Erscheint Dienstag, Donnerst«», und Samstag. Bezug«-Preis mit dem wöchtl. erscheinenden Amü. Derkündigungsblatt durch die Post bezogen monatlich SS Pfennig am Postschalter abgeholt, durch den Briefträger und unsere Austräger frei ins Haus gebracht monatlich 60 Pfg. Rer Lanobote Ginsheimer General-Anzeiger für das Ergründ« ^lUUU} 18 3 9 Elsenz- und Schwarzbachtal Aelteste und verbreitetste Zeitung dieser Gegend. Laupt-Anzeigen-Blatt. Anzeigen kosten im Anzeigenteil d«r Zeile (42 mm breit) 25 Pfg. bei Platzoorschrist 30 Pfg. im textlichen Teil (87 mm breit) 50 Pfg. an erster Stelle 60 Pfg. Rabatt nach Tarif. Schluß d.Anzetgenannahm« 8 Uhr vorm., für umfangreichere Anzeigen Tags zuvor 4 Uhr nachmittags. Geschäftszeit 1/23—7, Sams» tags bis 6 Uhr. Sonntag» geschloffen. Fernsprechanschluß Nr. I I. Donnerstag, den 5. September J 9 J 8 . 79. Jahrgang Neue Kämpfe zwischen Ailette und Aisne Englische Angriffe im Großen gescheitert. Anstürme zwischen Scarpe und Somme aufgesangen. Gegenrevolutionäre Verschwörungen in Rußland. Streik der Hafenarbeiter in Irland. Herbfffriede? Gtrefemann über Lanödowne. Eine Kanzlerrede. Staatssekretär v. Hintze in Wien. Abschluß des Brefter Zusatzvertrages. Englische Angriffe zwischen Searpe und Somme im großen gescheitert. Gr. Hauptquartirr, 2. September (WTB. amtlich.) Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht und Generaloberst v. Böhn: BorfekdLämpse zwischen Scarpe und Ly«. Zwischen Srarp« Und Somme setzte der Engländer auf der 45 km brüten Front seine Angriffe fort. Arttlleriewirkung gegen di« Bereitschafts- flellongsräume füdöstkch von Arms und beiderseits von Dapau- me trug wesentlich p ihrer Abwehr bei. Brennpunkt des Ar- ttlleriekampfes war Hendecourt und Morval, dir Trichterfelder östlich von Bapaume und zwischen Bancourt und Bouchaorsnes. Der Feind, der nördlich von Hendecourt und Cagnicourt Boden gewann, wurde durch Gegenangriffe wieder auf Hendecourt zu- rückgeworstn. Um Morval wurde lange gekämpft: es blieb tu «nftrem Besitz. Beidersetts Ba«lx-Fm«court vorbrechende Pan- zerwagenmrgrrffe scheiterten. Hierbei schoß die Besatzung eines Flugzeuges der Flieger-Abteilung 252 — Leutnant. Schwertstr and Bieefeldwebel Günter — elnen Panzerwagen mit dem Maschinengewehre «« Bmnd und zerstörte» einen zwrtten durch gut geleitetes Ärtilleriefeuer. Südöstlich von Bapaume wiesen wir mit dem Schwerpunkt gegen Bitters au Los gerichtete Angriffe des Gegners ab. Nördlich der Somme brachten wir den Feind, der feit dem frühen Morgen mit starken Kräften vorstieß, an der Lime Sailly-St.Pierre-Baast-Wald und östlich von Bouchaoesnes-Mont-St.Quentin zum Stehen. Prronne wurde vom Feind besetzt. Beiderseits von Nesle setzte der Franpse seine Angrifi- sr fort. Nach stärkstem Trommelfeuer suchte er erneut ln tief gegliederten Infanterie-Angriffen dir Kanal-Stcliung zu durchbrechen. Nördlich der Bahn Neslr-Ham bmchte das Reserve- Regiment Nr. 56, umer Führung des Kommandeurs Major von Löbbek«, jeden ferndltchen Ansturm pm Scheitern. Bei erneute» Angriffen am Abend warf es im Verein mit hessischen Kompagnien den erngedrungenen Feind aus seinen Linien wieder hinaus. Feldartillerie, die mit der vordersten Infanterie zum «egenstoß vorbrach, hat an dem Erfolg w stntlichen Ant il Südlich der Bahn Nesle-Ham wiestn Brandenburger und Schlesier den Feind restlos vor ihren Linien prück. Auch südlich von Liber- mont brachen am Abend Angrifst des Feindes zusammen. Beiderseits von Noyo« blieb die stindüchr Infanterie, nach de» schweren und für sie verlustreichen Kämpfen des 31. August gestern untätig. Auch zwischen Oise und Aisne blieb dir G«- fechtstätigkeit meist auf Artillrriekampf beschränkt. Teilangriffe des Feindes in der Ailette-Rtederung und nördlich von Soif- stms wurden abgewiesen. Der erste Generalquartiermeister v. Ludendorfs. Englisch-französische Angriffe zwischen Searpe und Somme abgewiesen. Gr. Hauptquartier, 3. Sept. (WTB. amtlich.) Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht und Generaloberst v. Böhn: Zwischen Bstr und La Brssee erfolgreiche Infanieriegefech- 1e am Dorgeläud« unserer neuen Stellungen. Zwischen Scarpe und Somme setzte d«r Engländer feine Angriffe fort. Südwestlich von Arras gelang es ihm durch Einsatz starker überlegener Kräfte unser« Infanterielinien becherstits der Chaussee Arras- E«mbmi einzustoßrn. An der Linie Etaßstg - Lfvanü - Tpry östlich Cagnicourt — nordwestlich Queant — Rordrand-Moreuil fingen wir den Stoß des Feindes auf. Mehrstichr Versuche des Gegners über die Höh« Durq und östlich EÄgmcvurt gegen den Kanal writer vorzudringe», scheiterten an dem Eingreifen unserer in B-rei.schast stehende» Reserve. Beiderseits von Br- paume teilweise mit Panzerwagen, teilweise mrch stärkster Ar- tillenevorbereitung vorgetragrue Angriffe des Feindes wurde» abgewirse». Nördlich der Somme haben wir nach heftigen Kämpfen di« Höhen östlich von Sailly-Marmoistains-Aizrcourt- Le Haut-Ostrand Peronne gehalten. Beiderseits der Bahn Rrsle- Ham schlag das in den letzten Kämpfen besonders bewährte Re- serve-Infanterie-Regiment Rr. 271 auch gestern wieder mehrfache Angriffe der Franzosen ab. Sonst zwischen Somme und Oise nur Arttllerietättgbett. Nach mehrstündiger schärfster Arülstrirvorbrrrttung griffe« Franzose», durch marokkanische uud amerikauischr Divisionen verstärkt, am Nachmittag zwischen Oise und Aisne an. Dir ans der Ailelte-Nirderung gegen Pierrrmande und Folembeay vorbrechenden Angriffe scheiterten in unserem Feger. An einzelnen Stellen warf unser Gegenstoß den Gegner prück. In dem Waldstücke westlich und südlich von Oucy le Ehatrau drückt« der Ferad unser« vorderen Linien etwas von der Ailette ab. Zwischen Ailette und Ais«« sind mehrfach wiederhoüe sehr starke Angriffe des Feindes gescheitert. Garde-Leibkürassierr und Garde- Dragoner, unter Führung ihres Kommandeurs Oberstleutnant Graf Magnis, haben mtt dem gestrige« Tage fett ihrem Einsatz 16 schwere femolichrAngrifst abgewiestn und die ihnen anver- trautrn Stellungen stets restlos gehalten Mr schosst» gestern 13 fündfichr Ballone und 55 Flugzeuge davon 36 auf dem Schlachtstld. von Anas ab. Hiervon bracht bas Jagdgeschwader, unter Führung des Oberleutnants Lörze 26 Flugzeuge zum Absturz. Oberleutnant Lörzer errang dal» stinen 35. Luststrg. Der erste Generalquartiermeister v. Ludendorf Deutscher Abendbcricht. Gr. Hanptquartier, 3. Sept. abends (WTB. amtlich.) Zwi schrn Scarp« und Somme ruhiger Tag. Gestern Nacht hi« eingeleitet« Bewegungen habe» sich planmäßig vollpge». Bei derstits von Royon wurden Trilangttfst der Französin al gewiestn. Zwischen Ailette und Aistte habe« sich am Abend neue Kämpfe entwickelt. Die planmäßige Zurückverstgung unserer Front. Berlin, 1. Sept. In einem Artikel über die Bedeutung der Zurücknahme unserer Linie in letzter Zeit schreibt der bekannte Militärschriststeller, Generalleutnant Baron Ardenne: Wenn Friedrich der Große nach der Schlacht von Hohenftied- berg sagte, die Welt ruhe nicht sicherer auf den Schultern des Atlas, als Preußen auf den Schultern seiner Armee, so läßt sich dieser Ausspruch jetzt auf das gesamte Deutschland anwenden. Wenn daher die deutsche Front aus der entsetzlichen Wüste des Sommeschlachtfeldes noch weiter zurückgenvmmen werden sollte, so würde das keinen Mißerfolg bedeuten. Die deutsche Abwehr würde dann dem Manne gleichen, der bei tobendem Unwetter vorübergehend so lange unter ein Schutzdach tritt, bis das Gewitter sich entladen hat. Die deutsche Heimat möge sich auch vergegenwärtigen, daß der Schutz der deutschen Ostfront seinerzeit mchr Kräfte in Anspruch genommen hat, als an der Westfront je im Stellungskrieg eingesetzt worden sind. Durch die Beendigung des Zweifrontenkrieges sind drei Viertel dieser Ostkräfte frei geworden. Feldmarschall Hindentwrg hat demnach noch manchen Pstil in stimm Köcher. Wenn er kürzlich in einem nach der Heimat gesandten Telegramm gesagt hat, daß er sich außerordentlich wohl fühle und der Zukunft vertrauensvoll entgegensetze, so liegt darin eine Aufforderung an das deutsche Bol«, ihm in diesem Vertrauen zu folgen. Es hat tatsächlich allen Grund dazu. Die wandernd« Schlacht. Stegemann bezeichnet im „Bund" die gegenwärtigen Kampfhandlungen im Westen als eine wandernde Schlacht, die sich weder mit dem Rückzug der Oesterreicher von San auf den Duna- jec, noch mit demjenigen der Franzosen von der Sambre auf die Oise über die Morn«, noch endlich mit dem russischen Rückzug von den Karpathen und der Weichsel hinter die Pripjetsümpfe vergleichen lasse. Es handle sich um eine völlig neue in ihrer Art einzig dastehende Erscheinung. Sie übertrage die taktische Bewegung auf Verhältnisse, für die ein Maßstab noch fehle und ber- e strategische Probleme, die aus taufend praktischen Einzel- eiten gewoben erst später als solche erkennbar sein würden. Die Streckung der Schlachtfront, die für den Angreifer zugleich ein Verzicht auf dir beabsichtigte Umfassung bedeute, rufe nach einer weiteren Verbreitung der Fronten. Denn nur dadurch könne Foch in di« Lage versetzt werden, konzentrisch zu wirken. Der Verteidiger dagegen müsse eine eingebogene Gestaltung der eigenen Schlachtlini« herbeizuführen trachten, also zurückgehen, um seinerseits wieder Einwirkung auf die Flanken des Gegners zu gewinnen. 253 Tanks in achtgTagen! Bei den Großkämpfen der letzten acht Tage wurden vor der Armee Otto v. Below immer wieder große Tankmassen von den Engländern verwandt. Nach den bisherigen Meldungen der einzelnen Korps sind vom 21. August bis 28. August allein hier nicht weniger als 253 Tanks «inwattdfrei zu sammenge schossen worden. Den Löwenanteil hat das südlich der Scarpe kämpfende Korps mit 131 Tanks, die beiden anderen melden 70 und 52. In der Hauptsache wurden sie von unserer Artillerie, viele aber auch durch Hilfswaffen der Infanterie erledigt. Englische Eingeständnisse pr Lage. Zürich, l. Sept. Die Schweizer Depescheninsormation meldet aus London: Die „Daily News" schreiben gestern über die Lage an der Westfront: Die Behauptung, daß der Feind entmutigt sei, muß eine Fabel sein, wenn wir unstrr großen Verluste berücksichtigen. Verluste, die noch viel bedenklicher stin würden, hätten wir nicht die Amerikaner im Rücken. — Die „Morning- post" spricht die Meinung aus, daß der Gegner noch nicht für den Durchoruch reif fei: das zeige der Mißerfolg der Kavallerieangriffe im Norden der Ancre. Der Feind habe alle Flankierungs- Möglichkeiten nii! Sorgfalt ausgeschaltet und die Erweiterung der Angriffsfront bedingt, wodurch die Lage für die Alliierten keines-, wegs leichter geworden sei. Feindliche Anerkennung deutschen Heldenmnts. Zürich, I. Sept. Di« „Neuen Zürcher Nachricht««" berichten aus Paris: Mit welchem Heldenmut di« deutschen Soldaten im Weste» kämpfen, beweist eine kurze Meldung im „Petit Pari sien", welche erbttterte Kämpfe im Champion-Gehölz schildert: Hier aufgestellt« Bataillone weigerten sich, sich zu ergeben, fuhren fort zu feuern, bis ihre Munition erschöpft oder sie getötet waren. Die Sokmten erklärten, daß sie lieber sterben als sich ergeben würden. Bor neuen Großangriffen. Berlin, I. Sept. Die unentwegte Fortsetzung der durch die deutsche Frontverkürzung zu einem fast reinen Frontalangriff gewordenen Ententeoffensi've läßt klar erkennen, daß der Feind den Kampf um die Entscheidung noch nicht aufgegeben hat. und daß mit weiteren Großangriffen gerechnet werden muß. * Der Kriegsberichterstatter des „Vorwärts" meldet von der Westfront vom 30. August unter der Ueberschrist: „Siegreicher, aber schwerster Tag des ganzen Krieges": Der gestrige Tag hat die übermütigen Hoffnungen der Franzosen blutig, zerschlagen und klar bewiesen, daß die deutsche Front nur da Gelände preis- gibt, mo die Führung, di« mit der Zukunst rechnet, es erlaubt." „Ms pr Bermchttwg Deutschlands." Bern, 1. Sept. In der französischen Presse herrscht seit dem Gelingen der Fochschen Operationen neuerdings rin ungeheurer Chauvinismus. Mehr denn je betonen die Blätter, der Rechten die Notwendigkeit eines völligen Ententesieges bis zur gänzlichen Vernichtung Deutschlands. Das „Echo de Parts", dessen jahrelange Kampagne für di« Eroberung und Annektierung des linken Rheinufers bekannt ist, schreibt in einem sehr scharfen Artikel gegen die französischen" Sozialisten, die einen Berstän- digungsfrieden wollten, das französische Volk wolle von der Politik dieser Schwätzer nichts wissen. Es fordere feine eigene Wohlfahrt, die es wohl verdient habe; und es werde feine Forderungen auch durchsetzen. Der „Populaire" stellt diese chauvinistisch« Strömung mit Bedauern fest, die nur Deutschland zugute kommt, da sst den Widerstand Deutschlands stärke. Der Populaire verlangt ferner, daß die Entente die Friedensbedingungen klar und aufrichtig präzisiere. Oder ob etwa diese Aufgabe der Diplomatie der Entente zu schwierig sei? Jedenfalls sei siir die sozialistische Partei Frankreichs, Englands und Italiens der Augenblick gekommen, um die Initiative für eine öffentliche Aus«ina»dersetzung zu ergreifen und gegen jeden Imperialismus Stellung zu nehmen. Perstiegenhette« des Muk«. Zürich, i. Sept. Schweizer Blättern zufolge berichtet der amerikanische Nachrichtendienst aus Washington: Die Zeitung „Public Ledger" hat in einem Artikel eine Liste von Forderungen aufgestellt, welche die Billigung zahlreicher Senatoren gefunden Hai'und wonach die hauptsächlichen Urheber des Krieges und die für die Verletzungen des Völkerrechts verantwortlichen Militärs persönlich zur Rechenschaft gezogen werden sollen. Fünf Punkte werden von dem Blatte ausgezählt: 1. Es genügt nicht, daß der Deutsche Kaiser entthront wirb, er muß nach einem befestigten Platze verbannt werden. 2. Ein internationaler Gerichtshof hat di« deutschen Staatsmänner und Militärs ausfindig zu mache«, die den Tauchbootkneg empfohlen und angeordnet haben; sie sind persönlich p bestrafen. 3. Derselbe Gerichtshof soll di« deutschen Staatsmänner feststellen und über sie zu Gericht sitzen, welche als erste den Zeppelinen und Flugzeugen befohlen haben, offene Städte zu beschießen und Frauen und Kinder zu töten. 4. Der Gerichtshof hat alle diejenigen Personen ausfindig zu machen, welche di« Anwendung von giftigen Gasen an der Front empfohlen und' angeordnet haben. 5. Die deutschen Militärbehörden in Belgien, di« sich Grausamkeiten und völkerrechtswidrige Behandlungen zu schulden kommen ließen, sollen verurteilt und bestraft werden. (Wie sähe denn die Sache aus, wenn man den Spieß umdrehen wollte? D. S.) Keine erdrückende Neberlegrnheit der Entente. Köln, 3. Sept. Die „Kölnische Volkszeitung" meldet aus Zürich: Im „Daily Ehronicle" äußert General Maurice die Ansicht, die offenkundige Absicht des Feindes sei, die Engländer in den verwüsteten 'Schlachtfeldern an der Somme und Ancre stehen zu lassen. General Maurice hofft, daß es Fach gelingen werde, den Plan des Feindes über den Haufen zu werfen. Aber, sagt er, unsere Hoffnungen dürsten sich nicht sobald verwirklichen, denn sehr wahrscheinlich Wird der Feind den Platz nicht schneller räumen als wir ihn zwingen es zu tun. Unser« Ueberlegrnheit ist noch weit davon entfernt' erdrückend p sein. Die abgekämpften Franzostn. St. Galle», 3.. Sept. Das „St. Gatter Tagbl." meldet aus Paris: Das neue Regierungsblatt „Oui" schreibt, daß es keine absolut frische Divisionen in Frankreich mehr gebe. Alle wurden ausnahmslos schon mehrmals eingesetzt. Die entscheidenden Massen ftir den letzten Stoß können nur die Amerikaner liefern^- bis dahin heißt es weiter manövrieren. Ein mißglückter englischer Luftangriff ans Cattaro. Wien, 2. Sept. Die Marinesektion des Kriegsministeriums teilt amtlich mit: Am Vormittag des 30. August versuchten vier englische Landflugzeuge Anlagen und Schiffe im Golfe von Cättaro anzugreifen. Ihre Bomben waren wirkungslos und fielen größtenteils in die See. Bon den vier Flugzeugen entkam mrr eines, di« andern drei stürzten ab und zerschelttrn an de» Felstn. Ein Flieger wurde verwundet geborgen, die übrigen find tot. 16 000 B. R. T. verstnkt. Berlin, 3. Sept. (WTB. amtlich.) Im Sperrgebiet um England wurden 16 000 B. R. T. versenkt. Die Ereignisse in Rußland. Litauisch-ukrainische Bündnisabfichten. Bästl, 1. Sept. Das litauische Presseburau in Lausanne meldet: In Diesen Tagen findet in Brest-LitvwsK eine Zusammenkunft von Abgeordneten der Taryba und der Ukraine statt, um den Plan eines engen Schutz- und Trutzbündnisses zwischen Litauen und der Ukraine auszuarbeiten. Das Bündnis wird in erster Linie gegen den polnischen Imperialismus gerichtet sein. Die beiden verbündeten Staaten werden einen Damm bilden, der von der Ostste bis zum Schwarzen Meere reicht. Kampf tu der englischen Botschaft in Petersburg. Moskau, 2. Sept. Laut Petersburger „Prawda" fand am Sonntag abend im Zusammenhang mit'der Untersuchung wegen des Attentats Uerjtzki's in Petersburg in vielen Fällen Haussuchung statt, darunter auch im Hause der englischen Botschaft. Dabei entstand ein Schußwechsel. Ein Mitglied der Untersu- chunqskommission wurde getötet, zwei Kommissare wurden verwundet. Ein Engländer, dessen Persönlichkett noch nicht stst- steht, wurde getütet. Im Botschastergebäude wurden Verhaftungen vorgenommen. Das Gebäude wurde von Roten Garden besetzt. Waffen, Weinvornite und Papiere wichtigen Inhalts wurden beschlagnahmt. Nr. 105. Jahrgang 1918. Der Laudbote * Emsheimer Zeitung. Donnerstag, 5. September 1918. Englische Wühlarbeit im Baltenklnb. Es ist bekannt, daß die Engländer im Baltenland durch ihre Agenten alle möglichen Gerüchte über Me Deutschen, namentlich über die deutschen Bejatzungstruppen, in Umlauf setzen. Was ihnen in Belgien gelang, soll ihnen, so hoffen sie, auch in Estland gelingen. Aber wie sich in Belgien ihre Anschuldigungen nicht aufrechterhalten ließen, so werden sie auch im Baltenland in ihrer Unwahrheit alsbald erkannt. Ein Mitarbeiter der in Petersburg erscheinenden lettischen Zeitung „Deenas Lapa" hat sich ausgemacht, um den Gerüchten auf den Grund zu gehen, und berichtet nun in einer Aufsatzreihe „Wahrnehmungen und Eindrücke auf dem Wege von Petersburg in den Wolmarfchen Kreis und zurück" Lber die Stimmung in seiner Heimat. Dabei kommt er ungeachtet seines Patteistandpunktes, -er natürlich der Petersburger Linksstandpunkt ist, zu bemerkenswerten Ergebnissen. Er berichtet in der Nummer vom 10. Juli unter anderem folgendes Erlebnis: „Es liegt in der Natur der Menschen, daß alles Schlechte hervorgehoben und gleichzeitig alle guten Eigenschaften abgeleugnet werden. Wenn man mit den livländischen Bauern über die Deutschen spricht, tritt diese psychologische Eigenschaft ganz besonders hervor. Als ich einen solchen Erzähler fragte: Was haben euch eigentlich die Deutschen so Schlechtes getan? — antwortete er verwirrt: „Ja — ich persönlich kann von ihnen wohl nichts Schlechtes sagen." — Aber vielleicht wurde euch doch auf irgendeine Art und'Weise ein Unrecht getan: wurde nicht irgendwie ein Druck auf euch ausgeübt? „Nein, auch das kann ich nicht sagen, aber alle erzählen, daß man sagt, daß sie schlechte Menschen seien." Maffenterror. Moskau, 1 . Sept. Der stellvertretend« Chef der außerordentlichen Kommission, Peters, gibt Folgendes bekannt: Das verbrecherische Abenteuer unserer Feinde nötigt uns, mit Massenterror zu antworten. Wer mit der Waffe in der Hand ohne Erlaubnisschein ergriffen wird, wird sofott erschossen. Wer gegen die Rätegewalt agitiett, wird verhaftet und in «in Konzentrationslager gebracht. Alle Vertreter des räuberischen Kapitals und alle Spekulanten werden zu öffentlichen Zwangsarbeiten herangezogen, ihr Eigentum wird konfisziert werden. Ententeplänr. Stockholm, 2. Sept. Eine Verhaftung einer großen Anzahl Ententeagenten in Petersburg förderte eine Reihe höchst interessanter Schriftstücke Wer die Pläne der Entente in Rußland zutage, welche fttzt veröffentlicht werden. Danach wollten die Ententeagenten bereits Mitte August in Petersburg Hungerkrawalle und Unordnung Hervorrufen, um diese gegebenenfalls zu Umwälzungen auszunützen. Gleichzeitig sollte die verbündete Murman- arme« in der Richtung auf Petersburg vorrücken. Die Besetzung von Petrofawodsk sollte das Signal zum Losschlagen sein. Petersburg sollte sich als unabhängig von der Moskauer Sowjetmacht und als Hauptstadt des reorganisierten Rußlands erklären. Die neue Regierung sollte ausschließlich aus.Personen bestehen, welche der Entente ergeben sind. Kerenskr sollte Ministerpräsident werden. Zswolsk« Minister des Aeußern. Eine bereits gedruckt vorliegende Proklamation der neuen Regierung besagt, daß Rußland wiederum seine Bundespflicht erfülle und den Bre- ster Vertrag aufhebe. Die gegenrevolutionäre Verschwörung. Berlin, 3. Sept. Der Anschlag gegen Lenin ist, wie einer Wiener Meldung der Doffischen Zettung zufolge die Prawda schreibt, der Hauptprogrammenpunkt einer großen gegenrevolutionären Verschwörung, d>« sich übern ganz Rußland aus-- tet. Es ist festgestellt, daß das Haupt der Verschwörung sich in Nischni-Nowgorod befindet. Das zweite tzauptlager der Gegenrevolution liegt in Kasan. In Nischni-Nowgorod wurden di« gegenrevolutionären Truppen organisiert und zur weißen Garde ausgebilüet. Sobald das Signal aus Moskau zur Ermordung Lenins erfolgte, sollten die Gegenrevolutionäre mit ihren milüättschen Aktionen von Nischni-Nowgorod und Kasan aus beginnen. Die Verhaltung sämtlicher sozialrevolutivnären Patteiqanger wurde angeordnet. Jeder Sozialist, der bewaffneten Widerstand leistet, wird ohne Verfahren erschossen. Es ist ftstgrstellt, daß der ftanzöstsch« Generalkonsul in Petersburg die Bewegung gegen dt« Bolschewik! unterstützt und daß die noch tn London weilende» Vertreter der französischen Mlitärmissto» und ist« englische» Diplomaten als Leiter der Gegenrevolution tätig sind. Hauptvrganisatoren des Putsches in Moskau sind Eawinkow, Fürst Mobatschin und Ingenieur Ilinski. Es ist weiter festgestellt, daß der ehemalige Dumapräsident Gutschkow der Bewegung nahesteht. Dl« Führer der Bolschewiki versichern, daß eine endgültige Abrechnung mit den Alliierte« nicht zu vermeiden sei und voraussichtlich über di« Maximalist«« als herrschend« Parier entscheiden werden. Lenin sei bisher derjenige gewesen, der bewaffneten Zusammenstößen mit der Entente am heftigsten widersprach. Dieses Hindernis wurde nun wohl wegfallen. WTB. Moskau, 3. Sept. (nicht amtlich.) Nach der Kras- noja Gazetta wurde im Gouvernement Balowka erne neu? von Offizieren entdeckt, di« mit englischer Unterstützung arbeiteten. Don den Verhafteten wurden 10 Offiziere erschossen. Der Utro Rosji meldet, daß der ehemal ge Bevollmächtigte der englischen Regierung in Rußland, Lindlay, zum Hauptkommissar für Rußland mit dem Sitz in Archangelsk ernannt worden sei. Herbstfriede? Di« „Neuen Zürichr Nachrichten" veröffentlichen einen Artikel, der sich mit der Fttedensstage beschäftigt und in dem es u. a. heißt: Schon vor einiger Zeit wurde uns vttentierend von einer der Entente sehr nahestehenden Seit« mitgeteilt, daß England-Frank- reich-Itaken vom ernsten Willen getragen seien, einen fünften Kttegwinter zU vermeiden und, wo möglich, noch dieses Jahr das Kttegsende herbeizuführen. Es werde dott an einer neuen Basis der Friedensbereitschaft gearbeitet und das Einverständnis der außereuropäischen Knegsbeteiligten, d. h. der Bereinigten Staaten und Japans, herbeizuführen gesucht. Auch der Papst entfalte in diesem Sinne eine zwar stille, aber sehr intensive Tätigkeit. Wir nahmen die Orientierung trotz der guten Quelle sehr skeptisch auf. Neuestens vernehmen wir, daß auch hohe neutrale Stellen in der deutschen Reichshauptstadt gestützt auf ihren Einblick in den Gang.der Dinge hinter den Kulissen, der bestimmten Zuversicht sind, daß^der Krieg 1918 nicht überdauern werde. Immerhin wird man gut tun, den obigen'Betonungen nicht ohne Reserven gegenüber zu stehen. Die ganze Kriegslage und auch die politische deuten durchaus nicht auf ein baldiges Kriegsende hin, auch nicht die neuesten Kundgebungen eines Prinz Max, eines Dr. Solf und Lord Cecil, um von den Fan- faronaden eines Senators Lpdge gar nicht zu reden. Anderseits fehlt es auch nicht an Anzeichen, die jenen Orientierungen eine gewisse tatsächliche Unterlage geben. Es wären da nebst anderen Symptomen zu nennen die wachsende Besorgnis der gesamten europäischen Großfinonz vor einer Fortdauer des Ktteges, ferner die unleugbare Verstimmung zwischen Japan und den Bereimgten Staaten, sowie England wegen der, Ost- asienpolitik, endlich die sich vettiefende Erkenntnis in London und Rom, aber auch in Paris, daß, je größer die amettkanische Hilfe wird und werden muß, desto mehr sich auch ihr« recht unangenehmen und gefährlichen Seiten selbst für jene geltend machen, denen die Hilfe gilt. Denn, wo der Amerikaner hilft, da befiehlt er auch und befiehlt rücksichtslos. Er ist auch nicht der Mann, ferne Kräfte zur Schonung derjenigen anderer einzusetzen sondern er fordert als ersten Preis dafür eine noch vermehrte Anspannung der letzteren. * So weit das Züricher Blatt, dem wir natürlich die Verantwortung für diese Ausführungen überlassen müssen. Starke Friedenspropaganda in England. Köln, 3. Sept. Die „Kölnische Zeitung" meldet aus Bern: Aus Beschwerden, die der „Daily Mail" zugehen, erfährt, man, daß gegenwärtig eine starke Friedenspropaganda in England betrieben wird. Die Leute werden aufgefordett, gedruckte Briese zu unterzeichnen, worin Lord Lansdowne gebeten wird, seine Friedensarbeit fortzusetzen. Auch werden in den Fabttken unter den Arbeitern Zettel oetteilt, auf denen sie angeben sollen, ob sie für «inen Verhandlnngsftieden sind. Zuchthaus für Friedensfreunde in Amerika. Berlin, 3. Sept. Laut einer Meldung des Berliner Lokalanzeigers aus dem Haag berichtet die Times aus Washington: Don den hundett Führern des Bundes der Industriearbeiter der Welt, die wegen Hochverrat angeklagt, waren, weil sie der Kriegspolitik Wilsons entgegenarbeiteten, wurde Haywood und 19 ander« z« 20 Jahren Zuchthaus verurteilt, 33 andere zu 10 Jahren, 12 weitere zu 1 Jahr Gefängnis. Außerdem wurde eHaywooü zu 20 000 Dollar Geldbuße verutteilt. (Und das geschieht im „freien" Amerika). Eine Botschaft Wilsons. Berlin. 2. Sept. Präsident Wilson hat nach einer Meldung aus Washington anläßlich des Arbeitertages eine Botschaft erlassen, worin er die Arbeiter auffordett, alles rinMsetze», um den Sieg zu erreichen. Amerika sei in den Krieg eingetteten, um der Gewalt mit Gewalt entgegenzutreten. In dem Auftuf wendet sich Wilson weiter gegen die „deutsche Autokratie" und erklärt den Krieg als einen' Befreiungskrieg. Natürlich wird die Schuld an dem Kriege, nach dem bekannten Entente-Rezept, den Mittelmächten zuge'fchoben. Die moralische Taktik des Feindes. Köln, 2. Sept. Die „Köln. Ztg." meldet aus Berlin: Die Sachverständigen Frankreichs und Englands wissen so gut wie di« unsrigen.'daß die Erfolge, die ihnen in diesen Tagen beschieden wären, für de« Entscheidung des Ktteges nichts bedeuten und daß eine jahrelange Fortsetzung des Krieges unter fortwährenden Erfolgen nötig wäre, um die Entscheidung herbeizuführen. Sie wissen, daß in diesen Kämpfen, die zu den' furchtbarsten des Ktteges gehören, Frankreich Blutopfer bringt, die, zusammen mit den bereits gebrachten, chm eine künftige ' Stellung unter den Weltmächten anweisen, gegen welche di« vor dem Kriege glänzender war. Jetzt liegen die Hände Englands und der Bereinigten Staaten schwer auf dem Land«, durch dessen Körper sich Wunden ziehen, wie sie nie ein Krieg einem Lande belgebracht hat. Doppelte, dreifache Tragik! Dreifache Verblendung der Hoffnung auf den Durchbruch unserer ehernen Mauern! Törichte Massen mögen di« Hoffnung hegen, Staatsmänner und Sachverständig« hegen sie nicht. Bezeichnend in den Reden der feindlichen Staatsmänner ist nur die Ueber- einstimmung in dem einen Gedanken, der, aller verhüllenden Redewendungen entkleidet, auf folgendes hinausläust: Das deutsche Volk muß sich spalten, es muß eine Richtung ans Ruder kommen, die den englisch-französischen und amerikanischen Machthabern das Vertrauen beibringt, daß die Deutschen, nach der Spaltung ihrer inneren Front', einem Frieden zustimmen, der den jetzigen und künftigen Deutschen, auf der Grundlage der Gleichberechtigung, die politisch« und wirtschaftliche Betätigung in der Welt ermöglicht, bei der ein so geschultes, fleißiges, begabtes, stark wachsendes Volk dauernd blühen und gedeihen kann. So arbeitet di« moralische Taktik der Feinde. Sie ist unermüdlich und stets bereit aus jeder Aeueßrung deutscher Meinungs- verrschiedenheiten und Unzufriedenheit Nutzen zu ziehen. So wird von der Leitung des Verbandes weiter gearbeitet werden. Demgegenüber gibt es für alle Deutschen nur ein Gebot: Deutlich zu zeigen, daß alles, was auch immer ihre Grundsätze und Meinungen sind, den Trick durchschauen, deutlich zu zeigen, daß das deutsche Volk seine Gegensätze nicht von der Schlauheit der Feinde ausnutzen läßt, daß es bei der Ordnung seiner Angelegenheiten keinen englischen oder französischen Einfluß zuläßt, und daß es nicht gelingen wird, ein zerrissenes Deutschland in einen Frieden zu locken, der kein ehrlicher Frieden gleichen Rechts, sondern ein angelsächsischer Intrressenfrie-- den sein wtrd. Graf Fulips Andraffy über die Möglichkeit des Friedens. Wien, 1. Sept. Graf Julius Andraffy veröffentlicht unter dem Titel „Möglichkeiten des Friedens" einen Attikel, in dem er ■ als Hindernis des Friedens den Umstand bezeichnet, daß die Geneigtheit dazu nicht bei beiden Patteien vorhanden sei. Er erklärt, die Aussichten des Friedens würden durch alles, was das Zusammenhalten der Mittelmächte beweise, gefördert. Das Hauptziel der inneren Politik fei, die Stimmung des Zusammenhaltens in den grüßen Existenzfragen des Krieges zu erhalten. Wenn der Entente ersichtlich sein werde, daß auch ihre lokalen Erfolge sie nicht zum Siege führten, werde vielleicht die Wahrheit an Boden gewinnen, daß die Entente vergebkch auf eine» vollständigen Sieg der Waffen rechne. Es sei nötig, die Fttedenspolitik konsequent zu befolgen. Andraffy wendet sich dagegen ,daß die deutsche Nation mit den Alldeutschen identifiziett werde und weist darauf hin, daß wir hinsichtlich der Antragung des Fttedens das Unsrig« bereits getan haben. Eine Wiederholung würde nur schaden. Wenn auch der Zeitpunkt noch nicht dazu gekommen ist, mit Fttedensangeboten hervor» zutreten, so sei natürlich, daß wir jedes von anderer Seite kommende Friedensangebot bereitwilligst entgegennehmen könnten. Vorteilhaft im Interesse des Friedens sei die Erklärung des deutschen Reichskanzlers über Belgien. Andraffy erklärt schließlich, man müsse zur Verbreitung jener Auffassung beitragen, daß man auch mit unbesiegten Mittelmächten das Völkerrecht soweit reformieren könne, wie dies das Interesse der Menschheit auf Grund der Lehre des Krieges billigerweise fordern werde. Stresemann über Lord Lansdowne. Rostock, 31. August. (WTB.) Auf der Landesversammlung der Nationallibe'ralen Pattei für die beiden Mecklenburg, die am 31. August di. I. in Rostock stattfand,' hielt der Vorsitzende der Nationalliberalen Reichstagsftaktion, Dr. Stresemann, eine Rede über die politische Lage, in der er sich mit den Aeußerungen englischer Staatsmänner, insbesondere mit der Stellung Lord Lansdownes, befaßte. Dr. Stresemann sagte u. a.: Lansdowne weist seinerseits darauf hin, daß vorläufig unverbindliche Friedensbesprechungen unabhängig von der militärischen Lage stattfinden könnten. Von deutscher Seite sind solche Besprechungen niemals abgelehnt worden. Lansdowne weiß aber auch ganz genau, daß trotz aller manchmal scharf zutage tretender Gegensätze m Deutschland alle Patteien entschlaft sen find, gegenüber jedem Vernichtungswillen bis zum letzten in voller Einigkett und völkischer Geschlossenheit durchzuhab- te». Weit entfernt davon, uns jemals den Frieden auf der Grundlage ehrenvoller Verständigung anbieten zu können, hat Lansdowne es nicht hindern können, daß das Friedensangebot 27 Don einsamen Menschen. Roman von Fritz Gantzer. Und nun begann schon der Schatten. Sie hatten eben «ine Romanze von Schumann beendet und besprachen die)« und jene Feinheit der Komposition, daß sogar der musikunkundig« Doktor interessiert von seiner fachwissen- schastlichen Zeitschrift aufsah, als Marlene di« Tür öffnete und zu Tisch bat. Wolfgang sah nach der Uhr und zuckte zusammen. Es war bald halb' acht. Und um sieben hatte er schon fortgewollt. Schwer aufatmend legte er die Geige hin und spannte den Bogen ab. Rottraut, die noch sprach und nach einigen Bemerkungen über den Schlußsatz der Romanze ein paar erklärende Akkorde anschlug, jäh seine Hast nicht und blickte erst erstaunt auf, als er den Rock zuknöpste und noch einmal mtt einer schnellen Bewegung die Uhr zog. Ehe sre dazu kam, eine Frage zu tun, rief der Doktor schon vom Sofa herüber: „Nun machen Sie aber keine Geschichten, bester Wolfgang I Ueber den Zapfen sind Sie ohnehin schon gegangen, und auf eine Stunde länger wird es nicht ankommen. Selbstverständlich essen Sie mtt uns!" „Ich würde Ihre fteundlich« Einladung gern annehmen. Herr Doktor, aber es geht mit dem besten Willen nicht." „Papperlapapp! Machen Sie keine Redensarten! Warnick brummt dann eben «in bißchen mehr." Erselius erhob sich. „Kommt, kommt, Kinder! Marlene schimpft wie estl Rohrspatz. wenn wir ihre Karpfen kalt weMn Kiffen*' Und als Wolfgang noch darüber wich dachte, rf5 es nnyt möglich seN fortzukommen, ohne 'den wMren^GrunS Mr seine Eile anzugeben — er wollte nach den so harmonisch verlaufenen Stunden nun erst recht keinen Mißklang erzeugen —, fuhr Erselius schon lachend sott: „Trautchen, quäl« du ihn noch ein bißchen, dann bleibt er. Er wttl nun einmal genötigt sein." Rein, es ging nicht ohne den Mißklang! Und keinen von beiden ansehend, sagte er stockend: „Ich muß um 10 Uhr in Westrup sein, sonst versäume ich den Zug nach Berlin." „Den Äg?" fragt« Erselius erstaunt, als habe er nicht recht verstanden. „Westrup... — Berlin?" Und Rottraut wandte ihm ihr Gesicht nun auch plötzlich voll zu. Sie hatte für sein« Mitteilung ebenfalls kein« Erklärung. Eine peinlich« Stille trat für Sekunden ein. Rur die letzten verlöschenden Lichter versengten unter leisem Knistern ein paar Nadeln. Rottraut griff verlegen nach einigen Notenblättern und fühlte, wie ihre Hand zitterte. Endlich polterte Erselius los: „Na, Westrup und Berlin find doch nicht Glindow! Zum Kuckuck! Sie wollen uns wohl einen Bären aufbinden, Wolfgang! Denn, daß Sie heute noch nach Berlin zu fahren beabsichtigen, glaubt Ihnen doch kein Mensch." ' , „Es ist aber nicht anders," entgegnet« Wolfgang, ohne durch jden Ton des Doktors verletzt zu fein. „Ich habe mich mtt meinem Vater entzweit und darf fein Haus nicht wieder betreten. Folglich muß ich wohl oder übel heute noch nach Berlin zurück...' Ich wollt« diese peinlich« Geschichte verschweigen und bedauere sehr, daß ich nun doch noch davon sprechen mußte." Erselius war so überrascht, daß er wieder Platz nahm, und Rottraut sah Wolfgang voll ehrlichen Mttgefühls an und ahnte, daß ihre Person an dem Bruche zwischen Vater und Sohn die Schuld trug. Als der Doktor nach dem Grunde des Zerwürfnisses forschte, entgegnet« Wolfgang bestimmt: „Ich möchte das nicht sagen. Und nun muß ich zur Minute fort." Er reichte Rotttaut schon die Hand hin und hatte in seinen Bewegungen etwas Drängendes. Run fprano Erselius auf. „Wolfgang, Sie machen mich böse! Jetzt essen Sie erst gemütlich mit uns, und wenn es dann durchaus fein muß, daß Sie heut« noch nach Berlin kommen, so wird Sie Remhagen nach der Bahn fahren. Aber ebensogut können Sie bei mtt übernachten. Di« Giebelstube steht leer, und ein Bett ftellt Marlene bald auf.' Wolfgang lehnte entschieden ab und meinte, er laufe jetzt. „Traütelchen, geh zur Marlene," sagte Da Erselius kurz entschlösset. „Sie soll sofott zu Remhagen rüberlaufen und bestellen, er müsse um einhalb neun mit dem Wagen vor der Tür halten." Und als Rottraut gegangen war, trat «r dicht vor Wolfgang. „Verzeihen Sie, daß ich über Ihren Kopf weg entschied. Aber ich mußte kurzen Prozeß machen, wenn ich Sie hierbehallen will. Und ich lasse Sie so nicht sott. Ich glaube zu wissen, weshalb Sie sich mit Ihrem Vater überworfen haben.. .. Aber ich will das bedauerliche Geschehnis nicht wetter berühren. Run Kopf hoch! Zeigen S>« Warnick, was Sie können! Er muß Respekt vor Ihrer Willenskraft und Ihrem Talent bekommen. Vielleicht erleichtert bas ein« Aussöhnung. Und wenn Sie «inen Freund und Helfer brauchen, Wolfgang, nun, dann werden Sie wissen, wo ein solcher wohnt." Er schlug ihm, kräftig auf die Schulter uni gttff dann nach seiner Hand. „Wolfgang, alter Junge!" sagt« er treuherzig. Wolfgang deuchte es in diesen Augenblicken, als stände er vor feinem Vater. Er murmelte einen erstickten Dank und erwiderte den treuen festen Händedruck . . . Die^ Stimmung war fort. Niemand tat Marlenens Karpfen die gebührende Ehre an. Selbst des Doktors „Roter" hals nicht zu ftoheren Gesichtern. Und die Schnurren und Schwänke, die Erselius mit der Absicht zum besten gab, aufheiternd- zu wirken, verfehlten ihren Zweck. Rottraut lächelte nur mitunter Matt, und Wolfgang war kaum Zuhörer. Seine Gedanken weilten wieder in der Vergangenhett und beschäftigten sich mit dem Erlebnis in feines Vaters Zimmer ... Da sah er Rottraut voll an Seine Augen gruben sich für Sekunden in di« ihren. Ihretwillen war es zum Bruch gekommen. Und sie ahnte das wohl. Aber sie sollte nicht denken, daß ihn sein Handeln qereue. Sie sollte zum Ende ein frohes Gesicht sehen, em heiteres Lächeln. Sie hatte ihm ja heute so viel gegeben . . . . . Und ob sie sich je wieder so gegenübersitzen würden? . . Als er dachte, daß es heute zum letztenmal« fein könnte, krampst« ihm ein bttterweyes Gefühl das Herz zusammen, und noch einmal kam er von seinem Vorsatz wett ab. Dann aber stieß er alles hinaus, was beklemmend, zagend und befürchtend in seiner Seel« stand, und ließ die rosige Hoffnung ein. - Lächelnd hob Wolfgang sein Glos gegen das Rottrauts, als sie trinken wollte. Beider Gläser klangen zusammen, und er sagte, ihre Augen von euem juchend: „Auf Wiedersehen. Fräulein Rottraut!" Und sie entgegnet« leise, mit einem warmen Blick: „Auf Wiedersehen!" „Das ist brav, Kinder, daß ihr daran denkt", sagte Erse- lins, nun auch fein Glas erhebend. „Ich wünsche uns ebenfalls ein Wiedersehen. Darauf und auf Ihre Hoffnungen, Wolfgang, und auf einen hellen, steten Aufgang!" Drei Giäser klangen aneinander .... Mit hellem, klaren Klang . . . Und in Ihr Klingen hinein tönt« das Rattern eines Wagens . . Das bedeutete den Abschied. — Nr. 105. Jahrgang 1918. Der Landbote * Emsheimer Zeitung. Donnerstag, 5. September 1918. . -er Mittelmächte vom 12. Dezember 1916 ebenso auf völlige Nichtachtung stieß, wie andere deutsche gutgemeinte Versuche politischer Kreise und zuletzt der Versuch der heutigen russischen Regierung, die Entente zu veranlassen, di« Friedensverhandlungen zwischen Rußland und den Mittelmächten zu einer allgemeinen Friedensaussprache zu erweitern. Die Ergebnislosigkeit dieser Bemühungen hat auch die ablehnende Haltung der nationalliberalen Fraktion gegen derartige Bemühungen bestimmt. , . ^ x , er nach Berlin aeschicht, damit der Austausch der ratifizierten Verträge am 6. September erfolgen kann. Staatssekretär Hintzes Besuch in Wien. Berlin, 2. Sept. Man neigt vielfach dazu, der Reise des Staatssekretärs des Aeußern, von Hintze, noch Wien groß« politische Bedeutung beizum«ssen, der Umstand aber, daß der Kanzler nicht ebenfalls sofort nach Wien gereist ist, deutet darauf hin, daß es noch zu keinen Beschlüssen, sondern nur zu einer Aussprache kommen soll, die sich selbstverständlich um die polnische Frage dreht. Daneben werden aber auch die Fragen der Bündnisvertiefung erörtert werden und falls es sich als notwendig erweist, wird' der Besuch des Kanzlers in Wien erfolgen, der schon seit Wochen in Aussicht genommen ist. Man behauptet nun, Herr von Hintze hätte die Aufgabe, die Wiener Regierung davon zu überzeugen, daß Deutschland an den im Hauptquartier festgelegten Grundlinien festhalten werde und seitens Deutschlands eine Aenderung dieser Grundlagen nicht mehr erfolgen könne. Das trifft nicht zu. Gewiß hat man deutscherseits bestimmte Grundsätze für die Haltung in der polnischen Frage geschaffen, aber Deutschland hat nicht dte Absicht, um der polnischen Frage willen dte Bündnisverhandlungen p erschweren und das Verhältnis zu Oesterreich zu trüben. Indessen weiß man in politischen Kreisen, daß ckuch Oesterreich jede Schärfe vermeiden möchte. Aus diesem Grunde rechnete man auch mit dem Rücktritt des Grafen Burion. der als Einzelner noch immer an der au- stropolnischen Lösung festhält, obwohl die Regierung als solche nicht mehr auf diesem'Standpunkt steht, sondern auch, wie man es in Wien jetzt nennt, mit einer „kleinpolnischen Lösung" zu- ftieden wäre. Der Besuch Kaiser Karls in Dresden und München wird mit der polnischen Frage in Zusammenhang gebracht; es heißt, er suchte bei den beiden Fürsten Stütze und Hilfe. in der Stimmung gegen den Feind. Darum dauert der Krieg weiter. Ich werde nie etwas Neues jagen, sondern immer meine alt« Pflicht erfüllen: jede Ritze in unserer Einigkeit zu Haus bietet der feindlichen Hand Aussicht und Gelegenheit, hinein- zufassen, zu wühlen, si ezu verbreiten, bis das große Loch entstanden ist. Ich weiß, daß man weithin den Deutschen vorredet: „Laßt euch doch nicht bange machen! das sagt mau euch nur vor, und malt euch die Dinge so." Ach nein! Hätte man uns lieber ftüher — vor dem Kriege — schon die Dinge nicht „gemalt", sondern si« uns sehen lassen in ihrer nackten Wirklichkeit. Auch wir malen nicht. Wir sehen nur, wie unbeschreiblich entsetzlich «in schlechter Fried« für Deutschland wäre, den unsere politische Uneinigkeit Hervorrufen will. Was in englischen und ftanzösischen Sozialistenkreisen heute vor sich geht, hat mit Kriegszielen gar nichts zu tun. tzi« wollen alle den Krieg gewinnen; das ist ihr Ziel; darin sind sie alle einig. Sie streiten sich nur um Lohn, um innerpolitisch« Ziele, um soziale Zukunstsftagen mit der Regierung. Aber sie sind mit ihr «ins in dem klaren Entschluß: den Krieg zu gewinnen. Darüber darf sich niemand in Deutschland täuschen. Darum erinnern wir an jene Haltung der ftanzösischen Parteien, wie sie sich tu der anti-boche-Stimmung niederschläat. Deutscher, denke daran! „Gegen den Feind". Das ist und bleibt die selbstverständlichste (Äsung für uns alle. Lächerlich ist's, das im Kriege aussprechen zu müssen. Aber es muß gesagt werden. Mobilisiert müssen die Geister bleiben .sonst bleiben es auch die Hände nicht mehr. Wer dazu auffordert, die Geister zu „demobilisieren", der schafft jene Löcher, durch welch« der Femd in die deutsche Burg eindrmgen kann. Er oerschleiert die Gefahr, di« riesengroß vor uns steht, wenn wir mcht gewinnen. Weil wir gewinnen können und gewinnen werken, wenn wir jetzt bis zum Ende gehen, ist es Polkssünd«, den Feind zwar in seiner einmütigen Entschloffrnheit zu sehen und trotzdem uns selbst zu zerspalten und zu veruneinigen. Ein Krieg muß öurchae- fochten sein! Wer nicht mithilst, Hilst dem Gegner- Di« einzige Losung heißt: „Gegen den Feind". Das sind etwas vage Kombinationen. Man weiß nämlich i» politischen Kreisen, daß gerade der Kaiser von Oesterreich dte österreichischen Politiker zur Mäßigung ermahnt Hot, und man hofft auch, daß es Herren von Hintze gelingen werde, die polnische Frag« nun endlich ins reine zu bringen. WTB. Berlin, 3. Sept. Der Berl. Lokalanzeiger meldet aus Wien: Von den Verhandlungen des Staatssekretärs des auswärtigen Amtes von Hintze mit den maßgebenden österreich-ungarischen Persönlichkeiten wird es ab hängen ob unb wann auch der Reichskanzler Graf Hertling nach Wie« komme» wird. Streiks in Spanien. Haag, 1. Sept. Die Times meldet aus Santander, daß die Streiks in Spanien allmählich «inen drohenden Chamkter ai»- nehmen. In Sevilla ist ein Generalstreik ausgebrochen. Die Zivilverwaltung ist durch die Militärgewalt ersetzt worden. Die Straßenbahnen haben den Dienst eingestellt. Das gesamte Erwerbsleben ist lahmgelegt. In Barcelona droht eine ähnliche Lage. Die Ursache dieser Ausstände ist darin zu suchen, daß die Kosten des Lebensunterhaltes fortwährend stelzen, und daß die arbeitenden Klassen eine Kontrolle auf den Verkauf der Lebensmittel verlangen und gleichzeitig den Preiswucher beendigt zu sehen wünschen.' Der Berbandsdruck auf Spanien. Berlin, 1. Sept. Der „Vossischen Zeitung" wird aus Rotterdam gemeldet: lieber den deutsch-spanischen Schiffahrtsstreit meldet' ein Londoner Gewährsmann: Nach dort eingelaufenen Privatmeldungen fei die Aktion der spanischen Regierung auf englischen Einfluß zurückzuführen. England habe gedroht, dft. spanische Schiffahrt durch neue Verordnungen gänzlich zu unterbinden, ferner die amerikanische Regierung zu veranlassen, keine Lebensmittel mehr nach Spanien gelangen zu lassen, falls Spanien nicht di« von der Entente gewünschte Haltung gegenüber Deutschland einnehme. Streik der Hafenarbeiter in Irland. WTB. Berlin, 3. Sept. Wie dem Berl. Lokalanzeiger aus dem Haag berichtet wird, meldet die Times, daß der Versuch: dem Streik der Hafenarbeiter in Cork (Irland) vor- zubrugrn, aussichtslos erscheine. Deshalb habe die britische Regierung angeordnet, daß sämtliche für Cork bestimmten Schiffe nach einem Handelshafen gehen. Falls der Streik andeurs, wird der gesamte Süden Irlands vom Verkehr abgs schloffen sein. England und unsere Demokraten. Berlin, 2. Sept. Der freisinnige Politiker Georg Bernhard hält heute in der „Vossischen Zeitung" seinen Parteifreunden fol- gende nützlich« Erinnerung vor Augen: Es ist tatsächüch der englischen Propcmanda gelungen, in Deutschland den Eindruck zu erwecke«, daß England Frieden schließen würde, wenn wir andere Männer an die Regierung brächten. Glaubt man denn nun wirklich, daß wenn Fehrenbach Reichskanzler, Erzberger Staatssekretär im Auswärtigen Amte, Ebert im Reichsamt des Innern würde, der Engländer nicht irgendeinen neuen Trick erfinden würde, durch den er den Frieden verhindert«? Es gibt doch nur zwei Möglichkeiten: entweder hat England den Wunsch und das Interesse, Frieden zu schließen, dann würde es ihn genau mit dem Reichskanzler von Oldenburg-Ianuschou schließen, wir es sich mit dem „Blutzaren" Nikolaus verbündete, oder es hat dieses Interesse nicht, dann verweigert es den Frieden dem Kanzler Fehrenbach, so wie es ihn dem Kanzler Haas« verweigern würde. Das Gedächtnis der Deutschen für historische Vorgänge ist leider sehr gering. Der wahr« Grund für Englands Feindschaft gegen Deutschland konnte nie jemand unklar bleiben, der im Buche der Geschichte Bescheid weiß. Man sollte doch nicht vergessen, daß gerade England im vorigen Jahrhunderte vielfach die deuffche Demokratie bis aufs Messer bekämpft hat, nämlich damals, als Deutschlands Demokraten gegen die einzelstaatliche Reaktion für die Einheit des Reiches und dessen äußere Machtentfaltung kämpften. Die Organisation der Uebergangswirtschaft. Berlin, 2. Sept. Wie die Politisch« Information laut Mor° genzeitung schreibt, ist keineswegs beabsichtigt, die in Aussicht genommenen Organisation für die Uebergangswirtschaft sämtlich m Berlin einzurichten. Speziell für die Textilindustrie werde« Zweigstellen geschaffen, u. a. auch in Frankfurt a. M. Auch besteht nicht die Absicht, die ganze Zentralwirtschast nach Berlin zu verlegen. Die Tabaksgesellschast hat bereits ihren Sitz in Bremen und Mannheim und wird dort verbleiben. Die Zent- tralen für die Einfuhrartikel kommen nach Bremen oder Hamburg. Aber andere Organisationen werden in der Reichshauptstadl verbleiben, schon in Rücksicht darauf, daß es schwierig ist, für diese Organisationen in der Provinz das nötig« Beamtenpersonal zu bekommen. Beratung der preuß. Wahlrechtsvorlagen. WTB. Berlin, 3. Sept. Heute Vormittag wird der Unterausschuß des preußichsen Herrenhauses zur Beratung der Wablrechtsvorlagrn zusammentreten. Wie verschtedene Marge»- blättere hören, dürste di« Regierung sich an den Beratung«» beteiligen. Aus Nah und Fern. cf Sinsheim, 2. Sept. (Be fre iung von der Bestandsaufnahme bet freiwilliger Abgabe eine» Anzuges.) Wie in der Presse mehrfach mitgeteilt worden ist, sind Leut«, die bei der Altkleidersammlung bereits einen Anzug abgeliefert hatten, trotzdem in verschiedenen Fällen von den Kommunalverbänden zur Ausfüllung eines Bestandsverzeichnisses aufgefordert worden: Man hat daraus den Kommunalverbänden den Vorwurf gemacht, daß sie wähl- und planlos mit den Aufforderungen zur Abgabe eines Bestandsverzeichnisses Vorgehen und die Bestimmungen der Reichsbekleidungsstelle außer Acht lassen. Die Kommunaloerbände sind gehalten, genau nach de» Verordnungen der Reichsbekleidungsstelle zu verfahren und die Abgabefähigen ,die bereits fteiwillig einen ÄlMg abgelie- fen haben, zur Ausfüllung eines Bestandsverzeichnisses nicht aufzufordern. Wenn trotzdem in vereinzelten Fällen solche frel- willige Ablieferer noch zur Bestandsangabe angehalten worden find, so handelt es sich hierbei lediglich um ein Versehen des Kommunalverbandes. Es ist aber zur Entschuldigung der Kommunalverbände nicht zu verkennen, daß die Durchführung einer auch nur teilweisen Bestandsaufnahme bet dem herrschenden Mangel an geschulten Kräften Schwierigkeiten bietet und daß wahrlich nicht böser Wille obwaltete, wenn hier und da Personen zur Ausstellung ihres Bestandsverzeichnisses angehalten wurden, die durch ihre fteiwillige Abgabe nicht mehr dazu verpflichtet waren. Ein Hinweis auf die bereits erfolgte Abgabe, gegebenenfalls der Besitz der Empfangsbescheinigung wird leben, der irrtümlich zur Kleiüerschrankinoentur aufgefordert wurde, vor irgendwelchen Weiterungen schützen. £ Sinsheim. 3. Sept. (Von der Jagd.) Die Schonzeit flir Fasanen, Rebhühner, Wachteln, Schnepftn und Haselwild ist am 24. August abgelaufen. Dies« Tiere dürftn also jetzt gejagt werden. Die Schonzeit für Hasen endet jedoch erst am 1. Oktober. * Sinsheim, 2. Sept. (Be förderung.) Schreinermeister Gottlob Barth von hier, der bereits früher schon für seine Leistungen mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und der Bad. Verdienstmedaille ausgezeichnet wurde, ist nun für hervorragende ✓ Nr. 105. Jahrgang 1918. Der Landbote * Siusheimer Zeitung. Donnerstag, 5. September 1918. Leifturwen -ei den Kämpfen im Westen zum etatsm. Bizefeld- webe! befördert worden. . H Sinsheim, 4. Sept. (Auszeichnung und Beförderung.) Kanonier Ludwig Hub oon hier, schon längere Zeit im. Besitze der badischen silbernen Verdienstmedaille, wurde jetzt fiir seine hervorragende Tapferkeit' im Felde mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet und gleichzeitig zum Obergefreiten befördert. 4» Bad Rappenau, 1. Sept. (Auszeichnung.) Fah° rw Ludwig Schmidt, der bereüs im Besitze der bad. silbernen Verdienstmedaille ist, wurde nun auch mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. « * Bad Rappenau, 1. Sept. (Ge meindrvbst-Erlös.) Am Samstag wurde das hiesige Gemeindeobst verbaust Der Erlös hierfür beträgt 11484,50 Mark. 8 Wmbstadt, i. Sept. (Ha mster Io düng.) Die Gen» darmerie hielt em Fuhrwerk an, das 8 Sack Spelz, 3 Sack Korn. 1 Sack Kartoffeln und größere Mengen Mehl, Gries. Mohn, Reps, Butter und Gemüse führte. Die Waren wurden beschlagnahmt. )( Aglasterhause«, 2. Sept. Ernennung.) Der von der evang. Gememd« Aglasterhausen gewählte Vikar Andreas D u h m in Schwetzingen wurde vom Großherzog zum Pfarrer hiesiger Ge» meinde ernannt. . 2 - Sept. (B r an d.) Auf bis jetzt noch unauf- t eklarte Welse brach in unserer Gemeind« in der Hinteren )traße ein Brand aus, dem die Scheuer des Christian Maier 3ah. Sohn, sowie die Scheuer üer Friedrich Mehl Erben zum Opfer fielen: das Wohnhaus des Christian Maier Foh. Sohn wurde durch den Brand teilweise beschädigt. Der Gebäudeschaden beläuft sich auf etwa 6000 Mark. Wiesloch, 2. Sept. Ei ne Diebesbande, deren Tätigkeitsfeld sich über den ganzen Amtsbezirk und die benachbarten Orte Reilingen und Nußloch, ja sogar bis nach Unteröwis- heim im Amtsbezirk Bruchsal erstreckte, wurde Ende letzter Woche von der Gendarmerie aufgehoben. Es Jinb die 16jährigen Taglchner Kraus, Bletsch und Kaufmann aus Walidvrf, die un- ter Führung ihres 25jährigen Genossen Frohmüller überall Hühner, Enten, Gänse und Feldfrüchte aller Art stahlen und mit ihnen einen schwunghafen Handel nach Heidelberg trieben. f Alteickorf. 31. August. (Tödlicher A b stu r z.) Der 48 Fahre alte Fabrikarbeiter Johann Kugel fiel vom Gebälk seiner Scheuer in die Tenne. Er zog sich dabei so schwere Verletzungen zu, daß er noch zwei Stunden starb. — Dom Neckar, l. Sept. (N ied erer Wasserstand.) Der Neckar hat in den letzten Tagen einen seltenen Tiefstand erreicht, stieg doch das Heilbrunner Pegel während einer ganzen Woche nicht über 20 Zentimeter, an einigen Tagen auf nur 14 und 15 Zentimeter. Die Neckarschiffahrt stockt infolgedessen wieder völlig, doch ist infolge Niederschlägen im Schwarzwald auf baldige Wiederaufnahme des Schiffsverkehrs zu rechnen. bc Mannheim, 2. Sept. (3 u s a m m e n st o ß.X In Mann- heim-Hbf. stieß gestern abend der Sonntagszug 390 F auf eine leere Ausrüstung. Der Packwagen des Zuges 390 F entgleiste und schob sich auf die nachfolgenden»Personenwagen, wobei 5 Reisende schwer und 10 leicht verletzt wurden. Erste Hilfe leisteten Aerzte und Rotes Kreuz: die Schwerverletzten wurden ins allgemeine Krankenhaus verbracht. Karlsruhe, 31. August. (Schont das Papiergeld!) Die Reichsbank erläßt' folgende Mahnung: Zu den kostbaren Ersatzmitteln gehört zweifellos das an Stelle der verfchivun- oenen Gold- und Silbermünzen jetzt im Umlauf befindlich« Papiergeld. Wie schlecht wird dieses aber meist behandelt und «m übel sieht es oft aus. Namentlich sind es die kleinen Dar» letMs Kassen scheine zu 2 und 1 Mark, die vielfach in einem grauenerregenden Zustande von Hand zu Hand gehen. Es ist vielleicht nicht allgemein bekannt und wird daher erneut darauf ytngewiesen, daß die Reichsbank die ihr zum Umtausch vorge- leqten beschädigten oder beschmutzten Banknoten, Reichskassenscheine und Darlehnskassenscheine sofort gegen gute Exemplare umwechsell. Wer in den Besitz derartig schadhaft gewordenen Papiergeldes gelangt, wird daher dringend gebeten, dieses jo schnell als möglich der Reichsbank zur Umwechselung einzureichen. Karlsruhe, 2. Sept. (Vorsicht bei Abgabe von Handgepäcks Amtlich wird mitgeteilt: Ein Schwindler hat auf einer Station einen Gepäckträger zur Ausfolge einiger wertvoller Gepäckstück« zu bestimmen gewußt, die em anderer Reisender (der Eigentümer) dem Gepäckträger zur Verbringung an den Zug übergeben hatte. Der Betrug hätte nicht gelingen können, wenn der Gepäckträger dem Eigentümer bei der Entgegennahme der Gepäckstücke eine Marke vewbfolgt und die Stücke nur an den Inhaber der Marke gegen deren Rückgabe ausgefolgt hätte. Den Gepäckträgern wird im Hinblick auf ihre Haftpflicht größte Vorsicht bei der Rückgabe von Handgepäck und Einhaltung der Bestimmungen der Gepäck- ordnüng eingeschärst. de' Karlsruhe, 3. Sept. (Die neuenWeinpreise.) Die Verhandlungen zwischen den Kriegswucherämtern der Weinbautreibenden Staaten Süddeutschlands über ein gemeinlames Vorgehen bei Regelung der Weinpreise für den Herbst 1918 sind, wie die „Karlsruher Zeitung" halbamtlich schreibt, nunmehr zum Abschluß gekommen, und es wurde dabei in allen grundlegenden Fragen eine Einigung erzielt. Die neuen Weinpreise dürsten in nächster Zeit in den einzelnen Bundesstaaten bekanntgegeben werden. Schon jetzt müssen wir aber in den beteiligten Kreisen darauf Hinweisen, daß die Preise für den Herbst 1918 unter keinen Umständen höher sein werden, als die von uns im Herbst 1917 festgesettzen Richtpreise. Das Krieqswucheramt wird auch im kommenden Herbst durch strenge Ueberwachungsmaßnahmen für genaue Einhaltung der neuen Preise Sorge tragen und in allen Zuwiderhandlungsfällen die ganze Streng« des Gesetzes gegen den Schuldigen zur Anwendung bringen. Schtstach, 1. Sept. Dem Militärverein wurde von Gönnern des Vereins die Summe von 10000 Mark übergeben. Der Betrag soll zur Hälfte nach Beendigung des Krieges an Kriegsteilnehmer des Vereins öder deren Angehörigen zur Verteilung kommen. Die zweite Hälfte bleibt zehn Jahre stehen und werden solange nur die Zinsen verteilt. Don da an kann auch das Kapital nach und nach verwendet werden. Der Verein hat fernen Namen umgeändert in „Krieger- und Militärverein Schiltach." bc Brllingen, 1. Sept. (W inte rvorboten.) In der Nacht zum Samtag sank das Thermometer hier auf 0 Grad. — Auf dem Feldberg ist am Freitag Üer erste Schnee gefallen. Bon der Hmrrdt, 30. August. (Bürgerwehren ge- ge n Felddiebe.) Infolge des Ueberhandnehmms der Diebstähle und der immer größer werdenden Unsicherheit im allgemeinen haben di« Winzergemeinden Ruppertsberg und Königsbach Bürgerwehren eingeführt. Durch Beschluß der Bürgervcrsamm- lung wurden alle Bürger im Alter von 25—60 Jahren verpflichtet, abwechslungsweise Bürgerwehrdienst zu leisten. Andere Ortschaften werden diesem Beispiel folgen. Höchst a. M., 30. August. (Glück im Unglück.) Während des Fliegerangriffs in der Sonntagnacht traf der Blindgänger eines Abwehrgeschützes das Haus des Hauptstraße 8 in Höchst a. M. wohnenden Ingenieurs Ruppel. Er durchschlug das Dach, mehrere Decken, fuhr durch ein Bettchen, in dem ein kleines Kind schlief und blieb dann im unteren Stockwerk liegen, ohne zu explodieren. Das Kindchen erlitt nicht die geringsten Beschädigungen, auch andere Personen, die in dem Zimmer sich aufhielten, kamen unverletzt davon. Der Blindgänger hat lediglich nur einigen Sachschaden verursacht. Wiesbaden, 2. Sept. (E rwi sch t.) Die hiesige Polizei verhaftete fünf Großschleichhändler, darunter ein Vorstandsmitglied des Arbeiterkonsumvererns. Die Leute haben mehrere hundert- Doppelzentner Weizenmehl zu 600 Mk. für den Doppelzentner .mehrere taufend Kilogramm Schokolade, viele Waggons Oel und Fett sowie riesige Mengen Zigaretten zum Kauf ängeboten. Die Waren lagern an verschiedenen Stellen im Rheinland. — In Berlin ist es gelungen, den Kaufmann Rudolf Dietrich, der zuerst reklamiert, später durch Schwindel sich vom Militärdienst freizumachen wußte, als Dieb von Ei- senbahngütern im Wert von mehreren 100000 Mk. lütnt vielen Hehlern zu verhaften. (°) Backnang. 31. August. (Ungeheure Obstprei- s e.) Vorgestern wurde der Obstertrag eines Baumstücks, zu 185 Zentner geschätzt, um 7200 Mk. an zwei Stuttgarter Händler verkauft. Der Zentner kostet also auf dem Baum annähernd 40 Mk.! Das Baumstück hot der jetzige Inhaber seinerzeit um 3200 Mk. gekauft. Nachsteuer für Mineralwässer und künstlich bereitete Getränke. 1. Die am 1. September 1918 vorhandenen Getränke, auf die das Reichsgesetz über die Mineralwaffer- steuer Anwendung findet, müssen sofort, jedenfalls bis zum 10. September nach der unten folgenden Vorschrift bei der Steuerbehörde angemeldet und es muß dafür Nachsteuer bezahlt werden. 2. Es handelt sich um folgende Getränke: a) natürliche und künstliche Mineralwasser, das ist jedes Wasser, das sich nach seinen wesentlichen Bestandteilen vom gewöhnlichen Trinkwasser unterscheidet und zu Heil- oder Erfrischungszwecken getrunken wird; Hierher gehört also nicht nur das Wasser der Heilquellen und das Tafelwasser (z. B. Wildunger, Rippoldsauer, Emser, Fachinger Apollinariswasser usw.), sondern auch das aus gewöhnlichem Trinkwasser unter Verwendung von Kohlensäure usw. her gestellte Sodawasser, Selterswasser udgl.; b) Limonaden und andere künstlich bereitete Getränke, die keinen oder nur wenig Weingeist (Alkohol) enthalten, also z. B. die gewöhnlichen Himbeer-, Zitronen- udgl. Limonaden, aber auch die Bierersatzgetränke und bierähnlichen'Getränke; e) konzentrierte Kunstlimonaden, das sind Kunstsirupe, die mit Wasser verdünnt werden und dann trinkfertige Limonaden in etwa der zehnfachen Menge ergeben; ä) Grundstoffe zur Herstellung konzentrierter Kunstlimonaden, das sind flüssige Gemische von Säuren, Aromastoffen usw., aus denen trinkfertige Limonaden nur hergegestellt werden können, wenn sie mit einer sehr großen — in der Regel der etwa zweihunderlfachen — Wafsermenge vermischt werden. 3. Die Anmeldung muß abgegeben werden von Händlern, Wirten, Konsumvereinen, überhaupt von jedem, der Erzeugnisse der genannten Art abzngeben pflegt, also auch von Kostgebereien, geschlossenen Gesellschaften und sonstigen Vereinigungen, gleichviel ob der Eigentümer die Erzeugnisse selbst verwahrt oder durch andere verwahren läßt. Wer nicht zu den vorgenannten Händlern usw. gehört, braucht seinen Vorrat an M neralwasser usw. nicht anzumelden; das gilt also für die gewöhnlichen Haushaltungen der unmittelbaren Verbraucher. Dagegen müffen die Inhaber von Herstellungsbe' trieben (Limonadefabriken udgl.) ihre Vorräte an konzen trierten Kunstlimonaden und Grundstoffen zur Herstellung konzentrierter Kunstlimonaden oben 2e und ä) anmelden; Näheres darüber erfahren sie bei der Unterzeichneten Bezirkssteuerstelle. 4. Zu den Anmeldungen müssen amtliche Vordrucke verwendet werden. Sie sind bei uns und bei den Steuer- einnehmereien unentgeltlich zu erhalten. Jedem Anmelder wird außerdem ein Auszug aus den Ausführungßbestim- mungen zum Gesetz übergeben, der nähere Auskunft über den Kreis der steuerpflichtigen Getränke und Zuberellungen und die Höhe der Steuer gibt. Wenn die Steuer für den gesamten Vorrat eines sonst Anmeldepflichtigen den Betrag von einer Mark nicht übersteigt, so braucht er keine Nachsteuer zu zahlen und keine Anmeldung abzugeben. Abzugeben ist die ausgefüllte Anmeldung bei uns. Doch kann sie auch der Steuereinnehmerei am Wohnsitz des Anmelders übergeben werden, die sie uns zuschicken wird. 5. Auf Grund der Anmeldung werden wir die Nachsteuer berechnen und jedem Anmelder (Steuerpflichtigen) schriftlich mitteilen. Dann erst muß der Steuerpflichtige die Abgabe (womöglich bargeldlos) entrichten. 6. Wer die im Vorstehenden beschriebenen Verpflichtungen außer acht läßt, setzt sich der Gefahr der Bestrafung aus. Sinsheim, 28. August 1918. _ Gr. Finanzamt. _ Schuhmachernreister gesucht, der die Leitung der von uns einzurichtenden Reparaturwerkstätte übernimmt. Angebote an den Unterzeichneten. Sinsheim, 2. September 1918. Kommunalverband. Tritscheler. FOÄOTMSTIKJ _ __ MWMtKliIdW Drefcbmafclrfnen Ich suche zum alsbaldigen Eintritt braves fleißiges ordentliches Hausmädchen mit guten Zeugn. Gute Behandlg. u. entsprechend. Lohn zugesichert. Köchin ist bereits 10 Jahre im Haus. Frau Bl«n, Mannheim, Richard Wagnerstraße 21. Schulentlassenes Mädchen zum anlernen von Zimmerarbeit gesucht, oder Zimmermädchen, das nähen kann, per sofort oder später. | Frau Marens, Heidelberg, Plöck 79. I gelteres pochen oder alleinstehende Frau in frauenlosen Haushalt für aufs Land in Metzgerei gesucht. Zu erfragen bei Schutzmann, Mannheim, Bellenflr aße 33, III. _ = Sie spielen sofort = Mandoline Laute oder Gitarre ohne Jede Vorkennt- nis nach D. R. Patent a. System Be- De-Be. 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