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PETER IM SCHWARZWALD ZWEITER TEIL Die Pergamenthandschriften BESCHRIEBEN VON FELIX HEINZER UND GERHARD STAMM OTTO HARRASSOWITZ WIESBADEN MCMLXXXIV }4 P j 3 0 ,j Z CIP-Kurztitelaufnahme der Deutschen Bibliothek Badische Landesbibliothek (Karlsruhe): Die Handschriften der Badischen Landesbibliothek in Karlsruhe. - Wiesbaden : Harrassowitz 10. Die Handschriften von St. Peter im Schwarzwald. Teil 2. Die Pergamenthandschriften / beschrieben von Felix Heinzer u. Gerhard Stamm. - 1984. ISBN 3-447-02446-1 NE: Heinzer, Felix [Mitverf.] © OTTO HARRASSOWITZ, WIESBADEN 1984 Alle Rechte vorbehalten Photographische und photomechanische Wiedergabe nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Verlages Gedruckt mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Badischen Bibliotheksgesellschaft, Karlsruhe Gesamtherstellung: Hubert Sc Co., Göttingen Druck der Tafeln: Badenia Verlag, Karlsruhe Printed in Germany Haec fere omnia debemus vigilantiae ac pietati Philippi Jacobi praesulis non minus eruditione quam virtute clarissimi nullaque oblivione delendi Eintrag zum 7. November 1795, dem Todestag des Abtes Philipp Jakob Steyrer, im Kapitelprotokoll von St. Peter Vorwort Nach mehrjähriger Unterbrechung - der letzte gedruckte Handschriftenkatalog erschien 1969 - liegt nun der zweite Band des Handschriftenkataloges „Die Handschriften von St. Peter im Schwarzwald" vor. Die Badische Landesbibliothek greift damit eine Tradition auf, die sich mit so bedeutenden Namen wie mit Wilhelm Brambach, Alfred Holder, Theodor Längin und Karl Preisendanz verbindet. Was vor 100 Jahren begann, wird erneut fortgesetzt. Es ist dem Einsatz des unerwartet verstorbenen Dr. Dieter Oertel und dem Unterausschuß für Handschriftenkatalogisierung der Deutschen Forschungsgemeinschaft zu verdanken, daß die Badische Landesbibliothek 1981 wieder mit der Beschreibung der Handschriften beginnen konnte. In kurzer Zeit legen der Leiter der Handschriftenabteilung, Dr. Gerhard Stamm, und sein Mitarbeiter Dr. Felix Heinzer den ersten gemeinsam erarbeiteten Katalog vor, in dem die Pergamenthandschriften des Benediktinerklosters St. Peter im Schwarzwald erfaßt sind. Die Badische Landesbibliothek dankt der Deutschen Forschungsgemeinschaft für die in den letzten Jahren gewährte Unterstützung bei der Katalogisierung mittelalterlicher Handschriften und für die Übernahme der Druckkosten dieses Bandes. Die Badische Bibliotheksgesellschaft ermöglichte die Ausstattung des Kataloges mit Bildern durch eine Spende. Ihr wie auch dem Verlag Otto Harrassowitz, Herrn Dr. Helmut Petzolt, der Firma Hubert & Co, Göttingen, und der Badenia Druckerei, Karlsruhe, sei für die vorbildliche Zusammenarbeit gedankt. Die Leitung der Bibliothek ist sich ihrer Pflicht bewußt, die ererbten und erworbenen Handschriften nicht nur zu bewahren und für den Benutzer zugänglich zu machen, sondern sie auch sorgfältig in Katalogen zu erschließen. Sie weiß sich mit dem Erscheinen der Beschreibungen der Pergamenthandschriften des Klosters St. Peter diesem Ziel einen guten Schritt näher und dankt allen in der Bibliothek, die zum Gelingen dieses Werkes beitrugen. Wir hoffen, bald weitere Kataloge bisher nicht beschriebener Teilbestände der Karlsruher Handschriftensammlung vorlegen zu können. Karlsruhe, im September 1984 Dr. Gerhard Römer Direktor der Badischen Landesbibliothek Inhalt Vorwort VII Verzeichnis der Abbildungen XI Verzeichnis der abgekürzt zitierten Literatur XIII Einleitung XXI Abbildungen XXXV Signaturenkonkordanz XXXVII Beschreibung der Handschriften 1 Namen- und Sachregister 235 Initienregister 259 VERZEICHNIS DER ABBILDUNGEN (Tafeln I—XII farbig, XIII—XX schwarz-weiß) Abb. 1: St. Peter perg. 7,7 V Ausgießung des Heiligen Geistes Abb. 2: St. Peter perg. 122,9 r Zierseite mit Rankeninitiale B Abb. 3: St. Peter perg. 122,60 r Bildinitiale Q: Sündenfall Abb. 4: St. Peter perg. 6a, 53 r Bildinitiale Q: Michael als Drachentöter Abb. 5: St. Peter perg. 139,7 v /8 r Miniaturen-Doppelseite: Wurzel Jesse und Kreuzigung Christi Abb. 6: St. Peter perg. 46,150 v Kanonbild: Kreuzigung Christi Abb. 7: St. Peter perg. 49,44 r Bildinitiale: Darstellung Christi im Tempel Abb. 8: St. Peter perg. 49,223 v Bildinitiale: Johannes der Täufer Abb. 9: St. Peter perg. 2,12 r Einzug Christi in Jerusalem Abb. 10: St. Peter perg. 92,12 r Miniatur aus dem Zyklus über Leben und Lehre des Raimundus Lullus Abb. 11: St. Peter perg. 44,9 r Hostienmühle Abb. 12: St. Peter perg. 20a, V Zierseite mit Bildinitiale B: David als Psalmist Abb. 13: St. Peter perg. 34,7 r Zierseite: Initiale A und Bordüre mit Blumen und spielenden Kindern Abb. 14: St. Peter perg. 29,148 v Schlußschrift des Schreibers Petrus Geir Abb. 15: St. Peter perg. 30,76 r Schlußschrift des Schreibers Konrad Fladenschröt Abb. 16: St. Peter perg. 3,157 r Schlußschrift des Schreibers Valentinus de Selcan Abb. 17: St. Peter perg. 8, Hinterspiegel Schlußschrift des Schreibers Leonhard Stocker de Erding Abb. 18: St. Peter perg. 36a, 248 r Schlußschrift des Schreibers Konrad Jäch XI VERZEICHNIS DER ABBILDUNGEN Abb. 19: Abb. 20 Abb. 21 Abb. 22 Abb. 23 Abb. 24: Abb.25: Abb. 26 Abb. 27 Abb. 28 Abb. 29 Abb. 30 St. Peter perg. 28, Traunkirchner Schlußschrift des Schreibers Andreas St. Peter perg. 18 a, 28 r Schlußschrift des Schreibers Heinrich Wunne St. Peter perg. 20 a, 261 r Schlußschrift des Schreibers Albrecht von Breslau St. Peter perg. 53 a, 217 v Schlußschrift des Schreibers Johannes Tretter St. Peter perg. 19, l v Besitzvermerk des Klosters St. Margaretha u. St. Agnes in Straßburg sowie Erwerbungsvermerk für St. Peter St. Peter perg. 9, Vorderdeckel Schenkungsvermerk der Brüder de Goch in Erfurt St. Peter perg. 65, Hinterspiegel Schenkungsvermerk der Cordula Knörin, Priorin des Klosters St. Katharina in Nürnberg St. Peter perg. 55 Buchrücken St. Peter perg. 121 hinterer Einbanddeckel St. Peter perg. 44 vorderer Einbanddeckel St. Peter perg. 34 vorderer Einbanddeckel St. Peter perg. 59 vorderer Einbanddeckel XII VERZEICHNIS DER ABGEKÜRZT ZITIERTEN LITERATUR Kürzungen für die biblischen Bücher wie bei H. Boese , Die Hss. der Württembergischen Landesbibliothek II, 2, 1: Codices biblici Wiesbaden 1975, S. XX. Zu den abgekürzt zitierten handschriftlichen Hilfsmitteln vergleiche man die Einleitung, S. XXXIV. 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Die Papierhandschriften von St. Peter sind vor nunmehr bald 15 Jahren von Klaus Niebier beschrieben worden, der in der Einleitung seines Kataloges auch einen Überblick über die Geschichte des Bestandes gibt 1 . Diese ist engstens mit der Person des bibliophilen Abtes Philippus Jacobus Steyrer verbunden, auf den der Fonds St. Peter, so wie er heute in Karlsruhe vorliegt, bis auf wenige Ausnahmen zurückgeht 2 . Seither sind einige neue Arbeiten über die Geschichte der Bibliothek von St. Peter erschienen 3 , die damit wohl unter allen säkularisierten Bibliotheken der ehemaligen badischen Klöster die am besten erforschte sein dürfte. Allerdings bringen die genannten Beiträge nur in Einzelfragen und insbesondere im Hinblick auf die Geschicke der Bibliothek im Zusammenhang mit der Säkularisation Erkenntnisse, die über das von Niebier Zusam- 1 Niebler, S. XI-XX, mit weiterer Literatur. 2 Nicht von Steyrer erworben sind wohl nur die 1503 vom Freiburger Ratsherrn Aegidius (Gilg) Has dem damaligen Abt Peter Gremmelsbach geschenkte Legenden- und Exemplahandschrift St. Peter perg. 23, das vom eben genannten Abt 1497 angelegte Nekrologium St. Peter perg. 86 und die 1736 von Abt Ulrich Bürgi, dem Erbauer der barocken Bibliothek, gekaufte Lullushand- schrift St. Peter perg. 92. Die Papierhandschriften 13 und 14 entstanden 1762 im Kloster selbst. Außerdem könnte der unübliche Besitzvermerk in St. Peter perg. 96 auf eine Erwerbung vor der Amtszeit Steyrers hindeuten. Zur einzigen heute bekannten Handschrift aus dem mittelalterlichen Skriptorium von St. Peter vgl. S. von Borries-Schulten , Eine Schmuckhandschrift aus Cella Sancti Petri de Monte in der Bayerischen Staatsbibliothek (Clm. 6251), in: Münchner Jb. d. bild. Kunst, 3. Folge 25 (1974) 27-46. 3 E.Mittler , Die Universitätsbibliothek Freiburg i.Br. 1795—1823 (Beiträge zur Freiburger Wissenschafts- und Universitätsgeschichte 35) Freiburg 1971, bes. S. 98-104; U. Engelmann, Die letzten Schicksale der Klosterbibliothek von St. Peter im Schwarzwald, in: Gutenberg-Jahrbuch 47 (1972) 410-415; E. Mittler , W. Müller (Hrsg.), Die Bibliothek des Klosters St. Peter. Beiträge zu ihrer Geschichte und ihren Beständen, Bühl/Baden 1972. XXI einleitung mengetragene hinausgehen 4 . Für einen Gesamtüberblick darf deshalb auch an dieser Stelle noch einmal auf Niebiers Darstellung verwiesen werden. Hingegen hat die Beschreibung der Handschriften selber einiges an neuen Einsichten erbracht, vor allem im Hinblick auf die Frage der Herkunft des von Abt Steyrer Erworbenen. So können die Ergebnisse von Ettlingers Übersicht 5 in vielen Fällen präzisiert oder korrigiert werden. In dem auf den ersten Blick sehr bunt wirkenden Bestand mit den typischen Merkmalen einer Sammlung, die nicht an Ort und Stelle gewachsen ist, sondern zusammengekauft wurde, lassen sich bei näherem Zusehen durchaus gewisse Schwerpunkte im Sinne größerer Provenienzgruppen erkennen. Die wichtigsten seien hier aufgezählt: Freiburg, insbesondere das ehemalige Dominikanerinnenkloster Adelhausen, der Südtiroler Raum, das Unterlindenkloster in Colmar und die Straßburger Dominikanerinnenklöster, das Katharinenkloster in Nürnberg mit den ihm durch die Observanzbewe- gung verbundenen Konventen und schließlich Erfurt. Daneben sind zu erwähnen die Zisterzienserabtei Salem mit den ihr unterstellten Frauenklöstern und der Raum Augsburg. Wichtige Provenienzgruppen Die erste größere Erwerbung kommt aus dem Zisterzienserinnenkloster Günterstal bei Freiburg und fällt in das Jahr 1753. Allerdings umfaßt sie nur Papierhandschriften und einige Inkunabeln, ist also für den vorliegenden Katalog nicht relevant 6 . 4 In diesen Kontext gehört auch der bisher kaum beachtete Handschriftenkatalog aus dem frühen 19. Jh., der heute in der Badischen Landesbibliothek unter der Signatur Karlsruhe 1358 aufbewahrt wird (s. Die Karlsruher Handschriften, beschr. von K. Preisendanz , 2. Band, Neudruck, Wiesbaden 1972, S. 7 und 107). Auf den Bl. 1 -4, deren Wz. der Nr. 30 bei P. Heitz , Les Filigranes avec la Crosse de Bäle, Strasbourg 1904 (dort für 1810 nachgewiesen) sehr ähnlich ist, ist eine Auswahl von Codices aus St. Peter verzeichnet: l r -2 r die Handschriften St. Peter perg. 48, 49, 88-91, 75, 10, pap. 11, perg. 92, pap. 12, perg. 9, 8b, pap. 32, perg. 2, 29 unter der Gruppensignatur D.II.O.I.; 3 rv die Handschriften St. Peter perg. 79, 6 a, 20, pap. 39, perg. 22a und b, 51-53, 54, 47, 31 unter der Gruppensignatur D.II.O.IV. Der Katalog, dessen dritter Teil (5 r -6 r ) eine Reihe von neuzeitlichen Handschriften eines anderen Bestandes anführt, dürfte kurz nach der Überführung der Handschriften von St. Peter nach Karlsruhe von einem der dortigen Bibliothekare angelegt worden sein. Vgl. auch die Signaturenkonkordanz, S. XXXVff. 5 Ettlinger , S. 621-640. 6 Die Liste der gekauften Handschriften findet sich bei Ettlinger , S. 621 f; dazu kommen mehrere Inkunabeln, unter anderem Karlsruhe, Badische Landesbibliothek, De 11 (GW 4304), Dm 53 (Hain 11279), Mc44 (Johannes de Montevilla) und Pc 208 (Hain 7745 und 7753). Die Behauptung Kerns (S. 111), die bei der Säkularisation nach Karlsruhe geschafften Inkunabeln seien beim Bombardement von 1942 mit den übrigen Bücherbeständen der Landesbibliothek XXII einleitung Ein Jahr später, im Mai 1754, erfolgte der Kauf einer größeren Gruppe von Kodizes, die nun auch Pergamenthandschriften umfaßt. Abt Steyrer erstand die Handschriften — dominikanische Liturgica und Ascetica — aus dem Dominikanerinnenkloster Adelhausen bei Freiburg, in welchem im 17. Jh. auch die anderen Frauenkonvente des Ordens in Freiburg (mit Ausnahme von St.Katharina) aufgegangen waren 7 . Über den Kauf, der wohl im Zusammenhang stehen dürfte mit der finanziellen Notlage Adelhausens nach dem Klosterbrand von 1752 8 , liegt eine Nachricht in Steyrers Tagebuch vom 5. Mai 1754 vor 9 ; außerdem hat sich eine Quittung für die Kaufsumme von 50 Gulden erhalten, ausgestellt am 18. Mai 1754 von der Priorin Maria Gertrud Mayerin 10 . Die Liste der gekauften Handschriften findet sich bei Ettlinger 11 . Nach mehreren Einzelkäufen fällt der nächste größere Zuwachs an Handschriften in das Jahr 1763. Zu den bei Ettlinger genannten Handschriften ist auch St. Peter perg. 20 zu rechnen 12 . Bei allen Kodizes, die in diesem Jahr erworben wurden, ergeben sich Verbindungslinien nach Südtirol (Brixen, Bozen, Trient). Es ist naheliegend, diesen Sachverhalt mit der im fraglichen Jahr unternommenen Reise Abt Steyrers nach Wien in Verbindung zu bringen, doch findet sich in seinem Tagebuch in dieser Zeit keinerlei Hinweis auf Bücherkäufe. Zudem existiert ein Brief Steyrers vom 10. Juli 1763 (d.h. noch aus der Zeit zum größten Teil verbrannt — E. Mittler , Das Kloster St. Peter und seine Bibliothek, in: Mittler/Müller (s. Anm.3), S.29 Anm. 160, spricht sogar von völliger Vernichtung — ist unzutreffend. Von den 125 Nummern im Katalog Abt Speckies (s.u. Anm. 36) sind gut drei Viertel heute noch in Karlsruhe vorhanden, vgl. F. Heinzer , in: Bibliothek und Wissenschaft 18 (1984) im Druck. 7 Vgl. Gottwald , S. IX-X. 8 Vgl. die Darstellung der Klostergeschichte von J.L. Wohleb , in: Alemannische Heimat (Hei- matgeschichtl. Beilage der Tagespost) 1935 Nr. 2. 9 S. K ern , S. 105. 10 Varia Memoranda II, 264 (Karlsruhe, Badisches Generallandesarchiv, 67/1282). 11 Ettlinger , S. 622-624. Von diesem Kauf zu trennen ist entgegen der anderslautenden Darstellung Kerns (S. 105 Anm. 17) die Erwerbung der Epistolae S. Hieronymi (Hain 8553), einer auf Pergament gedruckten Inkunabel, die heute in der Badischen Landesbibliothek unter der Signatur Ks 595 aufbewahrt wird. Dieses kostbare Stück erwarb Steyrer von den Freiburger Dominikanern. Auch über diesen Kauf liegt eine Quittung vor, die der Prior des Konvents, P. Raymundus Fischer, am 24. Juli 1754 ausstellte (Varia Memoranda II, 280). Von anderer Hand ist in dieser Quittung hinzugefügt: „N. B. Dißes buch ist ein großer Foliant auf bergament getruckt, ein werckh eines großen werths." 12 Ettlinger , S. 626, versetzt die Erwerbung der Handschrift irrtümlich in das Jahr 1762. Zum Kauf von 1763 gehören außer dem eben genannten Kodex die Handschriften St. Peter perg. 8, 11, 14 a und 29 sowie St. Peter pap. 25 und 38, dazu auch mehrere Inkunabeln, worunter Dg 20 (GW 2887 und 2926), ein Band mit Besitzvermerken, die wie bei St. Peter perg. 8 auf die südti- rolische Grafenfamilie Lichtenstein-Castelcorn weisen. XXIII einleitung vor der Abreise nach Wien im Oktober dieses Jahres), in dem von kurz zuvor erstandenen Handschriften die Rede ist. Unter diesen werden auch zwei zur fraglichen Gruppe gehörende Stücke namentlich genannt 13 . Mehr als die Hälfte des Bestandes trägt Kaufvermerke der Jahre 1780 und 1781, in denen die Sammlertätigkeit und das Sammlerglück Steyrers offenkundig ihren Höhepunkt erreicht haben. Hier sind als Provenienzschwerpunkt zunächst die elsässiscben Dominikanerinnenklöster zu nennen, vor allem die Konvente in Straßburg und das Unterlindenkloster in Colmar. Diese sowohl quantitativ als qualitativ bedeutende Handschriftengruppe umfaßt unter anderem eine ganze Reihe von Kodizes mit Besitzvermerken und alten Signaturen von St. Margaretha und St. Agnes in Straßburg. Die Besitzvermerke dürften zurückgehen auf die Neuordnung der Bücherbestände nach dem Zusammenschluß der beiden Klöster im Jahre 1475 14 . Sie begegnen in fünf Handschriften 15 . Bei den Signaturen, die aus der gleichen Zeit stammen, lassen sich zwei Gruppen unterscheiden: doppelte oder einfache Buchstaben, jeweils mit einem römischen Zahlzeichen versehen. Der erste Typus wurde offenbar für große Handschriften in Folioformat verwendet, der zweite für Handschriften kleineren Formates 16 . Zu erwähnen sind hier außerdem das Straßburger Kloster St. Nikolaus in Undis und das Colmarer Unterlindenkloster, beide mit mehreren Handschriften vertreten, sowie drei Kodizes aus dem oberelsässischen Kloster Schönensteinbach, einem Zentrum der dominikanischen Observanzbewegung am Oberrhein: St. Peter perg. 42 und 139 (früher in Donaueschingen, s.u., S. XXXII) sowie Solothurn, Zentralbibliothek, Cod. S.429 (dazu Niebler , S. XIII mit Anm. 17). Für die Vermittlung dieser insgesamt über dreißig Handschriften elsässischer Provenienz wird seit Ettlinger auf Steyrers Beziehungen zum Straßburger Historiker und Bibliothekar Christoph Wilhelm Koch, einem Schüler Schöpflins, verwiesen. Zu beweisen ist diese Annahme allerdings nicht, da die erhaltenen Stücke der Korrespondenz mit Koch nur den Kauf von Büchern, nicht aber von Handschriften betreffen 17 . Leider ist auch das in einem Inventar des Klosterarchives erwähnte Rechnungsbuch des Abtes für die Jahre 1775- 1792 18 unauffindbar, und ebensowenig liegen Tagebuchaufzeichnungen von der fraglichen Zeit vor. So ist die Frage nach der Bezugsquelle Steyrers für diese Handschriften nicht endgültig zu beantworten. 13 St. Peter perg. 29 und pap. 25. Vgl. Ettlinger, S. 626 mit Anm. 5. 14 Vgl. Wilms, S. 57. 15 St. Peter perg.8b, 10, 19, 22 und 67. Vgl. Abb. 23. 16 Signaturen mit Doppelbuchstaben finden sich in St. Peter perg. 8 b, 10 und 19, solche mit einfachem Buchstaben in St. Peter perg. 21, 22, 62, 67 und 78. 17 Vgl. Ettlinger, S. 630 und 632 sowie Kern, S. 106f; die Korrespondenz Steyrers mit Koch ist erhalten in der Akte 102/5 des Karlsruher Generallandesarchivs. 18 Karlsruhe, Badisches Generallandesarchiv 102/247, Bl. 14 r , dort Nr. 167. XXIV einleitung Erst recht gilt dies für die beiden anderen Schwerpunkte der Käufe von 1780/81, nämlich die Provenienzen Nürnberg und Erfurt. Das Dominikanerinnenkloster St. Katharina in Nürnberg ist mit der stattlichen Anzahl von 17 Kodizes in Steyrers Sammlung vertreten. Dabei handelt es sich fast durchwegs um jene liturgischen Bücher, die nach Auskunft eines in der Handschrift Würzburg, Universitätsbibliothek, M. ch. o. 16, Bl. 208 wiedergegebenen Briefes aus dem Milieu der dominikanischen Observanzbewegung zur Ausstattung einer ins Kloster eintretenden Schwester gehörten: „Du mußt han 1 Psalter, item 1 Diurnal, item 1 Zitbuch, item 1 Processional, item 1 Exiqual oder 16 fl. dafür, so will ich sy dir gut bestellen." 19 Im Katharinenkloster, das ja in dieser Bewegung eine zentrale Stellung innehatte, wurden diese Standardliturgica offenbar in großer Zahl hergestellt, zumal nicht nur der eigene Konvent, sondern wohl auch andere, Nürnberg angeschlossene Reformklöster zu versorgen waren und zudem von den genannten Buchtypen jede einzelne Klosterfrau jeweils ein Exemplar besitzen mußte, im Gegensatz etwa zu den großen Meß- und Chorbüchern. Nur so läßt sich diese Massenproduktion erklären, die im Bestand von St. Peter — und nicht nur hier — so handgreiflich faßbar ist. Offenbar nahm man dabei auch die Dienste von Personen in Anspruch, die nicht zum Konvent selber gehörten. Zu erwähnen ist hier namentlich der anderweitig nicht bekannte Johannes Tretter, vermutlich ein bürgerlicher Berufsschreiber, von dessen Hand nicht weniger als sechs Handschriften des Bestandes stammen 20 . Die Einbände wurden zum Teil im Kloster selber, häufig aber auch in auswärtigen, bürgerlichen Werkstätten angefertigt. Der bemerkenswerte Anteil von Handschriften dieser Provenienz im Bestand von St. Peter war auch F. J. Mone schon aufgefallen und veranlaßte ihn im Vorwort zum ersten Band seiner Quellensammlung zu folgender Bemerkung: „Viele dieser Handschriften stammen aus fränkischen Klöstern, es scheint, daß der Abt in Nürnberg einen Antiquar hatte, von dem er sie kaufte. Sie sind nicht alle nach Karlsruhe gekommen, ich habe mehrere in Privatbesitz gesehen, worin ebenfalls jene Inschrift steht (gemeint ist Steyrers Kaufvermerk) und die meistens in rothes Schafleder eingebunden sind." 21 Zweierlei ist hier interessant: zum einen die Nachricht von versprengten Handschriften der Steyrerschen Sammlung in Privatbesitz und zum andern die Vermutung bezüglich der Quelle Steyrers für diese Kodizes. Die Hypothese, es habe sich um einen Nürnberger 19 Abgedruckt bei H. Tüchle , Beiträge zur Geschichte des Ulmer Dominikanerklosters, in: Aus Archiv und Bibliothek. Studien aus Ulm und Oberschwaben. Max Huber zum 60. Geburtstag (hrsg. von A. Rössler ), Weißenhorn 1969, S. 194-207, hier S. 200. „Exiqual" (Exequiale) meint das Rituale mit Kranken-, Sterbe- und Begräbnisordo. 20 St. Peter perg. 34, 34a, 53 a, 68, 103 und 106. Beer , Initial und Miniatur, S. 65, lokalisiert die Entstehung dieser Handschriftengruppe aufgrund verschiedener Mißverständnisse in Breslau. Vgl. dazu auch Bokst , S. 86 Anm.250 und unsere Abb. 22. 21 F. J. Mone , Quellensammlung zur badischen Landesgeschichte 1, Karlsruhe 1848, S. (64). XXV einleitung Antiquar gehandelt, läßt sich leider nicht belegen. Hingegen gibt es Anzeichen dafür, daß das Bämberger Kloster Zum Heiligen Grab, das mit St. Katharina in enger Verbindung stand, Zwischenstation auf dem Weg in den Schwarzwald war: In den fraglichen Handschriften finden sich mehrfach Spuren eines späteren Aufenthaltes im besagten Kloster, nämlich Korrekturen in den Kaiendarien und Litaneien oder Besitzvermerke von Schwestern des Bamberger Konventes (so in St.Peter perg.39, 53a, 61, 64, 65, 106). Gleiches gilt übrigens auch für einige der in andere Bibliotheken versprengten Stücke der Steyrer- schen Sammlung wie etwa die Kodizes Freiburg i.Br., Universitätsbibliothek, Hss. 148 und 302 und Zürich, Zentralbibliothek, Rh. 178 22 . Außerdem zeigt ein Blick auf die von W. Fries zusammengestellte Liste der erhaltenen Handschriften aus St. Katharina, daß bemerkenswerterweise der in der Bamberger Staatsbibliothek befindliche Bestand im Gegensatz zu den anderen Restbeständen, insbesondere in Nürnberg selber, ausschließlich Liturgica der genannten Art umfaßt, die aus dem Heiliggrab-Kloster dorthin gelangt sind 23 . Man darf deshalb vermuten, daß die liturgischen Handschriften des Katharinenklosters oder zumindest ein Teil davon im 16. Jh. angesichts des bevorstehenden Aussterbens des Konvents dem Bamberger Kloster übergeben wurden 24 . Für diese Annahme gibt es zudem einen konkreten Hinweis: wir wissen von zwei Kodizes des sanpetrinischen Bestandes, daß sie am 24. April 1589 von der letzten Priorin des Nürnberger Klosters, Cordula Knörrin, dem Bamberger Konvent anvertraut wurden 25 . Der gleiche Vermerk findet sich übrigens auch in der später wieder nach Nürnberg gelangten Handschrift Nürnberg, Stadtbibliothek, Cent. VIII, 17 16 . Ob Steyrer seine Nürnberger Handschriften — wohl zusammen mit den aus dem Heiliggrab-Kloster selber stammenden St. Peter perg. 31a und 38 — direkt aus Bamberg oder über eine weitere Zwischenstation erworben hat, läßt sich kaum ermitteln. Ebenso rätselhaft bleibt die Signatur (?) MB 10 aus dem 16. Jh., die in mehreren Handschriften dieser Provenienz auftaucht 27 . Schließlich sind die Erfurter Handschriften zu nennen. Es handelt sich um über 20 Kodizes, die mit Sicherheit aus der thüringischen Hauptstadt stammen. Die Gruppe gliedert 22 Vgl. Gottwald, S. 17f und 24-26 sowie L .C. Mohlberg , Katalog der Handschriften der Zentralbibliothek Zürich, I. Mittelalterliche Handschriften, Zürich 1951, S. 250. Die Freiburger Handschriften sind zu vergleichen mit St. Peter perg. 65 und 53 a. 23 W. Fries , Kloster und Kirche zu St. Katharina in Nürnberg, in: Mitteilungen d. Vereins f. Geschichte d. Stadt Nürnberg 25 (1924) 1-143, hier S. 134-143, bes. S. 141 f. 24 Im Gegensatz zur eigentlichen Klosterbibliothek, die nach dem Tod der letzten Schwester im Jahre 1596 in den Besitz der Stadt Nürnberg überging. Vgl. Schneider, S. XIII. 25 St. Peter perg. 65 und Freiburg i.Br., Universitätsbibliothek, Hs. 148 (s. Gottwald , S. 17f) mit dem Vermerk: „Daß buch hat uns geschinckt die ew. muter priorin Cordula Knerren zu Nürnberg, 1589 den 24 Aprilin" (vgl. Abb.25). 26 Vgl. Schneider, S. 414. 27 St. Peter perg. 34, 57a, 59, 103 und 106. XXVI einleitung sich im wesentlichen in drei Provenienzen: Marienstift (Domstift), Zisterzienserinnenkloster St. Martin und Neuwerkskloster (Augustiner-Chorfrauen) 28 . Aus der Bibliothek des Marienstiftes , das in vielfältiger Weise mit der Universität in Verbindung stand, kommt bezeichnenderweise der Großteil der nicht-liturgischen Handschriften im vorliegenden Katalog, insbesondere die kanonistischen und die medizinischen Werke — übrigens häufig Kettenbände. Dabei ist eine Gruppe von Kodizes besonders hervorzuheben, nämlich die von den Kanonikern Peregrinus und Lambertus de Goch der Bibliothek des Stiftes vermachten Handschriften 29 . Diese tragen jeweils ein Titelschild mit dem Vermerk „ex legacione dominorum de Goch canonicorum huius ecclesie beate Virginis Erffordie" 30 . Lambertus starb am 23. Oktober 1463, Peregrinus am 30. August 1467 31 ; nach dem Tod des letzteren dürften die Bände in den Besitz des Stiftes übergegangen sein. Sechs Kodizes aus dem Legat der beiden Brüder befinden sich übrigens heute im Erfurter Domarchiv 32 . Bei der Frage nach der Vermittlung des Kaufes bleiben wir auch hier auf Vermutungen angewiesen. Ettlinger hatte angenommen, der bereits erwähnte Chr.W.Koch habe die Handschriften mittel- und norddeutscher Provenienz auf der Leipziger Büchermesse im Juni 1781 für den bibliophilen Abt ersteigert 33 . Mehrere der fraglichen Handschriften tragen jedoch einen Kaufvermerk aus dem Jahr 1780, so die von Ettlinger selbst genannten Nummern 18 a, 74 und 75 aus St. Martin. Andererseits finden sich Handschriften aus diesem Kloster, deren Kauf laut Vermerk in das Jahr 1781 fällt. Dieser Sachverhalt läßt zwei Deutungen zu: Entweder hat Steyrer diese Kodizes in zwei Schüben erworben, wovon zumindest der erste mit Sicherheit nicht mit der Messe des Jahres 1781 zusammenhängt, oder der gesamte Kauf fällt auf das Ende des Jahres 1780, und zwar so, daß die Einarbeitung sich bis in das neue Jahr hineinzog, was sich dann beim Anbringen der Kaufvermerke entsprechend niedergeschlagen hätte. 28 Aus dem Marienstift stammen außer den in Anm. 29 genannten Handschriften auch die Nummern 3, 36 (?) und 50a; aus St. Martin die Nummern 18 a, 38 a, 50, 50b, 58, 66, 74, 75, 77 und 107, aus dem Neuwerkskloster die Nummern 15, 16, 16a, 37 und 44. 29 St. Peter perg. 3a, 9, 12, 83 und 123. Zu den Brüdern de Goch vgl. J.Klapper , Der Erfurter Kartäuser Johannes Hagen 1, Leipzig 1960, S. 20 und 23—25 und 2, Leipzig 1961, S. 45 und 47 sowie Kleineidam , passim (s. Register). 30 Vgl. Abb. 24. Eine Ausnahme bildet St. Peter perg. 3 a, wo das Titelschild nur den Vermerk „Goch" trägt und im Gegensatz zu den übrigen Schildchen von der Hand eines der Brüder Goch selber geschrieben sein dürfte. 31 Entsprechende Nekrologeinträge finden sich in St. Peter perg. 50a, Bl. 63 r und 79 r ; s. auch Kleineidam 1, S. 314 und 2, S. 4 f. 32 Vgl. Klapper ( s . Anm. 29) 1, S. 20. Zu Bücherschenkungen des Peregrinus de Goch an die Erfurter Kartause s. MBK II, S. 22 9 27 " 29 und S. 231 42_43 . 33 Ettlinger, S. 632f. XXVII einleitung Die letzten Erwerbungen Steyrers, die franziskanische Handschrift St. Peter perg. 28 und das Missale Donaueschingen, Fürstl.-Fürstenbergische Bibliothek, Hs. 197 34 , datieren von 1795, dem Todesjahr des Abtes. Unter dessen Nachfolger, Ignaz Speckle, der die Säkularisation des Klosters und damit auch der Bibliothek erleben mußte, kamen offenbar keine weiteren Stücke zur Steyrerschen Sammlung hinzu, mit Ausnahme der 1803 erworbenen Handschrift Zürich, Zentralbibliothek, Rh. 176 3S . Hingegen hat Abt Speckle ein Verzeichnis des Bestandes angelegt, das sich glücklicherweise erhalten hat 36 , während die unter Steyrer selbst angefertigten Kataloge nicht mehr vorhanden sind. Kaufvermerke, Einbände und Signaturschilder aus St. Peter Einige Stellen im Tagebuch Abt Steyrers berichten über die Art und Weise, wie Neuerwerbungen in die Klosterbibliothek eingearbeitet wurden. Spuren davon finden sich aber auch in den Handschriften selber. Charakteristisch sind insbesondere die schon mehrfach erwähnten Kaufvermerke, die auf den Spiegeln oder Vorsatzblättern angebracht wurden. Die einfachste Form lautet: Emit Philippus Jacobus Abbas mit der entsprechenden Jahreszahl. In ganz seltenen Fällen kommt die Angabe des Kaufpreises hinzu, während der Vorbesitzer bzw. Verkäufer leider nie genannt wird. Die Einträge dürften von den Bibliothekaren und ihren Gehilfen stammen 37 . Während die gedruckten Bücher nach ihrem Kauf offenbar fast alle neu gebunden wurden 38 , wohl um ein einheitliches Aussehen der Regale im neuen Bibliothekssaal zu erreichen, wurden die Handschriften in ihren alten Einbänden belassen, mit Ausnahme der Fälle, wo der Erhaltungszustand zu Besorgnis Anlaß gab. Kerns Angabe, im Frühjahr 1768 sei der Buchbinder Eisenlohr aus Emmendingen im Kloster gewesen, „um mit einem Laien- 34 Vgl. Niebler, S. XII Anm. 7; dort irrtümlich als Hs.196 angeführt. Die Handschrift erscheint im Katalog von Abt Speckle (s. Anm. 36) als Nr. 31 unter den Kodizes in 4°. 35 Niebler , S. XII. Der Name des Vorbesitzers lautet nicht Friedrich, sondern Ferdinand von Wittenbach, vgl. Mohlberg (wie Anm. 22), S. 248. Zu diesem s. auch: Das Tagebuch von Ignaz Speckle, Abt von St. Peter im Schwarzwald, bearb. von U. Engelmann , Bd.l, Stuttgart 1966, S. 289, 292, 302 und 323. 36 Karlsruhe, Badisches Generallandesarchiv, 102/27, Bl. 33-38. Vgl. unsere Signaturenkonkordanz, S. XXXV ff. 37 In St. Peter perg. 1, 8 a (Vorderspiegel), 34 a, 38 und 103 finden sich eigenhändige Vermerke Steyrers. 38 Vgl. E. Mittler , Das Kloster St. Peter und seine Bibliothek, in: Mittler, Müller (s . Anm. 3), S. 9-39, hier S. 18. XXVIII einleitung bruder aus Ettenheim Bücher einzubinden", ist irreführend und beruht auf einer falschen Übersetzung der entsprechenden Stelle in Steyrers Tagebuch 39 . Die nicht sehr zahlreichen Neueinbände von Handschriften lassen sich in vier Gruppen aufteilen: 1. Einbände des Dorfschulmeisters von St. Peter, Konrad Winterhalter: braune marmorierte Lederbände mit Rückenvergoldung, häufig mit marmoriertem Buntpapier für Spiegel und Vorsatzblätter, einige mit dem Vermerk „compegit Conradus Winterhalter". Unter den Beständen der Badischen Landesbibliothek findet sich nur eine Handschrift mit einem Einband dieser Art: St. Peter pap. 22 40 . Winterhalter hat sich besonders auch der Archivschriften angenommen; so weisen beispielsweise Steyrers Tagebücher seine Einbände auf 41 . 2. Ähnlicher Typus wie Nr. 1, die Stempel am Rücken jedoch nicht vergoldet, sondern schwarz: St. Peter perg. 41 und zwei Inkunabeln der alten Klosterbibliothek 42 . 3. Dunkelbraune marmorierte Lederbände. Die Bünde sind mit einfachen Goldlinien eingefaßt: St. Peter perg. 40, 50b, 57 und 74—76, alle mit Kaufdatum 1780. 4. Hellbraune, gesprenkelte Lederbände mit einfacher Streicheisenlinienverzierung am Rücken und entlang den Deckelrändern: St. Peter perg. 98—101. Von den 1761/2 angebrachten Rückenschildern, die Steyrer in seinem Tagebuch erwähnt 43 , haben sich an den Handschriften und Inkunabeln des Karlsruher Bestandes einige erhalten. In den Katalogbeschreibungen erscheint jeweils ein entsprechender Hinweis. Zu erwähnen ist, daß außer den Titelschildern offenbar auch Signaturschildchen in 39 „Vesperi etiam advenit Eisenlohr bibliopega Emmendinganus cum Fr. Converso Ettoniano, qui apud eutn artificium compegendi libros addiscit " (Karlsruhe, Badisches Generallandesarchiv, 65/555, Bl. ll v ). Mit anderen Worten: der besagte Laienbruder machte bei Eisenlohr eine Buchbinderlehre, während von einer Buchbindertätigkeit Eisenlohrs und seines Gehilfen für St. Peter zumindest an dieser Stelle nicht die Rede ist. Es ist indessen nachgewiesen, daß Eisenlohr in den Jahren 1771-73 die Kartensammlung des Klosters neu gebunden hat. Vgl. dazu R. Oehme , Die Kartensammlung des Klosters St. Peter im Schwarzwald, in Mittler, Müller (s . Anm.3), S. 149-277, hier S. 251 f. Von Eisenlohr ließ Abt Steyrer außerdem laut Vermerk auf dem Vorsatzblatt 1770 die prachtvolle Ptolemäus-Kosmographie ( Hain 13450) binden (Karlsruhe, BLB, Pb 212). Die Angabe Kerns steht auf S. 106 seiner Studie. 40 Ebenso St. Peter pap. 15 vor der Restaurierung. Zu erwähnen sind außerdem die Inkunabeln Dl 84 (Copinger 6445), Eto 74 (GW 1575) und Dg 12 (GW 2936). 41 Karlsruhe, Badisches Generallandesarchiv, 65/549—556. Ebenso die Bände 64/27—28 und 65/ 532-534. 42 Do 44 ( Hain 8519 und 10568) und Do 68 ( Hain 9010). Ähnlich auch Do 17 ( Hain 4485) und Dq 5 (GW 6542). 43 Vgl. Mittler (wie Anm. 38), S. 18 f mit Berichtigung der irreführenden Übersetzung von Steyrers Notiz bei Kern , S. 105. XXIX EINLEITUNG rhombischer Form angebracht wurden. Auch davon sind noch einige vorhanden, allerdings nicht genügend, um die den Signaturen zugrundegelegte Systematik erschließen zu können (vgl. Abb.26). 7,ur Aufstellung der Handschriften in der Karlsruher Hofbibliothek Ein Vergleich der heutigen Signaturen mit dem bereits erwähnten Katalog Abt Speckies 44 erlaubt Einblicke in die Veränderungen, die bei der Aufstellung der Handschriften nach der 1807 erfolgten Überführung in die Karlsruher Hofbibliothek vorgenommen wurden. Waren die Handschriften in St. Peter offenbar nach Formaten geordnet (Folio, Quart, Oktav), so wurden sie nun nach Beschreibstoffen (Pergament, Papier) geschieden. Nach dieser ersten und grundlegenden Aufteilung erfolgte zu einem späteren, nicht genau festzulegenden Zeitpunkt eine weitere Neuordnung, bei der — wenn auch nicht mit letzter Konsequenz - folgendes Prinzip zur Anwendung kam: Die Signaturen der Folioformate, bei Speckle 61 Nummern, wurden grundsätzlich beibehalten. Einige Umstellungen wurden allerdings vorgenommen; die wichtigsten betreffen die Kodizes in fol. 1 (jetzt perg. 87), 4 (jetzt perg. 50a), 5 (jetzt perg. 29), 6 (jetzt perg. 92), 13 (jetzt perg. 8), 57 (jetzt perg. 88—91) und 61 (jetzt perg. 93). Zum weiteren Vorgehen bei den Papierhandschriften vergleiche man die Darstellung Nieblers , S. XIV-XV. Bei den Pergamenthandschriften wurden sodann die durch das Aussondern der Papierhandschriften und durch die erwähnten Verschiebungen freigewordenen Nummern der Folioformate durch die entsprechenden Handschriften im Quartformat besetzt. Bei den Oktavformaten verzeichnet Speckle nur Papierhandschriften, so daß diese Gruppe uns nicht weiter zu beschäftigen braucht. Zur Veranschaulichung des eben skizzierten Verfahrens ein Beispiel: Die Kodizes in fol. 23—28 waren Papierhandschriften, wurden also ausgesondert, worauf die Quarthandschriften 23-28 nachrückten und deshalb heute die Signatur St. Peter perg. 23—28 tragen. Ab Nummer 62, d.h. aufgrund einiger Umstellungen sogar schon ab Nummer 55, war der Platz ohnedies frei für die kleineren Handschriften, abgesehen von den erwähnten Ausnahmen, die aus der Signaturenkonkordanz leicht zu ersehen sind. Auf diese Weise erhielt man eine fortlaufende Numerierung der Pergament- kodizes von 1—123. Überall dort, wo eine Nummer bereits von einer Foliohandschrift besetzt war, fügte man zur Signatur der entsprechenden Quarthandschrift einen Kleinbuchstaben hinzu. So wurde beispielsweise aus der Handschrift in 4 ° 3 St. Peter perg. 3 a. Ähnlich verfuhr man teilweise auch mit Foliohandschriften, wenn die erwähnten Umstellungen vorgenommen wurden. Eine besondere Situation ergab sich im Zusammenhang mit der 44 S. oben, S. XXVIII mit Anm.36 sowie die Signaturenkonkordanz, S. XXXV—XXXVIII. XXX einleitung Signatur Nr. 8: aus unerfindlichen Gründen wurde das Missale.in fol. 13 mit dieser Signatur versehen, die Handschrift in 4°8 erhielt dann die Signatur 8a, während für die von ihrem Platz verdrängte ursprüngliche Nr. 8 die Signatur 8 b übrigblieb. Handschriften, die in Speckies Katalog fehlten, so zum Beispiel der Kodex mit Hugo von St. Viktors De Sacramentis (heute St. Peter perg. 12) oder das Hymnar St. Peter perg. 47 aus Rottenmünster, erhielten noch unbesetzte oder neu geschaffene Nummern. Die Frage nach dem Zeitpunkt dieser Neuordnung ist nicht genau zu beantworten. Niebier setzt sie zwischen 1855 und 1862 an, wobei er insbesondere darauf hinweist, daß die Zitierweise F.J. Mones in seinem Werk über die lateinischen Hymnen des Mittelalters (1853—55) und im Anzeiger für Kunde des deutschen Mittelalters (später: der teutschen Vorzeit) noch immer die alte Aufstellung der Handschriften widerspiegle, denn er zitiere die St. Peter-Handschriften entweder nur mit Bezug auf die ältere Signatur oder ohne Angabe von Nummern 45 . Allerdings handelt es sich bei den Handschriften, die mit ihrer Signatur zitiert werden, durchwegs um solche, die auch bei der Neuaufstellung ihre ursprüngliche Nummer behalten haben 46 . Auch erweist sich bei näherem Zusehen, daß ohne Nummer zitierte Handschriften zum fraglichen Zeitpunkt durchaus schon mit einer Signatur versehen sein konnten. Dies läßt sich an verschiedenen Beispielen zeigen: Das bereits erwähnte Hymnar St. Peter perg. 47 wird in Mone 1, S. 213 f und 239—242 als Handschrift Nr. 47 zitiert, begegnet dann aber in Band 2, S. 387 und 429 oder 3, S. 505 plötzlich als Handschrift ohne Nummer. Im Falle von St. Peter perg. 16 läßt sich die gleiche Inkonsequenz sogar innerhalb ein und desselben Bandes feststellen, z.B. 1, S. 144 gegenüber S. 202. Ähnliches gilt auch für Mones Beiträge im „Anzeiger", wo beispielsweise die Handschrift St. Peter perg. 85 in Band 8 (1839) 283 ohne Nummer zitiert wird, während sie in 3(1834) 178 bereits unter der korrekten Signatur erschienen war. Man wird also Mone hier nur mit Vorsicht als Gewährsmann anführen dürfen. Ein einigermaßen sicheres Indiz, daß die endgültige Aufstellung und Signierung der Handschriften nach ihrem Eintreffen in Karlsruhe noch längere Zeit auf sich warten ließ, ist eigentlich nur Mones Erwähnung von St. Peter perg. 8 a als Handschrift Nr. 8, d.h. mit ihrer ursprünglichen Nummer unter den Quartformaten, im 3. Jahrgang (1834) des Anzeigers auf S. 232. Unerklärlich bleibt schließlich, warum St. Peter perg. 84 im eben genannten Jahrgang, S. 229, von Mone als Handschrift Nr. 7 (!) zitiert wird, im 1861 erschienenen Band Scriptores 17 der Monumenta Germaniae historica jedoch ohne Signatur erscheint 47 . 45 Niebler, S. XIV mit Anm. 26. 46 In der Hymnensammlung sind es insbesondere die Handschriften St. Peter perg. 16, 30, 32, 55 und 63. 47 Vgl. auch den entsprechenden Hinweis bei der Beschreibung der Handschrift im Katalog. XXXI einleitung Handschriften aus St. Peter in Bibliotheken außerhalb von Karlsruhe Einige Handschriften des Bestandes sind offenbar dem Zugriff der Säkularisationskommissare entgangen und befinden sich deshalb heute nicht in Karlsruhe, so die eben genannten Kodizes in Donaueschingen und Zürich. Die Identifizierung solcher versprengter Stücke wird durch die bereits erwähnten Besitzvermerke ermöglicht. Klaus Niebier ist es gelungen, eine ganze Reihe derartiger Handschriften aufzuspüren 48 . Seine Liste kann in einigen Punkten ergänzt werden: 1. Universitätsbibliothek Freiburg i.Br.: Hs.296, ein Rituale aus einem oberrheinischen Dominikanerinnenkloster, 1497 von Frater Albertus geschrieben 49 (vom gleichen Schreiber stammen St. Peter perg. 20a und 112 (I) und auch das Stundenbuch Cambridge, Fitzwilliam Museum, ms. 157 so ); Hs. 383 aus dem Erfurter Neuwerkskloster 51 ; Hs. 675, Heinrich Arnoldi, deutsche Passio cum glossulis (um 1485); außerdem zwei Handschriften des 18.Jh's, nämlich Hs. 181 und 475. Die von Niebier erwähnte Hs. 537 muß hingegen von der Liste gestrichen werden 52 . 2. Die Zahl der über das Kloster Rheinau in die Zürcher Zentralbibliothek gelangten Handschriften beträgt nicht sechs, sondern neun. In Niebiers Liste sind neu aufzunehmen Rh. 188 und 189, beide mit Kaufvermerk Steyrers von 1781, und wohl auch Rh. 179, die zwar keinen Kaufvermerk aufweist, jedoch, nach inneren und äußeren Merkmalen zu schließen, zweifellos mit den aus Steyrers Sammlung stammenden Rh. 178, 180 und 181 eine Gruppe bildet. Rh. 190 trägt übrigens die Katalognummer 562 und nicht, wie bei Niebier angegeben, 561. 3. Von den neun Donaueschinger Handschriften, die Niebier erwähnt, konnte die kunsthistorisch bedeutsame Hs.185 unterdessen vom Land Baden-Württemberg für die Badische Landesbibliothek erworben werden, wo sie unter der Signatur St. Peter perg. 139 nun wieder bei den Kodizes ihrer alten Bibliotheksheimat steht. 4. Die Angaben Niebiers zu den Handschriften, die sich heute wieder in der Bibliothek von St. Peter befinden, können wie folgt präzisiert werden: Nach Mitteilung W.Ha- genmaiers (s. Anm. 52) handelt es sich nebst einer Reihe von neuzeitlichen Hand- 48 Niebler, S. XIII-XIV. 49 Vgl. Gottwald, S. 24. 50 Vgl. M.R.James, A descriptive catalogue of the manuscripts in the Fitzwilliam Museum, Cambridge 1895, S. 352-354 und Benedictins du Bouveret , Colophons de manuscrits occiden- taux des origines au XVI e siecle 1, Fribourg/Suisse 1965, S. 18 Nr. 141. Die Identität des Schreibers wurde von P. Woudhuysen freundlicherweise brieflich bestätigt. 51 Vgl. W. Hagenmaier , Die lateinischen mittelalterl. Handschriften der Universitätsbibliothek Freiburg i. Br. (ab Hs. 231) (Kataloge der Universitätsbibliothek Freiburg i.Br. I, 3), Wiesbaden 1980, S. 120 f. 52 Die Hinweise zu den Hss. 181, 383, 475, 537 und 675 verdanken wir der freundlichen Mitteilung W. Hagenmaiers. XXXII einleitung Schriften 53 um etwa zehn mittelalterliche Kodizes, deren Beschreibung im nächsten Katalogband der Universitätsbibliothek Freiburg zu erwarten ist. Unter diesen befinden sich außer Handschriften, die nach der Einrichtung des erzbischöflichen Priesterseminars im Jahre 1842 nach St. Peter kamen, auch zwei Pergamenthandschriften aus dem alten Bestand, nämlich Cod. ms. 14 (Rituale-Prozessionale des 14. Jh's, 1780 von Steyrer erworben, s. Gottwald, S .205f) und 15 (Stundenbuch des 15. Jh's, 1781 erworben). 5. Schließlich ist neu die Hs. 4981 des Germanischen Nationalmuseums zu erwähnen, ein Psalterium des 13. Jahrhunderts, das vermutlich aus dem Oberrheingebiet stammt 54 . Das Kaufjahr 1781 und der Nachtrag aus dem 15. Jahrhundert lassen vermuten, daß der Kodex zur oben erwähnten Gruppe von Handschriften aus den elsässischen Dominikanerinnenklöstern gehört. Er kam im 19. Jahrhundert über den Antiquariatshandel in den Besitz des Gründers und ersten Vorstandes des Nationalmuseums, Hans Freiherrn von und zu Aufseß, und wurde dann von diesem zusammen mit einer größeren Gruppe von Kodizes dem Museum übergeben 55 . Zwr Anlage der Beschreibungen Die Handschriftenbeschreibungen entsprechen den Richtlinien der Deutschen Forschungsgemeinschaft, denen auch Klaus Niebier folgte. Für Einzelheiten darf deshalb auf die Einleitung seines Kataloges verwiesen werden 56 . In der Schlagzeile sowie bei der Beschreibung der sogenannten äußeren Merkmale wurde auf eine Angabe des Beschreibstoffes verzichtet, da es sich durchwegs um Pergamenthandschriften handelt. Sind in einzelnen Fällen alte Papierblätter enthalten, so wird dies entsprechend vermerkt. Die Maße der Blätter bzw. des Schriftraumes verstehen sich in cm. Die inhaltliche Beschreibung der liturgischen Handschriften, die gut drei Viertel des Bestandes ausmachen, folgt, wenn möglich, der von Josef Leisibach bei der Katalogisierung der liturgischen Handschriften der Bistümer Freiburg/Schweiz und Sion angewandten Methode der Kollation mit einem Basistext 57 . Diese erlaubt es, Abweichungen und somit 53 Darunter die von Gottwald , S. 201—205, beschriebenen Cod. ms. 9—13. 54 Vgl. Die Handschriften des Germanischen Nationalmuseums. Zweiter Band, erster Teil: Die lat. mittelalterlichen Handschriften, beschr. von H. Hilg , Wiesbaden 1983, S. 46-48, bes. S. 46. Die freundliche Überprüfung des Kaufvermerks Abt. Steyrers auf dem Vorderspiegel der Hs. verdanken wir Frau U. Mende. 55 S. Hilg (wie Anm. 54), S.XII. 56 N iebler , S. XVI-XVIII. 57 Zur Darstellung der Methode vgl. J. Leisbach , Die liturgischen Handschriften der Kantonsund Universitätsbibliothek Freiburg (Itef Helveticum I), Freiburg/Schweiz 1976, S. 15-17. XXXIII EINLEITUNG spezifische Eigenarten jeder Handschrift herauszuarbeiten. Gerade bei der Beschreibung der äußerst zahlreichen dominikanischen und zisterziensischen Handschriften - 71 bzw. 20 Nummern! - erschien dieses Vorgehen angezeigt, da in diesen Orden die Rückbindung der liturgischen Praxis an einen verbindlichen Normtext (ja Normkodex!) sehr konsequent gefordert und auch eingehalten wurde. Guerrinis Edition des dominikanischen Prototyps von 1256/1259 (Humbert de Romanis) sowie die Arbeiten von Backaert, Huot und Weinmann für die Zisterzienserliturgie leisteten hier hervorragende Dienste. Für Orationen sowie Antiphonen und Responsorien wurde, wenn möglich, auf die entsprechenden Nummern der Corpora von Bruylants und Hesbert verwiesen, während Hym- nologisches im Anschluß an die Analecta hymnica bzw., wo diese ausfielen, nach Chevaliers Repertorium hymnologicum verzeichnet wurde. Bei den kunsthistorisch interessanten Handschriften, von denen der bearbeitete Bestand eine größere Anzahl aufweist, wurde in den Fällen, wo bereits eine ausführliche Beschreibung der Buchmalerei in der Fachliteratur zur Verfügung steht, auf diese verwiesen und die Angaben im Katalogtext entsprechend knapp gehalten. Insbesondere konnten hier die Arbeiten von E. J. Beer herangezogen werden, wobei in verschiedenen Fällen die Angaben zur Herkunft der Handschriften präziser gefaßt werden konnten und teilweise auch korrigiert werden mußten. Der überdurchschnittliche Anteil an qualitätvoller buchmalerischer Ausstattung ließ die Beigabe farbiger Abbildungen angezeigt erscheinen. Den Bearbeitern standen außerdem das handschriftliche Repertorium von 1887/88 (H. Ehrensberger, F. Lamey, W. Brambach), die gedruckten Kataloge von Ehrensberger und Längin , Wasserzeichen-Expertisen von G. Piccard sowie Vorarbeiten von Klaus Niebier und Milan Petrik zu einem Teil des Bestandes zur Verfügung. Im einzelnen zeichnen die beiden Bearbeiter für folgende Beschreibungen verantwortlich: Felix Heinzer für die Nummern 1, 4-8b, 10—IIa, 13—27, 29a-32, 34-39, 43-47, 49- 50a, 51-70, 72-81, 83-84, 86, 92, 95-101, 103-119, 122, 124-133, 136-139. Gerhard Stamm für die Nummern 2-3a, 9, 12, 28-29, 33, 40-42, 48, 50b, 71, 82, 85, 87-91, 93-94, 102, 120-121, 123, 134-135. Zu danken haben wir Herrn Amtsrat Helmut Schröer für mannigfache Mitarbeit sowie Frau Erika Aichele und Frau Regine Birzer für ihre Hilfe beim Erstellen des Manuskriptes. Herr Ludwig Schuba in Heidelberg leistete Hilfe bei der Identifizierung medizinischer Texte. XXXIV ABBILDUNGEN Abb. 1: Ausgießung des Heiligen Geistes (St. Peter perg. 7,7 V ; 62 % der Originalgröße) &ntwt)0}i4 ;$ W0 fitef ' ' (& ÄV t < - ixL ' Abb. 2: Zierseite mit Rankeninitiale B (St. Peter perg. 122,9 r ; Originalgröße) Abb. 3: Bildinitiale Q: Sündenfall (St. Peter perg. 122,60 r ; Originalgröße) Abb. 4: Bildinitiale Q: Michael als Drachentöter (St. Peter perg. 6a,53 r ; Originalgröße) Abb. 6: Kanonbild: Kreuzigung Christi (St. Peter perg. 46,150 v ; 70 % der Originalgröße) Abb. 7: Bildinitiale: Darstellung Christi im Tempel (St. Peter perg. 49,44 r ; 61 % der Originalgröße) Abb. 8: Bildinitiale: Johannes der Täufer (St. Peter perg. 49,223 v ; 64 % der Originalgröße) Abb. 9: Einzug Christi in Jerusalem (St. Peter perg. 21,12 r ; Originalgröße) Abb. 10: Miniatur aus dem Zyklus über Leben und Lehre des Raimundus Lullus (St. Peter perg. 92,12'; 54 % der Originalgröße) Abb. 11: Hostienmühle (St. Peter perg. 44,9 r ; 65 % der Originalgröße) iftvfUwli tiio S#Tj)W &mtnr etm^tv tntotw n| tion fleht: «r m rsmfcfaA vJ IK jhmme tioti '< V; < tnw® twnutt Juirwuit 0^ me m«: crm (W cn nipU &im&uujHe rtrti<«te@\! - Ä mrwmm fiimum nuob ^ mrmmm «qnum nno jjfoummm«jp [uö oaumuttv; mwfo fiis httim Ifo&tm tiuttwbs rthtmt*' Atuml«UHt*m ttiupflwcjiioM gh- foCtum «me twtmp« r:,? erdmma minima? fitfläfö: ü^eM^uhnni^cVi jtf J mfy »wn ftr: f& Warn pufg muttVutwtit-veti wa Q. jhne mt^Oeo nm üftu; | mwrttftt» tiw ^v ffimeß mnmfifiö mfhntt ÖLt« tmur oe ttmttw m A mjtoutm:crim tmpmtm c o noitujl Jammt* mnruiait imutit ? i mwimitfottfe qttfti f Abb. 13: Zierseite: Initiale A und Bordüre mit Blumen und spielenden Kindern (St. Peter perg. 34,7 r ; 110 % der Originalgröße) - (^yltnrfelicitlt&t' q fatfat&bfjqt uaic (E^tytxi ctßfAetii /« {•oiote nr fa*icftv (iwUBOorfi*U OSo ^VumHc {iztvita€ (y^Suti Sccoi ^)n^| ! / <3 ßßm t(fm6 fenrtntm? otw W*J 4jrt&trra / w/i twnwkfl qßnfc n»t 9cqc9fomto 2 r- :-r v Abb. 14: Schlußschrift des Schreibers Petrus Geir (St. Peter perg. 29,148 v ) Abb. 15: Schlußschrift des Schreibers Konrad Fladenschröt (St. Peter perg. 30,76 r ) Abb. 16: Schlußschrift des Schreibers Valentinus de Selcan (St. Peter perg. 3,157 r ) £\ylmHttxvmiflam quccotip^iu it (Ben c rofue Actmgniftme tue ^xilthiCir tc ttccbm fem mbifeno p mcjcomrtmm ftoctetxÄrDing.^vntio xmi fllittrfimo qi^fonn genttfimo fcvagdl mo. octnuovu .tcrimo kilimmmftö fcptcmbnö lemtttcn* :si k'V G ■■} uta fj Abb. 17: Schlußschrift des Schreibers Leonhard Stocker de Erding (St. Peter perg. 8, Hinterspiegel) Abb. 18: Schlußschrift des Schreibers Konrad Jäch (St. Peter perg. 36a,248 r ) Abb. 19: Schlußschrift des Schreibers Andreas Traunkirchner (St. Peter perg. 28,88 r ) ' « I - \ • tt^v . ' r tT=|#iv5Äa--- S.lft.s c-jb^«-'-S 2 3 <7 § ®«£*5 ~-r imnmiüfuM t' MIMM LS Ir <» i f r -* e € ,6 t« ^ M c/5 .«_» Q. - < - — 00 X5 Xi < X — X) CS •53 2 "3 5 oo a. X) < ^ C vn /^K!|oi in ^v^n,*j (^miY $fii'y^ pMpf^s mtä i' » 2>< ißt yihrfi /J ' . WP-iii>*vg- ^ &t~ nfvlfw J^fi^ßnnct owV^- r, l ?• -P ■ f " ,;>• /», /? Commemoracio de sancto Stephano<. Folgende Reimoffizien: (106 rb —109 rb ) 11000 Jungfrauen, AH 28 Nr. 90 (Teile); (121 ra -123 vb ) Katharina, AH 26 Nr. 69. (129 v ) Nachträge (15. Jh.): Orationen beati Genesii martiris und pro confessore et pontifice. 130 r -170 ra COMMUNE SANCTORUM. >De apostolis<. 170 ra -177 va HYMNAR. >lncipiunt ymni de Sanctis<. Grundstock wie im Hymnarium antiquum Bernhards (vgl. Weinmann ), ergänzt durch Magdalenen- und Katharinen- 3 st. peter perg. 1 • st. peter perg. 2 Hymnen: AH 14 Nr. 13 ( Mone 3, S. 505 f für Varianten), AH 50 Nr. 9. 11, AH 51 Nr. 128. 123. 126. 135. 75, AH 50 Nr. 67, AH 2 Nr. 54, AH 50 Nr. 15, AH 51 Nr. 175. 174, AH 50 Nr. 16, AH 52 Nr. 136, AH 14 Nr. 74, AH 52 Nr. 365. 79, AH 51 Nr. 130, AH 50 Nr. 153, AH 51 Nr. 176, AH 4 Nr. 314, AH 52 Nr. 251. 248, AH 51 Nr. 139, AH 50 Nr. 17, AH 51 Nr. 114b. 116, AH50 Nr. 21. 177 vb _178 v Cantica für die dritte Nokturn. >De apostolis et martiribus<, >De uno martire et confessore<, > De virginibus<. 179 r -182 v Nachtrag (15. Jh.): >Hystoria de sancta Margaretha<, Reimoffizium AH 28 Nr. 3 (hier länger und teilweise abweichend), (182 v ) zusätzliche Oration: O piissima et clementissima martir Christi Margaretha, commendo in tuam fidem ... St. Peter perg. 2 Johannes Andreae, Apparatus glossarum in Sextum 1 + 106 Bl. ■ 37,5 X 25,5 • Südfrankreich • Mitte 14. Jh. Lagen: 6 VI 72 , 4 IV 104 , I 106 , Reklamanten. Schriftraum 18 X 17,5. 2 Spalten, 70 Zeilen. Gotische Buchschrift und Rotunda von 2 Händen, zahlreiche Marginalien mehrerer Hände des 14. Jh's. Zwei- bis fünfzeilige blau-rote Fleuronnee-Initialen, häufig in Verbindung mit Grätenstäben. Übliche Rubrizierung. Neuer brauner Lederband von 1972, vorn neuer Perg.-Spiegel u. neues Vorsatzblatt. Die alten Einbanddeckel separat aufgestellt: zerschlissener brauner Lederband nach 1378, je 4 Buckel, hinten ursprünglich 5; vorn 5gliedrige Kette; Reste von 4 textilen Schließenbändern, oben und unten je eine. Herkunft: Bis 69 ra Pecienvermerke. Als Vorderspiegel - noch auf dem alten Einbanddeckel aufgeklebt — Fragment einer mit 1313 datierten lateinischen Urkunde, ein Benefizium in der Diözese Uzes betreffend, ausgefertigt von einem Galhardus Archidiaconus „apud Malausanam (Malaucene, Dep. Vaucluse) Vasionensis dioceseos". Hs. vermutlich schon im 14. Jh. in Deutschland, wahrscheinlich in Erfurt. Auf dem Holz des Hinterdeckels innen Leimabdruck von je einem Fragment einer deutschen und einer lateinischen Urkunde, die letztere mit Datum 1378 betrifft die Pfarrkirche St. Andreas in Erfurt (s. Einleitung, S.XXVIf). Nur noch wenig lesbar. Die den beiden Leimabdrucken entsprechenden Pergamentfragmente teilweise vorhanden (abgelöst, am neuen hinteren Einbanddeckel angefügt). 1781 für St. Peter erworben. Literatur: Ettlinger , S. 635. l r -106 r JOHANNES ANDREAE, APPARATUS GLOSSARUM IN SEXTUM. >Incipit apparatus Johannis Andree sexti libri decretalium<. Quia preposterus est ordo prius humana subsidia petere ... - utiles eis in posterum labores meos offeram iam licet noviter inchoatos. Explicit apparatus domini Jo. An. VI. Ii. Schulte 2, S. 213, Anm. 50 (Hs. nicht erwähnt). Drucke GW 4848-4904. 4 st. peter perg. 3 St. Peter perg. 3 Malogranatum 157 Bl. • 34 X 24,5 • Böhmen • 1419 Lagen: (V + l) 11 + 14 V 151 + III 157 . Kustoden, anfangs alte Foliierung. Schriftraum 24 X 17. 2 Spalten, 50 Zeilen. Bastarda einer Hand. Rubriziert, rote u. blaue Lombarden, 2 r u. 60 r Zierseiten (offenbar böhmische Arbeit): 3 Initialen mit blauem bzw. rosa u. grünem Rollwerk u. gepunztem Goldhintergrund. Distelblattranken in den genannten Farben. Im Innern der ersten Initiale (N) ein Bäumchen mit Früchten vor braunem, mit Goldranken verziertem Hintergrund. Die Hs. erhielt 1972 neue Holzdeckel mit braunem Lederbezug, neue Langriemenschließen sowie hinten Spiegel u. Nachstoßblatt. Die je 4 Buckel (von 5) des alten Einbandes wurden auf dem neuen angebracht. Die alten, teilweise gebrochenen Einbanddeckel mit hellem zerschlissenen, altrestauriertem Lederbezug sind separat aufgestellt. Am Hinterdeckel oben Kette u. Kaufvermerk auf altem Spiegelrest (dazu s. unter Herkunft). Auf dem Vorderdeckel: primus et Secundus libri Malogranati. Herkunft: Die Hs. wurde 1419 von Valentin von Selcan (Böhmen) geschrieben, als Autor des Textes oder vielmehr als Auftraggeber der Handschrift wird ein Myxo, dictus Parziphal de Wisse- grado (Vysehrad) genannt (s. unten im Zusammenhang mit der Erörterung der Verfasserfrage). Dieser könnte identisch sein mit dem für die Jahre 1384-86 nachgewiesenen böhmischen Landgerichtsschreiber Mikuläs (Miksfk) Parcifal (vgl. W.W.Tomek , Dejepis mesta Prahy 5, Praha 1881, S. 42). Am 11. Juli 1427 wurde die Hs. in Erfurt von Konrad Moer gekauft. Kaufeintrag auf dem alten Hinterdeckel, von der Kettenhalterung teilweise zerstört: praesentem librum ... ego C. Moer etni a provido viro Jo. Tudirstat oppidani Erffordensi ... pro XXVII sexagenis grossorum (27 Schock Groschen; vgl. Wörterbuch der Münzkunde, Berlin 1930, S. 606 u. 630) anno domini 1427 die 11 tnensis Julii prasenti[ bus] ... [sanc]f/ Egidii Erffordensi Alberto Ruscbinburg et dicto die de Gredenige Johannes ... Auf dem Vorderspiegel: Hrdal XIII g[enerationis] (?) de Slywenecz (Sliwe- netz bei Königsaal). Es fällt auf, daß die böhmische Hs. so bald nach ihrer Entstehung in Erfurt verkauft wurde, nachdem sie offenbar bereits mehrfach den Besitzer gewechselt hatte - vermutlich verschleudertes Plünderungsgut aus den Hussitenkriegen (vgl. A. Frind , Die Kirchengeschichte Böhmens 3, Prag 1872, bes. S. 129 f). - Konrad Moer war Kanoniker am Erfurter Domstift St. Marien. Er wird 1447 als Kommissar für das Erfurter Peterskloster u. 1451 als Testamentvollstrek- ker genannt (vgl. Kleineidam 1, S. 114 u. 309 u. Frank , Register). Auf dem Vorderspiegel: Huius- modi libros legavit Conradus Moer ecclesie beate Marie Erffordensi (15. Jh.). Zu den aus Erfurt kommenden Sanpetriner Handschriften s. Einleitung, S. XXVI f. Die Hs. wurde 1781 für St. Peter erworben. Literatur: Ettlinger , S. 639. l va _l 57 va MALOGRANATUM, liber 1 et II. Incipit tabula ... Uber primus ... (2 ra ) >In- cipit liber sive tractatus primus Malogranati, in quo continentur multe auctoritates diver- sorum doctorum etc. < Notandum quod opus subsequens seu liber sive tractatus intitula- tur Malogranatum, qui tractat de triplici statu Religiosorum ... Fili, accedens ad servitu- 5 ST. PETER PERG. 3 ST. PETER PERG. 3 a tem dei (Ecl2,l) ... (59 vb ) Explicit primus Uber Malogranati honorabilis viri domini Myxoms, dicti Parcziphal de Wissegrado, anno domini 1419° feria secunda proxima post festum Sancti Georgii (24.4.) per manus Walentini de Sedlczano. (60 ra ) >Incipit Uber sive tractatus secundus ...< filius interrogat: Accepta igitur informatione, o pater ... - (157 rb ) in viciorum detestacione, in virtutum operacione et in temptacionum perpes- sione esse expositum et explanatum. Explicit Uber secundus, qui tractat de statu profi- cientium. Sic igitur habemus unum librum illius tractatus, qui nuncupatur Malogranatum explanatum et conscriptum Anno domini 1419° Sabbato post Omnium Sarictorum (4.11.) per manus Walentini de Sedlczano etc. Item Registrum Secundi libri.. . (Abb. 16); Drucke: Hain 7449—7451. Verfasserfrage ist ungeklärt (vgl. Meyer—Burckhardt 2, S. 980; DSAM 6, 73 f). Bei dem im Explicit zu Buch 1 genannten Myxo, dictus Parziphal de Wissegrado, wird es sich schwerlich um den Autor des Textes, sondern um den Auftraggeber der Hs. handeln; vgl. auch D. Haage , Zur Überlieferung des Malogranatum, in: ZfdA 108 (1979) 407-414 (diese Hs. nicht erwähnt). St. Peter perg. 3 a Henricus de Frimaria • Franciscus de Maironis • Conradus de Saxonia • Quadragesimale 154 Bl. • 22,5 X 16,5 • Erfurt? • 14. Jh. Lagen: IV 8 , V ls , VI 30 , 3 IV 54 , V 64 , (V + 1) 75 , 3 IV ", (IV + 1) 108 ,2 IV 124 , 3 V 154 . Kustoden, jeweils auf der 1. Seite rechts oben, l r u. 109 r fehlend, in der Gesamtzählung jedoch mitberücksichtigt. Schriftraum 17,5 x 12. 2 Spalten, 39-52 Zeilen. Notula von mehreren Händen. Auszeichnungsschrift Textura. Rubriziert. Bei der Restaurierung 1972 erhielt der Einband einen neuen braunen Lederbezug sowie neue Perg.-Spiegel, -Vorsatzblätter u. Langriemenschließen. Die alten Spiegel (Fragmente eines Graduale nach römischem Gebrauch, 1.-6. Sonntag nach Pfingsten, mit Neumen auf 4 Linien, 14. Jh.), ein Makulaturstreifen (mit fragmentarischem Text von Ps 106,19—107,3; 15. Jh.) und das früher auf dem Vorderdeckel befindliche Titelschild: E[xpos]/do quedam ... 'cum Marte' de [cele]£>rad[one] missarum etc. Goch (15. Jh.) jetzt am Schluß der Hs. angebracht. Kette oben am Hinterdeckel. Herkunft: Aus dem Besitz der Brüder de Goch, s. Einleitung, S.XXVII. Wahrscheinlich 1781 von Abt Steyrer erworben. Literatur: Ettlinger , S. 639; Birkner , S. 18, Anm. 2. Sämtliche Texte der Hs. scheinen bislang von der Forschung nicht erfaßt zu sein. Es fällt auf, daß die Texte häiifig von sonst üblichen Textfassungen erheblich abweichen. l ra -19 vb HENRICUS DE FRIMARIA, EXPOSITIO DECRETALIS 'CUM MARTHAE' DE CELEBRANDA MISSA. Incipit Exposicio in decretalem Cum Martbe fratris Henrici 6 ST. PETER PERG. 3 a de Frimaria etc. ... (Prol.:) Reverendo in Christo patri et domino suo spirituali domino Mathie ... (Text:) Cum Marthe. Quia ius constitutionis maxime sacrorum ... - (19 ra ) ad Celeste convivium beatorum, quod nobis parare dignetur generosum tiumen pater et filius et Spiritus sanctus. Amen. (Tabula:) Ut autem utilitas presentis opusculi legenti promp- tius occuratur ... (19 vb ) Finito libro sit laus et gloria christo. Amen. Zumkeller , Nr. 312. Zum Schreiberspruch s. Wattenbach , S. 498 f. 20 ra -30 vb FRANCISCUS DE MAIRONIS, TRACTATUS VEL SERMONES. DE RE- SURRECTIONE DOMINI. Tractatus Francisci Maronis de resurrectione domini (am oberen Rand nachgetragen). Domine probasti me ... (Ps 138,1) Quia, karissimi, miste- rium dominice passionis fuit quasi quoddam preambulum ad sue resurrectionis sacramen- tum ... - (25 ra ) Cuius iocunditatis participes nos efficiat, qui per mortem et resurrectio- nem suam mundum vivificat. Amen. Explicit tractatus de resurrectione Francisci Maronis. Zur Überlieferung s. B.Roth , Franz von Mayronis, Werl 1936, S. 262, 265, 268 u. 274; H. Rossmann in: Franzisk. Studien 54 (1972) 67 Anm. 202, 68 Anm. 204 u. 70 Anm.208. - (25 rb -30 vb ) DE CORPORE CHRISTI. Memoriam fecit memorabilium ... (Ps 110,4). In isto sermone tres sunt virtutes principales preclare, Ex quibus principes principaliter solent laudari, scilicet potentia, dementia et magnificentia ... - cuius felici- tatis nos efficiat participes Ihesus Christus, qui in excelsis vivit .. . Zur Überlieferung s. Rossmann, S .58; Schneyer , Repertorium 3, S. 130 Nr. 927 (unter Jacobus de Losanna); Zumkeller , Nr. 298 (unter Henricus de Frimaria). 30 vb -31 va ENGELBERTUS DE COLONIA, DE CORPORE CHRISTI SERMO. Accipite et manducate . .. (I Cor 11,24). Pro istius statu vie(?) congruum fuit ...; Schneyer , Repertorium 2, S. 35 Nr. 27. 31 vb -41 v b FRANCISCUS DE MAIRONIS, SERMONES. (-33 vb ) IN ASCENSIONE DOMINI. Exultavit ut gigas ... (Ps 18,6). Duo sunt misteria solempnia ad Christi perso- nam pertinentia ..., vgl. Roth (s. oben), S.48f (hier Teilabdruck von 33 ra_b ), 262, 266 u. 268. (33 vb -35 rb ) IN ASSUMPTIONE BMV. Ad preceptum tuum elevabitur aquila ... (lob 39,27). Quia, karissimi, mater domini in assumptione fuit exaltata super omnes alios sanctos ...; Schneyer , Repertorium 2, S. 75 Nr. 133. (35 rb —36 rb ) IN ANNUNTIA- TIONE BMV. Annuntiavi et locutus sum ... (Ps39,6). Quia de sermonibus annuntiatio- nis Gabrielis est presens intentio ...; Schneyer , Repertorium 2, S. 74 Nr. 121. (36 rb -37 vb ) DE S. JOHANNE BAPTISTA. Inter natos mulierum ... (Mt 11,11). Quia inter cetera laudum precionia, quibus salvator noster extulit, personam sancti Johannis ...; Schneyer , Repertorium 2, S. 74 Nr. 122, anfangs abweichend, jedoch gleicher Beginn wie München, Univ.-Bibl., Cod. 135, 122 va -123 rb (Die Handschriften der Univ.- Bibl. München III, 1, Wiesbaden 1974, S. 237). (37 vb —38 vb ) DE S. ANDREA. Unus ex duobus, qui secuti sunt dominum ... (Io 1,40). Quoniam, karissimi, istud oraculum fuit 7 ST. PETER PERG. 3 a ad literam de beato Andrea intellectum Schneyer , Repertorium 2, S. 77 Nr. 155. (38 vb -41 vb ) DE S. JOHANNE BAPTISTA. De sancto lohanne dicit magister Franciscus [De Maironis?], videlicet ewangelista{\), in prima consideratione, quod ortus fuit de Stirpe Yesse sicut et Christus ... 41 vb -43 ra DE S. PAULO SERMO. Sol illuminans per omnia respexit... (Sir42,16). Quia sicut scribit beatus Dyonisius de divinis nominibus capitulo septimo, beatus Paulus fuit lumen mundi... 43 rb —71vb HENRICUS DE FRIMARIA, TRACTATUS DE DECEM PRAECEPTIS. Audi Ysrael precepta domini et ea in corde tuo quasi in libro scribe ... In verbis propositis Spiritus sanctus circa divina precepta tria tangit ... - (69 ra ) Quod vinum nobis meritis gloriose virginis prestare dignetur eius filius benedictus, qui cum patre ... (Tabula:) Ut autem in isto tractatu contenta legenti promptius occurant ...; Zumkeller , Nr. 325. 71 vb —75 ra CANONES POENITENTIALES ex variis poenitentialibus excerpta et alia. Pollucio quedam accidit ex crapula ... (72 ra ) Raptor vel violator ecclesie agens poeniten- tiam ... Si sacerdos excommunicatus dicit horas officiando irregularis ... (72 va ) Que penitentia sit pro peccatis singulis imponenda ... (74 vb ) über Fastendispens. Ad ieiunium non tenentur reguläres, iuvenes et novicii, qui in solvendo ieiunio tenentur .... 75 rb ~ v leer. 76 ra -83 rb SERMONES. (-79 va ) FRANCISCUS DE MAIRONIS, DE S. MARIA MAGDALENA. Magna est velud mare contritio tua (Lam2,13). Beatus Gregorius dicit super Lucam: cogitanti mihi de Marie poenitentia ...; Schneyer , Repertorium 2, S. 75 Nr. 129. (79 va -80 va ) DE S. TRINITATE. Tres sunt qui testimonium dant (I Io 5,7). Notandum quod proprie numero ternario signantur proprietätes trinitatis ... (80 va -81 va ) DE S. TRINITATE. Hii tres unum sunt (I Io 5,7). Quoniam omnis trinitas creata reducitur ad trini- tatem increatam ... (81 va -82 va ) ENGELBERTUS DE COLONIA, DE S. BARTHOLO- MAEO. Qui diligit cordis munditiam ... (Prv22,11). Crisostomus super Matheum: sicud Christus misit apostolos suos sicud sol radios ...; Schneyer , Repertorium 2, S. 37 Nr. 59. (82 va -83 ra ) FRANCISCUS DE MAIRONIS, IN PURIFICATIONE BMV. Postquam inpleti sunt dies purgacionis ... (Lc2,22). In celesti patria inveniuntur quatuor gradus impletionis ...; Schneyer , Repertorium 2, S. 74 Nr. 119. 83 rb DE SACERDOTIBUS PECCATORIBUS. Zitatensammlung aus Augustin, Hieronymus, Bernhard von Clairvaux. 83 va -107 rb CONRADUS DE SAXONIA (C. HOLTNICKER), SPECULUM BEATAE M ARIA V IRGINIS. (Prol.:) Quoniam, ut ait Ieronimus, nulli dubium est... (84 ra Text:) 8 ST. PETER PERG. 3a • ST. PETER PERG. 4 Ave Maria ... Audi, dulcissima virgo Maria, audi nova ... — ille liberalissimus communi- cator sui, benedictus fructus ventris tui, qui cum deo patre ... Krit. Ausgabe: Conradus de Saxonia, Speculum seu salutatio beatae Mariae Virginis ac sermones Mariani, dermo ed. P. de Alcantara Martinez , Grottaferrata 1975, S. 139-504. 19yrb-vb EXCERPTA VARIA, imprimis ascetica. Mit Zitaten aus Johannes Damascenus, Augustinus u. Bernhard von Clairvaux. — 108 leer. 109 ra -153 va SERMONES QUADRAGESIMALES. Convertimini ad dominum deum vestrum ... (Joel 2,13). Ubi est sciendum, quod in omni peccato sunt duo, scilicet a deo aversio et ad creaturam conversio ... — unde Augustinus : pace nichil iocundius, nichil- amabilius. Der gleiche Zyklus auch in St. Paul (Lavanttal), Hs. 242/4, l ra /92 rb ; vgl. Schneyer , Wegweiser, S. 73 (Signatur inkorrekt angegeben). Der Zyklus nicht in Schneyers Repertorium. Zwei der Sermones konnten bestimmten Autoren zugewiesen werden, allerdings mit Textabweichungen: (113 vb —115 ra ) LUCAS DE BITONTO: Cum venerit filius hominis ... (Mt25,31). Sicut nobis dicit Ysydorus in libro de summo bono ... (Schneyer , Repertorium 4, S. 76 Nr. 240). (149 vb -150 rb ) JACOBUS DE VOR- AGINE: Caro mea requiescet in spe (Ps 15,9). Christus inquantum deus olim requievit in sabbato ab operibus creacionis ... (Schneyer , Repertorium 3, S.253 Nr.412). 153 va -154 va DE B. MARIAE CORPORALI ASSUMPTIONE. Nota, quod Maria virgo beata sit corporaliter assumpta, probatur a sanctis multiplici ratione ... - ad dexteram filii collocatam, ut dicit ille nobilis versificator: Transit ad ethera virgo puerpera, virgula Yesse (Walther , Proverbia, Nr. 31538). St. Peter perg. 4 Prozessionale • Rituale • Ars moriendi 199 Bl. ■ 15 X 9,5 • Dominikanerinnen • Straßburg, St. Nikolaus in Undis • 15. Jh. 2 Lagen: 2 (VI + l) 13 , 5 VI 73 , V 83 , VI 95 , 2 V 115 , II 119 , III 125 , 2 IV 141 , 2 VI 165 , V 175 , 2 VI 199 . Kustoden, teilweise auch Reklamanten. Schriftraum 11X6. Bl. 1-71: 5 Notensysteme (Quadratnotation auf 4 roten Linien) mit Textzeile; Bl. 72-118: 18 Zeilen; Bl. 120—141: 27—29 Zeilen; Bl. 142-182: 21 Zeilen; Bl. 182-197: 23-31 Zeilen. Mehrere Hände: 2 r -7 v (Textura), 7 V —118 V (Textura), 120 r —141 v (Bastarda), 142 r -182 r (Textura), 182 r -197 v (Bastarda). Übliche Rubrizierung. 2 r —118 V und 142 r -182 r rote und blaue Lombarden; in den notierten Teilen schwarz-rote Cadellen. 2 r Deckfarbeninitiale L, goldener Buchstabenkörper vor weinrotem Grund; 30 r , 55 r , 60 r , 142 r , 165 v rotblaue Initialen vom Lombardentypus mit einfachem Fleuronnee. Roter Lederband der Zeit mit 9 st. peter perg. 4 Streicheisenlinien und Einzelstempeln, 1972 restauriert: Rücken und zwei Langriemenschließen erneuert; Makulatur herausgelöst, darunter Reste eines deutschen Briefes sowie einer Urkunde mit Nennung von Hans Barpfennig (vgl. zu diesem J. Hatt , Une ville du XV e siecle: Strasbourg, Straßburg 1929, S. 472). Herkunft: aus dem Dominikanerinnenkloster St. Nikolaus in Undis in Straßburg, vgl. Altarpatrozi- nien (17 v -30 r ) und Einbandmakulatur sowie Vermerk auf dem hinteren Spiegel: Diß buch ist swester Margred von Sassen ... gehört es widerum in das Closter Sant Matheus und sant Nicolaus an den unden (Hand des 15. Jh's). Schrift und Litanei deuten auf eine Entstehung der Hs. in der zweiten Hälfte des 15. Jh's. Von Abt Steyrer 1781 für St. Peter erworben. Literatur: Ehrensberger , S. 75 Nr. 4; Längin , Nr. 139; Ettlinger , S. 633; Heinzer , Altarpatro- zinien, 369. 2 r -71 v PROZESSIONALE. >In festo purificacionis<; (7 V ) >In die palmarum<-, (17 v ) >In ablutione altarium<, folgende Patrozinien: Maria, Dominikus-Vinzenz, Hl. Kreuz, Matthäus, Nikolaus-Elisabeth, 10000 Ritter, Alle Heiligen; (30 r ) Ad mandatum, Dominus Jesus ...; (40 v ) > In die parasceves<\ (52 r ) >In die pasche et sequentibus<\ (55 r ) >ln ascensione Domini <; (60 r ) >In die assumpcionis Marie <; (65 r ) eucharistische Antiphon Melchisedech rex Salem-, (67 r ) De sancto cuius est ecclesia; (68 v) >In recepcione lega- torum vel prelatorum <\ (70 v ) >ln recepcione secularium principum<. 72 r -118 v TEILE DES STERBERITUS. 72 r -98 r Sondergut der observanten Klöster, entsprechend 187 v -188 v . (72 r -80 r ) Gra- dualpsalmen, am Schluß marianische Antiphon AH 48 Nr. 261; (80 r —91 r ) >Psalmi de passione Domini< mit Antiphon Factus Jesus in agonia; (91 r -95 v ) Symbolum Apostoli- cum, Quicumque, Nicaenum; (96 r —97 r ) >Versus<, Konglomerat aus AH 50 Nr. 20 Str. 2, AH 51 Nr. 39 Str. 4 und Psalmversen; (97 r -98 r ) Suffragien >de sancto Domini- co<, >von den Engelen <, >von allen Heiligen <. 98 v —113 v Psalmen 114, 115, 117, 118. 113 v —118 V Sterbegebete. > Oratio super agentem in extremis < Proficiscere anima chri- stiana ... . - 119™ leer. 120 r -141 r LIBELLUS DE ARTE MORIENDI. >lncipit prohemium de arte moriendi in nomine sancte et individue Trinitatis. amen.< Cum de presentis exilii miseria mortis transitus ... (102 v ) >Prima particula de laude mortis et scientia bene moriendi< Cum omnium terribilium mors corporis sit terribilissima ... (141 r ) >Conclusio huius libelli<. Cum autem tota salus hominis in fine consistat ... — ... super omnia et necessarie ut prius antequam mors occupet mori discat. >Explicit libellus de arte moriendi<. Drucke: GW 2597-2604; vgl. Bloomfield , Nr. 1076. 10 st. peter perg. 4 st. peter perg. 5 14l v ANWEISUNGEN FÜR DEN BEISTAND BEI STERBENDEN. >lnfirmus hortan- dus est ad decem in extremis laborans<, Primo quod de nullo se intermittat de cetero ... — ... Decimo commendet se oracionibus fidelium, precipue sacerdotium. 142 r -182 r RITUALE, lateinisch. 142 r -152 v Krankenritus. >De communione infirmi<; (143 r ) >De extrema unctione<. 152 v —182 r Sterbe- und Begräbnisritus. >De transitu fratris<\ (153 r —156 r ) dominikanische Allerheiligenlitanei mit Preces, von anderer Hand nachgetragen: Dorothea-, (156 v ) > Commendacio anime<\ (164 r ) > De modo recipiendi extraneos ad sepulturam< ; (165 v ) > De officio sepulture<. 182 r -197 v RITUALE, deutsche Ubersetzung von 142 r -182 r , Mundart elsässisch. Einrichtung für Frauenkloster. 182 r —186 r Krankenritus. >Diß ist die tüschtze nottel von dem ampt der siechen. Zu dem ersten von der bewarunge eines siechen< ; (183 v ) > Von der-jüngsten Oelunge<. 186 r —197 v Sterbe- und Begräbnisritus. >Dis ist die wise und forme die man halten sol so ein swester hin zühet<; (187 v —188 v ) Disse vorgeschriben gebet ist man schuldig von ordens wegen. Aber noch guter gewohnheit der clöster der observancien so wurt zu jeglichem psalmen der XV gradus gelesen disser vers Maria mater gratie ..., vgl. 72 r —98 r ; (189 v ) >Das ist das commendacio <; (192 v ) >Von dem ampt der begrepnis<. — 198 r -199 v leer. St. Peter perg. 5 Prozessionale 15 Bl. • 25 X 14 ■ Zisterzienserinnen • 14. Jh. Lagen: VI 12 , (I + l) 15 . Doppeibl, der ersten Lage von der Schreiberhand numeriert (I-IV). Schriftraum 19 X 10. 6 Notensysteme (Quadratnotation auf 4 roten Linien) mit zugehöriger Textzeile. Textura von einer Hand mit Ausnahme der Rubriken. Roter Lederband der Zeit, auf dem Hinterdeckel schwach erkennbare diagonale Streicheisenlinien; 1936 restauriert, dabei alte Vorsätze herausgelöst, heute nicht mehr vorhanden. Herkunft: Zisterziensisches Prozessionale des 14.Jh's (Schrift); 8 V >duo sorores< weist auf ein Frauenkloster. Von Abt Steyrer 1781 für St. Peter erworben. Literatur: E hrensberger , S. 68 Nr. 11; E ttlinger , S. 635. 11 ST. PETER PERG. 5 • ST. PETER PERG. ja l-15 v PROZESSIONALE, zisterziensisch (s. Weinmann, S. 15f). In purificatione Lumen ad revelationem gentium (4 V ) > Dominica in palmis<; (10 v ) >In ascensione< ; (13 r ) >ln assumptione<. St. Peter perg. 5 a Teilbrevier II + 161 Bl. • 22,5 X 15,5 • Bistum Augsburg • 15. Jh. Lagen: (IV + l) 9 , 2 V 29 , IV 37 , 9 V 127 , IV 135 , (V-2) 143 , V 153 , (III + 2) 161 ; Reklamanten. Textverlust zwischen 136 und 137. Schriftraum 15 x 9. 24 Zeilen. Bastarda formata von einer Hand, außer 24 v . Übliche Rubrizierung. Rote und blaue Lombarden. Mehrfach Korrekturen und Ergänzungen von späteren Händen. Schweinslederband der Zeit mit Einzelstempeln; zwei Schließen. Auf den Innenseiten der Deckel Reste eines Psalteriums (13. Jh.). Ehemaliger Vorderspiegel heute verloren (Kriegsverlust): Einblattdruck, Sieben Freuden Mariens, s. Vischer , Nr. 15; nach Schreiber, Nr. 1061 m, Ulmer Druck. Herkunft: In das Bistum Augsburg weisen die Litanei und der alte Vorderspiegel (s.o.); vgl. auch 130 r . Auf den beiden Vorsatzblättern Schriftproben liturgischen und grammatischen Inhaltes, außerdem von Urkundenanfängen mit folgenden Namen: (I r ) Hanns von Wallenstain, grawff Ludwig von ötingen sowie burgermeister und ratte zu Bernne unser guotten frunden und aigenossen, (I v ) Cünrat und Hannsen von Schwabach, (IP) per me Christofferum Töbsß und Christofferus Töbsß de Aben- sperg. Von Ph. J. Steyrer 1781 für St. Peter erworben (Kaufvermerke Il v und l r ). Literatur: Ehrensberger , S. 23 Nr. 3; Ettlinger , S. 633. l r —128 v PSALTERIUM FERIATUM, Cursus romanus. Am Schluß (126 v -128 v ) Allerheiligenlitanei, darin: Stephane, Line, Clete, Clemens, Alexander, Sixte, Fabiane, Sebastiane, Corneli, Cypriane, Blasi, Lamperte, Laurenti, Vincenti, Geori, Vite, Osvalde, Pangraci, Pantaleone, Johannes, Paule, Cosma, Damiane, Maurici c.s.t., Cineramine (sie!, wohl für Emeramme) c.s.t., Gereon c.s.t., Dyonisi c.s.t., Eustachi c.s.t., Ypolite c.s.t., Bonifaci c.s.t. ... Gregori, Silvester, Leo, Ambrosi, Martine, Nycolae, Bricti, Maximine, Üdalrice, Conrade, Maximiliane, Rüberte, Arbogaste, Wilibalde, Augustine, Remigi, Leonharde, Benedicte, Galle, Magne, Othmare, Columbane, Severine, Anthoni, Egidi, Allexi, Nar- cisse, Gotharde, Ieronime ... Kunegundis, Radegundis, Barbara, Thecla, Afra, Petro- nella, Verena, Cristina, Walpurgis, Gertrudis, Anastasia, Ursula. 129 r —133 r PRECES. >Preces ad matutinas et ad vesperas<. Oremus pro omni gradu ecclesie ... ed. S. Bäumer , Gesch. d. Breviers, Freiburg 1895, S. 612f (hier mit einigen Abweichungen); (130 r ) >Ad primam preces maiores< ausführlicher als im Breviarium Romanum, Beginn wie im Augsburger Offizium (vgl. J .A. Hoeynck , Gesch. d. kirchl. 12 ST. PETER PERG. 5a • ST. PETER PERG. 6 Liturgie d. Bistums Augsburg, Augsburg 1889, S. 108); (132 v ) > Ad terciam, ad sextam et ad nonam iste minores ibi incipiunt< Ego dixi domine, miserere mei... 133 r -161 v COMMUNE SANCTORUM. >Nota hic incipitur commune de sanctis<, Offizien mit 9 Lektionen; (161 y ) >Explicit commune de sanctis bonum valde et breve<. St. Peter perg. 6 Psalterium • Officium defunctorum • Hymnarium 2 (Pap.) + 144 + 2 (Pap.) Bl. • 31,5 X 22 • Dominikaner ■ um 1250 Lagen: VI 12 , IV 20 , (IV-1) 27 , 3 IV 51 , (IV-1) 58 , 2 IV 74 , III 80 , 6 IV 128 , V 138 , I 140 , II 144 ; 35 r Lagensignatur lllus. Je 2 ungezählte Vorsatz- und Nachstoßblätter, Pap. mit Wz. Freiburger Rabe mit Initialen MB (= Michael Bock), um 1625 nach Expertise von G. Piccard . Textverlust zwischen Bl. 20 und 21 sowie 57 und 58. Bl. 121-128 verbunden, richtige Reihenfolge: 121, 124, 123, 122, 127, 126, 125, 128. Schriftraum 22/23 X 15. Im Corpus der Hs. 23 Zeilen, sonst unregelmäßige Zeilenzahl. Vorspann (1-12) zweispaltig, sonst einspaltig. Textura von verschiedenen Händen: Haupthand 13 r -137 r , mehrere Nachtragshände (13.—16. Jh.). Teilweise Quadratnotation auf 4 roten Linien. Übliche Rubrizierung. Rote und blaue Lombarden mit Fleuronnee in der Gegenfarbe, an den Hauptteilungsstellen des Psalteriums in größerer Ausführung. 13 r 9zeilige Initiale B, flecht- werkartiger Buchstabenkörper in roter Federzeichnung vor kobaltblauem Grund, in der unteren Schleife Palmettenmotiv, in der oberen segnender Christus (rot-schwarze Federzeichnung). Schweinslederband (16. Jh.) mit Rollenstempeln, darunter Haebler 1, S. 205 Nr. 3 und S. 348 Nr. 4 (gleiche Werkstätte wie St. Peter perg. 24), Papier der Spiegel wie Vorsatzbl. (s.o.). Vom ursprünglichen Messingbeschlag nur noch die beiden Mittelstücke erhalten. Restauriert in neuerer Zeit, dabei zwei neue Langriemenschließen angebracht. Alte Rückenschilder aus St. Peter erhalten (Signaturschildchen nicht mehr lesbar). Herkunft: Dominikanische Hs., genaue Schriftheimat unbekannt. Datierung aufgrund von Buchschmuck und Schrift sowie der Gestalt des Hymnars, das noch der Zeit vor dem Prototyp Humberts entspricht (vgl. AH 52, S. XIX). 138 r Rest einer deutschen Urkunde (15. Jh.) als Falzverstärkung, darin wird Freiburg genannt. Von Abt Steyrer 1754 für St. Peter erworben. Literatur: Ehrensberger, S. 8 Nr. 35; Ettlinger, S. 624. l r -12 ra ORDO RESPONSORIORUM ET VERSICULORUM ET MODUS PSALLENDI. Nachtrag des 14. Jh's. Subscripto modo dicantur versiculi ... (l r -5 v ) Proprium de Tempore, (5 v -6 r ) Proprium de Sanctis, (6 r -9 r ) Commune de Sanctis; (9 r ) > Ante completo- rium lectio<-, (9 r ) > Ad benedictionem mense<; (9 r —12 ra ) >Modus psallendi<. 12 rb-va Teile des Fronleichnamsoffiziums Sacerdos in aeternum. Nachtrag des 14. Jh's (von anderer Hand). 13 st. peter perg. 6 13 r —111 r PSALTERIUM FERIATUM, Cursus romanus. Nebst den üblichen Antiphonen auch die Reihe pro fidei meritis (AH 17Nr. 1). (13 r — 102 r ) Ps 1—150; (102 r — 107 v ) Laudes- Cantica; (107 v -109 v ) Te Deum, Benedictus, Magnificat, Nunc dimittis; (109 v —11 l r ) Credo, Quicumque. 11 l r —115 v OFFICIUM DEFUNCTORUM. >Pro fidelibus defunctis<, s. Guerrini, Nr. 442. 116 r -133 v HYMNARIUM. Durch Zusätze von anderer Hand (13. Jh. 2 ) dem Prototyp Humberts angepaßt (vgl. dazu AH 52, S. XVII-XIX). AH 51, Nr. 47-49, AH 2 Nr. 21, AH 51 Nr. 50, AH 50 Nr. 53, AH 2 Nr. 107, AH 51 Nr. 40. 44. 24. 31. 41, AH 50 Nr. 18-20, AH 51 Nr. 34. 54. 22. 60. 59, AH 50 Nr. 67. 66, AH 2 Nr. 44. 49. 46, AH 51 Nr. 89. 91. 92, AH 50 Nr. 144, AH 51 Nr. 96, Chevalier , Nr. 13829 (Nachtrag), AH 51 Nr. 102, Chevalier -, Nr. 1081, AH 2 Nr. 58. 28 (Schluß). 29. 27. 52. 53. 58, AH 52 Nr. 283. 284, AH 2 Nr. 58, AH 52 Nr. 171-173 (nur Initien), AH 50 Nr. 364, AH 51 Nr. 126, AH 52 Nr. 117. 118, AH 50 Nr. 156. 146, AH 51 Nr. 130. 129, AH 50 Nr. 200. 199, AH 52 Nr. 245-247 (teilweise als Nachtrag), AH 51 Nr. 108, AH 50 Nr. 17, AH 51 Nr. 114a. 113, AH 50 Nr. 153. 17, AH 51 Nr. 118. 117. 121, AH 50 Nr. 21. 133 v -134 r RESPONSORIEN UND ANTIPHONEN. >ln sabbato de beata Virgine pri- mum Responsorium<, s. Guerrini , Nr. 464; (134 r ) De sancto Dominico; Commune Sanctorum,- s. Guerrini , Nr. 460; >De sancto Dominico <, aus AH 25 Nr. 85. 134 r —137 r >DE BEATA VIRGINE< [IN SABBATO], (134 v -135 r ) Responsorien Hesbert , Nr. 6243, Chevalier , Nr. 21842, Hesbert , Nr. 6155; (135 r -136 r ) Antiphonen Hesbert , Nr. 4436.1542, Salve regina, Hesbert , Nr. 5162, Chevalier , Nr. 2135; (136 r ) Hymnus AH51 Nr.41, Antiphon Regina celi; (136 r —137 r ) ad matutinum, >lnvitato- rium< Ave Maria, Antiphon Hesbert , Nr. 2925, 3 Lektionen mit Repsonsorien Hesbert, Nr. 6024, 6262, 7709; (137 r ) >ad laudes<, Antiphon Hesbert , Nr. 4332. 137 v -144 v NACHTRÄGE (13.-16. Jh.): (137 v -138 r ) Elisabeth-Offizium AH 25 Nr. 90; (138 r ) Dominikus-Responsorium aus AH 25 Nr. 85; (138 v ) Dominikus-Hymnen AH 52 Nr. 171-173 (Haupthand); (139 v —140 r ) Hymnenanfänge mit Rubriken, Anfang fehlend; (140 rv ) Antiphonen zum Officium quotidianum B.M.V., s. Guerrini , Nr. 464; (141 1 — 144 v ) Hymnen: >De corpore Cbristi< , AH 50 Nr. 386. 388. 387; > In festo translacionis sancti Tbome de Aquino<, AH 52 Nr. 355—357; Die weiß St. Ursula, Initien von AH 51 Nr. 41 und AH 50 Nr. 18; >ln festo beate Katherine de Senis<, AH 52 Nr. 254; >De sancto Thoma<, AH 52 Nr. 352—254 (Beginn des Textes auf der Rückseite des letzten Blattes). 14 ST. PETER PERG. 6 a St. Peter perg. 6 a Psalterium 190 Bl. • 25 X 17 • Oberrhein • 13. Jh. (nach 1235) Lagen: 6 IV 48 , (II + 2) 54 , 7 IV 110 , (III + l) 117 , 8 IV 181 , (III + 3) 190 ; zu Beginn Textverlust (mindestens eine Lage). Schriftraum 17 X 10,5. 17 Zeilen. Textura von einer Hand im Corpus der Hs.; am Rand sowie 189-190 Zusätze von mehreren Händen des 14. und 15.Jh's. Übliche Rubrizierung. Rote und blaue Lombarden. Psalmenanfänge durch 3—4zeilige Initialen hervorgehoben: Buchstabenkörper in Blattgold, Grund rot und blau mit weißen rankenförmigen Ornamenten. An den Hauptteilungsstellen des Psalteriums 9 große figürliche Deckfarbeninitialien in rechteckigen Feldern: 19 v D Katharina (?), 37 r D Martyrin, 53 r Q Michael als Drachentöter, 54 r D Jüngling, 70 r S Drachen, 91 r E Jüngling, 110 V C Drachen, 114 v D Petrus, 132 v D Jüngling. Buchstabenkörper rot oder grün, Binnengründe in Blattgold, Außengründe blau, darin jeweils in weißen Majuskeln die Anfangsworte des Psalms, grüne oder rote Rahmen mit weißen Ornamenten; Figuren vorwiegend in grünen und purpurnen Tönen gehalten. Im ganzen sehr qualitätvolle Arbeit (s. Abb.Nr.4). Heller Lederband des 15. Jh's mit je 5 dreipaßartigen Buckeln auf beiden Deckeln. 1965 restauriert: Rücken, Vorsätze und zwei Langriemenschließen erneuert, alte Rückenschildchen aus St. Peter abgelöst und auf Vorsatzbl. geklebt. Herkunft: Die Litanei (181 v —188 r ) deutet auf ein oberrheinisches Frauenkloster; Schrift und Buchschmuck weisen ins 13. Jahrhundert (1235 als Terminus post quem: Heiligsprechung der in der Litanei angerufenen Elisabeth). 189 v von einer Hand des 15. Jh's: Gedenkent swester Dinett von Keppenbach, ist buch meistri zu den Ruwerin (Katharina von Keppenbach, im Seelbuch des Freiburger Reuerinnenklosters St. Magdalena erwähnt, s. Kindler von Knobloch 2, S. 274). Von Abt Ph. J. Steyrer 1754 für St. Peter erworben. Literatur: Ehrensberger, S. 3 Nr. 8; Ettlinger, S. 624; Beer , Initial und Miniatur, Nr. 31; Cames, S. 18 mit Abb. 45 -48. l r -188 r PSALTERIUM NON FERIATUM, Cursus romanus. (l r — 172 r ) Ps9—150, am Rand von einer Hand des 14. Jh's deutsche Gebetsanweisung zu den einzelnen Psalmen (weitgehend getilgt), (113 r ) von der gleichen Hand Prolog des Johannesevangeliums mit deutscher Gebetsanweisung; (172 r —175 v ) Laudes-Cantica; (175 v —18 l v ) Benedictus, Te Deum, Magnificat, Nunc dimittis, Credo, Quicumque; (181 v —188 r ) Allerheiligenlitanei, darin: Stephane, Line, Clete, Clemens, Alexander, Xyxte, Corneli, Cypriane, Vite, Crisogone, Cristofore, Cosma, Damiane, Blasi, Eme- ramme, Lamperte, Laurenti, Vincenti, Dionysi c.s.t., Bonifaci c.s.t., Eustachi c.s.t., Pan- grati, Geori, Fabiane, Sebastiane, Oswalde, Silvester, Gregori, Martine, Ambrosi, Augustine, Nicolae, Antoni, Francisse, Remigi, Willebalde, Udalrice, Cünrade, Benedicte, Antoni, Alexi, Erasme, Columbane, Magne, Galle, Othmare ... Maria Magdalena, Maria Egypciaca, Felicitas, Perpetua, Katherina, Elisabeth, Agatha, Agnes, Lucia, Cecilia, 15 st. peter perg. 6a • st. peter perg. 7 Anastasia, Christina, Eufemia, Sabina, Afra, Juliana, Margareta, Fidis, Verena, Scolas- tica, Walpurga, Ursula c.s.t.-, unter den abschließenden Orationen bemerkenswert: (186 v ) Praesta, quaesumus, omnipotens, per beate Marie virginis partum et intercessionem mihi indigne famule tue N. meorum veniam peccatorum ... . — 188 v leer. 189 r -190 v NACHTRÄGE (14. Jh.): (189 rv ) Teile des Officium defunctorum, am Schluß Eintrag der Schwester Dina von Keppenbach (s.o.); (190 rv ) Hymnen AH 51 Nr. 23, AH 50 Nr. 4, AH 51 Nr. 24.31.40. St. Peter perg. 7 Festevangelistar 1 + 14 + 1B1. • 32,5 X 27,5 • Oberrhein (?) • um 1200 Lagen: 4 Binionen, erstes und letztes Bl. ursprünglich als Spiegel verwendet, heute abgelöst. Schriftraum 23 X 22. Zeilenzahl unregelmäßig. Gotische Minuskel von einer Hand. Perikopentext jeweils auf drei Seiten von einem mit roten Linien begrenzten und roten Fransen gesäumten Goldrahmen eingefaßt. Festbezeichnungen und Anfangszeilen der Schrifttexte in roter Zierschrift. 12 große Initialen (Höhe oft bis zur Hälfte des Schriftspiegels), teils ornamental, teils figürlich, Buchstabenkörper meist in Blattgold vor blauen Gründen (Einzelbeschreibung s. Beer , Evangelistar, S. 30-34). Zu jeder Perikope eine korrespondierende ganzseitige Miniatur in Zierrahmen, 20/22 X 17/18: l v Geburt Christi, 2 V Anbetung der Könige, 3 V Darstellung Jesu im Tempel, 4 r Verkündigung, 5 V Visitatio Sepulchri, 6 V Himmelfahrt Christi, 7 V Pfingsten, 8 V Kreuzigung Petri, 9 r Enthauptung Pauli (Vignette unterhalb des Perikopentextes), 9 V Tod Mariens, 10 v Geburt Mariens, ll v Christus und Zachäus, 12 v Bergpredigt (genaue Beschreibung und Würdigung s. Beer , a.a.O., S. 17-29). Der Buchschmuck stammt nach E. J. Beer von zwei verschiedenen Meistern: vom ersten die Miniaturen und Initialen der Bl. l v -4 r , 5 r -6 r und 8 v -13 r , vom zweiten die der Bl. 4 V und 6 v -8 r . Zur kunstgeschichtlichen Bedeutung der Hs. als ganzer vgl. Beer , a.a.O., S.35-48. S. auch Abb. Nr. 1. Roter Lederband des späten 15. Jh's mit Streicheisenmusterung und verschiedenen Einzelstempeln, darunter sechszackiger Stern und Kruzifix in hochgestelltem rechteckigem Rahmen. Um 1960 restauriert, dabei Rücken erneuert. Zur herausgelösten Einbandmakulatur s.u. (Fragment). Herkunft: Nach Schrift und Buchschmuck um 1200 entstanden, vermutlich am Oberrhein. Die von Beer , Evangelistar, S. 35 f im Anschluß an C. Lambot , Rev. Benedictine 73 (1963) 133-135 vorgebrachten Argumente für Weißenburger Provenienz sind nicht stichhaltig. G. Cames , in: Cahiers alsaciens d'archeologie, d'art et d'histoire 7 (1963) 43—72 plädiert für eine Entstehung der Handschrift in Straßburg. Von Abt Ph. J. Steyrer 1779 für St. Peter erworben. Literatur: Ehrensberger, S. 52 Nr. 2; Ettlinger, S. 638; Beer , Evangelistar (Vollfaksimile mit Kommentar), dort S. 79 weitere Literaturangaben; vgl. auch oben die bei Herkunft angeführte Lit. l v -13 r FESTEVANGELISTAR. 12 Evangelienperikopen mit korrespondierenden Miniaturen (s.o.). 16 ST. PETER PERG. 7 ST. PETER PERG. 7a (2 r ) >ln Nativitate Domini<, (3 r ) >ln Epiphania Domini<, (4 r ) >In Purificatione s. Marie <, (5 r ) > In Annuntiatione s. Marie <, (6 r ) >In die s. Pasche <, (7 r ) >In Ascensione Domini<, (8 r ) > In die s. Pentecosten< , (9 r ) >In Natale Apostolorum Petri et Pauli<, (10 r ) > In Assumptione s. Marie<, (ll r ) > In Nativitate s. Marie<, (12 r ) > In Dedicatione Ecclesie<, (13 r ) > In Festivitate Omnium Sanctorum<. 13 v Orationen: >In sancte nocte Nativitatis Domini ad Evangelium <, Sacramentarium Gregorianum, ed. J. Deshusses 1, Fribourg/Suisse 1971, Nr. 36 und 56, > Epiphania Domini <, Sacr. Greg., ed. Deshusses 1, Nr. 87. Fragment (Einbandmakulatur): Senkrecht ausgeschnittener Streifen aus einem Pergamentblatt einer Oktavhandschrift. Textura, 13. Jh., rubriziert. Bruchstücke aus RAYMUNDUS DE PENNAFORTE, Summa de Matrimonio, Tit. 16,5-7 und Tit. 18,1-2 (ed. X. Ochoa - A. Dietz , Universa bibliotheca iuris, Vol. I, Tom. C, Romae 1978, Sp. 970-972 und 973-974). St. Peter perg. 7 a Psalterium 3 (Pap.) + 132 + 6 (Pap.) Bl. • 18,5 X 13 ■ Elsaß(?) • B.Jh^u. 15. Jh. 2 Lagen: im Hauptteil der Hs. Quaternionen. Am Schluß anstelle der letzten Pergamentlage ein Ternio Pap. mit Wz. gotisches P (Oberrhein, 1487-1491; Piccard , Expertise); vorgebunden ein Binio Pap. (16. Jh.); Bl. 53, 67, 81, 95 im 16. Jh. eingefügte Papierbl. mit Wz. ähnlich Piccard, Kronenwasserzeichen VI, Nr. 31a (Oberrhein, 1511-1518). Fehler in der Foliierung: 121 zweimal vergeben. Schriftraum 14 x 9. 19 Zeilen. Im Corpus der Hs. gotische Minuskel von einer Hand, verschiedene Randnachträge von mehreren Händen des 13.—15. Jh's; 132 1 —137 r Nachtragshand des 15. Jh's 2 ; auf den eingefügten Papierblättern Nachtragshand des 16. Jh's 1 . Übliche Rubrizierung. Im Haupttext rote Lombarden, an den Psalmenanfängen mit primitivem Palmetten-Fleuronnee. Hauptteilungsstellen des Psalteriums durch Initialen hervorgehoben (l r halbseitig, sonst 6—7zeilig, 95 v Initiale zu Ps 109 herausgeschnitten): Spiralranken mit Palmetten und Drachen als wichtigstes Gestaltungselement, vorherrschende Farben sind Braunrot, Grün und Hellbraun, Buchstabenkörper und Rahmen in Gold und Silber (stark oxydiert). Schweinslederband des 16. Jh's mit Rollenstempeln (stark berieben), auf dem Vorderdeckel eingeprägte Jahreszahl 1588. 1972 restauriert: Rücken sowie hinterer Spiegel mit Nachstoßblatt erneuert; alter Spiegel und Rückenverstärkung herausgelöst (Fragmente eines Antiphonars des 13. Jh's mit deutschen Neumen auf 4 Linien). Herkunft: Nach Schrift und Buchschmuck in der ersten Hälfte des 13. Jh's entstanden. Unter den Nachträgen des 13. Jh's auch deutsche Einsprengsel (14 v ). Ergänzungsteil (132-136) belegt Aufent- 17 ST. PETER PERG. 7a • ST. PETER PERG. 8 halt im Straßburger Dominikanerinnenkloster St. Nikolaus in Undis (s. Litanei und Wz.). Von Abt Ph. J. Steyrer 1781 für St. Peter erworben. Literatur: Ehrensberger, S. 7 Nr. 32; Ettlinger, S. 635. l r —131 v PSALTERIUM NON FERATUM. Cursus romanus. Ordinarium Officii am Rand von mehreren Händen nachgetragen. (1 r —121 v ) Ps 1—150; (121 v — 129 v ) Laudes- Cantica; (129 v -131 v ) Benedictus, Magnificat, Nunc dimittis, Te Deum, Quicumque (unvollständig). 132 r -137 r NACHTRAG (15. Jh.): (132 r ) Schluß des Quicumque; (132 r -136 r ) Allerheiligenlitanei mit Orationen, dominikanisch, darin bemerkenswert: Nycolae (zweimal), Do- minice (zweimal), Elyzabeth (rot), Vinzenz Ferrer (1458 kan.) bereits berücksichtigt; (136 v -137 r ) Hymnen AH 51 Nr. 24 und 31. St. Peter perg. 8 Missale Romanum 289 Bl. • 35,5 X 25 • Feste Biseno bei Trient • 1468 Lagen: 6 IV 48 , I 50 , III 56 , 6 IV 104 , (IV-1 + 2) 113 , (IV-2) 119 , 21IV 287 , I 289 . Bl. 111 und 112 nachträglich eingefügt, Bl. 289 als Spiegel verwendet. Alte Foliierung (von der Hand des Schreibers) I-LXXXXVII (Bl. 9-105) und CXV-CCLXXII (Bl. 122-279). Schriftraum25 x 16. 27 Zeilen (113 r -121 r nur 18 Zeilen). Gotico-Antiqua von einer Hand (Leonard Stocker, s.u.), außer Bl. 111 und 112. 106 r -110 v Hufnagelnotation auf 4 Linien. Übliche Rubrizierung. Rote und blaue Lombarden. 112 V Kanonbild: Kreuzigungsgruppe auf grünem Wiesenboden vor goldenem Grund mit rautenförmiger Struktur; rot-blau-roter Rahmen, im mittleren Streifen goldene Rosetten, in den Ecken vier Medaillons mit beschrifteten Brustbildern von Jeremia, Abraham, David und Jesaia; außen Rankenwerk mit Distelblättern und Goldpollen. Enge Verwandtschaft mit der bei J. Hollenstein, Zeitschr. f. Schweiz. Archäologie u. Kunstgesch. 16 (1956) 95 genannten Gruppe von Augsburger Kanonbildern (dazu Abb. 29-31), ebenso mit dem Vorsatzbild in Clm 18025/1, Bl. V von Heinrich Molitor (abgebildet bei Steingräber , Abb. 6, vgl. Text S. 16 f). Roter Lederband der Zeit mit rautenförmiger Streicheisenmusterung und Einzelstempeln, darunter Wappen mit Buchstaben V; von urspr. je 5 Buckeln vorne 2 und hinten 3 erhalten; eine defekte Langriemenschließe vorhanden, eine zweite 1981 hinzugefügt. Herkunft: 289 r >Explicit Uber missarum quem comparavit generosus ac magnificus vir Waithisar de Liechtenstain et finitus in Biseno per me Leonardum Stocker de Ärding. Annb dotnini millesimo quadringentesimo sexagesimo octavo, undecimo kalendas mensis septembris < . Zu Balthasar Liechtensteiner, Hauptmann der Feste Biseno bei Trient, s. L. Santifaller , Urkunden und Forschungen zur Gesch. des Trienter Domkapitels im Mittelalter 1, Wien 1948, S. 349 und 377 sowie K. Ausse- 18 st. peter perg. 8 rer , Die Herren von Schloß und Gericht Castelcorno, in: Jb. d. K.K. herald. Ges. „Adler" N.F. 21 (1911) 46 und Stammbaum nach S. 82. Unter dem Kolophon nekrologische Notiz vom 18. Oktober 1579, größtenteils getilgt; noch erkennbar der Name Dietrich von Wangen zu Rubein und ein Hinweis auf Schloß Schenna (vgl. dazu D. von Schönherr , Das Schloß Schenna, in: ders., Gesammelte Schriften 2, Innsbruck 1902, S. 362—468, hier S. 384). Die Hs. verkörpert den Typus des vortridentinischen Missale secundum consuetudinem Romanae Curiae; das Lokalkolorit des Kaiendars und das Vigilius-Meßformular (245 rv ) weisen auf eine Bestimmung für eine Kirche oder Kapelle der Trienter Gegend. 1763 von Abt Steyrer erworben (s. Einleitung, S.XXIIIf). Literatur: Ehrensberger, S. 61 Nr. 3; Ettlinger, S. 626. 2 r —7 V KALENDARIUM. Grundstock im wesentlichen wie im Erstdruck des Missale Romanum von 1474 (s. A. Baumstark , Das Missale Romanum, Eindhoven 1929, S. 208-238, Sigle M 4 ). Zusätzlich die Trienter Heiligen Maxentia (30.4.), Sisinius, Mar- tyrius und Alexius (29.5) und Vigilius (26.6.) sowie die oberitalienischen Heiligen Gemi- nianus (30.1.), Fusca (12.2), Herculanus von Perugia (1.3), Anselm von Mantua (13.3), Liberalis (27.4), Zeno (9.12.). Außerdem bemerkenswert: Wilhelm von Malavalle (10.2.) und Translatio Augustini (28.2. und 11.10.). — 1 rv und 8 rv leer. 9 r -101 v PROPRIUM DE TEMPORE, PARS HIEMALIS. > Dominica prima in adventu Domini< ..., Karfreitag und Karsamstag fehlen; (19 v ) Sequenz AH 53 Nr. 10. 102 r -103 r RUBRIKEN. > Adventus domini celebratur uticumque dies dominicus venerit ...<, Text wie im Missale Romanum. 103 r -105 v ORDO MISSAE. >Paratus sacerdos intrat ad altare ...<, Text wie im Missale Romanum; (105 r ) tropiertes Gloria > de beata virgine<. 105 v -lll r PRAEFATIONES (105 v -109 v ) de Tempore, (109 v -110 v ) >in solennitatibus viriginis Marie <, (110 v —11 l r ) > de Apostolis<. — 111 v leer. 112 r -121 r CANON MISSAE. >Sacerdos extendens et iungens manus ...<; (112 v ) Kanonbild (s.o.); (113 r ) Te igitur ... 121 r —185 v PROPRIUM DE TEMPORE, Pars aestivalis. >In die sancto Pasce< ...; darin (141 r ) die Pfingstsequenzen AH 53 Nr. 70 und AH 54 Nr. 153 und (152 v ) die Fronleichnamssequenz AH 50 Nr. 385. 185 v -228 r PROPRIUM DE SANCTIS. >Incipit proprium sanctorum. In vigilia sancti Andree<; (215 v ) Sequenz zu Mariae Himmelfahrt AH 53 Nr. 104. 19 ST. PETER PERG. 8 228 r -253 r COMMUNE SANCTORUM. >Incipit commune sanctorum. In vigilia unius apostoli <. 253 r -256 v ZUSÄTZE ZUM PROPRIUM DE SANCTIS. >In conceptione beute Virgi- nis<, (253 v ) >In sancti Achacii et sociorum eius<, (254 r ) >In sancti Vigilii martiris et episcopi Tridentini< mit Sequenz AH 44 Nr. 317 (nach AH nur in dieser Hs.; außerdem Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum, Hs. 184575, s. W. Irtenkauf , in: Der Schiern 54 [1980], S. 296), (254 v ) >In divisione apostolorum< mit Sequenz AH 50 Nr. 267, (255 v ) >In sancti Alexii confessoris<, >De sancta Anna< mit Sequenz AH 55 Nr. 63, (256 v ) >In sancte Martbe hospite Christi <. 256 v -259 r IN DEDICATIONE. >In anniversario dedicacionis ...< mit Sequenz AH 53 Nr. 247, (258 r ) >ln dedicacione altaris<. 259 r -272 v MISSAE VOTIVAE. (259 r -262 v ) de feria: Bruylants 1, Nr. 535 (mit Sequenz AH 53 Nr. 81), 541, 536, 574, 544, 530-533; (262 v -272 v ) ad diversa: > in honore sanctorum quorum reliquie habentur<, Bruylants 1, Nr. 538, 558, 566—567, 575, 569- 570, 568, >pro seipso sacerdote<, >pro peccatis<, 599, 556, 553, 582, 581, 583, 572, 574, 591, 587, 590, 586, 588-589, 595, 578, 576, >pro nimiis pressuris<, 555, 577, 596, >pro elemosina nobis facientibus<, 597, 584, 557, >pro infirmo qui proximus est morti<, 600, >alia generalis< (die mit ihrem Titel angegebenen Formulare nicht bei Bruylants). 272 v -278 v MISSAE PRO DEFUNCTIS. Bruylants 1, Nr. 604 (mit Sequenz AH 54 Nr. 178), 605, 615-619, 623-624, 606, 620, >pluralis pro omnibus defunctis< (nicht bei Bruylants), 601. 279 v Nachtrag: Eph 4,7—13, darunter von anderer Hand: Messe >pro iter agentibus<, Bruylants 1, Nr. 560. 280 r -289 r BENEDIKTIONEN. (280 r ) >Exorcismus auri, tburis et mirre in epipbania Domini<, s. Franz , Benediktionen 1, S. 430-432 (aus dieser Hs.); (283 r ) > Benedictio agni in Pasca<, s. Franz , Benediktionen 1, S. 585; > Benedictio ovorum<, s. Franz, Benediktionen 1, S. 592; (283 v ) > Benedictio panis<, s. Franz , Benediktionen 1, S. 248; > Benedictio casei<, s. Franz , Benediktionen 1, S. 592; > Benedictio cuiuslibet rei<; > Benedictio sagittarum in die sancti Sebastiani<, s. Franz , Benediktionen 2, S. 299 (aus dieser Hs.); (284 r ) >Exorcismus<, Wasserweiheformel des Alkuinschen Nachtrags zum Gregorianum, s. Franz , Benediktionen 1, S. 145-147; (285 r ) > Benedictio vini<, vgl. Franz , Benediktionen 1, S. 310 (Formular II, andere Reihenfolge der Texte und verschiedene Zusätze); (286 r ) >Ad sponsas benedicendas<, Meßformular Bruylants 1, Nr. 551; 20 ST. PETER PERG. 8 • ST. PETER PERG. 8 a (287 r ) > Benedictio anuli<; > Benedictio aque beati Anthonii<, vgl. Franz , Benediktionen 1, S. 146 Nr. 3—4 und S. 214f; (288 r ) > Benedictio nove domus<, s. Franz , Benediktionen 1, S. 128 Nr. 3 und S. 608 Nr. 1; > Benedictio incensi<, vgl. Franz , Benediktionen 1, S.528 Nr.2 (anderer Beginn der Formel); (288 v ) > Benedictio pro iter agentibus < mit Oration >pro redeuntibus< (Franz , Benediktionen 2, S. 283 Nr. 8) und Votivmesse Bruylants 1, Nr. 560. 289 r Kolophon (s.o., Herkunft, außerdem Abb. 17). St. Peter perg. 8 a Brevieroffizien 1 (Pap.) + 57 Bl. • 19 X 14 • Zisterzienser • Salem • 1481/1482 Lagen: (IV + l) 9 , 6 IV 57 . Spiegel und ungezähltes Vorsatzblatt Papier mit Wz. Ochsenkopf (Provenienz: Ravensburg 1538-1543, Piccard , Expertise). Schriftraum 14 x 9,5. 25 Zeilen. Bastarda formata von 2 Händen: 2 r -53 v und 53 v -57 v . l rv und 57 v Zusätze von zwei verschiedenen Händen (15./16. Jh.). Übliche Rubrizierung. Rote Lombarden. Schweinslederband des 16.Jh's mit stark beriebenen Rollenstempeln, als Verschluß 4 Lederriemchen (ursprünglich 2 Metallspangen). Herkunft: Auf das Zisterzienserkloster Salem weisen die Offizien für Petrus von Tarentaise (Filiation Bellevaux-Lützel-Salem) und Konrad von Konstanz sowie der Eintrag l r (s.u.). Die beiden Teile der Hs. sind datiert: >1481 < (53 v ) bzw. >1482 < (57 v ). Notiz 57 v deutet auf einen späteren Aufenthalt der Hs. in der Schweiz. Von Abt Ph. J.Steyrer 1781 für St. Peter erworben (eigenhändiger Kaufvermerk auf dem Vorderspiegel, auf dem hinteren Spiegel von anderer Hand). Literatur: Ehrensberger , S. 41 Nr. 1; Ettlinger , S. 635. l rv Nachtrag: Deutsche Rezepte (Mundart schwäbisch). (l r ) Überschrift: AC, respice finem, darunter: ain guot trank dem magen ... — et hoc probatum est per fratrem Vitum de Ysni professum in Sa/[em]; (l v ) von anderer Hand: Item ain bewärt drank für die pöstilencz. 2 r -52 v FESTOFFIZIEN mit jeweils 12 Lektionen. 2 r —ll r >In festo corporis Cbristi<, mit Oktav. Reimoffizium AH 24 Nr. 6; Hymnen AH 4 Nr. 39, AH 50 Nr. 388 und 387. Lektionen: THOMAS DE AQUINO(?), Immensa divinae largitatis ... (ed. C. Lambot , Revue Benedictine 54 (1942) 75—77, Zeilen 1—5, 7-10, 13-14, 25-28, 29-35, 39-41, 44-45), darin eingeschoben: Teile der Legenda Huius sacramenti figura ... (ed. Lambot , S. 78, Zeilen 1-4, 7—10, 15-18); GREGORIUS MAGNUS, Horn, in Ev. 22 (PL 76, 1177D-1178C); AUGUSTINUS, Tr. 26,17-18 in 21 ST. PETER PERG. 8 a Jo (CCSL 36,268 = Lambot , S. 80f, Zeilen 1-13); (9 v -ll r ) >ln octava lectiones. Sermo de corpore et sanguine Domini< Ad celebrandam sollempnitatem ... (Text wie im gedruckten Zisterzienserbrevier von 1484, GW 5198, n 1 l r —12 r , hier kürzer und andere Verteilung). ll r -20 r >In visitacione Dei genetricis Marie<, mit Oktav. Reimoffizium AH 24 Nr. 30, ergänzt durch Teile von Nr. 29; Hymnen AH 52 Nr. 45—47 und Nr. 43. Lektionen: LE- GENDA AUREA, App. Cap. 195; AMBROSIUS, Exp. in Lc. II, 19-20 ( Sources chret . 45, S. 81); BEDA, Horn. I, 2 (PL 94, 15 D-16 C); BERNHARDUS CLARAVAL- LENSIS, Sermo Dom. infra oct. Ass. 7-10 (ed. Leclercq-Rochais, S. Berriardi Opera omnia 5, S. 267—269). 20 r —24 r >In translacione sancti Benedicti<. Reimoffizium AH 25 Nr. 52; Hymnus AH 51 Nr. 116. Lektionen: BHL 1102 und BEDA, Horn. 11,17 (PL 94,221 BC). 24 r -30 r >In festivitate sancte Anne matris gloriose virginis Marie<. Reimoffizium AH 25 Nr. 18; Hymnen AH 52 Nr. 103.102.101. Lektionen: LEG. AUREA, App. Cap. 222 (BHL 484) verbunden mit PS.-HIERONYMUS, Ep. 50,2-3 (BHL 5343). S. auch GW 5198, y 9 r -14 r . 30 r -35 v > In translacione sancte spinee corone Domini nostri Iesu Christi<. Teile des Reimoffiziums AH 24 Nr. 9; Hymnen AH 50 Nr. 382 und Chevalier , Nr. 9702. Lektionen: JOHANNES CHRYSOSTOMUS, In Jo. Horn. 34,1 und 3 (vgl. PG 59,466-456 und 458); AUGUSTINUS, Tr. 116,1 in Jo. (CCSL 36,647) mit Einschub aus 115,5. S. auch GW 5198, z4 r -9 r . 35 v —39 v >In concepcione sancte Dei genetricis et virginis Marie<. Hymnen AH 51 Nr. 128 und 126. Lektionen: LEG. AUREA, App. Cap. 189. 39 v —44 v >In festivitate Undecim milium virginum<. Reimoffizium AH 5 Nr. 87; Hymnus AH 50 Nr. 21. Lektionen: GREGORIUS MAGNUS, Horn, in Ev. 12 (PL 76,1120 AB und 1118CD). S. auch GW 5198,bb 13 r -15 r . 44 v -48 r > In festo beati Petri Tharentasiensis archiepiscopi<. Reimoffizium AH 28 Nr. 49 mit Hymnus AH 51 Nr. 116 (nur Initium). Lektionen: BHL Nr. 6773. 48 r —52 v >In festo beati Cbünradi Constanciensis episcopi<. Offizium: Historia S. Konradi, ed. W. Berschin , in: FDA 95 (1975) 117—125, cursus monasticus (sonst nur aus zwei Salemer Hss. bekannt, vgl. Berschin , a.a.O., S. 109f). Lektionen: BHL Nr. 1917 (vgl. auch FDA 95 [1975] 94). 52 v —57 v CANTICA. (52 v —53 v ) > de uno martire et de uno confessore< sowie > de virgini- bus<, (53 v —57 v ) >In dedicacione ecclesie<. 22 ST. PETER PERG. 8 a • ST. PETER PERG. 8 b 57 v Notiz zur Schlacht auf dem Buchenberg bei Kempten am 17. März 1460: Es ist be- schechen ain scblacht uff dem Buochenberg ... Druck: Mone , Anzeiger 3 (1834) 232- 233. Vgl. auch F. L. Baumann , Geschichte des Allgäus 2, Kempten 1893, S. 53-56. Bemerkenswert: die Schlacht wird in" das Jahr 1448 versetzt und aus der Warte eines in der Schweiz ansässigen Berichterstatters dargestellt (gleiche Hand wie V). St. Peter perg. 8 b Psalterium 2 (Pap.) + 177 + 2 (Pap.) Bl. • 36 X 24,5 • Dominikanerinnen ■ Straßburg, St. Agnes • um 1300 Lagen: IIII 7 , VI 19 , 5 V 69 , III 7S , VI 87 , V 167 , V 176 ; das erste Bl. der ersten Lage und das letzte Bl. der letzten Lage als Spiegel verwendet, jeweils überklebt mit einer Hälfte der beim Umbinden der Hs. eingefügten Papierdoppelblätter. Wz. dieser ungezählten Vorsatz- bzw. Nachstoßbl.: Wappen mit Baselstab und Monogramm NH (= Nicolaus Heusler), Basler Papier kurz nach 1600 (Expertise G. Piccard). l v aufgenähtes Papierbl., Wz.: Wappen mit drei Lilien, belegt für Straßburg 1482 (s. P. Heitz , Les filigranes des papiers contenus dans les archives de la ville de Strasbourg, Straßburg 1902, Nr. 221). Schriftraum 24,5 x 16. 2 Spalten, 19 Zeilen. Textura von einer Hand im Haupttext; Kalendarium und in das Psalterium eingeschobene Ordinariumstexte von einer zweiten gleichzeitigen Hand. Übliche Rubrizierung. Rote und blaue Lombarden, an den Psalmenanfängen mit Fleuronnee und rot-blguen Zierstäben. Hauptzäsuren des Psalteriums durch rot-blaue Fleuronnee- Initialen markiert. Eingeschobene Ordinariumsteile mit schwarzen Cadellen sowie Quadratnotation auf 4 roten Linien. 157 v und 164 v aufgenähte Pergamentstreifen mit nachgetragenen Antiphonen. Heller Schweinslederband des frühen 17. Jh's (s.o., Vorsatzpapier) mit Rollenstempeln, darunter Haebler 1, S. 46 Nr. 8. 1981 zwei neue Langriemenschließen angebracht und Papierblatt vom vorderen Spiegel abgelöst. Herkunft: Kalendarium und Litanei weisen auf das Straßburger Dominikanerinnenkloster St. Agnes und sprechen für eine Entstehung der Hs. um 1300. Auf dem Vorderspiegel Eintrag des späten 15. Jh's Diß buch hört zu sanct Margareten und Agnesen in Stroßburg und 175 v alte Bibliothekssignatur Mm XXXV (s. Einleitung, S.XXIV). Von Abt Ph.J. Steyrer 1781 für St. Peter erworben. Literatur: Ehrensberger, S. 4 Nr. 16; Ettlinger, S. 634; Moberg, S. 176. l v Aufgenähtes Papierblatt mit Aderlaßtafel und komputistischer Tabelle für die Jahre 1480-1506 (beides deutsch). 2 r -7 v KALENDARIUM, dominikanisch, Stand um 1300 (vgl. Leroquais , Breviaires 1, S. C-CI). Außer dem ordensüblichen Grundstock auch die Straßburger Diözesanheiligen Aurelia (15.10.), Florentius (7.11.), Attala (3.12.) und Odilia (13.12.). Agnes (21.1.) als 23 ST. PETER PERG. 8 b • ST. PETER PERG. 9 Klosterpatronin ausgezeichnet durch den Rang eines festum totum duplex. Zum 19.7. Eintrag: Ab hinc nullus sanguinem minuat usque in nonas septembris. Von einer Hand des 15.Jh's der Nachtrag Macharii (9.5.), Aderlaßbuchstaben und Anweisungen für die Bestimmung der beweglichen Feste: (2 r ) >wie man sol vinden den sundag als man das alleluia hinlegt <, (3 r ) > Wie man den oster dag vinden sol<, (5 r ) >Wie man sol vinden den sundag der pingsten<, (7 r ) > hie ist zu merken von dem advent< (Mundart oberrheinisch; gleiche Hand wie l v ). 8 r -176 v PSALTERIUM FERIATUM mit Antiphonen. Bemerkenswert: Die wechselnden Psalmen und die Cantica der Werktagslaudes sind ausgeschrieben und in das Psalterium eingeschoben: (44 ra -45 va ) Ps 5 und Is 12,1-6, (58 rb -60 rb ) Ps 42 und 1s 38,10-20, (73 vb -75 vb ) Ps 64 und I Cor 2,1-10, (91 vb -94 ra ) Ps 89 und Ex 15,1-19, (109 ra -112 ra ) Ps 142 und Hbr 3,1-19, (127 vb -132 ra ) Ps 91 und Dt 32,1-43. (173 vb -176 vb ) Allerheiligenlitanei mit Preces, dominikanisch, zwei Anrufungen für Dominikus und Agnes, am Schluß Odilia, Attala, Aurelia, Ursula. — 177 leer. Fragmente: 1. Fliegendes Papierblatt, einmal gefaltet, foliiert 74 a, 1981 nach Bl. 176 eingefügt. Kursive, 17. Jh. Deutsche Übersetzung von Ps 66 und 3 deutsche Gebete: Herr, alles daß du hast über unß lassen kommen ...; Verschone o Herr deinem Volck ...; Wir pitten dich o her, wollest das gebett deiner Kirchen gnädig erhöhren und von allen lrthumben ... 2. Falzverstärkung 168 v : 2 Pergamentstreifen mit Bruchstücken eines Psalmenkommentares (12. Jh.). St. Peter perg. 9 Guilelmus Durandus, Repertorium iuris canonici 1 + 100+1 Bl. • 34 X 23,5 ■ Italien? • Ende 13. Jh. Lagen: 11 IV 88 , V 98 , I 100 ; gerahmte Reklamanten, Kustoden jeweils unten auf der ersten Seite. Schriftraum 25,5 X 16. 2 Spalten, 49-56 Zeilen. 1 r —98 v gotische Buchschrift einer Hand, 99 r -100 v Rotunda einer Hand. Blaue und rote Lombarden und Paragraphenzeichen, Uberschriften rot; l ra anspruchslose blau-rote Fleuronneeinitiale. Die Hs. erhielt 1972 einen neuen braunen Lederbezug und zwei Langriemenschließen. Von dem unverzierten alten Lederbezug — vermutlich 15. Jh. — waren nur noch geringe Reste vorhanden. Der aus zwei mit Perg.-Streifen zusammengenähten fragmentarischen Perg.-Doppelblättern bestehende Hinterspiegel (s. unter Herkunft) wurde 1972 abgelöst. Am hinteren Nachstoßblatt oben Rostspuren von einer ehemals vorhandenen Kette. 24 st. peter perg. 9 Herkunft: Lokalisierung aufgrund der Schrift. Auf dem Vorsatzblatt verso zwei Einträge eines Kanonikers und Propstes von St. Stephan in Bamberg aus dem Jahre 1297. 1.: Anno domini M°CC° LXXXXVII° In dictione x. die veneris XIX. Aprilis dominus Bonifatius papa Octavus contulit mihi canonicatum et prebendam maioris et preposituram Sancti Stepbani ecclesiarum Babenbergensium vacantes in curia per consecrationem domini Lupoldi episcopi Babenbergensis ecclesiae. Der 2. Eintrag (8 Zeilen) betrifft den Raub des päpstlichen Schatzes am 4. Mai 1297 durch Stephan Colonna (vgl. F.X. Seppelt , Das Papsttum im Spätmittelalter und in der Renaissance 4, München 2 1957, S. 21 f). auf der Vorderseite des gleichen Blattes: Iste liber est mihi obligatus xxx solidis Molhusinensibus (vgl. Das Mühlhäuser Rechtsbuch, hrsg. v. H. Meyer , Weimar 2 1934, Neudruck Köln 1969, S. 57f) cum textu institucionum per dominum Conradum de Beryngen et sunt libri domini Baldeberti canonici Myssenensis (14. Jh.). Der Meißener Kanoniker Baldebertus vermutlich identisch mit dem oben genannten Propst von St. Stephan in Bamberg. Ein Propst dieses Namens ist um 1300 für St. Stephan nachgewiesen (Das Copialbuch des Collegiat-Stiftes St. Stephan zu Bamberg, hrsg. von C. A. Schweitzer , in: Neunzehnter Bericht über das Wirken des historischen Vereins zu Bamberg, Bamberg 1856, S. 12). Der ehemalige Hinterspiegel mit zwei Fragmenten aus einem Zinsbuch, offenbar für den Markgrafen von Meißen. Einträge aus den Jahren 1267-1273 bzw. 1280, die Bezirke Freiberg, Großenhain, Pirna und Torgau betreffend (zahlreiche Namensnennungen). Mehrfach ist der cellerarius Otto de Vriburch erwähnt. Uberschrift: > compu- tatio cellerarii de Vriburch <. Auf dem Vorderdeckel Schildchen mit Schenkungsvermerk der Brüder de Goch an das Mariendomstift in Erfurt (s. Einl., S. XXVII u. Abb. 24). 1781 von Abt Steyrer erworben. Literatur: Ettlinger, S. 634. r a -100 vb GUILELMUS DURANDUS. REPERTORIUM IURIS CANONICI. >Reperto- rium magistri Guillelmi Durandi< (14. Jh.). Reverendo in Christo patri ac domino Ma- theo ... (Prol.:) Prothoplasti rubigine humana contaminata conditio ... (l va Text:) > De summa trinitate et fide catholica<. Quid sit fides, quot modis dicatur ... — (98 vb ) finem feliciter consummavit; ut de con. di. 1. nullus episcopus. Explicit repertorium magistri Guillermi Durandi. Que pridem plura sunt sparsim tradita iura. Hec nunc scriptura facili monstrat tibi cura. Der Text auf Bl. 99 ra -100 vb schließt auf Bl. ll rb unten an (Nachtrag ohne diesbezügl. Hinweis). Druck: GW 9146. Zum Text s. Schulte 2, S. 152f. Nachträge (14. Jh.): Auf Vorsatzbl. verso: Metra sile vana, si vi sana velis artem (Versus retrogradus, abgedruckt in: M one , Anzeiger 4 [1835] 207). Auf Nachstroßbl. verso Federproben, u.a. Walther , Proverbia, Nr. 17645, ferner Rezepte u.a. zur Herstellung von Wachs u. Farbe, außerdem gereimtes lateinisches Gedicht (28 Zeilen) DE STATU MUNDI. Vermutlicher Textbeginn: Ecce visibiliter perit Status mundi ... (Beginn der Zeilen abgeschnitten). 25 st. peter perg. 10 St. Peter perg. 10 Lectionarium Officii ordinis Praedicatorum, pars hiemalis 220Bl. • 37,5 X 26 • Dominikaner • Elsaß • 13. Jh. 2 Lagen: Quaternionen, außer letzte Lage ( IV + II); erstes und letztes Bl. als Spiegel verwendet. Alte Kustoden I (15 v )—XXV (207*). Papiervorsatzblatt, Wz.: Piccard , Buchstabe P, IX, 1379 (Nachweis für Basel, 1469). Schriftraum 26,5 X 16. 2 Spalten, 25 Zeilen. Textura von einer Hand im Corpus der Hs. ( v -212 r ). Mehrere Nachtragsbände: 1. (14. Jh. 1 ) l r -6 v , 2. (14. Jh.') 212 r -213 r , 3. (14. Jh., Mitte) 214 r —217*", 4. (14. Jh., Ende) 217 v -218 v . Lektionszeichen. Neumen auf 4 Linien: 7 V , 132 v -134 r , 136 r —137", 139 v -141 r (dazu Wagner 3, S. 531). Übliche Rubrizierung. Rote und blaue Lombarden mit einfachem Fleuronnee. Heller Schweinslederband des 15. Jh's mit Streicheisenlinien und Einzelstempeln, darüber ein zweiter schmuckloser Bezug aus dem gleichen Material, am oberen Deckelrand überlappend, mit je 5 Messingbuckeln auf den Deckeln befestigt, an den Ecken mit Lederschnüren vernäht. Außerdem erhalten: eine von ursprünglich zwei Langriemenschließen sowie ein Lesezeichen (Seidenbänder an einem Holzstäbchen befestigt). Herkunft: Dominikanisches Offiziumslektionar, Grundstock (7 V —212 r ) aus dem letzten Drittel des 13. Jh's, im 14. Jh. dreimal erweitert (212 r —218 v ); vermutlich im Elsaß geschrieben und für das Straßburger Dominikanerinnenkloster St. Agnes bestimmt oder zumindest bald nach der Entstehung dort im Gebrauch (vgl. Vorspann V- 6 V ). Auf dem hinteren Spiegel Besitzvermerk des Konvents St. Margareten und Agnes sowie 318 v und auf der Rückseite des Einbands alte Signatur Ff XXV11I (s. Einleitung, S.XXIV). Auf dem Einband außerdem die Notiz: Diß buch ist von der zit im summer(l), sowie von anderer Hand: lamentationum Jeremie buch. Von Abt Ph. J. Steyrer 1781 für St. Peter erworben. Literatur: Ehremsberger, S. 22 Nr. 18; Ettlinger, S. 633; Kurz, S. 222. l r — 6 V Sonderreil ( Nachtrag): ( l r —4 V ) > De sancta Agnete< , Lektionen aus PS.-AMBROSIUS, Sermo 48, PL 17, 725 A-727C (BHL 158); AMBROSIUS, De viriginibus 1,5-9, PL 16,200B—202A und HIERONYMUS, Ep. ad Demetriadem 5, PL 22,1109 für da£ Fest und dessen Oktav; (4 V —6 V ) >Athale virginis< , Lektionen aus BHL 741 mit Zusatz aus der großen Attalalegende, ed. M.B arth , Archiv f. elsässische Kirchengeschichte 2 (1927) 115-119. - T leer. 7 v -212 r LECTIONARIUM OFFICII, PARS HIEMALIS. T > Modus legendi lectiones<. 8"' >lste est Uber lectionarium ordinis fratrum predicatorum ...<, vgl. L eroquais , Bre- viaires 3, S. 199 f. 9 r -143 ra Proprium de tempore, pars hiemalis. >Dominica prima in adventu<, (143 ra ) >Expliciunt lectiones partis kyemalis lectionarii de tempore <. 26 st. peter perg. 10 st. peter perg. 1 1 143 ra —212 ra Proprium de sanctis, pars hiemalis. >ln vigilia beati Andree apostoli ...<. Auffallend die z.T. textkritischen Einführungen zu einzelnen Lektionen, die wie die Rubrik 8 rv auf den Prototyp Humberts zurückgehen: (146 va ) > In festo beati Nicholay. Nota quod Methodius patriarcba cuidam primicerio Theodoro nomine scripsit ortum et vitam sancti Nicholay argolico stilo. Johannes vero dyaconus vocans se servum sancti lanuarii ad preces fratris Athanasii predicta transtulit in latinum et addidit<-, (161 vb ) > In festo beati Thome martiris. Nota quod magister lohannes Saliberiensis ...<, s. Leroquais, a.a.O., S.200 ad locum; (170 rb ) >In octava beati Johannis ewangeliste ... Nota quod Ysydorus abbreviat hic legendam Johannis scriptam a Mileto episcopo Laodicie<\ (192 rb ) > In purificacione beate Marie. Ambrosius in sermone de purificacione 'si subtiliter'. Et nota quod iste sermo in quibusdam libris dicitur domini Alberti episcopi, in aliis Ambro- sii<\ (199 ra ) >In cathedra sancti Petri. Nota quod iste sermo ..< s. Leroquais , a.a.O. S. 201, ad locum; (199 vb ) >Nota quod iste lectiones ...<, s. Leroquais , a.a.O., S. 201, ad locum; (201 ra ) >In festo beati Mathie apostoli ...Et nota quod in libris anti- quis sermo iste invenitur absque expressione nominis auctoris cum tali tytulo: Incipit sermo beati Mathie apostoli et dictus sanctorum patrum Christo favente delibatus. In quibusdam libris intitulatur Bede<; (203 va ) > In festo beati Gregorii pape. Johannes qui se vocat ultimum levitarum ad Johannem papam ...et nota quod iste plene compilavit vitam beati Gregorii et in quatuor libros digessit, cum prius minus plene descripta habere- tur. Unde utraque legenda hodie invenitur in multis libris <. Für Einzelheiten s. Register (Hagiographische Texte). 212 rb -218 vb NACHTRÄGE ZUM PROPRIUM DE SANCTIS (14. Jh.). (212 rb -213 ra ) >De sancto lgnatio<\ (214 va -217 va ) >In festo beati Thome de Aquino ordinis predica- torum<\ (217 va —218 vb ) >De sancto Anthonio<, hier im Gegensatz zu 179 vb -180 vb für 9 Lektionen eingerichtet, entsprechend der 1388 angeordneten Erhebung des Festes zum festum simplex. — 213 r leer. St. Peter perg. 11 Vesperale 2 (Pap.) + 75 + 3 (Pap.) Bl. • 36,5 X 27 • Bozen (?) • 15. Jh. 2 Lagen: (III + 2) 7 , IV 15 , (III + l) 22 , 2 (IV + l) 40 , 3 IV 64 , (II + 2) 70 , (I + 2) 74 ; 1. Bl. der 1. Lage nicht foliiert; 7 V , 40 v , 48 v Reklamanten; vor und nach dem Buchblock 2 bzw. 3 leere Pap.bl. (darunter auch die 1981 abgelösten Spiegel) mit Wz. P iccard , Ochsenkopf XII, 817 (belegt für Hall in Tirol u. Innsbruck, 1485 u. 1486). Schriftraum 26 x 17,5. Bl. 1—14 und 71—74: 2 Spalten zu ca. 25 Zeilen (Nachträge: 28-34 Zeilen), sonst einspaltig mit 8 vierzeiligen Notensystemen oder 25 Zeilen. Textura mit Tendenz zur Gotico-Antiqua von einer Hand; 15 rv und 71 r -74 r : Bastarda von 27 st. peter perg. 11 späterer Hand. Metzer Notation (späte Form) auf 4 roten Zeilen. Übliche Rubrizierung. Rote Lombarden und schwarze Cadellen. V Filigraninitiale D mit rotem Fleuronnee. Brauner Lederband der Zeit mit stark beriebenen Einzelstempeln; von zwei Kurzriemenschließen nur die Halterungen vorhanden; vorne und hinten je 5 große Messingbeschläge aus neuerer Zeit. 1981 Rücken und eine Schließe erneuert, Spiegel abgelöst, dabei auf der Innenseite der Deckel Reste einer 1479 datierten deutschen Urkunde freigelegt, worin der Franziskanerguardian von Bozen erwähnt wird. Herkunft: Urkundenfragmente in den Deckeln weisen nach Südtirol (Bozen). Auf dem hinteren Spiegel nebst einem bis auf die Wörter hic Uber attinet getilgten Besitzeintrag die Notiz: 1554 Hic fuit Christopherus Hofer cooperator, von anderer Hand: 15M56H. Von Abt Ph. J. Steyrer 1763 für St. Peter erworben (s. auch Einleitung, S.XXIIIf). Literatur: Ehrensberger, S. 43 Nr. 1; Ettlinger, S. 626; Moberg, S. 176. l r — 15 ra Vesperpsalmen für Sonn- und Werktage nach dem Cursus Romanus, Antiphonen mit Melodien. Dixit dominus ... 15 ra -vb Nachtrag >Ad Completorium<, Psalmen für die Sonntagskomplet (Ps4,30 I, 90, 133). 16 r —22 v Vesperhymnen. Erste Strophe jeweils mit Melodien. (16 r —18 V ) Commune Sanc- torum: AH 51 Nr. 108, AH 50 Nr. 153, AH 51 Nr. 114a. 118, AH 50 Nr. 21, AH 51 Nr. 102; (19 r -22 v ) de Tempore: AH 51 Nr. 123.47, AH 2 Nr. 21, AH 50 Nr. 53 Strophen 8-9, 11, 13 (vgl. Chevalier , Nr. 8073), AH 50 Nr. 143.144, AH 51 Nr. 40, AH 50 Nr. 386, AH 51 Nr. 85. 23 r -69 v VESPERALE. 23 r —28 v Commune Sanctorum. >Incipit commune sanctorum. Et primo de Apposto- /«(!)<. 29 r —32 r Einschub > Ad matutinum Nativitatis Domini <. — 32 v leer. 33 r —57 v Proprium de Tempore, von Weihnachten bis Fronleichnam. Für das Triduum Paschale auch Matutin und Laudes. (33 r ) > De nativitate Domini ad vesperas<; (39 v ) >In cena Domini. Ad matutinum <; (45 v ) >Feria sexta. In Parasceven. Matutinum <; (50 r) > Dominica resurrectionis. Invitatorium<; (54 v ) >Ascensionis Domini vespere <; (55 v ) >De sancto Spiritu<-, (56 r ) > De sancta Trinitate<; (56 v ) > Ad vesperas de Corpore Christi <. 57 v —69 r Proprium de Sanctis, Hauptfeste von Mariae Lichtmess bis Mariae Empfängnis. Bemerkenswert: Teile der Reimoffizien AH 5 Nr. 64 (58™, Gregorius) und AH 24 Nr. 29 (61 v -63 v , Visitatio B.M. V.). 28 st. peter perg. 11 • st. peter perg. iia 69 rv >De dedicacione <. — 70 leer. 71 r —74 r Nachtrag: Psalmen für Terz, Sext und Non. > Ad primam psalmi< (Ps 53 und 118). - 74 v leer. St. Peter perg. IIa Psalterium 115 Bl. ■ 17,5 X 13,5 • Dominikanisch • Oberrhein • 13. Jh. 1 (nach 1234) Lagen: IV 8 , (III + 2) 16 , 6 IV 64 , V 74 , 5 IV 114 , hinterer Spiegel seit 1972 als fliegendes Bl., gezählt 115. Schriftraum 14,5 X 10. 20 Zeilen. Textura von einer Hand. Zusätze von mehreren Händen des 13.-15. Jh's. Übliche Rubrizierung. Rote und blaue Lombarden. An den Psalmanfängen 3zei- lige Initialen: goldene Buchstabenkörper auf rot-blauen Gründen; 75 r -76 r , 81 v -84 r und 106 v statt solcher Initialen rot-grüne Lombarden mit grobem Palmetten-Fleuronnee. Hauptteilungsstellen des Psalteriums markiert durch 8 figürliche und 2 ornamentale Deckfarbeninitialen auf Goldgrund, 6-8zeilig: l r B David als Harfner sowie David und Goliath (16zeilig), 15 v Christuskopf frontal, 25 r weibliche Heilige, auf ihren Mund deutend, 34 v Q Michael als Drachentöter (ganzseitig), 35 r D Bischofskopf, 45 r S Jonas vom Walfisch ausgespien, 57 r E Dominikus, 68 r C ornamental, 69 v D knieende Frauengestalt mit Buch (Stifterin?), 80 v D ornamental; kräftiges Kolorit, vorherrschend sind grüne, rote und blaue Töne; enge stilistische und ikonographische Verwandtschaft mit dem oberrheinischen Psalterium Würzburg, Universitätsbibliothek, M.p.th.q. 70 (vgl. Thurn II, S.6f). Neuer hellbrauner Lederband mit einer Schließe, 1972 angefertigt. Alter Vorderspiegel fehlt, hinterer Spiegel abgelöst (jetzt Bl. 115). Herkunft: Aus einem oberrheinischen Dominikaner(innen)kloster (vgl. Buchschmuck), geschrieben nach 1234 (Kanonisation von Dominikus, vgl. Initiale 57 r ). Von Abt Ph. J. Steyrer 1781 für St. Peter erworben. Literatur: Ehrensberger, S. 2 Nr. 5; Ettlinger, S. 636; Beer , Initial und Miniatur, Nr. 32 (z.T. irreführend); Cames, S. 18 f. l r -114 v PSALTERIUM NON FERIATUM, Cursus romanus. Teile des Ordinarium Offi- cii von mehreren Händen auf den Blatträndern nachgetragen. (l r — 105 r ) Ps 1-150; dazu l r -31 r am oberen Rand fortlaufender Betrachtungstext zur Menschwerdung und zum Leben Christi: Potencie Patris in eternitate, sapiencie Filii in deitate, bonitate(\) Spiritus sancti in trinitate ..., dann rosenkranzähnliche Clausulae (teilweise getilgt); (105 r —lll v ) Laudes-Cantica; (11 l v —114 v ) Benedictus, Te Deum, Pater noster, Credo, Magnificat, Nunc dimittis, Quicumque. 115 rv Fragment des Totenoffiziums: > Ad laudes<, mit Benedictus-Antiphon Hesbert, Nr. 4115. 29 st. peter perg. iia • st. peter perg. 12 115 v Von anderer Hand (13.Jh.): Ave Jesu Christe, Verbum Patris ..., Chevalier, Nr. 1844. St. Peter perg. 12 Hugo de S.Victore, De sacramentis christianae fidei 121 Bl. • 15,5 X 9 • 12. Jh. 2 Lagen: 2 IV 16 , (IV + 1) 2S , 12 IV 121 . Kustoden und Reklamanten von der Hand des Schreibers, mehrfach fehlend bzw. abgeschnitten. Schriftraum 12 X 6, 31 Zeilen. Zierliche frühgotische Minuskel einer Hand. l r , 120 v -121 r Nachträge mehrerer Hände (12.-14. Jh.). Rote Überschriften und Lombarden, diese gelegentlich mit gespaltenen Schäften, 8 V mit anspruchslosem schwarzgrünem, 56 v mit schwarzem Fleuronnee. Der zerschlissene unverzierte Schaflederbezug des Einban- des (vermutlich 15. Jh.) wurde 1981 durch einen hellbraunen Lederbezug ersetzt; außerdem wurden neue Langriemenschließen und Perg.-Spiegel angebracht, die alten Spiegel abgelöst. Am Hinterdeckel oben 13gliedrige Kette mit Ring. Herkunft: Auf den abgelösten Spiegeln — vorn verso, hinten recto — Fragmente, vermutl. Gerichtsprotokoll, Anfang 15. Jh. Hier werden erwähnt der Konstanzer Bäcker Konrad Bühelmann und dessen 17jährige Frau Afra. Demnach dürfte die Hs. in Konstanz gebunden worden sein; (Verwendung auf dem Konstanzer Konzil?). 121 r oben: Nekcrats Salocin = Nicolas Starcken (umgekehrte Buchstabenfolge), unten Ego N[ekcrats] S[alocin] hunc librum pro duobus florinis [emi] Anno MCCCCXLIIII. Auf dem abgelösten Vorderspiegel verso: Hic libellus emptus est per egregium ac venerabilem magistrum Jobannem Driwer decretorum doctorem et prepositum sancti Martini in Vorcbem (Kollegiatstift St. Martin in Forchheim, Diözese Bamberg) etc. in civitate Maguntina ipso die sancti Marcy Anno domini Millesimo etc. quinquagesimo (25. April 1450). Auf Pergamentschildchen — ursprünglich auf Vorderdeckel, 1981 innen am Hinterdeckel angebracht — Schenkungsvermerk der Brüder de Goch an das Domstift St. Marien zu Erfurt (s. Einleitung, S. XXVII). 1781 von Abt Steyrer erworben. Literatur: Ettlinger , S. 634. l v -120 r HUGO DE S. VICTORE, DE SACRAMENTIS CHRISTIANAE FIDEI, liber I. PL 176,174-364. Nachträge: 120 v VERSUS CONTRA HAERETICOS, mit interlinearem Kommentar (12. Jh.). Oppositum montem conscendere cernis Orontem ...; Walther , Initia carmi- ■num, Nr. 13383; Chevalier , Nr. 31314. 121 r (13./14. Jh.) oben: abissus est immensa profunditas sine dimensione ... (Reimprosa), darunter lat. Verse: Walther , Proverbia, Nr. 3428, 8069, 8182, 3205, 20678, 2206, Walther , Initia carminum, Nr. 19744, 5144. 30 st. peter perg. 12 st. peter perg. 13 V ebenfalls lat. Verse, teilw. gleiche Hand wie 121 r , nur noch weniges lesbar, u.a. Walther , Proverbia, Nr. 28575. St. Peter perg. 13 Psalterium 119 Bl. • 19,5 X 13 ■ Südwestdeutschland(P) • 13. Jh. 1 Lagen: (IV + l) 9 , 3 IV 33 , (IV + l) 42 , III 48 , (IV + l) 57 , 5 IV 97 , (IV + 2) 107 , (III + l) 114 , (III-l) 119 ; am Schluß Textverlust. Schriftraum 14,5 X 10. 23 Zeilen. Gotische Minuskel von einer Hand im Corpus der Hs.; 115 r —119 V Textura von einer Hand des 14./15. Jh's; Randnachträge von mehreren Händen. Übliche Rubrizierung. An den Psalmanfängen rote und blaue Lombarden mit primitivem Fleuronnee in der Gegenfarbe. Teilungsstellen des Psalteriums (auch Ferialteilung der Vesperpsalmen) markiert durch Deckfarbeninitialen (2 r , 37", 73 r fast ganzseitig, die übrigen 6-7zeilig): 2 r B ornamental (Ps 1), 18 r D mit Profilkopf (Ps 26), 28 r D mit männlicher Halbfigur (Ps 38), 37 v Q ornamental, als Cauda ein Drache (Ps 51), 38 r D ornamental (Ps 52), 48 r S Drache (Ps 68), 60' E ornamental (Ps 80), 71 r C sitzende Figur, stark beschädigt (Ps 97), 73 r D Engel mit Segensgestus (Ps 101), 83 r D ornamental (Ps 109), 94 v L vergrößerte Lombarde (Ps 121), 96 r N mit Drachen (Ps 126), 97 r M mit Drachen (Ps 131), 100 r C ornamental (Ps 137), 103 v B ornamental (Ps 143). Zwei ganzseitige Miniaturen: Mariae Verkündigung (l r ) und Geburt Christi (l v ). Miniaturen und Initialen in kräftigem Kolorit vor heute oxidierten Goldgründen. Expressiver Duktus, nach B eer , Evangelistar, S. 13 an den Meister des Berthold-Missale erinnernd. Trotz starker Zerstörungen ist die hohe künstlerische Qualität der Buchmalerei noch immer erkennbar. Neuer hellbrauner Lederband mit einer Schließe, 1972 angefertigt, dabei auch Makulaturstreifen herausgelöst (Fragmente einer theol. Hs. des 13./14. Jh's). Alte Spiegel (Fragmente einer Pergamenths. des 13. Jh's) nicht mehr vorhanden, nur noch Leimabdruck auf der Innenseite der Deckel. Herkunft: Schrift und Buchschmuck weisen in das frühe 13. Jh. Kunsthistorische Gesichtspunkte sprechen für den südwestdeutschen Raum als Entstehungsort der Hs., die sich spätestens im 15. Jh. im Elsaß befand (vgl. Litanei 188 v —199 v ). Auf dem alten Vorderspiegel (heute verschollen) nach Auskunft des hsl . Repertoriums von 1887/8 Kaufeintrag Ph. J. Steyrers von 1781. Literatur: E hrensberger , S. 2 Nr. 3; E ttlinger , S. 636; B eer , Evangelistar, S. 13; C ames , S. llf. l rv MINIATUREN (s.o.). 2 r —118 V PSALTERIUM NON FERIATUM, Cursus romanus. (2 r -107 v ) Ps 1-150; Teile des Ordinarium Officii am Rand von späteren Händen nachgetragen; (107 v ) Credo (von anderer Hand); (108 r —114 v ) Laudes-Cantica; (114 v —118 V ) Benedictas, Te Deum, Qui- cumque, Pater noster, Credo, Magnificat, Nunc dimittis (ab 115 r von der Nachtragshand). 31 st. peter perg. 13 st. peter perg. 14 118 v -119 v NACHTRAG (14./15. Jh.): ALLERHEILIGENLITANEI, elsässische Prägung. Bemerkenswert: Oswalde, Geori, Pancraci ... Panthaleone, Cbristofere, Valentine ... Leo, Gelasi ... Amande, Arbogaste, Adolfe, Galle, Benedicte, Udalrice, Severine, Egidi, Remigi, Otbmare, Germane, Leonbarde, Firmini ... Fides, Katherina, Lucia, Otilia, Attala, Sabina, Sopbia ... Afra, Ursula, Aurelia, Helena . ..; Preces und Orationen fehlen (Textverlust). St. Peter perg. 14 Psalterium 148 Bl. • 22,5 X 16,5 • Prämonstratenser • Stift Adelberg • 14. Jh. 2 Lagen: III 6 , 17 IV 142 , 3 (IV —6) 14S . Die beiden Lagen nach Bl. 142 verbunden. Gegen Ende der Hs. beträchtliche Textverluste. Die alte Foliierung und der Verweis l v (s.u.) erlauben eine Rekonstruktion des ursprünglichen Zustandes der Hs., die mindestens 195 Bl. in folgender Reihenfolge umfaßte: 1-6, I-CXXXVI (heute 7-142), CXXXVII-CXLIV (heute nicht mehr vorhanden), CXLV-CLII (noch erhalten das äußerste Doppelbl., heute 145 und 146), CLU1-CLX (noch erhalten das äußerste Doppelbl., heute 143 und 144), CLXI-CLXVIII (noch erhalten das äußerste Doppelbl., heute 147 und 148, CLXVIIIIÜ (mindestens 21 Bl., vgl. l v , heute nicht mehr vorhanden). Obere Hälfte der Bl. von Wassereinwirkung angegriffen, teilweise unleserlich. Schriftraum 15,5 X 10. 20 Zeilen. Textura von einer Hand. Übliche Rubrizierung. Rote Lombarden, an den Hauptteilungsstellen des Psalteriums mit bräunlichem Fleuronnee. Einband und 2 Langriemenschließen 1970 ganz erneuert. Herkunft: Kirchweiheintrag 3 V weist auf das Prämonstratenserstift Adelberg (Landkreis Göppingen). Auf dem alten Vorderspiegel nach Angabe des hsl. Repertoriums von 1887/8 der Vermerk Monasterii S. Petri in Silva Nigra, heute nicht mehr vorhanden. Literatur: E hrensberger , S. 4 Nr. 14; E ttlinger , S. 639; W. I rtenkauf , Adelbergs kirchliche Feste im Mittelalter, in: Stauferland (Heimatbeilage der Neuen Württembergischen Zeitung), Stuttgart, Mai 1958; H.H ummel , Ein Brevierdruck für die Prämonstratenserabtei Adelberg, in: Analecta Praemonstratensia 56 (1980) 212 und 214. l rv Fragment des Ordinariums für Komplet und Prim. Bei der Antiphon Beati qui ambulant (l v ) Verweis auf Bl. CLXXXV1III. 2 r -4 v KALENDARIUM. Im wesentlichen übereinstimmend mit der prämonstratensi- schen Tradition des 12. und 13.Jh's (vgl. P. Lefevre , L'ordinaire de Premontre d'apres des mss. du XII e et XIII e siede, Louvain 1941, S. 125—138). Zusätzlich: Dedicacio eccle- sie in Adelberg (26.7.) und Ruperti (27.2.), Bonifacii (5.6.), Udalrici (4.7., Duplex mit Oktav), Kyliani et soc. (8.7.), Oswaldi (5.8), Afre (7.8.), Pelagii (28.8.), Magni (6.9.), 32 ST. PETER PERG. 14 st. peter perg. 14a Fidis (6.10.), Galli (16.10), Otbmari (16.11), Conradi (26.11), Otilie (13.12.). Es fehlen die Ordensanniversarien am 13.3. und 23.12., während die Commemoracio domini Norberti (6.6) eingetragen ist (von Irtenkauf , a.a.O., übersehen). Auszeichnung der Simplex- und Duplexfeste durch einen bzw. zwei Querbalken, typisch für Adelberg (vgl. Hummel , a.a.O., S.218). Zum Ganzen s. auch das Kalendarium des Brevierdruckes (Hummel , S. 218-221). 5 r —148 v PSALTERIUM FERIATUM, Cursus romanus. (5 r —6 V ) Invitatorium mit Ps 94 und den Ferialhymnen zu Komplet, Matutin, Laudes und Prim; (7 r —142 v ) Ps 1—117, vollständiger Text endet mit Vers28, anschließend (143-148) Fragmente aus Psll8, 125-126, 127-128 (diese beiden vollständig), 136, 137 (vollständig), 138, 143—144. 122 a eingeheftetes Papierbl. mit Bruchstück aus dem Offizium zu Mariae Verkündi- gung(?), von anderer Hand (14./15. Jh.). St. Peter perg. 14a Missale 245 Bl. ■ 31,5 X 20,5 • zum Teil zisterziensisch • 13. Jh. 2 u. 14. Jh. 1 Neuer Lederband von 1965; vom spätmittelalterlichen Einband erhalten: beide Spiegel, der hintere abgelöst (jetzt Bl. 246); vorne 4, hinten 2 von ursprünglich je 5 Buckeln; eine Langriemenschließe (teilweise erneuert). Herkunft: Teil I aus der ersten Hälfte des 14. Jh.s (Schrift), nicht zisterziensisch; Teil II zisterziensisch, nach Schrift und Sanctorale aus dem ausgehenden 13. Jh.; um 1400 mit Teil I verbunden (Nachtragshand dieser Zeit in beiden Teilen anzutreffen). Spätestens seit dem 15. Jh. in Südtirol: vgl. Nachtrag 240 v (Vigilius weist in den Einflußbereich von Trient) und Jahr des Ankaufs für St. Peter (s. Einleitung S. XXIII). Die vielen nachgetragenen Sequenzen weisen darauf hin, daß die Hs. in dieser Zeit nicht mehr in zisterziensischem Besitz war. Auf dem alten Vorderspiegel die Notiz 1492 O mater Dei mediatrix ml... Wolfgang / ...; von der gleichen Hand 246 r O mater D / ... W. G.; auf dem Vorderspiegel außerdem von anderer Hand Oblationsgebete sowie der Eintrag Jerg Hessman, beif dir gott an sei und an leib. Amen. Von Abt Ph. J. Steyrer 1763 für St. Peter erworben (s. Einleitung, S.XXIII). Literatur: Ehrensberger , S. 62 Nr. 2; Ettlinger , S. 626. 1 Bl. 1-89. Lagen: (IV-l) 7 , I 9 , 10 IV 89 ; Textverlust; alte Kustoden (33 v -73 v ) und alte Foliierung beginnend mit 1 (10 r ), von VIII an zumeist weggeschnitten. Schriftraum 22 x 14,5. 26 Zeilen. 33 ST. PETER PERG. 14 a Textura von einer Hand; Nachträge von verschiedenen Händen des 14. und 15. Jh's. Übliche Rubrizierung. Rote Lombarden. l r -2 v QUATEMBERSAMSTAG IN DER PFINGSTWOCHE (Fragment). Vgl. Bruy- lants 1, Nr. 116. 3 r -5 v MARIENMESSEN. Beginn mit der Secreta des Commune Festorum B.M.V., (3 r ) >De annunciacione sancte Marie<, (4 r ) > De sancta Maria infra Natale et LXX<, (5 r ) >De sancta Maria tempore pascbali<. Verschiedene Nachträge, darunter die Sequenzen AFI 54 Nr. 191, Strophe 1 (3 V ) und AH 54 Nr. 18 mit Verwendung der Strophe 2 aus AH 54 Nr. 21 (5 V ). 5 v -7 r ALLELUIAVERSE. (5 V ) Maria, (6 r ) Margareta, Elisabeth, Katharina, (6 r -7 r ) Commune Sanctorum, (7 r ) Paulus, Johannes Baptista, Martin. 7 V —9 V Nachträge: Prima missa in nativitate Christi, Bruylants 1, Nr. 10; (8 V ) Segnung des Johannisweins, vgl. Franz , Benediktionen 1, S. 307f; Oration zu den 14 Nothelfern; (9 r ) Item missa in diluculo, Bruylants 1, Nr. 11. Entsprechender Verweis auf die beiden Weihnachtsmeßformulare 98 v (von anderer Hand). 10 r -70 v GRADUALE - LECTIONARIUM für Fastenzeit (ohne Sonntage) und Karwoc he. >In capite ieiunii<; (60 r ) >Feria quinta in cena Domini <; (61 r ) >In parasceve<; (66 r ) > Versus ad novum ignem<, AH 50 Nr. 31, Strophen 1-5 und 9; (66 v ) >ln sabbato sancto< ; (70 r ) >In die sancto ad fontem<, Osterprozession mit AH 50 Nr. 69, Zeilen 31-39. Die Gradualtexte nicht notiert. 70 v -72 r MESSFORMULAR FÜR FRONLEICHNAM. Cibavit eos ... mit Sequenz AH 50 Nr. 385; (71 v ) nachgetragener Tropus AH 49 Nr. 643. 72 r -89 v SEQUENTIAR. (72 r -74 v ) Weihnachtsfestkreis: AH 53 Nr. 10. 16. 15. 215. 168. 157. 29, AH 50 Nr. 269, AH 53 Nr. 99; (74 v -77 v ) Osterfestkreis: AH 53 Nr. 36. 46. 50. 52. 53. 54, AH 54 Nr. 7. 148, AH 53 Nr. 67. 70. 81; (77 v -85 r ) Proprium de Sanctis: AH 53 Nr. 163. 210, AH 54 Nr. 64, AH 50 Nr. 267. 268, AH 53 Nr. 173. 104, AH 50 Nr. 270, AH 53 Nr. 95, AH 54 Nr. 120, AH 55 Nr. 6, AH 53 Nr. 190. 112. 181, AH 55 Nr. 120. 203 (s. 222 v ), AH 53 Nr. 192, 122, AH 54 Nr. 66, AH 55 Nr. 265; (85 r -89 r ) Commune Sanctorum: AH 53 Nr. 228. 229, AH 55 Nr. 14. 10, AH 54 Nr. 88, AH 50 Nr. 271, AH 53 Nr. 247; (86 v ) Mariensequenzen AH 50 Nr. 241, AH 54 Nr. 225. 218. 2. 219. 216, AH 50 Nr. 282, AH 54 Nr. 230 (2. Variante); (89 rv und 88 v in marg.) nachgetragene Katharinensequenz AH 55 Nr. 202 mit Hufnagelnotation. 89 v Nachtrag: Meßformulare de beata Virgine und de omnibus sanctis. 34 ST. PETER PERG. 14 a II BI. 90-246. Lagen: (III + l) 96 , 8 IV 160 , 3 V 190 , IV 198 , 4 V 238 , IV 246 ; Kustoden; alte Foliierung von der Hand des Schreibers I-XLIV ab Bl. 177 v , verschiedentlich fehlerhaft. Schriftraum 21,5 x 15. 25 Zeilen. Textura von einer Hand; mehrere Nachtragshände des 14. und 15. Jh's. Übliche Rubrizierung. Rote Lombarden. 90 r -172 r PROPRIUM DE TEMPORE, ganzes Kirchenjahr mit Ausnahme von Gründonnerstag bis Karsamstag. > Dominica prima adventus Domini< Ad te levavi nachgetragene Sequenzen: (94") AH 54 Nr. 193 zu Mariae Heimsuchung; (98 v ) AH 53 Nr. 15 zu Weihnachten; (101 v ) AH 53 Nr. 29 zu Epiphanie, teilweise abgeschnitten; (129 v ) AH 55 Nr. 203 zu Ostern; (142 v ) AH 53 Nr. 67 zu Christi Himmelfahrt; (144 v ) AH 53 Nr. 70 zu Pfingsten; außerdem häufig nachgetragene Postcommunio-Gebete. 172 r -174 r PRAEFATIONES (172 r -173 r ) de Tempore, (173 v -174 r ) de s. Cruce, de s. Maria, de Apostolis, cottidiana. 174 r -176 r CANON MISSAE. 176 v -226 r PROPRIUM DE SANCTIS. Zisterziensisch, dem Stand des Ordenskalenders gegen Ende des 13. Jh's entsprechend (vgl. Backaert ). Randnachträge von verschiedenen Händen. Hand 1: Meßformulare zu den Festen von Erasmus (196 v ), Zehntausend Märtyrer (196 v ), Katharina (223 r ) und Nikolaus (225 r ) sowie die Sequenzen AH 9 Nr. 388 (180 v ), AH 53 Nr. 288 (205 v ), Nr. 104 (209 v ), Nr. 95 (212 v ), Nr. 112 (220 v ), AH55 Nr. 203 (222 v ). Hand 2: Meßformulare zu den Festen von Vitus (196 r ), Visitatio Mariae (202 r ) und Ulrich mit der Sequenz AH 53 Nr. 203 (202 rv ). Hand 3: Meßformulare zu den Festen der Divisio Apostolorum und von Magdalena (203 v ). Hand 4: Orationen zu Oswald (206 v ) und Wenzeslaus (216 r ). Hand 5: Schriftlesung zum Fest Nativitas Mariae (212 v ) und Oration zu Barbara (224 v ). Hand 6: Meßformular zum Fest der hl. Anna (205 v ). Hand 7: Sequenz AH 53 Nr. 203 zum Fest des hl. Othmar (222 r ). 226 r -229 v COMMUNE SANCTORUM. 229 v -231 v IN DEDICATIONE ECCLESIAE ET ALTARIS. 231 v -237 r MISSAE VOTIVAE. Folgende Formulare: Bruylants 1, Nr. 595, 544, 529— 530, 566, 569, 572, 564, 575, 556, 581-583, 560-561. Unter den Nachträgen bemerkenswert: (231 v ) Hl. Geist-Messe mit Sequenz AH 54 Nr. 153 und (233 v ) de XV(!) Sanc- tis in necessitatibus. 237 r -240 v MISSAE PRO DEFUNCTIS. Folgende Formulare: Bruylants 1 Nr. 611, >Missa Defunctorum< (nicht bei Bruylants ), 618, 604, 620, 619, 606, 623—624, >Pro 35 ST. PETER PERG. 14 a st. peter perg. 1j commendatis in oracione< (nicht bei Bruylants), 601. Teilweise textliche Abweichungen. 240 v -245 v MISSAE VOTIVAE. Bruylants 1, Nr. 600, >Missae communis< (2 Formulare), >pro congregatione< , Nr. 568, 599, 597, >de Sapientia<, >pro amico<, >item pro amicis<, >pro tribulacione<, >propria sacerdotis<, >missa sacercjptis<, Nr. 559, 590 (die mit ihrem Titel erwähnten Formulare nicht bei Bruylants ). Verschiedene Nachträge, u.a. Formular A cunctis (Bruylants 1, Nr.567) mit Nennung von Vigilius (240 v ) und Messe zu Ehren der Hl. Vitus, Wenceslaus, Adalbert, Sigismund, Procopius und Ludmilla (241 v ). 245 v Credo; >Laus antiphona<, tropiertes marianisches Gloria. 246 rv Formel für die Benediktion des Weihwassers, wie Franz , Benediktionen 1, S. 145— 147. Besitzeintrag des W.G. (s. oben). St. Peter perg. 15 Graduale 223 Bl. • 29,5 X 21,5 • Augustiner-Chorfrauen • Erfurt, Neuwerkskloster ■ 15. Jh. Lagen: 2 II 8 , 6 V 68 , II 72 , 7 V 142 , III 148 , 6 V 208 , (V-l) 217 , III 223 . Textverlust zwischen 216 und 217. Reklamanten, häufig abgeschnitten. 9 r -219 v : Paginierung 1-424 (17. Jh.), ab 204 r lückenhaft. Schriftraum im Corpus der Hs. 22 x 15. 10 Notensysteme (9 r -10 r : 11 Systeme) mit 5 Linien (F-Linie rot, C-Linie gelb, Schlüsselbuchstaben), Hufnagelnotation. Textura von mehreren Händen: Haupthand 9 r -223 v , 2. Hand 1 r —8 v ; mehrfach Nachträge und Zusätze von verschiedenen Händen (15.-17. Jh.), darunter 8 V die Hand von St. Peter perg. 16, V. Übliche Rubrizierung. Rote und blaue Lombarden, schwarz-rote Cadellen. Hauptfeste durch Deckfarbeninitialen ausgezeichnet: Buchstabenkörper blau oder violett, selten grün, mit weiß gehöhtem Rollwerk, Goldgrund; figürlich ausgeführt und mit Zierranken versehen: 9 r (Mariae Verkündigung), 18" (Geburt Christi), 66 r (Auferstehung Christi). Schweinslederband (15. Jh. 2 ) mit Einzelstempeln, darunter Schunke , Blüte 24 (Augustiner, Erfurt); Deckelaufteilung wie Kyriss , Gotische Einbände, Nr. 93; vorne und hinten je 5 Buckel; alte Spiegel 1919 herausgelöst, unter der Signatur St. Peter perg. 129 separat aufgestellt; 1973 Rücken, 2 Schließen sowie Spiegel und Vorsätze erneuert. Herkunft: Augustinerinnenkloster Neuwerk in Erfurt, da engste Verbindung mit St. Peter perg. 16 und 44 (s. bes. Sequentiar, melodische Überlieferung, Benediktion 217 V —218 r ), vgl. auch Kalenda- rium und Einband. Schrift und Buchmalerei weisen ins 15. Jh. Auf dem alten Vorderspiegel Kaufvermerk Ph.J. Steyrers von 1781 (s. St. Peter perg. 129). Literatur: Ehrensberger, S. 56 Nr. 4; Ettlinger, S. 636; Birkner, S. 7f, 16 ff, 26 ff; Ferdinand, S. 70-74; Wagner 2, S. 130, 138, 152 und 3, S. 420, 506 f. 36 st. peter perg. 15 1 r -6 v KALENDARIUM, Erfurtisch. Unter anderem bemerkenswert die rubrizierten Einträge Adelarii (20.4.), Albani (21.6.), Decem milium martirum (22.6.), Eobani (26.7), Cyriaci (8.8.), Translacio Augustini (11.10), Severi (22.10.). 7 r —8 V BREVIATURA DE SANCTIS. Direktorium für die 99 r —137 r nicht berücksichtigten Heiligen: Urban (25.5.) bis Nikolaus (6.12), dann >ln dedicacione altaris<, >de Spiritu Sancto< und > de sancto Alexio<. (8 V ) Nachtrag: Schluß des Gloria de Apostolis (s. 147 v ). 9 r -142 r PROPRIUM MISSAE. 9 r —99 r De Tempore. >In adventu Domini dominica prima<; (15 r ) >In vigilia nativitatis Christi <, (17 v —18 r ) Tropen Propter delicta u.Laetemur gaudia, s. Wagner 3, S.506f, (18 rv ) T r0 p US AH 49 Vorwort Nr. 1; (23 r ) >Sequitur epyphania Domini< ; (30 v ) >Feria quarta< [cinerum]; (64 r ) >Feria quinta< [in cena Domini] mit AH 51 Nr. 76; (65 v ) [In sabbato sancto] Alleluia, Confitemini ...; [In die sancto Pasche] Vidi aquam ..., (66 r ) Resurrexi ...; (75 v ) >ln vigilia Ascensionis<; (77 v ) >In vigilia Penthecostes<-, (82 v ) > De corpore Christi <. 99 r -137 r De Sanctis, von Lucia (13.12.) bis Andreas (29.11.). Bemerkenswert: (116 V ) >De spinea corona< mit Alleluiavers Chevalier , Nr. 4559 (Fest weder im Kalendarium noch in der Breviatura); Augustinus fehlt. 137 r -138 r >In dedicacione ecclesie<. 138 r —142 r Commune Sanctorum. 142 r -148 r ORDINARIUM MISSAE. Kyrie- und Gloriamelodien. Nachträgliche Vermerke zur Aufführungspraxis, vgl. Ferdinand , S. 19—23 und 71—73. (147 v ) Verweis auf 8 V . 149 r —216 v SEQUENTIAR. Sequenzen teilweise mit vorangestelltem Alleluiavers. AH 53 Nr. 10. 16. 15. 215. 168, AH 55 Nr. 188, AH 53 Nr. 157. 29, AH 55 Nr. 51, AH 50 Nr. 269, AH 53 Nr. 99. 36. 50, AH 54 Nr. 7, AH 53 Nr. 67. 70, AH 54 Nr. 153, AH 53 Nr. 81, AH 54 Nr. 15, AH 50 Nr. 385, AH 53 Nr. 163. 210, AH 50 Nr. 267. 268, AH 55 Nr. 174. 115, AH 54 Nr. 27, AH 53 Nr. 173. 104. 128, AH 55 Nr. 77, AH 50 Nr. 270, AH 54 Nr. 25, AH 53 Nr. 95, AH 54 Nr. 120. 125, AH 55 Nr. 7, AH 53 Nr. 191, AH 55 Nr. 131. 333. 302, AH 53 Nr. 112. 181, AH 55 Nr. 120. 203, AH 54 Nr. 30, AH 55 Nr. 265, AH 53 Nr. 247. 228. 229, AH 55 Nr. 14. 9, AH 54 Nr. 90, AH 50 Nr. 271, AH 54 Nr. 2. 18, AH 50 Nr. 241, AH 54 Nr. 224. 216. 218. 225 (unvollständig). 37 st. peter perg. 15 st. peter perg. 16 217 r -218 r PROZESSIONSANTIPHONEN FÜR DIE BITTAGE. Text zu Beginn (Ant. Exsurge Domine ) unvollständig; (217 v -218 r ) Benedicat vos trina maiestas Domini ... Benediktionsantiphon von St. Severi (s. St. Peter perg. 16, 136 v ). 218 r -219 r >PRO DEFUNCTISc. 219 r -223 v ORDINARIUM MISSAE. Sanctus- und Agnus Dei-Melodien, vgl. Ferdin and , S.73f. Eingeschobene Sequenzen: (220 r -222 r ) AH 54 Nr. 56, (222 r -223 r ) AH 48 Nr. 392. Fragmente: s. St. Peter perg. 129. St. Peter perg. 16 Graduale I + 211 Bl. • 28,5 X 20,5 • Augustiner-Chorfrauen • Erfurt, Neuwerkskloster • 14. Jh. 2 Lagen: (II + 2) 6 , 18 V 186 , IV 194 , V 204 , (III + l) 211 ; Kustoden; z.T. Reklamanten. 7 v -211 r : Paginierung 1-408 (17. Jh.), springt von 190 auf 200, ab 272 verschiedentlich ungenau. Schriftraum im Corpus der Hs. 21,5 X 13,5. 11 Notensysteme mit 5 Linien (F-Linie rot, C-Linie gelb, Schlüsselbuchstaben), Hufnagelnotation. Textura von einer Hand; verschiedene Nachtragshände, darunter l v die Hand von St. Peter perg. 15, 8 V sowie I r -l r die Hand von St. Peter perg. 44, 190 v . Übliche Rubrizierung. Rote und blaue Lombarden mit Fleuronnee; schwarze Cadellen. Hauptfeste ausgezeichnet durch rot-blau abgesetzte Fleuronnee-Initialen mit Zierstäben, teilweise mit Blatt- und Drachenmotiven sowie medaillonartigen Drolerien; besonders aufwendig 7 V , 17 v , 73 v , 83 v , 117 r . Schweinslederband (15. Jh.) mit rautenförmigem Streicheisenmuster; auf beiden Deckeln 4 Eckenbeschläge und radförmiges Mittelstück (Erfurter Wappen); 1930 Rücken und 2 Schließen erneuert, Spiegel (I und 211) abgelöst. Herkunft: Augustinerinnenkloster Neuwerk in Erfurt, vgl. Kalendarium, Einband, Sequentiar, Benediktion 136 v , Rubrik 71 v dicta oracione ... cantrix incipiat ...; engste Verbindungung mit St. Peter perg. 15 und 44 (s. dort). Schrift und Ausstattung weisen ins 14. Jh. 2 ; die Sequenz zum 1389 promulgierten Fest Mariae Heimsuchung ist von späterer Hand nachgetragen (I r -l r ). Von Abt Ph. J. Steyrer 1781 für St. Peter erworben. Literatur: E hrensberger, S. 55 Nr. 2; E ttlinger, S. 636; B eer , Initial und Miniatur, Nr. 46; Birkner , passim; Ferdinand, S. 63-70; Miazga, S. 37 Nr. 159; Moberg, S. 176; RISM B IV /1, S. 87; Wagner 2, S. 127f, 136ff und 3, S. 420, 506 f. V—V Nachträge: Sequenz AH 48 Nr. 392 mit Alleluiavers (14./15. Jh.), dann von anderer Hand (17. Jh.) Alleluiaverse zu den Festen B.M.V. de Monte Carmelo und Nominis B.M.V. — I v leer (außer Kaufvermerk, s.o.). 38 ST. PETER PERG. 16 l v INTERVALLTAFEL zur Berechnung des Quadragesimaintervalls mit begleitendem Text, Graphik wie von B. Bischoff , Mittelalterliche Studien 2, Stuttgart 1967, S. 204 beschrieben. Huius tabule longitudo protenditur ... Nota ergo quod rotunditas cuiuslibet figure ... 2 r -4 v KALENDARIUM, Erfurtisch, vgl. Grotefend II /l, S. 38-42 (vorliegende Hs. = Ziffer 1.). Besonders charakteristisch: Cyriaci (18.3. und 8.8.), Adelarii (20.4.), Eobani (26.7.), Severi (22.10), alle Einträge rubriziert; außerdem bemerkenswert: Octava S. Augustini (4.9.) und Translacio Augustini (11.10.), beides rubriziert. Bei Grotefend nicht vermerkt: Translacio Dominici (24.5.). Merkverse zu den Dies aegyptiaci ( Walther, Initia carminum, Nr. 1752). 5 r —6 rb BREVIATURA DE SANCTIS. Direktorium für die 100 r — 130 v nicht berücksichtigten Heiligen: Barbara (4.12.) bis Oktav von Andreas (11.10.), dann >In dedicacione altaris<, > de sancto spiritu<, >pro salute vivorum<, >pro pace<, >pro tribulacione <. 6 rb —7 r Nachträge: Sequenz AH 9 Nr. 308 (nur bis Str. 4a) mit vorangestelltem Alleluiavers zum Fest der hl. Monika; von anderer Hand AH 48 Nr. 392 (Notation unvollständig). 7 V -135 V PROPRIUM MISSAE 7 v -100 r De Tempore. Ad te levavi ...; (13 v ) >In vigilia< [Nativitatis], (16 rv ) Tropen Propter delicta u. Laetemur gaudia, s. Wagner 3, S. 506 f., (17 r ) Tropus AH 49 Vorwort Nr. 1; (22 r ) >In vigilia Epyphanie<; (28 v ) > In capite ieiunii<; (62 r ) >In cena Domini< mit AH 51 Nr. 76; (63 v ) Karfreitag >tractus< Domine audivi..., (66 v ) Hymnus AH 50 Nr. 66; Ostervigil Inventor rutili dux ... AH 50 Nr. 31; (71 v ) Osterprozession Populus aquisicionis ..., mit AH 50 Nr. 69 (S. 79), (73 r ) Organum Crucifixum in Carne, zweistimmig, s. RISM B IV/1, S. 87 mit Lit.; (73 v ) Ostersonntag Resurrexi ...; (81 v ) >vigilia< [Ascensionis]; (83 r ) >In vigilia Penthecostes<, AH 50 Nr. 183; (86 v ) >De sancta Trinita- te<; (87 r ) > De corpore Christi< ; (87 v ) >Dominica prima<. 100 r —130 v De Sanctis, von Lucia (13.12.) bis Mariae Empfängnis (8.12.). 130 v — 133 r Commune Sanctorum. 133 rv >ln Dedicacione<. 133 v -135 v >Pro Defunctis<. 135 v -136 v PROZESSIONSANTIPHONEN FÜR DIE BITTAGE. >In rogacionibus<; (136 v ) > Benedictiones venerabilium dominorum sancti Severi<. Benedicat vos trina maiestas Domini... 136 v >De Corona Domini<, nur Introitus (vgl. 209 r ). 39 ST. PETER PERG. 16 ST. PETER PERG. 1 6 a 137 r -143 v ORDINARIUM MISSAE. Kyrie- und Gloriamelodien, vgl. Ferdinand, S. 64 f. 144 r -146 v TROPAR. (144 rv ) Kyrietropen AH 47 Nr. 5 (über den radierten Str. lb, 2c und 3 a von späterer Hand AH 47 Nr. 9, Str. la, 2b und 3b). 4. 99; (145 rv ) Sanctustro- pen Mone 1, Nr. 241, AH 47 Nr. 293. 292; (147 v -146 r ) Agnus Dei-Tropen AH 47 Nr. 439. 402. 443; (146 v ) Intonationen zu Sanctus und Agnus Dei, im ersten System Bruchstück aus AH 47 Nr. 310, Str. 4; vgl. Ferdinand , S. 64—70. 147 r -207 v SEQUENTIAR. AH 53 Nr. 10. 16. 15. 215, AH 55 Nr. 188, AH 53 Nr. 168. 157. 29, AH 55 Nr. 51, AH 50 Nr. 269, AH 53 Nr. 99. 36, AH 54 Nr. 7. 125, AH 53 Nr. 67. 70, AH 54, 153, AH 53 Nr. 81, AH 54 Nr. 15, AH 50 Nr. 385, AH 53 Nr. 163. 210, AH 50 Nr. 267. 268, AH 55 Nr. 174. 115, AH 54 Nr. 27, AH 53, Nr. 173. 104. 128, AH 55 Nr. 77, AH 50 Nr. 270, AH 54 Nr. 25, AH 53 Nr. 95, AH 54 Nr. 120, AH 53 Nr. 247, AH 55 Nr. 7, AH 53 Nr. 191, AH 55 Nr. 131. 133. 302, AH 53 Nr. 112. 181, AH 55 Nr. 120, AH 54 Nr. 56, AH 55 Nr. 203, AH 54 Nr. 30, AH 55 Nr. 265, AH 54 Nr. 2. 18. 224, AH 50 Nr. 241, AH 54 Nr. 216. 218. 225, AH 53 Nr. 228. 229, AH 55 Nr. 14. 9, AH 54, Nr. 90, AH 50 Nr. 271, Chevalier , Nr. 9094. 208 r -211 r VARIA: (208 v —209 r ) Offertoriumsvers Et nunc sequimur ...; (209 r ) >De Corona Domini< , Alleluiavers; (209 r —210 r ) Hymnus AH 51 Nr. 76. (210 r ) Alleluiavers Tumba s. Nicolai ...; (210™) Iniquitates nostras aufer ..., vgl. St. Peter perg. 44, 135 v ; (210 v —21 l r ) Ostertropus AH 49 Nr. 445 (teilweise abweichend). — 211 v leer. St. Peter perg. 16 a Hymnar 1 (Pap.) + 75 4- 5 (Pap.) Bl. • 19,5 X 14 • Augustiner-Chorfrauen • Erfurt, Neuwerks- kloster(?) ■ Um 1500 Lagen: 4 V 40 , (IV + 2) 50 , (VI + l) 63 , VI 75 ; Textverlust zwischen Bl. 51 und 52. Vor und nach dem Buchblock 1 bzw. 5 leere PapierbL, ungezählt. 1—51: Schriftraum 15 x 10. 7 Notensysteme (5 Linien, F-Linie rot, C-Linie bis 17 r gelb) mit dazugehöriger Textzeile; 52—63: Schriftraum 16 x 10, 8 Syteme; 64—75; Schriftraum 17 x 10,5, 9 Systeme. Textura von einer Hand. Übliche Rubrizierung. Hufnagelnotation. Brauner Lederband der Zeit mit Rollen- und Einzelstempeln, darunter Schunke , Adler 78 und Herz 3 und 45 (alle Erfurt, Nie. v. Havelberg); Schweinslederrücken des 16. Jh's mit Kranzrolle; neuzeitliche Eckenbeschläge; ursprünglich 2 Kurzriemenschließen sowie hinten und vorne je 5 Buckel, heute fehlend; 1935 restauriert. 40 ST. PETER PERG. 16a Herkunft: eine Reihe von Indizien weisen auf das Erfurter Neuwerkskloster: die Melodien der Hymnen Chevalier , Nr. 7452 (11 r —12 V ) und AH 51 Nr. 73 (71 r -72 v ), die Sondergut des Augustinerordens sind (vgl. dazu Stäblein , s.u., S. 569 u. 571), der Erfurter Einband, die Wendung nostra Turinnia im Martinshymnus AH 50 Nr. 154 (58 r ) sowie das eingelegte Papierbl. (s.u., Fragmente). Bei Stäblein (s.u .) widersprüchliche Datierung: im Register (S. 692) 16. Jh., dagegen S. 530 und 569 15. Jh. Die Provenienzangabe St. Severin (!) Erfurt (ebd., S. 530 und 692) dürfte zurückgehen auf die Quellenangaben zu AH 52 Nr. 90 und Nr. 306, wo die vorliegende Hs. als Graduale(!) aus dem Erfurter Severistift unter der Signatur St. Peter 6(!) bzw. 16 angeführt wird. Offenbar liegt eine Verwechslung mit St. Peter perg. 16 vor, die ihrerseits wohl auf die ungenaue Zitationsweise bei Mone 3, Nr. 776 und 1092 zurückzuführen ist. Von Abt Ph. J. Steyrer 1781 für St. Peter erworben. Literatur: Ehrensberger, S. 17 Nr. 1; Ettlinger, S. 634; Moberg, S. 176; B. Stäblein , Monu- menta monodica medii aevi 1, S. 530, 569, 571. V— 74 v HYMNARIUM. Hymnen nur teilweise mit Überschriften versehen. l r -41 r Proprium de Tempore. AH 51 Nr. 40. 47, AH 2 Nr. 21, AH 51 Nr. 48. 49, AH 2 Nr. 23, AH 50 Nr. 71. 26, 53 (Str. 8-9, 11, 13) Chevalier Nr. 7452, AH 53 Nr. 34, AH 52 Nr. 2, AH 51 Nr. 45. 55. 22. 54. 57. 58, AH 50 Nr. 67. 66 (Str. 8,1-4), AH 51 Nr. 72. 85. 83, AH 50 Nr. 223. 143, AH 51 Nr. 89, AH 50 Nr. 144, AH 51 Nr. 91, AH 50 Nr. 386. 388. 41 v —66 r Proprium de Sanctis. AH 50 Nr. 96, AH 48 Nr. 402, AH 51 Nr. 188. 174, AH 16 Nr. 278 und 279 (abweichend), AH 52 Nr. 85 (abweichend, Schluß fehlt), AH 50 Nr. 146, AH 52 Nr. 195, AH 51 Nr. 153. 130. 129, AH 50 Nr. 154, AH 27 Nr. 154, AH 52 Nr. 182. 245. 100, AH 51 Nr. 107, AH 52 Nr. 306, AH 51 Nr. 107 (Str. 8,3,9), AH 52 Nr. 90 (nur diese Hs. als Quelle). 66 r -67 r >In dedicacione<, AH 51 Nr. 102. 67 r —70 v Commune Sanctorum. AH 51 Nr. 108. 112. 114a. 118. 121, AH 50 Nr. 21. 70 v -73 v Vermischtes. AH 51 Nr. 123. 73. 70. 31, Chevalier , Nr. 2453. 73 v -74 v Nachtrag: Chevalier , Nr. 19716. — 75" leer. Fragmente: 1. Eingelegtes Papierblatt, 10 X 12 cm mit Quittung für eine von Hanß Jörg Schlegel von Atzmannsdorf dem Jungfrawlichen Kloster Novi operis geleistete Zahlung, ausgestellt 1668 durch Elisabeth Ziglerin, priorin (erscheint im Nekrologum des Neuwerkklosters mit Todesdatum 1.Nov. 1680; s. Erfurt, Domarchiv, Hs. Erf. 18, S. 531). Auf der Rückseite Liste von Lebensmitteln unter dem Titel Waß man nach Boßendorff geben muß. 2. Eingelegtes Blatt aus einem Brevierdruck, Kleinoktavformat. >Folium CXXVII. Canticum Moysi Deuteronomium XXXII capi. Sabbato<. 41 st. peter perg. 17 St. Peter perg. 17 Psalterium 1 + 112 + 1B1. • 19 X 14 • 13. Jh. 2 u. 15. Jh. 2 Lagen: 3 2 , IV 10 , 2 II 18 , 4 IV 50 , 7 IV 111 , 2 113 . Bl. 11-18 bei Restaurierung verbunden (statt richtiger Reihenfolge jetzt 11, 12, 17, 18, 13—16). Schriftraum im Corpus der Hs. 14 X 9,5. 20 Zeilen. Haupttext von einer Hand (gotische Minuskel). Nachtragshand (Bastarda des 15. Jh's) l r -2 v und 101 r -112 r , außerdem Randnachträge von verschiedenen Händen. Übliche Rubrizierung. RoteLom- barden, bis 10 r an den Psalmenanfängen blau. Hauptteilungsstellen des Psalteriums markiert durch figürliche Deckfarbeninitialen: Buchstabenkörper rosa, weiß gehöht, vor Goldgrund, Umrahmung durch doppelten roten Strich. Im Innenraum der Buchstaben Halbfiguren (3 r Ganzfigur), in dunkeln, tonigen Farben gemalt, mit grünen oder blauen Nimben: 3 r David (Ps 1), 18 r gekrönte Heilige (Ps 26), 27 v Jungfrau (Ps 38), 36 r Petrus (Ps 51), Paulus (Ps 52), 45 r S ornamental (Ps 68), 56 r männl. Heiliger (Ps 80), 66 v Elisabeth v. Thüringen (Ps 97), 68 r gekrönte Heilige (Ps 101), 77 v Lucia (?) (Ps 109). Brauner Lederband des 15. Jh's, verziert mit Streicheisenlinien und Einzelstempeln. 1973 restauriert: Rücken und zwei Langriemenschließen erneuert, ehemaliger Hinterspiegel (Urkundenfragment des 15. Jh's) abgelöst. Herkunft: Psalterium des 13. Jh's. Später im Straßburger Dominikanerinnenkloster St. Nikolaus in Undis: vgl. Nachträge l r -2 v und 107 r -112 r . Auf dem Vorderspiegel von einer Hand des 14./15. Jh's die Notiz: mynen früntlicben gutig (?); von Abt Ph. J. Steyrer 1781 gekauft. Literatur: Ehrensberger , S. 3 Nr. 9; Ettlinger , S. 636. l r -2 v Nachtrag (15. Jh.): DOMINIKANISCHES ORDINARIUM OFFICII für Matutin und Laudes, teilweise deutsche Überschriften. > Dominicis diebus invitatorium<, s. Guerrini , Nr.91 und 92; (l v ) >Feria II in laudes<, s. Guerrini , Nr. 110-116; (2 V ) >In adventu Domini in primo nocturno<, s. Guerrini , Nr. 15; >In passione Domini in primo nocturno<, s. Guerrini , Nr. 146. 3 r — 106 v PSALTERIUM NON FERIATUM, Cursus romanus. Am Rand Zusätze von späteren Händen. (3 r -98 v ) Ps 1-150; (98 v —104 v ) Laudes-Cantica; (104 v -106 v ) Quicum- que, Magnificat, Benedictus, Nunc dimittis (unvollständig). 107 r -112 v NACHTRÄGE (15. Jh.): 107 r —109 v Allerheiligenlitanei mit Preces, dominikanisch. Bemerkenswert: rubriziert die Anrufungen Nicolae (zweimal), Dominice (zweimal), Agnes, Kathrina; rot unterstrichen die Anrufungen Maria, Johannes Baptista, Johannes (Apostel), Maria Magdalena, Barbara-, Vinzenz Ferrer (1456 kan.) bereits berücksichtigt. 109 v —111 v Votivoffizien. >Feria tercia de beato Dominico<, mit Teilen aus AH 25 Nr. 85; (11 l r ) >Sabato de beata Maria virgine<, s. Guerrini , Nr. 464. 42 st. peter perg. 17 • st. peter perg. 18 111 v —112 r Suffragien. > Memoria zü metten<. Maria, Nikolaus, Dominikus, Petrus Mar- tyr—Thomas v. Aquin—Vinzenz Ferrer. 112 r Antiphonen aus dem Commune Sanctorum (Märtyrer, Bekenner, Jungfrauen). 112 v Psalterfragment (von anderer Hand). St. Peter perg. 18 Homiliar 6 + 251 (Pap.) + 16 Bl. • 30 X 20,5 • Thüringen • um 1400 Bl. 7-257 Papier mit Wz. ähnlich Piccard , Ochsenkopf XII, Nr. 231 (Piccard , Expertise: Zeitraum der Beschriftung 1394-1399). Lagen: (VI-6) 6 , 3 VI 42 , (V + l) 53 , 18 VI 269 , II 273 . Alte Foliie- rung (15. Jh.) 1-273. Im Papierteil Reklamanten sowie Kustoden 1—21. Schriftraum: 21 X 14,5. Zwei Spalten zu 40—44 Zeilen. Bastarda von mehreren Händen. Übliche Rubrizierung. Über grünem Lederband ein Schweinslederüberzug, die Kanten teilweise überlappend; am Hinterdeckel Spuren einer früher vorhandenen Kette. Vorne und hinten je 5 Buckel. 1975 restauriert, dabei zwei neue Langriemenschließen angebracht, Spiegel abgelöst (s.u., Herkunft) und Falzverstärkungen (Fragmente einer kanonistischen Hs. des 14./15. Jh's) herausgelöst. Herkunft: Bericht über das Erfurter Blutwunder (268 r -269 r ) und die als Spiegel verwendeten Fragmente weisen nach Thüringen: Vorderer Spiegel mitteldeutsche Urkunde von 1374, ausgestellt durch Conrad von Ischerstete, Abt des Klosters Paulinzelle mit Nennung des Klosters Ilm (Urkunde gleichen Datums und sehr ähnlichen Inhaltes: E. Anemüller , Urkundenbuch des Klosters Paulinzelle, Jena 1905, Nr. 266); hinterer Spiegel Brieffragment (?) mit Nennung von Theodericus de Jassa, Canonicus des Erfurter Severistiftes (s. Overmann 2, Register). Von Abt Steyrer 1781 für St. Peter erworben. Literatur: Ehrensberger , S. 22 Nr. 16; Ettlinger , S. 634; Kurz , S. 222. l r -268 r COLLECTIO HOMELIARUM, PARS HIEMALIS. Grundstock: Homiliar des Paulus Diaconus (zit. PD), mit Zusätzen aus dem sog. Homiliar des Alanus von Farfa (zit. AF) und weiteren Sammlungen. Für PD und AF s. Gregoire , S. 423-478 bzw. 127-221. l r PROLOG. Karolus Dei fretus auxilio , Gregoire , S. 423 f. l v -23 r ADVENTSZEIT. (l v -3 r ) PD 1,1; (3 V -5 V ). PS.-BERNHARD, In commemoratione s. Marie, PL 45, 1514D-1519 A; (5 V -6 V ) ANSELM V. CANTERBURY, Or. 7,51-162 u. 197-199, ed. F.S. Schmitt, S. Anselmi Opera omnia 2,20-25; (7 r -8 r ) AF II, 84; (8 r -10 v ) PD 1,2; (10 v -ll v ) AF 11,85; (ll v -15 r ) PD 1,9.5.11; (15 r -16 v ) PD 11,133-134; (16 v -23 r ) PD I, 12.14.10. 43 st. peter perg. 18 23 r -86 r WEIHNACHTSZEIT. (23 r -29 v ) PD I, 15-20; (29 v -31 v ) PS.-AUGUSTINUS, Sermo app. 117, PL 39, 1977-81; (31 v -36 v ) PD I, 25-26; (36 v —44 v ) AUGUSTINUS, In Io. ev. Tr. 1-2, CCSL 36, 1-19; (44 v -45 v ) AF I, 10b; (45 v -49 r ) PD 1,21-23b; (49 r -51 r ) HIERONYMUS, Hom. de nat. Dom., CCSL. 78, 524-529; (51 r ) AF I, lOe; (51 r -57 v ) PD 1,27-30; (57 v -59 r ) PS.-AUGUSTINUS, Sermones app. 215 und 212, PL 39, 2145-6 und 2141-2; (59 r -64 v ) PD 1,31-34; (64 v -65 v ) AF 1,27; (65 v -72 v ) PD I, 36-40; (72 v -75 r ) AF 1,31; (75 r -77 r ) PS.-AUGUSTINUS, Sermo app. 214, PL 39, 2142-45; (77 r -81 v ) AUGUSTINUS, In Io. ev. Tr. 124, CCSL 36, 680-688; (81 v -86 r ) PD I, 35.41. 86 r -129 r EPIPHANIE. (86 rv ) HRABANUS MAURUS, In Mt. 1,2, PL 107, 764A-765B; (87 r -98 v ) PD I, 43. 46. 44. 56. 45. 47. 50-52; (98 v -102 r ) AF I, 37. 39. 42a; (102 r -103 r ) PS.-AUGUSTINUS, Sermo Caillau-St. Yves 2, app. 17, PLS 2,1111-4; (103 r -110 r ) PD I, 49. 57. 53-55; (110 rv ) AF 1,38; (11 l r —114 r ) PD 1,58; (114 r -120 r ) PD 1,59-60; (120 r -122 v ) AUGUSTINUS, In Io. ev. Tr. 8,6-13, CCSL 36, 85-90; (122 v -129 r ) PD I, 61. 64. 129 r -143 r HEILIGENFESTE, Januar bis März. (129 r -130 v ) >ln festo sancti Felicis in Pincis< , AUGUSTINUS, Sermo 102, PL 38, 611-613 und BEDA, In Lc. 3,2066-2103, CCSL 120, 218f; (130 v -133 r ) >ln nativitate s. Agnetis<, PD I, 62-63; (133 r -135 r ) >ln nativitate s. Vincentii<, AUGUSTINUS, Sermo Caillau-St. Yves 1,47, PLS 2, 417—419 und Sermo 276, PL 38, 1255-57 (vgl. auch PL 65, 744-6); (135 r -137 r ) >In conuersione s. Pauli<, AF II, 58 und PS.-FULGENTIUS, Sermo 59, PL 65, 929-30; (137 r -140 v ) >In purificacione s. Marie virginis<, PD I, 65—67; (140 v —141 v ) >In cathedra s. Petri<, PS.- AUGUSTINUS, Sermones app. 190-191, PL 39, 2100-2102; (141 v -143 v ) >ln annuncia- cione s. Marie virginis<, PS.-MAXIMUS, Adest nobis dilectissimi sacratissima dies ... 143 v -245 v VORFASTEN- UND FASTENZEIT. (143 v -147 v ) PS.-AUGUSTINUS, Sermo de Alleluia, Quoniam voluit Dominus ut in die ... (Anklänge an AUGUSTINUS, Sermo 255); (147 v -149 r ) PS.-AUGUSTINUS, > De Alleluia<, Omnis doctrina Domini nostri Jesu Christi ..., (148 rb ) Et si adhuc est genitus ..., Sermo app. 252, PL 39,2211-2212; (149 r -151 v ) PD 1,68.70; (151 v -154 r ) PS.-HIERONYMUS, >Sermo de natura< Quo- ciens michi de institucione morum ..., gleicher Text: Hs. Nürnberg, Stadtbibliothek, Cent. I, 10, 142" (s. K. Schneider , Die Handschriften d. Stadtbibl. Nürnberg 2/1, Wiesbaden 1967, S. 10); (154 r -155 v ) PD I, 72; (155 v -160 r ) AMBROSIUS, De Abraham 1,1-5 und 7-8, PL 14, 441 A-460B und 466A-472A; (160 v -161 r ) PS.-HIERONYMUS, Cum ieiunatis non solum a cibo et potu ..., gleicher Text: Nürnberg Stadtbibliothek, Cent. I, 10, 155 rv (s. K. Schneider , a.a.O., S. 11); (162 r -163 v ) AF I, 52; (163 v -175 v ) PD I, 74-75. 80. 78. 77. 19. 81-84; (175 v -177 v ) HRABANUS MAURUS, In Mt.4, PL 107, 932D-938B mit einigen Auslassungen; (177 v —179 r ) BEDA, Hom. I, 23, CCSL 122, 161-166 (hier kürzer); (179 r -180 v ) Kompilation aus HIERONYMUS, In Mt. 111,17, PL 26, 121 C-122 A. 122 D-124 A sowie BEDA, In Mc. 3, CCSL 120, 542-543, Hom. I, 44 ST. PETER PERG. 18 • ST. PETER PERG. 18a 24, CCSL 122, 173-175 und In Lc. 3, CCSL 120, 207; (180 v -186 v ) PD I, 86. 87. 85; (186 v -191 r ) AMBROSIUS, Kompilation aus De Isaac, De Jacob II und De fuga saeculi, PL 14; (191 rv ) AUGUSTINUS, Sermo 209, PL 38, 1046-47; (191 v -192 v ) AF I, 68; (192 v —194 r ) CAESARIUS, Sermo 132, CCSL 103, 545-49; (194") Kompilation aus Hieronymus, In Mt. II, 15, PL26, 109 B—111 A und BEDA, In Mc. 2, CCSL 120, 523f; (194 v -197 r ) JOHANNES CHRYSOSTOMUS(P), Ideo Dominus ipse criminum destruxit fastigia ..., gleicher Text: Frankfurt, Stadt- und Universitätsbibliothek, Ms. Barth. 102, 258 v (s. G. Powitz u. H. Buck , Die Handschriften des Bartholomäusstifts u.d. Karmeliterklosters in Frankfurt a.M., Frankfurt a.M. 1974, S. 235); (197 r —198 v ) PD I, 88; (198 v — 200 r ) CAESARIUS, Sermo 89, CCSL 103, 365-369; (200 r -203 v ) AMBROSIUS, De Joseph, PL 14, 673—704 (freie Zusammenfassung); (203 v -206 v ) PD I, 89-90; (206 v - 213 V ) HIERONYMUS, Stegmüller , RB, Nr. 3378; (213 v -214 v ) PD I, 91; (214 v -218 r ) CAESARIUS, Sermones 182 und 59, CCSL 104, 739-743 und 103, 258-262; (218 r - 219 r ) AUGUSTINUS, Sermo 39, PL 38, 241-244; (219 r -221 v ) BEDA, Horn. I, 25, CCSL 122, 178-183; (221 v -225 v ) PD I, 92-93; (225 v -227 r ) CAESARIUS, Sermo 100, CCSL 103, 407-413; (227 v -230 r ) PD I, 98. 100; (230 r -235 r ) LEO, Tract. 52-55, CCSL 138 A, 307-327; (235 r -238 v ) BEDA, Horn. I, 22, CCSL 122, 184-192; (238 v -240 r ) PD I, 95; (240 r -242 v ) CAESARIUS, Sermones 130 und 200, CCSL 103, 535-538 und 104, 807- 812; (242 v -244 r ) PS.-AUGUSTINUS,'Sermo app. 242, PL 39, 2191-93; (244 r -245 r ) AUGUSTINUS, Sermo 59, PL 38, 400-402. - 161 v leer. 245 r -268 r KARWOCHE. (245 r -246 v ) PD 1,96; (246 r -247 r ) LEO, Tract. 56, CCSL 138 A, 328-332; (247 v -250 r ) PD 1,97; (250 r -251 r ) LEO, Tract. 57, CCSL 138 A, 333— 338; (251 r -266 v ) PD 1,101-110; (266 v -268 r ) AF 11,2. 268 r -273 r ZUSÄTZE: (268 r -269 r ) > Qualiter et quo tempore sacramentum dominicum Erfordiam venerit<. In partibus Thuringie circa Erfordense territorium ... Druck: MGH. SS. 30/1, S. 548, Zeile 6 -S. 549, Zeile 27 (hier längerer Schluß); vgl. J.Klapper , Die Blutkapelle im Erfurter Dom, in: Miscellanea Erfordiana, Leipzig 1962, S. 274 f; (269 r —273 r ) Lektionen > in cena Domini<, >in parasceve<, >in sabbato sanctoc AUGUSTINUS, In Ps. 63,2-16, CCSL 39, 808-818. St. Peter perg. 18 a Totenoffizien 47+1 (Pap.) Bl. ■ 20 x 14 • Zisterzienserinnen • Erfurt, St. Martin • 1435 u. 15. Jh. Ursprünglich Kopertband; 1971 neu gebunden, dabei alter Pergamentumschlag abgelöst und gesondert aufgestellt: Notariatsinstrument, ausgestellt 1514 in Rom im Auftrag von Girolamo 45 ST. PETER PERG. 1 8 a Ghinucci, Bischof von Ascoli Piceno, Generalauditor der Camera Apostolica (s. LThK 4, Sp. 882), das Kloster Zella unter Fischberg (s. Germania Monastica, Ottobeuren 1967, S. 95) betreffend. Herkunft: Teil I 1435 für das Zisterzienserinnenkloster St. Martin in Erfurt geschrieben: 28 r >nach Christi gebort tusend iar virhundirt in dem funffeundedrissegesten iare an des heiligen tage sancti Allexi ist geschrebin unde vorbracht deße vigilie ..., dy der geystliche man unde gehorsame monche er Heynrich Wunne uff sente Petirßberge zcu Erffurthe geschrebin ... deme geystlichin clostere zsu sente Mertin geleyn in dem Brul, besunderlichin der geystlichin frowin Katherina Fremar, der eptisthin in dem vorgenannten clostir ...< (zu Heinrich Wunne vgl. Theele , S. 211 und Frank, S. 243; zu Katharina Friemar vgl. Feldkamm II, S. 54f). Teil II wenig später in St. Martin selber geschrieben (gleiche Hand in St. Peter perg. 75). Kaufvermerk Abt Steyrers fehlt; nach Ettlinger (s.u.) 1780 für St. Peter erworben. Literatur: Ehrensberger , S. 46 Nr. 8; Ettlinger , S. 631; Theele , S. 55. I Bl. 1-28. Lagen: (IV + l) 9 , (V + 1) 2C , (III + 2) 28 . Schriftraum 15 x 11. 18 Zeilen. Textura von der Hand Heinrich Wunnes (s.o.). Übliche Rubrizierung. Rote Lombarden. 2 r , 5 V 22 r rohe lombar- denartige Deckfarbeninitialen, zweifarbig, derbes Fleuronnee. 2 r -25 r OFFICIUM DEFUNCTORUM. >Vespera{\) pro defunctis< Placebo Domino ...; (5 r ) >Incipit vigilia pro fidelis(\) defunctis<, Responsorien ungewöhnlich: Redemptor meus vivit ... (nicht bei Hesbert), Hesbert , Nr. 7548, 7504, Domine qui plasmasti me ..., Absolve Domine ..., Memento queso Domine ... (alle nicht bei Hesbert), Hesbert, Nr. 7210, 6417, 7091; (16 r ) >ad laudes<-, (21 r -22 r ) Orationes; (22 r ) >lectiones mino- res< mit Responsorien Hesbert , Nr. 6348, 7477, 7143, 6811, 7209, 7368, 6512, 7092, 7533; (24 rv ) Orationes; (24 v ) Suffragium >de passione Domini nostri< Alpha et O, omnium salus s. auch Stuttgart, Württ. Landesbibl., Hs. HB I 69,105 v (vgl. Die Handschriften d. Württ. Landesbibl. Stuttgart, Zweite Reihe 1/1, Wiesbaden 1968, S. 112); (25 r ) Hymnus AH 51 Nr. 89. - l rv leer. 25 r —26 v ORATIONES PRO DEFUNCTIS. > Oratio ad Christum pro defunctis< Miseri- cordissime domine Jesu Christe, fili dei vivi, in unione illius commendacionis ..., s. auch Darmstadt, Hess. Landes- und Hochschulbibl., Hs. 964, 130 r ( Achten-Eizenhöfer- Knaus, S. 152); (26 r ) > Oratio de sancta Maria pro defunctis< O piissima dei genitrix et perpetua virgo Maria, unica post Christum spes ... ; (26 v ) > welchir sele man deße vorge- schrebin czwei gebet ... - das yst beweret in dem lebin des heiligen aptis genenth Ans- helmi <. 26 v —28 r ORATIO MONIALIUM. > Oratio bona religiosarum monialium cottidie dicen- cium (!) pro bona vita et fine<. Misericordissime deus, qui me ad ymaginem tuam ... — (28 r ) ut cum eis te sponsum videam et te sempiternaliter teneam. Amen. 46 ST. PETER PERG. 18 a • ST. PETER PERG. 19 28 r Kolophon (s.o. und Abb.20). 28 rv > Responsorium de passione domini<. Dum fabricator mundi Hesbert, Nr. 2453; (28 v ) > Antipbona de resurrectione domini<.Cum rex glorie Christus infernum debellaturus ... II Bl. 29-47. Lagen: (IV + l) 37 , (II + 3) 44 , (I + 2) 47 ; letzte Lage beginnt mit Papierbl. (foliiert 44 2 ). Schriftraum 15 X 10. 6 N&tensysteme zu 5 Linien (F-Linie rot) mit je einer Textzeile. Hufnagelnotation. Textura von einer Hand (= Haupthand von St. Peter perg. 75). Übliche Rubrizierung. Rote Lombarden. 29 r -47 v OFFICIUM DEFUNCTORUM, zisterziensisch. (29 r —30 r ) Vesper, (30 r -43 r ) Matutin, (43 r -44 r ) Laudes, (45 r —46 v ) Collectae. Text übereinstimmend mit dem zister- ziensischen Normcodex Dijon, Bibl. municipale, Ms. 114, 150 va —151 ra . — 44 v , 44 2 (s.o.) und 47™ leer. St. Peter perg. 19 Psalterium 191 Bl. • 27,5 X 20 • Dominikanerinnen • Straßburg(P) • 13. Jh. 2 Lagen: l 1 , IV 9 , 11 VI 141 , V 151 , VI 163 , V 173 , VI 185 , (VI-6) 191 ; am Schluß Textverlust. Teilweise Reklamanten. Schriftraum 16,5 X 12. 16 Zeilen im Corpus der Hs. Textura von einer Hand. Im Kalendarium 2 Nachtragshände des frühen 14. Jh's. Übliche Rubrizierung. Rote und blaue Lombarden, an den Psalmanfängen mit Fleuronnee in der Gegenfarbe. An den Hauptteilungsstellen des Psalteriums große rot-blaue Filigraninitialen, gleiche Werkstätte wie Karlsruhe, Bad. Landesbibliothek, St.Georgen 5 (zu dieser Hs.: Beer , Beiträge, S. 91-93 mit Abb. 4-6). Teilweise Neumen auf 4 roten Linien. Über rotem Lederband weiße Schafslederhülle, die Deckel überlappend; zwei Langriemenschließen; vorne und hinten ursprünglich je fünf Buckel, alle abgefallen. Als Vorderspiegel zwei Blätter einer Brevierhs. des 13. Jh's. Herkunft: Kalendarium und Litanei weisen ins Elsaß. Bemerkenswert die bei den Dominikanern unubliche Neumen-Notation (vgl. St. Peter perg. 10 und 139). l v Dis buch hört zu S. Margarethen und Agnessen in Stroßburg, 19 l v alte Bibliothekssignatur Nu XXXVI (s. Einleitung, S.XXIV). Von Abt Ph. J. Steyrer 1781 für St. Peter erworben. Literatur: Ehrensberger , S. 3 f Nr. 11; Ettlinger , S. 633. 2 r -8 r KALENDARIUM, wie im dominikanischen Prototyp Humberts ( Guerrini, S. 255—66), zusätzlich: 4.7. Translatio Martini und Udalrici, 10.5. Sophie, 15.10. Anreite, 7.11. Florentii , 3.12. Athale. Ergänzungen und Nekrologeinträge von drei anderen 47 ST. PETER PERG. 19 Händen (frühes 14. Jh.). Hand 1: 15.2. Obiit fr. Vülvelinus ord. fratrum predicatorum, 29.4. Petri martiris de ordine predicatorum (in der Litanei von der Haupthand!), 4.5. festum Corone Domini-, außerdem mehrere Einträge von Festen, die von der Haupthand beim Rubrizieren vergessen wurden (Augustinus, Martin, Katharina, Nikolaus). Hand 2: 19.4. Obiit fr. Otto de Steiga (= Obersteigen bei Zabern), ein verstorbener Steigener Konventuale dieses Namens ist 1295 bezeugt (vgl. Archives de l'Eglise d'Alsace 32 (1967/68) 50f und Anm. 273). Hand 3: 28.5. ob. Sigelinus laicus, 15.6. ob. Peregrinus laicus, 21.6. ob. Irmendrudis soror nostra, 5.9. Anniversarium familiarum et benefac- torum, 8.9. Nativitas beate Virginis, 10.9. ob. Peregrinus laicus, 9.10. Dionisii, 10.10. Anniversarium fratrum et sororum ordinis nostri. 8 V -9 V TEILE DES ORDINARIUM OFFICII. (8 r -9 r ) Antiphonen zu den Laudes-Psalmen und zum Magnificat, (9 r ) Invitatorien. 9 v -187 r PSALTERIUM FERIATUM. >Hic incipit cursus annualis psalterii<, (10 r ) >Li- ber ymnorum vel soliloquiorum propbete<, Ps 1—150 mit den Antiphonen pro tempore anni und der Reihe Pro fidei meritis, AH 17 Nr. 1; Ps 118 (140 r -150 r ) z.T. mit Erklärung der hebr. Titelbuchstaben nach AMBROSIUS, Expos, in Ps 118,1—10; (171 r — 181 v ) Lau- des-Cantica; (18 l v —187 r ) Benedictus, Te Deum, Magnificat, Nunc dimittis, Pater noster, Credo, Quicumque. 187 r —190 v ALLERHEILIGENLITANEI mit Preces, dominikanisch mit elsässischer Prägung. Folgende Besonderheiten: unter den Märtyrern Thoma, Quirine, Petre, Cassiane, unter den Bekennern Arbogaste, Florenti, Adelfe, Egidi, unter den Jungfrauen und Witwen Aurelia, Elizabeth, Adelhedis; (190 rv ) Orationen: Deus qui nos a seculi vanitate conver- sos ...; > Super dominum apostolicum < Omnipotens sempiterne Deus, respicere dignare super apostolicam dignitatem >Super religionis congregationem< (Bruylants 2, Nr. 196). 190 v — 191 v GEBETE. > De sancto spiritu<. Sande Spiritus, qui es verus deus wie Darmstadt, Hess. Landes- und Hochschulbibl., Hs. 2772, 55 v u. 199 r (s. Achten-Eizen- höfer—Knaus, S. 72 und 79); (191 v ) >Salutatio domini nostri Jesu Christi< Ave Jesu Christe, verbum patris , s. Chevalier , Nr. 1884 (unvollständig). 48 st. peter perg. 20 St. Peter perg. 20 Missale Dominicanum II (Pap.) + 296 Bl. • 27,5 X 19 • Dominikaner • Oberitalien • um 1250 u. 15. Jh. 2 Lagen: IV 8 , (V-l) 17 ,1 19 , IV 27 , III 33 , IV 41 , (IV-1 ) 48 , 5 VI 108 , (VI + l) 121 , (IV-1) 128 , (VI-4) 136 , VI 148 , IV 155 , VI 168 , IV 176 , III 182 , 6 VI 254 , (V-l) 263 , 3 IV 287 , III 293 , I 295 ; die alten Spiegel abgelöst, der vordere mit dem Vorsatzblatt (beide Papier, Wz.: Piccard , Ochsenkopf XII — Typ nicht näher zu bestimmen) jetzt als Bl. I und II gezählt, der hintere als Bl. 296. Reklamanten ab 33 v . Schriftraum 18 X 13. 2 Spalten. Hand 1 26 Zeilen, die übrigen Hände 22—24 Zeilen. Alte Teile der Hs. von einer Hand (ital. Rotunda): 20 r -27 v , 49 r —121 v , 129 r -254 v ; in den übrigen Teilen mehrere Nachtragshände des 15.Jh's, teilweise auf Rasur. 117 r -123 r Quadratnotation auf 4 Linien. Übliche Rubrizierung. Rote Lombarden; im alten Teil abwechselnd rot und blau. Heller Schweinslederband des späten 15. Jh's mit Streicheisenmusterung und Einzelstempeln; vorne und hinten je 5 Messingbeschläge; 2 Schließen, eine davon 1981 teilweise erneuert. Vorderspiegel 1981 abgelöst, darunter lat. und hebr. Bibelfragmente freigelegt. Herkunft: Dominikanermissale, Grundstock aus Oberitalien (Schrift), teilweise vom Prototyp Humberts abweichend: bes. Rubriken im Proprium de Tempore, verschiedentlich Alleluia mit zwei Versen (dazu A. Dirks , in: Archivum Fratrum Praedicatorum 49 [1979] 25), im Proprium de Sanctis fehlen die Feste Corona Domini und Petrus Martyr, letzterer (1253 kan.) in der Litanei (115 r ) von einer etwa gleichzeitigen Hand nachgetragen. Überarbeitung des Textes von mehreren Händen des späten 15. Jh's; aus dieser Zeit Besitzvermerk l r Conventus Bozanensis Ordinis divi Domittici; 296 v Profeßurkunde des Bozener Dominikaners Cbristannus Cerdonis (vgl. Registrum litterarum Joachimi Turriani ... hrsg. von B.M. Reichert , Leipzig 1914, Register). Auf dem ehem. Vorderspiegel (I v ) von einer Hand des 15. Jh's die Notiz ego frater Leonhardus sowie Kaufvermerk Ph. J. Steyrers von 1763 (von Ettlinger fälschlich 1762 gelesen). Literatur: Ehrensberger , S. 62 Nr. 9; Ettlinger , S. 626. r-II v Meßformular für Petrus Martyr ( Guerrini , Nr. 771) sowie Orationen zu Helena und zu den 14 Nothelfern. l r — 116 v PROPRIUM DE TEMPORE, Pars hiemalis. Vgl. Guerrini , Nr. 572-665, hier z.T. abweichend. [Dominica prima in adventu Domini] Ad te levavi ...; (ll v ) >Vigilia Nativitatis< ; (19 v ) >In epiphanya Domini <; (30 v ) >Feria IUI in capite ieiunii<; (104 r ) >Feria quinta in cena Domini ...<; (112 r ) >Sabbato sancto ...< mit Litanei (115 rv ). 116 V —128 r ORDO MISSAE. >Sacerdos quando celebraturus ...<; (117 r -123 r ) Praefatio- nes; (124 r -127 v ) Canon Missae; (127 v -128 r ) Gloria und Credo. - 123 v leer. 128 v —181 r PROPRIUM DE TEMPORE, Pars aestivalis. Vgl. Guerrini , Nr. 665—721, hier z.T . abweichend. >In die Pasee ad missam< ; (140 r ) >In vigilia Ascensionis< \ (142 v ) >In 49 ST. PETER PERG. 20 • ST. PETER PERG. 20a vigilia Pentecostes< ; (153 v ) >In festo s. Trinitatis <; (154 r ) > Dominica prima post festum Trinitatis <. 18 l r — 182 v IN DEDICATIONE. Guerrini , Nr. 724 und 723. Randnachtrag (182 v ): Benedictus redemptor omium ..., Konglomerat aus AH 25 Nr. 85 (Benediktusantiphon der Oktav von Dominikus) und AH 52 Nr. 171 (Str. 2) und 172 (Str. 1). 183 r -254 v PROPRIUM DE SANCTIS. Vgl. Guerrini , Nr. 725-872. Folgende Abweichungen: Es fehlen Petrus Martyr (29.4.) und Corona Domini (5.5.); Elisabeth (19.11.) von der Haupthand am Rand (253 v ) nachgetragen; zusätzlich (210 r ) Nicomedes, (220 v ) Translatio Martini (245 r ) Germanus und Vedastus. (230 r ) Randnachtrag, 15. Jh.: Sequenz AH 54 Nr. 90. 255 r -267 r COMMUNE SANCTORUM. Nur Perikopen, s. Guerrini , Nr. 873-878. 267 r -277 r MISSAE VOTIVAE. Guerrini , Nr. 879-889, 891-896, 899-901. 277 v -283 v MISSAE PRO DEFUNCTIS. Guerrini , Nr. 902-903. 283 v -288 r NACHTRÄGE ZUM PROPRIUM DE SANCTIS. Folgende Feste: Vinzenz Ferrer, Katharina von Siena, Anna, Verklärung Christi, Thomas von Aquin mit Translationsfest. 288 r -294 r MISSAE VOTIVAE. Bruylants 1, Nr.557, 561 >pro tribulacione< (nicht bei Bruylants ), 545. 294 r -295 r >IN FESTO CORPORIS CHRISTI <. Meßformular Cibavit eos. 295 r -296 r > IN FESTO VISITACIONIS MARIEc. 296 v Profeßurkunde (s.o.). St. Peter perg. 20 a Brevier 261 Bl. • 21 X 15,5 • Dominikaner • Augsburg • 1499 Lagen: (III + l) 7 , 6 IV 55 , (IV-1) 62 , 23 IV 246 , (IV + l) 255 , III 261 ; Textverlust zwischen 62 u. 63 (1 Bl. und 1 Quaternio). Schriftraum 15 X 10,5. 2 Spalten, 30 Zeilen. Bastarda formata von der Hand Albrechts von Breslau (s.u.). Rubriziert. Rote und blaue Lombarden. V, 63 r , 169 r figürliche 50 ST. PETER PERG. 20a Deckfarben-Initialen: Buchstabenkörper blau mit weiß gehöhtem Rollwerk; gepunzter Goldgrund: grün-roter Rahmen (fehlt bei der 3. Initiale); im Innern der Buchstaben sind dargestellt: David im Gebet (l r ), Christus als Weltenrichter (63 r ), Andreas mit Kreuz (169 r ); von den Initialen ausgehendes Rankenwerk mit Goldpollen, in V den ganzen Schriftraum umrahmend; Augsburger Buchmalerei von vorzüglicher Qualität, in der Art von Leonhard Beck (vgl. Abb. Nr. 12). 93 v , 208 r , 225 v kleinere Initialen gleicher Art, jedoch ohne figürlichen Schmuck und Rankenwerk. Gleichzeitiger brauner Lederband mit Streicheisenlinien und Einzelstempeln, 1967 restauriert; 2 Messingspangen. Ehemalige Spiegel (früher unter Papierverklebungen) herausgelöst, jetzt St. Peter perg. 132 (s. dort). Herkunft: 1499 in Augsburg vom Dominikaner Albrecht von Breslau geschrieben (s. Einleitung, S. XXXII): 26 l rb > Das buch batt gescbriben Bruder Albrecht vonn Breßlaw prediger ordens, derzeytt Caplan der Kyrchen Sant Linharts (= St. Leonhard, nicht Einhart, wie bei E.J. Beer, s.u ., angegeben) vor der stat Augspurk. Und ist vollendet an dem Tag Crispini und Crispiniani martirum In dem Jar als man zalt vonn der geburt Christi Tausend vierhundert und neunundneuntzig Jar< (s. Abb. Nr.21). Für ein Frauenkloster bestimmt (s. 246 vb und 247 ra ). Nach Auskunft des hsl. Repertoriums der Bad. Landesbibliothek auf dem ehemaligen Vorderspiegel Kaufvermerk Ph. J. Steyrers von 1781, offenbar beim Herauslösen der Pergamentspiegel zerstört. Literatur: Ehrensberger , S. 29 Nr. 29; Längin , Nr. 138; Ettlinger , S. 625; Beer , Initial und Miniatur, Nr. 76. l r -62 v PSALTERIUM FERIATUM. Text bricht ab im Canticum Domine audivi. 63 r -168 v PROPRIUM DE TEMPORE, Winterteil. >Incipit Breviarium secundum con- suetudinem ordinis sacratissimi fratrum predicatorum. Dominica prima in adventu Domini. Sabbato precedenti ad vesperas<, (80 vb ) > In vigilia natalis Domini<, (127 rb ) >Fe- ria Quarta in capite Jeiunii<, (160 vb ) >Feria quinta in cena Domini<. Bemerkenswert: viele deutsche Rubriken, zumeist wörtliche Ubersetzung der entsprechenden Texte im Ordinarium (vgl. Guerrini , Nr. 14—157). 169 r -225 r PROPRIUM DE SANCTIS, von Andreas bis Benedikt. >In vigilia sancti An- dree ...<. Folgende Reimoffizien: (204 va -207 rb ) Translatio Thomae de Aquino, AH 5 Nr. 85; (220 vb -223 rb ) Thomas von Aquin, AH 5 Nr. 84. 225 v -241 va COMMUNE SANCTORUM. >Incipit officium commune sanctorum ...<; (236 rb —241 va ) Commune B.M.V. 241 va -245 rb VOTIVOFFIZIUM >von sancto Dominico unserem vatter<, Teile des Reim- offiziums AH 25 Nr. 85. 245 rb -246 vb TOTENOFFIZIUM. >Es ist zu merken, das man von allen glaubigen selenn ... <, s. Guerrini , Nr. 477-480. 51 ST. PETER PERG. 20 a ST. PETER PERG. 21 246 vb -247 ra KOMPLET, ohne Psalmen und Canticum. > Ad completorium dicatur< : Iube domine benedicere ... Sorores, sobrie estote (247 ra ) > So ayn Schwester allayn preym oder complet betet ...<. 247 ra -248 rb KAPITELOFFIZIUM. >Das preciosa<, s. Guerrini , Nr. 504-506. 248 rb_va >BENEDICTIONES über dy lectiones in der mettenn<. 248 va -253 rb LEKTIONEN ZUM COMMUNE SANCTORUM. >hye nach volgent dye lectiones von dem comune der hayligenn ...<. — 253 v leer. 254 r -261 rb RUBRIKEN. > Vonn de{\) festenn der hayligenn in gemayne notel<, s. Guerrini , Nr. 252-274, 276, 283-289, 295-306. 26l rb Schreibereintrag (s.o.). — 261 v leer. Fragmente: s. St. Peter perg. 132. St. Peter perg. 21 Prozessionale • Rituale 6 (Pap.) + 98 + 1 (Pap.) Bl. • 21 X 14,5 ■ Dominikanerinnen ■ Straßburg, St. Agnes • 14. Jh. 1 Lagen: I, II 4 , 6 VI 76 , (VI + l) 89 , (III + l) 95 , (1 + l) 98 , II 102 . Erste Lage ohne Foliierung. Papierblätter mit Wz. Wappen mit Stern und Monogramm HR (vgl. St. Peter perg. 109). Schriftraum 14 X 10, außer Bl. 1-4. Im Prozessionalteil 5 Notensysteme (Quadratnotation auf 4 roten Linien) mit je einer Textzeile, sonst 14 Zeilen. Im Corpus der Hs. Textura von einer Hand. 3 Nachtragshände: l r -2 v (16. Jh., gleiche Hand in St. Peter perg. 25, 67 und 109, s. dort); 93 r -98 r (14. Jh.); 99 r -102 v (15. Jh., gleiche Hand auch in St. Peter perg. 25, s. dort). Übliche Rubrizierung. Rote und blaue Lombarden, in den notierten Teilen schwarz-rote Cadellen. Fünf Zierseiten mit großen Fleuronnee-Initialen (6 r , 12 v , 30 v , 45 v , 51 r ): Buchstabenkörper der Initialen in Rot, Blau und Gold, darin ausgespart weiße Blatt- und Drachenmotive, rotviolettes Fleuronnee; Schriftspiegel von rot-blauen Zierstäben umrahmt; Initialen und Zierstäbe mit grünpurpurnen Medaillons, darin Drolerien (s. Beer , Beiträge, Abb. 61). Sechs ganzseitige Miniaturen: 5 V Darstellung Christi im Tempel, 12 r Einzug Christi in Jerusalem, 22 v Christus in Gethsemane, 30 r Fußwaschung, 45 r Himmelfahrt Christi, 50 v Tod Mariens (s. Abb. Nr. 9 u. Beschreibung bei Beer, s.u.). Roter Lederband mit diagonalen Streicheisenlinien; Vorderspiegel Papier, Wz. Briquet, Nr. 938 (Memminger Pap., 16. Jh. 2 ). 1970 Rücken und Schließe erneuert. 52 ST. PETER PERG. 21 • ST. PETER PERG. 21 a Herkunft: Aus dem Dominikanerinnenkloster St. Agnes in Straßburg, vgl. Buchschmuck, Litanei, Altarpatrozinium (97 v -98 r ) sowie Verbindung mit St. Peter perg. 25 und 67 (Nachtragshände). 5 r alte Bibliothekssignatur B II (s. Einleitung, S.XXIV). Kaufvermerk Ph.J. Steyrers von 1781 (Angabe des hsl. Repertoriums) fehlt heute. Literatur: Ehrensberger , S. 73 Nr. 3; Ettlinger , S. 636; Beer , Beiträge, S. 14 und 93 f; Beer, Initial und Miniatur, Nr.43; Heinzer , Altarpatrozinien, 368 f. l r —2 V Nachtrag (16. Jh.): 3 Responsorien aus dem Dominikusoffizium AH 25 Nr. 85. — 3 r -4 v leer. 5 v -59 r PROZESSIONALE. (6 r ) In purificatione B.M.V., Lumen ad revelationem (ll v ) > Dominica in ramis palmarum<; (22 r ) >In cena Domini ad ablutionem altarium<; (29 v ) >ad mandatum<; (41 r ) In Parasceve, Popule meus ...; (44 v ) >In ascensione Domi- ni<; (50 r ) >ln assumptione sancte Marie virginis <■; (56 r ) >In receptione prelatorum et legatorum<\ (58 r ) >ln receptione regis<. 60 r -93 r RITUALE. 60 r -67 r Krankenritus. >Ad communicandum infirmum ...<; (60 v ) >Si prelatus fuerit inungendus ...<, eigentlicher Ritus für die hl. Ölung fehlt; (61 r ) >Septem psalmos<. 68 r -93 r Sterbe- und Begräbnisritus. (68 r —72 r ) Dominikanische Allerheiligenlitanei mit Preces, je zwei Anrufungen für Dominikus und Agnes; (72 r ) Commendatio animae, Tibi Domine commendamus (77 r ) Officium sepulturae, Non intres in iudicium ... 93 r -102 v Nachträge (14. Jh.): (93 r —97 v ) Fronleichnamsprozession mit Teilen von AH 5 Nr. 5; (97 v -98 r ) Altar-Ablutio am Gründonnerstag, Altar mit Patrozinium Dreikönige- Nikolaus-Katharina-Barbara-Apollonia (vgl. St. Peter perg. 67, 93 v ); (99 r -102 v ) Fron- leichnamsresponsorium Homo quidam und Sequenz AH 50 Nr.385, Str. 10a—11 b). — 98 v leer. St. Peter perg. 21a Prozessionale 1 (Pap.) + 13 + 1 (Pap.) Bl. • 30 X 12 • Zisterzienserinnen • Rottenmünster • 16. Jh. 1 Lagen: 2 II 8 , (II + l) 13 . Vorsatzbl. Papier, Wz. Wappen mit zwei Schweinen. Schriftraum 22,5 X 8. 9 Notensysteme (Quadratnotation auf 4 schwarzen Linien) mit zugehöriger Textzeile. Textura von einer Hand, rubriziert. Pergamentkopert, 1982 abgelöst, Hs. neu in Pappband gebunden. Alte Hülle: Abschrift einer deutschen Urkunde von 1513, Vertrag zwischen Konvent und Äbtissin des 53 st. peter perg. 21a • st. peter perg. 22 Zisterzienserinnenklosters Rottenmünster und dem Klosterschaffner Heinrich Wagner und seiner Frau Anna (s. Reichenmiller , S. 204), außerdem genannt Benz Huser sowie das Klostergut in Ebringen i.Br. (vgl. Reichenmiller , S. 51 und 107). Herkunft: Aus dem Zisterzienserinnenkloster Rottenmünster bei Rottweil (vgl. Einband). Literatur: Ehrensberger , S. 67 Nr. 10; Ettlinger , S. 639. l r -13 r PROZESSIONALE, zisterziensisch (s. Weinmann , S. 15f). In purificatione (3 V ) >[I]« ramis palmarum<; (7 V ) > [I]« ascensione Domini<; (9 r ) >In festo corporis Domini<, Teile von AH 24 Nr. 6; (ll v ) >In assumptione s. Marie<. — 13 v leer. St. Peter perg. 22 Prozessionale 39 Bl. • 18,5 X 14 • Dominikanerinnen • Straßburg(P) • 14. Jh. 1 Lagen: V 10 , IV 18 , (III + l) 25 , III 31 , IV 39 ; Bl. 39 ursprünglich als Spiegel verwendet, bei der Restaurierung des Einbandes (s.u.) abgelöst. Schriftraum 13,5 X 10. 5 Notensysteme (Quadratnotation auf 4 roten Linien) mit Textzeile; 35 r -36 r : 16 Zeilen. Textura von einer Hand. Rote Lombarden, schwarz-rote Cadellen. Acht kleine Miniaturen, typische Nonnenmalerei: 2 r Darstellung Jesu im Tempel, 6 V Einzug in Jerusalem, 14 r Fußwaschung mit knieender Dominikanerin, 21 v Kreuzabnahme, 24 r Auferstehung, 25 r Himmelfahrt, 29 r Marientod, 33 r Sterbende Dominikanerin. Roter Ledereinband der Zeit, auf beiden Deckeln diagonale Streicheisenlinien, vorne 2 und hinten 3 von ursprünglich je 5 Buckeln erhalten, zwei Messingschließen; bei Restaurierung in neuerer Zeit Rücken, Spiegel und Vorsätze erneuert. Herkunft: Oberrheinisch, vermutlich Straßburg. l r Diß buch hört zu S. Margreten und Agnesen in Stroßburg, V alte Bibliothekssignatur N XIII (s. Einleitung, S.XXIV). Kein Kaufvermerk Abt Stey- rers, vermutlich 1781 mit den übrigen Hss. dieser Provenienz erworben. Literatur: Ehrensberger , S. 69 Nr. 17; Ettlinger , S. 633; Beer , Initial und Miniatur, Nr. 44. l rv Besitzvermerk und alte Signatur (s.o.). 2 r -37 v PROZESSIONALE. In purificatione B.M.V., Lumen ad revelationem ...; (6 V ) In ramis palmarum, Pueri hebreorum ...; (13 v ) >In cena Domini ad mandatum<; (21 v ) In parasceve, Popule meus ...; (24 r ) In resurrectione Domini, Christus resurgens ...; (25 v ) In ascensione Domini, Viri galilei ...; (29 r ) In assumptione B.M.V., Felix namque ...; (33 r ) Subvenite sancti Dei ..., Teile des Begräbnisritus. 54 ST. PETER PERG. 22a St. Peter perg. 22 a Prozessionale 1 + 8+4 (Pap.) + 1B1. • 33 X 12 • Zisterzienser • Salem(?) • 14. Jh. 1 —18. Jh. Roter spätmittelalterlicher Lederband, von zwei Schließen noch die Halterungen vorhanden. Spiegel 1982 abgelöst, als Vorsatz- und Nachstoßbl. ein unfoliiertes Pergamentdoppeibl, (s.u., Fragmente). Herkunft: Zisterziensisches Prozessionale des frühen 14. Jh's (vgl. Schrift), geschrieben für ein Frauenkloster (4 V > duo sorores<; vgl. auch 9 r -10 r ) vermutlich aus dem Umkreis von Salem. Näheres s. Knaus , S. 250-253; vgl. auch die Hss. 22b, 35 und 51-54. Auf eingelegten Papierblättern Ergänzungen des 15., 16. und 18. Jh's (s. Teile II und III). Von Abt Ph. J. Steyrer 1781 für St. Peter erworben. Literatur: Ehrensberger , S. 67 Nr. 7; Längin , Nr. 149a (Nachtrag); Ettlinger , S. 636; Knaus, S. 250 f. I Bl. 1—8 Quaternio. Schriftraum 25 x 9. 10 Notensysteme mit je einer Textzeile. Textura von einer Hand (wie St. Peter perg. 22b, Teil I). Rote und blaue Lombarden, grobe rot-blaue Zierstäbe. Quadratnotation auf 4 roten Linien. l r -8 r PROZESSIONALE, zisterziensisch (s. Weinmann , S. 15f). >ln Purificacione s. Ma rie<-, (2 V ) > Dominica [in] ramis palmar um < ; (5 V ) >In ascensione Domini<; (6 V ) >In assumpcione s. Marie <. II Bl. 9—10. Papier. Format: 22,5 x 11. Wz. Piccard , Horn III, Nr. 95. Schriftraum 21 x 8/9. Zeilenzahl unregelmäßig. Bastarda von 2 Händen des 15. Jh's, 10 r Kursive des 16. Jh's. 9 r -10 r De processione in die Corporis Christi. Die sengrin sol vor gen ... Deutsche Rubriken zur Fronleichnamsprozession in einem Frauenkloster. Mundart alemannisch mit schwäbischem Einschlag. (10 r ) An unsers her gots dag ... (Nachtrag). — 10 v leer. III Bl. 11-12. Papier. Format 15,5 x 9. Schriftraum und Zeilenzahl unregelmäßig. Kursive des 18. Jh's von einer Hand. ll rv Suffragium Feria sexta in Honorem Dominice passionis. — 12 rv leer. 55 ST. PETER PERG. 22a • ST. PETER PERG. 22b Fragmente: BRIEFSAMMLUNGEN 1. Ehemalige Spiegel (s.o.), zwei horizontal ausgeschnittene Streifen aus einem Pergamentdoppelblatt, Folioformat, 2 Spalten, Buchschrift, 14. Jh. Teil einer Briefsammlung. Nebst einigen Musterbriefen die folgenden Stücke: Fridericus etc. potestati Cremonensi etc. Cum praecedentes litteras nostras ...; Fridericus etc. Mar- chioni etc. Exspectantes exspectastis (s. J.-L.-A. Huillard-Breholles , Historia diplo- matica Friderici secundi 5, Paris 1857, S. 114f); Fridericus Marchioni etc. Cum post obtentam de Mediolanensium et aliorum Pura fides et experta devotio ... (s. Huillard-Breholles 5, S. 160 f); Innocens episcopus servus servorum etc. dilecto in Christo filio Ottoni ... Quamvis ad regnum ... (s. J.F.Böhmer , Regesta imperii 5/2, Innsbruck 1892-1894, Nr.'6093). 2. Vorsatz- u. Nachstoßbl., Pergamentdoppelblatt einer Foliohandschrift, 2 Spalten, seitlich beschnitten (Textverlust), 50 Zeilen, italienische Buchschrift, 14. Jh. 1 . Teile einer Briefsammlung. Manfredus etc. Nova quasi libertatis effigie ..., (s. J.F.Böhmer , Regesta Imperii 5/4, Nachträge und Ergänzungen, bearb. von P. Zinsmaier , Köln 1983, Nr. 617); Manfredus ... Dum clarum augusti domini... (s. E. Winkelmann , Acta imperii inedita saec. XIII et XIV 1, Nr. 498); Schluß des Briefes Winkelmann 2, Nr. 50 (ab Zeile 22 der Edition); Fridericus etc. Ad extollenda [iustorum] (s. Winkelmann 1, Nr. 411); Fridericus etc. Fidelitatis vestre litteras ... (s. Winkelmann 1, Nr. 396); Fridericus etc. Ad audientiam celsitudinis ... (s. Winkelmann 2, Nr. 61). Texte fragmentarisch. St. Peter perg. 22 b Prozessionale 12 Bl. • 28,5 X 10,5 • Zisterzienser • Salem (?) • 14. Jh. 1 Roter spätmittelalterlicher Lederband. Bei Restaurierung 1972 Rücken und zwei Schließen erneuert, eine alte Schließenhalterung gleicher Art wie bei St. Peter perg. 22 a. Vorderer Spiegel als fliegendes BL, gezählt la. Hinterer Spiegel 1972 herausgelöst, enthält Capitulatio zu PETRUS COMESTOR, HISTORIA EVANGELICA, 35-51 (PL 198, 1556-1565), aus einer Hs. des 14. Jh's; darunter Fortsetzung des Textes von 8 V (s.u.). Herkunft: wie St. Peter perg. 22 a (vgl. Einband, Schreiberhand von Teil I); vgl. auch St. Peter perg. 35, 52 und 53 (Teil II). 9 r Kaufvermerk Ph.J. Steyrers von 1781. Literatur: Ehrensberger, S. 66 Nr. 2; Ettlinger, S. 636; Knaus, S. 250 f. 56 ST. PETER PERG. 22 b ST. PETER PERG. 23 I Bl. 1-8. Quaternio. Schriftraum 22 X 8. 11 Notensysteme mit zugehöriger Textzeile. Textura von einer Hand, rubriziert (gleiche Hand in St. Peter perg. 22a). Rote und blaue Lombarden, grobe rotblaue Zierstäbe. Quadrat-notation auf 4 roten Linien. la r andere Hand des 14. Jh's (ähnlich wie Haupthand); l r Zusätze von einer Hand des 17./18. Jh's. la r Organum Uterus virgitieus, zweistimmig (vgl. RISM B IV/3, S. 320), Text AH 54 Nr. 248, bricht in der zweiten Strophe ab. la r Alleluiavers Alleluia, Domine in virtute tua und Responsorium Hesbert , Nr. 7524. l r -8 v PROZESSIONALE, zisterziensisch (s. Weinmann , S. 15f). In purificatione B. M.V.; (2 V ) > Dominica in ramis palmarum<-, (5 V ) >In ascensione Domini<; (6 V ) >In assumptione Marie< ; (8 rv ) Antiphon Clementissime aus dem Totenoffizium. 8 V Nachtrag: Responsorium Hesbert , Nr. 7675 (Fortsetzung auf dem hinteren Spiegel). II BL. 9-12. Binio. Schriftraum: 22 X 7,5. 8 Notensysteme mit Textzeile. Textura von einer Hand (wie in den Ergänzungsteilen der Hss. St. Peter perg. 35, 52 und 53), rubriziert. Quadratnotation auf 4 roten Linien. 9 r — 12 r Responsorien zur Fronleichnamsprozession. Teile von AH 24 Nr. 6. — 12 v leer. St. Peter perg. 23 Legendae Sanctorum • Sermones • Exempla II + 140 Bl. • 19 X 13 • Südwestdeutschland (?) • 14. Jh. 1 Lagen: (1 + 1)", 2 V 20 , (VI + l) 29 , 2IV 45 , V 55 , 2IV 71 , (V-8) 73 , IV 81 , III 87 , 2 V 107 , IV 115 , (VI — l) 126 , VI 138 , I 140 ; Reklamanten (teilweise abgeschnitten); alte Foliierung (16.Jh.) 1-149, 139 nicht vergeben; 1982 ab Bl. 72 neu foliiert. Textverluste: 1 Bl. zwischen 71 und 72 (= altes Fol. 72), 6 Bl. zwischen 72 und 73 (= alte Fol. 74-79), 1 Bl. zwischen 126 und 127 (= altes Fol. 135). Schriftraum 14 x 10. 2 Spalten, 36 Zeilen. Buchschrift von mehreren Händen (z.T. italienischer Prägung); rubriziert. Rote und blaue Lombarden mit Fleuronnee in der Gegenfarbe (nur bis 114 v ). Roter Lederband (16. Jh. 1 ) mit Einzelstempeln; von je 5 Messingbuckeln hinten alle, vorne nur der mittlere erhalten; auf dem Vorderdeckel mit schwarzer Tinte von einer Hand des 16. Jh's: legenda, Rest unleserlich; Rücken, 2 Kurzriemenschließen sowie Spiegel und Vorsätze 1971 erneuert. Herkunft: Sammlung von Legenden und Exempeln nach einer Vorlage aus dem südwestdeutschen Raum (vgl. 42™, 44 v , 73 r , 80 rv , 96 rb , 137 r ), Legendenteil dominikanisch (vgl. 3 ra und Parallelen st. peter perg. 23 zum dominikanischen Offiziumslektionar). I v Urkundenfragment des späten 15. Jh's, Aussteller ist [...] man cappelanus bospitalis in Mengen (vermutl. der 1497 als Mengener Spitalkaplan bezeugte Matheus Zijmerman, s. FDA 25 [1896] 107), ferner genannt Eberhard Koburger, modista de Nürnberga. II r der Name Anthonius Scbriber (später durchgestrichen), von anderer Hand der Vermerk: dies büchly yst Gilgen Hassen burgers zu Friburg gewessen und batt daß gescbenct sinem gnedigen beren aptt zu Santt Vetter us rechter lieb zu einer gedechtnis im XVC1I1 jar (= 1503). Zu Gilg Has(se) vgl. Die Urkunden des Heiliggeistspitals zu Freiburg im Breisgau 2 und 3, Freiburg 1900 und 1927, Register. Literatur: Ehrensberger , S. 21 Nr. 15; Ettlinger , S. 613; F. Heinzer , Neues zu Gerhard von Csanäd, in: Südostforschungen 41 (1982) 1—7. I r —II V Nebst Urkundenfragment und Stiftungsvermerk (s.o.) Federproben sowie Exzerpt aus einem Grammatik-Traktat. l r -2 r Register zu3 r -113 v . 2 ra Liste der sieben Sakramente und der sieben Hauptlaster; anschließend 4 Hexameter über die 10 Gebote, s. Walther , Initia carminum, Nr. 8661. 2 ra -113 vb LEGENDAE SANCTORUM. Freie Kompilation; sämtliche Legenden sind in BHL nicht nachgewiesene Kurzfassungen; häufig Abhängigkeit vom dominikanischen Offiziumslektionar festzustellen. 2 ra -80 vb GRUNDSTOCK, als Passionale bezeichnet. (2 ra -3 ra ) Prolog >lncipit prologus in passionale sanctorum.< Ferculum fecit sanctus rex Salomon ... (Cant 3,9—10). Statum universale ecclesie Spiritus Sanctus cordibus nostris ... (3 ra ) In honorem Domini et salva- toris et intemerate matris eius et luminis predicatorum apostoli Pauli des passionibus et vita sanctorum hunc circulum compilavi, ut fratres predicatores ad officium predicacionis exeuntes aliquid de vita sanctorum secum ferre habeant ...; (3 ra ) >De adventu Domini quod quadruplex esse dinoscitur<. Adventus Domini Jesu Christi per quattuor dominicas celebratur ...; daran anschließend Legenden zu folgenden Festen: (3 rb ) Andreas; (4 va ) Barbara; (4 vb ) Nikolaus; (6 ra ) Mariae Empfängnis; (6 rb ) Damasus; Lucia; (7 ra ) Thomas; (8 rb ) Anastasia; (8 vb ) Weihnachten; (9 rb ) Stephanus; (10 ra ) Apostel Johannes; (ll rb ) Innocentes; (12 ra ) Thomas von Canterbury; (12 vb ) Silvester; (13 vb ) Epiphanie; (14 ra ) Paulus der Einsiedler; (14 va ) Felix; (15 ra ) Maurus; (15 rb ) Marcellus; (15 va ) Antonius der Einsiedler; (16 ra ) Prisca; (16 va ) Fabian und Sebastian; (17 va ) Agnes; (18 rb ) Vinzenz; (19 rb ) Pauli Bekehrung, mit Verweis auf Act 9; Paula; (19 va ) Oktav von Agnes; (19 vb ) Mariae Lichtmeß; (20 ra ) Blasius; (20 va ) Agatha; (21 va ) Valentinus; (21 vb ) Juliana; (22 ra ) Petri Stuhlfeier; (23 ra ) Matthias; (24 ra ) Gregor d. Große; (25 ra ) Benedikt; (26 ra ) Longinus; Ambrosius; (27 ra ) Valerianus und Tiburtius; (27 va ) Georg; (27 vb ) Marcus; (28 rb ) Vitalis; (28 va ) Jakobus; (29 ra ) Philippus; Inventio Crucis; (29 va ) Corona Domini; (30 ra ) Johannes 58 ST. PETER PERG. 23 ante portam latinam; (30 va ) Gordianus und Epimachus; (30 vb ) Nereus und Achilleus; (31 ra ) Pancratius; (31 rb ) Gangolf = LEGENDA AUREA, ed. Th.Graesse , Dresden 3 1980, app. c. 204; (31 va ) Urban; (32 ra ) Petronella; (32 rb ) Petrus und Marcellinus; (32 vb ) Primus und Felicianus; (33 ra ) Barnabas; (34 ra ) Basilides, Cyrinus, Nabor und Nazarius; (34 va ) Anthonius von Padua; (34 vb ) Brandanus; (35 va ) Vitus, Modestus und Crescentia; (35 vb ) Julitta und Quiriacus; (36 ra ) Marcus und Marcellinus; (36 rb ) Gervasius und Pro- thasius; (37 ra ) 10 000 Märtyrer; (37 va ) Geburt Johannes d. Täufers; (38 rb ) Johannes und Paulus; (39 ra ) Symphorosa; (39 rb ) Septem Dormientes; (39 vb ) Petrus; (40 va ) Paulus; (41 vb ) Fides, Spes und Caritas; (42 ra ) Ulrich = LEGENDA AUREA, app. c. 205; (42 rb ) Septem Fratres; (42 va ) Margaretha; (43 va ) Marina; (43 vb ) Alexius; (44 va ) Arbogast; (44 vb ) Richardis; (45 ra ) Lazarus; Praxedis; (45 rb ) Magdalena; Martha; (46 rb ) Apollinaris; (46 vb ) Christina; (47 rb ) Jakobus d. Ältere; (48 va ) Christopherus; (49 va ) Nazarius und Celsus; Panthaleon; (50 ra ) Felix; Simplicius, Faustinus und Beatrix; (50 rb ) Abdon und Sennen; (50 vb ) Germanus; (51 rb ) Petri Kettenfeier; (52 rb ) Sieben Makkabäer; (52 rb ) Papst Stephan; (52 va ) Inventio Stephani martyris; (53 vb ) Oswald = LEGENDA AUREA, app. c. 207; (54 ra ) Dominikus; (55 rb ) Sixtus; Verklärung Christi, mit Erwähnung der Traubenweihe am Sixtusfest, s. Franz , Benediktionen 1, S. 372 mit Anm. 4; (55 va ) Afra = LEGENDA AUREA, app. c. 206; (55 vb ) Laurentius; (56 vb ) Hippolytus; (57 vb ) Mariae Himmelfahrt, mehrere Exempla: u.a. Kurzfassungen von Poncelet , Nr. 1028, 959, 1718, 1369, 1625, 1120, 194, 462, 95, 1084, 538, 1012; (60 rb ) Bernhard; (61 rb ) Bartholomäus; (62 va ) Augustinus; (63 va ) Decollatio Johannis Bapt. (nur Verweis auf die Brevierlektionen und Mc 6); Felix und Adauctus; (63 vb ) Aegidius; (64 ra ) Mariae Geburt, mit Exemplum Poncelet , Nr. 1447; (65 ra ) Gorgonius und Dorotheus; Felix und Regula; (65 rb ) Kreuzerhöhung; (66 rb ) Eufemia; (66 vb ) Eustachius; (67 va ) Matthäus; (68 va ) Mauritius; (69 va ) Thecla = LEGENDA AUREA, app. c. 208; (69 vb ) Cosmas und Damian; (70 vb ) Michael; (71 va ) Hieronymus, Schluß fehlt; (72 ra ) Remigius, nur Schluß des Textes; (72 ra ) Franziskus, Schluß fehlt; (73 ra ) Florentius, nur Schluß des Textes (Druck: L.Pfleger , in: Straßburger Diözesanbl. 21 [1902] 71); Quattuor Coronati; (73 va ) Theodor; (73 vb ) Martin (unvollständig); (74 ra ) Brictius; (74 rb ) Elisabeth; (76 ra ) Cäcilia; (77 ra ) Clemens; (78 rb ) Katharina; (79 va ) Jacobus Intercisus; (79 vb ) Vitalis und Agricola; (80 ra ) Odilia, am Schluß persönliche Reminiszenz des Kompilators; (80 vb ) >Explicit passionale saneto- rum<. 80 vb —113 vb SUPPLEMENT. (80 vb ) Eucharius; (81 vb ) >Miraculum de s. Thoma<, vgl. CAESARIUS V. HEISTERBACH, Dial. Mir. VIII, 59, ed. Strange; (82 rb ) >Miraculum de beato Andrea< = LEGENDA AUREA, c. 2 Nr. 9; (83 va ) Nicetius, Kurzfassung von BHL 6090; (84 ra ) Translatio Stephani mart.; (84 va ) Hilarius; (85 rb ) Miraculum de s. Agnete = LEGENDA AUREA, c. 24 Nr. 4; (85 va ) Timotheus; (85 vb ) Ignatius; (86 ra ) Brigida; (87 va ) Gertrudis; (88 rb ) Maria Aegyptiaca = LEGENDA AUREA, c. 56; (89 vb ) Litania maior; (90 ra ) Litania minor; (90 rb ) Petrus Martyr, mit Auszügen aus der Kanoni- 59 ST. PETER PERG. 23 sationsbulle BHL 6722; (92 rb ) Jakobus d.J. (92 va ) Alexander, Eventius u. Theodulus; (93 ra ) Medardus; (93 vb ) Bonifatius; (94 rb ) Albanus; (94 va ) Martialis; (95 ra ) Theobaldus; (95 vb ) Processus und Martinianus; (96 ra ) Satyrus und Satyrianus; (96 rb ) Ulrich, Exem- plum; (96 va ) Maria Magdalena; (97 rb ) >Exemplum de beata Maria Magdalena <; (97 rb ) Translatio Mariae Magdalenae; (98 ra ) Machabaei; Cyriacus; (98 vb ) Eusebius, größtenteils wie BHL 2750; (99 va ) Mariae Himmelfahrt; (101 rb ) Exemplum Poncelet , Nr. 113; (101 va ) Julianus Martyr; Julianus Episcopus; (102 ra ) Miraculum, Paraphrase von LE- GENDA AUREA, c. 30 Nr. 4; (102 rb ) Julianus Martyr; (103 ra ) Enthauptung Johannes d. Täufers; (103 va ) Mariae Geburt, darin: (103 vb -104 ra ) Kurzfassung von BHL 5344, (106 rb -107 rb ) Auszüge aus ANSELM VON CANTERBURY, ORATIONES 6 und 7, ed. F.S.Schmitt , Anselmi Cant. opera omnia 2, Stuttgart 1968, S. 16f und 21—25; (107 rb ) Surge pia surge ... — infantulum vagientem = Ps.-Anselm (MAURILIUS V. ROUEN, vgl. Wilmart , S. 480f), Oratio 49, PL 158, 947 B9-12 und 14-16; (107 va ) Exempla Poncelet , Nr. 1082, 1439, 1087, 462, 1276; (109 va ) Adrianus, (110 ra ) Lambertus; (110 vb ) Leodegarius; (111 va ) Pelagia; (111 vb ) Leonardus; (112 rb ) Leonardus eremita; (112 va ) Quintinus; (112 vb ) Chrysogonus; (113 ra ) Basilius; (113 rb ) Gerardus Csanadiensis, am Schluß Erwähnung von Predigten de incarnatione Domini et de beata Virgine mit Wiedergabe der Schlußschrift dieses Werkes Notum sit universis in hoc libro legentibus ... (bisher unbekannter Text, dazu F. Heinzer, s.o ., mit Edition des Fragmentes). 113 vb -116 vb MARIANISCHE SERMONES. (113 vb —114 vb ) >De beata Virgine<. Gaudeamus in Domino etc. In istis verbis tria notanda sunt. Primo qua re hodie cum corpore et anima ...; (114 vb —115 va ) > Nativitas sancte Marie virginis<. Nativitas tua dei genitrix virgo etc. Merito dicitur hodie homo gaudere, quia in nativitate beate Virginis ...; (115 va — 116 rb ) > Annunciacio <. Hec est dies quam fecit dominus etc. In istis verbis veneratur hodie illa domina ...; (116 rb_vb ) >Misterium de beata virgine<. Qui audit dicat alteri: veni (vgl. Ez33,30). Precepit nobis scriptura ... Ista dies precipua et maior est omnibus festivitatibus ... 116 vb -135 vb EXEMPLA. Kompiliert aus verschiedenen Quellen: 1. MARIENMIRAKEL: Poncelet , Nr. 95 (118 vb —119 ra ), 300 (117 vab ), 339 (116 vb - 117 rb ), 462 (120 rab ), 1295 (119 vb -120 ra ). 2. CAESARIUS VON HEISTERBACH, DIALOGUS MIRACULORUM (ed. J. Strange, Köln 1851): 11,5 (122 vb -123 ra ); 11,16 (123 rab ); 11,32 (123 vab ); 11,33 (123 rb_va ); 111,2 (132 vab ), 111,3 (132 vb —133 ra ); 111,6 Teil 2 (133 ra ); 111,14 (123 vb -l24 rb ); 111,36 (124 rb-va ); 111,37 (133 rab ); 111,40 (124 va ); 111,45 (124 va ); 111,53 (133 rb ~ va ); IV,4 (124 va -125 ra ); IV,7 (125 ra ); IV,9 (133 va ); IV, 19 (133 vab ); IV,22 (133 vb -134 ra ); IV,32 (133 vb ); IV,33 (133 vb ); IV,58 (134 ra ); IV,68 (134 rab ); IV,76 (125 rab ); IV,78 (134 va ); IV,90 (125 rb ~ va und 134 vab ); IV,97 (134 vb ); IV, 103 (125 vab ); V,8 (125 vb -126 ra ); V, 16 (126 rab ); V,34 (126 rb ); V,36 (126 rb ~ vb ); freie Nacherzählungen. 60 ST. PETER PERG. 23 3. CAESARIUS VON HEISTERBACH, LIBRI MIRACULORUM (ed. A. Hilka , Die Wundergeschichten des Cäsarius von Heisterbach 3, Bonn 1937, S. 15-222): 1,26 (134 vb -135 ra ); 1,3g (135 rab ); 11,1 (127 rab ); 11,2 (127 rb ); 11,4 (127 va ); 11,5 (127 va ); 11,6 (127 vb -128 ra ); 11,7 (128 rab ) ; 11,8 (128 rb_vb ); 11,11 (128 vb -129 ra ); 11,15 (129 rab ); 11,16 (129 vab ); wörtliche Zitate, meist ohne Schlußformel. 4. PAULUS DIACONUS, VITA S. GREGORII MAGNI 1,23 (PL 75, 52C-53B), hier kürzer (135 rb_vb ). 5. VITAE PATRUM: 1,20, PL 73, 355 B-356 B (119 rab ); 1,22, 359C (122 rb ); 1,25, 362B-363B (122 rab ); 1,37, 372B-373A (121 vb -122 ra ); 1,47, 378BC (121 vb ); V,5,37, 883D-884A (122 vab ). Kurzfassungen. 6. VISIO S. PAULI, Redaktion IV (BHL 6582), z.T. gekürzt (130 ra -132 va ). 7. HUGO RIPELIN, COMPENDIUM THEOLOGICAE VERITATIS VII, 6 (129 vb -130 ra ). 8. Nicht identifizierte Stücke: Quidam monachus placens Domino habebat graciam ... (117 rb-va ); Quidam dives pater familias cum uxore sua ... (117 vb -118 ra ); Erat quidam solitarius simplex in fide ... (118 rab ); Solitarius quidam erat valde bonus ... (118 rb_va ); De quadam puella que multo tempore quesivit Domino colloqui ... (118 vab ); Magna est dignitas sacerdotis ... (119 rb_vb ); Clericus quidam beatam Mag- dalenam ita diligenter et ardenter diligebat ... (120 rb — 121 ra ); Non credat usurarius peccata posse deleri ... (121 rab ); Fuit quidam bonus homo heremita ... (121 rb_vb ); Queri solet, quare non fiant festa sanctorum veteris testamenti... (129 rb_va ); Quidam rex fere omnia bona sua ... (135 rb ); Quidam captivus est ductus ad Persas ... (135 v ). 135 vb -140 ra VERMISCHTES. (135 vb -136 ra ) Ikonographischer Kanon. Matheus rufus, barba rufa ..., s. B. Bischoff , Mittelalterl. Studien 2, Stuttgart 1967, S. 167; (136 rab ) >De beata virgine<. Beata Maria virgo VII habet prerogativas gaudiorum in celesti curia (136 rb-va ) >Regnum celorum<, s. Poncelet , Nr. 1604; (136 vab ) Quatuor modis vel de causis Maria mater Domini fuit desponsata Ioseph (136 vb —137 rb ) > De fide et temptacionibus<, nach CAESARIUS V. HEISTERBACH, DIAL. MIRAC. IV, 39; (137 rb —138 vb ) >De sancta Verena< = BHL 8541, Abschnitte 7-14; (139 ra ) Anna et Esmaria sorores erant..., vgl. LEGENDA AUREA, c. 131 Nr. 1; (139 rab ) Mehrere Verse, darunter Walther , Initia carminum, Nr. 8661 und 11685; (139 rb -140 ra ) Zwei Exempla: Item legitur, quod quidam pauper homo fuit, qui duos filios habuit...; Item queritur (!), quod rusticus quidam porcum habuit... 140 v (ehemals auf den Hinterdeckel geklebt) Lateinischer Text, 14. Jh., nicht mehr identifizierbar. 61 st. peter perg. 24 St. Peter perg. 24 Kollektar 1 (Pap.) + 116 + 1 (Pap.) Bl. • 21,5 x 15,5 • Dominikanerinnen • Freiburg i.Br. (?) • 13. Jh. 2 Lagen: (III + l) 7 , 8 VI 103 , ([VI—2] + 3) 116 . Schriftraum 16 x 10,5. 16 Zeilen; 8 r — 10 r und 75 v -90 v : 8 Notensysteme (Quadratnotation auf 4 Linien) mit je einer Textzeile. Textura von einer Hand im Corpus der Hs; ll v —32 r später mit dunkler Tinte nachgezogen; einzelne Randnachträge und 110 v -116 r Ergänzung von verschiedenen Händen. Übliche Rubrizierung. Rote und blaue Lombarden mit Fleuronnee in der Gegenfarbe. Schweinslederband des 16. Jh's; verschiedene Rollenstempel, darunter die signierte Rolle 2 des H.I.K. ( Haebler 1, S. 204); 2 Messingspangen; Vorsätze: Papier mit Wz. Freiburger Wappen (ähnlich wie Briquet , Nr. 2221); 1972 restauriert. Herkunft: Kollektar eines Dominikanerinnenklosters (98 v ), nach 1276 für einen Konvent im Bistum Konstanz geschrieben (vgl. Kalendarium). Später wohl in Freiburg, St. Magdalena: vgl. Wasserzeichen der Vorsätze (s.o.), eingelegte Bruchstücke eines deutschen Briefes einer Klosterfrau vom 1. Jan. 1649 mit Anspielung auf die Notlage der Freiburger Klöster in dieser Zeit (vgl. dazu J. König, in: FDA 13 [1880] 138 f), und kleines Papierbl., darauf: ich Lena Maria Pußerin . Von Abt Ph. J. Steyrer 1754 für St. Peter erworben. Literatur: Ehrensberger, S. 39 Nr. 6; Ettlinger, S. 624. l v - 109 v KOLLEKTAR, dominikanisch. V Libellus iste qui collectarius dicitur ... continet ista per ordinem. Folgt Register zu 2 r -109 v . - V leer. 2 r -7 v Kalendarium, dominikanisch, wie im Kollektar des Prototyps von Humbert (s. Guerrini , S. 255-266), dazu die bis 1276 neu aufgenommenen Feste (s. Leroquais, Breviaires 1, S.C) sowie Ulrich (4.7.), Gallus (16.10), Othmar (16.11.) und Konrad (26.11.). Von mehreren Händen nachgetragen die im 13.—15. Jh. aufgenommenen Feste sowie Erhard (8.1.), Dorothea (7.2), Wilhelm (10.2.), Julianus (16.2.), Quiteria (22.5.), Maternus (18.7.), Anna (26.7.) und Praesentatio Mariae (21.11.), außerdem die Dies aegyptiaci mit ihren Stunden. 8 r -14 r Rubriken. (8 r ) >Modus incboandi horas<, (8 V ) >Modus dicendi capitula<, (9 r ) >Modus dicendi oraciones<, (10 v ) >De varietatibus terminationum in orationibus<, (ll v ) >De confiteor, quomodo sit dicendum<, (12 v ) > De modo dicendi preces<, (13 r ) > Quomodo terminande sunt höre a sacerdote<, > Benedictiones lectionum in matutinis <. 14 v -29 v Capitula de Tempore (14 v —20 r ) und de Sanctis (20 v -29 v ). 29 v —67 v Collectae: de Tempore (29 v -49 r ), de Sanctis (49 r -66 v ), de Mortuis (66 v -67 v ). 62 ST. PETER PERG. 24 ST. PETER PERG. 25 67 v — 68 r > De disciplinis post completorium<, s. Guerrini , Nr. 482. 68 rv > De officio in receptione noviciorum<, s. Guerrini , Nr. 486. 68 v > De oratione pro capitulo generali et pro pergentibus ad illud<, s. Guerrini Nr. 490. 68 v -69 r >De benedictione itinerantium<, s. Guerrini , Nr.491. 69' > De modo recipiendi ad beneficia<, s. Guerrini , Nr. 498. 69 v -7l r Kapiteloffizium >De preciosa<, s. Guerrini , Nr. 504-508. 71 r -75 r Benediktionen. (71 r ) >De benedictione mense< , s. Guerrini , Nr. 509-510; (72 v ) >De collatione<, s. Guerrini , Nr. 513; >Post completorium detur benedictio .. .<; (73 r ) > Benedictio vestium profitentium<\ > Benedictio aque<, s. Franz , Benediktionen 1, S. 145-147; (75 r ) >Post aspersionem aque<, s. Guerrini , Nr. 571. 75 v -90 v >Principia antipbonarum inchoandarum ab illo qui facit officium <. 91 r —92 v > Subscripto modo dicantur versiculi ...<. 92 v — 108 r Kranken- und Sterberitus. (92 v ) >De communione infirmi<-, (94 r ) >De ex- trema unctione<; (98 v ) >De transitu sororis< mit dominikanischer Allerheiligenlitanei (99 v -101 v ). 102 r und 103 r am Rand: deutsche Rubriken (Nachträge). 108 r —109 v > De modo recipiendi extraneos adsepulturam<. — llOr leer. 110 V —116 r NACHTRÄGE: Capitula und Collectae zum Fronleichnamsfest und zu den im Kalendarium nachgetragenen Heiligenfesten. (114 v ) eingeklebtes Blatt, urspr. angenäht (gezählt 114a), mit Absolutionsformel. St. Peter perg. 25 Prozessionale — Rituale 129 + 4 (Pap.) Bl. • 21 x 14 • Dominikanerinnen • Straßburg, St. Agnes • 14. Jh. Lagen: I 1 , VI 13 , (IV + l) 22 , VI 34 , (V + l) 45 , VI 57 , (VIII + II) 77 , 4 VI 125 , (I + 2) 129 , II 133 ; erstes Bl. als Spiegel verwendet; Bl. 64-67 nachträglich eingefügt (19,5 x 12,5). Schriftraum 13 x 9. 11-16 Zeilen oder 4 Notensysteme (Quadratnotation auf 4 roten Linien) mit Textzeile. Textura von einer Hand im Corpus der Hs.; 4 Nachtragshände: 64 r -67 v (15. Jh., gleiche Hand in St. Peter perg. 21, 99 r -102 v ), 129" (14. Jh.), 130 r -131 v (16. Jh., gleiche Hand in St. Peter perg. 21, l r -2 v sowie 67, 94 r -96 r und 109, 173 r -184 r ), 131 v — 133 v (16. Jh.). Übliche Rubrizierung. Rote und blaue Lombarden. In den notierten Teilen schwarz-rote Cadellen. 2 r , 9 V , 31 v , 51 r , 57 r , 68 r Zierseiten ähnlich wie 63 st. peter perg. 25 in St. Peter perg. 21, hier jedoch ohne Gold. Roter Lederband, überzogen mit heller Schafslederhülle, die oben überlappt; von den alten Schließen nur noch die Halterungen vorhanden, Langriemen erneuert. Herkunft: Aus dem Dominikanerinnenkloster St. Agnes in Straßburg, vgl. Litanei, Altarpatrozinien und Buchschmuck sowie Verbindung mit St. Peter perg. 21, 67 und 109. Datierung aufgrund von Schrift und Litanei. Auf dem vorderen Spiegel von einer Hand des 15. Jh's: Dis buch sol sin der küsterige und sollen es die brediger bruchen so sü hie sint und mit krützen gont, und wenne sü es nüt bedörfent, so sol es die Meigerin bruchen die wille sü lebet. Von Abt Ph.J. Steyrer 1781 für St. Peter erworben. Literatur: Ehrensberger , S. 75 Nr. 11; Ettlinger , S. 636; Heinzer , Altarpatrozinien, 368 f. 2 r —81 v PROZESSIONALE. In purificatione B.M.V., Lumen ad revelationem (9 V ) > Dominica in ramis palmarum<; (22 v ) In cena Domini ad ablutionem altarium, In monte oliveti (31 v ) >Mandatum<-, (46 r ) In parasceve, Popule meus (50 v ) >In ascensione Domini< ; (57 r ) In festo Corporis Christi, Verbum vite Teile aus AH 5 Nr. 5, (64 r -67 v ) Nachtrag: Responsorium Homo quidam und Sequenz AH 50 Nr. 385, Str. lOa-llb; (63 v ) >In assumpcione Marie<, Textanfang 68 r ; (75 r ) >In dedicacione ecclesie<. 81 v -124 v RITUALE. 81 v —90 v Krankenritus. >Ad communicandum infirmum ...<, davor irrtümlicherweise >Si prelatus fuerit inungendus ... ut ei mittant{\) ...< wie in St. Peter perg. 67, 60 r ; (83 r ) >Si prelatus fuerit inungendus ...<, eigentlicher Ritus für hl. Ölung fehlt; (83 v -90 v ) Bußpsalmen. 90 v —124 v Sterbe- und Begräbnisritus. (90 v —94 v ) dominikanische Allerheiligenlitanei mit Preces, darin je 2 Anrufungen für Dominikus, Agnes und Katharina, außerdem bemerkenswert: Columba (vgl. Barth , Sp. 1398 f); (95 r ) Commendatio animae, Tibi Domine commendamus ...; (101 v ) Officium sepulturae, Antequam efferatur corpus de ecclesia. 124 v -133 r Nachträge zum Prozessionale: (124 v — 127 r ) [In receptione praelatorum] und [in receptione regis] (Haupthand); (129 rv ) >In ablucione altarium <, folgende Patrozinien: Maria-Agnes, Johannes d. Täufer und Evangelist, Michael, Odilia, Ursula, vgl. St. Peter perg. 67, 93 rv (Hand des 14. Jh's); (130 r — 133 v ) Responsorien zum Dominikusfest aus AH 25 Nr. 86 und zu Fronleichnam (Hand des 16. Jh's). 64 st. peter perg. 26 St. Peter perg. 26 Brevier 417 Bl. • 21 X 15 • Dominikaner ■ Freiburg i.Br. (?) ■ um 1270 (Nachträge 14. Jh. und 15. Jh. 2 ) Neuer roter Lederband mit 2 Langriemenschließen (1973). Zu den herausgelösten Spiegeln s.u. (Fragmente). Herkunft: Teil I aus dem süddeutschen Raum, um 1270 entstanden (s. Kalendarium und Sancto- rale), vermutlich in einem Männerkloster ( fratres in den Rubriken und zu Beginn der Komplet). Ergänzung der Hs. im 14. Jh. (Teil II, mit den bis 1336 neu eingeführten Heiligenfesten) und zu Beginn des 15. Jh's (Teil III, nach 1401, Datum der Einführung des Festes Mariae Heimsuchung). Schluß der Litanei (57 va ) weist nach Freiburg. Später im Dominikanerinnenkloster Maria-Hof Neidingen bei Donaueschingen (vgl. Nekrologeinträge im Kalendarium). Von Abt Ph.J. Steyrer 1781 für St. Peter erworben (Vermerk auf dem ehemal. Vorderspiegel). Literatur: Ehrensberger , S. 28 Nr. 27; Ettlinger , S. 635. I Bl. 1—7 und 58—390. Lagen: (III + 1) 7 ; 27 VI 381 , (III + 3) 390 ; ab 69 v Kustoden. Schriftraum 14 x 10. 2 Spalten, 28 Zeilen. Textura von einer Hand außer l rv u. 388 v —389 v . Rubriziert. Rote und blaue Lombarden l rv Lektionen zum Offizium B.M.V. in sabbato (Nachtrag). 2 r -7 v KALENDARIUM, dominikanisch, entsprechend dem Prototyp Humberts (s. Guer- rini , S. 255-266), zusätzlich: Galli (16.10.). Die später in den Ordenskalender aufgenommenen Feste von mehreren Händen nachgetragen, darunter als früheste Nachträge Antonius (13.6., angeordnet 1262) und Eduard (13.10., angeordnet 1270), dazu die Lokalheiligen Ulrich (4.7.), Theodor (26.8., Bischof von Sitten), Othmar (16.11.) und Konrad (26.11.). Folgende Nekrologeinträge: Heinrich de Ebersperg (24.3.), Angnesa de Wolfurt (23.4., als Klosterfrau in Neidingen 1419 bezeugt, s. Fürstenbergisches Urkun- denbuch 6, Tübingen 1889, Nr. 247/8 a und Nekrolog des Klosters Maria-Hof bei Neidingen, MGH Necr. 1, S. 312), soror Gret de Wolfurt (3.5., s. Nekrolog, S. 311, zum 2.5.), soror Ursula de Honburg von Wolfurt (13.6.), Rudolf de Wolffurt (16.6., mit seiner Tochter Magdalena, Klosterfrau in Neidingen, 1418 bezeugt, s. Fürstenbergisches Urkundenbuch 3, Tübingen 1878, Nr. 121 und Nekrolog, S. 312, zum 21.6.), soror Cezi- lia de Wolffurt (15.9.). 58 r -59 rb Rubriken. >De quo sit officium agendum<, s. Guerrini , Nr. 2-3, 5-6, 8-9, 11-13. 65 ST. PETER PERG. 26 59 rb _2l8 ra PROPRIUM DE TEMPORE. > Dominica prima in adventu Domini<, (73 rb ) >In vigilia natalis Domini<, (116 rb ) >Feria quarta in capite ieiunii<, (139 va ) >Feria quinta in cena Domini<, (146 rb ) >ln sabbato sancto Pasche<, (167 rb ) >ln vigilia Ascen- sionis<, (172 vb ) >In vigilia Penthecostes<, (179 rb ) >In festo sancte Trinitatis<, (182 rb ) > Dominica prima post festum Trinitatis <. 218 ra -222 rb Kirchweihe. >De officio dedicacionis<, s. Guerrini , Nr.216-248; (21 8 rb ) >In dedicacione ecclesie [et] in anniversarium{\)<. 222 rb —226 va Rubriken. >De festis in communi<, s. Guerrini , Nr. 252—289, 295—306. 226 va -361 rb PROPRIUM DE SANCTIS. Bemerkenswert: Im Gegensatz zum Kalenda- rium sind die Feste von Eduard (im Januar, entsprechend der Anordnung von 1265) und Antonius von Padua (1262) hier schon berücksichtigt (Eduard mit der Randbemerkung vacat ). Folgende Reimoffizien: (233 va ) Apostel Thomas, Magnificat-Antiphon aus AH 28 Nr. 81; (272 vb -274 rb ) Petrus Martyr, AH 28 Nr. 48; (277 ra -278 rb ) Corona Domini, AH 5 Nr. 11; (279 va —280 va ) Translatio Dominici, AH 25 Nr. 86; (310 rb -312 vb ) Dominicus, AH 25 Nr. 85; (352 va -356 va ) Elisabeth, AH 25 Nr. 90; (359 ra -361 ra ) Katharina, AH 26 Nr. 69. Am Rand mehrfach Verweise des Schreibers von Teil II auf die dort nachgetragenen Offizien. 361 rb -375 rb COMMUNE SANCTORUM. >Incipit officium in communi sanctorum<; (372 va -375 rb ) Commune B.M.V. 375 rb -376 va TOTENOFFIZIUM. >Sciendum quod pro defunctis ...<, s. Guerrini, Nr. 477-480 (z.T. abweichend); (376 ra ) > Oraciones in officio defunctorum<. 376 va -377 ra KOMPLET (ohne Psalmen u. Canticum). >ante completorium dicantur(\) iube domne benedicere ...<. 377 ra -377 va KAPITELOFFIZIUM, s. Guerrini , Nr. 504-506. 377 va -378 ra > BENEDICTIONES LECTIONUM MATUTINIS<. 378 ra -388 rb FERIALLEKTIONEN FÜR DIE FASTENZEIT. > Dominica in quadragesima, Mittewche{\) < ( = Aschermittwoch). 388 va -389 vb NACHTRÄGE (14. Jh.): Teile des Fronleichnamsoffiziums. — 390 rv leer. 66 ST. PETER PERG. 26 II BI. 8-57 und 391-407. Lagen: 4 VI 55 , I 57 , (III + 2) 398 , (I 4- 7) 407 ; erste Lage mit Kustos; 398 v , 400 v , 401 v , 403 v Reklamanten. Schriftraum 15 X 11. 28 Zeilen. Textura von einer Hand, ab 405 v zwei Nachtragshände. Rote und blaue Lombarden mit grobem Fleuronnee. 8 r —57 vd PSALTERIUM FERIATUM. (54 r —55 v ) Canticum trium puerorum, Benedictus, Magnificat, Nunc dimittis, Te Deum, Quicumque; (55 v -57 va ) dominikanische Allerheiligenlitanei mit Preces, am Schluß: Candida, Florina, Apollonia, vgl. FDA 22 (1892) 326: „SS. Candida und Florida (!) ... ligendt leybhafftig zu Freyburg bey den Predigern", (s. auch St. Peter perg. 112, 76 v —79 v ). 57 vb . 391 r -407 v Zusätze zum PROPRIUM DE SANCTIS, mit den bis 1336 neu in den Ordenskalender aufgenommenen Festen (s. Leroquais , Breviaires 1, S. C—CI). (57 vb . 391 r -394 v ) Thomas von Aquin, mit Reimoffizium AH 5 Nr. 84; (394 v -395 v ) Ignatius v. Antiochien, nur Lektionen; (395 v -396 r ) Servatius; (396") Martialis; (396 v -397 r ) Alexius; (397 r -398 r ) Martha; (398 r -399 r ) Ludwig; (399") Wenzeslaus; (399 v -400 r ) Eduard; (400 r -401 v ) Gallus; (401 v -403 r ) 11000 Jungfrauen; (403 r -404 v ) Ulrich; (404 v -405 r ) Papst Marcus; (405 rv ) Katharina, mit Teilen des Reimoffiziums AH 26 Nr. 73; von 2 späteren Händen: (405 v —406 r ) Antonius Eremita, (406 v —407 v ) > Von den XI tusend meden<, jeweils nur Lektionen. III Bl. 408-417. 1 Quinio. Schriftraum 13,5 X 10. 2 Spalten. 26 Zeilen. Textura von einer Hand, rubriziert. 408 ra -412 vb >Von Sant Thoma als er erhaben ward< (= Translatio Thomae), mit Reimoffizium AH 5 Nr. 85. 412 vb -417 vb >ln festo visitacionis Marie<, mit Reimoffizium AH 24 Nr. 30. Text bricht ab in der 9. Lektion der Matutin. Fragmente: 1. Vorderer Spiegel. Vertikal ausgeschnittener Streifen eines Pergamentdoppelblattes aus einer Oktavhandschrift; zweispaltig beschrieben (eine Spalte weggeschnitten). 28 von urspr. 30 Zeilen. Buchschrift, 14. Jh. GREGORIUS MAGNUS, aus DIALOGORUM LIBRI III u. IV, mittelniederländische Übersetzung, Kurzfassung, bisher nur für Buch IV in 2 Hss. des 15. Jh's bekannt, vgl. M. Jaatinen , Dialogi Gregorii nach der Hs. Theol. germ. 11 der Stadtbibliothek Lübeck, in: Neuphilologische Mitteilungen 53 (1952) 82—115 und J. Deschamps , Die mittelniederländischen Übersetzungen der Dialoge Gregors des Großen, ebd. 466—470. 67 st. peter perg. 26 st. peter perg. 27 Folgende Abschnitte: 111,7 (vgl. PL 77, 229 BC): Text am Anfang und am Schluß unvollständig, Legende von Andreas ep. Fundanus. III,10 (vgl. PL 77, 236BC): Op een tijt doe Padus die rivier ..., Text am Schluß unvollständig; Legende von Sabinus ep. Placentinus. IV,12 (vgl. PL 77,337B-340A): Een biscop die biete Probus ..., am Schluß fehlen 2 Zeilen (ed. Jaatinen , a.a.O., S. 94 f). IV, 13 (vgl. PL77, 340B-341 A): Kalla(\) een edel ioncfrou van Romen ... - ende des dercivbsten dagbes volgbede boer die ander (ed. Jaatinen , S. 95 f); vgl. BHL 3234. IV, 14 (vgl. PL77, 341 B-344A): Dicke geschiebt, dat die soetheit ..., am Schluß unvollständig (ed. Jaatinen , S. 96); Legende von Servulus. 2. Hinterer Spiegel und Rückenverstärkung. 1 Blatt und 5 kleinere Bruchstücke aus einer Pergamenthandschrift, Oktavformat. Zweispaltig, 25 Zeilen. Textura, 13. Jh. 2 . Teile eines dominikanischen Lectionarium Officii (Commune Martyrum). St. Peter perg. 27 Psalterium 83 Bl. • 21 x 14 • Colmar(?) • 15. Jh. Lagen: (IV + l) 9 , 7 V 79 , (III—2) 83 ; Textverlust. Reklamanten und Kustoden. Schriftraum 14,5 x 9. 31 Zeilen. Bastarda von einer Hand im Corpus der Hs.; 2 Nachtragshände des 15. Jh's: 1. l r -26 v (nur am Rand) und 81 rv , 2. 81 v . Übliche Rubrizierung. Rote Lombarden, an den Hauptteilungsstellen des Psalteriums vergrößert und mit einfachem grau-braunem Fleuronnee verziert. Roter schmuckloser Lederband der Zeit, Vorderspiegel und Vorsatzblatt: Fol. > XXXIX< eines Pontifi- kale aus dem 14. Jh. (PRG XL,42-46), aus der gleichen Hs. stammen die Spiegel von St. Peter perg. 84 (s. dort). 1983 neue Schließe angebracht und Bl. 83 (bisher hinterer Spiegel) abgelöst. Herkunft: Vermutlich wie St. Peter perg. 84 aus Colmar (vgl. Spiegel). Nach Vermerk auf dem Vorsatzblatt 1781 von Abt Ph. J. Steyrer für St. Peter erworben. Literatur: E hrensberger, S. 17 Nr. 12; E ttlinger, S. 636. l r — 8 V PSALTERIUM FERIATUM, Cursus romanus. (l r —74 r ) Ps 1—150, am Rand deutsche Gebetsanweisungen zu Ps 1-53, elsässische Mundart (vgl. Verfasserlexikon, 2, Berlin 1980 2 , Sp. 1129 f); (74 r —78 v ) Laudes-Cantica; (78 v -81 r ) Te Deum, Benedictus, Magnificat, Nunc dimittis, Quicumque. 68 ST. PETER PERG. 27 • ST. PETER PERG. 28 81 rv GEBETE UND SUFFRAGIEN. (81 r ) am Rand neben Leimspuren eines heute fehlenden Blättchens (8 X 6,5), vermutlich mit Miniatur oder Holzschnitt: quinque fulnera(\) Christi sunt medicina mea. Die quinque Pater et quinque Ave Maria. Darunter: O sanete Sebastiane, magna est fides tua ... mit Oration Omnipotens sempiterne Deus, qui meritis et preeibus beati Sebastiane (!) martiris ... (gegen die Pest) s. auch Stuttgart, Württembergische Landesbibl., Hs. HB I 177,4 V (Die Hss. d. Württ. LB Stuttgart II 1, 2, Wiesbaden 1970, S. 51 u. 261); (81 v ) Deus, qui das iumentis escam ipsorum et pullis corvorum invo- cantibus te, da nobis per intercessionem beate Dorothee virginis De saneta Katherina. Voce cordis et oris ..., aus AH 26 Nr. 69 (S. 202), Oration Bruylants 2, Nr. 322. 81 v ANTIPHONEN zur Komplet an Weihnachten und an Marienfesten. In virgis (!) Natalis Domini ad completorium super psalmos antifen(\), Hesbert , Nr. 1862, 2498,3857,2557, 2491, 1931. 82 r -83 v OFFIZIUM VOM ERSTEN ADVENTSSONNTAG. Text am Anfang und am Schluß unvollständig. St. Peter perg. 28 Franziskanische Texte 92 Bl. • 17,5 X 13 • Franziskaner • Zabern • Überwiegend 1494-1495 Lagen: III 6 , V 16 , 9 IV 88 , (III-1) 93 . Kustoden 48 v , 56 v , 64 v . Schriftraum 12 X 8. Textura (8 r -28 v ) u. Bastarda jeweils von einer Hand. Textura Uzeilig, Bastarda in 3 zeitlich aufeinander folgenden Schriftgrößen: 18, 22, 28 Zeilen. 73 v -88 r u. l v -6 r an den Rändern Anstreichungen und stichwortartige Inhaltsangaben. 89 r -91 v Nachtragshand von 1522. Rubriziert, rote u. blaue Lombarden; einfaches braunrotes Fleuronnee (Rosetten, Maiblumen, Perlen). 6 V ganzseitiges Christusmonogramm IHS (blau) umgeben von braunrotem Fleuronnee u. der Umschrift In nomine Yhesu omne genu flectatur ... (Phil 2,10). Heller Lederband mit Streicheisenlinien und häufig wiederholtem Blindstempel: Herz von Pfeil durchbohrt, umgeben von 3 Sternchen, in rautenförmigem Feld. Kurzriemenschließe. Einbandrücken 1972 erneuert. Auf dem Vorderdeckel: Regula Fratrum Mino- rum (15. Jh.). Herkunft: 88 r endet die Schlußschrift des Schreibers: finitum per fratrem Andream de Trawnkir- chen. Anno domini 1495 (Abb. 19). Traunkirchner, der 33 v ein weiteres Explicit mit 1494 datiert hat, war 1493 u. 1494 Guardian, 1495 Vizeguardian im Franziskanerkloster zu Zabern im Elsaß (vgl. Alemania franciscana antiqua 2, Ulm 1958, S. 133 u. 107. Näheres über Andreas Traunkirchner in: Helvetia sacra V, 1: Die Franziskaner in der Schweiz, Bern 1978, S. 131 f). Der relativ kurze Aufenthalt Traunkirchners in Zabern dürfte dem Ziel gedient haben, das erst 1486 gegründete Kloster zu reformieren bzw. den Ausbau des Klosters zu fördern. In diesem Zusammenhang wird man die Zusammenstellung und Niederschrift der grundlegenden franziskanischen Texte der 69 st. peter perg. 28 Hs. sehen müssen. Traunkirchner ist Schreiber der Hs., abgesehen von 8 r -28 v u. 89 r —91 v . 1790 wurde der Zaberner Konvent aufgehoben (s. Alemania franciscana antiqua 2, Ulm 1958, S. 104). Die ursprünglich anscheinend nicht unbedeutende Bibliothek wurde weitgehend zerstreut (vgl. J. Gass , La bibliotheque des Franciscains ä Saverne, Revue cath. de l'Alsace 42 (1927) 45-49). Ph. J. Steyrer erwarb die Hs. 1795. Literatur: Ettlinger, S. 638. 1 V -5 V DE PAUPERTATE. Auszüge aus: (l v ) ROBERT GROSSETESTE, Sermo 'Pauper et inops laudabunt nomen tuum' (Ps 73,21; Schneyer , Repertorium 5, S. 177 Nr. 1); (2 r -3 r ) BERNHARD VON CLAIRVAUX, Sermo 'Videns turbas Jesus' (Mt5,1; Opera 5, Rom 1968, S. 332, Z. 6-334, Z.2); (3 v -4 r ) APULEIUS, Apologia (Apuleius, Verteidigungsrede. Blütenlese, lat. u. dt., hrsg. v. R.Helm , Berlin 1977, S.42-48, cap. 18 u. 20- 21); (4 V ) SENECA, Epist. ad Lucilium (u.a. aus epist. 2). (4 V —5 V ) Schlußschrift (Traunkir- chers?): Si igitur pagani tarn alte de paupertate senserunt... — et quia omnia habet, nicbil plus requirit. 5 V —6 r > Regula Sanctissimi patris nostri Francisci ...<. Inhaltsverzeichnis zur Regula bullata. — 7 leer. 8 r -28 v REGULA BULLATA. Ed. in: Opuscula sancti patris Francisci Assisiensis, denuo ed. C. Esser , Grottaferrata 1978, S. 226-238 (Hs. nicht erwähnt). 29 r -33 v FRANCISCUS ASSISIENSIS, TESTAMENTUM. Dominus dedit michi, fratri Francisco, ita incipere facere penitenciam ... — confirmo vobis intus et foris istam sanc- tissimam benedictionem. Amen. Ed. in: Opuscula (s.o.), S. 307-317 (Hs. nicht erwähnt). 34 r -57 v NICOLAUS III., BULLA 'EXIIT QUI SEMINAT'. (33 v ) >Incipit declaracio domini Nicolai pape tercii super regulam fratrum minorum ...<. Nicolaus episcopus, servus servorum dei, ad perpetuam rei memoriam. Exiit qui seminat (Lc 8,5) ... — Datum Suriani decimo octavo kalendas septembris pontificatus nostri anno secundo. Ed. in: Bullarium franciscanum 3, Roma 1765, S. 404—416. 58 r -72 r CLEMENS V., BULLA 'EXIVI DE PARADISO'. (57 v ) >Incipit declaracio domini Clementis pape quinti super regulam fratrum minorum ...<. (58 r ) Clemens episcopus, servus servorum dei ... Exivi de paradiso ... - Datum Vienne pridie nonas novembris pontificatus nostri anno septimo. Ed. in: Bullarium franciscanum 5, Romae 1898, S. 80-86. 73 r -88 r BONAVENTURA, APOLOGIA PAUPERUM, Auszug. Enthalten sind (73 r -80 v ) Cap. 111,1-25 (Opera omnia 8, Quaracchi 1898, S. 244-251); (81 r —84 v ) Cap. XII, 18-21, 70 st. peter perg. 28 • st. peter perg. 29 25-19 (Opera omnia 8, S. 322-326); (84 v -88 r ) Cap.VII, 1-6, 15, 17, 16 (Opera omnia 8, S. 272-274, 277f). 88 v —91 v PASSIONSBETRACHTUNG. > Ex dictis sanctorum doctorum Augustini, Bernbar di, Anshelmi de passione domini. 1522.< Respice, o fidelis anima, Cristum im cruce pendentetn. Respice capitis inclinationem ad osculum ... — Et hec erit summa felicitas illius, quomodo intelligetur et amabitur pure deus. Amen. 1522. Text auch in Hs. Würzburg, Univ. Bibliothek M.ch.f. 169, 159 v -162 r (vgl. Thurn I, S.58f. u. 279), hier als Karfreitagspredigt Bernhards von Clairvaux bezeichnet. St. Peter perg. 29 Albrecht, Der jüngere Titurel 148 Bl. ■ 36,5 X 27,5 • Tirol • 1431 Lagen: IV 8 , 4 II 24 , (II-l) 27 , 7 II 55 , (II-l) 58 , III 64 , 5 II 84 , 2 III 96 , 2 II 104 , IV 112 , III 118 , II 122 , 2 IV 138 , V 148 . Textverlust nach B1.56; Kustoden größtenteils abgeschnitten. Schriftraum 30,5 X 22,5. 3 Spalten, 49-57 Zeilen. Bastarda, eine Hand. Rubriziert sind besonders die Versanfänge; rote und blaue Lombarden in 2 Schriftgrößen. l r Fleuronneeinitiale A (10 X 12cm) auf Goldgrund, im blauen Buchstabenkörper kettenartiges Muster ausgespart. Blauer Lederband mit Streicheisenlinien; vorn 4, hinten 3 Messingbuckel (von ursprünglich je 5), Pap.-Spiegel. Bei der Restaurierung im Jahre 1977 wurde der Rücken erneuert sowie neue Schließenriemen, Vorderspiegel und Nachstoßblatt angebracht. Der alte Vorderspiegel wurde abgelöst. Aus dem Rücken wurden 5 Makulaturstreifen (Perg.) mit dt. u. lat. Textfetzen herausgelöst (u.a. Stückchen einer dt. Urkunde (15. Jh.) u. Federproben, 15. Jh. 1 ). Herkunft: 148 v Explicit Uber Tyturelis de Eschenbach Per manus Petri Geir Notarii Anno domini millessimo quadringentesimo tricesimo primo In die sancti Achacii... (s. Abb. 14). Auf dem ehemaligen Vorderspiegel recto fragmentarischer Teilenurf einer Urkunde, ebenfalls 1431 datiert, in dem sich ein discretus vir Ulricus Sülczhainensis sindi[cus] ... Sancti Laurencii in Pawmkirchen (Baumkirchen bei Hall/Tirol) nennt, für den die Beurkundung vorgenommen werden soll. Der im Urkundenentwurf erwähnte Notarius meus könnte identisch sein mit dem Notar Petrus Geir, dem Schreiber der Handschrift. In diesem Fall dürfte der Kodex unmittelbar für Ulrich von Sülzheim geschrieben worden sein. Ph. J. Steyrer erwarb die Hs. 1763. Mundart: südbairisch. Literatur: Längin , Nr. 31; Ettlinger , S. 626f; Albrecht von Scharfenberg, Jüngerer Titurel, hrsg. von W. Wolf , Bd. 1, Berlin 1955, S. LXXIIf. l r —148 v ALBRECHT, DER JÜNGERE TITUREL. An angeng und an lecze Pist du got ewig lebende. Dein cbraft an undersecze bymel und erd habt auf schwebende ... — daz 71 st. peter perg. 29 ST. PETER PERG. 29 a ist ain mal, das ewikleichen prennet. vater sün bailiger gaist mache uns die bymel fraud erchennet. Amen. — Gesamtausgabe: Der jüngere Titurel, hrsg. v. K.A.Hahn, Quedlinburg 1842. In der Hs. fehlt die Schlußstrophe 6207, sie enthält jedoch nach 6206 sechs zusätzliche Strophen. Unvollständige kritische Ausgabe: Albrecht von Scharfenberg, Jüngerer Titurel, hrsg. von W.Wolf , 2 Bde, Berlin 1955-1968; in Bd. 2, S. XXIV- XXVII Edition von 71 rv ; s.a. Taf.3. Zur immer noch kontroversen Diskussion über die Bewertung der verschiedenen Textzeugen s. D. Huschenbett in: Verfasserlexikon 1, 2 1978, Sp. 162f (St. Peter perg. 29 = Sigle Y). — (148 v ) Schlußschrift des Schreibers Petrus Geir, s. unter Herkunft. St. Peter perg. 29 a Musikalische Sammelhandschrift 39 Bl. ■ 19,5 X 11 ■ Zisterzienser • Salem (?) • 14. Jh. 1 Lagen: IV 8 , III 14 , IV 22 , (VI + [II + l]) 39 ; hinterer Spiegel als Bl. 40 gezählt. Schriftraum unregelmäßig; 7 v -8 r zwei Spalten, sonst einspaltig. 34-37 Zeilen (l v -8 r ) oder 7-10 Notensysteme (4 rote Linien, Quadratnotation) mit Textzeile. Textura und Notula (l v -8 r ) von verschiedenen Händen, darunter l v -8 r Hand des Dietricus (s. 8 r ); 39 v und 40 r Nachträge von 2 Händen des 15. Jh's. Übliche Rubrizierung. Rote Lombarden, 9 r -26 r mit blauen alternierend. V Federzeichnung: Guidonische Hand; 5 r -7 r graphische Darstellung der Kirchentöne. Schweinslederband (um 1500) mit den Stempeln 1 und 3 der Weissenauer Prämonstratenser ( K yriss , Gotische Einbände, Nr. 35; zu den Salemer Bänden mit Stempeln aus Weissenau vgl. E. J ammers , Die Salemer Handschriftensammlung, in: Bibliotheca docet. Festgabe für Carl Wehmer, Amsterdam 1963, S. 53). 1973 Rücken und Schließe erneuert, Einbandmakulatur herausgelöst: 2 Streifen einer Urkunde, ausgestellt durch Johannes Hug, praepositus ecclesie Sancti Johannis Constanciensis, Judex et conservator iurium privilegiorum [ordinis] Cisterciensis mit Datum 149 ..., Abt und Konvent des Klosters Salem betreffend (ähnliche Urkunde von Johannes Hug: Codex diplomaticus Salemitanus 3, Karlsruhe 1895, Nr. 1414). Herkunft: Aus einem Zisterzienserkloster (vgl. 9 r -20 r ). Formular zum 1318 im Orden eingeführten Fronleichnamsfest im Prozessionsteil als Nachtrag, in den südwestdeutschen Raum weisend (vgl. Quellenangaben bei AH 24 Nr. 6). Für Provenienz aus Salem spricht der Einband (s.o.). Auf dem Vorderspiegel lückenhafte Inhaltsangabe zum Prozessionale (15./16. Jh.), darunter Vermerk des Kaufs durch Ph.J. Steyrer am 20. November 1780. Die Hs. wird erwähnt in einem Brief Martin Gerberts an Abt Steyrer vom 8. Dez. 1780 (vgl. Korrespondenz des Fürstabtes Martin II. Gerbert von St. Blasien, bearb. von G. P feilschifter , Bd. 2, Karlsruhe 1934, S. 542f). Literatur: E hrensberger , S. 67 Nr. 5; E ttlinger , S. 632; F erdinand , S. 44-46; MGG 13, Sp. 322; H. M üller , Eine Abhandlung über Mensuralmusik in der Karlsruher Handschrift St. Peter pergamen. 29 a, Leipzig 1886; H. R iemann , Geschichte der Musiktheorie, Leipzig 1898, S. 166, 72 ST. PETER PERG. 29 a 175 f und 179; RISM B IV/1, S. 86 mit weiterer Lit.; G. Zeggert , Theoger, St. Georgen i. Schwarzwald 1954, S.52ff. V Guidonische Hand (Federzeichnung). F-7 r THEOGER VON METZ, MUSIKTRAKTAT. Pythagoras philosophus primus apud Grecos ... (PL 163, 778—792 = M. Gerbert, Scriptores ecclesiastici de musica 2, St. Blasien 1784, S. 182-196, mit Benutzung dieser Hs.). 7 v -8 ra >REGULE SUPER DISCANTUMc. Ad discendam artem discantandi ..., abgedruckt bei Müller (s.o.), S. 5—7; (8 r ) Qui me scribebat Dietricus nomen habebat. 8 rb —8 V ORGANUM. Alleluia, Veni sancte Spiritus, zweistimmig, transkribiert bei Müller, S. 19—20 (vgl. RISM B IV /1, S. 86 mit weiterer Lit.). 9 r -38 r PROZESSIONALE. KYRIALE. 9 r —20 r Prozessionale, zisterziensisch, s. Weinmann, S. 15 f. >In purificacione s. Marie virginis quando cerei dividuntur<, (ll v ) >Quando dividuntur rami palmarum<, (16 r ) >In ascensione Domini<, (18 r ) >In assumptione s. Marie <. 20 r -26 r Kyriale, 3 Meßzyklen. Bemerkenswert: (20 v —22 r ) Gloria mit marianischem Tropus Spiritus et alme, s. K. Rönnau , Die Tropen zum Gloria in excelsis Deo, Wiesbaden 1967, S. 72 Anm. 3. Zum Ganzen vgl. Ferdinand , S. 45. 26 v -29 r Antiphonen. (26 v —27 r ) Alleluia, Felix es sacra virgo ; (28 rv ) lobannes maior bo- mine ; (28 v —29 r ) O gloriosa mater Christi. 29 v —35 r In cena Domini ad mandatum, Dominus Jesus postquam cenavit... 35 r -37 r >In die corporis et sanguinis Christi<. Invitati festinemus ..., Teile von AH 24 Nr. 6. 37 v -38 r Zwei Kyrie, zweistimmig, s. RISM B IV/1, S. 86; Sanctus, s. Ferdinand, S. 174 f. 38 v -39 v DE MODIS. Ter terni sunt modi ..., Traktat über die Intervalle in musikalischer Form (notiert), ed. E. de Coussemaker , Script, de musica medii aevi 3, Paris 1869, S. 425 f (vgl. auch MGG 9, Sp. 407). 39 v -40 r Marianische Antiphon Sub tuum praesidium und Responsorium Hesbert, Nr. 7510 (Nachträge, 15. Jh.). 73 st. peter perg. 30 St. Peter perg. 30 Rituale Cisterciense 78 + 2 (Pap.) Bl. ■ 20,5 X 15 • Zisterziensisch • Salem (für Heiligkreuztal) • 1475 Lagen: (V + l) 10 , IV 18 , V 28 , IV 36 , (II + 4) 44 , (IV + l) 53 , V 63 , (III + 2) 7 \ (III + l) 78 ; 79-80 Pap., kleineres Format (17 x 10). Erstes Bl. nicht gezählt. Teilweise Reklamanten. Foliierung vom Schreiber I-LXXVI (= 1-76). Schriftraum 14 x 10. 16-17 Zeilen. Textura von der Hand des Konrad Fladenschröt (s.u.). Übliche Rubrizierung. Rote Lombarden, schwarze Cadellen, mehrfach Quadratnotation auf vier roten Linen. 76 v —78 r 2 Nachtragshände des 15. Jh's; 79 r —80 r Nachtragshand des 16. Jh's. Brauner Lederband der Zeit mit diagonalen Streicheisenlinien und stark beriebe- nen Einzelstempeln, äußerer Falz vorne und hinten im 16. Jh. mit je einem Lederstreifen verstärkt (2 Rollenstempel, nicht bei Haebler ); 1972 Rücken erneuert, zwei neue Schließen angebracht. Herkunft: 76 r >Explicit feliciter Liber qui intitulatur obsequiale, scriptum et completum a fratre Cunrado Fladenschröt, monacho et sacerdote ac professo in Salem, per procuracionem vero religiöse, devote ac honeste sororis Ursula Bössin in Valle Sancte Crucis habitu decorate. Anno gracie M°.CCCC°.LXX quinto, in die sancte Barbare virginis et martiris< (Abb. 15). Zum Schreiber s. B.M. von Scarpatetti , Katalog der datierten Handschriften der Schweiz 2 (Textbd.), Dietikon- Zürich 1983, S. 218 sowie ZGO 53 (1899) 371 (Totenbuch von Salem, zum 27.7.: obiit C. Fladenschrot, cantor, 1477 ) und 72 (1918) 22. Zu Ursula Bössin s. Urkundenbuch d. Klosters Heiligkreuztal 2, Stuttgart 1913, S. 511. Nach Vermerk auf dem Vorderspiegel 1781 von Abt Steyrer erworben. Literatur: Ehrensberger, S. 71 Nr. 6; Längin , Nr. 142; Ettlinger, S. 635; Franz , Benediktionen 1, S.XXVI; Knaus, S.251. V- 76 r RITUALE. V- 5 V Profeßritus. > [I \ncipit ordo ad benedicendas moniales<, (3 V ) > Benedictio cuculle<, alles wie Dijon, Bibliotheque municipale, Ms. 114 (zisterziensischer Normcodex), 149 rab ; (4 r ) >Ad velum<, s. PRG XX, 16, am Schluß Hymnus AH 50 Nr. 144. 5 v -9 r Oblationsritus. >Quomodo pueri suscipiantur ad ordinem ...<, mit Antiphon Hesbert , Nr.5327; (6 r ) >... Interim pater vel mater pueri dicantc Ich Opfer min kind und min gut ... mit Oration von Arx , Nr. 238; (6 V ) > Benedictio super vestes<\ >Tunc puer offert annulum<, mit Responsorien Hesbert , Nr. 6102 und 6992 (nur teilweise); (7 r ) >Postea abscidantur capilli<, Resp. Hesbert , Nr. 7524; (7 V ) > Et dum canitur exua- tur seculari habitu ...<, s. Hürlimann , Nr. 122—123, (8 r ) Deus castorum corporum ..., PRG XX, 15 (S. 42 Z. 19—20, S. 43 Z. 10—20 und 23—32); (8 V ) > Finita hac (9 r ) oratione erigatur puer et ducatur ad conventum<, Antiphon Hesbert , Nr. 1886 und Oration Sancte Spiritus, qui es lux vera ... 74 st. peter perg. 30 st. peter perg. 31 9 V —47 v Kranken- und Totenordo. >Ordo ad inungendum infirmum<, wie Dijon, Bibl. mun., Ms. 114, 149 rb ~ va ; (14 v ) >Quando infirmus morti penitus appropinquaverit ...< mit zisterziensischer Allerheiligenlitanei (15 r —17 r ), wie Dijon 114, 149 vab ; (17 r ) >Egressa anima incipiat cantrixc (17 v ) Subvenite wie Dijon 114, I49 vb_vc ; (23 r ) >Et ante- quam efferatur ad sepulchrum ...<, wie Dijon 114, 149 vc — 150 va ; (44 v ) >Quando sorores exeunt obviam alicui defuncto seculari<, wie Dijon 114, 150 va ; > In extremis absolutio monachorum et monialium ordinis< mit >Letania ordinis< (45 v —47 r ). 47 v —53 v Benediktionen. > Benedictio cereorum in purificacione Virginis <, wie im Missaledruck von 1487 ( Hain 11279); (48 r ) > Benedictio super amorem Jobannis<, s. Franz, Benediktionen 1, S. 316, Anm. 3, und S. 318, Anm. 1; (49 v ) >Benedictio in capite ieiunii super cineres<, (50 r ) >Benedictio super ramos palmarum<-, (51 v ) >Benedictio ignis in sabbato sancto Pasche<, alle drei wie im gedruckten Missale von 1487 (s.o.); (52 r ) >Be- nedictio agni paschalis<, s. Franz , Benediktionen 1, S.585 Nr.3; (52 v ) >Benedictio ovorum<, >Benedictio casei<, beide ebd., S.592; (53 r ) >Benedictio laganorum<, ebd., S. 268 Nr. 2; > Benedictio herbarum<. 54 r -76 r Totenoffizium, wie Dijon, Bibl. mun., 114, 150 va —151 ra ; (76 r ) Schreibereintrag (s.o. Herkunft). 76 v -80 v NACHTRÄGE ZUM PROFESSRITUS: >Diß ist wie man den noviczi die kut- ten zu der profeß anlegen sol<. So man das Ewangeli anfauchet ze lese Mundart: schwäbisch, (15. Jh. 2 ); (79 v ) Do die novizin den zedell gesungen und das crütz daran gemacht hat ... (17. Jh.). — 78 v und 80 v leer. St. Peter perg. 31 Dominikanisches Ordinarium, deutsch 160 Bl. • 26 X 17,5 • Dominikanerinnen • Weiler bei Esslingen (?) • 15. Jh. Lagen: Quaternionen; Kustoden zu Beginn jeder Lage; Reklamanten. Erstes Bl. (leer) nicht foliiert; alte Folierung I-CXX (= 1-120). Schriftraum 19 X 11,5. 29 Zeilen, ab Bl. 128 33-35 Zeilen. Bastarda von mehreren Händen; Hand 1: 2 r —80 r , Hand 2: 80 r —109 v , Hand 3: 109 v —124 v , Hand 4: 128 r -159 r . Übliche Rubrizierung. Schweinslederband der Esslinger (?) Werkstätte K yriss , Gotische Einbände, Nr. 134 (bezeugt 1472-1498) mit den Stempeln 1 -4 und 6-11; Einbandmakulatur: Fragmente eines Psalteriums des 13. Jh's; Spiegel: Pap. mit Wz. T schudin , S. 120 Nr. 63 (Basel); der hintere Spiegel 1982 abgelöst, auf der Rückseite (jetzt nach vorne gewendet) unfertiger Entwurf eines Mandates des Rector universitatis studii Friburgensis, die Konvokation der Universitätsangehörigen zur Messe von Allerheiligen betreffend (vgl. FDA 23 [1893] 69 f); Lesezeichen: 6 Stoffbänder an Holzstäbchen; 1982 zwei neue Langriemenschließen angebracht. 75 st. peter perg. 31 Herkunft: Aus einem schwäbischen Dominikanerinnenkloster (vgl. Mundart). Grundstock der Hs. (Bl. 1-127) in der ersten Hälfte des 15. Jh's geschrieben (vgl. Stand des Proprium de Sanctis), wenig später ergänzt (Bl. 128-159). Die Straßburger Heiligen im Proprium de Sanctis und das Fest der Translatio S. Marci (61 r und 104 v ) deuten auf Provenienz der Hs. bzw. ihrer Vorlage aus einem nach den Constitutiones sororum de s. Marco in Argentina lebenden Kloster (dazu M. B arth , Die Rolle des Dominikanerinnenklosters St. Marx zu Straßburg in der Frühgeschichte des Ordens 1225-1242, in: Archiv f. elsäss. Kirchengesch. 7 (1932) 101-112, bes. S. 108 f zu Kirchheim und Sirnau bei Eßlingen). Auf dem vorderen Spiegel von einer Hand des 15. Jh's der Eintrag Diß buoch gehert gen Wiler in das froiven closter (Weiler bei Eßlingen, s. W ilms , S. 40 f) sowie der Kaufvermerk Ph.J. Steyrers von 1781. Mundart: schwäbisch mit oberrheinischem Einschlag. Literatur: E hrensberger , S. 65 Nr. 5; E ttlinger , S. 625. l r —159 v DOMINIKANISCHES ORDINARIUM. Deutsche Ubersetzung des Textes von Humbertus de Romanis (Druck: Guerrini). l r —85 r Offizium. (l r -4 r ) Wenne sich die schwestren samenen sullent in dem kor allgemeine Rubriken = Guerrini , Nr. 1—11; (4 r -56 r ) Die Zukunft unsers berren daz ist der advent Proprium de tempore = Guerrini , Nr. 12—251; (56 r -79 v ) >De Sanctis ...<. An sant Andres abend ze vesper ... = Guerrini , Nr. 307—453, ergänzt durch die später in den Ordenskalender aufgenommenen Heiligenfeste, als spätestes das Fest Visita- tio Mariae (1401 eingeführt, s. Leroquais , Breviaires I, S. C— CI) außerdem Translatio S. Marci (61 r ), Alban (67 r ), Ulrich (69 v ), Arbogast (70 r ), Gallus (76 r ), Florentius (78 r ); (79 v —85 r ) Commune Sanctorum = Guerrini , Nr. 454—472. 85 r -119 r Messe. (85 r -102 v ) >Adventus Domini<. Die erste dominica in dem advent..., Proprium de tempore = Guerrini , Nr. 572-646 und 665—724, zusätzlich Fronleichnam (99 rv ); (102 v -115 r ) >De Sanctis< = Guerrini , Nr. 725-872, Zusätze wie 56 r -79 v , außerdem Barbara (103 r , 1423 in den Ordenskalender aufgenommen), bemerkenswert: (104 v ) in translacione sancti Marci mit Alleluiavers O patrone (115 r — 116 r ) >Com- mune Sanctorum< = Guerrini , Nr. 873-878; (1 16 r — 1 17 v ) Votivmessen = Guerrini, Nr.879-901; ( 1 17 v — 1 18 r ) Totenmessen = Guerrini , Nr.902-906; ( 1 18 rv > Von unser frowen< = Guerrini , Nr. 907; (118 v —119 r ) > Von dem diener ze alter merck diß lere<, aus dem Missale minorum altarium des Prototyps, s. Guerrini, S. 248 Nr. 121-126. 119 r —120 v Leseordnung für die Matutin im August und September. > Wie man lesen sol in dem monat augusto< (vgl. Guerrini , Nr. 209, 213, 214). 120 v —121 r Kapiteloffizium im Triduum Sacrum. Es ist ze wissen das an dem grünen dunrstäge zu dem preciosa ... (nichts Entsprechendes im Ordinarium des Prototyps). 12l r -124 r Register zu l r -121 r . - 125-127 leer. 76 st. peter perg. 31 • st. peter perg. 31a 128 r — 140 v Weitere Rubriken zum Stundengebet. (128 r — 137 r ) >Von den hocbziten in der gemainde<. An welchem tage ain hochgezit... = Guerrini , Nr.252—305; (137™) > wie und was ze suchende ist in dem communi< = Guerrini , Nr. 306; (137 v —140 r ) > von den seien < = Guerrini ; Nr. 473—480; (140 rv ) >wenn man salve regina singen sol unser frowe<, Guerrini , Nr. 481. 140 v -145 v Verschiedenes. (140 v —141 v ) >wie man discipline sol niemen< = Guerrini, Nr.482; (141 v -142 r ) >wie man ain kint anlegen sol< = Guerrini , Nr.486; (142 rv ) >wie man betten sol über die Cappitelbrudere< = Guerrini , Nr. 490; (142 rv -143 v ) >von den preciosa< = Guerrini , Nr. 504-508; (143 v -145 r ) >von dem disch segen < = Guerrini , Nr. 509-513. 145 r —159 v Rubriken zur Meßfeier. (145 r —150 v ) Durch den ganczen advent und von der Epiphanie octav ... = Guerrini , Nr.514—528, 530-534, 552—556, 569—571, 557—567; (150 v —159 v ) An dem grünen durnstag so sol man kain ander messe haben ... Triduum Sacrum = Guerrini , Nr. 647-664. St. Peter perg. 31a Rituale 85 Bl. • 16 X 11 • Dominikanerinnen • Bamberg, Heiliggrabkloster • 15. Jh. 2 Lagen: (III + l) 7 , 9 IV 79 , III 85 ; Reklamanten, teilweise weggeschnitten. Schriftraum 10,5 X 7,5. 16 Zeilen. Textura von einer Hand. Bl. 1 und hinterer Spiegel: 2 Nachtragshände, 15./16. Jh. Übliche Rubrizierung. Rote und blaue Lombarden. 2 r 4zeilige Deckfarbeninitiale W, rollwerkartiger Buchstabenkörper, weinrot, weiß gehöht, vor blauem Grund. 33 v —41 v Quadratnotation auf 4 roten Linien. Brauner Lederband der Zeit, Stempel 1 und 3 der Werkstätte Kyriss , Gotische Einbände, Nr. 120 (Nürnberg) sowie Rolle ähnlich Schunke , Bogenfries, Nr. 20-21 a; von der alten Schließe nur noch die Halterung vorhanden. Einband in jüngerer Zeit unter Verwendung des alten Materials restauriert. Herkunft: Auf das Bamberger Dominikanerinnenkloster Zum Hl. Grab weisen Litanei und Besitzvermerk auf dem Vorderspiegel: Swester Maria Rosa Knoblachin zu Bamberg in dem kloster (16./17. Jh.), dieser Name von der gleichen Hand auch V. Literatur: Ehrensberger, S. 71 Nr. 7; Ettlinger, S. 639; Borst, S. 84 Anm. 246d. l rv Nachtrag: [I]« principio erat verbum ... (Io 1,1—14). 2 r -85 r RITUALE. Lateinischer Text, deutsche Rubriken. 2 r —7 r Krankenritus. > Wenn ein siehe svester die heiligen communion enpfahen sol ...<; (3 r ) > Wenn ein svester die heiligen Ölung enpfahen sol ...<. 77 st. peter perg. 31a • st. peter perg. 32 T— 55 v Sterbe- und Begräbnisritus. > Wenn die svester die taveln boren ...<; (7 r -ll v ) Allerheiligenlitanei, dominikanisch, darin: Dominice, Tboma, Vincenti, lodoce (Hochaltarpatron des Klosters, s. D einhardt , Nr. 59) ... Heinrice, Ludowice, Otto (s. B orst, a.a.O.) ... Kunegundis-, (ll v ) >Aber wenn die svester gestirbt von stund endt man die psalm ... und sol das comendacio geschehen ...<; (37 r ) >In disem pucb ist nach einander gesetzt, was man singen und lesen sol zu dem ampt der begrebtnus ...<. 56 r -77 r Bußpsalmen mit Litanei, diese wie 7 r -ll v . 77 r -84 v >Die XV grad psalm <. Ps 119—133. 84 v —85 r > An den aschermitwochen und hohen donerstag über die VII psalm <. 2 r , 3 r , 4 r , 33 v , 42 r , 55 v jeweils von der Haupthand am unteren Blattrand hinzugefügte deutsche Rubriken zur Prozessionsordnung. NACHTRÄGE: Auf dem hinteren Spiegel deutsche Rubrik zum Begräbnisritus; auf eingelegtem kleinen Papierblatt Oration mit Nennung von Ordensheiligen und -seligen (16. Jh.). St. Peter perg. 32 Brevier 487 Bl. • 23 X 16 • Dominikanerinnen • Straßburg, St. Nicolaus in Undis • 15. Jh., 2. Viertel Lagen: II 5 , 5 VI 66 , (V + l) 77 , 3 V 107 , (IV + l) 116 , 3 V 146 , (V + l) 157 , 33 V 487 ; 152a kleines «ingeheftetes Bl.; Reklamanten. Schriftraum 15 X 11. 2 Spalten, 26 Zeilen. Textura von einer Hand; 483 vb —487 r Nachtragshand. Übliche Rubrizierung. Rote und blaue Lombarden. Mehrfach schlichte Filigraninitialen: rot-blau abgesetzter Buchstabenkörper vor rot-violettem Fleuronnee- grund. Roter Lederband mit 2 Langriemenschließen; 1973 restauriert unter teilweiser Verwendung der alten Deckelbezüge und Spiegel. Herkunft: Dominikanische Hs. aus Straßburg, im 2. Viertel des 15. Jh's entstanden (vgl. Kalenda- rium und Sanctorale). Auf St. Nicolaus in Undis weisen die Prosa zum Nikolausfest, das Reimoffi- zium für Matthäus (alter Klosterpatron) sowie die Offizien für die Translationsfeste von Nikolaus und Elisabeth (Patronin des 1392 verbrannten Nachbarklosters, dessen Konvent in St. Nicolaus Aufnahme fand). Nach Kaufvermerk auf dem Vorderspiegel von Abt Steyrer 1781 erworben. l r von einer Hand des 18. Jh's: Breviarium Praedicatorum sec. 15. Literatur: Ehrensberger , S. 28 Nr. 25; Ettlinger , S. 636. 78 ST. PETER PERG. 32 l r -6 v KALENDARIUM, dominikanisch, mit den im 13.-15. Jh. in den Ordenskalender aufgenommenen Festen (s. Leroquais , Breviaires 1, S. C-CI) einschließlich Barbara (4.12., 1423 eingeführt). Außerdem die Zusätze: Kunegundis (3.3.), Gerdrudis (17.3.), Udalrici (4.7.), Arbogasti (21.7., rubriziert), Leonhardi (6.9.), Florencii (7.9.), Conradi (26.9.), Galli (16.10.), Attale (3.12) sowie das offiziell erst 1491 in den Ordenskalender aufgenommene Fest Conceptio beate Marie (8.12.). Nachträge von anderer Hand: Vin- cencii (5.4., 1456 kanonisiert), Joseph nutritus{\) Domini (22.3.), Transfiguracio Domini (6.8., 1457 eingeführt), Wenzeslai (28.9., 1298 eingeführt), Romani (10.8.), Aurelie (15.10.). 7 r -78 vb PSALTERIUM FERIATUM. Beatus vir ...; (69 va -74 ra ) Laudes-Cantica; (74 ra - 75 va ) Magnificat, Benedictus, Nunc dimittis, Quicumque; (75 va —77 vb ) Litanei mit Preces, dominikanisch, am Schluß: Ottilia, Ursula cum sodalibus tuis ; (77 vb —78 vb ) Quicumque. 78 vb —80 rb RUBRIKEN. >De quo officium sit agendum<, s. Guerrini Nr. 2—3, 5—6, 8-9, 11-13. 80 rb -283 va PROPRIUM DE TEMPORE. > Dominica prima in adventu Domini ad vespe- ras<, (98 rb ) >ln vigilia natalis<, (144 ra ) > In capite ieiunii<, (178 ra ) >feria quinta in cena Domini<, (184 va ) >In sabbato sancto pasche<, (206 rb ) > In vigilia ascensionis<, (213 rb ) >Sabbato vigiliae penthecostes<, (220 ra ) > De sancta Trinitate<, (223 vb ) >In festo corporis Christi<, (152a) eingefügtes kleines Bl., von späterer Hand: >De corpore Christi antiphona<, am Schluß: >Orate [pro] scriptrice<. 283 va -288 va KIRCHWEIHE. >De officio dedicacionis<, s. Guerrini , Nr. 246-257; (284 ra ) >In dedicacione ecclesie et in anniversario eiusdem<. 288 va -293 va RUBRIKEN. > De festis in communi<, s. Guerrini , Nr. 252-274, 276, 283-289, 295-306. 293 va -468 vb PROPRIUM DE SANCTIS. >In vigilia sancti Andree apostoli ...<. Prosen: (299 ra ) Nikolaus, Chevalier , Nr. 19244; (338 va ) Purificatio B.M.V., Cevalier, Nr. 9093. Reimoffizien: (302 va -305 va ) Mariae Empfängnis, AH 24 Nr. 24; (306 vb ) Apostel Thomas, Magnificat-Antiphon aus AH 28 Nr. 81; (331 va —335 ra ) Translatio Thomae de Aquino, AH 5 Nr. 85; (344 ra -347 rb ) Thomas von Aquin, AH Nr. 84; (354 vb -356 rb ) Petrus Martyr, AH 28 Nr. 48; (356 ra -358 va ) Translatio Elisabeth, AH 25 Nr. 90; (360 ra -361 vb ) Corona Domini, AH 5 Nr. 11; (362 vb -364 rb ) Translatio Nicolai, AH 45 a Nr. 65 (nur diese Hs. genannt!); (365 va -366 va ) Translatio Dominici, AH 25 Nr. 86; (383 vb -387 va ) Mariae Heimsuchung, AH 24 Nr. 30; (403 rb -406 va ) Dominicus, AH 25 Nr. 85; (431 ra -434 ra ) Matthaeus, AH 45a Nr. 63 (nur diese Hs. genannt!); (445 va - 79 ST. PETER PERG. 32 ST. PETER PERG. 33 448 vb ) 11000 Jungfrauen, Chevalier , Nr. 7570; (460 ra -463 va ) Elisabeth, AH 25 Nr. 90 (teilweise abweichend); (466 vb —468 va ) Katharina, AH 26 Nr. 69. Bemerkenswert: (448 vb -449 va ) 3 Lektionen zu Wendelinus aus BHL 8845, mit längerem Einschub (nach A. Selzer , St. Wendelin, Mödling 1962, S. 204 sind Brevierlektionen für Wendelin erst nach 1700 nachweisbar!); (455 va —456 va ) 9 Lektionen zu Florentius aus BHL 3045. 468 vb -481 va COMMUNE SANCTORUM. >In festis apostolorum< ; (478 vb -479 rb ) >Quomodo faciende sunt memorie<, s. Guerrini , Nr. 461-463; (479 rb —481 va ) >De officio beate Virginis<, s. Guerrini , Nr. 464—467 u. 472. 481 va -482 rb Rubriken zum Totenoffizium. Sciendum quod pro defunctis ..., s. Guerrini , Nr. 477-480. 482 rb - va > Ordo completorii<. 482 va -483 ra Kapiteloffizium. Preciosa est in conspectu domini ..., s. Guerrini, Nr. 504-506. 483 ra -483 va Benediktionen zu den Lektionen der Matutin. >In primo nocturno benedic- tio <. 483 vab Orationen für Dorothea und Wendelin. 483 vb —487 ra Nachträge: (483 vb —485 va ) >Historia de sancta Dorothea<, 9 Lektionen aus BHL 2323; (485 va —487 ra ) >In festo presentacionis beate Marie<. Concepit ergo Anna el peperit filiam ..., 6 Lektionen. — 487 rb-vb leer. St. Peter perg. 33 Medizinische Sammelhandschrift 141 Bl. ■ 30 x 21,5 • Italien (Bologna?) • 14. Jh. 1 Lagen: 2 IV 16 , 5 V 66 , 2 IV 82 , I 84 , 5 V 134 , (IV-1) 141 . Bl. 1-16 vermutlich ursprünglich nicht mit dem folgenden Teil der Hs. vereinigt. Reklamanten (gleichzeitig) und Kustoden. Schriftraum 24 x 16,5 (bis 16 v 23 x 14). 2 Spalten, 60—68 Zeilen. Notula von mehreren Händen, bis 16" am Rand zahlreiche den Inhalt kennzeichnende Stichwörter (Hand des Schreibers). Rote und blaue Lombarden und Paragraphenzeichen, 17 r , 18 r und 85 r rot-blaue Fleuronneeinitialen mit Perlenstab. Vermutlich gleichzeitiger heller Lederband, vorn und hinten je fünf Buckel, hinten einer fehlend. Kette oben am Hinterdeckel nicht mehr vorhanden. Auf dem Vorderdeckel unter Hornplättchen 80 st. peter perg. 33 Titelschildchen Medicinale Wilhelmi (15./16. Jh.), gerahmt von schmalen Streifen aus Messingblech. Bei der Restaurierung im Jahre 1973 alte Spiegel herausgelöst und durch Pap.-Spiegel ersetzt, Rücken und Schließenriemen erneuert. Herkunft: Die Hs. wurde vermutlich in Bologna geschrieben und auch dort gebunden. Die ehem. Spiegel übersät mit Federproben, Schriftzügen, Notizen vom Anfang des 14. Jh's, offenbar aus einer Bologneser Notariatskanzlei. Auf dem Vorderspiegel u.a. Entwurf eines Notariatsinstruments des Notars Guascone Nardi, einen Bologneser Ratsbeschluß vom 22. Dez. 1300 betreffend. In den Notizen auf den Hinterspiegeln werden u.a. genannt: Olivetus Blaxii, Nicholaus de Manellis, Rolandus de Malpiglis, Niger de Querziis, Philippus de Pretis, Bernardus de Pigno, Guelfus de Cavalcantibus, Antonius de Sanctis. Auf Vorderspiegel Quittungsvermerk: Item recepi Philippus de Laybaco (Laibach) IIII libras Bononiensium a domino Herntanno de Prusya, quas michi mutuavit. V (getilgt) u. auf dem Hinterspiegel Besitzeintrag: primus magister Johannes de Sassonia (vgl. Schuba, S. 139). l r stark verblaßte Besitz- bzw. Kaufeinträge von einer Hand: Item dominus Henricus Wydensis hunc librum in medicina ... Item dominus Fredericus de Eckeste[ dt], conven- tualis ad fratres minores Erffordiae, habet libros Avicenne, quos a me accepit in die s. Agnetis ... anno domini M°CCC 00 LII°. 2 r unten: Johann Born (alles Einträge des 14. Jh's). Abt Steyrer erwarb die Hs. 1781. Literatur: Längin , Nr. 176; Ettlinger, S. 639. 3 ra -4 vb , 9 ra -16 vb , 5 ra -8 vb , r b -2 vb EXPOSITIO ANTIDOTARII NICOLAI. Secundum quod wlt Avicenna primo canone: practica dividitur in conservativam sanitatis ... — contra habundantiam flegmatis in membris pectoralibus inviscati. Expliciunt glose super Antidotarium Nicolai etc. Thorndike-Kibre , Sp. 1422,5; 1423 ,1 (Verf.: Johannes de Sancto Amando); 1423,2. Vgl. Schuba, S. 80f. 17 ra -82 rb , 85 ra -141 rb GUILELMUS DE SALICETO PLACENTINUS, PRACTICA SIVE SUMMA CONSERVATIONIS SANITATIS. >In nomine domini nostri Ihesu Christi ... Uber magni Guilhelmi medici placentini de Saliceto in scientia medicine et specialiter in operativa incipit ...<. (Praef.:) Eorum autem que fiunt et possunt sciri et babent causas determinatas ... (Thorndike-Kibre , Sp. 499,13). In hoc omnes sapientes conveniunt... (Thorndike-Kibre , Sp. 679,6). (17 vb -82 rb ) Liber I. Capitulatio ... (18 va Text:) Determi- nare alquid de eo, quod pertinet ad pregnationem ... (Thorndike-Kibre , Sp. 405,3). (82 rb ) Schreiberverse: Wattenbach , S. 509, Anm. 2; Walther , Proverbia, Nr. 30085 und Penna die sabbati me complevit Nicholai. (85 ra -108 rb ) Liber II: De febribus. (Capitulatio, Text:) Febris est calor naturalis alteratus in corde ... (Thorndike-Kibre , Sp. 552,2). (108 rb ) Schreiberverse: Wattenbach , S. 499, Anm. 4 u. 507 Anm. 9. (108 rb -115 vb ) Liber 111,1: De decoratione. (Capitulatio), (108 va Text:) Furfures sunt quedam superfluitates ... (Thorndike-Kibre , Sp. 574,3). (115 vb —121 vb ) Liber 111,2: De venenis ... et diversis generibus serpentium. (Capitulatio), (116 ra Text:) De venenis quedam sunt, que dantur occulte ... (Thorndike-Kibre , Sp. 394,8). (121 vb —13l va ) Liber IV, 1; Antidotarius. (Capitulatio, Text:) Condiciones et cause, que inducunt medicos ad invencionem medicina- 81 ST. PETER PERG. 33 • ST. PETER PERG. 34 rum compositarum sunt VII ... (13l va —141 rb ) Liber IV,2: De simplicibus. Secunda pars istius libri quarti, que est de medicitiis simplicibus ... — que est in ipso et bonum sto- macbo et epati. Explicit liber quartus et ultimus practice magistri Guillelmi de Placentia, quem deus benedicat, amen. Drucke s. Schuba, S. 368. NACHTRÄGE (14./15. Jh.): l r REZEPT, lateinisch-italienisch. 2 fragm. Rezepte oben auf dem ehem. Hinterspiegel. 82 rb MEDIZINISCHE REZEPTE: Pulveres, Syrupi, Electuaria, u.a. pro pectore, pro stomacho, pro corpore consumpto, ad educendos humores crassos ..., Electuarium ka- tholicon, id est: universale valet ad omnes etates et omnes egritudines ... 82 v -83 r GLOSSARIUM BOTANICUM, lateinisch-niederdeutsch. Absinthium-wermod, abrotbanum-everrute, acus-gundrave ... — xilo aloes etc., xia-erecrud. Gedruckt nach dieser Hs. bei Mone , Anzeiger 4 (1835) 239-250 (fehlerhaft); vgl. auch H.-F. Rosenfeld , Zum mittelniederdeutschen Pflanzenglossar Trevirense III, in: ZfdA 102 (1973) 134-146, hier bes. S. 138-146 (mit Teilabdruck dieser Hs.). 83 r oben u. auf dem ehem. Hinterspiegel ASTROLOGISCH-MEDIZINISCHE VERSE. 83 rb _84 vb JOHANNES DE PARMA, PRACTICELLA SIVE DE MEDICINIS SIMPLICIBUS EX DICTIS MESUE. Quoniam quidam de melioribus amicis, quos habere videor ... — et iuvatur a contrariis. Explicit practica magistri Johannis de Parma. Thorndike- Kibre , Sp. 1295, 10. Druck: M.A.Mehner , Johannes von Parma und seine Practicella, med. Diss. Leipzig 1918, S. 14-21. 141 va b REGIMEN MENSIUM. In ianuario de optimo vino bibe ieiunus ... — utere cibariis piperatis, muscatam comede. Thorndike-Kibre , Sp. 683,10. Am Seitenrand für jeden^Monat ein medizinischer Merkvers: Escas per ianum calidas est sumere sanum ..., vgl. Walther , Proverbia, Nr. 7210. St. Peter perg. 34 Diurnale, pars aestivalis 256 Bl. • 17,3 X 12,5 • Dominikanerinnen • Nürnberg, St. Katharina • 1516 Lagen: III 6 , 25 V 256 ; Reklamanten ab 16 v , teilweise abgeschnitten. Schriftraum 12 x 8. 20 Zeilen. Textura von einer Hand (Johannes Tretter); übliche Rubrizierung; rote und blaue Lombarden. 7 r Zierseite von sehr guter Qualität: Deckfarben-Initiale A, mit Gold gehöhter ockerfarbener Buchstabenkörper auf grauem Grund; Bordüre um den ganzen Schriftspiegel in niederländischem Stil ausgeführt: naturalistisch gemalte Streublumen mit Schlagschatten auf blassem Goldgrund, unten 82 st. peter perg. 34 spielende Kinder, rechts Jagdszene (s. Abb. 13). Dunkelbrauner Lederband der Zeit; Aufteilung des Mittelfeldes wie bei einer Gruppe von Einbänden der Nürnberger Augustiner aus der Zeit von 1488—1525. „Die Mitte des Rechtecks wird durch einen Kreis hervorgehoben, der aus Streicheisenlinien und meist kleinen Stempeln gebildet ist. Die vier Ecken umschließt ein gleichartiger Viertelkreis" (Kyriss , Nürnberger Klostereinbände, S. 55); außerdem Stempel Nr. 5 der Werkstätte Kyriss, Gotische Einbände, Nr. 5 (Nürnberger Augustiner, 1501-1526) und ebenfalls bei den Nürnberger Augustinern nachweisliche Rolle Nr. 94 von Heilsbronn, 3. Werkstätte (s. Kyriss , Erlangen, S. 19 und Tafel 13 sowie Kyriss , Nürnberger Klostereinbände, S. 54f). 2 Langriemenschließen, teilweise erneuert (s. Abb. Nr. 29). Herkunft: 1516 von Johannes Tretter geschrieben (256 r > Johannes. Pitt got für denn Schreiber. Tretter.<, s. Einleitung, S.XXV); für das Nürberger Dominikanerinnenkloster St.Katharina bestimmt: vgl. Kalendarium, Votivoffizium (213 v -214 v ) und Kommemorationen (242 r -244 r ) sowie Einband. Auf dem Vorderspiegel alte Signatur MB 10 mit hochgestellter Zahl 3(s. Einleitung S.XXVI). Von Ph.J. Steyrer 1781 für St. Peter erworben. Literatur: Ehrensberger, S. 35 Nr. 18; Ettlinger, S. 636; Beer . Initial und Miniatur, Nr. 78 (teilweise irreführend); Borst, S. 86 Anm. 250; Grotefend II /l, S. 7-10. l r — 6 V KALENDARIUM, dominikanisch mit Nürnberger Prägung; vgl. Lagemann, S. 52—223, Sigle KI; Abweichungen: es fehlen hier Walpurgis (1.5.), Florian (4.5.) und Onuphrius (11.6.). l r , 2 r , 3 r deutsche Anweisungen zur Berechnung der beweglichen Feste. 7 r -58 v PROPRIUM DE TEMPORE. Vgl. Guerrini , Nr. 160-244. >In die sancto Pasche ad matuti nas< \ (22 r ) >ln vigilia Ascensionis<\ (26 r ) >ln vigilia Penthecostes<; (32 r ) >In festo s. Trinitatis <; (35 v ) >ln festo corporis Christi <; (40 v ) > Dominica prima post festum s. Trinitatis <. 58 v —62 v >In dedicacione sancti templi<. Vgl. Guerrini , Nr. 249. 62 v -102 v TAGESHOREN FÜR SONN- UND WERKTAGE OHNE LAUDES. Vollständiger Text mit den Psalmen in der Reihenfolge des Offiziums. 62 v -76 v Kleine Hören. (62 v ) Pater, Ave, Credo, (63 r ) >Ad primam<, (68 r ) >Ad ter- tiam<, (71 r ) > Ad sextam<, (74 r ) >Ad nonam<. 76 v —98 r Vesper, kombiniert mit dem Officium quotidianum B.M.V. > Dominica die ad vesperas psalmus< Dixit dominus (80 v ) >feria secunda<, (82 r ) >feria tertia<, (84 v ) >feria quarta<, (87 r ) >feria quinta<, (90 v ) >ad sextam< (versehentlich für feria sexta!), (94 r ) >Sabbato<. Bei den Vesperpsalmen, die auch im Officium quotidianum B.M.V. zur Verwendung kommen, sind die entsprechenden Teile desselben eingeschoben: (81 r —83 r ) Prim, (83 r -84 r ) Terz, (84 r -85 v ) Sext, (85 v -87 r ) Non, (87 r -88 v ) Komplet. 83 ST. PETER PERG. 34 98 r -102 r Komplet. > Completorium<. Iube domna benedicere ... Sorores sobrie estote ... 102" Gebete zum Beschluß der Komplet. >So man disciplin nympt< (s. Guerrini, Nr.482) >Umb ein regen< ..., >Umb ein schon wetter< ..., (102 v ) > Generalcapi- tel< (s. Guerrini , Nr. 490). 102 v -215 r PROPRIUM DE SANCTIS. Von Benedict (21.3.) bis Saturninus (29.11.). >Incipit commune (!) sanctorum<. (107 r -108 v ) Eingeschobener Commune-Teil für die Osterzeit. Folgende Reimoffizien: (103 r -107 r ) Vinzenz Ferrer, AH 5 Nr. 91, irrtümlich überschrieben mit >In festo s. Dominici< (!); (109 v —112 r ) Petrus Martyr, AH 28 Nr. 48; (118 v -121 r ) Corona Domini AH5 Nr. 11; (122 r -123 r ) Translatio Dominici, AH 25 Nr. 86; (137 r -142 v ) Mariae Heimsuchung, AH 24 Nr. 30; (149 r —152 r ) Anna, AH 25 Nr. 19; (155 r -159 v ) Dominicus, AH 25 Nr. 85; (190 v -194 r ) 11000 Jungfrauen, AH 5 Nr. 88; (202 r -206 r ) Elisabeth, AH 25 Nr. 90; (209 r -213 v ) Katharina, AH 26 Nr. 73 mit versch. Abweichungen (vgl. auch Nr. 69 und 72). Bemerkenswert: (213 v —214 v ) >feria quarta quando fit officium de sancta Katherina virgo et martyr<: Votivoffizium mit drei Lesungen und Teilen des Reimoffiziums AH 26 Nr. 69. 215 r -242 r COMMUNE SANCTORUM. >ln commune unius vel plurimorum apostolo- rum< ...; (234 r —238 r ) >De lancea et clavis domini< mit Reimoffizium AH 5 Nr. 7; (238 r -242 r ) Commune B.M.V. 242 r -244 r KOMMEMORATIONEN. > Ad vesperas memoriec (242") Maria; (242 v ) Dominikus, mit Teilen von AH 25 Nr. 85; (242 v -243 r ) Petrus Martyr, Thomas v. Aquin, Vinzenz Ferrer, Katharina v. Siena, Christi pia gratia ... mit Teilen eines Reimoffiziums; (243 rv ) Katharina, Ave virgo Katherina ... Chevalier , Nr. 2181. 244 r -246 r KAPITELOFFIZIUM. s. Guerrini , Nr. 504-508. Preciosa est in conspectu domini ..., (244 v ) > Ad novem lectiones< ..., (245 r ) >für vil seien< ..., >für ein sele< ..., (245 v ) >So man capittel helt<. 246 rv BENEDIKTIONEN ZU DEN LEKTIONEN DER MATUTIN. > Benedictiones. In primo nocturno< Benedictione perpetua ... 247 v -256 r TEILE DES OFFICIUM QUOTIDIANUM B.M.V. >De beata virgine ad matutinum<, (249 v —250 v ) 3 Lektionen, (251 v ) >Laudes<, s. Guerrini , Nr. 470. 256 r Kolophon (s.o., Herkunft). 84 ST. PETER PERG. 34 a St. Peter perg. 34 a Diurnale, pars hiemalis 237 + 13 (Pap.) Bl. • 16,5 X 12,5 • Dominikanerinnen • Nürnberg, St. Katharina • 1519 Lagen: (III — 1 ) 5 , 22 V 225 , VI 237 ; anschließend nicht gezählte Papierblätter: (VI-4), (II + 1), Wz. Piccard , Turm VI, Nr. 103, VII, Nr. 23 und VIII, Nr. 22 (Ravensburger Papier, um 1572). In der ersten Lage Textverlust. Schriftraum 12 X 7,5. 20 Zeilen. Textura von einer Hand (Johannes Tretter) im Corpus der Hs.; eine zweite Hand sowie 2 Nachtragshände des 17. Jh's im Kalenda- rium; übliche Rubrizierung; rote und blaue Lombarden. 6 r Zierseite von sehr guter Qualität: Goldene E-Initiale mit Verkündigungsszene; Bordüre gleicher Art wie in St. Peter perg. 34, am unteren Rand abgeschnitten. Heller Schweinslederband des 16. Jh's; im Mittelfeld vorne ein Plattenstempel mit kniendem David u. Unterschrift Her gehe mit deinem Knecht (nicht bei Haebler), hinten Platte mit nicht mehr erkennbarem Motiv, als Rahmen jeweils eine bei Haebler 2, S. 241 Nr. 8 an einem Nürnberger Druck von 1547 nachgewiesene Rolle; Rücken 1977 erneuert; eine von urspr. zwei Langriemenschließen erhalten. Herkunft: Aus dem Nürnberger Katharinenkloster, wie St. Peter perg. 34 (s. dort). Die Hs. wurde 1519 geschrieben (236 v > In octave ascensionis. 1519. <; vgl. auch St. Peter perg. 103) und stammt, wie ein Schriftvergleich zeigt, ebenfalls von der Hand Johann Tretters (s. Einleitung, S.XXV). Kauf durch Abt Ph. J. Steyrer 1781. Literatur: Ettlinger , S. 636; Ehrensberger , S. 35 Nr. 19. l r —5 V KALENDAR1UM. Wie in St. Peter perg. 34, hier zusätzlich: Leonhard (6.11.). Im 17. Jh. von zwei Händen überarbeitet, wohl im Zuge der Kalenderrevision von 1603 durch Malvenda. l r und 2 r deutsche Anleitungen zur Berechnung der beweglichen Feste. März und April fehlen. 6 r -88 v PROPRIUM DE TEMPORE, vgl. Guerrini , Nr. 14-159. > Dominica in adventu Do mini. Sabbato precedenti ad vesperas<\ (21 v ) >In vigilia nativitatis Domini<; (80 v ) >In cena Domini<; (86 r ) >Sabbato sancto Pascbe<. 88 v -133 r TAGESHOREN FÜR SONN- UND WERKTAGE OHNE LAUDES. Vollständiger Text mit den Psalmen in der Reihenfolge des Offiziums. 88 v -106 v Kleine Hören.,Pater, Ave, Credo, (89 r ) >Ad primam Iongam< , (98 v ) >Ad tertiam<, ( 10l r ) > Ad sextam<, (104 r ) > Ad nonam<. 106 v —128 r Vesper. > Dominica die ad vesperas. psalmus< (107 r ) Dixit dominus ..., (110 v ) >feria secunda<, (112 r ) >feria tertia<, (115 r ) >feria quarta<, (117 r ) >feria quinta<, ( 121 r ) >feria sexta<, (124 v ) >Sabbato<. Damit kombiniert wie in St. Peter 85 ST. PETER PERG. 34 a perg. 34 folgende Teile des Officium quotidianum B.M.V.: (11 l v —113 r ) Prim, (113 r —114 v ) Terz, (114 v -116 r ) Sext, (116 r —117 r ) Non, (117 r -l 18 v ) Komplet. 128 v -132 r Komplet >Ad completorium<. lube domna benedicere ... 132 r -133 r Gebete zum Beschluß der Komplet. >So man die disciplin nimpt< (s. Guerrini , Nr. 482) (132 v ) > pro pluvia< ..., >Generalcapitel< (s. Guerrini , Nr. 490). 133 r —19l v PROPRIUM DE SANCTIS. Von Quatuor Coronati (8.11.). Bis Tiburtius, Valerianus u. Maximus (14.4.). >Incipit de sanctis<. Folgende Reimoffizien: (137 r ) Oktav von Katharina, AH 18 Nr. 37; (140 v -143 v ) Mariae Empfängnis, AH 5 Nr. 13; (144 v ) Apostel Thomas, Magnificat-Antiphon aus AH 28 Nr. 81; (165 v —170 r ) Translatio Thomae, AH 5 Nr. 85; (178 v -182 v ) Thomas von Aquin, AH 5 Nr. 84; (186 r -191 v ) Vinzenz Ferrer, AH 5 Nr. 91. 191 v —216 r COMMUNE SANCTORUM. >ln communi unius vel plurimorum apostolo- rum< ..., (212 r -216 r ) Commune B.M.V. 216 r -222 r VOTIVOFFIZIEN. >feria quarta quando officium fit de beata Katherina ...< mit Teilen des Reimoffiziums AH 26 Nr. 69 sowie drei Lektionen zur Mätutin, (218 V ) >De sancto Dominico< mit Teilen des Reimoffiziums AH 25 Nr. 85 sowie drei Lektionen zur Matutin, (221 r ) >De sancta Trinitate<. 222 r -224 r KOMMEMORATIONEN. >In vesperas memoriec {222') Maria; Dominikus, mit Teilen aus AH 25 Nr. 85; (222 v ) Petrus Martyr, Thomas von Aquin, Vinzenz Ferrer, Katharina von Siena, Christi pia gratia ...; (223 r ) Katharina, Ave virgo Katherina ... Chevalier , Nr. 2181. 224 r -226 r KAPITELOFFIZIUM, (s. Guerrini , Nr. 504-508). Preciosa est in conspectu Domini ..., (224 v ) >so man IX leccen hat< ..., (225 r ) >fur vil seien< ..., >für ein sele< ... 226 r -227 r BENEDIKTIONEN ZU DEN LEKTIONEN DER MATUTIN. >Secuntur[\) benedictiones lectionum<. 227 r -236 v TEILE DES OFFICIUM QUOTIDIANUM B.M.V. >De beate virgine Maria ad matutinum<, (230 r -231 r ) 3 Lektionen, (232 r ) >Laudes<-, s. Guerrini , Nr. 470. 236 v Kolophon (s. oben). — 237™ und die anschließenden 13 Papierbl. leer. 86 st. peter perg. 35 st. peter perg. 36 St. Peter perg. 35 Prozessionale 14 Bl. • 24 X 8,5 • Zisterzienser ■ Salem (?) • 13.Jh. 2 u. 14. Jh. Brauner Lederband (13. Jh.) mit romanischen Einzelstempeln (dazu K naus und K yriss, s.u . Literatur), darunter auch Stempel 22 ( K naus ), bisher übersehen. 1972 Restaurierung: Rücken und Schließe erneuert. Herkunft: Vgl. K naus , S. 247ff; s. auch Hss. St. Peter perg. 22 b und 51—54. Kein Kaufvermerk Abt Steyrers. Literatur: E hrensberger , S. 66 Nr. 4; E ttlinger , S. 639; K naus , S. 247-252; K yriss , Vorgotische Einbände, S. 280. I Bl. 1-10. Lage: (IV + 2) 10 . Schriftraum 20 X 7. 10 Notensysteme (Quadratnotation auf 4 Linien) mit Textzeile. Textura von einer Hand; ab 4 r Notation und Rubriken von anderer Hand. 10 v Nachtragshand (13. Jh.). l v -10 r PROZESSIONALE, zisterziensisch (s. Weinmann, S. 15f). >In purificacione<; (4 r ) >In die palmarum <■, (7 r ) >In prima stacione in ascensione Domini <; (8 V ) > In as- sumptione s. Marie <. 10 v Nachtrag: Alleluiavers Alleluia, Domine in virtute tua. II Bl. 11—14. Binio, in die schon gebundene Hs. nachträglich eingelegt. Schriftraum 19 X 6. 7 Notensysteme (Quadratnotation auf 4 roten Linien) mit Textzeile. Textura von einer Hand (wie in den Nachtragsteilen von St. Peter perg. 22b, 52 und 53). Übliche Rubrizierung. ll v —14 v Antiphonen und Responsorien zur Fronleichnamsprozession. Invitati festinemus mit Teilen von AH 24 Nr. 6 St. Peter perg. 36 Registrum praesentiarum 2 (Pap.) 4-27+10 (Pap.) Bl. ■ 30 X 21 • Erfurt • 15. Jh. 2 Ungezählte Vorsatz- und Nachstoßbl.: Papier mit Wz. P iccard , Ochsenkopf VII, Nr. 707 und 708 (15. Jh. 2 ). Lagen der Pergamentbl.: V 10 , 2 IV 26 , l 27 ; Bl. 26 und 27 beschnitten (Textverlust). 87 ST. PETER PERG. 36 • ST. PETER PERG. 36 a Schriftraum 24 x 14,5. 7 Zeilen, jeweils mit freiem Raum für Registereinträge. Kalendarium von einer Hand (Textura); Einträge von verschiedenen Händen, vorherrschend eine bastardaartige Buchschrift (vielleicht vom Schreiber des Kalendariums). Übliche Rubrizierung. Kalendarium mit roten, Registereinträge mit blauen Lombarden (nur bis 6 r ). Gleichzeitiger Schweinslederband mit Streicheisenlinien und Einzelstempeln (Erfurtisch), nur Rücken und Hälften der Deckel bezogen, Rand des Leders mit Blechstreifen fixiert; eine Langriemenschließe. Herkunft: Kalendarium und Einträge weisen nach Erfurt. Zum Genus der Hs. vgl. N. Huyghe- baert , Les documents necrologiques (Typologie des sources du moyen äge occidental 4), Turnhout 1972, S. 35f, Stichwort „livre de distribution"). Auf dem Vorderspiegel von einer Hand des 15. Jh's: Registrum presenciarum plebanorum filiarum (?). Von Ph.J. Steyrer 1781 für St. Peter erworben. Literatur: Ettlinger , S. 634. l r -27 r REGISTRUM PRAESENT1ARUM PLEBANORUM. Gerüst: Erfurtisches Kalendarium mit Cisiojanus (vgl. Grotefend II/l, S. 38—42). Darin vermerkt die an die Ple- bane und Vikare der Erfurter Kirchen auszuzahlenden Präsenzgelder aus Jahrzeitstiftungen. St. Peter perg. 36a Diurnale, pars hiemalis 250B1. • 17 X 13 • Dominikanerinnen • Nürnberg(?), für Kloster Altenhohenau • 1495 Lagen: III 6 , 7 V 75 , IV 84 , (V + 1) 9S , (V + 2) 107 , 13 V 237 , (V + l) 248 , ( 1 + l) 250 ; Bl. 98 als loses Blatt eingelegt; ab 16 v Reklamanten; in der ersten Hälfte jeder Lage Zählung der Blätter auf der Recto-Seite rechts unten. Schriftraum 11,5 x 7,5. 20 Zeilen. Textura von einer Hand (Conradus Jäch) im Corpus der Hs.; 2. Hand im Kalendarium sowie Nachtragshand des 16. Jh's 250 rv . Uebliche Rubrizierung. Rote und blaue Lombarden. 2 Zierseiten: 7 r Unzialförmige E-Initiale, blauer Buchstabenkörper mit weiß aufgetragenem Rollblattornament, stempelverzierter Goldgrund, Rahmen aus grünroten Profilleisten; von der Initiale ausgehendes Rankenwerk um den ganzen Schriftspiegel. 53 v violette U-Initiale in gleicher Ausführung, Rahmen grün-blau, Rankenwerk auf den linken Rand beschränkt. Die beiden Seiten gehören nach Gesamteindruck und vielen Einzelheiten in den Bereich der Augsburger Buchmalerei. Brauner Lederband der Zeit, auf der Vorderseite die Stempel Schunke , Evangelistensymbole, Nr. 7 und Maria, Nr. 6 („Zu Ingolstadt Andachtsbuch I"), s. auch Kyriss , Gotische Einbände, Nr. 21 (Nürnberger Dominikaner), Stempel 4; auf der Rückseite u.a. Kyriss , Gotische Einbände, Nr. 22 (Nürnberger Karmeliter), Stempel 4 und 8; die gleichen Stempel auch auf den Einbänden von München, Bayer. Staatsbibl. Clm 23155 und 23158 (frdl. Mitteilung von Karin Schneider, München); eine von urspr. zwei Schließen erhalten. Herkunft: 248 ' Explicit per me Conradum Jäch in vigilia sancte Affre anno nonagesimo quinto (6. August 1495). Deo sit laus. Orate Deum pro me, Amen, s. Abb. 18. (Von Jäch stammen 88 ST. PETER PERG. 36 a auch die oben erwähnten Hss. Clm 23155 und 23158, letztere ebenfalls 1495 datiert). Vermutlich bestimmt für das Dominikanerinnenkloster Altenhohenau, nach einer Nürnberger Vorlage geschrieben und in Nürnberg gebunden (s.o.). Abgesehen von der gesonderten Stellung der Matutin- teile (146 r -230 v ) entspricht der inhaltliche Aufbau im Corpus der Hs. dem Schema der Diurnalien aus dem Nürnberger Katharinenkloster (s. St. Peter perg. 34 usw.). Die besonderen Verhältnisse bei der Entstehung der Hs. äußern sich in der Divergenz von Sanctorale und Kalendarium: ersteres folgt der Nürnberger Vorlage und enthält daher auch die Bamberger Heilige Kunigunde (72 rv ), während letzteres die Lage Altenhohenaus im Gebiet des Bistums Salzburgs widerspiegelt. In den Kommemorationen (230 v -233 v ) anstelle der Nürnberger Patronin Katharina die Altenhohenauer Patroziniumsheiligen Peter und Paul. Vgl. zum Ganzen MBK 4/2, S. 599-601. Literatur: Ehrensberger , S. 33 Nr. 11; Ettlinger , S. 634. 1 r —6 V KALENDARIUM, dominikanisch mit Salzburger Prägung. Es besteht i.W. Übereinstimmung mit dem Kalendarium von St. Peter perg. 34, doch erscheinen anstelle von Sebald, Kunigunde, Heinrich und Otto die charakteristischen Salzburger Heiligen Rupert (27.3. und 25.9.), Virgil (27.11.) und Margaretha (12.7.). Außerdem bemerkenswert: 2 V Randbemerkung >festum Katherine de Senis prima dominica may semper celebratur< sowie l r , 2 r und 3 r deutsche Anweisungen zur Berechnung der Festtermine wie in St. Peter perg. 34. 7 r -53 v PROPRIUM DE TEMPORE, vgl. Guerrini , Nr. 14 -159. > Dominica prima in adventu Domini. Sabbato precedenti ad vesperas<; (15 r ) >In vigilia Nativitatis<-, (21 r ) >In vigilia Epiphanie<; (29 r ) >In capite ieiunii feria ////<; (48 v ) > Dominica in ramis palmarum <. 53 v —79 r PROPRIUM DE SANCTIS, von Andreas (30.11.) bis Vinzenz Ferrer (5.4.). >In vigilia sancti Andree apostoli<. Folgende Reimoffizien: (56 v ) Magnificat-Antiphon zu Thomas Apostolus aus AH 28 Nr. 81; (65 v —67 v ) Translatio Thomae, AH 5 Nr. 85; (72 v -74 v ) Thomas v. Aquin, AH 5 Nr. 84; (76 v -79 r ) Vinzenz Ferrer, AH 5 Nr. 91. Bemerkenswert ist das Offizium für Kunigunde (72"), während Rupert (27.3.) nicht berücksichtigt ist (vgl. dagegen das Kalendarium). 79 r -94 r COMMUNE SANCTORUM. >In communi apostolorum antiphona<. Estote fortes ...; (90 v -94 r ) Commune B.M.V. >De officio beate Virginis<, (91 v -92 v ) Matutin mit 3 Lektionen. 94 r -98 v VOTIVOFFIZIUM > De sancto Dominico<. Quasi Stella matutina ... mit Teilen des Reimoffiziums AH 25 Nr. 85; (95 r -96 v ) Matutin mit 3 Lektionen. 98 v -146 r TAGESHOREN FÜR SONN- UND WERKTAGE OHNE LAUDES. Vollständiger Text mit den Psalmen in der Reihenfolge des Offiziums. 89 ST. PETER PERG. 36 a 98 v —117 v Kleine Hören. (98 v ) > Ad primam longam<, (108 v ) >Ad tertiam<, (111 v ) >Ad sextam<, (114 v ) > Ad nonam<. 117 v -141 v Vesper, kombiniert mit dem Offizium quotidianum B.M.V. wie in St. Peter perg. 34 (s. dort). > Dominica ad vesperas. psalmus<. Dixit dominus ..., (121 r ) > feria secunda. psalmus< Dilexi ..., (123 r ) >Feria tercia. psalmus< Letatus sum ..., (126 r ) > feria quarta<. Nisi dominus ..., (128 v ) [feria quinta] >psalmus< Memento domine (133 v ) > feria sexta. psalmus< Confitebor ..., (137 v ) >Sabbato. psalmus< Benedictus dominus ...; Officium quotidianum B.M.V.: (122 r —124 r ) Prim, (124 r —125 v ) Terz, (125 v — 127 r ) Sext, (127 r -128 v ) Non, (128 v -130 v ) Komplet. 14l v — 145 r Komplet. > Ad completorium<. Iube domna benedicere ... 145 r — 146 r Gebete zum Beschluß der Komplet. >so man disciplin nympt< (s. Guerrini, Nr. 482), (145 v ) > Umb ein regen< ..., > Umb ein schöns weter< ..., > General capitel< (s. Guerrini , Nr. 490). 146 r -230 v TEILE DER MATUTIN, ohne Psalmen und Lesungen. 146 r —185 r Proprium de tempore. > Dominica prima in adventu Domini. Ad matu- tinum. l nvitatorium< Ecce venit ..., (154 r ) >In vigilia nativitatis Domini<, (179 r ) >In cena Domini<, (183 v ) >Sabbato pasche in primo nocturno<. Vgl. Guerrini, Nr. 14-159. 185 v —219 v Proprium de sanctis. > Sancti Andree apostoli. Invitatorium < Adore- mus victoriosissimum ... Folgende Reimoffizien: (204 v —207 r ) Translatio Thomae, AH 5 Nr. 85, (212 r -214 v ) Thomas v. Aquin, AH 5 Nr. 84, (216 v -219 v ) Vinzenz Ferrer, AH 5 Nr. 91. 219 v —230 v Commune sanctorum. >In communi apostolorum. lnvitatorium< Gaudete et exultate ... 230 v -233 r > AD VESPERAS MEMORIA <. (230 v -231 r ) Maria, Regali ex progenie ...; (23l rv ) Petrus und Paulus, Gloriosi principes terre ...; (23l v ) Dominicus, Magne pater ... aus AH 25 Nr. 85; (23 l v —232 r ) Petrus Martyr, Thomas v. Aquin, Vinzenz Ferrer, Katharina v. Siena, Christi pia gratia ..., Teile eines Reimoffiziums. 233 r -235 v KAPITELOFFIZ1UM, s. Guerrini , Nr. 504-508. Preciosa est in conspectu Domini (233 v ) >Ad novem lectiones< ..., >Ad trium lectiones<, (234 v ) >Zü dem capitel<. 235 v -236 v BENEDIKTIONEN ZU DEN LEKTIONEN DER MATUTIN. >In primo nocturno<. Benedictione perpetua ... 90 ST. PETER PERG. 36 a ST. PETER PERG. 37 236 v -248 r TEILE DES OFFICIUM QUOTIDIANUM B.M.V. >Incipit cursus de beata Virgine<, (236 v —24l v ) Matutin mit 3 Lektionen, (241 v —248 r ) Laudes mit Kommemora- tionen de omnibus sanctis und de pace-, s. Guerrini , Nr. 470. 248 r Kolophon (s.o.). 248 v —249 v Nachtrag der Haupthand: Vesper des Officium quotidianum B.M.V. >Zü unser frauen vesper. antiphona super psalmos< Sancta dei genetrix ... (Guerrini, Nr. 470). 250 rv Nachtrag des 16. Jh's zum Josephsfest. Hymnus AH 4 Nr. 300 und Oration. Fragmente: 1. Loses Pergamentblatt, als Bl. 98 gezählt, nur auf der Vorderseite beschrieben von einer Hand des 15. Jh's: Laudeshymnus zum Fest von Thomas v. Aquin, AH 52 Nr. 354. 2. einmal gefaltetes Papierblatt, beschrieben von einer Hand des 16.Jh's: Deutsche Kommuniongebete, Mundart bairisch. St. Peter perg. 37 Necrologium Novi Operis in Erfordia 2 (Pap.) 4 74 Bl. • 27 X 20 ■ Erfurt, Kloster Neuwerk • 1356 Lagen: (V + 2) 10 , 7 V 70 , II 74 ; Kustoden. Schriftraum 19,5 X 10. 28 Zeilen. Haupttext von einer Hand (Textura), Grundstock der Nekrologeinträge von einer anderen gleichzeitigen Hand (Buchschrift), weitere Einträge von verschiedenen Händen des 14.—17. Jh's. Übliche Rubrizierung. 1 c r rotblaue Fleuronnee-Initiale R, 7zeilig. Schweinslederband des 15. Jh's mit Streicheisenlinien und Einzelstempeln, stark berieben; Rücken und Hälften der Deckel mit dunklerem Leder überzogen, dessen Ränder mit Messingblech eingefaßt; Vorsatzblätter (la und 1 b) Papier mit Wz. ähnl. Pic- card , Krone IX, Nr. 93; 1937 Rücken und beide Schließen erneuert. Herkunft: Nekrolog des Erfurter Neuwerkklosters, 1356 geschrieben: 74 r Completus est iste Uber sub anno domini M.CCCLVI. 1 a r oben von einer Hand des 16. Jh's: Noeda (Dorf bei Erfurt, zum Terminierbezirk der Erfurter Augustiner gehörig, vgl. Overmann 3, A. 5, S. 383). Von Abt Ph.J. Steyrer 1781 erworben. Auf dem vorderen Spiegel von einer Hand des 19. Jh's der Eintrag Cod. S. Petrin. 37. Literatur: Ehrensberger , S. 37 Nr. 2; Ettlinger , S. 634. 1 c r -74 r NECROLOGIUM NOVI OPERIS. Gerüst: MARTYROLOGIUM USUARDI, Druck: J. Dubois , Le martyrologe d'Usuard, Bruxelles 1965, S. 147—364, hier mit vielen Abweichungen und Zusätzen. Regional be- 91 ST. PETER PERG. 37 dingte Besonderheiten: (8 V ) zum 18.2. Metis deposicio s. Legoncii episcopi et confessoris, (ll v ) zum 10.3. Gumberti confessoris, (13 v ) zum 26.3. Ludgeri confessoris , (20 r ) zum 4.5. In Hildenesheim translacio s. Gothardi episcopi, zum 5.5. In Hildenesheim natalis s. Gothardi episcopi, (21 v ) zum 13.3. passio s. Gangolfi martiris, (25 r ) zum 3.6. Gudualdi confessoris, (28 v ) zum 21.6. In Moguncia s. Albani martiris, (32 r ) zum 6.7. In pago Trecarensi s. Goaris presbiteri et confessoris, (32 v ) zum 7.7. S.Willibaldi episcopi et confessoris, zum 8.7. Apud Herbipolim civitatem s. Kyliani episcopi et martiris ac Colo- nati atque Totnati soc. eins, (36 r ) zum 26.7. Erfordie in ecclesia beate Marie virginis translacio s. Eobani martiris , (40 r ) Hassie s. Wigperti episcopi et confessoris, (47 r ) zum 9.9. In Babenberg s. Konigundis virginis, (47 v ) zum 11.9. SS. Felicis et Regule, (55 v ) zum 16.10. In Alemannia deposicio s. Galli confessoris qui Scotis natus cum Suevis collocat artus (vgl. PL 124, 584D), Item s. Lulli episcopi et confessoris, (61 r ) zum 8.11. s. Wille- hadi episcopi, (70 v ) zum 18.12. Winnibaldi episcopi. Einträge der ANNIVERSARSTIFTUNGEN von mehreren Händen. Folgender Grundstock von einer Hand des 14. Jh's: (1 c v ) 2.1. Henrici de Tanbeym quondam nostri prepositi, Propst des Neuwerkklosters, s. Overmann 1, Nr. 1413 und 2, Nr. 30. (2 V ) 8.1. Kunne et Cristine de Tanbeym sororum. (3 r ) 13.1. Hartungi de Smedestete, s. Overmann 1, Register. (5 V ) 28.1. Conradi de Molhusen quondam vicarii huius ecclesie, s. Overmann 1, Nr. 1282. 1283 und 2, Nr. 172. (8 r ) 16.2. Engilberti quondam nostri prepositi, s. Overmann 1, Register. (9 r ) 22.2. Guntheri Alboldi, s. Overmann 1, Register; Eodem die ... illius de Ramsla. (10 v ) 4.3. Gotschalci Lubelin, s. Overmann 1—3, Register. (ll v ) 12.3. Alleydis de Wandtsleibin. (15 r ) 3.4. Cristina de Smedestete-, 4.4. Gotfridi de Tanbeym et Zacharie eius legitime. (19 v ) 3.5. Alberti qui quondam erat vicarius ecclesie nostre, s. Overmann 1, Nr. 1387. (20 r ) 6.5. Jutten Legaten, s. Feldkamm I, S. 108 und 110. (27 r ) 15.6. Conradi de Tanheym, s. Overmann 1, Nr. 1132 und 2, Register. (28 v ) 21.6. Gyseleri quondam plebani in Berlstete. (29 r ) 24.6. Henrici de Biltersleibin, s. Overmann 1, Register. (31 v ) 4.7. Henrici de Tanheym, s. l v . 92 st. peter perg. 37 (32 r ) 6.7. Heinrici de Varila, Deutschordensprovinzial, s. Overmann 1, Nr. 1247. (33 v ) 14.7. Ditherici Alboldi, s. Overmann 1, Nr. 647 und 2, Nr. 580 und 584. (35 v ) 25.7. Henrici dicti Golt, s. Overmann 1, Nr. 1181 und 1197; Alheydis de Fryn- stete, s. Overmann 1, Nr. 1134. (37 v ) 31.7. Guntheri Alboldi, s. 9 r . (39 r ) 8.8. Kunnen Alexanders, s. Overmann 1, Nr. 1008. (39 v ) 11.8. Henrici Vicedomini, s. Overmann 1 und 2, Register. (40 r ) 14.8. Johannis quondam nostri prepositi, s. Overmann 1, Nr. 554 oder 1283, 1322. 1379. 1387. (42 v ) 24.8. Engilberti ... wie 8 r ; Henrici Vicedomini, s. 39 v . (44 r ) 29.8. Thelen Gotschalci. (46 r ) 7.9. Conradi de Crutbeym, s. Overmann 1, Nr. 1181. (48 r ) 14.9. Sororis Elyzabeth Candelatricis. (50 v ) 25.9. Gotschalci de Smedestete, s. Overmann 1, Register. (52 v ) 4.10. Henrici de Gotha et Kunne eius legitime, s. Overmann 1, Register. (54 v ) 12.10. Hermanni de Frynstete, s. Overmann 1 und 2, Register. (55 r ) 14.10. Gerhardi de Tutilstete, s. Overmann 1, Nr. 989. (62 r ) 11.11. Engelberti ... wie 8 r ; 13.11. Thelen de Wizzense, s. Frank , S.290. (64 v ) 24.11. Gotschalci de Smedestete, s. 50 v . (71 r ) 19.12. de Rorbeche, vgl. Overmann 1 und 3, Register. (72 r ) 24.12. Engilberti ... wie 8 r . (74 r ) nach dem 31.12. Stiftungen für bewegliche Festtage: >lsta presencia subscripta datur in festis mobilibus subscriptis<. De anniversario Hermanni de Frinstete laici ..., s.54 v ; pro commemoracione domini Henrici de Tanheym ..., s. l v ; pro anniversario Syboldi de Stetin ...; de anniversario Conradi Hottermann, s. Overmann 2, Register. Von mehreren Händen bis ins 17. Jh. fortgeführt. Jüngste Einträge von 1606 (16 r ), 1608 (13 v ) und 1609 (19 v ). Zum Ganzen vgl. den hsl. Auszug aus dem Totenbuch des Neuwerkklosters von Gallus Stassen (s. Theele , S. 135, Nr. 583). 93 ST. PETER PERG. 37 ■ ST. PETER PERG. 37a Unter den Nachträgen besonders bemerkenswert: 73 v Liste der Altäre in der Klosterkirche (Hand des 15.Jh.s): czhentusent Ritter (ym kor), sancti Martini, sancte Katherin unde das heyligen Cruczes (pharalter), sancti Ciriaci unde Barbare, heylygin Geyst und sancte Andreas (der dynster alter by deme gewelbe), sancte Symonis et lüde (der nuwe altar), sancti Johannis Baptiste unde Ewangeliste (by deme touffesteyn). Vgl. Kunstdenkmale der Provinz Sachsen II/2, Burg 1932, S. 545. 74 rv Stiftungen für die Eltern von Andreas und Jutta Not, die Familie Arnold, gen. Licht- mecher mit dem Priester Johannes Snyder (1460 gestiftet) sowie die Familien von der Sachsen und von Waltheim (vgl. W. Biereye , Die von der Sachsen, Erfurter geneal. Abend, wiss. Abh. 1, 1928, S. 75—96, bes. S. 86; Frank , S. 291). St. Peter perg. 37 a Psalterium 1 + 215 Bl. • 16,5 X 12 • Dominikanerinnen • Katharinenkloster Nürnberg • 15. Jh. 2 Lagen: (III + l) 6 , 10V 106 , (IV +1) 115 , (IV + 2) 125 , 2 V 145 , (IV+ 2) 155 , 5V 20S , IV 213 , I 215 ; 16 v —205 v Reklamanten, außer 26 v und 46 v . Schriftraum 11 X 8. 18 Zeilen. Textura von einer Hand außer l r -6 v . Übliche Rubrizierung. 10 r , 35 v , 51% 66 r , 80 v , 99 r , 116 r , 135 r : mit Weiß gehöhte Deckfarbeninitialen auf Goldgrund; 10 r figürlich (David mit Harfe), die übrigen ornamental. 7 r , 64', 118 v , 182 r : einfache Fleuronneeinitialen. Sonst rote und blaue Lombarden an den Psalmanfängen und in kleinerer Ausführung an den Versanfängen. Eingeschobene Ordinariumsteile mit Quadratnotation auf 4 roten Linien und mit schwarzen Cadellen. Dunkelbrauner Lederband der Werkstätte Kyriss , Gotische Einbände, Nr. 117 (Nürnberg, 1476-1516 belegt), Stempel a und 5 sowie Plattenstempel ähnlich wie Nr. 7 dieser Werkstätte; blau-weiße Kapitale; zwei neue Langriemenschließen. Herkunft: Aus Kalendar und Litanei geht die Herkunft aus dem Nürnberger Dominikanerinnenkloster St. Katharina hervor. Die Schrift und der Stand des Kaiendars weisen in die 2. Hälfte des 15. Jh's. Von Abt Ph. J. Steyrer 1781 für St. Peter erworben. Literatur: Ehrensberger , S. 8 Nr. 36; Ettlinger , S. 636. l r —6 V KALENDARIUM. Wie in St. Peter perg. 34 (s. dort). V und 2 r deutsche Anweisungen zur Berechnung der beweglichen Feste. 7 r —202 v PSALTERIUM FERIATUM. Cursus romanus. (7 r —9 r ) Pater Noster, Ave Maria, Credo, Invitatorien mit Ps94; (9 r -182 r ) Ps 1-150 mit Teilen des Ordinarium Officii; (182 r -192 v ) Laudes-Cantica; (192 v —196 v ) Te Deum, Benedictus, Quicumque; 94 st. peter perg. 37 st. peter perg. 38 (197 r -202 v ) Allerheiligenlitanei mit Preces, dominikanisch, darin zusätzlich Heinrich, Sebald und Kunigunde, Katharina mit Reduplikationszeichen. 202 v -214 V OFFIZIUMSTEILE AUS DEM PROPRIUM DE TEMPORE. (202 v -205 v ) Adventszeit mit Hymnen AH51 Nr.48 und 49; (205 v >In vigilia nativitatis Domini<; (206 r -208 v ) Fastenzeit mit Hymnen AH 51 Nr. 60 und 69; (208 v ) > Dominica in pas- sione Domini<-, (210 v —214 v ) Osterzeit, mit Hymnen AH 50 Nr. 66 und AH 51 Nr. 84. — 215 rv leer. St. Peter perg. 38 Brevier 360 Bl. • 18,5 X 13,5 • Dominikanerinnen • Bamberg, Hl. Grab-Kloster • um 1500 Lagen: III 6 , 35 V 356 , (III —2) 360 ; ab 16 v Reklamanten; am Schluß Textverlust. Schriftraum: 11,5 X 8. 2 Spalten, 22 Zeilen. Bastarda formata von einer Hand. Übliche Rubrizierung. Rote und blaue Lombarden, einzelne Cadellen. T Zierseite: E-Initiale mit blauem Buchstabenkörper in Rollwerkornamentik, weiß gehöht, vor Goldgrund in lilafarbenem Rahmen; zwischen den Textspalten goldener Stab, davon ausgehend Distelblattranke mit Beeren und Früchten. 301 v , 342 r blaue Deckfarbeninitialen (Lombardentypus) mit rotem Fleuronnee. Roter Lederband der Zeit; Stempel 1, 2 und 4 der Werkstätte K yriss , Gotische Einbände, Nr. 157 (1479-1516 nachweisbar, vermutlich in Bamberg tätig); 2 Kurzriemenschließen; 1972 Rücken und Vorsätze erneuert, Einbandmakulatur herausgelöst (s.u., Fragmente). Herkunft: Kalendarium und Einband weisen nach Bamberg; Bestimmung für das Kloster Zum Heiligen Grab gesichert durch Translatio Jodoci im Kalendarium und Offizium 23 l v —233 v (Hoch- altarpatrozinium des Klosters, s. D einhardt , Nr. 59). Datierung aufgrund von Schrift und Kalendarium. Von Ph.J. Steyrer 1781 erworben (eigenhändiger Kaufvermerk auf dem Vorderspiegel). Literatur: E hrensberger, S. 29 Nr. 30; E ttlinger, S. 636; G rotefend II/l, S. 7-10. l r -6 v KALENDARIUM, dominikanisch. Grundstock: Kalendar des Prototyps von Humbert (s. Guerrini , S. 255-266), ergänzt durch die im 14. und 15. Jh. eingeführten Feste, einschließlich Apollonia und Rangerhöhung von Servatius (beides 1498 verfügt, s. Lero- quais , Brevaires 1, S. CI). Lokal bedingte Zusätze: Erhardi 8.1., Kunegundis 3.3. (rubriziert), Erasimi(\) 2.6.,'Udalrici 4.7., Kyliani 8.7., Henrici imperatoris 13.7. (rubriziert), Translacio S.Iodoco{\) 24.7. (rubriziert), Translacio S. Kunegundis 9.9. (rubriziert), Otto 30.9. (rubriziert). Statt Maius versehentlich Marcius. (l r , 2 r ) deutsche Anweisungen zur Berechnung der Termine von Septuagesima und Ostern. Nachtrag (16. Jh.) zum 16. Dez.: Everbardi, archeducis (Eberhard von Friaul). 95 ST. PETER PERG. 38 • ST. PETER PERG. 3 8a 7 r -358 v BREVIARIUM DOMINICANUM. 7 r -210 r Proprium de Tempore. Vgl. Guerrini , Nr. 14-203. >lncipit breviarium secun- dum consuetudinem ordinis sacratissimi fratrum predicatorum. Dominica prima in ad- ventu Domini. Sabbato precedenti ad vesperas< ; (34 r ) >ln vigilia nativitatis Domini<; (149 v ) >Feria quinta in cena Domini<; (159 r ) >In sabbato sancto Pasche<; ( 191 r ) >In vigilia Penthecostes<; letztes Offizium: Samstag nach Pfingsten. 210 r —214 v >In dedicacione ecclesie<. 214 v -342 r Proprium de Sanctis. Von Andreas bis Barnabas (30.11.-11.6.). Bemerkenswert: (231 v -233 v ) Offizium >De sancto Iodoco< mit 9 Lektionen aus BHL 4514 (Text z.T. abweichend); Reimoffizien zu den Festen Translatio Thomae, AH 5 Nr. 5 (269 r -273 r ), Thomas von Aquin, AH 5 Nr. 84 (294 v -298 v ), Vinzenz Ferrer, AH 5 Nr. 91 (307 r —313 v ), Petrus Martyr, AH 28 Nr. 48 (318 r -320 r ), Corona Domini, AH 5 Nr. 11 (328 r —330 r ) und Translatio Dominici, AH 25 Nr. 86 (334 v —336 v ). 342 r -357 v Commune Sanctorum, Guerrini , Nr. 454^161, 464, 467. 357 v —358 v >Benedictiones in matutino<. 358 v >Sancti Antbonii abbatis<, 9 Lektionen, am Schluß Textverlust (vgl. Randbemerkung 255 v : Anthoni stet binden ym puch). — 360 rv leer. Fragmente (Einbandmakulatur): 6 Bruchstücke eines Pergamentblattes aus einer Foliohandschrift, karolingische Minuskel, 11. Jh. FLODOARDUS, HISTORIA REMENSIS ECCLESIAE 1,8-9 (MGH. SS. 13, S.420- 421, ed. Heller-Waitz ); genaue Beschreibung: F. Heinzer , Ein unbekannter Textzeuge von Flodoards Historia Remensis Ecclesiae, in: DA 38 (1982) 551—554. St. Peter perg. 38 a Lateinisches Stundenbuch 206 Bl. • 10,5 X 8 • Zisterzienserinnen ■ Erfurt, St. Martin ■ 15./16. Jh. Lagen: I 1 , 5 V 51 , (IV + l) 60 , V 70 , (V + II) 84 , 2 V 114 , III 120 , 3 V 150 , (III + 2) 158 , (IV + l) 167 , 3 V 197 , IV 205 , I; erstes und letztes Bl. als Spiegel verwendet; 72—75 Papierbl. Schriftraum 7,5 X 5,5. 13-15 Zeilen. Mehrere Hände; Hand 1: 3 r -8 v , 22 r -66 r , 76 r -94 v , Textura (Kalendarium 3 r -8 v , eingeschobene Rubriken sowie 66' bastardaartige Schrift von der gleichen Hand); Hand 2: 9 r -21 v , 61 r -75 v , 188 r -206 v , Bastarda formata (gleiche Hand auch in den Hss. St. Peter perg. 50, 50b, 74 und 107); Hand 3: 95 r -187 v , Textura; Hand 4: ] V -2 V . 121 v —184 r Hufnagelnotation auf 5 96 ST. peter perg. 38 a Linien, F-Linie rot, C-Linie gelb. Übliche Rubrizierung. Rote Lombarden, 95 r -187 v abwechselnd mit blauen. 121 r Blaue Deckfarbeninitiale auf Goldgrund, buntes Rankenwerk mit Goldpollen. Brauner Lederband der Zeit, Anordnung der Stempel wie St. Peter perg. 77; Rücken im 16. Jh. mit Schweinsleder überzogen, Kanten mit Messingblechen eingefaßt; 2 Kurzriemenschließen; Buckel (je 5) abgefallen. Herkunft: Aus dem Zisterzienserinnenkloster St. Martin in Erfurt, vgl. Kalendarium, 2. Schreiberhand, Einband und Nachtrag 1 V -2 V . Datierung aufgrund von Kalendarium, Schrift und Ausstattung. Nach Vermerk l r von Abt Ph. J. Steyrer 1781 für St. Peter erworben. Literatur: Ehrensberger , S. 48 Nr. 16 (dort fälschlich unter der Signatur 28 a!); Ettlinger , S. 634. l v —2 V Nachtrag: Kollecten >de sancto Martincx, >de sancto Benedicto<, >de sancto Bernbardo <. 3 r -8 v KALENDARIUM, zisterziensisch. Stand 15. Jh. 2 (nach 1476: Einführung des Festes Visitatio Mariae in den Ordenskalender; vgl. auch Brevierdruck von 1484, GW 5198). Zusätzlich: Bonifacii (5.6.), Eobani (26.7.), Presentacio Marie (21.11.). Aderlaßbuchstaben, Cisiojanus und komputistische Verse ( Walther , Initia carminum, Nr. 35 und 14302) wie im Brevierdruck. 9 r -21 v PRIMPSALMEN. Text bricht ab in Ps 15, Fortsetzung 67 r . 22 r -65 r OFFICIUM PARVUM B.M.V. >Incipiunt bore beatissime virginis Marie quoti- die dicende ante horas<. {IT-IT) Matutin; (27 v -37 r ) Laudes, Kommemorationen: Robert, Alle Heiligen, De pace, Mariae Verkündigung; (37 r -40 r ) Prim; (40 r -45 v ) Terz; (45 v -51 r ) Sext; (51 r -57 r ) Non; (57 r -61 r ) Vesper mit Kommemorationen; (61 r -64 v ) Komplet; (64 v -65 r ) Rubrik >Nota quod bore beate Marie ...<. — 65 v leer. 66 r VERSIKEL ZU DEN HORAE DE SANCTA CRUCE, unvollständig. - 67 v leer. 67 r -75 v PRIMPSALMEN, Fortsetzung von 21 v . 76 r -77 r PATER, AVE, CREDO. 77 v -80 r TISCHGEBETE. > Benedictio prandii ...<. — 80 v leer. 81 r —91 v BUSSPSALMEN MIT LITANEI. >lncipiunt Septem psalmi penitenciales<, (90 r ) >letania<, zisterziensisch, (93 r —94 v ) Preces. 95 rv MARIANISCHE KOMMEMORATION, zum Beschluß der kanonischen Hören. Spiritus sanctus in te ... 97 st. peter perg. 38a st. peter perg. 39 95 v -101 r KLEINE TAGZEITEN VOM HEILIGEN KREUZ. AH 30 Nr. 13. 101 r -105 v CAPITULA UND COLLECTAE ZU DEN KLEINEN HÖREN. > Dominica die ad primam capitulum<. 105 v -110 v KAPITELOFFIZIUM. >Incipit capitulum omni die<\ (108 r -110 v ) Veniae. 11 l'—112 r SUFFRAGIUM. >Hoc pertinet omnibus dominicis diebus ad septem psalmos pro defunctis<. Domine Jesu Cbriste, rex glorie ... = Offertorium der Missa defunc- torum; (111 v ) > Collecta<, B ruylants 2, Nr. 845,3 und 465,2. 112 v —115 v KOMPLET. > Ad completorium<. 116 r -120 r SYMBOLUM QUICUMQUE. - 120 v leer. 121 r -187 v TOTENOFFIZIUM. Responsorien und Antiphonen mit Notation. (121 r -127 v ) Vesper, (127 v -172 r ) Matutin, (172 r -185 v ) Laudes, (185 v -187 v ) Collectae; alles wie im zisterz. Normkodex Dijon, Bibl. mun., Ms. 114, 150 va —151 ra . 188 r —206 v VESPERPSALMEN, teilweise nur Anfänge, Text bricht ab in Ps 144 (Samstagsvesper). St. Peter perg. 39 Rituale 87 Bl. • 20 X 14,5 • Dominikanerinnen • Nürnberg, St. Katharina • 15. Jh. 2 Lagen: 10 IV 80 , (III + l) 87 ; teilweise Reklamanten. Schriftraum 13 X 10. 15 Zeilen. Textura von zwei Händen, zweite Hand ab 79 v . Mehrfach Nachträge einer wenig jüngeren Hand. Übliche Rubrizierung. Teilweise Quadratnotation auf 4 roten Linien. Roter Lederband der Zeit mit zwei Langriemenschließen. Spiegel abgelöst (Fragmente eines lateinischen und eines deutschen Psalte- riums, 14. Jh.). Herkunft: Auf Nürnberg, St. Katharina, weisen die Litanei und die Besitzvermerke auf dem Vorsatzblatt und 87 r : Das puch gehört in das closter zu sant Kathr. prediger ordens in Nur.; l r alte Signatur D.V. (Liturgica-Signatur, von P. R uf in MBK 3/3, s.u., mit Signatur des alten Bibliotheks- kataloges verwechselt). Nachträge in der Litanei deuten auf einen späteren Aufenthalt der Hs. in Bamberg (s. Einleitung, S.XXVI). Literatur: E hrensberger , S. 72 Nr. 10; L ängin , Nr. 140; E ttlinger , S. 639; B orst , S. 84 Anm. 246d; MBK 3/3, S. 574 (irreführend). 98 st. peter perg. 39 • st. peter perg. 40 1 r —87 r RITUALE. Lateinischer Text, deutsche Rubriken. 1 r — 13 v Krankenritus. >Von der communion einer sieben swester<; (3 r ) >Von der heiligen ölunge<. 13 v -79 r Sterbe- und Begräbnisritus. > Von der binvart der swester<\ (15 v -20 r ) Allerheiligenlitanei, dominikanisch, nebst Dominikus auch Katharina zweimal angerufen, folgende Nachträge: Heinrice, Ludwice, Otto sowie Anna, Kunegundis, Elisabeth; (21 r ) >Com- mendacio anime<; (50 v ) > Von dem ampt der begrebnusse<. 79 v -87 r Bußpsalmen. - 87 v leer. Nachträge: V, 4 V , 44 r , 58 r , 75 v jeweils am unteren Blattrand deutsche Rubriken zur Prozessionsordnung. St. Peter perg. 40 Commentaria medica 136 Bl. • 28 X 20 • um 1300 Lagen: 5IV 40 , (IV + l) 49 , IV 57 , (IV + l) 66 , 2IV 82 , (II-l) 85 , 2IV 101 , (IV-1) 108 , IV 116 , (IV-1 + l) 124 , IV 132 , I 134 , (II-2) 135 . Kustoden 17 r , 25 r , 33 r , 41 r , 50 r , 58 r , Reklamanten 32 v u. 57 v . Schriftraum 21 X 13,5. 2 Spalten 56-60 Zeilen. Zierliche Notula von 3 Händen, Lemmata in größerer Buchschrift. Rubrizierung nur stellenweise. Marmorierter Lederband, St. Peter um 1780 (s. Einleitung, S.XXIX). Direkt auf den Buchrücken geschriebene Bibliothekssignatur: 110. Ursprünglich Über catenatus (Rostspuren oben an bl. 136). Herkunft: 1780 von Abt Steyrer erworben. Literatur: Ettlinger, S. 632. ira_ 66 rb PETRUS HISPANUS, IN CONSTANTINI AFRICANI (IBN AL-ÖAZZÄR) VIATICUM QUAESTIONES I—VII. Capillus ex fumo grosso et cetera. Dividitur iste Uber primo in duas partes, in quarum prima determinat Ysaac ... — et sie a frigido, sicut prius determinatum est. Set bec de questionibus super Viaticum sufficiant. Expliciunt questio- nes super Viaticum. Deo gracias. (Von anderer Hand:) quas scripsit Tomas de Burgun- dia. 9 vb II, 12 rb III, 19 va IV, 26 va V, 35 rb VI, 45 ra VII. Thorndike-Kibre , Sp. 442,2 u. 203,15; vgl. Schuba, S. 15 u. 125 (Hss. mit identischem Text, in Pal. lat. 1085 jedoch ohne den Anfang, vgl. Hs. St. Peter perg. 40, l ra , Z. 30ff). — 66 v leer. 67 ra -84 vb IN HIPPOCRATIS PROGNOSTICON QUAESTIONES. Omnis, qui medicine artis studio etc. (vgl. Thorndike-Kibre , Sp. 1002,2). Dividitur autem tractatus pronosti- 99 ST. PETER PERG. 40 ST. PETER PERG. 41 corum in tres partes. Primo premittit proemium ... — bis duobus modis plus acceleratur mors in senibus, primo modo magis in iuvenibus, et hec sufficiant. Expliciunt questiones super Pronostica (Nachtrag von anderer Hand:) Magistri Petri Yspany. Nur partiell Übereinstimmungen mit dem entsprechenden Werk des Petrus Hispanus; vgl. Thorn- dike-Kibre , Sp. 766,9 u. M. Grabmann , Mittelalterliche lateinische Aristotelesübersetzungen ... (Sitzungsber. der Bayer. Akad. d. Wiss., Phil.-hist. Kl., 1928, Abh. 5), München 1928, S. 102. 85 ra-b DE CRISI. Sicut dicit Constantinus, crisis est velox, vehemens et ultimus motus nature ... Vgl. Thorndike-Kibre , Sp. 274,9; Schuba , S. 160. — 85 v leer. 86 ra -108 ra GLOSSULAE IN GALENI ARTEM PARVAM (MICROTEGNI). Sicut dicit Macrobius, luna est confinium mortis et vite ... — si competat convalescentibus, et sie est resumptiva. Et hic finem laboranti ingenii{\) imponamus. Expliciunt glosule super Tegni. — 108 v leer. 109 ra -124 rb IN JOHANNITII INTRODUCTIONEM IN ARTEM PARVAM GALENI QUAESTIONES. Medicina etc. [dividitur in duas partes] (s. Thorndike-Kibre, 856,6). Liber iste primo dividitur in duas partes, in quarum prima ponit auetor divisionem materie ... — in quo sunt scrophule, eo quod ad locum illum non attrahuntur humores sicut ab epate. — 124 v leer. 125 ra -136 vb IN HIPPOCRATIS DE REGIMINE ACUTARUM COMMENTUM. Qui de egrotancium etc. [accidentibus] (s. Thorndike-Kibre 1205,11). Duo sunt prineipia corpus humanum constituentia, scilicet corpus et anima ... — et ita est error peior priore. Et bis visis patet solucio ad illa quinque. St. Peter perg. 41 Passionstraktat 'Do der minnenklich got' 130 Bl. • 23 X 16,5 • vermutl. Breisgau ■ Anfang 15. Jh. Lagen: 10 VI 120 , (VI-2) 130 ; Kustoden in rot, jeweils oben auf der ersten Seite. Schriftraum 17,5 x 13. 2 Spalten, 25 Zeilen. Textura von einer Hand. Rubriziert; die roten Lombarden größtenteils nur konturiert, innen häufig in grober Federzeichnung mit geschuppten Fischleibern ausgefüllt. Brauner marmorierter Lederband mit schwarzer Stempelprägung auf dem Rücken, um 1790 für St. Peter gefertigt (s. Einleitung, S.XXIX), Vorsatzpapier aus Zell am Harmersbach, um 1790 (Piccard , Expertise und G. Piccard , Rechtsrheinische Papiermühlen ... in: Archiv f. Gesch. des Buchwesens 4 (1962) 997-1102; hier Sp. 1058 u. 1102 Anm. 179). 100 st. peter perg. 4 1 st. peter perg. 42 Herkunft: Nach S chelb (S. 49, 122-198) mit großer Wahrscheinlichkeit im Breisgau oder „am Südrand der Ortenau" entstanden. 1781 von Ph.J. Steyrer erworben. Mundart: oberrheinisch. Literatur: L ängin , Nr. 76; E ttlinger, S. 636; A. V. S chelb , Die Handschriftengruppe 'Do der minnenklich got', Diss. Freiburg i.Br. 1972, S. 46^49, 122-198. l ra -128 vb PASSIONSTRAKTAT. [D]o der minnenklich got, unser lieber herre lhesus Cristus, got und mensch, hie in der zit vil pin und menger hant erbeit und liden gelitten het ... Bricht 128 vb mitten auf der Seite unvollendet ab. Edition nach dieser Hs. bei S chelb , S. 201-376 (Hs. K,). — 129 u. 130 leer. St. Peter perg. 42 Birgitta von Schweden, Sammelhandschrift Perg. u. Pap. -1 + 179 + 4 Bl. • 21,5 X 14,5 • Elsaß? (I) u.Nürnberg (II) • 15. Jh. Roter Lederband des 15. Jh's mit zwei Langriemenschließen; der Bezug des hinteren Deckels zum größten Teil abgerissen. Die ungez. leeren Pap.-Bl. zu Beginn (1) und am Schluß (4) sowie die Spiegel um 1460-64 ( P iccard , Expertise; Wz. Ochsenkopf). Herkunft: Auf dem Vorsatzblatt verso: Schonensteinbach (15. Jh.). Die beiden Teile der Hs. wurden sehr wahrscheinlich im Dominikanerinnenkloster St. Birgitta in Schönensteinbach (Oberelsaß) oder im Colmarer Dominikanerkonvent zusammengestellt und gebunden. Auf dem Vorderspiegel — 1981 abgelöst — recto fragmentarische Eintragungen eines Frater Diepold über Ausgaben, Einnahmen und Käufe (u.a. mehrfach pelles pergameni und arcus), vermutlich aus einem Rechnungsbuch des Colmarer Dominikanerklosters (Columbaria zweimal genannt, außerdem das Kloster der Colmarer Dominikanerinnen St. Katharina). l r oben sowie hinten auf dem Einbanddek- kel -Kl-, Ph.J. Steyrer erwarb die Hs. 1781. Zu weiteren Hss. aus Schönensteinbach s. Einleitung, S.XXIV. Literatur: L ängin , Nr. 87; E ttlinger , S. 636; U. M ontag , Das Werk der hl. Birgitta von Schweden in oberdeutscher Überlieferung, München 1968, S. 78—80. I. Bl. 1-71. Lagen: 5 VI 60 , (VI—l) 71 , jeweils nur inneres u. äußeres, bei der 6.Lage nur äußeres Dop- pelbl. Perg. Teilweise alte Paginierung, gestörte Reihenfolge: 81—88 (= 14 r -17 v ), 89-96 ( = 20 r -23 v ), 65-72 (= 38 r —41 r ), 73-80 (= 44 r -47 v ). Pergamentbl. sämtlich unpaginiert. Trotz diesen Unregelmäßigkeiten korrekte Textabfolge. Wz.: Ochsenkopf ( P iccard , Expertise: 1407—1409), Buchstabe S ( P iccard , Expertise: 1405-1406). Schriftraum 16,5 x 11,5; 29—40 Zeilen; flüchtige Bastarda, eine Hand; sparsame Rubrizierung, oft fehlend. 101 st. peter perg. 42 Herkunft: Möglicherweise in Schönensteinbach von einer mitteldeutschen Vorlage abgeschrieben. Mundart: mitteldeutsch mit alemannischem Einschlag. l r -66 r BIRGITTA VON SCHWEDEN: REVELATIONES, DEUTSCH, Buch IV, Kap. 1—2, 4-54, 58-63, 65-72, 74-79, 81-83, 85-88. Unser her Ihesus Cristus sprach in frolychem geiste czu sym vatter: Ich vorge dyr vatter des hymels unt erden, daz du dis ding vorborgen hest vor den wysen ... Bricht 66 r unten auf der Seite ab. Vgl. Montag, S. 12, 79f. l rv u. 65 v ediert von M. Helm in: Münchener Museum f. Philologie des Mittelalters u. der Renaissance 3 (1915/18) 248 f u. 252f. — 66 v —71 v leer. II. Bl. 72-179, Papier. Lagen: Senionen. Wz.: Dreiberg mit zweikonturiger Stange und Kreuz. (Pic- card , Expertise: 1448-1452). Reklamanten des Schreibers, bzw. der Schreiberin, größtenteils beschnitten. Schriftraum: 14,5 X 10; Bastarda, eine Hand. Vielfältiger, jedoch nicht sehr anspruchsvoller Schmuck der Seitenränder, meist von den roten u. blauen Lombarden ausgehend. Typisch sind die Farben grün und braun-rosa; charakteristisch auch die Tiergrotesken (z.B. 105 v , 158 v , 179 r ), die innerhalb rechteckiger, in den genannten Farben ausgemalten Felder ausgespart sind. Herkunft: Wahrscheinlich aus Nürnberg. Zuweisung aufgrund der Mundart und des regen Buchaustauschs zwischen Schönensteinbach und dem von Schönensteinbach aus reformierten Nürnberger Katarinenklosters (s. MBK III, 3, S. 601, 603, 629, 630; Montag , S. 78 f). Nach Nürnberg weist offenbar auch der Buchschmuck (vgl. Thurn I, Abb. S. 245: Hs. M.p.th.f. 129). Mundart: nordbairisch. Titelfassungen der im folgenden aufgeführten Werke nach U. Montag , Das Werk der hl. Birgitta von Schweden in oberdeutscher Überlieferung, München 1968. 72 r -147 v LEBEN UND WUNDERWERKE ST. BIRGITTEN. In disem puch will ich sagen etwas von dem leben der heiligen frawen sant Birgitten ... — Auff das es müg sein frid in unsern tagen ...so muß uns das verleihen der herr Jhesus cristus, der mit dem vater und dem heiligen gaist min und ewiglichen lebt und herrscht. Amen. Montag , S. 38, 79f. - 148 rv leer. 149 r -174 v DIE BÜRDE DER WELT (JOHANNES TORTSCH, ONUS MUNDI, DEUTSCH). (149 rv Register). (150 r ) EYn iglicher mensch, in des hend diß puchlein kümpt, der schol das bewaren mit fleiß ... > Das püchlein wird genant die pürd der werlt und die Weissagung von den zukünftigen betrubnus also ist das end diß puchleins, Das genumen ist auß den püchern sant Birgitten. Montag , S. 20, 80, 151—196, 251, 253—329 (Edition). 174 v Sant Birgitta hat drey fest in dem jar ...; Montag, S. 80. 102 st. peter perg. 42 • st. peter perg. 43 174 v -177 v HIMMELSBRIEF. Dlß ist die potschafft unsers lieben berren Ihesu Cristi, die von dem himel kumen ... — schol sieb frewen mit meinen außerweiten ymmer und ewiglichen on ende. Amen. Montag, S. 66-68, 80, 169f. 177 v -178 v KURZE BIRGITTENLEGENDE. >Eyn kürtze legend von sant Birgitten<. SAnt Birgitta ist geporn von dem kuniglicben stamen von Gotland ... — Also tut er noeb teglicb allenthalben. Montag, S. 39 f, 80. 179 rv LATEINISCHES GEBET ZU ST. BIRGITTA und deutsche Ubersetzung. Montag, S. 80. St. Peter perg. 43 Voll-Lektionar 191 Bl. • 33 X 22 • Südwestdeutschland (?) • 14. Jh. 1 Lagen: 2VI 25 ,'V 34 , 12 VI 178 , (VI + l) 191 ; alte Foliierung (15. Jh.) I-CLXXXXI. Schriftraum 22,5 X 13,5. 27 Zeilen. Textura von einer Hand, Randnachträge von verschiedenen Händen. 13 rv Abklatsch von vier ehemals aufgeklebten Streifen aus einem Brevier (12./13. Jh.). Übliche Rubrizierung. Rote und blaue Lombarden. l r , 15 r , 83 v einfache rot-blaue Fleuronnee-Initialen. Vom roten Lederband (15. Jh.) mit Einzelstempeln Teile der Deckelbezüge, vorne und hinten je drei Eckenbeschläge sowie die Reste von zwei Schließen erhalten; 1973 alles übrige erneuert, alte Spiegel herausgelöst. Auf der Rückseite des Vorderspiegels Formular der Votivmesse Pro vitanda mortalitate. Herkunft: Charakter der Schrift weist ins frühe 14. Jh.; noch keine Perikopen für Fronleichnam. Votivmessen (186 v -191 r ) sprechen für klösterliche Provenienz. Auf dem hinteren Spiegel verschiedene Federproben, darunter Allen den, die disen brieff an sehent oder hörent lesen, künden wir vogt von Boundorf (Bonndorf im Schwarzwald). 96 r Randbemerkung: Hans Gall sigerest, Da hab ich widerum angefangen schriben, donstag nach dem pfingstentag 1531; von der gleichen Hand 191 r : am XCVI such Hans Gallen. Auf dem alten Vorderspiegel Kaufvermerk Ph. J. Steyrers vom 26.Nov. 1793 (nicht 1783, wie bei Ettlinger angegeben). Literatur: Ehrensberger , S. 54 Nr. 2; Ettlinger , S. 638; Klauser , S. CXVI. 1 r — 191 r LECTIONARIUM MISSAE. l r —152 r Proprium de tempore. >In vigilia nativitatis Domini< mit 3 Perikopen, ebenso die drei Messen am Weihnachtstag; (5 V ) >In vigilia Epyphanie< (18 v ) >Feria IUI in capite ieiunii<; (72 r ) >Feria V in Cena Domini<; (73 r ) >Feria VI in parasceve<; (76 v ) >In sabbato saneto pasche <; (83 r ) >In die saneto Pasche <; (94 v ) >In vigilia Ascensio- nis<; (97 r ) >In vigilia Pentbecostes<; (145 r ) > Dominica prima in Adventu Domini<. 103 st. peter perg. 43 • st. peter perg. 44 152 r —169 v Proprium sanctorum von Pauli Bekehrung (25.1.) bis Andreas (30.11.), nur eine Auswahl der wichtigsten Feste. 169 v -186 v Commune sanctorum. >ln vigilia apostolorum<, (185 v ) >In dedicacione ecclesie<, (186 v ) >In dedicacione altaris<. 186 v -191 r Votivmessen. >pro congregacione<, >pro se ipso<, >pro temptacione car- nis<, >pro peccatis<, >pro tribulacione<, >pro rege<, >pro salute unius vivi <, >pro salute vivorum<, >pro cuncto populo catholico<, >pro pace<, >pro facientibus elemosi- na<, >pro iter agentibus<, >pro infirmis<, >pro sterilitate pluvie<, >pro serenitate<, >pro defunctis<, > de cruce<, > de sancta Maria <. 19 V Nachtrag: Exultet, neumiert. St. Peter perg. 44 Graduale 190 Bl. • 29,5 X 22 ■ Augustiner-Chorfrauen ■ Erfurt, Neuwerkskloster • 14. Jh. 1 Lagen: (III + l) 7 , (V + l) 18 , 11 V 128 , VI 140 , 5 V 190 . Kustoden ab 18 v . 9 v -190 r : Paginierung (17. Jh.) 1-3062 (= 362). Schriftraum im Corpus der Hs. 22,5 X 15,5. 11 Notensysteme mit 5 Linien (F-Linie rot, C-Linie gelb, Schlüsselbuchstaben), Hufnagelnotation. Textura, Haupthand 3 r -5 v und 9 V -190 V ; Zusätze und Randnachträge von verschiedenen Händen (14.-17. Jh.), darunter 190 v die Hand von St. Peter perg. 16, I r -l r . Übliche Rubrizierung. Rote und blaue Lombarden. Vierzehn große figürliche Initialen von guter Qualität, Deckfarbenmalerei auf Goldgrund: 9 V Verkündigung, 18 r Geburt Christi, 22 v Taufe Christi und Anbetung der Könige, 55 v Einzug in Jerusalem, 69 v Auferstehung, 77 v Himmelfahrt, 79 r Pfingsten, 81 v Dreifaltigkeit, 100 r Darstellung Jesu im Tempel, 109 r Geburt Johannes d. Täufers, 110 v Petrus und Paulus, 134 v Thomas mit Hostienwunder, 161 r Augustinus, 162 r Bartholomäus; in den Initialen mehrfach Darstellung von Augustinerinnen. 9 r ganzseitige Miniatur (15. Jh.) mit Darstellung der sog. Hostienmühle (s. Abb. 11). Vgl. P. Heimann , Mola mystica, in: Zeitschrift f. Schweiz. Archäologie u. Kunstgesch. 31 (1982) 228-252, bes. S. 241 f und Abb. 8 (falsche Datierung der Miniatur). Brauner Lederband des 15. Jh's mit rhombenförmigem Netz von Streicheisenlinien, darin verschiedene Einzelstempel, u.a. Schunke , Adler 225, Lilie 74, Pelikan 34 a, Vögel 28; auf dem Vorderdeckel 2 Eckenbeschläge und radförmiger Mittelbuckel, restliche Beschläge abgefallen; 2 Langriemenschließen; Lesezeichen mit Stoffbändern; Rücken 1931 erneuert (s. Abb.28). Herkunft: Augustinerinnenkloster Neuwerk in Erfurt, vgl. Kalendarium, Einband, Sequentiar, Benediktion 131 v , Rubrik 68 r dicta oracione ... cantrix incipiat ...; 8 r Profeßformel (Hand des 14. Jh's): Ego soror Wunnaborgis offerens trado me ipsam ecclesie sancte Marie ... promitto eciam obedienciam in Christo domino Theodorico, prefate ecclesie patri ... (vgl. Birkner , S. 13f); auf 104 st. peter perg. 44 dem hinteren Spiegel Nachrichten aus der Geschichte Erfurts von 1365-1525 mit Bezug auf das Neuwerkskloster, abgedruckt von P. von Winterfeld , in: Neues Archiv 27 (1902) 202-203. Schrift und Ausstattung weisen in die erste Hälfte des 14. Jh's. Kein Kaufvermerk Abt Steyrers erhalten. Literatur: Ehrensberger, S. 57 Nr. 9; Ettlinger, S. 634; Beer , Initial und Miniatur Nr. 47; Birkner, S. 5 f, 12-15; Ferdinand, S. 74-76; Miazga, S. 41 Nr. 210; Theele, S. 157 f. 1 V -2 V Nachtrag: Benedictus-Sequenz AH 54 Nr. 35. — V leer. 3 r -4 v KALENDARIUM, Erfurtisch, vgl. St. Peter perg. 16; es fehlen hier die Oktav von Augustinus und die Translationsfeste von Martin und Erhard, dafür zusätzlich unter anderem die Feste Alexandri (26.2.), Romani (28.2.), Victoris (30.3.), Reguli (31.3.), Victoris (14.5.), Romani (17.5.), Desiderii (23.5.), Bede (26.5.), Johannis pape (27.5.), Nazarii (17.6.), Theodori (19.9.), Nicasii (14.12.). Merkverse zu den Dies aegyptiaci, Walther , Initia carminum, Nr. 1752 (unvollständig). 6 r INTERVALLTAFEL, wie St. Peter perg. 16, l v (s. dort). 6 v -7 r BREVIATURA DE SANCTIS, von Barbara (4.12.) bis Oktav von Andreas (11.10.), dann >In dedicacione altaris< und > de sancto Spiritu<. 7 V -8 V Credo; (8 r ) Profeßeintrag (s.o.). 9 r Miniatur, Hostienmühle (s.o.). 9 v -125 r PROPRIUM MISSAE. 9 V —94 v De Tempore. >Dominica prima in adventu<; (15 r ) >In vigilia Nativitatis<, (17 rv ) Tropen Propter delicta und Laetemur gaudiis, s. Wagner 3, S. 506, (17 v -18 r ) Tropus AH 49, Vorwort, Nr. 1; (22 v ) >ln vigilia Epyphanie< ; (28 v ) >In capite ieiunii<; (59 v ) >feria quinta< [in cena Domini] mit AH 51 Nr. 76; (60 v ) >In parasceve< mit AH 50 Nr. 66; (63 v ) Ostervigil >ante fores<, AH 50 Nr. 31; (68 r ) Osterprozession Populus acquisicionis ... mit AH 50 Nr. 69 S. 79; (69 v )>In die sancto< Resurrexi ...; (77 r ) >In vigilia Ascensionis<-, (78 v ) >In vigilia Pentbecostes< mit AH 50 Nr. 183; (81 v ) > De sancta Trinitate v ; (82 r ) >De corpore Christi<. 94 v -120 v De Sanctis, von Lucia (13.12.) bis Andreas (30.11.). 120 v —121 r >In dedicacione<. 121 r —125 r Commune sanctorum. 105 st. peter perg. 44 st. peter perg. 45 125 r -130 v ORDINARIUM MISSAE. Kyrie- und Gloriamelodien. 130 v —13l v PROZESSIONSANTIPHONEN FÜR DIE BITTAGE. >In rogacionibus<; (131 v ) Benediktionsantiphon von St. Severi (s. St. Peter perg. 16, 136 v ). 13 l v —133 r PRO DEFUNCTIS. 133™ ORDINARIUM MISSAE. Sanctus- und Agnus Dei-Melodien. 133 v -135 v Varia: Sequenz AH 53 Nr. 10 (unvollständig), (134 rv ) Credo, (134 r -135 v ) Thomas-Sequenz AH 40 Nr. 342 mit Allelujavers, (135 v ) lniquitates nostras aufer ..., vgl. St. Peter perg. 16, 210™. 135 v -189 v SEQUENTIAR. AH 53 Nr. 10. 16. 15. 215. 168, AH 55 Nr. 188, AH 53 Nr. 157.29, AH 55 Nr. 51, AH 50 Nr. 269, AH 53 Nr. 99.36.50, AH 54 Nr. 7, AH 53 Nr. 67. 70, AH 54 Nr. 153, AH 53 Nr. 81, AH 54 Nr. 15, AH 50 Nr. 385, AH 53 Nr. 163. 210, AH50 Nr.267. 268, AH55 Nr. 174, AH54 Nr. 27, AH55 Nr. 115, AH 53 Nr. 173.104, AH 55 Nr. 77, AH 53 Nr. 128, AH 50 Nr. 270, AH 54 Nr. 25, AH 53 Nr. 95, AH 54 Nr. 125.120, AH 55 Nr. 7, AH 53 Nr. 191, AH 55 Nr. 13 1. 302, AH 53 Nr. 112. 181, AH 55 Nr. 120. 203, AH 54 Nr. 30, AH 55 Nr. 265, AH 54 Nr. 2. 18, AH 50 Nr. 241, AH 54 Nr. 216. 218. 224, AH 53 Nr. 247. 228. 229, AH 55 Nr. 14. 9, AH 50 Nr. 271, AH 54 Nr. 225. 219. 90, AH 55 Nr. 333, AH 54 Nr. 56. 189 v -190 v Varia: Alleluiaverse zu Katharina und Andreas, (190 r ) Sequenz Chevalier, Nr. 9094; Offertoriumsvers Et nunc sequimur ..., (190 v ) Anfang der Sequenz AH 48 Nr. 392 (Nachtrag). St. Peter perg. 45 Missale Dominicanum 303 + 1 (Pap.) Bl. • 29,5 X 21 • Dominikanerinnen • Freiburg i.Br., St. Magdalena • 15. Jh. 2 Lagen: (III -3) 3 , (IV-2 + l) 10 , 6 VI 82 , 4 V 122 , (V + l) 133 , 15 V 283 , (V + l) 294 , (V-l) 303 ; in der ersten Lage Textverlust. Bl. 304 Papier mit Dreiberg-Wz. (s. P. H eitz , Les filigranes des papiers contenus dans les incunables Strasbourgeois, Strasbourg 1903, Nr. 199). Schriftraum 20,5 X 15,5. 2 Spalten, 26 Zeilen. Textura von einer Hand; 299 v -304 r Nachträge von drei verschiedenen Händen. Teilweise Quadratnotation auf 4 Linien, 305 r Hufnagelnotation auf 5 Linien. Übliche Rubrizierung, in mehreren Farben ausgeführt. Rote und blaue Lombarden. 95 figürliche Initialen, typische Nonnenmalerei. 280 v -283 v einfachere Ausstattung. 124 v Kanonbild: Kreuzigungsgruppe 106 st. peter perg. 45 vor blauem Grund in Rahmen aus grauem Quaderwerk, datiert 1468, herberer Stil als die Initialen, stammt von anderer Hand. Schweinslederband der Zeit mit Streicheisenmusterung und Rollenstempeln, 2 Schließen, 1973 restauriert; jetzt neuer Lederband, darauf die Reste der alten Deckelbezüge angebracht, Spiegel abgelöst (s.u. Fragmente). Herkunft: Dominikanermissale des späten 15. Jh's; Buchmalerei, Kalendar und Sanktorale sowie die Litanei 115 r — 116 r weisen auf das Freiburger Reuerinnenkloster St. Magdalena (vgl. auch 202 v und 301 v -302 v ). Auf dem Vorderspiegel der Eintrag: Deis{\) buch ist von dem Convent hei{\) [ = hier] woren, 1650 („Ruweren", so Heusinger und Beer, s.u ., ist nicht zu lesen), vermutlich zu beziehen auf die 1650 erfolgte Inkorporation des Reuerinnenkonventes in das Kloster St. Katharina (s. Wilms , S.49 und 79, sowie Gottwald , S. IX-X). Nach dem Kaufvermerk auf dem Vorderspiegel von Abt Ph. J. Steyrer 1754 erworben. Literatur: Ehrensberger , S. 62 Nr. 10; Ettlinger , S. 624; Beer , Initial und Miniatur, Nr. 62; Ferdinand , S. 76 ff; Heusinger I, S. 98 f, 104 f und 188 ff; Heusinger II, S. 153 f und 159. l r -3 v KALENDARIUM, dominikanisch. Grundstock wie im Prototyp Humberts (s. Guerrini , S. 255-266), dazu die im 14. und 15. Jh. in den Ordenskalender aufgenommenen Feste sowie die süddeutschen Heiligen Ulrich (4.7., später radiert und auf den 5.7. verlegt), Othmar (14.11.) und Konrad (26.11.). Mit Gold ausgezeichnet: Weihnachten, Marienfeste, Dominicus, Magdalena, Peter und Paul, Zehntausend Märtyrer. Die Monate Januar bis April sowie September und Oktober fehlen. 4 r -6 r BENEDIKTIONEN. > Benedictio aque<, s. Franz , Benediktionen 1, S. 145-147; (4 V ) > Ad aspersionem aque benedicte<, s. Guerrini , Nr. 569—571; (5 r ) >Benedictio vini super amorem Johannis dicendo{\)<, s. Franz, Franz , Benediktionen 1, S. 310 und S. 319; (5 V ) > Benedictio aque sancti Petri martiris<, s. Franz , Benediktionen 1, S. 211. 6 r -10 r LIBER GENERATIONIS. >In nocte natalis Domini. (8 r ) >ln nocte Epipha- nie...< (s. Guerrini , Nr. 42 und 58). — 10 v leer. ll r -117 r PROPRIUM DE TEMPORE, Pars hiemalis, vgl. Guerrini , Nr. 572-664. >Domin ica prima in adventu Domini<; (17 r ) >In vigilia nativitatis Domini<; (22 r ) >In vigi- lia Epiphanie<\ (31 r ) >Feria IUI in capite ieiunii<; (80 r ) > Dominica in ramis palma- rum<; (97 v ) >Feria quinta in cena Domini<; (99 v ) >Feria VI in parasceve<; (107 v ) >Sabbato sancto Pasche< mit Litanei ( 1 1 5 r — 116 r ), darin je zwei Anrufungen für Dominikus und Maria Magdalena, außerdem Ursula-Anrufung rubriziert. 117 r —129 v ORDO MISSAE. >Sacerdos quando celebraturus...<; (117 v —123 r ) Praefatio- nen, vgl. Guerrini , Nr. 557-564, 566, 565; (123") Gloria, Credo; (124 v ) Kanonbild (s.o.); (125 r -129 r ) Canon Missae; (129 rv ) Ite-missa-est-Intonationen. — 124 r leer. 107 ST. PETER PERG. 45 129 v —18 l v PROPRIUM DE TEMPORE, Pars aestivalis, vgl. Guerrini , Nr. 665-721. > hi die sancto Pasche <; (141 v ) >In vigilia ascensionis Domini <; (144 r ) >In vigilia Pen- tecostes <; (155 r ) > In festo s. Trinitatis< ; (155 v ) >ln festo corporis Christi< ; (156 v ) > Dominica prima post festum s. Trinitatis <. 18 l v -183 r > In anniversario dedicacionis ecclesie<. Guerrini , Nr. 724, 723. 1 83 r —26 1 r PROPRIUM DE SANCT1S. Guerrini , Nr. 725-872, mit den beim Kalenda- rium erwähnten zusätzlichen Festen, außerdem Translatio Mariae Magdalenae (202 v ). 261 r -268 v COMMUNE SANCTORUM. Perikopen, s. Guerrini , Nr. 873-878. 268 v -276 v MISSAE VOTIVAE. Guerrini , Nr. 879-901. 276 v -280 r MISSAE PRO DEFUNCTIS. Guerrini , Nr. 902-906. 280 v -283 v RUBRIKEN. Guerrini , Nr. 535-567. 283 v -297 v SEQUENTIAR. (283 v -285 v ) Proprium de Tempore: AH 54 Nr. 2. 7. 152, AH 53 Nr. 70, AH 54 Nr. 153. 162, AH 50 Nr. 385; (285 v -286 r ) In dedicatione: AH 55 Nr. 39; (286 r -297 v ) Proprium de Sanctis: AH 34 Nr. 67, AH 44 Nr. 47 (nach AH Text sonst nur noch aus einer Basler Hs. bekannt), AH 55 Nr. 340. 325, AH 54 Nr. 216, AH 55 Nr. 343. 293, AH 54 Nr. 59, AH 40 Nr. 188 (Translatio Dominici, nach AH Sondergut dieser Hs!), AH 42 Nr. 252. 312, AH 54 Nr. 196, AH 8 Nr. 230, AH 55 Nr. 64. 115, AH 54 Nr. 245, AH 55 Nr. 75, AH 54 Nr. 188, AH 55 Nr. 258 (dominikanische Fassung). 334. 37, AH 54 Nr. 189, AH 42 Nr. 264 (nach AH nur 1 weitere Hs.), AH 54 Nr.218. 19. 219, Mone 2 Nr.519 (vgl. AH 32 Nr.24), AH 54 Nr.284. 279. 283. 285. 281. 278. 277. 280, AH 50 Nr. 241. 297 v -299 r >ORATIO S. AMBROSIIc. Summe sacerdos..., ed. Wilmart , S. 114-124. Abschnitte 6-8 in 299 r und 300 r nachgetragen, außerdem ein bei Wilmart nicht abgedruckter Zusatz (s.u.). 299 v -304 r Nachträge: (299 v -300 r ) Sequenzen AH 55 Nr. 3 und Nr. 37 (Str. 21-26), AH 44 Nr. 61 (Sondergut dieser Hs.); (300 r ) Nachtrag zur Oratio S. Ambrosii (s.o.) und Zusatz Et ut nunc efficax. ..-ad vitam perveniam eternam, te miserante, te adiuvante, te donante. Amen (PL 17, 841B—842B); (300 v ) Meßformular >terciis feriis quando oratio vacat<, in den Orationen genannt: Petrus Martyr, Thomas v. Aquin, Vinzenz Ferrer, Katharina v. Siena; (301 r —302 v ) Meßformular > in commemoracione beate Marie Mag- dalene<, mit Sequenz Chevalier , Nr. 6895; (303 rv ) Votivmesse >de passione et angu- 108 ST. PETER PERG. 45 ST. PETER PERG. 46 stiis Domini nostri<-, (303 v ) Evangelium zum Fest Katharinas v. Siena; (304 r ) Intonationen zu Kyrie, Gloria und Ite missa est (vgl. Ferdinand , S. 77f). — 301 r und 304 v leer. Fragmente: SACRAMENTARIUM GREGORIANUM, 10. Jh. Ehemalige Spiegel Zwei Pergamentbl. aus einer Foliohs.; 28,5 x 21. Schriftraum 20 x 13. 21 Zeilen. Karolingische Minuskel von 2 Händen (10. Jh.). Rubriken in roter Capitalis rustica. Herkunft: Formel Nr. 2909 (s. Vorderspiegel) weist in den südwestdeutschen Raum. Vorderspiegel: [Missa pro defunctis] > super oblata<, Formeln Nr. 2865, 2909 und 3054 des Sacramentarium Gregorianum (ed. J. Deshusses , Le Sacramentaire gregorien 2, Fribourg/Suisse 1979); >Item missa pro defunctis<, Formeln Nr. 1433-1435, 1437, 1440 ( Deshusses 1, Fribourg/Suisse 1971); >Missa pro defunctis fratribus<, Formel Nr. 2862 ( Deshusses 2). Hinterspiegel: Schluß eines längeren Gebets um Sündenvergebung, dann > Missa univer- salis< mit den Formeln Nr. 3085—3087 (Deshusses 2). St. Peter perg. 46 Missale Dominicanum 358 4- 1 (Pap.) Bl. ■ 31,5 X 22,5 • Dominikaner ■ Bistum Augsburg • um 1260 u. 15. Jh. 2 Lagen: (VI-2 + l) u , V 21 , VI 33 , (V + I) 45 , 8 VI 141 , (I + l) 144 , V 154 , 5 VI 214 , (IV-1) 221 , 4 VI 269 , (VI+ 1) 282 , 4 VI 330 , (II + 2) 335a , 2IV 351 , (IV-1) 358 ; 33 v -129 v Kustoden I-X. Schriftraum 24 x 16. 2 Spalten, im Hauptteil 27 Zeilen. Textura von 3 etwa gleichzeitigen Händen: 1. 22 r -36 v , 38 r -41 v , 43 r -127 v , 128 v -141 v , 155 r -221 v ; 2. 144 r -148 v , 151 r -154 v ; 3. 2 r -21 r , 37 r und 42 r (Dop- pelbl.), 128™ (auf Rasur), 142 r -143 v , 149™, 222 r -331 va , 332 r -334 r . Schrift der Hände 1 und 2 oft von Hand 3 nachgezogen, teilweise auch radiert und korrigiert. Kleinere Nachträge des 14. Jh's von mehreren Händen; 336 r -358 v Anhang, Textura des 15. Jh's. Quadratnotation auf 4 roten Linien (17 v -21 r , 142 v -149 v , 152 v -154 r ). Übliche Rubrizierung. Rote und blaue Lombarden, häufig mit Fleuronnee in der Gegenfarbe. Initialschmuck: T rot-blaue Fleuronnee-Initiale als Zierstab in der Höhe des ganzen Schriftspiegels ausgeführt; 22 r , 32 v , 155 r , 170 r , 176 v Deckfarbeninitialen vor Goldgrund, teilweise mit Säulen- und Drachenmotiven, Spiralranken mit palmettenartigen Ausläufern; 185 v und 280 v kleinere Initialen ähnlicher Art, jedoch flüchtiger gemalt; 151 r blaue T-Initiale vor rötlichem Grund, Rankenwerk wie bei den Goldgrundinitialen, aber im Ganzen weniger qualitätvoll. 150 r Kanonbild von 109 st. peter perg. 46 hervorragender Bedeutung (Abb. 6), mit dem von Hand 3 beschriebenen Bl. 149 zusammenhängend, Beschreibung und Abbildung bei Swarzenski und Beer (s.u .). 15 l r Randminiatur: Stifterbild, kniender Dominikaner unter gotischem Giebel, beschriftet Cunradus Predicator; steht in Zusammenhang mit Hand 2. Schweinslederband des 15. Jh's mit rautenförmiger Streicheisenmusterung und Einzelstempeln; 2 neue Langriemenschließen. Herkunft: Dominikanermissale, um 1260 geschrieben (vgl. Kalendarium und Sanktorale), Schlußredaktion durch Hand 3. Meßformulare 322 r —323 r weisen in das Bistum Augsburg, ebenso die Besonderheiten im Kalendarium; vgl. auch das eingeklebte Papierblatt V (Sintpert zählt seit 1622 zu den Augsburger Bistumspatronen) und 335 a den zum Ausbessern des Blattes verwendeten Papierstreifen mit Wz. von Giengen (s. Piccard , Fabeltiere, III, Nr. 1752—1816). Laut Vermerk auf dem vorderen Spiegel von Abt Steyrer 1781 für St. Peter erworben. Literatur: Ehrensberger, S. 63 Nr. 11; Ettlinger, S. 626; Beer , Initial und Miniatur, Nr. 37 mit Abb.; dies., in: Zeitschrift f. Kunstgeschichte 28 (1965), S. 136 und 30 (1967), S. 81; L'Europe gotique , Paris 1968, S. 148 f; Ferdinand, S. 78 f; MBK 4/2, S. 1004; Swarzenski , Textbd., S. 54 und 130 f; Tafelbd., Abb. 612-615. l r Eingeklebtes Papierblatt, darauf von einer Hand des 17. Jh's Oration zum hl. Sintpert (nicht Symphorian: so Swarzenski, S. 130). l v —7 r KALENDARIUM, dominikanisch. Grundstock wie im Prototyp Humberts (s. Guerrini, S. 255—266). Die später in den Ordenskalender aufgenommenen Feste von mehreren Händen nachgetragen, als ältestes der 1266 eingeführte Totengedenktag am 7.7., ebenso die folgenden Feste lokaler Prägung: Udalrici (4.7.), Narcissi (29.10.), Oth- mari (16.11.) von einer Hand des späten 13. Jh's, Kiliani (8.7.), Translacio S. Benedict! (11.7.), Divisio Apostolorum (15.7.), Arnolffi (18.7.), Afra (7.8.), Hilaria (12.8.), Magni (6.9.) von zwei Händen des 15. Jh's; das 1262 in den dominikanischen Kalender eingeführte Fest von Antonius v. Padua erscheint weder im Haupttext noch als Nachtrag. Januar (l v ) von einer Hand des 14. Jh's (nachträglich eingefügtes Blatt). 7 V —17 v RUBRIKEN UND BENEDIKTIONEN zu einzelnen Festen, s. Guerrini, Nr. 531-534, 537-551, 556-567, 597-600, 642, 647, 649, 654, 678, 681, 685, 753—754, 823. Am Rand Verweisungszeichen, die sich an den entsprechenden Stellen im Missaletext wiederfinden. 17 v -21 r LIBER GENERATIONIS, s. Guerrini , Nr. 42 und 58. 21 v Nachtrag (14. Jh.): Votivmessen >per adventum de omnibus sanctis<, >in ieiunio ... pro ecclesia<, >per totum annum...< (Bruylants 1, Nr. 594). 22 r -142 r PROPRIUM DE TEMPORE, Pars hiemalis. Vgl. Guerrini , Nr. 572-664. > Dominic a prima in adventu Domini <; (29 v ) >ln vigilia nativitatis Domini <; (35 v ) >In 110 st. peter perg. 46 vigilia Epyphanie<\ (47 v ) >Feria ////< [in capite ieiunii]; (106 v ) > Dominica in ramis palmarum< ; (126 v ) >In cena Domini<; (128 v ) >In die parasceve<; (136 r ) >Sabbato sancto Pasche< mit Litanei (140 r —141 r ), darin Nachträge von verschiedenen Händen, u.a. auch Thomas von Aquin und Vinzenz Ferrer sowie Afra und Ursula. 142 r —154 v ORDO MISSAE. >De officio sacerdotis<-, (143 v ) Intonationen zum Ite missa est (Nachtrag); (144 r -149 v ) Präfationen, vgl. Guerrini , Nr. 557-564, 566, 565; (150 r ) Intonationen zu Kyrie, Gloria und Ite missa est (15. Jh., später getilgt); (150 v ) Kanonbild (s.o.); (151 r ) Stifterbild (s.o.); (15l r —154 v ) Canon Missae. 155 r -220 r PROPRIUM DE TEMPORE, Pars aestivalis. Vgl. Guerrini , Nr. 665-721. >In die sancto Pasche <; (169 r ) >In vigilia Ascensionis<; (170 r ) >In die Ascensionis<; (172 r ) >In vigilia Pentecosten< ; (185 v ) > De sancta Trinitate<-, (187 r ) >Dominica prima post festum sancte Trinitatis <. 220 r —221 v >In anniversario dedicationis ecclesie<. Guerrini , Nr. 724 und 723. 222 r -298 v PROPRIUM DE SANCTIS. Guerrini , Nr. 725-872. Bemerkenswert: (240 v ) nachgetragene Oration zu Thomas v. Aquin; (272 r ) Nachtrag des 15. Jh's (kleineres Blatt) >de sanctis nostris oracio< (Petrus Martyr, Thomas, Vinzenz Ferrer, Katharina v. Siena); verschiedentlich Hinweise auf den Anhang 336-358, besonders hervorgehoben für die Feste von Magnus (281 v ), Narcissus (292 v ) und Othmar (296 v ). 298 v -308 r COMMUNE SANCTORUM. Nur Perikopen. Vgl. Guerrini , Nr. 873-878. 308 r -317 v MISSAE VOTIVAE. Guerrini , Nr. 879-901. 317 V —321 r MISSAE PRO DEFUNCTIS. Guerrini , Nr. 903-906. 322 r -323 r ZUSATZ ZUM PROPRIUM DE SANCTIS. Augsburger Heilige: > Udalrici episcopi et confessoris<, (322 v ) > Afre martiris<, >Hilarie et aliarum martirum < ; (323 r ) Initien der Gradualteile und der Perikopen für die drei Meßformulare. 323 r -331 v SEQUENTIAR. (323 r -325 r ) Proprium de Tempore: AH 54 Nr. 2. 7. 152, AH 53 Nr. 70, AH 54 Nr. 153. 161; (325 rv ) In dedicatione: AH 55 Nr. 31; (325 v -331 v ) Proprium de Sanctis: AH 54 Nr. 216, AH 55 Nr. 293. 115, AH 54 Nr. 245, AH 55 Nr. 75, AH 54 Nr. 188, AH 55 Nr. 37; AH 54 Nr. 218. 21. 219, Mone 2, Nr. 519, AH 54 Nr. 284. 279. 283. 278. 281. 282. 280. 285. 331 v Nachtrag (14. Jh.): zwei Meßformulare für verstorbene Priester. 111 st. peter perg. 46 • st. peter perg. 46a 332 r -334 r ORATIO S. AMBROSII. Summe sacerdos..., ed. Wilmart, S. 114-124. 334 r -335 v Nachträge (13. und 14. Jh.): (334 r -335 r ) Weihwassersegnung, s. Franz , Benediktionen 1, S. 145-157 sowie S. 128 Nr. 3; (335 rv ) Sequenzen AH 54 Nr. 148 und AH 50 Nr. 385, dazwischen Offizium und Meßformular der hl. Martha (nur Initien). — 335 a leer. 336 v -358 v ANHANG ZUM PROPRIUM DE SANCTIS (15. Jh.). (336 v -354 v ) Meßformulare für die im Kalendarium nachgetragenen Feste (s.o.), darin die Sequenzen AH 54 Nr. 59 (341™), Nr. 196 (344 rv ), Nr. 107 (348™), AH 55 Nr. 334 (351 v -352 r ), Nr. 120 (352 v -353 r ) und AH 50 Nr. 385 (353 v -354 r ); (354 v -358 v ) Sequentiar: AH 55 Nr. 325. 343. 186, AH 8 Nr. 268. 230, AH 55 Nr. 61, AH 53 Nr. 104, AH 55 Nr. 258. 14, AH 40 Nr. 260; (358™) Meßformular der Zehntausend Märtyrer. St. Peter perg. 46 a Prozessionale • Rituale 64 Bl. ■ 9,5 X 6,5 ■ Dominikanerinnen • Franken(?) ■ 14. Jh. 1 Lagen: Quaternionen mit Kustoden. Schriftraum 6 X 4,5. 5 Notensysteme (Quadratnotation auf 4 roten Linien) mit je einer Textzeile oder 14 Zeilen. Textura von einer Hand, Rubriken in Buchschrift von der gleichen Hand. V und hinterer Spiegel: 2 Nachtragshände des 14. Jh's. Übliche Rubrizierung. Rote und blaue Lombarden, in den notierten Teilen schwarz-rote Cadellen. l v einfache rot-blaue Fleuronnee-Initiale. Roter Lederband der Zeit mit rautenförmigem Streicheisenmuster, von der Schließe nur noch Halterung vorhanden; Rücken und Vorsätze 1935 erneuert. Herkunft: Aus einem deutschen Dominikanerinnenkloster, Mundart weist nach Franken. Literatur: Ehrensberger, S. 74 Nr. 4; Längin , Nr. 145. V Rubrik zum Begräbnisritus, deutsch. Wenne man ein swester hat begraben... (Nachtrag). l v —26 v PROZESSIONALE. >Incipit processionale. In die palmarum<-, (ll v ) >ln die ascensionis Domini <; (16 r ) >In festo purificacionis beate Marie <; (21 v ) > In festo as- sumptionis beate Marie <. 26 v —64 v RITUALE. Lateinischer Text, deutsche Rubriken (Mundart nordbairisch mit mitteldeutschen Einsprengseln). 26 v —32 v Krankenritus. > Als ein swester siech wirt...< (nur Rubriken); (27 v ) > Wanne man über den siechen mit der heiligen Ölung gen wil. ..<. 112 ST. PETER PERG. 46a • ST. PETER PERG. 47 32 v —64 v Sterbe- und Begräbnisritus. > Wenne es nu dar zu kumt, daß der siech dem töd nahen kumen ist... <• (37 r ) > Wenne man di leich zu dem grabe tragen wil. Schluß des Ritus fehlt. Auf dem hinteren Spiegel Teil der Oration Exaudi nos Domine (Franz , Benediktionen 1, S. 609 Anm. 5). Nachtrag (14. Jh.). St. Peter perg. 47 Hymnar 1 + 56 + 1 Bl. ■ 25 X 17 • Zisterzienserinnen • Rottenmünster(P) • 13. Jh. 2 (nach 1261) Lagen: 2 VI 16 , (III + 2) 24 , 4 III 56 . Schriftraum 19 X 12. 8 Notensysteme (Quadratnotation auf 4 roten Linien) mit jeweils einer Textzeile. Textura von einer Hand. Übliche Rubrizierung. Rote Lombarden. Heller schmuckloser Lederband, als Spiegel Urkundenfragmente des ausgehenden 14. Jh's verwendet (s.u.). Von ursprünglich je 5 Buckeln auf dem Vorderdeckel noch 2 und auf dem Hinterdeckel noch 3 erhalten; 1936 Rücken und 2 Schließen erneuert, alte Spiegel (s.u. Fragmente) abgelöst (jetzt als ungezählte Vorsatzbl.) und neue Spiegel angebracht. Herkunft: Urkundenabschriften (s.u., Fragmente) weisen auf das Zisterzienserinnenkloster Rottenmünster a. Neckar, vermutlich auch Schriftheimat der Hs.; Datierung aufgrund der Schrift sowie der berücksichtigten Heiligenfeste und deren Einführung in den Ordenskalender (nach Leroquais, Breviaires 1, S. XCIX). Nach Vermerk auf dem alten Vorderspiegel von Abt Steyrer 1781 erworben. Literatur: Ehrensberger , S. 17 Nr. 2; Ettlinger , S. 636; S. Marosszeki , in: Anal. sacr. ord. eist. 8 (1952), S. 156; Moberg , S. 176-177. l r -53 r HYMNAR. Die Textauswahl entspricht dem Hymnarium antiquum Bernhards von Clairvaux; vgl. Weinmann, S. 13, Nr. 10—14, 32—33, 15, 35—37, 16—31, 34, 38—51, 58, 52, 56-57. (l r -29 r ) Proprium de Tempore. AH 50 Nr. 72 (hier kürzer), AH 51 Nr. 47 (für die 2. Strophe s. AH 51 S. 47), AH 50 Nr. 8. 53, Mone 3, S. 505 f (interpolierter Text von Nr. 1156), AH 50 Nr. 9. 10, AH 51 Nr. 128. 123. 126. 60. 54. 75, AH 50, Nr. 66 (Str. 8-10). 67, AH 51 Nr. 74, AH 50 Nr. 6. 12, AH 2 Nr. 44, AH 50 Nr. 215, AH 51 Nr. 87, AH 2 Nr. 49. 47, AH 51 Nr. 92. 91, AH 50 Nr. 144. (29 r -43 r ) Proprium de Sanctis. AH 50 Nr. 11, AH 51 Nr. 135, AH 2 Nr. 54, AH 50 Nr. 15. 16, AHM Nr. 74, AH 52 Nr. 79, AH 51 Nr. 130, AH 50 Nr. 153, AH 51 Nr. 176. 139. (43 r -48 r ) Commune Sanctorum. AH 50 Nr. 17, AH 51 Nr. 114b. 116, AH 50 Nr. 21. 113 st. peter perg. 47 • st. peter perg. 48 (48 r -49 r ) > In natali XI milium virginum. Ad terciam<. AH 52 Nr. 365. (49 r -51 r ) Kirchweihe. AH 51 Nr. 103. (5l r —53 r ) AH 52 Nr. 366. 367 (11000 Jungfrauen). 53 r -54 r KARFREITAGSIMPROPERIEN. 54 r -56 v ALLERHEILIGENLITANEI, zisterziensisch. Nachträge von verschiedenen Händen, darunter: Wolf gange, Malachia, Emmunde, Anna (zweimal). Fragmente (ehemal. Spiegel, s.o.): URKUNDENABSCHRIFTEN 1. Vorderspiegel. Text vollständig, ein Leibgeding für Nesa von Wiler, Klosterfrau in Rottenmünster, betreffend, datiert am 5. Juli 1398. Weiter genannt: Verena von Wiler, Nichte der Nesa, ebenfalls Klosterfrau in Rottenmünster. 2. Hinterspiegel. Text unvollständig (rechte Seite beschnitten), den Verkauf eines Hauses an das Kloster betreffend, datiert am Samstag vor sant W al[burg]tag nach Christi geburt drüczehenhu[ ndert...]. Genannt sind Schultheiß und Bürgermeister von Rottweil sowie die Rottweiler Bürger Johann der Pfuser der Elter und Konrad der Boller (vgl. zu diesem R.Elben , Das Patriziat der Reichsstadt Rottweil, Stuttgart 1964, S. 106f und 177 sowie M. Reichenmiller , S. 169 f). St. Peter perg. 48 Biblia sacra (omisso Psalterio) 247Bl. ■ 48 X 37,5 • 15. Jh. ■ Italien? Lagen: (IV-1) 7 , 15 IV 127 , (V-3) 134 , 14 IV 246 , (II—2) 247 incl. Hinterspiegel; Textverlust vor Bl. 1 (1 Bl.) u. nach Bl. 128 (3 BL). Reklamanten, großenteils beschnitten bzw. abgeschnitten. Schriftraum 33,5 X 22,5; 2 Spalten, 63-70 Zeilen. Bastarda von 4 Händen. Übliche Rubrizierung; lom- bardenähnliche rote Zierbuchstaben unterschiedlicher Größe, teils mit anspruchslosem Fleuronnee (z.B. 88 r , 240 v , 241 v , 243 r ). Blindgeprägter heller Lederband der Zeit. 1981 neuer Vorderspiegel und neue Schließenriemen angebracht. Auf dem Rücken Signatur (nicht mehr lesbar) und Titel- schildchen aus St. Peter (s. Einleitung, S. XXIXf). Herkunft: Schrift und orthographische Besonderheiten sprechen für die Entstehung der Hs. in Italien. V radiert: FF. Eremitarum S. Augustini Friburgi Brisgoiae (17./18. Jh.). Auf dem Ledereinschlag des Vorderdeckels: Emit Philippus Jacobus, Abbas S. Petri circa Annum 1756. Literatur: Ettlinger, S. 625. 114 ST. PETER PERG. 48 l ra -185 vb VETUS TESTAMENTUM. l va -8 va Gn, 8 va -14 ra Ex, 14 ra -17 vb Lv, I7 vb -23 va Nm, 23 va -28 va Dt, 28 vb -32 ra los, 32 ra -35 va Idc, 35 va -36 ra Rr, 36 rb -53 vb Rg, 54 ra -66 vb I, II Par, 66 vb Oratio Manasse (Stegmüller , RB, Nr. 93, 2), 67 ra -69 ra I Esr, 69 ra -72 ra Ne, 72 ra -80 vb II, IV Esr, 80 vb -82 vb Tb, 82 vb -85 va Idt, 85 va -88 ra Est, 88 va -94 va lob, 95 ra -100 ra Prv, 100 ra -101 vb Ecl, 101 vb —102 vb Ct, 103 ra -106 rb Sap, 107 ra -116 vb Sir, 117 ra -128 vb Is (Text bricht nach Cap. 66, 12 ab), 129 ra -141 va Ier, 141 va -142 vb Lam, 142 vb -144 rb Bar, 144 rb -156 rb Ez, 156 va —161 rb Dn, 161 va -163 ra Os, 163 ra_vb Ioel, 164 ra -165 rb Am, 165 ra-va Abd, 165 vb -166 ra Ion, 166 rb -167 ra Mi, 167 ra_vb Na, 168 ra-vb Hab, 168 va -169 ra So, 169 ra_vb Agg, 169 vb -171 vb Za, 172 ra ~ va Mal, 173 ra -185 vb I, II Mcc. 186 ra -247 va NOVUM TESTAMENTUM. 186 ra -193 va Mt, 186 ra —198 ra Mc, 198 ra -206 rb Lc, 206 va -212 va Io, 213 va -216 va Rm, 216 va —221 va I, II Cor, 221 va -222 va Gal, 222 vb -223 vb Eph, 223 vb -224 va Phil, 224 va -225 rb Col, 225 rb -226 rb I, II Th, 226 va -227 vb I, II Tim, 227 vb -228 rb Tit, 228 rb ~ va Phlm, 228 va —230 vb Hbr, 231 va -239 va Act, 239 vb -240 va Iac, 240 vb -242 ra I, II Pt, 242 rb -243 rb I-III Io, 243 rb_va lud, 243 vb -247 va Apc. Vielen biblischen Büchern sind Capitula vorangestellt. PROLOGE UND ARGUMENTA: Stegmüller , RB, Nr. 285 (l ra nur Schluß erhalten), 289 (l ra-b ) 1 , 311 (28 va ), 323 (36 ra ~ b ), 328 (53 vb -54 ra ), 327 (54 ra ), 326 (54 ra ), 330 (66 vb -67 ra ), 332 (80 vb ), 335 (82 vb ), 341 (85 va ), 344 (88 rb ), 357 (88 va ), 439 (88 va ), 457 (94 va ), 462 (100 ra ), 468 (102 vb ), 26 (106 rb ~ va ), 482 (116 vb -l 17 ra ), 480 (117 ra ), 491 (142 vb ), 492 (144 rb ), 494 (156 rb_va ), 500 (161 rb ), 507 (161 rb ), 511 (163 ra ), 510 (163 ra ), 515 (163 vb ), 512 (163 vb -164 ra ), 513 (164 ra ), 519 (165 rb ), 517 (165 rb ), 524 (165 va_b ), 521 (165 vb ), 526 (166 ra_b ), 528 (167 rb ), 531 (167 vb -168 ra ), 543 (168 va ), 538 (169 ra_b ), 539 (169 vb ), 543 (171 vb -172 ra ), 590 (186 ra ), 589 (186 ra ), 607 (193 va ), 49 (198 rb ), 620 (198 rb ), 624 (206 rb_va ), 651 (212 vb ), 670 (212 vb -213 rb ), 674 (213 rb_va ), 677 (213 rb_va ), 692 (216 va ), 685 (216 va ), 699 (219 va ) 707 (221 va ), 715 (222 va ), 728 (223 vb ), 736 (224 va ), 747/748 (225 rb ), 752 (226 ra ), 765 (226 va ), 772 (227 rb ), 780 (227 vb ), 783 (228 rb ), 793 (228 va ), 654 (230 vb ), 640 (231 ra ), 809 (239 va ), 834 (243 vb ). 1 Das von Stegmüller fehlerhaft zitierte Inzipit lautet: Hi sunt libri Veteris testamenti... Prol. 289 nur in der vorliegenden Hs. 115 st. peter perg. 49 St. Peter perg. 49 Antiphonale • Hymnar 235 Bl. • 49 X 34,5 • Dominikaner • Südwestdeutschland ■ um 1300 Lagen: 23 V 230 , III 235 ; letztes Bl. als Spiegel. Schriftraum 34,5 X 23. 10 Notensysteme zu 4 Linien (Quadratnotation) mit je einer Textzeile. Textura von einer Hand. Rote und blaue Lombarden mit Fleuronnee in der Gegenfarbe. Anstelle der Lombarden kleine Goldinitialen auf blauem Grund in den Offizien für Johannes Evangelist (18 r —21 r ), Mariae Verkündigung (61 r -65 r ) Johannes d. Täufer (81 r —85 r ), Jakobus (105 r ), Enthauptung Johannes d. Täufers (131 r —132 r ). Schwarze Cadellen mit roten Zierstrichen. Über 30 große figürliche Deckfarbeninitialen, Buchstabenkörper blau auf Goldgrund; dazu eigentümliche Zierleisten: auf Deckweißgrund lilienförmige Ornamente in Blattgold, von roter und blauer Strichelung gesäumt; bes. bemerkenswert: 17 v Johannes beim Abendmahl, 10B r Dominikus auf der Himmelsleiter, 188 r Christus mit zwei Aposteln, 216 r Maria mit Kind und Johannes als Custos Viriginis, 224 r Johannes d. Täufer in Engelsgestalt mit Schriftband Ego mitto angelum meum (Mc 1,2) (s.a. Abb.7 u. 8) Randminiaturen, unter tabernakelartiger Architektur: 19 v Johannes, Petrus und Jakobus, 78 r Johannes ante portam latinam, 81 r Zacharias mit dem Engel, 105 r Enthauptung des Jakobus, 206 v Ulrich. Schweinslederband der Zeit mit diagonalen Streicheisenlinien; auf der Innenseite des Vorderdeckels Fragmente einer Hs. (Notula des 14. Jh's) kasuistischen Inhaltes (de secretorum revelatione). Herkunft: Für südwestdeutsche Provenienz sprechen die Ulrich-Miniatur (206 v ), das Offizium zum Fest der 11000 Jungfrauen (147 v —153 r , der Text nach Mone 3, S. 535 nur aus der Colmarer Hs. St. Peter perg. 63, 189 v bekannt; 2 weitere Hss. aus dem südwestdeutschen Raum erwähnt A.Dirks , in: Archivum Fratrum Praedicatorum 53 [1983], S. 133), das Magdalena-Offizium 233 r -235 v (vgl. W. Berschin , in: FDA 95 [1975], S. 115-117) sowie die Stellung Konrads an der Spitze der nachgetragenen Heiligenlisten 204 r . Laut Vermerk auf dem Vorderspiegel von Abt Ph. J. Steyrer 1781 gekauft. Literatur: Ehrensberger , S. 16 Nr. 18; Ettlinger , S. 636; Beer , Initial und Miniatur, Nr. 48; E. J. Beer , Die Buchkunst des Graduale von St. Katharinenthal, in: Das Graduale von Sankt Katharinenthal. Kommentar zur Faksimile-Ausgabe, Luzern 1983, S. 103—224, bes. S. 130 f (mit Abb. 13), 152 (mit Abb. 24) u. 164f (mit Abb. 29). V Gloria Patri in den 8 Kirchentönen. l r -219 r ANTIPHONALE DE SANCTIS. l r — 187 v Proprium, s. Guerrini , Nr. 307—451, abweichend nur die Offizien für Gregor und die 11000 Jungfrauen. Reimoffizien: (55 r —59 v ) Gregor d. Große, AH 5 Nr. 64; (68 v —71 v ) Petrus Martyr, AH 28 Nr. 48; (75 r -78 r ) Corona Domini, AH 5 Nr. 11; (78 r -81 r ) Translatio Dominici, AH 25 Nr. 86; (105™) Jacobus, Magnificat-Antiphon aus AH 26 Nr. 44; (107 v -112 v ) Dominicus, AH 25 Nr. 85; (147 v -153 r ) 11000 Jungfrauen, 116 ST. PETER PERG. 49 ST. PETER PERG. SO Chevalier , Nr. 7570; (169 v —174 v ) Elisabeth, AH 25 Nr. 90; (181 r — 187 r ) Katharina, AH 26 Nr. 69 und 73. 187 v —2 15 r Commune, s. Guerrini , Nr. 454-461; (204 r ) am Rand von einer Hand des 15.Jh's: Conrade, Jeronime, Ludwice, Bernbarde, Egidi, Antboni, die ersten 4 Namen unten wiederholt. 215 r -219 r De Beata Maria Virgine, s. Guerrini , Nr. 465 und 467. 219 r -220 v TeDeum. 220 v -233 r HYMNAR. AH 50 Nr. 153 (Str. 5-6), Chevalier , Nr. 2683, AH 23 Nr. 450, AH 2 Nr. 29, AH 50 Nr. 72, AH 2 Nr. 58 Str. 3 u. 6, AH 52 Nr. 325-327, AH 50 Nr. 96, AH 2 Nr. 58, AH 52 Nr. 283. 284, AH 2 Nr. 58 Str. 3, AH 52 Nr. 171-173. 117. 118, AH 2 Nr. 77. 76. 101, AH 52 Nr. 370, AH 4 Nr. 475, AH 51 Nr. 130, AH 2 Nr. 80 Str. 3-8, AH 2 Nr. 81, AH 52 Nr. 245-247, AH 2 Nr. 94. 95. 98, AH 51 Nr. 113, AH 2 Nr. 97. 95. 101. 100. 103. 104; (231 r -233 r ) Hymnenanfänge mit Rubriken, anschließend AH 52 Nr. 182. 181. 233 r >De sancto Paulo <, Magnificat-Antiphon aus dem Reimoffizium AH 28 Nr. 43. 233 r -235 v > De sancta Maria Magdalena<. Sonderoffizium mit ungebräuchlichen Texten. 1. Vesper: Ant. Venite videamus, Resp. O peccatoris solacium (Hesbert , Nr. 7280), ad Magn. Fidelis sermo (Hesbert , Nr. 2867); Matutin: Resp. Celestis medicus (Hesbert , Nr. 6296), O felix buius peccatricis, Armilla perforata, Consideravit Maria. Nur das Vesper-Responsorium nachgewiesen bei V. Saxer , Le culte de Marie Madeleine en occident, Paris 1959, S.385. (235 v ) Initium des Primhymnus AH 51 Nr.41. St. Peter perg. 50 Kollektar 135 Bl. • 24,5 X 18 • Zisterzienserinnen • Erfurt, St. Martin • 16. Jh. 1 Lagen: (V-l) 9 , (V-2) 17 , 20 V 126 , (V-l) 135 ; Textverlust. Schriftraum 17 X 12. 18 Zeilen, ab 133 v 20 Zeilen. Textura von einer Hand im Grundstock der Hs.; ab 133 v Nachtragshand (gleiche Hand in St. Peter perg. 38 a, 50b, 74 und 107). Übliche Rubrizierung. Rote und blaue Lombarden. Viele Initialen, allerdings von bescheidener Qualität, in zwei verschiedenen Ausführungen; Typus 1: Deckfarbeninitialen mit Rollwerkornamentik vor Goldgrund, Hauptfarben grün, blau, violett, dazu Distelblattranken, für die wichtigen Feste figürlich (21 v Geburt Christi, 47 r Christus in der Vorhölle, 47 v Auferstehung, 56 v Himmelfahrt, 58 v Pfingsten, 62 r Fronleichnamsmonstranz); Typus 117 st. peter perg. 50 2: derbe Fleuronnee-Initialen, häufig mit naiv wirkenden Randminiaturen verbunden (68 r Steinigung des Stephanus, 76 v Mariae Verkündigung, 78 r Philippus und Jakobus, weitere Heiligenfiguren 69 r , 76 r , 100 v , 102 v ). Schweinslederband des 16. Jh.s mit Einzel- und Rollenstempeln, u.a. Urteil des Paris und Wappenrolle (Sachsen und Kur), in den Mittelfeldern beider Deckel je ein Plattenstempel, vorne guter Hirte mit Überschrift Quod perditum est requi, hinten Johannes der Täufer mit Unterschrift Ego vox clamantis in (nicht bei Haebler ). Auf dem Vorderdeckel außerdem geprägter Name der Äbtissin Katerina Schmediche (1539 bis 1561 im Amt, s. Feldkamm II, S. 55 und 71) sowie Jahreszahl 15.. ; 1973 Rücken, Spiegel und Schließe erneuert. Herkunft: Aus dem Zisterzienserinnenkloster St. Martin in Erfurt (s. Kalendarium und Kommemo- rationen 128"—130 r ); Datierung aufgrund von Schrift, Ausstattung und Kalendarium. Später im Besitz der Äbtissin Katharina Schmiedichen (s. Einband). Laut Kaufvermerk auf dem vorderen Spiegel 1781 von Abt Steyrer erworben. Literatur: Ehrensberger , S. 39 Nr. 5; Ettlinger , S. 636. l r -10 v KALENDARIUM, zisterziensisch, Stand um 1500 (vgl. Backaert ). Bemerkenswert: es fehlen der Totengedenktag am 18.9. und das 1292 in den Ordenskalender aufgenommene und 1321 für Deutschland urgierte Fest Corona Domini; bereits berücksichtigt ist das offiziell erst 1540 zugelassene Fest der Präsentatio B.M.V. am 21.11. (für die benachbarte Abtei Pforta schon 1487 gestattet, s. Backaert , ad loc.); lokal bedingte Zusätze zum Ordenskalender: Gerdrudis 17.3., Adelarii 20.4., Translacio s. Elisabeth 2.5., Bonifacii et soc. eins 5.6., Eobani 26.7.-, Verweisungsbuchstaben zum Auffinden der Kollekten wie im gedruckten Brevier von 1521 ( Bohatta , Breviere, Nr. 1359). ll r -116 v COLLECTAE. Teilweise auch die entsprechenden Capitula. ll r -17 v >Collecte communes litteris supersignate qualibus in Kaiendario signantur<. Vermischt mit den im Druck (s.o.) separaten Collectae propriae (trotz anderslautender Überschrift). Text am Schluß unvollständig. 18 r —68 r Proprium de Tempore. Anfang fehlt, Textbeginn in der Vesper des 1. Adventssonntags; (21 v ) >In vigilia nativitatis Domini< , (47 r ) >In dulcissima vigilia Pasche<, (56 r ) > In vigilia Ascensionis<, (58 r ) >In vigilia Pentecostes<, (62 r ) >In vigilia Corporis Christi <. 68 r -104 r Proprium de Sanctis. Von Stephanus bis Mariae Empfängnis. 104 v -115 r Commune Sanctorum. 115 r —116 v > In dedicacione ecclesie<. 117 r —119 v ALLERHEILIGENLITANEI. > Letania super Septem psalmos in sextis feriis<, wie im Brevierdruck von 1484 (GW 5198). 118 ST. PETER PERG. 50 * ST. PETER PERG. 50a 119 V —133 r VERSCHIEDENES. (119 V ) >ln diebus quadragesime pro speciale oracione legamus psalmum< miserere... >cum tribus brevis{\) veniis <; (120 r ) > Antipbona pro pec- catis<; (121 r ) >pro pace<\ >pro pluvia<-, (121 v ) >pro serenitate<; (122 v ) > Contra infideles et bereticos<; (123 r -128 v ) Segensgebete über Schwestern in besonderen Ämtern, Abreisende, Gäste u.a. > Benedictio prioris (!) et celler arte... <; (128 v —130 r ) > Ad comme- moraciones quottidianas <, Kommemorationen folgender Heiliger: Maria, Martin, Benedikt, Bernhard; (130") > Conclusio omnium borarum regularium<; (130 v — 133 r ) Oratio- nen für Verstorbene; (131 r ) Nachtrag am Rand: Imperatoris Mattbiae (gest. 1619); zwischen 132 u. 133 eingelegtes Papierbl. mit Oration für einen verstorbenen Abt (von anderer Hand). 133 v — 135 v NACHTRAG ZU DEN KOMMEMORATIONEN. >Sequitur ordo versicu- lorum in commemorationibus dicendorum...<. St. Peter perg. 50a Liber Chori B.M.V. in Erfordia I + 202 + 1 Bl. • 31 X 22 • Erfurt, Marienstift • 13. und 14. Jh. Schweinslederband des 15. Jh's mit Streicheisenlinien und stark beriebenen Einzelstempeln, von ursprünglich je 5 Buckeln vorne 3 und hinten 4 erhalten; zwei Langriemenschließen, davon eine neu; am hinteren Deckel Spuren einer Kettenhalterung sichtbar; bei Restaurierung 1973 Rücken, Spiegel und eine Schließe erneuert; Nachstoßblatt (203): Fragment einer Urkunde(?) mit Nennung mehrerer französischer Kleriker (15. Jh.). Herkunft: Chorbuch des Erfurter Marienstiftes (s. Einleitung, S.XXVII), aus mehreren Teilen zusammengesetzt: Teil I um 1338, II 14. Jh. erste Hälfte, III kurz vor 1250 (vgl. 147 r und 159 r , 154 r -155 r ), IV 13. Jh. Mitte, V 14. Jh.; laut Vermerk I v 1781 von Abt Steyrer erworben. Literatur: Ettlinger, S. 634; Mone , in: ZGO 4 (1853) 253-266; Sonntag, S. XII und an vielen anderen Stellen. I Bl. 1—95. Lagen: (IV + l) 8 , (III + l) 15 , 10 IV 9S ; Kustoden I-XII. Schriftraum 26 X 18, aufgeteilt für jeweils zwei Zeilen Haupttext (Kalendar) mit entsprechendem Raum für Nekrologeinträge. Haupttext von einer Hand (Textura), Nekrologeinträge von verschiedenen Händen des 14.—16. Jh's. Übliche Rubrizierung. F Notizen über Dotationen verschiedener Feste seitens des Stiftscholasters Henningus Gode (zu diesem Kleineidam 2, S. 325 f). — I v leer. 119 ST. PETER PERG. JOa l r -95 v NECROLOGIUM B.M.V. IN ERFORDIA. Gerüst: Erfurtisches Kalendarium (vgl. Grotefend \\/\, S. 38—42; in der Hs. reichhaltiger) mit Angabe der Goldenen Zahlen und der Sonntagsbuchstaben. In den freien Feldern Nekrologeinträge, Grundstock in einer mit der Haupthand gleichzeitigen Buchschrift (jüngster datierter Eintrag von 1337, 40 v ), von mehreren Händen bis ins 16. Jh. fortgesetzt (ältester datierter Nachtrag von 1339, 25 r ). Auszugsweise abgedruckt in Mone, Anzeiger 4 (1835) 141-147 und ZGO 4 (1853) 253-256 sowie bei Sonntag , passim. II Bl. 96—103. Quaternio. Schriftraum 25 x 16. Zwei Spalten zu 24 Zeilen. Textura von zwei Händen des frühen 14. Jh's: 1. 96 v —98 v , 2. 99 va —103 v , außerdem verschiedene Nachtragshände. Übliche Rubrizierung. 96 r Nachtrag zum Nekrolog, verschiedene Stiftungen aus dem Ertrag der Güter in den Dörfern Rudestedt, Stusfort und Schutzleben(P) betreffend. 96 v -99 ra STATUTA CANONICORUM B.M.V. Subscripta ideo hic notata sunt... Pre- lati debent personaliter residere... , verschiedene Zusätze von einer Hand des 16. Jh's. Druck: F. Heinzer , Statuten des Erfurter Marienstiftes aus dem 14. Jahrhundert, in: Archiv f. mittelrhein. Kirchengesch. 36 (1984) im Druck. 99 ra — va Kapitelsbeschlüße (99 ra ) über die Persolvierung von Anniversarien, datiert 1320 (Hand des 16. Jh's); (99 rb_va ) über die Errichtung neuer Vikarien, datiert 1329; (99 va ) über die Präsenz während der Gottesdienste, datiert 1324 (gleiche Hand wie 99 ra ). 99 va — 103 v COLLECTARIUS. Nachtrag zu Teil III (s. dort). >Feria quarta quattuor temporum post exaltationem Crucis<; (100 r ) >Hic incipiunt capitula de apostolis<, Capitula des Commune Sanctorum, von späterer Hand Hinweis auf die entsprechenden Kollekten 137™; (102 vb ) von späterer Hand: > De visitacione beate Virginis<-, (103 r ) > In adventu de beata Virgine<; > Barbare < und einige weitere Feste aus dem Proprium de Sanctis. III Bl. 104-159. Lagen: 4 IV 135 , (IV + I) 145 , IV 153 , (II + 2) 1S9 , von den alten Kustoden noch erkennbar IV (135 v ) und V (145 v ). Bl. 154-159 verbunden, richtige Reihenfolge: 156—159, 154, 155. Schriftraum 24/25 x 16. 147 v -153 v und 156 r -159 r einspaltig; 104 r -147 r , 154 r -155 v und 159 v zweispaltig. 104 r -147 r 23 Zeilen, 154 r -155 v und 159 v 28 Zeilen, 147 v -153 v und 156 r -159 v 12 Notensysteme (Neumen auf 4 Linien) mit je einer Textzeile. Textura hauptsächlich von zwei Händen des 13. Jh's: 1. 104 r -137 r , 144 r -153 r und 156 r -159 r ; 2. Einschub 147 r sowie 154 r -155 v und 120 ST. PETER PERG. SOa 159 v . Mehrere Nachtragshände des 13. und 14. Jh's, darunter die 2. Hand von Teil II. Übliche Rubrizierung. In den von der 1. Hand geschriebenen Teilen rote Lombarden mit primitivem blaugelbem Palmetten-Fleuronnee. 104 r , 115 v , 118 r , 127 r , 132 r 3zeilige Initialen: einfache Ranken mit Palmettenausläufern in roter Federzeichnung als Buchstabenkörper, z.T. gelb getönt, Gründe weinrot und blau. 104 r -137 v COLLECTARIUS. (104 r -122 r ) Proprium de Tempore; (122 r -136 v ) Proprium de Sanctis, von Andreas bis Saturninus; (136 v -137 r ) Kirch- und Altarweihe; (137 r —137 va ) Commune Sanctorum, nur Collectae (vgl. 100 r — 102 v ). 137 v -140 v VIGILIAE DEFUNCTORUM. 9 Lektionen mit Responsorien Redemptor meus vivit... ; Hesbert , Nr. 7127, 6301; Memento queso domine...-, Hesbert , Nr. 7210; Absolve domine animas...; Hesbert , Nr. 7504, 6417, 7091 (vgl. St. Peter perg. 18a, 5 r —16 r ). Die mit Incipit zitierten Responsorien sind nicht verzeichnet bei Hesbert. 140 v -144 v LITANIAE SANCTORUM. (140 v -141 v und 144") erste Litanei (13. Jh. 2 ), nach Maria, Engeln und Aposteln folgende Aufteilung: (140 v —141 v ) Martyres, gleichbleibender Grundstock ( Stephane, Line, Clete, Clemens, Bonifaci) und variable Listen für die einzelnen Wochentage, darin u.a. Albane... Oswalde... Hemimbrame... Wenzlae; (141 v ) Confessores, gleichbleibender Grundstock ( Silvester, Martine, Nycolae, Gregori), variable Listen für die Wochentage, darin u.a. Gotharde... Heligi, Leo, Ulrice, Willebalde... Heinrice, Alexi, Arnolfe, Germane, Dominice, Wigberte... Burebarde, Galle, Lulle, Severe, Severine, Leonarde, Willebrorde; (141 v und 144 r ) Virgines, keine nennenswerten Besonderheiten. (142 r —143 v ) zweite Litanei (14. Jh. 1 ), ebenfalls mit Aufteilung auf die Wochentage, unter anderem bemerkenswert: Adelari, Eobane..., >in tercia feria<... Rabbane (später gestrichen), Fulgenti, Lulle, Burebarde, Udalrice...Wycperte, Wylhelme...Lucina, Beatrix..., >in quinta feria< ... Erharde, Severine, Gotharde, Wyllebrorde, Willebalde... Radegundis, Paula, Genofefa...Epygenia..., >in sexta feria<... Donate, Teophyle, Heinrice, Arnolfe, Othmare, Patrici... Elisabeth, Marina, Otilia, Vincencia, Innocencia, Helena, Constancia... 144 v -145 v ORATIONES PRO DIVERSIS. Bruylants 2, Nr. 206, 752, 239, 462, 779, 312, 30, 528 3 , 802. 145 v -147 r PRECES. (145 v -147 r ) >Preces ad primam<; (147 r ) > Minores preces<. 147 r Merkverse für das Estomihi-Intervall in den Jahren 1244—1300. Anno millesimo ducentesimo quadragesimo UIIo incipit hec tabula. Bullans attonitus gaudens..., vgl. 121 ST. PETER PERG. 50a B. Bischoff , Mittelalterliche Studien 2, Stuttgart 1967, S. 212f mit Anm. 85 (dort nur Verse ab 1262). 147 v -153 v , 156 r -157 v ANTIPHONAE DOMINICALES, notiert. (147 v -148 v ) Sonntage nach Epiphanie I—IUI; (148 v -153 v , 156 r -157 v ) Sonntage nach Pfingsten I-XXV, gezählt als V-XXIX, z.T. von späterer Hand Zählung korrigiert. — 154—155 (verbunden) s.unten. 157 v -159 r RESPONSORIA BREVIA für die Fastenzeit, notiert, entsprechend 167 v und 168 r . Hesbert , Nr. 7687, 6622, 6673, 7353, 6006, 6401, 6257, 7645, 7639, 6671, 7433. Am Schluß von anderer Hand Regina celi mit Oration. 159 v VERZEICHNIS VON PRÄSENZGELDERN. Hi sunt denarii, qui dantur fratribus in festis. 159 v , 154 r -155 v ZINSVERZEICHNIS. Census minoris obediencie in civitate, hiemalis et estivalis...-, (154 v ) Iste est census minoris obediencie extra civitatem...-, (155 v ) Nachträge von drei Händen des 13. Jh's; viele der genannten Zinsleute auch im Verzeichnis des erzbischöfl. Schreibers von 1248/49 (Overmann 1, Nr. 294). IV Bl. 160-195. Lagen: 4 IV 191 , (IV-4) 195 . Schriftraum 26 x 17. 3-5 Spalten, 36 Zeilen. Textura von einer Hand (13. Jh. Mitte) im Haupttext (160 v -193 v ), mehrere Nachtragshände des 13. und 14. Jh's. Übliche Rubrizierung. 194 v —195 r Neumen auf 4 Linien. 160 r Nachträge zum Kollektar (14. Jh.). 160 v —193 v ORDINARIUM ECCLESIE B.M. V. IN ERFORDIA. 160 v —182 v Ordo pro Officio; (160 v —164 v ) Proprium de Tempore, Advent bis 4. Sonntag nach Epiphanie; (165 r -166 v ) Proprium de Sanctis von Lucia bis Mariae Verkündigung; (166 v —175 v ) Proprium de Tempore, Septuagesima bis 25. Sonntag nach Pfingsten, bemerkenswert: 168 v -171 v Palmsonntag bis Ostersonntag mit vielen Rubriken, darunter 171 rv szenische Elevatio Crucis und Visitatio Sepulchri mit Teilen von AH 55 Nr. 7; (176 r -181 r ) Proprium de Sanctis von Philippus und Jakobus bis Nikolaus; (181 r —182 v ) Commune Sanctorum. 182 v —193 v Ordo pro Missa: (182 v —188 r ) Proprium de Tempore, ganzes Kirchenjahr; (188™) Wochentag-Votivmessen sowie >pro peccatis< und >pro tribulatione<; (188 v ) 122 ST. PETER PERG. 50a • ST. PETER PERG. 50b Kirch- und Altarweihe; (188 v —189 r ) Rubrik zum Proprium de Tempore; (189 r —193 r ) Proprium de Sanctis von Lucia bis Nikolaus; (193™) Rubriken zum Proprium de Sanctis. 194 r —195 v NACHTRÄGE: (194 r ) zwei Orationen wie 160 r (14. Jh.), später radiert; am unteren Rand marianisches Suffragium (14. Jh.); (194 v -195 r ) Sequenz zum Fest der hl. Elisabeth, AH55 Nr. 120 (13. Jh. 2 ); (195 rv ) Sigefridus... Noveritis nos habere domini pape litteras..., Abschrift (13. Jh. 2 ) einer Synodalurkunde des Erzbischofs Sigfried III. von Mainz vom 1. April 1248, s. F.J. Mone (s.o. Lit.), S. 257f; (195 v ) Nachträge zum Ordinarium (13. Jh. 2 ): Hec sunt festa magis precipua..., Hec festa ad decanum et ad maiores ministros pertinentDe modo pulsandi. V Bl. 196-202. (III + l) 202 . Schriftraum 25 x 16,5. 31 Zeilen. Textura von einer Hand (14. Jh.), rubriziert. Randnachträge von einer Hand des 15. Jh's. 196 r -202 r STATUTA PROVINCIALIA. Ad manutenendam ecclesiarum immunitatem..., Abschrift der Statuten des Provinzialkonzils von 1261 unter Erzbischof Werner von Mainz, ed. F.J. Mone (s.o. Lit.), S. 258—266. 202™ RAYMUNDUS DE PENNAFORTE, SUMMA DE CASIBUS, Lib. III, Tit. 33, 50-54. Nota differentiam inter excommunicationem... — potest misericorditer indulgeri (ed. X. Ochoa — A. Diez , Universa bibliotheca iuris, Vol. I, Tom. B, Roma 1976, Sp. 789-790); Zusatz: Item quid si aliqui interdicti... — quia sie rigor ecclesiastice pote- statis tepesceret. St. Peter perg. 50b Benediktinerregel für Nonnen, deutsch 87 Bl. • 19,5 X 13 • Ziesterzienserinnen • Erfurt, St. Martin • Anfang 16. Jh. Lagen: (V-l) 9 (Textverlust), 7 V 79 , (II—2) 81 , III 87 . Schriftraum 13 x 8,5; 24 Zeilen. Bastarda einer Hand. Rote Lombarden, übliche Rubrizierung. Marmorierter Lederband, um 1780 für St. Peter gefertigt (s. Einleitung, S.XXIX); Spiegel, Vorsatz- u. Nachstoßbl. Freiburger Papier, um 1730- 1733 ( Piccard , Expertise). Herkunft: Lokalisierung nach Erfurt (s. Einleitung, S. XXVIf) aufgrund von Schrift, Lombardenform, charakteristischer korkenzieherförmiger Schnörkel (z.B. 35 r —38 v ). Diesbezügliche Übereinstimmun- 123 st. peterperg. JOb • st. peter perg. 51 gen mit den Hss. St. Peter perg. 38 a, 9 r -21 v , 188 r -206 v ; 50, 133 v —135 v ; 107 ganz; 74,l rv . Abt Steyrer erwarb die Hs. 1780. Mundart: mitteldeutsch. Literatur: Längin , Nr. 259; Ettlinger, S. 632. l r -87 v BENEDIKTINERREGEL FÜR NONNEN, DEUTSCH (Prol.:) .../ Ich werde uch lere die forcbte des herren (Ps33,12)... (3 V Text:) [E]s ist uffenbar, das da sint vier geschlechte der munche... — welche wir oben benompt haben und zcu der hoe der to- gende und der lere. Amen. Explicit Regula sancti Benedicti. sit laus deo et dulcissime matri eius. Amen. Anfang fehlt (1 Blatt). Die Hs. nicht erwähnt bei N.R. Wolf , Benediktinerregel, in: Verfasserlexikon 1, 2 1 978, Sp. 707—710 und E. Petri u . J.E. Crean , Handschriftenverzeichnis mittelhochdeutscher Benediktinerregeln bis 1600, in: Regulae Benedicti studia 6/7 (1977/1978) 151-154. St. Peter perg. 51 Prozessionale 14 Bl. • 24,5 X 8,5 ■ Zisterzienser • Salem(?) • 13.Jh. 2 u. 14. Jh. Brauner Lederband (13. Jh.) mit romanischen Einzelstempeln (dazu Knaus und Kyriss, s.u . Literatur). Bei Restaurierung 1972 Rücken, Vorsatzblätter, Vorderspiegel und Schließe erneuert; Vorderspiegel herausgelöst (s.u. Fragment); auf der Innenseite des Hinterdeckels Abklatsch eines liturgischen^) Textes, schwer lesbar. Herkunft: Vgl. Hinweise bei Knaus , S. 247ff und Heinzer (s.u. bei der Beschreibung des Fragments); geschrieben für ein Frauenkloster (s. 9 r ). Teil II im 14. Jh. eingefügt. Von Abt Steyrer 1781 erworben (Vermerk l v ). Literatur: Ehrensberger , S. 66 Nr. 1; Ettlinger , S. 636; Knaus , S. 247ff; Kyriss , Vorgotische Einbände, S. 280. I Bl. 1-8, 9 und 14. Lagen: IV 8 , I 9 ' 14 . Schriftraum 19 X 7. 10 Notensysteme (Quadratnotation auf 4 Linien) mit Textzeile. Textura von verschiedenen Händen: Haupthand 1 V -8 V (gleiche Hand in St. Peter perg. 52 und 54), erste Nachtragshand 9 rv und 14 r , zweite Nachtragshand l r und 14 v , alle 13. Jh. Übliche Rubrizierung. Rote und blaue Lombarden. l v Zusätze von einer Hand des 17./18. Jh's (wie in St. Peter perg. 22b). 124 st. peter perg.5 1 l r Nachtrag: Sequenz de S.Maria Magdalena, AH50 Nr.268. Von der gleichen Hand am unteren Rand von l v , 2 r und 3 V Alleluiavers Conversus Jesus ad Mariam. (S. auch 14 v ) 1 V -8 V PROZESSIONALE, zisterziensisch (s. Weinmann , S. 15f). >In purificatione dum cerei dividuntur<; (3 V ) In ramis palmarum; (6 V ) > In ascensione Domini <; (7 V ) > In assumptione sancte Marie <. 9 r Antiphon Clementissime domine aus dem Totenoffizium, am Schluß: Domine, mise- rere super peccatrice. 9 V und 14 r Karfreitagsimproperien. Popule meus... 14 v Schluß von l r . II Bl. 10—13. Binio, nachträglich in die bereits gebundene Hs. eingelegt. Schriftraum: 21,5 x 6,5. 9 Notensysteme (Quadratnotation auf 4 Linien) mit Textzeile. Textura von einer Hand. Rote und blaue Rubriken. Unbeholfen wirkende rote und blaue Lombarden mit grobem Fleuronnee. 10 r —12 v >ln choro ante gradum<. Invitati festinemus..., Antiphonen und Responsorien zur Fronleichnamsprozession mit Teilen von AH 24 Nr. 6. — 13" leer. Fragment (ehemal. Spiegel, s.o.): OBLIGATIONES PARISIENSES Pergamentblatt aus einer Oktavhandschrift, 2 Spalten, 46 Zeilen, links beschnitten (Textverlust), französische Notula, 13. Jh. 2 Rectoseite: Aus den Obligationes Parisienses, bisher nur bekannt aus Oxford, Bodl. Libr., Canon, misc. 281, 84 v -87 v (ed. L.M. de Rijk , in: Vivarium 13 [1975] 26-54), der Abschnitt de Rijk , S. 42 21 —47 5 . Versoseite: .../quaedam obligaciones differunt inter se secundum diversitates responsio- num{})... nicht näher bestimmbarer Text mit ähnlicher Thematik. Zum Ganzen: F. Heinzer , Textkritisches zu den sogenannten Obligationes Parisienses, in: Vivarium 21 (1983) 127—135 mit Edition der Varianten. 125 st. peter perg. 52 St. Peter perg. 52 Prozessionale 13 Bl. ■ 24 X 8,5 • Zisterzienser • Salem(?) • 13. Jh. 2 u. 14. Jh. Brauner Lederband (13. Jh.) mit romanischen Einzelstempeln (dazu Knaus und Kyriss, s.u . Literatur); 1972 restauriert: Rücken, Spiegel, Vorsätze und Schließe erneuert; alte Spiegel herausgelöst (s.u. Fragmente). Herkunft: vgl. Knaus , S. 247ff; s. auch St. Peter perg. 22b, 35, 51, 53 und 54. Für ein Frauenkloster bestimmt (s. 5 r ). Von Ph.J. Steyrers 1781 erworben. Literatur: Ehrensberger , S. 67 Nr. 8; Ettlinger , S. 636; Knaus , S. 247ff; Kyriss , Vorgotische Einbände, S. 280 und 282. I Bl. 1—8. Quaternio. Schriftraum 19,5 X 7. 10 Notensysteme (4 rote Linien, Quadratnotation) mit Textzeile. Textura von einer Hand (wie St. Peter perg. 51 und 54). V Zusätze von einer Hand des 17./18. Jh. wie St. Peter perg. 22b, 51 und 53. Übliche Rubrizierung. Rote und blaue Lombarden. l r -8 v PROZESSIONALE, zisterziensisch (s. Weinmann , S. 15f). >ln purificacione dum cerei dividuntur<; (3 r ) >In ramis palmarum dum palmi dividuntur<, bemerkenswert 5 r Rubrik > Due(!) sorores post evangelium intra fores monasterii a cantrice premonite<; (6 r ) > In ascensione Domini <; (7 V ) >In assumptione sancte Marie <. II Bl. 9-13. (11+ 1), nachträglich in die schon gebundene Hs. eingelegt. Schriftraum: 19,5 X 6. 7 Notensysteme (4 rote Linien, Quadratnotation) mit Textzeile. Textura von einer Hand (wie in den Nachtragsteilen von St. Peter perg. 22b, 35 und 53), rubriziert. 9 V —13 v Antiphonen und Responsorien zur Fronleichnamsprozession. Invitati festine- mus.. ., mit Teilen von AH 24 Nr. 6. Fragmente (ehemal. Spiegel, s.o.): GRAMMATIKTRAKTAT Zwei beschnittene Pergamentblätter aus einer Oktavhandschrift, gotische Minuskel, 12./13. Jahrhundert. 126 st. peter perg. j2 • st. peter perg. 53 Fragmente eines Grammatiktraktates, vermutlich Priszian-Kommentar (Anklänge an Priscianus, Inst, gramm. 18, Grammatici latini 3, S. 211), darin u.a. Zitat von Lucanus, Phars. X, 407. St. Peter perg. 53 Prozessionale 12 Bl. ■ 29 X 10,5 • Zisterzienser • Salem(?) • 13. Jh. 2 u. 14. Jh. Brauner Lederband (13. Jh.) mit romanischen Einzelstempeln (dazu Knaus und Kyriss, s.u . Literatur); 1972 restauriert: Rücken, Spiegel und Schließe erneuert; alte Spiegel herausgelöst (s.u. Fragment). Herkunft: vgl. Knaus , S. 247ff; s. auch St. Peter perg. 22b, 35, 51, 52 und 54. Von Abt Ph.J. Steyrer 17B1 erworben. Literatur: Ehrensberger , S. 67 Nr. 6; Ettlinger , S. 636; Knaus , S. 247ff; Kyriss , Vorgotische Einbände, S. 284. I Bl. 1-8. Quaternio. Schriftraum 24 X 7. 12 Notensysteme (Quadratnotation auf 4 roten Linien) mit Textzeile. Textura von einer Hand, rubriziert. 8 V Nachtragshand, 13. Jh.; l v Zusätze von einer Hand des 17./18. Jh's (wie in St. Peter perg. 22b, 51 und 52). l v — 7 V PROZESSIONALE, zisterziensisch (s. Weinmann, S. 15f). >In purificacione dum cerei dividuntur <; (3 r ) > Dominica in palmis<; (5 V ) >In ascensione<\ (6 V ) > In assump- tione s. Marie<. — l r leer. 8 r Antiphon Clementissime (Officium Sepulturae), am Schluß: miserere super peccatrice vel peccatore. 8 V Alleluiavers Alleluia, Felix es sacra virgo Maria. II Bl. 9-12. Binio, nachträglich in die schon gebundene Hs. eingelegt. Schriftraum 22 X 6. 8 Notensysteme (4 rote Linien, Quadratnotation) mit Textzeile. Textura von einer Hand (wie St. Peter perg. 22 b, 35 und 52), rubriziert. 9 r _i2 r Antiphonen und Responsorien zur Fronleichnamsprozession. Invitati festine- mus. .., mit Teilen von AH 24 Nr. 6. 127 ST. PETER PERG. 53 • ST. PETER PERG. 53a 12 v Von späterer Hand (14./15. Jh.): Versikel aus dem Begräbnisritus Non intres in iudicium... Fragment (ehemal. Spiegel, s.o.): LOGIKTRAKTAT Doppelblatt aus einer Pergamenthandschrift, Blattgröße 21 X 14, Schriftraum 19 X 12,5, 2 Spalten, 53-57 Zeilen, franz. Notula von mehreren Händen, 13. Jh. Fragment eines Logiktraktates. Quoniam in dubiis multiplicitas exoritur opinionum de relativis... St. Peter perg. 53 a Diurnale, pars hiemalis 217 Bl. • 17,5 X 12,5 • Dominikanerinnen • Nürnberg, St. Katharina • 1516 Lagen: (III + l) 7 , 21IV 217 ; Reklamanten ab 17 v , teilweise weggeschnitten. Schriftraum 12 X 8. 20 Zeilen. Textura von einer Hand (Johannes Tretter) mit Ausnahme des Kalendariums. Übliche Rubrizierung. Rote und blaue Lombarden. 8 r Zierseite: Initiale (herausgeschnitten); Rankenwerk mit naturalistisch gemalten Blumen, als Rahmen um den ganzen Schriftspiegel gelegt, am unteren Rand das mystische Verlöbnis der hl. Katharina mit dem Jesuskind; neben der Initiale kniende Stifterfigur(P) mit Krone und Schriftband: Das Kingla(?) von Peham. Brauner Lederband der Zeit mit den für das Katharinenkloster typischen Stempeln (s. Kyriss , Nürnberger Klostereinbände, S. 35f); Schnitt gelb gefärbt; zwei neue Langriemenschließen. Herkunft: Wie St. Peter perg. 34 (s. dort), 217 v Kolophon: >1516. Pitt got für Johannes Tretter< (s. Einl., S.XXV u. Abb.22). Später im Bamberger Dominikanerinnenkloster zum Hl. Grab: V Dises buch ist Magdalena Müller. Bitt Gott auch für mich (gleich Eintrag: Freiburg i.Br., Universitätsbibliothek, Hs. 302, s. Gottwald , S. 25; zu Magdalena Müller, Priorin des Klosters, gest. 1588, s. Haas , S. 159). Vgl. auch Einleitung, S.XXVI. Literatur: Ehrensberger , S. 35 Nr. 17; Ettlinger , S. 636. 2 r —7 V KALENDARIUM. Wie in St. Peter perg. 34 außer wenigen, unerheblichen Abweichungen. 8 r -82 v PROPRIUM DE TEMPORE. Vgl. Guerrini , Nr. 14-159. > [Dominica prima in advent]« Domini. Sabbato precedenti ad vesperas <; (22 r ) >ln vigilia Nativitatis <; (31 v ) >In festo Epiphanie<; (46 v ) >Feria quarta ein er um <\ (75 v ) >In cena Domini <; (80 v ) > Sabbato saneto Pasche <. 128 ST. PETER PERG. 53a 83 r -122 v TAGESHOREN FÜR SONN- UND WERKTAGE, ohne Laudes. Vollständiger Text mit den Psalmen in der Reihenfolge des Offiziums. (83 r —99 v ) Prim bis Non, (99 v —119 r ) Vesper, (119 r -122 v ) Komplet. 122 v —123 v VARIA: >So man die disciplin nympt<, s. Guerrini , Nr. 482; (12 Y)>umb ein regen<\ >umb ein schön'wetter <; (123 v ) > Generalcapitel<, s. Guerrini , Nr. 490. 123 v -177 v PROPRIUM DE SANCTIS. Von Quattuor Coronati (8.11.) bis Tiburtius, Valerianus u. Maximus (14.4.). Folgende Reimoffizien: (127™) Oktav von Katherina, Antiphonen zu Magnificat und Benedictus aus AH 18 Nr. 37; (130 v —133 v ) Mariae Empfängnis, AH 5 Nr. 13; (134 r ) Apostel Thomas, Magnificat-Antiphon aus AH 28 Nr. 81; (153 v -157 v ) Translatio Thomae, AH 5 Nr. 85; (165 v -169 r ) Thomas v. Aquin, AH 5 Nr. 84; (172 r -177 r ) Vinzenz Ferrer, AH 5 Nr. 91. 177 v -199 r COMMUNE SANCTORUM. Vgl. Guerrini , Nr. 454-461 und 470. 199 v -204 v VOTIVOFFIZIEN. (199 v -201 v ) >De sancto Dominico<, mit Teilen des Reimoffiziums AH 25 Nr. 85; (201 v ) >De sancta Trinitate<; (201 v —204 r ) >Feria quarta quando fit officium de sancta Katharina<, mit Teilen des Reimoffiziums AH 26 Nr. 69; (204 v ) Schluß des Dreifaltigkeitsoffiziums. 204 v -206 v KOMMEMORATIONEN FÜR VESPER UND LAUDES. (204 v -205 r ) Maria; (205 rv ) Dominicus, mit Teilen von AH 25 Nr. 85; (205 v ) Petrus Martyr, Thomas v. Aquin, Vinzenz Ferrer, Katharina v. Siena; Christi pia gratia...-, (205 v -206 r ) Katharina, mit Antiphon Chevalier , Nr. 2181. 206 v -208 v KAPITELOFFIZIUM. Vgl. Guerrini , Nr. 504-508. 208 v -209 r > Benedictiones lectionum<. 209 r -217 v TEILE DES OFFICIUM QUOTIDIANUM B.M .V., s. Guerrini , Nr. 470 (Matutin und Laudes). 217 v Schreibereintrag (s.o.). 129 st. peter perg. 54 • st. peter perg. 55 St. Peter perg. 54 Prozessionale 8 Bl. • 25 X 9 ■ Zisterzienser • Salem(?) • 13. Jh. 2 Quaternio. Schriftraum 19,5 X 7,5. 12 Notensysteme (4 rote Linien, Quadratnotation) mit einer Textzeile; V und 7 V -8 V 25 Zeilen. Textura von einer Hand (wie St. Peter perg. 51 und 52). Übliche Rubrizierung. Rote und blaue Lombarden. Brauner Lederband (13. Jh.) mit romanischen Einzelstempeln (dazu Knaus und Kyriss , s.u. Literatur); 1972 restauriert: Spiegel, Vorsätze, Rücken und Schließe erneuert, alte Spiegel (Fragmente aus einem zisterziensischen Brevier und einem Psalte- rium, beide 13. Jh.) herausgelöst. Herkunft: Vgl. Knaus , S. 247ff; s. auch St. Peter perg. 22b, 35, 51-53. 8 V unten, von einer Hand des 16.Jh's: sametit Umbgange s.(?), von Knaus , S. 250, irrtümlicherweise als Besitzvermerk gelesen. Literatur: Ehrensberger , S. 67 Nr. 9; Ettlinger , S. 639; Knaus , S. 247ff; Kyriss , Vorgotische Einbände, S. 284. l r >In purificacione. Benedictio cereorum<. Deus inestimabilis potentie , Text wie im gedruckten Zisterziensermissale von 1487 (Hain 11279). 1 V -7 V PROZESSIONALE, zisterziensisch (s. Weinmann , S. 1 5 f). >In purificacione sancte Marie dum cerei dividuntur <; (3 r ) >In ramis palmarum dum palme dividuntur< mit Rubrik 5 r wie in St. Peter perg. 52 an der gleichen Stelle; (5 V ) >In ascensione Domini <; (6 V ) >In assumptione<. 7 V —8 V > Benedictio super ramos palmorum<, wie im Missale von 1487 (s.o.), vgl. auch Franz , Benediktionen 1, S.493f, Nr. 12. St. Peter perg. 55 Diurnale 287Bl. • 17 X 11,5 • Dominikanisch • Bistum Konstanz (Adelhausen?) • 13. Jh. 2 Lagen: Quinionen und Senionen außer Anfang (IV) und Schluß (II—2 + III), Bl. 281-286 kleineres Format. Schriftraum 10,5 x 7,5. 14 Zeilen. Textura von einer Hand; 281-285 Nachtragshand des 14. Jh's. Übliche Rubrizierung. Rote und blaue Lombarden mit Fleuronnee und teilweise mit Zierleisten. 9 r , 71 r , 75 v , 93 v , 119 r , 143 r weinrote Deckfarbeninitialen vor tiefblauem Grund mit Drachenmotiven und Palmetten. Brauner Lederband des 15. Jh's mit Streicheisenlinien und blockartig angeordneten Einzelstempeln, darunter Schunke , Flechtwerk 17 und Laubstab 65 (verwendet vom 130 st. peter perg. 55 Franziskaner Rolet Stoß in Freiburg/Schweiz; vgl. A. Horodisch , in: Zeitschr. f. Schweiz. Archäologie u. Kunstgesch.6 (1944) 207-243); alte Riickenschildchen aus St. Peter (s. Einleitung, S.XXIXf) mit Signatur A VI 16 (s. Abb. 26); eine neue Langriemenschließe. Herkunft: Das Kalendarium weist auf ein Dominikanerkloster der Diözese Konstanz; Entstehung der Hs. gegen Ende des 13. Jh's (Schrift, Ausstattung, Stand des Kalendariums); Hervorhebung des Festes Mariae Verkündigung durch eine Initiale (143 r ) läßt an eine Bestimmung für das unter diesem Patrozinium stehende Kloster Adelhausen denken (vgl. FDA 13 [1880] 136), ebenso die besondere Stellung des Festes der Zehntausend Ritter im Kalendarium (Altarpatrozinium in Adelhausen, s. Gottwald, S. 176, und H. Schneider , in: FDA 69 [1950] 134 Anm. 8). Laut Kaufvermerk auf dem vorderen Spiegel 1754 von Abt Steyrer erworben. Literatur: Ehrensberger , S. 32 Nr. 7; Ettlinger , S. 624. 2 r -7 v KALENDARIUM, dominikanisch, entsprechend dem Prototyp Humberts (s. Guer- rini, S. 255—266), zusätzlich von der Haupthand: Longinus (14.3.), Gerdrudis (17.3.), Antonii minoris (13.6., 1262 in den Ordenskalender aufgenommen), Decem milia marti- rum (22.6., rubrizierter Eintrag, Fest offiziell erst 1423' in den Ordenskalender aufgenommen!), Udalrice(\ ) (4.7.), Anniversarium omnium sepultorum in cimiteriis nostris (7.7., 1266 eingeführt), Marta (27.7., 1276 eingeführt), Edwardi (13.10., 1270 eingeführt), Galli (16.10.), Ofer[ ?) (15.11.), Othtnari (16.11.), Chunradi (26.11.). Von späterer Hand (nach 1599) nachgetragen: die im 14. und 15. Jh. in den Ordenskalender aufgenommenen Feste, außerdem Translacio s. Marie Magdalene (19.3.), Allbani marttirum (!) (21.6.), Nicolao{\) Tolentino (10.9.), Januarium(\) et soc. eins (19.9.), Ruobertinus (24.9.) sowie der Nekrologeintrag Frena Erluini 1599 (22.8., zu Veronika Erlin s. Kindler von Knobloch 1, S. 309). 9 r —280 v DIURNALE, Pars hiemalis et aestivalis. 9 r —114 v Proprium de Tempore. Vgl. Guerrini , Nr. 14—244. > Dominica prima in ad- ventu Domini<, (17 v ) >In vigilia nativitatis Domini <, (26 r ) >In vigilia Epiphanie<, (46 v ) >Feria quarta in capite ieiunii<, (75 v ) >Sabbato sancto Pasche ad vesperas<, (89 v ) In vigilia Ascensionis > ad vesperas<, (93 v ) >In vigilia Pentecostes<, (98 v ) > De sancta Trinitate<, (101 v ) >Dominica prima post festum Trinitatis, Sabbato precedenti<. 1 14 V — 119 r In Dedicatione. Vgl. Guerrini , Nr. 246-247 und 249-251. 11 9 r —2 15 r Proprium de Sanctis. Vgl. Guerrini , Nr. 307-453. Folgende Reimoffizien: (123 v ) Apostel Thomas, Magnificat-Antiphon aus AH 28 Nr. 81; (136 v —137 r ) Purificatio B.M.V., Chevalier , Nr. 9093; (147 v -149 v ) Petrus Martyr, AH28 Nr.48; (154 r -156 v ) Corona Domini, AH5 Nr. 11; (157 v -159 v ) Translatio Dominici, AH 25 Nr.86; (179 r —181 v ) Dominicus, AH 25 Nr. 85; (212 v -214 v ) Katharina, AH 26 Nr. 69 und 72. 215 r -227 v Commune Sanctorum. Vgl. Guerrini , Nr. 454-463. 131 st. peter perg. 55 st. peter perg. 56 228 r -280 v Tageshoren für Sonn- und Werktage, ohne Laudes. Vollständiger Text mit den Psalmen in der Reihenfolge des Offiziums. (228 r -248 r ) Prim bis Non, (248 r -278 r ) Vesper, (273 r -280 v ) Komplet. 281 r -285 r NACHTRAG (14. Jh.): > Von unsers Herren lichamen<. Fronleichnamsoffi- zium Sacerdos in aeternum. St. Peter perg. 56 Rituale 1 + 79 Bl. • 17 X 12 • Dominikanerinnen • Nürnberg, St. Katharina • 1481 Lagen: 7 V 70 , (IV + l) 79 ; Reklamanten. Schriftraum 11 X 8. 18 Zeilen. Textura von einer Hand, rubriziert. Rote und blaue Lombarden. l r 7-zeilige Initiale W: blau-roter Buchstabenkörper, einfaches gelbliches Fleuronnee. Verschiedentlich Quadratnotation auf vier roten Linien. Roter Lederband des Nürnberger Katharinenklosters mit charakteristischen Stempeln und gelbem Schnitt (vgl. K yriss , Nürnberger Klostereinbände, S. 36 und Tafel 4); eine Langriemenschließe. Bei kürzlich erfolgter Restaurierung Spiegel abgelöst (Fragmente aus zwei Brevierhss. des 15. Jh's) und Lederriemen der Schließe erneuert. Herkunft: Aus dem Dominikanerinnenkloster St. Katharina in Nürnberg (vgl. Einband und Litaneien), datiert > 1481 < (78 r ). Auf dem Vorderspiegel deutscher Vers über das Gebet, darunter von anderer Hand: Swester Maria Theresia Lidtwin (17. Jh.). Literatur: E hrensberger , S. 72 Nr. 9; L ängin , Nr. 137; E ttlinger , S. 639; B orst , S. 84 Anm. 246 a. l r -78 r RITUALE. Lateinischer Text, deutsche Rubriken; l v , 3 V , 32 v , 44 v von anderer Hand am unteren Rand deutsche Anweisungen zur Prozessionsordnung. l r — 10 r Krankenritus. > Von der communion der siechen swester <; (2 V ) > von der heiligen olunge<. 10 r —59 r Sterbe- und Begräbnisritus. >Von der hinfart der swester <; (ll r —14 r ) Allerheiligenlitanei, dominikanisch, bemerkenswerte Zusätze: Heinrice, Ludwice, Sebalde sowie Katherina (zweimal) und Kunegundis-, (15 v ) >Commendacio<-, (39 r ) >von dem ampt der begrebnusse<. 59 r -73 v Bußpsalmen mit Litaneien pro vivis (65 r —70 r ) und pro mortuis (70 r —73 v ), beide wie ll r -14 r . 73 v -78 r Gradualpsalmen. — 78 v -79 v leer. 132 ST. PETER PERG. 57 • ST. PETER PERG. 57a St. Peter perg. 57 Necrologium S. Ciarae in Bamberg 1 (Pap.) + 26+1 (Pap.) Bl. ■ 32 X 22 ■ Bamberg, Klarissenkloster St. Clara • 14. Jh. 2 Lagen: VI 12 , (V + 2) 24 , II 26 . Schriftraum 26 x 18. 7 Zeilen Haupttext (Kalendarium) jeweils mit Raum für Nekrologeinträge. Kalendarium von einer Hand (Textura); Nekrologeinträge von mehreren Händen des 14.-16. Jh's, Grundstock: Textura, gleichzeitig mit der Hand des Kalendariums. Übliche Rubrizierung. Rote und blaue Lombarden. Bibliothekseinband aus St. Peter (s. Einleitung, S.XXIX), Spiegel und Vorsätze Pap. mit Baselstab-Wz. (1798, aus Simonswald: Piccard , Expertise). Herkunft: Nekrolog des Bamberger Klarissenklosters, im 14. Jh. angefangen und bis ins 16. Jh. weitergeführt (Datierung nach paläographischen Gesichtspunkten). Von Abt Ph.J. Steyrer 1780 für St. Peter erworben. Literatur: Ettlinger , S. 631; Lagemann , S. 39; O. Meyer , Manuscripta Bambergensia disiecta I, in: 93. und 94. Bericht d. Hist. Vereins f. d. Pflege d. Gesch. d. Fürstbistums Bamberg (1955), S. 272 f; W.G. Neukamm , Das Necrologium des St. Claraklosters zu Bamberg vom Jahre 1496, in: Jb. f. fränk. Landesforschung 11/12 (1953) 143-153. l r -26 r NECROLOGIUM S. CLARAE IN BAMBERG. Gerüst: franziskanisches Kalendar mit Bamberger Einschlag, s. Lagemann , S. 52-223, Sigle CL 1. Nekrologeinträge von verschiedenen Händen, teilweise auch deutsch; jüngster datierter Eintrag von 1549 (9 V ). Auszüge bei Neukamm (s.o .), bes. S. 146f und 152. 26 v Deutsche Anweisung für die Begehung von Anniversarien für Schwestern des Konventes. Dises nachgeschriben gebett soll vor eyn tote swester vorbaß gehalten werden... — datum Anno Domini M°. CCCC 0 . LXXXVI 0 penultima Decembris, signiert J. de Lindenfels, v. pro., manu propria (Provinzvikar der observanten Franziskaner der oberdeutschen Provinz: vgl. Helvetia Sacra 5/1, Bern 1978, S. 113). St. Peter perg. 57a Diurnale, pars hiemalis 215 Bl. • 17,5 X 12,5 • Dominikanerinnen • Nürnberg, St. Katharina • 15. Jh. 2 Lagen: III 5 , 20 V 206 , (V-l) 215 ; ab 16 v Reklamanten. Schriftraum: 11,5 x 8. 20 Zeilen. Textura von einer Hand im Corpus der Hs., eine zweite Hand im Kalendarium. Übliche Rubrizierung. Rote und blaue Lombarden. 7 r Zierseite: Deckfarbeninitiale E, blauer Buchstabenkörper mit weiß gehöhtem Rollwerk auf Goldgrund in rot-grünem Rahmen, im Innenraum des Buchstabens Verkün- 133 ST. PETER PERG. 57a digungsszene; um den Schriftspiegel mehrfarbiges Rankenwerk, Goldknospen in den Blattachseln. Brauner Lederband der Zeit mit rautenförmigem Streicheisenmuster; 2 neue Langriemenschließen. Herkunft: Aus dem Nürnberger Katharinenkloster wie St. Peter perg. 34 (s. dort). Auf dem Vorsatzblatt alte Bibliothekssignatur MB 10 (s. Einleitung S.XXVI). Laut Vermerk auf dem Vorderspiegel 1781 von Abt Ph. J. Steyrer erworben. Literatur: Ehrensberger, S. 34 Nr. 14; Ettlinger % S . 636. l r -6 v KALENDARIUM. Wie in St. Peter perg. 34 (s. dort), zusätzlich Veronica (17.12.). 7 r -81 v PROPRIUM DE TEMPORE. Vgl. Guerrini , Nr. 14-159. > Dominica prima in adventu Domini<, (21 r ) >ln vigilia nativitatis Domini<, (74) v >In cena Domini<. 81 v -121 r TAGESHOREN FÜR SONN- UND WERKTAGE, ohne Laudes. Vollständiger Text mit den Psalmen in der Reihenfolge des Offiziums. (81 v —98 r ) Prim bis Non; (98 r —117 V ) Vesper, kombiniert mit den kleinen Hören und der Komplet des Officium quotidianum B.M. V., vgl. St. Peter perg. 34; (117 V —121 r ) Komplet. 121 r —122 r VARIA. >So man die disciplin nimpt<; s. Guerrini , Nr. 482;. > Umb ein regen<; > Umb ein schon wetter<; > General capitel<, s. Guerrini , Nr. 490. 122 r -173 r PROPRIUM DE SANCTIS. Von Vitalis und Agricola (27.11.) bis Tiburtius und Valerianus (14.4.). Folgende Reimoffizien: (150 v —154 v ) Translatio Thomae, AH 5 Nr. 85; (162 r -165 r ) Thomas v. Aquin, AH 5 Nr. 84; (168 v —173 r ) Vinzenz Ferrer, AH 5 Nr. 91. 173 r -194 v COMMUNE SANCTORUM. Vgl. Guerrini , Nr. 454-461 und 470. 194 v -199 v VOTIVOFFIZIEN. (194 v ) >De sancto Dominico< , mit Teilen des Reimoffi- ziums AH 25 Nr. 85; (196 v ) > De sancta Trinitate<\ (197 r ) >Feria sexta quando officium fit de beata Katherina<, mit Teilen von AH 26 Nr. 69; (199 rv ) Schluß des Dreifaltigkeits- offiziums. 199 v -201 r KOMMEMORATIONEN FÜR VESPER UND LAUDES. (199 v -200 r ) Maria; (200 r ) Dominicus, mit Teilen von AH 25 Nr. 85; Petrus Martyr-Thomas v. Aquin-Vin- zenz Ferrer-Katharina v. Siena, Christi pia gtatia...-, (200 v ) Katharina, mit Antiphon Chevalier , Nr. 2181. 201 v —203 r KAPITELOFFIZIUM, s. Guerrini , Nr. 504—508. Preciosa est in conspectu Domini..., >So man IX leczen bat<..., (202 r ) >für vil seien<..., >fur ein sel<..., (202 v ) >So man ein capitel helt<. 134 ST. PETER PERG. J7a ST. PETER PERG. 58 204 r -212 r TEILE DES OFFICIUM QUOTIDIANUM B.M.V. >Die metten von unser frauen< Ave maria..., (206 v —207 r ) 3 Lektionen, (208 r ) >Ad Laudes<\ s. G uerrini, Nr. 470. - 212 r Schreibereintrag: >Pit für mich auch. A.<. — 212 v -215 v leer. Fragment: Stück eines Papierblattes, als Lesezeichen eingelegt, Fragment eines deutschen Briefes von einer Hand des 15. Jh's (Mundart bairisch). Genannt wird eine Schwester Felicitas. Von einer anderen Hand Anweisungen zur Verbesserung einer liturgischen Hs.: Die an. in dem{\) laudes peßer all... St. Peter perg. 58 Psalterium • Brevierauszüge 128 + 49 (Pap.) Bl. • 16,5 X 12 ■ Zisterzienserinnen • Thüringen • um 1260 u. 16. Jh. 1 Brauner Lederband mit Streicheisenlinien und Einzelstempeln, darunter Schunke , Herz Nr. 65 und Rautengerank Nr. 6 (Erfurter Werkstätte: Kyriss , Gotische Einbände, Nr. 93, 1490—1520 bezeugt). 1935 Rücken, Spiegel und Vorsätze erneuert, ehem. Spiegel herausgelöst und separat unter der Signatur St. Peter perg. 131 aufgestellt. Herkunft: Teil I um 1260 geschrieben (vgl. Kalendarium und komputistische Tafeln), aus einem Zisterzienserinnenkloster, spätestens seit dem frühen 14. Jh. im Erfurter Kloster St. Martin, um die Wende zum 16. Jh. im Besitz eines Gliedes der Erfurter Familie Ziegler (vgl. Nachträge und Nekrologeinträge im Kalendarium). Teil II nach Expertise von G. Piccard um 1512—1515 geschrieben. Laut Vermerk auf dem vorderen Spiegel 1781 von Abt. Ph.J. Steyrer erworben (s. St. Peter perg. 131). Literatur: Ehrensberger , S. 7 Nr. 30; Längin , Nr. 57; Ettlinger , S. 636. I Bl. 1-128. Lagen: 12IV 96 , III 102 , V 112 , III 118 , V 128 . Schriftraum 13,5 X 8,5. 20-23 Zeilen. Im Corpus der Hs. Textura von zwei Händen: 1. 9 V -80 V , 2. 81 r —128 v . l r -9 r drei versch. Hände des 13. Jh's. Mehrere Nachtragshände des 13.-15. Jh's. Übliche Rubrizierung, teilweise auch grün. Rote und blaue, z.T. auch grüne Lombarden, an den Psalmanfängen mit derbem Fleuronnee. Hauptteilungsstellen durch grobe rot-blaue Initialen markiert, darunter 91 v D(ixit Dominus) mit kentaurenartigen Monstern auf gelbem Grund. 128 v kleine Randminiatur, kolorierte Federzeichnung: Christus an der Geißelsäule. l r -2 r KOMPUTISTISCHES. (l r ) Tabellen und Merkverse für die Reguläres feriales, die Ostergrenzen und die Loci clavium: Emicat a celo fulgens aurora... (vgl. B.B ischoff, Mittelalterliche Studien 2, Stuttgart 1967, S. 193 Anm. 3), Ecce gravem nanus baiulat... 135 st. peter perg. j8 (vgl. ebd., S. 201 Anm. 43), Idus septenas tibi dat lanus... (s. A. Cordoliani , in: Studi medievali, terza serie 2 [1961] I, S. 191); (l v -2 r ) Tabelle der Sonntagsbuchstaben, Con- currentes, Osterbuchstaben, Epakten und Indiktionszahlen für die Jahre 1260-1315. 2 V GEBETSRUFE ZU DEN PSALMEN. Fünf an Christus gerichtete Anrufungen. Erster vollständiger Textanfang: [I]« honore illius victricis omnipotencie...; am Schluß jeder Anrufung die Formel: suscipere dignare haue exiguam spalmodie{!) decantacionem. Drei marianische Anrufungen, gereimt: [M \emento mater Domini..., [A ]udi mater flebiles..., [R ]ecordare mater pia... (Schluß 9 r ). 3 r -8 v KALENDARIUM, zisterziensisch, um 1260 (vgl. Backaert ). Elervorgehoben durch zweifarbige Majuskelschreibung die Elerren- und Marienfeste sowie Elisabeth, Katharina, Andreas, Stephanus und Johannes ev. Von einer Hand des 14. Jh's nachgetragen: Adelari (20.4.), Erasmi (3.6.), Bonifacii et soc. eins (5.6.), Eobani (26.7.). Nekrologeinträge von mehreren Händen. Hand 1 (13. Jh.): 22.1. Lucardis m., 12.8. Hart miles (Erhard von der Sachsen, s. Feldkamm II, S. 71); Hand 2 (13. Jh.): 17.4. Tbeodoricus prefectus iunior (vgl. O. Holder-Egger , Monumenta Erphesfurtensia, Hannover und Leipzig 1899, S.259 , 677 und 691 f), 22.4. Hartmannus miles, 28.9. Henricus prior ordinis predicatorum-, Hand 3 (13. Jh.): 14.6. Hermannus, 6.11. Otto subdiaconus, 3.12. Henricus pater mens; Hand 4 (14. Jh. 1 ): 4.8. Hermannus (Hermann zu den Disteln, s. Feldkamm II, S. 71, dort Todestag am 3.8.), 23.9. Henricus prepositus (s. Feldkamm II, S. 72, dort Todestag am 22.9.), 23.12. Ota abatissa nostra; Hand 5 (14. Jh.): 15.6. Cungundis-, Hand 6 (15./16. Jh.): 3.7. Adelarus Cigeler nepus meus, 13.9. Ditmarus avos{\) meus, 20.9. Sifridus Czigeler doctor nepus meus, 20.10. Margareta Czegelerin ava mea, 18.11. Iohannes Czegeler nepus meus , 17.12. Rodolfus Czege- ler nepus meus (vgl. W. Biereye , Das Erfurter Patriziergeschlecht der Ziegler, Erfurter genealogischer Abend 3, Erfurt 1930; zu Sifridus Z. s. Frank , S. 291 u. 418). 9 r Gebet für Verstorbene (unvollständig); anschließend Fortsetzung von 2 V , radiert, darüber von anderer Hand Benediktionen zu den Matutin-Lektionen. 9 V -128 V PSALTERIUM NON FERIATUM, Cursus romanus. (9 V -117 V ) Ps 1-150, am Rand vereinzelte deutsche Gebetsanleitungen sowie Teile des Ordinarium Officii von verschiedenen Händen nachgetragen; (32 v ) deutsche Sinnsprüche und lat. Gebet an Maria, Chevalier , Nr. 1183 (von anderer Hand); (117 v -125 r ) Laudes-Cantica; (125 v —128 v ) Benedictus, Te Deum, Quicumque, Magnificat, Nunc dimittis. 128 v MINIATUR (s.o.) MIT DEUTSCHEM GEBET. Lybe berre Jesu Crist, wo iemmer- licb do doreb mich gemartirt bist... — und ubir glebigi sele (Hand 3 der Nekrologeinträge). 136 st. peter perg. 58 • st. peter perg. 59 II Bl. 129—177. Papier mit verschiedenen Wz., darunter Piccard , Ochsenkopf XVI Nr. 41 (1512-1513). Lagen: V 138 , 2I 142 , 2VI 166 , (V-5) 171 , III 177 ; alte Foliierung 1-6 (143-148) und a—f (155-160). Schriftraum und Zeilenzahl unregelmäßig. Ab 170 r 5 Notensysteme (Hufnagelnotation auf 5 Linien) mit Textzeile. Flüchtig geschriebene Bastarda von mehreren Händen, darunter (144 r -177 r ) die Hand von St. Peter perg. 107. Übliche Rubrizierung. 129 r -177 v BREVIERAUSZÜGE. 129 r —143 v Ordinarium Officii für Werktage (129 r -141 v ) und Sonntage (143 rv ). — 142 rv leer. 144 r — 157 r Cantica für die dritte Nokturn. (144 r ) > Dominicis diebus et in festo s. Michaelis <; (146 v ) >ln nativitate Domini, in circumcisione, in epyphania et in purificacione B.M.V.<; (149 v ) >In pascba, in ascensione, in penthecoste et diebus dominicis post re- surrectionem usque ad pentb. inclusive<-, (152 r ) Commune Sanctorum; (156 v ) >In dedi- cacione Ecclesie < ; > In duabus festis s. Crucis<. 157 r -159 r Hymnen zum Fest der hl. Anna: AH 52 Nr. 103. 102. 101. 159 r —168 r Teile der Ferialmatutin, am Schluß (162 v — 168 r ) > Benedictiones ad lectiones vigiliarum<. 168 r > Responsorium in septuagesima ad laudes<, Hesbert , Nr. 6037. 170 r —177 v Hymnenanfänge de Tempore (170 r -172 v ) und de Sanctis (172 v -177 v ). — 168 v -169 v leer. Fragmente: s. St. Peter perg. 131. St. Peter perg. 59 Diurnale, pars aestivalis 270 Bl. • 17 X 12,5 • Dominikanerinnen • Nürnberg, St. Katharina • 1485 Lagen: I 2 + III 8 + 26 V 267 + I 269 ; Bl. 226 zweimal gezählt; 268 r unten: XXVI qu l (= 26 quinter- niones). Schriftraum 12 X 8. 20 Zeilen. Textura von einer Hand; Nachtragshand 268 v —269 r ; übliche Rubrizierung; rote und blaue Lombarden. 9 r und 110 v blaue Deckfarbeninitialen A und F, im Buchstabenkörper weiße Aussparungen mit roter und schwarzer Federzeichnung (Blätter, Blumen, Drachen), grobes rotes Fleuronnee (sehr ähnliche Initialen in dem von Kunigunde Holzschu- 137 st. peter perg. 59 herin, Nonne des Katharinenklosters, geschriebenen Teil der Hs. Karlsruhe, Bad. Landesbibl., St. Georgen 8 a, 117 v und 123 r ). Brauner Lederband der Zeit mit Rollenstempeln von vorzüglicher Qualität, darunter eine Rolle ähnlich Kyriss , Gotische Einbände, Nr. 21 (2. Gruppe), Rolle 1 (Nürnberger Dominikaner), 2 Langriemenschließen (s. Abb. 30). Herkunft: Kalendarium, Ausstattung und Katharina-Kommemoration (254 v -255 r ) weisen nach St. Katharina in Nürnberg. 268 r : Secunda feria post Crucis, Anno Domini 1485. l r Signatur MB 10 mit hochgestellter 2 (s. Einleitung, S.XXVI). Laut Vermerk auf dem vorderen Spiegel 1781 von Abt Ph. J. Steyrer für St. Peter erworben. Literatur: Ehrensberger , S. 636; Ettlinger , S. 33 Nr. 10; Borst , S. 86 Anm. 250. l r -2 v leer. 3 r -8 v KALENDARIUM, wie in St. Peter perg. 34. 9 r —61 v PROPRIUM DE TEMPORE. Vgl. Guerrini , Nr. 160-244. >In die Pasce<, (23 v ) >In vigilia Ascensionis<, (28 r ) >In vigilia Penthecostes<, (35 r ) >In festo sancte Trinita- tis<, (38 v ) >De corpore Christi< (nicht bei Guerrini ), (43 v ) >Dominica prima post Trinitatis <. 61 v -65 v > IN DEDICACIONEc. Vgl. Guerrini , Nr. 249. 65 v -105 v TAGESHOREN FÜR SONN- UND WERKTAGE, ohne Laudes. Vollständiger Text mit den Psalmen in der Reihenfolge des Offiziums. (65 v —79 r ) Prim bis Non; (79 r —101 r ) Vesper, damit kombiniert Prim bis Non und Komplet des Officium quoti- dianum B.M.V.; (101 r -105 r ) Komplet. 105™ VARIA: >So man disciplin capitulum (!)<, s. Guerrini , Nr.482; >Umb einen regen<; > Umb ein schon weter<\ > General capitel<, s. Guerrini , Nr. 490. 105 v -224 r PROPRIUM DE SANCTIS. Von Benedikt (21.3.) bis Saturninus (29.11.) Folgende Reimoffizien: (106 r —110 v ) Vinzenz Ferrer, AH 5 Nr. 91; (112 V —115 V ) Petrus Martyr, AH 28 Nr. 48; (120 r ) Kreuzauffindung, Chevalier , Nr. 3985; (122 v -125 r ) Corona Domini, AH 5 Nr. 11; (126 r -127 v ) Translatio Dominici, AH 25 Nr. 86; (143 r -148TMariae Heimsuchung, AH 24 Nr. 30; (135 r -159 v ) Anna, AH 25 Nr. 19; (162 r -166 v ) Dominicus, AH 25 Nr. 85; (199 v -203 r ) 11000 Jungfrauen, AH 5 Nr. 88; (212 r —216 r ) Elisabeth, AH 25 Nr. 90; (220 r -224 r ) Katharina, AH 26 Nr. 69 und 72. (198 a) eingelegtes Pergamentblatt mit Oration zum Fest des hl. Florian. 224 r -243 v COMMUNE SANCTORUM. Vgl. Guerrini , Nr. 454-461. 243 v —247 v >De lancea et clavis Domini<. Reimoffizium AH 5 Nr. 7. 138 ST. PETER PERG. 59 ST. PETER PERG. 60 247 v -251 v OFFICIUM B.M.V. IN SABBATO. Vesper, Matutin und Laudes. Vgl. Guer- rini , Nr. 464 und 470. 251 v -252 r Teile der Sonntags-Laudes. Vgl. Guerrini , Nr. 92. 252 r -255 v KOMMEMORATIONEN ZU VESPER UND LAUDES. (252 rv ) Maria; (252 v ) Dominicus, mit Teilen von AH 25 Nr. 85; (252 v —253 r ) Petrus Martyr-Thomas v. Aquin-Vinzenz Ferrer-Katharina v. Siena, Christi pia gratia ...; (253™) Petrus Martyr, mit Teilen von AH 28 Nr. 48; (253 v —254 r ) Thomas von Aquin, mit Teilen von AH 5 Nr. 84; (254 rv ) Vinzenz Ferrer, mit Teilen von AH 5 Nr. 91; (254 v —255 r ) Katharina, mit Antiphon Chevalier , Nr. 2181. 255 v -258 r KAPITELOFFIZIUM, s. Guerrini , Nr. 504-508. 258 rv >DIE SEGEN DER LECZEN<. Benediktionen zu den Lektionen der Matutin. 258 v -268 r MATUTIN UND LAUDES DES OFFICIUM QUOTIDIANUM B.M.V., vgl. Guerrini , Nr. 470. 268 r Schreibereintrag (s.o.). 268 r —269 r Nachtrag (15. Jh.): >In festo divisione apostolorum<. St. Peter perg. 60 Diurnale, pars aestivalis 2 (Pap.) + 282 Bl. • 17 X 12,5 • Dominikanerinnen ■ Altenhohenau (?) • 1501 Lagen: III 6 , 3 V 36 , (III + 3) 45 , 3 V 75 , (IV + 2) 85 , 2 V 105 , (IV + l) 114 , 3 V 144 , (IV + 2) 154 , 3 V 184 , (IV + l) 193 , 8 V 273 , (IV + l) 282 ; ab 16 v Reklamanten; Bl. 82 gehört zwischen die Bl. 79 und 80. Schriftraum 11,5 x 8. 18 Zeilen. Textura von einer Hand; 2 Nachtragshände 146", 281 v und 282 v . Übliche Rubrizierung; rote und blaue Lombarden. 7 r Zierseite: obere Hälfte mit Initiale herausgerissen; auf dem erhaltenen Teil des Bl. den Schriftspiegel umschließendes Rankenwerk in der Art der zeitgenössischen Augsburger Buchmalerei. 27 v und 42 r kleine Deckfarbeninitialen (grün) vor goldenen Gründen mit unbeholfen wirkenden Zierranken (Nachahmung von 7 r ). 145 v lombardenförmige blaue Deckfarbeninitiale, im Buchstabenkörper ausgespart zwei Drachen, grobes weinrotes Fleuronnee. 281 r gelbes Schriftband mit Datum (s.u.). Brauner Lederband der Zeit mit rautenförmigem Steicheisenmuster und Einzelstempeln; 1971 Schließen erneuert, Spiegel herausgelöst (s.u., Fragmente), neues Nachstoßblatt eingefügt. 139 st. peter perg. 60 Herkunft: Corpus der Hs. nach einer für das Bistum Bamberg bestimmten Vorlage geschrieben (vgl. Proprium de Sanctis und 259 v ), Kalendarium für Bistum Salzburg eingerichtet, vermutlich für das von Nürnberg aus reformierte Kloster Altenhohenau (vgl. St. Peter perg. 36a). 28 l r auf Schriftband: Anno Domini Mtillesio (!) CCCCCI. Literatur: Ehrensberger , S. 35 Nr. 16; Ettlinger , S. 639. I r -6 v KALENDARIUM, dominikanisch mit salzburgischem Kolorit, im wesentlichen wie in St. Peter perg. 36 a. 7 r -42 r PROPRIUM DE TEMPORE. Vgl. Guerrini , Nr. 159-244. Text beginnt mit der Magnificat-Antiphon der 1. Vesper von Ostern (Beschädigung von Bl. 7); (17 r ) >ln vigilia Ascensionis<; (20 v ) >In vigilia Pentbecostes<-, (25 r ) >ln festo sanctissime Trinitatis <; (27 v ) > De corpore Christi <; (30 v ) > Dominica prima post festum Trinitatis<. 42 r -44 v >IN DEDICACIONE ECCLESIE<. Vgl. Guerrini , Nr. 249. 44 v —111 r PROPRIUM DE SANCTIS. Von Ambrosius (4.4.) bis Saturninus (29.11.). Folgende Reimoffizien: (45 r ^8 r ) Vinzenz Ferrer, AH 5 Nr. 91; (49 v —51 r ) Petrus Martyr, AH 28 Nr. 48; (51 v ) Kreuzauffindung, Chevalier , Nr. 3985; (54 r -56 v ) Corona Domini, AH 5 Nr. 11; (57 r —58 r ) Translatio Dominici, AH 25 Nr. 86; (67 r —70 r ) Mariae Heimsuchung, AH 24 Nr. 30; (78 r -79 v und 82 r ) Dominicus, AH 25 Nr. 85; (98 v -100 r ) 11000 Jungfrauen, AH 5 Nr. 88; (105 r -107 r ) Elisabeth, AH 25 Nr. 90; (108 v —110 v ) Katharina, AH 26 Nr. 69 und 72. Bemerkenswert die Offizien der folgenden Heiligen, die im Kalendarium fehlen: Heinrich (71 rv ), Kunigunde (91 r ), Otto (96 v ). ii l r -123 v COMMUNE SANCTORUM. Vgl. Guerrini , Nr. 454-461. 123 v -130 v VOTIVOFFIZIEN >De beata Virgine< (Guerrini , Nr. 464), (127 r ) >De sancto Dominico< mit Teilen von AH 25 Nr. 85. 130 v -172 r TAGESHOREN FÜR SONN- UND WERKTAGE, ohne Laudes. Vollständiger Text mit den Psalmen in der Reihenfolge des Offiziums. (130 v -145 r ) Prim bis Non, (145 r -168 v ) Vesper, (168 v -172 r ) Komplet. 172 r -261 r RESPONSORIEN UND ANTIPHONEN FÜR DIE MATUTIN. (172 r -197 r ) Proprium de Tempore; (197 r -199 r ) Kirchweihe; (199 r -256 v ) Proprium de Sanctis, mit den entsprechenden Teilen der Reimoffizien von 44 v — 111 r ; (256 v —261 r ) Commune Sanc- torum, im Commune Virginum blauer Eintrag Kunegundis (259 v ). 140 st. peter perg. 60 st. peter perg. 61 26V-26V KOMMEMORATIONEN FÜR VESPER UND LAUDES. (261 rv ) Maria, (261 v —262 r ) Dominicus, mit Teilen von AH 25 Nr. 85, (262™) Katharina, mit Antiphon Chevalier , Nr. 2182;- (262 v -263 r ) >Dominica memoria< für Katharina, mit Teilen von AH 26 Nr. 69 und 72. 263 r -265 r KAPITELOFFIZIUM. Vgl. Guerrini , Nr. 504-508. 265 r -266 r BENEDIKTIONEN ZU DEN LEKTIONEN DER MATUTIN. 266 r -281 r ZUSÄTZE ZUM PROPRIUM DE SANCTIS. (266 r ) >In festo transfiguracio- nis Domini<, (271 r ) >ln festo sancte Katherine de Senis<, (275 r ) >Sancte Anne<, mit Reimoffizium AH 25 Nr. 19; (280 r —281 r ) weitere Kommemorationen: Eucharistie und Ordensheilige (Petrus Martyr-Thomas v. Aquin-Vinzenz Ferrer-Katharina v. Siena). 28l r Schriftband mit Datum (s.o.). 281 v -282 v NACHTRÄGE (16. Jh.): (281 v ) >De sancta Katharina<, Maginificat-Anti- phon aus AH 26 Nr. 72; (282 v ) Mariensequenz AH 54 Nr. 237 und >Capitulum ad sextam de sancto Vincencio confessore<. — 282 r leer. Fragmente (ehem. Spiegel, s.o.): 2 Hälften eines Einblattdruckes (um 1500) mit Ermahnung gegen das Fluchen und Schwören und zwei kolorierten Holzschnitten. Vgl. Vischer , S. 15 f und K. Sudhoff, Archiv f. Gesch. d. Medizin 6 (1913) 459 Anm. 1. St. Peter perg. 61 Psalterium 213 Bl. ■ 17 x 12,5 • Dominikanerinnen ■ Nürnberg, St. Katharina • 15. Jh., Mitte Lagen: 25 IV 200 , (V + l) 211 , I 213 ; 202 kleineres Format; Reklamanten. Schriftraum 12 x 8. 18 Zeilen. Textura von einer Hand; 2 Nachtragshände 21 l v sowie 202 rv und 212 v -213 v . Quadratnotation auf 4 Linien für die eingeschobenen Offiziumsteile. Übliche Rubrizierung. Rote und blaue Lombarden. Hauptteilungsstellen des Psalteriums hervorgehoben durch einfache rot-blaue Deckfarbeninitialen mit rot-violettem Fleuronnee. l v Andachtsbild, Pergament, kreisförmig (9 cm Durchmesser), auf das erste Blatt der Hs. geklebt: schwarzes Christusantlitz mit rot-blauem Kreuzesnimbus, sehr ähnlich dem Christusbild auf dem Holzschnitt S chreiber , Nr. 1762 (vgl. auch die Anmerkung zu S chreiber , Nr. 754b). Vom alten Einbandbezug nur der zum Vorderdeckel gehörende Teil erhalten: rot eingefärbtes Leder mit rautenförmigem Streicheisenmuster in der Art der Einbände aus dem Nürnberger Katharinenklo- 141 st. peter perg. 61 ster (s. Kyriss , Nürnberger Klostereinbände, S. 35 f). Alles übrige 1971 erneuert. Beschreibung der herausgelösten alten Spiegel am Schluß (Fragmente). Herkunft: Kalendarium, Litanei, Einband und Spiegel weisen auf das Nürnberger Katharinenkloster. Kalendarium und Litanei ergeben eine Entstehungszeit zwischen 1423 und 1456, wobei die Hs. zur gleichen Zeit wie Nürnberg, Statdtbibliothek, Cent. VI,43 m und VII, 74 (entstanden zwischen 1440 und 1450, s. Schneider, S. 112 und 389) gebunden worden sein dürfte (vgl. Fragmente). Später im Kloster Zum Hl. Grab in Bamberg, vgl. Nachträge in der Litanei 197 r —203 r (s. auch St. Peter perg. 38). Literatur: Ehrensberger , S. 8 Nr. 37; Ettlinger , S. 640; Moberg , S. 177. V Miniatur (s.o.). — l r leer. 2 r —7 V KALENDARIUM, dominikanisch. Im wesentlichen wie in St. Peter perg. 34. Die Feste von Vinzenz Ferrer und Katharina von Siena (1456 bzw. 1461 in den Ordenskalender aufgenommen) fehlen noch; zu letzterem Nachtrag (4 r ): sancta Katerina Senensis suntag nach Balpurgis. — 8 r leer. 8 v -203 r PSALTERIUM FERIATUM. (8 V ) Invitatorium, Hymnus AH 51 Nr. 24; (9 r ) Beatus vir (182 v —192 v ) Laudes-Cantica; (192 v —196 v ) Te Deum, Benedictus, Quicum- que; (196 v -197 r ) Ps 69; (197 r -203 r ) Litanei mit Preces. Der trotz Rasur noch erkennbare ursprüngliche Schluß lautet: Cecilia, Katherina (2mal) Margaretha, Ursula c.s.t., Kune- gundis. Er wurde von der Haupthand unter Einbezug von Barbara und Elisabeth neu geschrieben. Außerdem folgende Randnachträge (wenig später als die Haupthand): Ky- liane, Vincenti (Ferrer), Iodoce, Heinrice, Ludwice, Otto (darunter erkennbar die radierte Anrufung Sebalde, dazu B orst , S. 84 Anm. 246d), Anna ; (202 r ) Oration mit Nennung von Petrus Martyr, Thomas v. Aquin, Vinzenz Ferrer, Katharina v. Siena (Nachtrag). 203 r —21 l r Brevieranhang mit Teilen des Proprium de Tempore. (203 r -206 r ) Advent, (206 r —208 r ) Fastenzeit, (208 r -210 r ) Passionssonntag, (210 r —21 l r ) Osterzeit; (211 r ) Orate pro scriptore. 21 l v —213 v Nachträge zum Passionssonntag und zur Osterzeit mit den Hymnen AH 50 Nr. 40. 41. 46. Fragmente: 1. LATEINISCHES GEBET Eingelegtes Papierbl. (foliiert 161 a), 8 X 10, Bastarda, 15. Jh. Salvator mundi, salva nos omnes ..., darunter von der gleichen Hand: S. Agnes Waßpek- kin. 142 st. peter perg. 61 • st. peter perg. 6 2 2. NIKOLAUSLEGENDE, DEUTSCH Perg., ehemal. Spiegel; 2 Doppelblätter aus einer Oktavhandschrift, unten beschnitten; 15-17 von urspr. 18 Zeilen; Buchschrift, 13. Jh. 2 ; 1981 foliiert (1-4). Bruchstücke einer deutschen Nikolauslegende (vgl. H. Hansel , in: Verfasserlexikon 3 (1940-1945), Sp. 570—571, mit weiterer Lit.). Abdruck der Fragmente: Mone , Anzeiger 6 (1837) 418—420. Von den 6 Handschriften, in deren Einbänden Bruchstücke der Legende (alle aus derselben Hs.) gefunden wurden, stammen zumindest drei aus Nürnberg, St. Katharina (St. Peter perg. 61 und die oben erwähnten zwei Nürnberger Hss.). Text in der ursprünglichen Versfolge: V (= Bl. 10 r der makulierten Hs.): und er da von der schrift ... — sich verzihet sin (Mone , Verse 95-111); l v (= Bl. 10 v ): und do er selcher girde plac ... — unde bat mit über (62-78); 2 r (= Bl. 15 r ) die suzen vruhte ... - riche wücher bringent (79—94); 2 V (= Bl. 15 v ) noch ir loben ... — ze lichte din geberc (112-127); 3 r (= Bl.28 r ) ir valschiu süzz ... — diu geschiht wart vollebraht (31—45); 3 V (= Bl. 28 v ) an den wec des todes trat ... — vil geistlich was uf erden (1-15); 4 r (= Bl. 29 r ) groze clag in iamers not... — groziu wirdikeit an lac (16—30); 4 V (= B1.29 v ) swen er mit namen ... — ze beten und ze fasten (47-61, bei Hansel , s.o., fälschlich 45-61 angegeben). St. Peter perg. 62 Diurnale 274 Bl. • 17 X 11,5 • Dominikaner • Oberrhein • 14. Jh., erstes Viertel Lagen: III 6 , 8 VI 102 , III 108 , 11 VI 240 , (IV + 2) 250 , 2 VI 274 ; Bl. 250 zur Hälfte beschnitten; zwischen 249 und 250 sowie am Schluß Textverlüst; Reklamanten und Lagensignaturen (teilweise abgeschnitten). Schriftraum 11 X 7. 17 Zeilen. Textura: Haupthand l r —249 r , Hand 2 (14. Jh.) 249 r -250 v , Hand 3 (15. Jh.) 251 r -274 v . Übliche Rubrizierung. Rote und blaue Lombarden mit Fleuronnee. T und 109 r Zierseiten: rot-blaue Initiale (E bzw. U) mit sehr fein gearbeitetem Fleu- ronnee, rot-blaue Randleisten um den ganzen Schriftspiegel, in dessen Ecken kleine farbige Medaillons mit Monstern und Palmettenrädern; etwas kleinere Initialen gleicher Art 68 r , 79 v , 84 v , 186 r , 202 v , 206 r , 240 v (oberrheinisch, vgl. Beer , Beiträge, S. 13 und 22-25, sogenannte Gruppe 2). Roter Lederband des 15. Jh's mit Streicheisenlinien; Rücken, Spiegel und Vorsätze sowie 2 Langriemenschließen 1973 erneuert. Die ausgelösten alten Spiegel sind Bruchstücke eines Zinsbuches(?): unter der Überschrift Hiltheim (= Hilsenheim bei Schlettstadt, s. Barth , Sp. 559 ff) stehen Angaben zu den Jahren 1473 und 1474, genannt sind u.a. Dekan und Kapitel des Straßburger Stiftes Jung St. Peter und der Prebendarius altaris s. Theobaldi dieser Kirche (vgl. Barth , Sp. 1397-1403, bes. 1400). Spiegel gleicher Art von derselben Hand finden sich in der Hs. Karlsruhe, Bad. Landes- 143 st. peter perg. 62 bibliothek, St. Märgen 2, dort außerdem auf dem ehemal. Hinterspiegel die Notiz her Wilhelm byschof von Stroßburg, minem gnedigen lieben berrn. Herkunft: Der Stand des Kalendariums und das Fehlen eines Offiziums für Fronleichnam (1323 im Orden eingeführt) sprechen für eine Entstehung der dominikanischen Hs. im ersten Viertel des 14. Jh's. Die Ausstattung ist typisch oberrheinisch. Ursprünglich für ein Männerkloster bestimmt (64 r duo fratres ), gelangte die Hs. spätestens im 15. Jh. in das Dominikanerinnenkloster St. Agnes in Straßburg: vgl. Eintrag V Ist sanct Agnesen mit Signatur XXV/// D, später radiert und mit D IUI überschrieben (s. Einleitung, S.XXIV) sowie Nachtrag 251 r -255 v und alte Spiegel (s.o.). Laut Vermerk auf dem vorderen Spiegel 1781 von Abt Ph. J. Steyrer gekauft. Literatur: Ehrensberger , S. 32 Nr. 8; Ettlinger , S. 633. V— 6 V KALENDARIUM, dominikanisch. Grundstock wie im Prototyp Humberts (s. Guerrini, S. 255—266), ergänzt durch die im 13. und 14. Jh. neu eingeführten Feste bis und mit Alexius (1307 in den Ordenskalender aufgenommen; vgl. Leroquais , Breviaires 1, S. C), außerdem die lokal bedingten Feste Decem milium martirum 8.3., Gertrudis 17.3., Udalrici 4.7., Galli 16.10., Otbmari 16.11.; Nachträge von 5 verschiedenen Händen des 14. und 15. Jh's. 7 r — 104 v PROPRIUM DE TEMPORE. Vgl. Guerrini , Nr. 14—244. >Dotninica prima in adventu Domini<, ( 18 r ) >In vigilia nativitatis Domini<, (25 r ) >ln vigilia Epiphanie<, (26 v ) > In capite ieiunii<, (63 v ) >Feria quinta in cena Domini<, (68 r ) >In die sancto Pasche<, (79 r ) >In vigilia Ascensionis<, (83 r ) >In vigilia Pentecostes<, (88 v ) >In festo sancte Trinitatis <, (96 r ) > Dominica prima post festum Trinitatis <. 104 v -108 v > IN DEDICACIONE ECCLESIE<. Vgl. Guerrini , Nr. 249. 109 r -186 r PROPRIUM DE SANCTIS. Vgl. Guerrini , Nr. 307^153. Folgende Reimoffi- zien: (112 V — 113 v ) Apostel Thomas, Magnificat-Antiphon aus AH 28 Nr. 81; (122 v -123 r ) Purificatio B.M.V., Chevalier , Nr. 9093; (129 v -131 v ) Petrus Martyr, AH 28 Nr.48; (135 r -137 r ) Corona Domini, AH 5 Nr. 11; (137 v -138 v ) Translatio Dominici, AH25 Nr. 86; (154 v -157 r ) Dominicus, AH 25 Nr. 85; (183 r -186 r ) Katharina, AH 26 Nr. 69 u. 72. 186 r -199 v COMMUNE SANCTORUM. Vgl. Guerrini , Nr. 454-461 und 467. 199 v -202 r ZUSATZ ZUM PROPRIUM DE SANCTIS. (199 v -200 r ) > Decem milium mart iru m<, (200 rv ) >De sancto Ambrosio in tempore paschali<, (200 v —202 r ) >In sab- bato de beata Virgine<, 3 Lektionen mit Responsorien (vgl. Guerrini , Nr. 464). 202 r -240 v VESPER FÜR SONN- UND WERKTAGE MIT DEN PSALMEN. 144 st. peter perg. 62 st. peter perg. 63 240 r -249 r PRIMPSALMEN für Vorfasten- und Fastenzeit mit Quicumque (vgl. Guer- rini , Nr. 125). 249 r -250 r TEILE DES FRONLEICHNAMSOFFIZIUMS Sacerdos in aeternum (Nachtrag, 14. Jh.). 251 r -274 v NACHTRÄGE ZUM PROPRIUM DE SANCTIS (15. Jh.): (251 r -255 v ) Agnes, Reimoffizium AH 25 Nr. 8; (255 v —258 v ) Translatio Thomae de Aquino, AH 5 Nr. 85; (258 v -261 v ) Thomas de Aquino, AH 5 Nr. 84; (261 v -264 r ) 11000 Jungfrauen, Chevalier , Nr. 7570; (264 r -267 v ) Fronleichnam; (267 v -271 v ) Visitatio B.M.V., AH 24 Nr. 30; (271 v -274 r ) Elisabeth, AH 25 Nr. 90 (teilweise abweichend); (274™) Margaretha (Text bricht ab in der ersten Vesper). St. Peter perg. 63 Diurnale I + 216 Bl. • 17 X 11,5 • Dominikanerinnen • Colmar, Unterlinden ■ um 1500 Lagen: IV 7 , 18 V 18S , (IV + 2) 195 , 2 V 215 , (V-9) 216 ; Text am Schluß unvollständig; 54 und 175 bei der Foliierung zweimal vergeben, später durch Hinzufügung von a und b korrigiert; ab 17 v Reklamanten. Schriftraum 11X7. 17 Zeilen. Textura von mehreren Händen. Übliche Rubrizierung. Rote und blaue Lombarden. Reicher Initialschmuck: über 30 Initialen verschiedener Größe (bes. zu beachten 8 r , 64', 75 v , 85 v , 103 r , 125 v , 145 v , 165 v , 173 v , 197 v ) zur Auszeichnung der Herren- und Marienfeste sowie der Feste der Dominikanerheiligen, Johannes des Täufers (Patrozinium), Michaels und Allerheiligen; vorherrschendes Stilelement: rollwerkartige Distel- und Akanthusblattor- namentik; Ausführung in weiß gehöhten Deckfarben, Blattgold und Federzeichnung in verschiedenen Kombinationen; teilweise mehrfarbige Rahmen aus Nagelleisten oder Mäanderfriesen; mehrfach bordürenartiges Rankenwerk (gleicher Typus von Initialen auch in St. Peter pap. 20, s. N ieb- ler , S. 34). Roter Lederband der Zeit mit Einzelstempeln, stark berieben; Rücken, Spiegel und Vorsätze sowie Lederteile der beiden Schließen in neuerer Zeit ersetzt. Herkunft: Die Hs. stammt aus einem Dominikanerinnenkloster des Bistums Basels (s. Kalendarium sowie sorores in der Rubrik 63 r ). Überschrift > in festo nativitatis sanctissimi Johannis baptiste patronis nostri< (145 v ) weist auf das Unterlindenkloster in Colmar als einziges Dominikanerinnenkloster dieses Patroziniums im Gebiet des Bistums. Datierung aufgrund des Kalendariums. Laut Vermerk auf Vorsatzbl. (I r ) von Ph. J. Steyrer 1781 für St. Peter gekauft. Literatur: E hrensberger, S. 33 Nr. 9; E ttlinger, S. 636; G rotefend II /2, S. 34-37; B eer, Initial und Miniatur, Nr. 69 (z.T. irreführend). 145 st. peter perg. 63 l r -6 v KALENDARIUM, dominikanisch. Grundstock wie im Prototyp Humberts, dazu alle Ergänzungen des 14. und 15. Jh's einschließlich des 1498 eingeführten Festes von Apollonia am 9.2. und der im gleichen Jahr angeordneten Rangerhöhung des Servatiusfestes am 13.5. (zum Ganzen: Leroquais , Breviaires 1, S. C-CI). Von der Haupthand außerdem: Dorothea (7.2.), Marie Egyptiace (2.4.), Albani (21.6.), Dedicacio beate Vir- ginis (11.10., Weihefest des Basler Münsters), Presentacio s. Marie (21.11.), Ottilie (13.12.). Weihnachten, Marien- und Johannesfeste, die Dominikanerheiligen, Margaretha, Anna und Allerheiligen durch blaue Schrift ausgezeichnet. Aderlaßbuchstaben. Verschiedene Nachträge von 2 Händen des 16. und 17. Jh's. 7 r Aderlaßtafel. — 7 V leer. 8 r -99 v PROPRIUM DE TEMPORE. Vgl. Guerrini , Nr. 14-244. > Dominica prima in adventu Domini<, (20 r ) >ln vigilia nativitatis Domini< , (28 v ) >In vigilia Epiphante<, (38 r ) >Feria quarta in capite ieiunii<, (61 v ) >Feria quirita< [in cena Domini], (64 r ) > Sabbato sancto Pasche <, (75 r ) > In vigilia Ascensionis<, (78 v ) > In vigilia Penthecos- tes<, (83 v ) >In festo sancte Trinitatis<, (85 v ) >In festo corporis Christi<, (90 r ) >Dominica prima mensis Augusti<. 99 v — 102 v >In dedicacione ecclesie<. Vgl. Guerrini , Nr. 249. 102 v -103 r Rubriken > De ordine memoriarum< (s. Guerrini , Nr. 302) und >De oratio- nibus< (ebd. Nr. 305). 103 r —204 v PROPRIUM DE SANCTIS. Von Andreas bis Saturninus. >Sancti Andree<. Unus ex duobus ... Folgende Reimoffizien: (106 v ) Apostel Thomas, Magnificat-Anti- phon aus AH 28 Nr. 81; (115 v —118 r ) Translatio Thomae de Aquino, AH 5 Nr. 85; (118 v -118 r ) Mariae Lichtmeß, Chevalier , Nr. 9093; (123 r -125 v ) Thomas von Aquin, AH 5 Nr. 84; (127 r -130 r ) Vinzenz Ferrer, AH 5 Nr. 91; (131 v -133 v ) Petrus Martyr, AH 28 Nr. 48; (139 v -141 v ) Corona Domini, AH 5 Nr. 11; (142 v -143 v ) Translatio Dominici, AH 25 Nr. 86; (153 r -156 r ) Mariae Heimsuchung, AH 24 Nr. 30; (160 v -163 r ) Anna, Benedictus-Antiphon aus AH 25 NR. 24 (hier als Ant. zu den Vesperpsalmen); (165 v —168 r ) Dominicus, AH 25 Nr. 85; (178 r —179 r ) Enthauptung Johannes des Täufers, AH 26 Nr. 52; (189 v -191 v ) 11000 Jungfrauen, Chevalier , Nr. 7570 (nach Mone 3, S. 535; dort diese Hs. als einzige Quelle für diesen Text angeführt, s. jedoch auch St. Peter perg. 49, 147 v -153 r ); (197 v -200 v ) Elisabeth, AH 25 Nr. 90; (202 r -204 r ) Katharina, AH 26 Nr. 69. (168 r ) Nachtrag des 17. Jh's: Responsorium zum Fest Christi Verklärung. 204 v —216 v COMMUNE SANCTORUM. >In communi unius vel plurimorum apostolo- rum<. Text bricht ab im Commune Virginum. 146 st. peter perg. 64 St. Peter perg. 64 Rituale 1 (Pap.) + 113B1. • Dominikanerinnen • Nürnberg, St. Katharina • 15. Jh. 2 Lagen: 7 V 70 , IV 78 , VP 0 , 2 V 110 , (I + l) 113 ; Kustoden. Schriftraum 12 X 8. 15 Zeilen. Textura von einer Hand. Verschiedentlich Quadratnotation auf vier roten Linien. Lederband der Zeit mit einfacher Streicheisenverzierung. Auf dem Vorderdeckel Pergamentschildchen: Agend nach unserem Orden 1466, darunter Signatur XXVIIla[ ?). Bei kürzlich erfolgter Restaurierung Lederriemen der Schließe erneuert und Spiegel abgelöst: Reste einer Urkunde, ausgestellt durch Johannes Stuchs, Decanus ecclesie Sancti Jacobi extra muros Bambergenses (als solcher seit 1454 bezeugt, vgl. J. Kist , Die Matrikel der Geistlichkeit des Bistums Bamberg, Würzburg 1965, Nr. 6211), erwähnt auch Johannes Kent (s. ebd., Nr. 3244). Unter dem hinteren Spiegel freigelegt: zwei Fragmente einer Urkunde mit Erwähnung des Bamberger Karmeliterklosters. Herkunft: Aus dem Nürnberger Dominikanerinnenkloster St. Katharina, dann im Bamberger Kloster Zum Hl. Grab (vgl. Litaneien); vermutlich in Bamberg 1466 gebunden (s.o.). S. auch Einleitung, S.XXIV. Literatur: Ehrensberger, S. 71 Nr. 8; Ettlinger, S. 640; Borst, S. 84 Anm. 246 d. 1 r —112 r RITUALE. Lateinischer Text, deutsche Rubriken. V- 8 V Krankenritus. >Processio czu der communion der siechen swester ...<, > Wenn ein siehe swester die heiligen communion entphahen wil ...<; (3 r ) >Processio zu der olung ...<, > Wen ein swester die heiligen olung entphahen wil ...<. 8 V —75 r Sterbe- und Begräbnisritus. >Eenn(\) die swester die taffein hören, so sullen sie alle czu lauffen ... und wen sie czu der siechen swester kumen, so va (9 r ) sie an dii leta- ney<, dominikanische Allerheiligenlitanei, Vinzenz Ferrer (1458 kanonisiert) bereits enthalten, auf Rasuren verschiedene Korrekturen, u. a. die Zusätze Kilione{!), Jodoce, Heinrice, Ludwice, Otto ; (14 v ) >Aber wenn die swester gestirbet ... sol das commendacio geschehen ...<; (49 v ) > in diesem puch ist nach einander gesetzt was man singen und lesen sol zu dem ampt der begrebnus ...<. 75 r -102 r Bußpsalmen mit Litaneien pro vivis (88 r -96 v ) und pro mortuis (96 v -102 r ), darin die für St. Katharina-Nürnberg charakteristischen Anrufungen Heinrice, Ludwice, Sebalde ... Katherina (zweimal) ... Kunegundis-, von der Korrekturhand die Zusätze Kilione, Jodoce, Otto (statt Sebalde) und Anna. 102 r —111 v Gradualpsalmen. Ps 119-133. 111 v —112 r > An dem ascher mitwochen und hohen donerstag über die VII psalmen<. 147 st. peter perg. 65 St. Peter perg. 65 Rituale 58 Bl. • 17 x 12,5 • Dominikanerinnen • Nürnberg, St. Katharina • 15. Jh. 2 Lagen: (IV + l) 9 , 5 V 58 , letztes Bl. als Spiegel; Reklamanten. Schriftraum 11,5 x 8,5. 18 Zeilen. Textura von einer Hand, rubriziert. Teilweise Quadratnotation auf 4 roten Linien. Brauner Lederband der Zeit mit Einzelstempeln wie St. Peter perg. 53 a und 68 (s. dort). Herkunft: Nürnberg, St. Katharina (vgl. Litaneien und Einband). Datierung aufgrund der Schrift. Später im Bamberger Kloster Zum Heiligen Grab, vgl. Notiz auf dem hinteren Spiegel: Daß buch hat uns geschinckt die ew. muter priorin Cordula Knörrin zu Nürnberg, 1589 den 24 Aprilin (s. Abb.25 u. Einl., S.XXVI, dort weitere Hss. mit diesem Eintrag); darunter von anderer Hand (17. Jh.): Swester Anna Wölffin, Closter h. Grab außer Bamberg (Anna Rosina Wolf, Novizenmeisterin, gest. 1709, s. Haas , S. 159, vgl. auch Eintrag auf dem vorderen Spiegel von Freiburg i.Br., Universitätsbibl, Hs. 302, s. Gottwald , S. 25). Kein Kaufvermerk Steyrers; Hs. vermutlich 1781 erworben mit den übrigen Hss. dieser Provenienz. Literatur: Ehrensberger, S. 72 Nr. 11; Ettlinger, S. 639; Borst, S. 84 mit Anm. 246a. 1 r —58 r RITUALE. Lateinischer Text, deutsche Rubriken. V— 4 V Krankenritus. (l r ) > Wenn ein sieche swester die heiligen Communion enpfahen sol ... <; (l v ) > Wenn ein swester die heiligen Ölung sol enpfahen ...<. 4 v -52 r Sterbe- und Begräbnisritus. (4 V ) > Wenn die swester die taffein hörn, so sollen alle zu lauffen ...<, (4 V -7 V ) dominikanische Allerheiligenlitanei, darin auch Heinrice, Lud- wice, Sebalde (vgl. B orst , a.a.O.), Katherina (zweimal) und Kunegundis; (8 r ) >Aber wenn die swester gestirbt endt man die Psalmos ... und sol das Commendacio ge- scheen<-, (25 r ) Non intres in iudicium ... (Beginn des Begräbnisritus); (39 r -52 r ) Bußpsalmen mit Litanei (zweimal), diese wie oben, dazu von einer Hand des 17. Jh's eine Reihe zusätzlicher Heiliger nachgetragen (nebst den Ordensheiligen und -seligen auch Otto und der Bamberger Klosterpatron Jodocus). 52 r —57 v Gradualpsalmen 119-133. 57 v —58 r Suffragium > an dem aschermitwoch und hohen donerstag über die VII ps.<. — 58 v leer. 148 st. peter perg. 66 St. Peter perg. 66 Lateinisches Stundenbuch 2 + 80 Bl. ■ 18 X 13 • Zisterzienserinnen • Erfurt, St. Martin (?) • 1478 Lagen: 1, (III + 2) 8 , 3 V 38 , (V-2) 46 , 2 V 66 , (IV + l) 75 , (III-l) 80 . Vorne ein leeres Doppeibl., ungezählt. Textverlust zw. 41 und 42 sowie nach 80. Schriftraum 14 x 8,5. 22 Zeilen. Textura von einer Hand außer 79 v -80 v . Übliche Rubrizierung. Rote und blaue Lombarden, schwarz-rote Cadellen. l r , 2 V , 33 r derbe Deckfarbeninitialen vor gerahmtem Goldgrund. 42 v —64 v teilweise Hufnagelnotation auf 5 Zeilen (F-Linie rot, C-Linie gelb). Schweinslederband des 16. Jh's, 2 Rollen (Reformatoren und allegorische Figuren), vorne Plattenstempel mit Christuskind auf Schlange stehend, Unterschrift Semen M«/i[eris] Co«fe[ret], nicht bei Haebler ; 1971 restauriert, dabei 2 neue Kurzriemenschließen angebracht sowie Spiegel und Vorsätze erneuert; auf dem herausgelösten Vorderspiegel Notizen über den Empfang von Kleidungsstücken anno [MD] XJJ/L Herkunft: Zisterziensisches Stundenbuch aus einem Frauenkloster (4 V und 71 v Domna iube benedi- cere ...), entstanden 1478 (79 v ), nicht 1418 wie in der Literatur angegeben. Auf Erfurt, St. Martin weisen die nachgetragenen Kommemorationen 79 v -80 v (vgl. St. Peter perg. 38 a, 1 V -2 V ). Kein Kaufvermerk Abt Steyrers. Literatur: Ehrensberger , S. 47 Nr. 15; Ettlinger , S. 640. l r -28 r OFFICIUM PARVUM B.M.V., zisterziensisch. (l r -5 v ) Matutin; (5 v -12 r ) Laudes, Kommemorationen: Maria, Robert, 11000 Jungfrauen(?), Omnes Sancti, de Pace, Maria; (12 r -14 v ) Prim; (14 v -17 v ) Sext; (20 r -22 v ) Non; (22 v -26 r ) Vesper, Kommemorationen wie in den Laudes; (26 r —28 r ) Komplet. Vgl. Brev. eist, von 1484 (GW 5198), gg 10 r -15 r . 28 r -33 r GRADUALPSALMEN. >Incipiunt Quindecim psalmi<. 33 r —41 v BUSSPSALMEN MIT LITANEI. >lncipiunt Septem psalmi penitenciales<; (40 r —41 v ) zisterziensische Litanei mit Preces, am Schluß unvollständig. 42 v -65 v TOTENOFFIZIUM, zisterziensisch. (41 v -45 v ) Vesper, (45 v -62 r ) Matutin, (62 r -65 r ) Laudes, (65 rv ) Kollekten (wie Dijon, Bibl. mun., Ms. 114, 150 va —15l ra ). 65 v —66 r Marianische Kommemoration. 66 r -69 r KLEINE TAGZEITEN VOM HL. KREUZ mit Hymnus AH 30 Nr. 13. 69 r -71 v CAPITULA UND COLLECTAE zu den kleinen Hören. > Dominica die ad pri- mam<. 149 st. peter perg. 66 st. peter perg. 67 71 v -73 v KAPITELOFFIZIUM. >Incipit capitulum omni die<, (72 v -73 v ) Veniae. 73 v -74 v SUFFRAGIUM. >Hoc pertinet omnibus dominicis ad Septem psalmos pro de- functis<, Domine Jesu Cbriste, rex glorie ... = Offertorium der Missa Defunctorum; (74 rv ) Orationen Bruylants 2, Nr. 854,3 und 465,2. — 75 rv leer. 76 r -77 v KOMPLET. >Item nota ad Completorium <. 77 v -79 v QUICUMQUE. > Ad primam omni tempore<, (79 v ) > Anno I478<. 79 v -80 v Nachtrag: Kommemorationen zu Martin, Benedikt, Bernhard, am Schluß unvollständig. St. Peter perg. 67 Prozessionale ■ Rituale 1 + 48 + 2 (ungez. Pap.) + 45 + 5 (Pap.) + 1 Bl. ■ 20,5 X 14 • Dominikanerinnen Straßburg, St. Agnes • 14. Jh. Lagen: 2 VI 24 , V 34 , (V + 2) 46 , (VI + 2) 58 , 2 VI 82 , (V + l) 93 , (II + l) 98 ; ungez. Papierbl. nach 48 nur mit Notenlinien. Schriftraum 12 X 9. 4 Notensysteme (Quadratnoten auf 4 roten Linien) mit Textzeile oder 16 Zeilen. Textura von einer Hand im Corpus der Hs.; 4 Nachtragshände: 93™ (2 Hände des 15. Jh's), 94 '-96' (16. Jh., gleiche Hand in St. Peter perg. 21, l r -2 v sowie 25,130 r —13 l v und 109, 173 r -184 r ), 96 v -98 v (16. Jh.). Übliche Rubrizierung. Rote und blaue Lombarden; in den notierten Teilen schwarz-rote Cadellen, grün und gelb laviert. l v , 7', 25 v , 41 r , 50 v Zierseiten gleicher Art und von der gleichen Hand ausgeführt wie in St. Peter perg. 21 (s. dort). Schmuckloser roter Lederband, überzogen mit roter Schafslederhülle, die am hinteren Deckel die Oberkante überlappt; je 5 rosettenförmige Buckel, der mittlere des Vorderdeckels fehlend; 2 neue Langriemenschließen, Rücken 1971 ausgebessert. Herkunft: Aus dem Dominikanerinnenkloster St. Agnes in Straßburg, vgl. Litanei, Altarpatrozinien (93") und Buchschmuck. Auf der Rückseite des Vorsatzbl. alte Bibliothekssignatur A III (s. Einleitung, S.XXIV mit Anm. 16). Abt Ph. J. Steyrer 1781 für St. Peter erworben. Literatur: E hrensberger, S. 76 Nr. 12; E ttlinger, S. 636; B eer , Initial und Miniatur, Nr. 45; H einzer , Altarpatrozinien, 368 f. l r -60 r PROZESSIONALE. In Purificatione B.M.V., Lumen ad revelationem ...; (7 r ) > Dominica in ramis palmarum<-, (18 v ) In cena Domini ad ablutionem altarium, In monte oliveti ...; (25 r ) >ad mandatum<; (36 r ) > In die parasceve<; (40 v ) > In ascen- 150 st. peter perg. 67 • st. peter perg. 68 sione Domini <; (45 v ) >In festo corporis Christi<, Responsorien aus AH 5 Nr. 5; (50 v ) >In assumpcione Marie<-, (55 v ) >In dedicacione ecclesie<. — 38 v leer. 60 r -90 r RITUALE. 60 r —69 r Krankenritus. Zu Beginn irrtümlich wie in St. Peter perg. 25, 81 v >Si prelatus fuerit inungendus ... ut ei mittant(\) ...<, dann >Ad communicandum infirmum ...<; (61 v ) >Si prelatus fuerit inungendus ...<, eigentlicher Ritus der hl. Ölung fehlt; (61 v —69 r ) Bußpsalmen. 69 r —90 r Sterbe- und Begräbnisritus. (69 r —72 v ) dominikanische Allerheiligenlitanei mit Preces, darin jeweils zweifache Anrufung Dominicus und Agnes-, (72 v ) Commendatio animae, Tibi Domine commendamus ...; (76 v ) >antequam efferatur corpus de ecclesia<. 90 r -93 r ZUSATZ ZUM PROZESSIONALE. >In recepcione legatorum et prelatorum<, (92 r ) In receptione regis, Tua est potentia ... 93 r -98 v NACHTRÄGE: (93 r ) In ablucione altare {\), ad maius altare beate Virginis (Agnes als Mitpatronin), ad altare Ursule in dem oberen cor und ad altare sanctorum Johannis baptiste et ewangeliste (dieser Abschnitt später durchgestrichen), ad altare sanctorum Johannis baptiste et ewangeliste, ad altaris{\) sancte Michelis(\), (93 v ) ad altare beate Odi- lie virginis, ad altare sanctorum trium regum (Nikolaus, Katharina, Barbara und Apollonia als Mitpatrone), ad capellam sancti Lendeline (!) martiris (vgl. M. B arth , in: FDA 84 (1964) 415f), in der cappellen ad altare beate Ursala(l), in der cappellen ad altare beate Marie, ad altare sancte Marx{\), sanctorum Johannes baptiste et ewangeliste (vgl. St. Peter perg. 25, 129 rv ); (94 r ) >In festo sancti Dominici<, 3 Responsorien aus AH 25 Nr. 85; (96 v ) >In Resurreccionius(l) antiphona<, H esbert , Nr. 1796 und 4597. St. Peter perg. 68 Diurnale, pars aestivalis 266 Bl. • 17,3 X 13 • Dominikanerinnen • Nürnberg, St. Katharina • um 1500 Lagen: III 6 , 26 V 266 ; ehem. Spiegel als Vorsätze; Reklamanten ab 16 v , teilweise abgeschnitten. Schriftraum 12 X 8. 19 Zeilen. Textura von einer Hand (Johannes Tretter) im Corpus der Hs.; Kalendarium von anderer Hand; übliche Rubrizierung; rote und blaue Lombarden. T Zierseite: Blaue A-Initiale mit auferstandenem Christus vor zweigeteiltem Grund in Gold und Grün; einfaches Rankenwerk mit Goldbollen um den ganzen Schriftspiegel. Brauner Lederband der Zeit; gerautete Mittelfelder, Stempel des Katharinenklosters (s. Kyriss , Nürnberger Klostereinbände, 151 st. peter perg. 68 S. 35 f). Bei der Restaurierung 1971 wurden die alten Spiegel abgelöst und zwei neue Langriemenschließen angebracht. Herkunft: Aus dem Nürnberger Katharinenkloster (vgl. St. Peter perg. 34). Die Hs. stammt von der Hand des Johannes Tretter (s. Einleitung, S.XXVI), ist aber ohne Datum und Unterschrift. Ihre Entstehung dürfte etwa gleichzeitig mit den übrigen Hss. Tretters anzusetzen sein. Von Ph.J. Steyrer 1781 für St. Peter gekauft. Literatur: Ettlinger , S. 636; Ehrensberger , S. 34 Nr. 15; Borst , S. 86 Anm. 250. V— 6 V KALENDARIUM, wie in St. Peter perg. 34, mit folgenden Abweichungen: Es fehlen Antonius v. Padua (13.6.) und Maria Empfängnis (12.8.) sowie durch Versehen beim Rubrizieren die Feste Translatio Dominici (24.5.), Nativitas Johannis Bapt. (24.6.) und Laurentius (10.8.). Zusätzlich erscheint Leonhard (6.11.). Im Juni fehlen durchgehend die Angaben der Festgrade. (l r , 2 r , 3 r ) Deutsche Anleitungen zur Berechnung der Festtermine wie in St. Peter perg. 34. 7 r -63 r PROPRIUM DE TEMPORE. Vgl. Guerrini , Nr. 160 -244. >In die Pasche<, (22 v ) >ln vigilia Ascensionis<, (26 v ) >In vigilia Penthecostes<, (34 v ) >De sancta Trini- tate<, (38 r ) > In festo corporis Christi <. 63 r -67 v >IN DEDICACIONE<. Vgl. Guerrini , Nr. 249. 67 v -108 v TAGESHOREN FÜR SONN- UND WERKTAGE, ohne Laudes. Vollständiger Text mit den Psalmen in der Reihenfolge des Offiziums. (67 v -82 r ) Prim bis Non; (82 r -104 v ) Vesper, kombiniert mit Teilen des Officium quotidianum B.M.V., wie in St. Peter perg. 34 (s. dort); (104 v —108 v ) Komplet. 108 v -109 v VARIA: >So man disciplin nimpt< (s. Guerrini , Nr.482), (109 r ) >Umb ein regen<, > Umb schon wetter<, > General capitel< (s. Guerrini , Nr. 490). 109 v -227 v PROPRIUM DE SANCTIS. Von Benedikt (21.3.) bis Saturninus. Darin folgende Reimoffizien: (110 r —114 r ) Vinzenz Ferrer, AH 5 Nr. 91; (116 V —119 r ) Petrus Mar- tyr, AH 28 Nr. 48; (123 v ) Kreuzauffindung, Chevalier , Nr. 3985; (126 r -128 v ) Corona Domini, AH 5 Nr. 11; (129 v -130 v ) Translatio Dominici, AH 25 Nr. 86; (146 r -151 v ) Mariae Heimsuchung, AH 24 Nr. 30; (158 r -162 r ) Anna, AH 25 Nr. 9; (165 r -169 v ) Dominicus, AH 25 Nr. 85; (202 v -206 r ) 11000 Jungfrauen, AH 5 Nr. 88; (214 v -218 r ) Elisabeth, AH 25 Nr. 90; (222 r -226 r ) Katharina, AH 26 Nr. 69 und 72; (226 r -227 r ) >Feria quarta quando fit officium de sancta Katharina martyre<, AH 26 Nr. 69. 227 v -246 v COMMUNE SANCTORUM. Vgl. Guerrini , Nr. 454-461. 152 st. peter perg. 68 ■ st. peter perg. 69 246 v -254 r VOTIVOFFIZIEN. (246 v -250 r ) >De lancea et clavis Domini<, Reimoffizium AH 5 Nr. 7; (250 r -254 r ) >De beata Virgine<, s. Guerrini , Nr. 264 und 267. 254 r -255 v KOMMEMORATIONEN FÜR VESPER UND LAUDES. (254 r ) Maria; Do- minicus, mit Teilen von AH 25 Nr. 85; (254 v ) Petrus Martyr — Thomas v. Aquin — Vinzenz Ferrer — Katharina v. Siena, Christi pia gratia; Katharina, Antiphon Chevalier, Nr. 2181. 255 v -257 v KAPITELOFFIZIUM. Vgl. Guerrini , Nr. 504-508. 257 v -258 r BENEDICTIONES zu den Lektionen der Matutin. 258 r -266 r TEILE DES OFFICIUM QUOTIDIANUM B.M.V. > Ad matutinum<, (262 v ) > Ad laudes< (s. Guerrini , Nr. 470). Fragment: Eingelegtes Bruchstück eines Papierblattes mit unvollständig erhaltenem Text (Kursive des 16. Jh's): Das gehert der Sw . (?) mü [...] von Schs. (vermutlich Schönensteinbach) Magdalena Keg [...] ... St. Peter perg. 69 Diurnale I + 299 Bl. • 13 X 9,5 • Zisterzienserinnen • Rottenmünster ■ um 1300 Lagen: I 1 , III 6 , (V + l) 16 , 25 V 256 , 2 VI 280 , IV 288 , (IV + l) 297 , 1; erstes und letztes Blatt als Spiegel verwendet; 56 v und 76 v sowie ab 196" Reste von alten Kustoden; ab 246 v Reklamanten; zusätzliches Blatt in der dritten Lage als 7a gezählt. Schriftraum 9 X 7/8; 14 Zeilen; ab 275 r Zeilenzahl schwankend. l r -275 r Textura von einer Hand; dann mehrere Nachtragshände. Übliche Rubrizierung; 7 r flüchtig gemalte rot-grüne Initiale mit derbem Fleuronnee. Heller Schweinslederband des 16. Jh's mit Streicheisenlinien und Rollenstempeln. Als Rückenverstärkung Fragment einer Urkunde von 1554 mit Erwähnung von Vaihingen. 2 Langriemenschließen, Lederteile 1981 erneuert. Herkunft: Aus dem Zisterzienserinnenkloster Rottenmünster a.N., vgl. 2 r Nekrologeintrag für Ulrich Bletz (Bürgermeister von Rottweil, gest. 1294, urkundet 1289 bezüglich einer Mitgift für seine Tochter und seine Schwester, beide Klosterfrauen in Rottenmünster, vgl. Reichenmiller, S. 150 und 187 sowie R. Elben , Das Patriziat der Reichsstadt Rottweil, Stuttgart 1964, S. 87). Stand des Kalendariums, Fehlen des 1318 im Orden propagierten Fronleichnamsfestes im Corpus der Hs. und der erwähnte Nekrologeintrag sprechen für eine Entstehung um 1300. 298 v Notiz einer späteren Besitzerin der Hs.: Ich frow Katherina Diettingerin bin in disem chloster gesin IIII 153 st. peter perg. 69 jar, ee das ich die kutten angeleitt; und darnach hau ich XXVI jar die kutten angehept als man zalt MCCCC im LX jar und ist diß zal geschriben im LXXXX jar. Vgl. Reichenmiller , S. 197: urkundliche Erwähnung einer Mitgift für die in Rottenmünster eintretenden Töchter des Hans Dietinger, datiert 1461. Von Abt Ph.J. Steyrer laut Vermerk I r 1781 erworben. Literatur: Ehrensberger , S. 32 Nr. 5; Ettlinger , s. 637. 1 r -6 v KALENDARIUM, zisterziensisch, Stand um 1300 (s. Backaert ). Von der Haupthand noch berücksichtigt ist die 1300 angeordnete Erhöhung des Festgrades für Gregor, Ambrosius und Augustinus (s. Backaert , 12 [1950] 90, Anm. 56), während Wenzeslaus (1302 in den Ordenskalender eingeführt) als Nachtrag erscheint. Als einzige lokale Zusätze sind zu verzeichnen: Verene, 1.9. (weist auf die Abtei Salem, der Rottenmünster unterstellt war) und Cünradi, 26.11. (Bistum Konstanz). Zum 1. März Nekrologeintrag (Haupthand): obiit Ulricus Blez (s.o.). Verschiedene Nachträge des 14. und 15. Jh's: Hand 1: Thomas (7.3.), Yvonis (19.5.); Hand 2: Spinee corone Domini (11.8.); Hand 3: Commemoracio parentum (20.5.), Visitacio B.M. V. (12.7.), Anna matris Marie (26.7.); Hand 4: Concepcio sancte Marie (8.12.); Hand 5 (17. Jh.): Norberti (6.6.). 7 r — 122 v PROPRIUM DE TEMPORE. >Sabbato in adventu Domini <, (22 v ) >In vigilia nativitatis Domini<, (77 v ) >Sabbato< [sancto Pasche], (92 v ) > In vigilia Ascensionis<, (97 r ) >In vigilia Pentecostes<, (103 r ) >De sancta Trinitate<. 122 v -207 r PROPRIUM DE SANCTIS. Darin folgende Reimoffizien: (152 v -153 v ) Petrus von Tarentaise, Teile von AH 28 Nr. 49; (189 v — 192 r ) 11000 Jungfrauen, AH 5 Nr. 87; (201 v —203 v ) Katharina, AH 26 Nr. 69 (teilweise abweichend). 207 r -226 v COMMUNE SANCTORUM. 226 v -230 r > IN DEDICACIONE <. 230 r -270 v HYMNAR. AH 50 Nr. 4. 5. 7, AH 51 Nr. 22. 44, AH 50 Nr. 72 (nur Ini- tium), AH 51 Nr. 47, AH 50 Nr. 8. 53. 10, AH 51 Nr. 60. 54. 75, AH 50 Nr. 66 (Str. 8-10). 67, AH 51 Nr. 74, AH 50 Nr. 6; AH 2 Nr. 44, AH 50 Nr. 215; AH 51 Nr. 87, AH 2 Nr. 49. 47, AH 51 Nr. 92. 91, AH 50 Nr. 144, MONE, Nr. 1156 (interpolierter Text, S. 505f), AH 50 Nr. 9. 11, AH 51 Nr. 128. 123 (Anfang). 126. 135, AH 2 Nr. 54, AH 50 Nr. 15. 16, AH 52 Nr. 139. 136. 137, AH 14 Nr. 74, AH 52 Nr. 366. 367. 365, AH 52 Nr. 79, AH 51 Nr. 130, AH 50 Nr. 153, AH 51 Nr. 176, AH 4 Nr. 313, AH 52 Nr. 248. 245, AH 51 Nr. 139, AH 50 Nr. 17, AH 51 Nr. 114b. 116, AH 50 Nr. 21, AH 51 Nr. 103. Vgl. Weinmann , S. 13. 270 v -275 r ORDINARIUM OFFICII für die Wochentage im Jahreskreis. 154 st. peter perg. 69 st. peter perg.70 NACHTRÄGE: 275 r -280 v Fronleichnam. (275 r -277 v ) Reimoffizium AH 24 Nr. 6; (277 v —279 v ) Hymnen AH 4 Nr. 39, AH 50 Nr. 388 und 387; (279 v -280 v ) >Privatis diebus de corpore Domini <. 280 v —298 v Proprium de Sanctis und weitere Teile des Fronleichnamsoffiziums. (280 v ) Petrus von Tarentaise, Magnificat-Antiphon aus AH 28 Nr. 49 (von der Haupthand!); (281 r -285 v ) >ln translacione spinee corone< , mit Hymnen AH 52 Nr. 12—13 und AH 50 Nr. 382; (286 r -287 r ) Responsorien zu folgenden Offizien: Maria (aus AH 5 Nr. 15), Johannes (aus AH 26 Nr. 53), Nikolaus, Corona Domini (aus AH 24 Nr. 9); (287 v —296 r ) Matutin von Fronleichnam mit Teilen von AH 24 Nr. 6; (296™) Capitulum und Collecta zum Fest Conceptio B.M.V., (296 v —297 r und 137") Antiphonen und Responsorium zum Fest Corona Domini; (297 r —298 v ) Hymnus AH 4 Nr. 295, Antiphonen aus AH 26 Nr. 54 (beides zum Fest Johannes ante Portam Latinam) sowie Responsorien Hesbert, Nr. 6014 und 6641. 298 v Notiz der Katharina Dietinger (s.o., Herkunft). St. Peter perg. 70 Rituale • Prozessionale 171 Bl. • 18,5 X 12,5 • Dominikanerinnen • Colmar, Unterlinden ■ 14. Jh. 2 Lagen: Senionen, außer 61—64 (= I + 2); letztes Bl. als Spiegel verwendet, 1981 abgelöst. Schriftraum: 10,5 X 8. 10 Zeilen oder 4 Notensysteme (Quadratnotation auf 4 roten Linien) mit Textzeile. Textura von einer Hand (= Hand 2 von St. Peter perg. 114). Übliche Rubrizierung. Rote und blaue Lombarden, teilweise mit grobem Fleuronnee in der Gegenfarbe. Heller Lederband der Zeit mit zwei Langriemenschließen, unter den Spiegeln (1981 abgelöst) Fragmente eines Missale (13. Jh. 2 ); als Vorderspiegel Urkundenfragment, darin genannt Wernherus dictus Keller de Ratolcz- dorf (= Rädersdorf im Elsaß, Kreis Altkirch) sowie Ludowicus de Ratolcdorf senior und dessen Söhne Ludowicus und Johannes (vgl. Rappoltsteinisches Urkundenbuch 1, Colmar 1891, S. 194 Z. 8 und S. 463 Z. 27-28 sowie C h. W ittmer , L'obituaire des Dominicains de Colmar, Mulhouse 1934, S. 196, Eintrag zum 5. Dez.); Lesezeichen. Herkunft: Aus dem Dominikanerinnenkloster Unterlinden in Colmar (s. Altarpatrozinien 139 r -159 r ), vermutlich gebunden im Colmarer Dominikanerkloster (s. Einbandmakulatur); geschrieben nach 1348 (Weihedatum des 156 v -l59 r genannten Altars, s. B arth , Sp. 234). Laut Vermerk auf dem Vorderspiegel 1781 von Ph. J. Steyrer für St. Peter erworben. Literatur: E hrensberger , S. 74 Nr. 5; E ttlinger , S. 634. 155 st. peter perg. 70 • st. peter perg. 71 l r -35 v OFFICIUM SEPULTURAE. Non intres in iudicium ...; (8 V ), (17 v ), (21 v ), (34 r ), (35 r ) Rubriken von späterer Hand auf dem unteren Rand nachgetragen. 36 r -62 v BUSSPSALMEN MIT LITANEI. Dotnine ne in furore ...; (54 v -62 v ) dominikanische Allerheiligenlitanei. — 63 r -64 v leer. 65 r — 171 v PROZESSIONALE. In ramis palmarum, Pueri bebreorum (83 r ) In cena Domini ad mandatum, Dominus Jesus postquam cenavit (101 r ) In ascensio^e Domini, Actiones nostras ...; (109 v ) Corpus Domini, Homo quidam ...; (117 v ) In assump- tione B.M.V., Felix namque (126 r ) In purificatione B.M.V., Lumen ad revelationem (138 r ) De sancto Dominico, Magne pater ... (aus AH 25 Nr. 85); (139 r ) In cena Domini ad ablutionem altarium, Tristis est anima ...; folgende Patrozinien: Maria-Dominikus, Johannes Baptista, Apostel Johannes-Petrus Martyr, Jakobus-Nikolaus, 11000 Jungfrauen, Engel-Bekenner-Bischöfe (vgl. Barth , Sp.234); (159 r ) In parasceve, Popule meus ...; (165 v ) Responsorium Hesbert , Nr. 7091; (170 r ) Dominikus-Antiphon O lu- men ecclesie. St. Peter perg. 71 Guillermus Parisiensis, Postilla super epistolas dominicales et de sanctis Perg. u. Papier • 124 Bl. • 20,5 X 14,5 ■ Nürnberg, Dominikanerkloster • 15. Jh. Lagen: 9 VI 108 , VIII 124 , jeweils nur inneres u. äußeres Doppelbl. Pergament. Wz. Dreiberg mit einkonturiger Stange und Kreuz, nach Piccards Expertise „wahrscheinlich" 1408—1412 beschrieben; diese Datierung jedoch unzutreffend (vgl. Explicit 123"). Reklamanten des Schreibers, teilw. beschnitten. Schriftraum 14 X 9. 27—28 Zeilen. Bastarda, eine Hand. Mehrfach von der Hand des Schreibers am unteren Seitenrand Bestandteile des regulären Textes nachgetragen, bes. auf Bl. 1-4. Übliche Rubrizierung. Brauner Lederband mit Streicheisenlinien, 1974 restauriert, dabei neue Kurzriemenschließen, Vorsatzbl. u. Spiegel angebracht. Die alten Spiegel (s. unten bei der Beschreibung der Fragmente) herausgelöst und hinten in Tasche angefügt. Herkunft: 124 v u. auf den ehemaligen Spiegeln von der Hand des Schreibers: Iste Uber est fratrum praedicatorum in Nüremberga. l r : Iste Uber pertinet ad monasterium Celle dei, 15. Jh. Es handelt sich sehr wahrscheinlich nicht um die Zisterzienserabtei Gotteszell im Bayerischen Wald ( Ettlinger , S. 635), sondern um das gleichnamige, 1478 von den Nürnberger Dominikanerinnen reformierte Dominikanerinnenkloster St. Marien in Schwäbisch Gmünd (s. Wilms , S. 43 f). Im Bibliothekskatalog des Katharinenklosters von 1455-1461 werden Handschriftenschenkungen an St. Marien erwähnt (MBK 3/3, S. 614 u. 623). Kaufeintrag Ph. J. Steyrers von 1781 auf Bl. l r . Literatur: Längin , Nr. 36; Ettlinger , S. 635. 156 ST. PETER PERG. 71 • ST. PETER PERG. 72 l v -124 r GUILLERMUS PARISIENSIS, POSTILLA SUPER EPISTOLAS DOMINICALES ET DE SANCTIS. >Incipit postilla discipuli super epistolas dominicales secundum sen- sum litteralem per circulum anni<. Fratres Scientes, quia hora est ... Verba proposita originaliter ad Rom. 13. cap. sunt scripta et in epistola hodierna lectionaliter sunt reci- tata. Ante inicium illius epistole scribit sanctus Paulus ... (73 r ) >Incipit postilla discipuli super epistolas de sanctis ... < ... (103 r ) > Incipit postilla de communi sanctorum ... <— (123 v ) quod mortui erant in statu salutis ... Explicit postilla discipuli ... Collecta anno domini 1439 ex postillis ... Nycolai de Lyra ... Nycolai de Gorra ... sancti Thome de Aquino ...In hac me ... caritativo correctori subicio et offero ad emendam. > Nomina doctorum ...< (124 r ) >Ad quos sanctus Paulus scripsit Epistolas< ... Aufzählung der Paulusbriefe, jeweils mit kurzen Erläuterungen über die Empfänger der Briefe. Zur Verfasserfrage und zu den Editionen s. F.R. Goff , The Postilla of Guillermus Parisiensis, Gutenberg-Jahrbuch 34 (1959) 73-78 (Hain 8225-8300); Kaeppeli , Nr. 2394 (unter Johannes Herolt, Hs. nicht erwähnt), zitiert die Postilla super epistolas des Guillermus, die angeführten Editionen und ein Großteil der Handschiften betreffen jedoch die Sermo- nes super epistolas dominicales des J. Herolt. Fragmente (ehem. Spiegel, s.o.): WERNHER (PRIESTER), MARIA Perg., 4 Bl. (2 Doppelbl., ursprünglich die innersten Blätter einer Lage) einer Oktavhs. Schriftraum 12 x 9. Bei Bl. 3 u. 4 am rechten Blattrand ca. 1 cm vom Text abgeschnitten. Buchschrift, 14. Jh. Mundart thüringisch. WERNHER (Priester), MARIA (DRIU LIET VON DER MAGET), Verse 5373-5378, 5389-5523, 5609-5840 („Bearbeitung A", V. 4455-4850). Fehlerhaft abgedruck in: Priester Wernher, Maria, hrsg. v. C. Wesle , 3.Aufl. bes. durch H.Fromm , Tübingen 1969, S. 230-236, 240-250 (Hs. C 1 ; s.a. U. Pretzel in: Verfasserlexikon 4 (1953), Sp. 907). St. Peter perg. 72 Kollektar 94 + 23 (Pap.) Bl. • 22,5 x 15 • Dominikanerinnen • Dillingen, St. Ulrich 1515 u. 17. Jh. 1 Herkunft: Dominikanerinnenkloster St. Ulrich in Dillingen. Teil I datiert 1515: (94 v ) > Geschriben und geendet durch soror Agnes Rytzmeni von Ulm, closterfraw in dem closter sant Ulrichs zu Dillingen predicatorum ordinis. In die sancte Cristina Virginis. Nach Christus (!) geburt M.CCCCC und XV Jahr (= 24. August 1515) <. Teil II aus dem frühen 17. Jh. (vgl. Wz. sowie Kanonisations- 157 st. peter perg. 72 daten der Heiligen), ebenfalls in Dillingen entstanden (vgl. 117 rv ). Von Abt Ph.J. Steyrer 1781 für St. Peter erworben. Literatur: Ehrensberger , S. 40 Nr. 10; Ettlinger , S. 625. I Bl. 1-94. Lagen: Quaternionen; erstes und letztes Bl. als Spiegel verwendet; ab 9 r Lagenzählung a bis /, jeweils kombiniert mit Zählung der Doppeibl, der einzelnen Lagen (ergibt al, all usw.). Schriftraum im Corpus der Hs. 16 X 11, 17 Zeilen. 74 r -93 v : Schriftraum 18 X 11/12, 9 Notensysteme (Quadratnotation auf vier roten Linien) mit jeweils einer Textzeile oder 27 Textzeilen. Textura von der Hand der Agnes Ritzmann (s.o.). Nachtragshand 1: l rv , 8 r , 94 v ; Nachtragshand 2 (erscheint auch in Teil II): 8 V , 69 r . Übliche Rubrizierung. Mehrfach freigelassener Raum für Initialen, die aber nicht ausgeführt worden sind. Schweinslederband der Zeit, Augsburger Werkstatt Kyriss , Gotische Einbände, Nr. 87, Rollen 1 und 4; zwei Kurzriemenschließen; 1972 Rücken erneuert, dabei Streifen aus einem Sakramentar (12./13. Jh.) herausgelöst (Proprium de Sanctis, Augustinus bis Aegidius). 1" Nachtrag: verschiedene Orationen zu Heiligenfesten. 2 r —T KALENDARIUM. Zum dominikanischen Grundstock (entsprechend der Entstehungszeit der Hs.) treten hinzu: Albani (21.6.), Udalrici (4.7., totum duplex, rubriziert), Magni (6.9.), Galli (16.10.), Othmari (16.11.). Viele Nachträge des 16. u. 17. Jh. von mehreren Händen, darunter von der Haupthand des Teiles II: Polycarpi (26.1.), Fran- cisce{\) confessoris de Paula (2.4.), Bonaventura (14.7.), Beati Jacinti confessoris (16.8.). 8" Nachtrag: verschiedene Orationen zu Heiligenfesten. 9 r -94 v KOLLEKTAR. 9 r -27 r Capitula (9 r -15 v ) de Tempore, (15 v —24 r ) de Sanctis, (24 r -27 r ) de Communi Sanc- torum. 27 v -73 r Collectae (27 v -45 v ) de Tempore, (45 v -72 r ) de Sanctis, (72 r -73 r ) in Officio De- functorum. 73 r > De disciplinis post completorium< , s. Guerrini , Nr. 482. 73 rv >In electione prioris conventualis<, s. Guerrini , Nr. 489. 73 v > De benedicione itinerantium<, s. Guerrini , Nr. 491. 73 v —74 r >Quando aliquis recipitur ad beneficia<, s. Guerrini , Nr. 495. 74 r —76 r Kapiteloffizium. Preciosa est in conspectu domini s. Guerrini, Nr504— 508. 158 st. peter perg. 72 • st. peter perg. 73 76 r —77 r > Versiculi dicuntur ante laudes ...<. 77 r -93 v >Principia antipbonarum inchoandarum ab illo qui facit officium<. 94 r >Benedictiones lectionum<. 94 v Schreibereintrag (s.o.). Nachtrag: >hie nach volget der bescbluß nach den Collecten durch das gantz iar<. II Bl. 95—117. Lose Papierblätter mit verschiedenen Wz.: 95—104 zwei Augsburger Marken, u.a. Piccard , Frucht I, 1204-8, diese Bl. nach Expertise von G. Piccard zwischen 1610 und 1613 beschriftet; 105-117 nebst anderen ein Zeichen mit dem Augsburger Wappen und den Initialen HH (ähnlich wie Piccard , Frucht I, 1102). Schriftraum und Zeilenzahl schwankend. Bastarda von mehreren Händen, Haupthand 94 r -104 v . Ursprünglich lose Einlage am Schluß von Teil I, 1972 in Pappeinband gebunden und unter der Signatur St. Peter perg. 72 a gesondert aufgestellt. 95 r -1 16 v CAPITULA UND ORATIONEN ZU VERSCHIEDENEN HEILIGENFESTEN. U.a. bemerkenswert die dominikanischen Heiligen u. Seligen Agnes von Monte- pulciano (95 r ), Raimund von Capua (95 v ), Hyacinthus von Polen (96 r und 102 v ), Ambrosius Sansedoni (110 r ), Jacobus de Voragine(?) (110 r ), Ludwig Bertran (11 l r ) sowie die Augsburger Heiligen Ulrich (98 rv , Translatio), Afra (102 r ), Hilaria (102 r ), Afer (105 r ), Sintpert (108 v ) und der 1610 kanonisierte Karl Borromäus (108 v ). — 103 v , 105 v —107 v , 110 v , lll v -114 v , 115 v -l 16 v leer. 117 rv Anweisungen zur Feier des Totengedächtnisses für verschiedene Stände und Personen. U.a. genannt: unser first pischoff zu Augspurg, ain prister auß s. Petters stiftlin (Dillinger Kollegiatsstift), ain fraw auß der großen samlung (Franziskanerinnenkloster Dillingen). St. Peter perg. 73 (verbrannt) Die Hs., ein oberrheinisches Psalterium des frühen 13. Jahrhunderts mit reicher buchmalerischer Ausstattung, ging am 11. Januar 1935 während eines Transportes nach Berlin bei einem Brand in einem Eisenbahnwagen zugrunde (entsprechende Notiz im Zentralblatt f. Bibliothekswesen 60 (1944) 158, Anm. 1). In der Badischen Landesbibliothek sind noch 5 Photographien der Hs. mit begleitenden Notizen von A. Haseloff vorhanden. Siehe auch St. Peter perg. 130 (= abgelöster Rücken der Hs.). Literatur: Ehrensberger, S. 2 Nr. 2; Ettlinger, S. 637; A. Stange , Deutsche Malerei der Gotik, München 1934, S. 2 f. 159 st. peter perg. 74 • st. peter perg. 75 St. Peter perg. 74 Teilbrevier 1 (Pap.) + 84 + 1 (Pap.) Bl. • 19 X 13 • Zisterzienserinnen • Erfurt, St. Martin • 15. Jh. 2 Lagen: (I-l) 1 , 6 V 61 , VI 73 , (I + l) 76 , IV 84 ; Bl. 74 ist verbunden, gehört hinter 76; 11 v —51 v Reklamanten. Schriftraum 14 X 8,5. 15-22 Zeilen. Textura von mehreren Händen. l rv Nachtragshand (wie in St. Peter perg. 38 a, 50, 50h und 107) Übliche Rubrizierung. Bibliothekseinband aus St. Peter (s. Einleitung, S.XXIX). Herkunft: 61 r >Liber monialium ad sanctum Martinum in Erffordia<. Schrift weist ins späte 15. Jh. Von Abt Ph. J. Steyrer 1780 für St. Peter erworben. Literatur: Ehrensberger , S. 28 Nr. 24; Ettlinger , S. 631. l rv Fragment des Commune Sanctorum (späterer Zusatz). 2 r -61 r COMMUNE SANCTORUM. Bis auf wenige Abweichungen übereinstimmend mit dem ersten gedruckten Zisterzienserbrevier von 1484 (GW5198), dd l r — ee 16 r . (59 r -61 r ) Hymnen AH 50 Nr. 17, AH 51 Nr. 114b. 116, AH 50 Nr. 21 = Brevierdruck, gg 8 r -9 r . - 61 v leer. 62 r -69 r COMMUNE EVANGELISTARUM. Übereinstimmend mit Brevierdruck, aa 16 r - bb 4 V (dort im Matthäus-Offizium). 69 v -76 v >HYSTORIA DE SANCTA ELIZABETH <. Reimoffizium AH 25 Nr. 90 (teilweise abweichend). — 74 gehört zum folgenden Text. 74™ und 77 r -84 v CANTICA FÜR DIE DRITTE NOKTURN. (74 rv und 77 r -80 v ) Weih- nachts- und Osterfestkreis = Brevierdruck, ff 5 V —8 r ; (80 v —82 r ) Sonntage im Jahreskreis = ff 4 V —5 V ; (82 r -84 v ) Commune Sanctorum = ff 8 V —10 v . St. Peter perg. 75 Antiphonale • Hymnar 76 Bl. • 19,5 X 14 • Zisterzienserinnen • Erfurt, St. Martin • 15. Jh. Lagen: 3 VI 36 , V 46 , VII 60 , ([VI —1] + [Ii + l]) 76 . Kustoden. Schriftraum im Corpus der Hs. 15 X 10. 6 Notensysteme zu 5 Linien (F-Linie rot, Hufnagelnotation) mit einer Textzeile. Textura von einer Hand (= Hand von St. Peter perg. 18 a, Teil II), ab 71 r Nachtragshand. Übliche Rubri- 160 st. peter perg. 75 • st. peter perg. 76 zierung. Derbe rot-blaue Lombarden, schwarze Cadellen. Einband aus St. Peter (s. Einleitung, S.XXIX). Herkunft: Aus dem Zisterzienserinnenkloster St. Martin in Erfurt, vgl. Kommemorationen 7 v -9 r sowie Schreiberhand. Für die Datierung siehe St. Peter perg. 18 a, Teil II. Literatur: Ehrensberger, S. 16 Nr. 16; Ettlinger, S. 631; Moberg, S. 177. l r -48 r ANTIPHONALE. l r -36 r Pro tempore anni, s. Huot , Nr. 31— 37. >Dominica< Adoremus dominum ..., (l r -3 r ) Hymnus AH 50 Nr. 4, (5 r —7 r ) Hymnus AH 50 Nr. 5, (7 v -9 r ) Laudes-Kommemo- rationen: Maria, Benedikt, Martin, (ll r -13 r ) Hymnus AH 50 Nr. 7, (13 r -14 v ) Vesper- Kommemorationen: Maria, Benedikt, Bernhard; (14 v ) >Feria secunda<; (19 r ) >Feria tercia< ; (21 v ) > Feria ////<; (25 v ) >Feria V<; (29 r ) > Feria VI<; (32 v ) >Sabbato<. 36 r —44 r >Incipit ordo post resurrectionem privatis diebus<, s. Huot , Nr. 62 und 65; (42 v ) >per octavam< [Pentecostes], s. Huot , Nr.76; (43 v ) [per octavam Corporis Do- mini], 44 v -45 v > Privatis diebus per octavam< [Assumptionis B.M.V.], s. Huot , Nr. 113; (45 r ) >Nativitatis Marie privatis diebus <, s. Huot , Nr. 116a. 45 v -48 r Kurzresponsorien für Laudes und Vesper >In natali apostolorum<, (46 r ) >In natali unius martiris<, (46 V ) >In natale plurimorum martirum<, (47 r ) > In natali unius confessoris et pontificis<, (47 v ) >In natale unius virginis<. S. Huot , Nr. 124—128 und 130 (hier teilweise abweichend). 48 r -70 v HYMNAR. AH 51 Nr. 60. 75, AH 50 Nr. 6. 12, AH 51 Nr. 87. 128. 116. 88, AH 50 Nr. 17, AH 2 Nr. 54, AH 50 Nr. 15 (= Weinmann , Nr. 16, 18, 22-23, 26, 35, 50, 28, 48, 39-40). 71 r -76 v NACHTRÄGE (16. Jh.): Responsoria brevia zu Himmelfahrt, Pfingsten, Michael, Fronleichnam, Hl. Kreuz, zum Commune Sanctorum und zu Epiphanie. St. Peter perg. 76 Lateinisches Stundenbuch 300 Bl. • 11,5 X 8,5 • Dominikanerinnen ■ Nürnberg, St. Katharina • um 1500 Lagen: (III + l) 7 , (V-l) 16 , V 26 , 2(IV+1) 44 , 9 V 134 , 2(V-2) 150 , V 160 , (V-2) 168 , (V-6) 172 , 6 V 232 , (V + l) 243 , (IV + l) 252 , 4 V 292 , (III + 2) 300 . Schriftraum 8 x 6. 15 Zeilen. Haupthand 161 st. peter perg. 76 (Textura) l r -108 v und 11 l r —25l r ; mehrere Nachtragshände, u.a. 253 r -297 v Bastarda von einer etwa gleichzeitigen Hand. Teilweise Quadratnotation auf 4 roten Linien. Übliche Rubrizierung. Rote und blaue Lombarden. Einband aus St. Peter (s. Einleitung, S.XXIX). Herkunft: Aus dem Dominikanerinnenkloster St. Katharina in Nürnberg (vgl. Kalendarium und Litanei); geschrieben um 1500, Nachträge Bl. 251-300 wenig später. Von Abt Ph.J. Steyrer 1780 erworben. Literatur: Ehrensberger , S. 34 Nr. 13; Ettlinger , S. 631; Borst , S. 55 Anm. 138 und S. 86 Anm. 250. l r -6 v KALENDARIUM. Wie in St. Peter perg. 34, mit allen im 15. Jh. in den Ordenskalender aufgenommenen Festen, einschließlich des 1498 eingeführten Apollinaris-Festes (vgl. Leroquais , Breviaires 1, S. CI). Aderlaßbuchstaben. T ADERLASSTAFEL. - T leer. 8 r -12 v KOMMEMORATIONEN. Anfang fehlt, Text beginnt im Dominikusresponso- rium. (8 rv ) Petrus Martyr, Teile von AH 28 Nr. 48; (8 v -9 r ) Thomas von Aquin, Teile von AH 5 Nr. 84; (9 rv ) Vinzenz Ferrer, Teile von AH 5 Nr. 91; (9 v -10 r ) Petrus Martyr — Thomas v. Aquin — Vinzenz Ferrer — Katharina v. Siena, gereimte Antiphonen Christi pia gratia ... und O quam felix gloria ...; ( 10 r —1 1 v ) Katharina, Chevalier , Nr. 2181 und Teile aus AH 26 Nr. 72 und 69; (ll v -12 r ) Maria, Recordare virgo mater ...; (12 r ) Oration Bruylants 2, Nr. 517; (12 rv ) Eucharistie. 12 v -16 r KAPITELOFFIZIUM. Preciosa est in conspectu Domini ..., s. Guerrini, Nr. 504-508. 16 r -17 r BENEDIKTIONEN ZU DEN MATUTINLEKTIONEN. >Die Segen der lec- zen<. 17 r -18 r > GENERALCAPITEL<, s. Guerrini , Nr. 490. 18 r -19 v TISCHGEBETE. >Zu dem fru mal<, s. Guerrini , Nr. 509 und 513. 19 v —22 r SUFFRAGIEN. De Sancta Cruce, (20 r ) > Umb ein regen <, >umm ein schön wet- ter<, AH 50 Nr. 144, (21 r ) >an dem aschermittwochen und hohen donerstag über die VII psalmen<, (21 v ) >an den creutztagen für die heiligen Christenheit<. 22 r -54 v OFFICIUM PARVUM B.M.V., s. Guerrini , Nr. 468-470. >Incipit cursus de beata Virgine<, (22 r -29 r ) Matutin, (29 r —36 r ) Laudes, (36 r -38 v ) Prim, (38 v -40 v ) Terz, (40 v -42 v ) Sext, (42 v -44 v ) Non, (44 v —45 v ) Vesper mit Kommemorationen de omnibus Sanctis und de Face, (50 v -54 v ) Komplet. 162 st. peter perg. 76 54 v -55 r >SO MAN DIE DISCIPLIN NIMPT<, s.Guerrini , Nr. 482. 55 r -59 r OFFICIUM B.M.V. IN SABBATO. > Oraciones über die XV psalmos<, s. Guer- rini, Nr.466; (55 v ) >zu den advent von unser liben frawen<, s. Guerrini , Nr. 467; (56 V ) >ad magnificat antiphona<, s. Guerrini , Nr. 464-465. 59 r -110 v TAGESHOREN FÜR SONN- UND WERKTAGE, ohne Laudes. (59 r -60 r ) Pater, Ave, Credo, (60 r ) >ad primam<, (67 v ) >ad tertiam<, (72 v ) >ad sextam<, (76 v ) >ad nonam<, (81 r ) >dominica ad vesperas<, (105 r ) >ad completorium<. 11 l r -142 v TEILE DES PROPRIUM DE TEMPORE. >In der vasten ad vesperas< bis (142 r ) > Dominica XXV<; (118 V —119 v ) Einschub: >In festo sancte Katharine< mit Teilen aus AH 26 Nr. 73. 142 v —171 r TOTENOFFIZIUM. Antiphonen und Responsorien mit Notation. (142 v —143 r ) Vesper, nur Anfang und Schluß, da mehrere Bl. fehlen; (143 r — 168 r ) Matutin, Text bricht ab im 8. Responsorium; (169™) Laudespsalm Ego dixi ..., unvollständig; (170 r -171 r ) Schluß der Kollekten. 171 r -188 v BUSSPSALMEN MIT LITANEI. >Septem psalmos<, (180 r -187 r ) dominikanische Litanei mit Preces, darin bemerkenswert: Heinrice, Ludwice, Sewalde ... Katherina (2mal) ... Kunegundis ; (187 r —188 v ) Litanei und Preces pro defunctis. 188 v -209 v PSALMEN 1-3, 10, 14-16, 20-21, 25, 32-33, 44-46, 60, 74, 86, 95-98. 209 v -213 r VOTIVOFFIZIUM > de sancto Dominico< mit Teilen aus AH 25 Nr. 85. 213 r -233 v TEILE DES COMMUNE SANCTORUM. Bei den Orationen in den Rubriken jeweils die entsprechenden Heiligen angeführt. 233 v -246 v ORATIONEN AUS DEM PROPRIUM DE SANCTIS von Thomas (21.12.) bis Saturninus (29.11.), in Auswahl. 246 v -249 v PASSIONSPSALTER. >ln passione domini Iesu Christi<, Psalmen 21-30, (249 v ) Responsorium Hesbert , Nr. 7760. 249 v -250 r RESPONSORIUM > de virginibus<, Hesbert , Nr. 7524. 250 r -251 r OFFIZIUM >ln kathedra sancti Petri<. 25 l rv INTONATIONEN zu Deus in adiutorium, deutsche Anmerkungen. 163 st. peter perg. 76 st. peter perg. 77 252 r ORATIONEN zu Anna und Jodocus. — 252 v leer. 253 r -296 r DIURNALOFFIZIEN. (253 r -270 v ) Proprium de Tempore von der Epiphanie- Oktav bis Fronleichnam (ohne Fastenzeit), (270 v —273 r ) >In octava dedicacioe(\)<, (273 v -296 v ) Proprium de Sanctis, Oktavtage, Teile von folgenden Reimoffizien: Thomas von Aquin, AH 5 Nr. 84 (275 r ), Vinzenz Ferrer, AH 5 Nr. 91 (275 rv ), Katharina, AH 26 Nr. 69 (295 v -296 r ). 296 r -297 v ANTIPHONAE MAIORES. > Von der ewigen Weisheit antiphonae<. 297 V VERSUS ZUR MATUTIN >\n annunciacione<. 298 r -299 v ORATIONEN zu Dorothea, Apollonia (Haupthand!), (298 v ) Ulrich, Divisio Apostolorum, (299 r ) Afra. 299 v —300 r >De sancto Michabel arcbangellus<, Hymnus AH 50 Nr. 156, Versus und Capitulum. — 300 v leer. St. Peter perg. 77 Lateinisches Stundenbuch 267 + 1 (Pap.)Bl. • 17 X 11,5 • Zisterzienserinnen • Erfurt, St. Martin (?) • 15. Jh. 2 Lagen: (IV + l) 9 , III 15 , V 25 , 16IV 153 , (IV + l) 162 , 7IV 218 , (III + l) 225 , 3 IV 249 , (III + l) 256 , (III + 2) 264 , (II-l) 267 . Textverluste an Anfang und Schluß. Schriftraum 11 X 7. 14 Zeilen. Textura von einer Hand, rubriziert. Rote und blaue Lombarden. Brauner Lederband der Zeit mit Einzelstempeln, darunter S chunke , Herz 75, Hirsch 30, Lilie 160 (Werkstatt Erfurt „steifer Hirsch" I, s. auch St. Peter perg. 38 a); 1971 restauriert, dabei Rücken, 2 Schließen, Spiegel und Vorsätze erneuert; ehem. Spiegel (Pap., aus liturgischen Hss., 15. Jh. 2 und 16. Jh.) sowie auf der Innenseite des Vorderdeckel eingeklebtes Papierbl. mit deutschem Gebet (17. Jh.) herausgelöst und in Tasche aufbewahrt. Herkunft: Auf Erfurt, St. Martin weisen neben dem Einband die Hl. Kreuz-Kommemoration in Laudes u. Vesper sowie in der Oration 138 v der Passus per intercessionem sancti lohantiis Baptiste necnon lohannis Ewangeliste et omnium sanctorum tuorum quorum reliquie in isto loco ... (vgl. entsprechende Altarpatrozinien der Klosterkirche, s. F eldkamm I, S. 124f). Kein Kaufvermerk Abt Steyrers; Erwerbung für St. Peter vermutlich 1781. Literatur: E hrensberger , S. 48 Nr. 17; E ttlinger , S. 640. 164 ST. PETER PERG. 77 1 r -65 r OFFICIUM PARVUM B.M.V., zisterziensisch. (l r —2 r ) Invitatoriumspsalm 94, Anfang fehlt; (2 r —9 V ) Matutin; (9 V —25 v ) Laudes mit folgenden Kommemorationen: Hl. Kreuz, Robert, Allerheiligen, de Pace, Michael, Maria; (25 v —36 v ) Prim; (36 v —42 v ) Terz; (42 v -48 r ) Sext; (48 r -54 r ) Non; (54 r -61 r ) Vesper mit Kommemorationen Hl. Kreuz, Robert und de Pace; (61 v —65 r ) Komplet. 65 r -107 r PSALTERIUM FERIATUM FÜR DIE KLEINEN HÖREN. Ps 1-2, 6-19, 119— 127 mit eingeschobenem Ordinarium Officii. > Ad primam ymnus omni tempore<, (65 v ) >feria secunda. am montage czu der prime<. 107 r -140 r BUSSPSALMEN MIT LITANEI. >Septem psalmi penitenciales< ; (120 r ) >Sequitur letania<, zisterziensische Litanei mit Preces; (124 r ) >Septem psalmos{\) pro peccatis<, Initien der Bußpsalmen mit Antiphonen und Responsorien, darunter Hesbert, Nr. 6126, 7746, 6060, 6491; (127 r — 131 r ) Orationen; (13l r ) >Septem psalmos{\) pro peccatis< mit Antiphonae maiores sowie Responsorien Hesbert , Nr. 7362, 7208, 7372, 7370, 7368, 6512; (135 r -140 r ) Orationen. 140 r -141 v KOMMEMORATIONEN >De sancto Bernhardo< für Laudes und Vesper. 141 v —152 v TEILE DES ORDINARIUM OFFICII. >Dominicis diebus Invitatorium< Adoremus dominum ... 152 v —158 v GEBET VOR DER KOMMUNION. > Oracio bona, dicenda est ante commu- nionem<. Tribularer si nescirem misericordias tuas . .., (153 r ) O dulcissime domine Jesu Christe, qui imminente hora beatissime passionis tue ..., (153 v ) O misericors susceptor, qui beatum Matheum ..., (154 r ) Domine, si vis, potes me mundare O largissime mundator cordium nostrorum ..., (154 v ) Domine, puer meus iacet paraliticus ..., (155 r ) Deus, propricius esto mihi peccatori..., (155 v ) Miserere mei, Jesu Christe fili David ..., (156 r ) O salvator miserorum, domine, adiuva me ..., O redemptor perditorum, qui Zach eum ..., (156 v ) Accessit ad pedes Jesu peccatrix ..., (157 r ) O copiosissime remunerator (157 v ) O misericordissime samaritane ..., (158 r ) Domine Jesu Christe, qui latronem in cruce sero penitentem ... 158 v -162 v TISCHGEBETE. Benedicite. Oculi omnium ...; vgl. USUS ORD. CIST. 90, PL 166, 1488 B-D. 163 r —199 r VESPERPSALMEN mit eingeschobenen Antiphonen. >Psalmus< Dixit dominus ... 199 r —204 v KOMPLET. > Ad completorium< Domina iube benedicere ... 165 st. peter perg. 77 • st. peter perg. 78 204 v -253 r TOTENOFFIZIUM. >Incipit officium vigilie defunctorum<. (205 r -209 v ) Vesper, (209 v -236 r ) Matutin, (236 v -247 r ) Laudes, (247 r -249 v ) Collectae; alles wie Di- jon, Bibl. mun., Ms. 114, 150 va -151 ra ; (205 r -253 r ) zusätzliche Collectae Absolve quae- sumus Domine animas famulorum ..., Miserere clementissime Domine per intercessio- nem sanctissime Dei genitricis (25l r ) Absolve Domine animas famulorum tuorum et animas omnium fidelium defunctorum que ab Adam ... 253 r -267 v >HYSTORIA DE SANCTA ANNA MATRIS MARIE < mit Teilen des Reim- offiziums AH 25 Nr. 18. Text bricht ab in der zweiten Vesper. St. Peter perg. 78 Kollektar 3 (Pap.) + 136 + 1 (Pap.) Bl. • 20,5 X 14,5 • Dominikanerinnen • Straßburg, St. Agnes • 13. Jh. 2 u. 14.-16. Jh. Lagen: V 10 , 13 IV 114 , II 118 , IV 126 , (V-l) 136 ; am Schluß Textverlust; Bl. 116 und 117 verbunden, gehören an den Schluß der Hs.; Wz. der Papierblätter: Vorsatzbl. Piccard , Ochsenkopf VI, 59 (Straßburg, 1533-1542), Nachstoßbl. Wappen mit Lilie, Initialen IS und Monogramm WR (Straßburg, Wendelin Rihel, 1592-1595, Expertise G. Piccard ; vgl. auch Briquet , Nr. 7124). Schriftraum 13,5 X 9. 13 Zeilen. Textura von verschiedenen Händen, Haupthand: 11 r —113 r (13. Jh. 2 ), mehrere Nachtragshände (14.—16. Jh.). Übliche Rubrizierung. Rote und blaue Lombarden mit Fleuronnee in der Gegenfarbe. 123 v und 124 r Randminiaturen des 15. Jh's 2 : in buntem Rankenwerk mit Blumen und Vögeln Darstellungen von Margaretha und Agnes, jeweils mit einer Dominikanerin, 123 v Schriftband Bitten gott für den Schriber; naiv wirkende Nonnenmalerei. Brauner Lederband (16. Jh.) mit Einzelstempeln (u.a. Osterlamm, Blüte, Löwe); 2 Kurzriemenschließen abgefallen; Rücken im 18. Jahrhundert mit hellem Leder überzogen; 1982 eine neue Schließe angebracht, Pergamentmakulatur unter den Spiegeln herausgelöst (s.u. Fragmente). Herkunft: Kern der Hs. (10 r -113 r ) nach 1262 und wohl noch vor 1270 entstanden (vgl. berücksichtigte Heiligenfeste im Sanctorale nach Leroquais , Breviaires 1, S. C), geschrieben für den Straßburger Konvent St. Agnes (vgl. 109 r ). Nach dessen Vereinigung mit St. Margaretha 1475 (vgl. Wilms , S. 56) in diesem Kloster (Altarpatrozinium 115 r , Randminiaturen der beiden Klosterpatroninnen 123 v und 124 r , Litanei 119 r — 122 r ), dort mehrfach ergänzt (115—136 und 1—10). Jüngste Teile sind das 1533 datierte Kalendarium und der Quaternio 119-126. 117 v oben: alte Bibliothekssignatur O XIIII von St. Agnes und Margaretha (s. Einleitung, S. XXIV). Laut Vermerk auf dem vorderen Spiegel 1781 von Abt Steyrer gekauft. Literatur: Ehrensberger, S. 40 Nr. 8; Ettlinger, S. 627; Grotefend II/l, S. 176-180. 2 r —7 V KALENDARIUM, dominikanisch, datiert >1S33< (7 V ). Zusätzlich zu den ordensüblichen Festen: Joseph nutr. Dom. (17.3.), Translacio S. Elyzabeth (2.5.), Bernardini 166 ST. PETER PERG. 78 confessoris (20.5.), Udalrici (4.7.), Arbogasti (21.7.), Cläre Virginis (12.8.), Translatio S.Margarethe (14.10., als totum duplex), Florencii (7.9.), Aurelie (15.10.), Galli (16.10.), Athale (3.12.). - l rv und 8 r -10 v leer. I l r -l 14 v KOLLEKTAR, dominikanisch. 11 r —33 v Capitula (11 r —19 V ) de Tempore, (19 v —29 v ) de Sanctis, (29 v -33 v ) de Communi Sanctorum. 33 v -105 r Collectae (33 v -67 r ) de Tempore, (67 r -102 v ) de Sanctis, (102 v -103 v ) in Com- memorationibus B.M.V., (103 v —105 r ) in Officio Defunctorum. 105 r -109 r Versiculi. Bemerkenswert: (109 r ) Versikel für das Commune unius Virginis: Ora pro nobis beata Agnes. 1 09 r —111 r Kapiteloffizium, s. Guerrini , Nr. 504—508. II l r — 113 r Benediktionen zu den Lektionen der Matutin. Benedictione perpetua ... 113 r Lectio brevis zur Komplet. Sorores, sobrie estote ... 113 V —114 V Nachgetragene Orationen (14. Jh.) zu Maria, Wenzeslaus, 10000 Ritter, Alexius, Ludwig. NACHTRÄGE (15.-16. Jh.): 115 rv Orationen zur Ablution der Altäre am Hohen Donnerstag. > Altare S. Margare- ta(\)<, > Altare Sancti Nicolai<, (115 v ) > Altare Sancti Jacobi etSymonis et Jude aposto- lorum<, > Altare decem milium martirum<. Fortsetzung s. 118 r . Vgl. Barth , Sp. 1382ff. 116 r — 117 V Orationen zu Mariae Heimsuchung (mit Capitula), (116 v ) >Pro vivis et de- functis<, (117 r ) Arbogast, Martialis, (117 v ) Clara, pro defunctis. 118 rv Fortsetzung von 115 v . > Altare beate Marie virginis<. 118 v —122 ra >ln diebus rogacionibus[\)< , s. Guerrini , Nr. 678; (119 r —122 ra ) Allerheiligenlitanei mit Preces, dominikanisch, darin: Mauricii c.s.t. (2 mal), Acbacii c.s.t. ... Adelphe, Dominice (2 mal) ... Margaretha (2 mal), Agnes (2 mal) ... Atthala, Odilia, Aurelia. 122 rab > Das capittel gebet<, s. Guerrini , Nr. 490. 122 rb > Ad completorium benedicio{\)<. Noctem quietam ... 122 v -136 v Orationen und Capitula zu verschiedenen Festen, u.a. Fronleichnam, Verklärung Christi, Rosenkranzfest, Feste der Ordensheiligen, der Klosterpatroninnen und einiger elsässischer Heiligen. — 126 rv leer. 167 st. peter perg. 78 • st. peter perg. 79 Fragmente (ehemalige Spiegel): 1. Hälfte eines Pergamentblattes aus einer Quarthandschrift, zweispaltig, Buchschrift, 13./14. Jh. SERMONES(P). Erhaltener Textanfang: [D]escendi, ut liberarem eum et reducerem in terram bonam. Exodus [3,8]. Communiter dicitur, quod societatem fecit Dens ..., durchsetzt mit altfranzösischen Wörtern und Wendungen. 2. Bruchstück eines Pergamentblattes einer Quarthandschrift, zweispaltig, Buchschrift, 13. Jh. 2 JUSTINIANUS, INSTITUTIONES, Lib. III, 19-22, ed. P. K rueger , Berlin 3 1908, S. 117—121, fragmentarisch; Randglosse (Accursius). St. Peter perg. 79 Brevier 1 + 527B1. • 24 X 17 • Dominikanerinnen • Straßburg, St. Margaretha • 13. Jh., letztes Viertel Lagen: (III + l) 7 , VII 21 , 2 VI 45 , VII 59 , 2 VI 83 , V 93 , 15 VI 273 , (V + l) 284 , 3 VI 320 , (V + l) 331 , 14 VI 499 , (VI + 1 ) 512 , (II + l) 517 , (VI-2) 527 ; Bl. 177 fast gänzlich herausgerissen, nach 523 2 Bl. fehlend mit Textverlust. 45 v -83 v und 177 v -512 v Reklamanten. Schriftraum 14 X 10. 2 Spalten (im Corpus der Hs.), 26 Zeilen. Textura von einer Hand; 3 Nachtragshände: 514 v -515 ra , 515 ra_va , 515 va -527 v . Rubriziert. Rote und blaue Lombarden mit Fleuronnee in der Gegenfarbe und rotblauen Zierstäben. Über 30 fein gearbeitete Filigraninitialen in Rot und Blau, oberrheinischer Stil (Gruppe 2 von Beer , Beiträge). Roter Lederband mit rautenförmigen Streicheisenlinien; 1981 2 neue Kurzriemenschließen angebracht, Vorderspiegel abgelöst (jetzt als Vorsatzbl.). Auf den beiden Spiegeln Anfang der Augustinusregel in deutscher Übersetzung (14. Jh. 2 ). Herkunft: Aus dem Dominikanerinnenkloster St. Margaretha in Straßburg, im letzten Viertel des 13. Jh's entstanden (s. Kalendarium). Von Abt Ph. J. Steyrer 1781 für St. Peter erworben. Literatur: Ehrensberger , S. 29 Nr. 28; Ettlinger , S. 637. l r —6 V KALENDARIUM, dominikanisch, wie im Prototyp Humberts (s. Guerrini, S. 255— 266). Von der Haupthand außerdem die 1262—1276 in den Ordenskalender aufgenommenen Feste (s. L eroquais , Breviaires 1, S. C) sowie Decem milia martirum (22.6.), Odalrici (4.7.), Arbogasti (21.7.), Aurelie (15.10.), Florentii (7.11.), Atbale (3.12.). Margarete (15.8.) Festgrad totum duplex. Von späterer Hand nachgetragen: bis 1336 eingeführte Feste (s. L eroquais , a.a.O.) sowie Albani (21.6.) und Kyliani (8.6.). Nekrologeinträge (von der Haupthand): >felix soror Methildis Wehelerin < (17.2., vermutlich eine Verwandte des 1285 als fundator monasterii genannten Heinrich Wehelin, s. Straßburger Urkundenbuch 1/3, Nr. 182), Hedewigis (11.7.), >Heinrich< (2.8.), >Albreth< 168 ST. PETER PERG. 79 (11.10.), Cünradus (13.12.). Monatsverse: für Januar, April und Mai aus Walther, Initia carminum, Nr. 9771 (Dies aegyptiaci), für die übrigen Monate aus Nr. 14721 (Tierkreis). — 7 rv leer. 8 r -93 v PSALTER1UM FERIATUM. (91 vb -93 vb ) Allerheiligenlitanei mit Preces, dominikanisch. 94 r -95 va RUBRIKEN. >De quo officium sit agenda{\), s. Guerrini , Nr. 2-3, 5-6, 8-9, 11-13. 95 va -314 vb PROPRIUM DE TEMPORE. >Dominica in adventu Domini ...<, (116 ra ) >In vigilia natalis Domini<, (168 rb ) >Feria quarta. In capite ieiunii<; (201 rb ) >Feria quinta. In cena Domini<, (209 rb ) >In sabbato sancto Pasee<, (235 ra ) >In vigilia Ascen- sionis<, (243 ra ) >Sabbato. vigilia Pentecostes<, (251 ra ) > De saneta Trinitate<, (254 va ) > Dominica prima post festum Trinitatis <; s. Guerrini , Nr. 14-245. 3 14 vb _32o rb KIRCHWEIHE. >De officio dedicacionis<, s. Guerrini , Nr.246; (315 rb ) >ln dedicacione ecclesie et in anniversario eiusdem<. 320 rb -326 rb RUBRIKEN. >De festis in communi<, s. Guerrini , Nr. 252-274, 284- 289, 295-306. 326 rb -490 rb PROPRIUM DE SANCTIS. >In vigilia saneti Andree< ... Bemerkenswert: Lektionen aus den Legenden der Straßburger Heiligen Attala, BHL 741 (329 vb -330 vb ), Arbogast, BHL, 656 (412 ra -413 ra ), Aurelia, BHL, 818 (461 va -462 va ), Florentius, BHL, 3045 (476 ra —477 ra ). Folgende Reimoffizien: (377 va -379 rb ) Petrus Martyr, AH 28 Nr. 48; (382 va -384 rb ) Corona Domini, AH 5 Nr. 11; (385 vb -387 ra ) Translatio Dominici, AH 25 Nr. 86; (408 vb -41 l va ) Margaretha, AH 28 Nr. 5b; (423 rb -426 vb ) Dominicus, AH 25 Nr. 85; (463 rb -466 rb ) 11000 Jungfrauen, Chevalier , Nr. 7570, (480 va -484 ra ) Elisabeth, AH 25 Nr. 90. 490 rb -508 vb COMMUNE SANCTORUM. >De apostolis< ; (504 rb -509 vb ) Commune B.M.V. 508 vb -510 rb TOTENOFFIZIUM. >Sciendum quod pro defunetis ...<, s. Guerrini, Nr. 477—480; (509 vb ) > Oraciones in officio defunctorum<. 5igrb-vb KOMPLET, ohne Psalmen und Canticum. >Ante completorium dicatur< lube domne benedicere ... Sorores sobrii{\) estote ... 169 st. peter perg. 79 st. peter perg. 80 510 vb -511 va KAPITELOFFIZIUM. Preciosa est in conspectu Domini ..., s. Guerrini, Nr. 504-506. 511 va -512 ra >BENEDICTIONES LECTIONUM IN MATUTINIS< 512 ra —514 rb OFFIZIUM >In commemoratione omnium fidelium defunctorum <. 514 v -527 v NACHTRÄGE: (514 va -515 ra ) Ignatius v. Antiochien; (515 ra_va ) Margaretha- Hymnen AH 23 Nr. 403-405; (515 va -519 vb ) Fronleichnam; (519 vb -523 vb ) Thomas von Aquin, mit Reimoffizium AH 5 Nr. 84, Text bricht unvollständig ab; (524 rab ) Alexius, Anfang fehlt; (524 rb —525 ra ) Wenzeslaus; (525 vb -526 ra ) Martialis; (526 ra -527 rb ) Ludwig; (527 rb ) Kilian; (527 va ) Barbara. St. Peter perg. 80 Psalterium 208 Bl. • 17 X 12,5 ■ Dominikanerinnen ■ Nürnberg, St. Katharina • 15. Jh. 2 Lagen: I 2 , 19 V 192 , 2 IV 208 ; Reklamanten, teilweise abgeschnitten. Schriftraum 12 X 8. 18 Zeilen. Textura von einer Hand, mit Ausnahme von l rv (andere, etwa gleichzeitige Hand). Übliche Rubrizierung. Rote Lombarden, 3 r abwechselnd mit blauen. Hauptteilungsstellen des Psalteriums durch 4-zeilige Initialen betont: einfache, lombardenartige Form, Buchstabenkörper blau mit ausgesparten weißen Wellenlinien. B-Initiale zu Ps 1 (3 r ) 6-zeilig, im Buchstabenkörper ausgesparte weiße Drachenmotive, derbes rotes Fleuronnee. Teilweise Quadratnotation auf 4 roten Linien. Schweinslederband der Zeit mit Streicheisenlinien und verschiedenen Einzelstempeln, eine Messingspange. Alte Rückenschilder aus St. Peter erhalten, darunter rhombisches Signaturschild A VI Herkunft: Litanei und Buchschmuck weisen auf das Dominikanerinnenkloster St. Katharina in Nürnberg (s. auch Einleitung, S.XXV). Später in St. Magdalena, Freiburg, vgl. auf den vorderen Spiegel geklebtes Papierschildchen mit Aufschrift: der geistlichen andächtigen Muter Susanna Talfingerin zu Sanct Maria Magdalena zu Freyburg zu den Reuwerin da selbsts, meinem hertzliebsten beßlin soll das zu aigner Hand (16. Jh.). Eingelegter Papierstreifen, auf der Vorderseite: Ihro Gnadten von Freyberg, Rückseite: Dißes meiner libsten freijlle dochter, womit mich demietigste empfehle. Von mir Schw. M.Johanna Meyerin zu d. Dom, weist auf das Kloster Wörishofen bei Kaufbeuren, wo 1753 eine Mater Maria Johanna Mayrin, Priorissa, und eine Soror Maria Ludo- vica de Freyberg bezeugt sind (vgl. A.M. Waltz , Statistisches über die süddeutsche Ordensprovinz, Leipzig 1927, S. 101 f). Laut Vermerk auf dem vorderen Spiegel von Abt Ph. J. Steyrer 1754 erworben. Literatur: Ehrensberger , S. 9 Nr. 43; Ettlinger , S. 623; Heusinger I, S. 123 mit Anm. 4. 170 st. peter perg. 80 st. peter perg. 8 1 l rv Vorspann zum Psalterium (von anderer Hand). >Dominicis diebus ad matutinas Invitatorium< [v\enite exultemus ..., >ympnus<, AH 51 Nr.24. — 2 rv leer. 3 r — 198 r PSALTERIUM FERIATUM. Cursus romanus. Unter den Antiphonen auch die Reihe Pro fidei meritis, AH 17 Nr. 1. (3 r -179 r ) Ps 1-150; (179 r -188 v ) Laudes-Cantica; (189 r —192 v ) Te Deum, Benedictus, Quicumque; ( 192 v —198 r ) Allerheiligenlitanei mit Preces, dominikanisch, bemerkenswert: Dominice, Thoma, Vincenti ... Heinrice, Lud- wice, Sebalde ... Katherina (zweimal) ... Kunegundis. 198 r —207 r OFFIZIUMSTEILE aus dem Proprium de Tempore. (198 r —200 v ) Adventszeit, mit Hymnen AH 51 Nr. 48 und 49, s. G uerrini , Nr. 15-18; (200 v -202 v ) Fastenzeit mit Hymnen AH 51 Nr. 60. 59, s. G uerrini , Nr. 132 u. 135; (202 v -204 r ) Passionszeit, s. G uerrini , Nr. 146 und 148; (204 r -205 r ) Osterzeit, s. G uerrini , Nr. 160 und 183; (205 r -207 r ) Hymnen AH 50 Nr. 66, AH 51 Nr. 84. - 207 v -208 v leer. St. Peter perg. 81 Psalterium 176 Bl. • 17 X 12,5 • Dominikanerinnen • Nürnberg, St. Katharina • 15. Jh. (vor 1456) Lagen: l\ 2 III 13 , 3 IV 37 , (IV-6) 39 , (IV-2) 45 , 3 IV 69 , (IV-1) 76 , 6 IV 124 , (IV-2 + l) 131 , 2 IV 147 , (II + l) 152 , 3 IV 176 ; Reklamanten. Bl. 126 verbunden (gehört zwischen 75 und 76). Größere Textverluste, bes. zwischen 152 und 153. Schriftraum 10,5 X 7,5. 15 Zeilen. Textura von einer Hand im Corpus der Hs.; Kalendarium (2 r -7 v ) von anderer etwa gleichzeitiger Hand. l v Nachtragshand (15. Jh.). Übliche Rubrizierung. Rote und blaue Lombarden. In den notierten Teilen schwarz-rote Cadellen. An den Hauptteilungsstellen des Psalteriums größere blaue Lombarden mit einfachem roten Fleuronnee, bes. 9 V B-Initiale, 8-zeilig, ausgeführt wie St. Peter perg. 80, 3 r . Teilweise Quadratnotation auf 4 roten Linien. Roter Lederband (Ende 15. Jh.) mit Einzelstempeln, darunter S chunke , Blattwerk Nr. 52, Blüte Vierblatt Nr. 64 und Lilie Nr. 83 (alle „zu Straßburg Vierblattblüte"); vgl. auch St. Peter perg. 111. 1972 restauriert: Rücken und 2 Langriemenschließen erneuert. Herkunft: aus dem Dominikanerinnnenkloster St. Katharina in Nürnberg (vgl. Kalendar, Litanei und Buchschmuck). Entstanden vor 1456 (Vinzenz Ferrer weder im Kalendarium noch in der Litanei berücksichtigt, in letzterer von späterer Hand Anrufung nachgetragen) Einband (s.o. und St. Peter perg. 111) und eingelegte Papierblätter (s.u. Fragment) sprechen für einen späteren Aufenthalt in einem elsässischen Dominikanerinnenkloster, vermutlich Unterlinden in Colmar. Von Abt Steyrer 1781 erworben. Literatur: E hrensberger , S. 9 Nr. 38; E ttlinger , S. 637. 171 st. peter perg. 8 1 st. peter perg. 82 V Nachtrag (15. Jh.): Versus der Matutin vom 1.Adventssonntag ( Guerrini , Nr. 15) und der Laudes in der Vorfastenzeit ( Guerrini , Nr. 124). — V leer. 2 r —7 V KALENDARIUM, dominikanisch, mit den für Nürnberg, St. Katharina typischen Merkmalen (vgl. St. Peter perg. 34). 8 r -176 r PSALTERIUM FERIATUM, Cursus romanus. Eingeschobene Offiziumsteile notiert. Unter den Antiphonen auch die Reihe Pro fidei meritis, AH 17 Nr. 1. (8 r — 154 r ) Ps 1-150, lückenhaft wegen Textverlusten; (154 r -165 r ) Laudes-Cantica; (165 r —169 v ) Te Deum, Benedictus, Quicumque; (169 v —176 r ) Allerheiligenlitanei mit Preces, dominikanisch, bemerkenswert: Dominice (zweimal), Thoma ... Katherina (zweimal) ... Kunegun- dis, Nachträge: Vincenti (Ferrer), Anna, Katberina (v. Siena), Elizabeth, Barbara, Dorothea. — 176 V leer. Fragment: Eingelegter Papierstreifen, 21X7 cm, in zwei Teile zerschnitten. Oberrheinische Bastarda des späten 15. Jh's. >Dis ist die Ordnung des gebetz, so man einer hienzyhenden Swester lißtt< mit Textini- tien entsprechend St. Peter perg. 4, 187 v —188 v (Sondergut der observanten Dominikanerinnenklöster der Provinz Teutonia). Anschließend deutsche Anweisungen für die Prozessionsordnung bei Versehgängen und Beerdigungen. Mundart elsässisch. St. Peter perg. 82 Aszetische Sammelhandschrift 92 Bl. • 17 X 12,5 ■ 14. Jh. 1 Lagen: 7 VI 84 , IV 92 , Text bricht Bl. 92 v ab. Reklamanten, teilweise angeschnitten. Schriftraum 13,5 X 10. 32 Zeilen, 2 Spalten. Gotische Buchschrift (l r -82 va ) und Notula von mehreren Händen. Übliche Rubrizierung. Heller Halblederband mit Streicheisenlinien, 1972 restauriert: Rücken erneuert, Riemen der Kurzriemenschließe ergänzt, neue Perg.-Spiegel eingesetzt. Der frühere, jetzt herausgelöste Pap.-Vorderspiegel mit koloriertem Holzschnitt: Trinität (Gnadenstuhl), Bodenseege- biet(?), um 1460 (vgl. V ischer , Nr. 3; S chreiber , Nr. 741b (einziger Beleg in St. Peter perg. 82)). Hinten angefügt: Miniatur auf Pergament (9,5 X 6,7 cm), Maria mit Kind, qualitätvolle oberrheinische Nonnenmalerei, 15. Jh. Herkunft: l r am unteren Rand (angeschnitten): H. abbas buius claustri est (14. Jh.). Vermutlich im 15. Jh. in einer Niederlassung des Ordens vom Hl. Geist (Hospitaliter), dessen Wappen auf dem abgelösten Holzschnitt (s. oben). Ebenfalls am unteren Rand von V Wappenschild mit den Buch- 172 st. peter perg. 82 staben g.R.s.( ?), 16. Jh.(?). l r oben: Con. capuc. Friburgi Brisg. (16./17. Jh.). Auf dem abgelösten Holzschnitt Ex dono RR. PP. Capucinorum Friburg. accepit Philipp. Jacob. Abbas S. Petri 30. April. 1767. Literatur: Ettlinger , S. 628. l ra —34 rb CLAUSTRUM ANIMAE. Incipit claustrum anime cum dispositione officiorum ... Abbas huius claustri est iugis meditatio divine presentie ... — ipsorum offensam toto cordis conamine precaventes. Amen. Nicht identisch mit den gleichnamigen Traktaten des Hugo von Fouilloy (PL 176, 1017—1182) und des Wilhelm von Auvergne; vgl. Meyer-Burckhardt 1, S. 697f. 34 v -39 r ORATIONES ET HYMNI. (34 va -35 va ) Ps.-Augustinus (PL 101, Sp. 476-47; Kurz V, 1, S. 189 u. V, 2, S. 223); (36 va -37 rb ) Meyer -Burckhardt 3, Nr. 2694; (37 rb_vb ) Reimgebet Sancta Maria, virgo virginum, ego peccator ...; (37 vb —38 ra ) Wilmart, S. 503 (De sancto Joh. Evangelista); (38 va ) Bruylants 2, Nr. 575; (38 vab ) Stella maris, que preclaris emicas virtutibus ...; (38 vb ) Bruylants 2, Nr. 115; (39 ra ) Meyer-Burckhardt 3, Nr. 2354; (39 ra ~ b ) AH 42, Nr. 65; (37 v -38 r ) (Nachtrag) AH 15, Nr. 234. (38 v -39 r ) Reimgebet de passione Christi Surge piger propere, vide, quid hoc tempore .. . (Nachtrag). 39 v -80 rb HONORIUS AUGUSTODUNENSIS, Elucidarium. PL 172, Sp. 1109-1176. 80 rb -82 va >SERMO DE DOMINICA ORATIONE<. Oportet etiam, fratres karissimi, ut breviter vobis dicamus exposicionem dominice orationis ... — vigilate itaque, quia nescitis diem neque horam (Mt 25,13). 83 r -87 r GRAPHISCHE DARSTELLUNGEN zu Themen der Aszetik und Glaubenslehre, teils mit späteren Erläuterungen (14. Jh.). (83 r ) Turris sapientie. Fundamentum turris sapientie est humilitas ... (Erläuterungen dazu mit gleichem Incipit 82 vab ). (83 v ) >Duode- cim articuli Fidei<. (84 r ) >Decem mandata legis<. (84 v ) Oratio dominica. Jeder Bitte des Vaterunsers werden 7 Gnadengaben zugeordnet, graphisch dargestellt in konzentrischen Kreisen, die in 7 Segmente aufgeteilt sind. (85 r ) Meditatio VII. operum passionis Christi. Chevalier , Nr. 8683; Walther , Initia carminum, Nr. 8994. (85 v ) >Arbor Sapientie<. Sic volo sie iubeo, sie ago iure meo ... (86 r ) Lignum vitae, afferens duodeeim fruetus per menses singulos. AH 50, Nr. 381 (die Verse von Strophe 2—13 sind auf 12 von einem Kreuzesstamm ausgehende Äste geschrieben; vgl. Bonaventura, Decem opuscula, Qua- racchi 5 1965, Abb. nach S. 138). (86 v ) Scala virtutum. (87 r ) Vita activa et vita contempla- tiva, gemäß dem Vorbild der Frauen Jakobs, Lea und Rahel. 87 va -92 vb ZITATENSAMMLUNG, vor allem aus Gregorius, Joh. Chrysostomus, Augustinus, Hieronymus, zu den Themen De virtutibus (87 va_b ), De nomine Jesu (87 vb —88 ra ), 173 st. peter perg. 82 st. peter perg. 83 >De celo< (88 rb -90 rb ), >De eucharistia< (90 rb_va ), >De cruce< (90 va-b ), >De beata virgine< (90 vb -92 rb ), > De distinctione IX ordinum angelorum< (92 rb_vb ). (88 ra_b ) Christus quinque viribus sanguinem suum fudit vivus et semel mortuus .. . (hier ohne Nennung von Autoritäten). St. Peter perg. 83 Hugo Ripelin de Argentina, Compendium theologicae veritatis 98 Bl. • 20,5 X 15 ■ um 1300 Lagen: IV 8 , (IV + l) 17 , 3 IV 41 , (V + 2) 53 , (III + 2) 6 \ IV 59 , (III + l) 76 , V 86 , IV 94 , II 93 ; Kustoden. Foliierung des 15.Jh's 1-XCV1 (= 2-97). Heutiges Bl. 1 ursprünglich als Spiegel eines älteren Einbandes verwendet. Schriftraum 17 X 12. 2 Spalten, 34 Zeilen. Textura von einer Hand im Corpus der Hs., Randglossen und Zusätze von mehreren Händen des 14. und 15.Jh's. Übliche Rubrizierung. Rote und blaue Lombarden mit einfachem Fleuronnee in der Gegenfarbe. Brauner Lederband des 14./15. Jh's mit Streicheisenmuster, je 5 Buckel auf beiden Deckeln, am oberen Rand des Vorderdeckels Kette befestigt; 1971 Rücken und 2 Schließen erneuert, Spiegel (Bruchstücke von 2 Bl. eines Lectionarium Missae, 12. Jh.) und Deckelschild abgelöst. Herkunft: Von den Domherren Lambertus und Peregrinus de Goch der Bibliothek des Erfurter Marienstiftes vermacht (s. Einleitung, S. XXVII), entsprechender Vermerk auf dem Deckelschild. Laut Vermerk auf dem vorderen Spiegel von Ph.J. Steyrer 1781 erworben. Literatur: E ttlinger , S. 637; G. S teer , Hugo Ripelin von Straßburg. Zur Rezeptions- und Wirkungsgeschichte des 'Compendium theologicae veritatis' im deutschen Spätmittelalter, Tübingen 1981, S. 84 Nr. 154 (unzutreffende Datierung der Hs.). V NACHTRAG (15. Jh.): Lateinisches Gedicht ( Walther , Initia carminum, Nr. 11465) mit Anklängen an Compendium theol. verit. 7, 30), als Vorspruch von anderer Hand der Vers Walther , Proverbia, Nr. 19513. l v —2 r GRAPHISCHE DARSTELLUNGEN aszetisch-mystischen Inhaltes. (l v ) Buße und Umkehr, in Anlehnung an Compendium theol. verit. 6, 20-24 und 29-30, Stufen der Unio mystica; Verse Walther , Initia carminum, Nr. 3564; (2 r ) De preteritis oritur dolor ... mit Versen Walther , Initia carminum, Nr. 6339. 2 V -98 V HUGO RIPELIN DE ARGENTINA. COMPENDIUM THEOLOGICAE VERITATIS. (2 V ) Register, >Incipit Uber primus de natura trinitatis< ...; (3 V ) >Incipit prolo- gus in compendium theologice veritatis<. Veritatis theologice sublimitas ...; (4 r ) >Expli- cit prologus. Incipit Uber primus ...<. Deum esse multis modis ostenditur ... — (98 v ) Denique de gaudiis celestibus nota versus: Mens cognoscendo dotatur ... (Walther, 174 st. peter perg. 83 • st. peter perg. 84 Initia carminum, Nr. 10896). Ex omnibus premissis collige quedam spectare solum ad animam ... que det nobis Dens. Amen. >Finito libro sit laus et gloria Christo<. Vgl. Bloomfield , Nr. 6399 (mit Nennung dieser Hs.). 98 v NACHTRÄGE (15. Jh.): Gebet O bone Jesu, fili domine mee, o bona Maria, mater Domini ... propter vestram bonitatem respicite meam fragilitatem ..., anschließend Merkverse für die Dies aegyptiaci ( Walther , Initia carminum, Nr. 1752). St. Peter perg. 84 Kollektar I + 128 Bl. • 24 X 17 • Dominikanerinnen ■ Colmar, Unterlinden • 13. Jh. 2 Lagen: (I—1)', 15 IV 120 , 2 II 128 ; Bl. 43—46 verbunden. Schriftraum 16 X 9,5. 16 Zeilen. Textura von einer Hand im Corpus der Hs., Randnachträge sowie ab 119 V Zusätze von mehreren Händen (14.—15. Jh.). Rubriziert. Rote Lombarden, bis 32 v mit einfachem Fleuronnee. l r -3 v , 71 r -72 r und 80 v -96 v : Quadratnotation auf 4 roten Linien. Schweinslederband (14. Jh.) mit diagonalen Streicheisenlinien; 1972 Rücken und 2 Langriemenschließen erneuert, alte Spiegel (fol. LVII und LXIIII eines Pontificale des 14. Jh's) sowie Makulaturstreifen (Brevier des 13. Jh's) herausgelöst; ein weiteres Bl. des makulierten Pontificale in St. Peter perg. 27 (s. dort). Herkunft: Aus dem Dominikanerinnenkloster Unterlinden in Colmar, vgl. V Notiz über die Anfänge des Klosters (s.u.). Die berücksichtigten Heiligenfeste weisen auf eine Entstehung der Hs. um 1270 (53 r Oration zum Fest des hl. Antonius v. Padua, dieser 1262 in den Ordenskalender aufgenommen; 63 v Randnachtrag von späterer Hand zum 1270 eingeführten Fest des hl. Eduard; vgl. auch Fund 119 v -128 v ). Literatur: Ehrensberger, S. 40 Nr. 7; Ettlinger, S. 635. I r Notiz zur Entstehung des Klosters Unterlinden (Hand des 13. Jh's, 2.Hälfte): Anno Domini M.CC.XXXII receperunt sorores de Columbaria area in Ufmulin (nicht Ufnau, wie bei Ettlinger und Ehrensberger angegeben) ... Druck: Mone , Anzeiger 3 (1834) 228f („aus der Hs. von St. Peter zu Karlsruhe, Nr. 7(!) auf dem ersten Blatt"); vgl. MGH SS 17, S. 197 Anm. 3 und E. Kleinschmidt , in: DA 28 (1972) 376. Zum Ganzen s. auch Ch. Wittmer , L'obituaire des Dominicaines d'Unterlinden, Strasbourg-Zürich 1946, S. 26 (die dort erwähnte Nachricht von der 1278 erfolgten Unterstellung des Klosters unter die Colmarer Dominikaner fehlt in der vorliegenden Hs.). p_l 19 r KOLLEKTAR, dominikanisch. (I v ) [L \ibellus iste qui collectarius dicitur ... continet ista per ordinem. Folgt Register zu l r — 119 r (das zu Beginn genannte Kalendarium fehlt in der Hs.). 175 ST. PETER PERG. 84 l r -6 v Rubriken. (l r ) >Modus inchoandi horas<, (l v ) > Modus dicendi capitula< , (2 V ) > Modus dicendi oraciones<, (3 V ) > De varietatibus terminacionum in oracionibus<, (4 V ) >De Confiteor, quomodo sit dicendum<, (5 V ) > De modo dicendi preces<, (6 V ) >Quo- modo terminande sunt bore a sacerdote<. 6 V —8 r > Benedictiones lectionum in matutinis<. 8 r -23 v Capitula de Tempore (8 r —13 v ) und de Sanctis (13 v —23 v ). 23 v —69 r Collectae de Tempore (23 v -44 r ), de Sanctis (44 r -67 r ), in commemorationibus B.M.V. {67") und de Mortuis (67 v -69 r ). 69 r >De disciplinis post completorium<, s. Guerrini , Nr. 482. 69 rv >De officio in recepcione noviciorum<, s. Guerrini , Nr. 486. 69 v —70 r > De officio in electionibus<, s. Guerrini , Nr. 487-489. 70 rv > De oracione pro capitulo generali ...<, s. Guerrini , Nr. 490. 70 v >De benedictione intenerantium(\)< , s. Guerrini , Nr. 491. 70 v —71 r >De modo recipiendi ad beneficia<, s. Guerrini , Nr. 495—498. 71 r —74 r Kapiteloffizium >De preciosa<, s. Guerrini , Nr. 504-508. 74 r —80 v Benediktionen. >De benedictione mense<, s. Guerrini , Nr. 509—510; (77 r ) >De collacione<, s. Guerrini , Nr. 513; >post completorium detur benedictio ...<, (77 v ) >Benedictio ad sermonem<; > Benedictio vestium profitencium<-, (78 r ) > Benedictio aque<, s. Franz , Benediktionen 1, S. 145—147; (80 r ) >Post aspersionem aque<, s. Guerrini , Nr. 571. 80 v -96 v >Principia antipbonarum incboandarum ab illo qui facit officium <. 96 v —98 v Modus dicendi versiculos. 98 v —117 r Kranken- und Sterberitus. >De communione infirmi<; (100 r ) >De extrema unctione<\ (105 v ) >De transitu fratris< mit Allerheiligenlitanei (106 r —109 r ), darin zum dominikanischen Grundstock im 15. Jh. nachgetragen: Tboma, Vincenti, Anna, Brigitta, Ursula, Barbara. Texte von einer Hand des 13. Jh's zum Teil adaptiert für den Gebrauch in einem Frauenkloster. 117 v —119 r > De modo recipiendi extraneos adsepulturam<. 119 v -128 v NACHTRÄGE (14. und 15. Jh.): (119 v -120 v ) Orationen für die von 1270 bis 1307 in den Ordenskalender aufgenommenen Heiligen sowie für Alban, Gallus und Maria; (121 r —123 v ) Psalmen 113 und 117; (123 v -124 v ) Capitula zu Martialis, 11000 Jungfrauen, Servatius und Barbara; (125 r —126 r ) Absolutionsformel für eine sterbende 176 st. peter perg. 84 st. peter perg. 85 Schwester, in der Oration genannt: Maria, Johannes d. Täufer, Antonius; (126 v — 128 v ) Capitula und Orationen zu den Festen Translatio Thomae de Aquino, Mariae Heimsuchung und Empfängnis; (128 v ) Oration zum englischen Gruß. St. Peter perg. 85 Mystisch-aszetische Sammelhandschrift, deutsch 112B1. ■ 22 X 17 • Dominikaner? • Oberrhein • Mitte 14. Jh. Lagen: 1 VI 12 , V 22 , IV 30 , VI 42 , V S2 , 4 VI 10 °, (V + I) 112 , Bl. 112 als Spiegel aufgeklebt. Reklamanten des Schreibers. Schriftraum 17 X 12, zweispaltig (110 r —111 r einspaltig), 31 (gelegentlich 30) Zeilen. Gotische Buchschrift von einer Hand, abgesehen von Bl. 110 r —11 l r (Textura formata). Übliche Rubrizierung, 105 v -109 v fehlend. Heller Lederband mit rotem Rücken, darüber brauner, ursprünglich vermutlich als Buchbeutel dienender Lederbezug mit Streicheisenlinien, der ca. 3 cm oberhalb der oberen Buchkante abgeschnitten ist. Eine der beiden Langriemenschließen noch komplett. Auf dem Vorderspiegel: Item an diesem fo(üch) stond C und XXXVI!II predig und leczen und sprücb an ges[chriben] (14. Jh.). Herkunft: Vermutlich gleiche Provenienz wie St. Peter perg. 102 (s. dort). 1781 von Abt Steyrer erworben. Mundart: niederalemannisch mit mitteldeutschen und — seltener - hochalemannischen Einflüssen. Literatur: L ängin , Nr. 94; E ttlinger, S. 637; S pamer, S. 29. Detaillierte Textanalyse der Hs. bei Spamer, S. 30—83, 278—304 (128 Einzelstücke) 1 ; vgl. auch Längin Nr. 94. l ra — 100 ra zusammenhängender MYSTISCHER 'MOSAIKTRAKTAT 1 ( Spamer , Nr. 1—123), einzelne Abschnitte nur durch Lombarden bzw. bescheidene flechtbandartige Zeilenfüller markiert. Der Mosaiktraktat enthält u.a. auszugsweise und zerstückelt die folgenden Predigten Meister Eckharts (Meister Eckhart, Die deutschen Werke, hg. u. übers, v. J.Quint , I—III, Stuttgart 1938-1976; Bd. IV noch nicht erschienen): Nr.2 (I, S. 21, 24-45), 7 (I, S. 116-118), 9 (I, S. 138, 144-147), 17 (I, S. 279, 281-288), 19 (I, S. 309, 312f, 318f), 20a (I, S. 322, 327, 329f), 21 (I, S. 353, 359-361), 26 (II, S. 19, 35), 31 (II, S. llOf, 118, 124), 32 (II, S. 126, 139), 34 (II, S. 156, 161, 164-166), 36a (II, S. 184, 189-191), 37 (II, S.205, 214), 43 (II, S.310, 325f), 44 (II, S. 331 f, 338-340, 1 Im folgenden einige Korrekturen fehlerhafter Angaben bei S pamer. E s muß lauten: S. 28, Z. 9f: XCVII, XCVIII, CV, CVII, CXII-CXXVIII; S. 43, Z. 1: f. 14 va -16 ra ; S. 59, Z. 22: f.40 vb -41 vb ; S. 62, Z. 21: f. 45 vb -46 rb ; S. 67, Z. 14: f. 69 va ; S. 72, Z. 21: 73 ra -73 va . 177 st. peter perg. 85 st. peter perg. 86 343), 45 (II, S. 353f, 361f, 364f, 367f), 47 (II, S. 389-400, 403f, 407-409), 49 (II, S. 422, 448), 53 (II, S. 525, 535), 55 (II, S. 572, 575-583), 60 (III, S. 4), 65 (III, S. 92, 95- 98), 70 (III, S. 181, 200), 71 (III, S.205, 223f, 228-230), 72 (III, S. 233, 252), 73 (III, S. 255, 267), 74 (III, S.271, 282), 78 (III, S.347f, 351 f), 80 (III, S.372, 380-382), 81 (III, S. 389f, 399-402, 314f), 86 (III, 472f, 481-485, 490-492). Die Eckhart-Texte werden von Quint, sofern nicht im Variantenapparat berücksichtigt, jeweils im Abschnitt „Handschriftliche Überlieferung" komplett nach dieser Hs. abgedruckt. — 7 vb -8 ra , 13 rb ~ va , 42 vb -44 ra Fragmente aus David von Augsburg, Die sieben Staffeln des Gebetes (hg. v. K. Ruh , München 1965, hier S. 55, Z. 154-162, S.61, Z. 339-344, S. 49-57, Z. 11-59, 89-138, 199-207). — Der Text des Mosaiktraktats geht vermutlich unmittelbar auf die gleiche Vorlage zurück wie der Text in Hs. St. Peter perg. 102 (s. dort). 100 ra ~ va >Hie vahet arte die VII gaben dez heiligen geistez<■ Die erste heizet wisheit ... Spamer , Nr. 124; Stammler 2, Sp. 780. — 100 v größtenteils leer. 101 ra -104 ra MEISTER ECKHART, Predigt Nr. 2 (Die deutschen Werke I, S. 21, 24-45). 104 ra_vb VON 5 ARTEN DER ARMUT. Cristus der sprichet: selig sint die arme des geistes ... — so enwere sü och beide nichtes nüt. Spamer , Nr. 126. 105 ra -108 va HIERONYMUS, VITA S. PAULI PRIMI EREMITAE, deutsch. Ez ist vil gezwifelet, wer alremeist ein anevang were der einsidelin leben ... Vgl. PL 23, 17—28. 108 va -109 vb VERBA SENIORUM, AUSZUG DEUTSCH. [S]yso; hiez ein abbet, den froget eyn brüder ... Vgl. PL73, 766—772 (Nr.44, 48, 49, 57, 67), 1029f (II, 2—V,3). Text bricht unten auf 109 vb ab. St. Peter perg. 86 Necrologium monasterii S.Petri in Nigra Silva • Genealogia fundatorum • Catalogus abbatum 3 (Pap.) +32 + 9 (Pap.) Bl. • 33 X 25 • St. Peter im Schwarzwald • 1497 Spiegel und erstes Vorsatz- sowie letztes Nachstoßblatt Papier mit Wz. der Basler Firma Düring, um 1750 (Expertise von G. P iccard ); die übrigen Papierblätter ohne Wz. (der Struktur nach zu schließen vermutlich älteres Papier): vorne ein Doppelblatt, hinten zwei Binionen (ungezählt). Lagen der Pergamentbl.: 3 IV 24 , (III + 2) 32 . Schriftraum 24 X 17. Zeilenzahl schwankend. Bastar- da von der Hand Peter Gremmelsbachs(P); mehrere Nachtragshände des 16.—18.Jh's; übliche 178 st. peter perg. 86 • st. peter perg. 87 Rubrizierung. Weißer Schweinslederband des späten 16. Jh's mit Streicheisenmuster und mehreren Rollenstempeln, 2 Schließen; im 18. Jh. neu gebunden (s. oben: Spiegel und Vorsätze). Herkunft: Sog. Necrologium minus von St. Peter, 1497 von Abt Petrus Gremmelsbach angelegt: 26 r > Anno inchoante incarnationis dominice millesimo quadringentesimo 90 septimo nos Petrus Gremmelspach divina provisione abbas huius loci haud sine magno conatu diligentiaque collegi- mus omnium fundatorum nostri cinoby (!) genealogiam ac vitam abbatumque singulorum nomina de hac lacrimarum valle(?) decessorum in laude ac honorificentia cunctigubernantis et remedium animarum eorundem <. Literatur: Ettlinger , S. 613; F. L. Baumann , in: FDA 14 (1881) 63-95; Grotefend. II/l, S. 86- 90; J.Mayer , Geschichte der Benediktinerabtei St. Peter auf dem Schwarzwald, Freiburg i.Br. 1893, S. 66 ff; MGH Necr. 1, S. 334-338: F. J. Mone , Quellensammlung zur badischen Landesgeschichte 1, Karlsruhe 1848, S. (61). l rv >DE HUIUS CENOBII ORIGINE, FUNDATIONE, IGNIS VORAGINE EIUSQUE RESTAURATIONE<. Dux igitur gloriosus Berchtboldus annalistische Aufzeichnungen Abt Gremmelsbachs mit einem Nachtrag von 1527. Druck: Baumann (s.o .), S.70— 75. 2 r -25 r NECROLOGIUM MONASTERII S. PETR1 IN NIGRA SILVA. Druck: Kalenda- rium bei Grotefend (s.o .), Nekrologeinträge in MGH Necr . 1, S. 334—338 (nicht vollständig), annalistische Aufzeichnungen bei Baumann (s.o.), S. 75—81, mit Ausnahme von 5 V : Abschrift einer deutschen Urkunde Petrus Gremmelsbachs von 1511. 25 v -26 r > NOMINA FUNDATORUM HUIUS LOCI MONASTERII S. PETRI IN NIGRA SILVA<; {26') Kolophon (s.o.). Druck: Baumann (s.o.), S. 82—86. 26 v -29 v CATALOGUS ABBATUM. Druck: Baumann (s.o.), S. 87-95. - 30 r -32 r leer. 32 v NACHTRAG (15./16. Jh.): In Cena Domini articuli. Item welcher anderschwa bych- tet on erlobung synes bychtvatters ... Liste von 30 Reservationen in der Art der sog. Abendmahlsbulle (vgl. LThK 1, Sp. 32). Kopie des Textes bei P.Gregor Baumeister, Annales I (Karlsruhe, Bad. Generallandesarchiv, 65/530a), Bl. 516 r -518 r . St. Peter perg. 87 Glossaria de diversis 106 Bl. • 34 X 23,5 • Lorsch (?) • 11. u. 14. Jh. 1 Lagen: I 2 (incl. ehem. Vorderspiegel), 4 VI 50 , (VI-1) 61 , 4 IV 93 , (IV-1) 100 , III 106 (incl. ehem. Hinterspiegel). Die Blätter 1 u. 2 gehören urspr. zur letzten Lage; Bl. 1 schließt an nach Bl. 101, Bl. 2 179 st. peter perg. 87 nach Bl. 105. Älterer Teil (Bl. 1-2, 62-106): Schriftraum 26 X 18. 2 Spalten, 41 Zeilen. Schrägovale Minuskel von 2 Händen (1.: l ra " vb , 101 ra -105 rb ; 2: 62 ra -100 va , 2 ra ~ vb , 105 va -106 vb ) und Nachträge im wesentlichen von Hand 2. Rote Capitalis-Initialen und Uberschriften - diese meist in Rustica-Schrift. Jüngerer Teil (Bl. 3-61): Schriftraum 27,5 X 18. 2 Spalten, 49 Zeilen. Textura von einer Hand. An den Blatträndern Korrekturen und Ergänzungen von mehreren Händen des 14. Jh's. Rote und blaue Lombarden mit anspruchslosem Fleuronnee, jeweils in der Gegenfarbe; 3 ra etwas aufwendiger, mit blau-rot abgesetzten Buchstabenschäften und Grätenstab. Blaue und rote Rubrikzeichen. — Heller Lederband des 14. oder 15. Jh's mit je 5 Messingbuckeln. Am Hinterdek- kel oben schwere dreigliedrige Kette mit Ring. Auf dem Vorderdeckel Titelschild [E x]posiciones terminorum biblie (14./15. Jh.). Die Riemen der Schließen wurden 1977 erneuert. Herkunft: Der ältere Teil nach Hartmut Hoffmann, München, vermutlich aus Lorsch: „zwei Lorscher Hände ... die in den Umkreis der Oudalricus-peccator-Gruppe gehören ... und somit etwa um die Mitte oder im 3. Viertel des 11. Jh's anzusetzen sind" (freundliche briefliche Mitteilung; vgl. auch B. Bischoff , Lorsch im Spiegel seiner Handschriften, München 1974, S. 59f, 124). Die Hs. könnte zum Buchbesitz der Brüder de Goch in Erfurt gehört haben (s. Einleitung, S. XXVII). Kette und Messingstollen sehr ähnlich wie bei St. Peter perg. 2. 3 r oben Erwerbungsvermerk des Abtes Steyrer von 1781. Literatur: A. Holder , Die althochdeutschen Glossen aus St. Peter, in: Germania 22 (1877) 392- 406, hier S. 404-406; E. Steinmeyer u. E. Sievers , Die altdeutschen Glossen 4, Berlin 1898, S. 409f; Längin , Nr. 18; Ettlinger , S. 639; U. Bliesener , Die hochdeutschen Wörter in altsächsischen Glossaren, Masch. Diss., Frankfurt/M. 1955, S. 9-11. l ra —2 vb siehe 101 ra . 3 ra -57 vb GLOSSARIUM LATINUM. A littera ideo in omnibus Unguis est prior, quod ipsa nascentium vocem aperit... — (57 va ) Zozimus dicitur vivax, vividus; Papias. O deus o Criste, quoniam Uber explicit iste. 57 va-vb Nachtrag, gehört zu 12 rb . Das Glossar schöpft vor allem aus dem Vocabularius des Papias und Isidors Etymologiae. Die Bezeichnung „Auszug aus dem Liber glossarum" (vgl. Längin, Nr. 18, S. 160 und H. Use- ner, Kleine Schriften 2, Leipzig 1913, S. 246, Anm. 6) ist unzutreffend. — 58 r —61 v leer. 62 ra -82 vb GLOSSARIUM BIBLICUM. > Glosae divinorum librorum. De prologo libri Genesis<. Prologus prelocutio, proemium id est inicium dicendi ... Bresith hebraice, genesis grece, generatio latine ... - IIII animalia et evangeliste, Seniores viginti IUI. Amen. Stegmüller, RB, Nr. 9434 (nur diese Hs. genannt). 82 vb -94 rb GLOSSARIUM DE DIVERSIS. (-83 va ) >De virtutibus apostolorum<. Pelvis, label; Basis, stollo ..., (83 va -84 rb ) > De sancto Martino<. Sceda, aepistula-, Promere, disserere ..., (84 rb ) > De sancto Sebastiano<. Divortia, discidia-, Pirata, navalis predatio ..., (84 rb-vb ) > De sancto Dionisio<. Bitalissi more, talassis; Elladis, attica provincia ..., (84 vb -85 rb ) > De pastorali<. Delitiscendo, latendo-, Allegationisbus ..., (85 rb_va ) > De 180 ST. PETER PERG. 87 regula sancti Benedicti abbatis<. Monachus, singulariter vivens (85 va-b ) > De dialo- go<. Gregorius vigilans interpretatur ..., (86 ra-b ) >... capitula Legis ribuariae<. Trustis, adiutorium-, Tres discessiones ..., (86 rb —87 va ) > De voce<, > De littera<, > De syllaba<, > De pedibus< etc. Secundum Priscianum philosophi dicunt vocem esse aerem tenuissi- mum ictum (87 va -89 rb ) > Incipit Ars Donati ...<. Incipit est verbum et est compositum ..., (89 rb -93 vb ) De Prudentii Carminibus. Aurelius dicitur ab aureo elio (93 vb —94 r ) >De Sedulio<. Obiurges, increpas; Linter, navis ... Stegmüller , RB, Nr. 9435 (nur diese Hs. genannt). 94 va -100 va GLOSSARIUM de diversis auctoribus. Satyra proprie dicitur scutella Omnibus ciborum generibus referta ... — caneo, -es; Sedo, -as; Sordeo, Sordido. Stegmüller, RB, Nr. 9436 (nur diese Hs. genannt). 62 ra —99* ALTHOCHDEUTSCHE UND ALTSÄCHSISCHE GLOSSEN, teils im Text, teils als Nachträge des 11. Jh's am Rande und vor allem interlinear. Ediert von A. Holder in: Germania 22 (1877) 392-406; E. Steinmeyer u . E. Sievers , Die Altdeutschen Glossen 1-4, Berlin 1879-1898 (Übersicht in Bd. 4, S. 409f) und E. Wadstein , Kleinere altsächsische Sprachdenkmäler, Norden 1899, S. 73—87. Literatur zusammengestellt bei R. Bergmann , Verzeichnis der althochdeutschen und altsächsischen Glossenhandschriften, Berlin 1973, Nr. 324; ergänzend s.a. Längin , Nr. 18 (Nachträge, hier besonders U. Bliesener (s . oben), S. 9-11, 18, 43-65, 114f). — 62 r -99 va zahlreiche ergänzende lateinische Glossen und Erläuterungen, teils interlinear, teils marginal, von der gleichen Hand wie die deutschen Glossen, teilweise umfangreichere Texte: 62 r oben Glossae in voces bibliae ( Stegmüller , RB, Nr. 9433, nur diese Hs. genannt), 65 r , 69 v —70 r , 81 r , 97 r De Syllogismo, 97 r De Boethio. 101 ra -106 vb , l ra -2 vb INTERPRETATIONES NOMINUM HEBRAICORUM: Aaron bis Bethsaida (piscina), nach Hieronymus (Bl. 1 hat seinen richtigen Platz nach 101, Bl. 2 nach 105). >In nomine domini nostri Ihesu Christi, in hoc corpore continentur Glose, idem interpretationes sermonum ...<. >... incipit Uber sancti Eusebii Hieronymi presby- teri super bebraica nomina ...<. (Prol:) Eusebius qui a beato Pamphilo martyre ... Stegmüller , RB, Nr. 3304. (101 rb Prol.:) Philo vir disertissimus ludeorum ... Stegmüller, RB, Nr. 3305. (101 va ) >Incipiunt glose translate ab Eusebio Hieronymo ...<. Aaron mons fortitudinis, Abarim Möns in quo mortuus est Moyses ... — unde et nomen accepe- runt. Hauptsächlich Auszug aus Hieronymus, Liber de situ et nominibus locorum hebrai- corum ( Stegmüller , RB, Nr. 3304; Lambert II, Nr. 202), und Liber interpretationis hebraicorum nominum ( Stegmüller , RB, Nr. 3305; Lambert II, Nr. 201). 181 st. pet erperg. 88-9 1 St. Peter perg. 88-91 Vetus Testamentum, 4 Bände 200, 174, 176, 1 + 250 Bl. • 43,5 X 31,5 • 14. Jh. Lagen: Nr. 88: V 10 , 3 VI 46 , V 56 , 7 VI 140 , V 150 , VI 162 , V 172 , 2 VII 200 ; Nr. 89: 14 VI 168 , III 174 ; Nr. 90: 14 VI 168 , IV 176 ; Nr. 91: 20 VI 240 , V 250 . Kustoden in Nr. 88, Reklamanten in Nr. 89-91. Schriftraum 27 X 19,5; 2 Spalten, 32 Zeilen. Textura von mehreren Händen. Rot-blaue Seitentitel. Blaue und rote Lombarden mit Fleuronnee in der Gegenfarbe. Qualitätvolle Prachtinitialen mit sehr fein strukturiertem Fleuronnee; die meist treppen- oder zickzackförmig blau-rot abgesetzten Buchstaben mit weißkonturierten fünfblättrigen Blütenrosetten und ausgespartem Kleeblatt-Dekor. Die von den Initialen ausgehenden Grätenstäbe laufen in gebündelten feinen Linien aus, die teilweise mit kleinen blauen oder roten fünfblättrigen Blüten besetzt sind — diese häufig auch Bestandteil des Fleuronnees (meist blau in der Gegenfarbe zum roten Fleuronnee). — Braune Lederbände des 15. Jh's mit je 5 schweren Messingstollen (mit Lilienmotiv) auf beiden Deckeln und Langriemenschließen. Blindstempel teilweise in Anlehnung an das Initialdekor (Blütenrosette, Kleeblatt) gefertigt. Libri catenati, von den Ketten jedoch nichts erhalten. Auf den Vorderdeckeln je ein Titel- und Signaturschild, beides vermutlich noch 15. Jh. Die Signaturen: A 1 (Nr. 88), A 3 (Nr. 89), A 4 (Nr. 90), A ... (Nr. 91). Auf den Vorderspiegeln bzw. den ehem. Vorderspiegeln die Signaturen AN5-AN8 (17. Jh.). Auf dem Rücken von Nr. 88-90 Titel-, Signaturschild und Bandzählung aus St. Peter (s. Einleitung, S. XXIX f), die Signaturen nicht mehr lesbar. Nr. 88 u. 91 wurden 1970 restauriert. Beide Bände erhielten neue Perg.-Vorsatzbl., Nr. 91 außerdem neue Perg.-Spiegel, (die alten abgelöst), Schließenriemen u. neuen Einbandrücken. Auf dem Vorsatzbl. von Nr. 91 verso aufgeklebter Perg.-Streifen (Schriftraum 36 X 5 cm) beidseitig mit Fragmenten von Lektionen des Anto- nius-Offiziums aus dem Epilog von BHL 592, ediert von G. Abate in: II Santo. Rivista Antoniana ... 9 (1969) 166-189, hier S. 188f. Herkunft: Auf dem hinteren Spiegel der Bände 89-91 Ad minores in Phorczheym (15. Jh.). In Nr. 90 unmittelbar unter der Signatur AN7 Franciscanorum Friburgi Brisgoiae 1648. In jedem der Bände oben auf l r Besitzeintrag von St. Peter aus dem Jahr 1757. Steyrer erwarb die Hs. 1757 von den Freiburger Franziskanern (s. Ettlinger , S. 625). Literatur: Ettlinger, S. 625. VETUS TESTAMENTUM, BD. I-IV. I (Nr. 88): 8 ra -45 vb Gn, 47 ra -77 vb Ex, 78 rb -100 ra Lv, 101 rb -132 rb Nm, 133 va -160 vb Dt, 161 va -179 rb los, 179 va —198 ra Idc, 198 ra -200 rb Rt. Vor jedem Buch Capitula. Prologe: S tegmüller , RB, Nr. 284 (l ra -6 ra ), 285 (6 ra_vb ), 311 (160 vb -161 rb ). II (Nr. 89): 2 va -l 12 ra I-IV Rg, 114 rb -174 ra I, II Par. Prologe: S tegmüller , RB, Nr. 323 (l ra -2 va ), 327 (112 rb -l 13 ra ). 182 st. peter perg. 88-91 st. peter perg. 92 III (Nr. 90): 2 ra -10 va I Esr, 10 va -23 va Ne, 23 va -37 rb II Esr, 37 vb -46 vb Tb, 47 ra -58 vb Idt, 59 ra -70 rb Est, 72 vb -95 rb lob, 97 ra -115 va Prv, 115 vb -122 rb Ecl, 122 rb -125 vb Ct, 126 ra - 139 ra Sap, 139 va -176 vb Sir. Vor lob Capitula. Prologe: Stegmüller , RB, Nr. 330 (l ra -2 ra ), 5190 (37 rb " va ), 332 (37 va_vb ), 335 (46 vb - 47 ra ), 341 (58 vb -59 ra ), 342 (59 ra ), 344 (70 rb -71 va ), 357 (71 va_b ), 350 (71 vb -72 ra ), 456 (95 rb -96 ra ), 455 (96 ra ~ b ), 457 (96 rb ~ vb ), 468 (125 vb -126 ra ). IV (Nr. 91): l va -42 ra Is, 42 rb -90 ra Ier, 90 ra -95 vb Bar, 96 ra -100 ra Lam, 100 va -143 va Ez, 144 vb —161 vb Dn, 162 ra -167 vb Os, 168 va —170 vb Ioel, 171 rb -175 vb Am, 176 va -177 ra Abd, 177 va —179 ra Ion, 179 va -182 vb Mi, 183 va -185 ra Na, 185 va -187 va Hab, 187 vb -189 va So, 190 ra —191 va Agg, 192 rb -199 va Za, 200 ra -202 ra Mal, 202 rb -250 vb I, II Mcc. Prologe und Argumenta: Stegmüller , RB, Nr. 482 (l ra_va ), 480 (l va ), 487 (42 ra_b ), 492 ( 10o ra - va ), 494 (143 va —144 vb ), 500 (161 vb ), 504 (161 vb -162 ra ), 510 (167 vb -168 ra ), 5208 (168 ra ), 509 (168 ra_b ), 511 (168 rb_va ), 515 (170 vb -171 ra ), 512 (171 ra ~ rb ), 519 (176 ra " b ), 517 (176 rb ), 516 (176 rb_va ) 524 (177 ra_va ), 522 (177 va ), 5-26 (179 ra ), 525 (179 ra_va ), 528 (183 ra_va ), 527 (183 va ), 530 (185 ra_va ), 529 (185 va ), 534 (187 ra_va ), 532 (187 va_b ), 538 (189 va -190 rb ), 535 (190 rb ), 539 (191 va —192 ra ), 540 (192 ra_b ), 543 (199 va_b ), 545 (199 va - 200 ra ), 551 (202 ra_b ). St. Peter perg. 92 Thomas le Myesier, Breviculum ex artibus Raimundi Lulli electum 45 Bl. ■ 34,5 X 28 • Nordfrankreich (?) • nach 1321 Lagen: I 2 , (I + l) s , I 7 , (I + l) 10 , (1 + l) 12 , (VI + l) 25 , (I + l) 28 , (V + l) 39 , 3 I 45 . Bl. 8 verbunden, gehört zwischen die Bl. 9 und 10. Das kopfstehende Doppeibl. 44-45 jetzt in die richtige Position gebracht. Bl. 44 früher als Spiegel verwendet. Mittelalterliche Foliierung al—alllll (= 30—34). Foliierung des 16.-17. Jh's: 1-12 (= 1-12 nach heutiger Zählung), 16-38 (= 13-35), 40-43 ( = 36-39), 55-58 (= 40-43), 61 {= 44); es fehlen also mindestens 17 Bl. (teilweise Textverlust). Schriftraum und Zeilenzahl unregelmäßig, häufig 2 Spalten. Textura von einer Hand. Übliche Rubrizierung. Rote und blaue Lombarden mit Fleuronnee in der Gegenfarbe. Einige Zusätze von der Hand des Thomas le Myesier (7 r , 38 v ). l v —12 r 12 ganzseitige Miniaturen von hervorragender Qualität, vermutlich aus einem nordfranzösischen Atelier stammend: Darstellung der Vita Raimundi (genaue Beschreibung bei B rambach, R ubio und H illgarth, s.u . Literatur). Im Textteil verschiedentlich graphische Darstellungen zur Verdeutlichung des Inhaltes, bes. bemerkenswert 28 v . 183 st. peter perg. 92 Brauner Lederband, 1973 hergestellt unter Verwendung der Spiegel und Vorsätze des früheren Halbpergamentbandes (Wz. der Vorsatzblätter: ähnlich wie Piccard , Kreuz II, Nr. 708, Freiburger Papier aus der ersten Hälfte des 18. Jh's). 1982 Hs. ausgebunden für geplante Faksimilierung. Herkunft: vermutlich aus Nordfrankreich (s. Miniaturen), entstanden 1321 oder kurz danach. Gedrängte Darstellung von Leben und Werk des Raimundus Lullus durch dessen Schüler Thomas le Myesier, Kanoniker von Arras, im Auftrag der französischen Königin (vgl. 13 r ), vermutlich Johanna von Burgund-Artois, Gemahlin Philipps V. Zu Einzelheiten bezüglich Herkunft und Datierung vgl. Hillgarth (s.u.), S. 172—185. 29 v Randbemerkung von einer Hand des 16./17. Jh's (NB. Dißes kommt mit dem getruckten nicht an allen orten uberein), belegt Aufenthalt der Hs. im deutschsprachigen Raum. V verschiedene Schenkungs- und Kaufvermerke: Cuffe 20, Hand des 15. Jh's, möglicherweise die jüdische Familie Coffe in Murviedro (Sagunto) betreffend (vgl. A. Chabret , Sagunto, su historia y sus monumentos 2, Barcelona 1888, S. 334, 348 u. 422-429 und R. Beer . Handschriftenschätze Spaniens, Wien 1891, S. 420); ex bibliothocha (!) s. se- guntini (Sigüenza?) Hand des 16. Jh's; Guillelmi Sacheri (nicht Facheri, wie allgemein in der Literatur zu lesen) qui me dono dedit A.R.P. Des Fontaines (Hand des 17./18. Jh's); Anno 1736 emit Ulricus Abbas S. Petri in Nigra Sylva a Domino Doctore a Weigel nostro Consulente (vgl. dazu J.Mayer , Geschichte der Benediktinerabtei St. Peter auf dem Schwarzwald, Freiburg i.Br. 1893, S. 140; zu J. A. Weigel oder Weigelsberg s. F. Schaub , Die Matrikel der Universität Freiburg i.Br. von 1656-1806, Bd. 1, Freiburg i.Br. 1955, S. 269 Nr. 93). Hs. erwähnt bei M. Gerbert , Iter Alemannicum, St. Blasien 1765, S. 383 f und im Tagebuch des Abtes Ignaz Speckle, bearb. von U. Engelmann , Teil 1, Stuttgart 1965, S. 59. Literatur: Ettlinger , S. 617 und 641; Beer , Initial und Miniatur, Nr. 51; W.Brambach , Des Raimundus Lullus Leben und Wirken in Bildern des 14. Jh's, Karlsruhe 1893; J. Rubiö , El Brevi- culum i les miniatures de la vida d'en Ramön Lull de la Biblioteca de Karlsruhe, in: Butleti' de la Biblioteca de Catalunya 3 (1916) 73—89; R.D.F. Pring-Mill , The trinitarian world picture of Ramon Lull, in: Romanist. Jahrbuch 7 (1955/6) 230-232, 247, 250-254; ders., Grundzüge von Lulls Ars inveniendi veritatem, in: Archiv f. Gesch. d. Philosophie 43 (1961) 244 ff und 263-266; J.N. Hillgarth , Ramon Lull and Lullism in forteenth-century France, Oxford 1971, bes. S. 162 ff und 446 ff (mit Abb. der Miniaturen); ders., Tomas le Myesier: La primera sintesis lulista, in: Estudios Lulianos 16 (1972) 113-123. V Intentio quare feci fieri picturam subsequentem ... — existente domina, pro qua cantilenam facere volebat. Druck: Rubiö (s.o .), S. 82—84. 1 v —12 r MINIATURENZYKLUS ÜBER LEBEN UND LEHRE DES RAIMUNDUS LULLUS. Vgl. Abb. 10 u. Hillgarth (s.o .), Tafeln I—XII; Transskription der sprechblasenartigen Texte ebd., S. 449-461. - 2 v -3 r , 4 V , 5 v -6 r , 7 V , 8 V , 9 r , 10 v -ll r , 12 v -13 r leer. 13 v -44 r BREVICULUM EX ARTIBUS RAIMUNDI ELECTUM. >Incipit breviculum ex artibus Remondi electum, ad preceptum regine Francie et Navarre sublimatum< (13 v ) Plan des Werkes; (14 v -27 r ) >Pars dispositiva antecedens<, Auszüge aus THOMAS LE MYESIER, INTRODUCTIO IN ARTEM REMUNDI; (28 v -39 v ) Auszüge aus 184 st. peter perg. 92 st. peter perg. 93 RAIMUNDUS LULLUS, ARS BREVIS; (40 r -43 v ) >Succursus artis<, fragmentarisch (Textverlust); (44 v ) Drehbare Scheibe (fehlt heute) mit Begleittext aus der ARS BREVIS. Genaue Analyse des Textes mit Quellennachweisen bei Hillgarth (s.o .), S. 447—448. — 27 v -28 r und 44 r u. 45 rv leer. St. Peter perg. 93 Psalterium cum commentario 1 (Pap.) + 230 Bl. • 27,5 X 19 ■ Südwestdeutsch • 13. Jh. 1 Lagen: Quaternionen, das erste Blatt der 1. u. das letzte der letzten Lagen fehlen (hinten Textverlust). Wz.: Got. P (Pap.-Vorsatzbl.), Ostfrankreich/Burgund, 1462-1468 ( P iccard , Expertise). Schriftraum 18 X 16; 16 (Psaltertext) u. 40-44 Zeilen (Kommentar), 3 Spalten; gotische Minuskel in 2 Schriftgraden von einer Hand. Kommentar teils interlinear, teil marginal in 2 Kolumnen rechts u. links des Psalmtextes, den Schriftraum häufig überschreitend. Text der Kommentarspalten nicht fortlaufend, sondern mit unterschiedlichen Spaden. Nachtragshand (l r , 3 r u. öfter) wenig später. Psaltertext rubriziert. Rankeninitialen in Gold und Silber (dieses oxydiert) mit Palmetten u. Drachen; die meist rechteckigen Hintergründe jeweils blau und grün, die Buchstaben mit roten Einfassungslinien bzw. rotem Dekor (3 r , 34 v , 54 r , 72 r , 73 r , 94 v , 104 v , 143 v , 167 v ). Brauner Blindstempelband, um 1470 (s. Wz.), gleiche Werkstatt wie Hss. Karlsruhe, St. Blasien 5 u. 6; Rosette wie S chunke, S. 259, Nr. 248 („Basler Artistenfakultät"); vorn oben Halterung für Kette, 7 Buckel von ursprünglich 10. Bei der Restaurierung im Jahre 1935 wurden Rücken und Langriemenschließen erneuert und neue Spiegel u. Vorsatzbl. eingefügt. Herkunft: Anhaltspunkte für die Lokalisierung bieten die Zierinitialen (stilverwandt mit schwäbischer Buchmalerei Zwiefaltener Prägung) und der Einband. Offenbar ist bei der Restaurierung der Besitzeintrag aus St. Peter von 1764 verlorengegangen. Literatur: E ttlinger, S. 627. l v -230 v PSALTERIUM CUM COMMENTARIO. (l v —2 V Prol.:) Prophetia est inspiratio divina, que eventus rerum vel per facta vel per dicta inmobili veritate pronuntiat... — psalterium de superiori parte procedit. (3 r Text:) Liber iste intitulatur liber ymnorum vel soliloquiorum. Ymnus laus est dei cum cantico ... Primus psalmus ideo videtur carere titulo ... Primus psalmus bipartitus est, de beato viro et de ultionibus iniquorum ... — (214 v ) que non auribus, sed pura mente advertitur. — (214 v —230 v ) Cantica Veteris testamenti et Symbolum Athanasianum (227 r —230 r ), beides ebenfalls mit Kommentar. (214 v ) > Canticum Isaie<. Prophetavit Isaias, quod deus per- cuteret flumen Egipti (227 r ) >Fides catholica<. Hec ratio fidei catholice traditur et in veteribus codicibus ... 230 v bricht der Text innerhalb des Benedicite ab. Der Prolog des Psalterkommentars beginnt wie Stegmüller , RB, Nr. 10396; Der Kommentartext weit- 185 st. peter perg. 93 st. peter perg. 94 gehend in enger Anlehnung an Petrus Lombardus (PL 191, Sp. 55—1296). Die Zierinitialen markieren die liturgische Psaltereinteilung. NACHTRÄGE: V >Canticum David<. Pusillus eram inter fratres meos ... Ed. in: Biblia sacra iuxta latinam vulgatam versionem 10, Appendix, Roma 1953, S. 299. 3 r Walther, Proverbia, Nr. 14699. St. Peter perg. 94 Novum Testamentum 2 + 156 + 3 (Pap.) Bl. • 28 X 20 • Mitte 15. Jh. ■ Niederlande Lagen: (II—1) 11 (incl. Vorderspiegel), 19IV 1S2 , II 156 . Nach B1.56 fehlen offenbar 2 komplette Lagen. Schriftraum 19,5 X 13; 2 Spalten, 40 Zeilen. Bastarda formata von einer Hand. Bl. 2 v -70 r an den Rändern von wenig späterer Hand eusebianische Kapitelzählung sowie Angabe von Parallelstellen entsprechend der Kanontafeln des Eusebius (vgl. Novum testamentum graece, ed. E. N estle et al., Stuttgart 1979, S. 34 * f, 73 *-78 *. Rubriziert, rote und blaue Lombarden; größere Fleuronneeinitialen, meist mit knollen- oder lanzettförmigem Blattwerk, gelegentlich mit größeren Blütenrosetten (2 V , 71 r , 98 v , 117 r ). Pergamentband des 16./17. Jh's. Auf dem Rücken Titel- u. Signaturschildchen (A.IV. 10) aus St. Peter (s. Einleitung, S.XXIXf), außerdem der Eintrag C. Herkunft: 64 r u. 65 v Anweisungen an den Lektor für die Tischlesung. F Dit boeck is heergecoemen van Fecko Meyma, die gelieft heft Anno 1431 (16. Jh.). Aufgrund des Initialschmucks und der Schrift dürfte die Hs. im Gebiet des heutigen Belgien entstanden sein. 1755 wurde sie von Ph. J. Steyrer erworben. Literatur: E ttlinger , S. 624. l ra -156 vb NOVUM TESTAMENTUM. 2 va -24 ra Mt, 24 va -37 va Mc, 38 ra -56 vb Lc (bricht cap. XX, 47 ab), 57 ra -70 rb Io (beginnt mit Cap. V,25), 71 rb -79 vb Rm, 79 vb -93 rb I, II Cor, 93 rb -95 vb Gal, 96 ra -98 va Eph, 98 vb -100 va Phlm, 100 vb -102 va Col, 102 vb -105 va I, II Th, 105 va -109 rb I, II Tim, 109 rb -110 ra Tit, 110 rb_va Phil, 110 vb -116 vb Hbr, 117 ra —137 vb Act, 138 ra -140 ra Iac, 140 rb -143 vb I, II Pt, 143 vb -146 rb 1-111 Io, 146 va -147 ra lud, 147 ra - 156 vb Apc. Prologe und Argumenta: Stegmüller , RB, Nr.: 595 (l ra ~ va ), 601 (2 ra ), 590 (2 rb-va ), 607 (24 ra ~ va ), 620 (37 va —38 ra ), 670 (70 va -71 rb ), 677 (71 rb ), 685 (79 vb ), 700 (87 vb ), 707 (93 rb ), 715 (96 ra ), 728 (98 va " b ), 736 (100 va ), 747/748 (102 va ), 252 (104 va ), 765 (105 va ), 772 (107 vb ), 780 (109 rb ), 783 (110 rb ), 793 (110 va_vb ), 640 (116 vb -117 ra ), 809 (137 va -138 ra ). 186 st. peter perg. 95 St. Peter perg. 95 Psalterium 294 Bl. • 18 X 11,5 • Dominikanerinnen • Freiburg i.Br.(?) • 14. Jh. Lagen: 12 VI 144 , (V + 1) 1S5 , 11 VI 287 , (I + 5) 294 ; teilweise Reklamanten. Schriftraum 14/15 X 7/8. 15 Zeilen, ab 182 r 16 Zeilen. Textura von zwei Händen: 1. l r -182 r , 2. 182 r -293 r , die zweite Hand verschiedentlich auch als Korrekturhand im ersten Teil. Nachtragshand des 15. Jh's 293 r und auf den Rändern. Übliche Rubrizierung (von einer Hand). Rote und blaue Lombarden, an den Psalmanfängen mit Fleuronnee in der Gegenfarbe. Hauptteilungsstellen des Psalte- riums durch 4—6zeilige rot-blaue Fleuronnee-Initialen hervorgehoben. Verschiedentlich Quadratnotation auf vier roten Linien. Heller Lederband der Zeit mit diagonalen Streicheisenlinien. Bei Restaurierung 1973 Rücken und zwei Schließen erneuert; alte Schließenhalterungen sowie die Rük- kenschilder aus St. Peter (darunter rhombisches Signaturschild A. VI. 14) noch vorhanden. Herkunft: Nach Schrift, Buchschmuck und Litanei aus dem 14rjh., wobei letztere nach Freiburg weist. Die deutsche Rubrik >ziustag metti< (75') deutet auf Bestimmung für ein Frauenkloster (Adelhausen?). 8 V : 1659 Diessen psalter verehr ich Sch. Margarit Martini der Sch. Anna Maria Marcckbdorfferin zu einem band, das er sol im Kloster Adelhaussen bleiben. Laut Vermerk auf dem Vorderspiegel von Ph. J. Steyrer 1754 erworben. Literatur: Ehrensberger , S. 9 Nr. 41; Ettlinger , S. 623. l r -285 r PSALTERIUM FER1ATUM, Cursus romanus. Eingeschobene Teile des Ordina- rium Officii mit Notation. Unter den Antiphonen auch die Reihe Pro fidei meritis, AH 17 Nr. 1. (l r -265 r ) Ps 1-150; (265 r -278 r ) Laudes-Cantica; (278 r -285 r ) Magnificat, Bene- dictus, Nunc dimittis, Quicumque, Pater noster, Credo, Te Deum. 285 r -293 r ALLERHEILIGENLITANEI mit Preces, dominikanischer Grundstock, ein- schließl. Thomas von Aquin. Von anderer Hand zweite Anrufung zu Agnes eingefügt. Nach der üblichen Heiligenreihe folgen (287 v -288 v ) Odilia, Theodore, Blasi, Leonarde, Jacobe, Arbogaste, Appolinaris, Judoce, Christofore, Panthaleone, Batte ( = Beat), Alexi, Erasme, Einbatte{\), Materne, Frideline, Sigmunde, Victor, Merkeline(!), Policarpe, Noffrie(\), Kaspar, Melchior, Balthazar, Christiana, Georgi, Justina, Magnus, Ignaci, Eufrasina, Dorothea. Zu Einbeth (hier als männlicher Heiliger angerufen!) und ihrer Verehrung in Adelhausen vgl. M.Barth , in: Archiv f. elsäss. Kirchengesch. 11 (1936) 78 f. (293 r ) Nachgetragene Oration zu Vinzenz Ferrer. - 293 v —294 v leer. 187 st. peter perg. 96 St. Peter perg. 96 Psalterium 254 Bl. (davon 6 Pap.) • 9,5 X 7 • 14. Jh. Papierbl.: 1-1 bis, 154, 251-253. Lagen: I lbis , I 3 , 6 VI 75 , (V + l) 86 , 3 VI 122 , (VI- 1 + l) 134 , VI 146 , (VI + l) 159 , (V + l) 170 , 2 VI 194 , V 204 , 2 (11 + l) 250 , II 253 (letztes Bl. als Spiegel). Schriftraum im Corpus der Hs.: 6,5 X 4,5. 15 Zeilen. Textura von einer Hand mit Ausnahme von mehreren Nachträgen und Zusätzen (15.-16. Jh.). Übliche Rubrizierung. Rote und blaue Lombarden, an den Psalmanfängen vergrößert und mit Zierstäben versehen. Hauptteilungsstellen des Psalteriums durch rotblaue Fleuronneeinitialen und Zierleisten hervorgehoben. Brauner Lederband der Barockzeit mit Rollen- und Plattenstempeln. Rücken und beide Schließen 1971 erneuert. Herkunft: Nachträge sprechen für spätere Benutzung in einem schwäbischen Frauenkloster. Auf dem vorderen Spiegel von einer Hand des 17./18. Jh's: Monasterii S.Petri in Hercynia, von anderer Hand: scriptum seculi XI vel XII. Rückenschilder aus St. Peter erhalten, darunter rhombisches Signaturschildchen B VII 2. Literatur: Ehrensberger , S. 9 Nr. 10; Längin , Nr. 58; Ettlinger , S. 640. V- lbis v Nachtrag (17. Jh.): >Collecta<, 2 Orationen zum hl. Geist, darunter auch Bruylants 2, Nr. 312; (l v ) > Antiphona< zu Epiphanie; ( 1 bis 1 ") >Responsorium in die Pasee <. Cum rex gloriae Christus. 2 r Deutsche Notizen (15. Jh.), unleserlich. 2 r -3 v DEUTSCHES GEBET (Nachtrag, 15. Jh.): Dis nachgeschriben gebett haut die heylige Rywerin Maria Magdalena gebettet ... alß man das findt ingehauen in den stain des grabs, darin yr haylger lyb vergraben und verborgen lygtt. Sprich dis gepett mit an- dacht dines herzens: (2 V ) O du min ainiger und ewiger Gott. Treyst mich hütt o min Herr und min Gott, dann du bist alain min troust ... (Mundart schwäbisch). 4 r —248 r PSALTERIUM FERIATUM, Cursus romanus. Unter den Antiphonen auch die Reihe Pro fidei meritis, AH 17 Nr. 1. (4 r —227 v ) Ps 1-150, am Rand von späterer Hand bis 136 v numeriert, (6 r ) lat. Randnotiz zur Auslegung von Ps 4 (15. Jh.); (241 r -248 r ) Magni- ficat, Benedictus, Nunc dimittis, Quicumque, Credo, Te Deum. 248 v —249 v Nachtrag (15. Jh.): Marianische Antiphonen für die Weihnachtszeit, Hes- bert , Nr. 3985, 1563, 4441, 4669, 2941, 2523, 1862, 2498. 249 v —250 r Nachtrag (15. Jh., gleiche Hand wie 2 r —3 V ): Deutsches Gebet O Herr Jesu Christa, ich arme Sünderin ermanen dich hütt dines eilenden, betrüpten und schmerzlichen ussgangs .... — 250 v —25 l v leer. 188 st. peter perg. 96 st. peter perg. 97 252 r Deutscher Sinnspruch (16. Jh.): O mensch tu was dich Got lert und mid was er dir wert, so hast du das himelreich hir und dort. — 252 v —253 leer. St. Peter perg. 97 Kollektar 19 + 22 (Pap.) Bl. • 20,5 X 15,5 ■ Dominikanerinnen - Colmar, Unterlinden • 16. Jh. 2 u. 17. Jh. Doppeltes Kopert. Innere Hülle (nur zur Hälfte erhalten): Pergamentbl. 16 X 24 cm, 2-spaltig beschrieben, rotundaartige Minuskel des 12. Jh's, Fragment eines Homiliars mit Ausschnitten aus PS.-AUGUSTINUS, SERMO APP. 132, 2-3 (PL 39, 2007-2008) und 135,4-5 (PL 39, 2012- 2013). Äußere Hülle: Pergamentbl., 40 X 24,5, 2-spaltig beschrieben, Textura des 14. Jh's 1 , Hufnagelnotation auf 4 schwarzen Linien, Invitatoriumspsalm 94 im 2. und 7. Kirchenton. Vorne aufgeklebtes Papierschild (jetzt abgelöst): Theatrum Musicale, opus postkumum Authore Bartholo- maeo Trabattone (vgl. MGG 13, Sp. 606 und RISM 8, Nr. T 1065 f), Baßus (Hand des 17. Jh's 2 ). Weitere Makulatur: 3 Perg.fetzchen aus Brevierhss. des 14. und 15. Jh's. Koperte 1972 abgelöst und unter der Signatur St. Peter perg. 97a gesondert aufgestellt, Hs. mit neuem Ledereinband versehen. Herkunft: Aus dem Dominikanerinnenkloster Unterlinden in Colmar, vgl. Kommemorationen 3 r -5 r (vgl. St. Peter perg. 84, 125 r -126 r ), sowie die Heiligen Alban, Heinrich und Odilia in den Orationes per annum 9 V -12 V . Teil I im 16. Jh. begonnen vom Schreiber F.M.B. (13 v ): vermutlich der anderwärts mit M.B.W, signierende Fr. Balthasar Werlin, gest. 1565, langjähriger Beichtvater von Unterlinden (s. N. P aulus , Die deutschen Dominikaner im Kampfe gegen Luther, Freiburg 1903, S. 288); später mehrfach ergänzt, u.a. Oration für den 1610 kanonisierten Karl Borromäus. Teil II 1645 begonnen (20 r ), bis ins späte 17. Jh. mehrfach ergänzt. Literatur: E hrensberger , S. 40 Nr. 9; E ttlinger , S. 640. I Bl. 1-19. Lagen: II 4 , (I + l) 7 , 3 II 19 . Foliierung 1-13 von der Schreiberhand auf der Rectoseite von Bl. 1-13. Schriftraum 16 X 11. 18-23 Zeilen. Textura von mehreren Händen. Haupthand 2 r -13 v von Balthasar Werlin (s.o.). Übliche Rubrizierung. l r —2 V CAPITULA und COLLECTAE > Ad Completorium<, >Ad Primam dominica- lem<, (l v ) > Ad Primam ferialibus diebus<, >Ad terciam<. 2 V > Benedictio ante Completorium< mit dominikanischem Confiteor, darin et vobis sorores. 2 V —3 r > Benedictiones ad matutinum<. 189 st. peter perg. 97 3 r —5 r KOMMEMORATIONEN Maria, Johannes Baptista, Dominicus, Antonius abbas, Katharina; bemerkenswert (4 V ) Oration A cunctis mit Nennung von Maria, Johannes Baptista, Petrus und Paulus, Dominicus. 5 r -8 r CAPITULA und COLLECTAE > de beata Virgine< , (5 V ) > de venerabili Sacramen- to<, >de S. Jobanne baptista<, (6 r ) > de S. patre nostro Dominico<, (6 V ) > de Sanctis Ordinis nostri<, >de S.Catbarina Senensi<, (7 r ) > de S. Vincencio<, >S. Antonini<, (7 V ) >in transfiguratione Domini<, (8 r ) > de Compassione b. Virginis<. 8 r -9 v CAPITULA de Communi Sanctorum. 9 V —13 r COLLECTAE. > Aliquot Orationes per annum< zu verschiedenen Heiligenfesten, darunter viele dominikanische Heilige und Selige; (12a) eingelegtes Bl. mit Oratio S. Eduardi-, (12 v ) >In omni Anniversario<, Totenorationen; (13 r ) >S. Barbare Oratio<. 13" >Ad Capitulum in Conventu<, Beschluß des Kapiteloffiziums, s. G uerrini, Nr. 508. 13 v -19 r CAPITULA und COLLECTAE de Sanctis, bemerkenswert: Karl Borromäus, Ambrosius Sansedoni O. P., Jacobus Salomonius v. Venedig O. P., Ludwig Beträn O. P. II Bl. 20-29. Papier, Wz. schlecht erkennbar (unter anderem Briquet , Nr. 2096, vgl. St. Peter perg. 109). Lagen unregelmäßig. 21-28 jeweils zusammengeklebte Doppelblätter. Schriftraum und Zeilenzahl schwankend. Bastarda und Antiqua von mehreren Händen. Übliche Rubrizierung. 20 r -28 v COLLECTAE und CAPITULA zu verschiedenen Heiligenfesten. Bemerkenswert: Ludwig Berträn O.P. (2 mal), Casimir, Hermenegild, Bernhardin v. Siena, Rosa v. Lima, Pius V., Philipp Neri, Ambrosius Sansedoni O.P., Gundisalvus v. Amarante O.P., Francisca Romana, Märtyrer v. Gorkum (s. LThK 4, Sp. 1057). 29 r Dominikanisches Confiteor. 29 r Suffragium für Ludwig XIV., (28 a) kleineres Pergamentbl. mit dem gleichen Text, früher aufgenäht, 1972 abgelöst. — 29 v leer. 190 st. peter perg. 98 St. Peter perg. 98 Psalterium 314BI. ■ 14,5 X 10 • Diözese Konstanz • 15. Jh. Lagen: (III 4- 1 ) 7 ,5 IV 47 , (II + 2) 53 ,21 IV 231 , (III + 1) 238 ,3 IV 252 , (ü + 2) 268 , (III + 2) 276 , (III + l) 283 , IV 291 , (III + l) 298 , IV 306 , (III — 1 + 2) 313 ,(V + l) 324 ; Reklamanten. Moderne Zählung springt von 169 auf 180. Schriftraum 9,5 X 6,5. 15 Zeilen. Textura von einer Hand im Corpus der Hs. (3—5 und 8-313). Verschiedene Nachtragshände: 1. (l r —2 V ) Textura des 15. Jh's; 2. (315 r -322 v ) Textura des 15. Jh's; 3. (2 V , 6 r -7 v , 314 v , 323 r -324 v ) Bastarda des 15. Jh's, von dieser Hand auch viele Zusätze am Rand des Psalteriums. Übliche Rubrizierung; im Corpus der Hs. rote und blaue Lombarden, an den Hauptteilungsstellen des Psalteriums vergrößert und mit grobem Fleuronnee. Brauner Lederband aus St. Peter (s. Einleitung, S.XXIX), Rücken und Verschlußband 1973 erneuert. Herkunft: Das Kalendarium weist in die Diözese Konstanz; Haupthand aus dem 15. Jh.; Nachträge deuten auf einen späteren Aufenthalt in einem Dominikanerinnenkloster. Von Abt Ph. J. Stey- rer 1781 für St. Peter erworben. Literatur: Ehrensberger , S. 4f Nr. 17; Ettlinger , S. 637. l r —2 V Nachtrag: Hymnen zu Matutin und Laudes >in adventu Domini<, AH 51 Nr.48 und 49; > in der vasten< , AH 51 Nr. 60. 59. 3 r —5 V KALENDARIUM, Diözese Konstanz. Bemerkenswert: am Rand von der Haupthand Angabe der Festgrade (?) mit den Siglen m., k., pf., Ab., 7. (3 V ) von anderer Hand nach dem 30. April: gemain Jarzit. 6 r —7 V Nachtrag: Hymnen zu Matutin und Laudes > in ostern<, AH 2 Nr. 46. 8 r —313 v PSALTERIUM NON FERIATUM, Cursus romanus. (8 r -286 r ) Ps 1-150, Ordi- narium Officii teilweise von der Haupthand am Rand nachgetragen; (286 r —304 r ) Laudes- Cantica; (304 r -313 v ) Benedictus, Te Deum, Magnificat, Nunc dimittis, Pater noster, Credo, Quicumque (am Schluß unvollständig). 314 v Versikel >in passione Domini< (wie 317 v ). — 314 r leer. 315 r -322 r TEILE DES ORDINARIUM OFFICII, dominikanisch. Antiphonen und Versikel für die Matutin, am Rand die Melodienanfänge mit Quadratnotation. > Dominica prima post octavam Epiphanie Domini< (Titel falsch, anstelle von in adventu Domini), s. Guerrini , Nr. 15; (315 v ) > Dominica prima post octavam epiphanie Domini usque ad dominicam [in] passione<, s. Guerrini , Nr. 91; (316 v ) >Dominica prima post festum trinitatis usque ad adventu (!)<, s. Guerrini , Nr. 207; (317 v ) > Dominica in passione<,s. 191 st. peterperg. 99 • st. pet erperg. 99 ■ st. peterperg. 100 G uerrini , Nr. 146 und 148; (317 v ) >Feria II< [post octavam epiphanie], s. G uerrini, Nr. 109—110 und 112-116 (hier auch Laudesantiphonen). 322 v -324 v HYMNEN AH 51 Nr. 24. 31. 66. St. Peter perg. 99 Lateinisches Stundenbuch 93 Bl. • 11,5 X 8 • Dominikaner • 13. Jh. 2 Lagen: VI 12 , ([V-2] + [I + l]) 23 , 3 VI 59 , V 69 , 2 VI 93 . Schriftraum 9 X 6,5. 14-19 Zeilen. Textura von mehreren Händen: Haupthand 2 r -18 v und 22 r -93 v ; 1. Nachtragshand (13./14. Jh.) 58 r , 2. Nachtragshand (14. Jh.) l rv und 21 v , 3. Nachtragshand (15. Jh.) 19 r -21 v . Randnachträge von mehreren Händen. Übliche Rubrizierung. Einband, wie St. Peter perg. 98 (s. Einleitung, S.XXIX). Herkunft: Dominikanisch (vgl. 37 v ), aus der 2. Hälfte des 13. Jh's (Schrift der Haupthand). Später in einem Frauenkloster des Ordens (vgl. 38 r und 58 r ). Laut Kaufvermerk auf dem Vorderspiegel von Ph. J. Steyrer 1781 erworben. Literatur: Ehrensberger , S. 48 Nr. 19; Ettlinger , S. 637. 1 r — 31 r OFFICIUM PARVUM B.M.V. (l r -6 v ) Matutin, (6 V -12 V ) Laudes, (12 v -15 r ) Prim, (15 r -17 r ) Terz, (17 r -19 v ) Sext, (19 v -22 v ) Non, (22 v -27 v ) Vesper mit Kommemorationen de omnibus Sanctis und de Pace, (27 v -31 r ) Komplet. Vgl. G uerrini , Nr. 470. 31 v -74 r OFFICIUM DE SS. TRINITATE. (31 v -37 v ) Vesper, am Schluß (37 v ) Komme- moration de sancto Dominico mit Antiphon aus AH 25 Nr. 85; (38 r —43 v ) Komplet, zu Beginn auf Rasur Korrektur des Textes für Gebrauch in einem Frauenkloster; (43 v —50 r ) Matutin; (50 rv ) Laudes; (51 r —59 r ) Prim, (58 r ) auf Rasur: dominikanisches Confiteor, darin tibi soror mater ; (59 r -63 v ) Terz; (63 v —68 r ) Sext; (68 r -72 v ) Non; (72 v —74 r ) zweites Formular für Terz, Sext und Non mit jeweils nur einem Psalm. 74 r -93 v VESPER FÜR SONN- UND WERKTAGE. Samstag fehlt. Sonntagsvesper beginnt (74 r ) mit Ps 110 Confitebor tibi Domine ... (Ps 109 fehlt!); (90 r —93 v ) Collectae. St. Peter perg. 100 Lateinisches Stundenbuch 197 Bl. • 11 X 7,5 • Dominikanerinnen (Reuerinnen) • Südwestdeutschland • 15. Jh. 2 Lagen: 19 V 190 , (III + l) 197 . Schriftraum 8,5 X 5,5. 17 Zeilen. Textura von einer Hand, teilweise von späterer Hand nachgezogen; 2 r und 191 v —196 r Nachtragshand (Bastarda); mehrfach Rand- 192 st. peter perg. 100 nachtrage von verschiedenen Händen. Übliche Rubrizierung. Rote und blaue Lombarden. Neuzeitlicher Lederband (wie St. Peter perg. 98). Herkunft: Dominikanisches Stundenbuch nach 1461 (Kanonisation von Katharina v. Siena, s. 2') für ein Frauenkloster (vgl. 79 r ); Magdalenasuffragium V (s. auch 193 r ) deutet auf einen Reuerinnenkonvent, Ulrich und Gallus (168 v und 169 r ) weisen in den südwestdeutschen Raum. Von Abt Ph. J. Steyrer 1781 für St. Peter erworben. Literatur: Ehrensberger , S. 49 Nr. 21; Ettlinger , S. 637. l r -3 r KOMMEMORATIONEN. Maria; Maria Magdalena; (l v ) Dominikus, Antiphon aus dem Reimoffizium AH 25 Nr. 85; Johannes der Täufer; (2 r ) Petrus Martyr, Thomas v. Aquin, Vinzenz Ferrer, Katharina v. Siena, gereimte Antiphon Christi pia gratia Versus und Oration von späterer Hand korrigiert; (2 V —3 r ) zweite Serie zu den gleichen Heiligen, andere Antiphonen und Versus. 3 r -6 r KAPITELOFFIZIUM. Preciosa est in conspectn Domini ..., s. Guerrini , Nr. 504— 508, teilweise mit deutschen Überschriften. 6 r -7 r BENEDIKTIONEN ZU DEN MATUTIN-LEKTIONEN. >Die segen der letzen<. 7 r -9 v Verschiedene SUFFRAGIEN. (7 rv ) >So man Generalcapitel belt<, s. Guerrini, Nr. 490; (7 V — 8 r ) de Sancta Cruce (8 r ) >Umb ein regen<\ >Umb ein schön wetter<; (8 r — 9 r ) de Spiritu Sancto mit Hymnus AH 50 Nr. 144; (9 rv ) > An der escherigen mittwoch und hoher dornstag super VII psalmos<-, (9 V ) > An den crutz tagen für die Christenheit <. 9 V -35 V OFFICIUM PARVUM B.M.V. >Incipit cursus de beata Virgine<, s. Guerrini, Nr. 468-470. (10 r -15 r ) Matutin; (15 r -21 v ) Laudes mit folgenden Kommemorationen: Petrus Martyr, Thomas v. Aquin, Vinzenz Ferrer, de Omnibus Sanctis, de Pace; (21 v —23 r ) Prim; (23 r -24 v ) Terz; (24 v -26 r ) Sext; (26 r -27 v ) Non; (27 v -33 r ) Vesper, Kommemorationen wie in den Laudes; (33 r —35 v ) Komplet. 35 v —36 r >So man disciplin nympt<, s. Guerrini , Nr. 482. 36 r -39 r OFFICIUM B.M.V. IN SABBATO. >Also list man die XV grad. psalmos<, s. Guerrini , Nr. 466; (36 v ) >Von unser lieben frouwen. In dem advente< s. Guerrini, Nr. 467; (37 r ) >Sust über iar<, Vesper, Matutin und Laudes, s. Guerrini , Nr. 464-465. 39 r -82 v TAGESHOREN FÜR SONN- UND WERKTAGE, ohne Laudes. (39 r -45 v ) Prim, (45 v -48 v ) Terz, (48 v -52 r ) Sext, (52 r -55 v ) Non, (55 v -79 r ) Vesper, (79 r -82 v ) Komplet, Iube domna benedicere ... Sorores sobrie estote ... 193 ST. PETERPERG. 100 • ST.PETERPERG.101 82 r -103 r TEILE DES PROPRIUM DE TEMPORE für Komplet (82 r -85 v ), kleine Hören (85 v -87 r ), Vesper und Laudes (87 r — 103 r ). 103 r -128 r TOTENOFFIZIUM. >Incipiunt vespere pro defunctis<, (106 r ) >Vigilia de- functorum<, ( 12 1 r ) >Ad laudes<, (127 r -128 r ) Collectae. S. Guerrini , Nr. 442. 128 r -145 v BUSSPSALMEN MIT LITANEIEN. >Secuntur{\) Septem psalmos{\) peniten- ciales<\ (136 r —141 v ) Dominikanische Allerheiligenlitanei mit Preces, darin: ... Katherina, Barbara, Ursula, Elizabeth, Kunegundis, Katherina-, (141 v —145 v ) Litanei (wie oben) und Preces für Verstorbene. 146 r -151 r PASSIONSPSALTER. Psalmen 21-25 sowie Initien der Primpsalmen. 15l r —155 r VOTIVOFFIZIUM >De sancto Dominico<, Reimoffizium AH 25 Nr. 85. 155 r -170 r TEILE DES COMMUNE SANCTORUM. (167 r -170 r ) am Rand von anderer Hand Heiligennamen bei den entsprechenden Orationen, bemerkenswert: Ulrich (168 v ) und Gallus (169 r ). 170 r -177 v ORATIONEN AUS DEM PROPRIUM DE SANCTIS von Barbara (4.12.) bis Saturninus (29.11.) in Auswahl. 178 r —191 v PSALMEN 1-3, 10, 14-15, 20, 32-33, 44-46, 60, 63, 74, 86, 95-98. 191 v -196 r NACHTRAG: (191 v -193 v ) Sequenz AH 50 Nr. 241, (191a) eingelegtes Papierblatt mit >Oracio de sancto Anthonini (!)<; (193 v —194 v ) Oration A cunctis ... mit Nennung von Maria, Petrus und Paulus, Dominikus, Maria Magdalena; (194 r -196 r ) Suffragien de ss. Trinitate, de omnibus Sanctis, de S. Michaele, de S. Cruce. — 196 v und 197™ leer. St. Peter perg. 101 Lateinisches Stundenbuch 113 Bl. • 9,5 X 7 • Dominikanerinnen • Südwestdeutschland • 15. Jh. 2 Lagen: 9 V 90 , (IV + 1)", (I + l) 113 , Bl. 93 nachträglich eingefügt; am Schluß Ordnung gestört: Doppelbl. 110/111 und 112/113 ursprünglich in umgekehrter Reihenfolge. Kustoden, teilweise abgeschnitten. Schriftraum 6,5 x 4,5. 14 Zeilen, Textura, im Hauptteil von einer Hand (Agnes Huber), zweite Texthand 109 v , 111 r , 112 r ; Nachträge von mehreren Händen 111 v und 112 V — 113 v . 194 st. peter perg. 101 Übliche Rubrizierung. l r , 15", 16 v , 21 r , 42 r , 101 r Deckfarbeninitialen in Gold und Blau mit derbem rot-blauem Fleuronnee. Einband wie St. Peter perg. 98 (s. Einleitung, S.XXIX). Herkunft: Dominikanisches Stundenbuch, geschrieben nach 1461 (Kanonisation von Katharina v. Siena, vgl. 40 v ) von Agnes Huber: (109 r ) S.Agnes Huberin scripsit hoc liber{\). habeatis iste eins memoriam in oracionibus vestris. Litanei (33 r -41 v ) weist in den süddeutschen Raum. Später im Besitz des Dominikaners Heinrich Trollinger: (113 v ) Ego fr. H.T. anno 1499 in festo omnium sanctorum fui prope terminum annorum 53. Quando intravi ordinem babui sedecim annos com- pletos. In eodem feci professionem et indutus fui babitum ordinis predicatorum et predicto die anno 99 babui decem et octo annos in sacerdocio ... Nomen patris mei ... Paulus Trollinger, nomen matriß mee Margaretha Derdingerin, filie Hans Derdinger, nomen matris eins Margaretha ... Trollinger ist 1507 als Lektor und Beichtvater des Pforzheimer Dominikanerinnenkonventes bezeugt (vgl. Hs. Stuttgart, Württembergische Landesbibliothek, Cod. Brev. 46, Bl. 409 ra , s. Die Handschriften d. Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart 1/3, S. 65). Literatur: Ehrensberger , S. 49 Nr. 22; Ettlinger , S. 637. l r — 15 v >CURSUS DE AETERNA SAPIENTIA< mit Hymnenzyklus Chevalier, Nr. 9541. (l r -6 r ) Matutin, (6 r -7 v ) Landes, (7 v -9 r ) Prim, (9 r -10 r ) Terz, (10 r -ll r ) Sext, (11 r —12 v ) Non, (12 v -13 v ) Vesper, (13 v -15 v ) Komplet. 15 v -16 r >SALUTACIO MANE AD DOMINUM JESUMc. Anima mea desideravit te in nocte ... — te exorent pro bona morte peccatorum, plena remissione et eterna salute. Amen (s. Darmstadt, Hess. Landes- und Hochschulbibl., Hs. 964, 12 r ; Achten-Eizen- höfer-Knaus, S. 151). 16 V —18 v SEPTEM HORAE DE PASSIONE DOMINI. >Quicumque devote dixerit se- quentes Septem horas ...< >Ad matutinum<. Patris sapientia ... AH 30 Nr. 13. 18 v —20 v DE COMPASSIONE MARIAE. >Quicumque devote legerit hanc oracionem ...<. > Ad matutinum<. Hora matutina AH 30 Nr. 46. 21 r -41 v BUSSPSALMEN MIT LITANEI. (33 r -41 v ) Allerheiligenlitanei mit Preces, zum dominikanischen Grundstock kommen hinzu: ... Erasme, Blasi, Valentine, Decem mi- lium martirum ... Conrade, Uldalrice, Heinrice (rot), Wolfgange, Oschwalde, Onofre, Galle, Alexi, Ludwice, Sewalde ... Agnes (rot), Cecilia, Katharina (rot), Margaretha, Elyzabeth, Barbara, Dorothea, Ursula (rot), Katherina, Noburga, Appolonia, Susanna, Christina, Otilia, Kunegundis, Efrosina, Candida, Florina; mehrere Orationen, darunter auch zu Petrus Martyr, Thomas v. Aquin, Vinzenz Ferrer, Katharina v. Siena (40 v ). 41 v —78 v TOTENOFFIZIUM. > Vespere defunctorum. antiphona<. Placebo ... (41 v -46 v ) Vesper, (47 r -71 v ) Matutin, (71 v -75 r ) Laudes, (75 v -78 v ) Collectae. S. Guerrini , Nr. 442. 195 st. peterperg. 101 • st. peterperg. 102 67 v -101 r OFFIZIUMSTEILE FÜR DAS PROPRIUM DE TEMPORE. >Sequentes anti- phone sunt dicende ...<, vgl. Guerrini , Nr. 208. 211. 213—214. 101 r —105 r GEBETE VOR UND NACH DER MESSE. >Oracio ante Missam<. Summe sacerdos ..., s. W ilmart , S. 114-124 (hier kürzer und teilweise abweichend); (103 r ) > Oracio post missam<. Farce mihi dulcissime Deus ... 105 r -109 r MARIENGEBET. Obsecro te, domina ..., s. V. Leroquais , Les livres d'heures manuscrits de la Bibliotheque Nationale 2, Paris 1927, S. 346f; (109 r ) Kolophon (s.o.). 109 v -113 v NACHTRÄGE: Ursprüngliche Anordnung siehe äußere Beschreibung. (109 v ) Suffragien >de passione Domini <, > de passione beate Marie <; (110 rv ) Teile der Kompletpsalmen 90 und 133; (111 r ) Sühnesuffragium; (111 v ) Homiletisches: 3 Grundsätze für die Doctrina Predicatorum sowie Notizen für eine Predigt über den Ordensstand; darunter schwach erkennbar radierter Text von der Hand Heinrich Trollingers, s. 113 v ; (112 r ) Fortsetzung von 109 v sowie >de sancto Liborio< (gegen Nierensteine); Notiz über das in Nördlingen und Umgebung verspürte Ostalpenbeben vom 26. März 1511 (vgl. A. Sieberg , Beiträge zum Erdbebenkatalog Deutschlands und angrenzender Gebiete ..., Berlin 1940, S. 47) und das Erdbeben von Konstantinopel 1508; (112 v ) De passione oracio; (113 r ) De mutuatione et mutuationum conditione. Notizen über Darlehen im Anschluß an Sir 29,4-8; (113 v ) autobiographische Notiz des Dominikaners Heinrich Trollinger (s.o. Herkunft). St. Peter perg. 102 Mystischer Mosaiktraktat, deutsch 184 Bl. ■ 17 X 11,5 ■ Dominikaner? • Oberrhein • 14. Jh. Lagen: 2 VI 24 , (VI + l) 37 , IV 45 , VI 57 , (VI + l) 70 , 8 VI 166 , V 176 , (VI-4) 184 . Zu Beginn fehlt offenbar eine Lage (Textverlust). Schriftraum 12,5 X 9,5, 17-21 Zeilen; Textura von 3 Händen: 1. l r -43 v u. 57 v -166 v , 2. 46 r -57 r , 3. 167 r -182 v (44, 45, 83 u. 84 leer). Einfache Rubrizierung, ab Bl. 131 fehlend. An zahlreichen Blättern Fäden als Merkzeichen angenäht. Buchblock unbeschnitten, die Blattgrößen der verschiedenen Lagen variieren bis ca. 1 cm in Höhe u. Breite. Doppelter brauner Lederumschlag, nur der innere mit dem Heftfaden verbunden, Spiegel angenäht. Umschlag von hinten nach vorn den Buchblock umfassend, in zwei gleichmäßigen, spitz auslaufenden Lappen endend. An diese sind zwei geflochtene Schnüre angenäht, die sich nach ca. 10 cm Länge zu einem Band vereinigen. Das im hinteren Umschlagteil angenähte Perg.-Doppelblatt enthält Fragmente eines Ordinarium dominicanum, 13. Jh. (4. Adventssonntag bis Weihnachten: Guerrini, Nr. 28-51). 196 st. peter perg. 102 Herkunft: Das im Kopert eingenähte liturgische Fragment sowie Inhalt der Hs. weisen auf Entstehung in einem Dominikanerkloster hin, vermutlich im Raum Straßburg (Mundart). Das gleiche gilt auch für die Schwesterhandschrift St. Peter perg. 85 (s. im folgenden). Die enge Verwandtschaft beider Kodizes wird auch durch teilweise sehr ähnliche Schriften und Schreibgepflogenheiten dokumentiert. Wie St. Peter perg. 85 dürfte auch St. Peter perg. 102 im Jahre 1781 nach St. Peter gekommen sein. Ausnahmsweise fehlt in letzterer ein entsprechender Erwerbungsvermerk. Mundart: niederalemannisch mit mitteldeutschen und - seltener - hochalemannischen Einflüssen. Literatur: Längin , Nr. 95; Spamer, S. 29 f. l r -182 v MYSTISCHER MOSAIKTRAKTAT, identisch mit St. Peter perg. 85, 6 vb -92 rb , dort jedoch zusätzliche Stücke: 7 6 rb -76 vb , 79 rb -83 rb , 84 va -87 vb ( Spamer , Nr. 97-98, 105, 107). Der fehlende Anfang dürfte dem Text auf l ra -6 vb in St. Peter perg. 85 entsprochen haben ( Spamer , Nr. 1-12). Die einzelnen Textabschnitte mit der entsprechenden Nummernfolge bei Spamer: l r ~ v Nr. 12 (Anfang fehlt), l v -2 r Nr. 13, 2 r Nr. 14, 2 r_v Nr. 15, 2 V -5 V Nr. 16, 5 V -7 V Nr. 17, 7 V -10 V Nr. 18,10 V —15 r Nr. 19, 15 r -17 r Nr. 20, 17 r -20 r Nr. 21, 20 r -23 v Nr. 22, 23 v -27 v Nr. 23, 27 v -35 r Nr. 24, 35 r -37 r Nr.25,37 r -43 r Nr. 26, 46 r -48 v Nr. 27, 48 v -53 v Nr. 28, 53 v -54 r Nr. 29, 54 r -55 r Nr.30, 55 r -59 r Nr. 31, 59 v -60 v Nr. 32, 60 v -68 r Nr. 33, 68 r -70 v Nr. 34, 70 v -74 v Nr. 35, 74 v -76 v Nr.36,76 v -79 r Nr. 37, 79 r -81 r Nr. 38, 81 v -86 r Nr. 39, 86 r -87 v Nr. 40, 87 v -88 r Nr. 41, 88 r_v Nr. 42, 88 v -89 v Nr. 43, 89 v -93 v Nr. 44, 93 v -95 v Nr. 45, 95 v -97 v Nr. 46, 97 v -98 r Nr. 47, 98 r -102 v Nr. 48, 102 v -104 r Nr. 49, 104 r Nr. 50, 104 r -107 r Nr. 51, 107 r ~ v Nr. 52, 107 v -109 r Nr. 53, 109 r_v Nr. 54, 109 v Nr. 55, 110 r - lll r Nr. 56, lll r Nr. 57, lll r " v Nr.58, 11 l v -l 12 r Nr. 59, 112 r Nr. 60, 112 r_v Nr. 61, 112 v Nr. 62, 112 v —113 r Nr. 63, 113 r -114 r Nr. 64, 114 r_v Nr. 65, 114 v -115 r Nr. 66, 115 r —116 v Nr. 67, 116 v -117 r Nr. 68, 117 r_v Nr. 69, 117 v —118 r Nr. 70, 118 r_v Nr. 71, 118 v —119 V Nr. 72, 119 v -121 r Nr. 73, 121 r -123 r Nr. 74, 123 r -124 v Nr. 75, 124 v -125 v Nr. 76, 126 r -127 r Nr. 77, 127 r -128 r Nr. 78, 128 r Nr. 79, 128 r -135 v Nr. 80, 135 v -139 r Nr. 81, 139 r -140 r Nr.82, 140 r_v Nr. 83, 141 r -143 r Nr.84, 143 v -144 r Nr. 85, 144 r -145 r Nr. 86, 145 r —148 v Nr. 87, 148 v -149 v Nr. 88, 149 v -154 v Nr. 89, 154 v -156 r Nr. 90, 156 r-v Nr. 91, 156 v -157 r Nr. 92, 157 r -159 r Nr. 93, 159 r -160 v Nr. 94, 160 v -161 v Nr. 95, 161 v —162 r Nr. 96, 162 v -163 r Nr. 99, 163 v -164 v Nr. 100, 164 v -165 r Nr. 101, 165 r_v Nr. 102, 165 v -166 v Nr. 103, 166 v -168 r Nr. 104, 168 r -171 r Nr. 106, 171 r Nr. 108, 171 r -177 r Nr. 109,177 r -179 r Nr. 110, 179 r -182 v Nr. 111. Die Hss. St. Peter perg. 102 u. 85 dürften Abschriften „ein und derselben Vorlage" sein (vgl. Spamer, S .28). Der vorliegende Kodex fand im Gegensatz zu St. Peter perg. 85 bislang wenig Beachtung, obwohl er, wie Spamer zu Recht bemerkt, im ganzen den besseren Text bietet. Quint zieht ihn bei der Edition der Eckhart-Predigten nur selten heran (Meister Eckhart, Die deutschen Werke, I—III, Stuttgart 1938-1976, I, S. 353, III, S. 473f). - 2 v -3 r , 14 v -15 r , 81 v -84 r Fragmente aus DAVID VON AUGSBURG, DIE 197 st. peter perg. 102 st. peter perg. 103 SIEBEN STAFFELN DES GEBETES (hg. v. K. Ruh , München 1967, Hs. nicht erwähnt), vgl. die Beschreibung von St. Peter perg. 85. — 7 V —10 v abgedruckt in Texte aus der deutschen Mystik des 14. und 15. Jh's, hg. v. A. Spamer , Jena 1912, S. 95—99 (mit Varianten von Hs. St. Peter perg. 85). — 8 V u. 10 v (Bernhard- und Dionysiuszitat) gedruckt in W. Stammler , Gottsuchende Seelen, München 1948, S. 15 (2, XII), 9f (1, III). St. Peter perg. 103 Diurnale, pars aestivalis 259 Bl. • 17 X 12,5 • Dominikanerinnen • Nürnberg, St. Katharina • 1519 Lagen: IV 8 , 24 V 248 , (V + l) 259 ; Reklamanten ab 28 v , teilweise abgeschnitten. Schriftraum 12 X 8. 20 Zeilen. Textura von einer Hand (Johannes Tretter). Kalendarium von anderer Hand. Übliche Rubrizierung; rote und blaue Lombarden. 9' Zierseite von sehr guter Qualität: Goldene A- Initiale mit Darstellung der Auferstehung Christi; Bordüre gleicher Art wie in St. Peter perg. 34 (s. dort). Brauner Lederband des 16. Jh's; Plattenstempel mit Verkündigungsszene u. Unterschrift Fiat mihi secundum (nicht bei H aebler ) sowie 3 versch. Rollen, darunter Fides-Spes-Chäritas, signiert W.F. (vermutlich der Nürnberger Buchbinder W. Franck, s. H aebler 1, S. 127); 2 Langriemenschließen erneuert. Herkunft: Aus dem Nürnberger Katharinenkloster, wie St. Peter perg. 34 (s. dort). Die Hs. wurde 1519 von Johannes Tretter geschrieben: 258 r Pit für Johanns Tretter. in vigilia 1519 Mathie (s. Einleitung, S.XXIV). Auf dem Vorsatzbl. alte Signatur MB 10 mit hochgestellter 5 (s. Einleitung, S.XXV); auf dem vorderen Spiegel eigenhändiger Kaufvermerk Ph. J. Steyrers von 1781. Literatur: E ttlinger , S. 637; E hrensberger , S. 36 Nr. 20; B eer , Initial und Miniatur, S. 65; B orst , S. 86 Anm. 250. 2 r -7 v KALENDARIUM. Wie in St. Peter perg. 34. Zusätzlich Leonhard (6.11.) sowie als Nachtrag Joseph (19.3.). Johannes d. Evangelist (27.12.) fehlt. (6 r ) versehentlich Mayus statt September. (2 r , 3 r , 4 r ) Deutsche Anleitungen zur Berechnung der Festtermine wie in St. Peter perg. 34. — Bl. 1 und 8 leer. 9 r -58 r PROPRIUM DE TEMPORE. Vgl. Guerrini , Nr. 160-244. >In die sancto Pasche <, (22 v ) > In vigilia Ascensionis<, (27 r ) >In vigilia Penthecostes<-, (33 r ) >ln festo sancte Trinitatis<, (36 r ) >In festo corporis Christi< (nicht bei Guerrini). 58 r -62 r >IN DEDICACIONE<. Vgl. Guerrini , Nr. 249. 62 r -100 r TAGESHOREN FÜR SONN- UND WERKTAGE, ohne Laudes. Vollständiger Text mit den Psalmen in der Reihenfolge des Offiziums. (62 r -75 r ) Prim bis Non; 198 st. peter perg. 103 (75 r -96 r ) Vesper, kombiniert mit Teilen des Officium quotidianum B.M.V. wie in St. Peter perg. 34; (96 r -100 r ) Komplet. 100 rv VARIA: > So man disciplin nympt<, > Umb ein regen <, > Umb ein schön wetter <, (100 v ) > Generalcapitel< (s. Guerrini , Nr. 482 und 490). 100 v -214 v PROPRIUM DE SANCTIS. Von Benedikt (21.3.) bis Saturninus (29.11.). Folgende Reimoffizien: (101 r -105 r ) Vinzenz Ferrer, AH 5 Nr. 91; (107 v — 110 r ) Petrus Martyr, AH 28 Nr. 48; (114 rv ) Kreuzauffindung, Chevalier , Nr. 3985; (116 v —119 r ) Corona Domini, AH 5 Nr. 11; (120 r —121 r ) Translatio Dominici, AH 25 Nr. 86; (135 v —141 r ) Mariae Heimsuchung, AH 24 Nr. 30; (147 v -150 v ) Anna, AH 25 Nr. 19; (153 v -157 v ) Dominicus, AH 25 Nr. 85; (189 v -193 r ) 11000 Jungfrauen, AH 5 Nr. 88; (201 v -205 v ) Elisabeth, AH 25 Nr. 90; (209 v -213 v ) Katharina, AH 26 Nr. 73 mit versch. Abweichungen (s. auch Nr. 69 und 72). Bemerkenswert: (213 v —214 v ) >feria quarta quando officium fit de beata Katherina ...< mit 3 Lektionen und Teilen des Reimoffi- ziums AH 26 Nr. 69. — (209 a ) kleines Pergamentblatt mit Teilen der Offizien von Petri Stuhl- und Kettenfeier. 214 v -235 r COMMUNE SANCTORUM. Vgl. Guerrini , Nr. 454-461. 235 r -243 r VOTIVOFFIZIEN.. (235 r -238 v ) >De lancea et clavis Domini<, Reimoffizium AH 5 Nr. 7; (239 r -243 r ) >De beata Virgine<, vgl. Guerrini , Nr. 464 und 467. 243 r -245 r KOMMEMORATIONEN FÜR VESPER UND LAUDES. (243") Maria; (243 v —244 r ) Dominicus, mit Teilen von AH 25 Nr. 85; (244 r ) Petrus Martyr-Thomas v. Aquin-Vinzenz Ferrer-Katharina v. Siena; (244 r -245 r ) Katharina, mit Antiphon Chevalier , Nr. 2181. 245 r -247 v KAPITELOFFIZIUM. Vgl. Guerrini , Nr. 504-508. 247 v -248 v > BENEDICTIONES LECTIONUMc. 248 v -258 v MATUTIN UND LAUDES DES OFFICIUM QUOTIDIANUM B.M.V., vgl. Guerrini , Nr. 470. 258 r Schreibereintrag (s.o., Herkunft). - 258 v -259 v leer. 199 st. peter perg. 104 St. Peter perg. 104 Psalterium • Deutscher Armenseelenpsalter 154 + 38 (Pap.) Bl. • 14,5 X 10 • Dominikanerinnen ■ 14. Jh. u. um 1600 Brauner Lederband (kurz nach 1600); Streicheisenlinien, Arabeskenrolle als Umrahmung der Mittelfelder, in diesen jeweils ein kleiner Plattenstempel mit Strahlenkranz: vorne Kreuzigung mit Inschrift IHS sowie Sonne und Mond und drei Nägeln, hinten Madonna auf Mondsichel stehend (Gleiche Motive auf dem Einband von Freiburg i.Br., Erzbischöfl. Archiv, Hs. St. Kath. A; vgl. !L> n FDA 88 [196$] 259 f). Auf beiden Deckeln je 5 flache Messingbuckel, Schließen abgefallen. Vorsatzbl. (heute fehlend): nach Expertise von G. Piccard Basler Papier von 1600-1605. Herkunft: Datierung von Teil I nach der Schrift, Teil II nach Wz. sowie Notiz 185 r > Anno [1]600 Do[minica] Res[urrectionis]<. Auf dem vorderen Spiegel: Dises buch gehert Schwester Maria, darunter Kaufvermerk Ph.J. Steyrers von 1781. Literatur: Ehrensberger , S. 5 Nr. 18; Ettlinger , S. 637. I Bl. 1—153. Lagen: V 10 , 18 IV 153 ; bei der modernen Foliierung 46 zweimal vergeben; am Schluß Reste einer herausgerissenen Lage (II?) sichtbar. Textverlust. Schriftraum 10 X 7,5. 17 Zeilen. Textura von einer Hand. Übliche Rubrizierung. Rote und blaue Lombarden; an den Hauptteilungsstellen des Psalteriums rot-blaue Filigraninitialen, verschiedentlich mit Drachen, Weintrauben und Eicheln. Am Rand häufig die Antiphonenanfänge hinzugefügt, teilweise mit Quadratnotation. 1 r —153 v PSALTERIUM FERIATUM, Cursus romanus. Unter den Antiphonen auch die Reihe Pro fidei meritis, AH 17 Nr. 1. (l r —150 v ) Ps 1-150; (150 v —153 v ) Laudes-Cantica, am Schluß unvollständig. II Bl. 154-191. Lagen: (II + 2) 159 , 2 IV 175 , (IV + 2) 185 , III 191 . Papier mit Wz. der Firma Dürr in Basel, Zeitraum der Beschriftung 1590-1594 ( Piccard , Expertise), s. aber 185 r (oben, Herkunft)! Schriftraum 10,5 X 7,5 mit 17-18 Zeilen (bis 158 v ), 12 X 7 mit 22-25 Zeilen (ab 160 r ). Bastarda von zwei verschiedenen Händen. 154 r —158 v SUFFRAGIEN für die Passions- und Osterzeit. (154 r —156 r ) Responsorien Hesbert , Nr. 6101, 6973, 6045, 1796, Chevalier , Nr. 4103 und Hesbert , Nr. 7738 sowie Orationen Bruylants 2, Nr. 987 und 350 (abweichend); (156 r -158 r ) deutsche Übersetzung des Vorigen, etwas andere Reihenfolge. — 159 rv leer. 160 r —185 r ARMENSEELENPSALTER, deutsch, Mundart alemannisch. >Diß sint schöne ermanung über den psallter, und vor öb du den anfochst, so sprich die gebett und dornoch vor einer jeden manung III psalmen<. O allmechtiger und unußsprechlicher herr 200 st. peter perg. 104 st. peter perg. 105 Gott, der du bist des himmels und der erden und der gantzen weit ein stiffter und ein schöpffer ..., (162 r ) O gütiger und barmhertziger Gott, der du widerbringst die irgonden eilenden weissen ...; (162 v ) >Psalmus< Beatus vir ... O her Jesu Christe, des lebendigen Gottz sun, ein brunn und ein Ursprung aller güttigkeit ... umb daz du erlößen woltest menschlicheß geschlecht, bistu herab kumen ..., es folgen 50 Gebete zu Christus, Maria und allen Heiligen, dazu die Psalmen (nur Initien) jeweils in Dreiergruppen; bemerkenswert: (182 r ) besunder unßerer h. vetter santi Dominici, santi Augustini und aller her h. sün und döchtere; (184 v ) Pater noster, Credo, O Herr, zu dir flieh ich arme sünderin ... enpfoch, o Herr, daz Opfer der psalmen für die sei... — (185 r ) um deren gedechtnis und inen zu hilff und zu trost die psalmen geleßen werden. Gib inen die ewige ruw und daz ewige liecht lücht yne. Amen. > Oracio< Allmechtiger ewiger Gott, din mechtigkeit bitten wir demütiglich ... — heil und fürdrung in daz ewig leben. Amen. — 185 v —19 l v leer. ■ Auf eingelegtem Papierblatt die Anfänge der Hymni per annum aus dem Dominikaner- hymnar (vgl. AH 52, S. XVII) von einer etwa gleichzeitigen Hand. St. Peter perg. 105 Psalterium 3 (Pap.) + 215 + 3 (Pap.) Bl. • 14,5X9,5 • Dominikanerinnen ■ Oberrhein (?) ■ 15. Jh. 2 Lagen der Perg.bl.: 21 V 210 , (V—5) 215 ; am Schluß Textverlust. Spiegel und Vorsatzbl.: Papier mit Wz. Narrenkappe (Oberrheinische Provenienz vor Mitte des 17. Jh's, P iccard , Expertise). Schriftraum 9/9,5 X 6,5. 14-15 Zeilen. Textura von einer Hand. Übliche Rubrizierung. Rote und blaue Lombarden, an den Psalmanfängen mit Fleuronnee. An den Hauptzäsuren des Psalteriums ab Feria II (36 r ) rot-blaue Filigraninitialen mit derbem Fleuronnee. l r Zierseite: 7zeilige Initiale B, Buchstabenkörper in Blattgold auf blauem Grund, dreifarbiger Rahmen; Anfangsworte des Psalms in blauen und roten Majuskeln; mehrfarbige Distelblattranke um den Schriftspiegel. Verschiedentlich rot-blaue Zierstäbe am linken Rand, oft zu vollständigem Rahmen erweitert. Schwarz eingefärbter Lederband (um 1600) mit Streicheisenlinien und Arabeskenrolle (diese sehr ähnlich wie auf St. Peter perg. 104); von urspr. zwei Schließen eine erhalten. Herkunft: Buchschmuck und Ordinarium Officii weisen auf ein Dominikanerinnenkloster, vermutlich am Oberrhein (vgl. auch Einband und Wz. der Papierbl.). Auf dem vorderen Spiegel der Eintrag: 1 720 Diß buoch gehört in den Chor, und es solls niemand nemen oder vertragen, oder zuvor der ober Cantorin sagen. Von Abt Ph. J. Steyrer 1781 erworben. Literatur: E hrensberger, S. 5 Nr. 19; E ttlinger, S. 637. 201 st. peter perg. 105 st. peter perg. 106 l r -215 v PSALTERIUM FERIATUM, Cursus romanus. Unter den Antiphonen auch die Reihe Pro fidei meritis, AH 17 Nr. 1. (l r -198 r ) Ps 1-150; (198 r -209 r ) Laudes-Cantica; (209 r -210 r ) Te Deum; (210 r —21 l r ) Canticum trium puerorum; (21 l r —215 v ) Benedictus, Magnificat, Nunc dimittis, Quicumque. 215 v Suffragium für die Bittage zur Litanei, Oration Bruylants 2, Nr. 806 (vgl. Guer- rini , Nr. 678). Von der Litanei nur die einleitenden Anrufungen erhalten. St. Peter perg. 106 Lateinisches Stundenbuch II + 287 Bl. • 13 X 9,5 • Dominikanerinnen • Nürnberg, St. Katherina • um 1500 Lagen: Quinionen bis 270, dann IV 278 u. (IV + l) 287 ; ab 30 v Reklamanten, teilweise abgeschnitten. Schriftraum 8,5 X 6. 16 Zeilen. Textura von einer Hand (Johannes Tretter); Zusätze u. Nachträge von mehreren Händen des 16. Jh's; 109 r -146 v Quadratnotation auf 4 Linien. Übliche Rubrizierung; rote und blaue Lombarden. l r Zierseite: Goldene R-Initiale auf blauem Grund, im Innenraum des Buchstabens Maria mit Kind; um den ganzen Schriftspiegel Rankenwerk mit naturalistisch gemalten Blumen und Tieren. Brauner Lederband der Zeit; gleiche Ausgestaltung des Mittelfeldes wie in St. Peter perg. 34; Stempel 5 von K yriss , Gotische Einbände, Nr. 19 (Nürnberger Augustiner) und Rollen 109 und 131 von K yriss , Erlangen, Tafeln 15 und 17 (vgl. auch K yriss , Nürnberger Klostereinbände, S. 54f); 2 Langriemenschließen mit erneuerten Riemen. Neue Spiegel und Vorsatzblätter, alter Vorderspiegel abgelöst, jetzt als Bl. I gezählt. Herkunft: aus dem Nürnberger Katharinenkloster (vgl. Litanei), geschrieben von Johannes Tretter (Schriftvergleich mit den von diesem signierten Hss.). Später im Bamberger Dominikanerinnenkloster Zum Hl. Grab: I v Soror Maria Rosa Knoblachin (Klosterfrau dieses Konventes, vgl. St. Peter perg. 31a). II V alte Signatur MB 10 (s. Einleitung, S.XXVI). Vermutlich 1781 für St. Peter erworben (Kaufvermerk fehlt). Literatur: E hrensberger , S. 49 Nr. 23; E ttlinger , S. 637; B orst , S. 84 Anm. 246a und S. 86 Anm. 250. l r ^l r KOMMEMORATIONEN. (l r ) Maria; (l v ) Dominicus, mit Teilen von AH 25 Nr. 85; Petrus Martyr—Thomas v. Aquin—Vinzenz Ferrer—Katharina v. Siena, Christi pia gratia (2 r ) Katharina, mit Antiphon Chevalier , Nr. 2181; (3 r ) Maria, mit Tropus AH 49 Nr. 634 (hier als Antiphon verwendet); (3 V ) Eucharistie. 4 r -7 r KAPITELOFFIZIUM. Vgl. Guerrini , Nr. 504-508. 7 r -8 r >BENEDICTIONES LECTIONUM<. 202 ST. PETER PERG. 106 8 r -9 v VARIA: (8 rv ) >Das General capitel<, s. Guerrini , Nr. 490; (8 v -9 r ) Hl. Kreuz- Suffragium; (9 r ) >pro pluvia<, >umb schön wetter <; (9 V ) Hymnus AH 50 Nr. 144. 10 rv VERSUS ZU DEN BUSSPSALMEN. > Am aschermitwoch und antlastag über VII psalmos versus <, (10 v ) > An den creutztagen für die Christenheit <. 10 v -28 r OFFICIUM QUOTIDIANUM B.M.V. (10 v -17 r ) Matutin, (17 r -23 r ) Laudes, (23 r -28 r ) Vesper. Vgl. Guerrini , Nr. 470. 28 r -31 v OFFICIUM B.M.V. IN SABBATO. (28 r ) >also list man die XV psalm<, (28 v ) >in adventu de beata Virgine<, (29 v ) > per annum ad vesperas<. Vgl. Guerrini, Nr. 464-467. 31 v -86 v TAGESHOREN FÜR SONN- UND WERKTAGE. Ohne Laudes. (31 v -51 r ) Prim bis Non; (51 r —81 r ) Vesper, kombiniert mit Teilen des Officium quotidianum B.M.V. wie in St. Peter perg. 34; (81 r -86 r ) Komplet; (86") >So man disciplin nympt<, s. Guerrini , Nr. 482. 86 r -109 r TEILE DES PROPRIUM DE TEMPORE. Bemerkenswert: (90") Katharina- Offizium mit Teilen von AH 26 Nr. 73 eingeschoben. 109 r -149 r OFFICIUM DEFUNCTORUM. (109 r -114 r ) Vesper, (114 r -142 r ) Matutin, (142 v -147 r ) Laudes, (147 r -149 r ) Collectae. Am unteren Rand von 109 r -146 v deutsche Bittgebete für die armen Seelen, an Maria gerichtet. 149 r -165 r BUSSPSALMEN MIT LITANEI. >Incipit Septem psalmi<, von späterer Hand am Rand nachgetragen (in Zuordnung zu den 7 Psalmen): hofart, geiz, zorn, Unlauterkeit, frass, neid, tragheit; (157") > Am Aschermittwoch ...<, wie 10 r ; (158 r —164 r ) Allerheiligenlitanei mit Preces, dominikanisch mit Nürnberger Einschlag ( Heinrice, Ludvice, Sebalde, zweimal Katherina sowie Kunegundis); nachgetragen unter anderem Otto, Judoce, Ang- nes (v. Montepulciano), Anthonine, Hiacinthe, Reymundi(l)-, (164 r —165 r ) >Litanei der totden<. 165 r —182 v TEILPSALTERIUM. Ps 1-3, 10, 14-16, 20, 32-33, 44-46, 60, 74, 86, 95-98. 182 v —190 r VOTIVOFFIZIEN. (182 v ) >De sancto Dominico<, Teile von AH 25 Nr. 85; (186 r ) > De sancta Katherina virgine et martyre<, Teile von AH 26 Nr. 69. 203 st. peter perg. 106 • st. peter perg. 107 190 r -210 r TEILBREVIER. Auszüge aus dem Commune Sanctorum (190 r -210 r ), dem Proprium de Tempore (210 r -233 r ), dem Kirchweih-Offizium (233 r -236 r ) sowie dem Proprium de Sanctis (236 r -277 v ). 277 v -284 r PASSIONSPSALTER. >ln passione Domini nostri lesu Christi<, Ps 21-30 mit Responsorium H esbert , Nr. 7760 und Oration B ruylants 2, Nr. 987. 284 r -285 r > ANTIPHONAE MAIORESc. 285 v VERSUS > in festo annunciacionis Marie <. 285 v -287 v NACHTRÄGE: (285 v -286 r ) Initien der Hymnen AH 51 Nr. 41 und 44, (287 v ) Oration de s. Cordula (vgl. Fragment Nr. 1). — 286 r -287 r leer. Fragmente: 1. Eingelegtes Pergamentblatt (15./16. Jh.) zwischen Bl. 6 u. 7: Oration der hl. Cordula (wie 287 v ). 2. Eingelegtes Pergamentblatt (15./16. Jh.), foliiert 157a: Orationen zum Totenoffizium, > Um alle eilende sele< und >um swester bruder{\)<. 3. Papierstreifen (16. Jh.) zur Litanei mit der Liste der nachgetragenen Heiligen (s.o., 158 r -164 r ). 4. Papierstreifen nach Art eines Lesezeichens (17. Jh.): Entzünt o Jesus daß hertze mein, dan ich kan nit lenger an tir sein, o heiliger Reymundus, hitt gott für mich (Raimund v. Capua, im Nürnberger Predigerkloster begraben). St. Peter perg. 107 Lateinisches Stundenbuch 254 Bl. • 10,5 X 8 • Zisterzienserinnen • Erfurt, St. Martin • 16. Jh. 1 Lagen:. V 10 , (VI + l) 23 , 5 V 73 , (IV + l) 82 , 7 V 152 , IV 160 , 8 V 240 , VII 254 . Schriftraum 8 X 5. 12 Zeilen. Bl. 15-23 und 244-254: 16 Zeilen. Bastarda formata von einer Hand (gleiche Hand in St. Peter perg. 38 a, 50, 50b und 74); Bl. 11-23 und 244-254 kleinere Schrift der gleichen Hand. Übliche Rubrizierung. Rote und blaue Lombarden. l v , 171 r , 191 r rollwerkartige Deckfarbeninitialen auf Goldgrund, davon ausgehend buntes Rankenwerk. 192 v -238 r teilweise Hufnagelnotation auf 5 Linien (F-Linie rot, C-Linie gelb). Vom alten Einband sind je 4 Eckenbeschläge auf beiden Deckeln sowie 1 von ursprünglich 2 Schließen erhalten; alles übrige 1973 erneuert. Herkunft: Aus dem Zisterzienserinnenkloster St. Martin in Erfurt (charakteristische Schreiberhand, s.o.; vgl. auch 23 r und 137 v -140 v ). Datierung nach Schrift und Buchschmuck. Kein Kaufvermerk Abt Steyrers; vermutlich 1781 für St. Peter erworben. Literatur: Ehrensberger ,S. 48 Nr. 18; Ettlinger , S. 640. 204 ST. PETER PERG. 107 l r -86 r OFFICIUM PARVUM B.M.V. >Incipiunt Höre bea{\) virginis Marie quotidie dicende ante horas de tempore. Iuxtra(\) ritum ordinis Cisterciensis<. (l r —26 r ) Matutin, darin eingeschoben (ll r —23 r ) >Collecte de Sanctis<, >de dominicis< und > de sancto Martini <; (26 r —42 r ) Laudes mit folgenden Kommemorationen: Robert, 11000 Jungfrauen, Allerheiligen, pro Pace, Maria; (42 r -48 r ) Prim, (48 r —54 r ) Terz; (54 r -60 v ) Sext; (60 v -67 r ) Non; (67 r -74 r ) Vesper; (74 r -78 v ) Komplet; (78 v -86 r ) Psalmen für Terz, Sext und Non des Marienoffiziums an Sonn- und Montagen. Alles wie im gedruckten Zisterzienserbrevier von 1484 (GW 5198), gg 10 r —15 r , in der Hs. zusätzlich die Kommemora- tion der 11000 Jungfrauen. — 23 v leer. 86 r -96 r ORDINARIUM FÜR DIE KLEINEN HÖREN. >Dominicis diebus. Ad pri- mam<, (92 r ) >Dominicis diebus. Ad terciam< ... >Ad sextam< , (93 r ) >Ad Nonam<, (94 r ) >Ferialibus diebus. Ad primam< >Feria secunda. Ad terciam<, (95 r ) > Ad sex- tam<, (95 v ) > Ad nonam<. 96 r -132 r VESPER FÜR SONN- UND WERKTAGE. >Dominicis diebus ad vesperas<. 132 v -137 v KOMPLET. >Lectio ad collacionem ante Completorium < Domna iube bene- dicere ... 137 v -140 v KOMMEMORATIONEN. (137 v -138 r ) Mariae Verkündigung, (138 r -139 r ) Martin, (139 v -140 r ) Benedikt, (140 rv ) Bernhard. 140 v -143 r KAPITELOFFIZIUM. >Incipit Capitulum omni die<. Iube domna benedice- re... 143 r -168 r FERIALPSALMEN FÜR DIE KLEINEN HÖREN. >Incipiunt psaltni ad primas ...<. 168 r -170 r TE DEUM. > Canticum Ambrosii et Augustini<. — 170 v leer. 171 r Schluß des Kapiteloffiziums wie 143 r oben (Versehen der Schreiberin). 171 r -190 r BUSSPSALMEN MIT LITANEI. >Incipiunt septem psalmi penitenciales<; (185 r — 190 r ) Zisterziensische Allerheiligenlitanei mit Preces. 191 r —243 v TOTENOFFIZIUM. >Incipiunt vigilie defunctorum<. Antiphonen und Re- sponsorien mit Notation. (191 r —193 v ) Vesper, (193 v —232 v ) Matutin, (232 v —238 v ) Laudes, (238 v -241 r ) Collectae, (241 r -243 v ) Veniae. 205 st. peter perg. 107 st. peter perg. 108 244 r -245 v HYMNAR. AH 51 Nr.41, AH 50 Nr. 18-20.7, AH 51 Nr.44.22.47, AH 2 Nr. 23, AH 51 Nr. 60.54, AH 50 Nr. 66 (Str. 8-10). 67, AH 2 Nr. 44, AH 50 Nr. 215, AH 2 Nr.49, AH51 Nr. 88.91, AH50 Nr. 144.336 (= Weinmann , S. 13, Nr. 3-9, 11, 13-14, 16-17, 19-20, 24-25, 27-28, 30-31, 53). St. Peter perg. 108 Officium Defunctorum • Rituale * Prozessionale 226 + 2 (Pap.) Bl. • 10,5 X 8 • Dominikanerinnen • 14. Jh. 1 Lagen: V 10 , 5 VI 70 , (II + l) 76 , IV 84 , 6 VI 156 , IV 164 , III 170 , 4 VI 218 , 2 II 226 . Am Schluß des Buchblocks ungezähltes Papier-Doppelblatt, Wz. Adler mit Colmarer Wappen (ähnlich B riquet, Nr. 1429). Schriftraum: 7X5. 11 Zeilen oder 4 Notensysteme (Quadratnotation auf 4 roten Linien) mit je einer Textzeile. Textura von einer Hand, rubriziert. Rote und blaue Lombarden, teilweise mit Fleuronnee in der Gegenfarbe. l r und 20 v einfache rot-blaue Fleuronnee-Initialen. Neuer hellbrauner Lederband mit einer Schließe, 1973 angefertigt; vom alten Einband (Pergament auf Pappe) nur der vordere Spiegel wieder verwendet. Herkunft: Aus einem Dominikanerinnenkloster, nach Schrift und Litanei in der ersten Hälfte des 14. Jh's entstanden; spätestens im 16. Jh. befand sich die Hs. vermutlich in Colmar (s. Wz.). Laut Kaufvermerk auf dem vorderen Spiegel von Abt Steyrer 1781 für St. Peter erworben. Literatur: E hrensberger , S. 74 Nr. 6; E ttlinger , S. 637. l r -84 v OFFICIUM DEFUNCTORUM. >Vespere defunctorum <, (14 v ) In primcrnoc- turno, Ve rba mea ..., (67 r ) > in laudibus<. (84 v ) Nachtrag: Factus Jesus in agonia (Hes- bert , Nr. 2848; vgl. St. Peter perg. 4, 91 r ). 85 r —170 v RITUALE. >In transitu sororis< mit dominikanischer Allerheiligenlitanei (85 r — 90 v ); (138 r ) > Septem penitenciales<, Bußpsalmen mit Litanei (158 r -167 r ). 171 r —226 v PROZESSIONALE. In ramis palmarum, Pueri hebreorum, (186 r ) >Feria quinta in cena Domini ad-mandatum<, (202 r ) >In ascensione Domini<, (209 v ) >ln purificacione beate Virginis<, (218 v ) > In assumpcione beate Marie virginis<. 206 st. peter perg. 109 St. Peter perg. 109 Prozessionale • Rituale 1 (Pap.) + 172 + 16 (Pap.) Bl. • 15 X 11 • Dominikanerinnen • Straßburg, St. Nikolaus in Undis • 1439 Lagen: (VI + l) 13 , 4 VI 61 , (VI + l) 74 , VI 86 , (VI + 1)", 2 VI 1 ", 2 (VI + l) 149 , VI 161 , (V + l) 172 , II 176 , (V + 2) 188 ; teilweise Reklamanten. Ungezähltes Vorsatzbl. Pap. mit Wz. Briquet Nr. 2096 (Straßburg, von Dürkheim, nach 1600: Piccard , Expertise); letzte 2 Lagen Pap. mit Wz. Wappen mit Stern und Monogramm HR. Schriftraum 9/10 X 7/8. 4 Notensysteme (Quadratnotation auf 4 roten Linien) mit Textzeile oder 12 Zeilen. Textura von der Hand der Agnes Rössin im Corpus der Hs.; 83 r -84 v (am Rand) und 171 v —172 r Nachtragshand, 15. Jh.; 2 Nachtragshände des 16. Jh's: 173 r —184 v (gleiche Hand wie in St. Peter perg. 21, l r -2 v sowie 25, 130 r —131 v und 67, 94 r -96 r ) und 184 r —185 r . Übliche Rubrizierung. Rote und blaue Lombarden, teilweise mit Fleuronnee in der Gegenfarbe. In den notierten Teilen schwarz-rote Cadellen. 2 r Initiale L: blauer Buchstabenkörper vor Goldgrund mit bunten Rauten; im Innenraum des Buchstabens das nackte Jesuskind, ein Körbchen mit zwei Tauben sowie eine Kerze haltend; von den Ecken ausgehende Ranken mit grün- lila und blau-orangen Blättern. 8 V , 53 v und 153 v kleinere lombardenartige Initialen in Blattgold mit rotem Fleuronnee und rankenartigen blau-goldenen Zierstäben. 59 r Randminiatur: auf geblümtem Wiesenstreifen Jesuskind mit Palme, auf einem Esel reitend, ihm entgegengehend ein Knabe mit Schriftband benedictus qui venit. Roter Lederband des 15. Jh's mit rautenförmigem Streicheisenmuster, vorne auch Einzelstempel, eine neue Schließe. Herkunft: Aus dem Straßburger Dominikanerinnenkloster St. Nikolaus in Undis, s. Altarpatrozi- nien (20 r -24 v , vgl. St. Peter perg. 4) und Litanei; 172 v Got mache selig zu aller zit Swester Agnes Rössin sei und Up, die dis büchelin het geschriben und ir zit do mit vertriben. von Christus geburt zalte sy do MCCCCXXXIX ior (zu Agnes Rössin, Kantorin des Klosters, s. Meyer , V. 30, S. 83). Später in St. Margaretha und St. Agnes (vgl. 173 r -184 r , dazu oben der Hinweis auf die Nachtragshände), wohl nach der Übersiedelung des Restkonventes von St. Nikolaus in dieses Kloster 1592 (s. Wilms , S. 53). Laut Vermerk auf dem vorderen Spiegel von Abt Ph. J. Steyrer 1781 erworben. Literatur: Ehrensberger , S. 74 Nr. 8; Längin , Nr. 149e (Nachtrag); Ettlinger , S. 637; Beer, Initial und Miniatur, Nr. 61; Heusinger I, S. 31 und 191 f; Heinzer , Altarpatrozinien, 369. 2 r -59 r PROZESSIONALE. >ln festo purificacionis virginis Marie <; (8 V ) > Dominica in ramis palmarum<\ (20 r ) >In ablucione altarium<, folgende Patrozinien: Maria, Dominikus-Vinzenz, Matthäus, Nikolaus-Elisabeth, 10000 Märtyrer, Allerheiligen; (24 v ) >Ad mandatum peragendum<; (35 v ) >In parasceve<, (41 r -47 v ) AH 50 Nr. 66; (48 r ) >ln ascensione Domini <; (53 r ) >In festo assumpcionis gloriose virginis Marie<. 59 v -172 v RITUALE. 59 v —79 v Krankenritus. > Ad communicandum infirmum ...<, (61 v ) >De extrema unctio- ne<. 207 st. peter perg. 109 st. peter perg. 1 10 79 v —153 v Sterbe- und Begräbnisritus. >De transitu sororis<, (81 r —86 v ) dominikanische Allerheiligenlitanei, bemerkenswert: Adelfe und Brigitha, von der 1. Nachtragshand: Decem milium martyres, Vincenti (Ferrer), Dorothea, Katherina de Senis\ (87 v ) >Com- mendacio anime<; (123 v ) >De officio sepulture<; (130 v ) > De modo recipiendi extra- neos ad sepulturam <. 153 v —172 v Sondergut der observanten Klöster zum Sterberitus, vgl. St. Peter perg. 4, 72 r — 98 r : (153 v —166 r ) Passionspsalmen; (166 v —172 v ) >Dis sol der convent lesen vor einer hinzienden swester<, vgl. St. Peter perg. 4, 91 r —98 r , hier etwas andere Reihenfolge (ab 168 r Nachtragshand); darin eingeschoben (169 r — 171 r ) Responsorien zur Fronleichnamsprozession: Melchisedec rex salem ... (Haupthand). — 172 v Eintrag der Schreiberin (s.o.). 173 r -185 r NACHTRAG ZUM PROZESSIONALE (16. Jh. 2 ): (173 r -176 r ) >In festo sancti Dominici<, aus AH 25 Nr. 85 die Responsorien Mundum vocans, Verbum vitae, O spem miram; (177 r —184 r ) >In festo Corporis Christi<, Responsorien aus AH 5 Nr. 5; (184 r — 185 r ) >De S. Sacramento Hymnus< AH 50 Nr. 286 mit Versikel und Oration. — 176 v und 185 v -188 v leer. St. Peter perg. 110 Psalterium IV (Pap.) + 197 + 7 (Pap.) Bl. • 11 X 8 • Dominikanerinnen ■ 13. Jh. 2 Lagen: II 1V , III 6 , 15 VI 186 , ([VI-1] + [III + l]) 204 ; erste Lage und 197-204 Pap., kein Wz.; als Falzverstärkung der ersten Lage Pergamentstreifen (aus der gleichen Hs. wie die Einbandmakulatur, s.u.). Schriftraum: 7 X 5. 16 Zeilen. Textura von einer Hand im Corpus der Hs.; verschiedene Nachtragshände des 14. und 15. Jh's auf den Pap.bl. und am Rand des Haupttextes. Übliche Rubrizierung. Rote und blaue Lombarden. An den Hauptteilungsstellen des Psalteriums rot-blaue 4-5zeilige Initialen mit einfachem Fleuronnee und Zierstäben. Roter Lederband des 15. Jh's, stark berieben; Streicheisenlinien und jeweils 4 Einzelstempel (heraldischer Adler n. 1., rhombisch); eine neue Schließe. Unter dem abgelösten Vorderspiegel Makulaturstreifen von einer Perg.hs. des 13. Jh's (theol. Traktat) sichtbar. Herkunft: Nach Kalendarium und Litanei aus dem späten 13. Jh.; Nekrologeinträge des 15. Jh's weisen in das südl. Württemberg, möglicherweise auf das Kloster Habstal bei Sigmaringen, wo zwei Nonnen mit dem Namen Agnes von Hornstein bezeugt sind (s. E. von H ornstein- G rünin- gen, Die von Hornstein und von Hertenstein, Konstanz 1911, S. 173 Nr. 202-209 mit Anm. b). III r Kaufvermerk Abt Steyrers von 1781. Literatur: E hrensberger , S. 8 Nr. 34; E ttlinger , S. 637. 208 ST. PETER PERG. 110 r-II r DEUTSCHE GEBETE. Ich bitt dich, lebendiger Got, daz mir din götliche manlich- keit helff überwinden ..., (I v ) Crist ward geborn, Crist ward wider verlorn .... - H V -IV V leer, außer Kaufvermerk III 1 " (s.o.). l r —6 V KALENDARIUM, dominikanisch, wie im Prototyp Humberts, folgende Zusätze von der Haupthand: 13.6. Antonii (1262 in den Ordenskalender eingeführt), 27.6. Marthe (1276), 13.10. Eduardi (1270); es fehlen die Anniversarien am 4.2., 5.9. und 10.10. sowie das Fest Coronae Domini am 4.5. Mehrere Hauptfeste beim Rubrizieren vergessen. Nachtrag von einer Hand des 15. Jh's: 8.1. Erbardi. Folgende Nekrologeinträge: 20.2. obiit Anna Lupfin, mater mea, anno domini 1432; von anderer Hand: 8.3. obiit Agnes de Hornstain 1456 , 7.4. Obiit pater meus 1423, 4.5. o. frater meus Ulricus 1433, 2.6. obiit Johannes Lupff MCCCC und L, 6.9. Cunrat{?) frater meus XXXI(?) obiit, (außer dem ersten alle Einträge später ausradiert, nur mit Quarzlampe lesbar). 7 r -191 v PSALTERIUM NON FERIATUM, Cursus romanus. Teile des Ordinarium Offi- cii von anderer Hand nachgetragen. (7 r —174 v ) Ps 1—150; (174 v — 186 V ) Laudes-Cantica; (186 v -191 v ) Te Deum, Benedictus, Magnificat, Nunc dimittis, Pater noster, Credo, Qui- cumque. 191 v —196 v ALLERHEILIGENLITANEI mit Preces, dominikanisch. Besonders hervorgehoben durch rote und blaue Majuskeln: Johannes Baptista und Agnes ; rubriziert: Trini- tas, Maria, Johannes (Ev.), Petre (Martyr), Dominice, Maria Magdalena, Katherina; außerdem bemerkenswert Johannes und Paule bei den Märtyrern; (196") Kollekten, abweichend vom ordensüblichen Text: Deus cui proprium est misereri Semper et parcere, suscipe deprecationem nostram ..., Exaudi, quaesumus Domine, supplicum preces et confitentium tibi parce peccatis ..., >Sancta Maria<, O Maria splendor celi... >Sancte Johannes ewangelista <, Domine suscipe me, ut cum fratribus meis ... (s. Darmstadt, Hess. Landes- u. Hochschulbibl., Hs. 2242, 88 v ; Achten-Eizenhöfer-Knaus , S. 30), Eccle- siam tuam, quaesumus domine, benignus illustra, ut beati Johannis apostoli.. . (Bruylants 2, Nr. 520); Schluß der letzten Oration 204 r . 197 r —204 r NACHTRÄGE des 15. Jh's: Lektionen und Responsorien des Totenoffiziums: (203 v ) Uber die X pselter ... mit Orationen Deus qui corda fidelium und Bruylants 2, Nr. 312 (von anderer Hand). 209 st. peter perg. 1 1 1 St. Peter perg. 111 Psalterium ■ Rituale • Deutscher Marienpsalter 158 + 65 (Pap.) Bl. • 13,5 X 9,5 • Dominikanerinnen • Colmar, Unterlinden (Teil II) ■ 13. Jh. 2 u. um 1515 Roter Lederband des frühen 16. Jh's mit Einzelstempeln, darunter Schunke , Blüte-Vierblatt 64 und Lilie 83 (Einbände der gleichen Werkstätte: St. Peter pap. 20, s. Niebler , S. 34, und St. Peter perg. 81); eine Schließe; Vorsatzbl. (la) aus einer Sermoneshs. des 14. Jh's. 1972 restauriert: Rük- ken erneuert, Makulatur (Fragmente einer liturgischen Hs. des 14. Jh's) herausgelöst. Herkunft: Teil I nach Schrift und Kalendarium aus dem 13. Jh., Schriftheimat nicht genau bestimmbar, Nachträge im Kalendar weisen in das Elsaß; Teil II um 1515 (s. Wz.), aus dem Colmarer Unterlindenkloster wie St. Peter pap. 20': vgl. textliche Übereinstimmung und Einband. Nach Vermerk auf dem vorderen Spiegel von Abt Ph. J. Steyrer 1781 gekauft. Literatur: Ehrensberger , S. 9 Nr. 42; Längin , Nr. 64; Ettlinger , S. 637. I Bl. 1-157. Lagen: III 6 , 2 VI 30 , V 40 , 9 VI 148 , (VI-3) 157 . Schriftraum 10 x 7. 16-17 Zeilen. Textura von einer Hand; verschiedentlich Korrekturen von späteren Händen (13.-15. Jh.). Übliche Rubrizierung. Rote Lombarden zu Beginn der einzelnen Psalmverse, an den Anfängen der Psalmen selber rot und blau mit Fleuronnee in der Gegenfarbe. Hauptteilungsstellen des Psalteriums hervorgehoben durch 4—6-zeilige Deckfarbeninitialen: Buchstabenkörper golden mit palmettenförmigen Ausläufern, Gründe blau und purpurn mit weißen spiralförmigen Ornamenten; 7 r Initiale zu Ps 1, etwas größer als die übrigen, Anfang des Psalmtextes in roten und blauen Majuskeln. 1 r — 6 v KALENDARIUM, dominikanisch, wie im Prototyp Humberts (s. Guerrini, S. 255-265), zusätzlich: Galli (16.10.). Von etwas späterer Hand: 22.6. Passio decem milium martyrum, 1.7. Sophie filiarumque eius, 27.7. Martbe (1276 in den Ordenskalender aufgenommen), 25.8. Ludewici (1301), 28.9. Wenzeslai (1298), 13.10. Edwardi (1270). Von einer weiteren Hand: 19.7. Alexii (1307). Verschiedene Nekrologeinträge von einer Hand des 13./14. Jh's, leider größtenteils getilgt; noch erkennbar: 15.1. Agnes 31.3. Mater mea o., 4.4. Johannes de W ..., 30.4. Wernherus, pater meus, 22.7. Agnes ... o. 1 Die Provenienzangabe zu St. Peter pap. 20 ( Niebler , S. 34) ist zu korrigieren: Kalendar und Litanei weisen auf Unterlinden; die spätere Besitzerin Sr. Maria Josepha Vogelbachin ist als Priorin des Klosters nachgewiesen (vgl. Ch. Wittmer , L'obituaire des Dominicaines d'Unterlin- den, Strasbourg-Zürich 1946, S. 44 Nr. 507 und Grandidier , Nouvelles oeuvres inedites 4, Colmar 1899, S. 183). 210 st. peter perg. 111 7 r -157 v PSALTERIUM FERIATUM, Cursus romanus. (7 r -142 v ) Ps 1-150; (142 v —150 r ) Laudes-Cantica; (150 r -153 r ) Te Deum, Cant. trium puerorum, Benedictus, Magnificat, Nunc dimittis, Quicumque; (153 r -157 v ) Litanei mit Preces, Korrekturen von 2 Händen des 13. Jh's: Anrufung zu Petrus Martyr sowie zweite Anrufung zu Dominicus nachgetragen, abschließende Kollekten fehlen. II BI. 158-221. Lagen: (V + l) 168 , V 178 , (IV + l) 187 , VI 199 , V 209 , VI 221 ; Kustoden a-f ; Papier mit zwei verschiedenen Ochsenkopf-Wz., nach Expertise von G. Piccard zwischen 1512 und 1515 beschriftet. Schriftraum 9X6. 16-17 Zeilen, öfter auch weniger. Bastarda von einer Hand, rubriziert. 158 r — 159 r Schluß der Litanei von Teil I: Kollekten mit Anrufung von Maria, Johannes d. Täufer, Dominikus, Thomas-Vinzenz-Katharina. 159 r —166 r Teile des Ordinarium Officii für die Sonntage. > Dominica vitatorium{\)<, s. Guerrini , Nr. 91—92; (160 v ) > Dominica adventus in prima<, s. Guerrini , Nr. 15 und 20; (162 v ) >In quadragesima< , s. Guerrini , Nr. 132, 146, 123, 136, 140, 142; (164 r ) > Dominica in passione<, s. Guerrini , Nr. 146. 166 v —182 r RITUALE, wie St. Peter pap. 20, 170 r -180 v . (166 v -174 r ) Sterberitus, darin (166 v —169 v ) dominikanische Allerheiligenlitanei mit folgenden Besonderheiten: Johannes baptista (zweimal) ... Blasi, Valentine ... Adelfe, Edmunde (zweimal), Dominice (zweimal) ... Onofri cum omnibus sanctis heremitis-, (174 v —182 r ) Officium sepulturae. 182 v -219 v DEUTSCHER MARIENPSALTER, Mundart elsässisch. Wie St. Peter pap. 20, 7 V und 8 V -28 V (s. Niebler , S. 34f) sowie Colmar, Bibl. de la Ville, 275 (276), 211 r ff (s. Catalogue general des manuscrits des bibliotheques publiques de France 56, Paris 1969, S. 115). > Weiler mensch disen psalter spricht ... - das er sy über alles menschlich geschlecht gelobt hab. Also vocht er an: Beatus vir. Sprich zu jeklichem psalm einen verß <. (183 r ) Suscipe regina. O küngin des himels ...; (184 r ) Maria milte mutter ...; (186 r ) Beatus vir ... (186 v ) Gegrüßet sygestu juncfrow miltes holcz ..., deutsche Übersetzung des Marienpsalters von EDMUND VON CANTERBURY (AH 35 Nr. 10). Ergänzungen zu den Quellenangaben bei Niebler : 182 v (= St. Peter pap. 20, 7 V ) ist Übersetzung der Einleitung von AH 35 Nr. 10 (S. 151: Quicumque hoc psalterium); 183 r —184 r (= St. Peter pap. 20, 8 v -9 r ) enthält außer der Übersetzung des Grußpsalters von Pontigny (Einleitung, s. Niebler , S. 35) auch die Übersetzung von AH 32 Nr. 130 (vgl. dazu AH 35, S. 151); 184 r -186 r (= St. Peter pap. 20, 9 r -10 r ) ist Ubersetzung von Chevalier, Nr. 13203. - 185 v -185a r und 220 r -221 v leer. 211 st. peter perg. 112 St. Peter perg. 112 Prozessionale • Rituale 120 Bl. • 11 X 9 • Dominikanerinnen • Südwestdeutschland • 15. Jh. 2 Lagen: 8 IV 64 , (III + l) 71 , 2 IV 87 , (IV + l) 96 , 3 IV 120 . Reklamanten, teilweise abgeschnitten. Schriftraum 7,5 X 5,5. 5 Notensysteme (Quadratnotation auf 4 roten Linien) mit Textzeile oder 19-20 Zeilen. 4 Hände: 1. 2 r -67 v Bastarda formata, wie in St. Peter perg. 20a (Albrecht von Breslau); 2. 67 v -99 v , bis 69 r Bastarda, dann Textura; 3. 99 v —116 V Textura; 4. 117 r —120 r Bastarda. Übliche Rubrizierung. Rote und blaue Lombarden; 2 r , ll r , 22 r , 32 r , 35 r , 38 r , 42 r , 53 r initialartig vergrößert, Buchstabenkörper rot-blau. 70 r und 93 r Zierseiten: 8-zeilige Initialen, Deckfarben und Blattgold, Rollwerk und arabeskenartige Ornamentik; um den Schriftspiegel bunte Distelblattranken mit Blumen und Vögeln. Roter Lederband der Zeit, auf beiden Deckeln rautenförmiges Streicheisenmuster, in den Feldern Einzelstempel (vierblättrige Blüte); 1973 restauriert: Rücken, hinterer Spiegel und zwei Langriemenschließen erneuert, hinterer Spiegel herausgelöst (Fragment einer Perg.-Hs., hebräischer Text; 2 Bruchstücke eines deutschen Briefs als Buchzeichen eingelegt. Herkunft: 2 r -67 v von der Hand des Dominikaners Albrecht von Breslau, wie die 1499 datierte Hs. St. Peter perg. 20 a (s. auch Einleitung, S. XXXII) Die folgenden Teile, bes. die Litanei 76 v -79 v , die Altarpatrozinien 99 v -100 v und die Antiphon 107 r -108 v weisen nach Freiburg (Adelhausen). Von Abt Ph. J. Steyrer 1781 für St. Peter erworben. Literatur: Ehrensberger , S. 76 Nr. 13; Längin , Nr. 143; Ettlinger , S. 637. 2 r —52 r PROZESSIONALE. >lncipiunt processiones per totum annum secundum ordi- nem fratrum predicatorum. Et primo in dominica ramis palmarum <; (ll r ) > In cena Domini ad ablucionem altarium<-, (22 r ) >In cena Domini ad mandatum<; (32 r ) >In die sancto parasceve<; (35 r ) >In die sancto pasche<; (38 r ) >ln festo ascensionis Domini<-, (42 r ) >ln assumpcione Marie virginis<. — 31 v und 52 v leer. 53 r -93 r RITUALE. 53 r —67 r Begräbnisritus. > Incipit sepultura defunctorum<. 67 r —93 r Kranken- und Sterberitus. Lateinischer Text mit deutschen Rubriken (alemannisch). >ltem so man ein sieche swester bewaren sol ...<; (69 r ) > Wenn ein sieche swe- ster die heilige Ölung entpfohen sol ...<; (76 v ) > Wenn die swestern die tofel hören ...<; (76 v —79 v ) dominikanische Allerheiligenlitanei, am Schluß: Odilia, Florina, Adelheid, Candida, Küngundis, Afra, Maria Egipciaca sowie omnes sancti (!) penitentes (zu Candida und Florina s. FDA 22 (1892), 326: „liegendt leybhafftig zu Freyburg bey den predi- gern"); vgl. auch Freiburg i.Br.; Stadtarchiv, Hss. B 1 (H) Nr. 127 und 130 ( Gottwald, S. 122 und 124) sowie St. Gallen Stiftsbibl., Cod. 1897, p. 265 (s. B.M. v. Scar- patetti , Die Handschriften der Stiftsbibl. St. Gallen, Codices 1726-1984, St. Gallen 1983, S. 164); (80 r ) > Commendacio<. 212 st. peter perg. 112 st. peter perg. 1 13 93 r -99 v PASSIONSPSALMEN. > Psalterium Domini nostri Jesu Christe(\)<. Ps. 21-30. 99 v —111 v NACHTRAG ZUM PROZESSIONALE. (99 v -100 v ) > [Fe]na sexta in cena Domini de ordine abluendi altaria ...<, > ad maius altare ...de beata Maria <, >ln ca- pella omnium sanctorum<, > In ecclesia exteriori ad altare sancti Pauli situm super te< (Mitpatrone: Nikolaus und Margaretha), > Ad altare sancti Dominici< (Mitpatronin: Katharina), >Ad altare inferius sanctorum decem milium martirum< (Mitpatrone: Johannes und Martha), > Ad altare superius in cancellis sancti Michaelis arcbangeli< (Mitpatrone: Johannes d. Täufer, Stephanus, Maria Magdalena), vgl. Freiburg i.Br., Erzbischöfliches Archiv, Hs. 10 ( Gottwald , S. 176) und die oben erwähnte St. Galler Hs. 1897, p. 62-84 ( Scarpatetti, s.o., S. 163); (100 v -107 r ) >Feria sexta in parasceve<, mit AH 50 Nr. 66 (101 v —107 r ); (107 r -108 v ) Antiphon zu Mariae Verkündigung, Hesbert, Nr. 2997; (108 v —11 l v ) Fronleichnam mit Sequenz AH 50 Nr. 385, Str. lOa-llb und Hymnus AH 50 Nr. 388. 112 r -116 v ALLERHEILIGENLITANEI mit Preces pro vivis. Dominikanisch. Bemerkenswert: rubrizierte Anrufung Angnes, zweite Anrufung Margaretha von Hand 4 hinzugefügt. 117 r —120 r ABLUTIO ALTARIUM, entsprechend 99 v — 100 v , Texte ausgeschrieben. St. Peter perg. 113 Prozessionale • Rituale 142 Bl. • 16 X 10,5 • Dominikanerinnen • Straßburg, St. Nikolaus in Undis (?) • 15. Jh., 13. Jh. 2 , 14. Jh. 1 Schmuckloser roter Lederband des 15. Jh's mit 2 Langriemenschließen, als Spiegel 2 Bruchstücke einer Brevierhs. (Pergament, 14./15. Jh., Offizium der hl. Juliana mit Lektionen aus BHL 4522). Herkunft: Teil I aus dem Straßburger Dominikanerinnenkloster St. Nikolaus in Undis (vgl. Altar- patrozinien 21 r -28 v ), im 15. Jh. geschrieben; Teil II 13. Jh., zweite Hälfte; Teil III 14. Jh., erste Hälfte, jeweils ohne Anhaltspunkte für sichere Provenienzbestimmung. Auf dem vorderen Spiegel Kaufvermerk Ph. J. Steyrers von 1781 (nicht 1784, wie bei Ettlinger angegeben). Literatur: E hrensberger , S. 75, Nr. 9; E ttlinger , S. 638; H einzer , Altarpatrozinien, 369. I Bl. 1-84. Lagen: Senionen mit Reklamanten. Schriftraum 10 X 8. 2 Notensysteme (Quadratnotation auf 4 roten Linien) mit Textzeile oder 12-13 Zeilen. Textura von einer Hand, rubriziert. Rote und blaue Lombarden, in den notierten Teilen schwarz-rote Cadellen. 2 r , 7 V , 29 r , 45 r , 50 v grobe Fleuronne-Initialien. 213 ST. PETER PERG. 1 13 2 r -55 v PROZESSIONALE. > Purificacio beate Marie <; (7 V ) > Dominica in ramis palma- rum<-, (21 r ) >ln ablucione altaris<, folgende Altarpatrozinien: >Zü dem fron alter<, Maria; >zü dem alter uff dem lettner<, Dominkus-Vinzenz; >zü dem hoben alter<, Kreuzauffindung; Matthäus; Nikolaus-Elisabeth; Zehntausend Ritter; Alle Heiligen; (28 v ) >In cena Domini oratio <, zur Fußwaschung; (42 v ) >In parasceve<\ (45 r ) >In ascensione Domini<-, (50 v ) > In assumpcione beate Marie virginis<. — 1™ leer. 55 v -84 r STERBEGEBETE, nach dem Ritus der observanten Dominikanerinnenklöster (vgl. Register: Dominikanische Observanzbewegung, Sonderritus). >Dis liset man, so ein swester bin zuht<. II Bl. 85-118. Lagen: 2 VI 108 , (III + 4) 118 . Schriftraum 11 X 7,5. 19 Zeilen. Textura von einer Hand; 117 r Nachtragshand des 14. Jh's. Übliche Rubrizierung. Teilweise Quadratnotation auf 4 roten Linien. 85 r -117 r RITUALE. 85 r —91 r Krankenritus. >De communione infirmi<-, (86 r ) >De extrema unctiöne<. 91 r -117 r Sterbe- und Begräbnisritus. > De transitu fratris<; (91 v ) >Letania de transitu<, dominikanisch, Thomas von Aquin fehlt noch; (95 r ) >Commendatio anime<\ (101 v ), >De modo recipiendi extraneos ad sepulturam< ; (103 r ) > De officio sepulture<. Texte durch Überschreibung von der Haupthand für den Gebrauch in einem Frauenkloster eingerichtet. — 117 v —118 v leer. III Bl. 119-142. Lagen: Senionen. Schriftraum 11 X 7,5. 6 Notensysteme (Quadratnotation auf 4 roten Linien) mit Textzeile. Textura von einer Hand; 140 r -141 r Nachtragshand des 15. Jh's. Übliche Rubrizierung. Rote und blaue Lombarden mit Fleuronnee in der Gegenfarbe; ab 128 v schwarz-rote Cadellen. 119 r —128 r LIBRI GENERATIONIS JESU, Mt 1,1-16 und Lc 3,21-4,1. 128 r -137 v EXSULTET. 137 v —141 r ANTIPHONEN. Ad te pia suspiramus ..., aus AH 54 Nr. 277 Str. 11 und 12; (138 r ) Alleluia, Felix o virgo Maria ...; (138 v ) > Jobannes, Ewangelista<. Alleluia, bic est dilectus Johannes ...; (139 v ) >sancti Johannis ante portam latinam<. Alleluia, o felix festivitas .... 214 st. peterperg. 113 • st. peterperg. 114 140 r —141 r Responsorium Melchisedech, rex Salem (Nachtrag, 15. Jh.). — 141 v —142 v leer. St. Peter perg. 114 Totenoffizium • Rituale • Prozessionale 254 Bl. ■ 15 X 10 • Dominikanerinnen • Colmar, Unterlinden • 14. Jh. u. 15. Jh. 2 Lagen: 1 \ 5 VI 61 , (III + l) 73 , 3 VI 109 ,1 111 , VI 123 , (VI + l) 136 , 3 VI 172 , II 176 , VI 188 , 2 VI 212 , V 222 , VI 234 , II 238 , VI 250 , II 254 . Schriftraum 9/10 X 6/7. 10-14 Zeilen oder 3-4 Notensysteme (Quadratnotation auf vier roten Linien) mit Textzeile. Textura von drei verschiedenen Händen: 1. 2 r —lll r , 169 r -176 r und 213 r -234 v (14. Jh., gleiche Hand in St. Peter perg. 70); 2. 137 r -168 v , 177 r -212 v und 239 r -253 r (14. Jh.); 3. 112 r -136 r und 235 r —238 v (nach 1458, = Hand 2 von St. Peter perg. 115). Drei Nachtragshände (15. Jh.) l v und 253 v -254 v . Übliche Rubrizierung. Rote und blaue Lombarden, teilweise mit grobem Fleuronee; mehrfach Zierr^nken mit Blümchen und Vögeln. Schmuckloser roter Lederband mit zwei neuen Langriemenschließen; Spiegel: Fragmente einer dominikanischen Brevierhs. des 14. Jh's ( Guerrini , Nr. 60-64). Verschiedene Buchzeichen, darunter ein Scherenschnitt des 18. Jh's (Odilia-Andachtsbild). Herkunft: Aus dem Dominikanerinnenkloster Unterlinden in Colmar, vgl. Altarpatrozinien (213 r -232 v ). Grundstock aus dem 14. Jh., Hand 1 nach 1348 (Weihedatum des 231 r -232 v erwähnten Altars); in der 2. Hälfte des 15. Jh's ergänzt (112-136 und 235-238). Laut Vermerk auf dem vorderen Spiegel und l r von Abt Ph.J. Steyrer 1781 gekauft. Literatur: Ehrensberger , S. 76 Nr. 14; Ettlinger , S. 637. l v Nachtrag (15. Jh.): Collectae > in cena Domini<, >in ascensione Domini<. 2 r -104 r TOTENOFFIZIUM. > Vigilia mortuorum<. (2 r -15 v ) Vesper, (16 r -82 v ) Matutin, (83 r -104 r ) Laudes. 104 r -168 v RITUALE. (104 r —11 l r ) Responsorien aus dem Begräbnisritus, Subvenite, Antequam nascerer, Clementissime Domine; (112 r ) > Septem psalmos penitenciales <; (119 r ) >ln transitu sororis letania<, dominikanische Allerheiligenlitanei mit Preces, darin Vincenti (Ferrer), Adelfe und Brigida ; (123 r ) > Commendacio anime<-, (130 r ) >Letanie<, wie oben, auf eingelegten Blättchen Zusätze Anthonine und Otilia-, (137 r — 168 v ) Begräbnisritus, Non intres in iudicium ... . — 11 V und 136 v leer. 169 r -253 r PROZESSIONALE. (169 r -176 r ) In festo Corporis Domini; (177 r -191 v ) In ramis palmarum; (191 v —206 r ) In cena Domini, ad mandatum; (206 v —212 v ) In ascensione Domini; (213 r -232 v ) In cena Domini, ad ablutionem altarium, folgende Patrozinien: 215 st. peter perg. 114 st. peter perg. 115 Maria-Dominikus, Johannes d. Täufer, Apostel Johannes-Petrus Martyr, Jakobus-Niko- laus, 11000 Jungfrauen, Engel-Martyrer-Bekenner (vgl. Barth , Sp. 233 f); (232 v -238 v ) In paresceve; (239 r -246 v ) In purificatione (246 v -253 r ) In assumptione B.M.V. (246 a) Papierbl., nachträglich eingefügt, Antiphon Hesbert , Nr. 2997. — 176 v leer. 253 v —254 v Nachtrag (15. Jh.): Orationen für Verstorbene sowie zu den Festen Purificatio und Assumptio B.M.V. St. Peter perg. 115 Totenoffizium • Rituale • Prozessionale 1 + 164 + 1 Bl. • 16 X 12 • Dominikanerinnen • Colmar, Unterlinden(?) • 14. Jh. 1 u. 15. Jh. 2 Lagen: 4 VI 48 , l 49 , (V + 2) 61 , VI 73 , (VII + l) 88 , V 98 , III 104 , 5 VI 164 . Reklamanten, teilweise abgeschnitten. 2 unfoliierte Vorsatzbl. (s.u. Einband). Schriftraum 10/11 X 7/8. 13—15 Zeilen oder 4 Notensysteme (Quadratnotation auf 4 roten Linien) mit Textzeile. Textura von zwei Händen: 1. 1 r — 61 v u. 105 r —163 v ; 2. 62 r — 104 r (= Hand 3 von St. Peter perg. 114). Übliche Rubrizierung. Rote und blaue Lombarden, teilweise mit grobem Fleuronnee; in den notierten Teilen schwarz-rote Cadellen. Auf den Rändern ab und zu flüchtige Federzeichnungen (Blümchen und Vögel, ähnlich St. Peter perg. 114). Schmuckloser roter Lederband, nachträglich angebrachte Rückenverstärkung aus hellem Leder; zwei neue Langriemenschließen; Spiegel und Vorsatzbl. aus einem Antiphonale des 13. Jh's mit Teilen des Franziskus-Reimoffiziums AH 5 Nr. 61 (neumiert). Herkunft: Auf das Unterlindenkloster in Colmar deuten die Verbindungen mit St. Peter perg. 114 und die doppelte Anrufung des Klosterpatrons (69 r ); 1. Hand weist ins 14. Jh., Thomas von Aquin (1326 kanonisiert) erscheint nicht in der ersten Litanei. Bl. 62-104 nach 1458 (Kanonisationsda- tum von Vinzenz Ferrer, s. Litanei 68 v -74 v ). Von Ph.J. Steyrer 1781 gekauft (Vermerk l r ). Literatur: E hrensberger , S. 76 Nr. 15; E ttlinger , S. 637. l r -39 r TOTENOFFIZIUM. (l r -8 r ) Vesper, (8 r -29 v ) Matutin, (29 v -39 r ) Laudes. (7a) kleines Papierbl. mit Nachtrag (16. Jh.). 39 r —61 v RITUALE. Sterbe- und Begräbnisritus. (39 r —43 v ) dominikanische Allerheiligenlitanei mit Preces; (43 v —48 r ) Commendatio animae; (48 r —61 v ) Officium sepulturae. 62 r —74 v Bußpsalmen mit Litanei (68 v -74 v ), in dieser zweimal Johannes baptista sowie die Anrufung Vincenti (Ferrer). 75 r —98 r Antiphonen und Responsorien zum Totenoffizium, notiert. 216 st. peter perg. i 15 st. peter perg. 116 98 v —104 r Karfreitagsgesänge. Ecce ligtium ..., (99 r ) Popule meus ... (99a) Papierbl. mit Suffragium von Tod und Auferstehung Christi. — 104 v leer. 105 r -158 v PROZESSIONALE. (105 r -118 v ) In ramis palmarum; (118 v -132 v ) In cena Domini ad mandatum; (133 r -139 r ) In ascensione Domini; (139 r -144 v ) In festo corporis Christi; (144 v -152 r ) In purificatione (152 r -158 v ) In assumptione B.M.V. Zwischen 144 und 145 Doppelblatt aus einem gedruckten Brevier, 16°, Bl. 20 und 21 (Officium B.M. V.). 159 r -163 v Ps 113 und 117. - 164 rv leer. St. Peter perg. 116 Prozessionale • Rituale 1 + 133 + 1 Bl., davon 75 Pap. ■ 13,5 X 10 • Dominikanerinnen • Straßburg, St. Nikolaus in Undis • 15. Jh. Lagen: 4 3 , (V + 3) 16 , (VI + 2) 30 , V 40 , (VI + 2) S4 , III 60 , V 70 , VII 84 , V 94 , (V + 2) 106 , (VI + l) 119 , (VI + l) 132 ; zweites Bl. als 1 a gezählt; ehemalige Spiegel jetzt als Vorsätze. Bl. 1-60, 107-119 und 132 Papier mit Wz. P iccard , Anker, Abteilung I (keine identische Nummer). Textverlust nach Bl. 3. Schriftraum schwankend, durchschnittlich 10 X 7. 12-16 Zeilen oder 5 Notensysteme (Quadratnotation auf 4 roten Linien) mit Textzeile. In den Pergamentteilen Textura von einer Hand, in den Papierteilen Bastarda von anderer Hand. Übliche Rubrizierung. 1 a v kolorierte Federzeichnung: Apostel Johannes mit Schlangenkelch, Figur in grünem Untergewand und lila Mantel auf grünem Wiesenfleck stehend, roter Rahmen. Unbeholfen wirkende Nonnenmalerei (vgl. H eusinger , s.u.). Roter Lederband, 1982 restauriert, dabei Rücken, Spiegel und zwei Langriemenschließen erneuert und alte Spiegel abgelöst (Fragmente einer Pergamenths. des 14. Jh's, darauf Gloria und Credo sowie komputistischer Vers, W alther , Initia carminum, Nr. 17245). Herkunft: aus dem Dominikanerinnenkloster St. Nikolaus in Undis in Straßburg, vgl. Altarpatrozi- nien (119 r -123 r ) und Litanei. Die Schrift weist ins 15. Jh.; Pergamentteile wohl noch vor 1458 (s. Nachträge in der Litanei). Kein Kaufvermerk Abt Steyrers. Literatur: E hrensberger , S. 77 Nr. 16; E ttlinger , S. 640; T h. C lasen , in: Jos. Esterhues zum 70. Geburtstag, Köln 1955, S. 129 Anm. 16 und S. 131; H eusinger I, S. 89 f und 193; H eusinger II, S. 144; H ornung , S. 273 f; H einzer , Altarpatrozinien, 369. V Schluß des Credo (Fortsetzung des Textes auf dem alten Spiegel). la v Miniatur (s.o.). — la r leer. T-3 V Quicumque, Text unvollständig. 217 ST. PETER PERG. 116 4 r -48 r PROZESSIONALE. >Purificatio Marie<\ (9 V ) >ln ramis palmarum<; (18 r ) > Ad mandatum Domini<\ (26 r ) >In Parasceve<-, (36 r ) > Mortuorum Responsoria<; (39 r ) > Ascensione Domini <; (44 r ) >In Assumcione beate Marie <. — 5 V leer. 48 r -54 r RESPONSORIEN UND ANTIPHONEN. (48 r -51 r ) Matutin des Totenoffiziums, (51 r -52 v ) Fronleichnam, (52 v -55 r ) Osterzeit. — 55 v -60 v leer. 61 r —116 v RITUALE. 61 r —76 r Krankenritus. >De communione infirmi< ; (62 v ) >De extrema< [unctione]. 76 r -116 v Sterbe- und Begräbnisritus. >Letania de transitu<, dominikanisch, je zwei Anrufungen für Nikolaus und Elisabeth, Vinzenz Ferrer und Katharina von Siena nachgetragen; (81 r ) >Commendacio anime<; (88 v ) >De officio sepulturae<\ (105 r ) > So ein swester hin zucbt ...<, Sondergut der observanten Klöster, s. Register: Dominikanische Observanzbewegung, Sonderritus; (116 v ) >Dis sint di III Pater noster di man einer swester betit, so si von z'tisc gescheiden<. 116 v —119 r NOVENE UM GUTE WITTERUNG. >So es zu lang regent, so Iis IX tag<, Anrufung der Engel, Johannes des Täufers, Matthäus, Dominikus und aller Heiligen, Orationen Bruylants 2, Nr. 22, 387, 856, 329; (119 r ) >So men aber den regen begert ...<, Orationen Bruylants 2, Nr. 229 und 122. 119 r -123 r ZUSATZ ZUM PROZESSIONALE: Ablutio Altarium am Gründonnerstag. Folgende Patrozinien: Maria, Dominikus-Vinzenz (Lettner), Hl. Kreuz, Matthäus, Nikolaus-Elisabeth, 10000 Ritter, alle Heiligen. 123 rv DEUTSCHES GEBET. >Dis gebetlin sprichit man VI tusent tnol und VI mol den wunden Christi<. Herr ich pit dich durch den smerczen diner wunden ..., s. auch Frankfurt a.M., Stadt u. Universitätsbibl., Ms. germ. oct. 28, 122 v (B. Weimann , Die mittelal- terl. Hss. der Gruppe Manuscripta germanica, Frankfurt a.M. 1980, S. 119). 123 v —132 v >Unsers Herren salter<. Ps21—30 mit Suffragien und deutschem Gebet für die >swester, di zu nehst sterben sol<, s. Frankfurt, Ms. germ. oct. 28, 128 v (B. Weimann , s.o. S. 119). 218 st. peterperg. 117 • st. peterperg. 118 St. Peter perg. 117 Prozessionale • Rituale 100 Bl. • 14 X 9,5 • Dominikanerinnen • Straßburg, St. Agnes (?) • 14. Jh. 1 . Lagen: Quinionen und Senionen; Reklamanten. Zu Beginn ungezähltes Vorsatzbl., nach Bl. 87 folgt 87a. Schriftraum 9,5 X 6,5. 5 Notensysteme (Quadratnotation auf 4 roten Linien) mit Textzeile oder 15 Zeilen. Textura von einer Hand im Corpus der Hs.; 88 v -97 v : 3 Nachtragshände des 15. Jh's. Übliche Rubrizierung. Rote und blaue Lombarden, teilweise mit Fleuronnee in der Gegenfarbe. In den notierten Abschnitten schwarz-rote Cadellen. Roter Lederband; 1972 Rücken und 2 Langriemenschließen erneuert sowie hinterer Spiegel abgelöst (jetzt Bl. 98). Herkunft: aus einem Dominikanerinnenkloster mit Agnes-Patrozinium (s. Litanei 54 v -59 r ), vermutlich Straßburg; Datierung aufgrund von Schrift und Stand der Litanei. Laut Vermerk auf dem vorderen Spiegel von Abt Ph. J. Steyrer 1781 gekauft. Literatur: Ehrensberger , S. 74 Nr. 7; Ettlinger , S. 637. 1 r —45 r PROZESSIONALE. In purificacione B.M.V., Lumen ad revelationem (6 r ) > Dominica in ramis palmarum < ; (16 r ) >Feria quinta. In cena Domini ad ablutionem altarium<-, (23 r ) >Ad mandatum<\ (33 r ) >In die parasceve<\ (35 v ) In Ascensione Domini, Viri galilei (40 r ) >In assumptione sancte Marie<. 45 r -86 v RITUALE. > Ad communicandum infirmum<; (46 v ) >Si prelatus fuerit inungen- dus ...<; (54 v ) >Letania<, dominikanisch, Agnes zweimal, Thomas v. Aquin fehlt noch; (59 r ) Commendatio animae, Subvenite (65 r ) >Dum effertur corpus ...<; (83 v ) >In receptione prelatorum et legatorum<; (85 v ) >Responsorium< [in receptione regis]. — 87 r -88 r leer. 88 v —97 v NACHTRAG (15 Jh.): Responsorien und Antiphonen zur Fronleichnamsprozession mit Teilen aus AH 5 Nr. 5. — 98 rv leer. St. Peter perg. 118 Lateinisches Stundenbuch 92 Bl. • 12 X 8,5 • Dominikaner • Bistum Konstanz (?) ■ 1482 Lagen: V 10 , 9 IV 82 , V 92 . Schriftraum 9 X 5,5. 15-16 Zeilen. Bastarda von einer Hand, rubriziert. 2 r , 21 r , 44 r 68 v rote Initialen in Lombardenform mit grau-rotem fischlaichförmigen Fleuronnee. 1966 neu in rotes Leder gebunden unter Verwendung der alten Messingschließe. Auf der Innenseite des Vorderdeckels Holzschnitt: Jesuskind mit Rosen, Unterschrift leb will rosen brechen ... nach 219 st. peter perg. 1 18 Heinrich Seuse (vgl. K. Bihlmeyer , Heinrich Seuse, Deutsche Schriften, Stuttgart 1907, S. 61""), Druckstock aus Ulm stammend; zum Ganzen s. Vischer , Nr. 5 und Heusinger II, S. 148 f mit Anm. 56. Herkunft: Dominikanisches Stundenbuch, 87 v datiert > Anno Domini 1482<. Ursprünglich für ein männliches Ordensmitglied bestimmt (vgl. 89 v —91 v ). Litanei (ll r -17 v ) weist in das Bistum Konstanz (Zürich?). Später in Ulm: vgl. Holzschnitt (s.o.) sowie Eintrag 2 r a. 39 Conventus Ulmensis, concessus fratri Ludovico Wiber ad usum incertum 1533 (zu Ludwig Weber vgl. Konventslisten des Ulmer Dominikanerklosters von 1526 und 1535/36, gedruckt bei H. Tüchle , Beiträge zur Geschichte des Ulmer Dominikanerklosters, in: Aus Archiv und Bibliothek, hrsg. von A. Rössler, Ulm 1969, S. 202 und 206). Später in einem Frauenkloster: l r das buch gebert Schwester Serapia Bertzschin. hauts ir die scb. Regina geschinckt. ietzt ists der sch. Kuna Freien ... Am unteren Rand des Holzschnitts (s.o.) Kaufvermerk Ph.J. Steyrers von 1781. Literatur: Ehrensberger, S. 49 Nr. 20; Ettlinger, S. 637. l r Besitzeintrag (s.o.). — l v leer. 2 r -17 v BUSSPSALMEN MIT LITANEI. >Septem psalmi penitenciales<; (ll r -17 v ) Dominikanische Litanei mit Preces, darin bemerkenswert: Felix (bei den Märtyrern) und Conrad (bei den Bekennern). 17 v —44 r TOTENOFFIZIUM. > Vespere mortuorutn< , (21 r ) > Vigilie mortuorum<, (36 v ) >Laudes<, (42 v ^4 r ) Collectae; (44 r ) Nachtrag (17. Jh.): Oratio vir vil Man. 44 v -52 r PASSIONSPSALTER. Ps 21-30 mit abschließender Oration. 52 r -89 v PRIM BIS KOMPLET. >Adprimas<, (57 v ) > Ad terciam<, (61 v ) >Adsextam<, (63 r ) > Ad nonam<, (68 V ) >diebus dominicis ad versperas<, (87 v ) >Ad completorium<. 89 v —91 v GEBETE VOR UND NACH DER MESSE. > Oratio beati Ambrosii espiscopi ante accessum altaris<. Summe sacerdos et vere pontifex s. W ilmart , S. 114-124 (hier kürzer und teilweise abweichend); (91 r ) >post missam oratio b. Ambrosii<. Gratias ago tibi Domine ... wie Frankfurt a.M., Stadt- u. Universitätsbibl., Ms. Praed. 121, 100 r (s. G. Powitz , Die Hss. des Dominikanerklosters u. d. Leonhardstifts in Frankfurt a.M., ebd. 1968, S. 274); (91 v ) Schlußschrift, teilweise radiert, noch lesbar Deo gracias ac laudes. Am Nachstoßblatt befestigt; Papierblatt (16. Jh.) mit Totenlitanei und Preces, ursprünglich Beilage zu ll r -17 v . 220 st. peter perg. 1 19 St. Peter perg. 119 Prozessionale • Rituale 134 Bl. • 11 X 7,5 • Dominikanerinnen ■ Colmar, Unterlinden (Teil II) • 14. Jh. 1 u. 15. Jh. 2 Roter Lederband mit 2 neuen Schließen. Als Spiegel Urkunde, ausgestellt Anno a nativitate Domini MCCCCXXXnono durch Fridericus Dei gracia Episcopus Basiliensis (Friedrich III. ze Rhein) für Prior und Konvent des Colmarer Dominikanerklosters. Herkunft: Teil II aus dem Dominikanerinnenkloster Unterlinden in Colmar, s. Einband sowie Litaneien. Prozessionale aus der ersten Hälfte des 14. Jh's (kein Formular für Fronleichnam), Rituale nach 1456 (Vinzenz Ferrer in den Litaneien). Von Abt Ph.J. Steyrer 1781 gekauft (Vermerk l r ). Literatur: Ehrensberger, S. 77 Nr. 17; Ettlinger, S. 633. I Bl. 1-35. Lagen: (V + l) 11 , 2 V 31 , (I + 2) 3S . Schriftraum 7 X 5. 5 Notensysteme (Qua- dratnotiation auf 4 roten Linien) mit Textzeile, 34 v 20 Zeilen. Textura von einer Hand. 35 v Nachtragshand (14. Jh.). Übliche Rubrizierung. Rote und blaue Lombarden, schwarz-rote Cadellen. 2 r rot-blaue Fleuronnee-Initiale mit Zierstäben. 2 r -34 r PROZESSIONALE. >In die palmarum<; (9 r ) >feria quinta in Cena Domini<; (ll v ) >ad mandatum<; (19 r ) In Parasceve, Popule meus\ (19 v ) >In Ascensione Domi- ni<\ (23 r ) >In purificacione sancte Marie<\ (27 v ) > In assumpcione beate Marie< ; (31 r ) >In sepultura mortuorum<. — 1" leer. 34 v Psalm 117, unvollständig. 35 r Nachtrag: [A] De extrema unctione<. — 44 v -45 v leer. 46 r —96 v Sterbe- und Begräbnisritus. (46 r —54 v ) Dominikanische Allerheiligenlitanei mit Preces, bemerkenswert: Johannes Baptista zweimal, Adelfe, Vincenti (Ferrer); (54 v ) Com- mendatio animae, Subvenite ..., (68 r ) Officium sepulturae, Inclina Domine ... 96 v -124 v BUSSPSALMEN MIT LITANEI (wie oben). - 125 r -134 v leer. 221 st. peter perg. 120 St. Peter perg. 120 Lektionar, deutsch • Visionsbericht 199 Bl. • 21,5 X 15,5 • Oberrhein? ■ 14. Jh. 1 Lagen: (VI-3) 9 , 9 VI 116 ,1 118 , Bl. 37 doppelt gezählt; zu Beginn fehlen 3 Blätter, Textverlust. Kustoden 10 r (II), 22' (III), 45 r (V). Schriftraum 16 X 12; 2 Spalten, 31 Zeilen. Gotische Buchschrift, Haupthand l r —114 vb , mehrere Nachtragshände. Rubriziert, in den roten Lombarden öfters ein Vierpaß ausgespart. Roter Lederband mit Kurzriemenschließe; Riemen 1981 erneuert u. Perg.- Spiegel abgelöst (s.a. unten bei der Beschreibung der Fragmente). Herkunft: Entstehung im nördlichen Oberrheingebiet aufgrund sprachlicher Kriterien wahrscheinlich. Mit der Jahresangabe 1317 auf Bl. 114 vb (s. unten) ist für die Datierung ein Terminus post quem gegeben. Bl. 46 rb Evangelium zu De corpore Christi. Der sonst anscheinend nicht bekannte Visionsbericht aus Interlaken könnte über Marbach (Elsaß) ins Oberrheingebiet gelangt sein. Das Augustiner Chorherrenstift Interlaken war ein Tochterkloster von Marbach und gehörte bis 1462 der Marbacher Kongregation an (vgl. J. Siegwart , Die Chorherren- und Chorfrauengemeinschaften in der deutschsprachigen Schweiz vom 6. Jh. bis 1160, Freiburg/Schw. 1962, S. 299; LThK 6, Sp. 1371 f). Die Hs. wurde 1781 von Abt Steyrer erworben. Mundart: niederalemannisch mit mitteldeutschen Einflüssen. Literatur: Längin , Nr. 133; Ettlinger, S. 637. l ra -114 vb LEKTIONAR, DEUTSCH. Cum esset desponsata mater Ihesu Maria Ioseph etc. (Mt 1,18). Uns seit Matbeus: Do Maria Ihesu müter was gemabelt Iosebe, e denne sü zesamene kement, so ist sü funden habende imme libe von deme heiligen geiste ... — von allen landen, in die ich sü hate geworfen, und werdent wonende in irme lande, sprichet der almechtige berre (Ier23,8). Ursprünglich offenbar mit dem 1. Adventssonntag beginnend, jetzt innerhalb der ersten Lesung zur Vigil von Weihnachten einsetzend (Is 62,3). In dieser sowie in den drei Weihnachtsmessen je drei Schriftlesungen. Von 9 rb an (Dom. 3 post Epiph.) Evangelien und Episteln getrennt. — 9 rb -74 ra Evangelistar, (-54 rb ) de tempore (Sonn- und Festtage), (35 ra ^H rb ) Passionsbericht nach den vier Evangelien, die Nennung der betreffenden Evangelien jeweils eingeschoben. (54 rb —74 ra ) de sanctis u. de tempore (Wochentage), ohne strenge liturgische Ordnung. In diesem letzten Teil sind die Perikopen, abgesehen von einigen wenigen zu Beginn (Heiligenfeste), liturgisch nicht bezeichnet. — 74 ra -114 vb Epistolar, nur de tempore. Die Anlage des Lektionars erfolgte ohne große Sorgfalt. Die liturgische Abfolge ist des öfteren gestört; die Perikopen sind häufig fehlerhaft bezeichnet. 114 vb —117 v VISIONSBERICHT EINES MÖNCHS ZU INTERLAKEN über eine von Christus selbst zelebrierte Messe. So man von gotes geburte zalte drizeben hundert iar und sibenzebene ... do begegente die geschieht und die ding, die hie noch geschriben 222 st. peter perg. 120 st. peter perg. 121 stoint, eime guten menseben in dem closter, daz do ze Hinderlappen (Interlaken) ist genannt. Ein mensche sach ein velt... - und daz er nut mer dannan trüge noch behette wan noch der achte, ob ein mensche noch dem ... snitte ... erre uf lese. 118 rv ASZETISCHE TEXTE. Ein mensche, daz ist iermer selic ..., der mit unsers herre martir um gat, wände ime wir dir warent XVI nuzze ... (118 V ) Ein heillige sprichet, men sol daz vihe wasser nemen durch vier sachen ... Ein heillige sprichet von unsers herren martir: Die luden zigent den lieben Ihesum achte grosser sachen ... Text bricht unten auf der Seite ab. Fragmente: 1. DONAT, ARS MINOR Abgelöste Spiegel (s. oben). Perg., 2 Bl. einer Quarths. Schriftraum 19 X 14. 24 Zeilen. Textura einer Hand, teilweise stark verblaßt, 14. Jh. Donat, Ars minor. Druck: Grammatici latini 4, S. 362, Z. 31-366, Z. 3. Der Text beginnt auf dem Hinterspiegel verso (kopfstehend). 2. DEUTSCHE EUCHARISTIEGEBETE und kurze aszetische Texte. Ursprünglich lose eingelegte Blättchen, jetzt am Schluß der Hs. angefalzt. Pap., 1 Bl., 11 X 8,5. Schriftraum 10,5 X 6,5. 21 Zeilen. Bastarda, um 1500. Eucharistiegebete. Pap., 3 kleine Stückchen mit je 4 bis 7 Zeilen. Bastarda, 15. Jh. Kurze Ascetica. St. Peter perg. 121 Rupertus Tuitiensis, Commentaria in Cantica canticorum 71 Bl. • 26 X 16,5 cm • 13. Jh. 2 Lagen: 8 1V" 4 , (IV—1 ) 71 . Schriftraum 22,5 X 13,5; 40 Zeilen, 2 Spalten. Buchschrift von mehreren Händen. Rote Lombarden und Versalien. Blau-rote Zierbuchstaben, l v u. 14 r mit rotem Ran- kenfleuronnee, Initialminiaturen l va (thronender König Salomo mit Krone, Lilienzepter und Reichsapfel) und 32 vb (Schweißtuch der Veronika), 14. Jh. Brauner Blindstempelband (u.a. S chunke, Vögel, Nr. 24), vermutlich 14. Jh. Der fragmentarisch erhaltene Lederbezug wurde 1973 bei der Restaurierung auf einen neuen Lederbezug aufmontiert; die Schließenriemen wurden erneuert. 7 von ursprünglich 10 Buckeln erhalten. Am Hinterdeckel oben schwere viergliedrige Kette mit Ring (Abb.27). Auf dem Vorderdeckel Titelschild Rupertus Abbas super cantica (15. Jh.) und Bibliothekssignatur 243. 223 st. peter perg. 121 st. peter perg. 122 Herkunft: Im Jahre 1781 von Abt Steyrer erworben. Literatur: E ttlinger, S. 638; R. H aacke (s . unten), S. XVIIf (Hs. B) und in: DA 26 (1970) 537. 1 va —71 va RUPERTUS TUITIENSIS, COMMENTARIA IN CANTICA CANTICORUM. Ohne den Prolog. Kritische Ausgabe: Ruperti Tuitiensis Commentaria in Canticum canti- corum, ed. R. Haacke , Turnholti 1974. 71 vb Nachträge des 14. Jh 's, vermutlich alles Federproben; u.a. Ezl,l; Ps 109, 1-2; Walther , Initia carminum, Nr. 5800 (Verse 1—3). St. Peter perg. 122 Psalterium 178 Bl. • 24 x 16,5 • Oberrhein (Bistum Konstanz?) ■ 13. Jh. 1 Lagen: (V-l) 9 , 2 V 29 , (V +I) 41 , (V + l) 52 , (V + 2 I) 65 , (V + I) 78 , V 88 , (V + I) 100 , (VI + 1 + 2) 116 , IV 124 , 4 Vi 64 , II 168 , I 170 , II 174 , (I + 2) 178 . Schriftraum 16,5 x 10,5. 19 Zeilen. Gotische Minuskel von einer Hand im Corpus der Hs.; im Kalendarium (l r -6 v ) Nachträge von einer Hand des 15. Jh's; 175 r -177 v Textura von einer anderen Hand, ebenfalls 15. Jh.; außerdem verschiedene Zusätze von mehreren Händen am Rand des Haupttextes. Kalendarium rubriziert. Im Haupttext blaue und goldene Lombarden an den Versanfängen, 3-5zeilige goldene Initialen vor mehrfarbigen Gründen an den Psalmanfängen. Hauptteilungsstellen markiert durch 10 große, zum Teil figürliche Deckfarbeninitialen auf Goldgrund (9 r , 60 r und 110 r ganzseitig, sonst halbseitig), Buchstabenkörper aus Spiralranken mit palmettenförmigen Ausläufern: 9 r B ornamental, 31 r D zwei Apostel (Jakobus und Johannes?), 46 r D ornamental, 60 r Q Sündenfall, 61 r D Apostel mit Spruchband, 74 r S Drache mit gekröntem Menschenkopf, 91 r E Posaunenengel, 107 r C ornamental, 110 r D ornamental, 125 r D ornamental. Zyklus von sechs ganzseitigen Miniaturen, Deckfarbenmalerei auf Goldgrund: T Mariae Verkündigung, 7 V Geburt Christi, 8 r Anbetung der Könige, 8 V Taufe Christi im Jordan, 59 v Christi Himmelfahrt, 109 v Christus als Weltenrichter. Über rotem Lederband helle Schafslederhülle, oben und an der Längskante des Hinterdeckels überlappend, mit ursprünglich je 5 Buckeln (vorne nur noch 4 vorhanden) und zwei neuen Schließen. Als Spiegel zwei Miniaturen, nach E. B eer (s.u.) vom Maler der kleinen Initialen stammend, ursprünglich unter durchsichtigen Hornplatten auf den Einbanddeckeln montiert: umrahmt von goldenen Ranken auf grün-rot-gelbem Grund je 4 Heiligenfiguren, in goldenen Feldern stehend und mit Schriftbändern gekennzeichnet; vorne Paulus, Petrus, Johannes, Jacobus, hinten Erhardus, Nicolaus, Katherina, Margareta. Zu den Initialen vgl. Abb.2 und 3. Herkunft: Kalendarium und Litanei weisen in den oberrheinischen Raum, letztere nach W. I rten- kauf (s.u.) in den Einflußbereich von Hirsau. Für eine Entstehung im Bistum Konstanz spricht die Anrufung von Pelagius, dem Bistumspatron. Ursprüngliche Bestimmung wohl für privaten Gebrauch (vgl. 178 r ). Schrift und Buchschmuck erlauben eine Datierung im ersten Viertel des 13. Jh's. Nachträge im Kalendarium bezeugen Ubergang der Hs. in dominikanischen Besitz im 15. Jh. (nach 1423). Kauf durch Abt Ph. J. Steyrer im' Jahr 1780 (Vermerk 178 v ). 224 st. peter perg. 122 • st. peter perg. 123 Literatur: Ehrensberger , S. 7 Nr. 33; Ettlinger , S. 632; Beer , Initial und Miniatur, Nr. 30 (mit 2 Abb.); Cames , S. 12 und Abb. 20-27; W. Irtenkauf , in: Bibliothek und Wissenschaft 1 (1964) 37-45 und ebd. 2 (1965) 65 f; Swarzenski , Textband, S.48, 109, 117f; 164; Tafelband, Abb. 437, 437', 449; Kalender im Wandel der Zeiten (Ausstellungskatalog hrsg. von der Bad. Landesbibl.), Karlsruhe 1982, S. 64 u. Abb. S. 15. V—6 r KALENDARIUM. Grundstock wegen Rasuren nur noch beschränkt erkennbar. Bemerkenswerte Besonderheiten: 15.1. nebst Mauri auch Macharii (später getilgt), 26.6. Johannis et Pauli, rubrizierter Eintrag, 28.7. Panthaleonis, rubrizierter Eintrag, 5.8. Oswaldi (?), rubrizierter Eintrag, später getilgt, 1.9. Verene (?), rubrizierter Eintrag, später getilgt, 29.10. Narcissi (?), rubrizierter Eintrag, später getilgt, 13.12. Otilie. Medaillons mit den Tierkreiszeichen, dazu die Verse Walther , Initia carmium, Nr. 14721, außerdem Merkverse zu den Dies aegyptiaci, Walther , Initia carminum Nr. 9771 (vgl. J. Hennig , in: Traditio 11 [1955] 83 und 90). Durch Rasuren und Nachträge von einer Hand des 15. Jh's für dominikanischen Gebrauch eingerichtet. Die Verfügungen des Generalkapitels von 1423 sind bereits berücksichtigt (vgl. Leroquais , Breviaires 1, S. C—CI). 7 r -8 v MINIATUREN (s.o.). 9 r -178 v PSALTERIUM NON FERIATUM, Cursus romanus. Teile des Ordinarium Offi- cii von einer Hand des 15. Jh's am Rand eingetragen. (9 r -136 v ) Ps 1-150; (136 v -166 v ) Laudes-Cantica; (166 v —171 r ) Benedictus, Nunc dimittis, Magnificat, Te Deum, Pater noster, Credo, Quicumque; (171 r —178 r ) Allerheiligenlitanei mit Preces, Liste der angerufenen Heiligen abgedruckt bei W. Irtenkauf , Bibl. u. Wissenschaft 1 (1964) 39-44 (unter Nr. VII), zu ergänzen durch Barbara, Columbana (gemeint ist wohl Columba) und Helena; (175 r -177 v ) Einschub von einer Hand des 15. Jh's: dominikanische Allerheiligenlitanei; (178 r ) Orationen von der Haupthand, darunter Deus qui me patrem et ma- trem bonorare precipisti, miserere clementer animabus patris et matris mee ... (Bruy- lants 2, Nr. 407). 178 v Gleicher Text wie 171 r , Buchschmuck nur vorgezeichnet. St. Peter perg. 123 Isaac Iudaeus, De diaetis universalibus et particularibus 103 Bl. • 26,5 x 19,5 • 13. Jh. 2 Lagen: 6 IV 48 , VI 60 , 5 IV 100 , (II— 1) 103 . Schriftraum 18,5 x 12,5, 2 Spalten (l r einspaltig), 31 Zeilen. Buchschrift von mehreren Händen, zahlreiche Randnotizen (13.-15. Jh.). Einfachere blaurote Fleuronneeinitialien, l r u. 61 r mit Grätenstab. Grüner Lederband mit Langriemenschließen, 225 st. peterperg. 123 • st. peterperg. 124 • st. peterperg. 125 auf jeder Seite 5 runde rote Farbflecken (Markierungen für Buckel?). Auf dem Vorderdeckel Fehlstellen im Lederbezug durch ornamentierte braune Lederstreifen ausgefüllt. Der alte Bezug wurde 1974 bei der Restaurierung auf einen neuen Lederbezug montiert. Zugleich wurden Schließenriemen und der hintere Spiegel erneuert. Am Hinterdeckel oben Kette. Auf dem Vorderdeckel Titelschild mit dem Schenkungsvermerk der Brüder de Goch (s. unten). Herkunft: Aus dem Legat von Lambertus und Peregrinus de Goch an das Erfurter Mariendomstift (s. Einleitung, S. XXVII). Auf dem Vorderspiegel (kopfstehend): Iste Uber est obligatus Hermanno pro tribus selodis (solidis) Botie memorie (14. Jh.). Abt Steyrer erwarb die Hs. 1781. Literatur: Ettlinger, S. 638. l r -103 ra ISAAC IUDAEUS (ISHÄQ AL'ISRÄ'ILI), DE DIAETIS UNIVERSALIBUS ET PARTICULARIBUS, Ubers. Constantinus Africanus. Quod in primis coegit antiquos de naturis ciborum disputare ... (60 ra ) Explicit Uber dietarum universalium. Deo gracias. (60 v ) leer. (61 ra ) Complevimus in libro primo universales significationes ... - et lapidem in renibus creant. Expliciunt diete particulares, deo gracias et eins matri. Thorn- dike—Kibre , Sp. 1252 u. 239 (Hs. nicht erwähnt). Druck: Ysaac, Opera omnia, Lyon 1515, Bl. 11-156. St. Peter perg. 124 Fragment eines Lectionarium Officii, um 1200 1 vertikal ausgeschnittener Streifen aus einem Pergamentblatt einer Foliohandschrift. 2 Spalten, seitlich beschnitten. 26 Zeilen. Frühe Textura, um 1200. Apc 5,13-7,2. Feriallektionen für Mittwoch und Donnerstag in der dritten Woche nach Ostern. St. Peter perg. 125 Homiliarfragment, 12. Jh. 1 Einbandmakulatur aus Karlsruhe, Badische Landesbibliothek, Ei 82 ( Hain 7900), ehemals Bibliothek von St. Peter (1942 verbrannt). Horizontal ausgeschnittener Streifen aus einem Pergamentdoppelblatt einer Foliohandschrift, innerstes Doppelblatt einer Lage, seitlich um eine Spalte beschnitten, 2 Spalten. 35 von ursprünglich 36 Zeilen. Gotische Minuskel. Zwei 7-zeilige Rankeninitialen in roter Federzeichnung. 226 ST. PETER PERG. 125 ST. PETERPERG. 126-128 ST. PETER PERG. 129 AUGUSTINUS, sermo 78, 10-14 (PL38, 487-490); PS.-AUGUSTINUS, sermo app. 144 (PL 39, 2026-2027); LEO MAGNUS, sermo 48, 1 (PL 54, 298-301). S. auch St. Peter perg. 126-128. St. Peter perg. 126-128 Psalter- und Brevierfragmente • 13. und 14. Jh. Weitere Makulatur aus Ei 82 (s. St. Peter perg. 125), 127 und 128 an den Kapitalen des Bandes hängend. 126: 2 horizontale ausgeschnittene Streifen aus Pergamentblättern einer Quarthandschrift. Textura, 13. Jh. Ps 75,13 und 76,18-19 u.a. 127: 1 horizontal ausgeschnittener Streifen aus einem Pergamentblatt einer Oktavhandschrift. 2 Spalten. Textura, 14. Jh. Fragment eines franziskanischen Breviers mit Teilen der Lektionen zu den Festen von Ambrosius (7.12), Miltiades (10.12.) und Damasus (11.12.). Texte der Lektionen: BHL377 (Ambrosius); Liber Pontificalis I, ed. Duchesne , Paris 1955, S. 168 (Miltiades); ebd., S. 212f = BHL 2085 (Damasus). 128: 1 horizontal ausgeschnittener Streifen aus einem Pergamentblatt einer Oktavhandschrift. 2 Spalten. Textura, 13. Jh. U.a. Bruchstücke von Lc 2,36 und 40. St. Peter perg. 129 Brevierfragmente, 13. Jh. Spiegel von St. Peter perg. 15. Ein Doppelblatt (davon eine Spalte weggeschnitten) und ein Einzelblatt aus einer Pergamenthandschrift in Folioformat. 2 Spalten. 34 von 36 Zeilen erhalten. Textura, 13. Jh., rubriziert. Respon- sonen und Antiphonen mit linienlosen deutschen Neumen. l r -3 v BREVIERFRAGMENTE. (l rv ) Teile der Offizien für Mittwoch bis Samstag der vierten Fastenwoche; (2 r —3 V ) Teile der Offizien für den 3. Fastensonntag sowie Dienstag bis Freitag der 3. Fastenwoche; (3 V ) Kaufvermerk Ph. J. Steyrers von 1781, St. Peter perg. 15 betreffend. 227 ST. PETERPERG. 130 • ST. PETERPERG. 131 • ST. PETERPERG. 132 St. Peter perg. 130 Fragment eines Lagerbuches • 15. Jh. 1 Abgelöster Rücken der 1937 verbrannten Hs. St. Peter perg. 73 (s.o. S. 159). 1 vertikal ausgeschnittener Streifen aus einem Pergamentblatt einer Quarthandschrift. Textura, 15. Jh. 1 , rubriziert. Bruchstück eines Lagerbuches mit Nennung der Ortschaften Honberg, Uyttenhusen, Honstetten und Oggerswiler (?). St. Peter perg. 131 Lektionarfragmente, 11. Jh. Spiegel von St. Peter perg. 58. 2 horizontal ausgeschnittene Streifen aus 2 Pergamentblättern einer Quarthandschrift. Karolingische Minuskel, 11. Jh., rubriziert. 1™ Schluß von Lc 16,1—15; >Feria VI<, Mt 14,15—21 (Schluß fehlt); ICor 12,3-11 (Anfang fehlt); Lc 19,41-47 (Schluß fehlt). Vgl. Klauser , S. 35, Nr. 163-165 (mit krit. Apparat). 2™ Mc 11,23-26 (Anfang fehlt); > feria VI<, Mc4,24-34 (Schluß fehlt); Phil3,17—21; Mt 22,15-21 (Schluß fehlt). Vgl. Klauser , S. 66, Nr. 295-297. 2 r Kaufvermerk Ph. J. Steyrers von 1781, St. Peter perg. 58 betreffend. St. Peter perg. 132 Lektionarfragment, 13. Jh. Spiegel von St. Peter perg. 20 a. 2 Streifen aus 2 Pergamentblättern einer Foliohandschrift, Bl. 1 horizontal, Bl. 2 vertikal ausgeschnitten. Textura, 13. Jh. l rv Mc 14,1—5.13-18 (Dienstag der Karwoche). 2™ I Th5,2-5a; >secundum Johannem<, Io 13,33-36; >Dominica IUI [post Pascha], lectio Jacobi apostoli<, Iac 1,22 und (2 V ) 25-27; > secundum Johannem<, Io 16,23-28. Vgl. Klauser , S. 152f, Nr. 143-144. 228 ST. PETERPERG. 133 • ST. PETER PERG. 134 St. Peter perg. 133 Missalefragmente, 14. Jh. Spiegel aus St. Peter pap. 32. 2 Streifen aus 2 Pergamentblättern einer Foliohandschrift, Bl. 1 horizontal, Bl. 2 vertikal ausgeschnitten. 2 Spalten. Textura, 14. Jh. 2 , rubriziert, rote und blaue Lombarden. l rv Meßformular Cibavit eos für Fronleichnam, fragmentarisch. l v > Carmen angelicum<, Gloria. Am Rand Federzeichnung (vier Rosen aus einem M (?) wachsend) und Schriftband mit Geheimschrift (rabbinisches Alphabet): Am Sunntag Sant Jergen abent 1487. Bedeut du edle Ros Konraten Grunemberg riter (vgl. Inhalt von St. Peter pap. 32). Auf dem gegenüberliegenden Blattrand Kaufvermerk Ph. J. Steyrers von 1764, die Erwerbung von St. Peter pap. 32 betreffend. Vgl. Niebler , S. 50f. 2 rv Praefationes de ss. Trinitate, > de Apostolis<, >de beata Maria virgine<, >cottidia- na<. 2 r am unteren Rand Geheimschrift gleicher Art und ähnlichen Inhaltes wie l v . St. Peter perg. 134 Katalog einer Sammlung von in Muscheln gearbeiteten Kaiser- portraits 3 (Pap.) + 18 + 1 (Pap.)Bl. ■ 36 X 28 cm • nach 1745 Schriftraum 28,5 X 20,5 cm, von dreifachem schwarzem Rahmen eingefaßt. Kalligraphische Antiqua von einer Hand. Gleichzeitiger roter Maroquinband mit Goldprägung. Auf dem Vorderdeckel Signaturschildchen 221. Herkunft: Die heute verschollene Portraitsammlung befand sich unter dem säkularisierten Klostergut von St. Peter oder St. Märgen. „... in die Kisten von St. Märgen sind noch verpackt: eine Schachtel mit einer Sammlung in Muscheln gearbeiteter Medaillen samt dazugehörigem Katalog aus der St. Peterer Bibliothek" (Akten Hofbibliothek XII, 10, St. Märgen, v. 7.12.1806, Zit. nach Repertorium, Nr. 134; die Originalakten sind 1942 verbrannt). Die Hs. befand sich früher im Großh. Bad. Münzkabinett. 2 r -17 v (Titel:) Capita omnium augustorum augustarum caesarum et tyrannorum a Julio Caesare usque ad Franciscum I. (1745-1765), ad formas antiquorum numismatum ex conchyliis sculpta. 318 Nummern. — Die übrigen Bl. leer. 229 st. peter perg. 135 * st. peter perg. 136 • st. peter perg. 137 St. Peter perg. 135 Donat, Ars minor und Traktat De coniugatione verbi, Fragmente, 14. Jh. Ehemalige Spiegel aus St. Peter pap. 28 (s. Niebler , S. 48). l r Emit Rdss. D.D. Philippus Jacobus Abbas Monasterii S. Petri a Bibliopega Friburgensi Hagenbuch anno 1754. 4 Bl. (2 Doppeibl.) einer Quarths. Schriftraum 21 x 11,5. 27 Zeilen, Textura einer Hand, 14. Jh. Rubriziert. l r -2 v DONAT, ARS MINOR, Cap. 6-9; ed. L. Holtz , Donat et la tradition de l 'enseig- nement grammatical, Paris 1981, S. 299, Z. 2—602, Z. 4. 2 V —4 V Traktat De coniugatione verbi. Arno verbum activum in indicativo modo ed. P. Schwenke , Die Donat- und Kalendertypen (Veröffentlichungen der Gutenberg-Gesellschaft 2), Mainz 1903, S. 43 f , Nr. 26 Z. 1 -28 Z. 5. Vgl. Holtz (s . oben), S. 346f. St. Peter perg. 136 Sermones • Traktat De anima (Fragmente), 13. Jh. Kopert von St. Peter pap. 5. 1. Ein horizontal ausgeschnittener Streifen aus einem Pergmentdoppelblatt einer Quarthandschrift. Einspaltig. Textura, 13. Jh. 1 Sermonesfragmente, nicht identifiziert (vermutlich mittelalterlicher Autor). Auf der Innenseite des Steifens Abklatsch von Nr. 2. 2. 2 vertikal ausgeschnittene Streifen aus 2 Pergamentblättern einer Oktavhandschrift, jeweils mit Papierblatt in gleicher Größe verstärkt (darauf Abklatsch des Textes). Einspaltig. Tex-tura, 13. Jh. Ausschnitte aus einem Traktat de anima mit Kommentar in kleinerer Schrift zwischen den einzelnen Abschnitten des Haupttextes. St. Peter perg. 137 Brevierfragmente, 13. und 14. Jh. Spiegel und Rückenverstärkung aus St. Peter pap. 26. 1. 2 Blätter und kleines Bruchstück aus einer Pergamenthandschrift in Folioformat. 2 Spalten. 35 von ursprünglich 39-40 Zeilen. Textura, 13. Jh. 1 , rubriziert. Antiphonen und Responsorien mit linienlosen deutschen Neumen. 230 st. peter perg. 138 • st. peter perg. 139 l rv Fragment des Offiziums für den Sonntag in der Pfingstoktav, nicht-monastischer Cursus, ähnl. Breviarium Constantiense von 1488 (GW 5321). 2 rv Teile des Ordinarium Officii pro tempore anni (Feria II bis Feria IUI) und kleines Bruchstück mit Anfang der Antiphon H esbert , Nr. 1773 (de ss. Trinitate). 2. 2 kleine Bruchstücke aus einem Pergamentblatt einer Oktavhandschrift. Notula, 14. Jh., rubriziert. Teile des Offiziums vom Fest der Elftausend Jungfrauen mit Reimoffizium AH 5 Nr. 87 und Hymnus AH 52 Nr. 365. St. Peter perg. 138 Rituale • Brevier (Fragmente), um 1200 Einbandmakulatur aus Karlsruhe, Badische Landesbibliothek, Do 48 ( Hain 8489), ehemals Bibliothek von St. Peter (Einband der Werkstätte Kyriss , Gotische Einbände, Nr. 166, vermutl. Kempten). 1. Ein senkrecht ausgeschnittener Streifen und zwei kleine Bruchstücke von zwei Pergamentblättern einer Foliohandschrift. 1 Spalte. Gotische Minuskel, um 1200, rubriziert. Teilweise linienlose deutsche Neumen. >Ordo ad benedicen [dam aquam ferventem]<, sog. Kesselfang, ähnlich MGH, Leges V, S. 609, mit Messe lustus es domine (s. ebd., S. 707, hier andere Orationen). 2. Ein horizontal ausgeschnittener Streifen aus einem Pergamentblatt einer Foliohandschrift. 2 Spalten. Gotische Minuskel, Ende 12. Jh., rubriziert. Teilweise linienlose deutsche Neumen. Teile des Offiziums vom dritten Adventssonntag. Bemerkenswert die Rubrik >Ad processionem in die<, erste Station > Ad s. Mariam<, dann >Item ad sequentes statio- nes de hystoria<. St. Peter perg. 139 Psalterium 1 (Pap) + 1 + 198 Bl. • 18,5 X 13 • Dominikanerinnen • Straßburg • um 1260 Lagen: III 6 , 2 1 10 , 21 IV 178 , (I + 2) 182 , (IV + l) 191 , (VI - 6 + l) 198 . Bl. 184-190 Pap. mit Wz. Buchstabe S (wie in St. Peter perg. 42, nach Expertise von G. Piccard um 1405 beschriftet). Schriftraum im Corpus der Hs.: 11,5 X 8. 17 Zeilen. In den übrigen Teilen der Hs. Ausmaße des Schriftraums und Zeilenzahl unregelmäßig. l r -6 v und ll r -176 v Textura von einer Hand; 231 st. peter perg. 139 176 v — 177 v andere gleichzeitige Hand; 7 r , 8 r -10 r und 178 r -198 r sowie im Kalendarium und am Rand des Haupttexts mehrere Nachtragshände des 14.—16. Jh's. Neumen auf 4—5 Linien (F-Linie rot, C-Linie gelb), später radiert und mit Quadratnoten überschrieben. Übliche Rubrizierung. Im Corpus der Hs. rote und blaue Lombarden mit einfachem Fleuronnee in der Gegenfarbe, an den Psalmanfängen jeweils randleistenartig vergrößert. Hauptzäsuren des Psalteriums markiert durch 8-9zeilige figürliche Deckfarbeninitialen vor Goldgrund, vorwiegend in blauen und violetten Tönen gehalten, darunter 124 v D-lnitiale zu Ps. 109 mit Christus an der Geißelsäule (sonst zumeist Drachenmotive). 10 v ganzseitige B-Initiale zu Psl: Buchstabenkörper durch blaue Drachen und violette Palmettenranken gebildet, Goldgrund; in der unteren Schleife thronender Christus mit Wundmalen, von seinem Mund ein Schwert ausgehend (vgl. Apcl,16 und 19,15); die Anfangsverse des Psalmes in goldenen Majuskeln auf blau-lila gestreiftem Grund rechts und unterhalb der Initiale angefügt; das Ganze in rot-orangefarbenem Rahmen. 7 V und 8 r : zwei ganzseitige Miniaturen, von vorzüglicher Qualität, Deckfarbenmalerei vor Goldgrund. 7 V Wurzel Jesse: aus dem Schoß des schlafenden Stammvaters grünes Rankenwerk aufsteigend, in dessen Mitte Madonna mit Kind, über ihr sieben Tauben als Symbol der Geistesgaben, in den 4 Ecken David, Salomo, Jesaia, und Jeremia mit Schriftbändern: Homo natus est in ea, Venter tuus sicut acervus tritici, Ecce virgo concipiet, Femina circumdabit virum. 8 r Kreuzigung Christi: Kreuz als rankender Lebensbaum in formaler und farblicher Entsprechung zur virga Jesse; zu beiden Seiten des Gekreuzigten Maria und Ecclesia sowie Johannes und Synagoge; in den 4 Ecken weibliche Figuren, die Christus an das Holz nageln und seine Seite öffnen (Allegorie der Tugenden, die Christus zur Opfergabe führen); über dem Haupt des Gekreuzigten der sich opfernde Pelikan und die geöffnete Himmelstür; unter dem Kreuz, von diesem eingeklemmt, Drache mit Schriftband: Tu contrivisti caput draconis (Vgl. Abb.5). Die Miniaturen-Doppelseite gehört „zu den wenigen erhaltenen Zeugnissen eines ausgeprägten Straßburger Miniaturenstils des späten 13. Jh's" ( Swarzenski, S .50). Roter schmuckloser Lederband des 15. Jh's, wie St. Peter perg. 42; von 2 Schließen eine abgefallen; zwischen Vorderdeckel und Buchblock ein Papierbl. (Bruchstück eines geistlichen Textes mit Augustinuszitaten, 15. Jh.) und ein Pergamentbl. (aus einem Antiphonale, 15. Jh., mit Antiphon Hesbert, Nr.4431), die beiden Bl. ursprünglich zusammengeklebt. Auf dem Rücken ehemal. Donaueschinger Signaturschild 185. Herkunft: Kalendarium weist auf ein Straßburger Dominikanerinnenkloster und erlaubt zusammen mit der Litanei eine Datierung der Hs. um 1260. Nachtrag 9 rv (14. Jh.) belegt Aufenthalt in St. Agnes (Straßburg). Nachträge im Kalendarium sowie Einband und Wz. des Papierteiles weisen ins Reformkloster Schönensteinbach; dort war die Hs. im Besitz der aus Würzburg stammenden Schwester Anna von Scherenberg (vgl. Meyer II, 12, S. 38 sowie FDA 86 [1966] 430f). 1781 von Abt Steyrer für St. Peter erworben, s. Kaufvermerk auf dem vorderen Spiegel. Später in der Fürst- lich-Fürstenbergischen Hofbibliothek Donaueschingen (Hs. 185). 1982 verkauft an H.P. Kraus, New York. 1983 vom Land Baden-Württemberg für die Badische Landesbibliothek erworben. Literatur: K. A. Barack , Die Handschriften der Fürstlich-Fürstenbergischen Hofbibliothek zu Donaueschingen, Tübingen 1868, S. 172f; Swarzenski , Textbd., S .50, 53 und 122f, Tafelbd. Abb. 505-511; Barth , Sp. 1262; Die Zeit der Staufer . Katalog der Ausstellung 1-2, Stuttgart 1977, S. 545f und Abb. 515; Catalogue of twenty western illuminated manuscripts from the lib- rary at Donaueschingen ... sold by auction by Sotheby Parke Benet and Co ., London 1982, 232 st. peter perg. 139 S. 70-76 (mit Abb.); Wurzel Jesse und Kreuzesbaum. 2 Miniaturen aus einem Straßburger Psalte- rium d. 13. Jahrhunderts, Text von F. Heinzer , Karlsruhe 1983 (mit Abb. von 7 V u. 8 r ). l r -6 v KALENDARIUM, dominikanisch mit Straßburger Einschlag. Grundstock wie im Prototyp Humberts (s. Guerrini, S. 255-266), dazu von der Haupthand Nicomedes (1.6.), Translatio Martini (4.7.) und die Straßburger Heiligen Arbogast (21.7.), Aurelia (15.10.), Florentius (6.11.) und Attala (3.12.), außerdem die folgenden Nekrologeinträge: ob. Adelbeit (19.2.), ob. Wbedewic (22.2.), Hedewic ob. (23.8.), Conrat ob. (28.11.). Das 1262 in den Ordenskalender aufgenommene Fest von Antonius v. Padua ist noch nicht berücksichtigt. Von einer wenig jüngeren Hand: Kunegunt de Achenbeim (12.2.). Nachträge des 14./15. Jh's von mehreren Händen, nebst den im 14. Jh. in den Ordenskalender aufgenommenen Festen unter anderem auch Translatio sancte Marce (!) (31.1.), Longini (10.3.), Joseph nutricius Christi (29.3.), Conversio s. Marie Magdalene (2.4.), Translatio s. Adelfi (17.5.), Heinricus imperator (13.7.), Brigitta vidua (23.7., rubriziert), Dedicatio Basilea (11.10.), Adelfe (29.8., rubriziert), Dedicatio in Kungersheim ad sancto Adelfo (!) (17.11.), außerdem folgende Nekrologeinträge: ob. Tetronesse de Schernberg mater mea (26.3.), ob Chunrat de Schernberg pater meus (10.4.), obiit domina Ursula de Oster (8.5.), obiit dominus Herman de Ostren (8.6) und die Notiz lntravi in ordinem M.CCC.LXXXIII (17.12.). Zu Konrad und Petrissa Scherenberg vgl. W.Engel, Urkundenregesten zur Geschichte der Städte des Hochstiftes Würzburg, Würzburg 1956, Nr. 186; Ursula und Herman de Oster(n) sind wohl die Eltern der Schönensteinbacher Schwestern Clara und' Dorothea von O., s. Meyer, II, 7 (S. 33), II, 11 (S. 37) und III, 9-16 (S. 68-76) sowie Barth, Sp. 1890. 7 r INTERVALLTAFEL für das Estomihi-Intervall der Jahre 1400-1430. 7 v -8 r MINIATUREN (s.o.). 8 V —10 r Nachträge, 14. Jh.: ( v — 9 r ) Pater noster, Symbolum Apostolicum und Symbolum Nicäno-Constantinopolitanum; (9 rv ) Orationen mit Anrufung folgender Heiliger: Maria, Agnes, Dominikus, Petrus Martyr, Thomas von Aquin, anschließend Bruylants 2 Nr. 880 und 779; (10 r ) Orationen de Tempore, Bruylants 2, Nr. 987, 1069, 350 und 438; Invitatorien; >Dis soltu lesen vor ieder zit<: Domine in unione, qua ipse in terris boras canonicas ad honorem Dei patris tenuisti, hanc tibi horam persolvo. 10 v -177 v PSALTERIUM FERIATUM, Cursus romanus. Eingeschobene Teile des Ordi- narium Officii mit Notation (s.o.), unter den Antiphonen auch die Reihe AH 17 Nr. 1, zu Beginn (ll r ) die drei Passionsantiphonen von Guerrini, Nr. 146. (10 v —160 r ) Ps 1—150, am Rand von einer Hand des 16. Jh's deutsche Gebetsmeinungen zu den Psalmen; (160 r -169 v ) Laudes-Cantica; (169 v -174 r ) Te Deum, Benedictus, Magnificat, Nunc dimit- 233 ST. PETER PERG. 139 tis, Quicumque; (174 r -177 v ) Litanei mit Preces, dominikanisch, ungewohnte Position der Gruppe Dominicas, Franciscus, Antonius am Schluß der Confessores (später korrigiert); nach der üblichen Heiligen-Reihe folgen Ursula, Elizabeth, Adelheidis-, unter den um 1400 erfolgten Zusätzen auch Adelfe und Briggitta (!); beschließende Orationen (176 v —177 v ) von anderer gleichzeitiger Hand. 178 r —198 r NACHTRÄGE, 14.-15. Jh.: (178 r -179 r ) >Cursus beate Marie<, s. Guerrini, Nr. 464; (179 rv ) Prosa AH 48 Nr. 261 und Benedictus-Antiphonen, s. Guerrini , Nr. 467; (179 v _180 r ) Benediktionen zu den Lektionen der Matutin; (180 r — 181 v ) Kapiteloffizium, s. Guerrini , Nr. 504—508; (18l v —182 v ) >De beato Dominicoc, drei Lektionen mit Invitatorium und Responsorien aus AH 25 Nr. 85; (182 v ) marianische Antiphonen; (183 r —185 v ) Officium pro Defunctis, Vesper, Matutin und Laudes, s. Guerrini Nr. 442 und 480; (185 v —187 r ) >Horas (!) de beata Virginec, Prim bis Non, Vesper und Komplet, s. Guerrini , Nr. 470; (187 v — 191 v ) Teile des Ordinarium Officii für die Sonntage im Jahreskreis, darin auch die Capitula für die kleinen Hören des Dominikus-Offiziums (Guerrini , Nr. 398); (192 r —195 r ) Offizium zum Fest Praesentatio B.M. V., AH 24 Nr. 25 mit Hymnen AH52 Nr.38—39 und AH4 Nr.79; (195 r — 197 v ) >In festo beate Katherine de Senis< mit Hymnen AH 52 Nr. 254—256; (198 r ) Adventsantiphonen mit Versikel (Guerrini , Nr. 15). — 198 v leer. 234 NAMEN- UND SACHREGISTER Abkürzungen: Ausz. (Auszug), N (Nekrologeintrag), PrI (Provenienz I: Schriftheimat, Entstehungsort), Pr II (Provenienz II: Vorbesitzer, Aufbewahrungsort), S (Schreiber). Abensberg s. Christofferus Töbs Absolutionsformel 24, 114 v ; 30, 44 v ; 84, 125 r Achenheim s. Kunnegunt de A. Adelberg, Prämonstratenser (Pr I) 14 Adelheid (N) 139, l v Adelheidis de Frienstedt (N) 37, 35 v Adelheidis de Wandsieiben (N) 37, ll v Aderlaßbuchstaben 8b, 2 r ; 38, 3 r ; 63, l r ; 76, r Aderlaßtafel 8 b, l v ; 63, 7 r ; 76, T Afra Bühelmann 12, Spiegel Agenda mortuorum s. Sterberitus Agnes de Hornstein (N) 110, 3 r Agnes (Nesa) von Wiler 47, Fragmente Agnesa de Wolfurt (N) 26, 3 V Alanus de Farfa 18, l r Albertus, Vikar des Erfurter Neuwerkklosters (N) 37, 19 v Albertus Ruschinburg 3, Hinterdeckel Albrecht (N) 79, 5 V Albrecht, Der jüngere Titurel 29, V Albrecht von Breslau (S) 20a, 112; s. auch Einleitung, S. XXXII Altarpatrozinien 4, 17 v ; 21, 97 v ; 25, 129 r ; 31a, 7 r ; 37, 73 v ; 67, 93 r ; 70, 65 r ; 78, 115 r , 118 r ; 109, 20 r ; 112, 99 v ; 113, 21 r ; 114, 213 r ; 116, 119 r Altenhohenau, Dominikanerinnen (PrI) 60 (?); (PrII) 36a Ambrosius, Expositio in Psll8 (Ausz.) 19, 140 r (Ps.-)Ambrosius, Oratio Summe sacerdos 45, 297 v ; 46, 332 r ; 101, 101 r ; 118, 89 v Andachtsbild 61, l v ; 114, eingel. Blatt Andreas s. Not Andreas Traunkircher (S), Guardian des Franziskanerklosters in Zabern 28, 88 r Angeli — De distinctione novem ordinum angelorum 82, 92 rb De anima (Fragment) 136, Nr. 2 Anna von Scherenberg (Pr II) 139 Anselm von Canterbury, Orationes (Ausz.) 23, 106 rb Antonius v. Padua (hl.), Offizium (Fragment) 91, Vorsatzbl. Antonius de Sanctis 33, Hinterspiegel Antoniuswasser, Weiheformel 8, 287 r Antiphonale 49, l r ; 50a, 147 v ; 75, l r — Fragmente 7a, Spiegel; 115, Spiegel und Vorsatzbl.; 139, Vorsatzbl. Apuleius, Apologia (Ausz.) 28, 3 V Arbor sapientiae, graphische Darstellung 82, 85 v Armenseelenpsalter, deutsch 104, 160 r Arnold gen. Lichtmecher, Hans und Familie (N) 37, 74 r Ars moriendi 4, 120 r Ascetica 3 a, 107 rb ; 82, 83 r (mit graphischen Darstellungen), 87 v ; 83, l v (mit graphischen Darstellungen); 120, 118 r ; 139, Vorsatzbl. Ascoli Piceno s. Ghinucci Girolamo Astrologisch-medizinische Verse 33, 83 r , 141 v , • Hinterspiegel Atzmannsdorf 16 a, Fragmente Auftraggeber s. Stifter 235 NAMEN - UND SACHREGISTER Augsburg (Pr I) 20 a Augsburg, Diözese (Pr I) 5 a; 46 Augsburg, Fürstbischof 12, 117 r Augsburg, St. Leonhardskapelle 20 a, 261 rb Augustiner Chorfrauen s. Erfurt, Neuwerkkloster Augustinusregel, deutsch (Fragment) 79, Spiegel Baldebertus, canonicus et praepositus Bam- bergensis (Pr II) 9, Vorsatzbl. - canonicus Misinensis (Pr II) 9, Vorsatzbl. Balthasar (Waithisar) de Liechtenstein (Pr II) 8, 289 r Bamberg - Dominikanerinnen, Kloster zum hl. Grab (PrI) 31a, 38; (Pr II) 39, 53 a, 61, 64, 65, 106; s. auch Einleitung, S.XXVI - Karmeliter 64, Spiegel - Klarissen, St. Clara (Pr I) 57 - St. Stephan 9, Vorsatzbl. Barpfennig s. Hans Barpfennig Baumeister, P. Gregor 86, (S. 179) Baumkirchen bei Hall/Tirol (Pr I) 29 (?) Beck s. Georg (Jerg) B. Begräbnisritus - dominikanisch 4, 165 v , 192 v ; 21, 77 r ; 22, 33 v ; 31a, 37 r ; 39, 50 v ; 46 a, 37 r ; 56, 39 r ; 64, 49 v ; 65, 25 r ; 67, 76 v ; 70, l r ; 109, 123 v ; 111, 174 v ; 112, 53 r ; 113, 101 v ; 114, 104 r ; 115, 48 r ; 116, 88 v ; 119, 68 r - zisterziensisch 30, 23 r Belgien (Pr I) 94 Benediktionen 6, 9 r ; 8, 280 r ; 24, 68 v , 71 r ; 30, 6 V ; 47 v ; 38 a, 77 v ; 45, 4 r ; 46, 7 V ; 50, 123 r ; 54, V, 7 V ; 72, 73 v ; 84, 70 v , 74 r ; s. auch Antoniuswasser, Johannesminne, Kesselfang, Ringsegnung, Sebastianspfeile, Tischgebete, Wasserweihe Benediktsregel, deutsch 50 b, l r Berlstedt s. Giselher Bern, Bürgermeister und Rat 5 a, I r Bernhard von Clairvaux, Sermo 28, 2 r (Ps.-) Bernhard von Clairvaux, De passione domini 28, 88 v Bernardus de Pigno 33, Hinterspiegel Bertschin, Sr. Serapia (Pr II) 118, V Beschreibstoff: pelles pergameni, arcus 42, Spiegel Biblia 48 - Novum Testamentum 94 - Vetus Testamentum 88-91 - Prologi 48, 88-91, 94 Bibliothekssignaturen, alte 8b, 10, 19, 21, 22, 34, 39, 55, 57a, 59, 62, 64, 67, 78, 80, 88-91, 94, 95, 96, 106, 139 Biltersleiben s. Heinrich de B. Birgitta von Schweden, Sammelhandschrift 42 Biseno bei Trient (Pr I) 8 Bletz s. Ulrich B. Blutwunder, Erfurt 18, 268 r Böhmen (Pr I) 3 Bössin s. Ursula B. Bologna (Pr I) 33 - Ratsbeschluß der Stadt vom 22.12.1300 (Entwurf eines Notariatsinstruments) 33, Vorderspiegel Bonaventura - Apologia pauperum (Ausz.) 28, 73 r - Lignum vitae (Hymnus) 82, 86 r Bonifatius VIII., Papst - Raub des päpstlichen Schatzes am 4.5.1297 9, Vorsatzbl. - Verleihung eines Kanonikats und einer Praepositur an St. Stephan in Bamberg 9, Vorsatzbl. Bonndorf i. Schwarzwald 43, Spiegel Born s. Johannes B. Bossendorf 16 a, Fragmente Bozen (Pr I) 11 (?) - Dominikaner (Pr II) 20 - Franziskaner 11, Einbandmakulatur Breisgau (Pr I) 41 Breslau s. Albrecht von B. Brevier (auch Ausz.) 5a - dominikanisch 20a; 26; 32; 38; 61, 203 r ; 79 236 NAMEN- UND SACHREGISTER - zisterziensisch 1; 8a; 58, 129 r ; 74 - Fragmente 54, Spiegel; 55, Spiegel; 84, Einbandmakulatur; 97, Einbandmakulatur; 113, Spiegel; 114, Spiegel; 127; 129; 137; 138, Nr.2 Briefe (Fragmente) - deutsche 4; 24; 57a, eingel. Bl.; 68, eingel. Bl., 112, eingel. Bl. - lateinische 18, Hinterspiegel Briefsammlung 22 a, Spiegel und Vorsatzbl. Buchenberg bei Kempten, Schlacht 8 a, 57 v Buchhändler s. Hagenbuch Buchschmuck - Bordüren 34, 7 r ; 34a, 6 r ; 38, 7 r ; 53 a, 8 r ; 103, 9 r - Federzeichnung s. Zeichnung - Holzschnitt 60, Spiegel; 82, Spiegel; 118, Spiegel - Ikonographie Abendmahl, letztes 49, 17 v - - Agnes 78, 123 v Anbetung der Könige 7, 2 V ; 44, 22 v ; 122, 8 r Andreas 20 a, 169 r - - Apostel 49, 19 v , 188 r ; 122, 31 r , 61 r Augustinus 44, 16l r Augustinerinnen 44 Bischof IIa, 35 r - - David IIa, l r ; 17, 3 r ; 20a, l r ; 37a, 10 r Dominikanerin 22, 33 r Dominikus IIa, 57 r ; 49, 108 r - - Drachen 6a, 53 r , 70 r , 110 v ; 7a; 13, 37 v , 48 r , 96 r , 97 r ; 46; 55; 122, 74 r Dreifaltigkeit 44, 81 v Gnadenstuhl 82, Spiegel Elisabeth 17, 66 v Engel 122, 91 r ; s. auch Michael Erhard 122, Spiegel Fronleichnam (Monstranz) 50, 62 r Fußwaschung 21, 30 r Heiligenfigur, unbestimmt 17, 18 r , 27 v , 56 r , 68 r Hostienmühle 44, 9 r Jagdszene 34, T Jakobus d.A. 49, 19 v , 105 r ; 122, Spiegel Jesus Christus 6, 13 r ; 49, 188 r Antlitz IIa, 15 v ; 61, l v Auferstehung 15, 66 r ; 22, 24 r ; 44, 69 v ; 50, 47 v ; 68, 7 r ; 103, 9 r Bergpredigt 7, 12 v Darstellung im Tempel 7, 3 V ; 21, 5 V ; 22, 2 r ; 44, 100 r Einzug in Jerusalem 21, 12 r ; 22, 6 V ; 44, 55 v Geburt 7, l v ; 13, l v ; 15, 18"; 44, 18 r ; 50, 21 v ; 122, T Geißelung 58, 128 v ; 139, 124 v in Gethsemani 21, 22 v Himmelfahrt 7, 6 V ; 21, 45 r ; 22, 25 r ; 44, 77"; 50, 56 v ; 122, 59 v Jesuskind 109, 2 r , 59 r Kreuzabnahme 22, 21 v Kreuzigung 8, 112 v ; 45, 124 v ; 46, 150 r ; 104, Einband (Vorderdeckel); 139, 8 r Monogramm IHS 28, 6 V ; 104, Vorderdeckel Taufe im Jordan 44, 22 v ; 122, 8 V in der Vorhölle 50, 47 r als Weltenrichter 20 a, 63 r ; 122, 109 v ; 139, 10 v und Zachäus 7, ll v s. auch Abendmahl, Anbetung der Könige, Fußwaschung, Visitatio se- pulchri Johannes Baptista 44, 109 r ; 49, 224 r Johannes Evangelista 49, 17 v , 19 v , 78 r , 216 r ; 116, 1 a v ; 122, Spiegel Jonas IIa, 45 r Katharina 6a, 19 v ; 17, 18 r (?); 53a, 8 r ; 122, Spiegel Kinder, spielend 34, T - - Lucia 17, IT Margaretha 78, 124 r ; 122, Spiegel Maria Geburt 7, 10 v 237 NAMEN- UND SACHREGISTER mit Kind 49, 216 r ; 82, eingel. Bl.; 106, l r Tod 7, 9 V ; 21, 50 v ; 22, 69 r Verkündigung 7, 4 V ; 13, l r ; 15, 9 r ; 34a, 6 r ; 44, 9 V ; 50, 76 v ; 57a, 7 r ; 122, T s. auch Wurzel Jesse Maria Magdalena 49, 100 r Märtyrer 6 a, 37 r - - Michael 6a, 53 r ; IIa, 34 v Nikolaus 122, Spiegel Paulus 17, 36 r ; 44, 110 v ; 122, Spiegel Enthauptung 7, 9 r - - Petrus 6a, 114 v ; 17, 36 r ; 44, 110 v Kreuzigung 7, 8 V - - Pfingsten 7, 7 V ; 44, 79 r ; 50, 58 v Philippus und Jakobus 50, 78 r Raimundus Lullus, Leben und Werk 92, l v Salomo (Autorenbild) 121, l va Schweißtuch der Veronika 121, 32 vb Stephanus, Steinigung 50, 68 r - - Stifterbild IIa, 69 v ; 46, 15V Stindenfall 122, 60 r Thomas apostolus 44, 134 v Visitatio sepulchri 7, 5 V Wurzel Jesse 139, 7 V Zachäus 7, ll v Zacharias 49, 81 r - Initialen Figurierte Initialen 6a; 7; IIa; 13; 15; 17; 20a; 34a, 6 r ; 37a, 10 r ; 44; 45; 46; 49; 50; 57a, 7 r ; 101, 9 r ; 106, l r ; 109, 2 r ; 121, l va , 32 vb ; 122; 139 Fleuronnee-Initialen 4; 6; 8b; 10; 16; 19; 21; 25; 46, 7 r ; 62; 79; 88-91; 95; 96 Rankeninitialen 3; 7a; 46; 93; 122 Rollwerkinitialien 63 Tierinitialen 41 - Kanonbild 8, 112 v ; 45, 124 v ; 46, 150 v - Miniaturen (Vollbilder) um 1200 7 - - 13. Jh. erste Hälfte 13, l r , l v ; 122 - - 13. Jh. zweite Hälfte 46, 150 v ; 139, 7 V , 8 r 14. Jh. erste Hälfte 21, 22, 92 - - 15. Jh. 8, 112 v ; 44, 9 r ; 45, 124 v s. auch Einbände (Deckelminiaturen) - Randminiaturen 7, 9 r ; 42; 46, 151 r ; 49; 50; 58, 128 v ; 78, 123 v , 124 r ; 109, 59 r - Zeichnung Federzeichnung 6, 13 r ; 29 a, l r ; 116, la v ; 133, l v - Zierseiten 21; 34, 7 r ; 34 a, 6 r ; 36 a, 7 r , 53 v ; 38, 7 r ; 38a, 121 r ; 53a, 8 r ; 57a, 7 r ; 60, 7 r ; 62, 7 r , 109 r ; 67; 68, 7 r ; 103, 9 r ; 105, l r ; 106, l r ; 112, 70 r , 93 r Buch- und Schriftwesen - s. Auftraggeber, Beschreibstoff; Bibliothekssignaturen; Buchhändler; Buchschmuck; Bücherpreis; Datierung der Handschriften; Einbände; Fragmente; Geheimschrift; Glossen; Handschriften, zitierte; Kaufvermerk; Lesezeichen; Pecienvermerk; Provenienz I und II; Schreiber; Schreibervermerk; Schreiberverse; Stifter Bücherpreis 3, Hinterdeckel; 9, Vorsatzbl.; 12, 121 r Bühelmann s. Konrad und Afra B. A/" r f ' - ^7 Buße und Umkehr, graphische Darstellung 83, l v Bußpsalmen 25, 83 v ; 31a, 56 r ; 38 a, 81 r ; 39, 79 v ; 56, 59 r ; 64, 75 r ; 65, 39 r ; 66, 33 r ; 67, 61 v ; 70, 36 r ; 76, 171 r ; 77, 107 r ; 100, 128 r ; 101, 21 r ; 106, 149 r ; 107, 171 r ; 108, • 138 r ; 114, 112 r ; 115, 62 r ; 118, 2 r ; 119, 96 v Caecilia de Wolfurt (N) 26, 6 r Caelum - De caelo 82, 88 rb Caesarius von Heisterbach - Dialogus miraculorum (Ausz.) 23, 122 vb , 136 vb - Libri miraculorum (Ausz.) 23, 127 rb Canticum David 93, l r Christannus Cerdonis, Bozener Dominikaner 20, 296 v 238 NAMEN -UND SACHREGISTER Christina de Schmidtstedt (N) 37, 15 r Christina de Tannheim (N) 37, 2 V Christofferus Tobs de Abensberg 5a, II r Cisiojanus 36, l r ; 38a, 3 r Clara von Ostern 139 (S. 233) Claustrum animae 82, l r Clemens V., Papa, Bulla „Exivi de paradiso" 28, 58 r Coburger, Eberhard de Nürnberga 23, I v Colmar (Pr I) 27 (?); (Pr II) 108 (?) — Dominikanerkonvent und Prior 118, Spiegel — Dominikanerinnen, Unterlinden Notiz zur Entstehung des Klosters 84, I r — - (PrI) 63, 70, 84, 97, 111 (Teil II), 114, 115, 119 — - (Pr II) 81 (?) Colonna s. Stephanus C. Conradus — Konrad (hl.), Sonderoffizium 8 a, 48 r s. auch Hagiographische Texte — Conrat (N) 139, 6' — Cünradus (N) 79, 6 V — Cunradus (Praedicator), Stifter 46, 15l rb — Conradus de Beringen 9, Vorsatzbl. — Konrad der Boller 47, Fragmente — Konrad Bühelmann, Konstanzer Bäcker 12, Spiegel — Conradus Holtnicker s. Conradus de Saxonia — Conrad von Ischerstedt, Abt von Paulin- zelle 18, Spiegel — Conradus de Krautheim (N) 37, 46 r — Conradus Moer (Pr II) 3, Hinterdeckel — Conradus de Molhusen (N) 37, 5 V — Conradus de Saxonia, Speculum beatae Mariae virginis 3 a, 83 va — Chunrat de Scherenberg (N) 139, 2 V — Cunrat von Schwabach 5 a, I v — Conradus de Tannheim (N) 37, 27 r — s. auch Fladenschröt, Hottermann, Jäch Constantinus Africanus s. Petrus Hispanus — Übers, s. Isaac Judaeus Cordula (hl.), Gebet 106, 287 v und Fragmente Crisis - De crisi 40, 85 ra Crux - De cruce 82, 90 va - s. auch Elevatio crucis, Horae de s. cruce Cuffe (Pr II) 92, V Datierung der Handschriften - Datierte Handschriften - - 1356 37 - - 1419 3 - - 1431 29 - - 1435 18a (I) - - 1439 109 - - 1468 8 - - 1475 30 - - 1478 66 - - 1481 56 - - 1481 und 1482 8a - - 1482 118 - - 1485 59 - - 1495 36a - - 1497 86 - - 1499 20a - - 1501 60 - - 1515 72 (I) - - 1516 34, 53 a - - 1519 34a, 103 - - 1600 104 (II) - Zeiträume 10. Jh. 45 Fragmente 11. Jh. 38 Fragmente, 87, 131 - - 12. Jh., 1. Hälfte 125 - - 12. Jh., 2. Hälfte 12 - - um 1200 7, 124, 138 - - 13. Jh. 6a, 11 a, 126, 128, 129, 132, 136 13. Jh., 1. Hälfte 7a, 13, 73 (verbrannt), 122, 137 (1) - - um 1250 6, 20, 50 (III u. IV) - - um 1260 46, 58 (I), 13.9 um 1270 26 239 NAMEN -UND SACHREGISTER - - 13. Jh., 2. Hälfte 10, 14a (II), 17, 19, 24, 35 (I), 47, 51 (I), 52 (I), 53 (I), 54, 55, 78, 84, 99, 110, 111 (I), 113 (II), 121, 123 13. Jh., letztes Viertel 79 13. Jh., Ende 9 - - um 1300 8 b, 40, 49, 69, 83 - - 14. Jh. 3 a, 5, 25, 35 (II), 50 (V), 51 (II), 52 (II), 53 (II), 67, 85, 88-91, 95, 96, 102, 104 (I), 114 (I), 127, 133, 135, 137 (2) 14. Jh., 1. Viertel 62 - - 14. Jh., 1. Hälfte 1, 14a (I), 21, 22, 22a, 22 b, 23, 29 a, 33, 43, 44, 46 a, 50 (I u. II), 82, 87, 92, 108, 113 (III), 115, 117, 119 (I), 120 - - 14. Jh., Mitte 2 - - 14. Jh., 2. Hälfte 14, 16, 57, 70 - - um 1400 18 - - 15. Jh. 5a, 15, 18a (II) 27, 31, 48, 75, 81, 98, 113 (I), 116 15. Jh., Anfang 41 15. Jh., Anfang und Mitte 42 - - 15. Jh., 1. Hälfte 130 - - 15. Jh., 2. Viertel 32 - - 15. Jh., Mitte 61,71,94 15. Jh., 2. Hälfte 4, 7a (II), 11, 31a, 36, 37a, 39, 45, 57a, 64, 65, 74, 77, 80, 100, 101, 105, 112, 114 (II), 115 (teilweise), 119 (II) 15. Jh., Ende 28 - - um 1500 16 a, 38, 38 a, 63, 68, 76, 106 16. Jh., Anfang 50b -- 16. Jh., 1. Hälfte 21a, 50, 58 (II), 107, 111 (II) - - 16. Jh., 2. Hälfte 97 (I) - - 17. Jh. 97 (II) - - 17. Jh., 1. Hälfte 72 (II) - - 18. Jh. 134 David von Augsburg, Die sieben Staffeln des Gebetes (Ausz.) 85, 7 vb ; 102, 2 V Decem mandata legis, graphische Darstellung 82, 84 r Derdinger, Hans und Margaretha 101, 113 v Deutsche Texte 29; 41; 42; 50b; 58, 32 v ; 61, Fragmente; 71, Fragmente; 85; 87, 62 ra ; 102; 104, 160 r ; 111, 182 v Diepold, Frater 42, Vorderspiegel r Dies aegyptiaci, Merkverse 16, 2 r ; 44, 3 r ; 79, l r ; 83, 98 v ; 122, l r Dietingerin, Katharina (Pr II) 69, 298 v Dietrich s. Theodoricus Dillingen, Dominikanerinnen, St. Ulrich (PrI) 72 -, Franziskanerinnen 72, 117 r Kollegiatstift St. Peter 72, 117 r Dina s. Katharina Diurnale 34, 34 a, 36 a, 53 a, 55, 57a, 59, 60, 62, 63, 68, 69 Dominikane r (P rI) 6, 10, IIa, 20, 46, 49, 85, 99, 102, 118, s. auch Augsburg, Freiburg i.Br. — (Pr II) s. Bozen, Ulm Dominikanerinnen (PrI) 46a, 100, 104, 108; s. auch Altenhohenau, Bamberg, Colmar, Dillingen, Freiburg i.Br., Nürnberg, Schönensteinbach, Straßburg, Weiler b. Esslingen - (Pr II) 122; s. auch Altenhohenau, Bamberg, Freiburg i.Br., Neidingen, Straßburg Dominikanische Observanzbewegung, Sonderritus 4, 72 r , 187 v ; 81, Fragment; 109, 153 v ; 113, 55 v Donat, Ars minor 120, Fragmente; 135, I r Dorothea (hl.), Gebet 27, 81 v Dorothea von Ostern 139 (S. 233) Driwer s. Johannes D. Duodecim articuli fidei, graphische Darstellung 82, 83 v Eberhard von Friaul (hl.) 38, 6 V Ebersberg s. Heinrich de E. Ebringen i.Br. 21a, Kopert Eckestedt s. Fredericus de E. Edmund von Canterbury, Marienspalter (deutsche Übersetzung) 111, 186 v 240 NAMEN - UND SACHREGISTER Einbände, bemerkenswerte - Vorgotische Einbände 35, 51, 52, 53, 54 - Gotische Einzelstempelbände Werkstattzuschreibungen 15, 16 a, 29 a, 31, 31a, 34, 36a, 37a, 38, 44, 53a, 56, 58, 65, 68, 77, 81, 106, 111 Sonstige 1, 4, 5a, 7, 8, 10, 11, 17, 20, 20 a, 23, 28, 30, 36, 37, 38 a, 43, 44, 48, 60, 78, 80, 88-91, 93, 109, 110, 112, 121 - Rollen- und Plattenstempelbände 6, 7 a, 8 a, 8 b, 24, 34a, 45, 50, 59, 66, 69, 72,86, 96, 103, 104, 105 - Sonstige Besonderheiten Deckelminiaturen 122 Doppelter Bezug 10, 18, 19, 67, 85, 122 Kettenbände 2, 3, 3 a, 9, 12, 18, 40, 83, 87-91, 93, 121, 123 Koperte 18a, 21a, 97, 102 Einblattdruck 5a, Spiegel (Kriegsverlust); 60, Spiegel Elevatio crucis, szenisch 50a, 171 r Elisabeth Candelatrix (N) 37, 48 r Elsaß (Pr I) 7a (?); 10; s. auch Colmar, Schönensteinbach, Straßburg Engelbertus, Propst des Erfurter Neuwerkklosters 37, 8 r , 42 v , 72 v Engelbertus de Colonia, Sermones 3 a, 30 vb , 81 va Erdbeben s. Konstantinopel, Nördlingen Erding s. Stocker, Leonhard de E. Erfurt (Pr I) 36 - geschichtliche Notizen 44, Spiegel - Marienstift (Prl) 50a; (Pr II) 3, 3 a, 9, 12, 83, 87 (?), 123 Ordinarium 50a, 160 v Stiftsstatuten 50a, 96 v Zinsverzeichnis 50 a, 159 v s. auch Nekrolog - Neuwerkkloster (Prl) 15, 16, 16a, 37, 44 s. auch Engelbertus; Heinricus de Tannheim; Johannes (Propst); Ziegler, Elisabeth (Priorin) - St. Ägidien (Pfarrkirche) 3, Hinterdeckel - St. Andreas (Pr II) 2 (?) - St. Martin (Zisterzienserinnen) (Prl) 18a, 38a, 50, 50b, 66, 74, 75, 77, 107; (Pr II) 58 - St. Peter 18 a, 28 r - St. Severi 15, 217 v ; 16, 136 v ; 16a (S. 41); 44, 13 l v ; s. auch Theodericus de Jassa Erlin, Veronika (N) 55, 5 V Eucharistie - De eucharistia 82, 90 rb - Eucharistiegebete 120, Fragmente Evangelistar 7 Exempla 23, 58 vb , 64 vb , 81 vb , 85 rb , 96 rb , 101 rb , 102 ra , 107 va , 116 va Exsultet 43, 191 v ; 113, 128 r Felicitas, Sr. 57 a, Fragment Fladenschröt, Cunradus (S) 30, 76 r Flodoardus, Historia Remensis ecclesiae (Fragment) 38, Fragmente Fluchen und Schwören, Ermahnung gegen 60, Spiegel Fontaines, A. et P. des (Pr II) 92, l r Forchheim, (Diöz. Bamberg), Kollegiatstift St. Martin 12, Vorderspiegel Fragmente - s. Antiphonale, Antonius von Padua, Brevier, Briefe, Donat, Eucharistiegebete, Flodoardus, Gebetbuch, Gebete, Gerichtsprotokoll, Graduale, Grammatiktraktat, Gre- gorius Magnus, Homiliar, Justinianus, Lek- tionar, Logiktraktat, Missale, Nikolauslegende, Obligationes Parisienses, Ordinarium dominicanum, Pontifikale, Psalmenkommentar, Psalterium, Raimundus de Pennaforte, Rechnungsbuch (Colmar), Sa- kramentar, Theologische Texte, Urkunden, Wernher (Priester), Zinsbuch. Franciscus - Franz von Assisi, Testamentum 28, 29 r - Franciscus de Maironis, Tractatus, Sermones 3 a, 20 ra ,31 vb , 76 ra , 82 va Franken (Pr I) 46 a Franziskaner, Regula bullata 28, 8 r 241 NAMEN-UND SACHREGISTER Französisch — altfranzösische Wörter und Wendungen 78, Spiegel Fredericus — Friedrich II., deutscher Kaiser, Briefe 22 a, Spiegel und Vorsatzbl. — Fredericus de Eckestedt (Pr II) 33, V — Friedrich III. ze Rhein, Bischof von Basel 119, Spiegel Frei, Sr. Kunna (Pr II) 118, l r Freiberg s. Otto de Vriburg Freiburg i.Br. — Dominikaner (Pr I) 26 (?) — Dominikanerinnen (Pr I) 24 (?), 95 (?), 112(?) Adelhausen (Pr II) 6 a, 24, 45, 55, 80, 95, 112 St. Magdalena (Pr I) 45; (Pr II) 6a, 24 (?), 80 — Franziskaner (Pr II) 88-91 — Kapuziner (Pr II) 82 — Universität, Mandat des Rektors 31, Spiegel Freyberg, Sr. Maria Ludovica von 80, eingel. Bl. Friemar s. Katharina F. Frienstedt s. Adelheidis de F. und Hermann de F. Galenus, Ars parva (Tegni) — Glossulae 40, 86 ra — Johannitii introductio in Artem parvam 40, 109 ra Galhardus, Archidiaconus 2, Vorderspiegel Gall, Hans (Pr II) 43, 96 r , 191 r Gebetbuch, deutsch (Fragmente) 1, Einbandmakulatur Gebete — deutsch 1, Einbandmakulatur; 8 b, Fragmente; 36 a, Fragmente; 58, 128 v ; 77, Spiegel; 96, 2 r , 249 v ; 106, 109 r , Fragment Nr.4; 110, I r ; 116, 123 r , 132 v s. auch Armenseelenpsalter, Eucharistiegebete, Marienpsalter, Raimund von Ca- pua - lateinisch 18a, 26 v ; 19, 190 v ; 27, 81 r ; 31a, eingel. Bl.; 58, 2 V , 9 r , 32 v ; 61, Fragment Nr. 1; 77, 152 v ; 82, 34 v ; 83, 98 v ; 101, 15 v , 103 r ; s. auch Oratio s. Ambrosii sowie Cordula, Dorothea,Genesius, Heiliger Geist, Jesus Christus (Wunden), Katharina, Liborius, Margaretha, Nothelfer, Sterbegebete - - Reimgebete 82, 37 rb , 38 vb Gebetsanweisungen zu den Psalmen, deutsch 27, l r ; 58, 9 V Geheimschrift 133, l v Geir s. Petrus G. Genesius (hl.), Gebet 1, 129 v Georg - Jerg Beck de Isny 8a, 57 v - Jerg Hessman 14 a, Spiegel Gerardus - Gerardus von Csanad, Sermonessammlung (Epilog) 23, 113 va - Gerhardus de Töttelstedt (N) 37, 55 r Gerbert, Martin, Abt von St. Blasien 29 a (S. 72);92 (184) Gerichtsprotokoll, Konstanzer (Fragment) 12, Spiegel Ghinucci, Girolamo, Bischof von Ascoli Pi- ceno 18 a, Kopert Giselher, Pleban von Berlstedt (N) 37, 28 v Glossarium 87, 3 ra - de diversis auctoribus 87, 94 va - biblicum 87, 62 ra - botanicum, lat.-niederdt. 33, 82 v - de diversis 87: de virtutibus apostolorum 83 va , de s. Martino 83 va , de s. Sebastiano 84 rb , de s. Dionysio 84 rb , de s. Gregorii Regula pastorali 84 vb , de Regula s. Bene- dicti 85 rb , de s. Gregorii Dialogo 85 va , de Lege ripuaria 86 ra , de Prisciano et Donato grammaticis 86 rb , de Prudentii carminibus 89 rb , de Sedulio 93 vb Glossen, deutsche 87, 62 ra Goch, Lambertus et Peregrinus de (Pr II) 3 a, 9, 12, 83, 87 (?), 123; s. auch Einleitung, S. XXVII 242 NAMEN-UND SACHREGISTER Gode, Henningus 50 a, I r Golt s. Heinricus, dictus G. Gotha s. Heinrich und Kunna de G. Gottesurteil s. Kesselfang Gottfried de Tannheim (N) 37, 15 r Gottschalcus Lubelin (N) 37, 10 v Gottschalcus de Schmiedstedt (N) 37, 50 v , 64 v Graduale 15, 16, 44 - Fragment 3 a, Spiegel Gradualpsalmen 4, 72 r ; 31a, 77 r ; 56, 73 v ; 64, 102 r ; 65, 52 r ; 66, 28 r Grammatiktraktat (Fragment) 52, Spiegel Gregorius Magnus, Dialogorum libri, mittelniederländisch (Ausz.) 26, Fragmente Gremmelsbach, Petrus, Abt von St. Peter (S?) 86, 5 V , 26 r Guascone Nardi (Notar) 33, Vorderspiegel Guelfus de Cavalcantibus 33, Hinterspiegel Guidonische Hand 29a, l r Guilelmus - Wilhelm, Bischof von Straßburg S. 144 - Guillermus Parisiensis, Postilla super episto- las dominicales et de sanctis 71, l r - Guilelmus de Saliceto Placentinus, Practica 33, 17 va Guntherus Albold (N) 37, 9 r , 37 v Hagenbuch, Freiburger Buchhändler 135, l r Hagiographische Texte - Abdon und Sennen 23, 50 rb - Adrianus 23, 109 va - Aegidius 23, 63 vb - Afra 23, 55 va - Agatha 10, 195 v ; 23, 20 va - Agnes 10, l r , 184 r , 191 r ; 23, 17 va , 19 va - Albanus 23, 94 rb - Alexander, Eventius und Theodulus 23, 92 va - Alexius 23, 43 vb - Ambrosius 10, 210 r ; 23, 26 ra - Anastasia 23, 8 rb - Andreas apostolus 10, 144 r ; 23, 3 rb , 82 rb - Andreas episcopus Fundanus 26, Spiegel - Anna 8a, 25 v ; 23, 139 ra - Antonius abbas 10, 179 v , 217 V ; 23, 15 va - Antonius von Padua 23, 34 va - Apollinaris 23, 46 rb - Arbogastus 23, 44 va ; 79, 412 ra - Attala 10, 4 V ; 79, 329 vb - Augustinus 23, 62 va - Aurelia 79, 461 va - Barbara 23, 4 va - Barnabas 23, 33 ra - Bartholomaeus 23, 61 rb - Basilides, Cyrinus, Nabor und Nazarius 23, 34 ra - Basilius 23, 113 ra - Benedikt 8a, 21 r ; 10, 205 v ; 23, 25 ra - Bernhard von Clairvaux 23, 60 rb - Birgitta 42, l r , 72 r - Blasius 10, 194 v ; 23, 20 ra - Bonifatius, martyr Romanus 23, 93 vb - Brandanus 23, 34 vb - Brictius 23, 74 ra - Brigida 23, 86 ra - Caecilia 23, 76 ra - Christina 23, 46 vb - Christophorus 23, 48 va - Chrysogonus 23, 112 vb - Clemens 23, 77 ra - Corona Domini 23, 29 va - Cosmas und Damian 23, 69 vb - Crucis exaltatio 23, 65 rb - Crucis inventio 23, 29™ - Cyriacus 23, 98 ra - Damasus 23, 6 rb - Decem milia martyrum 23, 37 ra - Dies rogationum 23, 89 vb - Dominicus 23, 54 ra - Dorothea 32, 483 vb - Elisabeth 23, 74 rb - Epiphanie 23, 13 vb - Eucharius 23, 80 vb - Euphemia 23, 66 rb - Eusebius 23, 98 vb 243 NAMEN - UND SACHREGISTER - Eustachius 23, 66 vb - Fabian und Sebastian 10, 18 l v ; 23, 16 va - Felix II., papa 23, 50 ra - Felix in Pincis 10, 177 r ; 23, 14 va - Felix und Adauctus 23, 63 va - Felix und Regula 23, 65 ra - Fides, Spes und Charitas 23, 41 vb - Florentius 23, 73 ra ; 79, 476 ra - Franciscus 23, 72 ra - Galla 26, Spiegel - Gangolfus 23, 31 rb - Georgius 23, 27 va - Gerardus von Csanäd 23, 113 rb - Germanus 23, 50 vb - Gertrudis von Nivelles 23, 87 va - Gervasius und Prothasius 23, 6 rb - Gordianus und Epimachus 23, 30 va - Gorgonius und Dorotheus 23, 65 ra - Gregorius papa 10, 203 v ; 23, 24 ra - Hieronymus 23, 71 va - Hilarius 23, 84 va - Hippolytus 23, 56 vb - Ignatius von Antiochien 10, 212 r ; 23, 85 vb - Innocentes 23, ll rb - Jacobus Intercisus 23, 79 va - Jacobus maior 23, 47 rb - Jacobus minor 23, 28 va , 92 rb - Jodocus 38, 231 v - Johannes Baptista 23, 37 va , 103 ra - Johannes Eleemosynarius 23, 119 ra , 122 ra - Johannes Evangelista 10,170 r ; 23,10 ra , 30 ra - Johannes und Paulus 23, 38 rb - Juliana 23, 21 va - Julianus 23, 101 vb - Julitta und Quiriacus 23, 35 vb - Katharina 23, 78 rb - Konrad von Konstanz 8 a, 48 v - Lambertus 23, 110 ra - Laurentius 23, 55 vb - Lazarus 23, 45 ra - Leodegarius 23, 110 vb - Leonardus 23, 111 vb - Leonardus Eremita 23, 112 rb - Longinus 23, 26 ra - Lucia 10, 148 v ; 23, 6 rb - Machabaei 23, 98 ra - Marcellus 10, 178 v ; 23, 15 rb - Marcus 23, 27 vb - Marcus und Marcellianus 23, 36 rb - Margaretha 23, 42 va - Maria 8a, 12 v , 36 v ; 23, 6 ra , 19 vb , 57 vb , 64 ra , 99 va , 103 va , 136 ra , 136 va ; 32, 485 va - Maria Aegyptiaca 23, 88 rb - Maria Magdalena 23, 45 rb , 96 va - Marina 23, 43 va - Martha 23, 45 rb - Martialis 23, 94 va - Martin 23, 73 vb - Matthaeus 23, 67 va - Matthias 10, 201 r ; 23, 23 ra - Mauritius 23, 68 va - Maurus 10, 177 v ; 23, 15 ra - Medardus 23, 93 ra - Michael 23, 70 vb - Nazarius und Celsus 23, 49 va - Nereus und Achilleus 23, 30 vb - Nicetius 23, 83 va - Nicolaus 10, 146 v ; 23, 4 vb ; 61, Fragment Nr.2 - Odilia 23, 80 ra - Oswald 23, 53 vb - Pancratius 23,31 ra - Panthaleon 23, 49 va - Paula 23, 19 rb - Paulus 23, 19 rb , 40 va , 130 ra - Paulus Eremita 23, 14 ra - Pelagia 23, 11 l va - Petronella 23, 32 ra - Petrus 10, 199 v ; 23, 22 ra , 39 vb , 51 rb - Petrus Martyr 23, 90 rb - Petrus von Tarentaise 8 a, 45 r - Petrus und Marcellinus 23, 32 rb - Philippus 23, 29 ra - Praxedis 23, 45 ra - Primus und Felicianus 23, 32 vb - Prisca 10, 180 v ; 23, 16 ra 244 NAMEN-UND SACHREGISTER - Probus 26, Spiegel - Processus und Martinianus 23, 95 vb - Quattuor Coronati 23, 73 ra - Quintinus 23, 112 va - Remigius 23, 72 ra - Richardis 23, 44 vb - Sabinus 26, Spiegel - Satyrus und Satyrianus 23, 96 ra - Septem Dormientes 23, 39 rb - Septem Fratres 23, 42 rb - Serapion 23, 122 rb - Servulus 26, Spiegel - Silvester 10, 164 r ; 23, 12 vb - Simplicius, Faustinus und Beatrix 23, 50 ra - Sixtus 23, 55 rb - Stephanus 23, 9 rb , 52 vb , 84 ra - Stephanus papa 23, 52 rb - Symphorosa 23, 39 ra - Thecla 23, 69 va - Theobaldus 23, 95 ra - Theodorus 23, 73 va - Thomas 10, 151 r ; 23, 7 ra , 81 vb - Thomas von Aquin 10, 214 r - Thomas von Canterbury 10, 162 r ; 23, 12 ra - Timotheus 23, 85 va - Ulrich 23, 42 ra , 96 rb - Urbanus 23, 31 va - Valentinus 10, 198 r ; 23, 21 va - Valerianus et Tiburtius 23, 27 ra - Verena 23, 137 rb - Vincentius 23, 18 rb - Vitalis 23, 28 rb - Vitalis und Agricola 23, 79 vb - Vitus, Modestus und Crescentia 23, 35 va - Wendelinus 32, 448 vb Handschriften, zitierte - Cambridge, Fitzwilliam Museum, ms. 157: Einl., S. XXXII - Colmar, Bibl. de la Ville, ms. 275 (276): 111, 183 r - Darmstadt, Hess. Landes- und Hochschul- bibl., Hs. 964: 18a, 25 r ; 101, 15 v ; Hs. 2242: 110, 196 v ; Hs. 2772: 19, 190 v - Dijon, Bibl. mun., ms. 114: 18a, 29 r ; 30, l r , 9 V , 54 r ; 38a, 121 r ; 66, 42 r ; 77, 204 v — Donaueschingen, Fürstl.-Fürstenb. Bibl., Hs. 197: Einl., S. XXVIII — Erfurt, Domarchiv, Erf. 18: 16 a, Fragment Nr. 1 - Frankfurt a.M., Stadt- und Universitäts- bibl., Ms. Barth. 102: 18, 194 v ; Ms. germ. oct. 28: 116, 123 r , 132 r ; Ms. Praed. 121: 118, 91 r — Freiburg i.Br. Erzbischöfl. Archiv, Hs. 10: 112, 99 v ; St. Kath. A: 104 (S.200) Stadtarchiv, Hs. B1 (H) 127 und 130: 112, 76 v Universitätsbibl., Hs. 148: Einl., S.XXVI; Hs. 181: Einl., S.XXXII; Hs. 296: Einl., S. XXXII; Hs. 302: Ein!., S.XXVI; 53 a (S. 128); 65 (S. 148); Hs. 383: Einl., S. XXXII; Hs. 475: Einl. S. XXXII; Hs. 537: Einl., S.XXXII; Hs.675: Einl., S. XXXII — Karlsruhe Bad. Landesbibl., St. Georgen 5: 19 (S. 47); St. Georgen 8 a: 59 (S. 138); St. Blasien 5 und 6: 93 (S. 185); St. Märgen 2: 62 (S. 143f.); St. Peter pap. 20: 63 (S. 145); 111 (S. 210 mit Anm. 1). Bad. Generallandesarchiv, 65/530 a: 86 (S. 179) - München — Bayr. Staatsbibl., Clm 23155 und 23158: 36 a (S. 88 f) -- Univ. Bibl., Cod. 135:3a, 36 rb — Nürnberg Germ. Nationalmus., Hs. 4981: Einl. S.XXXIII; Hs. 184575: 8, 254 r - - Stadtbibl., Cent. I, 10: 18, 151 v , 160 v ; Cent. VI, 43 m und VII, 74: 61 (S. 142); Cent. VIII, 17: Einleitung, S.XXVI - Oxford, Bodl. Libr., Canon, misc. 281: 51, Fragmente - Rom, Bibl.Vat., Cod.Pal.lat.1085: 40 (S.99) 245 NAMEN -UND SACHREGISTER - St. Gallen, Stiftsbibl., Cod. 1897: 112, 76 v und 99 v - St. Paul im Lavanttal, Stiftsbibl., Hs. 242/4: 3 a, 109 ra - St. Peter i. Schwarzwald, Bibl. d. Erzbi- schöfl. Priesterseminars, Cod. ms. 14 und 15: Einleitung, S. XXXIII - Solothurn, Zentralbibl., Cod. S429: Einleitung, S.XXIV - Stuttgart, Württemberg. Landesbibl., Cod. Brev. 46: 101 (S. 195); HB I 69: 18a, 24 v ; HB I 177: 27, 81 r - Würzburg, Universitätsbibl., M.ch.f. 169: 28 (S. 71); M.ch.o. 16: Einleitung, S.XXV; M.p.th.f. 129: 42 (S. 102); M.p. th.q. 70: IIa (S.29) - Zürich, Zentralbibl., Rh. 176, 178—181, 188-190: Einleitung, S.XXVI, XXVIII, XXXII Hans s. Johannes Hartmannus, miles (N) 58, 4 V Härtung de Schmidtstedt (N) 37, 3 r Has, Gilg 23, II r ; s. auch Einleitung, S.XXI Anm.2 Hebräischer Text (Fragment) 112, Spiegel Hedwig (N) 139, V, 4 V Hedwigis (N) 79, 4 r Heilige s. Hagiographische Texte, Ikonographie, Reimoffizien Heiliger Geist, Gebet 19, 190 v Heiligkreuztal, Zisterzienserinnen (Pr II) 30 Henricus - Heinrich (N) 79, 4 V - Henricus (N) 58, 8 V - Henricus, praepositus (N) 58, 7 r - Henricus, prior ord. praed. (Erfurt?) (N) 58, T - Heinrich de Biltersleiben (N) 37, 29 r - Heinrich de Ebersberg (N) 26, 3 r - Henricus de Frimaria Expositio decretalis ,Cum Marthae' de celebranda missa 3 a, l ra Tractatus de decem praeceptis 3 a, 43 rb - Heinricus, dictus Golt ( N) 37, 35 v - Heinrich de Gotha ( N) 37, 52 v - Heinrich Molitor 8 (S. 18) - Heinrich Seuse 118, Vorderspiegel (Holzschnitt) - Heinrich de Tannheim, Propst des Erfurter Neuwerkklosters (N) 37, l v , 74 r - Heinrich de Varila (N) 37, 32 r - Heinrich Vicedominus (N) 37, 39 v , 42 v - Heynrich Wunne (S) 18a - Henricus Wydensis (Pr II) 33, V Hermannus - Hermannus (N) 58, 5 V - Hermannus, Käufer eines Buches 123, Vorderspiegel - Hermannus zu den Disteln (N) 58, 6 V - Hermannus de Frienstedt ( N) 37, 54 v , 74 r - Hermann de Ostern (N) 139, 3 V - Hermannus de Prusya (Pr II) 33, Vorderspiegel Hessman s. Georg (Jerg) Hieronymus - Liber interpretationis nominum hebraico- rum (Ausz.) 87, 10 l ra - De situ et nominibus locorum hebraicorum (Ausz.) 87, 101 ra Hilsenheim bei Schlettstadt 62, Spiegel Himmelsbrief 42, 174 v Hippocrates, De regimine acutarum - Commentum 40, 125™ - s. auch Petrus Hispanus Hofer, Christopherus 11, Spiegel Holzschnitt s. Buchschmuck Homiliar 18, l r - Fragmente 97, Kopert; 125 Honburg s. Ursula de H. Honorius Augustodunensis,Elucidarium 82,39 v Horae - de compassione Mariae 101, 18 v - de s. cruce 38a, 66 r , 95 v ; 66, 66 r - de passione domini 101, 16 v - de aeterna sapientia 101, V Hornstein s. Agnes de H. 246 NAMEN-UND SACHREGISTER Hospitaliterkloster (Pr II) 82 Hottermann, Conradus (N) 37, 74 r Huber, Sr. Agnes (S) 101, 109 r Hug, Johannes, Propst von St. Johannes in Konstanz 29 a, Einbandmakulatur Hugo Ripelin, Compendium theologicae veri- tatis 83, 2 V - Ausz. 23, 129 vb Hugo de S. Victore, De sacramentis christia- nae fidei 12, l v Huser, Benz 21a, Kopert Hymnar 16a; 47; 69, 230 r ; 75, 48 r ; 107, 244 r - einzelne Hymnen 1, 170 ra ; 6, 116 r , 138 v , 141 r ; 6a, 190 r ; 7a, 136 v ; 11, 16 r ; 18a, 25 r ; 30, 4 r ; 36a, 250 r und Fragmente; 37a, 202 v ; 58, 157 r , 170 r ; 61, 8 V , 21 l v ; 66, 66 r ; 69, 277 v , 283 v , 297 r ; 74, 59 r ; 75, l r , 5 r , ll r ; 76, 20 r , 299 v ; 79, 466 r ; 80, l r , 198 r ; 82, 37 v , 38 va , 39 ra , 86 r ; 98, l r , 6 r , 322"; 112, 111 r ; 139, 192 r , 195 r Ikonographie s. Buchschmuck Ilm, Zisterzienserinnen 18, Vorderspiegel Innozenz III., Brief 22 a, Spiegel Interlaken s. Visionsbericht Interpretationes nominum hebraicorum 87, 101 ra Intervalltafel 16, l v ; 44, 6 r ; 139, T Isaac Judaeus, De diaetis universalibus et particularibus 123, l r Ischerstedt s. Conrad von I. Isidor von Sevilla, Etymologiae (Ausz.) 87, 3 ra Isny s. Georg Beck de I. und Vitus de I. Italien (Pr I) 9; s. auch Biseno, Bologna, Oberitalien Jacobus de Voragine - Legenda aurea (Ausz.) 23 - Sermo 3 a, 149 vb Jäch, Konrad (S) 36 a, 248 r Jerg s. Georg Jesus Christus - Monogramm IHS 28, 6 V - De nomine Jesu 82, 87 vb - De passione 28, 88 v ; 82, 85 r , 88 ra ; 120, 118 r - Wunden, Gebet 27, 81 r - s. auch Ikonographie, Reimoffizien Johanna von Burgund-Artois, Königin von Frankreich 92 (S. 184) Johannes - Johannes, Propst des Erfurter Neuwerkklosters (N) 37, 40 r - Johannes Andreae, Apparatus glossarum in Sextum 2, l r - Hans Barpfennig, Bürger von Straßburg 4 (S. 10) - Johann Born (Pr II) 33, 2 r - Johannes Driwer (Pr II), Propst am Kolle- giatsstift St. Martin in Forchheim 12, Spiegel - Johannes Herolt (vermutl. irrtümliche Zu- schreibung) s. Guillermus Parisiensis - Johannes de Lindenfels 57, 26 r - Johannes de Parma, Practicella 33, 83 rb - Johann der Pfuser 47, Fragmente - Johannes de Rädersdorf 70, Spiegel - Johannes de Sassonia (Pr II) 33, Hinterspiegel - Hanns von Schwabach 5 a, I v - Johannes Tortsch, Onus mundi, deutsch 42, 149 r - Johannes Tudirstat (Pr II) 3, Hinterdeckel - Hanns von Wallerstein 5 a, I r - s. auch Hug, Kent, Stuchs, Tretter Johannesminne, Segnung 8, 285 r ; 14a, 8 V ; 30, 48 r ; 45, 5 r Johannitius (Hunain), Introductio in Artem parvam Galeni - Quaestiones 40, 109 ra Juristische Texte 2, l r ;3a, l ra ,71 vb ;9, l ra ; 78, Spiegel Justinianus, Institutiones (Fragment) 78, Spiegel Jutta s. Legat und Not 247 NAMEN -UND SACHREGISTER Kaiserportraits, Katalog 134 Kalendarium - Ortskirchen - - Erfurt 15, l r ; 16, 2 r ; 36, l r ; 44, 3 r ; 50a, V Diözese Konstanz 98, 3 r ; 122, l r St. Peter im Schwarzwald 86, 2 r Trient 8, 2 r - Orden Dominikaner 8 b, 2 r ; 19, 2 r ; 24, 2 r ; 26, 2 r ; 32, l r ; 34, l r ; 34a, l r ; 36a, l r ; 37a, l r ; 38, l r ; 45, 1 r ; 46, l v ; 53 a, 2 r ; 55, 2 r ; 57a, l r ; 59, 3 r ; 60, l r ; 61, 2 r ; 62, l r ; 63, l r ; 68, l r ; 72, 2 r ; 76, l r ; 78, 2 r ; 79, l r ; 81, 2 r ; 103, 2 r ; 110, l r ; 139, l r Franziskaner (Klarissen) 57, V Praemonstratenser 14, 2 r Zisterzienser 1, l r ; 38a, 3 r ; 50, l r ; 58, 3 r ; 69, l r Kanonbild s. Buchschmuck Katharina (hl.), Gebet 27, 81 v - s. auch Reimoffizien Katharina - Katherina Friemar, Äbtissin von St. Martin in Erfurt (Pr II) 18 a - Dina von Keppenbach, Buchmeisterin in St. Magdalena, Freiburg 6 a, 189 v Kaufvermerk, Erwerbungsvermerk 3, Hinterdeckel; 9, Vorsatzbl.; 12, 121 r ; 33, l r ; 123, Vorderspiegel - s. auch Einleitung, S. XXVIII (zu Philipp Jakob Steyrer) Kent, Johannes 64, Spiegel Keppenbach s. Dina von K. Kesselfang, Ritus 138, Nr. 1 Kirchentöne - graphische Darstellung 29 a, 5 r - Traktat s. De Modis Knoblachin, Sr. Maria Rosa (Pr II) 31a; 106 Knörrin, Cordula, Priorin von St. Katharina, Nürnberg (Pr II) 65, Spiegel Kollektar 24, 72, 78, 84, 97 Kommemorationen 34, 242 r ; 34 a, 222 r ; 36 a, 230 v ; 38 a, 27 v , 57 r , 95 r ; 50,128 v ; 53 a, 204 v ; 57a, 199 v ; 59, 252 r ; 60, 261 r , 280 r ; 66, 10 v , 25", 65 v , 79 v ; 68, 254 r ; 75, 7 V , 13 r ; 76, 8 r ; 77, 140 r ; 97, 3 r ; 99, 37 v ; 100, l r ; 106, l r ; 107, 137 v Komputistisches 8 b, l v , 2 r ; 16, 2 r ; 34, l r ; 34a, l r ; 36a, l r ; 37a, l r ; 38, l r ; 50a, 147 r ; 57a, l r ; 58, l r ; 68, l r ; 103, 2 r ; 116, Spiegel - s. auch Intervalltafel Konrad s. Conradus Konstantinopel, Erdbeben von 1508 101, 112 r Konstanz (Pr II) 12 - Diözese (Pr I) 55, 98, 118 (?), 122 (?) - Stift St. Johannes s. Hug - s. auch Gerichtsprotokoll Krankenritus - dominikanischer 4, 142 r , 182 r ; 21, 60 r ; 24, 92 v ; 25, 81 v ; 31a, 2 r ; 39, l r ; 46a, 26 v ; 56, l r ; 64, l r ; 65, l r ; 67, 60 r ; 84, 98 v ; 109, 59 v ; 112, 67 r ; 113, 85 r ; 116, 61 r ; 117, 45 r ; 119, 36 r - zisterziensischer 30, 9 V Krautheim s. Conradus de K. Kunegundis - Cungundis (N) 58, 5 V - Kunegunt de Achenheim (N) 139, l v - Kunna Alexanders (N) 37, 39 r - Kunna de Gotha (N) 37, 52 v - Kunna de Tannheim (N) 37, 2 V Kyriale 15, 142 r , 219 r ; 16, 137 r ; 29 a, 20 r ; 44, 125 r , 133 r ; 45, 304 r Lagerbuch (Fragment) 130 Laibach s. Philippus de L. Lambertus de Goch s. Goch Legat, Jutta (N) 37, 20 r Legendär 23, V s. auch Hagiographische Texte Lektionar - Messe 14a, 10 r ; 43; 45, 261 r ; 46, 298 v Fragmente 83, Spiegel; 131; 132 deutsch 120, l r 248 NAMEN - UND SACHREGISTER - Offizium 10 Fragmente 26, Hinterspiegel; 124 Lena Maria, Büßerin (Pr tl) 24 Leonhardus, Frater 20, I v - s. auch Stocker, Leonhard Lesezeichen 10, 31, 44, 70 Liber generationis Jesu 45, 6 r ; 46, 17 v ; 113, 119 r Liber glossarum s. Glossarium Liborius, Gebet (gegen Nierensteine) 101, 112 r Lichtmecher s. Arnold Lidtwin, Sr. Maria Theresia (Pr II) 56, Vorderspiegel Liechtenstein s. Balthasar de L. Lignum vitae afferens 12 fructus, graphische Darstellung 82, 86 r Lindenfels s. Johannes de L. Litanei 4, 153 r ; 5a, 126 v ; 6a, 18l v ; 7a, 132 r ; 8b, 173 v ; 17, 107 r ; 19, 187 r ; 20, 115 r ; 21, 68 r ; 24, 99 v ; 25, 90 v ; 26, 55 v ; 30, 15 r , 45 v ; 31 a, 7 r , 65"; 32, 75 v ; 37a, 197 r ; 38a, 90 r ; 39, 15 v ; 45, 115 r ; 46, 140 r ; 47, 54 r ; 50, 117 r ; 50a, 140 v ; 56, ll r , 65 r , 70 r ; 61, 197 r ; 64, 9 r , 88 r , 96 v ; 65, 4 V , 45 v , 50 v ; 66, 40 r ; 67, 69 r ; 70, 54 v ; 76, 180 r , 187 r ; 77, 120 r ; 78, 119 r ; 79, 91 vb ; 80, 192 v ; 81, 169 v ; 84, 106 r ; 95, 285 r ; 100, 136 r ; 101, 33 r ; 106, 158 r ; 107, 185 r ; 108, 85 r , 158 r ; 109, 81 r ; 110, 191 v ; 111, 153 r , 158 r ; 112, 76 v , 112 r ; 113, 91 v ; 114, 119 r , 130 r ; 115, 39 r , 68 v ; 116, 76 r ; 117, 54 v ; 118, ll r , Nachstoßbl.; 119, 46 r , 113 v ; 122, 171 r ; 139, 174 r Liturgische Texte s. Antiphonale, Brevier, Diurnale, Graduale, Homiliar, Kollektar, Kyriale, Lektionar, Missale, Nekrolog, Officium defunctorum, Ordinarium, Pontifi- kale, Prozessionale, Psalterium, Reimoffi- zien, Rituale, Sakramentar, Sequenzen, Tropen, Vesperale Logiktraktat (Fragment) 53, Spiegel - s. auch Obligationes Parisienses Lorsch (Pr I) 87 Lubelin s. Gottschalcus L. Lucardis (N) 58, 3 r Lucas de Bitonto, Sermo 3 a, 113 vb Ludovicus - Ludwig XIV., König von Frankreich 97, 29 r - Ludwig von Öttingen 5 a, V — Ludowicus iunior de Rädersdorf (Ratolcz- dorf) 70, Spiegel — Ludowicus senior de R. 70, Spiegel Lupf, Anna (N) 110, l v —, Cunrat (N) 110, 5 r Johannes (N) 110, 3 V -, Ulricus (N) 110, 3 r Mainz, Provinzialkonzil 50 a, 196 r - s. auch Siegfried III., Bischof von M. Malaucene (Malausana), Dep. Vaucluse 2, Vorderspiegel Malogranatum 3, l v Manfred, König von Sizilien, Briefe 22 a, Vor- satzbl. Margaretha - Margaretha (hl.), Gebete 1, 182 v ; s. auch Reimoffizien — Margred von Sassen (Pr II) 4, Hinterspiegel - Gret de Wolfurt (N) 26, 4 r Maria (hl.) — De beatae Mariae corporali assump- tione 3 a, 153 va — Marienpsalter, deutsch III, 182 v — De beata Virgine 82, 90 vb - s. auch Hagiographische Texte, Ikonographie, Reimoffizien Maria, Schwester (Pr II) 104, Vorderspiegel Maria Magdalena (hl.), Sonderoffizium 49, 233 r Markdorferin, Sr. Anna Maria (Pr II) 95 Martini, Sr. Margarit (Pr II) 95 Matthias, deutscher Kaiser 50, 13 l r Maurilius von Rouen, Orationes (Ausz.) 23, 107 rb MB (Michael Bock, Wasserzeichen) 6 249 NAMEN- UND SACHREGISTER Mechtildis Wehelerin (N) 79, l v Medizinische Texte, 8a, l v ; 33; 40; 123 Meißen (Pr II) 9 - s. auch Baldebertus u. Zinsbuch Mengen s. Zimmermann Messe - Totenmessen 8, 272 v ; 14 a, 237 r ; 20, 277 v ; 45, 276 v ; 46, 317 v , 33 l v - Votivmessen 8, 259 r , 279 v , 288 v ; 14a, 89 v , 23 l v , 240 v ; 20, 267 r , 288 r ; 43, 186 v (Peri- kopen); 45, 268 v , 303 r ; 46, 21 v , 308 r - s. auch Missale Meyerin, Sr. Maria Johanna 80, eingel. Bl. Missale 8, 14 a, 20, 45, 46 - Fragmente 70, Spiegel; 133 DeModis 29a, 38 v Moer s. Conradus M. Molhusen s. Conradus de M. Molitor s. Heinrich M. Mosaiktraktat s. Mystischer M. Müllerin, Sr. Magdalena (Pr II) 53 a, l r Mundarten - alemannisch 22 a, 9 r ; 104, 160 r niederalemannisch 85; 102; 120 - bairisch 36 a, Fragmente nordbairisch 42 (II); 46 a, 26 v südbairisch 29 - elsässisch 4, 182 r ; 27, l r ; 81, Fragmente; 111, 182 v - mitteldeutsch 18, Vorderspiegel; 42 (I); 50 b - niederdeutsch 33, 82 v - oberrheinisch 8 b, 2 r ; 41 - ostmitteldeutsch 1, Einbandmakulatur - schwäbisch 8a, l r ; 30, 76 v ; 31, l r ; 96, 2 r , 249 v - thüringisch 71, Fragmente Mundus - De statu mundi Carmen 9, Nachstoßblatt De mutuatione 101, 113 r Myesier, le s. Thomas le M. Mystischer Mosaiktraktat, deutsch 85, l ra ; 102, l r Myxo, dictus Parziphal s. Nicolaus Neidingen, Kloster Maria Hof (Pr II) 26 Nekrolog - Bamberg, St. Clara 57 - Erfurt, Marienstift 50a, l r ; Neuwerkkloster 37 - St. Peter im Schwarzwald 86 Nekrologeinträge, einzelne 1, l r ; 19, 2 r ; 26, 2 r ; 55, 5 V ; 58, 3 r ; 69, 2 r ; 79, l v ; 110, l v ; 111, l r ; 139, l r Nesa s. Agnes NH (Nicolaus Heusler, Wasserzeichen) 8 b Nicolaus - Nicholaus (S) 33, 82 rb - Nicolaus III., papa, Bulla ,Exiit qui semi- nat' 28, 34 r - Nicolaus de Manellis 33, Hinterspiegel - Myxo (Mikuläs), dictus Parziphal de Wisse- grado, vermutl. Auftraggeber 3, 59 vb - Nicolaus Salernitanus, Antidotarius Expositio 33, 3 ra - Nicolas Starcken (Pr II) 12, 121 r Nikolauslegende, deutsch 61, Fragment Nr. 2 Nierensteine s. Liborius Niger de Querziis 33, Hinterspiegel Noeda bei Erfurt 37, 1 a r Nördlingen, Erdbeben vom 26.3.1511 101, 112 r Not, Andreas und Jutta (N) 37, 74 r Notation - Hufnagelnotation 8; 15; 16; 16a; 18a; 38a; 44; 58 (II); 66; 75; 97, Kopert; 107, 192 v - Metzer Notation 11 - Neumen 7a, Makulatur; 10; 19; 43, 191 v ; 50a; 115, Spiegel u. Vorsatzbl.; 137; 139 - Quadratnotation 4, 5, 6, 8 b, 20, 21, 21a, 22,22 a, 22 b, 24,25,29 a, 30,31 a, 35,37a, 39, 45, 46, 49, 51-53, 54, 56, 61, 64, 65, 67, 70, 72, 76, 80, 81, 84, 95, 106, 108, 109, 112-117, 119, 139 (nachträglich) Nothelfer, Gebet 14 a, 9 r ; 20, IP - Meßformular 14a, 233 v Novene um gute Witterung 116, 116 v 250 NAMEN- UND SACHREGISTER Nürnberg (Pr I) 36a (?) — Dominikaner (Pr I) 71 — Dominikanerinnen, St. Katharina (Pr I) 34, 34a, 37a, 39, 42, 53a, 56, 57a, 59, 61, 64, 65, 68, 76, 80, 81, 103, 106; (Pr II) 71 (?) Oberitalien (Pr I) 20 Oberrhein (Pr I) 6 a, 7, 11 a, 62, 85, 102, 120 Obersteigen bei Zabern, Augustiner-Chorher- renstift s. Otto de Steiga Oblationsgebete (Messe) 14 a, Spiegel Oblationsritus, klösterlicher 30, 5 V Obligationes Parisienses (Fragment) 51, Spiegel Odilia, Andachtsbild 114, eingel. Bl. — s. auch Hagiographische Texte öttingen s. Ludwig von 0. Officium defunctorum (auch Teile) 6, lll r ; 6a, 189 r ; IIa, 115 r ; 18a, 2 r , 29 r ; 20a, 245 r ; 22 b, 8 r ; 26, 375 rb ; 30, 54 r ; 32, 481 va ; 38a, 1 2 1 r ; 50a, 137 v ; 66, 42 r ; 76, 142"; 79, 508 vb ; 100, 103 r ; 101, 41"; 106, 109 r ; 107, 1 91 r ; 108, 1 r ; 110, 197 r ; 114, 2 r ; 115, l r , 75 r ; 116, 36 r , 48 r ; 118, 17 v Officium parvum B.M.V. 38a, 22 r ; 66, l r ; 77, l r ; 99, l r ; 100, 9 V ; 107, V Olivetus Blaxius 33, Hinterspiegel Oratio dominica, graphische Darstellung 82, 84 v ; s. auch Sermones Ordinarium — dominikanisch, deutsch 31 lateinisch (Fragment) 102, Spiegel — Erfurt, Marienstift 50 a, 160 v Ordinarium missae s. Kyriale Organum, zweistimmig 16, 73 r ; 22 a, 1 a r ; 29 a, 8 rb , 37 v Ostern, von s. Clara, Dorothea, Hermann und Ursula von O. Osterspiel s. Elevatio crucis und Visitatio sepulchri Ota, abbatissa (N) 58, 8 V Otto, subdiaconus (N) 58, 8 r Otto de Steiga (Obersteigen), frater (N) 19, 4 r Otto de Vriburg 9, Vorsatzbl. Palear s. Walther von P. Papias, Vocabularius, Ausz. 87, 3 ra Parziphal de Wissegrado s. Nikolaus (Myxo), dictus P. de W. Passionspsalmen 4, 80 r ; 76, 246"; 100, 146 r ; 106, 277 v ; 109, 153 v ; 112, 93 r ; 116, 123 v ; 118, 44 v Passionstraktat: Do der minnenklich got 41, i ra Paulinzelle s. Conrad von Ischerstedt Paulus diaconus, Homiliar 18, l r ; 23, 135 rb (Ausz.) Paupertas — De paupertate 28, l v Pecienvermerk 2 Peregrinus de Goch s. Goch Pestgebet 27, 81 r Petronessa de Scherenberg (N) 139, 2 r Petrus Comestor, Historia evangelica (Fragment) 22 a, Hinterspiegel Petrus Geir (S) 29, 148 v Petrus Hispanus — In Constantini Africani Viaticum 40, l ra — In Hippocratis Prognosticon quaestio- nes 40, 67 ra Petrus Martyr, Wasserweihe unter seiner Anrufung 45, 5 V — s. auch Hagiographische Texte, Ikonographie, Reimoffizium Pforzheim, Franziskaner (Pr II) 88-91 Philippus de Laybaco (Laibach) (Pr II) 33, Vorderspiegel Philippus de Pretis 33, Hinterspiegel Poenitentialia 3 a, 71 vb Pontifikale (Fragmente) 27, Spiegel und Vorsatzbl.; 84, Spiegel Prämonstratenser s. Adelberg Präsenzgelder 50a, 159 v — s. auch Registrum praesentiarum 251 NAMEN -UND SACHREGISTER Priscianus s. Grammatiktraktat Profeßformel 20, 296 v ; 44, 8 r Profeßritus, zisterziensisch 30, l r , 76 r Provenienz I (Schriftheimat, Entstehungsort) — Orden Benediktiner s. St. Peter Dominikaner, unbestimmt: 6, 10, IIa, 20, 46, 49, 85, 99, 102, 118; Klöster: s. Augsburg, Freiburg i.Br., Nürnberg Dominikanerinnen, unbestimmt: 46 a, 100, 104, 108; Klöster: s. Altenhohenau, Bamberg, Colmar, Dillingen, Freiburg, Nürnberg, Schönensteinbach, Straßburg, Weiler Franziskaner s. Zabern Klarissen s. Bamberg Prämonstratenser s. Adelberg Zisterzienser, unbestimmt 14a; s. außerdem Salem Zisterzienserinnen, unbestimmt 5; s. außerdem Erfurt (St. Martin) und Rottenmünster — Belgien 94 - Böhmen 3 - Deutschsprachige Länder (Regionen) und Orte — Augsburg, Diözese 5 a, 46 Augsburg, Dominikaner 20 a Dillingen, Dominikanerinnenkloster St. Ulrich 72 Bayern (s. auch Franken) Altenhohenau, Dominikanerinnen 60 (?) Breisgau 41 Freiburg i.Br., Dominikaner 26 (?); Dominikanerinnen 24, 95, 112 (?); Reuerinnenkloster St. Magdalena 45 St. Peter i. Schwarzwald 86 - - Elsaß 7a (?), 10 Colmar 27 (?); Dominikanerinnen, Un- terlinden 63, 70, 84, 97, 111 (II), 114, 115, 119 Schönensteinbach 42 (I) (?) Straßburg, Dominikanerinnen 19,22(?), 139, St. Agnes 8b, 21, 25, 67, 78, 117(?), St. Margaretha 79, St. Nikolaus in Un- dis 4,32, 109, 113 (?), 116 Zabern 28 Franken 46a (?) Bamberg, Dominikanerinnenkloster zum hl. Grab 31a, 38; Klarissen St. Clara 57 Nürnberg 36a(?); Dominikaner 71; Dominikanerinnen, St. Katharina 34, 34a, 39, 42 (II), 53a, 56, 57a, 59, 61, 64, 65, 68, 76, 80, 81, 103, 106 Hessen Lorsch 87 Konstanz, Diözese 55, 98, 118 (?), 122 (?) -- Oberrhein 6a, 7, IIa, 62, 85, 102, 120; s. auch Breisgau, Elsaß Schwaben (s. auch Augsburg) Adelberg, Prämonstratenser 14 Rottenmünster, Zisterzienserinnen 21a, 47 (?), 69 Salem, Zisterzienser 8a, 22a(?), 22b(?), 29a(?), 30, 35(?), 51—53(?), 54(?) Weiler bei Esslingen, Dominikanerinnen 31 (?) Südwestdeutschland 13 (?), 23 (?), 43 (?), 49, 93, 100, 112 Thüringen 1 (?), 18, 58 Erfurt 36; Marienstift 50a; Neuwerkkloster 15, 16, 16 a, 37, 44; Zisterzienserinnen, St. Martin 18 a, 38 a, 50, 50 b, 66, 74, 75, 77, 107 Tirol Baumkirchen bei Hall 29 (?) Bozen 11 (?) — Italien 9, 22 a Fragmente 2 Oberitalien 20 ■ Biseno bei Trient 8 Bologna 33 (?) — Südfrankreich 2 Provenienz II (Vorbesitzer, Aufbewahrungsorte) 252 NAMEN - UND SACHREGISTER — Vorbesitzer s. Anna von Scherenberg, Bal- debertus, Balthasar de Liechtenstein, Con- radus Moer, Cuffe, Dietingerin, Fredericus de Eckestedt, des Fontaines, de Goch, Hen- ricus Wydensis, Hermannus de Prusya, Johann Born, Johannes Driwer, Johannes de Sassonia, Johannes Tudirstat, Katherina Friemar, Knoblachin, Knörrin, Lidtwin, Margred von Sassen, Maria, Markdorferin, Martini, Müllerin, Nicolas Starcken, Philippus de Laybaco (Laibach), Regina, Sache- rus, Schmiedichen, Steyer, Talfingerin, Trollinger, Ulricus Sülczhainensis, Ursula Bös- sin, Weber, Weigel, Wölffin, Wolfgang G. — Aufbewahrungsorte s. Altenhohenau, Bamberg, Bozen, Erfurt, Freiburg i.Br., Heiligkreuztal, Hospitaliterkloster, Konstanz, Meißen, Neidingen, Pforzheim, S. Seguntini (Bibliothek), Schönensteinbach, Schwäbisch Gmünd, Schweiz, Straßburg, Südtirol, Südwestdeutschland, Ulm Prozessionale — dominikanisch 4, 2 r ; 21, 5 V , 93 r ; 22; 25, 2 r ; 46a, l v ; 67, l r , 90 r ; 70, 65 r ; 108, 171 r ; 109, 2 r , 173 r ; 112, 2 r , 99 v ; 113, 2 r ; 114, 169 r ; 115, 105 r ; 116, 4 r , 119 r ; 117, l r ; 119, 2 r — zisterziensisch 5; 21a; 22 a; 22 b; 29 a, 9 r ; 35; 51-53;54 Prusia s. Johannes de P. Psalmenkommentar, Fragment 8 b, Falzver- stärkung Psalmenübersetzung, deutsch 8 b, Fragmente Psalterium 5a, V; 6, 13 r ; 6a, l r ; 7a, l r ; 8b, 8 r , IIa, l r ; 13, 2 r ; 14, 5 r ; 17, 3 r ; 19, 9 V ; 20a, l r ; 26, 8 r ;27, l r ; 32, 7 r ; 37a, 7 r , 58, 9 V ; 61, 8 V ; 73 (verbrannt); 77, 65 r ; 79, 8 r ; 80, 3 r ; 81, 8 r ; 95, l r ; 96, 4 r ; 97, 8 r ; 104, l r ; 105, l r ; 110, 7 r ; 111, 7 r ; 122, 9 r ; 139, 10 v — Fragmente 1, Einbandmakulatur; 3 a, Makulaturstreifen; 5 a, Einbandmakulatur; 17, 112 v ; 31, Spiegel;39,Spiegel; 54, Spiegel;126 — s. auch Bußpsalmen, Gradualpsalmen, Passionspsalmen Rädersdorf s. Werner dictus Keller de R., Ludowicus und Johannes de R. Ramsla 37, 9 r Raimundus von Capua, Gebet (deutsch) 106, Fragmente Raimundus Lullus, Ars brevis (Ausz.) 92, 28 v - s. auch Buchschmuck (Ikonographie), Thomas le Myesier Raimundus de Pennaforte - Summa de casibus (Ausz.) 50 a, 202 r - Summa de matrimonio (Fragment) 7, Einbandmakulatur Rechnungsbuch, Colmarer Dominikaner (Fragment) 42, Vorderspiegel Regimen mensium 33, 141 va Regina, Sr. (Pr II) 118, V Registrum praesentiarum 36 Regulae super discantum 29 a, 7 V Reimoffizien (auch Teile) - Agnes 62, 25 V - Anna 8a, 24 r ; 34, 149 r ; 59, 135 r ; 60, 275 r ; 63, 160 v ; 68, 158 r ; 103, 147 v - Benedikt 8 a, 20 r - Dominikus 6, 134 r ; 138 r ; 17, 109 v ; 20a, 24l v ; 21, l r ; 25, 130 r ; 26, 279 va , 310 rb ; 32, 403 rb ; 34, 155 r , 242 v ; 34a, 218 v ; 36a, 23 l v ; 49, 107 v ; 53 a, 199 v , 205 r ; 55, 179 r ; 57a, 194 v , 200 r ; 59, 162 r , 252 v ; 60, 78 r , 127 r , 261 v ; 62, 154 v ; 63, 165 v ; 67, 94 r ; 68, 165 r , 254 r ; 70, 138 r ; 76, 209 v ; 79, 423 rb ; 99, 37 v ; 100, l v , 151 r ; 103, 153 v , 243 v ; 106, l v , 182 v ; 109, 173 r ; 139, 181 v - - Translatio 32, 365 va ; 34, 122 r ; 38, 334 v ; 49, 78 r ; 55, 157 v ; 59, 126 r ; 60, 57 r ; 62, 137 v ; 63, 142 v ; 68, 129 v ; 79, 385 vb ; 103, 120 r - Dominikanerheilige (Petrus Martyr, Thomas von Aquin, Katharina von Siena, Vinzenz Ferrer) 34, 242 v ; 34a, 222 v ; 36a, 231 v ; 53a, 205 v ; 57a, 200 r ; 59, 252 v ; 60, 280 v ; 68, 254 v ; 76, 9 V ; 100, 2 r ; 103, 244 r ; 106, l v - Elftausend Jungfrauen 1, 106 rb ; 8a, 39 v ; 32, 445 va ; 34, 190 v ; 49, 147 v ; 59, 199 v ; 60, 253 NAMEN - UND SACHREGISTER 98 v ; 62, 261 v ; 63, 189 v ; 68, 202 v ; 69, 189 v ; 79, 463 rb ; 103, 189 v ; 137, Nr.2 - Elisabeth 6, 137 v ; 26, 352 va ; 32, 460 ra ; 34, 202 r ; 49, 169 v ; 59, 212 r ; 60, 105 r ; 62, 271 v ; 63, 197 v ; 68, 214 v ; 74, 69 v ; 79, 480 va ; 103, 201 v Translatio 32, 356 ra - Franziskus 115, Spiegel und Vorsatzbl. - Gregorius 11, 58 r ; 49, 55 r - Jakobus d. Ältere 49, 105 r - Jesus Christus Corona domini 8a, 30 r ; 26, 277 ra ; 32, 360 ra ; 34, 118 v ; 38, 328 r ; 49, 75 r ; 55, 154 r ; 59, 122 v ; 60, 54 r ; 62, 135 r ; 63, 139 v ;68,126 r ;69,287 r ; 79,382 va ; 103,116 v Corpus Christi 8a, 2 r ; 21, 93 r ; 21a, 9 r ; 25, 57 r ; 29a, 35 r ; 35, ll v ; 36a, 94 r ; 51, 10 r ; 52, 9 V ; 53, 9 r ; 62, 264 r ; 67, 45 v ; 69, 287 v ; 109, 177 r ; 117, 89 r Crucis inventio 59, 120 r ; 60, 51 v ; 68, 123 v ; 103, 114 r Lancea et clavi domini 34, 234 r ; 59, 243 v ; 68, 246 v ; 103, 235 r - Johannes Baptista 63, 178 r - Johannes Evangelista 69, 286 r , 298 r - Katharina 1, 121 ra ; 26, 359 ra , 405 r ; 27, 81 v ; 32, 466 vb ; 34, 209 r , 213 v , 243 r ; 34a, 137 r , 223 r ; 49, 18l r ; 53a, 127 r , 201 v , 205 v ; 55, 212 v ; 57a, 197% 200 v ; 59, 220 r , 254 v ; 60, 108 v , 262 r , 262 v , 281 v ; 62, 183 r ; 63, 202 r ; 68, 222 r , 226 r , 254 v ; 69, 201 v ; 76, 10 r , 118 v ; 295 v ; 103, 209 v , 213 v , 244 r ; 106, 2 r , 90 r , 186 r - Margaretha 1, 179 r ; 79, 408 vb - Maria 8a, ll r ; 26, 412 vb ; 32, 302 va , 383 vb ; 34, 137 r ; 34a, 140 v ; 53a, 130 v ; 55, 136 v ; 59, 143 r ; 60, 67 r ; 62, 122 v , IGT-, 63, 118 v , 153 r ; 68, 146 r ; 69, 286 r ; 103,135 v ; 139, 192 r - Matthaeus 32, 431 ra - Nikolaus, Translatio 32, 362 vb - Paulus 49, 233 r - Petrus Martyr 26, 272 vb ; 32, 354 vb ; 34, 109 v ; 38, 318 r ; 49, 68 v ; 55, 147 v ; 59, 112 v , 253 r ; 60, 49 v ; 62, 129 v ; 63, 13 l v ; 68, 116 v ; 76, 8 r ; 79, 377 va ; 103, 107 v s. auch Reimoffizien, Dominikanerheilige - Petrus von Tarentaise 8a, 44 v ; 69, 152 v , 280 v - Thomas apostolus 26, 233 va ; 32, 306 vb ; 34a, 144 v ; 36a, 56 v ; 53a, 134 r ; 55, 123 v ; 62, 112 v ; 63, 106 v - Thomas von Aquin 20a, 220 v ; 26, 57 vb , 391 r ; 32, 344 ra ; 34a, 178 v ; 36a, 72 v , 212 r ; 38, 294 v ; 53a, 165 v ; 57a, 168 v ; 59, 253 v ; 62, 258 v ; 63, 123 r ; 76, 8 V , 275 r ; 79, 519 vb - - Translatio 20a, 204 va ; 26, 408 ra ; 32, 331 va ; 34a, 165 v ; 36a, 65 v , 204 v ; 38, 269 r ; 53a, 153 v ; 57a, 150 v ; 62, 255"; 63, 115 v s. auch Reimoffizien, Dominikanerheilige - Vinzenz Ferrer 34, 103 r ; 34a, 186 r ; 36a, 76 v , 216 v ; 38, 307 r ; 53a, 172 r ; 57a, 168 v ; 59, 106 r , 254 r ; 60, 45 r ; 63, 127 r ; 68, 110 r ; 76, 9 r , 275 r ; 103, 101 r s. auch Reimoffizien, Dominikanerheilige Reimprosa 12, 121 r Reservationen (Abendmahlsbulle) 86, 32 v Rezepte - Herstellung von Wachs und Farbe 9, Nach- stoßbl. - medizinische 8 a, l rv ; 33, l r , 82 rb , Hinterspiegel Ringsegnung 8, 287 r Rituale (auch Teile) - dominikanisch 4, 12', 142 r , 182 r ; 21, 60 r ; 22, 33 r ; 24, 92 v ; 25, 81 v ; 31a, 2 r ; 39; 46a, 26 v ; 56; 64; 65; 67, 60 r ; 70, l r ; 84, 98 v ; 108, 85 r ; 109, 59 v ; 111, 166 v ; 112, 53 r ; 113, 85 r ; 114, 104 r ; 115, 39 r ; 116, 61 r ; 117, 45 r ; 119, 36 r - zisterziensisch 30 - unbestimmt 138, Nr. 1 Ritzmann, Sr. Agnes (S) 72 254 NAMEN - UND SACHREGISTER Robert Grosseteste, Sermo 28, l v Rössin, Sr. Agnes (S) 109 Rohrbach, de (N) 37,7V Rolandus de Malpiglis 33, Hinterspiegel Rottenmünster, Zisterzienserinnen (Pr I) 21 a, 47 (?), 69 Rottweil, Bürgermeister und Schultheiß 47, Fragmente — s. auch Johann der Pfuser und Konrad der Boller Rubein s. Dietrich von Wangen zu R. Rudolf de Wolfurt (N) 26, 4 V Rupertus Tuitiensis, Commentarius in Canti- cum canticorum 121, l v Sacerdotes — De sacerdotibus peccatoribus 3 a, 83 rb Sacherus, Guillelmus (Pr II) 92, l r Sachsen, von der, Erfurter Familie (N) 37, 74 v -, Erhard (N) 58, 6 V Sakramentar (Fragmente) 45, Spiegel; 72, Einbandmakulatur Salem, Zisterzienser (Pr I) 8a; 22a(?); 22b(?); 29a (?); 30; 35 (?); 51-53 (?); 54 (?) St. Peter im Schwarzwald, Benediktiner (PrI) 86 — Catalogus abbatum 86, 26 V — Gründungsgeschichte 86, l r — Nomina fundatorum 86, 25 v — s. auch Nekrolog, Steyrer S. Seguntini (Bibliothek) (Pr II) 92, V Sassen, von s. Margred von S. Sassonia s. Johannes de S. Scala virtutum, graphische Darstellung 82, 86 V Schenkungsvermerk 23, II r ; 65, Hinterspiegel Schenna, Schloß 8, 289 r Scherenberg s. Anna, Konrad und Petrissa von S. Schlegel, Hans Jörg 16 a, Fragment Schmidtstedt s. Christina, Gottschalcus und Härtung de S. Schmiedichen, Katharina, Äbtissin von St. Martin in Erfurt (Pr II) 50, Einband Schneider (Snyder), Johannes (N) 37, 74 r Schönensteinbach, Dominikanerinnen (Pr I) 42 (I) (?); (Pr II) 139; s. auch Einl. S.XXIV Schreiber s. Albrecht von Breslau, Andreas Traunkircher, Dietricus, Gremmelsbach, Heinrich Wunne, Huber, Jäch, Nicholaus, Petrus Geir, Ritzmann, Rössin, Stocker, Thomas de Burgundia, Tretter, Valentinus de Selcan, Werlin Schreibervermerk 3, 59 vb , 157 rb ; 8, 289 r ; 18a, 28 r ; 20a, 261 rb ; 28, 88 r ; 29, 148 va ; 29a, 8 r ; 30, 76 r ; 34, 256 r ; 34a, 236 v ; 37, 74 r ; 53a, 217 v ; 57a, 212 r ; 59, 268 r ; 60, 28l r ; 72, 94 v ; 78, 123 v ; 86, 26 r ; 101, 109 r ; 103, 258 r ; 104, 185 r ; 109, 172 v Schreibverse 3 a, 19 vb ; 29a, 8 r ; 33, 82 rb , 108 rb ; 83-98 v ; 109, 172 v Schriber, Anthonius 23, II r Schuldquittung 33, Vorderspiegel Schwabach s. Cünrat und Hanns von S. Schwäbisch Gmünd, St. Marien (Pr II) 71 Schweiz (Pr II) 8 a Sebastian (hl.), Suffragium 27, 81 r — Sebastianspfeile, Segnung 8, 283 v Selcan s. Valentinus de S. Seneca, Epistulae ad Lucilium (Ausz.) 28, 4 V Sequenzen 8, 19 v , 141 r , 152 v , 215 v , 254 r , 255 v , 256 v , 259 r , 272 v ; 14 a, 3 V , 5 V , 71 r , 72 v , 94 r , 98 v , 101 v , 129 v , 142 v , 144 v , 180 v , 202 r , 205 v , 209 v , 212 v , 220 v , 222 rv , 23 l v ; 15, 149 r , 220 r ; 16, T, 6 r , 147 r ; 20, 230 r ; 21, 100 v ; 25, 65 v ; 32, 299 ra , 338 va ; 44, l v , 133 v , 134 r , 135 v , 190 r ; 45, 283 v , 299 v , 301 r ; 46, 323 r , 335 r , 341 r , 344 r , 348 r , 35l v , 354 v ; 50a, 194 v ; 51, l r ; 60, 282 v ; 100, 191 v ; 112, 108 v ; 139, 179 r Sermones (anon.) 3 a, 41 vb (De s. Paulo), 79 va (De trinitate), 109 ra (Sermones quadragesi- males); 23, 113 v (De B.M. V.); 82, 80 rb (De dominica oratione) — Fragmente 111, Vorsatzbl.; 136, Nr. 1 — s. auch Homiliar Seuse s. Heinrich S. 255 NAMEN - UND SACHREGISTER Sibold de Stetten (N) 37, 74 r Siegfried III., Erzbischof von Mainz, Synodalurkunde 50a, 195 r Sinnsprüche, deutsche 58, 32 v Sliwenetz (Böhmen) 3, Hinterdeckel Speckle, Ignaz, Abt von St. Peter 92 (S. 184); Einleitung, S. XXVIII, XXXf, XXXVff Starcken s. Nicolas St. Stassen, Gallus 37 (S.93) Status mundi s. Mundus Stephanus Colonna 9, Vorsatzbl. Stetten s. Sibold de S. Steiga s. Otto de S. Sterbebeistand, Anweisungen 4, 141 v Sterbegebete 4, 113 v ; 18 a, 25 r Sterberitus - dominikanisch 4, 72 r , 152 v , 186 r ; 21, 68 r ; 24, 98 v ; 25, 90 v ; 31a, 7 r ; 39, 13 v ; 46a, 32 v ; 56, 10 r ; 64, 8 V ; 65, 4 V ; 67, 69 r ; 81, Fragment; 84, 105 v ; 108, 85 r ; 109, 79 v ; 111, 166 v ; 112, 76 v ; 113, 91 r ; 114, 119 r ; 115, 39 r ; 116, 76 v ; 117, 54 v ; 119, 46 r s. auch Dominikanische Observanzbe- wegung, Sonderritus - zisterziensisch 30, 14 v Steyrer, Philippus Jacobus, Abt von St. Peter (Pr II) s. Einleitung, S. XXI ff Stifter, Auftraggeber s. Balthasar de Liechtenstein, Cunradus Praedicator; Johanna von Burgund-Artois; Myxo, dictus Parziphal de Wissegrado; Ursula Bössin Stocker, Leonhard de Erding (S) 8, 289 r Straßburg - Dominikanerinnen (PrI) 19, 22 (?), 139 - - St. Agnes (Pr I) 8b, 21, 25, 67, 78, 117(?); (Pr II) 10, 62, 139 St. Margaretha (Pr I) 79 St. Margaretha und St. Agnes (Pr II) 10, 19, 21, 22, 78, 109 St. Nikolaus in Undis (Pr I) 4, 32, 109, 113 (?); (Pr II) 17 - Jung St. Peter, Dekan und Kapitel 62, Spiegel - s. auch Hans Barpfennig, Wilhelm (Bischof von Straßburg) Stuchs, Johannes 64, Spiegel Stundenbuch, lateinisch 38 a, 66, 76, 77, 99-101, 106, 107, 118 Südfrankreich (Pr I) 2 Südtirol (Pr II) 8, 14a; s. auch Bozen Südwestdeutschland (PrI) 13 (?), 23(?), 43 (?), 49, 93, 100, 112 Suffragien 4, 97 r ; 17, 111 v ; 18 a, 24 v ; 22a, 11 r ; 27, 81 r ; 38a, lll r ; 76, 19 v ; 100, 7 r ; 101, 109 v , 11 l r ; 104, 154 r ; 115, 99a - s. auch Kommemorationen Sulzheim (Sülzheim) s. Ulricus Sülczhainensis Talfingerin, Susanna (Pr II) 80, Spiegel Tannheim bei Erfurt s. Christina, Conradus, Gottfried, Heinrich, Kunigunde und Zacha- ria de T. Thela Gottschalci (N) 37, 44 r Thela de Weißensee (N) 37, 62 r Theodoricus - Dietricus (S) 29a, 8 r - Theodoricus, praefectus iunior (de Kirchberg) (N) 58, 4 V - Theodoricus, Propst des Erfurter Neuwerkklosters 44, 8 r - Dietricus Albold (N) 37, 33 v - Theodericus de Jassa, Kanoniker von St. Se- veri in Erfurt 18, Hinterspiegel - Dietrich von Wangen zu Rubein 8, 289 r Theoger von Metz, Musiktraktat 29 a, l v Thomas de Burgundia (S?) 40, 66 rb Thomas le Myesier, Breviculum ex artibus Raimundi Lulli electum 92, 13 r Thüringen (Pr I) 1 (?), 18, 58; s. auch Erfurt Tischgebete 77, 158 v ; 84, 74 r Töbs s. Christofferus Töbs Töttelstedt (Tuttilstedt) s. Gerhardus de T. Torriani, Joachim, Generalmagister des Dominikanerordens 20, 296 v Totengedächtnis, Anweisung zur Feier 72, 117 r 256 NAMEN - UND SACHREGISTER Totenmessen s. Messe Totenoffizium s. Officium defunctorum Trabattone, Bartolomeo. 97, Kopert Traunkircher s. Andreas T. Tretter, Johannes (S) 34, 34a, 53a, 68, 103, 106; s. auch Einleitung, S.XXV Trollinger -, Heinrich (Pr II) 101, 113 v -, Margaretha und Paulus, Eltern des Heinrich 101, 113 v Tropen 14a, 71 v , 245 v ; 15, 17 v ; 16, 16 r , 17 r , 144 r , 210 v ; 29 a, 20 v ; 44, 17 r Tudirstat s. Johannes T. Turris sapientiae, graphische Darstellung 82, 83 r Ulm, Dominikaner (Pr II) 118 Ulrich Bletz (N) 69, 2 r Ulricus Sülczhainensis (Pr II) 29, Vorderspiegel Urkunden, Notariatsinstrumente (meist Fragmente) - deutsch 6, Falzverstärkung (Freiburg ?, 15. Jh.); 11, Spiegel (Bozen?, 1479); 18, Vorderspiegel (Paulinzelle, 1374); 21a, Kopert (Rottenmünster, 1513); 47, Spiegel (Rottweil/Rottenmünster, 1398) — lateinisch 2, Vorderspiegel (Malaucene, Dep. Vaucluse, 1313); 17, Hinterspiegel (15.Jh.); 18a, Kopert (Rom, 1514); 23, Vorsatzbl. (Mengen, Ende 15. Jh.); 29, Vorderspiegel (Baumkirchen bei Hall, 1431); 29a, Einbandmakulatur (Konstanz/ Salem, 1490er Jahre); 33, Vorderspiegel (Bologna, 1300); 50 a, Hinterspiegel (Frankreich?, 15. Jh.); 64, Spiegel (Bamberg, 15. Jh. 2 ); 69, Rückenverstärkung (Rottenmünster?, 1554); 70, Vorderspiegel (Colmar?, 14. Jh.); 119, Spiegel (Basel/Colmar, 1439) Ursula Bössin, Auftraggeberin 30, 76 r Ursula de Honburg von Wolfart (N) 26, 4 V Ursula de Ostern (N) 139, 3 r Usuardu«, Martyrologium 37, lc r Vaihingen 69, Einbandmakulatur Valentinus de Selcan (S) 3 Varila s. Heinrich de V. Vaterunser s. Oratio dominica Verena von Wiler 47, Fragmente Verse — Walther, Initia Carminum, Nr. 35: 38 a, 3 V ; Nr. 1752: 16, 2 r ; 44, 3 r ; 83, 98 v ; Nr.3564: 83, l v ; Nr.6339: 83, 2 r ; Nr.8661: 23, 2 ra , 139 ra ; Nr.8994: 82, 85 r ; Nr. 9771: 79, l r ; 122, l r ; Nr. 10896: 83, 98 v ; Nr. 11465: 83, l r ; Nr. 11685: 23, 139 rb ; Nr. 13383: 12, 120 v ; Nr. 14302: 38a, 3 V ; Nr. 14721: 79, l v ; 122, l r ; Nr. 17245: 116, Spiegel; Nr. 19744: 12, 20 v — Walther, Proverbia, Nr.2206, 3205, 3428: 12, 12l r ; Nr.7210: 33, 141 v ; Nr.8069, 8182: 12, 121 r ; Nr. 14699: 93, 3 r ; Nr. 17645: 9, Nachstoßbl.; Nr. 19513: 83, l r ; Nr.20678: 12, 121 r ; Nr.28575: 12, l r ; Nr.30085: 33, 82 rb ; Nr.31538: 3a, 154 va — nicht bei Walther verzeichnet: 23, 139 ra ; 33, 83 r , Hinterspiegel; 58, l r — s. auch Astrolog. — medizinische Verse, Schreiberverse Versus contra haereticos 12, 120 v Versus retrogradus 9, Vorsatzbl. Vesperale 11 Vigilius (hl.), Sequenz 8, 254 r Virtutes — De virtutibus 82, 87 va — De virtutibus apostolorum, Glossarium 87, 83 va Visionsbericht eines Mönchs zu Interla- ken 120, 114 vb Visitatio sepulchri, szenisch 50a, 171 r Vita activa et contemplativa, graphische Darstellung 82, 87 r Vitae Patrum (Ausz.) 23, 119 ra ; 85, 108 va Vitus de Isny 8 a, l r 257 NAMEN- UND SACHREGISTER Vogelbachin, Sr. Maria Josepha 111 (S. 210, Anm. 1) Votivmessen s. Messe Wagner, Anna und Heinrich 21a, Kopert Walther von Palear, Graf 22 a, Vorsatzbl. Wallerstein s. Hanns von W. Waltheim von, Erfurter Familie (N) 37, 74 v Wandsieiben s. Adelheidis de W. Wangen s. Dietrich von W. Waßbeckin, Sr. Agnes 61, Fragment Wasserweihe 8, 284 r ; 14a, 246 r ; 24, 73 r ; 45, 4 r ; 46, 334 r ; 84, 78 r — s. auch Petrus Martyr Weber, Ludwig (Pr II) 118, 2 r Weigel(sberg), Joseph Anton (Pr II) 92, l r Weihwasser — Vom Weihwassernehmen 120, 118 v — s. auch Wasserweihe Weiler bei Esslingen, Dominikanerinnen (PrI) 31 (?) Weißensee s. Thela de W. Werlin, Balthasar^ ?) 97 (I) Wernher (Priester), Maria (Driu liet von der maget) 71, Fragmente Werner dictus Keller de Rädersdorf 70, Spiegel Wiler s. Nesa und Verena von W. Wilhelm s. Guilelmus Wölffin, Anna Rosina (Pr II) 65, Hinterspiegel Wolfgang G. (Pr II) 14a, Spiegel Wolfurt s. Agnes, Caecilia, Margaretha, Rudolf de W. sowie Ursula Honburg de W. Wulfelinus, ordinis fratrum praedicatorum (N) 19, 3 r Wunnaborgis, soror 44, 8 r Wunne s. Heinrich W. Zabern, Franziskaner (Pr I) 28 Zacharia de Tannheim (N) 37, 15 r Zella unter Fischbach, Benediktinerinnen 18 a, Kopert Ziegler (Erfurter Familie) Adolar (N) 58, 6 r —, Dietmar (N) 58, 7 r -, Elisabeth, Priorin des Neuwerkklosters 16 a, Fragment -, Johannes (N) 58, 8 r Margaretha (N) 58, 7 V —, Siegfried (N) 58, T -, Rudolf (N) 58, 8 V Zimmermann, Matthaeus, Spitalkaplan in Mengen 23, I v Zinsbuch - Meißener (Fragment) 9, Hinterspiegel - unbestimmt 62, Spiegel Zinsverzeichnis s. Erfurt, Marienstift Zisterzienser (Pr I) 14 a; s. außerdem Salem Zisterzienserinnen (PrI) 5; s. außerdem Erfurt (St. Martin) und Rottenmünster; (Pr II) Erfurt (St. Martin) 58; Heiligenkreuztal 30 - s. auch Ilm 258 IN ITI EN REG ISTER Die mit * versehenen Initien werden in den Handschriftenbeschreibungen nicht zitiert. V = Vers, Verse. *A festo stellae numerando perfice lunam (V) 38a, 3 r A littera ideo in omnibus linguis est prior 87, 3 ra Aaron mons fortitudinis, Abarim mons, in quo mortuus est Moyses 87, 101 va Abbas huius claustri est iugis meditatio 82, l ra Absinthium - wertnöd, abrothanum - ever- rute 33, 82 v Absolve, domine, animas eorum 18 a, 11 r ; 50a, 139 r Absolve, domine, animas famulorum quae ab Adam 77, 251 r Abyssus est immensa profunditas 12, 121 r Accipite et manducate 3 a, 30 vb Ad audientiam celsitudinis nostrae 22 a, Vor- satzbl. Ad celebrandam sollemnitatem tanti myste- rii 8 a, 10 r Ad discendam artem discantandi 29 a, 7 V Ad extollenda iustorum 22 a, Vorsatzbl. Ad ieiunium non tenentur 3 a, 74 vb Ad manutenendam ecclesiarum immunita- tem 50 a, 196 r Ad praeceptum tuum elevabitur aquila 3, 33 vb Adest nobis, dilectissimi, sacratissima dies dominicae incarnationis 18, 141 v *Adventus domini Jesu Christi per quattuor dominicas celebratur 23, 3 ra *Afra, filia Hilariae, cuius progenitores a Cy- pro venerunt 23, 55 va Alleluia. Conversus Jesus ad Mariam 51, l v Alleluia. Felix o virgo Maria 113, 138 r Alleluia. Hic est dilectus Johannes 113, 138 v Alleluia. O felix festivitas 113, 139 v Almecktiger ewiger gott, din mechtigkeit bitten wir demütiglich 104, 185 r Alpha et O, omnium salus 18 a, 24 v An angeng und an letze bist du got ewig lebende 29, l r An dem grünen durnstag so sol man kain ander messe haben 31, 150 v An sant Andres abent ze vesper 31, 56 r An welchem tage ain hochgezit von nün lezgen, als ist festum simplex 31, 128 r Anima mea desideravit te in nocte 101, 15 v Anna et Esmaria sorores erant 23, 139 ra Anno domini M.CC.XXXII receperunt sorores de Columbaria 84, I r Annuntiavi et locutus sum 3 a, 35 rb *Antequam dominus veniat ad iudicium 23, 129 vb Arduum profecto et laboriosum opus 12, 8 V Armilla perforata est Leviathani maxilla 49, 235 r Audi, dulcissima virgo Maria, audi nova 3 a, 84« Audi, Israel, praecepta domini 3 a, 43 rb Audi, mater, flebiles 58, 2 V * Augurio decies audito lumine clangor (V) 16, 2 r ; 44, 3 r ; 83, 98 vb Ave, Jesu Christe, verbum patris 19, 191 v Beata Maria virgo Septem habet praerogativas gaudiorum 23, 136 ra 259 INITIENREGISTER Benedic, domine, Jesu Christe, hunc anu- lum 8, 287 r Benedicat vos trina maiestas domini 15, 2\T Bresith hebraice, genesis graece, generatio latine 87, 62 ra Bullans attonitus gaudens fundis dominatur (V) 50 a, 147 r Capillus ex fumo grosso etc. Dividitur iste Über in duas partes 40, l ra Caro mea requiescet in spe 3 a, 149 vb Christ ward geborn, Christ ward wider verlorn 110, I v Christi pia gratia sanctos sublimavit (V) 34, 242 v ; 34a, 222 v ; 36a, 231 v ; 53a, 205 v ; 57a, 200 r ; 59, 252 v ; 60, 280 v ; 68, 254 v ; 76, 9 V ; 100, 2 r ; 103, 244 r ; 106, l v Christus der sprichet: selig sint die armen des geistes 85, 104 ra Christus quinque vicibus sanguinem suum fudit vivus 82, 88 ra Clemens episcopus, servus servorum dei, ... Exivi de paradiso 28, 58 r Clericus quidam beatam Magdalenam ita dili- genter et ardenter diligebat 23, 120 rb Concede, quaesumus, misericors deus, fragili- tati nostrae praesidium 82, 38 vb Concepit ergo Anna et peperit filiam 32, 485 va Consideravit Maria, quid fecit et voluit mode- rari 49, 235 r Convertimini ad dominum deum ves- trum 3 a, 109 ra Cum de praesentis exilii miseria 4, 120 r Cum ieiunatis non solum a cibo et potu 18, 160 v ''Cum incomparabili thesauro scientia 22a, Spiegel Cum Marthe. Quia ius constitutionis maxime sacrorum 3 a, l ra *Cum mens decrescit, pia mens super aethera crescit (V) 83, l v Cum omnium terribilium mors corporis 4, 120" Cum post obtentam de Mediolanensium et aliorum 22 a, Spiegel Cum praecedentes litteras nostras 22 a, Spiegel Cum rex gloriae, Christus, infernum debel- laturus 18a, 28 v *Cum sancta mater ecclesia ad divinarum excellentias laudes 32, 448 vb Cum venerit filius hominis 3 a, 113 vb Das officium pro defunctis, das ist von den toten, sol man also 31, 137" *De praedicatorum ordine florido prodiit rosa rubens 23, 90 vb De praeteritis oritur dolor 83, 2 r De quadam puella, quae multo tempore quaesivit domino colloqui 23, 118 va De sancto Johanne dicit magister Francisco 3 a, 38 vb Descendi, ut liberarem eum ... Communiter dicitur, quod societatem fecit deus 78, Spiegel Determinare aliquid de eo, quod pertinet ad praegnationem 33, 18 va Deum esse multis modis ostenditur 83, 4 ra *Deus, castitatis amator et auctor 82, 37 vb Deus, castorum corporum inhabitator 30, 8 r ^Deus, cuius unigenitus assumptae humanita- tis argumentum 82, 39 ra Deus, propitius esto mihi peccatori 77, 155 r Deus, qui das iumentis escam ... da nobis per intercessionem beatae Dorotheae 27, 81 v Deus, qui nobis beati Symperti 46, l r Deus, qui nos a saeculi vanitate conver- sos 19, 190 r Dicke geschieht, dat die soetheit 26, Spiegel Die erste dominica in dem advent zü der messen 31, 85 r Die sengerin sol vorgen 22 a, 9 r Die zükunft unsers herren, das ist der advent, sol allwent angehebtwerden 31, 4 r 260 INITIENREGISTER Diß ist die botschaft unsers lieben berren Jesu Christi 42, 174 v Diß ist die tütsche notte.l von dem ampt der siechen 4, 182 r Diß ist die wise und forme, die man halten sol, so ein swester hinzühet 4, 186 r Diß sint schöne ermanung über den psal- ter 104, 160 r Do der minnekliche got, unser lieber herre 41, l ra Do die novizin den zedel gesungen 30, 79" *Domine deus omnipotens, qui es fons et origo totius bonitatis 82, 36 va ''Domine Jesu Christe, qui in hunc mundum propter nos peccatores de sinu patris advenisti 82, 34 va Domine Jesu Christe, qui latronem in cruce sero paenitentem 77, 158 r Domine, probasti me 3 a, 20 ra Domine, puer meus iacet paralyticus in domo ... O caelestis medice 77, 154" Domine, qui plasmasti me 18 a, 10 v Domine, suscipe me, ut cum fratribus meis 110, 196 v Dominus dedit mihi, fratri Francisco, ita inci- pere 28, 29 r Du erenreiche, wolgeborne, auserwelte witwe 42, 179 r Dum darum augusti domini 22 a, Vorsatzbl. Durch den ganzen advent und von der epi- phanie octav 31, 145 r Dux igitur gloriosus Berchtholdus de Zärin- gen 86, l r Ecce gravem nanus baiulat Karulum Kilianus (V) 58, V Ecce visibiliter perit Status mundi 9, Nach- stoßbl. Een biscop die biete Probus 26, Spiegel Ein heilige sprichet, man sol daz wihewasser nemen 120, 118 v Ein heilige sprichet von unsers herren mar- ter 120, 118 V Ein ieglicher mensch, in des hend diß buchlein kumpt 42, 149 r Ein mensche, daz ist iemer selic 120, 18 r Ein mensche sach ein velt 120, 114 vb Emicat a caelo fulgens aurora (V) 58, l r Eorum autem, quae fiunt et possunt sciri 33, 17 va *Episcopus quidam religiosam vitam agens 23, 82 rb Eratquidam solitariussimplex in fide 23,118 ra Es ist beschehen ein Schlacht uff dem Buo- chenberg 8a, 57 v Es ist offenbar, das da sint vier geschlechte der munche 50 b, V Es ist vil gezwifelt, wer allermeist ein anevang were der einsideln leben 85, 105 ra Escas per ianum calidas est sumere sanum (V) 33, 141 v Est pater noster cura, pater est alius genitura (V) 121, 71 vb Exiit qui seminat 28, 34 r Exivit de paradiso 28, 58 r Expectantes expectastis 22 a, Spiegel Exultavit ut gigas 3 a, 31 vb Falsa igitur et erronea notificatione perfec- tionis reprobata 28, 73 r * Felix paupertas dat opes super aethera terras (V) 83, 2 r Ferculum fecit sanctus rex Salomon ... Sta- tum universale ecclesiae spiritus sanctus 23, 2 ra Tidelitatis devotio, quam teneor imperatoriae maiestati 22 a, Spiegel Fidelitatis vestrae litteras 22a, Vorsatzbl. Fili, accedens ad servitutem dei 3, 2 ra * Filius, qui voluntatem patris 22 a, Spiegel Tlagellavit Jesum Pilatus fortassis eum absol- vere volens 8 a, 31 r Fratres scientes, quia hora est 71, l v Fuit quidam bonus homo heremita 23, 121 rb Fundamentum turris sapientiae est humili- tas 82, 82 va , 83 r 261 INITIENREGISTER Galla (Hs.: Kalla) een edel ioncfrou van Ro- men 26, Spiegel "■Gangolfus ex nobili genere Burgundiae oriun- dus 23, 31 rb Gaudeamus in domino etc. In istis verbis tria notanda sunt 23, 113 vb Gegrüßet sigest du jungfrow, miltes holcz 111, 186 v Gratias ago tibi, domine Jesu Christe, fili dei vivi 118, 91 r Haec est dies, quam fecit dominus etc. In istis verbis veneratur hodie 23, 115 va *Haec est scala, quam vidit Jacob 82, 86 v Haec ratio fidei catholicae traditur et in veteribus codicibus 93, 22T *Haec sunt Septem sacramenta 23, 2 ra Herr, alles, das du hast über uns lassen kommen 8 b, Fragmente Herr gott, heilige dryfaltigkeit... urteil mich nicht nach der volkomenheit 36 a, Fragmente Herr, ich bitt dich durch den smerczen diner wunden 116, 123 r Hi tres sunt unum 3 a, 80 va Hier vahent ane die siben gaben des heiligen geistes 85, 100 ra Honorius episcopus ... dilectis filiis fratri Francisco et aliis 28, 8 r Huius tabulae longitudo protenditur ... Nota ergo, quod rotunditas 16, l v ; 44, 6 V Hymnus laus est dei cum cantico 93, 3 r Ich bitt dich, lebendiger got, das mir din göt- licbe manlichkeit helf 110, I r Ich han ein wörtelin gesprochen in der latine Unser herre Jesus Christus der ging uf ein burgelin 85, 101 ra Ich Opfer min kind und min gut 30, 6 r Ideo dominus ipse criminum destruxit fasti- gia 18, 194 v *Idola sperne, dei non sit tibi nomen inane (V) 23, 2 ra , 139 ra Idus septenas tibi dat Janus numerandas (V) 58, V * In angelum lucis aliquando se transformat angelus tenebrarum 22 a, Spiegel In disem buch will ich sagen etwas von dem leben ... sant Birgitten 42, 72 r In hoc corpore continentur glossae, idem interpretationes sermonum 87, 101 ra In ianuario de optimo vino bibe ieiunus (V) 33, 141 va In media nocte domino psallas, homo docte (V) 82, 85 r In nomine domini nostri Jesu Christi et matris eius 33, 17 va In partibus Thuringiae circa Erfordense terri- torium 18, 268 r In verbis propositis spiritus sanctus circa divina praecepta tria tangit 3 a, 43 rb Incipit Breviculum ex artibus Remondi elec- tum 92, 13 v Incipit Claustrum animae cum dispositione officiorum 82, l ra Incipit Postilla discipuli super epistolas domi- nicales 71, l v Infirmus hortandus est ad decem in extremis laborans 4, 141 v *Inscriptus manet in patria (V) 23, 139 ra Intentio, quare feci fieri picturam subsequen- tem 92, V Inter natos mulierum 3 a, 36 rb *Interrogandum est, quis viderit prius animas in inferno 23, 130 ra *Item antitheton est reductio aliquorum sequentium 23, II V Item legitur, quod quidam pauper fuit, qui duos filios habuit 23, 139 rb Item quaeritur (!), quod rusticus quidam porcum habuit 23, 140 ra Item welcher anderswa bichtet on erloubung sines bichtvaters 86, 32 v *Jani prima dies et septima fine timetur (V) 79, l r ; 122, V 262 INITIENREGISTER "Jesu, salvator omnium saeculorum 18 a, 25 v * Jesus Christus, setz din heiigen tod und liden 116, 132 v *Jodocus filius Nichadi (!) regis Brittonum habens fratrem 38, 231 v Karolus dei fretus auxilio 18, V Laetemur gaudiis, quos redemit Verbum 15, 17 v ; 16, 16 v ; 44, 17 v Liber iste intitulatur liber hymnorum vel soliloquiorum 93, 3 r Librum de sacramentis christianae fidei studio quorundam scribere compulsus sum 12, l v Lieber herre Jesu Christ, wie jemerlich du durch mich gemartert bist 58, 128 v Magna est dignitas sacerdotis 23, 118 rb Magna est velut mare contritio mea 3 a, 76 ra Maria milte müter, o gütige, alles lobes wir- dig 111, 184 r Matthaeus rufus, barba rufa 23, 135 vb Medicina dividitur in duas partes 40, 109 ra Memento, mater domini, dulcis et novi gau- dii 58, 2" Memento, quaeso, domine, quod sicut lutum feceris me 18a, 1 l v ; 50a, 138 v Memoriam fecit memorabilium 3 a, 25 rb Metra sile vana (V) 9, Vorsatzbl. Mens cognoscendo dotatur (V) 83, 98 va Misericordissime deus, qui me ad imaginem tuam 18 a, 26 v Misericordissime domine Jesu Christe, ... in unione illius commendationis 18 a, 25' *Mundus dicitur per antifrasim (V) 83, l r Nativitas tua, dei genitrix, virgo etc. Merito dicitur hodie omnis homo gaudere 23, 114 vb *Navis quaedam in Ligeri onusta viris et feminis 23, 97 va *Nec deus est nec homo praesens (V) 23, 139 rb Nicolaus episcopus, ... ad perpetuam memoriam. Exiit, qui seminat 28, 34 r Nim war, himlischer vater, [dir] zu willen, dir zu Opfer 36 a, Fragmente Nolens verbis dare materiam evagandi 22 a, Spiegel Non credat usurarius peccata posse deleri 23, 121 ra Nota, quod Maria virgo beata sit corporaliter assumpta 3 a, 153 va Notandum quod opus subsequens, seu liber sive tractatus, intitulatur Malograna- tum 3, 2 ra Notum sit universis in hoc libro legenti- bus 23, 113 va Nova quasi libertatis effigie 22 a, Vorsatzbl. Noveritis nos habere domini papae litteras in haec verba 50 a, 195 r O almechtiger und unussprechlicher herr gott, der du bist des himels und der erden ... ein Stifter 104, 160 r O bone Jesu ..., o bona Maria ..., propter vestram bonitaten respicite meam fragili- tatem 83, 98 v *0 Christe, aller gütigester künig, du besitz unser herzen 111, 183 v O copiosissime remunerator omnium bonorum 77, 157 r O du min einiger und min ewiger gott, tröst mich hüt 96, 2 V O dulcissime domine Jesu Christe, qui immi- nente hora beatissimae passionis tuae 77, 152 v O ewiger gott, ich arme Sünderin ruf an alle lieben heiligen 36 a, Fragmente O felix huius peccatricis mulieris conditio 49, 234 v *0 gloriosa regina mundi, scala celi, thronus dei 82, 35 va O gütiger und barmherziger gott, der du widerbringst die irrgenden eilenden weisen 104, 162 r 263 INITIENREGISTER O berr, zu dir flieh ich arme Sünderin und beug mine knie ... für die sei diner diene- rin 104, 184 v O berr Jesu Christe, des lebendigen gottes sun, ... umb das du erlösen woltest menschliches geschlecht 104, 162 v O herr Jesu Christe, ich arme Sünderin erman dich hüt dines eilenden ... uß- gangs 96, 249 v *0 Jesu dulcis, amabilis et mirabilis, qui propter nimiam caritatem tuam 82, 38 ra O künigin des himels, enpfah gnedic- lich 111, 183 r O largissime mundator cordium nostro- rum 77, 154 r *0 lieber herr Jesu Christe, ... der du disen dinen aller heiligesten lichnam 120, Fragmente O lieber herr, sigest du gegrüßet, du wäre fronlichnam 120, Fragmente O Maria, splendor caeli, dulcedo para- disi 110, 196 r O mensch, tu, was dich gott lert 96, 252 r O misericordissime Samaritane, die mise- rere 77, 157 v O piissima dei genitrix unica post Christum spes 18 a, 26 r O redemptor perditorum, qui Zachaeum, prineipem publicanorum 77, 156 r O salvator miserorum, domine, adiuva me 77, 156 r O sanete Sebastiane, magnaest fides tua 27,8 V Obsecro te domina, saneta Maria 101, 105 r Omnipotens sempiterne deus, qui meritis et preeibus beati Sebastiani 27, 81 r Omnipotens sempiterne deus, respicere di- gnare super apostolicam dignitatem 19, 190 r Omnis doctrina domini nostri Jesu Christi 18, 147 v Omnis, qui medicinae artis studio etc. Divi- ditur autem tractatus pronosticorum in tres partes 40, 67 ra Op een tijt, doe Padus die rivier 26, Spiegel Opportet etiam, fratres carissimi, ut breviter vobis dicamus expositionem dominicae orationis 82, 80 rb Osculetur me osculo oris sui 121, l va *Oswaldus rex Anglorum filius Achiae 23, 53 vb Parce mihi, dulcissime deus 101, 103 r Pelvis, labe!; basis, stollo 87, 82 vb Pollutio quaedam accidit ex crapula 3 a, 71 vb ""Post Agathae festum videas (V) 38a, 3 V Postquam impleti sunt dies purgationis 3 a, 82 va Praelati debent personaliter residere 50a, 96 v Prologus, praelocutio, prooemium, id est ini- tium dicendi 87, 62 ra Trincipium Jani sancit tropicus capricorni 79, l v ; 122, l r * Proconsul Aegeas Patras civitatem 10, 144 r Prophetia est inspiratio divina 93, l v Propter delicta primi parentis 15, 17 v ; 16, 16 r ; 44, 17 r Protoplasti rubigine humana contaminata conditio 9, l ra Pura fides et experta devotio 22 a, Spiegel Pusillus eram inter fratres meos 93, l r Pythagoras philosophus primus apud Grae- cos 29 a, l v Quae poenitentia sit pro peccatis singulis imponenda 3 a, 72 va Quaeri solet, quare non fiant gesta sanc- torum veteris testamenti 23, 129 rb Quamvis ad regnum 22 a, Spiegel Quattuor modis vel de causis Maria, mater domini, fuit desponsata 23, 136 va Qui audit, dicat alteri: veni. Praecepit nobis scriptura 23, 116 rb Qui de aegrotantium accidentibus ... Duo sunt prineipia corpus humanum consti- tuentia 40, 125 ra 264 INITIENREGISTER Qui diligit cordis munditiam 3 a, 81 va Quia praeposterus est ordo 2, l r Quid sit fides, quot modis dicatur 9, l va Quidam captivus est ductus ad Persas 23, 135 vb Quidam monachus placens domino habebat gratiam 23, 117 rb Quinque vulnera Christi sunt medicina mea 27, 81 r Quisquis ad divinarum scripturarum lectio- nem erudiendus accedit 12, 6 V Quod imprimis coegit antiquos de naturis ciborum disputare 123, V Quoniam quidam de melioribus amicis 33, 83 rb Quoniam in dubiis multiplicitas exoritur opinionum de relativis 53, Spiegel Quoniam, ut ait Hieronymus, nulli dubium est 3 a, 83 va Quoniam voluit dominus, ut in die, qua propter instantes poenitentiae dies 18, 143 v Quotiens mihi de institutione morum et sanctae vitae conversatione dicendum 18, 151" Raptor vel violator ecclesiae agens poeniten- tiam 3 a, 72 ra Recordare, mater pia, tanti gaudii magna- lia 58, 2 V * Recurrens ad conscientiam recognosco 22 a, Spiegel Redemptor meus vivit et in novissimo 18 a, 7 V ; 50a, 137 v Respice, o fidelis anima, Christum in cruce pendentem 28, 89 r Reverendo in Christo patri ac domino Matt- haeo 9, l ra Reverendo in Christo patri et domino suo spirituali, domino Matthiae 3a, l ra Saepius rogatus a condiscipulis meis quas- dam quaestiunculas enodare 82, 39 va Sancta Maria, virgo virginum, ego peccator peccavi nimium (V) 82, 37 rb Sancte spiritus, qui es verus deus 19, 190 v *Sanctorum sanctis Benedictus applicat astris (V) 116, Spiegel Sankt Birgitta hat drei fest in dem jar 42, 174 v Sankt Birgitta ist geborn von dem kunigli- chen stamen von Gotland 42, 177 v Sankt Lucas schribet uns, do unser herre wandelte uf ertrich 85, l ra *Satisfaciat tibi, clementissime domine 18a, 25 v Satyra proprie dicitur scutella 87, 94 va Secundum quod vult Avicenna primo ca- none: practica dividitur 33, 3 ra *Si cubat in cumbit mutetur (V) 23, 139 ra Si igitur pagani tarn alte de paupertate sen- serunt 28, 4 V Si sacerdos excommunicatus dicit horas 3 a, 72 ra Sic ago, sie iubeo (V) 82, 85 v Sicut dicit Constantinus, crisis est velox, vehemens et ultimus motus naturae 40, 85 ra Sicut dicit Macrobius, luna est confinium mortis et vitae 40, 86 ra Sisoi hiez ein abbet, den fraget ein brü- der 85, 108 va So man das ewangeli anfahet ze lesen 30, 76 v So man von gottes geburte zalte drizehen hundert jar und sibenzehene 120, 114 vb Sol illuminans per omnia respexit 3 a, 41 vb *Solet aunuere sedes apostolica 28, 8 r Solitarius quidam erat valde bonus, cuius cella 23, 118 rb Stella maris, quae praeclaris emicas virtu- tibus (V) 82, 38 va Summe sacerdos et vere pontifex 45, 297 vb ; 46, 332 r ; 101, 10l r ; 118, 89 v Surge, piger, propere; vide, quid hoc tempore (V) 82, 38 v (Nachtrag) 265 INITIENREGISTER Ter terni sunt modi 29a, 38 v *Thecla sponsa Thamiri sedens in fenestra sua 23, 69 va Tres sunt, qui testimonium dant 3 a, 79 va Tribularer, si nescirem misericordias tuas 77, 152 v *Udalricus ex nobili Alemannorum genere ortus 23, 42 ra Uns seit Matthaeus, do Maria, Jesu müter, was gemahelt Josebe 120, l ra Unser herr Jesus Christus der ging uf ein burgelin 85, 101 ra Unser herr Jesus Christus sprach in fröhlichem geiste zu sinem vater 42, V Unus ex duobus, qui secuti sunt dominum 3 a, 37 vb Uterus virgineus thronus est eburneus (V) 22 b, 1 a r Veritatis theologicae sublimitas 83, 3 vb Verschone, o herr, deinem volck 8 b, Fragmente Virgo Christi secus ripam fluminis, qui voca- tur Arola 23, 137 rb Von dem amt der begrepnis 4, 192 v Von dem diener der messe merk dise lere: In den teglichen messen 31, 118 v Welcher mensch disen psalter spricht oder ein quinquagen von disem psalter 111, 182 v Wenne sich die Schwestern samenen sullent in den kor zu dem götlichen ampt 31, l r Wir bitten dich, o herr, wollest das gebet deiner kirchen 8 b, Fragmente \!/H„ '( : • • ? 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