584 ( Kurras 1, S. 144-146, 162 und 165 f). 19 GLA, Sammlung Rosenberg 794: Briefkonzept Mones vom 24.2.1886 an den Lichtenthaler Pfarrer Gutgesell. 20 GLA 60/2071. 25 Einleitung welcher Quelle die Bücher stammten. Vier Tage später erfolgte dann die von Kattermann erwähnte polizeiliche Durchsuchung von Mones Wohnung, bei der weiteres Material beschlagnahmt wurde. Vermutlich handelte es sich dabei um jene „zweite Sammlung", die Mone Trübner ebenfalls zum Kauf anbieten wollte und von der in mehreren Briefen Trübners an Mone im August und September 1886 die Rede ist 21 . Am 23. Oktober kam es dann zur Versteigerung der ersten Sammlung. Direkte Berichte darüber sind uns nicht erhalten. Die angespannte Atmosphäre und insbesondere die Verstimmung Trübners spiegelt sich indessen in den Briefen seines Mitarbeiters Ernst Wiest an Mone 22 , aber auch in dessen eigenem Schreiben an Trübner vom 29. Oktober 23 . Auf Veranlassung des Großherzogs versuchte man zwar, das aus der Lichtenthaler Bibliothek stammende Gut zu ersteigern, doch zeigt sich bei einem Vergleich mit Trübners Katalog, daß mehr als 50 Nummern in andere Hände gingen 24 . Die erwähnten handschriftlichen Angaben im Auktionskatalog machen überdies deutlich, daß sich die Karlsruher Vertreter (Brambach?) in manchen Fällen - wohl wegen der begrenzten Mittel, die zur Verfügung standen - um ganz geringfügige Beträge überbieten lassen mußten. Sicher darf nicht bei allem Entgangenen von vorneherein Lichtenthaler Herkunft vorausgesetzt werden, zumal wenn man ernst nimmt, was Trübner Mone einen Monat vor der Auktion mitteilt: „... daß ich eine Anzahl Ihrer Sachen weggelassen, dafür andere Erwerbungen beigefügt habe" 25 . Dennoch ist bei einer ganzen Reihe dieser heute versprengten und zum größeren Teil nicht mehr nachweisbaren Stücke an der Lichtenthaler Provenienz nicht zu zweifeln. Die vom Ministerium am 8. Januar 1887 geäußerte Hoffnung, es seien nach dem Rückkauf des bei Baer aufgefundenen Materials und der Intervention in Straßburg „wohl nahezu sämmtliche Werke, welche der fraglichen Bibliothek ... entzogen waren, nunmehr wieder zurückerworben" 26 , ist also zu optimistisch. Bemerkenswert ist auch die im gleichen Schriftstück enthaltene Auskunft, wonach die bei Trübner gelandeten Stücke auf Veranlassung des Ministeriums „von dem Institut selbst um den Preis von 6580 M. 60" wieder zurückgekauft werden mußten. Dies widerspricht dem ursprünglichen Vorschlag von Seiten des Referenten des Oberschulrats vom 5. November 27 . Allerdings scheint Großherzog Friedrich die Kosten für den Rückkauf schließlich aus seiner Hofkasse bestritten zu haben, um das finanziell schwer belastete Kloster zu schonen 28 . Die erwähnte Summe entspricht übrigens recht genau dem Betrag, der sich an- 21 GLA, Sammlung Rosenberg 842 (Briefe Trübners vom 31. August und vom 3., 7. und 9. September). 22 GLA, Sammlung Rosenberg 844 (hier die letzten 2 Briefe vom 29.10. und 11.11. 1886). 23 GLA, Sammlung Rosenberg 794. 24 Vgl. die Signaturen-Konkordanz, S. 48-57. 25 GLA, Sammlung Rosenberg 842 (Brief vom 16.9.1886). 26 GLA 60/2071, 25 v . 27 GLA 60/2071, 30 r . 28 Schindele , Abtei Lichtenthai 2, S.226. 26 Einleitung hand der handschriftlich im Auktionskatalog notierten Preise für die erworbenen Nummern errechnen läßt. Die auf diese Weise der Zerstreuung entrissenen Handschriften und Drucke wurden gemäß Beschluß des Ministeriums - trotz nicht ganz geklärter Rechtslage bezüglich der Eigentumsrechte des Klosters - der Hof- und Landesbibliothek in Karlsruhe übergeben 29 . Die noch in Lichtenthai verbliebenen Teile von Archiv und Kloster wurden hingegen dort belassen. Der genaue Zeitpunkt der Übernahme der von Trübner und Baer zurückgekauften Bestände durch die Hof- und Landesbibliothek ist nicht ganz klar. Laut Kattermann geschah sie „ausdrücklich" erst 1889 (s.o., S.23). Dem entspricht auch die Tatsache, daß in der im gleichen Jahr erschienenen, laut Manuskript 1888 abgeschlossenen Publikation Hugo Eh- rensbergers über die liturgischen Handschriften der Bibliothek nur die Kodizes L 5, L 8 und L9 berücksichtigt werden - also nebst den zwei Liturgica aus den schon 1804 nach Karlsruhe gebrachten Lichtenthaler Handschriften nur gerade eine einzige Nummer aus Trübners Auktion. Stammt ein wesentlicher Teil der heutigen Provenienz Lichtenthai der BLB aus dieser Versteigerung, so zeigt sich bei näherem Zusehen, daß zu dieser Gruppe von knapp 60 Handschriften außer den acht Kodizes von 1804 noch zwei weitere Komplexe hinzukommen, die ebenfalls mit Mones Machenschaften zusammenhängen. Diese weisen zwei verschiedene Nummernserien auf, die sich zugleich von der auf Fridegar Mone zurückgehenden Bleistiftnumerierung der Trübner-Handschriften abheben. Die Signaturenkonkordanz, S. 48-56, verdeutlicht diesen Sachverhalt. Der eine Komplex umfaßt hauptsächlich Inkunabeln und Frühdrucke mit handschriftlichen Zusätzen und deckt sich in etwa mit dem Block L 112-140. Offenbar handelt es sich hier um die schon erwähnte „zweite" oder „neue Sammlung", die Mone Trübner ebenfalls anbieten wollte, die dann aber in seiner Wohnung beschlagnahmt wurde. Kronzeuge für diese Zuordnung ist der Sammelband L 140, der sich in dem Anm. 21 erwähnten Brief Trübners an Mone vom 7. September 1886 einwandfrei identifizieren läßt. Die Bände dieser Gruppe sind gekennzeichnet durch ein jeweils auf der Innenseite des Vorderdeckels aufgeklebtes gelbes Papierschild mit dem Aufdruck F. Mone und weisen mit blauem, teilweise auch rotem Farbstift angebrachte Nummern und (soweit noch vorhanden) entsprechende Rückenschildchen auf. Der zweite zusätzliche Komplex umfaßt knapp 50 Nummern mit einigen Lücken. Er ist gekennzeichnet durch Nummernschildchen auf den Einbandrücken sowie entsprechende Bleistiftsignaturen im Inneren der Bände. Eine Einordnung dieses Blocks ist nicht mit letzter Sicherheit möglich. Immerhin läßt sich aufgrund der Ähnlichkeit der verwendeten Ziffern mit denen der zweiten Sammlung annehmen, daß auch diese Numerierung auf Mone zurückgeht. Möglicherweise handelt es sich bei diesen Kodizes um eine dem Karlsruher 29 GLA 60/2071, 29 v -30 r und 32 r . 27 Einleitung Hofbuchhändler Bielefeld oder dem Antiquariat Baer in Frankfurt angebotene Kollektion von Handschriften aus Lichtenthai. Soweit sich bei der mangelhaften Quellenlage die Vorgänge überhaupt erkennen lassen, müßte ein derartiges Angebot Mones noch vor dem Geschäft mit Trübner angesetzt werden. In chronologischer Hinsicht würde somit die zuletzt genannte Gruppe an erster Stelle stehen, gefolgt von den Handschriften aus Trübners Auktion und der sogenannten zweiten oder neuen Sammlung Mones. Im Hinblick darauf werden sowohl in der Konkordanz (S. 48-56) als auch in den Einzelbeschreibungen des Katalogs diese drei Komplexe und die ihnen zugeordneten Numerierungen unter den Siglen „Mone, Gruppe 1-3" zusammengefaßt. Nun aber noch einmal zurück zu den Vorgängen vom Oktober 1886. Mones Rechtfertigungsversuche nach dem Eklat kreisen stets um ein und denselben Punkt, nämlich seine unerschütterliche Uberzeugung, einzig berechtigter Nachfolger seines Vaters in der Herausgabe der Quellensammlung zu sein. Dieser Gedanke bestimmt seine Handlungen und seine Äußerungen wie eine fixe Idee. Mones Schwager und Vormund Adolf Warnkönig traf wohl das Richtige, wenn er in einem Schreiben an das Badische Ministerium des Inneren am 19. Juni 1884 die Formulierung verwendete, Fridegar sei „von dem Wahn befangen, er sei der Träger und Geschäftsführer einer juristischen Person, welche er ,die Herausgabe der Quellensammlung' nennt", wobei er sich nicht nur als Eigentümer des von seinem Vater angeblich für die Quellensammlung zusammengetragenen Materials betrachte, sondern auch „als Schuldner aller aus dem Unternehmen sich ergebenden Verbindlichkeiten ..." 3 °. Es ist hier nicht der Ort, Mones Argumentation in all ihren Verschlingungen nachzuzeichnen, die ihn in einem Brief an Sr. Maria Charitas Thoma in Lichtenthai schließlich zur geradezu grotesk anmutenden Behauptung führten, er habe „dienstlich im Auftrag des Ministers gehandelt", und es sei dies alles „mit Wissen und Willen des Großherzogs und auf seinen Befehl geschehen" 31 . Wie Großherzog Friedrich die Angelegenheit tatsächlich gesehen hat, geht aus einem eigenhändigen Brief an den Vorstand seines Geheimen Kabinetts, Freiherr von Ungern-Sternberg, hervor 32 . In dem am 31. Oktober 1886 datierten Schreiben, in dem der Großherzog eine Mitteilung des Vorfalls an den Freiburger Erzbischof skizziert, äußert sich aufs Deutlichste seine Überraschung und seine Verstimmung gegenüber Mone, zumal er mit persönlichem Engagement „das angebliche Gebetbuch der Markgräfin Irmengard von Baden, Stifterin des Klosters" - gemeint ist das illuminierte Psalte- rium L 25, von Trübner unter dieser Affiche seiner Auktion als Zugpferd vorangestellt - hatte erwerben wollen. Wie schon angedeutet, hätte die Affäre leicht einen kulturkämpferischen Beigeschmack erhalten können. Mone selbst versuchte in seinem schon zitierten 30 GLA 235/985, 58". 31 GLA, Sammlung Rosenberg 797 (dort auch ein ähnlicher Brief an Pfarrer Gutgesell in Lichten- thal). 32 GLA 60/2071, 20 r -21 r . 28 E inleitung Rechtfertigungsbrief an Trübner (s. Anm.23) die Vorgänge in diese Richtung zu rücken, wenn er schreibt, es scheine ihm denkbar, „daß die Denuntiation gemacht wurde, um einen neuen Kirchenstreit mit dem Erzbischof anzufangen und den Großherzog gegen das Kloster Lichtenthai ... aufzuhetzen und einen Scandal zu machen gegen die Klöster Daß es in dieser Hinsicht nicht zu Spannungen oder gar offenen Konflikten kam, lag nicht zuletzt an der sachlichen und großzügigen Haltung des Großherzogs gegenüber dem Kloster, wie sie auch im vorliegenden Brief zum Ausdruck kommt. Bleibendes Ereignis der unglücklichen Affäre ist bis heute die Zweiteilung der Lichtenthaler Handschriftenbestände. In der Badischen Landesbibliothek befinden sich 142 Ko- dizes 33 , darunter eine Reihe von Handschriften, die Druckwerken beigebunden sind. Sie sind in diesem Katalog unter dem Sigel L aufgeführt. In der Klosterbibliothek Lichtenthai sind gut 100 Kodizes verblieben, wovon etwa ein Drittel aus der Zeit vom 12. bis 16. Jahrhundert stammen. Diese Gruppe wird im Anhang des Bandes unter dem Sigel Kl.L. beschrieben. Dazu kommt eine größere Anzahl versprengter Handschriften: nebst einigen schon vor dem Verkauf von 1885/6 abgewanderten Stücken die erwähnten gut 50 Nummern, die bei Trübners Auktion nicht für Karlsruhe erstanden werden konnten. Ihre Spur läßt sich im Antiquariatshandel teilweise noch ein Stück weit verfolgen, und mehrfach konnte sogar der jetzige Aufbewahrungsort ermittelt werden. Viele dieser Handschriften haben heute jedoch als verschollen zu gelten. Versprengte Bestandteile der alten Lichtenthaler Bibliothek Die Aufstellung der Lichtenthaler „membra disiecta" gliedert sich folgendermaßen: Zunächst werden die heute noch nachweisbaren Stücke entsprechend der alphabetischen Reihenfolge ihrer Aufbewahrungsorte angeführt, und in einem weiteren Abschnitt folgen dann die verschollenen Handschriften. Basel, Universitätsbibliothek A VIII 59: Manuale super regulam santi Benedicti, Ulm 1468. 362 r Besitzvermerk Codex beatissime virginis Marie monasterii Lucidevallis alias Buern. anno domini 1481°. Später in Lützel. Vgl. S carpatetti , Dat. Hss. 1, Nr. 196 und Abb. 492. Die Handschrift kam möglicherweise zusammen mit dem ebenfalls in Ulm geschriebenen, 1465 datierten Kodex L 63 und dessen Schwesterhs. Kl.L 33 nach Lichtenthai und befand sich offenbar bereits im 18. Jh. in Lützel. Über Ulm könnte eventuell auch L 86 gewandert sein. 33 Zu den seit 1889 vorhandenen 141 Nummern kam im Jahr 1900 eine weitere Hs. aus Fridegar Mo- nes Nachlaß hinzu (L 142): Sie wurde der Bibliothek von Marc Rosenberg geschenkt. Vgl. Ettlinger , S .6. 29 Einleitung Dresden, Kupferstichkabinett A 64,1: Deutsches Gebetbuch, 15. Jh., mit 7 Teigdrucken ( Trübner , Nr. 36; in Mones Katalog Nr.71). Die Handschrift, die bereits im Frühjahr 1886 von der Königlichen Bibliothek in Berlin zur Einsicht erbeten worden war (s. GLA, Sammlung Rosenberg 794: Brief Mones an Baer vom 8.3.1886), erzielte bei der Straßburger Auktion mit 1025 Mark offenbar den höchsten Preis. Käufer war der Berliner Antiquar Albert Cohn. Zu den Teigdruk- ken vgl. Schreiber , Nr. 2770 etc., sowie M. Geisberg , Formschnitte des Kupferstichkabinetts Dresden (Einblattdrucke des 15. Jh's, hrsg. von P.Heitz, Bd. 22), Straßburg 1910, S.23-25 und Tf.75 - 8 1 34 . Houston (Texas), Public Library Ms. 4: Psalterium, 1444/5 vom Herrenaiber Mönch Wilhelm Kecheller geschrieben ( Trübner , Nr. 8; in Mones Katalog Nr. 37). Die mit einer qualitätvollen Miniatur ausgestattete Hs. kam wahrscheinlich zusammen mit dem unten S.35 erwähnten Prozessionale desselben Schreibers nach Lichtenthai. Von Trübner ging sie über A.Cohn(?) und J.Halle an Jacques Rosenthal 35 . Karlsruhe, BLB Wonnenthal 11 und 12: zwei deutsche Gebet- und Andachtsbücher aus der ersten Hälfte des 16.Jh's, die aus Frauenalb bzw. Königsbrück (s. oben S. 24 f mit Anm. 14) um 1600 nach Lichtenthai und später nach Wonnenthal gelangt sein dürften. Vgl. Heinzer , Frauenalb, S. 105 f.. Zur ehemals in der BLB befindlichen Hs. Karlsruhe 1138 s.u. Karl sru he, GLA 64/19 und 64/47: Lichtenthaler Nekrologien, Anlage 14. Jh. Vgl. Inventare des Großher- zogl. Bad. General-Landesarchivs, hrsg. von der Großherzogl. Archivdirektion 1, Karlsruhe 1901, S. 189 (s. auch Literaturverzeichnis: Nekr . 19 und Nekr . 47). 64/19, eine typische Sammelhandschrift für das Kapiteloffizium, enthält das zisterziensische Martyrolo- gium, die Regula Benedicti und die beiden ältesten Nekrologien Lichtenthals (119 r — 124 v , um 1300 angelegt; 113 r -118 v , um 1330 angelegt), außerdem weitere Nachrichten über An- 34 G.Friedrich, Kustos des Dresdener Kupferstichkabinetts, überprüfte freundlicherweise die Hs. und bestätigte deren Identität mit Trübners Nr.36. Das Gebetbuch wurde am 5. November 1889 vom Antiquariat Baer in Frankfurt a.M. (Lagerkatalog 200, Nr. 20) erworben. Herrn Friedrich verdanken wir auch die Angabe der heutigen Signatur (Standortnummer) und den Hinweis, daß die Hs. 258 Bl. (nicht 248, wie Trübner angibt) umfaßt (briefliche Mitteilung vom 23.1.1986). 35 J. Rosenthal , Katalog 90, München 1928, Nr. 183 und Tf.XX. Vgl. auch Heinzer , Johannes Zürn, S.71 mit Anm. 22. Zur Miniatur: A.Stange , Eine mittelrheinische Zeichnung von 1445, in: Belve- dere 8 (1929) 1-3. 30 Einleitung niversarstiftungen vor und nach den beiden Nekrologien 36 und einzelne Nekrolognotizen am Rand des Martyrologs 37 . 64/47 enthält das dritte Nekrolog des Klosters, dessen Anlage etwa um 1370 anzusetzen ist 38 . Die Nekrologeinträge reichen bis zum Ende des 17. Jahrhunderts. 65/323: Liber usuum (pro monialibus), Exordium cisterciensis coenobii (Exordium par- vum), Exordium fundationis monasterii Lucidaevallis 39 , 13. Jh.; am Schluß Nachtrag von der Hand Sr. Regulas (s. u., S. 42). l r Besitzvermerk des 16./17.Jh's: GottshaußLiechtenthal. Die Hs. gehörte zur Grundausstattung des Klosters (s.u., S.38). Nach ihrer Benutzung durch F.J. Mone für die Quellensammlung verblieb sie dann im GLA. Gleiches gilt auch für die beiden Nekrologien 64/19 und 64/47. Das englische Psalterium Lichtenthai, Klosterarchiv, Hs. 2 (früher BLB, Karlsruhe 1138) war laut Aussage Fridegar Mones (GLA, Sammlung Rosenberg 797: Brief an Pfr. Gutgesell in Lichtenthai) ebenfalls versehentlich im GLA geblieben. Mone hatte 1883 angeregt, die Lichtenthaler Äbtissin solle die Handschrift, die sich zeitweilig im Besitz ihrer Amtsvorgängerin Rosula Röder (1519-1544) befunden hatte, zurückfordern, was aber offenbar nicht geschah. Zwischen 1886 und 1888 kam der Kodex dann mit einer Anzahl weiterer Hss. aus dem GLA an die Hof- und Landesbibliothek, wo er, wie bereits erwähnt, die Signatur Karlsruhe 1138 erhielt 40 . Im Zusammenhang mit der Siebenhundertjahr-Feier der Weihe der Lichtenthaler Klosterkirche im Jahr 1948 ersuchte die damalige Äbtissin um Rückgabe der Handschrift. Dem Gesuch wurde entsprochen, und das Psalterium, das zur Gruppe der sog. Bohun-Manuscripts aus dem Umkreis des englischen Königshauses zu rechnen ist, kehrte nach gut hundertjährigem Exil nach Lichtenthai zurück, wo es seither im Archiv unter der Signatur Hs.2 verwahrt wird 41 (s.u., S.350-352). 36 Abgedruckt von F.J. Mone , Quellensammlung der badischen Landesgeschichte 1, Karlsruhe 1848, S. 192-194. 37 Abgedruckt von Mone (wie Anm.36), S. 194 f. 38 Die Eintragung für den am 28.8.1361 verstorbenen Markgrafen Rudolf d. Wecker stammt noch von der Anlagehand, der Todestag des 1372 verstorbenen Rudolf VII. ist hingegen bereits von einer jüngeren Hand vermerkt. 39 Nach dieser Hs. herausgegeben von F.J. Mone (wie Anm. 36), S. 191 f. Vgl. auch Schindele , Abtei Lichtenthai 1, S.24 usw. 40 W.Brambach u.a., Die Karlsruher Handschriften 1 (Die Handschriften der Badischen Landesbibliothek Karlsruhe 4, Neudruck mit bibliogr. Nachträgen), Wiesbaden 1970, S.220 und 312. Der Zeitpunkt der Übergabe an die BLB läßt sich eingrenzen auf die Zeit zwischen Oktober 1886, als die Hs. laut Mone noch im GLA war, und August 1888, als mit der Katalogisierung der Nummern 530-1230 der Provenienz Karlsruhe begonnen wurde, s. K. Preisendanz , Die Karlsruher Handschriften 2 (Die Handschriften der Badischen Landesbibliothek Karlsruhe 8, Neudruck mit bibliogr. Nachträgen), Wiesbaden 1972, S. XXXIII. 41 Vgl. Cistercienser-Chronik 59 (1949), S.70. 31 Einleitung München, Bayerische Staatsbibliothek Cgm 7316: Bonaventura, Franziskuslegende, deutsch, 15. Jh. ( Trübner , Nr. 81; in Mones Katalog Nr.99). Die Hs. gelangte über die Sammlung des Freiherrn A.W. von Westenholz und das Antiquariat Ludwig Rosenthal in die bayerische Staatsbibliothek 42 . Beschreibung bei Ruh , Bonaventura deutsch, S.250. Clm 28639: Breviarium franciscanum, 14. Jh., 2. Flälfte. Lichtenthaler Besitzvermerk des 17./18. Jh's. Möglicherweise kam die Hs. aus dem Franziskanerkloster Fremersberg nach Lichtenthai ( Trübner , Nr. 76; in Mones Katalog Nr. 57). Der Weg nach München führte über Ludwig Rosenthal. Beschreibung: I.Neske , Katalog der lateinischen Handschriften der Bayerischen Staatsbibliothek München. Clm 28615 a-28786, Wiesbaden 1984, S. 48- 50. New York, Pierpont Morgan Library Ms. 280: Psalterium, Augsburg(P), 13. Jh., mit 16 ganzseitigen Miniaturen. Im 16. Jh. im Besitz der Lichtenthaler Priorin Magdalena von Breitenlandenberg (gest. 1883, s. Nekr. 47,5 r ). Die Hs. gelangte über T.O.Weigel (gest. 1 88 1 ) 43 und L.Olschki im Jahre 1907 nach New York. Der Zeitpunkt der Abwanderung von Lichtenthai ist unklar. Beschreibung: M.Harrsen , Central european manuscripts in the Pierpont Morgan Library, New York 1958, S.37 (Nr.23) und Abb. 41. Rastatt, Bibliothek des Ludwig-Wilhelm-Gymnasiums Hss. 3 und 13 (K 152): Gertrud von Helfta, Legatus divinae pietatis, deutsch (Kap. 1-77), Anfang 16. Jh.; Johannes Schwalb, Abendmahlstraktat, Ende 15. Jh. Die beiden Hss. sind Teil eines Sammelbandes mit der Signatur K 152, der außerdem eine Reihe von Inkunabeln und Frühdrucken enthält. Die zweite Hs. ist von einer Hand geschrieben, die sich in L 76 und L 96 wiederfindet, dürfte also in Lichtenthai entstanden sein. Ein weiterer Text Johann Schwalbs, eines aus Ladenburg stammenden Maulbronner Zisterziensers, ist in L 94, 297 v -308 v überliefert (s. S.217). Daß Schwalb sowohl in dieser aus Königsbrück stammenden Hs. als auch im Rastatter Kodex mit dem Epitheton „seliger gedechtniß" bedacht wird, bezeugt die besondere Wertschätzung, ja Verehrung, die der Autor in Königsbrück und Lichtenthai genossen haben muß. Man geht kaum fehl, wenn man vermutet, daß Schwalb bei der Reform der beiden Klöster unter der Ägide Maulbronns (s.u., S. 39f) eine 42 Die Uberprüfung der Moneschen Nummer, wodurch die vermutete Identität der Hs. mit Trübners Nr. 81 endgültig gesichert werden konnte, sowie den Hinweis auf die Rosenthal-Provenienz (Auktionskatalog 155, Nr. 164) verdanken wir der freundlichen Hilfe von Karin Schneider, München (Brief vom 28.1.1986). Gleichzeitig teilte Frau Schneider mit, daß am oberen Rand des Vorderspiegels ein Streifen fehlt, der vermutlich den alten Besitzvermerk getragen hat. Diese Tilgung dürfte auf Fridegar Mone zurückgehen (s.o., S.23). 43 J. F icker , Katalog einer Sammlung illuminierter Manuscripte ... aus dem Besitze von T. O. Weigel, Leipzig 1898, S.7-9 (Nr. 4). 32 Einleitung maßgebliche Rolle gespielt hat. Dafür spricht übrigens auch sein Auftreten als Legat im Zisterzienserkloster La Charite bei Besan^on, wo er 1477 für Lichtenthai eine Abschrift des 1475 von Sixtus IV. dem Zisterzienserorden verliehenen Privilegs erwirkte 44 . Die Schriftheimat von Hs. 3 mit der Gertrudübersetzung 45 ist nicht genau zu bestimmen, doch hat sie sich als Teil des Sammelbandes, der im frühen 16. Jahrhundert zusammengestellt wurde, eine Zeitlang ebenfalls in Lichtenthai befunden. Auf Lichtenthaler Provenienz des ganzen Bandes 46 deutet Verschiedenes: die Entstehung von Hs. 13 in Lichtenthai (s.o.), der Besitzvermerk des mit Lichtenthai eng verbundenen Andreas Gryß 47 auf dem zweiten Druck, der Namenszug der 1527 verstorbenen Lichtenthaler Konventualin Margareta Vinkin (s. Nekr . 47,6 r ) auf dem ersten Blatt des dritten Drucks und schließlich der Einband, ein Schweinsleder-Halbband gleicher Art wie bei L 29 und den beiden Inkunabeln Dr. L 25 und Dr. L 54 der BLB, die ebenfalls aus der Lichtenthaler Bibliothek stammen. Laut Vermerk auf dem ersten Blatt gelangte der Band 1725 in den Besitz des Baden-Badener Jesuitenkollegiums, von wo aus er nach Rastatt kam. Denselben Weg dürfte auch die aus dem Benediktinerinnenkloster Seebach in der Pfalz über Frauenalb nach Lichtenthai gewanderte Inkunabel K 386 der Rastatter Bibliothek eingeschlagen haben 48 . Kurzbeschreibung der beiden Handschriften: Köhler , S. 1. 44 Roegele, S.42 (mit Verlesung von Schwalbs Namen); s. auch Schindele , Abtei Lichtenthai 1, S. 155. 45 Vgl. O. Wieland , Gertrud von Helfta. Ein botte der göttlichen miltekeit, Ottobeuren 1973, S. 17f. 46 Die Behauptung Wielands (wie Anm.45), der Band sei erst nach 1886, dem Erscheinungsjahr von Köhlers Katalog, zusammengebunden worden, beruht auf einem Irrtum. Vielmehr hat Köhler - offenbar um eine alphabetische Anordnung der Titel zu erreichen - die einzelnen handschriftlichen Texte, auch wenn sie, wie hier, in ein und demselben Band enthalten waren, bei seiner Katalogisierung auseinandergerissen (vgl. dazu auch O. Stegmüller , Aus Handschriften der Rastatter Gymnasiumsbibliothek, in: Humanitas. 150 Jahre Ludwig-Wilhelm-Gymnasium Rastatt, Rastatt 1958, S.74-82, hier S.74). 47 Baden-Badener Stiftskanonikus (vgl. Herr , Materialien, S .250). Von ihm stammt die schon erwähnte Inkunabel Ei 93 der BLB (s. oben Anm .6), die er 1499 dem Kloster Lichtenthai schenkte. Der andere Teil dieser zweibändigen Dekretalenausgabe befindet sich in der Lichtenthaler Klosterbibliothek (Ink. 1), vgl. Kattermann, S.308, und Schindele , Abtei Lichtenthai 1, S.164. Die von Kattermann erwähnten zwei Bände, die dem Kloster durch Gryß in Ausführung einer Stiftung des 1504 verstorbenen Kaplans Johann Küner vermacht wurden, lassen sich ebenfalls identifizieren: Es handelt sich um die Inkunabeln Dl 88 (s. Anm .6) und Dr. L 9 der BLB. Ein weiterer Band aus diesem Legat wurde 1782 als Dublette von Lichtenthai nach Tennenbach abgegeben und gelangte von dort in die Universitätsbibliothek Freiburg (s. V.Sack , Die Inkunabeln der Universitätsbibliothek Freiburg und anderer öffentl. Sammlungen in Freiburg i.Br. und Umgebung, Wiesbaden 1985, Nr. 2279). 48 Heinzer , Frauenalb, S. 115 f. 33 Einleitung St. Paul i. Lavanttal, Stiftsbibliothek 31/1: Martyrologium und Regula Benedicti, 12./13. Jh. 49 . Die aus St. Blasien nach St. Paul geflüchtete Hs. trägt einen Lichtenthaler Besitzvermerk des 15. Jahrhunderts 50 . Vorgeheftet ist ein Blatt aus einem Kalendarium mit Nekrolognotizen, die nach Neuburg weisen 51 . Die Handschrift könnte also ein Teil jenes Buchbestands gewesen sein, mit dem Neuburg sein Tochterkloster Lichtenthai bei der Gründung ausstattete (s. u., S. 37 f). Zwischenstation auf dem Weg von Lichtenthai nach St. Blasien war das Ende 16. Jh. von Lichtenthai aus neu besiedelte Kloster Friedenweiler 52 . Straßburg, Bibliotheque nationale et universitaire Ms. 2433 (germ. 434 2°): Deutsches Evangeliar mit Glosse, 15. Jh. ( Trübner , Nr. 96; in Mones Katalog Nr. 82). Vgl. die Beschreibungen bei Becker, S.25, und Wickersheimer, S. 509 f 53 . Ms. 2539 (germ. 514 8°): Deutsches Psalterium, 15. Jh., aus der Werkstatt Diebold Laubers in Hagenau ( Trübner , Nr. 34; in Mones Katalog Nr. 53). Die Werbeanzeige Laubers, die ursprünglich als Vorsatzblatt in der Hs. eingebunden war, wurde von Mone separat an den Sammler Nessel verkauft und befindet sich heute in der Bibliotheque munici- pale in Hagenau unter der Signatur Ms. 4.8(1) 54 . Beschreibung der Hs.: Becker , S.26; Wickersheimer , S.525f. Ms. 2541 (germ. 516 2°): Johannes Nider, Buch von den 24 goldenen Harfen, 15. Jh. (Trübner , Nr. 82; in Mones Katalog Nr. 85). Der Schreiber Konrad Kriech 55 ist vermut- 49 Datierung nach B.Schroll , Catalogus codicum manuscriptorum ex monasteriis S. Blasii in nigra silva et Hospitalis ad Pyrhum montem in Austria nunc in monasterio S. Pauli in Carinthia (benutzt in der Faksimileausgabe, Ann Arbor 1982, hier S. 8). Zu diesem Katalog s. auch G. Stamm , Zur Geschichte der Bibliothek, in: Das tausendjährige St. Blasien 2, 2. erg. Aufl. Karlsruhe 1983, S. 171 — 200, hier S. 172 mit Anm. 11. 50 Stamm (wie Anm. 49), S. 184 mit Anm. 112. 51 K.-H.Mistele , Nekrologfragmente aus Neuburg im heiligen Forst, in: Archiv für elsässische Kirchengeschichte 30 (1964) 326-328. In diesem Zusammenhang ist auch hinzuweisen auf den ehemaligen Spiegel der Handschrift Kl.L. 108, vgl. V. Fiala , Ein Fragment eines Traditionsrotels der Cistercienserabtei Neuburg im heiligen Forst, in: Cistercienser-Chronik 61 (1954) 25-31. 52 Die Hs. trägt einen entsprechenden Besitzvermerk auf dem Vorsatzblatt, s. Mistele (wie Anm. 51), S. 326. 53 Schlußschrift des Schreibers Johannes: Colophons , Nr.8511. 54 Zusammenfassend jetzt G.Traband , „Diebolt louber schriber zu hagenowe", in: Etudes Hagueno- viennes, N.S. 8 (1982) 51-92, hier S.51-54, 66, 82 und 89. Zur Frage des Vorbesitzers, von dem die Hs. an Lichtenthai überging, s. W.Fechter , Der Kundenkreis des Diebold Lauber, in: Zentralblatt für Bibliothekswesen 55 (1938) 121-146, bes. S. 121-124. 55 Colophons , Nr. 2922 b. 34 Einleitung lieh identisch mit dem 1473 in Heidelberg immatrikulierten Ulmer Bachalaureus dieses Namens 56 . Die Hs. steht also möglicherweise in Zusammenhang mit der oben genannten Basler Hs. sowie L 63 und Kl. L. 33. Beschreibung bei Becker , S. 26 f, und Wickersheimer, S. 526. Ms 2542 (germ. 517 2°): Elsässische Legenda aurea u.a., um 1470 ( Trübner , Nr.89; in Mones Katalog Nr. 80). Näheres zu dieser Hs. und ihrer Schreiberin s.u. S.42. Beschreibung: Becker , S.76, und Wickersheimer , S.526f. Überlingen, Leopold-Sophien-Bibliothek Breviarium cisterciense(?) von 1498 (ohne Signatur?); nach der Abbildung bei D.H. Stolz , Handschriften der Überlinger Leopold-Sophien-Bibliothek (Bodenseehefte 11 [1960], S .216) zu schließen, von der Hand des Herrenaiber Mönchs Johannes Zürn (s.u. S.39f) geschrieben. Verschollene Handschriften Eine ganze Reihe der in Trübners Auktionskataog aufgeführten Handschriften müssen heute als verschollen gelten. Ein Blick auf die Signaturenkonkordanz zeigt, daß es sich um nahezu 50 Kodizes handelt. Einige davon lassen sich noch in Antiquariatskatalogen nachweisen. So enthält der Katalog Nr. 184 von Albert Cohn in Berlin unter den Positionen 1-4 und 6-8 die Hss. Trübner , Nr. 42, 9, 27, 45, 75, 77 und 40. Im Anm.35 bereits erwähnten Katalog Nr. 90 von Jacques Rosenthal läßt sich das Missale Nr. 166 mit Trübner Nr. 41 identifizieren, während die Nummern 42 und 43 im Katalog 675 (1921) von J.Baer wahrscheinlich Trübner , Nr. 28 und 66 entsprechen. Schließlich ist auf eine Handschrift des S. 30 bereits genannten Herrenaiber Mönchs Wilhelm Kecheller hinzuweisen, die 1932 bei Gilhofer und Ranschburg in Luzern versteigert wurde. Es handelt sich um ein Prozessionale, das Kecheller 1460 für seine Schwester Dorothea in Lichtenthai geschrieben hat. Auf welchem Weg der Kodex in den Antiquariatshandel gelangte, ist nicht sicher zu ermitteln, zumal er sich bei Trübner nicht nachweisen läßt. 1932 wurde das vermutlich mit einem Einband unserer Gruppe II (s.u., S.45) ausgestattete Stück vom Einbandforscher Emst Kyriß erworben und später wieder an einen unbekannten Käufer veräußert 57 . 56 Toepke 1, S. 343. 57 Heinzer, Johannes Zürn, S.71 mit Anm.21. 35 Einleitung Unsicher ist die Sachlage bezüglich Trübner , Nr. 112 a, einem Einnahmeregister der Pariser Universität von 146 4 58 . Es handelt sich um 22 Blätter, die - wohl bei Trübner in Straßburg - auseinandergelöst worden sind, nachdem sie zuvor einen Einbanddeckel gebildet hatten (so die Beschreibung bei Trübner ). Ob es sich dabei um den Einband eines aus Lichtenthai stammenden Buchs handelte, ist unklar. Ganz ausgeschlossen ist dies nicht, denn es könnte beispielsweise über den mit dem Baden-Badener Stift, aber auch Lichten- thal zeitweilig in Verbindung stehenden Johannes Heynlin vom Stein 59 , dessen Name übrigens im Register auftaucht, ein Dokument dieser Art durchaus den Weg von Paris nach Lichtenthai gefunden haben. Nur am Rande sei erwähnt, daß sich auch eine Anzahl der von Trübner versteigerten Inkunabeln und Frühdrucke in auswärtigen Bibliotheken, v. a. in Straßburg, nachweisen lassen 60 . Einige Bände gelangten 1886 zusammen mit den Handschriften nach Karlsruhe, sind dort jedoch teilweise dem Zweiten Weltkrieg zum Opfer gefallen 61 . Zur Entwicklung der Lichtenthaler Bibliothek vom 13. bis zum 16. Jahrhundert Überblickt man die heute in Karlsruhe und in Lichtenthai selbst noch vorhandenen Handschriftenbestände und die in anderen Bibliotheken nachweisbaren versprengten Stücke, so kommt man - zumal bei Berücksichtigung weiterer, nicht mehr überprüfbarer Verluste im Laufe der Jahrhunderte - für die Bibliothek des Klosters am Ausgang des Mittelalters auch bei vorsichtigen Schätzungen auf respektable Zahlen. Mit mindestens zweihundert Handschriften und einem guten Hundert Inkunabeln und Frühdrucken wird man rechnen dürfen. Ein derartiger Bestand erscheint für ein Frauenkloster von der Größe Lichtenthals 58 Das interessante Fragment, dessen heutiger Aufbewahrungsort nicht ermittelt werden konnte, erfuhr eine ausführliche Würdigung durch M.Spirgatis , Personalverzeichnis der Pariser Universität von 1464 (Beihefte zum Centraiblatt für das Bibliothekswesen 1), Leipzig 1888. Vgl. auch M. Hossfeld , Johannes Heynlin aus Stein, in: Basler Zeitschrift für Geschichte und Altertumskunde 6 (1907) 309-356 und 7 (1908) 235-341, hier 6 (1907), S.342 mit Anm.3, sowie W.Strauss , Der deutsche Buchhandel, 5. Aufl., Hamburg 1975, S.243. 59 Vgl. Hossfeld (wie Anm. 58), bes. 7 ( 1 908), S. 264, sowie Schindele , Abtei Lichtenthai 1, S. 161 f. 60 In Straßburg (Bibliotheque nationale et universitaire) befinden sich heute u.a. folgende Nummern von Trübner : Nr. 123 (heutige Signatur K 2981 b, s. Ritter 1, Nr. 396), Nr. 125 (K 2765, s. Ritter 1, Nr. 349), Nr. 129 (K2198, s. Ritter 1, Nr. 268), Nr. 138 und 139 (K 2878, s. Ritter 1, Nr. 388), Nr. 142 (K 3662, s. Ritter 1, Nr.471). 61 Noch vorhanden sind Trübner , Nr. 126 (heute Dr. L 26) und Nr. 149 (heute Dr. L 15). Der Brand von 1942 vernichtete u.a. den aus Pforzheim über Frauenalb nach Lichtenthai gelangten Band Trübner , Nr. 136 mit zwei Straßburger Frühdrucken. Er trug in Karlsruhe die Signatur Dr. L 19 (vgl. auch Heinzer , Frauenalb, S. 117 f). Das gleiche Schicksal erlitten Trübner , Nr. 128 und 134 (Dr. L 24 bzw. Dr. L 11). 36 Einleitung durchaus beachtlich 62 . Einen guten Vergleich ermöglicht ein anderes oberrheinisches Zisterzienserinnenkloster, nämlich Günterstal bei Freiburg, wo für das Jahr 1457 in einem Bücherverzeichnis rund 200 Bände bezeugt sind 63 . Der Vergleich mit Günterstal rückt allerdings zugleich den eingangs schon erwähnten Sonderstatus Lichtenthals bezüglich Erhaltung seiner Altbestände noch einmal deutlich ins Licht: Einer zu guten Teilen noch intakten Bibliothek im Falle Lichtenthals stehen für Günterstal nur gerade rund zwanzig erhaltene Flandschriften, darunter nur vereinzelte mittelalterliche Stücke, und einige Inkunabeln gegenüber 64 . Fragt man nach der Entwicklung der Lichtenthaler Bibliothek, die zu dem eben skizzierten Stand geführt hat, so erkennt man, wie nicht anders zu erwarten, deutliche Parallelen zwischen Bibliotheks- und Klostergeschichte: Den ersten Schwerpunkt bilden die Handschriften aus der Gründungszeit Lichtenthals mit den für das klösterliche Leben, besonders für die Feier der Ordensliturgie, notwendigen Texten. Gewissermaßen als Gegenstück zu diesem ersten Ausstattungsgut finden wir einen Komplex von Handschriften, die mit dem Reformaufschwung in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts zusammenhängen. Die Zeit dazwischen, v. a. die zweite Hälfte des 14. Jahrhunderts und das frühe 15. Jahrhundert - für Lichtenthai wie für viele andere Frauenklöster des Ordens eine „Phase der Erschlaffung" 65 -, brachte kaum nennenswerten Zuwachs. Im 16. Jahrhundert ist hingegen die Dynamik der Reform noch immer spürbar, was sich auch auf die Bibliothek ausgewirkt hat. Dazu floß in dieser Zeit auch das eine oder andere aus benachbarten Klöstern der Lichtenthaler Bibliothek zu. Im folgenden seien die einzelnen Phasen dieser Entwicklung etwas verdeutlicht. Die für die Zisterzienser und die zentralisierte Struktur ihres Ordens so charakteristische Forderung nach Uniformität der im Gottesdienst verwendeten Bücher, um die Einheit des liturgischen Lebens in allen Klöstern zu garantieren 66 , hat auch in Lichtenthai deutliche Spuren hinterlassen. Zwar lassen sich nicht mehr alle Bücher nachweisen, die in Entspre- 62 Man vergleiche dazu die Angaben von L.BuzÄs, Deutsche Bibliotheksgeschichte des Mittelalters, Wiesbaden 1975, S. 85-94. 63 Mittelalterliche Bibliothekskataloge Deutschlands und der Schweiz 1 (Die Bistümer Konstanz und Chur), bearb. von P.Lehmann , München 1918, S. 149-151. S. auch BuzÄs (wie Anm .62), S.91. 64 Zu den 17 Handschriften der Provenienz Günterstal in der BLB ( Ettlinger , S.4f) kommen noch die Kodizes hinzu, die 1753 von Abt Ph.J.Steyrer für die Bibliothek von St. Peter im Schwarzwald erworben wurden: St Peter pap. 16, 27, 29 und 35 (s. E. Ettlinger , Die Geschichte der Bibliothek von St. Peter im Schwarzwalde unter besonderer Berücksichtigung des Handschriftenbestandes, in: 2GO 54 [1900] 611-641, hier S.621 f), dazu ein gutes Dutzend Inkunabeln (s. F.Heinzer , Die Inkunabeln der ehemaligen Klosterbibliothek von St. Peter in der Badischen Landesbibliothek Karlsruhe, in: Bibliothek und Wissenschaft 18 [1984] 1-46, hier S.4). 65 Vgl. Schindele , Abtei Lichtenthai 1, S. 79-114. 66 Vgl. Kap. 3 der Charta Charitatis („Ut idem libri ecclesiastici et consuetudines sint omnibus"), J. d. l . C. Bouton-J. B. van Damme , Les plus anciens textes de Citeaux, Achel 1974, S .92f. Noch im- 37 Einleitung chung zu dem in Citeaux aufbewahrten Normalexemplar 67 in dem 1245 gegründeten Kloster von der ersten Zeit an vorhanden waren, zumindest aber Teile dieses Grundstocks an Liturgica. Dazu zählen die beiden Offiziumslektionare L 1 und Kl. L. 7, das Kollektar L 27, die Hymnarien L 28 und L 32, die Antiphonalien Kl.L. 15, 19, 26, 29 und 100, die Gradualien L2 und L 46 sowie Kl.L. 25. Zum ersten Ausstattungsgut gehören außerdem eine Reihe von Handschriften mit zisterziensischen Grundtexten rechtlichen und historio- graphischen Charakters: GLA 65/323 (s.o., S.31), St. Paul, Stiftsbibl., Cod. 31/1 (s.o., S.34), Kl. L. 92 sowie das Brevier L 24. Alle diese Kodizes stehen in engstem Zusammenhang mit der Abtei Neuburg bei Hagenau, der 1248 vom Abt von Citeaux die Paternität über das neue Frauenkloster übertragen worden war 68 . Abgesehen von L 1 und L 2, die beide noch aus dem 12. Jahrhundert stammen, und dem eben erwähnten Ms. 92 der heutigen Klosterbibliothek, das schon um 1240 entstanden sein dürfte, sind diese Handschriften wohl alle eigens für Lichtenthai geschrieben worden. Angesichts der großen Verluste der einstmals so bedeutenden Bibliothek Neu- burgs während des Bauernkriegs und der Vernichtung der Restbestände 1870 in Straßburg erhält dieser Handschriftenkomplex eine besondere Bedeutung, da hier wenigstens ausschnittweise die Tätigkeit des Neuburger Skriptoriums greifbar wird. Zwei der Neuburger Mönche, die um die Mitte des 13. Jahrhunderts als Schreiber tätig waren, sind uns auch namentlich bekannt: Cunradus nennt sich in der Schlußschrift des 1249 vollendeten Lektionars Kl.L. 7, von Albertus stammen die Antiphonalien L 46 und (zum Teil) Kl.L. 100. Das ebenfalls 1249 datierte Antiphonale Kl.L. 29 schrieb hingegen ein Konventuale der Neuburg unterstellten Abtei Maulbronn. Der Schreiber der mehrbändigen Bibel L 10-14, dessen Hand wir auch das Brevier Kl.L. 34 und den zweiten Teil von L 5 verdanken, war, dem Charakter seiner Schrift nach zu schließen, etwas später tätig, nämlich erst gegen Ende des 13. Jahrhunderts. Es ist durchaus denkbar, daß wir es hier bereits mit einer Hand des Lichtenthaler Konvents zu tun haben. Eine Sonderstellung nehmen die Psalterien L 25, L 26 und L 43 ein, die ebenfalls noch dem 13. Jahrhundert angehören und insbesondere wegen ihrer buchmalerischen Ausstattung Beachtung verdienen. Wie bei anderen Handschriften dieses Typus dürfte es sich auch hier um Bücher handeln, die zunächst für den privaten Gebrauch bestimmt waren und möglicherweise erst zu einem späteren Zeitpunkt nach Lichtenthai gelangten. Die Nachträge, die eine Verwendung in der Konventsliturgie bezeugen, stammen jedenfalls aus spätmittelalterlicher Zeit. Bringen das 14. und das beginnende 15. Jahrhundert, wie schon angedeutet, nur vereinzelten Zuwachs an Handschriften, so verbindet sich mit dem neuen Aufschwung des klöster- mer grundlegend zur Zisterzinenserliturgie A.Trilhe , Citeaux (Liturgie de), in: Dictionnaire d'ar- cheologie chretienne et de liturgie 3,2, Paris 1948, Sp. 1779-1811. 67 Dijon, Bibl. mun., Ms. 114. 68 Vgl. Schindele , Abtei Lichtenthai 1, S .31 und 42-46. 38 Einleitung liehen Lebens um 1430 auch eine verstärkte Schreibtätigkeit in und für Lichtenthai 69 . Eine Reihe von liturgischen Handschriften aus dieser Zeit (L 17, 18, 20, 23, 39, 40, 44, 47, 49, 53, 54, 57, 108, 1 10 und Kl.L. 1-4) belegt das Bemühen um eine intensivere Pflege des klösterlichen Offiziums - eine der Hauptforderungen der Reform. Verraten die Liturgica der frühen Zeit Lichtenthals deutlich den Einfluß Neuburgs, so zeigen die Handschriften der Reformphase ein anderes Bild. Die rechtsrheinischen Konvente von Maulbronn und Herrenalb werden nun bestimmend. Vor allem Herrenaiber Mönche treten als Schreiber in den Vordergrund. Nebst Bernhard Brantz (oder Brentz), Johannes von Magstadt, Wilhelm Kecheler und Nikolaus Hirschmann ist vor allem der aus Neibsheim bei Bretten stammende Johannes Zürn zu nennen. Ein gutes halbes Dutzend Kodizes des Bestandes stammen ganz oder zu Teilen von seiner Hand 70 . In den gleichen Zusammenhang gehören wohl auch die mit großer Wahrscheinlichkeit in Herrenalb entstandenen Einbände, die einen Teil dieser Handschriften umschließen (s.u., S.45: Gruppe II). Diese Verschiebung dokumentiert anschaulich die hinsichtlich des Paternitätsverhältnisses eingetretenen Veränderungen: Das Amt eines Pater immediatus über Lichtenthai wurde im Zug der genannten Reformbestrebungen von Neuburg auf Maulbronn und in der Folge dann auf Herrenalb übertragen 71 . Die exakten Zäsuren sind nicht mit letzter Sicherheit zu bestimmen. 1426 wurden die Abte von Maulbronn und Herrenalb zusammen mit dem Abt von Lützel vom Generalkapitel als Visitatoren Lichtenthals bestimmt und gleichzeitig mit der Reform des Klosters beauftragt 72 , nachdem Maulbronn bereits 1422 die Reform des elsäs- sischen Klosters Königsbrück durchgeführt hatte 73 . Von Königsbrück aus wurde dann um 1440 die erste Reformäbtissin, Elisabeth Wiest, nach Lichtenthai beordert 74 . In diese Zeit darf man wohl auch die Übertragung der Paternität von Neuburg auf Maulbronn ansetzen 75 . Ein Indiz dafür ist auch die Tatsache, daß sich um die Mitte des 15. Jahrhunderts mehrere Kapläne und Beichtväter aus Maulbronn in Lichtenthai nachweisen lassen 76 . Der Zeitpunkt des Ubergangs der Paternität von Maulbronn an Herrenalb ist etwa vierzig Jahre danach anzusetzen. Noch 1488 ist ein Maulbronner Konventuale als Confessarius 69 Schindele , Abtei Lichtenthai 1, S. 115-166, bes. S. 137-144. 70 Für Einzelheiten vgl. Heinzer , Johannes Zürn, bes. Anhang I (S.77). Außerdem sind die oben S.35 erwähnte Überlinger Handschrift und die wohl von Zürn rubrizierte Inkunabel Dq 30 (s. Anm.6) zu nennen. S. auch Abb. 19. 71 Heinzer , Johannes Zürn, S.68 mit Anm.6. 72 Schindele , Abtei Lichtenthai 1, S. 124 f. 73 B. Griesser , Die Reform des Klosters Rechentshofen durch Abt Johann von Maulbronn 1431-33, in: Archiv für mittelrhein. Kirchengesch. 8 (1956) 270-284, hier S.272. 74 Schindele , Abtei Lichtenthai 1, S. 129. 75 Vgl. Göhl , S. 100-114. 76 Heinzer , Johannes Zürn, S .68 Anm.6; Schindele , Abtei Lichtenthai 1, S. 134 f. Vgl. auch die Notiz Sr. Regulas auf dem Vorderspiegel von L 70. 39 Einleitung bezeugt, der allerdings nach einer Auseinandersetzung mit dem badischen Markgrafen Christoph I. nach Maulbronn zurückgekehrt war 77 . Möglicherweise wurde gerade dieser Vorfall zum Anlaß, die Seelsorgspflichten in Lichtenthai dem Herrenaiber Konvent zu übertragen. In den neunziger Jahren lassen sich jedenfalls bereits Mönche dieses Klosters als Beichtväter nachweisen: so der 1520 verstorbene Gregor Hüglin, der „ultra viginti an- nos" in Lichtenthai gewirkt hat, wie das Nekrolog vermerkt, und dem Kloster 1493 in seiner Eigenschaft als „prediger in Beuren" eine Inkunabel geschenkt hat 78 , aber auch der schon genannte Johann von Magstadt, der 1494 als „Confessor sanctimonialium in Lucida valle" ein zweibändiges Graduale vollendet (Lichtenthai, Klosterbibliothek, Ms. 1-2) 79 . Auch in den folgenden Jahrzehnten bis etwa 1540 scheint das Amt des Beichtvaters durchweg von Herrenaiber Konventualen versehen worden zu sein. Die Handschriften Zürns und der übrigen mit ihm erwähnten Herrenaiber Schreiber fallen indessen allesamt noch in einen früheren Zeitraum, der zwischen 1444/5 und 1491 anzusetzen ist. In diesen Jahren würde man eher Arbeiten aus der Hand von Maulbronner Mönchen erwarten. Es scheint jedoch, daß - nicht zuletzt bedingt durch die geographischen Verhältnisse - Her- renalber Einfluß bereits vor der ausdrücklichen Übernahme der Paternität um 1490 in Lichtenthai wirksam war. Überhaupt ist insgesamt festzustellen, daß die Verbindung mit Herrenalb in der Lichtenthaler Bibliotheksgeschichte bedeutend stärkere Spuren hinterlassen hat als die mit Maulbronn. Nur die Handschriften L 59 und Kl.L. 4 (und möglicherweise L76 und L 88) sowie die Inkunabeln Ba 100 und Ba 108 (s.o. Anm.6) - alle mit Einbänden versehen, die Eberhard Göhl als charakteristisch für Maulbronn herausgestellt hat 80 - und die im Zusammenhang mit der Rastatter Handschrift erwähnten Texte von Johannes Schwalb geben heute noch Zeugnis von der Rolle Maulbronns in der Lichtenthaler Geschichte des 15. Jahrhunderts. Der durch die Reform bedingte Aufschwung des religiösen Lebens in Lichtenthai spiegelt sich nicht nur in den erhaltenen liturgischen Kodizes, sondern läßt sich auch aus der umfangreichen Produktion von Texthandschriften ersehen, die um die Mitte des 15. Jahrhunderts einsetzt und vor allem mit dem Namen der Schwester Regula verknüpft ist 81 . 77 Schindele , Abtei Lichtenthai 1, S. 157 f. 78 Kattermann, S.308; Heinzer , Johannes Zürn, S.68 Anm .6 und S.79 Nr .20. Schindele , Abtei Lichtenthai 1, S. 159 erwähnt Hüglin ebenfalls im Zusammenhang mit dieser Bücherschenkung, liest jedoch S. 160 den erwähnten Nekrologeintrag falsch (Zügler statt Hüglin), was zur Annahme eines weiteren Herrenaiber Beichtvaters führt. 79 Schindele , Abtei Lichtenthai 1, S. 159; Heinzer , Johannes Zürn, S .70f mit Anm. 19 u .S.78 Nr.4. 80 G öhl , S. 148-150. 81 Literatur über Sr. Regula: Kunze , besonders S.XXIII-XXXII, LXIV (vgl. Rez. in: Germanistik 25 [1984], Nr. 1106); ders., Studien zur Legende der heiligen Maria Aegyptiaca im deutschen Sprachgebiet, Berlin 1969, S.90, 101-103; ders., Überlieferung und Bestand der Elsässischen Legenda au- rea, in: ZfdA 99 (1970) 265-309; ders., Alemannische Legendare (I), in: Alemannisches Jahrbuch 40 Einleitung In der aus ihrer Feder stammenden Schlußschrift in L 88 (29 v ) erwähnt sie, daß sie einen grammatischen Text „uß dem doctrinal magistri Alexandri" schreibe. Die nur wenig spätere Randnotiz ergänzt: „in dem größern sextern, den soror Regula geschriben hat". Dieser seinerzeit vermutlich ungebundene „sextern" ist nicht erhalten. In einem der Lichtenthaler Nekrologe 82 findet sich unter dem 20. Mai der Eintrag „anno MCCCCLXXVIII obiit Margaretha dicta Regula monialis". „Regula" erscheint somit als ein Beiname, der auf die Autorität der Namensträgerin als Schreibmeisterin abzuzielen scheint. Weitere unmittelbare Zeugnisse zur Biographie Regulas sind nicht bekannt. Möglicherweise kam sie im Gefolge der Reformäbtissin Elisabeth Wiest von Königsbrück nach Lichtenthai 83 . Um so aufschlußreicher und anschaulicher sind freilich die Informationen, die Regula in ihren Kodizes über sich und ihre Arbeit gibt. In zahlreichen, oft sehr persönlich gehaltenen Bemerkungen - meist als Randnotizen oder Schlußschriften, oft aber auch im fortlaufenden Text zwischengeschaltet - berichtet sie über ihr literarisches Programm. Ihre Tätigkeit beschränkt sich keineswegs auf das mehr oder weniger getreue Abschreiben von Vorlagen. In souveränem Umgang mit einer teilweise großen Zahl lateinischer Vorlagen 84 übersetzt, kompiliert, bearbeitet und schreibt sie für ihre des Lateins nicht kundigen Mitschwestern. „Nit kluge geczierte wort, die die oren füllent, sunder siecht und einfaltig, also sie zu luterer andacht und innikeit des hertzen wisent" 85 - diese Worte können als Devise für ihre Arbeit gelten. Im Vordergrund stehen hagiographische und biblische Texte, die entsprechend der erhaltenen Leseordnung 86 für die Tischlesung bestimmt waren. Doch auch für die private Lectio wird ein reichhaltiges Angebot an meist aszetisch-er- baulicher Literatur bereitgestellt. Die heute noch erhaltenen Handschriften der Sr. Regula dürften in einem Zeitraum von ca. 15-20 Jahren entstanden sein. Einige sind datiert, bei den anderen ist eine zeitliche Bestimmung aufgrund der Wasserzeichen, aber auch anhand des paläographischen Befundes möglich. 1971/72, 20-45, hier S. 29-38; ders. in: 2 VL 1, 1978, Sp. 1087-1089; Literatur und Laienbildung im Spätmittelalter und in der Reformationszeit, hrsg. von L. Grenzmann u. K. Strackmann , Stuttgart 1984, S .688, 701 f.; Schindele , Sr. Regula; dies., Der Beitrag der Lectio Divina zur monastischen Erneuerung, in: Cistercienser Chronik 85 (1978) 13-16; dies., Abtei Lichtenthai 1, S. 137-144; G.Stamm , Regula, Lichtenthaler Schreibmeisterin, in: 2 VL 7, 1988, im Druck; G. Steer, Hugo Ripe- lin von Straßburg. Zur Rezeptions- u. Wirkungsgeschichte des ,Compendium theologicae veritatis' im deutschen Spätmittelalter, Tübingen 1981, S.320f; Williams , besonders S. XXf, XXIII, XXVIII-XXXVIII, LVI-LVIII. 82 N ekr . 47, 10 r . 83 S. oben S.39 mit Anm.74. 84 Vgl. Kunze, S.XXIII-XXXII; Williams, S. LVI-LVIII. 85 L 70, Vorderspiegel. 86 Kl. L. 108, 35 v -46 v . 41 Einleitung Die Badische Landesbibliothek besitzt folgende Kodizes: L 82 (Wz. ca. 1445-1450) L 70 (Wz. ca. 1450-1452) L 79 (Wz. ca. 1450-1455) L 69 (Wz. ca. 1460) L 65 (dat. 1460) L 74 (dat. 1461) L88 (nur Nachtrag B1.29 v , nach 1461). L 69 (s.Abb. 18) ist aus paläographischen Gründen früher zu datieren als L 65. Die Entstehungszeit für L 79 dürfte näher bei 1455 als bei 1450 liegen. Als drei weitere Regula-Handschriften sind zu nennen: GLA 65/323, Nachtrag 112 V — 117 v , um 1450 (Datierung nach der Schrift), Kl.L. 108 und Straßburg, Bibl. nat. et univ., Ms. 2542 (all. 517 2°) 87 . Kl. L. 108 enthält 27 v -74 r einen von mehreren Händen geschriebenen deutschsprachigen Teil, u.a. 27 v -49 r ein Direktorium, bei dem jedoch vermutlich Regula nur als Schreiberin der Blätter 13 r , 45 v -49 r und 50 v -51 r in Betracht kommt 88 . Die Datierung dieses Teils dürfte aufgrund der Schrift um 1450 anzusetzen sein. Die Straßburger Hs. bildet 4 r -277 v zusammen mit dem Schlußteil in L 70 (340 r —391 v ) ein Corpus der sog. Elsässischen Legenda aurea. Beide Teilstücke, die sich gleichsam „reißverschlußartig" ergänzen 89 , verraten wegen zahlreicher individueller Merkmale die redaktionelle Arbeit der Lichtenthaler Schreibmeisterin. Vermutlich hat dieser Sachverhalt bislang dazu verleitet, L 70 und die Straßburger Hs. etwa gleichzeitig zu datieren 90 . Ein Schriftvergleich hätte freilich Zweifel wecken können. Der Straßburger Kodex ist offensichtlich die jüngste aller Regula-Handschriften, möglicherweise erst um 1465-1470 entstanden. Es finden sich Verweisungen auf L 69 (um 1460), z. B. 28 va , 156", und auf L 70 mit Beziehungen wie „im tütsch ewangelien buch" oder „im großen ewangelien buch tütsch" (z. B. 246 vb , 251™, 258 vl , 264 vb ), d.h. es wird nicht auf das Teilstück des Legendars in L 70 verwiesen, sondern auf den kompletten Band mit allen seinen Texten, so wie er uns heute vorliegt. Die Verweisungen beziehen sich auf alle diejenigen Texte des Legendenzyklus, die in L 70 vorhanden sind und deshalb in der Straßburger Hs. ausgelassen werden konnten. Mit der Straßburger Hs. hat Regula die in L 70 sehr fragmentarisch enthaltene Sammlung kom- 87 Wickersheimer , S. 526f; Williams , S. XXIII; Kunze , S.LXIV; zur Geschichte dieser Hs. s. auch oben S. 35. 88 Kunze (S. XXIIIf) und Schindele , Sr. Regula (S.235) nehmen an, daß Regula das gesamte Direktorium oder doch die ganze Tischleseordnung (35 v -49 r ) geschrieben habe. 89 Vgl. Williams, S .XXIV, Anm. 17; S .XXVIII-XXXVIII. 90 Williams, S .XXI, XXIII, LVI. Die S .LVI, Anm. 21 getroffene Feststellung ist unzutreffend. Die hier angesprochenen Texte in L 70 wurden teils von Regula um 1450-52 (340 r —341 v ), teils von einer anderen, etwa gleichzeitigen Hand (342 r -343 v ) geschrieben. Vgl. auch die Datierung bei K unze, S .LXIV („1450/60"). 42 Einleitung plettiert, dies jedoch, wie ein Schriftvergleich mit den um 1460 entstandenen Regula-Kodi- zes zeigt, wahrscheinlich deutlich später als 1460. Ob Sr. Regula außer den genannten noch weitere Kodizes zugeschrieben werden können, erscheint aus paläographischen Gründen zweifelhaft 91 . Freilich hat die Hand der Schreibmeisterin in Form von Korrekturen, Ergänzungen, Erklärungen und Hinweisen bezüglich der Leseordnung auch in manchen nicht von ihr selbst geschriebenen Handschriften ihre Spuren hinterlassen 92 . Da diese meist an den Blatträndern zu findenden Notizen in ein und derselben Handschrift oft aus unterschiedlichen, teilweise relativ weit auseinanderliegenden Zeiten stammen, ergeben sich Schriftunterschiede, die zu der irrtümlichen Annahme verschiedener Korrekturhände verleiten können. Neben Sr. Regula sind in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts auch andere Lichtenthaler Nonnen als Schreiberinnen nachzuweisen. Ihre Tätigkeit kann sich zwar nicht mit dem Werk der Schreibmeisterin messen, verdient aber dennoch im Kontext der Erneuerung des klösterlichen Lebens in Lichtenthai erwähnt zu werden. Dies gilt für die 1480 verstorbene Elisabeth von Enzberg, die den Großteil von L 47 geschrieben hat, aber auch für zwei anonyme Hände, die in den Liturgica dieser Epoche verschiedentlich zu finden sind. Von der einen stammt das Brevier L 29 und Teile von L 17, L 27, L 44 und L 47, die zweite, die der Hand Sr. Regulas nahe steht, erscheint in L 44, 41 v — 114 v , L 47, 252 r -273 v , L 50, 125 r -126 v , L 56, 130 v — 141 v und 143", und mit mehreren Randzusätzen in L 34, L 52 und Kl.L. 34. Die handschriftliche Buchproduktion Lichtenthals hielt aber auch in späterer Zeit noch an. So finden wir um 1481 bis 1484 die Hand einer Lichtenthaler Nonne in L 74 (Teil II) und L75, und um 1500 bis etwa 1514 begegnet eine Schreiberin, von deren Hand eine ganze Reihe von Kodizes stammen: L 95 (Hauptteil), L 105, L 108, Kl. L. 109 (Teil III) und Kl.L. 117 sowie die handschriftlichen Teile von L 122 und L 123 und teilweise von L 125. In einer sehr wahrscheinlich auf sie zurückgehenden Randnotiz (L 36, 226 v ) nennt sie sich „Odilia sengerin". Sie versah also das Amt der Kantorin, mit dem die Verantwortung für die liturgischen Bücher des Klosters verbunden war, was ihre ausgedehnte Schreibtätigkeit erklären würde. Möglicherweise handelt es sich um die am 23. November 1483 eingekleidete und 1515 verstorbene Odilia de Ulma (Schindele , Abtei Lichtenthai 1, S. 161 und Nekr . 47, 9 r ). Ebenfalls in die Zeit um 1500 fällt die Tätigkeit der Schreiberin der Rastatter Hs. 13 (s.o., S.32f), auf die auch Randzusätze in L 76 und einige Rubriken in L 96 zurückgehen dürften. Und selbst in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts läßt sich in Lichtenthai noch immer eine rege Handschriftenproduktion belegen, und zwar unter der Ägide der tüchtigen Äbtissin Barbara Vehus (1551-1597), die auch selber als Schreiberin hervortrat (s. L 89 und Kl.L. 5). Außerdem wurde die Lichtenthaler Bibliothek gerade in dieser Zeit zu einem Sammelbek- ken, das manchen Tropfen fremder Herkunft aufzufangen vermochte. So brachte bei- 91 Vgl. Schindele , Abtei Lichtenthai 1, S. 138 f bezügl. L 44 und L 47. 92 Z .B. in L 10, 11, 13, 14, 29, 44, 64, 78, 80, 87 und Nekr. 47. 43 Einleitung spielsweise der Herrenaiber Mönch Sebastian Lanius, der in den zwanziger und dreißiger Jahren als Beichtvater in Lichtenthai wirkte und dort nach der Aufhebung seines Klosters im Jahre 1538 eingepfründet wurde, eine Anzahl von Büchern ins Kloster 93 . Von den Maulbronner und Königsbrücker „membra disiecta" war bereits die Rede. Dazu kommen drei Kodizes, die vermutlich auf das spätmittelalterliche Skriptorium des pfälzischen Augustinerchorherrenstiftes Frankental zurückgehen (L 84, 97 und 100). Als im Jahre 1598 die Benediktinerinnenabtei Frauenalb aufgehoben wurde, fand einige Jahre später ein Teil des Konvents in Lichtenthai Zuflucht. Im Gepäck dieser Nonnen kamen auch Bücher - zumeist Handschriften und Drucke des 15. und 16. Jahrhunderts - nach Lichtenthai, darunter auch vereinzelte Reste der Bibliothek des pfälzischen Benediktinerinnenklosters Seebach 94 . Nach der Aufhebung des Franziskanerklosters Fremersberg im Jahr 1826 soll dessen weit über tausend Bände umfassende Bibliothek nach Lichtenthai gelangt sein 95 . Unter den Lichtenthaler Handschriftenbeständen hat dieser Vorgang allerdings nur wenige Spuren hinterlassen (L 42 und möglicherweise auch Clm 28639, s.o. S.32), während eine Gruppe von Einbänden des 15./16. Jahrhunderts unter Umständen auf Verbindungen mit Fremersberg in diesem Zeitraum hinweisen könnten. Engere Beziehungen zwischen den beiden Klöstern sind ja zumindest für die Zeit um die Mitte des 16. Jahrhunderts sicher bezeugt 95 ". Lichtenthaler Einbände Unter den Einbänden der im vorliegenden Katalog beschriebenen Handschriften lassen sich drei größere Gruppen von Stempelbänden unterscheiden, die aus Werkstätten stammen, welche über längere Zeit hinweg für Lichtenthai, möglicherweise sogar in Lichtenthai selber, tätig waren. Die ersten beiden Gruppen sind der Zeit von etwa 1460 bis 1525 zuzuordnen, die dritte hingegen ist rund hundert Jahre jünger. Gruppe I umfaßt 13 Bände: die Handschriften L 3, 9, 17, 38, 40, 41, 75, 95, 96, 105, 141, Kl.L. 109 und die Inkunabel Dr. L 9. Die älteste Handschrift, die für eine Datierung der Tätigkeit dieser Werkstätte in Frage kommt 96 , ist das 1459 vollendete Psalterium L 40. 93 Vgl. Heinzer , Johannes Zürn, S. 7 1 f. Zu einigen weiteren Bänden, die seither entdeckt wurden, s.o. Anm.6. 94 Näheres s. Heinzer , Frauenalb. Zu den Bänden aus Seebach s. bes. S. 118 f. 95 Vgl. H. Bleibrunner , Fremersberg, in: Alemania Franciscana antiqua 1, Ulm 1956, S.7-33, hier S.32. «a yg] Schindele , Abtei Lichtenthai 2, S.93, und Bleibrunner (wie Anm.95), S. 16. 96 Die aus dem 13. und 14. Jh. stammenden Kodizes L 9, L 38 und L 141 sind auszuklammern, da das Kriterium der Gleichzeitigkeit von Einband und Handschrift hier nicht gegeben ist. 44 Einleitung Sieht man einmal ab von Kl.L. 109 - der Sammelband wurde erst um 1540 gebunden und erscheint als isolierter Nachzügler so ist der Einband der Handschrift L 75, deren jüngster Teil um 1525 geschrieben wurde, als spätestes Produkt dieses Ateliers anzusehen. Verwendet wurde ein Material von 44 Einzelstempeln und 2 Rollen (s. Abb. 21 u. 22, vgl. auch Abb. 24-26). Die Frage der Lokalisierung ist nicht mit Sicherheit zu beantworten. Da die fraglichen Handschriften außer L 3 und vielleicht noch L 9 für und zum größten Teil wohl auch in Lichtenthai geschrieben worden sind, muß die Werkstätte im Kloster selbst oder in dessen Nähe angesiedelt gewesen sein. Gerne würde man an die mit Lichtenthai eng verbundene Baden-Badener Stiftskirche denken, zumal die oben erwähnte Inkunabel dorthin weist (vgl. auch Anm.47). Sichere Belege für diese Vermutung fehlen jedoch 97 . Andererseits könnte die Makulatur des Einbands von L 141 auf Fremersberg (s. Anm. 95) deuten. Gruppe II umfaßt 10 bzw. 11 Bände: die Handschriften L 18, 45, 47 und 54, Kl.L. 103 und Kl.L., Archiv, Hs.2 (s. oben, S.31), möglicherweise auch das 1460 geschriebene Prozessionale Wilhelm Kechelers (s. oben S.35), dazu die Inkunabeln KcT 1,1-3 und Dq 30 (s.o. Anm.6). Das Schwergewicht der Tätigkeit dieser Werkstätte fällt ebenfalls in die zweite Hälfte des 15. Jahrhunderts: L 18 und L 54 sind 1472 bzw. 1463 datiert, und L 47 stammt zur Hauptsache von einer 1480 verstorbenen Schreiberin; für die Einbände der Inkunabeln ergeben die Druckjahre 1471 bzw. 1491 einen Anhaltspunkt. Das 1523 datierte Stundenbuch L 45 fällt sowohl hinsichtlich des Stempelmaterials - die Nr. 14-21 sind nur hier zu finden - als auch durch die Verwendung von Schweinsleder (sonst dunkelbraunes Kalb- oder Rindleder) aus dem Rahmen und ist wohl als Nachzügler anzusehen. Die Frage nach dem Ort dieser Werkstätte ist vermutlich mit Herrenalb zu beantworten. Jedenfalls lassen sich für fast alle Stücke Bezüge zu Herrenalb erkennen. Von den insgesamt 13 bzw. 21 Stempelformen (s. Abb. 23, vgl. auch Abb. 27) haben zwei auch bei anderen Buchbindern des süddeutschen Raums Verwendung gefunden 98 . Gruppe III umfaßt nebst einer Anzahl Inkunabeln und Frühdrucken über 20 Handschriften: L 7, 19, 25-28, 33, 46, 60, 67, 69, 89, 112, 122, 125, 132, 134; Kl.L. 5, 9, 10, 14, 15, 26, 29, 34, 111 und Kl. L. Archiv, Hs. 2. Es handelt sich dabei um einfache Gebrauchs-Ein- bände mit zeittypischer Rollen- und Plattenstempelprägung, vereinzelt auch mit Goldpres- 97 Zudem verwendet ein für Baden-Baden bezeugter Buchbinder dieser Zeit anderes Stempelmaterial (vgl. S ack [wie Anm. 47], S. 1114 und 1663). 98 Die Stempel Nr. 9 und Nr. 10 erscheinen auf dem Einband von British Museum, Add.Ms. 22395 (Jacob von Cessolis, Schachzabelbuch, datiert 1464; vgl. R. Priebsch , Deutsche Handschriften in England 2, Erlangen 1901, S. 198 Anm. 1): s. J .W eale-L.Taylor , Early stamped bookbindings in the British Museum, London 1922, S.55 und PI. X (dort Nr. 6 und 8). Zu Stempel Nr. 10 (nach unserer Zählung) s. auch Schunke , Eichelzweig 38 a. 45 Einleitung sung (s.Abb.28). Unter den Rollen finden sich zwei des vermutlich in Straßburg ansässigen Meisters A. G. 99 . Eine Reihe der Einbände weist eingeprägte Datierungen auf, die zumeist in die sechziger und siebziger Jahre des 16. Jahrhunderts fallen. Die Tätigkeit dieser Werkstätte für Lichtenthai steht somit im Zusammenhang mit der Amtszeit der Äbtissin Barbara Vehus, die von 1551 bis 1597, also fast ein halbes Jahrhundert lang, die Geschicke des Klosters in inneren und äußeren Angelegenheiten gleichermaßen klug und energisch lenkte. Die hier angesprochenen Einbände sind nebst den schon erwähnten Handschriften, an deren Entstehung die Äbtissin selbst beteiligt war, ein weiteres Zeugnis für die besondere Sorge und Pflege, die sie der Klosterbibliothek zukommen ließ. Zumindest ein Teil des Stempelmaterials scheint auch noch unter ihrer Nachfolgerin in Verwendung gewesen zu sein, wie die 1605, 1608, 1614 und 1618 datierten Einbände von L 46, 102 und 134 sowie Kl.L. 14 und 34 belegen. Straßburg als Ort dieser Werkstätte, wie man aufgrund der Rollen des A. G. vermuten möchte, kommt angesichts der kirchenpolitischen Situation der Zeit nur mit Vorbehalt in Frage. Eher wäre vielleicht die Möglichkeit in Erwägung zu ziehen, daß man in Lichtenthai selbst mit Straßburger Material gearbeitet hat. Eine ganze Reihe von Kodizes, die in Lichtenthai während der Reformphase des 15. Jahrhunderts geschrieben wurden, hat einfache, unverzierte Lederbände, die möglicherweise im Kloster hergestellt wurden. Dies dürfte auch für die im Zusammenhang mit Rastatt K 152 (s. S.32f) erwähnte Einbandgruppe des frühen 16.Jahrhunderts anzunehmen sein. Kleinere Komplexe auswärtiger Herkunft sind die bereits genannten Maulbronner Einbände (s. S.40) und die vermutlich im Kloster Frauenalb oder dessen Umkreis in den Jahren um 1525 bis 1535 entstandenen Einbände von L 62, L 107, L 129, Wonnental 11 (s. S. 30) und 41A1590 RH (s.o. Anm.6). Besitzvermerke und Titelschildchen Einen Teil der Lichtenthaler Besitzvermerke hat Fridegar Mone unter den eingangs geschilderten Umständen aus den Handschriften zu entfernen gesucht. Rasur und Anwendung von Chemikalien waren dabei die häufigsten Mittel, zu denen Mone Zuflucht nahm (s. auch Anm. 10), doch schreckte er, wie es scheint, in einigen Fällen auch vor der Entfernung ganzer Blätter nicht zurück, wie zwei später in der Sammlung Marc Rosenberg (heute im GLA Karlsruhe) gelandete Fragmente zeigen (Nr.278: Streifen des Titelblatts eines Frühdruck-Sammelbandes, vgl. Heinzer , Frauenalb, S. 117f; Nr. 368: Pergamentblatt, vermutlich ehemaliger Spiegel oder Vorsatz einer Handschrift, mit Lichtenthaler Besitzvermerk des 14. Jahrhunderts). Trotzdem haben sich gut zwei Dutzend derartiger Vermerke erhalten. Sie stammen aus verschiedenen Epochen: die ältesten aus dem 14. Jahr- 99 Haebler 1, S. 131 f, Rollen Nr .3 und 5; s. auch Schunke , Palatina 1, S.28. 46 Einleitung hundert, die jüngsten wohl aus der Amtszeit von Barbara Veus (s. Register, S. 379 u. Abb. 11-14). Die meisten der heute in der BLB befindlichen Lichtenthaler Handschriften tragen auf dem Einbandrücken charakteristische Titelschildchen mit handschriftlicher Inhaltsangabe. Einen Anhaltspunkt für ihre zeitliche Einordnung gibt die Feststellung, daß die aus dem Kontingent von 1804 noch nachweisbaren Bände (s.o. S.21 f), soweit sie nicht wegen Erneuerung oder Restaurierung ihrer Einbände keine alten Schildchen mehr aufweisen, durchweg eine andersartige Rückenbeschriftung aufweisen. Die fraglichen Schildchen müssen also zu einem späteren Zeitpunkt angefertigt worden sein. Ihr Schriftcharakter legt allerdings den Schluß nahe, daß sie schon relativ bald nach 1804 geschrieben und anstelle älterer Etiketts, wie sie die eben erwähnten Kodizes zum Teil noch aufweisen, angebracht worden sind. Nun geht nach den Angaben Fridegar Mones ein Großteil der von ihm 1885/86 verkauften Handschriften und Drucke auf die Sammeltätigkeit des eingangs schon einmal erwähnten Franz Josef Herr zurück. So heißt es in dem bereits oben zitierten Brief an die Lichtenthaler Nonne Maria Charitas vom 20.10.1886: „Die anderen Bücher und Handschriften, die in Lichtenthai waren, also nicht Andachtsbücher, stammen, wie ich gefunden habe, alle aus der Bibliothek Herr, welche dieser im Auftrage von Großherzog Carl-Friedrich und Leopold gesammelt hat, und diese Bibliothek ist 1837 durch ein Legat in den Besitz des Klosters ... übergegangen .. ." 10 °. Gewiß wird man dieser Behauptung gegenüber sehr skeptisch sein müssen, da Mones Verläßlichkeit in diesem Zusammenhang nicht sonderlich hoch zu bewerten ist, wie sich erwiesen hat. Der wahre Kern seiner Konstruktion könnte indessen sein, daß sich Herr tatsächlich in der fraglichen Zeit um eine Neuordnung der Lichtenthaler Bibliothek bemüht hat. Zumindest im Sinne einer Hypothese wäre dann zu erwägen, ob unsere Schildchen eventuell mit diesem Vorgang zusammenhängen. Zur Anlage der Katalogbeschreibungen Die Handschriftenbeschreibungen entsprechen den Richtlinien der Deutschen Forschungsgemeinschaft 101 . Bei den Sammelbänden, die Drucke und handschriftliche Teile 100 S. oben S.28 mit Anm.31. Eine etwas andere Lesart bietet Mones ebd. erwähnter Brief an den Lichtenthaler Pfarrer Gutgesell: „Wie sie wissen, wurde das Kloster 1803 aufgehoben, und 1804 hat Churfürst und Großherzog Karl-Friedrich auf Zureden von Pfarrer Herr in Kuppenheim, damals Stifts-Archivar, beschlossen, von denjenigen Büchern, welche aus den aufgehobenen Klöstern stammen, wie Fremersberg, Herrenalb, Frauenalb, Lichtenthai, Pforzheim, eine Bibliothek zu gründen, welche für die Herausgabe einer Geschichte des Badischen Hauses bestimmt « war .... 101 Deutsche Forschungsgemeinschaft, Unterausschuß für Handschriftenkatalogisierung (Hrsg.), Richtlinien Handschriftenkatalogisierung, 4. Aufl., Bonn 1985. 47 Einleitung umfassen, wurden die von den Richtlinien für zusammengesetzte Handschriften vorgesehenen Prinzipien zugrundegelegt. Für die liturgischen Handschriften konnte fast durchweg die Methode der Basistext-Kol- lation angewandt werden, da es sich größtenteils um Texte der Zisterzienserliturgie handelt 102 . Als Grundlage diente der zisterziensische Normcodex Dijon 114, von dem das Institut de recherche et d'histoire des textes (Paris) Mikrofiches vermittelte, sowie das gedruckte Brevier von 1484 103 . An Hilfsmitteln standen das handschriftliche Repertorium der Provenienz Lichtenthai 104 sowie für einzelne Handschriften Wasserzeichenexpertisen von G.Piccard zur Verfügung. Im einzelnen zeichnen die beiden Bearbeiter für die Beschreibung folgender Kodizes verantwortlich: F. Heinzer: L 1-3, 5, 8, 9, 15-29, 31-34, 37-55, 57-60, 62, 71, 76, 88, 90-94, 96-142 sowie die Hss. der Klosterbibliothek Lichtenthai (Kl.L.-Signaturen). G.Stamm: L 4, 6, 7, 10-14, 30, 35, 36, 56, 61, 63-70, 72-75, 77-87, 89, 95. Signaturenkonkordanz Die folgende Konkordanz soll den Uberblick über die einzelnen Handschriftenkomplexe, die im geschichtlichen Teil der Einleitung erwähnt wurden, etwas erleichtern. Ausgangspunkt bildet jeweils die heute gültige Signatur der einzelnen Handschrift. Die Kolonne „Trübner" bezieht sich auf den Auktionskatalog von 1886 (s. Literaturverzeichnis), wobei am Schluß der Konkordanz auch diejenigen Handschriften aufgelistet wurden, die bei Trübner verzeichnet sind, heute jedoch nicht mehr nachgewiesen werden können. Für die Einteilung der Numerierungen Fridegar Mones in drei Gruppen sei auf S.28 verwiesen. „Hofbibliothek 1804" bezieht sich auf die 1804 nach Karlsruhe gebrachten Bestände. Ob die entsprechende Numerierung bereits zu diesem Zeitpunkt vorgenommen wurde oder erst etwas später, ist nicht zu entscheiden. Die Rubrik „Sonstiges" verzeichnet einzelne Signaturen oder Nummern, deren Einordnung unklar ist, während in der Kolonne „Lich- tenthal" jene Signaturen(reste) erscheinen, die mit den S.47 erwähnten Titelschildern des frühen 19. Jahrhunderts zusammenhängen dürften. 102 Für Einzelheiten zu dieser Methode sei verwiesen auf Heinzer , Katalogisierung. 103 Brev. Cist . 1484 (s. auch L 125). 104 Dieses dürfte in den neunziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts angefertigt worden sein. Aufgrund von Schriftvergleichen kann der Hauptanteil Hugo Ehrensberger zugesprochen werden. Verschiedentlich läßt sich auch die Mitarbeit Alfred Holders nachweisen. 48 E inleitung c o (/■) a. c c*~> r*~> \0 vo oo 't n in tj- vß j3 _c cq hj pq c öjd pq cq (a in ^ tf- in vß 15 _l _! hj _! _) h-l Ui o »— 1 lrilouoir)lolr>u^\d\ovovdsovovo^osovoi\hvi\r\ so r\ r\ r\ hj -1 j hl j hjhjhjk-] h-] >-j hj l-j >—]»—] h-) h«j >—3 h-ii—ihjh-i h—j i—j ►—j 51 Einleitung c o CO cs _c _q 15 m-. o X c tp CO d osooooo CO Os Os Os Os Os Os Os Os Os Os ' *—< ■>—1 i—1 »—1 h4 h-1 hj k-j h-] ►j hj _1 j j j j 52 Einleitung c o CO £ o X c — :D 1H h c txO K x (N O o o — o (N fN (N (N - h N vO 'i' (N fN M rj m o oo —c —I ^ -sO (N (N IN N (N —. vO U~> lO U~J N N fN m so r\ oo o\ o o o o o o — (N d "*t" m^or\oooNO—'(Nr^Tf u~i r\ oo o o >—< _l 1 -J k J_l_l_l_l_l_l,J _1 j hj hj h j _! j 53 Tt- ON r^i ON — CN C~> sO sO fN O -) J J J O *—< fN Tt" TJ- T}- U hJ HJ aj M-H o. 3 ü > rt (U _c 3 CU CQ o sO c o to ctf u> -O TJ- oö C X 55 Einleitung c o co >-4 r£ 15 o x o h .sp c/5 3 0> X cxi sd vd 0^- m r\ *&<% l Lth Vwi^ CUi %rui rgntrj- nr "ä - ■p ' v i45 O^P*n C*" «ih- "Vr J CjLrtT^ ,cr&*TW? -Vtftfßrft «V» P^»fl $ü"fhg. - ■j-nö-V -JP-Ä atLG&f Af;.;- uti^iteßeS iL W ♦* i)t-c fotw Cm- ^ufiifctfciu fj rt pr-pe- jifo AiV .Jz-Ulfft&Jlrl ite GfivtGev a|U6 u*i9m>j> färutrf Jitnrv) I weu&\ '$c.\< ^ur& <-» •*— 7^ ' r» . ■$£Ar,sfil~ -yt**t-4j+ie lafy l c f yy> ß ty x iijCe VOf ßcfitf- tfh IIH V Cic.Cc 6 tri f ♦1 |m ^»1 W(&t' v>ahP &CHiycf q )$£*) \>nlä&' Ptrc !§- A»5 A*«j ^ r*T jlrj a-Ctvry.j^ Qu- ijn-cjj^cvufc- /*rukrnkj<$ii" W 'V^ tfjU+rj t rt*j2Ce~~f'yuto£] ttjjäAvoifUt • JU c^**^ct dV / Wi<+~ jftfc fjcttcje. • v*T Qu, Cjad^yi^it- /\VA V(p$ fUßar Ccfcr (mtfffßt &W <&f. /^«£*cf Abb. 9: Jesus lehrt imTempel Abb. 10: Die Hl. Familie bei häuslicherTätigkeit (L 70,37 r und 40 r ; je 81 % der Originalgröße) &•.«&/ ^ ^{fce, ^ßsx <1^- A 9** |l^rf~w ^jc1U(^ r ^^vnO ^»OvcO Oo<\ß.ntC ipß^rc^ TlP }W**ß|si«4^> tfhl UIkI" &t* V5W# i i '4 .•l " - \ v..., . ' '' - ..j-'- ; 3^yr {rc^ättW» 1ct\y* ttj/yti* Bern Ujrlttilt- Mf LM^> Vm ~ 7 z^y*^ ßu*% tvjfö* 7 '&*" * ^ ^ apfö^ 4 dmiAeiamrfinpdtCv urcüu^ ofo fytmu&r \vC. 1 *vlUedifku*tluiwMwmi(hniMpttetk' tttft -ratrtum clmcofuni - ^jjr"©i9^|g 5.1L*«^ TöiLlTT Tiuüo ^ mLLUe ^oluar- Abb. 11-14: Lichtenthaler Besitzvermerke, 14. -Anfang 16. Jh. (L 4, Vorderspiegel, L71, l r ; L85,1''; L 79Vorderspiegel) Abb. 15: Herrenalber Besitzvermerk, um 1300, in den fortlaufendenText eingefügt (Kl. L. 102,34 v ) Hil l liMIIIIWfli v '» 7fa6u«t$flcfeidvtW tow^üuu Wc^^tvwwiuvtaHW , fewuVfarciw ^w4ö%\vtuw vp >i( iWWrttftU6*> ■.. ,r '' '$^j| ^«evyn&jm fvauwm * *« IL, r B ilWv , titnicöcns ^a>t>iuxr 1 " crfttb» raktuoüo «wticUr ffl» A fUSsntj »Hocuü gtiJ*» apa-mw- (EjvpUouttr CaptmU .|na tnr Uber clkfmorh fb cjVcvdbitö. t. 4äf au>* 600 fl * \Twwitwifilr «ü i&i'tqiu w$wffitwir c^v^nicitu. \mmnmfc _ *&y mwn-lcW'3ii<^jCu{wi*-?AlntiwiÄm^mr^4n'^ ncpwltw *i Afctf ftanr $- nöemr.^3(on 3 l*fczec • Abb. 16: Besitzvermerk der Äbtissin Maria von Baden, um 1500 (L 6, Vorderspiegel) Abb. 17: Schreiber der Bibel L 10-L 14, um 1300 (L 10,39 v ; 85 % der Originalgröße) »Wl4 , , ) 'Ol Vof vaSc. C *#»" \)i<:rljAn8 rtÄ^Ccf^rt «ii^ ii«) rtoti-; fi ,\tl2 jf»«*- .fco4j»Mxßß»M- L>p &C*J ■■Vu,-jj»'f »j -9 9? yar*2tpf> £**~ ewothjl-. CfävC ***1 vriitie. (Vflt; 9tr ^lat- 9° />»{?• % c*- pßc $*rcQf%ictyi f, ft**1 f*r+9pfi W £«yi* rt04^9 I\>0^ Scr ^2ztt »tö^. £im (yanOtdi jit& 9«. cßr.xQur ^.Co.SÖ, .. Ct> M Ö3 a-^ fc^viÄ Vv+Yl^pAt — 9e*l 9ot-. (SO'M 5 IC- Cidfo») (\>fhx.Y i5). (lytrt^ru- Saxn t cßi . t£~®A«0O +p- 9^ JkATA^pf' Qeißßc^ 44C4*1i. s«c #«r/- jja* £rc^t. 3^ fäwi|2»- jUy (f\k>& yt+.-ra&vfiL iQr fltfyro (ulftftce £)at- 9* tflS'««- psu: £&Sarfp * 1 tt- Se»" ßwivj ^>'c^wflöIJeA" fIwf1- CA f>rVL**r - % -A Abb. 18: Hand der Schreibmeislerin Sr. Regula, um 1460 (L 69, l r ; 69% der Originalgröße) Abb. 21: Stempel Gruppe I (Originalgröße) Abb. 22: Stempel Gruppe I (Originalgröße) Abb. 23: Stempel Gruppe II (Originalgröße) Abb. 24: Einband der Gruppe I (L 3, Vorderseite; 51,5% der Originalgröße) Ahh. 26: Einband der Gruppe I (L 95, Vorderseite; 120% der Originalgröße) Abb. 27: Einband der Gruppe II (Kd 1, Vorderseite; 60% der Originalgröße) tWfvgm Abb. 28: Einband der Gruppe III (L Dr. 33; 124% der Originalgröße) DIE BESCHREIBUNG DER HANDSCHRIFTEN L 1 Lectionarium officii cisterciense, de sanctis Pergament • 3 (Pap.) +188 + 2 (Pap.) Bl. • 36,5 x 26 • Neuburg bei Hagenau • um 1200 Lagen: 12 IV 96 , (IV + 2) 106 , 9 IV 178 , III 184 , II 188 ; vor und nach dem Buchblock je 2 Doppelbl. Papier, Wz. ähnl. Piccard , Lilie 1/876 (Straßburger Papier, Wendelin Rihel), äußerste Bl. als Spiegel verwendet, hinten 1 Bl. fehlend; ab 147 r Paginierung (röm. Zahlen) von der Hand des Schreibers. Schriftraum 27,5 x 18. 2 Spalten, 33 Zeilen. Gotische Minuskel von einer Hand. 2 Nachtragshände: 102 r — 103 v (13. Jh.) und 185 r — 188 V (14. Jh., diese Hand 188 V mit H. signiert); verschiedentlich Randnachträge von mehreren Händen des 13. bis 17. Jh's. Anfänge der Lektionen markiert durch einfache rot-gelbe Zierbuchstaben; l r 7-zeilige Spaltleisten-Initiale H in rot-schwarzer Federzeichnung mit derbem, palmettenförmig auslaufendem Rankenwerk. Schweinslederband von 1618 (s. unter Herkunft) mit Streicheisenverzierung und Rollenstempeln, je 5 Buckel auf beiden Deckeln, 2 Langriemenschließen. Auf dem Rücken Titelschildchen: Lectionarium Cisterciense (19. Jh.) und Schildchen mit F.Mones Numerierung 1 (?) (1. Gruppe). Herkunft: Kirchweihnotiz 53 r weist auf das Kloster Neuburg bei Hagenau (vgl. Barth , Sp.907), unter dessen Paternität Lichtenthai anfänglich stand. Stand des Sanktorale entspricht einer Entstehungszeit um das Jahr 1200. Auf dem hinteren Spiegel die Notiz Ligatus sum anno 1618 a fratre Wolf- gango Leöpero conventus Thennenbacensis confessore in Wonenthai, me utentes rogate pro eo (entsprechender Eintrag auch in Kl. L. 7, s. dort). Zu Wolfgang Löper s. Burger , S. 175. Mones Numerierung s.o. Literatur: Ettlinger, S .9; Marosszeki, S. 158. 1 r — 188 V LECTIONARIUM OFFICII CISTERCIENSE, DE SANCTIS. 1 r — 147 r Proprium. Wie im Normcodex Dijon 114,64 v -93 r . Zusätzlich zu dessen Textbestand: 12 Lektionen für das 1185 eingeführte Fest von Thomas von Canterbury (14 V — 17 r ); Lektionen X-XII für die Feste von Matthias (37 r -38 v ), Mauritius (109 r — 110 r ) und Dionysius (114 V — 116 r ); Lektionen zum Fest von Maria Magdalena z.T. in anderer Aufteilung (68 v —71 v ); Fest von Martha (Dijon 114,83 v ) fehlt hier. - Unter den Randnachträgen von späteren Händen u.a.: (17 r ) >Willehelmi<, Fest 1218 eingeführt; (18 v ) De sancto Antonio, 1198 eingeführt; (49 r ) Ruperti abbatis, 1222 eingeführt; (53 r ) im Haupttext auf Rasur die Oration zum Fest Inventio Crucis und Rubrik Lectiones de dedicatione in fine libri.. ., dann >Petri episcopn (Fest 1196 vom 10. September auf den 8. Mai verlegt). Vgl. auch R. Gre- 79 LI • L2 goire , L'homeliaire cistercien du manuscrit 114 (82) de Dijon, in: Citeaux. Commentarii cistercienses 28 (1977) 133-205, hier S. 180-198. 147 r — 180 v Commune. Vom Text in Dijon 114,93 y -102 v verschiedentlich abweichend. 177 r von einer Nachtragshand auf Rasur die Collecta der 1202 eingeführten Missa propria vom hl. Bernhard. 180 r — 184 v >In dedicatione ecclesie>. Wie Dijon 114, 63 v -64 v . 185 r —188" NACHTRÄGE (14. Jh. 2 ): >In concepcione beate virginis Marie<, nebst den Lektionen auch das Meßformular (188"); (188 V ) >Qui me scribebat H. nomen habebat<-. L 2 Graduale cisterciense Pergament • 127 Bl. • 28 x 19 • Neuburg bei Hagenau(?) • 12. Jh., 4. Viertel Lagen: 15 IV 120 , (IV— 1 ) 127 ; Textverlust von mehreren Lagen zwischen den Bl. 80 und 81 sowie von einem Bl. zwischen 122 und 123. Foliierung von der Hand des Schreibers: I-LXXX (= 1-80) und VI- LI (= 81-125). Schriftraum 21 x 12. 11 Notensysteme mit entsprechender Anzahl Textzeilen. Haupttext in früher gotischer Minuskel von einer Hand, Randnachträge von mehreren Händen des 12.-14. Jh's, u.a. zwei Nachtragshände von L 46. Notationen: Neumen mit den für zisterziensische Hss. typischen Merkmalen (vgl. Marosszeki , S. 31-36, hier Gruppe A, teilweise auch Elemente der deutschen Gruppe D). Übliche Rubrizierung. Anfänge der einzelnen Formulare gekennzeichnet durch rote lombardenartige Großbuchstaben mit knotenartigen Verdickungen, teilweise vor blaßgelben Feldern stehend; bei den Hauptfesten rote oder schwarze Spaltleisten-Initialen vor blaßgelben Gründen, knollenartige Ranken und spangenförmige Verzierungen (bes. bemerkenswert l r und 9 V ); 73 r S-Initiale in Gestalt eines Löwen, dieser in schwarzer Federzeichnung vor rotgerahmtem blaßgelben Grund. Heller schmuckloser Lederband des 14. Jh's(?); 1976 restauriert, dabei eine neue Langriemenschließe angebracht; Spiegel heute fehlend (auf der Innenseite der Deckel Leimabdruck eines homiletischen Textes über Gn 33, 13. Jh.). Auf dem Rücken Titelschildchen Missale(?) Cisterciense (19. Jh.) und Schildchen mit F. Mones Numerierung 5 (1. Gruppe). Herkunft: Zisterziensisches Graduale, vgl. Eigentümlichkeiten von Notation und Melodieführung (s. Marosszeki , S. 31 -36, 62-79, 94 f), Reihe der nachpfingstl. Alleluiaverse (ebd., S. 111 -11 8) und Sanktorale. Nach 1175 (vgl. Formular für Dreifaltigkeitsfest 77 r , dazu Marosszeki , S.42) und nach Stand des Sanktorale vor 1191 geschrieben. Der Randzusatz >Arbogasti< (106 r ) von einer etwa gleichzeitigen Hand weist auf elsässische Herkunft, vermutlich aus dem Lichtenthaler Paternitätskloster Neu- 80 L2 ■ L3 bürg (s. Einl., S. 37 f). Eingelegter Papierstreifen mit Notiz Dißsol man entwürfen gen Buem mynergne- digen frauwen der eptißen (15. Jh.), heute zusammen mit dem Bl. 5 als Verstärkung verwendeten, 1983 abgelösten Pergamentstreifen (Bruchstück eines deutschen Gedichts, 13. Jh.) hinten in Tasche aufbewahrt. F.Mones Numerierung s.o. Literatur: Ettlinger, S .8. l r -126 r GRADUALE CISTERCIENSE. Neben den Gradualformularen am Rand jeweils die Initien der Orationen (ohne Secreta) und Perikopen für die einzelnen Messen von anderer, etwa gleichzeitiger Hand hinzugefügt. Einzelne deutsche Griffelglossen zum liturgischen Text von einer Hand des 15. Jh's (z.B. 39 r , 40 v , 42 v , 51 v , 53 r , 55", 56 v , 59 v , 63 r , 81 v , 89"). l r -80 v Proprium de tempore. > Dominica I in adventu Domini<, (7 V ) >In vigilia natalis Do- mini<, (1 l r ) >In epiphania Dominik, (17 v ) >Feria IUI in capite ieiunii<, (47 V ) >Dum palme divi- duntur<, (59 r ) >In vigilia pasche», (70 r ) >In vigilia ascensionis<, (72 r ) >/« vigilia pentecostes<, {77') >Dominica prima post pentecosten<\ Text bricht ab im Formular für den 7. Sonntag nach Pfinsten. 81 v — 121 r Proprium de sanctis. Textverlust zu Beginn, Anfang: Introitus zum Fest der hl. Prisca (18. Januar). Im folgenden entsprechend dem Stand des Zisterzienserkaiendars vor 1191. Unter den Randnachträgen bemerkenswert: (97 r ) >De sancto Petro< (P. von Taren- taise, Fest 1196 in den Ordenskalender eingeführt), (106 r ) >Arbogasti episcopi<, (112 r ) >Bernhardi abbatis< (1202 eingeführte Missa propria), (118 V ) >Malachie< (1191 eingeführt). 121 r — 122 v 'In dedicacione ecclesie<. 122 v — 126 r Missae votivae. >Pro familiaribus< (Schluß fehlt), (123 r ) [De sancta cruce] (Anfang fehlt), >Commemoratio sancte Marie<, (124 r ) >Per adventum de sancta Maria<, (124 v ) >Pro defunctis<, (126 r ) >Pro pace<, >Pro pluvia<, >Pro serenitate<, >Pro tribulatione<, >Pro iter agentibus<, >Pro peccatis<, >Pro infirmis<. 126 r — 12 7" KYRIALE. 2 Kyrie: > Omnibus diebus festis quibus non laboramus< und ( 126 v ) >Omnibus festis quibus laboramus et dominicis diebus< (M elnicki , Nr. 16 u. 155); 2 Gloria: (126 v ) > Festis quibus non laboramus < und ( 127 r ) > Omnibus dominicis diebus et festis quibus laboramus excepto adventu Domini et LXX et XL<-, (127 v ) Credo >Dominicis diebus et festis Domini et s. Marie et apostolis< (nur Anfang). 81 L3 • L4 • L5 L 3 Missalefragment Pergament • 8 Bl. • 35 x 25 • 15. Jh. • Oberrhein Lagen: 1 Quaternio. Schriftraum 24 x 16,5. 10 Notensysteme mit entsprechender Anzahl Textzeilen. Textura von einer Hand, rubriziert. 8 V wenig jüngere Nachtragshand. Rote Lombarden, schwarz-rote Cadellen. Hufnagelnotation auf 4 Linien (F-Linie rot). Schweinslederband, Gruppe I der für Lichtental gefertigten Bände, Stempel Nr. 1-5, 7, 9, 12, 14, 18, 21, 29, 31, 38, 41, 44 (s. Einleitung, S.44f und Abb.21f), eine Langriemenschließe, an der Oberkante der Deckel Reste einer Metallspange. Spiegel: Papier mit Wz. Piccard , Fabeltiere, III/1516 (belegt für Straßburg, 1488). Herkunft: Vermutlich aus der näheren Umgebung Lichtenthals (s. Einband); für Zisterzienser unübliche Notation. Literatur: Ettlinger, S .9. l r -8 v MISSALEFRAGMENT. (l r -7 v ) Praefationen de tempore (Osterfestkreis), de B.M. V., de Apostolis; (7 V -8 V ) Pater noster: >solempnis nota<, >dominicalis nota< und ->ferialis nota<; (8 V ) Nachträge (15.Jh.): Intonationen zu Pax domini und Praefation de sancta cruce (später getilgt). L 4 Bernhardi Claraevallensis ,Vita prima'. Bernhardus Claraevallen- sis, Vita Malachiae Pergament • 75 Bl. • 32 x 21,5 • Zisterzienser(innen?) • um 1300 Lagen: 2 V 20 , VI 32 , 3 V 72 , (III-3) 75 Textverlust. Schriftraum 24 x 15, 39 Zeilen. Gotische Minuskel von mehreren Händen. Uberschriften rot; rote Lombarden, häufig mit Sägeblatt-Fleuronnee. Das gleiche Fleuronnee auch bei den größeren blau-rot abgesetzten Initialen 1". l r -13 r Großbuchstaben mit Gelb eingefärbt. Heller Lederband, möglicherweise zeitgenössisch, vorn 5 Buckel. Vorderdeckel innen mit Leder beklebt. Auf dem Vorderdeckel: Sancti Bernhardi vita Malachie Episcopi (15. Jh.). Auf dem Rücken Titelschildchen: Vita S. P. N. Bemardi (17./18. Jh.). Herkunft: Nach Inhalt und Ausstattung zisterziensisch. Auf dem Vorderdeckel innen Lichtenthaler Besitzvermerk des 14.Jh's. Datierung nach der Schrift. Kam 1804 an die Hofbibliothek (Kennzeichen: L, N° 31; s. Einleitung S.22). Literatur: Ettlinger , S.9; A. H.Bredero , Etudes sur la ,Vita prima' de Saint Bernard, in: Analecta sacri ordinis Cisterciensis 17 (1961) 1-72, 215-260, hier S.21, 66 Anm. 1 und 18 (1962) 3-59, hier S.44 Anm. 3. 82 L5 l r -57 v S. BERNHARDI ,VITA PRIMA', Libri 1-5. PL 185, 225A-366A. Rezension A, vgl. BHL 1211-1216. Zu Überlieferung und Verfasserschaft vgl. A. H.Bredero (s . oben, passim). 57 v -75 v BERNHARDUS CLARAEVALLENSIS, VITA MALACHIAE. BHL 5188. Krit. Ausgabe: BO 3, S. 307-378 (Hs. nicht erwähnt). Text bricht 75 v unten in Cap. 63 ab ( Dominus vero providit ut/). L 5 Antiphonale speciale • Sermones Pergament • 124 Bl. • 32 x 23,5 • Lichtenthai (?) • um 1300 Heller Lederband des 14./15. Jh's mit diagonalen Streicheisenlinien, auf dem hinteren Deckel 4 von urspr. 5 Buckeln, Kapitale geflochten, 2 neue Schließen (1983 angefügt). Auf dem Rücken Lichtenthaler Titelschildchen: Sermones Bemhardi (17./18. Jh.). Herkunft: Vermutlich aus Lichtenthai. Teil II von der Schreiberhand der großen Bibel (L 10-14, s. Einleitung, S. 38), gegen Ende des 13.Jh's; Teil I enthält eine Reihe von Sonderoffizien, die auch in L 15, L 34, L38 sowie Kl.L. 15 und Kl.L. 29 überliefert sind (teilweise gleiche Hände!). Auf dem Vorderspiegel: Liber beute virginis monasterii Lucide vallis alias Büren (wie L 4 und L 11). 1804 an die Hofbibliothek in Karlsruhe (Kennzeichen L und N° 11, s. Einleitung, S.22). Literatur: Ehrensberger, S. 13 Nr. 1; Ettlinger, S.9; Melnicki, S. 140; Marosszeki, S.144 und 156 (jeweils fälschlich mit der Signatur B. 5); Moberg, S. 178; Schindele , Abtei Lichtenthai 1, S.48. I Bl. 1-43. Lagen: IV 8 , II", IV", (IV + l) 28 , (1+ l) 31 ,1 33 , V 43 ; zwischen Bl. 8 und 9 bei der Foliierung ein Blatt übersprungen, nachträglich als Bl. 8 a gezählt. Schriftraum 25 x 17/20. 10-11 Notensysteme mit entspr. Anzahl Textzeilen. Textura von mehreren etwa gleichzeitigen Händen (teilweise auch schon 14. Jh.), u.a. 25 r -27 v die Hand von Teil II und 42 v -43 r die Hand von L 12, l v (diese auch mehrfach in den unter Herkunft erwähnten Hss. der Lichtenthaler Klosterbibliothek). Übliche Rubrizierung. Rote Lombarden, teilweise auch schwarze Cadellen. l r blaue S-Initiale, lombardenförmig, mit grobem rotem Palmettenfleuronnee. Quadratnotation auf 4 roten Linien, 39 v -43 v mit mensuralen Elementen; 40 r und 42 r deutsche Neumen auf 4 Linien. 1 r —43 v ANTIPHONALE SPECIALE DE SANCTIS. l r -7 r De S. Maria Magdalena, ähnl. Zürich, ZB, Hs. Rh. 28 (s. Hesbert 2, S.XI und S. 764-766), mit Teilen des Reimoffiziums AH 28 Nr. 10 und der Antiphon Fundans Sion in saphyris ... (AH 45, S. 8), vgl. auch W. Berschin , in: FDA 95 (1975), S. 115-117. 83 L5 7" Varia: (7 r ) Antiphon Speciosa facta es ... viderunt ...; drei Kyrie ( Melnicki , Melodien Nr.96 und 132, mit Nennung dieser Hs.); (7 V ) Hymnus AH 4 Nr. 314 de S. Katharina. 7 V —8 r Vesperantiphonen de S. Maria Magdalena. Nigra sum sed formosa (Hesbert , Nr. 3878, hier jedoch abweichende Textfassung), Veni, veni, sponsa mea, Quam pulchra (Hesbert , Nr. 4436). 8 V Sequenz AH 55 Nr. 186 de S. Johanne Baptista. 8 a r — 11 v In annuntiatione B.M.V., z.T. wie in der Hs. Zürich, ZB, Rh. 28 (s. oben), Laudesantiphonen teilweise aus AH 50 Nr. 58 und 66. 1 2 r — 16 v In festo undecim milium virginum. Reimoffizium AH 5 Nr. 87, s. auch Brev. Cist. 1484, bb 13 r -15 r . 16 v -23 v De S. Katharina. Teile der Reimoffizien AH 26 Nr. 69, 72 und 74. 23 v -25 r Varia: Responsorium Mone , Nr. 386 (s. auch Kl.L. 15,1 0 v ) und Antiphon Chevalier , Nr. 13230; (24 r -25 r ) Sequenzen AH 50 Nr. 268 (Maria Magdalena) und AH 54 Nr. 285 (B.M.V.). 25 r -27 v Exsultet. Am Rand Ritualrubriken; die Stelle O certe necessarium ... - meruit habere redemptorem von anderer Hand nachgetragen; nach antistite nostro (27 V ) der Name Heinrico eingesetzt (später getilgt). 28 r -31 r De S. Petro Tarentasiensi. Reimoffizium AH 28 Nr.49. 3 1 r —32 v Weitere Responsorien und Antiphonen zum Fest Undecim milia virginum, u.a. aus AH 28 Nr. 89 und Mone , Nr. 1180 (unten). 33" Hymnus AH 52 Nr. 48 (Katharina) und Sequenz AH 55 Nr. 51 (Agnes). 34 r -39 r De spinea Corona domini, wie Brev. Cist. 1484, z 4 v - z 9 r und ff 8", außerdem auch Gradualteile der Messe (38") und Perikope Io 18,33-19,15 (39 rb ). 39 v -40 r Hymnen AH 52 Nr. 365 (Undecim milia virginum) und AH 55 Nr. 208 (Katharina). 40 r -42 r Varia: (40 r ) Antiphon Hesbert , Nr. 4752 (Benedikt); (40 v -41 v ) Sequenzen AH 55 Nr.93 (Bernhard) und AH 54 Nr.249 (B.M.V.); (41 v ) Alleluiavers Hodie victor mundi Bernhardus ...; (42 r ) Alleluiavers Caro mea vere est cibus ..., Antiphon Hesbert , Nr.4703; Responsoria brevia zu Laudes und Vesper de undecim milibus virginum. 42 v -43 v Hymnen AH 50 Nr. 386 und 388 sowie AH 4 Nr. 39 (De corpore Christi), Schluß auf dem unteren Rand von 44 r . 84 L5 II Bl. 44-123. Lagen: 9 IV 115 , (VI-4) 1 ". Kustoden I-IX. Schriftraum 23 x 16,5. 2 Spalten, 33 Zeilen. Textura von derselben Hand wie L 10-14 (s. Einleitung, S.38). Übliche Rubrizierung. 44 r -123 v SERMONES DE TEMPORE ET DE SANCTIS, Bernhard von Clairvaux zugeschrieben. Temporale und Sanctorale vermischt. 44 r -50 r Vorspann. >Incipiunt sermones sancti Bernhardt abbatis de singulis festis per annum<. (44 r -47 v ) >Sermo in preclara festivitate corporis Christic PS.-BERNARDUS, Sermo de ex- cellentia ss. sacramenti, PL 184, 981-992; (47 v -50 r ) >Ad episcopos<: BERNARDUS CLA- RAEVALLENSIS, Sermo 42 de diversis, 1-3, BO 6/1, S.255-258 (Text mit z.T. beträchtlichen Abweichungen), ab 48 vb (Regio australis est claustrum ...) folgt Sententiae, ser. tertia, Nr.91, BO 6/2, S. 140-144. 50 r -59 v Advent, Weihnachtszeit, Vorfastenzeit. (50 r -53 r ) >In adventu domini<: BERNARDUS CLARAEVALLENSIS, Sermones in adventu 1 und 3 4-7 , BO 4, S. 161-170 u. 177— 181; (53 r -54 v ) >De sancto Andrea<: BERNARDUS CLARAEVALLENSIS, Sermo in natali s. Andreae, BO 5, S. 427-433; (54 v -56 v ) >In nativitate domini< : BERNARDUS CLARAEVALLENSIS, Sermo in vigilia nativitatis domini 1, BO 4, S. 197-202, und Sermo in nativitate domini 4, BO 4, S. 263-266; (56 v -57 y ) >In epiphania domini<\ PETRUS COMESTOR, Sermo 7, PL 171, 409-413 (vgl. PL 198, 1741); (57 y -59 v ) >In purificacione sancte Marie <: PETRUS COMESTOR, Sermo 9, PL 198, 1752-1754. 59 v -67 v Fastenzeit. (59 v -65 r ) > Sermo in quadragesima< etc.: PETRUS COMESTOR, Sermones 11-14, PL 198, 1752-1764; (65 r -66 r ) Indulte vos armatura dei ... Milicia est, fratres, vita hominis ...: GAUFRIDUS S. THEODERICI (s. Schneyer , Repertorium 2, S. 160 Nr. 2); (66 r -67 v ) >De sancto Benedicto abbatec NICOLAUS CLARAEVALLENSIS, Sermo H.3, PL 144, 548-553 (s. Schneyer , Repertorium 4, S.250 Nr. 3, und J.Leclerq , in: Rev. Ben. 66 [1956] 274). 67 v -84 v >Opus sancti Bernhardi abbatis de annunciacione dominica super illud ewangelium: missus est <: Konglomerat aus echten und unechten Schriften Bernhards. Divina sapientia a principio duo fecit palatia ... - (70 va ) filio itaque iam de corde patris ad descendendum in virgi- nis uterum preparato missus est angelus Gabriel a Deo in civitatem etc., gleicher Text: Paris, BN, lat. 2042, 94 v -95 v unter dem Titel „Bernardus de altercatione quattuor sororum" (vgl. Bibliotheque Nationale, Catalogue general 2, Paris 1940, S.294); ähnliche Thematik: BERNARDUS, Sermo in annuntiatione 1, BO 5, S. 22-29; (70 va ) Missus est, inquam, nuntius ad predicandum filii dei adventum ... - (74 v ) merito ab angelo ,Dominus tecum' sibi infertur\ (74 v -84 v ) BERNARDUS CLARAEVALLENSIS, In laudibus virginis matris homiliae I-IV, BO 4, S. 13-57. 85 L5 84 v -90 r Karwoche. (84 v -86 r ) >Sermo in palmisc GAUFRIDUS BABION, Sermo 17, PL 171, 841-845 (s. Schneyer , Repertorium 2, S. 152); (86 r -87 r ) >Sermo in cena dominic GAUFRIDUS BABION, S.20, PL 171, 543-547 (s. Schneyer , Repertorium 2, S.152); (87 r -88 v ) >Item in cena domini< : PETRUS COMESTOR, Sermo 15, PL 198, 1764-1768; (88 v -90 r ) ■'Sermo in parasceve< : PS.-BERNARDUS, Sermo in coena domini, 1-8, PL 184, 949-954. 90 r -98 v Osterzeit, einschließlich Pfingsten. (90 r -93 r ) >Sermo in die pasche< : RICHARDUS DE S. VICTORE, de gemino paschate, PL 196, 1059-1067; (93 r -94 v ) >Sermo in rogationi- busc PETRUS COMESTOR, Sermo 20, PL 198, 1775-1778; (94"-96 r ) >In ascensione dominic PETRUS COMESTOR, PL 171, 583-589 (s. Schneyer , Repertorium 4, S.646 Nr. 143); (96 r -98 v ) >In die penthecostesc RICHARDUS DE S. VICTORE, Sermo de missione Spiritus sancti, PL 196, 1017-1032 (hier kürzer). 98 v — 123 v Zeit nach Pfingsten. (98 v -99 v ) >Sermo de sancta trinitate< : BERNARDUS CLA- RAEVALLENSIS, Sermo de diversis 45, BO 6/1, S. 262-266; (99 v — 103 r ) >Sermo de sancto Iohanne baptistac NICOLAUS CLARAEVALLENSIS, Sermo 1, PL 144, 627-637 (s. Schneyer , Repertorium 4, S.250); (103 r — 104 r ) >In festo apostolorum Petri et Paulis NICOLAUS CLARAEVALLENSIS, Sermo 2, PL 144, 649-652 (s. Schneyer , ebd.); ( 104 r -105 r ) >De sancto Petro apostolo< : NICOLAUS CLARAEVALLENSIS, Sermo 5, PL 144, 646-649 (s. Schneyer , ebd.); ( 105 r — 107 r ) >De sancta Maria Magdalenas NICOLAUS CLARAEVALLENSIS, Sermo 4, PL 144, 660-666 (s. Schneyer , Repertorium S.250f); (107 r — 110 r ) >Ome- lia Origenis super ewangelium< Maria stabat ad monumentum plorans. Audivimus, fratres, Ma- riam ad monumentum ..., s. H.Hansel , Die Quelle der bayrischen Marienklage, in: Zeitschrift f. deutsche Philologie 62 (1937) 363-388, bes. S. 368-378; (110 r — 112 r ) >Item sermo de eademc PETRUS COMESTOR, PL 171, 671-678 (s. Schneyer , Repertorium 4, S.645); (112 r — 113 V ) >Sermo de assumptione sancte Maries NICOLAUS CLARAEVALLENSIS, Sermo 6, PL 144, 717-722 (s. Schneyer , Repertorium 4, S .251); (113 V — 116 r ) >Opus sancti Bernardi de assumptione <: BERNARDUS CLARAEVALLENSIS, In assumptione B.M.V. sermones 1-2, BO 5, S. 228-231; (116 r — 119 r ) >De nativitate gloriose virginis Mariec BERNARDUS CLARAEVALLENSIS, Sermo in nativitate B.M.V., BO 5, S. 275-288; (119 r - 120 r ) >Sermo de angelis sumptus de verbis evangelii<: BERNARDUS CLARAEVALLENSIS, Sermo in comm. S. Michaelis 2, BO 5, S. 299-303 (Schluß hier länger); (120") > Sermo in dedicatione ecclesie vel altaris<. Quam terribilis est locus iste ... Quod duplex sit terror ...; (120 v — 123 v ) >Sermo de omnibus sanctisc BERNARDUS CLARAEVALLENSIS, Sermo in festivitate omnium sanctorum 1, BO 5, S. 327-341 (hier kürzer); (123 v ) >Item sermo in dedicatione ecclesies BERNARDUS CLARAEVALLENSIS, Sermo in dedicatione ecclesiae 1, BO 5, S. 370-372 8 (Schluß fehlt). 86 L6 L 6 S. Hedwigis, ducissae Silesiae, Legendae et Genealogia Pergament ■ 80 Bl. • 30 x 22,5 • Lichtenthai? • 14. Jh. 2 u. 15. Jh. 1 Lagen: 7 V 70 , (VI-2) 80 Textverlust. Vorsatz u. Nachstoßbl. entfernt; rechte Hälfte von B1.79 größtenteils herausgeschnitten. Schriftraum 18,5 x 14. 2 Spalten, 28-29 Zeilen. Textura von 2 Händen: 1. l r - 70 r , 2. 71 v —80 v ; die 2. Hand 15. Jh. 1 . Übliche Rubrizierung, rote Lombarden mit anspruchslosem blauem Fleuronnee; 72 V u. 76 v größere blau-rot abgesetzte Initialen. Roter Blindstempelband (Einzelstempel), laut brieflicher Mitteilung von E.Kyriss : 3. Viertel des 15. Jh's; je 5 Buckel (vorn einer fehlend), an den vorderen Ecken sowie hinten an den oberen und unteren Kanten schmale u. relativ kurze Beschläge aus Messingblech. Ein Riemen der beiden Langriemenschließen fehlt. Auf dem Vorderspiegel Pergamentbl. (8,5 x 15 cm) aufgeklebt, darauf in Kanzleischrift: Jhesus, Maria, Johannes. Das Buech gehört der Erwirdigen Hochgebomen Fürstin Frauwen Frauwen Marien, geborn Marggrevin von Baden etc. und Eptyssin des loblichenn Gotzhus Liechtenntall bey Buern gelegenn, Miner genedigen Frauwen (s.Abb. 16). Das Kloster besaß einen Kanzleischreiber (s. Reiss , S.300), doch könnte der Eintrag auch in der Markgräflichen Kanzlei entstanden sein ( Kattermann , S. 307). Herkunft: Datierung nach der Schrift. Möglicherweise in Lichtenthai entstanden. 76 va am Schluß der Genealogia (s. unten) Zusatz zum üblichen Text von der Hand des Schreibers: Prima filia ducis Boles- lai Agnes (t 13.3.1265) nupsit Ulrico comiti de Wirtemberg (t 25.2.1265). Vgl. Der Hedwigs-Codex von 1353, Sammlung Ludwig, hrsg. v. W.Braunfels , Bd. 2: Texte und Kommentare, Berlin 1972, Taf. I, rechtes Blatt, nach S .63). Ulrich I. von Württemberg war in 1. Ehe mit Mathilde, der Tochter Irmengards von Baden, der Stifterin des Klosters Lichtenthai, verheiratet (J.J. Dambacher in: ZGO 6 [1855] 455). Die Hs. dürfte sich in markgräflich badischem Besitz befunden haben, bis sie in den Privatbesitz der Lichtenthaler Äbtissin Maria von Baden (1496-1519) überging (s. oben). Kam 1804 an die Hofbibliothek (Kennzeichen: L\ s. Einleitung, S .22). Literatur: Ettlinger , S.8; Kattermann , S.307. 1 ra -70 rb LEGENDA MAIOR. >Incipit prefaciuncula de vita Hedwigis, quondam ducisse Sle- sie<. Splendoris eterni genitor lumenque indeficiens ... (l vb Textus): Hedwigis iam in celis beut a, in terris de Stirpe generosa progrediens ... - Ora quoque pro nobis supplicibus tuis ut dominus deus ... nos post presentis vite miseriam ad societatem transferat angelorum, qui vivit et regnat ... BHL 3766; AA. SS. Oct. VIII, S.224-264; Scriptores rerum Silesiacarum 2, hrsg. v. G.A. Stenzel , Breslau 1839, S. 1-99. - 70 v —71 r leer. 71 v -72 r STEMMA GENEALOGICUM. >Hii sunt quasi quidam nobiles arborum rami ...<. Die wettinischen Vorfahren Hedwigs mütterlicherseits. Scriptores rerum Silesiacarum 2 (s. oben), S. 115-118. 72 va -76 va GENEALOGIA. >Incipit tractatus Genealoye sancte Hedwigis ...<. Ad cognoscen- dum aliqualiter de qua radice processit stirps generosa ... - dominum Constantiam in Trebni- 87 L6 • L7 censi monasterio abbatissam. Prima filia ducis Boleslai Agnes nupsit Ulrico comiti de Wirtenberg. BHL 3768; AA. SS. Oct. VIII, S. 265-67; Scriptores rerum Silesiacarum 2 (s. oben), S. 105-114. 76 va -80 vb VITA MINOR. >Sequitur legenda minor de vita beute Hedwigis ...<. Lux lucis et fons luminis, pater de celis deus ... - et quibus ipsa solebat in lo/ (Text bricht unten auf 80 vb ab). BHL 3767. Ausgaben: AA. SS., Oct. VIII, S. 200-202, hier bis 202, linke Sp., Z. 11 von oben; Scriptores rerum Silesiacarum 2 (s. oben), S. 99-105. L 7 Biblia Sacra • Stephanus Langton (?), Interpretationes nominum hebraicorum Pergament • 4 (Pap.) + 1 + 428 + 4 (Pap.) Bl. • 16x12- Frankreich? • Dominikaner • 13.Jh. Lagen: Senionen mit einigen Abweichungen. Die Blattzahlen 386 und 398 sind zweimal vergeben (die fehlerhafte Zählung wurde bei der Inhaltsbeschreibung beibehalten, s. unten). Schriftraum 12,5 x 8,5-9. 2 Spalten (392-426 3 Spalten), 51 Zeilen. Winzige kalligraphische Perlschrift von zahlreichen Händen, Mitte 13. Jh. Zahlreiche Randeinträge des 13.-15. Jh's, teilweise ausführliche Kommentare des 13. Jh's, besonders zum Römerbrief, zum 1. Korintherbrief und zur Apokalypse (356 r -363 v , 383 r — 387"). Initialen des Lombardentypus von unterschiedlicher Größe, blau, rot oder blau-rot abgesetzt, meist mit Fleuronnee (besonders gekerbte Palmetten). Überschriften rot. Seitentitel bis 7 r in roten, dann alternierend in roten und blauen Versalien, stellenweise beschnitten. Auch die Kapitelzahlen abwechselnd mit roten und blauen Elementen. Brauner Stempelband für Lichtenthai, dat. 1570, Stempel teilweise in Goldprägung (Einband der Gruppe III, s. Einleitung, S. 45 f). Die Papierbl. wurden vermutlich zum besagten Zeitpunkt eingefügt. Einbandrücken 1978 erneuert. Dabei 2 Stücke eines Perg.-Blattes aus einem Prozessionale (14. Jh.) herausgelöst (Palmsonntagsprozession: Hesbert , Nr. 1983, 5256, 2909, 4107, 4416). Das Perg.-Vorsatzbl. recto alt mit Papier bezogen, verso zweispaltig (je 49 Zeilen) der Anfang des Buches Ruth (Kap. 1-2,11), 13. Jh. Herkunft: Schrift und Buchschmuck weisen auf eine Entstehung der Hs. um die Mitte des 13. Jh's in Frankreich hin. Im dominikanischen Capitulare (388 ra -390 rb ) ist Petrus Martyr (1253 kanonisiert) noch nicht vertreten. 426 v 2 getilgte Besitzvermerke des 14. Jh's. Noch lesbar: Iste Uber monasterii in ... regularium Spyrensis diocesis. Kam 1804 an die Hofbibliothek (Kennzeichen: L, N° 4; s. Einleitung, S.22). Literatur: Ettlinger, S .9. l ra -310 rb VETUS TESTAMENTUM (OMISSO PSALTERIO). 88 L 7 3 vb — 19 vb Gn, 20 ra -33 vb Ex, 34 ra -43 ra Lv, 43 rb -55 vb Nm, 56 rb -67 rb Dt, 67 vb -76 rb los, 67 rb -85 va Idc, 85 va -86 vb Rt, 86 vb — 133 rb I-IV Rg, 134"-147" II Par, 147 rb -150 vb I Esr, 150 vb -155 vb Ne, 155 vb — 161 rb II Esr, 162 va -171* b lob, 171 va -174 vb Tb, 174 vb -179 rb Idt, 179 va -182 vb Est, 183"- 189" Prv, 189 r — 191 ra Ecl, 191"-192" Ct, 192 ra -196 ra Sap, 196 rb -206" Sir, 206 ra - b Oratio Salo- monis (Kap. 52 von Sir) Et inclinavit Salomo genua sua in conspectu tocius ecclesiae Israel... - etpropitius sis, sipeccaverit vir in te\ vgl. R.Weber , Les anciennes versions latines du deu- xieme livre des Paralipomenes, Rome 1945, S.XI-XIII). 206 va -221 va Is, 221 vb —242 rb Ier, 242 rb -244 ra Lam, 244 ra -246 ya Bar, 246 vb -249 rb Os, 249 va -250 rb Ioel, 250 va -252 va Am, 252 vb - 253 rb Abd, 253 rb -253 vb Ion, 254"-255 rb Mi, 255 va -256 rb Na, 256 vb -257 rb Hab, 257 va -258 rb So, 258 va -259 ra Agg, 259 rb -262 ra Za, 262 rb -263" Mal, 263 rb -265 va Mt 1-9,10 (jede Spalte senkrecht rot durchgestrichen), 266 ra -283 vb Ez, 284 rb -291 rb Dn, 291 rb —210 rb I, II Mcc, 311 ra_b Dn 14,16-42 (gleicher Text wie 291"~ b ). Den Büchern des Pentatheuch sind jeweils Capi- tula vorangestellt. - 133 v , 161 v , 310 v , 311 leer. 312 rb —387 vb NOVUM TESTAMENTUM. 312 rb —321 rb Mt, 321 va -326 vb Mc, 327"-336 rb Lc, 336 rb -343 rb Io, 343"-354 va Act, 356 ra -359 vb Rm, 359 vb -366 va I, II Cor, 366 va -367 vb Gal, 368"-369' b Eph, 369 rb -370 rb Phil, 370 rb -371 rb Col, 371 rb —372 va I, II Th, 372 va -374 va Tim, 374 va -375 ra Tit, 375 ra -375 rb Phlm, 375 rb -378 rb Hbr, 378 va -379 va Iac, 379 vb -381 va I, II Pt, 38l va -382 vb I-III Io, 382 vb -383 ra lud, 383 rb -387 vb Apc. PROLOGE UND ARGUMENTA: Stegmüller , RB, Nr. 284 (l "-3"), 285 (3"" b ), 311 (67 rb_vb ), 326 (134 ra ), 330 (147"- b ), 344 (162"- b ), 357 (162 ra - va ), 349 (162 va ), 332 (171 va ), 335 (174 vb ), 341 (179 rb ), 342 (179 rb ), 457 (183 ra ), 26 (196 ra " b ), 482 (206 rb - va ), 487 (221 va - b ), 500 (246 va ), 507 (246 va_b ), 5206 (246 vb ), 508 (249 rb ), 511 (249 rb - va ), 510 (249 va ), 515 (250 va ), 512 (250 va ), 519 (252 va - b ), 517 (252 vb ), 516 (252 vb ), 524 (253"- b ), 522 (253 rb ), 526 (254 ra ), 525 (245 ra ), 528 (255 rb - va ), 527 (255 va ), 531 (256 rb " vb ), 534 (257 rb - va ), 532 (257 va ), 538 (258 rb " va ), 535 (258 va ), 539 (259 rb ), 540 (259 rb ), 543 (262 ra - b ), 544 (262 rb ), 492 (266 ra ), 494 (283 yb - 284 rb ), 551 (291 rb ), 590 (312 rb ), 607 (321 rb ~ va ), 620 (326 vb -327"), 624 (336 rb ), 640 (343 va ), 670 (355 ra " b ), 674 (355 rb_vb ), 675 (355 vb ), 684 (359 vb ), 700 (363 vb ), 707 (366" a ), 715 (368 ra ), 728 (369 rb ), 736 (370 rb ), 752 (371 rb ), 765 (372 va ), 772 (373 va " b ), 780 (374 va ), 784 (375 ra ), 793 (375 rb ), 809 (378 va ), 829 (383"), 834 (383 ra " b ). 388 ra -390 rb CAPITULARE EPISTOLARUM ET EVANGELIORUM, dominikanisch. 391 va —391 rb , 426 v Nachträge zum Capitulare für die Wochentage (14. Jh.). 391 v Verzeichnis der biblischen Bücher (15. Jh.). 392 ra -426 rc STEPHANUS LANGTON (?), INTERPRETATIONES NOMINUM HE- BRAICORUM. Aaz apprehendens vel apprehensio. Aad testificans vel testimonium. Aahar(!) deprecatio ... - Zuzim consiliantes eos vel consiliatores eorum. Stegmüller , RB, Nr. 7708- 89 L7 ■ L8 7709; Glorieux 1, Nr. 104, as. Text auch in den Karlsruher Hss. Aug. XXVII, 332 ra - 4 0 1 vb ; Aug. 137, 1 96 ra —20 1 vb (Auszug); Rastatt 1, 240 ra -262 vb ; Karlsruhe 1383 (Fragment, 1 Doppelbl.). L 8 Diurnale dominicanum Pergament • 1 + 355 + 1 Bl. • 13,5 x 9,5 • Süddeutschland • um 1500 Lagen: 2 IV 15 , 2 V", (V-l) 44 , V 54 , 3 IV 78 , V 88 , 3 IV 112 , V 1 ", 2 IV 138 , III 144 , 4 IV 176 , 4 V 216 , 3 IV 240 , 4 V 280 , IV 288 , V 298 , IV 306 , (IIIH- l) 313 , IV 321 , V 331 , 3 IV 355 ; l.BI. der l.Lage (leer) nicht gezählt. Textverluste zwischen Bl. 41 und 42 sowie 280 und 281. Schriftraum im Corpus der Hs. 9,5 x 6/6,5. 17-18 Zeilen. Bastarda formata und Textura von mehreren, gleichzeitigen Händen: 1. 8 r -43 r u. 145 r —298 v ; 2. 43 v - 57 v ; 3. l r -7 r , 58 r -144 r , 299 r -349 r und Rubriken in 8 r -144 v u. 233 v -280 v ; 4. 349 v -355 v . Rubriziert. Rote u. blaue Lombarden, oft mit schnörkelartigen Ausläufern. Grüner Samtband. Herkunft: Dominikanisches Diurnale aus einem Frauenkloster (342 v : sorores .. .), Patrozinium vermutlich Johannes Baptista (vgl. 347 r ). Zusätze zur ordensüblichen Gestalt von Kalendar und Sanktorale weisen in den süddeutschen Raum. Datierung aufgrund von Schrift und Kalendarium. 1804 an die Hofbibliothek (Z. N° 16, s. Einl. S.22). Auf dem Vorderspiegel Notiz des Karlsruher Bibliothekars Wilhelm Brambach vom 15.9.1888: Vermutung auf Herkunft aus Freiburg (Adelhausen) und „irrige Anordnung bei Übernahme der Klosterbibliotheken" durch die Karlsruher Hofbibliothek im 19. Jh. Freiburger Provenienz (so auch Heusinger , s.u.) jedoch kaum wahrscheinlich. Literatur: Ettlinger , S.8; Ehrensberger , S. 33 f Nr. 12; Chr. Heusinger , Studien zur oberrheinischen Buchmalerei und Graphik, Diss. Freiburg 1953, S. 122 Anm. 1. l r -6 v KALENDARIUM. Dominikanisch. Wie im Prototyp (s. Guerrini, S.255-266), mit den bis Ende 15. Jh. aufgenommenen Festen (s. Leroquais , Breviaires 1, S.C-CI). Außerdem, Erhardi (RA.), Juliane (16.1.), Kungundis (3.3.), Gertrudis (17.3.), Ruperti (27.3.), Marie Egyptiace peccatrice(\) (2.4.), Erasme(\) (3.6.), Boni/acii (5.6.), Albani (21.6.), Udal- richi (4.7.), Kiliani (8.7.), >Divisio apostolorum< (15.7., mit Totum-duplex-Rang), >Anne matris Marie< (26.7.), > Transfiguratio domini< (6.8.), Galli (16.10.), Wolfgangi (31.10.), Leonarde^) (6.11.), >Presentacio s. Marie< (21.11.), Conradi (26.11.); diese zusätzlichen Feste meist ohne Rangangabe. Von Hand 2 hinzugefügt: >Joseph nutritoris domini< (19.3.) und >Anthonini episcopi< (2.5.). 7 r ADERLASSTAFEL. - 7" leer. 8 r -349 r DIURNALE DOMINICANUM. 8 r -127 v Proprium de sanctis. Vgl. Guerrini , Nr. 307-453, mit den entsprechenden Zusätzen für die später in den Ordenskalender aufgenommenen Feste; außerdem berücksich- 90 L8 • L9 tigt: Alban (63 v -64 r ), Ulrich (76"), Divisio apostolorum (77"), Transfiguratio domini (90 r - 93 r ) und Anna (81 v -84 v ). Folgende Reimoffizien: (27 r -30 v ) Translatio Thomae de Aquino, AH 5 Nr. 85; (37 v —41 r ) Thomas de Aquino, AH 5 Nr. 84; (45 v -48 r ) Petrus Martyr, AH 28 Nr. 48; (57 r -59 v ) Corona domini, AH 5 Nr. 11; (60 v -61 v ) Translatio Dominici, AH 25 Nr. 86; (72 v -76 r ) Visitatio B.M.V., AH 24 Nr. 30; (81 v —84 v ) Anna, AH 25 Nr. 28 mit den Hymnen AH 23 Nr. 198 und 193 und dem anderweitig nicht nachgewiesenen Stück Celestis Syon filie ...; (87 r -90 r ) Dominicus, AH 25 Nr. 85; (113 r -115 v ) Elftausend Jungfrauen, AH 5 Nr.88 mit Hymnen AH 4 Nr.473 und AH 52 Nr.372 und 371; (120 v — 123 r ) Elisabeth, AH 25 Nr.90; (124 v — 127 r ) Katharina, AH 26 Nr.69. 1 27 v — 1 44 v Commune sanctorum. Vgl. Guerrini , Nr. 454-461, 467, 464. 145 r -280 v Proprium de tempore. Vgl. Guerrini , Nr. 14-244. Am Schluß (Dedicatio) Textverlust. 28 l r — 308 v Cursus de B .M .V. Vgl. Guerrini , Nr.470. 308 v -346 r Horae diurnae pro tempore anni. (308 v -327 r ) Prim bis Non, s. Guerrini , Nr. 125, 93, 103, 111; (327 r -342 v ) Vesper, s. Guerrini , Nr. 106, 111-115, 76; (342 v -346 r ) Komplet, s. Guerrini , Nr. 80 u. 481. 346 v -347 r Kommemorationen zu Vesper und Laudes. Maria; Dominicus, Antiphonen aus AH 25 Nr. 85; (347 r ) Johannes Baptista; (347 v ) Dominikanerheilige (Petrus Martyr, Thomas v. Aquin, Vinzenz Ferrer, Katharina v. Siena), mit den gereimten Antiphonen Christi pia gratia ... und O quam felix gloria ... (s. Heinzer- S tamm , Register). 348 r -349 r Kapiteloffizium. Vgl. Guerrini , Nr. 504-506. 349 v -355 v NACHTRÄGE. (349 v -350 v ) Responsorien zu folgenden Heiligenfesten: Luzia, Sebastian, Agnes, Agatha, Joseph, Antoninus; (350 v -355 v ) Offizium zum Fest von Vinzenz Ferrer, Reimoffizium AH 5 Nr.91 (ohne Matutin) mit Hymnen AH 52 Nr. 378-380. L 9 Officium defunctorum Pergament • 8 (Pap.) + 48 Bl. • 16,5 x 10,5 • Zisterziensisch ■ Oberrhein (?) • 14. Jh. Lagen: IV* 8 ', 4 V 40 , (V-2) 48 ; Textverlust; Kustoden. Bl. 1 ist der ehemalige Vorderspiegel. Dieser im 17. Jh. abgelöst, anschließend ein Quaternio Papierbl. davorgesetzt. Zählung der Papierbl.: (l)-(8). Schriftraum im Corpus der Hs. 11,5 x 7. 14 Zeilen. Textura von einer Hand, außer l r (Buchschrift des 14.Jh's) und (l) v -(7) r (Kursive des 17.Jh's). Übliche Rubrizierung. Rote und blaue Lombarden. 91 L9 • L 10-14 l v rot-blaue Fleuronnee-Initiale, 4-zeilig (oberrheinischer Stil: Gruppe 2 von Beer , Beiträge, S .22- 25). Schweinslederband mit Blindpressung, Gruppe I der für Lichtenthai gefertigten Bände, Stempel 28, 10 (nur Spitze), 11, 27 (s. Einl., S. 44 f und Abb. 21 f); 2 Messingschließen; auf den beiden Deckelinnenseiten (unter den Einschlägen des Lederbezugs) 2 Blätter einer Pergamenths. des 14. Jh's (Sermo- nes: Antonius Azaro de Parma, OP., vgl. Schneyer , Repertorium 1, S.297 Nr. 115 und S.298 Nr. 122). Herkunft: Initiale l v weist auf den oberrheinischen Raum. Ursprüngliche Bestimmung für Lichten- thal nicht gesichert, dort jedoch mit Sicherheit seit dem frühen 16. Jh.: vgl. Einband sowie (7) r . Nr. 43 von F. Mones 2. Gruppe. Literatur: Trübner , Nr. 62; Ettlinger, S.9; Ehrensberger, S.44 Nr. 1. (l) v -(7) r NACHTRAG (17. Jh.): Marianische Novene. Gebetstexte lateinisch, Rubriken deutsch. Bemerkenswert: (7) r Collecta fundatrix(}) für die Lichtenthaler Stifterin Irmengard. - (l) r und (7) v -(8) y leer. l r Suffragium de decem milibus martyrum. 1 v — 48 r OFFICIUM DEFUNCTORUM, zisterziensisch, wie Dijon, Bibl. municipale, Ms. 114, 150 va -151 ra (s. auch Huot Nr. 132). Die Kollekten (45 v -48 r ) umfangreicher als im Normkodex; bemerkenswert auch das bei den Zisterziensern unübliche De profundis nach den Laudes (45 v ). 48 r Gebet zum hl. Petrus. >De sancto Petro apostolcx. Sancte Petre, princeps apostolorum, pre- sul ecclesiarum Christi ... (Text unvollständig). L 10-14 Biblia sacra (omisso Psalterio), 5 Bände Pergament • 137, 175, 116, 141, 165 Bl. • 34 x 24 u. 37,5 x 26 (L 11) • Lichtenthai? • um 1300 Lagen: L 10: 5 IV 40 , (IV-1) 47 , 11 IV 134 , (IV-5) 137 . 2 Bl. mit 89 foliiert. Textverluste: 1 Bl. nach Bl.41, 4 Bl. nach 136, 1 Bl. nach 137, ferner vermutlich 3 komplette Lagen am Schluß. Lll: 15 IV 120 , (IV+1) 129 , 5 IV 16 ', (IV-2) 175 . Textverlust am Schluß 2 Bl. u. vermutlich 3 komplette Lagen. L 12: (IV+I) 9 incl. Spiegel, 11 IV", 2 V 116 incl. Spiegel. L 13: (IV-1) 7 , 13 IV 111 , (III-l) 1 ", 2 IV 132 , (IV-2) 138 , (III-3) 141 . Textverluste: 1 Bl. zu Beginn, 1 Bl. nach 116, 1 Bl. nach 133, 1 Bl. nach 138, 2 Bl. nach 140, 1 Bl. u. vermutl. 3 komplette Lagen am Schluß. L 14: 7 IV 56 , (III—I) 62 , IV 70 , (III—2) 74 , 7 IV 130 , III 136 , 3 IV 160 , III 165 incl. Spiegel. 2 Bl. Textverlust nach 59. In allen Bänden Kustoden, teilweise abgeschnitten. In L 10 Reklamanten bis 55 v . 92 L10-14 Schriftraum: 22,5 x 15 (L 12, 13, 14); 23,5 x 15 (L 10); 24 x 16 (L 11). 2 Spalten, 32-33 Zeilen, 35 in Lll. Textura von 2 Händen. Hand 1 nur in L 10, l ra -56 rb . In L 10 Capitula anfangs in kleinerem Schriftgrad. Lektionszeichen. Nachträge um 1300 u. 14. Jh. 1 in L 12 u. 14. Randnotizen 14.-18. Jh. (s.u. Herkunft). Rubriziert, rote Lombarden und Seitentitel. Vielfältige große Deckfarbeninitialen, hervorzuheben: Typus I: Rankeninitialen mit meist dreilappigen Palmetten, rot-blau-grün (bzw. gelb), teilweise mit Drachen und Fratzen (z.B. L 10, l r , 5 V , 39 v , 64 y ; Lll, 27 r , 88 v ); Typus II: rot-blau abgesetzte Buchstabenkörper, die Gründe ausgefüllt mit Palmetten (Ränder einseitig gekerbt) und Lilien in brauner Federzeichnung, Zwischenräume gelb (z.B. L 12, 2 V , 25 T , 73 V ; L 13, 37 r , 117 r ; L 14, 10- Helle Lederbände mit 2 Langriemenschließen, vermutlich gleichzeitig. L 13 u. 14 mit Streicheisenlinien. Alle Bände ursprünglich mit Beschlägen, jetzt fehlend außer bei L 12 (vorn vier Buckel erhalten) und L 14 (vorn 4, hinten 5 Buckel erhalten). Auf dem hinteren Deckel von L 14 Titelschildchen (14. Jh.). Alle Bände mit lädierten Rücken-Titeln (bei L 10, L 11, L 13: 17./18.Jh.; bei L 12 u. L 14: 19.Jh.). Signaturen: II 122 (L 12) u. II 113? (L 14), vermutl. Lichtenthai. Schildchen mit F.Mones Numerierung (1. Gruppe) 4 u. 3 bei L 12 bzw. L 14. Herkunft: Vermutlich in Lichtenthai oder Neuburg bei Hagenau entstanden (vgl. Einleitung, S.38). Datierung nach Schrift und Buchschmuck. Auf dem Vorderspiegel von Lll Lichtenthaler Besitzvermerk des 14. Jh's wie in L4 u. 5. In L 5, 44 r -123 v , Hand des Hauptschreibers der Bibel. Nachtragshand in L 12, l v identisch mit L 5, 42 v -43 r . Einband von L 4 gleicher Typus wie Einbände von L 10- 14 (Buckel wie bei L 12). Randnotizen überwiegend mit Bezug auf die Tischlesung, großenteils von Sr. Regula stammend (s. Einleitung, S.43). Bemerkenswert Regulas Notiz auf zwei Perg.-Stückchen: Diß Capitel mit eim crützlyn gezeichent biß an das nehst nachgend Cap. sol fürbas im Convent nymer me gelesen werden von geheiß unser öbern. Wan sölichs unbesserlich ist zu lesend und zu hörend von Jungkfrawen. Da von laß mans gantz blyben (in L 11 auf B1.35 r aufgenäht, mit Bezug auf 2 Rg, Cap. 13). Lose beigefügtes Perg.-Stück mit fast gleichem Inhalt in L 13 nach Bl. 103. L 10, L 11 u. L 13 kamen 1804 an die Hofbibliothek (Kennzeichen: L N° 5; L N" 3; L N° 2; s. Einleitung, S.22). Bei L 12 u. L 14 Mones Numerierung (s. oben). Literatur: Ettlinger, S .9. VETUS TESTAMENTUM L 10: 7 rl -38 vb Gn, 39 vb -64 ra Ex, 64 va -81 vb Lv, 83 ra -109 rb Nm, 110 va -134 rb Dt, 135 vl -137 vb los (bricht ab in cap. VIII, 13). Die Bücher Richter u. Ruth Textverlust. Vor jedem Buch Capitula. PROLOGE: Stegmüller , RB, Nr. 284 (1"-5 V!1 ), 285 (5 va -6 rb ), 311 (134 A -134 vb ). L 11: 3 ra -87 vb I-IV Rg, 88 va — 129 va I, II Par, 130 vb -137 vb Esr, 137 vb -147" Ne, 147 vb -154"Tb, 154 vb - 163 vb Idt, 164"-172 rb Est, 173 rb -175 vb lob (bricht ab in cap. VI, 24). Capitula nur bis IV Rg. PROLOGE: Stegmüller , RB, Nr.323 (l"-2 vb ), 238 (87" b -88 vl ), 330 (130 ra - b ), 332 (147"*- b ), 335 (154 va ~ b ), 341 (163 vb ), 343 (163 vb -164™), 344 (172 rb -173 rb ). 93 L10-14 L 12: 2 va_19« PrV) i9v._25rb Ed, 25 va —28 rb Ct, 28 va -40 va Sap, 41 ra -73 va Sir, 73 vb -l 16 va , I, II Mcc. PROLOGE: Stegmüller , RB, Nr. 457 (2"-"), 462 (19 ra - b ), 26 (40 va -41 ra ), 551 (73 va - b ). L 13: 1 ra —36 va Is (Anfang bis cap. I, 6 Textverlust), 37 ra -76 va Ier, 76 va -81™ Bar, 8 l ra -84 va Lam, 85 ra - 89 vb Os, 90 rb -92 ra Ioel, 92 vb -96 va Am, 96 vb -97 rb Abd, 97 vb -99 ra Ion, 99 rb -102 ra Mi, 102 va -103 vb Na, 104 va — 106 ra Hab, 106 va -108 ra So, 108 va -109 va Agg, 109 vb -115 rb Za, 115 vb -U6 vb Mal (bricht in cap. III, 10 ab), 117 rb — 141 vb Ez (bricht in cap. XXXVI, 38 ab). Buch Daniel vermutlich Textverlust. PROLOGE: Stegmüller . RB, Nr.487 (36 va - vb ), 500 (84 va " vb ), 507 (84" b -85 ra ), 511 (89 vb - 90 ra ), 510 (90 ra " b ), 519 (96 va_b ), 524 (97 rb - vb ), 521 (97" b ), 526 (99™- b ), 528 (102 rb - va ), 531 (103 vb — 104 va ), 534 (106 ra_va ), 538 (108"-"), 539 (109 va - b ), 543 (115 rb - vb ), 492 (117 ra - b ). NOVUM TESTAMENTUM L 14: 2 ra -23 rb Mt, 23 vb -37 ra Mc, 37 va -59 vb Lc (Textverlust ab cap. 24,42), 60 ra -74 rb Io, 75 ra -97 va Act, 98™-100 rb Iac, 100 rb -104 ra I, II Pt, 104 ra -106 ra I-III Io, 106 vb -107 rb lud, 108 va -119 ra Apc, 120 va — 128 vb Rm, 128 vb -142 va I, II Cor, 142 va -145 rb Gal, 145 rb -148 ra Eph, 148 ra -150 ra Phil, 150™-15 l vb Col, 152 ra — 154 va I, II Th, 154 va — 158 ra I, II Tim, 158 ra — 158 vb Tit, 158 vb — 159 rb Phlm, 159 rb — 165 ra Hbr. PROLOGE U. ARGUMENTA: Stegmüller , RB, Nr. 595 (l"- vb ), 590/591 (l vb -2™), 607 (23 rb - vb ), 620 (37 rb-va ), 640 (75 ra " b ), 809 (97 va -98 ra ), 835 (107 rb ~ va ), 670 (119 ra -119 vb ), 674 (119 vb — 120 va ), 685 (128 vb ), 700 (137"), 707 (142 vb ), 715 (145 rb ), 728 (148 ra ), 736 (150"), 747/748 (151 vb ), 752 (153 va ), 765 (154 va ), 772 (156 va ), 780 (158™), 783 (158 vb ), 793 (159 rb ). NACHTRÄGE: L 12: l r De gaudiis B.M.V. (14. Jh. 1 ). AH 54 Nr. 213. l v Hymnus De sanctissima trinitate (14. Jh. 1 ). Dulcis amor pax, veritas, tecum laus, sancta trinitas ..., mit Quadratnotation auf 4 Linien, 10 Systeme. AH 54 Nr. 166 (nur diese Hs. genannt, ohne Kenntnis der Signatur). L 14: Vorderspiegel: Lateinische Osterfeier (um 1300), Fragment. Chorus: Surgit Christus cum tropheo, iam ex agno /actus leo mit Quadratnotation auf 4 Linien, 15 Systeme. H.-J. Linke , .Lichtentaler Osterspiel', in: 2 VL, 5 (1985), Sp.777f. 94 L10-14 • L 15 74 v Marianische Antiphon (14.Jh. 1 ). Sancta Maria, succurre miseris ..., mit Hufnagelnotation auf 4 Linien, einspaltig, 9 Systeme. Hesbert , Nr. 4703. 165 v Responsorien aus einem Magdalenen-Reimoffizium (um 1300). Flavit auster et fuga- vit aquilonem quando lavit..Laudemus opus dei in Maria Genitrice .. ., mit Quadratnotation auf 4 Linien (12 Systeme). Auch in L 15, 21 v -22 v ; dort 17 v -34 r das vollständige Offizium (Näheres s. dort). L 15 Antiphonale speciale de sanctis Pergament • I + 83 Bl. • 35,5 x 24 ■ Zisterziensisch • Lichtenthai (?) • 14. Jh. 1 Lagen: VI 12 , V 22 , 3 VI 58 , V 68 , II 72 , (IV + l) 81 , I 83 ; ab 34 v Reklamanten; ehemal. Spiegel abgelöst, jetzt als Bl. I bzw. 83 gezählt. Schriftraum 25 x 18 (l r -22 v ), 27,5 x 18 (I™, 23 r -72 r u. 82 r -83 v ), 26 x 18 (73 r - 81"). 8-9 Notensysteme mit entsprechender Anzahl Textzeilen. Textura von einer Hand im Hauptteil der Hs. (I r -72 r und 82 r -83 v , hier die Notation von anderer Hand); zwei Nachtragshände des 14. Jh's: 1. 72 v , 2. 73 r —81 v . Quadratnotation auf 4 roten Linien mit Ausnahme von 73 r —81 v (deutsche Neumen auf 4 Linien, F-Linie rot, C-Linie gelb). Übliche Rubrizierung. Rote Lombarden, schwar-rote Cadellen, 74 v einfache Fleuronnee-Initiale, 2-zeilig, rot-blau abgesetzter Buchstabenkörper mit weißen Aussparungen, derbes Fleuronee und Zierstab, ebenfalls rot-blau. Schmuckloser Lederband der Zeit, 1983 zwei neue Langriemenschließen angebracht. Auf dem Rücken Titelschildchen: Antiphonale (19. Jh.). Herkunft: 72' >Alle die an disseme böche wollent singen eder(\) lesen, die solent gedenken alle der die dis buch hant gemachet. Anegenges der von Ingenheim, darnach Manegoldes selgen. Requiescant in pace in vi- tam eternam<. Zum Geschlecht derer von Ingenheim (Unterelsaß) s. J. Kindler von Knobloch , Das goldene Buch von Straßburg 1, Wien 1885, S. 134f. Eine Methildis de Ingenheim genannt im ältesten Lichtenthaler Nekrologium (Nekr. 19/11, f. 120", zum 5. April, Hd. des 14. Jh's), ebenso ein Mangolt (ebd., fol. 121 r , zum 16. Mai). Für eine Entstehung in Lichtenthai sprechen die textlichen Parallelen zu weiteren Lichtenthaler Hss., bes. L 5; von der Hand der Mechthild (?) von Ingenheim stammt auch Kl.L. 86 (II). Nr. 50 von F. Mones 2. Gruppe. Literatur: Trübner , Nr.43; Ettlinger , S.8; Kattermann , S.306f und 308f; A.Hughes , Medieval manuscripts for mass and office, Toronto 1982, S.394 (Sigle A37). P-72* ANTIPHONALE SPECIALE DE SANCTIS I" Antiphonen zum Fest Annuntiatio B.M.V., fragmentarisch und größtenteils ohne Notation (später durch B1.64 ersetzt, s.u.). 95 L 15 • L 16 1 r — 1 O v De spinea Corona domini. Wie Brev. Cist . 1484, z4 v -9 r (Anfang fehlt); bemerkenswert: (10 v ) Zusatz > De sancta Corona XII. Responsorium< Ave rosa, spinis puncta ... (Mone 1, Nr. 136, nach dieser Hs.). 10 r — 17 v >De sancto Petro< (Tarentasiensi). Reimoffizium AH 28 Nr.49 (vgl. Heinzer , Katalogisierung, S. 103). 17 V —34 r > Marie Magdalene<. Offizium größtenteils wie in L 5, l r -7 r (s. dort) mit Ausnahme des 3. und 4. Responsoriums in der 1. Nokturn: Flavit auster et fugavit (s. Chevalier , Nr. 6355) und Laudemus opus dei (21 v -22 v ), beide auch in L 14, 165 v u. Kl.L. 15, 168 r . 34 r -49 r >In festo Katherine virginis<. Reimoffizium wie in L 5, 16 V —23 v (s. dort); (46 r -49 r ) Hymnen AH 52 Nr. 246. 248 und AH 4 Nr. 314. 49 r -62 r >In natali XI milium virginum<. Teile des Reimoffiziums AH 5 Nr. 87 (vgl. auch Brev. Cist . 1484, bb 13 r — 15 r ); (59 r -62 r ) Hymnen AH 4 Nr.472 und AH 52 Nr.368 u. 365. 62 v -70 v >In annuntiatione sancte Marie<. Wie L 5, 8 a r -l l v und 23 v (s. dort). 70 V —71 r Weitere Responsorien zum Fest Undecim milium virginum (entsprechende Verweisungen am Rand von 52 r und 56 r ). 71 v -72 r >De sancta corona<. Responsorium wie 10 v (s. oben); Cantica der 3. Nokturn, wie in L 5, 39 r (s. dort). 72 r Kolophon (s. oben, unter Herkunft). 72 V Zwei Responsorien zum Fest Undecim milium virginum. 73 r -83 v NACHTRÄGE (14. Jh.): (73 r —81 v ) >De corpore domini<, Reimoffizium AH 24 Nr.6 (vgl. Heinzer , Katalogisierung, S. 103) und Hymnus AH 50 Nr.382; (81 v ) Alleluia- verse O salutaris hostia und O virgo Cristi nobilis; (82 r -83 v ) Invitatoriumspsalm 94. L 16 Liber Ordinarius cisterciensis Pergament ■ 78 Bl. • 26 x 19 • Straßburg • 1378 Lagen: III 6 , 6 VI 78 ; Reklamanten. Schriftraum 19 X 13. Im Corpus der Hs. 2 Spalten, 37 Zeilen. Buchschrift von einer Hand, rubriziert. Im Kalendarium und am Rand des Haupttextes versch. Nachtragshände des 14.-17. Jh's. Lederband der Zeit mit diagonaler Streicheisenmusterung, oben und unten die Deckel überlappend; am Rücken ein zusätzlicher Lederüberzug; von urspr. je 5 Buckeln vorne noch 2, hinten noch einer erhalten; 1976 zwei neue Langriemenschließen und neues Vorsatzbl. angebracht. Auf dem Rücken Titelschildchen: Liber de divino officio (19. Jh.). 96 L16 Herkunft: 78 r Explicit Uber dictus index qui tractat de divino officio per totum annum, scriptus Argentine anno Domini M°CCC"LXXVIII" et completus in octava apostolorum Petri et Pauli. 34 r Randbemerkung von einer Hand des 14./15. Jh's: Petri episcopi (= 8. Mai), dedicatio in Otterberg (vgl. Urkun- denbuch des Klosters Otterberg in der Rheinpfalz, hrsg. von M.Frey u. F.X.Remling , Mainz 1845, Nr. 120). Zusätze im Kalendarium und Randnachtrag 72 v -73 r belegen späteren Aufenthalt der Hs. in Lichtenthai. Nr. 34 von F. Mones 2. Gruppe. Literatur: Trübner , Nr. 33; Ettlinger, S.8. l r -6 v KALENDARIUM CISTERCIENSE mit komputistischen Angaben. Stand entsprechend der Entstehungszeit der Hs. (vgl. dazu Backaert ). Nachträge von mehreren Händen des 14. und 15. Jh's: nebst Anweisungen zur Bestimmung der beweglichen Feste u.a. die Einträge Anniversarium Irmelgardis fundatricis (24.2.), Dominica ante Marie Magdalene dedicacio in Buern, actum LXX" anno (19.7., vgl. Schindele , Abtei Lichtenthai 1, S. 136), Arbogasti (21.7.), Florencii (7.11.). Von einer Hand des 17. Jh's: de sancto Joseph (19.3.), Francisci de Paula (2.4.) und Stephani abbatis (17.4.). 7 r -78 r LIBER ORDINARIUS CISTERCIENSIS. >Incipiunt capitula in ordinarium sive in- dicem qui tractat de divino officio <; (8 r ) >Incipit Uber Ordinarius de divino officio per totum annum sicut tenet ecclesia Cystercii, compilatus in honorem Dei genitricis Marie anno domini M°.CCC°XXV° (Datierung der Vorlage, zur Datierung der Hs. selber s. oben) .. .<. Inpri- mis sciendum est quod adventus domini... - (77') Ad maiorem missam secundum Alleluia: Qui conßdunt. Gleicher Text: Basel, UB., AVIII 61 (s. Scarpatetti , Dat. Hss. 1, Nr. 197). (77'- 78 r ) Zusatz: >Sentencia beati Bernhardt de negligentia que contingere potest in altari ...<. Si per negligenciam evenerit ... - qui vero pro necessitate infirmitatis eucharistiam vomerit, VII diebus peniteat; vgl. Wilhelmus Durandus, Rationale div. off., lib.IV, cap. 41-42. (78 r ) Ko- lophon (s. unter Herkunft). Bemerkenswerte Einzelheiten: (60 ra ) >Item generalis regula de IUI temporibus<, Verse Walther , Initia Carminum, Nr. 20871; (60 vb ) > Versus super bybliam quando legatur<, Walther , ebd., Nr. 4536; (72 v -73 r ) Randnachtrag des 17. Jh's zum Lichtenthaler Kirchweihfest (vgl. auch Nachtrag im Kalendarium). 78" NACHTRAG (15. Jh.): Absolutionsformeln. Absolutio in articulo mortis und Absolutio Basiliensis (vgl. dazu N.Paulus , Geschichte des Ablasses im Mittelalter 3, Paderborn 1923, S. 162 mit Anm.3 u. 4; Druck der Basler Formel bei Th.Brieger , in: Beiträge z. sächsischen Kirchengeschichte 16 [1910], S.70). Hinterspiegel: Nachträge (15. Jh.), den Lunarbuchstaben von 1457 und die Oktav von Marienfesten betreffend. 97 L 17 L 17 Breviarium cisterciense Pergament • 301 Bl. • 26 x 18 • Herrenalb/Lichtenthal • 15. Jh. 2 Lagen: (V+2) 12 , (VI+1) 25 , 34 IV 297 , II 301 ; Kustoden im von Hand 1 geschriebenen Teil, ebenso ab 281 v ; erstes und letztes Bl. urspr. als Spiegel verwendet. Schriftraum 19 x 12. 31-35 Zeilen. Textura von drei etwa gleichzeitigen Händen: 1. 14 r -254 r , 2. 2 r -13 r und 254 r -299 r (= Hand von L 29, vgl. auch die Hss. L 44 und 47), 3. 290 r (am Rand), 293rv (Einschübe) u. 299 v (Hand von Johannes Zürn aus Herrenalb, s. unten Literatur). Übliche Rubrizierung. Rote, blaue und grüne Lombarden, vielfach mit derben Schnörkeln verziert; bis 281 v durchgehend von einer Hand, ab 282 r andere Hand, nur noch rot. 14 r 8-zeilige Initiale E: Buchstabenkörper in Blattgold, blauer Grund mit gelber Rautenmusterung und rosafarbenem Rahmen, davon ausgehende Blattranken in Grün, Rosa und Blau (Nachahmung der Initiale von Lichtenthai 20, ll r , s. dort); verschiedene kleinere Initialen ähnlicher Art. Dunkelbrauner Lederband, Gruppe I der für Lichtenthai gefertigten Einbände, Stempel Nr. 5, 10, 12, 14, 19, 20, 25, 32, 33, 35, 40, 42, 45 (s. Einl., S.44f und Abb. 21 f); eine von urspr. zwei Langriemenschließen noch erhalten. 1975 restauriert: Erneuerung von Rücken und Spiegel. Auf dem Rücken Titelschildchen. Breviarium Cisterciense ( 19. Jh.). Herkunft: Kalendarium belegt Bestimmung für Lichtenthai; vermutlich teilweise in Herrenalb geschrieben (vgl. 3. Schreiberhand). 14 r -254 r nach älterer Vorlage kopiert, die notwendigen Ergänzungen (neu in den Ordenskalender aufgenommene Feste mit ihren Offizien) im Anhang 282 v -299 v , entsprechende Verweisungen von der Schreiberhand (Hd. 1), z.B. 234 v -235 r : >Undecim milium virginum quere in fine libri<. Nr. 11 von F. Mones 2. Gruppe. Literatur: Ettlinger, S.6; Trübner , Nr. 73; Heinzer , Johannes Zürn, S.74 und 77; Schindele , Abtei Lichtenthai 1, S.50 und 138. 2 r -282 v BREVIARIUM CISTERCIENSE. 2 r -13 v Kalendarium , zisterziensisch, Stand 15. Jh., zweite Hälfte (vgl. Brev. Cist. 1484, 1 v — 11 r ). Zusätzlich zum ordensüblichen Grundstock: Irmengardis fundatricis (25.2.), Arbogast (21.7.), Florencii (7.11.). Von anderer Hand nachgetragen: Erhardi (8.1.), Blasii (3.2.), Onufrii (11 .6.), Galli (16.10.), Odilie (13.12.). Auf der Recto-Seite jedes Blattes Rubriken zu den Commemorationes Sanctorum (2 r , s. Brev. Cist. 1484, 16") und ab 3 r die Kollekten für die Heiligenfeste ohne eigenes Offizium. 14 r — 161 v Proprium de tempore. >Sabbato ante dominicam primam adventus domini<\ (32 y ) >In vigilia nativitatis domini<\ (46 r ) >In vigilia epyphanie<; (72 V ) >Feria IUI in capite ieiunii<; (104 r ) >Sabbato in vigilia pasche <; (117 r ) >In vigilia ascensionis<; ( 121 r ) >In vigilia penthe- costes<; (124 v ) >De sancta trinitate<; (127 V ) >Sabbato primo post octavam penthecostes<. Bemerkenswert: kein Fronleichnamsoffizium (s. Anhang 282 v ); 80 v deutsche Rubrik >All tag die 98 L17 collecta zu der terz ...<; die Lektionen 9-12 (dritte Nokturn) in separatem Teil ab 144" entsprechend dem Normcodex Dijon 114. Zum Ganzen vgl. auch Brev. Cist . 1484, a2 r -rl6 v . 161 v —242 v Proprium de sanctis. >Incipit pars de sanctis per annum<, entsprechend dem Ka- lendarium, mit Ausnahme der erst im Anhang 282 v -299 v berücksichtigten Feste. Vgl. Brev. Cist. 1484, s l r -cc 16 v . 242 v -268 v Commune sanctorum. Vgl. Brev. Cist. 1484, ddl r -eel6 r . 268 v — 27 1 r Dedicatio ecclesiae. Vgl. Brev. Cist . 1484, eel6 r -ff4 v . 271 r -273 v Cantica der dritten Nokturn. Vgl. Brev. Cist . 1484, ff 4 V —ff 10 r . 273 v -282 v Hymnarium, s. Weinmann , Nr. 10-41, 59, 60, 42-52. Vgl. auch Brev. Cist . 1484, ff 10 v -gg 9 V . 282 v -299 v ANHANG: >Nove hystorie<. 282 v -287 r >De festivitate preclara sacratissimi corporis domini nostri Jesu Christi <. Mischtext. Lektionen: AUGUSTINUS, Tr. in Io 26, II 18 " 41 , 12M3 22 , 13 22 " 34 , 17 2 " 10 , 18 1 " 9 , 19 1 " 8 , ed. R. Willems (CCSL 36, S. 265-269), Nos hodie fratres visibilem accipimus cibum .. . (ungewöhnlich!); Responsorien: zu den 9 Responsorien des Offiziums Sacerdos in aeternum in jeder Nokturn jeweils ein viertes hinzugefügt, nämlich Melchisedech vero rex Salem ..., Calix be- nedictionis ... und Ego sum panis vitae ... (vgl. Zusatzteil „in quarto nocturno pro mona- chis" in der Hs. Paris, BN, lat. 1143, 23 v -26 v , s. Lambot , S .91); im übrigen Texte von Sacerdos in aeternum in monastischer Einrichtung; Hymnen AH 50 Nr. 386 u. 387; bemerkenswert die Kollekten zu Sext und Non: Domine Jesu Christe, qui in ultima cena tua tradidisti discipulis... und Domine Jesu Christe, fili dei vivi, qui pro nobis in cruce moriens ... (286"). 287 r -290 r >Hystoria de festo visitacionis s. Marie <. Vgl. Brev. Cist . 1484, x 14 V — 1 6 V (hier längere Lektionen). 290 r -293 v > Hystoria de s. Anna matre Marie virginis<. Hymnen: AH 52 Nr. 101, AH 4 Nr. 122, AH 52 Nr. 102; Lektionen: I-VII ähnl. Legenda aurea, app., c.222; VIII-XII = PS.- HIERONYMUS, Ep. 50,2-4 (PL 30, 298B-300A). 293 v -296 v > Hystoria de spinea Corona domini<. Vgl. Brev. Cist. 1484, z4 v -z9 r (hier längere Lektionen), als 12. Responsorium Ave rosa (s. L 15, 10"). 296 v -298 v >Undecim milium virginum<. Reimoffizium AH 5 Nr. 87 mit den Hymnen AH 52 Nr. 366, 367, 365. 299 r >Ymnus ad tertiam in festo corporis Christi<. AH 50 Nr. 388. 299™ > De conceptione sancte Marie ... Sermo beati Anshelmi archiepiscopi de conceptione be- ate virginis<. Anshelmi Cantuariensis archiepiscopus ... Cum concepcio veneranda dei genitricis Marie ... - devotis obsequiis illud celebravit (PL 159, 319A-320A). 99 L 18 L 18 Breviarium cisterciense Pergament • 1 + 261 + 1 Bl. • 23,5 x 16,5 • Herrenalb/Lichtenthal • 1472 Lagen: 25 V 250 , (V + l) 261 ; Reklamanten. Schriftraum 17 x 11. 32 Zeilen. Textura von der Hand des Johannes Zürn (s. unten, Literatur). Randzusätze von mehreren Händen, u.a. Hd. 2 von L 17. Übliche Rubrizierung. Rote und blaue Lombarden. ll r 8-zeilige Initiale E, im Buchstabeninneren zwei Halbfiguren vor blauem Grund: Maria mit Kind, hl. Bischof (Bernhard?); einfaches Rankenwerk. Brauner Lederband, Gruppe II der für Lichtenthai gefertigten Bände, Stempel Nr. 1-4, 7, 12, 13 (s. Einl., S.45). 1936 Rücken und Teile der Deckelbezüge erneuert, Spiegel abgelöst, neue Langriemenschließe angebracht. Auf der Rectoseite des ehemal. Vorderspiegels Federproben Maria, mater gratie ... (Chevalier , Nr.11114), Nunc dimittis ... und Ego pronomen finitum ...; auf der Versoseite Anweisungen zum rechten Beten der Hören (abgedruckt bei Schindele , Abtei Lichtenthai 1, S. 139). Herkunft: Für Lichtenthai bestimmt, vom Herrenaiber Mönch Johannes Zürn geschrieben, datiert 1472 (261 r ). Nr. 16 von F.Mones 2. Gruppe. Literatur: Trübner , Nr .56; Ettlinger, S.6; Heinzer , Johannes Zürn, S.77; Schindele , Abtei Lich- tenthal 1, S. 139. l r -261 r BREVIARIUM CISTERCIENSE. l r -6 v Kalendarium. Zisterziensisch, vgl. Brev. Cist . 1484. Nekrologeintrag Irmengardis fundatricis zum 25.2. von Hand 2 der Hs. L 17. Einige weitere Zusätze von mehreren Händen (Arbogasti, Florencii sowie Marie Egiptiace u. Presentatio s. Marie). 7 r -9 v Collectae für die Heiligenfeste ohne eigenes Offizium. ( 7 r -8 r ) Communes, s. Brev. Cist . 1484, 14 r — 16 r ; (8 r -9 v ) propriae. 10 r Rubrik zu den Heiligenkommemorationen, wie Brev. Cist. 1484, 16"". - 10 v leer. 11 r — 142 r Proprium de tempore. >Sabbato ante dominicam primam adventus domini<, (27 V ) >In vigilia nativitatis domini<, (38 v ) >In vigilia epyphanie<, (61 r ) >Feria IUI in capite ieiunii<, (88 r ) >In vigilia pasce<, (99 v ) >In vigilia ascensionis<, (104 r ) >In vigilia penthecosten<, (107 r ) >De sancta trinitate<, (109 v ) >De corpore Christi <, wie L 17, 282 v -287 r , (113 r ) >Sabbato primo post octavam penthecostes<. Bemerkenswert: 67 v deutsche Rubrik wie L 17, 80 v ; Lektionen 9-12 (3. Nokturn) für die Sonntage nach Pfingsten in separatem Teil ab 128 r (entsprechend dem Normcodex Dijon 114). Vgl. Brev. Cirst . 1484, a2 r -rl6 v . 142 r —222 v Proprium de sanctis. Vgl. Brev. Cist. 1484, s l r -cc 16 v . Die in L 17, 282 y -299 v als Anhang erscheinenden Offizien hier in den Haupttext integriert. 222 v -246 v Commune sanctorum. Vgl. Brev. Cist . 1484, ddl r -eel6 r . 246 v -249 r Dedicatio Ecclesiae. Vgl. Brev. Cist . 1484, eel6 r -ff4 v . 100 L 18 • L19 249 r -252 r Cantica der dritten Nokturn. Vgl. Brev. Cist . 1484, ff 4 V —ff 10 r . 252 r -261 r Hymnarium, s. W eimann , Nr. 11-31, 53-55, 32-41, 59, 60, 42, 56-58, 43-52; zwischen Nr. 40 und 41 die Hymnen AH 4 Nr. 122 u. AH 52 Nr. 102 u. 101 (Fest der hl. Anna) eingeschaltet, ganz am Schluß die Strophen 7-9 von AH 51 Nr. 102. 261 r Datierung (s. unter Herkunft). - 26 l v leer. L 19 Collectarius cisterciensis Pergament • 160 + 1 (Pap.) Bl. • 23 x 16,5 • Lichtenthai (?) • 14. Jh. 1 (nach 1318) Lagen: (VI+ l) 13 , 3 VI 49 , (VI+ l) 62 , VI 74 , V 84 , 6 VI 156 , II 160 ; 2. und 3. Lage mit Kustoden; Reklamanten. Nach dem Buchblock 1 Papierbl. mit Wz. Briquet 9001 (Nachweis: Speyer 1570). Schriftraum 18 x 12. 17 Zeilen im Corpus der Hs. Textura von einer Hand. 9 y -10 r , 156 r , 159 v — 160 r sowie im Ka- lendarium und am Rand des Haupttexts mehrfach Nachträge von verschiedenen Händen des 14.- 16. Jh's, u.a. 3 r und 160 r die Anlagehand von Nekr . 47. Übliche Rubrizierung. Rote und blaue Lombarden. Für Hauptfeste einfache rot-blaue Fleuronnee-Initialen, zwei- bis vierzeilig, in den Buchstabenkörpern kleine Aussparungen (Monstren und Blattmotive). 1 l r rot-blaue Bordüre in gleicher Ausführung. Schweinslederband des 16. Jh's, Gruppe III der für Lichtenthai gefertigten Bände (s. Einleitung, S.45f), dunkelgrüner Schnitt, 2 Messingschließen; 1973 restauriert: Vorsatzblatt und hinterer Spiegel erneuert, unter den alten Pap.-Spiegeln angebrachte Makulatur (je ein Doppeibl, aus einer Pergamenths. des 13. Jh's, Psalterium) herausgelöst und als fliegende Blätter vor und nach dem Buchblock angebracht. Herkunft: Zisterziensisches Kollektar für ein Frauenkloster des Ordens (vgl. 146 r — 148 r ). Nachträge weisen auf Lichtenthai, bes. bemerkenswert das Erscheinen der Anlagehand des um 1330 zu datierenden Lichtenthaler Anniversars ( Nekr . 47, s. oben). Straßburger Heilige Arbogast und Florentius in Kalendar und Textcorpus könnten auch für Königsbrück sprechen, beide jedoch auch in Nekr . 19/1 (wohl Einfluß der Paternitätsabtei Neuburg). Datierung aufgrund des Kaiendars. Vgl. auch 60 r -61 r (Texte zum Fronleichnamsfest, dieses bei den Zisterziensern 1318 eingeführt). Nr. [48] (?) von F. Mones 2. Gruppe. Literatur: Trübner , Nr. 46; Ettlinger, S.6; Schindele , Abtei Lichtenthai 1, S.50 mit Anm. 142. 1 r — 159 v COLLECTARIUS CISTERCIENSIS. l r -6 v Kalendarium. Anlage wie im zist. Normcodex Dijon 114, 140 v — 141 v , ergänzt durch die später in den Ordenskalender aufgenommenen Feste bis zu der 1302 eingeführten Commemoratio des hl. Wenzeslaus (vgl. Backaert ). Von der Haupthand auch Arbogasti (21.7.) und Florentii (7.11.) sowie >Conceptio sancte Marie < (8.12., offiziell bei den Zister- 101 L 19 ziensern erst 1356 eingeführt!), außerdem die Lunarbuchstaben (entsprechend der Tafel 7 r ). Nachträge von mehreren Händen: außer den ordensüblichen Ergänzungen des 14. und 15. Jh's (vgl. Backaert ) auch der Nekrologeintrag für die Lichtenthaler Gründerin Irmengard; bemerkenswert auch Appollonie (9.2), Deodati (18.6.), Aurelii (14.10.), Odilie (13.12.), alle von einer Hand des 16. Jh's (vgl. auch L 27, Kl.L. 25 und Kl.L., Archiv, Hs. 1), s. dazu F. Heinzer , Lichtenthaler Bibliotheksgeschichte ... (wie oben S.21 Anm. 1), Anm. 90. 7 r Ostertafel auf der Grundlage der Lunarbuchstaben, angelegt für die Jahre 1232-1568 (vgl. Grotefend 1, S. 114). 7 V -8 V Tabelle der beweglichen Feste (Sonntage nach Epiphanie, Septuagesima, 1. Fastensonntag, Osterfest, sog. Dominicae vacantes), vgl. Liber Usuum Cist. 6 und 32 (PL 166, 1389-91 und 1408) sowie das „Capitulum longum" des Liber Ordinarius (L 16). 9 r Rubrik zu den Heiligen-Kommemorationen (s. L 18, 10 r ). 9 v -10 r Nachtrag (15. Jh. 1 ): Komputistische Rosette (10 r ) mit erläuterndem Text (9 V ) Hec rota sive figura rotunda subscripta licet parva sit quantitatis ... tunc depone annos domini Mille CCCC.XXIX.. (10 r ) am unteren Rand später durchgestrichene Bemerkung der Schreiberin: Merckt(?) wie kumerlich mir sölichs, so diß rat ist wiederumb(?) geendet ..., Orate dominum pro me. 1 l r —65 r Proprium de tempore. Wie Dijon 114, 141 v — 145 r , hier zusätzlich >De corpore Christi < (60 r -61 r ). 65 r — 145 r Proprium de sanctis. Wie Dijon 114, 145 r — 148 r , hier mit den dem Stand des Sanktorale um 1300 entsprechenden Zusätzen sowie den Straßburger Heiligenfesten Arbogast und Florentius (102" bzw. 134 v ). 145 r — 146 r Dedicatio ecclesiae, wie Dijon 114, 148 vab . 146 r — 148 r Benedictiones für Schwestern im Küchendienst und auf Reisen, wie Dijon 114, 148 vb (hier für Nonnen eingerichtet). 148 r — 150 r Collectae pro defunctis, wie Dijon 114, 151™. 150" Beschluß der Kollekten, wie Dijon 114, 151 rb (notiert). 150 v — 154 r Benedictiones. (150 v -152 r ) > Benedictiones ad vigilias<, (152 r ) >Benedictio capituli cottidiani<, >Ad collationem<, >Ad biberes<, wie Dijon 114, 151 rb (für Nonnen eingerichtet); (152 r ) Nachtrag (15. Jh.): teilweise Wiederholung von 146 r — 147 r ; (152 v — 154 r ) >De versu re- fectionis<, wie Dijon 114, 182 vbc (für Nonnen eingerichtet). 154 r —155 r >/n translacione spine(\) corone domini ...<, Ergänzung zu 65 r -145 r . 155 r —156 r Kommemorationen für Laudes und Vesper (B.M.V., Benedikt, Bernhard). 102 L 19 • L20 156 r Nachtrag (14. Jh.): Direktorium für die Oktavtage von Fronleichnam. 156 v — 159" Allerheiligenlitanei mit Preces, s. Weinmann , S. 117 f (mit allen späteren Einschaltungen). 159 v — 160 r NACHTRÄGE (15. bzw. 14. Jh.) zum Proprium de sanctis (B.M.V., Yvo, Hugo, Octava Bernhardi). L 20 Breviarium cisterciense Pergament • 310 Bl. • 23 X 16 ■ Herrenalb(?) ■ 15. Jh. 2 Lagen: V 10 , 29 IV 242 , III 248 , 8 IV 304 , I 306 , II 310 ; Kustoden. Schriftraum im Corpus der Hs. 17 x 11. 30 Zeilen (ab 307 r 32 Zeilen). Textura von mehreren Händen: 1. ll r -248 v , 2. 249 r -306 v , 3. l r -10 r u. 306 v -310 v , außerdem mehrere Korrekturen auf Rasur im Abschnitt 292 v -297 r (Hand des Herrenaiber Mönchs Johannes Zürn); Randnachträge von verschiedenen Händen des späten 15. Jh's (u.a. Hd. 2 von L 17). Übliche Rubrizierung. Rote und blaue Lombarden. ll r 8-zeilige Initiale E: Buchstabenkörper in Blattgold vor gerautetem Purpurgrund, hellgrüner Rahmen, darüber in Goldtinte IHS. 8 halbseitige Miniaturen (vgl. Abb. 5-6), Deckfarbenmalerei in kräftigem Kolorit, Rahmenbordüren mit Blüten-, Wolkenband- oder Blattmustern und Rosetten: ll v Anna Selbdritt, 165 v Johannes Evangelist, 171 r Agnes, 184 r Benedikt und Scholastika, 195 v Johannes Baptist, 205 r Maria Magdalena, 220 v Bernhard mit dem Gekreuzigten, 233 v Michael als Seelenwäger. Einband 1976 gänzlich erneuert. Herkunft: Vermutlich in Herrenalb geschrieben (vgl. Mitwirkung von Johannes Zürn) und für Lich- tenthal bestimmt (vgl. Kalendarium); die Anteile Zürns 9" und 310 V jeweils mit 1472 datiert; die übrigen Teile der Hs. wohl etwas früher. Nr. [5] von F. Mones 2. Gruppe. Literatur: Trübner , Nr .68; Ettlinger, S.6; Beer , Initial und Miniatur, Nr .65; Heinzer , Johannes Zürn, S.74 und 77; Schindele , Abtei Lichtenthai 1, S.50 mit Anm. 141 und S. 139. 1 r —310 V BREVIARIUM CISTERCIENSE. 1 r — 10 r Kalendarium und Kollekten, wie L 18, 1 r — 10 r . (9 V ) Datierung M.CCCC°.LXXII°. - 10 v leer. 1 l r -158 v Proprium de tempore. Alles wie L 17, 14 r — 161 v (einschließlich der deutschen Rubrik L 17, 80", hier 76"). 158 v —247 v Proprium de sanctis, entsprechend dem Kalendarium. (238 v ) Verweisung des Schreibers auf den Anhang (304 r -306 v ). 247 v -277 r Commune sanctorum. Vgl. Brey. Cist . 1484, ddl r -eel6 r . 103 L20 • L21 277 r -280 r Dedicatio ecclesiae. Vgl. Brev. Cist . 1484, eel6 r -ff4 v . 280 r -283 v Cantica der dritten Nokturn. Vgl. Brev. Cist . 1484, ff 4 V — 1 0 r . 283 v -292 v Hymnarium, s. Weinmann , Nr. 10-14, 32-33, 15, 34-38, 16-26, 28-30, 39, 40, 21, 41, 59, 60, 42-52. S. auch L 29, 259 v -267 v . 292 v —310 V Anhang. >Secuntur quatuor nove Historie. Prima de festivitate sanctissimi corporis Christi'.. Urspr. Text von der Hd. des Johannes Zürn überschrieben und durch das Misch- offizium L 17, 282 v -287 r ersetzt (s. dort); (297 r ) >Hic incipit historia de visitacione heate vir- ginis<; (300 v ) >In translacione spinee corone domini<; (304 r ) >Undecim milium virginum<; (306 v ) >Anne matris<\ (309 v ) >De concepcione sancte Marie>. Für Einzelheiten vgl. Beschreibung von L 17, 297 r -299 v . 310 V Hymnen AH 2 Nr.49 (Himmelfahrt) und AH 50 Nr. 144 (Pfingsten). 310 V Datierung M°.CCCC°.LXXII°. L 21 Antiphonale benedictinum de tempore. Pergament • 245 Bl. • 22 x 15 • Frauenalb(?) • 15. Jh. 2 Lagen: 6 IIP 6 , (11+ l) 41 , 16 IV 129 , (IV-3) 134 , (11+ l) 139 , (1+ l) 142 , 3 IV 166 , 2 (III-f- l) 180 , IV 188 , (III + 2) 196 , (II + 2) 202 , (III + l) 209 , 4 III 233 , IV 241 , (I + 2) 245 ; Bl. 190 nur halbes Format; teilweise Reklamanten. Alte Signierung: gezählt jeweils die ersten 4 (manchmal 5) Bl. jeder Lage, bis B1.73 in Verbindung mit der Lagenzählung (a bis /). Palimpsest: reskribiert wurden ein Antiphonale und ein Brevier des 14. Jh's. Schriftraum 17 x 11/12. 7 Notensysteme (Hufnagelnotation auf 4 Linien) mit entspr. Anzahl Textzeilen. Textura von einer Hand. Übliche Rubrizierung. Rote Lombarden, schwarz-rote Cadellen. Einband 1976 gänzlich erneuert; vorher Kopertband: blaue Leinwand auf Pergamenthülle (Fragment eines Lectionarium officii, 13. Jh.) aufgenäht, jetzt gesondert aufbewahrt, einschl. ehemal. Rücken- schildchen Antiphonale (19. Jh.) und Schildchen mit F. Mones Numerierung 8 (1. Gruppe). Herkunft: Textliche Besonderheiten weisen auf ein Kloster der Bursfelder Union, vermutlich Fauen- alb (s. auch L 22). Zur Datierung: wahrscheinlich noch vor 1493 geschrieben wie die zugehörige Hs. L 22 (Einzelheiten s. dort). Numerierung Mones s.o. Literatur: Ettlinger , S.9; Heinzer , Frauenalb, S. 100 f. 2 r _241 v ANTIPHONALE DIURNUM DE TEMPORE. Übereinstimmend mit dem Text des Bursfelder Breviers ( Bohatta , Brev., Nr. 1030), vgl. bes. die Rubriken zu den nach- pfingstlichen Historae ab 199 v . (2 r ) >In prima dominica adventus domini ad vesperas<, (31 v ) 104 L21 • L22 >/n nativitate domini<, (46 r ) >/n epiphania domini<, (69 v ) >Feria quarta in capite ieiunii<, (116 V ) > Dominica in palmis<, (134 r ) >In festo dominice resurrectionis< (ohne Text, s. 140 r ), (135 r -138 v ) Responsorien der Ostervigil (Anfang fehlt), (140 r ) >In festo dominice resurrec- tionis<, (160 v ) >In ascensione domini<, (169 v ) >In festo penthecostes<, (184 r ) >In festo sancte tri- nitatis<, ( 191 v ) >/« festo corporis Christi<, (199 v ) >Prima dominica post trinitatem<, (241 r ) > Dominica ultima ante adventum domini<. - 1", 134 v , 139" und 242 r -245 v leer. L 22 Antiphonale benedictinum de sanctis Pergament • 154 Bl. • 22 x 15 • Frauenalb(P) • 15.Jh. 2 Lagen: (III + l) 7 , 15 III", IV 105 , 4 III 129 , (III + 1) U6 , 3 III 154 . Einrichtung, Schrift und Ausstattung wie L21. Ebenfalls Palimpsest. 119 V derbe Fleuronnee-Initiale E (aus einer anderen Hs. ausgeschnitten und aufgeklebt). 1976 neu gebunden; alter Bezug (braunes Leder mit Streicheisenlinien) und Einbandmakulatur (Fragmente liturgischer Mss. des 13.-15. Jh's und stark beschädigter deutscher Brief des 15. Jh's mit Nennung von Hirschau (?), wohl Hirsau, im Zusammenhang mit unsers Closters sach) separat aufbewahrt; auf dem Rücken des alten Einbandes Titelschildchen Antiphonale (19. Jh.) und Schildchen mit F. Mones Numerierung 11 (1. Gruppe). Herkunft: Fortsetzung von L21, wie diese Hs. vermutlich aus Frauenalb stammend (vgl. hier auch den als Einbandmakulatur verwendeten Brief). Das 1493 in die Liturgie der Bursfelder Union aufgenommene Fest der hl. Anna (vgl. Volk , Bursfelder Brevier, S.60) ist noch nicht berücksichtigt; die Hs. ist deshalb wohl noch vor diesem Zeitpunkt zu datieren. Numerierung Mones s.o. Literatur: Ettlinger , S. 10; Heinzer , Frauenalb, S. 100 f. 2 r -154 r ANTIPHONALE DIURNALE DE SANCTIS. Texte entspr. dem Bursfelder Brevier (vgl. L 21). 2 r — 117 r Proprium de sanctis. Bemerkenswert: enthalten sind teilweise auch Responsorien der Matutin; für Purificatio B.M.V., Benedikt und Annuntiatio B. M.V. keine Texte (für die letzten beiden Feste Verweisung auf eigene Historiae, vermutl. in separatem Band); (36 r -42 v ) Einschub >Commune sanctorum paschale< mit Rubrik wie im bei L21 erwähnten Brevierdruck; (108 v — 117 r ) einzelne Antiphonen zu einzelnen Offizien nachgetragen. - 1" und 117" leer. 118 r — 154 r Commune sanctorum. Im commune apostolorum die Magnifikatantiphon zum Fest des hl. Jakobus eingefügt (118 V — 119 V ). - 154 v leer. 105 L23 • L24 L 23 Breviarium cisterciense Pergament • 1 + 383 + 1 Bl. • 22 x 15 • Lichtenthai • 15. Jh. 2 Lagen: (VI + l) 13 , 37 V 383 ; Reklamanten, z.T. abgeschnitten. Bl. 9 nur halbes Format (nachträgl. eingefügt). Schriftraum 15 x 9,5. 30 Zeilen. Bastarda formata von einer Hand. Übliche Rubrizierung. Rote und blaue Lombarden. 14 r 10-zeilige Initiale E: Buchstabenkörper in Blattgold vor kobaltblauem Grund. 193 r einfache Fleuronnee-Initiale. Roter Lederband der Zeit, diagonale Streicheisenlinien, zwei Messingschließen, Blattweiser in rotem Leder; 1976 Spiegel abgelöst (jetzt als fliegende Blätter) und Rücken erneuert, Titelschildchen Breviarium Cisterciense (19. Jh.) und Schildchen mit F. Mones Numerierung 6 (1. Gruppe) hinten in Tasche aufbewahrt. Herkunft: Aus Lichtenthai, s. Kalendarium. Enger Zusammenhang mit L 17. Numerierung Mones s. o. Literatur: Ettlinger , S.6. 1 r —383 r BREVIARIUM CISTERCIENSE. 1 r — 13 V Kalendarium und Kollekten, wie L 17, 2 r -13 v (ohne die Nachträge). 14 r -193 r Proprium de tempore, wie L 17, 14 r — 161 v (mit den dort vermerkten Besonderheiten). 193 r — 310 r Proprium de sanctis, wie L 17, 161 v —242 v (Offizium zum Fest Undecim milium virginum, hier jedoch nicht im Anhang, sondern in den Hauptteil integriert). 310 r —351 r Commune sanctorum und Dedicatio ecclesiae. Wie L 17, 242 v -271 r . 351 r —355 r Cantica der dritten Nokturn, wie L 17, 271 r -273 v . 355 r -366 r Hymnarium, wie L 17, 273 v -282 v . 366 r -383 r Anhang. >Sequntur nove hystorie<. Alles wie L 17, 282 v -299 v (außer Undecim milium virginum, s.o.). L 24 Breviarium cisterciense Pergament • 224 Bl. • 22 x 15,5 • Neuburg bei Hagenau (?) • um 1250 Lagen: 5 IV 40 , V 50 , 10 IV 130 , 2 III 142 , 10 IV 222 , I 224 . Schriftraum 16,5 x 10,5. 24-29 Zeilen. Textura von mehreren gleichzeitigen Händen. Randnachträge von verschiedenen Händen des 13.-15. Jh's. Ubli- 106 L24 che Rubrizierung. Rote und blaue Lombarden, an den Anfängen der einzelnen Offizien mit einfachem Palmetten-Fleuronnee versehen. l y 9-zeilige Initiale S: Buchstabenkörper in schwarz-roter Federzeichnung, rotes Palmetten-Fleuronnee mit kleinen blauen Kringeln. Schweinslederband wie L 5 (gleiche Buckel und Kapitale); Spiegel freigestellt, vorne: Antiphonalefragment, 13. Jh., Quadratnotation, Teile eines Offiziums zum Fest Undecim milium virginum, u.a. Responsorien O vere sanctarum virginum ... (wie L 5, 31 r ) und Ecce parit sterilis... (gereimt); hinten: Doppelbl. (Kalendarfragment), jetzt 223-224 (s.u.); als Rückenverstärkung mehrere Streifen aus einem Brevier des 13. Jh's. Auf dem Rücken Titelschildchen Antiphonale (19. Jh.) (!). Herkunft: Einband und Berücksichtigung des Straßburger Bischofs Arbogast im Proprium de sanctis (s. 129 r ) weisen auf die Lichtenthaler Paternitätsabtei Neuburg-bei Hagenau. Die Hs. gehört wohl zum ersten Ausstattungsgut Lichtenthals (vgl. Einleitung, S.38). l r Größtenteils getilgte Besitzvermerke (nur unter der Quarzlampe lesbar), u.a. Dis buch höret in daz closter Liechtental und sol... do bliben (14. Jh.) und Liber capellanorum apud Lucidavallem (15. Jh.). Nr. 33 von F. Mones 2. Gruppe. Literatur: Trübner , Nr.44(?); Ettlinger , S. 10; Marosszeki , S. 148. l r Besitzvermerke (s.o.) sowie Direktorium für die Beichte von derselben Hand wie der Vermerk Liber capellanorum ... (s.o.). 1 v —221 v BREVIARIUM CISTERCIENSE. l v -98 v Proprium de tempore, pars aestivalis. >/n vigilia pasche ad vesperas<, (17 r ) >In vigilia ascensionis<, (25 v ) >In vigilia penthecostes<, (31 r ) [De sanctissima trinitate] >Ad vesperas<, (34 v ) > Dominica secunda postpenthecosten<. Bemerkenswert: die Lektionen der dritten Nokturn für die nachpfingstlichen Sonntage in separatem Teil ab 72 v , entspr. dem zist. Normcodex Dijon 114; 113 V Randnotiz von der Haupthand, die 1246 angeordnete Rangerhöhung des Festes Johannis ante portam latinam betreffend. 99 r -186 r Proprium de sanctis. Von Benedikt (21.3.) bis Thomas apostolus (21.12.), entsprechend dem Stand des zist. Heiligenkalenders um 1245; von der Haupthand als Randzusätze: 129 r >Arbogasti<, 177 r >Etmundi< (Fest 1246 in den Ordenskalender aufgenommen); später eingeführte Festtage teilweise in Randnachträgen berücksichtigt (u.a. Petrus Martyr und Dominicus, beide seit 1255 im zist. Heiligenkalender). 186 r —211 r Commune sanctorum. 211 r —21 8 v Hymnarium, s. W eimann , Nr.23-31, 35-37, 19, 20, 39, 40, 21, 32, 41-51. 218 V —221 v Cantica für die dritte Nokturn. 222™ NACHTRÄGE: (222 r ) >De dedicacione ecclesie< (nur Teile des Offiziums), Hymnus AH 52 Nr. 136 >de sancto Bernhardo< (13. Jh.); (222 v ) nebst Federproben (meist radiert) Nachträge zum Commune sanctorum (15. Jh.). 107 L24 • L25 223 r -224 v (ehemal. Spiegel). KALENDARFRAGMENT. Zisterziensisch, um 1200. Enthält die Monate April, Mai, Oktober und November. Zum 21. November der Eintrag >Dedica- tio ecclesie. Vacamus<. Merkverse zu den Dies aegyptiaci ( Walther , Initia carminum, Nr. 14563). FRAGMENT: Eingelegtes Papierblatt, 15 x 10,5, Bastarda 15. Jh. Aus einer Brevierhs., enthält Ordi- narium officii für die Samstage in der Zeit nach Epiphanie sowie den Anfang der Allerheiligenlitanei. L 25 Psalterium Pergament ■ 128 + 2 (Pap.) Bl. ■ 21,5 x 15,5 • Oberrhein • 13. Jh. 2 Lagen: (III + 2) 8 , 14 IV 120 , (IV-2) 126 , 2 I 130 ; zwischen Bl. 126 und 127 Textverlust. Papierdoppelbi. 129/130 mit Ettlinger Wz. ähnl. Springer , Nr. 1 (16. Jh., 2. Hälfte). Schriftraum im Corpus der Hs. 14,5 x 10. 19 Zeilen. Haupthand (Textura) 8 V -126 V ; Kalendarium, Psalmüberschriften und 127 r von einer anderen, gleichzeitigen Hand; mehrere Nachtragshände des 13.-16. Jh's: l v -2 r , 127 v — 129 v und am Rand des Haupttexts. Übliche Rubrizierung. Rote und blaue Lombarden mit einfachem Fleuron- nee. Hauptteilungsstellen des Psalteriums gekennzeichnet durch figürliche Initialen von halbseitiger Größe (Pss 1 und 51 ganzseitig, s. Abb. 1-2): 8 V B(eatus vir), Schöpfung; 25 v D(ominus illuminatio), Heilung des Blindgeborenen; 36 r D(ixi custodiam), Afra(?) und eine weitere Martyrin, auf ihren Mund deutend (vgl. Karlsruhe, BLB, St. Peter perg. 11 a, 25 r , Heinzer-Stamm , S. 29); 40 r Q(uid glo- riaris), Sündenfall; 41 r D(ixit insipiens), Kains Mord an Abel; 51 r S(alvum me fac), Jonas im Rachen des Wals; 69 v E(xsultate deo), David mit Harfe; 81 r C(antate domino), Messe lesender Priester; 82 v D(omine exaudi), Noe in der Arche; 93 v D(ixit dominus), Hl. Bischof. Buchstabenkörper in blauen Flechtbändern ausgeführt, Goldgründe (oxydiert), rot-gelbe Rahmen. - Kalendarium unter Doppelarkaden, unter den Bögen jeweils Darstellung der Tierkreiszeichen auf rotem oder grünem Grund. Mit den Kalendarseiten alternierend 6 ganzseitige Miniaturen auf Goldgründen: 3 r Mariae Verkündigung, 4 r Geburt Christi, 5 r Geißelung Christi, 6 r Kreuzigung, 7 r Christus in der Vorhölle, 8 r Christus als Weltenrichter; Figuren vorwiegend in Rosa, Grün und Blau gehalten. Abb.: Svcarzenski und Kat- termann (s.u.). Stilistische Verwandtschaft mit Karlsruhe, BLB, St. Peter perg. 11 a und Würzburg, UB, M.p.th.qu. 70 (vgl. Heinzer-Stamm , S.29). - Brauner Lederband, Gruppe III der für Lichten- thal gefertigten Bände (s. Einleitung, S. 45 f), datiert 1576, dunkelgrüner Schnitt; Rücken und 2 Schließen erneuert. Herkunft: Privatpsalterium aus dem oberrheinischen Raum (vgl. Buchschmuck), möglicherweise aus der Diözese Konstanz (vgl. Kalendar). Bl. 1 mit der ersten Lage durch einen Streifen aus einem Anniversar oder Verbrüderungsbuch des 12. Jh's verbunden, auf dem Fragment die Namen [Ha ]dewic, Jutta, [A ]bbo, [P]Aj7i/>[pus], [G]erbod (oder Herbod?), Fridericus, Jönta, Johannes. Nachträge l v und 127 v -128 v (13./14. Jh.) weisen auf eine weibliche Besitzerin. Nachträge im Kalendar belegen zeitweiligen Aufenthalt in einem Dominikaner(innen)kloster. 128 v Vermerk Si quis inveniet, Ripo(}) reddere debet (14. Jh.). Seitdem 15. Jh. in Lichtenthai (vgl. l v -2 r zisterziensische Offiziumsteile). Nr. [3] von F. Mones 2. Gruppe. 108 L25 Literatur: Trübner , Nr. 1; Ettlinger , S.6; W.Brambach , Psalterium, Berlin 1 887, S.46-48; Katter- mann , S. 305 (Abb.) und 310; Swarzenski , Textbd., S.48 und 117f; Tafelbd., Abb. 439-448; Beer , Initial und Miniatur, Nr. 33; Kalender im Wandel der Zeiten (Ausstellungskatal., hrsg. von der Bad. Landesbibliothek), Karlsruhe 1982, S.65. l r Federproben, unleserlich. l v -2 r NACHTRÄGE (13.-15. Jh.): (l v ) Deutsches Gebet Grosse miltdekeit, schow in mich unselige ... und deutsche Ubersetzung des Magoifikat Mine sele groszet den herren .. ., dazwischen die Benediktion Nos cum prole pia ...; (l v -2 r ) Teile des zist. Offiziums: 1. Nokturn der Oktavtage von Ostern, Himmelfahrt und Pfingsten ( Huot , Nr. 62, 71, 76) sowie der Marienfeste ( Huot , Nr. 113 u. 116; Texte für das 1476 im Orden eingeführte Fest Vi- sitatio B.M.V. nicht bei Huot ); (2 r ) >Die segen von unser frouwe<, Benediktionen der Ma- tutin, teilweise gereimt: Sancta Dei genitrix, sit nobis auxiliatrix .. . und weitere 7 marianische Formeln; stoßgebetartige Anrufungen, gereimt: Vulneribus quinis nos erue Criste ruinis ähnl. Colophons 6, Nr.23758. 2 v -8 r KALENDARIUM. Nicht liturgisch. Oberrheinische Prägung. Bes. bemerkenswert: Pelagii (29. 8., an erster Stelle) und Cünradi (26.11.) als typische Konstanzer Heilige. Von einer Hd. des 14. Jh's nachgetragen: Thome doctoris (7.3.), Petri martyris de ordine predica- torum (29.4.), Translatio beati Dominici (24.5.), Dominici confessoris (5.8.). Eingeschaltet: Miniaturenzyklus (s.o.). 8 v -126 y PSALTERIUM NON FERIATUM. (8 v -119 r ) Pss 1-150, Teilung entspr. Cursus romanus; am Rand von gleicher Hd. wie 127 v — 128 r deutsche Gebetsanweisungen zur Anwendung der Psalmen (vgl. 2 VL 2 (1980), Sp. 1129 f), von den üblichen Textfassungen abweichend, Beginn: Den salmen Iis, [d]z dir got gebe [erk ]antnisse zu go[tes] worte ...; zu zahlreichen Wörtern des Psaltertextes deutsche Glossen (Hd. des 15. Jh's); durch Randzusätze mehrerer Hände des 15.-17. Jh's für den liturgischen Gebrauch entspr. dem zist. Ritus eingerichtet; (119 r — 123 v ) Laudes-Cantica; (123 v — 125 r ) Benedictas, Magnificat, Nunc dimittis, Te deum, Pater noster; (125 r — 126 v ) Apostolicum und Quicumque; (126 v ) Beginn der Allerheiligenlitanei. 127 r Officium de annuntiatione(?) B.M.V., fragmentarisch. Schluß der Laudes und Beginn der Prim mit Hymnus AH 32 Nr. 130 (Str. 1-2, 5 und 9). 127 v -128 r NACHTRAG (14. Jh. 1 ): Deutsche Gebete. So du got in rehter andacht anrufen will, so sprich diz hernach: Herre Jesu Christe, schepfer aller creatur und ein erloser.. lat. Vorlage: Haimerl , S.9 mit Anm.32; Kommuniongebete: Herre Jesu Christe, des lebenden gotes sun, der von dez vaters wille ..., s. Haimerl , S. 48 f mit Anm. 247 und S. 53 mit Anm. 267; Al- 109 L25 • L26 lersüsester Jesu Christe, ich bit dich, daz din heiliger licham ..s. Cgm 402, 115 v ( Schneider, München 2, S. 167); Elevationsgebet: Herre Jesu Christe, du bist ein künk aller ere . .(128 r ) So du predige hören wilt, so sprich Heiliger geist, ein lerer und ein insprecher aller schrift ..deutsche Übersetzung von Gloria und Salve Regina: Lop und ere si got in den obersten ..Grüzet sist du küngin der erbarmerzkeit..So du slaffen gest, so sprich .Herre, beschirm, behalte, segen, geheile din dirnen s. Schneider , Nürnberg 1, S.357 und 391; am unteren Rand von 128 r das Gebet von l v (s.o.), größtenteils getilgt. 128 V Besitzvermerk (s. unter Herkunft). 129" NACHTRAG (16. Jh. 2 ): Antiphonen für die Oktavtage folgender Feste: Stephani III. Abbatis Cistercii, Dedicatio ecclesiae, Omnium sanctorum, Nativitas B.M.V. - 130" leer. L 26 Psalterium Pergament • 152 Bl. • 18,5 x 13,5 • Südwestdeutsch • 13. Jh. 2 Lagen: II 4 , III 10 , 10 IV 90 , III", 7 IV 152 . Schriftraum im Corpus der Hs. 12,5 x 9,5. 20 Zeilen. Gotische Minuskel von einer Hd. Mehrere Nachtragshände. Beginn der Psalmverse mit kleinen orange-roten Lombarden markiert, an den Psalmenanfängen 3-4-zeilige Initialen in Blattgold, z.T. auch Silber (oxydiert), vor blau-roten Gründen (machmal zusätzlich Lila oder Grün). Hauptteilungsstellen des Psalters: 8-zeilige Deckfarbeninitialen vor gerahmten quadratischen Gründen, diese z.T. in Blattgold, Buchstabenkörper aus Rankenwerk, z.T. mit Tieren und Drachen; außerdem ganzseitige Initialen für Ps 1 (ll r , ornamental), Ps 51 (54 r , Michael als Drachentöter, s. Abb.4) und Ps 101 (97 r , ornamental, im Rankenwerk Löwe, Adler und Drache). 10 ganzseitige Miniaturen: vor dem Kalenda- rium Leben-Jesu-Zyklus: l r Mariae Verkündigung, l v Geburt Christi (s. Abb. 3), 2 r Kreuzigung, 2 V Maiestas domini, 3 r Taufe Christi, 3" u. 4 r Anbetung der Könige, 4 V Christus an der Geißelsäule; zwei weitere Vollbilder im Psaltertext: 53 v Katharina und Barbara(P), 96 v >S. Nicolaus> und >5. Martinus<; Figuren in kräftigen, tonigen Farben, v. a. Rot- und Blautöne; Goldgründe. Kalendar unter Doppelarkaden in Rot, Blau und Lila. Schweinslederband von 1576 (Prägung auf dem Vorderdeckel), Gruppe III der für Lichtenthai gefertigten Einbände (s. Einleitung, S.45f). Rotschnitt. Bei Restaurierung 1976 Rücken, Spiegel und Vorsätze erneuert. Herkunft: Privatpsalterium aus dem südwestdeutschen Raum, vielleicht Bistum Konstanz (vgl. Kalendar und Litanei). Nach 1255 geschrieben (die in diesem Jahr kanonisierte Klara von Assisi im Kalendar berücksichtigt). Im 15. Jh. möglicherweise im Zisterzienserinnenkloster Rechentshofen (Corona Mariae) in Gebrauch, später in Lichtenthai (vgl. Nachträge im Kalendar). Zu den Beziehungen zwischen den beiden Klöstern s. F. Wissmann , Die Geschichte des Klosters Rechentshofen, in: Zeitschrift des Zabergäuvereins (1956) 17-26, bes. S.20 und 25 f., sowie Schindele , Abtei Lichtenthai 2, S. 131-134. 110 L26 Literatur: Ettlinger , S.6; Kattermann, S .308 u. 310 (mit Abb.); A.Stange , Deutsche Malerei der Gotik 1, 1934, S .39, 41 u. 73; Beer , Beiträge, S.45f; Beer , Initial und Miniatur, Nr.35; Codex Ma- nesse, Kommentar zum Faksimile des Codex Palatinus Germanicus 848, hrsg. von W. Koschorrek u. W.Werner , Frankfurt a.M. 1981, S.82f. und Abb.5. l r -4 v MINIATURENZYKLUS (s.o.). 5 r — 10 V KALENDARIUM. Südwestdeutsch. U.a. bemerkenswert: Fridolini (6.3.), Patri- [ci] / und Gerdrudis (17.3.), Translatio s. Nicolai (9.5.), Canti, Cantiani, Cantianille (31.5.), S.Jos (11.6., = Jodocus), Diebalt (1.7.), Odalrici (4.7.), Translatio s. Benedicti (11.7.) mit Oktav, Arbogasti (21.7.), Afre und Donati (8.8.,), Clara (13.8.), Pelagii (28.8., an erster Stelle), Paulini, Justi et Clementis (31.8.), Verene (1.9., an erster Stelle), Ordinatio s. Gregorii und Mansueti (3.9.), Thaurini et Herculiani (5.9.), Regine (7.9.), Felicis et Re- gule (11.9.), Gundelindis (22.9., Guntilde v. Suffersheim), Ursi et Victoris (30.9.), Francisci (4.10.), Constantis et Alexandri (5.10.), Fidis (6.10.), Libarie et Amoris (8.10.), Aurelie (15.10.), Cordule (22.10.), Amandi (26.10.), Narcissi et Lazarii(\) (29.10.), Pirmini (3.11.), Willibrordi und Florentii (7.11.), Findani (15.11.), Columbani (21.11.), Conradi (26.11.), Athale (3.12.), Odilie (13.12.), Translatio s. Jacobi (30.12.), Columbe (31.12.). - Nachträge des 15. Jh's. 1. Hand: Simeonis qui Christum suscepit in templo (5.1.), Invencio capitis S. Johannis Baptiste (24.2.), Invencio capitis Pauli apostoli (25.2.), Conversio s. Marie Magdalene (10.3.), Longini militis (15.3 .), Josep nutricii domini (18.3.), Onofrii (11.6.), Dedicacio in Corona Marie (14.9., s. unter Herkunft), Concepcio Johannis Baptiste (24.9.), Presentacio Marie in templo (22.11.), außerdem die Nekrologeinträge o. anno domini M.CCCC.L" Margareta Groningen devota virgo (6.7.), o. Soror Benigna (7. 8.), o. anno domini M.CCCC. ... mater mea Ursula de Liechtenstein (10.8.) sowie Notiz am unteren Rand von 6 r Hec facta sunt in festo annunciacionis: Passio abelis, ymolacio Ysaac.. . (vgl. AH 15 Nr. 5); 2. Hand: zi- sterziensische Totengedächtnisse (11.1., 20.5., 18.9. und 21.11.) sowie Anniversarium fan- datricis (26.2., Lichtenthaler Stifterin Irmengard v. Baden). 11 r — 152 r PSALTERIUM NON FERIATUM. (11 r -137 r ) Pss 1-150, Teilung entspr. dem Cursus romanus, kombiniert mit Dreiteilung (Pss 1, 51, 101); am Rand von mehreren Händen Teile des Ordinarium officii hinzugefügt; (137 r — 145 r ) Laudes-Cantica; (145 r — 149 r ) Benedictus, Magnificat, Nunc dimittis, Pater noster, Apostolicum, Te deum, Quicum- que; (149 r — 151 v ) >Letania< mit Preces, darin u.a. Stephane, Line, Clete, Clemens, Sixte, Urbane, Blasi, Leodegari, Laurenti, Vincenti, Felix, Comeli, Cipriane, Gervasi, Protasi, Thoma ... Benedicte, Alexi, Findane, Egidii, Goaris ... Columba, Walpurga, Undena virginum milia, Brigida, Margareta, Gerdrudis, Katherina, Elisabeth-, (151 v — 152 r ) Orationen Bruylants 2, Nr. 802, 1168, 52. 152 v NACHTRAG (15. Jh.): Finales der 8 Psalmtöne (Hufnagelnotation auf 4 Linien). 111 L27 L 27 Collectarius cisterciensis Pergament • VI (Pap.) + 100 + 8 (Pap.) Bl. • 20,5 x 15 • Neuburg bei Hagenau (?) • 13. Jh. Mitte und 15.-17. Jh. Lagen: III VI , IV 8 , (III+l) 15 , 9 IV 87 , V", (I+l) 100 , (III+l) 108 . Schriftraum im älteren Teil der Hs. (BI. 16-87) 16 x 11. 17 Zeilen. Haupthand (16 v -87 v ): frühe Textura; auf eingefügtem Doppeibl. (32/ 39) Nachtragshand des 14.Jh's. Spätere Teile: l r -15 r und 88 r -96 v und 97 v Textura des 15.Jh's (2. Hälfte); 96 v -97 r Haupthand von L 29 (s. dort); im Kalendar und am Rand des Haupttextes mehrfach Zusätze von einer Hand des 16. Jh's (2. Hälfte), von der auch eine Reihe von Einträgen in Nekr. 47 stammen. II r -V v und 98 r — 105 r mehrere Hände des 16. bzw. 17. Jh's (s. auch L 32, 85 r —88 r ). Übliche Rubrizierung. Im ältesten Teil der Hs. rote und blaue Lombarden, z.T. mit einfachem Fleuronnee. Schweinslederband von 1567 (Prägung auf Vorderdeckel), Gruppe III der für Lichtenthai gefertigten Bände (s. Einleitung, S. 45 f), auf beiden Deckeln je 5 Buckel, zwei neue Messingschließen. Rücken restauriert. Herkunft: Zisterziensisches Kollektar. Grundstock (Bl. 16-87) aus dem 13. Jh., wobei der Stand des Sanktorale für eine Entstehung vor 1218 sprechen würde, die paläographischen Gesichtspunkte jedoch eine Datierung um die Jahrhundertmitte verlangen (vgl. auch 68 r ). Die Hs. gehört vermutlich zum ersten Ausstattungsgut von Lichtenthai (s. Einleitung, S.38). Dort in der 2. Hälfte des 15.Jh's überarbeitet (1 r — 15 V und 88 r -97 v ). Weitere Ergänzungen aus dem 16. und 17. Jh. (II r -V v und 98 r - 105 r ). Nr. 18 von F. Mones 1. Gruppe. Literatur: Ettlinger , S .6. II r -V v NACHTRÄGE (17. Jh.). Collectae und Capitula zu folgenden Festen: Achatius (Decem milium martyrum), Visitatio B. M.V., Joseph, Schutzengel, Namen Jesu. - I" und VI" leer. 1 r —97 v COLLECTARIUS CISTERCIENSIS. Zu Zusammensetzung und Alter der einzelnen Teile s. unter Herkunft. l r -6 r Kalendarium. Wie in L17. Der Anniversareintrag für die Lichtenthaler Gründerin Irmengard hier von anderer Hand, von dieser auch >Dedicacio Lucidavallis dominica ante Marie Magadalene< (zum 16.7., vgl. Schindele , Abtei Lichtenthai 1, S. 136); weitere Zusätze und Nachträge des 16. und 17. Jh's, u.a. die Einträge Apollonie, Deodati, Aurelii und Odilia (von derselben Hd. wie im Kalendar von L 19), zu Aurelius außerdem der Vermerk Missa de S. Aurelio episcopo servatur hodierna die, >patronus altaris< (von der oben erwähnten Hd. des 16. Jh's aus Nekr . 47). 7 r -10 v Collectae für die Heiligenfeste ohne eigenes Offizium, s. L 18, 7 r -9 v ; (10 v ) Schlußformel Qui vivis et regnas ... - 10 r leer. 112 L27 • L28 11 r — 14" Collectae und Capitula für die sog. Historiae novae (s. L 17, 282 v -299 v ): Corpus domini, Visitatio Translatio coronae domini, Undecim milia virginum. 14 V — 15 r Hymnus AH 52 Nr. 137 >De sancto Bernhardo<. 15 r >In nocte dominice nativitatis post evangelium collecta<. 15" >Commemorationes sanctorum per annum per totum annum>, s. L 18, 10 v . 16 r >De s. Edmundo< (Nachtrag 13. Jh.); >Oratio pro sacerdote post officium< Dominus sit in corde tuo ... >In elevatione hostie< Sit michi, dulcissime Jesu Christe hoc sacrosanctum corpus ..., >Item oratio quando hostia levatun In illa hora tremenda queso domine ... (diese Gebete von der Haupthand). 16 v -59 r Proprium de tempore. Wie im zist. Normcodex Dijon 114, 141 vc -145 rc . 59 r -87 v Proprium de sanctis. Wie Dijon 114, 145 rc -148 ra . Außer den Festen von Malachias und Katharina (1191 bzw. 1207 in die Ordensliturgie aufgenommen) ist die Weiterentwicklung des Sanctorale im 12. und 13. Jh. von der Haupthand nicht berücksichtigt, sondern nur durch Randnachträge verschiedener Hände, u.a. 68 r von einer mit der Haupthand gleichzeitigen Hd. Rüperti abbatis und Petri martyris (seit 1222 bzw. 1255 im Orden gefeiert). 87 v -95 v Commune sanctorum. Wie Dijon 114, 148 ra_va (mit einzelnen Abweichungen). 95 v -96 v Dedicatio ecclesiae. Wie Dijon 114, 148 vab . 96 v -97 r >De s. Anna<. 97 V Benediktionen für die Schwestern im Küchendienst. Wie Dijon 114, 148 vb . 98 r — 105 r NACHTRAGE (16. und 17. Jh.). Capitula und Collectae zu verschiedenen Heiligenfesten (Barbara, Conceptio B.M.V., Agapitus, Franciscus de Paula, Agatha, Bernhard) sowie >In dedicacione altaris sancte crucis<, außerdem Benediktionen wie 97 V (zweimal) und > super lectricem mensae<. - 103 r und 105 v — 108 v leer. L 28 Hymnarium cisterciense Pergament -69 + 2 (Pap.) Bl. ■ 20,5 x 15,5 • Neuburg bei Hagenau (?) • 13. Jh., Mitte Lagen: III 6 , (IV+ l) 15 , 5 IV", II 59 ,1", III 67 , 1 69 , I n . Schriftraum im Corpus der Hs. 18 x 12, ab 55 r 17 x 11.8 Notensysteme (Quadratnotation auf 4 roten Linien) mit entspr. Anzahl Textzeilen; ab 54 v 22- 23 Zeilen. l r -59 v frühe Textura von einer der an L 24 beteiligten Hände. 60 r -67 v Textura von 3 Hän- 113 L28 • L29 den des späten 13. Jh's, darunter 60 r -64 v die Hd. von L 5, 31" (vgl. auch L 32, 65 r -67 v ). 68 r -69 v Textura und Mensuralnotation von der Hand des Johannes Junior (vgl. L 60 sowie L 32, l r -2 v ). 70 r -71 r Hand des 16. Jh's. Übliche Rubrizierung. Im alten Teil der Hs. rote Lombarden (l r rot-blau), z.T. mit einfachem Palmettenfleuronnee. Zur Notation (s.o.) bemerkenswert: 64 v -65 v Einschub deutscher Neumen, zu Beginn noch mit Quadratnoten durchsetzt. Brauner Lederband des 16. Jh's, Gruppe III der für Lichtenthai gefertigten Bände (s. Einleitung, S. 45 f); Rücken, Spiegel, Vorsätze und Schließen 1937 erneuert. Auf dem Rücken Titelschildchen Liber Hymnorum (19. Jh.) u. Schildchen mit F. Mo- nes Numerierung 9(1. Gruppe). Herkunft: Zum ersten Ausstattungsgut Lichtenthals gehörig (vgl. Schreiberhände), vermutlich in Neuburg für Lichtenthai geschrieben. 68 r -69 v Zusatz von der Hand des Johannes Junior aus Ebersmünster, datiert 1561 (69 v ), vgl. L 60 (dort Näheres über den Schreiber). Schwesterhs.: L 32. Numerierung Mones s.o. Literatur: LAngin , S. 10. l r -54 v HYMNARIUM CISTERCIENSE. (l r -29 v ) de tempore: Weinmann , Nr. 1-7, 9, 8, 10-31; (29 v -54 v ) de sanctis: Weinmann , Nr. 32-47, 49, 48, 50-52. 54 v -59 v Cantica der dritten Nokturn; s. Weinmann , S. 18. 60 r -67 v Nachträge zum Hymnar (13. Jh.): AH 52 Nr. 139. 246. 248, AH 4 Nr. 314, AH 50 Nr. 363-365, AH 51 Nr. 174, AH 52 Nr. 136, AH 51 Nr. 102. 41, AH 52 Nr. 137 (Bernhard, Katharina, Magdalena, Dedicatio). 68 r —7 l r >In festivitate s. Barbare <. (68 r -69 v ) AH 52 Nr. 121 (datiert 1561, s.o., nach dieser Hs. gedruckt bei Mone 3, Nr. 830); (70 r —7l r ) AH 4 Nr. 195, auf Barbara adaptiert, in AH nur die ersten 2 Strophen (16. Jh.). L 29 Breviarium cisterciense Pergament • 279 Bl. • 21,5 x 14,5 • Lichtenthai • 15. Jh. 2 Lagen: 3 VI 36 , 2 V 56 , 3 VI 92 , V 102 , 2 VI 126 , V 136 , 2 VI 160 , V 170 , 2 VI 1 ' 4 , (V+ l) 205 , 4 VI 253 , VII 267 , VI 2 "; z.T. Reklamanten. Blätter häufig aus mehreren Stücken zusammengesetzt und sorgfältig mit roter und grüner Seide vernäht. Schriftraum 16 x 10. 29 Zeilen. Textura von einer Hand (s. auch L 17, 27, 44 u. 47). Übliche Rubrizierung, gegen Ende einzelne Rubriken von der Hand des Johannes Zürn (s.u. Literatur). Rote und blaue Lombarden. Viele kleine Initialen (anspruchslose Nonnenmalerei). Schweinslederband der Zeit mit Rollenstempeln (wie die Inkunabeln Lichtenthai Dr. 25 und Dr. 54 der BLB sowie der Sammelband K 152 der Bibl. des Ludwig-Wilhelm-Gymnasiums in Rastatt; zu den Rollen vgl. Schunke , Palatina 1, S. 34, 41 u. 50 mit Tafeln XVII, XX, XXXI u. XXXII), urspr. je 114 L29 • L30 5 Buckel auf beiden Deckeln (vorne einer fehlend); 1978 restauriert, dabei 2 neue Langriemenschließen angefügt, Spiegel und weitere Einbandmakulatur herausgelöst (u.a. Bruchstück eines Blatts aus einem großformatigen Missale des 13. Jh's sowie ein Streifen aus einer Sermoneshs. des M.Jh's). Herkunft: Aus Lichtenthai (vgl. Kalendarium), ungefähr gleichzeitig mit L 17. Unter Aufsicht des Herrenaiber Kantors Johannes Zürn geschrieben (s.o.). 6 7 V , 230 r u. 235 v deutsche Randbemerkungen von der Hand Sr. Regulas (s. Einleitung, S.43). Nr. [8] von F. Mones 2. Gruppe. Literatur: Trübner , Nr .57; Ettunger, S.6; Heinzer , Johannes Zürn, S.74 u. 77; Schindele , Abtei Lichtenthai 1, S. 138. l r -279 r BREVIARIUM CISTERCIENSE TOTIUS ANNI. l r -8 v Kalendarium und Collectae für die Heiligen ohne eigenes Offizium wie L 17, 2 r -13 v . 9 r -146 r Proprium de tempore, wie L 17, 14 r — 161 v (mit allen dort vermerkten Besonderheiten; die deutsche Rubrik L 17, 80 v hier 67 V ). 146 r —228 V Proprium de sanctis, wie L 17, 161 v —242". 228 v -254 r Commune sanctorum, wie L 17, 242 v -268 v . 254 r -257 r Dedicatio ecclesiae, wie L 17, 268 v —271 r . 257 r -259 v Cantica der dritten Nokturn, wie L 17, 271 r -273 v . 259 v -267 v Hymnarium, s. Weinmann , Nr. 10-14, 32, 33, 15, 34-38, 16-26, 28-30, 39, 40, 21, 41, 59, 60, 42-52. S. auch L 20, 283 v -292\ 267 v -279 r Anhang: >nove hystorie<, wie L 17, 282 v -290 r und 293 v -298 v (s. dort). - 279" leer. L 30 Evangelistar, deutsch • ,Lichtenthaler Marienklage' Pergament • 83 Bl. • 21 x 15 • Bayern • 14. Jh. Lagen: I 1 (incl. Spiegel), 4 IV 33 , (IV-1) 40 , 5 IV 80 , II 83 (incl. Spiegel). Das erste und die beiden letzten Doppeibl. (incl. Spiegel) ursprünglich zusammengehörig, vermutlich als Einbandmakulatur mit dem übrigen Teil der Hs. vereinigt. Schriftraum 15 x 10,5. 2 Spalten, 27-31 Zeilen. Gotische Buchschrift von 2 Händen. 1: 2 ra —80 vb ; 2: 81 ra -82 va . Rote Lombarden und Überschriften. Rubrizierung 2 r -80 v . Unten auf 80 v drachenartiges Monster (Federzeichnung, hellbraun koloriert). Brauner Lederband mit Streicheisenlinien, 14./15. Jh. 1974 wurde der defekte alte Bezug auf neuen Lederbezug aufmontiert, die Schließenriemen wurden erneuert. Außen auf beiden Deckeln: Ewangelia über [das] jar (15. Jh.). 115 L30 Herkunft: bayerisch (Mundart). Datierung nach der Schrift. l r unten: me scribebat Lydia (15. Jh.). Nr. [2] von F. Mones Gruppe 2. Mundart: bairisch. Literatur: Trübner , Nr.2 u. 3; Längin , Nr.72; Ettlinger , S. 10; s.a. unten 81 ra -82 va .Lichtenthaler Marienklage'. 2 ra -80 rb EVANGELISTAR, DEUTSCH. Temporale und Sanktorale nicht getrennt. Hie sint diu ewangelia über al das Jar. Das ewangelium an dem weinaht abent. S. Matheus. Cum esset desponsata ... Do unser frawe sant Maria wart gemehelt Josep, e das si zesamme chommen ... - (4. Adventssonntag) Das geschach in Bethania en halbe des Jordans, da Johannes was und taufte. (Rot:) Hie habent diu ewangelia ein ende, diu man list über als das iar, und swer diu mit andaht list und gern hat, der wirt weis und selich an leib und an sei, amen. Danach die Verse Wattenbach , S.498 u. 5 1 3f (Finis adest operis 1. Zeile) und Walther , Proverbia, Nr. 17645. Das Evangelistar nach der gleichen Ubersetzung wie Nürnberg, Stadtbibliothek, Cod. Cent. VI, 43 c ( Schneider , Nürnberg 1, S. 82 f). 80 vab >Hie hebent sich an die siben gab des hiligen geistes<. Das sint die siben gab des hiligen geistes, die der wissag Ysayas [Is 11,2-3] benennet... 80 vb >Hie sint diu sechs werch der barmhertze<. Es sint sechs werch der barmhertze, die du haben solt... Danach Verse: Swer diu gebot unsers herren behaltet schon, Dem wir[ t] er geben ze Ion Diu himelischen chron. 8 l ra —82 va ,LICHTENTHALER MARIENKLAGE'. [A] we der iemerleichen clag, di ich muter eine trag ... - umb den grosen ungemach, wan mir laider nie geschach. Einziger Textzeuge, abgedruckt in: F.J.Mone , Schauspiele des Mittelalters 1, Karlsruhe 1846, S.31-37; Wak- kernagel , Kirchenlied 2, Nr. 509. Weitere Literaturangaben bei H. Eggers , in: 2 VL 5 (1985), Sp.776f. NACHTRÄGE: l rb altfranzösisches Mariengebet, 14. Jh., vgl. F. Lamey , Romanische Hss. der großher- zogl. Bad. Hof- u. Landesbibliothek, Karlsruhe 1894, Neudruck Wiesbaden 1974, S.25 u. 52. Text verderbt. l va Ave Maria ... l vb Benediktion gegen die Fallsucht. Casper fert mirram, thus Melcior, Baptazar aurum ... Franz , Benediktionen 1, S.505, Anm.6, mit Textabdruck nach dieser Hs. 83 v und auf dem Hinterspiegel lateinische und deutsche Sprichwörter (Federproben, 14. u. 15. Jh.) Walther , Proverbia 13639 a; ders., Initia carminum, Nr. 17659 und Mensch Nim in zeit dein selbes war, siech umb, sich vür, sich neben pei; Jhesus ist eyn hoher nam, Want er von got dem vater kam. 116 L31 L 31 Philosophisch-naturwissenschaftliche Sammelhandschrift (u.a. Aristoteles, Boethius, Guilelmus de Congenis, Johannes de Sacrobosco) Pergament und Papier • 1 + 238 Bl. • 19,5 x 14,5 • Paris(?)/Erfurt/nördl. Oberrhein • 13. Jh.VEnde 14. Jh./l 5. Jh. Heller Schafslederband des 14./15. Jh's, eine Langriemenschließe; Spiegel: Fragmente einer Psalterhs. des 13. Jh's. Auf dem Rücken Titelschildchen: Philosophia (19. Jh.) u. Schildchen mit F.Mones Numerierung 10 (1. Gruppe). Herkunft: Teile I und II sind der Schrift nach in die 2. Hälfte des 13. Jh's anzusetzen: 72 V Federproben, u.a. mit Erwähnung des Bischofs von Cambrai(?) und der Datumsangabe 5. Februar 1275; Teil II mit typischer Universitätsschrift französischer Prägung. Vermutlich sind diese beiden Teile der Hs. an der Pariser Universität entstanden. Teil IV wurde 1351 in Erfurt geschrieben (s. 206 v und 21 l v ). Teil V ist aufgrund der Wz. in das ausgehende 14. Jh. anzusetzen. Teil III wurde im 15. Jh. hinzugefügt (Datierung aufgrund der Schrift), vermutlich im Gebiet des nördlichen Oberrheins (vgl. Mundart der deutschen Teile). Numerierung F.Mones s.o. Literatur: Ettlinger , S. 10; Längin , Nr. 175; Aristoteles latinus, Codices descripsit G.Lacombe , Pars prior, Romae 1939, S .640 (Nr. 831). I Bl. 1-72. Pergament. Lagen: 5 IV 40 , II 44 , IV", 2 V 72 . Schriftraum 13 x 8. 32 Zeilen. Gotische Buchschrift von einer Hand. Übliche Rubrizierung. Rand- und Interlinearglossen von mehreren Händen des 13. und 14. Jh's. l r -16 v ARISTOTELES, PRAEDICAMENTA. Equivoca dicuntur quomm nomen solum commune est... - pene omnes enumerati sunt. Druck: Aristoteles Latinus I. 1-5, S. 47-79 (Editio composita); die Hs. erwähnt S.XXVI Nr. 51. 17 r —26 v ARISTOTELES, PERIERMENEIAS, Translatio Boethii. Primum oportet consti- tuere quid sit nomen ... - non contingit inesse contraria. >explicit Uber peryarmenearum<. Drucke: GW 2411-2413. (17 r ) am unteren Rand die Verse Walther , Initia carminum, Nr. 15973, zu den Septem artes. 27 r -37 v BOETHIUS, LIBER DIVISIONUM. Incipit Uber divisionum Boecii. Quam mag- nos studiosis hec afferat fructus sciencia ... - diligenter expressimus. Druck: PL 64, 875-892. 38 r -44 v LIBER SEX PRINCIPIORUM. Incipiunt sex principia Aristotilis. Forma est compo- sicioni contingens ... - secundum naturam moveri ut ignis. Edition: Aristoteles Latinus I. 6-7, S. 35-59. (44 v ) Verse zu den vier Elementen bzw. vier Temperamenten: Walther , Initia carminum, Nr. 10131 (andere Hand). 117 L31 45 r -72 v BOETHIUS, TOPICA. Incipiunt topica Boethii. Omnis ratio disserendi quam logi- cem(\) peripatetici veteres appellaverunt... - topica a nobis translata descripsimits expeditum est. Druck: PL 64, 1173-1216. II Bl. 73-121. Pergament. Lagen: III 78 , V 88 , (V4-1) 99 , 2 IV' 15 , (II + 2) 121 ; vierte Lage verbunden (richtiger Platz zwischen Bl. 115 u. 116). Schriftraum 15/16 x 11/12. 2 Spalten, 40-50 (2. Hand 50-60) Zeilen. Kleine, abkürzungsreiche Notula französischer Prägung, 2 Hände: 73 r -99 v bzw. 100 r — 121 v . 73 r -78 v COMMENTARIUS IN ISAGOGEN PORPHYRII. SuperPorphilium{ !). [0]mne argumentum Semper instrumentum duplicem habet... - hac de causa non recipit magis neque minus. 79 r -88 r COMMENTARIUS SUPER PRAEDICAMENTA ARISTOTELIS. Super predi- camenta. [U] numquemque volentem advertere similem utile est... - et hoc mani/estat in termi- nis. - 88 v leer. 89 r -99 v COMMENTARIUS SUPER LIBRUM SEX PRINCIPIORUM. Super sex princi- piorum. [U]t habetur ab Aristotele in principio sex principiorum ... - ad mixtionem contrarii contrarium enim non habent. 100 r — 107 v verbunden (gehört zw. Bl. 115 u. 116). 108 r -121 v (und 100 r — 107 v ) COMMENTARIUS SUPER TOPICA BOETHII. Super topica Boecii. Omnis ratio disserendi etc. Iste liber dividitur in duas partes ... - ponit differenciam lo- corum. Folgt Notiz eines Walterus de Sandperc(?). III Bl. 122-193. Papier. Lagen: X 141 , 2 VIII 173 , (VIII-1) 188 , (II— 1 +2) 193 . Textverlust (1 Bl. zwischen 180 u. 181). Alte Foliierung I-XXXV (= 159-192), Bl.XXIII fehlt (s.o.). Wz. nicht bestimmbar. Schriftraum 16 x 10. 2 Spalten, 30-33 Zeilen. Bastarda von einer Hand, außer 192 v — 193 v (Nachtragshand des 15. Jh's). Übliche Rubrizierung. 122 r — 193 v MEDIZINISCH-PHARMAZEUTISCHE KOMPILATION. 122 r — 123 v Capitulatio. > Incipiunt capitula huius libri. Excerpta ex practica magistri Wilhelmi de Congenis< ... (123 r ) >Excerpta ex libro qui intitulatur Thesaurus pauperum<. 124 r — 141 v Pflanzen- und Tierglossar, lat.-deutsch. Arthemisia matrisaria bybuß, Anthos flos marini ..., (139 v ) Allee herinck, Acitellum gropp ..., ( 141 r ) Cedrus cedirbom ..., Druck: A. Holder , Lichtenthaler Glossare, in: Zeitschrift f. deutsche Wortforschung 9 (1907/8) 205- 228; vgl. auch H. -F. Rosenfeld, Zu mittelniederdeutschen Pflanzenglossaren, in: Nieder- 118 L31 deutsches Wort 12 (1972) 59-80, hier S.77 mit Anm.46a. Mundart der deutschen Wörter: alemannisch mit mitteldeutschem Einschlag. 142 r — 158 V Herbarius. >Wermut< Absinthium est calidum in primo gradu ... cuius sucus quo- cumque modo sumptus confortat ... - >Zucker<. Zucara calida et humida ..., s. Thorn- dike-Kibre, Sp. 11. 12. 159 r — 164 r De natura ciborum. >De camibus<. De cibis et potibus carnium et piscium prose- quuntur. Universaliter omnis caro calefacit... - utile est hiis qui incipiunt pati lepram. 164" Regimen mensium. >Qualiter te regas in unoquoque mense ...<. In ianuario de optimo vino ieiunus bibe ..., s. Thorndike-Kibre , Sp.683.10. 164 v — 175 r Excerpta ex chirurgia GUILELMI DE CONGENIS. >De pediculis<. Si paciens multos pediculos habuerit ... - et inde locus fricetur. Vom Text bei K. Sudhoff , Domini et magistri Willehelmi de Congenis, Burgensis scriptum chirurgiae ..., in: Studien z. Gesch. d. Medizin 11/12 (1918) 297-384, sind hier die folgenden Abschnitte enthalten: I, 15. 17. 19. 21. 31-34. 37. 40-49. 54. 56-59; II, 7-16. 18-19. 21-22; III, 5-8. 10-11. 13-22. 24-26. 29; IV, 2-3. 5. 8-12. 17-26. 34-35; V, 1. 3. 5. 8-12. 14-23. Zum Verfasser s. E. Wickershei- mer , Dictionnaire biographique des medecins en France au moyen-äge 1, Paris 1936, S.235 (diese Hs. erwähnt). 175 r — 192 v Excerpta ex Thesauro pauperum PETRI HISPANI. > Excerpta ex libro qui inti- tulatur thesaurus pauperum et primo de casu capillorum<. Si capilli cadant, fac lixivium de ci- nere ... - desperata sanat. Experimentum(?) expertissimum est. >Expliciunt excerpta ex libro qui intytulatur thesaurus pauperum<. Vgl. Thorndike-Kibre , Sp. 1443. 12. 192 v Vers über die Apothekergewichte. E versum scrupulus ..., s. K.S udhoff , in: Archiv f. Gesch. d. Medizin 9 (1916), S.232. 192 v — 193 v JAKOB ENGELIN, Pesttraktat (Auszug). Hie ist zu mercken, ob ein mensch in einem gemeynen lauff sich nit behalten moht ... - man sol auch effach essing nyessen in aller kost. Druck: H.J. Bergmann , „Also das ein mensch zeichen gewun" - Der Pesttraktat Jakob Engelins von Ulm, Bonn 1972, S. 53-55 (in dieser Hs. zusätzlicher Text am Schluß). Vgl. auch H.Bergmann , Engelin, Jakob, in: 2 VL 2 (1980), Sp.561-563. IV Bl. 194-211. Papier. Lagen: IV 201 , III 207 , II 2 ". Schriftraum 14 x 9, ab 208 r 15 x 10. 31-32, ab 208 r 36- 39 Zeilen. Bastarda von einer Hand, von dieser auch die zahlreichen Randglossen. 194 r -207 v JOHANNES DE SACROBOSCO, DE SPHAERA. Magister Johannes de Sacro- busco me fecit. >Incipit spera<. Tractatum de spera quatuor capitulis distinguimus ... - (206") deus nature patitur aut mundi machina dissolvetur. Explicit spera materialis, completa Erfurdie 119 L31 anno [13] 51 feria tercia post letare (29. März). Datierung bei Längin (s . Literatur) um 100 Jahre zu spät. (207") Graphische Darstellungen zum Text. Edition: L.Thorndike , The sphere of Sacrobosco and its commentators, Chicago 1949, S. 76-117 (diese Hs. nicht bekannt). S. auch Thorndike-Kibre . Sp. 1577.12 und 1602.12. 208 r —2 1 l y COMPENDIUM SPHAERAE. Spera est corpus rotundum sicut ovum ... - in la- titudine draconis non fit eclipsis. Explicit compendium spere completum Erfurdie. Thorn- dike - Kibre , Sp. 1 523.7. 211 v PS.-HIERONYMUS, QUINDECIM SIGNA. Beatus Jeronimus dicit, se legisse in lib- ris Hebreorum quod quindecim signa ..., s. auch Cgm 688, 197 v ( Schneider , München 3, S .415). V Bl.212-237. Papier. Lagen: (VII+ 1) 226 , (V + 2)" 8 . Wz.: Bl.212-226 ähnl. Briquet , Nr.3164 (belegt um 1390); Bl.227-237 Piccard , Ochsenkopf, VI/141 (belegt um 1380). Schriftraum 18 x 10,5; ab 219 r 18 X 9; ab 227 r 15 x 10,5. Zeilenzahl schwankend. Bastarda von einer Hand. Übliche Rubrizierung. 217 r Federproben. — 217 V leer. 213 r —215 r MEDIZINISCH-ASTROLOGISCHE MERKVERSE, teilweise mit Prosaeinschüben. Nota isti versus ostendunt quales sintfiili velfilie quorundam planetarum. Si quis nas- catur dum Saturnus dominatur..s. Thorndike-Kibre , Sp. 1461.3; Walther , Initia carmi- num, Nr. 17938; Nil capiti facias aries cum luna refulgit ..., s. Thorndike-Kibre , Sp.912.9; Walther , Initia carminum, Nr. 11780. Prosazwischentexte: Masculinum, diurnum, calidum et siccum — (2 14 r ) Nota versus quando sit bonum extrahere sanguinem ..Ante dies quinque post vicesimum quoque quintum s. auch Powitz , S.403; Ianuarius. Ante cibum vina tibi sumas pro medicina ..., s. Thorndike-Kibre , Sp. 107.1; Walther , Initia carminum Nr. 1285; (214 V ) Hyemps incipit octavo kalendis Decembris et durat... Mense Ianuarii nullo modo sanguine minuas, electuarium accipias ... s. Thorndike-Kibre , Sp.868.4. 215 V —226 v SPRUCHSAMMLUNG. Verse und Prosatexte. Libra tenet lunam nemo gentilia tangat ..., unsystematische Kompilation von Versen, u.a. Walther , Initia carminum, Nr.4895-4897 und 11780 sowie Walther , Proverbia, Nr. 866, 2355, 4308, 6473, 7796, 19465, 20714 und 27435; (216 v ) Notandum quod ethymologia dicitur triplex: quedam est lite- ralis ...; (217 r —218 V ) Glossar in mehreren, jeweils ungefähr alphabetisch geordneten Abteilungen: Nefrendus barg, habena zugel..., Abissalis misericordia domini, grundelos herbarm- herzkeit ..., Analeyce ordelich vel götlich (218 V ) De beatitudinibus: De beatitudinibus sciendum est quod sunt octo quas salvator.. (219") Misogyne Verse: Femina vicit Adam vic- tus fiuit arbore quadam ..., s. Walther , Initia carminum, Nr.6413 und J.Werner , Beiträge zur Kunde der lateinischen Literatur des Mittelalters, 2. Aufl., Aarau 1905, S. 28-29; (219 V ) 120 L31 • L32 Ossito (recte: Oscito), sternuto, singulto s. Walther , Initia carminum, Nr. 13526; (219 v — 220 r ) Antiklerikale Spottverse: Accipe, sume, cape, sunt verba placencia pape s. Walther, Initia carminum, Nr. 263 (nur der erste Vers) u. Nr. 3504, und Walther , Proverbia, Nr. 7294; (220 r ) Auree baptista non est similis tibi natus ..., s. Walther , Initia carminum, Nr. 1821; (220 v ) Turpiter erratur, quando fastus dominatur. .., s. Walther , Initia carminum, Nr. 19574; (221 r ) Otto pavonem Bruno fecit feste leonem ...; (221 v ) [C]uncta refert labor sed de fastu mulierum ... - (226 v ) Qui se fortuna versa monstrant inimicos. 227 r -237 v DE PLANETIS ET SIGNIS. Omnis creatura et universa que sunt in mundo effi- ciuntur motu planetarum ..., s. Thorndike- Kibre , Sp. 996.7; (227 v ) Cum itaque magister re- verendus in suo kalendario posuerit coniunctiones solis et lune .. . (bezieht sich auf Petrus de Dacia); (228 r ) Post haec de electionibus quibusdam s. Thorndike-Kibre , Sp. 505.11 (mit den Versen Walther , Initia carmina, Nr. 5598); (229 r ) Et quia multa de signis dicta sunt, ne per ambiguum procedatur. ..; (230 v ) Duodecim sunt signa, scilicet Aries, Thaums ..., s. Thorndike-Kibre , Sp .475.8; Nil capiti facias ... (s. 213 r ); (233 v ) Satumus interplanetas nobis est remotissimus ..., s. Thorndike-Kibre , Sp. 1384.1; (236 r ) In hora Saturni non bibas ..., s. Thorndike-Kibre , Sp .682.11; (236 v ) Videas igitur quota est coniunctionis dies ab ingressu solis s. Thorndike-Kibre , Sp. 1693.12, dazu Tafel 237 y . - 238" leer. L 32 Hymnarium cisterciense Pergament • III (Pap.) + 84 + 7 (Pap.) Bl. • 19x14- Neuburg bei Hagenau(?) • 13. Jh. Mitte Lagen: II 111 , (IV + 2) 10 , 6 IV 58 , III 64 , (V+2) 7 ', IV 84 , IV 1 , erstes und letztes Bl. der ersten bzw. letzten Lage als Spiegel verwendet. Foliierung des 16. Jh's 1-82 ( = Bl.3-84 nach heutiger Zählung). Wz. der Pap.-Bl.: Freiburger Wappen mit Initialen SR (vgl. Briquet , Nr. 2226), aus der Papiermühle des Simon Ritz (gest. 1601), vgl. 440 Jahre Papiermacherei in Freiburg, Freiburg i.Br. 1952, B1.7. Schriftraum im Corpus der Hs. 16 x 11, dort 7 Notensysteme mit entspr. Anzahl Textzeilen; ab 77 r 19 Zeilen. Haupthand (3 r -64 v und 77 r -84 r ) wie L 28; 65 r -76 r Textura von mehreren Händen des 13. Jh's, u.a. 65 r -67 r und 67" wie L 28, 64 v -66 v bzw. 66 v -67 r . l r -2 v Hand des Johannes Junior, wie L 28, 68 r - 69 v (vgl. auch L 60). 85 r -88 r Hand von L 27, II r -V y . Übliche Rubrizierung. Im alten Teil auch rote und blaue Lombarden mit einfachem Palmettenfleuronnee. 3 r Deckfarbeninitiale vor Goldgrund, lila-weißer Buchstabenkörper, grün-rote Palmettenausläufer. Notation: 3 r -75 v und 85 r —88 r Quadratnotation auf 4 Linien (im ältesten Teil F-Linie rot); 75 v -76 r deutsche Neumen (vgl. L 28, 64 v -65 v ); l r -2 v Mensuralnotation wie L 28, 68 r -69 v und L 60. Schweinslederband des späten 16. Jh's, mehrere Rollenstempel, in der Mitte beider Deckel je ein ovaler Plattenstempel (verschlungene Ornamente), zwei Messingschließen. Gleicher Einband auch L 119. Auf dem Rücken Schildchen mit F. Mones Numerierung 7 (1. Gruppe). 121 L32 • L33 Herkunft: Wie L 28 (s. dort). Numerierung Mones s.o. Literatur: Ettlinger, S. 10. l r -2 v s. L 28, 68 r -71 r . 3 r -64" HYMNARIUM CISTERCIENSE. Wie L 28, l r -54\ 65 v -75 v Nachträge: AH 52 Nr. 136, AH 51 Nr. 102.41, AH 52 Nr.365.139, AH 4 Nr.472, AH 52 Nr.368.246.137. 75 v -76 r Responsorium Media in vita in morte sumus mit den Versus Ne proicias, Humani generis und Inique egimus (Hesbert , Nr. 3732). - 76 Y leer. 77 r -84 r Cantica der dritten Nokturn, s. L 28, 54 v -59 v . - 84 v leer. 85 r -88 r Nachtrag: Hymnen Chevalier , Nr. 10444 und AH 48 Nr. 257 (Str. 1-4). - 88 v -91 v leer. L 33 Psalterium Pergament • 16 (Pap.) + 154 + 20 (Pap.) Bl. • 19 x 14 • Lichtenthai (?) • 1493 Lagen der Perg. Bl.: IIP, 14 V 146 , IV 154 ; Reklamanten bis 86 v ; vor und nach dem Buchblock leere, ungezählte Papierbl., Wz.: Narrenkappe (oberrheinisch, 16. Jh., vgl. Briquet 4, S.788). Schriftraum 14,5 x 9. 21 Zeilen, ab 138 r 22 Zeilen. Textura von 2 Händen: 1. Hand 7 r -86 v , 2. Hand l r -6 r und 87 r -153 r . 2 Nachtragshände des frühen 16. Jh's (7 V und 15 3 V — 154 v ), außerdem Zusätze auf dem Rand des Haupttextes von mehreren Händen des 16. und 17. Jh's. Übliche Rubrizierung, durchgehend von der zweiten Haupthand. Rote und blaue Lombarden. Dunkelbrauner Lederband des 17. Jh's mit 2 Stempelrollen verziert, Schnitt dunkelgrün, 2 neue Schließen. Herkunft: 153 r >Finitum XXVIII die mensis augusti anno salutis M°.CCCC 0 .LXXXXIII°<; 153" >Des Jares als man zalt von Cristi geburt zwar/ Tusent vierhundert und drü jar/Hatt der ersam Antheng Kirß der zyt schaffener/ Zu Liechtendal des gotshuß zu liep und eerl Andechtiger siner swestern zweiger/ Die sich gott zu lop und eer und irer seien heyl/ Ußgöttlicher insprechung in sölichen orden hand ergeben/Mit andern swesteren darinn zü fueren ein geistlich leben / Diesen psalter uffgericht und ze schryben belont/ Das sü beide in alter und in jugent/ Umb des crätzgeten herren eere/ Vlyßlich gott für in bitten als für des psalters Stifter/ Und das er mit inen und wer herinn list alles werde gwer[ tt] / Das dieser heiiger psalter be- gertt. Amen.< Zur Person des Stifters, Anton Kirsch(er), Schaffner in Lichtenthai und 1505 als Ba- disch-Markgräflicher Vogt in Bühl bezeugt, vgl. Kattermann (s.u.); Kindler von Knobloch 2, S. 122 i L33 • L34 290; Kunstdenkmäler 11/1, S.225; Reiss , S.252 mit Anm. 136; W.Leiser , in: ZGO 108 (1960), S. 252. Zu Kirschers Schwestern in Lichtenthai s. Nekr . 47,3 r : 2.2. Anno d. 1537 o. S. Margaretha Kür- serin. Nr. 52 von F. Mones 2. Gruppe. Literatur: Trübner , Nr. 23; Eitlinger, S.6; Kattermann, S.308; Schindele , Abtei Lichtenthai 1, S. 151. l r -6 r COLLECTAE SANCTORUM. (l r ) >Incipiunt collecte communes sanctorum<, s. B rev. C ist . 1484, 14 r — 1 6 r ; (3 r ) >Incipiunt proprie collecte sanctorum<. 6 V NACHTRAG (16. Jh.): Antiphonen >De virginibus<, >De Scolastice virginis(\)<, -De Ag- netis virginis(\)<, >Translacio s. Martine{\)<, [De sancto Laurentio]. 7 r — 1 39 v PSALTERIUM NON FERIATUM. (7 r — 1 26 v ) Pss 1-150, nachträglich durch Zusätze (Ordinarium Officii) für den liturgischen Gebrauch eingerichtet (vgl. dazu B rev. C ist . 1484, A2 r -F9 v ); (126 v — 1 35 r ) Laudes-Cantica; (1 35 r — 1 38 r ) Benedictus, Magnificat, Nunc dimittis, Quicumque; (1 38 r — 1 39 v ) >Letania<, zisterziensisch, s. W einmann , S. 1 7 f. 139 v -146 r OFFIZIUMSTEILE DES PROPRIUM DE TEMPORE. > Dominica prima post octavas penthecostes< bis (145 v ) > Dominica XXIIII<. 146 r — 151 r OFFICIUM DEFUNCTORUM. Zisterziensisch, s. Dijon, Bibl. municipale, ms. 114, 150 va — 15 1 sowie H uot , Nr. 132. 151 v — 153 r TEILE DES ORDINARIUM OFFICII PRO TEMPORE ANNI. 153" Kolophon (s. unter Herkunft). 1 53 v — 154 v NACHTRÄGE (16. Jh.): Hymnen W einmann , Nr. 1-3. Auf eingelegtem Papierbl. (gefaltet) in Kursive des 17. Jh's die Hymnen AH 51 Nr. 24 und 31. L 34 Breviarium cisterciense Pergament • 2 + 468 + 2 Bl. • 17,5 x 12,5 • Lichtenthai (?) • 14. Jh. 1 (nach 1318) Lagen: (III+ 1)', 8 VI 103 , 2 V 123 , 2 VI 1 ", V 15 ', VI 169 , V 1 ", VI 191 , V 201 , VI 213 , V 223 , VI 235 , 2 V 255 , VI 267 , (V+ l) 278 , VI 290 , V 300 , (V-l) 309 , 4 V 349 , (V+ l) 360 , VI 372 , (VI-1) 383 , VI 395 , (VI+ l) 408 , IV 416 , 2 VI 440 , V 450 , VI 462 , III 468 ; Reklamanten. Schriftraum 13 x 8,5. Textura von einer Hand im Corpus der Hs.; 463 r - 123 L34 468 y mehrere Nachtragshände des 14. und 15. Jh's; außerdem am Rand des Haupttexts Zusätze von verschiedenen Händen des 14. und 15. Jh's. Übliche Rubrizierung. Rote und blaue Lombarden. Einband wie L5 und L 23 (hier rot eingefärbt), 1936 restauriert: zwei neue Langriemenschließen angefügt, die jeweils mit den Vorsätzen zusammenhängenden Spiegel abgelöst (je ein Doppeibl, aus Pergamenthss. des 14. Jh's; vorne: Kommentar zu Aristoteles, De soph. elench., hier zu 167 b 39, s. Aristoteles Latinus VI, 1-3, S. 14; hinten: Missale(?), zwei Gloria-Fragmente mit Notation). Auf dem Rücken Titelschildchen Lectionarium (19.Jh.). Herkunft: Zisterzienserbrevier des frühen 14. Jh's, jedoch nach 1318 (Einführung des Fronleichnamsfests im Orden), wobei das Kalendar noch dem Stand um 1250 entspricht. Das urspr. Offizium für Petrus v. Tarentaise (301 v -302 r ) und das Fronleichnamsoffizium (451 v -456 v ) weisen auf ein Kloster des Einflußbereichs von Lützel (vgl. Heinzer , Katalogisierung, S. 103). Die Nekrologeinträge im Kalendar, bes. der für den spätestens 1336 verstorbenen Heinrich Wiße (s. Stenzel, S.92) belegen die Verwendung der Hs. in Lichtenthai schon kurz nach deren Entstehung, die daher vermutlich auch dort anzusetzen ist. Nr. 18 von F. Mones 2. Gruppe. Literatur: Trübner , Nr .39; Ettlinger , S. 10; Marosszeki , S. 148. l v -462 v BREVIARIUM CISTERCIENSE TOTIUS ANNI. 1 v -7 r Kalendarium, dem Stand um die Mitte des 13. Jh's entsprechend (vgl. Backaert). Von anderer, etwa gleichzeitiger Hand am linken Rand jeweils Angabe der Neumonde im 19-jährigen Zyklus. Verschiedene Nachträge von mehreren Händen des 14. und 15. Jh's, darunter nebst den ordensüblichen Festen auch Decem milium martyrum (22.6.), Galli (16.10.), Wendelini (21.10.) und Odilie (13.12.). Folgende Nekrologeinträge: (2 r ) 16 .2., ob. Heinricus Wisze (vgl. Nekr . 19/1, 113 v , zum 18.2.: Henricus Wisse de Eteningen, entspr. Eintrag von der Anlagehand in Nekr . 47); 23.2. Hermannus dictus Wisse, später getilgt (vgl. Nekr . 19/11, 120 v , zum 23.2.: Hermannus dictus Wisse de Eteningen)-, zu diesen beiden Ettlinger Bürgern und ihrer Beziehung zu Lichtenthai vgl. Stenzel , S.92 und 100; (2 V ) 17.3. Gertrudis (Kalendarnachtrag: Gertrud von Nivelles) obiit soror mea Elisabeth de Enzberg, anno domini LXXX (gleicher Eintrag L 47, 4 V ; vgl. auch L 47, 312 v : dort als Schreiberin von L47 bezeichnet; Nekr . 47, 6 r , zum 17.3.: anno M 0 .CCCC".LXXIX°(\) obiit Elizabeth de Entzberg monialis; vgl. auch Roegele , S.39); (3 V ) 15.5., ob. soror mea Anna de Kannel (Kandel) anno domini LXXXII non abent (vgl. Nekr . 47, 9 V , zum 16.5.: obiit Anna de Kannel monialis LXXXII"); (5 r ) 22.8., obiit dominus Johannes de Liechtenberg in octava assumptionis [anno] domini M°CCCC°V (Johannes IV. von Lichtenberg; seine beiden Schwestern Agnes und Mechthild waren Konventualinnen in Lichtenthai, vgl. Kindler von Knobloch 2, S.492f und Schindele , Abtei Lichtenthai 1, S.87-89 u. 113f). 8 v -259 r Proprium de tempore. >Dominica prima in adventu domini<, (31 r ) >In vigilia nativi- tatis domini<, (50 v ) >In vigilia epiphanie<, (91 v ) >Feria quarta in capite ieiunii<, (140") >In vigilia pasche ad vesperas<, (164 v ) >In vigilia asscensionis(\) ad laudes<, (174 V ) >In vigilia pente- costes<, (181 v ) [Dominica prima post octavam penth.] >Ad vesperas<. Lektionen 9-12 für die 124 L34 nachpfingstlichen Sonntage separat ab 233 r , entspr. der Anordnung im Normcodex Dijon 114. 259 r -380 r Proprium de sanctis. Bemerkenswert: Mehrere Offizien, die nicht dem zist. Ritus entsprechen (gleiche Texte in L 5/1 und L 15), im 15. Jh. durchgestrichen und mit Verweisungen auf die ordensüblichen Texte versehen: (289 v -293 v ) Annuntiatio B.M.V., vgl. L 5, 8 a r —11" u. 23 v -24 r ; (301 v —302 v ) Petrus v. Tarentaise, AH 28 Nr. 49, vgl. L 5, 28 r -31 r und oben Herkunft; (313 r —317 V ) Maria Magdalena, vgl. L 5, 1 -7 r u. 7 v -8 r ; (373 v -375 r ) Katharina, vgl. L 5, 16 V —23"; beim 2. und 4. Offizium jeweils ein Blatt herausgeschnitten. Bei Annuntiatio B.M.V. Korrektur vermutl. von der Hand Sr. Regulas (s. Einleitung, S.43), bei Petrus v. Tarentaise und Magdalena von einer L 44, 41 v — 114 v u. L 47, 252 r -273 y zu findenden Lichtenthaler Hd. des 15. Jh's, bei Katharina von der Hd. des Nekrologeintrags für Elisabeth v. Enzberg (s.o.). (359 v -362 r ) Reimoffizium AH 5 Nr.87 (Undecim milia vir- ginum). 380 r —411 v Commune sanctorum. 411 v —416 V Dedicatio ecclesiae. 417 r -433 v Hymnarium, s. Weinmann , Nr. 1-51, darin folgende Einschübe: nach Nr.40 AH 50 Nr.363-365 und AH 51 Nr. 174 (427 v -428 r , >Marie Magdalene<); nach Nr. 41 AH 52 Nr. 139 (428 v -429 r , > Bernhardt abbatis<); nach Nr. 42 AH 4 Nr. 472, AH 52 Nr. 368 und 365 (429 r -430 v , > Undecim milia virginum<); nach Nr. 46 AH 52 Nr. 246. 248 u. AH 4 Nr. 314 (431 v -432 r , >Katherine<, später durchgestrichen). Der Kirchweih-Hymnus ( Weinmann , Nr. 52) in das Offizium 411 v —416 V integriert. 433 y -438 r Cantica der dritten Nokturn. 438 r —451 r Ergänzungen zum Sanctorale. (438 r -439 r ) >Responsoria de uno con/essore non pontifice<-, (439 r -440 v ) >Per octavam purificationis < (seit 1294 gefeiert, s. Backaert , ad loc.); (441 r —45l r ) >Collectae de sanctis per totum annum< und >Commemorationes sanctorum<, vgl. L 18, 7 r -10 r (hier etwas andere Verteilung). 451 v -456 r >In sollempnitate dominici corporis domini nostri Jesu Christi<. Reimoffizium AH 24 Nr. 6 (s. auch unter Herkunft), Lektionen: Immensa divine largitatis beneftcia (Lam- bot , S.75f, Z. 1-32) und Cum cibo et potu (Lambot , S. 80 f, Z. 1-20), Hymnen AH 50 Nr. 386. 388 und AH 4 Nr. 39. 457 r -462 v >De spinea corona<, s. Brev. Cist . 1484, z4 v -z9 r , Lektionen I-VIII abweichend: alle aus Berhardus Claraevallensis, Sermo in passione domini 8-9 (BO 5, S. 61 28 -62 24 ), Hymnen aus AH 50 Nr. 382. 462 v -468 v NACHTRÄGE (14. Jh., 468" 15. Jh.): (462 v ) Collecta de s. Katharina; (463 r - 465 r ) Lektionen I-VIII >in festo concepcionis B.M. V<, wie L 17, 299"; (465 r -466 r ) Hymnen Weinmann, S. 13, Nr. 60 und 59 sowie AH 51 Nr. 102; (466 v ) Merkverse für die Quatem- 125 L34 • L35 bertage und die Ordnung der Schriftlesungen im Herbst, Walther , Initia Carminum, Nr. 20871 u. 9062; (466 v ) >Post festum corporis Christi privatis diebus per octavam<; (46 7") Rubriken >Quibus diebus due misse cantantur< und >Quando intermittatur commemoracio B.M. V.<, s. Liber usuum ord. eist. 60 und 64, PL 166, 1434D-1435A und 1436B; (467 v ) >Decem milium martirum oratio<\ (468") >In annunciacione beate virginis<, Ant. und Resp. nach dem zist. Normcodex (s. Huot , Nr. 97); vgl. oben 289 v -292 r . L 35 Nicolaus de Gorran, Sermones • Auctoritates de vitiis et virtuti- bus Pergament ■ 173 Bl. • 18 X 11 • Zisterziensisch (?) • Ende 13. u. Anfang 14. Jh. Lagen: (VI-2) 10 Textverlust zu Beginn, 4 VI 58 , (VI+ l) 71 , VI 83 , (II— 1 ) 86 , 8 V 166 , (V-3) 173 Textverlust. Kustoden, ab 96 v neu beginnend. Reklamanten bis 58 v . Schriftraum 14 x 8,5 u. 13,5 x 8,5. 2 Spalten, 38 u. 36 Zeilen auf vorgezogenen Linien. Zierliche Buchschrift von 2 Händen: 1. 1 r —83 V (Ende 13. Jh.); 2. 84 v -85 v , 87 r -173 v (Anfang 14. Jh.); 86 r Nachtragshand des 14. Jh's. Übliche Rubrizierung, rote Lombarden; 62 rb u. 72 ra schwarz-rot abgesetzte Initialen. Roter Lederband mit je 5 Buckeln (14./15. Jh.). Rücken und beide Schließenriemen 1975 erneuert, gleichzeitig Spiegel abgelöst und neue angebracht. Auf dem Rücken Titelschild {Lesbuch geistliches, 19. Jh.) und Schildchen I 465, vermutlich Lichtenthai. Herkunft: Datierung nach der Schrift. Vermutlich zisterziensisch (s. 84 v ). Laut einer Notiz Brambachs (?) in seinem Handexemplar von Trübners Auktionskatalog besaß die Hs. offenbar früher einen Lichtenthaler Besitzeintrag. Nr. 4 von F. Mones Gruppe 2. Literatur: Trübner , Nr. 54; Ettlinger , S. 10. l ra -83 va NICOLAUS DE GORRAN, Sermones. ( l ra -62 rb ) de sanetis, (62 rb -71 vb ) commune sanetorum, (72 ra -83 va ) de tempore. Anfang fehlt. Explicit: ... pater, verbum et Spiritus sanetus, et hii tres unum sunt (IJo 5,7). Schneyer , Repertorium 4, S. 255-322 (Hs. nicht erwähnt), Kaeppeli , Nr. 3091 (Hs. nicht erwähnt). Die Sermones de sanetis nahezu vollständig. Es fehlen Schneyer (s . oben), Nr. 375-388 (2 Bl. Textverlust zu Beginn), 487, 520, 522, 523, 530, 559a, 564, 577-580, 583-585, 587, 605, 610, 614-616, 618. Vom Commune sanetorum und de tempore-Teil nur eine Auswahl in vielfach gestörter Reihenfolge. Letzter Sermo = Schneyer , Nr. 165. - 84 r leer. 84 v -85 v , 87 ra -173 vb AUCTORITATES DE VITIIS ET VIRTUTIBUS. (84^-85") alphabetischer Index: Abstinencia, Accidia, Accusacio sui... - Ypocrisis, Zelus. (87 ra ) >Incipiunt auctoritates sanetorum diversorum de vieiis et virtutibus secundum ordinem alphabeti. De Abstinencia.< Athanasius in exhortacione ad monachos: ABstinencia est continencie nutrix ... Text 126 L35 • L36 bricht 173 vb unten innerhalb >De simulacione< ab. Dem Index zufolge fehlen die Ausführungen zu 40 weiteren Lemmata. Unter den wenigen jüngeren Autoritäten wie Petrus Da- miani, Hugo von St. Victor, Anselm von Canterbury, Albertus Magnus wird nur Bernhard von Clairvaux häufig zitiert. (Hs. erwähnt von R. Kurz , Die handschriftliche Uberlieferung der Werke des heiligen Augustinus V, 2, Wien 1979, S.223). 86 r PETRUS RIGA, AURORA, AUSZUG. > Nota Versus de pulcritudine beute virginis Marie de Aurora excerptos<. Hic, bone, fige stilum. Marie virginis ortum ... - Excedens hominem, numinis instar habet. Petrus Riga, Aurora, ed. P. E. Beichner , 1-2, Notre Dame, Indiana 1965, Bd. 2, S.425-427, 429 (Verse 33-68 und 131 f.) - 86 v leer. L 36 Deutscher Psalter • Vaterunser-Paraphrase Pergament • 227 Bl. • 18x12- Oberrhein ■ 14. Jh. Lagen: (II— 1, incl. Spiegel) 2 , 27 IV 218 , (IV+1, incl. Spiegel) 227 . Wortreklamanten. Schriftraum 12 x 7,5. 17 Zeilen. Textura einer Hand. l r -2 v , 224 v -227 v Nachträge des 14. Jh's von mehreren Händen. - Randnotizen (Nachträge) des 14.-16. Jh's. Übliche Rubrizierung. Rote Lombarden unterschiedlicher Größe, an den Hauptzäsuren des Psalters mit braunem Fleuronnee. Roter Lederband, vermutlich zeitgenössisch. 1976 Spiegel abgelöst und neue Pap.-Spiegel sowie neue Schließriemen angebracht. Ursprünglich je 5 Buckel auf den Deckeln, sämtlich fehlend. Rückenschildchen: Teutscher Psalter (19. Jh.). Herkunft: Alemannische Fassung nach der unmittelbaren moselfränkischen Vorlage in L 37 (s. dort). Möglicherweise für Lichtenthai geschrieben (s. L 37, Herkunft). 226 v rot: Nomen scriptoris si tu cog- noscere velis, Con sit tibi primo, ra media, dusque in ymo (Nachtragshand, 14. Jh.). Auf dem ehem. Hinterspiegel: Min name ist nit wunderlich, got mache dich an fröden rieh. H.H.H. (14. Jh.). Datierung nach der Schrift. Vermutlich spätestens zu Beginn des 16. Jh's in Lichtenthai: 226" am oberen Rand: Item dißer seiter gehört in die sengen, hab ich geltihen Odilia, sengerin, der von Buschten. Es dürfte sich bei den Genannten um Odilie de Ulma (t 5.5.1515) und Imaginaria de Bitsch (f 21.10.1522) handeln, vgl. Nekr . 47, 9 r u. 2 r . Zur Kantorin Odilia als Schreiberin s. Einleitung, S.43. Nachtrag 227" zisterziensisch. Nr. 45 von Mones 2. Gruppe. Mundart: alemannisch. Literatur: Trübner , Nr .30; Längin , Nr .69; Ettlinger, S.10. 3 r -224 r DEUTSCHER PSALTER. Beatus vir ... Selig man, der nüt inging in dem rate übeler lüte und in dem Wege der süundere nüt entstunt... Pss 1-150; (204 V -217 T ) Laudescan- tica; (217 v -224 r ) Benedictus, Magnificat, Nunc dimittis, Tedeum, Quicumque. Jeweils der 127 L36 • L37 erste Vers lateinisch. Alemannische Umschrift der moselfränkischen Vorlage in L 37 (Näheres s. dort). NACHTRÄGE (14. Jh.): Durchgehend Gebrauchsanweisungen (Randnotizen), ähnlich wie die bei Vollmer (Die Psalmen-Verdeutschung von den ersten Anfängen bis Luther, 2. Hälfte, Potsdam 1933, S. 13-21) abgedruckten. Vgl. auch H. Engelhart , in: 2 VL 2, 1980, Sp. 1129 f. l r -2 v Uber die Verwendung des Psalters. Als hie vor males daz himel brot ... (2 Wörter unleserlich) lust und allen gesmac der sußekeitte also hat daz gedihte diz büches alle geistiliche lere ... - umbe daz dem andechtigen gedanke heilikeit des wissagens oder genade des rüwen werde ingegoßen. Amen. 3 T am oberen Rand: [disen psalmen] Iis dem heiligen geiste. du solt wol wißen, daz in David dichte, daz er gots dienest mit berichte (vgl. L 37, 246"). 6 r — 19 r Totenoffizium (Matutin und Laudes). Ant. Herre, min got, richte minen weg in dine angesiht... Auf die Blattränder geschrieben. 224 v -226 v Vaterunser-Paraphrase. Paternoster. Ich lobe dich, herre vatter, der veterlichen äderen, die dich rürten und zwungen ... daz du alleyn sis min zur wile und miner sele ewige kröne. Amen. 226 v -227 r AH 51 Nr. 123. 227" Direktorium für den Cursus B.M.V, nur für die Psalmen, zisterziensisch. L 37 Psalterium, lateinisch-deutsch Pergament • II + 265 Bl. • 17,5 x 12,5 • Mittelrhein • 13. Jh. 2 Lagen: (1+1+III) 6 , 16 V 134 , III 140 , 4 IV 172 , III 178 , 11 IV 265 ; Kustoden, größtenteils abgeschnitten; erstes Bl. der ersten bzw. letztes Bl. der letzten Lage als Spiegel verwendet. Schriftraum 12 x 7,5. 24 Zeilen. Gotische Buchschrift von einer Hand. Übliche Rubrizierung. Einzeilige rote und blaue Lombarden, an den Psalmanfängen zweizeilig und mit einfachem Fleuronnee. Hauptteilungsstellen des Psalteriums markiert durch 6-7-zeilige Deckfarbeninitialen vor Goldgründen, als Buchstabenkörper blaue und purpurrote Ranken mit dreiblattförmig geteilten Enden, weiß gehöht; meistens zierstabar- tige Ausläufer gleicher Machart. Rote Wellenlinen als Zeilenfüller. Heller Lederband der Zeit, doppelter Bezug, der äußere teilweise die Deckelkanten überlappend (urspr. wohl Beutelbuch), je 5 128 L37 kleine Messingbuckel auf beiden Deckeln, Vorderspiegel und Vorsatzbl. (als I gezählt) s.u. Fragmentbeschreibung; 2 Schließen mit textilen Langriemen. Rückenschildchen: Deutsches Psalterium (19. Jh.). Herkunft: Mundart der deutschen Textanteile weist in den Raum des westlichen Mitteldeutschlands. Die Nekrologeinträge im Kalendar belegen einen Aufenthalt der Hs. im Zisterzienserinnenkloster Kirschgarten (Worms) Ende 13./Anfang 14. Jh., vermutlich als Eigentum der dort 1320 verstorbenen Anna von Bolanden (s.u., Beschreibung des Kaiendars); Ubergang in Lichtenthaler Besitz wohl durch Annas Schwester Lukardis, die in zweiter Ehe mit dem Markgrafen Rudolf IV. von Baden verheiratet war (s. RMB, Nr. 735) und dessen zweite Frau, Maria von Oettingen, die nach dem Tod Rudolfs als Nonne in Lichtenthai lebte (vgl. Maria Deodata, S .205f und Stammtafeln , Neue Folge 1, Tf. 129). Vorlage für L 36 (siehe dort). Nr. 19 von F.Mones 2. Gruppe. Mundart: rheinfränkisch. Literatur: Trübner , Nr .7; Ettlinger, S.7; Längin, S.7; Längin , Nr .68; Vollmer 3, S.265. I™ s.u., Fragmentbeschreibung l r -6 v KALENDARIUM. Nicht liturgisch. Nebst dem üblichen Grundbestand (karolingi- sches Sanctorale, s. Leroquais , Breviaires 1, S. CXXX-CXXXII) eine eher unsystematisch anmutende Auswahl von Heilignamen, wohl zumeist aus dem Martyrolog des Usuard (mit vielen Verschreibungen und datumsmäßigen Ungenauigkeiten), dazu eine Reihe von typischen Heiligen aus dem alemannischen und fränkischen Teil der Mainzer Kirchenprovinz (Afra, Bonifatius, Florentius, Gallus, Kilian, Othmar, Pirmin, Ulrich). Merkverse zu den Dies aegyptiaci ( Walther , Initia Carminum, Nr.9771). Nachträge: Petri predicatoris et martiris (Hd. des 13. Jh's) sowie Bernhardt (mit Oktav), Francisci, Emundi, Elyzabeth (Hd. des 14. Jh's). Nekrologeinträge: 20.1., Ob. dominus Philippus de Bonlandia (Philipp V. von Bolanden, gest. 19.1.1276, s. Stammtafeln 3, Tf. 86, und P. Weissenberger , Geschichte des Klosters Kirschgarten in Worms, Worms 1937, S.20f, Reg. Nr. 82); 30.1., Ob. Elizabeth monialis de Limburg; 23.2. Ob. Isengardis monialis in Kirschgarten de Hohenvels (ver- mutl. eine der laut Stammtafeln 3, Tf. 88, im Jahr 1295 als Nonnen in Kirschgarten bezeugten Töchter der Isengard von H., s.u.); 10.4., Ob. dominus Johannes de Bonlandia (Sohn Philipps V. von B., gest. 1288, s. Stammtafeln 3, Tf. 86); 19.4., Ob. Guta monialis de Bonlandia (Schwester Philipps V. von B., s. Stammtafeln 3, Tf. 86, und Weissenberger , a. a. O., S. 11, Reg. Nr. 12, und S .60); 26.4., Ob. domina Lugcardis de Bonlandia (Lukardis von Hohenfels, Gattin Philipps V. von B., gest. 1286, s. Stammtafeln 3, Nr. 86); 15.5., Ob. domina Ysengardis de Hohenvels (Schwägerin der eben genannten Lukardis, s. Stammtafeln 3, Tf. 88, und Weissenberger, S. 13, Reg. Nr. 26); 20.5., Ob. domina Chunegundis co- mitissa de Spanheim (gest. 1314, Tochter Philipps V. von Bolanden, s. Stammtafeln 3, Tf. 86); 11.6. Ob comes Albertus de Lewenstein (gest. 11.6.1304, s.~ Stammtafeln 3,Tf.86,und Chr. J. Kremer , Abhandlung von den graven von Loewenstein ..., in: Acta academiae Theodoro-Palatinae 1, Mannheim 1766, S. 322-373, hier S.338 u. 352); 22.7., Ob. Agnes 129 L37 • L38 monialis de Spanheim-, 1.9., Ob. comes Philippus de Lewenstein (Sohn des oben genannten Albertus, gest. vor 1310, s. Kremer , a.a.O., S .339f u. 352); 2.11., Ob Albertus comes de Lewenstein hospitelarius et primogenitus (vielleicht ein sonst nicht bekannter Sohn Albert I. von L.). Diese Einträge vermutlich von Anna von Bolanden, Tochter Philipps V. von Bolanden und Nonne in Kirschgarten, gest. 1320 (s. Stammtafeln 3, Tf. 86). Von anderer Hand: 17.3., ob. Agnes Marchionissa de Baden (s. Schindele , Abtei Lichtenthai 1, S.74 mit Anm. 264). 7 r -264 r PSALTERIUM NON FERIATUM, lateinisch-deutsch. Beatus vir qui non abiit ..., Selic man der nit inginc in deme rade unbeler lute . .., Pss 1-150, nicht-monastische Teilung, kombiniert mit Dreiteilung; (240 v -256 r ) Laudes-Cantica; (256 v -264 r ) Benedictus, Magnificat, Nunc dimittis, Te deum, Quicumque. Ubersetzung gehört zur Gruppe des sog. Psalter 19 (Walther , Bibelübersetzung, Sp. 625-630). Vgl. auch H. Eggers , Zwei Psalter aus dem 14. Jahrhundert, Berlin 1962, mit Edition der mitteldeutschen Textüberlieferung, und Schöndorf, S. 55-57 u. 68-75. 264 v NACHTRÄGE: Oration Deshusses , Nr. 349 ( 13. Jh.), sowie ( von der 2. Hd. der Nekrologeinträge) Disen salmen soltu wizzen, daz in David tihte und er daz gotes dienste damite rihte (vgl. auch L 36, 3 r ). - 265" leer. FRAGMENT ( Vorderspiegel und Vorsatzblatt I): Doppelbl. aus einer Pergamenths. (Oktavformat), seitlich beschnitten, Buchschrift, 14. Jh. 1 Mundart: alemannisch. Spiegel: Lateinische Gebete, deutsche Rubriken. 1" HEINRICH SEUSE, HUNDERT BETRACHTUNGEN (Anfang). Swer begert kur- z ecliche n e igen lich und begirlich kun[ nen] betrahten .. ., Bihlmeyer , S. 314 Z. 11 - S. 316 Z. 20 (Fragment erwähnt ebd., S. 17*; s. auch Hofmann , Seuse, S. 152 Nr. 189). L 38 Breviarium cisterciense Pergament • 404 Bl. • 17,5 x 12,5 • Ende 13. Jh. und 14. Jh. 1 Brauner Lederband, Gruppe I der für Lichtenthai gefertigten Einbände, Stempel 5, 8, 10, 17, 19, 20, 25, 33, 35, 42, 43, 45 (s. Einl., S.44f und Abb. 21 u. 22). Rücken und zwei Langriemenschließen 1975 erneuert. 130 L38 Herkunft: Teil I um 1290 (vgl. Kalendar), Teil II in der ersten Hälfte des 14. Jh's geschrieben; spätestens im 14. Jh. in Lichtenthai in Gebrauch (vgl. Nachträge und Nekrologeinträge im Kalendar). Zum Text vgl. entspr. Teile von Dijon 114 sowie Brev. Cist. 1484. Nr. 32 von F. Mones 2. Gruppe. Literatur: Trübner , Nr. 72; Ettlinger, S.7; P flüger, S. 1; H einzer , Johannes Zürn, S.70. I Bl. 1-122. Lagen: (VI4-1) 13 , (V+ l) 24 , 6 VI 96 , V 1 ", VI» 8 , 3 V 148 , (VI4-l) 1 ", 2 VI 185 , 2 VIP 13 , (V-l) 222 ; am Schluß Textverlust (s.u.); Bl. 160 (kleineres Format) im 14./15.Jh. eingefügt; Kustoden I-XIX; alte Foliierung I-LXXXIIII (= Bl. 138-222) von einer Hd. des 14. Jh's, BI.223 (s. unten Teil II) fortgeführt, dort mit XCVII einsetzend (12 Bl. heute fehlend). Schriftraum 12,5 x 9. Im Corpus der Hs. 2 Spalten, 22 Zeilen. Textura von verschiedenen Händen: Haupthand l v -219 va , 2 Nachtragshände (beide 14. Jh.) 219 vl -220 ra bzw. l r und 220 ra -220 vb . Übliche Rubrizierung. Rote und blaue Lombarden, teilweise mit Fleuronnee. 14 v und 15 r drei 5-7-zeilige Initialen mit lombardenförmigen, rot-blau gespaltenen Buchstabenkörpern, darin vierpaßartige Aussparungen. l r NACHTRAG (14.Jh.): Hymnen AH 52 Nr. 137 (Str.5-9) und Nr. 139 zum Fest des hl. Bernhard; Antiphonen zum Fest Undecim milium virginum wie L 5, 32 r . 1'—219 V BREVIARIUM CISTERCIENSE, PARS HIEMALIS. 1 r — 13 r Kalendarium, Stand um 1290 (vgl. Backaert ). Kalenderverse: Walther , Initia Car- minum, Nr. 2062. Auf der Rectoseite der Blätter jeweils Collectae für die Heiligenfeste ohne eigenes Offizium (vgl. L 17) sowie Rubriken. Nachträge von mehreren Händen (z.T. wie in L 34) nebst den später in den Ordenskalender aufgenommenen Festen auch Translacio b. Marie Magdalene (19.3.), Zenonis (12.4.), Arbogasti (21.7.), Sebaldi (19.8.), Galli (16.10.), Wendelini (21.10.), [P] irminii venerandi (3.11.), [P] erpetue uxoris s. Petri (4.11.), Florencii (7.11.). Nekrologeinträge: 3.3., anno domini M 0 CCC°LXXXVI° ob. Mehthildis ; 23.6., anno domini M°CCC.XXXVIII ob. Heinricus Streler (Nekr . 19/11, 121 v : ob. Heinricus: vgl. Stenzel, S .51); 4.9., ob. Conradus Rise et filius suus sub anno domini M°.CCC.XXXVIII (gleicher Eintrag Nekr . 19/1, 117 r und Nekr . 47, 17 r , vgl. auch Stenzel, S .94); 17.11., anno domini M°.CCC°.LXXIII° ob. Angnes Strelerin de Ettelingen (entspr. Eintrag Nekr . 47, 22 r , vgl. auch Stenzel , S.48); 15.12., anno domini M.CCC.XLVII ob Fridericus de Eberstein. 13 v Benedictiones lectionum. Vgl. Dijon 114, 15 l rb . Hier zusätzlich 11 Benediktionen >de sancta Maria<. Von anderer Hand hinzugefügt: Aufzählung der Wunden und Blutstropfen Christi (z.T. 14 r wiederholt). - 14 r leer (außer dem erwähnten Nachtrag). 14 V — 137 v Proprium de tempore, pars hiemalis. >Sabbato in adventu domini<, (40 r ) >In vigilia natalis domini<, (53 r ) In vigilia epiphanie (nicht rubriziert), (93 r ) >Feria quarta in capite ieiu- nii<, (128 v ) [Dominica in ramis palmarum] >invitatorium<. 131 L38 137 v — 181 v Proprium de sanctis, von Andreas bis Annuntiatio B.M.V. Bemerkenswert: (181") Magnificat-Antiphon Haec est dies zum Fest Annuntiatio B. M. V., wie L 34, 293 v (s. dort). 181 v —209 v Commune sanctorum. 209 v -216 r Hymnarium, s. Weinmann , Nr. 1 1-22, 32-38, 48-51. 216 r —219 V Cantica für die dritte Nokturn. 219 v -222 v NACHTRÄGE (14. Jh.): (219 v -220 r ) Hymnus Weinmann, S. 13, Nr. 47 (Andreas); (220 r -221 v ) >In annuntiatione dominica<, ordensfremde Antiphonen und Responso- rien, wie L 34, 289 v -293 v (s. dort); (221 v —222 v ) >De sancto Petro confessore atque pontißce<, Reimoffizium AH 28 Nr. 49 (Näheres s. L 34, 301 v -302 v ), Text bricht ab in der 3. Nokturn. II Bl.223-404. Lagen: 11 V 332 , VI 344 , 3 V 374 , VI 386 , V 3 ' 6 , IV 404 ; Kustoden a-s, z.T. weggeschnitten. Alte Foliierung von Teil I weitergeführt (s.o.): XCVII-C (= Bl. 223-226); von der gleichen Hand: I-X (= Bl. 227-236) und I-LXXXV (= Bl. 318-403), hier XXXIIII zweimal vergeben (B1.351 u. 352). Schriftraum 13 x 9,5. 2 Spalten, 23 Zeilen. Flüchtige Textura von einer Hand; 404 v Nachtragshand des 14. Jh's (vermutl. identisch mit der Foliierungshand). Übliche Rubrizierung. Rote und blaue Lombarden; 227 r zwei Initialen ähnlicher Art wie 14 v u. 15 r . 223 r -226 v Nachtrag zu Teil I: Lektionen für die Werktage der Weihnachtszeit (entspr. Verweisungen am Rand von 52 r und 57 r ). 226 v -404 v BREVIARIUM CISTERCIENSE, PARS AESTIVALIS. 226 v -317 v Proprium de tempore. >In vigiliapasche<, (245 r ) >/« vigilia ascensionis<, (252 r ) >In vigilia penthecostes<, (257 v ) >Ad vesperas de sancta trinitate<, (262 r ) >De corpore Christi <, Offizium Sacerdos in aeternum, monastische Form, Ant. und Resp. z.T. aus AH 24 Nr. 6 bzw. Mone 1, Nr. 201; (266 r ) > Dominica //< [post pentecosten]. Lektionen IX-XII für die nachpfingstlichen Sonntage separat ab 296 v (entspr. der Anordnung im Normcodex Dijon 114). 317 V —394 v Proprium de sanctis, von Annuntiatio B.M.V. (nur Magnificat-Antiphon der 2. Vesper, entspr. dem zist. Ritus, s. Huot , Nr.97; wohl Korrektur von 181", s.o.) bis Katherina. (38l r —383 v ) Reimoffizium AH 5 Nr.87 (Undecim milia virginum). 394 v -397 v Dedicatio ecclesiae. 397 v -403 v Hymnarium, s. Weinmann , Nr .23-31, 55, 53, 54, 39-40, 21, 41, 59, 42-46, 52. 403 v -404 v Cantica der dritten Nokturn (Osterzeit und Corona domini). 132 L38 • L39 • L40 404 v NACHTRAG (14. Jh.): Teile des Offiziums zum Fest Visitatio B.M.V. L 39 Officia selecta Pergament • 45 Bl. • 17 x 11,5 • Lichtenthai (?) • 15. Jh. 2 Lagen: 3 VI 36 , (VI-3) 45 . 24 v Reklamant. Schriftraum 11/12 x 7/8. Textura von 2 Händen (l r -24 v und 15 r -43 r ). Übliche Rubrizierung. Roter Lederband der Zeit; 1975 Spiegel, Vorsatz und Langriemenschließe erneuert, alte Makulatur (Fragmente einer deutschen Urkunde von 1425, darin genannt die Erwirdig frauw [Äbtissin von Lichtenthai ?]) herausgelöst. Herkunft: Vermutlich wie L 17, aufgrund der textlichen Zusammenhänge (vgl. bes. 1 r — 16 r ). Nr. 17 von F. Mones 2. Gruppe. Literatur: Trübner , Nr. 58; Ettlinger , S. 10. l r -42 r OFFICIA SELECTA. (1 r — 16 r ) >De corpore Christi<, wie L 17, 293 y -296 v (Einzelheiten s. dort), mit Ausnahme der Ant. ad cantica (3. Nokturn); (16 r -32 v ). >De spinea Corona domini <, wie L 17, 293 v -296 v , Lektionen hier länger, Responsorien der 3. Nokturn vertauscht (von der Schreiberhand korrigiert); (32 v -42 r ) >Hystoria undecim milium virginum<, wie L 17, 296 v -298 v . 42 v -43 r Evangelienperikope (Io 6,56-59) und Oration Bruylants 2, Nr. 393 zum Fronleichnamsfest. - 43 v -45 v leer. L 40 Psalterium feriatum • Officium defunctorum • Hymnarium Pergament • 172 Bl. • 16 x 11,5 • Herrenalb • 1459 und 14. Jh. Brauner Lederband (um 1500), Gruppe I der für Lichtenthai gefertigten Einbände, Stempel Nr. 8, 11, 16, 17, 20, 25, 28, 33, 34, 36, 37, 39 (s. Einleitung, S.44f mit Abb. 21 u. 22). Blattweiser aus rotem Leder. 1976 Rücken und Schließe erneuert, Spiegel abgelöst (s.u. Fragmente), seither zus. mit Rückenschildern in Tasche aufbewahrt. Herkunft: Teil II aus dem 14. Jh. (nach 1318: Jahr der Aufnahme des Fronleichnamsfestes in den Zisterzienserorden). Teil I: Kolophon 153 v > Explicit psalterium sub anno domini millesimo quadringente- simo quinquagesimo nono sabbato Eligii episcopi et confessoris [1. Dez. 1459] per fratrem Nycolaum Hirfimann de Bruchsella> (Herrenaiber Mönch, vgl. auch L 49). Nr.28 von F. Mones 2. Gruppe. Literatur: Trübner , Nr. 11; Ettlinger, S. 10; Kattermann, S.309; Heinzer , Johannes Zürn, S.71. 133 L40 I Bl. 1-156. Lagen: 15 V 150 , III 156 . Letztes Bl. urspr. Spiegel eines früheren Einbands (vor der Verbindung mit Teil II). Schriftraum 10,5 x 7,5. 18 Zeilen. Textura von der Hand des Nikolaus Hirschmann (s.o.). 154 r — 156 r Nachtrag von einer Hand des späten 15.Jh's (Bastarda); l r Bastarda formata des frühen 16. Jh's. Übliche Rubrizierung. Rote Lombarden. l r Nachtrag (16. Jh., Anfang): Cura Helena ut facies tua sit Serena ... (siebenzeiliges Gedicht für eine Nonne [?] Helena). 2 r -146 v PSALTERIUM FERIATUM. (2 r -134 r ) Pss 1-150, monastische Teilung: (134 r - 142 r ) Laudes-Cantica; (142 r -146 v ) Te deum, Canticum trium puerorum, Benedictus, Qui- cumque mit Oration Deshusses , Nr. 1806 (vgl. auch Brev. Cist. 1484, G2 V ). 147 r —153 v OFFICIUM DEFUNCTORUM, zisterziensisch. Wie im Normcodex Dijon 114, 1 50 va — 1 5 1 ra (s. auch Huot , Nr. 132). 153 v Kolophon (s. unter Herkunft). 154 r — 156 r NACHTRÄGE (15. Jh. 2 ): Zisterziensische Allerheiligenlitanei (s. Weinmann, S . 17 f) und Sinnsprüche Walther , Proverbia, Nr. 20040 und Parca vita occidit vicia. - 156 v leer. II Bl. 157-172. Etwas kleineres Format als Teil I (15 x 10,5). Lagen: 2 Quaternionen, Reste von Kustoden sichtbar. Schriftraum 12 x 7. 21 Zeilen. Textura von einer Hand (14. Jh.). Übliche Rubrizierung. 157 r — 168 v HYMNARIUM CISTERCIENSE. Weinmann , Nr. 10-41, 59, 42-44, 46-51. Teilweise nur Strophenanfänge. Ohne Notation. 168 r —172 v CANTICA DER DRITTEN NOKTURN. 172 v FRONLEICHNAMSOFFIZIUM Sacerdos in aeternum, nur Anfang der 1. Vesper (monastische Form des Offiziums: nur 4 Vesperpsalmen). FRAGMENTE (ehemal. Spiegel und Rückenverstärkung): GEBETBUCHFRAGMENT, 12. Jh. 2 Doppeibl, aus einer Pergamenths., Blattgröße 10,5 x 7,5. Am oberen Rand Einschnitte für die Bünde des Einbands von L 40. Schriftraum 7 x 4,5. 18 Zeilen. Gotische Minuskel, 12. Jh., rubriziert. 134 L40 • L41 l r -4 v Kommuniongebete. ... I decedere in w[lutem et] tutelam corporis et anime ... - te pre- stante qui es via, veritas et vita. Qui cum patre etc. >Post communionem< Gratias tibi ago domine deus, qui me peccatricem satiare dignatus es ... s. Leroquais , Livres d'heures 2, S.286; (l v ) Perceptum domine deus sacrificii munus ab omne peccatorum contagione (2 V ) Domine Jesu Christe, fili dei vivi, creator et restaurator... s. Haimerl , S. 8 f; (3 V ) Omnip[ otens deus], propicius esto />ec[catis me]ij per assumptionem ... s. Leroquais , Livres d'heures 2, S.286; (4 r ) Domine Jesu [Christe, qu] i de hoc mundo [transi]*?! adpatrem ... concede mihi per aeeep- tionem sanete communionis (4 V ) Purif[ icent n ]os, quesumus domine, sacr[ amenta] que sumpsimus... s. Deshusses , Nr. 3087. 4 V >Incipit psalterium breviatum a saneto Jeronimo angelo se docente compositum<. Nur Uberschrift. Vgl. Revue benedictine 70 (1960) 361-363. L 41 Diurnale cisterciense Pergament • 183 Bl. • 16 x 11,5 ■ Herrenalb • 1474 und 1475 Lagen: 17 V 1 ' 0 , III 176 , (III+l) 183 ; Reklamanten. Schriftraum im Corpus der Hs. 10,5 x 8. 20 Zeilen. Textura von der Hand des Johannes Zürn, außer 176" u. 183 v (Nachträge des 15.Jh's). Übliche Rubrizierung. Rote und blaue Lombarden. Schweinslederband, Gruppe I der für Lichtenthai gefertigten Einbände, Stempel Nr.10 (Spitze), 11, 27, 32, 46 (s. Einleitung, S.44f mit Abb.21 u. 22), zwei Schließen, kleine Lederknoten als Blattweiser. Herkunft: Geschrieben 1474 (Datierungsvermerk 176 r ) bzw. 1475 (Bl. 177-183, Datierungsvermerk am Schluß) vom Herrenaiber Konventualen Johannes Zürn (s. Einleitung, S.39 und unten, Literatur), vermutlich für Lichtenthai bestimmt (s. auch Einband und Nachträge im Kalendar). Nr. 12 von F. Mones 1. Gruppe. Literatur: Ettlinger , S. 8; Heinzer , Johannes Zürn, S .77. 2 V — 176 r DIURNALE CISTERCIENSE. 2 v -20 r Kalendar und Collectae sanetorum wie L 18, l r -9 v . Im Kalendar die Feste Arbogasti (21.7.) und Florencii (7.11.) von der gleichen Hd. wie in L 18 nachgetragen. 20 r —91 v Proprium de tempore. (20 r -89 r ) wie im ebenfalls von Johannes Zürn stammenden Brevier L 18, 11 r — 142 r (hier ohne Nachthoren); (89 r —91 v ) >Antiphone sabbatis ad magnificat dicende<, s. Huot , Nr. 80-85. 91 v — 138 r Proprium de sanetis. Wie L 18, 142 r -222 v (hier ohne Nachthoren). 135 L41 • L42 138 r -148 v Commune sanctorum. Wie L 18, 222 v -246 v (hier ohne Nachthoren). 148 v -150 r Dedicatio ecclesiae. Wie L 18, 246 v -249 r (hier ohne Nachthoren). 150 r — 176 r Hymnarium. Wie L 18, 252 r —261 r . Hier zusätzlich Weinmann , Nr. 1-10 am Anfang, außerdem Nr.42 gleich nach Nr.41, Nr.55 von anderer Hd. 176 y nachgetragen. 176 v Nachtrag zum Hymnar (s.o.). 177 r — 183 r CANTICA DER DRITTEN NOKTURN. Wie L 18, 249 r -252 r . 183 V Nachtrag (15. Jh.): Responsorium >de sancta Anna< O dilecta Christi ... (gereimt), s. auch Berlin, Staatsbibl. Preußischer Kulturbesitz; Theol. Lat. Qu. 269, 347 v (s. G.Achten, Die theologischen lateinischen Handschriften in quarto der Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz Berlin, Teil 2, Wiesbaden 1984, S.28). L 42 Officium defunctorum Pergament • 60 Bl. • 15,5 x 11 • 15.Jh. 2 Lagen: Quinionen mit Reklamanten. Schriftraum 10 X 6. 13 Zeilen. Bastarda formata von einer Hand. Übliche Rubrizierung. Rote und blaue Lombarden; l r , 7 V und 56 r mit einfachem Fleuronnee. Dunkelbrauner Lederband der Zeit, Mittelfelder beider Deckel ausgefüllt mit Schriftband-Stempeln (Maria), umrahmt von Blütenranken-Rolle, zwei Messingschließen; Rücken restauriert und neues Vorsatzbl. eingefügt. (Einband aus der gleichen Werkstätte: Karlsruhe, BLB, Hs. St. Georgen 96.) Herkunft: Schriftheimat nicht näher bestimmbar, auch nicht aufgrund der Struktur des Totenoffi- ziums. Der Einband weist möglicherweise auf ein Kloster der Einflußsphäre von St. Georgen (Friedenweiler?). Nicht vor 1458 (Beginn des Pontifikats Pius II., s. 56 r ) geschrieben. l r Besitzvermerk des 17. Jh's: Conventus Fremersberg. Zum Übergang der Fremersberger Bibliothek an Lichtenthai s. Einleitung, S.44. Nr.42 von F.Mones 2.Gruppe. Literatur: Trübner , Nr.61; Ettlinger , S.7. 1 r —55" OFFICIUM DEFUNCTORUM. >Incipit officium mortuorum. Ad vesperas<\ (7 V ) >Vigilie mortuorum<, folgende Responsorien: Hesbert , Nr. 6348, 7477, 6507, 6811, 7209, 7368, 7091 (mit Versus G), 7548, Redemptor mens vivit (nicht bei Hesbert ); (36 r ) >Ad landest (50 r ) Collectae: Deshusses , Nr.2882, 2900, 1403, 1416, 3015, 2812, 1010, 2852, Bruylants 2, Nr. 407; Deshusses , Nr. 3052 (mit Zusatz que nobis in oracionem commendate sunt...), Propitiare quesumus domine animabus fidelium tuorum, ut qui . .., Deshusses , Nr. 2862, 1444, 3056, 1437. 136 L42 • L43 56 r -58 r GEBETE FÜR VERSTORBENE. ->Beatissimus in Christo pater et dominus, dominus Pius papa secundus, omnibus has oraciones pro animarum salute devote dicentibus.. .<. Miserere mi domine animabus s. Haimerl , S. 127 mit Anm.786. - 58 v -60 v leer. L 43 Psalterium non feriatum Pergament ■ 142 Bl. ■ 14,5 x 10,5 • Südwestdeutsch • nach 1232 Lagen: 17 IV 136 , (IV-2) 142 , am Schluß Textverlust. Schriftraum 11 x 7. 21 Zeilen. Gotische Minuskel von einer Hand, außer Bl. 2 und 7 (Textura, um 1300). Zusätze und Nachträge von mehreren Händen des 13. bis 15. Jh's. Übliche Rubrizierung. Rote Lombarden, an den Psalmanfängen 3-zeilig und mit einfachem Palmetten-Fleuronnee. An den Hauptteilungsstellen des Psalteriums 11 — 12-zeilige Initialen: einfache blaue und grüne Ranken als Buchstabenkörper, hellgrüne Rahmen, blaßgelbe Gründe. 1" und 8" vier ganzseitige Miniaturen: l r Verkündigung, l v Geburt Christi, 8 r Kreuzigung, 8 V Maiestas domini; schlichte Deckfarbenmalerei, stark betonte schwarze Konturen und Binnenzeichnung, Gewänder der Figuren hellbraun und grün, Gründe blau oder rot, doppelte Rahmung in Grün und Hellbraun (l r und 8 V auch Rot verwendet). Schweinslederband, um 1500, Einzelstempel (stark berieben); 1979 Vorsätze, Hinterspiegel und Schließe erneuert. Herkunft: Privatpsalterium, 1. Hälfte des 13. Jh's (nach 1232: Kanonisationsjahr des im Kalendar berücksichtigten Antonius von Padua); Grundstock des Kaiendars weist in den südwestdeutschen Raum, die Ergänzungen (B1.2 und 7, um 1300) spezifisch in den Bereich des Oberrheins. Spätestens im 15. Jh. in Lichtenthai (vgl. Zusätze und Irmengardis-Nekrologeintrag im Kalendar). 2 r von einer Hand des 14./15. Jh's: Dißer seiter ist Angneß R ...; 9 r von etwas jüngerer Hand am oberen Blattrand: Orate pro domino Johanne Episcopo A ... treverensi(?), möglicherweise Johann II. von Baden, Erz- bischof von Trier (vgl. B.Caspar , Das Erzbistum Trier im Zeitalter der Glaubensspaltung, Münster i.W. 1966, passim), Eintrag radiert, nur unter der Quarzlampe zu lesen. Nr. [24] von F. Mones 2. Gruppe. Literatur: Trübner , Nr. 4; Ettlinger , S .7. 1" Miniaturen (s.o.). 2 r -7 v KALENDARIUM. Nicht liturgisch. B1.2 und 7 (Jan., Febr., Nov., Dez.) jünger (um 1300). U.a. bemerkenswert: Walpurge (1.5.), Maximini (30.5.), Antonii (13.6., kan. 1232), Albani (21.6.), Paulini (22.6.), Udalrici (4.7.), Kyliani (8.7.), Oswaldi (5.8 .), Afre (7.8.), Pelagi (28.9., an 2. Stelle nach Augustinus), Verene (1.9.), Venezlay (28.9.), Galli (16.10.), fanuarii et soc. (19.10.). Viele Verschreibungen, die auf mangelnde Lateinkenntnisse des Schreibers (Schreiberin ?) deuten, z.B. Molesti (für Modesti), Translater(\) Benedicti, Augu- ster(\), Exalter(\) Crucis. In den B1.2 und 7 (s.o.) deutliche oberrheinische Prägung: u.a. 137 L43 • L44 Pirminii (3.11.), >Florencii argentinensis episcopi< (6.11.), Vindani (15.11.), Athale (3.12.). Im 15. Jh. durch Rasuren und Zusätze dem zisterziensischen Kalendar angepaßt, von dieser Korrekturhand auch Anniversarium Irmengardis marchionisse fundatricis (25.2.). Weitere Zusätze von anderen Händen. - Nekrologeinträge: Von einer Hd. des 13./14. Jh's mehrfach Herlindis (8 .2., 15.11., 9.12. und 19.12.); von einer Hd. des 15. Jh's hic obiit pa- ter meus (zum 12.2., später getilgt), von anderer etwa gleichzeitiger Hd. o. matter(!) mea LVIII (zum 27.10.) und o. patter(\) meus XXXVIII (zum 12.12.). 8" Miniaturen (s.o.). 9 r -142 v PSALTERIUM NON FERIATUM. (9 r — 130 r ) Pss 1-150, nicht-monastische Teilung, am Rand Ordinarium Officii (zisterziensisch) von mehreren Händen nachgetragen; (130 r — 138 V ) Laudes-Cantica; (138 V — 142 v ) Benedictus, Te deum, Magnificat, Credo, Nunc dimittis, Quicumque; (142 v ) Beginn der Allerheiligenlitanei. L 44 Diurnale cisterciense Pergament • 214 Bl. • 14,5 x 10 ■ Lichtenthai • 15. Jh. 2 Lagen: (VI + 3) 15 , 6 V", (V+ l) 86 , 11 V 196 , VI 208 , (II + 2) 214 ; Reklamanten, z.T. abgeschnitten. Bl. 88 — 95 und hinterer Spiegel teilweise aus mehreren Pergamentstücken zusammengesetzt und mit bunter Seide vernäht (wie L 29). B1.209 Papier. Schriftraum 10,5 x 7. 16-20 Zeilen, ab 115 r 25-26 Zeilen. Mehrere Hände: 1. 3 r -41 r Textura (Hd. von L 29); 2. 41 v — 114 V Bastarda (wie L 47, 252 r -273 v , s. auch Randnachträge in L 34, 50 u. 52); 3. 114 y -208 r Bastarda formata; außerdem 3 Nachtragshände des 15./16.Jh's (l r , 2 V und 208""). Übliche Rubrizierung. 16 r 9-zeilige Deckfarbeninitiale E: grüner Buchstabenkörper mit Rollwerkornament vor Goldgrund, grauer Rahmen, Binnengrund Purpur mit goldenem Arabeskenmuster, rankenartige Ausläufer mit Distelblättern und Goldpollen. 114 V 5-zei- lige Initiale S in gleicher Ausführung. Roter, schmuckloser Lederband der Zeit, 2 Schließen; 1976 neu gebunden, dabei Rücken und eine Schließe erneuert. Auf dem Rücken Titelschildchen: Antipho- nale(\) Cisterciense (19. Jh.) u. Signaturschildchen 1324. Herkunft: Kalendarium und Schreiberhände weisen nach Lichtenthai. 214 V Dorotehea(l) Salwert (s. Nekr . 47,5 V , zum 16.3.:> anno XV C VIII (1508) o. Dorothea Salwertin monialis). Nr.61 von F.Mones 2. Gruppe. Literatur: Trübner , Nr. 47; Ettlinger, S.7; Schindele , Abtei Lichtenthai 1, S. 138. l r -2 v NACHTRÄGE (15./16. Jh.): (1") Hymnen AH 52 Nr.136 und 137 ( Weinmann, Nr. 59 u. 60) zum Fest des hl. Bernhard; (2") Offizium für die Werktage in der Oktav von Assumptio B .M.V., s. Brey. Cist . 1484, zl4". 138 L44 • L45 3 r -203 r DIURNALE CISTERCIENSE. (3 r -14 v ) Kalendarium und Collectae de sanctis wie L 17,2 V — 13 V mit Irmengardis-Anniversarium und Lichtenthaler Kirchweihnotiz wie L 16 und L 27 (s. dort); Anordnung der Collectae etwas anders; - 15" leer -; (16 r -114 v ) Proprium de tempore, ohne Fronleichnamsoffizium, wie L17, 14 r — 161 v (ohne Nachthoren), dazu Huot , Nr. 80-85; (11 4 V — 167") Proprium de sanctis, wie L 17, 161 v —242" (ohne Nachthoren), hier jedoch mit Stephanus beginnend; (167 v -173 v ) Commune sanctorum, wie L 17, 242 v -268 v (ohne Nachthoren); (173 v -175 r ) Allerheiligenlitanei, s. Weinmann, S. 17 f; (175 r ) Collecta de s. Edmundo; (175 V — 193 v ) Hymnarium, s. Weinmann , Nr. 1-51; (193 v -199 v ) Cantica der dritten Nokturn, wie L 17, 271 r —273 V ; (199 v —201 r ) Commemora- tiones sanctorum, wie L 17, 2 r ; (201 r -203 r ) Dedicatio ecclesiae, wie L 17, 268 v —271 r (ohne Nachthoren). 203 v -207 v OFFICIUM DEFUNCTORUM, Matutin. Wie in Dijon 114, 150 V1_C (s. auch Huot , Nr. 132). 207 v -208 r Antiphon Subvenite und Responsorium Clementissime aus dem Modus sepe- liendi. 208" NACHTRAG (15./16. Jh.): Hymnus Veni creator, AH 50 Nr. 144. 209 r -214 v leer (zu 214 V s. auch unter Herkunft). L 45 Liber horarum Pergament • 1 + 82 Bl. ■ 14 x 10 • Zisterziensisch • Lichtenthai (?) • 1523 Lagen: I 1 , 10 IV 81 ,1 82 ; äußerste Blätter des Buchblocks als Spiegel verwendert. Schriftraum im Corpus der Hs. 9 x 6,5. 13 Zeilen. Gotico-Antiqua von einer Hand (3 r -80 v ), außerdem zwei Nachtragshände des 16.Jh's (1 V -2 V und 8 l r —82 v ). Übliche Rubrizierung. Rote und blaue Lombarden in Schnörkelform. 3 r , 42 r , 48 r , 60 v , 67 r Zierseiten: jeweils 3-4-zeilige Deckfarben-Initialen, z.T. vor Goldgründen, an den Blatträndern bordürenartig angeordnete Streublumen, Vögel und Insekten. 3 r und 42 r am unteren Blattrand die Wappen von Mörsberg-Beffort und Fürstenberg (3 r ) sowie von Eberstein und Sonnenberg (42 r ). Heller Lederband der Zeit, Gruppe II der für Lichtenthai gefertigten Einbände, Stempel Nr. 1-4, 11, 13-21 (s. Einleitung, S.45 mit Abb. 23), 2 Schließen; Vorderspiegel abgelöst (jetzt als ungezähltes fliegendes Bl.), darunter Brevierfragment des 13. Jh's freigelegt. Auf dem Rük- ken Titelschildchen Cursus Marianus (19. Jh.). Herkunft: 80 v >1523. Z.C(?)<. Bestimmt für die Lichtenthaler Nonne und spätere Äbtissin Anna von Mörsberg (vgl. Kindler von Knobloch 3, S. 101 u. 105; Schindele , Abtei Lichtenthai 2, S .77 u. 85): 139 L45 ■ L46 3 r Wappen von Annas Eltern. 42 r Wappen des 1523 regierenden Grafenpaars von Eberstein. Nr. 29 von F. Mones 2. Gruppe. Literatur: Trübner , Nr. 52; Ettlinger , S. 8; Kattermann , S.307, 309 (Abb.) u. 311. l r leer. 1 V -2 V Nachtrag (16. Jh.): Wiederholung der Gebete 12 V — 13 r (zur Antiphon Missus est) und 26 v -27 r (zur Antiphon Spiritus sanctus). 3 r -80 v LIBER HORARUM. Texte entsprechend dem Zisterzienserritus. 3 r -20 r Cursus wie Brev. Cist . 1484, ggl0 r -ggl5 r . 20 r —41 v Ordinarium officii, wie Brev. Cist . 1484, dl5 v -el0 v und nl2 v -nl5 v ; am Schluß marianische Kommemoration mit Antiphon Spiritus sanctus, >nach yeglicher tagzitt< zu beten (26 v -27 r ), s. Brev. Cist . 1484, 15 r . 41 v -47 r Hymni communes, s. W einmann , S. 13, Nr. 1-7, 9, 8. 47 v -60 r Officium defunctorum, wie Dijon 114, 150 va —151™ (s. auch Huot , Nr. 132). Reihenfolge der Collectae hier etwas anders. 60 v -80 v Varia: (60 v -63 v ) Benedictiones mensae, mit geringen Abweichungen wie Dijon 114, 182 vbc ; (64") Confiteor und Absolutionsformel; (64 v -65 v ) Officium capituli, s. Brev. Cist. 1484, E7 v -E8 r ; (65 v -67 r ) Commemorationes zu Vesper und Laudes: B.M.V., Benedikt, Bernhard, Engel; (67 r —71 r ) Allerheiligenlitanei mit Preces, s. Brev. Cist . 1484, G7 V -G8 V ; (71 r -77 r ) Versiculi de sanctis und de tempore; (77 r -80 v ) Benedictiones lectionum, umfangreicher als im Collectarius von Dijon 114, eingeschoben die Responsoria parva in adventu und die Collecta Bruylants 2, Nr. 407. 81 r -82 v Nachtrag (16. Jh.): Ps 50. L 46 Graduale cisterciense III (Pap.) + 252 + 6 (Pap.) Bl. • 13,5 x 10 • Neuburg bei Hagenau(?) • 13.Jh. Mitte Lagen: II" 1 , II 4 , 1 6 , 23 V 236 , 2 IV 252 , IV; das erste und die beiden letzten Bl. als Spiegel verwendet. Vor und nach dem eigentlichen Buchblock leere Pap.Bl. (hinten ungezählt), Ettlinger Wz. mit Initialen HS (Hans Staiger, s. Springer, S.233 mit Beleg für 1606, und Briquet , Nr .987, Beleg für 1609). Fo- liierung von der Hd. des Schreibers: I-CXLV (= Bl. 7-151) und I-LXXIII (= Bl. 152-224), teilweise abgeschnitten. Schriftraum im Corpus der Hs. 11x8.7 Notensysteme mit entspr. Anzahl Text- 140 L46 Zeilen. Frühe Textura von der Hand des Albertus (s.u.): 1 V -4 V und 7 r -242 r ; mehrere Nachtragshände des 13. und 14. Jh's, u.a. 244 v die Hd. von L 5, 24 r -25 r . Quadratnotation auf 4 Linien. Übliche Rubrizierung. Rote Lombarden mit einfachem schwarzem Palmetten-Fleuronnee. Anfänge der Hauptfeste gekennzeichnet durch schwarz-rot gespaltene Buchstabenkörper. 7 r schwarz-rote Spaltleisten-Initiale A vor blaßgelbem Grund. 7 r und 24 v jeweils am unteren Blattrand Christuskopf in roter Federzeichnung. Schweinslederband von 1608 (Prägung auf Vorderdeckel), Gruppe III der für Lichtenthai gefertigten Bände, auf beiden Deckeln je ein kleiner Plattenstempel, vorne: segnendes Jesuskind mit Weltkugel, hinten: Kreuzigung; 2 Schließen; Rotschnitt. Rückenschildchen mit F. Mones Numerierung 13(1. Gruppe). Herkunft: 1 r Quilibet Albertum monachum scripsisse libellum / hunc sciat, ut cantans in eo prece sit memor eius. Um die Mitte des 13. Jh's geschrieben (vgl. Sanctorale u. komputistische Tafeln, bes. l v ), vermutlich wie das übrige Ausstattungsgut Lichtenthals in der Paternitätsabtei Neuburg. Vom selben Schreiber auch Teile von Kl.L. 100 (s. auch Einl., S.38). Numerierung Mones s.o. Literatur: Ettlinger, S. 10; Marosszeki, S. 155. l r Schreiberverse (s.o.) und Nachtrag (13.Jh. Ende): Alleluia. Caritate vulneratus s. AH 33 Nr. 66 (nur die ersten 5 Zeilen), vgl. auch Zisterzienserinnenabtei Maigrauge (Freiburg/Schweiz), Cod. 4, 141 v (s. J. Leisibach , Die lit. Hss. d. Kantons Freiburg 2, Freiburg 1977, S.79) und Kl.L. 15, 164 r (von derselben Hand wie hier). 1 V -4 V Komputistische Tabellen, wie L 19, 7 r -8 v ; Lunarbuchstaben (l v ) hier erst mit dem Jahr 1260 beginnend. 5 r -6 v Nachtrag (13. Jh.): Gradualteile des Messe zum Fest Corona domini. 7 r -225 r GRADUALE CISTERCIENSE. (7 r — 151 r ) Proprium de tempore; (151 r -218 r ) Proprium de sanctis, entspr. dem Stand des zisterziensischen Kaiendars um 1260, Formular für Petrus Martyr (1255 aufgenommen) im Haupttext, s. auch 224 r -225 r ; (218 V —219 V ) De- dicatio ecclesiae; (219 v -224 r ) Votivmessen; (224 r -225 r ) Zusatz zum Proprium de sanctis (von der Haupthand): >Francisci et Dominici< (1255 u. 1256 bzw. 1259 im Zist.-Orden Meßfeier angeordnet) und >Undecim milium virginum< (1260). In Text und Notation die zisterziensischen Eigentümlichkeiten (s. L 2, dort unter Herkunft). 225 r -242 r ANTIPHONALEFRAGMENT. >Historia de sancta Katharinen, wie L 5, 16 V —23 v (s. dort). 242 r Schreiberverse: > Gloria fine carens sit tibi virgo parens<, >Laus tibi Christe quoniam Uber explicit iste< (vgl. Colophons 6, Nr. 21698) und Lector scriptoris Semper memorare laboris. 242 r -252 r NACHTRÄGE (13. und 14. Jh.): (242 r -243 r ) >Ad aquam benedicendatn a pascha usque penthecostem. Vidi aquam ...; (243 r ) > Sande Katherine<. Alleluia. Qui creavit omnia 141 L46 ■ L47 (243 r -244 v ) Teile des Offiziums Annuntiatio wie L 5, 23 v u. ll v , eingeschoben Alleluiavers Vox exultationis (245 r -252 r ) Kyriale: 5 Messordinarien, die beiden letzten ohne Sanctus und Agnus (s. auch Kl.L. 100, 51 r -56 v ). 252 v NICHT-LITURGISCHER NACHTRAG (um 1300): Sinnsprüche moralischen Inhalts. Zuerst Walther , Initia carminum, Nr.20601; Walther , Proverbia, Nr.29758, 21043, 26878, 17174, 768, 16443, 28758, 28372 (nur V. 1); die Verse z.T. auch im Liber de Tobia metricus des Matthaeus Vindocinensis, PL 205, 934-980. Anschließend Zitate aus verschiedenen kirchl. Schriftstellern, namentlich genannt: Hugo (de s. Victore?), Bernhard, Hieronymus, Augustinus, Gregor. L 47 Diurnale cisterciense Pergament • 315 Bl. ■ 13 x 9,5 • Lichtenthai • 15. Jh. 2 Lagen: I 1 , 27 V 271 , VI 283 , V 2 ", VI 305 , (V-l + l) 315 ; ab 31 v Reklamanten. Bl. 15 doppelt, mit blauem Seidenfaden vernäht; B1.309 kleineres Format, an einer Ecke mit rotem Seidenfaden an Bl. 310 gehängt. Einzelne Risse mit bunten Seidenfäden vernäht (wie in L 29). Schriftraum 9 x 7. Im Corpus der Hs. 17 Zeilen. Mehrere, etwa gleichzeitige Hände: 1. 22 v -249 v und 274 r -312 r Bastarda von der Hd. der Elisabeth von Enzberg (s. unter Herkunft); 2. 2 r -21 v und alle Rubriken von der Hd. von L 29 (s. dort); 3. 252 r -273 v und 312" Bastarda wie in L 44 (Hd. 2); 4. 312 V —315 r Bastarda von der Hd. der Schwester der Hauptschreiberin. Übliche Rubrizierung (Hd. 2) mit roten, blauen, grünen und weinroten Lombarden. 22 r 6-zeilige Deckfarbeninitiale E in gleicher Ausführung wie L 17, 14 r (hier ohne Gold). Brauner Lederband, Gruppe II der für Lichtenthai gefertigten Bände, Stempel 2, 4, 13 (s. Einleitung, S.45 mit Abb. 23); eine Langriemenschließe; 1936 restauriert. Auf dem Rücken Titelschild- chen: Breviariutn Cisterciense (19.Jh.). Herkunft: Aus Lichtenthai. Hauptschreiberin ist die laut Nekrologeintrag im Kalendar ( s. unten, vgl. auch L 34, 2 V ) 1480 verstorbene Lichtenthaler Konventualin Elisabeth von Enzberg: 312 V Liber iste schripsit(\) soror mea Elisabeth von Entzberg. Bei Schindele , Abtei Lichtenthai 1, S. 138, das Sterbejahr irrtümlicherweise mit dem Kolophon in Verbindung gebracht und als Datierung der Hs. mißverstanden (die ebd. Anm.720 erwähnte, am 14. Sept. 1500 verstorbene Konventualin gleichen Namens ist nicht mit unserer Schreiberin identisch). Nr. 12 von F. Mones 2. Gruppe. Literatur: Trübner , Nr .69; Ettlinger, S.7; Kattermann, S.310; Schindele , Abtei Lichtenthai 1, S. 138. 2 r —214 V DIURNALE CISTERCIENSE. 2 4 -21 v Kalendarium und Collectae de sanctis, wie in L 17, zusätzlich Aderlaßtafel (vgl. Brev. Cist. 1484, 12 v -13 r ). (4 V ) Nachtrag zum 17. März ( Gertrudis) und Nekrologeintrag für Elisabeth von Enzberg (alles wie L 34, 2 V ). - 1" und 14 r leer. 142 L47 • L48 22 r -133 v Proprium de tempore, wie L 44, 16 r — 114 V . 133 v — 199 r Proprium de sanctis, wie L 44, 114 V — 167 V . 199 r —214 V Commune sanctorum, wie L 44, 167 v -173 v . 214 V —273 v HISTORIAE NOVAE, wie L 17, 282 v -299 v , einschließlich der Nachthoren. Für Einzelheiten s. Beschreibung von L 17. Hier die Reihenfolge der Offizien für die Feste Corona domini und Anna vertauscht, für Visitatio B.M.V. und Undecim milium virginum nur Matutin bzw. 1. Vesper und Matutin. 273 v Verweisung auf den Terzhymnus zum Fest Undecim milium virginum (vgl. 312") sowie größtenteils getilgte Notiz zu 251 v . - 250 r - 251 r leer. 274 r -299 v HYMNARIUM CISTERCIENSE, s. Weinmann, S.13, Nr. 1-7, 9, 8, 10-52. 299 v -307 v CANTICA der dritten Nokturn, s. L 17, 271 r -273 v . 307 v —3 1 5 r VARIA: (307 v -310 r ) Hymnen de S. Bernhardo, Weinmann , Nr. 59-60; (3 1 0 r — 3 1 2 r u. 309 r ) Dedicatio ecclesiae, s. L 44, 20 1 r —203 r ; (312") Hymnus AH 52 Nr. 365, Nachtrag zu 265 r -273 v (s.o.); (313 r —315 r ) Commemorationes sanctorum per annum, s. L 44, 1 99 v —20 1 r . - 3 1 2 V Notiz zur Schreibe;rin (s. unter Herkunft). - 3 1 5 V leer. L 48 Stundenbuch, deutsch Pergament • 309 Bl. • 13 x 9 • Bayern • 15. Jh. Lagen: VII 13 , 28 V 293 , 2 IV 309 ; erstes Bl. der ersten Lage als Spiegel verwendet. Im Corpus der Hs. Kustoden 1-28, z.T. weggeschnitten. Alte Foliierung 1-256 ( = Bl. 14-270 nach heutiger Zählung). Schriftraum 7,5 x 5,5. 16 Zeilen. Textura von einer Hand. Übliche Rubrizierung. Rote und blaue Lombarden, im Kalendar mit Fleuronnee. Im Corpus häufig 4-8-zeilige Initialen in Blattgold vor blauen Gründen, davon ausgehend anspruchsloses Rankenwerk (Federzeichnung). Roter Samtband mit einer Schließe, in beiden Deckeln Bohrlöcher für urspr. vorgesehene Ecken- und Mittelbeschläge. Auf dem vorderen Spiegel stark beschädigter Teigdruck: Christus als salvator mundi (s. E. Vischer , Formschnitte des 15. Jahrhunderts i.d. Großherzogl. Hof- u. Landesbibl. zu Karlsruhe, Straßburg 1912, S. 19f Nr.20; Schreiber 7, Nr.2812m). Herkunft: Mundart und Psalmenübersetzung ( Walther , Bibelübersetzung: 11. Psalter; s. auch Schöndorf, S.84) sowie Kalendar weisen in das westliche Bayern. Für eine Frau bestimmt (vgl. z.B. 247 v ). Nr. 60 von F.Mones 2. Gruppe. 143 L48 Mundart: südbairisch. Literatur: Trübner, Nr. 70; Ettlinger, S. 10; Längin, Nr. 134. l r -12 v KALENDAR. Nicht liturgisch. Hauptfeste rubriziert: nebst den Herren-, Marien- und Apostelfesten u.a. auch Agnes, Blasius, Vitus, Ulrich, Margareta, Alexius, Klara, Koloman, Virgil, Barbara, Nikolaus, Luzia. Außerdem bemerkenswert: Aldegunden (31.1.), Geiselbrecht (4 .2., Gilbert v. Sempringham), Chunigunden (2.3.), Vierzich martrer (9.3.), Ruprechtes (27.3.), Sunt Peters des prediger (30 .4.), Florians (4 .5.), Gotharts (5.5.), S. Franciscen erhebung (25.5.), Antoni aines minnerpruder (13.6.), Kylian (8.7.), Dominiken (5.8.), Affern (7.8.), Ludweichs des pischolfs (19.8., O.F. M.), Magnen (6.9.), Franciscen (4.10., mit Oktav), Narciscen (29.10.), Florentins (30.12.). Zum 22.2. ( S. Peters tag) Zusatz: >so der per von lüg get< (Bär als Frühlingsbote, vgl. Bächtold-Stäubli 1, Sp.900f). - 13" leer. 14 r -72 y MARIANISCHE TAGZEITEN. >Hie hebt sich an die tagczeit von unser frawn Ma- rie<. Dens in adiutorium ... Herr czu meiner hilfgedench ... Bemerkenswert: Ubersetzung der Hymnen AH 51 Nr. 123, Chevalier Nr. 6346, AH 50 Nr. 72 u. Chevalier Nr. 17405; am Schluß der einzelnen Hören umfangreiche Kommemorationen. - 73" leer. 74 r -107 v TAGZEITEN VOM LEIDEN CHRISTI. >Hie hebt sich an die tagczeit von unsers herren Jesu Christi marter<. Zu jeder Tagzeit der entspr. Teil des Hymnus AH 50 Nr. 382 in deutscher Übersetzung sowie ein abschließendes Reimgebet (Vesper: Zu vesperczeit, herr, du sast mit deinen jungern, herr, und ast.. weitere Initien im Register), vgl. Cgm 136, 14 r - 66 v (E. Petzet , Catalogus codicum manu scriptorum Bibliothecae Monacensis V/1, 2. Aufl. München 1920, S. 253 f) sowie Nürnberg, Stadtbibliothek, Cent. VI, 97, 192 v ( Schneider, Nürnberg 1, S.253). 108 r — 125 v TAGZEITEN VOM HL. GEIST. >Das ist die tagczeit von dem heiligen geist<. Bemerkenswert: (108 v — 109 v ) Gereimte Übersetzung des Hymnus AH 50 Nr. 144: Chum schepfer heiliger geist s. Wackernagel , Kirchenlied 2, Nr. 46. Teile des Hymnus in den übrigen Hören wieder verwendet. 126 r -208 r TAGZEITEN VON UNSEREM HERRN. >Unsers herren tagczeiu. (126 r -153 v ) Prim bis Non, u.a. mit Übersetzung der Hymnen AH51 Nr.41 und AH50 Nr. 18-20; (154 r -202 r ) Vesper für Sonn- und Werktage, Übersetzung der Hymnen AH 51 Nr. 34-40; (202 v -208 r ) Komplet, Übersetzung des Hymnus AH 51 Nr. 44. 208 v -270 v TAGZEITEN VOM LEIDEN CHRISTI. >Hie heben sich an die tagczeit von unsers herren marter und von erst die metten<. Alle frewde wart betrübet.. . (vgl. R. Klemmt, Mitteilungen zu einer „Anaphorischen Betrachtung" der Spätgotik, in: Fachliteratur des Mittelalters. Festschrift f. G.Eis, Stuttgart 1968, S.93-100, bes. S.99; hier die V.7-22, z.T. 144 L48 • L49 mit Abweichungen), (209 r ) Ich man dich suezzer Jesu Christ, wan du von der rainen magt ge- porn bist... (Reimgebet), O alles gewaltes du hocher got, ich man dich der ersten stymme ..., danach weitere 31 Gebete (Mahnungen) mit Bezugnahme auf die Mysterien des Lebens und Sterbens Christi (jeweils mit einem Paternoster verbunden), (219") >Collect<. Herr Jesu Christe, des lebendigen gotes sun, wann du czu mettenczeit stuent gepunden vor der Juden pi- scholf.. ., (219 v -224 v ) >Die gepet sprich auf die metten et cetera<. Durch die ersten stymme deines waynens ... Die übrigen Hören mit analogem Aufbau wie die Matutin, darin die restlichen Teile der „Anaphorischen Betrachtung, (s.o.). 270 v -287 v KOMMUNIONGEBETE. (170 v ) >Wann du dich wild berichten mit gotes leich- nam .. .<. Du obristerpriester warerpischof. .., vgl. Klapper , Nr. 17,2 (S. 136-144), hier z.T. etwas abweichender Text; (279 v ) >Nach der Berichtung sprich .. .<: Waz widergib ich dem her- ren .. ., vgl. Klapper , Nr. 62 (S. 251-254), hier z.T. abweichend, der Hs. Karlsruhe, BLB, St. Georgen 92 (bei Klapper Kl) nahestehend, als Schluß (ab 282 v ) Ach du milterparmherczi- ger trost, gib mir an dem ende meins lebens (283 v ) in gelust aller süzzichait (vgl. Klapper, S.254 Anm. zu Z. 1 f; wie St. Georgen 92); O mein lieber herre Jesu Christe, wie mag ich dir gedanken ... - ewiglich pey dir beleybe. Amen, s. Klapper , Nr. 70 (S. 262-265). >Also habent die gepet ein ende<. 288 r -300 r HEINRICH SEUSE, BÜCHLEIN DER EWIGEN WEISHEIT, Kap. 16. > Von dem wirdigen lobe der rainen muter gotes Marie<. O hochew reichait der götteleichen chunst und weishait... - und die nymmer czu Verliesen. Amen. >Hie endet sich ein gut gepet von unser ffrawen. Et cetera< (Bihlmeyer , S. 262-268). - 300 v -309 v leer. L 49 Diurnale cisterciense • Blutschauregeln Pergament ■ 205 Bl. • 12,5 x 9,5 • Herrenalb • 1447 Lagen: (V+ l) 11 , 18 V 1 ' 1 , IV 1 ", (II-4-2) 20S ); teilweise Überreste einer alten Foliierung erkennbar; Reklamanten, oft weggeschnitten. Schriftraum 8,5 x 6,5. 22 Zeilen. Ab 174 v 28-31 Zeilen. Textura von der Hd. des Nikolaus Hirschmann (s. unter Herkunft), außer 11 v — 12 r (Bastardahand, wenig jüngerer Nachtrag). Übliche Rubrizierung. Rote Lombarden. Heller Lederband der Zeit mit zwei textilen Langriemenschließen (vgl. auch Kl.L. 102); urspr. je 5 Buckel auf beiden Deckeln, heute fehlend; als Spiegel zwei Bruchstücke von Pergamenthss. des 14. Jh's verwendet (vorne Antiphonalefragment, Hufnagelnotation, Teile des Benedikt-Reimoffiziums AH 25 Nr. 52; hinten Antiphonalefragment, Quadratnotation, Anfang des Responsoriums Hesbert 7742). Auf dem Rücken Titelschildchen: Diurnale Cisterciense (19. Jh.). 145 L49 Herkunft: 205 r >Explicit commune sanctorum cum diurnale per circulum anni. Sub anno domini millesimo quadringentesimo quadragesimo septimo per manus fratris Nicolai Hirßmann de Bruchsella>. Von Hirschmann auch L 40; auf seine Zugehörigkeit zum Herrenaiber Konvent weist die Kirchweihnotiz 11 l v . Nr. 65 von F. Mones 2. Gruppe. Literatur: Trübner , Nr.64; Ettlinger, S.7; Kattermann, S.309; Heinzer , Johannes Zürn, S.71. 1" leer. 2 r Intervalltafel a nativitate domini usque ad dominica Estomihi. 2 V — 11 v KALENDARIUM. Zisterziensisch. Wie im Brev. Cist. 1484 (ohne Straßburger Heilige). Zusätzlich aufgenommene Feste: u.a. S. Erhardt bischoff (8.1.), Johans mit dem golden munde (27.1.), Gertrudis (17.3.), Sant Leo ein babst (11.4.), >S. Margareten secula- rium< (13.7.), Adolfi episcopi (5.9.), >5. Gallen< (16.10.), S. Conrat bischof (26.11.), >S. Bar- beln< (4.12.). Außerdem bemerkenswert: Monatsnamen lat.-deutsch; Aderlaßbuchstaben (wie im Kalendar von Brev. Cist. 1484); deutsche Angaben zur durchschnittlichen Tagesund Nachtlänge in den einzelnen Monaten. Zum 15.7. Nekrologeintrag: O. Hertricus Hirßman anno domini M 0 CCCC°XLVII°. 11 v — 12 r BLUTSCHAUREGELN, deutsch. >Wie man das blut besehen sol>. >/< Ist des menschen blut wiß hert als eyter > VIII< Ist das blut schwefelfar .. .; dann Regel zur Konsistenzbestimmung: Man sol das blut versuchen mit rissen ... Vgl. G. Keil , Acht Parallelen zu den Blutschau-Texten des Bremer Arzneibuchs, in: Niederdeutsche Mitteilungen 25 (1969) 117-135, bes. S. 121 (Nr. 3 a) mit Anm. 6. 1 2 v — 1 3 r ADERLASSTAFEL. Wie Brev. Cist . 1484, 12 y -13 r . 13 V —205 r DIURNALE CISTERCIENSE 13 V — 18 r Collectae sanctorum, s. L 18, 7 r -9 v . 18 r -66 r Commune sanctorum. 66 r — 12l r Proprium de tempore, darin bemerkenswert die Rubrik 11 l v > Dominica infra oc- tavam corporis Christi est dedicatio nostra in Alba< (Herrenalb). 121 r —163 r Proprium de sanctis, entspr. dem Kalendar. 163 r — 174 v Hymnarium cisterciense. Weinmann , Nr. 10-40, 30, 21, 41, 59. 60, 42-51. 174 V — 199 va Psalterium, mit Laudes-Cantica, Te deum und Quicumque, jeweils nur die Ini- tien der einzelnen Verse. 199 v »_2oo rb Cantica der dritten Nokturn. S. Brev. Cist. 1484, ff 4 V — ff 10 r . 146 L49 • L50 200 v -204 r Komputistische Tabellen. Dominicae vacantes u. bewegliche Feste wie L 19, 7 r -8 v , außerdem Ostertafeln auf den Lunarbuchstaben basierend für die Jahre 988-1519 bzw. 1520-2051. 204 v Responsorien zum Commune martyrum in der Osterzeit ( Huot , Nr. 98); Antiphonen >de libro Thobie< (Huot , Nr. 83) als Nachtrag zu 115" (dort entsprechende Verweisung). 205 r Kolophon (s. unter Herkunft), darunter von anderer Hand die Verse Decem et duo centum super addito millia quinque/tot fertur pro nobis Christus vulnera passus. - 205 v leer. L 50 Diurnale cisterciense Pergament • 2 (Pap.) + 239 4- 16 (Pap.) Bl. • 12,5 x 9,5 • Oberrhein • 13. Jh., letztes Viertel Lagen der Pergamentbl.: I 2 , (III-l) 7 , 14 IV 1 ", (III + 2) 1 ", 4 IV 15 ', (IV + l) 168 , 8 IV 2 », (III+l) 239 ; Bl. 125 u. 126 Papier (später eingefügt); Bl. 160 schmaler Pergamentstreifen, an Bl. 161 angenäht. Vor und nach dem Buchblock leere Papierbl., vorne 2 ungezählte Bl., hinten 2 Quaternionen. Schriftraum 9,5 x 6. 16 Zeilen. Textura von einer Hand, mehrere Nachtragshände des 14. und 15. Jh's, u.a. 125 r — 126 v eine Lichtenthaler Hand (Hd.2 von L 44, s. dort). Übliche Rubrizierung. Rote und blaue Lombarden. Brauner Lederband des 16. Jh's, stark berieben, u.a. eine vom Neuburger Buchbinder Ottheinrichs verwendete Rolle ( Schunke , Palatina, S.49f u. Tf.XXXI); eine Langriemenschließe. Auf dem Rücken Titelschildchen: Diurnale Cisterciense (19. Jh.) und Schildchen mit Numerierung F.Mo- nes 70 (1. Gruppe). Herkunft: Zisterzienserdiurnale aus dem letzten Viertel des 13. Jh's (Datierung aufgrund von Kalen- dar und Sanctorale). Berücksichtigung von Arbogast und Verena (diese auch im Kalendar) im Proprium de sanctis deutet auf oberrheinische Provenienz; vgl. auch das auf ein Kloster der Filiation von Lützel weisende Reimoffizium für Petrus v.Tarentaise (s. Heinzer , Katalogisierung, S. 103) sowie das ursprüngliche Magdalena-Offzium (117 r — 118 r bzw. 124 v -126 v ). Numerierung Mones s.o. Literatur: Ettlinger, S. 10. 1" NACHTRAG (15. Jh.): Teile der Offizien für den Sonntag nach Weihnachten und die Werktage während der Epiphanie-Oktav (s. Huot , Nr. 21 u. 23). 2 r -200 v DIURNALE CISTERCIENSE. 2 r -7 v Kalendar. Januar und Februar von einer Hd. des 15. Jh's, ab März Haupthand. Zu jedem Monat Angabe der Ferial- und Lunarregularen. Nebst dem zisterziensischen Grundstock (Stand um etwa 1270, vgl. Backaert ) auch der Eintrag Verene (1.9.). Nachträge von mehreren Händen des 14. Jh's: nebst den ordensüblichen Ergänzungen u.a. auch 147 L50 Daniel propheta (20.7.), Oswalde(\ ) (5.8.) und Florencii (6.11.). Nekrologeinträge (z.T. nur noch schwer lesbar): M[.. ,]obiit(?) in hac die (22.3.), O. march[ io] ...(?) (30.3.), Ob. Katherina in hac die, dicta Nelingin(?) (30.4.). 8 r -95 r Proprium de tempore. 95 r — 153 v Proprium de sanctis, entspr. dem Kalendar. Besonders zu bemerken: (117 r — 118 r ) Teile des Reimoffiziums AH 28 Nr.49 (Petrus v. Tarentaise), s. auch 221 r —227 r ; (124 y ) Collecta zum Fest des hl. Arbogast; (124 v — 126 v ) urspr. Text des Offiziums zum Fest Maria Magdalena (wie in L 5/1, L 15 und L 34, s. dort) ersetzt durch den ordensüblichen Text, dieser auf 2 Papierbl. eingefügt von der gleichen Hand wie die entspr. Korrektur L 34, 313 r —317 V ; (136 v ) Collecta zum Fest der hl. Verena. 153 v — 171 v Commune sanctorum. 171 v —200 v Hymnarium cisterciense, s. Weinmann , Nr. 10-42, 56, 58, 57, 53, 43-52, dazu zwischen Nr. 41 und 42 der Bernhard-Hymnus AH 52 Nr. 139 und zwischen Nr. 46 und 47 die Katharinen-Hymnen AH 4 Nr. 313 und AH 52 Nr. 248 u. 245. 200 v -210 r LECTIONARIUM OFFICII (Auszüge). >Incipit Ezechiel <, für die Werktage im November, s. Brev. Cist. 1484, p 11 r — 1 2 T ; (204 r -210 r ) Lektionen der dritten Nokturn für die Sonntage 22-24 nach Pfingsten, s. Brev. Cist. 1484, r 11 v — 15 r . 210 v -227 r SONDEROFFIZIEN. (210 V —221 r ) Katharina v. Alexandrien, Reimoffizium AH 26 Nr. 69 u. 73; (221 r -227 r ) Petrus von Tarentaise, Reimoffizium AH 28 Nr. 49 (nur Matutin, weitere Teile des Offiziums 117 r — 118 r ). 227 r -237 v CANTICA DER DRITTEN NOKTURN. Vgl. Brev. Cist. 1484, ff 4M0' (hier noch ohne die Texte für das 1292 eingeführte Fest Corona domini). 237 v -238 v FERIALLEKTIONEN für die Osterzeit und den Winter. 239 rv NACHTRÄGE (13. und 14. Jh.): (239 r ) Teile der Laudes des Kirchweih-Offiziums (Huot , Nr. 131), Collecta zum Fest der hl. Katharina; (239 v ) Responsorium Hesbert , Nr. 7114, Antiphonen Hesbert , Nr.4597 und 3582 (nur Anfang), Verse Rex fit egens ... (Walther ; Initia carminum, Nr. 16725) zu den Termini paschales (s. auch Bischoff , Mittelalterliche Studien 2, S. 195 mit Anm.20). Bemerkenswerte deutsche Randnachträge von 2 Händen des 14. und 15. Jh's: Fragmente von Minnesangtexten (?): 81 v —82 v Bruchstück ohne erhaltenen Textanfang. 199 v -200 r Ich han in min herz graben ein [...] für alle buchstaben; Ach heimlich lide/ ...; Es wundert mich also gar ... 202 v Sie ist mir wahrlich vil zu hohe ... 148 L51 L 51 Psalterium Pergament • 255 + 3 (Pap.) Bl. • 11 x 8 • Nordwestdeutschland ■ 14. Jh. Lagen: (V-2) 8 , 16 IV 136 , 2 III 148 , 8 IV 212 , (111+ l) 2 ", III 225 , 2 IV 241 , III 247 , IV 255 , II 258 , letztes Bl. als Hinterspiegel verwendet. Schriftraum 8 x 5. 15 Zeilen. Textura von einer Hand. Übliche Rubrizierung. Rote und blaue Lombarden (Versanfänge). Psalmanfänge markiert durch 2-zeilige goldene Lombarden mit rot-blauen Fleuronnee-Stäben. An den Hauptteilungsstellen des Psalteriums und zu Beginn der Cantica 7-11-zeilige Initialen: Buchstabenkörper Organe, purpur oder blau, zumeist auf Goldgrund, rankenartige Fortsätze mit dreilappigen Blättern und fledermausähnlichen Monstern, zier- stabartige Ausläufer um 3 Seiten des Schriftspiegels. l v und 2 V je eine ganzseitige Miniatur, Deckfarbenmalerei auf Goldgrund, l v Verkündigung, 2 V Maiestas Domini in roter Mandorla mit Evangelistensymbolen. Initialen und Miniaturen weisen in Stil und Technik auf ein Nonnenskriptorium. Dunkler Lederband des 16. Jh's, in der Mitte der beiden Deckel ein kleiner ovaler Plattenstempel mit Strahlenkranz, in den Ecken kleine urspr. goldgepreßte Stempel (stark berieben), Rotschnitt, blauweiß umstochene Kapitale, von zwei Messingschließen eine erhalten. Unter den Papierspiegeln Fragmente einer Pergamenths. des 14. Jh's (Missale, Teile der Meßformulare für die Pfingstvigil, Pfingst- sonntag und Pfingstmontag). Herkunft: Nach Kalendarium und Gebetsanhang 246 r -255 v (Dreikönigsgebet, Mundart der deutschen Uberschriften) zu schließen, stammt die Hs. aus dem nordwestdeutschen Raum, vermutlich aus dem Umkreis der Abtei Werden (vgl. Ludger-Einträge in Kalendar und Litanei). Das Fehlen von liturgischen Festgraden im Kalendar spricht für ein Privatpsalterium; für eine Frau bestimmt (249 r da michi indigne famule tue, 252 r me miseram). Lambertus (s. 253 r ) wohl Name des Schreibers. Die Aufnahme der für Nordwestdeutschland eher atypischen hl. Afra in Kalendarium (dort rubriziert!) und Litanei sowie der Charakter der Preces und der Oration am Schluß der Litanei (244 v -246 r ) weisen möglicherweise auf ein Reuerinnenkloster. Ende 14., Anfang 15. Jh. im Raum Essen-Werden: vgl. zweite Schicht des Kaiendars. Im 15. Jh. nach Lichtenthai: vgl. dritte Schicht des Kaiendars. Von der Nachtragshand dieser Schicht auch ein teilweise getilgter Vermerk 9 r : Bitt [...] der hat auch diß [...] spelterly geordennt [...] lichnam begen ym sin jarzit mit einem psalter (teilweise nur mit Quarzlampe lesbar). Nr. [73] von F. Mones 2. Gruppe. Literatur: Trübner , Nr. 6; Ettlinger , S.7. l v und 2 V Miniaturen (s.o.). - l r und 2' leer. 3 r -8 v KALENDARIUM. Grundstock von der Haupthand. Mehrere Einträge später getilgt (hier durch * gekennzeichnet). Keine liturgischen Festgrade. Besonders zu bemerken: Ludgeri* (26.3.), Leonis* (11.4 ,),>Ludgeri< (24.4.), Godehardi (5.5.), Translacio s. Thome* (?, 3.7.), Kiliani (7.7.), >Afre< (7.8.), Duorum Ewaldorum* (3.10.), >Dionysii et soc. eius< (9.10.), >Gereonis et soc. eius< (10.10.), Januarii* (19.10.), >Undecim milium virginum< (21.10.), Severi (22.10.), Severini (23.10.), Willebrordi* (7.11.), Othmari* (16.11.). 149 L51 Zweite Schicht, von zwei(?) Händen des 14./15.Jh's nachgetragen. Viele Einträge später getilgt (hier durch * gekennzeichnet). U.a. bemerkenswert: Marii et Marthe* (Johannis Crisostomi (27.1.), Valerii* (29.1.), Aldegundis* (30.1.), Victoris* und Ignacii* (31.1.), Apolonie (9.2.), Desiderii* (11.2.), Eulalie* (12.2.), Simeonis* (18.2.), Marcel/i* (19.2.), Pinose* (28.2.), Suitberti* (1.3.), Heriberti* (16.3.), Balbine* (31.3.), Adventus* (Zusatz zum Haupthand-Eintrag >Ludgeri<, 24.4.), Quirini* (30.4.), Translatio Cassii et Florencii* (2. und 3.5.), Gangulphi* (13.5.), Bede (26.5.), Maurini* (10.6.), Basilii* (14.6.), Aldegundis* (20.6.), Lebuini* (25.6.), Visitatio Marie (2.7.), Translatio Thome* (3.7.), Udalrici* und Translatio Martini (4.7.), Willibaldi* (7.7 .), Agilolphi* (9.7.), Trans- lacio s. Benedicti (11.7.), Gundolphi et Manulphi* (16.7.), Arsenii* (19.7.), Liborii* (23.7.), Translatio trium regum* (23.7.), Hermolai (27.7.), Iustini* (4.8.), Marie Egiptiace (7.8.), Translatio Cosme et Damiani* (12.8.), Helene regine* (18.8.), Bemardi (20.8.), Paulini* (31.8.), Antonini* (3.9.), Remacli* (3.9.), Regine* (7.9.), Evorcii (7.9.), Materni* (13.9.), Januarii* und Commemoracio Ludgeri* (19.9.), Firmini* (25.9.), Wenzali (28.9.), Marsi (4.10.), Fidis* (6.10.), Sanctorum Maurorum* (15.10.), Eliphii* (16.10.), Evergisli* (24.10.), Narcissi* (29.10.), Huperti (3.11.), Cuniberti* (12.11.), Florini* (17.11.), Commemoracio Thebeorum* (24.11.), Eligii (1.12.), Lucii* (3.12.), Annonis (4.12.), Judoci (13.12.), Odilie (13.2.). Außerdem die Nekrologeinträge obiit soror mea Agatha H. (?) zum 10.3. und Obiit G[...] Hart[.. .] zum 7.12. (beide ebenfalls später getilgt). Die Heiligen dieser Schicht weisen in die Erzdiözese Köln (vgl. G.Zilliken , Der Kölner Festkalender, in: Bonner Jahrbücher 119 (1910) 12-157), die Einträge Pinosae, Adventus Ludgeri, Translatio Cosme et Damiani, Commemoratio Ludgeri, Marsi, Florini, Lucii sind charakteristisch für den Raum Essen-Werden (vgl. Zilliken , a.a.O., S. 140f). Dritte Schicht, von einer Hand des 15. Jh's. Anpassung an den zisterziensischen Ordenskalender durch entsprechende Zusätze, darunter auch Anniversarium Irmelgardis fundatricis (Schindele , Abtei Lichtenthai 1, S. 50), und Tilgung von Teilen der Anlage. Vgl. auch Kl., L., Archiv, Hs. 1. 9 v -246 r PSALTERIUM NON FERIATUM. (9 V -219 V ) Ps 1-150, nicht-monastische Teilung verbunden mit 3-Teilung (Ps 1, 51, 101), am Rand von 2 Händen des 15. Jh's Teile des Ordinarium Officii nachgetragen, 179 v — 190 r auch die Hymni communes für die kleinen Hören und die Vesper; (220 r -235 r ) Laudes-Cantica; (235 v -242 r ) Benedictus, Te deum, Magnificat, Nunc dimittis, Quicumque; (242 r -246 r ) Allerheiligen-Litanei, darin u.a. Stephane, Laurenti, Vincenti, Blasi, Clemens, Valentine, Dionisi, Mauriti - Silvester, Gregori, Martine, Nicholae, Egidi, Benedicte, Lutgere - Maria Magdalena, Afra, Agnes, Lucia, Cecilia, Margareta, Scolastica, Cristina, Katerina, Ursula. Preces mit Betonung auf Buße und Reue, abschließende Oration Deshusses , Nr. 842. - 9 r leer. 246 r -255 v GEBETE. 150 L51 246 r -247 v >/n elevatione [...]<• Huic sacratissimo corpori atque dulcissimo ... - (246 v ) omnes tribulationes et angustias meas. Ave verum corpus domini nostri Jesu Christi natum ex Maria virgine ..., s. Chevalier , Nr.2175; (247 r ) Te veneranda caro Christi veneranter adoro gleicher Text: Stuttgart, Württemb. Landesbibliothek, Cod. brev. 91, 146 v (s. Die Handschriften der Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart 1,3, Codices breviarii, beschr. von V. Fiala u . W. Irtenkauf , Wiesbaden 1977, S. 118); Omnipotens sempiterne deus qui in hoc sacro altari ... - (247 v ) ad tuam perhennem gloriam pervenire. 247 v -249 r >De passione domini<. Factus Iesus in agonia s. Hesbert , Nr.2848; (248 r ) Re- demptor mundi deus qui spineam coronam in capite ...•- que feci per quinque sensus corporis mei. Pater noster. Liberator animarum qui in cruce tetigisti amaritudinem aceti ... - (248 v ) om- nia peccata michi dimitte. Pater noster. Christe, deus, amator castitatis, qui brachia tua sancta extendisti ... - per tuam graciam vitare possimus. Pater noster. Largitor vite perpetue, qui sanctissimos pedes tuos in cruce habuisti confixos ... - (249 r ) partem prime resurrectionis cum sanctis tuis. Amen. Pater noster. Consolator omnium pressurarum, qui lancea latus tuum ... - durissimum pectus perfora. Amen. 249 r -250 v > De sancta trinitate<. O vera summa sempiterna trinitas ... - contemplari mereamur regnantem ac dominantem per infinita secula. Amen. 251 r —253 r [De beata virgine], O virgo virginum, regina angelorum ... - libera me etfamulum tuum >Lambertum< tarn [ab] ira filii tui quam a confusione et improperio huius seculi, gleicher Text: Darmstadt, Hess. Landes- u. Hochschulbibl., Hs. 1105, 125 r —127 T (s. Achten-Ei- zenhöfer-Knaus, S. 159). 253 r -254 r > Van den dren konincgen<. Obsecro vos, reges inclitos, vite sempitemi regis magos venerandos ... - qui Christi nativitatis primi meruistis fieri testes. Amen. 254 r O dulcissime domine Jeus Christe, apud me sis Semper... - ad illud regnum quod prepara- sti diligentibus te. 254" [De angelo custode]. Sancte angele dei, custos vite mee ... - anima mea transseat(\) ad dominum. 254 v -255 r > Van den heyligen Nicolaus<. Summe Deipresul Nicolae ..., s. Hesbert , Nr. 5055; >Collecta< Deus qui beatum Nicolaum, Bruylants 2, Nr. 299 (hier etwas länger). 255" > Van sunte Katerinen<. Ave virgo speciosa ..., AH 26 Nr.73 (Vesperantiphon); >Col- lecta< Deus qui dedisti, Bruylants 2, Nr. 322. 255 v De omnibus sanctis. Antiphon Hesbert , Nr. 4689. 256 v -257 v NACHTRAG (16. Jh.): Collectae pro defunctis. >Pro parentibus nostris<, Bruylants 2, Nr. 407; >Pre(\) fundatoribus< , Deshusses , Nr. 1433; >Pro commendatis et benefacto- ribus<, Bruylants 2, Nr. 217 (hier etwas länger). - 256 r und 258" leer. 151 L52 L 52 Diurnale cisterciense Pergament • 218 Bl. • 10,5 x 7 ■ Südwestdeutschland • 13. Jh. 2 (nach 1264) Lagen: III 6 , 5 V 56 , 2 IV 72 , V 82 , (V + l) 93 , 11 V 20 ', IV 211 , II 215 , (1+ l) 218 ; Kustoden. Schriftraum im Corpus der Hs. 7 x 5. 16 Zeilen, ab 164 r 20-22 Zeilen. Textura von verschiedenen, etwa gleichzeitigen Händen. Mehrere Nachtragshände. Übliche Rubrizierung. Rote (212 V —215 V rote u. blaue) Lombarden, z.T. mit einfachem Fleuronnee. 7 V , 73 r , 111 r einfache Initialen, 4-6-zeilig, Buchstabenkörper in Blattgold in rechteckigen blau-roten Feldern stehend. Lederband mit Langriemenschließe, 1976 angefertigt. Herkunft: Schriftheimat nicht genau bestimmbar, vermutl. Südwestdeutschland (vgl. Quellenlage des Hymnus 208"). Schrift, Buchschmuck sowie Stand von Kalendar und Sanktorale weisen auf eine Entstehung der Hs. in der 2. Hälfte des 13. Jh's. Terminus post quem aufgrund des Fronleichnamsof- fiziums 71 r -72 v und der entspr. Hymnen 200 v -201 v ist 1264 (Erscheinungsjahr der Bulle „Transitu- rus", die vom Offizium vorausgesetzt wird, vgl. Lambot , S.77). Spätestens im 15. Jh. in Lichtenthai: unter den Nachtragshänden auch Hd.2 von L 44 (s. dort). Literatur: Ettlinger , S. 10. 1 r —218 V DIURNALE CISTERCIENSE. l r -6 v Kalendarium. Stand um 1260 (vgl. Backaert ). Bemerkenswert der Eintrag 2 V Anniversarium Richardi regis Semper fiat feria III post octavam pasche sedendo (später durchgestrichen), vgl. B.Lucet , Les codifications cisterciennes de 1237 et 1257, Paris 1977, S.89 u. 224. Von einer wenig jüngeren Hand die Nachträge: Bonifacii (5.6.), Decem milium marty- rum (22.6.), Margarete (20.7.) Im 15. Jh. von einer Lichtenthaler Hand (Hd.2 von L 44) nachgeführt, dabei nebst den ordensüblichen Ergänzungen auch die Einträge Helene ma- tris Constantini (18.8.) und Florencii (7.11.). 7 r Oration Domine Jesu Christe, fili dei vi vi, qui pro nobis in cruce moriens ... (Nachtrag 14. Jh. zum Fronleichnamsoffizium 72 v -73 r ; s. auch L 17, 286 v und L 57, 128"). 7 V — 111 r Proprium de tempore. Bemerkenswert: (71 r —72 v ) >De corpore domini<, Offizium Sacerdos in aeternum, monastische Form (ohne Nokturnalteile), wohl einer der frühesten Textzeugen des Offiziums überhaupt (s. auch 200 v —201 v ); eigentümlich auch die Position des Textes zwischen Karsamstag und Ostervigil; von der gleichen Hand wie 7 r die Oration Domine Jesu Christe, qui in ultima cena tua ... nachgetragen (72 v -73 r ), Parallelen s. oben zu 7 r . 11 l r —177 r Proprium de sanctis, entspr. dem Kalendar. Die dort als Nachträge berücksichtigten Feste von Genofeva und Magareta hier in den Haupttext aufgenommen. Außerdem bemerkenswert: (166 v — 168 r ) Reimoffizium AH 5 Nr. 87 (Undecim milium virginum), von 152 L52 • L53 der Lichtenthaler Nachtragshand (s. Kalendar) durch Streichungen und Randzusätze korrigiert; (174 r — 175 r ) Reimoffizium mit Teilen von AH 26 Nr. 72 und 73 (Katharina), korrigiert wie 166 v — 168 v . 177 r — 193 r Commune sanctorum. 193 v —212 r Hymnarium. Weinmann , Nr. 1-18, 22, 19, 20, 23-31, 53-55, 39-40, 32-38, 41- 47, 57, 56, 48-51; Nr. 27 im Proprium de tempore (70 r -71 r ); folgende Einschöbe: zwischen Nr. 47 u. 57 der Hymnus Mone , Nr. 1179 zum Fest Undecim milium virginum (208", bei Mone aus dieser und zwei weiteren südwestdeutschen Hss.), zwischen Nr. 56 und 48 die Katharina-Hymnen AH 52 Nr. 253 u. 248 und AH 4 Nr. 314. Außerdem bemerkenswert die Fronleichnamshymnen Nr .53-55 (= AH 50 Nr .386-388): diese Hs. wohl einer der frühesten Textzeugen (200 v -201 v , s. auch oben 71 r — 72 V ). 212 v —217 r Cantica der dritten Nokturn, s. Weinmann , S. 18 f (Nachtrag 13. Jh., ab 216 r 14. Jh.). 217 r —218 v Allerheiligenlitanei mit Preces (Nachtrag 15. Jh., wie Brev. Cist. 1484, G8 V ), nicht ganz vollständig. L 53 Processionale cisterciense Pergament • 62 Bl. • 10x7- Herrenalb • 1467 Lagen: 5 IV 40 , (11+ l) 45 , IV 53 , (IV + l) 62 ; Reklamanten im Corpus der Hs. Schriftraum 7 x 4,5. 5 Notensysteme (Hufnagelnotation auf 4 Linien, F-Linie rot, C-Linie gelb) mit entspr. Anzahl Textzeilen; 46 r -51 v jeweils 4 Notensysteme (Hufnagelnotation auf 5 Linien); ab 55 r 14-17 Zeilen. l r -45 r Textura von der Hand des Bernhard Branz (s. unter Herkunft); Nachtragshände: 55 r -62 v Bastarda, dat. 1501; 46 r -51 v flüchtige Kursive des späten 16-Jh's. Übliche Rubrizierung. Im Hauptteil rote Lombarden und schwarze Cadellen, z.T. grün und gelb ummalt. Schmuckloser roter Lederband der Zeit, Rücken und Langriemenschließe 1972 erneuert, auf dem Hinterspiegel Federproben. Altes Rückenschildchen mit F.Mones Numerierung 14 (1. Gruppe) in Tasche hinten beigefügt. Herkunft: 45 r >1467. Bernhardus Brancz de Baden, professus in Alba Dominorum. Orate pro me<. Vermutlich wie die ebenfalls von Branz geschriebene Hs. L 54 (s. dort) für Lichtenthai bestimmt (vgl. auch 19 r >duo sorores<). Nachtrag 55 r -62 v am Schluß datiert 1501, unter dem Datum von anderer Hand: Rosula Reder.in (Rosula Röder von Hohenrodeck, 1519-1544 Äbtissin von Lichtenthai, vgl. K attermann , S. 307, und Kl .L. Archiv, Hs.2). Weitere Ergänzung im späten 16. Jh.: 46 r -51 v . Numerierung Mones s.o. Literatur: E ttlinger , S.7; K attermann , S.306f u. 309; P flüger , S. 1; H einzer , Johannes Zürn, S.70. 153 L53 ■ L54 l r Nachtrag (von anderer Hand): Qui sine humilitate virtutes congregat, quasi qui pulverem in medium venti portat. Bernhardus. l r -45 v PROCESSIONALE CISTERCIENSE. (l r ) >In purißcacione sancte Marie <; (10 r ) >In ramis palmarum<; (23 r ) >/« ascensione dominir, (28 v ) >De corpore Christi<, bei der zweiten Station von anderer Hand hinzugefügt: by der novitzstub, Responsorien: Homo quidam, Melchisedech vero rex Salem, Ego sum panis vite, O sacrum convivium (vgl. L 17, 282 v -287 r ); (35 v ) >In assumpcione beate Marie<; (41 v —45 v ) Teile des Ordo sepulturae: Subvenite, Clemen- tissime, Chorus angelorum; (45 r ) Kolophon (s. unter Herkunft). Zum Ganzen s. Weinmann, S. 15 f, hier jedoch ohne Karfreitagstexte (Kreuzverehrung), dafür Fronleichnamsprozession. 46 r -62 v NACHTRÄGE (16. Jh.): (46 r -47 v ) Prozession zum Fest von Bernhard v. Clair- vaux, 1. Station, s. Processionale cisterciense, Westmalle 1960, S. 61 f; (48 r -50 r ) Annuntia- tio B.M.V., 2. und 3. Station, Wiederholung von 37 r -39 r ; (50 v —51 v ) Benedictus-Antiphon zum Fest des hl. Bernhard, s. Huot , Nr. 133; (55 r -62 v ) > Dominica infra octavam corporis Christi-., Lektionen der Matutin, s. Brev. Cist . 1484, n9 v -ll r (hier Schluß länger); (62 v ) >Deo gracias. 1501<. - 52 r -54 v . L 54 Processionale cisterciense Pergament • 89 Bl. • 9,5 x 7 ■ Herrenalb ■ 1463 Lagen: IV 8 , (IV+1) 17 , 9 IV 89 ; Reklamanten; Bl. 10: kleiner Streif (1 Notensystem), vom Schreiber nachträglich eingefügt. Schriftraum 6 x 4. 3 Notensysteme (Notation wie L 53) mit entspr. Anzahl Textzeilen. Textura von der Hand des Bernhard Branz (s. unter Herkunft). Übliche Rubrizierung. Rote Lombarden (l v blau) und schwarze Cadellen, z.T. mit derbem rot-gelbem Fleuronnee. Brauner Lederband, Gruppe II der für Lichtenthai gefertigten Bände, Stempel Nr. 8-10 (s. Einleitung, S.45); Rücken, Spiegel und Vorsätze 1935, Schließe 1983 erneuert. Herkunft: 89 r >Anno domini M°CCCC°LXIII<, auf dem hinteren Spiegel: >Completus est iste libellus per fratrem Bemhardum Brancz monachum in Alba Dominorum ad instanciam et usum sororis Dorothee Brenczin in Lucida Valle, sororis sui(l) in Christi visceribus sibi plurimum dilecte. Anno domini M°.CCCC°.LXIII<. S. auch L 53. Dorothea Branz verstarb laut Nekr . 47, 10 r am 19. Mai 1478. Vgl. auch Roegele , S.39. Nr. [54] von F. Mones 2. Gruppe. Literatur: Trübner , Nr. 48; Ettlinger , S.7; Kattermann , S.306 u. 309; Pflüger , S. 1; Heinzer , Johannes Zürn, S.70f. l r -89 v PROCESSIONALE CISTERCIENSE. Wie L 53, l r -45 r . Zur Fronleichnamsprozession mehrfach Randzusätze von anderer Hand (Rubriken sten bzw. gen). 154 L55 L 55 Liber horarum Pergament ■ 160 + 1 Bl. • 9,5 x 6,5 • Metz • 15. Jh. Lagen: 5 VI 60 , (IV-1) 67 , 7 VI 151 , (V-l) 160 ; Textverlust zwischen B1.67 u. 68; Kustoden. Schriftraum 6x4. Textura von einer Hand, außer 67 V (Bastardahand des 15. Jh's) und einigen Randzusätzen von verschiedenen Händen. Rote und blaue Lombarden. Schmuckloser brauner Lederband der Zeit, je 5 Messingbuckel auf beiden Deckeln (hinten nur noch 3 erhalten), Messingschließe; 1976 Rücken restauriert, Vorderspiegel und Vorsatz erneuert, Hinterspiegel abgelöst (jetzt Bl. 161). Herkunft: Cursus B.M.V., Totenoffizium und Litanei (bes. Anfang der Confessores-Reihe: erste 4 Metzer Bischöfe) weisen nach Metz. 72 v suscipe ... preces famuli tui Johannis (Name später getilgt) bezieht sich möglicherweise auf den Auftraggeber der Hs. (vgl. auch L43). Nr. 77 von F. Mones 2. Gruppe. Literatur: Trübner , Nr. 53; Ettlinger, S. 10. l r -39 r CURSUS B.M.V., Metzer Usus (vgl. Achten -Eizenhöfer- Knaus , Nr. 54; hier die Ant. zum Benedictus abweichend). Laudes-Commemorationes: Hl. Geist, Hl. Kreuz, Nikolaus, Luzia, Johannes Evangelist; Vesper: Symphorian, Petrus, Martin, Georg, Maximin, Laurentius. 39 v -45 r MISSA B .M.V., Salve sancta parens, s. Bruylants 1, Nr. 528, (41 v —42 r ) Sequenz AH 54 Nr. 216, am Schluß (44 v -45 r ) tropiertes Gloria de B .M.V. 45 r —51 r EVANGELIENPERIKOPEN. Io 1,1-14; Lc 1,26-38; Mt2,l-12; Mc 16,14-20. Vgl. Leroquais , Livres d'heures 1, S. XXIII. 51 v —67 r BUSSPSALMEN MIT LITANEI (61 r -66 v ), darin u.a. die Anrufungen Nabor, Nazari, Livari, Genesi, Georgi, Private, Quintine, Christofore, Fabiane, Sebastiane, Gengulfe ... Clemens, Felix, Celestis, Paciens, Urbici, Clodulfe, Arnulfe, Martine, Brici, Nicholae, Aper, Agerice, Mansuete, Remacle, Goerice, Maximine, Euchari, Valeri, Mateme ... Brigida, Serena, Margareta, Iuliana, Petronilla, Odilia, Segolena, Walburgis, Glodesindis abschließende Collectae zu Laurentius, Katharina und den drei Königen. 67 v FIEBERBESCHWÖRUNG. In nomine eius, qui de virgine natus est..., fugite accessio- nes vgl. Franz , Benediktionen 2, S.467-484 (Nachtrag 15. Jh.). 68 r -75 r TÄGLICHE GEBETE. Benedicat me imperialis maiestas ..., s. Haimerl , S.80 etc.; Gracias tibi ago, domine Jesu Christe, fili dei vivi, qui in hac nocte ..., s. Leroquais , Livres d'heures 1, S.47 u. 275; (68 v ) Mane cum surrexero ..., s. Haimerl , S.9; (70 v ) Pater de caelis 155 L55 deus ..., s. Haimerl , S.21; (7l r ) Fili, redemptor mundi, deus s. Haimerl , ebd.; Spiritus sancte, deus...; s. Haimerl , ebd.; (71 v ) Adoro deum patrem etfilium cum sancto spiritu una in divinitate ...; (73 V ) Iuste iudex, Jesu Christe ..., s. Chevalier , Nr. 9910. 75 r -80 v PASSIONSGEBETE. Domine, Jesu Christe, fons vite et origo tocius bonitatis ...; (76 V ) Adoramus te Christe ..., Domine, Jesu Christe, fili dei vivi, qui in tua sanctissima pas- sione .. .; (77 r ) O crux gloriosa, o crux adoranda .. (78 V ) >Ad sanctam Veronicam<. Deus qui diversitatem animarum ..., Salve sancta facies, s. Walther , Initia carminum, Nr. 17153; (79 r ) >alia ad Veronicam<. Omnis terra adoret te, deus, et psallat tibi.. ., (79 v ) Deus qui nobis signatis lumine vultus tui Eizenhöfer-Knaus, S.222; (80 r ) Ave facies Christi preclare(\) ..., s. Chevalier , Nr. 1787. 80 v -86 r GEBETE ZUM HL. GEIST. Septiformis munere ..., Mone , Nr. 190 (aus dieser Hs.); (81 v ) Spiritus sancte, deus coessencialis ... - (86 r ) solus in me vivas meque tibi soli vivere facias. Qui vivis ... 86 r -98 r GEBETE ZU MARIA. (86 r -91 r ) Chevalier , Nr. 5087 und 21899; (91 r ) Interveniat pro nobis, quesumus domine Jesu Christe, apud tuam clementiam ... (s. Initienregister); (91 v ) Obsecro te..., s. Leroquais , Livres d'heures 2, S. 346 f.; (94 v ) O intemerata ..., s. Leroquais, Livres d'heures 2, S. 336 f. 98 r — 103 r GEBETE ZU DEN HEILIGEN. Sancte Michael, archangele, superni regis milicie princeps.. ., vgl. Wilmart , S. 579-581; (99 v ) Obsecro te, angelice Spiritus, qui me defensurus es ..., vgl. Wilmart , S. 542 f; (100 v ) Sancte Johannes baptista et religiöse precursur(\) domini...; (101 v ) O Iohannes ewangelista, Christi familiaris et amice ... 103 r —115 V REISESEGEN. >Sequitur officium vie Optimum ...<, (103 v -104 v ) Benedictus mit Ant. In viam pacis salutis et prosperitatis ..., Ps 22 mit Ant. Hesbert , Nr. 3846, precesartige Versikel, (104 v — 107 r ) Orationen: Deshusses , Nr. 1319, 1317, 535, 1138, Bruylants 2, Nr. 1, Deshusses , Nr.568, 607, (107 r ) Angelus Raphael concomitetur nobiscum ..., Deus, qui filios Israel per mare medium sicco vestigio ..., (107 v ) Deus, qui tres magos orientales ..., vgl. Franz, Benediktionen 2, S.267 (nur Anfang identisch). - (108 r ) >Sequitur aliud officium<. Ecce cru- cem domini, fugite partes adverse ... (Hesbert , Nr.2500, s. auch Franz , Benediktionen 2, S. 80 etc.), Et ille Deus benedicens Adonay ... - (108 v ) in conspectu istius N., Jesus Christus. - (108 v ) >Ad transeundum secure inter inimicos ... die cotidie orationem versus sequentes ...<: Dulcissime domine, Jesu Christe, quando tu respondisti.. ., (109 v ) Jesus autem per medium illo- rum transiens..., (110 r ) Fiat via illorum lubricum(l) ..., (110 v ) Sancta Maria virgo, mater Dei oratissima ... adesto mihi..., (112 V ) Domine, sancte, pater omnipotens, eteme deus, qui es duc- tor sanetorum (s. Franz , Benediktionen 2, S. 263), Suscipe domine prosperitate nostri itineris ..., (113 r ) Deus, qui in omni loco respicis..., Sanctus deus+ sancte fortis+ sancte immortalis, 156 L55 • L56 tniserere nobis ..., (113 V ) + Lucas, Marcus, Johannes, Mattheus+, Gaspor, Melchior, Balthasor. Amen+. Jesus Nazarenus, rex Iudeorum, tu miserere mei. Amen+. Domine Jesu Christe, qui di- xisti ludeis cottidie (114 r -115 v ) sog. Versus Bernhardi mit Oration, verknüpft mit verschiedenen Christustiteln, s. Haimerl , passim. 116 r — 152 r OFFICIUM DEFUNCTORUM, Metzer Usus, s. Achten -Eizenhöfer - Knaus , Nr. 54. 152 r CONFITEOR. 152 r — 160 v HORAE DE SANCTO SPIRITU. Als Eingang zu jeder Höre jeweils Str. 1-2 von AH 53 Nr. 70. Text bricht unvollständig ab. 16l r (ehemal. Spiegel): Federproben, u.a. Pius episcopus. L 56 Lateinisches Gebetbuch mit deutschen Gebetsmeinungen Pergament • 143 Bl. • 9 x 7 • Südwestdeutsch • 14. Jh. 2 Lagen: 13 IV 104 , III 110 , 3 IV 134 , (IV+ l) 143 . Schriftraum 6 x 4,5. Textura von einer Hand; 131 r — 141 v , 143" Nachtrag des 15. Jh's 2 (Bastarda). Die deutschsprachigen Gebetsmeinungen rot. Blaue und rote Lombarden, die mehrzeiligen mit schlichtem Fleuronnee, 2 r aufwendiger (Maiblumenmuster) und mit blau-rot abgesetztem Buchstabenkörper. Dunkler Lederband, Bezug und Schließenriemen 1972 erneuert. Rest des zerschlissenen alten Bezuges mit Streicheisenlinien - diese nur noch schwach erkennbar - auf dem Hinterdeckel montiert. Herkunft: Datierung nach der Schrift. Nachtrag (15. Jh.) mit Litanei und Suffragien zisterziensisch (vermutlich Lichtenthai). Durch den Nachtrag wurden bereits vorhandene Texte ausgetauscht bzw. erweitert. Auf dem Vorderspiegel kleines Pergamentstückchen mit Eintrag Soror M. Dorodea (16./ 17. Jh.). Nr. 78 von Mones 2. Gruppe. Mundart: alemannisch. Literatur: Trübner , Nr.31; Längin , Nr.62; Ettlinger, S. 10. 1 v — 81 va THEMATISIERTE AUSZÜGE AUS DEM PSALTER, jeweils mit vorangestellten deutschen Gebetsintentionen. >Hie vahent an die blümen, die uz dem salter gelesen sint, da ain iegelich vers geordent ist zu siner iegelichir materie. Der erste salme ist, daz got din gebet wert sain und dir nüze<. (2 r ) Domine labia mea aperies .. . (Ps 50,17). (2 V ) Intende voci oratio- nis mee ... (Ps 5,3) ... - (81 r ) In pace in idipsum dormiam et requiescam (Ps 4,9). Hie hat der geblümite salter a\i\n ende-, de[r] in schraip, des sele rüwe (81 v ) an ende. 157 L56 81 v —97 r DIE ACHT FREUDEN MARIENS. Lateinische Mariensuffragien mit deutschen Gebetsmeinungen. >Diz sint di achte froyde von unser vrowen. Du erste min froyde ist, daz ich gehöhlt bin .. .<. (8 l v -82 r ) Exaltata es, sancta dei genitrix, super choros angelorum ... Hesbert, Nr. 2762. (82") Deshusses Nr. 661. (83") Chevalier , Nr. 6757. (84") Deshusses , Nr. 82. (85") AH 50, Nr .245. (86") Deshusses Nr. 140. (87") Hesbert , Nr. 4703. (87 v -88 r ) Deshusses Nr. 658. (89 v -90 r ) Anima mea liquefacta est ... (Ct 5,6-8). (90 v -91 r ) Deshusses , Nr. 1841. (91 r —92 r ) AH 24, Nr .54 (S.167). (92") Deshusses 3593. (94") Descendi in ortum nu- cum ... (Ct 6,10-12). (94 v -95 r ) Deshusses , Nr. 660. (95 v -96 r ) ... Hesbert , Nr. 1563. (96 v - 97 r ) Omnipoteus sempiteme deus, qui gloriose virginis matris Marie corpus ... Der deutsche Text mit Abweichungen auch in Cgm. 632, 83 rb u. Cgm. 1119, 86" (Schneider , München, 4, S.284). 97 r -103 r TAGZEITEN VOM LEIDEN CHRISTI, je ein lateinisches Gebet mit deutscher Gebetsmeinung. >Ze meti sprich ditze, und als unser herre do gevangin undgebundin wart.. .<. (97 v ) Omnipotens mitissime deus, cuius filius in matutino tempore capitur ... - tradatur corpus nostrum pulveri, sed anima creatori, qui vivit... 103 v — 106 v LATEINISCHE GEBETE mit deutschen Gebetsmeinungen. >Daz dir unser herre geb beschaidenheit und wishait.. .<. Infoinde, quaesumus, domine, cordibus nostris sapien- tiam (104 r ) et prudentiam ... (104") Um Demut. Deshusses , Nr.2345. (105") Um Gedult. Deshusses , Nr. 2348. (105 v — 106 r ) Um Bereitwilligkeit im Dienste Gottes. Deshusses , Nr. 194. (106") Um Tugendeifer. Omnipotens et misericors deus, da nobis virtutes sie habitas ex- ercere... 107 r — 134 v BUSSPSALMEN mit zisterziensischer Litanei (129 v — 134 v ). 134 v — 138 r >Sequentia beatae Virginis<. AH 50, Nr.241. 138 v —139 r MARIANISCHE ANTIPHONEN. Recordare, virgo mater ... und Chevalier, Nr. 2072. 1 39 r — 140 r SUFFRAGIUM zu den 10.000 Märtyrern. Hesbert , Nr. 3602, 5167. 140 r — 141 v , 143" GEBETE zu den Aposteln Petrus, Paulus und Andreas. 142" (zum ursprünglichen Bestand der Hs. gehörig, isoliertes Fragment) Orationen, vermutlich aus dem Totenofficium: Bruylants 2, Nr. 207 (mit Abweichungen) und 5. 158 L57 L 57 Diurnale cisterciense Pergament • 300 Bl. • 8,5 x 5,5 • Herrenalb (jüngere Teile) • 14. Jh. 1 und 1491 Lagen: unregelmäßig (bei der 1491 erfolgten Überarbeitung Teile mehrerer Lagen herausgeschnitten und durch neue Blätter ersetzt). Schriftraum 5,5/6 x 4. Im alten Teil der Hs. 13 Zeilen, im neuen 13- 16 Zeilen. 3 verschiedene Hände: 1. Textura des frühen 14.Jh's (Grundstock der Hs.); 2. 3 r -16 v , 125 r -129 v , 183 r — 185 v , 188 r — 190 v Textura, 2. Hälfte des 15. Jh's; 3. Textura von der Hd. des Johannes Zürn (datiert 1491): 17 r -25 r , 123 v -124 v , 130 r -132 v , 181 v -182 y , 186", 192 r -198 v , 202 r -206 v , 248", 250", 256 r -266\ 268 r -270 v , 273 r -274 v , 28l r -282 v , 287 r -'289 v , 293 r -298 v und auf den eingefügten kleinen Blättchen 165, 175, 222. Neuer Lederband mit einer Messingschließe, 1976 gefertigt; einer der alten Spiegel (Fragment einer Psalterhs. des 15. Jh's) in Tasche aufbewahrt. Herkunft: Anlagehand ist in das frühe 14. Jh. anzusetzen. 26 r am unteren Rand >38 <, möglicherweise Datierung (1338). Im 15. Jh. überarbeitet, Endredaktion 1491 vom Herrenaiber Mönch Johannes Zürn (s. unten Literatur): 24 r > 1491 < und >frater Johannes Zurn de Nyposheim. M.CCCC.XCh, gleicher Vermerk auch 298 v , Jahreszahl außerdem 17 r und 222 v . Nr. [75] (?) von F. Mones 2. Gruppe. Literatur: Trübner , Nr. 78; Ettlinger , S.9; Heinzer , Johannes Zürn, S.73f u. 77. l r -2 v leer. 3 r -298 v DIURNALE CISTERCIENSE. 3 r -14 r Kalendarium, wie im Brev. Cist. 1484 (hier ohne Straßburger Heilige). 15 r -25 v Collectae Sanctorum und Commemorationes, wie L 18, 7 r -10 r . 26 r -148 v Proprium de tempore. Bemerkenswert: (123 v -132 v ) Fronleichnamsoffizium, von den Händen 2 und 3 nachgetragen, wie L 17, 282 v -287 r (nur Diurnalteile) mit den dort verzeichneten Besonderheiten. 148 v —237 r Proprium de sanctis. Bei der Überarbeitung 1491 durch Korrekturen (auf Rasuren) und Zusätze dem entspr. Stand des zisterziensischen Heiligenkalenders angepaßt. Bes. bemerkenswert: (187 v — 190 v ) Teile des Reimoffiziums AH 25 Nr. 52 zum FestTransla- tio Benedicti mit Hymnus AH 4 Nr. 195, (223 v -226 r ) Teile des Reimoffiziums AH 5 Nr. 87 (>XI milium virginum<). 237 r -259 r Commune sanctorum. 259 r -298 v Hymnarium, s. Weinmann , Nr. 1-7, 9, 8, 10-41, 59-60, 42-52, am Schluß zusätzlich Str. 7-9 von AH 51 Nr. 102 als Terzhymnus zum Kirchweihfest. Keine Notation. 298 v -299 r NACHTRAG (15./16. Jh.): Antiphon Hesbert , Nr. 2997. 299 v -300 v leer. 159 L58 L 58 Officium defunctorum • Preces pro defunctis Pergament • 79 Bl. ■ 9,5 x 7 • Hirsau • 1512 Lagen: III 6 , (IV+ l) 15 , 8 IV 7 '. Schriftraum 6 x 4. 14 Zeilen. Bastarda von zwei Händen (l r -27 r bzw. 27 v -79 r ), die zweite von Johannes Widmann (s. unter Herkunft). Übliche Rubrizierung. Neuer Lederband mit einer Messingschließe, 1976 gefertigt. Alte Einbandmakulatur in Tasche aufbewahrt: Fragmente eines hsl. Breviers, 15. Jh., Teile der Offizien für die Feste Visitatio B.M.V. und Vincula Petri, nach dem Usus der Bursfelder Kongregation. Herkunft: 79 r Per tne fratrem Johannem Widmann de Pfortzheym. Anno domini 1512 feliciter consumma- tum ipso die animarum (2. Nov.). Zu Johannes Widmann, Konventual von Hirsau, vgl. Schreiner, S. 195 f. Nach Hirsau weisen auch die Litanei 59 r -66 v und das Bursfeldische Totenoffizium. Später im Gebrauch der Frauenalber Konventualin Elisabeth Hund v. Saulheim (s.u. zu 43 v -47 v ). Nr. [79] von F. Mones 2. Gruppe. Literatur: Trübner , Nr .32; Ettlinger, S.9; Heinzer , Frauenalb, S. 108 und 119. l r -47 v OFFIZIUM DEFUNCTORUM, nach dem Usus der Bursfelder Kongregation, vgl. deren Brevier von 1518 ( Bohatta , Breviere, Nr. 1034), LXX V -LXXIIII V . (l r -6 r ) Vesper; (6 r -32 r ) Matutin, Responsorien: Redemptor mens vivit, Absolve domine, Dens eterne, Me- mento queso, Ne tradas, Rogamus te, Cognoscimus, Quomodo confitebor, Libera me; (32 v -43 v ) Laudes; (43 v -47 v ) Collectae (am Rand von der Hand der Elisabeth Hund v. Saulheim [Geiges, S. 88 ] deutsche Ubersetzung der Rubriken). 47 v -71 v PRECES VARIAE PRO DEFUNCTIS. 47 v Ablaßverheißung von Pius II. und Johannes IV. zu den Gebeten 69 r —71 v (s. dort). 48 r -66 v > Septem psalmi penitenciales cum litania<. (59 r -66 v ) Litanei mit Preces, wie Bursfelder Brevier von 1518 (s. oben), LX V -LXI V , hier mit einigen Umstellungen sowie den Zusätzen >Aureli< (Hirsau) und >Barbara<. 66 v -69 r >Septem psalmi post completorium pro defuncto fratre<, wie im Bursfelder Caeremo- niale von 1475 (Hain 4883), Kap. 64. 69 r —71 v Gebete auf dem Friedhof, s. Haimerl , S. 127 mit Anm.786. 72 r -79 r PRECES VARIAE. >Septem oraciones dicende coram ymagine pietatis ...<, s. Haimerl , S. 55 ff etc.; (74 r ) >Sequitur nunc oratio de sancto Benedicto .. .<. Pietatem tuam, Jesu mi- tissime, humiliter deprecor .. .; (76 r ) >De sancto Jeronimo<, Ave gemma clericorum ... (Chevalier , Nr. 1811), Deus qui beatum Jeronimum hereticorum malleum s. Karlsruhe, BLB, Hs. Aug. 36, 204"; (77 r ) > Tres veritates Gersonis ...<, s. Haimerl , S. 81 etc.; (78 r ) >Oracio sancti 160 L58 • L59 • L60 Bernhardi<. O bone Jesu, duo in me cognosco (78 V ) >Oracio adJesumpro bono fine<. O se- cura mansio, o tutum paciencium refugium .. ., beide Gebete auch im Antidotarius des Nicolaus Salycetus. 79 r Kolophon (s. unter Herkunft). - 79" leer. L 59 Cantio de B.M.V. (Fragment) Papier • 1 Bl. • 54,5 x 31 • 15. Jh. 2 • Maulbronn (?) Auf den Hinterspiegel (Pergament) eines sonst leeren Einbandes geklebtes Papierblatt. 6 Notensysteme (4 rote Linien, Quadratnotation) und ebensoviele Textzeilen. Textura. Schweinslederband des 15. Jh's (um 1480) aus Maulbronn (s. Göhl , S. 148-150) mit Stempeln 1 -3 u. 5 (s. Göhl , a. a. O.); von urspr. 2 Langriemenschließen noch Halterungen und Stifte vorhanden. Weitere Einbände aus Maulbronn nebst den bei Göhl verzeichneten: Inkunabeln Ba 100 und Ba 108 der Bad. Landesbibliothek sowie Kl.L. 4 (s.u. S.294 und Einleitung, S.40). Herkunft: Einband weist nach Maulbronn. Nr. 23 von F. Mones 1. Gruppe. Literatur: Ettlinger, S. 11. CANTIO DE B.M.V. (Fragment). O sanctissima, dele peccamina ..., Schlußstrophe von Mone 2, Nr.552 (s. auch AH 21, Anhang I Nr.XI, Z.30-37). Hier am Schluß der Zusatz O gloriosa, o graciosa virgo, mater et spes nostra. L 60 Sequentiar Papier • 80 Bl. • 42,5 x 29 • Ebersmünster • 1561 Lagen: 2 V 20 . IV 28 , 2 V 48 , (V-l) 57 , V 67 , (VH-1) 80 ; Textverlust. Schriftraum 33 x 21. 7 Notensysteme mit entsprechender Anzahl Textzeilen. Textura von der Hand des Johannes Junior (s.u. Herkunft). Übl. Rubrizierung. Rote und blaue Lombarden mit schnörkelartigen Ausläufern. 80 r Nachtragshand des 16. Jh's. Quadratnotation auf 4 Linien, ab 38 v Mensuralnotation. Schweinslederband der Zeit, Gruppe III der für Lichtenthai gefertigten Einbände (s. Einleitung, S. 45 f), 2 Langriemenschließen. Auf dem Rücken Titelschildchen: Antiphonale (!), (19. Jh.), und Schildchen mit F. Mones Numerierung 22 (1. Gruppe). Herkunft: 75 v >Exscriptum Anno Domini 1561 per indignum Jratrem< Johannem Juniorem >conventualem in Aprimonasterio<. Vom gleichen Schreiber auch die ebenfalls 1561 datierte, in Anlage, Größe, Inhalt 161 L60 • L61 und Ausstattung identische Hs. Kl.L. 10 (s. dort) sowie die Nachträge L 28, 68 r -69 v und L 32, l r -2 v . Der zum Konvent der elsässischen Benediktinerabtei Ebersmünster gehörende Schreiber war zur fraglichen Zeit vermutlich als Beichtvater in Lichtenthai tätig (vgl. Schindele , Abtei Lichtenthai 2. S.93). Numerierung F.Mones s.o. Literatur: Ettlinger , S. 8; Kattermann , S. 307; RISM B V, 1, S. 57 f u. 68 f; Schindele , Abtei Lichtental 2, S.93 (der hier erwähnte Vermerk „a monialibus Cisterc. usurpatum" steht nicht in der Hs., sondern in H.Ehrenbergers hsl. Repertorium und danach in RISM, a.a.O., S.68). 2 r -78 v SEQUENTIAR. (2 r -24") Proprium de tempore: AH 53 Nr. 10, 16, 15, 29, 36, AH 54, Nr.7, AH 53 Nr.67, 70, AH 54 Nr. 153, AH 53 Nr. 81, AH 50 Nr. 385; (24"-28 r ) >De beata virgine Mariac AH 50 Nr.241; (29 r -62 v ) De sanctis: AH 53 Nr.215, 168, AH 50 Nr.269, AH 53 Nr.99, 82, 163, 210, AH 54 Nr.35, AH 50 Nr.268, AH 40 Nr. 147 (nur aus dieser Hs.), AH 53 Nr. 173, 104, AH 55 Nr.93 (Schluß fehlt), AH 50 Nr.270 (Anfang fehlt), AH 53 Nr. 95, 192, 112, 181, 122; (62 v -78 v ) Commune sanctorum, mit Einschöben aus dem Proprium: AH 53 Nr. 228, 229, AH 55 Nr. 9, AH 54 Nr. 88, AH 50 Nr. 271, AH 55 Nr. 51 (Agnes), AH 53 Nr.247, AH 55 Nr.208 (Katharina), AH 54 Nr. 53 (adaptiert auf Barbara). - 1", 28 v , 74 r leer. 79" Alleluiavers Egregia sponsa Christi Barbara. 79 v -80 r NACHTRAG (16. Jh.): Antiphon zum Nunc dimittis aus dem Reimoffizium De Gaudiis B. M. V., AH 24 Nr. 54 (S. 167). - 80 v leer. L 61 Johannes Episcopus, Quadragesimale, deutsch • Osterpredigten Papier • 1 + 309 + 6 Bl. • 39,5 x 28 • Thann/Oberelsaß • 1492 Alte Foliierung 1-309, das 1. und die 6 letzten leeren Bl. ungez. Lagen: 61 V 309 , III. Schriftraum 28,5 x 19. Zwei Spalten, 40-50 Zeilen. Bastarda einer Hand (Bernhard Hüßlin). Übliche Rubrizierung. l r blaue Zierinitiale in der Art einer Frakturmajuskel (8,5 x 9 cm). Zeitgenössischer brauner Lederband. Einzelstempel Schunke , Blattwerk, Nr. 502 und Rautengerank, Nr. 136: Altenbach (vermutlich Altenbach bei Thann/Oberelsaß). Bei der 1973 erfolgten Restaurierung wurden neue Spiegel mit Schließenriemen angebracht; der Einbandrücken wurde erneuert. Rückenschildchen ( von der fasten und Ostern Manuscr., 19. Jh.) und Schildchen mit F.Mones Numerierung 21 (1. Gruppe) - beides sehr brüchig - konnten bei der Restaurierung nicht erhalten werden. Die alten Spiegel herausgelöst, jetzt am Hinterdeckel: 2 ursprünglich aufeinander folgende Perg.-Doppelblätter einer Lage, Fragment aus Gregor IX., Decretalia II, Tit. XXIV, c.9-26 u. Tit. XXV, c .7-XXVI, c. 18 (um 1300). Ausg.: Corpus iuris canonici, hrsg. von E. Friedberg , Leipzig 1879 (Neudruck Graz 1959), Bd. 2: Decretalium colla- 162 L61 tiones, Sp. 362-370 (Bl. 1 und 2) u. Sp. 379-390 (B1.3 u. 4). B1.3 u. 4 fragmentarisch (jeweils eine Textspake senkrecht beschnitten). Herkunft: 1492 von Bernhard Hüßlin von Nyffen (Neuffen/Württemberg, vgl. Kattermann, S.310) in Thann/Oberelsaß - vermutlich im dortigen Chorherrenstift - geschrieben (vgl. die Schlußschrift 309 v ) und wohl auch dort bzw. in der näheren Umgebung von Thann gebunden (s. Einband). Der Schreiber war 1482/83 in Basel immatrikuliert (s. Wackernagel , S. 174). Vermutlich war die Hs. bereits im 16. Jh. in Lichtenthai, s. die Fragmente. Mones Numerierung s. oben. Mundart: alemannisch. Literatur: Längin , Nr. 103; Ettlinger , S.8. 1 r —289 v JOHANNES EPISCOPUS, QUADRAGESIMALE, DEUTSCH. >Hie hebet an die ußlegung und predig in der vasten der ewengeln. Die vorrede von der äscherigen mittwo- chen<. Amen, dico vobis, receperunt mercedem suam (Mt 6,5). Werlich ich sag üch, iren Ion ha- bent sy empfangen. Wie wol das billich ist und gebotten in der Ee, das der Ion der arbeiter by uns nit bliben sol... - Aber alle dry brennent, wan wir in dem glouben der heiligen drivaltikeit erlüchtet sint worden. Amen. Von den bei Schneyer , Repertorium 3, S. 465-467 angeführten 48 lateinischen Predigten ist nur eine (Nr. 16) ohne Entsprechung zum deutschen Zyklus in dieser Hs. 290 r -309 v PREDIGTEN ZU OSTERN UND IN DER OSTERWOCHE, deutsch. >An dem oustertag<. Ir süchent Ihesum von Nazareth ... Das wort schribt Marcus in dem 16. capitel und sint die wort, die der engel rette ... - werdent gezogen an das gestad der ewigen selikeit. Zü der helff uns Ihesus Cristus, Maria kind. Amen. Subscriptio: 1 B 4 H 9 N 2. Felix huius operis finis per Bernhardum Hüßlin de Nyffen eo tempore in Tann commorantem in profesto sancti Michaelis 1492. Laus deo. In Aufbau und Stil entsprechen diese 4 Predigten denen des Qua- dragesimale. FRAGMENTE: Je ein Blatt, 16. Jh. 1 , am Hinterdeckel angebracht. Zu den ehem. Spiegeln s. oben. 1. Papier, 18 x 15, Bastarda. Georg Schorich, 2 aszetische Briefe, vermutlich an die Lichtenthaler Klostergemeinschaft gerichtet. Recto: Georgius Schoricius. Es ist mir laid, daz myne geistliche döchter kranck sint ... Verso: Mulier, da mihi bibere etc. (Io4,7). Christus ist gar schwach, durstig, hungrig ... - euwer getrüwer vatter. Abschriften, wahrscheinlich von der Hand der Äbtissin Barbara Veus (vgl. L 89). Der badische Hofprediger Georg Schorich ist erwähnt bei Schindele, Abtei Lichtenthai 2, S.98. 163 L61 • L62 2. Papier, einseitig beschrieben, 21 x 15,5, Bastarda. Zwölf Ratschläge zur Verehrung des Jesuskindes in der Krippe. Wie du dein krüpfflin des herzens solest bereythen. 7.u dem ersten sol du haben daz niyßdüchlin der gewissen ..do mit du den nackenden Christum ynwickelst... - dez er dir in ewig deinen dienst belon. 3. Papier, einseitig beschrieben, 9,5 x 8, Bastarda. Ps. - Augustinus-Zitat. S. Augustinus spricht, o mensch sie an die wunden des hangenden, daz blut des sterbenden ... L 62 Hymnarium benedictinum, Bursfelder Usus Papier • 103 Bl. • 30,5 x 20,5 • Frauenalb • um 1535 Lagen: I 1 , (Ill-t-1) 8 , 12 III 80 , (II+1) 8S , III 91 , (I+l) 94 , (III + l) 101 , (I+l) 103 , erstes und letztes Bl. als Spiegel verwendet. Bl. 9—91 mit Kustoden, kombiniert mit Blattzählung (b 1, b2, b3 usw.). Wz.: Pic- card , Kronen V, 1 und Ochsenkopf V,406 u. XVI, 157 (Belege für 1532-1536, Oberrhein). Schriftraum 22,5 X 15, ab 96 r 25,5 x 16. 6 Notensysteme (Hufnagelnotation auf 5 Linien, F-Linie rot) mit entspr. Anzahl Textzeilen. Textura von 4 verschiedenen Händen: Haupthand 3 r -93 r , 1. Nachtragshand 96 r -97 r , 2. Nachtragshand 97 r -100 v , 3. Nachtragshand 103 r . Übliche Rubrizierung. Im Hauptteil rote und blaue Lombarden, z.T. mit einfachem Fleuronnee, 78 r im Inneren des Buchstabens Portrait eines Mönchs (Federzeichnung). 3 r , 21 r , 30 v Deckfarbeninitialen, über 2 Notensysteme reichend, blaue Buchstabenkörper (21 r grün) mit weiß gehöhtem Rollwerkornament, Gründe orange (3 r ), rot (21 r ) bzw. gelb (30 v ) mit arabeskenartiger Rankenmusterung. 96 r lombardenförmige Initiale A, grobes Fleuronnee, 2 Köpfe im Profil, Federzeichnung in Rot und Blaßgrün. Blindgepreßter Halbband der Zeit (gleiche Stempel: L 107 usw., s. Einleitung, S.46); 2 Schließen; auf dem Rücken Titelschild- chen: Antiphonale (!) (19.Jh.). Herkunft: Frauenalb (vgl. Einband, Bursfelder Prägung des Hymnars; Einzelheiten s. Heinzer, Frauenalb, S. 101 f). Datierung aufgrund der Wz. Nr. 91 von F. Mones 2. Gruppe. Literatur: Trübner , Nr.98; Ettlinger , S. 11; Heinzer , Frauenalb, S.95 u. 101 f. l r -2 v leer. 3 r -93 r HYMNARIUM BENEDICTINUM TOTIUS ANNI. (3 r -41") Proprium de tempore: AH 51 Nr. 47-49, AH 50 Nr. 53 (Str. 1-7), Chevalier , Nr. 21295 u. 5268 (vgl. AH 50 Nr. 8), AH 50 Nr. 53 (Str. 8, 9, 11, 13), AH 51 Nr. 55. 57. 54. 58, AH 50 Nr. 67, AH 51 Nr. 71. 72. 83, Chevalier , Nr. 20139, AH 51 Nr. 84 (Str. 1-5), Chevalier , Nr. 21977, AH 50 Nr. 143, AH 51 Nr.89 (Str. 1-3), Chevalier , Nr.4182, AH 50 Nr. 144, AH 51 Nr.91. 40. 96, Chevalier , Nr.13829, AH 50 Nr.386-388. - (41 v -57 r ) Commune sanctorum: AH 51 164 L62 ■ L63 Nr. 108, AH 50 Nr. 17. 153. 17, AH 51 Nr. 112. 114a. 113. 118, AH 52 Nr.70, AH 50 Nr. 21, AH 51 Nr. 121. 102. - (57 r -88 r ) Proprium de sanctis: AH 48 Nr.79 (2. Variante), AH 51 Nr. 160, AH 50 Nr. 155, Chevalier , Nr. 6346, AH 51 Nr. 116. 123, AH 50 Nr. 223. 96, AH 51 Nr. 188. 174. 175, AH 50 Nr.227. 72, AH 51 Nr. 126. 125. 122, AH 14a Nr.74, AH 50 Nr. 146, AH 51 Nr. 129. 130, AH 27 Nr. 154. Bis hierher wie im Bursfelder Brevier von ca. 1515 ( Bohatta , Breviere, Nr. 1030), >H< III r - >I< IIP. - (88") Hymnus zum Fest der hl. Anna: AH 52 Nr. 102. - (89 v -93 r ) Hymni communes, >nota dominicalis> : AH50 Nr. 4 u. 5, s. Bursfelder Brevier (wie oben), >H< II". 93 r -95 v leer. 96 r — 103 v NACHTRÄGE (16. Jh.): (96 r -99 r ) Responsorien und Antiphonen für die Vorfastenzeit; (99 r -100 v ) Vesperhymnus zum Fest der hl. Anna, AH 52 Nr. 102 (s. oben, 88"); (103 r ) AH 1 Nr. 164,1 (vgl. auch AH 1, Einleitung, S.38); (103 v ) deutsche Bemerkung zum vorhergehenden Text(?). - 101 r -102 T leer. L 63 Nicolaus de Lyra, Postilla super epistolas Pauli Papier • 289 Bl. ■ 29,5 x 20,5 • Ulm • 1465 Lagen: 23 VI 276 , (VH-1) 28 '. Schriftraum 23,5 x 14. 18 oder 54 Zeilen (2 Schriftgrade). Bastarda, im wesentlichen eine Hand, jedoch an zahlreichen Stellen kurze Partien mehrerer anderer Hände eingeschaltet, besonders gegen Ende des Hs. Übliche Rubrizierung. 2 r -9 v kunstlose grün-rote Fleuronee- initialen (Maiblumendekor). Seitentitel in Rot. Blindgepreßter heller Lederband der Zeit. Rücken- schildchen: Commentarius in Epist. S. Pauli Manuscript: II. (19. Jh.) u. Schildchen mit Nr. 512 u. Schildchen mit F.Mones Numerierung 24 (1. Gruppe). Auf dem Vorderdeckel außen und auf dem Vorderspiegel: 2 guldin: Epistule Pauli. Herkunft: 1465 von Conradus Gancz in Ulm geschrieben, vgl. auch Kl.L. 33. 288" Schlußschrift: Ul- mencium scolas regente(\) viro prestanti Hainrico Better arcium doctori eximio per Hainricum Hütter de Wila eius locatorum tercium epistolas beati Pauli apostoli [dedico], Liber die ...finem optatum assecutus est feliciter scriptus per me Cünradum Gancz de Ulma eo quidem tempore Ulme visitantem, in primo loco sedentem, anno Domini MCCCCLXV ... Zu Heinrich Better, Rektor der bekannten Ulmer Lateinschule, s. G. Geiger , Die Reichsstadt Ulm vor der Reformation, Ulm 1971, S. 50 f. Konrad Gancz, Angehöriger der obersten Schulklasse (in primo loco sedentem ), der Heinrich Better die vorliegende Hs. widmet, bedient sich dabei offenbar der Vermittlung eines Heinrich Hutter, einer der Hilfskräfte (lo- cati) Betters. Zur Funktion der Lokaten s. Geschichte des humanistischen Schulwesens in Württemberg 1, Stuttgart 1912, bes. S. 114-116 u. 402 ff (hier auch S.254, 264, 266, 446 Erwähnungen Heinrich Betters). l r Lichtenthaler Besitzvermerk (rot, 15. Jh.). Mones Numerierung s. oben. Literatur: Ettlinger, S .9. 165 L63 • L64 2 r —288 V NICOLAUS DE LYRA, POSTILLA SUPER EPISTOLAS PAULI. Ecce descripsi eam tibi tripliciter ... (Pro22,20). Quod verbum de sapientie descriptione dicitur ... (2 V ) Ro- mani sunt partes Ytalie ... Paulus, servus Jhesu Christi, vocatus apostolus ... (4 r ) Hec epistola dividitur in tres partes ... - Id est firmetur in presenti et in fiituro ... prestante domino ... Ex- plicit epistola ad Hebreos et totus Uber. (2 r -50 r ) Rm; (50 v — 134 v ) I, II Cor; (135 v — 151 r ) Gal; (151 V -165 T ) Eph; (165 v -176 r ) Phil; (176 r -186 r ) Col; (186"-200 r ) I, II Th; (200 r -22U) I, II Tim; (221 v -227 r ) Tit; (227 r -229 r ) Phlm; (229 r -288 v ) Hbr. Stegmüller , RB, Nr. 5902- 5915 (Hs. nicht erwähnt). Glorieux 2, S.220f, Nr.f52-64. Drucke: Hain 10396 und innerhalb der Gesamtausgaben der Postilla litteralis. Der Text auch in den Hss. BLB, Aug. 16, 19 und 31. - Zur Schlußschrift s. oben unter Herkunft. - B1.289 leer. L 64 Schwarzwälder Prediger, Predigten de tempore Papier • 151 Bl. • 29,5 x 21,5 • Lichtenthai? • um 1413-1425 u. 15.Jh. 2 Lagen: 4 VI 48 , (yi-1) 59 (Textverlust nach Bl. 55), 6 VI 131 , V 141 , (VI-2) 151 , hinten 3 Lagen herausgetrennt. Kustoden, meist abgeschnitten. Spiegel 1973 abgelöst, darunter - jetzt ebenfalls abgelöst - je 1 Urkundenfragment (s. unten). Wz.: 1. (bis Bl. 141) 2 gekreuzte Schlüssel, Piccard V, 28: um 1413 (Hand 1); 2. Ochsenkopf, Piccard VII, 618: um 1421-1426 (Hand 2); 3. (ehem. Hinterspiegel) gekreuzte Schlüssel, Piccard III, 172: um 1423. Schriftraum 19,5 x 14,5. 2 Spalten (die äußere jeweils ca. 1,5 cm breiter als die innere), 36-39 u. 31-39 Zeilen. Bastarda von 2 Händen: 1. l ra -140 va ; 2. 140 va — 150 vb (Nachtragshand, 15. Jh. 2 ); 151 r weitere Nachtragshand des 15. Jh's. Rote Lombarden, übliche Rubrizierung. Heller Lederband, um 1425 (s. Wz. des Hinterspiegels) mit Streicheisenlinien (Rautenmuster). 1973 wurden neue Langriemenschließen und Spiegel angebracht, die alten Spiegel sowie die darunter befindlichen Urkundenfragmente (s. unten) wurden abgelöst (jetzt fliegende Blätter). Auf dem Rücken Titelschildchen: Sonntägliche Predigen, Manuscript (19. Jh.) u. Schildchen mit F. Mones Numerierung 25 (1. Gruppe). Herkunft: Datierung nach Wz. Vermutlich in Lichtenthai oder Herrenalb geschrieben und etwa gleichzeitig (s. Wz. 3) dort gebunden (s. unten Fragmente und L 85) Lichtenthaler Korrekturen und Randbemerkungen des 15.Jh's, u.a. von Schwester Regula (116 r , 130 v , 132 r ; vgl. Einleitung S.43). Mones Numerierung s. oben. Literatur: Längin , Nr. 104; Ettlinger, S .ll. Mundart: alemannisch. 1 ra — 140 va SCHWARZWÄLDER PREDIGER, PREDIGTEN DE TEMPORE. Vom 1. Adventssonntag bis zum 18. Sonntag nach Pfingsten. Emitte manum tuam de alto etc. (Ps 143,7). Ecce sicut naufragantes in medio fluctuum periculosissimorum ... Seligen kint, wir begen den ersten Sontag der heiligen Zukunft unsers herren ... - der würt got zu einem lügener. 166 L64 Nu bittent got hüt, das er uns verlihe die wäre liebe. Ausgabe: Deutsche Predigten des 13. Jahrhunderts, hrsg. v. F. K. Grieshaber , 1-2, Stuttgart 1844-1846 (nach Hs 460 der UB Freiburg). Zum Uberlieferungszweig X gehörig, vgl. G.Stamm , Studien zum .Schwarzwälder Prediger', München 1969, S. 12-32; Predigten des ,Schwarzwälder Predigers', hrsg. v. G. Stamm , München 1973, S. 8. Der Text auch in BLB. Hss. Aug. 105 und St. Blasien 100. 140"-150" VON DER GEDULD IN WIDERWÄRTIGKEIT. > Diese hie nachgeschrieben bredige und ler ist von einem großen meinster der helgen geschriefft.. .<. Von der gedult zu haben In wiederwertikeit Ist zu mercken: Wie wol got unser vatter ist genant underwilen Der schepfiing halb ... - daz wir alle die selbe krön erlangen, verlihe uns Jhesus Christus unser be- halter, der mit got dem vater ... 150 rb — 151 r > Von der beschauwung ein kurcze nücz Anwisung<. Vil helger menschen In diesem vergencklichen leben synt über sich erhebt mit hicziger liebe gewesen ... - diese genügd zu erlangen und ... zu nießen verliehe uns der, der die hoste freud und genügd selbs weselich ist. Amen. FRAGMENTE: Deutsche Urkunden, vermutlich in Lichtenthai als Einbandmakulatur verwendet. 1. Perg., 1 Bl., 28,5 x 21. Vom 28. Jan. 1402. Einseitig beschrieben, Text rechts um ca. 6 cm beschnitten. Ehemals unter dem Vorderspiegel, jetzt abgelöst (s. oben). Syfferit genannt Humolt von Malsch und Margaret seine Hausfrau verkaufen den Pflegern der Kapelle St. Peter und der Pfarrkirche zu Malsch (u. a. Berhtold Münckel) 4 Schilling Pfennig jährl. Gült. Zeugen und Bürgen: Der Alt Schultheiß Bersch Knapp und Hans Atak- ker (Otacker ). Siegler: Pfaff Conrat, genannt Hoppeltancz. 2. Perg., 1 Bl., 28,5 x 21. Vom 21. Sept. 1396. Einseitig beschrieben, Text oben rechts und unten links beschnitten. Ehemals unter dem Hinterspiegel, jetzt abgelöst (s. oben). N.N. von Malsch und seine Hausfrau verkaufen der Kirche unserer lieben Frau zu Michelbach IV2 Malter Korngeld jährl. Gült. Zeugen: Ot Henckenschüch, Wernher Burczklup- fel, Bercz Knapp, [Hans] Otacker. Siegler: Cünrat Hoppeltancz, Pfarrer zu Malsch und Cün- rat Gavisser, Pfarrer zu Michelbach. 3. Als Falzverstärkung dienen Pergamentstreifen einer zerschnittenen Urkunde, die ebenfalls von Konrad Hoppeltanz gesiegelt wurde, außerdem von Johann Wagner, Pfarrer in Otigheim (s. nach Bl. 89). Genannt sind ferner Brun Bertsche und Claus Heinzmann als Bürgen (nach B1.54), ferner Berthold Münckel und seine Hausfrau und die Pfleger der Pfarrkirche in Otigheim Berthold Wirtenberg, Hans Han, Hans Hornunge( ?) (s. nach Bl. 77). 167 L64 • L65 Lichtenthai besaß seit 1340 das Patronatsrecht über die Pfarrkirche in Malsch (s. Krieger 2, Sp. 135; L.Ernst , Die Geschichte des Dorfes Malsch, Malsch 1954, S.366). Zu Konrad Hoppeltanz s. L 85 (Herkunft). L 65 Bonaventura, Soliloquium, deutsch • Conradus de Soltau, Glossa super Psalterium • Ascetica Papier • 150 Bl. • 29,5 x 21,5 ■ Lichtenthai ■ 1460 Lagen: 2 VI 24 , I", VIII 42 , VII 56 , (VIII +1) 74 , 3 VIII 122 , (IX-1) 139 , (VI-1) 15 °. Reklamanten der Schreiberin. Schriftraum 22,5 x 15,5. 2 Spalten (146 r — 147 v einspaltig), 30-54 Zeilen. Bastarda einer Hand (Schwester Regula, s. unten). 36 v -145 v zahlreiche Randbemerkungen der Schreiberin. Rote Lombarden; übliche Rubrizierung, stellenweise fehlend. Heller Lederband der Zeit. Schließe nicht mehr vorhanden. Pergamentspiegel, 1979 herausgelöst und lose hinten angefügt (Fragmente aus einem Zisterzienser-Missale, 13. Jh.: 4 fragmentarische Votivmessen). Rückenschildchen: Meditationes S. Doct. Bonaventurae manuscr. (19. Jh.), Schildchen mit F. Mones Numerierung 25 (Gruppe 1). Herkunft: Von Schwester Regula 1460 in Lichtenthai geschrieben (s. die Schlußschrift 125 va und Einleitung, S.42), Mones Numerierung s. oben. Mundart: niederalemannisch. Literatur: Langin , Nr. 107; Ettlinger, S. 11. lra_4irb BONAVENTURA, SOLILOQUIUM, DEUTSCH. Ruh , Bonaventura deutsch, S. 121 (C.), 131. 41 va —61 rb VOM EIGENBESITZ DER KLOSTERLEUTE. >Hie vahet an ein Tractate von der eigenschafft der Closterliite. IN dem namen unßers herren Ihesu Cristi und siner wirdigen lieben muter Marien ...So ist zu wissend, daz München oder Nunnen weder eigenschafft noch sunderheit nit gezimpt zu haben ... - Aber dise enwollent weder ir eigenschafft uffgeben noch rüwen darumb haben. Und also hat dise materie hie ein ende. Got uns alles leit wende (vgl. Colophons , Nr. 20037). Nach Henricus de Hassia (de Langenstein), Tractatus de pro- prietate religiosorum; Bloomfield , Nr. 4274. 61 rb -63 rb VON GEHORSAM, DEMUT UND ARMUT. >Hie nach volget ein kurtze betü- tung oder verendung etlicher tugenden< ... Gehorsam gegen got ist, das ein mensch flißklich und zu aller zit bedencket.. . (62 ra ) Demütikeit ist die rechte wurtzel undgruntfesty... (62 vb ) Armut ist der oberste hört und der gewore schätz ... Die Schreiberin merkt 61 rb an: Das aber hie gebrist, ist vor in zwein büchern geschriben und erfüllet. Damit sind vermutlich die Hss. L 79 und L 69 (hier 229 r ff) gemeint. 168 L65 • L66 63 v -125 va ; 126 ra — 145 vb CONRADUS DE SOLTAU, GLOSSA SUPER PSALTERIUM, 2 Auszüge, die sich ergänzen. Stegmüller RB 2, Nr.2018 (diese Hs. nicht erwähnt). Der Prolog beginnt 126 ra . Die Schreiberin ist auch die Kompilatorin der Auszüge. 63 v , 64 r und 145 vb aufschlußreiche Hinweise über ihre Arbeit. 125 va Finita et completa est hec glosa super psalterio Sabbato infra Octavam Corporis Cristi (14. Juni) Anno eiusdem 1460. 125 vb -126 ra Kurze Erklärungen zu den Cantica laudum. Ista sunt cantica, que non sunt de essencia psalterii. Primum canticum est psalmus pro beneficiis exhibitis ... - Expliciunt cantica quaedam ad exposicionem generalem secundum Interpretacionem magistri Nicolai de Lyra. Mit Auszügen aus der Postilla des Nicolaus von Lyra. Nicht identisch mit Stegmüller RB, Nr. 5864. 146 r Theobaldus (OSA), Brief theologisch-aszetischen Inhalts an eine Nonne. Zumkeller, Nr. 795. Boethius: De consolatione 111,2, Ausz. Omnes quidem ad unum tendunt ... 5 Zeilen, teils mit deutscher Übersetzung. Ausg. von K.Büchner , Heidelberg 2 1960, S.41 f. 146 v — 147 v Fragmentarische kurze Erklärungen zu einzelnen Psalmen. Diß nachfolgende ist abgeschriben uß swester Scolasticken verblichen psalter, so vil sie gesehen künde. - 148 r — 150 v leer. L 66 Elsässische Legenda aurea • Jordanus de Quedlinburg, Meditatio- nes de passione Christi, deutsch Papier • 358 Bl. • 29 x 21 • Oberrhein • um 1450 Heller blindgepreßter Lederband, Schunke , Blüte Vierblatt 117, Rosette 23 (Mainz, Basler Meister), nach 1539 (s. unter Herkunft). 1972 wurde die Hs. neu gebunden, wurden neuer Lederrücken, neue Spiegel und Vorsatzblätter angebracht, die beiden Kurzriemenschließen ergänzt. Das Rückenschild- chen ( Leben der Heiligen Gottes. Manuscript, 19. Jh.) und die Signatur 1158 (vermutlich Lichtenthai) konnten nicht erhalten werden. Herkunft: Datierung nach Wz. Die Mundart von I verweist ins niederalemannisch-fränkische Grenzgebiet. In II neben alemannischen auch schwäbische Sprachelemente. Die Hs. wurde möglicherweise in Lichtenthai nach 1539 gebunden: Die 1972 aus dem Einband herausgelösten Makulaturstreifen enthalten Fragmente von Briefen an Lichtenthaler Nonnen: 2 Briefe aus dem Jahr 1539. Der Schreiber des einen ist Medizinstudent in Basel, der an seine Base schreibt. Die Adressatin des anderen: Sabina Legerin witwe, pfrunderin zu Luchtenthai. Nr. 88 von F.Mones Gruppe 2. Literatur: Trübner , Nr. 90; Längin , Nr .86; Ettlinger, S.ll. 169 L66 I 1-200. Lagen: I 2 , (IV-2) 8 , 16 VI 200 . Lagenreklamanten zum größten Teil abgeschnitten. Wz.: Traube (Piccard , Expertise: Beschriftungszeit um 1450); Ochsenkopf ( Piccard , Expertise: Beschriftungszeitraum ca. 1451-52). Schriftraum 21 x 12,5. 32-36 Zeilen. Bastarda, eine Hand (außer l r u. 2 r , Nachträge 16. Jh. 1 ). Übliche Rubrizierung. Anspruchslose Fleuronneeinitialen (Lombardentypus, meist Maiblumenmuster) mit Perlenstäben. Mundart: niederalemannisch. l r u. 2 r REZEPTE: Sirup (2), Magensäcklein, Nierensalbe. - l v , 2 V -8 V leer. 9 r -200 v ELSÄSSISCHE LEGENDA AUREA, WINTERTEIL. >Hie vahet sich an das buch, das da ist genant vita sanctorum ...<. Die gancz zyt zurgengliches lebens wirt in vier teil mit underscheidt geteilt... - Es kommet noch darzu, das du mir auch/. Bricht 200 v unten auf der Seite in der Ambrosius-Legende ab. Ausgabe: Die Elsässische Legenda aurea, hrsg. von U. Williams und W.Williams-Krapp (Bd. 1) u. K.Kunze (Bd.2), Tübingen 1980 u. 1983, Bd. 1, S. 1-283, Z.23, Bd.2, S.91-93. Zur Handschrift und Überlieferung s. Bd. 1, S.XX, XXVIII-XXXI, XLIII (Hs. K 1) und KKunze in:.ZfdA 99 (1970) 269-309, bes. 270 u. 281-291. Vgl. auch L 69 und L 70. II 201-258. Lagen: 2 VI 224 , (VII-1) 237 , 10 VI 357 , (I-l) 358 . Wz.: Ochsenkopf ( Piccard , Expertise: Beschriftungszeitraum ca. 1449-52). Schriftraum 23 x 16. 2 Spalten, 36-46 Zeilen. Bastarda, eine Hand. Übliche Rubrizierung. Mundart: niederalemannisch-schwäbisch. 201 r -355 va JORDANUS DE QUEDLINBURG: MEDITATIONES DE PASSIONE CHRISTI, DEUTSCH. >Passio domini nostri Ihesu Christi secundum Iohannem<. INspice et fac secundum exemplar... (Ex 25,40). Zu lobe und ere unserm herren Ihesu Christo, der durch unsern willen den bittern dot des cruceß gelitten hat ... - deylhafftig diner arbeit, dines schmerczen, diner rüwe und diner trost öwiglichen. Amen. Hye hat der passion eyn end. Maria gottes müter komme uns zu hilff An vnßerm lesten ende. Amen. Zumkeller , Nr. 646 b (diese Hs. nicht erwähnt); s. auch L 84 u. L 87, 153 v — 186 v . 355 va —356 rb DREI GEBETE ZUR KREUZVEREHRUNG AM KARFREITAG. Diß gebet sprichet man vffden karfritag, so man drystund an bettet das crücz ... Herre Jesu Criste, ein warer got von dem waren got, der durch menschliches geslechtes erlößunge willen ..., s. auch Mohlberg , S. 72 (Hs. C 162, 211 r ). - 356 v -358 v leer. 170 L67 L 67 Mechthild von Hackeborn, Liber specialis gratiae, deutsch • Raimund von Capua, Legenda b. Catharinae Senensis, deutsch Pap. • 209 Bl. ■ 28 x 20,5 • Südwestdeutsch • 1470 Lagen: (VI-1 + l) 12 , VII 26 , VI 38 , V 48 , 13 VI 204 , (III-l) 209 . Schriftraum 23 x 14. 36-41 Zeilen. Bastarda von einer Hand. Randnotizen von mehreren Händen, meist 15. Jh. Rubrizierung, neben rot auch grün verwendet. 2 r sechszeilige Zierinitiale (Lombardentypus) mit blauer Rankenfüllung. Brauner Lederband von 1605 mit Rollenstempeln (s.u. Herkunft). 2 Schließen und je 4 Kantenbeschläge. Rük- kenschildchen (19. Jh.) fast ganz abgefallen. Signatur 1394, vermutlich Lichtenthai. l r (Vorsatzbl.) Dis ist die geschribene Mechtildis (17.Jh.). Herkunft: Geschrieben 1470 von einem Schreiber dictus Knör (Knor) (s. Schlußschrift 208 v -209 r ). Datierter Einband von 1605 für Lichtenthai (Gruppe III, s. Einl. S.45f). Nr. 89 von F. Mones 2. Gruppe. Mundart: alemannisch-schwäbisch. Literatur: Trübner , Nr.91; Längin , Nr.93; Ettlinger , S.9. 2 r -192 r MECHTHILD VON HACKEBORN, LIBER SPECIALIS GRATIAE, I-V, AUSZUG DEUTSCH. >Es vecht an das buch der geistlichen gnaden ...<. Die gütikeit und Edel mensch werdunge unsers lieben herren Und ewigen behalters ... (3 V ) Es was ein seligü andech- tigü Jungfrow, die von ir kintheit... - (191 v ) Und uns mit disser heiligen jungffröwen in got Ewenglich ffröwen. Das uns allen diß wider farre .. . Lat. Ausgabe: Revelationes 2, S. 1 -369. Es fehlen folgende Kapitel (Zählung nach der lat. Ausg.): I, 10, 13b, 40; II, 19, 23, 29b; III, 37, 40 (nur Überschr. vorh.), 43, 49, 50, 52; IV, 1-4, 8, 10-12, 14, 19, 20, 27, 31, 33, 34, 39- 44, 46, 48, 49, 52, 53, 57; V, 1 (nur Einl. vorh.), 2-5, 7, 8, 10 b, 11, 15, 31, 32. Keine Übereinstimmungen der Übersetzung mit Mechthild von Hackeborn, Das buch geistlicher gnaden Leipzig 1503. 192 r —208 v RAIMUND VON CAPUA, LEGENDA B. CATHARINAE SENENSIS, AUSZUG DEUTSCH. > Und volgent hie nach Ettlich Cappittel von dem leben der heiligen Jung- fröwen Sant Kätherinen .. .<. In der stat Senys Was Ein man der hieß mit dem nammen Jacob ... - In dem himel, Den ich vß ganczem herczen lieb het uff Erden. Daß unß allen diß wider- fare, Das helff unß... BHL 1702. Lat. Ausg. s. L 82. Der deutsche Text entspricht dem lateinischen wie folgt: 192 r — 196 r : c. 58-63, 105-124; 196 r -201 r : c. 154-167; 201 r -205 r : c. 143- 153; 205 r -206 r : c. 235-237; 206 r -207 v : c. 166-167, 177; 208 r : c.92. 208 v -209 r Schlußschrift: Dis buch ist ußgeschriben Am nehsten Samßtag nach Sant Othmars tag Anno domini etc. LXX iar (16.11.1470). Und heißt das geistlich buch ... Und das wir mit allen fungfröwen in öwigen leben funden werden, Das verlihe uns... - Bittentgot lieben seligen jungfröwen Mechthilt und Kätherina für den lieblosen schriber dictus Knör. 171 L68 L 68 Das Buch von geistlicher Armut • Predigt zum Fest Decollatio Johannis Papier • 154 Bl. ■ 27,5 x 21 • Oberrhein • um 1477 Lagen: 9 VI 108 , V 118 , 3 VI 154 . Zu Beginn eine Lage entfernt (Perg.-Falz mit Kalendar des 13. Jh's: Sigismund, 2. Mai). Wz.: 1. Einhorn, Piccard , Fabeltiere 111,2180: 1477; 2. Einhorn, Piccard , Fabeltiere 111,2181: 1477; 3. got. P, Piccard IX,745: 1477. Schriftraum 21,5 x 14,5. 2 Spalten, 30-35 Zeilen. Bastarda, eine Hand außer 36 v u. 78 rb_va (gleichzeitige Kurrentschrift). Zahlreiche Korrekturen und Ergänzungen von einer Hand des 15. Jh's. Übliche Rubrizierung. Heller Lederband mit Streicheisenlinien; 2 Schließen und je 5 Buckel. Rückenschildchen: Geistliches les-buch Manuscr. (19. Jh.) u. Signatur 1187, vermutlich Lichtenthai. Herkunft: Auf dem Vorderspiegel: Es ist zu wissen, das der hochgelert Meister Thomas Domiberg, Doc- tor geistlicher reht, Advocat der stat Spier, Katherin sin Eliche husfrowe haben diß buch gantz gezügt Iren lieben suesteren Soror Anna Margaretha Othilia und dem gantzen Convent des Closters Liechental(\) zu Ewigen tagen beliben Anno Domini M CCCC LXXVII, zu welichen zyten Ein aptissin gewesen ist Frow Margaretha Marchgroff Karlis Liebe Dochter. Zu Thomas Domiberg, Rechtsgelehrter und Advokat in Speyer, s. ADB 5 (1877), S.355. Datierung nach Wz. Nr. 84 von F. Mones 2. Gruppe. Mundart: elsässisch. Literatur: Trübner , Nr. 79; Längin , Nr. 117; Ettlinger, S.8; Kattermann, S.308. 1 r — 151 v " DAS BUCH VON GEISTLICHER ARMUT. >Dis buch seit Von armüt des geistes .. .<. Armüt ist ein glicheitgottes. was ist gott? Gott ist ein abgescheiden weßen von allen creatu- ren ... - vnd das wir gott mynnen nach dem nehsten, das helff vns got allen. Amen. Ausgabe: Das Buch von geistlicher Armut, bisher bekannt als Johann Taulers Nachfolgung des armen Lebens Christi, hrsg. v. H.S.Denifle , München 1877 (diese Hs. nicht erwähnt). Vgl. auch J.Auer in: 2 VL 1, 1978, Sp. 1082-1085. 151 va — 154 rb PREDIGT ZUM FEST DECOLLATIO JOHANNIS (29.8.), deutsch. Non licet tibi ducere uxorem fratris tui (Mc 6,18). Also Stat geschriben in dem heiligen Euwangelio Sancti Marci... Nu will ich uff daz wort dry puncten sagen. Zu dem ersten, wer die eefrow ist ... - und niemer von siner güte und miltigkeit. Amen. 172 L69 L 69 Buch von den heiligen Mägden und Frauen • Aszetische Texte Papier • 278 Bl. • 28,5 x 20,5 • Zisterzienserinnen • Lichtenthai • um 1460 Alte Foliierung I-CCXX = Bl. 1-222 (XXXVII zweimal vergeben, Bl. 93 unberücksichtigt). Lagen: Senionen und Septernionen, alte Lagenverhältnisse infolge Neubindens oft nicht mehr erkennbar. Die unteren Blattränder großenteils durch Feuchtigkeit und starken Gebrauch lädiert (kleine Textverluste). Wz. l .Got. Y, ähnlich Briquet 9176: 1451-1465; 2. Ochsenkopf, Piccard IX 207/208: 1459-1460. Schriftraum 22 x 15,5. 2 Spalten, 29-34 Zeilen. Bastarda einer Hand (Schwester Regula, s. unten) außer 46° (7 Zeilen) und 222 vb -223 rb (2 gleichzeitige Hände) sowie 51 v (Nachtrag um 1500). Gelegentlich Korrekturen und Zusätze, großenteils von der Schreiberin. Rote Lombarden. Übliche Rubrizierung, gelegentlich fehlend. Brauner Lederband mit Rollen- und Einzelstempeln, dat. 1594 (Gruppe III, s. Einleitung, S.45f), je 5 Beschläge, 2 Schließen. Bei der Restaurierung 1936 wurden die alten Bezüge der Deckel auf einen neuen Lederbezug montiert und neue Spiegel, Vorsatzblätter und Schließenriemen angebracht. Herkunft: Kompiliert und geschrieben von Schwester Regula (s. Einleitung, S.42 und im folgenden). Datierung nach Wz. 30 v im fortlaufenden Text Anweisung für die Tischleserin mit Hinweis auf die Hss. L 70 (um 1450) und L 87 (um 1450-1454). Siehe auch 264 vb Kolophon und Lichtenthaler Besitzvermerk. Nr. 87 von F.Mones 2. Gruppe. Mundart: niederalemannisch. Literatur: Trübner , Nr. 93; Längin , Nr. 85; Ettlinger, S.7. l ra -223 ra BUCH VON DEN HEILIGEN MÄGDEN UND FRAUEN. >Die vor rede diß büches saget von viererhand gestechten, mit den gott sin heilige kirche getzieret hat etc. und sint die betzeichent by den 4 wassern des paradyses. Ortus voluptatis<. AN der mynne buche stat ge- schriben also: Flores apparuerunt in terra nostra ... (Ct 2,12-13) ... (10 ra ) >Hie vahet an daz buch von den heiigen megden und frowen, zum ersten von S. Marien Magdalenen<. Maria sta- bat ad monumentum foris plorans ... (Io 20,11). Es spricht der lerer Orienes über diß Ewange- lium ... - (222 vb ) und der ist guter lüte geselleschafi nütze und gut. (222 vb -223 rb ) Register. Sammlung von 57 Legenden weiblicher Heiliger, angelegt von Schwester Regula (s. oben). Über das Legendär und seine Kompilatorin s. K. Kunze , Alemannische Legendare (I), in: Alemannisches Jahrbuch 1971/72, 20-45, hier S. 29-38 (S. 33 Aufstellung der einzelnen Legenden, dazu folgende Korrekturen: Martha 25", Dorothea 114 rb , Eulalia 125 vb ) und K. Kunze in: 2 VL 1, 1978, Sp. 1087-1089. Edition der Legende der Maria Aegyptiaca (81 va - 84 rb ) in: Die Legende der heiligen Maria Aegyptiaca, hrsg. v. K.Kunze , Berlin 1978, S. 83- 87. 223 vl -228 vb , 267 vl -278 rb PS.-EUSEBIUS, EPISTOLA AD DAMASUM DE MORTE HIERONYMI, AUSZUG DEUTSCH. >Diß nachgeschriben ist zu tütsche getzogen uß der 173 L69 Episteln, die sanct Eusebius ...<. Eßschribet der selige Eusebius in der obgemelten Episteln nach gar schöner vorrede ... - daz encker (der Anker) siner hoffiiung ist nun in Sicherheit gesetzt ewicklich etc. Lat. BHL 3866; PL 22, 239-282, hier Kap. 12-61 (Sp. 245-280). Keine Übereinstimmungen mit den von E.Bauer ( 2 VL 3, 1981, Sp. 1235 f) angeführten mhd. Ubersetzungen. 229 ra -240 rb PS.-HIERONYMUS, BRIEF AN DIE MUTTER ÜBER DIE TUGENDEN. >Dise nachgeschriben lere und manunge hat sanct Jeronimus siner müter beschriben etc.<. O Aller liebste müter, nit hab ich vergessen diner bette ... - der da dut barmhertzikeit, gerichte und gerechtikeit uff erden, Dem sy ere und lop geseit on ende ewicklichen. Amen. Amen. K. Ruh in: 2 VL 3, 1981, Sp. 1228, Nr. 9 (Hs. nicht erwähnt). Siehe auch Schneider, Nürnberg 1, S.422 (Will II, 19. 8°, 35), hier 2 weitere Textzeugen. 240 rb -243 rb >Diß heißet daz gülden Pater noster.. .<. Als Ihesus, unser herre, wart gefroget von sinen jungern, wie sie soltent betten ... - und daz du uns erlosest von allen ubeln hie und dort ewicklichen. Amen, Amen. Anfangs einige Übereinstimmungen mit PL 149, 569-576 ( Stegmüller , RB, Nr. 11055). 243 rb -244 ra >Ein andere kürzte glosa über daz Pater noster ...<. Hie mercke daz Pater noster und kurzlich, was du dar zu gedencken und begeren solt... - und nach diner und anderer lüte noturfft etc. 244 ra -252 vb DIE SCHULE DER TUGENDEN. >Hie vahet an die schüle der fügenden<. Hie istfluyßklich zu merckende, daz uff ertrich und in diser zergenglichen zite zwo schülen sint Ihesus Cristus ..., der mit syme heiigen leben uns hat ein solche Regel gegeben, da durch wir er- folgent ewiges leben. Amen. Dialog zwischen Meister und Novizin (anfangs Novize) über aszetische Tugenden. 252 vb -255 ra >Epistola ad moniales<. In unßerm lieben herren Ihesu Cristo ... Ach ir werden gottes liephaberin, nement uwers hertzen war und des götlichen insprechen ... - der uns beschaffen und mit sym heiigen dode erlöset hat, Ihesus Cristus, der mit dem vater ... S. auch Auten- rieth-Fiala-Irtenkauf , S.60 (HB I 36, 172 v ). 255 ra " b DICTA über die Gabe der Tränen und das Gebet ( Augustinus, Basilius, Pascasius, Bernhardus). 255 va -259 ra >Ein Epistel zu einer Abtißin .. .<. Myn gebett vor mit bereiter gehorsame in der liebe, die da starck ist als der dot... - Ihesus Cristus, unser Apt und gemahel, der jungfrowen sün, der mit gott dem vatter ... 174 L69 ■ L70 259 ra -262 va ASZETISCHE UNTERWEISUNGEN, >... jungen ingesloßnen Closter/rowen zu ergetzlicheit von eym wolgelerten seligen priester gedichtet und inen geschencket<. Ach, ir lieben usserwelten gemaheln und gesponsen gottes, Sider ir durch uwers liebsten Bülen willen und uwer heiliger vatter sanct Bernhart stercken und bestetigen uch in allem guten ewicklich. Amen. Vermutlich für den Lichtenthaler Konvent verfaßt. 262 va -264 vb >Ein andere Epistel von vünferlei dugenden ...<. Ponite corda vestra in virtute eius (Ps 47,14). Es sprichet David... Under andern tugenden, mit denen wir uns zieren sollent ... - auch zu verdienen und zu erfolgen in messen in ewiger selikeit. Amen. Durch gott im obersten thron /sprecht der schriberin 1 Ave Maria zu Ion. Ad bona festina/dilacio magna ru- ina. Firmum propositum dilacio sepe resolvit etc. Liber Monasterii Lucida Vallis. 265 ra -266 ra > Von der gewaren armüt ... der Jungern Cristi .. .<. Es schrybet sanct Matheus in synem Ewangelio am zwolfften Cappitel (12,1): Also der herre eines tages gienge durch kornsäte ... - haben nachgevolget unserm herren Ihesum Cristum. 266 ra -267 ra >Ein tröstliche rede von sanct Bernhart, gesprochen zu klosterlüten<. Bonum est nos hic esse (Mt 17,4) ... Uber diß wort sprichet Sanct Bernhart: lieben brüder und swestern, uns ist gut hie zu sin, und redet von Clöstern ... - uns freuwent, mit Cristo ewigliche gekrönet. Amen. Amen. Zusammenstellung diverser Auszüge, angeblich aus Bernhard von Clairvaux. 267 ra ~ b GEDICHT ÜBER DEN SINN DES LEIDENS. >Ein guter trost zu gedültikeit<. Ist yeman von liebe im selbs zu zart... - Daz ryche der hymele der lydenden ist. (rot) Amen, hoc fiat, Amen. 6 Strophen, Unregelmäßigkeiten im Vers- und Strophenbau. 267 va -278 rb s. 223 va . L 70 Leben Jesu • Lektionar • Evangeliar • Elsässische Legenda aurea Papier • 391 + 1 (Perg.) ■ 29 x 20,5 ■ Zisterzienserinnen • Lichtenthai • um 1450-1452 Lagen: III 6 , (I4-1) 9 , 6 VI 81 , (VI + 2)' 5 , 4 VI 143 , VII 1 ", 2 VI 181 , 2 VIII 213 , 2 VII 241 , (VII+1) 2 ", VII 270 , 3 VI 306 , VII 320 , (VIII-5) 331 , (VII-6) 33 ', (2 4- 2) 343 , (VH- 1) 356 , 2 VI 380 , (VII-3) 3 ' 1 . Kustoden (anfangs in Rot) bis 242 r , jeweils auf der 1. Seite. Reklamanten meist abgeschnitten. Gebrauchsbedingte Papierschäden, besonders unten rechts (ausgefranster Rand, Abrisse, Einrisse - diese mehrfach alt genäht), gegen Ende zunehmend; stellenweise Textverlust bei den Randnotizen. Wz. (2 got. P, Mohrenkopf mit Binde, 2 Ochsenköpfe) laut Expertise Piccards um 1450-1452. Schriftraum durchschnittlich etwa 21 x 15. 199 v -329 r , 332 v -338 v , 344 r -391 v zwei Spalten von unregelmäßiger Breite, sonst einspaltig. 24-35 Zeilen. Bastarda von der Hand der Schwester Regula (s. unten), abgesehen von 328 vb -329 v , 175 L70 334 vb -338 vb , 342 r -343 v (3 etwa gleichzeitige Hände). Zahlreiche Randnotizen, vor allem von der Hand der Schwester Regula. Das Leben Jesu (1 r — 187 V ) mit 40 bemerkenswerten kolorierten Federzeichnungen (s. Abb. 7-10) in rechteckig bis quadratischem Format (Höhe zwischen 7 und 9,5, Breite zwischen 8,5 und 10 cm). Die vor allem wegen des regelmäßigen Formates und der Einfassungslinie sehr geschlossen, holzschnittartig wirkenden Illustrationen stammen von mehreren Künstlern, unter denen der erste (6 V , 8 r , 10 r , 14 r , 16 r , 19 v , 23 v , 24 v , 27') sowohl stilistisch als auch durch die hochstehende künstlerische Qualität seiner Arbeiten eine deutliche Sonderstellung einnimmt. Der übrige Teil des Zyklus wirkt zwar recht einheitlich, doch aufgrund auffälliger Qualitätsunterschiede (vgl. z.B. 30 r u. 35 r ) wird man die Beteiligung mehrerer, vermutlich zweier Künstler annehmen müssen. (Vgl. B. Modler [s . unten Literatur], S. 46-48; hier auch S.7-28 die Beschreibung und S. 76-95 die Abbildungen sämtlicher Miniaturen - leider nur Xerokopien von mäßiger Qualität). Zur Lokalisierung und Datierung der Miniaturen siehe unten Herkunft. Brauner Lederband der Zeit mit Streicheisenlinien. 1967 wurden Rücken und Schließen erneuert, die Perg.-Spiegel abgelöst und neue Pap.-Spiegel angebracht. Zu diesem Zeitpunkt wurden vermutlich die Blätter 372/371 und 378/377 verbunden. Herkunft: Um 1450-1452 (Datierung nach WZ.) von Schwester Regula für Lichtenthai kompiliert und geschrieben (s. Einleitung, S.42f). Vermutlich der älteste Regula-Kodex. Auf dem ehem. Vorderspiegel von der Hand der Schreiberin (rot): Liber vite scriptus intus et foris. Vita Ihesu ... Dem Closter Liechtental by Büren (eine Datierung 1460 wie bei Beer , Initial und Miniatur, S. 58 Nr. 66 angegeben, existiert nicht). Darunter (schwarz): Diß ist ein über gut mynnicklich buch, förderlich über alle tütsche bücher. Ist icht brestens darynne, daz sol mit gottes hilffe nach latinischer warheit corrigieret werden. Hie sint nit kluge geczierte wort, die die oren fiillent, Sunder siecht und einfaltig, also sie zu luterer andacht und Innikeit des hertzen wisent. Unser her von Mulbrunn (s. Einleitung, S. 39 f) und meister Berthold (Maul- bronner Konventuale, 1446 und 1449 als Schaffner zu Lichtenthai erwähnt in GLA 67/709, 79 r , 124 r - 124 v , vgl. auch 112 r ) haben auch gesprochen, daz diß buche gut und gerechte sy ... Die Bemerkung scriptus intus et foris könnte bedeuten, daß Regula vielleicht erst gegen 1450 von Königsbrück nach Lichtenthai gekommen wäre und zu diesem Zeitpunkt bereits ein von ihr geschriebenes Teilstück des Leben Jesu mitgebracht hätte. Eine vermutlich naheliegendere Erklärung des „foris" ergibt sich aus dem Umstand, daß die Miniaturen der Hs. nicht in Lichtenthai entstanden sein können 1 . Im Lichtenthaler Buchbestand gibt es nichts Vergleichbares. Da mehrere Buchmaler an der Illuminierung beteiligt waren, dürfte die Hs. in einer größeren Werkstätte ausgemalt worden sein. Aufgrund der räumlichen Nähe zu Lichtenthai und der historischen Verbindungen des Klosters wird man den Entstehungsort der Illustrationsfolge in Straßburg und im Unterelsaß vermuten dürfen. Zur Lokalisierung vgl. Beer , Initial und Miniatur, S. 58 Nr.66 u. B. Modler (s . unten Literatur), S. 49-55. Eine Hs., deren Miniaturen sowohl motivisch wie farblich bemerkenswerte Entsprechungen zu L 70 aufweisen, ist Cod. S II 43 der Solothurner Zentralbibliothek (vgl. Librarium 28 [1985], Farbtafel 5 nach S.4 mit L 70, 19", 24 v , 27 r . Die Lokalisierung der Solothurner Hs. nach Ulm und ihre Datierung 1470-1480 - vgl. Schönherr, S. 194-197 - ist nicht überzeugend). 1 Eine weitere, hier auch nicht auszuschließende Bedeutung des „scriptus intus et foris" als Reminiszenz an Apc 5,1 wird behandelt von A.d'Haenens in: Calames et cahiers. Melanges ... offerts ä Leon Gillissen, Bruxelles 1985, S. 33-40. 176 L70 Die zentrale Bedeutung, die L 70 von vornherein für das spirituelle Leben im Kloster zugedacht war - vgl. den zitierten Vorspann, auf dem Vorderspiegel sowie den Epilog 187" -, läßt vermuten, daß die Datierung des Miniaturenzyklus nur wenig später als die der Schrift anzusetzen ist. Die roten Kapitelüberschriften wurden nach Fertigstellung der Miniaturen von der Hand der Schreiberin eingetragen (vgl. 96 v : die Schrift füllt den für die Rubrik freigelassenen Raum nicht aus; 106 v : die Rubrik ist weggefallen, weil die Miniatur einen zu großen Raum einnimmt). Hinweise für die Tischleserin von der Hand der Schreiberin 236 v und 312 r . Von der gleichen Hand 340 r Dißgehört anders wo hin und ist von Irrung hier mißsetzt etc. - Hinweis auf den verbundenen Schlußteil der Hs. (s. unten), aber auch darauf, daß die Hs. wahrscheinlich gleich nach Fertigstellung gebunden wurde. Nr. 86 von Mones 2. Gruppe. Mundart: niederalemannisch. Literatur: Trübner , Nr. 94; LAngin , Nr. 77; Ettlinger, S.7; Beer , Initial und Miniatur, S.58 Nr. 66; G.Stamm in: Bibelhandschriften, Bibeldrucke, Ausstellung Offenburg 1980, Katalog, Karlsruhe 1980, S. 43-47 (mit färb. Abb. von 14 r , 27 r u. 40 r ); B. Modler , „Lichtenthai 70". Eine spätmittelalterliche Bilderhandschrift der Badischen Landesbibliothek Karlsruhe, Phil. Magisterarbeit, Freiburg i. Br. 1980. 1 r — 187 v LEBEN JESU.... (Anfang fehlt) (6 V ) >Hie betrachte, wie die enget und altfeter bitten got umb gnad der welt<. Nach der zit daz allez menschliche künne het jemerlich gelegen in der verdampniße ... - und in ein gantz volleistung aller noturfft eins yeglichen menschen, die er hat an libe oder an sele. Amen. Rot: Hie hat diß buch ein ende, das man nennet Vita Ihesu in dem latin ... wan es ertzelt sin leben und wandelung biß uff daz end. (187 r ) Schlußschrift: Diß buch nennet man das leben Ihesu und ist übergesetzet ußer dem latin der heiligen Evangelium (!) in dutsch uff das kiirtzeste durch mynne und liebe der ungelerten, die das latin nit verstont... - daz er sin selbs vergisset und allez daz der weite zu gehören ist. Wer den geist Ihesu Cristi hat und das mynnenbuch verstat, der weiß, was hie ist gesagt. Unten auf der Seite, von der Hand der Schreiberin rot durchgestrichen: O scriptrix a vanitate desiste /satis te commonuit Uber iste / Corrige temet ipsam /et invoca dei genitricem /ut te trahat per nati sui vulnera / ne gravius te impediat mens effera. Kürzende, recht freie Übersetzung von Michael Massa, Vita Christi. Vgl. W. Baier , Untersuchungen zu den Passionsbetrachtungen in der Vita Christi des Ludolf von Sachsen, 1-3, Salzburg 1977, S. 344-361; K.-E.Geith , Elisabeth Kempf (1415— 1485), Priorin und Übersetzerin in Unterlinden zu Colmar, in: Annuaire de la Societe d'hi- stoire et d'archeologie de Colmar 29 (1980/81) 47-73, hier S. 57-67, 71-72. Die Verfasserschaft des Michael Massa für den lateinischen Text ist umstritten. Vgl. H. Fromm in: 2 VL 6 (1986) Sp. 505. Der deutsche Text in L 70 unabhängig von der bei Geith behandelten Übersetzung der Colmarer Hs. St. B. 267 (Übers, in der Colmarer Hs. nicht von E. Kempf, sondern alem. Fassung des sog. Ps.-Bonaventura-Ludolfiaanse Leven van Jesus, hrsg. von C.C. de Bruin . Leiden 1980). Die sehr wahrscheinlich von Regula stammende Lichtenthaler Übersetzung fragmentarisch auch in Nürnberg, Stadtbibl., Cent. VII, 22, 2 r - 176 v ( Schneider , Nürnberg 1, S .295) sowie vollständig in Donaueschingen, Hs. 436 ( Ba- rack , S. 300 f); hier l r -6 r der in L 70 fehlende Anfang des Textes. Die Donaueschinger Hs. 177 L70 ist „eine ziemlich getreue Abschrift des Textes der Lichtenthaler Hs." (Geith). Hinweise, die lat. Vorlage sowie die Colmarer, die Nürnberger und die Donaueschinger Hs. betreffend, gab freundlicherweise K.-E.Geith, Genf. - 188" leer. 189 r -235 vb LEKTIONAR FÜR DIE FASTENZEIT. >Hie begynnent die heiligen Evangelien durch die fasten mit ihren Episteln .. .<. Diß sprichet got der herre: bekerent uch zu mir In gantzem uwerm hertzen ... (Joel 2,12-19) ... Zur Ubersetzung s. im folgenden. 236 ra -323 vb EVANGELIAR. Alle die menschen, die von der vürsichtikeit gottes darzu erwelet und geordent sin ... Sanctus Matheus, der Evangelista uß Iudea, der hat sin Evangelium in Iu- dea geschriben ... (236 va ) Diß ist daz buch der gebürtlicheit Ihesu Cristi, sunes David, sunes Abraham ... Ich wene, daz die weite nit mochte begriffen die büchere, die man da von solte schri- ben. Mit den Prologen Stegmüller , RB, Nr. 590 (236 ra_va ), 607 (259 va -260 ra ), 624 (308 ra_b ). Die Ubersetzung entspricht dem 18. Übersetzungszweig bei Walther , Bibelübersetzung, Sp. 463-493. Abweichungen dürften weitgehend auf die Schreiberin zurückgehen. Die Übersetzung derjenigen Bibeltexte des Lektionars (s. oben), die nicht den Evangelien entstammen, steht der Evangelienübersetzung sprachlich und stilistisch nahe. 236 va der Vermerk der Schreiberin, daß die Perikopen des Lektionars bei der Übersetzung der Evangelien ausgelassen wurden. An den entsprechenden Stellen jeweils Verweisung auf das Lek- tionar. 323 vb —328 vb Perikopenverzeichnis. (-326™) Temporale, (326 rb -328 vb ) Sanctorale (Wilhelm - Silvester). 332 r —391 vb ELSÄSSISCHE LEGENDA AUREA, TEILSTÜCK. >Von aller heiligen hoch- gezit<. Aller heiligen hochgezit ist durch 4 Sachen uff gesetzet... (340 r ) >Diß ist die vorrede diß büches... undget hie der advent an<. Die gantze zit zergenglichen lebens wirt In vier teile mit underscheidgeteilet ... Text bricht 391 vb unten in der Hieronymus-Legende ab. Vorliegendes Teilstück bildet zusammen mit Straßburg, Univ.-Bibl., Ms. 2542, 4 r -227 v eine Einheit, und zwar in der Art, daß die Texte beider Hss. sich „reißverschlußartig" ergänzen. Vgl. Williams , S.XXI, XXIV Anm. 17, XXVIII-XXXVIII (mit detaillierter Übersicht über den Legendenbestand beider Hss.), LVI-LVIII u. 597-609, 637-641 (Abdruck von L 70, 377™- 379 va , 344 ra -344 rb , 388 ra -389 ra ); Kunze , S.XXIII-XXXII („Das Sondergut Schwester Regulas"). Über das Verhältnis der beiden Hss. zueinander s. Einleitung, S.42f. - 339" leer. NACHTRÄGE (15. Jh.): 328 vb Über verschiedene Geistes- und Seelenkräfte. Sinderesis est vis cum habitu principa- liori naturalis iuris ... 178 L70 • L71 329 r gezeichneter Maßstab, vertikal (23,8 cm) mit der Beschriftung: Ista linea occies in se ducta ostendit veram longitudinem corporis Christi. Rechts und links davon in lockerer Gruppierung Zitate aus dem Alten Tetament mit Bezug auf das Kreuz und den Kreuzestod Christi. 329 y Thomas a Kempis, De imitatione Christi I, c. 5 u. 6. Heinrichs von Mügeln Papier • 331 Bl. • 29 x 21,5 • Süddeutschland • 1441 Lagen: (III—2) 3 , 27 VI 327 , (III— 1 ) 331 ; die beiden äußersten Bl. urspr. als Spiegel, jetzt freistehend (ungezählt); Reklamanten und Kustoden; Wz. Piccard , Waage 1,66. Schriftraum 21 x 14. 2 Spalten, 35 Zeilen. Bastarda von einer Hand, rubriziert; Randnachträge (Gebetsanweisungen zu den Psalmen) von einer wenig späteren Hand, von dieser auch der Besitzvermerk l r (s.u.). Heller Lederband der Zeit, einfache Streicheisenverzierung, auf beiden Deckeln je 5 Messingbuckel; 2 Langriemenschließen; Spiegel abgelöst (s. oben), auf der Innenseite des Hinterdeckels Streifen einer Pergamenths. des 12. Jh's: Vollmissale, Teile der Messen für die Feste S. Maria ad martyres und S. Potentiana (13.5. bzw. 19.5.); auf dem Rücken Titelschildchen: Deutsches Psalterium (19. Jh.). Herkunft: Mundart und Litanei (nicht zisterziensisch gefärbt) weisen nach Süddeutschland. 322 v Fi- nitus est Uber iste feria quarta infra octavas(!) pentecostes circa completorium. Anno ab incamacione M a .CCCC°.XLI°. tempore magni scismatis quod regnabatur(\) in mundo (7.6.1441). l r von wenig späterer Hand: > Beate virginis in Lucida [valle]<. Nr. 93 von F. Mones 2. Gruppe. Mundart: alemannisch. Literatur: Trübner , Nr. 100; Ettlinger, S. 11; Längin, S.90 u. 172 (Nr .70); Vollmer 3, S.265 und 8, S.67. l r -3 v leer, außer Besitzvermerk (s.o.). 4™-312 v " PSALTERIUM CUM GLOSSA NICOLAI DE LYRA, DEUTSCHE ÜBERSETZUNG HEINRICHS VON MÜGELN. In dem namen des ewigen almechtigen gots. Amen. Der rain selig lerer sant Pauls lert ... - (5 vb ) als sy von erst gemachet sind worden. Das sol man merken. Sog. Vorrede C, vgl. F. W. Ratcliffe , Die Psalmenübersetzung Heinrichs von Mügeln, in: Zeitschr. f. deutsche Philologie 84 (1965) 46-76, hier S. 54-59 (ohne Erwähnung dieser Hs.); (6 ra ) Beatus vir qui non abyt... Selig ist der man, der nicht abgegangen ist in den rat der ungüttigen, das ist der valschen ... - (312 va ) die uns noch laider unbekant sind. Nun gerüch uns unser her... - in der hymelschen fröwden ewigklich loben. Amen. Text gehört L 71 179 L71 • L72 zur Gruppe 1 .3 (vgl. Ratcliffe, s . oben, S.48, und Schöndorf, S. 78-82 - Hs. jeweils nicht erwähnt). Am Rand von einer wenig jüngeren Hand Numerierung der Pss 1-21 sowie Gebetsanweisungen zu diesen, vgl. dazu H. Engelhart , in: 2 VL, 1980, Sp. 11 29 f, und Vollmer 3, S. 13 f. 312 va -321 vb CANTICA, lat.-deutsch. (312 va —319 rb ) Laudes-Cantica, (319 rb —321 vb ) Quicum- que, Te Deum, Benedictus, Magnificat. 321 vb —322 vb ALLERHEILIGENLITANEI. Süddeutsche Prägung. L 72 Vocabularius ex quo Papier • 122 Bl. • 29,5 X 21 • Zisterzienser • Herrenalb • um 1417-1420, Nachtrag um 1465 Lagen: 8 VI 96 , (VI-1) 107 , (VII-2 + 3) 122 , von Bl. 122 nur die obere Hälfte erhalten. Wz.: 1. Ochsenkopf (Piccard IX, 35, 36: 1413-1421); 2. zwei gekreuzte Schlüssel ( Piccard III, 441: 1417-1419); 3. Ochsenkopf ( Piccard IX, 601: 1418-1420); 4. got. P ohne Blume ( Piccard III, 806: 1465). Schriftraum 22 x 14,5. 2 Spalten, 28-44 Zeilen. Bastarda, 4 Hände: 1. l ra_vl ; 2. l va -94 va ; 3. 94 va -107 vb , 110 ra - 119 vb (Fridricus Fritzman); 4. 108 ra -109 vb (Nachtrag um 1465, Wz. 4). Übliche Rubrizierung. Teilweise rotbraun abgesetzte Zierbuchstaben mit je 1-2 Ranken, diese mit Braun und Rot konturiertem Blattwerk. Neuer hellbrauner Lederband mit zwei Schließen, neue Spiegel und Vorsatzblätter (Restaurierung 1973). Die aus dem alten Einband herausgelösten Falzstreifen mit kanonistischem Text (Notula, 14.Jh.). Herkunft: Datierung nach Wz. Der 119 V in der Schlußschrift genannte Schreiber Fridricus Fritzmann (Hand 3) ist als Konventuale in Herrenalb nachgewiesen (s. Canivez 4, 1420, Nr.27; hier wohl fälschlich als F. Spriezmann). 30 r und 119 V Liber monachorum In Alba dominorum Cisterciensis ordinis Spirensis dyocesis (15. Jh.). 122 v Einträge über den Klostereintritt von 5 Herrenaiber Mönchen: 1467 Stephanus de Pfortzheim-, 1468 Wendelinus Sali de Calw, Berchtoldus Bock(?) Calwenis, Jacobus Meiß de Bruchsella\ 1471 Sebastianus [Heilprunn]; 1482 Heinricus Büntter de Gemspach (die Jahresangaben bei Pflüger , S. 1, unzutreffend). Zu den genannten Herrenaiber Konventualen s. Heinzer , Johannes Zürn, S.69 u. Anhang II (S. 78 f), Nr. 12-15, 22. Nr.92 von F.Mones 2. Gruppe. Die Hs. dürfte um 1465 in Herrenalb gebunden worden sein. Zu diesem Zeitpunkt wurden die Blätter 108 und 109 (Wz. 4) beschrieben und eingefügt. Bl. 108 hängt mit 122 zusammen, das die mit 1467 einsetzenden Einträge über Herrenaiber Klostereintritte enthält. Bl. 108 und 109 sind die ersten Blätter der letzten Lage. Sie ersetzen offensichtlich zwei der ursprünglichen Blätter. Vor Bl. 108 befindet sich der Falz eines entfernten Blattes - das letzte Blatt der vorletzten Lage - das verso einige Wortenden enthält, die sich auf 108 v an entsprechender Stelle wiederfinden. Lichtenthaler Besitzeintrag auf losem Perg.-Stückchen (16. Jh.), jetzt auf dem Vorderspiegel eingeklebt. 180 L72 • L73 Mundart: schwäbisch. Literatur: Trübner , Nr. 112; Längin , Nr. 181; Ettlinger, S. 8; Kattermann, S.306; Grubmüller (s. unten), S.83 (Datierung wahrscheinlich unzutreffend). 1 r — 119" VOCABULARIUS EX QUO. Anfang fehlt, beginnt mit Lemma Caracter. Carac- ter ein ingedrücktes zeichen ... - Zorobabel est magister Babilonis. zoticus .i. vitalis. Finito li- bro sit laus et gloria Cristo. Qui me scribebat Fridricus Friczman nomen habebat (Colophons 7, Nr.21583). Grubmüller hat die Hs. aufgrund seiner späten Datierung nicht bei den „frühen Redaktionen", zu denen sie gehören dürfte, berücksichtigt (Redaktion S; vgl. K. Grubmüller , Vocabularius ex quo, München 1967, S. 115-171 u. 83.). Der Vocabularius auch in BLB, Hs. Ettenheimmünster 25 (vgl. Grubmüller , S. 83). - 120 r -122 r leer, 122 v s. unter Herkunft. L 73 Vokabular des alten Schulmeisters Papier • 384 Bl. • 28 x 20,5 ■ Freiburg i.Br. • 1456 Lagen: 32 VT 384 . Reklamanten. Schriftraum 19,5 x 12. 2 Spalten, 31-36 Zeilen. Bastarda, eine Hand (Michael Mürer, s. unten) außer 16 v -36 v u. 382" (2 weitere Hände des 15. Jh's). Rubriziert, Anfangsbuchstaben der Lemmata mit rotem Zierstrich, Merkverse rot unterstrichen. Kunstlose, bis zu 13 cm große rot-gelb-braune Fleuronneeinitialen, teilweise zusätzlich mit Grün. Derbe Blattranken. 3 r , 88 v u. 381 v ein von einem Pfeil durchbohrtes Herz. 3 r Initiale D als Drache, sich in den Schwanz beißend. (Dazu K. Preisendanz , Ein altes Ewigkeitssymbol als Signet und Druckermarke, in: Gutenberg-Jahrbuch 10 [1935] 143-149, hier S. 144). Heller Lederband der Zeit. Parallel zu den Streicheisenlinien verläuft je eine Doppelreihe ca. ein cm großer aus dem weichen Leder herausgeschabter Quadrate (ehem. Vierpaßstempel). Ursprünglich je fünf Buckel, alle fehlend. Alte Signatur 27. Rückenschild- chen: Dictionarium Latinum (19. Jh.) u. Schildchen mit F. Mones Numerierung 27 (1. Gruppe). Herkunft: Geschrieben 1456 in Freiburg (Br.) von dem Scholaren Michael Mürer de Wila (Weil der Stadt); vgl. die Schlußschrift 381 v . Nennung des Schreibers auch 156 r u. 379 r . Ein Stadt- und Amtsschreiber gleichen Namens ist in Wildberg, Kr. Calw, für die Jahre 1477, 1479 u. 1488 nachgewiesen; vgl. W. Pfeilsticker , Neues württembergisches Dienerbuch 2, Stuttgart 1963, § 3063. 2 T Stiftungsvermerk (15. Jh.): Diß buch ist herin in diß closter Liechtentall geben worden von herr Laurentz Kubler, das man got für sin sei bit. requiescat anima eius in sancta pace. die ave Maria etc. (15. Jh.). Der Name des Stifters an zahlreichen anderen Stellen, z. B. 3 r u. 56 r . Mundart: alemannisch. Literatur: Längin , Nr. 179; Ettlinger, S.8; Kattermann, S.310. 3 ra —381 rb VOKABULAR DES ALTEN SCHULMEISTERS. De gramatica positiva est pre- sens intensio(\) ... (3 va ) Alleph prima litera hebreorum ... (4 rb ) Aaron est proprium nomen viri 181 L73 ■ L74 ... - (381 rb ) Zosima est nomen civitatis ... nos locare dignetur in celesti jerarchia, ubi regnat cum matre eius ... Deo gracias etc. est finis, deus laudetur in ymis, vgl. Colophons 7, Nr. 20847). (381 v ) Explicit hoc vocabulariurn conscriptum nec non conpletum per me Michahelem Mürer de Wila civitate, Tunc temporis Scolaris Friburgi, Anno Domini MCCCCLVI" 1456° in die exaltacionis Sancte crucis, finitum infra horam undecimam et duodecimam. deo gracias. K. Grubmüller , Vocabularius ex quo, München 1967, S. 131, 146, 154-156, 210, 211. 382 r " v VERWANDTSCHAFTSBEZEICHNUNGEN, lateinisch-deutsch, alphabetisch. Avus ain anherr Velgrossvatter... - Pro matertera miner väterlichen oder mütterlichen anfrou- wen mütter swester... Wohl nachjoh. Andreaes Lectura super arborem consanguinitatis et affinitatis ( Hain , 1018-1053). Zwei derartige, jedoch nicht alphabetische Verzeichnisse abgedruckt bei R. Stintzing , Geschichte der populären Literatur des römisch kanonischen Rechts in Deutschland am Ende des 15. u. Anfang des 16.Jh's, Leipzig 1867 (Neudruck Aalen 1959), S. 162-165; vgl. auch H.Eis, Zur Rezeption der kanonischen Verwandtschaftsbäumejohannes Andreaes, Diss. Heidelberg 1965, S.93-98. - 283 r -284 v leer. L 74 Vitas patrum, deutsch (I) • Exempla, deutsch (II) Papier • 161 Bl. • 28 x 21 ■ Zisterzienserinnen • Lichtenthai • 1461 (I) u. um 1481-1484 (II) Roter Lederband der Zeit, Rücken sowie die Riemen der beiden Schließen 1972 erneuert. Auf dem Vorderspiegel: Von notturft sint dise sextern herinn gehefft. er wer sust bald verslempt, dann man es nit hett ingebunden etc. (15. Jh.). Auf dem hinteren Spiegel einige lateinisch-deutsche Wortglossen sowie deutsche Auslegung von AH 50 Nr. 5, 1. Strophe: Splendor pateme glorie. Ein schin der vetterlichen gnade, daz ist der sun, der da ußget von dem vater ... - und wirdikeit in in mag fanden werden oder sin. Nr. 90 von F. Mones 2. Gruppe. Literatur: Trübner , Nr. 92; Längin , Nr. 82; Ettlinger, S.7. I Bl. 1-121. Lagen: VII 14 , VI 26 , VII 40 , 2 VI 64 , 4 VII 120 , I 121 . Schriftraum 21,5-23 x 15,5. 2 Spalten, 31-40 Zeilen. Bastarda einer Hand. Übliche Rubrizierung, rote Lombarden. Herkunft: 1461 von Schwester Regula in Lichtenthai geschrieben (s. Schlußschrift 12 l v und Einleitung S.42). Mundart: niederalemannisch. 182 L74 1 ra — 121 vb VITAS PATRUM, DEUTSCH (Leben der Altväter). >Hie fahet an daz leben der heiligen altvetter secundum Vitas patrum<. Sanctus Ieronimus schribt uns von dem heiligen vat- ter Sanct Paulo, Der under allen münichen der erste Einsidel waz ... (117 ra ) > Von S. Meinrad .. .<. DIs ist die vorrede des löblichen mertelers und heiigen altvaters sanct Meinradi... (117 rb ) IN den ziiten des lobsamen keysers Karoli... - da wart daz wirdige heiltüm des heiigen vatters Meinratis funden etc. Orate pro scriptrice. Et sie est finis /personis gloria trinis/sit infinita/per omnia seculorum secula. Completum est hoc opus/de quo Cristus sit benedictus. M Cristi quarto C sexagesimo primo anno. (Rot:) Liber Monasterii Lucide Vallis. Durch gott in dem höhsten Thron sprechent der schriberin ein Ave Maria zu Ion. Textfolge wie Meyer-Burck- hardt 2, S. 316-232 (Cod. B 1X20), zusätzlich 117 ra — 1 2 1 vb die Meinrad-Vita (lat. BHL 5878). Drucke (ohne die Meinrad-Vita): Hain 8603-8608, in diesen jedoch zusätzlich die .Beispiele und Wunderzeichen'. Zu den unterschiedlichen Fassungen des Prosa-Väterbuches s. S.N.Werbow , Zur mittelhochdeutschen Vitaspatrum-Prosa, in: ZfdPh 86 (1967), Sonderheft, S. 14-19, hier bes. S. 17 (L 74 der 3. Hss.-Gruppe zugehörig). Vgl. auch L 81 und Niebler, S.60f (Hs. St. Peter pap. 41). II Bl. 122-161. Lagen: 5 VI 161 . Wz. wie Wz. 1 in L 75 I (s. dort): 1481-1484. Schriftraum 19,5 x 14. Bast- arda von mehreren Händen, teils wie in L 75 I. Übliche Rubrizierung, rote Lombarden. Herkunft: Wahrscheinlich in Lichtenthai geschrieben; vgl. Teil I dieser Hs. u. L75 I. Mundart: alemannisch. 122 rl -129 rb LEBEN DER HEILIGEN GENESIUS, BONIFATIUS, SEVERUS. (-124") > Von sant Genesius, dem löblichen märtler Cristi<. Da Diocletianus keißer waz und alle kirchen wol 4 jar beslossen waren geweßen ... - und wart gemartelt umb den namen unßers heren Ihesu Cristi... Amen. Lat. BHL 3322. (124 ra -128 rb ) > Von sant Bonifacio .. .<. Zu den ziten Diocle- ciani und Maximiani der aller unmiltesten keißer ist uffgangen grosse mißhellung ... - Also hatt auch ußgestritten der erlich mertler Bonifacius nemende die cron des gesiegs in ere und lob got vaters ... Amen. Lat. BHL 1413. (128 ra -129 rb ) > Von Sant Severo .. .<. Sant Severus lebt lange zit in leyschem kleid... - und sich bewarende mit dem zeichen des heiigen erützes enslief er selig lieh in dem heren ... Amen. Lat. BHL 7681, Auszug (AA.SS. Febr. I. 88 c.II,5-89 c.III, 10). 129 rb — 161 vb EXEMPLA, DEUTSCH. >Diße nachgeschrieben exempel sint uss bewerten lerem genommen, zum ersten vom bößen gut<. Man ließet, daß eyn knab starb und dem richter geantwort wart... - die durch diße gesiecht beweget wurde zu großer demüttkeit. Großenteils Auszüge, unter anderem: Caesarius von Heisterbach, Dialogus miraculorum: 131 va-b Strange I, S. 70-72 (11,7); 131 vb Strange II, S.227 (X ,13); 134--135" Strange II, S. 232-245 (XII, 23); 135 rb -136 rb 183 L74 • L75 Strange I, S. 62-64 (11,3); 138™ Strange II, S .339 (XII,28); 138 rb Strange I, S. 176f (IV, 5); 140 vb -141™ Strange II, S. 318-322 (XII, 5); 141"- b Strange II, S. 318-322 (XII, 5); 142 v »-b s tran ge I, S .244f (IV, 77); 143 ra -144 va Strange I, S. 58-61 (11,2); 1 5 1 va Strange II, S. 255 (X,55); 155 vb -156" Strange II, S .328 (XII, 18); 157™-158 r " Strange I, S. 40-43 (I, 34); 161 rb ~ vb Strange I, S. 106f (11,32); 161 vb Strange I, S .287 (V,7). Caesarius von Heisterbach, Libri VIII miraculorum: 149™-™ Hilka, S. 1 18 -120 (11,35). Legenda aurea: 159 vb -160 rb Graesse, S .221 f (LI, 3). Johannes Herolt, Promptuarium miraculorum B.M.V, c.21: 160 vb — 161 vb , vgl. Mussafia III, S. 47 Nr. 21. Gregor, Horn. XXXVIII in Ev.: 152 rl -153 ra PL 76, 1290D-1292A. Martin von Troppau ( Cronica Martiniana ), angeblicher Verfasser: 130 ra , vgl. Tubach , Nr. 3280. Vinzenz von Beauvais, angebl. Verf.: 153 rb_vb , vgl. Tubach , Nr. 1858; 160 rb_vb , vgl. Ponce- let , Nr. 25 u. öfter. Herbert von Clairvaux, De miraculis libri tres: 158 ra - va PL 185, 1344 f (11,34); 158 v "-159 r:l PL 185, 1357 (111,6). Exordium magnum Cisterciense: 139 VJ -140 rb PL 185, 1023, 416f (Dist. II, c.2). Wunderwerke St. Bernhards Orden (unter dieser Bezeichnung auch die Stücke aus Herbert von Clairvaux und Exordium magnum Cisterciense (s.o.): 1 35 ra_b ; 1 44 va — 1 48 ra , vgl. Tubach , Nr. 3477 a. Als Autoren werden ferner genannt Arnoldus (vermutl. Arnold von Lüttich, vgl. J.Th. Welter, L 'exemplum dans la litterature religieuse et didactique du moyen-äge, Paris 1890, S. 304-319): 155 vb ; Humbertus [de Romanis]: 150 rb ; Jacobus de Vitriaco: 1 3 1 ra , 132 rl (nicht bei G. Frenken , Die Exempla des Jakob von Vitry, München 1914); Soccus (Konrad v. Brundelsheim): 132*. L 75 Thomas von Cantimpre, Bonum universale de apibus, deutsch • Leben und Wunderwerke Bernhards von Clairvaux Papier • 1 (Perg.) + 189 Bl. ■ 28,5 x 19,5 • Zisterzienserinnen • Lichtenthai • um 1481-1484(1) u. 1520-1524(11) 184 L75 Heller Lichtenthaler Blindstempelband, um 1520-1525 (Gruppe I, Stempel Nr. 8, 10, 15, 19, 22, 25, 26, 28, 34, 37, 43; s. Einl., S.44f). 2 Kurzriemenschließen, Riemen fehlen. Nr. 81 von F.Mones 2. Gruppe. Literatur: Trübner, Nr.84; Längin, Nr. 115; Ettlinger, S.ll. I Bl. 1 -130. Lagen: 5 IV 40 , 9 V 130 . Kustoden bis 111Wz.: 1. 3 Lilien im Schild, mit angehängtem Herstellerzeichen, wie in L74(II), 2. gotisches P, wahrscheinlicher Beschriftungszeitraum für beide: 1481-1484 ( Piccard , Expertise). Schriftraum 19-23 x 14-16. Zwei Spalten (1 2 1 r — 129 r einspaltig), 28-43 Zeilen. Bastarda von mehreren Händen, teils identisch mit L 74(11), teils sehr ähnlich, 125 v — 128 r bereits Anfang 16.Jh. Übliche Rubrizierung, rote Lombarden. Herkunft: wahrscheinlich in Lichtenthai entstanden. Datierung nach Wz. l v -2 r am oberen Rand: Diß buch gehört gen Liechtenthal by Baden in das kloster und sol da blyben (15.Jh.!), Lesbarkeit großenteils durch Chemikalien beeinträchtigt (vgl. Einl., S.23; Wz. 1 und Schrift teilweise wie in L 74 (s.oben). Datierung nach Wz. Mundart: alemannisch. l ra -128 r THOMAS VON CANTIMPRE, BONUM UNIVERSALE DE APIBUS, DEUTSCH. >Hie faht an das buch, das genant wirt das gemeyn gut von eygenschaft der bienen<. DEm Erwirdigen vatter in Christo, Brüder Hüberto ... enbütet eyn demütiger brüder ... (l vb ) Die glaubigen haben ein haupt Christum in eynikeit der kirchen ... - ( 128 r ) und dient im biß ahn sein (127 V !) endt und starb seliglichen. das erwarb im sanctus Bartholomeus (Schluß im 17.Jh. ergänzt). Es fehlen die letzten Kapitel des 2. Buches (53,6-57). Beste lat. Ausg. hrsg. v. G. Colvenerius , Duaci 1597 (S. 493-594 der in L 75 nicht berücksichtigte Text) u. ebd. 2 1605 u. 3 1627. Zur Übersetzung s. Stammler, Prosa, Sp. 1035; G.Dogaer , in: Scriptorium (Bull, cod.) 21 (1967), S. 108 Nr. 22. II Bl. 131-189. Lagen: 5 V 180 , (V-l) 189 . Wz.: gotisches P; Piccard , Expertise: 1520-1524. Schriftraum 21-24 x 15,5-18. Zwei Spalten, 26-34 Zeilen. Bastarda, Haupthand 129 r -153 ra , mehrere Nachtragshände. Bl. 129 u. 130 zur letzten Lage von Teil I gehörend. 129 r Überschrift u. Initiale rot. Herkunft: Um 1520-1524 (Wz.) in Lichtenthai geschrieben. Bl. 129 u. 130 waren ursprünglich leer gebliebene Blätter der letzten Lage von Teil I (s. dort l v -2 r Lichtenthaler Besitzvermerk des 15.Jh.s). Lichtenthaler Einband, s. oben. 136 r am Rand unten: Diße exempel, so mit eim + ge- zeichnet sint, laß sthen (!) (Hinweis für die Tischleserin). Mundart: alemannisch. 185 L75 • L76 129"-164- VOM LEBEN UND VON DEN WUNDERWERKEN BERNHARDS VON CLAIRVAUX. >Hie vohendt an die exempel und Wunderwerk unßers h. hunigflis- sigen vatters Bernhardt .. .<. Da der heilig vatter eines mals war bey der mettin mit der selben lutterkeit und andocht ... - geistliche ritterschaft übende Alle tag irs lebens. Amen. Deutsche Auszüge aus: Ex Exordio magno Cisterciensi (PL 185, 415-454 (c. 1-67); BHL 1235): 129 ra -129 vb : c.5-6; 129 vb — 130 vb : 8-10; 130 vb -131 vb : 12-14; 131 vb -132 va : 17-18; 132 va -133 vb : 23-25; 133 vb — 134 vb : 27; 135 rb -l36": 35-38; 137 ra -139 ra : 52-57; 139 vb -141": 49-51; 148 vb - 149": 26; 155 rb -156 rb : 31-33; 156 rb " vb : 2; 156 vb -157": 7; 161"" vb : 31-33; 162"- rb : 2; 162*-«: 7; 162 vb -163 ra : 11; 163"-164": 19-20. S.Bernardi Vita prima, I-IV (PL 185, 225-350; BHL 1217-1220): 136"~ va : IV, 25; 141"— 148 vb : IL 9-48; 149"-150": III, 18-19; 150"" b : 111,28; 150 rb -151": IV, 6-7; 151" " b : IV, 1; 151 rb — 153 rb : IV, 14-17; 153 rb -154": IV, 22-24; 154"-": IV, 33-34; 154 va " b : IV, 42-43; 154 rb — 155 rb : IV, 39-40; 157""«: IV, 40-41; 157 va -158": IV, 36; 158""": IV, 30-31; 159 rb_ ": IV, 49; 159 va -160 va : I, 70-71; II, 1-6. Herbert von Clairvaux, De miraculis libri III (PL 185, 453-466, 1273-1384; BHL 1231) 136 va_b : II, 13; 136 vb -137": II, 12; 139"- vb : 1,5; 158 vb -159 rb : 11,22; 160 va -161": 11,23. Exordium magnum Cisterciense (PL 185, 995-1198) 134 vb — 135 rb : III, 3. Nicht identifiziert: (158") SAnt Bernhardus laß eins mals mess und ... fand er ein spinn in dem kelch ...; (158 va_b ) Auch hat er zu Speyr gemacht die drey testen wort ahn dem Salve Regina ..., vgl. J.M aier , Studien zur Geschichte der Marienantiphon ,Salve Regina', München 1939, S.9. - 164 v — 189 r leer. L 76 Sammelhandschrift (Bartholomäus • Meister Albrant • Mönch von Salzburg • u.a.) Papier • 1 + 157 Bl. • 21 x 15 • Maulbronn(?) • um 1465 Lagen: V 10 , (VT +1)», V", (VI+1) 46 , 6 VI 118 , (IV +2) 128 , 2 VI 1 ", (I + 3) 157 ; Reklamanten; Foliierung von der Hand des Schreibers: I-IXXXVII (= 40-78), dabei 2 Bl. ausgelassen (73 u. 74). Wz.: Pic- card , Frucht, I(Traube)351-352 (belegt 1459/60) u. Piccard , Ochsenkopf, VII /453 (belegt 1461- 70). Schriftraum im Corpus der Hs. ca. 16 x 11,5. Zeilenzahl unregelmäßig. Flüchtige Buchschrift von einer Hand (Michael de Urach, s. unter Herkunft). Übliche Rubrizierung. 21 v —25 r Randnotizen von der Schreiberhand der aus Lichtenthai stammenden Hs. Rastatt, Ludwig-Wilhelm-Gymnasium, Nr. 13 (Signatur K 152; s. auch Einleitung, S.32f). Einband 1974 erneuert; die alten Spiegel jetzt als 186 L76 fliegende Blätter (der hintere als Bl. 157 gezählt), auf dem hinteren Deckel außerdem unter dem Papierspiegel Fragment eines Notariatsinstruments (Pergament) freigelegt und abgelöst (15. Jh., ausgestellt von Schultheiß und Rat der Stadt Bretten, erwähnt der Pfründner der dortigen St. Georgs-Kapelle, s. dazu A.Schäfer , Geschichte der Stadt Bretten, Bretten 1977, S. 118-123); zwei Rücken- schildchen: Signatur 741 und F. Mones Numerierung 28 (1. Gruppe). Herkunft: 135 v >Deo gracias et per me Michehel de Urach*. Um 1465 geschrieben (vgl. Wz. und 154 v ), im Umkreis von Maulbronn (s. 156 r — 157 r ). Numerierung F.Mones s.o. Mundart: alemannisch. Literatur: Ettlinger, S. 11; Längin , Nr. 174. 1 r — 16 r REZEPTAR. Anfang fehlt. Erstes vollständiges Rezept: >Vor die longen sucht-.. So dem menschen die longe we dut... (z.T. aus dem Antidotarium Nicolai). 16 r —21 v ADERLASSREGELN. >Sequitur wie du ädern lassen solt ...<. Wiltu wissen, wo du lassen solt..., (16 v ) Es sint zwo ädern an den slajfe an beyden deiln des heuptes .. dazu auf später hinzugefügtem Blatt (15) ein Aderlaßmännchen mit Kennzeichnung der Laßstellen am Kopf; (19 v ) Eyn iglicher sal und mage wissen, das alle kranckheyt und gebresten ... ist in dem geblude .. (20 r ) Es sint ein deile lüde, die hant gewonheit zu lassen ... (20 v ) Des manes mit nuwen vor den Vierden tage soltu niemans lassen ... 21 v —25 v MONATSREGIMEN. >Hartman<. In ianuario soltu nichtern allen dage guden wine drincken ... - nachtes decke dich warm zu. Diätetik, kombiniert mit Texten über die Tierkreiszeichen, größtenteils übereinstimmend mit den entsprechenden Stellen bei R. v. Li- liencron , Deutsches Calendarium aus dem XIV. Jh., in: ZdfA 6 (1848) 349-369; s. auch A.Pfleger , Ein Königsbrücker Kalendar des 15. Jh's, in: Etudes Haguenoviennes 4 (1948) 5-21. Als Randnachtrag (15. Jh., Ende): Donnerprognostik. Hört man den dunner, das bedüt starcke wind..., vgl. Eis, Forschungen zur Fachprosa, S. 201-218, bes. S. 215 f , und Telle, Mantische Fachprosa, S. 191-193. 25 v -33 r ÜBER DIE TIERKREISZEICHEN. >Der wider-. Der wider hat under des menschen glieder das heupt... - als sy die alten philosophi practiciret hant. Vgl. K. Schönfeldt, Die Temperamentenlehre in deutschsprachigen Handschriften des 15. Jh's, Heidelberg 1962, S. 130-143. 33 r -36 v ÜBER DIE ELF SPHÄREN. Also uns die meyster beschriben hant der sonnen umgange .. ., ab 34 r (>der acht hymeU) wie Schönfeldt (s. o .) S. 164 24 -167 3 . Bl. 35 später eingefügt: Angaben über Größe von Sonne und Mond und ihre Erdabstände. 36 v -96 r BARTHOLOMÄUS, PRAKTIK. Der diß buch hat geschriben, der hat daran gesehen, das viel dummer schriber komment über viel bucher .. (37 r -39 v ) Register; (39 v ) Dere 187 L76 [recte: Were] der wurczeln(\) und ir crafft erkennen will ..., verwendet die Prosa-Vorrede des älteren deutschen Macer (s. W. C. Crossgrove , ,Macer', in: 2 VL 5 [1985], Sp. 1109- 1116, bes. Sp. llllf); (41 v ) >Introductiones ad experimenta magistri Bartholomei.. .<. Bartho- lomes der meyster hat unß in diesem buch geleret... - (93 v ) das sye das essent, ee sie werden; (93 v ) >Incipiunt electuaria et pillule extrilia et syrope ...<. Du solt nemen ingeber.. ., mit Rück- verweisungen auf die zugehörigen Kapitel des Haupttexts. Vgl. zum Ganzen G.Keil , ,Bartholomäus', in: 2 VL 1, 1978, Sp. 609-615. 96 y -98 v GEBRANNTE "WASSER. Ackuleyenwasser ist gut vor vergyfft... - ist gut vor das fallen wehe. Probatum est. 98 r -102 r APOLLONIUS VON MAINZ, GEWÜRZTRAKTAT. >Von den wirzen<. Dis ist die arzenie, die meyster Appolonius gap ... - du gesunt wurst, und das ist gerecht und wole bewert. Zum Autor, hier als Leibarzt des Mainzer Erzbischofs Johann von Nassau bezeichnet, s. 2 VL 1, 1978, Sp.410. 102 r -106 r FISCH- UND FLEISCHDIÄTETIK. >Der hechu. Der hecht ist siechen gut... - siner werme wegen, der macht wolle dauwen. 106 v — 120 r KRÄUTERVERZEICHNIS, alphabetisch geordnet. Absinthen heyßet wermut und ist der menschlichen art gar nucz ... - der die broste we dunt. Größtenteils nach Konrad von Megenberg, Buch der Natur V, 1-34 (s. F.Pfeiffer , Konrad von Megenberg, Das Buch der Natur, Stuttgart 1861, S. 380-398). 120" REZEPTE für Krankheiten der Zunge, Grind und Brand. 121 r — 125 r MEISTER ALBRANT, ROSSARZNEIBUCH (Auszüge). Dyese arczdy(\) von den pferden hat gemacht meyster Albreht(\) von Neopelus(\) ... Welch pjferd ein siech heupt hat ..., s. G.Eis, Meister Albrants Roßarzneibuch, Konstanz 1960 (diese Hs. nicht genannt), S. 16-21, Nr. 1-3, 9-14, 16-17, 25, 18, 33, 26-27, 20 (abweichend), 28, 35-36, 24, 7, dazu verschiedene Erweiterungen. 125 T -126 V NEUJAHRSPROGNOSTIK. Dis sint die zeichen, die den meistern des gestimes nach der pianetten loffe ..., Nim war, wenn die ingend iare kompt uf Sonnentag ..., vgl. Eis, Wahrsagetexte, S. 66-68, und Telle , Mantische Fachliteratur, S. 203-206. - 127 r —128" leer. 129 r — 135 r GEBRANNTE WASSER. >Nu wil ich schriben von dem ersten von einem crut, das heyßet entifium.< Das wasser ist gut... - so heilet die wunde one we [...?] sicherlich. 135" PESTSENDBRIEF. >Dyeß ist die abeschrift, die do wart unserm heiligen vater ...<. Were do begrieffen ist mit der pestilencze ..der sol nemen driackers und senff samen ..., s. V. 188 L76 Gräter , Der Sinn der höchsten Meister von Paris, Bonn 1974, S. 56-58 (sog. „Satellitenform" des Textes). 135 v Kolophon (s. unter Herkunft). 135 r — 137 r GEISTLICHER TEXT. >Ein gute ermanunge<. Du solt nit achten, wem du lyp syst ... - (13 7 r ) der ym dar nach zu schaden kummet. 137 r — 140 r MÖNCH VON SALZBURG. (137 r — 138 v ) Kor viß des münchß von Salczburg. Maria, küsche mutter zart ..., s. F.V. Spechtler , Die geistlichen Lieder des Mönchs von Salzburg, Berlin 1972, S. 169-178 (G 10), diese Hs. Sigle O (s. auch S.77, Nr.41); (138 v — 140 r ) Kum senffter trost, heiliger geist.. ., Spechtler, S. 268-275 (G 33), diese Hs. nicht benutzt. - 140 v leer. 141 r — 142 v ZEHN GEBOTE MIT KOMMENTAR (Augustinus zugeschrieben). Dieß sint die zehen gebott gottes. Das erst: Du sol in einen got gleuben ... Drü stucke horent zu diesem und einem yglichen gebott... 142 v — 144 r VATERUNSER-AUSLEGUNG. Pater noster. Ich gedenck uff das wort Vater unser ... - mich in dinem zarten gütlichen namen. Amen. etc. (nur die drei ersten Bitten ausgelegt). 144 v — 145 r VATERUNSER UND APOSTOLISCHES GLAUBENSBEKENNTNIS. Das Glaubensbekenntnis aufgeteilt in 14 (!) Artikel, die den 12 Aposteln zugeordnet sind. - 146 r leer. 146 v — 152 r LIED DES GRAFEN VON SAVOYEN. Es seit unß die geschrifft, es wer gesses- sen ... - als er war het getan. Teildruck: J.Erben , Ostmitteldeutsche Chrestomathie, Berlin 1961, S.74-91; vgl. auch F.Schanze , „Der Graf von Savoyen", in: 2 VL, 3, 1981, Sp.217- 219 (ohne Kenntnis dieser Hs.). 152 r DEUTSCHER CISIOIANUS. >Der tütsch Cisianus<. Hörent do, Christus beschnitten ... (nur Januar und Februar), s. 153 v —154 v . 152 v ONOMATOMANTIE. Rosette mit kommentierendem Text (in Geheimschrift): Diß ist ein hüpsche vigur, dar in soltu suchen zweier eelutter namen ... - und weis die minder zal hat, das muß von ersten sterben. Zum Genus des Texts s. Eis, Wahrsagetexte, S. 13-16; ders., Forschungen zur Fachprosa, S. 333-356. Vgl. auch Schneider , München 1, S. 339-341, u. München 3, S.214. Zur Geheimschrift s. Bischoff , Mittelalterliche Studien 3, S. 124 (Typus 11 a). 189 L76 • L77 153 v — 154 v DEUTSCHER CISIOIANUS, gereimt. >Der tütsch Cisianus<. >Jenner<. Hörent do, Christus ward beschnitten ... - Tomas hecz gemacht. >Ein gut selig jor<. Druck: R.M. Kully , in: Schweiz. Archiv f. Volkskunde 70 (1974), S. 110-112 (hier mehrfach abweichender Text); vgl. auch A. Holtorf , „Cisioianus", in: 2 VL, 1, 1978, Sp. 1285-1289, bes. 1287. 154- PERSÖNLICHE NOTIZEN DES SCHREIBERS. Item in den triczechner VIII ge- burd ...In dem jar als man zalt von Cristus geburt tusent CCCC LXII jar, do lagen nider die herren graff Ulrich von Wirtenberg und der Markgraf von Baden und der Byschoff von Mecz (Schlacht von Seckenheim), vgl. RMB, Nr. 8929. - 155 r leer. 155 v — 156 r DEUTSCHER CISIOIANUS, gereimt. Beschnitten ist das kindelin Jesus ... ( nur bis September), Heilige entsprechen dem Zisterzienserkalendar. 156 v — 157 r ABGABENREGISTER, leyp und bede betreffend (Entwurf?). U.a. genannt Hans Schmid, Wendel Tober (Illinger Familie), meynster Seycz Benedictus, der Schultheyß von Illingen ... der von Mulbrunen wegen. Illingen (Enz-Kreis) stand im 15.Jh. unter Maul- bronner Ortsherrschaft. Eingelegtes Blatt (jetzt in Tasche am Schluß der Hs. aufbewahrt): Rezepte und Diätvorschriften (16. Jh.). L 77 Mariengruß • Deutsche katechetisch-erbauliche Kompilation in Versen Papier • 246 Bl. • 21,5 x 15 ■ Rheinfränkisch • um 1430 Lagen: VI-1 11 , (IV-l+I) 20 , 4 VI 68 , V 78 , 14 VI 246 . Reklamanten, 20" beginnend. Wz: 2 Ochsenköpfe, ähnlich Piccard 1 ,628 u. 629: 1424-1425 u. 1431-1432. Schriftraum 14,5 x 8,5. 18-26 (meist 24-26) Zeilen; Bastarda von 2 Händen. Die erste Hand (2 r -6 v ) ursprünglich vermutlich nicht zum übrigen Teil der Hs. gehörig, möglicherweise Nachtrag (ca. Mitte 15. Jh.). Ab 12 r der 1. Buchstabe jeder Zeile rubriziert (Verse). Die roten Lombarden des öfteren mit anspruchslosem Fleuronnee; 78 r derbe schwarz-rote Zierinitiale. Roter blindgeprägter Lederband (Einzelstempel) mit Streicheisenlinien (15. Jh.); vorn drei, hinten 4 von je 5 Messingbuckeln, Eckbeschläge aus Messingblech an den Vorderkanten, 2 Messingspangen-Schließen (eine Spange fehlend). Rückenschildchen: Geiii/ic[hes] Leß- buch (19. Jh.) u. Signatur 1361 vermutlich Lichtenthai, u. Schildchen mit F. Mones Numerierung 29 (1. Gruppe). Als Spiegel 2 Perg.-Bl. aus einem Graduale des 12. Jh's. (Fer. IV post Pascha - Dom. in Albis) mit linienlosen deutschen Neumen. 190 L77 Herkunft: Datierung nach Wz. u. Schrift, Lokalisierung nach Mundart. l r Heinrich und darunter Hans zum Fuhßel. Unter den Federproben l r der Name Benedict Korrant (Lorrant ?) (alles 15. Jh.). Mundart: rheinfränkisch. Literatur: Längin , Nr.41; Ettlinger, S.ll. l r , 246 v Deutsche Sprüche (meist Federproben), 246 v teilweise in Geheimschrift. 2 r -6 v MARIENGRUSS, Glossenlied nach dem Ave Maria. >Ave<. Ave, got grüß dich, Reyne maget. gros lop und ere sy dir gesaget... - Das lop si dir gesprochen zu eyme krentzelin, Vnd trage ez durch den willen min. Amen. P. Appelhans , Untersuchungen zur spätmittelalterlichen Mariendichtung. Die rhythmischen mittelhochdeutschen Mariengrüße, Heidelberg 1970, S.49. Das Lied enthält die Strophen 1-12 sowie einen 24-zeiligen Schluß (Paarreime mit Unregelmäßigkeiten); vgl. B. Wachinger , Goldenes Ave Maria, in 2 VL 3, 1981, Sp. 82 f (Nr. 3) mit Ergänzungen u. Korrekturen zu Appelhans. - 7 r -ll v leer. 12 r —238 v DEUTSCHE KATECHETISCH-ERBAULICHE KOMPILATION IN VERSEN. (12 r -54 v ) > Wie der mensche got sol bekennen und sich selber<. Also uns sagent die wisen phaf- fen, Wie got den menschen habe geschaffen ... - In Jhesu dines kindes namen Werde uns daz verluhen. Amen. (54 v -75 r ) MEISTER ALBERTUS LERE. >Dis ist meister Albertus lere<. Eyn meister hies Albertus, Der sprach zu sinem son alsus .. . (60 r ) Wer gerne hette sinne vnd witze ... (64 r ) > Wie man sich in der ee halten sol<. Wer elich leben recht solle haben ... (71 v ) > Wie man sich gein den kinden halten sol.. Wyl got den luden kinde beschem ... (72 v ) Die lüde mussent auch haben gesinde ... - Und er im ungedancket lat. Ausgabe: J. K. Bostock , Albertanus Brixiensis in Germany, Oxford 1924, S.79-106 (diese Hs. nicht erwähnt). Die beiden ersten Teilstücke sind auszugsweise Bearbeitungen von Albertanus Causidicus Brixiensis, De arte lo- quendi et tacendi und Liber consolationis et consilii (vgl. RFH 2, 1967, S. 168 f.; Bostock, S.34; H.-J.Koppitz in: 2 VL 1, 1978, Sp. 153f, Nr.6). {7b'-77") DER MÖNCH VON SALZBURG, Marienlied zu Weihnachten. >Der habest Bonifacius der nunde hat gegeben zu diesen nachgeschriben gebete ... als manigen tag aplas als worter an diesem gebete stent<. Maria, kusche muter zart, Wie lustlich was din reine art... - Mit sinem blut verreren. Amen. Ausgabe: Die geistlichen Lieder des Mönchs von Salzburg, hrsg. v. F. V. Spechtler , Berlin 1972, S. 169-178 (diese Hs. nicht erwähnt). S. auch L76, 137 r — 13 8 V . (77 v -199 r ) DAS BUCH Der siecht weg zu dem himelrich. >Dis buch sy allen menschen wol be- kant, und ist der siecht weg zü dem himelrich genant<. (78 r — 119 r ) Wie man auf vierfache Weise das ewige Leben erwerben kann: Vom rechten Sterben (78 r —86 v ), Vom Leben nach 191 L77 dem Willen Gottes (86 v -99 v ), Von der Eucharistie (99 v -115 v ), Vom Lobe Gottes (115 V — 119 r ). (119 r — 130 r ) Von der Betrachtung des Leidens Christi. > Wie du dich in gelucke und in ungelücke halten solt<. Wer ewige Seligkeit und grossen Ion Begert zu haben in des hiemels tron ... (130 v — 133 r ) > Wie got den sinen/runden in hiemel Ionen wiU ... (133") Wie wir in das li- den unsers herm gan sullen ... (133 v -142 v ), Über Glaube, Liebe und Hoffnung. Der gute herre sancte Augustinus Hatte gelert und gesaget alsus... (142 v —153 r ) Über Reue und Beichte. >Hie nym war, wan du rechten rüwen habest < ... (153 r -178 v ) Über das Gebet. Sancte Lucas hat geschriben also in eime ewangilio(l) ... Hier 175 r -176 v Wie St. Franziskus sein Gebet zu Gott spricht. Wir sollen dun als sancte Franciscus ... Ausgabe: Franziskanisches Schrifttum, hrsg. v. K.Ruh , Bd.2, München 1985, S.325-327 (Hs. nicht erwähnt). (17 8 V — 181 v ) Der Waldbruder. Ein brüder in eime walde sas ... Ausgabe: Weltlohn, Teufelsbeichte, Waldbruder (s. unten), S. 114-119 (diese Hs. nicht erwähnt). (181 v — 187 v ) Von der Betrachtung des Leidens Christi. >Ein byzeichen von eim soldener< ... (187 v — 199 r ) wie man seinen Willen nach dem Willen Gottes ausrichten soll. Wie wir sollen gebaren, das wir gottes willen farn ... - Daz wir alle zit frü und spate Sollen wesen in gotlichen genaden. Amen. Hie ist der siecht Weg ... zu ende komen. Got muß uns alle in das ewige leben fromen. Amen. 7 8 r -l 19 r thematisch und formal orientiert an Heinrich Seuse, Büchlein der ewigen Weisheit, Kap. 21-24 (Bihlmeyer , S. 278-314, bes. S.279). (199 r -206 v ) s. unten Zusätze. (206 v —211 r ) >Decem praecepta domini<. Du solt numme haben dan einen got... (211 r —213 V ) Die 7 Sakramente. Dar nach die sieben heilikeit... (213 v -216 r ) Die werck der barmhertzekeit... (216 r -220 r ) Die Betrachtung des Leidens Christi zu den 7 Tagzeiten, ohne Zäsur an das Vorhergehende anschließend. (220 r -223 v ) Von Antichrist, Weltende und Tod, ohne Übergang an das Vorhergehende anschließend. (223 v -224 v ) Die 6 Farben des leidenden Christus. Nu manen ich der seß farwe dich ... (224 v -225 r ) Gebet an Maria. Nu helffent alle ruffen an Maria moter und maget... (225 r -238 v ) WELTLOHN. >Hie hebet sich an des jamers clage, die man höret an dem Jungesten dage<. (225 v ) Verlorn zit hat mich gesucht... - Den ich es durch got sagen wil. Amen. Das buch hat ein ende. Got Uns sin helffe sende, So wir sin sint begern. Das Wolle uns Maria und Ir liebes kint gewern. Ausgabe: Weltlohn, Teufelsbeichte, Waldbruder (s. unten), S. 114-119 (diese Hs. nicht erwähnt). In L 77 einige Auslassungen, bes. V. 337-388. - 239 r -246 r leer. 246 v Federproben. 192 L77 • L78 Zur Überlieferung der katechetisch-erbaulichen Kompilation s. A. Closs (Hrsg.), Weltlohn, Teufelsbeichte, Waldbruder, Heidelberg 1934, S. 21-42 (diese Hs. nicht erwähnt). Besonderheiten in L 77: 1. andere Textfolge, 2. Es fehlen folgende Texte: Teufelsbeichte (Closs , S .24f, 26-28, 30, 32, 35, 37, 92-106) sowie die Schlußkapitel, beginnend mit wo für man die Psalmen lesen sol (vgl. Closs , S .26, 29, 34, darunter u.a. auch das Marienlob von Johannes dem Weisen, s. K. Ruh in: 2 VL 4, 1983, Sp .798), 3. Zusätze (s. im folgenden). Auf die Edition von 175 r -176 v über Franziskus' Beten sowie auf den Beitrag von Wachinger (s. oben 2 r ) wies uns freundlicherweise Gisela Kornrumpf hin. ZUSÄTZE (zwischengeschaltet): 199 r -200 r Heinrich Seuse, Kommuniongebet (Büchlein der Ewigen Weisheit, Kap. 23). Eia du lebendige froht, du süsser gymme ... Bihlmeyer , S.303. 200 r -202 v DIs sint die sieben dot sunden, wer die dut... 202 v -204 r Dis sint die suben fieiligkeit, die man da heisset die sieben sacramente ... 204 r -205 v Diß sint die seß werck der barmehertzekeit... 205 v -206 v Dis sint die acht selikeit... 206" 2 Mariengebete: O muter aller cristenheit, din lop wirt nummer vollen geseit... (Verse), O Maria, ich mane dich, du eynige dochter des ewigen vaters... Weitere zusätzliche Texte 119 r -142 v in gereimten Versen, möglicherweise zum ursprünglichen Bestand gehörend (s. oben). L 78 Marquard von Lindau, Auszug der Kinder Israel und Dekalogerklärung • Zitatensammlung Papier • 194 Bl. • 20,5 x 14 • Zisterzienser(innen) ? • Herrenalb? • 15. Jh., Mitte Lagen: 6 VI 72 , VIII 88 , 8 VI' 84 , (VI-2) 194 . Lagenreklamanten des 3. Schreibers, teilw. beschnitten. Wz.: Ochsenköpfe (2), Trauben (2), Turm; alle Motive und Typen ähnlich bei Piccard , um die Mitte des 15.Jh's. Schriftraum 15 x 9,5. 25-30 Zeilen. Bastarda von 4 Händen: 1. 2 r -12 v ; 2. 13 r -27 v ; 3. 28 r - 186 v , 4. 187 r — 189 v . Zahlreiche deutsche Randnotizen (Ergänzungen u. Korrekturen) des 15. Jh's. Übliche Rubrizierung. Brauner Lederband von 1976 mit neuen Spiegeln und Vorsatzbl. Rückenschild- chen: Teutsche Predigen Manuscr. (19. Jh.) u. Schildchen mit F.Mones Numerierung 30 (1. Gruppe). Die alten Einbanddeckel (15. Jh.) und Perg.-Spiegel separat aufgestellt: verblichener, ehemals roter Lederbezug (15. Jh.), eine Schließe mit textilem Riemen. Die abgelösten Spiegel mit Fragmenten ei- 193 L78 ner deutschen (vorn) und einer lateinischen Urkunde (hinten). Die erstere, dat. 1435, mit Erwähnung der Dörfer Mutschelbach, Obermutschelbach ( Obermunschelbich ) und Langensteinbach (Herrenal- ber Besitz, vgl. K rieger 2, Sp.257f; P flüger , S.34) sowie der Namen Albrecht LymmeL, Alt-Schultheiß und Richter, Michel Wolff und Hans Gelle. Das Urkundenfragment des Hinterspiegels (15. Jh. 1 ) mit Nennung des Namens Roßwag. Herrenalb erwarb Mutschelbach aus dem Besitz der Edelfreien von Roßwag (s. K rieger u. P flüger , wie oben). Die Fragmente teilweise nur als Abklatsch auf den Holzdeckeln lesbar. Herkunft: Die Zitatensammlung 187 r — 189 v wahrscheinlich für Zisterzienserinnen kompiliert. Die Randnotizen (s. oben) teilweise von der Hand der Schwester Regula (s. Einleitung, S.43). Datierung nach Wz. u. Schrift. Die Hs. wurde vermutlich in Herrenalb gebunden (s. oben Urkundenfragmente), vielleicht auch dort geschrieben. l v Lichtenthaler Besitzvermerk, Anfang 16. Jh. Mundart: südrheinfränkisch (2 r -27 T ) u. alemannisch-fränkisches Grenzgebiet. Literatur: LA ngin , Nr. 111; E ttlinger, S .ll. 2 r -53 r MARQUARD VON LINDAU, AUSZUG DER KINDER ISRAEL. >Noli timere, sed descende in Egiptum ... (Gn 46,3-4)<. Also stet geschriben in dem ersten buch der alten E, das got sprach zu dem helligen patriarchen Iacob ... - und auch mich blynden man in dem selben zyel vindest, daz helff uns got. Amen. Vgl. N. F. Palmer , Latein, Volkssprache, Mischsprache: Zum Sprachproblem bei Marquard von Lindau, mit einem Handschriftenverzeichnis der ,Dekalogerklärung' und des .Auszugs der Kinder Israel', in: Spätmittelalterliche geistliche Literatur in der Nationalsprache 1, Salzburg 1983, S. 70-110, hier besonders S.92f, 99, 107. Der Text auch in BLB, Hss. St. Georgen 70, 48 ra —88 vb und St. Blasien 11, l ra -12 vb (unvollständig), s. Palmer , S. 107. 53 v — 186 v MARQUARD VON LINDAU, DEKALOGERKLÄRUNG. Incipit Tractatus magistri Heinrici de Primaria (Nachtrag, 15. Jh., vgl. Zumkeller , Nr. 327). Der junger: ich beger an diner mynne, daz du myr die zehen geböte gottes mer und clerer bewisest... - So myn- net er in nach creaturlicher wise. Und daz wir nu got mynnen mögen ... Daz verlihe uns... A. Mayr , Zur handschriftlichen Überlieferung der Dekalogerklärung Marquards von Lindau, in: Festschrift anläßlich der Hundertjahrfeier des humanistischen Gymnasiums Freising, Freising 1928, S.5, 12 (Rezension C 1 ). Die gleiche Rezension - der Prolog jedoch nach Rezension A - in den Straßburger Drucken von 1516 und 1520 (s. Mayr , S. 12), der erstere als kompletter Reprint im Anhang von J.W. van Maren , Marquard von Lindau, Die zehe gebot (Straßburg 1516 und 1520), Amsterdam 1980. Vgl. auch Palmer (s . oben), bes. S. 79 f, 99, 107. Der Text auch in BLB, Hs. St. Blasien 11, 12 vb —72 vb , jedoch nach Rezension B 1 (M ayr , S. 10; P almer , S. 107). 187 r — 189 V ZITATENSAMMLUNG zu den Themen Keuschheit, Geduld und Demut. >Der heiligen Spruche<. Unser herre Ihesus Cristus sprichet In dem Ewangelio: Selig sint die lybe, die nie geborn hant... (Lc 23,39) ... - Nymmer kummestu in betrubnysse oder in wyder- 194 L78 • L79 wertikeit, Es komme von rechtem urteil gottes. Vermutlich für Zisterzienserinnen. Als Autoritäten werden genannt Augustinus, Beda, Bernhard von Clairvaux (besonders stark vertreten), Gregorius, Hieronymus, Isidor, Johannes Chrysostomos, Salomon (189 r Prv 16,32), Seneca (vermutl. Ps.-Seneca, 188 V Auszug aus Martinus Bracarensis, Formula vitae hone- stae, vgl. Martini ep. Bracarensis Opera omnia, ed. C.W. Barlow , New Häven 1950, S. 243-245) und Thomas von Aquin. - 190 r -194 v leer. L 79 Aszetische Sammelhandschrift, deutsch Papier • 237 Bl. • 21,5 x 14,5 • Lichtenthai • um 1450-1455 Lagen: 18 VI 216 , VIII 232 ; 233-237 ursprüngliche Verhältnisse nicht mehr sicher erkennbar. Lagenre- klamanten der Schreiberin, teilweise beschnitten. Wz. u.a. 2 Ochsenköpfe: Piccard IX, 209: 1451 — 1454 und ähnlich Piccard VII, 282-286: 1446-1456. Schriftraum 16 x 11. 18-28 Zeilen. Bastarda einer Hand (Schwester Regula). Übliche Rubrizierung, teilweise fehlend. Roter Lederband mit Streicheisenlinien. Eine Schließe. Rückenschildchen: Lehr Von Den Wahren Tugenden (19. Jh.), Schildchen 1397, vermutlich Lichtenthai, und F.Mones Numerierung 31 (Gruppe 1). Textiles Lesezeichen (Knopf mit 4 Bändern). Herkunft: Datierung nach Wz. In Lichtenthai von Schwester Regula kompiliert und geschrieben (s. Einleitung, S.42). Ebenfalls von ihrer Hand Notiz auf Vorderspiegel). Darunter Lichtenthaler Besitzvermerk (Anfang 16. Jh.). Mundart: niederalemannisch. Literatur: Längin , Nr. 196; Ettlinger, S .ll. 1 r —94 v PS.-ALBERTUS MAGNUS, PARADISUS ANIMAE, DEUTSCHE BEARBEITUNG. > Diß buch leret von den gewaren äugenden ...<. WAre und volkumene dugent ist, als uns sanct Augustinus betütet, ein gut gelesse des gemütes... (7 r ) WAre und volkumene mynne gegen gott ist... - von gytikeit oder von hasse oder von unrechter liebe. Auf dem Vorderspiegel von der Hand der Schreiberin: Nota: In disem buche vindet man gar schone lere von den gewaren lügenden ... Darunter rot von anderer Hand: Der trejfenlich Magnus Albertus beschuht diß büch von den waren tugenden genant. Lat. Ausgabe: Albertus Magnus, Opera omnia, hrsg. v. A. Borgnet , Bd. 37, Paris 1898, S.447-512. Der deutsche Text entspricht dem lateinischen wie folgt: 7 r — 12 V : c. 1, 12 V — 14 r : c. 21, 14 r — 17 V : c. 36, 17 V —43 r : c. 2-9, 43 r -44 v : c . 11, 44 v -45 v : c.34, 45 v -47 r : c. 12, 47 r -49 r : c.14, 49 r -50 v : c.13, 50 v -52 v : c.15, 52 v -54 r : c. 18, 54 r -55 r : c. 19, 55 r -61 v : c.22-24, 61 v -75 v : c.28-33, 75 v -77 v > c.35, 77 v -80": c.37, 80 v -91 r : c.39-42, 91 r —94": c. 10. Teilweise nur geringfügige Entsprechungen. l r -7 r (Prolog) keine 195 L79 Übereinstimmungen. Vgl. W.Fechter , Zur hsl. Überlieferung des Ps.-Albertischen ,Para- disus animae' und seiner Übersetzungen ins Mittelhochdeutsche, in: ZfdA 105 (1976) 66- 87, hier S.73. 94 v — 119 V HUGO VON STRASSBURG, COMPENDIUM THEOLOGICAE VERITA- TIS, EXZERPIERENDE ÜBERSETZUNG und Bearbeitung. > Von den VII gaben des h. geistes<. Uns sint under unzelich gottes gaben sunderlich VIIgaben des heiligen geistes zu helffe und zu stüre gegeben ... - und auch der heiigen schriffte, den man sicherlich volgen sol in Cristo Ihesu unserm herren. Lat. Ausgabe: Albertus Magnus: Opera omnia, hrsg. v. A. Borgnet, Bd. 34, Paris 1895, S. 1-293. Auszüge aus Buch V u. VI. Die Entsprechungen zwischen lateinischem und deutschem Text aufgeführt bei G.Steer , Hugo Ripelin von Straßburg. Zur Rezeptions- und Wirkungsgeschichte des Compendium theologicae veritatis im deutschen Spätmittelalter, Tübingen 1981, S.320; vgl. auch Steer in 2 VL 4, 1983, Sp .262. 11 9 v_ 125V von DEN ZWÖLF ARTIKELN DES GLAUBENS. >Die vorrede von den fy- guren<. Dise n vorgenanten XII reten des h. Ewangelien(l) so hant gefolget biß in den dot... (120 r ) Diß ist und waz nüwan ein figure und ein vürgande bezeichnunge ... by Aaron verstan wir Cristum ... - uns zwingende und nötigende zu glaubende etwaz von gotte, von dem wir zu vörderst vor allen dingen gebunden sint, die warheit zu gleibende. Emblematische Predigt oder emblematischer Traktat im Anschluß an Ex 28, bes. 28, 17-21. 125 v -129 v MEISTER ECKHART, TRAKTAT VON DEN 24 ZEICHEN EINES WAHRHAFTEN GRUNDES. >Diß ist die bewerunge der behenden vemunfft.. .<. Eyn mei- ster sprichet: Es kumet wol etwie vil lüte zu klarem verstentnisse ... - der ensol von siner ver- nunfft wenig oder nihts nit halten. Pfeiffer 2, Traktat 7, S. 475-478 (diese Hs. nicht erwähnt; auch nicht in den überlieferungsgeschichtlichen Arbeiten von Quint und Spamer). 129M3P WARUM EIN MENSCH GOTTES NÄHE SO WENIG ERFÄHRT. Syt daz got alzumal mit allen und in allen creaturen ist... - das dem libe nit gebreste uff dem wege. Der Schlußteil (130 v —131 r ) nach David von Augsburg, De exterioris et interioris hominis compositione (ed. Quaracchi 1899, S. 12-13). 131 v — 138 r THOMAS A KEMPIS, DE IMITATIONE CHRISTI, DEUTSCHER AUSZUG aus Buch IV (De sacramento, c. 1, 6, 7). >Diß nachgeschriben ist in dütsche geczogen uß dem vierden Tractate des sacraments von der nachvolgung oder verglichung Cristi.. .<. Kument zu mir alle, die da arbeitent... - sunder sie ym werden alle gnediklich verzigen. Lat. Ausgabe: Thomas a Kempis, Opera omnia, ed. M.J.Pohl , Bd.2, Freiburg i.Br. 1904, S.91-97, 108— 111. 138 v — 16l r DAVID VON AUGSBURG, DE EXTERIORIS ET INTERIORIS HOMINIS COMPOSITIONE, DEUTSCHER AUSZUG aus Buch I. >Hie vahet an das buch eins le- 196 L79 • L80 rers, genant brüder David, von eim wolgeordenten geistlichen leben<. Wyltu komen zu eim Er- samen geistlichen leben, So flyß dich emßkliche zu der reinikeit din selbs... - Biß rein und kü- sche an allen dingen. Lat. Ausg. s. oben (129 v — 131 r ), hier S.3-36. Die Literatur über die volkssprachlichen Fassungen zusammengestellt bei H.Unger , Geistlicher Herzen Bavngart, München 1969, S. 19 Anm.17; vgl. auch K. Ruh in: 2 VL 2, 1980, Sp. 51 f. 161 v -206 v BONAVENTURA, LEGENDA S. FRANCISCI (LEGENDA MAIOR), DEUTSCH. Ruh , Bonaventura deutsch, S.242. Ohne die miracula. Die Schreiberin motiviert die Auslassung. Zur volkssprachigen Überlieferung s. Ruh , Bonaventura deutsch, S.217-251, hier S.242 zu L 79; ders. in: 2 VL 1, 1978, Sp.943, 947. 207 r -229 v THOMAS VON CELANO, VITA S. CLARAE, DEUTSCH. >Die legenda von sant Claren<. Dye wunderliche werde jungfrowe, Clara mit namen und mit dugenden, waz geboren zu Assis... - und dem Babest Alexander, zu lobe unßers herren Ihesu Cristi, der da rych- set... Lat. BHL 1815; AA. SS. Aug. II, S. 754-767. Ohne Prolog. Zur Überlieferung s. Ruh, Bonaventura deutsch, S.329, 242; ders. in: 2 VL 4, 1983, Sp. 1176. 230 r -237 r HEINRICH SEUSE, BRIEFBÜCHLEIN, BRIEF 1, 2 u. 4. Von eins anefahen- den menschen abkere von der weite zu gotte schreib der diener der ewigen wißheit also: Reg- num mundi etc. Daz ryche der weite und alle gezierde diß lebens ... - und darumb so hüte, daz du icht werdest ein hafendirne. Bihlmeyer, S. 360-366 u. 369-372 (diese Hs. nicht erwähnt). L 80 Johannes Tauler, Predigten Papier • 262 Bl. • 21 x 14,5 • Lichtenthai? • 1452 Lagen: 21 VI 252 , (VI-2) 262 . Wortreklamanten, großenteils beschnitten bzw. abgeschnitten. Schriftraum 15,5 x 9,5. 21-26 Zeilen. Bastarda einer Hand. 256 r -267 r Nachtrag des 15. Jh's. Übliche Rubrizierung. Roter Lederband der Zeit. Rückenschildchen: Sermones Capitulares (19. Jh.) u. Schildchen mit F. Mones Numerierung 32 (1. Gruppe). Lesezeichen: Knopf mit 4 zweifarbigen Hanfschnüren, gleiches Material wie am oberen Kapital. Herkunft: 256 r Schlußschrift von 1452; Entstehung möglicherweise in Lichtenthai. Etwa gleichzeitige Lichtenthaler Randnotizen, z.B. 239 r (Hand der Schwester Regula, s. Einleitung, S.43). Auf dem Vorderspiegel: Diß buch gehört gen Liechtendal (15./16.Jh., s. Einleitung, S. 46 f). Von dem gedruckten Namensschildchen F. Mones nur noch Reste vorhanden (s. Einleitung, S.27). Mundart: niederalemannisch. Literatur: Längin , Nr. 102; Ettlinger, S. 11. 197 L80 • L81 1'-257'JOHANNES TAULER, PREDIGTEN. (l r -256 r ) >Diß ist an dem heiligen pßngstag<. Sye sint alle erfüllet mit dem heiligen geist ... (Act 4,31) Diß ist der mynnecliche dag, das der heillig geist wart gesant... - Dis alles volbringe got yn uns allen nach synen eren. Amen. Dis buch wart us geschriben uff den pjyngstabent In dem jare nach Christus geburte viertzehenhundert und LH Jahre etc. 44 Predigten. Ausgabe: Die Predigten Taulers, hrsg. v. F.Vetter , Berlin 1910. Identifizierung der einzelnen Stücke nach Vetters Ausgabe bei D.Helander , Johannes Tauler als Prediger, Diss. Lund 1923, S.97f (hier auch die sonstigen Hss. der BLB mit Tauler-Texten aufgeführt: St. Blasien 75, St. Georgen 78 u. 80, Durlach 72). (256 r -257 r ) (Nachtrag) Dise ist ein nütze und nodürfftig mynnecliche rede... Bricht 257 r mitten auf der Seite ab. Vetter , Nr. 79, S .422, Z. 4-423, Z.4. - 257 v -262 v leer. L 81 Vitas patrum, deutsch • Oswaldlegende • Alexiuslegende Papier • 165 Bl. • 22,5 x 15,5 • südwestdeutsch • um 1441-1443 Lagen meist Quinionen, zum großen Teil zerstört. Wortreklamanten. Zahlreiche Bl. fehlen mit Textverlusten nach 29, 46, 56, 60, 70, 80, 89, 108, 116, 126, 136, 146, 156. An diesen Stellen wurden bei der Restaurierung meist je 2 neue leere Pap.-Bl. eingefügt. Wz.: 1. Ochsenkopf, 2. Hifthorn mit Tragband (Ravensburger Papiermarken). Wahrscheinlicher Beschriftungszeitraum für beide: 1441-1443 (Piccard , Expertise). Schriftraum 16 x 11. 28-37 Zeilen. Bastarda von 2 Händen: 1. 2 r — 146 v ; 2. 147'- 165 v . Übliche Rubrizierung, rote Lombarden. 2 r -146 v wurden die roten Kapitelüberschriften von der Hand des 1. Schreibers am unteren Blattrand mit schwarzer Tinte vorgeschrieben, wo sie infolge zu geringen Beschnittes teilweise stehen geblieben sind. Roter Lederband der Zeit mit Kurzriemenschließe (Spange nur bruchstückhaft vorhanden). Bei einer Restaurierung, vermutlich Ende 19. Jh., wurde der Rücken erneuert sowie neue Vorsatz- u. Einschaltblätter (s. oben) eingefügt. Herkunft: Vermutlich im hochalemannisch-schwäbischen Grenzgebiet entstanden (Mundart, Wz.). Datierung nach Wz. Nr. 33 von F. Mones Gruppe 1. Mundart: alemannisch mit schwäbischem Einschlag. Literatur: Längin , Nr. 84; Ettlinger , S.ll. l r Federproben, 1 T leer. 2 r -146 v VITAS PATRUM, DEUTSCH (Leben der Altväter). >In dem namen unsers herren Ihesu Cristi vahet an das leben der hailigen altvätter<. Sanctus Ieronimus schribet uns von sancto Paulo, dem hailigen altvatter, der under allen münchen der erst ainsidel ist... - das wir 198 L81 • L 82 hie in zit verdienen gnäd und dort mit in besitzen das öwig leben, das verlieh uns got. Amen. Textfolge wie Meyer-Burckhardt 2, S. 316-323 (Cod. B IX 20). Die am Schluß fehlende Vita Mauri dürfte den zahlreichen sonstigen Textverlusten zuzurechnen sein (s. oben). Weiteres s. L74, 1 ra —121 vb . 147 r — 154 r OSWALD-LEGENDE. Anfang fehlt (ca. 1 Seite). Schluß: ... Nun helffuns der lieb, hailig, wirdig küng sant Oswalt umb got erwerben ... ain gut end und nach disem leben das öwig leben. In der Fassung des Prosapassionais (Der Heiligen Leben), z.B. Hain 9981, Bl. 101 ra — 104 rb , jedoch ohne die Berichte über die Wunder nach dem Tod Oswalds. Vgl. W. Krogmann in: 1 VL 5, 1955, Sp. 816 (Prosa zn) u. M. Curschmann , Der Münchener Oswald und die deutsche spielmännische Epik, München 1964, S.3, 206-209. 154 v — 165 v ALEXIUS-LEGENDE. >Hie vahet an des hailigen herren sant Alexius leben<. Es was gesessen ze Röme ain fürst, der was gehaissen Eufemianus ... - do ging von sinem grab der aller beste schmack, der ye geschmeket ward ... dem wil er umb got erwerben das öwig leben. Lat. BHL 286; AA.SS. Juli IV, S. 251-253; Legenda aurea, c.94 ( Graesse, S. 403-406); H.-F. Rosenfeld in: 2 VL 1, 1978, Sp. 226-235, hier Sp .232 (Abschnitt VII, andere Übersetzungen). L 82 Deutsche Sammelhandschrift Papier • 1 + 203 Bl. • 21,5 x 15 • Zisterzienserinnen • Lichtenthai • um 1445-1450 Lagen: (VI + 2) 13 Vorsatz nicht mitgezählt, 7 VI 97 , VII 111 , 2 VI 135 , (VII-8) 141 , 2 VI 165 , VII 175 , 2 VI 203 . Kustoden jeweils auf dem 1. Bl. recto, anfangs meist mit dem Zusatz Sexternus. Wz.: Ochsenköpfe: I. ähnlich Piccard V, 305: 1443-1450; 2. Piccard V, 301: 1443-1450; 3. Piccard VII, 287: 1448- 1450. 4. Krone, Picard I, 326a: 1445-1447. Schriftraum 15 x 10,5. 20-30 Zeilen. Bastarda, 2 r -160 v Hand der Schwester Regula (s. unten). 160 v -202 r von einer weiteren Hand. Gelegentlich Randnotizen von der Hand der Regula, 69 r mit Hinweis auf die Tischlesung. Rote Lombarden, übliche Ru- brizierung, gelegentlich fehlend. Ausgeblichener, ursprünglich roter Lederband der Zeit, Langriemenschließe nicht mehr vorhanden. Rücken 1936 erneuert. Rückenschildchen: S. Catharin[ ae] Senensis Vita Manuscr. (17./18. Jh.). Auf dem Vorderdeckel innen Leimabdruck vom fehlenden Vorderspiegel: Circulare des Abtes Heinrich IV. (von Magstatt) von Herrenalb (s. Pflüger , S. 162). Hier sind erwähnt Graf Bernhard von Eberstein (1381-1440) und Abt Johann (vermutl. Abt Johann Ganser zu Neuburg, vgl. ZGO 31 [1879], S. 266; Schindele , Abtei Lichtenthall, S. 127f). Der abgelöste hintere Spiegel (Perg.) aus einer Mu- sikhs. mit Quadratnoten um 1300: recto (kopfstehend, die ehemals aufgeklebte Seite) Solmisations- Merkverse fragmentarisch, Explizit: ... pro me ... cantore Leodiensi Iohanne, qui in Rupis Amatore 199 L82 (Rocamadour) hoc compilavi, orate; recto/verso Mariensequenzen: Flos vemalis, stirps regalis, Stella maris, lux solaris, dei patris filia, tollens reatus tedium ... und AH 54, Nr. 247. Herkunft: Datierung nach Wz. In Lichtenthai von Schwester Regula geschrieben (s. Einleitung, S. 42) und dort oder vielleicht auch in Herrenalb (Herrenaiber Einbandmakulatur) gebunden. Ettlinger , S.9, irrtümlich: „aus dem Predigerkloster in Nürnberg". Das Vorsatzbl. mit Lichtenthaler Besitzvermerk des 15.Jh's ursprünglich möglicherweise nicht zu dieser Hs. gehörend. Es wurde am 19.10.1886 bei Fridegar Mone beschlagnahmt und in L 82 eingefügt, wo Reste eines vielleicht von Mone entfernten Vorsatzblattes zu sehen waren ( Ehrensberger , hsl. Repertorium, B1.260; s.a. Einleitung, S.46). Nr. 95 von F. Mones 2. Gruppe. Mundart: niederalemannisch. Literatur: Trübner , Nr.83; Längin , Nr.91; Ettlinger , S.9. 2 r -140 v RAIMUND VON CAPUA, LEGENDA B. CATHARINAE SENENSIS, DEUTSCH. >Diß buch heyßet ein geistlicher Rosegart und ist von sanct Katherinen ...<. Es was ein man in der stat Senensi in dem land Tuscie, der hieß Jacobus... - wart du bist gefangen worden von der schöny diner creaturen. Explicit vita sancte Katherine de Senis (Nachtrag:) von den hohen synnen. Lat. BHL 1702. AA. SS. Apr. III, 3. ed., S. 868-967 (Entsprechendes nur bis S.959, c.394; vgl. 138 r ). Kapitelfolge nicht immer mit dem lat. Text übereinstimmend. Schlußkapitel entspricht AA.SS. ... S.950f, c.354-356. Zur Überlieferung s. O. Wieland , Gertrud von Helfta, Ein botte der gütlichen miltekeit, Ottobeuren 1973, S.4f (diese Hs. nicht erwähnt). - l r Federprobe; l v , 42 v -43 r , 141" leer. 142 r — 157 r LEGENDE VON DEN 10000 MÄRTYRERN. >Diß ist die legenda der XM martler uß dem latin flyßiklich zu tütsch bracht<. Da unser behalter Ihesus Cristus, des waren und ewigen gotes sun, in diser weite erschein ... - der sin ritter also emßklich uffuret, erhöhet und eret on end ... Als man zalet von gottes gebürt C und dry und dryßig jar. Lat. BHL 20. AA. SS., 3. ed., Iun. V, S. 157-161. Recht getreue Übersetzung. 157 v — 160 v UNTERWEISUNGEN ZUR VORBEREITUNG AUF DEN KOMMUNIONEMPFANG. [E] j hett ein geistlicher vatter ein liebes kint. das horte uff ein zit An einer predige von ym ... - in das vaterlant, da du ewiklich solt blyben. Diß verlyhe dir und mir der herre, dem lob und ere sy in allen dingen nü vnd ewiglich. Amen. Darin (158 v — 159 v ) Vaterunser-Auslegung. 160 v -202 r VATERUNSER-AUSLEGUNG. >Dominice oracionis Exposicio utilis satis et bona .. .<. Der erste geborn son gottes unsers vatters, herr Ihesus Cristus, wan der dammbe dot ist und auch dar umb gemartelt wolt werden ... - und wünschen das die dinge uns wieder fam, die wir gebeden habent. So sprechent wir amen, als obe wir sprechent: Es gescheh also. Weiden- hiller , S.224 Nr.24 (Cgm 5139, l r -61 v ). - 202 v -203 v leer. 200 L83 • L84 L 83 Marquard von Lindau, De reparatione hominis, deutsch Papier • 127 Bl. • 21 x 14,5 • Oberrhein • um 1421-1426 Lagen: VI 11 (incl. Spiegel), 5 VI 71 , (I-l) 72 . V 82 , VI' 4 , V 104 , VI 116 , VI 127 (incl. Spiegel), Wortreklamanten. Wz.: Krone, Piccard 1 332: 1421-1426. Schriftraum 14,5 x 9. 26-28 Zeilen, Bastarda einer Hand. Übliche Rubrizierung, gelegentlich mit kunstlosem Fleuronnee. Federzeichnungen: 9 V Kopf mit herausgestreckter Zunge (2 cm), 114 r weibliche Büste (3 cm). Roter Lederband. Schließe fehlt. Rücken- schildchen: gezW[iches] leßbu[c\\] (19. Jh.) u. Schildchen mit F. Mones Numerierung 34 (1. Gruppe). Herkunft: Lokalisierung nach Mundart, Datierung nach Wz. und Schrift; s.a. Schreibervermerk 126 v . Auf dem Vorderspiegel: Diß buch gehört gen [Liechtental] (15. Jh.), Lesbarkeit durch Chemikalien beeinträchtigt (vgl. Einleitung, S. 46). Mundart: alemannisch. Literatur: Längin , Nr. 121; Ettlinger , S. 11. 1 r — 126 r MARQUARD VON LINDAU: DE REPARATIONE HOMINIS, DEUTSCH. NAch dem als die ewige wisheit des gotlichen vatters alle ding, die in im lebent waren, In zitli- ches liecht saczt... - und tu uns geben die arcznie, an die die sei nit lebens hett. Das verlieh unß Ihesus Cristus, der engel kung, der mit dem vatter ... richsnet an end. got uns sin gnad send. Amen, vergessend des schribers mit dem trinck gelt nit, so blipt er willig. Die Übersetzung geht möglicherweise auf Marquard selbst zurück; vgl. N. F. P almer in: 2 VL 6, 1986, Sp. 107-109. L 84 Jordanus de Quedlinburg, Meditationes de passione Christi, deutsch Papier • 274B1. • 21 x 14,5 • Oberrhein • Ende 15. Jh. Lagen: I 2 , 6 V 62 , 2 VI 86 , V 96 , VI 108 , 4 V 148 , VI 160 , 11 V 270 , II 274 . Lagenreklamanten, zum größten Teil beschnitten. Wz.: einhenkliger Krug mit Krone und Kreuzblume (ähnlich Briquet Nr. 12621: 1485-96 u. Nr. 12623: 1488-97). Schriftraum 15 x 9. 28-37 Zeilen. Bastarda von 2 Händen: 1. 3 r -4 r , 2. 4 v -270 r (s. auch L 97 u. L 100). Übliche Rubrizierung. 3 r und 4 r Zierinitialen mit Rollwerk und grün-weinro- ten Distelblattranken, 3 r mit Blattgoldrahmen. Roter blindgepreßter Lederband der Zeit mit 2 Schließen. Auf dem Rücken Schildchen mit F. Mones Numerierung 36 (1. Gruppe). Innen auf dem Holz von Vorder- u. Hinterdeckel je ein Perg.-Makulaturstreifen, ca. 5,5 cm breit, mit lateinischem philosophischen Text des 14.Jh's. 201 L84 • L85 Herkunft: Datierung nach Wz. und Schrift. Lokalisierung nach der Mundart (vgl. auch L 97 und L 100). Mundart: alemannisch. Literatur: Längin , Nr. 79; Ettlinger, S. 11. 3 r -270 r JORDANUS DE QUEDLINBURG, MEDITATIONES DE PASSIONE CHRISTI, DEUTSCH. Suspice et fac secundum exemplar ... (Ex 25,40). Zu lob und ere unßerm herren Ihesu Christo, der durch unsern willen den bittern dot des crutzes gelyden hat... (4 V ) Als Ihesus nach der predig sines abent essenß ußginge ... - Das du wollest schetzen mich deylhaffiige dyner arbeytt, dynes schmertzen, dyner rüge und dynes trostes ewiglichen on end. Amen. Zum- keller , Nr. 646 b (Beginn des Incipits unzutreffend mit „Inspice" angegeben). Die gleiche Übersetzung auch in L 66, 201355 va . Beide Hss. nicht erwähnt von A. Zumkeller in: 2 VL 4, 1983, Sp. 857 f. Siehe auch L 87, 153 v -186 v . - l r -2 v , 270 v -274 v leer. L 85 Sermones de tempore (,Flores apostolorum'), hauptsächlich von Greculus Papier • 192 Bl. • 21 x 14 ■ Zisterzienser • Herrenalb • 1422 Lagen: 9 VI 108 , 2 V 128 , VI 140 , VII 154 , 3 VI 190 , I 1 ' 2 . Schriftraum 16,5 x 9. 30-36 Zeilen. Bastarda, im wesentlichen von der Hand des Heinricus de Caesarea (s. unten). Zahlreiche kleinere Partien von mehreren anderen Händen zwischengeschaltet. Randnotizen, vor allem von der Hand des Heinricus, auch an Stellen, wo andere Schreiber tätig waren. Übliche Rubrizierung. Nur 2 r bis 4 r kunstlose schwarz-rote Initialen. Sonst ist der zu Beginn jedes Sermos für eine zwei- bis fünfzeilige Initiale ausgesparte Raum frei geblieben. Heller Lederband. Rückenschildchen: Sermones latini (19. Jh.), Signatur 464 u. Schildchen mit F. Mones Numerierung 37 (1. Gruppe). Lesezeichen aus 3 zusammengeknoteten Hanfschnüren. Herkunft: Im Kloster Herrenalb 1422 von Heinricus de Caesarea (Kaisheim, ehem. Zisterzienserabtei bei Donauwörth) geschrieben (s. Schlußschrift 188 r ). Dort wahrscheinlich auch gebunden. Auf Falzverstärkung nach Bl. 134: Wir Abbet Marquart (Marquard II, 1366-1398; vgl. Pflüger , S. 162) und der Convente gemeinlich des Closters zu Albe ... V Iste Uber Emptus est a domino Johanne (durchgestrichen und von anderer Hand korrigiert: Conrado) Hoppeltantz pro uno porco valenteßorenum vel paulo plus etc. Zusatz von anderer, vermutlich Lichtenthaler Hand: pie memorie. Darunter Lichtenthaler Besitzeintrag: Uber Beate virginis in Lucida valle (15. Jh.). Über Konrad Hoppeltanz, Pfarrer in Malsch, sowie über die Beziehungen zwischen Malsch und Lichtenthai s. Heinzer , Johannes Zürn, S.69f und L 64, Fragmente. Literatur: Ettlinger , S. 8; Kattermann , S.306 u. 309; Pflüger , S. 1; Heinzer , Johannes Zürn, S.69. 202 L85 ■ L86 2 r — 188 r GRAECULUS, SERMONES DE TEMPORE und zusätzliche Sermones. >Flores apostolorum<. Ecce rex tuus venit tibi... (Mt 21,5). Si aliquem amicum ad nos venturum sus- cepturi sumus ... - Ecce quintus panis refectio celestis. Item de quinque panibus meliorem sermo- nem quere in ieiunio, sc. letare. Expliciunt Flores apostolorum per me fratrem Heinricum de Ce- sarea professum scriptos in Alba Anno domini M 0 CCCC°XXII° in vigilia Petri ad Kathedra. (2 r -160 v ) Sermones des Greculus entsprechend Schneyer , Repertorium 2, S. 206-220 außer den Nummern 40, 44, 125, 127-150, 152-159, 161-182 (Hs. nicht erwähnt). In die Sermones des Greculus eingeschaltet (5 r -6 r , 8 v -9 r , 14 r -15 r , 22 v -23 v , 23 v -25 r , 28", 29 r -31 r , 34 r -36 r , 36", 59 r -60 v , 94 r -96 r , 109 v -110 v , 114 V -115 V , 117 v -118 v , 130 v -131 r ) sowie 160 v -l 8 8 r weitere Sermones, beginnend 5 r : Dicite filie Syon (Mt 21,5). Quis est iste rex glorie (Ps 23,8). Ipse est, quem desiderabant prophete dicentes ... Der Zyklus mit den zusätzlichen Sermones auch in Clm 18304, teilweise und mit starken Textabweichungen auch in Clm 24821. - 188 V — 192 v leer. L 86 Thomas Ebendorfer de Haselbach, Sermones de sanctis et de festis domini Papier • 1 (Perg.) + 334 + 1 (Perg.)Bl. • 21 x 14,5 • Wien? • Mitte 15.Jh. Lagen: 28 VI 336 , Bi.201 u. 264 entfernt. Alte (maßgebliche) Foliierung 1-335; 336 u. 337 (Perg.) neu foliiert, ohne Berücksichtigung der beiden fehlenden leeren Blätter. Wortreklamanten. Wz.: Zwei- konturiges T in Kreis, ähnlich Briquet , Nr.9127: 1444-1452; Einhorn, Piccard , Fabeltiere, Nr. 1666: 1448. Schriftraum 15,5 x 10. 35-41 Zeilen. Bastarda von mehreren Händen. 2 Nachtragshände (1467 u. um 1500); von der ersteren stammen 335 v und 336 r (Register), die Foliierung sowie Eintrag auf Vorderspiegel (s. Nachtrag). 2. Nachtragshand 336 r -337 r . Übliche Rubrizierung; die roten Lombarden mehrfach mit derbem Fleuronnee. Heller Lederband des 15. Jh's. Von ursprünglich je 5 Messingbuckeln vorn 2, hinten einer erhalten. Rückenschildchen: Sermones Latini Manuscr. (19. Jh.) u. Signatur 1356, vermutlich Lichtenthai (s. Einleitung, S.48). Herkunft: Datierung nach Wz. Auf Vorderspiegel Nachtrag datiert 1467 (Nachtragshand 1). Vermutlich in Wien, vielleicht im Wiener Schottenkloster entstanden. Auf Vorsatzbl. verso und 337 Fragmente eines Notariatsinstruments des Notars Guillelmo Depodio, betr. päpstliche Urkunde, Rom, 8. Okt. 1423. Erwähnt: Johann Weismann, Abt eines Schottenklosters und die päpstlichen Notare Dionisius Forgeti u. Guillelmus de Valle. 337 V (nur teilweise lesbar) ... scotorum in Wienna ... (15. Jh.). Auf Vorsatzbl. recto: P. Zerrer, Joh. Veyel in Eychstett und Petri Rennbolt canonici in Volk ... (?). Besitzeintrag des letzteren auch auf Vorderspiegel: Iste Uber est P. Rennbolt (Reimbolt) alias Veringer in Schlingen (vermutl. Schliengen, Kr. Lörrach). Petrus Reimbold alias Veringer ist für die Jahre 1470, 1479 und 1485 in Ulm nachgewiesen (s. M.Krebs , Die Investiturprotokolle der Diözese Konstanz aus dem 15. Jh., FDA, Beil. zu Bd. 66-74 [1938-1954], S. 888, 894 f). Die Hs. war vermutlich bereits um 1500 in Lichtenthai (2. Nachtragshand). Nr. 97 von F. Mones 2. Gruppe. 203 L86 • L87 Literatur: Trübner , Nr. 85; Ettlinger , S.9; A. Lhotsky , Thomas Ebendorfer. Ein österreichischer Geschichtsschreiber, Theologe und Diplomat des 15. Jh's, Stuttgart 1957, S.76, Nr.40 (die angeblich verschollene Hs, auf die Lhotsky mit Hinweis auf Trübners Auktionskatalog Bezug nimmt, ist die vorliegende). 1 r — 335 r THOMAS EBENDORFER DE HASELBACH, SERMONES DE SANCTIS ET DE FESTIS DOMINI (Sermones de epistolis). >Incipiunt Epistule sub forma Sermonum de Sanctis exposite per Egregium doctorem magistrum Thomam de Haselpach et primo de Sancto Andrea apostolo<. Corde creditur ad iustitiam ... (Rm 10,10). Inter virtutes theologicas, que inmediate faciunt hominem contemplari deum, una estfides ... - (In die animarum) fecit sibi exequias quadraginta diebus, Genesis ultimo (50,3), et luxit Egiptus septuaginta diebus. Rogemus virginem, Amen. Schneyer , Wegweiser, S .90; A. Lhotsky (s . oben), S .75, Nr. 39, I/II. (die von Lhotsky unter Nr.40 angeführte angeblich verschollenen Hs. ist die vorliegende.) Einige Sermones inkomplett (78 r De s. Agnete-, 194 r -196 r De Custodia lingue). - 78 v -84 v , 196 v -204 v , 208 v -210 v leer. Die leeren Seiten 78 v -84 v u. 196 v -204 v markieren Textlücken. 335 v -336 r Register. 336 r -337 r ERBAULICH-ASZETISCHE TEXTE, deutsch. (336") Exempla: 1. Maria fordert einen Kardinal auf, das Fest der Verkündigung zu ehren; sie gibt eine Rose als Wahrzeichen. 2. Als derselbe Kardinal in Mailänder Gefangenschaft die Eucharistie empfängt, verwandelt sich das heilige Brot in ein schönes Kindlein. (336 v ) Gebet in Todesnot. Dyß gebett soll man sprechen umb die angst, so sich sei und Up scheyt... O myn vatter, ist es mügli- chen, so gange von mir dyßer kelch ... (337 r ) Unserm liben herren beschaen VII raube in synem heiligen lyden ... Der erste raube waz, sye beraupten yn syns heiigen namen ... NACHTRÄGE auf Vorderspiegel (15. Jh.): Angaben über das Weltalter bis Christi Geburt nach Hieronymus, Orosius und nach jüdischer Zeitrechnung. Darunter: Iudei de hoc anno LXVII (1467) a creacione mundi 5227. Von anderer Hand: 2 gülden. L 87 Heiligenviten und Legenden • Mystische Traktate und Predigten • Gebete Papier • 234 Bl. • 21,5 x 15 • Straßburg? • um 1450-54 Lagen: V 10 , 6 VI 82 , (III-2) 86 , 12 VT 230 , II 234 . Textverlust nach Bl. 10 (vermutlich 1 Bl. Wahrscheinlich ist das äußere Doppelbl. der 1. Lage verlorengegangen). Nach B1.230 1 oder mehrere Bl. verloren (Textverlust). Hinten eine vermutlich unbeschriebene Lage entfernt. Wz.: Ochsenkopf, Piccard IX, 207/ 208: 1450-54. Schriftraum: 15,5 x 10. 26-29 Zeilen. Bastarda einer Hand. Übliche Rubrizierung, rote 204 L87 Lombarden, l r u. 88 r rote Zierbuchstaben (Lombardentypus) mit gespaltenen Schäften und ausgespartem Vierpaßdekor und mit anspruchslosem braunem Fleuronnee. Gelegentlich schwarz-rote Cadellen. Heller blindgepreßter Lederband der Zeit. Schließe fehlt. Rückenschild: Leben der ... Jungfrau Lide- u[ina] ... Scheidam in Holand (19.Jh.). Beim Binden der Hs. wurden zwei Straßburger Urkunden verwendet. Auf dem Perg.-Falz nach Bl. 104 der Beginn eines Testamentes: Wir Wilhelm von Mtiln- heim Der Meister und der Rat zü Straßburg ... (Ein Wilhelm von Mülnheim war 1399, 1410 u. 1417 Stadtmeister; s. J. Kindler von Knobloch : Das goldene Buch von Straßburg. Wien 1886, S.209.) Auf der Innenseite der beiden Holzdeckel stellenweise Leimabdrucke: vorn der nur mit Quarzlampe teilweise lesbare Beginn einer Urkunde: Wir Cu ... Trubel... [der] meis[ ter] und [der ra \t z[u Strasburg ... (Es handelt sich wahrscheinlich um Cuntz zum Treubel, Stadtmeister 1424, 1428, 1432, 1434, 1436, 1438, 1440; s. Kindler von Knobloch, s . oben, S. 375). Beide Spiegel fehlen. Herkunft: Die Handschrift wurde sehr wahrscheinlich in Straßburg gebunden und ist vermutlich auch dort entstanden (s. oben Straßburger Urkunden). Datierung nach Wz. Nr.96 von F. Mones 2. Gruppe. Mundart: alemannisch. Literatur: Trübner , Nr.95; Längin , Nr.92; Ettlinger , S. 11; K.Köster , Elisabeth von Schönau. Werk und Wirkung im Spiegel der mittelalterlichen handschriftlichen Überlieferung, in: Archiv f. mittelrheinische Kirchengeschichte 3 (1951) 243-315, hier S.303 Nr. 109; Quint , Fundbericht S. 17- 23. Lateinische Parallelhs. zu L 87, 1 r — 153 r , möglicherweise Vorlage, ist Basel, UB, Cod. A. VIII.26, S. 1-266. Hier jedoch die Lidwina-Vita am Schluß (S. 121 ff); vgl. K.Köster (s. oben), S.299 Nr.99 (u. 100). 88 r — 145 r engste Verwandtschaft mit BLB, Hs. St. Georgen LXXVI ( Längin , S.37); s.a. Köster , S.301-304, Nr. 106-110 (weitere dt. Hss.). 1 r —8 5 V LEBEN DER HL. LIDWINA VON SCHIED AM. >Dis ist die Anrede der seligen gottes dienerin ...<. KOment und sehent die wercke des herren ... (3 V ) In dem lande zü Hollant an dem orte wider der sunnen uffgang ... - erfiillet an irem libe, das do nit enwas an dem liden Christi. Amen. W.W illiams-Krapp , Lidwina von Schiedam, in: 2 VL, 5, 1985, Sp.779f (Fassung I). 88 r — 126 r LEGENDE VON DEN 11000 JUNGFRAUEN. >Hie vohet an die epistel zü den Jungfrowen Jhesu Cristi ...<. Allen reinen jungfrowen unsers herren ... brüder T. heil zü der unzergencklichen fröiden ... (89 r ) Got, der do von ewikeit alle ding wißlichen geordenet hat... - der ouch mit siner lieben müter gebenediget und gelobet sye one ende iemer ewenclichen. Amen. Lat. BHL 8433. Zur Verfasserfrage s. K.Koch u. E.Hegel : Die Vita des Prämon- stratensers Hermann Joseph von Steinfeld. Köln 1958, S. 105 f. S. auch oben die Vorbemerkung. 205 L87 i26 v — 127 r CORDULA-LEGENDE. ouch von diser heiligen jungfrowen gesellschaft eine ... - die gedechtnüsse heget der heiligen jungfrowen Cordula. Lat. BHL 8430. S. auch oben die Vorbemerkung. 127 v — 145 r ELISABETH VON SCHÖNAU, LIBER RELEVATIONUM DE SACRO EX- ERCITU VIRGINUM COLONIENSIUM, DEUTSCH. >Do man zalte von gottes gebürt MCLVI jor in dem lande zu Sachsen ...<. ICH Elisabeth, ein undertan der dienerinn des her- ren, die do sint zu Schönowe ... - ere und lob und danckberkeit iemer iemer ewenklich one ende. Amen. Lat. BHL 8431 u. weiteres; vgl. Köster (s . oben), S.303 u. 248. S. auch oben die Vorbemerkung. 145 r — 153 r EXEMPLA VON DEN 11000 JUNGFRAUEN. >Hie vohent an etliche exempel von den vorgeschriben 11000 heiligen jungfrowen, die do gesamlet von andern buchen und hie noch einander geschriben sind<: (145 v -148 v ) Ein kloster heisset Valkenfröiden ... ( 148 r ) Es was ein Epptissin zu Collen ... Caesarius von Heisterbach, Dialogus miraculorum VIII, 85 u. 86 ( Strange, S. 151-154). (148 v — 149 r ) Es was ein ander Apt, der erwarp von der Eptissin zu Collen ... Legenda aurea c. 158,2 ( Graesse , S.704f). (149") Es ist gar ein edel statt in Brobant... Thomas von Cantimpre, Bonum universale de apibus II, c.53,7 (ed. G. Colvenerius , Douaci 3 1627, S.494). (149 v ) Es was ein geistlich man, der hette groß andacht... Legenda aurea c. 158, 3 (Graesse, S. 705). (150™) BJ Köllen lit ein closter, das heisset zu dem alten berge ... Caesarius, Dial. VIII, 89 (Strange, S. 156). (150 v — 15 l r ) Ein geistlich man het wol X jor geworben noch dem heiltüm ... Caesarius, Dial. VIII, 87 (S trange , S. 155). (15l r — 152 v ) Es was ein andechtiger vatter des wissens ordens... Aus der Vita des Hermann Joseph von Steinfeld I, 29-30. AA. SS. Apr. I, S.694f. (152 v -153 r ) Es was ein closterfrow, die hette lieb und erete die 11000 megde ... 153 v — 186 v VON DER BETRACHTUNG DES LEIDENS CHRISTI. >Dis ist ein lere, wie das liden und sterben Christi ist ein bildener aller tugende .. .<. Inspice et fac secundum exemplar ... (Ex 25,40). Syhe an und würcke noch dem bildener ... Wie wol nu das ist, das Cristus, unser herre, allenthalben in der geschrifft würt genant ein berge ... - (186 v ) und würcke noch dem bildener, so dir uff dem berge gezouget ist. Der Anfang in Anlehnung an Jordanus de Quedlinburg, Meditationes de passione Christi (vgl. Zumkeller , Nr. 646 u. 646 b u. ders. in: 2 VL 4, 1983, Sp. 857 f). (169 r — 186 r ) Betrachtung des Leidens Christi zu den 7 Tagzeiten, jeweils mit einem Gebet. Vgl. auch L 96,268 r -280 v . 186 v -l 89 r MARIENGEBETE ZU DEN 7 TAGZEITEN. > Wie der mensche sol ein mitliden haben mit der würdigen müter Maria ...<. O Andechtiger mensche, du der do mit grosser an- 206 L87 dacht... (187 r ) Ach usserwelter tröste aller betrüpten, süsse küngin Maria, biß getröstet für den untrost... - das ich ... in dinem dienst habe untz in min grap ein stettes bliben. Amen. Wie Hs. St. Peter pap. 6, 166 r — 169 r , dort jedoch ohne Prolog ( Niebler , S. 11). 189 r — 193 r PREDIGT ÜBER DAS LEIDEN CHRISTI. Die genode unsers lieben herren Ihesu Cristi... sye mit üch alle zit (II Cor 13,13). Min aller liebsten döchter in Cristo, Also der wise man sprichet: Alle zit hant ir zit... - So wirstu doch bevinden in dir des lidendes frucht- berkeit... daz gebe uns der herre zu erfolgen in siner mynrichen fruntlicheit. Amen. 193 r -198 r MEISTER ECKHART, REDE DER UNDERSCHEIDUNGE, AUSZ. Abdruck nach dieser Hs. in: Quint , Fundbericht, S. 18-20; hier S .21 genaue Textanalyse. 198 r —202 v BUCH VOM GRUNDE ALLER BOSHEIT. >Dis nochgonde heisset der valsche grunt<. Unser lieber herre Jhesus Cristus sprach: Es sy denn, das das weissen korn werde geworf- fen in die erden [Io 12,24] ... - Das uns dirre valsche grünt bekant werde, das wir in gantz ab- legent, Das helffe uns gott. Amen. Hrsg. v. F.Pfeiffer in ZdfA 8 (1851) 452-464. Vgl. Ruh, Bonaventura deutsch, S.234; Quint , Fundbericht, S.22. S. auch L 96,280 v —301 r . 202 v -206 r DER BRUDER MIT DEN SIEBEN SÄCKCHEN. Es was ein lerer götlicher kunst, der seit eins mols ein gliehnüsse ... - do schiede sin sele von dem libe zu gott in das ewige leben; das wolle uns ouch gott verlihen. Amen. K. Ruh in: 2 VL 1, 1978, Sp. 1045-1047. 206 r — 113 V CHRISTUS UND DIE SIEBEN LADEN (Christus als Kaufmann). >Qui non renunciaverit omnibus ...< [Lc 14,33], Es sprichet der herre Jhesus Cristus in dem Ewangelio ... (206 v ) Cristus der herre wart ein furman ... - und ein Richer mensche in lügenden etc. K. Ruh in: 2 VL 1, 1978, Sp. 1241-1243. 213 V —214 V KURZE ASZETISCHE LEHREN. Wer begert zu körnende zu volkomener Abge- scheidenheit... >Ein lerer sprach an einer predigen <: Ein geistlich mensche sol sich glichen dem wachse ... Unter anderem aus Meister Eckhart, Von abegescheidenheit (vgl. Quint , Fundbericht, S.23) und Augustinus. 215 r —220 v DER MANTEL UNSERER LIEBEN FRAU. DIs ist der geistlich mantel unser lieben frowen, der do geordenett ist von den tugenden ... - zu einer gezierde an disem mantel gegeben ist von minne etc. Alemannische Marienmantel-Allegorese. H. Hilg in: 2 VL 5, 1985, Sp. 1222 (AIII). 220 v -223 r GEBET ZU MARIA UND JOHANNES mit 2 dazugehörenden Exempla. >Sanctus Eadmundus, Ertzbyschoffe Canthuariensis, der do von müter libe von got geheiliget was ... (221 r ) ...<. O Unbefleckete und iemer ewencliche gesegente sunderbar und übertreffliche 20 7 L87 • L88 jungfröw ... Neige die oren diner militikeit... (222 r ) MAn liset ouch in dem buch Speculi hi- storialis, das do was ein edel man der sich übete in guten wercken ... Das 1. Exemplum und das Gebet lateinisch auch in Zürich, Zentralbibl., Cod. Rh. 134,1., 53 v -55 v , hier wird Edmund von C. als Verfasser des Gebetes genannt ( Mohlberg, S .226). Zum 2. Exemplum (Teufel als Diener eines frommen Edelmannes, Vinzenz v. Beauvais, Spec. hist. VII, c. 101) s. Poncelet Nr. 666. 223 r -223 v 3 GOLDENE AVE MARIA um eine gute Sterbestunde GEgrüsset syest du ... O Maria, ich bitte dich durch den ungebornen vatter ... 223 v -224 v MECHTHLD VON HACKEBORN, LIBER SPECIALIS GRATIAE I, 43, DEUTSCH. >Dise nochgeschriben fiunffAve Maria mit iren vermanungen ...< - mit geistlicher genaden das heilige Sacrament. Amen. Lat. Ausg.: Revelationes 2, S. 127f. Die dt. Bearbeitung auch bei Kornrumpf-Völker , S.248 (8° Cod. ms. 258, 15 V — 18 V ). 224 v -232 v FEIGENBAUMPREDIGT. >Dise bredige seit von den fruchten, die do entpfohent die anvohenden menschen .. .<. IN dem Ewangelio sant Lucas ... Sprach unser lieber herre ... - die frucht gebe uns got zu niessende in zit und in ewikeit durch das verdienen Jhesu Cristi. Amen. Wahrscheinlich das Werk eines Sträßburger Augustinereremiten; s. D. Schmidtke, Die „Feigenbaumpredigt eines Straßburger Augustinereremiten ...", in: ZfdA 108 (1979) 137-157, hier S. 145-154 Edition; ergänzend Schmidtke , Erbauungsliteratur, S. 83, 238. - 233 r -234 v leer. L 88 De Partibus Orationis Papier • 32 Bl. • 22 x 14,5 • Maulbronn (?) ■ um 1460 Lagen: (VHI+ l) 17 , (VII+ l) 32 . Wz.: P mit badischem Wappen ( P iccard , Gotisches P, XVII,605, Beleg: 1461 in Maulbronn). Schriftraum 15 x 9,5. 27 Zeilen. Bastarda formata von einer Hand (Johannes de Bolla, s. unter Herkunft). 29 v sowie am Rand des Haupttextes Nachträge von der Hand Sr. Regulas (s. Einleitung, S.42). Übliche Rubrizierung. Heller Lederband der Zeit mit rautenförmiger Streicheisenverzierung, urspr. eine Schließe (nur noch Halterungen vorhanden), Rücken erneuert. Auf den Spiegeln und Vorsatzblättern verschiedene Federproben. Herkunft: Datierung und Lokalisierung aufgrund des Wz. (s. o.) 29 r >Hie haut die regel ein [end], daß uns got sin gnad send<. Johannes monachus de Bolla et cetera. Ach got wo frow ich was, do ich schreib deo gracias (vgl. Colophons 6, Nr. 22696 f). Explicit strosak(?), Do der scriber selbs uflag(?) (die mit Fragezeichen versehenen Wörter später getilgt). Der Schreiber gehört möglicherweise zum Konvent von 208 L 88 Maulbronn, von dem Lichtenthai in der fraglichen Zeit betreut wurde (s. Einl., S. 39 f). Nr. 101 von F. Mones 2. Gruppe. Literatur: Trübner, Nr. 111; Ettlinger, S. 11. l r -2 r leer. 3 r -20 v DE PARTIBUS ORATIONIS. Drei Traktate über die acht kanonischen Redeteile (zur Thematik s. Schmitt , Ianua, S.49f). (3 r -9 r ) Magister que pars est? Nomen, Quare? Quia significat substantiam ... - quäle est sum ? Est verbum substantivum (vgl. Bursill - Hall, Nr. 123.3 sowie Register S. 325 f mit Hinweisen auf weitere Hss.); Aufbau und Inhalt weitgehend wie die sog. Regulae Dominus quae pars est (s. unten), vielfach auch wörtliche Ubereinstimmung, außerdem Berührungspunkte mit der sog. Ianua (s. Schmitt , Ianua, S. 74-80); hier folgender Zusatz: (8 V ) Es tu Scolaris? Sum. Sum que pars est?... (9 r ) Unde versus: Sum volo fero ... - Quäle verbum est sum?Est verbum substantivum. - (9 r -13 v ) Dominus que pars est? Nomen. Quare? Quia significat substanciam cum qualitate ... - de dolentis ut heu; Druck: Hain 13822 (s. auch Bursill-Hall , Register S.312 sowie Schmitt , Ianua, S. 70 f und Anm .207); der hsl. Text kürzer und teilweise abweichend, zumeist ohne Beispiele und Verse. - (13 V —20") Nominativus dicitur a nominando quia per eum fit nominis institucio ... - quispiam ymandes nequis dicitur keiner oder ymant. Deutsche Einsprengsel, v. a. 15 r und 20\ 20 v -29 r VARIA. (20 v -21 r ) De heteroclitis. Sunt quedam nomina Semper singularia natura vel usu ... - intellectu singularia voce pluralia ut Athene, Militene (!); (21 r ) De casibus. Casus est declinatio casualium dictionum que fit maxime in fine ... - aut absolute ponitur (vgl. Bursill-Hall , Register S. 301); (21 r -22 r ) De generibus. Sciendum quod in promiscuis ani- malium nominibus genera ... - ut doceo te grammaticam; (22 r -24 r ) De accentibus. Dictionum accentus ambigui simplici solent offendiculumprebere lectori... - idem est quod interficio stran- gulo, mit deutschen Einsprengseln; (24 r -27 r ) De nominibus. Omnia nomina in a desinencia sunt generis feminini ut musa ... - strenuus, magis strenuus, strenuissimus et omnia similia (vgl. Bursill-Hall , Register, S.331); (27"), De pronomine. Hic que pars? Pronomen. Quia ponitur in loco proprii nominis ... - tercie quot sunt relique omnes; (27 v -29 r ) De nomine. Pater que pars? Nomen. Quare? Quia significat substantiam et qualitatem ... - quando movetur? Per tria genera et per tres terminaciones. 29 r Kolophon (s. unter Herkunft). 29 v NACHTRAG (15. Jh.): Seneca: Invenissent necessaria, si non quesissent superflua (Ep. 45 ad Luc.). Nota: die ersten zwo regeln an disem büchlin sint corrigiert... - sider es ye etwann eim gelerten zu henden kümt. Kritische Bemerkungen von Sr. Regula zum vorangehenden Text sowie Hinweis auf eine von ihr selber geschriebene Hs. mit Auszügen aus dem Doc- trinale Alexanders de Villa Dei. Vgl. Schindele , Sr. Regula, S.234 und 237 mit Anm. 13 u. 14, sowie Einl., S .41. 209 L89 L 89 Gertrud von Helfta, Legatus divinae pietatis, deutsch Papier • 760 Bl. ■ 19 x 14 ■ Lichtental • 1566 Alte getrennte Paginierung 1-76 (= 4-79) u. 1-206 (= 82-286). Lagen: V 10 , 93 IV 754 , IIP 60 . Schriftraum 14,5 x 10, 18-23 Zeilen. Kursive Bastarda. 3 Hände: 1. 4 r -80 v , 531 r —586 v , 631 v —759 r ; 2. 83 r - 530 v , 587 r -610 v ; 3. 611 r —631 r . 81" Nachtrag 17./18. Jh. Übliche Rubrizierung. Gelegentlich kunstlose mehrfarbige Fleuronnee-Initialen, teilweise mit kleinen beigefügten Ranken und Blüten. Blindgepreßter brauner Lederband, dat. 1567 (Gruppe III, s. Einleitung, S.45f). Bei der Restaurierung 1971 Lederrücken erneuert und neue Spiegel u. Vorsatzbl. eingefügt. Rückenschildchen: ... beruf buch: Gertrudis diß buch geschriben (19. Jh., abgelöst). Ein zuvor unter dem Vorderspiegel befindlicher Perg.-Streifen, jetzt herausgelöst, enthält fragmentarisch eine kurze deutsche Erzählung von Absa- loms Rebellion und Tod (2 Rg 15-18) mit Paraphrase (um 1300). Herkunft: l r Anno domini 1566. Uberwiegend geschrieben von Barbara Veus (Hand 1), 1551-1597 Äbtissin in Lichtenthai (vgl. Kattermann, S. 307 f) und Sr. Salome Beck (Hand 2); vgl. Schindele, Abtei Lichtenthai 2, S. 103. Siehe auch die Schlußschrift 758 v -759 r . Mundart: alemannisch. Literatur: Trübner , Nr. 87; Längin , Nr. 89; Ettlinger, S. 11. 4 r -758 v GERTRUD VON HELFTA: LEGATUS DIVINAE PIETATIS, BUCH I-V, DEUTSCH. >Das buch früntlicher angebung götlicher miltigkeit ... Vorred ...<. Der heilig Geist, der da ist eyn ußdeyler aller gütter ... (ll r ) O höhy der richtummen, der wißheit und wyssenheit gottes... (Rm 11,33) und das allermeyst by synen ußerwelten, die er mit so manger- ley wunderbarer wyß berüfft... - selig ist, der da hofft in yn und syn gantzen gedanck würfft in den herren. Das verlyh uns ... finis. bettend durch gottes willen der schryberin eynen requiem. Lat. Ausgabe: Gertrude d'Helfta, CEuvres spirituelles 2-5 (Le Herault, Buch I-V), Paris 1968-1986. Von Buch 1 ist nur das 1. Kapitel übersetzt. Die deutsche Übersetzung sehr wahrscheinlich nach der Editio princeps des Johannes Lanspergius (Insinuationum divinae pietatis libri quinque, Coloniae 1536); vgl. O. Wieland , Gertrud von Helfta, Ein botte der götlichen miltekeit, Ottobeuren 1973, S. 74-77 (hier auch Textproben aus L 89). Die Einleitung (Epistola apologetica) des Lanspergius ist jedoch nicht übertragen (unzutreffende Angaben bei Längin , S. 147 f, Nr. 89). - 1 V -3 V u. 83 leer. 81™ späterer Nachtrag des Inhaltsverzeichnisses von Buch 2. 758 v -759 r Schlußschrift der Äbtissin Barbara Veus. Charissime filie. Dyß buoch habent ich und euwer liebe mitschwester euch geschryben auß mütterlicher liebe und auß hertzlicher begird zü dem heyl euwer seien ... - Dar zu helff uns allen gott der vatter, gott der Son und gott der heilig geist. AMEN. S.[oror] Ä[arbara] K[eus] unwürdige Abt.\ issin] Z.[e ] /.[iechtental], S. S. B. (Soror Salome Beck; vgl. Schindele , Abtei Lichtenthai 2, S. 103). Soli deo honor et gloria in secuta. - 759 v -760 v leer. 210 L90 L 90 Gebet- und Andachtsbuch, deutsch Papier • 366 Bl. • 16 x 10 • Benediktinerinnen ■ Frauenalb • um 1525-1530 Lagen: IV 8 , VI 20 , (VI-1 + II)", 14 VI 203 , (VI-1 ) 214 , 12 VI" 8 , IV 3 ". Kustoden, jeweils auf dem ersten Bl. jeder Lage. Wz.: Piccard , Krone IX,49 und VII, 19b (Belege: 1524-1530 bzw. 1518-1537), Piccard, Ochsenkopf XVI,331 (1525-1529). Schriftraum 11,5 x 6,5. Meist 18 Zeilen. Bastarda von zwei Händen: 1. 1 V -7 V und 358 v -362 y (diese Hand auch in Karlsruhe, BLB, Wonnenthal 12, 256 r -269 r , und Nürnberg, Germ. Nationalmuseum, Hs. 1733, 219 r -230 v ); T. 9 r -358 r , Hd. der Frauenalber Nonne Anna von Eberstein, s. ihre Briefkonzepte in Karlsruhe, GLA, Sammlung Rosenberg 882, in der eben genannten Nürnberger Hs. 1733, 44 v — 121 v u. 278 r -309 r , sowie in Karlsruhe, BLB, Wonnenthal 11, V- 292 v . Übliche Rubrizierung (von Hd. 1). Heller, blindgeprägter Lederband der Zeit, stark berieben; 2 Schließen; Rücken 1973 erneuert, morsches Signaturschild (I 347) dabei nicht erhalten. Rücken- schildchen mit Titelangabe (19. Jh.) sowie Perg.-Spiegel (2 Fragmente eines Blattes mit lat. Kommentar zu Ps 34, 14. Jh.) am Schluß des Bandes in Tasche aufbewahrt. Eingelegtes Buchzeichen. Herkunft: Schreiberinnenhände (s.o. weisen nach Frauenalb (s. auch Einleitung, S.44). Zu Anna von Eberstein s. Geiges , S.84f Nr.71, und Heinzer , Frauenalb, S.95 Anm.6 u. S. 123. Spätestens im 17. Jh. in Lichtenthai: l r SororMaria Barbara Fordbachin 1678 (vgl. auch L 99), Lichtenthaler Konven- tualin, gest. am 17.1.1687 (entspr. Eintrag Nekr . 47, 2 r ), vermutl. Verwandte des 1671 erwähnten Baden-Badener Hofkellermeisters (vgl. KunstdenkmAler 11/1, S. 145) und des Baden-Badener Stiftsdekans Bernhard Fortenbach (gest. 1724, s. Herr , Materialien, p.240 u. 271). Datierung der Hs. aufgrund der Wz. Nr. 106 von F. Mones 2. Gruppe. Mundart: alemannisch. Literatur: Längin , Nr.78; Ettlinger , S.ll. Heinzer , Frauenalb, S. 102. l r Omnia transeunt preter amare Deum. Virgo cogitet que domini sunt ... (I Cor 7,34). Ora pro peccatore. Alles von einer Hand des 16. Jh's. - Besitzvermerk der Maria Barbara For- denbach (s. unter Herkunft). 1 V -7 V HEINRICH SEUSE, 100 BETRACHTUNGEN, s. Bihlmeyer , S.314-322. - 8" leer. 9 r -104 v BETRACHTUNG ÜBER DAS LEIDEN CHRISTI. >Diß ist von dem würdigen lyeden Iesu Christi.. .<. An dem domstag des obens ging Iesus ... - da ir aller liebster son ir er- schinen etc. Ab 17 r teilweise wörtl. Übereinstimmung mit dem Text der sog. Vision von Christi Leiden (vgl. F. P. Pickering , in: 2 VL, 1, 1978, Sp. 1218-1221). 104 v — 177 r KREUZWEGANDACHTEN. >Diß ist der lang berg Calvarie ...<. (105 r ) Die erste stat in der unser her Jesus gelitten hat ... - (162 v ) dyner lieber kind nit gescheyden synt. 211 L90 Amen. - ( 163 r ) > Welcher mensch begert zu viesitieren den berg Calvarie . . .<, (164 v ) O her Jesu Christe, ich danck dir, daz du zu sext zyt s. Kurras 1, S. 115. Gleicher Text auch L 92, 238 r -258 r und L 107, 146 r — 174 v . Vgl. Heinzer , Frauenalb, S. 122. 177 r —193 r 38 MAHNUNGEN ZUM LEBEN UND LEIDEN CHRISTI. >Dyß synt die acht und XXX manung .. .<. (177 v ) Lob ere und danck sy dir, ewiger vatter..., Ich erman dich und danck dir, ewiger vatter, der miniglichen Sendung s. München, UB, 8 ° Cod. ms. 272, 3 r -34 r ( Kornrumpf- V ölker , S.276, mit Hinweisen zur Überlieferung). Gleicher Text auch L 99, 8 r -20 r . 193 r -208 v ANDACHTEN ZU DEN GLIEDERN CHRISTI. Gegruset systu myn seylickeit, o myn aller liebster her Jesu Christe .. ., Übersetzung von Salve mundi salutare ( Chevalier, Nr. 18073), vgl. Schneider , München 2, S.427. Hier teilweise abweichende Reihenfolge der einzelnen Teile, am Schluß >zu den heyigen oren Christi< (fehlt sonst); (202 r ) O Jesu, myn sussickeit, myn hoffnung, myn drost... (202 v ) Ich anbet dyn erwurdigs haubt, daz die en- gelschen krefft anbetten ..., Rosenkranz von den Gliedern Christi (vgl. Powitz , S .20). 209 r -226 r ANDACHTEN ZUR DORNENKRONE CHRISTI. Gegruset systu, aller gutigster her Jesu vol gnaden O her Jesu Christe, des lebendigen gottes son, ich dyn unwürdigen dinerin N. begerfließiglich zu loben ..., s. auch Nürnberg, Germ. Nationalmuseum, Hs. 1733, 132" ( Kurras 1, S. 17) und L 107, 174 v — 198 T ; (220 v ) O lieber her, Jesu Christe, ich danck dir des grossen Schreckens und schmertzen ..., s. auch L 92, 258 r -266 v . Vgl. Heinzer , Frauenalb, S. 121. 226 r -234 v GEBET ZU DEN GLIEDERN CHRISTI. Es waz eyn grosser sunder, da der kam an syn end ... (Exempel), (227 r ) O myn got, ich vall in myner begird under dyn crutz ..., (227 V ) > zu dem h. haupt Christi<. Ich anruff dyn durchgrabens wundes seres haubt ...; s. auch Nürnberg, Germ. Nationalmuseum, Hs. 1733, 219 r —23l r ( Kurras 1, S. 19). Vgl. auch Heinzer , Frauenalb, S. 121. 234 v -255 v KOMMUNIONGEBETE. (234 v -248 r ) Vorbereitungsgebete, mehrere davon auch in Basel, UB, B XI 26, 71 v — 101 r (s. Meyer-Burckhardt 2, S. 1093 f), Initien im Register; (248 r -255 v ) Danksagungsgebete: Klapper , Nr.60, 7-9, anschließend die u.a. in der Hs. München, UB, 8° Cod. ms. 267, 162 v — 173 r überlieferten Gebete (s. Kornrumpf-Völker , S.261 u. 282 sowie Haimerl , S. 84 f), Initien im Register. 255 v -259 r MECHTHILD VON HACKEBORN, VATERUNSER FÜR DIE ARMEN SEELEN. Vatter unser... ich bit dich und beger, daz du wellest den lieben seien vergeben .. s. Liber specialis gratiae 5,18 ( Relevationes 2, S. 348-350). Vgl. auch L 107, 369 v -376 v . 212 L90 259 v -263 v GEBET ZU DEN FÜNF WUNDEN CHRISTI. O her Jesu Christe, eyn schyne der vetterlichen eren ..., s. auch L 106, 184 v — 192 r . 264 r -269 y TAGZEITEN VOM LEIDEN CHRISTI. Item alß bald du erwachst zu der me- tinn, so gieb got dym gespontzen die erst fruchtO allerminiglichster liebhaber der seilen, her Jesu Christe, der du miternacht wolltest geborn werden ... 269"-285 r STERBEGEBETE. >Hie nach folgent innige bet zu eym sterbenden menschen<. O her Jesu Christe, durch die lieb, die dich allerwirdigsten ... für uns hat verwundt..., vergib di- fiem krancken menschen .. ., weitere Initien im Register. 285 r —287 v GEISTLICHE RATSCHLÄGE FÜR STERBENDE. Eyn mensch, der sterben wil, sol sich keren von allen zytlichen dingen ..., s. Haimerl , S. 145 Anm. 901 (etwas andere Reihenfolge). 287 v -288 v GEBETE UM EINEN GUTEN TOD. O lieber her Jesu Christe, ich befil mich allzumal in dyn h. dot.. ., (288 r ) O lieber her, ich hefft myn dot an dyn h. dot... 288 v -292 r ÜBER DEN GEISTLICHEN NUTZEN DER KRANKHEIT. Sant Bernhardus spricht eyn trostlich wort den krancken menschen. So der mensch krank ist... - den wir besitzen sollen im ewigen leben. Amen. 292 r -298 v BETRACHTUNG ZU DEN DREI WEIHNACHTSMESSEN. Die erst meß >dixit dominus< helt man in der nacht ..., (195 v ) In der lieb aller got minnenden hertzen grüß ich dich, ewige jungfraw ..s. Achten - Knaus, S. 377, Bis gegrust, du aller miniglichstes kind- lin Jesus.. ., (296 v ) Bis gegrust, schyne des vatters, eyn Hecht von dem liecht.. ., (298 r ) O geben- dytes kind Jesus, du der umb seylickeit der sunder komen bist.. (298 v ) Gegrußet systu, gebene- dytes kindlin Jesus in dem vetterlichen hertzen ..., s. Haimerl, S. 40 Anm. 196 und Schneider, München 4, S. 653 f. Ein Teil der Gebete auch L 92, 65 v -68\ 298 v -300 v KARWOCHENANDACHT. >An dem frytag for dem palmtag sol man anheben ...<. Her Jesu Christe, ich erman dich der trurigkeyt ..., s. auch Karlsruhe, BLB, St. Peter pap. 6, 96 v -98 r ( Niebler , S. 10) sowie L 92, 267 r -269 r und L 106, 302 v -304 v . Vgl. Heinzer, Frauenalb, S.122 mit Anm. 41. 300 v -303 v MECTHILD VON HACKENBORN, 5 GRUSSGEBETE ZUM AUFERSTANDENEN. S. Haimerl , S.41 Anm. 201 (lat. Text: Revelationes 2, S.65-67). 303 v -322 r MARIENGEBETE. >An dem karfrytag zu vesper zyt ...<. Gegruset systu Maria, volgnaden, o aller betrubste muter.. ., (304 v ) Lassen uns merken, wie der her begraben wart..., (305 v ) Ich grüß und lob dich, schone wonigliche morgenrote des frolichen ostertags ..., s. L 107, 213 L90 ■ L91 7 V , (311 r ) >Hie nach folgt das guldin selterlin .. .<. Die geburt der erwirdigen jungfrawen Maria ist uffgegangen ..s. auch L 92, 48 r -54 r , L 94, 360 v -366 v , L 99, 225 r -232 r und L 104, 8 l v -93 v , (316 r ) > Uff den tag der himelfart unser lieben frawen sprich diß< Gegruset systu Maria, vol der gnaden und eren .. (317 V ) O muter des obersten konigs, ich grüß dich in der vereynigung der gütlichen lieb (32l r ) >Die X hundert Ave Maria, die man bet ...<. Das erst C Ave Maria sprich zu eren der frolichen verkonden ..., s. auch L 92, 165 r (vgl. Heinzer , Frauenalb, S. 121 f). - 322 v leer. 323 r -350 r GEBETE ZU HEILIGEN UND ENGELN. Angerufen werden: Johannes, Engel, Hieronymus, Laurentius, Georg, Christophorus, Benedikt ( unser h. vater), Ursula u. Gefährtinnen, Barbara, Agnes, Katharina. Initien im Register. 350 r -358 r ROSENKRANZ ZU DEN HEILIGEN JUNGFRAUEN. >Diß ist eyn hubscher rosenkrantz von eyner jeden heyligen jungfrawen .. .<. Schon bist du und unbefleckt ..., s. auch L 92, 127 r — 134 v (vgl. Heinzer , Frauenalb, S. 122). 358 V —362 v DREI MARIANISCHE ROSENKRÄNZE. Hemoch folgen dry krentzlin ..., Daz erst wirt genannt eyn silberin krentzlin ... Alles wie Nürnberg, Germ. Nationalmuseum, Hs. 1733, 278 r —291 r (Kurras 1, S.21). Vgl. auch Heinzer , Frauenalb, S. 122. 363 r -366 v leer. L 91 Gebet- und Andachtsbuch, deutsch Papier • 495 Bl. • 15,5 x 10,5 • Neresheim ■ 1591 Lagen: I 2 , (IV+1) 11 , 43 IV 355 , (III 4- l) 362 , 16 IV 490 , (I + 3) 495 ; Reklamanten. Schriftraum 11,5 x 8. 15 Zeilen (Hd. 1) bzw. 21-23 Zeilen (Hd. 2). Kursive von zwei gleichzeitigen Händen: 1. 4 r -407 r , 419 r , 420 r -490 r ; 2. 407 v -412 r u. 491 r -494 v ; eine dritte, etwas jüngere Hand 282". Übliche Rubrizierung. Brauner Lederband der Zeit mit Goldprägung, in den Ecken Plattenstempel mit Renaissanceornamenten (Mauresken), in der Mitte der Deckel kleine ovale Plattenstempel (vorne Pietä, hinten Veronika mit dem Schweißtuch), Rücken- und Innenkantenvergoldung, gepunzter Goldschnitt (gleiche Zierformen auf dem Schnitt des Drucks A466 der Neresheimer Klosterbibliothek, vgl. P.Weissen- berger , Druckwerke aus einstigem gräflich Oettingenschen Besitz ..., in: Gutenberg-Jahrbuch 44 [1969] 144-149, hier: Abb. 3); 2 neue Schließen. Herkunft: 407 r Ende der gebetten ... A. domini 1591. July 19. Hora 2. pomeridiana. Nöreshaim. 490 r Ende der wuchen gebett anno domini 1591. In festo s. Laurentii (10. Aug.) noctu. 494 v >1591 <. Geschrieben für ein Frauenkloster (s. Notiz 45 v ), vermutl. das Neresheim benachbarte Zisterzienserinnenklo- ster Kirchheim (Ries). Zu den Beziehungen zwischen den beiden Klöstern im 16. Jh. vgl. U. Engel- 214 L91 mann , Ein Zeuge der Mystik aus dem 16. Jh., in: Colligere Fragmenta (Festschrift A. Dold), Beuron 1952, S.276-280. Auf dem Vorderspiegel: Sor. M. Benedicta Graßmayrin , 1738-1775 Äbtissin von Lichtenthai, aus Ellwangen stammend (s. Schindele , Abtei Lichtenthai 2, S. 162, und Kunstdenkmäler 11/1, S.437 usw.). Nr. 43 von F. Mones 1. Gruppe. Literatur: Ettlinger , S. 12; Längin , Nr. 249 a. l r -3 v leer. 4 r -490 r GEBETSAMMLUNG. 4 r Titelblatt: > Andächtige Schöne Gebett auf die Fürnemsten Fest des Jars. Item: Aujf alle Tag der Wuchert, in das Leben und Leiden Christi ausgethailt< Sambt andern, nach deß Bettenden Gelegenhait zu gebrauchen. 4 v leer. 5 r -99 r Jahreskreis. >Am Abendt deß Aduents ...<. Kum, kum, Herr Jesu Christe, mit großer Gnad und Weyßheit ..., bemerkenswert: (45 v ) > Nota: Andere gar schöne Gebett und Übung auf die Faßnacht und alle Tag und Sontag der fasten werden Ir [in] ainem andern von mir der Äbtissin geschriben biechlin finden<. 99 r -144 v Mariengebete. 144 v -195 v Gebete für verschiedene Heiligenfeste: Apostel, Zehntausend Märtyrer, Christopherus, Anna, Maria Magdalena, Martha, Kreuzerhöhung, Matthäus, Simon und Juda, Erasmus. 196 r —28l r > Andächtige Gebett von mancherlay, nach gelegenhait deß Bettenden zu gebrau- chen<. Aus vielen zusammengetragen. Enthält u.a.: Grüße an Christus mit Exempel (s. Schneider , München 2, S.433), Tagzeiten vom Leiden Christi, Ermahnungen von den inneren Leiden Christi (s. Haimerl, S.49 usw .), Mariennovene, Gebet gegen die Türkengefahr (265 v -27 l v ). - 281" leer. 282" Nachtrag (unvollständig): Ich bitte, lieber herr Jesu Christi(\), durch dein h. Vermählung ... 284 r -407 r > Gebett auf alle tag der Wuchen Babst Innocentii deß dritten, zu erlangen vilerlay Gaben ...<. (285 r ) >Am Sontag<. Allmächtiger Vatter, ewiger Gott, deßgewalt ist alles kinden ... - (407 r ) Ende der gebetten ... (s. unter Herkunft). 407 v -412 r Sühnegebet. O herr, ich stände ader knie vor dir als die ärmste sunderin ... 413 r —418 V leer. 419 r -490 r > Andere innigcliche andächtige Gebett auf alle Tag der Wuchen, in das Leben und Leyden Christi außgetheilt. Vor< anderhalbhundert Jaren von ainem gottsälig Vatter Car- 215 L91 • L92 theuser Ordens gemacht. Aber jetzund in vilem geendert und emeuwert. (420 r ) >Gebett am Montag <. O aller barmherzigster, güetigester, gerechtester... nimm derhalben ... dich selber ... dir zu ainem ewigen gleichvergeltenden Danckh ... - (490 r ) Ende der Wuchengebett ... (s. unter Herkunft). 490 v leer. 491 r -494 v ANDACHT FÜR DIE WEIHNACHTSZEIT. > Sprich ann demm Weynacht tag ein Pater noster... darzu den response Propter nimiam caritatem .. ., (492 r ) >Am Weynechtag so du auf stast... sprich 50 Ave Maria und erman sie der freud . . .<. (492 v ) O du würdige mutter gottes, ich erman dich heuytt der großen unaussprechlichen freuden .. (493 r -494 v ) Grüße an das Jesuskindlein: Gegrießt seistu, du schentz blömlin, das himel unnd erde zierdt... L 92 Gebet- und Andachtsbuch, deutsch Papier • 295 Bl. • 15 X 10 • Benediktinerinnen • Frauenalb • 16. Jh. 1 Lagen: (11+ l) 5 , VI 17 , VIP 1 , (II4-3) 38 , VI 50 , 14V 190 , IV' 98 , 9 V 288 , (III4-1) 295 . Im Hauptteil der Hs. (Bl. 39-278) Kustoden, kombiniert mit Zählung der Doppelblätter in den einzelnen Lagen. Wz.: ähnl. Piccard , Kronenwasserzeichen VII, 19b (Belege:1518-1537), vgl. auch P.Schmitt , En amont du vieux Colmar ... Un moulin ä papier, in: Annuaire de la societe d'histoire et d'archeologie de Colmar 31 (1983) 7-36, hier Wz. Nr. 6. Bastarda von der Hand der Anna E. (s. unter Herkunft) im Hauptteil (Bl. 39 r -278 v ), dazu mehrere Nachtragshände, die beiden vermutlich jüngsten 1543 (296 v ) bzw. 1545 (292 v ) datiert, 6 r — 13 V die Hand der Anna von Eberstein, 289 r -292 r die des Antonius Braun (s. jeweils unter Herkunft). Schweinslederband der Zeit mit verschiedenen Einzelstempeln, 2 Schließen; auf dem Rücken Titelschildchen: Gebettbuch (19. Jh.) u. Schildchen mit F. Mones Numerierung 41 (1. Gruppe) sowie weiteres Signaturschildchen 271. Herkunft: Hauptteil zwischen 1520 und 1540 entstanden (vgl. Wz. und Datierung der Nachträge). Hauptschreiberin Anna E. (278 v ): wahrscheinlich die Frauenalber Priorin Anna Echter von Mespel- brunn (s. Geiges , S. 87), deren Familienwappen auf dem Vorderspiegel. Entstehung in Frauenalb auch belegt durch textliche Parallelen mit weiteren Frauenalber Handschriften: St. Gallen, Stiftsbibl., Cod. 1877 (s. Scarpatetti , St. Gallen, S. 137-141) und BLB, Wonnenthal 11 (s. Heinzer , Frauenalb, S. 105f). Nachträge u.a. von der Frauenalber Nonne Anna v. Eberstein (6 r -13 v , s. auch L 90) und dem in Frauenalb tätigen Notar Antonius Braun aus Calw (282 r -292 r , am Schluß signiert: A. B. D. C. [Antonius Braun de Calw] scripsit et subscripsit-, vgl. St. Gallen 1877, p.965: A.B. C. scripsit et subscripsit; von Brauns Hand auch das Frauenalber Salbuch Karlsruhe, GLA, 67/616 (s. ZGO 23 [1871] 269 f) sowie L 106, 19 r -21 r und 324"). Mones Numerierung s.o. Mundart: alemannisch, z.T. mit rheinfränkischem Einschlag. Literatur: Ettlinger , S. 12; Längin , Nr. 246; Heinzer , Frauenalb, S. 102 f. 216 L92 l r -5 v PASSIONSGEBETE. (l r ) Under den IUIpassion in der karwochen so soltu diß sprechen : O her, in der ere dyns kostbarlichen dotz fal ich nieder ...; (1 V -5 V ) Gebete zu den drei Todesstunden Christi. Bonaventura ... schrybt über den meyster von den hohen sinnen ... und spricht daz got nit großer lyden hat gehebt.. ., Initien der Gebete im Register (s. auch L 107, 321 v —323 v ). 6 r -38 v GEBETE ZUR ADVENTS- UND WEIHNACHTSZEIT. Von sanct Andreas dage sol man betten all tag durch den advent... - in allen mynen betrübniß eyn Zuflucht zu dir hab. Amen. Wörtliche Übereinstimmung mit Karlsruhe, BLB, Wonnenthal 11, 2 r -32 r (geschrieben von der Hand der Anna von Eberstein, wie hier 6 r -13 v ); die meisten Gebete auch in Karlsruhe, BLB, St. Peter pap. 7 ( Niebler , S.llf). 39 r -45 v BETRACHTUNG DES LEBENS JESU. Hie focht an die guldin gystlich Wandelung unsers heren Jesu Christi menschlicher natur ... - dem mitlyden syner zarten mutter. Gleicher Text: L 109, 231 r -237 r . S.a. Heinzer , Frauenalb, S. 121. 45 v -48 r O-ANTIPHONEN. Deutsche Übersetzung von Hesbert , Nr. 4081, 3988, 4075, 4010, 4050, 4078, 4080, 4025, 4028, 4034, 4091, 4048. 48 r -60 r MARIANISCHE ROSENKRÄNZE. Hie noch folgt daz guldin selterlin s. L 90, 311 r —31 6 r usw.; (54 r ) Hie hebt an daz rosencrentzlin von unßer lieben frauwen ..(54 v ) Den du helge jungfrawen entpfingest von dem helgen gyst ..., zu den Clausulae vgl. Klinkhammer, S.222-224 (z.T. etwas abweichend), (59 r ) Ich lob dich, Maria kunigin, wan du bist eyn ge- neme fyel ..., Rosenkranz u. Gebet auch L 99, 201 r -207 r und L 104, 42 r -54 r . Am Schluß: Bitten got für den bösen drechterer (= tractarius). 60 r -70 v ANDACHTEN ZUR KINDHEIT JESU. Hie hebt sich an daz rosenkrentzlin von dem kindelin Jesus ..., Ach gegruset und gebendyet syestu, Uber her Jesus s. München, Bayer. Staatsbibl., Cgm 860 Nr. 23 (Schneider , München 4, S.691); (65 v -68 v ) Gebete zum Kindlein Jesus, wie L 90, 295 v -298 v (s. dort); (68 v ) In der kristnacht bedenck die unusprechli- che lieb ..., 7 Gebete, jeweils mit einem Paternoster, wie Karlsruhe, BLB, St. Peter Pap. 7, 114 V — 115 r (Niebler , S. 12); ähnlich auch in dieser Handschrift, 20 r -24 v (s.o.) und L 107, 20 v -28 v . 70 v -80 r 55 INNERLICHE LEIDEN CHRISTI. Dies synt die LV innerliche lyden Der erst dot waz, daz er sah, daz der gewalt des vaters... - gegen dem dot Christi. Amen. 80 r —85 V ANDACHT VON DEN 40 ZELLEN CHRISTI IN DER WÜSTE. Es ist geweßen eyn gystliche person, dem hot sich unser her gewürdigt ze leren ... Das erst zellin ist myn ellent, daz ich schid von myner lieben mutter.. jeder Abschnitt mit dem Namen eines hl. Einsied- 217 L92 lers verknüpft, gleicher Text: St. Gallen, Stiftsbibl., Cod. 1877, p. 2 1 8 ff (s. Scarpatetti, St. Gallen, S. 139); (85 r ) Uff sant Veitin dag des morgens sollen wir vor tertz gen zu unserem heren in die wüste ..., s. St. Gallen, Cod. 1877, p. 217 f ( Scarpatetti , St. Gallen, S. 139). Vgl. auch Menne , S.312, 521 und 523, sowie Heinzer , Frauenalb, S. 122. 85 v -92 r ROSENKRANZ ZUR HL. ANNA. Hie focht an sant Anna roßencrantz ... Bies ge- gruset, eyn mutter der mutter gottes ..., (86 r ) Der erst artickel. Bis gegruset, helge mutter sant Anna 50 Grüße. 92 r — 100 v MARIANISCHER ROSENKRANZ UM BEWAHRUNG DER BENEDIKTSREGEL. Dis ist eyn rosencrantz der herlichen jungfrauwen Marie mit L artigkeln uß der regel sancti Benedicti. .., (92 v ) Bis gegruset, helge Maria, eyn mutter gottes..., Der mich muß machen eyn getruwe volbringerin myner gelubt... - wir von dyner seligen meysterschafft kommen er- freyen in ewiger freyden. Amen. 100M10' GEBETE ZU VERSCHIEDENEN HEILIGEN. (100»-105 v ) Ursula; (105 v - 107 v ) Dorothea, wie Nürnberg, Germ. Nationalmuseum, Hs. 1733, 263 v -264 r u. 42 r -44 r (s. Kurras 1, S.20 und 14); (108 r — 109 v ) Margareta; (109 v — 110 r ) Apollonia. 110 V — 118 r ROSENKRANZ ZUR HL. KATHARINA, Hie heb(\) an der rosencrantz von sant Katerina ..., Ave virginum gemma Katerina ... (AH 26, Nr.72, S.212), bis gegrust, du helge, königliche jungfraw Katerina ... 118 v -127 r GEBETE ZU VERSCHIEDENEN HEILIGEN. (118*-121") Augustinus, (121 v — 123 v ) Hieronymus, (123 v — 124 r ) Ambrosius, (124 r ) Gregorius, (124 r — 125 v ) Leonhard, (125 v — 126 r ) Barbara, (126 r — 127 r ) Erasmus. 127 r — 134 v ROSENKRANZ ZU DEN HL. JUNGFRAUEN. Wie L 90, 350 r -358 r . 134 v — 136 v GEBET ZU DEN 14 NOTHELFERN. O ir helge aller stercksten kempffer Christi ..., s. Haimerl, S.148 Anm .921. 136 v — 151 r SEUSES TAGZEITEN VON DER EWIGEN WEISHEIT. Ed. des lat. Textes: Künzle , S.606ff (s. auch Haimerl , S.46f). 151 v — 158 r TAGZEITEN VON DER HL. BARBARA. >Von der helgen jungfrawen sant Barbara VIIgezygt ...<... O her, erbarm dich itzund über mich durch daz furbitten dyner kuni- gin sant Barbara .. .; (155 v ) Dies synd die pyn undpassion der h. jungfrawen sant Barbara. Zu dem ersten ist die hoch würdig jungfrawe sant Barbara gegeyselt worden ... 218 L92 158 r -191 v MARIENGEBETE. U.a. die Zehn mal Hundert Ave wie L 90, 321 r -322 r , Mechthilds Mariengebete um einen guten Tod (s. Revelationes 2, S. 133) Goldenes Krongebet (s. L 98, 34 v ); Initien im Register. 191 v —204 v GOLDENE TAGZEITEN MARIENS. >Diß synt die VII guldin gezyt der seligen jungfrawen Maria ...<. >Die mettin<. Maria, mutter und jungfraw, entpffa den grüß... 205 r -224 v MARIANISCHE ROSENKRÄNZE. >Hie noch folget eyn schöner rosencrantz .. .<. Den du, eyn reyne zarte kusche magt... entpfingest.. .; (217 v ) >Hie noch folget eyn geystli- cher gilgen Crantz ... von den XXX freyden Maria .. .<. Ich erman dich, du kunnigliche jungfraw Maria, daz du von got dem almechtigen ... 224 v -232 r GEISTLICHER MAL >Dis ist [der] geystlich mey. Den sol man betten zu eren der ewigen wyßheyt uff Philippi und Jacobi.. .<. (225 r ) O ewige wyßheyt, ich opffer dir diese venig ... - (228 v ) dich lebendiger meye ewiglich werd niesen. Amen. Vgl. Seuses Leben, Kap. 12, Bihlmeyer, S.33 (s . auch Schneider , München 4, S.688); Auch mag man eyn andern schonen meyen machen ... (229 r ) Zu dem ersten eynhundert Ave Maria für die wurtzel des bams .. ., mit deutscher Ubersetzung von AH 50 Nr. 66. 232 r -238 r GEBETE ZUR OSTERZEIT. (232 r -236 r ) Mechthilds 5 Paternoster zum Lob der Auferstandenen, s. Haimerl , S .41, und Revelationes 2, S. 65-67 (dort lat. Text); (236") O her Jesu Christe, ich arme sunderin bit und erman dich an dyn edele menschheyt...; (236 v ) >Dis nochgeschriben gebet sol man sprechen von ostern an bis uff den nontag ...< O her Jesu Christe, ich bit dich und erman dich der freyden die dyn liebe mutter.. (237 r ) Wir sollen auch dem minicklichen here Jesu sprechen XV Pater noster... 238 r -258 r KREUZWEGANDACHT. Wie L 90, 163 r -177 r (s. dort). 258 r -278 v PASSIONSGEBETE UND -ANDACHTEN. (258 r -266 v ) Sonntägliche Krone Jesu Christi, wie L 90, 220 v -226 r ; (267 r -269 r ) Passionsnovene, wie L 90, 298 v -300 v usw.; (269 r -273 v ) Ölberg-Andacht: >Hie noch volgen die IXgedenck ...<, (169 v ) Der erst, [daz] er betracht, wie er so jemerlich wolt gebunden und gefangen werden .. .; (273 v -278 v ) Psalter vom Leiden Christi: >Dis ist der gantz Davitz psalter gantz geordent in daz lyden Christi< ... An dem mendag prym der verrotung Christi... 278 v Kolophon: Daz buch hot eyn end, daz got alle ding zum besten wend. Haben vergut, bitten got für mich. AnnA E. (s.o. Herkunft). 279 r -295 v NACHTRÄGE: (279") 12 Privilegien des hl. Joseph, s. L 107, 127 r — 128 r und 143 v -144 v ; (280 r -285 r ) Gebete zu Anna und Joachim; (285 v —287 r ) leer; (287 v —288 V ) Gebet 219 L92 • L93 zu Maria für die armen Seelen; (289 r -292 r ) Grüße zur hl. Anna; (292 v ) Asketische Übung, vgl. Köln, Stadtarchiv, W. 8° 55, Nr. 25 ( Menne , S.312); (293 r -295 v ) Passionsandacht. Ini- tien im Register. L 93 Graduale • Sequentiar Papier • IV + 331 Bl. • 16 X 10,5 • Benediktinerinnen • Seebach (bei Bad Dürkheim) • 1539 Lagen: (1 + 3)™, 2 IV 16 , III", 24 IV 2 ' 4 , III" 0 , 13 IV 324 , III» 0 , I» 1 ; erstes und letztes Bl. als Spiegel verwendet. Foliierung von der Schreiberhand: I-CCLXXIX (= Bl. 1-292), verschiedentlich fehlerhaft. Wz.: Ochsenköpf und Krone (ähnl. Piccard , Kronenwasserzeichen VII,27). Schriftraum 12 x 8. 6 Notensysteme (Hufnagelnotation auf 4 Linien) mit entspr. Anzahl Textzeilen. Bastarda formata von einer Hand. Übliche Rubrizierung. Rote Lombarden, l r mit derbem bräunlichem Fleuronnee. Brauner Lederband der Zeit mit Stempelrollen eines Speyerer Stechers ( I.Schunke , Studien zum Bilderschmuck der deutschen Renaissance-Einbände, Wiesbaden 1959, S. 50-57, Rolle 6 u. 7; vgl. auch Schunke , Palatina, S. 39-41 mit Abb. 14), in den Mittelfeldern beider Deckel eine der 3. Rolle des Speyrer Stechers sehr ähnl. vergoldete Rolle; Rückenverzierung: Einzelstempel (Blumenmotive); 2 Messingschließen (wie an L 106). Buchzeichen (blau-weiße, geflochtene Schnüre); auf dem Rücken Titelschildchen: Antiphonale (19. Jh.) und Schildchen mit F.Mones Numerierung 42 (1. Gruppe). Herkunft: 325 r > Dominica post dedicacionem inceptum et in die Gregorii finitum eodern anno -STK C XXXIX< (1539). Die Wasserzeichen weisen in den oberrheinischen Raum. Liturgische Gesichtspunkte belegen die Bestimmung der Hs. für ein der Bursfelder Kongregation angeschlossenes Bene- diktiner(innen)kloster. Zusammen mit dem Speyerer Einband spricht dies für Herkunft aus dem Kloster Seebach bei Bad Dürkheim (s. auch L 126). Numerierung Mones s.o. Literatur: Ettlinger , S. 12; Heinzer , Frauenalb, S. 109. P-IV" leer. 1 r — 291 v GRADUALE BENEDICTINUM. (l r -283 r ) Proprium de tempore; übereinstimmend mit den entspr. Texten im ersten gedruckten Missale der Bursfelder Kongregation von 1481 (Hain 11267); bemerkenswerte Abweichungen: (208 r -212 r ) >In dedicacione tem- pli<, zwischen 1. und 2. Sonntag nach Ostern eingeschaltet; (243 r -244 v ) >Invencione s. cru- cis<, nach Fronleichnam eingeschaltet. - (283 r -290 r ) Totenmessen. - (290 r -291 y ) Zusätze: 20. Sonntag nach Pfingsten und Annuntiatio B.M.V. - 292" leer. 220 L93 • L94 293 r -327 r SEQUENTIAR. De tempore. AH 53 Nr. 10. 16. 15. 29. 36, AH 54, Nr. 7, AH 53, Nr.82. 67. 70, AH 54 Nr. 153, AH 53 Nr. 81, AH 50 Nr.385, AH 53 Nr.247. Alles wie im Sequentiar des Missale von 1481 (s. oben), fol. CCXLVIII r -CCLVII r (hier nur de tempore). 327 v —331 v leer. L 94 Gebet- und Andachtsbuch, deutsch Papier • 371 Bl. • 15 x 9,5 • Zisterzienserinnen • Königsbrück bei Hagenau • 16. Jh., Mitte Lagen: III 6 , 5 IV 46 , (IV + l) 55 , (111+ 1)«, V 72 , III", (IV+ l) 87 , 3 IV 111 , (IV+ l) 120 , 23 IV 304 , (IV-1) 311 , III 317 , 6 IV 365 , (II + 2) J71 ; Bl.281-311 mit Lagenzählung (Buchstaben k-n). Verschiedene Wz., u.a. Narrenkappe Briquet , Nr. 15726, 15729 u. 15738 (alle um 1550-1560 belegt) und Baselstab in der für das 16. Jh. typischen Form. Schriftraum 11/12 x 7,5. 15-18 Zeilen. Bastarda von 2 gleichzeitigen Händen: 1. Hand 7 r -55 v , 77 r -87 v , 177 r -248\ 28l r -308 v ; 2. Hand 3 r -6 r , 88 r -176 v , 249 r -280 v , 308 v - 371 v sowie einzelne Rubriken in den von Hand 1 stammenden Abschnitten. l r -2 r Nachtragshand des 17.Jh's. Übliche Rubrizierung. Viele Initialen in grober rot-grün-blauer Federzeichnung ausgeführt (wie in der Hs. Karlsruhe, GLA, 65/279, 3 r , s. auch unter Herkunft). Schweinslederband der Zeit mit Streicheisenverzierung und Einzelstempeln, 2 Schließen, Rückenschildchen mit F. Mones Numerierung 44 (Gruppe 1). Einband gleicher Art: Hs. Wonnenthal 12 (s.u.). Herkunft: Auf Königsbrück weist Hand 2, die sich in der aus diesem Kloster stammenden Hs. Karlsruhe GLA 65/279 wiederfindet (s. Einl., Anm. 14), ebenso auch die Initialen (s.o.). Beide Hände auch in der Hs. Karlsruhe, BLB, Wonnenthal 12 (s. Längin , Nr. 128 a; s. auch oben zum Einband). Gebete 37 r -38 v u. 352 v -354 r deuten auf Bestimmung der Hs. für eine Nonne namens Richardis, möglicherweise die Äbtissin Richardis von Wickersheim (gest. 1572, s. Ph . A. Grandidier , Nouvelles oeuvres inedites 3, Colmar 1891, S.392). Über die Beziehungen zwischen Königsbrück und Lichtenthai vgl. Einleitung, S.25 u. 39. Numerierung F.Mones s.o. Mundart: alemannisch. Literatur: Ettlinger, S. 12; Längin , Nr. 52. l r _2 r NACHTRAG (17. Jh.): Gebete zur hl. Katharina. - 2 V leer. 3 r -6 v GEBET ZU DEN FREUDEN DES AUFERSTANDENEN HERRN. > Unser lieber herr hat Sanct Mechtilt geoffenbart.. .<. >Die erst freidt< (3 V ) Ich lobe, greß(\), anbett, glorifi- ciere und gebenedie dich ... (lat. Text: Revelationes 2, S.65-67; vgl. Haimerl , S.41 mit Anm. 201). 221 L94 7 r -23 v SONNTÄGLICHE GEBETE. >Ein nützliche und fruchtberliche lere oder gebet ... durch den wirdigen herm Peter Meier, der heiligen geschrift dockter in siner predigen angeben und dem volck vorgehalten zu Franckfurt .. .<. (7 V ) O her, allerbarmhertzigster gott, hutt bekenne ich dir alle myne sundt ... - mich geleytten in das ewige Leben. Amen. (Zu Petrus Meyer, bis 1525 Stadtpfarrer in Frankfurt a. M., vgl. H.Dechent , Kirchengeschichte von Frankfurt a.M. 1, Leipzig 1913, bes. S.43, und H. Cellarius , Die Reichsstadt Frankfurt und die Gravamina der deutschen Nation, Leipzig 1938, S. 95-102); (9 V ) >Ein schon gebett uff den sontag zu sprechen<: Almechtiger, ewiger, hochwürdiger her gott, ein schopffer aller ding, ich bekenne dich hutt (12 r ) O allerliebster herr Jesu, ich sag dir danck, das du mich hast laßen kumen zu dem anfang dißer wuchen ...; (16 r ) O du helles lüstges oder clores gestim des ewigen lichtes.. (19 v ) > Wie du dich uff die sontag üben sollt. Zum ersten solt du dich üben in dem glauben ...<. O myn gott und here, ich glaub das du bist eins gottlichen wesens... 23 v -27 v JOHANNES GERSON, SUPER QUOTIDIANO PEREGRINI TESTA- MENTO. Freie Übertragung der Einleitung. ... (24 r ) O ewiger gott und allermylster vatter, so ich nun hie bin gesetzt als in dem arttickel des todes ... - verzychung der sunden und das ewige leben. Vgl. Jean Gerson, CEuvres completes 8, Paris 1971, S.5 (hier ausführlicher). 27 v -34 r THOMAS PEUNTNER. VON DER LIEBHABUNG GOTTES AN DEN FEIERTAGEN. In allen Sonntagen und an allen hochzittlichen tagen und desglichen .. ., (28 r ) O du ewyges gutt und du höchstes gutt, ich vorgihe und bekenne hut ..., s. Schneider , München 3, S.300 mit weiteren Literaturangaben. 34 r -36 v TÄGLICHE GEBETE. Avete omnes sancti ..., s. Haimerl , S. 124 Anm.724; (34 v ) Allergnedigster vatter, ich sag dir danck ...; O allersuste jungfrauw Maria, myn hertz, sele und lib befill ich dißen tag (35 v ) O allerheyligste dryfalttikeit, ich befill mich dißen tag ...; (36 r ) O here gott, Jesu Christe, in dir, mit dir und durch dich .. .; die Gebete 34 v -36 v auch in der Hs. Karlsruhe, BLB, Wonnenthal 12 (s. oben), 168 r — 170 v . 37 r -38 v GEBET ZUR HL. RICHARDIS ALS NAMENSPATRONIN. >Ein gebet von der heyligen keyßerin sanct Rickart<. O du heylige junckfrauw sanct Rickart, dich rüffich hut an ... 38 v -39 r GEBETE UM SÜNDENVERGEBUNG. >Dißgebet sprach ein junglin alle tag und fitr on fegfuer zu hymmeU. O schöpffer aller creaturen, du bist milt und barmhertzig .. ., Reimgebet, von den sonst bekannten Fassungen abweichend; (39 r ) > Von dißem gebetlin hat man allen den aploß, den man begertt ...<.0 myltter herr, Jesu Christe, gib mir gnod dich zu suchen... 39 r -40 r GEBETE ZUR HL. ANNA. >Ein hübsch gebett von sancta Anna<. Eya Anna, mater pia ..., gereimt (nicht bei AH und Chevalier); (39 v ) >Ein anders von sancta Anna<. Gegrüßet siestu, edele mutter der kyngin der barmhertzikeit... (Paraphrase des Salve regina). 222 L94 40 r -50 v VERSCHIEDENE GEBETE, bes. um Sündenvergebung und Ablaß. > Von dißem nochgenden gebett hat man III C tag aploß .. .<. (40 v ) Ich danck dir und lop dich, lieber herr und vatter, Jesu Christe, thu mir uff myn hertz .. .; (42 r ) Ich danck dir, herr Jesu Christe, das du din marttel beguntest krefftiglichen ..., s. auch Karlsruhe, BLB, St. Peter pap. 8. 74 v -75 v (Nieb- ler, S. 13 u. 117), und Nürnberg, StB, Cent. VII, 65, 83 (Schneider , Nürnberg 1, S.372); (43 r ) O herr, ich befill mich dir mit Hb und mit sele .. (43 v ) O herr, ich bit dich, gib mir einen swigenden mundt..., O herr, din eygen ich bin (Reimgebet); (44 r ) >Eyn heyliger bopst lag an synem endt und sprach zu gott. . .<, Exempel mit Gebet (Beginn 44 v ): Ich lop dich, o her, und dine heylige funff wunden .. .; (46 r ) Gebet von den >woffen des herrnc Wir sollent ere erbieten dem crütz, den nagelen (Übersetzung von Chevalier , Nr. 3986, und der Oration Deus qui diversarum poenarum, Haimerl, S.92 Anm .544); (47 r ) O herr, ich loß mich allzumol in dinen dott. ..; (48 r ) Ich grüß dich, myn riches hertz Jesu, mit dußent lieblichen umbfengen .. .; (49 v ) O du ewige worheit, ich glaub an dich geworen gott... 50 v -53 v GEBETE FÜR DIE KLOSTERGEMEINSCHAFT. >Ein gutt gebett, das ist zu sprechen für die gantze Versammlung <. (51 r ) O herr, Jesu Christe, almechtiger gott, der ußerwelt hast diße statt, dir zu dinen ... (bes. erwähnt werden sancta Margaretha, unßer hußheltterin, sowie Benedikt und Bernhard als Ordenspatrone); (52 v ) O her, der uns gelertt hast durch dinen heyligen appostolen Jacobum zu bitten voreinander ..ich erman dich ... 53 v -54 r DÄMONENBESCHWÖRUNG. Durch die vergyeßung des pluttes unsers heren ... gebiet ich uch beßen geisten ... 54" GOLDENES AVE MARIA. >Das gülden Ave Marian Gegrüßet siest du, Maria voll gnoden, das wort gottes ... (nicht identisch mit dem bekannten, Bernhard zugeschriebenen Gebet, vgl. Haimerl , S. 84). 54 v -55 v GEBET ZUM LEIDEN CHRISTI. O herr, Jesu Christe, der du umb des menschen geschlechttes erlößung willen . .., (55 v ) Delicta iuventutis mee et ignorantias meas ne memineris, domine. 55 v GEBET DER HL. MECHTILD FÜR DIE KIRCHE. Sanct Mechthild hat gebetten, das er sie underwiß... - hat er sie im heißen leßen IIIC und funffzig mol die antijfen Tibi laus (s. Revelationes 2, S.44). 56 r -60 r PSALTERANDACHTEN. > Wer dißen psalter spricht, der kombt nit in das fegfüer .. .<. Sprich zu yedem psalmen in dem Davidspsalter den hymnus Jesu nostra redemptio ..., das erst Pater noster und dißen artickel: O here, Jesu Christe, diß Pater noster entpfohe zu eren di- ner inbrünstigen liebe .. .; (57 r ) >So du einen langen Miserere psalter wilt betten .. .<, wie 56", dann >collect<: Domine, Jesu Christe, offero tibi has quinque oraciones .. .; (59 r ) >So du unßerm 223 L94 lieben hergott ein psalter wilt betten, so sprich HC mol den psalmen< Deus, deus mens, respice (59 v ) >Ein anderer psalter vor die seien <. Sprich den psalmen Confitemini vor Beati imma- culati 1IC mol... >und diße collectac Omnipotens sempiterne deus, qui omnes fideles tuos in tormentis... 60 r -66 v GEBETE ZUM JESUSKIND. >Diß sint dry hubscher gebetlin von dem hübschen kindelin Jesus<. Biß gegrüßet, du edeles cleynes kyndelin Jesus.. (63 v ) O waß dust du in dem stall, du hymelscher margarit ..., s. F. Rapp , La devotion ä l'enfant Jesus, in: Archives de l'Eglise d'Alsace 38 (1975) 131-139, hier S. 133; (65 v ) Byß wilkummen und gegrüßet siestu, jungfreuliches kleines kyndelin ... 67 r -78 v GEBETE ZUM LEIDEN CHRISTI. In mynergedechttniß sollen sin .. ., Übers, von Chevalier , Nr.8682 (s. Haimerl , S. 124 Anm.733); (72 v ) O messer, das beschnitten hat..., Übers, von Chevalier , Nr. 4052 (s. Haimerl , S. 124 Anm.734). 78 v -82 r GEBET FÜR DIE KIRCHE. >Ein hübsch gebet des heyligen Augustini, zu sprechen für alle stendt der christelichen kirchen .. .<, (79 r ) Ich bitt dich, lieber here, du wellest mir verli- hen das ewige leben ... 82 r — 85 r GEBET ZUM LEIDEN CHRISTI. >Ein vast andechttig gebett von allen artickelen des lydens Jesu Christi, Ave Jesu splendor genannt <. (82 v ) Gegrüßet siestu, her Jesu, ein schin der vetterlichen glory ... (zum lat. Text s. Haimerl, S. 124 Anm.731). 85 v -86 r GEBET GEGEN DAS FIEBER. >Ein gebett für ein person, so mit dem feber beladen .. .<. Allemechtiger und barmhertziger gott, der du zu hiljf kumpst.. ., mit Anrufung des hl. Sigismund. 86 r -87 v MORGENGEBET. >So du morgens uff stetts, so sprich< ... O here, Jesu Christe, min sele, min lib, min funff synne ... 88 r — 172 v ROSENKRÄNZE. 1. 88 r — 157 v >Hie noch folgent dry crentzlin roßencrentz Marie, die man nit schuldig ist zu betten, wie sie hie Stent.. .<, (88 v ) >Der erst roßencrantz ist hie mit funffzig wyßen roßlein geflochten, zu bedeutten ire reinikeit und freud.. .<, (89 v ) Frauw dich, Maria, das dich gott in ewigkeit erschaffen ..., (108 r ) >Der ander roßencrantz des psalters Marie ist mit zweierlei roßen weiß und rott geflochten, zu bedütten itzund ire freud, dan ire leidt ...<, (110 r ) Den du von dem heiigen geist entpfangen hast, nit durch die werck fleißlicher begirlichkeit..., s. Klinkhammer , S. 263; (122 v ) >Der dritt roßencrantz des psalters Marie ist mit funffzig roter roßen geflochten in bedeüten ires großen mitlyden .. .<, (126 r ) O Maria, gedenck der großen pin und schmertzen ...; (157 r ) O menschheit bloß, o martelgroß..., s. Klapper , S.365 Nr. 105 (vgl. auch G.Eis, in: 224 L94 Festschrift F.R.Schröder, Heidelberg 1959, S. 189f); O frauw, loß uns durch diße dien aller- grosten schmertzen ... - (157 v ) dinen lieben kynt entpfynden und gewar werden. Amen. 2. 157 v — 165 r > Die funffbet über die funff hertzenleidMarie<. O Maria, ein geberin des guttigen gottes ..., (158 r ) ich arme sunderin und dien unnitze dinerin erman dich hütt in getruwem mit- lieden des schmertzen ... 3. 165 r — 170 v >Ein kurtz roßencrentzlin von den freuden und leydt Marie<. O du hochgelobte jungfrauw Maria, mitt der starcken großen liebe, die din liebes kindt von hymmel gezogen ... 4. 170 v -172 v >Also mach Maria ein crentzlin oder scheppelin<. O Maria, uß dir hatt er glastet on zwifel... 172 v -176 r GEBETE ZU MARIA UM EINEN GUTEN TOD. O du allermilteste Maria, du klorster stern des mers ...; (174 r ) O du allergetruwste beschirmerin der cristglaubigen, Maria, dißen grüß... 176" GEBET ZUR DREIFALTIGKEIT. >Diße nachfolgenden sieben stücklin sage der mensch deglich zu ere der heiligen drifaltigkeit.. .<. Sancte et individue trinitati... (s. Chevalier , Nr. 18418), (176 V ) Omnipotens, sempiterne deus, qui per sanctum David dixisti, sacrifi- cium laudis honorificat me ... 177 r -222 v KREUZWEGANDACHT. >Hie hebt sich an ein vorredt in das büchlin genant der crutzgang unßers lieben heren Jesu Christi. Es ist zu wissen, das man< diße bettung soll thun vor große nottsachen ..(17 8 r ) Man lißt, das unser lieber here selber geoffenbart hat, das er mit dem crütz XXXIII mol zu der erden gefallen ...; (179 r ) Die erste statt ist das gerichthuß, das sere hoch was .. ., insgesamt 10 Kreuzwegstationen. Enge Verwandtschaft mit dem bei Kneller, 5. 149 f beschriebenen Text. 222 v -239 r PS.-IGNATIUS, BRIEFWECHSEL MIT MARIA. >Dißen nochgenden send- brieff hat gesant der heyige bischoff Ignacius .. (223 r ) Maria, die Christum getragen hat, ir Ignatius. Mich neulich im glauben underwißen ... - (223 v ) und in dir wollent gesterckt werden. Lat. Text: F.X.Funk u. F.Diekamp , Patres Apostolici 2, Tübingen 2 1913, S .322; (223 v ) >Den hat die würdige mutter< gottes geschriben oder entbotten ..., >Diß nochgende ist ein vorredt in den brief... (224 r ) genommen uß dem buch der behalter der weit ...<. Mich wundert, das vor allen menschen geeret württ die jungfrauw Maria .. ., (225 r ) >Hie focht an der brieff. Ignacius, dem liebgehabten junger Jesu ... (225 v ) Ignacii, die ding die du hast gehörtt.. ., lat. Text: Funk u. Diekamp , s.oben, in der Hs. ab 226 r ein langer Zusatz über die Passion Jesu: Gesetzt in den arttyckel der obersten bitterkeit... - (239 r ) durch des willen ir sint weinen und klagen. Anno sexto(l), mensis marcii, die vicesimo. 239 r -240 r URTEIL DES PILATUS. >Hie noch folget der sententz, usgesprochen von Pilato über den herm Jesum<. Wir Poncius Pilatus, ein geordeinertter und gesetzter richter in Jherusa- 225 L94 lern ... - (240 r ) ufferhaben an das crütz. Ite, tenete eum etc. Zusatz: Dißen sendbrieff... (Anfang des Briefs von Ignatius an Maria, wie oben 222 v -223 r ). 240 v -248 v HEINRICH SEUSE, BÜCHLEIN DER EWIGEN WEISHEIT, Kap. 17. >Der diener der ewige n wißheit spricht also<. Wer gibt mynen äugen als manchen trehen ... - mit irem schöpjfer wollten mitlyden haben. Amen. Druck: Bihlmeyer , S. 268-271. 249 r -275 r PS.-BERNHARD, BETRACHTUNG ZU DEN SIEBEN TAGZEITEN. >Diß ist ein betrachtung unßers heyligen vatters Bernhardi zu den VII zitten. Zu erst zu der complet<. Complet wird do von gesprochen ... - oder blieb bie dem grab mitt andocht. Lat. Text: PL 94, 562 C-568 C, meist Beda zugeschrieben (vgl. D. Richter , Die deutsche Überlieferung der Predigten Bertholds von Regensburg, München 1969, S.52). 275 r -278 v BETRACHTUNG ÜBER DAS INNERLICHE LEIDEN CHRISTI. >Diß ist ein innerlich lyden, das der her alle sin tag hatt gehabt mit allen menschem. Zu dem ersten mitt allen sinen ußerwelten ... - so sie es gegenwirtiglichen lyden. Anfang (275 r -276 v ) wie der in Alemannia 10 (1880), S. 107 abgedruckte Text. 278 v -279 v PS.-BERNHARD, ÜBER DIE NÄCHSTENLIEBE. >Sanctus Bernhardus< spricht: so ich bedracht wie begirlich mir der herre Jesus befall... - und vor die büß myner Sunden. 279 v _280 v SECHS GEISTLICHE ÜBUNGEN. >Unßer lieber herre sprach zu sanct Karis- sima .. .<. Zum ersten: wer sinen nesten etwas nützes seit von der geschrifft... - wird wirdiglich begraben. 28l r -289 v ÜBER DIE RECHTE AMTSFÜHRUNG DER KLOSTEROBERN. >Diß nochgende seit von der oberkeit ...<. O irprelatten undprelatissin, uch stett zu zu wißen ... - (283 v ) befellen alle zitt. Amen. >Diß nochgende seit auch von der oberkeit, wie sie soll sin<. Myn gebet zu vor, liebe frauw. Wissent, das noch der lere sancti Benedicti ... 289 v -297 v GEISTLICHE ERMAHNUNGEN. >Das nochgende seit von der hoffnung zu gott<. Große ding sind uns geseit von der hoffnung .. (292 r ) >Diß nochgende seit vom jüngsten gericht<. Der dritt puntt ist die große angstberkeit zu erschinen vor dißem richter ... 297 v -308" JOHANNES SCHWALB, Auszüge aus einer aszetischen Schrift. >Diß nochgende sint etliche drostliche underwißung, genommen uß eym büchlin, das do hat gemacht here Johannes Schwalb seliger gedechtniß<. Es sint dry geist, die die menschen reißent zu einer straffenden gewißen ... - gott will im nit me zu forderen. Amen. Zu Johannes Schwalb, Zisterziensermönch von Maulbronn, vgl. Toepke 1, S.315; Roegele , S.42; Göhl , S. 50 f; Kloster Maulbronn 1178-1978, Maulbronn 1978, S.92, und Katalogteil Nr. 104. Der vorlie- 226 L94 gende Text hat keinen Zusammenhang mit Schwalbs Confessionale in Heidelberg, UB, Cod. Sal. VII 87, 115 v -140 r . S. auch Einleitung, S. 32 f. 308 v —31 l v ANLEITUNG ZUR BEICHTE. >Ein hübsche ler: In domino confidcx. Myn rott ist, du siest dich mit hohen flyß ... - und hoff, deus pacis et dilectionis manet Semper tecum. Amen. 312 r -335 r HEINRICH VIGILIS VON WEISSENBURG, GEISTLICHES KLÖSTERLEIN. >Diß ist ein geistliches clösterlin<. Ein recht closterleben gestodt in dreiepunten ... - das helff uns gott der vater, gott der sun undgott der heilig geist. Amen. Druck (Auszug): K. Ruh, Franziskanisches Schrifttum im deutschen Mittelalter 1, München 1965, S. 157-163 (Zeilen 1-5 und 126-135 des gedruckten Textes fehlen hier). 335 r -337 v ERMAHNUNG FÜR EINE KLOSTERFRAU. >Ein hübsche lere oder erma- nung<. Ich mane dich in der liebe Jesu dienern ußerwelten lieben gemahel... - das du uß gott gefloßen bist und wider in gott fließen solt. Amen. 338 r -349 v GEISTLICHES NEST. Allegorische Betrachtung für die Fastenzeit. >Also soltt du genisth suchen an S. Petterstag und die gantze fast ...<. An dem mentag solt du fliegen mitt dem durttel tübelin ... - ein te Deum laudamus oder III Pater noster und Ave Maria. Vgl. Bek- ker, S. 17 (Straßburg, Ms. 2139 [All. 208], 12 r -20 v ) Ein ähnlicher Text bei D.Schmidtke, Physiologus Theobaldi Deutsch, in: Beiträge z. Gesch. d. deutschen Sprache u. Lit. (Tüb.) 89 (1970) 270-301, hier S.276-278 mit Anm.20-23. 349 v -352 r ANDACHT FÜR DIE WOCHENTAGE. >Mit solcher andocht magst du die Wochen die zit also opfferen .. .<. An dem sontag opffer und drag uffdin singen ... - o here, hiljf, dan es dutt vast nott. Amen. 352" REUEGEBET. >Dryer nützer Pater noster<. Bett ein Pater noster und ersüffz mit ruwen ... - und in gerecht zu machen. Amen. 352 v -354 r GEBET ZUR HL. RICHARDIS. > Von der heiigen jungfrauwen sanct Rickarten ein schön gebett<. O allerdurchlüttigste frauw und keißerin sancta Richardis ... ich arme Sünderin grüß dich ... (s. auch oben, 37 r ). 354 r —371 v MARIANISCHE ROSENKRÄNZE. >Der wirdigen allerheiligsten mutter gottes mach also ein cron<. Die cron ist ir überdreffliche wirdickeit ob allen creaturen ... (360 v ) >Hie focht an das gülden psalterlin Marie<. Die geburt der erwirdigen jungfrauwen ..., s. L 90, 311 r — 316 r etc.; (366 v ) O Maria, ein jungfrauw und ein kyngin der engel, ich ermane dich des schmertzens ... (3 Rosenkränze); (371 r ) S[i]andt uff, du reine küsche maget, Maria ... 227 L95 L 95 Traktate und Predigten, deutsch Papier • 302 Bl. • 15 x 10,5 • Zisterzienserinnen • Lichtenthai (?) • um 1512-1515 Lagen: II 4 , 2 VI 20 , 10 VI 140 , IV 148 , VI 160 , 15 IV 280 , V 2 ' 0 , VP° 2 . Wortreklamanten großenteils beschnitten, bzw. abgeschnitten. Wz.: 1. Ochsenkopf Piccard X, 501: 1508-1516; 2. Ochsenkopf ähnlich Pic- card X, 271-273: 1506-1514. Schriftraum 11x7. 19-26 Zeilen. 3 Hände: 1. kanzleischriftartige Kursive (6 r -19 r ), dat. 1512; 2. Buchkursive (21 r —60 v ); 3. Bastarda (60 v -284 v ; Hand der Kantorin Odilia, s. Einleitung, S.43). Übliche Rubrizierung. Roter blindgepreßter Lederband der Zeit mit Kurzriemenschließe (Gruppe I, Stempel Nr. 19, 20, 24, 25, 28, 37, 43; s. Einleitung, S.44f), für Lichtenthai bzw. für die Äbtissin Maria von Baden, deren Besitzvermerk auf dem Vorderspiegel (aufgeklebtes Perg.- Blättchen wie in L6). Als Spiegel 2 beschnittene Perg.-Doppelblätter aus einer lateinischen Sermo- neshandschrift, um 1300, foliiert 17/24 und 18/23, Schriftspiegel 8,5 x 5,5; 24 Zeilen. Herkunft: Aus dem Privatbesitz der Maria von Baden, 1496-1519 Äbtissin in Lichtenthai; vermutlich in ihrem Auftrag in Lichtenthai um 1512-1515 geschrieben (s. Wz., Hand 1 und Hand 3). Zum Einband und Besitzvermerk s. oben. Die Texte sind zisterziensisch und teilweise für Klosterfrauen zugeschnitten. Mundart: alemannisch, 21 r -60 v mit schwäbischem Einfluß. Literatur: Trübner , Nr. 103; Längin , Nr. 105; Ettlinger , S .7. 6 r -19 r VON ÄUSSERER UND INNERER ZUCHT IM KLOSTERLEBEN. Alle ding sollent in uch erlich unnd nach Ordnung geschehen (I Cor 14,40) ... Under allem (!) leben, die man uff dissem erdrich zu ewiger belonung halten sol... - das wir nach der zergencklichen Zeyt erlangen Ewigs Leben. Amen. Die Bredig ist gemacht worden uff sant Joseph tag ... zu bericht den closter lütten Im XV C und zwolfften Jare. Für Zisterzienserinnen. - l r -5 v , 19 v -20 v leer. 21 r -60 v VOM RECHTEN BETEN. Amen, amen, dico vobis, si quidpetieritis patrem in nomine meo ... (Io 16,23) Also schribt der hailig Ewangelist Johannes... Furwar, furwar, sag ich euch ... Wir finden clerlichen in der haiigen geschrift, das der mensch also von gott geordnet und geschapfen ist ... - das unser gebett allweg erhört werd, das verlych uns allez der vatter unnd der sun unnd der heilig geyst. Amen. Zisterziensisch. 60 v -284 ZISTERZIENSISCHE KLOSTERPREDIGTEN, besonders für die Osterzeit. (60 v —71 r ) Zu Ostern. >... wie unser herr Jhesus Marie Magdalene erschynen ist als eyn gerte- ner, und wie wir auch ein hübsch gertlin sollen pflantzen.< Cantemus domino, gloriose enim ... (Ex 15,1). Syngen wir dem herren ... Wo her dyfie wort entspringent und war uff sie gan ... Von der Pflege des Herzensgärtleins in 6 Punkten. Für Klosterfrauen. 228 L95 (71 r —85 V ) Zum Ostermontag. >... von den geistlichen bilgem<. Jura peregrinorum tria sunt. Dry förderlich recht haben die bilger. die in zugehören ... (85 v — 10l v ) Zum Ostermontag. >Mane nobiscum, domine, quoniam advesperascit< (Lc 24,29). (86 r ) Dyse wortt beschribt uns.. . (86 v ) Sechs stücklin syn hie gemeldett, die gutt dar zu syn, daz wir den herren by uns behalten ... (102 r — 107 v ) Zum 1. Sonntag nach Ostern. Amen, amen, dico vobis, quia plorabitis et flebitis vos ... (Io 16,20). Wir fynden vierley wyß, in den die Jungern synt betrübt gewesen ... (107 v — 117 r ) Zum gleichen Sonntag. Plorabitis et flebitis vos ... (Io 16,20). Ir werden clagen ... Der ußerwelten menschen leben hie in zit ist clagen, lyden und weynen ... (117 r — 139 r ) Zum 3. Sonntag nach Ostern. Vado ad eum qui me misit (Io 16,5). Also spricht Johannes ... (117 V ) Ich far do hyn zu mynem vatter ... (118") Nach dem selben synt hie zu mercken ... dry köstliche lerer ... (119 r ): dignitas, necessitas, utilitas... (139 r -154 r ) Zum Himmelfahrtstag. Sycut aquila provocans ad volandum pullos suos (Dt 32,11). Dyße wort beschribt der heilig prophet Moyses ...: recht als der adaler reitz syne Jungen zu fligen ... (140 v ) unser herr Jhesus ist uff gefaren In dry wyß: offenbarlich, Süßlich, das ist frintlich, und herlichen ... (154 r -205 r ) Von geistlicher Einkehr. >Gar ein schön bredig von dem Inkeren.< Ad vesperam demorabitur fletus et ad matutinum letitia (Ps 29,6) ...zu obent wirt wonen daz weinen ... das ist so vil geret: die obent stund noch complet ist geschickt zu geistes fröd... (205 r -241 r ) Zum 2. Fastensonntag. DOmine, bonum est nos hic esse (Mt 17,4). Also spricht Matheus ... (205 v ) herr, es ist gut hie syn ... Dyß wort sprach sant Peter, als er mit synen gesellen ... (241 r -257 v ) Eucharistiepredigt. Omnes gentes quascumque fecisti venient et adorabunt ... (Ps 85,9). Alle gesiecht, die du herr hast gemacht... Dyße wort sprach der erlücht konig prophet David in dem geist, in dem er gesehen hat... {257 v -275 r ) Von der Vervollkommnung der Klosterleute. Fulcite me floribus, stipate me ma- lis... (Ct 2,5). Dyße wort schribt her Salomon ... understüczen mich mit blumen ... Unser heiliger vatter Bernhardus super cantica über dyße wort spricht und schreibt zwen syn ... (275 r -284 v ) Von St. Anna. Ora pro nobis, quia mulier sancta es (Idt 8,29). Bit vor uns, wan eyn heilige fraw byst du. Dyß wort haben gesagt zu der zit großer wirdigkeit die da waren in der stat Bethulia ... Unter den zitierten Autoritäten auch Heinricus de Hassia, Johannes Gerson, Nikolaus von Lyra und Heinrich Seuse. - 285 r -302 v leer. 229 L96 L 96 Geistliche Texte • Direktorium Papier • I (Perg.) + 339 + I (Perg.) Bl. • 15 x 10,5 ■ Lichtenthai (?) • 1507 und 16. Jh. Brauner Lederband, Gruppe I der für Lichtenthai gefertigten Bände, Stempel 11, 13, 15, 19, 22, 26, 28, 34, 37 (s. Einleitung, S.44f u. Abb.25). Als Spiegel (jetzt abgelöst) 2 Bl. einer Perg.-Hs. des 14.Jh's (nicht-monastisches Brevier). Auf dem Rücken Titelschildchen: Geistliches Lesbuch (19. Jh.). Herkunft: Teil I: 89 r >Deo gracias. Geendet uff der kyrchby obent XV C VII< (1507): Rubrizierungs- hand weist nach Lichtenthai (s. Einleitung, S.43). Teil II der Schrift nach zu schließen frühestens um die Mitte des 16.Jh's geschrieben (auf zunächst leergebliebenen Blättern). Nr. 112 von F.Mones 2. Gruppe. Mundart: alemannisch. Literatur: Trübner , Nr. 104; Ettlinger, S. 12; Längin , Nr .256; Quint , Fundbericht, S.24. I Bl. 1-303. Lagen: (IV 4- 1)', 17 V 179 , (IV4- 1) 18S , V 198 , IV 206 , (III 4-1) 213 , 9 V 303 ; Reklamanten. Wz.: Bri- quet , Nr. 11817 und Piccard , Ochsenkopf X, 141-146. Schriftraum 10,5 x 7. Zeilenzahl unregelmäßig. Bastarda von 2 Händen: 1. 10 r -232 v , 2. 232 y -303 v . Nachtragshand 303 v . Rubrizierung z.T. von der Hand der Schreiberin der Hs. 13 des Ludwig-Wilhelm-Gymnasiums Rastatt (Signatur K 152), s. Köhler , S.3 (vgl. auch L 76 u. Einleitung, S.43). l r -9 v leer. 10 r —80 v GEISTLICHE SENDBRIEFE. >Item nu merck, wie du dich solt halten ...<. Eya nu min liebstes kynt, nu erst soll ich dir uff thun myn hertz ... - (74 v ) das verliehe unß derselbe ge- benediet sone Jesus mit dem segen des vatters... Amen. Alles gut in dem herren, myn recht liebes kynt. Noch mynem abscheit, die will ich dir so balde nit me bredigen werd ... - (80 v ) ob dir ymmer also mit yme werde gelyngen. Amen. 80 v -89 r ÜBER DIE MYSTISCHE VEREINIGUNG MIT GOTT. Von wahrer vereyni- gung der seien mit got. Wen der begird dem fyncklin der seien gerumet wird... - also vatter ist es gefellig syn vor dir. Folgt Datierung (s. unter Herkunft). 90 r -109 v ABSCHIEDESREDEN JESU. Io 13-17, deutsch. >Dyß ist die gülden predig un- ßers lieben heren Jesu Christi, die er hat geton an dem grünen durnstag zu nacht <. Vor dem hochzittlichen dag der osteren, do Jesus wist... - und ich in inen. 110 r —213 r PASSIONSTRAKTAT. > Dyß nach geschriben materie sagt gar eygentlichen von dem wirdigen lyden ..., genummen uß dem text ...<. Als der her Jesus daz osterlamp gessen het 230 L96 ... - vergoß er, do im daz sper ingetrückt wart. Nach den 4 Evangelien mit eingeschobenem Kommentar, z.T. wörtl. Übereinstimmung mit „Christi Leiden in einer Vision geschaut" (s. dazu L90, 9 r -104 v ). 214 r —232 v VOM STERBEN CHRISTI. >Dyß hernach geschrieben sagt von dem sterben und hynzyehen unsers herren Jesu Christi<. Der dot begund krejftiklich zu ryngen ... - und der selb mensch war gott. >Ach bitten got auch vor den dregen schriber<. 232 v -242 v VIERZEHN TODE CHRISTI. Der erst dott, den der herre am kreutz leid ... - daz heljf er uns allen. 242 v -267 v BETRACHTUNGEN, EXEMPEL, GEBETE (Vom Leiden Christi). Buck din hoffertiges gemut under die durnen krön .. (252 v ) Es was ein großer sunder, der kam an sin endt... (vgl. auch L 90, 226 r ); (254 v ) Diß ist ein warer Spruch heiliger lerer ...; (255 v ) Myn lieber ist mir eyn mirren büschlin bitters krutes .. .; nach Bernhard v. Clairvaux, Sermo 43 super Cant. (BO 2, S.42f); (25 8 V ) O Maria, du gebenedite finderin der gnaden ..., slüß uns uff den schätz .. .; (259 r ) In allen dingen han ich rüg gesucht..., Nun han wir zwei erb, in den wir sollen wonen ... (Predigt); (262 v ) O zarte sele, gedenck an das hymelsch vatterlant.. (264 v ) An einem samtag(l) früw, als zu mettin erschein der getruw vatter Jesus Christus ... 268 r -280 v BETRACHTUNG ÜBER LEBEN UND LEIDEN CHRISTI. >Hye hebt an eyn lere, wie das leben und liden Christi ein bildner ist... und spricht zu latyn also: Aspice et fac secundum exemplar quod tibi in monte monstratum est. Exodi XXV° .. .<. Sieh an und wirck noch dem bildener, so dir uff dem berg gezeuget ist... Wie wol daz nun ist, daz Christus unser her allenthalben in der geschrifi ... Anfang wie Jordan von Quedlinburg, Meditationes de passione Christi ( Zumkeller , Nr.646b), dann abweichend; gleicher Text: L 87, 153 v -159 v . 280 v —301 r BUCH VOM GRUND ALLER BOSHEIT. Es sy dan, daz das weißenkomlin, das do fallen ist..., Druck s. L 87, 198 r ; vgl. auch Quint , Fundbericht, S.24 (Initium und Explizit der Fassung dieser Hs.). 30 l r SPRÜCHE, Bernhard v.l Clairvaux zugeschrieben. Gute ritterschaft wirt bewert in sweren stritten ... - als der pfeffer in der pfeffermulen, als S. Bernhard spricht. 301 v —303" BETRACHTUNG ÜBER Is 60,1. Surge illuminare Jerusalem ... Stand uff Jerusalem ... Myn sei stand uff sechßfaltiglich ... - wie es einem andern sich gebe. Got sy gelopt. 303" Nachtrag (16. Jh.): Reisesegen (unvollständig). 231 L96 • L97 II Bl. 304-339. Lagen: III 30 ', 3 V" 9 . Wz.: Ochsenköpfe, wovon einer ähnl. Piccard , Ochsenkopf X, 272 (belegt 1506-1513). Schriftraum und Zeilenzahl schwankend. Kursive von einer Hand (16. Jh.), wie L 110, 1 24 r — 1 35 r . 304 r -324 r ORDINARIUMSAUSZÜGE FÜR EIN ZISTERZIENSERINNENKLOSTER. Für Palmsonntag bis Christi Flimmelfahrt. Am freydag vor dem palmdag trag die sen- gerin die taffei in die abtey ... - und auf S. Marx dag. Vgl. auch L 110, 1 24 r — 135 r . L 97 Deutsche Gebete und Tagzeiten • Deutscher Psalter Papier • 2 (Perg.) + 291 +2 (Perg.) Bl. • 14 X 10 • Windesheimer Kongregation • Frankenthal (?) ■ um 1500 Lagen: Vorwiegend Quinionen. Reklamanten (oft abgeschnitten). Wz.: Krone über Herz und Monogramm sowie Wappen mit heraldischen Lilien (ähn. Briquet , Nr. 1746). Schriftraum 10,5 x 8. 20-30 Zeilen. Bastarda von einer Hand im Corpus der Hs. (wie L 84 u. L 100); 198 r — 199 r und 291" gleichzeitige Nachtragshand; auf den Vorsatzbl. Nachträge des 17. Jh's. Mehrfach rot-blaue Initialen in Lombardenform mit bunten Zierranken (anspruchslose Arbeit). Roter Lederband der Zeit mit stark beriebenen Einzelstempeln, weitere Stempelprägung aus späterer Zeit; eine Messingschließe (wie L 84 und L 100 sowie der aus Frankenthal stammende Einband bei Schunke , Palatina 1, S. 12 u. Tf. VI); Rücken 1976 erneuert (Rückenschildchen jetzt in Tasche am Schluß der Hs. aufbewahrt); auf den Spiegeln als Federproben u.a. Antiphon Cum rex glorie Christus ..., der Refrain Salve festa dies von AH 50 Nr. 69 sowie deutscher Sinnspruch mit Datum 1641(?). Herkunft: Für ein Augustinerinnenkloster am nördlichen Rand des alemannischen Sprachgebiets bestimmt. Anrufung in der Litanei 63 r weist auf eine Vorlage aus St. Meinulf in Bödeken, dem Zentrum der Windesheimer Kongregation in Deutschland (vgl. B. M. Scarpatetti , Die Kirche und das Augu- stiner-Chorherrenstift St. Leonhard in Basel, Basel 1974, S. 218-223, zum Reformwirken von Bödeken am Oberrhein). Als Schriftheimat kommt v. a. Frankenthal in Frage (s. auch Hinweise zum Einband), als Bestimmungsort dann Fischbach bei Kaiserlautern. Vgl. zum Ganzen J. E. Gugumus , Die Bibliothek des Augustinerchorherrenstifts Groß-Frankenthal, in: Frankenthal - einst und jetzt 2 (1972) 9-17, sowie Monasticon Windeshemense 2, Bruxelles 1977, S. 122-139. Hss. gleicher Provenienz: L 84 und L 100. Nr. 110 von F. Mones 2. Gruppe. Mundart: alemannisch, außerhalb des Psaltertexts mit mitteldeutschem Einschlag. Literatur: Trübner , Nr. 105; Ettlinger, S. 12; Längin , Nr. 135. l r -3 r Nachtrag (17. Jh.): Andacht zum Leiden Christi. - 3 V leer. 232 L97 4 r -42 r EUCHARISTISCHE TAGZEITEN. >Hiie fahen an die VIIgezytt vom heiligen wir- digen sacrament ...<. Übersetzung des Offiziums Sacerdos in aeternum (zum lat. Text s. Lambot , S. 95 ff) mit einigen Umstellungen. 42 r -46 v MARIANISCHE GEBETE. >Diß sint die XVIII Ave Maria ...<. Ich bytt dich, de- muttige mutter gotes, das du byttest den almechtigen got6 Gruppen zu 3 Ave auf die Tagzeiten verteilt und jeweils mit einem Gebet verbunden; (44 r ) O jungfrawe, sancta Maria, ich lobe dich und dine hohe ..., 7 Ermahnungen; (45 v ) Freuwe dich, du aller usserwelteste gottes- geberin ... das du durch den wonderlichen ratte ...; Freuwe dich, du allergebeneditste gottes geberin ... das du in dinem allerheiligsten entpfenigenyßt... (vgl. auch L 106, 282 v -286 v , Achten-Knaus , S. 103, und Kurras 1, S. 15); (46 r ) > VII freud Marie<. Freuwe dich jungfrauwe Maria, wan im hymel die eynig schone ..., s. Kurras 1, S.31 (lat. Vorlage wohl AH 31 Nr. 189); (46 v ) In der liebe aller gotliebhabenden hertzen grüße ich armer sundiger mensche dich ..., s. auch L 90, 295"; O Maria, eyn tempel der heyligen dryveltigkeit, durch alle die volkommen- heit (gereimt). 47 r _49 y GEISTLICHES TESTAMENT. O almechtiger ewiger gott und vatter, ich arme sundige creatuer befelhe mich heutte und zu aller zytt ... - versiegelt mit dem zeichen des großen konigs Iesu Christi. Amen. Gleicher Text: L 107, 323 v -329 r . 49 v ABLASSGEBET. O herre, Jesu Cristu(\), der du an dem crutze hangenden czu dinem va- ter sprecht... 50 r -63 v LITANEIEN. (50 r -54 v ) zur Dreifaltigkeit: >Der herre sprach zu eynem andechtigen menschen: wylt du mir eyn wollgezierdte kerßtenliecht machen, so bett mir die letteny von der hochgelobten drinydate .. .<. Kyrie eleison ... Vater unßer, der du bist in den hymeln, erbarme dich über unßer.. .; (54 v -63 v ) >guldin letteny von dem leben und liden unßers herren Jesu Christi <, darin u. a. die Anrufung: Durch das gebette und verdyenst der heiligen vetter sanct Augu- steyne, sant Meynolffus, sanct Anthonius und aller diner heiligen bychtiger (63 r ), s. auch unter Herkunft; gleicher Text auch in Greifswald, UB, nd. Hs. 9.8°, 107 r — 1 12 V ( J.Deutsch , Die Handschriften d. Abteilung f. niederdeutsche Lit. bei der Universitätsbibl. zu Greifswald, Leipzig 1926, S.28). 64 r -69 v TÄGLICHE GEBETE. (64") Morgengruß des Dieners der ewigen Weisheit, s. Bihlmeyer , S. 395 f (s. auch Haimerl , S.42); (64 v ) O allerschonster morgenstern, Maria, aller- edelste durchglentzeste morgenrode .. .; (65 v ) Almechtiger vatter, ich sage dir danck und lobe, daß du dich barmhertziglichen bewegt hast ... (Augustinus zugeschriebenes Morgengebet); (65 v ) O barmherziger herre, Iesu Christu{\), du myn schopffer und erlosser, ich bekenne dir alle myne sunde ..., es folgen weitere Abendgebete (Initien im Register); (67 r ) >Gemeyn collec- ten<. Wir bitten dich, herre, daß du durch dine myltigkeit uffloßest ...; (67 v ) Wir bitten dich, 233 L97 herre, das die hymelischen sacrament die wir genomen haben ..Ich dancke dir diner ver- nunffle, got, das du mich geschaffen hast. ..; (68 r ) Beheiter der weite, behalte uns .. mit drei Paternostern, s. Schneider , Nürnberg 1, S.357; (69 r ) >Das guldin seil gebet sanct Gregorie(l) ...<. O almechtiger forchtsamer gott, gegen des gewalte hymel und erden erzyttern s. Wei- mann, S. IIB. 70 r — 195 v PSALTERIUM. > Hie facht an der psalter.. .<. Selige ist der man, der nit ginge in den ratte der unmylten ... - (18 8 r ) >und also endt sich der psalter Davids. Und folgen hernach die lobgeseng der andern heiligen profehten .. .<. (188 v ) O herre, ich bekenne dir, wann du hast uff mich gezomntt... (Laudes-Cantica). Ubersetzung gehört zum Psaltertext der Mentelbibel und ihrer Nachdrucke (1. Ubersetzungszweig von Walther , Bibelübersetzung, Sp.223- 235; s. auch Schöndorf , S. 123-128). Meist Psalmtitel und Gebetsanweisungen. 196 r — 197 v GRÜSSE ZUR HL. ANNA. Got grüß dich, rote welsche graßblum ..., s. St. Peter pap. 3, 145 r — 147 v ( Niebler , S. 1 1 1); (197"' Gegrußet systu hymelische konigin Anna, eyn mut- ter der barmherzigkeit... (auf Anna adaptierte Paraphrase des Salve Regina). 198 r — 199 v SALVEANDACHT. Item nach der complet nemm vor dich, als werestu by dem grab ..., nach Seuse (s. Bihlmeyer , S.36f). 200 r -238 v MARIANISCHE TAGZEITEN. >Kurßvon unßer lieben frauwen<. Gegrußet sie- stu Maria .. ., mit Ausnahme des Invitatoriums dem Gebrauch der Windesheimer Kongregation entsprechend, s. F. Gorissen , Das Stundenbuch im rheinischen Niederland, in: Beiträge zur rheinischen Musikgeschichte 75 (1968) 63-109, hier S. 104. Bemerkenswerte Besonderheiten: Laudes und Vesper mit Suffragien zum hl. Augustinus (Antiphon des Laudes-Suffragiums: Übersetzung der Strophen 13 u. 14 von AH 55 Nr. 75); eingeschoben die kleinen Tagzeiten vom hl. Kreuz (s. Haimerl , S. 128) mit Übersetzung des Hymnus AH 30 Nr. 13 (mit den Varianten des Hortulus animae). 239 r -253 r BUSSPSALMEN MIT LITANEI. Zum Text der Psalmen s.o. zu 70 r — 195 v ; (246 v -253 v ) Litanei mit Preces, die Liste der angerufenen Heiligen zeigt insgesamt süddeutschen Einschlag; nach der ersten Collecta die Antiphon In dem myttel des lebens sint wir in dem dotte ... (250 v ). 253 r -284 r TOTENOFFIZIUM. Nach Windesheimer Gebrauch. Vgl. Gorissen , (s.oben 200 r -238 v ), S.75 und 97f. 284 y -285 v GEBET FÜR VERSTORBENE. In eynem gotlichen wessen drye person lasse dich erbamen(\) den so eilenden grussamen valle ... - so gedenckent auch myne in gutten, got 234 L97 • L98 zu lobe und mir zu ewigem heille. Amen. Gleicher Text auch L 98, 94 r -96 v (s. auch Schneider , München 4, S.535: Cgm 833, 138 y ). 286 r -291 r ANDACHT ZUM LEIDEN CHRISTI. >Diß nachgeschriben ubung ist und heißt der guldin bergk O herr Jesu Christe, du warhafftiger und allerliebster frundt, für mich, din onwirdige dienerin es folgen 10 Artikel (Gebete in Verbindung mit körperlichen Übungen). 291" CONFITEOR, dominikanisch. Lat. Text, anschließend Gebet: O lieber here Jesu Christe, loß dir diß metten eyn ewigs lobe syn ... 291 v -292 r ABLASSGEBET. O lieber herr Jesu Christe, ich bit dich durch den onmeßigen schmertzen s. Kurras 1, S. 18. 292 v -294 r NACHTRAG (17. Jh.): Gebete zur hl. Anna. - 294 v -295 v leer. L 98 Gebet- und Andachtsbuch, deutsch Papier • I (Perg.) + 160 + I (Perg.) Bl. • 14,5 x 10 • Franziskanisch (?) • Oberrhein • 16. Jh., Anfang Lagen: Quaternionen. Unter den Wz. Piccard , Ochsenkopf X,291 (Oberrhein, belegt 1495-1497) und mit einer heraldischen Lilie bekröntes Badisches Wappen. Schriftraum 10 x 7. 16-20 Zeilen. Im Corpus der Hs. Bastarda von einer Hand, rubriziert. Mehrere Nachtragshände des 16. Jh's, darunter 6 v -8 r , 150 r — 152 r und 160 v die Hand von L 105, 89 r -96 r u. 278 r -296 r ; eine weitere Hand (4 v -6 r ) auch in L 142 (II). Roter Lederband der Zeit, blindgepreßt, 1976 restauriert: Rücken und Schließe erneuert, alte Schildchen (Titelschildchen: Gebetbuch [19. Jh.] und Signaturschildchen I 354) und Makulatur jetzt in Tasche hinter dem Buchblock aufbewahrt; ehemal. Spiegel (s.u. Fragmente) abgelöst, jetzt Vorsatzblätter. Herkunft: Aus einem Frauenkloster des alemannischen Sprachgebiets, möglicherweise franziskanischer Observanz (vgl. bes. 97 r -102 v ). Datierung des Hauptteils aufgrund der Wz. (s.o.) und 99 v - 102 v . Nachtrag 8" mit Vermerk 1525 ... prüder Hans Schober. Nr. 103 von F. Mones 2. Gruppe. Mundart: alemannisch. Literatur: Trübner , Nr. 106; Ettlinger , S. 12; Längin , Nr. 54; Hofmann , Seuse, Nr. 257. l r leer. l v NACHTRAG (datiert 1715): Anima Christi, sanctißca me s. LThK 1, Sp.563f). 235 L98 2 r -8 v NACHTRÄGE (16. Jh.): Gebete. O lieber here Jesu Christe, ich fall itzunt vor din ge- nedigen heiigen und genedigen fuß ...; (4 V ) >Eß was ein andechtiger einsidler in der wiestung ...<, Andacht zu den fünf Wunden Jesu, s. K.Illing , Albert des Großen ,Super Mis- sam'-Traktat in mittelhochdeutschen Übertragungen, München 1975, S.74; (6 V ) >Eyn schönes gebet von der profeß zu betten<. O du süßer her Jesu Chryste, mein gespontz, ich versprycht (!) dyr.. .; (8 V ) O got, himlischer vatter, ich bit dich in dem namen Jesu Christi Nasserem ..., am Schluß Datierung und Schreibervermerk (s. unter Herkunft). - 4 r leer. 9 r -14 v PARAPHRASE VON VATERUNSER UND AVE. >Der Herre sprach: sag allen denen, dye dyr lieb synt. . .<. (10 r ) >Patter(l) unser.. .<. Ich opfjfer dir alles das wee und lyden ...; (13 V ) Gegrüsset sygest du Maria, vol gnaden. Wyr bittent dich, das du uns all gnod und tugendt erwerbest ... - eyn kunig der ewigen eren. Amen. S. auch L 104, 10 V — 16 V , und Kl.L. 108, 54 v -55 r . 14 V —21 v GEBETE ZU CHRISTUS. O guetiger Jesus, o süsser Jesus.. ., Bernhardin v. Siena, Gebet vom Namen Jesu, s. Haimerl , S. 81 Anm.474 und S. 143; (17 v ) Herr Jesu Christ, eyn sun des lebendigen gottes, der du umb unser erlösung willen .. ., Augustin zugeschriebenes Gebet, s. Haimerl , S.55 Anm.282 und S. 140 Anm. 858; (20 r ) O du ursprunglicher brunn aller wyßheyt ..., s. Haimerl , S.55 Anm.286 u. S. 140 Anm. 868. 21 v -44 r GEBETE ZU MARIA. Sancta Maria, eyn jungfraw ob allen jungfrawen ..., s. Haimerl , S .50 Anm. 255; (27 r ) >Hye nach folgen gebett von den fünf schmertzen der jungfrawen Marie ...<: (30 r ) O Maria, >mediatrix<, eyn mytlerin ..., vgl. Haimerl , S .92 Anm. 549; (34 v - 42 v ) Goldenes Krongebet. > Welcher mensch so selig ist vor gott.. .<. Ich ermane dich, o Maria, der großen überflüssigen fröud und eren ..., s. Kornrumpf-Völker , S .262; (43 r ) Maria, eyn mitlerin zwischen gott und den menschen, mach dych das mittel ..., s. auch Karlsruhe, BLB, St. Peter pap. 18, 168 v — 169 r (Niebier, S .124) und L 90, 272 v -273 r . 44 v -70 r PS.-BIRGITTA VON SCHWEDEN, 15 GEBETE VOM LEIDEN CHRISTI. >Dyeses synt dye aller andechtigysten und verdyenstlichen ermanungen ...< (mit Verweisung auf den Antidotarius des Nicolaus Salicetus), O heylige fraw sant Brygitta, aller hytzigyste und ynbrünstigyste lyebhaberyn .. (45 r ) >die erst manung<. O her Jesu Christe, eyn ewige süs- sigkeyt s. Montag , S.25-34, ohne Kenntnis dieser Hs. 70 v -75 v ANLEITUNG ZUR RECHTEN BUSSE. >Dyeses ist zu mole eyn hybsch trostlich lere<. Eyn hoher wyser lerer und meyster der heyligen geschryfft sprach ... Ich wyl den menschen leren, das ime dye buse ... - (73 r ) der reynen luteren jungfrawen Maria, gottes inwonunge. Amen. Anlehnung an Nikolaus von Straßburg, 7. deutsche Predigt ( Pfeiffer , 1, S. 285-289, nach Pfeiffers Zählung Predigt Nr. 9, bes. S. 2 8 7 40 -2 8 9 5 ), vgl. E. Hillenbrand , Nikolaus von Straßburg, Freiburg i.Br. 1968, S.27, sowie Schneider , München 2, S.339. Hier (73 v - 236 L98 75 V ) zusätzlich zwei Gebete aus der 7. bzw. 6. Predigt ( Pfeiffer 1, S.288 29 " 40 und S. 284 15-26)_ 75 v -82 v EUCHARISTISCHE GEBETE, Augustinus zugeschrieben. >Der würdige lerer sanctus Augustinus hat gemachte sechs >andechtiger gebette ...< O myn gott und myn herre, ich bitte dich durch den edelen ußfluß dynes wyrdigen blutes ... (Verweisungen der Hs. auf Werke Augustins erweisen sich als nicht stichhaltig). Überliefert auch in Cgm 469, 31 r - 34 r und 488, 1 80 v — 1 89 r (s. Schneider , München 2, S.383 und 450). 8 2 V —8 3 V ELEVATIONSGEBETE. Gegrüsset sygest du, worer lychnam ..., Übersetzung von Ave verum corpus ( Chevalier , Nr. 2175), (83 v ) Gegrüsset sygest du, würdiges blut unseres her- ren ... 83 v -91 r GEBETE NACH DER KOMMUNION. Sygest wylkummen, allersussester herr Jesu Christe, myn gott ...; (85 v -90 v ) Gebete des deutschen Hortulus animae (s. EIaimerl , S. 143 Anm.897): Hertzliche danckbarkeyt, ewiges lob, ere und alle selikeyt sye dyr gesprochen ... (weitere Initien im Register); (90 v ) O her, dyn heyligerfronlichnam sye mir eyn süsses heyl...; Wol mir, das ich empfangen hab den tranck ... 91 r —97 r ABLASSGEBETE. Von diesem gebettlin sind XX tag aplaß (91 v ) Unser herr Jesus Christus durch sin mylteste barmhertzigkeyt ...; O barmhertzigergott, ich begere, das noch hüt alle myne gedenck. ..; (92 r -94 r ) für Verstorbene, wie im deutschen Hortulus animae (s. Haimerl, S. 144 sowie S. 127 Anm. 786): Erbarm dich, gott myn herr, über alle seien .. . (weitere Initien im Register); (94 r ) In eynem göttlichen wesen dry person ... (s. L 97, 284 v -285 v ); (96 v ) O ir gläubigen seien, die hye und überal.. ., dieses und das vorangehende Gebet auch in Nürnberg, Germ. Nationalmuseum, Hs. 158088, 258 v -263 v (s. Kurras, 1, S.139). 97 r -99 v 6 PATERNOSTER UM EINEN GUTEN TOD, Bruder Berthold (von Regensburg ?) zugeschrieben. >Dyses synt VI Pater noster, die der heylige bruder Bechtold leret.. .<. Aller getruwester gott, ich mane dich aller der liebe ... - mit dynem göttlichen munde. Amen. 99 v -102 v BERNHARDINUS VON BUSTI, ROSARIUM (Auszug). >Hye nach folget von dem ablaß der sünd... uß dem rosario Bernhardini de Busthis<. Nach der meynung sancti Bernhardini de Busthis so erlangt ein yglich ordensperson ... - mögen erlangen nachloßung aller sünd. Zum Autor (OFM, gest. 1513/15) s. A.Alecci , „Busti, Bernardino", in: Dizionario biografico degli Italiani 15, Roma 1972, S. 593-595. 102 v — 131 v ABLÄSSE DER RÖMISCHEN STATIONSKIRCHEN. >Hye nach volget aller der ablaß, der zu Rom ist in allen kyrchen<. Es ist zu Rom in allen kyrchen alle tag ablaß...; 237 L98 (103 v ) >Hye nach volgend dye staciones. . .<; (104 v ) An dem ersten suntag in dem advent ist sta- cion in unserfrawen kirchen ..., Liste bis zur Oktav des Martinstags, sehr ähnl. wie in dem von T.W.R öhrich , Mittheil, aus der Gesch. d. evangel. Kirche d. Elsasses 1, Straßburg 1855, S. 116-122, publizierten Straßburger Einblattdruck von 1518; (124 v ) Item du möchst sprechen, wie kompt es, das vil staciones.. (126 v — 131 v ) zwei Ablaßgebete: O herr Jesu Chri- ste, fließender brunn deß nachlaßens ..., O herr Jesu Christ, mores Hecht der seien, herkülung der müden ... Zum Ganzen vgl. N. Paulus , Geschichte d. Ablasses im Mittelalter 3, Paderborn 1923, S. 277. 131 v — 147 r LITANEI VON DEN ELFTAUSEND JUNGFRAUEN. >Hye nach volget eyn schön lateny von sant Ursulen mit aller yrer geselschaft<. Im Hauptteil der Litanei nach Maria, den Engeln, Johannes d. Täufer und den Aposteln Anrufung von Ursula und über 200 namentlich genannten Gefährtinnen (134 v — 141 v ); die Namen der Jungfrauen nach Buch 1,6 und 11,19-23 der sog. Revelationes B.Josephi (BHL 8433 und 8434), s. auch W. Levi- son , Das Werden der Ursula-Legende, in: Bonner Jahrbücher 132 (1927) 1-164, bes. S. 125-137 (zu den Namen: S. 127 f). Am Schluß Anrufung von Achatius (10000 Märtyrer) und dem nur aus der Ursula-Legende bekannten Ps.-Papst Cyriacus (s. Levison , s.oben, S. 119 f, 131 und 139). 147 r — 148 r ABENDSEGEN. >Dyesen segen saltu allewegen sprechen, so du nyder gäst ...<. (147 v ) Der friede unsers herren Jesu Christi, dye unverserete jungfrawlicheyte der seligen Marien ... - myner seien nun und yemer ewigklichen. Amen. 148 r — 149 v LAT. SEQUENZ DE S. ANNA. AH 55 Nr. 66. 150 r — 160 v NACHTRÄGE (16.Jh.): Verschiedene Gebete, u.a. die in L 104, 274 r -276 r überlieferten, Seuses Morgengruß des Dieners der ewigen Weisheit ( Bihlmeyer , S. 395 f), die >vier schloß< (s. auch L 99, 20 v —21 r sowie Kurras 1, S. 13, 17 und 20), die >vier schrecken< (s. Achten - Knaus , S.296; Menne , S.276, 423 u. 435), das auch L 106, 46 r -48 r und L 109, 260 v -261 r überlieferte Gebet zu den „vier Orten des hl. Kreuzes" (s. Kornrumpf-Völker, S.255) und ein Gebet zur hl. Sabina. Initien im Register. FRAGMENTE: 1. Ehemalige Spiegel (jetzt Vorsatzblätter) und Makulaturstreifen. 2 Pergamentblätter und mehrere horizontal ausgeschnittene Streifen aus einer Oktavhs., Universitätsschrift, rubriziert, 13. Jh. 2 . Apparat des Tancredus zur sog. Compilatio prima 5,20-24 u. 33-34 (fragmentarisch). Vgl. S. Kuttner , Repertorium der Kanonistik, Cittä del Vaticano 1936, S.327f. 2. Zwei als Lesezeichen eingelegte Papierblättchen, 16. Jh. Oration Bruylants 2, Nr. 1671, bzw. deutsche Übersetzung der Antiphon Hesbert , Nr. 5075 und Bernhard v. Clairvaux zugeschriebener Ausspruch zur Emmausepisode. 238 L99 L 99 Gebet- und Andachtsbuch, deutsch Papier • 264 Bl. • 14 x 10 • Südwestdeutschland • 1469 und 16. Jh. 1 (um 1525). Lagen: III 6 , (IV+1) 15 , IV", VI», II 3 ', VIII», VI 67 , 4 VII 123 , 3 VT 159 , VII 173 , (VII-l) 186 , ([VI 4- 1] + 1) 2 °°, 2 VI 224 , (VI4-l) 237 , V 247 , (II + 2) 253 , VI 264 (letztes Bl. der Schlußlage als Spiegel verwendet). Vereinzelt Reklamanten. Wz.: im Hauptteil (Bl.24-237) Piccard Ochsenkopf V, 321 (1465-1469 belegt) und Piccard , Schlüssel III, 122 (1469-1471); in den Nachtragsteilen Piccard , Kronenwasserzeichen VII, 18 b (1518-1544). Schriftraum im Corpus der Hs. 9 x 6,5. 16-19 Zeilen. Bastarda von einer Hand, datiert 1469 (s. unter Herkunft); mehrere Nachtragshände des späten 15. und des frühen 16.Jh's (Bl. 2—21, 36-39, 187 u. 237-263), die Hd. von 8 r -20 r , 21 v und 259 v -261 r datiert 1525 (8 r ). Übliche Rubrizierung. Rote Lombarden, an den wichtigeren Textanfängen initialartig vergrößert und häufig mit Zierranken (Distelblätter) in rot-blau-grün aquarellierter Federzeichnung. 40 r neben der Initiale anspruchslose kleine Federzeichnung: Altar (zum Beginn des Messetraktats); 36 r früher wohl Andachtsbild eingeklebt (vermutlich Kreuzigung), heute nur noch Klebespuren vorhanden. Dunkelbrauner Lederband des 16.Jh's mit Einzel- und Rollenstempeln (u.a. Schriftzug IHESUS- MARIA und eine ornamentale Rolle ähnlich der auf einem Einband von Petrus Betz verwendeten, s. Schunke , Palatina, Tf.XXXVIII: Pal. IV 511). Spiegel und Schließen 1971 erneuert. Alte Spiegel jetzt hinten in Tasche aufbewahrt: Bruchstücke einer zweispaltigen Perg.hs. des 14.Jh's (Legendär, hier Fragment der Judocus-Legende BHL 4513, in Lektionen eingeteilt), darüber Papierbl. mit Beginn einer lat. Andacht de conceptione B.M.V. (Schrift des 16. Jh's). Herkunft: Corpus der Hs. mit Kolophon 55 v : Dorothee 1469 von Wind [. ..] (zur Datierung vgl. auch Wz.). Ende 15. und Anfang 16. Jh. mehrfach ergänzt, der Abschnitt 8 r -20 r datiert 1525 (8 r ). l r Soror Maria Barbara Fordenbachin (Lichtenthaler Konventualin, gest. 1687, s. L90). Nr.21 von F.Mones 3. Gruppe (Namensschildchen u. Numerierung auf dem ehemal. Vorderspiegel). Mundart: alemannisch. Literatur: Ettlinger, S .21; Längin , Nr.48. l r Besitzvermerk (s.o.). - l v leer. 2 r -7 v BUSSGEBETE. O got der unuszsprechlichen barmherczigkeit ... du bist eyn schepfer und eyn widermecher des menschlichen geschlechtes ..., s. Achten - Knaus, S.347; (5 V ) Diß sint X Pater noster zu sprechen uff dyn büß. Das I. Pater noster offer ich dir, lieber her, in die wund deyner rechten hant ..., s. auch L 106, 139 v -143 r . 8 r -20 r 38 MAHNUNGEN VOM LEBEN UND STERBEN CHRISTI. Wie L90, 177'- 193 r (s. dort); (20") zwei Zusätze zum vorhergehenden Text (von anderer Hd.). 20 v —21 r VIER SCHLÖSSER. Wie L 98, 153 v -154 r . 239 L99 21 v GEBET ZUR SCHULTERWUNDE CHRISTI. Ich anbeden, glorißcir und kußen dich mit eym dankbern lob ... 22 r -23 v leer. 24 r -32 r GEBETE ZU MARIA: Sancta Maria, ein jungfraw ob allen jungfrawen ...; (27 r ) O Maria, du allermilteste frawe und aller süste jungfrauwe ... (mit Exempel von einer Äbtissin). Zu beiden Gebeten s. Haimerl , S.92, Anm.552 u. 553 (lat. Text); zur deutschen Übersetzung des ersten Gebets s. Haimerl , S.50 Anm.255, und Klapper , Nr. 98,1. 32*-33* NIKOLAUS VON KOSEL, REIMGEBET VOM LEIDEN CHRISTI. Ich er- mane dich, du süßer vatter Jesu Christ, wenn du aller weit ein erlöser bist..., s. Klapper , Nr. 123 (hier z.T. abweichend) sowie Schneider , Nürnberg 1, S.304. 33 v -35 v BERNHARDIN VON SIENA, GEBET ZUM NAMEN JESU. O lieber Jesus, o süßer Jesu ... (hier >sant Bernhart< zugeschrieben), s. Haimerl , S.81 Anm.474 (lat. Text). 36 r Federproben (u. a. bit gott vir mich, lyeb Barbell ), unter Klebespuren eines Andachtsbildes (?) mit Unterschrift Jesus Nazarenus, rex iudeorum, miserere mei. Amen. 36 v -38 r LATEINISCHE GEBETE zu Bernhard, Laurentius und Michael. Alme pater Bernharde, qui es spes et solacium ..., Sancte Laurenti, martyr Christi et levita ..., Sancte Michael archangele domini nostri Jesu Christi, qui venisti... (Haimerl , S. 125 Anm.747). 38 r -39 r GEBET ZU DEN FÜNF WUNDEN CHRISTI. Ich mane dich, herre Jesu Christe, himelscher vatter, der fluße, die von dinen holgen fünf wunden ... (z.T. niederdeutsch gefärbt). - 39 v leer. 40 r -55 r MESSERKLÄRUNG. >Ein gut andechtig tractat von der heiligen messe stet hie nach<. >Es ist die beste und got die löblichste andacht... - (40 v ) zu der ewigen warheit gotz<. Der erst teil weret untz zu dem opffer sänge ... - die werde frucht dines verdienes niesse ewic- lich. Amen. (Folgt Kolophon, s.unter Herkunft). Vgl. Franz , Messe, S.690 und 708, sowie F. R. Reichert , Die älteste deutsche Gesamtauslegung der Messe, Münster i.W. 1967, S. LXXXIIf. 56 r -66 v ZEHN INNERLICHE LEIDEN CHRISTI. Das erst liden und gegenwurff eines inwendigen todes ..., s. Schneider , Nürnberg 1, S. 190, 239 und 242f. 66 v -67 v PERSÖNLICHE GEBETE. Herre, biß hüt ein anfang aller miner werck ..., s. Kurras 1, S. 131; O [herr, ic ]h erman dich, wann du [dich sei] ber geopffert hast.. ., s. Achten- Knaus, S.295. 240 L99 68 r -81 v PS.-BIRGITTA, ERMAHNUNGEN VOM LEIDEN CHRISTI, s. L 98, 44*-70 r (diese Hs. von Montag nicht erwähnt). 82 r -95 r SEUSE, HUNDERT BETRACHTUNGEN. Wer begert kürtzlich, eygentlich und begirlich künden betrachten ..., s. Bihlmeyer, S. 314-322. 85" GEBET ZU MARIA. O Maria, du geschopfde dines eingebornen sunes... 95 v REIMGEBET ZUM LEIDEN CHRISTI. O Jesus, durch dine wunden rot... 96 r -123 v 33 MISERERE. > Selig ist die sele, der diß gebet mit andacht und mit innerlichem hertzen gesprochen wirt ...< (97 r ) Lieber, mynneclicherherre Jesu Christe, ich bit dich durch alle die mynne ..., (97 V ) >Daz ist der erst miserere<. Ich man dich, lieber mynneclicher herre Jesu Christe, der unmessigen mynne ..., s. Achten - Knaus, S.34, und Kurras 1, S.59. Gleicher Text auch L 104, 210 v -274 r . 124 r — 126 r GEBETE NACH DER KOMMUNION. Eya, milter vergeber aller schulde .. ., s. Haimerl , S.84 und 149 (hier etwas andere Reihenfolge der Gebete). 126 r — 130 v SCHULDBEKENNTNIS. Herre, hymmelscher vatter, ich sündiger mensche gib mich schuldig und clage dir.. . (folgt den sieben letzten Worten Christi am Kreuz), s. auch L 129 (II), 4 r -5 v . 130 v — 147 v GEBETE ZU DEN LEIDEN UND FREUDEN CHRISTI. Ich mane dich, herre Jesu Christe, der erwelung, daz din krancke menscheit ...; (132 v ) Ich lobe und ere, erhöhe und glorificere ..., Mechthild v. Magdeburg, s. Haimerl , S.41, und Revelationes 2, S.65-67; (136 r ) > Wer disü drü Pater noster und Ave Maria, die hie nach geschriben stend, mit andacht sprichet ...< (20 Nutzen der folgenden Gebete), (13 8 V ) Herre, ich man dich deß blutes, daz du vergüste in diner kintheit ..., s. Schneider , München 2, S .229: Cgm 424, 233 vb (gleicher Text auch L 142, 142 r — 144 r ); (140 v ) > Unser herre lert einen sinen jünger ...<. ( 141 v ) Das erst Pater noster und Ave Maria sprich und erman mich der zertenunge .. ., vgl. Archiv f. mittelrh. Kirchengesch. 9 (1957), S.201 f u. 211 f; (143 v ) Herre Jesu Christe, ich mane dich des grunde- losen eilendes . ..; (144 r ) Herre, hymmelscher vatter, durch daz gebet, daz din lieber sun zu dir sprach ...; (146 r ) Süsses lamp got, gottes sun, herr Jesu Crist, ich bit dich durch die heilige gehorsame ... 148 r — 165 r BRUDERSCHAFT DER EWIGEN WEISHEIT. > Von der bruderschafi oder ma- helschaft der ewigen wißheit.. .<. Wer der mensch ist, eß sy fraw oder man .. nach Seuse, Ho- rologium sapientiae 11 ,7 ( Künzle , S. 595-603). Vgl. auch Bihlmeyer , S. 116*f (mit Erwähnung dieser Hs.) sowie Hofmann , Seuse, Nr. 314. (162 r — 165 r ) Kurzfassung des Texts. 241 L99 165 r — 185 V SEUSE, CURSUS DER EWIGEN WEISHEIT. >Die mettim. Heil des gemüthes und libs ... - (184 v ) behüte unser herczen und unsere lib. Amen. Lat. Text: Künzle , S.280f und 606-618; (184 v — 185 v ) Morgengruß des Dieners der ewigen Weisheit. O du allerschön- ste, liechtriche ewige wißheit ..., s. Bihlmeyer , S. 395 f. 186" GEBETE FÜR DIE VERSTORBENEN. Got, min herre, erbarm dich über al gleübig seien .s. L. 98, 92 r . 187" NACHTRAG (15./16. Jh.): (187 r ) Passionsgebet. Angst und not halb hat der herre Jesus langsam gebet..., Here Jesus Christus, des lebendigen gottes sun, der da in der stunden der mettin zit.. .; (187 v ) Recordare virgo mater, dum steteris in conspectu ..., Nativitas tua, dei ge- nitrix ... (Hesbert , Nr.3852). 18 8 r — 197 r GEBETE ZU MARIA. > Sprich fiinffzig Ave Maria und darnach heb an ...<. Maria, hochgelopte himmelsche küngin, ich arme Sünderin opfferen dir...; (191 v ) > Was der mensch Maria zu bitten hat<. O Maria, mutter aller gnaden vol, bewiß mir din überflüßige gnad ..., s. Achten - Knaus , S.361 (gleicher Text auch L 104, 54 v -68 r )- 197 r -200 v LATEINISCHE TEXTE. (197") Tropiertes Gloria Spiritus et alme, s. K. Rön- nau , Die Tropen zum Gloria in excelsis Deo, Wiesbaden 1967, S.77 Anm.3; (197 v — 198 v ) Io 1,1-14; (198 v — 199 v ) Sequenz AH 50 Nr.241; (200") Lc 1,26-38. S. auch L 104, 127 r - 133 v . 201 r —207 r ROSENKRANZ mit Gebet, wie L 92, 54 r -60 r . 207 r -212 v GEBETE ZU MARIA. Ach du übertreffende heilige magt Maria ..., ich arme Sünderin bit dich .. .; (208 v ) Ach, zarte reyne erwirdige süße muter ..., ich bit dich flehentlich, daz du gedenkest an das erwirdig stan ..., vgl. Klapper , Nr.82; (210 r ) Die hymmelsche küngin Maria, magt und muter ... stunt trurig ..., deutsche Übertragung des Stabat Mater; (212 r ) Gegrüßet siest du edele dirn der heiligen driveltikeit.. Bernhard zugeschrieben, s. Kornrumpf-Völker , S.215. 213 r -224 r MARIANISCHE ANDACHT. > Weihes mensch vellet in betrubtnust oder angst ..., der gelop diß gebet daz hie nach geschriben stet ein jar zu sprechen .. .<. (213 V ) > Diß gebet heb an dem mitwoch an ...<. Ach, du ufbrechender liehter morgenstern, der da lüchtet ..., s. Achten-Knaus, S. 105, 171, 249 usw. - 224 v leer. 225 r -232 r GULDIN PSELTERLIN, wie L 90, 311 r —316 r usw. 232 r -235 r PS.-BERNHARD, ACHT VERSE. O almechtiger schin des ewigen lichtes ..., s. Kornrumpf-Völker, S. 28 5 f. 242 L99 • L100 235 r -236 v GEBET ZU DEN SIEBEN WORTEN CHRISTI AM KREUZ. Herre Jesu Christe, du sprechet die süben wort hangende an dem crütze ..s. Haimerl, S. 139 Anm. 852. 237 r -263 v NACHTRÄGE (15. und 16. Jh.): 23 7" Gebet zu Christus. In nomine domini, Amen. O du hunigfliessender Jesu, dye wil ich on gelüst nit sin mag, so bit ich dich ... 238 r -253 r Kommuniongebete. O we herr, wer bin ich, das ich dich enpfohen sols. Achten-Knaus, S.392. "Weitere Initien im Register. Teilweise gleiche Gebete wie L 90, 248 r - 250 v . - 253 r -254 v leer. 255 r -259 r Salve-Andacht. >Das sint die IX Salve<. O du gnaden reyche und wirdige jungfrau Maria, bis ingedenck der großen lieb s. Kornrumpf-Völker , S. 243, und Kurras 1, S. 15. Gleicher Text auch in L 107, 268 v -274 v , u. Kl.L. 109, 16 v -22 r . 259 r —261 v Gebete zu Maria und Anna. Alls mannich und vil tropffen wassers.. .; (259 v ) Got grüß dich, ußerwelte jungfrau Maria, du bist vol aller gnaden ... gebendiet sy der suß namen Jesus ..., s. Schneider , Nürnberg 1, S.133); (260 r ) Gegrieset syestu, wirdige heiige fraw sant Anna ... 261 v -263 v Gebete zu Christus. Das erst Paternoster Opfer ich dir, lieber her, dem ernst, den dyn edele menschheit het.. .; (262 r ) O her, Jesu Christe ..., ich bit dich, wöl mich erlüchten ...; (262 v ) O her Jesu Christe, ich bit dich, daß du heut deynem himelschen vatter wolest opffern .. (263 r ) Ach süßer Jesus, bezal vor mich dynem heyligen vatter.. .; (263 r ) Zu ostern bet diß: Ge- grußet und gebendiet synt die h. funff wunden .. ., s. L107, 329", und Karlsruhe, BLB, Günterstal 14, 9 r (Längin , Nr. 253). L 100 Deutsches Mess- und Offiziumsbuch Papier • 249 Bl. • 14 x 10 • Frankenthal (?) ■ 15. Jh., Ende Lagen: II 4 , 18 VI" 0 , V»°, (III -f-l) 237 , II 241 , IV 249 . Reklamanten. Wz.: Piccard , Gotisches P, Abt. XII. Bl. 233 Pergament (7,5 x 9,5). Schriftraum 9,5 x 7. 19 Zeilen. Bastarda von einer Hand (wie L 84 und L 97); 242 r -249 v Nachtragshand des 16. Jh's. Übliche Rubrizierung. Rote und blaue (z.T. auch grüne u. braune) Lombarden, häufig mit bunten Blumenranken. Hellbrauner Lederband der Zeit mit Streicheisen- und Blindstempelverzierung; eine Schließe (wie L 84 und L 97); Ledersignakel; Spiegel s.u. (Fragmente); als Falze Streifen aus 2 Pergamenthss. des 14. Jh's (Psalterium und deutsches Gebetbuch). Auf dem Rücken Titelschildchen: Deutsches Antiphonale (19. Jh.). 243 L100 Herkunft: Wie L 84 und L 97 (s. dort). Nr. 104 von F. Mones 2. Gruppe. Mundart: alemannisch. Literatur: Trübner , Nr. 97; Ettlinger, S. 12; Längin , Nr. 131. l r -4 v leer. 5 r -237 v MESS- UND OFFIZIUMSBUCH, DEUTSCH. Zu jedem Tag zuerst die Übersetzung von Teilen des entsprechenden Offiziums (meist Vesper, Komplet und Laudes), dann der Meßtexte. Übersetzung der hymnologischen Texte in Prosaform. 5 r -136 v Proprium de tempore. >Hye fahen an antiphona, ymnus und colect in der vesper und die ingenge der messe, graduale, sequentie, offertorium und communio. Uff den ersten suntag des adventz.. .<; (14 r ) > Uff den heiligen cristabent.. .<; (36 r ) > Uff der heiligen dry künige abent.. .<; (45 r ) > Der erst sondag der gebunden zyt .. .<; (80 v ) > Uffden osterabent<\ (95 v ) >Am uffart abent .. .<; ( 101 r ) 'Am pfingstag zu vesper<; (106 r ) > Von der heiligen dryfeltigkeit. . .<; (110 r ) > Uff un- sers herren fronlichnamstag<; (117 r ) >Der erst sontag nach unsers herren fronlichnamstag<; (136 r ) >XXIIII suntag<. Übertragung folgender hymnologischer Texte: Hymnen AH 51 Nr. 47, AH 2 Nr. 21, AH 51 Nr. 49, AH 50 Nr. 53 (Str. 1-7). 26, AH 51 Nr. 160, AH 50 Nr. 53 (Str. 8, 9, 11, 13), AH 51 Nr.34, AH 52 Nr.2, AH 51 Nr.55. 22, AH 50 Nr.67, AH 51 Nr.72, AH 50 Nr.79, AH 51 Nr. 85. 83, AH 50 Nr. 143, AH 51 Nr. 89, AH 50 Nr. 144, AH 51 Nr.40 (mit tropusartigem Einschub), AH 50 Nr.386-388; Sequenzen AH 53 Nr. 10. 16. 15. 215. 168. 29. 36, AH 54 Nr.7, AH 53 Nr.67. 70, AH 54 Nr. 153, AH 53 Nr. 81, AH 50 Nr.243. 385. 136 v — 140 r >von der kirchwyhung<, mit Übersetzung von AH 51 Nr. 102 und AH 53 Nr.247. 140 r —219 V Proprium de Sanctis. Besonders bemerkenswert: (148") >von sant Josten <, (148 v ) >von sant Otilgen<, (185 r — 187 v ) >von der XII botten scheidung>. Übersetzung der Hymnen AH 52 Nr. 100, AH 51 Nr. 118. 108. 113, AH 50 Nr. 155. 223. 96, AH 51 Nr. 166. 188, AH 48 Nr. 402, AH 52 Nr. 42. 44, AH 48 Nr. 403-404, AH 2 Nr. 104, AH 51 Nr. 174, AH 52 Nr. 101. 104, AH 51 Nr. 114a. 125, AH 50 Nr. 146, AH 51 Nr. 130, AH 50 Nr. 164, AH 52 Nr. 182. 248 und der Sequenzen AH 53 Nr. 122, AH 55 Nr. 265, AH 53 Nr. 228- 229, AH 50 Nr. 269, AH 53 Nr. 99, AH 54 Nr. 124, AH 53 Nr. 163, AH 55 Nr. 14, AH 53 Nr.210, AH 50 Nr.271. 267. 268, AH 55 Nr.285, AH 53 Nr. 173, AH 53 Nr. 104, AH 55 Nr.77, AH 50 Nr.270, AH 53 Nr.95, AH 54 Nr. 120, AH 53 Nr. 191, AH 53 Nr. 112. 181, AH 55 Nr. 120. 204. 219 v -232 v und 233" Sequentiar. Übersetzung von AH 55 Nr.9, AH 50 Nr.241, AH 54 Nr.218. 217. 216. 213. 225, AH 53 Nr. 109, AH 54 Nr.223. 250. 192, AH 53 Nr. 108, AH 54 Nr. 245. Außer der ersten (Commune martyrum) alle Sequenzen >von unser frau- wen<. 244 L100 ■ L101 232 v und 234" Totenmesse. 234 v -237 v Fortsetzung des Sequentiars. Übersetzung von AH 54 Nr.201. 193, AH 55 Nr. 63. 238 r -240 v leer. 242 r -249 v NACHTRAG (16. Jh.): (242 r -246 r ) Deutsches Exsultet; (246 v -249 v ) Osterbe- trachtung. FRAGMENTE (Spiegel): 2 Bruchstücke einer (möglicherweise auch zweier) Pergamenthandschrift(en), Quartformat, karolin- gische Minuskel von 2 Händen, 12. Jh.; Südwestdeutschland, möglicherweise Frankenthal wie L 100 selbst. Zu hochmittelalterl. Hss. dieser Provenienz s. Gugumus (zit. bei L 97), bes. S. 1 3 f. Vorderspiegel: BERNO AUGIENSIS(P), DE MENSURANDO MONOCHORDO, cap.2 3 -4 2 (Fragment). ... /trahatur. Post H. et I. et L. ut in diatonico ... - L. nete synemenon/.. ed. J. Smits van Waesberghe , Bernonis Augiensis abbatis de arte musica disputationes traditae, Pars A, Buren 1978, S.55 und 59. Bisher nur eine einzige mittelalterliche Hs. mit diesem Text bekannt. Zur Verfasserfrage s. Pars B des zit. Werks. Am linken Rand von einer Hand des 15. Jh's: Geltzenbock (Schimpfwort). Hinterspiegel: ANONYMUS, DE MENSURA MONOCHORDI. ... /alterius D. Z. Deinde C. quod se- mitonio distat... - breviorem corda, per octo equa/.. ., ed. M. Gerbert , Scriptores de Musica 1, St. Blasien 1784, S.345-347, hier S.346f (vgl. auch J.Smits van Waesberghe , De musico-paedagogico et theoretico Guidone Aretino, Florentiae 1953, S. 161 f: Text Nr. 12a). L 101 Gebet- und Andachtsbuch, deutsch Papier • 126 Bl. • 15 x 10,5 • Hirsau • 1530 Lagen: 2 III 12 , IV 20 , 17 III 122 , II 126 ; Kustoden A-V und Reklamanten. Wz.: Ochsenkopf, ähnl. Pic- card , Ochsenkopf XII, 1 (1528 belegt). Schriftraum ca. 11 x 7. Ca. 27 Zeilen. Humanistenschrift von einer Hand (Valentin Wetzel, s.u.). Übliche Rubrizierung. Rote Lombarden (56 r mit fleuronneearti- 245 L 101 ger Verzierung in schwarz-gelber Federzeichnung). Schweinslederband der Zeit mit Rollen- und Einzelstempeln, 2 Schließen, als Spiegel Bruchstücke einer Pergamenths. des 14.Jh's, zweispaltig beschrieben (Sentenzenkommentar von (Ps.P)-Jacobus de Viterbo, s. Zumkeller , Nr. 443; hier Schluß von Buch I und Beginn von Buch II). Auf dem Rücken Titelschildchen: Betrachthung über den Psalter Mariae (19. Jh.) und Signaturschildchen I 306. Herkunft: 118 r >1530<. Prisce virginis et martyris (28. Januar), 121 v >XPC. V.V.V. (s.u.) scripsit<. >Da pater eterne scriptoris premia vite/Recipiatque sirnul authoris sudor et labor<. 1553 der Lichtenthaler Äbtissin Barbara Veus (s. Einleitung, S.43) geschenkt: 2 r Gratiose domine Barbare Veussin abbatisse mo- nasterii Lucidevallensis iuxta Baden dono dedit fr. Valentinus Vuezelius Vuilensis, prior in Richenbach, Nativitatis sancte Marie virginis, Anno domini 1553. XPC V.V.V. Zum Schreiber und Schenker der Hs., Valentin Wetzel aus Weil der Stadt, Konventuale von Hirsau, ab 1531 Prior von Klosterreichenbach s. Schreiner , S.221 Nr. 125. Nr. 109 von F. Mones 2. Gruppe. Mundart: alemannisch (mit schwäbischer Färbung). Literatur: Trübner, Nr . 86; Ettlinger , S.9; Kattermann , S.307f; Längin , Nr. 252. 1" leer. 2 r Widmung (s.o.). - 2 V leer. 3 r —121" CONRADUS BECHT, BETRACHTUNG ÜBER DEN PSALTER MARIAE. >Hie nach folget ein yebung und betrachtung über den psalter Marie .. .<; (3 r -20 r ) Prolog: An- fenglich ist zu mercken, so ein flyssiger mensch gern wölte mit andacht betrachten ... - das alles wird klärlicher hernach angezeigt und eigentlicher beschriben; (20 v -53 r ) Register, lat.-deutsch (150 Artikel, entsprechend den 150 Psalmen); (53 r ) Nun furbaß wytter ist zu wissen: wie dann gewunet ist under den menschen mit Litanei (54 r -55 r ), darin u.a. Martine, Aureli, Conrade, Jeronime, Benedicte, Wilhelme (Hirsau); (56 r ) Ave Maria ..Der erst artickelO Maria, die gesegnet frucht dines heiligen lybs, Jesus Christus... - (118 r ) das lebendig hymmel brott zu trost und hilff aller weit. Nur die ersten 50 Artikel; Rest fehlt, da Verfasser laut Angabe 120 v nach Abschluß des 1. Teils verstorben. (118 r ) Datierung (s.o.); >Also endet sich hie das buch der Übung ... (118 V ) durch den frummen andechtigen vatter >Conradt Becht von Rüthlingen<, des loblichen gotzhuß Hyrsaw conventual vor zytten ... (zu Conrad Becht s. Schreiner, S. 190, Nr. 248); (11 8 v — 121 v ) >Beschlußred zu dem gutwilligen leser< von Wetzel; bemerkenswert: 120 v Angabe von Bechts Todestag (15. Nov. 1515, fehlt bei Schreiner); (120 v -121 v ) Qui fuerat nostri conventus gloria prima ... - clausere extremo vivificanda die (24 Distichen); (121 v ) Kolophon Wetzeis (s.o.) - 122 r leer. 122 v — 123 r BRUDER KLAUS, DICTUM UND GEBET. >Ein gutten heilsame lere bruder Clasen in Schweiczen ...<. Bruder Clas von Underwalden Wardt gefragt ..., (123 r ) >Bruder Clasen gewonlichs pett<. O min got und mein herr, nimm mich mir..., s. K. Ruh , Das Reimgebet des Nikolaus von Flüe, in: Volkskultur und Geschichte. Festgabe für Josef Dünninger, 246 L101 • L102 Berlin 1970, S. 562-569 (mit Benutzung dieser Hs. unter Sigle K 1); H. Stirnimann , in: 2 VL 6, 1987, Sp. 1071. 123 r — 125 v DIE GEISTLICHE HAUSMAGD. >Die gaistlich huß magt<. Es was ains mals ein einsidel in einem wald ... - darumb hette sie billich noch grossem lon\ s. A. Spamer , Der Bilderbogen von der „geistlichen Hausmagd", Göttingen 1970, S. 65-71 (mit Benutzung dieser Hs. unter Sigle d). S. auch 2 VL 2, 1980, Sp.977 (K. Ruh ), mit Nennung dieser Hs. - 126" leer. L 102 Processionale cisterciense Papier ■ 98 Bl. ■ 15,5 x 9,5 • 1613 • Lichtenthai (?) Lagen: IV 7 , III 13 , IV 2 ', (IV+ 1) 3 °, III«, V", III 52 , V 62 , III 68 , (IV + 1)", 2 (IV-1)", IV' 8 ; erstes und letztes Bl. des Buchblocks als Spiegel verwendet. Textverlust zwischen B1.84 u. 85. Im Hauptteil Foliie- rung von der Schreiberhand: 1-71 (= Bl. 14-84). Wz.: u.a. Briquet , Nr.7210 (Straßburg, Wendelin Rihel, 17. Jh.). Schriftraum und Zeilenzahl unregelmäßig. Im Corpus der Hs. eine Schreiberhand, dazu zwei Nachtragshände (2 r -12 v , 85 r -86 r und 91 r —92 r bzw. 87 r -90 v und 92 v -96 r ). Quadratnotation auf 4 roten Linien. Rot-grüne Rubriken. Lederband der Zeit mit Rollenstempeln (urspr. Goldpressung, heute nur noch z.T. erhalten), in der Mitte der beiden Deckel jeweils ein kleiner ovaler Plattenstempel mit Strahlenkranz (vorne Mondsichel-Madonna, hinten IHS mit Kreuz und Nägeln); je 4 Eckenbeschläge (Messing), von urspr. 2 Schließen nur noch die Halterungen vorhanden; auf dem Vorderdecken Aufprägungen FLNP und 1614 ; Goldschnitt. (Einer der Rollenstempel auch auf dem Einband von L 134).) Rückenschildchen mit F.Mones Numerierung 113 (1. Gruppe). Herkunft: 61 r Datierung 1613; 52 v Initialen des Schreibers (?) ICW\ 58" FLNPH (s. auch Einband), vermutlich Auftraggeber. In Frage kommt der 1620 verstorbene Lichtenthaler Beichtvater Frater Lucas (vgl. Nekr . 47, 13 r ). Zumindest die Nachträge wurden in Lichtenthai geschrieben (die erste Nachtragshand verschiedentlich auch in Nekr . 47). Numerierung Mones s.o. Literatur: Ettlinger, S. 12. 2 r -12 v NACHTRAG (17. Jh., erste Hälfte): Barbara-Offizium. Hymnen AH 52 Nr. 121 und 182 sowie AH 4 Nr. 195, Magnificat-Antiphon aus AH 26 Nr. 69 (diese hymnologi- schen Texte urspr. für Katharina von Alexandrien, hier für Barbara adaptiert); Lektionen aus BHL 916. 13" leer. 247 L102 • L103 14 r -90 v PROCESSIONALE CISTERCIENSE. Berücksichtigt außer den in den mittelalterlichen Prozessionalien des Ordens üblichen Festen auch eine Reihe von Heiligenfesten (u.a. Bernhard und Robert von Molesmes) und enthält Responsorien für Kasualien und Votivfeiern. Text für die Fußwaschung am Gründonnerstag bricht 84 v unvollständig ab. (85 r -90 v ) Nachträge zu Allerheiligen und Fronleichnam. Vgl. Weinmann, S. 15f. 91 r —86 r NACHTRÄGE (17. Jh., erste Hälfte): >In dedicatione altaris sancte crucis ad vespe- ras< mit Hymnus AH 51 Nr. 102; (92 v -96 r ) Responsorien Hesbert , Nr. 6109, 6060 u. 7755, sowie Fronleichnams-Antiphonen O quam suavis und O sacrum convivium. 96 v -98 v leer. L 103 Gebet- und Andachtsbuch, deutsch Papier • 78 Bl. ■ 16x10- Benediktinerinnen • Südwestdeutsch • 1583 Lagen: I 1 , 6 IV 49 , III 55 , 2 IV 71 , III 77 , I 78 ; die beiden äußersten Bl. als Spiegel verwendet. Reklamanten. Wz. im Buchblock: Gleichschenkliges Kreuz in Kreis (nicht bei Piccard und Briquet ), auf den Vorsätzen Ettlinger Wz. (s. Springer , Abb. 1). Schriftraum 11 x 7,5. 22 Zeilen. Bastardaartige Buch- schrift von einer Hand. Übliche Rubrizierung. Kopertband: als Hülle Bruchstück einer Pergamenths. des 14.Jh's (Missale, vermutl. benediktinisch, Fragment des Proprium de sanctis im September, u.a. >Prothi, Iacincti, Felicis et Regule<); von urspr. vorhandenen Schließbändern nur noch Ansätze sichtbar. Auf dem Rücken Schildchen mit F. Mones Numerierung 111 (1. Gruppe). Herkunft: Vermutlich Abschrift eines Druckes, auf dem Titelblatt datiert M. D. L. XXXIII. Die Wendung ... deinen lieben hailligen ordens vatter s. Benedictus (9 r , entsprechend auch 70 v ), die Mundart und der Einband weisen auf ein südwestdeutsches Benediktinerinnenkloster. Numerierung Mones s.o. Mundart: alemannisch. Literatur: Ettlinger, S. 12; Längin , Nr. 240 a. 3 r TITELBLATT. >Ein schöns betbuechlin, darinnen ein feine Ordnung, wie< man soll lernen sterben ... (datiert 1583). - 3 V leer. 4 r -14 v GEISTLICHE TOTENTRUHE. >Ein schöne Ordnung, wie man sich zum todt berai- ten soll: zum ersten wie man ein gaistliches todten thürchlin(\) sol machen .. .<. Für den under- 248 L 103 boden des trihlins bete die lange angst unsers herren .. vgl. Rudolf , Ars moriendi, S. 104 mit Anm. 20. 14 --23 v GEISTLICHES SEELENBAD UND GEISTLICHE WIRTSCHAFT. >Hier na- cher volgt ein seelen badt und ein gaistliche würdschafft ...<. Etliche menschen, die geben das baldgelt(\), wan sy aus dem badt gen ..., Allegorie eines Badbesuchs mit anschließendem Festschmaus als Andacht für die Armen Seelen. Zur Thematik vgl. A. Schnyder , Die geistliche Padstube. Eine spätmittelalterliche Andachtsübung, in: ZfdA 113 (1984) 146-157. 23 v —31 v GEISTLICHES FASTNACHTSMAHL. > Ordnung, wie man den glaubigen seelen ein guett mall auf die fasnacht, khnepflins nacht oder ander hochen fest zurichten solle.< Erstlich gib inen ein voressen... - tresten und inen baldt zu hilff kham. Zu den „Knöpflesnächten" s. Bächthold-Stäubli 4, Sp. 1543. 32 r -33 r GEISTLICHE KERZE ZU MARIAE LICHTMESS. >Hernach volgt, wie du den lieben seien in dem fegfeur auf liechtmeß einen waxstock sollest machen.< Zu dem waxstockh muestu dreyerlay wachs haben ... - zu den ewigen freuden. 33 r -34 r GEISTLICHES ALMOSEN. > Jetzunder volgt, wie man den lieben seelen ain spindt soll geben.< Zu der selbigen spindt gib zu ehr der h. dreyfaltigkhait dreyerlay ding.. . (Semmeln, Roggenbrötchen, Geld; vgl. Bächtold-Stäubli 1, Sp.272). 34 r -50 r VORBEREITUNG AUF EINEN GUTEN TOD. >Ein guette yebung, wie ain mensch soll lernen sterben<. Zum ersten so nem für dich siben wochen ... - der das ewig liecht ist, wel helffen. 50 v -51 r GEISTLICHER KAUF. >Her nacher volgt, wie man ewiges gelt in gaistlicher ubung soll kauffen<. Zum ersten, so soltu khain wordt in dem chor nach der complet reden ... - das verleihe uns, der in ewigkhaüt lebt. Amen. 51 r -56 v VERSCHIEDENE GEBETE. Zur Dreifaltigkeit, zu allen Heiligen, >vor ainem romischen Veronica bildt< und zu den sieben Blutvergießungen Christi. Initien im Register. 56 v -64 v BETRACHTUNG ZUM TOTENOFFIZIUM. >Ein vigil mit XXXIII vermanun- gen über das Placebo<. Gott ist vom himmel kommen, aujf das der mensch zu dem himel khem ..Ich danckh unnd opffere dir den psalmen dilexi... - ewig loben und preisen mög. Amen. 64 v -70 v ERNEUERUNG DER PROFESS. >Ein gar schöne form, wie ain mensch, das gaist- lich ist, sein profession ... sollen ernewern<. O mein gott und herr, meines hertzens ainige lieb hoffnung ..ich dein unwürdige creatur beger ... - ewigklich mit inen inig preysen. Amen. 249 L103 ■ L104 70 v -73 v ERNEUERUNG DER WAHL DES GEISTLICHEN STANDES. > Wie du dein intention ... vernewern solt ...<. O du mein barmhertziger Schöpfer ..., dieweil du aus deiner unergründten erbarmung ... - der du bist ewigklich on endt. Amen. 74 v -76 r SIEBEN FRAGEN DES HL. BERNHARD. >Die guten fragen s. Bernhardts ...< Herr, wie statt dir dein hertz gegen dem menschen ... - wil ich in gewern. 76 r -78 v leer. L 104 Gebet- und Andachtsbuch, deutsch Papier • 1 (Perg.) + 274 4- 1 ( Perg.) Bl. • 11 x 7,5 • Benediktinerinnen • Südwestdeutschland • 15. Jh. 2 Lagen: (VI 4- l) 13 , 15 VI 193 , V 203 , 5 VI 263 , (VI 4- l) 276 . Reklamanten, teilweise auch Kustoden. Wz. ähnl. Piccard , Ochsenkopf XII,639 (1464 belegt). Schriftraum 6,5 x 4. 10-15 Zeilen. Bastarda von einer Hand. Außerdem 1" und 275 r -276 r wenig jüngere Nachtragshand. Rote und grüne Rubrizierung. In diesen Farben auch die Lombarden an den Gebetsanfängen. Zahlreiche bis halbseitengroße Initialen, anspruchslose Federzeichnung in Rot, Grün und Braun, z.T. auch mit (oxydierter) Goldtinte. Roter Lederband der Zeit mit einer Schließe, Messingteile mit Blütenmotiven und Buchstaben n (oder u); auf den Spiegeln in großen Lettern: [Prin]ce/M Jesu, vite numen, vite dator salutisque amato[ r]. Rük- kenschildchen mit F. Mones Numerierung 45 (1. Gruppe) und weitere Signatur 271 (19. Jh.). Herkunft: Geschrieben für den Gebrauch in einem südwestdeutschen Benediktinerinnenkloster: vgl. bes. Litanei 150 v — 165 r (enge Verwandtschaft mit den entsprechenden Texten des sog. St. Blasien- Psalters). Numerierung Mones s.o. Mundart: alemannisch. Literatur: Ettlinger, S. 12; Längin , Nr. 51 a. 1" Nachtrag: Gebet zu Maria. O Maria, wie sundig der sunder gesin mag ... - ein stete hut- terin ales minß lebenß. Amen. 2 r -3 v leer. 4 r -10 r VERSCHIEDENE GEBETE. (4 r -5 r ) Morgengebet wie L 99, 66 v -67 r ; (5 V -7 V ) Aegidi us Romanus (?), Gebet vom Antlitz Christi. Bis gegruset, heiliges antlitz unsers erlosers ..., Dens qui signatum lumen vultus tui ..., s. Kornrumpf-Völker , S. 295 (lat. Text: Zumkel- ler , Nr. 26); (8 r — 10 r ) Vaterunser, Ave Maria, Apostol. Glaubensbekenntnis. 250 L 104 10 v -16 v PARAPHRASE VON VATERUNSER UND AVE MARIA. Wie L 98, 9 r -14\ 16 V —20 v GEBETE UND SUFFRAGIEN, (1 6 v — 18 r ) zum Eigenapostel, s. Klapper , Nr.24; (18 v -20 v ) Suffragien zu den Zehntausend Märtyrern und zum hl. Wendelin. 20 v -29 r GEBETE ZUR MESSE. >So derpriester sprichet das confiteor ...<, (21 r ) Ich sundiges mensch, ich veiyehe dem allmechtigen gott ... - des helff mir der vatter, der sune und der heilig geist. Amen. 29 r -39 r TAGZEITEN VOM LEIDEN CHRISTI. >Hye nach heben sich an die siben gebett von unsers herren marter ...<. - (29 v ) leer. - (30 r ) Herre Criste, sun des lebendigen gottes, ich arme sunderin lobe dich und danck dir, das du zu mettin zyt gefangen ... - mit dir geruen in der heyligen gotheit. Amen. 39 r -68 r GEBETE ZU MARIA. (29 r —41 v ) vom Mitleiden Mariens: O du heiligeste Maria und muter unsers herrn ..., ich bit durch die verkundung .. (42 r -54 r ) Rosenkranz, wie L 92, 54 r -60 r usw.; (54 v -68 r ) Mariengebet, vor einem Kruzifix zu beten, wie L 99, 188 r — 197 r . 68 r -74 r GEBETE, für einen Menschen, >der nit hehers kan<. (68 v ) O du aller liebster herr, Jesu Christe, durch das ewig gut, das du selber bist, erbarm dich .. .; (70 r ) O du aller hochwir- digste iungfrawe und mutter Maria, durch aller der fremde und lydens willen ... so bitt ich dich ..(71 r ) O ir grossen nothelffer und besunder freundt gottes, sant Peter und Paulus ... 74 r -77 v TAGZEITEN VOM LEIDEN CHRISTI. >Diß sprich zu vesper zyt<. (74") An dem grun durnstag zu vesper, do ward aller creatur spyser ein spyse ..., Alle herschafft diente.. ., s. Kornrumpf-Völker, S.218. 77 v —81 v SUFFRAGIEN, zu den drei Königen, Sebastian und Christophorus. 81 v —93" GOLDENER MARIENPSALTER, wie L90, 311 r -316 r . 93 v -98 v ACHT VERSE BERNHARDS. O almechtiger schin des ewigen liechtes ..., s. Haimerl , S.72 u. 127. 98 v — 101 v GEBET ZU DEN SIEBEN WORTEN CHRISTI AM KREUZ. Herre Jesu Christe, du sprechet die siben wort, hangende an dem crutze ..., s. Haimerl, S. 139 Anm.852. 102 r -143 r MARIENGEBETE. (102 r — 114 r ) Gradualpsalmen mit eingeschobenen Gebeten zu Maria: Ich mane dich, liebe mutter und frawe, sancta Maria, diner metlicher reynicheit...; (114 r — 119 r ) Fünf Schmerzen Mariens: Maria, süsse maget..., ich ermane dich da, als du din kind zu dem tempelfrolichen hast bracht ...; (120 r — 126 v ) Sieben Freuden Mariens: O keyse- 251 L 104 rin, küngin, vorstenerin ..ich ermane dich derfrelichen Süßigkeit.. (127 r — 133 v ) lateinischer Einschub wie L 99, 197 r —200 v ; (134 r -143 r ) Gebet zu den Freuden und Schmerzen Mariens: O milte muter und magt, Maria, vol aller miltikeyt..ich bit dich - 119 V und 143 v leer. 144 r — 147 r GEBETE ZUM LEIDEN CHRISTI. Herre Jesu Christe, ich ermane dich des ubertrefflichen lidens ... (vierteiliges Gebet). 148 r — 149 r GRUNDGEBETE. Wie oben 8 r -10 r , textlich teilweise etwas abweichend. 150 v — 165 r ALLERHEILIGENLITANEI, lateinisch. Alles wie im sog. St. Blasien-Psalter (Dyson Perrins Psalter), s. W. Irtenkauf , Über die Herkunft des sog. St.-Blasien-Psalters, in: Bibliothek und Wissenschaft 1 (1964) 23-49, hier: S. 39-44, mit folgenden Zusätzen: zwischen Nr. 14 u. 15 Boni/aci, Nr.22 ( Oswalde ) an Stelle von Nr. 17 ( Eustachi ), nach Nr. 21 Panthaleon, zwischen Nr. 31 u. 32 Patricie, zwischen Nr. 34 u. 35 Bricty u. Theodore, nach Nr. 43 Egidii\ zu Beginn der virgines Katherina und Margareta, nach Nr. 54 Barbara, zwischen Nr.61 u. 62 Otilia, zwischen 62 und 63 Gertrudis, am Schluß Brigida u. Ursula-, unter den Preces u. a. ut abbatissam nostram conservare digneris, in der Schlußkollekte Anrufung von Maria, Johann Baptist, Peter und Paul, Nikolaus und Benedikt. 165 v — 176 r BUSSGEBETE. Herre, Jesu Christe, ich ermane dich, wann du dich selber geopffert hast an dem holcz ..., (167 r ) Vatter der ewigkeit, dem alle herczen unde alle gedenck offenbar sind ..s. Kornrumpf-Völker, S. 341; (170 r ) Gelobt undgewirdigt undgebenedyt sy das er- wirdige vergotte mynnen blut vergiessen ... (7 Gebete). 176" ELEVATIONSGEBET. Kum zu dem heil myner sele ... 177 r —201 v SEUSE, HUNDERT BETRACHTUNGEN. Eya, ewige Weisheit, min hertz er- mant dich hüt ..., s. Bihlmeyer, S.315-322. 201 v -203 r DREI PATER NOSTER VOM LEIDEN CHRISTI. Wie L 90, 133M34\ 203 r -207 r DREI ERMAHNUNGEN AN MARIA. O du hohe gelobte jungfraw ..., ich ermane dich der grossen gnadenrichen gaben ..., s. Achten - Knaus, S.360. 207 v -210 r SEGENSGEBET. Der segen sy der triveltikeit und einikeit ... - mit dem ewigen fryd in dem obersten Ierusalem. Amen. 210 v -274 r 33 MISERERE. Wie L99, 96'-123\ 274 r -275 r MARIENGEBET. Wie L 98, 150". 275 r -276 r NACHTRAG (16. Jh.): Gebet der hl. Helena, s. L 98, 150"-151\ 252 L105 L 105 Gebet- und Andachtsbuch, deutsch Papier ■ 1 (Perg.) + 294 + 1 (Perg.) Bl. • 10,5 x 7,5 • Lichtenthai • 16. Jh., Anfang Lagen: (III + l) 7 , 3 IV 31 , (III-f- l) 38 , 31 IV 286 , (IV+2) 2 *'; Kustoden (röm. Zahlen); Wz. Piccard , Ochsenkopf X, 221 -226 (Oberrhein, 1. Jahrzehnt des 16. Jh's). Schriftraum 6,5 X 4,5. Haupthand (Bastar- da) identisch mit der 3. Hand von L 95 (s. Einl., S.43); zweite, jüngere Hand (flüchtige Kursive): 35 v -38 r , 77 v -78 v , 89"-96 r u. 278 r -296 r (s. auch L 98, 6 v -8 r u. 150 r -152 r ). Brauner Lederband der Zeit, Gruppe I der für Lichtenthai gefertigten Einbände, Stempel Nr. 16, 17, 20, 25, 34, 37, 39 (s. Einl., S. 44 f und Abb.21f); urspr. eine Schließe, davon nur noch die Halterung vorhanden; als Nachstoßblatt Fragment einer deutschen Urkunde (15./16. Jh.). Herkunft: Haupthand weist nach Lichtenthai (vgl. Einleitung, S.43). Nr.46 von F.Mones 1.Gruppe. Mundart: alemannisch. Literatur: Langin , Nr. 51b; Ettlinger, S. 12. 1" leer, außer Federprobe l v (rankenartige Zeichnung, darin: S. Johanis). 2 r -35 r MESS- UND KOMMUNIONGEBETE. >In der ufferhebung sprich*: O crütz byß gegrüßet... (Übersetzung von Chevalier 12842); O du liebstes fleisch Christi byß gegrüß et (2 V ) O du vergottes blut myns herren Christe(\) Jesu ..., s. L 107, 45 v —46 r ; (3 r ) > Darnach byß zum segen .. .<. (3 V ) O aller edelste sele myns herren Jesu Christi... ich anbett, lobe und ere ..(4 r ) O durchlittender her, ich lobe, ere, anbett und grüß.. (5 r ) >Item wan man< syngt Agnus dei, so sprich: O du lemlin gottes ...; (5 V ) O allergüttigster, getrüwer, mylter Jesu Christe, ich bit dich durch dyn gegenwertigkeit (16 r ) O aller heiligste jungfraw Maria, eyn schryn der heiligen dryfaltikeit ...; (17 v ) O jungfraw Maria, ich gibe unß dir zu eygen ...; >Zu dem segen sprich also< Durch den verdinst Jesu Christi ... sy uns der segen ...; (18 r ) >Item wan eyns heiligen dage ist, so sprich III Pater noster .. .<; (18 V ) O herr, Jesu Christe, ich bit dich durch dyn aller heiligste dryeynikeit.. (23 r ) O herr, ich wil und beger dich zu entphachen .. (25 r ) O herr, die große liebe, die dyn edelste sei het in der stunden ...; (27 v ) > Dyßgebett hat gemacht unser heiliger< vatter sant Bernhart ... (28 v ) O hymelscher vatter, ich opffer dir Christi unseres herren ... süste geburt ..., vgl. Achten - Knaus, S.70 usw. sowie Schneider , München 2, S. 432; (34 r ) O heilige dryfaltikeit... verlieh mir und allen den mynen den rüwen ... 35 v —38 r BITTGEBETE IN NOTLAGEN. Nun wan eyn mensch in etwas kümemys, lyden oder anfechtung ist.. ., (36 r ) O herr, Jesu Cryste, ich erman dich das dyn h. lyb ward geworfen ... - 38 v leer. 39 r -58 r MESSANDACHT. >In der heiligen meß gibe < dich mit großer begirde ... - danck, lobe und ere, nun und ymmer ewiglich on ende. Amen. 253 L105 58 r -70 v GEBET ZUR MESSE. O aller liebster herr Jesu Christe, ich erman dich dyns getru- wen dynstes auch überliefert in Karlsruhe, BLB, St. Peter pap. 8, 84 r -89 v (s. Niebler, S. 13 u. 119) und L 106, 242 v -270 r . 7 1 r _ 76 v GEBETE DER HL. MECHTHILD ZUM AUFERSTANDENEN. Vgl. Haimerl, S .41 mit Anm.201. 76 T -77 r GEBET ZU CHRISTUS ALS GUTEM HIRTEN. [O] gütiger Jesu, aller liebster hyrt ... (unvollständig). 77 v -78 v GEBET ZU DEN SCHMERZEN MARIENS, O Maria, kiingin, ich bytt dych ... erhörr mich heit durch dyne syben schmerzen ... 79 r —91 r MARIENGEBETE. (79 r -89 v ) Goldenes Krongebet, s. Kornrumpf-Völker, S. 262 usw.; (89 v ) O hoch gelobet jungfraw, sancta Maria ..., dye angst und nott myn sey dyr ge- clagt ... (wie L 92, 170 r ). 91 r -96 r GEBET ZUM GEKREUZIGTEN. (92 r ) O herr, Jesu Christe, ... sych an myn be- trybnys und arbeytt ... (verbunden mit Ps 122). 96 r -126 r MARIENGEBETE. >Eyn gebet von der entpjhengniß der yungfrauwen Marie<. O du aller reynste, unbemaste jungfraw Maria, ich man dich der großen, hochen, ußgenommen fry- heit ..., weitere Gebete in Entsprechung zu den Stationen des Lebens von Maria; (118 V ) >Dyß lert die jungfröw Maria sant Mechthilt. . .<, (119 r ) Das erst Ave Maria: Mit dyßem erman ich dich ... der genadenrichen und aller heiligsten entpfeniß.. . (vgl. Revelationes 2, S. 127 f); (123 v ) >Hie nach folgen die grüß ... in dem advent .. .<. O du wirdige muter gottes, Maria, ich grüß dyn edeles jungfraüliches hertz ... (vgl. Revelationes 2, S. 11 f). 1 26 r — 1 29 v ANTIPHON Haec est dies quam fecit dominus (Hesbert 2997) und PERIKO- PEN Lc 1,26-38 u. Io 1,1-14 (lat.). 129 v — 151 r AUFOPFERUNG DER EIGENEN STERBESTUNDE. >Dem nachgeschriben gebet mag sich der mensch ... williglich in den dott ergeben O hymelscher vatter... ich opf- fer dir yetz die stund myns dodes ...; (145 r ) O almechtiger, ewiger, hymelscher vatter ... ich danck dir getrülich alles guten ...; (150 v ) O aller süster herr Jesu Christe ... ich bit dich ... durch den selben smertzen des lidens ... 151 v —277 r PASSIONSBETRACHTUNG, AUF SECHS WOCHEN VERTEILT. >Dise nach geschriben puncten soltu alle tag gern eyns vor dich nemen .. .<. (152 r ) O myn aller liebster herr, dyß werck thon ich dir zu lobe ...; (152 v ) >An dem suntag soltu bedencken dez< frölichen 254 L105 • L106 und auch drurigklichen abescheidens ... - (277 r ) daz syn heilig liden mir zu hilf kum an mym lesten end. Amen. - 277 v leer. 278 r -295 v KOMMUNIONGEBETE. (278 r -285 v ) Vorbereitungsgebete, (285 v -295 v ) Dankgebete (Initien im Register). 295 r Federproben. L 106 Gebet- und Andachtsbuch, lateinisch-deutsch Papier • 345 Bl. • 10,5 x 7,5 • Benediktinerinnen • Frauenalb • 1540 Lagen: Größtenteils Quaternionen. Textverlust: es fehlen die Bl. 52, 53 und 325 des von der Schreiberin foliierten Teils. Die ersten 20 Bl. mit neuer Bleistiftfoliierung I-XXII; im Corpus der Hs. Fo- liierung von der Hand der Schreiberin >I<->CCCXXVI<, von ihr auch Lagensignaturen. Verschiedene Wz., u.a. ähnl. Piccard , Kronenwasserzeichen VIII,5. Schriftraum im Corpus der Hs. 6,5 x 3,5. Zeilenzahl schwankend (14-20). Bastarda von der Hand der Margaretha von Remchingen (s. unter Herkunft); außerdem 4 Nachtragshände des 16.Jh's, u.a. die der Katharina von Remchingen (XVII v -XVIII v ) und des Antonius Braun (XIX r -XXI r u. 324™), s. auch Herkunft. Übliche Rubrizierung. Rote und blaue Lombarden, besetzt mit grobem, bräunlich-rotem Fleuronnee. Stark beriebener Lederband der Zeit mit Rollen- und Plattenstempeln, u.a. eine vom sog. „Straßburger Prophetenmeister" verwendete Rolle mit Kugeln und Quasten (s. Schunke , Palatina 1, S.30 u. Tf.XIV); auf dem Vorderdeckel die Prägung F. K. V. R. (s. unter Herkunft); zwei Schließen wie bei dem oben angeführten Palatina-Band. Rückenschildchen mit F.Mones Numerierung 46 a (1. Gruppe). Herkunft: 323 v Deo gracias. Scriptum est Anno domini 1540. Ich Margaretha von Remchingen schreybe- rin diß buchleins beger von den, die diß buchlein brauchen, das sie gott auch vor mich bitten. Margaretha von Remchingen (bei Geiges nicht erwähnt) ist vermutlich eine Verwandte der Frauenalber Äbtissin Katharina von Remchingen, für die das Gebetbuch wohl bestimmt war (vgl. Einbandprägung, aufzulösen als „Frau Katharina von Remchingen", und ihren eigenhändigen Beitrag XVII v -XVIII v ; s. auch L 107 u. L 128). Von derselben Schreiberin stammen L 109 und die hsl. Zusätze in L 116. Zu Antonius Braun, der 324" mit > Her AB' signiert, vgl. L 92. Numerierung F.Mones s.o. Mundart der deutschen Texte: alemannisch. Literatur: Ettlinger , S.9; Längin , Nr.240; Kattermann , S.310; Heinzer , Frauenalb, S. 103f. I r -XII r KALENDARIUM. Benediktinisch, im wesentlichen wie in den gedruckten Bursfelder Liturgica der Zeit (vgl. Volk , Bursfelder Brevier, S. 235-246, u. Rosenthal, S.258- 276). Bemerkenswerte Zusätze u.a.: Heriberti (16.3.), >Joseph patriarche< (19.3.), Eustasii (29.3.), Floriani (4.5 ■), Job prophete (10.5.), >Translatio sancti Bartholomei< (17.6.), >Placidi 255 L 106 et sociorum< (5.10.), Wendelini (21.10.), Cuniberti (12.11.), >Joachim< (9.12.), Otilie und Jodo[c i] (13.12.). Zur Hervorhebung von Bartholomäus vgl. auch die Litanei der Schwe- sternhs. L 109, 222 r -227 v (möglicherweise Indiz für eine Vorlage aus dem diesem Heiligen geweihten Kloster Neuburg bei Heidelberg). XIII r -XVII r Register zu l r -323 v . XVII v -XXII y NACHTRÄGE: (XVIP-XVIIP) 12 Gebetsintentionen, jeweils mit einem Pater noster verbunden, während der Messe zu sprechen; (XIX r -XXI r ) Reimgebet Ave mundi spes ... (Chevalier , Nr. 1978); (XXI V -XXII V ) Gebet zu Christus: O lieber Herr Jesu Christe, ich beger, das dein heyliger nam ... (s. Niebler , S. 115); (XXII V ) Anfang der „vier Schlösser" (s. L 99, 20 v -21 r usw.). Die letzte Seite schwarz übermalt. 1 r —323 v GEBETBUCH. Ein großer Teil der folgenden Gebete findet sich auch in L 109, teilweise in etwas anderer Reihenfolge. 1 r —21 v Gebete vorwiegend zur Dreifaltigkeit. O almechtiger ewiger allerliebster vatter, sun und heyiger geist, ich bitt dich flelich und innigliche ...; unter den folgenden Gebeten (weitere Initien im Register) auch lat. Texte (PL 145, 924 AC; Orationen Deshusses , Nr. 1346 und 1810; Antiphonen Hesbert , Nr.3990 u. 4086). 21 v —26 v Sequenzen AH 53 Nr. 81. 70, AH 54 Nr. 153. 26 v -29 v >De Septem donis Spiritus sancti<. Veni sancte Spiritus, reple cor nostrum . .., (28 v -29 v ) Orationen Deshusses , Nr.2327, 2330 u. 867. 29 v -46 r Morgengebete. >Ich stee uff in dem namen der allerheyligsten dreyveltickeit. . .< (weitere Initien im Register). 46 r —51 v Verschiedene Gebete, u.a. die „vier Orte des hl. Kreuzes" (s. L 98, 158 v ), die lat. Morgengebete Pax domini nostri Jesu Christi, integritas Marie ... und Benedicat me imperia- lis maiestas (s. Haimerl , S. 124 Anm.738). Am Schluß Textverlust. Initien im Register. 54 r — 6 1 r Abendgebete, u.a. Hymnus AH 51 Nr.22 (s. auch Haimerl , S. 124 Anm.737), Io 1,1-14 und einige deutsche Gebete. Initien im Register. 61 r -69 r Gebete der Mechthild von Hackeborn. >Wie der mensch daz hertz gottes soll grüßen .. .<. So du morgens u/stehest, so grüß das bluwent und liephabent hertz . .., nach Liber specialis gratiae 3,17 ( Revelationes 2, S. 217-219); (68 v ) Der herre hat zu eyner zeytt gesprochen zu sant Mechtilt: Mir wirt dreü mal gesungen in der mess Agnus dei. .., nach Liber specialis gratiae 3,19 ( Revelationes 2, S.222). 69 r -7l v Gebet für besondere Notlagen. O herre, heyiger vatter, sehe über mich, deyne diene- rin ... 256 L 106 71 v -98 v Meßgebete. >Der mensch soll allen tage in der meß dem hymmelischen vater opfern ...<. (72 r ) O hymmelischer vatter, ich opfern dir das gebenedeytt honigflußige suß hertz ... - (98 v ) >Ad benedictionem sacerdotis<. Benedicat nos tua omnipotencia ...; Texte teilweise nach Mechthilds Liber specialis gratiae ( Revelationes 2, S. 19 f). 98 v -100 r Grundgebete: Pater noster, Ave Maria, Symbolum apostolicum. 100 r — 105 v Betrachtung und Gebet zur Elevation der Hostie. Der mensch solle nach der erhe- bung des heyigen sacraments.. .; (103 r — 105 v ) Gebet Deprecor te, sanctissime Jesu Christe, per il- lam nimiam caritatem ..., mit Ablaßversprechung Benedikts XII., s. Haimerl , S. 116 u. 124 Anm. 735. 105 v -108 v Gebete zu den Wunden und Gliedern Christi. O benigne Jesu Christe, per pati- bulum crucis.. ., (106 r ) Ave rex eteme, fabricator mundi.. ., (108 v ) O Jesu pie, per amaritudi- nem mortis tue ... 109 r — 110 r Gebete >zw den jaren des herren<. Anni, dies, noctes, menses, höre ac momenta, vos singulaque adoro ...; (110 r ) Anni, dies, menses, höre, vos saluto plene ... 110 V — 113 r Horae de corde Jesu. >Hora matutina<. O dulcissimum cor Jesu Christi, oro te per intimas medullarum cordis tui angustias ..., vgl. Barth , Herz-Jesu-Verehrung, S.77f. 113 V — 122 v Gebet vom Leiden Christi. Satisfaciat tibi domine, sancte pater, pro omnes negli- gencias meas(\) ..., s. Achten - Knaus, S. 197. Weitere Initien im Register. 122 v — 128 v Gebete zur Seele Christi. Die sele Christi ist das lebendig buch, in das die seien aller behaltenen .. .; weitere Initien im Register. 128 v — 131 r Gebete vom hl. Kreuz. Signa me, domine, signaculo sancte crucis . .., (129 v ) Sancti- fica nos, domine, signaculo sancte crucis ..., (130 r ) Oration Deshusses , Nr.690; (130 v ) Antiphon Hesbert , Nr. 4690, und Orationen Deshusses , Nr. 1838 u. 327. 131 r — 133 r Gebete in Betrübnis. Orationen Deshusses , Nr.349, 2449 und 1289, sowie Deus, qui per unigenitum filium tuum ... cum pro angustia imminentis agonie ... 133 r -134 r Gebete für die Klostergemeinschaft. > Vor unßer eptissin und alle yre underthone<, Deshusses , Nr. 1308; (133 v ) >Von unßer profeß<, PRG XXVIII, Nr. 11; (134 r ) Quesumus, omnipotens deus, famulas tuas tua protectione custodi... 134" Für Verstorbene. Domine, deus omnipotens, qui es salus vivorum... 134 v — 136 r Eucharistische Gebete. Anima Christi, sanctißca me ... (Chevalier , Nr. 1090); (135 v ) O sacrum convivium ..., Oration Bruylants 2, Nr. 393. 136 r — 137 v > Tempore mortalitatis<. Media vita in morte sumus ... (Hesbert , Nr. 3732); Orationen Deshusses , Nr. 1007, 842, 840, 843. 257 L 106 137 y -172 v Bußgebete. Ego peccatrix confiteor tibi domine, Jesu Christe (139") Oration Omnipotens sempiterne deus, humiliter deprecor ... ut me non dimittas perire ..., s. Achten -Eizenhöfer-Knaus , S.73 u . 74; (139 v — 144 r ) elf Pater noster > uffdie boß<, s. L 99, 5 V -7 V ; (144 v ) O almechtiger, barmhertziger gott, du bist alwegen bereytt, dem menschen zu helffen ..., s. auch Schneider , München 4, S.589; (145 v ) Propitiare nobis omnipotens pater per unigeniti tui passionem ..., ( 1 46 r ) Deshusses , Nr.235, und Hesbert , Nr.3861; ( 1 46 r ) >Incipit psalte- rium pro peccatis<. (146 v ) O deus omnipotens, incomprehensibilis et excellentissima maiestas..., (148 r ) Beatus vir qui etc. > Oratio pro peccatis<. Salve dulcedo dulcissima, benignitas infinita ...; (168 r — 172 v ) Beichte. >So eyn mensch gern beycht... (168 v ) .. .<. So er die gottheit durch lobe erhebt soll er sich schuldig bekennen ... 172 y -178 v Betrachtungen und Gebete zur Messe. Under der meß soltu allezeyt unßern lieben herren ansehen ...; (175 r ) Item, ob du so viel zeit hast, so magstu auch die VII wort vor dich nemmen...; (17 6 r ) O aller genedigster und guttigster herre ..., ich ellent unwirdig sunderin hab eyn getruwen und gutte hoffenung . .(177 y ) O geweitiger herre und gott hymmelrychs und ert- reychs ..., s. Powitz, S.21. 178 v -199 r Betrachtungen und Gebete zum Leiden Christi. Zu der ersten betrachtung und der ersten wunden ... gedenck, als ob du sehest vor dir liegen . ..; (184 r ) >Diß seynt IXgeng, die unßer liebster herre ging<. Zum ersten auß dem hauß des nachtmahls ...; (184 v ) O herre, Jesu Christe, eyn scheyn der vetterlichen ere ...,%. L 90, 259 v —263 v ; (192 r ) Ich sage dir danck, liebster herre ..., vor die VI.M. VI.C. und LXVI. wunden ...; (193 r ) O yr heylsamer wunden ... seynt gegrußet... (s. Niebler, S. 14); (194 r ) Seynt gegrußet, ir aller zertsten glieder Christi Jesu ...; (195 r ) Eya, abgrundig weyßheit, ubertreffen aller creaturen ..., ich opfern dir meyn ver- stenttliche krafft ...; (198 r ) O lieber mynniglicher herre ..., send mir in meyn hertz das Hecht... 199 r -207 r Gebete eines kirchlichen Vorgesetzten für sich und die ihm Anvertrauten. O gutter hirtt, o ewiger hirtt..., ich ellendiger komme zu dir .. .; weitere Initien im Register. 207 r -208 r Drei kurze Gebete zu Christus. O herre, ich befeile dir alle meine werck ...; weitere Initien im Register. 208 r -209 v Gebet von den Blutstropfen Christi, s. Kornrumpf-Völker, S.342, und Kurras 1, S. 13. 209 v -21 V Gebet zum Antlitz Christi. Gegrüßt seystu, bluwendes angesicht Christi.. ., Übersetzung der ersten Strophe von AH 31 Nr.61; am Schluß Ps 66,1. 8 und Ps 4,7. 21 l r -212 r Herz-Jesu-Gebete. Es soll der mensch auch teglichen anbetten und eren .. .; (211 v ) O du aller miltestes heyligstes hertz Jesu Christi..., mach durchwonnt meyn hertz .. ., (212 r ) O du aller sußtes und heyligstes hertz Jesu Christi..wirdig dich, meyn hertz zu erleuchten ..., vgl. Barth , Herz-Jesu-Verehrung, S.76 mit Anm. 1 und S. 104. 258 L106 212 V —213 r Befehlung in den Schutz Christi. O meyn aller liebster herre, Jesu Christe, ich bitt dich, daz du mich heudt behuttest... 213 r -222 r Gebete vom Leiden Christi. O hymmelischer vatter, nemen zu wiedergelt aller meyner sunden schultt.. weitere Initien im Register. 222 r -226 v Gebete um einen guten Tod. O lieber herre, Jesu Christe, meynen angsthafftigen geist, der da stirbt so in dottlicher angst... 226 v -230 r Gebet zu den drei Todesstößen Christi. Ich ermane dich und dancken dir, lieber herre ..., daß du wurdest ange/estiget mit dreyen stumpfen negeln .. vgl. Barth , Herz-Jesu- Verehrung, S.79. 230 r -270 r Gebete und Andachten vom Leiden Christi. (230 r -232 r ) zur Dornenkrone, (232 r -234 r ) vom Kreuztragen, (234 r -235 v ) vom Mitleid Jesu mit seiner Mutter, (235 v -242 v ) Passion in Gebetsform, (242 v -255 v ) >ein hübsch Opferungen, wie L 105, 58 r -70 v (s. dort); (255 y -270 r ) Passionsandacht auf die einzelnen Tage der Woche verteilt: Am suntag solltu gott dem herren dancken ... 270 v -273 r Gebete um rechte Lebensführung. O meyn hymmelischer vatter, so du bist das höchst und wirdigst gutt ...; (272 v ) O lieber herre Jesu Christe, ... ich bitt dich demutiglich, verlyhe mir deyn heyige gedultt... 273 r -282 v Marianische Antiphonen, Sequenzen und Gebete, lateinisch. AH 48 Nr. 261; O Stella maris, Maria, nubem oppositam ne transeat...; Gaudendum nobis est, quia Christus ...; O Maria, misericordie mater et regina . ..; Hesbert , Nr. 1546; Ave magnifica misericordie ma- ter ...; AH 24 Nr.13 (ad Benedictus); Hesbert , Nr. 6278; Chevalier , Nr.14047; Bruy- lants 2, Nr. 652; O virgo virginum et pia domina ...; Hesbert , Nr. 2920 u. 4597; Deshus- ses , Nr. 143; AH 50 Nr.241, AH 54 Nr.201, AH 10 Nr.79. 282 v -286 v Andacht zu Maria Empfängnis. > Wer da eret die allerheyligst entpfenckeniß Marie .. .<. (283 r ) Frauwe dich, du aller ußerwelte gottes gebererin ..., s. L 97, 45 v . 286 v -291 r Marianische Gebete. O Maria, eyn trosterin aller sunder, ich befell dir meyn leyb und seles. Niebler, S. 11 u. 125; (288 r ) O Maria, eyn konigin der barmhertzigkeit, ich bitt dich ... stand uff.. .; (288 V ) Gegrußet seystu Maria, mitgleych got dem vatter.. .; (290 v ) Diß ist eyn clares vas des drostes .. ., Übersetzung von Haec est praeclarum vas (s. Eizenhöfer -Knaus, S.54). 291 r -302 v Gebete zu verschiedenen Heiligen. Initien im Register. 302 r -304 v Karwochenandacht. Wie L 90, 298 v -300 v usw. 305 r -316 r Gebete zu Anna und Joachim. > Rosarium de sancta Anna<. Quam ex divino pro- misso angelo nuntiante concepisti... (mit Ablaßversprechung Alexanders VI.); (309 v ) Adesto met tercia inclita Anna. Ave Maria ...et benedicta sit sancta Anna .. vgl. Haimerl, S. 125 259 L106 • L107 Anm.748; Sequenz AH 37 Nr. 119 (Johannes Trithemius); (311 r ) Deus qui beatam Annam dilecte genitricis tue matrem ..(311 v ) Gegrußet systu Anna, eyn mutter der barmhertzikeit..., vgl. L 97, 197 r ; weitere Initien im Register. 316 r —317 V Geistliche Kerzen zu Mariä Lichtmeß. >Zu machen eyn geistlich lychtlin in die ere dyns behelters Jesu Sprech zum ersten vor das wachs.. .< (weitere „Kerzen" für Anna und Joachim). 318 r —319 r Acht Verse des hl. Bernhard, s. Haimerl , S.72. 319 r -223 r Mechthild von Hackeborn, Gebet zu den fünf Freuden Christi, s. Haimerl, S.41 Anm.201. 323" Gebet zum Osterfest. Gegrußet seystu frolicher ostertag in der unaussprechlichen freu- den... 323 v Kolophon (s. unter Herkunft). 324" NACHTRAG des Antonius Braun (s. unter Herkunft): Suffragium de sancta Barbara. 326 r Federproben (Ps 32,22). L 107 Gebet- und Andachtsbuch, deutsch Papier • 1 (Perg.) + 392 Bl. • 10,5 x 7,5 ■ Benediktinerinnen • Frauenalb • 16. Jh. 1 Lagen: I 1 , 12 VF«, VIII 161 , 3 VI 197 , (VI-II) 198 , VIII 214 , 5 VI" 4 , V 284 , VI 296 , V 306 , (VI+1) 319 , VI 331 , VIII 347 , VI 359 , IV 367 , VII 381 , VI 393 ; Kustoden, teilweise abgeschnitten; in dem mit Bl. 199 beginnenden Teil auch Reklamanten. Vor dem Buchblock ein Pergamentdoppelblatt als Spiegel und Vorsatz (Bl. 1). Kronenwasserzeichen, bei Piccard nicht nachgewiesen. Schriftraum 5/6 x 4,5. Bastarda von mehreren, sich abwechselnden Händen, u.a. 45 v -49 v und 314 r die Hand der Katharina von Remchingen (s. auch L 106 und L 128), 199 r —312 V die Hand der Schreiberin von Nürnberg, Germ. Nationalmus., Hs. 1733, Teil III (s. Kurras 1, S. 16-19), 362 v -367 v die Hand von L 92, 24 v -38 v . Übliche Rubrizierung. Lederband der Zeit mit Blindpressung (wie L 62 usw., s. Einl., S.45f); Rückenschildchen mit Numerierung 47 von F. Mones Gruppe 1 sowie I 346. Herkunft: Schreiberinnenhände weisen nach Frauenalb. 376 T —381 v mit 105014 (= 1514) datiert (381 v ). Laut Widmungsvermerk auf dem Vorsatzblatt (l r , mit Signatur R.E.) war die Hs. im Besitz der Fauenalber Konventualin Ursula Göler von Ravensburg ( Geiges , S. 87 f, Nr. 19). 2 r von einer Hand des 16. Jh's: Dein H. Mones Numerierung s.o. 260 L107 Mundart: rheinfränkisch bis 198 v (außer 45 v -49 v ), dann alemannisch. Literatur: Ettlinger, S. 12; Längin , Nr. 49; Heinzer , Frauenalb, S. 104. 2 rv ABLASS ZUR KREUZESINSCHRIFT. > Titulus triumphalis domini Jesu Christi... Dy- ßer titel obgeschriben ist zu Rome funden worden ... Sanctus Sixtus der fierde babst hait geben ...< (vgl. Kornrumpf-Völker, S.242, sowie Haimerl, S. 87). 2 V -18 V MARIANISCHE GEBETE. Gegruset systu, Maria, dyn gantz geschlecht ist mit gott ...; (5 r ) Gegruset systu, o helge Maria, o Jungfrau aller Jungfrauwen, eyn hoher schryne ... (Übersetzung von Chevalier , Nr. 13230); (6 r ) O Maria, gibe mir das bodenbroitt, dyn liebes kyndt.. .; (7 V ) Ich grüß dich, schöne wuniglich morgenrode des frolichen osterdags .. vgl. Wei- mann, S. 148, und Achten-Eizenhöfer-Knaus, S. 110 (s. auch L 90, 305"). 18 v -45 r ANDACHTEN UND GEBETE ZUR ADVENTS- UND WEIHNACHTSZEIT. >Du solt betten den stonden, die unßer lieber herre Jesus Christus beschlossen was.. .<; eine Anzahl der Texte wie in L 92, 6 r -29 r u. 68 v -70 v (s. dort) und in Karlsruhe, BLB, St. Peter Pap. 6, 30" u. 40 v -46 v (s. Niebler , S. 10). Einzelne Initien im Register. 45 v -49 v FÜNF MISERERE. Dise funjf miserere soltu deglich sprechen ... O du vergotes blut Jesu Christel), in aller lieb vergossen ..., s. L 105, 2 V und Nürnberg, Germ. Nationalmus., Hs. 1733, 1 90 r — 1 93 v ( Kurras 1, S. 18). 50 r -78 v MARIANISCHER ROSENKRANZ. Der da wille betten den psalter Marie ... (50 v ) > Das erste funffzig leße dem vatter ...<. O herre, almechtiger gott, ich loben unde grossen dich ...; (71 r —78 v ) beschließende Gebete, darin u.a. bemerkenswert: (72 r ) Anrufung von Anna myner sunderlichen patroneryn\ (77 r ) Gebet für Lebende und Verstorbene, darin: myner lieben swester Bärbel (ähnl. auch 78 r )- 79 r -126 v ANDACHT ZUM LEIDEN CHRISTI. Auf die einzelnen Tage der Woche aufgeteilt. >An dem mondag bede die XV Pater noster diß psalters.. .<. (79 v ) O herre Jesu Christe, eyn sone deß lebendigen gottes, ich sagen dir danck, das du dich haist laßen umb unßeret willen ... gekuscht werden ... - (126 v ) eyn gewarer gott durch alle ewigkeytt. Amen. 126 v — 145 v 12 PRIVILEGIEN DES HL. JOSEPH. Wie L 92, 279" (hier länger). 146 r — 174 v KREUZWEGANDACHT. Wie L 90, 163M77'. 174 v — 198 v ANDACHT ZUR DORNENKRONE CHRISTI. Wie L 90, 209 r -220\ 261 L107 199 r -266 r KOMMUNIONGEBETE. Ewige wyßheit, herr Jesu Christe, ein spys meiner dürstigen sei.. ., s. L 90, 234 v -235 v ; weitere Initien im Register. 266 v -274 v MARIANISCHE ANDACHTEN. O Maria, junckfrawe der aller tiefesten demut, diß Ave Maria hab ich dir gesprochen . ..; (268 v ) >Item die XV Salve Regina<, s. L 99, 255 r — 259 v . 275 r -312 v KOMMUNIONANDACHTEN. >Dis hernach geschriben opfferung heiset ein geistlicher tauf .. .<, (275 v ) O almechtiger, ewiger, himmelischer vatter, ich opffer dir deinen ein- gebornen sun, Jesum Christum ..., s. Cgm 469, la (Schneider , München 2, S.382) und Nürnberg, Germ. Nationalmus., Hs. 1733, 199 r —212 r (Kurras 1, S. 19); (310 V ) >Wölcher mensch dick und fruchtperlich wil enpfahen wenn der mensch zu dem heiligen sacrament wil gon ...<. Zu dem ersten sol er an im haben, daz er sey uffgestanden ... 313 r —323 v ANDACHTEN ZUM LEIDEN CHRISTI. Vater unser ... Ich loben dich umb dyn hohen gewalt.. . (sieben Blutflüsse Christi); (321 v ) O du aller süster myn her Jesu Christe ..., ich erman dich allez diens liedens und smertzen ... in der ersten stunde ... (drei letzte Stunden Christi), wie L 92, 3 r -5 v . 323 v -329 r GEISTLICHES TESTAMENT. Wie L 97, 47 r -49\ 329" GEBETE ZU DEN FÜNF WUNDEN CHRISTI. Wie L 99, 263". 329 v —331 v MECHTHILD VON HACKEBORN, FÜNF FREUDEN CHRISTI. Wie L 90, 300 v -303 v etc. 332 r —358" GEBETE NACH DEM KOMMUNIONEMPFANG. Ach herr, ich truck mich in die mynne, in der du dich in menschlich natur geben hast ...; weitere Initien im Register. 358 v -362 r THOMAS VON AQUIN ZUGESCHRIEBENES GEBET. O herr, mein got, verlyh mir, die ding die dir gevallen ...zu begeren ..., s. Haimerl , S.49f (Gebet Nr. 3). 362 r -367 v SÜHNEGEBET. Her, vatter, almechtiger got, mir ist leyd von gantzem mynem hertzen .. (364 v ) Bet V Vater unser und Veni sancte ... 368 r -369 r leer. 369 v -376 v MECHTHILD VON HACKEBORN, GEBET FÜR DIE ARMEN SEELEN. Wie L 90, 255 v -259 r (textlich z.T. etwas abweichend). 262 L 107 • L108 • L109 376 v -392 v GEBETE ZU MARIA. Sancta Maria, ein junckfrauwe ob allen junckfrauwen ..., ich bit dich durch das schmieden schwerts. L 99, 24 r ; (382 r ) O Maria, muter aller gnaden vol, bewiß mir dein überflüssige gnad ..., s. L 99, 191"; (390 r ) Welcher mensch dieß hie noch geschriben Pater noster .. (392 r ) O schopjfer aller creaturen ... (s. L 94, 38 v ). 393" leer. L 108 Officia selecta (historiae novae) Papier • 109 Bl. • 10 x 7 • Lichtenthai ■ um 1500 Lagen: II 3 , (IV+2) 13 , 8 IV 77 , (11+ l) 82 , 3 IV 106 , II 109 , die äußersten Blätter des Buchblocks als Spiegel verwendet. Wz.: Got. P mit Schrägstrich (2. Lage), sonst Ochsenköpfe (ähnl. Piccard , Ochsenkopf V,352 und X,414/415). Schriftraum 6,5 x 5. 11-16 Zeilen. Bastarda von einer Hand, identisch mit der Haupthand von L 95 (s. auch S.43). Übliche Rubrizierung. Brauner Lederband der Zeit mit stark beriebenen Rollenstempeln; von der Schließe nur noch die Halterung vorhanden. Rückenschildchen mit F. Mones Numerierung 48 (1. Gruppe). Herkunft: Schreiberhand und Parallelen inhaltlicher Art zu den Lichtenthaler Brevieren des 15. Jh's (L 17 usw.) weisen nach Lichtenthai. Numerierung Mones s.o. Literatur: Ettlinger, S. 12. 5 r — 101 v OFFICIA SELECTA, sog. historiae novae. Alles wie L 17, 282 v -292 r , die Lektionen hier teilweise etwas kürzer. Vgl. auch L 110. - l r -4 v und 102 r — 109 v leer. L 109 Gebetbuch, lateinisch-deutsch Papier • 1 (Perg.) 4- 300 Bl. • 9 X 6,5 • Benediktinerinnen • Frauenalb • um 1540 Lagen: I', (V+2) 13 , 6 III 50 , V 60 , 5 III 90 , 3 IV 114 , 8 IIP", IV 170 , V 180 , 4 IV 212 , 6 III 248 , II 252 , (III 4- 1) 259 , (II-I- l) 264 , (III-I-1) 271 , (11+ l) 264 , (III +1) 271 , 3 III 289 , IV 297 , II 300 ; erstes bzw. letztes Bl. der beiden äußersten Lagen als Spiegel verwendet. B1.4 Perg. B1.44 lose eingelegt. Bl. 213-218 falsch eingebunden; die Lage gehört zwischen B1.289 u. 290. Schrift und Ausstattung wie L 106. Nebst der Haupthand 263 L 109 (Margaretha von Remchingen) zwei Nachtragshände des 16. Jh's (l r und 2 r ). Neuer Pergamentband, 1985 anstelle des urspr. schadhaften Einbandes (ebenfalls Pergament) angefertigt; dunkelgrüner Schnitt. Herkunft: Wie L 106 (s. dort). Nr. 115 von F.Mones 2. Gruppe. Mundart der deutschen Texte: Wie L 106 (hier dialektale Färbung etwas stärker ausgeprägt). Literatur: Trübner , Nr. 108; Ettlinger , S. 12; Längin , Nr.50; Heinzer , Frauenalb, S. 104f. l r -2 r NACHTRAGE (16.Jh.): (l r ) Ave benignissime domine Jesu, victor mortis ...; (2 r ) Anno LXXXVII hab ich angefangen, die himelsche keyserin ... mit gebett zu zyehen .. ., darunter: Maria 2?...(?). - l v leer. 2 v _3 r Nachtrag der Schreiberin: [D]ne, deus meus, si feci ut essem rea tua ..., s. Achten - Eizenhöfer - Knaus , S. 93. 3 v -4 r leer. 4 V -297 V GEBETBUCH. Auf weite Strecken mit L 106 übereinstimmend; jedoch andere Reihenfolge der Texte. 4 V -5 V = L 106, 7 r -9 r . 6 r -9 v = L 106, l r -7 r . 9 V Anfang des Gebets 4 V (s. oben). 9 V -13 V = L 106, 12 r — 17 r . 13 v Responsorium Ave sponsa Sunamitis ..., s. G.G. Meersemann , Der Hymnus Akathi- stos im Abendland 1, Freiburg/Schweiz 1958, S. 181. 14 r —43 v Votivmessen. (14 r —30 r ) >De beatissima trinitate<, >De spiritu sancto<, >De sancta cruce<, vgl. Bursfelder Missale von 1481 ( Hain 1 1267), 1 50 r — 153"; (30 r -34 v ) >In festo corone domini<, s. Bruylants 1, Nr. 636; (34 v -39 v ) >De quinque vulneribus<, s. Bruylants 1, Nr. 635 (z.T. abweichend); (39 v -43 v ) >De spiritu sancto< mit Sequenzen wie L 106, 21 v —26 v . 43 v -46 v = L 106, 26 v -29 v . 46 v -47 r = L 106, 98". 47 r -48 r = L 106, 113 V — 114 V . 48 r -50 r = L 106, 137 v — 139 v . 50" = L 106, 98 v — 100 r . 264 L 109 51 r —75 r Marienmessen und Sequenzen. (51 r —56 v ) >De compassione B.M. V.< mit Sequenz wie L 106, 279 r -280 v ; (56 v -63 r ) >De conceptione B.M. V.<, vgl. Bursfelder Missaledruck von 1481 (s.o.), 247", Sequenz wie L 106, 280 v -282 v ; (63 r -65 v ) Sequenz AH 54 Nr. 278 (diese Hs. erwähnt); (65 v -75 r ) >De beatissima Maria virgine<, darin Sequenzen AH 42 Nr. 108 und Chevalier , Nr. 18292 (jeweils nur aus dieser Hs. bekannt!) sowie Agnus Dei-Tropus AH 47 Nr. 449. 75 v -77 v >Sequentia<. Adiuva nos tuis precibus, mater Christi Maria . . . 77 v -79 r Io 1,1-14 mit Segensgebet Hoc Christi evangelium ... (s. auch L 104, 128 r -129 r ). 79 r —81 r = L 106, 128 v — 130 v . 81" = L 106, 116 V — 117 r . 81 v —82 r Orationen Deshusses , Nr.315, 323, 327 (diese auch L 106, 1 30 v — 13 1 r ) und 1346. 82 r -84 v = L 106, 1 3 1 r — 1 34 v . 85 r -99 v = L 106, 146 r — 167 r . 99 v -130 v Andacht vom Leiden Christi. Gratias tibi ago, o Jesu, redemptio dulcissima anime mee ..., darin (124 r — 126 v ) die Gebete von L 106, 126 r — 128 v . 130 v — 153 v Grüße an Christus. Ave sacrarium summe trinitatis ... - (153 v ) quia in hiis tota pendet salus mea. 15 3 V — 159 v = L 106, 105 v — 113 V . 159 v — 162 v = L 106, 48 r —51 v (dort Schluß verloren). 162 v — 163 v = L 106, 114 V — 116 r . 163 v — 164 v = L 106, 118 r — 119 r . 164 v — 165 r = L 106, 116". 165" = L 106, 134 v — 135 v . 165 v — 166 r = L 106, 18 V — 19 V . 166" = L 106, 17 r -18 r . 166 v — 168 r = L 106, 19 V —21 v . 168 v — 169 v = L 106, 135 v — 137 v . 169 v — 172 v = L 106, 273 r -277 v (teilweise andere Reihenfolge der Texte). 173 r -178 r Ps.-Augustinus, >De laude et utilitate psalmorum<. Canticum psalmorum Carmen electum est apud deum ... - (173 v ) in celo vivificabit in secula seculorum, s. PL 131, 142 C7- 265 L109 Dil; Vox enitn psalmodie valet, cum per intentionem cordis ... - (177 v ) si integra mente scru- teris. (178 r ) Distinguitur autem per tres quinquagenas ... - omnis Spiritus laudet dominum, s. PL 101, 465B-468A (mit einigen Abweichungen). S. auch Haimerl , S.6f. 178" >Oracio bona valde<. Salva me, salus adoranda ... 179 r = L 106, 184". 179 r — 180 r Verschiedene Gebete. > Der enget gebet ...<. Sprech stende IX Ave Maria ... in ere und gedechteniß, daz die h. enget Cherubim ... 180" = L 106, 198 r — 199 r . 180 v Lat. Suffragium zum hl. Geist und marianische Antiphon Alma redemptoris mater. 181 r — 185 r = L 106, 72 r -80 v . 185 r — 187 r = L 106, 83 r -87 r . 187" = L 106, 208 r -209\ 1 87 v — 18 8 V Gebete vor dem sog. Gregoriusbild, s. Haimerl , S.55 Anm.280. 188 V >Ad faciem Christi<. AH 31 Nr. 62 (Anfang); Ps66,l-2. 8 a. 189 r -202 r Ps.-Bernhard, Andacht zu den Gliedern Christi. Gegrußet systu, Jesus, eyn heyl der weit ..., Ubersetzung von Salve mundi salutare ... (s. Haimerl , S.66 usw.); zum deutschen Text vgl. auch Schneider , Nürnberg 1, S.74 u. 337, sowie Kurras 1, S.49. 202 r -204 v = L 106, 194 v -198 r u. 194". 205 r -208 r = L 106, 139 v -144 r . 208 r —212 V und 219 r —227 v Bußpsalmen mit Allerheiligenlitanei (222 r -227 v ), darin bemerkenswert: rubrizierte Anrufungen von Benedikt (als >pater< bezeichnet), Franziskus, Anna, Maria Magdalena, Katharina und Margaretha, in der abschließenden Oration werden Maria, Bartholomäus und Benedikt genannt (vgl. Hinweis zum Kalendar von L 106). - 213 r — 218 V (verbunden!) werden unten nach B1.289 beschrieben. 227 v -230 v Ps 21 und 30,1-6. 231 r —237 r Andacht der >gulden wandelung < Christi, s. L 92, 39 r -45 v . 237 r -240 v Geistliche Übungen. > Und wer sich herin üben wyll ... (237 v ) das erst das wir< unßer schwygen flyßlich haltten ...; (238 r ) >Eyn mensch<, der mude und verdroßen ist worden in betten oder betrachten ... 240" Gebet zu Maria. Biß gegrußet, du clore lilge ... (auch L 107, 25 v -26 r ). 240 v -244 v Ps.-Lentulus und Flavius Josephus, über Gestalt und Person Christi. (24l r ) Er- schynen ist by disen zytten ..., s. K.R uh , Der sog. Lentulus-Brief über Christi Gestalt, in: 266 L109 2 VL, 5 (1985), Sp. 705-709; (243 r ) Es ist geweßen zu dißen zytten ... - (244 v ) also genent synt (FLAVIUS JOSEPHUS, Antiquitates XVIII, 6). Gleicher Text: Karlsruhe, BLB, St. Georgen 95, 206 r -208 r (Längin , S .61 u. 153). 244 v -245 r Gebetsanweisung zum Gedächtnis an Christi Dornenkrone. Item, wer unßerem herren Jesum alle suntag spricht ... 245 r -253 v = L 106, 213 r -219 v , 39 r -42\ 87 r -89 r , 193 r -194 r . 254 r -259" Andachten zum Leben und Leiden Christi. Alle den wonden Jesu bed zu eren XXXM" Pater noster ..., Jesus zu eym wolbereytten geseß Sprech XVII Gloria Patri .. .; weitere Initien im Register. Die Texte 257 r -259 v auch Kl.L. 108, 51 v -52 v . 259 v Antiphon Hesbert , Nr. 3002. 260 r Gebet zu den Tagesheiligen des eigenen Todesdatums. Omnes sancti et electi dei, quo- rum solemnitas ... 260 v -261 r = L 106, 46 r -48 r . 261" Abendgebet. Ich gee schlaffen in dem namen unßers lieben herren Jesu Christi ... 261 v -262 r = L 106, 59 v -60\ 262" Bußgebet, der hl. Magdalena zugeschrieben, s. Kurras 1, S. 19. 262 v -264 r Gebete zu Ehren der Tränen Christi und Mariens. O herre Jesus Christus, dir sy lob ere und danck von den seligen bitteren drehen ... 264 v -265 r Mariengruß. Got grüß dich, Maria, eyn ußerwelt dochter des himmelischen vatters ..., s. W eimann , S. 148. 265 v -266 r Gebet der Mechthild von Hackeborn, nach Liber specialis gratiae 3,18 (Revela- tiones 2, S.219-221). 266 r -270 v = L 106, 184 v -192 r . 270 v -274 r = L 106, 178 v -183 v . 274 r -280 r = L 106, 61 r -71 v . 280 r -285 v = L 106, 29 v -39 r . 285 v -286 v = L 106, 192 r -193 r . 287" = L 106, 177 v — 17 8 V . 288" = L 106, 80 v -82 r . 28 8 V —289 v und 213 r —216 r Gebete zur Beichte. > Wan du zu der bycht wilt gene ...(289 r ) ...<. O hymmelischer vatter, ich bitten dich, daz du mir gebest uberwyndung .. (289 v ) Suscipe con- 26 7 L109 • L110 fessionem mearn, unica spes salutis mee vgl. PL 101, 501 BC ( in der Hs. länger), Fortsetzung des Textes: 213 r ; (215 r ) >post confessionem<. Domine deus clementissime, propiciare dig- nare supplicationibus ... 216 r —218 V Verschiedene Gebete. Succurre mihi, deus misericors, antequam moriar ...; (217 V ) O amantissime domine, Jesu Christe, precor te per illam eximiam caritatem ..., s. L 106, 103"; (218 V ) O excelse domine et medice omnium vulnerum ... 2 1 8 v Antiphon Hesbert , Nr.4048. 290 r -294 r > Unßer lieben frauwen wurtzgertlyn<. O du aller erwirdigst junckfrauwe Maria, ich loben und grüßen dich ... - und lebn zu sterben. Amen. 294 r -297 v = L 106, 282 v -286 v (hier lateinisch). 297 v Antiphon Hesbert , Nr. 1542. 298 r -300 v leer. L 110 Officia selecta (Historiae novae) Papier • 140 Bl. ■ 9 x 6,5 • Zisterzienserinnen • Lichtenthai • um 1500 Lagen: I>, (IV+ l) 10 , IIP 6 , V", IV», V", III 50 , V 60 , III 66 , V 76 , III 82 , V>\ III 98 , V 108 , III 114 , (IV+ l) 1 ", II 1 ", IV 135 , III 140 ; erstes und letztes Bl. des Buchblocks als Spiegel verwendet. Wz.: Wappen mit Lilien und Delphin ( Briquet , Nr. 1656, belegt im ausgehenden 15. Jh.). Schriftraum 6 x 4. 11-12 Zeilen. Bastar- da von einer Hand; 124 r -135 r Nachtragshand des 16-Jh's (wie L 96, 304 r -324 r ). Pergamentband der Zeit, Reste von Schließbändern aus Leder; Schnitt dunkelgrün. Herkunft: Aus Lichtenthai wie L 108 (s. dort). 2 r Otilia, famula Christi, ora pro me miseram(\) peccatri- cem(\). Nr. 114 von F.Mones 2.Gruppe. Literatur: Trübner , Nr. 109 (?); Ettlinger , S. 12. 2 V — 123 r OFFICIA SELECTA. >Incipiunt quinque nove hystorie<. Alles wie L 108 (vgl. auch L 17, 282 v -298 v ). - 49 r -51 v u. 99 v leer. 123 v Motto Aller menschenn unnd gottes frund (sonst leer). 268 L110 • L111 • L 112 124 r — 135 r NACHTRAG (16. Jh., 2. Hälfte): Direktorium für Tischlesung, Läutordnung und z.T. auch für das Offizium. Den letzen sondag vor dem adtvent ist die epistel in derpo- stile ... (bis zum Neujahrstag). Vgl. auch L 96, 304 r -324 r . 135 v — 140 v leer. L 111 Deutsche Gebete Papier • 2 Bl. (an Druck) • 15 x 10 • 17. Jh. Pappband mit Pergamentrücken. Altes Signaturschildchen 298 (19. Jh.) Herkunft: Auf dem Vorderspiegel die Notiz: dießes ist daß miserere büchel ..., darunter S. Mr. Euphemia (vermutlich die Nekr . 47, 4 r erwähnte Maria Euphemia Tannerin aus Colmar, gest. 1689; vgl. auch S. Friederich , Das Anniversarienverzeichnis der Cistercienserabtei Lützel, in: Jahrbuch d. Sundgauvereins 5 [1937] 11-63, hier S.48 [Nr.261] m. Anm.215). Außer der oben erwähnten Signatur eine weitere (L 48) auf dem Vorderspiegel. Literatur: Ettlinger , S. 12. I Druck: PHILIPPUS DOBEREINER, BRUNNEN DER DURSTIGEN SEELE, München: Adam Berg, 1577 (nur Fragment: Teile der vorletzten und die beiden letzten Lagen). Vgl. VD 16, D2105. II Hsl. Zusätze: 2 Bl., dem Druck vor- bzw. nachgebunden; Kursive des 17. Jh's. COLLECTAE PRO DEFUNCTIS, deutsche Übersetzung (für das Gebet eines einzelnen adaptiert): Bruylants 2, Nr.407; Deshusses , Nr. 1416; Bruylants 2, Nr.929; Deshusses, Nr.2818; Bruylants 2, Nr.217, 464 und 567. L 112 Brevierfragment (Druck) mit handschriftl. Zusätzen Papier • 8 Bl. (an Druck) • Lichtenthai • 16. Jh. Lederband der Zeit, Gruppe III der für Lichtenthai gefertigten Bände (s. Einleitung, S.44), 2 Schließen. Auf dem Rücken Titelschildchen: Psalterium (19. Jh.) und F. Mones Numerierung 206 (3. Gruppe). 269 L112 • L113 Herkunft: Einband weist nach Lichtenthai. Numerierung Mones s.o.; sein Namensschildchen auf dem Vorderspiegel. Literatur: E ttlinger, S. 12. I Druck: BREVIARIUM SPIRENSE, Speyer: Peter Drach, 1478 (GW 5464), Teil I. 2. oder II. 2. (unvollständig). Am Rand viele hsl. Zusätze von einer zeitgenössischen Hand sowie von den beiden Schreiberinnenhänden des hsl. Ergänzungsteils (s.u.). II Handschriftliche Zusätze: 1 Bl. vor dem Druck, 5 Bl. danach, außerdem 2 Bl. innerhalb des gedruckten Teils (zwischen Pss 134 und 138) eingefügt. Zwei Hände des 16. Jh's. Teilweise auch Notation (grobe Quadratnoten auf 4 roten Linien). Vorsatzblatt: Marianische Benediktionen zu den Lektionen der Matutin, teilweise gereimt. In den Druck eingefügte Blätter: Schluß von Ps 134 sowie Pss 135-137. Nachstoßblätter: TEILE DES ORDINARIUM OFFICII CISTERCIENSIUM. Versus, Benedictiones, Lectio brevis, Responsorium. (l r -3 r ) in aestate pro feriis, s. Breviarium Cist. Reformatum , Westmalle 1951, pars aestivalis, S.49, 63, 74f, 104 u. 117; (3 V ) >Privatis diebus per octava(\) in matutina de beate Virginis(\)<, vgl. Huot , Nr. 113; (4 r ) Osterfestkreis, s. Brev. Cist. Reformatum ..., pars vernalis, S.326 u. 371; (4 v -5 r ) Invitatorien de sanctis. - 5 V leer. L 113 Psalterium (Druck) mit handschriftl. Zusätzen Papier • 2 Bl. (an Druck) • 21 x 14,5 • Lichtenthai • 18. Jh. Pappband mit Pergamentbezug, 1984 durch neuen Lederband ersetzt. Die Reste des alten Einbands jetzt in separatem Schuber aufbewahrt: 1 Bl. aus einem hsl. Zisterziensergraduale des 14. Jh's (ehemal. Umschlag) und 2 horizontal ausgeschnittene Streifen von 2 Doppelbl. eines hsl. Breviers (Cur- sus romanus) des 13./14. Jh's (Bestandteile der ehemal. Pappdeckel). Herkunft: Auf dem letzten Bl. des Drucks die Notiz Anno domini 1663 hab ich mit der icfhwester] Maria Thecle (wohl die spätere Lichtenthaler Äbtissin Maria Thecla Schütz, s. M aria D eodata, S. 135) spelter (statt: pselter) geleßen. Die hsl. Zusätze (s. unten II) im 18. Jh. eingefügt. Nr.208 von F. Mones 3. Gruppe. Auf dem Vorderspiegel Namensschildchen F. Mone. Literatur: E ttlinger, S. 12. 270 L113 • L114 I Druck: PSALTERIUM NON FERIATUM, s.l.e. a., CXXV + 2 Bll., vermutl. der Augsburger Druck von ca. 1480, Bohatta , Nr. 830. Einzelne hsl. Zusätze (Antiphonen) von einer Hd. des 16./ 17. Jh's. II Handschriftliche Zusätze: 1 Bl. vor dem Druck, ein weiteres zwischen Fol. LXXXVII u. LXXXVIII des Drucks, Wz. Baselstab im Kranz (Typus des 18. Jh's), Kursive von einer Hand. ORDINARIUM OFFICII für Prim und Komplet sowie Hymnus AH 51 Nr. 44. L 114 Psalterium (Druck) mit handschriftl. Zusätzen Papier • 26 Bl. (an Druck) • 19,5 x 13,5 • Lichtenthai (?) • 17. Jh. Brauner Lederband des 17. Jh's, einfache Streicheisenverzierung, 2 Schließen. 1984 restauriert. Auf dem Rücken Schildchen mit F.Mones Numerierung 212 (?). Herkunft: Wz. der hinzugefügten Bl. weisen auf das Oberrheingebiet, hsl. Zusätze vermutlich in Lichtenthai geschrieben. Nr.212(?) von F.Mones 3.Gruppe. Namensschildchen F.Mone auf dem Vorderspiegel. Literatur: Ettlinger , S. 12. I Druck: PSALTERIUM DISTINCTUM PER FERIAS SECUNDUM MOREM ORDINIS CARTU- SIENSIUM, Straßburg: Presse der Kartäuser, 1519. Vgl. J. Benzing , Die Presse der Kartäuser zu Straßburg (1518-1533), in: Stultifera navis 14 (1957) 122-126. Die ersten 16 ungezählten Bl. des Drucks fehlen, außerdem auch mehrere der foliierten Bl. Viele hsl. Zusätze auf den Rändern von mehreren Händen des 16. und 17. Jh's. II Handschriftliche Zusätze: 19 Bl. (1984 neu foliiert) in folgender urspr. Anordnung: 1-4 u. 5-8 vor dem gedruckten Psalterium, 9-10 zwischen Fol. CXXXI u. CXXXV, 11-12 zwischen CXXXV u. CXXXVIII, 13-16 zwischen CXLII u. CLVI des Drucks, 17-26 am Schluß. Seit der Restaurierung alle zusätzlichen Bll. am Ende des Bandes gruppiert. Wz.: u.a. bekröntes Wappen mit Lilien u. Initialen FN (?), vgl. die ähnlichen Marken Piccard , Lilie 11/1351-53 (Oberrhein). Mehrere Hände des 16. und 17. Jh's. Teilweise Mensuralnotation auf 4 Linien. 271 L114 • L 115 OFFIZIUMSTEILE. Zisterziensischer Ritus. U.a. (1") Ordinarium officii für die Prim; (2 r -3 v u. 13 r — 16 V ) Antiphonen zur Prim für Temporale und Sanktorale (von der Schreiberin paginiert 1-12); (4") Teile des Commune martyrum; (4 V ) Teile der Osterlaudes; (5 r - 7 V ) Offiziumsteile für die Werktage während der Oktav des folgenden Fests: S. Stephani primi abbatis Cistercii (Oktavfeier 1683 angeordnet), Dedicatio ecclesiae, Bernardi, Corporis Christi, Epiphanie, Omnium sanctorum; (7 V -8 V ) Commune apostolorum, virginum u. B.M.V.; außerdem auch Te deum und Komplethymnus Te Iuris ante terminum. III Eingelegte Blätter (jetzt am Schluß des Buchblocks eingeheftet): 1. Kolorierter Kupferstich (81 x 53 mm), 18. Jh.: Hl. Rosina; aufgezogen auf Pergament (Bruchstück eines deutschen Briefs (?), 15./16. Jh., genannt Anna Maria Knabin). 2. Kupferstich des Freiburger Stechers Peter Mayer (165 x 112mm): Pius VI.; genaue Beschreibung: R. Morath , Peter Mayer (1718-1800), Freiburg i. Br. u. München 1983, S. 48 u. 117 mit Abb. 291. L 115 Brevierfragmente (Drucke) mit handschriftl. Zusätzen Papier • 34 Bl. (an Druck) • 18 x 12 • Lichtenthai • 17. Jh. Brauner Lederband des 18. Jh's. Wz. der Spiegel und der Vorsätze Baselstab in Kranz mit Beizeichen S&H (ähnl. der 1771 belegten Marke TSCHUDIN, Nr.361: Basler Firma Strampfer u. Heusler). Rückenschildchen mit F. Mones Numerierung 209 (3. Gruppe). Herkunft: Der Inkunabeldruck stammt vermutlich wie die folgenden Bursfelder Breviere aus Frauenalb 1 und gelangte nach der Aufhebung des Klosters Ende 16. Jh. nach Lichtenthai (Einzelheiten s. Heinzer , Frauenalb, S. 97-100), wo er durch Verbindung mit dem jüngeren Druck, Überklebungen und hsl. Ergänzungen für die zisterziensische Liturgie adaptiert wurde. Numerierung Mones s.o. Sein Namensschildchen auf dem Vorderspiegel. Literatur: Ettlinger , S. 12; Heinzer , Frauenalb, S. 110 f. I Drucke: BREVIARIUM BENEDICTINUM CONGREG. BURSFELDENSIS, Nürnberg: Georg Stuchs, 1493 (GW 5179; Volk , Bursfelder Brevier, S. 60 f; Rosenthal , S.260), nur Teil 3 (Psalte- rium), fol. I-LXII. Fol. I mit Initiale und Zierranke (Buchmalerei des 15. Jh's). 1 Ein weiteres Exemplar dieses Brevierdrucks - ebenfalls aus Frauenalber Vorbesitz - befindet sich unter der Signatur Dm 45 in der Bad. Landesbibliothek (s. Heinzer , Frauenalb, S. 115). 272 L 115 ■ L116 BREVIARIUM CISTERCIENSE, 17./18. Jh., möglicherweise Bohatta , Breviere, Nr. 1433. Einzelne Bruchstücke im Inkunabeldruck eingeklebt zur Adaption für die Zisterzienserliturgie. Größere Teile fehlen. II Handschriftliche Zusätze: Insgesamt 34 Bl. davon 5 leere (ungezählt) den Drucken vorgebunden, die restlichen am Schluß. Verschiedene Wz., u.a. Baselstab im Kranz und Lilie im Wappen (wie L 114). 2 Hände (Antiqua-Imitation), v. d. zweiten Hand auch Foliierung 1-11 (= Bl. 16-26). OFFIZIUMSTEILE. Zisterziensischer Ritus. (3 r -14 r ) De tempore (bes. Wochentage in den verschiedenen Hauptfestkreisen des Kirchenjahres); (16 r —26 r ) de sanctis, Werktage während der Oktav folgender Feste: Conceptio und Visitatio Stephani primi abb. Cist., Dedicatio ecclesie, Assumptio B.M.V., Bernhardi Claraevall., Angelorum custodium, Nativitas B.M.V., Omnium sanetorum. - 15" und 26 v -29 v leer. L 116 Psalterium (Druck) mit handschriftl. Zusätzen (Offiziumsteile und Rituale) Papier • 17 Bl. (an Druck) • 19,5 x 15 • Frauenalb • 1538 Brauner Lederband des 16. Jh's, stark beriebene Blindpressung. Dunkelgrüner Schnitt. Rückenschild- chen mit Numerierung 215 (F. Mones 3. Gruppe). Herkunft: Hsl. Zusätze stammen von der Hand der Margaretha von Remchingen (s. L 106 und 109) und sind 1538 datiert (15 r ). Numerierung F.Mones s.o.; sein Namensschildchen auf dem Vorderspiegel. Literatur: Ettlinger , S. 13; Heinzer , Frauenalb, S. 105 und 111. I Druck: PSALTERIUM CUM APPARATU VULGARI ..., Augsburg: Erhard Ratdolt, 1499 ( Hain 13511). II Handschriftliche Zusätze: Von den insgesamt 17 Bl. sind 3 vor und 11 nach dem Druck angefügt; außerdem wurden die ersten beiden Blätter und das letzte Blatt des Drucks mitbenutzt. 2 Spalten, 33- 35 Zeilen. Zur Schreiberin s. unter Herkunft. Übliche Rubrizierung. 2 Nachtragshände des 17. bzw. 18. Jh's (l r und 16 r -17 r ). 273 L116 • L 117 l r Nachtrag: Ordinarium officii für die Prim. l v -9 r OFFIZIUMSTEILE. (l v -5 r ) Ordinarium officii pro tempore anni; (6 v -9 r ) Antipho- nae maiores für die Sonntage nach Trinitatis. Alles wie in den entsprechenden Teilen des Bursfelder Brevierdrucks von 1518/1519 ( Bohatta , Breviere, Nr. 1034). - 9 V leer. 10 v -15 r RITUALE. Beatus qui intelligit ... > Intrante sacerdote dicat< Pax huic domui ...; (1 l v ) >Quando frater infirmus agotiizare videtur ...< ...; (12 v ) >Et statim ipsum corpus deferatur ad ecclesiam ...<; (13 r ) >Tunc deferatur corpus ad sepulchrum ...<; (15 r ) >Oracio< Inclina, domine, etc. Deo gracias. >Disce frater mori. Anno domini 1538<. Ubereinstimmend mit den entsprechenden Texten des 1474/5 gedruckten Bursfelder Ordinarius ( Hain 4883), Kap. 61- 64 (s.a. Rosenthal , S. 12 u. 263). - 15 y leer. 16 r — 17 r Nachtrag: Capitula und Orationen zur Komplet. - 17 v leer. L 117 Psalterium (Druck) mit handschriftl. Zusätzen 20 Bl. (an Druck) • 19 x 15 • Lichtenthai (?) • 17. und 18. Jh. (Fragmente: 11., 14. und 15. Jh.) Pappband mit Pergamentbezug. Dieser 1985 abgelöst (s.u.: III. 1. u. 2.) und durch neuen Lederband ersetzt. Unter den dabei herausgelösten Makulaturstreifen u.a. ein als Falz verwendeter Streifen einer Brevierhs., die von der Hand von L 39 geschrieben wurde. Zu den größeren Fragmenten s.u. (III, 3.). Altes Rückenschildchen mit F. Mones Numerierung 211 (3. Gruppe) erhalten. Herkunft: Hsl. Zusätze vermutlich in Lichtenthai geschrieben. Numerierung Mones s.o.; sein Namensschildchen auf dem Vorderspiegel. Literatur: Ettlinger, S. 13. I Druck: Wie L 116 (unvollständig). Ordinarium officii (Cursus monasticus) von einer Hd. des 16. Jh's hinzugefügt. II Handschriftliche Zusätze: 8 Bl. vor, 5 Bl. nach dem Druck, außerdem 2 weitere zwischen Fol. VII u. VTII und 5 zwischen Fol. LXXI u. LXXIIII des Drucks. 2 Hände des 17. bzw. 18. Jh's (die jüngere l r -2 r ). 274 L 117 l r -2 r TEILE DES ORDINARIUM OFFICIL 4 r -12 v PSALMEN, anstelle der fehlenden Teile des gedruckten Psalteriums. 13 r -15 v ANWEISUNG ZUM BETEN DES PSALTERS. - 16 r -17 v leer. III FRAGMENTE (Einbandmakulatur): 1. Bruchstücke einer Pergamenths. des 14. Jh's, Folioformat, 2 Spalten, Buchschrift von einer Hand, rubriziert. Mundart: alemannisch. MYSTISCHE TRAKTATE. ... / alzu male, das er ir nüt versagen mag ... - so des mensche nüt me uf ertrich sin sol. >Hie vohet an dez glückes rat<. Unser herre het es in siner hant, daz bezeichent des glückes rat ... - in daz ewige leben. Des haben wir ein glichnisse I... (von den sonst bekannten Ausgestaltungen des Themas völlig abweichend); vgl. auch Längin, Nr. 127 (mit falscher Signatur: L 17 statt 117). 2. Ein horizontal ausgeschnittener Streifen aus einem Blatt einer Pergamenths. des 15. Jh's, 2 Spalten, Textura, rubriziert. EVANGELISTARFRAGMENT. Perikopen nur bruchstückweise erhalten (Mt 19,3-12; Io 16,20 ff; Mt 5,1-12; Lc 12,1 ff). 3. Fünf vertikal ausgeschnittene Streifen aus einem Blatt einer Pergamenths. des 11. Jh's, Folioformat. Rekonstruierter Schriftraum ca. 23 x 14, 23 Zeilen, karolingische Minuskel, einige Reste flüchtiger Rubrizierung auf dem fünften Streifen zu erkennen (dieser stammt aus dem Einband von L 133, s. dort). BRUCHSTÜCKE EINES MISSALE PLENARIUM. Die Streifen 1-4 enthalten auf der Vorderseite (dunklere Tinte) Teile von Mc 15,15-29, auf der Rückseite von Mc 15,29-40 (Perikope für den Dienstag in der Karwoche); der Streifen 5 enthält auf der Vorderseite Teile von Deshusses , Nr. 37-39 (missa in nocte nativitatis domini), auf der Rückseite (weitgehend unleserlich) u.a. den Anfang der Lectio Spiritus domini (Ies 61,1 ff) der missa in aurora nativitatis domini (vgl. auch A.Wilmart , Le comes de Murbach, in: Revue Benedictine 30 [1913] 25-69, hier S.35 Nr.III). 275 L118 - L119 L 118 Psalterium (Druck) mit handschriftl. Zusätzen Papier • 3 Bl. (an Druck) • 18,5 x 15 ■ Lichtenthai (?) • 16.-18. Jh. Brauner Lederband des 18.Jh's. Rückenschildchen mit Numerierung 217 von F.Mone (3.Gruppe). Herkunft: Hsl. Zusätze vermutlich in Lichtenthai angefügt. Numerierung Mones s.o.; sein Namensschildchen auf dem Vorderspiegel. Literatur: Ettlinger, S. 13. I Druck: PSALTERIUM CUM APPARATU VULGARI .... Basel: Michael Furter, 1502. Durch hsl. Zusätze von mehreren Händen des 16. u. 17. Jh's (Antiphonen) zum Gebrauch als Psalterium feria- tum nach monastischer Ordnung eingerichtet. Anfänglich auch Notation. II Handschriftl. Zusätze: 3 Bl., Wz. Tschudin , Nr. 349 (1790 in Colmar belegt), s. auch Tschudin, Anm.776; jeweils 7 Notensysteme (Mensuralnotation) und entspr. Anzahl Textzeilen. Kursive von einer Hand des späten 18. Jh's. l r -3 r ANTIPHONAE PRO TEMPORE ANNI. Jeweils für die kleinen Hören und die Vesper, entspr. dem cursus monasticus eingerichtet. (1") Sonntag, (2 r -3 r ) Montag bis Donnerstag; (3 V ) nur Notenlinien. L 119 Psalterium (Druck) mit handschriftl. Zusätzen Papier • 1 Bl. • 19,5 x 14,5 • Lichtenthai • um 1600 Schweinslederband mit Blindpressung (Stempel wie L 32), von urspr. zwei Schließen noch eine vorhanden. Rückenschildchen mit F. Mones Numerierung 216 (3. Gruppe). Herkunft: Schreiberhand und Einband weisen nach Lichtenthai und liefern Anhaltspunkte für die Datierung. Numerierung Mones s.o.; sein Namensschildchen auf dem Vorderspiegel. Literatur: Ettlinger , S. 13. I Druck: PSALTERIUM CUM APPARATU VULGARI Basel: Michael Furter, 1503. Hsl. Randzusätze (Ordinarium officii), z.T. mit Notation. 276 L 119 • L120 II Handschriftliche Zusätze: 1 Bl. am Schluß des Buchblocks, gleiche Hand wie L 102, 2 r -12 v usw. ORATIONES PRO DIVERSIS. Bruylants 2, Nr. 217, 312, 407, und Deshusses , Nr. 1433, sowie freie Oration Piissime pater ac redemptor omnium, miserere animabus patris et matris mee ... L 120 Psalterium (Druck) mit handschriftl. Zusätzen Papier ■ 18 Bl. • 18,5 x 14 • Lichtenthai • 18. Jh., Mitte Brauner Lederband des 18. Jh's, zwei Schließen, Rotschnitt. Rückenschildchen mit F.Mones Numerierung 214 (3. Gruppe). Herkunft: Lichtenthai. Numerierung Mones s.o.; sein Namensschild auf dem Yorderspiegel. Literatur: Ettlinger, S. 13. I Druck: Wie L 119. Kalendar und letzte 5 Bl. fehlen. Hsl. Randzusätze von mehreren Händen des 16.-18. Jh's (Ordinarium officii). II Handschriftliche Zusätze: 3 Bl. vor, 15 Bl. nach dem Druck. Wz. des Vorsatzpapiers: Tschudin , Nr. 347 (belegt 1754). Mehrere Hände des 18. Jh's. Choralnotation, 9 r moderne Notation auf 5 Linien. l r Register der Prim und Vesperpsalmen. 1 V -2 V ANTIPHONEN ZUR PRIM. Vom 1. Adventssonntag bis zum Dreifaltigkeitsfest, dazu für das Herz-Jesu-Fest. 3 V VARIA. Wie die ton bey der flexa zu nehmen ... Auffolgende weiß mag ein Ordensperson ihre Lambertinerpsälter oder communionen verrichten ... (ähnl. auch L 117, 13 r -15 v ). 4 r -15 r OFFIZIUMSTEILE. Ordinarium de tempore sowie Antiphonae de sanctis. 277 L121 • L122 L 121 Psalterium (Druck) mit handschriftl. Zusätzen Papier • 12 Bl. (an Druck) • 19,5 x 15 • Lichtenthai • 17. Jh. Brauner Lederband des lB.Jh's, zwei Schließen. Rückenschildchen mit F.Mones Numerierung 213 (3. Gruppe). Herkunft: Hsl. Zusätze vermutlich in Lichtenthai geschrieben. Numerierung F.Mones s.o.; sein Namensschild auf dem Vorderspiegel. Literatur: Ettlinger, S. 13. I Druck: PSALTERIUM DAVIDICUM ..., Straßburg: Renatus Beck, 1520. Hsl. Randzusätze des 16.-17. Jh's. II Handschriftliche Zusätze: 7 Bl. vor, 5 nach dem Druck; Kursive von einer Hand des 17. Jh's. OFFIZIUMSTEILE. Aus dem Temporale und dem zist. Sanktorale (wichtige Feste in Auswahl). L 122 Psalterium cisterciense (Druck) • Rituale Papier • 17 Bl. (an Druck) • 9,5 x 6,5 • Lichtenthai • um 1500 Schweinslederband, Gruppe III der für Lichtenthai gefertigten Einbände (s. Einleitung, S.45f), dunkelgrüner Schnitt. Rückenschildchen mit F.Mones Numerierung 269 (3.Gruppe). Herkunft: Handschriftlicher Teil in Lichtenthai geschrieben (Haupthand von L 95 etc., s. Einleitung, S.42). Numerierung Mones s.o.; sein Namensschildchen auf dem Vorderspiegel. Literatur: Ettlinger, S. 13. I Druck: PSALTERIUM AD USUM ORDINIS CISTERCIENSIS, [Cluny: Michael Wensler], 1486 (Bohatta , Nr. 953). 278 L122 • L123 II Hsl. Zusatz: 16 Bl., dem Druck nachgebunden; rubrizierte Bastarda von einer Hand (s. unter Herkunft). RITUALE CISTERCIENSE. Kranken-, Sterbe- und Begräbnisliturgie (am Schluß unvollständig) wie im Normkodex Dijon 114, 149 rb ~ vc . L 123 Psalterium (Druck) • Teilbrevier (Hs.) • Deutsche Passionsandacht Papier ■ 67 Bl. (an Druck) -9x7- Lichtenthai ■ um 1500 u. 16. Jh. Schweinslederband des 16. Jh's mit Blindpressung (auf beiden Deckeln je ein kleiner ovaler Plattenstempel: Osterlamm bzw. Veronika mit dem Schweißtuch), zwei Schließen; dunkelgrüner Schnitt. Rückenschildchen mit F.Mones Numerierung 268 (3. Gruppe). Herkunft: Hsl. Teile (ältere Schicht) in Lichtenthai geschrieben (vgl. Schreiberinnenhand und Nekrologeinträge); der Band später im Besitz der Schwester Eufrosine Faller (von ihrer Hand die dritte Schicht der Nekrologeinträge sowie Besitzvermerk S. Eyfrosina Fallerin auf dem Vorderspiegel), die laut Nekr . 47, 4 r am 24. Februar 1645 in Friedenweiler starb und dort begraben wurde. Numerierung F.Mones s.o.; sein Namensschild auf dem Vorderspiegel. Literatur: Ettlinger, S. 13. I Druck: Wie L 122 (letztes Bl. fehlt). II Handschriftlicher Zusatz, älterer Teil: 60 Bl., dem Druck vorgeheftet, Wz.: u.a. Piccard , Gotisches P, XVI, 359 (1494 belegt); Bastarda wie L 122 (s. dort), 15 v Nachtragshand des 16.Jh's, außerdem Nekrolognotizen von mehreren anderen Händen; übliche Rubrizierung. l r -3 v leer. 4 r -15 r KALENDARIUM CISTERCIENSE. Nebst den ordensüblichen (Stand um 1500) auch folgende zusätzliche Feste aufgenommen: >Arbogasti< (21.7.), Ymaginaria (1.11.) und (von anderer Hand) Florencii (7.11.). Nekrologeinträge in drei Schichten: l .Hand: myn genedie frau selig ist gestorben ufFelicis in pincis (= 14.1.; Margaretha von Baden, Äbtissin 279 L123 ■ L124 von Lichtenthai, gest. 1496, s. Nekr . 47, l v und Roegele , S. 36-71); 2. Hand: Thome Dym seßier selig [in] Byren, zum 13.3. (Lichtenthaler Schaffner, s. Reiss , S.252 Anm. 136); 3. Hand (der Euphrosina Faller): Ob. Eva Lucia Sausabrotin a. d. 1633, 27.3. ( Eva Lucia Su- soprotin conversa : Nekr . 47, 6 V ); Anna Effrosina Hungerin anno domini 1636, 28.3. (entspr. Eintrag in Nekr . 47); obiit Caritas, anno domini 16 [29], 22.9., ( Nekr . 47, 8 r : ... S. Charitas monialis, soror domini Eduardi Fortunati Marchionis Baden ... Anno 1629; vgl. M.A.Wolters , Prinzessin Charitas Wasa, Konventualin in Lichtenthai, in: FDA 82/83 [1962/63] 287-298); Ob. Maria Barbara Birgin, a. d. 1633, 9.12. (entspr. Eintrag auch Nekr . 47, ad. loc., dort Todesjahr 1632); Ob. mater mea Anna Fallerin, a. d. 1628, 21.12. 13 v Nachtrag (16. Jh.): Hymnus AH 50 Nr. 18. 16 r -56 v OFFIZIUMSTEILE. Antiphonae maiores und Collectae (16 r —34 v ) de sanctis, (35 r —56 v ) de tempore (Zeit nach Pfingsten bzw. nach Epiphanie). 36 v u. 57 r -60 v leer. III Jüngerer Teil: Quaternio, dem Druck nachgeheftet; Kursive des 16.Jh's, rubriziert. Mundart: allemannisch. 61 r -67 r DEUTSCHE PASSIONSANDACHT FÜR DIE ARMEN SEELEN. > Wer seines frindts sei erlößen will von aller not, der leß disen nochfolgenden pselter .. .<. Das erste l (= 50) sprich der engstlichen qual, die gott an seinem herzen lidt ..., (61 v ) >Mein liebe sei hab ich geben < in die hend meiner findt ... - der kör der engel und h [eiligen] im himel, der du lebst und regierst on endt. Amen. - 67" leer. L 124 Deutsches Gebetbuch Papier • 193 Bl. (an Druck) -8x6- Eschenbach (Luzern) • um 1630 Pergamentband der Zeit, zwei Schließen; dunkelgrüner Schnitt (nur noch Spuren davon zu erkennen). Herkunft: Hsl. Teil im Zisterzienserinnenkloster Eschenbach bei Luzern (oder im benachbarten Rathausen) geschrieben (vgl. Schreiberinnenhand). Der Band steht wohl im Zusammenhang mit den unten erwähnten Hss. der Provenienz Wonnenthal und dürfte wie diese von den aus Luzern stammenden Wonnenthaler Konventualinnen, die 1674 bis 1676 vorübergehend in Rathausen und Eschen- 280 L124 bach Zuflucht fanden, nach Wonnenthal gebracht worden sein (vgl. Burger , S. 175 f, 206, 216); der weitere Weg nach Lichtenthai erklärt sich aus den engen Beziehungen der beiden Konvente, bes. im 17. Jh. (vgl. Heinzer , Frauenalb, S. 106). Auf dem Vorderspiegel der Vermerk Dieses büechlein gehört mir Maria Catharina Zitzenbinin, hats mir gegeben Fr. F.Maria Frantzisca Röstn, wie(?) ich das erste mahl hab zu disch gelesen Anno 1684 Jahrs. Literatur: Ettlinger, S. 13; LAngin , Nr. 59. Mundart: allemannisch. I Druck: DER GULDEN PSALTER S. BONAVENTURE ..., Ingolstadt: Elisabeth Angermayer, 1614 (bei G.Stalla , Der Ingolstädter Buchdruck von 1601 bis 1620, Baden-Baden 1980, nicht nachgewiesen; vermutlich Nachdruck des von G.Stalla , Bibliographie d. Ingolstädter Drucker des 16. Jh's, B^- den-Baden 1971-77, unter Nr. 1183 angeführten Drucks). II Handschriftliche Zusätze: 193 Bl., dem Druck nachgebunden; Hand des 17. Jh's, von dieser auch Karlsruhe, BLB, Wonnenthal 13 ( LAngin , Nr. 250) und die Rubriken im Anfangsteil von Wonnenthal 10 ( LAngin , Nr. 259 c), außerdem die Beschriftung eines 1633 in Eschenbach entstandenen Andachtsbildchens (s. W. K. Jaeggi u . a., Kostbarkeiten alter Zeiten aus dem Kloster Eschenbach, in: Cister- cienser-Chronik 89 [1982] 91-188, hier S. 101 mit Abb. 5); ab 31 r Rubrizierung; 191 r — 192 v Hand der Maria Catharina Zitzenbin (s. unter Herkunft). 2 r -190 v DEUTSCHE GEBETE FÜR ZISTERZIENSERINNEN. (2 r -30 r ) >Ein schöner ro- sencrantz oder cron zu unserem h. honigsüesen vater Bernardo<; (30 v ) leer; (31 r -49 r ) >Ein schöne letani von unserem h. honigsüsen und wunderthätigen vater Bernhardus<; (49 r -60 v ) Gebete zum hl. Bernhard; (60 v -64 v ) Gebete zur hl. Messe; (64 v -80 v ) >Letani zu den h. jungfra- wen und wytfrauen, zu sprechen oft mit andocht<\ (80 v —86 v ) > Gebet einer jungfrawen zu Jesu irem brütigam zu sprechen <; (87 r — 190 v ) >Ein schöner rosenkrantz von unserem h. honigfliesen- ten vater und doctors Bernhard, gezogen us sinem h. und wunderthätigen leben<; (190 v ) >Ein schöne letani zu mine lieben h. monatpatronen, sy domit zu verem<, Text fehlt. 191 r — 192 v Gebet zum hl. Georg (Nachtrag). - 193" leer. 281 L125 L 125 Breviarium cisterciense (Druck) mit handschriftl. Zusätzen Papier • 9 Bl. (an Druck) • 13 x 9 • Lichtenthai • 16. Jh. Schweinslederband des 16.Jh's, Gruppe III der für Lichtenthai gefertigten Einbände (s. Einl., S. 45 f); von urspr. zwei Schließen noch eine vorhanden; dunkelgrüner Schnitt. Auf dem Rücken Titelschild- chen: Breviarium Cisterciense (19. Jh.) und Schildchen mit F. Mones Numerierung 252 (3. Gruppe). Herkunft: Hsl. Zusätze in Lichtenthai geschrieben (z.T. gleiche Hand wie L 95 usw.). Auf dem letzten Bl. des Drucks (Rückseite): von SarrvegQ), vielleicht von Saarwerden (mehrere Töchter dieses Geschlechts in Lichtenthai nachweisbar). Nekrolognotiz im Kalendar des Drucks vermutlich von der am 21.8.1594 verstorbenen Lichtenthaler Konventualin Agnes Margang (s. Nekr . 47, 16 r ) oder einem Verwandten von ihr, z.B. dem Kleriker Simon Margang, der Anfang des 16. Jh's in der unter Lichtenthaler Patronat stehenden Pfarrkirche Steinbach (heute Baden-Baden) als Kaplan bezeugt ist (vgl. K.Reinfried , Die Pfarrei Steinbach, in: FDA 41 [1913] 82-133, bes. S. 113 u. 116). Numerierung F.Mones s.o.; sein Namensschildchen auf dem Vorderspiegel. Literatur: Ettlinger, S. 13. I Druck: BREVIARIUM CISTERCIENSE, Basel: Petrus Kölliker und Johann Meister, 1484 (GW 5198; vgl. auch H.Pfleger , Abt Nicolaus Salicetus von Baumgarten, in: Archiv f. elsäss. Kirchengesch. 9 (1934) 107-122, bes. S. 114 f). Im Kalendar Nekrologeintrag zum 24.6.: In die Johannis bapti- ste dilectuspater meus Sebastianus Margang ex hac vita discessit ... (Näheres dazu s. unter Herkunft). II Handschriftliche Zusätze: Vor dem Druck 3, dahinter 6 Bl. eingefügt, verschiedene Hände des 16. Jh's. (l v -2 r die Hd. von L 95 usw.). 1- BENEDICTIONES LECTIONUM. 2 r CAPITULA ET COLLECTAE de ss. Benedicto et Bernardo. 2 y -3 v leer. 4 r -8 r HYMNI de tempore (zisterziensisch), W eimann , Nr. 1-9. - 8 V -9 V leer. 282 L 126 L 126 Breviarium benedictinum (Druck) mit handschriftl. Zusätzen Pergament - 7 Bl. - 15,5 x 10,5 • Seebach (bei Bad Dürkheim) • 16. Jh. 1 Heller Lederband der Zeit, urspr. Beutelbuch; Messingbeschläge an den Ecken sowie je 5 kleine Buk- kel auf beiden Deckeln; von 2 Schließen noch die Halterungen vorhanden. Rückenschildchen mit F. Mones Numerierung 251 (3. Gruppe). Herkunft: Die hsl. Zusätze, bes. die Nekrologeinträge im Kalendar weisen auf das Kloster Seebach bei Bad Dürkheim; später in Frauenalb und von dort nach Lichtenthai (Einzelheiten s. H einzer, Frauenalb, bes. S. 118 f). Numerierung F. Mones s. o.; sein Namensschildchen auf dem Vorderspiegel. Literatur: E ttlinger , S. 13; H einzer , Frauenalb, S. 111. I Druck: BREVIARIUM REVERENDORUM PATRUM ORDINIS DIVI BENEDICTI DE OB- SERVANTIA PER GERMANIAM, Paris, 1515 ( B ohatta , Breviere, Nr. 1030; V olk , Bursfelder Brevier, S.64; R osenthal , S.260). Hsl. Einträge im Kalendar (mehrere Hände): Neophita (4.1., Reliquien im Kloster Limburg); Hilgardis (17.9., Hildegard v.Bingen); Eustasii (12.11.); natale Sergii et Bachi (17.11.); Dedicatio ecclesie Wißemburgensi (18.11.). Nekrolognotizen: 1.2. Fridericfi Stein- huss, XLIII; 13.2., Her Peter LI; 19.2., o. Margareta Steynheuserin, LIX(}); 4.3. o. Anna Gensin, LXVII (Schwester der Seebacher Äbtissin Margaretha v.Gans, s. F.X. Remling, Urkundl. Gesch. der ehemal. Abteien u. Klöster in Rheinbayern 1, München 1913, S. 177 m. Anm.26); 7.3. o. Wolfgang Ripenbarter, LH; 13.3., Efraxia virgo 1544, ir gedenk-, 3.4., Siefridus apt, LH (Abt von Limburg, s. P.Volk , Die Generalkapitelrezesse der Bursfelder Kongregation 4, Siegburg 1972, S.74); 5.4., o. Philippus Gans (Vater der Seebacher Äbtissin, s.o.); 8.5., o. Hans Steinhuß, myn l. broder 1550 ; 10.5., o. Rosina Landenberger, anno LXXIII-, 1.6., Anna und Katharina Vogel(})\ 6.7., o. Anna Steynhußerin; 16.8., o. Anna Si- billa von Angeloch, LXXII\ 23.8., o. Ursula Rösin, LXII; 9.9., o. Johannes Phils(}), unßer here, anno LXP, 21.9., Elisabeth Renb...; 8.10., o. Wemher Zeyskam LX( ?) (s. L.Eid , Hof- und Staatsdienst im ehemal. Herzogtum Pfalz-Zweibrücken, Speyer 1897, passim); 26.11., Jacob Steinhuß, 1544. Zum 2.10. die Notiz XLIIprofess (wohl auf die Ordensprofeß einer der Benutzerinnen des Bandes zu beziehen). II Handschriftliche Zusätze: Je 3 Pergamentblätter vor bzw. nach dem Druck, außerdem ein Papierbl. (auf das Titelblatt des Drucks geklebt); 2 Hände des frühen 16. Jh's. 283 L126 • L127 Vorne: l r -4 r Rubriken über Verschiebung und Antizipation von liturgischen Festen, außerdem Absolutionsformeln, u.a. (3 V ) forma absolutionis bulle Raimundi Peraudi gratie plenarie remissionis et iubilei abbati et conventui Wissenburgensi concesse. Hinten: l r -3 v >Historia de sancta Anna<, mit Hymnen AH 52 Nr. 102 und 106. L 127 Breviarium benedictinum (Druck) mit handschriftl. Zusätzen Papier • 6 Bl. (an Druck) • 15 x 10,5 • Hirsau (?) • 16. Jh. 1 Blindgepreßter Lederband um 1600, Gruppe III der für Lichtenthai gefertigten Einbände (s. Einl., S.45f). Auf dem Rücken Titelschildchen Lectionarium (19.Jh.) u. Schildchen mit F. Mones Numerierung 256 (3. Gruppe). Herkunft: Zusätze im Kalendar weisen auf Hirsau. Über Frauenalb wie die weiteren Bursfelder Breviere L 126 und 128-131 nach Lichtenthai. Mones Numerierung s.o., sein Namensschild auf dem Vorderspiegel. Literatur: Ettlinger , S. 13; Heinzer , Frauenalb, S. 112 f. I Druck: BREVIARIUM REVERENDORUM PATRUM ORDINIS DIVI BENEDICTI, Paris, 1518 (Bohatta , Breviere, Nr. 1034; Volk , Bursfelder Brevier, S.64; Rosenthal , S.260), Pars hiemalis. Im Kalendar hsl. Eintragungen (typisch für Hirsauer Einfluß): 30.1., >Anniversarius Erlafridi fundatons monasterii sancti Aurelii episcopi<; 15.3., Venagarie virginis et martyris (vgl. Heinzer , Frauenalb, S. 112f). II Handschriftliche Zusätze: 6 Bl. Papier, dem Druck nachgebunden; zweispaltig beschrieben von einer Hand des frühen 16. Jh's; übl. Rubrizierung. 1' COLLECTAE DE SANCTIS. l v -3 r ORATIONES AD MISSAM. >Oracio ad dominum Jesum ante celebrationem devota<. Domine, Jesu Christe ..., hoc intendo facere quod tu in ultima cena .. (2 V ) > Devota gratiarum actio post missam<. Gratias ago tibi, omnipotens deus, pro universis beneficiis tuis et specialiter pro eo quod me indignum peccatorem ... 284 L127 • L128 • L129 3 r -4 v ORATIONES DEVOTAE. Domine Jesu Christe ..precor te per sanctissima quinque vulnera tua s. Achten - Eizenhöfer-Knaus (Register); (3 V ) Excellentissima gloriosis- sima atque sanctissima Semper virgo Maria ..., noli me despicere ... 4 V -6 V ABSOLUTIONSFORMELN. U. a. > Absolutio papalis impendenda fratribus de unione Bursfeldensi in articulo mortis .. .<. L 128 Breviarium benedictinum (Druck) mit handschriftl. Zusätzen Schweinslederband des 16.Jh's mit Blindpressung, 2 Schließen, Rückenschildchen: Breviarium Cist. (19. Jh.). Herkunft: Frauenalb (wie L 129 usw.). Auf dem Vorderspiegel MVNND (vielleicht Initialen der Frauenalber Nonne Margaretha von Neuhausen, Geiges , S. 86 Nr. 78), auf dem Nachstoßblatt MVNEEE und J.M.A. verhoff ich byßend-, auf dem hinteren Spiegel 1521 datierte Notiz der Frauenalber Nonne und späteren Äbtissin Katharina von Remchingen (s. Geiges , S. 73; vgl. auch L 106, L 107 u. L 130). Nr. 151 von F. Mones 2. Gruppe. Literatur: Trübner , Nr. 153; Ettlinger , S. 13; Heinzer , Frauenalb, S. 113 f. Druck: Wie L 127. Im Kalendar hsl. Zusatz zum 25.9.: Kirwy zu Gottßauw; auf dem Nachstoßblatt Weihnachtsevangelium Lc 2,1-14, und die Notizen N° 44, in Repur (Rüppur?) N° 44 et 45 et 46 (Hd. des 16. Jh's); auf dem Hinterspiegel deutsche Sinnsprüche: erst von Katharina von Remchingen (dat. 1521), dann von anderer Fland mit Datum 1544 (abgedruckt bei Heinzer , Frauenalb, S. 113). L 129 Breviarium benedictinum (Druck) mit handschriftl. Zusätzen Papier • 6 Bl. • 15,5 x 10 • Frauenalb • 16. Jh. 1 Blindgepreßter Lederband, gleiche Stempel wie L 62 u. L 107 (s. S.44). Rücken altrestauriert. Rük- kenschildchen mit F. Mones Numerierung 254 (3. Gruppe). Herkunft: Hsl. Zusätze im Kalendar und der Einband weisen nach Frauenalb. Auf dem Vorsatzblatt (l v ): 1 .5. Z.(?). 50. Fridericus v. Betdendorff, Decet Pudorem (s. auch Nekrologeintrag im Kalendar), ver- 285 L129 • LI30 mutlich Verwandter der Frauenalber Äbtissin Katharina von Bettendorf (s. Geiges, S.74). Numerierung Mones s.o.; sein Namensschildchen auf dem Vorderspiegel. Dort von einer Hd. des 16. Jh's: WASE. Literatur: Ettlinger, S. 13; Längin , Nr .249; Heinzer , Frauenalb, S. 114. I Druck: Wie L 127, Hier Pars aestivalis. Im Kalendar Nekrologeinträge: 6.6. v vil{?) Frizen Oberlin; 23.6., per st.(?) Jocob Sigwart (für Frauenalb als Richter tätiger Ettlinger Bürger, s. Stenzel, S. 105); 1.12., per st.(?) Adam Worman L V7(?) der st.; 6.12., Fck. v. B. (s. oben, unter Herkunft), LVI d. st. ; am 25.8. außerdem der Eintrag dt(?) Herrenalb. II Handschriftliche Zusätze: 1 Bl. vor, 5 Bl. nach dem Druck; mehrere Hände, die mit den größten Anteilen (1", 2 r -3 r , 4", 6 V ) ist Friedrich von Bettendorf zuzuordnen. l r -6 v GEBETE UND SINNSPRÜCHE. Teils mit stammbuchartigem Charakter. (1™) Gebet O gott, ain her der barmhertzigkeit..., gib mir diner dinerin, wißheit ... (für eine Äbtissin) und Widmung Friedrichs von Bettendorf (s. unter Herkunft); (2 r -3 r ) deutsche Sinnsprüche; (3 V ) Sequenz AH 54 Nr. 153; (4 r -5 v ) deutsches Gebet wie L 99, 126 v — 130 v ; (6 r ) stammbuchartiger Eintrag von Michel Vetterer (ein Michael Vetter aus Pforzheim 1510 in Heidelberg immatrikuliert, s. Toepke 1, S.475), datiert am 6.Juli 1558; (6 V ) Sir 26, 19f (deutsch). L 130 Breviarium benedictinum (Druck) mit handschriftl. Zusätzen Papier • 3 Bl. • 15,5 x 9,5 • Frauenalb • 1522 Pappband, mit orangerotem Papier bezogen, alter Einbandrücken 1984 abgelöst (Fol. LXXI eines hsl. Missale des 14. Jh's, von späterer Hand Randnotiz, den unter Frauenalbischer Herrschaft stehenden Ort Völkersbach betreffend). Titelschildchen: Breviarium Benedictinum (19. Jh.). Herkunft: Hsl. Zusätze der späteren Frauenalber Äbtissin Katharina von Remchingen (s. L 128). Gehörte dann laut Besitzvermerk auf dem vorderen Spiegel der Frauenalber Konventualin Barbara Schenkin von Staufenberg (s. Geiges , S. 88 Nr.90). Nr. 149 von F. Mones 2. Gruppe. Literatur: Trübner , Nr. 152; Ettlinger , S. 13; Heinzer , Frauenalb, S. 114. 286 L 130 • L131 • L132 I Druck: Wie L 129. II Handschriftliche Zusätze: 3 Bl., dem Druck vorgebunden; Hand der Katharina von Remchingen. 1" und 3" OFFICIUM DE SANCTA ANNA, Hymnen AH 52 Nr. 102 u. 106. Bl. 1 gehört urspr. nach B1.3. Datiert XV C XXI1 (l v ). - 2" leer. L 131 Breviarium benedictinum (Druck) mit handschriftl. Zusätzen Papier • 2 Bl. • 16 x 9,5 ■ Frauenalb • 16. Jh. 1 Blindgepreßter Lederband des lö.Jh's, Rücken mit einem Streifen einer Pergamenths. des 14.Jh's überklebt. Titelschildchen wie L 130. Herkunft: Angnes von Remchingen priorin ist dis buch mit wünschen vil guter seliger jar XXI... Testis S. G. bin ich genannt ... (vermutlich die Frauenalber Äbtissin Scholastika Göler, s. Geiges , S.72f); zu Agnes von Remchingen s. Geiges , S.73, und Heinzer , Frauenalb, S. 107 u. 123. Literatur: Ettlinger , S. 13; Heinzer , Frauenalb, S. 115. I Druck: Wie L 129. II Handschriftliche Zusätze: 2 BL vor dem Druck, 2 Hände des 16. Jh's. l r und 2 V Deutsche Rubriken zum Brevier. - l v -2 r leer. L 132 Breviarium cisterciense (Druck) mit handschriftl. Zusätzen Papier • 3 Bl. • 13,5 x 9,5 • Lichtenthai • 16. Jh. 2 Schweinslederband, Gruppe III der für Lichtenthai gefertigten Einbände (s. Einl., S.44); dunkelgrüner Schnitt; von urspr. zwei Schließen noch eine vorhanden. Titelschildchen: Breviarium Cisterciense (19. Jh.). 287 L132 • L133 Herkunft: Hs. Zusätze vermutlich in Lichtenthai hinzugefügt (vgl. auch den Einband). Literatur: Ettlinger, S. 13. I Druck: BREVIARIUM AD USUM CISTERCIENSIS ORDINIS ..., Paris, 1521 (Bohat ™, Breviere, Nr. 1359). II Handschriftliche Zusätze: 3 Bl. nach dem Druck; 2 Hände des späten 16. Jh's. l r -2 r ANTIPHONEN für die Vorfastensonntage. 2 V -3 V OFFICIUM >privatis diebus per octavam S. Bemhardi<. L 133 Breviarium cisterciense (Druck) mit handschriftl. Zusätzen Papier • 2 Bl. (an Druck) • 16,5 x 10,5 • 16. Jh. 2 Renaissance-Lederband mit Platten- und Rollenstempel verziert, Goldschnitt, 2 Schließen. Bei Restaurierung in neuerer Zeit Fragment des 11. Jh's herausgelöst, 1986 aufgrund der festgestellten Zugehörigkeit zu den Fragmenten aus L 117 (III. 3.) mit diesen vereinigt und unter L 117 beschrieben (s. dort). Herkunft: Unsicher, möglicherweise Lichtenthai wie L 117. Literatur: Ettlinger, S. 13. I Druck: BREVIARIUM SACRI ORDINIS CISTERCIENSIS Paris, 1570 (bei Bohatta , Breviere, nicht nachgewiesen). II Handschriftliche Zusätze: 2 Bl. nach dem Druck; Hand des 16. Jh's. OFFICIUM >per ocatavam sancti Bemhardi<. 288 L134 • L135 L 134 Missale cisterciense (Druck) mit handschriftl. Zusätzen Papier • 4 Bl. (an Druck) ■ 31,5 x 21,5 • Lichtenthai • Anfang 17. Jh. Brauner Lederband mit Blindpressung, Gruppe III der für Lichtenthai gefertigten Bände (s. Einleitung, S.45 f), auf dem Vorderdeckel geprägtes Datum 1618; Messingbeschläge, von zwei Schließen noch Halterungen vorhanden; dunkelgrüner Schnitt. Auf dem Rücken Titelschildchen: Missale Cisterciense (19. Jh.) u. Signaturschildchen 11/134. Herkunft: l r (hsl. Teil) Vermerk Lucidavalis(\) 1612. Literatur: Ettlinger, S. 14. I Druck: MISSALE AD USUM SACRI ORDINIS CISTERCIENSIS ..., Paris, 1560. II Handschriftliche Zusätze: 4 Bl. nach dem Druck, Ettlinger Wz. mit Initialen HS (Hans Staiger, um 1606, s. Springer, S.233); mehrere Hände; übliche Rubrizierung. \'-2" MISSAE PRO DIVERSIS, DE S.JOSEPHO, DE S.ACHATIO. - 3" leer. 4 V OSTERSEQUENZ, AH 54 Nr. 7. L 135 Johannes Trithemius (Druck) mit handschriftl. Zusätzen Pergament und Papier • 4 Bl. (an Druck) • 21 x 13 • Hirsau (?) • Anfang 16. Jh. Einband der Zeit, blindgepreßt, Stempel der Hirsauer Klosterbuchbinderwerkstätte ( Kyriss , Nr. 14, Stempel Nr. 2, 7 u. 8); eine Schließe; unter den urspr. als Spiegel verwendeten Papierblättern (erstes und letztes Bl. des Drucks) Streifen aus Pergamentblättern eines hsl. Graduale (12. Jh.) mit deutschen Neumen und teilweise mit sog. „Literae significativae" (vgl. dazu C.Floros , Einführung in die Neumenkunde, Wilhelmshaven 1980, S. 160-169); enthalten sind Teile der Messen für die Werktage in der Karwoche bzw. in der Osteroktav; auf dem Vorderdeckel aufgeklebtes Papierblatt mit Ora- tion Deshusses , Nr. 2044 (um 1500 geschrieben); auf der Versoseite des ehemal. Vorderspiegels ( = Titelblatt des Drucks): > Oratio devota ad beatissimam dei genitricem virginem Mariam<. O sanctorum omnium sanctissima, post deum singulare Privilegium sanctitatis tenens ...; Buchzeichen (Schnur mit 289 L135 ■ L136 drehbarer Pergamentscheibe, darauf / und II). Auf dem Rücken Titelschild: Tridemius(7), De triplici Regione Claustralium (19. Jh.) und Signaturschildchen 1299. Herkunft: Einband weist nach Hirsau. Möglicherweise über Frauenalb nach Lichtenthai gelangt. Nr. 155 von F. Mones 2. Gruppe. Literatur: Trübner , Nr. 160; Ettlinger, S. 14; Heinzer , Frauenalb, S. 120. I Druck: JOHANNES TRITHEMIUS, LIBER DE TRIPLICI REGIONE CLAUSTRALIUM etc., Mainz, 1498 ( Hain 15618). II Handschriftliche Zusätze: 4 Bl. zwischen Fol. L III und L IUI des Drucks; Wz.: Piccard , Ochsenkopf V, 193 (belegt Anfang 16. Jh.); Bastarda von einer Hand. l r -3 v ORATIO DE COMPASSIONE B.M.V. Domina mea, sancta Maria, virgo virginum perpetua ... 3 v -4 r SILVESTER DE CHIEMSEE, ORATIO ANTE MISSAM. Acerbissimam passionem tuam, domine Jesu Christe, mortis angustiam .. ., zum angeblichen Verfasser Silvester Pflie- ger, Bischof von Chiemsee, gest. 1453, s. E. Wallner , Das Bistum Chiemsee im Mittelalter, Regensburg 1967, S. 109-111 u.ö. L 136 Heiligenlegenden (Drucke) • Straßburger Ursulabruderschaft Hsl. Teil: Papier • 33 Bl. (an Druck) • 19,5 x 13,5 • Mainz(?) • um 1500 Schweinslederband der Zeit mit Blindpressung, fehlender Teil des Hinterdeckels durch mehrfach zusammengefalteten Perg.-Streifen ersetzt, an diesem Leinenband zum Verschnüren angebracht. Rük- kenschildchen s. unter Herkunft. Herkunft: Hsl. Teil um 1500 geschrieben (vgl. Wz. und Datierung der zweiten Texthälfte). Für eine mögliche Entstehung in Mainz sprechen die Mundart und ein gleichzeitiger Besitzvermerk 33 r : Diß buch gehört zu sunt Marien Magdalena, genant wißen frawen gelen yn Mentz uff dem dire mart (zum Mainzer Weißfrauenkloster vgl. K.Köster , Mainz in der Geschichte des Reuerinnenordens, in: Jahrbuch für das Bistum Mainz 3 [1948] 243-272, bes. S.253 ff). Für die Besitzgeschichte von Bedeutung ist die Mitgliedschaft Lichtenthals in der Straßburger Ursulabruderschaft (s. Schnyder [s . unter Literatur], S.233). Auf dem Vorderspiegel Namensschild Fridegar Mones, auf dem Rücken Schildchen mit den Nummern 202-204 u. 27 von Mones 3. Gruppe. Von Mone an den Antiquar J. Baer in Frankfurt (vgl. dessen Antiquar. Anzeiger Nr. 365 von 1886, S.25 f; der Band dort als verkauft angezeigt), später von der Karlsruher Hofbibliothek erworben. 290 L136 • L137 Mundart: westmitteldeutsch. Literatur: Ettlinger, S. 14; Längin , Nr. 43; Mone 3, S. 526 ff; A. Schnyder , Die Ursulabruderschaften des Spätmittelalters, Bern 1986, S. 178 f u. 183 f. I Drucke: 1. LEGENDE VON SANKT ANNA UND LEGENDEN VON EUCHARIUS, VALERIUS UND MATERNUS, Straßburg, um 1501 ( Schmidt 4, S.7 Nr. 17); 2. FRATER PETRUS, KATHARINENLEGENDE DEUTSCH, Straßburg, 1500 ( Hain 12851). Vgl. auch L 137. II Handschrift: Lagen: (II + 2) 6 , (IV+2) 16 , VI 28 , (V-5) 33 ; Textverlust zwischen B1.28 u. 29. Wz.: ähnl. Piccard , Ochsenkopf IX, 290 (Belege: 1491-1493); Hand mit Kreuz, ähnl. Briquet 11423 (Belege: 1493-1501); Henkelkrug mit Kreuz, ähnl. Briquet 12497 (Belege: Ende 15. Jh.). Schriftraum ca. 14 x 10. 22-24 Zeilen. Buchschrift von einer Hand, übliche Rubrizierung. 1 r —33 r STRASSBURGER URSULABRUDERSCHAFT. >Von sant Ursulen schiffelin ...<. Daz ist die ynge und geistliche bruderschaft, genant sant Ursulen schyffelyn ... - (20 r ) in ummer werenden ewigen freiden. Amen. >Daz lied über sant Ursulen schiffelin gedichtet von meister Johannes Gosseler ...<. Eyn czyt hört ich viel guder mer ... - (21 v ) und gancze und gar geni- ßen. (21 v —33 r ) Erneuerung von 1496. Hye fahen an eyn selige nuczberlich ernuwen ... (23 v ) >Diß ernuerunge ist gesehen yn dem XCVI jar<. Zu wißen sy allen brodern und swestern dißer seligen broderschaft ... - (33 r ) czu andern brudem und swestern yn geschreben wirt. Laus deo. - Edition des Texts: Schnyder (s . unter Literatur), S. 193-242, diese Hs. unter dem Sigel k berücksichtigt. - 33 r Besitzvermerk (s. unter Herkunft) und kurzer Zusatz über die Anzahl der beizusteuernden Gebete. - 33 v leer. L 137 Heiligenlegenden (Druck) Blindgepreßter Lederband der Zeit vom Straßburger Buchbinder Johann Schwyzer (s. Schunke , Pa- latina 1, S.28 und Abb. 8; Hieronymus , S.673 u . 681). Auf der Innenseite der Buchdeckel Abklatsch (Spiegelschrift) der ehemaligen Spiegel (diese jetzt unter der Signatur L 143 aufbewahrt, s.u.). Herkunft: Auf dem Vorsatzblatt Besitzvermerk des 16. Jh's: Gen Liechtentalgehörig (von einer jüngeren Hand wiederholt). Literatur: Ettlinger , S. 14. Druck: Wie L 136 (Holzschnitte hier koloriert). Handschriftlicher Teil: s. L 143. 291 L 138 L 138 Thomas a Kempis (Druck) • Bonaventura Papier • 32 Bl. ( an Druck) • 14 x 10 • um 1500 Heller Lederband der Zeit, eine Schließe, als Spiegel 2 Fragmente eines hsl. Breviers des 15. Jh's verwendet (hier Cursus de B.M.V.). Auf dem Rücken Titelschild: Thomas de Kempis Latinus (19. Jh.) und Schildchen mit F. Mones Numerierung 262 u. 263 (3. Gruppe). Herkunft: Auf dem Titelblatt des Drucks der Vermerk Iste Uberpertinet ad usum sororis Ursula Kn ... (vielleicht die Nekr. 47, ll v bezeugte Lichtenthaler Konventualin Ursula Knüttlin, gest. 12.6.1508). Numerierung F.Mones s.o.; sein Namensschildchen auf dem Vorderspiegel. Literatur: Ettlinger, S. 14. I Druck: THOMAS A KEMPIS (?), DE IMITATIONE CHRISTI etc., Straßburg, 1489 ( Hain 9098). II Handschriftlicher Teil: 32 BL, Lagen: VI 12 , 2 V 32 ; Reklamanten ( von der gleichen Hand wie der oben erwähnte Besitzvermerk); Wz.: Piccard , Buchstabe P, Abt. VIII, und Piccard , Lilie 111,1655-1711 (Typ nicht näher zu differenzieren); Schriftraum 10,5 x 7. 22-25 Zeilen; Bastarda von einer Hand, rubriziert. 1" leer. 2 r -16 r BONAVENTURA, DE QUINQUE FESTIVITATIBUS PUERI JESU. >Incipit tractatulus sancti Bonaventure .. .<. >Cum secundum virorum venerabilium< quos in ecclesia dei ... - quam dulcedinem nobis dulcis Jesus concedat, qui cum patre et spiritu .. .; erweiterte Textfassung, Druck: S. Bonaventura opera omnia 8, Quaracchi 1898, S. 88-89. 16 v -20 v BONAVENTURA, DE REGIMINE ANIMAE. >Sanctus Bonaventura ad dominant Blankam ...<. >Primum omnium necesse habes anima mea<, altissime, piissime, sanctissime ... - quod ipse prestare dignetur qui est benedictus in secuta. Amen. >Finis<. Druck: s.oben, S. 128-138. 20 v -32 r BONAVENTURA, EPISTULA CONTINENS VIGINTI QUINQUE MEMO- RABILIA. >Incipit utilissima quedam epistula eximii et devoti doctoris sancti Bonaventure .. .<. (21 r ) >Prologus<. In Cristo sua dilecta filia(!) in domino, qualicumque homine veteri iam exuto (23 y ) >Memoralia generalia<. Sunt ergo hec quedam virtutes (32 r ) >Conclusio epistole huius<. Hoc verumtamen adhuc scias ... - qui est trinus et unus in secula seculorum benedictus. Amen. Druck: s.oben, S.491-497. 292 L 138 • L139 • L140 32 v DE HORIS CANONICIS. > Qui horas canonicas bene et devotepersolvit ...<. Primo sol- vit debitum ... - procul dubio exhibebit et exaudiet eum, nam verba / ... (Text bricht ab). L 139 Ars moriendi, deutsch (Druck) • Sterbegebete Papier • 236 Bl. (an Druck) • 16 x 10,5 • Lichtenthai • um 1570 Brauner Lederband der Zeit, blindgepreßt, u.a. ein Rollenstempel wie bei L 29 (s. dort u. Einleitung, S.33). Auf dem Rücken Titelschildchen: Lehr guth zu sterben (19.Jh.) und Schildchen mit F. Mones Numerierung 20 (3. Gruppe). Herkunft: Lichtenthai (vgl. hsl. Zusätze und Einband). Numerierung Mones s.o.; sein Namensschildchen auf dem Vorderspiegel. Literatur: Ettlinger, S. 14; Längin , Nr.251. I Druck: STERBEBÜCHLEIN, Basel: Adam Petri, 1518. Vgl. Falk , S.34f, und Hieronymus , Nr. 126, sowie Rudolf , Ars moriendi, S. 103 m. Anm. 18. II Handschriftl. Teil: 236 Bl., Wz.: Briquet , Nr. 8229, um 1570 belegt; mehrere Hände, überwiegend die Hand der Barbara Veus (s. L 89). Mundart: alemannisch. DEUTSCHE GEBETE UND BETRACHTUNGEN. (l'-33 v ) Vom Leiden Christi; (35 r - 236") für Kranke und Sterbende. - 34", 99 r -100 v , 139 r — 142" und 179 v — 180 v leer. L 140 Hortulus animae, deutsch (Druck) • Gebete und Andachten • Arzneibuch Papier • 144 Bl. (an Druck) • 14 x 9 • Straßburg • Anfang 16. Jh. Schweinslederband des Straßburger Buchbinders Johann Schwyzer (s. L 137), von urspr. 2 Schließen nur noch die Halterungen vorhanden. Auf dem Rücken Titelschildchen: Gebett-Buch nebst Auslegung ... (19.Jh.) und Schildchen mit F.Mones Numerierung 22-26 (3.Gruppe). 293 L 140 Herkunft: Vermutlich aus Straßburg (vgl. Erscheinungsort des Drucks, Mundart des hsl. Teils, Einband). Auf dem hinteren Spiegel: Johannes Joachim dictus(?) Franz, Anno domini MDCIII (vgl. J. P. Kintz , La societe strasbourgeoise 1560-1650, Paris 1984, S.363 mit Anm. 164); auf dem Vorderspiegel: Auß dem Kloster zu S.Marx zu Stroßburg (Hd. des 16./17. Jh's), darüber: Diß buch hab ich von Straßburg 1604 brocht. Adolph Schindler (vgl. Nekr . 47, 7 r : O.Adolphus Schindler prebendarius 1640), von Schindlers Hand Zusatz S.Johann zu dem Vermerk bezügl. St. Marx. Auf dem Titelblatt des Drucks der Name Schindlers und die Jahreszahl 1604 wiederholt. Numerierung Mones s.o.; sein Namensschildchen auf dem Vorderspiegel. Literatur: Ettlinger, S .8; Längin , Nr.61. I Drucke: 1. HORTULUS ANIMAE, deutsch, Straßburg: Martin Flach, 1513 ( Ritter 4, Nr. 2068); 2. BEWEINUNG DES SÜNDERS, o.O.u.J. (nach 1500); 3. SIXTUS BUCHSBAUM, ROSENKRANZ VON UNSER LIEBEN FRAUEN, Straßburg: Matthias Hupfuff, 1512; 4. JOHANNES GEILER VON KEYSERSBERG, EIN ABC WIE MAN SICH SCHICKEN SOL ZU EINEM SELIGEN TOD, [Basel: Michael Furter?], 1497 ( Falk , S.43f; Copinger 3441); 5. DERS., WIE MAN SICH HALTEN SOL BEI EINEM STERBENDEN MENSCHEN, [Basel: Michael Furter?], 1497 (Falk , S. 19f, Copinger 3439). - Zu 4. und 5. vgl. auch A.Hoch , Geilers von Kaysersberg „Ars Mo- riendi", Freiburg i.Br. 1901. II Handschriftlicher Teil: 144 Bl. Papier nach dem Druck; Quaternionen; Wz.: Kronenwasserzeichen, oberrheinischer Typus ( Piccard , Kronenwasserzeichen, Abt. VI); Schriftraum 10 x 6,5; 15-17 Zeilen; Bastarda formata von einer Hand, rubriziert. Mundart: alemannisch. l r -42 r STERBEBÜCHLEIN. > Wy der mensch soll lernen sterben .. .<. Die weyl du lebest, so gedenk alle dage .. ., s. Rudolf , Ars moriendi, S. 87 Anm. 20 a; (l v ) > Wyß daß der bosse geyst zu des menschen ende ...<, sog. 5 Anfechtungen, vgl. Rudolf , Ars moriendi, S.76 usw.; (4 V - 5 r ) Prolog des Johannes-Evangeliums; (5 V ) >Disse fier frogen het her Cunrat Beymel leysmey- ster zu den barfusen gebrediget<. Die vier frogen, die sol man eym krancken menschen vorsprechen ... (Text bei Völker nicht erwähnt); (7 r ) >Diß hot meynster Heynrich von Hessen zu Wien gebrediget<. Das man eynem sterbenden menschen sol geben .. .; (8 r ) >Diß hot der vorgenannt meynster Heynrich gesprochen<. Wer disse wurt mit gutter vemunfft sprichet ...; >Es was eyns moles eyn hobest, do er sterben solt .. .<, sog. Predigtmärlein vom Papst und seinem Kaplan, s. Rudolf , Ars moriendi, S.76 usw.; (13 v ) >Es synt syben grosse nutz ...<. Das eyn ist, daz du den siechtagen gedultiglichen lydest ...; (14 v ) >Es spricht eyn lerer von den siechtagen ...<. Der erst ist daz got den menschen sunderlichen minet ...; (15 r — 17 r ) sog. Anselmsche Fragen, s. Rudolf , Ars moriendi, S. 57-59; (17 r ) Do der mensch sich nit mer umb dysse weit ver- stundt ..., Exempel von einem Sterbenden; (18 r ) Here, ich bin der arme mensch, den du ge- 294 L 140 schaffen hast ..., s.a. L 90, 274 r ; (18 V —3l v ) Gebete für Sterbende, Initien im Register; (31 r - 37 r ) Allerheiligenlitanei, südwestdeutsche Prägung; (37 v -42 r ) Gebete für die Sterbestunde, Initien im Register. 42 r -58 r ERMAHNUNGEN FÜR KRANKE. Wo eyn mensche were, dem syn leyden zu schwere were ... - das were ime dan liep. Amen. 58 v —70 v GEBETE. (58 v -61 r ) Ich befille mich hütte und ewigliche in die herliche gewalte und die guttickeyt des heyligen geystes. Amen-, (61 r —70 v ) Mariengebet mit Exempel, Papst Innozenz zugeschrieben: O du aller heylligste und senfftmutigeste ..., ich armer sunder mane dich, das du host geboren ... 71" DICTUM JOHANNES DES TÄUFERS. Der heylig toffer Christi Jesu, sanct Iohannes, als er in wüsteniß wolt gon ... - so verlürt man das ewige leben. Amen. 71 v —72 r KOMMUNIONGEBET. O here, sencke mich in dy tieffe dyner wunden ..., s. Haimerl , S.48 Anm. 247. 72 r -77 r SEQUENZ Ave praeclara, deutsch. Diß lobe gesancke spricht man gewonlichen in noten ..., (72 v ) Gott grüß dich Maria, du verklerter fuerglentzeder Sterne des meres ... (lat. Text: AH 50 Nr. 241). 77 v -79 r GEBET UM EINEN GUTEN TOD. Wer das nochgeschriben gebett bettet.. ., (78 r ) O here Jesu Christe, ich bitt dich inniglichen, daß du mir an meynem ende ...; (78 v ) Lern dick geystlich sterben ..., s. Cgm 470,70 v ( Schneider , München 2, S .390). 79 r —81 v PÄPSTLICHE APPROBATION DER ROSENKRANZBRUDERSCHAFT. >Nun volget her noch, wie der rosenkrantze ... bestetiget ist worden von bopsten<. Welchen ro- senkrantze undpsalter hotgebrediget ... - bis an syn ende alle dage. Vgl. J.-Cl.Schmitt , La confrerie du rosaire ä Colmar, in: Archivum fratrum praedicatorum 40 (1970) 97-124, bes. S. 103-109. 81 v —87 r GEISTLICHE SPRÜCHE. >Hie volget hernach gutte stücke uß der bewerten ge- schrifft, dy do wore syn<. Danck got, was er dir gutz dut . .., weitere Initien im Register. Texte z.T. ähnlich wie in der Engelhart von Ebrach zugeschriebenen Spruchsammlung (s. V. Honemann , in: 2 VL, 2, 1980, Sp.555f). 87 r -106 r ANWEISUNGEN UND GEBETE ZUM KOMMUNIONEMPFANG. >Hie noch folget her, wie der mensch wirdiglichen soll entphohen das heylig sacrament<. So du den 295 L 140 fron leychnam gottes wirdiglicfien entphohen wilt (98 r ) >Die erst ler noch der entphohung des heyligen sacraments<. Wan du dy vorgeschrieben dry leer volbrocht host . .die einzelnen Initien im Register. Großenteils wie L 107, 221 v —228 v und 342 v —351 v . 106 r -109 v KURZER ABLASSTRAKTAT. >Von aplaß. Was aplaß sye geheyssen, das merck .. .<. Unser here Jesus Christus, der hot also fill verdient ... - zu binden und zu entbinden. Amen. 109 v — 110 r MORGENGEBET. O du almechtiger gott, ich glaub, das du host den gewalt ... 110 r SPRUCH ÜBER RECHTE REUE. Wan der mensch hat recht rewe umb syn sunde ... 110^-111' BERNHARDS GRÜSSE VOR DEM SPEYERER MARIENBILD. >Die suben grüß sol gethon hon der heylige sant Bernhart vor dem bilde ... in der kirchen zu Spyer< O ir heyigesten fuß, dy do trogent den kunige disser weit ... - hiljfe unß armen sunder. * * * 111 v — 140 r REGIMEN SANITATIS, deutsch. >Hie noch volget von der artzeny gar gutte stücklin. < 111 v — 114 V Eigenschaften der Gewürze. Galgen ist trucken von natur ... - und vertribt von den oren dy ongehorunge-, (114 v ) Zusatz: Item welchem das heuppt suset ..., der es negelin, es hilfft im. 114 V — 118 r Gesundheitsregeln. > Von win trincken<. Avicenna der meynster spricht: eyn icli- cher mensch sol sich hüten (115 V ) >von schloffen<. Schloffen an der sunnen schin ist ungesund .. .; (116 r ) Item im ior soll sich eyn igliche mensch ... eyn mol ...zu dem mundt uß pre- chen ...; (116 v ) > Von lossen<. Wer zu der oder gelosen hot, sol nit fressig syn ... - und nit biß trurig sunder frolich on sunde. Vgl. Chr. Hagenmeyer , Die „Ordnung der Gesundheit" für Rudolf von Hohenburg, Heidelberg 1972, 11,37. 41. 56 (S.302f u. 307); 11,59-62 (S.308); 11,140-141. 145-147 (S.328 u. 330); 11,102-103. 105 (S.319f); 11,112. 113 (S.321 u. 323). 118 r — 137 r Aderlaßtraktat. >Eyn schone underwysung der hochgelerten meynstern Almansor ...<. (118 V ) Die weyl schwere und grose kranckeyten durch vil des unthewigen undfulen geblüttes ... - welchem menschen das begegnet, der hot got vil zu dancken. Vgl. Hagenmeyer, a.a.O., S. 315-327, sowie Cgm 727, 110" ( Schneider , München 4, S. 157). - 137" leer. 138 r —140 r Varia. >Item alle jars IIII mol redlichen oder lassen ...<. Item zucker erbes, do mat kymmich in ist ... * * * 296 L 140 • L141 140 v — 144 v TEXTE ÜBER REUE UND BUSSE. >Nun volgt hernoch us der bewerten ge- schrift<. Die weyl der almechtig got durch den propheten Ezechielem spricht ... (folgt Ez 18,21 f und Ps 50,19); (141 r ) >Nun ist eyn frog, wie dan die gefangen und die genötigten ...<. Uff dise froge gyt antwort der subtyl gotlich lerer Scotus ... (vgl. JOHANNES DUNS SCOTUS, Opus Parisiense in IV sent., dist. 20); (143 v ) >Wie eyn iglicher crystenmensch syn crütz den bußvertickeyt ...<. Zu den erstenn unschuldiglichen ... - und bereyten wollent. L 141 Antiphonale cisterciense • Hymnarium cisterciense Pergament ■ 1 + 193+1B1. • 41,5 x 30,5 • Oberrhein ■ 14. Jh. 1 Lagen: I 1 , VI 13 , (V + 2) 25 , V 35 , 12 VI 1 ", V 189 , (I4-1) 192 , I 193 ; erstes und letztes Blatt urspr. als Spiegel verwendet, jetzt fliegende Blätter (ungezählt). Schriftraum 31 x 21. 11 Notensysteme (Quadratnotation auf 4 roten Linien) mit entspr. Anzahl Textzeilen. 190 r — 192 r 2 Spalten, 27 Textzeilen. Textura von einer Hand, Randzusätze und vereinzelte Korrekturen von mehreren Händen des 16. bis 18. Jh's. Außer der üblichen Quadratnotation verschiedentlich linienlose deutsche Neumen für die Schlußformeln der Versikel. Übliche Rubrizierung. Rote und blaue Lombarden mit Fleuronnee in der Gegenfarbe. Zahlreiche Fleuronnee-Initialen (häufig feine Kreuzschraffengründe, Medaillons mit Drole- rien, Zierstäbe) von hervorragender Qualität, Art der Gruppe 5 von Beer , Beiträge (s. dort S. 27-29 und bes. Kat. Nr. 4). Besonders bemerkenswerte Initialen: 2" A (spiciens a longe), halbseitig; 105 v , 121 r , 135 v und 141 v . Heller Lederband, zu der Gruppe I der für Lichtenthai gefertigten Einbände gehörend, Stempel Nr. 10 (Spitze), 11, 28, 46 (s. Einleitung, S.44f und Abb.21 f); Messingbeschläge an den Ecken (Weinblattmotive) und in der Mitte (radförmig) beider Deckel, zwei Langriemenschließen, Buchzeichen (rote Stoffbänder an umstochenem Pappröllchen); als Vorderspiegel wurde eine nicht vollendete, vermutl. als unbefriedigend verworfene Fassung von Bl. 2 (noch ohne Ausführung der Initiale) verwendet, ebenso entsprechen Nachstoßblatt (Bl. 193) und Hinterspiegel dem Doppelblatt 48/59; Einbandmakulatur s. Fragmente (unten). Herkunft: Buchmalerei weist in den oberrheinischen Raum. Spätestens um 1500 in Lichtenthai (vgl. Einband). Fronleichnamsfest (1318 in die Ordensliturgie aufgenommen) noch nicht berücksichtigt. Die Hs. wurde von der BLB 1893 aus der Sammlung G.Gimbel (Baden-Baden) erworben; Nr. 81 im Verzeichnis der Kunst-Sammlung G.Gimbel in Baden-Baden, ebd. o.J., mit Hinweis auf Lichtenthaler Provenienz (diese Angaben nach dem hsl. Repertorium der Hss.-Abteilung der BLB). Literatur: Ettlinger, S. 12; Marosszeki, S. 144. 1" VARIA: Marianische Antiphonen Regina celi und Ave regina celorum sowie Benediktion Benedic domum istam et omnes habitantes ... (Fortsetzung ähnl. F ranz , Benediktionen 1, S.636, Formel Nr. 3). 297 L141 • L142 2 r -179 v ANTIPHONALE CISTERCIENSE DE TEMPORE. >Sabbato ante dominicam primam in adventu domini<, {27') >In vigilia nativitatis domini<, (40 v ) >in vigilia epyphanie<, (76 r ) >Feria IUI in capite ieiunii<, (120 v ) >In vigilia pasche<, (135 r ) >In ascensione domini<, (140 v ) >In vigilia pentecosten<, (148 r ) >Sabbato ante dominicam primam post pentecosten<. H uot , Nr. 1-87. 180 r — 189 v HYMNARIUM CISTERCIENSE de tempore, s. W einmann , Nr. 10-31. 190 r — 192 r CANTICA DER DRITTEN NOKTURN. - 192 v leer. 193 s.o. (zum Einband). FRAGMENTE: Einbandmakulatur, 1984 herausgelöst. 3 Bruchstücke einer Pergamenths. (zwei horizontal ausgeschnittene Streifen aus dem innersten Dop- pelbl. einer Lage, ein senkrecht ausgeschnittener Streifen eines weiteren Blatts), Folioformat, 2 Spalten, 33 Zeilen, Textura des 15. Jh's. LECTIONARIUM OFFICII, franziskanisch (Bruchstücke). Teile des Proprium de sanctis für Mai und Juni, entsprechend S. J. van D ijk , Sources of the modern roman liturgy 2, Leiden 1963, S. 140 f. L 142 Deutsches Gebet- und Andachtsbuch Papier • 144 Bl. • 14 x 9,5 • 16. Jh., Ende Pergamentband auf Pappdeckeln, dunkelgrüner Schnitt, urspr. 4 textile grüne Schließbänder (heute fehlend). Herkunft: Schriftheimat von Teil I unsicher. Aufgrund der Wz. sowie des Erscheinungsjahrs der Kupferstiche (s.u.) ist die Entstehung in das letzte Jahrzehnt des 16. Jh's anzusetzen. Teil II, wenig jünger, zeigt deutlich zisterziensischen Einschlag und ist vermutlich in Lichtenthai geschrieben worden (s. Schrift und Wz.), wo der Band im Besitz einer Sr. Anna Barbara war (s. 5 y -6 r ). Aus dem Nachlaß F. Mones durch Marc Rosenberg 1900 an die BLB gelangt. Literatur: Ettlinger, S .6 u . 12; Kattermann, S. 304. I Bl. 7-86. Lagen: (III + 3) 15 , (IV+4)", (III + 2) 35 , (II + 3) 42 , (II + 4) 50 , 2 (III -f- 3) 68 , (III + 6) 80 , III 86 . Bl. 42 ist verbunden (gehört zwischen Bl. 27 u. 28). Wz. Piccard Kreuz, 1,166 (belegt 1593-95, 298 L 142 Speyer). Schriftraum 12 x 7,5. Ca. 20 Zeilen. Kursive von einer Hand (49" und 85 v -86 r Nachträge von einer Hand des Teils II). Rote und violette Rubrizierung. Rote Zierbuchstaben zu Beginn der einzelnen Gebete. Textseiten durchschossen mit einer Reihe von Blättern mit Kupferstichen (durchschnittlich 9x6 cm): Andachtsbildchen, meist mit Signatur W.Reich bzw. Reichius exc. (s. A. Spamer, Das kleine Andachtsbild vom 14. bis zum 20. Jahrhundert, München 1930, S.308 u. Tf. XII, 2; vgl. auch G.K.Nagler , Künstlerlexikon 14, Leipzig 1924, S.71 f); u.a. Heiligenbildchen (Patronatsbild- chen) nach Vorlagen von AZ (s. G.K.Nagler , Die Monogrammisten 1, München 1858, Nr. 1542), Teile eines Rosenkranz-Zyklus und zwei Blättchen (13 r und 45 v ) aus Wilhelm Reich, Evangeliorum ... imagines, Köln 1590; der Stich Georgius Martyr (24 r ) trägt das Datum 1587. 7 r -85 v SAMMLUNG VON GEBETEN. Möglicherweise Abschrift eines Drucks. (7 r -24 v ) Mariengebete; (24 v -27 r ) Gebete vom Leiden Christi; (28 r -31 r ) Gebete um Sündenvergebung; (31 r —39 r ) Dreifaltigkeitsgebete; (39 v -42 v ) Sieben Worte Christi am Kreuz, s. Haimerl , S. 139 Anm. 852; (43 r -49 r ) Gebete für verschiedene Anliegen; (50 r -62 r ) Gebete vom Leiden Christi; (62 r -68 v ) Kommuniongebete; (68 v -72 r ) Eucharistische Gebete (v. a. zur Elevation der Hostie); (72 r -80 v ) Gebete vom Leiden Christi; (81 r —85 V ) Gebete zu verschiedenen Heiligen. Viele Gebete wie im deutschen Hortulua animae, s. Haimerl , S. 139-148. 85 V —86 r Nachtrag (Hand von Teil II): Gebet vor der Messe sowie Federproben. 86 v Beginn der Texte von Teil II (s.u.). II Bl. 1-6 u. 87-144. Lagen: Quaternionen, davon die ersten 2 Blätter als Vorderspiegel verwendet. Wz.: Ettlinger Marke (Badisches Wappen), ähnl. Springer , Nr. 1-3. Schriftraum und Zeilenzahl schwankend. Kursive von mehreren Händen (v. a. die Hd. von L 98, 4 v -6 r ). l r leer. l v -2 r Fragment einer Andacht zur Kindheit Jesu wie L 92, 24 v -25 v . 2 r -6 v VERSCHIEDENE GEBETE: u.a. zu Maria, Anna Selbdritt ( Haimerl , S. 141 Anm. 873), Barbara (5 v -6 r ) O heilige jungfrauw und Marterin S. Barbara ich Anna Barbara erwell dich jetz fiir mein patronin ... 86 v -108 r ANDACHT ZUR KINDHEIT MARIENS. Hienach volgt, wie man daß künig- lich kindtlin und jungfreylin ... auffheben, in wündelin inwickeln ... 108 r -112 v ANDACHT VON DEN KLEIDERN MARIENS. Am sontag und an allen feir- tagen so kleid sie mit purpur ... 299 L 142 • L143 • L 144 113 r -120 r TAGZEITEN VOM HEILIGEN BERNHARD. >Diß hernach seint syben gezitt- lin von unserem heyligen hönigflüsigen vatter Bernhardo .. .<. Zuo der mettin oder uff den son- tag: Nim fiir dich das wolgefallen ... 120 v — 125 r TAGZEITEN VON DER HL. BARBARA. O du zeichen der obersten gottheit, mein hertz ermant dich der harten gefenchnus ... 125 v -144 v VERSCHIEDENE GEBETE. (125") Für die armen Seelen; (126") Mantel Mariens; (126 v — 142 r ) Heiligengebete, zu Barbara, Katharina, 14 Nothelfer, Maria; (142 r — 144 r ) Blutvergießen Christi, wie L 99, 138 V — 140 r ; (144") Morgengebet. L 143 Passionalefragment Ehemalige Spiegel der Hs. Lichtenthai 137 Pergament • 1 Bl. • 25 x 21 • Straßburg(?) • 12. Jh. 1 In zwei horizontale Streifen zerschnittenes Blatt, beim Binden der Hs. Lichtenthai 137 als Spiegel verwendet, am 24. Juli 1929 abgelöst und seither unter der Signatur Lichtenthai 143 aufbewahrt. Schriftraum 23 x 17,5. 38 Zeilen. Späte Karolingische Minuskel von einer Hand. Herkunft: Möglicherweise aus einer Straßburger Hs. stammend, da vom dortigen Buchbinder Johann Schwyzer als Makulatur verwendet (s. unter Lichtenthai 137). PS.-AMBROSIUS, ACTA S.SEBASTIANI (BHL 7543, CPL 2229), 12,40-13,44. ... /fi- guras eorum per ligna et lapides adorare ... - pro hoc quod semetipsum a mai / ... (PL 17, 1130 C 8-1133 A9). L 144 Grammatik-Fragmente Pergament • Doppelblatt u. 6 Bruchstücke • 1485 und 14. Jh. I Doppelblatt aus einer Pergamenths., Folioformat (urspr. Blattgröße ca. 28 X 19 cm), in zwei horizontale Streifen geschnitten. Bl. 2 zur Hälfte beschnitten (Textverlust). Schriftraum 22,5 x 14,5. 34 Zeilen. Textura von einer Hand, rubriziert. Rote Lombarden an den Kapitelanfängen. 300 L 144 Herkunft: Urspr. als Spiegel des Inkunabelbandes BLB, Lichtenthai Dr. 7 (Glossa super librum psal- morum, Hain 8367) verwendet, 1937 ausgelöst. Vom Schreiber mit 1485 datiert (2 V ). l r DONATUS, ARS MINOR, 8-9. ... / ad( sie) superiores ad locum ... - et si qua sunt simi- lia. Edition: L. Holtz , Donat et la tradition de l 'enseignement grammatical, Paris 1981, S .601 16 -602 5 (= P. Schwenke , Die Donat- und Kalender-Type, Mainz 1903, Nr. 24 43 -25 7 ). l r -2 v CONGREGATIONES VERBORUM. Spätmittelalterlicher Zusatz zur Ars Minor des Donatus, s. Holtz , S. 346 f. Arno verbum activum in indicativo modo ... - essetis velfuis- setis, essent velfuissent. Futuro / ... = Schwenke, s .oben, Nr. 26 und 27 1-24 ; (2 r ) ... I utinam audirer audireri vel audirere ... - preteritum ut aud\ itus, futurum ut audiendus] = Schwenke , Nr. 33 18 ~ 47 ; Sum es est, et pluraliter sumus ... - [unum part] ieipium habet quod est ens = Schwenke , Nr. 3 6 4-36 ; am Schluß von 2 V die Jahreszahl 1485. II 6 horizontal ausgeschnittene Streifen aus einem Doppelblatt einer Pergamenths., vermutl. Folioformat, rubrizierte Buchschrift, 14. Jh. Herkunft: Falzverstärkungen des Drucks Lichtenthai Dr. 7 (s. unter I), ebenfalls 1937 ausgelöst. GRAMMATIKTRAKTAT (Fragmente), Typus: „Magister quae pars est" (s. L 88, 3 r —9 r ); z.T. wörtl. Ubereinstimmungen mit der sog. Ianua (vgl. Schmitt , Ianua, bes. S.74 u. 78 f) sowie den Remigius von Auxerre zugeschriebenen Regeln „Dominus quae pars est" (s. Schmitt , Ianua, S.70f). 301 ANHANG: Die heute noch im Kloster Lichtenthai befindlichen Handschriften des 12. bis 16. Jahrhunderts beschrieben von FELIX HEINZER Kl. L. 1-2 Kl. L. 1-2 Graduale cisterciense Pergament • 154 bzw. 1 + 335 Bl. • 57/58 x 39,5 • Herrenalb/Lichtenthal • 1494 Lagen: Größtenteils Quaternionen mit Reklamanten. Foliierung von der Hand des Schreibers (im ersten Band bis Bl. 137, im zweiten bis 321). Schriftraum 40 x 25. 6 Notensysteme (Quadratnotation mit mensuralen Elementen auf 4 Linien), entspr. Anzahl Textzeilen. Textura von der Hand des Johannes von Magstadt (s. unter Herkunft). Nachtragshand des 17. Jh's, z.T. auf eingeklebten Papierstreifen (wie in Kl.L. 3). Übliche Rubrizierung. Rote und blaue Lombarden, z.T. mit Fleuronnee; schwarze Cadellen. Hauptfeste markiert durch mehrfarbige Initialen in der Höhe von 2 Notensystemen: Buchstabenkörper mit Rollwerkornamentik gestaltet, Gründe uneinheitlich (z.T. einfarbig mit Arabeskenornamenten, z.T. auch karo- oder rautenförmige Musterung in mehreren Farben), meist in den linken Blattrand ausgreifendes Distelblatt-Rankenwerk mit Blütenbesatz. Schaflederbände der Zeit mit großen Messingbeschlägen (Eckstücke und Mittelbuckel) und je 2 Langriemenschließen. Auf dem Rücken moderne Lichtenthaler Signaturschilder. Herkunft: Kl. L. 1, 141 r >Anno MCCCCXCIIII" explicit liber iste, sit laus tibi Christe, per illuminatorem dominum Johannem de Mogstadt confessorem sanctimonialium in Lucidavalle<. Johannes von Magstadt, der nicht nur als Illuminator, sondern auch als Schreiber der beiden Hss. anzusehen ist (Schriftvergleich von Kolophon und Textcorpus) war Konventuale von Herrenalb (s. Heinzer , Johannes Zürn, S.74 und 78); von seiner Hand stammt auch ein Teil von Kl.L. 25 (s. dort). Auf den Vorderspiegeln Bleistiftsignatur B 2. Literatur: Roegele, S. 58 u. 64; Schindele , Abtei Lichtenthai 1, S. 159; Heinzer , Johannes Zürn, S. 70 f. GRADUALE CISTERCIENSE. Kl.L. 1: DE SANCTIS. 1 r — 137 v Proprium. Entsprechend den Gradualteilen des ersten zisterziensischen Missaledrucks von 1486 (Hain , Nr. 11279), nl v -rlll r ; teilweise abweichend das Formular für Visi- tatio B. M. V. 137 v -141 r In dedicatione. Entsprechend dem Missaledruck (s.o.), sVII v -VIII r . Bemerkenswert: Einschub (139") >In dedicacione Capelle. Feria quinta ebdomade pentecostes< (vermutl. die Lichtenthaler Fürstenkapelle betreffend, vgl. Schindele , Abteil Lichtenthai 1, S.136). 141 r Kolophon (s. unter Herkunft). 141 v — 144 v Gradualteile der Messe Coronae domini (entspr. Missale von 1486, pYI"). 305 Kl. L. 1-2 • Kl. L. 3 145 r — 153 v Kyriale. (145 r — 150 v ) Zwei Meß-Ordinarien: >/n omnibus festis quibus non labora- mus<, >Dominicis diebus et festis quibus laboramus<; (150 v — 153 r ) Credo: >Dominicis diebus, festis domini et s. Marie et apostolorum<-, (153™) Ordinarium: >In omnibus missis sanctorum qui duodecim lectiones habent, eciam privatis diebus < (ohne Gloria). Vgl. L 2, 126 r — 127 V (hier etwas andere Anordnung). 154™ leer (nur Notenlinien, Text getilgt). Kl.L. 2: DE TEMPORE. I v Nachtrag (17. Jh.): Ordinarium missae. l r —316 V Proprium. Entspr. dem Missale von 1486 (s.o.), al r -nl r (hier ohne Ordo und Canon missae). 316 V —321 v Pro defunctis. Entspr. Missale von 1486, tVI v -vI r . 322 r -325 v Mariensequenz AH 50 Nr. 241. 325 v -334 r Kyriale, wie Kl. L. 1, 145 r — 153 v . 334™ >Ad aquam benedictam<. 334 v -335 r Votivmessen (nur Textinitien ohne Notation). 335 y leer. Kl.L. 3 Antiphonale et Hymnarium cisterciense, de sanctis Pergament • 111 Bl. • 53 x 33 • Lichtenthai (?) • Ende 15. Jh. und 17. Jh. 2 Lagen: Ursprünglich Quaternionen, wie z.T. noch anhand von Reklamanten erkennbar; bei Überarbeitung im 17. Jh. und gleichzeitiger Neubindung ein großer Teil der Lagen auseinandergerissen und meist in Einzelblätter zerlegt, diese danach mit Falzen neu verbunden (dabei Bl. 42 falsch plaziert, gehört zwischen 39 und 40). Einige Blätter stark beschnitten, z.T. auf schmale Streifen reduziert (23a, 27a, 29a). Verschiedene Stellen überklebt mit Papierstreifen, darauf Korrekturen des 17.Jh's. Schriftraum 38 x 24,5. 9 Notensysteme (Quadratnotation auf 4 roten Linien) mit entsprechender Anzahl von Textzeilen. Textura von einer Hand. Korrekturen und Randzusätze von mehreren Lichtenthaler Händen des 16. und 17. Jh's. Übliche Rubrizierung. Rote und blaue Lombarden, schwarze Cadellen. Eine Reihe rot-blauer Fleuronnee-Initialen, z.T. mit Drolerien in grauer Federzeichnung. Zwei große Deckfarben-Initialen (2 bzw. 3 Systeme hoch) zu Beginn der Offizien von Stephanus (2 r ) 306 Kl. L. 3 und Benedikt (23 r ): blaue Buchstabenkörper mit weiß gehöhtem Rollwerk, quadratische Gründe in Altrosa mit sich überlagernder Karo- und Rautenmusterung; von den Initialen ausgehende bunte Distelblattranken. 14 r etwas kleinere Initiale, Buchstabenkörper braun, blauer Grund mit weißem Arabeskenmuster. Brauner blindgepreßter Lederband des 17. Jh's mit mehreren kleinen Einzelstempeln und zwei Rollenstempeln (u.a. Haebler 2, S.26, Rolle Nr. 7), zwei Schließen. Zwei der ausgeschiedenen Doppeibl, als Spiegel und Vorsätze des neuen Einbandes verwendet (I u. 1 bzw. 111 u. 112), s. auch Inhaltsbeschreibung. Buchzeichen (Bänder an mit blauer Seide umhülltem Holzstäbchen). Auf dem Rücken modernes Lichtenthaler Signaturschildchen. Herkunft: Schrift und Ausstattung sehr ähnlich wie im Graduale Kl.L. 1-2 (s. dort) vermutlich ebenfalls in Lichtenthai entstanden. Im 17. Jh. (nach 1656, vgl. Hymnar) teilweise überarbeitet (Reduktion auf ein Antiphonale diurnale, s.u.) und neu gebunden. Auf dem Vorderspiegel Bleistiftsignaturen C 186 und Alt 71 b. Literatur: Heinzer , Johannes Zürn, S.71 Anm. 17; Schindele , Abtei Lichtenthai 1, S. 138. I v -l v s. oben. 2 r —91 v ANTIPHONALE CISTERCIENSE DE SANCTIS. Ursprünglich kompletter Text, im 17. Jh. durch Entfernen der Blätter mit den Nokturnalteilen auf ein Antiphonale diurnale reduziert (s. auch äußere Beschreibung). Unter den eliminierten Doppelblättern auch der Vorderspiegel und das Vorsatzblatt des jetzigen Einbands (I und 1, urspr. zwischen 3 und 4). 2 r -70 r Proprium: Huot , Nr. 88-98, 103-114, 133, 115-123. 70 r —9 1 v Commune: Huot , Nr. 124, 126-131. 91 v — 110" HYMNARIUM CISTERCIENSE DE SANCTIS. Ursprünglicher Bestand mit Textbeginn 92 r enthielt, soweit erkennbar, folgende Hymnen: Weinmann , S. 13, Nr. 32-41, 59, 60, 42-52, 23, 19, sowie AH Nr.42 (Visitatio B.M.V.). Überarbeitung im 17.Jh. (s.o.), eine Reihe von Blättern entfernt, u. a. das als Nachstoßblatt und Hinterspiegel des neuen Einbandes verwendete Doppeibl. 111 u. 112 (s.u.). Die neue Schicht des 17. Jh's (auf Rasuren bzw. aufgeklebten Papierstreifen) umfaßt AH 51 Nr. 102, AH 50 Nr. 28, Chevalier, Nr.9542, 9525, 16918 und 2292, AH 50 Nr.66 (Str.6-10), AH 51 Nr. 188 (Str.3, 4, 6), AH 50 Nr.72 (Str.6-8), AH 51 Nr. 129, Chevalier , Nr. 14685, AH 51 Nr. 112, und beruht auf dem neuen Hymnar des Claude Vaussin von 1656 (s. B.Kaul , Le psautier cistercien. Appendice: Tableau analytique de l'hymnaire cistercien, in: Collectanea ord. eist. ref. 13 [1951] 257-272, bes. S.270-272, Nr.119, 82, 90, 92, 94, 111, 96, 110, 102 u. 114). 1 11 r — 11 2 r ausgeschiedenes Doppelbl. (s.o.) mit Teilen von Weinmann , Nr. 39 u. 41. 307 K1.L.4 • K1.L.5 Kl.L. 4 Antiphonale speciale (historiae novae) Pergament • 70 Bl. ■ 56 x 38 ■ Maulbronn • 15. Jh., 3. Viertel Lagen: 8 IV 64 , III 70 (letztes Blatt als Spiegel verwendet). Reklamanten im alten Teil der Hs. Schriftraum 40 x 24. 8 Notensysteme (Quadratnotation auf 4 roten Linien) mit entsprechender Anzahl von Textzeilen oder 16 Zeilen in den Abschnitten ohne Noten. Textura von einer Hand (bis 68 r ); 69 r -70 r Nachtragshand des 16./17. Jh's. Übliche Rubrizierung. Rote und blaue Lombarden mit einfachem Fleuronnee. Schwarze Cadellen. Erstes Responsorium der einzelnen Offizien jeweils markiert durch eine Deckfarbeninitiale in der Höhe von 2 Notensystemen (Hauptgestaltungselement: Blattwerkornamentik; vorwiegend in Orange, Rosa und Grau; Gründe in grüne Rahmen gestellt; die letzte Initiale in etwas anderer Ausführung). Maulbronner Einband, Stempel Nr. 1-3 und 5 (s. G öhl , S. 148— 150; vgl. auch L 59 und Einleitung, S.40); von den 2 urspr. angebrachten Schließen nur noch die Halterungen vorhanden. Herkunft: Einband weist nach Maulbronn. Zeitraum der Tätigkeit der dortigen Buchbinderwerkstätte (siebziger Jahre des 15. Jh's) gibt Anhaltspunkt für die Entstehungszeit der Hs. Das 1476 in die Ordensliturgie aufgenommene Fest Visitatio B.M.V. (s. Backaert , 1950, S.307) fehlt hier noch, im Gegensatz zu den dieser Hs. entsprechenden Komplexen L 17, 282 v -298 v etc. Literatur: Schindele , Abtei Lichtenthai 1, S. 138; Kunstdenkmäler XI/ 1, S.493. 1 r —68 r ANTIPHONALE SPECIALE. Sog. „Historiae novae". (1 r — 16 V ) >Hystoria in festo corporis Christi<, s. L 17, 282 v -287 r ; (17 r -32 v ) >De sancta Anna matre Marie virginis<, s. L 17, 290 r -293 v (hier zusätzlich Vesper-Responsorium O dilecta Christi)-, (32 v -48 v ) >Hystoria de spinea corona<, s. L 17, 293 v —296 v ; (48 v —68 r ) >Undecim milium virginum<, s. L 17, 296 v -298 v . Die Cantica jeweils ohne Notation. 68 r -70 r Nachtrag (16./17. Jh.): Hymnus AH 50 Nr. 66. Kl.L. 5 Antiphonale cisterciense de sanctis Pergament • 1 (Pap.)+ 219+ l(Pap.) Bl. • 50 x 32 • Lichtenthai ■ 1575/78 Lagen: 35 III 209 , 2 II 217 , I 21 '; erstes Bl. als I gezählt, dann Foliierung in arabischen Ziffern fortgesetzt (entspr. der Zählung durch die Schreiberin am unteren Blattrand); zwischen Bl. 191 und 192 ungezähltes Papierdoppelblatt kleineren Formats (42 x 26,5) eingeheftet. Schriftraum 42 x 24. 11 Notensysteme (Quadratnotation auf 4 Linien) mit entspr. Anzahl von Textzeilen. Späte Textura von einer Hand (Barbara Veus, s. unter Herkunft). Übliche Rubrizierung. Rote Lombarden, bei den 1. Respon- 308 Kl. L. 5 sorien der einzelnen Offizien jeweils mit blaugrauem, flüchtig gemaltem Arabeskenzierrat versehen. l r zwei Initialen in rechteckigen Rahmen (12 bzw. 14 x 10 cm); oben: Buchstabenkörper (S) rot, in der oberen Schleife Steinigung des Stephanus, in der unteren das Wappen der Schreiberin mit geflügeltem Putto als Schildhalter, der Grund mit Weinranken belegt; unten: Buchstabenkörper (H) in Gold, eingefaßt von Rankenwerk, im oberen Feld Weihnachtsdarstellung, unten Maria mit dem Kind in einer Fensternische, signiert HCB 1575 (möglicherweise Hans Caspar oder Hans Christoffel Baidung, s. Kattermann , S. 311); insgesamt wenig qualitätvolle Arbeit. Zwei weitere Initialen etwas kleineren Formats 7 r und 192 r Johannes evangelista und Steinigung des Stephanus (Buchstabenkörper und Rahmen jeweils in Gold, Figuren und Landschaftshintergründe in tonigen Farben, vorwiegend Blau, Violett und Grün). I v Darstellung der guidonischen Hand, naturalistische Malweise, oben und unten von Blütenranken eingefaßt, vermutl. nach KL. L. 29, 3 V gemalt. Schweinslederband, Gruppe III der für Lichtenthai gefertigten Einbände (s. Einleitung, S. 45 f), datiert 1578, je 5 Beschläge auf beiden Deckeln, 2 Langriemenschließen, Ledersignakel und Buchzeichen. Herkunft: 218 rb In honorem sanctissimae triadis beatissimaeque virginis Mariae et omnium sanctorum fe- liciter conscriptus et finitus est Uber iste per me Barbaram Veusin quadraginta trium monialium monasterii Lucidae Vallis abbatissam: Anno domini 1578, die 21 aprilis. Orate pro me. Zu Barbara Veus s. Wolters (s.u.) und Schindele , Abtei Lichtenthai 2, S.91-110. Datierung der unteren Initiale l r (s.o.) läßt schließen auf Beginn der Arbeit an der Hs. im Jahr 1575. Von der Hand derselben Schreiberin auch L 89 (s. dort). Literatur: Kattermann, S.308 u. 311; Kunstdenkmäler XI/1, S.493; A.Wolters , Barbara Veus, Äbtissin zu Lichtenthai 1551-1597, in: Ortenau 41 (1961) 152-158, bes. S. 153 u. S. 157 f ; Schindele, Abtei Lichtenthai 2, S. 103. I r leer. I v Guidonische Hand (s.o.). 1 r —218 r ANTIPHONALE CISTERCIENSE DE SANCTIS. 1 r — 147 v Proprium. Huot , Nr. 88-97, 99-113, 133, 115-123; zum Offizium Annuntiationis B.M.V. abweichend vom ordensüblichen Text als Benedictus-Antiphon Hesbert , Nr. 2997 (s. auch Kl.L. 15 usw.); zusätzlich zum Textstand bei Huot die Offizien der Feste Prae- sentatio B.M.V. (126 v — 127 v ) und Barbara (140 r — 147 v , teilweise gereimt, diese Texte aus dem Katharina-Offizium AH 26 Nr. 72 u. 73, jeweils auf Barbara adaptiert). 147 v — 1 9 1 r Commune. Huot , Nr. 124-128, 130, 129, 131. 191" Cantica der dritten Nokturn, de dominicis. Weinmann , S. 18. 192 r —2 1 3 V Hymnarium, de sanctis. Weinmann , Nr .32-35, 37, 36, 38, 18-20, 39, 40, 21, 42- 47, Barbara-Hymnen AH 52 Nr. 121 u. Nr. 182 und AH 4 Nr. 195 (s. auch L 28, 68 r -71 r ), Weinmann , Nr. 48-52. Davor auf nachträglich eingeheftetem Doppelblatt von einer Hand des 17. Jh's der Hymnus Chevalier , Nr. 2292. 309 Kl. L. 5 • Kl. L.7 213 v Magnificat- und Benedictus-Intonationen (je 5 Modi). 214 r —216 r Cantica der dritten Nokturn (Fortsetzung von 191"), s. Weinmann , S. 18. 216 r —217 r Te deum. 217" Kurztonar. Magnificat (3 Modi). Benedictus (1 Modus), (217 V ) Primi toni melodiam ..., s. Kl.L. 29, 124". 217 v -218 r >Cantica in invencione et in exaltacione sancte crucis<. Hab 3,1-19 (eigentlich Laudescantica für den Freitag, später als Cantica der dritten Nokturn an den Kreuzfesten verwendet, vgl. Brev. Cist . 1484, ff 10 v ). 218 rb Kolophon (s. unter Herkunft). - 218 V —219 V leer. Kl. L. 7 Lectionarium officii cisterciense Pergament • 2(Pap.) + 214 + 2(Pap.) Bl. • 43,5 x 32 • Neuburg bei Hagenau • 1249 Lagen: IV 8 , (IV-1) 15 , 17 IV 151 , (IV-1) 158 , 7 IV 214 . Textverluste (2 Bl.). Schriftraum 31/32 x 21. 2 Spalten, 35 Zeilen (l r -47 v ), 33 Zeilen (ab 48 r ). Textura von drei etwa gleichzeitigen Händen: 1. l r -47 v , 2. 48 r — 123 ra , 3. 123 rb —214 va (Hand des Neuburger Mönchs Cunradus, s. unter Herkunft). 214 vb Nachtragshand des späten 15. Jh's, außerdem Randzusätze von mehreren Händen des 15. bis 17.Jh's. Übliche Rubrizierung. Rote und blaue (ab 48 r auch grüne) Lombarden mit einfachem Palmettenfleuron- nee (dieses ab 48 r z.T. gelb-bräunlich, oft auch fehlend). Textanfänge durch größere Initialen markiert: zu Beginn rot-blaue Fleuronnee-Initialen; ab 48 r Flechtband- und Spaltleisten-Initialen in Rot, Blau, Gelb und Grün; Gründe mit Palmetten gefüllt, z.T. auch mit Schraffuren in den genannten Farben. Blindgepreßter Schweinslederband mit Rollenstempeln, wie L 1 (Bindevermerk auf dem Hinterspiegel: Ligatus sum anno domini 1618 a fratre Wolfgango Leopero conventuali Thennenbacensi et tunc temporis confessario indigno Iucundae Vallis alias Wunnenthal. Ideoque me utentes orate pro eo; Näheres s. L 1), von urspr. zwei Langriemenschließen noch eine erhalten, je 4 Buckel auf beiden Dek- keln, auf dem Rücken modernes Lichtenthaler Signaturschildchen. Herkunft: 214 vb Kolophon von Hand 3: Carne dei geniti fuerant dum mille ducenti / Ac decies quini lapsi solo minus anni / Hic liber est scriptus hinc sit Christus benedictus / A Novo(\) monacho Castri Cün- rat vocitato / Quem dominus celi ditet bene sorte fideli / Admixtumque bonis sublimet mille coronis. Am Rand Auflösung des Datums: >anno M°.CC.XL. Villi" < [1249]. Vgl. auch Einleitung, S.37 f. Auf dem Vorderspiegel Bleistiftsignatur C 137. Literatur: Barth , Sp. 1897; Kattermann , S.306 u. 310; Schindele , Abtei Lichtenthai 1, S.47. 310 K1.L.7 ■ Kl.L. 10 • K1.L.14 l r -214 r LECTIONARIUM OFFICII CISTERCIENSE, de tempore. Wie Dijon 114, 2 r - 63 v ; hier Länge und Unterteilung der Texte teilweise etwas abweichend. S .a. Gregoire (wie L 1), S. 198 ff. 214 V Kolophon (s. unter Herkunft) und Nachtrag des späten 15. Jh's: >In visitatione beate virginis< (Evangelienperikope und Collecta). Kl.L. 10 Sequentiar Papier • 1+79+1 Bl. ■ 42,5 x 29 ■ Lichtenthai (?) • 1561 Außeres (Einrichtung, Schrift, Einband usw.) alles wie L 60 (s. dort). Herkunft: Schwesterhs. zu L 60 (Einzelheiten s. dort). 70 r >Anno domini 1561 exscripte sunt he sequen- tie per me frat rem < Johannem Juniorem >conventualem ex Aprimonasterio ordinis divi Benedicti indignus (!) minister^). Orate pro eo<. Von anderer Hand der Zusatz: Quid rumpels in grammatica (wohl auf den falschen Casus am Schluß des Kolophons gemünzt). Auf dem Vorderspiegel Bleistiftsignatur B 39 (später durchgestrichen und durch 40 ersetzt). Literatur: RISM B V, 1, S. 57 f und 68 f; Schindele , Abtei Lichtenthai 2, S.93. l r —78 v SEQUENTIAR. Wie L 60 (s. dort); hier die Sequenzen für das Fest der hl. Agnes und für die Kirchweihe (AH 55 Nr. 51 bzw. AH 53 Nr. 247) in umgekehrter Reihenfolge. - 71 r und 79" leer. Kl.L. 14 Antiphonale et hymnarium cisterciense, de tempore Pergament • 3(Pap.) + 258 + 3(Pap.) Bl. • 40 X 28 ■ Lichtenthai (?) -14. Jh. 1 (nach 1318) Lagen: 2 IV 16 , (II + 4) 24 , 11 IV 112 , (II + 4) 120 , 16 IV 248 , (6) 254 , II 258 ; Reklamanten. Schriftraum 30 x 19,5. 9 Notensysteme (Quadratnotation auf 4 roten Linien) mit entspr. Anzahl von Textzeilen. Textura von einer Hand; 255 r -258 v Nachtragshand (Textura) des 16. Jh's, außerdem im Haupttext eine Reihe von Korrekturen und Zusätzen von mehreren Händen des 16. bis 18.Jh's, u.a. die Nachtragshand von Kl.L. 3. Übliche Rubrizierung. Rote und blaue Lombarden. Cadellen. Zahlreiche Fleuronnee- Initialen mit Drolerien, oberrheinischer Typus (ähnl. L 141, doch insgesamt einfacher und weniger qualitätvoll); bemerkenswert die Verwendung eines grünlich-grauen Farbtons anstelle des üblichen Blau beim Fleuronnee. Blindgepreßter Schweinslederband, aufgrund des Wz. von Spiegeln und Vor- 311 Kl. L. 14 • Kl. L. 15 Sätzen (Wendelin Rihel, Straßburg, um 1600, vgl. Piccard , Lilie, 1,867-885) zu Beginn des 17. Jh's zu datieren; einige Rollenstempel von Gruppe III der für Lichtenthai gefertigten Einbände verwendet (s. Einl., S.44), auf dem Vorderdeckel der ovale Plattenstempel von L 32 und Supralibros der Lichtenthaler Äbtissin Margaretha Stülzer (1597-1625): M.A. Z. L. 1618; je 4 Buckel (auf dem Vorderdeckel einer fehlend), 2 Langriemenschließen; auf dem Rücken modernes Lichtenthaler Signaturschildchen. Herkunft: Buchmalerische Ausstattung und Fronleichnamsoffizium (dazu Heinzer , Katalogisierung, S. 103) weisen in den oberrheinischen Raum. Möglicherweise ist die Hs. in Lichtenthai selbst entstanden, wo sie jedenfalls spätestens zu Beginn des 17. Jh's in Gebrauch war. Terminus post quem für die Datierung ist 1318 (Einführung des hier bereits berücksichtigten Fronleichnamsfests im Zisterzienserorden). Auf dem Vorderspiegel Bleistiftsignaturen: Alt 75 und C 184. Literatur: - l r -235 y ANTIPHONALE CISTERCIENSE, de tempore. Huot , Nr. 1-78; Fronleichnamsoffizium AH 24 Nr. 6 (1 93 v — 201 r ); Huot , Nr. 79-86. 235 v -254 r HYMNARIUM CISTERCIENSE, de tempore. (235 v —251 v ) ordensüblicher Grundstock: Weinmann , Nr. 10-31; (251 v —254 r ) Fronleichnamshymnen AH 50 Nr.286 u. 388 ( Weinmann , Nr. 53 u. 55) und AH 4 Nr. 39. 254 v -258 v CANTICA DER DRITTEN NOKTURN, de tempore. Weinmann, S.18 (ab 255 r Nachtragshand, 16. Jh.). Kl.L. 15 Antiphonale cisterciense de sanctis Pergament • 168 Bl. • 38,5 x 29 • Neuburg und Lichtenthai • 13. Jh. 2 Lagen: (IV+I)'°, 5 IV 50 , (IV+ l) 59 , 5 IV", (IV+1) 108 , 7 IV 1 ", (I + 2) 168 . Im Corpus der Hs. Schriftraum 31,5 x 21. 11 Notensysteme (Quadratnotation auf 4 roten Linien) mit entspr. Anzahl von Textzeilen. Textura von mehreren Händen: Haupthand (13. Jh. 2 ) 2 r -9 v und 27 r —168" sowie Rubriken 19 r - 26 v ; in den restlichen Teilen der Hs. mehrere teils gleichzeitige, teils wenig jüngere Hände (z.T. wie in L 5). Nachträge, Korrekturen und Randzusätze von verschiedenen Händen des 15. bis 18. Jh's (s. auch unter Herkunft). Übliche Rubrizierung. Eine Reihe von eher groben Initialen in Lombardenform (2-3 Systeme hoch), einfaches Palmettenfleuronnee (blau, rot, gelb). Blindgepreßter Schweinslederband, Gruppe III der für Lichtenthai gefertigten Einbände (s. Einl., S.45f), auf dem Vorderdek- kel datiert: 1594; Messingbeschläge, 2 Langriemenschließen; Spiegel mit Ettlinger Wz.; Rücken mit braunem Leder überklebt, darauf modernes Lichtenthaler Signaturschild. Herkunft: Grundstock wohl aus Neuburg, nach 1255 (Beginn der liturgischen Verehrung von Dominikus im Zisterzienserorden, entsprechende Rubrik 75 v ). Vermutlich Teil der Grundausstattung Lich- 312 Kl.L. 15 tenthals (s. Einl., S. 38), dort verschiedentlich ergänzt von Händen, die auch in L 5, L 14 und L 46 erscheinen. Zuletzt 1731 überarbeitet (163 r : Omnia ad maiorem dei gloriam. Anno 1731 corrigiert). l r Lichtenthaler Besitzvermerk 16./17. Jh. Auf dem Vorderspiegel Bleistiftsignaturen: Alt 76 und C 183. Literatur: - l v Sequenz de S. Johanne evangelista, AH 55 Nr. 192. 2 r -18 v SONDEROFFIZIEN. (2 r -10 r ) Katharina, wie L 15, 34 r -49 r ; (10 v ) Responsorium Rosa flagrans ..., Mone 2, Nr. 386 (nach dieser Hs.), s. auch L 5, 23 T (von derselben Hand wie hier!), L 15, 6 7" und L 46, 243 r -244 v ; (1 1 r — 18") Maria Magdalena, wie L 5, l r -7 r (hier zusätzlich die Hymnen AH 50 Nr. 363-365 und AH 4 Nr. 174, s. auch Nachtragsteil von L 28). 19 r -163 r ANTIPHONALE CISTERCIENSE DE SANCTIS. (19M27 r ) Proprium: Huot, Nr. 86-99 (Nr. 99 etwas abweichend), 101-114, 133, 115-118, >Undecim milium virginum< (AH 5 Nr.87), Huot , Nr. 119-123; zum Offizium de annuntiatione B.M.V. von einer Hand des 15. Jh's auf einem zusätzlich eingefügten Blatt die Antiphon Hesbert , Nr. 2997 (s. auch L 5, 11" usw.); (127 r — 156 v ) Commune: Huot , Nr. 124-130; (156 v — 162 v ) >In dedica- tione<: Huot , Nr. 131, hier mit einem Zusatz: >Quando in pascha<, Responsorien des Kirchweihoffiziums und des Commune apostolorum ( Huot , Nr. 124) sowie Antiphonen des Commune virginum ( Huot , Nr. 130) jeweils mit Alleluia-Jubilus; (162 v — 163 r ) Antiphonen zur 1. Vesper von Purificatio B.M.V. ( Huot , Nr.93), wohl Nachtrag zu 34 r (dort nur die entsprechenden Initien). 163 r — 164 v VARIA: (163 r ) Kyrie, Melnicki , Nr. 96; (163 v — 164 r ) De s. Bernhardo, Alleluia- vers In omni ore quasi indulcabitur ... und Sequenz AH 55 Nr.93 (s. auch L 5, 40 v -41 r ) sowie Alleluiavers Caritate vulneratus ... (s. L 46, l r , von derselben Hand wie hier); (164 v ) De s. Magdalena, drei Responsorien: Soror Marthe Maria, Cum venisset Maria (Hesbert, Nr.6375), O felix huius peccatricis mulieris condicio ... (s. Heinzer-Stamm, S. 117). 165 r — 166 r CANTICA DER DRITTEN NOKTURN, DE SANCTIS, W einmann , S. 18. 166 v — 168 r VARIA: (166 v ) Alleluiavers Hodie victor mundi ... (s. L 5, 41 v ), O regina seculi ..., AH 49 Nr. 760, Alleluiavers Corona aurea signo sanctitatis ... (Decollatio Johannis bap- tistae); (167") Vesperantiphonen de s. Maria Magdalena wie L 5, 7 v -8 r (von derselben Hand); (167 v ) Marianische Antiphonen O Maria virgo virginum ... (Chevalier , Nr. 13230) und Alma redemptoris mater ...; Rubrik zum Fest Visitatio B.M.V. (15. Jh.); (168 r ) Salve dulcis memorie ... (Chevalier , Nr. 17910, hier nur Anfang); Responsorien Flavit auster et fugavit und Laudemus opus dei, s. L 14, 165 v (gleiche Hand wie hier!) und L 15, 21 v u. 22". - 168 v leer. 313 K1.L.19 Kl.L. 19 Antiphonale cisterciense de tempore Pergament • 147 Bl. • 31,5 x 22 • Neuburg bei Hagenau • um 1250 Lagen: (I— l) 1 , 17 IV 137 , (III+l) 144 , (I+l) 147 ; Kustoden I-XVII. Schriftraum 23,5 x 15. 12 Notensy- steme (Quadratnotation auf 4 roten Linien) mit entsprechender Anzahl von Textzeilen oder 31 Textzeilen in 2 Spalten (145 r — 147 r ). Frühe Textura von einer Hand (= Haupthand von Kl.L. 26 und Kl. L. 92); eine zweite, etwa gleichzeitige Hand 137 v ; 138 r — 144 v Nachtragshand des 14. Jh's. Übliche Rubrizierung. Rote und blaue Lombarden. Zahlreiche einfache Fleuronnee-Initialen (2-4 Systeme hoch). Im Nachtragsteil des 14. Jh's zeittypische oberrheinische Fleuronnee-Initialen und Zierstäbe. Schaflederband des 15. Jh's, mit rautenförmigen Streicheisenlinien verziert, je 5 Buckel auf beiden Deckeln, von urspr. 2 Schließen noch die Halterungen vorhanden; als Spiegel Bruchstücke zweier deutscher Notariatsinstrumente des 15. Jh's (u.a. erwähnt: Kloster Weißenburg und die Lichtenthaler Äbtissin); auf dem Rücken modernes Lichtenthaler Signaturschild (urspr. Ms. 26, später korrigiert zu 19). Herkunft: Schreiberhand (s. Kl. L. 92) weist nach Neuburg. Die Hs. dürfte zum ersten Ausstattungsgut Lichtenthals gehört haben (s. Einleitung, S.38); Nachträge wohl in Lichtenthai vorgenommen. Auf dem Vorderspiegel: Clauß von Hiinspach (s. Barth , Sp.624) git 11 Hb. d. heid. (15. Jh.) und Dominus Fridericus (16. Jh.); auf dem Hinterspiegel: Pater Arseni ordinis sancti Francisi uß dem Fre- merßberg anno 1683. 2' Lichtenthaler Besitzvermerk des 16./17. Jh's. Auf dem Vorderspiegel Bleistiftsignaturen: Alt 81 und C 179. Literatur: - 1" leer. 2'-137" ANTIPHONALE CISTERCIENSE DE TEMPORE. Huot , Nr. 1 -77, 87 ( = 78), 79-86. 137 v — 144 v NACHTRÄGE (13. u. 14. Jh.): (137 v ) Kyrie, Melnicki , Nr. 132; Alleluiavers Pie pater Bernharde-, (138 r -144 y ) Invitatoriumspsalm 94. 145 r — 147 r CANTICA DER DRITTEN NOKTURN. De tempore. S. Weinmann, S. 18. 314 K1.L.25 Kl.L. 25 Graduale cisterciense Pergament • 1+140 Bl. • 37,5 x 27 • Neuburg bei Hagenau(?) ■ um 1250, Ende 15.Jh., 1558 Schweinslederband des 14./15. Jh's, im 16. Jh. nach Anfügung von Teil II wiederverwendet; einfache Streicheisenverzierung, je 5 Buckel auf beiden Deckeln (hinten der mittlere abgegangen), 2 Langriemenschließen; als Spiegel 2 Bl. eines hsl. Graduale (?) des 13. Jh's, z.T. identische Hand wie im Corpus der eingebundenen Hs., mehrere Alleluiaverse (wie L 46, 243 r u. 244 r , s. dort), Teile eines Ordina- rium missae und Ite-Tropen AH 47 Nr. 474 u. 475; auf dem hinteren Deckel außerdem kleinere Bruchstücke eines hsl. Missale (um 1300). Herkunft: Teil I vermutlich zum ersten Ausstattungsgut Lichtenthals gehörend (Rubriken 44 r belegen Bestimmung für ein Frauenkloster) und wie die übrigen Hss. dieses Komplexes wohl auch in Neuburg geschrieben (vgl. Einleitung, S.38). Teil II bis 130 y von der Hand des Johannes von Magstadt wie das 1494 datierte Graduale Kl.L. 1-2 (Näheres s. dort); ab 131 r vom Salemer Mönch Johannes Vischer (139 v : >F. Johannes Vischer professus in Salem scripsit. 1558<); zu dessen Tätigkeit als Beichtvater in Lichtenthai s. Schindele , Abtei Lichtenthai 2, S .93. l r Besitzvermerk Liechtenthal (15./ 16. Jh.). Auf dem Vorsatzblatt I Bleistiftsignatur B 2. Literatur: Kattermann , S .310. I Bl. 1-117. Lagen: (IV4-1)', 11 IV 97 , V 107 , (I + 2) 111 , III 117 . Römische Foliierung von der Schreiberhand: L-LXXVI (= Bl. 2-78, die Zahl LXXII zweimal vergeben) und I-XXXI (= Bl. 79-109), die zweite dieser Zählungen von einer Hand des 20. Jh's in arabischen Ziffern fortgeführt (32-39 = Bl. 110-117). Schriftraum 30/31 x 21. 12 Notensysteme (Quadratnotation auf 4 roten Linien) mit entspr. Anzahl von Textzeilen. Textura vermutl. von einer Hand (große Schwankungen, bes. hinsichtlich der Brechungen). Randzusätze und -nachträge von mehreren Lichtenthaler Händen des 15. und 16. Jh's. Übliche Rubrizierung. Rote und blaue Lombarden. Hauptfeste ausgezeichnet durch einfache Initialen: Buchstabenkörper rot-weiß, schnallenartige Zierstücke und palmettenförmige Ausläufer, Gründe in Blau, Rot und blassem Gelb. 1" Antiphonalefragment: >In natali XI milium virginum< Gratuletur hodie ... (s. Mone 3, Nr. 1180 Anmerkung; vgl. auch L 5, 32" usw.). 2 r -117 v GRADUALE CISTERCIENSE. 2 r -79 r Proprium de tempore. > Dominica prima in adventu domini<; (7 V ) >In vigilia [nativi- tatis] domini<\ (ll r ) >In epiphania<; (17 r ) >In capite ieiunii<\ (43 r ) >In palmis quando dividun- tur rami palmarum<, Prozessionsgesänge (s. Weinmann, S. 15) für Gebrauch in einem Frauenkloster eingerichtet; (49 r ) >In parasceve<, Gesänge zur Kreuzverehrung (s. Wein- 315 Kl. L. 25 mann , S. 15 f) ohne Anpassung der Rubriken; (52 r ) >In vigilia pasche< ; (61 v ) >/w vigilia as- censionis< ; (63 r ) >In vigilia penthecostes<\ (67') >Dominica prima post pentecosten<. 79 r — 110 r Proprium de sanctis. Entsprechend dem Stand des zisterziensischen Heiligenkalenders um die Mitte des 13. Jh's (Fest von Petrus Martyr, 1255 in die Ordensliturgie aufgenommen, 93 v bereits berücksichtigt). Zu den Hauptfesten Verweisungen von einer Hand des 16. Jh's auf die entsprechenden Sequenzen in L 60 bzw. Kl.L. 10; Nachtrag >Deodati< (97 V ) von derselben Hand wie im Kalendar von L 19 (s. dort). 110" Weitere Teile des Offiziums Undecim milium virginum (s. 1"), u.a. Anfang des Hymnus AH 4 Nr. 472. 111 r — 117 V Varia: (111") >In dedicatione<-, (11 l v ) Votivmessen, nur Initien; (111 v — 112 V ) >Pro defunctis<\ (112 V — 115 r ) Kyriale, wie Kl.L. 1, 145 r — 153 v ; (115 V — 116 V ) Allerheiligenlitanei, zi- sterziensisch, s. Weinmann , S. 17 f (Petrus v. Tarentaise und Wilhelm v. Bourges von einer Hand des späten 13. Jh's nachgetragen; 2. Nachtragsschicht des 16. Jh's: Petre Martyr, Emunde, Malachia, Aureli, Margaretha, Barbara, Lucia, Anna)-, (116 V ) >Ad aquam benedic- tam<. Asperges me, domine . ..; (117 r ) Votivmessen, nur Initien; (117") weitere Teile des Offiziums Undecim milium virginum (s. 1" und 110"), u.a. Hymnus AH 52 Nr.368, sowie Meßformular (Gradualteile); (117 V ) Nachtrag (14. Jh.): De corpore Christi. Cibavit eos ... II Bl. 118-140. Lagen: IV 125 , (III + II + [II-I-l]) 140 . Schriftraum 27 x 20,5, ab 13l r 30/31 x 20. 5 bzw. 7 (ab 131 r ) Notensysteme (Quadratnotation auf 4 roten Linien) mit entspr. Anzahl von Textzeilen. Textura von zwei Händen: 118 r — 130 v Johannes von Magstadt (wie Kl.L. 1-2, s. dort); 131 r — 139 v Johannes Vischer, s. unter Herkunft. Rote und blaue Lombarden (ab 131 r nur rot), schwarze Cadellen. 118 r — 127 v APPENDIX ZUM GRADUALE. Formulare für folgende Feste: (118") As- sumptio B.M.V.; (118 V — 121 r ) Corporis Christi; (121 r — 124 v ) Coronae domini; (124 v — 126 r ) Visitatio B.M.V.; (126 r ) Bernhardi, Alleluiavers Caritate vulneratus ..., s. L 46, l r usw.; (126 v -127 v ) Undecim milium virginum. 127 v — 130 v HYMNUS >De sancto Bernhardo<, s. Weinmann , Nr. 60, mit Antiphon In disci- plina morum (s. Huot , Nr. 133). 131 r — 139 v KYRIALE. (131 r — 133 v ) >De beata virgine<, mit tropiertem Gloria Spiritus et alme-, (133 v — 136 r ) >In solemnitatibus nativitatis ...<, am Schluß Ite-Tropus AH 47 Nr.481; (136 r —139 v ) >In festivitatibus Johannis baptiste ...<; (139") Kolophon, s. unter Herkunft; nachgetragene Gradualformulare für Votivmessen (nur Textinitien). 140" leer. 316 K1.L.25 ■ Kl. L. 26 Zwei eingelegte Papierblätter, darauf Te deum (datiert 1555) bzw. Hymnus Chevalier, Nr. 10444 (17. Jh.). Kl.L. 26 Antiphonale cisterciense de sanctis Pergament • 211 Bl. • 31 x 22,5 • Neuburg bei Hagenau • um 1250 Lagen: (IV+1)', I", 6 IV 5 ', (III + 2) 67 , 5 IV 107 , (III + 2) 115 , 2 IV 131 , III 1 ", 6 IV 184 , (VI+1) 1 ' 7 , IV 205 , (11+ l) 210 . Moderne Foliierung überspringt ein Bl. zwischen 134 u. 135; letzte Lage verbunden, richtige Reihenfolge der Blätter: 207, 206, 209, 208, 210; Bl. 211 aus zwei Blättern zusammengeklebt. Im Corpus der Hs. Schriftraum 23,5 x 17. 10 Notensysteme (Quadratnotation auf 4 roten Linien) mit entspr. Anzahl von Textzeilen. Textura von derselben Hand wie Kl.L. 19 und Kl.L. 92. Mehrere Nachtragshände des 13. bis 17.Jh's, u. a. 186 r —210 r die Hand von L 19 und 210 V die von Kl. L. 36. Noten im 16./17. Jh. vielfach überschrieben. Übliche Rubrizierung. Rote Lombarden mit einfachem Pal- metten-Fleuronnee. Das erste Responsorium jedes Offiziums durch eine Spaltleisten-Initiale (2-3 Systeme hoch) vor grün-rot-blauem Grund ausgezeichnet; zu Beginn des Nachtragsteils (186 r ) eine derbe Fleuronnee-Initiale gleicher Art wie in L 19. Blindgepreßter Schweinslederband, Gruppe III der in Lichtenthai gefertigten Bände (s. Einl., S.45f), auf dem Vorderdeckel datiert: 1605-, von urspr. 2 Schließen noch eine erhalten; Ledersignakel und Buchzeichen. Auf dem Rücken modernes Lichtenthaler Signaturschild des 20. Jh's. Herkunft: Schreiberhand weist nach Neuburg. Vermutlich zum ersten Ausstattungsgut Lichtenthals gehörend (s. Einl., S.38). Auf dem Vorderspiegel Bleistiftsignaturen: Alt 77 und E 6. Literatur: - 1" Nachtrag (15.Jh.): Officium de visitatione B.M.V., vgl. Brev. Cist . 1484, xl4 v -yl v (hier nur Initien). 2 r — 1 1 v Nachtrag (14. Jh.): Officium de corona domini, s. Brev. Cist. 1484, z4 v -z9 r , hier zusätzlich (9") das Responsorium Mone 1, Nr. 136 (nach dieser Hs. abgedruckt), und der Hymnus AH 50 Nr. 382 (auf die einzelnen Hören verteilt). 12'-185' ANTIPHONALE CISTERCIENSE DE SANCTIS. (12 r -142 v ) Proprium: Huot , Nr. 88-1 14, 133, 115-123; (142 v -169 v ) Commune: Huot , Nr. 124, 126-130; (169 v - 176 v ) In dedicatione: Huot , Nr. 131, hier mit zusätzlichen Responsorien für die Osterzeit (wie in Kl.L. 15); (117 r — 184 v ) Commune evangelistarum: Huot , Nr. 125; (184 v ) Alleluia- vers Vox exsultationis; (185") zusätzliche Antiphonen wie Kl.L. 15, 162 r — 163 r . 317 Kl. L. 26 • K1.L.28 186 r -210 r NACHTRÄGE (14. Jh.): (186 r -207 v ) Hymnarium cisterciense, de sanctis, s. Weinmann, S. 13, Nr. 32-41, 59, 42-47, 49, 48, 50-52, AH 52 Nr. 139, Weinmann , Nr .60; (208 r -210 r ) Cantica der dritten Nokturn, de sanctis, s. Weinmann, S. 18; mit Bl. 210 zusammengeklebt ein Doppeibl, aus einem Missale des 13. Jh's (von derselben Hand stammend wie Kl.L. 36) mit Bruchstücken des Commune sanctorum. Kl.L. 28 Arzneibuch, deutsch Papier • 274 Seiten ■ 32 x 22 • Lichtenthai • Anfang 16. Jh. Lagen unregelmäßig. Foliierung I-LXXXVIII (= p. 3-133 und 159-203) von der Haupthand, teilweise fehlerhaft; nach LXXXVIII mit Bleistift von einer Hand des 20. Jh's bis zum Ende der Hs. fortgeführt; im 19. Jh. mit Tinte durchgehend paginiert (diese Zählung ist der vorliegenden Beschreibung zugrunde gelegt). Wz.: ähnl. Piccard , Ochsenkopf, X, 113 + 114 (Belege 1502-1508) und 11, 101 (Belege um 1505). Schriftraum und Zeilenzahl unregelmäßig. Kursive von mehreren Händen: Haupthand p. 3-61, 63-83, 95-118, 121-133, 135-143, 159-166, 177-204; unter den jüngeren Händen u.a. die zweite Hand von Kl.L. 117 (p.2, 62 u. 145-150), die Hand der Lichtenthaler Äbtissin Barbara Veus (p. 208-215) und die zweite Hand von L 89 (p. 245-255). Pappband, überzogen mit einem Doppelblatt aus einer Pergamenths. (Missale) des 14. Jh's; auf dem Rücken Titelschildchen: Rezeptenbuch Manuscript. (19. Jh.) und zwei moderne Lichtenthaler Signaturschildchen (Ms.28 bzw. K 28). Herkunft: Auf Lichtenthai weisen verschiedene Indizien inhaltlicher Art (z. B. p. 11: als myn genedige frauwe wol weißt-, p.36: meister Dietterich unsers genedigen herren etc. marggrafen von Baden artzet ) sowie die Nachtragshände. Vermutlich für die Lichtenthaler Äbtissin Margaretha von Baden bestimmt (vgl. die angeführte Stelle p. 11). Grundstock Anfang 16. Jh. angelegt (vgl. Wz.), ergänzt und fortgeführt bis ins 17. Jh. (jüngster datierter Eintrag von 1652 p. 120). Literatur: Schindele , Abtei Lichtenthai 1, S. 156 Anm. 822. Mundart: alemannisch. p. 1-274 ARZNEIBUCH. Grundstock: p. 3-83, 95-133 und 159-204, darauf bezügliches Register p. 135-143. Enthält u. a.: p.3-62 Pestrezepte (Räucherkerzen, Bisamäpfel, zahlreiche Pulver und Wässer); p.27f eingeschoben: Tabelle der Apothekergewichte und ihrer Kürzel. 318 Kl. L. 28 p. 63-72 Eichentraktat, (p. 63-70) PS.-ARNALD VON VILLANOVA, EPISTULA DE VIRTUTE QUERQUS, deutsch: Von dugent und kraft des eichenbaums. Der hoch gelert doc- tor Amolfuß von dem nüwen dorffgebetten ... etwas zu schriben von dem eich bäum ... - und in einem dage ungsorglich geholfen zu gesuntheit; Druck des lat. Textes: J.Telle , Altdeutsche Eichentraktate, in: Centaurus 13 (1968) 37-61, hier S.46-50 u. 44f. Vgl. auch G.Keil, Arnald von Villanova, in: 2 VL 1, 1978, Sp.455-458, bes. 456f. (p.70-72) Eichenmisteltraktat: Vonn der eichen mistel spricht Ipocraß von ir dugent ... Wann die rinde davon gepulvert und das pulver genutzt ... - wasser gebrannt uß den jungen eichenloup ist vast gut der lungen gedruncken; s. W.Rieck , Materialien zur Viscus-album-Forschung, in: Medizinische Monatsschrift 17 (1963) 515-521, bes. S.515f, und G.Keil , „Eichenmisteltraktat", in: 2 VL 2, 1980, Sp.392f. Zum Ganzen s. auch G.Keil , „Eichentraktat", ebd., Sp.393f. Diese Hs. in allen genannten Publikationen nicht erwähnt. p. 73-76 Branntweintraktat. Von gebrantem win. Gebranter win ist die oberste arczenei ist gut für den fluße des hirnns. Vgl. G.Keil , Der deutsche Branntweintraktat des Mittelalters, in: Centaurus 7 (1960/61) 53-100 (unser Text mit keiner der dort gedruckten Fassungen übereinstimmend). p. 77-80 Wacholdertraktat. Von dugent und kraft der kranwitbere oder weckolter nach lut und sage magistri Alberti des beiden ... Zum ersten so nim die weckolter zu der zit unnser lieben frawen verschidung ... - (p. 80) bringen grosen nutz unnd gesuntheitt; s. S. Kurschat- Fellinger , Kranewitt. Untersuchung zu den altdeutschen Übersetzungen des nordischen Wacholderbeertraktats, Pattensen 1983, S. 173-175; (p.80) Von weckolter beren. Weckolter bere sind heis und fuchter natur ... - sind gut für den schlagk ; s. Kurschat-Fellinger, a.a.O., S.256 und 264. Zum Ganzen vgl. auch S. Kurschat-Fellinger u. G.Keil , „Krane- wittbeer-Traktat", in: 2 VL 5, 1985, Sp. 338-340. - p. 81 leer. Außerdem Traktate über Rosmarinwein (p.95-108), Benediktenkraut (p. 125-133) sowie verschiedene Rezepte (Latwerge, Syrupe, Pulver und Pastillen). Unter den späteren Ergänzungen u.a. bemerkenswert: (p. 119f) Wasser gegen Nierensteine, hatt unß gelehrt der herr Augustin von Baden ... im Jahr 1652 (vermutl. der Baden- Badener Badmeister Johann Augustin, s. Kunstdenkmäler XI/1, S.367); (p. 231 f) Ein edell Recept für die Pestilens, welchen man nent des Pater Conradts tranckh (möglicherweise auf den Lichtenthaler Beichtvater Conrad Burger bezogen, s. Kl.L. 113,2, ll y ); (p.265f) Pur- gürwein oder Ciaret, von doctor Frantzen von Speyer verordert; (p. 267-269) mehrere Rezepte für herrn beuchtvatter Cristofforus Henckhei, (p.272) Salbe, von doctor Frantzen (s.o.) verordnet, eine weitere Salbe von Af [eister] Hanß Heidelberg. 319 Kl. L. 29 Kl. L. 29 Antiphonale cisterciense de sanctis Pergament • 148 + 2(Pap.) Bl. • 32 x 23 • Maulbronn (für Lichtenthai) • 1249 Lagen: ( I + l) 3 , 3 IV 27 , ( IV + l) 36 , 12 IV 132 , ( IV + l) 141 , 2 I 145 , (1+ 1) 14S . Schriftraum 25 x 17. 11 Notensysteme (Quadratnotation auf 4 roten Linien) mit entsprechender Anzahl Textzeilen. Frühe Textura von zwei gleichzeitigen Händen: 1. 3" u. 4 r -124 v sowie Rubriken der gesamten Hs. (außer Nachtragsteile), Hand des Maulbronner Mönchs Dominicus (s. unter Herkunft); 2. l r -2 v u. 125 r — 142 v . Außerdem mehrere Lichtenthaler Nachtragshände des 13. u. 14. Jh's. Übliche Rubrizierung. Rote und blaue Lombarden mit einfachem Palmettenfleuronnee, schwarze Cadellen. Im von der Haupthand stammenden Teil der Hs. das 1. Responsorium der 1. Nokturn in den einzelnen Offizien jeweils markiert durch eine Initiale in rot-grün-schwarzer (z.T. auch blauer) Federzeichnung: Buchstabenkörper spaltleistenartig mit palmettenförmigen Ausläufern und Schnallen, z.T. vor blaßgelben Gründen, mehrfach in figürlicher Gestaltung (außer Drachenmotiven die folgenden Themen: 21 r Darstellung Jesu im Tempel, 33 v Mariae Verkündigung, 59 r Maria mit dem Kind, 69 r Maria als junges Mädchen). In den von der zweiten Hand stammenden Teilen rot-blau abgesetzte Initialen in Lombardenform mit einfachem Fleuronnee-Besatz. 3 V ganzseitige Darstellung der sog. guidonischen Hand: Konturen der Hand rot-schwarz, rosa ausgemalt, hellgrüner Grund in ornamentalem Rahmen (rot-grün- schwarze Federzeichnung in gleicher Technik wie die Initialen des Hauptteils). Dunkelbrauner Lederband, Gruppe III der für Lichtenthai gefertigten Bände (s. Einleitung, S. 45 f), datiert 1605, Eckenbeschläge, von urspr. zwei Schließen noch eine vorhanden, Rücken mehrfach ausgebessert. Herkunft: 3 r Anno domini M.°CC°. XL°IX°, X" kalendas Junii [23. Mai 1249] conscriptum est hoc anti- phonarium a fratre Dominica monacho Mulenbrunensi, cui remuneratorfidelis deus esse dignetur tanti ope- ris. Amen. Vgl. auch Einleitung, S. 38. Literatur: Kattermann, S. 306-308 mit 2 Abb.; Kunstdenkmäler XI/1, S. 493; Kloster Maulbronn 1178-1978, (Ausstellung ...), Maulbronn 1978, S.90, und Katalogteil, S.26; Schindele , Abtei Lich- tenthal 1, S.47. 1 r — 142 v ANTIPHONALE CISTERCIENSE DE SANCTIS. l r -2 v Cantica der dritten Nokturn, de sanctis, s. Weinmann , S. 18. 2 V Nachtrag (14. Jh): Antiphon(?) Chevalier , Nr. 1183, und Alleluiavers Qui creavit om- nia ... (s. L 46, 243 r ). y Notiz zur Weihe der Lichtenthaler Klosterkirche bzw. des Chors am 3. November 1248 (Druck: Schindele , Abtei Lichtenthai 1, S.31 f u. 47) und Schreibervermerk (s. unter Herkunft); von einer Hand des 14. Jh's außerdem das Vesper-Responsorium aus dem Reimof- fizium de sancta Katharina AH 26 Nr. 69 (S .203). 3 V Guidonische Hand (s.o.). 320 Kl. L. 29 • Kl. L. 33 4 r -94 r Proprium de sanctis. Huot , Nr. 88-114, 133, 115-123. Zum Offizium Annuntiatio B.M.Y, gleicher Zusatz wie in Kl.L. 15 usw. 94 r -122 v Commune sanctorum. Huot , Nr. 124 -131. 123 r — 124 r Te deum. 124" Kurzer Tonar. Primi toni melodiam psalles in directum s. M. Huglo , Les tonaires, Paris 1971, S.419-424 (Form A), hier mit den zisterziensischen Differentiae (s. Huglo, S.365 und 367); (124 v ) acht Töne für das Magnificat mit zisterziensischen Differentiae (wie oben), Lektionstöne. Vgl. auch Kl.L.5, 217". 125 r — 1 37 v Hymnarium, de sanctis. Weinmann , Nr. 32-40, 21, 41-52. 137 v — 142 v Invitatoriumspsalm (Ps 94) in sieben verschiedenen Modi, vgl. Huot , S.310 Anm.4, sowie Huglo , s.oben., S.397 Anm.l. 142 v — 148 v NACHTRAG (13./14. Jh.): (142 v — 143 r ) Kyrie und Gloria; (143 r ) Magnificat- Antiphon de sancta Katharina O gloriosa virgo Christi ...; (143 v ) Cantio AH 21 Anh. Nr. XXXII (S.204), Sequenzen Chevalier , Nr. 1004 (s. auch Mone 1, Nr. 180: nach dieser Hs.) und Nr.2135; (144 r ) Antiphon Egrediminifilie Syon ... und Alleluiavers Caritate vul- neratus (s. Initienregister); (144 r — 145 v ) Sequenzen AH 55 Nr. 51, AH 54 Nr. 279 (Notation nicht ausgeführt) und AH 55 Nr. 208; (146 r -148 r ) Reimoffizium de s. Petro Tarentasiensi AH 48 Nr. 49 (von derselben Hand wie in L 5, 28 r -31 r , s. dort): (148 r ) Antiphon O florens rosa .. ., AH 50 Nr. 246 (s. auch AH 24, S. 6); (148") Sequenz AH 54 Nr. 230 (Fassung für Maria Magdalena, s. auch L 14, Vorderspiegel), am Schluß Verweisung auf die Sequenzen AH 54 Nr. 153 und AH 54 Nr. 166 (diese nur aus L 12 bekannt, s. dort). Kl.L. 33 Nicolaus de Lyra, Postilla super quattuor evangelia Papier • 514 Bl. • 31 x 21,5 • Ulm • 15. Jh., 3. Viertel (1467?) Lagen: I 1 , 11 VI 133 , V 143 , 5 VI 203 , (I + 5) 210 , 11 V 342 , (VI+l) 355 , 2 VI 3 ", (VI+l) 3 ' 2 , 9 VF°°, VIP 14 ; Reklamanten und Kustoden, teilweise abgeschnitten. Erstes Bl. der ersten Lage als Vorderspiegel verwendet. Wz. im Buchblock: Dreiberg mit blumenbekrönter Stange (ähnl. Briquet , Nr. 11759). Schriftraum 23 x 14. Entsprechend den zwei Schriftgraden (s.u.) Zeilenzahl unterschiedlich: 16 für den Bibeltext, 47 bei reinen Kommentarseiten. Bastarda von derselben Hand wie L 63 (Cunradus Gantz de Ulma), hier etwas kursivere Prägung; zwei Schriftgrade für Text und Kommentar. Einige Zusätze von einer etwas jüngeren Hand (bes. 427 v -428 v ). Ausstattung wie L 63, die Initialen hier allerdings nicht ausgeführt. Blindgepreßter Schweinslederband der Zeit mit Streicheisenlinien und Einzelstempeln, 2 Schließen (nur noch z.T. erhalten), Schnitt gelb eingefärbt. Auf der Klebseite des Vor- 321 Kl. L. 33 ■ K1.L.34 derspiegels lateinische Federproben (durchscheinend). Auf dem Vorderdeckel Titelschildchen Opus- cula ewangelistarum, darunter Vermerk ///(?) guldin (beides 15. Jh., s. auch L 63). Auf dem Rücken Titelschildchen: Quatuor Evangelia manuscr. I (19. Jh.) sowie modernes Lichtenthaler Signaturschild. Herkunft: Wie die 1465 vollendete Hs. L 63 (s. dort). Kolophon 514 r >Et sie est finis huius operis in fe- ria sexta circa horam quintam in octava die post sanetum Gallum in die Severi (23. Oktober). Si bene scripsissem, nomen meum huc posuissem<. Auf einen Freitag fällt der 23. Oktober im fraglichen Zeitraum in den Jahren 1461 und 1467. Auf dem Vorderspiegel Bleistiftsignatur A 19. l r Johannis Schwe- gellin est hoc opusculum und >Liber beate virginis in Lucida valle< (beides 15. Jh. 2 ). Literatur: - 2 r -514 r NICOLAUS DE LYRA, POSTILLA SUPER QUATTUOR EVANGELIA. Bibeltext teilweise mit zusätzlichen Interlinearglossen versehen (Incipit 2 r : [M ]atheus evangeli- sta .. .), darunter auch vereinzelte deutsche Einsprengsel. 2 r -138 v Super Matthaeum. [M]i ztheus cum primo predicasset evangelium in Iudea . . . (2 V ) Prologus iste dividitur in duas partes ... - (13 8 V ) sed qui facit voluntatem patris mei et est finis huius primi Mathei. Stegmüller , RB, Nr. 5896 (hier und im folgenden ohne Kenntnis dieser Hs.). 139 r -209 r Super Marcum. Circa presens ewangelium Marci considerandum quod ewangelium Marci designatur per faciem leonis ... (139 v ) [M]ara« ewangelista dei electus ... ( 141 r ) Iste est prologus quem beatus Jeronimus premittit ... - (209 r ) coram prineipibus et potestatibus ac sa- pientibus huius mundi. Ad laudem ... >Et sie est finis huius Marci-.. Stegmüller , RB, Nr. 5897. - 209 v -211 v leer. 212 r -355 r Super Lucam. [C ]irca inicium huius operis notandum ... >Prologus beati Jero- nimi<. [L \ucas Syrus nacione ... (214 r ) Iste est prologus Jeronimi. Primo exprimit beati Luce recommendacionem ... - (355 r ) fiequenter in templo laudantes et benedicentes ... >Et sie est finis huius Luce<. Stegmüller , RB, Nr. 5898. - 355 v -356 v leer. 357 r -514 r Super Ioannem. Circa ewangelium beati Johannis est notandum ... (358 r ) [H] ic est Johannes ... (359 r ) Huic ewangelio quod est ceteris perfectius ... - (514 r ) ad templan- dum(\) facie ad faciem prestante domino nostro ... >Et sie est finis huius operis .. .< (s. unter Herkunft). Stegmüller , RB, Nr. 5900. Kl.L. 34 Breviarium cisterciense Pergament • 2764-2(Pap.) Bl. • 27 x 19,5 ■ Lichtenthai (?) ■ Ende 13. Jh. Lagen: VI 12 , 12 V" 2 , 3 IV 156 , (V-l) 1 ", 7 V 2 », (V-l) 242 , 2 V 261 , (III4-1) 269 , III 2 ", anschließend 2 leere, ungezählte Papierbl. Moderne Foliierung teilweise fehlerhaft: 221 zweimal vergeben, zwischen 228 und 229 bzw. 242 und 243 jeweils ein Bl. übersprungen, nachträglich als 228 a und 242 a gezählt. 322 K1.L.34 Schriftraum 21/22 x 15/16, ab 18 V 2 Spalten. Flüchtige Textura von derselben Hand wie L 5(11) und L 10-14 (s. Einleitung, S.38). Mehrere Lichtenthaler Nachtragshände des 15.Jh's (Blattränder sowie Doppelblatt 262/269), u. a. die Hand von L 44, 41 v — 114 v usw. (s. Einleitung, S. 43). Übliche Rubrizierung. 13 r anspruchslose rot-blaue Fleuronnee-Initiale. Brauner Lederband, Gruppe III der für Lichtenthai gefertigten Einbände (s. Einleitung, S.45f), 2 Schließen, dunkelgrüner Schnitt, Vorderdeckel mit 1605 datiert. Auf dem Rücken modernes Lichtenthaler Signaturschild. Herkunft: Vermutlich in Lichtenthai geschrieben (vgl. Schreiberhand), möglicherweise auch in Neuburg für Lichtenthai. Komplet 55" für ein Frauenkloster eingerichtet. Auf dem Vorderspiegel Bleistiftsignatur C 69. Literatur: B. Griesser , Das Offizium des hl. Bernhard im Cistercienserbrevier und seine geschichtliche Entwicklung, in: Cistercienser-Chronik 60 (1953) 57-86, hier S.66, 76 u. 80-82. 1 r —275 V BREVIARIUM CISTERCIENSE TOTIUS ANNI. l r -12 v Kalendarium und Collectae de sanctis (vgl. L 17 usw.); außerdem eingeschoben die Texte des Kapiteloffiziums (7 r ) und die Benedictiones lectionum (ll r )- Stand des Kaiendars entspricht der Zeit um 1290 (vgl. Backaert ); später eingeführte Feste z.T. durch Nachträge berücksichtigt, ebenso die Straßburger Heiligen Florentius und Arbogast sowie die seit 1470 am Sonntag vor Magdalena gefeierte Lichtenthaler Kirchweihe (s. Schindele , Abtei Lichtenthai 1, S.34f und 136). 13 r — 162 r Proprium de tempore. Noch ohne Fronleichnamsoffizium. Die Lektion der dritten Nokturn für die Sonntage nach Pfingsten separat (ab 145 vb ), entsprechend dem Normcodex Dijon 114 (s. auch L 17 usw.). 162 r — 165 v Dedicatio ecclesiae. 165 v Sonderoffizium de s. Maria Magdalena, wie in L 5 usw. (s. auch Register). Texte durchgestrichen und korrigiert wie in L 34, mehrere Blätter herausgeschnitten. Ordensübliches Offizium im Proprium de sanctis (203 r -205 r ). 166 r -242a v Proprium de sanctis. Entsprechend dem Kalendarium. Bemerkenswert: 192" Reimoffizium AFi 28 Nr. 49 (de s. Petro Tarentasio, charakteristisch für den Einflußbereich von Lützel, s. Heinzer , Katalogisierung, S. 103), im 15. Jh. durchgestrichen (vgl. auch L 34, 301 v —302 r ); (233 r -234 v ) Reimoffizium AH 5 Nr. 87 (undecim milium virginum), im 15. Jh. z.T. korrigiert; (241 v -242a r ) Teile des Reimoffiziums AH 26 Nr.69 (de s. Katharina), im 15. Jh. durchgestrichen, teilweise auch Blätter herausgeschnitten. 242a v -261 v Commune sanctorum. 262 r -272 r Hymnarium. Weinmann , Nr. 1-41, 59, 42, 56-58, 43-46; Katharina-Hymnen AH 52 Nr. 246 u. 248 und AH 4 Nr. 314; Weinmann , Nr. 47-51. Vor Nr. 59 Anfang des Bernhard-Hymnus AH 52 Nr. 139 (später durchgestrichen). 272 v -275 v Cantica der dritten Nokturn, s. Weinmann , S. 18. 323 Kl. L. 34 ■ Kl. L. 36 275 y Ungeschlachte Federzeichnung (nur skizzenartig): stehende Figur mit Taucherausrüstung (?). Kl.L. 36 Officium defunctorum ordinis cisterciensis Pergament • 22 Bl. • 26 x 19 ■ Straßburg(P) • 15. Jh. 2 Lagen: I 1 , VI 13 , IV 21 , 1 22 ; erstes und letztes Blatt als Spiegel verwendet. Schriftraum 17/18 x 12/12,5. 7 Notensysteme (Hufnagelnotation auf 4 Linien) mit entsprechender Anzahl von Textzeilen; in den unnotierten Abschnitten 13 Zeilen. Textura von einer Hand. Übliche Rubrizierung. Rote und blaue Lombarden. 2 r Zierseite: Initiale P (2 Systeme hoch), blauer Buchstabenkörper mit weiß gehöhtem Rollwerk, Goldgrund, quadratischer Rahmen (rot-grün abgesetzt), von der Initiale ausgehende Distelblattranken. Sehr qualitätvoller brauner Stempelband des in Erfurt tätigen Buchbinders Conradus de Argentina (von den Stempeln, die H.Endres , Ein unbekannter Einband des Buchbinders Conrad von Straßburg, in: Die Heftlade 1 [1922] 33-39, Abb. 2, verzeichnet, hier die Nr. 3, 5, 8, 9, 11, 14, 18, 19, sowie Schunke , Blattwerk 273 u. 541, Herz 24a u. 27); Langriemenschließe. Herkunft: Mundart des deutschen Anhangs 21" spricht gegen Entstehung in Erfurt, die der Einband nahelegt. In Frage kommt möglicherweise Straßburg als Herkunftsort des Buchbinders, wobei an die Zeit vor der Ubersiedlung Konrads nach Erfurt (um 1467) zu denken wäre. Die im Zisterzienserorden unübliche Art der Notation weist auf ein ordensfremdes Skriptorium, was ebenfalls zu Straßbur- ger Provenienz passen würde. Auf dem vorderen Spiegel Bleistiftsignaturen: alt 72 und C 187. Literatur: - 1" leer. 2 r — 19 V OFFICIUM DEFUNCTORUM ORDINIS CISTERCIENSIS. Alles wie Dijon 114, 150 va — 1 5 1 ra (s. auch Huot , Nr. 132). 19 v _22 v Anhang: Ordo sepulturae (Auszüge). ( 19 V —21 r ) Antiphon Clementissime und Re- sponsorium Subvenite\ (21") So die sele ußgangen ist ..., Direktorium zum Begräbnisritus, Rubriken deutsch (Mundart: Oberrheinisch-elsässisch). Alles entsprechend Dijon 114, 149 vb -150« - 22" leer. 324 K1.L.46 Kl.L. 46 Zisterziensische Verfassungstexte, deutsch (Libelli definitionum, Bullen, Generalkapitel-Statuten) Papier • 96 Bl. • 22 x 15,5 • Südwestdeutsch • um 1500 Lagen: 8 VI 96 ; Reklamanten. Wz.: Piccard , gotisches P, Abt. XII, und Piccard , Ochsenkopf X, 401 +402 (belegt um 1500). Schriftraum ca. 16 x 10,5. 34-36 Zeilen. Bastarda von einer Hand, rubriziert. Pergamentbroschur (Hülle: Fragment eines großformatigen Antiphonale mit Quadratnotation, 15. Jh., Bruchstück eines Magdalena-Offiziums, wie L 5, 7 v -8 r ). Auf dem Rücken modernes Lichtenthaler Signaturschildchen. Herkunft: Mundart weist in den südwestdeutschen Raum. Datierung aufgrund der Wasserzeichen. l r Deffinitiones capitulorum generalium ordinis Cisterciensis ad monasterium Liechtenthal spectantes (18.Jh.). Bleistiftsignaturen FW und 46. Mundart: alemannisch. Literatur: - 2 r -52 v LIBELLUS ANTIQUARUM DEFINITIONUM von 1289. >[D]« büchly der ge- satzt Citelser ordens, deren die zugehören der regulierten Observanz ...<. (2 r -4 r ) Capitulatio; (4 r ) >Hye focht an die vorrede über die cart der lieb<. (4 V ) Ee daz Citelser orden waz wit uß- gebreitet, do macht herre Steffen, abbt zu Citels ... (8 r ) >Hie facht an die ordenung Clementis des babstes ...<. Der klein brün, der do wuchs in eyn fluß ... (14 r ) >Hie endet sich die erst un- derscheid und focht an die ander ...<. Die obgemelte entschlagung und ordenierung Clementis ... - (52 v ) und auch halten und schaffen die anderen zu halten. >Hie endet sich daz alt büchlin der diffinicion ...<. Druck des lat. Texts: H. Sejalon , Nomasticon cisterciense, Solesmes 1892, S. 367-470. Vgl. auch B.Lucet, L 'ere des grandes codifications cisterciennes (1202- 1350), in: Etudes d'histoire du droit canonique dediees ä G.Le Bras, Paris 1965, S.249- 262, hier S.255f. Die vorliegende Übersetzung enthält den Text teilweise gekürzt. 52 v -69 v LIBELLUS NOVELLARUM DEFINITIONUM von 1350. >... und vahet an die nuwe diffinicion novelle genant .. .<. Gelassen die diffinicion und zu rubricken von den hie nit gesagt wirt, werden ehmach gemerckt die rubricken des alten büchlins ... (53 v ) >Die vorrede vecht an<. Das die ersucher der gesatz citelser ordens kurtzlich fanden ... - (69 v ) süllent durch vatter abbt bewert oder verworffen werden. >Hie hat ein end die novelU. Lat. Text: Sejalon, s.oben, S. 498-536. Vgl. auch Lucet , s.oben, S. 259-261. 69 v -80 v BENEDIKT XII., REFORMDEKRETE. >Hie focht an die ordenung und reforma- cio Benedicti des babstes des XII ...<. Benedictus bischoff, ein knecht der knecht gottes ... Der heiige Citelser orden, der als ein morgen stem schinet ... (12.7.1335), Constitutio „Fulgens si- cut Stella matutina", s. Sejalon , s.oben, S.473-495, und Canivez 3, S.410-436; (78 v ) >Ein 325 Kl.L. 46 ander bull diß babstes von den apostaten<. Benedictas bischoff... Ein flißiger emstlicher hirt ... (17.6.1335), Bulle „Pastor bonus diligens", s. B. Schimmelpfennig , Zisterzienserideal und Kirchenreform - Benedikt XII. als Reformpapst, in: Zisterzienser-Studien 3, Berlin 1976, S. 11-46, hier S. 29; (80 r ) >Item ein ander bulle, daz die uß dem bettel nit in unseren or- den werden genomen<. Benedictus bischoff... Es gezympt von denen, die daz ordentlich leben gelopt haben ... (4.7.1335), Bulle „Regulärem vitam professis", s. Schimmelpfennig , ibid.; (80 v ) >Diße Constitution sindgeleßen undgeoffenet zu Citels zu des general capitel zyt anno do- mini MCCC.XXXV<. 80 v —81 v CLEMENS VI. (?) BULLEN. >Item ein ander bull, restitut und Widerrufung babst Clemens .. .<. Clemens bischoff ... Die fiirsichtikeit des romschen stuls ... (Avignon, 7.10.1343); (81 r ) >Anno domini M CCCLXIX sind diß nach geschriben bullen von babst Clemens gen Citels geschieht<. Clemens bischoff etc. Es ist billich, daz in den kirchen und klostem syg ein gesetzte zal der personen ... (Viterbo, 21.3 ); (81 v ) > Von der bischlissung der frau- wen kloster<. Clemens bischoff etc. Die flißig hebütung (!) der döchter Syon litt aller meist ... (Viterbo, 16.3 ). Die letzten beiden Stücke möglicherweise von Clemens IV. (richtiges Datum wäre dann 1267: unsers babstumbs im dritten iar). 81 v —93 r GENERALKAPITELSTATUTEN des 14. und 15. Jahrhunderts. >Anno domini MCCCLXXVI synt diß nachgeschriben stuck gesetzt ...<. Zum ersten: so uffhort die ursach, soll auch uffhoren die wirckung ... (nicht bei Canivez ); (82 r ) >Anno domini M CCCLXXXIII sind dise stuck zu Citels im general capitel gesetzt < (richtig: Wien 1393!). Die irsal die symoneschen boßheit hyn zu tund, die in etlichen frauwenklostem ...,%. B. Gries- ser , Statuten von Generalkapiteln außerhalb Citeaux, in: Cistercienser-Chronik 62 (1955) 65-83, hier S.73f, Nr.6, 8, 3, 13, 17 (Auszug); (82 v ) >Anno domini M CCC LXXXVIII sind diß nochgeschriben stuck gesetzt im general capitel zu Heilßbrunn<. Allen vatter abbten des gantzen orden gebüttet daz general capitel ...; zum Generalkapitel von 1398 in Heilsbronn (nicht 1388, wie in der Hs.!) s. Griesser , s.oben, S.69 und 79-83, die Texte dieser Hs. dort jedoch nicht belegt; am Schluß das Statut Canivez 1223, Nr. 1 ( Beholffen mit gewaltsamy dryer babst ...); (83 v -86 r ) Canivez 1422, Nr.24, 23, 32, 26, 28, 34, 30, 31, 27, 25; (86") Canivez 1432, Nr. 7, 9, 14, 39-40, 12, 45, 51 (teilweise nur in Auszügen); (86 v -89 v ) Canivez 1442, Nr.86 und Canivez 1422, Nr.29, dazwischen ein bei Canivez nicht belegter Abschnitt: Es ist nott umm manger boßheiten und Übertretungen ... - durch ir glaublich brieff dem general capitel sullent by den genannten penen (86 v —89 r ); (89 v -92 r ) Canivez 1449, Nr. 9- 13, 8, 16, 25, 21, 27, 9; 1448 (!), Nr.3, 13, 4, 14, 15, 17; (92 r -93 r ) Canivez 1451, Nr.57, 59, 58, 70, 47, 61, 73, 60, 56, 69, 90; (93 r ) Canivez 1463, Nr. 131 (Auszug). 93 v -96 v leer. 326 K1.L.77 Kl.L. 77 Regula Benedicti, mittelhochdeutsch • Ablaßprivileg Pergament • 79 + 6(Pap.) Bl. • 17,5 x 12,5 • Marienberg bei Boppard(?) und Lichtenthai • 15. Jh. und 1542 Unverzierter Schaflederband der Zeit; als Vorderspiegel und Vorsatz ein Pergamentdoppeibl, mit Entwurf eines Urkundenanfangs (von derselben Hd. wie die Hs.): Henne und Symont Peltz, wepe- linck von Boppartten, verleihen ihr Salmenwasser genannt Clode an Dhonius von Husen (St. Goarshausen?) und Peter Ruyllen son von Sente Gewere (St. Goar) für 12 Jahre (zu den beiden Erstgenannten vgl. F.J.Heyen , Zwischen Rhein und Mosel, Boppard 1966, S.396f). Auf dem Rücken modernes Lichtenthaler Signaturschildchen. Herkunft: Teil I vermutlich aus dem Kloster Marienberg bei Boppard (vgl. Einbandmakulatur und Mundart). Teil II 1542 von dem Bebenhausener Konventualen I.F. geschrieben: Johannes Fabri (s. Göhl, S. 17 f, und J. Sydow , Die Zisterzienserabtei Bebenhausen [Germania sacra, N.F. 16], Berlin 1984, S .291), Beichtvater in Lichtenthai von 1540-1542, s. Schindele , Abtei Lichtenthai 2, S .84. Vom selben Schreiber stammen auch eine Reihe von Nachträgen in Kl.L.86 (dort 1539 datiert). Auf dem Vorderspiegel Bleistiftsignatur D 2. Mundart (Teil I): nördliches Rheinfränkisch. Literatur: - I Bl. 1-79. Lagen: Quaternionen mit Reklamanten; letztes Blatt der Schlußlage als Spiegel verwendet. Schriftraum 11,5 x 7,5. 19 Zeilen. Bastarda von einer Hand. Übliche Rubrizierung. Rote und blaue Lombarden. l r schlichte 4zeilige Fleuronnee-Initiale (rot-blau). 1 r -77 v REGULA BENEDICTI, mittelhochdeutsch. Überschriften lat.-deutsch. >Incipit prologus regule sancti Benedicti abbatis<. Höre, sun, die gebot dynes meysters ... (5 r ) >De sexu monachorum< Von der miinche künne. It is ujfenbair, dat viere künne münche sint ... - (77 v ) die wir da vur gesprochen haben mit der helffen unsers herren. Vgl. N. R. Wolf , Benediktinerregel, in: 2 VL, 1, 1977, Sp.707-710; die Hs. dort nicht erwähnt, auch nicht bei E.Petriu. J. E. Crean , Handschriftenverzeichnis mittelhochdeutscher Benediktinerregeln bis 1600, in: Regula Benedicti Studia 6/7 (1981) 151-154. - 78 r -79 v leer. II Lose Einlage, Papier, 15,5 x 10,5. 3 ungezählte Doppeibl. 16-17 Zeilen. Bastarda von der Hand des Johann Fabri (s. unter Herkunft). Ablaßprivileg in articulo mortis für den Zisterzienserorden, bewilligt von Urban VI. und Sixtus IV. 1542. Sequitur absolutio dicenda pro personis ordinis nostri Dominus noster Je- 327 K1.L.77 • Kl. L. 86 sus Christus te absolvat ... - per te exequi. In nomine patris ..., Rescriptum Anno etc. 42. I. F. Bebenhusiensis. Anschließend Teile der zisterziensischen Sterbeliturgie ( Egressa anima soro- ris incipiat cantrix ...) und 12. Responsorium der Vigiliae defunctorum, s. Dijon 114, 140 vb bzw. 150 vc . Kl.L. 86 Rituale cisterciense • Sterbebüchlein, lat.-deutsch Pergament • 60 Bl. • 17,5 x 12 • Lichtenthai (Teil II) ■ 13. Jh. 2 und 14. Jh. 1 Schmuckloser heller Lederband des 14. Jh's (?) mit urspr. 2 Schließen, die heute fehlen. Hinterer Spiegel: Blatt eines hsl. Psalteriums (13. Jh.); vorderer Spiegel fehlt (auf der Deckel-Innenseite Leimabdruck). Auf dem Rücken Titelschildchen: Altes Ritual (19. Jh.), Signaturschildchen 570 (19. Jh.) und modernes Lichtenthaler Signaturschildchen. Herkunft: Teil I zisterziensisches Rituale für ein Frauenkloster; Korrekturen 10 r sprechen gegen eine ursprüngliche Bestimmung für Lichtenthai. Teil II von derselben Hand wie L 15 geschrieben, vermutlich in Lichtenthai. Nachträge u.a. von der Hand des Bebenhausener Zisterziensers Johannes Fabri (s. Kl.L.77). 60 v Diß buch gehört in daz closter Liechtendal (14./15. Jh.). 2 r Lichtenthai (16./17. Jh.). Auf der Innenseite des Vorderdeckels Bleistiftsignatur C 16. Literatur: S.Kleiner , De revisione liturgiae cisterciensis, in: Analecta Cisterciensia 1 (1945) 63-94, hier S. 94. I Bl. 1-48. Lagen: (IV + l) 8 , (IV + 4) 16 , IV 24 , 2 V 44 , II 48 ; moderne Foliierung überspringt ein Bl. zwischen 7 und 8; zwischen 14 und 15 vier ungezählte Papierblätter kleineren Formats (16 x 10,5). Schriftraum 12,5 x 9. 14 Zeilen. Textura von einer Hand (Rubriken von einer anderen, gleichzeitigen Hand); 1" und 44 y -48 v sowie auf den Rändern der übrigen Blätter Nachträge und Korrekturen von mehreren Händen des 13. bis 16. Jh's (u.a. 48" eine der Nachtragshände des Kaiendars von L 16 sowie auf den 4 Papierblättern u.ö. die Hand des I. F. = Johannes Fabri, s. Kl.L. 77, Teil II). 1" NACHTRÄGE (14. u. 15. Jh.): Benediktionen zum Taufritus ad abluendam de bap- tismo und ad introducendam puerperam (Texte wie A. Dold , Die Konstanzer Ritualientexte in ihrer Entwicklung von 1482-1721, Münster i. W. 1923, S .47 f; vgl. auch Franz , Benediktionen 2, S. 235-237 bzw. 224-228), außerdem Benedictio pascalium comestibilium (s. Franz , Benediktionen 1, S .589). Vgl. auch Kl.L., Archiv, Hs. 1, 16a. 2 r -48 y RITUALE CISTERCIENSE PRO MONIALIBUS. 328 Kl. L. 86 2 r -5 v Weihwasser-Weihe. >Exorcismus salis<. Exorzizo te creatura salis (3 r ) >Exorcismus aque<. Exorzizo te, creatura aque (4 V ) >Hic mittatursal in aquam dicendo< Commixtio salis et aque pariterfiat alles wie im Collectarius von Dijon 114, 148 vc -149 ra . 5 v -10 r Liturgische Benediktionen. >In purificacione sancte Marie (6 r ) benedictio cereorum<. Deus inestimabilis potentie wie Dijon 114, 145 vc ; (6 V ) >Feria quarta in capite ieiunii hec antiphona< Exurge domine ..., >Benedictio cinerum<, Deus qui non mortem sedpenitentiam de- sideras peccatorum ..., wie Dijon 114, 142 vc ; (7 V ) >Benedictio super ramos palmarum<. Omni- potens sempiterne redemptor, qui de celis ad terram ..., wie Dijon 114, 143 vc -144 ra ; (9 V ) Benedictio luminis in vigilia pasce. Domine deus, pater, lumen indeßciens . .., wie Dijon 114, 144™. 10 r -14 v Profeßritus. >Professio sanctimonialium<. Ego soror N. promitto stabilitatem ... (der urspr. vorhandene Name des Profeßklosters getilgt und im 15. Jh. durch Lucidavallis ordi- nis cysterciensis ersetzt); (14 r ) > Benedictio cuculle<. Domine Jesu Christe, qui tegmen nostre mortalitatis induere dignatus es ..., alles wie Dijon 114, 149 rab (Texte hier für ein Frauenkloster eingerichtet). Zusatz >Ad velum<, datiert 1539, auf Papierblättern eingefügt (s. äußere Beschreibung), ein entsprechender Nachtrag aus dem 14. Jh. (14 v unterer Rand) bei dieser Gelegenheit getilgt. 15 r —44 v Kranken-, Sterbe- und Begräbnisritus. >Ordo ad inungendum inßrmum<, (19 v ) >Quando infirmus morti penitus appropinquaverit<, (23 v ) >Egressa anima incipiat cantor ...<, (29 r ) >Tunc efferatur corpus de domo ...<, alles wie Dijon 114, 149 rb — 151 ra . In der Allerheiligenlitanei (20 r -23 v ) einige Tilgungen und Korrekturnachträge (Anpassung an in späterer Zeit verfügte Erweiterung der Heiligenliste). Mehrfach Nachträge von der Hand des Johannes Fabri (s. unter Herkunft). (43 v -44 r ) Nachträge des 13. und 14. Jh's, u.a. Collectae für die Feier der Anniversarien sowie die Reimgebete Chevalier , Nr. 3050 (nur 1. Zeile) und AH 1 Nr. 55 (nur 1. Strophe). 45 r -47 v Ergänzungen, vorwiegend zum Profeßritus (13. Jh.). > Benedictio abbatisse quando primo perducitur in stallum ...<: Oration Deshusses , Nr. 198; (45 r -47 v ) Benedictio novitia- rum. >Cum offertorium cantatur adducantur ad sacrificium cum candelis ardentibus ... Sequitur benedictio vestimentorumc Orationen PRG XXV, Nr. 4-5, 9 und XXIX, Nr. 4 (nur Schluß: Suscipe .. .) und Nr. 2; (47 r ) >Erectis abscidantur capilli ... Postea dicat sacerdos hanc collec- tamc Famulam tuam ... (PRG XXV, Nr. 11; Deshusses , Nr. 1300 und 1304). 48" Oratio pro tribulationibus ( Deshusses , Nr. 2449) und Symbolum nicaeno-constanti- nopolitanum (13./14. Jh.). II Bl.49-60. Lagen: IV 56 , II 60 . Schriftraum 11,5x8,5. 13 Zeilen. Buchschrift von einer Hand (= Haupthand von L 15, s. dort). Übliche Rubrizierung. Mundart: alemannisch. 329 K1.L.86 ■ K1.L.92 49 r -60 v STERBEBÜCHLEIN, lat.-deutsch. So der mensche welle sterben, so sprich funf Pater noster knuwende. Daz erste Pater noster den funf wunden unsers herren .. (49 v ) > Qum ali- quis appropinquaverit morti dicatur hec oratio<. (50 r ) Proftciscere anima christiana ... - (56 v ) et tecum facias in bonis gaudere perpetuis. Amen, s. M.Andrieu , Le Pontifical de la curie romaine au XHIe siecle, Cittä del Vaticano 1940, Nr. LI, 3-4.6-7.5; (56 v ) Diu weit ist gar blint zu allen geistlichen dingen ..., (57 r ) So der sieche deme dode nahet, so sol man in alsus vragen ... (sog. Anselmische Fragen, s. Rudolf , Ars moriendi, S.57-59), (59 r ) Zu iungest sol der mensche sprechen dristunt: (59 v ) In manus tuas ... Credo in unum deum ... Dieselben Texte in anderer Reihenfolge auch in Freiburg, UB., Hs.301, 202 r -210 v (s. W. Hagenmaier , Die lateinischen mittelalterl. Handschriften der Universitätsbibliothek Freiburg i.Br. [ab Hs.231], Wiesbaden 1980, S.68), von derselben Hand wie hier. 60 v Lichtenthaler Besitzvermerk (s. unter Herkunft) sowie unleserliche Notiz des 16. Jh's. Kl.L. 92 Zisterziensische Verfassungstexte, lateinisch (Charta caritatis posterior • Libellus definitionum 1237 • Annales definitiones) Pergament • 11 + 63 Bl. • 16 x 11 • Neuburg bei Hagenau • um 1240 Lagen: 3 IV 24 , (IV+ l) 33 , 3 IV 57 , III 63 ; Kustoden I—VII. Schriftraum 12,5 x 8. 22 Zeilen im Corpus der Hs.; ab 60 v Schriftraum 14 x 9, 29 Zeilen. Frühe Textura, im wesentlichen von der Hand von Kl.L. 19; einige Einschübe von anderen Händen der gleichen Zeit (39 v -49 v , 54 v -55 r ), außerdem 31 v —33 r und 60 r -63 v eine Nachtragshand aus der Zeit um 1250. Übliche Rubrizierung. Rote Lombarden. Un- verzierter roter Lederband des 15. Jh's; als Spiegel und Vorsätze 3 Bl. einer nicht-monastischen Bre- vierhs. des 13./14. Jh's; weitere Makulatur: Fragment einer Pergamenths. des 15. Jh's mit den sog. Congregationes verborum (vgl. L 144, l r -2 v ); urspr. vorhandene Schließe nicht mehr vorhanden (nur noch die Halterung); Ledersignakel; auf dem Rücken Titelschildchen: Carta Charitatis (19. Jh.) und modernes Lichtenthaler Signaturschildchen. Herkunft: Aus Neuburg bei Hagenau (vgl. 9 r : Ego fr. N. abbas Novi Castri ...et sancte sedi Argenti- nensi ... in Abschnitt 1,6 des Libellus definitionum). Zur Datierung wichtig: (31 v —33 r ) Dist. VII, cap. 3 De non acquirendo ... (Generalkapitel von 1240) mittels Rasur und Einfügung eines Blattes ersetzt durch den Text De nimietate debitorum (vgl. B.Lucet , Les codifications cisterciennes de 1237 et de 1257, Paris 1977, S.33f, 37 und 287). Die Hs. gelangte möglicherweise kurz nach ihrer Entstehung als Teil der Grundausstattung mit liturgischen und ordensrechtlichen Texten nach Lichtenthai (vgl. Einleitung, S.38). l r Besitzvermerk des 15.Jh's: Libellus iste pertinet monasterio Lucidavallis ; von einer Hand des 18./19. Jh's: Ad Lucidum vallem i.e. Lichtenthai. Literatur: - 330 K1.L.92 ■ Kl. L. 100 l r -5 v CHARTA CARITATIS POSTERIOR. >Incipit carta caritatis<. Antequam abbatie cy- sterciense s f lorere inciperent .. . (Prolog), Quia unius veri regis et domini et magistri ... - ubi a IHIor SHpra nominatis abbatibus previsum fuerit, celebrabitur. Ed. J.Turk , in: Analecta Ci- sterciensia 1 (1945), S. 57-61. 5 v -60 r LIBELLUS DEFINITIONUM GENERALIS CAPITULI von 1237. > Institute generalis ca pi tuli Cysterciensis ordinis<. Ut de facili quod querit lector inveniat ... (6 r ) >Incipiunt capitula prime distinctionis ...<. (6 y ) >Primum capitulum<. In civitatibus, castellis, villis, nulla vostra construenda sunt cenobia ... - (60 r ) Uli penam denunciet a capitulo prefinitam. Ed. B. Lucet (s. unter Herkunft), S. 203-357, ohne Kenntnis dieser Hs. Der Text von 1237 ist nach Lucet bisher nur aus vier Hss. bekannt. 60 r -63 T ANNALES DEFINITIONES von 1237-1249. >Incipiunt annales diffiniciones<. Anno domini M".CG.XXX". VII". inhibetur, ne de cetero abbatisse monialium ... - nisi de vi- sitatoris licentia : Canivez 1237, Nr. 4, 7, 1, 5, 3; 1238, Nr. 1, 9, 4, 6, 2, 3, 7, 8, 10; 1239, Nr. 1, 4 (Schluß), 5, 7; 1240, Nr. 4, 5, 13, 15, 16; 1241, Nr. 1,5, 11,4,6; 1242, Nr. 3 (Anfang), 9, 10, 7, 6, 11, 18, 2, 4, 15, 16; 1243, Nr.4 und 7; 1244, Nr.7-9(von 9 nur der Schluß); 1245, Nr. 1 (nur Anfang), 9, 6; 1246, Nr. 10; 1247, Nr.7; 1249 (Hs.: 1248!), Nr.3. Abschnitte über die Moniales am Rand durch AA[ota] hervorgehoben. Kl. L. 100 Antiphonale speciale • Kyriale • Varia Pergament • 2(Pap.) + 79 + 2(Pap.) Bl. • 14,5 x 10,5 • Neuburg bei Hagenau • um 1250 Lagen: II", ( V-l) 8 , IV 16 , III", V", VI", 3 IV 66 , V 76 , II 78 . Textverlust zwischen Bl. 8 und 9. Moderne Foliierung überspringt je ein Blatt zwischen Bl. 3 u. 4, 48 u. 49, 49 u. 50 (die Hs. umfaßt also insgesamt 79 Pergamentbl.). Vor und nach dem Buchblock je ein Binio Papierblätter (Wz.: bekröntes Badisches Wappen), davon jeweils 2 Bl. als Spiegel verwendet. Schriftraum 12,5 x 9. 7-8 Notensysteme (Quadratnotation auf 4 Linien) mit entspr. Anzahl von Textzeilen. Textura von mehreren, etwa gleichzeitigen Händen, u.a. l r -7 v die Hand des Hauptschreibers von L 46 {Albertus), außerdem weitere an L 46 und L 5(1) beteiligte Hände. Übliche Rubrizierung. Rote Lombarden (51 r —54 v blau und rot). 77" Lichtenthaler Nachtragshand des 17.Jh's (wie L 27, 100 r usw.). Pergamentband des 16./ 17. Jh's mit einfacher Blindpressung (ähnlich L 116), textile Schließbänder, dunkelgrüner Schnitt; auf dem Rücken Titelschildchen: Antiphonale (19. Jh.) und modernes Lichtenthaler Signaturschildchen. Herkunft: Textliche und paläographische Verbindungen mit L 5 und L 46 weisen nach Neuburg. S. auch Einleitung, S. 38. Literatur: - 331 Kl. L. 100 I r -II v leer. 1 r —50 v ANTIPHONALE SPECIALE. (1 r -7 v ) De sancta trinitate, zisterziensisches Offizium, s. Huot , Nr. 87; (7 v -8 r ) Alleluiaverse Prudentes virgines, Maria hec est illa, Qui creavit omnia (s. L 46, 243 r ); (8") Weltliches Lied in Sequenzform: Quid agam quod mellis favum sitio ... - per minuta centum si divisio tui sit argumentum (am Schluß Textverlust), (9 r -19 v ) >De sancta Katherina<, wie L 5, 16 V —23 v ; (19 V —30 v ) >Historia de sancta Maria Magdalena<. Suavissime universorum .. ., wie L 5, l r -7 r ; (31 r —39 v ) >Historia XI milium virginum<, wie L 5, 32 r u. 12 r — 16 v ; (39 v -46 v ) >De sancto Bernhardo patre nostrcx, s. Huot , Nr. 133; (46 v -50 v ) >In annuntiatione beate Marie<, wie L 5, 8 a r — 11 v . 51 r —56 v KYRIALE. Sechs Ordinariumszyklen, die ersten fünf wie L 46, 245 r -252 r . Kyrie- melodien: Melnicki , Nr.48, 18, 171, 68, 132, 96; Gloriamelodien: D.Bosse , Untersuchung einstimmiger Melodien zum „Gloria in excelsis Deo", Regensburg 1955, Nr. 56, 24, 23, 19; Sanctusmelodien: P.J.Thannabaur , Das einstimmige Sanctus der römischen Messe ..., München 1962, Nr. 49, 203, 116. 56 v -69 v NACHTRAG ZUM ANTIPHONALE. (56 v -66 v ) >De ewangelistis<, s. Huot , Nr. 125; (67 r -69 v ) Responsorien und Antiphonen wie L 5, 23 v -24 r und 7 v -8 r (s. dort), darin eingeschoben der Alleluiavers Vox exsultationis (s. L 46, 244 r ). 69 v -70 v NACHTRAG ZUM KYRIALE. Kyrie Melnicki , Nr. 38, und Gloria (bei Bosse [s.o.] nicht belegt). 70 v -75 v SEQUENZEN UND HYMNEN. AH 55 Nr. 206, AH 52 Nr. 139 (ohne Notation), Mone 2, Nr. 586 und 449 (jeweils nach dieser Hs.). 76" VARIA: Responsorium O vere sanctarum virginum ... (wie L 5, 31 r ), Ite-missa-est- Tropus Dilectum querite (AH 47 Nr. 482) und Cantio Verbum evangelizatum, caro factum hodie ... 77" NACHTRAG (16./17. Jh.): >De sancta Katharina virginis (!)<, Vesper-Capitulum und Hymnus AH 52 Nr. 246. 332 Kl. L. 102 Kl.L. 102 Decretum Gratiani (Abbreviatio) • Bernhardus Claraevallensis, Epistulae Pergament • 128 Bl. • 16 x 11,5 ■ Herrenalb (?) • 13. Jh. 1 u. Ende 12. Jh. Schmuckloser heller Lederband des 15. Jh's (gleiche Art wie bei L 49), Langriemenschließe, hinten 5 Buckel (davon einer abgefallen); auf dem Rücken Titelschildchen: Litterae directae instructivae (19. Jh.) und Lichtenthaler Signaturschildchen des 20. Jh's. Herkunft: Teil I, 34 v von einer Hand des frühen 13. Jh's die Verse: Attinet hic Albe Uber ordinis cyster- ciensis (Zusatz: Albaque Spire) / Quisquis eum tollat nullo se munere solvat ; erster Hexameter in Teil II, 7 V u. 16 v von zwei jüngeren Händen kopiert, ebenso in der Inkunabel Dg 213 (s. Einl., Anm.6) von der Hand des Sebastian Lanius. Entstehung der Hs. mit großer Wahrscheinlichkeit in Herrenalb (vgl. auch den Einschub Teil II, 72 rv ). Auf dem Vorsatzblatt Bleistiftsignatur B 18. Literatur: Kattermann, S.306; Heinzer , Johannes Zürn, S.71; Schindele , Abtei Lichtenthai 1, S.47 Anm. 128; F. Heinzer , Zwei unbekannte Briefe Bernhards von Clairvaux in einer Handschrift der Zisterzienserinnenabtei Lichtenthai, in: Scriptorium 41 (1987) 97-105. I 35 Bl. Lagen: (IV-1) 7 , 3 IV 31 , II 35 ; Textverlust zwischen Bl. 2 und 3; Kustoden /-Z/7 von der Hand des Schreibers. Foliierung (T)-XXXIIII von einer Hand des 14./15. Jh's, letztes Blatt mit moderner Zählung 35. Schriftraum 11,5 x 8,5. 22 Zeilen. Gotische Minuskel von zwei Händen (Haupthand l v - 31 v ); l r Nachtragshände des 13. Jh's. Übliche Rubrizierung, ab 32 r nicht mehr ausgeführt. Einfache rote Initialen, 2-4zeilig, lombardenartige Form, z.T. mit gespaltenen Schäften und einfachen Zierelementen. l r Nachträge: Vers O regina poli, duplex tibi gloria soli (vgl. Chevalier , Nr. 39594); erste Strophe von AH 54 Nr. 153 (ohne Notation), zweite Strophe von jüngerer Hand hinzugefügt; erste Strophe der Cantio AH 20 Nr. 52, mit linienlosen Neumen. 1 v —35 r ABBREVIATIO DECRETI GRATIANI. Ex decretis Graciani quedam excerpta hic subsecuntur breviter descripta. De his qui infra claustra monasterii consistunt ... - (35 r ) in signo regni quoda Christo exspectatur. Unsystematische Auswahl. Vgl. S. Kuttner , Reperto- rium der Kanonistik, Cittä del Vaticano 1937, S. 257-267 (unser Text mit keiner der hier angeführten Abbreviationen identisch). - 35 v leer. II 93 Bl. Lagen: 11 IV 88 , (II + l) 93 ; Kustoden (z.T. abgeschnitten); die innersten zwei Doppelblätter der 10. Lage (Bl. 73-80) verbunden, richtige Anordnung: 76, 75, 78, 77. Foliierung I-LXXXXIII von der- 333 Kl. L. 102 • Kl. L. 103 selben Hand wie in Teil I. Schriftraum 12 x 8. 19 Zeilen. Gotische Minuskel von mehreren Händen. Zählung der Briefe und kleine Randglossen von mehreren jüngeren Händen. Übliche Rubrizierung. Rote Lombarden. l r -93 r BERNHARDUS CLARAEVALLENSIS, EPISTULAE. >Epistole Bernhardt abbatis Clarevallensis<. Amantissimo patri et domino Innocenti fiater Bernhardus ... Memini me ad vestram scribendo sanctitatem ... = BO 7-8, Nr.503-507, 213, 144-145, 12, 200, 180-184, 323,231,219,218,220, 238 (gekürzt), 174, 164, 166, 168,501, 170, 179, 502,359, 4-5, 7, 69, 6, 72, 79, 41, 195, 451, 443, 101, 99, 416-417, 121, 363, 544, 442, 441, 421, 120, Li 1 (s.u.), 84, 83, Li 2 (s.u.), 513-518, 496, 497, 312, 498, 445, 406, 119, 509, 446, 536, 102, 1 14, 511. Näheres zum Aufbau der Kollektion bei F. Heinzer , Zwei Briefe ... (s.o., Literatur). Bisher unbekannte Stücke: 79 v -80 r Venerando patri A. Eugendi monasterii ... Domorum vestra- rum que nobis vicine sunt ... = Li 1, ed. F. Heinzer, s . oben, S. 103; 82 r Eximie ducisse Lotho- ringe(\) ... Hec muliercula voluntatem habens et necessitatem ... = Li 2, ed. F. Heinzer, s.oben, S. 104. Einschub 72" (zwischen Nr.121 und 363): Brief Innozenz II. an Zisterzienseräbte über flüchtige Hirsauer Mönche: Karitatis bonum est proprium proximum tamquam seipsum diligere ... (Druck: Württembergisches Urkundenbuch 4, Stuttgart 1883, S.348; bisher nur ein einziger Textzeuge bekannt), hier zusätzlich: Datum Laterani, V Kai. Mail (27. April). 93 v LITTERAE DIVINITUS MISSAE AD LUDOVICUM REGEM FRANCORUM. Tibi dico L. pastor corporum quem inspiravit ... - ut transiret per eas. (Vgl. Annales Cor- beienses, ed. G.H.P ertz , MGH.SS. 3, S. 14 und Otto Frisingensis, Gesta Friderici impera- toris, prooemium, ed. R.Wilmans , MGH.SS. 20, S. 351 f.) Zusatz: M.C.XLVII. indictione Xfacta est hec expedicio regnante Conrado Francorum (!) nobilissimo rege. Amen. Kl.L. 103 Regula Benedicti • Ps.-Basilius, Admonitio ad filium spiritualem Pergament -118B1. • 15 x 10 • Herrenalb (?) ■ 1465 Lagen: 14 IV 112 , III 118 ; Reklamanten, z.T. abgeschnitten. Schriftraum 9 x 5,5. 17 Zeilen. Bastarda for- mata von einer Hand. 1" Nachtragshand des frühen lö.Jh's. Übliche Rubrizierung. 2 r rot-blaue Fleuronnee-Initiale, 6zeilig; sonst an den Kapitelanfängen rote und blaue Lombarden. Brauner Lederband, Gruppe II der für Lichtenthai gefertigten Einbände, Stempel Nr. 13 (s. Einleitung, S.44); je 5 Messingbeschläge auf beiden Deckeln; von urspr. 2 Schließen nur noch die Halterungen vorhanden; auf dem Rücken modernes Lichtenthaler Signaturschildchen. 334 Kl.L. 103 ■ Kl.L. 108 Herkunft: Einband weist nach Herrenalb (s. Einleitung, S.39). Datierung 90 v und 118 r (s.u.). l r Motto Soli Christo des Herrenaiber Konventualen Sebastian Lanius (vgl. Heinzer , Johannes Zürn, S.72). Auf dem Vorderspiegel Bleistiftsignatur D 1. Literatur: Heinzer , Johannes Zürn, S.71. 1" Registrum Libelli (16. Jh. 1 ). 2 r -90 v REGULA BENEDICTI. >Incipit prologus regule s. Benedicti ...<. Ausculta o fili pre- cepta magistri ... - (90 v ) deo protegente pervenias. Explicit. >Anno domini millesimo quadrin- gentesimo sexagesimo quinto. Soli deo<. Ed. J. Neufville et A. de Vogüe , La regle de saint Benoit 1-2 (Sources chretiennes 181-182), Paris 1972. Hier die typischen Besonderheiten der zisterziensischen Textrezension, vgl. E.Manning , La regle de S. Benoit Selon les ma- nuscrits cisterciens, in: Studia monastica 8 (1966) 215-266. 9IM 18" PS.-BASILIUS CAESARIENSIS, ADMONITIO AD FILIUM SPIRITUALEM. >Incipiunt admoniciones sancti Basilii episcopi. Liber necessarius<. Audi fili admonicionem pa- tris tui et inclina ... - (118 r ) que preparavit deus diligentibus se. Qui vivit et regnat ... >1465. Soli deo<; s. P.Lehmann , Die Admonitio s. Basilii ad filium spiritualem (1955), jetzt in: ders ., Erforschung des Mittelalters 5, Stuttgart 1966, S. 200-245 (Edition S. 220-245, ohne Kenntnis dieser Hs.), hier die Kapitel 1-6, 10-13 und 16-20 ( Lehmann , Zeilen 1-190, 302- 402, 452-571). Zwischen Kap. 13 u. 16: >De cantico psalmorum<. Canticum psalmorum ani- mas decorat ... - et animam suam in celo mirificabit in secula seculorum. Amen (109 r — 110 r ), s. PL 131, 142 B 14 - D 11 (vgl. auch L 109, 173"). Kl.L. 108 Antiphonalefragment • Ordinariumsauszüge, deutsch • Betonungsregeln • Visionen • Rosenkranz der Trierer Kartäuser Pergament und Papier • 74 Bl. • 14,5 x 10,5 • Neuburg(?) und Lichtenthai • um 1250 und 15. Jh. 2 Unverzierter, rot eingefärbter Lederband des 15. Jh's, urspr. mit Schließe (davon nur noch Halterung vorhanden); Makulatur: Streifen einer Pergamenths. des 13.Jh's mit glossiertem Text in Vers- form(?); ehemal. Spiegel 1951 von P.Alban Dold herausgelöst: vgl. V.Fiala , Ein Fragment eines Traditionsrotels der Cistercienserabtei Neuburg im hl. Forst, in: Cistercienser-Chronik 61 (1954) 25-31 (s. auch A.M.Burg , in: Archiv f. elsäss. Kirchengesch. 25 [1958], S.228), heutiger Aufbewahrungsort des Fragments unbekannt. Auf dem Rücken Titelschildchen: Antiphonale Gebettbuch manuscr. (19. Jh.) mit Bleistiftsignatur S 41, außerdem modernes Lichtenthaler Signaturschild. 335 Kl. L. 108 Herkunft: Teil I (Mitte 13. Jh.) vermutlich aus Neuburg (vgl. Einbandmakulatur); Teil II in Lichten- thal geschrieben, z.T. von Sr. Regula (s. Einleitung, S.42). Literatur: Schindele , Abtei Lichtenthai 1, S. 140 und 143; Schindele , Sr. Regula, S.235; Kunze, S. XXIII f. I Bl. 1-26. Pergament. Lagen: (IV + 4) 12 , IV 20 , III 26 . Schriftraum 11/12 x 8. 5 Notensysteme (Bl. 1-12: 7-8 Systeme) mit entsprechender Anzahl von Textzeilen. Frühe Textura von zwei Händen (l r -12 r bzw. 13 v -26 r ); außerdem Nachtragshand des 14. Jh's (12 v ). Quadratnotation auf 4 Linien. Übliche Rubrizierung. l r -26 v ANTIPHONALE CISTERCIENSE (Fragment). (l r -12 v ) Officium de assumptione s. Huot , Nr. 112; (12 v ) Nachtrag des 14. Jh's: Letetur mater ecclesia ..., s. Mone, Nr. 449; (13 v -25 r ) Officium de s. Bernhardo, s. Huot , Nr. 113; (25 r -26 v ) Sequentia de s. Bernhardo AH 55 Nr. 93 (vgl. auch L 5, 40 v -41 r ). 13 r Einschub (15. Jh.). Anweisung für den Buchbinder: Lieber her pater bindent dise Vsextern zu dem buch, da die vigilie pro de/unctis in stet, und bindent auch daz klein diumal durch got. Mgot. Machent disen neu(?) oben an etc. Von der Hand Sr. Regulas (s. Einleitung, S.40-43ff). Eintrag radiert, unter der UV-Lampe lesbar. II Bl. 27-74. Papier. Mehrere, nicht genauer zu bestimmende Ochsenkopf-Wz. Lagen: (V4-2) 38 , (V+l) 49 , VI 61 , (VI+1) 74 . Schriftraum 11/13 x 8/9. Zeilenzahl schwankend. Bastarda von mehreren Händen, u.a. 45 v -49 r und 50 v —51 r die Hand Sr. Regulas (s. Einleitung, S.42). Übliche Rubrizierung. Mundart: alemannisch. 27 r leer. 27 v -49 r ORDINARIUMSAUSZÜGE, deutsch. Übersetzung verschiedener Abschnitte aus dem „ordenbuch" (vermutlich dem lat. Liber Ordinarius L 16, bes. Kap. 107, 63, 65 usw.). (27 V ) Collecta Deus venie largitor ... (zu 28 r ); (28 r ) An sant Lampertendag, so die, die daz cappitel heltet, gespricht: loquamur de ordine ... - (49 r ) mit dem tractus von dem sondag LXe. Vgl. auch Kl. L. 117, 52 r -55 r . 49 v -50 r NACHTRAG (16. Jh.): Von den novitzen in capitel zu empfahen. So eyn novitz zum ersten in das capitel gefiirt wirt ...; Von den conversen, wie sie sollen enphangen werden. So etliche zu leybrüder sollen enphangen werden ... (Text unvollständig). Entspricht Liber usuum ord. eist., Kap. 102, und Libellus definitionum von 1237 (s. Kl.L. 98), dist. XIV, cap. 1 u. 3. 336 Kl.L. 108 ■ Kl.L. 109 50 v —51 r BETONUNGSREGELN. Dise nachgeschriben Wörter und namen sol man ziehen ... - predico. predico. Hand Sr. Regulas. 51 v —62 r VISIONEN UND OFFENBARUNGEN. Der herr sprach zu eym guten menschen also: Miner totachzen waren VIIC an dem krücz ...; Der her sprach vürbaz: Miner gütlichen und menschlichen enterung ...; Die wirdige muter Christi offente zu einer zit der vorgenant personen: Wer teglich VII Benedictio et claritas ... bettet ... (diese Texte auch L 109, 257 r - 259 v ); (52 v ) Der her sprach: Begerstu mir ein sunder genemen dienst zu dunde .. (53 r ) An der XI megde dag kam aber ein trüglich böser geist zu disem menschen ...; Ein guter geist sprach zu einer zit: Es wer nit beßers .. (53 v ) Ich sol dir sagen, wo mit man kan ein huß buwen ...; (54 v ) > Von insprechen des heiigen geistes hat ein großer gotes frunt diß Pater noster gemacht<. Vatter, der du bist in den hymeln, ich oppfer dir alles daz we ..., s. auch L 98, 9 V — 13 r usw. (hier etwas kürzere Fassung); (55 r ) Ein mensch fragte: Ich wist gern, waz din verdienen gunde dem gebett .. (55 v ) Es bat ein mensch den wirdigsten herren ..., daz er gebe an in zu gedencken ..Dise gesicht hat got erzeigt einer andechtigen seien. Es fraget ein zit ein lydender geist ...; (59 r ) Zu dem ersten leret Jesus Christus gottes sun einem menschen ym geist vor dem bild des crützes ... (dieser letzte Abschnitt gehört laut Randnotiz der Schreiberin vor den 55 r einsetzenden Text). 62 r -74 r ROSENKRANZ DER TRIERER KARTÄUSER. Wer da wil gotte und der wirdi- gen junpfrawen Marien einen genem dienst dun ... - (64 r ) nach yglichem grüß ein gesecze des lebens unsers herren Jesu Christi, als hernach geschriben stat\ lat. Text vgl. Klinkhammer, S. 201 f. (64 v ) Ave Maria etc. Jesus Christus, den du enpfinge von dem heiigen geist. Amen ..., 50 Klauseln, mit geringen Abweichungen dem Trierer Kartäuserrosenkranz entsprechend (s. Klinkhammer , S. 198-225, bes. S. 208-216, 222-224, sowie S. 238-241; (68 r -74 r ) Entstehungslegende mit Exempeln: Nu zu dem ersten sollen wir warnemen, wie der rosenkrantz den anfang genomen ..., (68 v ) Es was ein weltlich man, der die werde jumpfraw ... - (74 r ) das nu durch vil exempel bewert ist. Aus der sog. „Zwanzig-Exemper'-Schrift, s. Klinkhammer, S. 172-191, hier Z. 1-43, 523-552, 140-152, 293-314. Nicht bei Klinkhammer belegt: In di- sem gegenwärtigen jare als man zelet M°CCCC°XLVIII eyn ingeslossen priester schreib und opphert den der heiige dryfaltikeit zu eyme ewigen lobe und ere (71 v -72 r ). Kl.L. 109 Deutsche Gebete • Ps.-Bonaventura Papier ■ 133 Bl. (an Druck) • 14,5 x 9,5 • Lichtenthai • um 1515 und um 1540 Brauner Lederband, Gruppe I der für Lichtenthai gefertigten Einbände, Stempel Nr. 10 (Spitze), 11, 27, 32 u. 46 (s. Einleitung, S.44f) sowie ein auf den übrigen Einbänden dieser Gruppe nicht nachge- 337 Kl. L. 109 wiesener Laubstab-Stempel. Deckel (Pappe) aus je ca. 10 zusammengeklebten Bl. einer Papierhs. des 15. Jh's gefertigt. Auf dem Rücken stark beschädigtes Titelschildchen: ... auf die Sontag. Episteln und Evangelien (19. Jh.), sowie modernes Lichtenthaler Signaturschildchen. Herkunft: Schreiberinnenhände weisen nach Lichtenthai. Zusammenstellung der aus unterschiedlichen Epochen stammenden hsl. Teile (vgl. Wz.) und des Druckes zu einem Sammelband um 1540. Auf dem Vorderspiegel Bleistiftsignatur H 201 (radierte Signatur L62). Mundart: alemannisch. Literatur: - I Druck: GEORG WICELIUS, EUCHOLOGION CHRISTIANORUM. Hundert und mehr christlicher und schöner Gebete auff alle Sonntags Episteln und Evangelien ..., Leipzig: Nikolaus Wolrab 1538. ( G.Richter , Die Schriften Georg Witzeis bibliographisch bearbeitet, Fulda 1913, S.33, Nr. 33). II Hsl. Teil, Bl. 1-50. Lagen: IV 8 , V 18 , 4 IV 50 . Wz. ähnl. Piccard , Kronenwasserzeichen, VIII,4 (Belege 1544-1546). Schriftraum 10,5 x 6 (Begrenzung beim Schreiben meist überschritten). 18 Zeilen. Ba- starda von 3 Händen: l r -32 r , 32 v -42 v , 42 v —51 r . Übliche Rubrizierung (nur Bl. 1-42). 1 r — 16 V GEBETE ZUR HL. ANNA. (1 r — 15 V ) >Diß ist sant Anna rosencrantz Ich erman dich und grüß dich, erwirdige muter und matroni ...; (15 V ) > Von sant Anna eyn schönes gebet .. .<. Gegrüßet syestu, erentriche löbliche fraw sant Anna ... 16 V —22 r SALVE-ANDACHT. Wie L 99, 255 r -259\ 22 r -32 r SONNTÄGLICHE KRONE CHRISTI. Wie L 90, 209 r -220\ 32 r —51 r NACHTRÄGE (16. Jh.): (32 r -47 r ) Zwei Ölberg-Andachten. >Am hochen grünen durstag so gehe des obentz .. .<. O Jesu Christe, durch die große angst, die du hettes am ölberg, so kum mir zu hilff.. (42 v ) Hie nach folgt die lange angst Christi ... Wan du zu nacht mit dem herren wilt an den ölberg gehen (47 r —51 r ) Drei Gebete für Sterbende. Kyrie eleyson ... Behälter der weit behalt uns .. s. L 97, 68 r . Schluß des Textes auf dem ersten (freigebliebenen) Bl. von Teil III (Bl. 51). III Hs. Teil, Bl.51-133. Lagen: 10 IV 130 , II 133 (letztes Bl. dieser Lage als Spiegel verwendet). Wz.: u.a. Piccard , Ochsenkopf, XVI, 330 -I- 331 (belegt 1514-1516) und Briquet , Nr.8288 (belegt 1512). Schriftraum 9,5 x 6,5. 20 Zeilen. Bastarda von einer Hand („Odilia sengerin", s. Einl. S.43), rubri- 338 Kl.L. 109 • Kl.L. 111 ziert. Mehrfach Korrekturen von der 2. Hand von Kl.L. 117. 129 r -132 r Hand 3 von Teil II (von dieser auch 51 r ). 51 r Schluß des Nachtragsteils von II (s.o.). - 51" leer. 52 r — 129 r PS.-BONAVENTURA, PSALTERIUM MAIUS, deutsch. O jungfraw Maria, selig ist der man, der dynen namen liep hat ... - (113 V ) aller geist lobe unser fraw. Die cantica. O fraw, ich wil dir veriehen, wan durch dich ist der herr gesenfftet ... - (121 r ) und ere in weit der weit. Amen. > Quicumque<. Wer da wil selig syn ... ist not, daz er halt von Maria steiffen glauben ... - (122 v ) der mag nit selig werden. Glori sey dir vatter ...; >Letenia<. Kyrieleyson ... Vatter von dem hymel, hörlicher got ... - (129 r ) in eynigkeit des heiligen geistes von weit zu weit. Amen-, s. Ruh , Bonaventura deutsch, S.279f. 129 r — 132 r NACHTRAG (16. Jh.): Gebete zur hl. Anna. Wer s. Anna dreissig dag nach einander jeden dag drey misserere ... (129 v ) Den ersten mysserere opffer ich dir, du hoch gelobte mutter s. Anna ..., s. auch BLB, St. Peter pap. 3, 169 r — 171 r , und St. Peter pap.6, l r -3 v (Nieb- ler , S.4, 10 u. 99). - 132 v — 133 v leer. Kl.L. 111 Sieben Blutvergießen • Stimulus amoris, deutsch Papier • 411 Bl. • 13,5 x 9,5 ■ Lichtenthai • 1570 Lagen: 52 IV 411 (letztes Bl. des Buchblocks als Spiegel verwendet). Kustoden 1-50 im Corpus der Hs. Wz.: Springer , Nr. 1 (Ettlingen, 16.Jh., 2. Hälfte), und Briquet , Nr.8229 (1567-74, nördl. Oberrhein). Schriftraum 8 x 7,5. 12 Zeilen. Kursive von einer Hand (Lichtenthaler Hand, von der mehrere Einträge in Nekr . 47 und einzelne Zusätze in L 19 und L 27 stammen). 405 v -410 v etwas jüngere Hand. Übliche Rubrizierung. Gleichzeitiger Schweinslederband mit Rollenstempeln, Gruppe III der für Lichtenthai gefertigten Einbände (s. S.45f), dunkelgrüner Schnitt, 2 Schließen. Auf dem Rücken Titelschildchen: Leßbuch vom leyden Christi (19. Jh.), sowie modernes Lichtenthaler Signaturschild- chen. Herkunft: Lichtenthai (Schreiberhand, Einband, Wz.). 316 v und 376 v Datierung 1570. Auf dem Vorderspiegel Bleistiftsignatur J 6. Mundart: alemannisch. Literatur: - 1" leer. 339 Kl. L. 111 • Kl. L. 112 2 r -296 r ANDACHT ZU DEN SIEBEN BLUTVERGIESSEN CHRISTI. >Diß ist ein klein erynnerung, sich ynnerlich bekhennen .. .<. (2 V ) >Das erst blutvergiesen, als er beschnitten ward<. Sancte et ind.ivid.ue trinitati ... (3 r ) O siese junckfreiliche mutter, ... der erwirdigen mutter, meinem siesen engel ... vergich und beclag ich ... - (296 r ) die do wandeln in dem ge- setz des herren. etc. 296 v -404 JACOBUS VON MAILAND, STIMULUS AMORIS I, 1 -3. 7-9, deutsch. >Dyß nachgeschriben ist genommen auß dem büchlin, das genandt ist das stüpfeysen der lieb von dem wirdigen andechtigen briieder Jacob von Meylandt barfüßer ordens<. (297 r ) Lauffent allenthalben, ir geschlecht, unnd wir sollen unns wundern gottes lieb ... - (404 r ) in die sorg unnd sorg- fältigkait eures hertzens. Laus deo. Lat. Text: S. Bonaventurae opera omnia, ed. A. C.Pel- tier , 12, Paris 1868, S.633-639, 642-651 u. 659-661. Vgl. Ruh , Bonaventura deutsch, S. 272-278. 404 v -410 v NACHTRÄGE (16. Jh.): ( 405 v -406 r ) Albrecht von Bonstettens Suffragium zum seligen Bernhard von Baden, deutsch (lat. Text: Roegele , S. 50; vgl. auch S. 88), vermutlich nach der Inschrift auf der damals in Lichtenthai vorhandenen Votivtafel (s. A.M.Renner, Markgraf Bernhard II. von Baden 1, Karlsruhe 1953, S. 12-16); (406 r -409 v ) Laetania (!) de nomine Jesu. Kl.L. 112 Processionale cisterciense Pergament u. Papier • 1 +29+ 1 Bl. • 13 x 9 • 14. Jh. 1 und 15. Jh. Moderner Pergamentband; alter Umschlag miteingebunden (senkrecht ausgeschnittener Streifen eines einseitig beschriebenen Pergamentblatts, Bruchstück des Canon Missae, 14. Jh.). Herkunft: Zisterziensisches Prozessionale aus dem frühen 14. Jh. (das 1318 in die Ordensliturgie eingeführte Fronleichnamsfest noch nicht berücksichtigt; im 15. Jh. nachgetragen, s. Teil II). Schriftheimat unsicher. Literatur: - I Bl. 1-24. Pergament. Lagen: 2 VI 24 . Schriftraum 10,5 X 7. 6 Notensysteme (Quadratnotation auf 4 roten Linien) mit entspr. Anzahl von Textzeilen. Textura von einer Hand, rubriziert. Rote Lombarden und schwarze Cadellen. l r _24 r PROCESSIONALE CISTERCIENSE. >In purificacione<. Lumen ad revelationem gentium .. .; (4 V ) >/n ramis palmamm, quando rami distribuuntur<; (9 V ) >In ascensione domini<; 340 Kl. L. 112 • Kl. L. 113,2 (ll v ) >In assumpcione beute virginis<; (14 r ) >In cena domini ad mandatum<, s. H uot , Nr. 58; (22 r ) >In parasceve<. Vgl. W einmann , S. 15 f. (Einige Ausführungshinweise von jüngeren Händen). 24 r >Letania<, nur erste Kyrie-Anrufung. II Bl. 25-29. Papier. Lagen: (II4-1) 29 . Wz.: Gotisches P (nur ungenau zu erkennen). Schriftraum 10,5 x 6. 5 Notensysteme (got. Neumen auf 4 Linien) mit entspr. Anzahl von Textzeilen. Textura von einer Hand, rubriziert. 25 r -29 r RESPONSORIEN ZUR FRONLEICHNAMSPROZESSION. Homo quidam..., Melchi sedech vero rex salem ..Ego sum panis vite ..Ego sum panis vivus.O sacrum con- vivium. Kl.L. 113,2 Albert von Monnickendam • Passionsandacht Papier • 33 Bl. ■ 13,5 x 10 • Lichtenthai • um 1477 und um 1440 Moderner Pergamenteinband (wie Kl.L. 112), auf dem Rücken modernes Lichtenthaler Signatur- schildchen. Herkunft: Teil I vermutlich in Lichtenthai entstandene Kopie bzw. Ubersetzung der 1477 datierten Exhorte Alberts von Monnickendam an die Lichtenthaler Äbtissin Margaretha von Baden; Teil II aufgrund der Wz. um 1440 zu datieren. Literatur: Roegele , S. 52 ff; Schindele , Abtei Lichtenthai 1, S. 1 55 f; Schindele , Sr. Regula, S.238. I Bl. 1-15. Lage: (VII4-1) 15 . Wz.: Piccard , Gotisches P, Abt. IX. Schriftraum 10 x 6,5. 21 Zeilen. Ba- starda von einer Hand, rubriziert. 1 l v 2 Nachtragshände des 17. Jh's, darunter die Hand des Tennenbacher Mönchs Conrad Burger, der von 1653-1655 als Beichtvater in Lichtenthai wirkte (s. Burger, S. 205, sowie FDA 6 [1871], S. 123-126). 1" leer. 2 r -l l r ALBERT VON MONNICKENDAM, EXHORTE AN MARGARETHA VON BADEN. >Ad illustrem virginem Margaretham de Baden, abbatissam monasterii Lucidavallis<. Also verkündet uns die geschrifft: Du dother eines grossen und durchlüchtigen huse ..vemim 341 Kl. L. 113,2 • Kl. L. 117 mitflisß, als ob din ore heimlich solt vernemen ... - (1 l r ) durch die weit der do in ewikeit ist gesegnet. >Amen<. Ex Heidelberga octava Laurencii ... Anno domini M.CCC.LXXVIIper in- Jraposicionem manus mee proprie abbatis de Veteri monte etc. Druck: Roegele , S. 53-58. Vgl. auch Schindele , Abtei Lichtenthai 1, S. 155. ll v Nachträge (17. Jh.): Abschrift des oben zitierten lateinischen Textschlusses, darunter Notiz Conrad Burgers (s.o.) zur Person Margarethas. 12 r — 15 V leer. II Bl. 16-33. Lagen: 2 (IV+1) 33 . Wz.: Piccard , Ochsenkopf, XIII, 15+16 (Belege 1431-36) und Pic- card , Kronenwasserzeichen, 1,317 (nur Ähnlichkeit; Belege 1444-1450). Schriftraum 10/10,5 x 6/8. 18-22 Zeilen. Bastarda von 2 Händen (16 r -30 v und 30 v -33 v ). Übliche Rubrizierung. 16 r — 30 v PASSIONSANDACHT. Abba pater, omnia tibi possibilia ..., Dens, deus mens, quare ..., Ps21-30 mit zwischengeschalteten Responsorien ( Hesbert , Nr.7636, 6919, 7807, 6335, 6101, 6973, 7313, 7821, 7760), Ps21 und 30 außerdem mit tropenartig zwischen die einzelnen Verse gefügten Gebetstexten, u. a. Ave Jesu Christe, verbum patris, filius virginis ..., s. Wilmart , S. 412 f; (30") Orationen Domine Jesu Christe, fili dei vivi, qui pro salute mundi in cruce aceto et feile ..., Salvator mundi qui solus salvare potes, da mihi posse ... 30 v -33 v GEBET ZU DEN GLIEDERN CHRISTI. >Hie merck ein andechtig gebet. Sol man lesen mit großer andacht ...<: Domine qui dignatus es in infernum descendere ..., (31 r ) >Nu stand uffdine knuwe .. .<. Vide humilitatem et laborem meum ..., >Nu streck dich under an din lange venie und sprich .. .<: Domine Jesu Christe, qui pulcherrima facie tua omnia conspicis, aspice in me ..., s. Freiburg, UB., Hs.301, 162 v — 165 v (W. Hagenmaier , Die lateinischen mit- telalterl. Handschriften der Universitätsbibliothek Freiburg i.Br. [abHs.231], Wiesbaden 1980, S.66). Kl.L. 117 Profeßordnung u.a. Papier • 55 Bl. • 10/10,5 x 7/7,5 • Lichtenthai • 16. Jh. 1 Lagen: V 10 , (V+l) 21 , (VIII4-1) 39 , 2 IV". Schriftraum und Zeilenzahl unregelmäßig. Bastarda von mehreren Händen: 1. l v -10 v , 2. 12 r -20 r u. 22 r -30 v (vgl. auch K1.L.28 und Kl.L. 109, Teil III), 3. 20 v - 21 r , 34 v -38 v u. 52 r -55 r , 4. 40 r -51 r („Odilia sengerin", s. Einl., S.43). Rubrizierung nur 40 r -51 r . Dop- 342 Kl. L. 117 pelter Kopertband (innere Hülle: Pergamentblatt, beidseitig verziert mit bekröntem M in schwarzer Tinte; äußere Hülle: rotgefärbtes Schafleder). Auf dem Rücken modernes Lichtenthaler Signatur- schildchen. Herkunft: Schreiberinnenhände und Profeßformel 40 r weisen nach Lichtenthai. Literatur: Schindele , Abtei Lichtenthai 1, S .142. l v -20 r PROFESS-ORDNUNG. Erste Fassung 1 v — 10 V : >Die ordenung zu der wysung<. Noch dem Credo, so die predig uß ist, füret die eptißin die novitzen ... - (10 v ) untz sie czu dem heiligen sacrament sol gon etc.-, zweite Fassung 12 r -20 r : Wan ein novitz ir profeß gelyßt, so mach sie ein crutz daran ... - (20 r ) untz sie zu dem wirdigen scrament sol gen. Im wesentlichen Übersetzung von Kap. 102 des Liber usuum ord. eist. (Dijon 114, 180 rc ~ va , s. auch PL 166, 1482 C 5-1484 A 9). - l r und 11" leer. 20 v —21 r Nachtrag: Absolutio defunetae sororis post sepulturam. 22 r -23 r VISITATIONSORDNUNG (Auszüge). In der visitierung spricht die eptißyn: Lieben frawen und kint, ich heiß und gebut ... - (23 r ) nit also flißig geweßen also ich solt. 23 r -26 r AUFNAHME VON NOVIZINNEN. Item so ein novitz in daz capitel gefurt wirt ... - (26 r ) antwort der convent. Amen. Vgl. Anfang von Kap. 102 des Liber usuum (Dijon 114, 180 rc bzw. PL 166, 1481 C 14-1482 A 2). S. auch Kl. L. 108, 49 v . 26 v -30 v ZUSATZ ZUR PROFESSORDNUNG. So ein novitz sol profeß thun und die eptißyn spricht: waz suchent ir ... - (30 v ) und dann sint sie verbunden. - 31 r leer. 31 v —34 r VORSCHRIFTEN FÜR DIE FASTENZEIT. Am wyßen sontag im capitel spricht die eptißyn: Myn aller liepsten, es ist die zit ... - (34 r ) zu der wochen die taffei zwirnet slahen. Ähnlich wie der Schluß von Kap. 39 des Liber Ordinarius L 16 (dort 43 rb ). 34 v -38 v PROFESS-ORDNUNG. (Nachtrag, 16. Jh. 2 ). Wie 26 v -30 v , mit einigen Erweiterungen. 34 v -39 v NACHTRÄGE (16. Jh. 2 ): (34 v -38 v ) Wiederholung von 26 v -30 v mit einigen Erweiterungen; (39 v ) Ergänzung zu 40 r ; in presencia reverendi domini patris visitatoris Martini N. abbatis Porte celi ... (Martin II. Schleher, 1585-1627 Abt von Tennenbach, s. FDA 15 [1882], S. 235, sowie Burger , S. 171). - 39 r leer. 40 r —51 r ORDO PROFESSIONIS. Wie Kl.L. 86, 10 r — 14 V (s. dort), hier mit der Formel in hoc loco qui vocatur Lucidavallis. - 51 v leer. 343 Kl. L. 117 • Kl. L. 121 52 r -55 r ORDNUNG DES TRICENARIUMS. An s. Lantperten dag soll die sengerin im ca- pitel vgl. Kl.L. 108, 28 r -29 r . Kl.L. 121 Processionale cisterciense Pergament • 88 Bl. • 4,5/7 x 9/13 • 14. Jh. 2 Lagen: IV 8 , 3 VI 44 , IV 52 , V 62 , 2 IV 78 , V 88 ; Reklamanten; Doppelblätter innerhalb der einzelnen Lagen gezählt; Schriftraum unregelmäßig (wie Format der Blätter). 2-3 Notensysteme (Hufnagelnotation auf 4 Linien) mit entspr. Anzahl von Textzeilen. Textura von einer Hand, rubriziert. Rote Lombarden, schwarze Cadellen. Rot eingefärbte Pergamenthülle, Klappe von hinten nach vorne, mit Hakenverschluß zu befestigen. Auf dem Rücken modernes Lichtenthaler Signaturschildchen. Herkunft: Aus einer Zisterzienser(innen)abtei mit mehreren Kapellen außerhalb der Klosterkirche: Torkapelle, Dreikönigs-, Nikolaus- und Elftausend-Jungfrauen-Kapelle (eine solche 1335 für Pairis bezeugt, s. Barth , Sp. 1059; eine Dreikönigskapelle in Lützel, s. Barth , Sp.765). Literatur: - l r -88 r PROCESSIONALE CISTERCIENSE. l r -25 v Ordensüblicher Grundstock: Purificatio B .M.V., In ramis palmarum, Ascensio do- mini, Assumptio B.M .V.; vgl. Weinmann, S. 1 5 f. 25 v -39 r In dedicatione. >In dedicacione post primas vesperas in egressu processionis ad portam ...<, Responsorium Hesbert , Nr. 6735; (27 v ) >In capella porte<, Antiphon Hesbert , Nr. 4597; (28 v ) >In reversione ad monasterium< , Responsorium Hesbert , Nr. 6527; (30 r ) >/» cra- stino post missam de monasterio versus portam .. .<, Responsorien Laverunt stolas suas ... und Hesbert , Nr. 7057; (33 r ) >In capella porte .. .<, Antiphon Hesbert , Nr. 4252; (34 r ) >Si placue- rit ire ad capellam sancti Nycolai ...<, Responsorium Hesbert , Nr. 7675; (36 r ) >In capella sancti Nycolai <, Antiphon Hesbert , Nr. 5515; (37 v ) >Exeuntes de capella legant sextam de be- ata virgine ...<, Responsorium Hesbert , Nr. 6725; >/« monasterio ...<, Antiphon Hesbert, Nr. 4689. 39 r -53 v In festo corporis Christi. >Si quando in festo corporis Christi processio haberi placet, cantetur de monasterio post missam .. .<, Melchisedech vero rex Salem .. (40 v ) Accepit Jesus ca- licem (41 v ) >In capella porte ...<, O quam suavis (43 r ) >Ad sanctum Nycolaum ...<, Homo quidam ..., Respexit Helyas .. (46 r ) >In capella s. Nycolai .. .<, Ego sum panis vivus ..., (47 r ) >In exitu de capella s. Nycolai legatur sexta de beata virgine .. .<, >Responsorium versus monasterium< Ego sum panis vite ..., Immolabit hedum ..., Cenantibus Ulis (52 v ) >/« monasterio ...<, O sacrum convivium ...; zu den Antiphonen und Responsorien vgl. Lam- bot, S.91 und 95-97. 344 Kl. L. 121 ■ Kl. L., Archiv, Hs. 1 53 v —58 r In festo undecim milium virginum. >Undecim milium virginum ...ad ipsam capel- lam .. .<. Apparatu navium .. ., (56 r ) >Item crastino post missam ad capellam undecim milium virginum dicatur sexta de B.M.V. .. .<, >Item de capella ad monasterium<, Sanctis Rome visita- tis ..., Responsorien aus dem Reimoffizium AH 5 Nr.87. 58 r -87 r Varia. (58 r -60 v ) In suspectione episcopi(P), Responsorien Hesbert , Nr.6143 und 6983; (60 v -62 r ) De sancto Gregorio, Responsorium Vere felicem presulem ..., aus AH 5 Nr. 64; (62 r -63 r ) De sancto Bernhardo, Responsorium Accepit vir iustus a domino ..., s. Huot, Nr. 133; (63 v -78 v ) >De quacumque tribulacione< , Responsorien Hesbert , Nr.6433, 6060, 6491, 7793, 6126, 6003, 6240, 6324, 6326, 6109; (79 r -80 v ) De sancto Nicoiao, Responsorium Hesbert , Nr. 6222; (80 v -82 r ) De sancta Cruce, Responsorium Hesbert , Nr. 7266; (82 v -83 v ) De angelis(?), Responsorium Hesbert , Nr.7757; (83 v -84 v ) >/n capella undecim milium virginum<, Benedictus-Antiphon aus AH 5 Nr. 87; (84 v -86 r ) >In capella trium re- gum<, Antiphon Hesbert , Nr. 1205; (86 r -87 r ) >In capella porte<, Antiphon Hesbert , Nr. 3442; (87 r -88 r ) >In capella s. Nycolai<, Antiphon Hesbert , Nr.4051. - 88 v leer. Kl.L., Archiv, Hs. 1 Missale cisterciense Pergament • 2(Pap.) + XIV+298 + 18(Pap.) Bl. • 17 x 12 ■ Elsaß • um 1300 Lagen: III VI , IV xlv , 21 VI 2 ", (V+ l) 263 , (III + 3) 272 , (V+ l) 283 , VI 295 , (1+ l) 2 ' 8 , VIII 1 ". Foliierung von der Schreiberhand: I-C (= Bl. 1-100 nach der heute gültigen Zählung); Vorspann mit moderner Foliierung in römischen Ziffern; die Papierblätter am Schluß des Buchblocks (Wz.: Piccard , Horn, II, 206 -I- 207, belegt 1386 in Süddeutschland) mit moderner Zählung 1 a-16 a. Vor und nach dem Buchblock je 2 ungezählte leere Papierblätter (mit den Spiegeln zusammenhängende Vorsätze, Wz. s.u.). Schriftraum im Corpus der Hs. 12 x 8,5. 2 Spalten, 35 Zeilen. Corpus der Hs. in gotischer Buch- schrift von zwei etwa gleichzeitigen Händen: Haupthand l r -272 y , zweite Hand VI r -XII v (Kalendar) u. 273 r -295 r ; außerdem eine Reihe von Nachtragshänden des 14. und 15. Jh's. Übliche Rubrizierung. Im Haupttext rote und blaue Lombarden mit einfachem Fleuronnee (durchgehend von derselben Hand); mehrere qualitätvolle Fleuronnee-Initialen, bes. bemerkenswert 155 v T(e igitur). Quadratnotation auf 4 roten Linien 67 v -69 v , 92 r -96 v , 98 r — 100 v u. 171 r —172". Schweinslederband des frühen 17. Jh's mit Rollenstempeln und jeweils einem kleinen Plattenstempel (Kreuz mit IHS im Strahlenkranz) in der Mitte der beiden Deckel (wie L 133), 2 Messingschließen, Rotschnitt, Spiegel und Vorsätze (s.o.) mit Wz. ähnl. Piccard , Lilie, 11,1260 bzw. 1262 (belegt 1622-1623), Gruppe III der für Lichtenthai gefertigten Einbände (s. Einleitung, S.45). Auf dem Rücken modernes Lichtenthaler Signaturschild über Schildchen des 19. Jh's ( 1/561 ?) geklebt. Herkunft: Zisterziensermissale, aufgrund paläographischer Kriterien um 1300 zu datieren (vgl. auch 27b 1 ). Ursprünglich wohl für ein Männerkloster bestimmt. Besonderheiten in Kalendar und Proprium de sanctis weisen in den elsässischen Raum. Gegen Ende des 14. Jh's möglicherweise in Gebrauch in einem nicht-zisterziensischen Milieu (vgl. Sequentiar am Schluß der Hs.). In Lichtenthai 345 Kl. L., Archiv, Hs. 1 spätestens seit der 2. Hälfte des 15. Jh's (um 1470), vgl. Nachtragsschicht im Kalendar. Anhang z.T. nach einer Maulbronner Vorlage (s. 16 a r ). I r Diß hört geyn Liechtendal und [...] cysterciense (?) est iste Uber (von zwei Händen des 15. Jh's). Auf dem Vorderspiegel hsl. Notiz, die Überstellung der Hs. an die Lichtenthaler Tochtergründung Mariengarten bei Bozen im Jahr 1883 und die Rückgabe an das Mutterkloster im Oktober 1962 betreffend. Literatur: Schindele , Abtei Lichtenthai 1, S.34f u. S.48. I r -VI v NACHTRÄGE: (I r -V r ) Missa de sancta Sophia, Leo III. zugeschrieben. [L]eo papa quando creatus a Romanis depulsus ab apostolica sede ... Loquebar de testimoniis ..., s. Franz, Messe, S. 279-281 (derselbe Text auch in der Lichtenthaler Sammelhs. GLA 64/19, 179 r — 180 r , s. Einl., S.30f), 14. Jh.; (V r ) Sieben Notmessen. Der got wolle bitten umb sine not ..., der heiße meße singen ...: In die dominica de sancta trinitate ... (s. Franz , Messe, S.270- 277), 14. Jh.; (V v -VI r ) Meßorationen de decem milibus martyrum, de B.M.V., de omnibus sanctis, de s. Helena, 15. Jh.; (VT) Varia: Verse über die Anzahl der Wochen eines Jahres (Walther , Initia carminum, Nr. 17612), Schreibervers (als Federprobe) Sum scriptor talis, monstrat me littera qualis (s. auch Colophons , Nr. 23606-23611), beides 14. Jh.; von der Hauptnachtragshand des Kaiendars Abschrift der Lichtenthaler Kirchweihurkunde von 1252 (Druck: Schindele , Abtei Lichtenthai 1, S .34f), datiert LXVII in crastino Gerdrudis quarta feria post Iudica (18.März 1467); von einerweiteren Hand des 15. Jh's Meßorationen de s. Placido, de s. Scholastica, de s. Mauro, de s. Romano. VII r -XII v KALENDARIUM. Anlage: zisterziensisches Kalendar, entsprechend dem Stand um 1260 (vgl. Backaert ); nebst dem ordensüblichen Festbestand auch die Straßburger Heiligen Arbogast und Florentius (21.7. bzw. 7.11.) berücksichtigt. Von einer Hand des 14. Jh's einige Einzelzusätze sowie die Monatsverse Walther , Initia carminum, Nr. 14374. Umfangreiche Nachtragsschicht von derselben Hand wie die 3. Nachtragsschicht im Kalendar von L 51 (s. dort), um etwa 1470 zu datieren; außer den ordensüblichen Ergänzungen (im 14. und 15. Jh. neu aufgenommene Feste) auch eine Anzahl bes. am Mittel- und Niederrhein verehrter Heiligen (u.a. bemerkenswert: Luteri [= Ludgeri] 24.4., Translatio Cassi et Florencii 2.5., Godehardi 5.5., Gangolphi 13.5., Hedwigis nobilis ma- trone 15.10., Galli et Lulli 16.10.), aber auch Conradi 26.11. (Konstanz). Von dieser Hand auch folgende Notizen: Joseph nutritoris Christi, Minores habent IX lectiones (zum 19.3.); collacio, in Buem [Büren] fit proprius sermo (zum 21.3., Benedikt); quando cadit in aliquam dominicam XLe ... ut factum fuit LXX" anno [1470], tunc cecidit in dominicam Oculi, et similiter familia in Büern (zum 25.3., Annuntiatio B. M. V.); Hic fuit prima dedica- tio anno LXX" (vgl. Schindele , Abtei Lichtenthai 1, S.34 u. 136), darunter: Notum sit Omnibus quod dedicatio basilice Lucidevallis et dominorum in Alba [Herrenalb] in perpetuum erit proxima dominica ante Marie Magdalene. Actum Barnabe apostoli LXX" [11.6.1470], Albe vero ... (zum 15.7., vgl. Schindele , Abtei Lichtenthai 1, S.34 f); dominica ante Bartho- lomei dedicacio in Alba dominarum (?) [Frauenalb] (zum 21. 8.); dedicacio basilice Lucideval- 346 Kl.L., Archiv, Hs. 1 Iis dominica ante nativitatis s. Marie, amplius dominica ante Marie Magdalene. Actum anno domini LXX", Barnabe apostoli ... [s.o.] (zum 5.9.); außerdem zwei Nekrologeinträge: o. soror Otilia. 66to. (zum 10.8., analoger Eintrag von derselben Hand in Nekr . 47, 15 v ), so- ror Frene. 72°. Verena de Constancia (ebenso in Nekr . 47, 17 v , jeweils zum 15.9.). Weitere Einzelnachträge: u.a. Romani abbatis, duplex maius apud Benedictinenses (!), zum 22.5. (Hand des 15.Jh's, s. auch VI v ); Deodati (zum 19.6., wie L 19 und Kl.L.25). XIIL leer. XIII v -XIV v Zisterziensische Allerheiligenlitanei, s. Weinmann, S. 1 7 f ( Emmunde u. Mala- chie nachgetragen), abschließend die Orationen der Messe contra paganos (s. Bruylants, 1, Nr. 553). 1 r —298 v MISSALE CISTERCIENSE. >In nomine sancte et individue trinitatis incipit ordo missalis secundum consuetudinem Cysterciensium<. Hs. bei Marosszeki, S. 158-164, nicht verzeichnet. 1 r — 152 r Proprium de tempore. Sakramentartexte wie Dijon, Bibl. mun., ms. 114, 130 r — 133 v u. 134 v — 135 v , Perikopen wie Dijon 114, 103 r — 11 l v u. 114 V — 126 r (im Normcodex Beginn jeweils mit der Weihnachtsvigil, hier mit dem 1. Adventssonntag). Bemerkenswert: notierte Gesangsteile für die Karwoche (66 v — 101 r ). 152 r — 155 r Praefationes. Wie Dijon 114, 133 v — 134 r . 155 v — 157 v Canon missae (mit Randnachträgen). Wie Dijon 114, 134". 157 v —261 v Proprium de sanctis. Sakramentartexte wie Dijon 114, 135 v -139 r , Perikopen wie Dijon 114, 111 v — 113 V u. 126 r -128 r . Zusätzlich die durch die spätere Entstehungszeit bedingten Ergänzungen des zisterziensischen Heiligenkalenders berücksichtigt; außerdem die Feste Cantii et Cantiani (191 v , Reliquien dieser Heiligen in Aquileia, Verehrung aber auch für Straßburg belegt: s. M.Barth , Elsässische Kaiendare des 11. und 12. Jahrhunderts, in: Archiv für elsäss. Kirchengesch. 3 [1928] 1-21, hier S. 14) und Arbogasti (206 v ). Prozession zu Purificatio B .M .V. mit Notation (171 r — 172 V ). Als Randnachtrag des 15. Jh's Traubenweihe am Fest des hl. Sixtus: Benedic, domine, hosfructus novos uve ... (214 v ), vgl. Franz , Benediktionen 1, S.372. 261 v -266 r Commune sanctorum. Sakramentartexte entspr. Dijon 114, 139™ (hier mit einigen Abweichungen), Perikopen wie Dijon 114, 113 V — 114 V u. 128 r -129 r . 266 r -268 v In dedicatione. Wie Dijon 114, 129" u. 139 v . 268 v -278 r Votivmessen. Wie Dijon 114, 129 v u. 139 v — 140 r , jedoch mit zusätzlichen Formularen: (271 r ) >ad omnes sanctos communis< (Bruylants 1, Nr. 567), (272 v ) >pro tribulatione< (Deshusses , Nr. 2449-2451), (276 r -278 r ) >pro imperatore< (Deshusses , Nr. 1266, 1267, 347 Kl. L., Archiv, Hs. 1 1269) mit Namenskürzel A. (wohl Albrecht I., 1298-1308, zu dessen Beziehungen zum Zisterzienserorden s. A.Hessel , Jahrbücher d. Deutschen Reichs unter König Albrecht I. von Habsburg, München 1931, S. 198 f), >pro rege< (Deshusses , Nr. 1270-1272), >pro omni gradu ecclesiastico< (Omnipotens et misericors deus, respicere dignare super apostolicam dignita- tem ..., Hostias tibi, domine, laudis offerimus in commemoratione ..., Sumentes, domine, sacra- menta corporis et sanguinis ...), >pro congregatione< (Deshusses , Nr.2255, 2256, 2258), >pro concordia fratrum< (Omnipotens sempiterne deus, edificator et custos Ierusalem .. ., dann Deshusses , Nr. 2504 u. 2260, s. auch zist. Missaledruck von 1486 [ Hain 11279], 1 5 r ), > contra temptationem carnis< (Deshusses , Nr.2320, 2321, 2323), >missa specialis sacerdotis< (Deshusses , Nr. 1285, 1286, 1288), >pro derelinquentibus seculum< (Deshusses , Nr.2239, 2085, 1369), >pro conpunctione< (Deshusses , Nr.2340, 2336, 2344), >missa votiva< (Deshusses , Nr. 1289, 1290, 1300, 1292), >pro amico< (Deshusses , Nr. 1298, 1299), >pro salute vivorum< (Deshusses , Nr. 1300, 1301, 1303), >missa pro familiaribus< (Deshusses , Nr. 1293-1295). 278 r -282 v Missae pro defunctis. Wie Dijon 114, 140" (Reihenfolge z.T. etwas anders), am Schluß eine weitere Missa communis ( Deshusses , Nr. 3130-3132), danach die Perikopen. 282 y Votivmesse >contra cogitationes perversas< (Deshusses , Nr. 2325, 2326, 2329). 282 v -283 r Rubriken zum Ordo missae, wie Dijon 114, 130 r (mit einigen Abweichungen). 283 r -286 r Orationes ante Missam. Summe sacerdos et pontifex ... - (28 5 V ) ita ut neque esu- riam neque siciam amplius in etemum. Ps.-Ambrosius, s. W ilmart , S. 114-124 (auch in Dijon 114, 129 v — 130 r ). Et ut efficax hec mea sit deprecatio, beate Marie Semper virginis suffra- gium peto ..., Apostolorum intercessiones imploro ..., Martyrum preces exposco ..., Confesso- rum orationes expostulo ..., Subveniat mihi apud misericordiam tuam chorus sanctarum virgi- num diese Gebete so auch in Aschaffenburg, Hofbibl., Hs.8, 34" (s. J. Hofmann f und H.Thurn , Die Handschriften der Hofbibliothek Aschaffenburg, Aschaffenburg 1978, S.25 und Initienregister); (286 r ) O lux mentium, deus, expelle a me stulticie nocte[ m] ... - sine fine deus unus in secula seculorum. Amen. 285 r -287 r Benedictio aque, wie Dijon 114, 148 vc -149 ra . 287 r -295 r Ordo unctionis infirmorum et agenda mortuorum, wie Dijon 114, 149 rb — 150 va . 295 v -298 v Nachtrag (14. Jh.): (295 v -296 r ) Meßformular de corpore Christi ( Cibavit eos ...); (296") Österliche Benediktionen: > Benedictio agni in pascha .. .<. Post celebratam, domine, sancti pasche (!) sollempnitatem ..., s. Franz , Benediktionen 1, S. 584, > Benedictio alia- rum carnium<. Deus universe carnis, qui Noe et filiis suis, s. Franz , S.585, > Benedictio caseu. Dignare, domine omnipotens deus, benedicere et sanctificare ..., s. Franz , S.592, >ovorum<. Subveniat, domine, quesumus, tue benedictionis gratia s. Franz , S.592, >In pisale< [recte: pyrali]. Omnipotens sempiterne deus, cuius sapientia hominem docuit ..., s. Franz , S.640, >lardi<. Deus, qui per ressurectionem filii tui pascalia nobis gaudia ..., s. Franz , S.589; (296 v - 348 Kl. L., Archiv, Hs. 1 298") Votivnotmessen: Initien der sog. Gregorianischen Messen (s. Franz , Messe, S.268- 279), Messe der 14 Nothelfer (vgl. Franz , Messe, S. 171-173), Der gott wolle bitten umbe sine not ..., wie V r (s.o.), hier jedoch unvollständig. * * * ANHANG (14./15. Jh.): la r -14a r SEQUENTIAR. (la r -8a r ) Proprium de tempore: AH 53 Nr. 10. 16. 15. 215. 168. 156. 29, AH 50 Nr. 269 (s. auch unten), AH 53 Nr. 99 (s. u.). 36. 50, AH 54 Nr. 7 (dazu am Rand 5a v -6a r als Tropus der Anfang von AH 1 Nr. 65 und das deutsche Osterlied Christ ist erstanden ..., s. Wackernagel , Kirchenlied 2, S .43f), AH 53 Nr.67. 70, AH 54 Nr. 153, AH 53 Nr. 81, AH 50 Nr. 385; (8a r -13a r ) Proprium de sanctis: AH 53 Nr. 122, AH 54 Nr.66, AH 50 Nr.269, AH 53 Nr.99, AH 54 Nr. 124, AH 53 Nr. 163. 210, AH 50 Nr.267. 268, AH 53 Nr. 173. 104. 95, AH 50 Nr.270, AH 53 Nr. 112. 181, AH 55 Nr.203; (13a r -14a r ) Commune sanctorum: AH 53 Nr.228, AH 55 Nr. 14, AH 50 Nr.271, AH 54 Nr. 216. - 14a r -15a r leer. 15a v -16a v BENEDICTIONES VARIAE. (15a v -16a rb ) Benedictio amoris s. Johannis: Io 1,1-14; Ps 22, Oration Dens et pater domini nostri Jesu Christi, cuius verbo . .., Schlußformel Benedictio dei ... descendat super hunc liquorem vini ..., s. Franz , Benediktionen 1, S. 316, 307 u. 324; (16 a rb ) Ad deponendam albam dicas hanc orationem etc.: Domine deus, Creator humani generis, ... quaesumus huic famulo de fönte baptismatis renato . .., vgl. H. J. Spital , Der Taufritus in den deutschen Ritualien ..., Münster i. W. 1968, S. 123 mit Anm. 716 (nach dem Speyerer Rituale von 1512; s. auch A. Dold , Die Konstanzer Ritualientexte in ihrer Entwicklung von 1482-1721, Münster i.W. 1923, S.46); Item ista benedictio dicenda est super vinum .. Dignare, domine deus omnipotens, benedicere ... hanc creaturam vini ... (ähnliche Formel für die Segnung von Käse bei Franz , Benediktionen 1, S.592); Hec ex li- bro novo missale Afw/£[runnensi?] LXV° [1465]; (16 a v ) weitere Benediktionen zum Taufritus (Hintragen des Kindes zum Altar, Ablutio chrismatis, vgl. Spital , s.oben, S. 128 u. 121 — 123), davor Segensspruch zur Einführung der Wöchnerin für den Aussegnungsakt (vgl. Franz , Benediktionen 2, S.232 m. Anm.4, u. Dold , s.oben., S.48) mit Meßformular de B.M.V. in tempore paschali (vgl. auch Kl.L. 86, 1"). 349 Kl. L., Archiv, Hs. 2 Kl.L., Archiv, Hs. 2 Psalterium • Heures de la Passion (altfranzösisch) Pergament • 166 Bl. • 18x13- England • um 1380 Lagen: III 6 , (IV+1) 15 , 18 IV 159 , (IV-2+1) 166 . Textverlust nach Bl. 165. Reklamanten, meist abgeschnitten. Schriftraum im Corpus der Hs. 11 x 7. 20 Zeilen. Textura, von einer Hand (ziemlich schwankend) mit Ausnahme von 158 r -159 v und 165"" (zwei gleichzeitige Nachtragshände); außerdem 7 r , 166" sowie im Kalendar Nachträge von einer Lichtenthaler Hand (Bastarda, um 1500). Aufwendige buchmalerische Ausstattung in der typischen Manier der Bohun-Manuskripte (s. unter Herkunft). Durchgehender Bordürenschmuck: Einfassung des Schriftspiegels durch Blattgoldleisten mit Dreiblattausläufern. Zahllose kleinere Initialen und Zeilenfüller auf Goldgrund, die Initialen an den Psalmanfängen häufig mit Drolerien. Im Kalendar Medaillons mit Darstellungen der Monatstätigkeiten und der Tierkreisbilder. Hauptzäsuren des Psalteriums durch Zierseiten hervorgehoben (sie- benzeilige figürliche Initialen und bordürenartige Randminiaturen), folgende Themen: 8 r Schöpfung, Sündenfall, Vertreibung aus dem Paradies, Kain und Abel (zu Ps 1); 29 r Noa und die Sintflut (zu Ps 26); 42 r Turmbau zu Babel, Auszug Abrahams aus Haran, Abraham und Sara vor dem Pharao (zu Ps 38); 54 r Abraham und die drei Männer in Mamre, Lot und der Untergang Sodoms (zu Ps 51); 54" Jakob erschleicht sich den Segen Isaaks (zu Ps 52); 67 r Joseph wird von seinen Brüdern verkauft (zu Ps 68); 83 r Geburt, Jugendtaten und Heirat des Mose, brennender Dornbusch (zu Ps 80); 97 r Wunderzeichen von Mose und Aaron vor dem Pharao, ägyptische Plagen (zu Ps 97); 98 v Durchzug durch das rote Meer, Lobgesang der Kinder Israels (zu Ps 101); 111 v Mose empfängt die Gesetzestafeln, Tanz vor dem goldenen Kalb (zu Ps 109); 124 v Bundeszelt und Bundeslade (zu Ps 119); 140 v Mose schlägt Wasser aus dem Felsen, Schlangenplage und Aufrichtung der ehernen Schlange (zum Beginn der Cantica). Mehrere dieser Zierseiten mit Wappen: 8 r England nach 1340, John of Gaunt, Henry duke of Lancaster, Bohun, Butler of Ormond, Courtenay; 98 r Bohun; 111 v England nach 1340, John of Gaunt; 124" Henry duke of Lancaster, Bohun; 140 v Butler, Courtenay. Zu den Tagzeiten 160 r - 164 r siebenteiliger Passionszyklus wohl von anderer Hand (in der Qualität der Psalterillustration überlegen), jeweils eine sechszeilige Initiale vor gepunztem Goldgrund mit folgenden Darstellungen: 160 r Judaskuß und Gefangennahme Jesu, 160" Verspottung Jesu vor Kaiphas, 161 r Jesus trägt das Kreuz, 162 r Kreuzigung, 162 v Longinus öffnet die Seite Jesu, 164 r Grablegung. Eine weitere Initiale gleicher Art 165 r : Agnes (?) vor Maria mit dem Kind. Blindgepreßter brauner Lederband, Gruppe II der für Lichtenthai gefertigten Einbände, Stempel 2 u. 13 (s. Einleitung, S.44), außerdem zwei sonst nicht verwendete Einzelstempel (vierblättrige Rosette, Schriftband Maria); von urspr. 2 Schließen noch die Halterungen vorhanden, Rücken 1937 erneuert. Herkunft: Buchschmuck und Heraldik sowie Kalendar und Litanei belegen die Zugehörigkeit zu der ca. 1360-1390 in England entstandenen Gruppe der sog. Bohun-Manuscripts (s. E.G.Millar , La mi- niature anglaise aux XlVe et XVe siecle, Paris etc. 1928, S.30-33, 67-72, und PI.60-70; M.R.James, The Bohun manuscripts, Oxford 1936; zusammenfassend jetzt L. F. Sandler , Gothic Manuscripts 1285-1385, Oxford 1986 (= A survey of manuscripts illuminated in the British Isles, V, 1-2), Bd. 1, S.34-36 u. S.60 sowie Abb.346-275, Bd.2, S. 147-163). Engste Beziehungen bezügl. Buchmalerei, Schrift und weiteren kodikologischen Einzelheiten verbindet die in der Literatur bislang unbekannte 350 Kl.L., Archiv, Hs.2 Hs. mit einer um 1380 anzusetzenden Gruppe von vier Hss. bzw. Fragmenten ( Sandler , s.oben, Bd.2, S. 157-163), bes. mit Kopenhagen, Königl. Bibl., Thott 547.4° und 517.4°. Diese beiden Kopenhagener Fragmente bildeten vermutlich ursprünglich ein Ganzes (Stundenbuch) mit dem Lichtenthaler Psalterium. Dieses befand sich spätestens um 1500 in Lichtenthai (vgl. Nachträge im Kalendar sowie Einband), dort im Besitz der Äbtissin Rosula Roeder von Hohenrodeck (1519-1544): Der er- wirdigen und geistlichen frawen fraw Rosula Roederin von Hohenrodeck, epptissin des gotzhus Liechtental bey Büren gelegen, gehört diser psalter (Notiz auf dem Vorderspiegel, s. auch Schindele , Abtei Lichtenthai 2, S.71 Anm. 888; von anderer Hand der Zusatz: um das jähr 1544). Unter dieser Notiz von einer Hand des späten 19. Jh's: Provenienz unbekannt. Lag unter den im Pulte des Archivdirektors Mone befindlichen Archivalien. Bleistiftsignaturen GLA 826 und Karlsruhe 1138 (zu diesen und zu der jüngeren Besitzgeschichte der Hs. s. Einleitung, S. 31). Auf dem hinteren Spiegel: Dem Kloster Lichten- thal zurückgegeben auf Grund des Erl. des Präsidenten des Landesbezirks Baden - Abt. Kultus und Unterricht - vom 15. 4.1948, Nr. A.K. 906. Literatur: W.Brambach u.a., Die Karlsruher Handschriften 1 (Die Handschriften der Badischen Landesbibliothek Karlsruhe 4, Neudruck mit bibliographischen Nachträgen), Wiesbaden 1970, S .220 u. 312; Kattermann , S .307 u. 310 f; Schindele , Abtei Lichtenthai 2, S.71; Heinzer , Lichtenthaler Bibliotheksgeschichte ... (wie Anm. 1 d.Einl.), Schluß. Lit. zur Buchmalerei s.o. l r -6 v KALENDARIUM, nicht-liturgisch. Nach dem Gebrauch von Sarum (vgl. W. H. Frere , The use of Sarum 2, Cambridge 1901, S. 102-138). Hauptfeste mit roter, blauer und goldener Tinte ausgezeichnet. Besonders charakteristisch: Octava Thome martiris (5.1.), Wulstani (19.1.), Edwardi regis et martiris (18.3.), Cuthberti (20.3.), Ricardi (3.4.), Alphegi (19.4.), Dunstani (19.5.), Augustini (26.5.), Bonefacii (5.6.), Botulphi (17.6.), Translacio s. Edwardi regis (20.6.), Etheldrede (23.6.), Translatio Thome martiris arciepiscopi Cantuarien- sis (7.7.), Translatio s. Swithuni (15.7.), Kenelmi regis (17.7.), Cuthburge (31.8.), Bertini (5.9.), Thome episcopi Herefordiensis (2.10., 1320 kanonisiert), Translatio s. Edwardi regis (13.10.), Vulfranni (15.10.), Michaelis monte Tumba (16.10.), Edmundi arciepiscopi (16.11.), Edmundi regis (20.11.), Thome archiepiscopi Cantuariensis (29.12.). Von einer Hand des späten 15. Jh's durch Streichungen (bzw. Suppungierung) und Zusätze dem zi- sterziensischen Heiligenkalender angepaßt und für den Gebrauch in Lichtenthai eingerichtet (l v zum 25.2. Nekrologeintrag für die Stifterin Irmengardis, zum 7.11. Florencii). 7' NACHTRAG (15. Jh.): Teile des zisterziensischen Offiziums. Lectio brevis für die Werktage während der Himmelfahrts-Oktav ( Brev. Cist . 1484, m3 v -m4 r ) sowie Collectae für die Sonntage nach Epiphanie und nach Pfingsten ( Brev. Cist . 1484, e3", e5 r sowie n 15 r ). - 7 V leer. 8 r — 158 r PSALTERIUM NON FERIATUM. (8 r — 140 v ) Pss 1-150, nicht-monastische Teilung; (140 v — 147 v ) Laudes-Cantica; (147 v — 152 v ) Te deum, Canticum trium puerorum, Bene- dictus, Magnificat, Nunc dimittis, Quicumque; (152 v — 158 r ) Allerheiligenlitanei mit Preces, in der Litanei u.a. folgende Anrufungen: Silvester, Leo, Ieronime, Augustine, Ysodore, Iu- 351 Kl. L., Archiv, Hs. 2 liane, Gildarde, Medarde, Albine, Eusebi, Swithine, Birine und Scolastica, Petronilla, Geno- pheva, Praxedis, Sotheris, Prisca, Tecla, Affra, Editha (entsprechend dem Gebrauch von Sa- rum, vgl. z.B. Leroquais , Livres d'heures 2, S.90, dort jedoch wesentlich umfangreichere Listen), abschließende Orationen: Deshusses , Nr. 851, 2242, 1304, 1343, 1437, 1346,3130. 158 r — 159 v ALTFRANZÖSISCHE GEBETE. [G ]races vous rens, tout puissant, pere vray ..., (158 v ) [B \iaus sires diex,filz a dien le pere, qui recomandes ta douce mere ..., (159 r ) [O] Jesu Nazaret, a mes meschies et mes tribulations qui environent moy .. ., Ubersetzung von O Jesu Nazarene, respice tribulationes meas (s. Leroquais , Livres d'heures 2, S.34), (159 v ) [S] zre Jesu Crist, filz de dieu vif, je te adour pour ce que es vray diex .. ., [B] iaus sires diex omnipo- tens, si o je croy vraiement ..., Reimgebet, s. Mone 1, S.286 (nach dieser Hs.) sowie J .So- net , Repertoire d'incipit de prieres en ancien franfais, Geneve 1956, Nr. 191. 160 r — 164 v HEURES DE LA PASSION, altfranzösisch (anglo-normannische Mundart). Le savoir a dieu le piere quest divyne verite ... (Ubersetzung von Patris sapientia, AH 30 Nr. 13), zu jeder Tageszeit jeweils eine Strophe dieses Hymnus sowie das Gebet Mon sei- gnour Jesu Christ, le filz dieu vivaunt sanz fyn, qe moert mye ta passioun ... (Übersetzung von Domine Jesu Christe ..., pone passionem ..., s. Klapper , S.3f). 165" ORATIO AD MARIAM ET JOHANNEM APOSTOLUM. O beata et intemerata et in eternum benedicta O sancte Johannes, beatissime Christi familiaris amice O due gemme Celestes ... (Schluß fehlt), s. Leroquais , Livres d'heures 1, S. XXV, und 2, S.435. 166" NACHTRAG (15.Jh.): Ordinarium officii in aestate, zisterziensisch (s. Huot, Nr. 80 u. 31-33). 352 NAMEN- UND SACHREGISTER Die halbfett gedruckten Ziffern ohne Zusatz beziehen sich auf die in der Badischen Landesbibliothek aufbewahrten Handschriften (L-Signaturen, Katalogteil, S. 79-301), der Zusatz Kl. L. bezeichnet die heute noch im Kloster Lichtenthai befindlichen Handschriften (Anhang, S. 303-352). Abkürzungen: Ausz. (Auszug), N (Nekrologeintrag), Pr I (Provenienz I: Schriftheimat, Entstehungsort), Pr II (Provenienz II: Vorbesitzer, Aufbewahrungsort), S (Schreiber bzw. Schreiberin). Abendsegen 98, 147 r Abgabenregister 76, 156 r Ablaßtexte 58, 47 v ; 126(11), 3 V ; 140(11), 106 r ; Kl. L. 77(11) - Ablaßverzeichnis der römischen Stationskirchen 98, 102 v Abschiedsreden Jesu, deutsch 96, 90 r Absalom - über Absaloms Rebellion und Tod 89, Makulaturfragment Absolutionsformeln 16, 78 r ; 126(11), 3 V ; 127(11), 4 V Aderlaß - Aderlaßmännchen 76, 15 v - Aderlaßregeln, deutsch 76, 16 r ; 140(11), 116 V - Aderlaßtafel 8, 7 r ; 47, 14 v ; 49, 12 v - Aderlaßtraktat 140(11), 118 r Aegidius Romanus, Gebet vom Antlitz Christi, deutsch 104, 5 V Agatha H. (N) 51, 4 r Agnes von Baden (N) 37, 2 r Agnes R. (Pr II) 43 Agnes von Spanheim (N) 37, 4 r Albertanus Causidicus Brixiensis s. Albertus, Meister Albertus (Albrecht) - Albrecht von Bonstetten, Suffragium vom sei. Bernhard von Baden Kl. L. 111, 404 v - Albrecht I. von Habsburg, deutscher König Kl. L. Archiv, Hs. 1, 276 r - Albertus de Löwenstein (N) 37, 3 V - Albertus de Löwenstein, hospitalarius et pri- mogenitus (N) 37, 6 r - Ps.-Albertus Magnus, Paradisus animae, deutsche Bearbeitung 79, l r - Albertus, Meister - - Meister Albertus Lere 77, 54 v - Albert von Monnickendam, Exhorte an Margaretha von Baden Kl. L. 113,2, 2 r - Albertus, Neuburger Mönch (S) 46; Kl. L. 100, l r Albrant, Meister, Roßarzneibuch (Ausz.) 76, 121 r Alleluiaverse, bemerkenswerte 5, 41 v ; 46, l r , 243 r , 244 r ; Kl.L. 15, 163 v , 166 v ; Kl.L. 19, 137 v ; Kl.L. 25, 126 r ; Kl.L. 29, 2 V , 144'; Kl.L. 100, 7" Andacht, deutsche - Allegorische Texte - - Almosen, geistliches 103, 33 r - - Badstube, geistliche 103, 14 v - - Fasnachtsmahl, geistliches 103, 23 v - - Kauf, geistlicher 103, 50 v - - Kerze, geistliche 103, 32 r ; 106, 316 r - - Mai, geistlicher 92, 224 v , 228 v - - Nest, geistliches 94, 338 r - - Totentruhe, geistliche 103, 4 r - - Vierzig Zellen in der Wüste 92, 80 r - Guttodandacht 103, 34 r - Jesus Christus 353 Namen- und Sachregister - - Angst am Ölberg Kl.L. 109, 32 r - - Blutvergießen Kl.L. 111, 2 r - - Dornenkrone 90, 209 r , 220 v ; 92, 258 r ; 107, 174 v ; Kl.L. 109, 189 r - - Innerliche Leiden 92, 70 v ; 94, 275 r ; 99, 56 r - - Kindheit 61, Fragm.2; 92, 60 r ; 107, 18 v - - Lebensweg 90, 177 r ; 92, 39 r ; 99, 8 r ; 109, 23 l r - - Passion 90, 9 r ; 92, 293 r ; 96, 214 r , 232 v , 242 v , 268 r ; 97, l r , 286 r ; 105, 151 v ; 106, 184 r , 255 v ; 107, 79 r , 313 r ; 109, 179 r , 254 r ; Kl.L. 113,2, 16 r ; s. auch Kreuzwegandacht, Passionsbetrachtung, Tagzeiten - - Wunden 98, 4 V ; 106, 178 v - Joseph 92, 279 r ; 107, 126 v - Kirchenjahr - - Karwoche 90, 298 v ; 92, 267 r ; 106, 302" - - Weihnachtsmessen 90, 292 r - - Weihnachtszeit 91, 491 r ; 92, 60 r ; 107, 18" - Kommunion 107, 275 r - Maria 107, 266 v - - Empfängnis 97, 45 v ; 106, 282 v ; 109, 294 r - - Kindheit 142(11), 86 v - - Kleider 142(11), 108 r , 126 r - - Wurzgärtlein 109, 290 r - - s. auch Novene, Rosenkranz, Salveandacht, Tagzeiten - über das Totenoffizium 103, 56 v - Wochentage 94, 349 v Angeloch, Anna Sibilla von (N) 126 (I), Kalen- dar Anleitung zum rechten Sterben 90, 285 r - s. auch Sterbebüchlein Anna Barbara, Sr. (Pr II) 142 Anna von Bolanden (Pr II) 37 Anna von Eberstein (S) 90, 9 r ; 92, 6 r Anna von Kandel (N) 34, 3 V Ps.-Anseimus von Canterbury, Fragen an einen Sterbenden 140(11), 15 r Antiphon, marianische 14, 74 v ; 56, 138 v ; s. auch Salve regina Antiphonale - benedictinum (Bursfelder Union) 21-22 - cisterciense 5(1), 15,141, Kl. L. 3, Kl. L. 5, Kl. L. 14, Kl.L. 15, Kl.L. 19, Kl.L. 26, Kl.L. 29, Kl. L.100; Ausz.: 118 (II); Kl. L. 4, Kl. L. 108 (I) - Fragmente 24, Vorderspiegel; 46, 225 r ; 49, Spiegel Antiquariatshandel s. Baer, Cohn, Gilhofer u. Ranschburg, Rosenthal, Trübner Antonius Azaro de Parma, Sermones (Fragment) 9, Spiegel Apollonius von Mainz, Gewürztraktat 76, 98 r Apothekergewichte, Merkvers 31, 192" Arbor consanguinitatis s. Verwandtschaftsbezeichnungen Aristoteles latinus - Elenchi sophistici, Kommentar 34, Vorderspiegel - Periermeneias (Translatio Boethii) 31, 17 r - Praedicamenta 31, I r - - Kommentar 31, 79 r Ps.-Aristoteles latinus - Liber sex principiorum 31, 38 r - - Kommentar 31, 89 r Armut der Jünger Christi, von der 69, 265" Arnaldus, Exemplum, deutsch 74, 155 vb Ps.-Arnaldus de Villanova, Epistula de virtute quercus, deutsch Kl.L. 28, p.63 Arsenius, Pater (Kloster Fremersberg) Kl.L. 19, Vorderspiegel Artes liberales, Verse 31, 17 r Arzneibuch Kl.L. 28 - s. auch Medizinische Texte, Pharmazeutische Texte Astrologische Texte s. Medizinisch-astrologische Merkverse, Planetae Astromedizinische Texte - Merkverse 31, 213 r - Tierkreiszeichen 76, 25 v - s. auch Aderlaßregeln, Diätetik, Planetae Astronomische Texte s. Compendium sphae- rae, Johannes de Sacrobosco, Sphären Augustin, Johann, Bademeister in Baden-Baden, Rezept Kl.L. 28, p. 119 354 Namen- und Sachregister Ps.-Augustinus - Gebete 98, 17\ 75 v ; 107, 233 v - De laude et utilitate psalmorum 109, 173 r - Zitat 61, Fragmente 3 Augustiner Chorherren, Diözese Speyer (Pr II) 7, 426 v Aurelius, Altarpatrozinium 27, 5 r Ave Maria - drei goldene 87, 223 r - fünf 87, 223 v - s. auch Gebete (-Mariengebete) Baden, von (Markgrafen) s. Agnes, Bernhard, Irmengardis, Lukardis (von Bolanden), Margaretha, Maria, Wasa Baden-Baden - Jesuiten (Pr II) Einl., S.33 - s. auch Augustin, Johann; Gryß, Andreas Baer, Joseph, Antiquar in Frankfurt (Pr II) Einl., S. 23 ff; 135 Baidung, Hans Caspar bzw. Hans Christoffel Kl. L. 5 (S. 309) Barmherzigkeit - Sechs Werke der Barmherzigkeit 30, 80 vb Bartholomäus, Practica (Bearbeitung) 76, 36" Ps.-Basilius, Admonitio ad filium spiritu- alem Kl. L. 103, 91 r Bayern (Pr I) 30, 38 Beatitudines - De beatitudinibus 31, 218 V Bebenhausen s. Fabri, Johannes Becht, Konrad, Betrachtung über den Psalter Maria 101, 3 r Beichte 106, 168 r Benedictiones 19, 146 r , 150 v ; 25, l v , 2 r ; 27, 97"; 30, l v ; 38, 13 v ; 45, 60 v , 77 r ; 112, Vorsatzbl.; 141, l r ; Kl. L. 34, 1 l r ; Kl.L. 86, l r , V, 5 V , 45 r ; Kl.L. Archiv, Hs.l, 214 v , 285 r , 296 r , Anh. 15 a v - s. auch Abendsegen, Dämonenbeschwörung, Fallsucht, Fieberbeschwörung, Reisesegen Benedikt XII., Reformdekrete für den Zisterzienserorden, deutsch Kl.L. 46, 69 v Benediktenkrauttraktat Kl.L. 28, p. 125 Benediktiner s. Ebersmünster, Gottesau, Hirsau, Neresheim Benediktinerinnen (Pr I) 103, 104 - s. auch Frauenalb, Friedenweiler, Marienberg Benigna, Sr. (N) 26, 8 V Bernhard von Baden s. Albrecht von Bonstetten Bernhard von Clairvaux - Epistulae Kl.L. 102(11) - - bisher unbekannte Stücke Kl.L. 102(11), 79 v , 82 r - Homeliae in laudibus virginis matris 5, 74 v - Sermones 5, 44 r , 98 v , 113 v , 120 v - Vita Malachiae 4, 57 v - Vita prima 4, l r - - Ausz. deutsch 75, 136 ra Ps.-Bernhard von Clairvaux - deutsch - - Acht Verse 99, 232 r ; 104, 93 v ; 106, 318 r - - Gebete 105, 27 r ; 109, 189 r - - Sieben Fragen 103, 74 r - - Sieben Grüße vor dem Marienbild in Speyer 140(11), 110 v - - Sprüche 69, 255 r ; 78, 187 r ; 96, 301 v - - Über die Nächstenliebe 94, 278" - - Uber die Tagzeiten 94, 249 r - - Unterweisungen für Klosterleute 69, 266 r - lateinisch - - Octo versus 55, 114 r - - Opus de annuntiatione dominica 5, 67 v - - Oratio 58, 78 v - - Sermo in coena domini 5, 88 v - - Zitate, häufige 35, 84 v Bernhard von Eberstein 82, Vorderspiegel Bernhardin von Busti, Rosarium, Ausz. deutsch 98, 99 v Bernhardin von Siena, Gebet zum Namen Jesu, deutsch 98, 14 y ; 99, 33 v Berno Augiensis, De mensurando monochordo (Fragment) 100, Vorderspiegel Berthold, Meister 70, Vorderspiegel 355 Namen- und Sachregister Berthold von Regensburg (?), Sechs Paternoster um einen guten Tod 98, 97 r Bertsche, Brun 64, Fragmente 3 Besitzvermerke, Lichtenthaler - 14. Jh. 4, 5, 11, 24, 83, 85 - 14./15. Jh. Kl. L. 86 - 15. Jh. 6, 63, 69, 71, 82, Kl. L. 33, Kl. L. 92, Kl. L. Archiv, Hs. 1 - 15./16. Jh. Kl. L. 25 - 16. Jh. 75, 78, 79, 80, 95 - 16./17. Jh. 134, Kl. L. 15, Kl. L. 19, Kl. L. 86 - entfernt in 35 - Sonstige - - Augustiner Chorherren, Diözese Speyer 7 - - Herrenalb Kl. L. 102 - - Wien, Schottenkloster 86 Betonungsregeln, deutsch Kl. L. 108, 50" Bettendorf, Friedrich von (N) 129(1), Kalen- dar; (S) 129 (II) - Katharina von 129(PrII?) Better, Heinrich 63, 288 V Biblia 7, 10-14 - Prologi 7, 10-14 Bindevermerk 1, Kl. L. 7 Birg, Maria Barbara (N) 123(11), 14 v Ps.-Birgitta von Schweden, Fünfzehn Gebete vom Leiden Christi 98, 44 y ; 99, 68 r Bitsch s. Imaginaria Blutschauregeln, deutsch 49, ll v Bock, Berchtoldus 72, 122" Boethius - De consolatione 111,2, Ausz. 65, 146 r - Liber divisionum 31, 27 r - Topica 31, 45 r - - Kommentar 31, 108 r - s. auch Aristoteles latinus Bömlin, Konrad (?), Vier Fragen 140, 5 V Bohun, Familie (Pr II) Kl. L. Archiv, Hs.2 Bolanden, von s. Anna, Guta, Johannes, Lukar- dis, Philippus Bonaventura - De quinque festivitatibus pueri Jesu 138(11), 2 r - De regimine animae 138(11), 16 v - Epistula continens viginti quinque memora- bilia 138 (II), 20 v - Legenda s. Francisci (Legenda maior), deutsch 79, 16l v - Soliloquium, deutsch 65, l r Ps.-Bonaventura, Psalterium maius, deutsch Kl. L. 109, 52 r Boppard Kl. L. 77 (S. 311); s. auch Marienberg, Peltz Branz, Bernhard (S) 53, 54 Branz, Dorothea (Pr II) 54 Braun, Antonius de Calw (S) 92, 289 r ; 109, XIX r , 324 r Breisgau (Pr I) s. Freiburg i.Br. Bretten 76, Einbandmakulatur Breviarium - benedictinum (Bursfelder Reform) 58, Einbandmakulatur - - Ausz. 116(11), 131 (II) - - Drucke 115, 126-131 - cisterciense 17, 18, 20, 23, 24, 29, 34, 38, Kl. L. 34 - - Ausz. 39, 108, 110, 112(11), 113(11), 114(11), 115(11), 117(11), 120(11), 121(11), 123(11), 125(11), 132(11); Kl.L. Archiv, Hs.2, 7 r , 166 r - Fragmente 24, Einbandmakulatur; 45, Einbandmakulatur; 96, Spiegel; 113, Einbandmakulatur; 117, Einbandmakulatur; 138, Spiegel; Kl. L. 92, Spiegel und Vorsätze Briefe (einschl. Fragmente) - an eine Äbtissin 69, 255 v - aszetische 61, Fragmente 1; 65, 146 r - an Lichtenthaler Nonnen 66, Einbandmakulatur - an Ordensfrauen 69, 252 v - von fünferlei Tugenden 69, 262" - sonstige 22, Makulatur; 114(111) Bruder mit den sieben Säckchen 87, 202 v Bruderschaft - Rosenkranzbruderschaft der Dominikaner 140 (II), 79 r 356 Namen- und Sachregister - Ursulabruderschaft, Straßburg 136(11) Buch vom Grund aller Bosheit 87, 198 r ; 96, 280 v Buch von geistlicher Armut 68, l r Buch von den heiligen Mägden und Frauen 69, l r Buchbinderanweisung Kl.L. 108, 13 r Buchschmuck - Bordüren 45; Kl.L. Archiv, Hs.2 - Ikonographie - - Abrahamgeschichte Kl.L. Archiv, Hs.2, 42 r , 54 r - - Adler 26, 97 r - - Afra (?) 25, 36 r - - Agnes 20, 171 r ; Kl.L. Archiv, Hs.2, 165 r - - Anbetung der Könige 26, 3 V , 4 r - - Anna selbdritt 20, ll v - - Altar 99, 40 r - - Barbara 26, 53 v - - Benedikt und Scholastika 20, 184 r - - Bernhard von Clairvaux 18, ll r (?); 20, 220 v - - Bischof 25, 93 v - - David 25, 69 v - - Drachen 26, öfter; 30, 80 v ; 73, 3 r - - Guidonische Hand Kl.L. 5, I v ; Kl.L. 29, 3 V - - Herz, von Pfeil durchbohrt 73, 3 r , 88 V , 381 v - - Isaak und Jakob Kl.L. Archiv, Hs.2, 54 v - - Jesus Christus - - - Darstellung im Tempel Kl.L. 29, 21 r Geburt 25, 4 r ; 26, l v ; 43, l v ; Kl.L. 5, l r - - - Geißelung 25, 5 r ; 26, 4" - - - Heilung des Blindgeborenen 25, 25 v - - - Kreuzigung 25, 6 r ; 26, 2 r ; 43, 8 r - - - Maiestas domini 25, 8 r ; 26, 2 V ; 43, 8 V ; 51, 2 V - - - Passionszyklus Kl. L. Archiv, Hs. 2, 160 r - - - Taufe im Jordan 26, 3 r - - - in der Vorhölle 25, 7 r - - - s. auch Anbetung der Könige - - Johannes Baptista 20, 195 v - - Johannes Evangelista 20, 165 v ; Kl.L. 5, 7 r - - Jona 25, 51 r - - Joseph (AT) Kl.L. Archiv, Hs.2, 67 r - - Kain und Abel 25, 41 r ; Kl.L. Archiv, Hs.2, 8 r - - Katharina von Alexandrien 26, 53 v - - Löwe 2, 73 r ; 26, 97 r - - Lot s. Abrahamgeschichte - - Maria 18, 1 l r ; 25, 3 r ; 26, l r ; 43, l r ; 51, l v ; Kl.L. 5, l r ; Kl.L. 29, 33 v , 59 r , 69 r ; s. auch Anbetung der Könige, Jesus Christus - - Maria Magdalena 20, 205 r - - Martin 26, 96 v - - Märtyrer 25, 36 r - - Messe 25, 81 r ; s. auch Altar - - Michael 20, 233 v ; 26, 54 r - - Monatstätigkeiten Kl.L. Archiv, Hs.2, Kalendar - - Mosegeschichte Kl.L. Archiv, Hs.2, 83 r , 97 r , 98", III", 124 v , 140 v - - Nikolaus 26, 96 v - - Noe 25, 82 v - - Patronatsbildchen 142(1) - - Pius VI. 114(111) - - Priester 25, 81 r - - Rosenkranzzyklus 142(1) - - Rosina (hl.) 114(111) - - Schöpfungsbericht 25, l v ; Kl.L. Archiv, Hs.2, 8 r - - Steinigung des Stephanus Kl.L. 5, l r , 192 r - - Sündenfall 25, 46 r ; Kl.L. Archiv, Hs.2, 8 r - - Taucher(?) Kl.L. 34, 275 v - - Tierkreiszeichen 25, Kalendar; Kl.L. Archiv, Hs.2, Kalendar - - Turmbau zu Babel Kl.L. Archiv, Hs.2, 42 r - - Vertreibung aus dem Paradies Kl.L. Archiv, Hs. 2, 8 r - - Wappen 45, 3 r , 42 r ; 92, Vorderspiegel; Kl.L. 5, l r ; Kl.L. Archiv, Hs.2, 8 r , 98 r , 11 l v , 124", 140 r 357 Namen- und Sachregister - Initialen - - Blattwerkornamentik Kl. L. 4 - - Figurierte Initialen 18, ll r ; 25; 26; 73, 3 r ; Kl.L. 5; Kl.L. 29; Kl. L. Archiv, Hs.2 - - Fleuronnee-Initialen 4, 6, 7, 9-11, 24, 56, 63, 87, 89, 141, Kl.L. 3, Kl.L. 7, Kl.L. 14, Kl.L. 19, Kl.L. Archiv, Hs. 1 - - Fraktur-Majuskel 61, l r - - Ranken-Initialen 12-14, 43, 72, 73 - - Rollwerkornamentik 44, 62, Kl. L. 1-3, Kl.L. 36 - - Spaltleisteninitialen 1, 2, Kl.L. 25, Kl.L. 26, Kl.L. 29 - Kupferstiche 114(111), 142(1) - Miniaturen - - 13. Jh., Mitte 43 - - 13. Jh., zweite Hälfte 25, 26 - - 14. Jh. 51, Kl.L. Archiv, Hs.2 - - 15. Jh., zweite Hälfte 20, 70 - Teigdrucke Einl., S.30; 48, Vorderspiegel - Zeichnungen - - Federzeichnungen 30, 80 v ; 83, 9 r ; 99, 40 r ; Kl.L. 34, 275" - - - koloriert 70 Buch- und Schriftwesen s. Antiquariatshandel, Besitzvermerke, Bindevermerk, Buchbinderanweisung, Buchschmuck, Bücherpreis, Datierung der Handschriften, Drucke, Einbände, Federproben, Fragmente, Geheimschrift, Glossen, Handschriften (zitierte), Kaufvermerk, Lesezeichen, Palimpsest, Provenienz I und II, Schreiber, Schreibervermerke, Schreiberverse, Supralibros Bücherpreis 63, Vorderdeckel u. Spiegel; 86, Vorderspiegel Büntter, Heinricus 72, 122 v Burczklupfel, Wernher 64, Fragmente 2 Burger, Conrad Kl.L. 28, p.231; (S) Kl.L. 113,2, ll v - Notiz zur Person Margarethas von Baden Kl.L. 113,2, ll v Bursfelder Reform s. Breviarium, Frauenalb, Hirsau, Kalendarium, Officium defuncto- rum, Rituale, Seebach Buße, Anleitung zur 98, 70 v ; 140(11), 140 v Bußpsalmen s. Psalmi poenitentiales Caesarius von Heisterbach, Exempla, deutsch 74, 129 r ; 87, 145 r Cambrai, Bischof von 31, 72 v Cantica laudum - Erklärungen 65, 125 vb Cantio - geistlich 59; Kl.L. 100, 76 r ; Kl.L. 102(1), l r - weltlich Kl.L. 100, 8 r Capitulare epistolarum et evangeliorum 7, 388™ Chiemsee s. Pflieger .Christus und die sieben Laden' 87, 206 r Cisiojanus, deutsch 76, 152 r , 153 v , 155 v Clemens IV.(?) Bullen, deutsch Kl.L. 46, 81 r Clemens VI., Bulle, deutsch Kl.L. 46, 80 v Cohn, Albert, Antiquar in Berlin (Pr II) Einl., S.30 u. 35 Collectarius cisterciensis 19, 27 Compendium sphaerae 31, 208 r Confiteor 97, 291 r Conradus (Konrad) - Conradus (S) 36 - Konrad von Megenberg, Buch der Natur, Ausz. 76, 106 v - Cunrat, Neuburger Mönch (S) Kl.L. 7 - Conradus de Soltau, Glossa super Psalte- rium, Ausz. 65, 63 v - Cuntz zum Treubel 87, Leimabdruck Contemplatio - ,Von der beschauwung' 64, 150 rb Dämonenbeschwörung 94, 53 v ; 98, 156 v Datierung der Handschriften - Datierte Handschriften 358 Namen- und Sachregister - 1249 Kl. L. 7, Kl. L. 29 - 1351 31 (IV) - 1378 16 - 1441 71 - 1447 49 - 1459 40(1) - 1460 65 - 1463 54 - 1465 63, Kl. L. 103 - 1467 53 - 1469 99 - 1470 67 - 1472 18 - 1474/75 41 - 1485 144(1) - 1491 57 (Teile) - 1492 61 - 1493 33 - 1494 Kl. L. 1-2 - 1507 96(1) - 1512 58 - 1522 130(11) - 1523 45 - 1530 101 - 1538 116(11) - 1539 93 - 1540 106 - 1561 28, 68 r ; 60; Kl.L. 10 - 1566 89 - 1570 Kl.L. 111 - 1575/78 Kl.L. 5 - 1583 103 - 1591 91 - 1613 102 Zeiträume - 11. Jh. 117, Fragmente III. 3 - 12. Jh. 40, Fragmente; 71, Einbandmakulatur; 100, Spiegel; 135, Spiegel - 12. Jh., erste Hälfte 143 - 12. Jh., letztes Viertel 2 - um 1200 1, Kl.L. 102(11) - 13. Jh. 7 - 13. Jh., erste Hälfte Kl.L. 102(1) - - um 1240 Kl.L. 92 - - um 1250 24, 27, 28, 32, 46, Kl.L. 19, Kl. L. 25, Kl.L. 26, Kl.L. 100, Kl.L. 108(1) - - 13. Jh., zweite Hälfte 25, 26, 31 (1 u. II), 37, 38, 52, 98 (Fragment), Kl.L. 15, Kl.L. 86(1) - - 13. Jh., letztes Viertel 50 - - 13. Jh., Ende 35 - - um 1300 4, 5, 10-14, Kl.L. 34, Kl.L. Archiv, Hs. 1 - - 14. Jh. 9, 30, 40(11), 51, 117(111.1-2), 144(11) - - 14. Jh., Anfang 35 - - 14. Jh., erste Hälfte 15, 19, 34, 57, 141, Kl.L. 14, Kl.L. 86(11), Kl.L. 112(1) - - 14. Jh., zweite Hälfte 6, 56, Kl.L. 121 - - um 1380 Kl.L. Archiv, Hs .2 - - 14. Jh., Ende 31(V) - - 15. Jh. 3, 31(111), 55, Kl.L. 77, Kl.L. 112(11) - - 15. Jh., erste Hälfte 6 - - um 1417-1420 72 - - um 1421-1426 83 - - um 1430 77 - - um 1441-1443 81 - - um 1445-1450 82 - - um 1450 70, 78, 86, Kl.L. 113,2(11) - - 15. Jh., zweite Hälfte 17, 20-23, 29, 39, 42, 44, 47, 59, 76, 88, 104, Kl.L. 3, Kl.L. 33, Kl. L. 36, Kl. L. 108 (II), Kl. L. 113,2 (I) - - um 1450-1454 87 - - um 1452 80 - - um 1460 69 - - um 1477 68 - - um 1481-1484 75(1) - - 15. Jh., Ende 84 - - um 1500 8, 84, 97, 98, 100, 108, 110, 122(11), 123(11), 135(11), 140(11), Kl.L. 46 - - 16.Jh. 112(11) - - 16. Jh., erste Hälfte 62, 90, 92, 96(11), 98, 105, 107, 109, 125(11), 126(11), 127(11), 129(11), 131 (11), 135(11), Kl.L. 28, Kl.L. 109(11 u. III), Kl.L. 117 359 Namen- und Sachregister - - um 1512-1515 95 - - um 1520-1524 75(11) - - 16. Jh., zweite Hälfte 132(11), 139(11), 142 - - um 1600 119(11) - - 17.Jh. 111, 114, 115, 117(11), 121(11) - - 17. Jh., erste Hälfte 124 (II), 134 (II) - - 18.Jh. 113(11), 117(11), 118(11), 120(11) David von Augsburg, De exterioris et interioris hominis compositione, Ausz., deutsch 79, 130 v , 138" Diätetik - De natura ciborum 31, 159 r - Fische und Fleischsorten 76, 102 r - Regimen mensium 31, 164 r , 214 V ; 76, 21 v - s. auch Regimen sanitatis Dicta, aszetische 87, 213 V Diem, Thomas (N) 123(11), 6 r Dies aegyptiaci, Merkverse 37, l r Dietrich, Meister, Arzt des Badischen Markgrafen, Rezept Kl. L. 28, p.36 Diurnale - cisterciense 41, 44, 47, 49, 50, 52, 57 - dominicanum 8 Dominicus, Maulbronner Mönch (S) Kl. L. 29 Dominikaner (Pr I) 7 Dominikanerinnen (Pr I) 8 Donatus, Ars minor (Fragment) 144, l r Donnerprognostik 76, 21 v Dorniberg, Thomas 68, Vorderspiegel Katharina 68, Vorderspiegel - (?), Anna Margaretha Othilia (Pr II) 68 Dorothea - Dorodea, Sr. M. 56, Vorderspiegel - Dorothea von Wind[...] (S) 99 Dreiunddreißig Miserere 99, 96 r ; 104, 210 V Drucke, beigebundene - Inkunabeln 112, 113, 115, 116, 117, 122, 125, 135-138, 140 - 16.Jh. 111, 114, 118-121, 126-134, 136, 137, 139, 140, Kl.L. 109 Durandus, Wilhelmus, Rationale divinorum of- ficiorum, Ausz. 16, 77 r Ebendorfer, Thomas, Sermones de sanctis et de festis dominicis 86, l r Ebersmünster (Pr I) 60, Kl.L. 10 - s. auch Junior Eberstein s. Anna, Bernhard, Friedrich Echter von Mespelbrunn, Anna von (S) 92, 39 r - Wappen 92, Vorderspiegel Eckhart, Meister - Rede der unterscheidunge, Ausz. 87, 193 r - Spruch 66, 87, 202 v - Traktat von den 24 Zeichen eines wahrhaften Grundes 79, 125 V - Von abegescheidenheit, Ausz. 87, 213 V Eichentraktat Kl.L. 28, p.63 Eigenbesitz der Klösterleute, Vom 65, 41 vl Einband - Hinweis auf Bindefehler 70, 340 r ; Kl.L. 108, 59 r Einbände, bemerkenswerte - Conradus de Argentina (15. Jh., zweite Hälfte) Kl. L. 36 - Hirsau (um 1500) 135 - Herrenalb s. für Lichtenthai, Gruppe II - für Lichtenthai gefertigt - - Gruppe I (Einzelstempel, zweite Hälfte 15Jh. bis ca. 1525, s. Einl., S.44f u. Abb. 21 f) 3, 9, 17, 38, 40, 41, 75, 95, 96, 105, 141, Kl.L. 109 - - Gruppe II (Einzelstempel, zweite Hälfte 15. Jh., vermutl. aus Herrenalb, s. Einl., S.45 u. Abb.23) 18, 45, 47, 54, Kl.L. 103; KI. L. Archiv, Hs. 2 - - Gruppe III (Rollen- und Plattenstempel, 2. Hälfte 16.Jh. und Anfang 17.Jh., s. Einl., S. 45 f) 7, 19, 25-28, 33, 46, 60, 67, 69, 89, 112, 122, 125, 132, 134, Kl.L. 5, Kl.L. 9-10, Kl.L. 14-15, Kl.L. 29, Kl.L. 111, Kl.L. Archiv Hs. 1 - Maulbronn (15. Jh., zweite Hälfte, s. Einl., S.40) 59, Kl.L. 4 - Thennenbach (Anfang 17.Jh.) 1, Kl.L. 7 - Sonstiges - - Beutelbuch, ehemal. 37, 126 360 Namen- und Sachregister - - Einzelstempelbände, unbestimmte Werkstätten (15./16. Jh.) 6, 42, 61-63, 66, 77, 84, 87, 100, 101, 107, 129, Kl. L. 33 - - Kopertbände 21, 103, Kl. L. 46, Kl. L. 117, Kl. L. 121 - - Rollen- und Plattenstempelbände 29, 32, 50, 51, 91, 93, 99, 102, 106, 133, 137, 140, Kl. L. 3 Elisabeth von Enzberg (N) 34, 2 r ; 47, 4 V ; (S) 47 Elisabeth von Limburg (N) 37, l r Elisabeth von Schönau, Liber revelationum de sacro exercitu virginum Coloniensium 87, 127 v Elsässische Legenda aurea 66, 9 r ; 70, 332 r Elsaß (Pr I) Kl. L. Archiv, Hs. 1; s. auch Ebersmünster, Königsbrück, Neuburg, Straßburg, Thann Engelin, Jakob, Pesttraktat, Ausz. 31, 192 v England (Pr I) Kl. L. Archiv, Hs. 2 Erfurt (PrI) 31 (IV) Erlafridus von Calw, Gründer von Kloster Hirsau (N) 127 (I), Kalendar Essen (Pr II) 51 (?) Eschenbach (Luzern), Zisterzienserinnen (PrI) 124(111) Ettlingen s. Rise, Streler, Weiß Eufraxia (N?) 126 (I), Kalendar Ps.-Eusebius, Epistola ad Damasum de morte Hieronymi, Ausz. deutsch 69, 223 va Evangeliar, deutsch 70, 236 ra Evangelistar, deutsch 30, 2 ra - lateinisch (Fragment) 117(111.2) Exempla, deutsch 74, 129 rb ; 86, 336 r ; 87, 145 r , 220 v ; s. auch Caesarius von Heisterbach, Ex- ordium magnum cisterciense, Vinzenz von Beauvais Exordium magnum cisterciense - Ausz. deutsch 74, 139 va - Exemplum daraus 75, 129 ra Exsultet 5, 25 r ; Kl. L. Archiv, Hs. 1, 94 v - deutsch 100, 242 r Fabri, Johannes, Bebenhausener Mönch (S) Kl. L. 77(11); Kl. L. 86, ungezählte Papierbl. nach Bl. 14 Faller, Anna (N) 123(11), 15 r - Euphrosina (Pr II) 123 Fallsucht, Benediktion 30, l vb Federproben 18, Vorderspiegel; 25, l r ; 31, 72"; 88, Spiegel; 99, 36 r ; 105, l v , 295 r ; 106, 326 r ; Kl. L. Archiv, Hs. 1, VI v .Feigenbaumpredigt' 87, 224" Fieberbeschwörung 55, 67 V Fink, Margaretha (Prll) Einl., S.33 Fischbach (Pr II) 84 (?), 97 (?), 100 (?) Flavius Josephus, Antiquitates, Ausz. deutsch 109, 243 r Flores apostolorum s. Graeculus Fordenbach, Maria Barbara (Pr II) 90, 99 Forgeti, Dionysius 86, Vorsatz Fragmente s. Absalom, Antonius Azaro, Ps.- Augustinus, Berno Augiensis, Breviarium, Briefe, Cantio, Donatus, Evangelistar, Gedicht, Graduale, Grammatiktraktat, Homilie, Jesus Christus (- Jesuskind, Verehrung), Ka- lendarium, Kripplein des Herzens, Lectiona- rium officii, Legendär, Minnelied, Missale, Monochord, Osterfeier, Philosophischer Text, Processionale, Psalterkommentar, Psalterium, Sermones, Seuse, Urkunden und Notariatsinstrumente Frankenthal (PrI) 84(?), 97 (?), 100 (?) Frankreich (Pr I) 7 Franz von Assisi - wie St. Franziskus sein Gebet spricht L 77, 175 r Franz, Doktor, Speyerer Arzt, Rezepte Kl.L. 28, p. 265, 272 Franz, Johann Joachim (Pr II) 140 Franziskaner (Pr I) 98 (?); (Pr II) s. Fremersberg Französische Texte s. Heures de la passion, Gebete (altfranzösische) ,Frau Welt' s. ,Weltlohn' 361 Namen- und Sachregister Frauenalb (Pr I) 21-22 (?), 62, 90, 92, 106, 107, 109, 116, 128-131; (Prll) Einl., S.44; 58, 115(1), 126, 127, 135 (?) Freiburg i.Br. (Pr I) 73 Fremersberg (Prll) Einl., S.44; 42; s. auch Ar- senius Fridericus, dominus (N?) Kl.L. 19, Vorderspiegel Friedericus de Eberstein (N) 38, 12 v Friedenweiler 42 (S. 136), 123 (S.279) Fritzmann, Fridericus (S) 72 Fronleichnam s. Sonderoffizium Gancz, Conradus (S) 63, Kl.L. 33 Gans, Anna (N) 126(1), Kalendar - Margaretha, Äbtissin von Seebach 126 (S. 283) - Philipp (N) 126 (I), Kalendar Ganser, Johann, Abt von Neuburg 82, Vorderspiegel Garten des Herzens - Von der Pflege des Herzensgärtleins 95, 60" Gaufridus Babion, Sermones 5, 84 v Gaufridus S. Theoderici, Sermo 5, 65 r Gavisser, Konrad 64, Fragment 2 Gebet - Dicta 69, 255 ra - vom rechten Gebet 95, 21 r Gebete, altfranzösische 30, l r ; Kl.L. Archiv, Hs. 2, 158 r Gebete, deutsche und lateinische, nach Themen gegliedert (s. auch Andacht) - Ablaß 94, 40 r ; 98, 91 r , 126 v - Adventszeit 92, 6 r ; 107, 18 v - Beichte 109, 288 v - Buße 99, 2 r ; 104, 165 v ; 106, 137 v ; 109, 48 r , 85 r , 205 r , 262 r - Dreifaltigkeit 51, 249 r ; 55, 70 v ; 94, 176 r ; 103, 51'; 104, 207 v ; 106, l r ; 109, 4 V , 165 v ; 142, 31 r - Elevation der Hostie 25, 127 v ; 51, 246 r ; 98, 82 v ; 104, 176 r ; 106, 100 r ; 142, 68 v - Engel 90, 327 r ; 106, 294 v - - Michael 55, 98 r ; 90, 273 r , 326"; 99, 37 v ; 106, 296 r - - Schutzengel 51, 80 v ; 90, 331 r ; 106, 294 r - Eucharistie 98, 75 v ; 106, 134 v ; 109, 165 r ; s. auch Kommunion, Messe - Fieber 94, 85 v ; s. auch Fieberbeschwörung - vor dem Gregoriusbild 58, 72 r ; 109, 187 V - Heiligengebete - - Agatha 106, 301" - - Agnes 90, 347 v ; 106, 302 r - - Alle Heiligen 51, 255 v ; 104, 71 r ; 106, 292 r - - Ambrosius 92, 123 v ; 142, 82 v - - Andreas 56, 143" - - Anna 91, 172 v ; 92, 280 r , 289 r ; 94, 39 r ; 97, 196 r , 292 v ; 99, 259 v ; 106, 305 r ; 142, 3 r ; Kl.L. 109, l r , 129 r - - Antonius der Einsiedler 142, 81 v - - Apollonia 92, 109" - - Apostel 91, 145 r , 186 r ; 104, 16 v - - Augustinus 92, 118 V - - Barbara 90, 346 v ; 92, 125 v ; 106, 301 r , 324 r ; 142, 5 V , 126 v - - Benedikt 58, 74 r ; 90, 274 v , 338 r - - Bernhard von Baden s. Albrecht von Bonstetten - - Bernhard von Clairvaux 99, 36 v ; 124(11), 49 r ; 142, 85 r - - Christopherus 90, 337 r ; 91, 171 r ; 104, 80 v ; 106, 299 v - - Dorothea 92, 105 v ; 106, 301 r - - Drei Könige 51, 253 r ; 104, 78 r - - Erasmus 91, 192 v ; 92, 126 r - - Georg 90, 336 v - - Gregor 92, 124 r ; 142, 81 r - - Hieronymus 58, 76 r ; 90, 332 r - - Joachim 92, 280 v ; 106, 314 r - - Johannes Baptista 55, 100" - - Johannes Evangelista 55, 101 v ; 87, 221 r ; 90, 323 r ; Kl.L. Archiv, Hs. 2, 165 r - - Katharina von Alexandrien 51, 255 r ; 90, 349 r ; 94, l r ; 106, 291 r ; 142, 126 v - - Laurentius 90, 334 r ; 99, 37 r 362 Namen- und Sachregister - Leonhard 92, 124 r - Margaretha 92, 108 r ; 106, 300 v - Maria s.u. - Maria Magdalena 91, 178 r - Martha 91, 181 r - Michael s.o. (Engel) - Nikolaus 51, 254 v - Nothelfer 99, 134 v ; 142, 136 r - Paulus 56, 141 r - Petrus 9, 48 r ; 56, 140 r - Richardis 94, 37 r , 352 v - Rochus 142, 84 r - Sabina 98, 159 v - Sebald 142, 84 v - Sebastian 104, 79 r ; 106, 298" - Sigismund 94, 85 v - Ulrich 142, 83 r - Ursula 90, 344 r - Wendelin 104, 19 v - Zehntausend Märtyrer 56, 139 v ; 91, 168 r ; 104, 18 V Heiliger Geist 55, 80 v ; 106, 26 v ; 109, 43 v Jesus Christus - Antlitz 106, 209 v ; 109, 188 v - Auferstehung 90, 300 v ; 92, 232 r ; 94, 3 r ; 99, 262 r ; 106, 20 v ; 109, 167 v - Blutstropfen 106, 208 r ; 109, 187 r - Blutvergießen 99, 138 v ; 103, 54 v ; 104, 170 r ; 107, 45\ 313 r ; 109, 103 r , 153 v ; 142, 142 r - Glieder 90, 226 r ; 106, 105 v , 114 v ; 109, 103 r , 153 v , 162 v , 204 v ; Kl.L. 113,2, 30 v - Grüße 91, 198 v ; 109, 130 v - Haupt 90, 227 v - Herz 94, 48 r ; 106, 61 r , 21 l r , 214 v , 274 r - Kindheit 92, 6 r , 65"; 94, 60 r ; 142, l v - Leben und Leiden 91, 419 r ; 106, 109 r ; 109, 155 v - Leidenswerkzeuge 94, 46 r - Name Jesu 98, 14 v ; 99, 33 v - Passion 51, 247 T ; 55, 75 r ; 77, 223 v ; 92, l r ; 94, 54 v , 67 r , 82 r ; 98, 17 v , 20 r , 158 v ; 99, 130 v , 26 l v ; 103, 54 v ; 104, 144 r , 201 v ; 105, 91 r ; 106, 46 v , 113 v , 213 r , 230 r ; 109, 47 r , 245 r ; 139(11), l r ; 142, 24 v , 50 r , 72 r - - Schulterwunde 99, 21 v - - Seele 106, 122 v - - Sieben letzte Worte 99, 126 r , 235 r ; 104, 98"; 142, 39 v - - Todesstöße 106, 226 v - - Todesstunden 92, l v - - Tränen 109, 262 v - - Vier Schrecken 98, 154 v - - Wunden 90, 259 v ; 99, 38 r , 263 r ; 106, 105 v , 184 v ; 107, 329 r ; 109, 163 v , 202 r , 253 r , 267 r , 286 r ; 127(11), 3 r - für die Kirche 94, 55 v , 78 v - zum Kirchenjahr 91, 5 V - für die Klostergemeinschaft 94, 50 v ; 106, 133 r - Kommunion 25, 127 v ; 48, 270 v ; 90, 234 v ; 98, 83"; 99, 124 r , 238 r ; 105, 23 r , 278 r ; 107, 199 r , 332 r ; 140(11), 71 v , 87 r ; 142, 62 r - Kreuz 106, 128 v ; 109, 79 r - zur Kreuzverehrung am Karfreitag 66, 355 V1 - Mariengebete 51, 251 r ; 55, 86 r ; 77, 2 r , 75 r , 206 r , 224 v ; 87, 186", 221 r , 223 r ; 90, 272 r , 303 v ; 91, 99 r ; 92, 158 r , 287 v ; 94, 54 r , 172 v , 371 r ; 97, 42 r ; 98, 21 v ; 99, 188 r , 207 r , 259 r ; 104, l r , 15 v , 39 r , 70 r , 102 r , 274 r ; 105, 79 r , 96 r ; 106, 273 r , 286"; 107, 2 V , 376 v ; 109, 169 v , 290 r ; 127(11), 3 T ; 135(11), l r ; 140(11), 61 r ; 142, 2 r , 7 r ; Kl.L. Archiv, Hs. 2, 165 r - - Goldenes Krongebet 92, 181 T ; 98, 34 v ; 105, 79 r - zur Messe 104, 20 v ; 105, 2 r , 39 r ; 106, 71 v , 172 v ; 109, 46 v , 181 r , 251 v , 287 r ; 124(11), 60"; 127(11), l v ; 135(11), 3 V ; Kl.L. Archiv, Hs. 1, 283 r - Predigtvorbereitung 25, 128 r - Profeß 98, 6 V ; 106, 133 v ; 109, 84 r - Reuegebet 94, 352 T - an Sonntagen zu sprechen 94, 7 r - Sterbegebete 90, 269 v ; 105, 129 v ; 139(11), 35 r ; 140(11), 18 v 363 Namen- und Sachregister - um eine gute Sterbestunde 87, 223 r ; 90, 287 v ; 94, 172 v ; 97, 47 r ; 106, 222 r ; 107, 323"; 140(11), 77 v - Sühne 25, l v ; 91, 407 v ; 107, 362 r - Sündenvergebung 94, 38", 40 r ; 142, 28 r - Tägliche Gebete 25, 128 r ; 55, 68 r ; 94, 34 r , 86 r ; 97, 64 r ; 104, 4 r ; 106, 29 v , 54 r ; 109, 159 v , 260 v , 280 r ; 140(11), 109"; 142, 144 r - in Todesnot 86, 336 v - um Tugenden 56, 103 v - Türkengefahr 91, 265 v - für die Verstorbenen 42, 56 r ; 58, 47 v , 69 r ; 90, 255"; 92, 287 v ; 97, 284"; 98, 92 r ; 99, 186 r ; 103, 52 v ; 106, 134 r ; 107, 369 v ; 111(11); 142, 125 v - Vier Schlösser 98, 153 v ; 99, 20 v ; 106, XXII V - Wochentage 91, 284 - s. auch Aegidius Romanus, Andacht, Ps.-Augustinus, Ps.-Bernhard von Clairvaux, Berthold von Regensburg, Ps.-Birgitta von Schweden, Maria (hl.), Mechthild von Hak- keborn, Meyer, Nikolaus von Flüe, Nikolaus von Kosel, Peuntner, Reimgebet, Rosenkranz, Salve Regina, Seuse, Thomas von Aquin Gebet- und Andachtsbuch - deutsch 90-92, 94, 96-99, 101, 103-105, 107, 124, 142 - lateinisch-deutsch 106, 109 - - Fragment 40, Einbandmakulatur Gebetsanweisungen zum Psalterium, deutsche 25, 8 V ; 36, l r ; 56, l r ; 97, 70 r Gedicht, deutsch (Fragment) 2, Makulatur - s. auch Minnelied Geduld - Von Geduld in Widerwärtigkeit 64, 140 va Geheimschrift 76, 152 v Gehorsam - Von Gehorsam, Demut und Armut 65, 61 rb Gelle, Hans 78, Vorderspiegel Geistliche Ermahnung 94, 279 v , 281 r , 289 v , 335 r Gerson, Johannes - Tres veritates 58, 77 r - Super quotidiano peregrini testamento, Ausz. deutsch 94, 23 v Gertrud von Helfta, Legatus divinae pietatis, deutsch Einl., S.32; 89, 4 r Gewürztraktat 140(11), 11 l v ; s. auch Apollo- nius von Mainz Gilhofer u. Ran schburg (Pr II) Einl., S. 34 Gimbel,G. (Pr II) 141 Glaubensartikel, zwölf 79, 119 v Gloria, deutsch 25, 128 r ; 107, 39 v Glossar, lateinisch-deutsch 31, 217 r - s. auch Pflanzenglossar Glossen, deutsche 2 Glossen, lateinisch-deutsch 74, Hinterspiegel Glücksrad, mystischer Traktat 1171 (III. 1) Göler von Ravensburg, Ursula (Pr II) 107 -, Scholastika 131 Gottesau s. Kirchweihnotiz Gotteserfahrung, geringe 79, 129 v Graduale - benedictinum (Bursfelder Reform) 93, l r - cisterciense 2, 46, Kl. L. 1-2, Kl. L. 25 - - Fragment 113, ehemal. Umschlag; Kl. L. 25, Spiegel - Fragmente 77, Spiegel; 135, Spiegel Graeculus, Sermones de tempore 85, 2 r Graf von Savoyen, Lied 76, 146 v Grammatiktexte - Congregationes verborum 144(1), l r - De accentibus 88, 22 r - De generibus 88, 21 r - De heteroclitis 88, 20 v - De nominibus 88, 24 r , 27 v - De partibus orationis 88, 3 r - - Fragment 144(11) - De pronomine 88, 27 r Grasmair, Benedicta, Äbtissin von Lichtenthai (Pr II) 91 Gratian s. Juristische Texte Gregor IX. s. Juristische Texte Gregorianische Messen Kl. L.Archiv, Hs. 1, 296 v Gregorius Magnus, Homiliae in evangelia, Ausz. (Exemplum) 74, 152™ 364 Namen- und Sachregister Gryß, Andreas, Stiftskanoniker in Baden-Baden (Prll) Einl., S. 33 Guilelmus (Wilhelmus) - Guilelmus de Congenis, Chirurgia, Ausz. 31, 164 v - Wilhelm von Mülnheim 87, Falzverstärkung - Guilelmus de Valle 86, Vorsatz ,Guldin Bredige' s. Eckhart, Meister, Rede der Unterscheidunge Guta von Bolanden (N) 37, 2 V H. (S) 1, 185 r Hagiographische Texte - Alexius 81, 154 v - Bernhard von Clairvaux 4, l r ; 75, 129 ra - Bonifatius 74, 124 ra - Clara 79, 207 r - Cordula 87, 126 v - Elftausend Jungfrauen 87, 88 r , 127 v , 135 r - Franciscus 77, 175 r ; 79, 161 v - Genesius 74, 122 ra - Hedwig 6, l ra - Jodocus 99, Spiegel - Katharina von Siena 67, 192 r ; 82, 2 r - Lidwina von Schiedam 87, l r - Meinrad 74, 117™ - Oswald 81, 147 r - Sebastian 143 - Severus 74, 128 rb - Zehntausend Märtyrer 82, 142 r - s. auch Buch von den heiligen Mägden und Frauen, Elisabeth von Schönau, Elsässi- sche Legenda aurea, Jacobus de Voragine, Raimund von Capua Handschriften, zitierte - Basel, UB, A VIII 26: 87, l r ; A VIII 59: Einl., S.29 u. 35; A VIII 61: 16, 7 r ; B IX 20: 74, l rl ; 81, 2 r ; B 1X26: 90, 234 v - Berlin, SB Preuß. Kulturbes., Theol. lat. Qu. 269: 41, 183 v - Dijon, Bibl. municipale, Ms. 114: Einl., S.48 und öfter - Donaueschingen, Fürstl. Fürstenberg. HB, Hs. 436: 70 (S. 177 f) - Dresden, Kupferstichkabinett: A 64,1: Einl., S. 30 - Freiburg i.Br., UB, Hs.301: KI. L. 86, 49 r ; Kl. L. 113,2, 30 v - Greifswald, UB, nd. Hs.9. 8°: 97, 54 v - Hagenau, Bibl. municipale, Ms. 4.8 (1): Einl., S. 34 - Houston (Texas), Publ. library, Ms. 4: Einl., S. 30 - Karlsruhe, BLB, Aug. XXVII: 7 (S.90); Aug. 36: 58, 76 r ; Aug. 137: 7 (S.90); Durlach 72: 80, l r ; Günterstal 14: 99, 263 r ; Karlsruhe 1383: 7 (S.90); Rastatt 1: 7 (S.90); St. Blasien 75: 80, l r ; St. Georgen 79 u. 80: 80, l r ; St. Georgen 92: 48, 270 v ; St. Georgen 95: 109, 240 v ; St. Georgen 96: 42, Einband; St. Peter pap. 3: 97, 196 r ; Kl. L. 109, 129 r ; St. Peter pap. 6: 87, 186 v ; 90, 298 y ; St. Peter pap. 7: 92, 68 v ; St. Peter pap. 18: 94, 42 r ; 105, 58 r ; St. Peter pap. 41: 74, 1"; St. Peter perg. 11 a: 25 (S. 108); Wonnenthal 10: 124 (S.281); Wonnenthal 11: Einl., S.30; Wonnenthal 12: Einl., S.30; 90 (S.211); 94 (S.221), 34"; Wonnenthal 13: 124 (S.281) - Karlsruhe, GLA, 64/19: Einl., S. 30 f und öfter; 64/47: Einl., S. 30 f und öfter; 65/279: 94 (S.221); 65/323: Einl., S.31 und 42; 67/616: 92 (S.216); S.Rosenberg 278 u. 368: Einl., S.46 - Köln, Stadtarchiv, W. 8° 55: 92, 292 v - Kopenhagen, Königl. Bibl., Thott. 517 u. 547: Kl.L. Archiv, Hs. 2 (S.351) - London, Brit. Libr., Add. Ms. 22395: Einl., Anm. 98 - Maigrauge (Freiburg/Schweiz), cod. 4: 46, l r - München, SB, Cgm 136: 48, 74 r ; Cgm 469: 98, 75 T ; 107, 275 r ; Cgm 488: 98, 75 v ; Cgm 632: 65, 81 v ; Cgm 688: 31, 21 l v ; Cgm 727: 140(11), 118 V ; Cgm 860: 92, 60 r ; Cgm 1119: 56, 81 v ; Cgm 5139: 82, 160 v ; Cgm 365 Namen- und Sachregister 7316: Einl., S.32; Clm 18304 u. 24821: 85, 2 r ; Clm 28639: Einl., S.32 - München, UB, 8° Cod. ms. 272: 90, 177 r - New York, Pierpont Morgan Library, Ms. 280: Einl., S. 32 - Nürnberg, Germ. Nationalmus., Hs. 1733: 90 (S. 211), 209 r , 226 r , 358 v ; 92, 105 v ; 106, 282*; 107 (S.260), 45", 275 r ; Hs. 158088: 98, 94 r - Nürnberg, StB, Cent. VI, 43 c: 30, 2 ra ; Cent. VI, 97: 48, 74 r ; Cent. VII, 22: 70 (S. 177 f); Cent. VII, 65: 94, 42 r - Paris, BN, lat. 2042: 5, 67 v - Privatbesitz, „St. Blasien-Psalter": 104, 150 v - Rastatt, Bibl. des Ludwig-Wilhelm-Gymnasiums, Hs.3 (K 152): Einl., S. 32 f; 29 (S. 114); Hs. 13 (K 152): Einl, S. 32f; 29 (S. 114), 76 (S. 180), 96 (S. 230) - St. Gallen, Stiftsbibl, Cod. 1877: 92 (S.216), 60 r ; Cod. 1879: 83, l r - St. Paul im Lavanttal, Stiftsbibl, Cod. 31/1: Einl, S. 34 - Solothurn, ZB, Cod. S II 43: 70 (S. 176) - Strasbourg, Bibl. nat. et univ. Ms. 2139: 94, 338 r ; Ms. 2433: Einl, S.34; Ms. 2539; Einl, S.34; Ms. 2541: Einl, S.34f; Ms. 2542: Einl, S.35; 70, 332' - Stuttgart, Württ. LB, Cod. brev. 91: 51, 247 r ; Cod. theol. 4° 72: 83, l r ; HB I 36: 69, 252 vb - Überlingen, Leopold-Sophien-Bibliothek (ohne Signatur): Einl, S.35 - Würzburg, UB, M.p.th.qu.70: 25 (S. 108) - Zürich, ZB, C 162: 66, 355 va ; Rh. 28: 5, l r u. 8a; Rh. 134,1.: 87, 220 v Hans s. Johannes Hart[...], G[. . .] (N) 51, 8 V Han, Hans 64, Fragmente 3 Hausmagd, geistliche 101, 123 r Hedwigis, ducissa Silesiae, Legenda et genealo- gia 6, l r Heiliger Geist - Sieben Gaben 30, 80 v ; - s. auch Gebete (Heiliger Geist) Heilsbrunn, Zisterziensisches Generalkapitel von 1398 s. Verfassungstexte, zisterzien- sische Heinricus (Heinrich) - Heinrich 77, l r - Heinricus de Caesarea (S) 85, 188 r - Heinricus de Hassia, Sprüche 140, 7 r - - s. auch Eigenbesitz der Klosterleute - Heinrich IV. von Magstatt, Abt von Herrenalb 82, Vorderspiegel - Heinrich von Mügeln, Glossa Nicolai de Lyra super psalterium, deutsch 71, 4 r Heinzmann, Claus 64, Fragmente 3 Henckel, Christophorus Kl. L. 28, p.267 Henckenschüch, Ot 64, Fragmente 2 Herbarius 31, 142 r - s. auch Pflanzenglossar Herbert von Clairvaux, De miraculis libri tres, Ausz. deutsch 74, 158 r "; 75, 136 vl Herlindis (N) 43, 2 V Hermann Joseph von Steinfeld - Exemplum aus seinerVita 87, 151 r Herrenalb (Pr I) 17, 18, 20(?), 40(1), 41, 49, 53, 54, 57 (Teile), 72, 78(?), 85, Kl. L. 1-2, Kl. L. 102(?), Kl. L. 103(?); Einl, S. 39 ff - s. auch Kirchweihnotiz, Einbände Heures de la passion Kl. L. Archiv, Hs. 2, 160 r Heynlin de Lapide, Johannes Einl, S. 36 Ps.-Hieronymus, Brief an seine Mutter über die Tugenden 69, 299 ra - Psalterium breviatum 40, 4 V - Quindecim signa 31, 211 v Hirsau (Pr I) 58, 101, 127 - Erwähnung 22, Einbandmakulatur - s. auch Aurelius, Erlafridus, Innozenz II. Hirschmann, Hertricus (N) 49, 7 r - Nikolaus (S) 40(1), 49 Hohenfels s. Isengardis Homilie, Fragment (Leimabdruck) 2, Vorderspiegel 366 Namen- und Sachregister Hoppeltanz, Konrad 64, Fragmente 1-3; (Pr II) 85 Horae - de B.M.V. 8, 28l r ; 45, 3 r ; 55, l r - de corde Jesu 106, 110 v ; 109, 157 r - de sancto spiritu 55, 152 r - s. auch Heures, Tagzeiten Horae canonicae - De horis canonicis 18, Vorderspiegel; 138(11), 32 v Hornunge, Hans 64, Fragmente 3 Hüßlin, Berhard (S) 61 Hugo Ripelin von Straßburg, Compendium theologicae veritatis, deutsche Bearbeitung 79, 94 v Humbertus de Romanis, Exemplum, deutsch 74, 150 rb Humolt, Siegfried 64, Fragmente 1 Hund von Saulheim, Elisabeth (Pr II) 58 Hunger, Anna Euphrosina (N) 123(11), 6 V Hunspach (Unterelsaß) s. Nikolaus Hutter, Heinrich 63, 288 V Hymnarium - benedictinum (Bursfelder Reform) 62 - cisterciense 17, 273 v ; 18, 252 r ; 20, 283 v ; 23, 355 r ; 24, 21 l r ; 28, l r ; 29, 259 v ; 32, 3 r ; 34, 417 r ; 38, 209 v , 397 v ; 40, 157 r ; 41, 150 r ; 44, 175 v ; 47, 274 r ; 49, 163 r ; 50, 171 v ; 52, 193 v ; 57, 259 r ; 141, 180 r ; Kl.L. 3, 91 v ; Kl.L. 5, 192 r ; Kl.L. 14, 235 v ; Kl.L. 26, 186'; Kl.L. 29, 125 r ; Kl.L. 34, 262 r Hymnen, einzelne 5, 7 V , 33 r , 39 v , 42 v ; 8, 81 v , 113 r , 350 v ; 15, 46 r , 79 v ; 17, 282 v ; 20, 310 V ; 24, 222 r ; 25, 127 r ; 27, 14 v ; 28, 60 r ; 32, 65 v ; 33, 153 v ; 34, 465 r ; 38, l r , 219 v ; 44, l r , 208 r ; 47, 307 v ; 51, 179 v ; 55, 152 r ; 57, 187 v ; 102, 2 V ; 106, 54 v ; 130(11); Kl.L. 4, 68 r ; Kl.L. 15, ll r ; Kl.L. 25, 127 v ; Kl.L. 26, 9 r ; Kl.L. 100, 70 v , 77 r - deutsche Übersetzung 48, 19 r , 28 r , 33 r , 48 v , 60 v , 65 r , 108", 126 r , 136 v , 142 v , 148 v , 160 r , 165 r , 170 v , 175\ 183 r , 192 r , 201 r , 206"; 92, 229 v ; 97, 201 v ; 100, 5 r , 140 r I.C.W. (S?) 102 Ps.-Ignatius von Antiochien, Briefwechsel mit Maria, deutsch 94, 222 v Illingen (Enz-Kreis) 76, 156 r Imaginaria vom Bitsch 36, 226" Ingenheim, Mechthild (?) von (S) 15, Kl.L. 86 (II) Inkunabeln aus Lichtenthaler Vorbesitz Einl., S. 22 - s. auch Drucke Innozenz II., Brief an Zisterzienseräbte (Hirsau betreffend) Kl.L. 102(11), 72 r Innozenz III., Gebete 91, 284 r Intervalltafel 49, 2 r Irmengardis von Baden, Stifterin von Lichten- thal (N) 9, (7) r ; 16, l v ; 17, 2 V ; 18, l v ; 19, l v ; 20, l v ; 23, 2 V ; 26, 5 V ; 27, l v ; 29, 2 V ; 43, 2 V ; 44, 3 V ; 51, 3 V ; Kl.L. Archiv, Hs. 2, l v Isengardis von Hohenfels (N) - die ältere 37, 3 r - die jüngere 37, l v Jacobus de Milano, Stimulus amoris, Ausz. deutsch Kl.L. 111, 296 v Jacobus de Viterbo(P), Super quattuor libros sententiarum, Ausz. 101, Spiegel Jacobus de Vitriaco(P), Exempla, deutsch 74, 131™ Jacobus de Voragine, Legenda aurea - Exempla daraus 74, 159 vb ; 87, 145 r - s. auch Elsässische Legenda aurea Jesus Christus - Jesuskind, Verehrung 61, Fragmente 2 - Kreuz Christi 70, 329 r - - Inschrift 107, 2 r - Longitudo corporis Christi 70, 329 r - Passionsbetrachtungen 77, 181", 216 r , 223 T ; 86, 337 r ; 87, 153 v - Passionspredigt 87, 189 r - Passionstraktat 96, 110 r - Sechsfache Beraubung Christi bei seinem Leiden 86, 337 r 367 Namen- und Sachregister - s. auch Andacht, Buchschmuck (Ikonographie), Flavius Josephus, Heures, Horae, Gebet, Leben Jesu, Ps.-Lentulus, Reimof- fizium, Tagzeiten Johannes (Hans) - Johannes II. von Baden, Trierer Erz- bischof 43, 9 r - Johannes von Bolanden (N) 37, 2 V - Johannes de Bolla (S) 88 - Johannes, Cantor Leodiensis, Solmisations- Merkverse 82, Hinterspiegel - Johannes Episcopus, Quadragesimale, deutsch 61, 1 r - Hans zum Fuhßel 77, l r - Johannes Herolt, Promptuarium miraculorum - - Exemplum daraus 74, 160 vb - Johannes von Lichtenberg (N) 34, 5 r - Johannes von Magstadt (S) Kl.L. 1-2, Kl. L. 25, 118 r - Johannes de Sacrobosco, De sphaera 31, 194 r Jordanus de Quedlinburg, Meditationes de passione Christi, deutsch 66, 201 r ; 84, 3 r ; 87, 153 v Joseph (hl.), Zwölf Privilegien 92, 279 r ; 107, I26 v Junior, Johannes, Mönch von Ebersmünster (S) 28, 68 r ; 32, l r ; 60; Kl.L. 10 Juristische Texte - Corpus iuris canonici - - Decretum Gratiani, Abbreviatio Kl. L. 102(1) - - Gregor IX., Decretalia, Fragmente 61, Spiegel - - Tancredus, Apparatus in compilationem primam, Fragmente 98, Spiegel Kaisheim s. Heinricus de Caesarea Kalendarium 25, 2 V ; 26, 5 r ; 37, l r ; 43, 2 r ; 48, l r ; 51, 3 r ; Kl.L. Archiv, Hs. 2, l r - benedictinum (Bursfelder Reform) 106, I r - cisterciense 16, l r ; 17, 2 r ; 18, l r ; 19, l r ; 20, l r ; 23, l r ; 24, 223 r ; 27, l r ; 29, l r ; 34, l v ; 38, l r ; 41, 2 V ; 44, 3 r ; 47, 2 r ; 49, 2 V ; 50, 2 r ; 52, l r ; 57, 3 r ; 123 (II), 4 r ; Kl. L. 34, l r ; Kl. L. Archiv, Hs. 1, VIP - dominicanum 8, l r Kandel s. Anna von K. Katechetische Kompilation in Versen 77, 12 r Katharina, dicta Nellingen (?) (N) 50, 3 V Kaufvermerk 85, l r - s. auch Bücherpreis Kecheler, Dorothea (Prll) Einl., S. 35 -, Wilhelm (S) Einl., S.35 Kirchheim (Ries), Zisterzienserinnen (Pr II) 91 (?) Kirchweihnotiz - Frauenalb Kl.L. Archiv, Hs. 1, X v - Gottesau 128, Kalendar - Herrenalb 49, 111 v ; Kl.L. Archiv, Hs. 1, X r - Lichtenthai 16, 4 r , 72 v ; 27, 4 r ; 44, 6 r ; Kl.L. 29, 3 r ; Kl.L. Archiv, Hs. 1, VI\ X r , XI r - - Fürstenkapelle Kl.L. 1, 139 r - Neuburg bei Hagenau 2, 53 r - Otterberg 16, 34 r - Weißenburg 126 (I), Kalendar - unbestimmt 24, 224 v Kirscher, Anton 33, 153 v Kirschgarten (Worms) (Pr II) 37 Klosterleben - Von äußerer und innerer Zucht im Klosterleben 95, 6 r Klosterreichenbach (Pr II) 101 Knab, Anna Maria 114(111.1) Knapp, Bersch 64, Fragmente 1-2 Knör (Knor) (S) 67 Knüttlin, Ursula (Pr II) 138 (?) Königsbrück (Pr I) 94 - s. auch Wickersheim, Richardis von Komputistik 16, l r ; 19, 7 r , 7 V , 9 V ; 34, l r ; 46, l v ; 49, 200 v ; 50, 239 v ; s. auch Intervalltafel Kommunionempfang, Vorbereitung 82, 157 v - s. auch Gebete (Kommunion) Konrad s. Conradus 368 Namen- und Sachregister Korrant (Lorrant?), Benedict 77, l r Krankheit - Ermahnungen für Kranke 140 (II), 42 r - Geistlicher Nutzen der Krankheit 90, 288 V ; 140(11), 13 v Kreuzwegandacht, deutsch 90, 104 v , 163 r ; 92, 238 r ; 94, 177 r ; 107, 146 r Kripplein des Herzens 61, Fragmente 2 Kunigundis von Spanheim (N) 37, 3 r Kubler (Kühler), Laurenz 73, 2 V , 3 r , 56 r Kyriale (auch Ausz.) 2, 126 r ; 5, 7 r ; 46, 245 r ; Kl.L. 1, 145 r ; Kl. L. 2, 325 v ; Kl.L. 15, 163 r ; Kl.L. 19, 137"; Kl.L. 25, Spiegel, 112 v , 131 r ; Kl.L. 29, 142 v ; Kl.L. 100, 51 r , 69 v Kyriß, Ernst (Prll) Einl., S.35 L.C. ( S) 45 Lambertus (S?) 51, 253 r Landenberger, Rosina (N) 126(1), Kalendar Langensteinbach 78, Vorderspiegel Lanius, Sebastian (Pr II) Kl.L. 103; s. auch Einl., S. 44 Leben der Altväter s. Vitas patrum, deutsch Leben Jesu 70, l r Lectionarium officii - cisterciense 1, Kl. L. 7 - franciscanum (Fragment) 141, Einbandmakulatur - unbestimmtes Fragment 21, Hülle - s. auch Lektionar Legenda aurea s. Jacobus de Voragine Legendarium, Fragment 99, Spiegel Legerin, Sabina 66, Einbandmakulatur Leiden - Gedicht über den Sinn des Leidens 69, 267 ra Lektionar für die Fastenzeit, deutsch 70, 189 r Lehrer, drei: dignitas, necessitas, utilitas 95, 117 r Ps.-Lentulus, Brief 109, 240 v Lesezeichen 79, 80, 85, 90, 93, 141, Kl.L. 3, Kl.L. 26 Liber horarum 45, 55 - Fragment (?) Kl. L.Archiv, Hs.2 Liber Ordinarius cisterciensis 16 - deutsch (Ausz.) 96, 304 r ; 110, 124 r ; Kl.L. 108, 27 v Liber vitae, Fragment 25, Falz Lichtenberg s. Johannes de L. Lichtenthai (Pr I) 5(?), 10-15 (?), 17, 18, 19 (?), 23, 29, 33 (?), 34 (?), 39(?), 44, 45 (?), 47, 64 (?), 65, 69, 70, 74, 75, 80 (?), 82, 89, 95, 96 (?), 102 (?), 105, 108, 110, 112-115, 118- 123, 125, 142(11), Kl.L. 1-2, Kl.L. 3(?), Kl.L. 28, Kl.L. 34(?), Kl.L. 86(11), Kl.L. 108(11), Kl.L. 109, Kl.L. 111; Kl.L. 113,2, Kl.L. 117 - s. auch Einbände, Inkunabeln, Kirchweihnotiz Lichtenthaler Marienklage 30, 81 ra Liechtenstein s. Ursula von Limburg s. Elisabeth von Limburg (Kloster) s. Siegfried Litanei - Allerheiligenlitanei 19, 156 v ; 25, 126 v ; 26, 149 r ; 40, 154 r ; 44, 173 v ; 45, 67 r ; 51, 242 r ; 52, 217 r ; 55, 61 r ; 56, 129 v ; 58, 59 r ; 71, 321"; 97, 246 v ; 101, 54 r ; 104, 150 v ; 109, 222 r ; 140(11), 31 r ; Kl.L. 25, 115"; Kl.L. Archiv, Hs. 1, XIII"; Kl.L. Archiv, Hs. 2, 152 v - Bernhard von Clairvaux 124(11), 31 r - Dreifaltigkeit 97, 50 r - Elftausend Jungfrauen 98, 131 v - Heilige Jungfrauen und Witwen 124(11), 64 v - Leben und Leiden Christi 97, 54 v - Monatspatrone 124(11), 190 v - Name Jesu Kl.L. 111, 406 r Litterae divinitus missa ad Ludovicum regem Kl.L. 102(11), 93 v Liturgische Texte s. Alleluiaverse, Antiphonale, Breviarium, Collectarius, Confiteor, Diur- nale, Graduale, Hymnarium, Hymnen, Ka- lendarium, Kyriale, Lectionarium officii, Liber Ordinarius, Litanei, Missale, Officium ca- pituli, Officium defunctorum, Ordo sepultu- rae, Passionale, Processionale, Psalmi poeni- tentiales, Psalterium, Reimoffizium, Rituale, 369 Namen- und Sachregister Sequentiar, Sequenzen, Sonderoffizium, To- narius Löper, Wolfgang, Tennenbacher Konventu- ale 1, Einband; Kl. L. 7, Einband Löwenstein s. Albertus, Philippus Lucas Frater (Pr II) 102 (?) Lukardis von Bolanden (N) 37, 3 r Lukardis von Bolanden, Tochter der oben Genannten, Gattin Rudolfs IV. von Baden (Pr II?) 37 Lymmel, Albrecht 78, Vorderspiegel Macer, deutsch (Ausz.) 76, 39 r Magnificat, deutsch 25, l y ; 48, 20 r Mai, geistlicher s. Andachten (Allegorische Texte) Mainz (Pr I) 136 (II) (?) - Weißfrauenkloster (Pr II) 136 Malsch (Kr. Karlsruhe) 64, Fragmente 1-2 Manegold (S) 15 Mantel unserer lieben Frau 87, 215 r Mantische Texte s. Donnerprognostik, Neujahrsprognostik, Onomatomantie Margang, Sebastian (N) 125(11), Kalendar Margaretha von Baden, Äbtissin von Lichten- thal (1477-1496) Einl., Anm.6; 68, Vorderspiegel; (N) 123(11), 4 r ; (Pr II) Kl.L. 28 (?); s. auch Albertus von Monnickendam Margaretha (von) Groningen (Markgröningen) (N) 26, 8 r Maria (hl.) - Acht Freuden 56, 81 v - Geistlicher Mantel 87, 215 r - Suffragien 56, 81 v - Versus de pulchritudine B.M.V. de Petri Ri- gae Aurora excerpti 35, 86 r - s. auch Andacht, Becht, Buchschmuck (Ikonographie), Gebete, Horae, Magnificat, Mariengruß, Novene, Reimoffizium, Rosenkranz, Sonderoffizium, Tagzeiten, Würz- gärtlein Maria von Baden, Äbtissin von Lichtenthai (1496-1519) (Pr II) 6, 95 Maria von Baden, Gattin Rudolfs IV. von Baden (Pr II) 37 (?) Maria Magdalena s. Reimoffizium, Sonderoffizium Marienberg bei Boppard (Pr I) Kl.L. 77(?) Mariengarten bei Bozen (Pr II) Kl. L. Archiv, Hs. 1 Mariengruß, deutsch 77, V Markgröningen (Kr. Ludwigsburg) s. Margaretha von Groningen Marquard II., Abt von Herrenalb 85, Perg.- Fälze Marquard von Lindau - Auszug der Kinder Israels 78, 2 r - Dekalogerklärung 78, 53 v - De reparatione hominis, deutsch 83, l r Martinus Bracarensis, Formula vitae honestae, Ausz., deutsch 78, 188 V Martin von Troppau(?), Exemplum, deutsch 74, 138 r Matthaeus Vindocinensis, Tobias metricus, Ausz. 46, 252 v Maulbronn (Pr I) 59, 76(?), 88(?), Kl.L. 4, Kl.L. 29 - Missale von 1465 (Verweisung) Kl.L. Archiv, Hs. 1, Anh. 16 a r - Ortsherrschaft über Illingen 76, 157 r - s. auch Einbände, Schwalb Mayer, Peter, Kupferstecher 114(111) Mechthildis - Mechthildis (N) 38, 3 V - Mechthild von Hackeborn - - Gebete 90, 255 v , 300 v ; 92, 167 r , 232 r ; 94, 3 r , 55 v ; 99, 132 v ; 105, 71 r , 118 v ; 106, 61 r , 71 v , 319 r ; 107, 329 v ; 109, 265 v - - Liber specialis gratiae, Ausz., deutsch 67, 2 r ; 87, 223" - Mechthildis von Ingenheim (S?) 15, Kl.L. 86(11) Medizinische Texte s. Aderlaß; Albrant, Meister; Apollonius von Mainz; Arzneibuch; 370 Namen- und Sachregister Astromedizinische Texte; Bartholomäus; Benediktenkrauttraktat, Blutschauregeln; Branntweintraktat; Diätetik; Eichentraktat; Guilelmus de Congenis, Chirurgia; Macer; Pest; Rezeptar; Rosmarinweintraktat; Wacholderbeertraktat; Wasser, gebrannte Meiß, Jacobus 72, 122" Messe - Meß- und Offiziumsbuch, deutsch 100 - Meßerklärung 99, 40 r - s. auch Andacht, Gebete (zur Messe), Missale, Sequentiar, Votivmessen Metz (Pr I) 55 Meyer, Petrus, Gebete 94, 7 r Michael de Massa, Vita Christi, deutsche Bearbeitung s. Leben Jesu Michael de Urach (S) 76 Michelbach (Kr. Rastatt) 64, Fragmente 2 Minnelied (Fragmente) 50, 81 v , 199 v , 202 v Missale - benedictinum (Fragment) 103, Kopert - cisterciense Kl.L. Archiv, Hs. 1 - - Ausz. 134(11) - Fragmente 3; 29, Einbandmakulatur; 34, Hinterspiegel; 51, Spiegel; 65, Einbandmakulatur; 71, Hinterspiegel; 117 (III. 3); 130, ehemal. Einbandrücken; Kl. L. 25, Hinterspiegel; Kl.L. 26, 210; Kl.L. 112, Umschlag Mittelrhein (Pr I) 37, 77 - s. auch Mainz, Marienberg Mönch von Salzburg 76, 137 r ; 77, 75 r Mörsberg, Anna von, Äbtissin von Lichtenthai (1544-1551) (Pr II) 45 Mone, Franz Joseph (Pr II) Kl. L. Archiv, Hs. 2 Mone, Fridegar (Pr II) s. Einl., S. 22 ff Monochord - De mensura monochordi 100, Hinterspiegel - s. auch Berno, Augiensis Münckel, Berthold 64, Fragmente 1, 3 Mürer, Michael (S) 73 Mundarten - alemannisch 25, l y , 127 v ; 31, 124 r ; 36; 37, I r ; 56; 61; 64; 67 (alemannisch-schwäbisch); 71; 75; 76; 81; 83; 84; 87; 89; 90; 92; 94- 100; 103; 104; 106; 107; 109; 140(11); Kl.L. 28; Kl.L. 36, 21 r ; Kl.L. 46; Kl.L. 108(11); Kl.L. 109 - - niederalemannisch 65, 66, 69, 70, 74, 79, 80, 82 - - alemannisch-fränkisch 78 - bairisch 30 - - südbairisch 48 - elsässisch 68 - rheinfränkisch 37, 77, 107, Kl.L. 77 - - südrheinfränkisch 78 - schwäbisch 67 (alemannisch-schwäbisch), 72, 81 (Einschlag), 95 (Einschlag) - westmitteldeutsch 136(11) Mutschelbach 78, Vorderspiegel Neresheim (Pr I) 91 Neuburg bei Hagenau (Pr I) 1, 2, 24 (?), 27 (?), 28 (?), 32(?), 46(?), Kl.L. 7, Kl.L. 19, Kl.L. 25(?), Kl.L. 26, Kl.L. 92, Kl.L. 100, Kl.L. 108(1) - s. auch Kirchweihnotiz, Ganser Neuhausen, Margaretha von (Pr II) 128 (?) Neujahrsprognostik 76, 125 v Neun Gedanken Christi am Ölberg 92, 269 r Nicolaus (Nikolaus, Claus) - Nicolaus Claraevallensis, Sermones 5, 66 r , 99 v , 112 r - Nikolaus von Flüe, Dictum und Reimgebet 101, 122 v - Nicolaus de Gorran, Sermones 35, l ra - Clauß von Hunspach, Kl.L. 19, Vorderspiegel - Nikolaus von Kosel, Reimgebet vom Leiden Christi 99, 32 v - Nicolaus de Lyra - - Glossa super psalterium, deutsch s. Heinrich von Mügeln - - Postilla super quattuor evangelia Kl. L. 33 - - Postilla super epistolas Pauli 63, 2 r - Nikolaus von Straßburg, Predigten, Ausz. 98, 70 v 371 Namen- und Sachregister Nordwestdeutschland (Pr I) 51 Notation - Hufnagelnotation 3; 14, Nachträge; 21-22; 26, 152 y ; 53; 54; 62; 93; Kl. L. 36; Kl. L. 121 - Mensuralnotation 28, 68 r ; 32, l r ; 60, 38 v ; 114(11) - Neumen 5, 40 r , 42 r ; 15, 73 r ; 28, 64 v ; 32, 75"; 135, Fragm.; 141, vereinzelt; Kl. L. 112(11) - - zisterziensisch 2 - Quadratnotation 5(1); 12, Nachträge; 14, Nachträge; 15; 28; 32; 46; 60, 2 r ; 102; 141; Kl.L. 1-5; Kl. L. 14; Kl. L. 15; Kl.L. 19; Kl.L. 25; Kl.L. 26; Kl.L. 29; Kl.L. 100; Kl.L. 108(1); Kl.L. 112(1); Kl.L. Archiv, Hs. 1 Nothelfer, Votivmesse Kl.L. Archiv, Hs. 1, 296" - s. auch Gebete (Heiligengebete) Notmessen, sieben Kl.L. Archiv, Hs. 1, V r , 296 v Novene, marianische 9, (l) v ; 91, 254" O-Antiphonen, deutsch 92, 45 v Oberlin, Fritz (N) 129(1), Kalendar Obermutschelbach 78, Vorderspiegel Oberrhein (Pr I) 9, 25, 31 (III), 36, 50, 66, 68, 83, 84, 98, 141; s. auch Breisgau, Elsaß, Frankenthal, Frauenalb, Herrenalb, Lichten- thal Odilia (Ottilia) - Odilia, Lichtenthaler Kantorin (S) 36, 226 v ; 95; 105; 108; 122(11); 123(11); 125(11); Kl.L. 109 (III); Kl.L. 117, 40 r ; Einl., S.43 - Ottilia, Sr. (N) Kl.L. Archiv, Hs. 1, X v Otigheim (Kr. Rastatt) 64, Fragmente 3 Officium capituli 8, 348 r ; 45, 64 v ; Kl. L. 34, 7 r Officium defunctorum - benedictinum (Bursfelder Reform) 58, l r - cisterciense 9; 33, 146 r ; 40, 147 r ; 44, 203 v ; 45, 47 v ; Kl.L. 36, 2 r - Metz 55, 116 r - Windesheimer Kongregation 97, 253 r - unbestimmt 36, 6 r ; 42, l r Onomatomantie, deutsch 76, 152 v Ordo sepulturae cisterciense (Ausz.) 53, 41 v ; Kl.L. 36, 19 v - s. auch Rituale Ps.-Origenes, Homilia 5, 107 r Osterfeier, lateinische, um 1300 14, Vorderspiegel Otterberg s. Kirchweihnotiz Palimpsest 21, 22 Paradisus animae s. Ps.-Albertus Magnus Paris (Pr I) 31 (I u. II) (?) Passionale, Fragment 143 Pater noster s. Vaterunser Peltz, Henne und Simon, Bürger von Boppard Kl.L. 77 (S.327) Pest - Pestrezepte Kl.L. 28, p.3, p.231 - Pestsendbrief 76, 135 r - Pesttraktat s. Engelin Peter, Herr (N) 126(1), Kalendar Petrus Comestor, Sermones 5, 56 v , 59", 87 r , 93 r , 110 r Petrus de Dacia 31, 227 v Petrus Hispanus, Thesaurus pauperum, Ausz. 31, 175 r Petrus Riga, Aurora, Ausz. 35, 86 r Peuntner, Thomas, Von der Liebhabung Gottes an den Feiertagen 94, 27 v Pflanzenglossar, lateinisch-deutsch 31, 124 v Pflieger, Silvester, Bischof von Chiemsee, Oratio ante missam 135(11), 3 V Pharmazeutische Texte s. Apothekergewichte, r Herbarius, Pflanzenglossar Philippus von Bolanden (N) 37, l r Philippus von Löwenstein (N) 37, 5 r Philosophische Texte 84, Makulaturfragmente - s. auch Aristoteles latinus, Boethius, Porphy- rius Phils(?), Johannes (N) 126(1), Kalendar Pius II. 42, 56 r 372 Namen- und Sachregister Planetae - De planetis et signis 31, 227 r Porphyrius, Isagoge - Kommentar 31, 73 r Predigten, deutsche - von St. Anna 95, 275 r - Decollatio Johannis 68, 151 va - emblematische 79, 119 v ; 95, 60 v - Eucharistie 95, 241 r - Geistliche Einkehr 95, 154 r - Klosterpredigten, zisterziensische 95, 60 v - Osterpredigten 61, 29 r - Passionspredigt 87, 189 r - s. auch Sermones, Tauler Predigtmärlein vom Papst und seinem Kaplan 140, 8 r Processionale cisterciense (auch Ausz.) 53; 54; 102; Kl.L. 25, 43 r , 49 r ; Kl.L. 112; Kl.L. 121; Kl.L. Archiv, Hs. 1, 171 r - Fragment 7, Einbandmakulatur Profeßerneuerung 103, 64" Profeßritus, zisterziensisch Kl.L. 86, 10 r , 45 r ; Kl.L. 117 Provenienz I (Schriftheimat, Entstehungsort) - Orden - - Augustinerchorherren (Windesheimer Kongregation) s. Frankenthal - - Benediktiner s. Ebersmünster, Hirsau, Neresheim - - Benediktinerinnen, unbestimmt 103, 104 - - - Klöster s. Frauenalb, Friedenweiler, Marienberg, Seebach - - Dominikaner(innen) 7, 8 - - Zisterzienser(innen), unbestimmt 4, 9, 16, 35, 52, 78, 95, Kl.L. 46 - - - Klöster s. Eschenbach, Herrenalb, Königsbrück, Lichtenthai, Maulbronn, Neuburg - Deutschsprachige Länder (Regionen) und Orte - - Bayern 30, 48 - - Breisgau - - - Freiburg 73 - - Elsaß Kl. L. Archiv, Hs. 1 - - - Ebersmünster 60, Kl.L. 10 - - - Hagenau (Diebold Lauber) Einl., S.34 - - - Königsbrück 94 - - - Neuburg bei Hagenau 1, 2, 24 (?), 27 (?), 28 (?), 32 (?), 46 (?), Kl. L. 7, Kl. L. 19, Kl.L. 25(?), Kl.L. 26, Kl.L. 92, Kl.L. 100, Kl.L. 108(1) - - - Straßburg 16, 87(?), 140, 143(?), Kl.L. 36 (?) - - - Thann (Oberelsaß) 61 Erfurt 31 (IV) - - Mittelrhein 37, 77 - - - Mainz 136 (II) (?) - - - Marienberg bei Boppard Kl. L. 77 (?) - - Nordwestdeutschland 51 - - Oberrhein 3, 9, 25, 31 (III), 36, 50, 66, 68, 83, 84, 98, 141, s. auch Breisgau, Elsaß - - - Frankenthal 84 (?), 97 (?), 100 (?) Frauenalb 21 (?), 22(?), 62, 90, 92, 106, 107, 109, 116, 128-131 Herrenalb 17, 18, 20(?), 40(1), 41, 49, 53, 54, 57 (Teile), 72, Kl.L. 1-2, Kl.L. 100(?), Kl.L. 103 (?) Lichtenthai 5(?), 10-15 (?), 17, 18, 19 (?), 23, 29, 33 (?), 34(?), 39(?), 44, 45 (?), 47, 64 (?), 65, 69, 70, 74, 75, 80 (?), 82, 89, 95, 96(?), 102(?), 105, 108, 110, 112-115, 118-123, 125, 142(11), Kl.L. 1-2, Kl.L. 3(?), Kl.L. 28, Kl.L. 34(?), Kl.L. 86(11), Kl.L. 108(11), Kl. L.l 09, Kl. L.l 11, Kl. L. 113,2, Kl. L. 117 - - - Seebach 93, 126(11) - - Schwaben - - - Friedenweiler 42(?) Hirsau 58, 101, 127 - - - Maulbronn 59, 76(?), 88(?), Kl.L. 4, Kl.L. 29 - - - Neresheim 91 - - - Ulm 63, Kl.L. 33; s. auch Einl., S.29 - - Schweiz - - - Eschenbach 124(11) - - Süddeutschland 8, 71, 88; s. auch Bayern 373 Namen- und Sachregister - - Südwestdeutschland 26, 43, 52, 56, 67, 83, 84, 99, 100 (Spiegel), 103, 104, Kl L. 46, s.a. Oberrhein, Schwaben - - Wien 86 (?) - England Kl.L. Archiv, Hs. 2 - Frankreich 7 - - Metz 55 - - Paris 31 (I u. II) (?) Provenienz II (Vorbesitzer, Aufbewahrungsorte) s. Agnes R.; Anna Barbara, Sr.; Anna von Bolanden; Augustiner Chorherren; Baden-Baden, Jesuiten; Baer, Joseph; Bettendorf, Katharina; Bohun; Branz, Dorothea; Cohn, Albert; Dorniberg, Anna Margaretha Otilia; Essen; Faller, Euphrosina; Fink, Margaretha; Fischbach; Fordenbach, Maria Barbara; Frauenalb; Franz, Johann Joachim; Fremersberg; Gilhofer u. Ranschburg; Gim- bel, G.; Göler von Ravensburg, Ursula; Grasmair, Benedicta; Gryß, Andreas; Hoppeltanz, Konrad; Hund von Saulheim, Elisabeth; Kecheler, Dorothea; Kirchheim (Ries); Kirschgarten; Klosterreichenbach; Knüttlin, Ursula; Kyriß, Ernst; Lanius, Sebastian; Lukardis von Bolanden; Mainz, Weißfrauenkloster; Margaretha von Baden; Maria von Baden; Mariengarten; Mörsberg, Anna von; Mone, Franz Joseph; Mone, Fri- degar; Neuhausen, Margaretha von; Rechentshofen; Reimbolt, Peter; Remchingen, Agnes u. Katharina von; Röder von Hohen- rodeck, Rosula; Röst, Maria Franziska; Rosenberg, Marc; Rosenthal, Jacques; Rosenthal, Ludwig; Salwert, Dorothea; Schenkin von Staufenberg, Barbara; Schindler, Adolf; Schwegelin, Johannes; Straßburg, St. Marx; Tanner, Maria Euphrosina; Trübner, Karl J.; Walterus de Sandberg; Westenholz, A.W.; Wickersheim, Richardis von; Wonnenthal; Zitzenbin, Maria Katharina Psalmen - Psalmenerklärung 65, 146 v - Psalmenkommentar (Fragment) 90, Spiegel - s. auch Ps.-Augustinus; Psalmi poenitentia- les; Psalterium Psalmi poenitentiales 55, 51 v ; 56, 107 r ; 58, 48 r , 66"; 109, 208 r - deutsch 97, 239 r Psalterandacht - deutsch 92, 273"; 94, 56 r ; 123(11), 61 r - lateinisch 106, 146 r Psalterium - deutsch 36, 3 r ; 97, 70 1 - - Ausz. 48, 14 r ; 56, l r ; 71, 4 r - lateinisch 25, 8"; 26, ll r ; 33, 7 r ; 40, 2 r ; 43, 9 r ; 49, 174 v ; 51, 9 V ; Kl.L. Archiv, Hs. 2, 8 r - - Fragmente 31, Spiegel; 57, Spiegel - lateinisch-deutsch 37 - s. auch Gebetsanweisungen zum Psalterium Quatember, Merkverse 16, 60 r ; 34, 466 v Raimund von Capua, Legenda beatae Kathari- nae Senensis, deutsch 82, 2 r - Ausz. 67, 192 r Rathausen bei Luzern 124 (S.280f) Rechentshofen (Pr II) 26 Regimen sanitatis, deutsch 140(11), 11 l v Regula, Lichtenthaler Schreibmeisterin (S) Einl., S. 40 ff Regula Benedicti - deutsch Kl.L. 77, l r - lateinisch Kl.L. 103, 2 r ; s. auch Einl., S.34 Reich, Wilhelm, Kupferstecher 142(1) Reimbolt (Rennbolt), Petrus (Pr II) 86 Reimgebet - altfranzösisch Kl.L. Archiv, Hs. 2, 159 v - deutsch 48, 77', 209 r ; 76, 137 r ; 77, 2 r , 75 r , 206 r , 223 v , 224 v ; 94, 38 v , 157 r ; 97, 46"; 98, 20 r ; 99, 95"; 107, 392 r ; s. auch Mönch von Salzburg, Nikolaus von Flüe, Nikolaus von Kosel - lateinisch 55, 78 r , 80 r ; 94, 39 r , 176 r ; 106, XIX r , 134 v , 274 v ; Kl.L. 86, 43 v 374 Namen- und Sachregister Reimoffizium (auch Ausz.) - Anna 8, 81 T - Benedikt 49, Vorderspiegel; 57, 187 v - Dominicus 8, 8 7 r , 346 v - - Translatio 8, 60 v - Elftausend Jungfrauen 5, 12 r , 31 r ; 8, 113 r ; 15, 49 r ; 17, 296 v ; 24, Vorderspiegel; 34, 359 v ; 52, 166 v ; 57, 223 v ; 108, 89 r ; 110, 100 r ; Kl. L. 4, 48 v ; Kl.L. 15, 19 r ; Kl.L. 25, l r , 110 r , 117 r ; Kl.L. 34, 233 r ; Kl.L. 100, 31 r ; Kl.L. 121, 83 v - Elisabeth 8, 120 v - Gregor Kl.L. 121, 60" - Jesus Christus - - Dornenkrone 8, 57 r - - Fronleichnam 15, 73 r ; 34, 45 l v - Katharina von Alexandrien 5, 16 v ; 8, 124 v ; 15, 34 r ; 52, 174 r ; Kl.L. 15, 2 r ; Kl.L. 29, 3 r ; Kl.L. 34, 241"; Kl.L. 100, 9 r - Maria 5, 8 a r ; 8, 72 v ; 60, 79 v - Maria Magdalena 5, l r ; 14, 165 T ; 15, 17 v ; 34, 313 r ; 50, 124 v ; Kl.L. 15, 1 l r ; Kl.L. 34, 165 v ; Kl.L. 100, 19 v - Petrus Martyr 8, 45 v - Petrus von Tarentaise 5, 28 r ; 15, 10 r ; 34, 301 v ; 38, 221"; 50, 117 r , 221 r ; Kl.L. 29, 146 r ; Kl.L. 34, 192 r - Thomas von Aquin 8, 37 v - - Translatio 8, 27 r - Vinzenz Ferrer 8, 350 v Reisesegen 55, 103 r ; 96, 303 v Remchingen, von - Agnes (Pr II) 131 - Katharina (S) 106, XVII v ; 107, 45 v , 314 r ; 128; 130(11); (Pr II) 106 - Margaretha (S) 106, 109, 116(11) Richardis (hl.) s. Gebete (Heiligengebete); Wickersheim, Richardis von Richardus de Sancto Victore, Sermones 5, 90 r , 96 r Ripenbarter, Wolfgang (N) 126(1), Kalendar Ripus(?) (Pr II) 25, 128 v Rise, Conradus, Ettlinger Bürger (N) 38, 9 T Rituale - benedictinum (Bursfelder Reform), Ausz. 116(11), 10 v - cisterciense Kl.L. 86 - - Ausz. 122(11); Kl.L. Archiv, Hs. 1, 287 r Rocamadour (Rupes Amatoris) 82, Hinterspiegel Röder von Hohenrodeck, Rosula, Lichtenthaler Äbtissin (1519-1544) (Pr II) 53; Kl.L. Archiv, Hs. 2 Röst, Maria Franziska (Pr II) 124 Ros, Ursula (N) 126(1), Kalendar Rosenberg, Marc (Pr II) Einl., S.30; 142 Rosenkranz - deutsch - - Anna 92, 85 v ; Kl.L. 109, l r - - Bernhard von Clairvaux 124(11), 2 r - - Jesus Christus - - - Glieder 90, 202 v - - - Kindheit 92, 60 r - - Jungfrauen 90, 350 r ; 92, 127 r - - Katharina 92, 110 V - - Maria allgemein 90, 358 v ; 92, 54 r , 59 r , 205 r ; 94, 88", 354 r , 366 v ; 99, 201 r ; 104, 42 r ; 107, 50 r - - - um Bewahrung der Benediktsregel 92, 92 r - - - ,Gulden pselterlin' 90, 31 l r ; 92, 48 r ; 94, 360 v ; 99, 225 r ; 104, 81 v - - - Hundertmal zehn Ave Maria 90, 321 r ; 92, 165 r - - - Rosenkranz der Trierer Kartäuser Kl.L. 108, 62 r - lateinisch - - Anna 106, 305 r Rosenthal, Jacques (Pr II) Einl., S.30 Rosenthal, Ludwig (Pr II) Einl., S.32 Rosmarinweintraktat Kl.L. 28, p.95 Roßarzneibuch s. Albrant Roßwag 78, Hinterspiegel Rüppur (Karlsruhe) 128, Nachstoßblatt (?) 375 Namen- und Sachregister Sali, Wendelin 72, 122 v Salve regina - Bernhard von Clairvaux als Verfasser des Schlusses 75, 158 va - deutsch 25, 128 r - Paraphrase, auf die hl. Anna adaptiert 94, 39 v ; 97, 197 r ; 106, 311 v Salveandacht 99,255 r ; 107,268 v ; Kl. L. 109, 16 v - s. auch Seuse Salwert, Dorothea (Pr II) 44 St. Goar Kl. L. 77 (S.327) St. Goarshausen Kl. L. 77 (S.327) Schenkin von Staufenberg, Barbara (Pr II) 130 Schenkungs- und Stiftungsvermerk 33, 153 v ; 68, Vorderspiegel; 73, 2 V , 3 r , 56 r Schindler, Adolf (Pr II) 140 Schleher, Martin, Abt von Tennenbach Kl.L. 117, 39 v Schmid, Hans 76, 157 r Schober, Hans (S) 97, 8 V Schorich, Georg (Schoricius) 61, Fragmente 1 Schreiber s. Albertus; Anna von Eberstein; Bettendorf, Friedrich von; Branz, Bernhard; Braun, Antonius; Conradus; Cunrat, Neuburger Mönch; Dominicus; Dorothea von Wind [...]; Echter von Mespelbrunn, Anna; Elisabeth von Enzberg; Fabri, Johannes; Fritzmann, Fridericus; Gancz, Cunradus; H.; Hirschmann, Nikolaus; Hüßlin, Bernhard; I.C.W.; Johannes de Bolla; Johannes von Magstadt; Junior, Johannes; Kecheler, Wilhelm; Knör; L. C.; Lambertus; Mane- gold; Mechthildis de Ingenheim; Michael de Urach; Mürer, Michael; Odilia; Regula; Remchingen, Katharina u. Margaretha von; Schober, Hans; Vehus, Barbara; Vischer, Johannes; Wetzel, Valentin; Widmann, Johannes; Zürn, Johannes Schreibervermerk (einschl. bloßer Datierung durch den Schreiber) 1, 188 V ; 15, 72 r ; 16, 78 r ; 18, 26l r ; 20, 9 V , 310 v ; 28, 69 v ; 30, l r ; 33, 153 v ; 36, 226 v ; 40, 153 v ; 41, 176 r , 183 v ; 45, 80 v ; 46, l r , 242 r ; 47, 312 V ; 49, 205 r ; 53, 45 r ; 54, 89 r , Spiegel; 57, 17 r , 24 r , 26 r , 222 v , 298 v ; 58, 79 r ; 60, 75 T ; 61, 309 v ; 63, 288 v ; 65, 125 va ; 67, 209 r ; 69, 264 vb ; 70, Vorderspiegel, 187 v ; 71, 322 v ; 73, 38 l v ; 76, 135 v ; 88, 29 r ; 91, 407 r ; 92, 278 v ; 93, 325 r ; 96, 89 r , 232 v ; 98, 8 V ; 99, 55 v ; 101, 121"; 106, 323 v ; 116(11), 15 r ; Kl.L. 1, 14l r ; Kl.L. 5, 218 r ; Kl.L. 7, 214 V ; Kl.L. 25, 139 v ; Kl.L. 29, 3 r ; Kl.L. 33, 514 r ; Kl.L. 77(11); Kl.L. 103, 90 v , 118 r Schreiberverse 33, 153 v ; 46, l r , 242 r ; 69, 264 vb ; 70, 187 v ; 88, 29 r ; 92, 278 v ; 101, 121 v ; Kl.L. 1, 141 r ; Kl.L. 7, 214 v ; Kl.L. 33, 514 r Schriftlesung, Merkverse 16, 60 v ; 34, 466 v Schütz, Maria Thekla, Lichtenthaler Äbtissin (1686-1687) 113 (S.270) Schule der Tugenden 69, 244 ra Schwalb, Johannes, Maulbronner Mönch - Abendmahlstraktat Einl., S. 32 f - Geistliche Unterweisung, Ausz. 94, 297" Schwarzwälder Prediger 64, l ra Schwegelin, Johannes (Pr II) Kl.L. 33 Seckenheim, Schlacht (1462) 76, 154 v Seebach (Pr I) Einl., S.44; 93, 126 (II) Sendbriefe, geistliche 96, 10 r Seneca, Ep. 45 ad Luc., Zitat 88, 29 r Sequentiar 60; 93, 293 r ; Kl.L. 10; Kl.L. Archiv, Hs. 1, Anh. 1 a r - deutsch 100, 219 v , 234 r - einzelne Sequenzen 5, 8 V , 24 r , 33 r , 40 v ; 12, l v ; 55, 41 v ; 56, 134"; 82, Hinterspiegel; 98, 148 r ; 99, 198 v ; 104, 129 r ; 106, 21 v , 273 r , 309 v ; 109, 16", 24 r , 41 v , 53 v , 63 r , 67\ 7l r , 75 v , 171 r ; 129(11), 3 V ; 134(11), 4 V ; 140(11), 72 r ;Kl.L. 2, 322 r ; Kl.L. 15, l v , 163 y ; Kl.L. 29, 143 v , 144 r , 148 r ; Kl.L. 108, 25 r Sermones 5(11); 85, 2 r - Fragmente 29, Einbandmakulatur; 95, Spiegel Seuse, Heinrich - Briefbüchlein 79, 230 r - Bruderschaft der ewigen Weisheit 99, 148 r - Büchlein der ewigen Weisheit, Ausz. 48, 288 r ; 94, 240 r - - als Vorlage 77, 78 r 376 Namen- und Sachregister - Hundert Betrachtungen 37, Vorderspiegel; 90, 1"; 99, 82 r ; 104, 177 r - Kommuniongebet 77, 199 r ; 99, 239 v ; 107, 219 V - Morgengruß des Dieners der ewigen Weisheit 97, 64 r ; 98, 153 r ; 99, 184 v ; 106, 37 r ; 109, 284 v - Salveandacht 97, 198 r - Tagzeiten von der ewigen Weisheit, deutsch 92, 136 v ; 99, 165 r Seytz, Benedictus 76, 157 r Sieben Säckchen s. Bruder mit den sieben Säckchen Siegfried, Abt von Limburg (N) 126 (I), Kalen- dar Sigwart, Jakob, Ettlinger Bürger (N) 129(1), Kalendar Sinnsprüche 46, 252 v ; 128; 129(11), 2 r Soccus (Konrad von Brundelsheim), Exem- plum, deutsch 74, 132 rb Solmisation, Merkverse 82, Hinterspiegel Sonderoff izium - Anna 130(11) - Annuntiatio B.M.V. 5, 8 a r , 23 v ; 15, 62 v ; 34, 289 v ; 38, 181 r , 220 r ; 46, 243 r ; Kl.L. 100, 46 v - Barbara 102, 2 r ; Kl.L. 5, 140 r - Fronleichnam 17, 282 v ; 18, 109 v ; 20, 292 v ; 23, 366 r ; 29, 267 v ; 39, l r ; 47, 214 V ; 57, 123 v ; 108, 5 r ; 110, 2 V ; Kl.L. 4, l r - Katharina von Alexandrien 5, 16 v ; 15, 34 r ; Kl.L. 15, 2 r ; Kl.L. 34, 241 v ; Kl.L. 100, 9 r - Maria Magdalena 5, l r ; 14, 165"; 15, 17 v ; 34, 313 r ; 50, 124 v ; Kl.L. 15, ll r , 167 r ; Kl.L. 34, 165 v ; Kl.L. 46, Umschlag; Kl.L. 100, 19 v - Petrus von Tarentaise s. unter Reimoffi- zium Sophia (hl.), Votivmesse Kl.L. Archiv, Hs. 1, I v Spanheim s. Agnes, Kunigundis Sphären - Über die elf Sphären 76, 33 r Sprichwörter 30, 83 Y ; 77, l r , 246 v Spruchsammlung 31, 215 V ; 140 (II), 81 v Stabat mater, deutsch 99, 210 r Steinhauser, Anna, Friedrich, Hans, Jakob, Margaretha (alles N) 126(1) Kalendar Stephanus Langton(P), Interpretationes nomi- num hebraicorum 7, 392™ Stephanus de Pforzheim 72, 122 v Sterbebüchlein - lateinisch 140 (II), l r - lateinisch-deutsch Kl. L. 86 (II) Straßburg (Pr I) 16, 87 (?), 140, 143(?), Kl.L. 36 (?) - St. Marx (Pr II) 140 Streler (Ettlinger Familie), Agnes (N) 38, 10 v -, Heinrich (N) 38, 6 V Stülzer, Margaretha, Lichtenthaler Äbtissin (1597-1625), Supralibros Kl.L. 14 Stundenbuch, deutsch 48 - lateinisch s. Liber horarum Süddeutschland (Pr I) 8, 71, 88 Südwestdeutschland (Pr I) 26, 43, 52, 56, 67, 81, 99, 100 (Spiegel), 103, 104, Kl.L. 46; s. auch Oberrhein usw. Süßbrot, Eva Lucia (N) 123(11), 6 V Suffragien 56, 81 v , 193 r Supralibros s. Stülzer Synderesis - De synderesi et aliis viribus mentis et ani- mae 70, 328 ,b Tagzeiten, deutsch - Barbara 92, 151 v ; 142, 120 v - Bernhard von Clairvaux 142, 113 r - Eucharistie 97, 4 r - Ewige Weisheit s. Seuse - Heiliger Geist 48, 108 r - Jesus Christus 48, 126 r - - Leiden 48, 74 r , 208 v ; 56, 97 r ; 90, 264 r ; 91, 204 r ; 104, 29 r , 74 r - Kreuz 97, 200 r - Maria 48, 14 r ; 92, 191 v ; 97, 200 r Tancredus s. Juristische Texte Tanner, Maria Euphemia (Pr II) 111 Tauler, Johannes, Predigten 80, l r 377 Namen- und Sachregister Temperamen tenlehre - Verse 31, 44 v Tennenbach s. Burger, Einbände, Löper, Schleher Testament, geistliches 97, 47 r ; 107, 323" Thann (Oberelsaß) (Pr I) 61 Theobaldus (Ord. s. Augustini) 65, 146 r Thomas - Ps.-Thomas von Aquin, Gebete 107, 240 v , 25 l v , 358 v - Thomas von Catimpre, Bonum universale de apibus, deutsch 75, l r - - Exemplum daraus 87, I49 r - Thomas von Celano, Vita s. Ciarae, deutsch 79, 207 r - Thomas von Haselbach s. Ebendorfer,Thomas - Thomas a Kempis, De imitatione Christi, Ausz. 70, 329 v - - Ausz. deutsch 79, I31 v Tischlesung - Hinweise 10-14; 69, 30"; 70, 236", 3l2 r ; 82, 69 r Tober, Wendel 76, 156" Tonarius KJ.L. 5, 217 r ; Kl.L. 29, 124 r Tränen - Gabe der Tränen 69, 255" Trier s.Johannes II. von Baden Trithemius, Johannes, Sequentia de s. Anna 106, 309 v Tropus - Agnus dei 109, 74 r - Gloria 99, 197 r ; 104, 127 r ; Kl.L. 25, 131 r - - deutsch 107, 39" - Ite missa est Kl.L. 25, Spiegel; Kl.L. 100, 76 r - zur Ostersequenz Kl.L. Archiv, Hs. 1, Anh. 5 a v Trübner, Karl J. (Pr II) Einl., S. 23 ff Tugenden s. Brief von fünferlei Tugenden, Gebete, Schule der Tugenden Tugenden, aszetische - Zitatensammlung 78, 187 r - s.a. Dicta Ulm (Pr I) Einl., S.29 u. 35; 63; Kl.L. 33 Ulm, Lateinschule 63, 288 v Unterweisungen, aszetische, für junge Klosterfrauen 69, 259 ri Urkunden und Notariatsinstrumente (meist Fragmente) - deutsch 39, Makulatur (Lichtenthai?, 1425); 64, Spiegel u. Falzverstärkungen (Malsch, 1396-1402); 76, Hinterspiegel (Bretten, 15. Jh.); 87, Leimabdrucke u. Falzverstärkungen; 105, Nachstoßblatt (15./16. Jh.); Kl.L. 19, Spiegel (Lichtenthai?, 15.Jh.); Kl.L. 77, Spiegel u. Vorsatz (Boppard, 15. Jh.) - lateinisch 86, Vorsatz u. 337 r Ursula (hl.) s. Bruderschaft, Reimoffizium (Elftausend Jungfrauen) Ursula de Liechtenstein (N) 26, 8 V Urteil des Pilatus, deutsch 94, 239 r Vaterunser - Auslegung 76, 142"; 82, 160" - Glösa über das Pater noster 69, 243 rb - Güldenes Pater noster 69, 240 rb - Paraphrase 36, 224 v Vereinigung mit Gott, Traktat 96, 80 v Verena von Konstanz (N) Kl.L. Archiv, Hs. 1, XI r Verfassungstexte, zisterziensische - deutsch - - Generalkapitelstatuten (14. u. 15. Jh.) Kl.L. 46, 8l v - - - Heilsbronn (1398) Kl.L. 46, 82 v Wien (1393) Kl.L. 46, 82 r - - Libellus antiquarum definitionum (1289) Kl.L. 46, 2 r - - Libellus novellarum definitionum (1350) Kl.L. 46, 52 v - - Parvus fons Kl.L. 46, 8 r - lateinisch - - Annales definitiones Kl.L. 92, 60 r - - Charta caritatis posterior Kl.L. 92, l r - - Libellus definitionum (1237) Kl.L. 92, 5 V 378 Namen- und Sachregister - s. auch Benedikt XII., Clemens IV., Clemens VI. Veringer s. Reimbolt Verse - deutsche 69, 267 ra ; 77 - lateinische - - Walther , Initia carminum, Nr. 263: 31, 219 V ; 1285: 31, 214 r ; 1821: 31, 220 r ; 2062: 38, l r ; 3504: 31, 219"; 4536: 16, 60 v ; 4895- 97: 31, 215 V ; 5598: 31, 228 r ; 6413: 31, 219 r ; 9062: 34, 466"; 9771: 37, l r ; 10131: 31, 44 v ; 11780: 31, 213 r , 215 v ; 13526: 31, 219 v ; 14563: 24, 223 r ; 15973: 31, 17 r ; 16725: 50, 239 v ; 17612: Kl.L. Archiv, Hs. 1, VI v ; 17938: 31, 213 r ; 19574: 31, 220"; 20601: 46, 252"; 20871: 16, 60 r ; 34, 466 v - - Walther , Proverbia, Nr. 678: 46, 252 v ; 866: 31, 215 v ; 2355: 31, 215 V ; 4308: 31, 215 V ; 6473: 31, 215"; 7294: 31, 219 V ; 7796: 31, 215 v ; 16443: 46, 252 v ; 17174: 46, 252 v ; 19465: 31, 215 V ; 20040: 40, 156 r ; 20714: 31, 215 v ; 21043: 46, 252 v ; 26878: 46, 252 v ; 27435: 31, 215 V ; 28372: 46, 252 v ; 28758: 46, 252 v ; 29758: 46, 252 v - - nicht bei Walther verzeichnet: 31, 192 v , 214", 215 v ; 40, 156 r ; 46, l r , 242 r ; 49, 205 r ; 101, 120" - s. auch Apothekergewichte, Dies aegyptiaci, Medizinisch-astrologische Merkverse, Qua- tember, Reimgebet, Schreiberverse, Schriftlesung, Sinnsprüche, Temperamentenlehre Verwandtschaftsbezeichnungen 73, 382 r Vetterer, Michael 129(11), 6 r Veus, Barbara, Lichtenthaler Äbtissin (1551 — 1597) (S) 89; 139(11), 214 v ; Kl.L. 5; Kl.L. 28, p.208; (Pr II) 101; s. auch Einl., S.43 Veyel, Johann 86, Vorsatz Vigilis, Heinrich, Geistliches Klösterlein 94, 312 r Vinzenz von Beauvais, Exempla, deutsch 74, 153 rb ; 87, 212' Vischer, Johannes (S) Kl.L. 25, 131 r Visitationsordnung, Ausz. Kl.L. 117, 20 v Vitas patrum, deutsch 74, l ra ; 81, 2 r Vitia et virtutes - Auctoritates de vitiis et virtutibus 30, 84 v Vocabularius ex quo 72, l r Völkersbach (Kr. Karlsruhe) 130, Einbandmakulatur Vogel (?), Anna u. Katharina (N) 126(1), Ka- lendar Vokabular des alten Schulmeisters 73, 3 ra Votivmessen, bemerkenswerte s. Nothelfer, No'tmessen, Sophia (hl.) Wagner, Johann 64,Fragmente 3 Wahl des geistlichen Standes, Erneuerung 103, 70 v ,Der Waldbruder' 77, 178 v Walterus de Sandberg(?) (Pr II) 31, 121" Wappen s. Buchschmuck (Ikonographie) Wasa, Charitas (N) 123(11), 12 r Wasser, gebrannte 76, 96 v , 129 r Weg - ,Der siecht weg zu dem himelrich' 77, 77 v Weismann, Johann, Abt (Schottenkloster) 86, Vorsatz Weiß (Wiße), Ettlinger Familie - Heinrich und Hermann (N) 34, 2 r Weißenburg Kl.L. 19, Spiegel - Ablaßbulle für Weißenburg 126(11), 3 V - s. auch Kirchweihnotiz Weltalter, Zeitangaben 86, Vorderspiegel ,Weltlohn' 77, 225 r Werden 51 (S. 149) Westenholz, A.W. (Pr II) Einl., S.32 Wetzel, Valentin (S) 101 - Encomium auf Konrad Becht 101, 120 v Wickersheim, Richardis von, Äbtissin von Königsbrück (Pr II) 94(?) Widmann, Johannes, Hirsauer Mönch (S) 58 Wien (Pr I) 86 - Generalkapitel der Zisterzienser (1393) s. Verfassungstexte, zisterziensische Wilhelmus s. Guilelmus 379 Namen- und Sachregister Windesheimer Kongregation - Marianische Tagzeiten 97, 200 r - Totenoffizium 97, 253 r - s. Fischbach, Frankenthal Wirtenberg, Berthold 64, Fragmente 3 Wolff, Michel 78, Vorderspiegel Wonnental 1 (S. 79), Kl. L. 7 (S. 310); (Pr II) 124 Worman, Adam (N) 129(1), Kalendar Wunderwerke St. Bernhards Orden, Exempla daraus 74, 135 ra Zehn Gebote, kommentiert 76, 141 r Zeiskam, Werner (N) 126(1), Kalendar Zerrer P. 86, Vorsatz Zisterzienser(innen), allgemein (Pr I) 4, 9, 16, 35, 78, 95, Kl.L. 46 - einzelne Klöster s. Bebenhausen, Eschenbach, Friedenweiler, Herrenalb, Kaisheim, Kirchheim (Ries), Kirschgarten (Worms), Königsbrück, Lichtenthai, Mariengarten, Maulbronn, Neuburg, Otterberg, Rathausen, Rechentshofen, Tennenbach, Wonnental - Texte s. Antiphonale, Bernhard von Clair- vaux, Breviarium, Collectarius, Diurnale, Ex- ordium magnum, Graduale, Hymnarium, Kalendarium, Liber Ordinarius, Missale, Officium defunctorum, Ordo sepulturae, Rituale, Verfassungstexte, Wunderwerke St. Bernhards Orden Zitzenbinin, Maria Katharina (Pr II) 124 Zürn, Johannes, Herrenaiber Mönch (S) Einl., Anm.6; 17, 18, 20, 29, 41, 57 380 INITIENREG ISTER Die deutschen Gebetsinitien mit Ausnahme der Reimgebete sind in einem separaten Register erfaßt (s.u. S.401-417). Mit * gekennzeichnete Initien werden in den Handschriftenbeschreibungen nicht aufgeführt. V = Verse; Var. = Variante desselben Initiums. Aaz apprehendens vel apprehensio. Aad testifi- cans vel testimonium 7, 392 ra Abba, pater, omnia tibi possibilia Kl. L. 113,2, 16 r Abissalis misericordia domini, grundelos her- barmherzkeit 31, 217 r Absinthium est calidum in primo gradu ..., cu- ius sucus quocumque modo sumptus 31, 142 r Accipe, sume, cape sunt verba placentia papae (V) 31, 219 V Acerbissimam passionem tuam, domine Jesu Christe, mortis angustiam 135(11), 3 V Ach, ir lieben usserwelten gemaheln und ge- sponsen gottes, sider ir durch uwers liebsten bülen willen 69, 259" Ad cognoscendum aliqualiter de qua radice pro- cessit stirps generosa 6, 72 va * Ad concentum vox faceta formetur in iubilo (V) Kl. L. 100, 72 v Ad vesperam demorabiturßetus 95, 154 r Adesto [mihi]met, tertia inclita Anna 106,309 v Adiuva nos tuis precibus, mater Christi, Maria 109, 75" Adoremus te, Christe, domine, fili dei vivi, qui in tua sanctissima passione 55, 76 v Adoro deum patrem et filium cum sancto spiritu una in divinitate 55, 71 v Aequivoca dicuntur quorum nomen solum commune est 31, l r *Alle den advent nach completen saltu unser lieben frauwen bieden 107, 19 v Alle die menschen, die von der vürsichtikeit gottes darzu erwelet und geordent sin 70, 236 r Alle ding sollent in uch erlich und nach Ordnung geschehen 95, 6 r Alle frewde wart betrübet, alle weishait wart verraten 48, 208 v Allee herinck, acitellum gropp 31, 139 v Allen den wonden Jesu bed zu eren XXX M Pater noster 109, 254 r Allen reinen jungfrowen unsers herren . . . Bruder T. heil zu der unzergenglichen fröi- den 87, 88 r Allen vatterabbten des gantzen orden gebüt- tet das generalcapitel Kl. L. 46, 82 v Alleph prima litera hebraeorum 73, 3 va Aller heiligen hochgezit ist durch 4 Sachen uff gesetzet 70, 323 vb Alme pater Bernharde, qui es spes et solatium omnium 99, 36 v Als bald du erwachst zu der mettin, so gieb got, dim gespontzen 90, 264 r Als der herr Jesus das osterlamp gessen het 96, 110 r Als hie vor males daz himel brot 36, l r (Nachträge) Als Ihesus nach der predig sines abent essens ußginge 84, 3 r Als man dise hernach geschrieben lettenye betten wille, so soll man nach ieglichem puneten 97, 54 v 381 Initienregister Also verkündet uns die geschrifft: Du dother eines grossen ... huse Kl.L. 113,2, 2 r *Also vill du gott erkenest, also vil ist er dir lieb 140(11), 86 r Also uns die meyster beschriben hant der sonnen umgange 76, 33 r Also uns sagent die wisen pfaffen 77, 12 r Am freydag vor dem palmtag trag die senge- rin die taffei in die abtey 96, 304 r Am hochen grünen durnstag so gehe des obentz Kl.L. 109, 32 r Am sontag und an allen feirtagen so kleid sie mit purpur 142, 108 r Am suntag sollstu gott dem herren dancken, ine erheben und loben 106, 255" Am wyßen sontag im capitel spricht die ep- tißyn Kl.L. 117, 31 T Amen, amen, dico vobis, quia plorabitis et flebi- tis ... (Io 16,20) Wir finden vierley wyß 95, 102 r Amen, amen, dico vobis, si quid petieritis patrem ... (Io 16,23) Also schribt der hailig ewan- gelist 95, 21 r Amen, dico vobis, receperunt mercedem suam ... (Mt 6,5) ... Wie wol das billich ist 61, l r *Amor patris et filii, veri splendor auxilii (V) Kl.L. 29, 143 v An dem dornstag des obens ging Jesus 90, 9 r An dem frytag vor dem palmtag sol man anheben IX Pater noster 90, 298 v ; 92, 267 r ; 106, 302 v An dem grun durnstag zu vesper, do ward aller creatur spiser ein spise 104, 74 r *An dem karfritag zu eim wirdigen opfer allem liden Jesu Christi 109, 255 r An dem mendag prym der verrotung Christi 92, 274 r An dem mentag solt du fliegen mit dem durtel tübelin 94, 338 r An dem mondag bede die XV Pater noster diß psalters 107, 79 r An dem sontag opffer und trag uff din singen 94, 349" An dem suntag soltu bedencken des frölichen und auch druriglichen abescheidens 105,152" An einem samstag früw als zu mettin, da erschein der getruw vatter Jesus Christus 96, 264 v An sant Lampertendag so die, die das cappitel heltet, gespricht: loquamur de ordine no- stro Kl.L. 108, 28 r ; Kl.L. 117, 52 r Analeyce ordelich vel götlich 31, 217 V Anfenglich ist zu mercken, so ein flissiger mensch gern wölte mit andacht betrachten 101, 3 r Angelus Raphael concomitetur nobiscum 55, 107 r Anima Christi, sanctißca me, corpus Christi, salva me 106, 134 v ; 109, 165 r Anni, dies, menses, horae, vos saluto 106, 110 r ; 109, 156 v Anni, dies, noctes, menses, horae ac momenta 106, 109 r ; 109, 155 v Anno domini MCCXXXVII inhibetur, ne de cetero abbatissae monialium Kl.L. 92, 60 r Ante cibum vina tibi sumas pro medicina (V) 31, 214 r Ante dies quinque post vicesimum quoque quin- tum 31, 214 r Antequam abbatiae cistercienses florere incipe- rent Kl.L. 92, l r Apostolorum intercessiones imploro Kl. L. Archiv, Hs. 1, 285" Armut ist ein glicheit gottes 68, l r a Arthemisia matricaria byboß, anthos flos ma- rini 31, 124 r * Aspice ad me infelicem, pietas immensa, respice ad me 106, l r Athanasius in exhortatione ad monachos: Absti- nentia est continentiae nutrix 35, 87 ra *Auch so laß dich kein sach bekümern, so blibst du lang rüwig 140(11), 84 r *Audi, chorus, organicum instrumentum musicum (V) Kl.L. 29, 143 v Audi, fili, admonitionem patris tui et inclina Kl.L. 103, 91 r 382 Initienregister Auree baptista, non est similis tibi natus (V) 31, 220 r Ausculta, o fili, praecepta magistri Kl. L. 103, 2 r Ave benignissime domine Jesu, victor mortis 109, l r Ave facies Christi praeclara (V) 55, 80 r *Ave fluens Jons misericordiae, miserere nobis 106, 115 v ; 109, 163 v Ave gemma clericorum, iubar stellaque docto- rum (V) 58, 76 r Ave Jesu Christe, verbum patris, filius virginis Kl. L. 113,2, 16 r Ave magnifica misericordiae mater, magnum maiestate magnificans 106, 275 r ; 109, 172 r *Ave radix laetitiae, mortis tollens opprobrium (V) 8, 82 r Ave rex aeteme, fabricator mundi 106, 106 r Ave rosa, spinis puncta, ave Spina rosae iuncta (V) 15, 10 v ; 17, 296 r ; 18, 191 v ; 20, 303 v ; 39, 31 r ; Kl. L. 4, 44 v Ave sacrarium summae trinitatis, venerabile corpus salvatoris 109, 130 v Ave sponsa Sunamitis secundum cor summi re- gis 109, 13 v Ave verum corpus domini nostri Jesu Christi 51, 246 v Avete omnes sancti et electi dei, quorum reli- quiae aut imagines 94, 34 r Avicenna der meynster spricht: ein iclicher mensch sol sich hüten 140(11), 114 v Avus ein anherr vel grossvatter 73, 382 r Awe der iemerleichen clag, di ich muter eine trag (V) 30, 81 ra * Baptismo Christi gaudent sollemnia Jani (V) 38, l r Bartholomes der meyster hat unß in diesem buch geleret 76, 41" *Beata martyr Christi Barbara, quae meruisti 106, 301 r Beatus Jeronimus dicit se legisse in libris Hebraeo rum 31, 211 v Beatus vir ... Circa primum notandum est de tribus, scilicet de titulo, de causis, de divi- sione 65, 63 vl Benedicat me imperialis maiestas 55, 68 v ; 106, 49 r ; 109, 160 r * Benedicat me deus pater, qui me creavit 109, 161 v Beschnitten ist das kindelin Jesus (V) 76, 155 v *Betet dem herrn zu winachten und zu ostern und zu der uffart 109, 255 v Bett ein Pater noster und ersüffz mit ru- wen 94, 352 r Biaus sires diex, filz a dieu le pere, qui recoman- des ta douce mere Kl. L. Archiv, Hs. 2, 158 v Biaus sires diex omnipotens, si o je croy vraie- ment (V) Kl. L. Archiv, Hs. 2, 159 v Bonaventura ... schrybt über den meyster von den hohen sinnen 92, l r Bonum est nos hic esse ... (Mt 17,4). Uber diß wort sprichet Sanct Bernhard 69, 266™ Bruder Clas von Underwalden wardt gefragt 101, 122 v Buck din hoffertiges gemut under die durnen krön 96, 242 v Cantemus domino, gloriose enim honorificatus est (Ex 15,1) ... Wo her dyße wort ent- springent 95, 60 v Canticum psalmorum animas decorat Kl. L. 103, 109 r Canticum psalmorum Carmen electum est apud deum 109, 173 r Caritate vulneratus, castitate dealbatus 46, l r ; Kl. L. 15, 164 r ; Kl.L. 25, 126 r ; Kl.L. 29, 144 r Caritatis bonum est, proprium proximum tam- quam seipsum diligere Kl.L. 102(11), 72 r Caro mea vere est cibus 5, 42 r Caspar fert mirram, thus Melchior 30, l v Casus est declinatio casualium dictionum 88, 21 r Cedrus cedirbom, cipressus cipresbom 31,141 r 383 Initienregister Christ ist erstanden von der marter Kl. L. Archiv, Hs. 1, Anh. 5a v Christe deus, amator castitatis, qui brachia tua sancta extendisti 51, 248" * Christus vincit, Christus regnat, Christum Omnibus imperat 106, 49 v ; 109, 161 r Coelestis Syon filiae, collaetentur ecclesiae (V) 8, 83 Complet wird do von gesprochen, wan in demselben der lauf des dages 94, 249 r Confessorum orationes expostulo Kl. L. Archiv, Hs. 1, 285 v Consolator omnium pressurarum, qui lancea latus tuum 51, 249 r Corde creditur ad iustitiam ... (Rm 10,10). ln- ter virtutes theologicas 86, l r Corona aurea signo sanctitatis Kl. L. 15, 166" Cum secundum virorum venerabilium, quos in ecclesia dei 138(11), 2 r Cuncta refert labor, sed de fasto mulierum (V) 31, 22V Cura Helena, ut facies tua sit Serena (V) 40, l r Da der heilig vatter eines mals war bey der mettin 75, 129 ra Da Diocletianus keißer waz und alle kirchen wol 4 jar beslossen waren 74, 122 ra Da unser behalter Ihesus Christus ... in diser weite erschein 82, 142 r Danck got, was er dir gutz dut, und bitt in furbaß 140 (II), 81 v Das buch früntlicher angebung götlicher mil- tigkeit 89, 4 r Das die ersucher der gesatz Citelser ordens kurtzlich funden Kl. L. 46, 53 v Das ein ist, daz du den siechtagen gedultigli- chen lidest 140(11), 13 v Das erst, das wir unser schwigen flißlich halten 109, 237 v Das erst fünffzig sprich der engstlichen qual 123 (II), 61 r Das erst hundert Ave Maria sprich zu eren der frolichen verkonden 90, 321 r ; Var.: 92, 165 r Das erst ist, daz got den menschen sunderli- chen minet 140(11), 14 v Das erst liden und gegenwurff eines inwendigen todes 99, 56 r Das erst Paternoster ... sprich und erman mich der zertenunge aller miner glider 99, 141 v *Das erst sprich irem gewalt, uff daz sie be- war 92, 169 v *Das erst uberdenck die unussprechlich lieb, das der almechtig here 92, 20 r ; 107, 21 r Das erst zellin ist myn eilend, das ich schid von myner lieben mutter 92, 80 r *Das erste Paternoster sol man sprechen in der ere und gedechtnisse der ... not 140(11), 27' Das ist die inge und geistliche bruderschaft, genant sant Ursulen schiffelin 136(11), l r Das sint die siben gab des hiligen geistes, die der wissag Ysaias benennet 30, 80 va Daß man einem sterbenden menschen sol geben ein gewicht licht 140(11), 7 r De beatitudinibus sciendum est, quod sunt octo 31, 218" Decem et duo centum super addito milia quin- que (V) 49, 205 r De grammatica positiva est praesens intentio 73, 3" De his, qui infra claustra monasterii consistunt Kl. L. 102(1), V Dem erwirdigen vatter in Christo, Bruder Hüberto ..., enbütet eyn demütiger brti- der 75, l r *Den die erd und daz mer und der himel anpi- ten 48, 33 r *Den letzten sondag vor dem adtvent ist die epistel in der postile 110, 124 r Deprector te, sanctissime Jesu Christe, per illam nimiam caritatem 106, 103 v ; Var.: 109, 217" 384 Initienregister Der babst Bonifacius der nunde hat gegeben 77, 75' Der da wille betten den psalter Mariae der mutterjesu 107, 50 r Der dis buch hat geschriben, der hat daran gesehen, das vil dummer schriber 76, 36 v *Der do will kumen zu der innersten heimlichen liebe gottes 140(11), 84 v Der dot begund krefftiklich zu ringen mit sy- nem unschuldigen leben 96, 214 r Der dritte puntt ist die große angstberkeit zu erschinen vor dißem richter 94, 292 r Der erst dott, den der herre am kreutz leid 96, 232 v Der erst rosencrantz ist hie mit funffzig wy- ßen roßlein geflochten 94, 88 v Der erste geborn son gottes unsers vatters, herr Ihesus Christus, wan der darumbe dot ist 82, 160 v Der fride unseres herren Jesu Christi, die un- verserete jungfrawlicheyt 98, 147 v ; Var.: 140(11), 20 v Der heiige Citelser orden, der als ein morgen- stern schinet Kl. L. 46, 69 v Der heilig geist, der da ist eyn ußdeyler aller gütter 89, 4 r Der heilig toffer Christi Jesu, sanct Iohannes, als er in die wüsteniß 140(11), 71 v Der herre hat zu einer zeitt gesprochen zu sant Mechtilt: mir wirt dreü mal gesungen 106, 68 v Der her[re] sprach: begerstu mir ein sunder genemen dienst zu dunde Kl. L. 108, 52" Der herre sprach: sag allen denen, die dir lieb sint 98, 9 r *Der herre sprach zu eim gutten menschen: miner totachzen warent sibenhundert 109, 257 r ; Kl. L. 108, 51 v Der hoch gelert doctor Arnolfus von dem Nüwen dorff, gebetten ... etwas zu schri- ben Kl. L. 28, p. 63 Der junger: ich beger an diner mynne 78, 53 v Der klein brün, der do wuchs in ein fluß Kl. L. 46, 8 r Der mensch soll allen tage in der meß dem himmelischen vatter opfern 106, 71 v Der mensch solle nach der erhebung des heiigen sacraments 106, 100 r Der rain selig lerer sant Pauls lert 71, 4 r Der ußerwelten menschen leben hie in zit ist clagen 95, 107 r Der wider hat under des menschen glieder das heupt 76, 25 v *Des himels gar heiliger got, du die Hechten mitte des himels ferbest 48, 175 V *Des liechtes gar guter schepfer fürpringet der tage liecht 48, 160 r Des manes mit nuwen vor den Vierden tage soltu niemans lassen 76, 20 v Dens, qui beatam Annam dilectae genitricis tuae matrem 106, 31 l r Deus, qui diversitatem anitnarum 55, 78 v Deus, qui filios Israel per tnare medium sicco vestigio ire 55, 107 r Deus, qui in omni loco respicis 55, 113 r Deus, qui nobis signatis lumine vultus tui 55, 79 v ; 104, 7 r Deus, qui per unigenitum filium tuum ..., cum pro angustiae imminentis agoniae 106, 131 v ; 109, 82 r Deus, qui tres magos orientales 55, 107 v Dicitefiliae Syon. Quis est iste rex gloriae 85, 5 r Dictionum accentus ambigui simplici solent of- fendiculum praebere 88, 22 r Die cron ist ir uberdreffliche wirdickeit ob allen creaturen 94, 354 r *Die erst freyheyt ist syn alleredelste ge- burt 92, 279 r ; 107, 127 r Die erst meß ,Dixit dominus' helt man in der nacht 90, 292 r Die erste stat, in der unser her Jesus gelitten hat 90, 105 r Die erste statt ist das gerichthuß, das sere hoch was 94, 179 r 385 Initienregister Die flißig behütung der döchter Syon litt allermeist Kl. L. 46, 81 v Die fürsichtikeit des Romschen stuls, so sie etwan flißlich ansehen ist Kl. L. 46, 80" Die gantze zit zergenglichen lebens wirt in vier teile mit underscheid geteilet 70, 340 r Die geburt der erwirdigen jungfrawen Maria ist uffgegangen 90, 31 l r ; 92, 48 v ; 94, 360 v ; 99, 225 r ; 104, 81 y Die genode unsers lieben herren Jesu Christi 87, 189 r Die gnade gottes ist erschienen by disen jun- gesten geziten 79, 161 v *Die gotes port ist gezirt mit vollen gnaden 48, 28 r Die gütikeit und edel menschwerdunge unsers lieben herrn und ewigen behalters 67, 2 r *Die heiligen dri kung, die Sachen den Sternen 104, 78 r Die himelsche küngin Maria ... stunt trurig und weinende 99, 210 r Die irsal, die symoneschen boßheit hin zu tund, die in etlichen frauwenklosteren Kl. L. 46, 82 r Die jungfrawe Maria erschyn eym cardinal eins mals 86, 336 r Die sele Christi ist das lebendig buch, in das die seien aller 106, 122" Die vier frogen, die sol man eim krancken menschen vorsprechen 140(11), 5 V Die vorrede diß büches saget von viererhand gesiechten 69, l ra Die weil der almechtig got durch den prophe- ten Ezechielem spricht 140(11), 140 v *Die weil du in der wüsten bist, sprich al tag III Pater noster 92, 292" Die weil du lebest, so gedenck alle dage 140(11), l r Die weil schwere und grose kranckheiten durch vil des unthewigen und fulen geblüttes 140(11), 118 V *Die wirdig jungfrauwe und mutter Christi uf- fenbaret zu einer zitt 109, 25 8 ra Die wunderliche werde jungfrowe Clara mit namen und mit dugenden 79, 207 r Dis buch heyßet ein geistlicher rosegart 82,2 r Dis buch leret von den gewaren dugenden 79, l r Dis buch sy allen menschen wol bekannt (V) 77, 77 v Dis gebet sprichet man uff karfritag, so man drystund anbettet das crücz 66, 355 va Dis ist der geistlich mantel unser lieben fro- wen 87, 215 r Dis [ist] der ganz Davitz psalter, gantz ge- ordent in das lyden Christi 92, 273 v Dis ist der geistlich may, den sol man betten zu eren der ewigen wyßheyt 92, 224 v Dis ist der lang berg Calvarie, den sol man mit großer andocht sprechen 90, 104 v Dis ist die anrede der seligen gottes diene- rin 87, l r Dis ist die bewerunge der behenden ver- nunfft 79, 125 v Dis ist die vorrede des löblichen mertelers und heiligen altvaters sanct Meinradi 74, 117" Dis ist ein clares vas des trostes 106, 290 v Dis ist ein hüpsche figur, darin soltu suchen zweier eelutter namen 76, 152 v Dis ist ein innerlich liden, das der herr alle sin tag hatt gehabt 94, 275 r Dis ist ein klein erinnerung, sich innerlich bekennen Kl. L. 111, 2 r Dis ist ein rosencrantz ... mit L artigkeln uß der regel sancti Benedicti 92, 92 r Dis ist ein warer Spruch heiliger lerer: es soll kein mensch zwiffeln 96, 254" Dis sint die acht selikeit 77, 205 v Dis sint die achte froyde von unser vro- wen 56, 81 v Dis sint die LV innerliche liden, die unser lieber her 92, 70 v Dis sint die seß werck der barmehertze- keit 77, 204 r Dis sint die sieben dot sunden 77, 200 r 386 iNITl EN REGISTER Dis sint die suben heiligkeit, die man da heis- set 77, 202 v Dise bredige seit von den früchten, die do entphohent die anvohenden menschen 87, 224" *Dise drüw stück sol ein ieglicher andechtiger mensch an im haben 107, 221 v ; Var.: 140(11), 87 r Dise ist ein nütze und notdürftig rede 80, 256 r Dise nachgeschriben exempel sint uss bewerten lerern genommen 74, 129 rb Dise nachgeschriben puncten soltu alle tag gern eins vor dich nemen 105, 151 v Diese nachgeschriben Wörter und namen sol man ziehen Kl. L. 108, 50 v Disen salmen soltu wizzen, daz in David tihte 37, 264" Disen vorgenanten 12 reten des h. ewange- lii 79, 119 v Distinguitur autem per tres quinquagenas 109, 178 r Diu weit ist gar blint zu allen geistlichen dingen Kl. L. 86, 56 v Divina sapientia a principio duo fecit palatia 5, 67 v Do der mensch sich nit mer umb disse weit verstundt 140(11), 17 r Do man zalte von gottes geburt MCLVI jor in dem lande zu Sachsen 87, 127 v Do unser frawe sant Maria wart gemehelt Jo- sep 30, 2 ra Domina mea, sancta Maria, virgo virginum per- petua 135(11), l r Domine, bonum est, nos hic esse ... (Mt 17,4). Also spricht Matheus 95, 205 r Domine, deus clementissime, propitiare dignare supplicationibus 109, 215 r Domine, deus meus, si feci ut essem rea tua 109, 2 r Domine, deus omnipotens, qui es Salus vivorum 106, 134 r ; 109, 84 v Domine Jesu Christe, fili dei vivi, creator et re- staurator 40, Fragmente, 2 V * Domine Jesu Christe, fili dei vivi, pone passio- nem, crucem et mortem tuam 106, 117 V Domine Jesu Christe, fili dei vivi, qui pro nobis in cruce moriens 17, 286 v Domine Jesu Christe, fili dei vivi, qui pro salute mundi in cruce aceto et feile Kl. L. 113,2, 30 r Domine Jesu Christe, fons vitae et origo totius bonitatis 55, 75 r Domine Jesu Christe ..., hoc intendo facere, quod-tu in ultima coena 127(11), l v Domine Jesu Christe, miserere mei per illum magnum clamorem 106, 118 r ; 109, 164 r Domine Jesu Christe ..., precor te per sanctis- sima vulnera tua 127 (II), 3 r Domine Jesu Christe, qui de hoc mundo transisti ad patrem 40, Fragmente, 4 r Domine Jesu Christe, qui dixisti Iudaeis cotti- die 55, 113 V Domine Jesu Christe, qui in ultima coena tua tradidisti 17, 286 v * Domine Jesu Christe, qui pro mundi redemp- tione crucis lignum ascendisti 106, 117 r Domine Jesu Christe, qui pulcherrima facie tua omnia conspicis, aspice in me Kl. L. 113,2, 31 r Domine, qui dignatus es in infemum descendere Kl.L. 113,2, 30 v Domine, sancte pater, omnipotens aeterne deus, qui es ductor sanctorum 55, 112 v * Domine, sie vel sie contra tuam bonitatem pec- cavi 58, 77 r Dominus quae pars est? Nomen 88, 9 r Domorum vestrarum, quae nobis vicinae sunt Kl.L. 102(11), 79 v Drü stucke horent zu diesem und einem ygli- chen gebott 76, 141 r Du solt betten den stonden, die unser lieber herre ... beschlossen was 107, 18 v Du solt nit achten, wem du lyp syst 76, 135 r Dulcis amor, pax, veritas, tecum laus, sancta tri- nitas 12, l v (Nachträge) 387 Initienregister Dulcissime domine Jesu Christe, quando tu re- spondisti 55, 108 v * Dum conturbata anima mea, domine, in hora exspirationis meae 106, 119 r ; 109, 164 v Durch die vergießung des pluttes unsers her- ren ... gebiet ich uch beßen geisten 94, 53 v *Durch uns, herr, zu metten zeit wurd du von den luden angespeit (V) 48, 89 r E versum scrupulus (V) 31, 192 v Ecce descripsi eam tibi tripliciter ... (Prv 22,20). Quod verbum de sapientiae descrip- tione 63, 2 r Ecce rex tuus venit tibi ... (Mt 21,5). Si ali- quem amicum ad nos venturum 85, V Ee das Citelser orden was wit ußgebreitet, do macht herre Steffen Kl. L. 46, 2 r * Ego peccatrix commendo me hodie et Semper 106, 51 r ; 109, 162 r Ego peccatrix confiteor tibi, domine Jesu Christe 106, 137"; 109, 48 r Eia Anna, mater pia, eia Jesu et Maria (V) 94, 39 r Eia nu min liebstes kynt, nu erst soll ich dir uffthun 94, 10 r *Ein babst sprach: wer disse dry Pater noster ... spricht eym sterbenden 90, 276 r ; Var.: 94, 44 r Ein flißiger ernstlicher hirt, der sin irrenden schaff begerende Kl. L. 46, 78 v Ein geistlich mensche soll sich glichen dem wachse 87, 213 V Ein guter geist sprach zu einer zit: es wer nit bessers Kl. L. 108, 53 r Ein hoher wiser lerer und meister der heiligen geschrift sprach 98, 70 v Ein iglicher sal und mage wissen, das alle kranckheit 76, 19" Ein meister hies Albertus 77, 54 v Ein meister sprichet: es kumet wol etwie vil lüte zu klarem verstentnisse 79, 125 v Ein mensch, der sterben wil, sol sich keren von allen zytlichen dingen 90, 285 r Ein mensch fragte: ich wist gern, was din verdienen gunde Kl. L. 108, 55 r Ein recht closterleben gestodt in dreien pun- ten 94, 312 r Ein zit hört ich viel guder mer (V) 136(11), 20 r *Electa et praeelecta, digna et dilecta (V) 109, 6 7 V Emitte manum tuam de alto etc. Ecce sicut nau- fragantes 64, l ra Erschinen ist bi disen zitten und ist noch ein mensch großer krafft 109, 24 l r Erstlich gib inen ein voressen, das seindt ein- gepickhte hänner 103, 23" Es bat ein mensch den wirdigsten herren ..., daz er gebe, an in zu gedencken Kl. L. 108, 55" Es fraget ein zit ein lidender geist Kl. L. 108, 55 v Es gezympt von denen, die das ordenlich leben gelopt haben Kl. L. 46, 80 r Es hett ein geistlicher vatter ein liebes kint 82, 157 v Es ist billich, das in den kirchen und klostern sig ein gesetzte zal Kl. L. 46, 81 r Es ist die beste und got die löblichste an- dacht 99, 40 r Es ist gewesen zu disen zitten Jesus, ein wyßer man 109, 243 r Es ist mir laid, daz mine geistliche döchter kranck sint 61, Fragmente 1 Es ist nott um manger boßheiten und Übertretungen Kl. L. 46, 86 v Es ist zu Rom in allen kirchen alle tag ab- laß 98, 102 v Es ist zu wissen, das man dise bettung soll thun vor große notsachen 94, 177 r Es schribet der selige Eusebius in der obge- melten episteln 69, 223 va Es schribet sanct Matheus in sinem ewangelio am zwolfften cappitel 69, 265 ra Es seit unß die geschrifft, es wer gesessen ein edel greffe (V) 76, 146 v 388 Initienregister Es sint dry geist, die die menschen reißent zu einer stroffenden gewißen 94, 297 v Es sint ein deile lüde, die hant gewonheit zu lassen 76, 20 r *Es sint ettliche menschen, und der ist leider fill, die do ansehen 140(11), 92 r Es sint sechs werch der barmhertze, die du haben solt 30, 80 vt Es tu scholarisf Sum 88, 8 V Es vecht an das buch der geistlichen gnaden, in dem alle menschen 67, 2' Es was ein andechtiger einsidler in der wie- stung 98, 4 V Es was ein grosser sunder, do der kam an syn end 90, 226 r ; Var.: 96, 252 v *Es was ein jungfraw in einem closter, die het ir jungfreylikeyt 92, 181 v ; Var.: 98, 35 r Es was ein lerer götlicher kunst, der seit eins mols ein glichnisse 87, 202 v Es was ein man in der stat Senensi in dem land Tuscie 82, 2 r Es was eins mals ein einsidel in einem wald 101, 123 r Es was eins moles ein hobest, do er sterben solt 140(11), 8 r Es was gesessen ze Rome ain fürst, der was gehaissen Eufemianus 81, 154 v Es wundert mich also gar (V) 50, 199 v Et ille deus benedicens Adonay 55, 108 r Et ut efßcax haec mea sit deprecatio, beatae Ma- riae Kl. L. Archiv, Hs. 1, 285" Etliche menschen, die geben das badgelt, wan sie aus dem badt gen 103, 14 v Exaltata es, sancta dei genitrix, super choros an- gelorum 56, 81 v Excellentissima, gloriosissima Semper virgo Maria ..., noli me despicere 127(11), 3 V Femina vicit Adam, victus fuit arbore quadam (V) 31, 219 r Fiat via illorum lubrica 55, 110 r Flavit auster et fugavit aquilonem quando lavit (V) 14, 165 v ; 15, 21 v ; Kl.L. 15, 168 r Forma est compositioni contingens 31, 38 r *Frumickeyt lyt not, gerechtikeyt ist dot (V) 92, 5 V Für den underboden des trihlins bette die lange angst unsers herren 103, 4 r Fulcite me floribus, stipate me malis 95, 257 v Galgan ist trucken von natur, der in frü isset, das ist gut 140(11), 11 l v Gaude, electissima dei genitrix, virgo Semper, Maria 109, 295 r Gaudendum nobis est, quia Christus mediator 106, 274 r ; 109, 171 v Gebranter win ist die oberste arczeni Kl.L. 28, p. 73 *Geduldig liden ist so kostlichen und gut, das es mag abweschen 140(11), 82 r *Gegruezzet bis, das meres Stern, heilige gotes muter 48, 19 r Gehorsam gegen got ist, das ein mensch fli- ßeklich und zu aller zit bedencket 65, 61 rb Gesetzt in den arttyckel der obersten bitter- keit, angstberkeit 94, 226 r * Gloria tibi domine, qui spineam coronam porta- sti 106, 115 v ; 109, 163 v *Got des menschen scheppfer, du alle ding al- lain ordenst 48, 192 r *Got, die vest chraft der dinge beleibet in dir 48, 148 v *Got grozzer mechtichait, du daz entsprungen gesiecht auz den wazzern 48, 183 r *Got, mechtiger wahrhaftiger richter, du tailest di stund 48, 142 v *Gotes muter, raine mait, durch daz grozz her- zenlait (V) 48, 93 r Gott ist vom himel khomen, auff das der mensch zu dem himel khom 103, 56 v Graces vous rens, tout puissant, pere vray Kl. L. Archiv, Hs. 2, 158 r 389 Initienregister Gratias ago tibi, omnipotens deus, pro universis beneficiis tuis et specialiter 127 (II), 2 V Gratias tibi ago, domine deus, qui me peccatri- cem satiare dignatus es 40, Fragmente, l r Gratias tibi ago, domine Jesu Christe, fili dei vivi, qui in hac nocte 55, 68 v Gratias tibi ago, domine Jesu Christe, pro singu- lis membris et venis 106, 114 V ; 109, 162 v * Gratias tibi ago, domine sancte pater, et filio tuo 106, 12 v Gratias tibi ago, o Jesu, redemptio dulcissima animae meae 109, 99 v Große ding sind uns geseit von der hoff- nung 94, 289 v *Grozzer schepfer des ertreichs, du da erret- tund der weit vestung 48, 170" Gute ritterschaft wirt bewert in sweren stritten 96, 30l r Haec facta sunt in festo annuntiationis 26, 6 r Haec muliercula voluntatem habens et necessita- tem Kl. L. 102(11), 82 r Hedwigis iam in caelis beata in terris de Stirpe generosa 6, l vb Heil des gemüttes und libs geb uns Jesus 92, 137 v ; 99, 165 r *Heiliger geist, geleich dem vater mit dem sun 48, 136 v *Heilige frawe, hoch ob allen stern 48, 48 v Hernoch folgen dry krentzlin von XII Ave Maria 90, 358 v *Herr Jesu Christe, gewer mich durch deinen lieben frewnt Johannes (V) 48, 93 y *Herr Jesu Christe, zu terz zeit geschach dir we (V) 48, IOC- Herr, wie statt dir dein hertz gegen dem Menschen 103, 74 r Herre, min got, richte minen weg in dine an- gesicht 36, 6 r (Nachträge) Hi sunt quasi quidam nobiles arborum rami 6, 71 v Hic quae pars ? Pronomen 88, 27 r Hie fahen an die VII gezyt vom heiligen wir- digen sacrament 97, 4 r Hie fahent an die blümen, di uz dem salter gelesen sint 56, l v Hie faht an das buch, das genannt wirt das gemeyn gut von eygenschaft der bienen 75, l ra Hie fahet an das buch von den heiigen meg- den und frowen 69, 10 ra Hie fahet an ein tractate von der eigenschafft der closterlüte 65, 41 va Hie focht an die guldin gystlich wandelung unsers herrer. 92, 39 r ; 109, 231 r Hie fohendt an die exempel und Wunderwerk unßers h. hunigflissigen vatters Bernhardi 75, 129" Hie fohent an etlich exempel von den vorge- schriben 11 000heiligenjungfrowen87,145 r Hie hebet sich an des jamers clage 77, 225 r Hie ist fließiklich zu merckende, daz uff ert- rich ... zwo schulen sint 69, 244 ra Hie ist zu mercken, ob ein mensch in einem gemeynen lauff 31, 192 v Hie merck daz Pater noster 69, 243 cb Hie nach folgen die IX gedenck unsers lieben herren 92, 269 r Hie nach folgen gebett von den fünff schmerzen der jungfrawen Marie 98, 27 r Hie nach folgt, wie man das küniglich kindt- lin und jungfreilin ... aufheben 142, 86 v Hiems incipit octavo kalendis Decembris 31, 214" Hörent do: Christus ward beschnitten (V) 76, 152 r , 153 v Hört man den dunner, das bedüt starcke wind 76, 21 v Hodie victor mundi Bemhardus 5, 41 v ; Kl.L. 15, 166" * Horae canonicae sunt dicendae intellectualiter 18, Vorderspiegel Höre, sun, die gebot dines meisters Kl. L. 77,1 r Huic sacratissimo corpori atque dulcissimo 51, 246 r 390 Initienregister Ich Elisabeth, ein undertan der dienerin des herren 87, 127 v Ich ermane dich, du süsser vatter Jesu Christ (V) 99, 32 v Ich gedenck uff das wort Vater unser 76, 142 v Ich han in min herz graben (V) 50, 199 v Ich man dich suezzer Jesu Christ, wan du von der rainen magt geporn bist (V) 48, 209 r Ich mane dich in der liebe Jesu, dienern ußer- welten lieben gemahel 94, 335 r Ich sol dir sagen, wo mit man kan ein huß bu- wen Kl. L. 108, 53 v Ich wil den menschen leren, das ime die buse mit den Sünden 98, 70" Ignatius, dem liebgehabten junger Jesu Ig- nati, die ding, die du hast gehörtt 94, 225 r In allen dingen, do ich mir nit will, do wil mir gotte 87, 193 r In alle n Sonntagen und an allen hochzittli- chen tagen und desglichen 94, 27 v In Christo suae dilectae filiae in domino, quali- cumque homine veteri iam exuto 138(11), 21 r In dem ewangelio sant Lucas ... sprach unser lieber herre ein glichnusse 87, 224 v In dem lande zu Hollant an dem orte wider der sunnen uffgang 87, 3 V In dem mittel des lebens sint wir in dem dotte 97, 250 v In dem namen unsers herren Jesu Christi va- het an das leben der hailigen altvätter 81, V In dem namen unßers herren Jesu Christi ... so ist zu wissend, daz münchen oder nun- nen 65, 41 vl In der heiligen meß gibe dich mit großer be- girde 105, 39 r In der kristnacht bedenck die unussprechliche lieb 92, 68 v ; Var.: 92, 20 r ; 107, 20 v In der stat Senys was ein man, der hieß mit nammen Jacob 67, 192 r In der visitierung spricht die eptißyn: lieben frawen und kint, ich heiß Kl. L. 117, 22 r In Ianuario de optimo vino ieiunus bibe 31, 164 r In Ianuario soltu nichtern allen dage guden wine drincken 76, 21 v In nomine eius, qui de virgine natus est..., fu- gite accessiones 55, 67 v In omni ore quasi indulcabitur Kl. L. 15, 163 v In primis sciendum est, quod adventus domini 16, 7 r In unßerm lieben herren Jesu Cristo ...: ach ir werten gottes liephaberin 69, 252 vb Incipit tractatus magistri Heinrici de Frimaria 78, 53 v Incipiunt auctoritates sanctorum diversorum de vitiis et virtutibus 35, 87 ra Incipiunt epistulae sub forma sermonum 86, l r Infunde, quaesumus, domine, cordibus nostris sa- pientiam et prudentiam 56, 103 v Inspice (aspice) et fac secundum exemplar ... Sihe an und würcke nach dem bildener 87, 153 v ; 96, 268 r Inspice (Suspice) et fac secundum exemplar ... Zu lob und ere unserm herrn 66, 201 r ; 84, 3 r Interveniat pro nobis, quaesumus, domine Jesu Christe, apud tuam clementiam 55, 91 r ; 106, 275 v ; 109, 170 r Ir suchent Jesum von Nazareth ... Das wort schribt Marcus in dem 16. capitel 61, 290 r Ist des menschen blut wiß hert als eyter 49, ll v Ist yeman von liebe im selbs zu zart 69, 267 ra Ista sunt cantica, quae non sunt de essentia psal- terii 65, 125 vb It is uffenbair, dat viere künne münche sint Kl. L. 77, 5 r Item alle jars vier mol redlichen oderlassen 140(11), 138 r Item du möchst sprechen: wie kompt es, das vil staciones 98, 124 v 391 Initienregister Item im ior soll sich ein igliche mensch ... ein moll zu dem mundt uß prechen 140(11), 116 r Item ob du so viel zeit hast, so magst du auch die sieben wort 106, 175 r Jesus zu eim wolbereitten geseß Sprech XVII Gloria patri allen tag 109, 254 r Jura peregrinorum tria sunt. Dry förderlich recht haben die bilger 95, 7l r Juste judex, Jesu Christe, rex regum et domine (V) 55, 68 r Koment und sehent die wercke des her- ren 87, l r *Künig Christ, herr guter, besitz unser hertz 48, 60", 65 r Kum, schepher heiliger geist, haim such der deinen muet (V) 48, 108" Kum senffter trost, heiliger geist (V) 76, 138 V Kument zu mir alle, die da erbeitent 79, 131 v *Laetetur mater ecclesia, nova colens solemnia (V) Kl. L. 100, 75 v ; Kl.L. 108, 12 v *Lange nun, mein sele, in din rüg, wan got dein heilmacher 140(11), 103 r Largitor vitae perpetuae, qui sanctissimos pedes tuos in cruce habuisti 51, 24 8 V Laßen unß merken, wie der her begraben wart 90, 304" Laudemus opus dei in Maria genitrice sed vir- gine 14, 165 v ; 15, 22 r ; Kl.L. 15, 168 r * Laudo te, o amor fortissime, benedico te 106, 98 r ; 109, 46 v Lauffent allenthalben, ir geschlecht, und wir sollen uns wundern Kl.L. 111, 296 v Le savoir a dieu le piere qu'est divyne verite Kl.L. Archiv, Hs. 2, 160 r Lern dick geistlich sterben und gutlichen un- dergon (V) 140(11), 78 r Liberator animarum, qui in cruce tetigisti ama- ritudinem aceti 51, 248 r Libra tenet lunam, nemo gentilia tangat (V) 31, 215 V Lob, ere und danck sy dir, ewiger vatter 90, 177 v ; 99, 8 r Lop und ere si got in den obersten 25, 128 r Lux lucis et fons luminis, pater de coelis deus, obtenebratum vitiis mundum illustravit 6, 76™ Magister quae pars estf Nomen 88, 3 r Man lißet, daz eyn knab starb 74, 129 rb Man lißt, das unser lieber here selber geoffenbart hat, das er mit dem crütz 94, 178 r Man soll das blut versuchen mit rissen 49, 12 r Mane cum surrexero, intendere digneris ad me 55, 68" Mane nobiscum, domine, quoniam advesperascit (Lc 24,29). Dyse wortt beschribt uns 95, 85 v Maria, kusche muter zart, wie lustlich was din reine art (V) 76, 137 r ; 77, 75 r Maria stabat ad monumentum foris plorans (Io 20,11). Audivimus, fratres, Mariam ad monumentum 5, 107 r Maria stabat ad monumentum foris plorans (Io 20,11). Es sprichet der lerer Orienes 69, 10 r » Mariae, die Christum getragen hat, ir Ignatius: Mich neulich im glauben underwi- ßen 94, 222 v Martyrum preces exposco Kl.L. Archiv, Hs. 1, 28 5 V Masculinum diumum calidum et siccum 31, 213 r Matthaeus, cum primo praedicasset evangelium in Iudaea Kl.L. 33, 2 r Media vita in morte sumus 32, 75 v ; 106, 136 r ; 109, 169 r Mense Januario nullo modo sanguine minuas 31, 214 V Mich wundert, das vor allen menschen geeret württ die jungfrauw Maria 94, 224 r Militia est, fratres, vita hominis 5, 65 r 392 Initienregister Min aller liebsten döchter in Christo. Also der wise man sprichet 87, 185 r Min gebett vor mit bereiter gehorsame in der liebe 69, 225 va Min lieber ist mir ein mirrenbüschlin bitters krutes 96, 255 v Min rott ist, du siest dich mit hohem flyß 94, 308 v Min sei stand uff sechßfaltiglich 96, 301 Mine sele groszet den herren 25, l v Miserere, mi domine, animabus, quae singulares apud te non habent intercessores 42, 56 r Missus est, inquam, nuntius ad praedicandum dei filii adventum 5, 70 va Mulier, da mihi bibere etc. Christus ist gar schwach, durstig, hungerig 61, Fragmente 2 * Mundi spes et domine, redemptor dulcissime, be- nedico et giorifico 106, 21 r Nach dem als die ewige wisheit des gütlichen vatters alle ding 83, l r Nach dem Credo, so die predig uß ist, füret die eptißyn die novitzen Kl. L. 117, l v Nach dem selben synt hie zu mercken ... dry köstliche lerer 95, 118 V Nach der complet nemm vor dich, als werestu by dem grab 97, 198 r Nach der meinung sancti Bernhardini de Bus- this so erlangt ein iglich Ordensperson 98, 99 v *Nach gotes gebort M.CCCC.XV jare da uf- fenbaret der here einem menschen 109, 256 v Nach minem abscheit, die will ich dir so balde nit me bredigen werd 96, 74 v Nefrendus barg, habena zugel 31, 217 r Nil capiti facias, aries cum luna refulgit (V) 31, 213 r Nim war, wenn die ingend jare kompt uf Sonnentag 76, 125 v Noli timere, sed descende in Aegyptum (Gn 46,3 f). Also stet geschriben in dem ersten buch 78, 2 r Nominativus dicitur a nominando 88, 13 v N on licet tibi ducere uxcorem fratris tui 68, 151 va Notandum quod ethymologia dicitur triplex 31, 216 v *Novum sidus in superis 8, 83 v Nu manen ich der seß farwe dich (V) 77, 223 v *Nu sol frelich sein dise engelsche schar der himel 100, 242 r Nu wil ich schriben von dem ersten von einem crut, das heyßet entifium 76, 129 r Nu zu dem ersten sollen wir warnemen, wie der rosenkrantz Kl. L. 108, 68 r Nun far hin, du edele sei in dem naraen gotes 90, 278 r ; Var.: 140(11), 41 r Nun han wir zwei erb, in den wir sollen wo- nen 96, 259 r *Nun sint mancherlei wiß, zu betrachten das li- den Christi 96, 247 v O allerliebste muter, nit hab ich vergessen di- ner bette 69, 229 ra * O anima dulcissima, affluens visceribus dulcedi- nis et pietatis 106, 127 r ; 109, 125 v O beata et intemerata et in aetemum benedicta Kl. L. Archiv, Hs. 2, 165 r *0 beata, gloriosa et benedicta trinitas, unus deus, per quem omnia 106, 10 r * O beata trinitas, quae es vera unitas, te in auxi- lium meum invoco 106, 17 r ; 109, 166 r O benigne Jesu Christe, per patibulum crucis 106, 105 v ; 109, 153 v O bone Jesu, duo in me cognosco 58, 78 r O crux gloriosa, o crux adoranda 55, 77 r O deus omnipotens, incomprehensibilis et excel- lentissima maiestas 106, 146 v ; 109, 85 r O dilecta Christi, quae matrem gratiae peperisti (V) 41, 183 v *0 dilecte Christofere, martyr dei preciose, rogo te per nomen Christi 106, 299 v * O domine Jesu Christe, adoro te in cruce pen- dentem 58, 72 r 393 Initienregister *0 du schalckhafftiger und boßhafftiger fynd, dir und über dich 98, 156" O du ursprunglicher brunn aller wißheit, wie bistu so gar versiegen (V) 98, 20 r O dulcissime domine, Jesu Christe, apud me sis Semper 51, 254 r O dulcissimum cor Jesu Christi, oro te per inti- mas ... angustias 106, 110 V ; 109, 157 r O ewiger gott und allermyltster vatter, so ich nun hie bin gesetzt 94, 23" O excelse domine et medice omnium vulnerum 109, 218 V *0 heilige drivaltichait, ein liecht und ein erster ainung 48, 20l r O herr, din eygen ich bin, gib mir einen lichten synn (V) 94, 43 v O hoche richait der götteleichen chunst und Weisheit 48, 288 r O höhy der richtummen, der wißheit und wyssenheit gottes 89, ll r *0 invictissima Christi martyr et virgo, Dorothea, pro nobis 106, 30l r O ir heiligsten fuß, die do trogen den kunige diser weit 140(11), 110 v O ir preisten und prelatissin, üch stett zu wi- ßen 94, 28l r *0 Jesu, chron aller iunchfrawn, du wurd ge- drucht mit dem herten tod 48, 76 r O Jesu, durch dine wunden rot, beger ich di- ner trüwe (V) 99, 95 v O Jesu Nazaret, a mes meschies et mes tribula- tions qui environent moy Kl. L. Archiv, Hs. 2, 159 r O Jesu pie, per amaritudinem mortis tuae 106, 108 y O Johannes evangelista, Christi familiaris et amice 55, 101 v O jungfraw Maria, selig ist der man, der di- nen namen liep hat Kl. L. 109, 52 r O lux mentium, deus, expelle a me stultitiae noctem Kl. L. Archiv, Hs. 1, 286 r *0 Margaretha, sponsa Christi dulcissima, tuae dulcedini commendo 106, 300 v O Maria, ein tempel der heiligen driveltigkeit (V) 97, 46 v O Maria, misericordiae mater et regina, in valle nos miseriae (V) 106, 274 v ; 109, 171 v O menschheit bloß, o marter groß (V) 94, 157 r O min gott und min herr, nimm mich mir (V) 101, 123 r * O misericordiae mater, ora pro me misera pecca- trice 106, 58 v O muter aller cristenheit, din lop wird num- mer vollen geseit (V) 77, 206 r O regina saeculi, solatrix sempitema (V) Kl. L. 15, 166 v O salutaris hostia, suavitatis epulum (V) 15, 81 v *0 sancte Sebastiane, magna est fides tua 106, 289 v O sanctorum omnium sanctissima, post deum singulare Privilegium 135, Vorderspiegel O schöpffer aller creaturen, du bist milt und barmherzig von naturen (V) 94, 38 v ; 107, 392 r O secura mansio, o tutum patientium rejugium 58, 78 v O Stella maris, Maria, nubem oppositam ne tran- seat 106, 273 v ; 109, 171 r *0 tu, sanctissima trinitas et indivisa unitas, pa- ter et filius et Spiritus 106, 18 r O vera, summa, sempitema trinitas et indivisa unitas 51, 249 r O virgo Christi nobilis, florens venusta roseo Christo 15, 81 v O virgo virginum et pia domina, sancta Maria 106, 276 r ; 109, 170 r O virgo virginum, regina angelorum . .., Miserere mei 51, 25l r *0 wyßheyt, die do uß dem mund des aller- obersten bist vorgangen 92, 45 v O zarte sele, gedenck an das hymelsch vatter- lant 96, 262 v Obsecro te, angelice Spiritus, qui me defensurus es 55, 98 r 394 Initienregister * Obsecro te, o angele dei, provisor vitae meae, ut protegas me 106, 294 r Obsecro vos, reges inclitos, vitae sempiterni regis magos venerandos 51, 253 r Omne argumentum Semper instrumentum dupli- cem habet 31, 73 r Omnes gentes, quascumque fecisti, venient et adorabunt ... (Ps 85,9). Dise Wort sprach der erlucht konig 95, 241 r Omnes sancti et electi dei, quorum solemnitas in die mortis meae 109, 260 r * Omnes sancti Seraphim, cherubim, throni quo- que 106, 293 r Omnia nomina in a desinentia sunt generis fe- minini 88, 24 r Omnipotens deus, propitius esto peccatis meis per assumptionem 40, Fragment, 3 V Omnipotens et misericors deus, da nobis virtutes sie habitas exercere 56, 106" Omnipotens, mitissime deus, cuius filius in ma- tutino tempore 56, 97 r Omnipotens, sempiteme deus, humiliter depre- cor ..., ut me non dimittas perire 106, 139 r Omnipotens, sempiteme deus, qui in hoc sacro altari 51, 247 r Omnipotens, sempiteme deus, qui per David di- xisti: sacrificium laudis 94, 176 v Omnis ratio disserendi etc. Iste Uber dividitur in duas partes 31, 108 r Omnis ratio disserendi, quam logicen peripate- tici veteres appellaverunt 31, 45 r Ora pro nobis, quia mulier saneta es 95, 275 r Oscito, stemuto, singulto (V) 31, 219 v Otto pavonem Bruno fecit teste leonem (V) 31, 221 r Panem angelorum mandueavit homo. Os no- strum patet ad vos ... 5, 44 r Parca vita occidit vitia 40, 156 r Pater de coelis, deus, miserere nobis 55, 70 v Pater quae pars? Nomen 88, 27 v Pax domini nostri Jesu Christi, integritas Ma- riae virginis 106, 48 r ; 109, 159" * Per guttas sanguinei sudoris tui libera me 106, 116 r ; 109, 164 v * Per ultimum efflatum Spiritus tui, Jesu bone, in- fla mihi 106, 118 V ; 109, 164 r Perceptum, domine deus, sacrificii munus ab omne peccatorum contagione 40, Fragmente, l v Piissime pater ac redemptor omnium, miserere animabus 119 (II) Plorabitis et flebitis ... (Io 16,20). Ir werden clagen 95, 107 v Ponite corda vestra in virtute eius (Ps 47,14). Es sprichet David 69, 262 VJ Praeceptoris Christi, fili dei, egregium praedica- torem te, sanete Andrea apostole ..., imploro 56, 143" Praesta, quaesumus, omnipotens deus, ut sancti decem milia martyres 56, 139 v Primi toni melodiam psalles in directum Kl. L. 5, 217"; Kl. L. 29, 124 r Primo solvit debitum et tributum, quia quilibet tenetur laudare 138(11), 32 y Primum omnium necesse habes, anima mea, al- tissime, piissime 138(11), 16 v Primum opportet constituere, quid sit nomen 31, 17 r Proficiscere, anima christiana Kl. L. 86, 50 r Propitiare nobis, omnipotens pater, per unigeniti tui passionem 106, 145 v Propitiare, quaesumus domine, animabus fide- lium tuorum, ut qui 42, 53 r Quaesumus, omnipotens deus, famulas tuas tua protectione custodi 106, 134 r Quam magnos studiosis haec afferat fruetus scientia 31, 27 r Qui creavit omnia, coelum terram et maria (V) 46, 243 r ; Kl.L. 25, Hinterspiegel; Kl. L. 29, 2 V ; Kl.L. 100, 8 r Qui fuerat nostri conventus gloria prima (V) 101, 120" 395 Initienregister Qui non renuntiaverit omnibus ... (Lc 14,33). Es sprichet der herre Jesus 87, 206 r Quid agam, quod mellis favum sitio (V) Kl. L. 100, 8 r Quod duplex sit terror, tarn divina quam gentilis testatur scriptura 5, 120 r Recordare virgo mater, dum steteris in conspectu dei 56, 138 v ; 99, 187 v ; 106, 275 v ; 109, 169 v Redemptor mundi dem, qui spineam coronam in capite 51, 248 r Rex fit egens ope clam bis lora palas tacet hora (V) 50, 239 v Rosa firagrans (Hss.: fiagrans), lux solaris, vir- ginale speculum (V) 5, 23 v ; 15, 67 r ; 46, 243 r ; KJ.L. 15, 10 v ; KI.L. 100, 67 r Salus in salvatore etc. Carissima soror et filia, multi curiositatis spiritu agitati 65, 146 r * Saluto te, o anima salvatoris nostris, gloriosis- sima anima 106, 126 r ; 109, 124 r Salvator mundi, qui solus salvare potes, da mihi posse KI.L. 113,2, 30 r Salva me, salus adoranda, in omni tribulatione 109, 178 r Salve caput reverendum salvatoris nostri virtuti- bus angelicis tremendum 109, 103 r Salve dulcedo dulcissima, benignitas infinita 106, 148 r ; 109, 86 r * Salve, sancta Agatha, virgo et martyr dei inclita 106, 301 v Salve sancta facies nostri redemptoris 55, 78 v * Salve vivificatrix nostra et reparatrix in natura nostrae corruptionis 106, 20 v ; 109, 167 T * Salve virgo praeelecta, domino mater electa (V) 109, 71" Sanct mechtild hat gebetten, das er sie under- wiss 94, 55 v Sancta Maria, sucurre miseris 14, 74 v (Nachträge) Sanctae et individuae trinitati, Jesu Christi cru- cifixi humanitati 94, 176 r Sancte angele dei, custos vitae meae, et vos om- nes 51, 254 r Sancte deus, sancte fortis, sancte immortalis 55, 113 r Sancte Johannes baptista et religiöse praecursor domini 55, 100" Sancte Laurenti, martyr Christi et levita, inter- cede pro me 99, 37 r Sancte Michael, archangele domini ..., qui veni- sti in adiutorium populo dei 99, 37 v Sancte Michael, archangele superni regis, mili- tiae princeps 55, 98 r Sancte Petre, princeps apostolorum, ... nos mi- seri peccatores, qui oves tuae sumus 56, 140 r Sanctifica nos, domine, signaculo sanctae crucis 106, 129 v ; 109, 80 r Sanctus Bernhardus spricht: so ich bedracht, wie begirlich mir der herre 94, 278 v Sanctus Eadmundus, ertzbyschoffe Cantu- ariensis, der do von muter übe 87, 220 v Sanctus Ieronimus schribet uns von sancto Paulo 74, 1"; 81, 2 r Sanct Bernhardus laß einsmals mess und ... fand er ein spinn in dem kelch 75, 158 ra *Sant Mechtilt, die heylig jungfraw, begert von der würdigen mutter gotz 92, 167 r Sant Severus lebt lange zit in leyschem kleid 74, 128" Satisfaciat tibi, domine, sancte pater, pro omnibus negligentiis meis 106, 113 V ; 109, 47 r *Schepher der dinge, vor des Hechtes end 48, 206 v Schloffen an der sunnen schin ist ungesund 140 (II), 115 v Schön bist du und unbefleckt 90, 350 v ; 92, 127 v Sciendum quod in promiscuis animalium nomi- nibus genera 88, 21 r Sechs stücklin syn hie gemeldet, die gutt dar zu syn 95, 85 v 396 Initienregister Selig ist die sele, der dis gebet mit andacht ... gesprochen wirt 99, 96 r Selig man, der nit inging in dem rate übeler lüte 36, 3 r Selige ist der man, der nit ginge in den ratte der unmylten 97, 70 r Seligen kint, wir begen den ersten sontag der heiligen Zukunft unsers herren 64, l ra Septiformis munere nostram tange mentem (V) 55, 80 v Si aliquem amicum ad nos venturum suscepturi sumus 85, 2 r Si capilli cadant, fac lixivium de cinere 31,175 r Si patiens multos pediculos habuerit 31, 164 v Si per negligentiam evenerit, ut perlecto canone 16, 77' Si quis nascatur, dum Saturnus dominatur (V) 31, 213 r Sicut aquila provocans ad volandum pullos suos (Dt 32,11). Dyse wort beschribt der heilig prophet 95, 139 r Sie ist mir wahrlich vil zu hohe (V) 50, 202 v Sie sint alle erfüllet mit dem heiligen geist 80, l r Signa me, domine, signaculo sanctae crucis 106, 128 v ; 109, 79 r Sire Jesu Christ, filz de dien vif, je te adour pour ce que es vray diex Kl. L. Archiv, Hs. 2, 159 v Sit daz got alzumal mit allen und in allen cre- aturen ist 79, 129 v So ein novitz zum ersten in das capitel gefürt wirt Kl. L. 108, 49 v ; Kl.L. 117, 23 r So etliche zu leybrüder sollen enphangen werden Kl.L. 108, 49" So der mensch krank ist, so dunckt in syn leben unnütz 90, 288 V So der mensch welle sterben, so sprich funff Pater noster knuwende Kl.L. 86, 49 r *So der sieche mensch dem dot nohet, so sol man in also frogen 140(11), 15 r ; Kl.L. 86, 57' So die sele ußgangen ist Kl.L. 36, 21 r So du einen langen Misererepsalter wilt betten 94, 57 r So du morgens uffstehest, so grüß das blu- went und liephabent hertz 106, 61 r ; 109, 274 r So du unserm lieben herrgott ein psalter wilt betten, so sprich 94, 59 r So ein mensch gern beicht, oder forcht, das er nit ganz gebeicht 106, 168 r So ein novitz sol profeß thun und die eptißyn spricht Kl.L. 117, 26 v So er die gottheit durch lobe erhebt, soll er sich schuldig bekennen 106, 168 v So uffhort die ursach, soll auch uffhoren die wirckung Kl.L. 46, 81 v Sphaera est corpus rotundum sicut ovum 31, 208 r Spiritus sancte, deus coessentialis ..., cordi meo digneris illabere 55, 81 v Splendorpatemae gloriae. Ein schin der vetterlichen gnade 74, Hinterspiegel Splendoris aetemi genitor lumenque indeficiens, dominus deus omnipotens 6, l ra Sprech stende IX Ave Maria ... in ere und ge- dechteniß, daz die heiigen engel 109, 179 r Sprich den psalmen Confitemini vor Beati im- maculati 94, 59" Sprich zu yedem psalmen in dem Davidspsalter den hymnus Jesu nostra redemptio 94,56 r Suavissime universorum domine, misericordia- rum pater 5, l r ; 15, 17 v ; 34, 313 r ; 50, 124 v ; Kl.L. 15, 1 l r ; Kl.L. 34, 165 v ; Kl.L. 100, 19 v Subveniat mihi apud misericordiam tuam cho- rus Kl.L. Archiv, Hs. 1, 285 v Succurre mihi, deus misericors, antequam mo- riar 109, 216 r Sum, volo, fero (V) 88, 9 r * Summa trinitas et indivisa unitas ..., precor te 106, 12 r ; 109, 9 V Summe sacerdos et pontifex Jesu Christe Kl. L. Archiv, Hs. 1, 283 r Sunt quaedam nomina Semper singularia natura vel usu 88, 20 v 397 Initienregister Surgit Christus cum trophaeo, iam ex agno /actus leo (V) 14, Vorderspiegel (Nachträge) Suscipe confessionem meam, unica spes salutis meae 109, 289 v Suscipe, domine, prosperitate nostri itineris mu- nera oblata 55, 112 V Suspice et fac secundum exemplar s. Inspice ... Swer begert s. Wer begert Synderesis (Sinderesis) est vis cum habitu prin- cipaliori naturalis iuris 70, 328 vb (Nachträge) * Te adoro, te colo, te magnißco, sancta trinitas 106, 9 r Te veneranda caro Christi veneranter adoro 51, 247 r Tibi dico L., pastor corporum, quem inspiravit Kl. L. 102(11), 93 v Titulus triumphalis domini Jesu Christi he- braice, graece, latine 107, 2 r Tractatum de sphaera quattuor capitulis distin- guimus 31, 194 r Turpiter erratur, quando fastus dominatur (V) 31, 220 v *Uff den heiligen cristabent sol man knuwen für unser lieben frawen bild 92, 8 V ; 107, 20 r *Uff den obent des selgen Augustini so erman in 92, 118 V *Uff die octava sant Agnes bis uff sant Doro- tea dag bet alle dag 92, 105 v Uff dise froge git anwort der subtil gotlich lerer Scotus 140(11), 141 r *Uff sant Augustinus dag, als man die meß anfocht 92, 119 v *Uff sant Jeronimustag sprich sechs Pater no- ster 90, 332 r "Uff sant Laurentius abent bet dry Pater no- ster 90, 334 r *Uff sant Ursula und ir gespilen dag sprich zu lob und er 92, 100 v Uff sant Veltins dag des morgens sollen wir vor tertz gen zu unserem heren 92, 85 r Under der meß soltu allezeit unßern lieben herren ansehen 106, 172" *Under der Meß sprich diße Pater noster 106, XVII v *Ungemezner schepfer des himels, du hast geben zu einem steig 48, 165 r Universaliter omnis caro calefacit 31, 159 r Uns sint under unzelich gottes gaben sunder- lich 7 gaben 79, 94" Unser herre het es in siner hant, daz bezei- chent des glückes rat 117 (II. 1) Unser herre Jesus Christus, der hot also fill verdient hie uff dissem ertrich 140(11), 106 r Unser herre Jesus Christus sprichet in dem ewangelio: selig sint die lybe 78, 187 r Unser herre lert einen sinen jünger funffze- hen Pater noster 99, 140 v *Unser lieben frauen sprach zu einer zitt zu eim gutten menschen 109, 256 r Unser lieber herre Jesus Christus sprach: es sy denne, das das weizenkorn werde geworfen 87, 198 r ; Var.: 96, 280 v Unser lieber herre sprach zu sanct Karissima: wer sich übet an diesen stücken 94, 279 v Unserm lieben herren beschahen VII raube 86, 337 r Unumquemquem volentem advertere similem 31, 79 r Ut de facili, quod quaerit lector, inveniat KI.L. 92, 5 V Ut habetur ab Aristotele in principio sex princi- piorum 31, 89 r Vade ad eum, qui me misit (Io 16,5). Also spricht Iohannes 95, 117 r Vas electionis et praedicator veritatis, sancte Paule apostole 56, 141 r Veni sancte Spiritus, reple cor nostrum et tui amoris 106, 27 r ; 109, 43 v Verbum evangelizatum, caro factum hodie (V) KI.L. 100, 76 v Verlorn zit hat mich gesucht 77, 225 v 398 Initienregister Vide humilitatem et laborem meum Kl. L. 113,2, 31 r Vil helger menschen in disem vergenklichen leben synt über sich erhebt 64, 150 rb *Von betrachtung des hochwirdigen lidens Christi ist zu wissen 96, 245 r *Von dem helgen sant Jeronimus: sprich im sechs Pater noster 92, 121 v Von der gedult zu haben in widerwertikeit ist zu mercken 64, 140 va *Von der heiligen jungfrawen und martlerin sant Margareta sprich 92, 108 r Von eines anfahenden menschen abkere von der weite zu gotte 79, 230 r Von sanct Andreas dage sol man betten all dag 92, 6 r ; Var.: 107, 19 r Vor dem hochzittlichen dag der osteren, do Jesus wist 96, 90 r Vox enim psalmodiae valet, cum per intentio- nem cordis agitur 109, 173 v Vox exsultationis et salutis in tabemaculis iusto- rum 46, 244 r ; Kl. L. 25, Vorderspiegel; Kl.L. 26, 184"; Kl.L. 100, 68 r Vulneribus quinis nos erue Christe ruinis (V) 25, 2 r Wan der mensch hat recht rewe umb sin Sünde 140 (II), 110 r *Wan einer willen hot, dottsünde zu thon, und sumptt sich doch 140(11), 84 r Wan die rinde davon gepulvert und das pul- ver genutzt Kl.L. 28, p.70 Wan du zu nacht mit dem herren wilt an den Ölberg gehen Kl.L. 100, 42 v Wan ein novitz ir profeß gelyßt, so mach sie ein crutz daran Kl.L. 117, 12 r Wan eins heiligen dage ist, so sprich III Pater noster 105, 18 r *Wan iezund des liechtes gestirn ist erschi- nen 48, 126 v Ware und vollkumene dugent ist, als uns sanct Augustinus betütet 79, l r Weckolterberen sind heis und fuchter na- tur Kl. L. 28, p. 80 Welch pfferd ein. siech heupt hat 76, 121 r Welchen rosenkrantze und psalter hot gebre- diget zum ersten 140(11), 79 r Welcher mensch begert zu visitieren den berg Calvarie 90, 163 r ; 92, 238 r ; 107, 146 r *Welcher mensch ein schmölichen wort ver- schwiget und lid es 140(11), 83 r Welcher mensch so selig ist vor gott, das er unser lieben frauen 98, 34 T Welches mensch feilet in betrubtnust oder angst ..., der gelop 99, 213 r Wen der begird dem fyncklin der seien ge- rumet wird 96, 80 v Wer begert, kürtzlich, eigentlich und begirlich künden betrachten 37, I r ; 99, 82 r Wer da eret die allerheiligst entpfenckeniß Mariae 106, 282 v ; 109, 294 r Wer der mensch ist, es si fraw oder man, jung oder alt 99, 148 r *Wer die dry Pater noster alle tag spricht, der wirt in keyner dot sund funden 90, 276 v Wer dise wort mit gutter vernunfft sprichet, der dut also fill 140(11), 8 r Wer disü drü Pater noster, die hie nach geschoben stend, mit andacht sprichet 99, 136 r Wer gibt minen äugen als manchen tre- hen 94, 140 v Wer unserem herren Jesu alle suntag spricht LXXII Pater noster 109, 244 v Wer zu der oder gelossen hot, sol nit fressig sin 140(11), 116 v Were (dere) der wurczeln und ir crafft erkennen will, der muß wissen 76, 39 v Were do begrieffen ist mit der pesdlencze 76, 135 r Wie der mensche got sol bekennen und sich selber 77, 12 r Wie du dein krüpfflin des herzens solest be- reythen 61, Fragmente 2 399 Initienregister *Wie sagt der engel zu Johannes: du solt dir nit ferchten 100, 246 v Wie wol das billich ist und gebotten in der ee, das der Ion der arbeiter 61, l r Wie wol got unser vatter ist genant underwi- len der schepfung halb 64, 140 va Wie wol nu das ist, das Christus, unser herre, allenthalben in der geschrifft wirt genant ein berge 87, 153 v Wik du mir ein wollgezierdte kerßenliecht machen, so bett mir die letteny 97, 50 r Wilt du myt fryden bliben, so solt du hören, sehen und swygen 77, 246 v Wiltu komen zu eim ersamen geistlichen leben 79, 138 v Wiltu wissen, wo du lassen solt, so besyhe den man 76, 16 r Wir finden clerlichen in der haiigen geschrift, das der mensch also von gott geordnet 95, 21 r Wir, Pontius Pilatus, ein geordeinerter und gesetzter richter in Jherusalem 94, 239 r Wir sollen auch dem minicklichen heren Jesu sprechen XV Pater noster 92, 237 r Wir sollent ere erbieten dem crütz, den nage- len 94, 46 r Wiß, daß der bosse geist zu des menschen ende 140(11), l v Wissent, das noch der lere sancti Benedicti die obersten sollen 94, 283 v Wo ein mensche were, dem sin leiden zu schwere were 140(11), 42 r *Wol mir, das ich empfangen hab den tranck 98, 90 v Ze meti sprich ditze, und als unser herre do gevangin und gebundin wart 56, 97 r *Zu complet, her Jesu Christ, dein swaiz plut- var worden ist (V) 48, 81 v *Zu dem ersten, das got da beschlossen ist in dem würdigen sacrament 107, 232 r Zu dem ersten eyn hundert Ave Maria für die wurtzel des bams 92, 229 r Zu dem ersten ist die hochwurdig jungfrawe sant Barbara gegyselt worden 92, 155 v Zu dem ersten leret Jesus Christus ... einem menschen im geist Kl. L. 108, 59 r Zu dem ersten sol er an im haben, daz er sei uffgestanden 107, 310 V Zu dem ersten unschuldiglichen, darumb hot Christus 140(11), 143 v Zu dem waxstock muestu dreierlei wachs haben 103, 32 r Zu den ziten Diocletiani und Maximiani der aller unmiltesten keißer 74, 124 ra Zu der ersten betrachtunge und der ersten wunden der rechten hand gedenck 106, 178"; 109, 270 v Zu der mettin oder uff den sontag nim für dich das wolgefallen 142, 113 r Zu der selbigen spindt gib zu ehr der heiligen dreifaltigkeit 103, 33 r Zu iungest sol der mensch sprechen dristunt: in manus tuas Kl. L. 86, 59 v Zu lob und ere unßerm herren Jesu Christe, der durch unsern willen 84, 3 r Zu machen ein geistlich lichtlin in die ere dins behelters 106, 316 r Zu vesperzeit, herr, du sast, herr, mit deinen jüngern und ast (V) 48, 77 v Zu wissen si allen brodern und swestern diser seligen broderschaft 136(11), 23 v Zum ersten auß dem hauß des nachtmals uff den oleberg 106, 184 r ; 109, 179 r *Zum ersten mall sprich XV Pater noster und Ave Maria 92, 293 r Zum ersten so nem für dich siben Wochen 103, 34 r Zum ersten so nim die weckolter zu der zit unser lieben frawenverschidungKl. L.28,p.77 Zum ersten so soltu khain wordt in dem chor nach der complet reden 103, 50 v Zum ersten solt du dich üben in dem glauben 94, 20 r 400 DEUTSCHE GEBETSINITIEN Die Reimgebete wurden in das allgemeine Initienregister aufgenommen (s.o. S.38 1 -400). Mit * gekennzeichnete Initien sind in den Handschriftenbeschreibungen nicht aufgeführt. Zum Ordnungsverfahren s. Schneider , München 2, S.508. Var. = Variante desselben Initiums. abschneiden O messer, das beschnitten hat das ... fleisch Christi, schnide ab 94, 72 v anbeten Ich anbeden, glorificier und kußen dich mit eim dankbern lob 98, 21 v O alleredelste sele mins herren ..., ich an- bett, lobe und ere 105, 3 y O allerheiligste jungfraw Maria ..., ich an- bett, lob, ere und grüß dich 105, 16 r O du vergottes blut mins herren ..., ich an- bett, lobe, ere 105, 2 V ; 107, 45 v *0 helge jungfrauwe, sancta Maria ..., ich anbeden und gebendie dich 107, 32 r *0 herre Jesu Christe, ich anbeten dich hangend an dem crutz 109, 187 v *0 herre, Jesu Christe, ich bette dich ane in deim bluttigen schweiß 106, 219 V O Jesu, myn sussickeit..., ich anbet dyn er- wurdigs haubt 90, 202 r anfangen O here gott, Jesu Christe, in dir, mit dir und durch dich ... fohe ich hütt an 94, 36 r anrufen (s. auch rufen) Ich anruff dyn durchgrabens wundes seres haubt 90, 227 v * Ich roff dich an, o heiiger Raphael 106, 297 r O du heyige junckfrauw sanct Rickart, dich rüff ich hut an 94, 37 r ansehen (s. auch schauen u. sehen) *0 heiige, gnedige Jungfraw, sancta N. ..., sieh an myn demutigs gebet 90, 349 v O herr Jesu Christe ..., sich an min betrib- nis und arbeit 105, 92 r O herr Jesu Christe, wores liecht der seien ..., sich gnediglich an 98, 129 v aufrichten *0 miniglicher her ..., du hast gebuwen in mir einen tempel ..., rieht uffm mir 107, 226 v ; 140(11), 91 r aufschließen O Maria, du gebenedite finderin der gnaden ..., sliiß uns uff den schätz 96, 258 v aufstehen Ich stee uff in dem namen der allerheiligsten driveltickeit 106, 29 v ; 109, 280 r *Ich stee uff in dem namen unßers herren Jesu Christi 106, 30"; 109, 280 v Standt uff, du reine, küsche maget, Maria 94, 371 r ausgießen O her, nit in dem getruwen miner gerechti- keit güß ich uß min gebett 98, 157 r befehlen (s. auch empfehlen) *Ich befil mich hüt in die vier orter des lebendigen erützes 98, 158 v ; 106, 46 v ; 109, 260 v 401 Deutsche Gebetsinitien Ich befille mich hütte und ewigliche in die herliche gewalte 140(11), 58 v *In die hend dyner unerleschlichen barm- hertzickeyt ... befellen wir dir den geyst dyner dinnerin 90, 27V O allerheyligste dryfalttikeit, ich befill mich dißen tag 94, 35 v O allersuste jungfraw Maria, myn hertz, sele und lib befill ich 94, 34 v *0 allerwirdigster erloßer ..., ich befellen mich nun und ewiglich 106, 215 V ; 109, 247 r O almechtiger ewiger gott und vatter, ich arme sundige creatur befelhe mich 97, 47 r ; 107, 323 v *0 du minriche wunsame heylickeyt ich befil dir disse sei in dyn ewigen ge- walt 90, 278 v *0 frawe der glori und kunigin der frelikeyt dir befil ich hut und allezyt 92, 158 r O herr, ich befelle dir alle meine werck 106, 207 r O herr, ich befill mich dir mit lib und mit sele 94, 43 r *0 herre Jesu Christe ..., in deine hende und in die hende deiner ... gebererin ... befelle ich 106, 217 V ; 109, 248 v O herre Jesu Christe, min sele, min lib .. die bevill ich hutt in din gedruwes hertz 94, 86 r *0 herr, vatter und Schöpfer und gott, ich beful dir hütt diße sei 98, 151 r ; 104, 275 v O lieber her Jesu Christe, ich befil mich allzumal in dyn heiligen dot 90, 287 v *0 lieber her Jesu Christe, ich befil sie hut und alle zyt in die lieb 90, 275 r O Maria, ein trosterin aller sunder, ich be- fell dir mein leib und sele 106, 286" *0 mein allergutigster herre ich befell mich und alle deine ... kinder 106, 206 r *0 milter herr ..., deiner gütt und miltikeit bevielh ich mein sei 107, 342 r *0 mutter des almechtigen gottes ..., ich befellen mich deiner mutterlichen milde- keitt 107, 30 v *0 oberster vatter, o hoher koninge ..., in deine hende befell ich meine sele 106, 7 r ; 109, 4 r begehren *Herr, als du gesprochen hast, es si dann, das ir essent ..., beger ich zu enpfa- hen 107, 242 r * Ich beger, dich zu enpfahen in dem heiigen sacrament 107, 212 r *0 almechtiger ewiger got, ein Schöpfer ..., ich beger dein mit aller begird 107, 245 r O barmhertziger gott, ich begere, das noch hüt alle mine gedenck 98, 91 v *0 du wäre spiß der engel ..., nun begere ich 98, 87 r *0 herr, ich beger, dich zu enpfahen uff dich 107, 263 v *0 herr Jesu Christe, ich beger dich, leben- digs prot, also zu enpfahen 107, 259 v *0 herr Jesu Christe, ich beger, zu dir zu kummen als ein creatur 107, 205 v O herr Jesu Christe ..., ich, dyn unwürdigen dinerin N., beger fließiglich zu loben 90, 209 r ; 107, 174 v O lieber herr Jesu Christe, ich beger, das dein heiliger nam 106, XXI V *0 mein gott und min herr, ich beger zu dir zu gon als zu meinem besten arzet 107, 207 r O mein gott und herr ..., ich dein unwürdige creatur beger, mich dir ... zu ergeben 103, 64 v *0 min werder gast ..., ich arme creatur beger hut des indruckens 90, 249 v ; 99, 248 r ; 107, 349"; Var.: 140(11), 102 r begnaden O ir glöubigen seien ..., begnad uch got der vatter 98, 96" 402 Deutsche Gebetsinitien behalten s. erlösen bekennen (s. auch veriehen) Almechtiger, ewiger ... gott, ein schöpffer aller ding, ich bekenne dich hutt 94, 9 V *In der vereynigung dyns bittern lydens ... bekenn ich mich 90, 237 v O barmherziger herre Jesu Christe ich bekenne dir alle myne sunde 97, 65" O her, allerbarmhertzigster gott, hutt bekenne ich dir alle myne sundt 94, 7 V *0 min lieber herre, Jesu Christe .... ich bekenne miner Sünden swerheit 98, 73 T *Spiegel der jungfreulichen kuscheyt ..., da hast Christum for allen den endern me bekennt 90, 323 r benedeien Gebendiet sy der suß nam Jesus und siner mutter 99, 259 v bereiten *0 her Jesu Christe, bereit also min leben, das vilicht kurtz ist 98, 156 v beschirmen Herre, beschirm, behalte, segen, geheile din dirnen 25, 128 r beten O du hochgelobte jungfrauw Maria, mitt der starcken ... liebe bett und mach ich dir 94, 165 r beweisen O Maria, mutter aller gnaden vol, bewiß mir din überflüssige gnad 99, 191 v ; 104, 60 r ; 107, 382 r bezahlen Ach süßer Jesus, bezal vor mich deynem heyligen vatter 99, 263 r bilden *0 her, min got, du hast mich noch dir selber gebildet 98, 156 r bitten ich bitte *Ach du hochwurdiger got und min einiger herr ..., ich bitt dich durch din gotliche min 99, 24 l r Ach du übertreffende heilige magt Maria ..., ich arme Sünderin bit dich 99, 207 r *Ach tieffer abgrund, ewige wißheit ..., ich bit dich, daz du in der krafft 99, 125 v ; 107, 218"; Var.: 90, 255 r *Ach- überflüssiger Ion alles gutten ..., ich bit dich, daz du in der crafft 99, 125 r ; 107, 217 v *Ach Ursprung alles guten, ewiger got. ich bit dich, daz du in der crafft 99, 124 v ; 107, 216 r Ach zarte, reyne, erwirdige, süße mutter ..., ich bitt dich flehentlich, daz du gedenkest 99, 208 v Allersüsester Jesu Christe, ich bit dich, daz din heiliger licham 25, 127 v *Barmhertziger got, ich bitt dich, das du an mir erest die ... gegenwirtikeit 107, 337 r *Du heilige ... jungfrauwe, sancta Sabina ..., so bitt ich dich als miner sunderen gnodterwerberin 98, 159 v Durch die ersten stymme deines waynens ... pit ich dich 48, 219 V *Eia, milter geber aller gnaden ..., ich bit dich, daz du in der krafft 90, 254"; 99, 124 v ; Var.: 107, 217 r *Eia milter verberger aller sunden ..., ich bit dich, daz du in der krafft 90, 255 r ; 99, 124 r ; 107, 215 v *Erwirdiger fürste, min appostel sancte N. ..., so bitt ich dich und din güte 104, 17 r Herr, himmelscher vatter, durch das gebet, das din lieber sun ...so bit ich dich 99,144 r *Herr, ich bit dich durch das minniglich enpfahen 107, 255 r Herr Jesu Christe, des lebendigen gotes sun, wann du zu mettenzeit stuent .. ich pit dich 48, 219 r 403 Deutsche Gebetsinitien Herr Jesu Christe, du sprechet die süben wort .. ich bit dich, daz du mir verzi- hest 99, 235 r *Herr Jesu Christe, ein sun des lebendigen gottes ich bitt dich flehende 107, 242 r *Herr Jesu Christe, ich bitt dich durch dein uffgestochen minsam hercz 107, 249 v Herr Jesu Christe, schepfer aller creatur ich arme sunderin bit dich 25, 127 v * Ich bitt dich andechtiglich, verborgne war- heit, die under den figuren 107, 240" Ich bitt dich, demuttige mutter gottes, das du byttes den almechtigen got 97, 42 r *Ich bitt dich, getruwer, ewiger got, daz du dich erbarmest 90, 255 r *Ich bitt dich, getruwer minner mines ewigen heiles, daz du in der craft 99, 125 v ; 107, 218 r Ich bitt dich, herr ..., du wollest mich hüt genediglich erhören 107, 205 r *Ich bitt dich, herr Jesu Christe, das du alle min schuld nemest 107, 203 v Ich bitt dich, lieber here, du wellest mir ver- lihen das ewige leben 94, 79 r * Ich bitt dich, lieber here, zu dem ersten, daz du mir gebest 90, 251 v Lieber, mineclicher herre ..., ich bit dich durch alle die minne 99, 96 r ; 104, 211 r *0 allererwürdigster vatter Benedictus ..., ich bit dich, daz du dyn kint 90, 274 v O allergüttigster, getrüwer, milter Jesu Christe, ich bit dich durch din gegenwer- tigkeit 105, 5 V *0 allerliebster getrüster liebhaber ..., ich bitt dich, züch mich zu dir 107, 338 v *0 allerliebster herr, ich bitt dich, gib mir danckperlich zu enpfahen 107, 339 r O allerminiglichster liebhaber der seien ..., ich bit dich, giep mir 90, 264 r O allersuster herr Jesu Christe ..., ich bit dich ... durch den selben smertzen des li- dens 105, 150 v O almechtiger, ewiger ... vatter, sun und heiiger geist, ich bitt dich flehlich 106, l r ; 109, 6 r O almechtiger, forchtsamer got, gegen des gewalt .. ich bit dich 97, 69 r *0 barmhertziger himelischer vatter, ich bitten heutt deim hertzen 106, 214 v ; 109, 246 r O du aller hochwirdigste jungfrawe ..., durch aller der freude und lidens willen so bitt ich 104, 70 r O du heiligeste Maria ..., ich bit durch die verkundung 104, 39 v O du hunigfliessender Jesu, die wil ich on gelüst nit sin mag, so bit ich dich 99, 237 r *0 du suße mutter und fraw, ich bit dich, gedenck an das biter sten 92, 180" *0 erwirdige mutter Christi, ich bitt dich durch dein hertzliches mitleid 106, 231 v *0 ewige warheit, ich bitt dich, daz du mein sei vereinigst 107, 339 v *0 ewiger, minrycher, allermiltester herr ..., ich bit dich, nit tho din hilff 90, 271 v O gebenedytes kindlin Jesus, du der umb seylickeit der sunder ..., ich bit dich 90, 298 r *0 geliepter sune der junckfrauwen, den da gesettiget mit den lastrungen ..., ich bitt dich 106, 234 r O got, himlischer Vatter, ich bit dich in dem namen Jesu Christi Nassereni 98, 8 V *0 heiige mutter gottes ..., ich din unwirdig dienerin bitten dich 107, 41 v *0 heiliger bychter Christi, sant Lenhart ..., bit ich dyn gutigkeyt 90, 124 r *0 heiliger ertzengel Michahel, ein probst des paradyß ..., ich bit dich, du wellest 90, 326 v *0 heiliger herr, sant Cristoforus ich bit dich durch den namen Christi 90, 337 r O herr, ich bit dich durch alle die bit- terckeyt 90, 274 r 404 Deutsche Gebetsinitien O herr, ich bit dich, gib mir einen swigen- den mundt 94, 43 r O herr Jesu Christe, der du an dem crutze hangende ..., darumb so bitt ich dich 97, 49 v O herr Jesu Christe, der du umb des menschen geschlechttes erlösung willen .. ich bit dich, erlös mich 94, 54 v *0 herr Jesu Christe, ein wircker alles guten ..., ich bitt, sehe in mich 106, 202 r O herr Jesu Christe, ich arme sunderin bit und erman dich an dyn edele mensch- heyt 92, 236 r O herr Jesu Christe, ich bit dich, daß du heut deinen himelschen vatter 99, 262 v ; 106, 22 r *0 herr Jesu Christe, ich bit dich durch aller der minnendrehen 109, 264 r O herr Jesu Christe, ich bit dich durch din allerheiligste drieinikeit 105, 18 v O herr Jesu Christe, ich bitt dich inniglichen, daß du mire an minem ende 140(11), 78 r O herr Jesu Christe, ich bit dich und erman dich der freyden 92, 263 v O herr Jesu Christe, mein erlöser, ich bitt dich, das du ir zu einer steur 103, 52 v O himmelischer Vatter, ich bitten dich, daz du mir gebest Überwindung 109, 289 r *0 hoher prister und warlicher bischoff ..., darumb bit ich dich andechtiglich 90, 241 r O ir grossen nothelffer ..besunder so bitt ich die heiligen 104, 71 r O ir helge, allerstercksten kempfer Christi ich bit uch mit der innikeyt mynes hertzen 92, 135 r *0 lieber herr Jesu Christe, ich bit dich, daz du mich weschest 90, 250 v ; 99, 247 r O lieber herr Jesu Christe, ich bit dich durch den onmeßigen schmertzen 97, 291 v O lieber herr Jesu Christe .. ich bitt dich ..., verleihe mir din heiige gedultt 106, 272" *0 lieber herr Jesu Christe, ich bitt dich von grünt meins hertzen 106, 231 r O Maria, du allermiltste frawe ..., ich bit dich, fliße dich 99, 27 r O Maria, du geschopfde dines eingebornen sunes ..., durch den selben smertzen bit ich dich 99, 95 r O Maria, ein kongin der barmhertzigkeit, ich bitt dich ..., stand uff 106, 288 r O Maria, ich bitte dich durch den ungebor- nen vatter 87, 223 r O maria, küngin, ich bitt dich ..., erhör mich heit 105, 78 r O Maria mediatrix, ein mitlerin ..., ich bitte dich, allersüste mutter 98, 30 r O mein allerliebster herre ..., ich bitt dich, daz du mich heudt behuttest 106, 112 V O milte muter und magt Maria .. ich bitt dich ... durch der unussprechberlichen froude 104, 134 r O min gott und min herre, ich bitte dich durch den edelen ußfluß 98, 75 v ; 107, 234 r *0 mutter unseglicher luterkeit ..., ich bitte dich demüttigelichen 140(11), 18 v *Reyne mutter und jungfraw Maria, durch das schwert des schmertzens ... so bit ich dich 92, 176 r Sancta Maria, ein jungfraw ob allen jung- frawen ..., ich bitt dich durch das schni- dende schwert 98, 22 r ; 99, 24 r ; 107, 376 v Süsses lamp got, gottes sun ..., ich bit dich durch die heilige gehorsame 99, 146 r Vatter unser ..., ich bit dich und beger, du wellest 90, 255 v ; Var.: 107, 370 r bitte (Imperativ) Heiliger Sebastiane ..., bitt für mich 104, 79 r 405 Deutsche Gebetsinitien *0 ein bluenden rose, o ein suberlich mutter des herrn biedtt stediglich 107, 26 r O heilige fraw sant Brigitta .. bitt für uns armen sünderen 98, 44" *0 heiliger Gabriel, ein starckeit gotts, bitt gott vor mich 106, 297 r *0 selige mertlerin Agnes ..., bitt vor uns, o selig Agnes 106, 302 r wir bitten *Almechtiger got, wir bitten dich, siehe über die seien diner diener 98, 93 v *0 almechtiger ewiger got ..., der da hast ußerwelt die selig Anna, wir bitten 106, 312 r *0 herr, wir bitten dich, so wir sin eren das fest des seligen Ambrosii 92, 124 r * Wir bittent dich, das du uns all gnod und tugend erwerbest 98, 13 v Wir bitten dich, herre, das die himelischen sacrament, die wir genomen haben 97, 67 v Wir bitten dich, herre, das du durch dine miltigkeit uffloßest 97, 67 r bittet *0 heiliger Michahel, Gabriel und Raphael ..., bittent vor mich gebrechliche Sünderin 106, 297 v danken (s. auch danksagen) *Herr, ich arme Sünderin danck dir, mein ge- treuwer vatter 106, 235 T *Herr Jesu Christe, ich dank dir des grossen lydens, das du hettest 92, 270 v Ich danck dir diner vernunffte, got, das du mich geschaffen hat 97, 67 v Ich danck dir, herr Jesu Christe, daß du din marttel beguntest krefftiglichen 94, 42 r Ich danck dir und lop dich, lieber herr und vatter, Jesu Christe 94, 40 v * Ich danck und opfere dir den psalmen Di- lexi, lieber herr Jesu Christ 103, 56 v O almechtiger, ewiger ... vatter ..., ich danck dir getrülich alles guten 105, 145 r *0 herre, himmelischer vatter, ich dancke dir, das du mich diße nacht 106, 44 v O herr Jesu Christe, ich dancke dir, daz du zu sext zeyt 90, 164 v *0 herr Jesu Christe, ein tröstlicher schopf- fer ..., ich danck deiner göttlichen gnaden 107, 354 r O lieber her Jesu Christe, ich danck dir des großen Schreckens 90, 220 v ; 92, 258 v *0 min erwirdiger, heiliger engel ..., ich danck dir dyner allertrusten hut 90, 331 r danksagen Allergnedigster vatter, ich sag dir danck, daß du mich dise nacht 94, 34 v Almechtiger vatter, ich sage dir danck und lobe, das du dich barmhertziglichen bewegt 97, 65 v Danckh sag ich dir, allmechtiger und barmherziger gott 105, 286 r Ich sage dir danck, liebster herre ..., vor die 6666 wunden 106, 192 r ; 109, 286 r O allerliebster herr Jesu, ich sag dir danck, das du mich hast lassen kumen 94, 12 r *0 du allerlieblichster Jesus, ich sag dir danck, du der do nider bist gestigen 92, 70 r *0 herr, heiliger vatter ..., ich sage dir dancke und lobe, das du dich barmhertziglichen 97, 66 r O herr Jesu Christe, fliessender brunn des nachlassens ..., ich sag dir danck 97, 126 v O herr Jesu Christe .. ich sage dir danck, das du dich haist laßen ... gekuschtt werden 107, 79 v drücken Ach herr, ich truck mich in die min, in der du dich in menschlicher natur geben 107, 332 r *0 Jesu, mein liepp, truck mein hertz in dein sterbend hertz 106, 207 v 406 Deutsche Gebetsinitien *0 milter, erbarmhertziger, guttiger Jesu, nun truck ich din lieplich bilde 140(11), 26 r empfangen *Her, almechtiger got, entpfoh das gebet in die gedenk, die du hettest 107, 365 r Maria, mutter und jungfraw, entpffa den grüß 92, 191 v *0 lieber herre Jesu Christe, entpfang heudt mein deinen dienst 106, 43 c *0 Maria, mutter der barmhertzigkeitt entpfoh mich 92, 19 v ; 107, 29 v *0 sancte Erasme ..., empffoh das opffer für myn sorg 92, 126 r empfehlen (s. auch befehlen) *0 helger sant Eraßme ..., ich entpffil dir alle myn angst 92, 127 r entbrennen *0 ir heiligen Seraphin ..., wellen myn hertz entbrennen 90, 327 r erbarmen Erbarm dich, gott min herr, über alle seien, die da gegen dir 98, 92 r ; 99, 186 r *Gott, vatter vom himel, erbarme dich mein 103, 51 r *0 allerheiligste sele unßerß beheltters ..., erbarm dich mein, deiner dienerin 106, 124 v O du allerliebster herr ..., durch das ewig gut, das du selber bist, erbarm dich 104, 68 r *0 du allerliebster Jesu, erbarm dich mein, freid und jubel 140(11), 103 v O du lemlin gottes ..., erbarm dich unser in dem gegenwertigen leben 105, 5 r O guetiger Jesus, o süsser Jesus ..., erbarm dich über mich 98, 14"; 99, 34 r O her, erbarm dich itzund über mich durch das furbitten 92, 151 v *0 miniglicher got, tröster aller weit, herbarm dich über mich 107, 230 v erfreuen *0 heiiger Joachim, erfrauw dich, wan die weit hat gebert 106, 314 r erhören Herre Jesu Christe ..., der durch menschliches geslechtes erlößunge willen ..., herhör mich 66, 355 va *0 ewige wyßheyt ..., eyn spyß myner turs- stigen sei ..., erhör mich arme Sünderin 90, 234 v ; 107, 199 r *0 erliche gebererin gottes ..., o ire neun chöre der seligen engel, erhorent mich 106, 292 r erkennen O himelscher vatter ..., ich erkenne, daß du der unmessick got bist 99, 238 v erledigen s. erlösen erleuchten O almechtiger schin des ewigen liechtes ..., herlücht min äugen 99, 232 r ; 104, 93 v O du süesser her Jesu Christe ..., erleicht mein finsterniß 105, 284 r erlösen (behalten, erledigen) Beheiter der weite, behalte uns, kome uns zu hilffe 97, 68 r ; Kl.L. 109, 47 r Herr Jesu Christe, des lebenden gotes sun, der von des vaters wille ... löse mich 25, 127 v Herr Jesu Christe, ein sun des lebendigen gottes ..., durch diese aller diner heiligsten pin ... erledig mich 98, 18 r *0 allergutigster her Jesu Christe, erloß die sei diß sterbenden menschen 90, 277 v ermahnen (mahnen) Ach du ufbrechender, liechter morgenstern ..., ich man dich hüt des ersten erschrek- kens 99, 213 v *Ach lieber herr Jesu Christe, ich ermane dich deines eilenden betrüebten ausgangs 103, 54 v 407 Deutsche Gebetsinitien Aller getruwester gott, ich mane dich aller der liebe und aller der minne 98, 97' *Du schönes perlin, ein wolrichende roß, ich erman dich der großen lieb 92, 109 v *Eia ewige wißheit, min herz ermant dich hüt 99, 83 r ; 104, 177"; Var.: 90, l v Herre, ich man dich des blutes, daz du ver- güste in diner kindheit 99, 138 v ; 142, 142 r Herr Jesu Christe, ich erman dich der tru- rigkeyt 90, 298 v ; 92, 267 r ; 106, 302 v Herre Jesu Christe, ich mane dich des grundelosen eilendes 99, 143 r Herre Jesu Christe, ich ermane dich des ubertrefflichen lidens 104, 144 r Ich erman dich, du kunnigliche jungfraw Maria, daz du von got dem almechti- gen 92, 205 r Ich mane dich, herre Jesu Christe, der erwe- lung, daz din krancke menschheit 99, 131 r Ich manen dich, herr Jesu Christe ..., der fluße, die von dinen holgen fünf wunden 99, 38 r Ich mane dich, liebe mutter und frawe ..., diner metlicher reinicheit 104, 102 r Ich man dich, lieber minneclicher herre .. der unmessigen minne 99, 97 v ; 104, 212 r Ich ermane dich, o Maria, der großen, überflüssigen fröud 98, 36 r ; Var.: 92, 182 v ; 105, 79 r Ich erman dich, suße Maria, der freyden, die du host gehebt 92, 287 v Ich erman dich und danck dir, ewiger vat- ter, der miniglichen Sendung 90, 177 v ; Var.: 99, 8 V Ich ermanen dich und dancken dir, lieber herre Jesu Christe, mein getreuwer erlo- ßer 106, 226 v Ich erman dich und grüß dich, erwirdige muter und matroni Kl. L. 109, l r Maria, süsse maget ..., ich ermane dich da, als du din kind zu dem tempel 104, 114" Mit disem erman ich dich, edele ... künigin, der genadenrichen ... entpfeniß 105,119 r O allerliebster herr ..., ich erman dich dins getruwen dinstes 105, 58 r ; 106, 242 v O alles gewaltes du hocher got, ich man dich der ersten stymme 48, 209 r *0 du allergedruwster liebster vatter ..., ich erman dich des erschreckens 98, 154 v O du allerheiligste und senfftmutigeste ... junckfrowe ..., ich ... mane dich, das du host geboren 140(11), 61 v O du allerreinste, unbemaste jungfraw Maria, ich man dich der großen ... fri- heit 105, 96 r *0 du allersüster myn lieber her Jesu Christe ..., ich erman dich alles dyns ly- dens 92, 3 r ; 107, 32 l v O du hohe, gelobte jungfraw ..., ich ermane dich der grossen gnadenrichen gaben 104, 203 v O du zeichen der obersten gotheit, mein hertz ermant dich 142, 120 v O gewelttiger herre und gott ..., ich ermanen dich der liebe und barmhertzigkeit 106, 177"; 109, 287 r *0 heiiger Augustine, ich erman dich dyner wunderlichen bekerung 92, 120 r O heiige frawe, sanct Anna, und heiiger her, sanct Joachim, ich erman üch 92,282 r O herr, der uns gelert hast ..., ich erman dich dines smerzbringenden bitteren to- des 94, 52" O herr, ich erman dich, wann du dich selber geopffert hast 99, 67 r ; 104, 165" O herr Jesu Christe, ein schyne der vetterlichen eren ..., min hertz ermant dich 90, 259 v ; 106, 184 v ; 109, 266 v O herr Jesu Christe, ich erman dich, das din heiiger lib ward geworfen 105, 36 r *0 herr Jesu Christe, ich manen dich und dancken dirdeins bittern leidens 106,120 r 408 Deutsche Gebetsinitien O keiserin, küngin ich ermane dich der frelichen sußikeit 104, 120 r O Maria, ein gebererin des guttigen gottes ..ich arme sunderin ... erman dich hütt in getruwem mitliden 94, 157 v O Maria, ein jungfrauw und ein kyngin der engel, ich erman dich des schmerzens 94, 366 v O Maria, ich mane dich, du eynige dochter des ewigen vaters 77, 206 r erscheinen Vatter der ewigkeit, dem alle herzen ... offenbar sind ..., ich sundiges mensch her- schin hüt 104, 167 r erschrecken O herr Jesu Christe ..., zu dem disch diner Wirtschaft erschrick ich 99, 24l v ; 140(11), 92 v erwerben O heiliger ritter sant Jorge ..., erwirb mir arme sonderin, diner dinerin 90, 336 v fallen O her, in der ere dyns kostbarlichen dotz fall ich nieder 92, l r O lieber here Jesu Christe, ich fall itzunt vor din ... fuß 98, 2 r O myn got. ich vall in miner begird under dyn crutz 90, 226 r fliehen *Mein got, vatter und herre ..., ich, din armer eilender Sünder, flue noch hutte 140(11), 22 r *0 konigin der engel ..., an dem ende des tags fliehe ich zu dinen heiligen fußen 97, 66 v fordern *0 du heiliger schriber Johannes, ich forder dich 94, 26 v freuen Freuwe dich, du aller usserwelteste gottes- gebererin ..., das du durch den wonderli- chen rate 97, 45 v ; 106, 283 r * Frei dich, erliche jungfraw sant Margareta, rot gemacht 92, 108 v Freuwe dich, jungfraue Maria, wan im hy- mel die eynig schone 97, 46 r Freuw dich, Maria, das dich gott in ewigkeit erschaffen 94, 89 v *0 erwurdiger und helger vatter sant Joseph, freye dich, wann du geboren bist 92, 279 r ; 107, 143 y fuhren O herr Jesu Christe .. .,fur mich, din onwir- dige dinerin 97, 286 r geben Ach du milter, parmherziger trost, gib mir an dem ende 48, 282 v Eia, du lebendige frucht und süße gimme, wer git mir 77, 199 r ; 99, 239 v ; 107, 219 V Heiliger geist, ein lerer und ein insprecher aller schrift ..., gib mir reinkeit des herzen 25, 128 r Herr himelscher vatter, ich sündiger mensche gib mich schuldig 99, 126 T ; 129(11), 4 r Herr Jesus Christus, ..., gib mir alle min drurigkeit ... zu tragen 99, 187 r *Herr Jesu Christe, gib mir ledigkeit mines hertzen 98, 89 v *0 almechtiger ewiger got, ein liebhaber der reinen hertzen ..., gieb mir umb das hohe verdienst 90, 325 v *0 gott, allerliepster vatter, gib mir dein ußerwelten sun 107, 254 r *0 gott der ewigen weißheit, gib mir heut in mein hertz die weißheit 106, 205 r O gott, ein her der barmhertzigkheit ..., gib mir,deiner dienerin,wyßheit 129(11),l r O herr Jesu Christe ..., gib uns in dißer statt den fryden 94, 51 r 409 Deutsche Gebetsinitien O jungfraw Maria, ich gebe unß dir zu eigen 105, 17 v O Maria, gibe mir das bodenbroitt, din liebes kindtt ... ist erstanden 107, 6 V O miltter herr Jesu Christe, gib mir gnod, dich zu suchen 94, 39 r *0 min got und min her, Jesu Christe, ich gib mich dir zu eigen 98, 154 v *0 süses himmelsbrot ..., gib mir krafft wider all ... anfechtung 107, 338 v Unser herr Jesus Christus ... gebe den lebendigen sin gnode 98, 91 v gedenken *0 du allersterckster ritter Christi ..., ge- denck unser und diner unwirdigen dinerin 90, 334 v *0 erwirdiger mertrer sant Cristofore, ge- denck unser von diner miltikeit wegen 104, 80 r O her Jesu Christe, ein ewige süssigkeit diner liebhaber ..., gedenk 98, 45 r ; Var.: 99, 68 r O Maria, gedenck der großen pin und schmerzen 94, 126 r gehen Ich gee schlafen in dem namen unsers lieben herren Jesu Christi 109, 26 l r *0 almechtiger, barmhertziger gott ..., ich gee zu dem sacrament 105, 278 r ; 107, 200 v , 252 r O myn vatter, ist es müglich, so gange von mir dyßer kelch 86, 336 v *0 sun des obersten ... vatters, ...du geest vor mich zu dem dott 106, 232 r geziemen *0 selige dreiveltickeit, dir gezemtt der lob 106, 8 r glauben *Herre Jesu Christe, ich glaub, das ich dich, waren got und menschen 98, 87 v * Ich glaub, das do ist under der gestalt des protz Christi lib und sei 107, 230 v O du almechtiger gott, ich glaub, das du host den gewalt 140(11), 109 v O du ewige worheit, ich glaub an dich, ge- woren gott 94, 49 v O myn got und here, ich glaub, das du bist eins gotlichen wesens 94, 20 r glesten O Maria, uß dir hatt er glastet on zwiffel 94, 170 v grüßen ich grüße * Ich grüße dich, glentzender morgenstern, der mitt im herfurbringt 92, 289 r Ich grüße dich, myn riches hertz Jesu, mit dußent lieblichen umbfengen 94, 48 r *Ich grüße dich, schöpffer himmels und der erden 107, 246 r Ich grüße und lob dich, schone wonigliche morgenrote des frolichen ostertags 90, 305"; 107, 7 V In der lieb aller got minnenden hertzen grüß ich dich, ewige jungfraw 90, 295 v ; Var.: 97, 46 v O allerdurchlüttigste fraw und keißerin, sancta Rickardis, ich ... grüße dich 94, 352 v O allerschonster morgenstern, Maria, aller- edelste, durchglentzeste morgenrode ..., ich ... grüße ... dich 97, 64 v *0 du allersuster liebster her ..., ich grüß dich und lob dich von irtwegen 90, 280 r O du wirdige muter gottes, Maria, ich grüß din edeles ... hertz 105, 123 v *0 her, ich grüß dich und dyne heiligen V wunden 90, 276 r ; Var.: 94, 44 r O muter des obersten konigs, ich grüß dich in der vereynigung der gotlichen lieb 90, 317 V 410 Deutsche Gebetsinitien grüße (Konjunktiv, 3.Pers.Sg.) *Ave, gott grüß dich, königin rieh 98, 150 r ; 104, 274 v Ave, got grüß dich, reyne maget 77, 2' *Gott grüß dich, ein fuer der gottlichen liebe 107, 28 v Gott grüß dich, Maria, du verklerter, füer- glenzender Sterne des meres 140 (II), 72' Got grüß dich, Maria, ein ußerwelt dochter des himelischen vatters 109, 264" Got grüß dich, rote welsche graßblum 97, 196 r Got grüß dich, ußerwelte jungfrau Maria, du bist vol aller gnaden 99, 259" gegrüßet seist du (bis gegrüßet) Ach, gegruset und gebenedyet syestu, lieber her Jesus 92, 60 v Alls mannich und vil tropffen wassers ..., also uff und dick ... systu gegrüsset 99, 259 r *Ave, gegrüßt syestu, Maria, du allersuste, selige kunigin 92, 170 v Ave Maria, gegrußet seistu, Maria, vol gnaden, wir bitten dich 104, 15 v Gegrüßet seist du (gegruset systu), allergutig- ster her Jesu, vol gnaden 90, 209 r ; 107, 175 r ; Kl. L. 109, 22 r - - (gegrüßt seyest du) allerhailigster fronleichnam 105, 290 v *- - (gegruset systu), allerschonste jungfraw und alle dyne edeln jungfrauwen 92, 102 r *- - (gegruset systu), allerseyligste, unbefleckte jungfraw und martlerin 90, 344 r *- - (gegrusett systu), blenckende lilie der luchtenden ... drifaltigkeitt 107, 25 v ; Var.: 109, 240 r - " (g e g ru ßt seistu), bluwendes angesicht Christi 106, 210 r - - (bis gegrust), du allerminiglichstes kindlin, Jesus 90, 295 v ; 92, 65 v - - (bis gegrüßet), du edeles, cleynes kyn- delin, Jesus 94, 60 r - - (bis gegrust), du helge, königliche jungfraw, Katerina 92, 110" - - (gegrießt seistu), du schentz blömlin, das himel unnd erde zierdt 91, 493 r - ~ {& e & r üßet siest du), edele dirn der heiligen driveltikeit 99, 212 r - - (gegrüßet siestu), edele muter der kyn- gin der barmhertzikeit 94, 39 v - - (bis gegruset), ein mutter der mutter gottes 92, 85 v - - (gegrüßet syestu), erentriche, löbliche fraw, sant Anna Kl. L. 109, 15" - - (gegrußet seistu), frolicher ostertag, in der unaußsprechlichen freuden 106, 323 r - - (gegrußet systu), gebenedeytes kindlin, Jesus, in dem vetterlichen hertzen 90,298 v *- - (gegruset systu), guter, milder, Jesu, myn her und got 90, 245 r - - (gegrußet systu), gutiger und gnadenry- cher blum, grunent und wolschmak- kend 90, 247 v *- - (gegrüsset systu), heiige frawe mit Joachim dynem heyigen gemahel 92, 280 v *- - (gegrüsset systu), heiige frawe, sanet Anna, soe du worlich bist 92, 280 r - - (bis gegruset), heiige Maria, ein muter gotes, ein kunigin 92, 92 v - - (bis gegruset), heiliges antlitz unsers er- losers 104, 5 V - - (gegrüßet siestu), her Jesu, ein schin der vetterlichen glory 94, 82 T - - (gegrußet systu), himelische konigin Anna, ein mutter der barmherzigkeit 97, 197 r ; Var.: 106, 31 l v *- - (gegruset systu), Jesus, blowender und honigflußender brüdgam 107, 25 r - - (gegrußet systu), Jesus, ein heil der weit 109, 189 r *- - (gegrußet seistu), königliche kröne, ein uberwindliche crone 106, 230 r - - (grüzet sist du), küngin der erbarmerz- keit 25, 128 r 411 Deutsche Gebetsinitien - - (gegruset systu), Maria, din gantz geschlecht ist mit gott 106, 2 V - - (gegrußet seistu), Maria, mitgleich got dem vatter 106, 2 88 V - - (gegruset systu), Maria, voll der gnaden und eren 90, 316 r - - (gegrüßet siest du), Maria, voll gnoden, das wort gottes ist in dir 94, 54 r - - (gegruset systu), Maria, voll gnaden, o allerbetrubste muter 90, 303 v - - (gegruset systu), myn selickeit, o myn allerliebster her Jesu Christe 90, 193 r - - (gegruset systu), o helge Maria, o jung- frau aller jungfrauwen, ein hoher schryne 107, 5 V - - (bis gegrust), schyne des vatters, eyn liecht von dem Hecht 90, 296 v *- - (bis gegrust), schynende ampel, entzunt mit dem fuwer der gotlichen lieb 90, 332"; 92, 122 r *- - (gegruset systu), seylige Ursula, du suse und wunsame, zarte, edele roß 90, 344 v - - (gegriest syestu), wirdige, heiige frau, sant Anna, als warlich 99, 260 r - - (gegriisset sygest du), worer lichnam un- sers herren 98, 83 r - - (gegriisset sygest du), würdiges blut unseres herren 98, 83 v O crütz, biß begrüßet, einige hoffnung 105,2 r O du liebstes fleisch Christi, biß gegrußet, geopffert uff dem altar 105, 2 r *0 du wirdige, seyligriche, wyße jungfraw, sant Agnes ..., biß gegrust 90, 347 v *0 fruchtber wurtzel des lebendigen baums ..., biß gegrußet und erfrei dich 106, 312" O gegrüßet syest du, mein allerliebster herr Jesu Christe 98, 152 r *0 heiliger Benedicte, du loblicher diner gottes, biß gegrust 90, 338 r gegrüßet seid ihr (seid gegrüßt) * Gegrüßet sien ir, all glöubig seien, deren leichnam hie und allenthalben 98, 93 r ; Var.: 99, 186 v O ir heilsamen wunden ..., seintgegrußet in der almechtickeit gott des vaters 106, 193 r ; 109, 253 r Seint gegrußet, ir allerzertsten glieder Christi Jesu 106, 194 r ; 109, 204 v gegrüßet seien Gegrußet und gebendiet sint die heiigen fünff wunden 99, 263 r ; 107, 329 r haben O allergnedigster und guttigster herre ..., ich ellent ... sunderin hab ein getruwen ... hoffenung 106, 176 r *0 kunigin der himel und frawe aller ding ..., hab eyn mitleyden mit uns 92, 161 v heften O lieber her, ich hefft myn dot an dyn heiligen dot 90, 288 r heiligmachen *Her, wellest uns heyligmachen mit dem zey- chen des heyligen crutz 90, 284 r helfen *Herr Jesu Christe, hilff mir, das ich deinen heiligen lichnam 107, 202 v Nun helffent alle ruffen an Maria, moter und maget 77, 224" klagen *0 hochgelobte jungfraw, sancta Maria ..., myn angst und not sye dir geklagt 92, 170 r ; 105, 89 v kommen Allmächtiger vatter, ewiger gott, deß gewalt ist alles kinden ..., komme mir zu hilff 91, 285 r *Behalter der weit, kom unß zu hilff, bitten wir dich 90, 282 v Kum, fridsamer konig, und mach myn dinst alß er dir gefeit 90, 242 r Kum, kum, herr Jesu Christe, mit großer gnad und wyßheit 91, 5 r Kum zu dem heil miner sele, kumme, herre, zu rechter rüw 104, 176 v 412 Deutsche Gebetsinitien *0 alleriuterste und unvermagligte jungfraw Maria kom uns sussiglich zu hilff 90, 272' *0 du allerliepster herr .. ich arme Sünderin kumm zu dir 107, 26l v *0 du allersenfftmütigster und süster her kumm hüt mit deiner gnaden in min hercz 107, 256 r O du helles lüstigs oder clores gestirn ..., kumme und erlücht die finsternißen 94, 16 v O gutter hirtt, o ewiger hirtt..., ich ellendi- ger komme zu dir 106, 199 r *0 heilige jungfraw, sancta Katharina, kom zu mir, myn frundin 90, 349 r *0 heiliger Michahel, ein artzengel komme mir zu hilff 106, 296 r *0 heiliger sant Wendel, kum zu hilff mit dinem heiligen gebett 104, 19" *0 here, min got, ich kum zu diner gesegneten wirtschafft 140(11), 95 v O Jesu Christe, durch die große angst, die du hettest ..., so kum mir zu hilff Kl. L. 109, 32 r *0 Maria, eyn muter goteß, balt kome zu hilff dem menschen 92, 281 T *0 selige Katherina ..., komme mir eilenden Sünderin zu hilff 106, 29l v Sant Michahel, du edeler ertzengel ..., kom uns zu hilff vor dem obersten richter 90, 273 r laden *Ach suße min Jesu Christe ..., ich lad dich hut in myn sele 99, 238 r lassen In einem gotlichen wessen drye person ..., lasse dich erbarmen 97, 284 v ; 98, 94 r *0 du edele driheit, laß dir wolgefellig und genem sin 98, 89 v O frauw, loß uns durch dien allergrosten schmerzen 94, 157 r *0 herr, ich loß mich allzumol in dinem dot 94, 47 r O lieber here Jesu Christe, loß dir diß met- ten ein ewigs lobe syn 97, 291 v leiden *0 heylige jungfraw, sancta Barbara ..., du hast die aller grost Schmach gelitten 90, 346 v *0 lieber her Jesu Christe, was hastu gelitten 90, 248 r ; 107, 343 v ; 140(11), 98 v ; Var.: 99, 245 r loben (s. auch sagen) Ich lobe Herre Christe, sun des lebendigen gottes, ich arme Sünderin lobe dich 104, 30 r *Herre, ich lob dich von allen meinen hert- zen 107, 335 v Ich lob, bet an, groß, ere und benedicir dich, guter Jesu, um die unußsprechlich freud 90, 300 v ; Var.: 92, 232 r ; 94, 3 r ; 99, 133 r ; 105, 71 r ; 106, 319 r ; 107, 329 v Ich lobe dich, herre vatter, der vetterlichen äderen, die dich rurten und zwungen 36, 224 v (Nachträge) Ich lob dich, Maria, kunigin, wan du bist ein geneme fyel 92, 59 r ; 99, 205 v ; 104,5 l v * Ich lob, gebenedie, erwirdig und grüß dich, allersußtes ... hertz Jesu Christi 106, 62 r ; 109, 274 v Ich lob, gebenedei und sag dir danck, du al- lersüster herr 105, 288 r O du allerwirdigst junckfrauwe Maria, ich lobe und grüße dich als einen heiigen tempel 109, 290 r O durchlittender herr, ich lobe, ere, anbett und grüß 105, 4 r *0 ewiger gotes son ..., ich lob und ere dyn gutickeyt 90, 235 v O herre, almechtiger gott, ich lobe unde grüssen dich 107, 50" O jungfrawe, sancta Maria, ich lobe dich und dine hohe 97, 44 r Vater unser ..., ich lobe dich umb din hohen gewalt 107, 313 r 413 Deutsche Gebetsinitien gelobt sei Gelobt und gebenedygt sye der erwurdig suß nam unsers lieben heren 92, 136 v Gelobt und gewirdigt und gebenedit sy das erwirdige ... blutvergießen 104, 170 r lösen s. erlösen machen O du allermiltstes heiigstes hertz Jesu Christi mach durchwontt mein hertz 106, 21 l v *0 Maria, eyn mitlerin zwischen got und den menschen, mache dich das mittel 90, 272 v ; 98, 43 r mahnen s. ermahnen nehmen O allerbarmherzigester ... gott ..., nimm derhalben ... dich selber ... dir zu ainem danckh 91, 420 r O himmelischer vatter, nemen zu widergelt aller meiner sunden schuht 106, 213 r ; 109, 245 v neigen Allmechtiger und barmherziger gott .. neyge zu unßerem demüttigen gebett 94, 85 v O unbefleckte und iemer ... gesegente ... jungfrow ..., neige die oren diner milti- keit 87, 221 r opfern Das erst Pater noster offer ich dir, lieber her, in die wund deiner rechten hant 99, 5 V ; 106, 140 r ; 109, 205 r Das erst Pater noster Opfer ich dir, liebster her, dem ernst 99, 261 v *Das erst Pater noster opffer ich dir ... zu eren der sufftzen 90, 133 v ; Var.: 104, 201 v Den ersten Miserere opffer ich dir, du hochgelobte mutter, sanct Anna Kl.L. 109, 129 v Eia abgrundig weißheit ..., ich opfern dir mein verstenttliche krafft 106, 195 r ; 109, 202 v Maria, hochgelopte himelsche küngin, ich arme Sünderin opfferen dir dis klein ge- bette 99, 188 r ; 104, 54 v *0 allerliebster brütgam ..., ich opfern dir die sieben begirden 106, 41 v ; 109, 251*" *0 allerliepstes liepp meins vor allen creatu- ren, ich opfern dir mein hertz 106, 39 v ; 109, 250 r O almechtiger, ewiger ... vatter, ich opffer dir deinen eingebornen sun 107, 275 v *0 almechtiger gott und herre, ich opfern deiner gotlichen maiestatt 106, 87 r ; 109, 252 r *0 du ußerwelter, allerliebster gemahel, ich opfern dir min hertz 106, 84 r ; 109, 185 V O ewige wyßheyt, ich opffer dir diese venig 92, 225 r *0 herre, himmelischer vatter, ich opfern dir al die werck 109, 265 v *0 herr, himmelscher vatter, ich opffer dir hüt deinen minniglichen sun 107, 341" *0 herr, ich opffer dir hüt din heiliges plut 107, 340 v *0 herr Jesu Christe ..., ich opfere dir alle die müeterliche lieb 103, 52 r O himelscher vatter, ich opffer dir Christi unsers herren geburt 105, 28 y O himelischer vatter, ich opfern dir das gebenedeit ... hertz 106, 72 r ; 109, 181 r *0 himlischer vatter, ich opfere dir deinen lieben son, meinen lieben herren 103, 51 v *0 himelscher vatter ..., ich opffer dir jetz die stund mins dodes 105, 129 v *0 lieber vatter, ich opfern dir dinen ... sone in der crafft des heiigen geists 106, 80 v ; 109, 288 r Vatter unser, der du bist in den himmelen, ich opffer dir alles das wee 98, 10 r ; 104, 10 v ; Kl.L. 108, 54 v 414 Deutsche Gebetsinitien sagen *Lob und ere sag ich dir, herr Jesu Christe, das du mich ... hast gespist 107, 334 v , 352 v ; Var.: 90, 253 r ; 107, 351 v O du mein barmhertziger schöpfer ..., dar- umb sei dir ewigs lob gesagt 103, 70 v *0 herre Jesu Christe, ich sag dir lob ..., das du mich geschaffen hast 107, 353 v *0 milter her Jesus ..., ich sag dir grosses, unentlich lob 90, 299 v schauen (s. auch ansehen) Große miltekeit, schow in mich unselige 25, l v schließen *0 herre Jesu Christe ..., schließ zu die äugen meiner verstentteniß 106, 225 r O lieber herre ..., meinen angsthafftigen geist ... schließ ... in die bitterkeit 106, 222 r schreien O du vergotes blut Jesu Christi ..., schrie einen minnen ruf 105, 2 V ; 107, 45 v sehen (s. auch ansehen) O herre, heiiger vatter, sehe über mich, deine dienerin 106, 69 v segnen *Got gesegene uch, alle glöubige seien, die da in dem begriff des ertrichs 98, 93 r ; Var.: 99, 186 v sein ich bin O barmherziger vatter und schöpper, ich bin nit wirdig, daz ich heiß 107, 228 r ; 140(11), 97 V O ewiger, himelscher vatter, wer bin ich, daz du mir dynen hertzlieben son 90, 248 v ; 99, 246 r ; 107, 345 v ; 140(11), 100 r *0 herr, ich bin der arm mensch, den du geschaffen hast 90, 274 r ; Var.: 140(11), 18 r O we, herr, wer bin ich, das ich dich en- pfohen sol 99, 238 r ; 107, 223 v ; Var.: 140(11), 88 r du bist Du obrister priester, warer pischof ..., du pist, der geopphert ist 48, 270 v Herre Jesu Christe, du bist ein künk aller ere 25, 127 v O almechtiger, barmhertziger gott, du bist alwegen bereidt, dem menschen zu helfen 106, 144 v O got der unüßsprechlichen barmhertzikeit ..., du bist ein schepffer und ein wider- mecher 99, 2 r *0 helge jungfrauwen Maria ..., du bist allein sonder exempel ein mutter gottes 107, 42 v O mein himmelischer vatter, so du bist das höchst und wirdigst gutt 106, 270 v ist *Ach miniglicher got ..., wie ist dein milti- keit so groß 107, 224 r ; Var.: 140(11), 89 r Herr, vatter, almechtiger got, mir ist leid von gantzem minem hertzen 107, 362 r sei (bis, sigest) (Imperativ) Herre, bis hüt ein anfang aller miner werck 99, 66 v ; 104, 4 r O du gnadenreiche und würdige jungfrau Maria, bis ingedenck der großen lieb 99, 255 r ; 107, 268 v ; Kl .L. 109, 17 r *0 herr Jesu Christe, biß ein inhutter meiner seien 106, 45 v O herr Jesu Christe, ein erlöser der weit, biß genedig mir armen Sünder 105, 283 r Sei (sigest) wilkumen, allersussester herr Jesu Christe, min got 98, 83 v - (biß) wilkumen, heiliger lichnam und heiliges blut 99, 25l r - (bis) wilkummen, mein allerliepst bruder, ... miniglicher schätz 107, 333 r - (biß) wilkumen und gegrüßet siestu, jungfreuliches, kleines kyndelin 94, 65 v sei (Konjunktiv, 3.Pers.Sg.) Der segen sy der trifeltikeit und einikeit 104, 207 v 415 Deutsche Gebetsinitien Durch den verdienst Jesu Christi ... sy uns der segen ein ende alles übel 105, 17 v *0 allerliebster herre Jesu Christe dir sei lobe, ere und ewige danckbarkeit 106, 208 r ; 109, 187 r *0 herr, din heiliger fronlichnam sye mir ein süsses heil 98, 90 v ; Var.: 107, 228 v O herre Jesu Christe, dir sy lob, ere und danck von den seligen ... drehen 109, 262 v war {was) O herr, die große übe, die din edelste sei het ..., was so groß 105, 25 r senden O lieber, minniglicher herre ..., send mir in mein hertz das liecht 106, 198 r ; 109, 180 r senken *0 herr, senck mich in die tieffe deiner wunden 107, 204 r ; 140(11), 71 v setzen (s. auch stellen) *Herre got, heiiger vatter, ich setz mir uff di- ßen tag vor dir 106, 32 r ; 109, 281 v seufzen *Herr Jesu Christe, ee daß ich dich enpfohe, so sujfze ich 99, 244 r sollen In myner gedechttniß sollen sein, o gütiger her Jesu, dine zeichen 94, 67 r sparen *0 du selige jungfraw, sant Apolonia, du host dyn jungfreylichen lyb nit gespart 92, 109 v sprechen *Das erst Pater noster sprich ich dir, her, zu lob und ere dyner heyligen martel 90, 276 v Herre Jesu Christe, du sprechet die siben wort, hangende an dem crutze 104, 98 v *Hertzliche danckberckeit, ewigs lob und ere ... sy dir gesprochen 90, 253"; 98, 85 v O du allergetruwste beschirmerin ..., disen grüß hab ich dir gesprochen 94, 174 r O Maria, junckfrawe ..., dis Ave Maria hab ich dir gesprochen 107, 266 v stehen O herr, ich stände ader knie vor dir als die ärmste Sünderin 91, 407 v stellen *0 her, den dot dyns lieben sons ... stel ich zwuschen dich und mich 90, 273" trösten Ach, ußerwelter trost aller betrüpten, süsse küngin Maria, biß getröstet für den un- trost 87, 187 r *0 du min einiger, ewiger got, nu drost mich hud, min herre 109, 262 r tun O du allermilteste Maria, du allerklorster Stern ..., thue dien gebett vor mich 94, 172 v O min allerliebster herr, diß werck thon ich dir zu lobe 105, 152 r O, was dust du in dem stall, du hymelscher margarit 94, 63 v verbergen *0 herr Jesu Christe, ich verberge mich un- der die bluttigen flügell 106, 224 r verdienen *0 du allergutigste ... jungfraw, sant Barbara, wie gar vil goben hostu verdint 92, 125 v vergeben O her Jesu Christe, durch die lieb ... vergib dißem krancken menschen 90, 269 v vergessen *0 guttigster Jesu, vergeß mein nit 106, 207 v veriehen (s. auch bekennen) Ich sündiges mensch, ich veryehe dem all- mechtigen gott 104, 21 r 416 Deutsche Gebetsinitien *0 du ewiges gut und du höchstes gut, ich vorgihe und bekenne hut 94, 28 r verlangen *0 du allerschonste, liechtrychste, ewige wyßheit, myn seile hat noch dir belanget 97, 64 r ; 98, 153 r ; 99, 185 r ; 106, 37 r ; 109, 284" verleihen *Almechtiger, ewiger got, als du hot verlu- wen ..., also verlych uns 92, 107 v *Almechtiger, ewiger got ..., der durch die dinst und gebet ... sant Lenhartz ..., ver- lye uns 92, 125 r *0 almechtiger, ewiger got ..., verlych uns durch synen hohen verdinst 90, 334 r ; 92, 123 v *0 got, der du der sei dynes helgen diners Gregori ..., verlye uns 92, 124 r O heilige drifaltikeit..., verlieh mir und allen den meinen den rüwen 105, 34 r *0 herr, der uns under dem wirdigen sacra- ment verlassen hast ..., verleih uns 105, 282 r O herr, mein got, verlih mir die ding, die dir gevallen 107, 359 r vermögen O mein lieber herre Jesu Christe, wie mag ich dir gedanken 48, 283" verschließen *0 gewerer, ewiger got, verschlossen sye min sele 98, 153 v ; 99, 21 r ; 106, XXII" verschmähen O Maria, wie sundig der sunder gesin mag, doch versmehest du in nit 104, l r versprechen O du süßer her, Jesu Christe, mein ge- spontz, ich versprych dir 98, 6 V werfen *Lieber herre Jesu Christe, ich würffe die großheit miner Sünde 98, 72 v widergeben Was widergib ich dem herren umb alles das, das er mir gegeben 48, 279"; 99, 249 r ; 107, 355 r wollen *0 her, das gebet des heiligen Ambrosii wol uns empseklich finden 92, 123 v O herr, ich will und beger, dich zu entpha- chen 105, 23 r würdigen *0 allersußte mutter unßers behelters ..., wirdig dich, zu wachen über mich 106, 59 y ; 109, 261 v *0 bluende roß Christi ..., sant Ursula ..., gewurdig dich ..., für uns zu bitten 92, 101 r O du allersußtes und heiligstes hertz Jesu Christi ..., wirdig dich, mein hertz zu er- leüchten 106, 212 r