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HERAUSGEGEBEN URKUNDEN o® AKTEN -m STADT STRASSBURG MIT UNTERSTÜTZUNG DER LANDES- UND DER STADTVERWALTUNG. 1. Abtheilung': Urkundenbuch «1er Stadt Strassburg. 1. Band: Urkunden und Stadtrechte bis zum Jahre 1266. Bearbeitet von W. Wiegand. 4». XV, 585 S. 1 C79. Ji. S 0 — ?. Band: Politische Urkunden von 1266—1332. Bearbeitet von W. Wiegand. 4«. 482 S. 1886. Ji 24 — Z Band: Privatrechtliche Urkunden und Amtslisten von 1266—1332. Bearbeitet von A. Schulte. 40. XBVU, 451 8. 1884. Ji 24 — 4. Band: 1. Hälfte. Nachträge und Berichtigungen zu Band 1—3 gesammelt von W. Wie- gand; Register zu Band 2, 3 u. 4,l bearbeitet v. A. Schulte u. W. Wiegand. 4°. VII, 360 8. 1898. Jt 18 — 4. Band: 2. Hälfte. Stadtrechte und Aufzeichnungen über bischöflich-städtische und bischöfliche Aemter. Bearbeitet von A. Schulte und G. Wolfram. 4°. XI und 309 8. 1888. Ji 16 — 5 Band: Politische Urkunden von 1332—1380. Bearbeitet von Hans Witte und Georg Wolfram. 4». VIII, 1128 S. 1896. Ji 52 — Auch in zwei Hälften zu je M. 26. — zu beziehen. 6. Band: Politische Urkunden von 1381—1400. Bearb. v. Joh. Fritz. 4°. Vli, 923 8. 1899. Ji 44 — 7. Band: Privatrechtliche Urkunden v. 1332-1400. Bearb. v. H. Witte, (unter der Presse.) 2. Abtheilung: Politische C'orrespondenz der Stadt Strassburg im Zeitalter der Reformation. 1. Band: 1517—1530. Bearbeitet von H. Virck. Lex.-8o. XHI, 598 8. 1882. Ji 14 — 2. Band: 1531—1539. Bearb. v. 0. Winckelmann. Lex.-8<>. XXXI, 736 8. 1887. JI. 18 — 3. Band: 1540—1545. Bearb. v. G. Winckelmann. Lex. 8°. XVIII, 780 S. 1898. Ji 18 — 4. Band: Bearbeitet von J. Bernays. (in Vorbereitung.) 3. Abtheilung: Die alten Matrikeln der Universität Strassbnrg 1621 — 1793. Bearbeitet von Gustav C. Knod. 1. Band: Die allgemeinen Matrikeln und die Matrikeln der philosophischen und theologischen Fakultät. Lex. 8°. XXXVII, 710 8. 1897. ^ 18 — 2. Band: Die Matrikeln der medicinischen und juristischen Fakultät. Lex. 8°. VI, 679 8. 1897. Ji 18 — 3. Band ; Register. (in Vorbereitung.) //Z M1Ü ;v KVJjjÄKW! URKUNDEN UND AKTEN DER STADT STRASSBURG HERAUSGEGEBEN MIT UNTERSTÜTZUNG DER LANDES- UND DER STADTVERWALTUNG. ERSTE ABTHEILUNG URKUNDENBUCH DER STADT STRASSBURG. STRASSBURG UNIVERSITÄTS-BUCHDRUCKEREI VON J. H. ED. HEITZ (HEITZ & MÜNDEL) 1899 . I 4 — URKUNDENBUCH DER STADT STRASSBURG. SECHSTER BAND POLITISCHE URKUNDEN VON 1381-1400 BEARBEITET VON JOHANNES FRITZ. STRASSBURG VERLAG VON KARL J. TRÜBNER 1899 . r \ * r i r:f / t rr L ' ? • X . -' : v S C ; A • VORWORT. Der vorliegende VI. Band des Straßburger Urkundenbuches umfaßt die Jahre 1381 bis 1400 einschließlich und erreicht damit die vorläufig für die Herausgabe der Straßburger Urkunden gesteckte Grenze. Daß nur 20 Jahre diesem Bande Vorbehalten wurden, rechtfertigt sich durch die reiche Fülle des Stoffes. Ueber 1600 Nummern zählt der Band, und dock ist damit eine absolute Vollständigkeit weder erreicht noch beabsichtigt. Manches mußte ausgeschieden werden oder konnte nur in den Fußnoten Erwähnung finden. Auch auf die rein kirchliche Angelegenheiten betreffenden Stücke, die in früheren Bänden aufgenommen sind, ist angesichts der Fülle des politischen Materials verzichtet. Die Sammlung und Sichtung des Materials hat zwar noch zu der Zeit stattgefunden, als die Bestände des Stadt-Archivs zum großen Teil ungeordnet und unter die Benutzung recht erschwerenden Umständen in den alten unzulänglichen Archivräumen des Stadthauses aufbewahrt waren. Doch hat seit der verdienstlichen Neuordnung des Archivs eine Nachlese und besonders bezüglich der jetzt in Schränken aufbewahrten Pergamenturkunden eine genaue Nachprüfung der Bestände stattgefunden, so daß für diesen Teil Vollständigkeit in Anspruch genommen werden darf. Solcher Pergamenturkunden enthält dieser Band allein aus dem Stadt-Archive über 200. Bei dieser Gelegenheit mag daran erinnert werden, daß weit mehr noch als der V. Band der vorliegende VI. Band den Charakter eines eigentlichen Urkundenbuches verlieren mußte durch das ganz bedeutende Ueberwiegen der politischen Correspondenzen, Berichte, Gesandteninstruktionen, Entwürfe, Abrechnungen, Ordnungen, Listen u. dergl. über die Urkunden. Aber schon flüchtige Durchsicht wird erkennen lassen, daß bei aller Achtung vor den wirklichen, uns als Originale oder Copien überlieferten Urkunden, denen manche Urkundenbücher allein Aufnahme gewähren, diese tausend kleinen und im Einzelnen oft recht unbedeutenden Nieder- VI VORWORT. schlage Straßburger Vergangenheit, wie sie außer in den großen Beständen von Briefen oft auf losen Papier zetteln, mehrfach benutzten Conceptblättern, Rückseiten älterer Urkunden u. der gl. erhalten sind, in ihrer Gesamtheit einen größeren Wert beanspruchen dürfen als jene. Denn in eine politisch so bewegte Zeit, wie es die Jahre von 1380—1400 für Straßburg waren, gestatten erst sie den vollen Einblick. Und manches, was dem, Politiker geringfügig scheint, wird dem Kulturhistoriker, dem Nationalökonomen oder dem Rechtshistoriker willkommen sein. Letzteren mache ich aufmerksam auf das am Ende des Bandes abgedruckte Achtbüchlein aus den Jahren 1380—1400, jene verweise ich auf die teilweise schon bearbeiteten Münzsachen, die mancherlei das Gewerbe, den Handel, den Verkehr und die Zölle betreffenden Correspondenzen, Beschlüsse und Verordnungen. Für Kriegs- und Lokalgeschichte sind die zahlreichen Aufrüstungsordnungen und Söldnerlisten von Wert. Daß sie meist in extenso gedruckt sind, dürfte manchem überflüssig dünken, schien aber durch die keine Excerpte zulassende Eigenart des Stoffes geboten. Von den großen weltgeschichtlichen Begebenheiten dieser 20 Jahre, die sich in dem engen Rahmen städtischer Geschichte wiederspiegeln, seien nur hervor gehobendas päbstliche Schisma, die Absetzung König Wenzels und die Neuwahl eines Königs. Näher als diese Dinge, denen gegenüber die städtische Politik naturgemäß eine mehr abwartende, passive sein mußte, stehen unserer Stadt Straßburg alle die Ereignisse, welche mit der Gründung und Wirksamkeit der großen Siädtebünde Zusammenhängen. Am 20 März 1381 schließt Straßburg mit Mainz, Worms, Speyer, Frankfurt, Hagenau und Weißenburg einen Bund auf 3 Jahre, und bereits am 17 Juni desselben Jahres tritt dieser Bund in ein enges Verhältnis zu dem schwäbischen Städtebunde. Kurze Zeit darauf erfolgte der Anschluß der Schweizer Städte. Damit ist der Grund gelegt zu einer außerordentlich regen, bedeutungsvollen und folgenschweren politischen Aktion, an der wir unsere Stadt, die schon als die natürliche Führerin der kleinen elsässischen Städte und als Mittelpunkt eines bereits ausgedehnten und stets wachsenden Außenbürgerwesens eine einflußreiche Rolle spielt, stets an hervorragender Stelle teilnehmen sehen. Doch hinderte diese Zugehörigkeit zu den beiden Bündnissen Straßburg weder an vorteilhaften Sonderbündnissen mit Städten und Fürsten noch an der gebotenen Zurückhaltung und vermittelnden Stellung in dem großen schwäbisch-bairischen Fürsten- und Städtekrieg. So hat auch die in Schwaben im Jahre 1388 hereinbrechende Katastrophe Straßburg nicht unmittelbar in einen Krieg verstrickt, sondern erst ein zufälliges Ereignis, die Gefangennahme eines englischen Ritters durch den Straßburger Außenbürger Bruno von Rappoltstein, gab dem König und den zum Teil früher mit der mächtigen Stadt verbündeten Fürsten, zu denen auch der eigne Bischof Friedrich von Blankenheim gehörte, Veranlassung, einen Schlag gegen die längst gehaßte Stadt zu führen durch: Reichsacht und Krieg. Reiches Material über die schwere nun folgende Zeit liegt in unserm Bande vor. Nach dieser ernsten Krise war es der Kampf um das erledigte Bistum, der lange die Gemüter bewegt und uns wiederum eine Fülle interessanten Materials VORWORT. VII Unterlassen hat. Hinzu kommen zu all den hier berührten größeren politischen Angelegenheiten sowohl zur Zeit der Städtebünde als nach dem Jahr 1389 die vielen Fehden und Kleinkriege, in denen Straßburg entweder die kriegführende oder infolge bundesmäßiger Mahnung hülfebringende Macht ist. Auch manche einzelne führende oder besonders thälige Persönlichkeiten, die meist den bekannten Geschlechtern angehören, in ihrem Wirken und ihrer Bedeutung zu erkennen, gestattet die große Menge von Briefen, Gesandtschaftsberichten und dergl. Selbstverständlich ist nicht Alles, was dieser Band bietet, neu und ungedruckt. In anderem Zusammenhang hat manches schon in den Reichstagsakten Beachtung, Erwähnung oder Abdruck erfahren. Anderes wieder, was sich auf das Verhältnis Straßburgs zu Bruno von Rappoltstein bezieht, hat das Rappoltsteiner Urkundenbuch bereits gebracht, während für die Beziehung der Stadt zu dem stets mit ihr im regen Verkehr stehenden Markgrafen Bernhard von Baden die Regesten der Markgrafen von Baden reiche Ausbeute im hiesigen Archiv gehalten hatten. Die Art und Bedeutung des Gegenstandes hat über die Art der nochmaligen Wiedergabe in unserm Bande entschieden. Das Register ist im Allgemeinen nach den in den früheren Bänden befolgten Grundsätzen angelegt, nur ist im Interesse der Deutlichkeit von der Angabe der Zeilenzahl abgesehen. Bei der Bearbeitung des Artikels Straßburg hat das Register des unlängst erschienenen Ergänzungsbandes als Muster gedient. Von auswärtigen Archiven wurden für diesen Band das Frankfurter, Karlsruher, Stuttgarter, Ulmer, Baseler, Schlettstädter zum Teil mit gutem Erfolg besucht. Den verehrten Vorständen derselben sei für ihr liebenswürdiges dienstbereites Entgegenkommen an dieser Stelle herzlich Dank gesagt. Auch dem Archiv zu Aschaffenburg verdankt dieser Band durch die Freundlichkeit des Herrn Archivar Dr. Morneweg eine Anzahl wertvoller Beiträge. Zu besonderem Danke ist der Bearbeiter den Vorständen des hiesigen Stadtarchivs Herrn Dr. Winckelmann und des hiesigen Bezirks-Archivs Herrn Professor Dr. Wiegand verpflichtet, letzterem noch besonders für manchen wertvollen Rat und gütige Mitarbeit beim Lesen von Korrekturen. Gleichen Dank schuldet er auch den Herren Dr. J. Bernays vom hiesigen Stadtarchiv und Dr. Hans Witte. Nicht minder sei des stets bereiten Entgegenkommens und der geduldigen Mitwirkung der Universitäts-Druckerei von Heitz & Mündel an der oft nur langsam vorrückenden Arbeit des durch Berufspflichten in Anspruch genommenen Herausgebers gedacht. Straßburg, im August 1899. JOHANNES FRITZ. i .w-w-j.;- INHALTSVERZEICHNISS. Politische Urkunden . . . Berichtigungen zu S. 1—848 Nachtrag . Register . Seite 1-848 849 851-866 867-923 POLITISCHE URKUNDEN. mmm mmm MUMM ££*&&&&& ^V'>C MEL *-w>*.S .. - / ,_vv« *-y- •' 1. Cüntze Bocke der meister und der rat von Strazburg verkünden öffentlich: das umbe alle die vigentschaft kriege und stösze, so zwischent dem edeln jungherren Jolianse von Ocbsenstein, keller der merren stift zu Strazburg, und den sinen uf ein site und uns und den unsern uf die ander site gewesen sint . . . . , wir frünt- s liehe und gentzliehe gesünet .... sint. geben an dem ersten samestdage vor saut Erhartsdage in dem jare 1381. 1381 Januar 5. Str. St. A. Abt. IV, 72. cop. ch. 2. Johans von Ohsenstein keller der merren stift zü Strazburg schliesst eine Sühne mit der Stadt Strassburg von der geschihte und der getät wegen, die ich und io die minen getan habent an Heintzen, der da ist Claus Miilsteins burgers zu Strazburg gedingeter kneht. gegeben an dem ersten samestdage vor sant Erhartz- dage des heiligen bischofes in dem jare 1381. 1381 Januar 5. Str. St. A. 6. ü. P. lad. 165/166 nr. 55. or. mb. lit. pat. c. sig. pend. delaps. 3. Johans von Ohsenstein dechan der merren stift zü Strazburg thut kund, dass i5 er um alle Feindschaft und Kriege mit der Stadt Straszburg gesühnt sei und mit nammen von der geschihte und getät wegen, die Johans von Ohsenstein keller der vorgenanten stift, unser vetter, und die sinen getän haut an Heintzen, der da ist Claus Miilsteins burgers zü Strazburg gedingeter kneht. . . und ouch dar zü mit nammen an der stat, den luten und den unsern zü Berse, in weihen weg daz allesament geschehen 20 si. gegeben an dem ersten samestdage vor sant Erhartzdag des heiligen bischofes 1381. 1381 Januar 5. Str. St. A. G. U. P. lad. 166. or. mb. c. sig. del. 4. Strassburg an Sarburg: antwortet auf erhobene Beschwerde, dass Claus von Grostein jede Teilnahme und Mitwissenschaft an der Gefangennahme des Sarburger 25 Bürgers Claus von Langocha ableugne, die höchstens auf seinen Dienstherren Conrad von Lichtenberg zurückzuführen sei. Den jetzt nicht anwesenden jungen Herrn von Grostein wolle man später auch verhören und dann weiter berichten. datum feria secunda proxima ante diem beati Erhardi episcopi. [1381] Januar 7. Str. St. A. AA 2034. cop. ch. eoaev. 1381 Schwörbrief des Ammanmeisters Waller Wassicher. 1381 Januar 10. Ich Walther Wassicher ammanmeister zü Slrazburg vergihe und künde mengliehem mit. disem briete, alse der erber fromme man, lierr Heinrich Arge, der dise liebsten vergangen niine ja re annnannieister gewesen ist, dazselbe anunanmeistertiime von krangheit wegen sines libes mütwillekliche ufgegeben liet und ich darumbe an sinre s stat gekosen gesetzet und gemacliet bin zi'i ammanmeister, daz ich ein ammanineister sin und hüben sol dis jar us, daz nii zü liebste körnet, daz icti darumbe vor meister und rate zu Strazburg gesworn tiabe offenliche an den heiligen alles daz stete zü habende, zü haltende und zü vollefüretide dis selbe .jare ns, daz nii zü nehste körnet, daz her .Tohans Zorn dem man sprichel Lappe, her Heinrich von Mülnheim rittere, '« her Cüntze Hocke und tier .tohans Schilt, die vier meistere, von derselben irre meister- sehal't wegen gesworn ha nt, alse daz der versigelte brief bewiset, der darüber gemache! und mit Iren und hem Heinrich Argen anhangenden insigeln versigelt ist, durch den dirre min brief mit minem ingesigel versigelt gestoszen und gezogen ist, daszselbe ouch der vorgenante lierr Heinrich Arge gehalten haben solle das eine jar us, das >5 nü zü nebst körnet, were es obe er dasselbe jar ammanmeister bliben were ane alle geverde. und des zü einem urkunde, so habe ich min evgen ingesigel an disen selben minen brief gehencket. der wart gegeben an dem ersten dunrestdage nach saut Erhartes tage dez heiligen bischofes in dem ja re, do man zalte von gotz gebürte 1381. Str. St. A. AA. 61. anhängend an dem großen Schwörbrief von 1371. ao (i. Schultheiss und Rat von Sarburg stellen ein Vidimus aus für eine Bescheinigung der vier Schöffen und Gesehwornen des Gerichts zu Tränheim, dass der Sarburger Bürger Claus von Langoeha, der auf Befehl des jüngeren Claus von Grostein auf Niedeck gefangen gehalten wurde, von den Vögten des Schlosses im Aufträge ihres Herren entlassen sei unter der Bedingung 11 Tage nach Weihnacht 100 Gulden zu zahlen oder ins Gefängnis zurückzukehren, lletzil, Kirchlierr zu Tränheim, besiegelt den Brief. Sarburg beglaubigt ihn. samestag vor St. Sebastianesdage also man zalte . . . im Metzer bistürn drüzenbundert und achtzig jor 1 . 1381 Januar 10. Str. St. A. AA 2034. or. ch. lit. pat. c. sig. impr. del. 7. Gyso Kalzmanu an Meister und Rat: berichtet, daß er die Absolution 30 erwirkt habe. liom [1381] Januar 21. Servicio fideli ac perpetuo cum recommendacione premisso venerandi doinini mei noverint, quod in causa vestra fideliter laboravi et ante adventum Ryponis sentenciam 1 Diese Metzer Jahresrechnung ist auf 1381 zu reduzieren. — Zu dieser Angelegenheit gehören aus AA 2035 noch : 1) Ein Brief Sarburgs an Straßburg mit dem Ersuchen für ihres Bürger's Ereilassung 3 f> zu sorgen, nachdem derselbe von Claus v. Grostein ledig gesprochen sei. 1381 Februar 4. — 2) Die Sarburger. wollen dem gefangenen Straßburger Burkel Gralap für 14 Tage Ziel geben, wenn dem noch immer gefangenen Claus v. L. die gleiche Frist bewilligt wird, und sind zu einer Tagleistung während derselben bereit. 1381 Februar 13. — 3) Brief Sarburgs fast gleichen Inhalts. 1381 März 20. — Vgl. hierzu Bd. V nr. 1399 u. 1400. 4| J 1381 3 super absolucione pro vobis obtinui, cum non modicis laboribus et ex])ensis, prout de boc et aliis vestris negociis nee non de receplis et expositis vestro secretario magistro Heinrieo de Haseln plenissime scripsi, (jui plenius vos eciain infbrinabit de Omnibus, quare bic ista non repelo causa brevitatis. et instrumentum diele absoluci- & onis vobis transniitlo per presentem neenon etiam eopiam eommissionis ob teilte pro Wallliero Wassicber et aliis, prout ultimo in seriptis demandastis. et laboravi in omnibus bene et fideliter, meas eciain proprias pecunias in negociis vestris vobis mutuando. in primis cardinalem promotorem et expensas nuncii vestri Ryponis, quem ex eo retinui, ut singula videret, audiret et referret, quem etiam alias anno 10 preterito in estale bene septem septimanis retinui, nt labores super vestra comissione videret ipios liabui. de singulis receptis et expositis in causa vestra, ut predicilur, magister Heinricus vos infbrinabit, de mutuatis vero in negocio dicti Waltberi Was- sicher tarn dictus magister Heinricus quam etiam Hypo qui debituni recognovit coram publico notario vos informabunt. bene et fideliter laboravi. non dubito quin 15 ero graeiose a vobis consolatus pro labore. et super boc me gracie vestre recom- mendo humiliter niiclii tamquam servitori vestro semjier preeipiens. valele in Christo et statuin universilatis vestre conservef altissimus. scriptum Home in vigilia f'esti conversionis beati Pauli apostoli. item scitote, quod cum difficuftate retinui Hyponein pro nunc in curia ad videndum facta vestra et ad solicitandum ea, que conquestus 20 l'uit miefii, quod de septem septimanis, quibus alias ipsum retinui, sibi sit minime satis factum de labore. unde ipsum vobis fideliter recommendo, quia pauper est et vir vester fidelissimus servitor legalis et circumspeetus et de presenti bene fideliter facta vestra sollicitavit. 1 Vester fidelis servitor 25 Hy so Katzmann in omnibus. f In verso\ Venerabilibus prudentibus viris magistris universitatis Argentinensis dominis suis graciosissimis. Str. St. A. AA 1407. or. ch. Ut. el. c. sig. in v. impr. nur die Adresse voti seiner eigenen Hand. 11 . Gerichtspr teile g König Wenzels für Straßbnrg. Nürnberg 1381 Januar 29. 30 Wir Wentzlaw von gotes gnaden römischer kunig zu allen Zeiten merer des reiclis un kunig zu Hebeiin embieten dem edeln Hudoltfen graven zu Sultz lantrictiterr und den scliopfeu des lantgerichfes zu Hotwyl unsern und des heiligen reictis lieben getrewen unser hulde und alles gut. wann die burgermeister, der rat und die lnirger gemeinliclien der stal zu Strasburg unser und des heiligen reiches lieben getrewen 35 von uns und dem heiligen reiche also gefreyet sint, das man sie f'ur unser königlich hoffgeriehte nicht laden sal noch für dhein ander lantgerichte oder geriehte und wir sie bey denselben freyheiten und gnaden behalten, meinen doch also, das die vor- 1 Br st im April 1380 wurde Giso beauftragt, auch Walther Wassichers Sache zu betreiben. Vgl. Bd. V nr. 1377 u. 1394. 4 1381 genanten der burgermeister rat und burger der stat zu Strasburg nyemant in derselben stat zu Strasburg das recht versagen sullen, sunder vederman eyns unverczogenliehen rehtes heitren nach seyner clage. wir wollen auch, were es sache, das yemand dheinen echter in der egenanten stat zu Strazburg mit dem rechten anspreche, das dem zuliant die vorgenanten burgermeister rate und burger der stat zu Strasburg rechtes hehlen s sullen und das yn das gen nyemande keinen schaden bringen sal. were aber das sie dem cleger oder clegern nicht rechtes hulffen und recht versagten, so mag der cleger dieselbe von Strasburg vor dem reiche dorumb beclagen oder wo ym das allerfugelichest ist, da ym recht von yn widerfaren mag. auch wollen wir, were es sache, das die vorgenanten burgermeister, rate und bürgere gemeinlich der egenanten 10 stat zu Strasburg geladen weren oder wurden und sie dar nicht kernen und sich nicht verantworten, das yn denn dieselbe ladunge gen uns und dem reiche keinen schaden bringen sal in dheinewois. und gebieten dorumb dem obgenanten lantrichter und den schöpfen desselben lantgerichtes zu Rotwil bey iren truwen ernstlich und vesteclieh bey unsern und des reichs hulden, das sie die vorgenanten von Strasburg furbas in i 5 ire lantgerichte nicht laden oder heysehen sullen von yemants wegen von was Sachen ouch das were. wer auch das sie bisher geladen oder gerechtet weren von yrem lantgerichte, so sullen sie alle clage und acht, die wider die offtgenanten von Strasburg weren geschehen, zu haut on alle Widerrede abtun also, das yn suliche clage urteil und acht keinen schaden breiigen, und wo sie des nicht erdeten und ungehor- 20 sam weren unsern geboten, so musten wir unsere vorgenanten lantgerichte von yn an suliche stette legen, da man unsern geboten dorumbe gehorsam were. mit urkund dicz brieves versigelt mit unser kuniglichen inajestat ingesigle. der geben ist zu Nureinberg nach erists gehurte dreyczenhundert jar dornach in dem eynundachczigistem jare am liebsten dinstag vor unser f'rawen tag der liechtmesse unserer reiche des 25 beheimschen in dem achczehendem und des römischen in dem funlften jaren. [fn verso] Wilhelmus Kortelangen. De mandato domini regis domino duce Teschinensi referente Conradus epis- copus Lubicensis. Str. St. A. AA. 3 nr. 14. or. mb. c. sig. pend. (lelaps. (schwarz u. gelbe Schnur.) 30 Ebenda AA. 65 Briefbnch A fol. 12. liegest bei Pelzet Wenzel I, 102. Erwähnt D. li. A. 11, 286. !). Eberlin von Mülheim an Straßburg: berichtet über die bevorstehende Versöhnung des Bischofs von Mainz und des Pfalzgrafen Ruprecht , sowie Uber den ss Besuch des Reichstages zu Nürnberg. Nürnberg [13S1 Januar 2U\.‘il]. Min dinest noch uwern willen bevor lieben herren. ich los uch wissen, das uf den liebsten zistäg vor unser f'röwen dag der liehtmes herzoge Riibreht und der bischöf von Menze versünet werden!, und ist der kunig und sin rät lange domit umbe gangen und heit uns daz gesuinet, daz wir uch nut enbuten kundent,wan der kunig und 1» 1381 5 sin röt woltent weder den herren noch den steten kein ustrüg gen uncze daz der vorgenante krieg versünet wart, und sint nu erst in die kanzelige von uwer suche wegen und öch von des gemein friden wegen, daz wir truwent, daz uns ein gut einde wirt. wisent öch, daz den herzögen von Sasen und herzöge Friderich von 5 Feigem lierte rede mittenander haut gehebet. und ist der kunig und aler sin röt domite bekunbert gewesen, daz sinnet. uns. wisent öch, daz vil fremeder lefe zii Nürenberg sint von disen geselscheften und haut die von Nenze, von Wurmese, von Spire, von Frankenfurt und och wir uns mitenander underret und menent mit herzöge Riipreht danan zu farende. wisent, daz bi dem künige ist gewesen ficr herzögen von Feigem io und der herzöge von Sasen und der junge von Wirtenberg und der kardenol der bischöf von Misen, bischöf von Wirzeburg und der bischof von Röhenberg und sus vil ander heren und von den swebischen steten och boten und siht nie, obe men den bischöf von Misen und von Nenze, von Nazöwe mittenander verrihten mugen. waz wir furbaz enpfmdent, daz wele wir uch selber sagen. 15 Eberlin von Mülheim ritter. Str. St. A. AA. 118. or. eh. I. cl. Vgl. für die Datierung D. R. A. 1, nr. 172. Aussöhnung zwischen Bischof Adolf von Speier und Bfalzgraf Ruprecht. 10 . König Wenzel stellt alle bisher von ihm aufgehobenen Rechte und Frei- 20 heiten der Stadt Straßburg wieder her. Nürnberg 1381 Januar 31. Wir Wenczlaw von gotes gnaden römischer kunig zu allen zelten merer des reichs und kunig zu Eeheim bekennen und tun kunt otfenliyh mit diesem brieve allen den, die yn sehent oder horent lesen, als wir zu andern Zeiten alle freibeiten und gnaden der stat zu Strasburg, die sie von uns und unsern vorfarn an dem reiche römischen 2s keysern und kunigen gehabt hat, widerrufst und yr die genomen hatten durch des willen, das sie Hartmann Roten von Rasel, der in unserer und des reichs acht ist, offenberlich hyelden, des hat sie uns demuticlichen gebeten, das wir uns gen yr geruchten gnediclich zu bedenken und yr yre freiheyt und gnade, die wir durch derselben Sachen willen widerrufft hatten, geruchten widergeben, des haben wir ange- 30 sehen yre fleissige und redliche bete und auch stete getrewe und nutcze dienste, die sie uns und dem reiche offte nuczlichen getan haben und noch tun sullen und mugen in künftigen Zeiten, und haben yr alle yre freiheit und gnaden mit gutem rate und wolbedahtem mute und rechter wissen widergegeben und geben yr die wider von kuniglicher mochte volkomenheit mit craffte dicz brieves, das sie die haben und der so gebrächen sulle glycherweyse, als sie die vormals von uns und des reichs wegen und andern unsern vorfarn an dem reiche römischen keysern und kunigen von alders her gehabt habe, und sulle auch dobey bleyben genczlichen vor allermeniclichen ungehindert, mit urkunde dicz brieves versigelt mit unserer kuniglichen majestat ingesigele. der geben ist Nuremberg nach crists gehurte dreyczenhundert jar dor- 40 nach in eynundachczigistem jare am liebsten donerstag vor unser frawen tage der 6 1381 liechtmesse unserer reiche des beheimischen in dem achczehenden und des römischen in dem funfften jaren. \ln verso] Wilhelmus Kortelangen. De mandato domini regis domino duce The- schinensi referente Conradus episcopus Luhicensis. Str. St. A. AA. U. 3. nr. 15. or. mb. c. sig. pend. Ebenda Bviefbuch A. fol. 29 a. Abdruck Als. dipl. II, S. 280, nach dem Briefbuch A. Begest D. B. A. S. 286 Not. 1. 11. König Wenzel erneuert den von seinem Vater und ihm gemeinschaftlich am io 5Mai 1378 (77/?. F.nr. 1319) errichteten Landfrieden am Oberrhein mit den namentlich aufgezählten Reichsständen (darunter: Strassburg und der Bischof Friedrich von Strassburg) bis zum 25 Dec. 1383 mit dem Vorbehalt des Widerrufs und zweimonatlicher Sicherung desselben auch nach dem Widerruf. Nürnberg 1381 Januar 31. Str. St. A 6. D. P. lad. 45/4=6 nr. 70. or. mb. c. sig. pend. 15 Gedruckt: D. B. A. I, 285 nr. 165. Begest: Koch Wille, Beg. d. Pfalzgr. 4372. Beg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1337. 12. König Wenzel an Strassburg: heizzen euch, daz ir dy drey grozze, dy der erwurdige Lambreht byschoff ze Bamberg ... uff dem Ryne zu Selse einnymet und ulfhebet, dyseiben grozze er dem edeln Wilhelm von Bürne unserm dyner und liben getrewen eingeben hat, denselben Wilhelm lazzet ze Newenbürg an dem zolle ein- nemen und uffheben in allin den rechten, als er dy ze Selse ufgehaben hat und eingenomen. geben ze Nuremberg unser reiche des behemischen in dem 18 und des römischen in dem 5 jare. Nürnberg 1381 [Jannar\ Februar.]. '■* Str. St. A. AA 107. or. ch. 13- König Wenzel erlaubt der Stadt Straßburg ihren von Karl IV gestatteten Rheinzoll bei Neuenlmrg nach Straßburg zu verlegen. Nürnberg 1381 Februar 2. Wir Wentzlaw von gotes gnaden römischer kunig zu allen Zeiten merer des reichs und kunig zii Beheim bekennen und tun kunt offenlichen mit disem brieve allen den, so die yn sehen! oder hören! lesen, das wir haben angesehen stete getrewe und euch nütze dienste, die uns und dem reiche die burgermeister rate und burger gemeinliehen der stat zii Strasburg unser und des reichs lieben getrewen offte getan haben und noch furbas tun sollen und mugen in kunfftigen czeiten, und haben yn dorumbe genediclichen erlewbet und gegunet erlewben und gunnen yn mit craffte dicz brieves, 35 das sie sollen und mugen den czoll, den yn ettwerm der allerdurchluehtigiste fürste und herre, herr Karl seliges gedechtnusses römischer keyser zu allen Zeiten merer des 1381 7 reiches und kunig zu Beheim, unser lieber herre und vater, erlewhet hatte uffzunemen und uffczuhcben zu Nuvemberg, als sie den noch uffheben, mugen legen bey die stat zü Strasburg und den da uffheben und netnen in aller der masse und wey.se, als die brieve luten, die sie von dem egenanten unsere, lieben herren und vater darüber 5 haben, untz an unser,, wideruffen. mit urkund dicz brieves versigelt mit unserer kuniglichen majestat ingesigele. der geben ist zu Nuremberg nach erists gebürte dreyczenhundert jar dornach in dem ein und achczigisten jare an unserer frawen tage der liehtmesse unserer reiche des beheimischen in dem achezehendem und des römischen in dem funfften jaren. io Entnommen dem notariell. Vidimus des kais. Notars in Straßburg Johannes von Eßlingen aus Gonstanz vom 12. August 1413. Str. St. A. AA. 3 nr. 16. or. mb. e. sig. pend. Ebenda AA. 65 Briefbuch A fol. 13. Erwähnt I). E. A. I, 286, not. 1. 14 . König Wenzel gebietet der Stadl Straßburg dem Reichsbunde für Papst 15 Urban VI treu zu bleiben und dessen Erlasse gegen alle Anhänger des Oegenpapstes öffentlich verlesen zu lassen. Nürnberg 1381 Fein uar 4. Wir Wenczlaw von gotes gnaden römischer kunig zu allen zeiten merer des reichs und kunig zu Beheim embieten dem ainanmaister , 0 den bürgern,aistern, reten und den bürgern gemeynlich zu Strasburg unsere und dez reiches lieben getruwen 20 unser gnade und alles gut. lieben getruwen, wand wir nu langest mit des reichs und andern cristenlichen f'ursten uberkomen sint genczlich, daz ein iglicher mensehe unser,, heilgen vatter, pabst Urbanuni den sehsten, vor aynen waren pabst halten sol, alz er auch ist in der warheite, und iczunt Reimbolt von Gemunde, der sich nennet ein of’ficial zu Strasburg und auch etteliche ander böse leute in uwer stad den widcrpabst 25 von Avion vor aynen pabst haltend wider unser und des reiches fürsten ordenunge, darumbe sie aller pfeflicher ere und wirdikaite und aller irre pfhrunden von dem egenanten unser,,, heiligen vatter Urbano beraubt sint. darumb gebietend wir ueh pei unsern und des reiches hulden und manend euch der buntnisz und trewen, so ir uns und dem heilgen reiche schuldig sint, daz ir alle briete und gebot, di der so vorgenante unser heilger vatter pabst Urbanus wider semlieh ungläubige ketezer geben hat odir noch gebunde wirf, und sunderlich, die er Johanse von Bebelnheim wider den egnanten Reinbolden geben hat, in uwer stad lassent lesen und verbunden alz daz notdorfftig und gewonlich ist, und nyeman darumbe bessern noch zu rede stosent. wann unser meininge nicht enist noch enwellent, daz uwer freiheit 35 noch gebot domitte geletczet werde, sunder daz uwer stad von semlichen ketczern gereiniget werde, tunt in dissen Sachen also, daz wir ez allezit gnedilich gein euch bedenckent, unde also ir unser und dez reiches swere Ungnade wellen! vormeiden, geben zu Nürnberg an dem „ehesten mantage nach unser frauwen tage lichtwie a) Fori, amamaister. VI. 2 8 1381 unserr reiche dez hämischen in dem achtzenden und des römischen in dem fünften jaren. Per dominum ducem Teschingensem Conradus. Str. St. A. AA 107. or. mb. lit. pat. c. sig. in v. impr. Gedruckt: Als. dipl. II., 279 (mit dem falschen Datum 1380 Februar 5.) Weizsäcker, D. B. A. I, 283 nr. 163. 15. König Wenzel beschwert sich, daß Straßburg Johann von Ochsenstein, den Domprobst des Gegenpapstes, anerkenne, und gebietet von diesem abzulassen zu Gunsten des allein rechtmäßigen Domprobstes Hugo von Rappollstein. Nürnberg 1381 Februar 4. Wir Wenczlaw von gutes gnaden.empiten dem amanmaister,® burgermaistern, reten und bürgern gemainlich zu Strasburg, unsern und des reiches lieben getreuwen alles gud. lieben getreuwen, alz der edele unser lieber andechtiger Hug von Rapolczstein, tumprobst des stiftes zu Strasburg nu laust von dem capittel desselben Stiftes erwelt und von dem erwerdigen in gotte vatter und herren dem Cardinal von Rafenn bestetigit ist und wir euch auch vormalz zwirrunt darumbe vorscriben habend und ernstlich gemanid, daz ir den egnanten Rügen pei derselben tumprobstigen b und iren zugehorungen schirmen, schuczen und hanthaben sollend: do habend wir vor- nomen, daz in Johanns von Ohssenstein techan des vorgnanten stiftes irre und sume an der vorgnanten tumprobstien und sie vm mit aigener gewalt furhabe und die zinse und gulte und gerächte, di darczu gehörend, zu vm zihe und inneme in sine gewalt, und hab doch dehain recht darczu, wanne alz er selber spricht, daz ym di tumprobstie von dem widerpabst von Avion vorliehen sie, und daz hab er dicke und vil vor euch in uwerm rate öffentlich sich bekant und gesprochen und spreche es noch alletage; darczu so haben! ir erkant in uwern rate, daz der egnante techan schulte pleiben pei allem dem, daz er in hendes had von der tumprobstien gütere, solange wencz der vorgnante Hug yms mit dem rechten angewynne, daz uns doch umbillich nymp, daz ir daz pei euch gestaten; wann ir wol wissend, wi wir mitsampt den kurfursten und andern cristenlichen ffursten czu Ffranckfurt uberkomen sint, und ir uns und dem reiche darvon verbunden sint, und auch wie der egnante Hug erwelt und bestätiget ist. darumbe so manend wir euch anderwerbe der selben gelubde und buntnisze und gebietend euch pei unsern und dez reiches hulden, daz ir on alle Widerrede und vorczog daz urteil, daz ir in derselben Sachen also geben und gesprochen habend, abelasend, und den egnanten Rügen vor aynen woren tumprobst nemend und haltend zu gleicher weise sam wir, und ym alle nucze, zinse, gälte, veile, ge richte, buchere und alles daz, daz czu der tumprobstien zu Straszburg gehöret, nichts vorusz- nomen, so verre daz under uwerm gepiet gelegen ist, ingebend und antwurtend und auch schaffend, daz der egnanten techan und andere uwer purgere daz selbe auch a) Vorl. amamaister. b) Vorl. tumprostigen. 10 15 20 25 30 35 40 1381 9 lugend on alle Widerrede; wolt aber derselbe techan dez nicht tun, so manend und gebietend wir euch gleich, sam davor gescriben stait, das ir alle sine gulere, zinse und gulte, die er in uwere gepieten had, ufcziehent von des reichs wegen in uwere gewalt und sie uncz an uns dem egnanten techan noch nieman von seinen wegen 5 lasend wolgen. tunt hiezu, alse ir unser und des reiches swor ungena[l]de wellend vormeiden. geben czu Nornberg, an dem nehesten montage noch unser ffrauwen tage lichtwie unserr reiche dez heroischen in dem achtczenden, und des römischen in dem fünften jaren. Per dominum ducem Teschingensern Conradus. io Str. St. A. AA. 107 nr. 24. or. mb. lit. pat. Oedr. D. li. A. I, 284. u. Happ. Urkb. II nr. 199. 11>. Lampreeht Bischof zu Bamberg (— 1374 Bischof non Straßbv.rg) an Strassburg : umb dy drey grozze, dy wir bisher gehabt und eingenomen haben uff dem Heyne an dem czolle ze Selse und do wir unserm bruder Wilhelm von Bürne geben is haben einzenemen und uffzehebende (vgl. nr. 12) und wen ne ir uns von besunder fruntschaff gegünnet habt, daz der vorgenante unser bruder dy obgenanten drey grozze an dem zolle ze Newembürg sol und mag ufheben und einnemen von unsern wegen, als wir im dy vormals verschriben unb eingeben haben, so bekennen wir mit di sein offen brife, daz wir noch nymand von unsern wegen derselben drey grozze ze so Selse fürbaz niht mer ulfheben sullen noch enwollen. und dez ze urkünd geben wir disen briff versigelt mit unserm insigel und geben ze Vorcheim nach crists gebürt 1381 am mantag nach dem süntag Invocavit. Dorchheim 1381 März 4. Str. St. A. AA. 1406. or. mb. c. sig. impr. del. 17. Meister und Bat von Straßburg an ihre Boten zu Speier .- senden Instruh- 25 tionen für die Verhandlungen zur Gründung des Rheinischen Städtebundes [1381 März 12.] Wir Johans Zorn, dem man sprichet Lappe, der meister und der rat von Straz- burg entbieten unsern erbern hotten, die ietzent von unsern wegen zü Spire sint, was wir früntschaft und gutes vermügent. lieben frunde, alse ir beim Götzen von Grostein so zü uns gesendet hant von der verbüntnüsze wegen mit den nvdern stetten und uns zü machende, also hant wir demselben hern Götzen von Grostein unser meinunge 1 Vgl. sachlich hierzu Quidde, der rheinische Städtebund von 1381. (Westd. Ztschr. II, 327 Text u. Anmfc. 4.) wo ein von Weizsäcker, D. F. A. III, nr. 122 (Abdruck) ins Jahr 1400 Februar 21 gesetztes Schreiben des Herzog Przemislaw an Strassburg für diese Zeit der Vorbereitung des rheinischen Städte- 35 bundes im Jahre 1381 in Anspruch genommen wird. Dasselbe lautet: Von uns Przemislaen herczoge, Petir von Wartenberg und Cunrad Kreyger, des rom. kunigs ratgeber. — lieben frunt. wisseA, das wir ewer gebeitet haben gestir zu Mencze den ganczen tag. und wundert uns, das ir nicht zu uns komen seit, und bieten euch von unsere herren des römischen kunigs wegen, das ir keyne newekeit machet und euch mit nymande verbindet, wann unser herre io der kunig meynet noch ewer rate zu bestellen, das ir fride und gemacht werdet haben. geben zu Mencz am sunabende noch Valentin!. [1400 Februar 21J 10 1381 darumbe wol zu verstände gegeben, alse er üch mich das wol gesagen kan, dez wir truwent und kündent üch da bi, das wir sideihar von der selben verbuntnusze wegen zu rät worden sint und uns oucb nutzlieb duncket sin, das man zu den stücken, die wir hern Götzen von Grostein bevolhen baut, überkome und in die verbuntnusze briete schribe, das man nach den drien jaren, alse die selbe verbuntnusze weren sol 5 und uzgande wirt, enander von der kryege wegen, die sieh dazwischen! erheben!, nit me noch vürbaz beholffen sin stille von derselben verbuntnusze wegen danne ein jar oder zum langesten zwei jare. und stillen! ouch ir daran vesteklichen heben und hüben nutze uf das leste und nutze, daz ir sehen! obe er dar an entsiahen wolle, und ist es danne, daz es dar an entsiahen wil, so stillen! ir es danne umbe daz selbe stücke 10 abelsäzen und süllent es darumbe läszen gut sin und stillen! die selbe verbüntnüsze läszen dargän und sie ufnemen zu glicher wise, alse ir und ouch darnach herr Götze von Grostein von uns gescheiden sint. datum feria tertia proxima ante dominicam üculi. Aufschrift: Unsern erbern hotten die ietzent von unsern wegen in Spire sint. 's Str. St. A. G. U. P. lad. 168. or. mb. lit. cl. 18. Die Städte.- Straßburg, Mainz, Worms, Speier, Frankfurt, Hagenau, Weißenburg verbünden sich auf 3 Jahre 1 . Speier 1381 März 20. In gottes namen amen : wir die retde und die bürgere gemeinliehen der stetde Mentze, Strasburg, Wormss, Spire, Franekenturt, Hagenowe und Wissenburg dunt 20 kunt allen den die diesen briet sehen! und hören! lesen, daz wir dem heiligen rom- schen ryche zu eren und durch kuntliche notdurft, nutz, fryden und frommen des landes unsere stetde und bürgere gemeinlichen uns zu samen haut gemache! und verbunden mit den eyden, die wir darumb getan haben, von dem dage, ab dirre brieff geben ist, biz wyhnahten, die nehste kommen! und von denselben wyhenahten über 25 dru gantze jar, die dar nach aller nehste körnen! ane underlass mit sogetaner beschei- denheit, furworten und verbuntnissen, als hie nach geschriben stat, daz wir enander getruwelichen geraten und beholffen sollen und wollen sin zu allen den criegen, die wir in den vorgenanten ziiten gewinnen oder uns anefallent, von wem daz gesehen ane alle geverde. und ist beretd und über eine kommen, were ez daz deheine stat s» ander uns geschediget oder geleydiget wurde, in den vorgenanten ziiten von ieman, wer der were, und daz der rat der selben stat oder daz merre teyl in dem selben rate sich uff den eit erkentent, daz die geschediget werent wider dem rehten, und daz man yn unrehte dete, daz sol die selbe angegriffen stat den andern stehlen verkündigen und sie dar umbe ermanen, daz sie ire uff die oder uff den die sie anegriffen ss 1 Vergl. Königshofen (Hegel II, 836). Der rynesche bunt. Dis entsossent sich etliche stette am Ryne und trügen! ane mit den von Strosburg, Ehenheim, Sletzstat, Hagenouwe, Wissenburg, Spire, Wurmesze, Mentze, Frankenfurt und andern Stetten, das sü sich z&samene verbunden!, den vorgenanten gesellscheften (St. Georg-, St. Wilhelm-, Panter-, Löwen-Gesellschaft) zu widerstünde, und das hies der rynesche bunt. — Schlettstadt und Oberehenheim haben sich erst nachträglich angeschlossen 10 am 31 October. 1381 11 und geschediget liant beholffen sin und sollent dar nach zu stunt die selben gemannten stetde der stat, die also geschediget und anegriffen ist, beholffen sin unverzogenlichen uff den eyt, daz in der schade und der anegriff gekeret werde glicher wise, als in den andern stettden der anegriff und der schade selbe gescheen were. wer ez auch, 5 daz ieman die von Hagenowe oder die von Wissenburg sunder oder sament in der ziit diser verbuntnisse schädiget oder anegriffe oder sie leidigete, und daz sie in iren beyden reten der selben zweyer stetde und mit dem merren teile in den selben reten sich uff den eit erkentent, daz sie geschediget und anegriffen weren wider dem rehten, und daz man in unrehte dete, daz sollent sie mitenander den andern stetden verkun- 10 digen und sie dar umbe ermanen, daz sie in uff die oder den, die sie anegriffen und geschediget hant, beholffen sin. und sollent darnach zusamt dieselben gemaneten stetde in also beholffen sin unverzogenlichen uff den eit, daz in der schade und der anegriff gekeret werde glicherwise, als vorgeschriben stet ane alle geverde. were ouch daz ieman der vorgenanten stetde deheinre schaden dete in der vorgenanten ziit dirre i 5 verbuntnisse, den sol man in den vorgenanten stetden keinen veilen kouff geben, und queme auch einer oder me in der vorgenanten stetde dehein, der ein der vorgenanten stetde schedigete und anegriffen hetde, den sol die stat anegriffen, da er in kommet in alle die wise, als ir der schade oder anegriff selbe gescheen were dar nach, so ez ir verkündet wirt von der stat, die geschediget und anegriffen ist ane 20 alle geverde. geschee auch, daz ieman er si herre, ritter oder kneht oder wer er ist, der der vorgenanten stetde einer schaden dete in den vorgenanten ziiten und yine verbotscheftet wurde von der stat, die er geschediget und anegriffen hetde, daz er daz wider dete, wider dete er danne nit unverzogenlichen, ul den und ul die sol man behulffen sin als vor und her nach geschriben stat. doch so mag iegliche der andern 25 stetde, wanne sie ermant wirt, ire ere gegen dem oder den, die die stat geschediget hant, bewaren mit widersagen, und wer dieselben anegriffe enthieltet huset oder holet oder yn retet oder helfet mit Worten oder mit werken, uf den und uf die sollent wir die vorgenanten stetde beholfen sin uf den eit in alle die wise, als uf den, der den schaden getan hetde und uf alle die, so die stat erkennet, der der schade gescheen 30 ist, zu den sie reht haben ane alle geverde - wanne auch eine stad der vorgenanten stetde die andern wirt manen, daz sie ir zu helfen kommen als vorgeschriben stet, der zu sollent lihen und senden die von Meintze 100 gleven, die von Strasburg 100 gleven, die von Wormsse 65 gleven, die von Spire 65 gleven, die von Frankenfurd 65 gleven, die von Hagenowe 16 gleven und die von Wissenburg 8 gleven wol erzu- 35 geter lute mit pferden, harnesch, hüben und beingewanden. und mogent auch die von Meintze, die von Wormsse, die von Spire und die von Frankenfurd ie zu 20 gleven 10 einspennige gewapent geben und senden für 5 gleven, ob sie wollen! nach marg- zal mynre oder me; ouch sollent die von Strasburg ie 20 gleven, iegliche gleve mit 3 pherden haben für 25 gleven nach margzal, als sie danne gemanet werden!, doch 40 also daz iegliche gleve einen gewalteten kneht oder einen mit einem armbroste haben sollent. des selben glichen mogent die andern stetde auch haben, ob sie wollen!, auch mogent die von Strasburg, ob sie wollen!, ie zwene einspennige gewaffent geben für eine gleven in der forme und masse, als die von Meintze und die andern stetde 12 1381 dünt ane alle geverde. were auch daz eine stat die andern stetde manete umb ire dienere, die stat, die also gemanet hat, die sol ire summe der gleven, dar umbe sie danne die andern stetde gemanet hat, dry tage f'urhin haben für dem ziile, als sie die andern stetde gemanet hat, ane alle geverde. ez mag auch ein jegliche der vorgenanten stetde ob sie wil manen die andern stetde umb ire dienere lutzel oder vil gleven untz an die summe der gleven als vorgeschriben stet, ez ist auch beret, daz man itzunt zu stunt haben sol und degelichen han 104 gleven. dar zu sollen! geben die von Meintze 25 gleven, die von Strasburg 25 gleven, die von Wormsse 16 gleven, die von Spire 16 gleven, die von Frankenfurd 16 gleven, die von Hagenowe 4 gleven und die von Wissenburg 2 gleven nach der masse als da vorgeschriben stat. und wer ez auch, daz von deheinre stat furbas gemanet wurde untz an die grosse summe über die 104 gleven oder umbe mynre, welche danne also ermanet werden!, die sollen! danne ir volk haben in 14 dagen nach der manunge an den stetden, da sie danne hin gemanet werden! ane alle geverde. und waz gleven der stat nach ire inanung also gesendet wir!, da wir! die stat die also gemanet hat jeglicher gleven für abegang, kosten und schaden geben zu dem tage und zu der nacht ein Urteil eins guldin, von dem dage, so sie ussritent ane zu zelen untz uf die zit, biz sie wider heim kommen! ane alle geverde. mohte' aber der vorgenanten stetde etzliche, so sie gemanet wurden!, der vorgenanten zal der gleven aldar nit geschicken von ehaftigen Sachen, so sol und mag die stat, die also ermanet wurde, die gleven gewinnen uf iren kosten dort bi der stat, die die manunge getan hat, oder aber die selbe stat, die die manunge hat getan, mag sie bi in gewinnen uf der stetde kosten, die also gemant wurde, in alsolicher bescheidenheit, als ob ez sie selbe ane ginge ane geverde glicher wise als sie, die hetdent dar geschicket, und den selben kosten mit namen den solt sol die gemante stat gelten und geben bi dem eide in dem nehsten mande dar nach, so daz an sie von der stat, die den solt dar geben und geluhen hat, gefordert wir! ane geverde. weliche stat auch also uf die andern, die sie gemant hat, gleven gewönne, die sol sie gewinnen einen rnanet und wer ez, daz man ir darnach me bedürfte, so sollen! sie ie einen mand dienen umb daz selbe gelt, als lange man ir danne bedarff. wer ez auch daz deheine stat beduhte, daz ez notdürftig were, daz man me Volkes bedurffte, wanne der grosse summe, als da vorgeschriben stat, die mag die andern stetde verbotscheften und in dage dar umbe machen, und wez die stetde danne ein- helleclichen uberkoment, daz sol man forderlichen dün und ane Verzug ane alle geverde. wer ez auch, daz eine stat der vorgenanten stetde not ane ginge und die andern stetde manete umbe eine zal gleven über die halbe summe der grossen summe gleven und ire die gleven geschicket wurden! und dar nach der andern gemaneten stete eine oder me not ane ginge, daz sie der gleven auch bedurften und daz die stat, die zürn ersten gemanet hat, dessen wissen und in kunt dete uf iren eit, so sol die stat, die zum ersten gemanet hat, daz teil der gleven, die ir geschicket sint, über daz halbeteil der grossen summe der stat oder steden zu buhle schicken ane alle hindernisse und mögen! die stat oder stedte, die also not ane get, die andern stetde umb die nbergen summe gleven, die sie der stat, die zum ersten gemanet hat, nit gesant hant, manen und sollen! sie in auch die gleven ane furzug schicken, und r 1381 13 weliche stat der dienere bedorff und die andern stetde umb ire dienere ermanet, die stat sol den selben dienern allen einen houbtman geben, dem die dienere auch sollen! gehorsam und gefolget. sin zu riten, ane zu griffen und zu tunde unverzogenlieben, waz sie der houbtman heisset ane alle geverde. auch ist beret, daz deheine stat unsere der vorgenanten stete ul die andern spise noch keinrelei andern rat noch hülfe geben noch dun sol noch uf die andern dienen sol in deheine wise ane alle geverde. und were ez, daz ieman der vorgenanten stetde deheine schedigete oder spise, hülfe oder andern rat wolte schicken den, die uf sie zogeten oder sie schedigen wollen, daz sollen! die andern stetde weren und wenden uf den eit, als ferre sie können! io oder mögen! ane geverde und sollen! auch die anegriffen ir lip und ir gut, die den stetden schaden getan hetden oder sie schedigen weiten, were ez auch, daz deheine stat under uns in die andern der vorgenanten stetde eine oder me riten wollen, ire viende daruss zu schedigen, daz sol man ir wol gunnen und ir auch dar zu geraten und beholffen sin ane alle geverde. waz crieges auch in der vorgenanten zit uf i» erstünde, die wile dise verbuntnisse weret und von einer der vorgenanten stetde angefangen oder begriffen wurde, der stat sol man beholfen sin, als lange untz biz der krieg versunet wurt. und sol sich auch keine stat ane die andern stetde friden noch sünen in deheine wise ane der andern stetde willen, die in diesem bunde sint ane alle geverde. were auch, daz deheine stat der vorgenanten stetde deheinen: herren 2 » oder ieman! anders dienen wolle, waz der stat in dem dinste oder von des dinstes wegen geschee, dar zu sollen! die andern stetde nit beholffen sin, sie tun ez dan gerne ane alle geverde. man sol auch deheinen herren oder stat in diese verbuntnisse entphawen, die vorgenanten stetde sint ez danne einhelleclichen über ein körnen und getruwen, daz ez nutze und gut si. were aber, daz deheine fürste, herre oder stat 25 oder wer der were in diesen bunt queme, dem oder den sol man beraten und beholffen sin zu glicher wise als uns den vorgenanten stetden und in der inasse, als da vorgeschoben stat. und daz wir auch deste fritlichen mit ein gesin mögen, so han wir ubirkomen daz deheine stat under uns den vorgenanten stetden noch dehein burger oder burgerin dirre vorgenanten stetde deheine stat noch burger oder burgerin under so uns anegriffen sol, noch bekümmern ane gerihte, wanne hat ieman under uns den vorgenanten stetden burger oder burgerin mit dem andern iht zu schaffen oder sie ane zu sprechen in welichen weg daz were, daz sollen! sie tun mit gerihte. geschee auch deheine anegriffe under uns den vorgenanten stetden ane gerihte, den sol die stat, der burger oder burgerin den angriff getan hant, soliche halten, daz sie wider 35 dünt, daz sie ane gerihte getan hant ane geverde. und wir die vorgenanten stetde han auch alle mit enander uz genuinmen den aller durchluhtigesten fürsten und'herren herren Wentzelauwe romschen kunig zu allen ziiten merer dez heiligen romschen riches und kunig zu Beheim unsern lieben gnedigen herren und daz heilige romsche rieh, so nemen wir die von Meintze, die von Wormsse und die von Spiro uss die verbuntnisse, die wir von alter und ein biz her gehabet han; so nemen wir die von Mentze sunderlichen uz unsern herren den kunig von Beheim und die crone von Beheim, den bischoff und daz capitel von Meintze dez meren stifftes ; so nemen wir die von Strasburg uz den hochgebornen fürsten hern Wentzelauw von Beheim, hertzoge 14 1381 zu Praf'ant und zu Lutzeinburg und dar zu den erwurdigen lierren den bisehoff von Strasburg, der itzunt ist oder her nach wirt, dar zu den gemeinen lantfriden in Elsaz und die besage, die wir han mit den herren von Bitsehe und mit juncherre Heinrich von Krenekingen; so nemen wir die von Wormsse uz den erwurdigen herren unsern herren den bischof von Wormsse; so nemen wir die von Spire uss daz bisthum, nach » dem als die begriffen sint oder als die brife besagen!, die dar über gemachet sint ane alle geverde. diese vorgeschriben verbuntnisse globen wir uff die eyde, die wir in ieglicher der vorgenanten stetde dar umbe gesworn und getan habend, getruwe- 1 leben stete und veste zu halten, und wan ein rat ussget in den vorgenanten stetden, daz jeder alte rat dem nüwen rate in den eit sol geben diese verbuntnisse und diesen 10 briet stete und veste zu haltenne untz zu der vorgenanten ziit und in aller der wise als da vorgeschriben stet ane alle geverde. aller dirre vorgeschriben dinge zu einem warem urkunde, daz sie von uns den vorgenanten stetden stete und veste gehalten werden, so han wir unsere stetde ingesigel an diesen briet gehangen. geben zu Spire, da man zalte von Cristus gebürte drutzehenhundert und eins und ahtzig jar an 15 der mitfewochen vor unser frauwen clibeltag den man nennet annuneiacio in der fasten. Hagenau St. A. E.E. 29. or. mb. lit. pat. c. 7 sig. pend. (hiernach gedruckt.) Str. St. A. G. D. P. lad 44/45. or. mb. lit. pat. c. 7 sig. pend. part. mutil. Ebenda lad. 48/49» fase. 2. zwei cop. chart. coaev., deren eine unvollständig ist. so Gedruckt: Lehmann, Chronic. Spir. pg. 743. Vischer, Regest II nr. 156. — Erwähnt: D. R. A. II 274, Anmerk. 1, Vergl. Hegel. (Königshofen) II, 836. — Lünig R. A. XIII part. sp. eont. IV., 1, 30. Gedr Boos, Urkb. v. Worms II nr. 787 nach dem Orig, in Speyer. Erwähnt Schaab, Gcsch. d. rh. Städtebundes II, S. 266 nr. 202. 'a Regest : Scriba, Hessische Regest, nr. 3316. Vgl. Quidde, Westd. Ztschr. 11, 370 ff. die ersten Entwürfe zu diesem Städtebündniss. 15). Die Städte des Rheinischen Bundes (damals Straßburg, Mainz, Worms, Speier, Frankfurt, Hagenau, Weißenburg) verabreden die Anerkennung Papst Urbans VI. [Speier 1381 nach Mürz 20.] so Weizsäcker, D. R. A. III, 274 not. 1. nach einer Notiz: Wencker, Excerpta II, 535 b . 20. Die Städte Mainz, Straßburg, Worms u. a. verpflichten sich zur gegenseitigen Hill feleist ung auch gegen die in ihrem Hunde vom 20. März A usgenommenen, falls von diesen eine der Städte angegriffen würde. Speier 13S1 Mär« 21. Wir die rete und burger gemeinliche der stette Mentze, Strazburg, Wurms, Spire, 3S Franckenfurt, Hagenowe und Wiszemburg erkennen und tunt kunt offen liehen mit disem briete also: als wir uns dem heiligen riche zu eren, dem lande und uns zu nutze und zu frommen verbunden und eynmudig wurden sin nach der briete sage, die wir enander dar über ander unsrer stette ingesigeln versigelt gegeben haut, in demselben verbünde und einmutekeit unser ieglicher der vorgenanten stette besun- 40 der uzgenomen hant nach lute und uzwisunge der vorgenanten briete, des versprechen! 1381 15 * wir uns in disem briefe und globent in güten truwen und bi den eiden, die wir in dem vorgenanten verbünde enander getan baut: also were es sache, daz der ir eyner oder me, die wir in dem vorgenanten verbünde und einmütikeit uzgenomen hant, wider unsrer der vorgenanten stette denheine, die sie uszgenomen hant, detent oder mit uns 5 kriegende oder zweiende wurden, in weihen weg daz were, und der rat oder rete oder daz merreteil under in, die die selben also kriegetent oder schadigetent, erkantent uff ircn evt, daz in von dem oder den, die sie ut'genomen hant, unrecht geschehe, so mögent sie die anderen stette manen, und sollent danne wir die anderen stette wider die selben enander getruwelichen geraten und beholffen sin in aller der maszen, alse 10 der oder die in dem verbünde nit uzgenomen weren und nach des vorgenanten Verbundes houptbriefes sage, die dar über von uns gegeben und besigelt sint. were es ouch das ieman wer der were uns die vorgenanten stette samentlichen und besonder von disem vorgenanten verbünde entronnen oder dar an nötigen wolte, in weihen weg daz were, so sollen und wellen wir dar wider enander getruwelichen uff den eit i5 geraten und beholffen sin äne alle gewerde. des zü warem urkunde und vester stete- keit hant wir die vorgenanten stette unsere stette ingesigele an disen briet tun hencken. geben zu Spire do man zaltc nach Cristus gebürte drützehenhundert und eins und ahtzig jare an dem dunrestdage vor unsren f'rowen clibeltage den man nennet an- nunciatio in der vasten. 2« Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 ->. f a sc. 2. 2 cop. chart. coaev., deren eine auf der Rückseite der Copie der Haupturkunde steht, während die andere einen besondern Streifen. Papier einnimmt. Ebenda, conc. mb. mit Siegelbandschnitten , wegen Schreibfehler nicht vollzogen. Ebenda, lad. 44|45. conc. chart. 25 Gedr. Boos, Wormser Urkb. II, nr. 788. Gedr. Quidde, Westd. Ztschr. II, 371 nr. r 2 nach einem Concept des Frankf. Stadt-Arch. 21. Der Kardinal Pileus [von Ravenna ] gestattet mit päpstlicher Autorität die Abhaltung jährlicher Collecten zu Gunsten des Straßburger Münsterbaus. Frankfurt 1381 April 26. 30 Pelius miseracione divina tit. s. Praxedis presbyter cardinalis ad infrascripta apostoliea auctoritate suffultti dilectis nobis in Christo perpetuis provisoribus fabrice ecelesio Arg. salutem in domino. devoeionis veslre sinceritas promeretur, ut votis vestris quantum commode possumus favorabiliter annuamus. auctoritate apostoliea qua f'ungimur, ut quolibet anno infra festum beati Jaeobi apostoli et erastinum commemo- Juh 3 ~ 34 raeionis animarum et per totam quadragesimam et quindenam ipsam quadragesimam sequentem quibus asseritur de antiqua consuetudine ad petendum elimosinas pro fabrica dicte ecclesie Arg. ad singulas ecclesias civitatis et dyocesis Arg. cartule mitti solent et emporii in eisdem ecclesiis dictis temporibus durantibus quocumque tempore interdicto excomunicatis tarnen et interdictis et hiis qui occasionem inter- 40 dicto dederint exclusis divina ibidem celebrari possint, vobis tenore presencium indul- gemus. nulli ergo omnino homini liceat hane paginam nostri indulti infringere vel ei ausu temerario contraire. si quis autem hoc attemptare presumpserit, indignacionem VI. 3 16 1381 omnipotentis dei et beatorum Petri et Pauli apostolorum ejus se noverit incursurum. datum Franckenfordie Maguntinensis dyocesis 6 kal. maji pontificatus sanetissimi in Christo patris et domini nostri Urbani divina providencia pape VI anno tercio. Str. St. Frauenhaus-Arch.*Do»a(iems?/. 11, 214. 22. Pyleus tit. s. Praxedis presbyter eardinalis, cupiens ecclesiam Arg. per sub- s veneionein Christi fidelium reparari et sustentari, omnibus vere penitentibus et confessis, qui predictam ecclesiam in festivitatibus domini Jesu Christi videlicet nativitatis, cir- cumcisionis, epiphanie, resurreccionis, ascensionis, penthecostes, trinitatis et corporis Christi ac singulis festivitatibus beate Marie virginis, sanctorum apostolorum ac quatuor doctorum necnon in festo et die dedieaeionis ipsius ecclesie visitaverint et ad fahrt- io cam ecclesie manus porrexerint adjustrices, unum annum de injunctis eis penitenciis relaxat. datum Frankefordie Maguntinensis dyocesis 6 kal. maji pontificatus Urbani pape VI anno 3. Frankfurt 1381 April 26. Str. Frauenhaus-Arch. Donationshuch II, 214. 23 König Wenzel macht der Stadt Straßburg Mitteilung von der vollzogenen " Heirat seiner Schwester Margaretha mit dem Schwestersohn des Burggrafen von Nürnberg. Frag 1381 Mai 25. Fideles dilecti, nuptias inter illustres Johannem primogenitum illustris burggra- vii Nurembergensis sororium et Margaretham sororem nostram carissimos celebratas fidelitati vestre per latorem presentium pro singulari gaudio duximus nuntiandas. r» datum Präge die sancti Urbani regnorum nostrorum boem. anno decimo octavo roman. vero quinto. Str. St. A. AA. 114 nr. 1. or. ch. I. cl. mit Adresse, Ueberschrift und Kanzleivermerk. 24. Der Erzbischof von C.öln an Strassburg: bittet bei dem Herzog Ueopold von Oesterreich dahin zu wirken, dass er die nach Rom bestimmten Boten des Erzbischofs 25 von Trier, welche er «dem widercardinale von Ageifolien der zu Friburg liget zu lieve» gefangen habe, frei lasse. datum Colonie die martis 4 mensis junii. Köln [1381] Juni 4. Str. St. A. AA. 109. or. ch. lit. cl. 25. Straßburg an den Erzbischof von Trier Cuno von Falkenstein wegen der 30 Gefangenschaft seiner nach Rom bestimmten Boten. [1381 Juni 14.] Dem erwirdigen in got vatter und herren Cünen von gotz gnaden ertzbischof zu Triere einbieten wir Johans Schilt der meister und der rat von Strazburg unsern willigen dienst, gnediger herre, alse uns mit uwerm briefe embotten hant, daz uwere erbern pfaffen und botschaft gehindert und ufgehalten sient in dez hocherbor- 35 1381 47 nen fürsten hertzog Lüpoltz von Österrich sloszen und landen und mit namen meister Rülman von Kobelentz, den Graf Otte von Thierstein ietzent gefangen haben stille, also kündent wir uwern gnoden, was üch oder den uwern von iemanne zu wider- triesze widerfert, das uns daz in gantzen truwen leit ist. aber die vorgenanten herren, der s hertzog von Österrich und grafe Otte von Thierstein und ire Sachen sint uns unkundig und wiszent wir ouch umbe ire Sachen nit und hant ouch wir damit nit zu tünde. so liant ouch wir mit in nützit zu schaffende und sint uns ouch ire Sachen frömede, wände sie grosze herren sint und daz wir darumbe von disen Sachen nützit an sie geworben künnent und es ouch unverfänglich were und wir nützit 10 mit in zu tünde hant. und bittent wir uwere gnade, daz ir dis ouch also von uns gnedigkliche ufnemen wellent, alse wir ouch uwern gnaden daz sünderlichen wol ge- truwent durch iemer unsers dienstes willen. datum feria sexta proxima ante diem sanctorum Viti et Modesti. St. St. A. AA. 118. or. mb. lit. cl. 15 26- Die Stadt Pfedersheim tritt mit Einwilligung ihres Herrn, Philipp, Herrn zu Falkenstein und Münzenberg, dem Bunde der rheinischen Städte Mainz, Strassburg u. s. w. bei und verpflichtet sich zu der grossen Summe Glefen mit 3 Glefen, zu der kleinen mit 1 Glefe zu dienen. geben zu Spire 1381 uf sant Yitzdage. Speier 1381 Juni 15. 20 Speier , Stadt. Arch. or. mb. Gedr. Boos , Wormser Urkb. 11 nr. 792. — Schaab, Bh. Städtebd. II, 267. liegest Vischer, nr. 158. Scriba, nr. 3318. 27. Die rheinischen Städte schliessen auf 3 Jahre ein Bündnis mit den schwäbischen Städten. Speier 1381 Juni 17. Wir die rete und bürgere gemeinliehen der stetde Meintze, Straszburg, Worms, 25 Spir, Franckenfurt, Hagenowe, Wiszenburg und Phedersheim erkennen olfenlichen und dunt kunt mit disem briete allen den, die in selient oder hörent lesen, daz wir uns dem heiligen romschen riebe zu eren, uns und dem lande zu nutze und zu f'romen verbunden han und eynmutig wurden sin mit den ersamen, wisen luten disen hienaeh geschriben des heiligen romschen richs stetden mit namen Augstburg, Ulme, Gostentz, 30 Eszlingen, Rutelingen, Rotwile, Wvle, Uberlingen, Memyngen, Biberaeh, Rafensburg, Lindowe, Sauet Gallen, Phullendorff, Kempten, Kouffburen, Lutkireh, Ysny, Wangen, Buchorn, Gemünde, Halle, Heilpronne, Wimphen, Winsberg, Nordelingen, Dinckelsbohel, Rotenburg uff der Duber, Giengen, Bopphingen, Alün, Wile in Durgowe und Buchowe von hüte disem dage als dirre brieff geben ist biz^wihnahten die nehst. koment und 35 von denselben wihnahten über dru gantze jar, die darnach aller nehste körnende sint, in getruwelichen geraten und beholffen zu sin in der forme und masze, als hernach geschriben stat mit namen. also wer ez sache, daz sie samentlichen oder besonder oder die iren von ieman wer der were in dirre zyt dis bundes geschediget oder an- griffen wurden, in welchen weg daz were, oder mit mäht uff sie ziehen wolten und 18 1381 die stat oder stetde, die also geschediget oder angrifTen weren oder uff die also gezogen weren, in iren reten oder mit dem meren teile in denselben Iren steten uff den evt erkentent, daz in unrelit gescheen were oder gesebee und daz die vorgenanten stetde samentlichen mit vn oder mit dem meren teile under in uns'daz verkundigeten und ermanetent umb hilf'e gein Spir in den rat, so sollen wir in getruwelichen geraten 5 und beholffen sin mit hundert gleven wol erzugeter lute ane gewerde, die mich nach ire verkundigunge in den liebsten virtzehen tagen von huse usz ritden sollen und ouch furderlichen vollenritden sollen an die stat, die sie uns dann benennen! und verkünden! ane alle geverde. ez were dann, daz sie uns umb invnre gleven maneten, die sollen wir in ouch senden in derselben forme, doch also daz sie ire gleven dry io tage furhin haben an der stat, da bin sie uns geinant haut, und sollen in mit denselben unsern gleven getruwelichen geraten und beholffen sin wider aller menglich, die sie also angrifTen und geschediget beiden, als vorgeschriben steet und die in denselben angrifTen darzu geraten und beholffen beiden oder weren als lange biz in der schade und angrifT abgeleiget und gekeret wirb und sollen wir diz dun uff unser eigen kost 15 schaden und verlost als dicke des not geschifft ane alle geverde, also daz sie doch denselben unsern gleven in iren stehlen, so in dar ynne geburet zu ligen, herberge und stallunge geben sollen also, daz sie iren eigen kosten darynne haben und ouch bestellen, daz sie in iren stehlen redelichen veilen kouff vinden umb iren phenning ane geverde, und ouch aber also, wann wir von den vorgenanteu stedten ermanet so werden in zu helffen, als vorgeschriben steet, daz wir uns dann gegen denselben, wider die wir den stetden helffen sollen, mit widersagen beworen mögen, wer ez aber sacbe, daz ieman sie oder die iren angrifTe und besehedigete by uns oder umb uns, ez wem kouffleute, koufTmansehatz oder in welch andere wise daz were, so sollen wir zu stunt, so wir des ynnen und gewar‘werden, darzu ernstlichen ?s griffen und dun samentlichen oder besonder, daz daz widertan und gekeret werde glicherwise, als uns daz selber widerf'arn und beseheen were ane alle geverde. were ez ouch daz ieman sie samentlichen oder besonder oder die iren angrifTe oder uff' sie ziehen oder dienen wolle oder hilf'e, spise oder andern rat darzu dete oder gebe oder sie liusete, hüte oder hof'ete, die by uns oder umb uns geseszen weren, daz wir den so oder dieselben darumb ouch angrifTen oder beseliedigen sollen an libe und an gute, so balde wir des ynnen und ge war werden, ez sy uns von den egenanten stetden samentlichen oder besonder verkündet oder nit, ouch zu glicher wise, als uns daz selbe widerf'arn und beseheen were ane gewerde. were ez ouch sach, daz die vorgenanten stetde beduhte, daz ez in notdürftig were, daz sie me Volkes und hulfTe von uns 35 bedorfften dann der summe als vorgeschriben steet, daz mögen sie uns in den rat gein Spir verkündigen und uns darumb dage bescheiden an eine stat, die sie getruwen, die uns aller gelegenlichste sy und uff einen bequemelichen dag, den wir erreichen und erlangen mögen, uff denselben dag wir ouch unsere frunde mehteclichen schicken und senden sollen zu in, und waz dann sie und wir einhelliclichen uberkommen mit 40 hilfe furbasz darzu zu dunde, daz sollen wir ane verzog und sonderlichen dun ane alle gewerde. ouch ensollen wir noch keiner der unsern nieman, der die vorgenanten stetde oder die iren geschediget beide oder angrifTe, keinerlei veilen kouff, spise, gezug, 1381 19 harnesch noch keinerlev andern rat geben noch dun in deheine wise ane alle geverde. were ez euch, daz wir von den vorgenanten stetden gemanet wurden in unser gleven zu hilfl'e zu schicken, als vorgeschriben steet, und in die gesendet beiden, als ouch vorgeschriben steet, und daz dann derselben stetde eine oder me not anginge, s wie dann die selben stetde samentlichen oder mit dem meren teile erkentent, daz ez notdürftig were einer stat zu hülfe zu körnen oder mer stetden zu zu teilen, des sollen unsere gleven und volg gehorsam sin. und welcher stat oder stetden unser volg also geschicket oder zu geteilet werden, die sollen dem teile einen houbbman geben, daz in zu geschicket ist und dem ouch daz selbe teil gehorsam sol sin anzu- io griffen und zu schedigen an alle geverde. und wann ouch wir umb hülfe von yn den vorgenanten stetden ermanet worden, ee daz wir sie umb hullfe ermanet beiden, so sollen wir in doch mit unsere hullfe ob uns darnach wol not anginge zu helfe körnen, als vorgeschrieben steet, also daz die erste manunge mit narnen für geen solle, und were ez, daz sie mit demselben unserm volke und gleven, so wir in, die 15 also geschicket hetden, iht slosze, vesten oder stetde oder gelangen gewinnen, mit denselben sloszen und gefangen mögen die vorgenanten stetde wol leben und dun, wie sie wollen und daz under sich deilen nach margzal, als dann iegeliche stat ander in darurnb uff dem velde gewesen ist ane alle unsere und der unsern Widerrede und hindernisze. doch so sollen! sie Vorsorgen, so sie beste mögen ane geverde, daz uns so oder den unsern von der vorgenanten slosz gevangen oder name wegen dheine schade noch vientschalft darnach ulferstande. und were ez ouch daz der vorgenanten stetde eine oder me oder die Iren ihre viende usz und in unsere stetde samentlichen oder besonder schedigen suchen oder angriffen wollen, des sollen wir in wol gunnen und in darzu geraten und beholffen sin und sollen in ouch zu allen Iren noten disz blindes 25 alle unsere slosz allen sin, sich darin und darusz zu beliebten ane alle geverde. were ez ouch, daz die vorgenanten stetde oder die iren dheinen herren oder ieman anders (berieten, die zu disem bunde nit gehörten, waz in von des dienst wegen geschee oder anginge, darzu sollen wir in nit beholffen sin, wir dun ez dann gerne, doch also, daz dieselben stetde noch die. iren nieman dienen, daz wider disen bunt sv 30 ane alle geverde. ouch ensollen wir uns mit nieman umb dheine saehe, die sieh von dis Verbundes wegen verlouffen beide oder bescheen were, fryden noch sunen in dheine wise ane der vorgenanten stetde willen und wiszen ane gewerde. ouch enwil man nieman in disen bunt entphahen, die vorgenanten stetde und wir sin ez dann für einhellecklichen uberkomen. waz crieg ouch in dirre zyt dis Verbundes und von disz 35 Verbundes wegen ufferstende und von einer der vorgenanten stetde oder me angefangen were, darzu sollen wir in beholffen sin, als vorgeschriben steet und nach disz Verbundes uszgange ein jar, daz neliste glicherwise, als in disem verbünde ane alle gewerde. und wir die vorgenanten stetde neinen usz alle mitenander in diser verbünde den aller durhluhtigesten fürsten und hern, heim Wentzlaw romschen kunig zu allen 40 zyten inerer des heiligen ramschen riches und kunig zu Beheim unsern gnedigen herren und daz heilige romsche rieh, darzu so nemen wir die von Meintze, die von Wormsz und die von Spir usz die verbuntnisze, die wir von alter underein bizher gehabet baut, darzu so »einen wir die von Meintze sunderlichen usz unsern herren 20 1381 den kunig von Beheim und die crone von Beheim, den bisschoff und daz cappittel von Meintze des rnerren stifftes. darzu so nemen wir die von Straszburg usz den hochgebornen fürsten hern Wentzlaw zu Beheim, hertzoge zu Brafant und zu Lutzeln- burg und darzu den erwurdigen herren den bisschoff von Straszburg, der ietzunt ist oder hernoeli wirt, darezu den gemeynen lantfryden in Elsasz und ob der furbasz erstrecket und erlengert wirt und die ursage, die wir han mit den herren von Bitsche und mit, jungherrn Heinrich von Krenckingen. so nemen wir die von Worms usz unsern herren den bisschoff von YVormsz. so nemen wir die von Spir usz daz bistum zu Spir an eins bisschoffs stat biz uff die zyt biz daz wir einen bischoff gewinnen, den wir für einen bisschoff han ane gewerde. item so nemen wir die von Franckenfurt usz den abbet von Volde und sine stifft, den lantfout in der YVetreibe, der ietzunt ist oder zu zyten wirt, die von Frydeberg, von YY T esphlar und die von Geilnhusen und den frvden und verbunt in der YVetreibe als verre der begriffen ist ane gewerde. und wir die von Hagenowe und Wizzenburg nement usz einen lantfout, der dann zu der zyt des riches lantfout ist in Elsasz, darzu den gemeinen lantfryden in Elsasz und den bunt, den wir han mit des riches stetden in Elsasz. und darzu so nemen wir die von Wiszenburg sunderlichen usz unsern herren den abbet von Wiszenburg. und sollen ouch alle verbuntnusze, die wir mit den getan haben, die wir usz genomen han, als vorgeschriben steet, in iren crefften verüben, die wile die bunde werent als sie jetzunt begriffen sint. und sollen ouch furbasz keinen bunt machen, ez werde dann diser bunt für uszgenommen. were ez aber, daz der dheiner, die unser iegeliche der vorgenanten stetde besonder uszgenommen hat, mit den vorgenanten stetden einer oder mer criegen oder zwerende wurden, so sollen wir die andern stetde, die den oder die sie also criegeten nit uszgenomen hant, den vorgenanten stetden oder stat doch gein denselben beholffen sin nach disz Verbundes sage ane alle geverde. alle dise vorgeschriben stucke und artickele samentlich und besonder dises vorgenanten Verbundes han wir die vorgenanten stetde gelobet by guten truwn und darnach zu den heiligen gesworn stete veste und unverbrochenlieh zu halten, zu leisten und zu vollenfuren ane alle argliste und geverde nach diszs brieff sage, und des zu warem urkunde und vester stetikeit, so han wir unsere stetde ingesigele dun hencken an disen brieff. gebin zu Spir nach gotz gebürte drutzehenhundert jar darnach in dem ein und achtzigsten jar des nehsten mantags für sant Johans dag des douffers als er geborn wart genant zu latine nativitas Johannis Baptiste. Nachschrift .- darzu so nemen wir die von Pedersheym uz den edlen unsern lieben gnädigen herren herrn Philippus herrn zu Falckenstein unde zu Muntzeberg den erwurdigen unsern lieben gnedigen herren, herrn Gonen von Falkenstein ertzbi- schof zu Tryre. Str. St. A. G. D. P. 49. B. conc. Papierrolle. Ebenda. Concept der Gegenurkunde der schwäbischen Städte. Frankf St. A. Beichssachen nr. 72. Gedr. Boos, Wormser, ürkb. II nr. 793. — Lehmann, Chron. Spir. 746. - Lünig, B. A. XIII, 33. — Datt, de pace publica. — Schaab, Bh. Stdtbd. II, 268. Begest Scriba, nr. 3319, Vischer, II. 140 nr. 160. Vgl. Quidde, Westd. Ztschr. II, 341. 5 io 15 20 25 30 35 40 1381 21 28 . Der rheinischen und schwäbischen Städte Zubrief über die einander zu leistende Hülfe gegen die im Hauptbrief ausgenommenen Fürsten, Grafen und Herren . Speier 1,381 Juni 17. Wir die rete und alle bürgere gemeinlieben der stetde Meintze, Straszburg, 5 Worms, Spir, Franckenfurt, Hagenowe, Wiszenburg und Phedersheim bekennen uns und verjehen offenliehen mit disem briete allen den, die in anesehent oder horent lesen, als wir uns mit den stetden Auspurg, Ulme, Costenz, Eszlingen, Rutelingen, Rotwile, Wile, Uberlingen, Memmingen, Riberach, Rafensburg, Lyndowe, Sant Gallen, Phullendorff, Kempten, Kouffburen, Lutkirch, Ysnv, Wangen, Buchorn, Gemunde, Halle, io Heilpronne, Wimphen, Winsperg, Nordelingen, Dinckelsbohel, Rotenburg uff der Huber, Giengen, Kopplungen, Alun, Wile in Durgowe und Buchowe dem heiligen romsehen riebe zu eren, dem lande und uns zu nutze und zu fromen verbunden haben, und evnmutig wurden sin nach der briete sage, die wir enander darüber under unsere stetde ingesigeln versigelt und gegeben hau, versprechen wir besunderlich in disem 15 briete und globen in guten truwen by den eyden, die wir an dem vorgenanten verbünde getan haben: wer ez saehe, daz ieman wer der were die vorgenanten stetde samentlich oder besonder von dem verbünde, den sie und wir mitenander haben, entrennen und daran notigen wolte in welchen weg daz were, do sollen und wollen wir in dawider getruwelichen uff die eyde geraten und beholffen sin ane alle gewerde. 20 wann aber in dein vorgenanten verbünde und eymutekeide die vorgenanten stetde alle gemeinlich mitenander uszgenomen haben nach lute uszwisunge des houbtbrief des Verbundes, den wir von in haben, so verbinden und versprechen wir uns des ouch in disem briete uff die eide also: wer ez Sache daz der hertzogen, grafen oder herren dheiner mit namen hertzoge Rupreht der eher, hertzoge Rupreht der junger, 25 hertzoge Rupreht der jüngste, hertzoge Steffan, hertzoge Friderich oder hertzoge Hans, alle phaltzgrafen by Rine und hertzogen in Bayern, hertzoge Lupolt von Osterich, her Bernhart und her Rudolf marggrafen zu Baden, grafe Rudolff von Hochberg, grafe Rudolff von Montort, herre zu Veltkirch, grafe Heinrich von Sant Gans genant von Vadotz, grafe Ludewig und grafe Fr y der ich von Otingen, grafe Gonrat von Montfort 30 herre zu Bregentz oder der abbet von Mornhart dheiner ir einer oder me, die sie in dem vorgenanten verbünde und eymutekeide uszgenomen haben und als die mit namen hie an diesem brife benennet sint, wider der vorgenanten stetde dheine deten oder mit denselben stetden erlegende oder zwiende wurden in welchen weg daz were und daz der rat oder rete oder daz mereteil under in die dieselben also criegeten oder 35 beschedigeten erkenten uff ire eyde, daz in von dem oder den, die sie uszgenomen hant und als die hie für an disem briete nemelich fbeschriben und benennet stant, unreht geschee, so mögen die vorgenanten stetde samentlich mit yn oder der merre- teil under yn uns wol manen und sollen wir in dann wider dieselben getruwelich geraten und beholffen sin in aller der masze, als ob der oder die in dem verbünde io nit uszgenomen weren und nach des vorgenanten Verbundes houbtbriefe sage, den sie von uns darüber hant ane alle geverde. mit urkunde disz briefes, daran wir unsere stetde eigen ingesigel han dun hencken, der geben ist zu Spire nach Cristy gebürte drutzehenhundert jar darnach in dem eine und ahtzigstem jare des nehsten 22 1381 mentages für sant Johans dag des douffers als er geborn wart genant zu latine nativitas Johannis baptiste. Str. St. A. G. U. P. 49. B. cop. ch. coaev. Frankfurt, Stadt-A. Copialb. XII. Frankfurt, Stadt-A. V nr. 128. Karlsruhe. G. L. A. cop. saec. 16. Ungenügender Abdruck bei Schaab, Rhein. Städtebund, II. nr. 206 Uatt, de pace publica. Letzter Abdruck der Gegenurkunde der schwäbischen Städte: Wormser Urkb. II, 519. Reg. der Mrkgr v. Bad. nr. 1343 u. 1344. 29. Spei er an Straßburg: bittet für sich sowie für Mainz und Worms , welche drei sich, dem Bündnis mit den Fürsten nicht angeschlossen haben , einen Platz offen zu halten in der bevorstehenden Vereinigung zwischen Straßburg, den elsässischen Städten, dem Bischof und dem Landvogt. [1381 Juni 19.] L'nsern willigen dienst bevor, ersamen lieben frunde. als ir nuwelingens von der von Mencze,' Wormsz und unsertwegen wol vernomen habent solieben begrietf eynr vereynunge, als die f'ursten uns dryn stetden angemüt hattent mit yn anzugende, dez lassin wir uwer wisheit wissin, das wir stetde hienvden in soliche vereynunge nit getreden sint, wann wir unsere bequemlickkeit darynne luczel erkantent, und han auch darumb den fürsten in gutdcr masze abgesaget. nu ist uns in heymlichkeit furkomen, wie ir mit unserm herren von Strazburg, deine lantfaugte und auch des riehs stetden zu Eisassen iczunt in tedingen soltent sint uch miteynander umbe bessers friden willen zu vereynigen. were deine also, so bilden wir uwer besonder fruntschafft, ob sich soliche vereynunge bv uch in den landen zu ende troffen bette oder noch unvolendet were in reden und in tedingen, das ir dann unser drier stetde hienvden darynne auch gedencken und uns des evne stat in dieselbe vereynunge zu körnende, ob wir des zu rade worden, behalten wollen! und das ir uns dann des begriffes solicher vereynunge evne abeschrifft liessint versteen und wissin, so sich das zum schirsten geboren mohte, so wollen wir ez furbaz an uwer und unser frunde von Mencze und Wormsz auch in heymlichkeit bringen, off das ir unser drier stetde mevnunge samentlich oder besonder, wie sich das dann schickete, darumb ouch zum förderlichsten wider verneinen mohtent, wann wir gerne darzu dienen und hehlen wollen!, das man zu besseren friden des landes und der lute mohte kommen, wie man das in eyme glichen zum allerbequemlichsten erfinden mohte. und her uff wollen! uns uwere fruntlich entwurt wider beschriben lassin wissin. datum feria 4 post diem Viti et Modesti. Rurgermeistere und rat zu Spire. Str. St. A. AA 118. or. ch. I. cl. 30. Die in Biber ach versammelten schwäbischen Städte berichten an [ Straßburg\ über bekannt gewordene Werbung und Sammlung feindlichen Kriegsvolks und erinnern an die er forderlichen Falles zu leistende Bundeshülfe. Biberach 1381 Juli 19. Furs(icht)igen wisen besundern heben frunde und evtgenossen. willigen dienst uwer wisheit alle ziit bereit für an. heben frunde. wir haben verneinen, wie daz 1381 -23 die Gesellschaften hii uch und umb uch enund Rines und in der Wetreybe grosz gewerbe und samenunge haben, dasselbe dunt euch sie bii uns und umb uns. nu haben wir unsere kuntschaft stete/ dam ff, ob der deheiner die bii uns und umb uns geseszen sint über uch oder unsere evtgenoszen an dem Rine oder da umb dienen oder ziehen wollen, so haben wir uns gentzlich darzu geraht, daz zu understeende und die zu beschedigen, als euch daz die buntbriefe eigentlich wisent. darumb glou- ben und getruwen wir uwer wislieit des mich besunderlich wol, were ob ir erf'urent, daz soliehe dienste und zöge über uns giengen, daz ir die dann mich angriffent, als ir uns verbunden sint und ob andere stetde unsere evtgenoszen von uch zerritten weren daz ir den daz dann unverzogenlich verkundent, so haben wir daran deheinen zwifel wir wollen unsere nachgeburen in solieher masze strafen, daz sie uch und uns des furbasz gerne uberheben. geben zu Bibraeh von unser aller geheisznisz wegen und er der von Bybraeb ingesigel an f'rytage für Jacob anno 81. Gemeyne stetde des bundes in Swaben als wir zu Bybraeb sin. Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 b . fase. VII. or. ch. lit. el c. sig. in v. impr. del. 31. Aufzeichnung über Beschlüsse der St'ädleboten: [1381.] lj Den Bundesartikel: «Und sol sich mich keine stat ane die andern stetde fry- den noch sunen in deheine wise ane der stetde willen, die in diesem bunde sint an alle geverde», halten die Städteboten für bedenklich und sind der Ansicht, dass jede Stadt auch nach geschehener Mahnung um Bundeshiilfe sich mit ihren Widersachern aussöhnen dürfe, vorausgesetzt, dass die um Hülfe angerufenen Städte jn die Sühne einbegriffen und etwaige denselben schon entstandene Unkosten gedeckt würden. 2) Sollen die Städteboten zu Hause Rücksprache nehmen: ob iegliche stat in den bunt emphahen möge ihre umbsesze, die in gelegen sin, ez sin graven, herren, stetde, kneble oder wer sie sin und sodann mit Vollmacht hierüber versehen sich am Montag Abend vor St. Sixtus Tag [•/. August ] zu Speier einfinden. 3) Desgleichen sollen sie Vollmacht haben a) zur Verlängerung des Bundes mit den schwäbischen Städten, b) wegen Tannenbergs 1 . 4) Sollen die Boten wegen des von Bgenstein am Dienstag vor dem Frauentag in der Ernte [12. August ] zu Mainz sein. Str. St. A. G. D. P. lad. 48/49 i>. fase. XI. cop. v. conc. ch. 32. Ratsentscheid über das Ansuchen der Wollschlägerknechte an die Tuchmacher- und Wollschläg er meister , daß es ihnen nicht mehr verboten, sondern gestaltet sei für ihren und ihrer Familie Bedarf Tuch aller Art herzustellen. 1381 September 6. Allen den sie kunt, die disen brief sehen! oder gehören! lesen, das Midehart von Berse, Vischer Henselin, Agnese Henselin und Hower Henselin wolleslaher Vgl. Janssen, Frank. Beichsk. I. note zu nr. 5. Vrgl. Hefner, die Burg Tannenberg. VI. 4 i 24 1381 knehte zu Strazburg von iren und der wolleslaher knehte wegen allersament und gemeinliche zu Strazburg koment vür meister und rat zu Strazburg, da ber Heinrich von Mülnlieim meister was, und vor in anspräclient Johansen von Zeinhein, Bischof lleintzen, Johann Claus, Ludewig zum Turne und Berner Cüntzelin die fünf manne der tüchere und der meistere wolleslaher ant- werckes zu Strazburg von iren und des selben antwerckes wegen gemeinliche der tuchere und der wolleslaher meistere zii Strazburg, daz die selben fünf manne in weretent und nil gestatten woltent in selber und iren frowen und iren kinden tüche zu machende, daz sie selber tragen und doch nit verkouffen woltent über daz das menglich und iederman in der stat ime selber und iren frowen und iren kinden tüche machten!, das sie selber tragen und doch nit verkouffen woltent. und dar umbe so meindent oucli sie, daz die selben fünf manne und ir antwercke in das ouch nit weren soltent, wände sie alse gut reht dar zii hettent also andere lute und es ouch in von alter har nit geweret were also zu machende, da verentwurteten es die vorgenannten Johans von Zeinheini. Bischof Heintze, Johan Claus, Ludewig zürn Turne und Berner Cüntzelin, die fünf manne, von iren und des vorgenanten antwerckes wegen gemeinliche der tuchere und der meistere wollesslaher antwerckes zu Strazburg und sprächen!: in und dem selben irem antwercke were nit gefüglich, daz die 'wolleslaher knehte in selber, iren frowen noch iren kinden tüche machen soltent, wände sie den selben wolleslaher knehien, iren frowen und iren kinden gebeut ir wolle zu stabende und zu spinnende und es in zü bereitende, und wände sie in daz ire also under ire banden gebeut und es in also befülhent, soltent danne die wolleslaher knehte ouch tüche machen in und den iren, so mühte eine gewerde under die ander kommen, das in gros schade da mit geschehe, und dar umbe so meindent ouch sie, daz sie in, iren frowen noch iren kinden keine tüche machen soltent. doch also woltent die wolleslaher knehte, die zü Strasburg seszehaft werent, der vattere meistere an tücher antwerg zü Strazburg gewesen sint, oder die, die der selber meistere an tücher antwerg kinde zü der e genomen hettent, ir antwerke kouffen, daz mühtent sie tün jeglichen mit vier pfenningen. und welre es danne also koufte, der möchte alse wol tüche machen alse ir einre. und dar über so sollte ouch der selben wolleslaher knehte deheinre kein tüche ime selber, iren frowen noch iren kinden machen anders, danne alse da vor ist bescheiden, nach klage und nach entwürfe und nach dem, alse die vorgenanten meister und rate die suche zü beiden siten verhörten!, so sint die vorgenanten meister und rat zü Strazburg mit rehter urteile an offem gerillte überein körnen und sprächent es ouch zü rehte, daz denhein wolleslaher kneht zü Strazburg sol ime selber, iren frowen noch iren kinden noch ouch zü verkouffende denheine tüche machen, doch also und mit dem underscheide, welre wolleslaher kneht zü Strazburg seshaft ist und des vatter ein meister an tücher antwerg zü Strazburg gewesen ist oder der eins meisters an tücher antwerg zü Strazburg dohter zü der e genomen bet, wil der vorgenante tuchere und der wolleslaher antwerg zü Strazburg kouffen, daz mag ieglicher under den selben wolleslaher knehten wol kouffen mit vier Strazburger pfennigen. und welre der selben wolleslaher knehte das selbe antwerg also und in die selbe wise geköffet, der mag ouch dar 1381 25 nach daz selbe antwerg der tuehere und der wolleslahere zu Strazburg alse wol triben und tüche machen alse die andern meistere des selben antwerckes der tuehere und der wolleslahere zu Strazburg. welre wolleslaber kneht aber frömde were und des vatter noch der, des dohter er zii der e genomen bette, nit ein meister an 5 der tuclier antwerg zii Strazburg gewesen ist, und daz selbe antwerg der tuehere köffen wil, der mag es wol koufFen umbe den eynung, alse daz selbe antwerg es nutze har braht und gehalten het und anders nit iine alle geverde. und sider wir .lolians Meszerer der .junge, Jacob Zubeler, Fritsehe Heildeeke und Schöne Heintze, bürgere und schüttele zu Strazburg, hie bi warent und sahen! und hor- 10 tent, daz die vorgenanten meister und rat zu Strazburg erteiltent in alle die wise alse da vorgeschriben stat, wände ouch wir da zü male in dem rate waren!, so hant wir zu einem urkunde unsere ingesigele durch bete willen in schöffels wise an disen briet gehencket. der wart gegeben an dem ersten fritdage nach sant Egidien dage in dem jare do man zalte von gotz gebürte drützehenhundert ja re i5 ahtzig und ein jare. Str. St. A. 6. D. P. lad. 10. or. mb. lit. pat. c. 4 sig. pend. Gedruckt: Schmoller, Straßb. Tücher und Weberzunft, nr. 13. 33. König Wenzel an Strassburg mahnt um Hülfe für Colmar gegen Herzog Leopold von Oesterreich: von wegen solcher sache und geschieht als herezoge Leupolt von 20 Österreich unser und des reichs stat Colmar angriffen hat, das uns und das reich antriffet und angehet gemevnlichen, ist unsere gancze meymmge und inanen auch euch bev den trewen und eyden, als ir uns und dem reiche verbunden seyt, das ir den egenanten von Colmar vestielichen und getrewliehen bebollfen seyn sullet mit leibe und mit gute und dennoch euch dorezu schicket und stellet, das ir uns zu 25 buhte körnet mit aller ewere macht von derselben Sachen wegen und bev uns seyt bey Hagenauv uff send Michilstag der schierste kunlltig ist und lasset des mit Sept. Zs. nichte. geben zu Oppenheyin am nehesten freytag nocli unser frawentage als sie geboren wart unser reiche des bebemischen in dem H) und des römischen in dem 6 jare. Oppenheim 1381 September 13. 30 Str. St. A. AA. 107 nr. 20. Gedruckt Schiipflin. Als ■ dipl. II, 280. Vgl. Strobel II, 403. 34. Herzog Stephan (III) von Baiern an Straßburgbittet ihm zur Ergreifung eines mit vielen kostbaren Pfändern aus München entwichenen Juden, namens Isaak ss behüflich zu sein. München 1381 September 15. Stephan von gotes gnaden pfallentzgraf bey Hein und hertzog in Hevren etc. Unsern grus und alles gut zuvor, lieb besonder, wir tun ew zu wizzen, daz uns ein jud, haizzt Ysak, ist heimlich enpfaren von unserer stat zu München, der bat 26 1381 uns, unserer gemaheln 1 2 und unserem brueder, und den unseren unser und ire kleinat und pfant hellich und heimlich hingefuret und wir ensullen im niehtz weder gelten noch widergehen, dv kleinet und pfant wir ew geschriben senden an der cedel,* die in dem brief verslozzen ist. demselben Juden haben wir naehgesendet, und nachge- vorscht allenthalben und bey dem Rein ab und uf, und allzeit ward er gewarnet, daz er von ainer stat in die andern entwaich, daz wir in nicht bestellen mochten, und sunderlich, da wir in erforschten zu Rotenburg, so ist. er gewichen zu ew in ewer stat. nn ist uns gesagt, er bah auch vormalen von ewr stat klainat also hin gefuret. bitten wir ewr wisbait gor fleizzig, als wir ew dez auch gentzlich gelawben und getrawen, daz ir uns denselben Juden Ysak bestellt und behalten wellet, daz er nicht geweicben müg, so wellen wir im gern hin nachehomen mit dem rechten, mit Juden und mit kristen, und hintz im wisen und bringen, wie wir sähen, daz er uns und den unsern Juden und kristen ir gut und kleinet hellich und heimlich hingefuret hat. gebinzu München in octava nativitatis Marie anno 81. [In versö\ Den ersamen weisen läuten . . den burgermaistern und . . dem rat gemainlich der stat zu Strazburg, unser liehen besundern. * [Der einliegende Zetlel\ Dis sint die klevnat. die Ysak der Jude heimlich hingefuret hat : Des ersten mines h^pren hertzog Stephans gemaheln einen groszen silberin baten der libergüldet ist. It. minem herren hertzog Hansen 3 einen groszen silberin köpf, hat 9 mark silbers. . It. meister Jacob dem Juden, mines herren artzat, ein übergoldet gurtel von 10 marcken silbers; it. einen silherin beclier, eine silberin schalen und ein silberin köpf'elin. It. Hansen dem jagermeister 3 zwene silberin uberguldel gurtel, einen groszen bi 14 marken und einen kleinen. It. Kristan dem Frowenberger einen silberin kandel, ein pant umbe ein bein und etliche frowen cleynat. It. dem schencken von Geirn ein silberin keten übergoldet, dise vorgeschriben cleynat staut dem Juden nihtz, weder von minem herren noch von den andren vorgenanten. It. so sind danne das die pfant und cleynat, die dem Juden staut. von dem hienacbgescbriben nmb gelt, als darnach geschriben stet, die doch wol dristunt also gilt sint, also man wol versten mag. und die bette man gern gelöset, werent sie hie gewesen, so bet sie der Jude hingefuret äne der sehuldener wiszen heimlichen. 1 Thaddaea, Tochter des Herzogs Barnabas Visconti von Mailand, gest. 28. Sept. 1381, also kurze Zeit nach Absendung dieses Briefes. 2 Johann, Bruder Stephans III. 3 Ein undatierter Brief von Hans dem Jägermeister, Kammermeister des Herzogs an Strassburg , worin derselbe zwei silberne, vergoldete Gürtel, die bei dem Münchener Goldschmied Caspar in Arbeit waren, als gestohlen reklamiert, liegt vor. (G. U. P. lad. 174. fase. 15.) io 15 20 25 30 35 40 1381 27 It. des ersten der Zürgadmerin ein halber silberin köpf, stet 10 s. Regenspurger Pfennige; it. ein beslagen riem mit silberin spangen, stet 3 s. R. d.; it. ein besingen nepffelin und ein swartz paternoster mit 11 silberin knöpfen und mit einem silberin häftel, stet allez 3 s. R. d.; it. ein guldin rink, stet (10 R. d.: it. ein silberin gespeng, s ein silberin knöpf' über ein silbergeschür stet 60 R. d. summa 20 s. R. It. Hansen dem imppeler ein silberin ketten, die bat 22 glide; it. ein silberin übergoldet gürtel, hat 22 schiben und dy ringken und 5 kleine spengelin; it. aber einen silber gürtel, bat 15 spangen und den gurt; it. 5 gilt silberin schalen: it. drie silberin übergoldet näpf uf füszen : it. einen silberin haken ; it. 2 zwiilach silberin io köpf zu vier stucken. It. der hofmeisterin einen slair, einen schapel und 12 lot silbers, stet allez 3 lib. Reg. d. It. Wappen dem goltsmide ein silberin schal, stat 5 s. R. d.; it. ein beslagen «legen, stat 1 lib. R. d.; it. ein messer und 2. schilt, staut 1 lib. R.: it. ein silberin 15 senkel und büchstaben und pugkeln une pfeiler und daz gesper und die fermel, stat alles 13 s. R.; it. ringken und senkel und zwo vergüldet spangen und die spangen, die darzü gehören!, daz stat ain mark 1 lib. R. d. It. Heinrich dem diener einen gemengten frowen mantel mit einre velien kürsen und mit güldin porten, stat 3 lib. R. d.; it. ein grawer winterrock mit einre 20 fühsein kürsen, stat 1 lib. R. d. dy plant mag er bestaten und betewrn mit sinern eyd umbe 50 guldin, und darumbe bet er gen Pappenheim gesendet höptgiit und schaden: do wolte ims die Jüdin niht zu lösen geben. It. der Haidinn 2 rocke und 2 slair, staut 2 lib. R. d. Item dem Vettinger 2 güte mahel vingerlin. 25 Item Hansen dem satler ein silberin vergoldet schal, stat 1 lib. R. d. Oise vorgenanten kleynot bat der Jude Ysak hingefüret, daz man zu dem malen geschriben bat, und noch vil merer cleynoter, die nicht da versehriben sint, wände nicht mängliche umbe die botsehaft, wais. Str. St. A. 6. U. P. lad. 174 fase. 15. or. eh. lit. cl. 30 Oedr : Breßlau, Ans Straßb. Judenakten. (Ztschr. f. Gesell, d. Juden, 1891.) 35. Slislaw von der Witenmiile bekennt , dass er auf 10 Jahre Bürger der Stadt Siraßburg geworden. 1381 September 18. Ich Stislawe von der Witennuile, ritter vergihe und erkenne mich öffenlich mit disem briete, daz ich uffe die nehste mitwoehe vor sant Matheustage des heiligen 35 zwelfbotten kam vür meistere und rat zu Strazburg, da her Heinrich von Mülnheiin meister waz, und empfing vor in min burgreht und swür och mit ufgehebeter baut, und mit gelerten Worten liplich zu den heiligen meistere und rate zu Strazburg, die danne zu ziten sint, getruwe und holt zü sinde und sie vor irme schaden zu wendende und zü warnende und öch allen Iren geholten gehorsam zü sinde von der 40 vorgenanten mitwoeben über zehen gantze jare. und wart mir öueli von dem ege- 28 1381 :i-fi : !.] ; i- ' nanten hern Heinrich von Mülnheim, dem meister alles daz mit Worten bescheiden und öch gegeben in den eit zu haltende, waz andere edellute, die ire bürgere sint, nach irre stelle reht und gewonheit gegen in halten und vollefuren söllent. darzii wart mir 5ch von dem egenanten meistere und rate uszgedinget und bescheiden: were es daz ich deheynen krieg zu in broht bette untze ufl'e die vorgeschriben mit- s wochen und sonderlich mit na men von des Krieges wegen, den ich da bette mit Görgen von Bach* daz sie mir darzü alles weder geraten noch beholffen söllent sin in denhevnen weg ane alle geverde. und dirre vorgeschriben dinge zu evme waren stetten urkunde so habe ich der obgenante Styslawe von der Witenmüle, ritter, min ingesigel gehencket an disen brief. der wart geben an der mitwochen, als vorgeschriben 10 stat, in dem jare do man zalte von gottes gebürte druzehenhundert ahtzig und ein jare. Str. St. A, G. U. P. lad. 271. nr. 16. or. mb. c. sig. pend. del. Ebenda Vidimus dieser Urkunde vom 21. October 1391 ausgestellt von dem städtischen Notar Wernher Spatzinger. 15 Gedruckt bei Wencker, de ußburg. S. 124. 36 Entwurf eines königlichen Landfriedens am Rhein, sowie für die weiteren Teilbezirhe : Franken, Baiern, Schwaben u. s. %o. Grundlage für den Landfrieden vom 9. März 1382. [Frankfurt 1381. Ende September.] Str. St. A. G. U. P. lad. 48(49 d. fase. 3. cop. ch. coaev. auf 11 gehefteten Blättern. 20 Gedr : D. B. A. 1. nr. 180 aus dem Würzburg. A. K. Mainz Aschaff. Ingroß. B. 11 f. 313 a cop. ch. coaev. unter Benutzung von Wencker, apparat. 230, wo nur Bruchstücke mitgeteilt sind unter dem falschen Datum 1379. Begest Boos, Wormser Urkb. II nr. 797. Die Straßburger Vorlage, sonst der Würzburger fast wörtlich gleichlautend , entbehrt die 25 Schluß-§§ 34—27 incl . icelche die Abgrenzung der Landfriedensbezirke enthalten, und hat zwischen § 15 und § 16 folgenden Bassus mehr: 1) Es ist zu wiszin, daz unser herre von Triere zu dem gemeinen f'riden dienen wil indewendig der Nae biz uff die Are mit funffezig cleven und obwendig der Nahe biz gein Spire mit tun Ile und zwenczig cleven vort, so wil er dienen in der vorge- so nanten wise zwölf!' mile 1 von Binge umme und umme. 2) Min herre von Mencze wil dienen den stetin Meneze, Wormsze, Spire und Straspurg und f'urbaz von yeclicher stat sehs mile umme und umme. so sollen die obengenanten siede und ir yecliche beslindern mvme herren von Mencze herwider umme dienen, also will der styfft zu Spire begriffen hat und auch sehs mile umme ss veclichen sloz dez styfftes zu Spire. item sollen die siede mime herren von Mencze dienen, also wiit der styfft zu Mencze hie zu lande begriffen hat und 'mit namen f'urbaz von den slozin: Schurberg, Bischofsheim, Mildenberg, Aschaffinburg, Staden, Honeheim, Sobernheim und Honstein auch sehs müle umme und umme und waz da zuschen gelegin ist. 40 3) Mine herren die hertzogen wollent senden ir folg umme sache dez f'riden biz 1 Vgl. Janssen, F. B.-K I. nr. 81. 1381 29 gein Strasburg und funff mile da umnie und umnie und da herwider abe den steden, die in dem friden sint biz gein Mencze und Franckenfurt und den wederau- wiselien steden und ume veclicbe stat, da iz not geehieht funff mile darumme land mit namen fünffczig mit cleven und daz dieselbin stede auch mvnen herren den her- 5 5 engen dienen yekliche stat mit ir zal gewapenter lüde also vil und mit namen yecliehe stat funffezig mit cleven in iren landen, die zuscliin Straspnrg und den steden ege- nanten da herabe und da umnie gelegen sin, und fünf!" mile umnie und umme Key- serslütern und funff mile umme und umme Strouberg und f'unff mile umme und umme Steinsberg, wo dez not wurde umme sache des friden und eynunge. io io 37. Die drei Pfalzgrafen Ruprecht der ältere, der jüngere und der jüngste und die Erzbischöfe Adolf von Mainz und Friedrich von Köln verbinden sich mit den Bischöfen Friedrich von Strassburg und Dietrich von Metz, sowie mit 7 Grafen und 15 4 Herren und mit den Städten Mainz, Strassburg, Worms, Speier, Frankfurt, Hagenau, Weissenburg, Pfeddersheim und den elsässisehen Städten auf 12 Jahre gegen i5 die Herren von Ritsch als Strassenräuber. 1381 October l. Reg. Boos, Wormser Urkb. II nr. 798. — Reg. Scriba nr. 3320. 38. Mainz an Straßbur ff : Verhandlungen des Königs mit den Städtelünden 0 und Stellungnahme derselben zu dem Bunde zwischen dem König und den Fürsten. [1381 Oktober 8 ?] 20 Unsern dienst zuvor lieben und eitgenoszen. als uwere und der andern stelle frunde unsere eitgenoszen, die zu unserm bonde geborent und auch die unserm nü- welingen zu Frankfurt gewest sin by dem allerdurchluchtigisten fürsten und herren beim Wenczlauw römischen kunige zu allen zyten merer des riches und kunig zu Beheim unserm lieben gnedigen herren und den kurfursten, fürsten und andern herren 25 und wie die selben unsere frunde von dannen gescheuten sin, baut sie uns eigentlich 30 und wol erzähl und uns auch bracht abegeschrifft eyner eynunge', die unser gnediger herre der römische kunig vit (sic) den kurfursten begriffen habe, die wir auch gehorit haben lesen und wol verstanden han und sin darubir in unserm rate geseszen und uns daroff entsonnen und sin eynmüteclicb in unserm rate ubirkommen, daz wir by dem so bonde, den ir die anderen stetde vit den swebsehen stetten und auch wir vit evn gemacht 85 und uns zu eynander verbunden han nach lute der briefe, die dar ubir begriffen sint, hüben wollen und uns auch soliche abeschrift der eynunge nit zu synne ist, wan wir besorgen, wo wir soliche eynunge angingen, daz ez uns unser bescheiden heit rürte. were ez abir, daz ir und der andern stette frunde, die zu dem bonde gehörnt off dem 36 dage, als wir alle zu Spire sin sollen, lebt bessers zu rate wurden, da truwen wir, 40 daz unsere frunde daroff gelimplich antworten sollen, auch heben frunde bitten wir 1 Ist wohl der unter nr. 180 D. R. A. I abgedruckte Landfriedensentwurf von Ende September (vgl. oben nr. 36). 30 1381 uch fliszeclich, daz ir uwern frundon, die ir off den dag ge in Spire schicken werdent, bevellien und heiszen wellent, daz sie mit unsern frunden von Spire zu dem hochge- born fürsten und herren herezogen Ruprecht dem eitern, palczgrave by Rine und herezog in Beyern riden vvollent yn zu bittende von suche wegen, als unsere frunde uwern frunden wol sagen sollen, und in dirrc masze haben wir den anderen unsern frunden und eitgenoszen, die zu unserm bonde gehorent geschriben, daz sie sich hernach wiszen zu richten. geben off den nesten dinstag nach Remigii. und laszent disz ratz wise by uch verüben. Bürgermeistern und rait zü Mencze. Str. St. A. AA. 118. or. ch. I. cl. c. sig. magno in v. impr. 3!). König Wenzel an Mainz, Worms, Spei er und Strassburg: lädt ein nach Nürnberg auf den 28. October, um auf Grund des Frankfurter Abschieds Antwort zu geben wegen ihres Beitritts zum gemeinen Frieden. geben zu Nurenberg an sant Dionisii tage unser riebe des behem. in dem 19, des römischen in dem 6 jare. Nürnberg 1381 Oktober 0. Str. St. A. AA. 108. cop. ch. coaev. mit Versendungsschnitten. Gedruckt: D. B. A. I. 326 nr. 183. Begest. Boos. Wormser Urkb. nr. 799. 40. Straßburg und genannte rheinische Städte bekunden , daß sie sich mit Regensburg verbündet betrachten, weil diese Stadt neuerdings dem schwäbischen Bande beigelreten ist. 1381 October 18. Wir die rete und alle bürgere gemeinlichen der stetde Meintz, Strass- bürg, Worms, Spir, Frankenfort, Hagenow, Wiszenburg, Phedersheim, Slitzstat. und Obern-Ehenheim bekennen und verjehen offenlich mit dem briefe allen den, die in ansehent oder horent lesen, als wir uns mit den erbern wisen des heiligen romschen richs stetden gemeinlieh in dem bunde zu Swaben verbunden und vereinet haben anenander getruwelieh beraten und beholfien zu sin nach der verbunt- briel'e lute und sage, die oucli darüber besigelt und geben sint, und wann sich die erbern wisen, die bürgere und rat gemeinüch der stat zu Regenspurg nu nuwelich zu den vorbenannten stedten des bundes in Swaben verbunden habent, darumb so versprechen und globen wir uff die eide, die wir zu den vorgenanten stetden gesworn haben, daz wir den egenanten bürgern der stat zu Regenspurg getruwelieh sollen und wollen beraten und beholfien sin und in allez dez sin behaft und verbunden, als oucli wir nach des verbuntbriefes lute und sage, wenn oder als dicke sich daz geburet oder des notdurfftig werde zu glieherwise und in allem dem rehten, als ouch wir uns zu den vorgenanten stetden verschriben und verbunden haben und als ob sie mit nämlichen Worten bv denselben stetden in dem vorgenanten verbuntbriefe begriffen und verschriben stunden ane alle argeliste und ane alle geverde mit urkunde disz briefes, den wir in darüber besigelt geben mit unsere der vorgenanten stetde Wormsz und Spir angehencketen 1381 31 ingesigeln, die daz von unser aller heiszen wegen getan hanl. das ist gescbeen nach Cristi gebnrte drutzehenliundert jare und in dein ein und alitzigesteni jare an dein liebsten frytage nach S. Gallen tag. Str. St. A. Q. ü. P. 49, B. cop. ch. coaev. 5 Die Gegenurkunde liegenburgs, in der sich diese Stadt zur Stellung von 18 Glefen verpflichtet, St. A. Speier. m\ 685. or. mb. c. 2 sig. pend. laes. Gedr.: Boos, Wormser Urkb. 11 nr. 800. — Schaab, rh. Sdtebd, II, nr. 208. mit unrichtigem Datum. — Hegest: Vischer nr. 169. 41 Rat und, Bürger von München an Straßburg: berichten von der Flucht io des Juden Isaah und vermuten, daß sich derselbe in Straßburg aufhalte, wo man ihn zur Herausgabe der Pfänder zteingen möge. jl,38J Ende October.] Unser willig dienst wizzt vor. lieben herren. wir laszen ew wizzen, daz vor uns gewesen sind in unserin rat ettlich unser initbnrger und burgerinnund haben uns furgeben und geclagt, daz ein jud genant Ysaeli manigerlay plant von in 15 gehabt hab, als ir wol ervindet an der abgesehrift, die in di sein briet verslozzen ist. nu ist ez als verr ehoinen, daz derselb Ysaeli heimleieh von liinne gevaren ist, und do daz geschah, do erfuren unser burger, daz er zu Pappenhaym waz. und ir ettlich under in sauten zu im ir boten und gelt und wollen ire plant gern geloset haben umb daz gelt, daz sie im ze derselben zeit schuldig waren, dez nioelit in von dein 20 pulen nicht widervaren. und dieselben haben! auch vor uns geweiset, daz das ein warhait ist. ez sind auch ettlich under in, die von seiner (lucht oder auf- pruch alsbald nicht westen, und do die ihre plant geloset wolten haben, do waz der jud von liinne. nu haben wir ervaren, daz der jud bi ew sei zu Strazburg, und biten ewer weishait mit allem vleizz, daz ir mit dem egenanten juden 25 schaffet, waz er von unsern bürgern innehab in pfandes weiz, daz er das schick her gein München oder doch gein Auspurg und jedem mann sein plant ze losen gebe umb daz gelt, das er ihm do schuldig waz, und daz das furderlich geschehe, daz unser burger unclaghatt werden, heben herren, mer lazzen wir ew wizzen, daz eine unsrer burgerinn, Casparen dez goltsmides säligen witub, vor uns ge- 30 sagt hat, und wolt auch darüber gesworen haben, daz er etwas innehiet von irem wir! säligen und von ir, daz sein plant nicht war, aber sie wolt noh moclit im als verr landes mit dem rehten nicht nachchomen. dartzu versehen wir uns, wie dem hochgeboren fürsten unserin herren hertzog Stephan auch durch im sein un- gutlich gesehelui von wegen ettlieber clainot, die der jud auch hin gef'uret hab, 35 die unsrer genedigen frawen seiner gemabeln säligen gewesen sind, und die weder er noch sein vorgenante gemahel nie verdonnert noch versetzt haben. Von uns . . dem rat und . . den bürgern gemein lieh zu München. Str. St. A. 6. U. P. lad. 174. fase. 15. or. ch. lit. cl. undatiert. 40 Ebenda ein von Isaak selbst aufgestelltes Verzeichnis der Pfänder, das dem unter nr. 34. abgedruckten ziemlich gleich ist. VI. 5 32 1381 42. Die jüdische Gemeinde von München an die Juden in Straßburg : teilt auf 1 Wunsch des Herzogs Stephan (III) mit, daß ein jüdischer Mann, namens Isak haj— I Zarfati, der auch ihre Gemeinde schwer geschädigt habe, unter Mitnahme aller Pfänder von München flüchtig > geworden und sich wahrscheinlich nach dem Rhein gewandt habe. München [1381 Ende October], » m»ina ''tnp3n 'a'innn 'a'«»n 'am' ppmbi 'aa3n»n yat» mitpb '»»m» nt:» '»inn un3 man« nbmm ’'ni» 'rar» ■'Sin babi Drrrr «bmi 'mai' i:«ffi painmiattm ’amm» pnK' b’nh im« amam b?n p« 'Tino ib amab nmpai toa u'3v bm tpna mann ffi'ffi maaO '3 13*33 33.1^313 irr» 3ab misann at3'n nnsa' '3 13»S1 1 »S *>713 I3tn ni3 nr '->333' 'trän' ban 3'sau nntri miusa aab :LN 'b saun as inbissa i»s 'a'a' u sin “pt» Vai« amtoi naanb Vmn b'ab natra n» b?i nai»a»a mnt« ''aan 'isa pb i3'nn»ma mab» bis biaobi p»m trn»a 13»» antra 13'arnm» n*n ö'tm ins i:b mapn mspbi nosnn n'a y'33 maab mnba nbs 'ata'pnnai Vribina ia"nmai 'miaLai n'suta 3*3® mibm ans» '3tn p'b mi«s nbapa 'ai»n annai ymtr ampa laanrnm niassn nbap atama nana antra inana nan 'am 'maran m* bs 'sbpa anitr t^iarrbi >- ntaias nun ''ntr aab ps trbn n»'»n ntn iüs naasn tas»m trau«» ybps' a"nn '"s 31N1 ^ba ^ab banaan n.aitr nma mm p'b patmn 3'bis atrnb p ''aar:b p n'trn naa a»itrn a«tr 'itrns snsi ' 1:1 'nm 3at«b ntria 3atrm i'Ns» inn»a mm ia»tri i3*bs / * i i:ar»i 'mibn» um a'sa nbia: npya: mm 'au»n» mtr antr iniaa bai nbia: '3aoai ''va:»i ''nan» um nbtrai 'an'a 'ai»tr ytr b'a»n» pbn titann ''am 'bsan -« 'nitrubna i»s ''nnin» un Vaan» mtp 'a ''am 'bsa»i aitn» ntrrn nsa B*3taia i3'm N'trn mit« nbsa mm aaa U'sam a'nnb ''bia'i ''sai' utr ytri i»s npb ban 'ian» pitri ‘'basn yi«b u-b: a'»i n"nastrs a*ya 'm'n3 bnan i3b nb:an as i3'3'»» 'isian nnbn 13»» i3b a»sn ni3»nb ibai3 trbn '3'aoni "a'pmai Vnbapa ybay» a"n»b max unbw a'»i snan uaia 'jms'aa Dip» mitra n'n *a ub 3*bnnb a"n» bau trb '3'nibt«n»i '3'aian»i 25 B'bi» isb sas trbn nntr ''aan 'sa ba i:b aann 's i»b i3'a' u»n pb ys ba nDNi»»n 3'bsini isa yasffi nntri 'maj na'»tr ->ubs btrb i*sa aa:n i:b 3bn trbn nntri '"ntn» ani' a'»n 'a viaian b'aisi i3"as :3-bs» tt'nsnn nab sau ^nt«a nns»ai aia'aa ua iabn v'trn mitr ua bia: bss trbn 'trai isai 'am mitr 'b sann n» siatb ya'as nntr i:b a»tr inann»a nnsi bss ua sutb (!) iann»a nbsn aat: mn '»n nab isa -a ''3"3s n»aa ^ pmuiaw» i»s ^'bim n»nn ''3»n» ''tr»atr n»a» 3'suin i3tri ban aab na: nn 3'san b'bnb» aaa y»n u'bs» astb 'aa ya' b'an»m nns ntrra aa yn naasn »s» ia»sn itrn im '«an' 'atrnb mpn n' 'bitr ''am 'bsan an'3s a'aanbiab bs iaaa.ii 'trän' btr nn ap'bi '»3i» ''s:t 'ni»na ''trapim ''»nnin pitr»i 'nn '«» naaa n*n*n b"aa"T qoi' 'aa btri»n 35 bV'i nai' 'a'pn'a n»bn b"ac"T pan tpu aa btu»n ans: 'am 'aa naa« pan btri»n aa tpu ubn pnit' aa nn» 40 l b"as"T *,»'33 aa pn::' Str. St. A. G. U. P. 174 nr. 15. or. eh. undatiert Gedruckt und behandelt van Brefilau : Zeitschrift für die Geschichte der Juden. Jahrg. 1891. (Ebenda Uebersetzung* von Prof Landauer.) 1381 33 * Uebersetzung. >' Wir die Unterzeichneten thun zu wissen den freigebigen Reichen, den Gelehrten Israels, die die Finsternis t erleuchten, den rühmlichst Genannten unter den Einwohnern Strafiburgs — Bekannten und Unbekannten — und Allen, die dieses unser Schreiben zu Gesicht bekommen, dafi der Herzog dringend nach uns gc- . » 5 schickt und uns gebeten hat, ihm (diese) unsere Zeilen zu schreiben, wie jener Mann Isak ha-Zarfati gegen ihn und uns gehandelt *Ihr wifit wold [— sagte er —] dafi ich schlimm gegen Euch verfahren in der Calamität, in der Ihr um seinetwillen, wäret, denn ich hatte geglaubt, dafi Ihr ihn bei seinem Verfahren unterstützt habt, bis ich zur Einsicht kam, dafi er allein stand in seinem Frevel*. [So sagte der Herzog]. Ihr aber wifit, wie ein Jude für den andern verantwortlich ist, darum sind wir in io dem Netz verstrickt und darüber sind wir unglücklich und betrübt. Und was hat uns der Mann ange- thanl Er wohnte unter uns, war wie einer von uns, in Handel und Wandel und im Tragen der lo Staatslast, in Freude und in Leid. Als wir nun in Ruhe und Frieden lebten, faßten wir den Entschluß, eine Synagoge zu bauen und ein Hekdcsch zu erwerben. Wir thaten uns zusammen und machten uns in aller Form verbindlich, drei Jahre hintereinander die Hälfte des Zehnten 15 her zu geben und allmonatlich in einer Büchse durch Schatzmeister einkassieren zu lassen, so wie das in einer von Rabbi Jäklin aus Eger auf genommenen Urkunde niedergelegt ist. Kaum war ein Jahr voll zu Ende gegangen, so gab jener uns keinen Pfennig mehr, weder für die Schatzmeister noch auch für seine anderen schuldigen Abgaben, wies die, welche sie einzutreiben hatten, barsch zurück, « babent, und die selben, uf die die siete erbaut baut, die sollen! sie den steten beschriften j geben, umb daz sieb die stete mit widersagen gein in bewaren mögen, baut uns unsere ' |frunde], die wir do selbist zu Spir itzunt gehabt bau davon obe gelegenbeitt eigentliche und [....] erzalt und darumb laszen wir uwer erber wisheid wiszen, daz > uns daz wole gefellet und wollen auch dobii verhüben, auch lieben frunde laszen wir u ■ uch wiszen, daz Heinrich von Heckingen unser fint ist mit etwie viln sinen belfern, so ist Contzeman Veder von Spir auch unser fynt mit etwie vielen sinen belfern, die - wir ucb senden bescbriben in evme zedel 1 verloszem in diesem unserm briefe. auch bat Georie Fetzer Heinrich von Heckingen unsern fyud enthalden und hüset und ent- beldet, in noch uf syme luise [ . . . . ], darulf unsere bürgere sint gefurt gefangen, m gebloehet, gescbetzet und daz wie (?) auch dar [ . . . ] ist würden in den dingen, daz wir nüssnit mit ime züschalfen batten und bat uns [....] unrecht daran getan, als wir uns des uf unsere ei de in unserm rate erkant haben, auch haben wir geseszen in unserm rade und bau uns uf unsere eide erkant, daz uns der vorgenante Heinrich von Heckingen und auch Contzeman Veder obgenant unrecht dunt und « widerrecht kriegen!. darumb manen wir ucb mit diesem unserm brife und meinen und begern an uch, daz ir dem vorgeschritten Heinrich von Heckingen und sinen belfern und auch Georien Fetzer widersagent, als man von Spir gescheuten ist als ir wole wiszend. datum feria quarta ante fest um omnium saudoruin anno 81. und schribent diz den von Obernehenheim und den von Sletzstad. datum ut supra. s° . Bürgermeistere und rat zu Wormz. [In verso J Erbern wisen und forsichtigen luten dem meistere und dem rate zu Straszbürg unsern lieben frmiden und eitgenoszen. Str. St. A. G. D. P. lad. 48/49 V fase. VII. or. ch. lit. cl . e. sig. in v. impr. del. 45. Schlettstadt und Oberelmheim verbünden sich mit den acht, rheinischen ss Städten: Mainz, Strass bürg, Worms, Speier, Frankfurt, Hagenau, Weissenburg, 1 Der Zettel fehlt in dem Briefe. 1381 35 Pfedersheim und dadurch auch mit den schwäbischen Städten. Die Hülfe Schlettstadts zur grossen Summe soll 8 , zur kleinen 4 Gielen, die Oberehnheims 4 bezüglich 2 Gielen betragen. 1381 OcUtber 31. St. A. Speicr. nr. 607. or. mb. c. sig. pend. del. s Gedruckt: Boos, Wormser Urkb. II nr. 802. Gedruckt : Schaab. II nr. 209. nach dem Org. in Speier. liegest: Vischer, Forsch. II, nr. 170. 46. Herzog Stephan (III) dankt Straßburg für die Festnahme des Juden Isaak und bittet die Herausgabe der entwendeten Sachen und die Bestrafung zu veranlassen. in München 1381 October 31. Stephan von gots gnaden pfallentzgraf bei Kein und hertzog in Bairn etc. Unsern gunstlichen grüz und allez gut bevor, lieben besandern, ewren briet über daz und wir ew versehriben beten von Ysak dez juden wegen haben wir 15 wol verneinen und danken ew, daz ir den also bestellt habet, und wann unsern armen läuten als verr ist, zü ew hin auf dem juden und iren claynaten und pfänden nach zu chomen, so biten wir ewr lieb, als ew auch unser getrewen dy burger von München versehriben und gepeten haben, daz ir schallen wellend mit . . dem juden, daz er die klaynat und pland, dy er hellich und haimlich hin gelueret so hat, antwurtte her zii uns in ein nähen, gein Auspurg oder in ein ander dez reichs stat, dy unser arm laut erlangen mügen, oder doch gein Pappenhayn, da wir in dez ersten erforscht beten und uns dannan flühtig ward, und daz er den unsern irew claynat, di im nicht stend, widergeb, welhi im aber zu pland sind, daz er die zu lösen geb umb als vil geltz, als si im zu den Zeiten schuldig waren, 25 da er in daz ir enpfürt hat. wann ewr weishail wol versten kan, daz den unsern und auch uns ungütlichen gesehäch, solt seit der zeit her schaden auf si gegangen sein, und si irew plant gern gelöst bieten, mähten si die erlanget haben, auch biten wir ewr weishail mit allem lleizz, daz ir uns den juden haizzt wider geben einen silbreineu hafen, der unsrer lieben l'rawn und gemaheln sälig gewesen ist so und einen zwillachen silbreineu grozzen köpf, der unsers brüder hertzog .lolmnnsen ist, dy derselb jud uns auch verstolen hingefueret hat, und wir noch unser gemahel noch brüder im dieselben claynat nyc versetzet haben, und war uns der jud als l'err niht, so wolden wir und dy unsern im gern mit dem reihen darumb nach kommen, wie wir sohlen, wir getrawen aber wol cwrr liebin und weishail, ir 35 straffet, und bezzert den juden selber darumb, daz er uns und ew ein sölich mis- setat wol gebezzert hab, und daz wir erchennen mügen, daz ew laid sei, daz er als grozlich wider uns getan hat. geben zu München an aller heiligen abend anno domini 1381. Str. St. A. ü. U. P. lad. 174. fase. 15. or. ch. lit. cl. 1 4o Gedr. Breßlau, Ztschr. f. d. Gesch. d. Juden. Jahrg. 1891. 1 Ebenda: Herzog Stephan an Strassburg beglaubigt seinen Schenken Berthold als Gesandten in Sachen des Juden Isaak, geben zu München an aller heiligen abend anno 81. (October 31.) 36 1381 47. Aufzeichnung über eine Städtebotenverhandlung mit den Vertretern von \ Worms. Speier [1381 Ende Oetober], [1] Mau soll einen gemeinen Zug unternehmen gegen alle, welche die Städte einzeln oder zusammen geschädigt haben. Jede Stadt soll ihre Feinde dem Bunde namhaft machen. — [3J Jede Stadt soll soviel Gleven zu dem Bunde stellen, als 5 sie früher den schwäbischen Städten zu schicken hatte. Der Sanunelort soll Worms sein. — [3] Sollen die schwäbischen Städten gemahnt werden, mit 318 Glefen und den bei ihnen weilenden 100 rheinischen Glefen nach Worms zu kommen. — |4J Den schwäbischen Städten soll die Liste derjenigen mitgeteilt werden, welchen sie Widersagebriefe zu senden haben. Diese sind von Montag nach Allerheiligen 10 (November l) zu datiren. Darunter steht: (Verhandelt) mit den von Worms von hern Trüschels wegen. 1 Str. St. A. 6. U. P. 48/49 •>. fase. XI tone eh. (Zettel.) 48. Guntze Boche, der Meister und der Rat von Straßburg thun kund , daß jeder, der gegen die schwäbischen Städte diene, auch ihr Feind sei. >s 1381 November 0. Allen herren, dienstinten, rittern und edelknehten, den dirre unser ollen brief gezöget wirt, embieten wir Guntze Bocke der meister und der rat von Strazburg unsern dienst und waz wir gutes vermügent. und laut üch wiszen, daz die stelle Mentze, Franckenfurt, Spire, Worms, Phedersheim, Ilagenowe, Sletzstat, übern 20 Ehenheim, Wiszenburg und ouch darzü die swebeschen stelle, die den bunt mit- f einander halten!, und ouch wir züsamen verbunden sink und darumbe und oueli | wände uns vürkomen ist, daz die selben swebeschen stelle zu velde gezogen sint T uf den edeln herren grafe Eberharten von Wirtenberg den alten, lleintzen von : Dorrenbuch, Henselin von Cronheim, Eherhart Loschen, uf den Speteu und uf 25 andere Ire vigende, so kündent wir üch in truwen, daz ir uf die selben swebe- ‘ sehen stelle unser eitgenoszen nit dienen! noch hehlen! umbe daz, das wir nit gegen üch tun müszent, alse ire und unser verbüntnüsze bewiset, wo re es, obe ir ■ uf sie diendent oder iemanne beholllen gegen in werent. dis verkünden! wir üch umbe daz selbe vorhin zii versehende und daz ir üch da bi merken!, daz uns nit 30 ; lieb were, sollen! ir von uwers dienstes wegen in schaden von derselben stelle und unserre verbüntnüsze wegen körnen. datum sabbato proxiino ante diem sancli Martini episcopi anno domini 1381. i Str. St. A. G. U. P. lad. 168. fase. 2. or. mb. lit. pat. c. sig. impr. del. , 49. König Wenzel an Strassburg sendet dem Bischof Conrad von Lübeck «unsere 35 meynunge von wegen des geineynen friedes mit euch zu reden genczliehen uixler- 1 Vrgl. für die Datierung nr. 53, Urk. der Stadt Worms vom 23. December 1381. 1381 37 weyset» und bittet ihm volles Vertrauen zu schenken. geben zu Frage am sun- tage für send Elysabethen unser reiche des behemischen in dem 1 !) des römischen in dem (i jare. Pr "0 ir{sl November 17. Str St. A. AA 107 nr. 35. or. ch. Mt. cl. 5 Gedr. i. Auszug. T) R. A. 1. pg. 328 not 1. 5 50. Graf Ulrich von Würtemberg schreibt an Speier und den dortigen Städtetag, um sich dagegen zu verwahren, daß er als ein Feind der rheinischen und schwäbischen Städte gelte. Stuttgart 1381 Iiecember K. Wir grave Eherhart von Wyrtenberg embieten den erbern wisen luten dem bur- io germeister und dem rate gemeinliehen ze Spyr und allen andern des richs stet den, als sie itziinl zu Spir by enander sinl, unsern grus und allez gut. uns ist geseit, ir wollent uff uns ziehen von der swebischen stehle wegen, laszen wir uch wiszen, daz wir nyt wiszen, daz wir ützit mit den zu schaffen habent, denn daz sie unserm herren von Osterrich, des diener wir syn, etwievil unredelicher stucke ab 15 uns claget. baut, die er uns verscliriben gesant, hat. nii stat unsers herren von 16 Osterrich und der stehle pünt. geneynander, waz sie an unsers herren von Osterrich dienere zu sprechen hant, da sollent sie eynen gemeynen man nemen uszer unsers herren von Osterrich rat und daz hant sie getan, und dam ff so wollen wir und unsere dienere gern zu dem rehten körnen nach des pundes sage, wan sie daz- 2 o selbe gevordert. hant. darumbe so getrnwen wir uch wol, daz ir darüber niht. uff •jo uns zieh ent noch nieman uff uns lihent widerrehlz, wan wir ungern uff uch ziehen noch nyeman uff uch lihen wollen widerrehlz. uwer verschriben antworte laut uns wider wiszen. geben ze Stuggarfhen an sant Niclaus abent anno 81. Str. St. A. G. U. P. lad. 48|49 F fase. VII. cop. ehart. mit Versendungsfalten. 25 51. Die schwäbischen Bundesstädte auf dem Städtetage zu Dinkelsbiiht an die rheinischen Bundesstädte: sie hälfen die geforderten (liefen nicht schicken können, weil die Gesellschaft von Sf. Georg den Frieden, welchen sie wegen des Königs Wenzel und der Herzöge von Baiern und Oesterreich mit derselben aufgerichtet, wieder abgesagt hätte und zugleich viele Mitglieder der Löwengesellschaft mit Sf. 30 Wilhelm ihre Feinde geworden seien. Sie wollten aber nach beendigtem Kriege die vertragsmässigen Glefen schicken und bäten um Förderung ihrer Sachen. Dinkelshühl Mittwoch vor S. Lucien. IHnkeUbühl [J.'iSl] December 11. Aus. d. Frankf. Stadt A. — Reg b. Janssen 1 nr. 9. 52. Herzog Johann von Lothringen an Strasshnrg: teilt mit, dass er der Gesellst sc-haft mit dem Löwen, infolge der Briefe, die die Stadt Strasshnrg an diese geschickt, geraten habe, nach Gelübden und Eiden zu verfahren und dass er selbst als Hauptmann 38 1381 dieser Gesellschaft darnach verfahren wolle, besonders seines Schwagers des Grafen Eberhard von Wirtemberg wegen. datum feria quinta post concept. Marie anno 1381. 1381 December 12. Aus dem Frankf. St. A. — Reg. bei Janssen I nr. 6. 1 5!i. Die Stadt Worms thut kund, dass sie eine Sühne vermittelt habe zwischen s den Strassbnrgern, unsern eitgenoszen allen iren bürgern und allen Iren helffern dienern und den yren, uzgenomen junghere Johanse hern zii Liechtenherg, undztwischen dem strengen frommen ritter hern brö schein von Wachinheim allen sinen erben etc. iinib allen schaden missehellunge und an spräche und mit namen umhe des vorgenanten hern Trüschels teil der vesten Rotenborg und aller zügehorde. m Triischel geloht die Sühne zu halten und hat den Rat zu Worms gebeten, das Stadtsiegel anzuhängen. gegebin an dem ersten mentage nach sant Thomanstage des heiligen zweit holten in dem jare do man zalte . . . drutzehenhundert .ja re achtzig und ein ja re' 1381 December 23. 15 Str. St. A. G. U P. lad. 166. nr. 57. or. mb. lit. pat. e 2 sig. pcnd. quorum 1 (Woi~ms.) mut. Diese UrM. fehlt bei Boos, Worms. Urkb. 54. Notarielles Protokoll Uber die Aussagen Ilügelin Schoup's über die Ermordung des Johann Erbe durch Johann Weiszorn zu Tllhirch. w Strassburg 1381 December 23. In gotz namen amen, allen den, die disen brief ansehent oder horent lesen, si kunt geton, das in dem jore do man zalte von Cristus gebürte drutzehenhundert ahtzig und ein jor in der vierden indicien und in dem vierden jore des babes- tümes des aller heiligesten vatter und herren hern . . Urban . . habest der sehste a an dem drü und zwentzigesten tage des monotz, den man nennet ze latin december, in gegenwurtikeit mins offen sehribers und der gezüge, die hie undenan geschriben stont, die dar zu sunderliche geheilen und beruhet wurden!, in dem crützegang zu dem Wilhehnere in Krutenowe ze Straszburg, do kam jungher Hügelin Scliöp ein edelkneeht von Straszburg, unde swor einen gestabten eit zu den heilgen, daz er so do by wer gesin, do her Johans der Wiszorn, ein ritter von Straszburg, selbeander eins obendes, als man ze naht geszen bette bi lieht und als men andenverben nach nah! imbes zeren wolle, körnent in das dort ze Illekirche in Girstingers stübe des wnrtes, do her .lolians Erbe selge, ein ritter von Straszburg, inne saz, als der selbe her Johans Erbe do ze naht geszen bette und zeren wolle mit den andern ss gesellen, die och da saszent unde mit den so der Wiszorn zu der stöben inträt, do erkante jungherre Hügelin den Wiszorn nüt, do stach der Wiszorn in hern Johans Erben, und do der Wiszorn also stach in hern Johans Erben, daz do her Johans Erbe schrie unde sprach: was zistü mich, ich sicher dir doch, unde daz do der Wiszorn spreche zu hern Johans Erben: sicherstu denne, daz do her Johans 40 1381 39 Erbe entwürfe: ich sicher, unde do der Wiszorn us der stöben trat, do erkante jungher Hügelin ersten, daz es der Wiszorn was. der selbe jungher Hügelin der sprach öch bi dem eide, den er gesworn do bette, daz er nüt wol wüste vor wor, ehe die zwen hünderste stiebe, die der Wiszorn beim Johans Erben 5 gap, ehe sü geschehent vor oder nach der Sicherheit, doch so sprach jungher Hügelin, das er horte do zemol von hem Johans Erben, daz der selbe her Johans Erbe spreche: mir ist vil lieber der Wiszorn habe mir dis geton, wenn daz ich es yme geton hette. hie by als do jungher Hügelin gesworn unde geseit hat, worent die erbern brüder Bertsche, ein priester und conventbriider des closters zu dem 10 Wilhelmer vorgen. und jungher Reinbolt Hübel der alte, ein edelknecht zu Strasz- burg, in gezügesz wisze darzü gebetten sunderlinge unde beruht. Und ich Walram von dem Bosch, baldiger bystum, wonende ze Straszburg von keyserlicher gewalt ein offerier schriber by den dingen, alz da vor von jungherre Hügelin obgen. verschriben stont, gewesen gesehen und gehört habe mit den erbern 15 gezogen, die obengeschriben sint. darumbe so hab ich min gewönlich Zeichen vor an disen briet gesetzet ze gezügnisse der selben dingen, die obenan von jungherre Hügelin egenant geschriben stont. Str. St. A. V. C. G. B. 28 nr. 30. or. mb. lit. pat. mit dem Handzeichen des Schreibers. 55 . König Wenzel an Straßburg: dankt für die Befreiung des Gregorius von 20 Wandersleben aus der Gefangenschaft Bischof Friedrichs von Straßburg und bittet nun auch dafür zu sorgen , daß ihn der Bischof der ab genommenen Eide entlasse. Frag 1381 Fecember 27. Wir Wenczlaw von gotes gnaden römischer kunig czu allen czeiten merer des reiches und kunig czu Beheim embieten unserm lieben und bisundern getreuwen den 25 meistern, ammeistere und dem rate czu Straszburg unsere gnade und alles gut. lieben und bisundern getreuwen, also Friderich, bischoff czu Straszburg, bie uch in der stat czu Straszburg unsern lieben andechtigen Gregorium von Wandisleibin, unsers lieben andechtigen Wolfartes von Grenfels, bischoffes czu Basil, in geistlichen Sachen vicarium, in unserre botschaft und dinste frevelieh gevangen und in 30 eysen geslossen hat, daran er unsere kunigliehe wirdikeit geuneret und gesmehet bat, also er auch an andern Sachen me getan hat, also wir ym des doch nicht getreuwet betten, hat uns derselbe Gregorius unser diener gerümet, daz ir czu ereil der heiligen kirchen und unser kuniglicher wirdikeit uch in den suchen czü- male togentlichen bewiset habit und yn aus der gevengnisse ledig und loes gemaehet 35 habit, daran ir uns eyne sulche behegelikeit getan habit, die wir kegen üch und die uwern gnedicklich bedencken wollen, darober ist uns Vorkommen, daz derselbe Gregorius unser diener von derselben gevengnisse wegen dem byschoffe und dem (sic) seinen eyde getan habe und brieve ober sich geben habe, dorumb begern wir von uch, sind dem mal daz uns die unere und smachheit an unserm diener bie uch in der 40 stat czu Straszburg an unserm dinste derbotten ist, daz ir den bisschot under- wiset und mit ym auch ernstlich von unsern wegen redet, daz er Gregorium VI. 6 40 1381 unsern diener ledig und loez sage und alle eyde und brieve vor sich und alle die synen abe tue und yn der ledig sage, also wir ym aueb in unsern brieven vorschrieben haben, wan wisset, daz wir ym und den synen in allen Sachen, die sie czü ym czu Sprechern; haben czu dem rechten stellen und halten wollen, und bewiset uch in dissem Sachen, also wir uch bisundern wol getreu wen. daz wolle wir Kegen uch gnedieklich bedenken. geben czu Präge an sand Johannistage des ewangelisten unser reiche des hehemisehen in dem 19 und des römischen in dem 0 jaren. Per dom. cancellarium Martinas seolasticus. Str. St. A. AA. 107. nr. 17. or. mb. Mt. pat. c. sig. in v. impr. 56. Aufzeichnung über die Preise von Wildpret und Geflügel im Jahre 1381. Vogeler und gremper. 1381. Zu dem ersten so sollen!, sü geben den besten antvogel umbe 10 den. — it. eine glute und eine deind zh 4 den. — it. die rotbeinlein zu 3 den. — eine wildegans umb 14 den., einen vasanthan umb 16 den., ein vasanthun umb 4 den., ein rot velthün umb 9 den., ein gro velthün umb 7 den., ein basen mit dem balge umb 18 den., ein haserivleisch umb 16 den., den besten kappen umb 1 sol., eine alte henne um 10 den., it. eine junge hörige henne umb 8 den. — item eine zame gemeste gans, die do bereit ist, die sol man geben von ostern untze sante Michels tage umb 16 den. die beste und von sante Michelstage uncze vastnaht umb 1 sol., it. ein zame ente umb 8 den. Hegel, Königshof. Gedr. 11, 1011. aus dem [nicht mehr vorhandenen] «Heimlich Bucht fol. 44''. 57- Meister und Rat von Slrassburg an den Ritter Johann von Thann : verwenden sich für Frau von Ochsenstein, ihre Bürgerin. [1381.J 1 Wir Johans Schilt der meister und der rat von Strazburg embieten dem erber» ritler hern Johansen von Than als lieb und gut. also ir uns enboten haut von jungfrowe Menen wegen von Ohsenstein unserre burgerine, da sullent, ir wissen, daz wir sie darumbe vur uns besantent. und sprichet, daz ir hern Rudolf seligen von Ohsenstein iren bruder von dez schaden wegen, den er uch und uwern löten zu Burlebach getan solte haben, geböten! vur die nune dez lantfriden gegen Spire. und bet vor uns erberlich mit biderben löten erzöget, die vor uns darumbe swürent an den heiligen, daz der vorgenante herr Rudolf vor den nönen mit urteile ledig wart geseit von der vorgenanten getete und uwerre ansprache wegen, nu bitten! üch darumbe ernstlich, daz ir uwere vorderunge gegen der egenanten unserre burgerin ablassent und ir noch iren löten keinen schaden tunt und tru- went, daz ir uns noch ir haröber keinen schaden tunt und ? öch hie mit lassen! 1 Johans Schilt war Meister 1369, 1372-1381. 1382 41 begnügen, und laut uns har umbe uwere entwirrte wider wissen, daz wir uns darnach künnent gerillten. Str. St. A. AA. 118. or. mb. ohne Siegelspuren. 515. Meister und Rat von Rlraßburg bezeugen dem bisherigen städtischen, Amt- 5 mann Burchart Megger bei seinem Ausscheiden ihre volle Zufriedenheil. 1382 Januar 4. Wir Cüntze Hock ect. kündent mengliehem mit disem briete, alse Ihirckart Meyger von Erstheirn unser bnrger lange zit und vil jarc unser und der vorgenanten unserre stelle amptman gewesen ist und er aber ni’i dazselbc ampt von sines libes notdurlt io wegen ufgegeben het, daz also derselbe Ihirckart Meyger uns redeliehe und ge- truweliche verrechent und gentzliche volletän het von allem dem gute, wie daz genant ist, daz er von unsern und unserre stelle wegen ingenomen und uzgegeben het, in weihen weg daz sie, nutze ul disen hütigen dag, alse die dato diz briefos beseit. und sagent öch wir mit disem briete vür uns und alle unsere nächkomen is der vorgenanten unserre stelle zu Strazburg ledig und quit gentzliche den vorgenanten Burckarf, Meyger und alle sine erben von alles dezselben gutes wegen, wie daz genant ist, daz er von unsern und unserre stelle wegen ingenomen und uzgegeben het, in weihen weg daz sie, untze ul disen selben hütigen dag, alse die date diz briefes beseit, und daz wir noch alle unsere nächkomen der vorge- 20 nanten unserre stelle zu Strazburg darumbe niemer anspräche noch vordemnge an denselben Burckart Meyger und an alle sine erben gehaben süllent mit gerillte, noch äne gerillte in denheinen weg an alle geverde. und dez zu einem urkunde, so ist unserre stette ingesigel an disen briet gehend«!, der wart gegeben an dem ersten samestdage vor sant Erhartz dage dez heiligen bisehofes in dem jare etc. 25 ahtzig und zwei jare. Str. St. A. Stdtord, Bd. 21. fol. 186 d. conc. 59- Ralsbeschluß über die Wiederwahl der Meister und Ammeisler nach dreijährigem Zwischenraum und Festsetzung ihrer Einkünfte. 1382 Januar (i. Unser herren meisler und rat, schöffel und amman sint übereinkoincn, das 3o nach dem jare, so einre ein meister oder ammanmeister gewesen ist und abe ist gegangen, er in drien gantzon jaren darnach nit anderwarbe noch e zii meister noch zii ammanmeister gekosen noch gemache 1 sol werden an alle geverde a . und das man oueli ieglichem under den vier meistern, die ieglichs jares zu meistern gekost und gemachet werdent, sol geben von unserre stette wegen das vierteil jares 35 us, so ieglicher meister rilltet, und nit vürbaz alte wochen ein pfunt Strazburger Pfennige zii sture zii sinem kosten zii den fünf pfunden, die man ieglichem meister a) an alle geverde übergeschrieben, danne an dem vierden jare ansgestrichen , weil oben: er in drien gantzen jaren darnach eingefügt ist. jares von des rates wegen git. und sol man einem ieglichen ammanmeister, der ein ammanmeister gemaehet und gekoset wirt, geben alle woeben ° dasselbe jar • uz von der stelle wegen ein pfunde Strazburger pfennige ouch zu sinem kosten zu sture und och zu den fünf pfänden, die man ime jares von des rates wegen git b und sullent öeh darzü alle jare den meistern und den ammanmeistern ire gefelle s öch werden, alse sie in nutze har gefallen und worden sint an alle geverde. und sol öch der nuwe rat alle jare darnach, so er gekosen ist, sweren uf der pfaltzen , an dem liebsten sunnendage nach sant Erhartz tage und sol man öch in den nehsten ahte tagen nach demselben sunnendage, alse der rat uf der pfaltzen ge- j sworn het, vor dem munster sweren. 0 actum feria secunda proxima ante diem » sancti Erhard! episcopi anno domini 1382. Str. St. A. Stadtord. Bd. 21 fol. 186. Protokoll-Concept mit vielen Streichungen und Verbesserungen. 60. Swartz Götze von Grostein der meister und der rat von Straszburg widersagen Henne Stcesse von Cleberg durch der von Franckenfurt unserre eitgenoszen u willen. datum feria tertia proxima ante diem scti Anlhonii confessoris anno 1382. 1382 Januar 14. Frankf. St. A. Reichssach. Art. 127 c . or. mb. I. pat. c sig. in v. del. Ebenda Absagen an Claus von Iteddilnheim und Johann Thymen von Langenauwe. 61. Straßburg an Speier: giebl seine volle Zustimmung zu dem auf dem letzten 2 ojj Tage zu Oppenheim vor geschlagenen und verhandelten Bündnis der Städte mit den D Fürsten und will zum Abschluß desselben Boten mit ganzer Vollmacht auf einen fl neuen Oppenheimer Tag senden. 1382 Januar 29. M I Den erbern bescheiden unsern sundern güten frunden, dem burgermeister und W dem rate zu Spire embieten wir Swartz Götze von Grostein der meister und der 25 M rat von Strazburg unsern dienst, lieben fründe, alse uwere der andern stette unserre 9 eitgenoszen und ouch unsere erbern hotten zü tage gewesen sint zü Oppenheim W und geretde haut von einre verbüntnüsze wegen mit den fürsten und herren, der ^ erbern hotten ouch uf dem selben tage warent uf zü nemmende und zü machende, ,r also baut uns die selben unsere erbern hotten wol gesell, wie man von demselben »B tage gescheuten ist und daz ieglicher stette erbern hotten eine nottel und bezeiche- nunge der meinungen, alse man alda darumbe von enander gescheiden ist, irre stat widerumbe brüht haben, sich darumbe zü bedenckende und das man dar muhe ; widerumbe zü tage sin sol zü Oppenheim uf den nehsten sunnentag vor dem • a) Gestrichen : [und auch nit me und sol man öch alle jare darnach, so ein nuwer rat gekosen ist, ® sweren vor dem munster an sant Erhartz tage dez heiligen bischofes und nit vor noch nach, danne alle jare eben an dem selben sant Erhartz tage an alle geverde.] b) Gestrichen: alle [jare von dem ungelte] der stette wegen [hundert pfunde und vier pf'unde]. c) Gestrichen : [were es aber das derselbe sant Erhartes tag uf einen sunnentag gefiele, so sol man an den nehsten sunnentage nach demselben sunnentage, uf den sant Erhartes tag gevallen ist, 40 vor dem munster sweren ane alle geverde]. 1382 43 sunnentage Letare zu mitterfasten, der nü zu nehste komet. und darumbe so März s ’ kündent wir üch, daz wir über die selbe nottel und bezeichenunge geseszen sint und 1 zii rate sint worden, das uns dieselbe nottel und bezeichenunge wol gevellet und 1 uns ouch wol zi'i sinne ist, den bunt mit den fürsten und herren in dieselbe wise ! 5 5 uf zii neinende, und daz wir oucli darumbe unsere erbern botten mit vollem gewalte 1 uf den vorgenanten nehsten sunnendag vor mitterfasten uf dem tage zii Oppen- i heim haben wellent, es zii vollendende und ouch andere stücke mit üch und den i andern unsern eitgenoszen zii besorgende, die danne zii der selben verbüntnüsze nützelich und notdürftig sint. und darumbe so verkündent ouch ir dis also vürbaz i w io uwern und unsern eitgenoszen den von Mentze, Worms und Franekenfurt und mit namen dar zii den swebeschen stetten, die uwer und unsere eitgenoszen sint. und senden! ir den swebeschen stetten dar mit eine abegeschrift der selben notteln, die uwere erbern botten üch von dem vorgenanten tage zii Oppenheim broht lmnt, und verkündent in, daz sie ire erbern botten ouch mit vollem gewalte dar umbe iä habent uf dem tage zu Oppenheim uf den nehsten sunnentag vor mitterfasten. daz duncket uns nützlich und gut. sin. datum feria quarta proxima ante diem 1 15 fest! purificalionis beate virginis Marie anno etc. 82. , Sir. St. A. 6. U. P. lad. 48/49 d. fase. VII. conc. des an Speier abgesandten Briefes. 62. Bischof Friedrich von titraßburg trifft mit dem Burggrafen ein Ueberein- 20 kommen bezüglich des Zolles. 1382 Februar 21. 20 J Wir Friderich von gots gnaden bischof zu Straszburg tun kunt mit disem brief allen den, die in ansehent oder hören! lesen nu oder hienach, das wir mit willen wissen und geheile der erwurdigen herren des dechans und des capitels der hohen stift zu Straszburg einhelliglieh ubereinkomen sint mit unserm burggrav hern Johansen 25 von Mühlheim, eim ritler zu Straszburg, von des Zolles wegen, der da höret zu dem burggraven ampt, den ein zoller, den ein burggrave zu Straszburg satte, gesament bette von sinen wegen all jor in dise wise, also hienach geschriben stat. das ist also das der selb dein zoll hinanfur me hüben sol by dem grossen zoll, den wir haut in der statt zu Straszburg, und sollen! wir und unser nachkomen dem burg- 30 graven hern .lohansen von Mulnheim, oder wero den zu male burggrave ist, geben 30 alle jar zu yeder fronvasten fünf pfunt Straszburger pfennig uif den sambstag in der fronvasten, das ist zu dem jar zwentzig pfunt und soll das ein yeglich zoller, der dan ist oder wurt, geloben by siner t.ruwen an eins eides statt on allen verzog und on all hindernusz zu gebende und sollen! wir und unser nochkomen ouch 35 eynen yedlichen zoller, der den zoller ist oder wurt, solieh haben, das er es 35 gelobe zu gebende und es ouch halte, und wer es, das es mit gesehen und nit gehalten wurde, so mag der vorgen. burggrafe, oder wer dan zu mole burggrave ist, den zol nemen und lihen, wem er wil on unser und mengeüchs widderrede und irrung on alle geverde. es ist ouch beret, das der vorgen. herr .lohannsz von 40 40 Mulnheim, der burggrave, oder were den burggrave ist, sol hüben by allen rechten 44 1382 und gewonheit, die eyn yeglich burggrave hette und gehebet bette von allen den zunften und antwereken, die ander eynem burggraven geborent von unsern wegen, wie die genant sint. eyn yeglich burggrave sol auch hüben by dem gelute zolle, also es harkommen ist. er sol auch hüben by dem eymer und by dem zolle von den oleye luten, er sol auch hüben sust by allen andern rechten, die er von uns und von unsere stift bet, und also es harkommen ist von allen antwereken uszgenommen des cleynen Zolles, also dovor geschriben stet, den ein underzoller sament und gesament bet, also es harkoinen ist. und aller dirre vorgeschriben ding zu urkunt haut wir der vorgenant Friderich bischolT zu Straszburg unser eygen ingesigel geton hencken an disen briet und wir .lohanns von Ochsenstein dechan und das eapitel der egenanten stift zu Straszburg bekennen! uns, das alle vorgeschriben ding mit unserm guten willen, gunst und gehelle gescheen sint. und des zu urkunt haut wir des egenanten eapitels ingesigel zu unsers egen, herrn von Straszburg ingesigel gehenckt an disen briet. der wart gegeben an dem nächsten tri tag vor sauet Mathis tag des heiligen zwelfbotten in dem jor do man zalt, von gots gepurt dryzehenhundert achtzig und zwei jar. dirre briet sint dry gelich und hübet der eine by uns Frideriehe bisehof zu Straszburg und der ander by dem eapitel und der drite by dem burggraven da vorgenant. Str. lies. A. G. 3464. Kopialbuch. Die liichtigke.il der Abschrift wird durch einen Notar beglaubigt; nach dessen Beischrift fehlt das Kapitelsiegel. 63. Bürgermeister und Rat von Mainz an Straßburg in Angelegenheiten der Bundesabrechnung . [13S2 (?) Mars 3.] Lieben fründe und eitgenoszen. als uwere und andere uwere und unsere eit- genoszen der stette fründe des bundes an dem Ryne, die zu nehsle zu Spire bi enauder gewesen sint, uwern und unsern eitgenoszen den von Worms und üeh uns befohlen haut, daz die von Worms ire fründe zü uns gen Mentze schicken selten und dieselben ire fründe mit unsern fründen, die wir darzü schicken selten, zü den juden, umbe die sie ahtehundert und fünftzehenden halben güldin zü schaden genomen haben! von der vier gros wegen ires Zolles dez ersten jares zü Manheim, und das dieselben der von Worms fründe und euch die unsern mit den juden rechenetent und züsainen slügent hüptgüt und schaden an eine, und was danne jeder stat unsers bundes darzü nach margzal gebürte zü gebende, daz sotten! wir in ieglicher stat versehriben ir anzal daran zü gebende, dar umbe laszent wir üch wiszen, das üwere und unsere eitgenoszen der von Worms fründe uf hüt darumbe bi uns gewesen sint und haben! unsere fründe mit in mit den juden umbe die vorgenante schulde und schaden gerochene! und züsamen geslagen, daz der summen ist eilt ehthe hundert güldin und 26 güldin, daran ieglicher stat unsers bundes an dem Ryne, uzgescheiden die von Worms und die von Spire, an der groszen summen der glefen ieglicher glefen drie güldin und 7 sol. alter heller gebürt zü gebende, darumbe heben fründe so bestellen!, daz ir von eglicher glefen der groszen sumen drie güldin und 7 sol. alter heller bi uns in 5 10 15 20 25 30 35 40 1382 45 1 unser stat uf den sunnentag Letare, so nu nehste koment schickent und März te. i sendent, uf das man die jüden davon bezale und der sachs zu ende komme, weihe , stat daz aber nit dete, waz schaden dar alter den andern stellen davon entstünde, ■ den wurde die stat den andern stetten abelegen, alse auch die briete halten!, die s 5 vormals darüber gegeben sint. oucli lieben fründe stet uns noch etwie viel geltes usze von der zweier rechenunge wegen, die zii Spire geschehen sint, also die rechten briefe halten!, die zu Spire darüber gegeben sint. bitten! wir üch fliszek- liche, daz ir dieselben rechenbriefe ansebeut und üch daruf ensinnent, und was ir darvon noch schuldig sint zu gebende, daz ir uns daz uf den vorgenanten sun- io io nendag Letare gen Mentze schicken vellent, uf daz wir des! gerner tun wellen!, waz üch dienstlich und lieb ist. datum feria secunda post Reminiscere. • Bürgermeister und rate zu Mentze. Str. St. A. G. D. P. lad. 48/49 lj . fase. XI. cop. chart. coaev. 15 64. Ungenannter schreibt an ungenannte Stadt, dass die in Wesel versam- i 5 mellen Bischöfe von Köln, Trier, Mainz, Strassburg, die Herzoge von Lothringen und von Baiern, der Markgraf von Baden, die Grafen von Sponheim, Katzenellenbogen und Johann von Nassau sämmtlich wider den Bund der Reichsstädte seien. Datum Wesel 1382. Wesel 1382 [nach März 7]. 20 Reg. d. Markgr. v. Baden, nr. 1351. 20 D. R. A. 1, 336. anm. 2. Koch-Wille, Reg. d Pfedzgr. 4437. 65. Landfrieden König Wenzels mit den drei geistlichen Kurfürsten und den beiden Pfalzgrafen Ruprecht dem älteren und dem jüngeren, mitbestimmt für die wetter- auischen Städte: Wetzlar, Friedberg, Gelnhausen, sowie für die elsässischen Städte: 25 Colmar, Mülhausen, Kaisersberg, Münster, Rosheini, Türkheim, Sulz auf 5 Jahre bis 1387 Juni 24. geben 1382 off den suntag als man singet Oculi. .. regn. hob. 19 rom. 6 . 1382 März Str. St. A. G. D. P. lad. 48|49c. fase. 8. Gedruckt: Weizäcker D. R. A. I, 337 nr. 191. so 30 66. Hagenau an die schwäbischen Bundesstädte: mahnt auf Grund ihres Bundes denen von Strassburg beraten und beholffen zu sein gegen Dietrich vom Huse, Probst zu Lutterbach, Johann und Hartung vom Huse, welche beiden den Strassburger Bürger Uelin von Berne schwer geschädigt haben, und auf Freitag nach Ostern die «grosse zal glefen» zu schicken. datum feria sexta proxima post A P nm. 35 ,5 dominicam Letare anno 82. 1382 Mürz 21. Str. St. A. AA. 118. cop. ch. coaev. 67. Swartz Götze von Grostein der Meister und der Rat von Strassburg an Frankfurt: mahnt auf Grund ihres Bündnisses um Hülfe gegen Dietrich vom Huse, 40 Probst zu Lautenbach, dessen Knechte den Strassburger Bürger Uelin von Berne 1382 46 gefangen genommen haben. Die bündnissmässige Zahl (liefen soll am Freitag nach Ostern (April 11) in Strassburg sein. datum sabbato proximo post dominicam Letare anno 82. 13S2 März 22. Frank/. St. A. Copialb. VII a . fol. 24 nr. 59. cop. coaev. Ebenda: Von gleichem Datum gemeinsame Mahnung Straßburgs in derselben Angelegenheit 5 an Mainz , Worms, Speier, Frankfurt , Hagenau, Weißenburg, Pfeddersheim mit der Bitte, auch die schwäbischen Bundesstädte zu malmen. (jl{. Frankfurt mahnt die schwäbischen Städte auf Grund ihres Bündnisses, der Stadt Strassburg mit der grossen Summe Gielen gegen den Probst von Lautenbach beizustehen und ihre Hülfe zu Freitag nach Ostern (April 11.) gen Strass- io bürg zu senden. datum feria quarta post annunciationis Marie anno 1382. 1382 März 20. Frankf. St. A. Copialb. VII a 24. cop coaev. 69. Graf Heinrich zu Lützelstein an Strassburg: bittet um (liefen wegen der Fehde zwischen der Stadt Mainz und Hannemann vom Hirse von Isenheim. 15 1382 [März], Str. St. A. Hegest nach einem alten Inventar des aufgelösten Bestandes *an der Saub Original nicht aufgefunden. 70. Straßlmrg schließt mit den Herren vom Hus einen Sühnevertrag, hauptsächlich wegen der Burg Wittenheim. Breisach 1382 April lß. 20 Von der stösse und missehelle wegen, so gewesen ist zw üsehend den wisen nnd bescheiden dem meyster dem rat und den bürgern gemeinlich der stat ze Strasburg und allen ihren belfern und dienern und allen den, die zu inne gehörend, einsit und her Dietrich vom Hus, probst ze Lutenbach, Heintzen sinez knehtez genant Ritter, her Hans Ulin vom Hus, Hartunge und Heinrichz, sinr sünen, her « Claus von dem Hus und her Hansen von dem Hus von Ysenhein und allen Iren belfern und dienern und allen den, die zu in gehörend, andersit. die selben stösse her dan rurend von der obgenanten wegen her Dietriches vom Hus und Ritters sins knehtz, do von Wittenhein gewonnen wart, do ist menglichem ze wissend, daz si beide sit der selben stösse und missehelle mit einander früntlich und gut- w lieh gar und gentzlichen versunt, geriht und gesliht sint ein luter gantzer siin und rihtignng uinb alle die sinke, spenne und stösse, wie die genant sint, so si bede sit mit ein ander zu schaffen gehept haut uffen disen hüttigen tag, alz dirre brief gegeben ist, es si von angriffe, gevangnüsse, Schätzung, brandez und nome wegen und Sonderlingen von der vesti wegen Wittenhein, so her Hans Ulin vom Hus R an gewonnen ist und umb allen den kosten und schaden, so sii bede sit dovon gehept haut, der selben stösse und missehelle sü bedesit versunt und geriht sint luterlich und ewenclich. 1382 47 Beide Parteien geloben bei ihren Eiden die Sühne zu halten. Es siegeln auf ihre Bitten Walther von der Dick, herre ze Spechsberg; Dü doll' von Hohenstein, vitztüm von Straszburg; Martin Malterer, Landvogt ze Eisatz und ze Brisgöw dez hertzog Lüpoltz von Östcrich; burgerineister und rat ze Brisaeh. gegeben ze 5 Brisaeh an dem nechsten zinstag nach usgender osterwochen in dem jor.... 1382. Str. St. A. G. U. P. lad. 166 nr. 59. nr. 58 or. mb. lit. pat. c. 4 sig. pend. Dorsualvermerk von nr. 58: Als den vom Huse die vestin Wittenheim angewonnen und die Sache gerihtet ist a. 1382. 71. Hug Diitschman der Meister und der Bat zu Strassburg an Speier: teilen mit, i» dass sie sich durch Vermittelung der Räte Herzog Leopolds von Oesterreich mit Dietrich vom Huse, Probst, zu Lautenbach, völlig versöhnt haben und danken für die somit überflüssig gewordene Hiilfelcistung, um die sie gemahnt hatten. datum sabbato proximo post quasimodo geniti anno 1382. 1382 April 10. Frankf. St. A. Copialb. VII a. 27 eop. ch. coaev. 72- Gedenkbrief für einen in Speier abzuhaltenden Städtebotentag: 15 1) die von Strazburg hant uzgeben von des bundes wegen 335 guldin und sollen! her Peter Dernen bezalen. 2) gedenken! ze redende von dem zolle also von der von Mentze wegen. 3) dass Ottemann von Ochsenstein sein Entschädigungsversprechen dem Schultao heissen von Oppenheim erfülle. 4) dass der Bund verlängert werde, damit viele Herren, Ritter u. s. w. demselben bei treten. 5) gedenckent, an die von Wurtenberg und an den von Hohenloch. (>) dass Sigmund von Sponhein abgesagt werde. 25 7) dass der Speierer Tag abgehalten werde von Dienstag früh in den «pfingstiur- lagen» bis Mittwoch Abend. 8) gedenken! an Tannenberg von dez gezoges wegen der tag sol sin am samstag nach dem pfingstag (Mai 30.) 9) ob sich die Städteboten des Streites zwischen den Städten Speier, Worms so und Frankfurt annehmen sollen. 10) dass die Städteboten Vollmacht hätten für die Massregeln, welche zu ergreifen wären: wenn die kurfürsten den bunt mit den stetten mit ufnemmen woltent. [1382 ? April/Mai.] Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 b. fase. XI. conc. ehart. (loser Zettel). 73. Bericht der Straßburger Feldhauptleute aus dem Lager vor Chatillon an 35 den Stettmeister Hug Hütschmann über den Stand der Belagerung mit der Bitte um Verstärkung. 1382 Mai 14. Unsern dienst bevor herre der meister. wir laszent uch wiszen, daz wir die vestin berantent an men«läge zu naht umbe den ersten slof mit einre und Mai <*■ 40 1 Vgl. Hegel, Königshof. II, 807, wo unter der Uebersrhrift: «Schetelo wart gewunnen» kurz Ursprung und Verlauf des Kriegszuges erzählt und die Zerstörung der Burg auf 7 48 1382 driszig glefcn und fündent ouch Schetelan die vestin ungewarnet und daz lant mitten- ander und koment oudi vür die vestin an zinstage, da es dagete mit dem Kulten Mai i3. mitnander und hant oucli die vestin belegen und beseszen. und nach vesper ziit ult den selben dag, da kam der grete von Lutzeistein zu uns mit zwein und driszig spieszen und hant von dem brüschtal wol anderhalb hundert erber lute, und kam der gezhg und aller unser cost uff die mittewoche nach vespern und slalient unsern Mai u. gezüg ult und bereytent in, daz wir an f'ritage trüge wollen! an die vestin mit dem gezüge und ouch mit eime sturme, wie daz geratet, daz enwiszont wir nit, wanne Mai iß. es eine herliche gute vestin ist. und müszent sü dag und naht behüten an vier enden mit zwein hundert mannen, wanne sii ouch vier porten het. und wiszent ouch, daz unser vigende alle dage uff dem velde sint zu rosze und zu fusze und gerne in die vestin werent und hant die weide gefellet umbe Schetelan, daz wir truwent, daz sü nit darin mögen! körnen, und wiszent, daz uns dag noch naht niemer harnesch abe unserme halse körnet, und wiszent, schichte uns der byschoff von Strazburg fünftzig spiesze und der lantvoget ouch fünftzig und die von Wiszenburg, von Hagenowe, von Sletzstat, und von Ehenheim driszig spieze, so truwetent, wir wol mit der gotz hellte die vestin zu gewinnen in vierzehen dagen und mit uwerer heilte. Mai 17-is. und schicken! uns daz Volk untz samstag oder untz sunendag nü zu nehste dar umbe laszent heb ernst sin, wanne es üch und dem lande lit umbe alle uwer selde und ere, daz uns daz volk har in körnet, wir laszent üch ouch wiszen, daz uns unser herre von ltlanckenberg git win und brot und alle cost umbe unser gel dügentliehe und die von Sarburg und daz lant gerwe. und darumbe lieber herre, sil laszent üch ernst sin, daz wir da mögen! bliben strites halb, wanne wir nit dannen koment, ir heiszent es uns danne. uwer versehriben entwirrten laszent uns wider wiszen. geben an dem nomen obende zu mitternaht. i S 2 25 ,i Von uns Walther Wahszicher, Johans Böckelin houbtjnan und Cün- ; rat Armbrüster. : \In verso.} Herrn Hug Dütscheman, stettemeister zu Strassburg. Str. St. A. G. U. P. lad. 22. fase. 1. cop. ch coaev. 30 Gedr.: Ebrard, Strafiburgs Fehde mit Jean de Vergy. S 4. Pfingsten (Mai 25) datiert wird. — Unter den Bundesgenossen Strafiburgs sind auch , dort die Markgrafen von Baden genannt. Vrgl. Reg. d. Markgr. v. Bad. nr 1359, ; lieber die Person Jean de Vergy vergleiche die von Hegel zum Teil nach Acten des ' Metzer Archivs gegebenen Notizen. S. 808 Anmerkg. Jean de Vergy ist Jean III. mit 3S ■ dem Beinamen la laffre (dicke Unterlippe). Er folgte minderjährig 1353 seinem Vater Heinrich II. als Herr von Fouvens, Champlite, Blamont etc. und Seneschall von Burgund. Jean f 1418 war Marschall und Gouverneur von Burgund , vgl. Huchesne , hist, de la maison de Vergy. (Paris 1625), wo jedoch nichts über die Fehden mit Strafiburg gesagt ist. 40 1382 49 74 . Hans von Wetelsheim verzichtet für sich und seine Nachkommen auf alle Entschädigungsansprüche, die er wegen der Zerstörung von Burg und Dorf Wittenheim an die Straßburger erheben Könne. 1382 Mai 14. Ich Hans von Wetelsheim ein edelkneeht tön kirnt menglichem mit disem brief, ft als die wisen bescheidenen der meisten, der rat und die bürgere gemeinlieb der stat zu Strasburg und ir heller und dienen Wittenheim die vesti gewunnon und daz dorlf dabei verbrant haut, daran und damitte sü mich an etzlichen minen armen luten daselbs geschediget hant, da vergihe ich, das ich mich für mich und alle mine erben und nachkomen und lür mine armen lüte gegen den obgenanten von "> Strasburg und gegen allen den iren belfern und dienern gemeinlich oder ir ieklichen besonder, die des krieges gewesen sint, und gegen allen iren nachkomen aller rehten vorderunge und ansprache, so ich oder mine erben und nachkomen und mine armen lüte nu oder hernach hant oder haben möchten an si alle gemeinlich oder ir einen besonder oder me von der getote des invalds, des brandes und der name i» wegen, wie daz bescbeben ist, damitte ich oder mine armen lüte da geschediget sint, gar und gentzlich verzihe und begibe iemerme eweklich, das ich noch mine erben und nachkomen noch mine armen lüte noch ieman anders von minen, miner erben und miner armen lüte wegen die obgenanten von Strasburg noch nieinan von iren wegen darumbe niemanne angespreehen, bekümbern, gevangcn, angrilfen so noch in keinen weg weder heimlich noch öffenlieh genötigen sollen!, und daruf so sollen! oucli si und alle ir belfere und dienere von mir und allen minen erben und o'uch von minen armen lüten, für die oucli ich disc ding vertröst und versperith hinnanthin ieiner ewcklick quit, lidig und losz (sin), sid nu ich mich gegen inen harumbe aller rechten vorderunge und ansprache verzigen, begeben und 2h darumbe quit, lidig und losz geseit habe, das ich olfenlich vergihe an diesem brief. und darumbe so verheiszen und geloben üch für mich und alle mine erben und nachkomen und oucli für mine armen lüte, die da geschediget sint, alle dise vor und nachgeschriben ding war und stete ze haltende, ze habende, gar und gentzlich ze vollelürende und hie wider niemer ze tünde, noch schaffen getan werden 20 bi dem eide, so ich minen herren getan habe von miner leben wegen ane alle geverde. har über ze einem waren urkunde so habe ich der vorgenant Hans von Wetelsheim, ein edelkneeht, min eigen ingesigel gehenckt an disen brief. der geben ist an dem ncchsten mitwüchen vor dem ullartage des jares do man zalte von Grysti gebürte tusent drühundert achtzig und zwei jar. 35 Str. St. A. G. U. P. lad. 54/58. or. mb. lit. pat. c. I sig. pend. Gleichlautende Suhn-Urkunden mit den betreffenden , meist gut erhaltenen Siegeln finden sich von: 1. Herman und Heinrich von Regisheim genannt Stusse, or. c. L sig. pend. 2. Wilhelm, Heintzeman und Herman Waldener. or. c. 3 sig. pend. 40 3. Eppe und Fridericli von Hadstat, Söhne Cftntzens, und Friderich, Alexius und Petermann von Hadstat, Söhne Eppens. or. c. 5 sig. pend. quor. 1 del. 4. Franz und Ulli Störe, or. c. 2 sig. pend. 5. Peter von Eptingen. or. c. 1 sig. pend. 6. Kraft von Ongersheim. or. c. 1 sig. pend. 7. Heintzman, Wilhelm und Cftnrat von Hungerstein. or. c 3 sig pend. quor . 2 delaps. 45 50 1382 8. Walher von Ongersheim. or. c. 1 sig. pend. delaps. 9. Hetzel Nibelung, ein edelkneht, und Cläre von Mörsperg, des erstem Schwester; letztere siegelt nicht, sondern erklärt ihres Bruders Siegel für sich verbindlich, or. c. 1 sig. delaps. 75 - Hug Dütschman der Meister und der Rat von Strassburg an Frankfurt: mahnen ä um die vertragsmässig grösste Summe Riefen 1 zum Sonntag über 14 Tage nach Zabern (Juni 1.) gegen Jean de Vergv, dessen Burg Chatilion man zu brechen beschlossen habe. datum sabbato proxiino post diem festi ascensionis anno 1382. 1382 Mai 17. Frankfurt. St. A. Copialb. VII a . fol. 26 nr. 66. cop. eoaev. Vgl. Ebrard: Strafiburgs Fehde mit Jean de Vergy. S. 6. dort auch erwähnt: ein gleichlautender Mahnbrief an Eßlingen und die schwäbischen Städte von gleichem Datum. 76 Frankfurt an die schwäbischen Städte: mahnt für Strassburg um vertragsmässige Hülfeleistung gegen Jean de Vergy. datum f'eria quinta ante Urbani anno 1382. Frankfurt. St. A. Copialb. VII a 26 b nr. 67. cop. coaev. 1382 Mai 22. is 77 . Hug Dütschmannder Meister und der Rat von Straßburg an den Landvogt Martin Malterer wegen der von Hartung vom Hase gefangenen Juden. 1382 Mai 23. Wir Hug Tütsclmian der meister und der rat von Strazburg entbieten dem 2 « erbern fronten ritter ltern Martin Malterer, dem lantvogte, was wir gutes vermügent. alse ir uns wideruntbe geschriben liant, von der juden wegen, die Hartung vom Huse gefangen bet, also wiszent, daz uns unser fründe, die uf dem tage zu Brisach warent, uns geseit, liant, daz es von der juden wegen alda verteigdinget wart, daz man die juden und ir gut gen Brisach urtsern erbern hotten in ire haut ent- s wurten sol und daz ir sie ioch von Brisach geleyten soltent, obe sie sin bedürften!, alse ir ouch daz selber wol wiszent, dez wir getruwent. und dar untbe so bittent wir üch mit ernste, daz ir schallen wellent, daz die selben juden und Mai 27 . ir gut an zinstdage, der nü zü nehste körnet, zu Brisach sint, so wellent sie unsere erbern hotten alda empfahen und wellent uwern ernst dar zü tun iemer durch » urtsern dienst und daz es ouch dest vürderliclte geschehe, wände uns geseit ist, daz man si herte halte und daz sie mit henden und fuszen in stocke geslagen sint. üwer entwirrte embietent uns wider. datum feria sexta proxima ante diem festi pentecostes anno etc. 82. [In verso] Dem erbern fronten ritter ltern Martin Malterer, dem lantvogte. 35 Str. St. A. 6. D. P. lad. 174. or. mb. I. cl 1 Dies Hülfsvölk der «meisten summe der glefen», besteftend aus 65 Liefen wurde laut Frankfurter Rechnungsbücher wirklich geschickt, konnte aber schon bei Weißenburg umkehren, da inzwischen die Burg Chatillon erstürmt war. vgl. Ebrard, S. 7. 1382 51 78 - König Wenzel an Strassburg: gebietet Bevollmächtigte zum Reichstag nach Oppenheim auf den 22 Juni zu ihm zu schicken. Nuremberg am neehsten dinstag nach der heiligen driveltikeittage reg. boh. 19. rom. (i. Nümherrj 1382 Juni 3. Str. St. A. AA 107 nr. 19. or. ch. lit. cl. Gedruckt : D. 1t. A. I. nr. 188. 79. Bericht der Straßburger Boten vom Städtelage zu Bingen an den Rat: Mainz und die rheinischen Städte sind bereit, Hillfe gegen Herrn von Vergy zu senden; es dünkt ihnen gut, auch die schwäbischen Städte um Hülfe anzugehen; in Straßburg soll man für gute Aufnahme und Verpflegung des Zuges sorgen; der König io will nach Frankfurt kommen. [1382 Juni G.] Unsern fruntlichen dienst bevor, wir lant uch wiszen, daz wir uff dise mit- Junn. woche zu naht ge in Meintze körnen sint und alle stedte an dem Mine und mich die swebschen stehle und daz der dag zu Bingen für sich gat. und als ir uns verschriben haut von her Johansen wegen von Versie, uwern brieff hau wir wol 15 verstanden und lant uwere wislieit, wiszen, daz wir den selben brieff 1 an frytage Junis. zu priine zyt drugent für der rinsehen stehle bohlen und «latent yn denselben briet! lesen und batent sie damitde, daz sie ire meisten summen ire gleven forderlichen zu uch gein Straszburg woltent schicken, wenn ez were umb des lamles nutz und ere zu Elsasz und sprachen!, wer ez joch, daz der von Versie nit enqueme, so so molite ez lihte geschehen, daz man lihte etwaz anders schulte, daz doch in und uch und dem lande nützlich und erlich were. des entwürfen! uns die von Meintze mit vollem rate und sprachen!: ir were keiner in allem irem rate, wenn den ez billich duhte und woltent ir volek mit der groszen summen an zinstage zu nah! zu Juni io Wormsze haben, und entwürfen! uns die andern stehle und sprachen!, sie woltent 25 ir briefe forderlichen schicken zu iren frunden und getruwetent, sie detent dazselbe, daz ire l'runde von Meintze getan hetdent. und schicketen wir unsere briefe mit den iren mit unserm bohlen an fritage zu mittemtage zu den stetden und batent sie Juni «• des selben, daz wir sie und die von Meintze gebeten hetdent. und versehen! uns und wiszen! anders nit, wann daz die von Meintze, die von Wormsz, die von Spire und 3o die von Franekenfurt mit den meisten summen ire gleven an dnnrstage zu naht Juni m zu Wiszenburg ligent und an frytage zu naht oder an samsztage frühe by uch zu Straszburg sint. euch rieten! uns die stehle, daz wir die swebschen stetde ouch bilden sotten!, daz sie iren frunden forderlichen verschrieben!, daz sie mit der groszen summen ire gleven zu uch zugent und gaben! in des briefes, den ir uns 35 santent,, eine abgeschrift. die entwürfen! uns, sie woltent ez gerne iren frunden verschieben. da duncket uns nutze und gut sin, wie daz ir versorgen!, wie daz ir sie beherbergen! und bestellen!, das in futer, houwe und andere koste ein phenwert umb einen phennig werde, wenn ez ouch in andern stetden dahin uffhin also bestellet ist. ouch wiszen!, daz uns die von Meintze geseit haben!, daz man für aht tagen umb 1 Dieser Brief ist nicht erhalten. 52 1382 ,1/ui ÜS. Juni 10. sie geworben habe dem von Versie zu dienste. und darumb, so baut die stetde alle den lierren, rittern und knehten verschriben, daz nieman wider unsern bunt diene. $ daz selbe besorgen! oucli ir. oucli lau wir ueh wissen, daz unser herre der kunig gein Nurenberg quam uif die mitwoclie nach dem phingesttage und sol kommen gein Franckenfurt oder gein Oppenheim, und sollen! wir iht furbaszer dun, daz lant uns s f'urderliclien mit disem holden wiszen. und einphinden wir dann iht, daz lan wir ueh oucli wiszen. besigelt mit Elharts ingesigel feria sexta post corporis Christi hora vesperae. Von uns uwern holden, die ietzent zu Meintze sint. io Str. St. A. G. U. P. lad. 22 fase. 1. or. ch. lit. cl. mit Siegelspuren. Vgl. Ebrard, Straßburgs Fehde mit Jean de Vergy. S. 9. 80 Die rheinischen Städte Mainz, Strassburg, Worms, Speier, Frankfurt, Hagenau Weissenburg, SchlettsLadt, Oberehenheim und Pfedersheim erneuern und erstrecken ihren am 20. März 1381 für 3 Jahre abgeschlossenen Bund auf 10 Jahre bis zum >- 24. Juni 1392. fritag nach Baniläcientag a. 1382. Alains JSSi Juni «. Str. St A. G. U. P. lad. 45/46 nr. 72. or. mb. lit. pat. c. 10 sig. pend. part. mutil. Ebenda lad. 48/49. 2 cop. chart. eoaev. u. 1 cop. aus späterer Zeit. Frankf. St. A. Reichssachen nr. 74. 75. Neueste Drucke: Boos, Wormser Urkb. II nr. 815. — Quidde, Westd. Ztschr. II, 355. 2,1 Aeltere Drucke: Diinig, R A. part. spec. cont. IV, 1 S. 1435. — Dumont , codex dipl. II 1. 172. — Schaab, II nr. 201. Regest: Schöpflin, Als. dipl. II, 281. — Scriba, nr. 3324. — Vischer, II, nr. 175. 81. Die oben genannten rheinischen Städte schliessen unter Bezug auf ihr Bündnis einen Nehenverlrag betreifend die Ausdehnung der llülfsverpllichtung. Maitis l.'iSli Juni 6. Regest nach dem Abdruck bei Boos, Wormser Urkb. II nr. 816. Gedr. auch bei Quidde, Westd. Ztschr. II, 377 nr. 6. nach gleichzeitiger Copie des Frankf. St. A. 82. Die Strassburger Gesandten unter dem Siegel von Hans Eihart «unsers dieners» 30 an Frankfurt: teilen die ihnen kundgewordene Not der Strassburger durch Jean de Vergy mit und bitten ihre grosse Summe Glefen zu nechsten Dienstag nach Worms zu senden, wohin auch Mainz und andre ihre Beute schicken wollen, . . . wan ez umb des landes zü Elsaz nuz ist. datum feria sexta post corporis Christi. [i;js2 Juni 6.j Frankf. St. A. Copialb. VII a . 26. ni\ 69. cop. coaev. 35 83. Meister und Kat benachrichtigen die Straßburger Gesandten in Speier von dem Anmarsche des Herrn von Vergy und beauftragen sie von den Städten schleunige Hülfe zu fordern. 1S S2 Juni 7. Wir Hug Tütsehmann der meister und der rat von Strazburg embieten unsern erbern hotten, die ietzent von unsern wegen gen Spire gefaren sint, waz wir 40 1382 53 früntscheft und gutes vermügent. lieben fründe wir Kunden! üeh, da/ uns botschaft kotnen ist, da/ der von Verse in daz laut zu Elsas ziehen welle und bi ime habe ahtehundert rittere und knehte, fünfhundert reysiger liite und tusent januwer schützen, und dar umbe so hant wir von unserrc manunge wegen, die wir vormals getan het- r tent, gebetten unsere eitgenoszen die swebeschen stelle und ouch die ryneschen stelle, daz sie ire meiste summe der glefen in der gegen bi unserrc stat zu Strazburg haben!, daz sie da sient viirderliche und äne alles verziehen und uns da mit beholfen sint, wände unser herre der bischof' von Strazburg, herr Ulrich von Vinstingen der lantvogt und andere herren und des riclies stelle in Elsas uf morne den sunnendag J«m ». 10 und an mentdago ire samenunge bi Benefeit haut, und dar umbe so laut ir üch ernst sin mit der ryneschen stelle erbern hotten zu redende, daz sie ir volke und glefen arte alles verziehen zii uns send ent. da mit tunt ir uns eine sonderbar frimtschaft. datum sabbato proximo post diem f'csti corporis Christi a. d. 1382. [In verso] Unsern erbern hotten, die ietzent von unscrn wegen gen Bpi re gefaren i5 sint. Str. St. A. G. U. P. lad. 22 nr. 1. or. mb. lit. cl. c sig. in v. impr. del. Vgl. Ebrard S. 10. 114. Ilug Diitschmann der Meister und der Rat von Strassburg an ihre Gesandten: die icztunt gein Spir gefaren sint, daz uff dise hutige mitwoehe (Juni 11) uff 20 somplete zit unser herre der bisehoff zu uns gein Straszburg körnen ist und uns go- ceit bet, daz her Johan von Versie 1 mit zwölf hundert gleven oben in daz lant zu Elsaz ziehen wolle . . . darumbe sollen! ir die rinsehen siedle unsere eitgenossen getruwelichen bilden und mit in reden, daz sie iren zog mit der meisten summen ire gleven laszenl volgen und uns die gleven ane allez verziehen senden! . . . datum 2R feria quarta post diem festi corporis. 1.'ts2 Juni 11. Frankf. St. A. Copialb. VII a . 26 b. cop. coaev. Hf>. Esslingen an Strassburg: teilt mit, dass der König den von Ulm einen Brief gesandt, dass alle Fürsten, Herren und Städte zu Sonntag vor Johannis (22. Juni) 1 Hier möge der einzige französische Brief Jean de Vergy's mitgeteilt werden, da seine Datierung :io und Einreihung schwierig ist: Chiers amis come autre fois vous ay je escript, coment Diechemen le salier de Strabour mavoit courrut et botez feu et fait de grans domages a fait ancor au chascun jour et de present a pris bestes, meuble, gens tuez, pris a prison eticn ancores, si vous pri (?) et requier ancores de rechiez, que li dit Diechemant vouilliez tenir a tel qui ne me convingne (?) de vierter de vous, car je ne voulroie rien avoir a faire a vous, si en vous ne tien, si vous pri que vous en vouillez 35 faire ensin come vous sc’avez qui se espartien a si vous en plaist a savoir. li porteur de ces lettres vous en enfourmerait bien se savoir en volez la veritey. notre Seigneur soit garde de vous. escript le samedi apres la notre dame me (?) host. Jehanz de Vergey sineur de Fouvens. [ln verso] Au mes chiers et bons amis le mestres et au eonseil de la ville de Strabour. Str. St. A. 6. U. P. lad. 22. fase. 1 . or. ch. lit. cl. c. sig, in v. impr. del. 40 54 1382 zu ihm nach Oppenheim kommen sollen. Auch wollen sie schallen, dass die schwäbischen Städte ihre hundesgemässen Gielen der Stadt zur Hülfe schicken. datum l'eria quarta ante diem beati Viti. 1382 Juni 11. Wencker, Excerpta II, 485 » (Verbrannt i. J. 1870). Gedr. im Auszug D. R. A. I. p. 335 not. 1. 116 . Hug Dütschmann der Meister und der Rat von Strassburg an Mainz, Worms. Speier, Frankfurt, Pfedersheim : haben durch ihren heimkehrenden Gesandten rühmen hören . . . uwers kombers und kosten, den ir also gar willeeliche und ane allez verziehen durch unsern willen gehobet haut mit uwern gleven und den uwern uns in hellte zu senden . . . und danken bestens für die damals unnötig gewordene Hülfe . . . « und kundent wir uch da by, daz uns furkomen und geseit ist, daz her Johan von Versie, des da gewesen ist die vesten Schehtelon, die wir gewonnen und gerwe zur- brochen haut, eine groze samenunge het und meynet damitde zu körnende und in daz laut zu Elsaz zu ziehende . . . Sie möchten desshalb ihre «meiste summe der glefen», 1 zum Johannistag (24. Juni) in die Umgegend von Strassburg schicken; denn « diesmal sei es des Rates ganze Meinung: . . . daz derselbe gezog vollegan solle und daz wir denselben gezog nit meinen! zu widerbietende, wände die Sachen ernst sind, datum feria tertia proxima post diem sanctorum Viti et Modesti anno 1382. 1382 Juni 17. Frankf. St. A. Copialb. VII a 27. nr. 76. 20 117 . Herzog Philipp ton Burgund antwortet dem Bischof, dem Landvogt, der Stadl Straßburg und ihren Verbündeten, dass er den Feindseligkeiten Johanns von Vergy gegen sie, an denen sich vielleicht auch einige seiner Verwandten und Untergebenen beteiligten, nicht allein völlig fern stehe, sondern bereits einen Siihneversuch gemacht haben würde, wenn ein solcher nicht völlig aussichtslos sei. 25 Melun [1382] Juni 23. Philippus regis Francorum filius dux Rurgondie venerabili patri in Christo epis- copo Argentino, Ulrico domino de Vinstinga vicario generali imperii in Alsacia do- minisque Alsacie, civitati Argen!, nec non civitatibus et opidis imperialibus supra Renum amiciciam cum salute. venerabilis pater et amici peramabiles. noverint prudencie 32 vestre, vestras per presentium vehitorem hac die 23. iunii nos recepisse litteras men- c-ionem facientes, qualiter dominus Johannes de Vergeio dominus de Foutvant per se et gentes suas de Castro de Chastellon vobis et connnuni patrie Alsacie movit et intulit de facto quamplures iniuras multaque dampna et gravamina in vestris preli- batis litteris annotatas, propter quod communis patria Alsacie dictum castrum obse- 35 dendo illud ceperunt et fecerunt demoliri, quodque ex necessitate prout scripta vestra i Aus den Frankfurter Rechnungsbüchern ergiebt sich , daß Frankfurt wiederum Hülfe abgesandt hat. Mainz, das zufällig an demselben Tage in eigener Sache die Hülfe des Bundes gegen Eberhart von Eppenstein angerufen hatte , erklärte sich sofort bereit , die eigene Mahnung hinauszusehieben und seine Glefen schon zum 22. Juni zu schicken. Vgl. Ebrard, S. 12. * 1382 55 subiungebant adhuc oporteat vos eundum de Vergeyo ulterius persequi usque ad illa- toruin huiusmodi satisfactionem condignam insuper nostram magnificentiam deprecantes, ne ipsa magnifiecncia nostra et subditi ipsius in lmiusmodi prosecucione satisfactionis et. iniuriarum vos habeamus impedire. super (pio prudenciis vestris respondemus quod s 5 licet pro concordia inter vos et ipsum amplectanda antequam predicta forent hinein de perpetrata libenter manus porrexissemus adiutrices et adhuc faceremus amore partis utriusque, si crederemus in aliquo profieere. verumptamen uostre intencionis non existit, eunbem de Yergevo in huiusmodi facto eonfovere. scituri quod si aliqui subditi nostri nexu sanguinis vel aliter astricti ei dem iuvamen contra vos ministra- 10 rinl seu mini streut hec de nostra volunlate minime proeessisse aut procedere. scriptum Meleduni die 23 mensis iunii prelibati. 10 Str. Si. A. G. U. P. lad. 22 nr. 1. or. cli. lit. cl. c. sig. in v. impr. del. 88- König Wenzel an Strassburg: bittet mit ganezem ernste und Heisse, das ir nnverczogenliehen euwer frunde usz emverm rate czu uns gen Frankenfurt sendet 15 15 durch etlicher Sachen willen, die wir mit vn zu reden haben. Frankenfurt uff dem Mewen an saut .lohans abend des tewfers reg. hob. 20. reg. rom. 6. Frankfurt [13S2] Juni 23. Str. St. A. AA 107. or. ch. lit. pat. e. sig. i. v. impr. Gedruckt: T). R. A. I. Bd. nr. 189. * 20 20 89. Die schwäbischen Städte (unter dem Siegel von Ulm) an Straßburg: bitten um Entschuldigung , dass man augenblicklich nur so geringe Bnndeslmlfe auf ihre Mahnung gegen Jean de Vergy habe senden können. Ulm 1382 Juni 21. Fursichtigen wisen besundern guten frund und lieben aidgenoszen unser frunt- lieh willig dienst wissen! alle zit von uns herab vor an. lieben frund und eidgenos- 25 zen, als wir iuch ietzo etwievil unsers Volks schiken und senden, sol iuwer fiir- sichtig wiszhait wiszen, daz wir unsern herren von Baigern uff diz zit unser volk ouch zügcschikt haben und da mit dienen von irer manunge wegen um he die krieg, die sie haben mit dem bischoff von Saltzburg. darumb bitten wir iuwer frunllich liebiu mit gantzem ernst und üiszeclich, daz ir daz von uns ze übel noch für arge s« von uns nit uflfniement, daz wir iuch uff diz zit so clain volk zu schiken und senden, so haben wir doch ietzo bestellet und uff dem stukk angeleit, daz wir iuch zemal und unverzogenlich mer volk und hilft' zu schiken und senden wellen, daz wir ge- Iruwen, daz ir daz zu gut und für dank von uns haben! und uffniement, wie doch daz ist, daz wir unserm herren von Balgern ahn mächtig volk zügcschikt und gesent 35 ss haben, wan wa mit wir iuch zo liebiu oder ze dienst gesin muhten, dez wollen wir allezit willig sin. gehen ze Ulm von unser aller haissentz wegen under der von Ulm insigel an sant .lohans tag ze sünwenden anno 1382. Von uns gemainen stellen dez richs in dem bund ze Swäben, alz wir uff diz zit ze Ulm bi einander sien. 8 40 [In verso\ Den gar fursiehtigen und wisen ünsern besundern lieben frunden und aidgenoszen, dem burgermaister und dein rät gemeinlicben der stat ze Straszburg. ^ Str. St. A. G. U. P. lad. 48)49 B. fase. VII. or. ehart. lit. cl. c. sig. in v. impr. del. — Vgl. Ebrard, S. 12. !)(). Straßburg und die rheinischen Städte verbünden sich auf 10 Jahre mit s Graf Ruprecht von Nassau und dessen Mündel Emicho von Nassau. Mainz 1382 Juni 24. Wir die burgermeistere, die rete und die bürgere gemeinlieh der stelle Mentze, Straszbnrg, Wormsz, Spire, Frankinfurd, Hagenowe, Wiszenbnrg, Sletzstat, Elienheim und Redernsheiin bekennen ofTinlich an disem briete, daz wir uns mit wolbedaeh- >« tem mute und güdem rate zu den edeln herren graven Ruprecht und graven Emichen graven zii Nassauwe verbunden han und verbinden uns zu in an disem briete von dem dage an, als dirre brieff geben ist, übir zehen ganze jar, die darnach ane underlasz nach einander volgende sint. und darumb han wir uns versprochen und globit und versprechen uns und globen in guten truwen mit disem briete off die >» eide, die wir dar übir getan han, daz wir demselbzu edeln herren graven Ruprecht graven zu Nassauwe sollen und wollen geraten und beholffen sin wider alle die, die in kriegent anegriffent leidigen! oder schedigent wider dem rechten in aller der masze, als hernach geschriben stet: zum ersten, wanne wir die vorgeschriben stette von demselben edeln herren graven Ruprecht grave zu Nassauwe gemanet werden zu » Mentze in den rat ime zu hellten wider die, off die er sich mit vieren sinre rete off ir eide erkennen!, daz ime unrecht geschehe, so sollen und wollen wir bynnen viertzehen dagen darnach, nachdem als uns die manünge verkündet wir!, ime senden und ünverzogenlich schicken fünfftzig mit gleven wöl erzüget, und wol bereit ane geverde an die stat, do wir hin gemanet werden und ime do mite getrüwelich zu » hellten, als lange er unser bedarff off unser der vorgeschriben stette eigen kost, schaden und verlnst ane allis geverde, doch also, daz wir uns gein den mit widersagen bewaren mögen, und soln auch wir die vorgenanten stette dem vorgenanten edeln herren mit disen ünsern fünfftzig gleven nit. verrer schüldig sin zü dienende oder zü schickende dann binnen sehs mylen weges umb und umb desselben edeln m herren slozzc uzgenommen Schillingesfürste darüz und darin wir üns auch nit be- helffen mögen, ez ensy dan dez vorgenanten edeln herren wille, so soln wir auch nit schuldig sin ime darzü dienen in keine wise, wir dun ez dan auch gerne, auch soln und wollen wir den vorgenanten edeln herren und die sinen in ünsern stetten und gebieten enthalden uz und inlazzen und sich darüz und darin behelffen z- zü allen sinen nöden wider alle sine fiende oder die in leidigen!, schedigent oder angriffent, off die er sich erkennet und gemanet hat, als vorgeschriben stet und sü auch do inne schüren und schirmen gliche den ünsern ane geverde. und sol in auch do inne schüren und schirmen gliche den ünsern ane geverde. und soln in auch do inne redelichen feilen kauft umb ir phenninge geben ane geverde. was krieges « auch in der vorgeschriben ziit off erstünde, die wile diser verbuntnysze weret 1382 57 und von dem vorgenanten edeln herren oder von uns der vorgeschriben stette einre oder me anegefangen und begriffen worde, do soll er uns und wir ime behollfen sin untz biz der krieg vcrsunet wirb wo dan wir der vorgenanten stette eine oder me heubtlude dez krieges weren, und der vorgenante edel berre unser beider, 5 do mögen wir uns wol tri den und sünen doch also, daz wir in do inne versorgen 5 glicbe als uns selber, wo wir aber sin helffere weren, do ensoln wir uns nit friden nocli sünen ane sinen willen und wiszen in keine wise ane allis geverde. wen auch wir die vorgenanten stette fürter me in unsern bont neinen, ez sin fürsten, graven, herren, rittere, stette oder knechte, daz mögen wir ton und sal das auch dez vorge- io nanten edeln herren wille sin. und in diser bontnisze neinen wir die obgenanten stette üz alle bonde und alle die, die wir gemeinlich und sünderlicb in ünserm bonde l# üzgenomen han und auch den bont, den wir mit unsern güden (runden und eitge- noszen, den swebschen stellen dez gemevnen bondes in Swaben haben nach lute der briete, die wir bevdersite under einander darüber besigelt geben haben, auch iS ist geret, daz jungher Emiche grave zü Nassauwe, dez türmender der vorgeschriben edel berre grave Ruprecht ist, mit allen sinen vesten, sloszen, landen und luten, die 15 er ytzünt hat oder nach an in körnen mugent, glich demselben edeln herren graven Ruprecht in disem buntnysze sin sol. doch also, daz derselbe jungher Emyche uns die vorgenanten stette umb deheine hüllte oder gleven nit manen ensol noch enrnag 20 in keine wise, dan der vorgeschriben grave Ruprecht mag uns manen in der masze, als (do) für geschriben stet, alle dise furgeschriben punte und artikele sementlich M und besonder diz vorgeschriben Verbundes han wir die vorgenanten stette globt in güten truwen und darnach zü den heilgen gesworn stete veste und unverbrüehelieh zü halten und zü vollenfüren nach dises briefes sage ane alle geverde. und dez zu ur- 25 künde und vester stetikeit, so han wir alle ünser ingesigele an disen brielf gehangen der geben ist zü Mentze off sant Johans dag des deuffers, als er geborn wart nach äs Cristi gebürte drützehenhündert jare und zwev und achtzig jare. Str. St. A. 6 U. P. lad. 48/49 a fase. 2 nr. 19. conc. eh. Ebenda. Die Gegenurhunde des Grafen Ruprecht und seines MündeI von gleichem Datum 3« lieg Janssen, Frankf Reichscorr. I nr 13. X 91. Slraßburg fordert alle adeligen Äussenbürger auf sich zu einem Zuge gegen Zubern gcwaffnel in Slraßburg eimus teilen. 1.882 Juni 26. Wir Hug Tütschmann der meister und der rat von Strazburg embieten allen unsern uzburgern, die edellüte sint, sie sient in unserre stette beszerunge oder nit 35 zü den dirre unser hotte körnet, als lieb und gut. wir manent üch alle und ieglichen under üch besonder uwers eides, den ir meister und rat zü Strazburg getan haut, daz ir mit uwern glefen und bereit schelte» wol uzgerüstet bi uns zü Strazburg sint und die under üch, die in unserre stette beszerunge sint, in unsern vorstetten sint an samestdage, der nü zü nehste komet, zü naht und an dem sunnendage darnach l0 <0 trüge mit dem vorgenanten unserm meister und mit den unsern varent gen Zabern und an die stette dahin, dan ne derselbe unser meister varende wirt. und läszent Juni 2H.2H. 58 1382 üeh daran nutzit sumen, wände die sacke ernste ist. datum feria quinta proxima I post diein nativitatis sancti Johannis baptiste anno dom. 1382. | Str. St. A. G. U. P. lad. 271 irr. 5. or. mb. lit pat. c. sig. invers, impr. del. - Gedr. Wencker, disquisit de ussburg. pg. 66. — Vgl. Ebrard, S. 13. — Vgl. Königsh. ! (Hegel) S. 807/8. j 92. Bischof Friedrich von Strassburg an die Stadt: dankt für die Warnung vor einem Einfall und teilt mit, dass das welsche Volk sich bereits auf dem Rückzuge befinde. geben zu Ruflach dez frytages nach saut Johansdage baptiste. . Ruf ach [1382 1 Juni 27.] Str. St. A. AA 1411. or. eh. I. cl. 93. Bericht der Straßburger Gesandten vom Reichstag zu Frankfurt über ihre Audienz bei König Wenzel am 29. Juni und ihre Beschwerdeßhrung gegen Jeane de Vergy. Frankfurt jlJS2j Juni 29. Unsern dienst und was wir eren vermügent bvvor lieben herren. wir lossent lieh Juni 28 . wissen, das wir uf den samstag sant, Peter und sant Paulus obent gen Franckenfurt >> körnen sint, wir und unsre eitgenossen der rineschen stette hotten und hant den künig do fanden, und ist der fürsten noch kein re by imme, doch so ist er ir wart- tende uf disen hütygen sunnentag, also diser briet geben ist. und sint öch wir und jum 29 . der rineschen stette hotten uf disen selben sunnentag vor sinen gnoden gewesen und hant imme vürkündet und geseyt des von Versey geschiht und getat und 2 « sünderlingen von des huses wegen, wie wir das gebrochen haben! von semmeliehes grossen schaden wegen, der dar uf und drin gescheiten ist, und wie das sich danach ein gros volg zusammen geliebt het und wie das der meinunge sy das laut zu sehe- digende und menglichem, der do tusch sprichet. dar uf so hant wir imme öch geseyt wie das unser herre von Straszburg, des rielies lantvögt und ander herren und stette a und sünderlingen unser stat von Straszburg mengelichem verkündet und angerüfl'et hant ie, die in die liebsten gewesen sint, dem volg zü widerstünde und mit in za strittende, des ouch dasselbe volg begerende ist. und haut imme ouch verkündet, wie das unser herren und stette geristet und bereit sint und mit gutem willen ull'e disen jum 3u. liebsten mentag gegen demselben volg zühen wellen! und den stryt mit in underston R wellen!, und daruf', so hau wir dem künge vürkündet, das er und die fürsten ge- dehttenl, wie men semmelichem volgke widerstünde, das dem riebe noch den landen kein schade von in geschehe und hant ouch geseit, das die meinunge sy, das volg, die Walhe, ein ander höbet müssen!, hau wanne den von Versey. darumbe so hau wir zü dem künge gesprochen, ie e men das understünde und in werte, ie besser es dem 35 rieh und den landen were, sit das der hertzoge von Ansiel öch ein sondern gezog het. daruf het uns der künig und sin rot der von Colnitz und sin hovemeister und ander erber ritter, die do by ime stunden!, geentwurttel: das es billieh sy, das men 1 Das Jahr 1384 ist wohl ausgeschlossen weil S. Johann auf den Freitag selbst fällt. 1382 59 sieh des wol bedencke deine zu widerstünde, das er öch vürderliclien mit der fürsten rot zu rott wil werden, des wir öch güten willen an imme selient. was wir vurbas erfarent, das laut wir lieh unverzügenlüehen wissen, das selbe tunt ir uns öeh. von uwern butten, die bv dem künyge sint. geben zu Franekenfurt uf den nehste sun- s lag Petry et Pauwelv. 1 [In verso] Den wisen dem meister und dem rat der stat zu Straszburg. Str. St. A. G. ü. P. lad. 22 fase 1. er. ch. lit. cl. neben der Siegelspur: Walter Leitersburg ingesigel. 94. Graf Svmon von Sponhein-Vianden erklärt, dass er dem Hunde der rheini- io sehen Städte auf 10 Jahre beigetreten sei und alle durausfolgenden Pflichten erfüllen wolle. Er dient mit 15 Gielen. datum Franckenfurd 1382 uff den nesten mandag nach sant Magredentage der heil gen junkfrauwen. Frankfurt 1382 Juli 14. Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 c fase. 7. nr. 20. cop. chart. coaev. Ebenda, Gegenurkunde der rheinischen Städte mit der Verpflichtung zu GO Glefen. 15 Gedr. Schaab nr. 213, nach or. d. Mainz St. Ar. mit dem irrigen Datum Juli 20. Auszug bei Quidde, Westd. Ztschr. 1884 S. 381. — lieg. Janssen 1 nr. 14. 95. König Wenzel widerruft die dem Johannes von Oehsenstein auf Grund falscher Angaben verliehene königliche Bestätigung als Dompropst von Strasshurg und befiehlt dem Meister und Rat zu Strassburg alle Einkünfte der Propstei einstweilen 20 in eine gemeine Hand zu legen; zugleich teilt er mit, dass er auf den 1. Sept. Hugo von Rappoltstein und Johannes von Ochsenstein zur Entscheidung ihres Streites an seinen Hof geladen habe. geben zu Nüreinberg an dem liebsten dinstage für sant Eaurencztage unser reiche des böhmischen in dem 20 und des römischen in dem 7 ,jar. Nürnberg 1382 August !>. ., 5 Str. St. A. AA 107 nr. 23. or. mb lit pat. Gedruckt . Albrecht, liappolt. TJrkb. 11 nr. 213. — Heg. D. 1t. A. I, 357 not. 8. 96. Burckardt von Wittenheim erklärt, dass er in Sachen Hannemanns von Wittenheim mit der Stadt Strassburg völlig gesühnt sei. gegeben an der ersten mittewochen nach sant Laurentien dage des heiligen marterers 1382. 30 1382 A ugust 13. M Str. St. A. G. U. P. lad. 166 nr. 61. or. mb. lit pat. c. sig. pend. 97. Die Ritter Wilhelm und Conrad Störe erklären, dass nach Beilegung der Fehde zwischen Strassburg und ihrem Verwandten Hannemann von Wittenheim, auch sie mit der Stadt gentzliche gesünet verrihtet und geslihtet sint. gegeben an der 31 sä ersten mittewochen nach sant Laurentiendage dez heiligen marterers 1382. 1382 August 13. Str. St. A. G. U. P. lad. 166 nr. 60. or. mb. lit. pat. c. 2 sig. pend. 1 Vgl. Ebrard , Straßburgs Fehde mit J. de Vergy S. 12, der diese Datierung wählt statt Juli 6 des Sonntag nach Peter u. Paul. — Vgl. Kmigshof. (Hegel IX, 808). 60 1382 98. Bischof Friedrich von Straßbur ff an Straßburg : sendet die Abschrift eines vom Landvogt Ulrich von Finstingen an den bischöflichen Schultheißen von Zabern gesandten Briefes betreffend den mit Jean de Vergy abgeschlossenen Waffenstillstand. , [1382 August SO.] F. Episcopus Argentinensis. Unsern grüs bevor, lieben getruwen. wir sendent rieh abgcschrift eines briefes, den her Ulrich von Vvnstingen unserm schultheissen von Zabern gesant bet, der von Worten zu Worten stet, alz hienoch geschriben stet Minen grüs bevor, lieber f'rünt, ich Ion dich wissen, dass min herre von Brabant 1 einen i'riden beret hat zw fischen! myme herren von Strassburg, dem lande mittenander zu Evlsaz und dem von Verschey. und hat rnyn herre gesprochen für min herren von Strassburg, das laut von Elsaz, die von Hohenstein, von Oberkirche, von Lüczeln- burg, und wer darzii höret, und hat der herre von Verschy globet in mins herren haut den friden zii halten, daz wellest myme herrn von Strassburg enbieten, und laz es ouch die von Hohenstein, von Oberkirche und die andern, die darzii hören! wissen. Aug. 3 i. — der friden sol weren von surmendage nehstkoment über vier wochen. got sy mit dir. Septbr. 28 . geben des samestages nebst noch sant Bartholomeusdag. Ulrich herre zü Vinstingen, lantvoget in Elsaz mime güten fründe Egcnolf dem schultheissen zü Zabern. io 15 Str. St. A. V. C. 6. IV. or. ch. ao Gedruckt: Hegel, Königshof. II, 1047. — Vrgl. Ebrard, S. 13. 99. Ulm macht im Namen der übrigen schwäbischen Städte Mitteilung über den nächsten abzuhaltenden Städtetag {zu Speier). jjlm ISS‘2 September 0. Fursichtigen wisen besundern guten friuide und eitgenoszin. unser fruntlich, willig dienst wissen! alle ziit von uns berevd vor an. lieben frunde. als unser guter f'runt as und botde Conrad Zoph von Wympffen nuwlich bv uch gewesen ist, mit dem ir ge- red hant, das uch wol gefiel, das wir uch evnen andern tag verkuntent gen Spire septbr. 23. von der erlengerunge wegen unser vereynunge vor sant Michelstage und auch daroff körnen mit vollem gewalt. dasselbe wollen! ir ouch dun. lassin wir uwer fru nt schafft wissin, das wir itzunt mit den kriegen, die gewesen sint zwusschen den f'ursten und 30 herren von Osterrich und von Beyern als bekombert sin gewesen, wie wir das zu guten dingen brechten, als auch das von den gnaden gottes besehehen ist und das wir nit wol vor darzukörnen mochten, nu gefellet uns wol und bilden uch auch do mit ernst, das ir uwer und unser eitgenossen von den rinsschen stetden zu uch bescheiden! und vordem wollen! off sant Michels dage zü nacht by uch zu sien in uwer stad mit 35 vollem gewalt von derselben sache wegen, so haben wir geordnet, das unser frunde und holden by uch off die selbe ziit auch sin sollen!, sich der sache mit uch, obe got wil, zu verevnen. und laut uns darumbe uwer verschieben antworte wider wissin bi dem holden, ob ir das also tun mögen! oder nyt off den vorgenanten tag, das wir Herzog Wenzel von Luxemburg und Brabant 1366 — 1383. 40 1382 61 unserri frunden, die zu lieh rylden sollent, das also wissin za verkaaden. gehin zu Ulm von unser aller heissentz wegen an zinstage nach unser vrouwen dag nalivitalis anno domini 82. Von uns gerne y neu stehlen des bundes ze Swaben 5 als wir ze Ulm by einander gewesen sien. Str. St A. G. D. lad. 48/49 >> fase. VII. or. od. eop. chart. conev. mit Versendung.?/alten aber ohne Adresse und Siegelspuren. 100. Die Stadt Spei er verkündigt, dass sie mit königlicher Zustimmung einen Uheinzoll für alle auf und abwärts gehenden Waaren aufgerichtet habe. Derselbe io soll beginnen am 16 September. datum feria 6 proxima ante festum exaltationis s. crueis anno 1382. 1382 September 12. Str. St. A. Abt. IV, 72. cop. ch. coaev. Vgl. einige auf diesen Zoll bezügliche Correspo-ndenzen anderer rheinischer Städte und Fürsten unter sich und mit Speier bei Janssen, Frank/, lieichskorr. I, nr. 21, 22, 23, is 24, 25, 26, 27. 101. Strassburg und Heinrich von Gerspach nebst seinem Anhang schliessen Frieden auf 4 Wochen und dazu einen Tag . . . darumbe, daz sie ir volke und die iren an demselben tage widerumbe zu der vestin Aswilre gesenden um gen t . . . Inzwischen darf jedoch nichts an der Desetzung, Befestigung, Versorgung, u. dgl. in der 2» Burg geändert werden. actum dominica in qua erat dies exaltationis sete crucis anno 1382. 13S2 September 14. Str. St. A. IV. lad. 28. org. ch. 102. Die Stadt Wetzlar tritt dem Bunde der rheinischen Städte : Mainz, Sl rass- burg u. s. w. bei und verspricht zur grossen Summe mit l(), zur kleinen mit 3 Gle- 25 feu zu dienen (wenn sich ihre Lage bessere auch mit grösserer Anzahl) und gelobt auch das Bündnis mit den schwäbischen Bundesstädten zu halten und letzteren mit 3 Gielen zu dienen. 1382 September 24. Lünig, part. spec. IV, 1439. — Reg. Vischer nr. 181. — Janssen 1, not. zu nr. 18. 103. Bischof Friedrich von Strassburg legt dem Kapittel von St. Thomas zu 30 Strassburg Abgaben auf, weil er dringend der Unterstützung bedürfe: ad relevandum necessitates ecclesie nostre, ad quas ultra debitorum per nostros in eadem ecelesia pre- deeessores contractorum onera permaxima, ob grandes expensas, quas pro expugnatione castri Schettelon 1 et repulsione Burgundorum ab ob- sidione castri et oppidi Scherbebelies 2 et ab oppressione et depredatione 35 1 Chatilion, das Schloss Jean de Vergy’s. 2 Gerbeville. 62 1382 ecclesiarum, nionasleriornm ect. nnper cum exercitu potenti feeisse dinoscimur ecl. datum iu Castro nostro Dabiehenstein VI knl. octobris sub uostro sigillo presenlibus appenso anno 1382. Dachstein 1383 September 20. Arch. des Themastifts Gedr. Ch. Schmidt, hist, du chapilre de S. 'Thomas nr. 83. — Vgl. Königshofen (Hegel) IT 809. 104 . leb .lobans Hacker von Landesperg ein edelkncht, hern Claus seligen sun, vergäbe und künde menglichem mit disem briete, das von der gesehihte wogen, also •lobans Galicier der iunge, der min scbullbeisze zii Lingolfesheim waz, und die andern, die imc d(“s hu Illen I, mit namn.en Clewelin Coler, Clewelin Smit, Nannemann Kir- warle, Sturkelin Snider von Strazlmrg, .lobans Snider von Waszenberg, Sleckezepffelin Reinheit, Andres der bergknebt, Ulrich sin geselle, Gygal von Hohendorf, Schandeney der Walche und Claus Moszersmit von Urbeis der von Strazburg bürgere, die sie in minem dorlTe zu Lyngoll'esheim sitzende baut, von minen wegen viegenl, angriffent und in daz ire nament und sie sehadigetent und oucli die nome lürtent in die stat zii nvdern Uhenheim und euch dar umbe die von Strazburg mit irem volke und den iren uzzogetent und vor nidern Ehenheim wollen! gefaren sin. und von alles dez kumbers, kosten und schaden wegen, so mir, minen luten und den minen oder iemanne anders von minen wegen davon ul erst an den und beschehen ist, in weihen weg daz sic, ich genlzliche gesund, verlüdet und geslihtel bin mit den erbern bescheiden dem meistcr, dem rate und den bürgern etc. Dasselbe erklären auch die Obengenannten. Es verbürgen sich und besiegeln diese Sühne: her Hartung von Landesberg und her Hanneman von Landesberg rittere. gegeben an dem ersten samestdage nach saut Miehaelsdage dez heiligen ertzengels do man zalte 1382. 1382 Oktober 4. Str. St. A. G. D. P. lad. 168. or. mb. lit. pat. c. 3 sig. pend. quorum ä d von Sletzstat und von Ehenheim usz einen lantfougt, der dann zu der zit des richs lantfougt ist in Eilsasz und den bund, den wir han mit des richs stetten in Eilsas. so nemen wir die von Phedersheim usz den edeln unsern gnedigen herren, herrn Philippus herren zu Falkenstein und zu Mintzenberg und den erwürdigen unsern gnedigen lieben herren, herrn Cünen von Falkenstein ertzbischoff zu friere. 3« 3 o und süllent ouch alle verbüntnisse, die wir mit den getan haben, die wir uszge- nommen han, als vorgesehriben stat in iren creften verbliben die wile die bunde werent, als sü jetzunt begriffen sint. und süllent ouch fürter me keinen bund machen, es werde dann vor dieser bund uszgenommen. wer aber, das der deheiner, die unser iegliche der vorgenanten stette sunder uszgenommen hat, mit der vorge- 35 35 nanten stette einer oder me kriegende und zweigende wurden!, so süllent wir die andern stette, die den oder die sie also criegetent nit uszgenommen haut, denselben stetten oder stat gein denselben beholffen sin noch dis Verbundes sage one alle geverde. alle diese vorgesehriben stücke und artikele sammentlich und besunder dis vorgenanten Verbundes haben wir vorgesehriben gelobet by truwen eit. 4 « 40 g tr gt ^4 o p p lad. 48/49. fase. 2 nr. 18. cop. ch coaeo. ohne Datierung, doch hat die auf derselben Papierrolle stehende Gegenurkunde der schwäbischen Städte das Datum: .... der geber. ist den liebsten m'twochen nach sante Dyonisn tage do man zalte nach Cristi gebürte 1382 jare. - Die Gegenurkunde der schwäbischen Städte ist gedruckt bei Schaab , Gesch. des Bhein. Städtebunds. II nr. 216 und Boos. Wormser 68 1382 Urkh. II nr. 820 hier mit dem Datum: October 8 da die Vorlage mitwoch vor (die Straßburger und Mainzer nach) sante Dyonisii hat. — Reg. Scriba nr. 3329. — Reg. Vischer II nr. 183. 108- Die rheinischen Bundesstädte Mainz, Strassburg u. d. a. versprechen den schwäbischen Städten Regensburg, Augsburg u. d. a., dass sie, wenn sie die Städte in der Wetterau, Friedberg, Gelnhausen oder die Reichsstädte im Eisass in ihren Bund nähmen, statt der im Hauptbriefe bestimmten 104 Glefen 130 Glefen stellen und jene neueintretenden Städte auch zu dem Bund mit den schwäbischen Städten und der entsprechenden Glefenzahl verpflichten würden. Es siegeln Worms und Speier. [1382 October 15.] Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 cop. ch. coaev. ohne Datum. — Ebenda die Gegenurk. d schwäbischen Städte. Gedr. Schaab 11, nr. 221. — Reg. Vischer, nr. 184.. — Vrgl. Quidde, Westd. Ztschr. 382/3. 109 Regensburg, Augsburg, Ulm u. d. a. schwäbischen Städte versprechen den Städten Mainz, Strassburg u. d. a. rheinischen Bundesstädten, dass sie ihnen, falls sie die Städte Nürnberg, Windsheim und Weissenburg in ihren Bund aufnähmen, zu den 218 Glefen des Hauptbriefes weitere 22, also zusammen 240 stellen wollen. Es siegeln Ulm und Esslingen. [1382 October 15.] Str. St. A. G. D. P. lad. 48/49 b. cop. ch. coaev. ohne Datum. Abdruck: Schaab II nr. 222. Reg. Vischer, d. schwäb. Stdteb. nr. 185. — Vgl. Quidde, Westd. Ztschr. 382. 110. Die schwäbischen Bundesstädte Regensburg, Augsburg, Ulm u. d. a. versprechen den rheinischen Bundesstädten Mainz, Strassburg u. d. a., dass, falls einer der im Hauptbriefe Ausgenommenen sie bedränge, sie ihnen Hülfe gegen denselben leisten wollen, gleich als ob jener Angreifende nicht ausgenommen wäre. Es siegeln alle Städte. [1382 October 15.] Str. St. A. G. 0. P. 48/49. cop. ch. coaev. ohne Datum. Gedr. Schaab II nr. 223. — Reg. Vischer nr. 186. 111. Schenk Eberhard, Herr zu Erpach, tritt dem rheinischen Städtebunde von jetzt bis Weihnachten und von da auf 9 Jahre bei und verspricht auf Mahnung mit 5 Glefen zu dienen. gegeben sunnendag vor Simon et Judas 1382. 1382 October 26. Aus dem Frankf. St. A. Reg. bei Janssen I nr. 19. Ebenda die Gegenurk. d. rheinischen Städte, die mit 20 Glefen dienen wollen. 112. Die rheinischen Bundesstädte Mainz, Strassburg u. d. a. nehmen unter den üblichen Bestimmungen die Stadt Gelnhausen in ihren Bund auf. Auf Mahnung stellt Gelnhausen den rheinischen Städten zur grossen und kleinen Summe 6 bezüglich 2, den schwäbischen Städten 2 Glefen. 1382 November 7. Nach or. d. Mainz. St. A. gedr. Lünig, D. R. A. part. spec. ant. N, 1440. — Schaab II, nr. 217. Ebenda Gegenurkunde der Stadt Gelnhausen nr. 218. — Reg. Vischer nr. 187■ 5 10 15 20 25 30 35 40 1382 69 113 . Die rheinischen Bundesstädte Mainz, Strassburg u. d. a. nehmen die Stadt Friedberg unter den üblichen Bestimmungen in ihren Bund auf. Friedberg stellt den rheinischen Städten auf Mahnung 8 bezüglich 2 Liefen, den schwäbischen 2 Liefen. 1382 November lii. Nach or. im Mainzer St, A. gedr. Lünig, part. sp. ant. IV, 1440. — Schaab II nr 219 Ebenda Gegenurleunde Friedbergs nr. 220. — Reg. Vischer nr. 188. - Reg. Janssen I not. zu nr. 18. 114 . Frau Yliane von Tlian, ihr Sohn Hans von Than und ihr Bruder Diether Kemerer von Worms treten dem rheinischen Städtebunde bei bis Weihnachten über io 9 Jahre und versprechen auf Mahnung mit 4 Liefen zu dienen. datum Worms 1382 off den nehisten fritag vor sant Katherinendage. Worms 1382 November 21. Str. St. A G. U. P. lad. 48/49 c. fase. 3. 2 cop. ch. coaev. Gedr. Schaab , rh. Stdtb. II nr. 224 mit falschem Datum. Reg. Boos, Wormser Urkb. nr. 824. — Quidde, Westd. Ztsehr. II, 386 nr. 18. — Janssen is I nr. 20. Regest, der Gegenurkunde mit der Verpflichtung zu 20 Glefen. 115 . Die Stadt Straßburg und der Bischof Friedrich versöhnen sich mit Ottemann von Ochsenstein .* 1382 September 2. Wir Oertelin Mansze der meister und der rat von Strazburg kündent meng- lichem mit disem briefe, daz die miszehelle, so gewesen ist zwischent unserm gne- 2 o digen herren bischof Friederiche zü Strazburg uf ein site und zü der andern siten dem edeln jungherre Ottemanne herren zü Ohsenstein uzgetragen, gerihtet und geslihtet ist also, das jungherre Otteman von Ohsenstein alle die gefangen ledig sol läszen, die er dem vorgenanten unserm herren dem bischofe abegefangen het und daz ouch dieselben gefangen ledig süllent sin und daz er 25 ouch mit namen widerkeren sol, waz vorhanden ist. und waz* dez übrigen ist, daz da bristet, das sol unser herre der bischof unserm rate zü Strazburg geschoben geben und mag es jungherre Ottemann verentwurten und mag es danne unser rat mit gütlichkeit übertragen, kan es aber unser rat zwischent in beiden nit übertragen, so sol unser rat nach vorderunge und entwürfe ein relit darumbe 30 sprechen, und sol dazselbe sprechen beschehen bi disem unserm rate, der jetzent ist. und waz jungherre Ottemanne also gesprochen wirf, da süllent wir ime ein bescheiden zil umbe geben, und wirf unser herre der bischofe in demselben zile von jungherre Ottemanne nit unklagehaft gemachet, so sol der vorgenante jungherre Ottemann in den nehsten ahte tagen darnach sich entwürfen mit sin selbes 31 libe in unser stat zü Strazburg und sol niemer darus körnen, dem vorgenanten unserm herren dem bischofe sie danne vor genüg beschehen, also davor geschriben 1 Geber die Fehde mit dem von Ochsenstein sagt Königshofen (Hegel II, 800) do men zalte 1382 jor, do zogetent die von Strosburg füv Ochsenstein die bürg und gewannen! sü und bestelletent sü mit luten, donoch dnrte die von Strosburg der koste und zerbrochen! die bürg. — donoch wart io die bürg wieder gebuwen. stat. und alle die vorgeschriben stucke bet der vorgenante jungherre Ottemann mit ufgehepter hant gesworn an den heiligen ez zu haltende und zu vollefürende ane alle geverde. und der vorgenanten dinge zu einem urkunde, so ist unserre stette ingesigel zii rucken uf disen brief getrucket. der wart gegeben an dem ersten zinstage vor sant Nycolaus tage dez heiligen bischofes in dem jare do man zalte von gotz gebürte drützehenhundert jare ahtzig und zwei jare. und sint dirre briete drie gliche : der einre bi dem vorgenanten unserm herren dem bischofe, der ander bi jungherre Ottemanne von Ohsenstein und der dritte bi uns den vorgenanten meister und rate zu Strazburg blibent. Str. St A. AA. 1412 or. mb. lit. pat. c. sig. impr. del. 116 . Meister und Rat von Straßburg entscheiden in einem Streite der Schuhmacher, Schuhsüter und Gerber über Zun/iangehgenheilen. [1382 December 18.] Allen den sie kunt, die disen brief sehent oder geboren! lesen, daz herr Jo- hans von Mülnheim burggräfe zu Strazburg kam vür meister und rat zu Strazburg, da Ortelin Mansze meister waz, und vor in ansprach Johans Roten ,der schühemacher ant- werk zu Strasburg innern meister 0nutzen Sygebotten, 6nutzen B beim und Ullin von Zürich von iren und dez selben antwerckes wegen gemeinliche der schuhemachere z& Strazburg, das etwie vil antwercke zu Strazburg under einen burggrafen gehörten!, also gehörten! ouch die schüchsütere und die gerwere under in und were ouch von alter bar also har körnen, daz die schüchsüter alle jare einen meister haben selten! über beide antwerke und die gerwere, daz ander jar ouch also und küsent ouch die beide antwercke von ie dem antwercke viere und darzü von ie dem antwercke einen husgenoszen. und wenne die selben zehene also gekosen werden! und ouch der meister, denselben meister sol ouch ein burggräfe setzen, so sollen! dar nach der meister und die selben zehene vor einem burggrafen in sinem huse sweren reht gerillte zu haltende dem armen alse dem riehen und einem burggrafen und den antwercken ire rehte zu behabende, alse ez von alter harkomen were und hielten ouch daz zu rehte, wo ein bidermann harkome und der ein unversprochen man were, kerne er ioch in sinem hennnede, gebe er ein pfunt pfenninge, dem solte man sinen eynung setzen, dar gegen sich ouch die schnhemacher und ir antwercke satten! und es nit also halten und tun woltent. da verentwmrtetent es die vorgen. Johans Rote, Cüntze Sygebotte, Cüntze Beheim und Ullin von Zürich von iren und des vorgenanten antwerckes wegen gemeinliche der schumachere zu Strazburg und sprächen! : sie retdent wider alle die vorges. stücke nützit, danne alleine, daz sie meindent durch ihres antwerckes nutzes willen, wer hinnanfürder iren eynunge empfahen wolle, der solte vorhin haben einen gantzen oder aber einen halben harnasch vor und e, danne man ime sinen eynung satte, nach klage und nach entwurte und nach dem alse die vorgen. meister und rate daz zu beiden siten verhörten!, so sint die vorgen. meister und rat zu Strazburg mit rehter urteile an offem gerihte übereinko- men und hant es ouch erteilt, daz die vorgen. personen und daz antwercke gemein- 1382 71 liehe der schüsütere zu Strazburg hinnan fürder gehorsam süllent sin meistere zu habende und geswornen und husgenoszen und ouch zu tünde, zu swerende und zu rihtende, alse ez von alter har körnen ist. und daz ouch nyenian, der iren eynung kouffen wil, nit gebunden sol sin weder gantzen noch halben harnasch vorhin zu 5 habende äne alle geverde. aber wenne einem sin eynung gesetzet wurt, würde er danne darnach alse riche, daz er einen gantzen oder einen halben harnasch haben solte, und daz der schühemacher antwercke erkantent, daz sie den haben soltent, den inügent sie gebieten einen gantzen oder einen halben harnasch zu habende, alse danne des selben antwerckes reht und gewonheit ist äne alle geverde. und sider wir io Johans Zorn von Bulach, Wetzel Marsilis, Thoman von Endingen rittere, Johans Buman, Cünrat Müller ein altammanmeister, Claus von Heiligenstein, Peter von Winterture, Johans Bocke hern Cünzen sun, Ulrich Bocke hern Ulrichs sun, Hanseman Peyger, Hug von Wangen und Claus Rynowe bürgere und schölTele zu Strazburg hie bi warent und sahent und hortent, daz die vorgen. meister und rat zu Strazburg erteiltent in alle 1 5 die wise, alse da vorgeschriben stät, wände ouch wir da zu male in dem rate warent, so hant wir zu einem urkunde unsere ingesigele durch bete willen in schöffels wise an diesen brief gehencket. der wart gegeben an dein ersten dun- restage vor sant Thomans dage dez heiligen zwelfbotten in dem jare do man zalte von gotz gebürte drützehenhundert jare ahtzig und zwei jare. 20 Freiburg St. A. or. mb. lit. pat. c. pend quorum 3, 4, 5, 7, 8'9, 10 del. 117. Vorschlag der St'ädtehoten, daß auf den Krieg szv gen Rats freunde jeder einzelnen Stadt hei ihrer betreffenden Mannschaft zugegen sein sollen , um gütliche Forderungen entgegenzunehmen , die Hauptleute zu controllieren und Recht zu sprechen. [1382.] 25 Der stetde boten sint einhelleelich uberkomen, ob es iren reten wol gefellet: wann man mit der grossen summe dienet, so soll iedie stat irer frunde zwene usz irem rate bit irem houbtman und volcke schicken; dienete man aber mit der mynren summe, so sol iedie, stat einen usz irem rate oder, ob sie wollent, bit irem volcke schicken, und ist diss darumb gescheen: ob ieman in solichen reisen etwas gütlich 30 an die stetde fordern wurde, daz dann der stetde frunde, die dann uff dem velde weren, sich daruff entsinnen mögen, waz in gefuglich sy offzunemen oder zu laszin, daz der stedte houbtlute doch nit macht betten zu tunde. Ouch sal jeder houbtman mit sinem volcke der stedte frunden, von der wegen er ussfert, gehorsam sin und warten und nieman keinen überlast noch unfug tun und 33 frydlich underein leben, were ez ouch, daz ieman welcher stete diener das weren, dhein überlast geschee, der sal das in keiner wise selber rechen, sunder er sal daz an der stetde frunde, von der wegen er uff dem velde ist, bringen und sollent dann derselben stedte frunde mit der andern stetde frunden das verhalten und zu ende rihten. und ist diss darumb gescheen, daz das volck de(st) frydelicher mit ein gele- 40 bin möge. VI. 10 72 1383 Ouch sin wir uberkommen, daz man nieman schedigen sal, wo man feilen kauft umb phennige vinde, dann die viende. Aus dem Frankf. St. A. gedr. Janssen, I nr. 28. 118. Sigmund von Schönecke schliesst Frieden mit der Stadt Strassburg. 1382. Str. St. A. Hegest nach einem alten Inventar des aufgelösten Bestandes . Original verloren. 119 Strassburg an die Stadt Kaysersberg : bittet dem Johann Riehe, der ihr Feind sei keinerlei Vorschub zu leisten. 1382. Str. St. A. Hegest nach einem alten Inventar des aufgelösten Bestandes ) Hiernach gedr. bei Meyer, die Straßb. Goldschmiedezunft. S. 10 121. König Wenzel an Strassburg: begehrt, dass man Bevollmächtigte zu ihm nach Nürnberg auf den 22. Februar sende wegen der Hülfe zum Romzug und wegen des Städtebundes u. a. m. und beglaubigt Hinczig Pflug, den Ueberbringer des Brie- i 5 fes, zu weiterer mündlicher Mittheilung. geben czu Prag am suntag nach dem oburste reg. hob. 20 reg. Rom. 7. p ra g 1383 Januar 11. Str. St. A. AA 107 nr. 21. or. ch. I. cl. Gedr. D. R. A. I. nr. 201. 122. Bischof Friedrich von Strassburg an Thiebald von Neunburg: teilt mit, au dass im Eisass die Rede gehe, er beherberge in seinem Schloss Ellekurt und anderswo den Herrn Jean de Vergy 1 den ärgsten Feind Strassburgs und des ganzen Landes, mit dem man in schwerem Krieg liege und fragt an, ob das wahr sei. geben des samestages vor unser frowen dag der liehtmessen. [1383 (?) Januar 31.] Str. St. A. AA 1409. or. eh. I. cl. 25 123. Ratsverordmmg betreffend die städtischen Boten und ihre Reisen zu Städtebundstagen. [1382.] Unsre herren meister und rat sint Übereinkommen und hant es ouch erteilt mit urteil, das man ebne yeglichen hotten, der von unsre stette wegen ritet nut me denne dru pferde verzinsen sol. und sol man yme ouch von sinen pferden zu dem 8 o dage zwo untze ]pfenninge geben und nut me. dieselben hotten sollent ouch an einre vart die gantze vart usse niernan lassen by in essent in iren herbergen essen, und sol man in ouch kein houwe noch kein futer geben, unser hotten sollent ouch niernan lassen zu in in die herbergen varen, dar su denne varerit, denne su alleine, ire knehte und die dienere, die zu in gebären!. wenne ouch unser hotten ritent 35 von des gemeinen bundes wegen, so sollent su in unser stette kosten ryten zu 1 Nach Königshofen (Hegel II , 808) war Jean de V. 1382 geflohen. 74 1383 glicher wise, als ob su in unser stelle kosten alleine ryten sollen!, und so! man denne iegliehem dollen uff den gemeinen bunt rechen vier guldin. und sol man uns die von dem gemeinen bunde geben und bezalen. und sollent uns ouch die bilden von des kosten wegen, den wir mit unsern dollen also gehebet liant. Unsere boten sollent ouch uff einre iegliclien vart, su were lange oder kurtze, nit me bringen in deschen, messern, hüten noch in allen andern solichen dingen unde nut unser stelle gut kouffen danne eime meister, der danne rytet unde un- serm ammanmeister, der danne ist, danne gegen eim guldin und darüber nut ane alle geverde in deheinen weg. Man sol ouch von unser stelle gut unsern hotten noch unsern dienern, die wile su uffe dagen sint und dar und dannan varent, nutzit gelten noch bezalen, es sient stege- reyffe, settel, zoume oder andre soliche ding ane geheisse des, der denne dieselbe vart seckeier ist. doch sol man in bezalen die ysen ire pferde zu beschiahende und nut anders ane alle geverde. Wenne ouch unser hotten uffe tagen sint, und man an den herbergen rechen sol, so sol der seckeier, der ouch ein antwerckeman sin sol, als ouch bitzher gewesen ist, zu dem allermynesten einem hotten von den hotten, die denne by ime sint, by ime by der rechenungen haben, und anders sol er nut rechen, wand es me denne einre allewegent wissen sol. Von der wurtzen wegen, die man uffe dage furet, sol Hugelin Susze mit des ammanmeisters rate kouffen spisewurtze und sol die dun stossen, und sol ouch er die wurtze kouffen, es sü spisewurtze oder tresenier, wo er truwet, wo man su ime aller liehest git unde nut umbe einen alleine. Item ein iegliche koch, der mit unserre stette hotten ritet, sol sweren an den heiligen, das er von der stette gut noch wurtze nieman nutschit gebe noch sende, noch nieman lade und der stette gut getruweliche bewar, das ime zugehöret zu be- warende, es sie in unser stat oder ussewendig der statt, und wenne er harwider von den tagen vert, so sol der koche, e danne er abe dem pferide sitzet, den wotsag mit der wurtze Hugelin Luszen in sin hus entwinden mit allem dem, das ime noch noch dem hundersten bruchende, das er unsern hotten zu spisen verdrucket und in gegeben bet, uberbliben ist. darzu sol man von des koehes pfert ouch nit me zu dem tage geben dennen einen Schilling pfenninge. Str. St. A. Schiffer, jus statutarium civitatis Argent. fol. 278—282. (Manuscr.) 124. Bertholt Schenke ein Edelknecht schwört der Stadt Strassburg für seine Gefangennahme und den durch den Angriff der Strassburger erlittenen SchadenUrfehde. Sollte er wieder mit der Stadt zu schaffen haben, so giebt und nimmt er Recht vor Meister und Rat. Sein Teil an der Veste Limpberg steht den Strassburgern offen ausgenommen gegen Graf Egon von Friburg seinen Lehnsherrn .... were es ouch, daz minen teil an der vorgen. vestin, den ich umbe Dietherich von Hohenstein gekouft habe, ieman wider kouffen wolle, so sol ich die pfenninge, die von demselben widerkouffe koment und die da hüben! über die pfenninge, die den bürgern von Straz- 5 10 15 20 25 30 35 40 1383 75 bürg davon werden süllent, legen an die münsze za Strazburg. und sol ich euch dieselben überigen pfenninge nyeiner dannen genemmen noch sie widerumbe bewenden noch angelegen, die wile ich gelebe, es sie danne mit urlobe wiszende und willen meister und rates zu Strazburg die danne sint ... Er stellt als Bürgen, welche den 5 Brief mitbesiegeln: Hans Scheuchen von Ehenheim, Hans Scheuchen von Bischofes- heim, Ludeman Scheuchen sinen brüder, Hans von Ütenheim zu Rosheim, Goczen Landolf von Ehenheim und Egenolf von Stützheim edelhnehte. geben an dem ersten mentdage nach dem sunnendage alse man sang in der heiligen hirchen in den vasten Reminiscere 1383. 13ss Februar 16. io Str. St. A. G. U. P. lad. 198 nr. 6. or. mb. lit. pat. c. 7 sig. pend. 125. Johann von Lichtenberg erhalt und beschwört das Straßburger Bürgerrecht auf lü Jahre. 1383 Februar 21. Wir .lohans herre zu Lichtenberg verjehent und erhennent uns öffenlich mit disem briete, daz wir ulf den liebsten samstag nach sant Valentins dag in dem jare 15 da man zalte von gottes gebürte drützehenhundert achtzig und drü jare homent vür meistere und rat zu Strazburg, da her Lyenhart Zorn genant schultheisze meister waz, und empfmgent vor in unser bürgreht und schwürent mich mit ufgehebeter haut und mit geleiten Worten liplich zii den heilgen meistere und rate zu Strazburg, die danne zu ziten sint mit allen unsern vesten und darzü allen iren geholten gehorsam zii so sinde von der date dis Briefes über zehen gantze jare. und wart uns mich von dem egenanten hern Lyenhart Zorn genant schultheisze dem meister allez daz mit Worten uzbescheiden und mich in den eit gegeben zii haltende, waz andere herren, rittere, buchte, und die sie vür edellüte haut, nach irre stette reht und gewonheit gegen in halten und vollefüren söllent ane alle geverde. und dirre vorgesehriben dinge zii eime 25 waren stetten urhünde, so liabent wir der obgenante Johans herre zii Lichtemberg unser ingesigel getan beuchen an disen brieff. der geben wart an dem samstage und in dem jare als da vorgesehriben stat. Str. St. A. G. U. P. lad. 271. u. or. mb. lit. pat. c. 1 sig. pend. Ebenda Vidimus v. 21. Oetober 1392. 30 Gedr. Wencker , de ußburg. 125. 120. Bürgermeister und Rat der Stadt Breisach machen einen Vergleich zwischen Strassburg und Basel, zwischen welchen Städten Stösse entstanden sind von der Ansprache wegen, welche Graf Walraf von Tierstein der ältere an die von Strassburg zu haben meinte wegen des Brandschadens und Plünderung, die ihm Basel angethan. 35 datum mentag vor s. Gregorii tage 1383. 1383 März 9. Basel, Staats-Arch. Urk. nr. 18. or. eh. c. sig. delaps. Im Str. St. A. nur als Regest in einem alten Inventar der aufgelösten Abteilung oril > 9 - io Ruprecht den jungen, den byschölte von Mencze, den byschoff von Wyrczburg, den burggraven von Nurenberg und grave Eberhart von Wyrtenberg und der herren von Beyern, der marggraven von Myssen rete und wartent dez koniges rat, die sollent kommen off dysen dienstag. auch lan wir ueh wiszen, daz die von Mencze und die Apm von Frankenfort ir erbern botden zu yren ersten botden und zu uns den stetden io gesant haut, und baut uns gesaget, wye daz der lantgrave von Ressen den Rin abe gefaren were und da er herwyder off gen Mencze quam, daz er da mit in rette, daz er gern zu uns in den bunt queme. und habe nt sych alse ferre underret, daz er meynet zu blyben by der verbuntnüsze, als grave Symont von Spanheim verbunden ist, dez . wir uch auch eine abeschrifft sins buntbrieffes sendent. doch sol der lantgrave nuwent so mit zehen gleven dyenen, da grave Symont mit funffzehen dyenet. auch werdent die artikel, die in dyrre abeschrift geschriben stant, stände in dez lantgraven brieffe, als sie hie begriffen sint. und sint daroff dez lantgraven rete zu uns körnen gen Wyrczburg mit der von Mencze und der von Frankenfort botden die sache da zu folle- enden. und ist der stetde botden aller meynunge, daz es sie dünke dem bunde nücze SS und gut sin, wann man groszer vyntschafft mit yme uberhaben sy und forchent auch die stetde, sy ez, daz er nit zu in in den bunt komme, daz der lantgrave zu den forsten in yren bönt komme, und hant sich die botden von den stetden mit synen reten underret, syt daz wir nit mechtig sint die Sachen off zu nemen ane uch und auch wann dez riches stetde zu Elsasze nit hie by uns sint und unsere bunt äo wyset, daz man nyeman entphahen enmag, ez sy dann ir aller wille, so hant sie in dag gemacht gen Frankenfort, wan wir zu Wyrczburg off gebrechen, und dar umb so nit enlaszent, was uwers willen und meynunge sy, ir laut ez uns wiszen vorder- liche gen Frankenfort mit uwerm botden, der unser da beyt uncz wir koment. auch dünket uns gut, daz wir dez ryches stetden, die zu dem bunde gehorent vorderliche 36 botschafft dünt, daz sie auch veman zu Frankenfort habent. oder aber uns gewalt gebent mit den Sachen zu dünde, als uwere meynunge ist in den Sachen, wiszent auch, daz die nydern stetde alle meynent: sy ez, daz er in den hont komme, gewonnen wir danne wol krieg mit den, die er uz genomen het, so werent sie doch sin und aller siner ryttere und knehte in syme lande entladen, daz sie nit wyder den bunt getorsten dün. auch sendent uns dyse abeschrifft alle, die wir uch senden mit 78 1383 uwerm botden wyder herabe gen Frankenfort, besigelt mit Walter Waszichers ingesigel. datum Wyrczburg tertia feria post dominicam Cantate. Götze von Grawenstein und Walter Wasziger. [Nachschrift}. Auch wiszent, daz die von Wormsze und von Spire ez auch yren frunden heim verschieben hant. die lant sie auch ir meynunge gen Frankfurt wiszen. [In verso}. Den vorsichtigen, wysen dem meyster und dem rate zu Straszburg presentetur littera. Str. St. A. G. ü. P. lad. 48149 B. or. eh. lit. el. 129. Die schwäbischen Bundesstädte entscheiden zu Eßlingen den Streit zwischen Mainz , Straßburg, Frankfurt, Hagenau und ihren Bundesgenossen einerseits und Worms und Speier anderseits über den von letzteren auf gerichteten netten Zoll. Esslingen 1383 April 22. Wir die stette gemainlich, die den bund mit ainander haltend in Swaben und als wir uff dis zit ze Esslingen bi ainander gewesen sien, bekennen offenlich mit disem brief und tugen kunt allen den, die in ansehent oder hörent lesen umb die zwaiung und stösse, so die fürsichtigen und wisen unser besunder lieb fründe und aidgenossen die stette Mentze, Straszburg, Frankenfurt, Dagenowe und die andern, die zu in gehörent, an ainem tail und die zwo stett Worms und Spyr an dem andern taile mit ainander gebebt hant von der zolle wegen, so die selben zwo stett Worms und Spire nüwelichs uffgeworffen und gemacbet hant. und von der selben sacli zwaiung und stösse wegen wir unser erber botten von Swaben zu in santen gen Mentze ze versuchen, ob wir die sacli zwischan in früntlieh mit mynne möchten han nidergeleit und zerfuret, das aber unser botten dozemal niht erlangen noch erfolgen mocht. und wan sich der vorgenanten stetde Mentze, Strausburg, Frankenfurt, Ilagenöwe und der andern, die zu in gehörent, und och der zwaiyer stett Worms und Spyre erbern botten des veraynten, das si der sacli von der zolle wegen uff uns stette des bunds in Swaben gern körnen wölten zu dem rechten und och des gentzlich uff uns beliben wölten also, das die vorgenanten stett Mentze, Strassburg, Frankenfurt, Hagenöwe und die andern, die za in gehörent, fürziehen söffen bundbrief und ander brief, für- wort und wes si zu dem rechten getrüweten ze gemessen, so söffen die zwo stett Worms und Spyre ir clag verantwurten mit bundbriefen oder andern brieten für- worten oder wez si zu dem rechten notdürfftig weren. und denne söffen wir nach ir baider brief, fürworten, red und widerede sprechen, waz uns recht dücht. des aber sich unser erber botten niht annemen wölten, denne in sölicher beschaidenbait, das si in gunden die sacli wider liinder sich an uns ze bringen und was wir dar umb tun wölten, das söffen wir den vorgenanten stetten verkünden gen Nürenberg uf den tag, der gewesen ist in der vasten, als unser herre der küng und ander fürsten, her- ren und stette ietzo ze nechst da gewesen sind, und wer es och, das wir uns der sacli also annemen und zu dem rechten verfallen wölten, als och wir das tätten, so 5 10 15 20 25 30 35 40 sölten die vorgenanten stette ze baider syte der sach gentztlich bi uns beliben. und do wir uns der sach also angenomen und vorherigen und och das gen Nurenberg verkanten in aller der wise, als das ze Mentze bereit ward, do lutbarten unser erber hotten die sach und anlausze aber vor den vorgenanten von Mentze, von Strauss- 5 bürg, von Frankenfurt, von Hagenäwe und der andern, die zü in gehorent und och vor den von Worms und von Spyre erbern hotten und wie der anlausze ze Mentze uff uns stette bereit were, der sach waren och sie alle ainträchtig. und ward och mit namen mer bereit und in von unsern erbern hotten versprochen und verhaissen, das wir in der sach uff den tag, den wir beschaiden wurden ainen usstrag geben > io das wir in das niht lenger verzögen, do versprachen och si ze baider site bi dem anlausze ze beliben aber nachdem, do si den anlausse bekanten und och den versprachen bi uns ze beliben. da retten dar nach der von Worms und von Spyre erbern hotten, man sölt in die dag verschieben geben, das verantworten aber der von Mentze, von Straussburg, von Frankenfurt und von Hagenöwe und der andern, die zü in 15 gehürent erbern hotten, das sie das nicht tun wölten, wan es also in dem anlausze mit rede und mit tedingen niht herkomen were noch weder vergriffen noch bereit were. und uff daz do verkanten unser erber hotten der vorgenanten stette erbern hotten einen tag gen Esslingen uff den sunnentag dry wochan nach dem heiligen tag ze ostren, der ze nechst vergangen ist, das sie dahin kämen ze baider site mit vollem gewalt, so wölten wir 2o in der sach mit dem rechten ainen usstrag machen und geben, und also kamen och wir vorgenante stett uff denselben tag gen Esslingen, do santen och dieselben stett Mentze, Straussburg, Frankenfurt, Hagenövre von Iren und der andern stett wegen, die zü in gehürent und och die zwo stett Worms und Spyre ir erbern hotten och dar uff den selben tag und da stünden der stett Mentze, Straussburg, 25 Frankenfurt, Hagenöwe erbern hotten von iren und der andern stett wegen, die zü in gehürent für uns und täten ir rede, als och der anlausze uff uns körnen waz und sprachen: si benügti wol und stünden och dar umb da mit vollem gewalt von ir aller wegen, das wir mit dem rehten zwischan in uszsprechen, als och der anlausze uff uns körnen were. das verkanten wir do der von Worms und von Spyre 30 erbern hotten und besauten die für uns, ob si der sach und dag also antworten wülten, als och si des uff uns körnen weren. die sprachen: si weren des nit mächtig und weren och also von iren fründen und röten nit geschaiden, denne waz das were, das die stett zü in sprechen wülten, das sölt man in verschriben geben von wort ze wort, das wölten si denne bringen an ir fründ und rät, die möchten 35 denne die sach verantworten mit iren erbern hotten oder mit irer gesehrift. das verantworten aber der von Mentze, von Straussburg, von Frankenfurt und von Hagenöwe erbern hotten von ir aller wegen, der anlausze were also uff uns stett Tschechen, das si ze baider site mit vollem gewalt für uns kommen sölten und wer och in dem anlausze niht bereit worden, das si in ir dag verschriben geben söl- ten, als och das alles aigenlieh vorgeschriben stat. danne so wüsten si selb wol, das dez anlausze umb nihtzit anders uff uns stett beschechen were denne von der zölle wegen, und also stünden och si da und benügti si wol, das wir darumb mit dem rechten uszsprechen als och der anlausze uff uns beschechen were. nauch dem allen ll VI. I. ! . I i I i 80 1383 do erfüren wir an unsern erbern botten, die wir zu in gen Mentze und gen Nüren- berg gesent betten, wie der anlausze bereit were und besanten do alle botten der vorgenanten stett für uns. und die waren och da ainträchtig des anlausze in aller der wise, so vorgeschriben stät. und erfand och sich da aigenlieh, das nit bereit waz, das man den von Worms und Spir die dag verschieben geben s51t. wol » betten si gesprochen nach dem anlausze, do sie den gentzlich versprochen hetten, man sölt in die sach verschriben geben, das verantworten aber der stett Mentze, Straussburg, Frankenfurt, Hagenöwe und der andern erbern botten : sie wölten das nit tun, wan das in dem anlausze niht bereit were, als och da vor beschaiden ist. und uff das sprachen wir aber baiden vorgenanten tailen zü, das sie denne ir dag 10 fürtrugen und bereiten mit rede und antwurt, als si des uff uns körnen weren, so wölten wir mit dem rechten zwischan in uszsprechen nach dem, als der anlausz uff uns beschechen were. das verantwurten do der von Mentze, von Straussburg, von Frankenfurt und von Hagenöwe erbern botten von ir aller wegen : das wölten si gern tun und sie stünden och also da und weren och darumb ussgesant und hetten is och des vollen gewalt bi uns ze beliben. da widersprachen aber der von Worms und von Spyr erbern botten, als och vor: si weren anders niht mähtig denne, was man zu in clagen wölt, das man in das verschriben gebe, das wölten si haim bringen an ir fründe, die selten denne die sach verantworten, dar nach santen wir aber unser erbern botten gen Worms und - gen Spir in zu sagen den anlausze und och si dar 20 uff ze bitten, das sie iren erbern fründen, die da ze Esslingen weren, vollen gewalt geben der dag ze antworten oder mer ir fründ mit gewalt zu in santen, das wir der sach usstrag geben möchten nach dem, als der anlausze uff uns beschechen were. und erbätten och der von Mentze, von Straussburg von Frankenfurt und von Hagenöweerbern botten, das die der sach durch unsern willen die wile bi uns ze Esslingen erwarteten, als och si das tätten. und do unser erber botten von den zwain stetten Worms und Spir herwider umb zu uns gen Esslingen kamen, die antwurten und seiten uns, das si anders nit erlangen noch erfinden möchten denne in der wise, als ir erbern botten vor gerett hetten. do sprachen uns aber der vorgenanten stette Mentze, Straussburg, Frankenfurt und Hagenöwe erbern botten von ir aller wegen als hafteclieh zü, wan in dem anlausz mit namen 3 " bereit und in von uns verhaissen were, das wir in uff dem tag ainen usstrag geben sölten, das wir denne mit dem rechten dar umb uszsprechen, wan die von Worms und von Spyr der sach ussgän und bi dem anlausze niht beliben wölten in der wise, als der bereit und vertedinget were. do bekannten wir uns, wan dieselben zwo stett Worms und Spir der dag nit antwürten wölten, als der anläsze besehe- 33 chen were und den och si versprochen hetten, als vorgeschriben stät, das wir denne von eren niht überwerden möhten, wir mosten dar umb sprechen, als och wir getan haben und sprachen also: das die vorgenanten zwo stette Worms und Spir die egenanten zölle nider und stille süllenlässen ligen und niht nemen als lang und bis uff die zit, das si dar umb für« uns zü dem rechten ko ment in aller der wise, als der anlausze uff uns bereit ist. und wenne das bescheche, das si also für uns zü dem rechten körnen wölten, das süllen si uns verkünden, so sollen wir in denne aber ze baider 1383 81 site tag besehaiden an gelegen stett und da mügen denne die von Mentze, von Straussburg, von Frankenfurt, von Hagenöwe und die andern, die zü in geboren! ir clag vor uns erzeilen und mügen ziehen bundbrief oder ander briet, fürwort oder wes si zu dem rechten getruwen zü gemessen, das selb mügen die von Worms und 5 von Spir verantworten mit bundbrieften oder andern brieten, fürworten oder wes si da wider zu dem rechten notdürftig sind, so sollen und wellen wir denne nach ir baider clag brieten fürworten rede und Widerrede sprechen, waz uns recht dunkt, und wenne och diu sach also zu dem rechten körnet, so sol das niderlegen der zölle, als wir ietzo gesprochen haben, entwederm tail der vorgenanten stette an iren rech- io ten weder ze schaden noch ze fromen körnen in dehain wise äne alle geverde. und des allez ze warem urkund so haut die von Esslingen von unser aller haissentz wegen ir stat gemains insigel offenlich gehenkt in diesen briet. der geben ist ze Esslingen an sant Jörigen aubent do man zalt von Cristz gebürt druzehenhundert jar und darnach in dem dry und ahtzigostem jaure. 15 \In verso\ Wie die stette, die im bunde zu Swoben sint, durch ir hotten die stette Mentz, Strasburg, Frankfurt, Hagenöwe und ander stette, so zu inen gehören!, übertragen haben! mit den von Wormiss und von Spire der zolle halb. Str. St. A. G. U. P. lad. 45/46 u. nr. 73. or. mb. lit. pat. c. sig. civit. Etlling. pend. Auszug: Boos , Wormser TJrkb. II nr. 832. — Beg. Janssen. Fr. B. K. I. nr. 29. — 20 Erwähnt D, B. A I, 366. 130. Werner von Berenvels Bürgermeister und der Rat von Basel an Strassburg : bekennen, dass sie jährlich zu zahlen haben . . . den erbern swestern des huses zem thurne in der stat Straszburg gelegen zweit phunt Straszburger geltes zinses, die sie von uns kouft hant umbe 144 it. ... und dass an diesem Capital 25 nichts geändert werden soll, obwohl man übereingekommen die 12 tt. fernerhin auf 10 U. herabzumindern. geben ... da man zalte . , . 1383 an dem nechsten dornstage nach dem heiligen phingstage. Basel 1383 Mail1. Str. St. A. Ak 1799. or. mb. I. cl. 131. Heinrich Herr zu Blankenburg schließt mit der Stadt Straßburg einen 30 Vergleich wegen der Perlen, die als Pfand für eine Forderung beschlagnahmt waren. 1383 Mai 30. Wir Heinrich herr zu Blanckenburg bekennen! und künden! menglichem mit disem briete, daz von aller der missehelle und ansprachen wegen, so wir von unsern und unserre brüder und swestern wegen gegen den erbern bescheiden dem 35 meister, dem rate und den bürgern der stat zu Strazburg und den iren untze uf disen hüttigen dag gebebt hant von den berlin wegen, die her Thiebalt von Blanckemberg selige unser herre und vatter seliger gedehtnusze gen Straszbürg gesendet bette bi sinen lebetagen zu verwurkende und die von Straszbürg und die iren die selben berlin angelanget betten! von solicher schülden wegen, alse io der von Strazburg bürgere meindent, die in frowe Ennelin Völtschin schüldig sin 82 1383 solte und von alles dez kosten und schaden wegen, so wir und die unsern davon gehebt und gelitten haut in weihen weg das sie, wir von unsern allen unserre geswistergide und der unsern wegen gentzliche gesünet verrihtet und geslihtet sint mit den vorgen. dem meister, dem rate und den bürgern gemeine und besünder der stat zü Strasburg und allen den iren. und geloben! och wir mit craft dis briefes und bi guten trüwen vür uns alle unsere geswistergide und alle die unseren die selbe süne und rihtünge geneme und stete zü habende ewecliche gegen den vorgen. dem meister dem rate und den bürgern gemeine und bisünder der stat zü Straz- burg und allen den iren und das wir unsere geswistergide noch alle die unseren noch nyeman von unsern noch von iren wegen niemer ansprache noch vorderunge darumbe an sie gehaben süllent noch welient in denheinen weg ane alle geverde. wände uns von derselben berlin Sachen und ansprachen wegen gentzliche volletän ist und sie uns der selben berlin drissig lote und zwei lote gegeben baut und die uns och von in worden sint ane alle geverde. und der vorgen. dinge zü einem urkunde so ist unser dez vorgen. Heinriches ingesigel von unsern und der vorgenanten unserre geswistergide wegen an disen briet gehencket. der wart gegeben an dem ersten samestdage nach sant Urbans dage des heiligen babestes in dem jare da man zalte von Gotz gebürte drützehenhundert jare ahtzig und drü jare. Str. St. A. G. D. P. lad. 166 nr. 62. or. mb- lit. pat. e. sig. pend. 132. Sattlerordnung. 1383 Juni 16 . Dis noch geschriben stick und bunten sollen! alle satteller in der stat Stros- burg halten : item was burren boum har kumen in die stat Strosburg, die sol man deillen. und wer an boumen ein deil begert und do ist, so man in berieft, so sol man im ein deil geben, es sig litzel oder fil. Item was horfiltz har kumen in dis stat Strosburg, die sol man deillen, es sig litzel oder fil. Item es sol ouch keiner keim nit machen, der eim andern schuldig ist, wen er es im verbittet mit dem houpkanen. Item was ouch har kumpt, das unser anckwert brucht und deilbar ist, das über 10 sol. den. kost, das sol man deillen, es sig bis a Stegreif (oder) oder werck oder leder oder gurtten oder kumpt heltzer oder geyssei steb oder eineherleig, das wir brachen. , Item man sol ouch keinen sattel schwertzen uf blos holtz. Item wer ouch vor der pfaltzen wil feil haben, der sol ouch uf die selb zit sust uf kein andern merckt farren; er sol ouch in sim hus nit us heincken, als lang er vor der pfaltzen stat. Item es sol ouch keiner me den uf einen merckt uf einen . . . b us der stat Strosburg farren. es sol ouch einner nit me denne ein Stellung haben, war man a) Vielleicht bes oder vis tu lesen. b) Lücke, vielleicht: mal. 5 10 15 20 25 30 35 1383 83 ouch zu merckt fart, do so] man los werffen umb die stet, man sol ouch nit e losen, es hab denne 8 geslagen.) Item wer disser stick eis verbricht, der sol besseren unseim anckwert 5 sol. den. und sol ie einer den anderen viegen und fir bringen by der forderen besrung. 5 und geschah des uf zistag noch sant Veiltaz dag im 83 jar. (Item die mes ist us gedingt, do darf einer nit deillen . ? . und filtz, die sol man alle zit deillen.) 1 Str. St. A. G. ü. P. lad. 12 nr. 24. cone. ch. 133 . AnStellungsurkunde für den Dombaumeister Michel von Freiburg . 10 Strassburg 1383 Juni 18. Ez ist zu wiszende, das meister Michel von Friburg der wergmeister unser frowen werckes zu Strazburg gesworn het an den heiligen demselben unserre frowen wercke getruwe und holt zu sinde und ouch alle dinge, die zu dem selben wercke gehören!, getruweliche zu tünde und uszerihtende also in danne bi sinem i5 eide beduncket, das es dem selben wercke und dem buwe aller nutzelichest und beste sie. wo ouch er in dez selben werckes lone würket, wo das ist, da sullen er noch sine undertanen nützit iemanne howen noch machen, es sie danne mit urlobe, wiszende und geheissin unserre frowen werckes schaffener, der danne ist, äne alle geverde. derselbe meister Michel noch sine undertanen süllent. ouch nie- 2o manne nutzit geben noch lihen, daz demselben wercke zil gehöret noch nützit machen, wo oder an weihen stetten daz sie, ez sie danne ouch mit urlobe, wiszende, willen und geheisze unserre frowen werckes schaffener, der danne ist, äne alle geverde. er sol ouch keinen redelichen buwe machen noch understan zu machende äne urlöp, wiszende und geheisse des schaffeners und der pflegere desselben unserre 25 frowen werckes, die danne sint, äne alle geverde. und alles daz, daz da vorge- schriben stat, daz sol allewegent ein ieglicher werckmeister unserre frowen werckes sweren an den heiligen zu haltende, so er zü derselben unserre frowen wercke zu werckmeister genomen und empfangen wart ane alle geverde. actum feria quinta proxima ante diem nativitatis sancti Johannis Baptiste anno domini 1383. 30 Str. St. A. Stadtord. Bd. 29 fol. 2. Gedruckt: Hegel , Königshofen II, 1016. 134 . Ulm an Str all bürg : verkündet einen Tag zu Eßlingen zur Beilegung des schädlichen Streites der rheinischen Städte über den von Worms und Speier auf gerichteten Rheinzoll. Ulm [1383 Juni 25.] Fursiehtigen wisen besundern güten frund und eidgenöszen. unser fruntlich willig dienst alle zit berait voran lieben frunde. umbe sölich stösse, so ir und 1 Dieser letzte Artikel ist mit anderer Tinte hinzugeschrieben. 84 1383 ander stett an dem Rine juwer und unser aidgenöszen an ainem tail und unser und juwer frund und aidgenöszen die von Worms und von Spire an dem andern tail mit ainander hant von der zölle wegen, so dieselben zwo stett uffhebent und nement und der sach ouch irge baider site uff die stett ze Swaben ze dem rechten körnen sind und darumbe ouch die stat ettlich Spruche getan hant und als sich diu sach nü. bisher verleiten hat, so verkünden wir juch von derselben sach wegen ainen tag gen Eszlingen uff die nechsten mittwochen ze nacht vor sant «i*« Maryen Magdalyenen tag daselbs ze sind, da ouch gemain stett unsers bunds ze Swaben hin koment und sich darinne mit gantzem willen arbaiten wellen, ob si die sach zwischan juch nidergelegen und verrichten mugen mit minne oder mit dem rechten, wan si dar inne weder kost noch arbait noch kainerlai ander sach nit verdrieszen wil alz billich ist. darumb so bitten wir juwer fruntschafft mit allem ernst und fliszeclich und manen iuch darumb, als ir der sach uff gemain stett körnen sind, daz ir juwere bottschafft von juwerm rat uff den vorgenanten tag gen Esslingen schicken wellen! und der dez mächteclicher juwern vollen ge- walt durch aller stett willen geben und enpfelhen wellen! baides zi der minne und ouch zu dem rechten umbe daz, daz diu sach uff dem tag dez baz zerrinnen und nidergeleit werden müge und daz ir fürsetzent, alz juwer wiszhait daz vil baz bedenken kan, daz alle fürsten und herren oder wer den stetten nit gutz gan mit kainen Sachen alz vast erfröwet noch gesterket werden mugen alz mit dem, ob zwayung und brüche zwischan den stetten uff stunden, daz doch juwer fürsichtikait versorgen sol, daz des nit bescheche. waz ouch denne die stett dez bunds ze Swaben darzii getun oder gedienen kunnen oder mugen, wie diu sach werde nidergeleit, dez sind sy willig, lieben frund wir haben juch disen tag ouch darumb uff diz zit dahin verkünt, daz ir derselben juwer bottschafft, ob iuch daz gevellig ist wol enpfelhen mügent, daz die von dem tag volleriten gen Rötenburg und dannan hin gen Nüren- berg, wan unser herre der kung uns verschriben und enbotten hett, daz er ye mit sin selbs libe uff den tag gen Nürenberg körnen welle und daz ouch gemain stett dez bunds ouch dahin körnen, daz hab er allen fürsten und herren ouch verkünt. dez geliehen hänt ouch die stett des bunds in Swaben ir frunde und betten ouch enpfelhen und also usz gesent von dem tag ze Esslingen ze volleriten gen Rötenburg und gen Nürenberg. geben an donrstag nach Johanns baptiste. Von uns den von Ulme. \In verso\ Den gar fürsichtigen und wisen unsern besundern lieben frunden und aidgenöszen dem burgermaister und dem rät gemainlich ze Sträszburg. Str. St. A. AA. 118. or. c h. I. el. c. s. i. v. 135. König Wenzel an Strassburg: gebietet, dass man den Stadtschreiber zu Hagenau Johans von Kentzingen und etliche Pfaffen, welche in das Johanniter-Ordenshaus zu Hagenau eingefallen sind und . .. dorynn genommen haben körn, fleische, pfen- nig, bucher etc, wie ihm der Ordensmeister Conrad von Brunsperg selbst geklagt 5 10 15 20 25 30 35 40 1383 85 habe, anhalte dem Orden allen Schaden zu kehren. geben zu Petlern montages noch sct. Johanstage. reg. boh. 21. reg. rom. 8. Betlarn 1383 Juni 29 . Str. St. A AA 107 nr. 22. or. ch. I. cl. 136 Straßburg fordert die rheinischen Bundesstädle auf zum Kriegszug gegen s Worms und Speier, die trotz des Schiedsspruches der schwäbischen Städte fortfahren ihren Rheinzoll zu erheben. 1383 Juli 23 . Unsern sundern guten frunden und eitgenoszen den burgermeistern und den reten der stette Mencze, Franckinfurt, Hagenawe, Wiszinburg, Wepflar, Friedeberg, Geiln- huszen und Phedersheim entbinden wir Johans von Mulnheim, dem man sprichit von io Richinberg, der meister und der rat von Strasburg unsern fruntlichen willigen dienst, liebin krümle, also ir wol wissint, daz wir die stete an dem Rine, die zusamen vir- bunden sint zu einem teile und andersite die stete Worms und Spire die stcesze und Sachen, alse dieselben zw[ien] stete zolle uff dem Rine noment, glaszin hand an unsere eitgenoszin, die burgermeister und die rete der stete dez gemeynen bundes zu Swaben, ein recht darumb zu sprechende und sie auch darynne gesprochin hand,’ daz dieselbin zwo stete Worms und Spire dieselben ire zolle nider und stille sullent laszin ligin und sie nit sollen! nemen biz off die zyt, daz sie darumb für den gemeynen bunt zu Swaben zu dem rechten kommen! in aller der wise alse die anlasz uff sie kommen und beredt ist, als auch daz ire virsigelten sprochbrieffe besagen!, die wir so zu beiten syten von in hand. also hand sie dazselbe ir sprechin uberfaren und nit ghaltin und hand sieder demselben Iren sprechende dieselben zolle nit deste mynner uff dem Ryne genommen, dan sie hand dieselben zolle siederher von unsern bürgern und von menglichen alle czyt gnomen und hand uns und die unsern damit zu groszem unlidelichem schaden bracht, und darumb so hand wir einhellecliche in unserm rate SS uff unsern eit irkant, daz die burgermeistere, die rete und die gemeynden der zweier stete Worms und Spire und alle die iren uns, unsern bürgern und den unsern da- midde unreht dunt und getan hant und daz wir uch billiche darumb manen sollen! und mugent. und darumb so manen! wir uch allesamen mit dieszem brieffe von der virbuntnisze wegen, so ir und wir mit einander hand uwer eide, daz ir uns und den 3 o unsern uff die vorgenanten die burgermeistere und die rete und die gemeynde der vorgenanten zweier stete Worms und Spire und uff alle ire helffer, diener und die iren und uff alle die, die yn raten! oder helffent und mit namen uff dieselben zwo s‘ete Worms und Spire und uff alle die zugehorden, die dazu geboren!, geraten und beholffen sind uff ir aller libe unde gute uncz an die stunde, daz sie 35 uns und den unsern, von den sie die zolle also genomen hand, widerkerent alles daz, daz sie za zolle also von in genomen hant und uns und unsere burger davon genczlich unklagehaft gemachen!, und daz ir ouch schaffen!, daz von dem zinstage der nu zu neiste körnen! ubir virczehin dage uwer meiste somrne der August i. 1 1383 April 23. 86 1383 gleffen, also das uwer und unser virbuntnisze bewiset by den unsern zu Wiszin- burg der stat sint und uns und den unsern damit behulffen sint, alsz davor bescheiden. und dirrer manunge zu urkunde so ist unserre stede eingesigel zu rucken uff dieszem brieff gedrucket. datum feria quinta proxima ante diem beati Jacobi apostoli a. domini 1383. * Aus Frankf. Stdt -Areh Copialbnch VII a 59. Gedruckt Janssen, Beichsk. I nr. 30. Gedr. Boos, Wormser Urkb. II nr. 836. 137. Die schwäbischen Bundesstädte sprechen sich als Schiedsrichter in dem Streit zwischen den Städten Mainz, Strassburg, Frankfurt, Hagenau einerseits und io Speier anderseits wegen des von letzterer Stadt aufgerichteten Rheinzolles dahin aus, dass der Zoll während der Dauer des Bundes nicht solle erhoben werden und dass dafür die anderen Städte die Summe von 2000 Gulden an Speier zahlen sollen. gegeben zu Rottenburg am s. Jacobstage 1383. Itottenburg 1383 Juli 25. u Gedr. Schaab, II, 293 (mit falschem Datum) nach dem Orig, im St Ar. von Botenburg. Beg Janssen, Frankf. Beichsk. I nr. 31. 138. Der Rat von Worms und Speier an Frankfurt: berichten, dass Strassburg widerrechtlich wegen des Zolles, den sie vom Reiche haben, gegen sie aufgerufen, da der Streit auf dem von den schwäbischen Bundesstädten als Schieds- 20 richtern anberaumten Tage nicht zu Ende gekommen sei; bitten um Förderung ihrer Sache gegen Strassburg. feria 3 post s. Jacobi 1383. 1383 Juli 28. Begest nach Janssen, Frankf. Beichskorr. 1 nr. 32. — Beg Boos, Wormser Urkb. II nr. 839. 139 Johans von Mülnheim gen. von Richemberg, der Meister und der Rat von Strassburg an Mainz, Frankfurt, Hagenau und Weissenburg : danken für freund- ss lieh geleistete Hülfe und teilen mit, dass sie den Herrn Heinrich und Conrad Peyger von Boparten und ihrem Anhang widersagt haben: umb das sie unsere viende in iren gebieten enthaldin haut und die unsern daruz und darin geschadiget sint. datum feria quarta post Laurentii anno 1383. 1383 August 12. Frankf. St. Ar. Copialb. VII a 60 b nr. 206. cop. coaev. so 140. Johans von Mülnheim der Meister und der Rat von Strassburg an Mainz, Speier, Frankfurt, Hagenau, Weissenburg, Schlettstadt, Ober-Ehenheim, Wetzlar, Gelnhausen, Riedersheim: teilen mit, dass Werner von Horemberg ' ihrem Bürger Herrn Heinrich 1 Vergl. hierzu Hegel, Königshofen II, 791. Die ander (erste 1368) rey se für Homberg. — Do men zalte 1383 jor, do zogetent die von Strosburg und juncher Heinrich von Lore uf die herren von Horn- 35 berg und gewunnent das stettelin Homberg und verbrantent es gerwe und zerbrochen! ouch den vorgeschriben nuwen turn und verbrantent und verhergetent die dörfer der herren von Horberg und zogen! für die zwo bürge genant Horberg und logen! dovor uf eine wuche. do was es also kalt, das men dennen zoch herheim. und wolte noch dem winter wider der gezogen sin : do wart es dozwü- schent gerillte!, dise reyse geschach juncher Heinrich von Lore zü helfe, wan er burger was und ouch 4 « das sü eime hotten von Strosburg unzuht dotent. 1383 87 von Geroltzeck und Lahr . . . wol uff anderhalp hundert pherde genommen . . . und Strassburger Boten, die desswegen zu ihm geschickt waren, gemisshandelt und geschmäht habe. Desshalb sollen sie ihm alle ihre Widersagebriefe senden. datum feria quarta post diem scti Bartholomei anno 1383. 1383 August 2C>. 5 Frankf. St. A. Copialb. VII« 61 nr. 208. cop. coaev. 141 . Albrecht von Schönau und Friedrich Stahel schließen nach Einnahme ihrer Burg Kagenfels durch die Städte Straßburg, Schlettstadi und Oberehenheim mit diesen eine Sühne. 1383 August 28. Wir Albreht von Schönnowe und Friderich Stahel von Westhofen edelknehte io veriehent beide und kundent menglichem mit disem briefe: alse Heintzemann Wöppelinger sine dienere und die sinen uf unserre vesten Kagenfeils gehuset und enthalten sint gewesen und sie öch dar uf gefangen gefürt und geleit hettent der stette von Brisach und anderre stette bürgere und die erbern bescheiden die meistere, die rete und die gemeinden der stette Strazburg, Sletzstat und Obern-Ehenheim iS und die iren durch iren und dez landes und der lute gemeinliche nutzes willen zu Elsaz und anderswo darumbe vür die selbe unser vesten zogetent und öch die selbe unser vesten Kagenfeils und die zügehörde gewonnen hant und sie öch hant der vorgenanten stette Brisach und anderre stette bürgere dar uffe gefangen fanden ligende, daz also von derselben Sachen und geschihte wegen und von allez dez 20 kumbers, kosten und schaden wegen, so uns und den unsern oder iemanne von unsern wegen da von geschehen und widerfaren ist, in weihen weg daz sie, wir früntlicbe und gentzliche gesunet verrihtet und geslihtet sint mit den selben den meistern, den reten und den gemeinden der vorgen. stette Strazburg, Sletzstat und Obern-Ehenheim und allen den iren. und globent öch wir vür uns alle unsere 25 erben, dienere, belfere und vür alle die unsern die selbe sune und rihtunge ewek- liehe stete und veste zu haltende und zu habende und da wider nyemer zii tünde noch schaffen getan werden mit gerihte noch äne gerillte noch in denheinen weg äne alle geverde. dar zu so sol öch die vorgen. unser vesten Kagenfeils mit aller zügehörde der vorgenanten der meistere, der rete und der gemeinden der vorgen. stette Strazburg, 3« Sletzstat und Obern-Ehenheim aller irre helffere, dienere und der iren offen hus sin ewekliche, daz sie sich dar inne und öch dar in und dar uz behelfen und in selber daz beste und daz nutzeste uf iren kosten getan mügent, wenne und wie dicke sie oder weihe stat ander in wellent wider menglichen, uzgenomen alleine wider daz römsche rych, von dem wir sie zu leben hant äne alle geverde. und wände wir 35 die vorgen. Albreht von Schönnowe und Friderich Stahel von Westhofen geswurn hant mit ufgehepten henden lipliche zu den heiligen vür uns alle unsere erben und nächkomen allez daz, daz da vorgeschriben stät, getruweliche zu haltende zu tünde und zü vollefürende, so hant wir dez zu einem wären urkünde beidesam- ment unsere ingesigele an disen brief gehencket. der wart gegeben an dem 88 1383 ersten fritdage nach sant Bartholomeus dage dez heiligen zwelfbotten in dem jare da man zalte von gotzgebürte drützehenhundert ahtzig und drü jare. [Tn verso ] Uber die vesten Kagenfeils. 1383 August 28. Str. St. A. G. U. P. lad. 166. u. or. mb. lit. pat. e. 2 sig. pcnd. 142. Graf Johann von Nassau tritt dem rheinischen Städtebunde von jetzt an s bis auf 8. Johann d. Täufer und von da auf 8 Jahre bei und verspricht auf Mahnung zu dienen mit 8 Glefen. geben zu Mentze 1383 samstag vor unser frouwentag als sie geboren wart. Mains 1383 September n. Heg. Janssen, Frankf. It-K. nr. 33 nach dem Or. im Frankf. St. Ar. Ebenda die Gegenurkunde der rhein. Städte von gleichem Datum mit der Hülfsverpflichtung von 40 10 Glefen. >43. Strassburg an Frankfurt: als wir uch haut gemanet uff die von Horem- berg, also bedurftet ir uns zu diesser male uwere glefen uns da mit uff sie zu helfl'ene nit, senden und widdirbietent ez uch auch . . ., da sie in Unterhandlung mit den von Hornberg getreten seien. datum feria secunda proxima post diem a seti Egidii confessoris anno 1383 . 1383 September 7. Frankf. St. Ar. Copialb. VII a . 62. cop. coaev. 144. Gunrat Peyger und Heinrich Peyger von Hopart, Brüder, schliessen nach allerlei Misshelligkeiten eine Sühne mit der Stadt Strassburg und versprechen während der nächsten 8 Jahre auch nichts gegen die solange mit Strassburg ver- 20 bimdeten Städte und Herren zu unternehmen und ihre Stadt und Burg Homburg ' den Strassburgern in allen Kriegen und Fehden ausser etwa gegen den Bischof und das Domstift von Metz offen stehen zu lassen. Für sich allein verpflichtet sich Heinrich Peyger: yn zu dyenen mit fünf glefen und mit der bereitsehaft, die darzü gehöret in minen kosten und uff minen schaden und Verlust viertzehen gantze 25 tage, war sie wellent iegliches jares zu eynen male alle die wile, daz ich gelebe (auf vorausgehende achtägige Mahnung) in allen kriegen giensite dez gebyrges der steigen oder der virst. Mit den Brüdern siegeln: Bischof Friedrich von Strassburg, Domprobst Johann von Ochsenstein, Graf Johann von Sahn, Graf Heinrich zu Lützelstein, Bcemund so von Ettendorf, Herr zu Hohenfels und Johann von Knidingen, Herr zu Benserdorf. 1 Vgl. Hegel, Königsh. II, 809. Ein reyse gein Homburg [in Lothr. zw. Metz u. Sarbrücken; Metzer Kirchenlehen] die Symunt von Schönecke enthielte»!. Die Straßburger ziehen vor die Burg und zwingen die Inhaber Conrat und Heinrich Beier von Bopart zur Capitulation, weil diese der Stadt erbitterten Feind Symunt von Schönecke, dessen man trotz des Kopfgeldes von 2000 Gulden nicht hatte 35 habhaft werden können, in ihrer Burg beschützt hatten. Symunt wird später von den Straßburgern zu Lienstadt (Luneville) erschlagen. 1383 89 geben an unserre frowen obende der jungem den man schribet zu latine nativi- tatis da man zalte 1383. 1383 September 7. Str. St. A. G. ü. P. lad. 166. u or. mb. lit. pat. e 8 sig. quor. 2 (Joh. v. Ochsenstein , Jöh. v. Salm) delaps. * 145. Styslawe von der Witenmüle bekennt, dass er: mitwoche vor sant Matheus sepibr. /«. tage des heiligen zwelfbotten kam vür meistere und rat zu Strazburg, da her Heinrich von Mülnheim meistere waz, und das Strassburger Bürgerrecht auf 10 Jahre erhalten und beschworen habe. 1SS3 September m. Str. St. A. G. U. lad. 271. fase. 16. or. mb. lit. pat. c. sig p. delaps. io Vgl. Wencker collect, jur. publ. 124. 146. Markgraf Bernhard (I) von Baden an Strassburg: uns ist von unserm gnedigen herren dem rßmsehen kunig etwas empfohlen von der juden wegen in etwiewil landen zu handeln und uszzurihten. nii haben wir vernommen, das ir den judeneyt gar eygentlichen verschrieben haben!, bilden wir uch mit ganczem iS vlisz, das ir uns denselben eyt by disem hotten verzeichent schicken wollen! zu diitsche und hebraysche. bettend ir yne aber nit in hebrayscher spräche, so scliik- kend uns ine doch zu diitsche. datum Pfortzheim feria sexta post exaltatio- nem s. Crucis. Pforzheim [1383\? September 18]. Str. St. A. AA. 103 nr. 46. or. ch. lit. cl. 20 147. Judenordnung vom Jahre 1383.' 1383 September 35. Art. 1. Unserre herren meister und rat, schotfei und amman zu Strazburg sint überein körnen, daz alle juden, jüdin und ire kinde, die in unserre stat zu Strazburg seshaft sint, in dirre unserre stelle friden und schirme sin und hüben süllent und das man sie hanthaben sol, alse andere unsere bürgere und was in geschiht, oh sie 25 mit slahende, stöszende, wunden, dotslagen oder mit andern dingen, in weihen weg daz sie, daz süllent meister und rat in rillten und tun zu glicher wise und in den rehten, alse ob es einem an denn unserm burger geschehen were. und süllent euch sie umbe alle unfugen, so sie tunt vor meister und rate zu Strazburg zu relite stfm oder an den stellen, dahin sie danne meister und rat in unserre stat wisent. 3o und süllent ouch sie liden und halten, was meister und rat zu Strazburg oder dieselben, dahin man sie danne in unserre stat wiset, erteilen!, und wohin man sie danne in unserre stat wiset, dahin sol man in zwene hotten oder me von dem rate geben, der sie danne von in gewiset het durch das, daz sie dest e da uz gerihtet werden! und besehen!, daz in reht geschehe. 35 1 Vgl. Band V. die Judenordnung vom 14. Mai 1375. 90 1383 Art. 2 . Alle die juden und jüdin, die hie inne seshaft sint oder harnäch darin koment, sullent. nieinan, der zu unserre stat gehöret, keinrehande gut, gäbe, miete, schencke noch mietewan geben noch lihen heimeliche noch offenliche noch globen, entheiszen noch vürlegen noch in keinen weg mit sölichen dingen nützit tun noch nieman von iren wegen, also daz einem oder iemanne von sinen wegen doch 5 wurde, in weihen weg daz were, äne alle geverde. und wo es geschehe, so so] der oder daz, dem es worden ist, geben zehen pfunde Strazburger pfenninge und der jude oder die jüdin, die es getan het, ouch zehen pfunde beszern. und sol die schencke oder die miete, waz der ist, meister und rate werden und gefallen sin. und sullent es meister und rate rügen, rihten und rehtvertigen, so ez in vürkomet. >° were ez ouch, daz die juden oder jüdin iemannes rate bedörftent, den mügent sie wol dar umbe geben, daz bescheidenlich ist also doch, daz in nieman raten sol, daz wider unser stat ist äne alle geverde. Art. 3 . Es sol ouch kein jude, der in unserre stat seshaft ist, von keinem juden, der nit bi uns seshaft ist, gut in sine gemeinschaft nemmen noch von t .% keinem uz geseszen juden haben in keinen weg, da er ime denheinen gewinne oder ützit von gebe, äne alle geverde. und wer daz brichet, der beszert hundert güldin, alse dicke er es brichet. Art. 4 . Es sol ouch schultheissen und vogte von in vallen von sölichen bes- serungen, waz in von andern unsern bürgern von unfugen wurt und alse an nnserre 20 stette buch stät. und sullent ouch die juden und jüdin, die zu in gehörent gegen schultheiszen und vogte sin und hüben in allen den rehten, alse sie gegen in warent zu den ziten, da sie vor drissig jaren hie inne seshaft warent, äne alle geverde. doch also das die juden und jüdin nit rihten sullent und ouch kein urteil süllent sprechen über denheinen cristan möntschen noch über sin gut von den- 25 heinren Sachen wegen ane alle geverde. und süllent hinanfürder ein schultheisze und zwene cristan manne zu gerihte sitzen in der juden schule oder da man von juden Sachen wegen rihtet und süllent urteil sprechen, obe die juden da gerihte haben wellent: und were ez, daz die zwene cristan manne enthnllent an irre urteile, so sol es der schultheisze einem under in beiden volgen. und sol ouch daz danne z» vürgang haben und süllent ouch dieselben zwene manne und der schultheisse sweren an den heiligen alle jare, daz sie noch nieman von iren wegen von des gerihtes wegen und daz dar zu gehöret ungeverlich keine miete noch mietewon nement in denheinen weg äne alle geverde. und welre daz under in verbreche, daz süllent meister und rat rihten und rehtvertigen bi dem eyde, wie es in vür- 35 körnet, und ist es, daz die drie also in irre schulen rihtende werden!, so süllent die juden den zweien, die bi dem schultheiszen da zu gerihte sitzent, ieglichem jares fünf pfunde pfenninge geben. Art. 5 . Sie mügent ouch von allen unsern ingeseszen bürgern alle wochen zu wucher nemmen von plunder, rücken, menteln, briefen, da sie uf ühent, und 40 von anderen sölichen dingen von ieglichem pfunde einen pfenning und nit me, doch also von sehs Schillingen und darunder einen helbeling und von sehs Schillingen untze an zehen Schillinge einen pfenning und von zehen Schillingen untz an ein 1383 91 pfunt drie helbeling und von einem pfunde einen pfenning. und darüber ouch von ieglichem pfunde einen pfenning, wie vil es darüber ist, und ouch nit me. Art. 6. Sye süllent ouch von keinem wücher nemmen noch rechenen, es sie danne vor ein gantz jar nach der lebenungen us äne alle geverde. und wer daz s brichet, der beszert driszig güldin. Art. 7. Sü süllent ouch keinem unserm burger versagen pfenninge uffe pfände zu übende umbe so vil wüchers äne geverde, also da vor ist bescheiden umbe das, daz sie meindent einem lantmanne lieber zu übende danne einem burger dar umbe, daz er in me wüchers gebe danne ein burger tut äne alle geverde. und wer daz io brichet, der beszert zwei pfunde. Art. 8. Doch süllent sie nyemanne uf denheinen harnasche liehen, wer das brichet, der beszert zwei pfunde. Art. 9. Sie süllent auch uf keine gemeinde in dorffern üben in keinen weg. wer das brichet, der bessert zebsn pfunde. is Art. 10. Und süllent ouch sie allen den lüten, den sie uffe pfände lihent, welre- hande die pfände sint, ire pfände, dar uffe sie in geluhen hant, äne alles Widerrede geben wider zu lösende bi derselben tage zit, so es ein möntsche an sie gevordert bet sine pfände von in zu lösende uzgenomen an Iren virtagen äne geverde. wer das brichet, der bessert zwei pfunde. 2 o Art. 11. Sie süllent ouch keinen juden noch jüdin zu in barin nemmen noch zu in noch in unser stat läszen körnen heimeliche noch olfenliche in niderlas wise äne wiszende und willen meister und rates, die danne sint. und sol ouch ein ieglich jude, in des hus einre in niderlas wise körnet, über die gedingeten juden in den nehsten drien tagen dar nach, so er daz erfaren bet, meister und rate rügen äne 25 alle geverde. wer das brichet, der beszert fünf pfunde. Art. 12. Wo sie ouch me wüchers nemment von unsern ingesessen bürgern, danne da von geschahen stät, sweret danne der jude oder die judin, daz sie nit wustent, daz sie unsere bürgere werent, von den sie me genomen hettent, da süllent sie ledig sin und süllent ouch den übrigen wücher, den sie genomen hant, jenen so wider geben, woltent sie aber das nit sweren, so süllent sie beszern fünf pfunde, also dicke so sie es tünt und süllent jenen den übrigen wücher wider geben äne geverde. Art. 13. Sie süllent ouch näch allen verstolen pfänden stellen, die under sie koment und sie tün under in ernstlichen süchen und den ban darnäch tun, so man 35 es an sie vordert. und wo man sie vindet und küntliche machet, daz sie verstolen sint, so süllent sie sie widergeben umbe so vil houptgütes, alse sie dar uf geluhen hant. werent es aber kelche, meszebüchere, altergewete oder blütige plande, die süllent sie vergeben widergeben äne geverde. wo sie es aber verswigent und nit har vür detent nnd dar näch befunden wurdent, daz sie hinder in gewesen werent, da 40 sol der selbe jude oder jüdin fünftzig guldin beszern. Art. 14. Wenne sie ouch pfände, dar uf sie unsern ingeseszen bürgern geluhen hant, ein gantz jar inne gehabent und daz sie nit von in gelöset sint, so mügen sie söliche pfände dar näch wol verköffen. also wenne der jude oder jüdin näch dem 92 1383 jare die pfände verkouffen wollent, so siillent sie es vorhin dem verkünden, des daz pfände ist, alse verre sie miigent zu huse und zu hofe ane geverde. und siillent ouch sie die pfände, welrehande sje sint, in unserre stat offenliehe und an offem merckete verkouffen und niergent anderswo in keinen weg. und sullent sie ouch viertzehen tage an dem merckete läszen ligen, e man sie verkoufft äne geverde. wer daz brichet, 5 der beszert zwentzig pfunde. Art. 15. Weihes jares ouch meister und rat zu Strazburg wellent, so miigent sie einen ieglichen juden und jüdin zu rede setzen und sie rehtvertigen umbe iegliches der vorgen. stucke und umbe alle andere ire miszetät und welre jude oder jüdin der selben stücke denheines verbreche oder sus biiswirdig funden wurde, 10 das er üt anders miszetän bette, der oder die sullent es beszern alse da vorge- schriben stät. doch siillent sie allewegent dar zu umbe alle unfügen, die sie tunt, wie dicke daz beschiht, vor meister und rate zu Strazburg zu rehte stän oder an den stetten, dahin sie danne meister und rat in unserre stat wisent. und siillent öch sie halten und liden, waz da erteilt wurt äne alle geverde. 15 Art. 16. Were ouch daz sie denhein gut fundent in irem kirchhofe oder in irre schälen, da sullent sie uns und unserre stat geben daz halbe söliches gutes, und sullent sie daz ander halbe teil behaben. waz sie aber gutes fmdent in den bösem da sie seshaft inne werent oder in einem anderm huse oder anderswo in unserre stette burgban, da sie uf wisent, dar an sol uns und unserre stat daz halbe teil so werden und in an dem andern halben teil daz halbe teil hüben und daz übrige vierteil dem, dez daz eigen ist, da es danne landen wirt, äne geverde. und siillent ouch solich gut suchen mit wiszende meister und rates zu Strazburg. wer das briche der beszert hundert guldin. Art. 17. Man wil in ouch der juden kirchhof lihenund geben also, daz ieglicher 25 huswurt und husfrowe mit iren wiben und umberäten kinden alleine, die hie seshaft sint oder wellent sin und har koment, gebent alle jare da von ein pfund Strazburger pfenninge zu zinse. Art 18. Sie siillent ouch umbe alle die schulde, die in unsere bürgere schuldig werdent, in weihen weg daz sie, kein ander geriht nemmen danne in unserre stat so zu Strazburg und ouch keine schulde noch keine anspräche keinem herren noch nie- mannne anders uz der baut und von in geben noch empfelhan äne urlop meister und rates zu Strazburg, die danne sint, da von wir oder unser stat in schaden oder kumber körnen möhtent. es sie die wile, sie bi uns seshaft sint oder dar nach, so sie oder denheiner oder denheine jüdin under in von uns gezügent und sol in oder 35 irem hotten ouch meister und rat darumbe vürderliche äne geverde rihten, so sie ez an sie gevordernt. und siillent ouch der selbe jude und jüdin oder ire hotten in unserre stat getröstet sin alle die wile, daz sie also zii gerihte in unserre stat gänt äne die, die in unserre stette beszerungen sint. und wer daz breche, so sol sine schulde und sine briefe, die er darüber hat, abe sin und keine kraft me haben und 40 sol dar zu hundert pfunde pfenninge beszern. und disen hindersten nehsten artickel hant. alle juden und jüdin zu derselben penen gesworn, also ein jude sweret, stete zu haltende und zu habende äne alle geverde. und sol dirre unbesigelte brief mit 1383 93 allem dem, daz dar an geschriben stät, stete sin und bilden von dem sant Martinstage, so man zalende wirt von gotz gebürte drüzehenhundert jare ahtzig und vier jare die sehs jare gantz us, die danne nach dem selben sant Martins dage aller nehste näehenander koment und süllent ouch die selben sehs jare an dem selben 5 sant Martins tage angän und anfahen zu zalende äne alle geverde. datum et actum feria sexta proxima ante diem sancti Michahelis arehangeli anno domini 1383 . Str. St . A. G. U. P. lad. 174 u. g,-. mb. Ebenda nr. 12. conc. chcivt. ohne Datum mit einigen Abweichungen. Gedr. Hegel: Königsh. II S. 980. io 148. Straßburger Gesandte an ihre Stadt über Besuch und Verhandlungen auf dem Nürnberger Reichstag. Nürnberg 1383 nach September 20. Tag zu Nürenberg. uf sant Michals tag und darnach kamen die herren und die städte dabin, als vier herzogen von Feigern, der herzog von Oesterich, der bischof von Mentze, der von Wurtzeburg, von Babenburg, von Aichstette und von Ouges- 15 bürg, viere marggrafen von Missen, der burggraf von Nürenberg, zwene von Wurten- berg und vil andere grafen und herren. und ist der kunig nit do noch nieman von sinen wegen, und wartet man sin, doch weisz nieman, uf wellen tag er kome. do so hant die herren dazu geschicket herzog Ruprecht und herzog Steffan von Peygern, den herzogen von Oesterich und den bischof von Mentze; so hant die stette unser 20 viere ouch darzu geschicket; und tedingent alle tage und suchent, obe man die Sachen übertragen künne umb dass, so der kunig kernet, dass man deste neher den Sachen si zu ubertragende ect. ouch ist der lantgraf von Hessen darkommen, und der bat genumen des burggrafen dochter von Nürnberg zu der e. H. Götze von Grostein und Walther Wassicher der stadt Straszburg botden an 25 ire obern. Gedr. D. 11. A. 1, 417 1 aus Wender, excerpt. II, 491 11 . 149. Ratsverordnungen über Schenkungen und Legate an Klöster. 1383 September 30. Unsere herren meister und rat scheffele und amman sint übereinkomen von der 30 closter wegen, die nit eigen noch erbe haben sollent: wer es da daz yeman, wer der were, den selben clostern keinrehande gut gebe oder mähte, es were in selegeretes oder in giftes wise, es wer pfenniggelt, korngelt, wingelt, bösere, höfe, ackere, matten oder andere ligende guter, dieselben guter sollent die vorgenanten closter desselben liebsten erben, der in danne daz vorgenant sele gerete oder gift geben oder gemäht ss bet, geben zii kouffende und sollent ouch sie darumbe nemen, als denne daz pfenniggelt oder die vorgeschriben guter geltend, mit namen daz halbe gelt und nit 1 Vgl. dort über die Datierung und Namen der aufgezäMten Fürsten , die Anmkgen. 94 1383 me, und als denne die guter geschetzet werdent ane geverde. und sollent sie in ouch des gehorsam sin ze tünde in drien, in vieren oder in fünf jaren ane alle Widerrede, usgenommen, daz die closter zu iren kirehen oder zu iren herbergen in dem lande zii gottesdienste bruchen wellent. Actum sub domino Johanne de Mülnheim magistro nuncupato Richemberg. anno s domini 1383 feria quarta proxima post festum sancti Michaelis archangeli. Aus dem «Heimlich Buch», fol. 49 a . (verbrannt 1870 mit der Stadtbibliothek.) Gedr.: Hegel: Königsh. II, 973 Beilage. 150 . Bruno, Herr zu der Hohen Rappoltstein, beurkundet, dass er vor Meister und Rat von Strassburg das Bürgerrecht auf 10 Jahre empfangen habe. geben >° an dem fritage nach sant Michelstage des heiligen ertzengels in dem jore 1383. 13S3 October 2. Str. St. A. 6. U. P. lad. 271 nr. 22. 1 or. mb. Vidimus vom 21. October 1392. 2 cop. in einem Papierheft aus dem Ende des 14. Jahrh. Gedr. Weneker, de ussb. 168 n. 1. — Happ. Urkb. II nr. 226 nach 1. •# 151 . Uebereinhommen von Meister und Rat mit dem städtischen Miinzmeister Johann von Grostein auf ß Jahre. 1383 October 2. Wir Johanns von Mülnheim dem man sprichet von Richemberg der meister und der rat von Strasburg tünt kunt allen den, die diesen brieff sehen! oder gehören lesen, dass wir über ein sint kommen mit Johanse von Grostein unserm münsmeister 20 hern Götzen sun (weiter wie Bd. V nr. 1245 vom 20. März 1376 bis) es sij danne ee gezeichent und sint die geswornen, die darüber gesetzet sint und darüber gesworn baut: Claus Richter dem man sprichet Dütsehman, der huter, Thoman Lentzelin, Hug Dütsclieman, Kleinhenselin von Wintertüre, Claus Berer, Claus Bock, Klein- henselin Pfaffenlap, Ulrich Bock, Ulrich Bockes sun, Claus Brünlin, Hanneman von 25 Wintertür, Lauwelin Merswin und Walther von Wintertüre der jungen, (weiter wie Bd. V. nr. 842 vom 30. October 1369 bis, teile oder gemeine hant) wenne so daz selbe silber in daz bistüm zu Strasburg kommen ist, wenne daz geschieht, so sollent sie es donoch in unser stat bringen. ( weiter wie 1376) und sol dirre brief weren hynnant nutz zu sant Martins tage des heiligen bischoffs, der nü zu nebst 30 kommet, und von dannant über sehs gantze jore, die darnoch aller nehste noch einander kommen!, one underlosz on alle geverde also und mit der gedinge, wer es das yeman dehein dinge verbreche, die an disem briefe dovor und hienoch geschriben stont, wanne das geschee alle die wile, das die ziile des briefes werent, der sol es bessern, also das an disem selben briefe geschriben stät, nnd sol im dovor nit schirmen, obe er es by einem andern rät, dann der in zu rede setzet, geton bette on alle geverde. wo ouch meister und rat oder der vorgen. geswornen einem oder me fürkome. (weiter wie 1369). gegeben an dem ersten fritage noch sanct Michelstag dez heiligen ertzengels in dem jore do man zalte von gotz gebürte drützehenhundert jore ahtzig und drü jore. (Folgt der Rat). Str. St. A. Briefb. A. f. 260 d. 40 1383 95 152. Meister und Rat von Straßburg nehmen auf die Dauer von 6 Jahren wieder Q Juden und Juden famihen, welche Jjnterthanen der Herren von Oellingen waren, in ihre Stadl auf. 1383 Qctober 12. Wir Johans von Stille der meister und der rat von Strazburg tünt kunt allen 5 den, die disen briet sehent oder gehörent lesen, daz wir von unsern der gemeinde mitenander und unserre stette wegen zu Strassburg die nune juden, die hienach geschriben staut mit nammen: Symont Elyatz sun, Joseph Rosen, Mennelin von Ulme, Löwen sin bruder, Moyses von Bretheim, Abraham, der hinkenden Belin man, Löwen von Wesel, Isack von Mollesheim und Mathis von Brisach und alle io andere juden und judin, die bi uns in unserre stat zu Strazburg sint an dem sant Martinstage, so man zalende wurt von gotz gebürte drützehenhundert jare achtzig und vier jare oder darnach zu uns zü Strazburg koment in den selis jaren, die nach demselben sant Martinsdage alieneheste nachenander koment, begnadet baut und in ouch die gnade baut getan, daz wir sie und andere juden 15 und judin, die also in den vorgenanten sehs jaren zü uns in unser stat zü Strazburg koment zu uns genomen baut und ouch danne vürbaz in dieselbe unserre stat w'ellent die vorgenanten sechs jare uz, die do angan sullent zü zalende an dem sant Martinsdage so man zalende wurt v. g. gebürt 1384 und weren sullent von demselben sant Martinsdage, der dann körnet, sehs gantze jare, die danne 20 allernehste nachenander koment also und mit der gedinge, daz alle die juden und judin, die danne bi uns sint oder in den vorgenanten sehs jaren zu uns in unser stat koment die nesten drü jare us, die danne an dem vorgenanten sant Martinsdage anfahen sullent uns dienen und geben sullent, also sie mit uns über- komen sint und gedinget hant uns dieselben sehs jare zü gebende oder alse die, 25 die danne darnach in demselben zile barin zü uns koment mit uns überkomende und dringende werdent. und welre under in von uns ziehen wolte nach den drien jaren, die nach dem vorgenanten sant Martinsdage allernehste koment, der oder die sullent jeglicher under denselben juden oder judin das nehste jar nach denselben drien jaren, wo sie sint uns ein jar nachdienen und also vil geben, alse 80 er oder sie und jeglicher under in uns ein jar geben sullent in denselben drien aren an alle geverde. welre derselben juden oder judin in denselben nehsten drien jaren mit meister und rat zü Strazburg, die danne sint, seite, daz er von uns körnen und uz unserre stat ziehen wolte, der oder die sullent die drü jare die nehsten nach denselben drien jaren allernehste koment, uns aber dienen und 36 geben alse vil, als sie mit uns überkomen sint und gedinget hant uns die vorgenanten sehs jare zü dienende und zü gebende oder alse sie danne und darnach harin zü uns koment mit uns überkomende und dingende wurdent also, daz wir und unserre nachkomen, diewile sie bi uns seshaft sint, beschirmen und befriden sullent und in beholffen sin glich und in aller der maszen, alse andere unserre 40 stette bürgere und sie ouch also handhaben und sie in der maszen halten, alse der unbesigelt briet bewiset, den man von iren wegen alle jare vor dem münster sweret, stete zü handhabende an alle geverde. derselbe briet ouch von worte zü 1381 96 1383 worte und glich alsus geschriben hat: Unser lierren meister und rat, schöffel und amman sind übereinkomen, daz alle juden und jüdin und ire kinde, die in unserre stat zu Strazburg seshaft sint, in dirre unserre stat friden und schirme sin und hüben sullent, und daz wir sie handhaben sullent alse andere unserre bürgere, und waz in geschäht, es sie mit dotslegen, wunden slahende, stossende oder mit 3 andern dingen in weihen weg daz sie, daz sie daz sullent meister und rat dirre stette in rillten und in tun zii glicher wise und in den rehten, alse obe ez einem andern unserm burger geschehen were. und sullent ouch sie umbe alle unfugen, so sie tunt, vor meister und rat dirre stette zu rehte stan oder an den stetten, dahin sie danne meister und rate in unserre stat wisent und sullent ouch sie liden io und halten, was meister und rat oder dieselben, dahin man sie danne in unserre stat wiset, darumbe erteilent und wohin man sie danne in unserre stat also wiset, dahin sol man in zwene hotten oder me von dem rate geben, der sie danne von in gewiset het durch daz, das dest e da uz gerihtet werdent und besehent, daz in reht geschehe, und sullent ouch sie und jeglicher huswirt und husfrowe mit iren >s wiben und unberaten kinden alleine, die under in und andern juden und judin in unserre stat seshaft sint und sin wellent alle jare, diewile sie bi uns also seshaft und wonende sint, uns und unserre stat geben von der juden kirchhof bi unserre stat gelegen, den sie ouch diewile nutzen und nieszen sullent und ire wonunge darinne haben, ein pfunt Strazburger pfenninge zu zinse, sie sullent 20 ouch die vorgenanten selis jare uz die lierren von Oettingen irre zehen marcke silbers und unsern herren den bischof von Strazburg sinre zwelf marcke silbers oder alse man mit ime darumbe überein koment daz rillten und darumbe und über die satzunge, die wir und unserre stat über juden und jüdin beschriben und gemaehet hant und ouch alse sie in unserre stette buche und anderswo beschriben 25 staut, sullent wir noch nieman von unserre stette wegen sie weder trengen noch nötigen in den vorbenempten sehs jaren denheinre hande gut zu gebende noch zu dienende in denheinen weg ane alle geverde. doch also, waz juden oder judin über die vorgenanten nüne juden und jüdin, die danne in unserre stat sint und die mit uns überkomen sint, und die zü in gehörent zu uns in unserre stat 30 koment oder körnen wellent, daz wir mit den überkomen mügeyt, wie uns duncket, daz es uns und unserre stat allernutzlichest sie. und sol ouch daz an dise satzunge nit gan ane alle geverde. und daz dis gantz vest und stete bleibe die vorgeschriben sehs jare uz und alse da vorgeschriben stat, darumbe so hant wir zu einem urkunde derselben dinge unserre stette gros ingesigel an disen brief 35 gehencket. der wart gegeben an dem ersten mentage nach sant Dyonisientage in dem jare, do man zalte von gotz gebürte drützehenhundert jare ahtzig und drü jare. haran warent wir Lyenhart Zorn genant Schultheisze, Claus Riliter dem man sprächet Tütschman, her Johans von Mülnheim genant von Rychemberg, und her •Tohans von Stille, die vier meistere, her Johans Cantzeler der ammanmeister. w [Folgt der ganze Rat\. Nach Schilter, Königshofen 8. 1056-59. Gedr. auch bei Lünig, part. spec. cont. IV. 8. 741/45. Keg. Als. dipl. 11, 283. — Vergl. Hegel, Königshofen 8. 979. 1383 97 l.5-1. Meister, Rat und die Gemeinde von Straßburg bitten den Papst um die Gestaltung kirchlicher Collecten zu Gunsten des Münsterbau fonds. Strassburg 1383 OctoberlS. Clementissime pater cum humillima devocione pedum oscula beatorum. cum bona ad fabricam ecclesie Argentinensis spectancia per varios istis modernis tem- 5 poribus damnosos eventus et presertim per malas societates Vasconum et Brito- num, qui terram illam per incendia et rapinas diversis vicibus invaserunt intolera- biliter sunt diminuta, quod oportebit eandem ecclesiam in laudabilibus et consuetis divinis officiis ac edificiis in eadem ecclesia tarn sumptuose inceptis et sicut dudum ordinatum fuerat prosequendis inevitabiliter destitui, nisi s. v. provideat de remedio i« salubri. idcirco pater beatissime e. v. s., quem dominus orbi preposuit universo devotissime supplicamur, quatenus pro eadem ecclesia Argentinensi graliam facientes, ut quolibet anno infra festum beati Jacobi apostoli et crastinum commemoracionis J ^-^ r animarum et per totam quadragesimam quibus de antiqua consuetudine ad peten- dum elemosinas pro fabrica dicte ecclesie Argentinensis nuncii et cartule mitti 15 solent ad singulas ecclesias civitatis et dyocesis Argentinensis in eisdem ecclesiis dictis temporibus durantibus diebus dominicis et festivis quocumque tempore inter- dicto excomunicatis tarnen et interdictis exclusis divina ibidem celebrari possint dignemini nunc (?) concedere videlieet supplicacionem nostram presentibus inter- clusam, in qua hec plenius narrantur vestris sanctis manibus consignando. almam 20 personam vestram sub suo sancto regimine conservet altissimus feliciter et longeve. scriptum Argentine die 13 mensis octobris anno etc. 83. Devoti lilii magistri, consules ac tota comunitas Argentinensis. [In verso\ Sanctissimo in Christo patri et domino nostro domino Urbano • divina providencia sacrosancte Romane ac universalis ecclesie summo pontifici, 25 domino nostro metuendissiino. Str. St. A. V. D. G. 63 Bd. 46. cop. ch. coaev. 154. König Wenzel gebietet fünfzehn Städten des Eisass [darunter Strassburg] und der Schweiz, dem Bischof Imer von Basel Hülfe zu leisten und ihm die Reichsschlösser zu öffnen. der geben wart am nechsten mentage nach saut Gallen 30 tage unser reiche des beh. in d. 21 des rom. in d. 8 jaren. [Nürnberg] October 19. Basel. St. A. Reichsabscheide. eop. ch. coaev. Gedr. D. B. A. I. nr. 229. 155. Die Herren von Homberg erklären, daß sie durch Vermittlung von Meister und Rat der Stadt Freiburg völlig gesühnt seien mit der Stadt Slraßburg und 35 Herrn Heinrich von Geroldsech. 1383 November 13. Wir Brun der elter, Heinrich, Hans, Ulrich, Wernher und Brun der junge von Hornberg tunt kund allen den, die disen brief sehent oder horent lesen, umb den krieg, die stösse und missehelli, die wir daher geliebt baut mit dem edeln Heinrichen von Geroltzegg, herren ze Lar, und mit den fromen, wisen . , dem, meister . . dem rate . . den bürgern und der gemeinde der stette ze Strazburg, da veriehent wir, das wir des selben Krieges, stösse und missehelli gar und gentzlich körnen sint uf die wisen . . den burgermeister und . . den rate der stette ze Friburg also mit der bescheiden beit, was die selben von Friburg dar s umb erkennen! und sprechen! nach der minne oder nach dem rehten, das globent wir für uns und unser erben und nachkomen stete ze habende, ze vollefürende und ze tünde getrüwelich und ungevarlich und dieselben von Friburg nit ze straffende, was sü her umb nach der minne oder nach dem rehten erkennen! und sprechen!, und her uf so baut wir für uns und alle von Hornberg und für alle 10 unser erben und nachkomen und für alle unser beider und diener und für alle die unsern und für alle die, die desselben Krieges mit uns wider die vorgenannten Heinrichen von Geroltzegg und die von Strazburg waren! und uns wider sü zügelet! hant mit denselben Heinrich von Geroltzegg und den von Strazburg allen Iren heldern nnd dienern und allen den Iren und allen den, die desselben Krieges mit inen wider uns waren! und inen wider uns zügelet! hant von der selben stösse misshelli und Krieges wegen und von aller angriffe, kosten, getäte, geschihte und schaden wegen, die dar umb beschuhen und ufgestanden sint, ein gantz güte und luter süne genomen. und sint die ingegangen und globent ouch die ewiglich getrüwelich und ungevarlich ze haltende und da wider niemer ze körnende noch ze so tünde noch schaffen getan mit Worten noch mit werken sichtlich ane alle geverde. her über zü einem offen waren urkünde so hant wir, Brun, Heinrich, Hans, Ulrich Wernher und Brun von Hornberg vorgenant unsere ingesigel gehenket an disen brief. dis beschach und wart dirre brief gegeben an dem nehsten fritag nach sant Martins tag da man zalt von gots gebürt tusent drühundert ahtzig und drü jar. 25 Str. St. A. 6. U. P. lad. 166 nr. 64. or. mb. lit. pat. c. 6 sig. pend. 156. Pfalzgraf Ruprecht I kauft Burg und Dorf Neuenburg von Heinrich von Lichtenberg und seiner Frau Adelheid von Veldenz mit Zustimmung und Vergünstigung der Stadt Strassburg als Pfandinhaberin und verspricht derselben die Auszahlung der Pfandsumme von 6000 U. strassburger Pfennigen. Heidelberg 1383 November 20. Karlsruhe. Kopialb. 465, 53. Regest. Koch und Wille, Pfalzgr Regest nr. 4516. 157. Pfalzgraf Ruprecht verspricht, daß er, hei dem soeben gehäuften Orte Neunburg niemals einen höheren Zoll von den Straßburgern verlangen wolle, als ss bisher erhoben wurde. Heidelberg 1383 November 21. Wir Ruprecht der eilter von gottes gnoden pfaltzgrave by Rine des heiligen römischen riclis oberster druchsesse und herezog in Beyern bekennen und tun kunt offenbar mit diesem briefe, als wir Nuwenburg die vestin bürg und stat uff dem 1383 99 Rine gelegen von Heinrich herre zü Lichtenberg an uns gekauffet haben und des eins teils usz der stat von Strasburg banden und gewalt, den er das versetzet bette, auch an uns gelSset haben, drinne sich dieselbe stat fruntlich gegen uns bewiset haben und wann ouch dieselbe stat von Strasburg uns dick fruntlich gewesen sint 5 und fürbas tun mSgent, darumb haben wir derselben stat oucli dise hienoch geschriben früntschaft geton und versprechen in mit crafft dis briefes für uns, unser erben und nachkummen, das wir und unser erben und nochkummen zu Nuwenburg von der obgenanten stat von Strasburg und iren nochkumen bürgern zu Strasburg den alten gewönlichen zoll one geverde nemen söllent und wöllent, io der by den herren von Lichtenberg bitz uff disen hütigen tag zu Nuwenburg uff dem Rine genommen ist und sü do by lossen hüben und sü ouch fürbasser darüber mit hoher zollen oder trengen. und des zu urkunde und vester stetikeit gebeut wir für uns, unser erben und nochkummen der obgenanten stat zu Strasburg disen brieff versigelt mit unserm anhangendem ingesigel. und wir Rupreht is der jünger und Rupreht der jungest desselben hertzog Rupreht des jungem sun . . . schliessen sich unter Hinzufiigung ihres Siegels den obigen Versprechungen an. geben zu Heidelberg uff sant Katherinen abent in dem jore noch Cristus gebürt 1383. Str. St: A. AA. 66. Briefbnch B fol. 41/42. Karlsruhe, Copialb. 465, 44. 20 Keg. Koch u. Wille, Keg. nr. 6713. 1511. Der Rat von Frankfurt an die rheinischen Bundestädte: die schwäbischen Bundesstädte als Schiedsrichter in dem Streite um den von Worms und Speier aufgerichteten Rheinzoll haben gemeldet, dass Worms den Zoll nur gegen eine Entschädigungssumme aufheben wolle. Frankfurt rät diese Summe der Teidigung 25 gemäss zu zahlen, damit der Streit aufhöre. dominica ante festum 8. Andree. [1383] Kovember 29. Frankf. St. Arch. Reg. Janssen, Frankf. Keichskorr. I, nr. 34. — Reg.: Boos, Wormser Urkb. II, nr. 840. 159. Philipp von Falkinstein, Herr von Mintzinberg erklärt: dass er dem 3o rheinischen Städtebunde auf 8 Jahre beigetreten sei und alle daraus folgenden Bundespflichten erfüllen und mit (5 Riefen auf Mahnung dienen wolle. datum zu Franckefurd 1383 uff den samstag für sant Nycolay tage. Frankfurt 1383 December 3. Str. St. A. G. D. P. lad. 48/49 <-. fase 7 nr. 24. cop. eh. coaev. 35 Frankf. Arch. Gegenurkunde der rheinischen Städte, die ihm mit 30 Glefen dienen wollen. Keg. Janssen, Frank. R-K. I nr. 35. 160. Markgraf Bernhard und Rudolf von Baden an Strassburg: zeihen den Hans Rintschuch «böslicher Lüge», der gesagt habe, dass der Abt von Selz seinen 100 1383 Bruder ermordet hätte, und bitten die Stadt, dem Abte in seinem Vorgehen gegen genannten behülflich zu sein. geben zu Baden an 8. Niclaustage. linden [1383 December 6], Str. St. A. AA. 103. or. ch. Reg. <1. Markgr. v. Rad. nr. 13G0. 161 . Meister und Rat von Strassburg stellen den jüdischen Arzt, Meister Gutleben an auf 6 .fahre mit einer Besoldung von 300 Gulden und der Erlaubnis, Geld auf Zinsen auszuleihen. actum sub domino Johanne de Stille magistro feria proxima post diem scti Nicolai. 1383 December 7. Nach der Notiz von Hegel, Königshof. S. 985 entnommen aus den sogen. Annalen von Brandt i. d. Seminarbibliothek Suppl. XXI, doch irrthümlich mit der Jahreszahl 1384, denn Joh. Stille war nicht 1384 Meister, sondern von Januar 1383 bis Januar 1384. 162 . Ratsverordnung beireifend den Metzger des Bruderhofs zu Slraßlurg. 1383. Unser herren meisten und rat sint mit rehter urteile ubereinkomen, das ein iegelich schaffener im bruderhof sweren sol, das er alle jare, so der nuwe rat angat, den metziger in bruderkuchen, der danne der tumherren zu der hohenstifte metziger ist, bringe vur meisten und rat, die danne zu ziten sint, und das er swere zu den heiligen, das er dasselbe jare nit me hemmele uffe unsere stette almende tribe danne zwey hundert, und sol das alle jare sin von mittelvasten untze zu unszere frowentage der erren, den man schribet assumptio und nit langer, und sol man ouch dieselben zweyhundert liemele niergen anderswo verboten danne in bruderkuchen, noch nieman, wer der ist, deheynen hammel davon zu knuffende nit geben, und was hemmele ouch von der vorgenanten summen zweyhundert in bruderkuchen also abestochen und geszen werden!, die mag man wol allewegent er sollen untze an zweyhundert und nit me. und wer es ouch, das hemmel an der vorgeschriben summen uberblibent, die nit in bruderkuchen ver- howen noch gessen wurden!, ir wer lutzel oder vil, die sol der vorgenante metziger in bruderkuchen unsern ingesessen metzigern und bürgern zu kouffende geben und nyeman anders bi dem vorgeschriben sime eyde. und wo er ouch anders tete, das sollen! meister und rat, die danne zu ziten sint, zu ime rillten und reht- vertigen uffe den eit nach den schulden, als es danne ergangen ist und sol ouch dis alle jare ein rat dem andern in den eit geben. actum sub domino Nycolao dicto Rihter nuncupato Tutscheman magistro anno domini millesimo 83. Str. St. A. Schilter, jus statutarium civitatis Argentoratensis fol. 275. (Manuscript.) 163 . Ratsverordnung gegen allerlei Wahlumtriebe und Wahlbeeinflnssung durch Mitglieder des Rates. [1383.] Unser herren meister und rat, schöffel und amman sint uberein körnen, wer der ist, der mit iemanne, der in dem rate sitzed von sin selbes wegen oder von 5 10 15 20 25 30 35 1384 101 ieman anders wegen von meistere, von eins ammanmeister oder von iemans wegen in den rat zu körnende, daz ieman zu denselben dingen also gefordert oder gehindert werden solte oder der solche rede von derselben dinge wegen iemanne zu liebe oder zu leide zu einem ratherren retde, daz die rede also tut zu einem ratherren, es sie » frowe oder man, tut. ez iemanne dieselbe rede zu liebe, daz ieman darzii gefördert solte werden, so sol ez fünf pfunde pfenninge beszern, tut ez aber iemanne söliche rede zu leide und durch daz, daz ieman gehindert werden solte zu den vorgenanten dingen zu körnende, daz sol beszern zehen pfunde Strazburger pfenninge. und sol ein ieglieh ratherre, mit dem es also geredet wurt, dazselbe rügen io bi sinem eide [die constafeler noch die antwerghite süllent och nit zusammen g;"m an keinen stetten noch sich mitenander underreden von meistere, ammameistere oder von denheins wegen in den rat zu kommende, und wer das hinnanfurder tut, der beszert 10 libr. und süllent daz die ratherren rügen noch hörsagen und wie ez in vürkoinet] 1 und süllent es oucli meister und rat bi irem rate und e i5 danne sie abe gänt, bi irem eide rillten und rehtvertigen, wenne es in also geruget wurt, und der beszerunge nit varen läszen äne alle geverde. und sol man oucli disen artickel alle jare dem rate vorlesen zu derselben zit, so man einen nuwen rat welen wil. und weihe zit in dem jare ieman also von der vorgenanten dinge wegen zu einem ratherren redet, so sol man ez beszern, alse da vorgeschriben 20 stät. wände es sol allewegent durch - daz gantze jar verholten sin bi der vorgenanten pene äne alle geverde. und sol dieser artickel einen jeglichen ammanmeister, der danne ammanmeister ist, nutzit angän, danne er mag wol damit tun, daz er truwet, daz der stat ime und menglichem daz beste und daz nutziste sie äne alle geverde. 25 Str. St. A. Stdtordn. Bd. XXIX fol. 2 a . undatiert , doch mit Sachen von 1383 auf demselben Blatt. 164. Przemyslav I. Herzog zu loschen des heil. röm. Reiches in deutschen Landen Vicarius an die rheinischen Bundesstädte: teilt mit, das der Graf von St. Paul 2 Volk sammele in Frankreich und anderswo, um in das Land Lützelburg einzufallen so und es an sich zu reissen, welches doch (nach Herzog Wenzels Tode 1383 Decem- ber 7] dem König Wenzel verfallen sei. Mahnt im Namen des Königs alle rheinischen Städte sich zu rüsten, um dem Grafen zu widerstehen. geben ze Liitzel- burg an dem jarstage. Lützelburg 1384 Januar 1. Heg. bei Janssen, I nr. 36 — Wencker, App. 215 216. 3,1 1 Ist aus der Nachschrift an der im Text bezeichneten Stelle eingefügt. 2 Graf Walram von Luxemburg und St. Baut (herre zu Sempo, vgl. unten den Brief Straßburgs v. 24 Mai 84) der ältere Bruder des Bischof Peter von Metz. — Vgl. Ebrard, Fehde mit Jean de Vergy. S. 14. 102 1384 165. Ratsentscheidung über die Verkauf stände der Fischer am Fischmarkt. 1384 Januar ß. Wir Johans von Stille der meister und der rät von Sträsburg tünt kunt allen den, die disen brieff sehent oder geboren! lesen, das wir von unsern und der stelle und der gemeinde wegen zü Sträsburg zü rede, satztent die vischere gemeinlieb zü s Strasburg von iren und desselben irs antwercks wegen, das sie sich underzugent und underzogen liettent des visclunarckts gelegen in unsere stat by sant Martins über das, das derselbe vischmarckt von oben untz unden us mit allem begriffe unser stelle gemeine almende were. do verantworteten es die vischere von iren und desselben irs antwercks wegen gemeinlichen und sprechen!: sie und ir fordern betten! io stette gefiept uff dem vischmerckt und betten! die in eigens wise inne gehept und genossen, wand in ehtwe und vierzigk stette aldo gegeben werent für sollich stette, die sie vormals gehept liettent an den stellen, do yetzont unser pfaltzen stat , 1 wände sie ouch darumb unser stette armbroster alle jore sehs pfunt pfennige und einen salmen geben! und den burnen darzü machetent one unser stette schaden. und darumb und ouch nochdem alse wir dieselbe sache und ouch die kuntschafft von unsern und iren wegen verhört haut, so sint wir die vorgenanten meister und rät zü Strasburg mit rehter urteil an offem gerihte Übereinkommen und sprechen! es ouch zü reht uff unsern eyt, das der vorgenante vischmerckt unser stett allmende ewekliche sol sin und hüben, und sollen! die vischere die ehtwe und vierzig stette 2 » daruff zwüschent den übern und den ruderen margsteinen, die wir dohin gesetzet haut, nützen und messen mit knuffende und verkouffende. also welre vischer derselben hovestette eine hat oder der stirbet one knaben, welre vischer danne der erste ist zü irem vischermeister zü kommende und die hovestatt an ime fordert, dem sol er sie ouch setzen umb vier pfennige one alles höher steygen und one wi- 25 derrede dohin als dohar, also das sie unser stette armbroster jerlich sollen! dovon geben sehs pfunt Sträsburger pfennige und einen salmen und den burnen darby machen mit irem costen und schaden also, das sie noch nieman anders keinerhande gebuwe noch taclie uff dieselben stette sollen! setzen noch machen, und was uszwen- dig der markstein ist, es sy obewendig oder neben! zü gegen dem wege und ouch s» nidewendig der selben margsteinen, das sol unser stette almende sin und hüben und sollen! ouch wir und unser statt domitt tün und loszen noch allem unserm willen und sollen! die vischere kein recht darzü haben!, und sollen! ouch die vischere von dem margsteine, der da stät an sant Martins mure vor unser pfaltz Stegen weder neben derselben unser pfaltzen Stegen noch under derselben Stegen ss untz an unser pfaltzen mure doselbs kein reht haben zü stunde noch f.tzit do veyl zü haben, dann es sol unser stett almende lideklich sin und hüben one alle geverde. und des zü eym urkunde, so ist unser stette ingesigel an disen brieff gehencket. der wart gegeben an dem nesten zinstage vor sant Erhartstag des heiligen byschofes 1 Die Pfalz stand auf dem heutigen Guttenbergplatz und war erbaut 1322, cf.: Hegel: Closener 1, 132. 40 1384 103 an dem jore do man zalte von gotts gebürt drüzehen hundert jore ahtzig und vier jore. [Es folgt der ganze Rat.] Str. St. A. AA. 67. Briefbuch C. fol. 80/81. 5 166. Bischof Friedrich von Strassburg tritt dem Landfrieden vom 11. März 1383 bei. 1384 Januar 27. D. R. A. I. nr. 214. Regest nach einem Regest des Karlsr. G. L. A. Pfalz. Kop. B 44, 179 a. 167. Bischof Friedrich von Strassburg teilt der Stadt mit: glaubwürdige Leute hätten ihm gemeldet : daz sich der von Versey mechtecliehin hoiiffe und solle die hoüffunge sin uff dissen neisten fritag oder samestag zü Lussey, daz ist zwelf mile oder uff io die masze von Rufach und ist ir meynunge gentzlichin, daz si obin dorch daz sünt- gaw in daz laut von Elsasz inwollen, nii sint wir zü rate worden, daz wir uns ete- licher maszin dar widderssetzen wollen, hemme so bitten wir uch ernstlichin und fliszeclichin, daz ir üch und uns zü helfe Komment und uns senden wollent 50 oder 60 glefen wol gewopent und ertzugeter lute und daz die sin uff dissen neisten mit- i5 wochin bie uns zü Rufach, daz ist der mittwochin nach unser frawen tage purifica- tionis. und wollent uns herane nit laszin, want wir uns auch bewerbin mit anderen unsern fründen, daz wir truwen, daz daz beste sie. auch wissent, als wir nü von uch schieden, daz wir den von Nuwenburg verschribin sollen, daz hant wir getan und wolle er den brieff nit empfahen und senten uns den brieff besloszin wider 20 und sprach, er verstünde dez briefes nit, were er welsch oder latin, so verstünde er in wole. denselben brieff 1 wir uch in dissim brieffe senden, da ane ir syne meynunge wol merken mögen!, wollent in dissin Sachen uwer bestes tiin und wollent uns uwir meynunge unverzogelich davone widder laszin wissen, und erfaren wir deheine mere, die loszin wir uch allewege wissen. gebin zü Rufach dez mit wochin 25 vor unser frawen tag purificationis. Rufach [1384 Januar 27]. Str. St. A. AA. 1409. or. ch lit. cl. 30 166. Bischof Friedrich an Tiebalt von Nuwenburg: fragt an, ob es wahr sei dass er, obwohl ihm verwandt und bekannt, seinen und der Stadt Strassburg Feind, den Herrn von Vergy unterstütze und auf seiner Burg Ellekurt und anderswo her- berge. geben des samestages vor unser frowen dag der liehtmessen. [1384 Januar 30]. Str. St. A. AA. 1409. nr. 7. or. ch. lit. cl. c. s. i. 169. Die Stadt Selz im Eisass erklärt, dass sie dem Bunde der rheinischen Städte : Mainz, Strassburg, etc. und damit auch dem schwäbischen Bunde beigetre- Januar 29 oder 30, Febr. 3. 35 1 Dieser Brief ist nicht erhalten. VI. 14 treten sei. Sie verpflichtet sich ihren Verbündeten zur Ueberfahrt über den Rhein bei ihrer Stadt stets zu Diensten zu sein und für sie zu Pferd und zu Fuss auszuziehen, doch so, dass man denselben Abend Selz wieder errreichen könne. geben . . . 1384 off den nehsten donrestag nach unser vrowen tage der liehtmesze. Ein Zubrief i vom gleichen Datum verpflichtet Selz zu denselben Ausnahmen 5 wie die übrigen Städte. 1384 Februar 4. Druck bei Schaab, rhein. Stdteb. 11 nr. 228. Heg. Vischer, schwäb. Stdteb. nr. 206. 170. Bischof Friedrich von Strassburg antwortet auf Anfrage der Stadt: von der samenonge wegen, dye sin sal zu saut Niclas zu Port und zu Eschero, dovone 10 haut wir nut virnommen. geben zu Zabern dez fritages nach unser frowen dag der liechtmeszen. Zobern [1384 Februar ß], Str. St. A. AA. 1410. or. ch. lit. cl. 171. Ausführliche Aufzeichnung der Beschlüsse einer Städter er Sammlung zu Speier. Speier [1384 Februar 6—8J. « Als der stetde frunde off diese zyt zu Spire byeinander gewesen sint, dez hant sie beretd und uberkomen also : wer ez, daz eyne stad under ynn denselben stellen mit ander stelle eyne oder me zuschicken bette, so sollen! sie zusamen rieten und derselben ire Sachen gütlich uberkomen. mochte aber das nit gütlich gesin, so sollen! sie die saehe übertragen mit irn luden und uberluden, und werez, daz sie 20 darüber eyns gemein mannes nit uberkomen mögen!, so sollen! sie die gemeine lute, die sie zu beyder syte dar bitten, die ouch des bondes 2 sollen! sin für dem gemeine bonde nemen. und wer in derselbe gemeyn hont oder daz eyns teyl der styme von den stetten, als hernach geschriben steet, also zu gemeynem obermanne gyt, ez sy von denselben genanten oder andere, die dez bondes sint, den sollen! sie also nemen. 25 und sollen! die ratlude und oberlute die Sachen also uztragen, so sie furderlichst mögen! ane geverde. und sol ouch die stad, uzzer der die ratlude oder der gemein mann gnomen und gewelt worden, darzühalten, daz sie sich der sache an- nemen; ez were danne, daz ir deheiner reht zusprechende verheissin bette vor data diz artikelz ungeverlichen, so solte man andere darzü kiesen die sache uzzutragen. 30 doch sol yedie stat by iren rehten fryheyden und guten gewonheiden hüben, alz sie herkomen ist. und dez ouch yglich stat besigelt brieffe hat ane geverde. und umbe semlich erkentnisse, do haben! die von Meintze, von Straszburg, Wormsz, Spire und Franckenford yr iglichen derselben stetde eyne styme, die von Frydeberg, Wetslar und Geylnhusen, die dry stetde, semelich ouch eyne styme, die von Ragenouw, 35 Wissenburg und Selz ouch eine styme und die von Slitzstad und Ebenheim ouch 1 Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49. cop. eh. coaev. 2 In die Lücke eingesetzt aus der Münchener Vorlage. eyne styme in den vorgeschriben Sachen mit namen den oberman zu kiesen und nit anders, auch ist beretd, werez daz yeman in unsern bond wolte, wer der were, den mogent die stetde in den bont nemen in semlich stymen der stedte, als davor ge- schriben steet. und dirre artickele sol steen bien an biz sant Johanstag baptisten zii 5 nehste und darnach über ein gantz jare. und ist dieser vorgeschriben artickele uber- komen off den nehsten samsztag nach unsere vrouwen tag der liehtmesse anno domini 1384 . Auch ist eins tages gewehen 1 mit den fürsten und mit den stetten off dem Ryne und in Swaben. und sollent die swebeschen stetde den dag bereden und ynn dann die ryneschen stette lassin wissin, mit namen die von Spire, die denselben tag 10 furbaz den andern stetten verkünden sollent. so sollen wir zu demselben tag körnen mit vollem gewalt. und ist der gewalt also: eyner (sic) vereynunge zu machen zwu- schen den fürsten und uns den stetten, doch also, daz aller der stetde bonde in iren crefften sin und bliben sollent. Auch ist beretd, daz alle stette off dem Ryne off diesen allernehsten sontag vor 15 der phaffenfastnaht bestellen und besorgen sollent offenlich mit armen und riehen in den stetten, daz yeder man gespannen und gewarnet sitze, ez sy mit harnasch, mit pherden, mit dienern, mit spise und koste und mit namen: das nyman keyne armbrost, phile, bulwer, buhssen yeman lyhe, geben noch verkouffen solle, anders dann unsern eitgenossen und iren bürgern oder andern gezug, der darzü gehöret, 20 umb das, wanne wir uns versehent und uns auch semlich botschafft ist körnen, daz man an uns wil, so ist ez notdorfftig, daz wir sunderlich darzü tun und daz man sehe, daz wir uns darzü stellen und rihten, daz man uns nit blosse solle fynden. Ouch ist beretd, das die stetde off dem Ryne und yn Swaben alle jar zwurnat zusamen sollent körnen: ein male gein Eszelingen off sant Georientag, also das alle 25 stetde off dem Ryne und in Swabin ire frunde do selbest haben sollent, und zugli- cher wyse, so sollent die vorgenanten stette alle ire botten haben zu Spire off sant Martinsdag zu dem andern male. Item von der munsze wegen, ez sin guldin oder phennyge, wie man daz besorgen sol, darumbe so sollent die von Straszburg, Wormz, Spire und Franckenford ir so yglich stad einen botten haben zu Meintze an dem dinstag vor der phaffen fastnaht. Auch ist rede gewesen von unsern frunden von den swebischen stetten und meynent, wie sie und wir zu rade sollent werden von dez eitern marggraven wegen von Raden 2 yme jerlich eyn somme geltes zu geben, daz er uns mit sinen sloszen zu allen unsern nüten verbunden und gewärtig were. 35 Auch ist beretd von dez slosses Luterburg wegen, wie man daz umbe eyn gut verphendet, das ez in dez bondes banden und gewalt alleine stunde mit allen sinen zugehorden, dorffern, renten, walt und weyden also lang biz daz ez wider gelöset wurde. Und sollent der stetde frunde mit vollem gewalt umbe die vorgenanten artickele, 40 der sie sich an yren reten zu erfarende haben, zu dem vorgenanten tag körnen, den 1 bedeutet: erwähnt. 2 Markgraf Bernhard I. 1381 Juni 24. Febr. 6 . Febr. 44. April 23. Novbr . 41. Febr. 46. 106 1384 die swebischen stette uns den rynischen stetten zu nehste verkündende werdent, alz vor erludet ist. Str. St. A. AA. 110. conc. od. cop ch. coaev. Gedr. Quidde, d. sehwäb. Stdteb. S. 171. nach der Münchner Vorlage mit Hinzuziehung der Straßburger. — Auszug. Boos, Wormser Urlcb. II nr. 842. 172 . Bischof Friedrich von Strassburg an die Stadt: wissent, daz uns hüte uff dissen tag abir bodeschafft ist kommen, daz (die Walen) uff disse nacht züschin Ma- semünster und Than liegen wollent und konnent ueh nit wol eigentlich verschribin, wie starg daz sie sin . . . bitten uch als wir uch.. getruwent, daz ir uns uwern volk unverzoglichin schicken wollent, want wir nit anders wissen, dass daz sie in daz lant u> von Elsaszin wollen. gebin zii Rüfacli dez mentages zu vesperzyt nach der lichtmesse. Huf ach [1384; Februar 8], Str. St. A. AA. 1410. or. ch. I. cl. 173 . Vertrag der rheinischen Städte über den Wormser Rheinzoll bei Mannheim : Die Bürgermeister und Räte der rheinischen Bundesstädte : Mainz, Strassburg, Frankfurt, Hagenau, Weissenburg, Schietstadt, Oberehenheim, Friedberg, Gelnhausen und Riedersheim schliessen einen Vertrag über den aufgehobenen, lange streitigen Rheinzoll bei Mannheim und verpflichten sich für sich und ihre Nachkommen alle Jahre, so lange der rheinische Bund währt, an die Stadt Worms als Entgelt für jenen, zum Vorteil und für die Dauer des rheinischen Bundes aufgehobenen Rheinzoll 20 soviel Geld Wormser Wehrung zu bezahlen . . . alsovil gelts, als viere grosze alle jar jerlichen zu Menheim an dem zolle getün megent . . . rnynrer hundert gülden. Hinzukommt, noch eine besondere Zahlung der Nachbarstadt Spei er. Diese erste und sodann alle weiteren Zahlungen dieser Entschädigungssumme haben immer zu geschehen am Jahrestage dieser Abmachung, dem 11. Februar 1384. Bleibt die Zahlung von 28 einer oder mehreren Städten länger aus als einen Monat nach erfolgter schriftlicher oder mündlicher Mahnung, so hat Worms das Recht, sich auf jede nur mögliche Weise in Besitz der ausstehenden Summe zu setzen. Versagen andere Städte dazu die vertragsmäßige Hülfe, so können sie allein gerichtlich oder durch Gewalt und Pfändung sich an dem Kaufmannsgut schadlos halten bis die Höhe der rückständi- 30 gen Forderung erreicht ist . . . und wanne die von Worms daz selbe gelt also zii schaden genommen haut, als vorgeschriben stet, so sollent sie doch uns stette vorgenant und die unsern darnach in dem nehsten mande nit angriffen von der sache wegen und mogent uns doch darnach nach demselbin mande uns und die unsern angriffen vor heuptgut und schaden in aller der masze, als vorgeschriben 96 stet ane geverde. auch ist geret in dem testen jor, als unser bunt uz sol gen, werez danne, daz daz nit ein jor were, als man in daz gelt reichen sol, myn- rer hundert gülden und der von Spir antzale, als v orgeschriben steet, waz danne do ime gefallen ist von den vorgeschriben vier groszen, daz sollen wir ir in auch be- zalen noch marczal in ire stat zu Worms in aller der masze, als vorgeschriben 40 stet ane geverde. und dez alles zu warem urkunde geben wir die vorgenanten stette vor uns und alle unsere nachkommen den vorgeschriben unsern eitgenossen, dem rate und bürgern gemeinlieben der stat zu Worms und allen Iren nachkommen disen brieff besigelt mit unsere aller stete angehenden ingesigel. datum des s zu urkunde, so han ich Johan Kemerer ritter, hofemeister, myn ingesigel gedrücket zu ende dirre geschrift. an dise notile von bede wegen der erbern lute der hotten von Mentze, von Frankinford, von Spire und von Swaben, als die itzunt zf'i Worms sint gewest uff den nehsten dürnstag vor Valentini anno 1384. lForms 1384 Februar 11. io Str. St. A. G. U. l\ lad. 48/49 d. f asc m. CO p_ c / t- coaev. Reg. Boos, Wormser Urkb. II nr. 843. Ebenda nr. 844. Urkundliche Verpflichtung der rhein. Städte zur Zahlung zu festgesetzten Entschädigungssumme an Worms. 1384 Febr. 13. - Reg. Jaussen, 1 nr. 38. — Auszug bei Quidde, schwäb. Städtebund S. 177 not. 5. 15 Vgl. für den sachlichen Zusammenhang Quidde, S. 175 nr. 2. Ulm an Rotenburg Febr. 27. 174. Bischof Friedrich von Strassburg an die Stadt: dankt für die warnende Mitteilung . . . daz 400 glefen oben her in daz lant zii Elsaz ziehen wellen . . . , wovon er bisher nichts gehört hätte. geben zii Benfelt des donrstages vor sante Veltinstage. Benfeld [1384 Februar llj. 2 o Str. St. A AA 1411. or. ch . cl. 175. Ulm an Speier zur weiteren Benachrichtigung der andern rheinischen Städte: in Ulm solle ein Städtetag sein am 13. März; es gingen, wie zwei beiliegende Kundschaftsbriefe Botenburgs auswiesen, Gerüchte von einem Bündnis der Fürsten wider die Städte, diesem solle man mit mutiger Gegenrüstung begegnen. 25 gebin am Samstag vor sant Mathisdag a. d. 1384. 1384 Februar 20. Abdruck Janssen, Frankf. R.-R. I nr. 39. 176. Die Stadt Freiburg entscheidet den Streit zwischen der Stadt Straßburg und Heinrich von Oerollzech einerseits und den Herren von Homberg anderseits. Freiburg 1384 März 4. . 3o Wir der burgermeister und der rat ze Friburg in Brisgow tunt kunt allen, den die disen brief sehent oder liörent lesen von des krieges wegen, der ufgestanden was zw usehen! dem edeln herren jungher Heinrichen von Geroltzegk, herren ze Lar, den fursihtigen wisen, dem meisten dem rate, den bürgern und der gemeinde der stette ze Strazburg zu einem teil und den fromen edeln her Heinrichen, her 35 Hansen, her Ulrichen, her Wernhern, rittern, Brunen dem eitern und Brunen dem jungem von Hornberg zu dem andern teil, dar umb die selben bede teil einen satz uf uns getan hant, also das wir sü bede teil dar umb verhören und darnach darumb sprechen sollen! nach der minne oder nach dem rehten und euch dar uf 108 1384 sü bede teil für sich und für alle die iren mitenander ein gantz luter süne genuinen hant nach wisung der briefe, die sü bedesite gegen enander und euch uns dar über gegeben hant. derselben Sachen wir uns von ir beder teil und euch des landes nutzes und notdurft wegen angenomen und sü gegen enander verhört hant. da veriehent wir der burgermeister und der rat ze Friburg vorgenant, das wir s herumb nach der minne gesprochen haben und sprechen! euch mit disem gegenwertigen briefe, das glich schade gen schaden, getate gen getafen ab sin söllent und das deweder teil dem andern dar umb nit schuldig noch gebunden sin sol ze geltende noch uf zerihtende sichtlich ane alle geverde. her über zu einen urkunde so ist der vorgenant stette ze Friburg gemein ingsigel das minr gehenket an di- 10 sen brief. dirr sprach beschach und wart dirr brief gegeben ze Friburg vor offem rate in der ratstuben an dem fritag vor dem sunnentag, so man in der kilhen singet Reminiscere des jares da man zalte von gots gebürt tusend drühun- dert ahtzig und vier jare. Str. St. A. G. U. P. lad. 166 nr. 65. or. mb. lit. pal. c. sig. pend. 15 177. Mainz an Straßburg: sendet die Abschrift eines vom 17. Marz datierten Briefes der. zu Giengen versammelten schwäbischen Städte. [Mainz] 1384 März 23 . Fursichtigen und wisen lieben besundern frunde und eitgenoszen. unser frünt- lich willig dienst wissint alle ziit von uns voran, lieben frunde und eitgenoszen. wir verkünden uwer fursihtikeit, daz uns kuntschafft körnen ist, daz unser herre so März so. der kunyg und ander fürsten und herren itze off an sontag Letare gein Nuwenbürg (? Nurenberg) zusamen koment sint. nu ist mit unserme herren hertzog Fryderich von Beyern geretd, daz der zu uns ryten wil villichte uff an zinstag ald uff an März22\23. mitwochen nach Letare und daz wir da gedenken, ob man ichtzig gutes in den Sachen gereden möge, do von so lassint nit, ir verkünden! daz andern uwern und sn unsern frunden und eitgenossen an dem Ryne, daz sie deste gewogner sint mit ir botschafft, umbe daz, ob wir die saclie zu tagen brehten, daz daz dester forderlicher volgienge, wan die zyt dez saches zwuschen fürsten, herren und stellen hinnan biz April 23. off sant Georientag kurtze ist. wie wir die Sache dan erfinden, dez wollen wir uch dan unverzogenlich verkünden, doch vor allen dingen, so gevellet uns wol, daz ir 30 zu diesen Sachen richten! mit gezug, mit koste und mit allem dem, daz zu dem kriege gehört, daz selbe haben wir euch getan und verkünden! euch daz andern uwern und ouch unsern frunden und auch eitgenossin an dem Ryne. wan nach aller kuntschafft, die wir noch erfarn und gehört haben, so duncket uns, daz uns krieg mer gegenwärtig sy denne fryde. geben zu Oyengen von unser aller heys- 35 sentz wegen under der von Giengen ingesigel an donrestag vor Letare anno 1384. Von uns gemeynen stetten alz wir ze Gyengen sin. Str. St. A. G. U. P. lad. 4Ö/49 B fase VII. cop. chart. coaev. (mit Versendungsschnitten.) 1384 •109 178- Bischof Friedrich von Strassburg an die Stadt: lant uch wissen, daz uns botschaft kamen ist, das der hertzoge von Lutringen eine grosse samenünge habe und welle in Eilsas ziehen . .. geben zu Benvelt uf mittwuche zu naht noch halbfasten. Benfeld [1384 März 24]. Str. St. A. AA. 1410. or. ch. I. cl 179. Die zu Giengen versammelten schwäbischen Städteboten berichten [unter dem Siegel von Ulm1 an Speier und die andern rheinischen Bundesstädte. Giengen 1384 März 28. Fursichtigen wisen besundern lieben frunde und eitgenossen. unsern fruntlich io willig dinst wissint alle ziit von uns bereit voran, lieben frunt und eitgenossen. alz unsere frunde und erbern hotten by uch und andern uwern und unsern frunden und eitgenossen nu nebst off dem Ryne gewesen sint, die baut uns eigentlich wol erzelet und geseit, wie sie von uch gescheiden sin und von der und ouch ander sache wegen, so sin wir itze etwie langeziit by einander gelegen zu Giengen, und is was uns war kuntschafft körnen, das unser herre der kunig und ouch die fürsten gein Nurenberg zueinander sotten körnen sin off den sontag Letare in der vasten, der nehst vergangen ist. dez ist aber nit beschehen und ist nieman do gewesen, dann hertzog Friderich von Beyern, der burggrave von Nuremberg und der andern fürsten rete. und als sie do von einander gescheiden sint, do hat unser herre hertzog so Friderich von Beyern und ouch dez von Osterich rate mit namen, der bischoff von Augsburg und her Hans von Einbach wider an uns braht, daz sie sich von der fürsten wegen eins tages mit einander vereynet haben gein Wurtzburg uff den sontag zu uszgeender Osterwochen und baden uns, das beider ir und ouch wir off denselben tag zu yn kernen oder aber in ein genehe do by gein Rodenburg oder 25 gein Windszheim. dez haben aber wir verantwurt, das die sache beide von unserm herren von Osterich und auch von unserme herren von Beyern in solicher masze vormalz an uns körnen were, das die fürsten und herren nit anders begerten dan, daz wir gein yn zutagen kernen gein Heidelberg oder gein Pforzheim, das haben ouch wir uch zu versteende geben und off das, so wollen ouch wir gerne uff die 30 selbe zyt körnen gein Spire in uwer stat und do beide von uwern und unsern wegen, wo die fürsten gein Heydelberg koment, ein botschafft zu yn ordnen zu versuchen, wie die sache gütlich vereynet mege werden, uff das baut uns der selben fürsten und herren rete geantwürt, daz sie dez nit mehtig sin, doch so wollen sie daz an ire herren in solicher masze bryngen, das daz furbaz allen fürsten und 33 herren verkant werde, und nach allen Sachen, die sich dozemol zwuschen uns verhelfen, haben wir uns vereynet, daz wir von gemeinem unserm bonde zu uch gein Spire in uwer stat körnen wollen off den sontag zu naht nach dem heyligen tag zu ostern zunehste zugedenken, wie beide ir und ouch wir uns mit den fürsten und herren vereynen mohten, doch uzgnomen unserme bonde unschedelich, ■«> wo das nit gesin mohte aber zu rade zu werden miteinander, wie wir uns wider diesen lofifen und Sachen also setzeten, do mit wir diesen krieg mit ern eroberten. März 20. April 17, April 17. t'.v/rrr HO 1384 darurabe bitten wir uwer fruntschafft mit allem ernste und flizz, das ir diz uwern und unsern frunden und eitgenossen an dem Rine verkünden wollent und die da- rumbe bittent und manent mit vollem gewalt zu uch und uns zu koment gein Spire in uwer stat uff den vorgenanten tag beyde von der sache und ouch von andern artikel wegen, die ir vormals einander bezeichet geben baut, sunderlich 5 verkünden! yn allen do mit von unsers herren wegen dez marggraven von Baden, daz sie oueh dohin körnen mit gewalt denselben herren zubestellen, wann wir wol etwaz do von geredt haben, wo ir von uwerme teile alz derselbe herre uch und uns gelegen ist und ouch grosz werben an denselben herren geschieht den halbteil derselben koste bezalent, daz wir uns versehen, daz das unsern halb ouch 10 dannan gang, doch in allen Sachen und für allen dingen gefellet uns wol nach allen den löffen, die wir noch verhört haben, daz ir uch mit allen Sachen zu dem erlege richten!, wann wir das ouch getan haben, wann wir uns merer kriegs dan frydes noch zu diesen ziiten versehen, were dan, daz die sache zufriden keine, so hofften wir, daz wir von der sterckerunge wegen solicher tayding kerne, die 15 uns nit dorffte ruwen. geben zu Giengen von unser aller heissens wegen under der von Ulm insigel an mantag nach dem sontag Judica anno domini etc. 84. Von uns gemeinen stetden, die den hont zu Swaben miteinander halten!, alz wir uff diese ziit zu Giengen byeinander gewesen sin. 80 Sir. St. A G D. P. lad. 48/491). fase. VII. cop ch. coaev. 1 HO. Bischof Friedrich von Strassburg an die Stadt: schickt . . . einen welschen brief und eine tützsche abegeschrift . . . ladet ein zu einer Beratung in Benfelt uff nehsten zinstag und meint, das dieselben Wahren sich vaste bestellen!. geben zu Dachenstein uff den osterabent. 1 Dachstein [1384 April 9]. 25 Str. St. A. AA. 1410. or. ch. I cl. 181. Bischof Friedrich an Strassburg: hat von der Absendung der 18 Glefen « zu lantwere wider den von Versey -- vernommen und bittet dieselben zum nächsten ApHi n. Sonntag nach Rufach zu beordern, von wo sie der Vogt zusammen mit den bischöflichen Reisigen nach Sulz führen werde. . . wand ez uns und die unsern daz beste duncket sin, daz sü do ligent. datum Benfelt feria sexta post festum Pasche. Benfeld [1384 April 13], Str St. A. AA. 1409. nr. 14. or. ch. 182. Bischof Friedrich von Strassburg an die Stadt: erklärt sich einverstanden mit der Abhaltung einer Beratung über die Aussöhnung mit Jean de Vergy und will as i Nach Königshofen (Hegel II S. 809) begann zwischen Ostern und Pfingsten 13S4 der Krieg mit Jean de Vergy aufs neue. — Vgl. Ebrard. Fehde mit Jean de Vergy S. 12. 1384 111 gerne seinen Vogt Rudolf von Andela beauftragen. . . umb einen friden oder umb dage mit dem von Vergey zu werben. geben zu Benfelt des fritages in der oster- wüchen. Benfeld [1384 April 15]. Str. St. A. AA. 1411. or. ch. I. cl. 5 183. Bruno, Herr zu der Hohen Rappoltstein, beurkundet, dass er auf 3 Jahre des Herzogs Leopold 111 von Oesterreich Diener geworden ist und verpflichtet sich ihm und seinen Erben zu dienen, ausgenommen gegen die Herren, deren Mann er ist, und gegen die Stadt Strassburg. geben uf sant Marcustage des heil, evang. 1384. 1384 ApHl 25. io Colmar Bz A. E. 613. or. mb. c. 3 sig. pend. Gedr. Bapp. Urkb. II nr. 233. 184. Bischof Friedrich von Strassburg an die Stadt wegen des angesetzten Tages zwischen dem Grafen von Sarwerden und Rudolf von Ochsenstein: do wissen! ir wol, das wir zu disem mole nit darzu verston enmügent von des volckes wegen der ge- >5 selleschafte, die in das laut, ziehen wellent, alz man meynet, das uns not dut, das wir uns gegen in stellen! woltent. . . . Später will er gerne zu dem Tage behältlich sein, geben zu Dachenstein des dunrestages vor dem sündage Cantate. Dachstein [1384 Mai 5]. Str. St. A. AA 1411. or. ch. I. cl. 20 185. Die Stadt Weil an Strassburg über die Verhandlungen der Städteboten mit den Räten des Markgrafen zu Durlach wegen des Beitritts desselben zum schwäbisch-rhein. Städtebund: Der Markgraf verlangt 80,000 Gulden für die Dauer der Einigung und die Lösung eines Schlosses um 3000 Gulden, welche dann von den 20,000 Gulden abgezogen würden. Strassburg soll allen Städten am Rheine zureden, 25 dass der Sache auf dem bevorstehenden Tage zu Speier ein Austrag gemacht werde, weil den Markgrafen die lange Verhandlung sonst verdriessen könnte. Auch hat derselbe durch seine Räte gefordert, dass ihm die Seinen während der Einung nicht in die Städte abgezogen werden,... wann er sich genczlich meynet zu den stetten zu ziehen und keinen schirm zu suchen. weil 1384 Mai 6. 30 Str. St. A. AA. 85. cop. coaev. Begest d. Markgr. v. Bad. nr. 1574. 188. Bischof Friedrich von Strassburg an die Stadt: will gerne behältlich sein zu einem Tage mit dem Grafen von Sarwerden und Rudolf von Ochsenstein und meldet, dass ihm der Herzog von Lothringen und Ulrich von Finstingen geschrie- 35 ben, . . . daz der herre von Vergey mit 300 glefen zu dem folke kummen sy, daz vor do lag und ouch ander captenien darzu kummen sint, daz sü wol uf dusent gle- VI. 15 fen hant und vil anders folkez. geben zu Dachenstein des zinstages nach Cantate. Dachstein [1384 Mai 10]J Str. St. A. AA. 1411. or. ch. I. cl. 187- Die Strassburger Boten, Johans von Stille ritter und Kuntze Müller berichten von Mainz aus an ihre Stadt: wissent also wir zu Mentze sint bi den stet- 5 ten, daz wir do zu keime stücke reden woltent, man trüge uns danne uz den zol zu Büste mit den von Franckenfurt. do seitent uns die von Mentze, daz ir bi- schof es beietzet den zol zu legende zu Höste' 1 2 durch der stette aller wille und hant sich fürsprochen die von Wurmesze und die von Spire, daz sü uns wellent us sprechen zu Spire nu an zinstage, die 3 von Franckenfurt sigent do oder nüt. wissent w ouch, daz wir überkomen sint, daz man sol hotten schicken zu demme hertzogen von Hennin Ströfen wegen und von Bürgen wegen von Entzberg. öch ist der herren keinre gegen Mentze körnen und hant ir ein teil doch ir botschaft do ge- hebet, ouch hant die von Mentze geret von Herman Bös wegen, daz man ein ursage einen monot mäht, so truwetent sü, sü woltent dar zu reden, daz alle ding gerihtent 15 würdent. do sprochent wir: wir hant sin keine mäht zu dünde. uwern willen lont uns wissen gegen Spire, ob ir wellent. ouch wissent, daz alle stette des bundes uf demme Rine gemanet sint eides und eren uf denselben zistag gegen Spire zu körnende. Mainz [1384 Mitte Mai]. Str. Sk. A. G U. P. lad. 215 nr. 1. or. ch. I. cl. 20 188. Claus Bocke der Meister und der Rat von Strassburg kaufen von Frau Adelheit, hern Johans Löselins seligen wituwen für zwentzig pfunde Strazburger pfenninge eine ahnende, die do gelegen ist nidenan zu Wasenecke uswendig unserre stat zu Strazburg, hindenan an hern Johans Löselins seligen garten daselbest, dem man sprichet zu Mülnecke, und die selbe almende ietzent ist ein gertelin un- 25 denan mit einem spitze, alse verre der selbe spitze ietzent gät, und mit der breite, alse daz selbe gertelin zu disen ziten zu beidensiten zwischen! den zweien graben, die ouch zu beidensiten daran sint, begriffen ist. an dem ersten fritdage vor sant Urbans dage dez heiligen bäbestes 1384. (Es folgt der Rai.) 1384 Mai 20. Str. St. A. G. D. P. lad. 8. u. or. mb. lit. pat. c. sig pend. del. 30 189- Straßburger Gesandte an ihre Stadt: berichten von einem Städtetag 4 zu Speier an ihre Stadt. Speier [1384] Mai 23. Unsern dienst zuvor, lieben herren, wir laszen uch wiszen, daz wir nit anders 1 Vgl. IJbrard, Fehde mit Jean de Vergy S. 14 — Vgl. Königshofen (Hegel 11, 809). 2 Diese im Zusammenhang mit der Heidelberger Stallung erfolgte Zollverlcihung an Mains ist da- 35 tiert vom 28. Juli 1384. (D. H A. I nr. 243 u. 248) 3 Vgl. für die Datierung dieses Stückes die Briefe vom Mai 23 und 25. Die liier genannten Straßburger Buten wären dann auch die Absender jener Berichte. 4 Dieser Städtetag wird von Quidde S. 52 angesetst in"die Zeit zwischen 15. Mai und 2. Juni. 1384 113 wissen, wanne daz unsere frunde von den stetden off dysen mandag zu nacht by uns zu Spire sint unde meynen wir, daz sve off den dinstag zu nacht zu Weyszen- burg sollent lygen unde off die mytwoche zu nacht zu Hagenaüwe unde dunket uns gut sin, daz ir uwere bötschaft off mytwoche by in zu Hagenowe habent, die in 5 sagen uwere meynunge unde war ir mit in wollent. auch laszen wir uch wiszen, daz wir unde andere botden von beyden bünden zii Heidelberg gewesen sint by hertzoge Rüpreht, hertzoge Adolffe und hertzoge Fryderich. unde haben uns davon etwie manicher hande stücke underretdet, die wir uch nü zu mal nit verchriben künden, unde enkonnent keyne sicher mere befynden, wo der konig sy oder wanne io er komme, auch laszen wir uch wiszen, daz wir mit hertzoge Ruprecht unde hertzoge Fryderich geret han von der Walhen wegen, daz sie dar zu gedenken und raden, waz zii den Sachen zii tunde sy. so hant sie gar diigentliche zu allen Sachen geret, als wir uch wol sagende werdent. unde sunderlichen so hat hertzog Ruprecht geret : weren alle stete sin offene vyende, nochtan so wolt er zu den Sachen dun unde 15 helffen, wie daz böse folk verdryben worden unde daz daz lant ungeschediget ver- lybe. darumb nit enlant, ir dünt uns alle dage botschafft, wye ez stände und waz der sache sy, umb daz die stetde unde auch wir uns wiszen dar nach zii rychten. gegeben zu Spire off dysen mandag frühe nach unsers herren offart dag. besigelt mit Walter Leyterlins ingesigele. 20 Von uns uwern botden. [In verso.] Den wyesen bescheydenen, dem meyster unde rate zu Straszbürg presentetur litera. Str. St. A. 118 or. ch. I. cl. Gedr. Quidde, d. schwäb. Stdteb. S. 194 nr. 6. vergl. dort über die Datierung S. 70. 25 Reg. Koch und Wille, Pfalzgräfl Reg. nr. 6714. 190. Claus Bock der Meister und der Rat von Strassburg an Mainz, Worms, Speier, Frankfurt, Hagenau, Weissenburg, Wetzlar, Friedeberg, Gelnhausen und Pfedersheim: als wir uch gemant hant 1 uff hern Johan von Verse und uff daz Volke, daz mit yme zuhet, also künden wir uch, daz wir unser volke gegen dem- 30 selbin folke zu lantwere geleit hettent. und darumbe so ist uns ge war botschafft körnen, daz dazselbe fremde folk hinder sich und darvon getzogen ist. doch so ist uns domidde gesaget, daz der herre von Sempö 2 mit eyme groszen mechtigen folke zu yn körnen wolle . . . und dass es möglich sei, dass beide später zusammen angriffen. Vorläufig aber können sie die erbetene Hülle entbehren und wider- 3 - bieten desshalb vorläufig ihre frühere Mahnung. datum feria tertia post diem l'esti ascensionis domini anno 1384. 1384 Mai 24. Frankfurt. St. A. Copialb. VII ->. fol. 71 nr. 245. eop coaev. 1 Diese Mahnung geschah am 15. Mai 1384, vgl. Ebrard, Fehde mit Jean de Vergy S. 14. 2 Dieser herre von Sempo ist Graf Walratn von Luxemburg und St. Paul, derselbe atte sc on 4 " das ganze Jahr über die benachbarten Gegenden mit seinem Volke unsichei gemacht, vgl. o en en Brief des Herzogs von Teschen vom 1. Januar 1384. S. Ebrard. S. 14. Mai 1S- Mai U Mai iS. 191. Bericht der Straßburger Boten vom Städtetag zw Speier. [Speier 1384] Mai 23. Unsern dinst bevor, lieben herren. als wir zu Heydelberg gewesen sint, do hant uns unsers herren dez kunyges rat und herztog Rupreht erbeten, daz wir schient bliben biz an donrestag nehstkompt, so wollent sie schaffen, daz sie und wir die stetde uff dem Ryne und in Swaben zusamen koment. und ist ire meynunge, daz sie den fryden vier wochen lenger gestrecket woltent haben oder eine ursage. do meynden wir, wir woltent uns mehtigen umbe eine jar und nit kurtzer. und wissint, daz der kunig mit namen nit enkompt. und meynet zu körnen zu sant Johans dag sungihtigen und bette semlich Sachen underhanden, alz wir uch eine abeschrifft 1 eins brieffes sendent, der den swebischen stetten geschicket ist. ouch wissint, daz der hertzog von Tesschin uff diesen vergangen zinstag gein Heydelberg körnen ist, und kompt uff diesen vorgenanten donrestag hertzog Lupolt und der bischof von Meintze und der von Wirtenberg ouch gein Heydelberg, als man uns sicher seit, und meinent die bede bonde ouch dartzil körnen und truwent mit gottes hulffe, daz es eine gute ende nemen solle, ouch wissint, daz wir her Götze von Graenstein und ouch andere hotten von dem Ryne gein Franckenfurt geschicket habent von dez Zolles wegen zu Hoeste ouch wissint, daz wir viel rede under einander haben und als wir uch wol sagen werden, so wir zu uch körnen, ouch wissint, daz wir lieber doheyme weren, dann hie. besigelt mit Waltherlins ingesigel uwers dienere. datum feria quarta liora vesperarum ante festum penthecostes. Von uns uwern hotten, die itzünt von uwernwegen zu Spire sint. \In verso\ Den wisen und bescheiden unsern herren, dem meister und dem rat zu Straszburg. Str. St. A. AA 118. or. ch. I cl. Gedr. Quidde, d. schwüb. Städtebimd. S. 7lj72 u S. 195 nr. 7. Reg. Koch u. Wille, Pfalzgräfl. Regest nr. 6715. 192 Notiz aus dem Frankfurter Reckenmeisterbuch des Jahres 1384. 1384 Mai 28. Sabbato post Urbani\ 100 guldin, 34 guldin 6 sol. 3 heller unsern Runden unde dienern zu nachtgelde von drein nachten, alse uns die von Struspurg gemanet hant mit der grossen summen uf hern Johan von Verse und sine gesellschafft. Aus Frankf. St. A. Rechen meister bücher not. ch. coaev. fol. 70. Gedr. bei Quidde, d schwäb. Stdtebd. nr. 13 als Art. 7. 193. Meister und Rat von Straßburg entbieten alle Außenbürger zum Kriegsdienst und Hillfeleistung. 1384 Mai 20. Wir Claus Rocke der meister und der rat von Strazburg embietent allen i Diese Abschrift liegt nicht mehr bei. Der betreffende Brief ist abgedruckt bei Janssen, Frankf. Beichscorr. I nr. 43 und behandelt von Quidde, schwäb. Stdteb. S. 62—69 . 10 15 20 25 30 35 40 unsern uzburgern, die do edellüte sint und dar zu allen epten, eptischin, pröbsten, commentüren, meistern und meisterin, die ouch unsere bürgere sint, zu den der botte körnet, der üch disen briet zöget, waz wir früntscheft und gutes vermügent. wir ma- nent uch alle und iegliche under üch besunder anderwarbe und aber uwers eides, s den ir meister und rate zu Strazburg gesworn baut, daz ieglicher und iegliche under üch mit alse vil glefen und bereitscheften, alse üch das der botte, der üch disen briet zöget, vom munde sagende wirt, uns diene oder aber die glefen bi uns zu Strazburg habe an dem samestdag trüge, der nü zu nehste körnet, und uns damit gehorsam sint und ouch tunt, also wir in daz danne befehlende werdent. datum die festi 10 penthecostes a. d. 1384. Str. St A. 6 U. P. lad. 271 nr. 5. or. mb. lit. pat. c sig. in o. impr. del. 191. Aufzeichnungen [vom StMletage zu Speier.J [1384 Ende Mai]. Gedenkent, das ieglicher tail beliben sol bi siner stiller, gerüweter, nützlicher gewer, [ Correctur: von irre gutere wegen] als si das bis uf disen hutigen tag inne- 15 gehept, genossen und besessen haut, es si leben, aigen oder pfand äne geverde. Und sol ouch kain tail dem andern das entwerren, irren noch hindern äne recht in dehain wise äne geverde. Gescheche es aber, da got vor sie, das sol derselb, der das getan hat, ze stund widerkere, und sol die partie, in welher derselb ist, denselben darzü halten unverzo- 20 genlich, das das bekert werde. Wölte denne derselb das aber nit keren, so sullen die andern partien alle vor herren und vor stetten samentlich und besunderlich unverzogenlich darzü tun und helfen mit der mäht an die oder den, die das getan betten, das si genzlichen wider- kerent, was also geschechen were, äne geverde. wenne das denne bekert wirt, dücht 25 denne denselben, der das getan hett, das er icht daran ze sprechent hett, das sol er ustragen mit dem rechten. Ouch sol kain tail des andern tails burger oder burgerin, gebur oder geburin ze pfaulburger haben noch enphahen. doch mag ietwedra tail des andern tails lüt enpfa- hen bi ainlitzigen personen ze ingesessen bürgern, doch, ob si iemans aigen weren so oder leben oder pfand weren, der mag sie besetzen in des ersten jars frist, als es von alter herkomen ist, und sol man si davor nit schirmen. Weren es ouch nachgend vogtlüd und das man das bewisen möht mit der hofjungern, die in den hof gehörent, da er ingehört oder mit sinen nechsten frunden in jarsfrist, nachdem als er burger wirt, der (den) sol man ze baider site ouch nit »> schirmen. Würde ouch ieman burger, von wederm tail das were, die iren herren oder ir herren amptlüten oder andern von iren wegen versworen oder verbürget betten, da sol man si vor och nit schirmen, were aber, das si lognoten der aide oder der burgschaft, mag si denne der, der dem oder den züsprichet, es sie der herre ritter oder knecht 40 oder ir amptlüt von iren wegen, bewisen mit lantgerichtzbriefen oder mit briefen, daran zwaiger biederber manne pinsigel, hassen oder laien, anhangent, die wäpens genoss sind, oder ains herren ritter oder knechtzamptman mit zwein erbern mannen zu in, die des zu den hailigen sweren sollen: und damit sollen si bewiset sin. Were och, das dehain pbass burger wurde, in wederm tail das were, die gotz- gaban von weltlichen luten betten, die sol entwedra tail nit schirmen noch ze burger enphahen vor demselben sinem lehenherren. Ouch were, das ain burger usser ainer stat in ainer ander stat burger wurde, der sol sich in dieselben stat böslich und heeblich ziehen, und was in anzal stwran, zins oder frevlinan begriffen hett in der stat, da er usgefaren ist, das sol er usrich- ten, mag man in des bewisen, mit geswornen raten oder riclitern der stat, da er usgefaren ist. Str. St. A. AA. 132. conc ch. Gedr. Quidde , der schwäb. Stdtcbd. S. 204 nr 9. — Ebenda noch einige derartige Aufzeichnungen aus andern Archiven; auch die oben abgedruckte ist der Sprache nach keine Straßburger, sondern wohl eine schwäbische Aufzeichnung. 195. Straßburger Gesandtenmfzeichmmg für einen StMletag zu Speier. [1384 Maif Juni.] Wo zwene mitenander zu tünde baut, die in unserm bunde sint, [überge- schriebeti: oder sus zwene, die nit in unserm bunde sint] welre danne under in die sache uf unsern bunt kommen wil, da sol man dem andern uf den selben nit beholfen sin. Item daz man uf der entwürfe hübe, daz wir die juden behaben wellent die zil uz, alse sie briefe von uns haut ez were danne, daz etliche mütwillekliche von uns kommen woltent, die süllent uns noch dienen, alse die selben briefe wisent. Item wil die pfafheit zu Worms der Sachen körnen uf den bunt, so sol man die von Worms underwisen, daz sie ez uf nemment, wil ez aber die pfafheit nit uf den bunt kommen, so sol man den von Worms sagen, daz sie uns die nammen und die sie enthalten! allesamment gescriben gebent. Item die hotten süllent vollen gewalt haben von der vier groszen und dez Zolles wegen zu Manneheim. Item von der zweier grafen wegen ist uzgetragen. Item man sol reden, daz man uns die 1400 güldin widergebe oder uns den zol lasze zu Höhste, untz daz wir sie da ingenement, alse ez öch geretde ist oder uns aber reht dar umbe vor dem gemeinen bunde tünt. woltent die von Franckenfurt dez allez nit tun, so woltent wir gedeneken, wie uns unser gelt werde, und wellent nit me zu tage, da die von Franckenfurt sint. \ansgeslriclten ist: item der ander teil müget 700 güldin dar vür werden, daz man sie nemme], Item von Gerien von Entzberg uzsagendes wegen süllent wir tun, waz die andern stette tunt. Item von Schencke Eberhartz wegen sol man den hotten gewalt geben, sider ez der von Franckenstein uf den bunt kommen wil, und öch von Schencke Eberhartz 5 10 15 20 25 30 35 40 1334 117 wegen und der von Franckenfurt wegen ob ez zu gütlichen dingen braht werden müge mit den von Franckenfurt also ist ez, daz die von Franckenfurt von unserre 1400 güldin wegen laut beseheidenheit widerfarn. [Hier ausgeslr: item von der von Zürich und der waltstette wegen, die sol man nit in den bunt nemmen; item der 5 ander teil, sider si den bunt geswurn hant, daz man sie danne och da bi lasze hüben; item dritteil, daz unser hotten süllent erfarn, waz der rineschen stette mei- nunge dar umbe sie und uns daz widerrumbe schribent und wir uns danne da nüt dar nach rihten ; item dez brücke zolles wegen zu Germersheim sol man den von Mentze scriben, daz sie Heinrich zum junger und die andern, die da bi waren!, io uf den dag sendent], Item von dez von Kulms wegen, da ist ein fride. item daz man eine reche- nunge von dez bundes wegen tu. Item von [ausgestr Heinel Stoffen] Lowensteins wegen. Item von dez anlaszes wegen zwischent den von Mentze und Worms und 15 Spire. Item von der von Nördelingen wegen. Item von der münszen wegen, do sol man drie und zwentzig grot goldes dar uf slalien und ein grot spisen. Item von der von Zürich und der waltstette wegen daz sol man erfaren, za waz der stette meinunge sie, und daz süllent uns unser hotten verschieben. Item von der sylberin münszen wegen, do duhte uns gut, wie daz herre und stette gedencken süllent, daz man sü also gut mache, also sü von alter her gewesen ist vor 30 joren oder me. und wo man sü krencker slüge, daz man sü do mit neme. 25 Item von dez ungeltz wegen . . . bruckegelts wegen zu Germersheim . . . uf Marcus dag zu Germersheim oder April 23 . zu Lamsheim. [ ohne Datum]. Str. St. A. G. ü. P. lad. 168 nr. 11. eone. ch. 196 . Gesandteninstruction für einen Städtetag zu Speier. [1384.] so Dise stücke süllent unserre hotten reden mit den andern hotten, die gen Spire zu sammene komment: Zürn ersten von grofe Ruprehtz wegen von Naszowe, daz sich der unredeliche gegen dem bunde gehalten het und dem von Sulmisze und andern gegen dem bunde beholffen gewesen ist und gegen ime uf tagen usz tragen, obe man ime 35 fürbasz beholffen sin sülle oder nit. Item von unserre glefen wegen, die wir zu Wetzpflor ligende hant, sol man ouch zu Spire mit den hotten reden, daz man die glefen wider heim losze varen. woltent aber die hotten, daz nüt dün, so sol man unser glefen doch heiszen her heim varen. 40 Sü süllent ouch do reden von des kosten wegen, den unser hotten zu zweyen molen gehebet hant, die do getedinget hant zwüschent dem hertzogen von Üsterich 1384 118 und den waltstetten; dez selben kosten ist sehste halphundert güldin one güldin und fünf pfunde pfenninge und eine untze. Item von der 1400 güldin wegen, die uns von der von Frankfurt werden söllent. [Nach einer Lücke auf der Rückseite desselben Blattes]: Item Germersheim daneben dem hertzogen und Wecker von Bitsche mit dem lantvogte. Item die fünfe süllent den buntbrief vür sich neinmen von unserre und der von Worms manunge wegen und öch von dez hertzogen wegen. Item daz unsere hotten dar uffe süllent hüben, alse der swebeschen stette hotten 10 ire manunge hant abegeseit. Item daz man hotten sol in daz her senden die vestin zu besehende und das volk zu ordenende. Item daz unsere hotten uf dem dage zu Oppenheim sagent, daz wir unser an- zal werene gehorsam gewesen unser anzal zu der von Worms gelt zu gebende, 15 und daz man öch da an den seber erfare, waz der zol zii Manneheim gölten habe. Item unser hotten süllent da öch reden von grafe Ruprehtz wegen von Naszowe. Item daz unser hotten uf dem dage redent, waz die andern stette tunt von hotten uf der fürsten dag zu sendende, daz daz öch unser guter wille ist. 20 Item man sol die von Hersfelden nit in den bunt nemmen.' [i Grosse Lücke]. Item den von Kirekel sol man in unser stat trösten vier tage nach unserre gewonheit und vür anfallen vür menglichen. [Für sich auf der Rückseite des andern Blattes]: 25 Zum ersten als die von Wormsz solich gelt wegen, als yn die stetde von yres Zolles wegen sollint gebin, under den juden hant gnomen. Item als die von Mentze grave Ruprecht einen dag bescheiden. Item von der manunge wegen, als die swebischen stetde die rinsehen stetde ge- mant hant. 30 Item von Moisze von Bretheim 2 des juden wegen. Item als unser herre der hertzoge mit der von Spire frunden geretd hat, dag mit den fürsten zu leisten, dar umb man die von Spire ein entwurte soll lassin wissen. Item als der von Franckenfurt frunde geretd hant von der von Herszfelden 3> wegen, das ein riclis stad ist, in den bunt zu nemende. Item als die swebeschen stetde versehriben und gebetden sint irre manunge Juni s4. ein offslag zugeben biz off sant Johans dag baptisten. Str. St. A. G. U. P. lad. 168 nr. fase. 11. cmc. chart. 1 Vergleiche die Urkunde vom 12. October 1383. 40 Vgl. dazu den Brief Wenzels an Straßburg vom 10 Octobcr 13S4. s 1384 119 197. Aufzeichnungen vom Slädtetage zu Speier. [ 13 S 4 Mail Juni.] Von grofe Johans von Naszowe und der andern herren wegen, die zü uns verbunden sint und wir gemant band, sollen! unserre botten reden usz der abegeschrift, die in dirre laden ist, also wir den von Mentze geschriben baut, unde söllent der 5 andern stelle botten rede dar umbe verhören unde daz her wider bringen möhtent oder su zu bringen, daz man mit den selben herren usz den bänden Kerne, daz wer uns liep. Item von der von Wormesze Zolles wegen. . beduneket uns nüt, daz wir in denheinen wlieber geben söllent, sider wir unser anzal in allewegen geholten haben!, io wolle su aber domitte nüt benugen, so beduneket uns, daz wir in ouch domitte den vollen tunt, daz wir in dieselbe saehe bieten! wider uffe ire eytgenoszen zu körnende. Item von der von Basel wegen. [Nach einer Lüche auf demselben BlatC \: 15 Item wellen! die von Mentze ire botten zu irem bysehofe senden von des Zolles und unserre viertzehen hundert güldin wegen, so söllent unserre botten gewalt han ouch do hin zü rytende in des gemeinen bundes koste, ouch söllent sü reden, daz wir nüt me unserre botten uff tage senden w'öllen, uns sient denne vor die selben güldin uszgerihtet. 20 Unserre botten söllent mit den stellen reden von Hennin Ströfen wegen, den der hertzoge enthaltet unde von Jerygen wegen von Entzeberg, den der marggrafe enthaltet, wellen! do die von Spire botten zürn hertzogen schicken von Ströffen wegen, so söllent unsere botten ouch mitte ryten. Item von Herman Boszes wegen söllent sü reden mit dem von Spanheim; n kan uns nüt ein langer fryde werden, daz man danne gedencke, wie daz man dar zü [tu]. Item von des geltes wegen, daz die von Wormesze und die von Spire Ströffen gent, söllent sie heftekliche mit in reden. Item von unsers kosten wegen, den wir mit unsern botten hant, die wir daz laut 30 uff hant geschiehst, daz uns den der gemeine bunt bezale. Item unserre botten söllent ouch zü Mentze oder zü Spire vordem eine abege- sehrift, waz wir stelle gebunden sollen! sin grave Johan von Sponheim ze tünde und süllent uns die bringen, wände wir die nüt enhant. Wir hant ouch dise herren allesainent gemanet vür Bowenstein zu körnende 35 und waz die date der selben manungen an dem ersten samestdage nach sant Ur- Mm bans dage: zum ersten grafe Rüpreht von Naszowe; item graf Johan von Naszowe; item grafe Symont von Sponheim; item frowe Ilyan von Tan; Dietherich Camerer von Worms und Johans von Tan, item Schenck Eberhart von Erpacli. [Ganz unten auf der Seite ] .• 40 Item lieben herren gedenckent an Stephans dez schribers sun, der och Stephan heiszet. Str. St. A. G. ü. P. lad. 168 nr. II.. or. conc. ch. VI. 16 120 1384 198. Auszug aus einer Aufzeichnung vom Süidtelage zu Speier-Heidelberg. [1384: Juni 2.] [Art. 3.] Auch sullent die holden an ire rete brengen: umbe alle stucke, die sie anlangende werdent, das da die minnesten stiemen den meisten volgen, und das die von Mencze und von Strasburg dri stime haben, die von Wormesz, Spire und Franckefurt auch dri stimen, die von Hagenauwe und Wissenburg eine stime, die von Sliczstad und Ehenheim eine stieme, die von Frideberg, Wetflar und Geilnhusen auch eine stieme. [Art. 4.] Auch ist der beiden meinunge: wer ez, daz die von Strazburg oder des riches stetde umbe sie in der gegen mit iemant iet zu schickende gewunnen in der art, daz denne die mit eine sich darin arbeiten, daz die sache zu tagen kerne und fruntlich oder rehtlich hingeiaht werde, ob man möge, e danne deheine derselben stetde sich erkente und manunge dete ; mohte es aber also nit hingeiaht werden, das danne iegeliche stad ire erkentnisse und manunge dun möge nach usz- wisunge des bundes ; und das die von Mencze, Wormesz, Spire und Phedersheim desselbenglichen, ob es darzü kerne, auch dun, und die von Franckefurt, Friedeberg, Wetflar und Geilnhusen dem, als vor ertöt ist, auch nachgen sollen!, ob ez dazu kerne. [Art. 7 .] Auch umb den tag als ul hüte den dornstag zwuschen den Waltstetten und beiden bünden darumb sollen! uns die Swaben lassen wissen, wie man von ; demselben tage scheiden wir!. Nach Vorlage aus dem Münchener Reichsarchiv gedr. Quidde, der schwäb.-rhein Stdteb. S. 212. j ! , 199. Metz an Straßburg : bestätigt den Empfang eines Briefes und berichtet ij von Truppenansammlungen in der Metzer Gegend. Metz [1384] Juni 2. Honorabilibus viris sapientibus et omni honore dignis domino Nicolao dicto Bocke 1 magistro et consulibus civitatis Arg. magister, scabinus et tresdecim jurati > civitatis Metensis nostram amicabilem salutem. bene vidimus ea, que nobis scrip- sistis. unde placeat vobis scire, quod gentes societatis sunt ad tres leucas prope civi- tatem nostram et possunt habere circa sexcentas laneeas et totidem bonos bellatores. et comes sancti Pauli et episcopus Metensis eins frater recesserunt de nostra civi- junii. täte prima die huius presentis mensis junii et possunt habere centum laneeas et se traxerunt versus soeietatem. et dicitur, quod veniunt post prenominatum comitem sancti Pauli et episcopum Metensem de regno Francie multe societates gentium armorum militum et scutiferorum et nescimus bene eorum intentionem, nisi quod aliqui dicunt, quod intendunt ire versus Alsaciam. et nosmet timemus nos et extra, quia nobismet iam intulerunt multa dampna. altissimus vos conservet. scriptum Metis die secunda . dicti mensis junii. Str. St. A. AA, 81. lit. ch. el. 5 io 15 20 25 30 35 l Vgl. den Brief Claus Bocks an Mainz vom 24. Mai 1384. 40 1384 121 200. Die Städte Mainz, Strassburg u. s. w. bekennen, dass sie Bischof und Stadt zu Basel, die in den Bund der Städte Regensburg, Augsburg u. s. w. getreten sind, 1 als ihre Eidgenossen behandeln werden, da diese Städte gelobt haben, ihnen in Folge deren Aufnahme mit 14 Riefen mehr als bisher behältlich zu sein. Es siegeln die 5 Städte Worms und Speier. (das Datum fehlt.) [1384: Juni 1 oder 2.] Nach dem Regest bei Vischer, schwäb. Städtebund aus dem Basler St. A. — Reg. Boos, Worms. UrTcb. II, 850. 201. Bischof Friedrich von Strassburg an die Stadt: uns ist botschaft kommen, daz ein grosz volck lige umb Börse by Metze von Walben, was ir meynunge sy, das io wissen wir nit. wissen! ir ut aber dovon, daz lont uns wissen. . . . geben zu Benefeit des sündags vor unsers herren lichnams dag. Benfeld [1384 Juni 5], Str. St. A. AA. 1410. or. ch. I. cl. 202. Bischof Friedrich von Strassburg an die Stadt teilt mit: daz wir den grefen von Sarwerden gar ernestlichen. . . verbotschaftet hant und hat er uns wider ver- schriben, daz er ainen friden halten welle untz sant Michahels tag nebst kommende und hat uns gebetten, daz wir vor yn und die synen vür den friden sprechen. (Bittet um Rückäusserung.) geben zu Zabern dez fritagez noch unsers herren fronlichnams tag. Zubern [1384 2 Juni 10]. Str. St A. AA. 1410. or. ch. I. cl. 20 203: Bischof Friedrich von Strassburg an die Stadt: laut uch wiszen, daz uns botschalft als hüte fru ist kummen, wie daz der von Fersches \Vergy\ mit funff hundert pherden welle daz Bruschdail her yn in diz lant. und ist ir meynunge, als uns geseit ist, über die von Groszstein, und istz, daz ir ut darzu dun wellent, daz lant uns unverzogenlich wizzen. scriptum Benfelt feria 2 post Johannis et Pauli. 25 Benfeld [1384 (?) Juni 27], Str St. A. AA. 1410. or. ch. lit. cl. 204. Die Straßburger Gesandten an ihre Stadt: berichten von der Städteversammlung ZV, Speier. Speier [1384 gegen Ende Juni], Die betten ausz Spire: dasz die von Nurenberg bi inen sint und mit namen in so iren hont körnen sint. sie wissen nit eigentlich, obe desz kuniges fürsten mit namen: der marggraf von Merhern, der herzog von Teschin, der herzog von Bryge und der lantgraf von Liehtenberg koment oder nit und dasz herzog Ruprecht gar gnädiglich und fruntlich zu allen Sachen redet, die hotten seind vom könig körnen und haben 35 1 Dieser Beitritt ist laut Urkunde des Basl. St. A. erfolgt am 1. Juni 1384. (Vischel nr. 211.) 2 Vgl. zur Datierung den Brief Kg. Wenzels vom 29- August 1384. 122 1384 dem herzog alles erzelet. die schwäbischen und rinischen städt schicken ire hotten auch zu im. seind der stadt hotten im nainmen des bunts uf dem Rhein bei dem kunig gewesen, wie es zu Franckfurt und Maintze bescheiden war. Aus Wenders excerpt. II, 491 (Sir. St. Bibliothek mit der dort gegebenen ungenauen Schreibung.) Gedr. D. B. A I. nr. 240. vgl. dort die sachlichen Notizen. Beg. Koch und Wille, pfalzgräfl. Beg nr. 4543. — Vgl. Quidde, Städtebund S. 104. ff. 205. König Wenzel an die rheinischen Städte: fordert auf ihre Boten nach Speier zu schicken, damit er sie bei seiner Ankunft dort versammelt finde. datum Flurenberg feria sexta post Petri et Pauli apostolorum anno domini 1384. Nürnberg 1384 Juli 1. Str. St. A. AA. 107. cop. ch. coaev. mit Versendungsschnitten. Gedruckt D. B A. I nr. 241. 206. König Wenzel befiehlt den rheinischen Städten ihre Bundesstadt Worms anzuweisen, sich jeglicher Feindschaft gegen ihren Bischof Echard zu enthalten. Beraun 1384 Juli 5. Wir Wenczlaw von gots gnaden römischer kunig zu allen Zeiten merer des reichs und kunig zu Beheim empieten den burgermeistern, reten und bürgern der stelle: Mencze, Strassburg, Speire, Frankenford und allen andern römischen stetten, die zu yn gehören! unsern und des reichs lieben getruwen unser gnade und alles gut. lieben getruwen. wir haben vormals dem burgemeister, reten und der gemeinde zu Worms geboten und geschriben bei verlust aller irer rechte und freiheit, das sie den erwirdigen Eckard, bischoff zu Worms, unsern fürsten und seine pfaffheit do- selbest unsere lieben andechtigen umbeschediget selten lassen, sie betten es denn vor uns mit dem rechte vor uzgetragen, darüber dieselben bürgere zu Worms, die egenanten bischoff und pfaffheit, als vor uns körnen ist, angriffen und beschediget haben und darüber auch die rete bürgere und stat zu Worms vor unser hoffgerichte geladen sey. und wenn ir wol wissen!, das nyemand dem andern gewalt one recht tun sol und ouch das in solicher einungen, die wir nehest zu Heidelperg czwischen unsern und des reichs fürsten und den gemeinen stetten gemacht haben, gelobt, gesworn und verbrieft ist, das yederman, geistlich und werltlich bey freiheid und rechten beliben sol ungehindert als das von alter herkomen ist. dovon ermanen wir euch alle und ewer igliche besundern der egenanten eynunge und gebieten euch auch ernstlichen bey unsern und des reichs hulden, das ir die vorgenanten burge- meistere, rete und bürgere zu Worms weiset unde ernstlichen darzu haldet, das sie one verezog und Widerrede den vorgenanten dem bischoffe und seiner pfaffheit werltlich und geistlich solichen frevel, schaden und irresall abetun und widerkeren und sie auch bey iren alten rechten und fryheiten, als die Von alterherkomen sein und von unsern vorfarn an dem reiche und uns brieffe darüber haben furbas bey yn wonen und getruwelich bliben lassen und also in den Sachen bescheidenlichen gefarent und tun, das wir mit des reichs rechten darzu nicht furbas yn durch recht 5 10 15 20 25 30 35 40 1384 123 behulffen dorffen sein, als wir auch der egenanten stat zu Worms sunderlichen do- ruber geschriben haben. geben zu Berne des dinstages nach sante Peters und Pauls tage unser reiche des beheimisehen in dem 23 und des römischen in dem 9 jaren. Per dominum Jodocum marehionem Moravie Wlama de Witemul. Str. St. A AA. 107. or. mb. I. pat. c. sig. impr. in vers. 207. Wetzlar 1 an Strassburg: bittet auf dem bevorstehenden Speirer Tage kräftig dafür einzutreten, dass ihnen Bundeshülfe gegen die von Sohns gesandt io werde, da sie sich in grosser, nicht länger allein abzuwehrender Bedrängnis befänden. Auch möchten sie ihren [Bau]meister Bürgelin nach Wetzlar schicken, damit er Schloss Braunfels besichtigen und den Städtenboten zu Speier Vorschläge machen könne. datum ... in crastino Udalrici episcopi. [1384 Juli] 3. Str. St. A. G. D. P. lad. 48|49 C. fase. 1. or. ch. I. ol. c. sig. i. v. impr. del IS 200. Bischof Friedrich von Strassburg an die Stadt: teilt warnend mit: duz herre Diebolt von der Nüwenburg und andere Wale in daz laut zii Elsasz ziehen wellent uf den zinstag noch sante Margareden dag und grosse houffunge sie und die j„u ,s ligent by Espinal uff der Musein . . . geben zü Zabern des mendages vor sancte Margreden tage. / Zubern 1384 Juli 11.] 20 Str. St A. AA. 1410. or ch. I. 4. VI. 17 128 1384 Von uns gemeinen steten dez pundes zu Swaben, als wir jetzo zu Nuremberg beieinander sin. Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 *>. fase. VII. or. mb. lit. cl c. sig. i v. impr. dcl und Adresse. 223. Nürnberg ersucht Straßburg mit Zustimmung der versammelten schioäb- s ischen Städte um Freilassung des gefangenen Juden Ismahel. Nürnberg 1.SS4 September 7 . 7 . Unser frewntlieh dienst wisset alle zeit bereit voran, besundern lieben frewnde und eydgenossen. ez sind ewer und unsere freunde und eidgenossen,' die von Auchsburg in clagsweyse für uns komen und liant uns in guter masse in manungs- w weyse zu gesprochen, wie daz ir in einen iren burger Ismahel den juden gefangen haben!, als wir daz vormals müntlichen und auch mit unser erbern botsehaft etwi- dike an euch bracht haben und daz ir denselben juden noch in swerer und herter venknusse haben! und den ir maint zu schätzen über daz, daz euch dieselben euer und unser eydgenossen von Auchsburg denselben iren juden allewegen gern zii einem n, gleichen frewntlichen rechten gesteh lieten und noch gern tun wollen, daz aber weder in noch uns bizher von euch noch nie erfolgen noch erlangen müht, daz uns unfrei entliehen an euch dünket. dorumb so biten wir euer frewntschaft gar mit ernstem fleizz und ymmer durch unser dienst willen, daz ir derselben euer und unser eydgenossen von Auchsburg mitburger ledig lasset und daz sein widerkeren und 2 » widertün. doran erzeigt ir uns solch besonder frewnschaft und lieb, der wir euch zii gut nimer vergessen wollen und auch in sinnlichen und in vil merern Sachen dez gerner tun, was wir wissen, daz euer Weisheit von uns gevellig und lieb ist. und getrawen euch wol, daz ir uns des nicht verzeihen! und uns alle euch als lieb wollen! lassen sein: als solch mutiing, die ir da maint zu haben, wanne bescbech dez nicht, dez wir 25 euer Weisheit nicht getrawen, so besorgen wir, daz uns dieselben euer und unser eydgenossen von Auchsburg als hefticliehen zusprechen und inanen würden, dez wir nicht wol über werden mohten, wir musten andern ewern und unsern eydgenossen an dem Rein zü sprechen und daz solch infeie dovon ersten möhten, die niht täglichen würden, dez aber wir euer fürsichtikeit sunderlichen wol gelauben und fo getrawen, daz ir daz darzü nicht komen lasset, und begern dorümb euer frewntlieh verschribne antwürte wider wissen bey disem boten. geben zü Nuremberg unter der von Nüremberg insigel von unser aller heisse wegen feria 5 proxima post exal- tationem sancte crucis anno 84. Von gemeinen stetten dez pündes zü Swoben, als wir jetzo zu Nüremberg bey ss einander sein. [In verso\ Den fürsichtigen und weysen den bürgern dez rats der stat zu Strasburg unsern guten frewnden und eydgenossen. 1 Dieser Satz ist bis eidgenossen aus Versehen in Original zweimal geschrieben. 1384 129 Str. St. A. G. U. P. lad. 48)49 fase. VII. or. mb.lit. cl e. sig. i. v. impr. del. — lbid. Die i. elsässer Mundart umschriebene Copie des Schreibens, durch welches die schwäbischen Städte aufgefordert werden von Straßburg die Auslieferung der Juden zu verlangen. Nürnberg 1384. Sept. 15. s 224. Jacob Medetrost aus Mainz an Philipps Hans, Altammanmeister in Straßburg : teilt mit, daß die Juden dem Rat zum Dank für seine wohlwollende Gesinnung 3000 Gulden gegeben haben. [1384 September 27.] Mine willigen dinst zuvor, lieber her Philips, als ir mir geschriben hant, daz uch fürkommen und geseit sij, daz die juden zu Mentze durch iren Mutwillen der io stat zu Mentze ein erbere schencke getan haben und in ein mechtig gut gegeben sollen haben, han ich wol verstanden und lassen üwer erberkeit wissen, daz der rat zu Mentze ir erbern frunde nuwelingen uz irme rate gein Ulme in Swaben und in vil andere stede da selbis gesant hatten von solichir ufflouffe und geschichte wegen, als zu Nordelingen und in etzlichen andern sieden zä Swaben an den juden io geschehen sint, daz beste zu werben von dez ratz wegen zu Mentze. die selben ir frunde wol in die fünffte wuche uz gewesen sint off der stede koste zu Mentze und umb der fruntschafft wollen, so quamen off einen dag etzliche juden von der gemeynen judescheit wegen zii Mentze in den rat und brachten in ebne seckelin an dez ratz wissen dru dusent gülden und schanckten die dem rate ane alle bete 20 umb dez willen, daz sich der rat mit ir vorgenanten botschafft gein Swaben als fruntlichen bew'iset hatten, und were ez, daz vch yeman sagete, daz der schen- künge me were danne die vorgenanten dru dusent gülden, dez sollent ir nit gleuben, wan dez geltz euch nit me enist. geben ander mvme ingesigel an dem dinstage vor Michaelis. 25 Jacob Medetrost burger zu Mentze. [Itt verso\ Dem erbern manne, hern Philips Hans, 1 alten ammanmeister zu Straszburg. Str. St. A. G. U. P. lad. 174 nr. 3. or. ch. lit. cl. c. sig. i. v. impr. del. 225. Rottweil bittet Straßburg seine Werkleute gleichzeitig mit den ihrigen zur 30 Besichtigung der Burg Hornberg zu senden. 1384 September 28. Unser willig dienst ste vor. lieben frund und aidgenössen. wir senden iucli ainen brief bi disem hotten, den iucli üwer und unser güten frund gemain stette des pundes gesent hant, und bitten iucli mit fruntlichen truwen, das ir üwern ernst und furderung darzü keren wmllen nach lut und sag des vorgenanten briefz und das 55 ir iuwer werklüte schiken wellent gen Wolfach in die stat uf den ahten den tag ocibr .«. sant Michels, wan wir unser werklüte uf denselben tag öeh da haben wellen, und daz die ze baider site ze Hornberg besehen wellent, ob man Hornberg die vesti be- 1 Philipps Hans ist Ammeister 1380. 130 1384 zimmern müg, das es iuch und uns und gemainen stetten des punds tröstlich und nützlich sye. das wir umb üwer früntschaft eweclich in merren suchen gedienen welln. iuwer früntlich antwmrt länd uns wider wissen bi disem hotten. datum in vigilia Michahelis archangeli anno 84. Von uns dem rate ze Rötwil. [In verso] Unsern besundern güten fründen und aidgenössen, dem meister und dem rät ze Strassburg. Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 d fase. VII. or. ch. lit. cl. c. sig. in vers. impr. 226. König Wenzel gebietet den Straßbur gern nach Kräften für die Befreiitng io gefangener englischer Johanniter Ritter zu sorgen. Luxemburg 1,384 October 1. Wir Wenczlaw von gotes gnaden römischer kunig zu allen Zeiten merer des reichs und kunig zu Beheim embieten dem burgermeister, rate und bürgern gemein- lieb der stat zu Strassburg unsern und des reichs heben getrewen unser gnade und alles gute, heben getrewen. wir haben vernomen, wie das Johannes von Kirckle uff is unser' und des reichs freyen Strassen etlich crewczer von Engilland sand Johannes orden, unsere heben andechtigen, gevangen habe und sie nicht meinet ledig zu lassen, ubir das wir doruber unser ernstlich briet gesant haben, und wann wir nicht leiden wollen, noch sollen, das yemand also frevelichen uff des reichs Strassen unredlichen an recht und wider einung, als wir nebst zu Heidelberg czwischen den herren und so steten gemachet haben, solle gevangen und nidergelegt werden, dovon so gebieten wir ewern trewen und inanen oucli euch bey sulichen trewen, als ir uns und dem reiche verbunden seit und ouch bey sulcher einung, als wir nebst zu Heidelberg geseezt und ubereinkomen sein mit den fürsten, herren und stetten, das ir von unsern und des reichs wegen schaffet und bestellet und ouch mit ernste und allem n ewern vermögen dorzu tut mit sulichen wegen, als des not sein und sich das eisehen wirdet, das die egenanten crewczer genczlich und an schaden ledig und loze werden, als wir euch des sunderlich gelawben und getrawen. des sunabendes noch sand Michels tage unser reiche des beheimschen in dem 22 und des römischen in dem 9 jaren. 30 Per dominum Bambergensem episc. cancellarium Martinas scolasticus. Str. St. A. AA. 107 nr. 32. or. ch. pat. c. s. i. v. 227- König Wenzel an Strassburg: ... wir haben vernomen, wie das Johans von Kirckle etliche crewczer von Engilland sand Johans orden uf des reichs Strassen ss an rechte gevangen hab; nu haben wir im bey unserm boten ernstlich brief gesant, das er sie ledige lassen sol. nu haben wir demselben unserm boten be- volhen, das er euch dieselbe entwert bringen sol. dovon so begern wir von 1384 131 ewern trewen und wollen ernstlich von euch gehabt haben, das ir dieselbe ant- wort, so sie an euch Komet uftun wollet und vindet ir dorynn und verneinet eigentlich, das dieselben creuczer der egen. Jolian an schaden ledig lest und lassen wil, so ist uns das liebe, so aber ir anders verneinen wurdet, das er sie nicht 5 ledig lassen wolde, so gebieten wir euch ernstlich, das ir denn ernstlich von un- sern wegen dorzu tun sollet, als wir euch in andern unsern brieten doruber schreiben. geben zu Luezemburg des sunnabend noch sand Michelstag reg. hob. 22 rom. 9. Luxemburg 1384 October 1. Str. St. A. AA. 107 nr. 39. org lit. ch. d. io 2215. Werner Sturm berichtet dem Straßburger Rat über seine Gesandtschaft an die rheinabwärls gelegenen Bundesstädte. Mainz 1384 October 4. f Minen dienst bevor, lieben herren. also ir mich den Rin abe zu den stetten gesant haben!, do waz ich an sunendage trüge in dem rate zu Spire. die seiten! octbr s. mir, wie daz die von Mentze ücli versehriben betten! umbe einen dag zu ko- 15 inende gen Spire ult disen nehsten sunendag von denselben Sachen von Wepphelor ocibr.g. zu redende, do künde ich in nüt von gesagen, wanne ich nüt darumbe wüste, unde gobent mir iren erbern hotten Johann Diel mit mir zu varende, und waren! am men- üclhr s dage in dem rate zu Wurms und uff zinstdag zu Mentze in irm rate und vinde an n - *• unsern fründen von Spire und zu Wurmse, das die by uwern meinunwe(!) blibent 2 o mit sunderheit, daz sü daz nahtgelt haben wellen! und wo sü nüt diener genüg haben!, do meinen sü, das die von Wepphelor die gewünnent, also der bunt stot, also och uwer meinunge ist. und künde mir kein hotte gefolgen von Wurms, wenne sü einen ernestlichen dag betten! mit irm byschofe uff disen hütigen zinstdag. doch 0clbr - i - haut sü Hans Diel und mir entpholhen zu antwurttende von des nahtgeltes wegen 25 a(l)so do vor geschriben stot. och wissen!, daz die von Mentze die reitemeister uns zu geben haut, und sint an mittewüche zu naht zü Franckenfürt. und darul ist den von Wepphelor och versehriben, daz die och do sint. och meinen! die von Mentze, oabr. s. daz sü es frömede het, das men daz nahtgelt fordert von den von Wepphelor, sit es vor von nieman genommen ist und des bundes ere an disen Sachen lit. und haben! 30 uns geseit, daz ir wergmeister gesehen habe, daz es in vierzehen dage ein ende habe und künden! uns nüt gesagen, daz wir der manunge ufslag haben!, darumbe Uv ich, daz ich uff disen sunendag alle mer by uwern hotten zü Spire welle haben, oeibr. s. wenne ich förhe (sic), daz kein langer ufzog in dirre manunge si, wenne den von Mentz gar ernest darzü ist. geben zü Mentze an dem nehsten zinstdage noch 35 sant Michelesdage anno 84. versigelt under Hans Dieln ingesigele bresten halb des minen. Wernher Sturm der eher. [In verso\ An minen herren meister und rat zü Strazburg. Str. St. A. 6 U. P. lad. 48/49 B fase. VII. or. ch. lit. cl. c. sig in. v. impr. del I i i— i v ; io 132 1384 22!) Bischof Friedrich von Strassburg an die Stadt meldet: 1) die Aussöhnung des von Geldern mit dem König von Frankreich, 2) daz der hertzoge von Lothringen, des hertzogen son von Bar, der von Güssey, der grefe von St. Paul und der von Ver- sey sich abe von dem conige getzogen sint wol mit 4000 glefen und lagent uff dissen ocibr. so. vergangen dilrnstag uff der Musel hie Vianden und umb Echtirnach. . . . Bittet Boten 5 zu ihm zu senden zu ernstlicher Besprechung. geben zu Dachenstein des suntages nach sant Lucas dage. Dachstein [1384 ? October 23]. Str. St. A. AA. 1411. or. ch. I. cl 230. König Wenzel an Strassburg : bittet. . . das ir dem erwirdigen Wallharten, bischof von Basel, unserm cappelan und liben andechtigen, dem wir die leben und >» wertlichkeit seiner kirchen geliehen haben. ... zu der selben seiner kirchen. . . getrew- licli geholfen und geraten seit. . . . geben zu Luczemburg des suntags vor sand Simonis und Judastage. reg. hob. 22 regln rom. 9. Luxemburg 1334: October 23. Str. St. A. AA. 107. nr. 28. org. ch. lit. cl. 231. Die zu Straßburg versammelten Städtebolen ersuchen alle Teilhaber der 15 Burg Spitzberg dem Ritter von Entzberg keine Aufnahme zu gewähren. Strassburg [1384:] October 28. Wir der stette hotten dez blindes an dem Ryne, alse wir uf disen hutigen dag zü Strazburg bienander gewesen sint, embieten allen den, die do teile und gemeine haut an der vestin Spitzenberg, waz wir giites vermügent. uns ist vürkomen und geseit, 20 daz ir Gerye von Entzberg linsen und enthalten wellent uf uwere vestin Spitzenberg gegen dem hoeherbornen fürsten hertzog Rüprehte dem eitern von Peygern. wände nu die stete unsers blindes dezseihen herren hertzog Riiprehtz helffere sint von der eynungen wegen, die er und die stette mitenander haut und sie mit ime in dem selben kriege sint gegen Geryen von Entzberg, so bittent wir üch mit ernste, daz ir denselben Geryen, 25 sine helffere. und die sinen nit enthaltent, lmsent, noch hofent uf uwere vestin Spitzenberg gegen dem vorgenanten herren, dem hertzogen und den andern herren und stetten, die zu der eynungen gehörend, iemer durch unsern willen, uwer entwürfe embieten uns wider versigelt von unser aller heiszens wegen mit der stette zu Strazburg ingesigel. datum die sanctorum Symonis et Jude apostolorum. 30 \In verso\ Allen den, die do teile und gemeine liant an der vestin Spitzenberg. Str. St. A AA. 118. or. mb. I. cl. Ebenda: ein Schreiben gleichen Inhalts an alle Teilhaber der Burg Keppenbach (bei Emmendingen.) 232. Genannte Straßburger Gesandte berichten an ihre Stadt von einem vor dem 33 Erzbischof von Trier zu Koblenz staltfindenden Sühntage. [1384 nach October 16.] Unser dienest zufor her. wissent, daz wir uf sanfte Gallen dag zu naht koment gen Octobr. iß. Kobelentze mit des bischof'es von Mentze, des hertzogen von Reigern, von Mentze, Wurmes 1384 133 I I und Spire hotten und gingent uf sunendag noch frügeme inbise zu unserme lierren von Triere zil Kobelenze in der dützenherren kloster und küntten ime, daz wir do werent mit den forgenantten hotten und unsers dages warttent, also er in for sinen gnoden beret bet. do zöte er uns ein briet, den ime her Emich vorne Steine geschriben bette, und stunt. der 5 gar gnedikliche und förhtlicben daran geschriben, wie in der herzoge von Luttringen überziehen wollte in (sic) und sehedigen zu dem Steine und anderswo, und wer uf den weg kihnen und müste von not hünder sich und daz er ander (läge beschiede, do wolte er gerne uf körnen, do johe wir: gnediger lierre dis dages so sture zu farnde, daz körnet uns noch den stetten nüt wol, wanne es sörkklichen stat uff den Strossen, io do antwurt er uns und sprach: iucli (!) welle ime enbietten mit unsere götten botschaft, daz er nüt enlosze, er körne für uns gen Bochbartten von noh hüte über alite dage und den dag leiste in aller der messen also for beret ist. dette er daz nüt, so wollte er in für sinen mog nüt me für antwurtten. und hett ime daz fürsehriben also strenclilichen, daz wir es wol zu dancke nement. und daruf baut uns die hotten alle i. r > gerotten, daz wir des dages wartten sölent. und duncket uns och selber gut noch dem erneste, den wir an dem lierren sehent. umbe Henselin Föltzin daz nimet men- licb unbillich, daz er also ns genomen ist, daz er sich wider zii dem Steine antwurtten sol oder wer in Stopffes manet. und bet der probst und Herburt von Heckesheim, unser lierren rot von Triere, gerotten, daz er sieb wider antwurtte uf disen liebsten 20 sunendag, also öch der dag sin de wurt vor unserme lierren von Triere, daz er denne zu dem Steine si zu nabt umbe daz, daz in Stopfes nüt fürbasser genuinen müge, wanne wir mit anders fürnomen habent von unserme lierren von Triere und von sime rotte, wanne habe Stopffes nüt reht zu uns, daz uns denne her Emich von Steine unser gefangen sol wider geben lidig und los. keine öch Stopffes nüt zu dage ss und ginge uns des us, so duncket sü daz selbe, wil öch her Burckart von Mühlheim sich antwurtten, daz duhte uns gar nütze umbe daz, daz wir sü alle do bi einander fündent, obe uns gelünge uf dem dage, daz man danne nüt müste ein sunders haben, mit besigelt mit Job. Kurnagels ingesigel. Von uns Claus von Westhus, .loh. von Mülnheim ritter, Wernher Sturm und Job. 30 Kurnagel. \In verso ] Unsern lierren dem meister und dem rate zu Strasburg. Str. St. A. AA. 118. or. ch. I. cl. L ir 4 233. Bericht der Straßburger aus dem Lager vor Keppenbach. [ 13 S 4 .] 1 Liutolt von Mülnheim und ander uw er friunt, die ietzent vor Keppenbach von 35 uwern ligent an Strassburg: . . . wisent, daz wir do zii stunt unser hotten zu dez hertzogen rete sehiktent, zu den öch for von denselben Sachen. [Landfrieden-Aufrichtung'] geret ist. die haut uns fruintliche geantwurtet und sprechent, daz keine 1 Wahrscheinlich 1384 vgl D. B A I. pg. 425. 1384 i:u botschaft za dem hertzogen körnen sige von den suchen, danne also iuch der Bogk und der Kranich for haut geseit. doch were uich uit von den Sachen zu sine, do sehen 1 sui gerne, daz man in daz zu verstonde gehe und sprechent domitte, daz sui zu den saclien nuit antworten welent one uwern rat . . . man hat uns furbrolit, wie daz ein samenunge zu Nusbach oder darumbe sin sol . . . enpfmdent ir uit, do s heschiht dez herzogen rate . . . wisent oueh, daz der hertzoge hi uns in unserme leger gewesen ist und uns fruintlich empfangen hat und uns sine fische gescheneket hat. gebietent uns alle zit. f ohne Daliermig\. Str. St. A. AA 118. org. ch. 1 cl. 234. Herzog Ruprecht der ältere an Meister und Rat von Strassburg: teilt mit, 10 dass der reiche Symond, der Jude, sein Jude geworden ist und das Bürgerrecht aufsagt. Er bittet dessen Weib und Kindern bis künftigen sant Jacobstag sicheres Geleite zu gehen. Heidelberg in crastino omniutn sanctorum anno 84. Heidelberg 1384 November 2. Str. St. A AA. 105. lit. ch cl. 15 Reg. Koch und Wille t pfalzgr. Reg. nr. 4567. 235- Bischof Friedrich von Strassburg an die Stadt: aus einem beigefügten [verlornen] Briefe des Herzogs von Lothringen . . . sollen! ir wol sehen, wie sich Jacob von Vienstingen gegen uns und uch bewart bet. auch het uns der hotte geseit, das er den hertzogen Belis habe ingelassen mit 400 pherden. und lierane mögent 20 ir wol merken, was der Sachen ist. auch wissen! ir wol, wie der nachgebur ist, den er uns geben het. . . . Bittet Gesandte zu einer Beratung über weitere Massnahmen zu senden. gehen zu Dabichstein uff den mentag nach allerheiligen (tage. Dachstein [1384 : 1 November 7]. Str. St A. AA. 1410. or. ch l. cl. 236. Wernher Sturm der elter an seine Stadt Strassburg: berichtet, dasz der kunig uf sontag vergangen zu Metze solte sin gewesen, nun weisz man nicht, ob er dahien kommen wird, sagt der herzog von Tesehin, dasz der kunig annoch willens si gen Kobelentze. und hat daruf geschicket grafe Johann von Spanheim gen Ko- belentze, die herren und stette zu bittende, die do ligent, dasz si sin beiten 30 sollen!; dann der könig kürzlich noch disem nehsten sonntag dar welle, sullent also die hotten dahien vertigen. datum Lutzeinburg dinstag ante Martini. Luxemburg [1384 November 8]. Aus Wenckeri excerpt. II, 479 (Verbrannt 1870). gedr. D. R. A. I, nr. 251. 1 1386 Juli 21 sehlieht Jacob von Finstingen Sühne mit Bischof und Stadt Straßburg 35 1384 135 237. König Wenzel an Strassburg: begehrt, dass man unverzüglich bevollmächtigte Ratsmitglieder zu ihm nach Koblenz entsende. geben zu Metcze am dinstag nach sant Martinstage unser reiche des beliem. in dem 22 des römischen in dem 9 jare. Metz 1384 November lß. Str. St. A. AA. 107. or, ch. lit. cl. Gedruckt: D. B. A. I. nr. 252. 233. Bericht zweier genannter Straßburger aus dem, Feldlager vor Burg Solms an den Straßburger Gesandten in Mainz Götze von Groslein. (Beilage zu dem folgenden Briefe.) Lager vor Solms [1384 November 17]. io Unserm güten krümle herrn Götzen von Grostein ritter. wissent alse wir ligent vor Sulms, das do nit gezüges ist, also domitte men nöttigen oder gewannen sol billieli und were öch in wachten unbestöllet naht und tag weren (!). wir wissent och, das den von Mentze und den von Franckenfurt drye tertschen genummen sint, und haut sü uf die vestin getragen und geschach das by sehentem dage. wissent 15 öch, das uf dise nehsten vergangen mittwoche öch by sehentem tage sü harus Novhr - u - lieffent wol ir sehssziehen und stiessent die Katze an und brantent sü ; do worent wir die nehsten und lieffent zu und verlüschentent sü. öch wissent, das uns das wasser also getrange dut, das wir uns vorsühent, das wir rumen müssen! und was öch der von Winesperg und ich Gnutze Müller (?) an diser vorgeschriben mittewo- 2 » eben zu Brunenfeyls bi dem graven von Sulms; und bittet er gros reht, also wir üch wol sagende werden!, so wir zu üeh klimmen, und haut öch einen tag beret uf den nehsten durnestag nach diser vorgeschriben mittewochen zu haltende uf Novbr - 17 ■ dem felde. was do geret wirt, des wissen wir nit. öch wissent von des nahtgeltes wegen, was sü üch davon gelöbet, das halten! sü nit, wanne, was ns sü sagen!, das ist gelogen, öch wissent, das der harst von Brunenfels vür uns dessen! löffen uf disen dunrestag wol mit 30 pferden für unser gezelt und mühten! sü vor wasser zu uns nit noch wir zu in und schicken! disen brief förderlichen öch gan Straszburg, wanne wir anders kein botsehaft in künnent getan, wissent öch, das die von Wepflar die manunge von der grossen summe abe han 3o gelassen, do es in die von Mentze und die von Frangkenfurt erlöbettent, also uns be- duncket. geben an dem nehsten dunrestage nach sant Martinstag. Von uns Johans Oberkirche ritter und Cüntze Müfller] [altjammanmeister zu Straszburg. Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 «. fase. 1. or. ch. lit. cl. c. sig. i. v. impr. del. 35 Die Unterschrift stark lädiert, der zweite Name unleserlich, ergiebt sich aber aus dem Text und dem Schreiben vom 21. Nov. 239 Götze von Grostein zur Zeit als Gesandter in Mainz an Meister und Rat: berichtet unter Beifügung eines an ihn aus dem Feldlager vor Solms gelangten Briefes über den Stand der Wetzlar-Sohnser Fehde. Mainz [1384 November 21]. 40 Mvnen dinst bevor. lieben herren. als ich uch nü nebst schreip, wie daz die von Mentze ir botschafft weiten! dun gen Wetflar von der manünge wegen, wand VI. 18 136 1384 Novbr. is. sie nit gut duchte, daz wir hinüber r valent, die botschafft quam off samsdag zu nacht zu uns zwuscben Mentze und Frankenfort und bracht uns evnen brieff, darynne die von Wetflar vre manunge der grozen summe abe gelaszen bant. da ryden wir wyder gen Mentze und g^nge ich und der von Wormsze und der von Spire erbere botden vor den rat zu Mentze und rettent mit yn, daz sie yren fründen in daz s sosze gen Solmsze verschriben wolltent, daz sie mit unsern frunden zu rade worden, wie daz man offbrecbe und die unsern dannen zygent, wann ez soliche wetder were, daz nveman nit geschaffen künde oder mochte, oder aber woltent ez die von Wettlar nit herlauben, daz sie dann daz nachtgelt mit uns fordern und auch nemen woltent, als zu Spire off dem dage beret were. daz waz der von Mentze meynunge w nit. doch wiszent, daz wir, als ernstlichen mit in geret hau, daz sie vre botden mit uns den andern stetten gen Wettlar gesaut haut und daz wir mit einander besehen, waz da zu tiinde sy und wie man von dem fehle kome, wann wiszent, daz der von Wettlar saehe faste an den von Mentze und an den von Frankenfort liget, als ir auch wol sehen! in Chintze Müllers brieffe, 1 den ich uch beschloszen 15 in dysem brieffe senden, auch enweiz ich nit anders wann so wir gen Solmsze kommen, daz man dann forderlichen, so man erste mag, off brichet, wan daz waszer und daz wetdir also grosz ist, daz uns nit endünket, daz man iclit geschaffen möge, und darumb sint wir hinüber geryden umb daz wir daz folk mit gelimp von dem fehle bringen, ouch kome ich so ich erste mag. geben zu Mentze off mandag vor 20 sant Katherins dage. Götze von Grawenstein ritter. Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 c. w . ch. 240. Bischof Friedrich von Strassburg an die Stadt: lau üch wissin, daz wir die stette uff deine Rvne gemailt habent und senden! üch denselben manebrielf (nr. V41), die wile daz ir die liebsten gelegen sint. da hegernt wir, daz ir daz fübasser he- ss stellen! und schaffen!, als unser bunt stet. geben zu Dachenstein dez zinstages vor sant Katherinen tag. anno 1384. Dachstein 1ÜS4 November 22. Str. St. A. AA. 1410. or. ch. I. cl. 241. Bischof Friedrich von Strassburg an die rheinischen Bundesstädte: teilt mit dass die Markgrafen Hesso, Otto und Hans von Höchberg und ihre Anhänger ihn und 30 das Stift trotz der Heidelberger Stallung mit Raub und Brand arg geschädigt haben bei Höningen, Hochberg, Haslach und Keppenbach, und mahnt sie auf Grund der .... gütlichen Stallungen, die wir mit üch stetten des hundes uff dem Byne und in Swabeil haben, daz ir uns unvertzögenlichen üwer folk danne senden! 50 mit spiessen wol hertzügeter lüte, daz sy sint in unser stat zu Gengembaeh in 11 tagen nach der ss manungen . . ., wanne wir die stette in Swaben ouch also hermant habin. und wol- 1 Siehe nr. 23S den Brief vom 17. November 13S4. 1384 137 len mvers folkes also warten, nnd laut uns dez uwer antworte wider wissen mit disem hotten. geben ander unserm ingesigel dez zinstages von sant Katherinen tag anno domini 1384 . f Dachstein] 1384 November 22. Str. St. A. AA. 1409. er. ch. I. pat. c. s. impr. (Beilage zu dem unter nr. 240 abge- 5 druckten Brief des Bischofs vom gleichen Datum.) Frankf. St. A. Copialb. XV, 19. cop. coaev. Reg. d. Markgr. v. Bad. nr. h. 356 — Vgl. Kbrard, Annäherung K. Wenzels a. d. schwäb. tind rhein. Städtebund 1384. S. 19 not. 2. 242. König Wenzel ermächtigt den Markgrafen Bernhard (I) and Rudolf (’Vll) von io Baden, von den Städten Slrassharg and Speier, falls diese das neue and angewöhnliche Umgeld nicht abthnn, den gleichen Zoll za erheben. [Coblenz] 1884 December «. Karlsr. G. L. A. or. Reg. Fester, Reg. d. Markgr. v. B. nr. 1390. 243. Bischof Friedrich an Strassbarg: dankt für die seinetwegen an die Markts grafen von Hochberg geschickte Gesandtschaft, hält es aber nicht für tlmnlich Frieden za halten ... derwile sä ans die ansern rüplichen wider relit and bescheidenheit geschehet liant and schetzen welle nt in den dingen, das wir in allewegent das relit fölleklichen gebotten hant... and erneuert desshalb mit Berufung auf den Bandesvertrag eine Bitte am Hülfe... wanne der stette front heraff kommen!.., will er gerne einen 20 Sühnetag abhalten and vor und nach demselben einen 2 tägigen Waffenstillstand gewähren. geben za Gengenbach des dunrestages noch sant Niclaas dag. Gengenbach [1384 December 8]. Str. St. A. AA. 1409. or. ch. lit. cl. Reg. d. Markgr. v. Bad. nr. h. 357. 25 244. Die Boten der rheinischen Bandesstädte antworten von Speier aus dem Bischof von Strassburg auf seine Mahnung wider die Markgrafen von Hochberg: dass sie derselben nicht folgen können, weil der Krieg schon vor ihrer Einung mit dem Bischof begonnen habe. [Undatiert] [1384 nach December 8.] Str. St. A. G. U. P. lad. 48]49. Fragment eines Gedenkzettels. *o Reg. d. Markgr. v. Bad. nr h. 358. 245. König Wenzel beglaubigt den Landvogt Volntar von Wyckersheim, der nach Strassbarg gesandt ist ..., ansers wallen mit euch ze reden von etlicher schulde wegen, darinne wir ans gesetzet haben. geben ze Mentze am siintag nach sande Lucientag des bebemischen reichs im 22 des römischen im 9 jare. 35 Mains 1384 December 18. Str. St. A. AA. 107 nr. 38. or. ch. lit. cl. 138 1384 (1385 Januar 9. 246. Johans Buman der Meister und der Rat von Strass bürg an die rheinischen Bundesstädte: wir läszent ueli wiszen, daz der edel jung herre Emicho grafe zu Lyningen und Golde von Minefeit sin amptman groszen schaden getän hant dem erbern fromen ritter hern Heinriche von Fleckenstein dem jungem, unserm burger, sinen luten und den sinen mit brande, nome, mit gefengnüsze 5 und mit andern schedelichen dingen, und dar umbe so hant wir einhellekliehe in unserm rate us unsern eit erkant, daz die vorgen. junglierre Emiche grafe zu Lyningen und Golf von Minefeit sin amptman dem vorgen. unserm burger sinen luten und den sinen damit unreht tunt, und getan hant und daz wir üch dar umbe billiehe manen süllent und mügent. und darumhe so manent wir üch allesament mit disem briefe von i» der verbüntnücze wegen, so ir und wir mitenander hant uwerre eyde, daz ir uns und den unsern und dar zu dem vorgen. hern Heinriche von Fleckenstein dem jungem und den sinen uf die vorgen. junglierre Emiche grafen zu Lyningen und Golden sinen amptman alle ire beidere helffere dienere und die iren und uf alle, die die in ratent oder hellfent oder sie husent oder hofent und uf ir aller libe und güte geraten und >s beholffen sint untze an die stunde, daz wir und der vorgen. her Heinrich von Fleckenstein der jünger unser burger sine lute und die sinen von in unklagehaft werdent gemachet und daz ir in ouch widersagent und uns die wddersagebriefe sendent mit disem unsern hotten, so ir vürderlichest mügent. und dirre manunge zü urkunde so ist unserre stette ingesigel zü rucken uf disen brief getrucket. datum feria se- 20 cunda proxima ante diem sancti Tliome apostoli a. d. 1384. 1384 December w. Str. St. A. G. D. P. lad. 178 nr. 1. or. mb. lit. pat. c. sig. in v. inipr. 247. Speier an Straßburg (?) berichtet, daß König Wenzel einen Tag zu Mergentheim wünsche, und bittet um Mittheilung an Schlettstadt und Ober-Ehnheim. [1384] Deceviber 22. 25 Unsern früntlichen dienst bevor, ersamen lieben fründe und eitgenoszen. ez sint von unsers herren des küniges wegen bi uns gewesen der erwürdige her Sifrit von Venygen, meister dütschs ordeus, der edele herre grave Johan, grafe zü Spanheim der junge und Ulrich von Wolfesperg, pfleger zum Rotenberge und baut an uns geworben von eins tages wegen, den unser herre der konig fürsten, herren und stetten 30 gesetzet hat uf den nehsten sontag nach dem heiligen obersten dage nehste kommet zü Mergentheim zü leisten, alse die von Nüremberg ouch darumhe gemeinen stetten am Rine eygenliche verschriben hant nach uszwisunge ires briefes und der notteln harinne in disem briefe versloszin, uf daz sich uwere wisheit darnach wisze zü rihten und das den von Sletzstat und von Obern Ehenheim forderlichen zü verkünden. 35 ouch hant wir den von Mentze verschriben, das sie mit unserme herren dem ertz- bischofe von Mentze usztragen und bestellen, wie er der stette fründe am Rine obenan und niden mit geleite versorge und uf welche zit und an welche stat sie II 1384 139 byenander zu bringende, und waz uns darumbe zu entwürfe wirt, daz loszen wir lieh danne forderlichen wiszen. datum crastino beati Thome apostoli. Burgermeistere und rat zu Spire. Str. St. A. G. U. P. lad 48 49 c. fase. 3. cop. chart. eoaev. 241t- Nürnberg, Ulm, Rotenburg geloben zugleich im Namen des schwäbischen und des rheinischen Bundes den Fürsten, die zu dem Tage zu Mergentheim, Sonntag nach dem heiligen obersten Tage \Januar 9. 138ö.] reisen, sicheres Geleit und teilen mit, welche Fürsten anderseits jegliche Stadt geleiten werden, u. s. w. /1381 Ende December.J G. D. P. lad. 48/49 c fase. 3. cop. ch. coaev. Gedruckt : 1>. 11. A. II , 100 nr. 48. 249. Aufzeichnung von einem Btädtetage des rheinischen und schwäbischen, Bundes ZU Speier. [1384: Ende December.] Als der byschoff von Straszburg die stetde wider die marggreven von Hoch- i 5 berge gemant hat, dez hant der stette frunde, als die ietzo zu Spire gewesen sin, siner erber botschaft daruff geantwortet, daz sie beduncket unserme lierren dem byschoff von Straszburg von der selben siner manunge wegen nit schuldig sin zu helffen, syt er mit den marggreven von Höchberg zü krieg sy körnen und uzgeende fride mit ym gehabt hat vor der zejt, ee die einunge zwuschen fürsten und stetden 20 uzgeret wart, duhte aber darüber unsern lierren den byschoff von Straszburg, das yme die stetde von derselben einunge wegen schuldig werent zü dem criege wider die vorgenanten marggreven zü helffen: wez sie yme danne von rechtswegen darumbe dim soltent, das wollen! sie yme forderlichen dün, wanne sie dar meinen! oucli also gegen den andern forsten und lierren der eynunge zü halten, sie wurden ez danne 25 anders mit dem rehten underwiset. Item gedenckent an uwer rete zü bringen, als unser lierre der kunig unsern erbern holden, als die ieczunt neliste von des blindes wegen zu Kobelencze bv ym gewesen sint, angenmüt hat, sich zu den stetden bede an dem Ryne und auch in Swahen zü verbinden ynn getruwelich bystendig geraten und beholffen zu sin wider 30 allermenglich, nyeman uzgenomen, die sie an iren frylieiten, rehten, guten gewonheiten und an iren guten notigen oder betrengen woltent, also daz die stetde wider umbe unserm lierren dem kung verbunden werent zu helffen wider alle die, die sich wider yn und daz romesche riebe setzten!. Item der von Colne wegen, als sie ir erber botschaft by der unsern zü Kobelencz 35 gehabt hant, in unsere der rvnschen stetde buntnüsse mit dienst oder susz ane dienst zü körnen. Item in semlicher masze von der von Metze wegen. Item als der swebeschen stetde frunde rede gehabt hant von der zweyer stette Berne und Solotern wegen in der swebeschen und in unsere der rynschen stetde 140 1384 ,' 7 . 5*3 Fcbr. 26.) (1385 Jan. 25.) (1385 Jan. i3.) (1385 Febr. 5.) buntnusse zu enphahent, yn denselben zwein stetden mit hundert gleven von beyden bunden zu dienende darzu der rynsche bunde 20 mit gleven und der swebescb bunde die uberigen 75 mit gleven, so daz not beschee uzribten soltent. Item gedenckent, also hertzog Rupreht der elter den stetden versehriben hat, daz vm Georij von Enczberg den sacze von der vesten Enczberg 1 2 wegen uffgesagt hat, .-> als die von Spire vormals derselben brietT abschrift ieglicher statt geschicket baut. . . und von der vorgeschriben stucke wegen sollen! der stet de botden gemeinlichen, bede am Ryne und von Swaben, mit vollem gwalt gen Straszburg zusamenkomen uff den andern sontag in der fasten, so man singet Reminiscere nehste körnet, Item gedenkent, daz den zwein graften von Nassauw unsern buntgenoszen tag >« gein Mencze bescheiden ist off sant Pauls dage conversionis nehstkoinpt, daroff oucb ygliche stad dez bondes haben sol ire frunde, ez worde dann von den von Mencze widerboten, und uf demselben dage sol man oucb der rete meinunge furbringen von der vorgenanten zweier stette Colne und Mecze wegen, und auch uff demselben tage rechenunge zu tünde. 15 Item von des dages wegen zu Raden uff den zwenzigesten dag von der .1 ohanser wegen uwere erbere hotten einen mit der von Hagenow hotten von des gemeinen bondes wegen zu schicken. - Str. St. A. G. U. P. lad. 49 fase. XI. cop. ch. coaev. Die beiden letzten Absätze scheinen später von anderer Hand hinzugefügt zu sein. 2J Gedr.: Kbrard. Annäherungsversuche Kg. Wenzels a d. schwäb -rhein. Bund. S 19 nr. 1. 250. Herzog Przemyslav von Teschen 3 4 an [Speier]. . . . wir haben den swebischen stetten versehriben gein Ulm, daz sie die andern stette in Swabin vermanen und verboten, das sie gein Spire körnen des liebsten sontages nach unsere vrauwen dage liehtmesse. also bitten wir uch oucb, das ir die nyderlendischen stette oucb « vermanent unt verbotent, das sie oucb uff die vorgenante zit gein Spire körnen mit voller malit, wann wir und der lantgrave 1 uff dieselbe zyt von unsers herren dez kuniges wegen oucb gein Spire wollen körnen mit gantzer, voller mäht zii redende von wegen der juden, der muntze und anderre sache wegen, die wir uch dann wol werden underwisen. geben zii Nurenberg dez liebsten sonabendes nach wilie- 3u nachten. Nürnberg [1384 December 31]. Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 •>. cop. ch. coaev Gedr : Kbrard , der erste Annäherungsversuch König Wenzels an den schwäb.-rhein Städtebund. (1877.) S. 22. nr. 2. 1 Enzberg bei Maulbronn. Vgl. zur Sache Stalin, Wirt. Gesch. III, 338 not. 2. 2 Dieser Tag fand laut einer Notiz über Straßburgs Guthaben an den gemeinen Bund (Str. St. A. 86 G. U. P. lad. 49. cop. ch. coaev) statt am Antonienabend [1385 Januar 16] vgl. Ebrard, S. 21. 3 Herzog Przemyslav I von Teschen 1358—1400 (f 1410). 4 Johann 1 (der Alte) Landgraf von Leuchtenberg und Graf zu Hals 1375—1407 f. 1385 141 251 . Nürnberg an Speier: über die Berufung eines Tages nach Speier zur Herbeiführung einer Einigung der rheinischen Städte mit dem hierzu sehr bereiten König Wenzel. 1385 Januar 2. Erbern und wiesen, unser willig fruntlieh dienst si uwere wisheit zu aller zyt s voran bereid. lieben frunde und eitgenossen. wir lassin uwer wisheit wissin : als iczunt unser, lierre der kunig von dem Rine her uff reid und do quam der hoehgeborn fürste und her re, der herczoge zu Teschin, der edel wolgeborn herre der lantgrave zum Luclitemberge und her Conrad von Kriege, 1 2 der hoffemeister her zu uns in unser stat. und die sagten uns in gelieimeyme, wie daz sie mit etlichen uwern io frunden unsern eitgenossen von den stellen uff dem Rine zu Cobelenez und ouch zu Mencze geretd hettent, das sie gerne sehen und ouch darzu dienen und raten wollen!, das unser herre der kunijg mit den stellen geeynet wurde also, das sie eyn besser getruwen z"i eynander betten und gewannen, dann sie bizher gehabt haben, und sie versehen! sich, ir wurden! darumb uff dem Rine eyne manunge thun und ' 5 wurden! daz dann furbaz an nnsern bnnd bringen und darnach unserme lierren dem kunige eine entwmrte geben, darnach sint sie zu rade wurden, das sie ueh eynen briefP gesant haben, den wir Vieh senden mit diesem brieffe, das ir alle stelle uwers bondes uff dem Rine zu uch in uwer stad manen sollint uff den liebsten sontag nach unser vrouwen dag lichtmesse und haben mich daz glicherwise ge- 20 schriben unsern eitgenossen, den von Ulm, das sie alle stelle in unserm bonde uff den egenanten sontag zu uch in uwer stad gein Spire ouch manen. so meynet der herczoge zu Tesschin und der lantgrave mit vollem gewalt von unsers lierren dez kuniges wegen ouch zu uch zu körnen mit uns zu redende von der vorgenanten suche wegen und ouch von der juden wegen, wie man wege finde, das unser herre der 25 kunig und die stelle, die die juden hettent, derselben juden genossen, und wie man furqueme, das der schätz in der eristenheid von ynn als gar nyt emphremdet wurde und als gar in ire hand nyt blibe und ouch von den guldin und silberin m&ntzen eyn ende zu machen, davon haben! sie uns gebetten, das wir uch und den von Ulm ver- schriben : ob daz were, das ir eyne manunge hettent getan, ee daz uch dirre brieff wurde so geantwurt, die kurtzer oder lenger were, dann uff den egenanten sontag nach liehtmesse, daz ir dann die widerschribent und legen! uff denselben sontag. auch ist not, als uwere wisheit wol versteet, daz ir in uwern reten eigenlich bestellen!, das solieh saclie in geheyme verüben und verswigen werden und ob daz were, daz ir eyne manunge wurden! uzsenden, daz ir dann mit uwere wisheid in denselben manebrieffen be- 3 > sorgen!, das solieh sache in den stellen und reten, do ir dieselben manebrieffe hülsenden!, ouch verewigen werde und in geheyme blibe. datum feria 2 post cir- eumeisionis domini anno ... 85. Von uns dem rate der stad zu Nurenberg. Febr. 5 . 40 1 Konrad von Kreigk auf Landstein, Oberhofmeister des Königs. 2 Der Brief des Here, von Tesehen vom 31. December 84 (oben nr. 350). 142 4385 Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 B. cop. ch. coacv. (Auf demselben Blatt mit dem Briefe des Here, von Teschen) Gedr. Ebrard, Annäherung Kg. Wenzels a. d. Städtebünde S. 23 nr. 3. — Vgl. I). H. A. I. nr. 258. 252. Die zu Buchorn versammelten Städte des «Bundes um den Bodensee» r. an Strassburg: teilen mit, . . . daz der bisebot von Straszburg, der von (tonst enze, von Ueberlingen und von Rawenspurg burger mit gewalt und an alles relit gevangen hat : graft Albrecbten von Werdenberg den eitern, herre ze Bludentzz, Walthern von Bobenteiss und her Frantzen den Murer, korherren und burger ze Constentze, . . . und bitten unter Beifügung von Abdruck und Beschreibung der Siegel io der beiden gleichnamigen und desshalb vielleicht verwechselten Braten von Werdenberg auf Grund ihres Bündnisses um kräftige Verwendung für die Freilassung der genannten Gefangenen. . . . versigelt von unser aller haissentz wegen mit der stat insigel ze Buchorn anno 1385 in die beati Hilarii. Buchorn 1385 Januar 13. Str. St. A. G. U. P. lad 48/49 B. fase. VII. or. ch. ia 253. Hannemann von Harnstein der Bürgermeister und der Rat von Hasel an Strassburg: bitten auf Ansuchen der schwäbischen Städte um Verwendung beim Risehof Friedrich von Strassburg für die Freilassung der von diesem gefangen gehaltenen Herren : Graf Albrecht von Werdenberg, Walter von Hohenfels, Franz Murer, welche zu Ravensburg, Ueberlingen und Gonstanz Bürger sind, und schicken, da viel- 20 leicht eine Verwechselung der zwei Grafen Albrecht von Werdenberg vorliege, beider Siegel in genauer Beschreibung und im Abdruck mit. datum ipso die Agnetis anno 85. 1385 Januar 21. Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49. or. mb. lit. cl. e. sig. impr. del. 254. Herzog Przemyslav (I) von Teschen an Nürnberg : wir haben mit unserm 25 herren dem kunige rede gehabt von wegen des tages zu Strassburg, als ir uns ver- schriben habt, der bette gerne gesehen, daz er mohte kurzer sin worden, nü dez nit molite gesin, nü lest er ime daran begnügen, und meinen! uns uf denselben tag zu schicken, und ob wir nit uf denselben tag mögen kommen von ehaftiger sache wegen, so wird der alte lantgrave mit voller gewalt an unser stat darkomen. ge- ben zu Fern dez nehsten donrestages nach saut Paulus tag eonversionis. Beraun [1385 Januar 26]. Str. St. A. G. D. P. lad. 48/49. cop. ch. coaev. (Auf demselben Blatt wie die Briefe vom 26. Januar u. 5. Februar.) Gedr.: Ebrard, Annäherung Kg. Wenzels. S. 24 nr. 4. 35 1385 143 255. Pfalzgraf Ruprecht (I) bekennt, dass er einer Anzahl von Juden von Strassburg, darunter auch Symon dem Reichen [der am 2. Nov. 1384 sein Jude geworden] 15400 Gulden schulde und benennt die Rürgen. 1385 Januar 27. G. L. A. Karlsruhe, Copialb. 465. 5 lieg. Koch-Wille, Pfalzgr. Reg. nr. 4589. 256. Johann von Mühlheim Burggraf zu Straßburg und sieben genannte Vertreter der Kiiferzunfl zu Straßburg schließen einen Vertrag Uber die bisher streitige Besetzung des Meistertums des Küferhandwerks. 1385 Januar 30. Ich Johans von Mulnheim rytter burggrafe zu Strazburg uf eyne site und wir io Walther Schanlyt, Voitze von Wiversheim, Cüntzelin Swemmer, Claus Hartmut, Johans Brugeler, Johans Langnefe und Johans genant Vetterhans, schöffele an der küffer antwergk von unsern unserre nachkommen an dem antwergk der küffer und ouch von dez antwerckes gemeinlichen wegen uf die andersite tunt kunt allen den, die disen brief ansehent oder hören! lesen, daz von solicher myssehelle und zweyunge 15 wegen, alse wir die vorgenanten küffer und ouch unser antwerck gemeynlichen untz har gehebet haben! umbe daz, daz uns ein burggrafe, der danne zü zyten burggrafe waz zü Strazburg, dem selben unserme antwerck untz har eynen meyster geben und gesetzet hat, den er danne weite und als dicke als er weite, da von doch wir die lute an dem küffer antwerck grosze stösse und spenne und ouch bresten under so eynander gehebet haben!; da erkennen! wir uns beyde site mit disem briefe mit nammen: ich Johans von Mulnheim ritter burggrafe zü Strazburg und wir die vorgenanten schöffele von dem antwerck der küffer von unsers antwereks und unsern wegen uf die ander site, daz wir darumbe früntlichen miteynander übertragen sint von dez vorgenanten meystertüms wegen, wie wol mich den burggrafen die selbe 25 zweyunge und missehelle nyht angyeng, doch umbe fryden und eynhellikeit dez antwerckes in alle wise, als hie nachgeschriben stat, wanne ouch mir dem vorgenanten Johansen von Mulnheim dem burggrafen und minen nachkommen an dem ambalit daz selbe ambaht gebessert wir!, wände mir oder eyme yeglichen burggrafen, der danne zü zijten ist, eyn pfunt Strazburger pfenninge geltes und eyn messen 30 lang füderig vasz me wir!, danne untz har worden ist. und umbe daz, daz eynem burggrafen und synen nachkommen ire rehte, als hie nachgeschriben stat, desto baz bevestent und bestätiget werden!, da ist zü wissende, daz die lute an dem ant- wereke von den küffern hynnant hyn vürbaz me ewigklichen eynen meyster under yn selber, den sie dann wellen!, alle jare kiesen und welen söllent und mögen!, der 35 eyn huszgenosz ist, und weihen sie also oder der merre teil under yn kiesen! und erwelent, den söllent die lute von dem antwercke eynem burggrafen zü Strazburg, der danne zü ziten ist, antwürten und sollen! den burggrafen bitten, daz er yn den selben zü eynem meister setze; und sol ouch der burggrafe daz tun. und der selbe meister, den sie also oder der merre teil von dem antwerck erkosen und erwelt 40 haben! und dem der burggrafe daz meistertüm gesetzet hat, als Vorbescheiden ist, der sol dem burggrafen geben zü stunt eyn pfunt Straszburger pfennige genger und VI. 19 ÄÄftrtftnftf5fSRnTaI»niÄ 144 1385 geber. und sol ouch der selbe meister sweren dem burggrafen syne^rehte und dem antwercke oucli syne reble zu haltende, zu hanthabende und zu schirmende in aller der maszen, als hie nachgeschriben und underscheiden ist und alz ez von alter barkommen und reht und gewonheit gewesen ist vor dem antwercke. und sol ouch der meister sweren, reht gerillte zu haltende glich dem armen als dem 5 riehen, und sol ouch der selbe meister daz jare uz meister syn und nüt lenger. und sint diz die rehte, die ein burggrafe hat und die ouch ein meyster jares swerende wärt: zu dem ersten hat ein burggrafe daz reht von den kuffern der sinen eynung gewynnet, der git sehstehalp Schillinge Strazburger pfeninge, dez werden! eynem burggrafen fünf Schillinge und dem kuffermeister vier pfeninge 10 und der kuffer schencken zwene pfeninge. wenne ouch ein gezog wirt, den söl- lent sie niergent ziehen zu dem ersten, danne in eins burggrafen hof. und wer den gezog verhiret, wärt er wol vürbasser gezogen vür meister und rat zu Straz- burg, der git oucli dem burggrafen fünf Schillinge, und wer zu spote kommet, so ein gezog ist, als ez von alter harkommen ist, der wettet ouch sinen eynung uf, 15 daz ist oucli eynem burggrafen fünf Schillinge pfeninge, sol er den eynung wider sep/. S «r gewynnen. item zwüschent den zweien messen unserre frouwen der erren und der jüngern, so sol daz antwerck der kuffer dem burggrafen alle die vasz, sie sint nuwe oder alt gehebe bynden und machen, die er zu synen reben und zii sinem gewehssede bedarf und anders nüt äne alle geverde. und sol der burggrafe dazu 20 geben reyffe und bant und allen gezüg und den, die da byndent, den sol er ouch geben essen und trincken. und sol oucli der burggrafe den kuffern, die iren eynung liabent, beholffen sin, als verre als er mag, wa sie angesprochen werden! von bresten oder missewircken des wegen, daz daz antwerck angat, daz sie gewiset werden! vür eynen burggrafen oder dez antwerckes gerillte, ouch söllent die 25 kuffer niergent anders zu reht stau umbe missewircken dann vor eynem küffer- meister oder dem antwerck. item der kuffermeister bet den zol von tennyn hürnen die müsel und von zübern und von kübeln und von logein und von allen andern stücken, die da tennyn sint, daz under eyme füder ist, ye von zwentzigen eins und als ez harkommen ist. und hat eyn meister die rehte von eynem burggrafen. 30 und sol ouch ein meister alle reht haben, alz ez von alter harkommen ist. da von git der kuffermeister und von andern rehten, als ez harkommen ist, dem burggrafen alle jare zwüschent den zweien messen unserre frowen der erren und der jüngern vier lere nüwe fuder massen langk. und söllent ouch gehebe sin und drü nov. to. pfunde Strazburger pfenninge genger und geber zu sant Martins naht und sinem 35 gesinde zu wihennahten fünf Schillinge Strazburger pfeninge. und git der kuffermeister dem becherermeister, den ein burggrafe setzet, one zwene achtzig tennyn müsel böme. da von git ein becherer meister einem byschof alle wochen zwentzig beclier und eynem burggrafen selis beclier. der kuffermeister git ouch yrem schencken alle jare fünf und zwentzig böme, den man sprichet müsel. do von git der schenke 40 i. fase. III nr. 28. 2 cop. chart. coaev. auf 4 einst zusammengehefteten stark lädierten Jclein-folio Blättern. Ebenda das undatierte Fragment einer Copie der Urkunde, durch welche Luzern sein 30 Bündnis mit Zürich befestigt und sich für die Bauer des Bundes mit den rheinischschwäbischen Städten zu der vertragsmässigen Hülfe verpflichtet. Gedruckt (teilweise): Lehmann: Chronicon Spirense p. 749, jedoch nach anderer Vorlage mit dem Datum Zinstag vor Mathies Tag (Febr. 21. 1385). Gedr. Lünig, D. R. A. p. spec. cont. IV, 1, 89. 35 Gedr. Eidgenössische Abschiede 1, 2 p. 307 ff. nach dem Zür. Orig. Reg. Vischer, schwäb. Stdteb. nr. 234. — Boos, Wormser Urkb. II nr. 859. — Seriba, Hess. Reg. nr. 3354. 264. Die rheinischen Bundesstädte erklären, daß sie von den 200 Glefen, welche laut Vertrages den schweizerischen Städten im Fall der JVot von beiden Bünden zu senden sind, 50 Glefen stellen wollen. [1385 nach Februar 21.] 40 Wir die burgermeistere etc. der stetde Meintz, Straszburg etc., die den bond uff dem Rine halten, bekennen und dun kunt offenliche mit diesem briefe allen 1385 149 den, die yn ansehent, horent oder lesent also, als die ersamen wisen unsere lieben fründe und eitgenossen die burgermeistere etc. der stetde Regensburg, Basel etc., die den bund zu Swaben und in Branchen haldent, eyn verbuntnisse und ein ge- trüwe gesellschafft von ir selbes und ouch von unsern wegen uffgenommen gelobet 5 und zu den heyligen gesworn han mit den ersamen frömen und wisen luden, den burgermeistern etc. der stedte Zürich, Berne, Solotern, Lucerne, Zug und dem ampte zu Zug yn mit zweyhundert gleen zu yren noden zu dienende, als die bontbriefe uzwisent, die darüber gegeben und versigelt sint, soll man wissin, daz der verbünd unser guter wille wisse und verhengnisse ist mit solichen furworten und under- i« scheiden, als hernach eygenlich volget geschriben mit namen also, daz wir in guten druwen globet und zu den heyligen gesworn hant: wer ez sache, daz die vorgenanten unsere eitgenossen die stetde zu Swaben und in Brauchen von den ege- nanten den von Zürich, von Berne etc. gemant wurden noch uzwisunge der vorgenanten buntbrieffe und uns dan dieselben unsere eitgenossen furworten in den iS rat zu Spire und uff ire eyde ermaneten mit irme gewissen hotten oder brieffen, daz wir dan darnach, so unser iglicher stat daz von den von Spire verschriben würde, in dem liebsten mande den vorgenanten von Zürich, Berne etc. mit funff- zig gleen zu den anderhalb hundert gleen, die unsere eitgenossen von Swaben und in Branchen darzü schieben sollint, wol bereyd und wol erzuget zuhelffe homen so sollen an die stad, do uns dieselben unser eitgenossen hin gemant hant, den vorgenanten von Zürich, von Berne etc. domitde zu dienende nach uzwisunge der vorgenanten verbuntbrieflfe. und sin yn ouch darüber ouch nit me schuldig zu dienen dan mit den vorgenanten funflfzig mit gleen nach uzwisunge der egenanten ver- buntbriefe. werez ouch, daz iemant die vorgenanten von Zürich, von Berne etc. 85 oder die iren ir lip oder güt [LiicJie\ in der art und in unser gegen angriffe oder besehedigete und wir dez gewar wurden, so sollen wir ynn in derselben unsere gegen mit grossem ernste zu helffe homen, wiewol wir dez nit ermant wirtden, als vor underscheiden ist zu glicher wise, als unser iglich stad daz selber angienge. und sollen daz dun by den eyden, die wir darüber, als vor erludet, gesworn han. so doch so nemen wir in allen disen vorgenanten Sachen uz daz heylige romsche riche und alle bunde, die wir vor diser bontnisse getan han und darzü alle die, die wir in denselben bontnissen uzgenomen han. dez zu urhund etc. Darunter von anderer Hand folgende Notiz : Es were auch uns stetten allesament, die zürn bunde gehürent notdürftig nütz- 35 lieh und güt, daz man besorge, wenne man in eins herren oder stat helffe sig, daz man danne niemanne von derlieinre anderre manunge wegen schuldig were zu heissende untze an die stunde, daz man von dem velde und wider heime homen ist, und daz man ouch daz sonderliche ietzent besorge in der von Zürich und der waltstette verbüntnüsze. 40 Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 K conc. chart. eoaev. ohne Datierung. 150 1385 265 . Aufzeichnung von den gemeinschaftlichen Tagen der rheinischen und schicäbischen Bundesstädte zu Mainz und Speier. [1385 zwischen 7. und 28. März.] Gedechtnisze, als der stete erbern botten und frunde der bunde an dem Rine und Swaben zu disen ziten zu Spire und zu Mentze under banden gehabt hant. Zürn ersten, als der bischof von Strazburg gemant hat uf den Grafen von Höchberg. Item als unser herre der König den lantgraven von Luchtenberg gen Spire geschleimt bette mit des bundes frunde zu redend von sache wegen, die in heime- lichkeit verüben sol. Item von des bischof und der pfaffheit wegen zu Wormsz und der stat da- selbis umb zweiunge, als si miteinander hant, daran ein gütlich stallunge ist bis Mai 1 . u f sant Walpurgetag nehstekomend, und den tag allen und einen gütlichen tag Nov.it. zu Spire oder zu Germersheim, wie daz gefellet zu leisten uf sant Martinstag nehstkomend. Item von des tages wegen zwüschent grave Emiehin und den von Flecken- Mävz 28 . stein uf den dinstag nach Palmen zu Wormsz neste zu leisten. Item der zol von Manheim het dis jares getan 1100 gülden und 14 1/2 gülden minr 8 heller, als daz der zolschriber daselbis uf sinen eid genomen und den er sime herren dem herzogen getan habe. Item von der süne wegen, als grave Ruprecht und grave .lohan, graven zu Nassöw, und graven Ruprecht und juncher Alff' graven zu Nassöw und grave Ruprecht und Johan von Aldendorff aller Sachen mit einander gesünit sin. Item von dez nuwen Zolles wegen uf dem Meyne. Item von Georien wegen von Entzeberg, der den satz ufgesagit hat. Item von Schencke Eberhartz wegen und her Gonratz von Franckenstein. Item von desselben Schencken Eberhartz wegen und der von Franckenfurd burger wegen. Item von der von Zürich und von der Waltstetde. Item von des bruckenzolles wegen zu Germerszheim. Item von grave Johans von Solmsz und der von Wetflar wegen. Item die rechenunge, waz iedie stat von des bondes wegen usgeben bat, is Not i. //. ufgeslagen uf sant Martinsdag, so der stetde frunde zu Spire sin söllen. Und gedenkend an die schriber zu Mentze. Item gedenkend an die von Gülle und die von Metze. Str. St. A. G. U. P. lad. 49. cop. ch. coaev. Gedr. Ebrard, Annäherung Kg. Wenzels. S. 30 nr. 7. — Vgl. Quidde, d. schw.-rh. Städteb. S. 178 not. 1. 266 Speier an Strassburg: . . . als ir uns geschriben hant, wie das ir uwer März ii. erbern botten uff disen nehsten dinstag nach mittelfasten bv uns zu Spire meynent s 10 15 20 25 30 35 1 Adolf. 40 1385 151 zu habende alse von der sache 1 wegen unsers herren des romsehen konigis, daruff lassin wir uwer wisheit widder wissin, das uns der selbe dag auch also wol gefellet. und wir han das zu stunt unsern frunden, den von Mencze furbasser verkündet mit unserm brieffe, das sie ir frunde auch uff den vorg. dinstag by uns wollen haben. 5 und wir versehen uns, das sie das also tun. were aber, das wir üt anders von yn emphünden, das wolten wir uch lassin wissin, so wir aller furderlichest mohtent. datum feria quarta post dominicam Oculi. [1385 März 8.] Str. St. A. AA. 118. or. ch. I. cl. 267 . Worms an die rheinischen Bundesstädte : mahnt um Hülfe gegön den Bi- 10 scliof Eckhard und die Geistlichkeit von Worms und Neuhaus, die der Stadt Unrecht thun. datum feria quarta ante Letare 1385. 1385 März 8. Nach Reg. b. Janssen, Frankf. R.-K. I nr. 49. 268 . Markgraf Budolf an Meister und Rat von Strassburg: bittet dem Abt von Selz beizustehen zur Beilegung einer Streitigkeit mit dem badischen Eigenmann 15 Hans Bintschuh. 2 datum Baden doininico die, quo cantatur Letare anno 1385. Baden 1383 März 12. Str; St. A. AA. 84. or. ch. 1. cl. Reg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1393. vgl. nr. 1369. 269 . Die zu Speier versammelten rheinischen Slädtehoten an Straßburg unter 20 dem Siegel von Speier: berichten von den günstigen Nürnberger Verhandlungen des Königs mit den schwäbischen Städten und fordern mit der Bitte um schnelle Mitteilung an Schlettsladt mul Oberehnheim zur Beschickung eines neuen Tages zu Speier auf. [1385 März 15.] Unsern dienst bevor, lieben frunde und eitgenossen. wir lant üch wissen, 26 daz uns gemeine sfette dez bundes in Swaben, also die ietzent zu Nüremberg bi unserm herrn dem kunig sint verschriben habent, daz sie von solicher ernstlicher und treflicher läffe wegen, also sie verneinen habent, die sü und uns antreffende sint, ir Botschaft darumbe zu uns gen Spir, do sie uns von allen stetten unsers bundes bienander meindent, funden han, begeren zu schickende uns von söli- 3o eben ernstlichen Sachen und löffen zu underwiSende und sich darumbe mit uns zu underredende, wände nu der stette unsers bundes frunde nit alle uf disem tage zu Spire gewesen sint, so habent wir durch unser aller stette notdurft willen nach schieben ernstlichen löffen uns und daz gemeine lant antreffende sache wir uns verse- 1 Wohl das geplante Bündnis des Königs mit den Städten, vgl. nr. 258. 35 2 Schon [1383] 6. TJecember ( ibid. AA. 103) klagen die Markgrafen Bernhard und Rudolf über den bösen Buben, Hans Rintschuh, welcher den Abt von Selz •böslich* verleumdet, ihm seinen Bruder ermordet zu haben, und bitten dem Abt beizustehen, (vgl. über die Datierung dieses Briefes ohne Jahresangabe Reg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1369.) VI. 20 -162 1385 März S3. hent darumbe tag gen Spire gemaehet wider bienander zu körnende uf den nehsten dunrestdag zu obende vor dem Palmtag zu nehste und han ouch denselben tag den sw-ebischen stetten gen Nürenberg kunt getan, davon lieben fninde, so nit enloszent ernstliche, ir habent ane allen vürzog uwere erbern botten mit uwern gewalt uf den egenanten dunrestdag zu Spire und do söliehe ernstliche löffe von den swebescben 6 stetten zu verhörende und danne darinne mit in unser aller und dez gemeinen landes ere und nutze, alse verre wir genügent, wir zu wendende, also uns daz eine gros notdurft duncket sinde. ouch so befelhent denselben uwern fründen von sölicher stucke wegen, alse die von Spire uch denselben uwern friinden von sßlicher stucke w r egen, also die von Spire uch und andern unsern eitgenossen vormals verschriben w uf disem tage zu sinde och danne derselben stücke uf dem vorgenanten nehsten tage ustrag zu gebende, und heben fründe so nit enlaszent, ir verkündent ouch das so bi tage so bi naht denen von Sletzstat und von Obern-Ehenheim, daz sie vür- derliche und äne allen verzog ire fründe mit den uwern umbe der vorgeschriben sächen willen uf den vorgenanten dunrestag gen Spire schickent, wände wir die 15 andern steife unsere bundes daruf öch also verschriben habent. datum feria quarta post Letare sub sigillo civitatis Spirensis ex jussu nostro. Von uns der steife des bundes am Ryn frunden alse wir ietzent zu Spire bi enandor gewesen sint. Str. St. A. G. D. P. lad. 48/49. cop. ch. eoaev. 20 270. Die schwäbischen Städte (unter dem Siegel von Ulm) an Speier: berichten, dass die Ritter Peter und Otto von Tunfeld, sowie Rerthold von Ahenheim auf offener Reichsstrasse Regensburger Kaufleute angegriffen, und ihre fünf Wagen auf die Eurg Siulberg geführt hätten und fordert Speier und alle übrigen rheinischen Städte auf, in der Woche nach Pfingsten, die vertragsmässige Anzahl Riefen 25 nach Heilbronn oder Wimpfen zu senden. datum des nehsten frytags nach sant Georgen dag anno domini 1385. 1385 April 28. Str. St. A. G. U. P. lad. 48(49 d. fase. VII. cop. ch. coaev. 271 . Bundesabrechnung der Städteboten zu Speier. 1385 Mai 1. Als der steile fründe gemeinlichen ein rechenunge daten zu Spire uf sant 30 Waltpurg dage anno etc. 85, waz ieglich stat dez bundes bis dar von der testen rechenunge her uszgeben hatte, so hatten! die von Spire usgegeben 523 güldin. item die von Mentze 827 guldin. item die von Strazburg 307 güldin. item die von Sletzstat 38 güldin. item die von Hagenöwe 13 guldin. item die von Wis- zemburg 9 güldin. item die von Worms 169 güldin. item die von Franekenfurt 35 210 güldin. item die von Frideberg 12 güldin. an derselben rechenunge gebürt ie der stat zu gebende von ie der gleven, die sie zu dem bunde beitet 4 güldin. darüber verübet der gemeine bunt dannoch schuldig uf die nehste rechenunge 90 1385 153 güldin. und sint oucli die 100 güldin mit gerechent, die zu Wetflar an den juden stent. 1 und ist oueh in der selben reclienunge uszgesatzt der von Strazburg kosten, die sie mit dem höptmanne für Entzberg und ouch mit den pfiffern und den smide zu Wetflar gehabt haut, und darzu der von Franckenfurt kost, als si hattent ß bürg Solmsz zu brechen 2 und oueh den von Frideberg umbe ir werg zu demselben besesze zu fürende. Str. St. A. G. D. P. lad. 48(49 B. cop ch. coaev. 272. Hermelin Streiffe von Landenburg und Hans von Albe (Johann ton Biisch) an Meister und Rat von Strassburg: bedauern den von ihnen in ihrer Vorstadt io angesetzten Sülmetag mit Johann von Lichtenberg allerlei Fehde wegen nicht besuchen zu können und bringen statt dessen einen Termin in Vorschlag zu Wörth vor Heinrich von Lichtenberg oder zu Reichsbofen vor den Herrn von Ochsenstein, oder zu Speier vor dem Rat; bitten um Entscheid und Sendung von Bevollmächtigten an den betreffenden Ort. geben uf samstdage nach des heiligen crützes dage alse ez fun- 15 den wart anno 1385 . 1385 Mai 6. Str. St. A. Abt. IV. 72. or. eh. I. cl. Vgl. Lehmann, Gesch. v. Hanau-Lichtenberg I, 152 273 Aufzeichnung über den Abschied des Städtebundstages zu Worms, Sonntag nach Walpurgentag 1385 : 1 ) Ansetzung eines Städtetages zu Mainz auf den 17 . 20 Juni. . . wegen der uszsprache zwo sehen den graven von Nassouwe. — 2 ) Soll jede Stadt innerhalb 14 Tage nach Speier melden, ob sie mit der Aufnahme des Markgrafen von Raden in den Bund durch die schwäbischen Städte einverstanden sei. — 3 ) Sollen auf dem Mainzer Tage selbst alle Städte ihre Ansicht äussern über die geplante Aufnahme der Städte Metz und Cöln sowie der Grafen von Walheim (?) und 25 Rinecke. — 4 ) Sollen die am 1. Mai zu Speier festgesetzten Bundesbeiträge bezahlt werden. — 5 ) Auch sullen alle stetde hotten sich herfaren an yren frunden und höbtlüten und der von Strazburg höbtman vor Entzberg umb ir pfiffer und iren smyd zu Wetflar und umb die von Frankenfurd als sie die bürg Solmsze brachen. — (5) Soll Frankfurt den Mainzer Tag beschicken wegen des Zolles zu Höchst. — 7 ) 3o Sollen alle Städte ihre Meinung sagen lassen. . . . von der von Mentze ridemeistern, als der einer an den andern in keiner Botschaft von des blindes wegen riden wil, waz das beste do inne fürzükeren sie, daz man groszen kosten verhalden möge. — 8 ) Soll jede Stadt in 14 Tagen sich nach Speier äussern über die Mahnung der Stadt Worms gegen ihren Glems. — 9) Ist das Resultat der am 1. Mai zu Speier abgehal- 35 tenen Bundesabrechnung: a) jede Stadt zahlt auf jede vertragsmässige Glefe 4 1 Vgl. unten die Bundesrechnung vom 26. August 1386 , die mit der obigen auf demselben Blatte steht. 2 Vgl. nr. 273. 1385 Mail 154 1385 Gulden. — b) verbleiben dann noch für die nächste Rechnung an Bundesschulden 90 Gulden und 100 Gulden, ... die zu Wetflar under den juden stent. und ist öch in der rechenunge uszgesatzt der von Strazburg kosten, den si mit dem höptmanne für Entzberg öch mit den pfiffern und dem smyde zu Wetflar gehabt hant und öch der von Franckenfurd kost als si hatten! bürg Solmsz zu brechen und öch mit den s von Frideberg umb ir werck zu demselben besesze zu fürende und sol ie die stat ir antzal an der vorgeschriben rechnung geben uf den nehsten tag als man wider zü- samen kompt. — 10) Hat man beschlossen, dass jeder Angehörige eines Rates mindestens 5 Pferde haben soll, wenn er in Bundesangelegenheiten reist und dazu 4 Gulden pro Tag Zehrungsgeld. Etwaiger Verlust an Pferden auf solcher Reise soll >» ihm von Bundeswegen ersetzt werden. Str. St. A. G. ü. P. lad. 48/49 B. fase. XI. ch. coaev. 274. Mainz an Strassburg und die übrigen rheinischen Städte : Johann und Ruprecht von Nassau haben sich nach mündlicher Unterhandlung bereit erklärt, den Termin ihrer Mahnung gegen Gerhart von Selbach und Heintzichen Lorbecher 15 bis St. Johann Baptisten tag (Juni 24) hinauszuschieben. Die Städte werden dringlich ersucht zu diesem Tage jede ihren Anteil an der Gesammthülfe von 40 Gle- fen nebst den Widersagebriefen nach Mainz zu entsenden. geben under unser stette ingesigel uf den zinstag vor dem heiligen pfingestdage anno. . . 85. 1385 Mai IG. 20 Str. St. A. G. ü. P. lad. 48/49 B. cop. ch. coaev. 275- König Richard II. von England richtet an Meister und Bürger von Strassburg das Ansuchen, dass sie Bruno von der Hohen-Rappoltstein als ihren Bürger anhalten, den von ihm gefangenen englischen Ritter Johannes Harleston frei zu geben. datum sub private sigillo nostro apud palatium nostrum Westmonasterii 25 24 die junii anno regni nostri nono. Westminster-Palast 1385 Juni 24. Nach Wencker, de ussburg. 169 nr. 2. gedruckt: Eappolt. Urkb. II nr. 245. or. im Str. St. A. nicht aufzufinden. Vgl. Hegel, Königshof. II, 681. 276. Bruno, Herr zu der Hohen Rappoltstein, rechtfertigt sich (gegen Meister 30 und Rat von Strassburg?) wegen der Gefangennahme des englischen Ritters Johannes Harleston. [Ohne Datum.] [1385 nach Juni 24.] Transscription (nach einem nicht mehr vorhandenen pergam. Zettel) in Colmar B. A. Ann. Happ. (E 1039) fol. 46. Darnach abgedruckt bei Wencker , de ußburgeris 178 und daraus neuerdings im Eappolt. Urkb. nr. 246. ss 277. Markgraf Bernhart zu Baden an Meister und Rat von Strassburg: als wir vormals unser botschaft zu üch getan haben von Martin Malterers wegen als 1385 155 von der näme wegen, die im Riehenberg getan hat und ir den unsern geentwort baut, daz er daz weder von üch noch zu üch getan habe und ouch uwer burger nit sy. . . laszen wir üch wiszen, daz uns fürkomen ist, daz Richenberg zu Slet- stat burger sy, die ouch zu üwerm bunde gehören und den ir ouch für sie 5 versigelt haut und die wyl Martin uns von unsers herren wegen von Österreich zu verentworten und zu versprechen stet, als ir wol wissent, und wir üch ouch von dez selben unsers herren wegen ze manen haben, als ir an sinem brief wol gesehen und gehört haut, herumbe so bitten und manen wir üch von unsers herren wegen von Osterrich ernstlich, daz ir uwer erber endelich botschaft zü den io von Sletstat tün wöllent und sölieh mit in reden, daz Richenberg von in under- wiset werde, daz er Martin sin schaden und die näme widerkere nach der eynunge sage, als zwischen unserm herren von Osterrich, üch und den andern stellen ist oder daz sie aber zü gelegen tagen schicken, und waz sie und Richenberg Martin von rechts wegen nach der einung sage tün söllen, daz sie im daz tün, wann 15 in daran wol begnügen sol. undj wöllent ouch üwern ernst darzü tün, daz daz also geschehe, als wir üch dez von unsers herren wegen von Österreich sunderlich wol getruwen. ouch haben wir verstanden, wie daz ein teil üwer bürgere kneble by der geschiht ouch gewest syen dar umb Martin uf eim gelegen tag mit reht euch wol begnügen sol nach der eynunge sage. datum Eberstein sabbato zo post Margarethe virg. a. d. 1385 . Eberstein 1385 Juli 22 Str. St. A. AA. 84 nr. 18. or. ch. Kt. cl. Heg. Fester, Heg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1398, wo das Stück jedoch auf den 15. Juli datiert wird , obwohl nach der Margaretenfeier in der Straßburger Biöcese (15. Juli) doch der 22. Juli anzusetzen ist. 25 278. Graf Johann von Nassau an Mainz und die rheinischen Städte: bittet abermals ilnn Widersagebriefe gegen Robin und Johann von Ricken und Sifrid von Selbach zu senden und der bei ihm weilenden Rundeshülfe Anweisung zu Feindseligkeiten gegen diese Herren zu geben. — ... ouch lieben besundern fründe, so en- hant die von Strazburg noch kein ir dienere bi uns geschieket. bitten! wir so üch mit flisze, daz ir die underrihten wellen!, daz si uns halten!, wie unser verbuntbriefe uzwisent, daz wir von in nit schriben oder sagen endürffen, daz uns zü kurtz von in geschehe, und wellen! üch her zü bewisen, als wir üch ge- truwent. . . . datum ipso die beatorum Sixti felicissimi et Agapiti martirum. . [1385 (?) ] August 8. 35 Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 B. cop. chart. coaev. 279. König Wenzel an Strassburg: begehrt, dass man auf Sonntag nach Rar- tholomäus Bevollmächtigte nach Speier schicke, wohin auch er unverzüglich seine Au g .s 7. Boten: Hans Graf von Sponheim, Seifrid von Veningen den Deutschordensmeister und Volmar von Wickersheim, landvogt im Eisass, entsenden werde. . . . von we- J56 1385 gen der juden, der guidein muncze und ander Sachen das reiche anrurend. Burgleins des montags vor Laurencii reg. boh. 23 reg. rom. 10 jaren. liurglitz 1385 August 7. Str. St. A. AA. 107 nr. 43. or. ch. I. cl. c. sig. Gedr. D. B. A. 1. nr. 283. » 280. Mainz an Strassburg teilt mit: dass Wetzlar und Frankfurt jetzt einen Sühnevertrag mit Johann von Solms geschlossen haben und sendet, um möglichst schnell Kenntnis zu erhalten, wie die übrigen rheinischen Städte sich zu derselben stellen, Adolf Wisze Bürgermeister von Frankfurt und Jacob Medetrost Bürgermeister von Mainz nach Strassburg, wo sich auch Abgesandte von Schlettstadt und Oberehn- ,» heim einfinden mögen. datum feria seeunda ante diem beati Laurentii. [1385 August 8.] Str. St. A. G. ü. P. lad. 48/49 C. or. ch. lit. cl. c sig. i. v. impr. del. 281. Straßburger Gesandteninstruction für einen Tag zu Speier. [1385 August.] Unsere botten, die gen Spire 1 werdent varen, sollen gewalt han aldo zu redende von unserre manunge wegen, die wir den fürsten tun wellen. Überkomet men denne, daz man dieselbe manunge sol loszen vollegon, so süllent es unser botten vollen gewalt haben zu tünde. Item dieselben botten süllent uff disem nehesten tage zu Spire reden, daz man viere von dem gemeinen bunde gen Esselingen 2 sende und nüt von ie der stat be- 20 sunder botten do hinschicke, doch waz die andern stette do domitte tünt, des sollent unser botten ouch gewalt haben zu tünde. Item wir süllent den von Hagenöwe abegeschriften geben unserre manungen, die wir den fürsten und den swebischen stetten tun wellent, und sol ouch irem botten sagen, daz man uff dem tage zu Spire reden wolle von der botten wegen gen Esse- 25 lingen zu senden. Wir süllent ouch diener von dem lande gewinnen umbe gelt. So der von Sletzstat und von Ehenheim glefen har komment, süllent wir unser zwentzig mit glefen gen Hagenöwe mit in senden und sol man die legen an die stette, do man ir denne notdürftig ist. s» Unser botten sollent do in denan (?) uff dem tage verhören von der vereynunge wegen des küniges und der stette 3 und süllent doch keynen gewalt haben ütschit do von zü verendigende, wenn sü süllent es wider hinder sich ziehen. 1 Ein Tag zw Speier, der hier gemeint sein kann, findet statt Ende August 1385, vgl. oben Wenzels Brief vom 7. August; Speiers Brief vom 22. August. 35 2 Wohl der Eßlinger Tag im August. 3 Die hier erwähnten Bündnißverhandlungen zwischen dem König und den Städten weisen dies Stück noch bestimmter in das Jahr 1385. 1385 157 Von der manunge wegen, alz die stette meinen!, daz eine die ander mit inanen solte, obe die fürsten an hüben zü kriegen, darumbe söllent unser hotten keinen gewalt haben ütschit dovon zü verendigen, sü mögen! wol do von hören und den ne daz wider hinter sich ziehen. 5 Von der evnunge wegen, alz hertzog Stephan mit ettelichen stetten gerett hat die vürbasz zü machende, do mögen! unser hotten wol von hören reden und sollen! doch keinen gewalt darumbe haben. [Von der briete wegen, alz ettelichen fürsten verschriben sint.] Von den von Basel wegen sol man vür den rat tragen, ist es des rotes mey- io nunge, so beduhte die gut sin, die bienander worent, daz man do by beliben sol, alz scliefTel und amman überkoment sint. Str. St. A. AA. 110 conc. oder cop. ch. coaev. 282. Bürgermeister und Rat von Speier an Strassburg: fordern auf zum Mittwoch nach Bartholomäus (Ang. 31) Gesandte zu ihnen zu schicken und diese Auf- 15 forderung auch an Schlettstadt und Oberehnheim zu übermitteln, um: unserme herren dem künig von derselben siner botschafft wegen einer antwürt von uns gemeinen stetden zu ubirkomen und von der manunge wegen, als der bischoff von Würtzburg uns die stetde gemant hat . . . und von des Zolles wegen zü Hoeste, den zu bestellende. . . datum feria secunda proxima ante diem beati Bartholome! appostoli. 20 Str. St. A. AA. 118. or ch. I. cl. [1385 August 22.] 283. Die zu Eßlingen versammelten schwäbischeil Bundesstädle unter dem Siegel von Eßlingen an [Straßburg]: Uber das mit dem Markgrafen von Baden abzuschließende Bündnis, die Ansetzung eines Tages zu Speier und andere Bundesan- 25 gelegenheilen. Esslingen 1385 August 22. Fursichtigen wisen besondere lieben frunde und eitgenossen unsere fruntlichen willigen dienst wissent uns allezyt bereit voran, lieben frunde. wir verkünden uwere wiszheit, das wir von der verbuntnüsse und eynunge gen unserm herren dem marggrafen, als das vormals etwie dicke mit rede an ueh und an ander stete uwerre und so unserre eitgenossen an dem Rvne braht ist, mit derselben unsers herren des marggrafen reten aber rede gehabt haben in sollicher masze, das wir hoffen, das nit brüch unserre halber mer daran were, ob uch und den andern uwern und unsern eitgenossen an dem Ryne das ouch gefallen wolle, wer es aber, das ir und ouch die andern stete an dem Ryne die verbuntnüzze nit vermeynten, so legen doch desselben unsers herren 35 des marggrafen rete uff sollichen wegen ob dieser büntnusse gen uns steten volle gienge, das danne ir uns noch wir uch uff unsern herren den marggrafen nit manen selten, darzu lieben frunde, so haben wir etwie dicke an uch erfordert den brieff zu geben gen den Waltstetten, ob den iht schad oder angriffe by uch beschehen, das ir das wenden und darzü tün weitend, als ob das uwerre selbs sache were und uns besonder 158 1385 einen brieff zu gebene von der funffzig spiesz wegen, die ir uns an den zweyn hundert spieszen, die wir den Waltstetten dienen suln, zu lullte senden suln, wanne das zu manunge queme, als ir uns das verheissen baut, das noch bisher verzogen ist. denne von der brieff wegen ze fertigen und zu besigeln, die ir uns von der von Basel wegen und die von Basel wider umbe einander geben suln, des abschriften by uwerm statt- s schriber ligent, als das vormals auch usz geretd ist, so ist danne mer an uns geworben, das grave Johans von Wertheim, grave Götze und grave Ludwig von Rynecke, Schenk Gunrat der elter von Erpach, den man nempt Rauch, und Schenk Heinrich von Erpach, herr Gonrat von Byckenpach der elter, herr Dietherieh und herr Gonrat von Bickenbach gebrudere sich gerne zu uns verbunden weiten, nü were uns gefel- w liger, das sie sich beide zu uch und uns verbunden, darumb lieben frunde bilden wir uwerr fruntschaft mit ernst vlizzentlich und iemer durch unsers diensts willen, das ir gemeyne stelle uwers bonds an dem Ryne uwer und unser eitgenossen zu uch gen Spire zusamen manent uff die liebsten mitwochen ze naht vor unserre frou- septbr. 6. W en tag nativitate ze nehste zu kommend mit vollem gewalt umbe alle vorgeschriben >5 stucke, so haben wir unser guten frunde und erbern holden ietzo geordnet zu uch uff denselben dag zu kommend, das der sache da ende und usztrag geben werde das wollen wir umbe uwerre wiszheit in allen Sachen iemer gerne verdienen, als wir uch danne vormals gemant haben umbe die summe uwer gleen, der ir uns nach des Verbunds sage schuldig sint, derselben manunge aber wir uffschlag geben haben bis 20 uff des heiligen crutz dage exaltationis zu nehste. bilden und inanen wir uch ernst- septbr. u. lieben nach unsers Verbunds sage, das ir uwer spiesz uff desselben heiligen crutz dag zu nehste zu Mulnhusen haben und ouch das forderlichen allen andern stellen an dem Ryne uwern und unsern eitgenossen ouch verkünden wollen, daz die ire spiesz uff die selbe zyt ouch da haben, da tund ir uns besonder grosz liebi und 23 dienst an. geben zu Esselingen von unserre aller heissentz wegen under der von Ezzelingen ingesigel an zinsztag vor Bartholomey anno 85. Von uns gemeynen stellen des bonds in Swaben, als wir uff disz zyt zu Esselingen by einander gewesen sien. Str. St. A G. U. P. lad. 48/49 B.’ fase. VII. or. ch. lit. el. c. sig. in v. impr. del. (ohne 30 Aufschrift.) 284. Drei Mahnbriefe des Grafen Johann von Nassau an Mainz und die rheinischen Städte: 1. Brief: Da Salentin und Gerlach von Isenburg seinen Feind Gerhart von Selbach unterstützen, so bittet er auch diesem unverzüglich Absagebriefe zugehen zu lassen. — 2. Brief fordert wegen Unterstützung desselben Herren Absagebriefe an 35 den Probst zu Achen Wilhelm zu Wide. — 3. Brief verlangt Absagebriefe wider Johann von Solms wegen räuberischen Ueberfalls auf offener Reichsstrasse. — Datum der drei Briefe : feria tertia proxima ante festum nativitatis beate virginis Marie anno 85. 1385 September 5. Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 B. B. 46. 3 cop. chart. coaev. auf demselben Blatt. 4 « 1385 159 285. All fZeichnung Hier eine Beratung der Städteloten in Sachen Herzog Leopolds und der Waldstädte. [1385.] Ein teil beduchte gut sin und das es ouch unsrer stelle erliche were, daz man erbere hotten mache von des hertzogen von Österrich und der Waltstette wegen, die 5 zii in zu beidensiten varent und daz die zwischen reden und versuchen, obe sie sune oder friden zwischen! in gemachen und vinden mügent und daz man doch nit. deste minre den von Spire verschribe und in abegeschriften der von Zürich und von Rotwil briete sende und sie bitte, daz sie den stellen einen kurtzen dag gen Spire bescheiden von der selben Sachen wegen durch das, daz man alda mitenander über- io keine, waz den stellen dez bundes an dem Ryne miteinander dar zu sie zu tünde. Str. St. A. (}. U. P. lad. 48/49 B. cop. ch. coaev. auf der Büchseite der Copie des Mainzer Briefes vom 16. Mai 85. 286. Burckard von Mülnheim gen. Rechberg der Meister und der Rat von Strassburg’an Worms, Speier, Frankfurt, Hagenau, Weissenburg, Schettstadt, Oberehn- * 5 heim, Friedberg, Gelnhausen, Wetzlar, Riedersheim: mahnen um die vertragsmässige grösste Summe Glefen zu St. Gallus Tag (Octlr. 16.) gegen Heinrich von Fleckenstein, Emicho Grafen von Leiningen und seinen Helfer. datum vigilia scti Mathei anno ^385. 1385 September 20. Franhf. St. A. Copialb. VIIa. 85 i>. nr. 294. cop. coaev. 20 287 Burckard von Mülnheim gen. Rechberg der Meister und der Rat von Strassburg an die rheinischen Städte (wie ölen 20. Sept.): ersuchen dieselben dem Emicho von Leiningen wegen ihres Bürgers Eberlin von Griffenstein ihre Widersagebriefe zu schicken und ihre meiste Summe Glefen zu St. Gallus nach Weissenburg zu senden. datum feria quinta proxima ante diem scti Michaelis anno 1385. 1385 September 28. 25 Franhf. St. A. Copialb. VII a. 86 nr. 295. 288 König Wenzel an Strassburg: bittet den Franz Nefe von Colmar, der nach Mitteilung der Pfalzgrafen Stephan und Friedrich in Diensten des Reiches zu grossem Schaden gekommen ist, 4 Jahre hintereinander den Rhein hinab je 30 Fuder Wein zollfrei durch ihr Gebiet führen zu lassen. geben zu Präge 1385 an sand Michelstag so regn. hob. 23, regn. rom. 10. Prag 1385 September 29. Str. St. A. AA. 107 nr. 34. or. ch. lit. cl. 289- Mainz an Frankfurt: teilt mit, dass ihr Reitmeister, welcher mit der von ihnen und andern rheinischen und schwäbischen Städten erbetenen Hülfe gen Strassburg geritten war, zurückgekommen ist, weil der betreffende Streit mit Graf Emicho von Lei- 35 ningen inzwischen gesühnt sei. gebin uff den samstag vor Gallus. [1385 October 14.] Franhf. St. A. Copialb. VII a fol. 86. cop. coaev. VI. 21 160 1385 290. Freiburg im Breisgau an Strassburg: als wir getruwent, daz üch wol künde und ze wissende sie, wie Heintzmann Wöpplinger unser guten fründe die von Basel, von Brisach, von Nuwemburg, von Kentzingen und uns lange swerlich angegriffen und geschediget bet mit brande und mit nome . . und weil nun dieser Wöpplinger . . nahe bi üch und umb üch iensite und dissite Rines wandelung und niderlass bet . . ., 5 so bitten sie ihn zum Schadenersatz anzuhalten oder eine Tagsatzung mit ihm zu veranstalten. datum anno . . 85 feria sexta ante festum beatorum Symonis et Jude appostolorum. 1385 October 27. Str. St. A. AA. 2015. or. mb. I. cl. 291. Mainz an Strassburg: bittet Gesandte abzuordnen zu einer neuen Sühne- 10 Verhandlung zwischen den Grafen Ruprecht und Johann von Nassau, welche am nächsten Freitag nach St. Andreastag (December 1.) zu Mainz von bundeswegen unter Beihülfe des Grafen Symon von Sponheim stattfmden soll, und ersucht hiervon auch die Bundesstädte Schlettstadt und Oberehnheim rechtzeitig in Kenntnis zu setzen. datum dominica post Martini episcopi anno 85. 1385 November 21. ,z Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 B. fase. VII. or. ch. lit. cl. c. sig. i. v. impr. del. 292- Bischof Friedrich ton Straßhur g schließt mit der Stadt Str aßhurg einen Vertrag auf Lehens- und Amtszeit wegen der Außenhiirger. 1385 November 16. Wir Friderich von gotz gnaden bischof zu Straszburg verjehent und kündent menglichem mit disem briefe, daz wir von aller der lüte wegen, die der stette zu so Strazburg uzburgere sint \weiter wie Bd. V. Urk. nr. 1276 vom 20. Mai 1368 his: die bitze bar ire bürgere gewesen sint a. a. g.] wo ouch einre der von Strazburg bürgere eine unfüge in unsern gebieten und gerillten tut, körnet der mit dem libe darvon, so sol ouch alles sin gut fri und ledig sin und hüben, wir süllent ouch von den von Strazburg nit me danne hundert pfunde Strazburger pfenninge nemmen die 25 vier wochen uz, alse ire messe alle jare in irre stat ist, die wile sie die selbe mesze in irre stat haltent und haben wellen! vnr unsern zol, der uns in unserm zolhuse zu Strazburg die selben vier wochen vallen und werden solte: und süllent wir sie dar über nit trengen noch nötigen noch vordem uns me darvür zu gebende, wände uns sol da mit dar vür begnügen äne alle geverde. unsere zollere, die in der stat so zu Strazburg uf den brücken und bi den türnen von unsern wegen zol nement, die süllent von wine, von körne, von wagenen noch von denheinen andern dingen nit me Zolles nemmen danne, alse man von alterhar vor zwentzig und vor driszig jaren da- selbes genomen het äne alle geverde. und über daz und die stücke [- weiter mit geringfügigen Aenderungen wie die Urkunde vom 20. Mai 1368] also lange alse wir der vorgen. 35 bischof Friderich lebent und wir bischof zu Strassburg sint äne underlasze und ouch nit vürbaz äne alle geverde. der wart gegeben an dem ersten dunrestdage nach sant Martins dage dez heiligen bischoffes in dem jare u. s. w. 1385. Str. St. A. G. U. P. lad. 271 nr. 14. or. mb. c. sig. pend. delaps. — Ibid. AA. 1412. cop. coaev. Gedr. Wencker , de ussburg. S. 87. Lünig, Reichsarchiv p. spec. cont. 1 , 282. 40 1385 161 293. Rulmans von Nordhusen schwört der Stadt Strassburg Urfehde, dat. 2 kal. decemb. 1385. 1385 November 30. Str. St. A. G. D. P. lad 79. or. mb. c. sig. pend. (latein.) 294. Ratsprotokoll: hern Hans Kantzeler wird die statt und das bistum auf 5 ewig verwisen 1 nacht und tag und wo er darüber in denselben ziln ergriffen wurde, so sol man von ime rihten mit dem swerte. darzu so sol sich meister und rat alles sins guts underziehen und zu Iren banden nemen; doch ist das er in disen nehsten drien tagen sine besserunge swert zu haltende, so sol sinre frowen ir reht an irme dritteil und wideme und ander ir gut behalten sin, tut er das nit, so sol sich meister io und rat alles irs guts underziehen nutze an die stunt, dass er die besserunge swert zu haltende. [1385 December 19.] Aus Wenclcer’s Auszügen aus . d. Batsprotokollen ed. Dacheux S. 193 nr. 3225. 295. Wir Burckart von Müllnheiin, dem man sprichet von Rechberg, der meister und der rat von Strassburg haut erteilt urteil, dass Johann Cantzeler vor dem meister i 5 und dem rate der stete zu Fryburg sweren sol an dem heiligen, das er die wile er gelebet niemer wider unser stat, unsre bürgere noch die unsern roten sol noch tun, es sy uff tagen oder uff stunden etc. actum feria tertia ante diem 8 . Thome apostoli. 1385 December 19. Aus WeneJcers Auszügen aus Batsprotok. ed. Dacheux S. 193 nr. 3225. 20 296. Ratsbeschluß über die Trinkstuben der Handwerker. [1385.] Unsere herren meister und rot, schöffel und amman sint über ein körnen, daz alle die, die zu den antwercken gehören!, zeren unde wurtschaft geben sollen! uffe der trinckestuben, die ime und sinem antwercke zu gehöret unde niergent anderswo one alle geverde. und süllent ouch sie uffe keinre andern trinckestuben wurt sin noch 25 keine störe darutfe geben noch zu keinen dingen, die daruff gehören!, noch nützit daruf schencken, es sient zinse, dischlachen, hantzweheln, kannen, pfannen, noch kein ge- schirre, noch denhein ander dinge, wie man die genennen kan, one alle geverde. unde wer daz verbrichet, der sol bessern jor und tag von unserre stat und hundert marck silbers. doch so mag ein iegelieher, der zii den antwerken gehöret, wol uffe ein ander 30 trinckestube gon, die nit ire rehte gemeine trinckestube ist, und wurtschaft und zinse daruffe geben, also daz uf eine soliche dringstube drissig gesellen oder me von sinem antwercke gant und wurtschaft daruffe gebeut und derunder nit, one alle geverde. Aus dem «Heimlich Buch» fol 52 b der verbrannten Strassb. Stadtbibi, gedruckt bei Hegel: Königsh. II, 1028. 35 1 Vgl. Königshofen. (Hegel, 782) Drige geweltige ammeister wurdent vertriben zii Strosburg. — 1385 do worent drige geweltige manne z& Strosburg, genant: her Johans Kantzeler, her Philipps Hans, Walther Wassicher etc. — Das Vertreibungsdekret stand nach Hegel in dem 1870 verbrannten «Heimlich buch» fol. 50, • 162 1386 297. Ulrich von Vinstingen bekennt, dass er mit Mennelin und Löwen gebrudern von Ulme, juden zu Straszburg, gerihtet und geslihtet ist von aller spenne stösze und missehelle wegen. datum am zwölften abend anno 1380. 1386 Januar 3. Str. St. A. G. U. P. lad. 166. or. mb. lit. pat. c. sig. pend. mut. 298. Bürgermeister und Rat zu Speier an Strassburg betreffend die von Zürich 5 an den Bund geschehene Mahnung: haben die Eidgenossen ihrer Gegend zu einem Tage in Speier aufgefordert und ersuchen auch Schlettstadt und Oberehnheim einzuladen und ihre eigenen Boten zugleich zu bevollmächtigen . . . des anlasses wegen, den uwer und unser eidgenossen die von Mentze und von Worms uff eyne und wir uff die andersyt an uch und an die von Franckenfurt getan haben, .... einen uz- 10 trag daran zu geben nach dem, als ez veranlasst ist worden. datum sabbato post diem conversionis scti Pauli. [1386 1 Januar 27], Str. St. A. AA. 118. or. ch. I. cl. 299. Graf Johannes von Salm, Herr Heinrich von Blankenberg und der Ritter Berthold Zorn genannt Schultheiss der Meister von Strassburg schlichten die Streitig- 15 keiten zwischen Bruno von Rappoltstein und dem Grafen Heinrich von Saarwerden, geben an dem nehsten sammestag nach unsrer frowen tag der liehtmesse 1386. 1386 Februar 3. München Kgl. St.-A. or. mb. c. 19 sig. pend. Abdruck Bappoltst. XJrlib. II nr. 251. — lieg. d. Markgr. v. Bad. nr. h. 367. 20 300. König Wenzel an ijtraßburgmahnt, daß man die dortigen Juden zu der altherkömmlichen Judentracht anhalte. Frag 1386 Februar 6. Wenczlaw von gotes gnaden römischer kunig zu allen Zeiten merer des reichs und kunig zu Beheim. Lieben getrewen. wir haben verneinen, wie das die juden unser camerknechte, 25 in ewer und andern unsern und des reichs steten gesessen, mit wate, gewant und andern unordenlichen Sachen grosse hoffart und unpilde treiben den cristen und cristenlichen glawben zu smacheit. nu ist unsere gancze meinunge, das sie in solcher wate geen und pflegen sollen, nemlichen in stivallen und in judenhuten, als sie bey alden czeiten und von alters gegangen haben also, das man bey den cristen einen 30 juden derkennen möge, als das billich ist. dovon gebieten wir ewern trewen ernstlich und vesticlich mit dyesem briefe, das ir in ewer stat bestellet und schaffet mit denselben unsern camerknechten und juden, das sie solcher alder wate pflegen mit stifal und hüten und nicht anders, und keret hieczu ewern ernste und fleisse bey unsern und des reichs holden, als wir euch des glawben und getrawen. geben zu Präge 31 1 Das Jahr 1386 ergiebt sich daraus, daß der Bund mit den Schweizern, auf Grund dessen diese Mahnung erfolgen konnte , erst im Februar 1385 geschlossen war. Vgl. oben die Bündnisurkunde, 1386 163 an sand Dorothoeen tage unser reiche des behemischen in dem 23 und des römischen in dem 10 jaren. Per d. Benessin de Chusnik Martinus scholasticus. [In verso ] Den burgermeistern, rate und bürgern gemeinlichen der stat zu Stras- 5 purg unsern und des reichs liben getruwen. Str. St. A. AA 107 nr. 41. or. ch. lit. cl. Gedruckt: Hegel, Königshofen II, 985. — Vgl. ebenda S. 764 zum Jahr 1386. 301. Johann von Ochsenslein Domprobst zu Straßburg und Heinrich Truchsess von Waldburg Landvogt an die Stadl Freiburg Uber den Stand des schweizer io Krieges. Baden 1380 Februar 0. Willig dienst vor lieben fründ. wissen!, daz ez uns mit gots gnaden in unserm krieg wol gat und daz wir gereiset hant, es sint hüt acht tag gewesen, da sint wir die vyent ankomen und haben! ir mer denn viertzig and hundert erstochen und sint die gewesen von Lutzern, von Zug, von Switz und von Underwalden. i 5 und ist ouch derselben von Underwalden offen paner da gewesen, die wir von dem veld bracht hant. ouch wissen!, daz die von Straszburg, von Basel, von Con- stenz, von Ravenspurg und von Ueberlingen in tedingen rittend und reden! die vast darunder umb ein frid, den meinen! wir nüt ze geben, doch so ist an allen frid uf hüt ein tag durch ir bitte wegen genommen gen Wettingen in das kloster by 20 Baden, und da weiten si gern besuochen, ob man ein friden da finden möcht werden, wie wir da von dem tag scheiden!, lassen! wir uch aber wissen, und als wir ouch Götzen Kolb herab zuo üch gesent hatten von der schützen wegen, da bitten wir üch als mit gantzem ernst, daz ir uns die unverzogenlichen senden wellent, wan wir in von unsers herren wegen gar notdürftig sint. und ist ouch 25 ein ding, das wir im besunder von üch rumen wellent. datum Baden die Thorate 86. Aus Schreiber, Urkb. der St. Freiburg. II, 1. 146. 302- Johann von Ochsenstein Domprobst zu Strassburg und Heinrich Truchsess zu Walburg Landvogt an die Stadt Freiburg: als ir wol wissen! von des krieges 30 wegen, so ufgestanden ist zwischen unserm herren von Oesterrich und den sinen und den von Lutzern, von Zürich, von Zug und von andern waltstetten und iren belfern, darin ir üch gar fromklich enthalten hant, und noch wol in allen andern Sachen tun söllent und mögent, des üch unser herre und wir iemer ze dank hant, darunder aber die wisen und wolbescheiden, die von Strassburg und ander 35 des richs stetten botten ein güten getrüwen frid beredt und gemacht hant untz uff den nächsten künftigen sunnentag genant usgend pfingstwuchen, so schierest j rm % n. kumt ane farzug und den tag allen als die brief wol wisent, so darumb geben sint. harumb so bitten wir üch mit ernst, bevelhent und schaffen! mit üch vesteck- 1 ich von unsers egenanten herren wegen, daz ir den vorbegriffen frid mit den vor- 164 1386 geschriben stetten und waltstetten und den iren haltent und volfürent und wissenti Febr. 22 . daz der frid angan sol uf morn den dornstag ze nacht, ouch wirt man üch fürbasser verkünden, in welicher masz und wie der frid beredt ist. geben ze Baden an mitwochen vor sant Mathystag 86. Baden 1386 Februar 21. Aus Schreiber, Urkb. d. St. Freiburg II, 1. f> 303. Die Städte Luzern, Zug und das Amt Zug, die Stadt Zürich und die drei Länder Uri, Schwyz und Unterwalden bekennen, dass durch ihre besonderen Freunde, die Herren von Strassburg, Basel, Regensburg, Augsburg, Gonstanz, Ulm, Rottweil, Nördlingen, Ravensburg, Ueberlingen, Memmingen zwischen ihnen und dem mit ihnen im Kriege liegenden Herzog Leopold von Oesterreich ein Waffenstillstand ge- io schlossen sei bis auf den Sonntag zu ausgehender Pfingstwoche (17 Juni) Es siegeln die ausstellenden Orte, ferner (für Strassburg) Eberhard von Mülnheim, Ritter von Strassburg; (für Basel) Christian zer Sunnen von Basel. 1386 Februar 22. Nach dem Regest bei Vischer, der schwäb. Städtebund nr. 257. 304. Johann von Ochsenstein Domprobst zu Strassburg und Heinrich Truchsess is von Walhurg an die Stadt Freiburg: berichten, dass ihre Sache gut vorangehe und dass sie nahe bei Luzern angelangt seien und dass sie ... . noch nye keins tags als gröslich gebrent (haut) als gester, und daz die von Strassburg, von Basel, von Constentz, von Ravensburg und von Ueberlingen noch teglichs in tedingen rittend, aber daz wir verstanden, daz ez gefridet könne werden, des können wir nüt wis- 20 sen . . . datum in die sabbato post Mathye 86. [i. d,. Nähe von Luzern] 1386 März 3. Nach dem Abdruck bei Schreiber, Urkb. d. St. Freiburg. I, 1. 305. Cünrat Meinwart ritter, burgermeister und der rat der stat zu Friburg in Brisgowe beurkunden, dass Johans Cantzeler gelobt hat nie gegen die Stadt Strass- bürg feindlich aufzutreten; thäte er es dennoch, so soll er binnen drei Tagen nach erfolgter Mahnung des Strassburger Rates Freiburg verlassen. geben an dem ersten samestdage vor dem sunnendage, alse man singet Reminiscere 1386. 1386 März 17. Str. St. A. G. ü. P. lad. 198. or. 306. Basel an Straßburg: erbittet Auskunft über das Gerücht, daß wegen Ab- so sage der rheinischen Fürsten den Straßburgern der Besuch der Frankfurter Messe verboten sei. i;$s6 März 19. Unsern willigen dienst vor. lieben güten fründ und eydgenossen. uns ist etzwas rede für körnen, wie ünser herren der hertzog von Heydelberg, der byschoff von Mentze und ander fürsten und herren ünsern güten fründen dem rinischen bunde ss abgeseit haben und den meinen ze kriegende und das ir den üwern verbotten haben, das si uff dise messe gen Frankenfurt mit kommen söllen von derselben sache wegen, da bittent wir üch mit allem ernst und bisse, das ir uns förderlichen bi disem hotten lassent verschieben wissen, ob die Sachen also sien und was ir davon wissen!, umbe das wir uns och darnach gerächten können. datum feria secunda post Reminiscere anno) 86. Johans Püliant von Eptingen ritter burgermeister und der rat der stat Basel. [In verso]. Den fürsichtigen wisen dem meister und dem rat der stat Strasburg unsern guten friänden und eydgenossen. Str. St. A. G. D. P. lad. 48/492. fase. VII. or. mb. Mt. el. e. sig. i. v. impr. del. 307. Mainz an Strassburg und die übrigen rheinischen Bundesstädte: hat dem Wunsche der kürzlich zu Worms versammelten Städteboten gemäss den Grafen Ruprecht von Nassau um Zurücknahme seiner Mahnung gegen Sifrit von Westerburg ersucht. Da Ruprecht jedoch abwesend war, seine Amtleute aber keinerlei Vollmacht hatten, werden die Städte aufgefordert streng nach den Bundesbriefen Hülfe zu schicken. datum feria quarta post dominicam Letare anno 1386. 1386 April 4. Str. St. A. G. D. P. lad. 48/49 B. fase. XI. or. ch. 308. Die schwäbischen Städte (unter dem Siegel von Gonstanz) an Strassburg: bitten, einem Gonstanzer Bürger, dem Abt von Creutzlingen, der durch Beraubung und Gefangennahme des hörigen Mannes Peter Wikwer von Herrn Johann Snewelin von Landegg schwer geschädigt ist, durch ernstliche, schriftliche Drohung zu seinem Recht zu verhelfen. geben .... an dem dinstag in den osteren anno 1386. 1386 April 24. Str. St. A. G. D. P. lad. 48/49 B. fase. VII. or. ch. Mt. cl. c. sig. i. v. impr. del. 309- Johann Bock der Meister und der Rat von Strassburg an die rheinischen Städte: verkündigen, dass Johans Albe 1 ihrem Bürger Johann, Herrn zu Lichtenberg argen Schaden zugefügt habe; und mahnen um die meiste Summe Glefen, welche sich in Weissenburg einfinden sollen.- datum feria sexta proxima post diem sti Georii martiris anno 1386. 1386 April 27. Frankf. St. A. Copialb. VII a 94 nr. 320. cop. coaev. 310. Zürich, Bern, Soloturn, Luzern und Zug an Frankfurt: teilen mit, dass zur Beilegung ihrer Streitigkeiten mit Herzog Leopold von Oesterreich ihre Eidge- 1 Königshofen (Hegel II, 814). Hie Eroberung der Burg Löwenstein, auf der sich Joh. Albe (Johann von Bitsch) enthielt, war die Folge dieses Kriegszuges der Straßburger. — Vgl. das unten (nr. 3 40) abgedruckte Bechenbuch über die Kosten der Belagerung von Löwenstein. 166 1386 nossen, die von Strassburg, von Mainz, von Speier, von Basel und die Reichsstädte zu Schwaben und Franken wiederum einen Tag gen Zürich auf Sonntag vor Pfingsten (3. Jnni) angesagt haben, und bitten dorthin auch ihre Boten zu schicken. 1386 Mai l. Regest b. Vischer, der schwäb. Städtebund nr. 259 nach Böhmer , cod. dipl. Moenofr , I, 763. s 311. Zürich bittet fttraßburg ihnen bei der Auswahl eines Kriegslimiptmanns, dessen sie gegen Leopold von Oesterreich dringend bedürfen, behiilflich m sein. 1386 Mai 4. Fürsichtigen wisen guten fründ und lieben eidgenossen, unser williger dienst sii üch von uns mit trüwen allzit vorgeschriben. lieben herren. als üch üwer erbern güten hotten wol erzeilet haut die löff und misshellung, die sint zwischent dem durlüchtigen fürsten herzog Lüpolt von Osterrich und den sinen und üns und den, so zu üns gehörent, darinne wir üwer und ander ünser güten fründen hillf und rates notdürftig siien, sunder das wir bedörftin eines vesten wisen mannes, der sich ünser underwund und unser houptman wer, des haben wir bedacht und siien mich is gewiset an her Johans von Oberkilch, an her Peter Türren und an her Erhard von Wangen, ob üns der einer ze houptman werden möht, das wir mit dem wol besorget weren. wen üch dieselben drii erber herren wol kunt sint und ir derselben gelegen- beit wol wissen!, darumb so bitten wir üwer güten früntschaft mit allem fliss und ernst, das ir nach derselben driier einem stellen und zü üch besenden wellent, welcher a» üch under inen aller nützest dunk, das der zu üns kom und bi üns in disen Sachen belib und sich ünser underwind in sölicher masse, als vor ist bescheiden, wült aber der driier keiner sich zü üns verpflichten, so tünd es durch ünser ewigen diensten willen und gedenken! nach einem andern biderman, an den ir uns geraten mugent, das wir doch besorget werden, welichen ir üns dann zu fügen!, mit dem wellen wir mit üwerm rat überein körnen und im umb sinen dienst sovil tun, das wir getrüwen, das er von üns nicht wan gutes red. lieben fründ, do tünd her inne, als wir üch wol getrüwen und so ir forderlichest mugent von üns das notdürftig ist, das mich wir mit üb und mit gut iemer gern tun wellen, das üch lieb und dienstber von' üns ist. datum quarta die maii anno 86. üwer verschriben antwürt. lassen! uns wider 30 wissen bi disem hotten. Von üns dem burgermeister und dem rat der statt Zürich. [In verso] Erwirdigen wisen güten fründen und lieben eidgenossen dem meister und dem rat der stat ze Strassburg. 36 Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 B. nr. 134. or. ch. lit. cl. c. sig. i. v. impr. 312. Johans Bocke der Meister und der Rat mahnen alle Herren, Dienstleute, Ritter und Edelknechte, die ihre Aussenbürger sind: also vil lüte mit glefen mit be- reitseheften wol uzgerüstet und uf uwern kosten, also üch der hotte seit, der üch disen unsern brief zöget uf dienstag zu nacht in die stadt zu senden und . . . der Befehle, die auch ihnen der Bote jetzt mitteilt gewärtig sein zu lassen. datum feria sexta proxima post diem inventionis sancte crucis a. d. 1386. 1386 Mail. Str. St. A. G. D. P. lad 211 nr. 5. or. mb. lit. pat. c. sig. in v. impr. del. 313 . Ulm bittet Straßburg um abermalige Beschickung eines für den 3. Juni angesagten Tages zu Zürich und Baden , da der frühere erfolglos verlaufen sei. 1386 Mai 8. Fürsichtigen wisen besundern lieben frwnden und aidgenossen unser frwntlich willig dienst und waz wir eren und gutz vermugen, wissent von uns alle zijte berait voran, lieben frwnde. als jetzo aber wwer erber bottschaft und guten frwnde uff dem tag ze Zürich und ze Baden gewesen sind und die sich als gar unverdrossenlich mit gantzem ernst und trwen in den Sachen gearbeit hant, wie si daz ze gut möhten braht han, dez iuch gemain stete unsers bunds ymmer ze danken hant, und wan die sache nu zemal niht gentzlich moht übertragen und ze gut braht werden, so hant iuch dieselben wwer frwnde wol geseit, wie sich die löffe verhandelt hant und och wie ain ander tag daran gemacht ist gen Zürich und gen Baden uff den sunnen- tag vor dem hailigen phingst tag ze nehst. darumbe bitten wir wwer fürsichtig wis- liait von gemainen stett wegen unsers bunds, die uns daz ernstlich empholhen hant, gar vlissiklich, daz ir iuch durch gemains anders nutze und ere willen und von aller stett wegen sölicher kost und arbeit niht verdriessen lassen und die wwern hotten und guten frund, die vor by den tagen und tedingen gewesen sind, aber uff die tag schikken und senden wellent, wan wir getrwen und och niht zwifel daran haben, daz daz ze allem gut wol erschlossen werde, und erzaigent och daran gemainen steten sölich liebv, die si ymmer umb iuch verdienen süln. geben an dinstag nach dez hailigen crütz tag inventionis anno 86. Burgermaister und rate der stat ze Ulme. [In verso\ Den gar fürsichtigen wisen, unsern besundern lieben frwnden und aidgenossen dem maister und dem rat der stat ze Strausburg. Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 B. fase. VII. or. eh. lit. cl. sig. i. v. impr. del. 314 - Speier an Strassburg mit der Bitte um Weitermeldung an Schlettstadt und Oberehnheim: die kürzlich bei ihnen tagenden Städteboten haben die schwäbischen Städte ersucht ihrer Mahnung gegen den Herzog von Oesterreich einen Aufschub zu geben bis zum 24. Juni und darauf von Ulm eine Antwort erhalten, die sie abschriftlich zur Kenntnisnahme und Nachachtung mitsenden. 1 Contzel von Dierstein haben sie zur Zurücknahme seiner Widersage gegen Johann von Lichtenberg veranlasst, datum feria secunda post dominicam Cantate. [1386 Mai 21.] Str. St. A. AA. 118. or. eh. I. cl. 1 Biese Antwort sagt, Ulm werde demnächst Boten senden, welche über diese Mahnung und andere Sachen verhandeln sollen. 168 1386 315. Eßlingen an Straßburg Uber einen angekündigten schwäbischen Städtetag ZU Konstanz. 1386 Mai 22. Unser willig dienst bevor, lieben aidgenüssen. alz ir gemainen stetten verschriben hant, denselben brieff haben wir ufgebrochen und aigenlieb wol verstanden und lassen iuwer fürsichtikeit wissen, daz gemain stell unsers bunds ze Swaben zesamen körnen Mai $9. gen Kostentz uff den nechsten aftermentag vor unsere herren ufertag, den wellen ouch wir iuwern brieff fürbringen und verhören lassen und ouch usztragen und schaffen, daz iuch dez min antwürt wirt, wan wir in allen Sachen alle zit gerne lallen und tun wollen, waz wir wissen, daz iuch lieb und dienst wäre. geben am zinstag vor Urbani anno domini 86. Bürgermeister und rate zu Esselingen. [In verso ] Den gar fürsichtigen und wisen, dem meister und dem rät zu Sträss- burg unsern besundern lieben aidgenössen. Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49B fase. VII. or. ch. lit. cl. e. sig. i. v. impr. del. 316- Adelheit von Oeroltzecke, frowe zu Wangen empfängt vor Meister Johans Bock dem altern und dem Bäte das Bürgerrecht und schwört den Eid auf 10 Jahre von St. Niclaustage an. geben uf sant Urbans oben! 1386 . 1386 Mai 21. Str. St. A. G. U. P. lad. 272 nr. 1. or. mb. lit. pat. c. sig. pend. 317. König Wenzel an Strassburg und was dazu gehört: begehrt, dass man Bevollmächtigte zu ihm nach Oppenheim 1 auf den 25 . Juli sende, wo er Friede und Gnade in dem Reich bestellen will und beglaubigt Bischof Nikolaus von Konstanz und Colman von Donerstein. geben zum Burgleins des freytags vor pfingsten reg. hob. in dem 23 , rom. 10 jaren. Bürglitz 1386 Juni 8. Str. St. A. AA. 107 nr. 33. or. ch. lit. pat. Gedruckt: T). B. A. 1 nr. 288. 318- Herzog Lupolt von Oesterreich an den Kat von Strassburg: fordert auf gemäss der Einung .... die unser herr der römische konig, wir und andere fürsten und herren mit uch haben!, unverzüglich Hülfe zu schicken . . . umb daz grosze unrecht, das uns und den unsern dy von Luczern, von Zugg und etliche ir eitgenoszen dy Waltstede getan band ubir dy fridden und brive, so wir und sy miteinander betten. geben ze Brugg an fritag vor sungihten anno dom. 1386. Brugg 1386 Juni 22. Aus dem Frankf. ßt. A. Beg. bei Janssen, Frankf. B. K. I, nr. 57. 319. Johans Bocke der eltir der Meister und der Kat von Strassburg an Speier: künden uch, daz der hoehgeborn fürste hertzog Lupolt zü Osterich uns mit sinen 5 10 IS 20 25 30 1 Der Beichstag kam nicht zu Stande, cf. Anmk. 3. D. B. A. I, 288. 35 1386 169 brieffen gemant hat uff dy von Luzern, von Zugg und ir helffere, als ir das wol sehind an der inbesloszin abeschrift desselbin sins brieffes. Desshalb möchten sie doch alle rheinischen Bundesstädte auffordern ihre Boten zu Samstag über 8 Tage (Juli 7) nach Speier zur Beratung zu schicken. datum vigilia beatorum Petri et 5 Pauli. 1380 j un i 28. Frankf. St. A Copialb. XI. 20 F cop. eoaev. Reg. bei Janssen, Frankf. R. K. I, nr. 58. 320. Liste der in der Schlacht bei Sempach gefallenen Straßburger. [1380 nach Juli O.J io Hienach statt geschriben aller der namen, die zu Sempach erschlagen sind worden von der herschafft tail, es syen edel oder unedel: Her Hans von Ochsenstein (Domprobst m Straßburg). Hiepolt von Kagnegg von Strasburg. Fridrich von Glatt, bald von Strasburg. 15 [der (Cunz) von Mülheim] 1 Aus der Thurgauer Chronik, fol. 74 nach Liebenau, die Schlacht von Sempach. S. 126. 321. Pfalzgraf Ruprecht an Strassburg: sendet und beglaubigt als Reichsvicar an Stelle des gefangenen Königs Wenzel seinen Bevollmächtigten Hanneman von Sickingen, um über die Beilegung des Krieges zwischen dem von Dyst und dem 20 von Lützelsteiri und ihren beiderseitigen Anhängern zu verhandeln. datum Alczei 6 feria post diem beate Margarethe virginis anno 1386. Alzei 1386 Juli 20. Str. St. A. AA. 114. or. ch. lit. cl. 322. Jacob ton Finstingen bekennt, daß er mit Bischof Friedrich und der 25 Stadt Straßburg völlig gesühnt sei. 1386 Juli 21. Ich Jacob herre zu Vinstingen vergihe und künde menglichem mit disem briefe, alse der erwirdige min gnediger herre, her Friderich bischof zu Strazburg und die erbern bescheiden, der meister und der rat zu Strazburg anspräche und vorderunge an mich hant von sölichs schaden wegen, der in und den iren geschehen 30 ist, alse sie meinen! von mir und den minen und von den, die ich in minen vestin und sloszen enthalten, gehuset und gehofet habe, daz also derselben Sachen und ouch umbe alle anspräche, die sie an mich hant und an mich hant gehebt nutze uf disen hütigen dag ich ez körnen bin und geläszen habe mutwillekliche uf gnäde äne alle vürworte uf den vorgenanten minen lierren' bischof Frideriche und sinen rät 35 und uf meister und rat der stat zu Strazburg, also waz sie darumbe erkennen! und erteilen!, daz ich daz halten und vollefuren sol bi minem eide, den ich darumbe gesworn 1 Fieser Name wird nicht in der Thurgauer, wohl aber in andern Insten (z. B. in der Stadtchronik von Bern) aufgeführt. Liebenau, S. 153. 170 1386 habe an den heiligen doch uzgenomen alles dez brandes, so wir ietwedersite getan hant oder vor unsern und der unsern wegen geschehen ist untze uf disenselben hütigen dag, alse die dato dis briefes beseit, daz da uzgesetzet und uz gesloszen sol sin äne alle geverde. und wände ich der vorgenante Jacob herre zu Vinstingen ge- sworn habe an den heiligen zu haltende zu tünde und zu vollefürende, daz von mir und von minen wegen do vorgeschritten stät, so habe ich dez zu einem urkunde min ingesigel an disen briet gehencket. der wart gegeben an sant Arbogastes dage dez heiligen bischoves in dem jare do man zalte von gotz gebürte drützehenhundert jare ahtzig und sehs jare. Str. St. A. AA. 1413. or. mb. I. pat. c. sig. p. delaps. Ebenda G. U. P. lad. 22. cop. coaev. 323 . Graf Johann zu Solms und sein Sohn Johann schliessen ein Bündnis mit den Städten des rheinischen Städtebundes Strassburg, Mainz etc. auf 6 Jahre und verpflichten sich denselben einzeln oder insgesammt 14 Tage nach geschehener Mahnung 6 Mann mit je zwei Pferden und einer Glefen zu Hülfe zu senden. geben den nesten fritag nach sant Jacobs dag des heilgen apostelen 1386. 1386 Juli 27. Str. St. A. G. D. P. lad. 48/49 C. fase. 1. cop. ch. coaev. Reg. bei Janssen, Frankf. R.-K.: I nr. 60. 324 . Dietherich Burggräfe der Meister und der Rat von Strassburg an alle Herren, Ritter, Dienstleute u. s. w.: wir bitten uch alle und ieglichen under ueh besunder fliszekliche und mit allem ernste, daz ir an dem samestage (August 4.) zu prime zit, der nü zu neliste körnet, bi uns zu Strazburg sient. wir wellent von gar ernstlichen Sachen mit üch reden, die uch selber und uns und daz lant und die lüte gemein- liche angänt, alse ir ouch daz danne wol verhörende werden!, und länt uch dar an nützit irren, wände ouch die selben Sachen gar ernste sint. datum feria tertia proxima post diem sancti Jacob! apostoli a. d. 1386. 1386 Juli 31. Str. St. A. G. U. P. lad. 271 nr. 5. 2 or. mb. lit. pat. c. sig. in vers. impr. defic. 325 . Walter von Ensisheim, Schaffner zu Benfeld an Meister und Rat zu Strassburg: bittet ihre Boten zu dem Tage mit Markgraf Hesso von Hochberg auf nächsten Dienstag (7. Äug.) nach Herbolzheim bei Ettenheim zu schicken. datum crastino vincula Petri. [1380] August 2■ Str. St. A. AA. 1411. or. ch. 1 Reg. d. MarJcgr . v. Bad . nr. 372. cf.: h. 373. h. 375. 1 Ein Schreiben gleichen Inhalts richtet der Bischof Friedrich von Straßburg am 4. August von Rufaeh aus an den Rat. (ibid. or. ch.) und am 15. Deccmber desselben Jahres schickt derselbe von Benfeld einen Brief des Markgrafen Hesso wegen einer Tagleistung, (ibid. AA. 1410, or. mb). 5 io 15 20 25 30 35 1386 171 326. Erzbischof Adolf von Mainz, die Pfalzgrafen Ruprecht der ältere, Friedrich und Ruprecht der jüngste, die Bischöfe Lamprecht von Ramberg und Gerhard von Würzburg, Burggraf Friedrich von Nürnberg und Graf Eberhard von Wirtemberg an die rheinischen Rundesstädte: sie hätten die rheinischen Städte gemahnt, gemäss ihrer s Einung dem nun verstorbenen (f bei Sempach) Herzog Lupolt von Oesterreich gegen die Waldstätte Hülfe zu schicken... da die eynunge, die unser herre der konig zynischen uns und uch gemacht hat, an yme ubbirfarn ist und noch degelichin geschieht ... in den termenyen und kreyszin, als unser eynunge rurt und begriffen! hat, daz ist von dem Hauwinsteyn an und daz gebirge vur sich virhin uncze an der herren io land von Beyern .... So sollen sie denn unverzüglich 50 mit Glefen nach Brugg bei Rheinfelden zu Hülfe senden. datum Mergentheim an fritag nach s. Petr. ad. vinc. 1386. Mergentheim 1386 August 3. Aus Frankf. St. A. Reg. bei Janssen, Fr. R. K. 1 nr. 61. 327. Mahnung^des Grafen Johann von Nassau an Mainz und die übrigen rheini- ,5 sehen Städte: lassen uch wissen, daz Hennekin Hake, Gonrat Stremme und Gotschalk von Bruchusen . . . uns leidegent und schedigent wider rehte und wider alle Bescheidenheit. bitten und ermanen wir uch ernstlichen, daz ir uns wider sü und ir helffere hehlen wollen! und uns uwer entsagebrieffe an sü unverzogenlichen senden! und üwer antzal glefen uns gein Sygen schicken wollet nach ussewisunge unsers buntbrieffes so.Vier adlige Herren siegeln mit zur Beglaubigung. datum die dominica ante festum assumptionis beate virginis Marie anno 1386. 1386 August 12. Str. St. A. G. U. P. lad. 48)49 b. eop. ch. coaev. 328. Aufzeichnung über die Bundesrechnung vom Speirer Tage. 1386 August 25. Also der stelle unsers blindes an dem Ryne erbern hotten bienander zu Spire 25 uff den nehesten samstag nach sante Bartholomeus tage gewesen sint anno 1386 und do eine gantze reehenunge von unser stelle aller wegen von aller vergangener schulden und kosten wegen geton haut, also sint wir die von Strasz bürg uff derselben reehenunge schuldig hüben 700 güldin. des sint uns 2„0 güldin abegeslagen von unsers kosten wegen und von rytegelte, den wir und unser stat gehebet hant. unde süllent 30 wir von derselben reehenunge und von aller stücke wegen dem Bunde nüt me geben denne 500 güldin. unde ist oucli in dieselbe reehenunge oucli begriffen und verrechent die 500 güldin, die man dem grofen von Solmsz geben 'sol und 300 güldin von der von Wormesze und ires byschofes krieges wegen und die 90 güldin, die man in der lesten vernygen rechenungen schuldig bleip von des gemeinen Bundes wegen, also daz alle- 35 sammet der bapiren zedel völleklicher bewiset, der uff derselben rechenungen gemache! wart, und hübent uns den von Straszburg über die vorgenanten rechenungen uszestende, daz noch nüt verrechent noch uns bezalt ist von des ryttes wegen, also her Eberlin von Mülnheim und her Cüntze Müller in des gemeinen Bundes kosten gen Esselingen ritten!, daz doch wir verleit und uszgegeben hant und daz uns ouch 172 1386 von dem gemeinen Kunde wider werden sol 74 güldin und 9 untzen denare. und uff disem tage zu Spire und by der rechenunge sint gewesen her Eberlin von Mülnheim und her Güntze Müller. Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 B fase. XI. in einem langen Heft mit Pergamentumschlag mit der gleichseitigen Aufschrift: Der gemeine bunt. 329. Aufzeichnung über die Rechnungsablage der Städteboten zu Speier. 1386 August 23. [A] Als der stette fründe am Ryne rechenunge zu Spire getan Kant dez nehsten samstdages nach Bartholomeus dage anno 80, waz iegliche stat dez bundes bis darvon der testen vordrigen rechenung her uszgeben hat, so hattent die von Mentze uszgeben 838 güldin. — item die von Strazburg 200 güldin. — item die von Franckenfurt 295 güldin. — item die von Spire 800'und 3 güldin. — item die von Sletzstat 21 güldin. — item die von Frideberg 6 güldin. — item die von Wiszemburg 4 güldin." — item^die von Geilnhusen 1 güldin. So ist danne in dieselbe rechenunge geslagen und gerechent die 300 güldin, alse gemeine stette söllent geben zu vollerste, daz die von Wurms uszer banne und ahte koment von der rahtunge wegen zwisehent in und der pfafheit zu Wurmes und darzü in dieselbe rechenunge geslagen die 500 b güldin, als ouch gemeine stette söllent geben dem grafen von Solmsze von dem ersten jare, als er den stetten verbuntlichen ist worden, und danne die 90 güldin dar uf gerechent, alse der gemeine bunt in der testen vernigen rechenunge bis uf dise rechenunge schuldig bleip, so ist der vor- geschriben rechenunge summen überal 3007 ‘/ 2 güldin. daran gebürt iegelicher stat dez bundes zu gebende von ie der glefen der groszen sumen, die si zu dem Kunde beitet 7 güldin. und ist der glefen überal, alse die stette züm Kunde halten! 448. und wenne alse iegeliche stat ir anzal darzü git, so blibent daran übrig 128'/, güldin, die gemeinen stetten zu gehören!. Und hant ouch die von Wurms, von Hagenöwe, von Obernehenheim, und von Phederszheim, ob sie ouch von dez bundes wegen iht uzgeben hant, uf dise zit nit gerechent, wanne si sint bi diser rechenunge nit gewesen, und in doch ir anzal als den andern stetten an der vorgeschritten rechenunge zu geben zu gerechent ist worden. 0 [Zusalz der Vorlage B.'] Item die von Wormsz hant uff den nehsten tag darnach zu Spir rechenunge getan also, daz sie von des gemeynen bundis wegen ouch uszgeben hatten 240 güldin. und dazselbe gelt wart gerechent uff die nehste rechenunge als von ie der gleen 7 güldin gebürte, daran uberig waren! bliben 129 güldin, die abegingent an derselben von Worms nachrechenunge, also daz man dannoch an der von Wormsz uszgeben zu bezalende hatde 131‘/ 2 güldin, daran iegelichir stat gebürte zu geben von ie dru gleven einen güldin. dazselbe gelt man den von Mentze solte schicken, und so iegliche stat ir anzal geben hetde, so blibent daran uberig 13‘/ 2 5 10 15 20 25 30 35 aj Hier die Vorlage B. 13 güldin. b) Vorlage B. 400 güldin. lautend hat den hier eingeschobenen Zusatz, c) Vorlage B. bis hier gleich - 40 1386 173 guldin 4 grosze dem gemeynen Kunde, darumb sollint ieglichir stetde frunde an iren rechenbnchern dabeiine suchin und erfaren, ob sie ir anzal an der von Wormsz nach rechenunge geben habe nt odir nit und darumb bisz zu dem nehsten tage ein ant- wurte zubringen. 5 [/!.] Ouch ist in der vorgeschriben rechenung uszgesatzt und nit gerechent die hundert guldin, die zu Wetslar an den juden stent und die 50 guldin zu Franckenfurt, die dem wergmanne für bürg Solms (?) wurdent. so ist danne den von Mentze, Franckenfurt und den andern wedereibschen stetten in der vorgeschriben rechenunge ouch uszgesatzt ein ritd, als si dem graven von Solms an sinem flüre, an wyngarthen und io an einer müle schedigent von dez gemeinen bundes wegen, als si meinent und den von Strazburg und Mentze sint ouch etliche stücke uszgesatzt, als die in irre rechenunge gezeichent sint. Item von der keszeler wegen gedenkent zu redende. — item als die von Mentze und von Franckenfurt grafe Johans von Solms einen gegenbrief daz gelt zu gebende 15 besigeln söllent. Str. St. A. G. D. P. lad. 48/49 b fase. XI. 2 ch. coaev. A. u. B. 330. Aufzeichnung der Forderungen der Stadt Straßburg an den Slädtebund aus den letzten Jahren. 1386. [A.] Dis hie nochgeschribene gelt ist der gemeine bunt der stette zu Straszburg 20 schuldig. Item der gemeine bunt sol der stat von Strazburg 13 ’/ 2 üb. und 2 sol., verzerte her Cüntze Müller zu Pfortzheim, do man vür Entzeberg lag und yme selber 30 sol. von pferden und dem koche 10 sol. [diz ist uzgesetzet, wann ez vor verrechent ist.] 1 Item der gemeine bunt sol der stat von Strazburg 90 lib. und 6 ’/ 2 lib. von herrn 25 Johans von Oberkirche kosten wegen, alz er houbtman waz, da man vor Entzeberg lag von sime solde. [disz gelt ist nit me dann 80 guldin geleit.] 1 und drien pfiffern und eime smit und ebne koche und eime kneht, der ir wartete, und wagenlon und knehte, die dez gezeltes wartetent, und in alle wege und umbe lichter zusamen 11 lib. [2?.] Item der gemeyne bünt sol der stat von Strazbürg 90 lib. d. 7 lib. von dez so kosten wegen, den her Johans von Oberkirche hette vor Entzberg, da er des gemeynen bündes houbtman waz, vür sinen solt vür die pfiffer, smyde und andere köche und knehte, also ouch die hotten von dem künde überkoment, waz man yme geben solle, und vür wagen Ion und den knechten, die dez gezeltes wartetent 11 lib. [A.] Item der gemeine bunt sol der stat von Straszburg 16 lib. und 12 sol. den., 35 die verreit her Götze von Grostein vür koste und vür ritegelt und in alle wege zu der verte, do er und der schultheiss von Oppenheim zu Lützelnburg vor ent anno domini 1384 und kam her heim an dunrestage vor sant Gallen tage, [diz ist ouch uzgesetzet, wan sie meynent, daz ez verrechent sy.] 1 1 Diese Notizen stehen in der Vorlage am Bande und sind wohl hinzugefügt nach dem Durehstreichen 40 der einzelnen Posten, welches die Vorlage zeigt. 4384 Octbr. iZ 174 1386 [/?.] Item etc. 70 güldin und 6 güldin 4 s. den. minre, die verzerte her Götze von Grozstein, da der sehultheisz von Oppenheim ander zu dem kunyge gein Lützelnburg warent, da waz er vier tage zu Mentze alleyne nach dem da Genny (?), Cüne und Dietrich Syde (?) von yme rittent und vür den costen, da sie von dem kunyge wider gein Mentze koment untz daz er wider gein Strazbürg kam und vür ritegelt und dez 5 koches Ion und vür dez koches pfert. [A] Item etc. 32 guldin, do her Götze von Grostein und die von Worms und von Spire den zol uffe dem Möun besattent, von zerunge untze gen Spire und herwider heim und ritegelte und von dem koche und pferde Ion und in alle weye. [das sol in der vorderigge rechenunge verrechent syn.] 1 >» [Z?.] Item 32 güldin verzerte her Götze von Grozstein von Strazbürg untz gein Spire und von Spire wider gein Strazbürg zu zweyen verten, also er und der stette hotten von des blindes wegen zu zwein malen gefarn warent gein Franckenfürt, bede vür cost, vür ritegelt und in allen weg. [G.] Item etc. 7 lib. und 2 lib. und 8 s. von ritegelte gon Gengenhach, do wir »s zu dem byschofe von Straszburg betten! geschicket hern Eberlin und den Manszen und den Meseerer den krieg zu rihtende zwüsehen! ime und den marggraven. und sollen! 10 lib., bet Waltberlin verzert alles dis jor, do er hin geritten waz. [oueh vor verrechent.] 1 [F.] Item etc. 9 lib. und 8 s. verzerte her Eberlin von Mülnheim, Ortelin Mansze 20 und der Messerer gein Gengenhach, da sie rittent umbe einen friden zwüschent dem byschofe von Strazbürg und den marggraven von Hochberg, bede vür cost und vür r itegelt. [A] Item etc. 40 guldin verreit her Eberlin von Mülnheim und Jolians Lumbart April %e. gen Spire und gen Mentze feria quarta post Glorii sub anno [13]85. 25 [j5.] fehlt. [A.] Item etc. 54 guldin verzerte her Jolians von Wickersheim und her Johans Julis. Messerer gen Basel dominica die ante Udalrici episcopi sub anno [13]85 und 10 unc. d. dem koche von pferden [den wollen sie nit rechen.] 1 [F.] Item etc. 10 lib. bet Walther der seidener dis gantze jar verzert, alse er so von dez bundes wegen wider und vür geschicket wart. [G] Item etc. 6 guldin geben! wir Wernher Sturme an sant Thomanstage Decbr. in dem [13]84 jore, do er und der von Grostein von dem künige kement umbe den eynung brief, den sü brehtent. [das sol vormals verrechent sien als sie meynen.] 1 Item man sol an die von Mentze vordem 50 güldin, die in geliehen sint von sü L owenstein. Item zu kosten drye verte daz lant uff zu dem hertzogen seligen und zu den Waltstetten 8 güldin und 11 guldin 7 lib. 8 s. und 4 den. und ist dis mit in die liinderste summe geslagen. [daz wollen sie auch nit lan rechen.] 1 i Diese Notizen stehen in der Vorlage am Bande und sind wohl hinzugefügt nach dem Durchstreichen 40 der einzelnen Posten , welches die Vorlage zeigt. 1386 175 Item feria secunda post ascensionem domini 4 s. gein Sletzstat und gein Mai is. Ehenheim. 1 Item feria quarta post modum 4 s. gein Sletzstat und gein Ehenheim. Mai 47. Item sabbato ante festum penthecostes 4 s. gein Sletzstat und gein Ehenheim. Mai so. l> Item etc. 6 lib. und 2 s. und 35 s. zu ritegelte hern Claus Tütschman gen Baden von der Johanser wegen an sant Anthonien obende in dem [13]85 jore. Januar ts. [ouch vor verrechent.] 2 [A\] Item etc. 7 lib. und 7 s. verzerte Claus Tütscheman gein Baden, da die Johanser und der von Kirkel den tag da bettent, vür cost und ritegelt, io [A.] Item etc. 57 guldin verreit her Claus Berer und Claus Nelsheim in der vasten zu dem hertzogen von Österrich von der swebischen stelle wegen und von der von Basel wegen sub anno [13]85. [ouch vor verrechent.] 2 [B.] Item etc. 54 guldin verzerte her Claus Berer und Claus Nellesheim zu dem hertzogen von Oesterich in der vasten und 15 s. zu ritegelt sub anno 85. 15 [A.] Item etc. 30 guldin und 5 üntze d. zu ritegelt Werlin Sturm und hern Cüntze Müller gen Friburg feria quarta post dominicam Quasimodo sub anno [13]85. Aprms. [ouch vor verrechent.]' 2 [/y.] Item etc. 31 guldin verzerte her Wernher Sturm und her Cüntze Müller gen Friburg in der Osterwochen und 5 unc. zu ritegelt sub anno [13]85. so [A.] Item etc. 54 güldin 9 unc. zu ritegelt hern Johans von Wickersheim und hern Götze Wilhelme gein Basel feria quinta ante Philippi et Jacobi apostolorum April S7. anno [13]85. Item etc. 36 guldin und 6 unc. d. zu ritegelte hern Johans von Wickersheim und hern Johans Messerer gen Basel feria sexta ante festum corporis Christi «w. 25 sub anno [13]85. [das wolten sie nit rechen.] 2 Item 4 s. gein Sletzstat feria sexta post festum corporis Christi. Junis. Item 4 s. gein Sletzstat und gein Ehenheim feria quarta post Adolfi. Augusiso. Item 14 s. gen Sternecke gein Keppenbach und gein Spitzenberg in vigilia octbr. S 7 . Symonis et Jude apostolorum. 3o Item 2 s. gein Ehenheim in vigilia Thome apostoli. Dectr. so. Sub anno 86. Item 4 s. gein Sletzestat und gein Ehenheim. Item Werlin Spatzingen 2 guldin von manunge und andern buntbriefen abe ze schribende, die do wurdent den von Sletzstat und von Hagenau. 3ö Item Colmar 3 lib. gein Basel von des gemeinen bundes wegen. Item Diersberg 2 lib. gen Ulme ouch von des bundes wegen. Item Sengelin 6 s. gein Sletzstat und gen Ehenheim. 1 Von hier an bis vor Summa mit einem langen Strich ausgestrichen, während vorher jeder Posten einzeln durchstrichen war. 2 Diese Notizen stehen in der Vorlage am Rande und sind wohl hinzugefügt nach dem Durchstreichen der einzelnen Posten , welches die Vorlage zeigt. VI. 23 176 1386 März April 3 t April H, AugustSO. Mai 4. Item 2 s. gen Ehenheim feria sexta post dominicam Invocavit. Item 3 s. gen Sletzstat feria tertia post dominicam Letare. Item 2 s. gen Ehenheim feria quarta post dom. Judica. Item 12 s. zu drien malen gen Sletzstat. Item feria sexta post festuin assumptionis beate Marie virginis 4 s. gen Sletz- s stat und gen Ehenheim. Summa der güldin 300 und 11 güldin. Summa der pfenninge 100 lib. 90 lib. 10 lib. und 4 du. und 12 s. d. dar zu. [B auf der andern Seite des Blattes .] io Item der gemeyne bunt sol unsern herren a 6 güldin; gab Werlin Stürm in die kantzelige von eins briefes wegen. Item 1 2 der gemeyne bunt sol 91 güldin von der pfiffer wegen unde der smide wegen, die do worent zu Wetslar mit der stat Straszburg und mit her Peter Durren ritter irem höbtmanne nutz an die stunt daz die stette koment. unde haut >s ouch die pfilfer und der smit gewartet des gemeinen venlins b von dem bunde usz der herberge und wider dar in und uf dem velde und wo man ir bedurfte unde zu mitternaht und in dem tage ie den höbtman zu holende, bitz daz sie allewege zu dem fenlin koment. Dis hab ich Peter Dürre geschriben geben unde ziehe öch daz uf Brant von 20 Bartenheim, der do fürte daz fenlin des gemeinen bundes, unde uf Hans von Beckingen, der do waz höbtman von der Spire wegen, und uf Heinrich von Grynach der von Franckfurt höbtman unde uf Koch der von Wurmesze höbtman. [Summa total. 530 güldin die rechenunge ist zu Spire geschehen uff sant Walpurg dag.] 2 25 Summa als gerechent ist 300 und 7 güldin, uzgnomen der zweier stucke von des houbtmans koste wegen für Entzberg und der phiffer und smyden wegen zu Wetslar, die zwen stucke nit gerechent sint. auch sollen wir gedencken des kosten für Schehtelün. Str. St. A. G. U. P lad. 48/49 B. A. cone. Papierrolle. B. eonc. Papierrolle. ** 331 . Graf Johann von Nassau an die rheinischen Städte: wundert sich, dass man die Stadt Strassburg noch nicht von seinem Anliegen in Kenntnis gesetzt und auf ihre durch die Bundbriefe übernommenen Verpflichtungen aufmerksam gemacht hat, .... want nü die von Straszburg ir sache nit hüben enwollent by den vier stetden: Mentze, Wormsz, Spir und Franckefürt, so wollen wir der Sachen hüben by den 35 stetden von dem bonde gemeine und wollen darumb unser fründe senden gein Mentze a) übergeschrieben, ausgestr, Cöntze Rebestog. b) übergeschr. misgestr. veldes. 1 Von hier an von anderer Hand geschrieben. 2 Dieser Satz ist durchstrichen. 1386 177 io uff eyn tag von nü nehsten sontage über viertzehen tage ... Er bittet Mainz der sepibr.s s. Städte Freunde alle auf diesen Tag zu laden, um der Sache ein Ende zu machen. . . . und als ir uns auch geschriben haut umb ein verzig von beiden syten zwuschen uns und den von Straszburg, der bizher gewest sy, des engeren wir keines verzieges von yn. bau wir gebrochen, daz wollen wir richten na uwern erkennen uff dem vor- geschriben dage. und wo uns dez gliches nit widerumb geschee, dez bitden wir uch zu denken und zu behalten, want wirs yn ye tun wollen. Er erwartet, dass der rückkehrende Bote die verlangten Widersagen mitbringt .... auch wissent ir wol, daz unser bontbrieffe haltent, wer ez daz ir zu felde leget und uns daby kein folge dün ensollent, so weret ir uns doch schuldig uwer widersages brieffe zu senden wider die wir gemant beiden. datum Sygen feria sexta ante festuin nativitatis beate Marie virginis. Siegen [1386 September 7 1 ]. Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 B. fase. XI cop. ch. mit Versendungsschnitten. 332. Der Rat von Mainz an Strassburg (?): Johann von Nassau hat auf Ersuchen 15 die Mahnung gegen Johann von Waltmanshusen zurückgenommen, hält aber um so bestimmter die gegen Sifrid von Westerburg Herrn zu Schauwenburg aufrecht und Mainz glaubt, dass man diesem Verlangen auf Grund der Bundbriefe entsprechen und dazu auch die andern Bundesstädte anhalten müsse. Der betreffende Mahnbrief Ruprechts von Nassau [datum mitwoch vor sant Michels dage] ist in Abschrift beigefügt. 20 datum feria quinta ante diem seti Michahelis. [1386 September 27]. Str. St- A. G. ü. P. lad. 48,49 B. fase. XI. or. ch. ) ’J I 1 333. König Carl VI von Frankreich beurkundet, dass Rruno von Rappoltstein für 8000 Franken Gold sein Mann geworden ist und ihm helfen will gegen jedermann ausgenommen gegen die Herzoge von Burgund, Lothringen und Oesterreich, gegen die äs Bischöfe von Basel und Strassburg und gegen die Stadt Strassburg. Arras 1386 September 28. Paris or. mb. (französ.) Oedr. Papp. Drkb. II nr. 263. 334. Claus von Heiligenstein der Meister und der Rat von Strassburg an den 30 Ritter Johann von Kriechingen: uns hant geclaget unserre bürgere, die wir sitzende hant. zu Waszelnheim und anderswo, daz ir und die uwern sie grösliche geschädigt habent mit brande und mit name also uns das geseit ist. Desshalb bitten sie ernstlich die Leute zu entschädigen. datum feria 4 proxima post seti Galli confessoris anno 1386. 1386 October 17. 35 Str. St. A AA. 112. cop. ch. coaev. — Ibid. vom 30. October erneuerte Aufforderung. 1 Vgl. die Mahnung vom 12. August 86. 335 . Die in Ulm versammelten Boten der schwäbischen Bundesstädte an Strassburg: bitten dem Bürgermeister von Bottweil Conrad Haggen zur Erlangung eines Erbteils zu Offenburg behältlich zu sein durch Verwendung beim Bischof von Strassburg, . . . wenne oder alzbald unser herre der bischoff zu iuch komme, daz der sach end und ustrag geben werde . . . geben von unser aller heissen wegen ze Ulme under der von Ulme insigel an fritag nauch Galli confessoris anno [13]86. Ulm 1386 October 19. Str. St. A. G. ü. P. lad. 48/49 B nr. 130. or. ch. 336 . Aufzeichnung Uber eine amtlich vor genommene Untersuchung des Wertes der zu Freiburg, Breisach und Bergheim im Ober-Elsaß geschlagenen Heller. 1386 October 25. Es ist zu wissende, daz die haller, die man sieht zu Brisach, versuchet sint in dem füre und zu der wagen an dem dunrestage vor sant Symon und Jude tage anno 1386. Als su unsere herren erbern botten brochten usser der münsze, die darnoch geschicket wurden von dem rot zii Strozburg: Item do wugent 13 ß. derselben haller her lot und dieselben 13 ß. haller wurden ufgesat und wurden versucht und gebrant in dem füre. und wart mit me silbers usser den fier loten haller danne ein halp lot und ein halp quinsin silbers und 1 ] / 2 den. pfundiger pfennige swer. Und hant gerechnet, daz der vorgenanten haller mit besser sint, wanne 5 haller einz Strozburgers pfennigs wert. Och hat man gerechent, daz die vorgenanten haller, wer derselben haller hat 15 lib., der mag kume ein marg gutes silber darus geburnen. Es ist öch zii wissende umbe die haller, die man sieht zu Friburg, die öch versucht wurden und ufgesat uffe denselben tag, als vorstot, do wugent 13 ß. 4 haller fier lot. und dieselben 13 ß. 4 haller wurden versäht in dem fure und gebrant und wart mit me silbers usser den fier loten haller danne ein halp lot, ein halp quinsin und 1 '/ 2 pfundiger pfenning swer silbers. und hant gerechent, daz der selben haller nüt besser sint und kume 5 haller eins Strozburgers wert. Och hat man gerechent, daz die vorgenanten haller, wer der het 15 tt. 5 ß. haller, der mag kume ein güte marg silbers darus geburnen, wann su lihter an dem gewege sint. Item es ist öch zu wissende umbe die haller, die man sieht zu B er cheim, die öch versucht wurden, der wugent 13 ß. 4 haller fier lot und wurden dieselben 13 ß 4 haller öch ufgesat und versuchet in dem füre uf den selben tag, als vor stot und wurt nüt me silbers usser den fier loten haller, danne ein halp lot 2 ‘/ 2 den. pfundiger pfennige swer. Do hat man gerechent, das 5 */* haller kume eins Strozburgers wert sy. Und hant öch gerechent, daz die vorgenanten haller, wer der hat 18 K. 6 ß haller, 1386 179 daz der kume ein marg gutes silberz darus gebürne, wanne sü krancker sint an dem silber und och liliter danne die von Brisach. Str. St. A. AA. Monnaie lad. 24 nr. 19. Papiersettel. .Erwähnt: Hanauer : Monnaie S. 106. 5 Vgl. Gähn, Münz- und Geldgeschichte der Stadt Straßburg (1895) S. 49. 3-VT. Amtliche Probe und Abschätzung der Baseler Dreilinge zu Straßburg. 1386 October 30. Es ist zu wissende umbe die drigelinge, die man sol slahen zu Basel, wurden versucht zu der wagen und in dem füre an zistage vor aller heilgen tage anno 8G. to Item do giengen derselben drigelinge 1 ü. 2 den. uf ein fierdung. und die fier lot wurden ufgesat in daz für und gobent nüt me gutes silber danne 1 ’/ 2 lot 2'l. 1 den. pfundiger pfenning swer. und hant gerechent, daz drige drigelinge nüt volle eins Strozburgers wert sint. und hant gerechent, wer derselben drigelinge hat 9 U. und 10 sol, der hat gnüg zu schaffende, obe er ein marg gutes silbers dar uz hürnen is gemSge. Str. St. A. AA Monnaie lad. 24 nr. 19. Papierzettel. Vgl. Cahn, Münz- und Geldgeschichte Straßburgs. S. 49. 338. Ratsbeschluß betreffend größere Freilegung des Münsters. 1386 December !). 2 o Item was vor dem münster an dem holwege oder an weihen stellen das ist, ab- | gebrochen ist oder gemachet wirf, das sol ouch alle wege also hüben, und sol diire rat noch kein ander rat, der hernoch wirt, kein recht noch gewalt haben, es lassen wider zu machende oder gelt darvür zu gebende, doch so sol man von unser stette ; _ wegen ein gemein mess machen, wie breit iegelicher ein tach one uff sülen an sime j ! 2 s huse gegen unserre stette almende machen sol und darüber nit. ; Item es sol ouch menglich vor sinen hüsern, do ahnenden gemachet sind, die löcher verfüllen in disen nehesten ahte tagen, und sol ouch mengelich in denselben . tagen die techer, die an dem münster hangent und vor dem münster und daran stont abebrechen und davon tun und sie ouch nit me do haben by straff (von) 5 ll-, und sol so disse urteil alle jar ein rat dem andern in den eyt geben. actum et publicatum dominiea proxima post diem sancti Nicolai episcopi anno 1386. ' Wencker's Auszug aus den Protokollen . ed Dacheux , pg* 194- i { 339 . Speier an Strassburg: Es sind von des Königs wegen Sifiit von \en\gen, > Graf Johann zu Sponheim und Ulrich von Wolfesganzen 1 bei ihnen gewesen, um zu 35 einem Tage, den der König Fürsten und Herren zu Mergentheim auf nächsten Sonntag nach dem heil. Oberstentag (6’. Januar 87) gesetzt hat, zu werben. Auch die 1 Vgl 1385 August 7. dieselben als des Königs Boten. • I 180 1386 von Nüremberg haben geschrieben; ihr Brief und ihre Nottel liegt bei. Speier hat an Mainz geschrieben, dass es mit dem Erzbischof ein Geleit verabrede. Bitte um Antwort. datum crastino beati Thomae apost. [1380?] December 22. Str. St. A. G. U. P. lad. 48(49 C. cop. ch. coaev. 340. Rechenbuch Uber die Belagerung 1 von Löwenstein 2 , angelegt von Ilngelin Süsse. 1380. Dis ist der kosten, der do gangen ist uff die vestin Löwenstein, actum sub do- mino Johanne Bock seniore magistro sub anno [13]86. Item 10 sol. unser burger zu warnen zu underlant. Item 30 lib. minus 4 unc. umb win, körn und habern; kam gen Honburg uff die vestin by Löwestein. Item 21 lib. den süben glefen, die zu Gerlingesdorf ligent; schihte ich in feria Mats, quarta ante diem inventionis sancte crucis. Item 36 1 / 2 lib. dem vorgenanten meister und den glefen, die mit ime worent Apra 57. und den werglüten ; die fürent hinweg feria sexta ante diem inventionis sancte crucis. Item fünf hundert gülden sint jungher Johanse von Liehtenberg geluhen. Mai s. Item feria tertia post diem inventionis sancte crucis, do gab ich dem Böckelin dem meister 140 güldin zu solde vür vier wochen und 30 lib. den söldenern, die mit ime us rittent und 17 lib. den 17 glefen, die er her wider heim schihte von zweier dage wegen irs soldes. Item sime koche 2 lib. Item sime smide 1 lib. Item dryen pfiffern 3 lib. und aber 3 lib. Item 9 Steinmetzen und murern 21 lib. und 12 sol.; der soll ging an feria secunda Mai 7 . post diem inv. sete. crucis und daz was für solt drye wochen. Item so hab ich geben dryen smiden und eim seiler 9 lib. und 12 sol.; daz ist ouch ir solt drye wochen alz den vorgenanten Steinmetzen und murern. Item dem t.und 9 zinbermeistern hab ich geben 23 lib.; daz ist ouch ir solt drye wochen alz den Steinmetzen und murern vorgenant. Summa 140 güldin und 111 lib. und 4 sol. 1 Vgl. den Bericht bei Königshof. (Hegel II, 812113). Do men zalte 1386 jor, do kette juncher Jo- hans von Liehtenberg einen grossen krieg mit zweigen edeln knehten genant Hennyn Strouffe (Hensel Streiff von Landenberg) und Hans von Albe (Johann von Bitsch) und schedigetent zft beden siten vaste ein ander, dise zwene edelknehte enthielten!: sich uf einre vesten genant Löwenstein; daz was eine güte bürg von gebuwe und böse von roubende. do bat juncher Johans von Liehtenberg die von Strosburg, wan er ir burger was, das sü ime zft helfe kement wider sine vorgenanten viende. also zogetent die von Strosburg us mit dem von Liehtenberg für Lowestein mit bühssen und werken und stürmetent die bürg vaste und undergrftbent den berg und fels, do die bürg uffe stont, das sich die innern entsossent und gobent die bürg uf, do men uf 8 tage was dervor gelegen und lies men sü enweg gon. do wart uf 14 tusent gülden verzert und gen grebern und werglüten verlonet. 2 Her bekanntere Name dieser in der Nähe von Weißenburg gelegenen Burg ist heute Lindenschmidt. Vgl. über Lage und Zustand Mündel, Vogesen. — Vgl. [Fritz] die alten Territorien des Elsaß. S. 151. — Vgl. Lehmann, Geseh. v. Hanau-Liehtenberg. 1, 152. 5 io 15 20 25 30 35 40 1386 1 81 Item so hab ich geben meister Sengelin und eime sime houbtknehte 5 lib. 4 sol. minre; daz ist ir solt drye Wochen alz den vorgenanten, dedi ect. meister Sendelin und sime süne, do sü her heim koment, 6 lib. minus 14 den. irs lones. Item so hab ich geben Cünrat Armbroster und 21 schützen zü ime 40 lib. und 5 18 sol.; daz ist ouch ir solt drye wochen alz den vorgenanten. Item so habe ich demselben Cünrat Armbroster geben 12 sol. umbe senewen garn zu armbrosten. Item so hab ich geben 4 lib. den blüthersten und 2 sol. umbe ein baner. Item so hab ich dem lonherren geben 50 lib. die wagenknehte und ire pferide io zu lifernde. actum feria secunda post diem inventionis sancte crueis. Man. Item feria quarta proxima post diem beate Sophie do gab ich dem lonherren «»ne. aber 50 lib. Item in die predicta do gab ich öch den Steinmetzen, die do noch fiirent, 25 lib.; enpfing Jeckelin von Hagenow. io Item in eodem die schiht ich öch mit dem lonherren den glefen die zu Honburg ligent 60 lib. Summa 261 lib. 7 sol. minus 2 den. Item 6 sol. gen Than und gen Madenberg zu manende. Item 30 sol. gen Crützenach, gen Erpach und zu den von Nassöwe zu manende. 20 Item 2 lib. umb 20 secke. Item 28 den. umb zwei sper, die baner us zu steckende. Item 12 sol. hertzoge Rüpreht von Hegern zu manende. Item 5 sol gen Honburg dominica ante ascensionem domini. f/-» 27. Item feria tertia ante ascensionem domini 310 lib. dem lonherren und des selben Mai 29 . a6 dages 100 lib. dem Berer. Item 6 sol. umb zibollen und umb klobelöch. Item 17 sol. 1 den. umb retiche. tem feria tertia predicta 2 lib. den blüthersten und 1 lib. den phiffern und 3 sol. 2 »- umb ein baner den blüthersten. 30 Item 8 sol. Rülman gen Honburg und do zü wartende. Item in die ascensionis domini 5 sol. gen Honburg. Mai 31. Summa: 400 lib. 19 lib. 14 sol. Dis ist der koste in die küchin. Item Heinze Pfister 2 lib. und 2 sol. umbe erweiszen und ander smelsete. 85 Item 13 sol. umbe ein schibe saltzes. Item 2 sester saltzes umbe 7 sol. Item 2 lib. und 6 den. umbe schusseln, kare und umbe ander geschirre, daz in die küchin gehöret und ouch umb 200 krusen und dovon zü tragende. Item 3'/ 2 sol. umb hültzen kannen und umb rückörbe. Item 15 sol. und 2 den. umbe essich. Item 2 lib. minus 4 sol. umb smaltz, daz wag 1 zentener und 3 lib. Item b 1 / 2 lib. und 6 sol. und 1 den. umb speck, der wag 2 1 / s zentener und 28 40 182 1386 lib. und umbe hammen, die wugent 60 lib. und ouch umbe bühszen, die wugent 56 lib. und do von zu tragende wart birtsche. Item 7 sol. umbe oley. Summa 14 lib. und 3 den. Item 3 lib. und 2 sol. umbe meyevische Cüntz Forner. Item so vil wurtzen 3 '/, lib. süszer wurtzen; 2 lib. ingebers; 2 lib. pfeffers; 1 lib. safferans; 6 lib. wiszes tresemers; 1 lib. rotes tresemers; 20 lib. ryses. Item 3 striche ducher; koste alles zu sammene 21 lib. und 5 sol. Item 6 guldin umb ein salmen. Item 10 sol. on 2 den. umb messer und umbe schindeldeller. Item 6 lib. und 3 sol. umbe kese, ancken und umbe 20 hundert eyger Lienhart Hünrer. Item 2 u . 2 sol. unser herren kuchinwagen zu beschiahende. Item 3 lib. 11 sol. umbe semelmel; des ist 3 sester und umbe brot. Item 1 sol. umb ein weidesag. Item 1 lib. l 1 j i sol. 1 den. umbe senf, zibollen, klobelöch und retich und worent der retiche 1200. Summa 26 lib. 23. den. und 6 guldin. Item 4 sol. umbe honig. Item 21 sol. on 4 den. umb schandein und schindelladen. Item 3 lib. umbe secke. Item 10 sol. umbe hantweheln und fürducher. Item 4. lib. minus 4 sol.; koste ein rot luder wines dem gesinde und 8 sol. umbe zwei lere halbe luder. Item 14 sol. umb 6 fesselin, do die wine in wurden! gelossen. Item 3 lib. umb 20 quart. habern und 2'/ ä sol. zii tragende und zu messende. Item 100 guldin herrn Götze Wilhelm umb küwe in die reise. Item 1 lib. 5 sol. Gunrat Armbroster umbe hanf und wahs zii armbrosten. Item 8 lib. 5 sol. umbe ein wis Inder wines. Item 7 lib. umbe ein rot Inder wines. Item 6 sol. dem faszieher und 10 sol. 5 den. dem küffer und zu füllende. Item 16 den. umb ein sip zu pulfer Item 9 sol. gen Than und gen Madenberg anderwerbe zu manende. Item 15 sol. gen Mentze den von Sponheim zu manende. Summa 30 lib. 17 sol. minus 1 den. und 100 guldin. Item 3 lib. minus 3 sol. umb swebel und umb zwei schencke liehter in die reise; wart Ellewibelin der appetekerin. Item 2 lib. 3 sol. 2 den. umb zwo besehen. Item 7 lib. gab ich Martin des ammemeisters kneht; hatten! die greber verzeih, die zürn ersten an weg fürent. Item 6 lib. minus 2 sol. Andres Klamman umb mitbeler zu fenlin und der von zu molende und von senken zu molende. Item 200 lib. schiht ich dem Baerer in die reise mit meister Johannese dem seidener feria sexta ante festum penthekosten. Item 1 lib. von zweier phiffer pferde. Item 10 sol. und 1 den. umb ein pfanne in die reise. 5 Item 2 lib. 4 sol. und 1 guldin Oetdelin Silberbürner; verzertent die hündersten greber. Item 2 1 /, hb. 2 uncen umb exe und howen. Summa 200 lib. 25 lib. 6 sol. minus 5 den. und 1 güldin. Item 35 sol. umb schelte zu spiessen. io Item 15 sol. 2 den. umb spies ysen. Item 3 sol. umb grüne was und bappire in die reise. Item 217 lib. schiht ich dem lonherre in die reise mit Reimbolt Wetzel und mit des lonherren kneht feria secunda proxima post diem festi pentheeostes. Item 13 sol. minus 4 den. den schützen umb federnpfil zu fidernde und umb garn zu gennen. Item 10 sol. zweien wegen zu zerende, die unsern koste und spise fürtent und pfale. Item 1 lib. 6 sol. minus 2 den. umb scherter zu bauern und der von zu machende. Item 15 sol. den naht rittern von 18 fesselin zu füllende. 20 Item 10 lib. 12 sol. und 4 den. feria quarta post festum penthecosten in die reise gab ich umb spek, sweig kese, swebische kese, umb oley, umb erweis sen, umb schüssel und kar, umb senf, umb sältz und umb matzen und umb schände! liehter und umb schindelteller und k(l)ein seile. Summa 223 lib. 9 sol. 25 Item 200 lib. und 200 guld. schiht ich dem lonherren mit sime knehte und mit Hans von Mülnheim feria secunda ante festum corporis Christi. Item 5 sol. Dietherich Kesseler dem bühssenschiesser zu zerende, do er an- weg für. Item 3 */g sol. von wegen zu beschiahende und essen zu machende, do men zu 3o hünderst noch unsern herren fuor. item 5 sol. eime hotten, der dag und naht lief har von Honburg und ein warnunge brohte von Mentze. Item 12 lib. den blüthersten, do sü von der reise koment. Item 6 guldin dem bühssenschiesser von Basel und 2 lib. minus 2 sol. die her- berge abe zu tünde. 35 Item Hense Beumelin von Küngeshofen 2 lib. für ein abegeritten pfert. Item 60 guldin den 10 hündersten. Item in die beatorum Petri et Pauli appostolorum do gab ich dem lonherren 100 lib. und 9 lib. Item 200 guldin gab ich meister Burgelin und sinen gesellen. •io Item 7 lib. und 8 den. gab ich Martin, daz die greber bi ime verzertent, do sü von der reise koment. Summa 400 güldin 40 guldin 300 lib. 12 sol. und 2 den. Juni 8. Juni //. Juni 73 . Juni t8. Juni 29. 184 1386 Juni 3o. Item crastino beatorum Peter et Pauli do gab ich dem lonherren 110 lib. und 200 guldin. Item 6 lib. 2 uncen von der Küche pferde in der reise nam des ammemeisters kneht. Item 25 guldin dem Berer de gratia. juii 7. Item 100 lib. gab ich dem lonherren feria sabbati post Udalrici. Item 35 lib. von der lüte wegen zu Lowestein. Item 1 lib. 4 sol. umb ysen und stahel zu howen und zu exen in die reise. Item 36 lib. umb habern und umb win dem landvougte, kam in die reise wurden! Burckelin von Botwilr. Item 10 guldin hern Stephan dem schriber de gratia. Item 10 guldin Hügelin Süssen de gratia. Item dem lonherren 20 guldin de gratia. Item 36 sol. umb zwene Schillinge düchelysen in die reise; wart Claus Schmit von Bütenheim. Item 8 lib. und 2 sol. Cünrat Armbroster, die man ime schuldig bleip in der reisen an sime solde. Item 70 lib. und 34 sol. umb die kuter und umb die seile, die dar zu Komment und umb die seile zu den wercken; wurden meister Hug seiler. Summa 370 lib. und 265 guldin 8 den. minre. juii 2t. Item 100 lib. gab ich dem lonherren uf sant Arbogastes dag. Item 2 lib. und 28 den. eime brotbecker von Hagenowe, hiessent die brotherren. Item 16 guldin dem Bocke dem meister für ein pfert, ging ime abe in der reisen. Item 8 guldin dem lonherren vür ein pfert. Item 8 sol. dem schultheissen von Eckeboltzheim sine herberge abe zu tünde. Item 4 lib. und 4 sol. Volmar dem Würte zu Hagenowe umb brot, hies der ammenmeister. Item 20 guldin meister Sendelin de gratia. AugusH3. Item 200 guldin leb ich dem lonherren feria secunda post Laurencii martiri und sol mir sü wider geben, so er daz gut verköffet zu sant Arbogastes brücke. Item 9 lib. meister Johans dem scherer und den zweien knehten, die bi ime in der reisen worent. Item 4 lib. Wirich Püllers frowe für daz ir genommen wart zu Lowenstein. Item 2 lib. Heintze Pfister, daz er in der reisen büch. Summa 244 guldin und 121 lib. 14 sol. und 4 den. Item 21 lib. umbe seil Claus zum Salmen in die reyse. Item 3 lib. minus 18 den. Heintze Betenbach von Wissenberg umb tüchel yseh in die reise. Item 10 guldin aber meister Bürgelin umb daz er der stat gesworn hat zwei jor gehorsam zu sinde, wenne men in manet. Summa 14 lib. minus 18 den. und 10 gülden. Item distributa 1200 guldin und 32 guldin. s 10 16 20 25 30 33 40 1386 185 Item 2000 lib. den. 300 üb. 24 lib. und 21 den. ane wagen und karriehe Ion. 1 Item 900 lib. und 70 lib. gab ich den luten in Crutenowe für ir eygin und für irn schaden. Item 200 guldin gab ich dem lonherren feria sabbati ante festum Martini zö N o«. io. 5 buwe, hies der rat. Item 400 guldin gab ich dem lonherren feria quarta post festum beati Martini ,v 0 „. u. zum buwe, hies der rat. Item 200 guldin gab ich dem lonherren feria tertia ante Katherine virginis zum No«. so. buwe, hies der rat. io Item 200 guldin dem lonherren feria tertia post Katherine virginis zum buwe, rtoo.av. hies der rat. Item 200 guldin dem lonherren feria tertia ante Nycolai episcopi zum buwe, hies Decbr. i. der rat. Item 200 guldin dem lonherren feria tertia ante Lucie virginis zum buwe, hies Dccbr.n. 15 der rat. Item 200 guldin dem lonherren feria tertia ante Thome appostoli zürn buwe, hies der rat. Item 200 guldin verköft ich feria quinta post festum assumptionis beate Marie, Augmue. ieden guldin umb 11 sol. minus 2 den. summa 100 lib. und 8 lib. und 4 uncen. 20 Item 200 guldin hab ich dem spittal geluhen. Item 300 guldin verbotet ich feria secunda post festum assumptionis beate Marie a^usho. virginis, ieden guldin umb 11 sol. minus 2 den. summa 150 lib. 13 lib. Item 200 guldin gab ich dem lonherren zum buwe in vigilia Mathei appostoli, sepi.so. hies der ammemeister und der rat. 25 Item fünf hundert güldin schiht ich mit dem von Stille und herrn Cüntze Müller dem gemeinen bunde gen Mentze feria quinta ante Michehelis sub anno 1386. 8epi - s7 - Item 400 guldin gab ich dem lonherren zürn buwe feria sexta ante Michehelis, hies der rat. Item 400 guldin gab ich dem lonherren zum buwe feria quinta ante Luce evange- oct. u. so liste, hies der rat. Item 200 guldin gab ich dem lonherren feria sexta post Galli confessoris zum oct. m. buwe, hies der rat. Item 200 guldin gab ich dem lonherren feria quarta ante Symonis et Jude appos- oct. u. tolorum zürn buwe hies, der rat. 35 Item 200 guldin verköft ich feria quinta post Udalrici, ieden guldin umb 11 sol. JM3. minus 1 den. Summa 109 lib. und 2 uncen. Item 200 guldin verköft ich feria sexta post Udalrici, ieden guldin umb 11 sol. jms. minus 1 den. summa 109 lib. und 2 uncen. 40 Item 200 guldin verköft ich an sant Arbogastes dag, ieden gülden umb 11 sol. juusi. minus 3 den. summa 107 '/ 2 lib. 1 Hier folgen 27 leere Seiten, dann die weiter abgedruckte Aufzeichnung anderer Ausgaben. Juli 31. Juni 7. Juni 48. Juni 19. Juni 20. Juni 27. Juni 28. Juni 30. Juni 2. Juni 4. Mai 3. Mai 28. Mai 29. Juni /. Item 200 guldin verköft ich feria tertia post Jacobi apostoli, ieden guldin umbe 11 sol. minus 1 den. summa 100 lib. 8 lib. Item 200 guldin verköft ich feria quinta ante festum pentecostes, ieden guldin umb. 11 sol. summa 110 lib. Item 200 guldin und 20 guldin verköft ich feria secunda ante festum corporis 5 Christi, ieden guldin umb 11 sol. summa 100 lib. 10 lib. wurdent unsern herren. Item 800 guldin verköft ich feria tertia ante festum corporis Christi, ieden guldin umb. 11 sol. minus 1 den. summa 400 lib. 47 lib. 11 sol. und 8 den. Item 200 guldin verköft ich feria quarta ante festum corporis Christi, ieden guldin umb 11 sol. minus 1 den. summa 100 lib.’ 9 lib. und 2 uncen. i 0 Item vierdelhalbhundert guldin verköft ich feria quarta post festum corporis Christi, ieden guldin umb 11 sol. summa 192 lib. und 10 sol. Item 120 guldin verköft ich in vigila Petri et Pauli apostolorum, ieden guldin umb 11 sol. summa 66 lib. Item 300 guldin verköft ich crastino beati Petri et Pauli apostolorum, ieden 15 guldin umb 11 sol. summa 165 lib. Item 100 guldin verköft ich feria sabbati post festum ascensionis domini, ieden gülden umb 11 sol. summa 55 lib. Item 600 gülden und 74 gülden verköft ich feria secunda post festum ascensionis domini, ieden gülden umb 11 sol. summa 300 lib. 70 lib. und 30 sol; wurdent unsern 20 herren. Item 600 gülden verköft ich 14 dage noch ostern, ieden gülden umb 11 sol. summa drühundert lib. und 30 lib. Item do noch verköft ich 100 gülden, ieden gülden umb 11 sol. und 1 den. summa 55 lib. und 5 uncen. 2r> Item do noch verköft ich 400 gülden, ieden gülden umb 11 sol. und 2 den. summa zweihundert lib. 23 lib. und 4 uncen. Item 300 gülden verköft ich feria secunda ante ascensionem domini, ieden gülden umb 11 sol. summa 150 lib. und 15 lib. Item feria tertia ante ascensionem domini verköft ich 100 gülden, ieden gülden 30 umb 11 sol. summa 55 lib. Item dem schaffener uf unser frowen hus hab ich geluhen 500 guldin usque ad festum Martini. actum crastino ascensionis domini. Item 1 guldin gab ich den juden zu verzerende des dages, do sii die schencke beietzetent. 33 Item 11 guldin den herren, die do bi worent, do men die juden schetzete. Dis ist der koste vor Löwestein und in Crutenowe sub anno 86. Str. St. A. G. U. P. lad. 22. schmales Papierheft von 24 Blättern, von denen die ersten 7 und die letzten 3 beschrieben sind. 341. Ratsbeschluß betreffend das Frauenhaus. 1386. 40 Item es sol nieinan keine stunde noch tage machen uff unsere frauen hüs, noch 1387 187 in unser frauen hof, noeh kein gespreche do haben bey straff 30 sol., doch sol dis unsern rat und so wir von unserre stette wegen zu schaffen hant, nützit ane gon. 'Register allerhand Urteilen 1386 > aus Wencker's Auszug aus d. Protokollen, ed.Dacheux 1891 pg. 194. 5 342. Baisbeschluß betreffend die Einsetzung von drei Pflegern für die Jahresabrechnung des Dominikanerklosters . 1380. Unsere herren meister und der rat hant mit urteil erteilt, das man den predigern und irme huse in unser stat gelegen 1 drye pfleger geben sol, die mit namen alle fronen vasten by iren rechenungen sin sollent, wenne ouch dieselben bruder gemein- i« liehen des erbeten hat. und daruinbe so hant schöffel und amman erkant, das dieselbe urteil also stete sol sin und ewicliche hüben, also das dieselben bruder noch ir nachkommen derselben ires huses guter nut kouffen, noch verkouffen, versetzen noch verseren sollent in denhein weg, es si denne mit wissen und wille derselben pfleger oder die denne an ire stat kommen!, und was su ouch also verbriefent, 15 do sollent allewege die pfleger mit namen in den brieten geschriben ston; und wo anders geschehe, denne als vor geschriben stat, das sol keine kraft noch mäht haben ane alle geverde. actum anno 86. Str. St. A Schilter,Jus statutarium fol. 283. 343. Johannes, Herzog zu Luxemburg und Görlitz und Markgraf zu Lausitz an 20 Strassburg: fordert auf Ansuchen des englischen Königs und seiner Gemahlin die Stadt auf, dass sie ihren Bürger Bruno von Rappoltstein 2 anhalte, den von ihm gefangenen englischen Ritter Johannes Harleston freizugeben. Luxemburg [1387] Jan.O. Str. St. A. AA. 112 nr. 94. or. ch. lit. cl. Gedruckt. Mappoltst. Urkb, II nr. 273. — Vgl. Albrecht, Bruno v. Bappolt. (Vortrag n 1892) S. 14. 344. Aufzeichnung über die Sühneverhandlungen mit Jean de Vergy: Es ist zu wiszende, daz getedinget ist zwüschent mime herren von Strasz- burg, der stat von Straszburg, den richstetten und demme grefen von Lützelstein, und die des bundes sint, ire dienere, ire helffere und die zu in gehören!, uff einsite unde an zwüschen dem herren von Nuwenburg von des von Versey wegen herre von Fofansz, sine helffere, dienere, und die zu ime verbunden sint, uff die andersite in dise wise, alz her noch geschriben stot: 1. Scliettelon wird an Vergy zurückgegeben. — 2. Schaden und Kosten sollen ston uff dem vorgen. mime herren von Straszburg und uff dem vorgen. herren von 35 Nuwenburg. unde söllent dar über sprechen mynne oder recht, wie daz in fuget, alz 1 An der Stelle des heutigen Prot. Gymnasiums. 2 Bruno v. Bapp. war Bürger von Straßburg seit dem 2. October 1383. 188 1387 denne der vorgen. min herre von Straszburg und der obgen. herre von Nuwenburg miteinander einhelleklichen überkoment. unde hant ouch die vorgen. herren macht die Sache zu verzihen one allen schaden, alz sü danne überkommende werdent eyn- helliklich, alz vor bereit ist. — 3. beide Parteien sollen sich fürder keinen Schaden von des Krieges wegen zufügen. — 4. ouch ist bereit, daz der fryde, der so benennet J Fei>r 3 ii waz kitz sante Hylarien tage, der ist erlengert untz uff den 15. tag noch der lieht- mesze. item ist bereit, daz min herre von Straszburg den herren von Nuwenburg Jan. is. zwüschen hie und sante Vincensius tage sol laszen wiszen, obe die dedinge, alz bereit ist, ein vürgang also habe, in aller der mosze sol ouch der von Nuwenburg min herren von Straszburg loszen wiszen von jener site, obe die dedinge einen vürgang also haben sölle. item alle gefangen, die zu bedensiten gefangen werent, den sol man zil geben uff Sicherheit sicher wider zu antwurten ahte tage noch dem uszgonden fryden. Ouch ist bereit wer es, daz die dedinge also volleginge, dass der von Versey Schettelon wider buwende würde, so sol er wol versichern und sicher machen mit güten bürgen und ander Sicherheit, daz er noch die sinen und die zu ime verbunden sint noch niemen anders keinen schaden noch unlust niemerme von der vorgen. vesten Schettelon sollen! getün noch schaffen geton werden dem vorgen. mime herren von Straszburg, der stat Straszburg, den richstetten und dem grefen von Lützelstein und die zu in verbunden sint und sünderliche den, die vor der vesten gewesen und von deine kriege sint. [1387 Anfang Januar.] Str. St. A. G. D. P. lad. 22. 1. cop. eh. coaev. 345 . Diether Kemmerer der Bürgermeister und der Rat von Worms an Mainz, Strassburg und die übrigen rheinischen Städte: bitten um Widersagebriefe und Hülfe gegen Graf Emicho von Leiningen, weil derselbe Hansen von Tlian, Diether Kemme- rers swester sun.an sinen armen luten zu Hauenstein, zu Wernhersberg und anderswo . . . Unrecht gethan und sie gefangen habe. Die Absagebriefe soll der Bote gleich mitbringen, die Diener mit den Glefen sollen über 14 Tage zu Thann sein. datum a. d. 1387 sabbato post conversionem sancti Pauli 1387 Januar 26. Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 B. fase. XI. cop. eh. coaev. 346 . Ratsbeschhiß über Feilhalten irgendwelcher Waaren auf städtischer Almende. 1387 Januar 27. Unserre herren meister und rat sint übereinkomen, daz hinnanfürder nieman nütschit veil haben sol uff unserre stette almenden, wo daz ist, die er nüt verzinset, und wer daz darüber verbreche, der bessert 30 sol. darzü so wil man ime dieselben sine gewerde nemen, die er dann veil het und sol die gewerde unserm spittal werden, ouch wil man hüte darüber setzen. actum et pronunciatum dominica proxima ante diem fest! purificationis beate Marie virginis sub domino Johanne de Kagenecke juniori anno 87. s 10 15 20 25 30 So Str. St. A. Stdtordn. Bd. 29 fol. 7. 1387 189 347. Graf Symont zu Sponhein und Vianden an Mainz: erneuert seine Bitte einen Tag zu Mainz anzusetzen zur Unterhandlung zwischen ihm und Strassburg und mahnt Mainz um Zusendung der vertragsmässigen Glefen zum Freitag nach purificatio Marie ( Februar 8.) datum Crützenach tertia feria post diem conversionis sct. 5 Pauli anno octogesimo septimo. Kreuznach 1387 Januar 20. Str. St. A. G. U. P. lad. 48/491*. fase. XI. cop. ch. coaev. 348. Papst Urban VI bittet die Bürger von Strassburg sich bei Bruno von Rappoltstein für die Befreiung des von diesem gefangenen englischen Ritters Johannes Harleston und seiner Begleiter zu verwenden. datum Luce id. februarii pontificatus io nostri anno nono. Lueca 1387 rebruar 7. Aus Wencker, de ußburg. 170 nr. 3 und darnach gedruckt im Bappoltst. Urkb. II, nr. 274. 349. Anne von Mülnheim hern Johans dohter von Mülnheim eins ritters, des burggraven zu Straszburg empfängt von Meister Johans von Kagenecke und dem Rate Bürgerrecht zu Straszburg und schwört den Bürgereid vom Niclaustage an auf 15 10 Jahre. datum uffe den nehesten frytag nach sante Veltins 1387. 1387 Februar 18. Str. St. A. 6. U. P. lad. 272 nr. 1. or. mb. lit. pat. c. sig. petid. del. 350. König Wenzel fordert Bruno von Rappoltstein auf, den Ritter Johannes Harleston frei zu geben, gebenn zu Amberg am aschtag inn der vastenn reg. hob. 20 24, rom 11. Amberg 1387 Februar 20. Colmar. Bez. Arch. cop. Gedr. Wencker, de ußb. 183 p. 3. — Bappoltst. Urkb. 11, nr. 276 a . 351. Waltpurg von Lützelstein vrowe zu Geroltzecke am Wahsichen empfängt vor Meister Johans von Kagenecke und dem Rate das Bürgerrecht und schwört den 25 Eid auf 10 Jahre von Niclaustage an. an der nehesten mitewochen noch dem sunnentag in der vasten alse man singet Reminiscere 1387. 1387 März 6. Str. St. A. G. U. P. lad. 272. or. mb. lit. pat. c. sig. pend. del. 352 König Wenzel an Strassburg: teilt mit, dass er wegen einer Feuersbrunst die Bürger von Rosheim für etliche Jahre befreiet habe . . . von Steuer und ungelt, die 30 uns und dem reiche geburet, und bittet denselben auch für ihre hohen Geldschulden an Strassburger Christen und Juden langen Aufschub zu gewähren. Heitinsfelde des mitwochen nach sand Gregor! tag. reg. hob. 23 reg. rom. 11 jaren. Heidingsfeld 1387 Mürz 13. Str. St. A. AA. 107 nr. 42. or. ch. 190 1387 353. Primislaw Herzog zu Teschen schickt an Bürgermeister und Rat der Stadt Strassburg die Abschrift eines an Bruno von Rappoltstein gerichteten Schreibens in Betreff des englischen Ritters Johannes Harleston und fordert die Stadt auf, den genannten Bruno als ihren Mitbürger anzuhalten, dass er dem Schreiben gemäss handle. geben zu Luczemburg am mitwochen vor dem palmentage. s Luxemburg [1387 Mürz 22.1 Str. St. A. AA. 112 nr. 102. or. mb. lit. el. Gedr. Rappoltst. TJrhb. II, nr. 278. 4 354. Hermann Bosze von Waldech sühnt sich mit der Stadt Straßburg, Johann von Liechlenberg und andern. 1387 April 6 . w Ich Herman Bosze von Waldecke edelkneht verjehe und erkenne mich offenlichen an diesem gegenwärtigen brieffe also, als ich von Hansen wegen von Albe gegen dem edeln jüngher Joban herren zu Liehtenberg der von Straszburg bürger und den Iren mit widersagen zu lientschafft bin körnen, das ich dar umb mit in luterlichen und gentzlichen gerächt und gesund bin. und hau auch die selbe lientschafft und das 15 widersagen für mich alle min helffer und diener abgetan und dü das abe an diesem brieff gegen den wisen und bescheiden meister und rat zu Straszburg vorgenant, gein jungher Johans von Lieehtenberg egenant, allen den' Iren und allen iren helffern, wer die gewesen und wie die genant sint, und auch gegen vroü Fyen Bullerin, Wirch Pullers seligen witewe und allen den iren ane alle argelist und geverde. und des zu so warem urkiinde hau ich myn eigen ingesigel gehencket an diesen brieff, der geben wart do man zalte von gottes gebürte drutzehenhundert syben und ahtzig jare an dem heiligen osterabende. Str. St. A. G. U. P. lad. 166 nr. 66. or. mb. lit. pat. c. sig. pend. 355. Basel an Straßburg: hat gerüchtweise erfahren, daß die Bildung einer 2 s Herren- und Rittergesellschaft im Werke sei, und bittet Erkundigungen darüber einzuziehen. 1387 April 13. Williger dienst si üwer guter früntschaft um uns alle zit vorgeschriben mit gantzer stetkeit. lieben fründ. von des hofs wegen, der da kürtzlich sin sol zu nidren Baden, als ir wol wissen!, da ist uns fürkommen und geseit, wie sich da herren, ritter 30 und knechte sich meynent ze underreden umb ein geselleschaft und vereynung ze tünde, da bittent wir üch mit gantzem ernst, wand ir die sint, die dem gelegen sint und aller best könnent und vermSgent heimlichen umbe die Sachen erfaren, das ir uff demselben hoff üwer botschaft und kuntschaft haben wellent ze erfarende, waz da soliclier Sachen oder ander, die die stette angan möchten getriben getan und ge- worben werdent, und ob ir ützit da erfürent, das ir uns das ouch denne förderlich wissen liessent durch unsers dienstes willen umbe das wir uns ouch denne dar nach gerichten köndent. datum sabbato ante Quasimodogeneti anno 87. Heinrich Ryche ritter burgermeister und der rat der stat Basel. 40 1 I 1387 191 [1% verso ] Den fürsichtigen wisen ünsern sundern güten fründen, dem meyster und dem rate der stat Strasburg. Str. St. A. G. ü. P. lad. 48/49 B. fase. VII. or. mb. lit. cl. c. sig. i. v. impr. del. 35G. Heinrich Camerer edelkneht hern Heinrich Camerers sun schwort Urfehde von s der Sache wegen, . . . also als mich die wisen bescheiden meister und rat zu Straz- burg und der edel jungherre Johans herre zu Liehtemberg ir burger und die iren vor Löwenstein viengent und mich in iren sleszen etwie lange zit gehebt hatden. Er verzichtet auf alle Ansprache gegen die genanten und gegen frowe Phyen Püllerin, Wirich Poliers seligen wituwe. Er siegelt und auf seine Bitten auch: her Syfrit von io Wildenstein, her Heinriche von Fleckenstein der jünger, her Symont von Castel, her Johan von Wartenberg ritter und Heinrich von Herbotzheim ein edelkneht. geben ahte tag nach dem heiligen ostertage, alse man singet in der heiligen kirchen Quasi- modogeniti 1387. 1387 April Str. St. A. G. D. P. lad. 17 nr. 1. or. mb. lit. pat. c. 6 sig. pend. iä 357. Johans Pfaffenlap der eitere der Meister und der Rat von Strazburg an die rheinischen Bundesstädte: teilen mit, daz . . . der edel jungherre graf Emich zu Leiningen groszen schaden getan haut dem erbern fromen ritter herrn Heinriche von Fleckenstein dem jungem unserm burger, sinen luten und den sinen mit brande mit nomen mit gefengnüsze und mit andern groszen und vil schedelichen dingen mit 20 namen zu Sultze und zu Hohenwilre . . . und mahnen um die vertragsmässige Hülfe gegen diesen Grafen von Leiningen. (Dieselbe Mahnung ist auch an die schwäbischen Städte ergangen.) datum feria secunda proxima post dominicam Quasimodogeniti anno ... 87. 1387 April 15. Str. St. A. G. D. P. lad. 48/49 B. fase. XI. cop. ch. coaev. 25 358. Johann von Nassau an die rheinischen Städte: laszen uch wissen, daz uwere dienere und frunt uns aber vaste entryden sint ane unser wiszen, also als wir noch in unser kriege und friede sin mit den, da ir unser helffere wyder syt. und wand uns ouch die zal lute von uch nit gentzlich worden ist, darumbe wir uch vil geschritten und gebeten hant . . ., so bittet er die Hülfe unverzüglich und zwar jest vollzählig 3o zurückzuschicken. datum dominica MiSericordia domini. [1387 April 21.] Str. St. A. G. D. P. lad. 48| 49 B. fase. XI. cop. ch. coaev. 359. Graf Symont zu Sponheim an (Mainz): inanen, daz ir uns schicken wellent uwer zale lute nach innehalte der verbuntnüsze und ouch die von Strazburg und die ander stette beschribent, daz sie ouch ire zale uns schicken wellent, daz die sin zu 35 Crutzenachen von nü dunrestage nehste körnet über ahte dage, daz ist mit namen uf den dunrestdag nach dem sunnendage Jubilate, und tunt har zu, also wir üch besonder Mai 2 . VI. 25 geloben und getruwen und als ir woltent, daz wir uch deten. datum Crutznach quarta feria post dominicam Misericordie domini. Kreuznach 1387 April 24. Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 B. fase. XI. cop. ch. coaev. 360 - Strassburg an die rheinischen Städte: bittet im Hinweis auf die bereits ergangene Mahnung für Heinrich von Fleckenstein, die vertragsmässige «kleyne summe der glefen» zum Freitag über 14 Tage (Mai IG.) in die Stadt Weissenburg zu senden. Auch soll jede Stadt ihre Boten mitschicken.durch das, daz man sich danne da underrede untereinander, was man mit den glefen schaffen oder wohin man sie legen wolle. datum sabbato proximo post diem seti. Georii anno dom. 87. 1387 April 17. Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 B. fase. XI. cop. ch. coaev. 361 Gedächtni.sZettel für Straßburger Gesandte. [1387 April.] Zum ersten als der von Mencze frunde den andern stetde fründen furgeleit hant von unsers herren des kunig wegen, als er mit etlichen der von Mencze fründe zu Wirczeburg 1 geretd hat von einer eynunge mit den stetden am Rine. Item von dez dagis wegen, der zu Eszelingen sol sin uff mitwoche aht. dage 8. nach Walpurgen. Item zu beleihen den holden, die man uff den selben dag gein Eszelingen schickenne wirf, daz sie mit der von Spire frunden an den graven von Wirtenberg riden von der zinse und gülden wegen, die er den von Spire schuldig ist. Item von der juden wegen, als sie cristen ammen und gesinde haben. 2 Item an Herman Boszen und Rudolflf von Montfort, die der stetde helflfere worden! wider grave Emichen. Str. St. A. AA. 110. Papiersettel. 362 . Johann von Nassau an Mainz teilt mit: daz (trotz seiner Mahnung) die von Strazburg, Sletzstat, Ehenheim, Hagenowe, Frideberg, Geylnhusen keynen ir diener noch keyn ir zal glefen bi uns ligende hant, danne die von Spire hand nyd danne drye mit glefen, die von Worms zwene mit glefen letzend bi uns ligende. Dass hingegen Mainz und Frankfurt ihre richtige Anzahl Glefen gesandt haben und dass . . . uns die uwern nit entrydent, als die andern uns entryden sind 3 erkennt er mit Dank an und bittet beide die säumigen Städte an die Erfüllung ihrer Bundespflichten zu erinnern. datum ipso die inventionis sancte crucis. [1387 Mai 3.] Str. St. A. G. U. P. lad. 48)49 B. fase. XI. cop. eh. coaev. 363 . Verzeichnis der Ausgaben, welche die Stadt Frankfurt für Strassburg gemacht hat. 1387 Mai 8. 1) 200 guldin 7 sol., als sie uns gemand hatten vor dy vesten Schechtelon. 10 15 20 25 30 35 1 Der königliche Fürstentag fand statt Anfang März 1387. 2 Vgl. Beschluß der Städtebünde vom 6. Sept. 87 . 8 Vergleiche oben Johannas von Nassau Brief vom 21. April. (1387.) 1387 193 2) 600 guldin, als wir yn mit der groszen summe glefen dieneten, do der von Verse in Elsasz ziehen solde und man sich strijdens vorsach. 3) anno 1383: 15 mit gleven und zwein eynspennegen 26 tage 212 gülden den von Straszburg und Obern-Ehenheim zu dienen. 5 4) anno 1384: 134 gülden 6 sol. unsern dienern mit der groszen summe glefen von 3 nächten, als die von Straszburg uif herr Johanne von Verse gemaned hatten, dye wendig wurden. 5) anno 1386: 80 gülden den von Straszburg. Item so han wir nü zu leste 16 mit gleven, dye zu Wiszinburg den obirsteden •o zu dinste in fruntschafft läggen zu nachtgelde 134 gülden. [Ex libris computationis anno domini 1387 quarta feria proxima post Walpurgis.] Frankf. St. Areh. Reichssach. Act. 135. cop. ch. 364. Ruprecht von Nassau an Mainz und die rheinischen Städte: wiederholt dringlich seine schon vor Jahr und Tag ergangene Mahnung gegen Sifrid von 15 Westerburg und Schauenburg und erbittet die Widersagebriefe nach Sonnenberg zum Sonntag nach Pfingsten (Juni 2). geben uf den dunrestag nach dez heiligen crutzes dage alz ez fanden wart anno 87. 1387 Mai . 9 . Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 B. fase. XI. cop. ch. coaev. — Ebenda fast gleichlautende Mahnung vom 12. Mai. so 365. Die zu Eßlingen versammelten Boten rheinischer Städte an Straßburg: bitten um Vermittlung zwischen Ulrich von Württemberg und seinen Gläubigern. Esslingen 1387 Mai 12. Unser früntlich willig dienst wissent allzit von uns berait voran, lieben herren und fründe. von sölicher schuld und galt wegen, die unser herre von Wirtenberg 25 etlichen stetten iuwern und unsern aidgenossen dez bunds in Swauben schuldig sind, davon wol gros zwaiung und bruch ufferstan mügent und möchten, nü hant si wol etwaz rede mit in gehabt, damit die sach früntlich mag nidergeleit werden, darumbe lieben frwnd bitten wir iuwere fürsichtikait gar mit ernst vlissig, daz ir unserm herren graff Ulrichen von Wirtenberg ainen gerumten zug von iuwern 30 bürgern schaffen von der schulde wegen, die er iuwern bürgern schuldig ist und darumbe er ietzo gemant ist in der wise, alz iuch Anshalm von Wile von gemainer stette wegen iuwer und unser aidgenossen dez bondes in Swauben ouch bitten und an iuch werbende wirt, wan so hoffen wir, daz sölich weg zwischen in erfunden werden, daz aller stette frwnde und bürgere, baidir irs und unsers bunds irer schulde 35 dest forderlicher bezalt werden und daz ouch wir ze widersit dest basz ane krieg und kosten beliben. ouch lieben friunde, als die von Basel in unser aidgenossen der swebschen stette bund körnen sind und daz vil und dik an uns all braucht ist, wie die sach verschieben würde, daz si uns und wir in verbünden weren gelich als ander die swebschen stette, also hant sve daz aber ernstlich an uns erfordert, dez betten aber iuwer frwnde uff dis zit nicht macht, bitten wir iuch aber ernstlich nauch dem, alz der vorgenant Anshalm von Wile an iuch aber werbent wirt von der sach wegen, daz ir iuch darinne alz frwntlich bewisent, daz daz ustrag neme. da erzaigent ir uns sölich besunder lieb und dienst, die wir mit willen gern uinb iuch verdienen wellen. geben ze Esslingen von unser aller haissentz wegen under Goiygen Walderhaimers von Mäntz und Henslins Fritzen von Spire insigel an sun- nentag vor dem uffert tag anno domin i 87. Von uns der stette Mäntz, Worms, Spire, Frankenfurt, Hagenow, Schietstat und Fridberg friunden und hotten, als wir uff dis zit ze Esslingen bi ainander syen. \In verso] Den gar fürsichtigen wisen, dem maister und dem rate gemainlichen der stat ze Strausburg unsern besundern lieben frwnden und aidgenossen. Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49. B. fase. VII. or. eh. lit. cl. c. sig. i. v. impr. del. 366. Bischof Friedrich an Wilhelm von Qrandwillers über die Bühne mit Johann von Vergy. Ruf ach [1387 Mai JA]. Unsern fruntlichen grüs bevor, lieber frünt. als ir uns verschriben baut von der süne wegen der herren von Vergey, von Nüwemburg, sime sune und die zu in gehören! und iren helffern uff einsit und uns, die stat von Stroszburg, des riches stette und dem grefen von Lutzeistein, ir helffer und die zu in geboren! als Zschech- telon wegen uff die ander sit, daz der krieg verrichtet sol sin also, daz man den egenanten herren von Versey die egenante vesti Zschechtelon, als sü nu ist, mit dem, daz dozü gehört, sol lassen volgen ungeirret unser halbe und die uff unser parte des krieges sint und mag öch die vesti wider buwen, ob er wil. do lont wir uch wissen, daz wir der süne in der selben mosse einhelliclichen überkomen sint also, daz man uff bedesite die höbtlüte des krieges iegelich für sich selber und für sine helffere und diener desselben krieges, als es recht und gewönlich ist, spreche und versigele mit namen : wir Friderich byschoff ze Strazburg für uns und unser diener und helffere; die stat von Strazburg für sich, ir diener und helffer; die rich- stette für sich, ir diener und helffere und der grefe von Lützelstein für sine diener und helffere. und lant uns üwer antwurt wider wissen, ob sü die süne also halten wellen!. geben zu Du fach des zystages vor unsere herren uffart tage. [ Nachschrift .] Dis ist ein abeschrift des briefes, so hern Wilhelm von Grandwilr geschigket ist. Str. St. A G. U. P. lad. 22 fase. 1. cop eh. coaev. 367. König Wenzel an Straßburg .- verkündigt, daß er über die Juden von Colmar, Schlettstadt und Hagenau seine Kammerhnechte und ebenso über die drei genannten ihm in dieser Sache nicht willfährigen Städte die Reichsacht verhängt habe und von Straßburg Unterstützung bei Vollzug derselben erwarte. Bürglitz 1387 Mai 18. Wir Wenczlaw von gots gnaden römischer kunig. haben vormals von den juden in unsern und des reichs steten zu Colmar, Sletzstat und zu Hagenow 1387 495 gesessen, unsern camernkneehten, eine summen geltes gefordert und gemutet, das sie uns die noch irer anczal geben und berichten selten, als uns die juden unserr und des reichs stete in Swaben geben und beczalet haben, nu haben sich dieselben juden wider solche unsere forderung und geböte frevelichen geseczet und wollen 5 uns doran nicht gehorsam sein als sie billichen sotten und allein wir sie dorumb mit rechte und urteyle vor unserm und des reichs hofgerichte in die achte gebracht haben, ydoch so hatten wir durch bete willen des edlen Sdislawen von der Weytenmule lantvogten zu Eisassen, unsers liben getrewen solche achte uf eine genante czeite uf geschoben in solcher meynung, das die vorgen. juden bynnen des io in unsere gehorsam körnen und uns solches gelte geben und beczalen sotten, dorumb ouch derselbe lantvogte Dietrich sein sone und Lucze und Bedel unsere diener, den wir das von rechter wissen empfohlen haben, mit in von unsern wegen ernstlichen geredet und sie mit unsern briven gemanet haben, und wann sie in solchem frevel also beliben sind, .das uns kein redlich ende von in werden mochte, so haben wir iS sie vor demselben unserm hofgerichte in unser und des reichs aberachte mit recht und urteyle gebracht, als das usweisen des hofgerichtes brife, die doruber geben sind, ouch hatten wir geschriben den vorgen. steten Colmar, Sleczstadt und Hage- now und in geboten, das sie die vorgen. juden dorzu balden sotten, das sie uns solches gelte unverczogenliehen richten und beczalten, die nicht allein das versaget 20 haben zu tunde, sunder sie in irer widervertikeit gesterket haben, dovon wir sie ouch in unsere und des reichs achte mit rechte und urteyle gebracht haben, und haben geboten den vorgen. lantvogten Dietrichen und Luczen, das sie dieselben aberachte und achte verkündigen und offenbaren sollen, dorumb begern wir an ew- ren trewen ernstlichen und wollen, das ir denselben unsern dienern oder andern, die das von unsern wegen an euch begern werden, wider die obgenanten juden und stete zu verfolgen solcher aberachte und achte beygestendig geraten und beholfen sein sollet, wenn ir des von in ermanet werdet und euch doran in solcher massen beweiset, das wir ewern ernste in den Sachen eigentlichen erfinden mögen, geben zum Burgleins des nehsten sunabendes noch des heiligen uffartstage unserr so reiche des behemischen in dem 25. und des römischen in dem 11 jaren. Per dominum Kapplermn magistrum monete Wlachinco de Weytenmule. Str. St. A. AA. 107 n. 37. or. ch. lit. cl. 368 . Ordnung zwischen Schuhmachermeistern und Schuhmachergesellen, 1387 Mai 18. 35 Es ist zu wiszende, daz dis sint die alten reht, die die schühemachermeister zu Stroszburg gehöbet haut von alters her : • Zum ersten, daz men keime knehte kein brot sol geben noch ym nüt sol essen schicken für daz hus. welre meister dirre dinge keines verbreche, der bessert 5 sol. dem antwerke. und sol es des antwerckes meister und daz gerihte rügen nach 4o hörsage, es sol och ein iegelicher meister sagen sime knehte, so er in dinget, gange er yme über sinen willen massig einen dag, also manigen dag er müssig gange, daz fc?/.V.V.WtW.V 196 1387 er vm darumbe für ieden tag einen Schilling den. abeslahen müsse, und wil ein iege- liclier meister, so mag er dem knehte, der ym massig über sinen willen get, die Schillinge sparen und verswügen untze der kneht von yme wil, so mag er sü ym den ne reclienen und abeschlahen. und weres daz der meister dem knehte nüt abe- schlüge für ieden tag 1 sol. den., so er über sinen willen massig were gegangen, so s bessert der meister für den kneht dem gerihte für ieden tag 1 sol den. also manigen tag, also manigen Schilling, ez sol öch ein iegelicher meister sime knehte yme be- liaben 5 sol. den. sines gedingeten lones untze zu sime zil. wer es daz der kneht von sime meister helfe in dem zil, so mag der meister die egenanten 5 sol. den. yme behaben, ob er wil und sol kein des antwerckes meister noch daz gerihte dem 10 meister, von dem der kneht geloffen si, heissen noch gebieten dem knehte die 5 sol. den. wider zu gebende; sü sollent des meistere sin, obe er wil one mengeliehes wider rede, und öch welre kneht also enweg löffet, der bessert dem antwerke 5 sol. den. und sol mit sime meister überkomen. alle die wile er des nüt tut, so sol er in dem burgbanne keime meister dienen noch keinen schüch machen, und öch welre >s meister den kneht darüber satte oder ym zu wercke gebe, der bessert dem geriht 5 sol. den. und weres, daz der kneht mit dem meister, von dem er gelöffen were, über körnen wolte, wolte denne der meister dem knehte zu herte sin mit dem überkomen, so sol daz überkomen an dem gerihte ston. öch von welme meister sin kneht also löffet, so sol der meister, von dem der kneht gelöffen ist, denselben kneht so rügen und nemen ebne des antwerkes meister und dem gerihte. und welre meister daz nüt tete, der bessert 5 sol. den., wo es dem meister und dem geriht für keine, dise vorge- schriben stücke und reht, wie men die verbreche und wo es dem meister unde dem geriht für kumpt, so süllent sü es rügen noch hörsage by dem eyde, den sü dem antwerke geton haut, und sol ein jeglicher des antwerckes meister und daz gerihte dise vorge- 25 sehriben stucke und reht eime yrme nochkomenden meister und gerihte in den eit geben ez zu halten und zu rügen und zü rehtfertigen und die besserunge zu nemende by dem eyde one alle geferde. und sol dise besserunge eime gerihte fallen und mügent darmitte tün und lassen, also iren eren wol anstot unschedeliche irme eyde. dise vorgescliriben dinge, stücke und reht sint geschehen mit des gantzen antwerckes sv willen und geheile, wen ne arm und rieh darzü beruhet wart, und daz men dise stücke hanthaben und rehtfertigen sol in alle die wise, als es do vorgeschriben stot, so ist zü worer gezügnisze unsere antwerckes ingesigel gehencket an disen brief. der geben wart an dem nehsten samestage noch dem none tage in dem jore do men von gottes gebürt zalte drüzehen hundert jor alitzig und sähen jor. ^ Str. St. A. 6. ü. P. Schuhmacherzunftordnungen, or. mb l. p. c. sig. pend. Gedruckt: Mone XVII pg. 60. liegest: Fritz, der oberrheinische Gesellenausstcmd. Ob. 11. Ztschr. N. F. VI, 132. — Erwähnt: Schanz: Zur Geschichte d. deut. Gesellenverbände, pg. 38. 369 . -Die verbündeten schwäbischen, fr'änhischen und bairischen Städte (unter 40 dem Siegel von Eßlingen) an Straßburg: berichten, daß der Siihneversuch mit den 1387 197 Herrn von Württemberg gescheitert sei und daß sie deswegen schwerlich die vertragsmäßige Bundeshülfe leisten könnten. Esslingen 1387 Mai 27. Unser willig dienst und waz wir gütz vermügen wissen! allezit von uns berait voran, lieben frunde. ez ist iuwer erberiu bottschafft, diu nechst bi uns gewesen ist, s also von uns geschaiden, daz wir iuch schriben und verkünden sölten, wie diu saeh und täding zwischen den von Wurtenberg und unsen ende näme, alz wir die ietzo vor banden gebebt haben, und also lassen wir iueh wissen, daz die von Wurtenberg ir bottschafft erst an dem hailigen pfingstabent zu uns sauten, den berechneten wir Maus. unser schuld in etlicher masze und tetten unser rede, daruff dieselben ir rat und in hotten antworten uns, daz sy ez gerne wider an ir herren bringen weiten und uns denne darumb antworteten, die sind uff liiut baider zu uns körnen und können an ir rede nit anders verstau, denne daz ez ane umbefüren ist und ist euch diu sach gentzlich zerschlagen, doch so manen wir ye darnach ze gedenken, wie wir und die unsern bezalt werden, darumb lieben frwnd mügent ir daz iendert gelogen, so bitten 15 wir iuch mit allem ernst und flisseclich, daz ir unser mit der summe der übrigen spiesz schonent, so ir lengest mügent. daz wellen wir immer gern umb iuch in allen Sachen verdienen, wan ir iuch selb wol verstau mügent, daz wir derselben spiess in disen unsern Sachen gar wol bedürffent werden, aber doch, wenne ir der nit enbern wellent und uns daz verkünden!, so wellen wir gern tun, alz wir iuch schuldig sien 30 und alz wir billieh süllen. geben ze Esslingen von unser aller haissentz wegen an dem mentage nach dem pfingstag under der von Esslingen insigel anno 87. Gemain stett dez bunds in Swaben, in Franken und in Bayern, alz wir ietzo ze Esslingen bi ainander gewesen sien. \In verso ] Den gar fürsichtigen und wisen dem meister und dem rat zu Striiss- 25 bürg unsern lieben aidgenossen. Str. St. A. 6. D. P. lad. 48/49. B. fase. VII. or. ch. lit. cl. c. sig. i. v. imp. del. 370 . Graf Emicho von Leiningen verkündet, dass er zu einer Sühne mit Heinrich von Fleckenstein, der Stadt Strassburg und Hagenau, mit denen er in offenem Kriege gelegen, bereit sei und sich dem Mehrheitsbeschluss der Städteboten auf einem Verso mittlungstage zu Worms unterwerfen und bis dahin Bürgen stellen wolle. geben uff die nehste mitwoche nach dem heilgen pfingestage des jares 1387. 1387 Mai 20. Frankf. St. A. Copialb. VII a 109 nr. 363. cop. coaev. 371 . Stislaw von der Witenmülen, Landvogt im Eisass, an Strassburg: also haben! her Brune von Rappoltzstein und ich einen tag gemäht und bescheiden gen 35 Strasburg uf nü sunnentag, mentag oder zinstag nehst als von des ritters wegen von j,mi9-n. Engellant, den her Brune gefangen hat. Bittet um sicheres Geleite für Bruno und seine Leute nach Strassburg und hofft auf gütliche Beilegung. gehen uf fritag nach unsers herren lichnamen tag. [1387 Juni 7.] Str. St. A. AA. 112 nr. 63. or. ch. I. cl. 40 Gedr. Bappoltst. TJrkb. II, nr. 286. Vgl. Albreeht, Bruno von Bappoltstein (Vortrag, Colmar 1892) S. 14. 198 1387 372. Ratsbeschhiß über das Verhalten zu den früheren Fehden der Außenbürger. 1387 Juni 10. Wen wir hinan fürder zu burger emphohent, was den geschiht und uferstät von aller der Sachen wegen, die sich vormals erhebt hant und einen anfang und Ursprung hant gehabt vor und e, danne der oder dieselben unser burger warent, in welchen s weg dass sie, darzu sullent wir denselben nit beholffen sin. und ouch den, die nutze har unsere bürgere worden sint. und soliche Sachen zu uns hant braht, die vormals sich erhebt und Ursprung geliebt hant, den sullent wir öch zu sölichen iren Sachen weder geraten noch beholffen sin. und sol ouch nieman unsere bürgere denselben bystendig noch beholffen sin vor unserm rate, das wir denselben zu sölichen iren 10 Sachen beholffen soltent sin. und welre unsere bürgere das dete, der sol beszern zehen pfunde pfenninge und sol meister und rat dieselbe beszerunge bi dem eide niemanne varen laszen und sullent es ouch bi dem eide rügen, rillten und rehtver- tigen, wie es in vurkomet ane alle geverde. — actum feria seeunda ante Will et Modesti anno 1387. 15 Nach dem Abdruck bei Wencker, de ußburg. S. 117 u. 118 aus dem nicht mehr vorhandenen Artikel-Buch. F. pg. 27. 373. König Wenzel an die Stadt Strassburg: sie soll sofort Gesandte zu ihm nach Würzburg oder Nürnberg schicken, wie er auch je an Mainz, Speier, Worms geschrieben hat. geben zum Burgelins des mittewochens vor saute Vitus tag unser reiche des 2 » bell, in dem 4 des roin. in den 11 jaren. Biirglits 1387 Juni 12. Str. St. A. a. d. Saul I B. nr. VII nr. 36. or. eh. I. cl. c. sig. Gedr. I). B. A. I, 560 nr. 310. vgl. dort üb die Datierung. Beg. Boos, Wormser Urkb. II nr. 888. 374 Notiz aus der Nürnberger Stadtrechnung mit der Angabe, dass ein Bote mit ss Briefen nach Strassburg [wegen des Anschlusses der rheinischen Städte an das Bündnis mit dem König] entsandt sei. 1387 Juni 12. Nach Weizsäcker, D. B. A. I, 551. not. 1. 375. Verbannung ans der Stadt. [1387 Juni 20.] Item Memmelot de Morschele der jude, der Walich, der in dem münster funden 30 wart unde der umbe daz münster gestrichen wart, het dise stat by sime jüdischen eyde eweklich versworen tag und naht eine mile, und wo man in in den zilen ergriffet, so sol man in ertrencken. actum feria quinta ante diem Johannis baptiste. Aus dem «Heimlich Buch » fol. 56 a nach Hegel, Königshof. II, 1022. 376. Verzeichnis der Judenabgaben zum Johannistermin. 1387 Juni 24. s° Be festo Johannis baptiste sub anno 87 de censibus : Item für Gütelin dedit 3 guld. 1387 199 It. Läwelin, der wurt dedit. 6 guld. It. Elyot von Avion dedit 20 guld. It. Jeckelin dedit 100 guld. und sin dohterman Minelin 5 guld. It. Abraham von Spire dedit 15 guld. 5 It. Loser, Symundes dohterman ded. 7 x / 2 guld. It. Mathis von Brisach dedit 12 */ 2 guld. It. Salamon Mathis brüder 5 guld. It. Josep Rose ded. 70 guld. It.'Joseps bruder ded. 5~guld. io It. Salamons wittewe dedit 5 guld. [It. her Claus Bock dedit 100 guld. von Symundes wegen, dedit etiam 50 guld.] 1 [It. Abraham von Spire.] 1 It. Kirse dedit 60 guld. It. Lowe von Wesel dedit 10 guld. 15 It. Swartz Eberlin dedit 5 guld. It. Goselin von Mollesheim dedit 15 guld. It. Lowe von Ulme dedit 40 guld. It. Symund von Spire dedit 15 guld. It. Menelin von Ulme dedit 90 guld. 20 It. Ysenlin von Bretheim dedit 20 guld. It. der riebe Symund dedit 200 und 3 guld; dedit etiam 15 guld. für Einelin sin dohterman. Summa 727 guld. Str. St. A. G. U. P. lad. 174 nr. 13. conc. eh. (Zettel). Die ganze Aufzählung ist dureh- 25 gestrichen. 377 - Graf Simon von Sponheim an Mainz: erklärt, dass er zwar vormals auf dem Städtetage zu Speier zugegen gewesen sei, aber nichts davon erfahren habe, dass Strassburg einen neuen Tag angesetzt. Erst in seiner Abwesenheit habe sein Caplan von Mainz aus die Nachricht erhalten und sei selbst nach Mainz geeilt . . . bo doch wie dem sie, so wollen wir noch hutestages gerne verlyben an uch, den von Frankefurt, den von Spir und den von Wormsze odir an uch und der stetde eyne, weliche ir zu uch nemen wullent von den dryn steten vorgeschritten, wie uch das bequeinelicli ist zu besehen, han wir uns an dieheynen Sachen nach unsere rede und der von Straszburg Widerrede verkurtzet, darzu wulten wir tun und das abe- 35 legen als gelymplichen, das ir sehen sollen!, daz uns mit allem gelimpe wole genügen solle, also hant sie sich gein uns auch verkortzett, das uns desselben gliche- wis widerumb von yn geschee. datum anno domini 1387 sexta feria ante diem sie. Margarete virginis. 1387 Juli 12. Str. St. A. G. 0. P. lad. 48/49 d fase. XI. cop. ch. coaev. mit Verschickungsschnitten und <0 Siegelspuren des großen Mainzer Stadtsiegels. 1 Ist in der Vorlage ausgestrichen. VI. 2fi 200 1387 378 . Bischof Friedrich von Straßburg an den Straßburger Rat über Abhaltung eines neuen Siihnetages mit Johann von Vergy. Benfeld [1387] Juli 11. Unsern grüsz bevor, lieben getruwen. als wir und uwer botten zu leste zu juii i8. Zabern eins tagez überkoment von dez von Vergey wegen dez liebsten donrestag vor sant Jacobs tage, daz ist uf donrestag nebst kommet und soltent unser iegliche do sin mit vollermaht, do wissent, daz uns die antwurt wider ist körnen von dem von Nuwenburg und von hern Wilhelme von Grandewilr, daz si'i den tag also uf disen nehsten donrestag leisten und die sache volleenden wellent zu Mase- münster. 1 do baut wir yn widerumbe verschriben von unser aller wegen, daz wir denselben tag also leisten wellent. darnoch wissent ücb zu rihtende und verkündent daz dez richez stetten. daz wir der Sachen ein ende machent, daz dunckt uns gut sin. geben zu Benfelt dez sunnendags uf sant Margareten obent. Str. St. A. G. U. P. lad. 22. or. ch. lit. cl. 379 . Bischof Friedrich von Straßburg bittet den Grafen von Liitzelstein um Besiegelung der von ihm, Straßburg und den rheinischen Städten mit Johann von Vergy vereinbarten Sühnebriefe. Benfeld [1387] Juli 20. F. episcopus argent. Unsern fruntlichen grüs bevor, lieber öheim. als wir von einander schieden! zu Zabern 2 von der süne wegen des von Vergey und des von Nuwenburg und und des einen dag überkoment die süne zu follefürende des dün juii i8. restages vor sant Jacobes dage nebst vergangen gen Masemünster, 3 do sint unser front, die stat von Strasburg und des riches stette der süne überkomen, als die süne vor ziten beret ist noch lute der abegeschrift, die wir uch hie mit sendent, die man zü latine briefe darüber sol machen, die wir allesament und unser ieglicher besonder besigeln sollen!, als wir zü Zabern von einander schieden!, do bitten wir uch, so dieselbe briefe noch lute diser abegeschrift, die wir uch hie mit sendent, zü latine gemäht werdent, das ir mit uns und den andern, als vorgeschriben stot, förderlichen besigelnt, daz kein ander unrat darin fallen müge, wan die süne slehtlichen begriffen ist, als sü vor ziten beret ist. geben zü Benefeit des samestags vor sant Jacobes dag. \In verso ] Dem edeln unserm lieben oheime, dem grafen von Lützelstein. Str. St. A. G. D. P. lad. 22. faso. 1. cop. ch. 1 Dieser auf den 18. Juli angesetzte Tag ist wohl derselbe , den eine Notiz meint, welche sich unter einem unvollständigen, dem späteren Vertrage vom Juli 29 oder August 14 fast gleichlautenden Entwürfe findet: Item men ist eines dages überkomen, alle ding zu vollenden von des herren von Vergey wegen zu Than oder zu Senheim und sol men do sin mit vollermaht. Vgl. auch Ebrard, Straßburgs Fehde mit J. de V. S. 15. 2 Nach dem Briefe Friedrichs von Juli 14 hat der Zaberner Tag schon vor diesem Datum stattgefunden. 3 Von Masmünster ist auch die Ausfertigung des Vertrages (August 14) datiert. 5 10 15 20 25 SO 35 1387 201 380 . Friedensschluß mit Jean de Vergy. [Masmünster] 1387 Juli 29 . Nos Frydericus dei gratia episcopus Arg., Wetzelo Marsilis indes magister et con- sules civitatis Arg., Tislaus de Witenmülen preses seu advocatus in Alsacia racione imperii generalis, Heinricus comes de Parvapetra recognoscimus publice notumque s facimus universis teuere presentium litterarum pro nobis et nostris successoribus adiuto- ribus servitoribus subditis et ad nos pertinentibus, quod ratione guerre, quam habuimus cum nobili domino, domino Johanne de Versey, domino in Fomans occasione seu causa castri Schettelon nuncupati Metensis dyocesis pro nobis ac nostris successoribus adiutoribus, servitoribus et ad nos pertinentibus racione eiusdem guerre et om- io nium que exinde contigerunt et emerserunt usque in diem hodiernum pro nobis omnibus prenominatis et nostrum quolibet singulariter cum predicto domino Johanne de Versey domino in Fomans ac domino Theobaldo domino Novicastri lantgra- vio ad Palman et domino Theobaldo filio suo domino in Schettelot super fluvio Dubii et in Schettel super Musella adiutoribus in guerra predicta domini Johannis 15 de Versey domini in Fomans prenominati et cum omnibus eorum adiutoribus servitoribus subditis et ad eos pertinentibus et cum quolibet eorum singulariter ex parte guerre predicte totaliter et pure et de omnibus rapinis incendiis et homicidiis et etiam ex parte castri Schettelon prius dicti et omnium pertinenciarum eins necnon omnium eorum que contigerunt et emerserunt in predicta guerra et eius occasione 20 seu causa usque in diem hodiernum sumus bene pacati et finaliter ac in toto con- cordati sic etiam quod tenemur supra dicto domino Johanni de Versey dictum castrum Schettelon [cum omnibus et singulis pertinentiis et appendiciis eiusdem castri de Chastoillon ] 1 prout nunc est permittere cedere sine impedimento ex parte nostri et eorum, qui pro parte nostra fuerunt in guerra prelibata et idem dominus Johan- 25 nes de Versey predictum castrum reedificare poterit si volet seu dum ei videbitur expedire. et renunciamus ac promittimus pro nobis ac omnibus nostris successoribus adiutoribus, servitoribus, subditis et ad nos pertinentibus et pro quolibet nostrum singulariter ratione dicte guerre, in perpetuum nichil exigere neque postulare a domino Johanne de Versey domino in Fomans, domino Theobaldo domino Novicastri so antgravio ad Palman et domino Theobaldo filio suo domino in Schettelot super flluvio Dubii et in Schettel super Musella, adiutoribus in supradicta guerra domini Johannis de Versey supradicti nec eciam ab adiutoribus, servitoribus et subditis eorundem seu pertinentibus ad eosdem neque etiam procurare, quod ratione __seu occasione dicte guerre aliquid ab eisdem exigatur seu quomodolibet postuletur 85 fraude et dolo exclusis in omnibus suprascriptis. et in omnium et singulorum pre- missorum testimonium nos Frydericus episcopus Arg. pro nobis et nostris nostrum sigillum nosque Wetzelo Marsilis magister et consules civitatis Arg. pro nobis et nostris civitatis eiusdem sigillum; nos etiam Tislaus de Witenmülen preses seu advocatus in Alsacia ratione imperii generalis pro nobis et eiusdem imperii civita- 40 tibus et opidis in Alsacia nostrum sigillum; ac nos Heinricus comes de Parvapetra pro nobis, nostris heredibus et aliis nostris etiam sigillum nostrum appendi feci- 1 Von anderer Hand übergeschrieben- Dieselbe Hand verändert Versey stets in Vergeyo, 202 1387 mus Iitteras ad presentes. datum feria secunda proxima ante diem saneti Petri ad vincula a. d. millesimo trecentesimo octogesimo septimo. 1 Str. St. A. 6. U. P. lad. 22 nr. I. or. mb. mit Siegelein schnitten, doch nicht vollzogen. — Ebenda. 1) cop. ch. coaev. — 2) deutsche Uebersetzung. — 3) französische Uebersetzung. 381 . Scha/[hausen an Straßburg: nimmt seinen Münzmeister Markus in Schutz gegen den laut gewordenen Verdacht minderwertiger Prägung. 1387 August 1. Den wisen fürsiehtigen unseren besundren güten fründen . . dem burgermaister . . und dem rät ze Strasborg enbieten wir der vögt und . . der rat ze Schafhusen unsern willigen dienst berait in allen Sachen und tünt üwer wissehait ze wissen, das Markus der münczmaister, der üwer und unser burger ist, für uns bracht hett, wie er in ettlichem zig si, das er öch der bösen haller geschlagen söl han und daz er sich darumb vor üch versprochen sölt han uff den nechsten mentag, der nu was juii 29 . vor sant Peterstag ze ingendem ögsten. der tag aber in ze kurcz was. von im wart Juli st. darumb erst enbotten uff die nechsten mitwochen, dü nach dem egenanten mentag kam. da sol üwer wissehait wissen, das ünser gnediger herr selig herezog Lüpolt von Oesterrich mit andren herren und stetten, die ouch müncz hant, ainer müncz uberain kament, wie man die schlahen und halten und sölt, das nün phunt haller vier Schilling minrer ain vin mark silbers usser dem für tun sölt. und hattent öch wir, darzü gesetzet alwegent zwei ünsers geswornen rates und ainen goltschmid, der öch darumb gesworen hatt, die das gelt alwegent versüchtent an der wag und usser dem für. und wenn man das gerecht fand, so liies man es erst münczen. die müncz hielten wir, als bi der geseezt und ordenung gemachet und geordenett was, uncz uff die zit, das üns für kam, daz ander lüt die müncz swecher sclilügint, denn^als si geordenett und geseczet was. und für das mal hortent wir und öch er, daz wir nüt me schlügent. und wissent, daz er sich in der sach recht und redlich gehalten hett und als es geseczet und geordenet was. da bittent wir üwer wissehait mit ganczem ernst flisseklieh, das ir denselben Markus üwern und ünsern bürgern, unschuldig habint und im öch in siner sach erschiessint und in fürderint, als wir üch das wol getrüwent in den Worten, daz wir in sölichen und in meren Sachen iemer dest gerner tun wellent, daz üch und den üweren heb und dienstlich ist. geben an sant Peterstag ze ingenden ögsten anno 87. [In verso] Den wisen und fürsichtigen ünseren besonderen güten fründen dem burgermaister und dem rat ze Strassburg. Str. St. A. AA. Münze, lad. 24 nr. 1. or. ch. I. cl. Erwähnt bei Cahn, Münz- u. Geldgeschichte der Stadt Straßburg. (1895.) S. 50. 1 Das Datum ist teils ausgestrichen , teils unterstrichen und dafür von anderer Hand hingeschrieben : et actum in villa Masemsvalle Basiliensis diocesis in vigilia assumptionis beate Marie virginis gloriose (August 14). In der Kopie steht das ursprüngliche Datum, das korrigierte ist erst von viel späterer Hand nachgetragen. — Das spätere Datum findet sich auch in der gleichzeitigen deutschen u. französischen Uebersetzung. Der Tag zu Masmünster war auf den 18. Juli angesetzt. Vgl. dazu den Brief Bischof Friedrichs vom 6. August 1387. 5 io 15 20 25 30 35 40 1387 ‘203 382 . Bischof Friedrich an die Stadt Slraßburg: schickt den mit Jean de Vergy zu Masmünster vereinbarten Sühnebrief zur Besiegelung. Kufach [1387] August 0. Unsern gras bevor lieben getruwen. wir lont uch wissen, das unser frunde sin! Ironien von dem dage zu Masemünster von der Walhen wegen und ist men der süne 5 gentzlichen überkomen und sol ane gon uff unser fröwen dag nebst kommet als der Angwuis. fride usget, der do vür gemäht was. und sendent uch den brieff der süne mit un- serm ingesigel besigelt und den brieff zu latine, den ir gemäht hattent, 1 do ane sehen ir wol, was die Walhen zu und drüber (?) geton baut, und ist nit me dan als ir wol sehent in dem selben briete Schettelon mit siner zügehürden und daz die date io verwandelt ist, wan es ouch also beret wart und ouch in der tützschen notteln stont geschriben. dar umb so wellent den brieff besigeln mit uns und wellent dem grefen von Lützelstein und dem lantvogete ouch enbieten und verschriben, daz sü den selben sünebrieff ouch besigelnt. daz wellent wir ouch dün, daz wir der Sachen zü einen ende koment, wan es lange genüg gewert hat. ouch sendent wir uch die abe- 15 geschrift zü latine des briefes, als men überkomen ist, den uns die Walhen wider- umb sollen! geben besigelt, daz ir uch dar noch künnent gerillten, und wellent dis schaffen forderlichen geendet, daz kein unrat dar in fallen möge, diewile men zü einen ende kommen ist. daz duncket uns güt syn. geben zü Rüfach des zinstages uff sant Sixtes dage. 20 Str. St. A. G. ü. P. lad. 22 fase. 1. or. ch. lit. cf. 383 . Bischof Friedrich von Slraßburg mahnt den Grafen Wilhelm von Lützelstein an die Besieglung des Sühnevertrags mit den Welschen. [1387 nach August 6.] Unsern grüs bevor, lieber Obern, als ir uns den sünebrief nüt besigelt hant den wir üch und die von Straszburg gesant hant, und ir meynent uch und uwern 25 belfern solle ein verziehunge besehen von eime künige von Franckrich, da wissen, daz ir uns dez nie gehabten zü keyner zit und nemelich uff dem tage zü Zabern, do wir und ir und die von Straszburg by in warent, da die notele gemäht wart und uch benügete und ir uch versprochen!, ginge ez also der, so wollen! ir die süne also uff nemen. daz haben wir ouch getan in alle der maszen, als wir von 30 Zabern schieden! und haben! wir ouch vor die süne briete gesprochen, da bitten! wir uch, als ernstlichen wir yemer künent, daz ir die Sache slehtlichen dar lant gan, als ir uch versprochen hant, wan! ir wol wissen mügent. und wer uns noch lieber, wir betten! zehen jor gekrieget den wir zü sollichem ungelimpfe keinen!, doch so wellent wir alle unser bestes dar zü tun an die, da wir truwent, daz güt sige, den 35 die verziehunge besehe, da von lieber öhem so tünt ez durch unser und uwer selbes willen und besigelt den brieff förderlichen, daz kein unrat dar ynfalle. Str. St. A. G. U. P. lad. 22 nr. 1. cop. ch. coaev. Vgl. oben nr. 380 vom 29. Juli 87. i 204 1387 384. Graf Johann von Nassau an Strassburg: führt unter ausführlicher Darlegung Klage über den Erzbischof von Köln, der ihm den geschlossenen und be- schwornen vierjährigen Bund gebrochen und ihn auch sonst schwer geschädigt habe, und warnt: üch und üwer stait gemeynlichen, daz ir uch hudet und gewarnt syt vor yme und den synen, daz sy üch nit dun, als sy mir gedan hant. datum anno 1387 feria quarta ante diem scti. Laurencii inartyris nostro sub sigillo. 1387 August 7. Str. St. A. AA. 118. or. ch. I. p. s 383. König Wenzel an Strassburg: beglaubigt seinen Gesandten Hinczik Pflug, Hauptmann zu Luxemburg. geben zu Nurenberg des sunabends nach unser frawen io tag assumptionis reg. hob. 25 reg. rom. 12 jar. Nürnberg 1387 August 17. Str. St. A. AA. 107 nr. 45. or. eh. I. cl. 386. Der ammanmeister, die rate und die burger gemeinlichen arme und reich der stat zu Strazburg sullen antwurten \yoegen des von Bruno von Rappoltstein gefangenen englischen Ritters Harleston und auf Befehl König Wenzels\ dem herrn n- Heinrichen Weyszkle des hochgebornen fürsten und lierren Rischartes kunigs ze Engel- lant und frawen Annen kunigin seiner elichen frawen diener uff den liebsten tag scpt. 30. nach sant Michels tag, der schirst kumt. geben zu Nurenberg an mitwochen vor sant Bartholomeus tag anno 1387. Nürnberg 1387 August 21. Str. St. A. AA. 113. or. ch. 20 387 Abschied des rheinischen Städtebundtages zu Speier. Sj>eier 1387 September 1. ' Gedächtnusz, als der städt frunde am Ryne mit namen von Strazburg herr Götze von Grostein, herr Hanns von Stille rittere und herr Heinrich Lymer altammeister von Mentze etc., zu Spire bi einander gewesen sint und umb dise hernach geschriben 25 sept.i. artickele also gescheiden sint an sontag post Johannis tag decollationis anno 1387. Item hat man mit der swebischen stet de botschaft genzlichen überkomen, das sepi. 8. man in den stetden uf disen nehsten frowen tag nativitatis den juden verbieten sol keine cristine aminen noch magit, die in diene, zu haben bi einre pene hundert gülden, die der jude oder judin, die das uberfaren, als dicke sie das tedin, der statt, so da sie geseszen werent, geben soltent, und sie derselben pene bi dem eide nit zu überheben, und sol man auch der ammen oder magit die stat, da sie geseszen und den juden gedienet bette, ein jar verbieten, Item sol man hinder sich bringen bisz uf den nehsten tag, daz die juden in jüdischer waid und nach jüdischen sitden giengen, als in zugehürit und in alter 35 gangen hat. Item daz man das cristine gesinde: ammen und magde, das in dienete, under ougen mit eime brande zeichente. 1387 205 Item daz alle kouflute nu(t) fürbasz me in die vastenmesse gein Franckenfurt qwemen uf den sontag Ocnli und dannen furen uf den sontag .Indien, und dasz bei einre pene nieman darnach nicht kaufte noch verkaufte. Item wegen juden-wechsel, die das gelt usz dem land machen, dasz das versor- 5 get werde. Aus Wenckeri excerpta II, 364<>. gedr. Weizsäcker, D. B. A. I, 581 nr. 317. 388 . Beschluß der schwäbischen und rheinischen Bundesstädte, den Jitden das Halten von christlichen Ammen und Dienstboten bei hoher Strafe zu verbieten. 1387 September 8—14. 10 Man sol wiszen, daz der swebischen stetde und rynschen stede frunde gentz- licli ubirkommen sint, daz man in allen yren steden den juden verbinden sal keyne eristen ammen noch cristen maget za haben, die yn dynen bij eyner pene von hundert guldin, die der jüde oder judynnen, die daz ubirfuren, alsz dicke sie daz teden, der stad, do sie geseszen weren, geben selten, und solte man sie derselbin 15 pene bie dem eyde nit überheben, und sol man auch der ammen oder der maget die stad, do sie gesessin und den juden gedynet hette, eyn jar verbyden. und dis ist den juden zu Franckenford von Hertwine Wieszen und Gifride von Holtzhusen burgermeistern in yrer schul verkündet, anno domini 1387 infra octavam nativitatis Marie virginis gloriose. 50 Frankfurter St. A. Copialb. VII a fol. 110 nr. 364. 389 - Bundesabrechnung zu Speie r. Die Städteboten sind : von Strassburg Johann von Stille Ritter, Johann Messerer Altammanmeister. — Mainz: Georg Waldertheim, Peter Winsberg. Worms: Johann Dierolff, Brechtei Bonn. — Frankfurt: Heinrich von Holtzhusen. — Friedberg: Heinrich von der Zit. — 25 Ehenheim: der Stadtsehreiber. —■ Wetzlar: Hermann Holtzheimer. — Gelnhausen: Tlienne Kreinfelt. — Phedersheim: Fritzlin Schulder. Ausgegeben haben seit der letzten Rechnung: Mainz: 600 Gulden einschliesslich der 250 Gulden an den Grafen von Solms. — Strassburg: 86 Gulden. — W o r ms : 225 Gulden. —Speier: 345 Gulden. — Frankfurt: 134 Gulden. — Hage- 30 nau: 20 Gulden. — Friedberg 27 Gulden. — Gelnhausen 18 Gulden. — Weissenburg: 45 Gulden. — Ehnheim: 3 Gulden. In Summa 1503 Gulden. Hierzu soll jede Stadt beisteuern von jeder Glefe der vertragsmässig grossen Summen Glefen : 3 Gulden 3'/ 2 Groschen. Da nun die Gesammtzahl der Glefen 448 beträgt, so entsteht für die Bundeskasse ein Heberschuss von 9 Gulden. 35 Ausserdem hat jede Stadt zu den 1600 Gulden der Wormser Zollablösungssumme und den 128 Gulden «zu gesuche gangen» beizutragen von jeder vertrasgmässigen Glefe: 5 Gulden 5 Groschen. Jede Stadt soll innerhalb von 3 Wochen ihre Beträge nach Mainz einschicken. actum donrstag für Mathei ap. et evang. 1387 September 19. Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 B. conc. ch. mit den Abrechnungen anderer Jahrgänge auf einer Papierrolle. Diese Bechnung von 1387 findet sich dort noch einmal 40 206 1387 mi t Hinzufügung derjenigen Ausgaben der einzelnen Städte , welche nicht als Bundesausgaben anerkannt und von der gemeinsamen Rechnung ausgeschlossen wurden. Straßburger Ausgaben sind nicht darunter. 390 . Strassburger Gesandte an ihre Stadt: berichten von der Vorberatung der Mergentheimer Stallung (vom 5. Nov. 1387) auf einem rheinischen Städtebundstage zu Speier und von dem Aufbruch nach Mergentheim. datum uf sant Matheus abend. [Mergentheim, 1387] September 20. Aus Str. St. Bibi. Wenckeri excerpta 2 fol. 364 d. Gedruckt: D. R. A. I. nr. 318. — Vergl. dort Anmk. 7 über das Datum. 391 . Ratsbeschliisse über: Weimerkauf, Schiffverkauf und Kehricht. 1387 September 29. Unserre herren meisten und rot sint über ein körnen, wer wine hälfet in dirre stat oder in dem burgbanne uffe merschetzen, es sy uff dem waszer, uff wegen oder uff karrichen, der sol sie in sin keine oder gewalt ziehen und sol sie nit wider umb verhelfen, die wine sint denne vor ahte tage in sime keine oder in siner gewait gelegen, wer daz verbreche, der bessert 5 lib., alz dicke er daz dete. Unsere herren meisten und rot sint übereinkomen, daz nieman kein schiff uff merschetzen hoffen sol in dirre stat noch burgbanne, es sy danne vor ahte tage zu offem merckete veilgehangen uff der Brüsche one geverde. und wer daz verbreche der bessert 30 sol. Es sol ouch nieman keine fegotte noch ander gererde schütten in die Brüsche, in die burggraben noch anderswohin uff die almenden indewendig der pfele. wer daz dete oder usz wesz husz oder hof daz beschehe, do bessert der wurt oder die würtin, des danne der gewalt ist, 5 sol. und sol man daz ouch ryhten noch hörsagen, actum et pronunciatum ipsa die beati Michahelis anno etc. 87. Str. St. A. Ordnungen und decreta tom. 20 f. 76. 392 . Bischof Friedrich von Straßburg und Landvogt Stgslaw von der Weitenmühle bezeugen der Stadt Straßburg das Vorhandensein des königlichen Oerichts- privilegs vom Jahre 1381. 1387 Oktober 1. Wir Friderich von gotz gnaden bischof zu Strazburg und Styslaw von der Witenmülen ritter lantvogt zu Elsas bekennen! und kündent menglichem mit disem briefe, daz dez jares do man zalte von gotz gebürte drützehenhundert jare ahtzig und tssiocU. syben jare an dem ersten zinstdage nach sant Michels dage dez heiligen ertzengels wir einen versigelten brief, der do versigelt ist mit dez allerdurhluchtigestem fürsten, unsers gnedigen herren, herren Wentzlaws von gotz gnaden römischen küniges zu allen ziten merer dez riches und küniges zu Beheim anhangendem königlichem maje- stat ingesigel gesehen und von worte zu worte selber überlesen hant. derselbe brief ouch an geschrift und an demselben künigliehen majestat ingesigel, do mit er versigelt ist, gantz gereht und gut ist und an keinen dingen bresthaft ist. und alsus von 5 10 15 20 25 30 35 1387 207 worte zu worte geschriben stät: Wir Wenczlaw von gotz gnaden römischer kunig etc. etc. {folgt das Privileg von 1381 wie unter nr. S], und wände wir denselben briet selber also gesehen und überlesen baut, so baut wir die vorgenanten Friderich bischof zu Strazburg und Styslaw von der Witenmülen ritter lantvogt zu Elsas dez zu einre s gezügnüsze unsere ingesigele an disen briet geheneket. actum et datum ut supra. Str. St. A. AA. lad. 3. nr. 17. or. mb. c. 2 sig. pend. 393. Bischof Friederich von Strassburg und Styslaw von der Wytenmüle bezeugen der Stadt Strassburg (in derselben Form wie oben) das Vorhandensein des königlichen Privilegs vom 25. October 1379 (Bd. V nr. 1365). 1387 October 1. 10 Str. St. A. AA. lad. 3. nr. 18. or. mb. e. 2 sig. pend., q. 1 delaps. 394. Schultheiss, Meister und Rat zu Dambach an Strassburg: raten um Vermittelung angegangen in der Streitsache zwischen dem Strassburger Bürger Hans von Albe und dem Grafen Werdenberg, Vogt auf der Burg Bernstein, der dem ersteren wegen schuldiger Zinsen ... sin gut by uns mit gericht verhütten habe . . diesen anzu- 15 weisen, sich gütlich mit dem Vogt oder dessen Amtleuten auseinander zu setzen, datum Francisci anno domini 87. 1387 October 4. Str. St. A. AA. 2012. or. ch. I. cl. 395. Pfalzgraf Ruprecht der ältere an die rheinischen Bundesstädte : mahnt sie auf Grund ihrer Einigung gegen Bertram von Vilwile und Henne von Nordecke und so seine Helfer um 50 Glefen, die am Dienstag über 14 Tage in Eppenheim sein sollen. datum Heidelberg sabbato post diem beati Remigii confessoris anno 1387. Heidelberg 1387 October 3. Frankf. St. A. Oopialb. XV, 22. cop. coaev. 396. Wetzel Marsilis der Meister und Rat von Strassburg an Speier : ersucht 25 den Juden Kursman von Speier ihren Rürger, der mit ihrem Gesandten zugleich nach Speier gekommen war und dort gefangen genommen wurde, ledig zu lassen, datum feria proxima ante beati Dionysii anno 13874 1387 October 8. Frankf. St. A. Keichs-Act. nr. 168 d. cop. ch. coaev. > 1 » 397. Item Lawelin der wöber, der zu Byschofesheim geweszen waz und der 30 euch geblendet wart, bet ewekliche versworn dise stat über Ryn, und wo man in hie dise site ergriffet, do er uns in unser gerihte gevolgen mag, so sol man 1 Vgl. unten den Brief Speier’s vom 16. Oct., und Straßburgs vom 21. Oct. VI. 27 208 1387 in ertrencken, umbe daz er zu den juden ging in unser stat und in sin eygin kint veil bot und in daz zu kouffende wolte haben geben, daz sü es getötet hettent. actum feria sexta ante diem scti Galli confessoris. 1387 October 11. Aus dem «Heimlich Buch*, fol. 57 a . gedr. Hegel, Königsh. II, 1023. 398. Bischof Friedrich von Strassburg an die Stadt: beklagt sich über unge- s rechte Zumutungen Graf Eberharts von Zweibrücken, welcher offenbar willens sei ihn mit Krieg zu überziehen, und bittet unter Hinweis auf sein Bündnis mit der Stadt . . . daz yr uns schickent 15 gleben gen Zabern in unser slos dez neisten dages Novbr. 2. nach aller heiligen tage nehst kümpt in der massen, alz ir uns schuldich sint von büntnisse und einunge wegen und wir uch sonderlich wol geleubent und ge- w truwent, want wir 10 gleben uff aller heiligen dage da vor haben wellent. gebin zu Offenburg under unserm ingesigel des jares 1387 dez samstagz vor sant Gallen dage. Offenburg 1387 October 12. Sir. St. A. AA. 1409. or. ch. I. pat. c. sig. impr. 399. Speier an Strassburg: antwortet auf den Brief vom 8. October, dass dem is luden Kürsman vor den Städteboten Becht werden solle, dass aber auch sie den Speirer Juden Moises von Bretheim, . . . dem ir das sin abgenomen haut . . . frei und ledig lassen müssten. datum ipsa die sancti Galli confessoris. [1387] October 16. Frankf. St. A. Reichs. Act. nr. 168 t>. cop. ch. coaev. 400. Frankfurt an Strassburg und die anderen rheinischen Bundesstädte: ver- 20 fangt mit Berufung auf den Bundbrief Absagebriefe und Sendung der kleinen Summe Novbr. 7 . Glefen zu Donnerstag vor 8 . Martin gegen Friderich Holtzappel von Bunckel, Küle- man dessen Sohn, Cune von Budinhüsz und Bertram von Velvyl die «uf dez richs strasze» Frankfurter Bürger überfallen oder ihnen sonst Schaden zugefügt haben. datum anno 1387 quinta feria proxima post Gally. 15 [ Darunter Vermerk mm anderer Hand\. Dirre manungen hant die von Francken- Decbr. 3i. Jurt einen ufslag geben untze an den zinstdag nach dem wihennaht dage also daz in keine andere manunge dar an schaden sol und sol man in danne dienen, daz sie nit bedörffent anderwarbe dar umbe manen. 1387 October 17. Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 B. cop. ch. coaev. 30 401. Obrecht Mansse der Meister und Kat von Strassburg an Speier: verwahren sich ernstlich gegen den Vorwurf vom 16. October, dass sie dem Speirer Juden Moises von Bretheim sein Gut genommen hätten und schlagen einen Tag vor zwischen Speier und Strassburg, um dies zu erweisen. Schlügen sie aber diesen aus ... so wissint, das wir herren und stedten von uch künden und sagen weiten!, das ir uns an 35 unser ere geschriben hant und uns geziegen haben!, des wir unschuldig sint. datum feria secundal proxima post diem sancti Galli confessoris anno 1387. 1387 October 21. Frankf, St. A. Reichs. Act. nr. 168 d. cop. ch. coaev. 1387 209 402. Obreeht Mansse der Meister und der Rat von Strassburg an die zu Speier versammelten rheinischen Städte: teilen mit, dass die von Speier . . . uns einen hesliclien brief 1 geschriben, des wir uch eine abeschrift 2 sendent. und do wir den briet gelosent, do hetde ez us fremde von in, . . . so dass sie anfangs entschlossen 5 waren garkeine Gesandte gen Speier zu schicken. datum feria secunda proxima post diem scti Galli confessoris 1387. ps87 October 21. Frankf. St. A. Reichss. Act. nr. 168 6, cop. ch.'coaev. 403. Markgraf Rudolf von Raden an Meister und Rat von Strassburg: teilt mit, dass er über acht Tage den Tag wegen des Claus von Rach mit der Stadt nicht leisten io könne, weil er nach Mergentheim reiten müsse, wohin auch andere Fürsten und Herren und auch wohl ihre Goten kommen würden. datum Baden zinstag nach sct. Lucas. Baden [1387] October 22. Str. St. A. AA 108. or. ch. I. cl. Reg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1422. 15 404. Mergentheimer Stallung oder Landfriedensvertrag zwischen der Fürstenpartei einerseits und dem schwäbischen Städtebunde anderseits, als Verlängerung der Heidelberger Stallung vom 26. Juli 1384. geben zu Mergentheim 1387 dez nehsten dienstags nach aller heiligen tag. Mergentheim 1387 November 5. Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 C. fase. 3. cop. auf 4 Blättern. 20 Gedruckt I). R. A. I, pg. 588 nr. 324. 405. König Wenzel an Strassburg: .... wann unsere liben getrewen die burger und vnwonere der stat zu Egre von unsern vorfaren an dem reiche römischen keysern und kunigen also begnadet und gefreyet sein, das sye mit irer kaufmanschaft und habe yn und uf allen des reichs Strassen czolfrey faren und wandern mugen, als 25 das in derselben unserr vorfaren und unserr majestat briven, die sye doruber haut volkumenlichen ist begriffen, dorumb begeren wir an ewer trewe mit ganszem ernste, das ir dieselben unser burger und ir diner mit irer kaufmanschaft und habe in ewerr stat und gebite abe und czu czolfreye und an allerley hindernusse faren lasset und euch doran gegen in in sulcher masse beweiset, das sie bey sulcher irer freyheit so bleiben und sich des von euch in unser gegenwertikeit beloben mugen, das ist uns von euch sunderlichen wol zu dancke. geben zu Präge des sunabendes vor sand Merteins tag. reg hob. 25. rom. 12. Prag 1387 November !). Str. St. A. AA. 107 n. 46. or. mb. lit. pat. 1 Wegen des Juden Moses von Bretheim. — Noch in einem Bericht über den Mainzer Städtetag 35 vom 20. Januar 1388 heißt es: beider Städte Gesandten sollen die Sache wegen des Juden nochmal hinter sich bringen u. Vollmacht für weitere Verhandlung heischen. (Frankf. St. A. R.-S. 197 a .) 2 nr. 399. ! I I i! 'M I 210 1387 406 . Worms an Strassburg: man solle die in Mergentheim ausgebliebenen Gesandten der Stadt auf den 23. Nov. zu einem rheinischen Städtetag nach Worms schicken. [ 1387 November 10.] Aus Straßb. Sem.-Bibl. Wenckeri excerpta 1, 114 d. Gedr. D. B. A. I. nr. 329. — Beg. Boos, Worms, ürkb. II, 891. 407 . Strassburg an Mainz: betreffend den WormserjTag des rheinischen Städtebundes auf 25. Nov. wegen Verlängerung der Heidelberger Stallung. [1387 vor November 22.] Aus Str. Sem.-Bibl Wenckeri excerpta 2, 491 a. Gedr. D. B. A. 1. nr. 330. vgl. dort Anmk. 1. 408 . Strassburg an Mainz: hat ihre Boten . . . viler unmusse halben und sonderlich wegen zweiunge mit denen von Spir . . nicht zu den wegen Verlängerung der Heidelberger Stallung abgehaltenen Wormser Tage gesandt, erklärt sich aber mit derselben einverstanden. [1387 vor November 22.] Aus Wenelceri excerpta II, 491 a . Gedr. D. B. A. I. 598 nr. 330. 409 . Worms an Strassburg: die Städteboten wollen zu Worms einige Tage auf die versagten Strassburger Gesandten warten, die man doch sofort schicken möge. [1387 November 22.] Aus Str. Sem.-Bibl. Wenckeri excerpta 1, 191 a . Gedr. D. B. A. I. nr. 331. 410 . Ratsbeschluß über Almenden. 1387 November 23. Unserre herren meister und rot scheffel und ainmaii sint über entkommen, weinte wir von unserre stette wegen ützit abegebrochen oder zii ahnenden gemachet haut, es sy in unserre stat oder uszewendig unserre stat, darumbe sollent die, \geslrichen : von den man es geleiten oder geköft het denselben] den wir es abegebrochen oder zii almenden gemachet haut den, umbe die sie es geköft oder zu erbe gelehent haut, nüt schuldig noch gebunden sin zü jehende oder zu lockende oder in ütschit darumbe [zü] gebende oder zü tünde in denhein weg one alle geverde. actum sabato proximo ante dient scte Katherine virginis anno domini 1387. Str. St. A. G. U. P. lad. 20 fase. 7. or. ch. 411 . Straßburg fordert die adligen Anßenbürger zum Kriegsdienst auf. 1387 December O. Allen herren dienstlüten, rittern und knehten und allen edelnlüten unsern bürgern, zü den dirre unser botte körnet, entbieten! wir Obrecht Mansze der meister und der rat von Strazburg unsern dienst und waz wir gutes vermügent. 5 10 15 20 25 30 35 »i 11 u «nr 1387 211 wir manent uch alle lind ieglichen under üch besunder uwers eydes, den ir meister und rat zü Strazburg getan hant, daz ieglicher under uch mit uwer selbes liben und mit alse vil glefen mit bereitscheften wol uzgerüstet, alse uch daz derselbe unser hotte, der uch disen briet gezöget, vom munde wol sagende wurt, by uns 5 zü Strazburg sint an dem fritdage zu naht der nii zünehste Komet und daz ir Decbr. ts und die uwern, die ir mit uch danne zu. uns bringent und ie me der ist, ie lieber ir uns tunt, varent an söliche stette mit den unsern. und so mit tunt, alse wir üch daz danne selber bi uns vom munde sagende werden!, und läszent ir uch daran nützit irren, wände die sache gar ernste ist. daz wellent wir zii göte io gegen üch vergeszen. datum feria secunda proxima post diem sancti Nycolai episcopi anno domini 1387. Str. St. A. G. U. P. lad. 271 fase. 1. nr. 5. 2 or. mb. lit. pat. c. sig. in vers. impr. del. Vgl. Wencker de ußburg 116. 412 . Verzeichnis der Judenabgaben zu Weihnacht. 1387 Deveniber 25. 15 De festo nativitatis domini sub anno 87 de censibus: Item Menelin der jude dedit 90 guld. Item für Gütelin 3 guld. Item Mathis von Brisach 12‘/ 2 guld. Item Salamon Mathis brüder 5 guld. 20 Item Salamons wittewe 5 guld. Item Läwelin der wurt 6 guld. Item Elyot von Avion 20 guld. Item Symunt dedit 200 güldin und 3 guld. Item Einelin Symundes dohterman 15 guld. 25 Item Jeckelin der jude dedit 100 guld. Item sin dohterman Minelin 5 guld. Item Josep Rose 70 guld. Item Joseps brüder 5 guld. Item Kirse der jude dedit 60 guld. 80 Item Abraham von Spire dedit 15 guld. Item Aselin von Bretheim dedit 20 guld. Item Lowe von Wesel 10 guld. Item Symund von Spire 15 guld. Item Lowe von Ulme 40 guld. 35 Item Jöselin von Mollesheim 15 guld. Item Loser Symundes dochterman 7 1 / a guld. Item Moyses von Bretheim 50 guld. Summa 772 guld. Str. St. A. G. ü. P. lad. 174 nr. 13. cme.ch. (Zettel). Die Aufzählung ist durehgestrichen. 413. Ratsbeschlüsse. [1387 .] 1 Von der soldener wegen, welre do wil urlop haben, den sol man loszen ryten, welre aber beliben wil, den sol man sin zil loszen usz beliben. Von Weckerlins wegen meinet daz meisteteil, daz man in nüt usser vorhten sol loszen a und daz man unsern dienern beleihen sol, daz sü noch ime stellen! und ouch noch Hanse von Albe. Wen man hinnanfürder zu burger empfohet, waz dem geschiht und uferstot von aller der Sachen wegen, die sich vormoles erhebet haut, e danne er unser burger wart, dar zu sol man ime nüt beholffen sin und sol ime ouch nieman be- holffen noch bvgestendig sin vor dem rote, daz wir ime darzü helffent. und sol man ouch dis also schälfei und amman vürlegen, so man sü besamment. Str. St. A. Ordnungen tora. 21 f. 202. eone. ch. 414. Ratschlag über die Behandlung der wegen Armut aus geschiedenen, später wieder zu Bürgern angenommenen Außenbilrger. [1387.] Wellie unser uszburger ir burgreht von armute wegen hant geloszen uszgon und wir die begnodet und widerumbe zu burger empfangen hant und das halbe von in hant genommen und do dieselben dozwuschent, do sie uns mit diendent zu den ahtzig marcken gedienet hant, die sullent ouch hinnanfurder darzu dienen, also das men mit me uffe su lege, wenne zu den ahtzig marcken alleine zu dienende, item der ander teil meinde, sider wir su also begnadet hant, so sullent su mit zu denselben ahtzig marcken dienen, die mit mit hande noch mit munde gelobet hant darzu zu dienende. Nach dem Abdruck bei Wencker, de ußburg. S. 119. ohne Quellenangabe. 415. Ratsbeschlüsse. [1387/88.?] Unserre herren meister und rot sint übereinkonien, daz mengelich sin cun- stofeler meister und sin antwerckmeister gehorsam sin sol, wer daz verbrichet, der bessert 10 lib. Alle die, die an die porten und an die hüten gekosen sint, die süllent vür- derlich an ire hüten gon, es sient cunstofeler oder von den antwercken, und ouch dar an hüben, und wer daz verbrichet, der bessert 5 lib. Wenne ouch ein meister mit eim venlin zühet, do süllent alle die, die geritten sint und die do riten süllent by eim meister by dem venlin hüben und a) gestrichen gon. 1 Auf der Mückseitejles Blattes steht außer peinigen andern Bruchstücken und Sehreibübungen auch ein Brieffragment mit der Datierung: der wart gegeben an donrestdage vor sant Gallen dage in dem jare etc. ahtzig und syben jare. Die Schrift ist gleichzeitig mit der der Matsbeschlüsse. 1388 213 nüt von ime riten. und wer daz verbrichet, der bessert 10 lib., die man by dem eyde nieman varen sol loszen. Es sollent ouch kein naeket man noch frowe, sie sient geistlich oder weidlich, vür kein Porte löffen noch gon noch by den Porten noch umb die Porten ston. 5 wer daz dar über verbrichet, der bessert 30 sol. Es sol dehein cunstofeler noch antwerckman nie riten denne mit zweien pferden uszgenummen ein ritter, der sol mit drien pferden riten und nit me. und die drei eygin pferde hant in iren stellen, die mSgent ouch wol mit drin pferden riten. und wer daz dar über verbreche, der bessert 10 lib. und wil man ouch hüte io dar über setzen. Waz frömder lüte sie sient frowen oder man in unser stat sint und nüt burger hie sint und ouch nüt ir wiszentliaften lehenlierren hie inne hant, die süllent unverzögenliche unser rehte stat rümen und mögent in unser vorstette gon. und wer dar über by tage in unser rehten stat künde, den wil man dar umbe is turnen und kestigen. wer aber by naht hie inne künden würde, den wil man ertrencken. [ Wiederholung des vierten Beschlusses mit dem Zusatz \: und wil man ouch daz rügen und rihten und ouch hüte dar über setzen. Es söllent ouch die, die in unserme burgbanne sitzent, antweders mit den eun- stofeln oder den antwmrcken dienen in gehorsam sin in disen nehesten ahte tagen, so und wele daz nit endetent, die bessernt jor und tag von unserre stat und git 10 lib. und waz ouch denselben geschiht, den wellent wir weder geraten noch beholffen sin. Es sol mengelich, der by uns ist in disen nehesten drien tagen, dem meister dem ammanmeister oder dem rote verkünden und sagen, waz gutes iegeliches wisze, daz unserre vigende ist, es sy welher hande gütes es welle, und wer daz nit endete, der f6 sol jor und tag von diser stat bessern und git 20 lib. actum et pronimciatum domi- nica post Remigii und wil man ouch dar noch ernestlich stellen. Str. St. A. G. U. P. lad. 20 nr. 18. conc. ch- 416. Graf Johann von Nassau an Mainz,’Strassburg und die übrigen rheinischen Städte: bittet um Widersagebriefe und vertragsmäßige Hülfe gegen Cünrat von Hat- so stein und seine Knechte: Henne von Arnoldesheim, den man nempt Habest, Herman von Hatstein, Henne Düde von Arnoldesheim und Werner von Eppenstein, die unser vient sint worden umbe Johans willen von Bicken ritters und hat üch wol uszge- scheiden, als ir wol hören süllent in sinem briete, in dem er uns entsaget hat datum anno . . 88 ipsa die circumcisionis domini. 1388 Januar 1. 35 Str. St. A. G. ü. P. lad. 48/49 B. fase. XI. or. ch. 417. Markgraf Rudolf von Baden an Strassburg: bittet die Freilassung des Klosteramtmanns von Beuren (Bure) zu veranlassen, welchen ihr Bürger Nellesheim wegen einer geringen Forderung von 1 ii. Geld an das Kloster gefangen halte, oder =i 214 1388 einen Tag zu Lichtenau zu veranstalten. datum Baden sabbato ante Epiphaniam anno . . 88. Raden 1388 Januar 4. 1 Str. St. A. AA. 84. or. ch. Heg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1433. vgl. dazu nr. 1447, 1450, 1451. 418 . Graf Eberhard von Württemberg an Strassburg: beklagt sieh über die schwäbischen Städte, insbesondere über Esslingen, wegen Nichtbeachtung der im Jahre 1387 zu Nürnberg und zu Mergentheim getroffenen Abreden. [1388 circa Januar 6.] Aus Wenckeri exe. 11, 490 h . Gedr. D. B. A. I , nr. 326. vgl. dort über die Datierung. 419 . Rottweil an Siraßburg.- bittet um Auskunft wegen des Gerücktes, daß Kriegsvolk ans Welschland heranziehe. 1388 Januar 6. Williger früntlicher dienst sie üwer güten früntschaft alle zit von uns berait in allen Sachen, lieben besundern fründe und aidgenossen. alz üch villicht wol fürkomen ist von des zoges wegen, so ietzent üwer und unser güten fründe gemain stette des bundes tun wellent, uff daz ist uns für körnen, wie daz sich ain gros volck von herren, rittern und knechten in wsIschen landen gesammet habe und die ietzent gegen üch und gegen Elsäz dem lande usz her ziehen, bitten wir üwer güten früntschaft mit ernst flizzig, daz ir uns verschieben lassend wissen bi disem hotten, wie es darumb sie und waz ir fremder mere und löuffe wissen mügent, daz wir uns darnach wissend ze richtend, durch daz wir in allen Sachen dester gerner tun wellent, waz üwer güten früntschaft lieb und dienst ist. datum ipsa die Epiphanie dornini anno dornini 1888. Von uns dem rat ze Rottwil. [In verso ] Den frommen fürsichtigen wisen dem maister und dem rat der statt ze Strasburg unsern güten fründen und aidgenossen. Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 B. fase. VII. or. ch- lit. cl. c. sig. i. v. impr. del. 420 . Entscheidung des Ammamneisters und mehrerer Altammanmeister in einem Streit der Küfer und Gantener. 1388 Januar 8. Wir Wilhelm Metziger der ammanmeister, Götze Wilhelm, Cüntze Müller, Güntze Geyspoltzheim, Claus Meyger, Johans Messerer und Heintzman Lymer die alten ammanmeistere zu Strazburg tünt kunt allen den, die disen brief angesehen! oder gehören! lesen, daz vür uns körnen! Jeckelin Zubeler der alte, Walther Schanlit, Voitze von Wifersheim, Cünen Henselin, Paulus Claus, Swemmer Cüntzelin, Claus Hartmüt, Johans Brügeler, Johans Langnefe, Vetterhans, Rülman von Olfenheim und Fürsten i Dieselbe Angelegenheit betreffen die Briefe Bernhards an den Bat vom 1. Mai, 18. Juni, 24. Juni (1388). ibid. AA. 183 u. 104. io 15 20 25 30 35 1388 215 Peterman von yrGii und yres gemeinen antwGrckGS wegen dGr küffere zu Stroszburg und sprochent: gs wcrc under yrem antwercke lange zit und vil jore reht und ge- wonheit gewesen und bette daz also lange zit geweret, das daz nieinan fürdehte und were ouch daz nochütis tages under in reht und gewonheit, wo ein küfler oder ein 5 gantener oder wer der were under in grösser vas mahtent, sü werent nuwe oder alt, denne die do fuderig und messen lang werent, do bessert ie der küffer oder gantener oder wer der were, der daz tete, vür ye daz vas sehs pfenninge. die bessernde viele ouch yrem gemeinen antwercke. wider die reht und gewonheit so sattent sich die gantener. do sehent die vorgen küffere gerne, daz sie die gantenere bi yren 10 alten rehten und gewonheiten liessent beliben, do gegen es der grosse Martin der gantener, Pritsche Murssei, Röselin von Achenheim, Jeckelin Machefröide, Henselin Essichman, Walther von Ulme und Peter mit der Reiffbiegen von yren und der gantenere aller wegen verentwurtetent und sprochent, ez were reht und gewönliche gewesen also, daz daz ouch nieman vurdehte und were ouch nochütis tages reht is und gewönliche, daz ein iegelicher gantener wol möhte alte vas machen, sie werent gros oder kleine, und werent dar umbe niemanne keine besserunge schuldig zu tünde. doch wie dem were: woltent zwelfe der erbersten von den vorgen. kuffern sweren an den heilgen, daz die vorderunge, die sie geton hettent, yres antwerckes reht und gewonheit were und also von alter her kommen were, so woltent sie es 2 » ouch gerne also halten, also waz geltes under in gefiele, daz daz gelt in yre bühse vallen solte und mit in der kuffere bühse. noch vorderunge und antwurte und noch dem alse wir der vorgen. Wilhelm Metziger der ammanmeister und wir die alten ammanmeistere vorgen. verhöret hant, so sprechen! wir zu rehte: wellent zwelfe der erbersten von den kuffern vorgen. sweren an den heilgen, daz sie nit anders wissen! 25 denne, das die vorderunge, die sie do vor geton hant, yres antwerckes rehte und gewonheite sy und ouch von alterher also kommen sy, als da vorges. stot, tunt sie die eide also, so söllent die egen, gantenere alle und yre nachkommen, wo ir einre ein grösser vas mailte denne fuderig und messen lang, der sol sehs pfenninge bessern, also hant Jeckelin Zubeler der alte [weiter die Namen wie oben ] by Iren eiden behebet, 30 wanne sie schöffel worent. so het es Fürsten Peterman an den heiligen gesworn, wenne er kein schöffel waz und da sie es by iren eiden also behüben!, als vorges. stot, do gebütten wir den vorgen. gantenern die urteile stete zu habende, doch also mit der gedinge, waz geltes also von den vorgen. gantenern gefellet, daz gelt sol men sunder in eine gemeine bühse stossen und sol die selbe bühse der küffere schaffener gehalten äs und sol ouch die selbe bühse zwey slos haben mit zwein slüsseln, und söllent die küffere einen slüssel haben und die gantenere den andern, und was geltes in die selbe bühse gefellet, daz gelt sol man brachen zu gemeinen kosten der beder antwercke, es si zu reysen, zu gezelten oder anderswo zu, daz ire beder antwercke gemeine an- triffet und nüt anders one aller slahte geverde. \Der gegenwärtige und die alten 40 Ammanmeister siegeln]. geben an sant Erhartestage des heiligen byschoves 1388. Sir. St. A. Gr. D. P. lad. 12 nr. 5. or. mb. lit. pat. e. 7 sig. pend. quor. 3 u. 7 del. I fei VI. 28 "'iil!'.. 216 1388 421. Basel an Straßburg: meldet , daß Kriegsvolk gegen die schwäbischen Bundesstädte gesammelt werde. 1388 Januar ll. Williger dienst bevor, besundern lieben fründe. wissent, daz uns in warheit fürkommen ist und geseit, wie daz die fürsten und herren, die iuver und des swebischen bundes viende sint, ein heimlich samung bestellet habent und da mit 5 fürgesetzet ist, daz uf dem tage ze Mergentheim mit ein richtunge oder fride getroffen würde, daz si denne mit der samunge angeleitet habent ze ziehende uf die swebischen stette fürderlichen und in dem einen hufen irs Volkes von in schieben der, die man, ob si zu den kommen, mögent niderlegen. heben fründe, dem gedenken! nach und versorgen! üch, als iuwer wisheit wol kan. und erfarn io üch ouch umb die sache, so getrüwent wir, daz ir die also erfinden!, und lassen! uns ouch alle löuffe und mere wissen verschieben bi disem hotten. datum anno 88 sabbato post Epiphaniae domini. Jacob Ziboll burgermeister und der rat der stat Basel. 15 [In verso\ Den fürsichtigen wysen unsern besundern güten fründen dem burgermeister und dem rate der stat Straszburg. Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 B. fase. VII. or. mb. lit. cl. c. sig. i. vers. impr. del. 422. Bericht über den rheinischen Städtetag zu Mainz. — Anwesend waren folgende Städteboten: von Strassburg: der von Stille, Cünrat Molner; von Worms: Johan Runen, Sygel Macheris; von Spei er: Bechtolff Reinbode, Hans Dylen ; von Frankfurt: Johan von Holtzhüsen, Adolf Wisze; von Hagenau: Hans von Frideberg, Heinrich von der Zyt; von Gelnhausen: Henne von Kreenfelt; von Schlett- stadt: Klopsheimer. — Diese haben über nachstehende Artikel geratschlagt: 1. Der Streit zwischen Strassburg und dem Grafen von Sponheim wegen gegenseitiger Mahnung soll gütlich geschlichtet werden auf einem Tage zu Mainz am Montag nach Judica (März 16). 2. Desgleichen soll dort der Streit zwischen den Grafen Ruprecht und Johann von Nassau und der Stadt Strassburg zum Austrag gebracht werden. 3. Frankfurt will ebenfalls seine Mahnung gegen Graf Symon von Sponheim und alle rheinischen Bundesstädte bis Ostern aufschieben. 4. Mainz will dasselbe thun. 5. Schenke Eberhart zu Erpach und Frankfurt wollen sich ebenfalls verständigen. 6 . Sollen zu jenem Tage Strassburg und Speier ihre Boten bevollmächtigen, um den zwischen ihnen bestehenden Streit wegen eines Speirer Juden 1 beizulegen. 7. Bezüglich des Bundes mit Graf Symon und Ruprecht von Nassau ist beschlossen, dass jede Bundesstadt das Recht habe, die Grafen um Hülfe zu mahnen. 1 Vgl. oben nr. 402. 40 1388 217 8. Wenn eine Bundesstadt von irgend jemand angegriffen oder sonst geschädigt wird, soll sie das der nächsten Stadt mitteilen und diese dann schriftlich von dem Angreifer Genugthuung fordern. Erklärt dieser, dass er seine Sache vor die Entscheidung des Bundes bringen wolle, so soll sich die angegriffene Stadt damit zufrieden » geben. Geher diesen Artikel sollen die Städteboten zum Mainzer Tag am Sonntag Judica (Marz 15) die Entscheidung ihrer Bäte mitbringen. 9. Sollen die Städteboten ihren Räten mitteilen, dass die schwäbischen Städte auf dem Mainzer Tage Antwort haben wollen wegen des kürzlich zu Mergentheim verlängerten Bündnisses mit Fürsten und Herren und wegen Basels und der Waldstädte. io [1388 vor Januar 13.] Str. St. A. G. D. P. lad. 48/49 B. cop. ch. eoaev. (Papierrolle). 423. Bericht der Strassburger Gesandten: Johann von Kagenecke und Hans Gumhart an ihre Stadt über ihre Friedenssendung zu den sich bekriegenden Herzogen von Baiern und schwäbischen Städten, welche wenig Erfolg gehabt hat. 15 Heidelberg 1388 Januar 25. Aus WeneJcer’s Excerpten 2, 364 b . gedr. I) R. A. II, pg. 13 Anmerk. 5. — Reg. Koch u. Wille , Pfalzgr. Reg. nr. 4747. 424. Aufzeichnungen über einen 5'tädtetagabschied von Speier. 1388 Februar 17. 20 Gedehtnisse, als der stetde fründe mit namen von Straszburg her Götze von Grostein, Wernlyn Storm und Wilhelm der alter ammeister; von Mentze Georie Waldertheimer und Jacob Medetrost; von Worms Johan Becker und Sigelman; von Franckenford Heinrich von Holtzhusen und Johan von Widdel; von Hage- nowe ritt er Hans; von W i szemburg Heinrich von Rehtembach ; von Sletzstat 25 Clobsheim ; von Frideberg Heinrich von der Zijd; von Geilnhusen Eberhard vom Steynenhuse von Spire gescheiden sint des dinstages nach dem ersten son- n. tage in der vasten anno 88. Zum ersten als man der schwebischen stetde frunden geentwurt hat, als sie me hülfe gefordert hant. 30 Item als her Bernhart der elter marggrave zu Baden sich zu den schwebischen stetden verbunden hat, als ir botden uff disem tage in heimelichkeit der rinschen stetde frunden gesagit hant, uff daz sich die stetde am Ryne euch bedenckin mohten sich mit dem egenanten marggraven zu verbinden ez were mit hulffe umb bullte nach dem, als er sich zu den swebischen stetden verbunden hat odir daz dieselben 35 swebischen stetde von sinen wegen und mit yme zu erkennen und die rinschen stetde zu manen hetden und daz sie hin widdirumb von des selbin marggraven wegen den rinschen stetden mit einre hulffe, der man uberqueme, verbunden werent zu der sumen, die sie yn furhin verschieben hant nach der bunt briete sage odir abir, daz sust die rinschen stetde und der egenante marggrave eyner fruntlichen einmutekeit 40 ane hulffe uberquement nit widdereinander zu tünde doch daran unschedelich den buntnissen, die man furhin hat. 218 1388 Item daz die von Mentze an grave Rupreht von Nassauwe odir an sine frunde werben sollint, daz er ez mit den gleen und auch umb die widdersagis briete, als er Mürz is. gemanet hat, lasze steen bisz ufl den nehsten tag gein Meintze uff Judica umb des willin, daz grave Ailff von Dietsche und her Eckehart von Elkirhusen von der stetde gefangen diener wegen destebasz zu tagen braht worden die gefangen ledig zu machin und auch yn und den andern ire habe widdir zu kerende und daz ouch derselbe grave Ailff und her Eckehart von grave Rupreht mit sime briete für sich und sine helffere uff soliche tage und widdir heim vertrostit und versichirt werden. Ouch sollint die von Mentze grave Johan von Nassau von des gemeynen bundes wegin verschrihen uff vorgenanten tag Judica gein Meintze zu kommen umbe ehafftiger, ernstlichir sache willin yn und die stetde des bundis antreffende und die man yme nit wol verschoben möge. Item sollent der stetde frunde uff demselben tage zu Meintze rechenunge tun, waz iegliche stat sid der losten rechenunge, die ouch zu slihten, von des gemeynen bundis ^wegin verzerit und uszgebin hat. Item uff denselben tag Judica gein Meintze mit vollen gewalte zu kommen den dienern zu Swaben einen gemeynen houbtman und ouch phiffer zu geben. Item daz iegliche stat des bundis ir grosse summe der gleven volleclich und darzu halb als vil dienere haben und bestellin solle. Item als den von Spir und ouch den von Franckenfurt von Iren heimelichen fründen warnunge gescheen sint. Item dasz man uszer den stetden weder harnesch, gezug, kost noch deheinreley andern rat nieman volgen lasze, dann den, die zum bunde geboren! Item daz die antwercknehte, dienstknehte und der phaffen dienere den retden in den stetden swurent gehorsam, getruwe und holt zu sine und für schaden zu warnen. Item ob ez zu gemeynem criege queme, daz dann deheine stat die andern nit manete also doch, wo eine stat not anginge, daz man der forderlich zu hulffe queme nach gelegenheit der sache. Item des Rynes ström offen zu halten und daz mit den fürsten zu ubirtragen, ob ez dann bequemeliche wurde. Item an die von Wiszenburg und von Frideberg, als die hulffe begert haut, so ez yn not geschee. Umb dise vorgeschritten artickele uff den vorgenanten tag gein Meintze mit mäht zu kommen und auch dan den dicke genanten anlasz von der von Spir wegin gein den von Meintze und von Wormsz usz zusprechen umb die wingarthen zu Hagen und Hergesheim (?) Str. St. A. 6. U. P. lad. 48/49 B. cop. ch. coaev. (Papierrolle}. 6 io 15 20 25 30 35 425. Bruno von Hoh-Rappoltstein verpflichtet sich der Stadt Strassburg gegenüber zu Ostern des laufenden Jahres die alljährlich um diese Zeit fällige Gült von 200 Gulden 40 sowie am 24. Juni die festgesetzte Abzahlungsrate des ihm von der Stadt Strassburg 1388 219 geliehenen Kapitals (von 4000 Gulden) im Betrage von 400 Gulden zu bezahlen, ferner alle Forderungen zu begleichen, welche das Kapitel von Jung-St.Peter in Strassburg und genannte Strassburger Bürger an ihn haben, und endlich der Stadt Strassburg und den Strassburger Privatgläubigern für die ihnen zustehenden Gülten 5 und Schuldforderungen neue Bürgen und Mitschuldner an Stelle der verstorbenen zu geben. Für den Fall, dass er diesen Verpflichtungen bis zum 24. Juni des laufenden Jahres nicht oder nur teilweise nachkomme, erklärt er, bis zur Ausgleichung sämmt- licher Ansprüche die Unterstadt Bappoltsweiler in die Gewalt und Verwaltung der Stadt Strassburg übergeben zu wollen. actum ... 13 kalend. marcii — 6 kalend. Iü marcii anno 1388. Strassburg 1388 Februar 17-24. Str. St. A. G. D. P. lad. 271 nr. 22. or. mb. Vidimus vom 21. October 1392. Ibid. deutsche Uebersetzung. Vollständiger Bruch Rapp. Urkb. II nr. 295. S. 250 — 257. 426. Bruchstück eines Briefes von Berthold Zorn an Straßhurg über den Stand i 5 der Dinge in Baiern. Jtegensburg 1388 Februar 27. .... küniges wegen den bischof leidig und den stetten die nome zu wider keren .... daz nüt volgen .... liessent sü des küniges von Belieim wider- sagesbriefe. do lieben bereu wissen!, daz hertzog Friderich von Peygern vor eine . . . . lit heisset Nuwenburg by Ingelstat und ist eis zeugers (?) wol mit 400 glefen. üo wissen! öch, daz hertzoge Büppreht und hertzoge Kieme von Peygern gewesen sint zu dem Nuwen-merkete und sint nu zu Amberg und reden! hie zwischen! ernestlich, obe sü es gerillten kundent. wissen! öch, daz die briefe, die ir uns santtent, nüt worden sint und öch die 200 und 60 gülden zu Ulme ligent, also uns der hotte seit, und uns die öch nüt worden sint. wiszent öch, daz die von Regelsburg uns geluhen haut 400 ungerscher guldin, 25 wenne nieman die rineschen von uns wil nemen, so bitten wir uch lieben herrn durch unsers dienstes willen, wenn ir sehen! der von Regelsburg besigelter brief und minen brief versigelt und ein worzeichen doby, also men üch sagende wir!, daz ir danne die guldin bezalent und in güte ungersch guldin gebeut, wenne wir es in gar hohe versprochen haut also zu bezalende. lieben herren, wiszent öch, daz die von Regels- 30 bürg meinen!, daz sü gros gelt dürften! und daz sü uns nüt me lihen wellen!, und ist ir meinunge, daz ir gedenken!, wie ir uns güldin geschickent gen Nürenberg, so truwent sü die wege zü findende, wie es uns werde, lieben bereu, do bitten wir üch, daz ir uns forderliche gelt gon Nürenberg schicken!, wenne wir nüt lang des gelttes enbern mügent, wenne wir gar köstliche ligent, do wir ygenote ligent. geben zü 35 Regelsburg am nehsten dunderstag noch sancti Mattis dag anno 1388. Berhttolt Zorn. \In versö\. . . . en und bescheiden ... rat von Strosburg. G. U. P. lad. 48/49 B. or. ch. lit. cl. Ebenda: Copien einiger Briefe zwischen den schwäbischen Städten, dem Erzbischof von Salzburg, dem Herzog von Baiern und Borziboy von Swinar aus dem Januar u. Februar 1388. 40 220 1388 427. Mainz an Strassburg (unter Beilegung eines an sie gerichteten Frankfurter Schreibens gleichen Inhalts) fragt an, ob es den Städten beliebe, einzeln oder gemeinsam den benachbarten Helfern Herzog Ruprechts des älteren und des jüngeren Absagebriefe zu senden. datum feria quinta post Mathei apostoli anno 1388. 1388 Februar 27. Str. St. A. G. U P. lad. 48/49 B. fase. XI. cop. ch. coaev. Ebenda die Copien von 3 Absagebriefen einer Anzahl den Herzogen anhängender Bitter. 428 . Bericht der städtischen Gesandten an Straßburg vom Städtetag in Ulm. Oiengen 1388 Februar 20. Unsern dienst zuvor lieben herren. wir laszin uch wiszin, als wir gein Ulme waren geriden zu besehin umb einen dag zwuschen den herren von Beiern und den swebschen stetden, daz haben die stetde getan und gar ungerne und ist der tag also uffgenomen. wer zu dem tage gehöret, der sol friden hau beide uff der herren svte und uff der stetde syt. und die herren sollint sin zum Steyne, so sint die stetde zu Nuremberg. so ist unser herre der liertzoge zum Nuwenmarkete. des rad und die botden von dem Ryne werdent da zwuschen riden, ob sie ez gitlichen mögen ver- Murzs. rihten, und der tag sol sin uff den dinstag nach Oculi. und da zwischen hat nieman keinen friden dann die zu dem tage ridende werdent. und brennen und bergen uff beide syt faste, doch haut die stetde den meren schaden getan, auch wiszent lieben herren, daz unser herre der konig den herren von Reigern widdersagit hat und die fürsten uff sie gemanet hat uff die eide, die sie dem riche getan hant. und daz biss- tüm von Saltzburg mit allem irme lande ziehen uff die herren von Beigem, daz ist •ebr. n. gescheen uff den ersten mantag in der vasten, und können uch nustnit me ver- schriben zu diser zyt. geben zu Gingen uff samsztag für Oculi und uff denselben tag schieden wir von Ulme. Von uns den botden. Str. St. A. AA. 118. or. ch. I. cl. mit Aufschrift. 42!). Johann Zorn von Bulach der Meister und der Rat von Strassburg raten den unten genannten Herren, ihre Widersage gegen die schwäbischen Städte zurückzunehmen, da Strassburg sonst vertragsmäßig verpflichtet sei, gegen sie einzuschreiten: Georg von Nüwenecke, Ulrich von Truchtelfingen, Böckelin Menloch von Lijnstetten der eitere, Heinrich Böckelin genant Pfetzman. datum sabbato proxima post diem sancti Mathie anno domini 1388. 1388 Februar 20. Str. St. A G. ü. P. lad. 48/49 B. fase. Xf.jycop. ch. coaev.] 1 Ebenda die Notiz , dal 3 die gleiche Mahnung an den Herrn von Schauenburg und von Staufenberg ergehen soll. — Ebenda auch die Notiz: Man solle den Edelleuten und Außenbürgern mitteilen, daß sie «gegen dieseme kriege» gerüstet halten möchten, sowie auch mit den benachbarten Herren und Dienstleuten, die keine (Straßburger) Bürger sind «reden und an in entpfinden, wie sü sich in disem kriege halten wellent.» 5 io 15 20 25 SO Sö 1388 221 430. Die zu Ulm versammelten schwäbischen Städte an Strassburg: teilen mit, ihre Fehde gegen die Fürsten von Urnern nehme zwar den glücklichsten und erfolgreichsten Fortgang, so dass viele Marktflecken, Dörfer und Weiler in hündischen Händen seien, aber die Städte Speier, Worms und Frankfurt betrieben im Verein mit 5 Herzog Ruprecht von Heidelberg die Aussöhnung mit den bairischen Herren und hätten zu dem Zweck einen Tag zu Nürnberg festgesetzt, zu dem sie denn auch Gesandte abgeordnet hätten. geben ze Ulme von unser aller haissentz wegen under der von Ulme insigel an fritag vor dem sunnentag Letare anno domini 1388. Ulm 1388 März 6. io Str. St. A. G. D. P. fad. 48/49 B. fase. VII. or. ch. I. cl. c. sig. in vers. impr. Heg. Koch u. Wille, Pfalzgr. Heg. nr. 6724. 431. Die zu Ulm versammelten Boten der schwäbischen Bundesstädte an Straß- burg: eine Einigung mit den bairischen Fürsten sei noch nicht erzielt; einige königliche Räte seien gefangen genommen. Ulm iss8 März ll. 15 Fürsichtigen wisen besundern, lieben fründ und aidgenossen unsern willigen undertenigen dienst wissent alle zit von uns berait voran, besundern lieben fründ und aitgenozzen. als ir uns bi dem iuwern hotten umb etwas löuff und mär ver- schriben hant, das haben wir wol verstanden und laussen iuch wissen, daz iuwer und unser aidgenossen, die stette an dem Rine, etwas täding mit uns und den herren 20 von Paigern getroffen heften, das wir mainten und hofften, die sach war ze ainem gutem ende körnen, indem so hat hertzog Fridrichs vitztüm von Paigern da ze Sultz- bach unsers herren des römischen künigs rate, die er herus gesent hat, gefangen, und darumb, so ist nü unser mainung, das wir ie kain raehtung wellen vollegan lan, unsere herren des römischen kunigs rate, und die mit in gevangen sind, werden vor 25 ledig und los aller Schätzung, und wie es nü gan werde, dez wissen wir noch nit und künnen iuch ouch nit ander löuff verschriben. geben ze Ulme von unsere haissentz wegen under der von Ulm insigel an mitwochen nach Letare anno 88. Gemain stette dez bundes in Swauben, als wir ietzo ze Ulme by ainander sein. 35 [In verso] Den fürsichtigen wisen, unsern besundern lieben fründen und aidgenossen dem ammanmeister und dem rate gemainlichen der stat ze Strauszburg. Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 B. fase. VII. or. ch. lit. cl c. sig. in v. impr. del. 432. Johann Zorn von Bulach der Meister und der Rat von Strassburg an Fri- derich von Tigensheim Schultheiss zu Offenburg: erwarten, dass die Herren Jo- 35 hans von Boszenstein, der Nuwenecker, Otteman und Winterbach von Sehowenburg, Friederieh Bock und Mollenköpf ihre Widersage gegen die schwäbischen Städte innerhalb von 8 Tagen zurücknehmen werden und erklären sich bereit, sodann den schwäbischen Städten davon Mitteilung zu machen. datum feria quarta proxima post dominicam Letare anno 88. 1388 3lärz ll . Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 B. fase. XI. eop. ch. coaev. 40 222 1388 433 Konstanz an Straßburghat endlich einen siebenjährigen Frieden zwischen Oesterreich und den Waldstädlen zustande gebracht; allen Bundesstädten ist von dem Grafen Rudolf von Hohenberg Fehde angesagt. Konstanz 1388 März 14. Unser williger dienst und was wir triiwen und gutes vermugen sigin üch alzit von uns berait voran, erwirdigen aydgnossen und besundern lieben fründ. wir tügin üch ze wissen, das unser der von Rotwil und gemainer stett umb den sew botten nach vil und langen tädingen, die sy wol fünfthalb woeben zwüschent der herschaft von Österich und den Waltstetten getriben und gefürt band, dieselben krieg und April 23 . stöss bis ze sant Gerientag, der schierest kumt und dannanthin siben gantze jar ze ainem guten getrüwen friden braht und bestelt habent: also, das wir getrüwen, das derselb frid zwüschen in beliben und bestan söll. ouch sol üwer fürsichtigi wishait wissen, das allen stetten, die den bund haltend, graf Rudolf von Hohenberg abge- sait hat mit sinem brief, des wir ein abgeschrifft senden verschlossen in diesem brief. darzü sol uwer guti früntschaft wissen, das wir zu der herschaft von Österich güten trost habent, und bitten üch mit ernst flizzig, wissind ir dehaine mär und 16ff, die uns ze verschiebend sigin, das ir uns di wissen las- sind verschriben bi disen botten. geben ze Costenz an samstag vor dem sunnen- tag Judica anno 88. Bürgermeister und rat ze Costentz. [In verso] Den gar fürsichtigen erbern und wisen, dem ammanmeister, dem burgermeister und dem rät der statt ze Strassburg ünsern besundern güten fründen nnd lieben aydgnossen. Str St. A. 6. D. F. lad. 48/19 B. fase. XII. or. eh. lit. el. Ebenda: die in dem Briefe erwähnte Abschrift des Absagebriefes von Rudolf v. Hohenberg. 434. Bundesabrechnung zu Mainz. 1388 Mürz 19. Dis ist die rechenunge, die her Götze von Grostein und her Wilhelm brahtent von Spire von des gemeinen bundes wegen feria quinta ante Palmarum sub anno 88. Als der stette des bondes an dem Rine erber botten mit namen von Strasz- bürg: her Götze von Grostein und Wilhelm der altammanmeister; von Worms: Hermelin Becker, Sygel Macharis ; von Spire : Johan Diele, Jeckelin Andela; von Frankefurt: Gypel zürn Eber, Heinrich Holtzhusen ; von Hagenowe: ritter Hans; von Wiszenburg: Heinrich von Retenbach; von Frideberg: Heinrich von der Ziit; von Geilnhusen: Eberhart vom Steinhuse und von Sletzstat: Blopsheymer rechenunge zu M e i n t z e tatent dez nehesten dunrstages vor dem Pal- März 19. metage 1388, waz iegliche stat bisz dar syt der festen vordem rechenunge, die zu Spire geschach, her von des gemeinen bondes wegen verzeih und uz geben bette: Meintze 113 guld. 7 sol. — Straszburg 3 1 / 3 guld. — Worms 45'/ 2 gnld. — Spire 115 guld. — Spire 250 gülden dem von Solms, alz er in eimjarzal verbunden ist. — Frankefurt: 13 ’/ 2 guiü. 6 sol. Der summe liberal, daz die vorgenanten stette uzgeben hant. . . der ist 541 guld. 1 sol. daran gebürt jeglicher stat des bondes zu geben von ieder gleven der 5 10 15 20 25 30 35 40 grossen somme, die sü zu dem bonde beitet 1 guldin und 2 >/ 2 groszen. und ist der gleven überal, als die stette zii dem bunde beitet 448 ; und wanne also iegliehe stat ir antzal darzu git, so belibet daran überig 8 sol, die gemeinen stetten zu gehörent. /Es folgen dann eine Reihe kleinerer Ausgaben der eimeinen Städte meistens für Botschaften , welche als Privatausgaben erachtet und nicht mit in die Bundesrechnung aufgenommen , sondern «usz- gesetzt» sind.] Dise vorgeschriben uszgesetzeten stücke söllent die botten, die ietzunt uff disem tage zu Mentze gewesen sint, hinder sich in ire stette rete bringen, und sol sich yeder stette rot daruff bedencken und iren fründen, die sie zu dem nehesten dage schicken werden volle gwalt geben, obe man die vorgenanten uzgesetzeten stücke mit einander gelten wollent oder nut. Die von Mentze baut ouch den vorgenanten botten rechenunge geton von dem gelte, daz sü ingenommen hattent von der nehesten vordem rechenunge zu Spire, und ouch von des geltes wegen, daz den von Worms gebürt von der abelegunge wegen dez Zolles von zwein joren, und hattent über ir uzgeben, daz sie davon under die Juden zii Mentze gaben von der abelegunge wegen des vorgenanten Zolles uberig 46 guldin. von demselben überigen gelte baut die von Mentze uff disem selben tage geben Hans Dielen von Spir 45 güldin 3 sol. heller, und sint die von Spire do mit zümole bezalt, vvaz in werden solte und uzstant von der nehesten vordem rechenunge zu Spir. Item so baut die von Mentze ouch davon geben beim Götzen von Grostein 1 lib., daz die von Straszburg zii vil uszgeben hettent. Item an den 815 güldin, die den von Worms von der abelegunge wegen ires Zolles von dem vergangen jare bisz uff unser frouwen dag purificationis nehest vergangen werden züllent, gebürte jeglicher stat zu gebende von ieglicher gleven der groszen somme, die sie zu dem bonde halten! 2*/ 2 guldin 1 groszen. und sint der gleven, die darzu gehörent, 318 gleven. und süllent der stette frunde zii dem nehesten dage gen Mentze solich gelt, als jeder gleven gebürt zu geben von diser vorgeschriben rechenunge und ouch von des Zolles wegen zu Worms, mit in bringen, daz man ouch uff demselben dage bezaln sol, uff daz kein judenschade daruff gen werde. Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 t>. cop eh. eoaev. (Papierrolle.) Die obige gleichzeitige Unterschrift steht auf der Rückseite der Rolle. 435 . Rottweil an Straßburg: teilt mit , daß Graf Friedrich von Hohenzollern Kaufmanns guter aller Art aufgehoben habe , von denen man sage , daß sie Eigentum Straßburger Bürger seien. itottweil 1388 Aprtl 21. Williger dienst berait mit früntlichen trüwen sie üch alle zit von uns bevor, besundern lieben fründe und aidgenossen. uns kom für uf gester, wie daz der edel herre graf Fridrich von Hohenzolr der elter etwiemengen lastkarren mit wolle und mit anderm gut uf der Strasse ufgehept. habe, und lief etwas red darunder, wie daz daz selb gut etlichen des bundes stetten zügehorte. und do schickten wir ze stunde unser erber botschaft zu demselben graf Fridrichen und salzten den ze rede, wem er daz gut genomen hetti oder wen er mainte, da mit angriffen haben, an dem meht unser botschaft nit me erlangen, wand daz er ir also antwortet, daz daz selb gut siner offenen vigenden gewesen were. und moht dieselb unser botschaft kain stallung dem gut gewinnen, wand daz ers nu zemal angriffen wolt. und in den mären, ee unser botschaft her bann körne, do kom uns etwas rede für, wie daz des selbtetigen gutes etwie vil üch und üwern bürgern zügehorte. wand uns nu sere und lait were, wa üch oder dehainen der üwern dehain schade wider füre, daz wir gewenden künden oder möhten, da werent wir alle zit willig zu, als billich ist. darumb lieben fründe gedenkent der sache nach unverzogenlich, ob es dehainen der uwern anrüre, waz darinne ze tünde sie. wand waz wir üch darinne geraten und gehelfen künnen und mügent, darzü wellent wir alle zit willig sin. üwer verschieben antwürt laut uns darumb wissen mit disem hotten. datum Rotwil feria tertia ante festum beati Georii junioris hora completorii anno 88. Von uns dem rat ze Rottwil. [In verso] Dem ersamen wisen, dem maister und dem rate gemainlich der statt ze Strasburg unsern sundern güten fründen und lieben aidgenossen. Str. St. A. G. D. P. lad. 48/49 B. fase. VII. or. ch. lit. cl. c. sig. in v. impr. del. 436. Aufzeichnung über die Verhandlungen auf dem rheinischen Städtetage zu Mainz betreffend den Streit der Stadt Straßburg mit Simon von Sponheim und Johann von Nassau. 1388 April 30. Gedechtnische, als der stede frunde des bundis an dem Ryne,' die off dem donrs- tage off sct. Walpurgenabent in dem 88 jare zu Mentze bii einander gewest sin mit namen von Straszburg: her Johans von Stille,.Johann Meszerer; von Wormesze: Rennelin Becker, Johann Dierolff . . . ; von S p i r e: Henselin Fritze und Hans Diele; von Franckenfurd: Gypel zum Eber und Heinrich von Holtz- husen; von Hagenouwe: ritter Hans; von Frideberg: Heinrich von der Ziit; von S1 i t z s t a t: Blopsheymer. Zum ersten von soliche zweyunge und spönne, als bisher gewest ist zuschin den edeln herren graffen Symon grafte zu Spanheim und Vianden und graften Johan graften zu Nassau off eyne syte und den von Straszburg off die andere syte von manunge wegen, als die von Straszburg dieselbin edeln herren off Johan von Albe und syne helfifere gemanet battin und auch, als dieselbin edeln herren grafte Symon graffe zu Spanheim und zu Vianden die von Straszburg und die andern stete des bundis an dem Ryne von Johan Einer (?) von Sponheim ritter, Jeckelin Bernbaeh und ire helflfere gemant hatte und auch, als graffe Johan von Nassowe die von Straszburg und andere stete des bundis an deine Ryne off die von Bickere, von Eckebach und andere, off die er sich erkant hat, gemanit batte, waz sumenische da inne von beyden partien oder von welicher partie sonderlich daz geschehin were, und waz da von instanden ist bitz off diesen hutigen dag, daz ist allis von beyden syten eyn luter sune und ewig verzig. und hant die vorgeschriben edeln herren graffe Symon 5 io 15 20 25 30 35 40 1388 225 und grabe Johan off diesen hutigen dag off scte Walpurgen abent vor den vorgenanten April 30. botten geyn den von Straszburg und allin sieden des bundis an dem Ryne gemeynlich und sunderlich umbe alle vorgeschriben sache, wie sich die bis off diesen hutigen dag erlauben haben, montlich und gentzeliche verzihen, so hant auch her Johan von 5 Stille ritter und her Johan Meszerer von Straszburg vor die meystere und den rad von Straszburg und auch ander stete frunde dez bundis an dem Ryne, als die off diese zijt zu Mentze by einander gewest sint vor ir rete auch in glicher wise geyn dem vorgenanten edelin herren graben Johan von Nassow umbe alle vorgenanten sache montlich und gentzlieh verzigen. so ist wort geret: wer iz, daz der vorgenante io edele herre grabe Symon_ grabe zu Sponheim und zu Vianden die von Straszburg hernach manende wurde ob hern Johan Ulner vorgenant und syne halbere, die mane- briefe sal er geyn Mentze schicken und dieselbe manebriebe sullent die von Mentze by in behaldin und die vorgenanten edeln herren graben Symund hernach manende off Johan von Albe und sine halbere, dieselbin manebriebe sullent sie auch den von is Mentze in iren rat schicken, und sullent auch die von Mentze dieselbin manebriebe bi in behaltin und den vorgenanten edeln herren graben Symon die nit schickin. und insullent auch soliche manunge und manebriebe beyden partien unschedelichen sin und darumbe von allermenlich unvirdacht sin und sich auch daran nit virkurtzit habin an allis geverde und diese virzig und manunge also zii nemen, als vorgeschriben 20 stet, von grabe Symons wegin sullint die vorgeschriben herren Johan von Stille und her Johan Meszerer in iren rad geyn Straszburg bringen, wan sye des nit rnehtig waren also ob zu nemen. und waz irs ratis meynunge darum ist, daz sullint die von Straszburg den von Mentze in den nehsten sehs wochin virschriben. und ist des, daz die von Straszburg diz auch also ob nement und daz den von Mentze also virsehry- 25 bent, so sullint daz die von Mentze graben Symon virkundin. und so hat die sache also iren gang, wer iz aber, daz die von Straszburg diese sache also nit obnemen so sulden die vorgenanten manungen von beyden syten sten als hude zu dage jeder partien unverlustig irs rechtin. So ist auch geret von der manunge wegin, als die von Straszburg graben Johan 30 von Nassow gemanet hant, und als derselbe grabe Johan von Nassow die von Straszburg auch wider im gemanit hat, daz sye des beyder syte zum rechtin an gemeyner stete frunde des bundis an dem Ryne, als sye ob den nehisten sundag nach sanct Johans dag baptisten nehiste komit über achtage zu Mentze sin werden virlyben sin Juli 3 . welich manunge, als sye eynander gemanet hant, Vorgang habm sulle. und darum 35 sullint alle stelle des bundis an dem Ryne ir erbern boden ob den vorgeschriben sundag zu Mentze habin solicher sachin ende zu geben. Und wer iz, daz eyner, zweyer, drier oder me stelle frunde ungeferlich ob den vorgenanten sundag geyn Mentze nit quemen, so sullint doch der andern siede frunde, die dan da weren, solicli recht uszprechin und dem ende gebin. und sullint auch aller 40 stete dyner, die ietzunt bij grabe Johan zu Sygen . ligent, vorter daselbis virlyben ligen bis ob den vorgeschriben sundag. und welicher stete gleve nit da weren, uz gescheiden die von Straszburg, die sol bestellin, daz ir zal der gleven, die ir darzu gebürt, unverzogenlich geyn Sygen geschieht werde und ouch daselbis verlyben bis ob 226 1388 den vorgeschriben sundag nach sanct. Johans dage des deuffers über achtage. und in- sullint auch die von Franckenfurt noch keyn ander stad des bundis an dem Ryne , den vorgenanten graben Johan da zuschin nit inanen. Item grabe Symon hat auch syner manunge, als er die stede ob hern Johan Ulner von Sponheim gemant hatte, eynen obslag geben bit ob den vorgeschriben s sundag. Item so hant auch die von Mentze ir manunge, als sye graben Symon von Spanheim gemanit hattin, eynen obslag gebin bis ob den vorgeschriben sundag in allir der masze, als sye daz bisher gedan hant, unverlustig irs reclitin derselbin ir manunge. Item als von grabe Ruprecht wegin von Nassowe ist belohn den von Mentze 10 und von Franckenfurd mit yme zu reden, ob er soliche rachtunge mit den von Straszburg und mit den andern stedin obnemen wolle in der masze, als grabe Symon von Sponheim oder grab Johan von Nassowe getan, und sullint auch der von Straszburg frunde vorgeschriben diz heym in iren rad bringen, und waz ire frunde nuy- nunge darinne ist, daz sullint die von Straszburg furderlich geyn Mentze verschriben. >s und waz die von Mentze und von Franckenfurt von grab Ruprecht in den sachin erfmdent, daz sullint sye den von Straszburg virschriben. Item von der sache wegin Schenck Eberhart herre zu Erpach mit den von Frankfurt ob geslagin bis ob den vorgeschriben sundag derselbin sache dan ende in gebin. 20 Umb diese und auch um ander stucke, als der stede boden vormals in irre rete bezeychint bracht hant, da sye zu Mentze zu dagin gewest sin und mit namen umbe den artikel: «wer iz, ob ymant, wer der were, eyne stat des bundis, welich daz were, schedigite oder angriben wulde oder angribe oder abir eyn stad des bundis jeman krigen wulde etc.», sullint die vorgeschriben bottin in irre rete bringen und 25 daz ieder rad synen frunden, die er ob den vorgeschriben sundag geyn Mentze schicken werden vol und gantze macht gebin der stucke zu ubirkomen und ende zu gebin. Gedenckent auch von dez Zolles wegen zu Hoeste, als man ob disem vorgeschriben dage davon gescheuten ist. Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 C. fase. 2. cop. ch. coaev. 437. Markgraf Rudolf von Baden an Strassburg: bittet mit dem Bürger der Stadt Claus Nellesheim zu reden, dass er das Frauenkloster Lichtenthal mit seiner Gültforderung unbekümmert lasse, oder zu einem Tage nach Lichtenau komme. Baden [1388] Mai 1. 35 Str. St. A. AA. 183 or. ch. Heg. d. Markgr. v. B. nr. 1447. 438. Die zu Mainz versammelten Boten der rheinischen Städte außer Straßburg an die Stadt Straßburg: fordern auf die an der Bundesrechnung rückständigen Forderungen der Stadt Mainz baldigst zu begleichen. [1388] Mai 3. 40 Unsern dinst zuvor, lieben frunde und eitgenossen. als die von Mentze dicke und 1388 227 vil off dagen und auch mit schriffte gefordert haben, das yn etwie vil geltes von vordem rechenungen, die zu Spir gescheen sin uzstee, darumb wir durch richtlickeit ubir der Sachen geseszen sin, als das billich ist, und haben eyne rechenunge darumb getan und die erfunden, als wir uch dieselbe rechenunge in disem unserm brieve 5 versloszen senden. 1 2 und darumb begern wir von uch üiszelichen, das ir solich gelt, als uch in der vorgeschritten rechenunge bezeichent ist zu geben, bynnen disen nesten virtzehentagn gein Meintze schicken wolent, off das die von Mentze solichs geltes, als yn uzsteet, bezalt werden, off das die Sachen zu ende körnen. geben under der stettde von Meintze unserer eitgenossen ingesigel von unser aller geheisz io off sontag vocem jocunditatis. Von uns der stetde und rete frunden des bondes an dem Rine als wir off dise ziit zu Meintze by einander sin uzgescheiden der uwern. [In verso\ Erbern wisen luten unsern besundern güten frunden und eitgenossen, dem meister und dem ratte zu Straszburg. Sir. St. A. G. U. P. lad. 48/49 B. or. eh. lit. cl. c. sig. i. v. impr. del. Der Brief ist mit Bundesabrechnungen von 1885j86\87 zusammengeheftet. Auf der Büekseite Reste des großen Mainzer Stadtsiegels. 439 . Die zu Ravensburg versammelten Roten der schwäbischen, fränkischen und bairischen Rundesstädte an den Rat von Speier zur weiteren Mitteilung an die 2o andern Städte des rheinischen Rundes: Die Herzoge von Raiern haben die nach langem Kriege mit ihnen zu Neumarkt abgeschlossene Sühne nicht gehalten, sondern mit Raub, Brand und Mord sie aufs neue ohne Widersage mehr als früher in offenem Kriege geschädigt. Desshalb bitten und mahnen sie dringend um Rundeshiilfe durch Entsendung der vertragsmässigen Anzahl Riefen nach Weil. geben zu Ra- 25 vensperg des samsztagis zu uzgender phingest wocliin anno doinini 88. Ravensburg 1388 Mai 23. Str. St. A. 6. U. P. lad. 48/49 C. fase. 6.2 cop. ch. coaev. 440 . Wir Friderich der elfer grafe zu Zolre kündent mengliehem mit disem briefe, das von sölicher Sachen wegen, alse wir mit den erbern bescheiden dem meister dem 30 rate und den bürgern der stat zu Strazburg geliebt hant und wir und die unsern vor ziten ire bürgere angegriffen und in ir vihe und anders daz ire genomen hant 3 und von alles dez kosten und schaden wegen, so wir und die unsern do von geliebt 1 Nach dieser Rechnung sind an der gesummten Bundesrechnung aus den Vorjahren noch rückständig : 286 Gulden 16 sol -+- 272 Gulden 10 Groschen - 560 Gulden. Außer dieser Summe bleiben 35 noch rückständig 39 Gulden. Die Städte sollen nach Maßgabe der seiner Zeit auf Grund der Glefen- zahl gemachten Jahresanschläge innerhalb von 14 Tagen bezahlen. Die rückständige Schuld Straßburgs beträgt 143 Gulden an den 257 Gulden der Rechnung vom 1. Mai 1385 und außerdem an der Wormser Zollablösung 33 Gulden 2 Groschen. 2 Ebenda: Die ausführliche Aufzeichnung aller Beschwerden, welche die Städte seit der Sühne gegen 40 die bairischen Herzoge zu erheben haben unter der Unterschrift: Diz sint der stelle klage, die yn von den lierren von Beyern und den yreu syd der rahtunge zuin Nuweninarket wider faren und beschehen sint. — Vgl. Weizsäcker. D. R. A. II pg. 29 ff. 9. Anm. 4. 3 Vgl. oben nr. 435. VlViVT, . .JAV : *•: ii;i;;;;s, fr""!. ■ i : ! '» |i .: !i 11 ! 228 1388 und gelitten hant u. s. w. wir gentzliche gesünet verrihtet und geslihtet sint. \Er gelobt die Idiihne zu halten .] und dez zu einem urkunde so ist unser dez vorgen. Fri- derichs dez eitern grafen zu Zolre ingesigel an disen brief gehencket. gegeben an dem ersten fritdage nach sant Urbans dage dez heiligen babestes in dem jare do man zalte von gotz gebürte drützehenhundert jare ahtzig und ahte jare. 1388 Mai 29. Str. St. A. G. U. P. lad. 166 nr. 67. or. mb. lit. pat. c. sig. pend. mit der Umschrift : comitis de Zolr junio[ris sigill]. 441. Speier an die rheinischen Bundesstädte: sendet den Mahnbrief der zu Ravensburg versammelten schwäbischen Städte vom 23. Mai wider die Herzoge von >° Baiern. datum sabbato poximo post festum Corporis Christi. [1388 Mai 30.] Frankf. St. A. Copialb. XII. fol. 42 nr. 51. 442. Markgraf Rudolf von Baden an’Strassburg: bittet die Erben des Strassburgers Nellesheim zu Rede zu stellen, wesslxalb sie auf dem auf heute angesetzten Lichte- nauer Tage mit Kloster Lichtenthal nicht erschienen seien und sie zur Freilassung >5 des Amtmanns jenes Klosters zu veranlassen. datum Stadelhofen feria 5 ante Job. bapt. Stolhofen [1388 Juni 18.] Str. St. A. AA. 101. or. ch. Ebenda Brief Budolfs vom 24. Juni in gleicher Sache. Heg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1450 u. 51. so 443. Die zu Ulm versammelten schwäbischen Städteboten (unter dem Siegel von Ulm) an die Stadt Speier mit der Bitte um Mitteilung an die übrigen rheinischen B u n d e s s t ä d t e: erzählen von den Uebergriffen und Angriffen der Herzoge von Baiern . . . darumb so inanen wir üch ernstlich und vesteclich uw er truwen, eren und eides . . . das ir uns unverzogentlich mit üwere summe gleen widder die ege- 25 nanten herren von Beiern und die^iren beraten und beholffen sint und auch das forderlich allen andern uwren und unsern eitgenossen am Rine verkünden! und manent, das sie das auch tun und das beide uwer und auch ir spisse zu (Worms?) sint uff die ziit, als das uwer und unser verbuntnisse wiset und seit, da wollen wir bestellen, das sie danne furbaz gefuret werden an die stelle, da wir der widder die s» vorgenanten herren von Beiern notdurfftig sin . . . geben an dem nehsten samstage vor sant Jolians dage zu sünwenden anno 1388. 1388 Juni 20. Str. St. A. 6. U. P. lad. 48/49 B. cop. ch. coaev. 444. Allerlei Ratsbeschliisse. 1388 Juni 21. [ 1 .] Unserre herren sint übereinkomen, daz iederman dem andern rümen sol 35 zu ziehende in disen nehesten drien tagen, und wer daz verbrichet der bessert 30 sol. [2.] Unserre herren ineister und rot sint oucli übereinkomen: daz nieman hinnan vürderme uffe der owen in der stat, uffe den plönen, noch ussewendig noch 1 1388 229 an keinen semlichen enden weder wurffelspil, kartenspil noch kein ander spil triben noch tun sol, noch ouch do nieinan kein brett, kein wurffei noch kein karten spil darlihen, noch darlegen sol. und wer daz verbrächet der bessert ouch 30 sol. [3.] Es sol ouch nieinan kein vegotte uffe unserre stette almende noch in unserre s stette burggraben noch in die Brüsche schütten noch werden, noch sol ouch sonderliche nieman kein vegotte zu den rüwerin uszfüren noch dohin uszhin schütten, wenne iederman sol sine vegotte uffe die owe zu den pfelen küren und schütten und nüt hie dissite den pfelen [am Rand .- die zu einigen darzü geslagen sint] loszen legen, und wer daz verbrächet, der bessert ouch 30 sol, alz dicke daz beschehe. und io wil man ouch hüte darüber setzen. actum et pronuntiatum dominica proxima ante diem St. Johannis baptiste anno 88. Str. St. A. G. D. P. lad. 20 fase. 18. conc. eh. (Zettel.) 445. Ratsbeschluß Uber die an vornehme Gäste zu gewährenden Ehrengeschenke. 1388 Juni 23. i5 Unsere herren meister und rat sint uberein komen, das man hinnanvurder me von unsre stette wegen ebne landesherren einen omen wirres schencken sol; einem dienstman und suss eim edlnmanne sol man schencken einen halben omen alle ym- bisse. item suss eime erbern manne einen halben omen. und sol man ouch iegelichem zu iegelicher vart nuwet einmal schencken und nit alle ymbisse, ussgenommen den 20 stetten sullent wir alle ymbisse schencken, also vor geschriben stat. unde sol ouch die schencken nieman tun, danne ein meister, der danne rihtet, unde ein ammanmeister und nieman anders, was ouch ein meister, der danne rihtet, und ein ammanmeister heissent schencken epten und zu liebe und zu leide, das ist zu lychen und zu brutloften, das sol man ouch tun unde anders nit. unde sol ouch diese urteil alle 25 jor ein rot dem andern in den eyt geben. actum feria tertia proxima ante diem sancti Johannis baptiste anno 88. Str. St. A. 8dritter, statutarium fol. 285. 446. Bürgermeister und Bat von Freiburg an Strassburg: antworten auf ein Schreiben und versprechen, sich nicht in die Streitigkeiten mischen zu wollen zwischen so den von Endingen und Johann von Schaftoltzhein und der Witwe Johann Erb s . . . ist, daz die von Endingen den uvrern ützit schuldig sient, das mögent die uwern gewunnen, als sü getruwent reht tun, das gat uns nüt an. datum feria quarta post Petri et Pauli anno 88. 1388 Juli 1. Str. St. A. AA. 1799. or. mb. I. cl. 447. Aufzeichnung über die Verhandlungen der rheinischen Städteboten zu Mainz. Mainz 1388 Juli O. Gedechtnisze der stede fründe dez bundes an dem Byne, als sie uff dem donres- tage nach sant Kilians tage yn dem 88 v jare zu Mentze bii eynander gewest syn mit Juli 9. namen: (diese Namen sind meist unleserlich). 1. betreffend die Richtung zwischen Strassburg und Simon von Sponheim. — 2.‘ betreffend die Richtung zwischen Strassburg und Johann von Nassau. — 3. betreffend Massregeln über die Ausführung der von den schwäbischen Städten geforderten Rundeshülfe. [4.] Item daz iecliche stad dez bundes an dem Ryne ir zal gleven, als ir gehöret von der manunge wegen der swebischen siede gein Swaben zu schicken zft Spire uff sant Jacobsabent haben sal nebst körnet. [5.] Item so sullent die von Mentze denselbing lewen allen eynen heubtman geben, dem dieselbin gleven und diener alle von dem Rynschen bfinde gehorsam syn sollen, und sol der selbe heubtman phiflfer haben off dez gemeinen bundes kost, als daz vormals zu Spir gezeichent worden ist. [6.] Item daz iecliche stad dez bundes an dem Ryne ir grosze summe der gleven bestelle, daz sie die vollecliche habe biz uff sant Jacobstag nehste körnet und daz auch iecliche stad darzü habe halb als viel diener und gleven der vorgenanten groszen summen bestelle, daz sie die habe bvnnent viertzehentagen nach demselbin sant Jacobs tage und sollent die boten daz in ire rete bringen, und waz ires rates meinunge darumb ist, daz sal ieder raid gein Spir virschriben. und sollent die von Spir daz furter allen steden virschriben. und wer ez daz eyne stad oder me diz nyt tun wolte, so sullent die andern stede dez unverbunden syn. [7.] Item daz man uz den steden weder harnasch, gezügk, kost noch die heinerley andern raid nyman volgen lasze dan den, die zu dem bunde gehorent. [8.] Item daz die hantwergkknechte, dienstknechte und der phafifen knechte den reten in den steden sweren gehorsam getruwe und holt zu syne und für irem schaden zu warnen. [9.] Item ob ez zu kriege queme, daz dann keyne stad die ander nyt manete also doch, wo eyn stad noid angynge, daz man der forderlichen zu hellle queme nach gelegenheit der sache. [10.] Item gedenckent auch umb eynen erberlichen gemevnen heubtman der stede diener dez bundes an dem Ryne hie uze in diessem lande, so die uff dem felde sin und mit eyander rident, daz sie der fure und (sie) dem auch gehorsam syn. [11.] Item sol auch iecliche stad unsere bundes ir erbern boden mit ir zal gleven, die sie den swebischen steden schicken wirdet, uff sant Jacobsabent nehste körnet zu Spir syn, der dag zu Heidelberg gee fursich odir nyt. und waz iecliches rates mey- nunge ist umb alle vorgeschriben stucke und umb waz anders notdorfft ist zu diessen Sachen gein Spire boten gen. und duncket diz allen botten, als die zu Mentze uff diesse ziit gewest sint, nutze und gut sin. [12.] Item gedenckent auch von dez Zolles wegen zu Höste. Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 B. fase. XI. eonc. eh. 448. Aufzeichnung über die Beilegung des Streites zwischen Straßburg und dem Grafen Johann von Nassau. [1388 nach .Juli 9.] Von des anlaszes wegen, als grafe Johan von Naszöwe und die von Strazburg an der stelle fründen des bundes an dem Rine, als die uf sant Walpurge oben! 5 10 15 20 25 SO 35 40 1388 231 in dem 88 jare zu Mentze bienander warent, getan hant zum rehten, also waz derselben stette friinde erkennen! zum rehten, weliche manunge als die von Strazburg grafen Johan von Nassowe gemanet hant uf Johan von Albe und sine helffere und als grave Johan von Nassowe si ouch gemanet hant uf die von Bicken, von Selbach 5 und etliche andere ire helffere und dienere, alse das sine manebriefe uswisent, Vorgang haben stille, des hat grafe Johan von Nassowe für sich, her Götze von Grawen- stein, her Ortelin Mansze und her Wilhelm altammeister von Strazburg vor den meister und den rat der stat zu Strazburg dieselbe sache und daz erkennen zürn rehten an der stelle fründen dez bundes an dem Ryne, als die uf den dunrestdag io nach sant Kilians dag in dem 88 jare zu Mentze bienander gewesen sint, gentzlicli , 1S . 8S gestalt, und hant ouch daruf von beidensiten gegen einander luterlich und zu male verzigen. und süllent ouch die manunge, die von beidensiten bitzher zwischen! in geschehen sint, als vorgeschriben stat, zümale abe sin und keine Partie die ander darumbe fürter me inanen sol. weres aber, daz grafe Johan von Nassowe noit wurde 15 uf ieman anders zu inanen, danne uf die er bitzher gemanet hat, und ouch dezglichen den von Strazburg nöt wurde uf ieman anders zu inanen, danne uf Johan von Albe ^ und sine helffere, darumbe mögen! sie von beidensiten einander inanen nach lute der buntbriefe, die darüber gemäht sint. und sollen! ouch dieselben buntbriefe in ire mäht und kraft hüben, so hat ouch derselbe grafe Johan gen allen stellen des bundes 20 an dem Rine gentzlich verzigen uf die mynerunge der glefen, als ime bitz her von den von Strazburg uz gestanden und nit geschicket sint und ouch uf mynerunge der glefen, als ime von den von Strazburg furter gebürt zu schicken, uf die er bitz her gemanet hat ane alles geverde. Str. St. A- G. D. P. lad. 48/49 B. fase. XI. cop. ch. coaev. 25 449 . Pfalzgraf Ruprecht (I) an die rheinischen Städte: sie sollen die schwäbischen Städte benachrichtigen, dass er dieselben zu dem auf 29 Juli zur Versöhnung zwischen Fürsten und Städten angesetzten Würzburger Tage sicher geleiten lassen wolle. Heidelberg 1388 Juli 11. Str. St. A. AA. 112. cop. ch. coaev. mit Versendungsschnitten. 30 Gedruckt D. E. A. II, 49 nr. 19. 450 . Beschluss der rheinischen Städteboten einen Sühnetag zwischen Fürsten und Städten irgendwo am 16 August abzuhalten oder, falls dieser nicht zu Stande käme, eine Versammlung der rheinischen Städte zum 29 Juli nach Speier zu berufen wegen neuer Kriegsmassregeln. [1388 Juli 12-14.] 35 Aus Heidelb. Univ. Bibi. Urk. Schrank. 1. nr. 49. cop. ch. coaev. gedr. D. E. A. 11, nr. 21. 451 . Die Städte Slraßbnrg und Saarburg schließen ein Biindniß auf 10 Jahre. 1388 Juli 16. Wir die rete und die bürgere gemeinliche der stelle Strazburg und Sarburg tunt kunt allen den, die disen brief sehen! oder gehören! lesen, daz wir mitenander uber- VI. 30 232 1388 komen sint der hie nächgeschriben dinge, alse die hie nach bescheiden sint: das ist also . . were es, daz ieman wer der were, der in dem bistüme zu Strazburg iet- zent mit huse und mit sinre husere seshaft ist oder in dem hir nächgeschriben zile, die wile dise selben zile werent, mit huse und sinre huseren darinne seshaft wurde, die von Sarburg oder ire bürgere hinnanfürder angriffe, kriegete oder schadigete in dem bistume zu Strazburg, welhem danne under den selben die von Sarburg oder ire bürgere rehtes gehorsam wellent sin zu tünde von unserm rate zu Strazburg, der danne ist, oder dohin sie danne die selben meister und rat zü Strazburg, die danne sint, wisent, dezselben ouch die von Sarburg und ire bürgere gehorsam sin süllent, und die selben, die sie danne also geschadiget hettent, daz nit von in ufnem- men woltent und sich do mit nit woltent läszen gegen in begnügen, gegen dem und den süllent wir die von Strazburg den von Sarburg und iren bürgern geraten und beholffen sin in dem bistume zu Strazburg und nit vürbaszer zu glicher wise, alse obe es uns die von Strazburg und unsere bürgere selber angienge untze an die stunde, daz den von Sarburg und iren bürgern daz widertän wirt, daz in danne von denselben also geschehen were und sie da von unklagehaft werdent gemachet, alse es meister und rat zu Strazburg, die danne sint, danne erkennent, daz sie unklagehaft gemachet sient und in da von volletän sie äne geverde. zu weihen kriegen auch die von Sarburg uns den von Strazburg beholffen sint, es sie in dem bistume zu Strazburg oder ienesite der steigen, mit dem oder mit den süllent wir die von Strazburg keine süne noch rihtigunge nemmen, wir habent danne die von Sarburg und ire bürgere ouch in die selbe süne und rihtigunge verteigdinget und genomen äne alle geverde. in allen disen dingen nemment wir die von Strazburg us daz römische rieh und unsern herren den bischof von Strazburg, der ietzent ist oder har näch wirt, und den edeln herren gräfe Heinrich herren zu Lützelstein und ouch dar zu alle die, zu den wir die von Strazburg ietzent verbunden sint. und obe wir unsere büntnüszen mit den selben vürbaz erlengernde würden!, des ouch wir die von Strazburg güte mähte süllent haben zu tfinde. und umbe die groszen früntschaft und beide, die die vorgenanten die von Strazburg uns tünt und tün wellent die hie nächgeschriben zehen jare us, so baut wir der rat die bürgere und die gemeinde der stat zu Sarburg uns verbunden, daz wir den von Strazburg und allen den iren die selbe stat Sarburg uftün süllent. und sol ouch die selbe stat Sarburg dem meister, dem rate und den bürgern gemeine und besunder der stat zu Strazburg allen iren heiklem dienern und den iren, ez sie mit lützel oder mit vil lüten, offen und uf getan sin vürderliche und äne alles verziehen, wenne und wiedicke sie wellent in den hie nächgeschriben zehen jaren, es si bi tage oder bi naht, daz sie sich in der selben stat zu Sarburg dar in und dar us behelffen inügent und dar in und dar uz gefaren, wenne und wiedicke sie wellent wider menglichen uf iren kosten, den selben kosten und ouch veilen köf wir die von Sarburg süllent schaffen den von Strazburg und allen den iren zu Sarburg gegeben werden umbe ire pfenninge näch bescheidenlichen dingen, dar zu süllent ouch wir die von Sarburg unsere bürgere und alle die unsern den vorgenanten den von Strazburg iren bürgern und allen den iren getruweliche geräten und beholffen sin zu allen der von Strazburg und irre bürgere kriegen, die sie hinnanfürder ge- 5 10 15 20 25 30 35 40 1388 233 winnent za glicher wise, alse obe es uns die von Sarburg und unsere bürgere selber angienge untze an die stunde, das söliche der von Strazburg und irre bürgere kriege gentzliche gesünet werdent. und süllent wir die von Sarburg unsere bürgere und die unsern daz tun wider menglichen uzgenomen gegen dem bischofe zu Metze, der iet- 5 zent ist oder har näch wirt, und dem stifte zu Metze, do sieselben höptlüte sint, und oucli uzgenomen gegen dem hoherbornen fürsten und herren hertzoge Johanse zu Lotho- ringen und marggräfen, die wile die zile werent, in den wir die von Sarburg gegen demselben herren dem hertzogen zu Lothoringen nit tun süllent, das ist von hinnant untze zu aller heiligen tage, der nu zu nehste körnet, und von dem selben aller io heiligen tage die zwei jare uz, die dar näch aller nehste nächenander koment, äne alle geverde. aber näch dem selben zile so süllent wir die von Sarburg unsere bürgere und alle die unsern den vorgenanten den von Strazburg iren bürgern und allen den iren gegen dem selben herren dem hertzogen von Lothoringen und allen den sinen geraten und beholffen sin getrüweliche und ouch den von Strazburg und allen 15 den iren Sarburg die stat gegen in uftiin zu glicher wise alse gegen andern lüten und do mit den von Strazburg tun, alse do vor ist bescheiden, äne alle geverde. wir die von Sarburg nemment ouch har inne us den edeln herren beim Heinrich herren zü Blanckemberg, mit dem wir ietzent ursagen hant, doch also gewünnent die von Strazburg mit dem selben herren heim Heinriche herren zu Blanckemberg zu 20 schaffende, wenn sie uns daz danne verkünden!, so süllent wir die von Sarburg derihte dar näch dem selben herren heim Heinriche herren zu Blanckemberg die selben unsere ursagen abesagen. und wenne so die zile der selben ursagen vergänt, so süllent wir und die unsern den von Strazburg und den iren gegen ime und den sinen beholffen sin und in die stat Sarburg uftiin zu glicher wise alse gegen andern 25 lüten und alse do vor ist bescheiden äne alle geverde. wir die von Sarburg nemment ouch har inne uz den edeln herren grafe Heinrich herren zu Lützelstein, wir globent ouch zii beiden siten bi unsern eiden, das alle jare, die wile die hie nächgeschriben zehen jare werent, der rat zu Strazburg, der alle jare da wirt, und die gemeinde mitenander der stette zu Sarburg süllent sweren an den halligen alles daz, daz an 30 disem briefe geschriben stät, stete und veste zu haltende getrüweliche äne alle geverde, und süllent die vorgeschritten dinge allesament zwischen! uns den vorgenanten zweien stetten Strazburg und Sarburg weren untze zii sant Jacobes dage dez heiligen zwelfbotten in der ernen, der nii zu nehste körnet und von dem selben sant Jacobes dage zehen gantze jare, die dar näch aller nehste nächenander koment äne 35 underlas, äne alle geverde. und daz alle die vorgeschriben dinge zii beidensiten und ouch alles daz, das an disem briefe geschriben stät, veste und stete blibent die vorgenanten zehen jare us, so sint unsere der vorgenanten zweien stette Strazburg und Sarburg ingesigele zu urkünde an disen brief gehencket. der wart gegeben an dem ersten dunrestdage vor sant Marien Magdalenen dage in dem jare, do man zalte von 40 gotz gebürte drützehenhundert jare alitzig und ahte jare. Str. St. A. G. ü. P. lad. 45/46 nr. 74. or. mb. lit. pat. e. 2 sig. pend. — Ibid. com. eh- lieg. Jahr. f. Lothr. Gesch. B 1 , 176 Fritz, Saarburg u. Slraßburg. 1388 Novbr. 4 Juli 25. 234 1388 452. Die zu Ulm versammelten Städteboten an die früher von ihnen um Hülfe gemalmten rheinischen Städte : der mit den Augsburgern unternommene Zug gegen die Herzoge von Baiern zum Entsatz von Kaufbeuren sei so glücklich verlaufen, dass man vorläufig der erbetenen Kriegshülfe nicht bedürfe. Für künftigen Fall bittet man um directe Sendung der Bundeshülfe nach Ulm. geben ze Ulme von unser aller 5 heissendes wegen under der von Ulme ingesigel an sant Marien Magdalenen tage abende anno 88. Ulm 1388 Juli 21. Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 B fase. VII. or. ch. I. cl. c. sig. i. v. imp. del. 453. Bischof Friedrich verkündet, daß er seinen Streit mit den Grafen von Fürstenberg durch den Bat von Straßburg schlichten lassen wolle. 1388 Juli 24. io Wir Friederich von gotz gnaden bischof zu Strazburg kündent menglichem mit disem briefe, daz die miszehelle und die stösze, die do gewesen sint von des sloszes Haselähe wegen in Kintzigental und der zügehörde zwüschent uns und den edeln grafe Heinriche von Fürstenberg und grafe Heinriche sinem ehesten sune, wir müt- willekliche körnen sint und geläszen haut an die erbern bescheiden, den meister und >s den rat der stette zü Strazburg ein reht darumbe zu sprechende, und darumbe so globent ouch wir der vorgenante Friderich bischof zü Strazburg vür uns und alle unsere nächkomen, was dieselben der meister und der merreteil dez rates der stat zü Strazburg dar umbe mit urteile zürehte sprechen!, daz wir das halten und volle- füren wollen! und daz uns ouch domit wol begnüget und daz ouch wir und alle 2 » unsere nächkomen wider dieselben den meister, den rat noch die bürgere gemeine noch besonder der stat zü Strazburg noch wider alle die iren darumbe und von derselben irre urteile wegen nyeiner getönt noch schaffen! getan werden, daz in zü schaden körnen möge mit gerillte oder äne gerihte noch in denheinen weg äne alle geverde. und dez zü einem urkunde, so ist unser dez vorgenanten Friderichs bischof 25 zü Strazburg ingesigel an disen brief gehencket.. der wart gegeben an sant Jacobes oben! in der ernen dez heiligen zwelfbotten in dem jare do man zalte von gotz gebürte drützehenhundert jare ahtzig und ahte jare. Str. St. A. AA. 1413. or. mb. lit. c. sig. — Ebenda: Gegenurkunde der Grafen von Fürstenberg. 30 454 Die in Speier weilenden Strassburger Boten an ihre Stadt: den Mainzer Abschied, dass den Herzögen von Baiern samt allen ihren Helfern Absagebriefe zu schicken seien, haben die Städte dahin abgeändert, dass sie nur absagen wollen : den von Baiern, den von Wiirttenberg, dem Bischof von Augsburg und den von Oettingen und den ihren ohne ihre Helfer. Das Muster eines solchen Absagebriefes senden sie mit. 35 . . . . auch haut die stetde bestalt, das die houbtlude kevnen widersagis brieff entwirrten!, ez sy danne, das uwer widersagisbrieff und die andern alle byenander sint. darumb so mögen! ir uch bedencken, ob ir uwern widersagis brieff wohin! lassin entwirrten, als er itzunt stat, oder ob ir yn andern wohin! und die helffere uz wollen! 1388 235 lan. und lant daz zu stund gein Spire wissin in den rat, ob man den ersten brieff entwurten solle oder ob ir andere schicken wollint, wann wissint, daz wir forderlich koment. datum dominica proxima post Jacobi appostoli. [1388 Juli 26.] Str. St. A. AA. 118. or. ch. I. cl. 5 455. Verbot der Reisen ohne Erlaubnis von Meister und Rat. 1388 Juli 28. Unsere herren meister und rat sint Übereinkommen, daz nieman der unsern usz unser stat ryten noch varen sol one urlop eins meisters und eins ammanmeisters. und wer daz verbreche, der bessert 20 lib. den. und fünf jor von unserre stat, alz dicke er daz dete. actum feria tertia post diem sancti Jacobi apostoli 88. io Str. St. A. G. U. P. lad. 20 ni\ 18. 456. Rottweil an Straßburg: über den Verlauf der Fehden zwischen den schwäbischen Städten und den Herzogen von Baiern. liottweil 1388 Juli 31. Unser williger dienst bevor, besundern lieben fründe und aidgenossen. als ir uns üwern botten geschicket hant mit dem munde mit uns ze redent, daz wir üch alle 15 mere und löuffe liessint wissen, wie es üwern und unsern güten fründen gienge und euch uns, da wüsten wir üch aigenlicher mere nit ze verschribende und schicktent darumbe denselben üwern botten gen Ulme, der moht nit verrer gelenkten denne gen Rütlingen und müste da wider keren. und lassent üch wissen, daz die herren von Paigern mit mäht gezogen waren für Koufbürren die statt, üwer und unser güten 20 fründe und aidgenossen. und mainten dannen nit ze koment und die statt ze benötent oder aber man müste sü dannen slahen. und als balde die nehsten stette darzützugen und sü redten wollen, do zogen die herren von Paigern flühteclich davon und verbrämten ain tail ires gezüges, den sü mit inen darbrahten. doch do traten die von Koufbürren herus zu inen und nement inen mit werender hant zwo katzen und ain 25 antwerk, die inen gentzlich hinin in die stat ervolgetent. sidher griffent die herren und stette vast und vil enander an. andern mere und löuffe können! wir üch nuze- male nit verschriben. datum Rotwil pridie mensis augusti anno 88. Von uns dem rat ze Rotwil. 30 [In verso\ Den fromen wisen dem maister und dem rate der statt ze Strasburg, unsern sondern güten und lieben aidgenossen. Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 B. fase VII. or. ch. I. cl. c. sig. i. v. impr. del. 457- Straßburg ladet alle Außenbürger ein, zu einer Beratung nach Slraßburg ZU kommen. 1388 August 4. 35 Allen herren und frowen, dienstlüten, rittern und edelknehten, epten, eptischin, pröbsten, comentüren, meistern und meisterin, dechanen, cüstern und allen pfaffen und priestern, die unsere uzburgere und uzburgerin sint, zu den der unser hotte 236 1388 komet, der üch disen brief zöget, embieten wir Hetzel Marckes der meister und der rat von Strazburg unsern dienst und waz wir fruntschefte und gutes vermügent. wir manent üch alle und iegliche under üch besunder uwers eides, den ir meister und rat zu Strazburg gesworn baut, daz ir an dem ersten zinstdage zu prime zit nach August ii. sant Laurenciendage, der nü zu nehste komet bi uns zu Strazburg sient. wir wellent von gar ernstlichen Sachen mit üch reden, die üch selber und uns und daz lant und die lüte gemeinliche angant, alse ir ouch daz danne selber wol verhörende werden!, und länt üqh nützit daran irren, wände ouch die selben Sachen gar ernst sint. datum feria tertia proxima post diem sancti Petri ad vincula anno domini 1388. Str. St. A. G. D. P. lad 271 fase. 1 nr. 5. or. mb. I. pat. c. sig. i. v. impr. del. 458 . Rottweil an Straßburg: bittet, da das Gerücht gehe, der Herzog von Lothringen ziehe mit großem Volk über den Rhein, um nähere Auskunft. 1388 August dem velde ist von dez Unrechtes wegen, alz die herren von Payern an uns getan hant, da haben wir wol etwaz rede verneinen, wie daz volke für iucli her uff ziehen sülle mit namen der hertzog von Cussin und etlich ander herren. und dar umb bitten wir iuwer gut fruntschafft gar mit gantzem ernst und flisseclich, daz ir durch unser und gemainen stett wille iuwer gewiss kuntschafft uff sölich volk liabent, ob io daz war sy oder ob sich süsz dehain ander volk samneti oder huffent wurde, daz ir uns daz denne allezit verkünden!, daz wellen wir umb iuch imer gern beschulden und verdienen, und waz ir in disen Sachen wissen! oder erfarent, daz verschribent uns aigentlich bie disem hotten. geben an donrstag vor unser frowentag assump- tionis anno domini 88. 15 Burgermaister und rat der stat ze Esselingen. \In versö\ Den gar fürsichtigen wisen dem meister und dem rat der stat zu Strassburg unsern besundern lieben fremden und aidgenossen. Str. St. A. 6. D. P. lad. 48/49 B. fase. VII. or. ch. I. el. c. sig. i. v. impr. del. so 461. Aufzeichnung über den Abschied des Speirer Städletages. Speier 1388 August 14. Als man von Spire gescheiden ist an unser frauwen abent assumptionis anno ... 88 . Bedenken! an die huffnunge, als man beide zu rosse und zu Bisse mehteclichen 25 zu felde ziehen sol, darzu die von Mentze schicken soltent 200 mit gleen, 200 ge- wapent auch mit gleen und 200 schützen uf wegen und kerchen und darnach ie die stat ir anzal nach der grossen summe der gleen, als sie zum blinde beitet, und so der hülfe angriffet, das dan ie die stat des bundes, sie sii dem buffen nahe oder verre gelegen, darzu so sie beste mag, die viende umb sich heiligen und schedigen sol. so Und ist geratslagit, das ez ein grosse notdurfft were, das iglicli stat einen oder zwene ires ratis darzu setzete und ordente den krieg zu bestellen und zu trieben, die auch zu den heilgen swurent, die cleiinste, als die gröste stat zu versorgen nach dem besten, als ez dann not und bequemlich were, und das das mynre teil von denselben, die darzu bescheiden wurden!, dem merenteil daran volgen solte den 3) krieg uz. Item, das die von Mentze und von Franckenfort die greifen und herren unsers bundis ir umbesessin und die von Wormsz: Schencke Eberhard von Erpach, Diether Fernerer und Hansen von Than zu iin besenden und mit iin reden sollen! uff das beste, wes sich die stetde in disen leuffin und kriegen zu iin versehen sollen!. 40 Item als mit Diether Fernerer geretd ist worden. 238 1388 Item als man von Heidelberg gescheiden ist und als Hans Fritze von Spir zu den swebischen stetden gein Ulme gesaut ist. Item als grave Emiche von Lüningen gebetden hat, die wile er den krieg wolle stille sitzen, das die stedte siner dorffere, die er mit den hertzogen gemeiine hat, schonen woltent. » Item als die herren sant Johans Ordens auch gefordert haut, das ir husere zu Heymbach und Müsbach umb Spir gelegen sicher werent für den stellen, wann iin dar uz noch daryn keyn schade geschehen solle. Und umb dise vorgeschriben artickel sollent die stetde ir frunde mit vollem ge- Aitgutiu. walte wider zu tage gein Spire schicken von montage über aht dage zu abende da w zu sinde. Und dise artickel sollent die von Strazburg den von Sletzstat und Obern-Ehen- heim auch zu wissen tun und sü ernstlichen beschriben, das sie nit enlassen, sie schicken ir frunde auch zu dem vorgeschriben dage gein Spire. Str. St. A. G. D. P. lad. 48/49 B fase. XI. conc. ch. coaev. 462- Straßburger Gesandteninstruction für einen Städtetag \zu Speier am 2 t. August]. [1388 nach August 14.] Uns duncket mit nützlich, daz man ein volg zu sammene sende, alz es zu Spire geret ist. 1 wenne keine ein mehlig volk von den herren uff daz velt, so möhtent die unsern nüt deruffe beliben. danne uns beduncket gut sin, daz iegliche stat under uns 20 stetten an dem Ryne die herren, die ir gelegen werent, die die swebischen stelle angrif- fent und schadigent, angriffent, so sie beste mügent, und daz ouch die stelle allesament an dem Ryne eins genanten tages über koment, uff den wir allesament denselben herren allensament widersagent und ouch uff ein genanten tag iegliche stat die herren an- griffen, die ir gelegen sint und daz ouch dieselben angriffe allesammet uf einen tag 25 beschehent. würde man aber redende von eins Volkes wegen bienander zu habende, darzü süllent unsere holten entwürfen, daz wir gerne viertzig glefen darzü wellent senden und daz die ligen süllent zu Spire oder zu Wiszenburg oder in denselben gegen do umbe. und wo die beduncket, daz es aller notdürftiges! sii, es sii den ni- dern oder den überstellen, do sol dazselbe volk hin varen und den beholffen sin. 30 Item von zweier wegen jegliches rotes zu dem kriege zu setzende, die in orden sollent. daz süllent wir zu disen ziten loszen also bliben und es nüt loszen dargon. Item von grefe Emiches wegen von Lüningen und sinre dörffere sol man dün, daz wir truwent reht zu dünde. Item von der hüser wegen Heimbach und Nösbach sollent unserre botten vollen 3S gewalt haben, mügent die sicher bliben vor den herren und stellen, daz sü daz ge- hellent, obe es ouch der andern stelle wille ist, daz sol ouch unser gut wille sin, also, daz man sich nütschit gegen in verspreche also daz sü versehen!, daz die herren uns kein schaden dar usz noch darin tunt. > Vgl. den unter voriger Nummer gedruckten Städtetag-Abschied vom 14 August. 40 1388 239 Uns duncket gut sin, daz die nidern stette ein höbtman gewünnent umbe ir gelt und wir die fünf Übern stette och einen umbe unserre pfennige. also wenne dieselben zwene uff dem velde za sammene koment, daz sü denne bede ein höbtman sigent. s Weres aber, daz man in Eiilsasz oben und niden in dem lande an beden enden zu mole überzogen würde, so mögen! ieglicher stette glefen wider zu den iren riten, untz daz die Sachen vergant, darumbe sie danne von einander gescheiden und geritten werent. Str. St. A. G. ü. P. lad. 48/49 B. fase. XI. conc. ch. io 463. Matheus von Schowenburg ein edelkneht schwört, dass er mit seinem und seines Vaters Teil an der Feste Schowenburg Strassburg gehorsam sein und dessen Diener und Helfer auf ihre Forderung aus und eingehen lassen will, so lange der Krieg zwischen den Herrn von Baiern und den schwäbischen Städten währt. Er wird die Feste auf seine Kosten behüten, bewahren und beschirmen. Dafür sollen 15 ihm die von Strassburg während dieses Krieges jede Woche geben ein Pfund Strassburger Pfennige und haben ihm dazu bereits aus Freundschaft zwanzig Gulden gegeben. Er siegelt, desgl. sein Vater Sygelin von Schowenburg ein edelkneht, mit dessen Willen der Schwur geleistet ist. gegeben an dem ersten dunresdage vor sant Bartholomeus dage etc. do man zalte drützehen hundert jare ahtzig und ahte jare. so 1388 August 20. Str. St. A. G. U. P. lad. 168 nr. 2. or. mb. lit. p. c. 2 sig. pend. del. 464 Allerlei Ratsbeschlüsse. 1388 Juli 31 u. August 21. 1. Betreffend die Schildknechte: Welich schiltkneht oder renner von sime herren oder jungherrn löffet und zu eime andern herren oder jungherren löffet oder 25 von der stat löffet, der sol niemmerme in der mile weges zu unser stat kommen, und wo men der einen in der mile weges ergriffet, so sol man in ertrencken. und alle, die in disen ahte tagen hinweg sint gelöffen, koment die in viertzehen tagen nüt herwider, so sol man sü ouch ertrencken, wo man sü in der mile weges umbe unserre stat vindet oder ergriffet. actum et pronuntiatum feria sexta ante Bar- 8o tholomei appostoli. 2. Betreffend die Nachtpolizei: Das hinnan fürder me nieman nach der dirten wahteglocke nüt dorf trummen, noch mit keiner pfiffen after wege 'gon sol, noch mit keyme horne blosen sol, noch öch mit keyme swerte after wege gon sol. und were der stücke deheis verbrächet, der bessert 30 sol., also dicke er daz tut. 35 und wil man ouch daz rihten und rechtvertigen uf den eit und noch hörsage. 3. Betreffend Schutz der Störche: Es sol ouch nieman keinen alten storck vohen. wer daz verbrächet, der bessert 30 sol den. 4. Betreffend die Abfuhr des Kehrichts: Es sol ouch nieman keynen vegete zü den ruwerin us füren, wenne iederman sol sine vegete schütten ginesite der August 21, VI. 31 240 1388 pfele, do sil geslagen sint. wer daz verbriehet, der bessert 30 sol. den. und wil juii 3i. man ouch hüte darüber setzen. actum et pronuntiatum feria sexta proxima post diem St. Jacobi appostoli anno 88. Str. St. A. 6. U. P. lad. 20 fase. 9. conc. oder cop. ch. coaev. 465 . Ralsbeschluß betreffend, die Entfernung der Kirchenstühle aus dem Münster. [1388.] Item unsere herren meister und rat sint überein gekomen, dasz man alle die stüle, die in dem münster sint und mit namen: die stüle, die bi der sülen vor St. Laurentien, die stüle umbe die sülen und alle andere stüle, die in dem münster sint, sie sint an weihen stellen in dem münster sie wellent, unverzogenlich abebrechen und dannan tun und das münster lossen bliben, als es von alter harkomen ist. und sollent ouch der schaffener noch die pflegere des werckes noch nieman anders nieman erlouben keinen stül in dem münster zu machende an keinen enden, klein oder gross, doch süllent die stüle, die an den wenden zu beden siten stont, bliben stunde, als sie von alter do gestanden und gewesen sint, und nit lenger herfür in das münster, das einre vür den andern gange. Aus Wencker's Auszügen aus Protocollen. ed.: Dach eux, pg. 194. 466 . Allerlei Ratsbeschlüsse. [1388?] [1.] Es sol dehein cunstofeler noch antwerkman me riten denne mit zweien pferden {gestrichen : er habe sü denne in sime stalle ston] uszgenommen ein ritter. der sol mit drien pferden riten und nit me. und die drie eygen pferde hant in iren stellen, die mögent ouch wol mit drien pferden riten. und wer daz darüber verbreche, der bessert 10 ll. und wil man ouch hüte darüber setzen. [2.] Was frömder lüte, sie sient frowen oder man, in unser stat sint und nüt burger sint und ouch nüt ir wiszenhaften lehenherren hie inne hant, die süllent un- verzögenliche unser rehte stat rümen und mögent in unser vorstette gan. und wer darüber by tage in unser rehten stat fünden würde, den wil man darumbe turnen und kestigen, wer aber by naht hie inne fanden würde, den wil man ertrencken. [3.] Es süllent ouch kein nacket man noch frauwe, sie sient geistlich oder wsrt- lich, an unser stat porten lüften noch darvür löffen noch by den porten noch do umbe gon ston. und wer daz darüber verbriehet, der bessert 30 sol. und wil man ouch daz rügen und rillten und ouch hüte darüber setzen. [4.] Unsere herren meister und rot sint übereinkomen: daz mengelich sin cunstofeler meister und sin antwerckmeister gehorsam sin sol. wer daz verbriehet, der bessert 10 U. alle die, die an die porten und an die hüten gekosen sint, die süllent vürderlich an ire hüte gon, es sient cunstofeler oder von den antwerken und ouch daran bliben. und wer daz verbriehet der bessert 5 U. [5.] Wenne ouch ein meister mit eim venlin zühet, do süllent alle die, die geritten sint und die do riten süllent, by eim meiste r dem venlin bliben und nüt von B 10 15 20 25 30 35 1388 241 ime riten. und wer daz verbrichet, der bessert 10 K-, die man by dem eyde nieman varen loszen. Str. St. A. G. ü. P. lad. 20 nr. 18. conc. ch. 467. Die schwäbischen Städte (unter dem Siegel von Ulm) an Strassburg: die rheini- 5 sehen Städte haben auf Ansuchen bereitwilligst zugesagt allen ihnen feindlichen Herren ebenfalls Fehde anzusagen. Heber die Kriegsereignisse melden sie: . . . nu sien wir dem von Wirtenberg mit macht in das land gezogen und ligen im darinne und be- schedigen in. und betten euch gedacht nach etlichen schlossen, die wir im mit der hilft' gotz wol wollen abgebrochen han. so ist aber hertzog Rdprechtz und margraff io Riidolffs von Baden volk, als die vor iuwern und unsern aidgenossen den von Heil- prunne gelegen sind und beschediget haut, zu im gestossen und hant sich also ge- sterkt, daz wir darzü als wol nicht getün mugen, als iuwer und unser aller nutz und ere were.geben ze Ulme.under der von Ulme insigel an samstag vor Rartholomey apostoli anno 88. uim 138S August 22. 15 Str. St. A. G. D. P. lad. 48/49 B fase. VII. or. ch. I. cl. c. sig. i v. impr. del. Der Anfang des Briefes ist durch ein großes Loch unleserlich. Heg. Koch u. Wille , nr. 6726. 468. Die schwäbischen Städte (unter dem Siegel von Ulm) an Strassburg: gestehen auf Wunsch Strassburgs die Neutralität der Herren Claus von Bach, Fridricli ,, 20 von Schouenburg und Erhärt Zorn zu, bitten aber Strassburg mit Hinweis auf die Bestimmungen des Bundes nochmals nachdrücklich alle übrigen in der Nähe angesessenen Feinde des schwäbischen Bundes sofort mit Krieg und Brand anzugreifen. . . . das wir iuch wissen laussen, wie es uns gang, sol iuwer fruntschaft wissen, das es uns noch von den gnaden gotz an allen enden glüklich und wol gät und das 25 iuwer und unser frunde und aidgenossen, die von Regenspurg und von Augspurg den herren von Baigern ir lant gewüst hant, als verr si das erbaithen und erlangen mugen, sonderlich so sind der herren von Baigern diener ietzo kürtzlich wol. mit drien hundert pferden gewesen vor den von Augspurg; da sind aber der von Augspurg volk an si körnen und hant si nidergeleit und hant ir zwantzig erschlagen und 30 zwen und zwantzig gefangen, die übrigen sind in flüehtiklieh entronnen, so ligen och wir jetzo mit gantzer macht uf dem von Wirtenberg sid unser frowen aubent assump- August u. tionis und wüsten und brennen den. und betten got wol getruwet, wir sülten im etlichiu siniu schloss abgebrochen han, denne das in hertzog Ruprecht und marg- grauff Rudolf von Baden mit volk gesterkt hant. darumb getruwen wir iuwer wishait 35 wol, ir sient fürdrig mit den angriffen und verkundent och das andern iuwern und unsern aidgenossen an dem Rine, das si das och tagen, so haben wir niht zwifels, es gange iuch und och uns gelüklich und wol. geben ze Ulme von unser aller heissentz wegen under der von Ulm insigel an Sonnentag vor Rartholomey anno domini 88. Ulm 1388 August 23. 40 Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 B fase. VH. or. ch. lit. cl. e. sig. i. v- impr. del. 242 1388 469 . König Wenzel befiehlt Straßburg und andern elsässischen Städten den Rappoltsteinschen Unter fhanen das Bürgerrecht in ihren Städten zu entziehen. Prag 1388 August 27. Wir Wenczlaw von gotz gnoden römscher künig zu allen ziten merer des riches und künig zii Beheim embieten den burgermeistern, rote und den bürgern gemeinliebe der stelle Straszburg, Sletzstat, Hagenouwe, Colmer und allen andern des riches stellen in Eylsasz unsern und des heiligen riches lieben getruwen unser gnode und alles gut. wir gebietent üch ernestliche mit disem briete die bürgere, die ir ingenommen baut, die Brunen von Roppolsteine zu geboren 1, daz ir den zu sinnt daz burgreht uff sagen!, wand der obgenante von Boppoltstein und alle die sinen in unsern und des heiligen riches ohte sint und vor ouch frefeliche vil jore in ohte und aberohte gewesen sint und noch sint von clage wegen des edeln grofe Rüdolfes von Habesburg seligen und Heinrich Wiskle von wegen der hoherbornen fürstin frowe Anne künigin zu Engellant etc. und loszent ouch des nit, ir vollenden! daz unver- czögenliche, alz liep üch unser swer ungnode sy zu vermidende. mit urkunde dis briefes versigelt mit unsers hokegeriht.es ingesigel. der geben ist zu Proge am dunrestage noch sant Bartholomeustage nach Cristus gebürt drüzehen hundert jor und in dem ahte und ahtzigisten jore unser riebe des behemschen in dem 26 und des römischen in dem 13 joren. Str. St. A. AA. 11t nr. 3. or. eh. I. cl. Gedr. ltappoltst. Urte. 11 nr. 303. 470 . Straßburg und die übrigen rheinischen Bundesstädte beschließen den Erlaß eines Absagebriefes an Herzog Ruprecht den älteren von der Pfalz. Speier 1388 August 28. Als der stelle frunde am Ryne mit namen von M e i n t z e : Heinrich zum jungen und Jacob Medetrost; von Straszburg: her Götze von Grostein ritter, Götze Wilhelm der alte ammeister und Albrecht Mansze; von Wormsz: Johan Becker und Johan Dierolff; von Franckfurt: Johan von Widdil; von F r i d b e r g : Heinrich von der Ziid; von Geilnhusen: Johan von Kreenfelt der alte; von Hagenowe: ritter Hans; von Wiszemburg : Jeckel Bogener ; von S1 i t z s t a t: Klopsheimer und von E h e n h e i m : ir stetde schriber, des nehsten fritages nach August sa nt Bartholomeitage anno 88 zu Spir von tage gescheiden sint, so hant sie einer gemeinen forme eins widdersagens uberkommen, als hernach geschriben steet: Dem hochgebornen fürsten und herren hern Rupreht den eitern phaltzgraven bi Ryne etc. laszen wir die meistere und der rat der stat etc. wiszin, das uns gemeyne stede, die den bunt mit einander halten! in Swaben, in Francken und in Feigem unsere eitgenossen geschriben hant von schaden wegen, den ir yn und etz- lichen den iren getan sollint haben und hant uns darumb gemanet von der verbunt- nisse wegen, die sü und wir mit einander haben, daz wir yn uff uch und die uwern beraten und beholffen sin. darumb wir ouch nit gelaszin noch ubergesin mögen von derselben unsere verbuntnisse wegen, wir müssen yn widdir uch beholffin 5 10 15 20 25 80 35 40 1388 243 sin. und darumb so wollin wir uwere helffere und der uwern viende sin und wollin in der vorgenanten unsere eitgenossen friden und unfriden sin und wollin uns damitde gein üch uwern helffern und den uwern bewart han mit urkunde dises briefes daruff zurucke unsere stetde ingesigel gedruckit ist. Str. St. A. G. ü. P. lad. 48/49. B. cop ch. coaev. 1 Reg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1460. 471. König Wenzel schickt drei Gesandte an Strassburg: Johann erwählten Bischof von Camyn, Grafen Johann zu Sponheim und Landgrafen zum Leuhtenberg und beglaubigt sie als Bevollmächtigte zu mündlicher Unterhandlung. geben zu Burgleins io donerstag nach sand Egidii tage. Bürglitz 1388 September 3. Str. St. A. AA. 107 nr. 40. or. eh. Gedr. auszüglich: I). R. A. II. pg. 92 Anmk. 1. 472. Die schwäbischen Städte (unter dem Siegel von Ulm) an Straßburg: berichten über ihren Krieg und bitten, falls es noch nicht geschehen, um schleunige 15 Hiilfeleistung durch Angriffe auf die Straßburg benachbbarten Feinde des schwäbischen Bundes. Ulm 1388 September s. Unser früntlich willig dienst wissent allezit von uns berait voran, besondere heben fründe und aidgenossen. wir laussen iuch wissen, daz iuver und unser aid- genossen, die von Windshain ain hotten gefangen haut, bi dem hant si funden brieff, 20 wie unser herre von Mentze dem byschoff von Wurtzburg geschriben hat und wie hertzog Ruprecht der elter dem bischoff von Wurtzburg und dem burgrauffen von Kurenberg geschriben hat und euch, wie die von Otingen dem burgrauffen euch geschriben hant. derselben brieff wir iuch aller drier abgeschrifften senden verschlossen in diesem brieff, daran ir ir maynung wol sehent und erfinden!. nü hant ir wol 25 verneinen, wie ez uns an dem fechten, daz wir mit den von Wirtenberg, hertzog Ruprechtz und margrauff Rudolffs volk von Baden getan haben, ergangen ist. dez selben fechtens doch die unsern ze gut masse obgelegen waren, denne daz ettlich lut, als ir daz vilicht wol wissend, ain flucht gemacht hant, daran iuch und uns nicht gütlich beschechen ist, dez wir uns doch iuchtzit erschreken, wan wir von den 3 « gnaden gotz so vil eren, lutz und ouch gütz hant, das wir uns bald wider ersetzen, und ob got wil kurtzlich als mechteclich wider ze veld sin, als wir ie gewesen sin. so hant ouch unser vigend solichen schaden entphangen an herren, rittern und knechten, daz sy sich unsers Schadens nicht vast fröwen bedurften. und darumb lieben fründe, als wir iuch vormals etwie dik verschriben und gemant haben, daz ir 35 1 Auf derselben Papierrolle stehen zwei hierzu gehörige Briefe: 1) 1388 August 27. Adolf Erzbischof zu Mainz und Verweser von Speier an die rheinischen Städte: bittet von einem Zuge gegen Ruprecht von der Pfalz abzulassen und bietet seine Vermittlung an. 2) 1388 August 28. Die rheinischen Städte unter dem Siegel von Speier an Erzbischof Adolf: danken für den Brief und versprechen denselben soweit es mit ihrer Ehre verträglich zu berücksichtigen, besonders, da sie selbst keinerlei Feindschaft gegen 40 Ruprecht hätten. 244 1 388 unsern vigenden, die (umb) iuch gesessen und gelegen sind, widerseitent und die angriffent, also bitten und inanen wir iucli aber ernstlich und vesteclich trüwen eren und aids und wez wir iuch unser verpuntriusse wegen gemanen sullen oder mugen: sie daz ir daz noch nicht getan haben!, dez wir doch nicht getruwen, daz ir daz noch un- verzogenlich tügent und unsere vigend angriffent und uns in den Sachen beraten und 5 beholffen sigent nach uswisung unserer verbuntnüsse. daz wellen wir mit willen iemmer gern umb iuch verdienen; so getruwen wir zu got und haben ouch daran nicht zwifels, wir wollen diu such in solicher müsse erobern, daz ir und wir dez nutz und ere gewinen. und land uns darumb in wer fruntlich verschieben antwurt wider wissen bi dem hotten. geben under der von Ulme insigel an mitwoch io nach unser frowen tag nativitatis anno 88. Von uns gemainen stetten dez bundez von Swaben, alz wir ze Uline sien. [In verso ] Den kursichtigen wisen dem burgermaister und dem raute der stat ze Straussburg unsern besundern guten friinden und aidgenossen. >5 Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 B. fase. VII. or. ch. lit. cl. c. sig. i. v. impr. del. Die erwähnten Abschriften der abgefangenen Briefe liegen nicht mehr bei. Begest. Koch u. Wille nr. 6729. 473. Die schwäbischen Städte (unter dem Siegel von Ulm) an Straßburg .- berichten von der erfolgten Wider sage des Erzbischof Adolf von Mainz und bitten 20 diesen sowie auch ihre andern Feinde anzugreifen. XJlm 1388 September 11. Unser fruntlich willig dienst und waz wir eren und gütz vermögen wissent allezit von uns berait voran, besundern lieben fründ und aidgenossen. wir verkünden iuwer wishait, das uns her Adolf ertzbischoff ze Mentze ouch widersei! hat und unser vigend worden ist von der hertzogen wegen von Beigem und von dez bischoffs 25 wegen von Augspurg und ouch von. wegen dez von Wirtenberg und der von Otingen. und darumb so bitten und inanen wir iuwer fruntschafft aller triuwen und eren, daz ir demselben herrn Adolffen durch unsern willen ouch widersagent und ouch in und die andern fürsten und herren, darumb wir iuch vormals verschriben haben, angriffent und darzi'i tügent, als ir uns schuldig sind, und als wir iuch getruwen. 30 und daran gedenkent, daz si uns als gar ane alle schuld durch rechten mütwillen umb unser aigen gut bekriegent [und nach unserm lib und gut wider rechtz als kreffteklich stellen!, dem doch ir und ouch wir mit der hilff. dez almechtigen gotz und mit der macht, die wir haben wol widerstände, das wir alle unser krieg ze gutem ende bringen und in solicher masse erobern, daz ir und ouch wir eweklich dest ss bas in fride beliben, wenn wir ze baider sitte alz ernstlich darzü tun wellen, als wir ainander schuldig sind und dez wir an iuch nicht zwifels haben, nu land uns uiiib diu sach iuwern guten willen, maynungen und auch fruntlich antwurt verschriben wider wissen bi di sein botten. geben ze Ulme von unser aller haissentz wegen under der von Ulme insigel an frytag nach unser frowen tag nativitatis anno 88. 40 Von uns gemainen stetten dez bundz in Swaben, als wir ze Ulme sien. . Il 1388 245 [In verso ] Den erbern fürsichtigen und wisen bürgern und dem rat der stat Strazburg unsern besundern guten frund und aidgenossen. Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49. B. fase. VII. or. eh. lit. cl. c. sig. i. v. impr. del. 474. Der Rat von Nürnberg [an Speier und zur Mitteilung an die übrigen rheini- 5 sehen Städte\: berichtet über den Verlauf ihres Krieges und bittet nochmals dringend die benachbarten Feinde des schwäbischen Bundes anzugreifen und auf alle Weise zu schädigen. 1S8S September 15. Unser willig frewntlich dienst sein ewer Weisheit allzeit voran bereit, erbern, weisen, lieben, besundern frewnd und aidgenossen. wir lassen ewer Weisheit wissen, io daz uns ewer und unser aidgenossen die von Rotenburg als heut verbotschaft haben, wie daz hertzog Ruprehts volk mit grosser mäht heruff ziehe und die sein die vordem naht umb Halle gelegen und die mainen zu andern fürsten für unser aidgenossen die von Winsheim ziehen, lieben frewnd, me haben uns unser frewnd von Ulm verschriben, wie daz euch und ander ewer und unser frewnd uff dem Rein unser 15 frewnd gemain stat etwieoft gebeten und gemant haben umb angriff und hilft, lieben frewnd, nu bitten wir ewer Weisheit mit gantzem ernst und fleiz, alz euch dieselben ewer, und unser frewnd gemain stete gemant und gebeten haben, daz ir daz durch ewer unser und aller stet ere willen tun wället und die herren umb euch angreiffet und beschedigt. wann uns die herren also angesetzt haben, daz sie uns gern an leib 2 o ern und gut verdruckten und verderbten, do got vor sey. wann wolt ir uns und ewer und unser frewnd uff dem Rein gemainen steten und uns mit ernst und mit mäht angreiffen und mit andern Sachen beholfen sein, alz ir uns schuldig und verpönten seit, so hoffen wir, daz euch und uns dez kriegs mit grossen eren zerrünne, dez ir, wir und all stete ere und nutz haben, wann wir on zweifei sein, wenn ir und ander 25 ewer und unser frewnd uff dem Rein die herren umb euch angrift, daz sie dehein volk von in geschiken mähten, lieben frewnd, tut in den Sachen, 1 alz wir dez ein gantz getrawen zu euch haben, daz wollen wir in solichen und merren Sachen allzeit gern umb euch verdienen, lieben frewnd, wisset daz wir den burggraven von Nürem- berg nebst an unser frawenabent ein gemawrte statt, Zenne genant, angewunnen sepbr. 7. 3o und awzgeprant haben, und haben im vil leut darynne gevangen und grosz hab ge- nomen und haben im uff den selben tag ein gut vesten, Altperg genant, auch angewunnen und eylf darynn gevangen. und haben die besetzt und haben im darzu vil dorffer verprant, pawrn gevangen und grosz vihe genomen, wan wir uff denselben tag gar ein schön volk zu roszen und zu fassen uff dem veld gehabt haben, und 35 dieselben sloz haben wir mit rehtem sturm gewannen und sind unser diener und gesellen vil dovor geletzt worden, so haben wir im syder aber ein gut vesten, SchS- nenberg genant, auch angewunnen und die besetzt und groz hab und getreid dorynn genomen. und haben im ein markt, Pairstorff genant, awzgeprant und darzu vil 1 Vgl. Königshof. (Hegel, 842) : do es nu die von Strosburg nüt lenger me mit eren m6hten ver- 40 ziehen, do gobent sti 2C0 glefen und andere stette ouch ir glefen. (Michaelis 1388.) ..tT' 246 1388 dorffer verprant und prennen und beschedigen in noch teglichen vast, auch wisset lieben frewnd, das die von Dynkelspühel, unser« Fewhtwank die stat dem burggraven auzgeprant haben, und sie und ander unser aidgenossen umb uns gesessen greifen die herren vast an mit prant und andern Sachen, ewer frewntlich antwurt und waz ir newer mer und lewff bey euch wissent, daz lat uns verschriben wissen bey disem boten, daz wollen wir umbe ewer freWirtschaft allzeit gern verdienen. datum feria 3 post exaltationem sancte crucis anno 88. Von dem rat zu Nuremberg. Str. St. A. 6. D. P. lad. 48/49 B. fase. VII. cop. eh. 475. Rottweil an Slraßburg: über die Absage Walthers von Geroltzech und den Verlauf des Krieges zwischen dem Burggrafen von Nürnberg und den schwäbischen Städten. 1388 September 21. Unser dienst ste vor. besundern guten fründe und lieben aidgenossen. als ir uns vormals vor disem male verschriben hant von jungherren Walthers wegen von Geroltzeck, wie üch für körnen were, daz etlich herren an in würbint, daz züver- sihtig were, daz er uff jene syte wider uns körne und daz wir darzii sehint und in ze rede satztint und gedehtint, waz da für gut were, daz die vesti üt in ander hende körne, uff dieselben üwer mainung verschriben wir im do, so wir iemer aigenlichest künden, und dezselben verschribends gab er uns kain antwürt. und darnach üwer etwie mengen tag da schickte er einen offen brief in unser rate gen Rotwil und seit uns sin burgreht damit ab. waz aber er fürbas im sinne habe zu tünde, dez enwissen wir nüt. wissent ouch lieben fründe, daz üwer und unser guten fründe, die von Nürnberg, dem burggrafen von Nürnberg angewunnen hänt dry vestine und ain statt darzü. so brechent sü im ietzent sin vestin ze Nürenberg an der statt, als uns unser botschaft, die ze Ulm daher bi gemainen stetten gelegen ist, gesait hat. so sint die von Esselingen in der nehsten woeben vor dato dis briefs gezogen für Gretzingen die statt und hänt da mit etwie mengen inen ir vihe hinder ritten und hänt inen ain hüt gestecket. da hänt die von Gretzingen geilet und der hänt sü gevangen sehs und fünftzig und aht ze tode erslagen und darzü ir vihe mit in gen Esselingen'”getriben. datum ipsa die Mathei apostoli anno 88. Von uns dem rate ze Rotwil [In verso\ Den frumen wisen unsern besundern güten fründen und aidgenossen, dem maister und dem rat ze Strassburg. 5 io 15 20 25 30 35 Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 B fase. VII. or. eh. lit. cl. a c. sig. r. v. imp. del. 1388 247 476. Rottweil bittet Strassburg um Auskunft über: allü mere und löuffe, wie es üch und anderen rinischen stetten üwern und unseren guten fründen gange ' . . . . geben ze Rotwil an sant’ Michahels aubent in der naht anno 88. Tiottweil 1388 September 28. 5 Str. St. A. Gr. U. P. lad. 48/49 B fase. VII. or. ch. lit. cl. c. sig. i. v. impr. del. 477. Basel an Straßburg: erbittet Auskunft über die Absage des Bischofs von Straßburg an die schwäbischen Städte. 1388 September 30. Steter williger dienst bevor, besundern lieben frdnd. uns ist fürkomen und geseit, wie daz unser herre der byschof von Straszburg solle dem bunde in Swaben abge- io seit haben und wider die sin volke gesendet, also daz er vient sie. da bitten wir üch lieben fründ mit gantzem flizz und ernst, daz ir uns dieselben sach lassen! wissen verschieben bi disem hotten, waz ir von der wissen! oder verneinen haben! und ander loffe und mere, die ir wissen!, die uns ze verschiebende sient durch ünsers dienstes willen. datum anno 88 feria quarta post Michahelis. . is Jacob Ziboll burgermeister und der rat der stat Rasel. \In verso ] Den wisen fürsiehtigen, dem burgermeister und dem rat der stat Strasburg unsern sundern guten frunden. Str. St. A. G. ü. P. lad 48/49 B. fase. VII. or. mb. lit. cl. c. sig. i. v. impr. 2 c 478. Bottweil an Straßburg: über die Absage des Bischofs von Straßburg. 1388 October 3. Unser williger dienst bevor, besundern lieben fründe und aidgenozzen. uns ist für körnen, wie daz üwer und unser güten fründe, die an dem Rine bi enander gewesen sint, ufgebrochen sient und daz üwer volck beruft zu üch haim gezogen syge. ouch 25 wissen!, daz der bisehoff von Strazburg gemainen stetten dez bundes abgesait bat. bitten wir üwer güten früntschaft mit ernst und flizz, daz ir uns verschieben wissen lassen!, in welcher masse er sich zu üch verbunden habe oder wie er sich gegen üch ietzent in disen louffen halte, und uns ouch allü mere und löuffe, die ir wissen mögen! und uns ze verschiebend sient, aigenlich bi disem hotten, daran ir uns be- ao sunder früntschaft lieb und dienst erzöget. geben an samstag ze nacht nach sant Michahels tag anno 88. Von'uns dem rat ze Rotwil. 1 Vgl. Königshofen (ed. Hegel, 842 u. 845.) : . . . umb sant Michels tag [29 Septemb.] do vingent ane die von Strosburg und der junge marggrove von Baden sere uffenander zft reysende, wan sii zü beden siten des krieges warent, und die von Strosburg mahtent eine brücke über den Ryne mit schiffen. — Vgl. auch Chron. Mogunt. bei Böhmer: Fontes 4, 381. — Schaab, Geschichte d. rhein. Städteb. 1 , 364. — Vgl. lieg. d. M. v Bad. nr. 1462. VI. 32 248 1388 \In verso\ Dem fromen wisen dem maister und dem rate ze Strasburg unsern guten fründen und lieben aidgenossen. Str. St. A. G. ü. P. lad. 48/49 B. faso. VII. or. ch. lit. cl. c. sig. i. v. impr. del. 479. Walter von Wissenhorn Ammanmeister zu Basel an Andreas Heylman Ammanmeister zu Strassburg erbittet unverzügliche Auskunft denn: es ist etwas rede by uns, wie daz üwer spiesse und volk wider heim gezogen und körnen sie, und daz die rinschen stette in missehellung und unhellekeit körnen sient von dez kriegs wegen, so ist zwischen! den lierren und uwern und unsern eydgenozzen ze Swaben und sust vil ander löffen und meren seit man bi uns, die by üch und an dem Rin sin söllent von dez kriegs wegen, und daz es da nidenan etwaz wunderlich gange, da ich doch getruwe nützit ander denne gutes der stetten halb. datum anno 88 sabbato post Michaelis. 1388 October 3. Str. St. A. AA. 1799. or. ch. I. cl. 480. Die Stadt Kaisersberg an Strassburg: verklagt die Ritter Hannemann und Burkard von Laubegasse wegen ungerechten'Angriffs nahe bei der Unterstadt Rappoltsweiler, die ja jetzt in Strassburgs Besitz sei, und bittet die dortigen Amtleute anzuweisen, den genannten Rittern keinerlei Vorschub zu leisten. datum feria tertia proxima post Michahelis anno 88. 1388 October (>. Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 B. fase. VII. or. ch. lit. cl. Gedr. Bapp. Urkb. II nr. 305. 481. Ritter Heinrich non Wisenecke an Straßburg: meldet, daß er, obwohl Diener des Grafen von Wiirtemberg , aus alter Freundschaft keinerlei Feindseligkeiten gegen die Stadt üben wolle, wenn auch ihm der Friede gesichert werde. Waldkirch 1388 October 8. Den wisen wolbescheiden dem meister und dem rate ze Strasburg enbüt ich Heinrich von Wisenegke ritter minen früntlichen dienste unde lan üch wissen, das ich vor langer zite, öbe duie krieg zwischen! den herren und den stetten uffe stündz mins genedigen herren von Wirtenberg diener gewesen bin und ouch noch hüte dise tages bin. und bin ouch bi dem niderlegen gesin, daz do kürtzlich in sime lande beschehen ist. und getrüwe auch darumbe mit wider üch getan han umbe das, daz die üwern do sint gesin, sid ich vormals sin diener bin gesin und üch noch bin und teti auch noch hüte dises tages ungern wider üch, ich müste ez denn tun von geheisses wegen mins herren, das ich doch noch mit geheissen bin. wenne aber ich daz geheissen würde, so wolt ich ez üch vorhin erberlich abesagen umbe das, daz ich vormals dicke und vil zu üch gewandlet han in üwer stat und mir zuht und frünt- schaft von üch beschehen ist und ouch ungern wider lieh teti, ir wistent ez denn von mir. uwer früntlich verschieben antwurt Iant mich wissen bi disem botten umbe 5 10 15 20 25 30 33 1388 249 daz, das ich mich deste bas darnach gerillten künde, obe ich sicher vor lieh und den uwern, die zu heb gehörent, sii oder mit. liessent ir mich aber dehein antwurt wissen, dez ich üch doch nüt getruwe, so must ich ez do für han, wie ich uwer sorge müste han. datum in oppido Waltkilch feria quinta post Francisci anno 88. 5 [In verso ] Den wisen wolbescheiden dem meister und dem rate ze Strasburg. Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 B. fase. VII. or. c h. Vit. cl. c. sig. i. v. impr. del. 482. Rottweil an Strassburg; verwendet sich für Frau Anna von Ochsenstein, welche an den Feindseligkeiten ihres Sohnes Walter von Oeroltzeck keinerlei Anteil habe, und bittet deren im Schutterthale gelegene Besitzungen unversehrt zu lassen, io geben am nehsten samstag nach Francisci anno 88. 1388 October io. Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 B. fase. VII. or. ch. Vit. cl. c. sig. i. v. impr. del. Ebenda: Brief ganz ähnl. Inhalts für dieselbe vom 17. October. 483. Rottweil an Strassburg: sendet die Abschrift eines Absagebriefes, den einige Herren dem schwäbischen Bunde gesandt haben. datum feria tertia ante Galli 15 anno 88. 1388 October 13. Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 B. fase. VII. or. ch. Vit. cl. c. sig. i. v. impr. del. 484. Markgraf Bernhard von Baden an Ammeister, Meister und Rat zu Strassburg : bitten uch mit ernst, daz yr mit den uwern bestellen wöben t, daz unser diener Reinhart von Kraszwilr ungeschadiget von uch und den uwern blibe zu Kraszwilr 2 o und an sinen gutem . . . wan derselbe mit dem kriege oder mit nyeman anders zii disen ziten zü schaffen hat dann mit uns. datum ze Durlach feria quarta ante Galli confessoris anno 88. Dar lach 1388 October 14. Str. St. A. AA. 84. or. ch. Heg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1463. 25 485. König Wenzel an die Bürgermeister, Räte und Bürger der Städte: Strassburg, Basel, Hagenau, Ehnheim, Rosheim, Weissenburg, Mülhausen, Kaisersberg, Münster und T ürkheim: der hochgeborne Ruprecht der elter pfalczgraf bey Rein des heiligen reichs erezdrugses und herezog in Beyren unser liber oheim und fürste hat uns zu wissen getan, wie das ir in seine lande, lute und guter mit brande, name 30 und anderr Sachen swerlichen angrilfen und beschediget habet und teglichen besche- diget und angreiffet und im in seinen landen mit volke und here liget. und wann derselbe unser oheim sich vor uns zum rechten erboten hat und erbewtet und wir euch sein als unsers und des reichs fürsten zu dem rechten wol mechtig sein, dorumb so begern wir an ewrer trewe und gebieten ouch euch ernstlichen und vesticliehen 35 mit diesem brife und wollen, das ir den egen, unsern oheim seine lande, lute und guter und undersessen mit brande, name und andern suchen furbas mer nicht an- •250 1388 greiffen noch beschedigen sollet ... zu beschedigen gestattet in dheineweis, sunder in seine lande, lute, und guter in friden und gemache genczlichen beleihen lasset, wann geschee des nicht, des wir von euch nicht enholTen noch getrawen, so musten wir und wollen ouch in solcher müssen dorzu gedenken und tun, als sich das geburet und eischet und als billichen ist. geben zum Betlern an sand Lucas tag reg. hob. s 26. rom. 13. Betlern 1388 October 18. Str. St. A. AA. 107 nr. 48. or. ch. lit. pat. e. sig. i. v. impr. Gedr. Als. dipl. 11, 290 (irrtümlich zu 1391). Heg. Koch u. Wille nr. 4801. — D. B. A. II, 69 nr. 35. 486. Die schwäbischen Städte (unter dem Siegel von Ulm) an Strassburg: teilen lo mit, dass ihr Krieg in Franken gegen die Herzoge von Baiern guten Fortgang nehme und legen die Abschrift eines Briefes bei, worin der Erzbischof von Salzburg verspricht, soviel er kann, die Herzoge zur Einstellung der Feindseligkeiten zu veranlassen geben ze Ulme von unser aller haissentz wegen under der von Ulme insigel an dunrstag vor omnium sanctorum anno 88. Ulm, 1388 Octpber 20. 15 Str. St. A- G. D. P. lad. 48/49 B. VII. or. ch. lit. el. c. sig. in v. impr. del. 487. Die schwäbischen Städte an Strassburg: Gesandte des Königs: Haniko und Graf Johann von Sponheim und der Landgraf von Lichtenberg sind bei ihnen gewesen und haben ihnen mitgeteilt, der König wünsche, dass sie den Krieg einstellten. Sie haben geantwortet, dass sie das nicht könnten, wohl aber zu einem Sühnetag bereit l0 seien. Die Nürnberger haben ihnen geschrieben, dass der Erzbischof von Mainz, der Bischof von Bamberg und ein königlicher Bat Busik von Wissnitz mit ihnen über Abhaltung eines Sühnetags zu Mergentheim am Sonntag vor Martini (November 8) verhandelt hätten. Ob diese Gesandtschaft auch nach Strasshurg und zu den übrigen rheinischen Städten gekommen ist, wissen sie nicht. — Mit den Kriegsläufen in Franken 25 sind sie zufrieden und hoffen das beste. geben ... an aller selentag anno 88. 1388 November 2. Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 B. fase. VII. or. ch. lit. cl. c sig. i. v. impr. del. 488. Mülhausen an Straßburg: wegen der der Stadt Reichenweier und der Burg Bilstein wahrend des Krieges mit den Fürsten von Würtemberg und Baiern zu 30 gewahrenden Neutralität. 1388 November 3. Den wisen bescheiden unsern güten fründen dem burgermeister und dem rat zu Strasburg enbietent wir der meister und der rät von Mülnhusen unsern dienst und waz wir gutes vermögen, als ir uns verschriben hant, wie das ir mit willen und wissende der stette des swebischen und rineschen bundes uwer eytgenossen uszge- 35 tragen habent, das sü und ir der stat und den luten ze Richenwilr und der vesten zu Bilestein und der zügeliörden deheinen schaden tun söllent und desgeliehs si widerumbe, die wile der krieg wert, mit den herren von Beyern, dem von Wärtern- 1388 251 berg und iren helfferen, haben wir wol verstanden und lassent darumbe uwer gute früntschaft wissen, wes gemeine stette des bundes in Swaben uwer und unsere eit- genossen uch in der sach gegunet hant, daz uns das gefellig ist und och da bi hüben und daz halten wellent. und ze urkunde habent wir unser stette ingesigel zu rügke 5 getrüket uff disen brieff. der geben ist am nehsten dunerstag vor Martini episcopi in dem jar, da man zalt von gottes gebürt tusüg drühun'dert achtzig und acht jar. Str. St. A. Gr. ü. P. lad. 48/49 B. fase. VII. or. mb. lit. cl. c. sig. i. v. impr. 489. Erzbischof Friedrich von Cöln an die rheinischen Städte : 1 sendet die Abschrift eines königlichen Schreibens vom 18 October, worin Wenzel ihn ersucht, io die rheinischen Städte von einem Zuge 2 gegen Ruprecht von der Pfalz nach Kräften abzumahnen und, wenn das erfolglos, letzterem mit allen Mitteln beizustehen. datum Bonne sabbatho post omnium sanctorum. Bonn [1388 November 7]. Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 B. cop. eh. coaev. Ebenda die im Brief erwähnte Abschrift. — Hegest von letzterer bei Koch u. Wille nr. 6731. is 490. Die schwäbischen Städte (unter dem Siegel von Ulm) an Slraßburg: Uber ihren angeblichen Tag mit den Herzogen von Ba-iern und die Kriegsläufe. 1388 November 13. Unser früntlich willig dienst und was wir ereil und gntz vermugen wissent allezit von uns berait voran, heben fründe und aidgenossen. uns hant unser aidgenossen so die von Ulme ainen brieff zögt, den ir in gesent. haut, daran ir in verschribent, das iucli verbotschafft sie, das ain tag zwischen den herren von Paigern und unser sin soll, das si iueh darumb ain aigenschafft wissen liessen. darumbe soud ir wissen, das kaiu tag zwischen ir und unser noch nicht bereit noch volgangen ist, denne in der wise, als wir iucli vor verkünt haben 3 , wie das unser herre der ertzbischoff 2 s von Mentze und der bischoff von Babenberg von unserm herren dem kung lieruss kumen weren und mit in unsers herren dez küngs rät ainer, her Busik von Wistritz. und die sauten ir rät zu iuwern und unsern aidgenossen den von Nürenberg und würben da an si umb tag, darzü doch unser fründ von Nürenberg wislich und erberklich antwurten. aber uff das, do retten aber unsers herren dez bischoff von 30 Mentze und von Babenberg rät: si wollen furbas ritten zu fürsten und zii herren und ouch zü iucli und zu andern unsern fründen und aidgenossen an dem Rine und wollen denne zü uns auch her gen Ulme ritten, und also ist noch nienian zii uns her gen Ulme kumen. ob aber si bi iucli oder andern unsern aidgenossen an dem Rine gewesen sind, dez wissen wir ouch nicht, und also kunnen wir iuch von der 35 1 Vgl. das Briefconcept Straßburgs vom 2 December , wo dieser Brief and der König Wenzels als von den Städten erhaltene Abschriften erwähnt werden. 2 Der Einfall der rheinischen Städte in das Gebiet Buprechts geschah 1388 November 6. vgl. Hegel , Königsh. 814. — Heg. Koch u Wille nr. 5172. 3 Vgl. den Brief der Städte vom 2 November. 252 1388 sach wegen nüzemale nichtzit anders verschriben. wer ez aber, daz hinfür icbtzit an uns bracht wurde, sullent ir nicht zwifels lian, denne daz wir iuch daz furderlich alwegen verbünden und ze wissen tun wellen, als muglich und billich ist. lieben frunde, wissen!, das wir uns von den gnaden gotz an allen orten wol besetzt haben und den krieg reschlich triben, und daz ez nü daran kamen ist, daz raisig habe ze 6 baider sitte vast anainander kummet und daz ouch kurtzlich etwievil guter scharmutzen beschechen sind, da die unsern von den gnaden gotz alwege das velt behext haut, und getruwen ouch zu got, daz ez uns nü fürbas wol gan sulle. geben an fritag nach Martini anno 88. Gemain stett dez bunds in Swaben etc, als wir ze Ulme bi ainander sien. [In verso] Den Umsichtigen wisen dem burgermaister und dem rate der stat ze Straussburg unsern besundern güten fründen und aidgenossen. Str. St. A. G. D. P. lad. 48/49 Ii. fase. VII. or. ch. lit. cl. c. sig. i v. impr. del. 491. Rottweil an Straßburg: erbittet Auskunft über das Gerücht von einer u> Niederlage 1 der rheinischen Städte und von ihrer Lage. 1388 November 13. Unser fruntlicher williger dienst bevor in allen sachen. bescheiden lieben frunde und aidgenossen. wissen!, daz ain gemainü rede in unser gegend von den herren ietzent uferstanden ist, wie daz etwas niderlegendes üwern und unseren güten fründen von Spire, von Wörmes und von Mentz geschehen sin sülle: also daz sü schaden ao empfangen süllent haben von dez hoherbornen fürsten hertzog Rüprehtz von Paigern dienern und von anderen unseren vigenden, daz wir doch gott nit getruwen, wand uns doch gar getrüwlich und inneclichen lait were, als billich were. bitten wir üch mit ernst llizzig, daz ir uns aigenlich verschriben lassen! wissen, wie es darumb sige. wissen! ouch, daz es uns wol gat und unser vigende vast angrillen mit brennen aä und mit wüsten, und getruwen ouch üch wol, daz ir daz gen unseren vigenden ouch tügint und wa es üch wol gat, daz wir dez von gantzem hertzen frow sigent. datum vigilia beati Othmari anno 88. Von uns dem rat ze Rotwil. 30 [ln verso ] Ren fromen wisen dem meister und dem rate ze Strasburg unsern güten fründen und aidgenossen. Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 B. fase. VII. or. ch. lit. cl. c. sig. i. v. impr. del. Ebenda: fast gleichlautender Brief vom folgenden Tage. 492. Die schwäbischen Städte (unter dem Siegel von Ulm) an Straßburg: über 3f> 1 Eine solche war wirklich geschehen am 10 Nov. bei Worms, vgl. Böhmer, Fontes IV, 382. — Städtechroniken, Mainz II, 218. 1388 253 den bereits früher beabsichtigten Tag mit den Herzogen von Baiern zu Mergentheim und das Gerücht einer Niederlage der von Worms und Speier. Ulm 1388 November 19. Unser fruntlich williger dienst und w r az wir gutz vermugen wissen! alle zyte 5 von uns berait voran, besundern lieben frwnd und aidgenossen. alz wir weh vormalz ain tail och versehriben ' haben, wie unser herre der ertzbischof von Mentze und der bischof von Babenberg von unserm herren dem kunig her us körnen sien und mit in her Busik von Wistritz und wie die würben an iuwer und unser aidgenossen von Nuremberg umb ainen tag zwischen fürsten, herren und stetten gen Mer- io gentheim und wie och si willen beten ze riten zu iuch und andern wwern und unsern aidgenossen an dem Ryne und denne ir bottschaft fürbas.ze tünd zu uns, also verkünden wir wwer fruntschaft, daz uns die von Nurenberg versehriben hant, wie daz her Busik von dem Byne her uff gen Babenberg körnen und enzwischen gen Beheym in geritten sie und daz si nilit wissen, waz sins gewerbs sye. darumbe 15 bitten wir iuwer fruntschaft mit vlissigem ernst, daz ir uns by disem boten an wwerem brief wissen lassen, wie oder in welher masze er von weh geschaiden sy, oder ob er by weh oder andern unsern aidgenossen an dem Ryne gewesen sy oder niht oder ob ir suzz ihtz frömds wissen, daz uns ze versehriben sy, daz wellen wir mit willen umb wwer wishait verdienen, lieben frwnde, so ist denne etwaz gemainer 20 red by uns, wie wwer und unser aidgenossen von Worms und von Spire nwlic-h mit hertzog Rüprehtz dez eitern volk süln gelochten han. bitten wir weh och gar frwnt- lich, daz ir uns versehriben, ob daz sy oder niht oder wie es ergangen sy ymmer durch unsers dienstz willen. geben ze Ulme von unser aller haissentz wegen under der von Ulme insigl an sant Elsbetentag anno 88. 2 5 Gemaine stete dez bunds etc. alz wir ze Ulme sien. [In verso ] Den fürsichtigen wisen unsern besundern lieben frwnden und aidgenossen dem maister und dem rat der stat ze Strausburg. Str. St. A. G. ü. P. lad. 48/49 B. fase. VII. or. clt. lit. d. e. sig. i. v. impr. del. so 493. Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg: bittet dafür zu sorgen, dass das Kloster Herrenalb an seinen in der Markgrafschaft gelegenen Dörfern Malsch und Rüppurr' ungeschädigt bleihe, weil diese mit dem Kriege nichts zu thun haben. geben ze Pfortzheim feria sexta ante festum Katherine virginis. Pforzheim 1388 November 20. 35 Str. St. A. AA. 85. or. dt. Reg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1465. 494. Nürnberg erlässt ein Rundschreiben an die rheinischen Bundesstädte behufs Ansetzung eines neuen Tages, da der für den 8 Nov. 1388 beabsichtigte Tag 1 Vgl. nr. 487 den Brief vom 2. November. 254 1388 zwischen Herren und Städten nicht zu Stande gekommen sei; dazu Nürnberger Kriegsnachrichten. [IS88 November 30.] Aus Nürnb. Archiv, gedr. T>. R. A. II, nr. 38. 495. Strassburg an die rheinischen Bundesstädte schlägt vor: dass man auf die von der Teilnahme an der Fehde gegen Ruprecht von der Pfalz abmahnenden Schreiben des Königs und des Cölner Erzbischofes 1 letzterem folgendermassen antworten solle: das wir dieselben stette am Rine des krieges nit höbtlüte sint und nuwent unsere eitgenossen der swebischen stette helffere sint. und darüber so hat der hocherborne fürste hertzoge Rüpreht der eher von Reigern und die sinen uns die stette und die unsern geschadiget und verbrant, gefangen und erslagen und sü grösliche geschetzet umb ir gut und tut ouch das tegeliche. und darumbe so mögent wir stette nit abegesin, wir müszent uns dargegen weren, so wir beste künnent. und darüber so getruwent wir stette öeh uwern gnoden wol, das ir üch des selben krieges nit annemment. so wiszent ouch wir stette nit, wie derselbe herre hertzoge Rüpreht der eher sich gegen uns den stetten des bundes halten welle von des vorgenanten unsers herren des römschen küniges schribendes und verbotscheftendes wegen, so beduncket uns ouch gut sin, das ir dem ertzbisehofe von Cölne da bi scbribent, das unsers herren des römeschen küniges kantzeler grofe .lohan von Sponheim und der lantgrofe vom Lühtenberge vormals bi uns stetten gewesen sint und mit uns stetten von unsers herren des römschen küniges wegen geret hant von derselben Sachen und des krieges wegen und das man den geentwurtet habe, das uns unfride und kriege leit sint und wir öeh derselben kriege nit höptlüte sint und wo wir stette gereden oder getün kundent, das die lande in friden blibent, das wollent wir gerne tun und wollen uns daran weder koste noch arbeit turen und das wir stette öeh das noch hütig- dages gerne tun wollen! und das ir dis alleszament also und in sölicher forme uf das beste dem ertzbisehofe von Cölne verschribent und des sine verschieben entwurle heischen!, das beduncket uns nützliche und gut sin. datum crastino beati Andree apostoli. [Ubergeschrieben feria quarta proxima post diem], [1388 December 1-2.] Str. St. A 6. U. P. lad. 48/49 B conc. ch. Erwähnt, D. R. A. II, 92 anm. 1. — Reg. Koch u. Wille nr. 4807. 496. Ratsbeschluß über das von den Straßburger Bürgern bei schwerer Strafe gegen die Feinde zu beobachtende Verhalten. 1388 December 2. Es sol nieman wer der ist, der by uns in unserre stat sitzet oder by uns wonet, unsern vigenden deheine koste, spise noch hülfe geben noch tun noch ouch in keine botschaft tun noch daz schaffen geton in deheinen weg noch ouch keine botschaft 1 Vgl. nr. 485 u. nr. 489 den Brief des Königs vom 18. Oetober und des Erzbischofs vom 7. No- vomber. 5 io 20 25 30 35 1388 255 von in empfohen, es sient botschaft mit brieten oder mit dem munde, wenn kerne iemanne semmeliche botschaft, wie oder waz daz were, daz sollent die, die daz en- pfmdent, zu stunt furderlich ane verzog meister und rate oder ein ammanmeister verkünden, Vorbringen und sagen, und wer daz darüber verbreche, des libe und gut 5 sol meister und rat verfallen sin und sol ouch darzu niemer me gen Straszburg kommen und sollent ouch meister und rat sich sins libes und gutes underziehen und zu. iren banden nemen. und siillent auch daz rihten und rehtvertigen uff den eyt noch hörsagen und wie es dem rote vürkomet. und welre rot daz nüt rihtete und rehtvertigete, alz vorgeschriben stat, der sol meineidig und erlosz sin und sollent ouch io niemer me meister noch rot werden. actum et pronunciatum feria quarta post Andree appostoli anno 88. Str. St. A. Stadtord. Bd. 29 fol. 5. Gedr. Weneker, de ußb. S. J64. 497. Bürgermeister und Rat von Speier an Strassburg: lau uch wiszen, daz die 15 hertzogen von Beyern und der bischof von Mentze ' sich besament mit groszem volgke und aller irre mäht, die sie haben mögen, unde daz der hertzogen volg grave von Worcheim, grave Diether von Katzenelnbogen, grave Heinrich von Sponheim, der von Hanouwe und vil rittere und knehte von gesellescheften, die uf irn kosten farent gein der geselleschaft unde die von den Telaren ietze uf dise zit bi uns ligent nahe 20 bi unser stat uf bedesite Rines und daz sie uf ginsite Rines daz laut uf ziehen wollen gar kurtzlichen. ouch wiszent, daz die von Mentze, die von Wormsz und wir zü dem zöge dienen wollen mit 300 glen. darnach wiszent uch zü rihten. datum feria quarta ante Nicolai episcopi. [1388 December 2.] Str. St. A. AA. 118. or. ch. I. cl. »5 498. Speier an Strassburg: berichtet, dass Herr Syfrit von Venygen und andere an sie geworben hätten . . . von eins tages wegen zu Mergentheim, als die von Nuremberg auch darumbe den stellen am Ryne geschriben nach uswisunge ires briefs und der notteln harinne versloszen. [1388 December 2?] D. R. A. 11, pg. 92. AnmJc. 2. nach Weneker, exeerpta 1, 114 a . so 499 Nürnberg an die Städte des rheinischen Bundes : ladet ein zu dem von den königlichen Räten betriebenen Tage auf 10 Januar 1389, wo sich die Herren in Mergentheim und die Städte in Rotenburg versammeln sollen. [Nürnberg 1388 December 11.] Aus Nürnb. Arch. Konserv. cod. 278. fol. 54 ,J . eonc. ch. 35 Gedr. D. R. A. II nr. 42. 1 Am 11 September hatten die schwäbischen Städte bereits von der Absage dieses Kirchenfürsten berichtet, vgl. oben nr. 473. I d r VI. 33 286 1388 500 . Ratsbeschluß Uber die von der Stadt an vornehme Gäste zu gewährenden Geschenke. 1388 December 14. Anno domini 1388 feria secunda proxima ante diem beati Thome apostoli sub domino Hugone dicto Rihter nuncupato Dutscheman magistro et sub domino Andrea dicto Heilman magistro schabinorum sint unsre berren meister und rat schöffel und s aminan ubereinkomen aller der stucke und artickele, die hie noch geschriben stont: Zu dem ersten, das man sol einem landesherren von unsere stette wegen schencken einen omen wines; item einem dienestman und sust eim edelmanne sol man schencken einen halben omen; item einre statt einen halben omen alle Imbisse; item suss einem erbern manne einen halben omen. und sol man ouch iegelichem zu 10 iegelicher vart nuwent einmal schencken und nit alle Imbisse, ussgenommen den stetten sullent wir alle ymbisse schencken, als vor geschriben stat. und sol die schencke ouch nieman heissen tun danne ein meister, der danne rihtet, und ein ammanmeister und nieman anders, was ouch ein ammanmeister heissent schencken epten zu libe und zu leide, das ist zu lychen und zu brutloften, das sol man ouch 'S tun und anders nit. 1 und wenne man sol schencken, niergent anders wohin, danne an die stat, do er isset. und sol ime ouch win schencken in unser stette schencke- kannen und nieman keine pfenning darvür geben in denheinen weg. Str. St. A. Schilter, jus statutarium fol. 287. 501 . Bischof Friedrich von Strassburg an die Stadt: laut uch wissen, daz der 20 grafe von Sarwerde inütwillicklich und frevelich uns und die unsern unherfolget vor unser sloz (Wellenberg mit ufgeworfinder banir mit buszen und schuttzen gezogen ist unser sloz understande zu gewynnen . . . hemme wir mit seszen unsers rates erkant haut . . . daz ir uns hülfe schuldig sint nach lute unsers buntbriefes . . . und bitten desshalb 60 Glefen zum nächsten Montag Abend nach Kestenholz zu schicken. da- 25 tum 1388 dez mitwochin vor'sant Thomansdag dez heiligen zwelfboten. Str. St. A. AA. 1409. or. ch. I. pat. c. s. impr. 1388 December IG. 502 . Bundesrechnung für Botschaften und Gesandtschaften. 1385 — 1388 . Anno ... 85. 30 diz höret zu dem lantfrijden von . . . Diz ist der bottenlon dez gemeinen friden: Mai is. Item feria secunda post ascensionem domini 4 sol. gein Sletzstat und gein Ehenheim. Item feria quarta post . . . ? 4 sol. gein Sletzstat und gein Ehenheim. Ma% L«. Item sabbato ante festum penthecostes 4 sol. gein Sletzstat und Ehenheim. 1 Hegel (Königsh. S. 1023) druckt zum, Jahre 1388 aus de,n «Heimlich bftch» einen ziemlich gleichlautenden Batsbeschluß, der die Abweichung hat: das man epten und eptinen und susz zü liebe und zft leide geschencket hat, daz sol hinnanvürder absin und man in soliche schencke nit me tü n. 1388 257 Item 4 sol. gen Sletzstat feria sexta post festum corporis Christi. Item 4 sol. gen Sletzstat und gen Ehenheim feria quarta post Adelphi. Item 14 sol. gen Sternecke, gen Keppenbach und gen Spitzenberg in vigilia Symonis et Jude apostolorum. 5 Item 2 sol. gen Ehenheim in vigilia St. Thome apostoli. Sub anno ... 86. Item 4 sol. gen Sletzstat und gen Ehenheim. Item Werlin Spatzinger 2 guldin von inanunge und 'andern buntbriefen abe zu schribende, die do wurdent den von Sletzstat und von Hagenowe. 10 Item Colmar 2 '/ 2 üb. gen Basel von gemeinen bundes wegen. Item Diersberg 4 lib. gen Ulme oueh von des bundes wegen. Item Gengelin 6 sol. gen Sletzstat und gen Ebenheim. Item 2 sol. gen Ebenheim feria sexta post dominicam Invocavit. Item 3 sol. gen Sletzstat feria tertia post dominicam Letare. 15 Item 2 sol. gen Ehenheim feria quarta post dominicam Judica. Item 4 sol. in vigilia penthecostes gen, Sletzstat und gen Ehenheim. Item 12 sol. gen Sletzstat und gen Ehenheim zu drien molen. Item 4 sol. gen Sletzstat und gen Ehenheim feria secunda post Jacobi apostoli. Item 4 sol. gen Sletzstat und gen Ehenheim feria sexta post festum assumptionis 20 sancte virginis. Item der gemeine bunt sol der stat von Strasburg 72 gülden und 9 nutzen; verreit her Eberlin von Mülnheim und her Cüntze Müller gen Spire und gen Esselingen. und koment her heim feria quinta ante festum nativitatis beate Marie virginis sub anno 86. 25 Item ist herrn Steffan 5 guldin von des gemeinen bundes wegen und Spatzinger 2 guldin (schuldig) her Eberlin von Mülnheim und her Cüntze Müller. Item 4 sol. gen Sletzstat und gen Ehenheim feria secunda ante di ein sancte eruefs. Item der gemeine bunt sol der stat von Straszbürg 12'/* lib. und 2 sol.; verzert her Cüntze Müller zu Pfortzheim, do men vor Entzeberg lag, und ime selber 30 sol. so von pferden und dem koche 10 sol. Item der gemeyne bunt sol der stat von Straszbürg 90 lib. und 6 1 / 2 lib. von her Johans von Oberkirche kosten wegen, also er höbetman waz, do men vor Entzeberg lag von sime solde und drye pfilfer und ein smit und ein koch und einen kneht, der ir wartette und^wagenlon und knehte, die dez gezeltz wartettent, und in alle 35 weg und liep zusamen 5 lib. Item der gemeine bunt sol der stat von Straszbürg 41 lib. und 12 sol. denar; die verreit her Götze von Grostein vür koste und ritegelt und in allen weg zü der ferte, do er und her .... Heisse von Openheim zü Lüzelnburg was anno domini 1384; und kam her heim an dunrestag vor sant Gallentage. Der gemeine bunt sol der stat von Strazburg: 31 1 / 2 guldin, do her Götze von Grostein und die von Wörmes und von Spire den zol uf dem Möin besatent, von zerung unze gen Spire und herwider heim und von ritegelt und von dem koche und pl'erdelon und in allen weg. Juni 2, Äug. 30. Oclbr, 27. Dccbr. 20. Mürz 16, April 3. April 11. Juni 9. Juli 30. Aug . 17. Sept. 6. Sepl, 10. 1381 Oclbr. 13, 258 1388 Der gemeine bunt sol 7 lib. und 2 lib. und 8 sol. von ritegelt gen Gengenbach, do wir zu dem bischof von Strozburg hetent beschiket her Eberlin und den Manssen und den Messerer den krieg zu rihtende zwischen! ime und den margrafen und süllent 10 lib.; bette Walther (?) sin (?) kurzer! alles dis jor, do er bin geritten was. Item der gemeine bunt sol der stat von Strasburg 40 guldin; verreit her Eberlin s von Mulnheim und Jolians Lumbart gen Spire und gen Mentze feria quarta post April 2 f>. Georgii sub anno 85. Item der gemeine bunt sol mime junghern 5‘/ 2 lib. und 2 sol.; item 35 sol. zu ritegelt her Claus Tutchemen gein Baden von der Johanser wegen an sant Anthoni gen obende in deine 85 jore. 10 Item der gemeine bunt sol der stat von Strazbürg 57 güldin; verreit her Claus Berer und Claus Nelsheim in der vasten zu dem hertzogen von Osterrich von der swebischen stette wegen und von der von Basel wegen sub anno 85. Item der gemeine bunt sol der stat von Strasburg 30 guldin und 5 uncen April t 2 . zü ritegelt Werlin Sturm und hern Cüntze Müller gen Friburg feria quarta post 15 dominicam Quasimodogeniti sub anno 85. Item der gemeine bunt sol der stat von Strazbürg 54 güldin und 9 nutzen zu ritegelt hern Johans von Wickersheim und Götze Wilhelm gein Basel feria April 2 s. quinta ante Philippi et Jacobi apostolorum anno 85. Item der gemeine bund sol der stat von Strasburg 36 guldin und 6 nutzen aa zü ritegelte hern Johans von Wickersheim und hern Johans Messerer gen Basel Mai 26 . feria sexta ante festum corporis Christi sub anno 85. Item der gemeine bunt sol der stat von Strasburg 54 guldin; verzerten her Johans von Wickersheim und her Johans Messerer gen Basel dominica die ante juii 2 . Udalrici episcopi sub anno 85 und 9 nutzen dem koche von pferden. 2ä \Folgen 3 freie Seiten und eine Aufzeichnung über den Speierer Bundesrechnungstag vom August 1386.\ Item 10 sol. ebne hotten, der von Mentze nutze gen Sletzstat lief, daz ir hotten züsammene keinen! gen Spire. Item 4 sol. gen Sletzstat und gen obern Ehenheim in vigilia Andree apostoli. 30 Item 4 sol. gen Sletzstat und gen Ehenheim in die beati Nycolai episcopi. sol. gen Sletzstat und gen Ebenheim dominica post Nicolai. t> sol. gen Sletzstat und gen Elienheim feria secunda post Erliardi. ' Sub anno . . . 87. Item 4 sol. gen Sletzstat und gen Ehenheim in die beati Valentini. Item 4 sol. gen Sletzstat und gen Ehenheim feria sabatti post Mathie apostoli. Item 4 sol. gen Sletzstat und gen Ebenheim in dominica die Oculi. Item 4 sol. gen Sletzstat und gen Ehenheim feria sabbati ante dominicam Judica. Item 4 sol. gen Sletzstat und gen Ehenheim feria secunda post dominicam Quajsi- Aprii u. modogeneti. juii 6. item 4 sol. gen Sletzstat und gen Ehenheim feria sabbati post Udalrici episcopi. juii iS. Item 3 sol. gen Sletzstat feria sabbati ante Margrete virginis. 4386 Nov. 29 . Decbr. 6 \ Decbr • 9 . Jan. 43. 4387 Jan. 44 März 2 . März 40. März 25. 1388 259 Item 4 sol. gen Sletzstat und gen Ehenheim crastino festi assumptionis beate Marie virginis. Aug.ie. Item 4 sol. gen Sletzstat und gen Ehenheim crastino Bartholomei apostoli. Aug. ss. Item 4 sol. gen Sletzstat und gen Ehenheim vigilia nativitatis beate Marie virginis. sept. 7 . 5 Item 4 sol. gen Sletzstat und gen Ehenheim feria quarta post festum Michehelis. oabr. s. Item 4 sol. gen Sletzstat und gen Ehenheim feria secunda ante Galli eonfessoris. oabr. u. Item 4 sol. gen Sletzstat und gen Ehenheim feria secunda ante Symonis et Jude. 0clbr - iL Item 12 sol. gen Sletzstat und gen Ehenheim zu zweien molen. Sub anno ... 88 . io Item 5 sol. gen Sletzstat und gen Ehenheim. Item 2 sol. gen Ehenheim. Item 7 1 / 2 sol gen Sletzstat und gen Ehenheim zu zweien molen. Item der gemeine bunt sol unser stette 272 guldin, die her Johans von Kagenecke und Johans Lumbart verzertent, do sü gen Ulme und gen Swoben i 5 worent geritten mit den andern botten vom Rine zii tedinge zwuschent den herren von Reigern und den swebischen stetten. Item 4 sol. gen Sletzstat und gen Ehenheim feria secunda post festum pasce. u f r 88 30 . Item 5 sol. gen Sletzstat und gen Ehenheim feria sexta post corporis Christi. Mai %9. Item 4 sol. gen Sletzstat und gen Ehenheim feria quinta post octavam festi ■/«*» 20 corporis Christi. Item 4 sol. gen Sletzstat und gen Ehenheim feria sabbati ante Johannis Jam so. baptiste. Item 4 sol. gen Sletzstat und gen Ehenheim feria quarta post Udalrici episcopi. Jan s. Item 18 sol. zu vier molen gen Sletzstat und gen Ehenheim. 25 Item 4 sol. gen Sletzstat und gen Ehenheim feria quinta post Adelphi. s*pt. s. Item 17 sol. gen Wurmsze und 17 sol. gen Basel in die exaltationis sancte sept. u. crucis. Item 1 guldin dem schriber von Spire die reise, do nidenan waz. Item 5 sol. gen Sletzstat und gen Ehenheim feria sabbati post Michahelis. oabr. s, 3 o Item 2 1 /, lib. 10 knechten, die do branten, do men den hertzogen von Peygern braute. Item feria sexta post Remigii 12 sol. gen Spire und 5 sol. gen Sletzstat und gen oabr. s. Ehenheim. Item 16 sol. gen Spire und 3 sol. gen Ragenowe, 4 sol. gen Sletzstat feria 35 quarta ante Thome apostoli. Utd,r - ,e - Item 4 guldin Höppekin dem bogener von vier gefangen wegen. Item 4 sol. gen Sletzstat und gen Ehenheim in die Stephani. Decbr. se. Item 4 sol. gen Sletzstat und gen Ehenheim feria sexta post festum pasce. April s. Item 4 sol. gen Sletzstat und gen Ehenheim post Philippi et Jacobi. Mai i. Item sub anno ... 85 do schihte ich dem gemeinen bunde 100 guldin und 80 guldin mit herrn Götze von Grostein und hern Cüntz von Geistboltzheim; daz ge- schach under herrn Claus Meyger. -. , .' '• • -• > • r .••. r.: • -..A oyi-■.:•;■ 260 1388 Sub anno . . . 86. Do schihte ich dem gemeinen bunde gen Mentze 5(00) guldin mit herrn Johans von Stille und hern Cüntz Müller; daz beschach under hern Heinrich Lymer. Sub anno ... 87. Do schihte ich dem gemeinen bunde gen Mentze 8(00) guldin mit Hellefeger dem » schifeknehte; daz beschach under hern Wilhelm Metziger. Sub anno ... 88. Do schihte ich dem gemeinen bunde gen Mentze 300 und 76 guldin mit hern Götz von Grostein, hern Ortelin Manszen und hern Wilhelm Metziger; daz beschach under hern Andres Heilman. >» Item so hab ich ouch uszgeben von des gemeinen bundes wegen wol uff 200 lib. und 38 lib. \Folgen 14 leere Seiten.] Item unser eytgenoszen die von Wiszenburg und von Hagenowe und von Strasz- burg und von Ehenheim und von Sletzstat, die sint der stat von Straszburg schuldig >s 22 '/z lib. von unsers höbetmans wegen, den wir hettent vfir Entzeberg. Item der gemeine bunt sol mir Kunze Rebestog 6 guldin; gab ich Werlin Sturm an saut ... tag in dem 84 jare, do er und der von Grostein von dem klinge keinen! umb den einung brief. Str. St. A. lad. 48)49 B. fase. XI. langes , schmales Heft in Pergamentdeckel mit der gleich - so zeitigen Aufschrift: Der gemeine baut, und weiter unten Lantfriden. 503. Aufzählung der Geldsendungen Straßburgs an die Bundeskasse zu Mainz. 1385 die Summe von 180 Gülden durch Götze von Grostein und Ciintze Geist- poltzheim. 1386: 500 Gulden durch Johans von Stille und Cüntze Müller. 25 1387: 800 Gulden mit Hollefeger dem scliifknechte. 1388: 376 Gulden durch Götze von Grostein, Ortelin Manszen und Wilhelm Metziger. Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 B. cop. ch. conc. auf einer Papierrolle mit Bundesrechnungen u. dergleichen. 30 504. Allerlei Ausgaben , Aufzeichnungen und Bemerkungen über die Bundesrechnungen 1388/89. 1388189. Item der gemeine bunt sol unsere stette 272 gülden, die her Johans von Kagenecke und Johans Lumbart verzertent, do si gen Ulme und gen Swaben waren! geritten mit den andern boten vom Rine zu tedingen zwüschent den herren »5 von Peyern und den swebiseben stetten. Item 8 lib. rninrer 18 den. sint gegeben botten, die do briefe von des gemeinen bundes wegen getragen hant. Item 1 guldin dem schriber von Spire, do die reise do nidenan waz. Item 24 guldin von gefangener wegen, die gefangen sint worden von des gemeinen krieges wegen. 1388 261 Item 2 '/ 2 lib. 10 knechten, die do uff den hertzogen brantent, do gemeiner stette glefen bienander worent. Summa der von Strazburg uzgeben uff saut Peters und sant Paulusdag 46 « guldin anno domini 1389. und sol irme schriber werden 16 guldin, die den von 5 Spir gebürt zu geben. Gedenckent, an der von Straszburg schribere, daz den ouch gelonet werde ire arbeit also andern schribern, wände sü von des gemeinen bundes wegen und daz den gemeinen bunt ane got me geschriben hant denne in keiner stat uff dem Ryne geschriben ist uszgenommen der schriber zu Spire. io Summa das der gemeine bunt uzgeben hat 1836‘/ 2 guldin, do gebürt jeder gleen 4 guldin. Item die von Strazburg sollent den von Mentze 50 guldin von alten rechenungen. Den von Strazburg gebürt von disen rechenungen wegen noch zu geben 342 gülden 4 grossen, über das sie uzgeben hant. 15 Str. St. A. Q. U. P. lad. 48/49 B. cop. v. conc. Papierrolle. 505. Aufzeichnung von Städtebundsbeschlüssen betreffend: Ansetzung eines Tages, Mahnungsverfahren, Abstimmung und Verteilung der Stimmen, Verhalten während eines Krieges, Verhandlungen mit den schweizer Waldstätten. [1385—1388?] Do der stetde frunde und hotten sint ubereinkomen, als die hotten, die sie 20 zu unserme hprren dem kunig geschicket hant von derselben botschafft wegen den stetden ein tag bescheident, daz dartzü die stetde ire frunde vorderlich sollint schicken. Auch ist ire meynunge, wan ein stad die andern gemant hat, wurde dan die manunge widerboten, so sol die manunge zu der ziit abesin. 25 Auch sollint die hotten an ire rete briingen umbe alle stucke, die sie anlangende werdent, daz do die miinresten stymmen den meisten volgen und daz die von Meintze und von Straszburg dry stymmen habent, die von Wormsz, Spire und Franckenfurt ouch dry stymmen, die von Dagenowe und Wiszenburg eine stymme, die von Slitzstad und Ehenheim ein stiimme, die von Friideberg, 30 Wetslar und Geiilnhusen ouch eine stymme. Auch ist der hotten meynunge, werez, daz die von Straszburg oder dez richs stett umbe sie in der gegen nüt iieman iht zu schickende gewunnen in der art, daz dan die nüt eine sich darumbe arbeyten, daz die sach zu tagen quetne und fruntlich oder rehtlich hingeleit wurde, obe man möge, e dan dehein der- 35 selben stetde sich erkente und manunge tede. moht ez aber also nit hingeleit werden, daz dan igliche stad ir erkentnisse und manunge dün möge nach uz- wissunge dez bondez und daz die von Meintz, Wormsz Spire und Phederszheim dezselben glichen, obe ez darzu queme, ouch dün und die von Franckenfurd, Friideberg, Wetslar und Geylnhusen dem, als vor erludet ist, ouch nachgeen sol- 40 lent, obe ez darzü queme. 262 1388 Auch sint die stetde zu rade worden, daz man in iieder stat kur sehen und besorgen solle, daz zu stunt bestalt werde, ob der erlege uffgienge, wez man in den stetden bedorffe, welcherlei daz sii, daz man daz da ynne behalte und key- nerley harnasch noch andern gezug daruz geen lasze. Ouch sint die stetde beyder bonde uberkomen werez sache, daz der kriege ß uffgienge, daz dan kein bond den andern inane noch uzwisunge dez bondez den krieg uz. doch daz der bond zwuseben iin in crafft blibe. wer ez aber, daz deheine partie, ez were der bond an dem Ryne oder zu Swaben oder deliein stad under iin, genodiget, würdent mit uberziihen oder mit beleger und daz die genodigete partiie daz die ander liesze wissin, dartzü solte man dun nach dem, als wir 10 von beiidensiiten billichen ein güt getruwen zusamen haben sollent und unsern eren wol ansteet. und dezselben glichen hant die hotten an dem Ryne sich under ein vereiniget in irme bonde obe deheine stad in dem criige belegen und benötiget wurde. Auch umbe den tag, als uff hüte den donrestag zwuschen den Waltstetden iß und beyden bonden darumb sollint uns die Swaben lassin wissin, wie man von demselben tag gescheiden wirt. Str. St. A. G. U. P. lad. 48)49 B. fase. XI. conc. ch. 506 . Ordnung über Besetzung der Stadtmauer, Tftore und Mauer türme zu Kriegszeilen. 1388 u. 1389. 20 Wie die Porten, die turne und die letzen bestalt und versorg^ sint anno etc. 88 et 89. 1 [1] Die cunstofeler in Kalbezgasze und die schiflute stillen behüten den güldin turn, [daruf 1 cunstofeler und 2 antwerker] a Nellesheims erker und süllent uff derselben muren hüten bitz gegen sant Ketterinen turn, und süllent darzü behüten sante Ket- 25 terinen turn und die mure von demselben turne bitze an Utengasser steck. [2] Die cunstofler sant Niclause und die metziger süllent hüten die mure ussewendig von Utengasser steck bitz an Heinrich Wahsichers duphüselin. und süllent behüten b die inre mure von der metziger turn bitz an den wüsten turn, so süllent die küffer von dem wüsten turne hüten uff der inren mure bitz an spittoltor. und süllent 30 dieselbe cunstofel sant Niclause und die beden antwercke metziger und küffer die beden metzigertürne den üssern und den inren behüten. [3] Die cunstofeler sant Niclause und die würte sollent behüten c die mure bitz an Münchelins garte, so sollent die smide und dieselbe cunstofel von Münchelins turn uff der mure hüten bitz an sant Eylsebeth turn, und sollent ouch die selbe 35 cunstofel und die würte und die smide den turn an spitteltor behüten. a) Ist an dieser Stelle über geschrieben. b) hier gestrichen: xwene türne indewendig. c) gestrichen : den turn an spittol tor. 1 Steht als Aufschrift auf der Außenseite der langen Papierrolle. — Vgl. die Matsbeschlüsse nr. Hb. 1388—1389 263 [4] Die cunstofeler in Spettergasze und die saltzmütter sollent uff der mure hüten bitz an des Twingers turn, so sollent die selben cunstofeler und die winmesser und winrüffer uf der inure hüten von des Twingers turn bitz an Vinckewilre türlin. und sollent die selben cunstofeler und die zwey antwerk die zwene turne sant Eilsebeth 5 den ihren und den üssern behüten. [5] Die cunstofeler sant Thoman und die vischer sollent Vinckewilre den turn behüten und die mure und die bedeckete brücken und die andern turne zwüschent dem knöpfeheten (?) turne und dem knöpfehten turn. [6] Die cunstofeler in Spettergasze und die gerwere sollent behüten Grünecke den io spitz, und süllent behüten den groszen nuwen turn den Grü[nen]werden und die mure herabe an die trencke gegen Grünecke, so sollent dieselben cunstofeler und die kür- senere die mure behüten von dem groszen turne bitz an den turn gegen sante Margreden. und sollent die selben cunstofeler und die zwey antwerck den groszen turn und den turn sante Margreden behüten. 15 [7] Die cunstofeler sant Thoman und die wagener sollent behüten die mure von dem turne gegen sante Margreden bitz an den turn Wartecke gegen den dütsehen herren und süllent öch der dütsehen herren durn, der do zwüschent stat, behüten. [8] Die cunstofeler an der Öberstrasze und die grempper süllent behüten den turn Wartecke und die mure von dem turne bitz an den wiszen turn under Wagener. 20 [9] Die cunstofeler an der Öberstrasze und die schüchsüter sollent behüten den wiszen turn under Wagener und die mure von dem selben turne bitz an den turn gegen der von sant Marx hofe über. [10] Die cunstofeler am Holwige und die gartenere süllent behüten den turn gegen der von sante Marx hoff über und die mure von demselben turne bitz an Kronen- 25 bürg und den turn gegen Jacobes garte von Diemeringen. [11] Die cunstofeler sant Peter und die tücher sollent behüten Kronenburg den turn und die mure von demselben turne bitz an dem nehesten turne darnoch, der bedecket stot. [12] Die cunstofeler sant Peter und die snider a sollent von den selben bedecketen 3o turn behüten und von dem selben turne bitz an den gemolten turn an Steinstrasze. so sol die selbe cunstofel sant Peter und die brotbecker b von dem gemolten turne an Steinstrasze die mure bitz an daz türnelin Rosenecke behüten, und sol denne ouch dieselbe cunstofel und die zwey antwerck den gemolten turn an Steinstrosze behüten. [13] Die cunstofeler sant Peter und goltsmide und schilter sollent behüten daz äs türnelin Rosenecke und die mure von dem selben türnelin bitz an den bedecketen turn, do lonherren Cüntzel uff sitzet. [14] Die cunstofeler vor dem Münster und dar zu die weher und die waszzieher sollent behüten den turn, do lonherren Cüntzel uf sitzet, und die mure nutz an daz türnelin, daz her Heintze von Mülnheim inne bet. ■to [15] Die cunstofeler am Holwige und die kornlüte süllent behüten das türnelin, daz her Heintz von Mülnheim inne bet, und die mure von dem selben türnelin bitz an des Wageners steck. a) über geschrieben für das gestrichene brotbecker. b) übergeschr. für das gestrichene snider. VI. 34 264 1388—1389 [16] Die eunstofeler vor dem Münster und die bader und scherer sollent uff der mure hüten von des Wageners stecke bitz an die prifeyge by der judenkirchhof. [17] Die eunstofeler vor dem Münster und die innrer sollent die mure von der prifeye behüten bitz an die brücke an juden turn und die zimberlüte sollent hüten von der brücken bitz an beim Hetzel Marxes törlin. und sollent ouch die cunstofel und die beden antwerck der juden turn und den erker by beim Hetzel Marx garte behüten. [18] Die eunstofeler vor dem Münster“ und die winsticher b sollent die mure behüten von des Marxes törlin bitz an sant Andres steck. [19] Die eunstofeler zü Münster® und die schifzimberlüte d und die müller, oley- lüte und düchscherer söllent uff der mure hüten von sant Andres steck bitz an Saltzenecke. [20] Uff güldin e turn sollent einre von der eunstofeler sin und zwene von dem antwercken der schiflüte und drunder also vil. so sollent von dem güldin turne uff der mure die schiflüte haben 8 man bitz an Nellesheims ercker und einen von der eunstofeler. so sol uff Nellesheims ercker die schiflüte zwene man haben und einen von den eunstofeln. so sol von dem ercker uff der mure nutz gegen sant Kette- rinenturn die schiflüte haben 6 man. [21] Darnach uff sant Ketterinen durn so sollent die eunstofeler zü Mülstein einen man uff dem turn haben, so sollent die schiflüte 3 man ufe dem selben durne haben, so sollent von dem selben turne haben untz an Utengasser steck die schiflüte 9 man und einen von der cunstofel. [22] Darnach so sollent die eunstofeler sant Niclause und die metziger von Utengasser steck geben untz an Heinrich Wahsichers dubhus uff der muren zweite von den metzigern und einen von der cunstofel. so sollent die eunstofeler sant Niclause einen man geben uff den üssern turn, so süllent die metziger zwene man und die küffer zwene man uff den selben turn geben, zü glicher wise so sollent die cun- stofeler und die beden antwercke 5 man geben uff den inren turn, zü glicher wise so sollent die eunstofeler und bede antwerck under ie die porte 5 man geben, alz Vorbescheiden ist. so sollent die metziger uff die inre mure bitz an den wüsten turn geben 16 man und einen von der egenanten constofel. so süllent die küffer von dem wüsten turne bitz an Spitteltor uff die mure geben 20 man und einen von der egenanten cunstofel [geben] und 3 man uff Peter Bersters turn. [23] Uff Spitteltor sollent die eunstofeler sant Niclause geben uff den turn einen man und under den turn einen, so süllent die würfe und die smide ie daz antwerck zwrnne man uff den turn geben und ie daz antwerck 3 man dar under. so sollent die würfe alleine uff die mure bitz an Münchelins turn geben 20 man und zwen von der cunstofel. und uff die zwene türne, die do zwüschent stont, sollent die würfe uff ie den turn geben 3 man. so sollent die smide uff Münchelins turn und uff der Barpfennigen turn uff ie den turn 3 man und uf ie den turn von der cunstofel sant 10 15 20 25 30 35 40 a) für das gestrichene : zü Mülstein. b) gestrichen: müller düchscherer und oleilüte. c) gestrichen: Mülstein. d) gestrichen: vaszieher. e) gestrichen: sant Ketterin. 1388—1389 265 Niclause einen man. und sollent die smide uff die mure von Münchelins turn bitz an sant Eilsebeth turn 24 man geben und einen man von der cunstofel sant Niclause. [24] Die cunstofeler in Spettergasze süllent einen man geben uff den üssern turn sant Eilsebeth. so sollent die saltzmütter und die winrüffer und winmesser ie daz 5 antwerck under den beden antwercken zwene man daruff geben, zu glicher wise so sollent die cunstofeler einen man und die beden antwercke ie daz antwerck zwene man uff den inren turn geben, und sollent die cunstofeler einen man under den turn geben, so süllent die beden antwercke ie daz antwercke zwen man under den turn geben, so süllent die saltzmütter 8 man und 2 man von der cunstofel geben uff die io mure bitz an des Twingers turn, und uff des Twingers turn so sollent die cunstofeler in Spettergasze einen man und die winruffer und winmesser 2 a man geben uff den selben turn, also so sollent sü ouch geben uff des von Kagenecke turn, und uff die mure do zwüschent bitz an Vinckewilre dörlin sollent die winmesser und winruffer 20 man geben und einen von der cunstofel. 15 [25] Die cunstofeler sant Thoman sollent geben uff den turn zu Vinckewilre einen man und die vischer 4 man und zwene man under den turn und einen von der cunstofel. und von dem turne uff die mure bitze an Diemerlins durn sollent die vischer 8 man geben, und die cunstofeler einen man uff Diemerlins turn sollent geben, und die vischer 2 man geben und von dem turne uff die erste bedeckete 20 brücke untz an Rülmans turn sollent die vischer geben 8 man und die cunstofeler einen, und uf Ridmans durn sollent die cunstofeler einen man geben und die vischer 2 man. und sollent denne von demselben turne uff die ander bedeckete brücke bitz an Heintze Wahsichers turn die vischer 8 man geben und die cunstofeler einen, und uff Heintz Wahsichers turn sollent aber die cunstofeler einen man geben und die 25 vischer zwene man. darnoch von Heintz Wahsichers turn bitz uff die dirte bedeckete brücke bitz an den knöphehten durn süllent die vischer 8 man geben [ gestrichen: und die cunstofeler einen und uff den knöphehten turn sollent die cunstofeler einen man geben und die vischer 2 man], so sollent die kornlüte 6 man geben uff hern Cuntz Müllers ercker und 2 man uff den knöpfeheten turn und einen von der cun- 3c stofel an der Oberstrasze. [26] Uff Granecke den spitz sollent die cunstofeler in Spettergasze geben einen man und 6 man von den gerwern. so sollent die cunstofeler an der Oberstrasze einen man geben uff den groszen nuwen turn hinder den Grünenwerden und die gerwere 8 man, und sollent ouch die mure herabe behüten bitz an die trencke by 35 den Grünenwerden, dieselben cunstofeler sollent ouch einen man geben uff den turn gegen sante Margreden und dar uff sollent die kürsener 3 man geben, darzü sollent die selben cunstofeler und die kürsenere die mure behüten von dem turne gegen sante Margreden herwider bitz an den groszen nuwen turn, darzü sollent geben die cunstofeler einen man und die kürsenere 16 man. 40 [27] Die cunstofeler sant Thoman und die wagener wellent die mure behüten von dem turne gegen sante Margreden über bitz an Wartecke den turn, und sollent a) gestrichen: 3 man, 266 1388—1389 dar zu die cunstofeler einen man geben und die wagener 16 man. dar zu sollen! su behüten den turn, der do zwüschen stot. dor zu gent die cunstofeler einen man und die wagener 2 man. [28] Die cunstofeler an der Oberstrasze sollen! einen man geben uff den turn Wartecke und 3 von den gremppern. und süllent uff die mure bitz an den wiszen s turn die cunstofeler 2 man geben und die grempper 28 man. i [29] Die cunstofeler an der Oberstrasze sollen! einen man geben uff den wiszen j turn, darzü sollen! die schüchsüter 4 man geben, so süllent die cunstofeler einen j man under den turn geben und die schüchsüter 5 man. und süllent die cunstofeler ■ 2 man geben uff die mure von dem wiszen turne bitz an den turn gegen der von io sant Marx hof über, darzü sollen! die schüchsüter 28 man geben. [30] Die cunstofeler am Holwige sollent geben [< gestrichen: einen man uff den turn gegen der von sant Marx hof uf den turn, gegen der von sant Marx hof über 1 in dem brache], die do hüten sollen! von dem turn gegen der von sant Marx hof : über und die mure die snecken und den andern turn herabe bitz gen Kronenburg 15 3 man. darzü gent die gartener 40 man. [31] Uf Kronenburg sollen! geben die cunstofeler sant Peter einen man und ! zwen darunder, darzü sollen! die tücher geben 4 man uff den tum und 6 man drunder, und sollen! darzü die cunstofeler einen man uff die mure geben und die tücher 20 man. und got die hüte bitz an den nehesten bedecketen turn. 20 [32] Uff den bedecketen turn darnach sollen! [übergeschrieben: und uff die mure bitz an den gemolten turn] die cunstofeler sant Peter einen man geben und die snider 20 man. und uff den gemolten turn an Steinstrasze sollen! dieselben cunstofeler einen man geben, die snider 2 man und die brotbecker 2 man, so sollen! aber dieselben cunstofeler 2 man geben under den turn, die snider 3 man und die brotbecker 25 3 man. und von dem turne uff die mure bitz an Rosenecke sollen! die brotbecker geben 15 man und einen von der cunstofel uff die mure. [33] Die cunstofeler sant Peter sollen! geben einen man uff daz turneiin Rosenecke. darzü sollen! geben goltsmide und schilter 2 man. so sollen! die cunstofeler einen man geben uff die mure von dem türnelin bitz an den turn, do lonherren 30 Cüntzel uff sitzet, darzü gent die goldsmide und schilter 19 man. [34] Die cunstofeler vor dem Münster sollen! einen man geben uff die mure von dem turne, do lonherren Cüntzelin uff sitzet, untz uff den nehesten snecken. darzü sollen! die weher 10 man geben, so sollen! aber die selben cuntofeler einen man geben uff die mure von dem snecken bitz an daz türnelin, das her Heintze von Müln- 35 heim inne het. darzü sollen! die vaszieher 6 man geben. [35] Die cunstofeler am Holwige sollen! geben einen man uff die mure von dem türnelin, daz her Heintze von Mülnheim inne het, bitz an des Waldeners steck, darzü süllent öch die kornlüte 12 man geben, und sollen! daz selbe türnelin öch behüten. [36] Die cunstofeler vor dem Münster und bader und scherer sollen! uff der 40 mure hüten von des Waldeners steck bitz an die prifeyge by der juden kirchhof und dieselben prifeyge. dar zu sollen! geben die cunstofeler 1 man und die bader und scherer 10 man. 1389 267 [37] Die cunstofeler vor dem Münster sollent die mure behüten von der prifeyge bitz an juden turn, dar zü sollent dieselben cunstofeler einen man geben und die innrer 10 man. so sollent dieselben cunstofeler und die zimberlüte die mure behüten von der brücken bitz an beim Hetzel Marckes dörlin. do zü sollent die cunstofeler 1 5 man geben und die zimberlüte 10 man. so sollent uff der juden turn die cunstofeler vor dem Münster einen man geben und einen under den turn, dar zü sollent die zimberlüte einen und die innrer einen uff den turn geben und die zwey antwerck ie daz antwerck 2 man under den turn, so sol die selbe . . . So sollent dieselben constofeler einen man geben uff beim Hetzel Marckes ercker io und die zwey antwerck ie daz antwerck einen man dar uff . . . [38] Die cunstofeler vor dem Münster und die winsticher sollent die mure behüten von des Marxes törlin bitz an sant Andres steck, do zü sollent die cunstofeler einen man geben und die winsticher 12 man. [39] Die cunstofeler vor dem Münster und müller süllent hüten uff der mure bitz 15 gegen sant Clären über, do der schilt stot, do zü sollent die cunstofeler einen man geben und müller, oleylüte und düchscherer 10 man. [40] Die cunstofeler vor dem Münster und die schifzimberlüte sollent von der letze hüten bitz an Stoltzenecke. do süllent die cunstofeler einen man geben und die schifzimberlüte 6 man. 20 [41] Die cunstofeler zü Mülstein und die kremere süllent behüten Stoltzenecke. do zü süllent geben die cunstofeler einen und die kremere 6 man. Str. St. A. G. ü. P. lad. 20 fase. 6. lange zusammengeheftete (jetzt zerlegte) Papierrolle, auf deren Rückseite nur die obige Ueherschrift und die Art. 37—40 stehen. 507. Strassburger Boten an ihre Stadt: berichten von Speier aus, dass die 25 Städte des rheinischen Bundes einen «ufslag der manunge wegen» suchen und mit Kurf. Ruprechts Botschaft helfen wollen, dass die Sachen in Rätlichkeit beigelegt werden. datum feria 5 post Epiphanie. [1389 Januar 7.] Nach einer i. d. T>. R. A. II S. 101 gedruckten Notiz Wenckers. 508. Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg: sendet und beglaubigt 30 Heinrich von Fleckenstein herren zü Dagstül etwaz von unsern wegen mit üch zü reden. datum Mülnberg dominica post Epiphanie domini anno 1389. Mülenburg 1389 Januar 10. Str. St. A. AA. 84. or. ch. I. cl. Reg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1467. 35 509. Verzeichnis der Bürger, welche auf thore zu besetzen haben. den Ruf der Feuergloche die 7 Stadt- 1389 Januar 26. [1] Dise hie nochgeschriben personen sollent an die porte an Steinstrosze gon, wenne man die fürglocke lütet. und sollent mit namen dar an höbtlüte sin: her 268 1389 Burckart von Mülnheim, Hans Berlin und Werlin Schöpfelin, dar zu sollen! die cun- stofeler sant Peter an die selbe porte schicken: hern Burckartz sun von Miilnheim den jungeste, Schmasman Maler und Peter von Dürningen. so sollen! die selben cunstofeler sant Peter uff denselben turn geben: Reinbolt Swarber und Blümenöwe. do zu an die selbe porte sollen! die brotbecker, die snider und goltsmide und schil- tere ie daz antwerck 10 wol gewaffente man geben und von den drin antwercken sol ie daz antwerck von sinen 10 man einen uff den turn geben und sollen! von den antwercken daz dirteteil schützen sin. [2] Dise hie noch geschriben personen sollen! an die porte zu Kronenburg gon wenne man die fürglocke lotet und sollen! mit namen dar an höbtlüte sin: her Jo- hans von Bulach, her Hug Dütscheman und Rülman Voitze, dar zu sollen! die cunstofeler sant Peter an die selbe porte schicken : hern Rülman Swarber, Peter Swarber den langen und Reinbolt Suszen. und sollen! die selben cunstofeler uff den turn schicken: Hügelin von Künheim und Peter Böllelin. do zu an die selbe porte sollen! schicken die tücher 15 man, die winrüffer und winmesser 10 man und die vaszzieher 5 man alle wol erzüget und bereit, do sollen! die selben drü antwerck von den ege- nanten Iren mannen iegeliches einen man uff den turn Kronenburg schicken und sollen! von den antwercken daz dirteteil schützen sin. [3] Dise hie nochgeschriben personen sollen! an die porte an den Wiszenturn under Wagener gen, wenne man die fürglocke lütet und süllent mit namen daran höbtlüte sin: her Heitze Otte Friderich, Berchtolt von Roszheim und Ulrich Gosze. die cunstofeler an der Oberstrosze a schicken hern Johans von Kagenecke und Reinbolt Völtsche und uff den turn Claus Gnipping.die cunstofeler sant Thoman: Pauwelin Mosung und Walther von Mülnheim des burggrafen sun und uff den turn Hügelin Rippelin. ... die drü antwerck: kürsenere, gerwere und kistenere ie daz antwerck 10 man wol gewaffente \weiter wie oben.] [4] An Spittoltor: .höbtlüte: Wetzel Reinholt Spender, b her Claus von Heilgenstein und Lienhart Smit der saltzmitter. ... die cunstofeler sant Niclause Hesse Pfaffenlap, Claus sun zur Megede, Klobelöchelin und Götze von Heilgenstein und uff den turn Wolkesheim und Hügelin von Heilgenstein. . . . die zwey antwerck: würte und smide ie daz antwerck 15 man \weiter wie oben]. [5] An Metzigertor: . . . höbtlüte: her Reinbolt Hüffelin der eilter, Cüntze Lentzelin und Wilhelm Rotschilt. ... die cunstofeler in Spettergasze: Zörnelin von Bulach, Berwig Rotenburg, Henselin Bertschin und Thoman zur Megede.die cunstofeler am Holwige: Bulin Lentzelin den eiltern und Werlin Leiterberg. ... die zwey antwerck: die metziger und die küffer ie daz antwerck 15 man etc. [6] An santSteffans tor: ... höbtlüte: her Johans von Kagenecke am Holwige; her Johans Ulrich, Peter Bock und Hans Lumbart.die cunstofeler zu Mülstein: Gosz Sturm von Bütenheim, Swenninger den eiltern Wolfhelm Bock und Rosenberg von Mülnheim und uff den turn Claus Bühsener, Heitzeman Vegers- heim und Erwin (?) .... die kremere 10 man und die schüchsütere 20 man etc. a) heutige Langstraße. b) übergeschrieben über den ausgestrichenen Namen; her Thoman von Endingen. 5 10 15 20 25 30 35 40 [7] An Ruwerinporte: .... höbtliite: her Hansen Götze von Grostein, Claus Mansze und Hanseman Peyer.die cunstofeler vor dem Münster: Rein- bolt Schiltikeim a , Symunt Wetzel, Hans von Mülnheim von Rainstein, Eberlin Cristion, Werlin Störckelin, Obrecht Howenstein und Hans Heinrich von Girbaden .... die drü antwerck : winsticher, innrer und zimberlüte ie daz antwerck 10 man wol erzügeter und bereiteter lute, so sollent bader und scherer daz antwerck und die weher die zwei antwerck ie daz antwerck 5 man schicken an die porte an Judentum etc. Actum feria tertia ante diem purificationis beate virginis Marie anno etc. 89 ipsa die, do wart Rrümot die stat von grofe Emiche von Einingen irme herren verreten- lich verroten und hin geben. 1 [Auf dem Rande ] man sol Spittoltor vermuren und Spittolbrucke abe werfen, die brücke an den Hunden sol man ab werben, den steck zu Vinckewilre sol man ab werben. [In verso ] Wer an die porten sol gen in der herren kriege anno 1389. Str. St. A. G. U. P. lad. 55/56 n. 3. eonc. ch. (lange zusammengenähte Papierrolle.) 510. Johans der wisze Zorn der Meister und Rat von Strassburg an die rheinischen Rundesstädte: . Mainz, Worms, Speier, Frankfurt u. s. w. teilen mit, daz Emich grafe zu Leyningen und die sinen Johans Bocke und Peter Museier unsern bürgern ire bürg und vesten, die sie in der stat zu Brümat 2 ligende hettent und ouch ire teile, die sie hettent an der stat zu Brumat angewunnen .... und die iren gefangen baut . . und das alles obwohl er früher persönlich sowohl zu Strassburg, wie auf dem Städtetage zu Speier versichert habe, dass er nie etwas gegen die Bundesstädte unternehmen und sich in dem Kriege zwischen Herren und Städten neutral halten wolle. Desshalb mahnen sie jetzt alle Städte zu Widersage und Angrib auf Emicho von Leiningen. datum feria quarta post diem scte Agnete virginis anno 1389. 1889 Januar 27. Frankfurt. Stadt A. Copialb. VII a . nr. 392. cop. coaev. 511. Beschwerde Johans von Lichtenberg gegen die Stadt Straßburg. [1389], Dis ist die vorderunge, die ich Johans von Liehtenberg an die stat von Strosz- burg habe. Zum ersten, das sü mir min lute abe empfohent und haut empfangen zu bürgern dise mit namen: Diether und Smicker von Nuwewilre, Hans Gerhart von Ingewilr, Cünczen den vogt von Rufach, Ychenheim, Pritsche, Köshirner den schultheiss von Nuwilre und sine kint und vil andere, so sint doch dise vorgeschritten über 60,000 güldin riebe gewesen ane andere. a) übergeschr. für den ausgestr. Claus Lappe. 1 Vgl. nr. 510 den Brief Straßburgs an die rhein. Städte. 2 Vgl. Hegel, Königsh. II 847. — Janssen, B.-K. I, 3. 270 1389 Item so vorder ich den schaden, der mir in dem kriege geschehen ist zwi'ischent herren und stetten, das sü geschähet haut, das es mir geschehen ist über das sü mir versprochen haut, das es nüt sin solte mit rehten fürworten, das schat mir minen mannen dienern und luten über 40,000 güldin. Item so haut sü mir Brümat bürg und stat minen teil gebrochen, das seliat mir 5 10,000 güldin und me. Item so sint sü mir schuldig 500 güldin und 117 pinnt pfennige. Item so haut sie mir einen gefangen genummen Heinrich Kämmerer, zu dem ich reht hette, der gab in 700 güldin. und müste ich 50 güldin zu atze bezalen, den sine knehte verzertent. und wart mir nützit von dem gefangen. io Item so müste ich dem von Fleckenstein keren 120 ft. und schatte mir me denne 40 U. dar zu über das, das ich es ime nüt schuldig was zu kerende mit keime rehten. Item so müste ich vür Klein Hug von Brümot geben 252 güldin, des ich mit dem rehten nützit schuldig was. und wart darumbe geschetzet, das ich es müste is geben, das ouch küntlich ist für denselben Klein Hug. Item so ist man mir in der stat schuldig 200 marg silbers, des ich güte briefe habe, die sie mir ouch nit wellent loszen werden. Item so het min herre von Stroszburg vür mich gebotten, das sü mir min schulde gebeut, die man mir in der stat schuldig ist, so wolte ich in alle ire schulde, die 20 ich in die stat schuldig bin bezalen und alle verkofte gesatten gülten. do wolte ich sie bewiset han, das min herre und sin rot gesehen hettent, das sü alle jore ire gülten genommen hettent uff dem mime, des sint sü mir uszgangen und hant mich darüber angriffen und mich geschediget vaste und lüte, die [ich] under mir sitzende habe in minen gerihten, die anderre herren sint, die hant sie dün sweren usser mir 25 zü ziehende oder aber sü wellent in nemen, das sü hant und mine lüte, die in ander herren gerihte sitzent, die hant sie anegriffen vür anderre herren, do sü sitzent und wellent in nützit wider geben und bütent und verköffent das und hant mich ge- trenget und trengent mich von minen gerihten, rehten und lüten wider die fryheit und reht, die ich von keysern und kunigen habe in manigerleye weg, des ich wandel 30 beger, obe es mir geschehen mag. [1389 .] 1 Str. St. A. A.A. 112. cop. ch. eoaev. 512 . Straßburg an die rheinischen Bundessiädte .- berichtet ausführlich Hier die Entstehung der Feindschaft mit Emicho von Leiningen . 2 1389 Februar 5. Johans der wisze Zorn, der meister und der rat von Strazburg einbieten etc. etc. 80 .zu den ziten, als der krieg zü leste zwischen! fürsten, herren und steten wider angefangen waz, kam der edel juncher Emich grafe zü Lyningen gein Spire 1 Dies Stück ist hier im Anschluß an den Brumater Vorfall eingereiht , obwohl wahrscheinlich dem Ausgang des Jahres 1389 oder Anfang 90 angehörend. 2 Vgl. Hegel, Königsh. II, 847. 40 1389 271 zu gemeiner stelle unsers bundes an dem Rine erbern bellen, die ouch allesament zügegin warent, und sprach, er wolle sie nute schädigen dis kriegis und bat gemeiner stette bellen und die unsern, daz sie sin, siner dorffer und siner lute, die er mit dem hertzoge gemeine helle, schonen wollent, wenne er darumbe grosz gut ubersehe, 5 daz yine von den herren wurde, ehe er ir helffer werden wolle, darumbe wart yme geantwortet, alse daz dieselben erbern botten wol wiszent. darnach kam er zu uns gen Strazburg im unsere heymeliche rete und rette die vorgenante rete zu uns selber und bat uns glicherwise ouch also und sprach: «ich bin und wil sin uwer guter nachgebüre, wände myn vatter selgen allewegent mit den stellen gewesen ist» 10 der rede yme ouch eyn fruntliche antwürte wart, daz in wol begnügete. darnach reit er geyn Brümat und lut do zu sinem essende uff den heilegen wihenachtdag die besten und erbersten edel und einteil unedel, der ein teil sine man und unsere stelle bürgere sint, uff sine festen Brümat und mit mannen, darzö Johans Bocke unsern burger, der ouch einen teil helle an der andern festen, die zu Brümat ynne stünt, >d und an dem halben teile der stelle zu Brümat und det es in wol mit siner koste, und noch dem essende sprach er zu yn: «sehen!, haben! keine not, ich wil by uch sien, wenne es not düt, kummet uch utzit an, so bewarent uch selber wol in diesem slosse und flohen! und kumment selber uff dise myne vesten und behüten! uwer selbig gut. doch zuge der hertzoge mit einem volke her, also balde ich daz befinde, so wil ich selber zu uch kommen mit 20 spieszen odir me und wil uch helffen dis slosz behüten, daz ir keine not dürften! haben». 1 daruff da lehente er umbe Bocken, Hans und Peter Museier unsere bürgere, der die ander vesten an der stat waz, und der ouch die halbe stat waz, ein teil ire büssen abe irre vesten, uff daz sie yme wol getruwetent, die sie ime ouch luhent. darnoch an dem andern tage da luden! 25 die erbern lute, die grofe Emich vor geladen bette, denselben grafe Endchen dagegen wider uf ire dringstübe und as und trang er da bi in. und nach dem essende da rette grafe Emich zu den erbern luten dieselben wort, die er vormals uf syme huse zu in gered bette, daz sie ime sollen! wol getruwen und keinen zwifel daran haben, er wolle lip und gut in laszen. uf daz reit er von den erbern luten, die ime libes 30 und gutes wol getruwetent, und ist nü uf den nehsten dinstdag noch samt Paulus dage alse er bekert wart verretenliche und [mit] bösem uffsatze binden an zü siner vesten zü Brümat in geritten und brohte mit! yme wol uf 1000 glefen, die er durch sin teil inlies, und het sinen teil der stelle und der vorgenanten bürgere bürg und ir teil der stette verretenliche ingenommen und die edel lute und erber lute, ein teil 35 sinre manne, sine dienere und unsere bürgere und sine und unsere bürgere eigenlude verretenliche verroten, sie gefangen, ir gut genommen und in ire wibe und kinde ge- notzoget. und alse daz uf mitten dag geschach darnoch zü obende, alrerst da wider- seit er und etliche die sinen uns mit Iren briefen. und an dem andern tage darnach da reit der barst bi unser stat uff eine mile weges odir etwaz noher und brantent 40 da wol den halben teil an vier dorffern oder fünften, die also wol dem riebe und dem bistüme von Strazburg zügehorent alse uns 1 , da ritent der unsirn etzwie ma- 1 Dörfer des Kochersbergers .Comitat » cf. Fritz , Territorium des Bistums Straßburg S. 14 ff. Decbr. 23. Jan. 26. VI. 35 272 1389 niger uffe daz velt ane urlop der, die über den krieg gesetzet sint, und viengent der vigende drie reiseger knehte und erstochent einen und noment in ire habe, und koment ouch die vigende dar affter nit me dar, wände wir uns dagegen krefftekliche Febr. f stelletent. darnach uff unser frowen obent der lichtmes da verbrante die stat Brumat, daz die, die dar inne warent, darvon müstent entwichen, alse balde wir daz befundent, da santent wir die unsern dahin und datent die stat volles gerwe ver- burnen. so haut wir darnach an dem dritten tage unsere dienere und darzu einen groszen harst von zimberluten und mörern gein Brumat geschicket, die die muren der vesten und der stette zu Brumat nider gesellet, zerslöffet und zerbrochen habent. und darumb so manent wir uch mit diesem briete, daz ir denselben grefe Emich alle sine lute und die sinen vurderliehe angriffent und schadegent, so ir beste mögent und ouch do mit tunt, alse wir uch gemanet haut und alse daz uwer und unserre verbuntnusze wiset. und dez zu einem urkunde, so ist unserre stette ingesigel zu rucken uff diesen brieff getrucket. datum die beate virginis Agathe anno 1389. Frankf. St. A. Copialb. VII a . fol. 119/20 nr. 393. Gedr. Janssen, E.-K. I, 30 nr. 76. 513 . Straßburger Gesandteninstruction betreffend: Sperrung der Wege von Bagsburg, die Gefangenen, Bündnis mit dem Erzbischof von Mainz, Mahnung der Grafen von Nassau, Einfall im, AlbrechtstJial, die Juden, Verbrennung der Dagsburger Dörfer, Stauffenberg, Kloster Dorolzheim. [1389 MürslApril.] Wir sollen! mit Schönmanszen reden und ime beleihen, daz er sich anneme, wie die wege, also man von Bagsburg 1 vert, verteilet werden mügent, und daz man ein hotten zu jungher Volmar von Geroltzecke sende, daz er ein diener her in sende, der die kuntschaft aller hast weisz und ouch den Diitseheman besende und daz die zu sammen sitzent und gedenckent, wie es geschehe. Man sol den fünfzehen vürlegen von des von Bulach huses und der von Stouffen- berg wegen, mag man vinden, daz den unsern, die do gefangen sint, ein zil werde und daz wir den, die wir gefangen hant, ouch ein zil gebent, daz süllent wir uffnemen, doch ein kurcz zil mag ouch den, die zu Brumat gefangen wurdent, ouch zil werden, daz sol unser gut wille sin. und sol man ouch under unsern gefangen einem oder zwenen zil geben, die daz werbent, doch sol uns der gefangen von Brumat sache nit angon. Item von des byschofes wegen von Mentze: ist es do, daz die stette unsere bunt- genoszen die früntschaft mit dem byschofe von Mentze uff nement in der inosze, alz uns unser erber hotten die selbe sache geseit hant, so süllent wir es mit in uffnemen und es loszen dar gon, alz es darumbe geret ist. und süllent wir ouch danne unser anzal darzu gen und tun, alz uns darumbe an gebürt. Unser erber hotten süllent ouch mit den von Mentze reden von der manunge wegen, also grofe Johans von Nassowe uns stette gemanet het zu hinderste, daz wir 1 Denn Emicho von Leiningen war Besitzer von Dagsburg. Vgl. Fritz, Territorium S. 37 ff. — Strobel 11, 422. — Hegel, Königsh. 11, 449ff. io 15 20 25 30 35 40 1389 273 unser glefen nit sicher gen Sygen bringen mögen und daz wir zu disen ziten mit gröszern unmuszen beladen sint, danne sine sint, doch so wellent wir ime alle wegent dün, waz wir ime von rehtes wegen dun sollent. [Gedenkent von solicher warnunge wegen, alz die von Hagenowe, die von Gerlin- 5 gesdorfz wegen von der von Sletzstat Warnungen wegen und obe die vigende in Obrehtztal koment, obe wir darzu ziehen wollen! und ouch von der von Obern- Ehenheim wegen von Gerhard Püntels wegen.] 1 Gedenkent wie man vürbasz mit den juden tun wir . . . Man sol dem Dutscheman verkünden von einer zweier] 1 , io Man sol vürderliche, so men erste mag, die dörffer, die ander Dagesburg ligent, verburnen mit namen: Ubersorne, Himbreht und Walstette und die gebaren do inne vollen. Von Stöffenberg wegen, alz der jungher Klobelouch gesell bette, sol man beiten, bitz daz man gesiht, wie es umb das volk gange, also man meint, daz man in dis 15 lant ziehen welle, doch sol man ime heimlihe befehlen dem gezug darzu zu machende. Gedenkent von des closters wegen Doroltzheim, alz der cometur gevordert bette, daz man ime erloube zu werbende, daz daz dosier stille sitze disen krieg. Str. St. A. V. C. 6. 23. conc. ch. 514- Herzog Johann von Lothringen beurkundet, dass er den ihm durch Hein- 20 rieh von Zweibrücken verpfändeten Teil der Burg Herrenstein gegen Zahlung von 200 Gulden jederzeit wieder berausgeben wolle. des nehesten mentages nach unser fröwen lichtmessetage anno 1389. 1389 Februar 8. Str. St. A. V. C. G. K. 30 t>. cop. ch. coaev. Herrensteinbüchel. 515. Die schwäbischen Städte (unter dem Siegel von Rottenburg) an Strassburg: 25 fürsichtigen etc. als wir ietzo ze Mergenthain aber uf ainem tag gewesen sien, da kunnen iuch iuwer güten frunde und erbern hotten, die bi uns uf dem selben tag gewesen sind, wol gesagen, wie unsers herren des römischen kunigs rate ainen andern tag zwischen den fürsten herren und iuch und uns beredet und gemache! hant gen Babenberg uf den sunnentag ze miterfasten als man singet Letare, dar zu März 28 . 30 unser herre der römische kunig selb körnen sol. . . . Sie bitten Boten, besonders die jetzt auf dem Tage waren, mit ganzer Vollmacht zu senden. geben an sunnentag vor kathedra Petri anno etc. 1389. 1389 Februar 21. 6. U. P. lad. 48/49 C. fase. 4. or. ch. lit. cl. 516 Nürnberg an die rheinischen Städte: sie sollen zum 28. März den Tag zu 35 Bamberg beschicken, der nach einer auf der Heimreise von Mergentheim zwischen 1 In der Vorlage durchgestrichen. Städteboten und Fürsten getroffenen Abrede im Notfälle auch ohne den König abgehalten werden soll. datum feria 4 in die scti Mathie apostoli. 1389 Februar 24. Str. St. A. G. D. P. lad. 48/49 C. cop. ch. mit Versendungsschnitten. Gedr. D. B. A. II, nr. 58. 517- Herzog Stephan von Baiern und seine Verbündeten erteilen den Städten einen Geleitsbrief für den Tag zu Bamberg am 28 März. datum Mergentheim sabbato post Petri cathedram. Mergentheim 1389 Februar 27. Str. St. A. G. ü. P. lad. 48/49 C. fase. 4. or. ch. Gedruckt D. B. A. II, nr. 59. 518. Johannes Weisszorn der Meister und der Rat der Stadt Strassburg als Inhaber der Unterstadt Rappoltsweiler 1 versprechen, dass mit der Oberstadt Rappoltsweiler Friede gehalten werden soll. geben den ersten samestdage vor dem sunen- tage . . . Invocavit 1389. 1389 März 6. Orig, nicht mehr vorhanden. Gedr. Schöpflin, Als. dipl. II, 285 und danach Bapp. Urkb. II, nr. 308. 519. Markgraf Bernhard zu Baden an Strassburg: bittet seinen armen Mann Döldlin Süszman Bürger zu Beinheim frei zu lassen, der gefangen sei, weil er einer Frau «luterlich um gotz willen» einen Sack mit Zimmt in das Ried geführt habe. datum Eberstein feria tertia post Invocavit anno 89. Eberstein 1389 März 9. Str. St. A. AA. 84. or. ch. I. cl. Beg. d. Markgr. v. B. nr. 1468. 520. König Wenzel an die schwäbischen, rheinischen, wetterauischen, fränkischen und bairischen Bundesstädte: beruft ihre Bevollmächtigten auf den 28 März zu sich auf einen Tag nach Eger. geben zu Prag des mitwuchen vor sant Gregorii tag regn. hob. 26 rom. 13. Prag 1389 März 10. Aus Nürnb. A. Konserv. cod. 278 fol 79 *>. cop. ch. coaev. Gedr. D. M. A. II, nr. 63 . 521. Mainz an Graf Johann zu Sponheim: bittet das versprochene Geleit der rheinischen Städteboten nach Bamberg am 23 März abends in Mainz zu übernehmen und Straßburg und andern oberrheinischen Städten dies anzuzeigen. [1389] März 11. Unsern dienst bevor und waz wir gutes vermügent. lieber herre. alse ir Heinrich zürn Jungen und Jacop Medetrost unsgrn rätgesellen geschriben hant der rinischen 10 15 20 25 30 1 Vgl. Hegel, Königsh. 11, 683. 1389 275 stette fründe zu geleiten gen Babemberg uf den dag zu mitterfasten von unsere herren März ss. des römeschen Königes wegen und daz man ücli läsze wiszen, uf welichen dag ir darumbe bi uns kommen süllent, daz ir öch darnoch wiszent zu rihten, läszen wir üch wiszen, daz unser meinunge darumbe ist, obe ez üch anders wol gesellet, daz ir 5 bestellen^ wie ir truwent, daz aller sicherste sin muge, daz der von Strazburg und andere unsere eitgenoszen der rinschen stette fründe uf den zinstdage zu obende März 23. allernehste nach dem sunnentage Oculi, daz ist von nü zinstage nebst kommet über aht dage bi uns in unser stat sin und daz man danne uf den mittewochen darnach März 24. frage mitenander zu dem dage gein Babemberg rittent. und dis hettent wir gerne io unsern eitgenoszen den obern stetten verschriben, danne daz wir besorgetent, daz unsere briefe sicherlich unufgebrochen nit geantwurtet noch zu kommen mühten, darumbe bittent wir uch fliszeklich, daz ir disen unsern eitgenoszen den obern stetten verschriben wellent, daz sie sich darnoch wiszent zu rihten und daz ir üch ouch durch unsern willen darzh fugen wellent, daz ir uf dieselbe zit selber bi uns sin 15 wellent. und beduhte üch üt anders, daz mügent ir uns wider verschriben. und bittent üch, daz ir über disen uwern dienern nit zürnen wellent, wanne wir jn vor unmüszen nit e gevertigen mohtent danne uf hüte zii naht. datum feria quinta ante domin- cam Beminiscere. Burgermeistere und rat zu Mentze. 20 Str. St. A. G. D. P. lad. 48)49 C. cop. ch. coaev. 522. Geleitsbrief Herzog Ruprecht des altern für die Städteboten Slraßburgs und der oberrheinischen Städte zum Bamberger Tage. Mannheim 1389 März 13. Von hertzoge Büprecht dem eitern. Allen unsere höbtlüte, amptlüte, dienere, helf- fere und undertanen. wir heiszent üch ernstliche, daz ir der stette von Strazburg, von 25 Hagenawe und von Wiszenburg fründe, die Martin von Hirtzberg unser diener oder ein ander unser diener, den Heinrich Eckebreht unser amptmann zu Zweinbrücken darzü schicket, herabe für et gen Spire uf fritdag oder uf samestdag nebst kommet 20 . herabe zu riten gen Spire und vürbaz uf den dag gen Babemberg zu ritende, den unsers herren dez Königes fründe dar gemachet habent zwischent fürsten und stetten 30 uf halpfasten nebst kommet, sicher läszent vürfaren ungehindert, wanne es also ge- redt ist, daz wir sie herabe geleiten süllent zu dem obgenanten dage. die selben stettefründe süllert öch uns und den unsern uf demselben ritde keinen schaden zü- fügen. so süllent die unsern, die sie geleitent, vor den stetten und den iren öch sicher sin uf und abe. urkunde dis briefes versigelt mit unserm ufgedruckent ingesigel. 35 datum Manneheim sabbato post dominicam Invocavit anno ... 89. 1 Str. St. A. G. D. P. lad. 48(49 C. cop. ch. coaev. Gedr. D. B. A. II, nr. 65. 523 Speier an Strassburg, Hagenau, Weissenburg und die andern obern Städte im Eisass: bittet den ihnen von Pfalzgraf Ruprecht I zum Besuche des Bamberger 276 1389 Tages gestellten Geleitsmann Martin von Hirtzberg sicher durch ihr Gebiet, reisen zu lassen. datum dominica Reminiscere anno ... 89. 1389 März 11. Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 C. cop. ch. coaev. Gedr. D. B. A. II, nr. 66 nach Wenckers Excerpten. 524 . Graf Johann von Sponheim an Straßburg: betreffend das Geleit mm 5 Bamberger Tage. Sennern (?) [1389 März 13.] Erbern wisen minen früntlichen dienst vorgeschriben. ich sende üch einen briet, alse mir die burgermeistere und rat von Mentze geschriben hant. nu habe ich minem herren dem hertzogen dem alten geschriben, daz er bestelle, daz ir und die andern stette sicher geleitet werdent, daz ir sicher gen Spire Komment, da ir mich vinden 10 März st. werdent uf dem sunnentag Oculi und mit üch vürbaz zu ritende, alse ir in dem briete wol sehent, den ich uch hie mit sende, 1 den mir die erbern wisen lute burgermeister und rat von Mentze gesamt hant. datum Sennern an mentdage nach Reminiscere. Johan grafe zu Spanheim der junge. Str. St. A. G. D. P. lad. 48/49 C. or. ch. I. cl. 15 525 . Johann von Lichtenberg an seine Verwandten: hat als Bürger von Straßburg und gemäß dem bestehenden Burgfrieden den Straßburgern in Burg Ilerren- stein Schutz gewahrt. 1389 März 21. Die edeln mine swagere Ranneman und Symunt genant Wecker, graven von Zweinbrücken und herren zu Ritsch, lasze ich, Johans herre zu Liehtemberg, 20 wissen, daz die von Straszburg, der burger ich bin, an mich gemutet und mich ge- betten baut, sü zu enthaltende zu Herrenstein wider die hochgebornen fürsten hertzog Steffan, hertzog Friderich und hertzog Johans von Peyern und alle ire helltere, daz ich ouch getan habe in aller der maszen, als unser burgfride brieff wiset und hant ouch mit eiden und mit entheltnuszgelte und mit armbrusten getan, waz su tun 25 s&llent, als unser burgfridebrieff wiset. dis üch zu verkündende, so habe ich zii ur- künde min ingesigel an disen offen brieff zu ende dirre geschrift getrücket. datum feria quarta post dominicam Oculi anno domini 1389. Str. St. A. Y. C. G. K. 30. cop. ch. eoaev. 526 . Gedächtniszettel für eine Unterhandlung mit Bischof Friedrich von 30 Straßburg. [1389?] Gedehtnisze. Zum ersten so sol man mit unserme herren dem bischofe reden und ime sagen, daz rede by uns sy, daz er uns kriegen welle, so sage man ime lihte, daz wir in kriegen wellen, daz er uns do lüterliche sage, waz do von sins willen sy, waz er 35 l Vgl. oben nr. 521 den Brief vom 11 März. 1389 277 uns denne ouch darumbe froget, daz wellent wir ime ouch lüterliche sagen, und sol sine meinunge verhören und daz her nider bringen. Darnoch so sol man an in vordem, daz er uns in sin sloszen du in und usz loszen und sol man daruff die abegesehrift des buntbriefes unser botten mit in kuren 5 und sol man ime den artikel dun vorlesen, wie er uns verbunden ist usz und in zu loszende. darnoch so sol man an in vordem, daz er heisze und schaffe daz herr Burckart Humbel uns swere, alz der buntbrief stat. Darnoch so sol man ime den brief zögen, den er uns verschieben bet von her Johannes von Prussen wegen, und sol man sich entschuldigen, daz wir nit geret 10 habent, also ime die sinen geseit hant und der brief stat. Wenne ouch alle dinge geret werdent, so sollent unser erber botten des bischofes rete zwene oder drie an ein ende nemen und in den brief zögen, den uns der graf von Sanegansz verschriben bet und der rot nemmen, ehe wir den brief unserme lierren zögen sollen. i5 Scheidet man frimtlich von unserme herren dem bischofe, so sol man ime tugent- liche sagen, wie die von Bitsche Schoenmanszen unsern burger angegriffen hant; scheidet man aber mit ungetonen von ime, so sol man ime nutschit sagen. Item von Claus wegen von Heiligenstein. Sr. St. A. AA. 1416. cone. ch. so 527. König Wenzel erklärt, dass der königliche Geleitsbrief, den er den rheinischen und schwäbischen etc. Städten zu dem von seinen Boten zu Mergenthein auf den 28 März nach Bamberg ausgeschriebenen Tage erteilt habe, seine volle Kraft behalten solle für die Reise nach Eger, wohin er für den 21 April den Tag verlegt habe. geben zum Burglins des fritags vor dem sunnetag Judica anno regn. hob. 26 26 rom. 13. Bürglitz 1389 April 2. Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 C. cop. ch. coaev. Gedr. B. B. A. II, nr. 70 nach Nürnb. Copie. 52!!. König Wenzel an die schwäbischen, elsässischen, rheinischen, wet- terauischen etc. Städte: gebietet, dass sie von ihren Bünden ablassen, sich nur an ao ihn und das Reich halten und dem Egerer Landfrieden beitreten. gebin ze Eger an s. Sigmunds tag a. d. etc. 89. Eger 1389 Mai 1. FranVf. St. A. Kop. B. Landfrieden. Gedr. B. B. A. II, nr. 76. 529. Johans von Stille, Oertelin Mansze und Herr Wilhelm ein Altammanmeister, « als Gesandte auf dem Tage zu Eger an ihre Stadt Strassburg: berichten über die dort stattfindenden Verhandlungen und zählen die anwesenden Fürsten und Herren auf. besigelt mit herrn Wilhelms ingesigel, geben zu Eger an dez heiligen crützes dage. Eger 1389 Mai 3. Str. St. A. AA. 111. cop. ch. coaev. 40 Gedr. Wencker, de ußburg. S. 145. Gedr. B. B. A. II, nr. 88. 278 1389 530. König Wenzels Landfriede, geschlossen zu Eger auf 6 Jahre, also bis 5 Mai 1395. geben zu Eger . . . 1389 des mitwochen noch s. Philippcs und s. Jacobs tag der czwelf'boten regn. hob. 26 rom. 13. Eger 1389 Mai ß. Str. St. A. AA. 106. cop. ch coaev Gedruckt. D. R. A. II, nr. 72. nach dem Münchener Original. — Ebenda nr. 74. Teilbrief 5 für den Landfriedensbezirk am Rhein vom 5 Juni 89 und nr. 75 Teilbrief für das Elsaß, Straßburg etc. vom 21 Eec. 89. 531. Bemerkungen und vor geschlagene Zusätze zu den Artikeln des Landfriedens von Eger seitens der rheinischen Bundesstädte. [1389 Mai.] Zum ersten so ist der stette meynunge uff den zehenden artikel des lantfriden, 10 der da saget, ob ein krieg zwischen lierren und steten des lantfriden Überstunde, daz man fürsten, herren und stete friheit und gute gewonheit uffneme etc. nu ist zu wissen, daz zu beheltnisse aller fürsten, herren und stete friheit und gute gewonheit diesen artikel und allen andern artikeln dieses lantfriden usgenomen ist und eigentlich geschriben in dem 43 artikele, der da angeet: Auch sol dieser lantfride, der nü zu is einem gemeinen nutze also, daz nit notdorfft ist, daz man den an diesem artikel vorschriebe, als der stette meynunge ist. Item in deine artikel [25] von der pfandunge wegen der angeet: Welre man auch ymand kuntlich redeliche schuld schuldig etc. zu deine artikele mag man setzen: au Item ist yman gulte oder zinze schuldig, die sol man reichen als bizher, bette auch yman briefe darüber, der selbe mag siner brieffe und rechte geniszen. Item artikel [27]: Auch sollen alle closterpaffen und ander geistliche lute etc. derselbe artikele ist begriffen, daz man sie für nymand pfenden sol und ist nicht darin begriffen, ob sie yman icht schuldig weren. darumb darf man nicht darzu setzen. Item der artikel [34] : Auch mag der Obermann des lantfrides in diesen lantfriden nemen unde emphaen etc., derselbe artikel hübet also, daz der oberman, der da fürsten herren und stetten sweren wirdet, mag in den lantfriden nemen, wen vn duncket, der den lantfriden nutze sy etc., wann ez were ein groz hinder- 30 nisse und sumenisse, wann ein fürste, herre, ritter, knechte oder stette in den lantfriden wolde, daz der oberman darumb die andern ahte Lesenden solde. doch mag man den oberman wol underwisen, wie er ez darumbe halten solle. Item der artikel [35.]: Auch sol der gemeine bund der gemeine stette etc. der musz hüben also, daz sie keinen gemeinen bund me machen und daz der gemeine ss bund itzunt abe sy, wann von der gemeinen eynunge und des gemeinen bundes wegen diese kriege in dutschen landen ufferstanden sin und darumb hat unser herre der kunig als ein römischer kunig die eynunge abegenomen und ouch gesetzet, daz der gemein bund abe sy, des yme auch die fürsten und herren gefolget haben und von der eynunge gelassen haben unde auch etwie vil stette den bund auch abege- « lassen haben und durch daz daz allermenglich friede und gnade habe diesen laut- 138 9 279 friden gemachet und uffgesetzet von kuniglicher mechte und wann auch in allen eynungen mit buntnissen eyn römischer kunig und daz riche ussgenomen ist. und darumb hat er auch geboten, daz die eynunge und der gemeyne bund abe sin solle und hat auch geboten und gesatzet diesen lantfrieden. und wer darin körnet und den 5 swort, als er begriffet ist, des oder die sollent gerichtet sin mit allen fürsten graven, herren, rittern und knechten. Item der artikel [37]: Auch sollen alle und yeliche pfalburger etc. derselbe artikel hübet also, wann unser herre der keyser selige darüber ein recht gesetzet hat, daz alle pfalburger sollen abesin und sie nymant me empfaen solle, da widder >» mag oder kan nyman getun. Item [art. 38] von der versworn und verbriveten lute wegen, daz ist von sache wegen darin gesetzet, die daz getan hellen vor datum dieses lantfridens, den unser herre der kunig zu Eger gemachet hat, nach deine datum desselben lantfridens hübet yedaz lant bie sinen guten gewonheiten und rechten. 15 Item der artikel [28]: Were auch daz got nicht enwolle etc. daz ist zu wissen, daz dieser lantfride ist widder raub, mord, brand und unrecht, widdersagen und fahlen, darumb ist nicht noit, daz man recht darzu setze dann, wer daz tede, er were in geselschafftwise oder sust, widder den oder die mustent die, die in diesem lantfriden sin, beholffen sin. 20 Item [art. 44] daz der lantfriede sechs jare slechtes were etc. Item umb den dinst sol man uffsetzen und beschriben etc. Item umb die marke des lanfridens, die sol man auch beczeichen. Item [art. 40] weliche diesen lantfrieden nicht sweren, der vynt ist unser herre der kunig von des römischen richs wegen und alle die, die in diesem lantfrieden 25 sin oder körnen, ez sint fürsten, herren, ritter, knehte oder stelle und widder die sol unser herre der kunig nach des riches rechte und gerichte tun, als recht ist zu tunde widder den, die yme und deme riche ungehorsam sin. also ist man zn Eger davon gescheiden und ist auch verbrieffet und versigelt. Item dieser lantfriede sol den andern lantfriden niht furbaz verbunden sin zu 30 helffen, dann wer in einen andern lantfried verurteilt und verwiset wurde, der sol auch hie verurteilt und verwiset sin und sol man dan dem richten, als ez recht ist. Item der begriff und kreisze des lantfridens der sol anfahen zu Kolmar und bisz gein Wesel und iegwedersyt Rynes 12 mile weges. Item von des dienstes wegen darzu sollen die von Straszburg dienere mit 40 gleven 35 und die andern .... Str. St. A. AA. 111. conc. od. cop. eh. coaev. [Fragment.] Qedr. bis auf die beiden letzten Absätze bei Weneker, de ußburg. S. 147. 532 . Hagenau sendet an Straßburg die Abschrift des folgenden an Weißenburg gerichteten Schreibens der Stadt Wimpfen. datum sabbato post inventiouem scte 40 crucis: [1389 Mai 8 .] Unsern willigen dienst allezit bevor lieben besundern fründe und eitgenoszen. wir läszent üch wiszen, daz jetzent der hertzoge, der bischof von Wirtzeburg und VI. 36 ! i 280 1389 der von Wirtemberg alle drie mit starker mäht sich vür uns und uwere fründe und eitgenoszen die von Heilprunne geslagen haut und schedigent die an iren wingärten und megent in alle ire frühte uffe den eckern abe und fügent in groszen schaden ApHi so. zu. dazselbe ist uns ouch geschehen an dem nehsten dunrestage vor sant Walpurg dag. und sint ouch stercker jetze danne sie noch ie vur sie koment und habent uns ouch unsere fründe die von Heilprunne verschieben und gebeten, daz wir uch das verkünden, daz klagent wir uch alse unsern güten fründen und wiszent üch darnach Mais, zu rihtende. datum feria quarta post inventionem scte crucis. Von dem rate zu Wimphen. Str. St. A. G. D. P. lad. 48/49 C. fase. 4. cop. ch. coaev. 533 . Aufzeichnung der von Eger zurückkehrenden rheinischen Städteboten über die in ihrer Gegenwart gepflogenen Verhandlungen auf den Tagen zu Bamberg (1389 März 28) und zu Eger (April 21). scriptum Miltenberg feria quarta post Jubilate anno 89. Miltenberg 1389 Mai 12. Str. St. A. G. ü. P. lad. 48/49 C. cop. ch. durch viele große Flecken zum Teil unleserlich. Gedr. D. B. A. 11, nr. 91 nach Wencker's Excerpten. 534 . Ulrich Herr von Schwartzenberg an Strassburg: berichtet, dass in seine Gegend Botschaft gekommen sei, dass die Herren und Städte, die zu Eger bei einander waren, von einander geritten seien, und dass weder er noch jemand in seiner Gegend eigentlich wisse, wie sie von einander geschieden seien. datum 1389 feria quinta nocte ante Urbani. 1389 Mai 20. Nach einer i. d. D. B. B. A. II, S. 203 anm. 3 abgedruckten Notiz Wenckers. 535 . Aufzeichnung über die zu Utenheim gepflogenen Verhandlungen wegen ausnahmsweiser Behandlung der Straßburger Erbebürger im Landfrieden. [1389 Mai 26 — Juni 1.] Es ist zu wissinde: alse der lantfride, den unser herre der künnig in disin landen bestalt hat, für den erwirdigen in gotte vettern und herren Adolffe dez heilgen stftls zu Mentze ertzbischof, herren Lamppreht bischof zu Babemberg und dem meister dütsches Ordens in dütschen landen zu Utteinhein beret und übirkommen wart, und alse der artickel von der pfalburgere wegen in demselben lantfridenbriefe begriffin gelesen wart, daz do der fon Stroszburg erbern botten, mit nammen her Heintzze fon Mülnheim, her Johans fon Stille ritter, Örttelin Mansze, Küntzze Müller und Wilhelm Metzziger alter ammeister in geigenwerttikeit der forgnantten herren und der hie noch gescriben der stette erbern botten darzü rettent, daz die stat Stroszburg in dem lande umb sich etteliche burger wonende hettent, die da erbeburger hieszent, die sie von alter herbraht hettent und vordertent und begertent an die vorgnanten herren, daz sü der stat von Stroszburg dieselben ir erbeburgere mit zu gesatzter 5 10 15 20 25 30 35 1389 281 serift in dem vorgescriben artickel der pfalburger behalten woltent, wände öch die selben ir burger den herren, liünder den sie sessint, alse daz herkummen werre, mit zitlieben gewönlichen diensten gegenwärtig und gehorsam werrent. dez antwurttent die vorgenantten herren, daz dez nüt notdürftig were und es och die fon Stroszburg 5 nit bedorftent, daz man sie mit sonderlicher serift in dem lantfridenbriefe von derselben ire erbeburger wegen versorgete, wanne sie an ime selbir daran versorget werrent, und daz es sie nit angienge, die wille es nit pfalburger hieszent noch werrent. und daruf so sworrent die egenantten, der von Stroszburg erbern hotten den lantfriden mit den andern hie nach genant der stette hotten doch mit uszgedingeten io fürwortten, daz die stat Straszburg bi irren erbeburgern hüben solle und wolle, hie bi sint zugegen gewesen und liant daz gehört der stette fründe und erbern hotten, mit nammen, fon Mentzze: Heinrich zum Jungen, Jackop Medetrost; von Wörmes: Jo- han Becker, Henne Dysolf; von Spire: Berhttolt Reimmolt, Hans Fritzze, Hans Pfrum- bäm, Hans Dielen und Cläwes Rinckenberg; von Franckenfurt: Johan von Holtzhusen, 15 Adolf Wisse, Jockob Weibe, Bernhart Nigebür; von Hagenöwe: Ritterbans; von Wis- sinburg: Heinrich von Rehtenbach, Wilhelm Hölderböm ; von Scletzstat: Blopzein ; von Ehheinhein: Niclaus ir stettescriber und vil ander erber lütte, die do zugegen stunden!, alse man den lantfriden swor. Str. St. A. Q. D. P. lad. 271. cop. ch. coaev. (Zettel.) 20 Gedr. Wencker, de ußburg. pg. 162 und darnach D. B. A. 11, nr. 103. Beg. Boos, Worms. Urkb. II, nr. 915. 536 . Erzbischof Adolf von Mainz, Bischof Lamprecht von Bamberg und Deutschordensmeister Siegfried von Veningen entscheiden durch freundliche Sühne die Streitigkeiten zwischen den Pfalzgrafen Ruprecht I und II einerseits und den rheinischen, 25 elsässischen und wetterauischen Städten anderseits und setzen fest, dass die Städte in gewissen Raten und Terminen 60,000 Gulden zahlen sollen. geben am liebsten donnerstage für dem heilgen pfingstage 1389. 1389 Juni 8. Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 B. cop. ch. coaev. Gedr. nach anderer Vorlage D. B. A. II. nr. 106. 1 30 Beg. Koch u. Wille nr. 4857. — Boos, Worms. Urkb. nr. 917. — Janssen, B.-K. nr. 80. — Vgl. Hegel , Königshof. 11, 850, 53. 537 . Basel an Strassburg: erkundigt sieb, was die rheinischen Städte auf dem letzten Tage zu Speier [Mai 26] beschlossen hätten wegen der königlichen «vorderung an gemeine stellt getan», dass sie in den Lantfrieden, den der König, die Kurfürsten, 35 Fürsten und Herren gemacht haben, sich begeben und von dem bunt lassen sollen, datum feria sexta ante penthecostes 1389. 1389 Juni 4. Nach einer in den D. B. A. II. pg. 230 annik. 2. gedruckten Notiz aus Wenckers Ex- cerpten. 1 Vgl. ebenda auch nr. 105. 282 1389 Seplbr. 8. August 16. Juni 6. 538. Aufzeichnung für eine Städtebotenverhandlung in Speier im Anschluß an die Friedensverhandhmgen zu Heidelberg. [1389 (?)] Zum ersten als hertzöge Ruprecht der elter sine botzschafte mit wiszende der stetde frunde zu den fürsten getan hat umb eine stallunge von beidenseiten zu lidende biz uf unser vrauwen tag nativitatis zu nehest und da zuschen uf den ersten tag 5 noch unser vrauwen tag assumptionis zu eime tage zu körnende zu volendenne die einmütekeit zuschen fürsten, herren und stede nach den artikeln, die zu phingesten nehest zu Heidelberg übertragen sint. und wanne dieselbe botzschaft den von Spire verkündet wirt, daz da geschehen sal zuschen hie und von sontage nehest körnet über ahtage, so sollent sie ez furbaz vorderlichen die andern stetde laszen wissen, io und geet dieselbe stallunge fursich, so sullent die stetde zu dem tage darumb ire frunde mit gewalt schicken, were aber die stallunge nit, so sullent der stetde frunde von mitwoche nehest über viertzehen tage, daz ist uf die nehest mitwoche nach dem sontage, da zuschen die vorgenante stallunge abegesaget oder angesaget sol werden, gein Spire mit gewalt körnen den krieg zu bestellen. u. Ouch hant die botden geratslaget, werez daz deheine stad des bundes mit eime deinen Zugriffe anegriffen werde, die sol doch darwider keinen zügriff dun, ez enwere danne, daz sie zu frischer getat daz yr besehutden mohten. wolle aber die selbe stad oder deheine andere stat anegriff dun, daz sol sie vorhin die andern lassen wissen, wie und uff welichen tag sie daz willen haben zu dün, off daz sich die andern 20 stetde darnach versorgen und gerillten mögen mögen, werez aber, daz eine stad groszlichen geschediget werde mit brande, mit name oder mit uberziehen, so mag dieselbe stad zu denselben, die ir solichen schaden dunt, wyder zu griffen und sche- digen und daz auch die andern stetde lassen wissen. Ez ist auch der stetde frunde meynunge, ob sich die sache mit den fürsten wol 25 stiesze, daz doch die stetde den krieg nit anehüben, ez wurde danne von den fürsten oder von den iren anegehoben. Ouch sullent die botden an ire rete bringen und darumb mit vollem gewalt off die vorgeschriben mitwoche gein Spire körnen, ob ez sich mit den fürsten stösset, daz die stetde iren krieg ane funfe, ane syeben oder ane nüne, die darzil nütze und so gut sint, bestellen zu arbeiden und zu driebenne und daz dieselben bienander hüben! an einer stad, der man uberqueme. und sollent auch danne off dieselbe vorgeschriben mitwoche die drute teil der stetde ieglich teil iren heubtman zu Spire haben den krieg zu bestellen. Waz gelt auch ieglich stad nach den rechenungen, die geschehen sint von des 35 bondes wegen usgeben hat, daz sol sie off den nehesten tag gen Spire mit iren frunden beschriben senden rechenunge darumbe zu dünde. Sir . St. A. G-. U. P. lad. 48/49 B. fase. XI. cop. od. conc. eh. 1389 283 539 . Straßburger Gesandteninstruction 1 für einen Tag zu Speier. f1389 vor Juni 24.] Von der rechenunge wegent süllent unsere botten also vaste haben, alz verre su mugent; doch sollen! sü vollen gewalt haben von aller stucke wegen, also von 5 der rechenunge wegen zu tünde und zu loszende, waz su beduncket uns gut und nützlich zu sinde. und waz sü ouch domitte dünt, daz sol uns wol gevallen. und wenne sü von der rechenunge scheiden!, so sollen! sü des ein offen briet vordem ander der von Spire ingesigel versigelt, also daz wir gerwe von in koment. Waz ouch uns angebürt an den 6000 güldin dem bischofe von Mentze zu gebende io und umbe die 25000 güldin nü zu mole mit den rinscben stetten dem hertzogen zu gebende unser anzal, darumbe sollen! unser botten vollen gewalt haben zu den zilen, alz die stette den herren daz gelt geben sollen!. Daz man dem höbtmanne geben sol, daz sollen! unser botten ziehen, so sie neheste mögent. und sollen! gewalt haben unser anzal dar zu zü gebende, also daz 15 man mit nammen kein zol darumbe gemäht werde, und waz wir darzü geben süllent, wurden! wir denne by uns lantfryden machende, daz sol uns noch margzal abe gon, wände wir disem höbtmanne nit lenger geben süllent, danne die wile wir in disem nidern lantfriden sint. Item von'der von Kayserslutern wegen. 20 Item Ortelin Mansze sol sweren alz die andern, die von der nidern stette wegen von des lantfriden wegen swerende werden!. Item von der herren diener oder von der andern wegen, die den stetten zu gebären!, würde do ieman anegriffende, es were umbe braut oder umbe andern schaden, do sol man gedenken, daz der lantfride gemeinlich gegen den beholffen sin söffen. 25 Item von der von Bitsch, von der von Leiningen und der andern herren schatzunge wegen, daz noch in in burgscheften stat, sol man ouch reden. Item von solicher nome wegen, die sider dem pfmgest obende geschehen ist, sol man ouch reden. Wir söffen! zwene erbern botten mit dem Manszen zu disem mole zu dage senden 30 durch daz, daz man alle Sachen desto basz verentwurten und darzü geroden muge. und sol ouch der Mansze zu dem lantfriden sitzen und sweren mit solicher gedinge, alz wir ouch in den lantfriden körnen sint. und süllent unser botten zu disem mole umbe keine sache von unsern wegen zu rehte ston von dem lantfriden. Gedenckent ouch an der von Strazburg schribere, daz den ouch gelonet werde 35 ire arbeit also andern schribern, wände sü me do geschriben hant, denn in keiner stat uff dem Ryne geschriben ist, uszgenummen der schriber zu Spire. Item umbe die pfalburgere, zu dem artickel sol man setzen: «doch sol daz den von Straszburg an iren erbeburgern keinen schaden bringen», und do disen artickel Juni 8. l Die Namen der Straßburger Boten finden sich am Ende der Abrechnung vom 24 Juni. vgl. nr. 541. L84 1389 unser erbern botten vorderten, daz man in solte in den briet schriben, do sprochent die herren, men bedurfte sin nüt, daz solte die von Straszburg anegon. Str. St. A. AA. 111. eonc. od. eop. ch. coaev. Zwischen den einzelnen Notizen oft größere Zwischenräume. Gedr. D. E. A. II. nr. 109. 540. Mainz an Strassburg: mahnt die Stadt, ihren Antheil an der auf dem Tage zu Heidelberg dem Pfalzgrafen Ruprecht versprochenen Geldsumme zu Oppenheim zu zahlen, .... daz kein brest darane an uch sy und auch kein irrunge noch infall Juni 26 . davon entsteen werde und das ir auch mit uwern frunden, die ir bisz samstag nest kommet gein Spir schickende werdend, solich gelt als wir uch fruntlich geluhen han, zu den 6000 guldin, als ir die von Worms, von Spir, von Frankefurt, von Hagenauwe, von Wiszenburg, von Frydeberg, von Geilnhusen, von Ehenheim, von Sletzstat, von Pedersheim und auch wir unserm herren von Meintze gebin und bezalt habin und uwer antzal an den zwolfftehalb hundert guldin, die wir auch dargeluhen han von der swebsehen stete wegen, das yn brest, waz an den 6000 guldin, die auch unserm herren von Meintze bezalt baut, schicken wolent, als uwer fründe wol wissen! und auch uwer antzal, als uch geburet zu gebin zü den drittehalbhundert guldin dem von Solms von siner halbin jargulte wegen, die ym vallen waren in der alten messe zuzchen den zwein unser frauwen tagen nest vergangen, die wir uch auch darzu fruntlich geluhen han, und herzu dun wullent, als wir uch sunderlich wol getruwen. datum ipso die sancti Albani. 1389 Juni 21. Str. St. A. AA. 118. or. eh. 1. el. Vgl. D. E. A. II, 142 Einleitung. 541. UeberSchlagsrechnung über Bundeshosten. 1389 Juni 24. Es ist zü wiszende, daz an den sechs dusent guldin, die man dem byschofe von Mentze geben sol, daz do ie der glefen des bundes, der do sint 400 und 48, gebürt zü gebende 13 guldin anderthalb ort eins guldin und zwen Strassburger pfennige. und bristet den glefen allen an der vorgenanten summen 5 sol. und 4 den. Ouch ist zü wiszende, daz den von Strassburg von irre hundert glefen wegen zü irre anzal daran gebürt zü gebende 13 guldin, 37 1 / 2 guldin 17 sol. one 4 den. Straszburger. Es ist zü wiszende, daz an den 25 guldin, die die rinschen stette dem hertzogen von Peyern geben süllent, do gebürt an der summe ieder glefen, die der rinsche bunt haltet, der do sint 400 und 48 zü gebende 55 */ 2 güldin, ein ort eins guldin und 6 den. Strassburger, do gebürt den von Straszburg an zü gebende von iren hundert glefen zü irre anzal fünf düsent güldin, fünf hundert güldin und 80 güldin. juni 28 . [Des haben! 1 die von Straszburg uff sant Peters und Paulus abent uff eime 5 10 15 20 25 30 35 1 Dieser eingeklammerte Passus ist mit anderer Tinte nachgetragen . 1389 285 dage zu Spire gewert und bezalt eyn vierdeteil der vorgeschriben summe yrre antzal 1395 güldin. Item sollint sie geben uff Michahelis nebst komet in disem jare anno . . 89 septbr.f 9 aber eyn vierteil der vorgenanten summen mit namen 1395 guldin. Item sollint sie geben uff wihenahten auch zenehst die uberigen 2790 flor.] Decbr. ss. Es ist zu wiszende, daz her Örtelin Mansze, Thoman Lentzelin und Kleinbensz Pfaffenlap dise vorgenanten summen uff die egenanten glefen also überslagen und gerechent hant. actum ipsa die nativitatis scti. Johannis baptiste. — und hant 10 sol. den. vür ein güldin gerechent. — anno . . 89. StT. St. A. G. U. P, lad. 48/49 B. fase. XI. eonc . chatt. 542. Die zu Speier versammelten Städteboten von Mainz, Worms, Frankfurt, Speier an Strassburg: da auf dem Tage zu Bamberg durch Ausspruch die von den Städten an die Pfalzgrafen Ruprecht I. und II. zu zahlende Summe von 50000 fl. um 10000 fl. erhöht worden sei, möge Strassburg auch an disem Zuschlag nach Verhältnis 15 beitragen. datum dominico proximo post diem scti. Johannis baptiste sub secreto civitatis Spirensis. [ 138 o Juni 27.] Str. St. A. AA. 112. or. eh. I. cl. c. sig. i. v. impr. Qedr. D. B. A. II, nr. 93. — Beg. Boos, Worms. TJrkb. 11, nr. 919. 543 . Herr Hermann legt vor Meister und Rat Rechnung ab Uber das Frauenhaus. so 1389 Juni 30. Anno domini 1389 feria quarta proxima post diem sanctorum Petri et Pauli apostolorum, da her Heinrich von Mülnheim der junge meister waz, da rechente her Herman uf unserre frowen hus, da zu gegen warent der vorgenant meister und der rat. Da het der vorgenant her Herman ingenommen und empfangen tusent pfunde 25 sybenhundert pfunde 97 lib. 3 sol. und 3 den. Die het er wider gerechent und hübet schuldig zweihundert pfunde 25 lib. 9 sol. minus 2 den. So blibent ime Vorstände von der rebelüte wegen zweihundert pfunde 40 lib. 17 sol. minus 4 den. 30 So blibent ime Vorstände von rocken sehzehen hundert vierteil und 7 vierteil. So blibent ime Vorstände von wine 14 füder. Str. St. A. Y. D. G. 63. B. 46. fol. mb. 544. Die Städte des ehemaligen rheinischen Bundes (also auch Strassburg) an die Reichsstädte, die den Landfrieden mit einander halten in Schwaben: letztere 35 sollen gemäss dem Ausspruche zu Bamberg 30000 Gulden bezahlen als ihren Anteil an der den Pfalzgrafen Ruprecht 1. und II. zuerkannten Summe von 60000 Gulden. •fiv.nw. jVAM.V. ,tL« t t * i'i » , , , i ,V. .'IV.-!.' 1 r 286 1389 datum sub sigillo civitatis Spirensis ex jussu omnium nostrum secunda feria ante diem Marie Magdalene 89. 1389 Juli 19. Ulm. St.-Bibl. cop. eoaev. Gedr. D. II. A. II, 205. nr. 94. — Boos, Wormser Urlcb. II, nr. 920. 545. Herzog Ruprecht der ältere an Strassburg: bau vernomen, daz etwaz stosze s und zweyunge sin zuschen unserm herren von Straszburg und uch. des begern wir und bitten uch mit ernst, daz ir darumb glauben wollen! hern Stiszlaw von der Witemülen lantvogt in Elsasze und Volmar von Wickersheim vogt zu Wiszenburg . . . , waz sie uch von unsern wegen zu disen ziten davon sagende sin . . . datum Heidelberg in die beati Jacobi apostoli anno 1389. Heidelberg 1389 Juli 23. io Str. St. A. AA. 1110. or. ch. I. cl. Hegest D. B. A. II, 231 anmk. 1. nach Wencker's Exeerpt. 546 Die Reichsstädte des Landfriedens in Schwaben an die ehemaligen rheinischen Rundesstädte: letztere sollen gemäss den Verhandlungen zu Ramberg und Eger sie wegen Rezahlung, der in dem Schreiben vom 19 Juli geforderten 30,000 fl. is unbehelligt lassen, die Entrichtung der 1150 fl. aber wird gefördert werden. geben zu Nurenberg ex jussu omnium nostrum in die sabati post Jacobi etc. 89. Nürnberg 1389 Juli 31. Ulm. St.-Bibl. Ulmensia 5557 fol. 17. cop. eoaev. Gedr. D. B. A. II, nr. 95. 20 547. Johans von Stille der Meister und der Rat ^on Strassburg an Graf Heinrich zu Lützelstein: fordert ihn auf unverzüglich ihrer Bürgerin der edlen Frau von Blanckenheim den zugefügten Schaden zu kehren und auch an jeglicher Schädigung und Gefangenahme Strassburger Bürger, wie sie inswischen wieder zu Dunzenheim vorgekommen sein soll, abzulassen. datum sabbato proximo ante diem scti. Lau- 25 rencii anno 1389. 1389 August 7. Str. St. A. AA. 111. cop. ch. eoaev. 548. Johans von Stille der Meister und der Rat von Straßhurg an Bischof Friedrich: wollen in Sachen der Erbebürger ihre Bolen auf den Tag zu Aschaffenburg senden. 1389 August 12. 30 Unserm gnedigen herren von gotz gnaden bisehof Frideriche zu Strazburg em- bieten wir Johans von Stille der meister und der rat von Strazburg unsern dienst, alse unsere erbern hotten bi üch zu Benefeit gewesen sin, alse hant sie uns wol geseit, wie sie von üch sint gescheiden und darumbe, so verkünden! wir üch, daz wir von unserre erbeburgere wegen unsere erbern hotten haben wellen! zu Aschaffen- 25 bürg uf dem lantdage, der nü zü nehste alda wirf, da mügent ir ouch die uwern 1389 287 von uwern wegen haben und wil uns uf demselben lantdage vor den nünen des lantfriden mit rehte von unserre erbeburgere wegen gegen uch wol begnügen, dieselben unsere erbern hotten hant uns ouch wol geseit, wie her Rudolf von Hohenstein uwer vitztum mit in geretde bet von der zweierhundert und zwentzig pfunde pfennige 5 geltes wegen, die wir uf uwerm geistlichen gerihte zu Strazburg hant. und darumbe so kündent wir üch: ist es, daz Hesse Pfaffenlap oder Kleinhenselin sin brüder uns darvür sprechent, daz sie uns dieselben pfennige geben und bezalen wellent untze zu dem zwelften dage nach dem heiligen wihenaht dage, so nü zu nehste hemmet, so wil uns wol da mit begnügen, woltent aber sie des nit tun, so getmwent wir 10 wol, daz herr Jacop uwer ingesigeler uns darumbe halte und tu, alse er uns gesworn bet. datum feria quinta proxima ante diem fest! assumptionis beate virginis anno 1389. Str. St. A. AA. 111. cop. ch. eoaev. 549. Ratsbeschluß, betreffend Abhaltung einer großen Procession und eines Bitt- 15 festes. 1389 September 7. Also unserre herren meister und rot mit der erwirdigen geistlichen herren rot von den stiften und von den örden unserme herren gotte zu lobe eins crützeganges überkomen sint und geordent hant uff disen nehesten samstag zu tünde, do sint sepibr.n. unser herren meister und rot übereinkomen, daz do mengelich uff denselben tag 20 viren sol und kein werg triben, bitz daz der crützegang geschiht. darzü so sol mengelich bescheidenliche götteliche und andehtekliche mit dem heiligen sacramente gon sunderliche die 'man mittenander und darnoch alle frowen und frowesnamen ouch mittenander, und wer darüber unbeseheidenliche ginge oder dehein unbescheiden ding dete, zu dem wellent es meister und rot strengliche und vestekliche rihten und ss rehtvertigen noch den geschihten, also sü drinne ergangen sint. actum et pronun- ciatum feria tertia ante nativitatis beate virginis Marie anno 89. Mengelich sol ouch wiszen, daz an dem fritag legenote alle stifte, kirspel und orden herliche, löbeliche meszen wellent han. und wil ir ieglich teil besunder mit dem heiligen sacramente umbe sine stift, umb sin kirspel und umbe sine örden gon. 30 darzü so wellent uff denselben fritag ieglich orden viere in das münster schieben, meszen darinne zu habende alles unserme herre gotte zu lobe und zu ere und daz er sines zornes gegen uns vergesze. Str. St. A. G. D. P. lad. 20 fase. 18. conc. vel cop. (Zettel.) 550. Johans von Stille der Meister und der Rat zu Strassburg an ihre Boten in ss Aschaffenburg: Markgraf Rudolf hat wegen des Abtes von Selz, ihres Bürgers, nach dem Tage zu Baden noch keine Antwort geschickt. Die Boten sollen auf dem Landtage zu Aschaffenburg, wohin auch der Abt selbst kommen oder jemand schicken werde, ihr bestes in der Sache thun. datum feria quinta ante Mathei. [1389 September 16.] « Str. St. A. G. D. P. 168. or. ch. Reg. d. Markgr. v. B. nr. 1475 VI. 37 Septbr. 7 . Septbr.fO. H 9«a 288 1389 551. Johans von Stille der Meister und der Rat von Strassburg an ihre Gesandten auf dem Landtage zu Aschaffenburg: teilen mit dass Stislaw von der Witenmülen, der seine Bemühungen um Aufhebung der Acht zugesagt habe, seine Briefe einem Manne mit geben will, der gute Kundschaft bei Hofe habe, der auch bei ihnen vorsprechen solle. . . . und darumbe ist ez, daz ir von derselben ähten und Sachen wegen nit bessers underhanden hant, so läszent ir denselben erbern man mit hern Stislaw brieten gen hofe vollefaren; were ez aber, daz ir üt beszers davon wüstent, so mügent ir denselben erbern man wendig machen und in heiszen hüben, doch so süllent ir nit dester minre werben, obe es üch gut beduncket sin an herczoge Ruprecht den eitern von Peygern, an den bischof von Mencze, an den byschof von Bäbemberg und an andere herren und mit namen an die nüne des lantfriden an dem Ryne, daz sie von unsern und der ächte wegen ire ernstliche botschaft tunt an unsern herren den rßmeschen künig in aller der mäszen, alse wir üch öch daz vormals in unserm briefe verschriben hant. und tunt daz beste darinne, alse wir üch daz wol getruwent. da mit tunt ir uns sunderliche liebe. datum vigilia beate Mathei appostoli. [1389] September 20. Str. St. A. AA. 112. or. mb. lit. el. 552. Pfalzgraf Ruprecht der ältere an König Wenzel: bittet der Stadt Straßburg, die nicht wisse, daß und warum sie in der Acht sei, freien Zitg innerhalb des rheinischen Landfriedens zu gestatten oder sie der Acht zu entledigen. Heidelberg [1389 September 27.] Aller durchluchtigster hochgeborner fürste, gnediger herre, unser schuldiger dienst etc. ez hant die von Straszburg ir erbere botsehafft by uns gehabt und hant uns laszen wiszen, wie daz sie auch vernomen haben, daz sie in die ahte sollen gefallen sin, als von Brune von Rapoltstein wegen, davon yn doch nit kuntlich oder wiszentllch sy, daz yn daz ye verkündet oder gemant si[n] worden, als uns ir boten gesagt hant. bitten wir uwer gnade underteniclich, daz uwer gnade versorgen wolle, die wile die von Strasburg auch in dem lantfriden sin, den uwer gnade von uwerm geböte uff dem Rine gemacht hat, daz dann die von Straszburg zu demselben lantfriden sicher wandern und den gesuchen mögen, dar und dannen, wann sie auch helffen muszent den lantfriden zu bestellen und darzu dienen umb uwer, dez riches und des gemeynen landes notdurfft willen, wann uwere gnade selber wol merken mag, daz ez ein notdurft sy dem lande, und ob ez ouch von uwern gnaden sin mochte, daz dann uwere gnade die von Straszburg uz derselben achte, ob sie daryn gefallen weren, wolle heiszen uzlaszen, diewile yn nit kuntlich sy, daz sie darinne sollen körnen sin. und bitten auch uwer gnade, daz uwer gnade den von Straszburg von uwern gnaden eynen offen brieff 1 senden wollen! und uns den selben antwurten, daz sie ir frunde von derselben Sachen wegen sicher zu uwern gnaden besenden mögen; so hoffen sie die Sachen gen uwern gnaden zu verantwurten und für zulegen, 1 Einen solchen Geleitsbrief stellte König Wenzel am 29 October 1389 für die Stadt aus. Vgl. nr. 555. 5 io 15 20 25 30 35 40 1389 280 daz uwer gnade daran solle ein genügen haben, uwere gnedige antwurt wollent uns laszen wider wiszen by disem unserm holden. datum Heidelberg feria secunda ante festum beati Michaelis archangeli. Von uns hertzog Ruprecht dem eitern. 5 Stv. St. A. AA. 107. nr. 58. cop. ch. coaev. stellenweise verwischt und unleserlich. Gedr. Rappoltst. Urkb. II, nr. 313. Regest. Koch und Wille nr. 6735. 553. Johans von Stille der Meister und der Rat von Strassburg an Markgraf Rudolf von Raden: teilen als Vermittler zwischen ihm und ihrem Rürger, dem Abt io von Selz mit, dass letzterer zu einem gütlichen Vergleich und Tagleistung über den streitigen Zehnten im Ried bereit sei und .... bittent üch ernstliche, daz ir und die uwern dem abte daruf sinen zehenden von disem jare keren wellent und uns damit wellent eren in den Worten, daz wir öch dest gerner tun wellent, daz üch dienstlich ist. uwer entwurte embieten uns darumbe wider. datum die beati is Dyonisii anno 1389. 138 o October 9. Str. St. A. AA. 84. cop. ch. coaev. Reg. d. Markgr. v. R. nr. 1478. 554. Strassburg an Mainz, Worms, Speier, Frankfurt über die Zahlung der den Pfalzgrafen zuerkannten Entschädigungssumme: also kundent wir uch, alse ir ouch 20 das selber wol wissen!, dez wir getruwent, daz in der sunen, die zwischen! herren und stetten zugieng, beret wart, daz alle gefangen ledig sin selten!, und, was von brantschatzes oder von gefangenre wegen noch uszestunde dazumale und das verbürget und nit gegeben were, daz das solle abe sin . . . Daher bitten sie dass . . . abeslagen werde daz, das unsere bürgere und die unsern von gefengnusze, von brant- 2 5 Schatzes oder von anderre dinge wegen nach der vorgenanten sunen gegeben hant, und daz ouch ir burgschaft darumbe ledig werde geseit. datum feria 5 ante festum scti Galli. [1389 October 14.] Nach einer i. d. D. R. A. II, 222 Anmk. 2 gedruckten Notiz aus Wencker’s Excerpten. 1 555. König Wenzel erteilt freies Geleit für Gesandte, welche Straßburg in Sachen 30 des Landfriedens oder der Acht zu ihm oder zu Tagen senden wolle. Betlern 1389 October 29. Wir Wenczlaw von gotes gnaden römischer kunig zu allen czeiten merer des reichs und kunig zu Reheim bekennen offenlichen mit disem brief, allein die burgermeister, rate und burger gemeinlichen der stat zu Straspurg in unser und des reichs 35 acht kumen sind und noch frevelichen dorynne bleiben ydoch, wann dieselben von 1 Bort folgten [nach Weizsäcker] fol. 134 noch 4 Schreiben Straßburgs an obige Städte (3 als Regest, 1 in Abschrift), aus denen erhellt, daß um Weihnachten eine weitere [dritte] Rate von 25000 Gulden an Pfalzgraf Ruprecht von den Städten zu zahlen war, daß die Straßburger immer noch dieselbe Klage wie am 14. Oct. 1389 Vorbringen mußten, und daß sie nun von der Summe, zu deren Entrichtung sie 40 verpflichtet waren, ihre selbstgeschätzte Entschädigung abziehen wollten. 290 1389 1390 Januar Straspurg zu volenden den lantfride, den wir nehsten gemailt haben und sich mit uns umb diseiben achte zu vorrichten ir frunde beyde zu uns und ouch uf die tege, als das note sein wirdet, senden müssen, so haben wir durch bete willen des hoch- gebornen Ruprechtes 1 des eitern pfalczgrafen bey Ryn des heiligen reichs erczdrugsess und herezog in Beyrn unsers liben oheimes denselben von Straspurg, die zu uns 5 und zu sulchen legen reyten werden und den Iren, als ofte in des note sein wirdet, sicherheid fride und geleite gegeben und geben in die in craft dicz brives von römischer königlicher mochte zu uns und uf sulche tege zureyten und czu kumen, doselbist zu sein und von dann zureyten sicher leibes und gutes für uns und alle die, die durch unsern willen tun und lassen an geverde von data dicz brives bis >» uff den oberisten tag. und gebiten doruber allen fürsten, geistlichen und werblichen, grafen, freyen herren, dinstluten, rittern, knechten, gmeinscheften der stete, merkt und dorffer und allen andern unsern des reichs und des kunigreichs zu Beheim ge- trewen und undertanen ernstlichen und vesticlichen mit disem brive, das sie die egenanten von Straspurg und die iren, die zu uns und uf suliche tege reyten und 10 kumen werden czwischen hie und dem oberisten tage an iren leiben und guten nicht hindern, irren, angreiffen oder leidigen in dheineweis, als libe in sey unser swere Ungnade zu vermeiden. geben zum Betlern noch Crists geburd dreiczehenhundert jare und dornach in dem neunundachczigisten des freytags vor aller heiligen tag unser reiche des behemischen in dem sibenundczweinczigisten und des römischen in dem 20 virczehendem jaren. Ad mandatum domini regis Jo. Camyn. elect. cancellarius. Str. St. A. AA. 107 nv. 51. or. mb. I. pat. e. sig. i. v. impr. Reg. D. R. A. II, 218 Anmk. 3. — Reg. Koch und Wille nr. 4897. 556. Strassburg an Bürgermeister und Rat zu Eszelingen : . . . wir kündent üch daz der edel herre marggrefe Heszse von Hochberg und wir etwaz miszehelle und Sachen mit enander hant. dar umbe er und wir dage mitenander geleistet hant zu Läre a . uf dem selben dage buttent wir ime reht zu tünde umbe sine anspräche, die er an uns het uf gemeine lüte, also daz er uns dar nach öch reht widerumbe s» dete umbe die anspräche, die wir und unsere bürgere an in hant öch uf gemeine lute, und woltent wir ime daz versichert haben zu tünde vür zwenczig tusent güldin, vür zehen dusent güldin oder vür sehsdusent güldin, daz er doch versprochen gegen uns het und uns dez uz gegangen ist. darnach so hant wir aber dage mitenander geleistet zu Ettenheim und hant ime aber aldä reht gehoben uf gemeine lüte zü kom- 35 mende, also wenne daz reht gegen uns uzgetragen würde, daz er danne derihte darnach uf dem selben dage vor den selben gemeinen luten uns umbe unse anspräche, a) Uebergeschrielen für Ettenheim. 1 Vgl. oben nr. 552. den Brief Ruprechts an Kg. Wemel vom 27 Sept. 1389. 1389 291 die wir an in hant öch reht dargegen dete. nnd woltent wir öch, daz gegen ime also uf genommen haben, daz wir es zu beiden siten gegen enander vür kein gut versichert soltent haben, und daz es unversichert also dar gegangen sin solte, wände er selber meinde, daz er daz reht vür sölich gut nit versichern künde, dez er uns öch 5 zii glicher wise also uzgegangen ist. und über daz allesament, so het er uns den satz und die vürwort abegeseit, die er und wir gegen enander hettent. und wil uns nü durch sinen mütwillen und wider reht kriegen, und dar umbe so bittent wir üch früntliche, hörent ir der selben Sachen, gedencken, daz ir uns danne verantworten wellent in die wise, alse dar vor ist bescheiden, wände öch der Sachen also und nit io anders ist. und daz ir öch dis andern stetten und uwern güten fründen verkünden wellent, daz der selben Sachen also ist und nit anders, und were es öch, daz ir von keinre samenungen ützit befmdent, die er bette, daz ir uns daz vürderliche ver- schriben wellent läszen wiszen. da mit erzögent ir uns eine sonderbar früntschaft. datum feria quinta proxima post diem festi omnium sanctorum anno d. 1389. 15 [An den Rand ist geschrieben : Rotwile, Basel, Friburg, Brisach, Kentzingen, wohl die Städte, an die derselbe Brief geschieht ivurde.] 1380 November 4. Str. St. A. AA. 84 nr. 23 a . conc. ch. Heg. d. Markgr. v. Bad. nr. h. 388. 557 . Meister nnd Rat von Straßburg an Cuno von Olterbach : 1 stellen ihm die 2 <> gleiche Sühne in Aussicht, die seinem Vater geworden. 1380 November 6. Wir Ortelin Mansze der meister und der rat von Strazburg kündent dir Cünen von Otterbach, alse du uns gescriben hast, daz wir da nit anders da von wiszent, war umbe wir din besorget sin soltent, danne daz es uns gesell ist worden, und wiszent wir es öch nit anders danne von hörsagen, und alse du schribest, daz du 25 umbe keine andere vigentschaft gegen uns wiszest, danne von dez krieges wegen, der zwischen! herren und stetten gewesen ist, der sie öch verrihtet. also wiszent wir öch nit anders mit dir zu tünde haben, doch wellent wir die selbe süne und rihtunge öch halten gegen dir, so danne von dines vatters wegen, dem hant wir geantwortet, daz wir getruwent, daz bescheidenlich sie und da mit in öch begnügen sülle. und so dar über so getruwent öch wir und die unsern dir denheine sorge zü habende und läsze öch du uns darumbe dine verschriben antworte mit disem hotten wider wiszen. datum sabbato proximo post diem festi omnium sanctorum anno dom. 1389. Str. St. A. G. ü. P. lad. 168. conc (?) mb. 558 . Bischof Friedrich von Straßburg schließt einen Vertrag mit der Stadt 35 Straßburg über die Pfahlbürger. 1380 November 15. Wir Fridrich von gotz gnaden bischof zü Strazburg verjehent und kündent mengelichem mit disem briete, alse etwaz stoszes und missehelle ietzent gewesen ist 1 1389 November 26 Straßburg gewährt demselben auf sein Ansuchen eine Tagleistung zu Selz und verspricht Boten dorthin zum 10. Becember (fridag näch s. Nicolaus) zu senden. datum feria 6 4o proxima post diem scte Katherine. 292 1389 zwisehent uns und den erbern wisen, dem meister und dem rate und den bürgern gemeinliebe der stette zü Strazburg vön derselben stelle zu Strazburg pfalburgere wegen, die under uns und in allen unsern stellen, dörffern und gebieten geseszen sint, daz also durch sunder früntschaft und durch daz, das wir und sie dest frünt- licher mitenander geleben mugent und öch mit namen umbe daz, daz sie sich ouch uns zu hebe derselben irre pfalburgere aller sament, die sie in allen unsern stellen, vesten, dörffern und gebieten hant, begeben habent und sie uns hant geläszen volgen in die wise, alse hie nächgeschriben stät, wir früntliehe gerihtet und übertragen sint mit denselben dem meister, dem rate und den bürgern gemeinliche der stelle zu Strazburg in alle die wise, alse daz hienäch geschriben stät: daz ist also, daz wir Friederich bischof zu Strazburg sähen! den von Strazburg alle ire uzburgere genant pfalburgere, die under uns seshaft sint und die sie uns geläszen hant dis nehste jar nach der dato dis briefes zü zalende, läszen sitzen mit semelichen dienste und in aller der mäszen, alse sie untze har geseszen sint, und nach demselben jare, so sollen! wir noch die unsern sie nyemer me vürbaszer getrengen noch genötigen noch in keine sunder getwengnüsze getün noch schaffen getan werden danne ungeverliche alse andern unsern luten, bi den si danne sitzen! äne geverde. und sähen! ouch die von Strazburg keinen uzburger genant pfalburgere me empfahen, die uns zügehörent. es sähen! ouch alle unsere lute, die under uns seshaft sint, wä die geseszen sint, einen frien gezog habent mit irem libe nnd gute zu ziehende in die stat zu Strazburg oder wohin es in füget, und sähen! wir noch die unsern daz nit weren noch sie daran irren in denheinen weg. und hellen! öch die unsern iergent abetränne ver- sworn oder burgschaft darvür gesetzet, die sähen! wir und die unsern in disen nehsten ahte dagen derselben irre eide und burgschaft ledig und los tun sagen, were ez aber, daz einre hinnan fürder es verschuldete, daz er uns mit rehtem gerihte, lip und gut verfiele, verbände sich der ätzit, daz sol er halten, were aber er uns vormals lib und gut verfallen, wez sich der verbunden bette, daz sol er halten, bette öch denhein sölicher schulden gehofften machen, darzü er beruhet were worden mit einre gelöteten glocken oder bette er mit hande oder mit munde denheine schulde gelopt zü geltende, die sol er ouch helffen bezaln. daz sol aber nit angän semeliche schulde, alse die läte vär abtränne gelopt hant und die von abtränne wegen dar- triffet. were es ouch, daz ieman, wer der were, sine läte, die under ime sitzen!, trengen oder twengen wolle oder sie bitze har getrenget bette, daz dieselben keynen fryen gezog haben sollen!, uf den und uf die sähen! wir bischof Friderich den vorgenanten meister und rate zü Strazburg geraten und beholffen sin, daz er sine läte der getwengnüsze, eide burgschaft und geläbede ledig sage, die sie ime darumbe getan hant und daz er sie»läsze fri ziehen mit irem libe und güte, wähin sie wellen!, alse ouch daz billich reht und gewönlich ist, uzgenommen eigen läte, die man besetzen sol mit den lide liebsten, alse daz von alterhar dan gewönlich und reht ist. wir der vorgenante bischof Fridrich wellen! ouch nit, daz denhein unser amptman noch nieman der unsern denheinen, der der von Strazburg bürgere gütere leben! oder in gälte davon git, von dez selben gutes oder der gälten wegen ätzit me Iren ge oder nötige zü dienende anders danne alse vil, alse er vormals diende, e danne er 5 in 15 20 25 30 35 40 1389 293 daz gut lehente, es were danne, daz er sich an sinen gutem beszerte oder ergerte nach erkentnüsze der banlüte, da er danne geseszen ist. der vorgenanten der von Strazburg lehenlüte mugent der bürgere von Strazburg vihe, pferde, rindere, schosse und ander vihe uf unser wunne, weide und almende triben, wä die sitzen! alse 5 nutze har gewönlich ist gewesen, welre ouch under uns der bürgere von Strazburg gutere leben! oder gelehent bet, gierige der von den gutem e, danne die zil uzge- ginget, alse er dieselben gutere gelehent bet, oder so die zil oder die mist gedinge uzkommet, so sol derselde leheman noch nieman der unsern dieselben bürgere von Strazburg, der danne daz selbe gut ist, an den gutem vürbaszer zu übende nit irren io noch hindern, welre daz darüber dete oder also von den gutem gienge e, danne dazselbe zil uzkemmet oder die bürgere also an iren gutem zu verübende irrete, uf den sollen! wir unsere amptlüte und die unsern nach der von Strazburg verkündende den von Strazburg und iren bürgern geraten und beholflen sin, daz daz nit geschehe und in öch verbeszert werde unverzögenliche, alse gienge es uns den 15 bischof selber an. wir sollen! öch daz gesinde und die knehte, die die bürgere von Strazburg uffe iren gutem und höfen baut, die under uns dem bischofe gelegen sint, denheine bete trengen zu gebende noch sie sus nötigen noch nieman von unsern wegen, da söliche knehte oder gesinde uns vormals zehen Schillinge Strazburger Pfennige oder minre gedienet hant. weihe aber under denselben me danne zehen 20 Schillinge jares gedienet betten!, die sollen! uns bete geben, alse harnäch von den bürgern, die uszer der stat zu Strazburg under uns ziehen!, geschriben stät, wände wir süllent sie äne dieselben damit läszen hüben in iren alten rehten und guten gewonheiten, alse sie von alter har kommen sint äne alle geverde. wir der vorgenante bischof wellen! ouch nit, daz man von denheinem burger von Strazburg sinen 25 gutem, trübten und dem iren in unsern gerihten üt rihten sülle, wände wir ir friheite wol gesehen und selber gelesen hant, daz sie des von römeschen keisern und künigen gefriet sint, daz man davon nit rihten sol. und darumbe so wellen! wir, wenne denheinem unserm amptmanne oder dem unsern in dem gerihte, da die lüte daz gut oder daz ire verbotten sint, es zu dem ersten male verkündet wir! mit der stette zu so Strazburg briefe oder gewiszem hotten, daz sie danne die lüte oder daz gut oder daz ire, daz danne verbotten ist, ledig sagen süllent. und daz süllent ouch unsere amptlüte und die unsern vürderliche und äne verzog tun. und süllent unsere amptlüte den oder die, den die bürgere von Strazburg ir gut oder daz ire verbotten betten!, den burgdrn nächwisen in die stat zu Strazburg. und sol man danne den unsern, 35 die in die stat also gewiset werden!, in der stat zu Strazburg unverzögenliche dez rehten heissen äne alle geverde. und süllent öch wir der bischof und unsere obresten amptlüte alle die schultheiszen, die under uns nü zu male sint oder die wir harnäch machen!, tun sweren an den heiligen daz vorgeschritten stücke also zu haltende und zu vollefürende un- geverlieh. wä aber der von Strazburg bürgere [einre] darüber einen brief vorder! an « meister und rat, daz ime sine gutere verbotten verent und ime daz gut von den unsern also danne entslagen wurde, vindet sich danne vor meister und rate, daz daz gut, daz demselben burger entslagen were, nit sin eigen'gut were, so süllent in meister und rat darumbe straffen und es in tun beszern, alse iren eren wol anstät. were ez öch, daz 294 1389 unserre sehultheiszen einre der burger von Strazburg gut von dem ersten verkündende nit entsluge und also verbrochen würde, den süllent wir darumbe tun straffen und in tun beszern, alse unsern eren daz danne wol anstät. es ist ouch beret, were es, daz die von Strazburg reysen varen woltent oder reysende würdent, be- dürlfent sie danne pferde, wegene, karriche und semelicher bereitschaft von den unsern in unserm lande, daz wellent wir in wol gönnen und ist unser guter wille umbe semeliche pfennige, alse sie untze har solieben luten darumbe gegeben baut, und süllent wir daz also allen unsern amplüten befehlen, wir der vorgenante byschof Friderich wellent öch, welre der von Strazburg ingeseszen burger hinanfürder nach dem dage, alse dirre briet gegeben ist, ns der stat hinder uns in unsere stette gerihte und gebiete zühet, derselbe und sine nächkommen süllent uns jares dienen eine alte gemeine banbete, und dieselben süllent den unsern, da sie danne seshaft sint, bellten machen mülen, ofenhüser, burnen, stege und wege nach margzal, alse sie danne daran an gebürt, ungeverlich. sie süllent öch alle gemeine eynungen hellten halten und süllent mit den unsern in unsern gerihten, da danne söliche bürgere sitzent, zu gerihte gän. sie süllent ouch den unsern hellten graben und wachen nach irre anzal ungeverlich. wir noch die unsern süllent ouch semeliche bürgere über die vorgeschriben dinge nit vürbaszer trengen oder nötigen uns vürbaszer zu dienende oder zu tünde, sie detent es danne gerne, wir süllent noch wellent öch nit gestatten, daz dieselben bürgere ieman versetze oder verbinde gölte oder zinse zu gebende oder schulde zu machende in denheinen weg. wä auch einre der von Strazburg burger eine unfüge tut in unsern gerihten und gebieten, kommet der mit dem libe darvon, so sol öch alles sin gut fry und ledig sin und hüben, es were danne daz denheinre der unsern, der von uns in die stat zu Strazburg gezogen were, sider der zit daz wir bischof zu Strazburg gewesen sint. zügent dieselben also wider under uns under unser gebiete, die süllent uns dienen alse andere unsere löte äne geverde. welre öch der von Strazburg ingeseszen burger sine kinde oder gesinde us der stat in unsere gebiete jares vert sine gütere zu buwende oder andern sinen nutz zu werbende, der doch sine beste husere in der stat zu Strazburg bet, der und dieselben süllent tri hinder uns sin alles dienstes und aller der vorderungen, so die unsern an sie gevordern oder getan möhtent, wände wir wellent, daz sie tri sind und ouch unsere wunne und weide mit allem irem vihe mögen! nützen und nieszen und zu aller irre not- durft brachen, alse alle andere unsere löte und alse daz ouch harkommen ist äne geverde. were es aber, daz wir und die von Strazburg stöszig mitenander darumbe würdent, so sol yetweder teil under uns derselben Sachen körnen uf zwene erbere manne, und süllent wir byschof Friederich darzü einen zu einem obemanne nemen uz den vier meistprn und dem ammeister, die danne zu Strazburg sint. und waz der merre teil under denselben fönten darumbe erkennen! und sprechen!, daz süllent wir und die von Strazburg zu beidensiten halten und vollefüren. und wenne daz ein mal von unsern bischof Frideriches wegen geschehen ist, würdent wir danne die von Strazburg von sölicher stücke wegen anderwarbe anlangende, so süllent wir zu beiden siten aber zwene erbere manne darzü setzen und süllent danne die von Strazburg einen under disen sehsen, die hie nach geschriben stänt, zu einem fünften manne darzü nemen. 5 10 15 20 25 30 85 40 1389 295 und waz dieselben tunke darumbe erkennent und sprechent, daz süllent wir öchzü beiden siten halten und vollefuren. und sink diseiben selise: her Walther von Mülnheim probst zu Rynowe, her Burckart von Landesperg, der Zuckemantel der elter, her Johans von Schaf- toltzheim,Volmar von W ickersheim und Johans Blappoltzhehn. und öch allewegent also ein- 5 mal nach dem andern, wie dicke wir die von Strazburg von deszelben Stückes wegen anlangende wüsdent, so sol es allewegent also darumbe sin und hüben und zu glichen wise, also es davor darumbe bescheiden ist. doch sol dieselbe anspräche allewegent nit me sin danne von einre personen wegen ie zü einem male, und wen ne öch wir bischof Friderich eine söliche anspräche an die von Strazburg hant und wir einen io uz iren vier meistern und dem ammanmeister, die danne sint, darzü nemen süllent, so süllent die dage darumbe sin in der stat zü Strazburg und niergent anderswä. so aber unser anspräche ander warbe darumbe ist und die von Strazburg einen under den vorgenanten sehsen zü einem fünften manne nemen süllent, so süllent dieselben dage sin zü Holtzheim und öch niergent anderswä äne alle geverde. wenne 15 öch die vorgeschritten sehse alle sehse gesterbent und verfarent, wenne wir danne die von Strazburg von einre sölichen Sachen wegen ansprechent, so süllent allewegent ietweder teil under uns zwene erbere manne darzü setzen, und süllent die von Strazburg danne einen darzü nemen uz unserm bischof Frideriches rate, der danne unserm rat gesworn het, weihen sie wellent. und waz danne daz merre teil under 20 denselben tunken von dez vorgenanten Stückes wegen erkennent und sprechent, daz süllent wir zü beidensiten darumbe halten und vollefuren äne alle geverde. weine öch die von Strazburg ire stat verbietent, die mügent hinder uns ziehen, in weihe unser stat oder gerihte sie wellent. und wohin sie hinder uns ziehent, so süllent sie ire kinde und gesinde, die wile die zile werent, alse in danne die stat verbotten 25 ist, fri sitzen alles dienstes und aller vorderungen. und süllent wir es gegen den halten, alse von der von Strazburg edeln bürgern hernach geschriben stät, die wile sie under uns sitzent, ez were danne, daz sie es mit iren unzühten gegen uns oder den unsern verschuldetent, die mügent wir von uns heiszen ziehen ungehindert äne geverde. weihe die von Strazburg vür edellüte empfangen oder sus vür edellüte hant so und die under uns under unserre gebieten zügent und die da seshaft werent oder iegenote da seshaft sint äne die, die vormals in unsern stetten, dörffern und gebieten bete gegeben hant, die süllent betefry da sin. und süllent wir noch nieman von unsern wegen sie nit nötigen noch trengen zü tünde anders danne alle andere edellüte tünt, die under uns geseszen sint äne alle geverde. wir der vorgenante bischof 35 Friderich noch unsere amptlüte noch nieman von unsern wegen süllent noch en- wellent den unsern nit verbieten, daz sie den bürgern von Strazburg ingeseszen oder uzgeseszen noch den iren nit malen, bachen oder arbeiten süllent, in weihen weg daz sie, wände wir wellent, daz die unsern in malent, bachent und arbeitent umbe ire pfennige alse andern luten äne geverde. wir süllent öch jares von den von 40 Strazburg nit me danne hundert pfunde Strasburger pfennige nemen die vier wochen us, alse ire messe alle jare in irre stat ist, die wile sie dieselbe mesze in irre stat haltent und haben wellent vür unsern zol, der uns in unserm zollehuse zü Strazburg dieselben vier wochen vallen und werden solte. und süllent wir sie VI. 38 , ! 1 lü darüber nit nötigen noch trengen noch vordem uns me davür zu gebende, wände uns sol da mit davür begnügen äne geverde. unsere zollere, die in der stat zu Straspurg uf den brücken und bi den turnen von unsern wegen zol nement, die süllent, von wine, von körne noch von denheinen andern dingen nit me Zolles nemen danne, alse man von alter bar vor zwentzig oder vor driszig jaren da selbes genomen bet äne alle geverde. wir der vorgenante bischof Friderich noch nietnan von den unsern wegen süllent noch enwellent hinnanfürder in allen unsern stetten, dörffern und gebieten, ez sie uf wasser oder uf lande, denheinen nuwen zol uf die bürgere von Strazburg noch uf ir gut machen noch von in heischen, und hettent die unsern semeliche nuwe zolle gemachet, die süllent abe sin äne geverde. zu glicher wise süllent wir meister und rat zu Strazburg noch nieinan von unsern wegen noch enwellent och hinnanfürder in unserre stat und burgbanne zu Strazburg, es sie uf waszer oder uf lande, denheinen nuwen zol uf den vorgenanten unsern herren bischof Friderich zu Strazburg, uf die sinen noch uf ir gut machen noch von in heischen, und hettent wir semeliche nuwe zölle gemachet, die süllent abe sin äne geverde. wir der vorgenante bischof Friderich verzihent uns euch mit disem briefe gegenwertikliche aller der ansprächen und vorderungen, die wir und die unsern untze uf disen hütigen dag an die vorgenanten meister und rat und an die bürgere gemeinliche und besunder der stat zu Strazburg gehabt haut oder gehaben möhtent: es sie von brandes, nomen oder schaden wegen, der uns oder den unsern von in oder den iren geschehen ist, in weihen weg daz sie, oder von waz Sachen wegen daz ist, wände wir also uf disen hütigen dag mitenander früntliche und gen- tzliche gerihtet und geslihtet sint äne alle geverde. wir wellent och, daz die ver- büntnisse, die wir und die von Strazburg mitenander hant, und die wir öch gesworn hant gegeneinander zu haltende, gegen uns zu beidensiten stete sol sin und in allen iren kreften hüben mit allen den stücken, puntten, verbüntnüszen und artickeln, alse es die buntbriefe besagen!, die darüber gemachet und versigelt sint äne alle geverde. und durch daz, daz die vorgenante früntliche rihtunge und der übertrag und allez daz, daz da vorgeschriben stät, stete sol sin und hüben in alle die wise, alse da vorgeschriben stät, alle die wile, daz wir der vorgenante bischof Friderich lebent und byschof zu Strazburg sint, äne underläz. wände wir :s öch also und dieselbe zit us mit ufgehebter hant lipliche gesworn hant an den heiligen unverbröchenliche zu haltende, so han wir dez zu einem woren urkünde unser ingesigel an disen brief gehencket und durch merre Sicherheit und gantzer bestetegunge willen aller der vorgeschriben dinge so hant wir der vorgenante bischof Friderich gebeten den tümprobst, den dechan und daz capittel unserre merren stifte zu Strazburg, daz sie dazselbe unsers und ires capittels ingesigel zu dem unsern hant gehencket an disen brief, dez öch wir Burckart von Lützelstein der tümprobst und Volmar von Lützelstein gebrüdere dechan der merren stifte zü Strazburg von unserm und dezselben unsers capittels wegen verjehent an disem briefe. und daz zü einem urkünde so ist dez vorgenanten unsers cappittels ingesigel durch bete willen dez vorgenanten unsers gnedigen herren bischof Frideriches zü Strazburg zü des selben unsers herren bischof Fridriches und der stette zü Strazburg ingesigeln an 5 10 15 20 25 30 35 40 138 9 297 disen brief gehencket. wir Örtelin Mansze der meister und der rat von Strazburg verjehent öch und kündent mengeliebem mit disem briete, daz wir von unsern und der gemeinde wegen zu Strazburg früntliche gerihtet, geslihtet und überkommen sint mit dem vorgenanten unserm gnedigen lierren bischof Frideriche zu Strazburg aller 5 dinge, die da vor an disem briete geschriben staut, wände wir dieselben vorgesehriben dinge allesament halten wellent unverbröchenliche, die von unsern wegen da vorge- schriben stänt all die wile, daz der vorgenante herre bischof Friderich lebet und bischof zu Strazburg ist und es öch alle jare der nuwe rat, der in unserre stat zu Strazburg wirt, sweren sol also zu haltende, und zu einem waren urkunde so ist io unserre stette ingesigel z(i dez vorgenanten unsers herren bischof Frideriches und dez capittels ingesigeln zu Strazburg an disen briet gehencket. der wart gegeben an dem ersten mentdage nach sant Martins dage dez heiligen byschofes in dem jare da man zalte von gotzbürte drützehenhnndert jare ahtzig und nüne jare. Str. St. A. AA. 1412 or. mb. I. pat. c. 3 sig. pend. i& Ebenda: ein unvdllzogenes Orig, und mehrere gleichzeitige Copien. — AA. 1413 conc. ch. blosse Aufzählung der Bedingungen dieses Vertrages. G. U. P. lad. 271. nr. 14. cop. vel. or. mb. Gedr. Lünig, I, pg. 284. — Wenclcer, de ussburg. 88-95. 559. Zubrief zu dem großen Sühnebrief des Bischof Friedrich und der Stadt SO Straßburg. 1389 yovember 22. Wir Friderich von gotz gnaden byschof zu Strazburg und wir Wilhelm zu dem Riet der meister und der rat von Strazburg verjehent und tunt kunt mit disem briete, also wir zu beidensiten liplichen und früntlichen gerihtet und geslihet sint von aller der spenne und missehelle wegen, so wir bitzhar mitenander gehebet haut, alse Sb das der brief wiset, da diser brief durch gezogen ist. in derselben rihtunge begriffen und beret wart, das wir bischof Friderich, die stat von Strazburg und ire näch- kommen ungehindert und unansprechig süllent läszen von irre edeln bürgere wegen herren, frowen, rittere, knehte und irre geistlichen bürgere wegen epte, optischen probeste, comentüre, priole, meistere, meisterinne und alle andere pfaffen, die ire 30 bürgere sint, die sie ietzent. hant oder harnäch gewinnent und sie öch bi den söllent liiszen hüben mit allen den rehten und in aller der müszen, alse sie die harbraht hant und bitz har kommen ist, doch mit beheltnüsze unser und unserre stifte reht und friheit. da gegen öch in derselben rihtunge beret und begriffen wart, alse wir der vorgenante bischof Friderich ansprache hant an etliche der von Strazburg bürgere 35 von unserre betingen gutere wegen, die wir hant in dem Riete zu Gamesheim und darumbe und öch von unserre haberbete wegen zu Zabern, das da die vorgenanten von Strazburg die selben ire bürgere söllich seltent haben, das sie uns umbe dieselben ansprächen uf gemeinen gelegenen dagen oder in der kuntschaft reht tun soltent. und wände die vorgenanten stücke in der rihtunge also begriffen und beret 4 ° wurdent und doch nit in die rihtegunge briefe verschriben sint. darumbe, daz ez danne doch von uns zu beidensiten hinnanfürder gehalten und volle füret werde zu glicher wise, alse es beret ist, alse da vorgesehriben stat, so gelobent wir bischof 298 1389 Friderich und wir die obgenanten rneister und rat die egenanten stucke, alse da vorgeschriben und bescheiden ist, stete und veste ze haltende und zu vollefürende zu glicher wise, alse die rihtegunge [wiset] und niemer da wider zu tünde noch ze kommende, wanne ez da bi bliben sol noch daz schaffen getan werden in deheinen weg äne alle geverde. und des zu urkunde, so liant wir Friderich bischof zu Straz- burg und wir Wilhelm zu dem Riet der rneister und der rat von Strazburg unsere ingesigele an diesen briet tun hencken. der geben wart an dem ersten mentdage vor sant Katlierinen dage in dem jare, da man zalte von gotz gehurte drützehen- hundert achtzig und nüne järe. Str. St. A. AA 1413. cop. ch. coaev. Gedr. We ncker, de ußburg. S. 98j99. 560. Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg: söliche kriege, als lierren, ir und andere stette miteinander gehabt hant, domit hant auch ir uns zu Hochberg und anderswo und auch unsern dyener Hans von Bach und ander unser dyener und die unsern geschädigt, bitten wir uch mit ernst . . . diesen Schaden zu kehren und deswegen einen Tag abzuhalten. datum Mülnberg crastino beate Katherine. Mühlburg [1389] November 26. Str. St. A. AA. 85. or. ch. Reg. d. Marlcqr. v. Bad. nr. 1482. 561. Ortelin Mansze der Meister und der Rat von Strassburg mahnen alle Herren, Frauen, Dienstleute, Ritter, Edelknechte und Edelleute, ihre Auszenbürger 1 an dem uecbr. 12 . ersten sunnendage zu naht nach sant Nicolaus dage in der Stadt zu sein . . . wir wellent von ernstlichen Sachen mit üch reden, die üch selber angant . . . und lant uch daran nützit irren, wände die sache ernst ist. datum feria quinta proxima post diem scti Andree apostoli a. d. 1389. 1389 December 2. Str. St. A. G. U. P. lad. 271 nr 5. or. mb. Kt. pat. e. sig. in v. impr. del. Gedr. Wencker, de ußburger. 166. 562. Freiburg an Strassburg: bittet zu berichten, wie es mit den Brotbäckern und der Brotschau in Strassburg eingerichtet sei. [1389.] Str. St. A. Regest in einem alten Inventar des aufgelösten Bestandes «an der Saul» Original nicht aufgefunden. 563- König Wenzels Landfriede für Bischof Friedrich von Strassburg, die Landvogtei Eisass, elf genannte elässische Reichsstädte, Strassburg und Basel auf die Dauer des Egerer Landfriedens am Rhein, also bis 5 Mai bezw. 5 Juni 1395 mit der 5 10 15 20 25 30 1 Vgl. nr. 324 die Einladung an die Außenbürger vom 31 Juli 1386. 33 1389 299 Besiegelung durch den König und die genannten Teilnehmer. geben zu Präge noch Cristus gebürte 1389 jore uf sant Thomans tag des zwelfbotten. 1389 Decembcr 21. Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 B. 3 cop. eh. coaev. Gedr. D. H. A. II, nr. 73 nach Cop. des Basel. St. A. Heg. Mone, Ztschr. f. Gesell, d. Obrh. 24, 179. 564 . Maßregel zur Sicherung der Stadt wahrend der Kriegszeit. [1389.] 1 Es sollen! alle fremde lute, die in unser stat sint, die nit burger hie sint, oder euch nit ir wissenthaften lehenherren hinne het, der in bekenne, die sollen! usz unser rehten stat in die versteife gon und nit in unser rehte stat kommen, wer dar über io in unser stat fanden würde, den wil man ertrunken, er sy man oder frowe. es sol euch nieinan kein howe noch kein stro in unser reht stat füren. Str. St. A. G. U. P. lad. 20 nr. 6. Papierzettel. 565 . Maßregeln für den Krieg gegen den Markgrafen von Baden. [1389.] Wir sollen! ettewie vil schiffe tun bereiten, obe wir werden! uff den marggrofen 15 ziehen, daz wir denne domitte gerüstet sind, und süllent ouch die constofeler meistere und die antwerckmeistere in Hügelin Suszen husz kommen umbe daz, daz sü do sagen!, wie vil lütes sü usz gerihten mügent. und meindent ein teil darzü, weihe gesponnen wir ietze pfenninge gegeben liant, daz die blibent und daz wir zu denselben süllent drissig spannen. 20 Wir süllent alle dörlin an unserre stat beslieszen und süllent sehs tor offen loszen. und süllent ouch lüte under die tor setzen, die ouch die mengelich frogent, wer er sy, die do usz und in gont 2 . Item uns duhte ouch gut sin, daz man des von Bülaches husz 3 im Turbach besetze durch daz, daz man sin deste basz one sorge möge gesin. äs Von Richenwilre wegen süllent wir den unsern verschriben, daz sü werben! an der swebischen stette hotten, daz Richenwilre stille sitze in disem kriege und daz men darusz noch darin dem lande und ouch uns kein schaden du und daz es un- geschediget ouch von uns belibe. Str. St. A. G. U. P. lad. 20. Bd. 18. conc. eh. (Zettel.) 566 . Die zu Worms versammelten Städteboten der Städte des ehemaligen rheinischen Städtebundes an die Reichsstädte des Landfriedens in Schwaben: fordern aufs neue die Bezahlung der 30,000 Gulden . . . die ir uns schuldig sind, alz wir meinen, nach ergangen und vertedingeten Sachen allda ze Babenberg, alz von dez hochgebornen fürsten herzog Ruprechts dez eitern von Balgern wegen, den fürhin 1 Vgl. Hegel, Königsh. II, 832, wo gerade diese Maßregel für 1389 erwähnt ivird. 2 Vgl. auch über diese Maßregel für 1389 Hegel, Königsh. S. 852. 3 Wohl das noch heute bestehende Gat der Zorn-Bulach in Burbach bei Obcrhirch in Baden. MO 1390 abzelegende, uf daz man mit andern fürsten und herren dez Krieges dest zu friden der land möchte körnen.möcht aber daz nicht gesin, so wollen wir da- rumbe gerne mit iuch an ain fruntlich recht körnen . . entweder vor einem der drei Erzbischöfe von Mainz, von Köln, von Trier oder .vor Ruprecht dem älteren, geben under der von Wormsze 'unser frunde der vorgen. insigel von unser aller 5 geheisz uf mantag nach dem zwölften tag anno domini etc. 90. 1390 Januar 10. Aus Ulm St. Bibi. gedr. 1). B. A. II. nr. 96. Beg. Boos, Worms. Urkb. II, nr. 928. 567. .loh an s von Bach ein edelknecht thut kund, dass er von «aller an sprachen und Sachen wegen» verrichtet und geschlichtet ist. Er gelobt die Richtung zu halten und 10 hängt sein Siegel an. geben an dem ersten dunrestdage vor sant Agathen dag in dem jare do man zalte dritzehenhundert jare und nuntzig jare. 1390 Februar 3. Str. St- A. AA. lad. 166. nr. 72. or. mb. lit. pat. c. sig. pend. mut. 568. Die Bürgermeister und Räte von Mainz, Worms, Speier und Frankfurt an Strassburg: 1 haben beschlossen das von Bundes wegen dem älteren und jüngeren >s Pfalzgrafen Ruprecht von Baiern zu zahlende Geld, welches bereits Weihnachten fällig war, in der nächsten Fastenzeit auf einem Landtage zu Mainz zu bezahlen und bitten, dass Strassburg auch seinen vollen Anteil an dieser Bundesschuld einsende, wohingegen sie sich verpflichten die Gegenforderungen der Stadt, von der sie neulich geschrieben, geltend zu machen. geben under der von Spir ingesigel von unsere 20 aller geheisze des nehsten mantages nach unsere vrauwen kertztage. [1390 Februar 7.] Str. St. A. AA 118. or. ch. I cl. 569. Bischof Friedrich von Strassburg bekennt der Stradt Strassburg schuldig zu sein: tusent guldin, die gut an golde und swer gnüg sint, die sie uns durch 25 sunder früntschaft und durch iren guten willen mütwillekliche geluhen hant . . . und verspricht dieselben Ostern übers Jahr ganz zurückzuzahlen. Als Bürgen und Mitschuldner sollen gelten Thomas von Grostein Vogt zu Bernstein, Egenolf von Lützelburg Schultheiss zu Zabern, Ludwig von Wickersheim Vogt zu Mollsheim, Götzemann Münich Vogt zu Rufach und Johans von Bossenheim Vogt zu Ortenberg, welche, 30 falls der Zahlungstermin nicht inne gehalten wird, bei Strafe der Absetzung und Aechtung verpflichtet sind jeder zwei Knechte mit 2 Pferden solange als Geisel nach Strassburg zu schicken, bis die Schuld bezahlt ist. geben an dem ersten fritdage vor sant Valentins dage des heiligen byschofes in dem jare 1390. 1390 Februar 11. Str. St. A. AA. 1412. conc. ch. 35 1 Vgl. hierzu das aus dem Straßb. St. A. stammende Begest (Koch und Wille nr. 6762): 1390 lanuar 24. Die Stadt Straßburg schreibt an die Städte Mainz, Worms, Speier und Frankfurt betreff, die Zahlung von 25000 Gulden an Buprecht den jungem. — Doch ist dieser Brief, auf den der obige wohl als Antwort anzusehen, nicht im Archiv aufgefunden 1390 301 570. Die zu Mainz tagenden Städteboten von Mainz, Worms und Speier an Strassburg: bitten ihnen zwei Ratsfreunde zu dem nächsten Landtage nach Mainz zu senden, damit sie dort nähere Auskunft geben . . . von der nünhundert und sieben und siebentzig guldin wegen, als ir meynent, die den uwern uzesteen und s abegeslagen sullen werden an uwer stete antzal, als ir off wyhenachten nest vergangen bezalt soltent han nach lute des uszspruchs, als zuschen den fürsten und stetden uzgespruchen ist.... Wollen sie keine Gesandte schicken, so sollen sie diejenigen selbst senden, welche jenes Geld zu fordern haben, da sie versprochen haben um jene Zeit alle Ausstände zu begleichen. geben under der stetde von Mentze in- w gesigel von unser geheisz off den nesten samstag vor kathedram Petri. Str. St. A. AA. 118. er. ch. I cl. [1.390 Februar 19.] 571, Herzog Ruprecht der ältere an Strasshurg: giebt Nachricht von den Verhandlungen, welche sein Sohn Ruprecht der Jüngere und Sclienck Eberhart der 15 Lantvogt mit König Wenzel und seinem Rate in Retreff der Acht gepflogen haben: der König habe gesagt, .... daz der ritter, der gefangen ist, wider körnen sii in des von Rapolstein haut und gewalt. von des wegin die acht gescheen sii, den wolle er ledig haben . . . Demgemäss sollten sie es sich ernstlich angelegen sein lassen, die Eefreiung des Ritters zu erwirken. Für den Fall ober, dass sie dies nicht ver- 20 möchten und weitere Unterhandlungen mit dem Könige pflegen wollten, habe der Landvogt Schencke Eberhart mit dem Könige verabredet, . . . daz er uwern fründen und bodten dann gut geleit schaffen wolle zu yme und wider herusz ryten. datum Heidelberg quarta feria post diem cinerum. Heidelberg [1390 Februar 23.] Str. St. A. AA. 112. or. ch. I. cl. 23 Gedr. Rapp. Urkb. II, nr. 316. Reg. Koch u. Wille nr. 6763. 572. Slraßburg an Markgraf Jobst von Mähren: bittet beim König für Aufhebung der Acht zu wirken. 1390 Februar 21. Dem hoherbornen fürsten und lierren herren Jose marggriifen zu Merhern unserine 30 gnedigen herren embietent wir Wilhelm zii dem Riet der meister und der rat von Strazburg unsern undertenigen gewilligen dienst, hoherborner fürste und herre, alse uwer gnade wol weis, des wir getruwent, wie wir und unser stat in ahte getan sint unverschuldeter dinge, alse uns beduncket und über daz, das uns von derselben Sachen wegen nye kein verkündunge, vürgebot noch anleite getan noch geschehen 35 ist und och dieselbe ahte nit uf frencschesem ertriche geschehen ist und über das, das wir dem allerdurhlühtigestem fürsten unserm gnedigen herren herren Wenczlaws römeschen künige und künige zu Beheim willig sint und werent zu tünde, was sinen gnaden dienstliche were, wände wir ez öch dem allerdurlühtigesten fürsten und herren herren Karlen seliger gedehtnisze von gotz gnaden römeschem keiser sinem vatter 40 und dem heiligen römeschen riche vorziten und allewegent getan liabent und dem 302 1390 heiligen römeschen riclie noch willig sint zu tunde. also hant herr Johans von Kageneck und Burckart von Rotwile unsere erbern hotten uns wol geseit, das sie uwern für- stenlichen gnaden dieselbe sache verkündet und vürgeleit habent und das ir in gnedekliche darzu geentwurtet habent und üch erbotten mit uwerme gnedigem rote, der furstenlicbkeit und gnaden wir uch gnedekliche danckent. und bittent uwer gnade gnedeklich, daz ir uwern ernst vübasser keren wellent an den vorgenanten unsern gnedigen herren herren Wentzlaws den römeschen künig und sine gnade gnedekliche bitten, daz er uns und unser stat uz derselben ahten lassen welle und uwern gnaden dieselbe sache mit vollem gewalte völlekliche beleihe, alsobalde uwere furstenlicbkeit denne her usz zu lande gen Franckfurt oder uff den Rin kumet, so wellent wir unser erber botschaft zu uwern gnoden schicken die uwere furstenlicbkeit helfliehe an zu ruffende, daz wir usser ahte kununen mögent. gnediger herre, wir bittent ouch uwer fürstenliche gnode, daz ir hern Peter von sant Diedot schultheiszen zu Colmer uwer gnedekliche wellent verhören, waz er von unserre sache wegen mit uwern gnoden redet und ime behulffenliche wellent sin vür unsern gnedigen herren den künig zu kummende, daz ist ein ding, daz wir mit unserme ewigen dienste gegen uwern fürsten- lichen gnoden und den uwern zu verdiende haben wellent. uwere gnedige antwurte wellent uns wider lassen wissen. datum die beati Mathie appostoli anno 1390. Str. St. A. AA. 112. coiic. eh. Concept mit vielen Aenderungen. Dieselben haben durch- gehends den Zweck das Schreiben höflicher und demütiger zu machen z, B. statt edeln oder gnedigen herren ist immer übergeschrieben: hocherbornen fürsten und herren. 573 . Bischof Friedrich und die Stadt Straßburg schliessen ein Schutz- und Trutzbiindnis. 1,390 Februar 28, Wir Friderich von gotz gnaden byschof zu Strasburg und wir Wilhelm zum Riethe der meister und der rat zu Strasburg du nt kunt mengelichem mit disem Briefe, alz wir durch unsern und des landes nutzes und notdurftes willen mittenander über- kömen sint, das lant und uns selber zu beschirmende der stucke, die hie noch geschoben stont: zum ersten sullent wir zu beden siten darzu einander beholffen sin wider alle die, die ietzent unsere vigende sint oder harnoch unsere vigende werdent und die das lant schedigent oder geschadiget habent. und zu solicher helfe sullent wir der bischof dienen mit fünfzehen glefen und mit vier einspennigen und wir die von Strasburg mit zwentzig glefen und mit vier einspennigen; und sol zu bedensiten ietweder teils glefen selbander und mit zw ein pferden sin. und sullent wir die zu bedensiten one underlosz uff dem velde haben und die lute und daz lant beschirmen, und sullent ouch darzu alle unsere slosze, stette und vesten zu bedensiten einander offen und uf geton sin nahte und dage. und sullent wir öch schaffen, daz dieselben oder die unsern zu bedensiten veilen köf darinne umbe bescheiden gelt habent. wer es öch, daz wir me oder minre volckes bedörftent, so sullent wir darumbe zu bedensiten zftsamen körnen, und wes wir denne zu bedensiten darumbe einhelleklichen über- kumment, das sullent wir denne halten, was öch gefangen oder slosze gewannen würden!, darumbe sol iegliche teile ander uns der halbeteil bliben und werden, es 1390 303 sol och kein teil under uns deheinem gefangen zil geben oder lidig sagen on des andern feiles willen und wissen, wir sullent och zu bedensiten mit nieman deheinen ! fride, sune oder vürwort. nemen noch machen och one des andern feiles willen oder wissende, und sol dis zwüschent uns zu bedensiten weren untze sanete Martins tage, Novbr. u. . 5 der nu zu nehste kummet. und sullent wir öch alles das vorgeschriben stot zu bedensiten getruweliche halten und vollefüren untze zu dem vorgenanten zile bi unsern eiden, die wir zu bedensiten gesworen hant von der verbuntnisse wegen, die zwuschent uns vormoles gemachet ist. und sol öch dis uberkumen dem selben unserem bonde nit letzen noch in dehein schade sin one alle geverde. zu urkunde hant wir io Friderich bischof zu Strasburg und wir der meister und der rat zu Strasburg vorge- j schriben unsere ingesigel an disen brief dun hencken. der geben ist des jores do ‘ man zalte nach gotz gebürte drützehen hundert und nuntzig jor des mendages post dominicam qua cantatur in ecclesia dei Reminiscere. Str. St. A. AA. 1413. or. mb. I. pat. c. 2 sig. pend. Das kleine runde städtische Siegel in 15 grünem Wachs und das Meine rote bischöfliche Siegel. 574. Bischof Friedrich non Straßburg verkündet als Schiedsrichter in dem Streite zwischen seinem Oheim dem Markgrafen Hesso von Hochberg und der Stadt Straßburg , daß die Parteien mit einander aus gesöhnt seien. Dachstein 1390 Mars 10. 20 Wir Friderich von gots gnaden bischoff zu Strasburg kundent menglichem mit dissem briefe, also kriege missehelle und stosze gewesen sint zwischen! dem edelen unserme lieben ohem marggrafe Hessen von Hoiehberg und den sinen zu eyme teile und andersite unsern lieben getruwen dem meister, dem rate und den bürgern gemeinliche der stat zu Strasburg und den iren und mit namen Heinczeman Hubisch- 25 mannen, der von Strasburg burger, und den sinen. die selbe missehelle und kriege sie zu beidensiten mütwilleclichen und auch genczlichin an uns den vurgenanten Friderich bischoff z& Strasburg gelassin hant, also waz wir dar ynne sprechen! nach der mynne oder nach dem rechten, daz sie daz zu beidensiten halten sullent, alse auch daz ire versigelten briefe besagen!, die wir von in zu bedensiten hant. also und auch 30 nach dem, als wir die Sache zu beidensiten verhört hant und erfaren, so sprechen! wir der vurgenante Friderich bischoff zu Strasburg nach herren, ritter und wiser lute rat nach der minne, want wir uns auch selbers bessers nit verstant, daz von alle der ansprachen, brandes, nomen, smaheite, toitslege und schaden wegen, in willichen weg daz zu beiden siten geschehen ist, und auch von alle der Sachen wegen, so si 35 zu beiden siten miteinander zu tunde gebebt hant uncz uff dissin hutigen tag, in willichen weg daz sie, die mugen marggrafe Hesse von Hoiehberg vor sich und alle sine frunde, diener und heller zu ebne teile und andersite der meister der rat und die burger gemeinlichen und besundern der stat zu Strasburg vür sich, alle ire heller, diener und die iren und auch mit namen Heinczeman Hubischman ir burger auch « vür sich, alle sine belfere, diener und die sinen miteinander genczlichen versunet, gerichtet und geslichtet sullent sin, und daz dar ume iewederteil under in nymer an- VI. 39 304 1390 spräche noch furderünge gehaben nach gewynnen sol an den andern teil under in mit gerihte oder an gerichte noch sus in denheinen weg an alle geverde. were ez auch, daz ieman, wer der were, der des vorgen. marggrafen Heszen von Hoichberg frunt von sipschafft oder erbe were von der vorgen. Sache und schaden allersamment wegen iemer deheine an spräche hettent oder hinnanfurder haben woltent an die vur- » gen. meister und rat oder die burger gemeinlichen oder besundern der vurgen. stat zu Straszburg, in willichen weg daz were, die selbe ansprache und furderunge sullent der vurgen. marggrafe Hesse von Hoichberg sine erben und nachkomen den selben den von Strasburg und den iren abelegen genczlichen und sie da von allem schaden zihen ane alle geverde und an alle widderrede, und dis unsers sprechende zu ur- io künde so baut wir der vurgen. Friderich bischoff zü Strasburg unser ingesigel an dissen brieff gehenket. der wart gegebin zu Dachenstein an dem ersten dunres- tage vor deme suntage, als man sang in der heiligen kirchen in der vasten Hetäre in dem jare do man zalte von gots gebürte druzenhundert jare und nünczig jare. Str. St. A. G. U. P. lad. 166. or. mb. lit. pat. c. sig. pend. Meg. d. Markgr. v. Bad. nr. h. 390. 15 575. Bruno von Rappolstein an Meister und Rat von Strassburg: beschwert sich über den thätlichen Angriff, den er in Strassburg in seinem dem (Rappoltsteiner) Hofe erfahren habe, . . . den ir mir doch öch von uwern gnaden gefryget baut, als auch in der Kraemergasse, wo sein Begleiter Ulrich von Altenkastel durch ihren so Bürger Hannemann von Colmar beschimpft sei. Zeugen der Vorfälle seien: Lienhart Schultheisse, Burckart Meiger und Petermann zum Riet. geben an dem fritage vor mittelfasten. [1390 März 11.] Str. St. A. AA. 112. nr. 12. Gedr. im Auszug Rapp. UrJcb. 11 nr. 317. 25 576. Bischof Friedrich, der Landvogt , die Stadt Slraßburg und sieben andere elsässische Städte treffen ein Abkommen über Erbauung einer Brücke über die III \bei Grafenstaden]. 1390 März 12. Wir Friderich von gotz gnoden byschof zü Straszburg . ., Stisläw von der Witen- mülen lantvogt in Eylsasz . ., wir Wilhelm zü dem Riet der meister der rot und so die burger gemeinlich der stette zü Straszburg . . und wir die schultheiszen, die meistere, die rete und die bürgere gemeinliehe der stette Colmar, Sletzstat, Ehenheim, Keysersberg, Mülhusen, Dürinkeim und Münster . . tünt kunt allen den, die disen brief ane sehent oder gehörend lesen . ., daz wir der vorgen. byschof Fryderich von unser und unsers bystümes wegen, ich der vorgen. lantvogt von des riches ss landtvögtye wegen in Eilsasz, wir die vorgen. meister und rot zü Stroszburg von unsere stette, unserre bürgere und der unsern wegen und wir die vorgen. riches 1390 305 stette von unserre stette, nnserre bürgere und der unsern wegen gemeinliche mittenander überkummen sint durch nutz und notdurft des gemeinen landes und der lüte, daz man ein brücke sol machen über die Ylle 1 und die wege, die darzü gont und darzü notdürftig sint. und die selbe brücke und die wege sollent machen wir die 5 vorgen. von Stroszburg . . und darumbe, daz wir die vorgen. von Stroszburg die brücke machen sollent, so sollent wir der vorgen. byschof Fryderich und ouch wir die egen, meister und rot zu Stroszburg mit gemeinem rote ein erbern man by die brücke setzen und den dun sweren an den heiligen uff der brücken zoll zu empfo- hende vou lüten, pferden, vihe, wegen, kerrichen von iegelichem besonder, also vil io alz hie noch geschriben stot: daz ist zu wiszende von ebne manne und ebne pferde ein Stroszburger pfenning; von eim lidigen manne oder frowen ein heilbeling; von ebne lidigen pferde ein heilbeling; von ebne ohsen oder rinde ein heilbeling, von zwein verhern ein heilbeling; von zwein kleinen vihen ein heilbeling; von eim karriche zwene pfennige; von eime wagen vier pfennige. und sol man ouch den zoller den >5 dun sweren an den heiligen nieman loszen über die brücke vergeben riten, varen noch gon, uszgenummen, wenne wir der vorgen. byschof Friderich oder ich der egenante lantvogt selber über die brücke ritent, so söllent wir und alle die, die denne zu der zit mit uns ritent, vergeben über die brücke riten und nütschit dar über geben, unde wenne der zoller so vil geltes uffe der brücken empfohet, daz der 20 koste bezalet mag werden, daz die brücke und die wege gekostet hant, so sollent wir byschof Friderich und die vorgen. meister und rot zu Stroszburg unser erbere hotten dar zu schicken und verhören, waz der zoller empfangen het. het er denne so vil geltes empfangen, daz der koste bezalt mag werden, so sol men den zoller dennan dun und sol men ouch kein zol me do nemen noch empfohen und ouch von 25 niemanne in denheinen weg. wer es aber, daz nit so vil geltes do empfangen were, alz die brücke und die wege gekostet hettent, so sol man den zoller do loszen und mit nammen nit dennan dun, der koste sie denne e gentzlich bezalt. und waz geltes der zoller empfohet, daz sol er alle woche gen Stroszburg meister und rote an iren gewalt entwerten, und sol men ouch denne verschriben, wie vil des ist, 30 durch daz man wisze, waz do empfangen und geentwurtet wurt. unde wenne dis vorgeschriben überkumen durch nutz und notdurft des gemeinen landes und der lüte mit unser aller willen und gehelle geschehen ist, so hant wir der vorg. byschof Friderich unser ingesigel, ich der vorg. Stisläw von der Witenmülen der lantvogt min jngesigel, wir die egenanten meister und rot von Stroszburg unserre stette in- 35 gesigel und ouch wir der schultheisze, der meister und der rot von Colmor unserre stette ingesigel von unsern und der andern obgen. richesstette und der iren wegen, wenne wir die von Colmor daz also geton habent von der egenanten riches stette bette wegen zu worein urkunde und vester stetikeit an disen brief gehencket. der geben wart an sante Gregorien tage des heiligen bobestes des jores do man zalte 40 von gottes gebürte druzehenhundert jor und nüntzig jore. unde sint dirre briete drie glich, den einen hant wir der vorgenante byschof, den andern die egenanten von 1 In dem einen Concept ist hier gestrichen: by Giafenstaden. 306 1390 Stroszburg und den dirten hant wir die obgenanten von Colmor, die ouch by uns süllent hüben. Str. St. A. AA. 1412. or. mb. I. pat. c. 4 sig. quor. 1 delaps. Ibid. G. U. P. lad. 8 u. lad. 48/49 B. 2 conc. ohne Datierung. 577. König Wenzel gewährt allen, die Meister und Rat von Strassburg von der 5 Acht wegen zu ihm schicken werden, sicheres Geleit. geben zum Betlern 1390 des montags nach Judica. Betlern 1390 März 21. Str. St. A. AA. 107 nr. 55. or. mb. I. pat. c. sig. i. v. impr. 578. Die zu Mainz tagenden rheinischen Städteboten an Strass bürg: teilen mit, dass sie wegen des Zwistes zwischen Strassburg und Graf Simon zu Sponheim >a einen Tag zu Mainz angesetzt haben, zu dem die Stadt, wie alle andern Bundesstädte, rechtzeitig ihre Boten auf Sonntag Cantate [1 Mai ] schicken möge. geben ander der stetde von Mentze ingesigel von unser aller geheisz off den nesten frytag vor dem Palmetage. [1390 (?) Mürz 25.] Str. St. A. AA. 118. or. eh. I. cl. « 579 Bischof Rabanus von Speier an Strassburg: bittet um zollfreien Durchgang einiger Stückfässer Wein’s, die der Ueberbringer dieses Briefes kaufen solle . . in uwer stat vor uns in unsern hoff. datum Utenheim anno 1390 in octava pasche. TJttenheim 1390 April 3—10. Str. St. A Abt. IV, 72. or. eh. I. cl. so 580. Wir Burckart Hummel von Stöffemberg ritter und Wilhelm von Stoltenberg ein edelkneht sin brüder verjehent beide und kündent mengelichem mit disem briete, das von aller der anspräche und Sachen wegen, so wir untze uf disen hütigen dag gehebet hant gegen den erbern bescheiden dem meister, dem rate und den bürgern der stat zu Strazburg und der wir gentzliche körnen sint und gelaszen hant an den ss erbern fronten ritter beim Johans von Kagenecke den jungen, hern Gunrat Geist- poltzheim und hern Wilhelm Metziger zweite alte anmanmeistere, wir früntliche und gentzliche verrihtet und geslihtet sint mit den selben dem meister dem rate und den bürgern gemeinliche und besonder der selben stat zu Strazburg allen Iren helffern dienern und den iren. [Sie geloben die Sühne zu halten ]. gegeben an dem ersten so fritdage vor dem sunnendage alse man sang in der heiligen kirchen Misericordia domini in dem jore do man zalte drützehenhundert jare und nüntzig jare. 1390 Aprtl 15. Str. St. A. G. U. P. lad. 166. or. mb. lit. pat. c. 2 sig. pend. 581. Markgraf Rudolf von Baden verspricht allen Strassburger Bürgern, welche ss des Badens wegen nach Baden reiten oder fahren, Sicherheit vor seinen Dienern und 1390 307 erklärt der Feind desjenigen zu sein, der jene auf dem Wege dahin angreife und beschädige. datum samstag ante festum scti Georgii. [1390 (?) April 16.] Str. St. A. AA. 103. or. ch. I. cl. Reg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1514. 5 582. Markgraf Bernhard an Ammeister, Meister und Rat von Strassburg: beklagt sich, dass er noch keine Antwort wegen seines Dieners Aberlin Schutzen bekommen habe und begehrt dringlich . . . daz ir in kerent den schaden, den ir und die uwern im getan haben!, dann detent ir des nit, so möchten wir in niht lenger uffgehalten . . . datum Mülnberg feria secunda ante Georii anno 90. Sir. St. A. AA. 84. or. ch. I. cl. Reg. d. Markgr. v. B. nr. 1492. Miihlburg 1390 April IS. 583. Dietherich von Keppenbach thut kund, dass er mit den Strassburgern von «allen ansprächen und Sachen wegen» gesühnt ist und verspricht die Sühne zu halten. 15 gegeben an dem ersten mentdage vor sant Georien dage des heiligen marterers drützehenhundert und nüntzig. 1390 April 18. Str. St. A. G. U. P. lad. 166. or. mb. Ut. pat. c. sig. pend. 20 584. Borziboy von Swinar an Strassburg: versichert seine stete Freundschaft und Dienstbereitschaft, doch der von Bergaw habe seine guten Absichten gehindert «von der künigin wegen von Engellant und meynt vill nucz unserm hern dem kunig daruz zu tun», verspricht weitere Nachricht und rät den Bischof von Bamberg um Vermittlung anzugehen. geben dez mitiche noch scti Galli 1390. Str. St. A. AA. 112. or. ch. I cl. 1390 April IS. 25 585. Markgraf Rudolf an Strassburg: Das Schiff mit Wein des Strassburgers von Winterdür sei ihm wegen »grundrur« verfallen und die Berufung auf die Freiheiten der Stadt ändere daran nichts . . . hant. ir güte friheid, die haltent vast, also hüben wir ouph gern by den unsern. datum dominica Cantate. [1390? Mai 1.] Str. St. A. Abt. IV, 128. or. ch. 3o 586. Luzern schließt eine Sühne mit der Stadt Straßburg, damit die Belästigungen ihrer Kaufleute im Straßburger Kaufhause aufhören. 1390 Mai 21. Wir der burgermeister und der rat der stat zu Lucern verjehend und kündent menglichem mit diesem brieffe, daz von des angriffes, der behabünge und des be- kümberndes wegen, alse die erbern bescheiden der meister der rat und die bürger der 35 stat zu Strazburg und die iren unsern bürgern und den unsern ire tuche, pfeninge 1390 308 und anders das ire in irem köfhiise zu Strazbürg und bii y n angegriffen behebt und bekümbert hettent, wir früntliche verrihtet und geslihtet sint mit den selben dem meister, dem rate und den bürgern gemeinliebe und besunder der stat zu Straszburg. [Sie geloben die Sühne zu halten .] gegeben uff den heiligen phingest abent anno domini 1390. Str. St. A. G. U. P. lad. 166. or. mb. lit. pat. c. sig. pend 587. König Wenzel setzt den Pfalzgrafen Ruprecht (II.) als Hauptmann des Egerer Landfriedens ein mit Vollmacht, in seinem Namen alle seine und des Reichs Rechte zu fordern und zu heischen und den Landfrieden mitsammt den darüber gesetzten Obmannen zum Nutzen von Land und Leuten nach bestem Wissen zu bestellen; gebietet Herren und Städten des Landfriedens sich an ihn zu halten und ihm beizustehen. geben zum Betleren . . . 1390 dez friedages nach sant Vites dag regn. boh. 28 rom. 14. Betlern 1390 Juni 17. Str. St. A. AA. 107 nr. 54. cop. ch. Gedr. D. R. A. I nr. 117. 588. Die Weber von Slraßburg, Hagenau und Zobern beurkunden und bestätigen ihre alten Vereinbarungen. 1390 Juni 20. Mengelich sol wissen, daz die Webermeister und knehte linen und wüllin zu Strasburg, zu Hagenowe und zu Zabern durch ere, nutz und notdurft irre antwerke und der gemeinde schaden zu versehende über einkummen sint vor langen ziten, gegeneinander mit brieten verbunden haut der dinge, die hie nochgeschriben stont: zu dem ersten, wo ieman, der dez antwerkez ist missetüt und anders, danne er tun sol, den sol man schicken an die stat, do er die missetat getan het, do eine zunft und gesworne sint dez antwerkes, daz er es do bessere, also die geswornen danne erkennen!. ist aber keine zunft dezselben antwerkes an den stetten, do die getat ge- schiht, so sol man es ziehen in die neheste stat, do eine zunft dezselben antwerkes ist. und sol öch nieman von dem andern keine besserunge nemmen, do keine zunft ist. es sol öch nieman keinen lerkneht dingen neher danne zu Strasburg, wer öch einen lerkneht dinget, der sol in in den nehesten aht tagen noch der gedinge für die geswornen in der nehesten stat bringen, do eine zunft ist, also do vor ist bescheiden, und in do dingen und winköf und wahs geben nach des antwerkes gewonheit und reht. nieman sol öch zwene lerknehte in sinem müse und brote haben, wo öch ein lerkneht von sinem meister helfe, e sine jorzil us kement, die er gelobet zu dienende, den sollen! meister und knehte schühen, untz er mit dem meister und den geswornen der nehesten zünfte über ein kommet, und wenne ein lerkneht also sinem meister abgat und von yme löffet, so mag der meister wol einen andern lerkneht dingen in der whse, also die briefe sagen!, die meister und der knehte versprochen hant zu haltende, es sol öch kein meister noch lerkneht von einander sich scheiden in den gedingeten jorziln anders danne vor den geswornen der nehesten zunfte. wer öch der 5 io 15 20 25 30 35 1390 309 vorgeschriben dinge deheines fürbreche, den sollent meister und knebte an allen stetten schuhen und nit für gut haben, untze er mit den geswornen Übereinkummet an den stetten, alse do vor ist bescheiden, und öch dez verscbriben urkünde under ires antwerkes ingesigel zöget, daz er also Übereinkummen si. dirre vorgeschriben 5 dinge baut sich die erbern meister und knebte der wehere zu Obern-Ehenheim für sich und ire nochkummen ires antwerkes gegen uns verbunden zu haltende bi guten truwen und hant uns gebetten, disen brief besigeln mit unserme dez antwerkes gemeine ingesigel zu Strasburg, wanne sü öch hinder unser zunft gehörent. geben an dem nehesten mendage vor dem süngiht tage noch gottes gebürte 1390 jore. io Str. St. A. G. D. P. lad. 10. or. mb. c. 1 sig. pend. Gedr. Schmoller , Straß. Tücher- u. Weberzunft, nr. 15. 589. Meister und Rat von Straßburg bitten den Cardinal Philipp von Alencon, Bischof von Ostia, sich beim Papste für die Ernennung Ulrichs von Lichtenberg zum Bischof von Straßburg zu bemühen. 1S90 Juli 5. i5 Reverendissime pater et domine graeiosissime quia sanctissimo in Christo patri ac domino digno dei providencia Bonifacio summo pontifici scripsimus, quod in causam, in qua reverendus pater dominus Fridericus episcopus Argentinensis episcopatum Argentinensem propria voluntate dimitteret vel ipsum alias ad episcopatum vel ar- chiepiscopatum transferri contingeret, quod in eum eventum idem sanctissimus pater 20 nobilem virum dominum Ulricuin de Liehtenberg canonicum et camerarium ecclesie Argentinensis virum utique nobilem providum scientia litterarum et moruin honestate multipliciter commendatum in spiritualibus et temporalibus circumspectum, qui sue virtutis et providencie meritis amicorum potencia necnon terrarum fortaliciis eccle- siam Argentinensem, ut creditur, poterit feliciter gubernare et eidem preesse pariter 25 et prodesse dignaretur promoveri ad reverentiam igitur vestram humiliter reeurrentes cum fiducia exaudicionis vestre reverencie offerimus instantissime preces nostras quatenus apud sanctissimum in Christo patrem et dominum dominum Bonifacium summum pontificem sedulus cooperator adesse dignemini, ut de persona dicti domini Ulrici eidem Argentinensi ecclesie providere dignetur preficiendo ipsum ecclesie su- 30 pradicte in episcopum et pastorem cum pax et tranquillitas in istis partibus, ut spe- ramus, per ipsius providenciam valeat reformari et reformata Obere conservari. pater- nitatem vestram conservet altissimus firmam columpnam ecclesie sue sancte. datum quinta die mensis julii anno domini millessimo trecentesimo nonagesimo. Vestre paternitatis humiles servitores consules 35 scabini totaque communitas Argentinensis. \In verso ] Reverendissimo in Christo patri et domino domino Philippo de Alen- cenio episcopo Ilostiensi et sacrosancte ecclesie romane cardinali dignissimo. Str. St. A. AA. 1414. 2 cop. ch. coaev. 310 1390 590. Meister und Rat von Straßburg bitten Papst Bonifaz den Qanonihus Ulrich von Lichtenberg zum Bischof von Straßburg zu ernennen falls das Bistum [durch Berufung Friedrichs von Blankenheim nach Utrecht] erledigt werde. Strassburg 1390 Juli 9. Sanctissimo in Christo patri ac domino domino Bonifacio sacrosancte Romane 6 ac universalis ecclesie [sunnno] pontifici devoti vestre sanctitatis fdii magister et con- sules civitatis Argentinensis pedum oscula beatorum. sanctissime pater et domine reverendissime beatorum patrum venerabiles edocent sanctiones ad ecclesiasticas dignitates hos merito promovendos, qui eisdem preesse valeant, pariter et prodesse et quibus laudabile testimonium perliibet prior vita. vir igitur honorabilis dominus io Ulricus de Liehtenberg camerarius ecclesie Argentinensis, quem generis nobilitas, morum honestas, vite probitas, literature sapiencia, naturalium prudentia nec non spiritualium et temporalium circumspectio reddunt multipliciter commendatum in episcopatum dicte Argentinensis ecclesie, cum vacaverit, per vestram beatitudinem digne meruit promoveri, quoniam et ipsius ecclesie necessitas periculoso statu part- 15 ium Alamanie considerato profuturo eiusdem ecclesie cavendis periculis sibi prefici postulant pro pastore, que ipsum, ut mater filium, propriis lactavit uberibus eundem primitus in canonicum, deinde in camerarium assumendo, quicunque nedum in propriis sed etiam in partibus alienis ’ talem se exhibuit, ut a pluribus amaretur, de cuius etiam nobili et generosa ac potenti prosapia tres ecclesie Argentinenses suc- so cessive pastorali officio fungebantur et eandem etiam ecclesiam in spiritualibus et temporalibus summo studio et feliciter gubernarunt. quo circa vestre sanctitatis clemencie supplicamus affectibus mentium nostrarum quatenus dictum dominum Ul- ricum canonicum et camerarium tum et si venerabilis dominus et pater Fridericus episcopus Argentinensis modernus episcopatui renunciaverit libera voluntate, vel ?s alias translatus fuerit, eidem ecclesie Argentinensi prefici pro pastore ac de eadem dignemini providere, quia speramus indubitanter eundem dominum camerarium prefate ecclesie ac nobis et toti diocesi feliciter posse preesse pariter et prodesse. datum Argentine sabbato proximo post octavam sanctorum Petri et Pauli appo- stolorum anno domini millesimo^trecentesimo nonagesimo. so Sanctitatis vestre devoti filii magistri consules ac tota communitas civitatis Argentinensis. [In verso\ Sanctissimo ac beatissimo in Christo patri ac domino Bonifacio divina providentia elementia sacrosancte romane ac universalis ecclesie summo pontifici. Str. St. A. AA 1414. 2 cop. eh coaev. B. hat die Datierung: quinta die mensis julii. S5 591. Johann von Vergy an Straßburg: bittet um Kehrnng erlittenen Schadens. Fouvent 1390 Juli 18. Carissimi amici salutatione previa. vobis satis est notun, quod alin 1 inter vos consortes et complices, vestros 'ex una parte et me et alios ex altera parte ration e 1 Immer n statt in am Wortende. 40 1390 311 castri mei et terre Castellionis orta guerra et discencio esset, super qua finaliter fuit concordatun et pacificatun luter nos tan pro vobis consortibus et complicibus vestris et similiter me et meis quod nichil in futurum unus ad alterun occasione predicte guerre in aliquo tenebatur, pro ut hec in litteris coneordacionis super hec 5 confeetis lacius continentur niehilominus Cune de Colbezcey, a Georgius frater ejus Leutor b commorans Saleburci, Dietmer de Blumenowe et Clauczelin de Blumenowe subditti et subjecti vestri tan racione ville vestre quan alias cun pluribus complicibus et malefactoribus suis nuper occasione dicte guerre vel alias indebite invaserunt dictan terran mean Castillionis spoliaverunt et predaverunt ean bonaque mobilia io secun tulerunt necnon homines predicte terre ceperunt secun captos duxerunt et de ipsis pecunias indebite extorserunt nec de predictis restitucionen vel recreden- cian facere voluerunt pluries et debite requisiti et sommati, quod est in maximo prejudicio mei in gravamine et destrucione dicte terre mee et hominum illius necnon concordancian et pacis federa in fringendo et violando quan quidem concordancian 15 et federa nullatenus per me vel meis (!) infringere veilen, sed me ac meos in amore in servicio vestris committere et mauere, qua propter vos affectuose rogo quatenus de dictis bonis mobilibus tan animalibus quan alias nec non hominibus et pecuniis sic per dictos malefactores captis et habitis me ac homines meos restituere ac re- credencian exhiberi et fieri velitis, super quibus dampnis et de perdittis per fide 20 dignos, si sit opus informabuntur et per ipsos declarabuntur et si que predicti aut sui complices aut aliquis ipsorum racione dicte guerre vel alias michi opponere vel petere voluerit, noscat amicicia vestra me esse promptem et paratun, coran re- verendo in Christo patre ac domino domino episcopo Metensi, cujus feodun dicta terra ac bona predicta sortiuntur, stare juri pro ut fuerit rationis in tantis, quod 25 de me nullatenus juste conquerentur rogans affectuosissime Universitäten vestran ut super premissis tantun facere velitis quantun in vobis confido et ut complementun exigit racionis rescribentes quecunque super premissis et dependicis volueritis ac poteritis facere. altissimus vos conservet feliciter et longeve. scriptum Fontis- wenne 18 die mensis julii anno etc. 90. so Johannes de Yergeyo dominus Fantiswenne et senescallus Burgondie. [In verso] Carissimis amieis meis dominis ac gubernatoribus civitatis Argen- tinensis. 35 Str. St. A. G. U. P. lad. 22. or. ch. I. cl. 592 . Pfalzgraf Ruprecht der ältere als Hauptmann des rheinischen Landfriedens an Strassburg: ladet ein zu einem Tage nach Bingen auf den 28 August, wo wegen der «Neun» über den Landfrieden gesetzten und über allerlei «bresten» des Land- a) Wohl — Kolbsheim. b) Wohl == Leutold. VI. 40 312 1390 friedens verhandelt werden solle und fügt Abschrift 1 seiner köng. Bestallung zum Hauptmann bei. Heidelberg 1390 Juli 31. Str. St. A- AA. 111. or. ch. lit. el. 593. Ruprecht der ältere als Hauptmann des Landfriedens wegen der Landfriedenszölle an Strassburg: bitten wir uch mit ernste von der fürsten, herren und der stete des lantfridens wegen, daz ir mit imans bestellent, der die zolle zu Brumat und zu Burtelgrifft (?) mit kuntschaft redelich ofhebe und behalte und das gelt dem lantfriden antwurte zu jeder fronvasten, und wollent auch darzu beholfen sin, daz sie geschirmet werden, und daz man sie anhebe zu nemen of unser frauwen tag assumptio nehstkombt furbasz als lange zu nemen, als der lantfride weret. was auch nit kaufmanschaft zuhet, das darf nit zollen etc . 2 datum Heidelberg in crastino beati Petri ad vincula. Heidelberg [1390] August, 2. Aus Wenckeri excerpta geär. D. R. A. 11, pg. 234 Anmk. 1. Reg. Koch u. Wille nr. 5231. 594. Schenk Eberhard zu Erbach, Landvogt des Landfriedens am Rhein und die Acht-Männer des Landfriedens an die Stadt Strassburg: mahnen ernstlich, dass sie die Zölle von des Landfriedens wegen an die beiden in obigem Schreiben Ruprechts zuerst genannten Orte und auch an andre Ende legen solle, gemäss ihrer Hebereinkunft. [1390 August 2.] Aus Wenckeri excerpta 11, 504 a . geär. T). II. A. II, pg. 234. Anmk. 1. 595. Ursagebrief zwischen Straßburg und den Herren von Zweibrüchen-Bitsch. 1360 August 11. Wir Reimbolt Wetzel der meister und der rat von Strazburg verjehent und kün- nedt. mengelichem, daz wir uns versprochen haut und versprechent mit disem gegenwertigen briefe vür uns alle unsere bürgere, helffere, dienere und die unsern eine ge- truwe stete ursage zu haltende ein halb jar vorabe zu sagende den hie nachgeschriben herren von Zweinbrücke und herren zu Ritsche mit unserm offen versigeltem briefe gegen den edeln herren gräfe Hanneman, grafe Symonde genant Wecker, grafe Heinriche, grafe Frideriche gebrudere, grafen von Zweinbrücken und herren zu Ritsche, grafe Hanneman von Zweinbrücke des vorgenanten gräfe Hannemans sune und gräfe Symont von Zweinbrücke des vorgenanten gräfe Symondes sune und gegen allen 1 Vgl. nr. 587 diese Bestallung vom Juni 17. 2 Ein Zettel lag dem Briefe hei mit dem Verzeichnis der rheinischen Zollstätten: Disz sint die zolle und geleide des lantfrides am Rine: [1] zu Brumut, [2] zu Bnrtelgrifft (?) [8] zu Agersheim, [4] zu Gernsheim, [5] zu Oppenheim, [6] zu Mentze am heubte, [7] zu Oastel am fare, [8] zu Waldaffen, [9] zu Ettlingen, [10] zu Twingenberg, [11] zu Fredeberg, [12] zu Wulnstad, [13] zu Geilnhusen. [14] zu Franckeford uf der brücken, auch sol ie das pfert an den obgenanten zollen, das da last dreit oder zühet, geben zwene engelsse, das ist ein Schilling alter heller, wasz abeHnicht kaufmanschaft dreit und lere geet, das darf nichts geben. s io 15 20 25 3 fl 35 1390 313 iren helffern, dienern und den iren mit sölicher bescheidenheit, beschehe in üt in dirre ursagen von uns, unsern bürgern, helffern, dienern und den unsern, da got vor sie, daz süllent wir in unverzogenliebe widerkeren mit der nome. und sol doch dise ursage in iren kreften hüben, und sol dise ursage anegän uf sant Bartholomeusdag ^ s dez heiligen zwelfbotten der nu zu neliste kommet, darzü, so ist in der vorgenanten ursage zwischen!, den vorgenanten herren grafe Hannemanne, grafe Symonde genant Wecker, grafe Heinriche, grafe Frideriche gebrudere grafen von Zweinbrücken und herren zu Hitsche, grafe Hannemanne von Zweinbrücke dez vorgenanten grafe Hanne- mans sune, grafe Symont von Zweinbrücken dez vorgenanten grafe Symondes süne io und beredt und uzgetragen, daz die vorgenanten meistere und rat zu Strazburg ensüllent hinnanfürder nit denheinen der vorgenanten grafen und herren vigende hi unsere stat zu Strazburg weder husen, enthoben noch holen mit unserm wissende äne alle geverde. darnach, so sie uns dieselben ir vigende verkündet oder benennet hant, oder die wir sus verstarb ane geverde, die ire vigende werent oder sint ane 15 alle geverde. in diser unsere ursagen nemment wir die vorgenanten die von Strazburg uz: unsern gnädigen herren bischof Friderich zu Strazburg und die verbüntnusze, die er und wir miteinander hant und den lantfriden und die verbüntnusze, die wir ietzent mit fürsten, herren und stetten an dem Rine hant. und obe wir denselben landfriden vürbas erlengern woltent oder harnäch mit einem andern bischof zu Straz- 20 bürg verbüntnüszen machen woltent oder öch, obe wir lantfriden oder vebüntnüszen in dem lande zu Eisass nu oder harnäch machen woltent, daz sol allessament dise ursage nützit angän. und sol ir och keine schade sin in derheinen weg äne alle geverde. und globent öch, wir die vorgenanten meister und rat zu Strazburg bi güten truwen an eydes stat allez daz zu habende und zu vollefürende, das vor da ge- 25 schriben stat äne alle geverde. und daz zu einem urkünde, so ist unsere stette inge- sigel an disen brief gehencket. der wart gegeben an dem ersten dunrestage näch sant Laurenciendage dez heiligen marterers in dem jare da man zalte von gotz gebürte drützehenhundert jare und nunczig jare. Str. St. A. G. D. P. lad. 48/49 B. fase. III. conc. ch. £96. Hanneman und Symont genant Wecker und Friderich Grafen von Zwei- 30 brücken und Herren von Ritsch sowie Hanneman, des Grafen Hannemans Sohn und Symont, des Grafen Symonts Sohn schliessen Urfehde mit Strassburg (Gegenurkunde zu Nr. 395) und nehmen davon aus : den Herzog Johann von Lothringen und den Bischof von Metz und zwar so, dass sie sogar ohne ihre Ursage zu verletzen beiden Herren Hülfe bringen dürfen, wenn jene gegen Strassburg im Felde liegen. ge- 33 geben an dem ersten dunrestdage nach sant Laurenciendage in dem jare da man zalte 1390. 1390 August 11. Str. St. A. G. U, P. lad. 48/49 B 45. cop. ch. coaev. 314 1390 597. Bischof Friedrich von Straßburg belehnt Thomas , Claus, Johann den altern und Johann den jilngern von Grostein mit dem Schultheißenamt zu Straßburg. 1390 August 12, Wir Friderich von gots gnoden bischof zu Stroszburg tun kunt allen den, die disen briet sehen oder hören lesen, das wir hant angesehen vil getruwer nützlicher und ge- nemer dienste, die die fromen, vesten unser lieben getruwen her Thomas von Grostein unser vogt zu Bernstein, her Claus von Grostein hern Clausen von Grostein seligen, der unser hofmeyster und schulthisz zu Stroszburg ist gewesen, sune, bede ritter, Johans der elter und Johans der junger von Grostein beide sune des obgen. her Thomas von Grostein, uns und unser stift zu Stroszburg dicke und lange zit williglich han geton und noch furbasser nützliche getun mogent. und umb solch dienst in zu danckende, han wir mit gutem rot wol bedachtem mut und wissentlich ouch mit willen rot und geheile der ersamen unser lieben in got Burckartes von Lützelstein dumprobstes, Volmares von Lützelstein dechans und des capitels der egen, unser stift zu Stroszburg einmutiglich und gemeinlich für uns und all unser nochkomen in der selben unser stift zu Stroszburg verluhen und lihen also mit disem briet den obgen. Tho- man und Claus von Grostein rittern, Johans dem eitern Johans dem jungen von Grostein, sunen des egen. Thomans unser schulthissenampt in der stat zu Stroszburg mit allen rechten, nutzen, gevellen und zugehorden, als das selb schulthissenampt herkomen ist, zu besitzende, zu habende, zu übende, zu nutzende und zu niessende alle die wil, das sy oder dry oder zwen oder einre ander in lebend oder lebet in disz wise, alse hie noch geschriben stot. das ist also : das der eitest ander in, die wil der lebet, das obgen. schulthissenampt besitzen und üben sol, und wan der obgen. von todis wegen [abegat], darnoch aber der eitest ander den uberigen drygen, die wil der lebet, und wanne der auch gesterbet, aber darnoch der elter ander den uberigen zweyen, die wil der auch lebet, und wenne der den ouch nit ist, darnoch der jungest ander in ouch, die wil der lebet, und ir yeglicher ander in vieren ye eyner also noch dem andern, die wil er lebet, sol das egen, schulthissenampt haben, üben, besitzen, messen und nutzen ganz und gar mit allen desselben schulthissen ampts- rechten, nutzen, gevellen und zugehorden, als dovor geschriben stot. wan sie aber all vier abgegangen sint und verfaren, so sol uns und unsern nochkomen in dem eg- enanten stift zu Stroszburg und der selben stift lidig sin das obgenant schulthissenampt und all unser recht an demselben schulthissenampt mit siner zugehorde behalten sin gentzlich on alle geverde. wir Friderich bischof zu Stroszburg vorgenant hant ouch gelopt und gelobent für uns und all unser nochkomen in der egen, unser stift zu Stroszburg by guten truwen mit urkunt disz bryefs, das wir und die selben unser nochkomen die vorgenanten Thomas, Claus, Johans den eitern und Johans den jungem von Grostein und ir yeglichen an dem vorgeschriben schulthissenampt und des selben schulthissenampts habung, besitzung, ubung, nutzen, gevellen, rechten und zugehorden nit irren noch hindern wellen noch sollent noch das schaffen geton werden in keinen weg mit gericht oder on gericht, sunder das wir und unser nochkommen sy all vier und ir yeglichen do by handthaben und schirmen sollen und wellen, und das wir und unser nochkommen das selb schulthissenampt nieman 5 10 15 20 25 30 35 40 ’S'’ /' 1390 315 anders lihen wellen noch sollen, alle die wil die vorgenanten Thomas, Claus, Johans der eher und Johans der jünger von Grostein oder ir drye oder ir zwen lebent oder ir einre lebet on geverd. wer es aber, das von vergessen zit oder anders wir oder unser nochkomen, die wil yeman anders das egen, schulthissenampt vilicht wurden! 5 lihen, do wellen wir, das das lyhen widder dise gelupdt und Widder disen briet kein kraft haben solle noch müge und das den obgen. Thomas, Claus, Johans dem eitern und Johans dem jungem von Grostein und ir yeglichem an der lihunge, die wir zu vieren von dem selben schulthissenampt geton haut, als do vor bescheiden ist, und ouch an demselben schulthissenampt und sinen vollen nutzenrechten und zuge- io borden nüt schaden sol noch möge in dekeynen weg o. a. g. wir Burckart von Lutzeistein tumprobst, Volmar von Lutzeistein dechan und das capittel gemeinlich der obgen. stift zu Stroszburg verjehent, das das obgenant lihan und alle vorgeschriben stück, artickele und dinge mit unserm gemeynen willen, rote und geheile in capitels wis einmuteklich, als dovor bescheiden ist, besclieen sint. und gelobent darumb für 15 uns und all unser nochkomen in der obgen. stift zu Stroszburg by guten truwen, das wir auch besonder oder samenthaft das selb lihen und all vorgeschriben ding stet und vest sollen und wollen halten und haben und nit dawidder tun noch schaffen geton werden mit gericht oder on gerieht in deheine wisz a. a. g. wir Friderich bischof, Burekart tumprobst, Volmar dechan und das capitel der stift zu Stroszburg 20 vorgen. vor uns und alle unser nochkomen in derselben stift verzihen uns ouch williglich und wissentlich uf alle dise vorgeschriben ding aller fryheit, recht, Statuten, gesetzenden, gewonheiten, Privilegien, brief, schirm und hilf, die wir und der selb unser stift gehept hant, nu hant oder wir oder unser nochkomen erwerben, gewinnen oder haben mochten!, domit wir oder unser nochkommen samenthaft oder besunderyt. 25 gereden, geworben oder getun oder schaffen geton oder uns behelfen oder beschirmen mochten! mit gericht oder on gericht widder disz vorgeschriben lihen, artickel und stuck gar oder ein teil in dheinwisz a. a. g. und argelist. und aller diser vorgeschriben ding zu bestetigung und urkund hant wir Friderich bischof zu Stroszburg, Burckart tumprobst, Volmar dechan und das capitel vorgenant unsere ingesigel so gethon hencken an disen brief. der geben ward! uf den nechsten fritag vor unser frauwentag der eren in dem jor do man zalt von Christi gepurt dusent dryhundert nüntzig jor. Str. Bez. A. G. 3463. H. Copialbuch. 597. König Wenzel giebt sicheres Geleit 1 allen Straßburger Gesandten, die 33 wegen der Acht zu ihm hommen werden. Prag 1390 August 16 . Wir Wenczlaw von gotes gnaden römischer kunig zu allen czeiten merer des reichs und kunig zu Beheim geben allen den, die der ammanmeister, rate und burger gemeinlichen der stat zu Strasburg zu uns zu disem male senden werden von solcher 1 Diesen Geleitsbrief schickte Worzyboy von Swinar unter dem 24 August 1390 an Straßburg ab. io Vgl. nr. 601. J 316 1390 achte und aberachte wegen, dorein sie nesten von unserm und des reichs lxofgerichte komen sind, unsern sichern fried und geleite zu uns zu körnen, bey uns zu sein, wo wir sein, und wider von uns uncz gen Straspurg zu varende für uns und alle die, die durch unsern willen tun und lassen, sicher leibes und gutes an alles geverde, doch also, das vor allen Sachen die, die zu uns komen werden, volle macht haben zu teydingen, das der ritter von Engellant, der gefangen ist, ledig und los werde, und Nm°u. dicz unser geleite sal weren czwischen hie und sant Martins tag, der schierst kumpt, und nicht lenger. und gebieten dorumb allen und iglichen fürsten, geistlichen und werntlichen, grafen, freyen herren, dienstluten, rittern, knechten, burggrafen, pflegern etc. das sie dieselben von Strasburg sicher leibes und gutes durch ire stete, slosse etc. varen und revten lassen.geben zu Präge nach Cristo gebürt 1390 des nehsten dinstags nach unser frawentag assumpcionis, unserr reiche des behemischen in dem aehtundczweincgisten und des römischen in dem funfczehenden jaren. Ad mandatum domini regis Joannes Caminensis electus cancellarius. Str. St. A. AA. 107 nr. 44. or. mb. Darnach Regest: Rapp. Urkb. II, nr. 320. 51)8. König Wenzel beauftragt den Landvogt des rheinischen Landfriedens Eberhard Schenk von Erbach die Strassburger Gesandten sicher von Strassburg nach Nürnberg zu geleiten. geben zu Präge donerstags noch unser vrawen tage assump- tionis a. reg. rom. 15. hob. 28 reg. Prag 1390 August 18. Str. St. A. AA. 107 nr. 67. or. ch. I. cl. 599. Hanneman vom Huse von Isenheim, welcher auf Verwendung des Bischofs septbr. 23 Friedrich von Strassburg bis kommenden Michaelistag aus der Gefangenschaft der Stadt entlassen ist, schwört unter Anrufung der Heiligen freiwillig zurückzukehren, wenn bis dahin die Streitsache zwischen Strassburg ihm und seinen Söhnen nicht gütlich geschlichtet ist und stellt Burkhart und Hartung von Landesperg als Bürgen, geben an dem ersten dunrestage vor sct. Bartholomeus dage 1390. 1390 August 18. Str. St. A. Abt. IV, 15. or. mb. 600. Ortelin Mansse an Meister und Rat von Strassburg: ich lose uch wissen, daz ein erber rittende hotte mins herren fon Hohenberg mir hegint ist und het mir geseit, daz min herre gon Proge geritten sy, und sprichit Billung, er truwet wol sichir gon Nurrenberg odir gon Hohenberg zu kummende, er wisse abir nyt, wie er fürbassir in hin gerittin möge fon der olde, do ir inne sullent sin fon liern Brunnen 5 10 15 20 25 30 1390 317 5 wegen fon Roppilsteine, wenne wol herkant in dem lande ist, daz er üch zu gehöre, geben zn Sels, besigilt mit Föthenselins ingesigil, bresten halb dez minen. Selz [1300 vor August 21.] i Str. St. A. AA. 112. or. ch. Ut. cl. Reg. Rapp. TJrk. II, nr. 321. 601- Borzyboy von Swinar an Strazburg: ist bereit die städtischen Boten von Nürnberg zum König zu geleiten, wie der Geleitsbrief 1 2 besagt, und bittet um nähere Auskunft, wann und ob die Abreise erfolgen soll. Ueberhaupt stehe er der Stadt zu Diensten. . . wann mein herr der künigk dye sach herrn Hynnaczken und mir und io dem apt von Mürbach sonderlich vor empffolhen bet czwisehen ew zu theydingen. geben in die Bartholomey appostoli anno 1390. 1300? August 24. Str. St. A. AA. 112. or. ch. I. cl. 602. Instruction für Straßburger Gesandte an den König, betreffend die Reichs- actit und Bruno von Rappottstein. [1300 August 21 — Kovemher.] is Unsere erbern hotten, die zu unserm herren dem römschen künge varende werden!, süllent die stücke an in werben von unsern wegen, die hie nach geschriben stänt: Zum ersten süllent sie ernstliche suchen und werben, obe wir usz übten und aberähten kommen mügent, m&hte aber daz nit gesin, daz sie danne umbe einen 20 ufslag werbent, so sie langest mügent. und waz daz kostet, dez süllent die selben unser hotten vollen gewalt haben, aber vor allen dingen so süllent sie kein reht darumbe vor dem lantrihter nemen. Item sie süllent öch des Pfluges rede, alse er geret bet, und öch, wie ime gent- wurtet ist, vür sich nemmen und sagen und öch wie dem lantvogte geentwurtet ist 25 von dez Ropoltzsteine wegen. Item von der rede wegen zu Eger süllent sie sagen, daz wir die unsern geeydiget habent und künnent nit erfarn, daz ieman üt darumbe gehört habe. Item daz es wol viertzig jare ist, daz unser stat umbe den alten von Ropolcz- steine gelt köfte, so ist es vil jare daz unsere bürgere gelt umbe die von Rapolcz- so steine geköft hant. und dar vür und unsere bürgere Bapolczwilre ingenommen und durch keinen mütwillen. Item daz wir hern Brunen unser stat verbotten hant, und er wol in zwein jaren nie dar in keine. Str. St. A. AA. 112. nr. 57. Papierzeitel. 35 Auszügl. gedr. Rapp. TJrkb. II, nr. 322. 1 Denn erst unter diesem Datum sandte Worzyboy von Swinar den königlichen Geleitsbrief vom 16 Aug. an Straßburg. vgl. nr. 601. 2 Vgl. oben nr. 59. 318 1390 603 . Oe ff entliehe Bekanntmachung der Verordnungen des Rats non Straßburg für ein daselbst abzuhaltendes Turnier. 1 1390 September 4 . Also unsere sielte zu eren und mengelichem zu nütze ein hof und ein turney her zu unsere stat geleit und gemäht ist, der do sin sol von morne über ahte tage und do unser stat mengeliehen glich schirmen wil noch turneis reht und ge- wonheit, do sint unsere herren meister und rat übereinkomen, das alle die, wer die sint, die zu disem unserme hofe varen und koment, vier tage vor dem hole und vier tage noch dem hofe zu uns in unser stat und by uns in der stat und wider von uns getröstet süllent sin. und süllent ein fry geleit haben vür uns und alle die unsern, uszgenomen die, die in unsere steile ohten sint oder in unserme heimlichen buche verschieben stont und sonderlichen die, von der wegen unsers herren gotz dienste und gütlicher gesang darnider geleit mühte werden, als daz sonderliche vormals och verholten ist, die süllent mit namen der trostunge noch friheit nit haben, doch wer es, daz ieman in der trostunge sin gesinde oder rosz, hengeste oder pfert geleidiget oder geschediget würden! also, daz sü von soliches leidigens oder schedigens wegen noch der trostunge in unser stat blibent, die süllent doch, die wile sie semlicher ertzenige pflegent, in unser stat 5ch getröstet sin one geverde. wir wüllent öch, das alle die unsern, wer die sint, allen den früinden, die herzu uns koment, - zullt und ere bieten und inen weder lasier, teil noch smacheit du nt in deheinen weg. wenne wer das darüber verbreche, zu dem wil man daz strenglich und vestekliche rihten und rehtvertigen uf den eit und noch den schulden, also sü denne ergangen und beschehen sint. Wir wüllent öch, daz alle die unsern, wer die sint, die frömden geste an allen köffen bescheidenliche und tügentlichen halten!. Und mit namen so süllent alle würte und würtin ir geste disen hof halten in solicher bescheidenheit und gedinge und nit me von in nemen, denne also hie noch- geschriben stot: Zu dem ersten, so sollen! sie von eim iegelichen gaste zu eime ymbisze einen Schilling pfennige nemen und nit me; von sime oder sinen erbersten knehten zehen pfeninge und nit me; von eime renner aht pfeninge und nit me; vür ein sestern habern zehen pfeninge und nit me; von eim pferde ein tag und naht vür howe und stro vyer pfeninge und nit me. und wer sine mol by inen nymet, von dem süllent sie von der herbergen nütschit nemen noch heischen, er gebe es in oder irme gesinde denne gerne ungeheischen und ungetunget. wo aber ein frümder gast, er wer ein herre oder wer er were, sin sunder koste in eins würtes hus haben wolte, der herre oder gast mag fruntliche mit sime würte überkomen, das beschei- delich sy, doch das dehein würt, die wile sin herberge rüme in denheinen weg. die würte sollen! ouch in iren hüsern für und lieht ernestliche und getruweliche versorgen und bewaren. es süllent öch alle metzigere bestellen und versorgen, das sü mengelichem fleisch geben! umbe ein bescheiden pfening, das kein klegede von in sy. wo dar über klegede von in würde, daz sü nüt fleisch hiewent, abestechent und 1 Das Turnier von 1390 wird wohl ebenso wie das von 1408, von dem es ausdrücklich bemerkt ist, auf dem Boßmarkt (Broglieplatz) stattgefunden haben. 5 10 15 20 25 30 35 40 1390 319 gebent umbe bescheidene pfeninge, das wil man öch strenglich und vesteklich zu in rillten. Zu glicher wise söllent es alle vischere mit iren vischen gegen mengelichem halten, als es von den metzigern do vorgeschriben stot. 5 Es süllent öch alle brotbeckere brot bachen, welre hande brot ir iegelicher wil und wie dicke er wil, also das er ein pfennewert brotes umb ein pfening baclie und kein vorbrot gebe, und hettent die brotbecker umb soliche Sachen deheinen salz under in uf gesetzet, der sol abe sin gentzlich und gar, wenne wir wöllent, das mengelich brotes gnüg by inen finde und kein gebreste sy. welre aber darüber durch mütwillen io kein brot buche oder durch des hofes oder andere Sachen willen das brot deste kleiner oder deste krengker buche, zu dem und den wöllent wir es vurbasser denne zu andern ziten strenglich und vestekliche rihten und rehtvertigen uf den eit, wenne wir öch hüte darüber wöllent setzen, die sünderliche zu dem brote, zu fleische, zu vischen und zu allen andern dingen, die vorgeschriben sint, hüten söllent und war i5 nemen, wer die sint, die soliche ding verbrechen!. actum et pronuntiatum die do- minica proxima ante diem festy nativitatis beate virginis Marie anno etc. nonagesimo sub domino Reinboldo Wetzel magistro et sub domino Cunrado Armbroster magistro schabinorum. 1 Str. St. A. AA. 1921. conc. od. cop. ch. coaev. (Papierrolle auf beiden Seiten beschrieben.) 20 Ibid. Ordnungen tom. 13 fol. 107. conc. ch. 1 Auf derselben Papierrolle folgt unmittelbar eine Fortsetzung dieser Patsverordnung , die unter Wiederholung der Verordnungen vom Jahre 1390 für das Turnier von 1408 Ende Mai als Zusatz zu derselben erlassen worden ist , und hier des sachlichen Zusammenhangs und kulturgeschichtlichen Interesses wegen mitgetcilt werden mag: Also ouch vormals [1390] allen zapfenern gebotten ist und sü ouch gesworen baut, 25 daz sü keinen win z& dem zapfen höher sollen! geben, denne uff den pfennig, also sü ingeköffet hau und ouch gebotten ist, daz nieman win schencken sol, er habe denne vor gesworen, do erlftbent wir mengelichem disen hof mit namen in disen nehesten künftigen viertzehen tagen win zü schenckende und zff gebende, wie er mag. also, daz sü in vorhin verungeltent, als daz alles vormals gehalten und uff gesetzet ist. doch so sol men alle andere gebotte halten, die von des wines wegen vormoles ufgesetzet und verso schriben sint. Es ensol ouch dehein ungewoffent man noch frowe noch niemans kint oder gesinde uff der ge- r&ste, do die gewoffenten uffe stont, nit, kümmern noch do uff sin, wer darüber do uffe gesehen wurde oder daruff kerne, der bessert 5 lib., alz dicke er daz düt. Es ensol auch nieman in den ring riten, uszgenummen, die ein ammanmeister heisset mit ime 35 riten. wer daz verbrichst der bessert 5 lib. Ouch beduncket min herren den ammanmeister gilt, ebe es üch wol gevellet, daz man nüt me denne flise hie nochgeschriben porten offen sol loszen und keine me. daz ist mit namen : spittaltor, metziger turn, sant Steffans tor, züm jungen sant Peter und zftm alten sant Peter und daz man under iedie offen porte ein gewoffente man sol dün und uff den turn vier gewoffente man und daz man io ouch die bedecketen brücken besetze [mit] 12 gewoffenten. Ouch beduncket min herren den ammanmeister güt, daz zwene erber manne uff dem münster sient by den wahtern. Ouch beduncket in güt, daz man sehs einspenniger knehte uf dem velde an drien enden sol haben litende zft besehende daz velt umbe und umbe. 45 Die alten herren beduncket güt, wenne es ouch unserer stette nützlich und erlich ist, daz man sol haben fünf hundert gewoffenter man von den antwerken die geradensten und basz erzügesten, die iederman under sine antwercke vinden oder haben mag. und die sollent uff dem Rossemerkete des turneys hüten, und sollent der lüte iewedersite des Rossemerketes zwey hundert man ston und vornan an der harren ein hundert, und]] sollent doch ie daz antwerck bestellen, daz ein erberman VI. 41 320 1390 604. Straßburg erklärt den Grafen von Württemberg , den Markgrafen von Baden und Heinrich von Fleckenstein frei von jeder Ansprache und Forderung wegen des Straßburger Bürgern zugefiigten Schadens. 1390 September 25. Den edeln herren grafe Eberharte von Wirtenberg, marggräfe Bernharten zu Baden und herrn Heinriche von Fleckenstein dem eitern enbieten wir Beimholt Wetzet der meister und der rat von Strazburg unszern früntlichen, willigen dienst und waz wir gutes vermügent. gnedigen herren, als ir und die uwern unsere bürger gut angegriffen und gen Beinheim gefurt haut, also kündent wir uvern gnaden, das von desselben angriffes und derselben getete wegen wir und alle unser burger, alle unser erben, nachkommen und die unsern niemer anspräche noch vorderunge an üch, uwer helffere, dienere und die uwern und mit nammen an alle die, die bi demselben angriffe gewesen sind, gehaben sollen! noch wellent und üch noch sie in de- heinen wege von der sache wegen leidigen noch bekümern in deheine wise äne alle geverde. und dez zu einem offen urkunde so ist unszere stette ingesigel an disen brief gehencket. der geben ist an dem liebsten sunnentage vor samt Michels dage nach Cristi gebürte da man zalte drüezehenhundert jare und in dem nüczigesten jare. Stuttg. St. A. M. Baden A. 1 B. or. mb. c. sig. pend. Reg. d. Markgr. v. B. nr. 1501. 605. Hanneman von Schönau verleimt das Fischmeistertum zu Straßburg an Wilhelm von Mülnheim. 1390 September 30. Ich Hanneman von Schönöwe genant von Stetemberg ein edelkneht tun kunt allen den, die disen brief anesehent oder hörent lesen nü oder hie noch, daz ich ane- gesehen habe die genemen getruwen dienste, die mir Wilhelm von Mülnheim hern Eberlins seligen sun von Mülnheim eins ritters zu Strazburg dicke und vil geton het und noch in künftigen ziten wol getun mag, und habe yme geluhen frilichen von der hant mit kraft dis gegenwertigen briefes zu ebne rehten manlehen yme und allen sinen lehenserben das vischermeistertüme und das vischergerihte zu Strazburg mit allen den rehten und gevellen, die dar zu gehören! und von alter her von minen altvordern an sine altvordern broht und gehalten sint, mit den rehten und gevellen, alse sü hernoch in disem brief geschriben stont, sie sient gesüchet oder ungesüchet, wie die funden werden!, die zu disem leben gehören!, ich habe yme ouch geluhen die Brü sehe in der stat zu Strazburg, die ouch in dis leben gehöret, alse ouch sin altvordern das selbe wasser die Brüsche genützet und genoszen hant mit vischende gesüchet und ungesüchet, alse es von alter her an sü broht ist und genützet hant, under iren gesellen sy, dem sine ander gesellen gehorsam sin süllent und sint. men wil ouch ledern antwercke sin schilt uff dem Bossemerkete slahen, wo es stan sol. do sol ouch iedie geselleschaft zühteklichen und bescheidenliche stan und sol nieman ungewoffentens by inen stan, wo darüber ieman by inen stünde, der ungewoffent were, daz süllent die gewoffente nit gestatten, dar zü so mftsz sem- liche smocheit erbotten werden, daz soliche ungewoffenten woltent, daz sü nie dar werent kummen. Bise gebot geschahent ouch, do der hoff, das stechen alhar in die stat geleit was; der selbe hof was in der nehesten Wochen vor der pfingestwochen anno domini 1408 under hern Heinrich von Mülnheim dem meister unde hern Gossen ammanmeister. 5 io 15 20 25 30 35 40 1390 321 noch lehens reht und gewonheit. das selbe wasser anefohet. zu Margbach by dem gesselin, das do zubet zu der spitzen her abe indewendig des Rintsüter graben und der gegen her über ist ein zug almende nidenan an der herren müle zu sant Thoman und by des Hüffelins müle gehöret es in dis leben und get her abe durch die brücken 5 alle zu beiden staden nutze an daz gesselin, das hinder der stette ringmure inget, by dem güldin turne, do der Rinegiesse 1 her in flüsset, obwendig sant Stephans brücke, indewendig ist es almende, es ist ouch zu wissende, das der egenant Wilhelm von Mülnheim, und wer dis leben ynne bet, einen undern vischermeister sol setzen, der yme die gevelle und die reht yn neme, die do vallent oder dar zu gehörent io oder er mag es selbers besitzen, die vischere söllent ouch niergent kein gerihte anderswo suchen noch nemmen denne in eins Übermeisters hoff oder in des hoff, der denne dis leben ynne het, und besitzet, das daz antwercke ane get oder antriffet von vi- schendes wegen oder dem gliche, es sie denne umbe wunden oder unfügen oder eigen und erbe, das do für daz öbergerihte gehöret für meister und rat zu Strazburg. is wenne ouch in den hoff gebotten wurt, do ist das erste gebot zwene pfenninge und mag daz fürbas gebieten nutze an süben Schillinge pfenninge. vellet. ein urteil wider einen, das ist sehtzehen pfenninge. men mag ouch wetten alse vor weltlichem gerihte umbe schulde, verhütet man hürling zu vohende, daz ist by süben Schillinge pfenninge. und waz dirre gebot und gevelle sint, die söllent alle eime öbermeister 20 werden, der dis zu leben het. ist es ouch, das ein lantman sin reht oder sinen ey- nunge kouffen wil, daz sol er umbe einen öbermeister tun, als er denne mit yme gedingen mag. doch bette man lange zit vier pfunt pfenninge von eime lantman genommen, ist es ouch, das ein vischer kint het, der sin reht vor köffet het, wenne die zu iren tagen komment, wellent sü denne visehen oder daz antwercke triben, 25 so sol ir jeglicher zehen Schillinge pfenninge geben eime Öbermeister. wer der ist, der sin reht und sinen eynunge empfohet, der sol den ahte lüten, die das gerihte in deine hoff besitzent, zwene Schillinge pfenninge umbe win geben und vier pfenninge zu stüle gelt, die vischer mögent ouch alle jore ahte erber man kiesen under, in der sol ein öbermeister den eit geben, die söllent sweren zu rehten ziten in des öber- 30 meisters hoff oder in des hof, der denne dis leben ynne het und besitzet zu gonde und do zu rihtende, alse es har kommen ist dem armen alse dem riehen und eime öbermeister und dem antwercke sine rehte zu behebende, alse verre sü mögent one alle geverde. ist es ouch das einre sin reht verlüret, ehe es die geswornen erkennent, der müsz es von nuwem uf umbe einen öbermeistere kouffen. und was der gevelle so und gebot sint, die söllent alle eime öbermeister werden one die stüle pfenninge und die zwene Schillinge pfenninge umbe win, die den ahte lüten zu gehörent. und her umbe so sol in ein öbermeister geben, obe sü wellent, alle jor, so daz antwercke sin gedinge het, in eins öbermeisters hoff zwene ymbis zu herbeste, einen und zu vasten einen, do sol men in zu herbeste geben ie zweigen drü pfunt fleisches und ieg- 40 liebem ein schüssel mit krute und ieglichem ein brot und ein halbe messe wines. und zu vasten sol men ie zweigen geben drige beringe und ieglichem ein brot und 1 Heute Züricher-Straße. 322 1390 ein halbe mosse wines und ein schüssel mit louche und ein schüssel mit kalten erweissen one oley. wil aber ieman baz gessen, der mag es kouffen, umbe sin gelt, do süllent ouch zu ledern ymbis vier schencken sin, den sol men zu herbeste geben ieglichem zwey pfunt röwes rintfleisches und zwey brote und ein halp vierteil wines und zu vasten ledern schencken zwene beringe und zwey brote und ein halp vierteil wines. dis ist des hofes und eins Übermeisters reht, waz er den vischern und sü yme wider umbe tun süllent. und wenne sü über tische gesitzent, so get ein übermeister umbe oder einre von sinen wegen und gif yme ieglicher vier pfenninge, welher ouch nüt kommet zu dem ymbis, der git zwene pfenninge, der sin reht het. verlüre ouch einre sin reht oder sinen eynunge mit diepstal oder demgliehe mit un- detten, der müsz mit eime öbermeister oder mit dem, der dis leben ynne het, dar- umbe über kommen, sol er daz antwercke triben. es sol ouch nieman, der in dem burgbanne sitzet, daz antwercke triben, er habe denne vor sin reht umbe einen übermeister oder umbe den, der denne dis leben het und besitzet, gekouffet. dise vorgeschritten reht und alles, das von alter her hie zu gehöret und des obgenanten Wilhelmes von Mülnheim altvordern von minen altvordern gehebet hant in lehens wise, das habe ich Hanneman von Schönöwe genant von Stetemberg do obgenant geloben dem egenanten Wilhelm von Mülnheim zu eime rehten manlehen. und het ouch er mir dar umbe gehuldet und gesworen semeliche truwe und eide, die ein man sime herren von sinre leben wegen von rehtes wegen billichen tun sol. und des zu urkünde, so habe ich Hanneman von Schönöwe vorgenant min ingesigel geton heneken an disen brief. und beschach dise empfengnüsse, alse der egenante Wilhelm von Mülnheim die obgenanten leben von mir empfangen het, an dem nehsten fritage noch sant Mathis ahteste dez heiligen zwölfbotten in dem jore do man zalt von gottes gebürte drützehenhundert jore und nüntzig jore. Str. St. A. G. U. P. lad. 86 fase. 1. or. mb. lit. pat. 1 sig. pend. mut. Ibid. noch vielerlei die Fischerei betreffendes Material aus späterer Zeit. Gedr. Brücker, Zunft- u. Polizeiordnungen. S. 199. 606. Schlettstadt an Strassburg: bittet Boten zu dem Tage nach Hagenau zu senden, den König Wenzel daselbst ihrer Juden wegen angesetzt hat . . . und mit Sonderheit die (boten), die vormals bi den Sachen gewesen sind oder ir einteil, datum feria 6 ante festum seti. Dionysii. 1390 October 7. Str. St. A. G. U. P. lad. 174. or. ch. lit. cl. c. sig. i. v. impr. Gedr. auszüglich: I). B. A. II, pg. 284. 607- Markgraf Bernhard an Meister und Kat von Strassburg: antwortet, dass er wegen ihres Bürgers Claus Zorn mit seinem Bruder gesprochen habe, dem sie nur selber schreiben sollen, und dass er gerne bereit sei einen Sühntag zu Lichtenau zu besenden . . . ouch umb sölichen schaden, der uns und den unsern in dem krieg, den ir und ander stete mit den fürsten und herren gehabt händ, von üwern und der andern stete wegen geschehen ist, darumb wir doch auch vormals mit unsern 5 10 15 20 25 30 35 40 1390 323 briefen und erber bottschaft an üch kerung erfordert haben, die kerunge uns ouch doch noch nit geschehen ist. und begeren aber an üch mit ernst, das bas unser schade gekert werde, als wir üch wol getruwen, dann wo uns daz nit geschehe, so dühte uns daz unreht geschehe. datum Pforczheim feria quinta post Lucie vir- 5 ginis anno 90. Pforzheim 1300 December 15. Str■ St. A. AA. 84. or. ch. Heg. d. Marlcgr. v. Bad. 1510. 608. Notiz über die Aufstellung der Glefen, welche in der Weise geschieht, dass kriegstüchtigen Leuten die pflichtmässig gehaltenen Pferde anderer zugewiesen werden io für die Dauer des Kriegszuges: z. B.: Hans Riffe sol nemen Walter Riffen pfert und Friederich Negel und decket Kippenheim pfert. Hans Ludewig sin pferd und Hans Deseben pfert. Fridel von Setzingen sin pfert und sins vatter pfert und sins brüder pfert. J a c o p von R e i n i c h e n sin pfert und siner swiger pfert. 15 CI au s Erhärt sin und der Werberin pfert u. s. w. Str. St. A. 6. U. P. lad. 20 m\ 6. Papierzettel, (gefaltetes Folioblatt.) 609. Ratsbeschluß wegen der Söldner. [1380100.] Unser lierren sint uberein körnen, daz man den söldenern, die daz lant abfarent zum nydern lantfriden, einen sott furgeben wil vier und zwentzig guldinn und dar- 20 nach, als vil als sie angeburt nach margzal. und wollen! ouch weder irre beugest und pferde keyn ergerunge gelten, ez enwere denne, daz ein beugest oder pferde stürbe odir abegienge uf der verte oder uf einer offenen füterunge verloren würde mit irs höptmannes urlop und wissende und mit dem venlin, daz wil man gelten [und] anders niht. man sol in ouch zwen wagen und einen karrich lihen 25 [und] dem höptmanne sol man einen beugest lihen zu einer banyer. man sol einem pfiffer lihen ein pfert; und süllent die seidener alle mit gekröneten helmen varen. Dis sint die seidener die das lant abe süllent. zu dem ersten : herr Johans Zorn der höptman. 30 ttem herr Friderich Klette. Item der von Stille. Item Hugelin von Bulach. Item Reimbolt von Schönecke. Item Obreht Judenbretter. 35 Item Ortelin Sippes. Item Friderich von Dunzenheim. Item Gosse Sturm. Item der junge Epficher. Item Erbe von Dirmingen. 324 1390—1391 Item Wetzeis sun Marsilius. Item Cüntzelin von Wintertur zum Engel. Item Wisbrötelin. Item Billung von Heiligenstein. Str. St. A. G. U. P. lad. 20 fase. 3. or. ch. (Zettel) 610. Ratsbeschluß über die Stellung von Pferden. [ 1389 / 1 , 31 ) 0 .] Unsere herren sint uberein kommen, daz alle unsere bürgere und burgerinnen, die da liengeste und pferde von geholtes wegen haben söllent, daz öch dieselben, wer die sint, dieselben ire liengeste und pferde haben söllent hinnan untze an den heilgen pfmgest tag nü zu nehste körnet, het öch yeman kein argerunge an sinen hengesten oder pferden oder ist yeman kein plant pfert abe erlöset, daz sol er alles hinnan dar ervollen. het öch yeman nü zu ziten liengeste oder pferde von gebotz wegen, die sol er nit abe körnen ane urloup meistere und rates. und wer diz verbreche, der beszert 10 tt. und wil man öch die bi dem eide nyeman varen laszen. und wil man öch mengelichen zü stunt nach pfmgesten, so man rilltet, zu rede dar- umbe setzen, es sy von gantzen pferden oder von halben. Str. St. A. G. D. P. lad. 20 fase. 6. Papierzettel. 611. Bruchstück 1 einer Instruction für Straßburger Gesandte an den König in Sachen der Acht. [ 1390 - 91 ], Zum ersten : so sollen! unserre botten vordem, das man uns und unserre stat usz ohte und aberohte losze und uns des briefe gebe an alle fürsten, herren unde stelle, das wir usser ohte und aberohte sient. und wer es, das dehein herre, stat oder niemand anders uns widerseit darumbe bette, das der oder die ire vigentschaft gegen uns abeloszent. Item das wir aller der anesprochen oder vorderungen, die unser stat unserre bürgere oder die unsern angesprochen sint von unsers herren des küniges oder des 1 Auf der andern Seite desselben Blattes stehen 2 Notizen, die auch in diese Jahre gehören : Wir wöllent ouch nit, das ieman, wer der sige oder wie der genant sige, die stat von Straszburg ane- spreche oder in deheinen weg bekümbere umbe welchen, schaden und Verlust, so ynen geschach von den stetten des bundes an dem Rine in Schwaben, Peyern oder Francken. wenne wir wol underwiset sint, was dienstes sie zfi. demselben bunde dotent, daz sie das dftn mftstent eydes und erenhalb, also sie sich des verbunden hettent, wände wir wollen! nit, das sie iemand ichtzit darumbe schuldig sient zü kerende oder ze widerd&nde. [Nach einer Lüche.] So denne von der brücken wegen, die die stat von Stroszburg gemacht hant über den Rin, die mengelichem dem riehen und dem armen nütze unde gftt ist, daz wir wol bekennen!, do gunnent und bestätigen! wir in die selbe brücke, das sie die haben und do uffe nemen mögen! von eime wagen 8 den. von eime karriche 4 den. ein man und ein pfert 2 den. ein pfert oder ein grosz vihe ein pfennig, ein klein vihe ein helbeling, ein lidig mensche ein pfennig. und sol sie daran nieman irren in denheinen weg. io 15 20 25 so 35 1391 325 heiligen riches wegen, wenne das ist oder gesin möhte untz uff disen hütigen tag ledig und quit sint und das wir darumbe gentzlieh und lüterliche mit unserme herren dem kunige und den sinen gerihtet und geslihtet sint. Str. St. A. AA. 112 nr. 104. 5 618 Wir Friderich von gotz gnoden byschof zu Stroszburg kündent mengeliebem mit disem briete, also die erbern wisen der meister und der rot der stette zu Stroszburg -umgriffen und gefangen hant hern Hanneman vom Huse von Isenbeim ritter von solicher anesproche wegen, so der erwirdige brüder Johans meister sante Antho- nien huses zu Isenbeim ir burger an den selben beim Hanneman vom Huse bet von io sin selbes und sines gotzhuses wegen zil Isenbeim, daz wir dar umbe die selben meister und rot zu Strozburg und den vorgenanten bruder Johans den meister und sin closter zu Isenbeim, alle ire burger, beider, diener und die iren und ouch den egenanten beim Hanneman vom Huse, ritter Hans Ulrich vom Huse und Hanneman von Isenbeim den banghart sine sune alle ire helffere, dienere und die iren mittenan- i5 der gütliche gesunet, gerihtet und geslihtet hant in dise wise etc. etc. geben zu sante Arbegaste des nehesten zinstages vor dem heiligen zwölften tage noch winachten des jores etc. 1391. Kloster St. Arbogast 1391 Januar 3. Str. St. A. G. U. P. lad. 166. or. mb. I. pat. c. s. pend. 613 Ratsbeschhiß über Behandlung der Straßburger Außenbürger. 1391 Januar 29. 20 Also unserre stat alle unserre uszburgere, under wem die sitzent, one die under unserme herrn dem byschofe sitzent, banthaben, schüren und schirmen wellent, alz daz von alterber kommen ist, do sint unser herren meister und ret Übereinkummen, daz dieselben unserre uszburgere, wo die also sitzent, ir burgreht rillten und geben söllent hinnan bitze zu der groszen vastnaht, wenn welre des nit endete, dem wellent 25 wir darnach weder geraten noch beholffen sin. und sage ouch disz ie einre dem andern. actum die dominica proxima post diem conversionis scti Pauli anno 91. Str. St. A. G. U. P. lad. 271 fase. 4. conc. vel. cop. ch. coaev. Gedr. Wencker, de ußburg. S. 165. 614. Bischof Friedrich an Strassburg: teilt mit, dass Graf Heinrich von Zwei- so brücken und Bitsch sein Feind sei und bittet auf Grund des zwischen ihnen be- stebenderF Bundes . . . daz ir uns schickent zweite mit glefen geweffender lute wol ertzuget, und daz die sigent uff den nehten sünnetag so man singet Reminiscere zu naht zu Zabern. . . . Alles Nähere soll der Ueberbringer des Briefes erzählen, gebin under unserme ingesigle dez nesten fritages vor Invocavit. anno 1391. 1391 Februar 10. 35 Str. St. A. AA 1409 nr. 61. or. ch. lit. pat. c. sig. impr. 326 1391 615. Breisach an Strassburg: hater fahren, dass grosser Schade angerichtet werde . . . mit der stein waten, dem affenberren und mit sölichen engen garnen an jungen fischen, die doch der weit wenig ze nutze noch ze fromen kommend, sonderlich selbling und esche . . . Schlägt desshalb vor die engen Garne bis Johannistag zu verbieten. datum in die inventionis s. crucis anno 91. 1391 Mai 3. 1391 Mai 3. s Str. St. A. G. U. P. lad. 86 or. cli. lit. cl. 616. Claus Berer der Meister und der Rat von Strassburg an Markgraf Bernhard zu Baden: bitten den Seinen, welche dem Heinrich von Fleckenstein Herrn zu Dachstuhl beistehen gegen die von Hagenau, zu befehlen, dass sie ferner nicht in das Gebiet und den Burgbann von Strassburg reiten, festi ascensionis. datum feria proxima post diem [1391 Mai 5.] Str. St. A. AA. 103. cop. ch coaee. lieg. d. Mnrkgr. v. Bad. nr. 1533. vgl. dort über die Datierung. 617. Breisach an Strassburg: herr Burghart Humel von Stöffemberg wolle den in Vorschlägen vom 3 Mai die Fischerei betreffend in der Gegend von Rheinau nicht beitreten. Strassburg möge ihn dazu veranlassen. datum feria quinta post festum penthecostes anno 91. 1391 Mai 18. Str. St. A. G. U. P. lad. 86. or. ch. lit. cl. 618. Die rheinische Landfriedenscommission von Straßburg: mahnt um Ent- 20 Sendung von 40 (Hefen nach Oermersheim doch zu einem späteren als dem früher mitgeteilten Termin. Mainz 1391 Mai 25. Unsern fruntlichen grüsz zuvor ersame wise lute, als wir eynen gemeynen zug erkauf haben, darumb wir üch nehste schrieben und menten von des lantfrieden wegen uwer zal Volkes, die nachgeschriben steet, zu schicken gen Germersheim 25 oder darby von noch hude über acht tage zu sin, laszen wir uch wiszen, daz wir, die wir by dem lantfaude geseszen hau, durch merer notz und frome des landes und gelegenheid der Sachen willen eymudelichen erkauf han of unser eide, daz wir den zog obgeschriben offgeslagen haben von dem donrstage, als ir die uren geen Juni is. Germersheim geschickt solt haben, über virzehentage nebst darnach kommende, daz 30 ist oft sant Vits und Modestidag. darumb inanen wir uch ernstliche von des lantfrieden wegen by den eiden, die ir dem lantfrieden getan habent und als hoe, als wir uch gemanen mögen, daz ir schicken uwer diener wol herzuget virtzig mit glewen geen Germersheim oder darby off den egeschrihen offgeslanden tag zu nacht zu sin in allermaszen bestalt und auch zu tun, als wir uwern gnaden vorgeschriben 35 han, damit her zu als ir von lantfriets wegen billich sollen!. datum Moguncii ipsa die corporis anno nonagesimo primo sub sigillo generalis paeis juxta Renum. 13Ö1 3 £? -992" Schenck Ebirhard herre zu Erpaeh lantfaut dos lantfrieden am Rine und die echt, die mit yeme obir denselben lantfrieden gesezt sint. Str. St. A. AA. 118. or. ch. I. cl. 619. Ratsbeschluß über die Ill-Fähre und das Fährgeld zu Grafenstaden. 5 1391 um Juni 29. Als meiste? und rat mit urteil erteilt haut, das wir das var zu Grafenstaden zu unsern banden genommen hant und das man gelt, das dovon gevellet, man unser stette alle wochen antwurten sol und das ane schriben sol und das gelt, das her Lienhart Zorn dovon ettewie manig jore ingenomen het, Lawelin Blenckelin die io geburen von Illekirche schuldig sint, das man oucli unserre stette geben und antwurten sol. und het darnach ieman üt an das var zu sprechende, dem mag alle sine rehte vor unserme rote daran behalten sin. so sint unsre herren meiste? und rat uberein körnen, das man das dem nuwen rate in den eyt geben sol, das su ouch das also halten! und hant haben! und das gelt, das man also ingenomen het 15 und schuldig ist, das su das unverzogenliche in gewinnet. actum circa diem sancte Petri et Pauli apostolorum anno domini 1391. Str. St. A. Schilter, jus statutarium fol. 291/2. 620. Die Strassburger Gesandten Johann Wisszorn, Johann Bock und Cuntze Müller an den Ammanmeister von Strassburg: sind vorigen Freitag Nacht in Mainz Juli 7. 20 angekommen, wo sie auch Volmar von Wickersheim angetroffen haben, doch ist der Bischof von Bamberg und die andern Räte nach Wesel abgereist und der Herzog von Bayern jetzt in Boppart. Doch haben sie auf Rat der anwesenden Wormser und Speirer Boten an den Schultheissen von Oppenheim geschickt und fragen lassen, ob jener der Meinung sei, dass sie Rhein abwärts folgen oder zu Mainz ihre Rückkehr 25 erwarten sollten. geben an scte Margreden tag. [1391] Juli 13J Str. St. A. AA 112. or. eh. lit. cl. 621. Instruction für die wegen Aufhebung der Acht an den König geschickten Straßburger Gesandten. [1391 ]. 2 Lieben fründe. alse ir uns geschriben hant, das ir rede haben! gehebet mit dem 30 byschof von Babenberg und mit den andern zweien herren des küniges reten von unserre ohten wegen und dar die manunge sye, daz wir fünf'tehalp tusent gülden geben sullent us der ohten zu kommende und das wir üch unser manunge darumbe und ouch von der andern stücke wegen sullent verschriben laszen wissen, also künden! wir üch, das unsere fründe und schölfel und aman darumbe bienander sint 35 1 Vgl. zur Datierung den Rechtfertigungsbrief Straßburgs an die Fürsten etc 1392 October 1. 2 Da der Endtermin dieser mehrfach erwähnten Mainzer Verhandlungen, die sich wohl bis an das Ende von 1391 hingezogen haben, (vgl. Straßburgs Brief an Heinr. z. Jungen 1392 Januar 2) nicht fest steht, so folgen hier die undatierten auf diese Mainzer Verhandlungen bezüglichen Stücke. VI. 42 328 1391 gewesen und die bedüncket allesament, daz man tun sulle und ouch vordem Sülle die stücke, die hie nachgeschriben staut. Zu dem ersten meinent sie, daz ir es süllent läszen dar gon umbe die fünftehalp tusent güldin, obe ir es nit geminren mügent, und das dieselben güldin den drien herren werden! in einre schencke wise. und bedüncket uns gut. sin, daz ir die fünf hundert güldin und ouch die vier tusent güldin inne behabent und davon nützit von banden geheut nutze an die stunde, daz alle die briefe, der wir notdürftig sint us der ohten zu kommende, hinder den schultheiszen von Oppenheim geleit sint worden, wände wir vörhtent, der in die fünf tusent güldin ietzent gebe, wenne sie danne wider heim keinen!, das sie danne nit me daran gedehtent und es also Hessen! ligen. ouch bedüncket uns nützlich und gut sin, was briefe uns davon oder von anderre unserre friheit wegen werden süllent, das die besigelt werden! mit unsers herren des romeschen küniges ingesigel und mit der kurfürsten ingesigel. mühte es aber mit der kurfürsten ingesigel allersament nit sin, daz sie danne doch besigelt werden! mit hertzoge Rüprehtes von Peygern und der bysehof von Mentze, von Triere und von Colle ingesigel. ouch beduhte uns nützlich sin, gät es also dar, das man uns denne unsers herren des küniges briefe gebe an den nidern lantfriden und an den lantvogte zu Elsas, der danne ist, und an dez riches stette zu Elsas und an alle fürsten, herren, dienstlüte, rittere und knehte und stette. were ez daz uns ieman von der ohte wegen anlangen wolte oder uns von derselben Sachen wegen fürbasser bekümbern oder anlangen wolte, wer der were, das sie uns gegen den geroten und beholffen sin süllent getruweliche äne alle Widerrede, und beduhte uns nützlich und gut sin, so man uns us derselben ohten tünde wir!, daz danne versorget werde, daz die künigin von Engellant noch der von Bergöwe noch alle die, die sich derselben Sachen angenummen hant oder sich ir hinnanfürder annemmen weiten!, und ouch mit nammen beim Johan Harlestein, das ist der ritter, den her Brune von Rappoltstein gefangen hat, und noch die unsern nit anderwarbe noch me von der selben Sachen wegen bekümbernt, ez sie mit gerihte oder äne gerihte. ouch bedüncket uns gut sin, so der hoferihter uns uz der ohten lassende wir!, daz er uns danne einen versigelten brief gebe, daz er bekennet, daz wir unschuldekliche in die ohten körnen sint und das wir unsre friheit genossen hant, das wir dar us sint kommen, und umbe alle die vorgeschritten stücke beleihen! wir üch zu suchende, das sie darganget, alse da vor ist bescheiden, was aber üch dar an nit gefolgen mag, ez sie umbe welhes stücke es dar under sie, da beleihen! wir üch, daz ir damit tunt, was üch bedüncket, daz das nützelicheste und beste zu tunde sye. Und alse ir uns ouch geschriben hant under andern dingen, daz wir üch ein nottel verschieben senden selten!, so beleihen! wir üch, das ir uwere guten fründe darzii nemment und briefe machen!, alse üch danne bedüncket nach den lölfen, alse ietzent daniden sint, nach dem alse ir der stücke danne mitenander Überkomment, alse es üch danne bedüncket, daz es uns und den unsern aller nützlicheste und beste gesin mag. Str, St. A. AA. 112 nr. 113. Papierzettel. Auszügl. geär. Bapp. Urlcb. II , S. 274 AnmJc. 3. 5 io 15 20 25 30 35 40 1391 329 G22. Die Strassburger Gesandten : Hans Wiszorn, Cuntze Müller und Hans Bogk an ihre Stadt : sind nach vielem Verhandeln mit dem Bischof von Bamberg, den königlichen Räten, dem Oppenheimer Schultheissen und Volmar von Wickersheim, trotz anfänglichen Widerstrebens darauf eingegangen, jenen für ihre Bemühung um 5 Aufhebung der Reichsacht 4500 Gulden, wovon 500 sofort, 4000 nach vollständiger Ablieferung aller zugehörigen Urkunden und Erneuerung der städtischen Privilegien zahlbar sind. Bitten um neue Instruction, sowie möglichst schnelle und geheime Erledigung der Sache. geben zu Mencze am dinstage zu naht. Mainz [1391.] Str. St. A. AA. 112. or. ch. lit. cl. io 623. Die Strassburger Gesandten Hans Weisszorn, Cuntze Müller und Hans Bogk in Mainz an den Rat: haben auf Ersuchen des Bischofs von Bamberg vor diesem mit den königlichen Räten verhandelt. Dies sind die Schlusspunkte: Herr Dislach und Tristram und alle andern sollen völlig gesühnt sein mit Strassburg; alle Feindschaften u. d. gl., die von der Acht herrühren, sollen abgestellt sein ; alle Gefangenen 15 auf beiden Seiten frei und ledig, alle Bürgschaft abgethan sein.ouch wisent, daz sui an uns gemutet haut und ouch heftekliche do an blibent, daz wir dem kunige ein dienst getan soltent han und solte daran dem bischofe von Bobenberg gestanden sin. do woltent wir kein rede von hoern und slugent ez uz; ouch hant sui an uns gefordert, daz wir uns soltent binden zu dem kunige in al der masen, also wir uns 20 zu dem keiser verbunden hettent in dem lande zu Elsaz, also das der brief wiset, den ir hant. do mogent ir noch uf bedencken, waz uwers willen sige. doch vollegat daz erste allez, obe ez uwer wille ist. . . . Der Bischof von Bamberg und die königlichen Räte haben inzwischen Mainz verlassen und wollen nach einem Besuche des Erzbischofs von Mainz nach Frankfurt reiten, worüber wohl 4 Tage vergehen werden. 25 Sie bitten um Antwort, ob sie dorthin folgen und den Vertrag abschliessen oder erst nach Strassburg zurück kommen sollen. [1391.] Str. St. A. AA. 112. or. ch. I. cl. 624. Bischof Lamprecht von Bamberg, Hynatschko 1 von der Buben und Borsiboy von Swinar geben den Boten der in der Acht befindlichen Stadt Strassburg, welche 30 bei ihnen in Mainz waren, freies Geleit nach Böhmen zum König 1391. [Mainz 1391.] 2 Str. St. A. AA. 112. or. ch. c. sig. impr. 625. Burckart von Mülnheim dem man sprich et von Rechberg der Meister und der Rat von Strazburg an Junker Johann von Lichtenberg: teilen mit, dass ihnen die 35 1 Vgl. Hegel, Königsh. 11, 863: Henricus Scopek de Duba der von 1380—92 häufig als magister camerae et curiae genannt wird. 2 Vgl. bezüglich der Einreihung die Annik. zu Nr. 621. i -»i r 330 1391 Grafen Symont und Hanneman von Z weinbrücken, Rudolf von Mörsperg und Weckelin ire helfer groszen schadeu getan han . .. und malmen ihn zur bundesmässigen Hülfe und Oelfnung seiner Burgen. datum feria proxima post diem s. Jacobi apost. 1391 1 2 . 1391 Juli 31. Str. St. A. G. U. P. lad. 271. cop. cli coaev. Ebenda erneuerte Mahnung vom 1. August (i. die Petri ad vinc.) u. vom 7 Aug. (feria 2 a. s. Laurentii) Gedr. Wenclcer , de ußburg. 212. 5 626 Ratsbeschluß über Pferdehaltung und Brandschatzung . 1391 August 7 . Daz nieman von unserre stat sol riten noch varen one urlop meister und rotes. >» es sol ouch nieman sin pfert usser der stat riten ane urlop. und wer ouch nit heim ist oder sin pfert nit heime enhet, der sol vürderliche nach in schicken, daz kein breste an in sige. wenn wen men heisset riten oder pferde darlihet, und daz nit diit, am weine der breste ist, von dem wil [man] daz swerlich verbessert haben, wenne men- gelich sol gerüstet und gewarnet sitzen. >s Es sol sich ouch nieman, der unserre stette oder unsern bürgern zu gehöret, brantschetzen in den heinen weg. wer daz verbrichet, der bessert hundert marck silbers und zehen jor von unserre stat und sol uns ouch also vil geben, also er sich denne geschetzet het. und wer ouch soliche brantschatzunge nutze uff dissen hütigen tag nit geben het, der sol sü ouch nit geben. 20 Actum et publicatum feria secunda ante Laurencii anno 91. Str. St. A. Stadtordn. Bd. 19 fol. 162. eingehefteter Zettel. 627 . Johann von Lichtenberg an Straßburg .- beantragt seine Entlassung aus dem Straßburger Bürgerrecht.' 1 [1391] August 15. Den wisen und bescheiden, dem meister und dem rate zu Straszburg embiete as ich Johans herre zu Liehtenberg, waz ich liebes und gutes vermag, als ir mich zu drien malen ignote gemant haut umbe helffe mit uwern offen briefen und mir in uverm testen briefe geschriben hant , 3 were es daz ich üch nüt endete, als ir mich gemant hant, so woltent ir herren, stetten und mengelichen von mir klagen, daz ich nüt enhielte, daz ich üch zu den heiligen gesworen habe, do wissen!, daz mir geseit so ist, daz ich uch nützit do von verbunden sölle sin, als üch min herre der hertzoge ouch in sinem briefe geschriben het. darumb bitte ich uch früntlichen, daz ir mich ansprachen von der burgerschaft wegen erlaszen wellent, als ich ouch under- wiset bin, daz ich ir erlaszen sol sin von dem rehten, und mir minem brieflf wider geben wellent, den ir von mir hant. meinen! ir aber daz nüt zu tünde oder meinen!, 35 daz ich üch üt fürbaz verbunden sin sölle, und wellent darüber von mir klagen, daz 1 Am 7. August mahnt Straßburg zum dritten Male und erklärt, daß es Herren und Städte von dem Eidbruche Johannes v. L. benachrichtigen werde , falls auch jetzt keine Hülfe erfolge, (feria 2 a. d. s. Laurentii 139 1 .) 2 Dasselbe hatte er erhalten 1383 Febr. 21. vgl. oben nr. 125. 3 Vgl. nr. 625 Anmkg. 1. 40 1391 331 ich lieh doch mit getruwe, so wil ich gerne vor unserme herren dem römischen Könige, vor den curfürsten oder vor mime herren hertzog Rüpreht von Peyern laszen besehen, waz ich üch von eren oder von rehles wegen verbunden sol sin oder niit von des burgrehtes wegen verantworte. geben uff unser frowen tag der eren.' 5 Str. St. A. Gr. U. P. lad. 271 fase. 2. cop ch. coaev. (128. Breisach an Strassburg: seine Fischer haben beschlossen in seiner Weide nicht zu tischen ... an unser frowen abend, an zwölfhotten abend, am samstag zu nacht noch sus an keinem gebannen abend, den man firren soll. Dasselbe ist den Strassburger Fischern auch verkündet, doch haben diese es verschiedentlich übertreten io und schliesslich aus Rache Breisacher Fischer gefangen. Bittet die Breisacher freigeben zu lassen und die Strassburger an Befolgung des Breisacher Beschlusses zu erinnern. datum feria secunda post assumptionem Marie. [1391 August 21.] Str. St. A. G. U. P. lad. 86. or. eh lit. cl. c. sig. in v. impr. del. 629. Meister und Rat von Strassburg an Johann von Lichtenberg 1 2 antworten is auf seinen Brief vom 15 August: alse ir uns geschriben hant von uwers burgrehtz wegen, alse wissen! ir wol, daz wir getruwent, daz zu den ziten, da die rihtunge zwischen! fürsten, herren und stellen züging, daz da unsere erbern hotten, die da zu gegen wären!, vertedingetent mit den fürsten und herren, die zwischen! den Sachen giengent, das unserre stat ire erbeburgere uzgesetzet soltent sin und uns nit solle 20 angän. und uns ouch also uzgesetzet und us vertedinget wurden!, sie werent edele geistlich oder weltlich, so wissen! wir ouch wol, wie der lantfride begriffen ist, dar inne geschriben stat, das alle pfälburgere abe sin süllent, das wir ouch gehalten hant dar uf, das der lantfride züging. da besantent wir zu uns üch und alle unsere edeln bürgere und frägetent üch und sie, obe ir und ouch sie unsere bürgere hüben 25 wollen! und uns gehorsam sin, alse ir und sie uns gesworn betten!, da entwirrten! ir uns sunderliche, ir wollen! uns gerne gehorsam sin, alse ir uns gesworn betten!, wände ir wol bekantent sameliche grosse früntschaft, so üch und den uwern von unserre stelle geschehen was, das ouch wol lantkündig ist, wie wir üch by uwern landen und lüten behebet hant. doch baten! ir uns, wollen! wir in uwern slossen 30 us und in riten, daz wir es danne durch uwern willen detent und üch die be- nantent, die unsere vigende werent, und uf die wir riten wollen!, so wollen! ir uns uwern lip und gut dar legen und ouch tun, alse ir uns gesworn betten!, die selben 1 Derselbe bittet um. Antwoi't auf seinen und Herzog Ruprechts Brief, (uff s. Barlhol. tag.) August 24. — Diese Antwort erfolgt am 28 August. S. nr. 629. 35 2 Derselbe an Straßburg: will wissen, ob sie ihn der Ansprache erlassen, (d. frouweu tag der jungem.) 1391 Sept. 8. (or. ch.) — Derselbe bittet um Antwort auf zwei weitere Briefe von sich und Herzog Ruprecht, (d. sunnentag nach exaltationis.) 1391 Sept. 17. 332 1391 unsere vigende wir lieh ouch benennet hant. und darumbe so hant wir üch gemanet etc. datum feria secunda proxima ante diem decollaeionis Johanis baptiste a. d. 1391. 1391 August 28, Str. St. A. G. U. P. lad. 271. cop. ch coaev. Ebenda gleichlautender Brief an den Herzog Ruprecht; die Copie des Bundbriefes von Johann von Lichtenberg legen sie bei. Gedr. Weucker, de ußburg. 218. Beg. Koch u. Wille nr. 5351. 630. Pfalzgraf Ruprecht der ältere an Meister und Rat von Strassburg: auf das Schreiben Johanns, ihn seiner Bürgerschaft zu entlassen, und die abschlägige Antwort der Straszburger erinnert er, . . . daz unser herre der römische kunig zu Eger fürsten und stete entscheiden hat . . und auch nach rat der kurfursten und fürsten eynen lantfrieden und gesetze für recht gesalzt und gemacht hat und daz zu den heiligen gesworen ist von fürsten und steten zu halten, und hat darynne den hont und buntnisz abegenomen, als er des auch wol macht hat zu tun von des richs wegen, und hat da mit sin fürsten, graven, herren, dinstlutde, rittere und knechte wider an sich und daz riche genomen, yme und dem riebe zu warten und gehorsam zu sin, als sie des schuldig sin. und als ir uns auch geschriben hant, do ir yn den selben lantfrieden tredent, do liabent ir verteydingt, daz ir uwer erbeburger behalten soltent, davon wiszen wir nit. so han wir auch unser frunt eins teyls darnach gefraget, die auch da by waren, die hant uns gesagt, daz sie davon nit wiszen, daz key- nerley gen uch verteydingt sy anders, dann der lantfriede briefe von unserm herren dem kunig daz uszwiset begriffen und gesworn ist. und mogent ir daz selber wol mercken, daz des nyman macht het zu verändern, daz unser herre der kunige für eyn gesetz und recht gesatzt hat und gesworn ist, daz alle zu tun oder zu verändern, wann unser herre der kunig des alleine macht hat sollich gesetze und recht zu setzen in gemeynen nütze . . Deshalb fordert er als oberster Hauptmann über den Landfrieden, dass sie Johann von Lichtenberg aus der Bürgerschaft entlassen. Wollen sie es nicht, so sollen sie sich an den König wenden. datum Heidelberg quarta feria ante nativitatem beate Marie virginis anno 91. Heidelberg 1391 September 6 . Str. St. A. G. U. P. lad. 271. or. ch. Gedr. Weucker , de ußburg. 219. Beg. Koch u Wille nr. 5352. 631. Burckart von Mülnheim der Meister und der Rat von Straszburg an Larburg : . . . alse ir uns under andern dingen verschieben hant, das wir üch das ein zit übertragen soltent, alse ir uns und die unsern in uwer stat zü Larburg und dar us varen lassen süllent, nutze das wine und andere koste in uwer stat kement, also wissen!, das es uns von üch frömde und umbillich beduncket sin. und dar umbe so bitten! und inanen! wir üch aber mit disem briefe, das ir uns und die unsern in uwerre stat zü Larburg us und in lassen! varen by dage und by nahte, wenne und wie dicke ez die unsern an üch und die uwern vordem!, und das ir ouch uns & 10 15 20 25 30 35 1391 333 und den unsern uf unsere vigende geraten und beholffen sint und da mit tunt, alse ir dez allesament gegen uns und unserre stat verbunden sint. und bittent üch oueh da by, daz ir den glefen, den luten und den, die vor Sarecke ligent, keinen kosten geben, und in disen dingen wollent tun, alse wir üch dez sünderliche wol getruwent, s und alse ouch wir gegen, üch detent. datum die exaltacionis sancte crucis 1391. 1 1391 September 14. Str. St. A. G. U. P. lad. 271. cop. ch. coaev. liegest: Jahrb. f. lothr. Gesell. I, 177, Fritz, Straßburg u. Saarburg. 632. Meister und Rat von Strassburg an Pfalzgraf Ruprecht II: können Johann io von Lichtenberg seines Eides nicht entbinden, den er von seines Rürgerrechts wegen geschworen habe. datum vigilia Mathei apostoli a. d. 1391. 1391 September 20. Str. St. A. G. D. P. lad. 271. cop. ch. coaev. Gedr. Wencker , de ußb. S. 221. — Reg. Koch u. Wille nr. 5356. 633. Meister und Rat von Strassburg an Johann von Lichtenberg: sie besitzen 15 seinen besiegelten Rrief \nr. 125\ über den Eid, den er des Rürgerrechts wegen geschworen hat, und können ihn von diesem nicht entbinden, sondern hoffen dennoch, dass er ihn halten werde. datum vigilia beati Mathei apostoli a. d. 1391. Str. St. A. G. U. P. lad. 271. cop. ch. coaev. 634. Bischof Friedrich von Straßburg verbürgt sich für den Frieden, der 2 « zwischen seinem Neffen Sigmund von Zweibriichen-Bitsch und der Stadt Straßburg geschlossen ist. Offenburg 1391 November 25. Wir Friderich von gottes gnaden bischoff zu Straszburg und pfleger der stift zu Basel tunt kunt allen den, die disen brief ansehent, lesent oder hörent lesen, daz wir in der missehel und kriege, die da sint zwuschent dem edeln unserm lieben 25 nefen Symunt greven von Zweinbrucken uff eime site und unsern lieben getruwen dem meisten, dem rate und der stat zu Straszburg uff die ander site einen friden geret und gemachet hant: der selbe fride anheben und angan sol uff disen liebsten 1 Aus diesen Jahren stammt wohl folgender die Beziehungen Straßburgs und Saarburgs betreffender Gedächtniszettel für einen Brief an Saarburg : Man sol den von Sarburg schriben, daz die iren in unser stat 30 gevaren sint über daz, daz wir in und unserme herren dem bisehofe von Straszburg vormoles verkündet und embotten hant, daz die iren nüt zft uns kommen sotten, und sider die uwern dar über zft uns kommen sint, daz uns doch nüt liep ist, so sint in ire pferide und daz ire mit dem gerihte in unser stat bekümbert, daz unsers herren des byschofes ist, daz selbe gerihte wir ouch gesworen hant by allen sinen rehten zft loszen. wellent ir do, so mügent ir ieman von uwern wegen an daz selbe ge- 35 rihte senden und des selben gerihtes reht aldo zft sftchende. und meinen! wir, daz uns daz selbe und ouch von Lütoltz wegen von Kolbotzheim nützit angon sülle, sider sü über unser botschaft zft uns gefaren sint. bedahte aber üch üt anders, so wil uns dar umbe mit rehte und bescheidenheit uff tage und stunden wol benftgen. Der anderteil meinde, daz man mit dem schultheisz solte reden, daz die pferide und daz ander, 40 daz den von Sarburg ire pferide und daz ire ledig würde geloszen, wenn die selbe Sache anders ist denne Lütoltz Sache von Kolbotzheim. — Str. St. A. Ordnungen tom. 21. f. 203. conc. ch. 334 1391 Novbr.xs. zinstag nach sant Katherinen tage, so die sunne uffgat, und sol Weren steteclichen April g3. und gentzlich von demselben tage bitze uff sant Jergentage nebst klimmende und den tag allen, und daz derselbe tri de getruwelieh gehalten und nit uberfaren werde, so baut wir gesprochen und sprechen ouch mit disem briete für den vorgenanten unsern nefen von Bitsehe, alle sine helffer und diener also*, daz sie denselben friden gegen der stat von Straszburg iren helffern, Iren dienern und allen den Iren ge- truwelich halten süllent. were es aber, daz derselbe fride von irem deheinem doch ane geverde hie zwuschent Übergriffen und uberfaren wurde, daz sol man keren mit der name oder aber den wert dafür ane Widerrede, und dez zu urkunde, so hant wir unser heimelich ingesigel zu ende dirre geschrifte gedrücket in disen brieff. der geben wart zu Offemburg uff den sampstag, der da waz sant Katherinen tag in dem jar do man zalt nach Cristus gebärde dusent drühundert nüntzig und ein jar. Str. St. A. 6. U. P. lad. 168. fase. 13. or. mb. lit. pat. e. sig. impr. del. 635. Hanman von Liebegg, Rudolf von Vessingen, Rütschman Reimen (?) von Münster, Niglin Dietschin von Wietlisbach und Cüntz Schult von Baistat thun kund, dass sie mit Johann. Berlin dem Meister und dem Rat von Straszburg . . . von der behabung wegen und gevangnüsse, so Hentzman Rorer und andern ir bürgern von den vorgenannten geschehen ist, gesühnt sind. Sie versprechen keine Ansprache oder Forderung mehr an die Stadt zu stellen, Liebeggs Siegel ist aufgedrückt. geben an sant Andrestag des jares do man zalte thusent drühundert nüntzig und ein jar. 1391 November 30. Str. St. A. G. D. P. lad. 166. or. mb. lit. pat. c. sig. in v. impr. del. 636- Ich Fritsche Stroseil ein edel kneht vergihe unde künde mengelichem mit diserne briefe, also ich anesprache gehebet habe an die erbern wisen den meister und den rot der stat zu Stroszburg von soliches schaden wegen, so mir von in und den iren geschaeh zu Waltenheim in dem kriege, so fürsten, herren und stette miteinander hettent, dar umbe ich ouch Kleinhug von Brümat iren burger angreif und ving, das ich dar umbe mit in und ouch sie mit mir dar umbe und ouch von aller ander ansprache wegen, in weihen weg ich die^an sie oder die iren untze uf disen hü- tigen tage gehebet habe, gütliche gerihtet und geslihtet bin .... Er gelobt die Sühne zu halten und hat sein Siegel angehängt. Auf seine Bitte hat sein Schwager Heinrich von Waltenheim dem man sprichet von Mülhusen das seine hinzugefügt. geben an dem nehesten sammestage nach sant Andres tage des heiligen zwölfbotten do man zalte drützehen hundert nüntzig und ein jar. 1301 December 2. Str. St. A. G. U. P. lad 166. or. mb. I. pat. c. 2 s. pend. 637. Hans Wepfermann von Barr an Straßburg : rechtfertigt sich wegen der Beschuldigung Straßburger Bürger gefangen genommen zu haben. Stollhofen 1391 December 14. Minen gewilligen undertenigen dienst bevor meister und rat der stat zu Strasburg. wissent von des angrifes wegen, alsz ich Hans Wepferman zu tünd habend 5 10 15 20 25 30 35 40 1391 335 mit den von Ehenheim, daz mir für kamen ist, wie daz in mich in schaden ha- bent, daz üwer burger mir gesworen süllent haben, daz sie nit sullent sagen, wer sie gefangen bah. daz ist nit, und bin sin unschuldig und me von der zweiger wegen, die mir gesworen süllent habent, die habend gesworen, daz sie mins lierren von 5 Strasburg sint. da lies ich sie ledig und lies sie gan. und sworent nit anders den ein schiebt urfeht uf die naht mir kein schad zu sin. und me betten sie an üch gesehen, ich sie alsz gern ledig geseit, alsz mins herren li'it von Straszburg. und ouch von des wunden mans wegen, alsz mir fürkumen ist, wie daz der zu üch höre, da liof ich, ich wils also verentwurten, daz ich gen üch in glimpfe ste und me, daz >o mir vil bekamen sint, die üwer und mins herren von Strasburg warent, die ich an kam, die ungete .... von mir kament sint. da bit ich üch ernstlichen durch mins dienstes willen, daz ir dag bescheiden für üch, ich wil mich enschlahen für mich und min heiler, daz ich daz ich got getruwe, daz ich der ding unschuldig sy, wenn ich es üch nit alsz gentzlich verschieben kan, alsz ich mich for üch verentworten i5 will, da bit ich üch, daz ir mir, und die ich mit mir bringe, ein fri trostung gent us und in an alle geverde. uwer verschiebend antwort laut mich wissen mit dis ein hotten. geben zu Stalhoffen an dem liebsten durnstag nach sant Enden dag. anno domini 1391. Hans Wepferman 2 » von Barre. Str. St. A. G. U. P. lad. 168 fase. 13. or. ch. I. cl. c. s. in v. impr. 63!i. Borziboy von Swinar an Heinrich zum Jungen 1 und andere über seine Bemühungen für Straßburg J 1391 December 16. Mein dinst zuvor über Heinrich, Wilhelm und Volmar. alz ir mir verschieben 25 habt mit hern Hynaczku, daz bau ich woll vernommen von der von Strospurg wegen und der theyding. nü laz ich ew wissen, daz wir daz meist teilt darumb ligen bey unserm hern dem kunig, daz wir dy sach gern zu gutem ende mechten bringen, über ffrünt. nu ist uns ein saldier einlfall geschehen, daz unsers hern dez kunnigz rett dawider sein und meinen, ez soll und müz unserm obgenanten hern 30 gelt daruz gen. und daz get her von Straspurg, von dem daz zaget, daz weyz ich nicht, wan ich allezeit gerner tet allez, daz ew liep ist und sunderlich, daz ichs gern, zu gutem ende brecht noch hewtes tags. geben zu der (. . ?) dez sameztags noch Luczie 91. Worzyboy von Swinar dez 35 römischen kunnigz haubtman in Beyern. [In verso] Den erbern und weyssen Heinrich zum Jungen zu Meyncze, Wilhelm von Barne und Volmar von Wickersheim meinen sundern ffrunden. Str. St. A. AA. 112. or. ch. I. cl 1 Vgl. über diesen Mainzer Bürger Hegel, Königshof. II. 633. Anmk. 4. 40 2 Dieser Brief war von Heinr. z. J. an Straßburg gesandt, vgl. Straßburgs Brief vom 2 Januar 1392. VI. 43 336 1391 639 . Dietrich Kemmerer an Strassburg: beklagt sich . . . daz die uweren off min Novbr.io. frunde helffer und mich gehalten haben off mandag nebst virgangen vor sante Katerinen dage, des dages wir auch off dem velde waren, und bette ich die von Hage- noüwe gerne geschediget, die mich zu eyme kryege gedränget haut wieder recht und bescheidenheit .... laszent mich wiszen, obe ich der uweren danne besorget siille sin oder nit. geben off sant Stheffans dag. 1391 December 26. Str. St. A. Abteil. IV. lad. 30. or. ch. 640 . Johans Berlin der Meister und der Rat von Strassburg an Diether Kemmerer: länt dich wissen, das wir dinen brief wol hant verstanden .... daz die unsern uf Novbr.io. dich und die dinen gehalten haben süllent uf dem mentdag vor sct. Katharinen dage, der zu nehest vergangen ist. und darumbe so kiindent wir dir, daz wir daran unschuldig sint und nützit darumbe wissent. und darüber so meynent ouch wir und die unsern din denheine sorge zu habende, dine verschriben entwürfe embüt uns darumbe mit disem unserm hotten wider. datum feria sexta proxima post diem festi nativitatis domini anno domini 1391. 1391 December 29. Aschaffenburg Dalberg-Areh. or. mb. I. cl. c. s. i. v. impr. del . 1 641 . Protokoll einer Münzberatung. [1391]. Von der münszen wegen. [1] Duhte die gut, die bienander worent von der münszen wegen: sit daz in dem briefe, also der bischof, die riches stette und wir überkumen sint, 2 verschriben April i3. stat, das man noch sante Bergen tage die erste riter vür sich nemen sol, also daz zürn ersten angefangen wart, so sol man ouch iegenote vürderliche dieselbe riter wider her vür nemen und waz geltes do durch dieselbe riter vellet, daz durchvallende gelt sol man zersniden und, durch daz daz grosze gelt hie blibe und nit von hinnan gefüret werde, so sol man den güldin setzen vür zehen Schillinge pfennige, also daz ie eins daz andere domitte weren mag. und sol ouch ie eins von dem andern ein güldin vür zehen Schillinge pfennige nemen und geben an allen dingen, wie daz genant ist, doch mögent die, die do güldin gelt hant, wol neminen vür ein güldin Schillinge und ein pfennig, also mögent, die do koufmanschaft tribent, an irre köfmanschaft ouch wol zehen Schillinge und ein pfennig vür ein güldin nemmen, aber an de- heinen andern dingen sol nieman anders me geben noch nemmen, denne zehen Schillinge vür ein güldin. und wer me gebe oder nemme, denne also vorgeschriben stat, der bessert etc. [2] Sü duhte ouch gut sin, daz man alle münssere jung und alt solle heissen sweren an den heiligen, ein güten rinschen güldin vur 10 sol. den. zü nemende und 1 Diese und spätere Briefe Straßburgs an Dietrich Kemmerer verdanken wir der gütigen Mitteilung des Herrn Archivar Morneweg in Erbach (Odenwald). 2 Dieser Vertrag wurde abgeschlossen am 2 December 1390; siehe oben und vgl. Cohn. Münzgeschichte S. 52. 5 10 15 20 25 30 35 1391 337 umbe einen und 10 so] her wider nsz zu gebende nit und hoher, item ein ungerschen giildin, ein behemschen güldin, ein gennöwer guldin oder duckaten sollen! sie umbe eilftelialb Schilling nemmen und mögent in umbe einen und eilftehalb Schilling herwider uszgeben und nit hoher, zu glicherwise sollen! sie ein alten francken umbe 5 eilf Schillinge nemmen und umbe einen und eilf Schillinge her wider uszgeben und nit hoher, noher mögent sie die vorgenanten guldin alle wol geben, sie süllent ouch sweren by irme eyde, was kleines oder böses geltes, daz durch die grosz riter volle!, in vurkumet, daz sü daz niemanne von banden gehen sollen!, wenne sü sollen! es unverzögenliche entwurten Glaus Merswin und der sol ouch umb ie daz lot solicher io pfennige geben 34 guter pfennige. [3] Die vorgenanten mi'inssere sollen! ouch by demselben irme eyde keinen bösen pfennig nemen, es sient Heidelberger, Mansheimer noch keine soliche böse pfennige. [4] [So beduhte ouch gut, daz nieman anders, denne die munssere in dirre stat wehesein sullent anders, denne do vorgeschriben stot etc.] a 15 [ö] Wer ouch in dirre stat oder burgbanne umbe den andern üt kölfet oder verkeilet, do sol einre dem andern nit ane gedingen, daz er ime guldin geben sol und kein gelt, wo daz darüber geschehe, daz sol nit kraft haben, und sol man dar zu einre besserrunge überkumen. [6] Es sol dehein münszer deheinen Metzer guldin, Lützelburger güldin byslag 20 oder andere soliche guldin under andern güldin vür gute güldin hinweg geben. \Am Rande: gilt] wenne ir ieglicher sol jeden güldin, wie der genant ist, vür sinen wert hinweg geben noch margzal zu rechende, also ein gut güldin zehen Schillinge pfennige gütet also, daz ir iegelicher an jedem stücke soliches goldes nit me denne ein pfennig zu gewinne sol nemmen. und süllent ouch sweren keinen nuwen satz under in zu 25 machende one urlop meister und rotes. [7] Sü süllent ouch an allem an denn gemünsseten silber, die nit Strassburger münszen sint, es sient Metzer groszen, turneis, oder wie semlich gelt oder groszen genant sint, nit me von iemanne an dem wehsei zu gewinne [sol] nemmen danne an eins schillinges wert [soliches geltes] ein heilbeling. aber wenne ir einre soliches geltes 30 me verwihselt, also das es uff oder über vier Schillinge triffet, do sol ein iegelicher münszer denne zu mole nit me denne an iedem grossen ein ort von eime pfennige zü gewinne nemen, und an eim halben groszen ein halb ort von eime pfennige. und sol dehein münsser durch geverde dehein me gelt sundern, durch des willen, daz er ime under vier Schillinge wert geltes geben solle. \Am Rande: gut..] 35 [8] Es ensol ouch dehein münsser ieman trengen oder nötigen oder susz durch geverden dehein silberin gelt zü keime güldin zü köffende geben durch daz, daz in an dem silberin gelte desto me vor wehseis wurde. \Am Rande: gut.] [9] Sü süllent ouch by demselben irme eyde kein gemünsset golt noch silber, wie daz genant ist, weder erlesen, zerbrechen, zersmeiltzen noch hinweg schicken in 40 denheinen weg noch nieman von iren wegen, wer es ouch, daz ir keinre keine un- erkentliche münsze bette oder gewönne, die nüt genge und gebe were, und der er a) Ist gestrichen . 338 1391 gerne abe Kerne, soliche münszen, es sie von golde oder von silber, süllent sü dem hüter oder dem, der von der stette wegen an der münszen sitzet, ebe sü einen vor basser der setzet, entwirrten also gantz. und der hüter, oder (der) von unserre stette wegen do sitzet, sol dem münsser also vil darumbe geben, also solich gelt denne wert ist. und usser dem unerkentlichen gelte sol man danne anderre nuwe Pfennige • r > machen. [10] Es ensol ouch ir keinre noch nieman von Iren wegen an keiner nuwen münszen, do man güldin oder Pfennige sieht oder slahen wil, wo daz were, weder teile noch gemeine haben noch darzü roten, stüren oder heiklen in denheinen weg one alle geverde. und wer daz verbrächet, der bessert zehen jor von der stat und io git zwentzig marck silbers. [Am Rande.\ [Am Rande ] Es sol ouch nieman kein gemünsset golt oder silber köffen, daz er es uff anderre münsze küren oder schicken welle, wer daz verbreche, der bessert etc. 1 [11] Was silbers ouch unser burger oder die unsern in unser stat oder in diseme bystiime köffent, das sullent sü nit von der stat schicken noch schaffen geton werden i» in dehein weg. wo aber unserre burger oder die unsern anderswo uszewendig dis bistümes silber köffent, es sie zu Franckfurt, zu Kölle oder anderswo, daz silber mügent sü schicken und fürn, war sü wellen! one geverde. [12] Brehte aber ein lantman silber her zu verkokten und duhte in, wie er das silber nit wol noch sinem willen verkokten möhte, der mag daz silber wol wider 20 hinweg küren one geverde. [13] Welre lantman also silber zü unserme stocke bringet, dem sol der, der von unserre stette wegen do sitzet, also vil darumbe geben, alz des danne unser stat überkumment. [14] Es ensol ouch dehein unser burger niemane noch nieman von unsern wegen 25 usz dem bistume engegen riten noch varen, daz er ime sin silber abe kokte one alle geverde durch daz, daz dem stocke empfürt werde. [Am Rande: gut.] [15] Es ensol aber kein lantman noch nieman anders kein silber von unserre stat küren, es sy gebraut silber, verwirket silber oder geflecket geschirre, wie daz genant ist, der kein silber her bringet, und wer daz verbrichet, dem sol men daz 30 silber gerwe nemmen und zü sime libe und güte rillten und rehtvertigen uff den eyt. dis süllent alle münssere, goltsmide, underköffer unde köffelerin sweren zü haltende und zü vollefürende und darzü, wo sü beduncket an iemanne, der gebraut silber oder verwürket silberin geschirre köffen wil, und der es hinweg schicken welle, daz sü daz dem nit zü kolkende geben! noch nieman von iren wegen, wenne sü süllent es 35 meister und rote vübringen. [16] [Gestrichen: Es sol ouch ein iegelich münsser by sime eyde deheinen pfennig sundern oder in sondern secken haben, wenne ir iegeliches sol sine Pfennige alle in einen sack under einander dün ungeverliehe]. 1 Fehlt in dem Abdruck bei Cahn , Münz • und Geldgeschichte. 40 1391 339 [17] Unde duhte ouch die gut, die darumbe bienander sint gewesen, daz [gestrichen: man kneble machen sol, die one underlosz alter wege gon sollen!] hinnan fürder sich ie eins das ander mit der [groszen] 1 riter sol loszen weren und daz ouch nieman deheinen Pfennig me durch die [grosze] 1 riter trengen oder nötigen sol. wenne 5 men slechtekliche und einfeltekliche daz gelt uff die riter setzen sol, und was geltes nit do durch vellet, daz sol man nemmen. daruff so sol man bestellen mit knehten, die one underlosz after wegen gont und die Pfennige zersnident, die da böse sint und durch die riter vallent, und ouch die ritern zersnident, die zu grosz oder zu kleine sint. [gestrichen .- und sonderliche so sol man bestellen, daz (man) zwene oder io drie knehte habe one underlosz in der münszen gende, die soliche böse Pfennige zersnident und zersniden sollen!], und wer den snidern darumbe lasier leit oder smocheit dete, zu dem oder den sol und wil man daz vestekliche und strengliche rillten und rehtvertigen uff den eyt noch den schulden, so ein iegeliches denne geton und begangen het one alle geverde. 15 [Am Rande .- Und wer daz verbrichet, der bessert 5 sol, also dicke er daz düt, und wen die snider rügent, des unschulde sol man nit do vür nemen.] [18] Und sollen! alle vorgeschribenen dinge, die in dem rote sint, rügen und Vorbringen also ein murde oder ein dotslage. [19] Wen ouch die münsser rugent, der ussewendig der münszen wihselt [ge- 2 o strichen .■ und denne meister und rot erkennen!, daz er soliehen wehsei tribet, daz er es mügelichen dün sülle, ist daz er dis swere] der sol dise vorgeschriben stücke sweren zu haltende. [Am Rande: gut.] Str. St. A. AA. Monnaie lad. 24 nr. 7. zusammengeheftete Papierrolle. Gedr. doch ohne die Zusätze. Randbemerkungen und Streichungen bei Calm, Münz- und 25 Geldgeschichte, Beilagen nr. 1. als *Münzordnung von 1391 ». — Vgl. dort auch S. 53. 642 . Drei Bruchstücke der Protokolle von Milnzberatnngen, deren zweites datiert ist von: lHUl December iU. 1 . Bruchstück. Sie duhte ouch gut sin, das alle goltsmide, jung und alt und alle die, die do silber künnent bürnen, sweren süllent, daz sü keinen kleinen Pfennig 30 köffen sollen! noch nieman von Iren wegen, noch daz sü der Pfennige deheinen verhornen noch zu silber machen sollen! noch ouch hinweg schicken sollen! in deheinen weg in selber noch andern luten, durch das die kleinen Pfennige alle zu stocke kommen! und nuwe Pfennige darusz gemailt werden! und hie hüben!. Man sol an dem lettener verkünden, daz nieman keinen kleinen Pfennig köffen 35 sol anders denne die huszgenoszen, die do wehsei tribent und an der münszen zu bancke sitzen! umbe daz, wenne die huszgenoszen alles zu stocke entwurten sollen! und müszent, daz nuwe Pfennige darusz gemäht werden!, und darzü me, daz nieman keinen kleinen Pfennig köffen noch verketten sol, verhornen oder hinweg schicken sol by einre penen etc. und sonderliche, daz kein frömde man dehein klein 40 gelt köffen oder verschicken sol by einre pene etc. 1 Gestrichen. 340 1391 151)1 Decbv. SO. Ouch sol inan gebieten, das nieinan, er sie heimesch oder fremde, deheinen Strassburger Pfennig erlesen sol, durch daz er sie verhornen oder verschicken welle an die ende, do man sie beschroten oder verhornen welle, und wer daz verbreche^ zu des libe unde gute sol man daz rihten. Man sol ouch an dem lettener gebieten, daz mengelich, wer der ist, sine kleinen s besnitten Pfennige, die er liet oder hernoch gewinnet, zu dem stoc-ke entwurten sol. und sol ime darumbe vor ie daz lot solicher Pfennige 34 guter Pfennige geben, und sol men denne usz den alten besnitten Pfennigen gute nuwe Pfennige machen. Es ensol ouch nieman deheinen nuwen Pfennig nemen, der besnitten oder gellecket ist, by einre penen etc. 10 Ouch sol man des silbers wegen es halten, also es in dem alten besigelten briefe geschriben stat. 2. Bruchstück. \Auf der Rückseite desselben Blattes ]. Anderwerbe ist man von der münszen wegen, die bienander sint gewesen ipsa die beati Tlxomanni cancellarii anno 91, [Übereinkommen]: ,s Die münssere sollent sweren etc., was böses oder besnittenes geltes, daz durch die grosze riter vellet, sie nil zu mole baut, es sie ir oder anderlute, daz sollent sie unverzögenliche zersniden. und was geltes sie oder ieman von iren wegen hinnanfür me nement oder empfohent, das gelt sie unverzögenliche kiesen, und was böses oder besnittenes geltes sie under soliehem gelte vindent, daz sollent sie unverzögenliche 20 zersniden. und sollent solieh gelt by ireme eyde zu dem stocke entwurten, daz uz dem demselben gelte nuwe Pfennige gemäht werdent. und söllenl ouch die münssere by demselben irme eyde nieman kein bösen Pfennig geben in denheinen weg unge- verliehe. 3. Bruchstück. Ein teil [me in de]: und waz silbers unser bürgere oder die ss unsern köffent, daz sollent sie nit von unsere stat schicken noch schaffen geton werden in dehein weg, wenne sie sollent es alles zu dem stocke entwurten. wo oder an weihen stellen unser burger ouch silber köffent, daz sollent sie glicher wise alles ouch harzü unserme stocke entwurten und niergent anderswo hinfüren. Drehte aber ein lantman silber her zu verkouffende und duhte in, wie er daz so silber nit wol noch sinem wollen verköffen möhte, der mag daz silber wol wider hinweg furen one geverde. welre lantman also silber zu unserme stocke bringet, dem sol Kleinhenselin Pfaffenlap 6 golden um 1 marck geben, es sol aber kein lantman noch nieman anders kein silber von unser stat furen, es sie gebrant silber, verwürcket silber oder geflecket geschirre, wie daz genant ist, der kein silber her- ss bringet, und wer daz verbrichet, . . . Und sollent daz alle münssere, die zu bancke sitzen! und wehsei tribent, und alle goltsmide, alle underköffere und ouch alle köffelerin und alle, die domitte umbe gont, sweren an den heiligen zu haltende und zu vollefurende. sie sollent ouch alle sweren, wo sie beduncket an ieman, der gebrant silber oder verwürcket silberin 10 geschirre köffet, daz er es hinweg schicken solle, dem sollent sie es nit zu knuffende geben, wenne sie sollent es rügen und Vorbringen meistere und rote. Der anderteil mein de: daz man alle vorgeschrittene dinge also halten, alz 1391 341 vorgeschriben stat, uszgenommen des, wo unser burger anderswo ussewendig dis bystümes silber köffent, es sy zu Franckfurt, zu Kölle oder anderswo, daz sü daz silber mögent schicken und kuren, war sie wellent. Sie duhte ouch gut, daz men allen unsern ungeltern und in dem köfliuse und 5 an den Zöllen und den, die bühsen habent, empfelhen sol, waz böses oder kleines geltes in Überkummet, daz sü daz zu stunt zersnident und niemans dar an schonent by yrme eyde. Ouch sol man an dem lettener gebieten, daz nieman keinen kleinen pfennig nemen sol und ir abe kummen sol. wenne, wo men sie über dise ahte tage by io ieman vindet, so wil man sie ime zersniden. und wil man ouch lüte drüber setzen, die die pfennige zersnident. Str. St. A. AA. Monnaie lad. 26 nr. 9. lose Fapiersettel. 1 643 . Bruchstück eines Münzvertrages zwischen dem Bischof von Straßburg , der Stadt Straßburg und genannten elsässischen Reichsstädten. [ 1391 ]. iä Wir Friderich von gotz gnoden bischof ze Straszburg und wir die meistere, die sehultheiszen, die rete der stette Stroszburg, Hagenowe, Sletzstat und Obern-Ehenheim dünt kunt allen den, die disen brief ane sehent. oder gehören! lesen, das wir gemein- liebe und einmütekliche, durch des gemeinen landes und der lüte nutz und krummen uberkummen sink von diser Strossburger pfennige wegen, der halb bitz her grosz 20 span und missehelle gewesen ist, das man hinnanvurder in allen unsern stetten, dörffern und gebieten ewekliche eins von dem andern grosze gantze gute Strossburger nemmen sol. wer aber dehein solicher Strassburger pfennige ein wenig gellecket von dem münszende, die pfennige sol man ouch nemmen und nit wider sprechen, weihe pfennige ouch mit engein gemünszet sint und nit besnitten noch gerurt sint, die sol 25 man ouch nemmen. und sol ouch ie eine persone von der andern mit dem vorge- Auf der Müchseite des dritten Bruchstückes steht folgende Liste (wohl der damaligen « Hausgenossen*) Thoraan Lentzelin der liftter. Hans Lentzelin. Rfilin sin brftder. so Hans Lentzelin, Thoman Lentzelin» snn Läuwelin Klobeloucli und sin brftder. Lienhart Klobeloch. Sygelin Völtsche. Hfigelin VSltsche 35 Walther Erlin. Hesseman Erlin. Henselin Erlin. Reinbolt R,ebestock. Rftlin Rebestock. 40 Walther Wintertur. Läuwelin sin brftder. Läuwelin Merswin. Eberlin und Wilhelm von Schftnecke. Claus Bock, Ulrich sin brftder. Läuwelin Brünlin. Peter Bock, Ulrich sin brftder. Klein Ulrich Bock. Hügelin Rippelin. Cftntzelin Pfaffenlap und Henselin fratres. Henselin Dütscheman. Arbegast sin brüder. Hesse und Klein Henselin Pfaffenlapp. Cftntzelin Pfaffenlap, ires brftders sun. Wintertur Henselin. Läuwelin Berer, des Bereis sun. Walther Wintertur der junge. Klein Henselin, Winterturs sun Läwelin. Hans Ellehart der junge. Wilhelm Noppe. Hügelin Wintertur. Wetzel Brager. Walther Spiegel. 342 1391 nanten gelte lossen weren an zinsen, an köfmanschaften, an schulden lind an allen dingen, unde daruff so hant wir einmütekliche uff gesät umbe das, das dise Stross- burger Pfennige by uns und in unserme lande blibent, das man ein ieglichen guten rinscben güldin vür zehen Schillinge Strassburger Pfennige nemmen und geben sol und daz oueh ie eins das andere domitte weren sol und nit hoher in denheinen weg. 5 und wer darüber in allen unsern stellen oder dorffern, er were heimesch oder fremde, ein güldin hoher gebe oder nemme, der bessert dem herren oder stat, under dem es denne gesche, etc. Doch mögen! die wehseier, die offenliehe zu bancke sitzen! und wehsei tribent, ein Pfennig an eim güldin an dem wehsein de zu gewinne nemmen und nit ine. und u> welre wehseier daz verbrich et, der bessert dem herren oder der stat, under dem es gesche, etc. Wer es euch, das ieman umbe den andern in unsern stellen oder gebieten köffet oder verkouffet, do sol nieman dem andern angedingen, daz man ime güldin geben sol und kein gelt, wo das darüber geschehe, das sol nit kraft haben, und sol der, i» der die gedinge also mähte, bessern etc. Es ensol ouch nieman in den vorgenanten unsern stellen, dörffern und gebieten deliein gemünsset silber weder erlesen, zerbrechen, zersmeiltzen noch hinweg schicken in deheinen weg. und mit namen so sol nieman der unsern noch nieman von iren wegen an keinre nuwen münszen, do man Pfennige schiebt oder sl . . so Str. St. A. AA. Monnaie lad. 26 nr. 9. Bruchstück eines alten Coneeptes auf Papier .' 644 . Ungenannter an König Wenzel: verwendet sich für die Stadt Straßburg in Angelegenheiten der Reichsacht. [1390-92?]. Allerdurchlühtigester, hohstgeborner fürste, lieber gnediger herre ich enbiet etc. also uwer hofegerihte der stat und gemeinde zu Strasburg vorgebotten hatte uwern ss gnaden aldo zu antwortend, also hant sie ire erbern botten vor dem selben uwerm hofegerihte gehabet. dieselbe ir botschaft öch gerne für uwer gnade gewesen were, das in zu der zit nit bescheen künde, also sie sprechen!, und darumb lieber gnediger herre, so haben! mir die von Strasburg vorbraht, das sie gerne uwer gnade wem und truwetent sich also mit uwern gnaden zu vereinigen, das sie in uwern gnaden so und dinste hüben sollen, gnediger über herre, bitte ich uwer gnade künstlich, sit sie also begerent vor uwer gnade zu körnen, das ir dann ir erber botschaft, die sie gerne zu uwern gnaden senden wollen!, vertrösten wollen! zu uwern gnaden by uwern gnaden zu sinde und wider heim an ire gewarsam zu kommen und sie gnedic- lich verhören und usrihten wellen!, wann ich wol vernommen habe, das sie sich ss geruvlich gegen uwern gnaden und dem riebe vorbasser allewegent meinen! zu haltende. uwer gnedige antwurte lassen! mich verschriben wider wissen. Str. St. A. AA. 107 nr. 59. cop. ch. coaev. 1 Vgl hierzu sachlich Cahn , Münz- und Geldgeschichte S. 57. Zur Ausführung dieses Vertrages ist es jedoch nicht gekommen. 40 1392 343 645. Brief eines Ungenannten in Angelegenheit der Straßburger Reichsacht. [1391-92? nach Januar 17], Lieber her Styrnad(?) ich enbiet etc. und laszen uch wiszen, dasz die von Strasz- burg mir vorbracht hant, als sie nü zünehst ire erber botschaft zu Präge gehabt 5 hant zu der ziit, do ich do was. dieselbe ire botschaff gerne vor minen gnedigen liern den kunig gewest were, dasz zu der ziit nit wol gesin mohte, als sie mir ge- saget hant. und darumb so habent sie mich gebeten myme gnedigen beim dem kunige zu schribende und sine gnade zu byttende, dasz sie noch gerne ire erber botschaff zu mins heim gnaden senden wollent in semelicher masze, als ir dasz in mins hern io des kuniges bryff wol sehende worden!, denselben bryff' ich uch auch hie senden und uch auch bytten, dasz ir yn vor mins hern des kuniges gnade bringen wollent. und darumb so bytten ich uch mit gantzem flisze, dasz ir do der von Straszburg botschaff fordern wollent gegen mins hern gnaden, do getruwe ich, dasz daz mins hern gnade und dem riche ere und syme lande zu Elsasz ere und frommen bringen 15 solle und meyne, dasz esz wol umb uch verdynet solle werden, dann wasz ich uch zu gefugen künde, dasz uch ere und frommen bringen mochte, dasz weite ich willich und gerne tun und dete dasz billich. dunt herzu, als ich uch besunder wol getruwe und ich allziit umb uch begern zu verdynen. und wasz ir hie ynne verstent von mins hern gnaden, dasz mir zugehört zu wiszen, dasz verschribent mir, so ir erste mögen!, 20 off daz ich und die von Straszburg uns darnach wiszen zu rychten. gebieten! allziit zu mir. geben off zinstag nach sanct Anthoniendag. Str. St. A. AA. 107 nr. 59. cop. ch coaev. 646 Lienhart Zorn der Meister und der Rat von Strassburg an Heinrich zum Jungen von Mainz : danken für die Hebersendung des Briefes * 2 von Borziboy an ihn 25 und bitten demselben mitzuteilen, dass sie sich zu Mainz dahin verstanden haben für die Befreiung von der Acht 4 500 Gulden zu zahlen. datum feria secunda proxima ante diem scti Valentin! episcopi anno 1392. 1392 Januar 1. Str. St. A. AA. 112. cop. v. conc. mb coaev. 647. Johans Berlin der Meister und der Rat von Strassburg an Diether Kem- 30 merer: antworten, . . daz du und die dinen unser und der unsern unbesorget sin siillent, wir schribent es dir danne vorhin mit unserm briefe, alse wir billich süllent etc. datum feria quinta proxima ante diem sancti Erhardi episcopi anno 1392. 1392 Januar 4. Aschaffenburg Dalberg-Arch. or. mb. I. pat. c. s. i. v. impr. 35 i Wohl nr. 644. 2 Vgl. nr. 638 Brief vom 16 Dec. 1391 und den Brief der Straßb. Gesandten vom 15 Juli [1391]. VI. 44 344 1392 648 . Münzordnnng für Straßburg, beraten und beschlossen am 29 December 1391, veröffentlicht am 20 Januar 1392. 1 1392 Januar 20. Dtx.br. 29 . Von der münszen wegen ist aber gerotslaget ipsa die seti Thomanni Cantellburgii anno 91. [1] Es sollen! alle mimssere, die nü zu mole sint oder harnoch werden!, alt und jung, die zu bancke sitzen! oder wehsei tribent, sweren an den heiligen, was böses oder besnittenes geltes, das durch die riter veile!, das sie nu zu mole haut, es sie ir oder ander lute, das das unverzögenliche entwurtent pfennig snidern, die von unserre stette wegen dar zu erkosen sint, daz sü es zersnident und sullent es heiszen zersniden. unde was geltes sie selber, oder ieman von iren wegen hinnan vür me nement oder empfohent, von weine in daz wurt oder in weihen weg in daz vürkummet, das gelt sollen! sie unverzögenliche kiesen und ritern. und was böses oder besnittenes geltes sie under solichem gelte vindent, das durch die riter vellet, das sollen! sie unverzögenliche och den vorgeschriben snidern antworten, daz sie es öch zersnident und sullent es heissen zersniden. und söllent denne solich zersnitten gelt by irme eyde unverzögenliche zu dem stocke entwirrten und in keinen andern weg abe kommen durch das, das usz demselben gelte nuwe pfennige gemache! werden!, sie sollen! oucli by demselben irme eyde nieman keinen bösen pfennig geben in denheinen weg ungeverliche \ ; gestrichen : daz beduneket ein teil, so be- duncket den andern teil, daz man schrÖter in die münsze sol schicken.] Man sol den guldin setzen!? [2] Sie sullent ouch sweren an deheime guldin nit me zu gewinne zu nemende, die guldin nement uff oder abe, denne ein pfennig, wie ir ieglicher ein guldin loch minret, es sie an rinschen, welschen, beheimschen, ungerschen guldin, an duckaten, francken, bysleygen oder an was oder an weihen guldin das sint. doch mögen! sie an nobeln oder dobel mutunen (?) an iegelichem zwene pfennige zu gewinne nemen und nit me. [3] Es ensol ouch dehein münsser dehein Metzer guldin, Lützelburger guldin, byslag oder anderre soliche guldin oder andern guldin vür gute guldin hinweg geben, wenne ir iegelicher sol ieden guldin, wie der genant ist, vür sinen wert hinweg geben, also, das ir iegelicher an ie dem stücke goldes nit me denne ein pfennig zu gewinne sol nemen. [4] Sie söllent ouch sweren by dem selben irme eyde keinen nuwen satz under in zu machende one urlop meister und rotes. [5] Sie süllent ouch by irme eyde eim iegelicher» menschen umbe ie das lot swer kleiner pfennige vier und drissig guter pfennige geben, und mögen! ouch wol eim ieglicher» menschen umbe solich klein gelt ytel nuwe pfennige geben, ebe sie wellen!, und sollen! ouch niemanne minre darumbe geben by irme eyde. sie süllent ouch mengelichem glich und gereht gewihte geben und von in nemen. und süllent ouch ein quinsin oder dorüber soliches geltes nit köffen ungewogen one geverde. 1 Cahn, Münz- u. Geldgeschichte S. 53 giebt hier die Baten Bec. 31 und Januar 2. 2 Steht links am Bande; wohl als eine Art Ueberschrift für das Folgende hinzugefügt. 5 io 15 20 25 BO 35 40 1392 345 [6] Sie süllent ouch an allem andern gemünsseten silber, die nit Stroszburger münszen sint, es sient Metzer groszen, turneys oder wie semlich gelt oder groszen genant sint, nit one von iemanne an dem wehsei zu gewinne nemen, danne an eins Schillingen wert soliches geltes oder an einen groszen ein heilbeling. aber wenne ir s einre soliches geltes me verwihselt, also das es uff oder über vier Schillinge triffet, do sol ein iegelicher münszer denne zu mole nit me denne an iedern groszen oder an eins sehillinges wert geltes ein ort von eim pfennige zu gewinne nemen und an eim halben groszen ein halb ort von ebne pfennige. und sol dehein münsser durch geverde deheime dehein gelt sundern durch des willen, das er ime under vier io Schillinge wert geltes geben solte. [7] Es ensol ouch dehein münsser ieman trengen oder nötigen oder susz durch geverden dehein silberin gelt zu keime güldin zu köffende geben durch das, daz in an dem silberin gelte desto me vonvehsels würde. [8] JSie süllent ouch by demselben irme eyde noch nieman von iren wegen dehein 15 gemünsset gelt oder silber, wie daz genant ist, weder erlesen, zerbrechen, zersmeltzen noch hinweg schicken in denheinen weg. und das sol ouch mit namen nieman anders dün, er sie heimesch oder frömde. wer daz verbrächet, der bessert 10 jor von der stat und git hundert marck silbers. [9] Es ensol ouch ir keinre noch nieman von iren wegen an keinre nuwen 20 münszen, do man güldin oder pfennige sieht oder slahen wil, welherhande münsze daz were, wo das were, weder teile noch gemeine haben noch darzu roten, sturen oder helffen in denheinen weg one alle geverde. [10] Es ensol ouch nieman, er sie heimesch oder frömde, dehein gelt furen oder schicken oder ersuchen oder erlösen oder schaffen geton werden an die stette, do 25 man daz gelt verhornen oder zersniden welle, wer daz darüber dete, zu des libe und güte sol man daz rihten und rehtvertigen uff den ey*t, wie daz vürkumet und noch hörsagen, es ensol ouch nieman keinen kleinen pfennig köffen, daz er in hinweg schicken oder furen welle, wer daz verbreche, der sol bessern ein jor von der stat und git 20 lib. den. 30 [11] Es ensol ouch nieman deheinen nuwen pfennig, der besnitten oder geflecket ist, nemen [wie wol sie nit durch den riter vallent], 1 wer das darüber verbreche, der bessert 5 sol. und sol man die alle zersniden. [12] Es sol mengelich, wer der ist, sine kleinen besnitten pfennige, die er ietze het, oder harnach gewinnet, zu dem stocke entwürfen [unverzogenliche. und sol man 35 ime in den nehesten viertzehen tagen, so sie ime worden sind] 1 darumbe vür iedaz lot swer solicher pfennige 35 guter pfennige geben, und sol man denne usz den alten besnitten pfennigen gute nuwe pfennige machen by 10 lib., [by 5 jore usz dem bis- tüme und 20 lib. die juden lip und gilt verfallen one alle gnade] 1 doch mag ein iege- liehes usz solichem gelte silberin geschirre oder kleinottes machen one geverde [duhte io die gut, daz man daz gelt allein zu stocke entwirrten und kein silberin geschirre darusz machen wolle.] 1 1 Zusatz am Bande. 346 1392 [13] Es ensol ouch nieman keinen kleinen pfennig köffen anders denne die husz- genoszen, die do wehsei tribent und an der münszen öffenliche zu bancke sitzent, umbe daz, wenne die huszgenoszen daz gelt alles zum stocke entwurten sollent und müssent, alz sü gesworn hant, daz nuwe pfennige darusz gemäht werdent. und sol ouch nieman kein solich gelt an siner köfmanschaft nemen, er sy fremde oder hei- b mesch. wer daz verbrächet der bessert 10 lib. [Men sol es in dem riebe versorgen.] 1 [14] Was silbers ouch unserre bürgere oder die unsern in unser stat oder in diseme bystüme köffent, das sullent sie nit von der stat schicken noch schaffen getan werden; wo aber unserre bürgere oder die unsern anderswo ussewendig dis bistümes w silber köffent, es sie zu Kölle, zu Franckfurt oder anderswo, das silber mügent sie schicken und kuren, war sie wellen! one geverde. [15] Brehte aber ein lantman silber her zu verköffen und duhte in, wie er daz silber nit wol noch sinem willen verköffen möhte, der mag daz silber wol wider hinweg küren one geverde. 15 [16] Es ensol ouch dehein unser burger noch nieman von iren wegen niemanne usz diseme bistüme engegen oder nach riten, daz er ime sin silber abe köffe in deheinen weg ane geverde, durch daz das dez silber dem stocke empfürt werde. [17] Es ensol aber kein lantman, noch nieman anders kein silber von unserre stat kuren, es sy gebrant silber, verwirket silber oder geflecket geschirre, wie daz 20 genant ist, der kein silber herbringet, und wer daz verbrächet, dem sol men daz silber gerwe nemen und zu sime libe und güte rihten und rehtvertigen uff den eyd. dis süllent alle münssere, goltsmide und köffelerin sweren zu haltende und zu voilekürende und dazu, wo sü beduncket an niemanne, der gebrant silber oder verwirket silberin geschirre köffen wil und der es hinweg schicken welle, daz sü daz deme nit zu 25 kolkende geben! noch nieman von iren wegen, wenne sie sollen! es meistere und rote vürbringen. [18] Es sollen! ouch alle goltsmide, jung und alt, und alle, die do silber können! hürnen, sweren zu den heiligen, daz sü keinen kleinen pfennig köffen sollent noch nieman von iren wegen, noch daz sü der pfennige deheinen verbrämen noch zu 30 silber machen sollent noch ouch hinweg schicken sollent in denheinen weg in selber noch andern bäten, und sollent daz sweren darumbe, das die kleinen pfennige alle zu stocke kument und nuwe pfennige darusz gemäht werdent; es were denne, daz ein erbere mensche usz solichem kleinen gelte ime selber darusz wolle machen silberin geschirre oder kleinotter ungeverliche, daz mögen! die goltsmide wol verwurcken 35 und zu geschirre oder zu kleinottern machen und nit anders one geverde. [19] Wen ouch die münsser rügen!, der ussewendig der münszen wihselt und denne meister und rat erkennen!, das der, den sie gerüget hant, solichen wehsei tribet, das es mügelichen und notdürftig ist, das er dis swere, den oder die sollent meister und rat solich haben, daz er alle vorgeschribene dinge swere stete zu hal- . Karlsr. G. L.-A. Kopialb. 46 a . cop. ch. coaev. Reg. d. Marlcgr. v. Bad. nr. 1560. — Vgl. Hegel, Königshofen S. 680. — Vgl. Mone, Quellensammlung II, 506. 30 68 [. Bischof Friedrich von Strassburg an Ritter Thoman von Endingen und Reinheit Spender: rät ihnen dringend, der Stadt Strassburg keinerlei Hülfe und Dienste zu leisten, weil sie in der Reichsacht sei. . . . wir inanen und gebieten uch auch, das ir dasselb alles zügelicherwise, also von unsernwegen fürbazz verkündent, und gebieten! allen andern unsern mannen in der stat zu Strassburg, die ir wissen! 55 1 Hie nun folgende Bedrohung Straßburgs durch die Verbündeten dauerte vom 8 Sept. 1392 — 18 Febr. 1393, vgl. Königshof. (Hegel 11, 690). also logent der herren volg zft leger in dem lande z& velde und in den stellen von unser frowen tage der jungem uutz vastnaht. Ebenda: Sept. 11. Ritt der Herren mit angeblich 2000 Glefen durch die Metzgerau bis ans Metzgerthor. — Sept. 15. Zweiter erfolgloser Ritt gegen Straßburg von Westen her bei Königshofen. — Sept. 22. Dritter Ritt gegen die 40 Metzgerau und Versuche die Rheinbrücke zu verbrennen. — Vgl Albrecht, Bruno v. Rapp. (Vortrag 1892.) VI. 46 360 1392 oder fürbazzer erfragen können! oder mögend etc. geben in nnserm leger Weyersheim vor Strassburg des liebsten fritags vor unser fröwentag ze herbste nati- vitatis anno domini millesimo trecentesimo nonagesimo secundo. Weyersheim 1 1302 September (1. Str. St. A. AA. 1416. or. eh. I. p. c. s. impr. 682. Borziboy von Swinar Landvogl im Elsaß verkündigt, daß Bischof Friedrich von Straßburg, Markgraf Bernhard von Baden, Graf Eberhard von Württemberg und andere Herren mit ihm ein Bündnis geschlossen haben gegen die mit der Reichsacht belegte Stadt Straßburg. Lager vor Strassburg 1302 September 20. io Ich Worsiboy von Swinar dez allerdürluchtigesten fürsten und herren, herrn Wentzelaus dez römischen künigs zu allen ziten merer dez richs und konig zu Belieim houptman und lantvogt zu Beyern, zu 8wabern und in Eisassen bekennen und tun kamt offenbar mit diesem briefe, als ich von dezselben mins gnedigen herren dez konigs wegen mit den meystern, dem rat, den bürgern und der gemeinde gemeinlich >» der stat zu Strazburg zu vyndschaft und zu kriege körnen bin, umb daz sie frevelieh mit Mutwillen in dez richs achte und aberachte körnen sint und ouch ander sache wegen, als sie sich wieder daz rieh und wieder etliche dez richs fürsten und herren gesetzt haut, und als diese nachgeschriben fürsten, grafen und herren mit namen: der erwirdige herr Friderieh byschoff zu Strazburg, der hochgeborn herr Bernhart 20 marggrafe zu Baden, der wolgeborn grafe Eberhart von Wirtenberg und die edeln herren, herr Heinrich grafe zu Lutzeistein, herr Brüne herr zu Bopoltzstein, herr Heinrich und jungherre Johans herren zu Liechtenberg und jungherr Heinrich von Oeroltzecke mit mir in denselben krieg wieder die von Strazburg und die irn von dez obgenanten mins gnedigen berren dez römischen kunigs manüng und gebots n wegen körnen sint, daz ich der obgenante Worsiboy mit macht und von gewalts wegen, den ich von von demselben mime herren dem künige mit sime magestat ingesigel verbrieft hau zu tun zu laszen und zu überkomen, mich mit denselben fürsten, grafen und herren verbunden und vereint habe und verbinde mich mit in craft diz briefs, dezselben sie sich ouch wiederum!) gen mir verbunden hant, also daz ich von 30 dez richs wegen mit in und sie mit mir denselben krieg wieder die von Strazburg und yrn belfern getrüwelich einander bystendig und beholffen sin sollen und wollen, als lange der weret, und uns von einander darinn nit zu scheiden in deheine wise ane alle geverde. und umb daz derselbe krieg dem riebe zu eren und den vorgenanten fürsten, grafen und herren und irn landen zu nutze getriben und geerbeit werde, so 33 sol ich der obgenante Worsiboy der lantvogt zu tegelichem kriege von dez richs wegen haben anderthalphundert mann mit gleven wol erzüget; so sol min herre von * Strazburg obgenante zweyhundert mit gleven; min herre marggrafe Bernhart vorgenant 1 Entweder - Weyersheim zum Turm oder — dem näheren zwischen Hönheim und Mundölsheim gelegenen Suffeiweyersheim. 40 1392 361 hundert mit gleven; min herre von Wirtenberg vorgenant fünfzig mit gleven und die andern vorgenanten herren sollent alle zusamen tun und ouch hundert mit gleven haben ir yeglieher uf sin selbes kosten und schaden, und daz sollent alles erber lute sin, gewopent und wol erzüget, die sie zu tegelichem kriege wieder die von Straz- 5 bürg alzit haben und in die nechsten slosze by die viende teilen und legen sollen, da ez dann allernotdurftigs ist und by einander zu bliben und den krieg endelich zü triben, als ich der lantvogt von dez richs wegen und sie dieselben herren dez wollen! ere und gefüre haben one alle geverde. und waz slosz gewunnen wurden in demselben kriege, gefangen niederlegen oder welcher hande habe genommen würde io oder bitz her genomen were, ez sy schatzünge, zinse, gulte oder gelt, win, körn oder ander guter oder von richtunge wegen, waz dez ist oder wirdet, daz sol allez mins herren dez konigs halbes sin und mir dem lantvogt von sinen wegen glich halbes werden und daz anderhalpteil solicher gewannen guter der vorgenanten fürsten, grafen und herren sin und werden, und sol ir yeglieher so vil teils daran haben nach markzal, 15 als er denn gewopenter lüte zü teglichem kriege geleit und gehabt hat ane geverde. sich sol ouch unser deheiner weder ich der lantvogt noch die vorgenanten herren ane den andern uz diesem kriege nit tedingen noch sunder vertedingen laszen und weder fürwort, süne, stallunge, setze oder friden mit den von Strazburg noch mit den irn nit halten noch üfnemen heimlich noch offenlich in deheine wise, wir tun au ez dann alle miteinander von beratem müte und vereintem willen, wer aber, daz die von Strazburg und die irn richtunge oder sune an mich den obgenanten lantvogt würben und gern tedinge gen mime herren dem konige und gen den vorgeschritten herren üfnemen weiten, wer dann dieselbe tedinge in der mazze, daz sie uns uf ze nemen were und uns mit eren und zü nütze ze rymen mochte, daz sollen und mögen 25 wir üfnemen; weren aber etliche ander uns, ez weren die herren oder ich der lantvogt, den der krieg lieber were dann die richtunge, und nit gern tedinge uf nemen weiten, so han wir fünf herren ander uns darüber geben und erkorn, der ich der obgenante Worsiboy von mins herren dez romschen konigs wegen mit namen einer bin, so ist der ander min herre der byschoff von Strazburg, der dritte min 3 o herre marggrafe Bernhart, der vierde min herre von Wirtenberg und der fünfte her Heinrich herre zü Liechtenberg obgenant, der von der vorgenanten herren alles wegen zü den vieren geben ist. also waz spenne von dez kriegs wegen zwischen uns uf erstünden oder welcherley süne, frieden oder riechtünge darynne begriffen würden, mochten wir uns dann darumbe miteinander nit gütliche vereynen, waz dann dieselben 35 fünfe oder der merer teil ander in darumb zwischen uns scheiden, wisen und erkennen, dez sollen wir volgen und dabi bliben und ouch schaffen, daz es stete gehalten werde ane Widerrede, und alles, daz vorgeschritten stet, daz globe ich der obgenante Worsiboy der lantvogt von mins herren dez konigs wegen mit güten trüwen uf den eyt den vorgeschritten fürsten, grafen und herren wäre und stete z"i halten 40 und da wieder nit zü tun noch schaffen getan in deheine wise. und dez zü einem sichern urkund, so han ich min eygen ingesigel gehenkt an diesen brief. und wir die obgenanten fürsten, grafen und herren, als wir mit namen vorgeschritten sten, erkennen uns offenbar mit craft diz briefs, wez sich der edel lierr Worsiboy lantvogt 362 1392 obgenant von unsers herren dez Königs von diz Kriegs wegen wieder die von Straz- burg und den irn gen uns verbunden und versprochen hat, daz wir uns dezselben glichen widerumb gen ime ouch verbinden und versprechen in aller mazze, als vorgeschoben stet und globen daz uf unser eyde war und stete zu halten und da wieder nit zu tun in deheine wise, sunder daby zu hüben ane alle geverde. und dez zu 5 urkunde so hat unser yegücher sin ingesigel uns zü übersagen zu dez obgenanten lantvogts ingesigel laszen henken an diesen briet. der geben ist zu velde in dem leger vor Strazbürg, da man zalte nach Crists gebürte drutzehenhundert jare und in dem zwey und nüntzigsten jare an sant Matheus obent dez heiligen zwelfbotten und evangelisten. i« Str. St. A. AA. 1415. or. mb. I. p. e. sig. pend. quor. 3 delaps. Str. Bes. A. Gr. 132. or. mb. I. p. c. 8 sig. Karlsruhe. G.-L.-A. or. Gedr. Lünig. 7. cont. 1. S. 30. — Wencker, de ulsb. 173. — Bapp. JJrkb. II, nr. 346. — lieg. Schöpflin, Als. Dipl. II, 292. — lieg. d. Markgr. v.‘ B nr. 1563. iä 683. Bischof Friedrich und Worsiboy von Swinar geben ihre Einwilligung dazu, dass Markgraf Bernhard seine 100 (liefen nach dem nächsten Monat wieder über den Rhein zurück in sein eigenes Land ziehe. Ilindisheim 1392 September 24. Karlsruhe. G.-L.-A. or. Beg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1565. - Vgl. auch hier für d. nächste Zeit nr. 1565 und 20 Königshof. II, 693. — Mone 1 , 271. 684. Ernennung des Stadt-Kriegsrats der Sieben. 1392 September 27. Unser herren meister und rat, schöffele und amman sint durch unsser stette nuczes willen Übereinkommen, das von des Krieges wegen, den wir ietzent haut, wir fünf erber manne von rittern und knehten, bürgern und antwerglüten und 25 einen meister, der danne rihtet und einen ammanmeister, welre ammamneister danne ist, süllent über denselben krieg setzen, und süllent ouch dieselben siben sweren an den heiligen, denselben krieg zu besorgende und das beste und wegeste unser stat und den unsern damit zu tünde, alse verre sie künnent und mügent äne alle su- menisse. und das ouch von alles des wegen, daz dieselben siben von desselben 30 Krieges wegen tunt, es sie mit uszögen, brande, nomen oder gefengnisse, oder was sie zu demselben kriege tunt, in weihen weg das sie, oder mit dienern zu gewinnende, die selben siben und alle ire erben niemer angesprochen noch geleidiget süllent werden mit werten noch mit wercken noch kein schaden geliden noch gehaben davon süllent in denheinen weg von uns meister und rat zü Strazbürg noch von ss allen unsern nachkommen derselben unsre stette. doch also, wenne derselbe krieg zü rihtungen kommen sol, das man danne schöffele und amman darumbe besamenen sol, und was die danne umbe die selbe rihtunge Überkomment, das sol vür sich gän. und süllent dieselben siben von der rihtungen wegen keinen gewalt haben es uf zü nemende ane schöffele und amman. und sint dis die siben, die ietzent über 40 1392 363 denselben krieg gesetzet sint, den wir hant mit hern Worseboy von Swinar dem lantvogte und mit allen den, die uns von unserre olite wegen widerseit hant, mit hern Frideriche byschofe zii Strozburg, hern Bernharte marggrufen zu Baden, mit den von Würtemberg, hern Heinriche und jungherre Johanse von Liehtemberg, mit d hern Brunen von Rapoltstein, jungherre Heinriche von Geroltzecke von Bare, mit den von Ohsenstein und mit andern herren und luten, die sint: zum ersten Dietrich Burggräfe der meister, her Ciinrat Müller der amman, her Johannes von Stille, Ortelin Mansse, Johans Bocke hern Cüntzen sun, her Wilhelm Metziger und her Heinrich Kranich zwene alt ammanmeister. actum feria sexta proxima ante diem i« sancti Michahelis archangeli anno domini 1392. Gedr. Hegel: Königsh. II, 1047. aus Stadtrechtbuch cod. E. Stadtbibliothek (verbrannt). 685 . Herzog Wilhelm von Jülich und Geldern und die Seinen widersagen der Stadt Straßburg als Helfer Bischof Friedrichs von Straßburg. 1392 September 28. Wy Willem van Gulich bi der genaden goids hertzoge van Gelre ende greve 15 van Zulphen laten u weten meystere, burgermeystere, raide ende ghemeynen bürgern der stat van Straisborgh, dat wy liever liebben den eerwerdigen yn goide vader ende here onsen lieven ende gheminden neven hern Frederich von Blanckenheym bisscop tot Straisborgh dan u ende willen dair omme uwe vyande syn ende alle der gheenre, die wy op u beden maighen ende willen hiermede onse eer bewairt liebben. gegheven 20 onder onsen zegel beneden ap des brieff gedrucht. voirwetet meyster, burgermeyster, raide ende ghemeyne bürgere der stat van Straisborgh vorgenant, dat wy Revmont van Valkenborgh here van Borne ende van Zickart, Willem here van Bronchorst, [.Folgen die Namen einer grossen Anzahl nieder rheinischer au dieser Absage teilnehmender Ritter ] ghegheven onder segliel onss lieven ende gnedigen heren des 25 hogeboren vorsten hertzoge van Gelre voirscreben int jair onss heren 1300 twe endtnegentich op sante Michiels avont archangeli. Str. St. A. AA. 1415. or. ch. I. p. c. sig. impr. 686. Johans von Ingenheim an Strassburg: hat gehört, . . . das ir keinen uszburger me haben süllent edel noch unedel und ein gebot erhalten von minen obersten, der so man und diener ich bin . . . und muss desshalb sein Aussenbürgerrecht kündigen, geben uf den liebsten mendag nach st. Michelsdage anno 1392. 1392 September 30. Str. St. A. Abt. IV, 3. or. ch. I. cl. 364 1392 687. Ausführliche an viele Fürsten, Herren und Städte 1 versandte Verteidigungsschrift _ der Stadt Straßburg in Sachen der Acht und des Krieges. 1392 October 1. Wir kündent uwern gnoden, das her Worseboy von Swinnar lantvogt in Eilsasz mit dem byschofe von Stroszburg mit dem edeln herren Bernharte marggrofe zu Baden mit dem edeln herren Eberharte grafe zu Würtenberg und mit andern fürsten, grefen, herren, rittern und knehten und groszein volke vor unser stat gezogen sint und hant uns do gröszliche geschadiget mit brande mit nomen und andern schede- lichen dingen und hant uns daz geton, umbe das wir in unsers herren des kuniges ohte sin sollent. darumbe sie uns widerseit hant. do wisze uwer gnade, das sü uns daran unreht dünt und uns unschuldeklichen und unmügelichen geschadiget hant, wanne wir nit in ohte sint und ouch von erst unschuldekliche zu ohte geton wurdent, als uns beduncket. es ist her Brune herre zu der hohen Roppoltein unser burger, der ving ein ritter von Engellant, hies her Johan Harlestein, von des wegen ver- schreip uns unser herre der kunig und anderre, wir soltent unsern burger solicli haben, das er den gefangen lidig liesze. daruff antwurtetent wir, wir hettent ime usz gedinget, do wir in zu burger empfingent, was kriege oder Sachen er zu uns brocht bette, dar zu soltent wir ime weder helffen noch enthelfen. doch do shihtent wir unser erber hotten zu beim Brunen und botent in ernestlichen, daz er den ritter lidig liesze und dotent alles unser bestes mit unserm groszen kosten darzü, wie das wir in gerne ledig gemäht hettent. daz mühte uns nit gefolgen, wenne ouch her Brune uns ermanete der verwerte, die wir ime uszgedinget hettent. darnach do schihte unser herre der künig sin erber Botschaft zii uns mit nammen: hern Pflüg. 2 der vorderte an uns von unsers herren des kuniges wegen, sit daz wir hern Brunen uszgedinget hettent, als vorgeschriben stat, das wir ime denne ouch nit beholffen werent wider daz rieh darumbe über in ziehende wurdent. daruff anwürtetent wir ime, daz wir das gerne dün w’oltent. domitte bet er ein gut gnügen von unsers herren des kuniges wegen und schied also gütliche von uns. dornoch über lang, do kam einre, hies Wiszkle, der det ime ein lantgerihte machen in der stat zu Eger und vorderte do vor dem gerillte, man solte uns ehten, umbe das her Brune Roppolstein ritter von Engellant gefangen bette, das uns doch nit ane ging, do erteilent die ritter, die do zu gerillte soszent, mit rehter urteil, sit uns vor nit vür gerihte geholten were, das man uns denne nit ehten solle noch in deheinen weg mit gerihte besweren solle, wolle aber ieman an unser stat ützit vordem von der oder anderre Sachen wegen, der solle uns vor gerihte laden mit vürgebotten und anleitzbriefen und andern Sachen, die dozü gehörten, als das reht und gewonlich were, das alles küntlich und wiszende ist. darüber und über die urteil und ouch über, das uns noch der urteil nie keine ver- kündunge, vürgebot, ladunge noch anleitunge me gesehach, do het uns derselbe Wiszkle zu ohte geton in der stat zum Bürgelis in Beheim, do men doch nieman uff dem 5 io 15 20 25 80 35 1 Bas lange Namenverzeichnis steht unter diesem Concept. Nach anderer Vorlage abgedruckt unter 40 nr. 690. 2 Vgl. oben nr. 602 die Straßburger Gesandteninstruetion. 1392 Rine niergent anderswo ehten oder zu ohte dun sol, denne uffe frenckschem ertrinke, und wurdent also zu ohte ge ton unverkündet und ouch nit uff frenckschem ertriehe und ouch über daz, das wir von keysern und künigen und ietz von unserrne lierren dem künige gefryet sint, das man uns vür keine hofegerihte noch nit usz unsre stat 5 laden sol mit deheime gerihte. darnoch wart uns von unsern guten fründen geseit, daz wir und unser stat zu ohte geton werent, das uns ettelicher moszen unmügelich bette, do botent wir unsern herren den römischen künig und ouch andere sine rete mit unsern briefen : uns were geseit, das wir zü ohte geton sin sollent, das er unser erberen botten vür sine gnade vertröste, die woltent wir zü ime schicken und uns io vor sinen gnaden verantworten mit unserre unschulde, das wir getruwetent in sinen gnoden zü blibende. die botten wurdent uns vertröstet gen Proge zü ime. und als wir die zü ime geschihtent, do liesz man sie also ligen me denne sehs wochen, das sie nieman vür unsern herren den künig wolte loszen. 1 und do sü in keinen weg vür sine gnade kommen möhtent, do rittent sie wider heim zü uns. so ist ouch her ü> Brune von Roppoltsteine, der der Sachen ein höbtman was, und den die sache ane ging, sit uszer ohte geloszen und ist her Johan Harlestein sinre gefengnisze ledig geloszen.* ouch sprechent etteliche: wir habent hern Brunen herre zü der hohen Roppoltstein sin stat Roppoltzwilr ingenummen in schirmes wise . . do wiszent, das daz nit enist. er und sine vordem haut unserre stette und den unsern uff derselben 20 stat Roppoltzwilre gülte verkokt, do etteliche gülte me denne vor drissig joren verkokt ist, dar vür er dieselbe stat versetzet het, die bette er uns nit wol zü der zit zü bezalende. do gap er uns und unsern bürgern dieselbe sine stat in und swür er niemer in die stat Roppoltzwilre me zü kommende, wir und unser bürgere werent denne e bezalt. und det uns ouch die lüte in der stat zü Roppoltzwilre sweren ge- 25 horsam zü sinde mit der stat und den gevellen derselben stette. dar über das er uns das gesworn het, so het er uns dieselbe stat ingnummen und ist er und sine lüte uns domitte ungehorsam wider die eyde, die er und sine lüte uns gesworn hant. über das alles do wart uns embotten, unsers herren des küniges rete mit namen der erwirdige herre Lamppreht byschof zü Bobemberg, her Hinaczschko von der Huben 30 und her Worseboy von Swinnar der lantvogt werent zü Mentze. woltent wir usser ohte kommen, so woltent sie mit uns darumbe tedingen, wie wir usser ohte kement. und schihtent dieselben drye uns des ir geleitz briete, daruff do schihtent wir unser erber botten gen Mentze zü ime, wenne her Hinaczschko und her Worseboy sprochent, daz sie des volle mäht und gewalt hettent zü vertedingende von unsers herren des 35 küniges wegen, und hettent ouch des unsers herren des küniges brief besigelt mit siner majestat ingesigel. und tedingetent die unser erbere botten so verre mit in, do ouch zü gegene worent: der erwürdige her Lamppreht bischof zü Bobemberg, Wilhelm von Borne sin brüder, Volmar von Wickersheim und Heinrich zum Jungen zü Mentze, das wir usser ohte und aberachte sin soltent. und soltent sie 40 uns alle die briete, die wir darzü notdürftig werent, es were von dem hofe- 1 Vgl. oben nr. 645 Brief eines Ungenannten in Sachen der Straßburger Acht. [1390191.] 2 Vgl. den Bericht Schenk Eberhart [1392 vor März 11]. 366 1392 rihter oder von andern, uns antworten Heinriche zum Jungen zu Mentze bitze sepili- 8. unsere frowen tage der testen, der do was in dem ein und nüntzigesten jore one allen unsern schaden, und soltent wir darumbe fünftehalb dusent güldin geben,' der wir in ouch fünf hundert guldin bar gebent, die sie ouch noch haut: und wenne die vorgenanten briefe Heinriche zürn Jungen geentwürtet werent worden, so soltent wir Heinriche zürn Jungen die vier tusent güldin antworten, doch so soltent unser hotten die tedinge an unser stat und vür unsern rot bringen, gefiele den die tedinge wol, so soltent wir es halten, das solle an uns stau und nit an in. und wer es, das unser stat die tedinge nit uffnemmen wolte, so soltent sie uns die fünf hundert güldin wider geben, wollen 1 wir es aber halten, das sollen wir in verschriben, also balde es uns unser hotten do ie gesellen, do verschriben! wir es in zü stunt, das wir es also halten wollen, derselben vier tusent güldin sint wir in ouch ie sit gehorsam gewesen zü gebende, wenne die briefe Heinriche zum Jungen vorgenant geentwürtet werent worden, darüber und über daz, so bet uns her Worsyboy der lantvogt mit den vorgenanten herren und andern lierren und ouch mit groszem volcke überzogen und gröszliche geschadiget mit nome und mit brande unde sünderliche domitte, das sie uns unser Rinbrucke 1 2 3 an gewannen wollen! haben mit iren groszen stürmen, die wir doch mit der gottes hülfe wol vor in behebet haben!, und doch also sie nü vür unser stat gezogen worent und in iren legem by zweyn mile weges von unsere stat logent, do dotent wir erfaren, was des lantvogtes meinunge were. dar mutete er an unser stat, wir soltent usser ohte kommen und wollen! wir dar uszkummen, so müstent wir ime geben hundert tüsent güldin. darzü sprach er aber: es mühte nit sin mit dem gelte alleine, die andern herren, mit den er zü velde were, die betten! vil zu sprüclie zü uns, die soltent wir darzü und zü dem gelte an in loszen; wenne er daz gelt den herren teilen müste, so wolle er der stücke ein gemeiner rihter sin. dieselben stücke der zü sprüclie von den herren gab er uns verschriben. do wir die gelosen, do verstunden! wir wol, das wir mit in allen umb die stücke gerillte! und usz getragen worent und nütsehit mit in darumbe zü tünde betten!, wenne alle, die uns zü sprechen!, uszgenummen der von Würtenberg, werent vil nüwelinges by uns in unser stat gewesen 3 und betten! in geschencket und zullt und ere geholten und bette uns ir keinre me züsprüch geton in deheinen weg. und sünderliche sprach uns der bischof zü umbe stücke, der wir indewendig drien joren mit ime gütliche gerihtet und geslihtet sint, und die er ouch gesworn het zü haltende und nit do wider zü tünde, als daz die briefe besagen!, die wir darüber von ime haben! besigelt mit sin und sinre stifte cappittels ingesigel, die uns aber nit gehalten sint. so het er zü unser stat gesworen ewekliche, die wile er byschof zü Straszburg ist, und sich zü uns verbunden uns zü helffende wider alle die, die uns schädigen!, und haut wir uns das selbe hin wider umbe gegen ime verbunden, also das die briefe besagen!, die 1 Vgl. oben nr. 621 die Gesandteninstruction. 2 Vgl. Hegel , S. 690: 1392 Sept. 22. 3 Vgl. Hegel. Königshof. II, 692. Zu diesen vergeblichen Friedensverhandlungen im September 1392 waren erschienm u. a. Graf Johann von Sponheim, Schultheiß von Oppenheim, Abgesandte von Worms, Mainz, Speier etc. 5 io 15 20 25 BO 35 40 1392 367 wir gegeneinander hant besigelt mit unser beder ingesigeln, die briete und büntnisze er uns ouch nit gehalten bet. doch wondent wir ein gnedigen herren an ime haben und do wir hortent, das man uns uberziehen wolle, do getruwetent wir ime wol und schihtent unserre erbere hotten zu ime und seitent ime, das uns geseit were, ein & volk wolte in daz laut Eilsasz und uf uns ziehen, do antwurtete er in, er wüste nutzit, darumbe er wolle sich darnach erfaren und empfinde er üt, das wolte er uns zu stünt loszen wiszen. und bat unsern hotten, empfunden wir üt, das sollen! wir in ouch loszen wiszen. und sprach darzü zu unsern boten: «wiszent, man sage, was man welle, ich bin ietze sehtzehen jor uwer byschof gewesen, ich io getet nü wider iicli, ich wil noch reht an üch faren und dün». darnach wol über drye oder vier tage do wurden! wir aber gewarnet. do schribent wir ime, als er uns empfohlen bette, do czügent grosse berste in das laut, wüste er üt, daz er uns daz liesze wissen, do schreip er uns sinen grüsz und: «ir üben getruwen. wir wissen! nit, empfinden! wir üt, das wellen! wir üch loszen wiszen in den nehesten i 5 drien tagen», darnach Widerseiten uns sine amptlüte und darnach er. mit solichen 8 ( , p / e ^f b * ufsetzen ist er mit uns umbegangen, dem wir doch wol getruwetent noch sogetonen früntscheften, die wir ime geton haben!, das er by landen und lüten beliben ist, dar- von er müste sin schulden und anderre Sachen halp. doch so hant wir wol empfunden, das derselbe byschof dise sache alle geton und getriben het, so sprichet uns der 20 edele herre grofe Eberhart von Würtenberg za umbe, daz sin vatter selige erslagen ist und umbe schaden, der ime und den sinen in dem kriege geschach, der zwüschent fürsten, herren und stellen, waz daz doch verrihtet ist. so hant uns ouch zii gesprochen her Brune herre zu der hohen Roppolstein und jungher Johans herre zu Liehtenherg. die sint unsere bürgere und hant uns gesworn gehorsam zu sinde und uns vor 25 unserme schaden zu warnende und den zu wendende, des wir ir briete hant mit iren anhangenden ingesigeln. noch dem allen do bitten! wir hern Worseboy dem lantvogte unserme herren dem kunige zu eren, wir wollen! ime me geltes geben, denne als es zu Mentze vertedinget were, das wir in unsers herren des küniges und des riches gnaden körnen! und do inne hüben!, und umbe die zu Sprüche, so die herren an uns so meindent zu habende und uns verschriben geben betten!, do bette uns der byschof in sinen stücken verschriben geben linder andern puncten und susz vil andere stücke etc., der stücke wir nit wiszen, wie vil der ist. wir wollen! gerne der stücke zum rehten uf in kommen mit den fürworten, daz er uns liesze hüben by unsern fry- heiten, rehten und güteu gewonheiten und ouch by allen unsern versigelten briefen, so sie seitent über rihtigungen, pfantgüter oder schulden, des wolte der lantvogt nit tun, er wolte, daz wir der stücke und zusprüche one alle fürwort uff in keinen!, do daz nit mühte gan, do butten! ime unsere erbere hotten von unsere stelle wegen, sit wir von der ohte wegen gerillte! und geslihtet werent, umbe fünftehalp tusent güldin. und er daz also vertedinget bette und des geltes fünfhundert güldin hinweg bette, so wollen! 40 wir daz laszen zu dem rehten besehen vor dem hoherbornen fürsten unserm gnedigen herren hertzoge Rüprehte von Beyern dem eiltern oder vor unsern gnedigen herren den kürfürsten, ehe wir in ohte sin sollen! noch allen ergangen dingen, und ouch noch dem wir es mit ime vertedinget und usz getragen betten!, das wir ouch wol VI. 47 368 1392 kuntlichen wellent machen oder ehe wir mit in ohte werent. werent wir in ohte vom rehten, wir woltent gedencken, wie wir mit unserme gnedigen herren dem künige überkemment. künde sich aber, daz wir nit in ahte werent, bette er uns denne un- redelich geschadiget oder schadigete uns unredeliche, wir getruwent. ime wol, er kerte uns unsern schaden, das er alles nit ufnemmen weite und schädiget uns darüber f> noch hüt dis tages. 1 und bittent uwer gnade flisseclich und mit allem ernste, hörent ir dirre Sachen iergent gedencken, daz ir danne uns gnedekliche versprechen wellet in die wise, also do vor ist bescheiden, wände es euch in der worheit also ist und nit anders, und danckent do by uwern gnaden mit allem Hisse uwer gnedigen erbern botschaft, die ir mit den uwern zu uns getan haben!, die sich ouch ernest- ><> liehe gearbeitet haben! in unsern Sachen uns erberliche und endeliche darzü getan hant, wände wir es uwern gnaden von in rüment. und daz wollen! wir ouch mit unserme dienste niemer gegen üch vergessen. datum sub sigillo nostre civitatis prelibate tergotenus appresso feria tertia proxima post diem seti Michahelys archangeli anno domini millesimo trecentesimo nonagesimo secundo. 16 Str. St. A. AA. 1415. conc. ch. Ibid. lat. conc. der für Metz bestimmten Ausfertigung vom 4 October. Auszug gedr.: Wencker, de ußburg. 171. — Reg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1567. — Vgl. Kegel, Königshofen 9, 692. 688. Dietrich Burggrafe der Meister und Rat von Strassburg an Frankfurt: he- richten ausführlich über ihre Feindschaft und Krieg mit Borsiboy von Swinar, dem Bischof von Strassburg und andern, in den sie wegen der Reichsacht gekommen, und beschweren sich über die ungerechte Behandlung, welche ihnen von allen zu teil würde, und welche verhindere, dass sie aus der Acht kamen. datum sub sigillo nostre civitatis feria tertia proxima post .diem seti Michahelis anno 1392. 25 1392 October 1. Frankf. St. A. Reichss. AA. nr. 352. or. mb. c. sig. i. v. impr. del. 689. Meister und Rat von Strassburg an den Herzog von Jülich: berichten von dem Angriffe, den aus Anlass der über die Stadt verhängten Acht der elsässische Landvogt Borsiboy von Swinar, der Bischof Friedrich von Strassburg, der Markgraf 40 Bernhard von Baden, der Graf Eberhard von Württemberg und viele andere Grafen und Herren auf ihre Stadt gemacht haben, und setzen auseinander, dass sie unver- dientermassen wegen des Handels, den Bruno Herr zu der Hohen Rappoltstein mit dem von ihm gefangen gehaltenen englischen Ritter Johannes Harleston gehabt hat, in des Reiches Acht gekommen sind. datum feria quarta proxima post diem sancti 35 Michahelis archangeli anno domini 1392 sub sigillo civitatis nostre tergotenus appresso. 1392 October 2. Str. Bez.-A. G. 151. or. mb. I. pat. c. s. impr. Str. St. A. AA. 112. conc. ch. v. impr. del. [latein■] Gedr. Rapp. Urk. 11, nr. 347. — Gedr. in deutsch. Auszug Weneker, de ußburg. 171. 40 1 Kleiner Absatz und Fortsetzung von anderer Hand. 1392 369 690. Aufzählung der Fürsten, Herren und Städte, welchen Straßburg seine ausführliche Verteidigungsschrift [nr. 687] in Sachen der Acht und des Krieges in deutscher oder lateinischer Sprache hat zugehen lassen. 1392 October 3. Disen hie nach geschriben sint briefe verschriben von unsere stette wegen, wie s her Worsiboy der lantvogt, der bischoff und andere herren an uns gefaren hant anno etc- 92 feria quinta proxima post diem sancti Michahelis archangeli. Item herczoge Rupreht von Peyern dem eiltern. Item den von Spire. Item den von Wormesze. io Item hern Cünrat dem ertzbischofe zu Mentze. Item der stat von Mentze. ItenTder stat von Franckfurt. Item hern Friderieh dem ertzbischofe zu Kölle. Item der stat von Kölne. iB Item den von Ache. Item dem hertzogen von Gelre. Item dem hertzogen von Gülche. Item hern Wernher dem ertzbischofe zu Friere. Item deWstat zu Friere, ao Item der stat zu Metze. Item dem hertzogen von Bore. Item dem hertzogen von Lüttringen. Item den von Nürenberg. Item den von Regenspurg. «5 Item den von Ulme. Item den von Rotwilr. Item den von Costentze und den stetten irs gebundes. Item her Reinharte von Wehingen der bersch aft von Österich lantvögt. Item hern Lampreht bischof zu Robenberg. 30 Item der stat von Berne. Item der stat zu Zürich. Item dem hertzogen Bürgün sint zwene geschriben. Item hern Simunde von Spanheim grefe zu Crützenach und zu Yyganden. Item hern Gerharde dem bischofe zu Wurtzeburg. s * Item den von Ogesburg. Item den von Basel. Item den von Obern-Ehenheim. Item den von Uberlingen. Octbr, 3. Str. St. A. AA. 107. or. ch. — Ebenda AA. 1415. 370 1392 691 . Absagebrief Bischof Friedrichs , 1 2 und der Herren Heinrich von Lützel- stein, Heinrich und Johann von Liechtenberg und Bruno von Rappollstein an Meister und Rat von Straßburg. 1392 October 4. Wir Friderich von gotes gnaden bisehoff zu Straszburg und pfleger der stift zii Basel und ich Heinrich greife zii Lutzeistein, Heinrich und Johann herren zü Liehten- berg und Brune herre zu der Hochenropolestein lazzen heb den meister und den rät der stat zu Straszburg wissen, alz wir vormalen von manunge und gebottez wegen dez allerdurluhtigesten hochgebornen fürsten unsers gnedigen herren herrn Wentzlaws des römschen küngez und ouch mit dezselben unsers herren dez küngez lantvogt gegen üch zü tagen körnen sin von dez widersatzes und der ungehorsamkeit wegen und ouch um he daz unrecht und den gewalt, den ir an uns und unser stift und uns greifen und herren vorgenant begant und lange zit geton hant, darumbe ir uns daz recht uff denselben tagen usschlogent und dez gegen üch nyt bekomen möhtent und wir dez siderhar zü grossem kosten und schaden körnen sin. darumb widersagen wir üch ouch von unser selbs wegen und wellent uwer und aller uwern burger, hellfer und diener fyend sin und wellent uns dez gegen üch allen bewart han. harumbe zü urkünde ist unser ingesigel ze end dirre geschryft gedrucket uff disen brieff von unser aller wegen, want su uns darumbe gehalten hant. der geben ist des jors do man zalte noch gotez gebürte drüzenhundert nunzig und zwey jor dez fritagez noch sant Michel tag. Str. St. A. AA. 1416. or. eh. I. p. c. sig. impr. Gedr. Lünig, Part. spec. cont. I, 288. — Wencker, de ußburg. 177. — Rapp. Urkb. II, nr. 348 nach Wencker. — Vgl. Hegel, Königsh. 686 Anmk. 4. 692 . Die Stadt Strassburg an Metz: bittet um Hülfe gegen Bischof Friedrich, Markgraf Bernhard und andere Herren mit ausführlicher Darlegung wie die sie in Acht und Krieg gekommen ist. datum feria 6 post fest, beati Michaelis arch. 1392. 1392 October 4. Str. St. A. AA. 1415. conc. ch. lat. mit vielen Correcturen. 693 . Ordnung über Besetzung der Mauern, Thore und Türme. 1392 October 3. [1] Wie die porten, die turne und die letzen bestalt und versorget sint nahtes anno etc. 92 sabbato proximo post Michahelis archangeli. 5 * Uf sant Eilsabeht turn den ussern do sSllent zwene uffe sin: von den saltzmittern einer und winrüffern und winmessern ouch einer und indewendig uf den inren turn ouch 2 von'beden antwercken und einen kustofeler us Spettergasse. Die vorgen. beden antwerg süllent 4 haben uf des Twingers turn und einen cun- stofeler usz Spettergasze und sol^einer gon untze an sant Eilsabet turn und einer untz an Vinckenwiler türlin und die 3 uffe' dem turne sin. 1 Bischof Friedrich hatte für sich allein bereits am 5 Sept. abgesagt, vgl. nr. 678. — Vgl. unten das notarielle Vidimus dieser zweiten Absage \ 2 Diese Ueberschrift steht im Original am Ende des ersten Teils. 5 io 15 20 25 30 35 40 1392 Die cunstofeler sant Thoman söllent einen geben uf Vinckewiler turn und die vischer 3, der sol einer gon von Vinckenwilre turn untz an Stoffen Heitzeman turn. Item uf die drie bedecketen brücken 6 von den visehern, uf ie die brücke zwene und zwene cunstofeler von den von sant Thoman einen uf die erste brücke und 5 einen uf die hinderste. Item und die gremper 3 uf ie die brücke einen. Item uf des ammanmeisters turneiin bi der bedecketen brücken söllent die korn- lüte zwene geben, item die gerwer söllent zwene geben gen Granecke, die cunstofel in Spettergasse sol einen geben uf den nuwen turn bin der den Grünwerdern, die io gerwer 2 und die kursener 2, der sollent allewegent 2 wider und für gon und die andern uffe dem turne sin. und sol der gerwer gon wider die trencke und der kür- sener wider den türm hinder sant Margreden. Item die gerwer söllent einen geben uf den turn hinder sant Margreden und die kursener ouch einen, do sol einer uffe dem turne sin und der ander gon wider den 15 nuwen turn. Die cunstofeler sant Thoman sullent einen geben uf den turn hinder sant Margreden und die wagener 4. und sullent drie sin uf dem turne hinder den dutzschen herren und die andern zwene söllent uf der mure gon einer wider sant Margreden turn und der ander nutze an den turn Wartecke. 20 Die cunstofeler an der Öberstrasze sullent einen geben uf den turn Wartecke und die gremper 4, der söllent zwene uf der mure gon untz an denWVissenturn und die ander sullent uf dem turne hüben. Die cunstofeler an der Öberstrasze sullent einen geben uf den Wissenturn und die gartener 12, der sullent vier uf den turn sin, 4 dar under und 4 uf die mure 25 und do gon und hüten uncz an den turn gegin sant Marx hof über Die cunstofeler an der Öberstrasze sullent einen geben uf den turn gegin sant Marx hof über und die schüchsüter 6. und sullent 2 bi dem kustofeler uf dem turne sin und zwene uf dem turne sin gegin Jacobes hof von Diemeringen und zwene uf der mure gon einer heruf und einer herabe untze an Kronenburg. 30 Die cunstofeler sant Peter söllent geben einen uf Kronenburg und einen darunder. und die dücher söllent zwene dar uf geben, 3 dar under und 3 uf die mure und die weher ein. die süllent hüten untz an den bedecketen turn, die dücher und die vaszieher söllent geben ie daz antwerg einen uf den innern bischof bürgetor, umb daz, obe üt botschaft keine, daz sü daz her in seitent. 35 Die cünstoftel sant Peter sol geben einen üf den bedecketen turn und die snider zwene und viere uf die mure, daz allewegent zwene do gant und hütent untz an den gemolten turn an Steinstrasze. Die cunstofel sant Peter söllent einen geben uf den gemolten turn und einen dar under und die brotbecker 1 uf den turn und vier under den turn, der sol alle- »o wegen! einer gon uf der mure untze Rosenecke. Die cunstofel sant Peter sol einen geben uf Rosenecke und die goltsmide und die schilter zwene uf den turn und dar zu zwene uf die mure, die do hütent untz an Güntzelins des lonherren knehtes turn. ; jjl : "! :r y' : ! n i: '!>> m j>i ■: I Die cunstofeler vor dem Münster söllent geben einen uf den turn, do Cüntzelin des lonherren kneht uf sitzet, und die weber zwene und die faszieher einen, der söllent allewegent zwene uf der mure gon uncz an das türnelin, daz her Heitze von Mulnheim het. und sol der cunstofeler uf dem turne sin. Die cunstofeler am Holwige söllent geben 1 uf her Heitzen türnelin und die s kornlüte 3, der sol einer allewegent uf der mure gon und hüten untz an Wagener törlin. die scherer und bader süllent geben zwene und sullent hüten von Wagener törlin untz an die prinvege. Die cunstofel vor dem Münster söllent einen geben uf Judentum und die murer 1 und zimberlüte 1. >o Item die selben cunstofeler söllent geben 1 uf her Hetzel Marxes erker und zwene mürer und 2 zimberman, der söllent zwene gon und hüten untz an die prinvege. Die winsticher söllent geben 1, die schifzimberlute 1, die müller, oleilüte und düchscherer 1. und söllent sin an sant Andres steck und süllent wider und für gon und hüten von her Hetzel Marxes erker untze an Stoltzenecke. >s Die cunstofeler zü dem Mülstein süllent geben 1 uf Stoltzenecke und die kremer 3. Die cunstofeler zü dem Mülstein söllent 1 uf sant Stephansturn und 1 dar under. die kremer 1 dar uf und die schüchsüter 1 dar uf. die kremer 2 under den turn, die schüchsüter euch 2. die kremer 2 uf die mure in sant Stephans closter. Men sol keinen verwihten man an kein tor leigen weder tag noch naht, es sii 20 denne, daz men stürme, so sol iederman an sin letze gon und do hin, do er hin bescheiden ist, also es vor gemäht ist. [2] Taghüte und w i e die porten, die do offen stundent, versorget sint anno 92. Die cunstofeler zü dem Mülstein söllent geben 2 erber cunstofeler an sant Stephans 25 turn, die kremer 2 und die schüchsüter euch 2 und die kremer 1 uf den turn und die schüchsüter euch 1. und söllent do sin morgens von der torglocken untz nahtes zü der torglocken. und söllent die seihen euch niernan usz noch in lossen, sü wissen! denne, wer er sii. und sol ouch ie daz antwerg an ie dem tore bestellen, daz einer von dem antwercke, die do hüten sullent, allewegent an der porten hübe, umb daz daz s» su die lute erkennen!. Die cunstofeler sant Nicolause söllent geben 2 an Metzigerturn und die metziger 2 und die küffer 2 und ie daz antwerg dar zü 1 uf den turn. Die cunstofeler sant Peter söllent geben 2 an Kronenburg und die dücher viere und die wöber 2 uf den turn. 35 Die cunstofeler sant Peter söllent geben 2 an den gemolten turn an Steinstrosze und die brotbecker 2 und die snider 2 und ie daz antwerg 1 uf den turn. Die cunstofeler vor dem Münster söllent geben an Judentum einen dar under und die murer 2 und die zimberlüte 2, der sol einer uf dem turne sin. Item an her Hetzel Marxes erker 1 von den cunstofeler vor dem Münster und « ie das vorgenante antwerg ouch 1. Str. St. A G. U. P. lad. 20. langer Papierstretfeti 1392 373 694. Ratsbeschluß über Einsetzung von drei Männern zur Beaufsichtigung der Bäcker. 1392 October 6. Mengelich sol wiszen, also die brotbeckere bitze her gar kleine gebachen hant, daz gar unlidelich ist gewesen, daz daz meister und rat versehen und versorget 6 hant in dise wise : Zürn ersten, so hant sü darzü gemäht drye erber manne mit namen: Johans Bock den eilter in Kalbesgasse, Reinbolt Spender und Wernher Sehöppfelin, die do alle tage umbe riten oder gan süllent von ebne brotbeckerhuse zu dem andern und süllent daz brot beschawen in den hüsern und uf den laden und sunderliche vor dem io Münster uf den brotkarichen, obe ein pfennewert brotes umbe ein pfennig gebachen sy. und welles brot sü zii kleine vindent oder zu kleine erkennen!, do bessert der brotbecker 5 sol., dieselben süllent sü ime gebieten in dryen tagen zu gebende bij 30 sol. Es sol ouch mit namen kein brotbecker kein ander brot buchen, denne ein brot 15 umbe ein pfennig. und mügent ouch die brotbecker buchen alle tage und wie dicke sü wellent und welher hande brot sü wellent. und sol ouch das antwerg der brotbecker hinnan fürder keine hüte darüber setzen noch kein gebot oder satz under in darüber machen, und wer es, daz sü es darüber detent, so bessert daz antwerck 5 tt., also daz büch stat. actum et pronuntiatum die dominica proxima post diem so scti Remigii 1 anno 92. [. Fachschrift ] Wer ouch zü kleine gebachen het, daz brot süllent die drie dün verköffen, noch dem sie beduncket, daz daz brot wert sy. die brotbecker sollen! auch alle tage buchen und welher dis gebotz halb ungebachen were, der bessert also rna- nigen tag der versitzet. 25 Str. St. A. Stdtord. Bd. 20 f. 81. Gedr. Brücker, Straßb. Zunft- u Polizeiverordnungen S. 89, das Datum dort irrtümlich Januar 14. 695. König Wenzel an Bischof Niklaus von Speier: lassen dich wissen, das unser über getrewer Borziwoy von Swynar lantvogte in Swaben und zu Eisassen 30 von unsern wegen einen fruntlichen tag gemache! hat mit den von Straspurg gen Nuremberg uf den samstag nach allerheiligen tage . . . und bittet um sicheres Geleit für die zu entsendenden Strassburger Roten. geben zu Betlern an sand Gallen tag reg. hob. 30 reg. rom. 17 jar. Rettern 1392 October 16. Str. St. A. AA. 107 nr. 49. or. ch. I. cl. 35 696 König Wenzel an Bischof Friedrich von Strassburg: gebietet die zum Nürnberger Tage reitenden Strassburger Boten sicher zu geleiten. geben zu Betlern an sand Gallentage reg. hob. 30 reg. rom 17. nettem 1392 October 16. Str. St. A. AA. 107 nr. 75. or. ch. I. cl. 1 Uebergeschrieben für das gestrichene Reminiscere. Xovbi'. 8 . 697 . König Wenzel verspricht allen denen, welche von Meister und Rat zu Strassburg zu'dem von Landvogt Borsihoy von Swinar in Nürnberg am Samstag nach Allerheiligen abzuhaltenden Tage gesandt werden, sicheres Geleit. geben zu Betlern an sand Gallen tag. a. reg. hob. 30 reg. rom. 17. Rettern 1.302 October 16. Str. St. A. AA. 107 nr."üO. or.'mb. lit pat. c. sig. i. v. impr. 699 . Bürgermeister und Rat von Basel an Straßburg .- verwahren sich gegen den Vorwurf, daß sie den Straßburger Bischof im Kriege gegen die Stadt unterstützen. 1.302 October 19. Dem meister und dem rate der stat Straszburg embieten wir Heinrich Rieh ritter, burgermeister und der rat der stat Basel: als ir uns verschriben haut von des uberziehendes wegen, so wider üch von unsers herren des Königes lantvogt, unserm herren von Straszburg, den edelen herren marggraf Bernharten von nidern Baden, graf Eberharten von Wirtemberge und andern herren beschehen ist, und ouch von der stücken wegen, so ir wider uns verschriben hant, haben wir alles wol entstanden und üch uf die stücke ze antwurtende, die ir wider uns verschriben hant, des ersten uf daz, wie wir den unsern söllent gestattet haben uf uch ze ziehende und ze schedi- gende etc., lassen wir uch wissen, das unsere rittere, knechte und bürgere in sölicher gewonheite bi uns harkommen sint, daz si herren und gesellen gedienet hant. also sint ouch zu unserm herren von Straszburg etlich des ersten gezogen und kommen, dem ze dienende, da wir getruwent, das si ir ere gegen üch wol bewart habent. was aber in darumb widerfüre oder beschehe, gat uns nützit an und wistent wir ouch nit, war oder uf wen die reise gienge, denne von des habern schiffunge und holtzes wegen, da hat unser herre von Straszburg, der bi uns des bystümes phleger und unser herre worden ist, dem wir auch als unserm herren gesworen hant, habern, holtzschilfung und ander ding dahar bi uns und ussewendig gekouft. darumb wir in nüt ze fragende hattent noch cze fragende stund, war er damitte weite, als ir das selber wol merkent. so denne von der schützen wegen bat uns unser herre von Straszburg, dem wir als unserm herren gesworen hant, im 50 schützen ze lihende mit den sine schlosz ze verhütende, die haben wir im ouch als unserm herren in sölicher massen verlühen und getruwent ouch, das wir sölich lihunge mit eren wol getan möchtent und das uns die Sachen vorgeschriben nit ze verwissende sient, wand wir in allen Sachen vor und nach in sölicher massen gefaren, geworben und getan habent, daz wir uns getruwent vor herren und Stetten alwegent wol verantwurten. wie aber disem allem sie, so wissent, daz uns die sach getruwelich leit ist gesin, das ir dabi wol merken und glouben mögent, als uns vormols fürkam, wie ein heimlicher unwille zwüschent unserm herren von Straszburg und üch were, das wir da unser erbern guten hotten wol ze drumolen ussantent, den heimlichen Unwillen an unserm herren und üch ze erfarende und eb der also zwüschent üch were ze werbende, wie der hingeleit würde, da uch wol kunt ist, in weler massen unser hotten ie von üch schiedent. darnach da vast gemein rede und mere gundent bi uns sin und lieffent, wie vil samnungen werent und ein grosz volk in daz land züge und io 15 *0 25 30 35 40 1392 375 niemand wiste, war oder wahin daz volk nid sich oder ob sieh und dehein eygenschaft darinne köndent noch möchtent vinden noch haben, da sauten wir aber unser güten botschaft ze stund zu unserm herren von Straszburg, die such zu erfarende und, eh wir iergent nütze oder gut werent, ze werbende, wie das land ungeschadiget blibe s und gern darzü unser bestes und wegestes geworben und getan hettent, wo wir daz ze werbende künden hettent und noch hüttis tages gern tetent und uns weder koste noch ärbeit darinne beturet bette und an uns vor und nach nützit erwunden ist noch erwand. harumb so dunkt uns vaste unzimlich und unbillich sin, daz ir uns ze disem male als unfrüntlichen verschriben baut, und lassen! uns bi disem botten io verschriben wissen gentzlich uwer meynunge. datum sabbato post Galli anno etc. 92 \In verso.] Dem meyster und dem rate der stat Straszburg. Sir. St. A. AA. 112. or. mb. I. el. 699. Notarielles Vidimus der Absagebriefe Bischof Friedrichs von Blankenheim, Johannes von Bossenstein des bischöflichen Vogtes zu Ortemberg, des Grafen Hein- 15 rieh von Lützelstein, der Herrn Johann von Lichtenberg und Bruno von Rappoltstein, datum anno a nativitate Christi millesimo trecentesimo nonagesimo secundo, indictione quintadecima pontificatus sanctissimi in Christo, patris et domini nostri Bonifacii divina providentia pape noni anno tertio vicesima die mensis octobris hora vespertina ejusdem diei presentibus honorabilibus viris dominis: Friderico Buhardi 20 preposito, Erledomo de Hambach decano, Johanne Wetzelonis cantore et Nicolao Bertschin canonico sancti Thome neenon Erhardo de Kagenecke preposito, Volczone Hüffelin cantore, Wilhelmo de Parma scolastico et Johanne Ortelini thesaurario sancti Petri argentinensis etc. testibus ad premissa vocatis specialiter rogatis. > 1392 October 20. 25 Str. St. A. AA. 1415. or. mb. c. sig. pend. del. und den Notariatszeichen und Unterschrift der Notare Johannes dictus Grossklaus und Johannes Nasoris dictus Netzebart von Hagenau. 700. König Wenzel an Pfalzgraf Ruprecht den älteren: mahnt dringend um Kriegshülfe gegen das widerspännstige Strassburg, das . . . vormals langest mit recht so und urteyl in unser und des richs acht und bann kommen und noch verübe uns und dem heiligen riche zu smacheit und widerdrisz . . . und gegen das er schon lange alle Fürsten und Herren aufgerufen und auch Borsiboy von Swinar geschickt habe . . . daz er sie mit macht und von unsern wegen an unser gnade roten und brengen sölte, der sie mit andern unsern und des richs fürsten, herren und under- 35 tanen mit brande und andern Sachen angriffen und beschediget hat, des sie alles nit achten, sunder in dem frevel mütwilliclich hüben, und ob dyner übe ymand und sunderlichen die von Straszburg icht anders schriben des glaube nit . . . datum Bettlern quinta feriapost 11000 virg. reg. hob. 30. reg. rom. 17. Betlem 1392 October 24. Str. St. A. AA. 107 nr. 74. cop. eh. mit Versendungsschnitten. VI. 48 376 1392 701. Heinrich zum Jungen von Mainz in Sachen der Acht an Strassburg: hat von der Absicht an den Bischof von Bamberg, Hynascko und Borsiboy je einen versiegelten Brief zu sc^'cken Kenntnis genommen und hä't es für gut, dass man Wilhelm von Borne und seinen (des Briefschreiners) Schwager Vohnar von Wickersheim, denen er sich selbst gerne anschliessen werde, bitte nach Speier zu reuen, damit sie s mit jenen Herren in Sachen der Acht verhandeln. datum Maguntii feria 4 ante festum beati Martini episcopi meo sub sigillo. Mainz 1392 November 6. Str. St. A. AA. 112. or. eh. I. cl. 702. Hagenau an Strazsburg: bittet ihren Bürgern Ulrich zürn Bocke und Johans Zipperer die 2 Rinder und Kälber zu ersetzen, welche ihnen von Strassburger Knechten zu Marienthal geraubt seien und beklagt sich über die barsche Abweisung, die neulich ihr Bote durch den Stettmeister erfahren habe, mit Berufung auf die alte Freundschaft beider Städte und ihr besonders Verdienst um die Aufhebung der Acht. Ja, heimlich hätten sie damals . . . ane uwer wissen unser ernstliche 0eheliche botschaft getan zu unsere herren und zu unsern guten Bünden, daz sü durch gottes willen durch dis landes willen gemeinheh und umbe unsers ewigen dienstes widen ir bestes darzii redent und tunt, das ir in unsers herren des kuniges gnade kommeut: geschehe das niht, so müsze Eilsasz das lant verderben und manig erber man rumen, der vertriben wurt. datum sabbato post diem seti Martini episcopi anno 1392. 1392 November 16 • Str. St. A. AA. 112. or. ch. l. cl. 10 15 20 703. Borsiboys von Swinar Geleitsbrief für die in Sachen der Achtsaufhebung nach Nürnberg reitenden Straßburger Gesandten. 1392 November 16. Ich Worziboy von Swinar dez römischen kunigs hauptman in Beyrn, lantvogt in Swaben und czü Eisassen embewt meinen willigen undertenigen dinst allen hoch- 26 geborn fürsten, geistlich und werltlich, graven, freyen herren, rittern, knechten: lieben herren. ich bit ewr gnad mit allem fle>sze von der von Straszburg wegen, daz ir die sicher wollet geleiten leibs und güts, wenn sy dez an euch begern czü dem tag und Decbr. 1. von dem tag, der da sein sol czu Nuremberg von suntag schirst über virczehen tag. daz wil ich allczit umb ewr gnad verdienen sülchen oder merern. und dez czu ur- 30 künde so han ich mein eigen insigel gedruckt auff disen offen brief. der geben ist am samstag nach sand Merteins tag anno 1392. Str. St. A. AA. 107 nr. 52. or. eh. lit. pat. c. sig. sub. I. impr. 704. Ratsbeschluß betreffend: den städtischen Wachtdienst und Instandsetzung der Befestigungswerke A 1392 November 18. s» Unser herren meister und rot hant es verurteilt: 1 Zu, diesen Kriegsvorkehrungen mag auch erwähnt sein, was Königshofen berichtet (Hegel II, 756): Adelnliofen wart abegebrochen (1392) — do brach men gerwe abe, die vorgenauten zwo zilen zwüschent 1392 377 Die viere sint überkomen der stücke, die hie nochgeschriben stot. und duncket sie gut und nütze sin und ist das mit nammen: her Cüntze Geistboltzheim, Behtolt von Roszheim, Werlin Schöpfelin und Rülman Voitze, daz hant ouch meister und rot also erkant. actum feria quarta ante Tnome aposioli anno 92. m». is. 5 [1] Zu dem ersten daz man zwo schiltwahten mähte, eine vor mitternaht anvinge, so es ehtuwe slüge und die umb rittent, untz das es eins singe und die ander schilt- wahte, von dem das es eins sluge, untz daz es dagete, umb rittent. und weller von in funden wurde, er wer kunstofeler oder antwergman, der nüt wachete oder hüte oder mit do were, daz es denne dieselben, die also umbrittent und es empfündent bi der io tage zit zu stunt dar noch dem ammanmeister und dem rote verkuntent. bi den eiden, die sij der stette geton hant. und daz men ouch ein pene dar uf satte, weher es also verbreche, daz der bessert, wie es der rot erkante, und nüt varen zu lossen, so würde deste bas gehütet und ist die pene 5 sol. [2] Item daz alle, die an den toren und porten ligent dag und naht oder uffe den i5 cürnen, das die verswürent alle spil. [3] Item und swürent nieman us noch in zu lossende, er hette denne sin Wortzeichen oder kantent in denne oder wer heimisch, wenne vil lüt es do her usz oder in ist gegangen one Wortzeichen und ungefroget. frogete men es aber an eime tor und hiesch ime sin Wortzeichen, hette er denne keis, so ging es an einander tor, da men 20 es nüt frogete. [4] Item und dar zu swürent zu hütende, zü wachende und daz beste und daz wegeste zü tünde, also verre sü kundent und möhtent und bi iren porten zü blibende an alle geverde und daz holz, daz in gegeben wurde, zü nucze zü verbürnende. [5] Item sü duhte ouch güt, daz men unter den swibogen an der steinen brücken 25 under her Heiszen türlin ein gatter mähte oder es sus verslüge. [6] Item daz men vor den bedecketen brücken verslüge mit dicken tilen oder mit zweigelingen, wenne es sörglich were, kerne ein gefröste, do wiJ der ammanmeister einen dargeben. [7] Item von Closener wegen, der do ist an dem schiffe bi sant Stephans brücke, 30 do ist den vieren fürkomen, daz er nüt nütze do sü. daz sol men dem rote verkünden. do wil der ammanmeister einen geben. [8] Item sü duhte gut, daz men an Nopen stat an den Wissenturn ein andern dete, Hügelin von Sehsselsheim. [9] Item daz men den nuwen turn hünder den Johansern decke und büne, daz men 35 do uffe gohüten möge. [10] Item von der bedecketen brücken wegen, do sol man dem rote sagen, daz die tilen umb und umb abe brichet, daz men daz wider mähte. actum feria tertia proxima ante Thome apostoli a. d. 1392. Str. St. A. G. D. P. lad. 20 nr. 2. Papierstreifen, davor eine Aufrüstung dess. Datums. 40 dem wissen turne und dem wighuse wider Künigeshofen; men brach ouch das dort zü Künigeshofen gerwe abe und mähte acker und velt do, do vor hüser stunden!. — Ebenda S. 785 wird erzählt, daß Thomas und Claus von Grostein als Anhänger des Bischofs aus der Stadt verbannt wurden . . . über das engelsche mer, do sü soltent ir leben flissen. 378 1392 705 . Aufrüstung der städtischen Mannschaften. [ 1302 .] Dis ist die constofel in Spettergasse. Item hern Zörnelin von Bulach ritter.*i Item der Kurtze von Kageneck ritter. * „ juncher Dietterich Burggrofe.* „ her Hug Tütscheman.* „ juncher Claus Humbreht. „ „ Berwig Botenburg.* „ ,, Behtolt von Roszheim* „ „ Hügelin Zorn, hern Hüg Zornes seligen siin.* „ „ Ber von Heilgenstein.* „ „ Johans Schilt der junge.f „ „ Lawelin Clobeloch zum güldin.* „ „ Claus Nope und Wilhelm sin sün.* „ „ Beinholt Zorn uffe Rinecke.* „ „ Götze von Heilgenstein.* „ „ Johans Rudolf von Endingen.* „ „ Johans Clobeloch genant Ytel Clobeloch.* „ „ Wilhelm Clobeloch sin bruder.* „ „ Johans Clobeloch zum güldin.f „ „ Peterman Clobeloch zum guldin sin bruder.* „ der juncher Clobeloch. „ juncher Cünrot Merswin.* „ „ Wilhelm Twinger.* „ „ Rülin Rebstock.* „ „ Dietterich Rebstock sin bruder.* „ „ Gosse Burggrofe juncher Dietteriches sün.* „ „ Johans Tütscheman hern Huges sün.* „ „ Lienhart Hüter.* „ „ Gosse von Mulnheim hern Walthers seligen sun.f ,. „ Heitzeman Gürteier.f „ „ Hesseman Erlin.* „ Cünin Hans von Westhofen. 25 23 zu füsz und 4 zü rosz 27 guter 2 an die porten ( 32 2 35 1 * bedeutet, daß der Betreffende zu Fuß. f daß er zu Boß dient. Im Original ist für ersteres ein wagerechter Strich, für letzteres ein Kreuz beigefügt. 2 Die Zahlen der Summierungen sind ohne Rücksicht auf ihre Richtigkeit genau nach der Vorlage io gegeben. 1392 379 Dis ist die constofel zü santte Thoman. Item her Wetzel Marssiliis ritter,* her Hetzel Marx ritter.* „ her Johans Schilt. „ „ Reinbolt Hüffelin der eilter.* „ „ Reinbolt Wetzel.* „ juncher Reitzeman Wetzel.* „ „ Thoman Lentzelin der hiiter. „ juncher Rülin Lentzelin sin bruder.* „ „ Johans Spiegel.* „ „ Johans Rertsche* „ „ Reinbolt Clobeloch.f „ „ Hetzel Clobeloch sin briider.* „ ,, Cüntzelin von Gödertheim * „ ,, Johans von Tygesheim* „ „ Werlin Hüffelin.* ,, „ Claus von Westhus.* ,, „ Johans Lentzelins juncher Thomans sün.* „ „ Diebolt von Dambach Hessen seligen sün von Tanbach.* „ „ dein Rülin Lentzelin. „ „ Johans Lentzelin sin bruder.* „ „ Wetzel Broger* „ „ Hügelin Völtsche.f „ „ Johans Achenheim juncher Claus seligen sün von Achenheini.* Johans Rosenberg von Mülnheim.* Fritsche von Heilgenstein zürn Rosse. Walther Spiegel juncher Johans Spiegels sün. Grosz Claus Rebstock.f juncher Walther Erlin. „ Walther von Mülnheim.f „ Götze von Rümelnheim. „ Wilhelm von Rümelnheim sin sün. die zwene Elleherte gehrüder bi juncher Cünrot Müller in dem huse. 18 zü füsz 55 55 und 4 zü rosz 22 güter 10 an die porten f 33, Dis ist die constofel an der Öberstrosze Item her Claus Derer* und sin sün, her Johans Human. „ juncher Claus Rösselin.* „ ,, Hans Derer. * „ „ Päwelin Mosung. f „ „ Johans Mosung sin sun. f 380 1392 Item juncher Walther von Mulnheim dez burggrafen seligen sün.* „ „ Johans von Mulnheim. f „ „ Peterman von Mulnheim gebruder. * „ ,, Claus Gnipping. * „ „ Claus Brünlin. * a „ „ Cüntzelin Pfaffenlap. * ,, „ Johans Pfaffenlap sin brüder.* „ „ Heinrich Peterlin von Molsheim* „ „ Ciintze Krebsser. „ ,, Heinholt Föltsche. * w „ „ Walther Völtsche sin brüder. * „ Hetzel Rebstock zürn bilde. ,, juncher Walther Völtsche frowe Grede Wetzelin sun.* „ ,, Johans Völtsche sin brüder pfründener zürn Münster. „ „ Peter Swarber. 15 „ „ Cüntze zur Megde. „ „ Burghart Meiger. „ „ Böckelin in Grünewerder gesselin.* „ „ Hug von Sehsselsheim. „ „ Walther von Firdenheim. 20 „ „ Burghart Human, f „ „ Walther Human, f „ „ Walther Swop. * „ „ Cüneman Nope. * 15 zü füsz „ ,. , I n , 9 an die porten - 31 25 und 5 zü rosz ' 20 güter. Dis ist die constofel zürn Mülstein 1 zürn ersten. Item her Claus Zorn der Lappe. „ Johans Zorn. * „ Heinrich Zorn. * „ Hügelin Zorn. * „ her Gosse Engelbreht. „ Johans Engelbreht. f „ Wilhelm von Mülnheim. * „ Böllelin von Mülnheim. f „ Otteman von Mülnheim. * „ Beinholt Hiltebrant. * „ Rudolf von Vegersheim. * 1 Von hier an von anderer Hand. 40 1392 381 15 20 25 30 35 Item Groszhans Hiltebrant. * „ Hügelin Schöp.* „ Johans Junge. * ,, Blumenöwe. * „ her Johans Bog der eilter.* „ her Johans Bog der junge.* „ her Claus Bog. * „ Grosz Ulrich Bog. * „ Clein Ulrich Bog.* „ Peter Bog. * „ Peter Böckelin. f ,, Bernhart Böckelin. f „ her Wernher Sturm. „ Henselin Sturm. ,, Hügelin Sturm. ,, Göselin Sturm syne süne. f „ Gosse Sturm der alte. „ Gosse Sturm von Vegersheim sin siin.* ,, Langhügelin Sturm* „ Johans von Sturmecke.* „ Gosse sin brüder. „ Lauwelin von Wintertur. „ Henselin sin siin.* „ Walther Wintertur der alte. * „ Walther sin sün. * „ Walther Wintertur Geiler. * „ Clausman sin brüder. „ Clein Henselin Wintertur. „ Claus Bühssener. „ Gosse Rebestock. * ,, Jacob von Diemeringen, f „ Claus sin brüder.* „ Alexius Closeman.* „ Burckart von Roszheim.* ,, Peter von Geidertheim* „ Hannemann sin brüder.* „ Claus Pfettensheim.* „ Herman Ritter.* 32 zü füsz und 6 zii rosz 38 40 11 an die porten 38-2 1392 Dis sint die phaffen. Zürn ersten. Item der schülmeyster. „ her Johans Zellehans der schaffener. „ her Andres Röyte. 5 „ der junge Dieffendal. „ meyster Johans von Hagenöwe. „ „ Johans von Sahssen. „ „ Eberhart von Nürenberg. „ „ Johans von Döchendorf. >o . „ her Ulrich Kentziger. „ der junge Virnekorn. „ Symunt der Besemer. Dis sint die constofeler in der constofeln zü sant Nyclause über Drusch. 15 Item zum ersten hern Thoman von Endingen ritter.* „ hern Claus von Heilgenstein der meister * „ und Friderich sin sun.* „ Peterman zürn Riet.* „ Mülnheim Han kircherre zü Vessenheim.* so „ Clein Zörnelin.* „ Lauwelin Kurnagel.* „ Claus von Heilgenstein der junge,* Thoman * und Hans * sine brüdere. „ Johans von Wolkesheim, Heinrich * und Joseph sine süne. „ Hügelin von Heilgenstein. 25 „ Gosse Clobelöch Hüter. „ Nauwer. „ Reimholt Spender.! „ her Johans Clobelöch.* „ Billung zü der Megede.* 30 „ Höwensteinf und sin sun. „ Cüntze zü der Megede und Claus f sin sun. „ Hanz von Wintertur. „ Hans von Marckoltzheim.* „ Cüntze von Markoltzheim * und Keiser* sin brüder. 35 „ Claus von Dambach.* „ Pfettensheim.f „ Gosse Sturm.* „ Thoman zü der Megede.f „ Hesse Pfaffenlap der burggrave * und Cleinhenselin sin brüder.* 40 „ Cüntzelin Pfaffenlap.* 1392 383 Item Rustelin.f „ Sigelin von Ehenheim.* 5 ? Hug Meinrich. 5 ? Heimholt Hüffelin der lange.* 5 23 zft füsz. 1 , , P o f) an die Porten 39. und o zu rosz. r ) 28 guter. Die constofel zu sant Peter.' Item juncher Wölfelin von Hochfeldin. 10 „ „ Erbe von Bulfeszheim. 55 „ Heinholt Snesze. 55 her Lyenhart Zorn.* 55 juncher Johans Löselin. 5 ? 15 her Swartzgötze von Grostein, der lange Hans Swarber.* 55 juncher Heinholt Eppficher.* 55 „ Friderich Mansze.* 55 „ Claus Zorn.* 55 20 „ „ Rudolf von Büetenheim.* „ Dietterich von Küngeszheim.* 55 „ Schochman Haler.* 55 „ Heinholt Eurer.* 55 her Hurchart von Nülnheim.* 55 25 55 juncher Heinrich von IVIulnheim.* „ Burckart von Mülnheim.* 55 „ Peterman von Dürnungen.* 55 „ Hanneman Blüemelin .* 55 „ Lütolt von Mülnheim.f 55 30 55 „ Johans von Mülnheim.f „ Heinholt von Mülnheim. 55 der von Girbaden. 55 juncher Heinholt Lappe.f 55 „ Cüne von Rimeinheim.* 55 85 55 her Rülman Swarber.* juncher Adam Löselin.f 55 „ Heinholt Swarber.* 55 „ Blümenöwe* 55 her Hug Klette. 55 Friderich Klette.* Von hier an eine dritte Hand. VI. 49 384 1392 Item juncher Reinbolt zum Trübel.f „ „ Claus Junge * „ „ Lauwelin Junge.* „ „ Johans Swarber in Kirchgasze.f ^ „ „ Heinrich Swarber.f 1 „ der wisze Zorn.* „ juncher Diebolt Zorn* „ „ Claus Schultheisze* „ „ Claus Swarber. „ „ Römer Reitze. 22 zu füsz. und 7 zu ritende. 29 guter. 7 under die dor 41. Dis sint die Personen in der Kunstokel vor dem Munster. Item 55 55 her Ortelin Mansze.* Lawel Rlenkelin.* Lawel Blenckelins sun. Lawel Kristion. Hans Kristion.* Hesseman Hesse.* Heinrich Hesse sin sun* Hans Hesse sin sun.* her Johans Berlin* Gosse von Kagenecke.f her Obrecht Mansze.f Simunt Wetzel.* Böldel Mansze.* Hans von Mülnheim von Eppfiche.f Hans von Wasselnheim.* Hans Hesse zum Hawart.* her Ülrich Bock.* Simunt Büssener.* her Heinrich von Mülnheim.* Reinhart von Mülnheim sin sun.f Hans von Harnstein.* Hans Rebstock.* Peterman Rehstock f her Heitze von Mülnheim. hern Heitzen sun von Mülnheim. der von Schßnecke sun under der loben* her Reinbolt Hüffelin.f 15 30 35 40 1392 385 5 10 15 SO 25 30 35 40 Item die zwen jungen von Schönecke.* „ Heitzman von Rechberg.* „ Hensel zürn Trubel. „ sin bruder der junge. „ Küne Mansze.* „ Hensz Mansze sin sun.* „ Cläs Mansze.f „ her Johans von Kagenecke.* „ Herman Wirich.* „ her Johans von^Stille.* „ Ulrich von Stille sin sun.f „ Eberlin Kristion.* „ Johans Schöne Mansze.f „ Panfelin.* „ Reinholt Schiltikeim.* „ Erbe Löselin.* „ Hans Ingelbrecht der alte. „ Hensel Ingelbrecht der junge.* „ Mursei Berlin. „ Ulrich Löselin.* „ Wilhelm Gurteier. „ Peter Blumlin.f „ Pfettesheim,* „ Reinholt Rebstock. „ Bernhart Löselin.* „ Hügelin Ripelin.* „ Hans Peterlin.* „ Bernhart von Matzenheim.f „ Hügelin von Ehenheim. „ Hanseman Sturm. „ Heitzeman Busser.* „ Küntzel Busser. „ Werlin Störkelin.f „ Henselin von Ehenheim.* „ Lawelin zur Birken.* „ Küntzel Löselin. „ Heitzel Masemünster. „ Eriderich von Ochsenstein.* „ Frantze in sant Anthonien hof * „ Hesseman Broger.* „ Bulin Stöibe Hase. „ Eriderich von Hochfelden.f „ her Hügel der artzot. 386 1392 Item.Betschelin von Rosheim. „ Werlin von Halle.f „ Friderich von Hochfelden. 1 39 zu fusz. ja- t ) 17 under die porten 70. und 14 zu rosz. ) 53 guter. Die constofel am Holwige. * Item juneher Hug Süesse. „ her Götze von Grostein. „ juneher Ulrich Löselin.f „ „ Wilhelm zum Riet.f „ „ Behtolt zum Riet.f „ her Johans von Wickersheim.* „ her Hanneman von Wickersheim* „ juneher Cunrot von Wickersheim. „ „ Cüntzeman Rebestok.* „ „ Werlin Leiterberg.* „ „ Cüntze Lentzelin.* „ „ Frantze Lentzelin.* „ her Johans Tützman. „ juneher Johans Tützman.* „ „ Arbegast Tützman.* „ „ Ludewig von Wickersheim.f „ „ Friderich von Duntzenheim. „ „ Peterman von Duntzenheim. „ „ Richenberg. „ „ Lauwelin Rebestok. 9 zu füsz. _ , ,. . 1 „„ 6 under die porten l 20. und 4 zu rosz. | 13 guter. Summa 68 an die porten von den constofeln. Die brotbeckere 31. „ würte 80. „ goltsmide und schiltere 54. „ gerwere 32. ,, schiflüte 120. 5 10 15 20 25 30 35 > Diese beiden letzten Namen und die Summierung sind von anderer Hand hinzugefügt. 2 Beginnt wieder eine andere Hand; Summierung von anderer Hand. 1392 387 s 10 15 20 25 Die schüchsülere 80. „ wagenere 28. „ smide 42. „ küffere 70. „ schifzimberlüle 14. „ vaszzieher 8. „ grempper und seiler 80. „ winsticher und underköffer 37. „ zimberlüte 41. „ scherer und bader 24. „ kornlüte 50. „ kremere 100. „ webere 31. „ snidere 90. „ murere 32. „ gartenere 110 man. „ saltzmitter 19. „ kürsenere 37. „ oleylüte, düchscherere, müllere 20. „ metziger 60. „ vischer 60. „ fucher 40. „ winruffer und winmessere 60. Von den constofeln 230. Gedenckent an die werg und die boler. Str. St. A. G. D. P. lad. 20 nr. 2. Papierstreifen von 3 l /-i Meter Länge, zusammengenäht aus einzelnen von verschiedenen Händen beschriebenen Blättern. 706. Aufrüstung und Aufstellung 3« Dis teil sol sin zu rosz by Cunen von Kolbotzheim und sollen! dise hie nochgeschribene by ime sin, die ime zu gegeben sin!, und sollen! die der stette venlin by in haben: 35 Zum ersten her Lienhar! Zorn genan! Schuliheisz ritter der vier meisier einre. Item her Obrechl Mansze. [gestr .'] 1 Mannschaften. [1302.] Item her Ciinrai Armbrosler. „ Reinboi! Spender. „ Hans Swarber in Kirchgasze. „ Cünra! Müller. \gestr.\ „ Lülol! von Mülnheim. „ herr Reinboi! Hüffelin. „ Hans Swarber in Kirchgasse. Dise warten! alle uff die baner. der städtischen I. 1 Diese Namen scheinen im Jahre 1397 bei Revision der Liste ausgestrichen zu sein, da dem Papierheft, in dem die Liste steht, ein Blatt mit einer die Aufrüstung betreffende Verordnung von 1397 ein- 40 geheftet ist. Vgl. dieselbe unter 20. August 1397. 388 1392 Item von der cunstofel Sant Peter. Item her Lienhart Zorn genant Schultheiss ritter. „ Hans Swarber in Kirchgasse. „ Heinrich Swarber sin sun. [gestr] „ Lütolt von Mülnheim. „ Lütolt Hans sin sun. „ Reimbolt Lappe. „ Adam Löselin. „ Reimbolt zu Trubel. [Summa] 8. Item von der cunstofel vor dem Münster. Item her ReinbolLHüffelin ritter. „ Obreht Mansze. [gestr] „ Gosze von Kagenecke. „ Hans von Mülnheim vonEpfiche.^es^r.] „ Reinhart von Mülnheim. „ Claus Mansze. „ Peterman Rebestock. „ Ulrich von Stille. „ Johans Schömansze. „ Peter Blümelin. [gestr] „ Bernhart von Matzenheim. „ Werlin Störckelin. „ Werlin von Halbe und Friderich von Hochfelden. [Summa] 14. Von der cunstofel in Kalbesgasze. Item Hans Engelbreht. [gestr] „ Böllelin von Mülheim, [gestr. j „ Peter Böckelin. [gestr] „ Bernhart Böckelin. „ GÖsselin Sturm, [gestr] und Jacop von Diemeringen. [Summa] 6. Von der cunstofel Sant Niclause. Item Reinheit Spender. „ Thoman zur Megde. „ Pfettensheim. [gestr] „ Obreht von Höwenstein. [gestr] „ Rüstelin. und Clausman zur Megde. [Summa] 6. Von der constofel in Spettergasze. Item Johans Schilt. 5 „ Hans Klobelöch züm Güldin. „ Gosze von Mülnheim. und Heitzeman Gürteier. [Summa] 4. Von der cunstofel Sant Thoman. >» Item Reinheit Klobelöch. „ Hügelin Völtsche. „ Claus Rebestock, und Walther von Mülnheim. [Summa] 4. >- Von der cunstofel an der Überstros ze. Item Paulin Mosung. [gestr] „ sin sun. [gestr] „ Hans von Mülnheim. [gestr] w „ Bürckelin Buman. „ Walther Buman. [Summa] 5. Von der constofel am Holwige. Item her Wilhelm züm Riet. 25 „ Berchtolt züm Riet sin sun. „ Ulrich Löselin. „ Ludewig von Wickersheim. [Summa] 4. Von den schifluten. s» Item Henselin Lunbart. „ Nellesheim. „ Ellenheim Läwelin. „ Claus Bernaltzwilre. „ Hans von Burgheim. 35 und Rüfelin Wahsicher. [Summa] 6. 1392 389 Von den kremern. Item Claus Barpfennig. „ Heinrich Karle. [gestr.] „ Läwelin Voitze. [gestr.] & „ Cüntzelin von Rotwilre. „ Hans Kriese. „ schaffener Cuntzelin. „ Claus Oler. „ Meyenberg. io „ Stengelin. „ Leppichin. [gestr.] [Summa] 10. Von den würten. Item Marx Hüter. 15 „ Fritseheman zum Home. „ Otteman zürn Slüssel. „ Hügelin zu Grünenberg und Cuntzelin Pfettensheim. [Summa] 5. 8» Die metzigere sollen! uszrihten. Item Wilhelm Heitzelin. „ Peter Museier. „ Henselin Betscholt. „ Wilhelm von Berse. 25 f Summa] 4. Die tüchere solle nt uszrihten. Item des Heilmans sun. „ Verwer Henselin. und Gerhart Henselin. 30 [Summa] 3. Von den goltsmiden und schiltern. Item her Cünrat Armbroster. „ Jacob Fryburger. und Hans Kämmerer. [Summa] 3. Von den saltzmüttern. Item Werlin Güldin Schaf. [Summa] 1. Von den kornlüten. Item Cünrat Müller, [gestr.] „ Cüntzelin Kesselring. [Summa] 2. Von den seilern und gremppern. Item Tüfel Läwelin. „ Jeckelin, der Riffen kneht waz. [Summa] 2. Von den kürsenern. Item der junge Münchelin. [Summa] 1. Von den winstiehern. Item gebur Claus. Von den düchscherern. Item des Armbrosters dohterman. [Summa] 1. Item und alle andere soldernere und dienere, sie sient mitglefen oder einspennig. II. Dis ist das anderteil, und sint z ü f ü s z. Zü dem ersten her Claus von Heil- 35 genstein der meister, der sol haben die grosze unserre frawen baner. by dem sollen! sin, die ime zü gegeben sint. Item her Thoman von Endingen ritter. „ Johans Bock von Bockenhein. [gestr.] « „ her Wilhelm Metziger. „ her Heitzeman Lymer. Und dise cunstofel von der cunstofel vor dem Münster. Item her Heitz von Mülnheim ritter. „ „ Heitzelin. I \ rittere. „ „ Johans von Kagenecke. ] „ Ortelin Mansze. „ Lawelin Blenckelin. „ Läwelin Kristion der eilter. „ Hesseman Hesse. „ Heinrich Hesse sin sun. 390 1392 Hans Hesse sin sun. Johans Berlin. Symunt Wetzel. Böldel Mansze. Hans von Waszelnheim. Hans Hesse zum Hawart. her Heinrich von Mülnheim in Brant- gasze. „ Heinrich von Mülnheim von Landesberg. „ Berchtolt Zorn ritter. Ulrich Bock. Symunt Buhsener. Hans von Harnstein, [geslr.] Hans Rebestock. Hans von Schönecke ander der lö- ben. [gestr.\ Wilhelms seligen sun von Schönecke der eilteste. Heitzeman von Rechberg. Ciine Mansze. Henselin Mansze sin sun. Herman Wirich. Eberlin Cristion. Panffelin. Reinbolt Schiltikeim. Erbe Löselin. Hans Ingelbreht der junge. Ulrich Löselin. Pfettensheim. Bernhart Löselin. Hügelin Rippelin. Hans Peterlin. [gestr?\ Heitzeman Ruffer. [gestr.] Henselin von Ehenheim. Läwelin zur Birken. Friderich von Ochsenstein. Frantze in sante Anthonienhof. Hesseman Brager. l>S'umma] 49. Von der cunstofel sant Niclause. Zum ersten her Thoman von Endingen. Item Hans Rudolf sin sun usz Spettergasze. „ her Friderich von Heilgenstein. 5 „ Peterman zu Riet. „ Mülhan(!) der kirchherre. „ Klein-Zörnelin. „ Lawelin Kurnagel. „ Claus von Heilgenstein der junge. 10 „ Thoman von Heilgenstein. „ Hans von Heilgenstein sin bröder. „ Heinrich von Wolkensheim. [gestr.] „ Johans Klobelöch. „ Billung zur Megde. i» „ Hans von Marckoltzheim. j „ Cüntze von Marckoltzheim. \ [gesir.] „ Keyser von Marckoltzheim. ] „ Claus von Hambach. [gestr?\ „ Gosse Sturm. \gestr?\ 20 „ Hesse Pfaffenlap der burggrofe. „ Kleinhenselin Pfaffenlap sin brüder. „ Cuntzelin Pfaffenlap. „ Sygelin von Ehenheim. „ Reinbolt Hüffelin der lange. 25 \Summa\ 22. Und darzü von den antwercken von ledern antwercke, alz vil hie nochgeschriben stot>, Item von den küffern 70 man. vaszziehern 8 man. gremppern und seilern 80. winstichern 37 man. zimberlüten 41 man. scherern und hadern 24. kornlüten 50 man. kremern 100 man. wövern 31 man. metzigern 40 man. tüchern 40 man. alle bereit gewoffent und erzüget mit iren beingewanden. 55 51 35 55 55 55 55 55 55 55 55 55 55 1392 394 [LiicAe] Von den kremern Rulman Voitze und Rudolf Voltzen. ,, „ metzigern Hüller. 5 „ „ kornlüten Ulrich Hünrer. Item schaffener Rlochholtz. Dise zwölfe sollent gen vor des meister baner. Item Symunt Wetzel. io „ Heitzeman von Reehberg. „ Herman Wirich. „ Erbe Loselin. „ Läwelin zur Birken. „ Friderich von Ohsenstein. ir> „ Hans von Marckoltzheim. \geslr^\ „ Reinbolt Hüffelin der lange. „ Rulman Voitze. Dis ist das dirte teil, und sint 20 zu füsz. Züm ersten her Claus Bock der vier meister einre (der sol haben), by dem sollent sin, die ime zu gegeben sint. Item her Burckart von Mülnheim ritter. 2s „ Reinbolt Hüffelin der alte und her Heitzeman Kranich. Hnde dise cun stofeier von der cunstofel 8 ant Peter. Item der lange Hans Swarber. so „ Reinbolt Epficher. „ Friderich Mansze. „ Claus Zorn. „ Rudolf von Bütenheim. ,, Dietherich von Künigesheim. 35 „ Schochman Maler. „ Reinbolf Surer. „ her Burkart von Mülnheim. „ Heinrich I . „ , sine sune. „ Burckart ) 40 „ Peterman von Dürningen. \gestr.] Item Rudolf sin vetter. ,, Hüller der metziger. „ Ulrich Hünrer. So sü 11 ent dise nebent dem meister und der baner ston. Item uff der rehten siten: „ .loh. von Wickersheim und sin sun rittere. „ her Thoman von Endingen. ,, Johans Bock von Bockenstein. „ her Wilhelm Metziger. Item uff der linken siten: ,, her Johans von Stille. \gestr^\ „ „ Ortelin Mansze. „ „ Heitzeman Lymer. „ Rlochholtz der alte. „ Hanneman Blümelin. [gestr.\ „ Cüne von Rümelnheim. \geslr.] ,, her Rülman' Swarber. ,, Reinbolt Swarber. „ Blümenöwe. „ Friderich Klette. „ Claus Junge. „ Läwelin Junge. „ Claus Zorn Schultheiss. [Summa] 22. Von der cunstofel in Kalbesgasze. Item Hans Zorn von Eckericli. „ Heinrich Zorn sin brüder. ,, Hügelin Zorn Heilant. „ Wilhelm von Mülnheim. „ Otteman von Mülnheim. ,, Reinbolt Hiltebrant. „ Rudolf von Vegersheim. [geslr.] „ Groszhans Hiltebrant. [gestr.] „ Hügelin Schöp. [gestr.] „ Johans Junge. „ Blümenowe. [gestr.] VI. 50 392 1392 Item Grosz-Ulrich Bock. „ Klein-Ulrich Bock. „ Peter Bock. „ Peter Bock. „ Gosze Sturm von Vegersheim. „ Lang-Hügelin Sturm. „ Hans Sturm von Sturmecke. „ Henselin Läwelins sun von Wintertur. „ Walther Wintertur der alte. „ Walther sin sun. „ Walther Geiler. „ Gosze Rebestock. „ Claus von Diemeringen. „ Alexius Closeman. „ Burckart von Roszheim. „ Peter von Gödertheim. „ Hanneman sin brüder. „ Claus Pfettensheim. „ Herman Ritter. [Summa] 33. Von der cunstofel am Holwige. Item her Johans von Wickersheim rittere [ffestr.] „ „ Hanneman sin sun rittere. [gestr.] „ Cüntzeman Rebestock. „ Werlin Leiterberg. „ Cüntze Lentzelin. „ Frantze Lentzelin. „ Johans Tutschman. „ Arbegast Dütscheman gebrudere. [r/estr.] „ Friderich von Duntzenheim. [Summa] 8. Item von den schüchsütern 80. „ „ „ wagenern 28 man. „ „ „ smiden 42. „ schifzimberlüten 14. „ saltzmüllern 19. 55 55 [leerer Raum] Item Urich Gosze. „ Anshelm von Löselin knelit. „ Cunen Hans von den gerwern. 5 Dise sollen! vor der baner gen, die x, liern Claus Bocke empfolhen ist. Item 5 ) 55 Rudolf von Butenheim, [ffestr .J Schochman Maler. ^ anS . , | Zorne von Eckerich. Heinrich I Reinheit Hiltebrant von Mulnlieim. Hügelin Schöp. Grosz Ulrich Bock. Lang-Hugelin Sturm. Gosze Rebestock. Cuntze und Frantze Ulrich Gosze. Cunen Hans der gerwer. Lentzelin gebrudere. So sullent dise neben! hern Claus ss Bocke und der baner uff der rehten siten ston. Item her Burkart von Miilnheim ritter. ,, Reinheit Huffelin der eilter. ,, Heintzeman Kranich. ao So sint dise von den antwerken. Item von den brotbeekern 31. „ „ „ wurten 80. ,, „ „ goltsiniden und schiltern 14. ,, ,, ,, gervern 32. „ „ „ schifluten 120. So sullent dise uff der linken siten ston. Item her Rülman Swarber ritter. „ Peter Bock. und Anselm Spirer. ss 1392 393 IV. Dis ist das vierde teil, und süllent sin zu füsz. Zum ersten her Dietherieh Burggrafen 5 der vier meister einre (der sol haben), by dem sollent sin, die ime zu gegeben sint. Item her Johans Wiszzorn und her Adam Zorn. „ Beinholt Wetzel. io „ und 4 her Heitzeman Lymer. [gestr] 1 „ Diebolt Zorn von sant Peter. Von der constofel in Spettergasze. Item her Zürnelin von Bulach ) . ( rittere. „ her Johans von Kageneeke j i5 „ Hug Dütscheman. „ Berwig Rotemburg. „ Bechtold von Rosheim. „ Rügelin von Zorn her Hug Zornes seligen sun. 2» „ der von Heilgenstein. „ Lawelin Klobelöch zürn Guldin. „ Claus Rosse. „ Wilhelm sin sun. „ Reinholt Zorn uff Rinecke. 25 „ Götze von Heilgenstein. „ Ytel Klobelöch 1 „ Wilhelm Klobelöch ) £ ebmdere - „ Peterman Klobelöch zürn Guldin. „ Wilhelm Twinger. 3o „ Rulin Rebestock ) „ Dietherich Rebestock I 8<,brU,iere ' „ Gosze Burggrafe. „ Hans Dütschman. „ Lienhart Hüter. 36 „ Gosze von Mülnheim. [gestr] „ Hesseman Erlin. [Summa] 23. Von der constofel sant Thoman. Item her WetzePMarsilis ritter. ,, Reinholt Wetzel. „ Heitzeman Wetzel. „ Rfdin Lentzelin der eilter. „ Johans Spiegel. „ Johans Bertsche. „ Hetzel Klobelöch. „ Güntzelin von Gödertheim. [gestr] „ Johans von Tygesheim. „ Werlin Hüffelin. „ Glaus von Westhusz „ Johans Lentzelin Thomans sun. „ Diebolt von Dambach. „ Johans Lentzelin Klein Rülins brüder. „ Wetzel Brager. „ Johans von Achenheim. „ Johans Rosenberg von Mülnheim. [gestr. ] [Summa] 18. Von der Cunstofel an der Ober- strosze Item Claus Berer und sin sun. „ Claus Rösselin. „ Hans Berer. [gestr] „ Paulin Mosung. [gestr] „ Johans Mosung sin sun. [gestr] „ Walther von Mülheim des burg- grafen seligen sun. „ Hans von Mülnheim sin brüder. [gestr] „ Peterman von Mülnheim sin brüder. „ Glaus Gnipping. „ Claus Brünlin. „ Güntzelin Pfalfenlap. [gestr] „ Johans Pfalfenlap sin brüder. „ Heinrich Peterlin von Mollesheim. „ Reinholt Völtsche. Darüber ist geschrieben aber ebenfalls wieder durchstriehen: Hanseraan Peyer. 394 1392 Item Walther Völtsche frowen Greden sun. „ Swartz Böckelin. „ Walther Swop. „ Cüneman Noppe. {Summa] 15. So sint von den antwerken. Item die snidere 90 man. „ „ murere 32 man. „ „ gartenere 110 man. „ „ kürsenere 37 man. „ „ oleylüte, duchscherere und mutiere 20. „ „ vischere 40 man. alle wol erzöget und bereit. Bug zum Stösse. Guntzeman Merckwilre. {Lücke] Der von Wickersheim und her Wilhelm Metziger, dise sollen! daz volk stellen. Dise solvent riten hinder dem volke und das volk anschryen und anrüffen, ehe dehein re wencken weite. Item her Wernher Sturm. „ schaffener Bloehholtz. [geslr.\ „ der jungher Klobelöch. „ Gosze Sturm. „ Beinholt Süsze. „ Wernher Schöpfelin. Dise sollen t vor der baner gon, die her Dietherich Burggrofe h e t. Item Berchtolt von Roszheim. „ Ber von Heilgenstein. -> „ Itel Klobeloch. „ Wilhelm Klobelöch. ,, Hetze! Klobeloch. „ Claus Rösselin. „ Walther von Mülnheim des bürg- io grafen seligen sun. „ Claus Gnipping. „ Heinrich Pellin von Mollesheim. „ Diebolt Zorn. „ Hug zum Stoffe. is „ Guntzeman Merckwilre. So sullent dise neben! hern Dietherich Burggrafen und der baner uff der rehten ston. Item her .Tohans Wiszzorn ritter. 20 „ Reinbolt Wetzel. „ Hanseman Peyer. So sullent dise uff der linken siten ston. Item her Zörnelin von Bulach ritter. [ geslr .] 25 „ ,, Johans von Kagenecke 1 „ „ Wetzel Marsilis ] So sullent in der stat hüben by dem ammanmeister. Her Gosz Engelbreht I p 30 „ Heitz von Mülnheim ) Str. St. A. 6. U. P. lad. 20. nr. 7. schmales Papierheft, undatiert, doch das Jahr 1392 ergiebt sich aus den vorkommenden Namen der Stettmeister. 707 . Friedensvertrag zwischen König Wenzel, dem Bischof von Straßburg und ihren Verbündeten einerseits und der Stadt Straßburg anderseits. Settern 1303 Januar 1. Wir Wenczlaw von gotes gnaden römischer kunig czu allen czeiten merer des reichs und kunig zu Beheim bekennen und tun kunt offenlichen mit diesem brive 1393 395 allen den, die in sehen oder hören lesen, das wir mit rate fürsten, geistlicher und werntlicher, herren, graven, freyen und andern des heiligen reichs getrewen unsern reten nsgetragen haben und zurate worden sein, das alle czweitracht und krige, als sich czwischen uns, den fürsten und herren, unsern und des reichs getrewen an ä einem teile nnd dem meister, rate und bürgern gmeinliclien der stat zu Strassburg an dem andern teile vorlawffen haben, durch gemeines nuczes und frides willen beyde unserr und des reichs fürsten und herren lande und leute hingelegt und abgetan haben, das sie gerichtet werden in aller massen, als hernach geschriben stet: Czum ersten sullen wir die von Strassburg us der acht und aberaeht lassen io und wollen ouch umb alle vergangen Sachen, die sich verlanden haben nf diesen heutigen tag, wie sich die verlanden haben, ir gnediger herre sein und wollen in ouch die brive heissen geben vor dem recht, das do czu Hagenowe sein sol, als hernach geschriben stet, item was ouch die fürsten, herren und die stat zu Strassburg freyheiden, brive, gerächte und gute gewonheid redlichen herbracht haben, es i5 sey umb schulde, leipgedinge, pfantgute oder widerkawden, dobey sol iglichs teil bleiben und sullen ouch uf beydeseyte bey allen iren briven und hantvesten, die sie von unsern vorfaren an dem reiche und uns oder yemanden anders redlichen erworben und herbracht haben, gernhlichen bleiben, item es sullen ouch alle Sachen, die sich vorlauffen haben in dem krige czwischen uns und von des reichs wegen, so andern fürsten, herren, rittern und knechten uff ein seyte und den von Strassburg uff die ander seyte, es sey umb prand, mortt, name oder Übergriffe oder worumb das sey, abe und ein vorrihte und vorteydingte sache sein, doch so mag sich der bischoff von Strassburg und die andern herren, die do beschuldiget sein an iren eren, als sie sprechen, wol verantwurtten mit dem rechten, ob sie wollen, und des- v5 gleichen widerumb mugen ouch die von Strasburg tun, ob sie wollen, es sullen ouch totsiege, mortt und prand, die vor dem krige und in dem krige geschehen sein von bevden teilen, wie die geschehen sein oder wie die leute getötet sein oder von wem die geschehen sein, hindan gesetzt werden an dem rechten und sol kein recht doruber gesprochen werden, item es sullen ouch alle gefangen uff beide seife, die in dem 30 krige oder vor dem krige gefangen sein, ledig sein, es sullen ouch alle schatzunge und prantscliatzunge, die nicht gefallen sein oder beczalet, abe sein und sullen ouch alle bürgen ledig sein, manet aber yemand doruber, der sol die leistunge und scheden, die doruff geczogen werden, selber geben und usrichten. item wer es, das uff beiden teilen yemande dem andern sein lute, er sey des kriges oder nicht, eingenomen bette in 33 diesem kriege und vor dem krige und sie genotet, das sie gesworen haben bey ym zu bleiben, die sullen alle ledig sein und sullen sie die, hinder die sie geczogen sein und die sie eingenommen haben, unvorczogenMchen ledig lassen, das dieselben leute wider hinder ire rechten herren kumen und bleiben ungehindert, und sullen die, die sich der lute underw r unden betten, denselben leuten nicht dester gramer noch dester w finder sein, item die fürsten, herren, ritter und knechte, die mit uns wider die von Strassburg in dem krige gewesen sein, was sie zu den von Strassburg zu sprechen haben, do bescheiden wir in tage umb gen Hagenowe. und sol der edel unser über getrew'er Borsiwoy von Swinars lantvogte in Swaben und in Eisassen uf dem- 396 1393 selben tage von unserm teile sein, und dorumb sol in derselbe Borziwoy ein gleich recht besetzen mit unsers ohmes des hochgeborn Ruprechtes des eitern pfaltzgrafes bey Reyn und hertzog in Beyern und des von Meincz und anderr fürsten uff dem Reyne etc. oder mit andern erbern herren, rittern und knechten, die in beider seyte gleich sind und nemlichen, die nicht des kriges und euch der herren, die der krige angeet, diner » noch mane sind und die mit dem krige nicht zu schicken haben, _do[ sol in der vorgenante Borziwoy des rechten gmeinlichen helffen in der weize, als hernach ge- schriben stet, der bischof von Strasburg, die fürsten und herren sollen alle ire ansprach acht tage vor dem tage unserm rate und Borsiwoy etc. zu Hagnowe vor- schriben geben, desselben gleich sollen die von Strasburg euch tun, was sie zusprache 10 haben zu dem bischof von Strassburg, fürsten und herren, die des kriges sind euch beschriben geben uff dieselbe czeite demselben unserm rate und Borsiwoy etc., als vorgeschriben stet, item was man mit beider parteyen wissen und willen mit der mynne vorrichten mag, dobey sol es bleiben, was aber mit der mynne nicht vorrichtet mag werden, es [sie] vil oder wenig, das sie beschriben geben, do sol man i 5 recht ubersprechen, und was do gefellet mit dem urteil, wollen wir, das das veste bleibe und von beiden teilen gehalden werde, item was zusprache die von Strassburg zu rittern und knechten haben, die des kriges gewest sein, und dieselben ritter und knechte zu den von Strasburg, das sol man ustragen mit fruntschaf't oder mit dem rechten uf gmeinen tagen und vor gmeinen luten, und was also würdet usge- M tragen, dobey sol es bleiben, und sol ouch der egenante Borziwoy bey den tegen sein, ob er wil. wil er aber oder mag zu denselben tegen nicht kumen, so sol er einen erbern mane an seiner stat dorczu senden dovon, das das recht seinen gank habe und gewynne. item was vor dem krige czwischen fürsten, herren, rittern und knechten und den von Strasburg beidenteilen mit gutem willen voracht, vorsehriben 25 und geteydingt ist, dobey sol es bleiben, item wir wollen, wer es, das sich vemande vorsehriben oder vorbrivet bette oder zu keiner vorbuntnus getrungen were, von welchem teil das were, das wider uns oder das römisch reiche were, doruber sie nicht brive oder freyheid betten von uns oder unsern vorfaren an dem reiche, dieselben brive und buntnuss, als sie sieh vorsehriben haben, sullen absein, ob wir so wollen, item ^veres, das wir yedwederm teile dhein brive geben betten in diesem krige, die sullen yedwederm teile keinen nucze noch schaden brengen noch vor dem rehten furgeezogen werden, ouch wollen wir, das die fürsten und herren, ritter und knechte und andre lute den von Strassburg und ihren bürgern alle ire schulde und houptgute und ouch czinse und reute, die vor diesem krige versessen sind, zuvoran 35 widerkeren und widergeben sollen noch laute irer brive, die sie doruber haben oder guter kuntschaft. so wollen wir ouch, was in die fürsten und herren in disem krige gulde, reute und nucze, die in disem krige vorfallen sein, genommen haben, das sol hinweg sein und verloren; was aber semlicher gulde, reute und nucze, es wer ewig oder leibgedinge, noch vor ougen und vorhanden were und unbeczalet in dem krige und 40 nicht genomen, die sol man in ouch widerkeren an geverde. und des gleichen sullen die burger von Strassburg und ire helffer den fürsten, herren, rittern und knechten von schulde und houptgutes wegen und der reute, nucze und gulde, die noch vor 1393 397 ougen sind und nicht ufgehebt, widerumb tun an geverde. item wir wollen, das die fürsten und herren den von Strasburg und iren bürgern alle und igliche ire guter, wie die genant sein, die sie in diesem krige gehindert, verboten, dernidergelegt, verüben oder hingeben betten, offenn undertenig machen, sie dorein setzen und 5 fui’bas daran nicht hindern, es sey erbe, eygen oder leben, und desgleichen sullen die von Strassburg tun der fürsten und herren, leute, rittern und knechten, wo sii das getan betten, an geverde. dieselben guter mugen sie ouch wider bawen und vesten, ob sie wollen, item es sullen oucli die fürsten und herren und die von Strassburg keinen pfalburger nicht ufnemen noch haben in aller der massen, als sich das io findet mit dem rechten zu Hagenowe. item wir wollen ouch und gebieten den fürsten, herren, rittern und knechten, die des kriges sein, uff einem teile den von Strassburg und irer beider teile dynern und helffern bey unsern und des reichs hulden, das sie die vorgeschritten artickeln und stucke vesticlichen halden und das recht suchen, ufnemen und dem gehorsame sein in aller massen, als vorgeschritten stet, welche teile das 15 were und des nicht bilde, so wollen wir dem andern teile zulegen und dem ungehorsamen teile nicht helffen. mit urkunt dicz brives vorsigelt mit unser kuniglichen inajestat insigele. geben zu Betlern nach Cristes geburde dreiczehenhundert jare und dornach in dem dreyundnewnczigisten jare an des newen jarestage unserr reiche des beheimschen in dem dreissigistem und des römischen in dem sibenczehen- 20 den jaren. Ad mandatum domini regis Franciscus Olmucensis canonicus. Str. St. A. AA. 112. or. mb. e. sig. pend. delaps. — Auf dem Bug links: Ein fridebrieff zwuschent kunig Wenczlaw, den fürsten und herren und den von Strazburg. 25 Ebenda AA. 3 nr 19. or. mb. c. sig. pend. — Ebenda AA. 107. cop. ch. coaev. Gedr. Lünig, cont. 1. S. 144. — Gedr. Wencker , de ußburg. 191 — 95. — Happ. Urkb. II, 352. 7011. König Wenzel verkündet, dass er Bischof Lamprecht von Bamberg, Bischof Johann von Camyn und Worseboy von Swinar zu Schiedsrichtern und Vermittlern für 30 den Frieden mit Strassburg ernannt habe. geben zürn Betlern des fritages vor dem obersten tage regn. hob. 30 regn. rom. 17. Betlern 1393 Januar 10. Str. St. A. AA. 112 nr. 139. cop. inseriert in der Urk. von 1393 März 14. (vgl. nr. 748.) Gedr Happ. Urk. II. 353. Reg. d. Markgr. v. Bad nr. 1573. 35 709. Aufzeichnung über die Verhandlungen zur Aufhebung der Acht und zur Abhaltung eines Sühntages zu Hagenau. [1392/93.] Es ist gered und getedinget worden: 1. Ziim ersten, das die von Stroszburg dem aller durchlütigisten fürsten und herren, herren Wentzelawen römischen künig”zü allen ziten merer des riches und künig zu jo Beheim unserme gnedigen herren geben sullen etc. 2. Und darumbe, so sol der selbe unser gnediger herre der römische künig die von Stroszburg usz der ocht und aberacht loszen und sol ir gnediger herre sin also vor 398 1393 und e, danne wir zu ohte geton wurdent. und sol ouch ein veriehte sache sin umbe alles das, das sich zwüschen unserme herren dem künige und in verlöffen bet und ouch von aller der vorderunge wegen, die her Worseboy von Swinnar oder jemand anders von unsers herren des küniges wegen an die von Straszburg gevordert het bitz ulk disen hütigen tag. » 3. Item was die von Stroszburg fryheit und briete von dem egenanten unserme gnedigen herren dem römischen kunige und von sinen vorfaren an dem riche haben, do by und by allen Iren rechten, fryheiten, gerihten und gewonheiten söllent sie hüben, also sie untze har gehebt hant und gewesen sint, und sol ouch nieman do wider dun. 10 4. Item es stillen alle Sachen, die sich verlöffen haben in dem kriege, der zwüschen unserme gnedigen herren dem kunige und allen andern fürsten, herren, rittern und knechten und den von Stroszburg gewesen ist, es sy umbe braut, umbe mort, umbe noine, oder warumbe das sy, abe und ein verihte vertedingete sache sin. und süllen ouch alle gefangen uff bedensiten ledig sin. und sol alle schatzunge und brantschat- 18 zunge, die nicht gevallen ist uff disen tag abe sin. und süllent ouch alle bürgen ledig sin und nicht geinanet werden, manet aber iemant darüber, der sol die leistunge unde schaden, die daruff gezogen würden, selber geben und uszrichten. 5. Item wer ouch abe in ir schulde, gülte, lipgedinge, slosz, vesten, hüsere oder gütere, wie die genant wem, yndert verbotten oder darnider gelegt, verüben oder 20 hingeben wem, von wem das were, die solt man in offenn undertenig machen, sie darin setzen und fürbasz daran nicht hindern, was aber der slosz, vesten oder hüsere abe gebraut oder abe gebrochen weren in dem kriege, die sol man den unsern ouch wider geben, und mögent ouch die unsern die volmaht haben wider zu buwende und zii machende. 25 Mit namen sol man ouch die stette Rappoltzwilre und Keiner und alle anderre slos, die uns und unsern bürgern unwiderseites dinges und e, ehe her Worseboy widerseite, anegewunnen sint, uns und unsern bürgern widerkeren, es sie geschehen vor disem kriege oder darnoch. 6. Item es ist geretd von den fürsten, herren, ritter und knehte wegen, die mit 30 unserme herren dem römischen künige gen den von Stroszburg in dem kriege gewesen sint, was dieselben fürsten, herren, rittere, knehte zu den von Stroszburg zii sprechen haben und die von Stroszburg zu in hin wider, darumbe sol unser gnediger lierre der künig ein tag bescheiden gen Hagenaw und sol hern Borseboy von Swinnar lantvogt in Swoben und zii Eylsaszen dohin uff denselben tag schicken, und was man 35 mit der minne oder früntschaft zwüschen in bedersite verrichten möhte, do by solt es hüben, was man aber mit minne oder mit früntschaft niht verrihten möht, darumbe sol in der egenante her Worseboy von Swinnar lantvogt etc. ein geleich reht besetzen mit des hochgebornen fürsten und herren hertzoge Rüpprehtes des eiltern und anderer kiirfürsten reten uff dem Rine, obe er die gehaben möht oder mit andern erbern herren, rittern unde knehten, die in bedersite glich weren, und mit namen, die niht des krieges und ouch der herren, die der krieg aneget, niht diener noch inanen sin und mit dem kriege nihtz ze schicken haben, und solt in der vorgenant her Worseboy von Swinnar lantvogt etc. also des rehten gen einander bellten ane geverde. Str. St. A. AA. 112 nr. 15. eonc. (Papierheft) 710 . Borsiboy von Swinar an Straßburg: teilt seine und der andern königlichen 5 Unterhändler Ankunft in Hagenau mit, fordert zu schleuniger Reise dorthin auf etc. Hagenau 1393 Januar 27. Ir erwern weysen der ammeyster und rat der stat zu Strassburg: ir sullet wissen, das wir na chumen sein mit meinem beim bischof von Babemberg und mit meines herren des römischen kunigs canczler. darumb so saumpt euch niht czu chumen, dann als 10 ir von mir geschiden seit und uberein worden sein, wer zu disem tag reitet, der sol sicher sein leibs und güts on alles geverde, doran so sol es beleihen, über das bedurftet ir icht geleites czu dem tag, des wil ich euch genunck schicken, dann von der gevangen wegen, den ir nicht tag wollet geben, das mich gar unpillich von euch zimpt, wann bet ich vil ewer gevangen, den wolt ich teg genunck geben, wenn sy 15 des begerten. darumb so sullet ir auch pillich und muglich den meinen tag geben, ewer verschriben antwurt lat mych wider wissen. geben czu Hagnaw am mentag czu mittentag nach conversionis Pauli anno etc. nonagesimo tertio etc. Borziboy von Swinar des römischin kunigs hauptman in Beim lantvogt in Swaben und czu Eisassen etc. 20 [In verso ] Den erwern weysen, dem ammeyster und den bürgern der stat czu Strassburg. Str. St. A. AA. 112 nr. 31. or. eh. I. el. 711 . Geleitsbrief Borsiboy s von Swinar für die Gesandten Straßburgs zum Tage in Hagenau. Hagenau 1393 Januar 27. 25 Ich Borziboy von Swinar des römischen kunigs hauptman in Beim, lantvogt in Swaben und zu Eisassen künde menigiliehen mit disem briet, das ich von wegen an stat des allerdurchleuchtigisten fürsten und herren, beim Wenczlaus von gutes gnaden römischen kuniges und kunig czu Beheim meines gnedigen herren vertröstet habe und vertröste für mich alle meine helffer und diener in disem krieg mit gegenwertigen 30 briet der stette von Strassburg erbern boten und alle, di dy selben boten mit in furen gen Hagnaw uff den tag, der da sein soll auff die nächsten mitwoch, alse das dieselben erbern boten und alle die, dy mit in varen, sementlich oder besonder die nechsten virzehen tag sicher sollen sein und ein gut frey geleit sollen haben on alles geverde uncz gen Hagnaw in die stat und in der stat zu Hagnaw und wider 33 von Hagnaw bicz gen Strassburg in die stat und als dicke es in (Inzwischen in disen virzehen tagen not geschieht on alle geverde. und dez zu urkunde so han ich mein eigen insigel gedrucket auff disen offen briet. datum feria secunda proxima ante diem festi purificationis beate virginis anno etc. nonagesimo tertio etc. Str. St. A. AA. 112 nr. 33. or. eh. I. pat. c. s. impr. del. Ebenda AA. 107 nr. 66. cop. VI. 51 400 1393 712. König Wenzel erklärt, daß Straßburg wieder von der Acht befreit sei und von niemandem mehr angegriffen werden dürfe. Hagenau 1393 Februar 4. Wir Wenezlaw von gotes gnaden römischer kunig zu allen Zeiten merer des reichs und kunig zu Beheim bekennen und tun kunt offenlichen mit diesem briet allen den, die yn sehen oder hören lesen : wie wol das sey, das die burgermeister, * rate und burger gemeinlichen der stat zu Strassburg unsere und des reichs lieben getrewen in unsere und des reichs achte, aberachte und ungenade körnen waren, ydoch sind sie für unser majestat körnen sein sich mit uns gütlichen vorevnet und uns demuticlichen gebeten haben, 1 das wir sie us sulcher acht und aberachte lassen und in unsere gnade nemen weiten, so haben wir angesehen gnediclichen sulche geneme >» dinste und trewe, als uns und dem reiche die egenanten burgermeister und burger der vorgen. stat oft und dicke nuczlichen und williclichen getan haben und furbas tun sullen und mögen in künftigen Zeiten und haben sie dorumb mit wolbedachtem mute, gutem rate und rechter wissen alle gmeinlichen und sunderlichen us sulcher unserr und des reichs achte, aberachte und ungenade gelassen und sulche achte, >s aberachte und ungenade genczlichen abgetan und tun die abe in krafft dicz briefs und römischer kuniclicher mechte, also das sie furbas von sulcher achte, aberachte und ungenade wegen von uns und dem reiche und sust von allermeniclich unbe- knmert und ungehindert bleiben, und nemen sie us dem unfride und seczen sie wider in unsern und des heiligen reichs fride. so mögen und sullen sie ouch aller irer so freiheiden, recht und gnaden, die sie von römischen keysern und kunigen redlichen herbracht und erworben haben, genyesen und gebrauchen gleicherweize, als sie der, ee sie in sulche achte, aberachte und unser ungenade quamen, genossen und gebraucht haben, und gebieten dorumb allen fürsten, geistlichen und werntlichen, grafen, freven herren, dienstluten, rittern, knechten, gmeinschefften der stete, merkte und dorffer und s» sust allen unsern und des reichs getrewen und undertanen ernstlichen und vesticliehen mit diesem brief, das sie die vorgen. burgermeister, rate und burger gmeinlichen von Strasburg von sulcher acht, aberachte und unser ungenaden wegen furbas nicht an- teydingen, angreiffen, hindern, irren oder beschedigen sullen noch gestatten, das sie dorumb gehindert, geirret oder beschedigt werden in dheineweis, als libe in sey unser »» und des reichs swere ungenade zu vermeiden, mit urkund dicz briefes vorsigelt mit unser kuniclicher majestat insigele. geben zu Hagnaw noch Grists gebürt drey- zehenhundert jar dornach in dem dreyundnewnczigistem jare des nehsten dinstags - noch unser vrawen tage lichtmesse unser reiche des böhmischen in dem dreissigistem und des römischen in dem siebenzehenden jaren. 36 Ad mandatum domini regis domino Borzywoyo referente Franciscus Olomucensis canonicus. 1 Vgl. Königshof. (Hegel II, 695) : das die stat us der okte kam, darumb gobent die von Stros- burg dem kunige 32 tusent gülden; aber dem bischofe und den andern herren wart nütsehet, denne das sti noment und ronbetent, in dem kriege. 40 1393 401 [In verso ] R. Wenceslaus de Olomuncz. Str. St. A. AA. 4 nr. 1. or. mb. lit. pai. c. sig. pend. del. (hing an seidener Schnur.) Gedr. Wencker de ußburg. 196. — Lünig, arch. imp. part. spee. cont. IV, 2. Teil. — Kappolt st. TJrkb. II, 203. Keg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1576. 713. König Wenzel erläßt den an alle Fürsten und Herren gerichteten Befehl, die Stadt Straßburg, die jetzt von der Acht befreit sei, nicht mehr anzugreifen oder sonst zu schädigen. Hagenati 13U3 Februar 4 . Wir Wenczlaw von gotes gnaden römischer knnig zu allen ezeiten merer des io reichs und.knnig zu Belieim einbieten allen fürsten, geistlichen und werntlichen, grafen, freyen herren, dinstluten, rittern, knechten, gemeinschef'ten der stete, merkte und dorllere und sust allen andern unsern und des reichs getrewen und undertanen unser gnade und alles gute, wann der burgermeister, rate und burger gemeinlich der stat zu Strasburg unsre und des reichs liben getrewen von solcher achte, aberachte und un- 15 genaden, dorein sie von unsern und des reichs hofgerichtes wegen kamen waren, unser hulde und gnade wider erworben und wir sie us derselben achte, aberachte und unser Ungnaden gelassen haben, als das inn andern unser majestat briven vollic- lich begriffen ist. 1 dorumb so gebieten wir euch ernstlichen und vesticlichen mit diesem brive, das ir die egenanten burgermeister, rate und burger gemeinhohen von 20 Strasburg von solcher achte, aberachte und unser ungnoden wegen furbas nicht anteydingen, angreiffen, hindern, irren oder besehedigen sollet noch gestatet, das sie dorumb gehindert, geirret oder beschedigt werden in dheinewevs, als libe euch sev unsere swere Ungnade zu vormevden. gehen zu Hagenovv des dinstags noch unserr frawen tage lichtmesse unserr reiche des hehemischen in dem 30 und des 25 römischen in dem 17 jaren. Ad inandatmn domini regis Borziboyo referente Franciscus Olomucensis canonicus. Str. St. A. AA. 107 nr. 77. or. mb. I. pat. c. c. i. v. impr. — Ebenda nr. 53 u. 56. or. ch l. pat. — Ebenda AA. 112 cop. ch. 3 o Gedr. Wencker, de ußb. 195. — Lünig. IV, 2, 747. Schöpflin, Als. dipl. II, 292. — Kapp. Urkb. II, nr. 356. 714. Bischof Lamprecht von Bamberg, an Straßburg: die Stadt soll ihre Bolen schon zum 22 Februar nach Hagenau senden. Hagenau 1393 Februar 19. Lampreht byschof zu Babemberg. 3ä Unser fruntlich gruzz zuvor, ersamen lieben besundern frund. als ir uns verschieben habt, das ir ewer erber boten her gen Hagnaw wollet schicken auf den liebsten mantag, das haben wir wol verstanden, nii deülit uns gut sein und raten uebr. u. euch auch in güten trewen und mit ernst, das ir dieselben ewer erber boten schicket, 1 Vgl nr. 712. I 40‘2 1393 Few. ss, das sy am nehsten samzztag zeitlich hie sein zu Hagnaw. und laszt den gebresten nicht an euch sein, ewer meynung laszt uns unverczogentlich wider wiszen. geben zu Hagnaw am mitwoch vor Invocavit anno etc. 93. [In verso\ Den ersamen, weysen . . dem meister und dem rat zu Straszburg unsern besundern guten Hunden. Str. St. A. AA. 112 nr. 36. or. ch. I. el. 715. Meister und Rat von Straßburg erklären, daß sie mit dem König und den Fürsten gesühnt seien und mm völligen Austrag aller Ansprüche den Ha genauer Tag am 24 Februar beschicken wollen. Hagenau 1393 Februar 19. Wir der meister, rat und bürgere gemeinhebe der stat zii Strazburg bekennen w etc., das wir mit wolbedachtem miite und rehter wissende des aller durchluhtigesten karsten und herren, herren Wenczlaws römischer kunig zu allen ziten etc. und kunig zii Beheim unsers heben gnedigen herren hulde und genade erworben haben und dar in kamen sin und mit dem erwürdigen in gotte vatter herren Frideriches byschofes zü Strazburg und des hochgeborn fürsten hern Bernhartes marggrafen zii Baden, dem >- wolgeboren Eberharte grafe zü Wurtemberg, den edeln herren Heinrich grafen zü Lützelstein, Brunen herre zü Rappoltstein, Heinriche und jungherre Hanse zü Lichtem- berg, Heinrich von Geroltzecke here zü Lore etc. in eine gantze süne und rihtigunge getretten sint und die gentzlich ufgenomen haben und zü vollefürende für uns und die unsern in aller massen, als das der egenante unser herre der kunig in artickeln 20 J^ 3 t und in sinen majestat brieten zürn Betlern uf des nuwen jorestage, der vergangen ist, eigentlich begriffen ist und beiden teilen haruz gesant hat. und geloben darumbe by unsern güten truwen, by dem eide, den wir darüber liplichen gesworen haben, das wir dieselben süne und richtigunge gantze und stete haben und vollefüren wellen nach lute desselben unsers herren des kuniges brief. also verneinen, daz wir uf den a Febr.ss. liebsten mentag nach dem sunnentage Invocavit zü Hagenowe sin Süllen und wollen. und da seihest sullen wir dem egenanten herren Frideriche bischof zü Strazburg Febr.ss. umbe alle sine züsprüche und ansprache uf den dinstag darnach reht tun und dem gehorsam sin, was mit der minne do selbes niht möhte verrihtet noch uzgetragen werden, und desglich sol uns zü stund wider umbe der egeuante her Friedrich tün 30 ane geverde. und also süllent ouch der andern fürsten und herren ye eins noch dem andern ansprache gerihtet werden und uns widerumbe. und sol ouch kein teile von dem rehten gan noch tretten, es habe denne ein ende noch dem, als sich das reht heischet one geverefe noch begriffe des egenanten unsers herren des künigs brief und artickeln. und were es sache, das wir uf die egenante zit zü dem rehten niht qw 7 emen »5 gen Hagenowe oder die unsern mit unserm vollen gewalte uf die selbe zit dohin niht schicketen, so sullen wir unsere ansprache gen den egenanten fürsten und herren verloren haben, als ouch in der massen die egenanten fürsten und herren das selbe gesworn und mit irem briefe vermahl und versigelt haben, und des zü urkunde und 1393 403 steter Sicherheit. . . [geben an der negsten mittwoch nach sant Veltens tag des jares 1393.] 1 Str. St. A. AA. 112. cop. ch. coaev. Gedr. Lünig, 17. 888 nr. 49. — Gedr. nach anderer Vorlage, die ebenfalls undatiert ist , 5 aber im Hingang den Meisternamen Claus Zorn von Bulach hat Rapp. Urkb. 11, 357 a . 716. Bischof Friederich von Strassburg, Markgraf Bernhard, Eberhard von Württemberg etc. erklären [gleichlautend wie oben], dass sie nach Aufhebung der Acht mit Strassburg gesühnt seien. [1393 Februar 19.] Unvollständ. Druck Lünig, 17, 888. — Reg. Als. dipl. 272. — Reg. Rapp. Urkb. 11, 357 lj . io 717 Markgraf Bernhard von Baden und Graf Eberhard von Württemberg geloben die Sühne und Richtung, in die sie mit der Stadt Strassburg getreten sind, zu vollführen, wie es in den Artikeln der Urkunde des Königs von 1393 Jan. 1. zu Betlern (nr. 707) begriffen ist, so zwar, dass sie auf den 21 Fehr. in Hagenau zu völligem Austrag ihrer gegenseitigen Forderungen mit den von Strassbuig zusammen kommen wollen.. i 5 Wer dort nicht erscheint oder nicht Stellvertreter mit voller Gewalt hinschickt, soll seinen Anspruch gegen die Stadt verloren haben. Heidelberg 1393 Februar 19. G. L. A. Karlsruhe. Kopialb. 4(5 a . Reg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1577. 7111. Der Rat von Nürnberg an Slraßburg freut sich sehr über die Befreiung . 20 tllraßbv/rgs, kann aber leider den Berlhold Pßnzing nicht mehr rechtzeitig zum Hage- nauer Rühntage senden. yümberg 1393 Februar 24. Unser willig frewntlich dienste sein ewer eisamkeit allezeit voran bereif, ersamen, weisen und besundern lieben frewnde. als ir uns verschriben habt, daz ir aws unsers herren . . dez römischen künigs ehte und abereht kamen seit und oucli mit 25 dem byschof zu Strazzburg und andern herren bericht worden seit, das hören wir gar gerne und sein auch desczemal fro. und als ir begert, daz wir Bertholden Pfin- czing czü ew auf den tag gen Hagnaw, der als morgen sein sol, senden sotten, nu ist derselbe unser burger noch awssen, als er mit ewer botschaf't hie awzschied und ist uns ewr briefe erst als gestern geantwurt worden, dann wer derselb unser burger 30 kumen gewesen und daz uns ewer briefe ee geantwurt worden wer, so betten wir denselben unsern burger gern zu ew geschickt, doch mainen wir, daz er noch bey ew sey. wan wo wir ewer erberkeit gedienen und liebe und frewntschaft beweisen möhten, das teten wir czu allerczpit williklich und gerne. datum in die seti Mathie apostoli anno 93. 2 ° Von . . dem rate czü Nüremberg. 1 Diese Datierung ist ergänzt aus einer Copie des 17. Jahrh. vgl. Rapp. Urk. II, 357 a . 404 1393 [ln verso\ Den fursichtigen, ersamen und weisen . . dem meister und rate der stat czü Strazzburg unsern besundern güten frwnden. Str. St. A. AA. 112. or. mb. I. c l. c. sig. impr. 719. Johann von Kageneck und die andern Straßburger Bolen berichten von Hagenau an ihre Stadl. [1303] Februar 24. z Unsern gewilligen dienst bevor, lieben herren. wir lont üch wiszen, als wir gen Hagenaw kament, do gingen! wir zu stunt zu dem bischofe von Bobemberg und fandent by demrae den cantzeler beim Worseboy und der stelle erbern holten von Mentze, von Wurmesze und von Spire, also die nü nehest ouch hie by uns worent. und rettent do vor in allen umbe die trostungge, also wir von üch gescheiden >« sint und vordertent des ein briet von dem lantvogte. do antwurtete uns der biscliof von Bobemberg dar uff vor den vorgenanten allen und sprach: gebe uns der lantvogt sin briet, so müste er ie dem herren besonder briete geben und würde das gar ein lang ding, aber die botten, die ir von uwere stelle wegen uff den tag schicketent, die sollen! getröstet sin von Stroszburg gen Hagenaw, zu Hagenaw in der stat und is von Hagenaw wider gen Stroszburg. damit mögen! ir uwere erbere botten zü uns schicken, also vil ir wellen!, und schicken! ouch die deste früger, daz duncket uns nütze sin, wenne wir tagen müszent, so die glocke nüne sieht, besigelt mit min Johans von Kagenecke ingesigel von unser aller wegen. datum ipsa die beati Mathie apostoli de nocte. »o Johans von Kagenecke und andere uwere botten etc. [Nachschrift Ouch so laut uns wiszen, wie vil ir güldin haben mögen!, daz wir dovon gereden können! und uns wiszen! dar nach zü rihtende und ouch wie vil silbers. [In verso\ Den erbern wisen, dem meister und dem rate zü Stroszburg unsern ■& lieben herren. Str. St. A. AA. 112 nr. 47. ch. I. cl. 720. Bischof Friedrich befiehlt den fünf Procuruloren seines geistlichen Gerichtes in Straßburg sofort nach Hagenau zu kommen zur Darlegung aller an diesem Gerichte erlittenen ,,Gebresten“. Hagenau 1303 Februar 24. 30 F. episcopus Argentinensis. Wir bevelhent und gebieten! üch: Johans Pfeticzheim (?,, Philippen von Breitenbach, Dietrich von Ysenach, Heinrich von Rynowe und Johans Groszclaus unsern procuratorn zü Strasburg dez geystlichen gerilltes und manen üch auch der eide, die ir uns gesworn haut, daz ir nach angesiht diz briefes, so ir förderliches! mögen!, zü a5 uns gen Hagenau kommen! eigentlich underwisent uns für zü bringende alle die gebimsten, die wir und ir von unsern wegen da gebebt haut an unsern gerihten und iren zügehörden, wie sich daz verleiten hat oder Zugängen ist, alse verre ir daz 1393 405 wissent oder erfrogen künnent und auch das nut lassent. harumbe zu urkunde ist dirre briete offen besigelt mil unserm ingesigel. der geben ist zu Hagenau an sant Mathis tage dez zwelfbotten anno 93. Str. St. A. AA. 1416 nr. 33. cop. ch. coaev. 5 721. Beschwerden Bischof Friedrichs von Straßburg gegen die Stadt Slraßhurg. [1393 Februar 24.] Des byschofes anesproche. [1] Des ersten so sweret die stat der stift eer und darnach der stette eer. [2] Darüber so schetzent sie sin pfaffen und beswerent die und entwerent sie io ebne bischofe. [3] Item von der gerichte wegen bede geistlich und weltlich, die sint eins byschofes z", Stroszburg, do lont sie die bede gerihte und die rihter nit rihten, denne also verre ynen fuget. [4] Item von des Zolles wegen, den sie uff heben! an mins herren geistlichen u gerihte. [5J Item von der schribere wegen an geistlichem gerihte, die dünt sie machen und dünt ynen ouch andere gebot über sie also über andere antwerk lute. [6] Item sie wollen! ouch, das mengelich vür sie komme, es sy umbe leben oder umbe evgin und lont minen herren in sinen gerillten nüt rihten noch nieman anders, äo [71 Item sie hanthaben ouch die pfalburgere edel und unedel und ouch die düster. [8] Item sie werent ouch einen frygen gezog. [9| Item sie nement ouch minem herren die müntze in der stat, die eim bischofe zu gehört und susz vil anderre frvheit. 25 [10] Item wen sie ouch vohent, der der herren man ist, wie unschuldig der ist, der müsz eweklich ir gevangen sin und niemer me wider sie getiin und sinen herren unnütze sin. [11] Item wer ouch minem herren dienet, sine amptlüte und andere, do wellen! sie nit, das der mins herren Sachen hanthabe wider sie und vertribent sie darumbe. 30 [12] Item sie stellen! ouch rittern und knehten noch Iren liben umbe schulde und von burgschefte wegen. [13] Item von heim Hannemans wegen vom Huse von Isenheim. [14] Item von heim Oerspaches wegen. [15] Item von heim Hetzeis wegen von Ongersheim. 35 [16] Item sie machen! mime herren sinen zoll ze nüte, wand sie lont nieman zollen denn, den sie wollen!, und machen! sie nuwe zölle. [17] Item gedencke an heim Johansen von Wasselnheim. [18] Item sie rennen! ouch ussewendig der stat minem herren in sine gerihte in stette und in dörffere und fohent die lüte und furent die in die stat unerfolget. 406 1393 [ 19 ] Item flöhet einer von geschihte wegen in das.münster zu Stroszburg oder in anderre kilchen, den sie mit gewalte uffe den eitern und du nt ime sinen köpf ab- slahen und twingent die pfaffen darüber singen. [ 20 ] Item susz vil andere stücke, die har in gehören! und minem herren wider reht und fryheit beschehent, die er wil gebessert han, das si ime nit me geschehen. 5 Str. St. A. AA. 112. nr. 117/8. (Papierheft.) 722 . Forderungen Bischof Friedrichs von Straßhurg an die Stadt Straßhurg nach Beendigung des Acht-Krieges. [1393 Februar.] Ansprach und vorderung meines herrn von Strassburg an den meister, den rat und dy burger der stat zu Straszpurg. 10 [ 1 ] Des ersten als dy meister und der rat zu Straszpurg meinen herren von Straszpurg an seinen eren geschuldiget, ime daran gerett und wider in verschriben haben, wie er sich zu in verpunden und darüber wider sy getan haben sölle und aber er in allen stucken unsern herren den römischen kunig gegen in awzgenomen hat von desselben unsers herren des küniges geheisze und gebot wegen er mit in zu 15 kriege komen ist, do vorder! und begert mein herre an dy von Straszpurg, daz sy im darumb einen wandel tunt, wann er e auch also meinet den wandel von in zii haben, syder sy in unschuldigleich und wider reht an seinen eren geschuldiget haben, als sich daz wol vinden. sol an den puntbriefen, dy sy gegen einander geben haben, daz er und sy einander beholffen sein sollen gegen aller meniglich, dy sy verunrehten 20 wölten awszgenomen unsern herren den römischen könig, den auch mein herre in den und allen seinen pünden nemlich und allwegen awszgenomen hat, wy wol doch mein herre von Straszpurg zu den Zeiten, do sy sich zueinander verpünden solden, gern gesehen hette, wie daz versorget wer worden, daz zwuschen in bederseit kein stosz noch missehell wurde, wo aber daz geschehe, daz man denn wiste, wie und 25 wo man daz awsztragen solte. dasselbe slugent sy awsz von meinem herren und wollen des nicht und sprachen auch mit nemlichen wortten : «wir gerillten! uns wol untereinander», darüber haben sy ime groszen gewalt und unreht im und seiner stift getan einz auf daz ander, als hynoch an diesen stucken und artickeln geschriben stet und süst noch vil anders, daz sich wol vinden sol allez wider dy eyde, dy sy doch 30 alle jar mit aufgehabten henden der stift sweren. [ 2 ] Item darnach als meins herren stift von Straszpurg von pebsten, keysern und künigen gefreyet ist und gestiftet mit maniger hande freiheit, als sy des gut besigelte brif haben, die daz weysent und sünderlichen, daz geistliche und werntliche gerihte in derselben stat einem byschoff unverweret zugehßrent noch kein ander 35 geistlich noch werntlich gerihte do gen soll noch kein rat gesetzet werden den ne mit eines byschoffes willen und daz alle almende in derselben stat und awszwendig auch einem' byschoff zugehörent, als er dy vom reiche zulehen hat und sy nymant anders haben sol, denne er und dy, den er sy leihet, und als dicke yemant were, der do wider tut anders, denne do vorgeschritten stet, des ist vervallen hundert mark goldes, 40 1393 407 der gevallen und werden süllen in unsers herren des keysers cammern fünftzig mark und einem byschoff fünftzig mark. [3] Item so swerent auch dieselben meister und rat zu Straszpurg alle jar gelerte eyde und mit bedahtem mute ires eygen willen der stift ere. dowider und über daz ■i allez haben dy egenanteu meister und rat zu Straszpurg mit ir selbes gewalt ange- setzet ein pfaltze und gerihte gemacht mit amannmeystern und andern amptleutten und rihtent hob und nider wider eines bischofs willen, als sy dann lüstet, und gebieten! und heischen! für sich der stift freye herren, tumherren und pfaffen und andere der stifte manne, daz allez wider reht und wider der stift freybeit und ere 10 ist, do mit sy dy obgenanten pene dy hundert mark goldes dicke und zu manigem male verfallen sint. — do vorder! mein herre, daz im also verfallen ist, daz im daz awsgerihtet und sein smacheit gebeszert und gekeret werde, dy im und seinem stift also geschehen sind und auch fürbaz nicht mer geschehe, wann auch dieselben meister und rat all jar swerent der stift ere. 15 [4] Item sy haben auch gebawen auf meins herren und sein stift almende in der stat und awzwendig, die er von dem reiche zu leben hat, daz doch wider reht und der stift freyheit ist, und als dicke sy daz auch getan haben, sint sy auch verfallen dy obgnante pene dy hundert marck goldes, als vor geschriben stet. — do vorder! auch mein herre, daz im die pene uszgerihtet werde und auch gekert und gebeszert, 2° daz ime also wider seinen willen geschehen ist. [5] Item auch haben sy sunderlich ir deine pfaltze stuben, 1 dorinne sy rihtent, über das plüt gepauet auf sant Martins capellen, darunder man alle tage messe sprächet, daz ouch wider der stift ere und fryheit ist. — vorder! ouch mein herre, daz yme dasselbe abgenomen und gebeszert werde und 25 fürbazz nicht mer geschehe. [6] Item sy schetzent auch meinem herren sein pfaffheit und tun mangerley gebot über sy, als über ander ir burger und underseszen, dy leyen sint, domit sy meinem herren sein pfaffheit beswerent und in wider reht tunt, daz alles wider meines herren und seiner stift ere und freyheit ist. — do vorder! auch mein herre in namen sein 30 selbes und von seiner stift und gotshaus wegen, daz ime daz gekert und gebeszert werde und hie noch furbaszer nicht mer geschehe. [7] Item sy lazzen auch meinen herren sein pfaffheit nicht straffen umbe ir missetat, als sy under weylen zu straffen weren, und schirmen! und hanthabent sy do vor mit irem angenomen frevenlichen gewalt, daz allez wider reht und der stift 3 s friheit ist. — vorder! auch mein herre, daz ime dy smacheit gebezzert. werde und fürbazz nicht mer geschehe. [8] Item daz sy in dem köre des münsters der stift, dy weile man gotes dinst heget, singen oder lesen und auch in der pfaffheit und der stift freyen höfen gebieten! der pfaffheit für ir werntlich gerihte und auf ir pfaltz. und welche in denne nicht « gehorsam werden, dy müszent yn daz beszern bey groszen penen, dy sy auf setzen! 1 Die alte Canzlei, welche an der Ecke des Gulenbergplatzes und der Schlossergasse stand. VI. ö2 408 1393 und dozu, daz sy in alz gelt geben müszen, so gebieten! sy in für dy stat etleichem ewiglichem nvmmer darzu kümmen und auch etleichem auf genante zil, daz ally küntlich unde offenbar und wider der stift freybeit und wider ir ere ist. — do vorder! auch meins herre, daz yme daz gebeszert werde und furbazz nicht mer geseheh. [9] Item sy twüngent auch dy pfaffen, daz einer dem andern für ir werntlich s gerillte gebiete und reht do nemen müzz und lazzen sy daz reht nicht suchen vor meins herren official, als daz billeich und reht were. — vorder! auch mein herre, daz ym daz gebeszert werde und fürbasz nicht mer geschehe. [10] Item so legen! sy auch auf dy pfaffheit steure, gewerff, pfert zu haben und domit in zu dinste zu wartende und gebieten! auch dasselb nemlichen weibbyschüfen >» und oflicialen furbaszir denne andern. — vorder! auch mein herre, daz im daz gebeszert und abgelegt werde und fürbasz nicht mer geschehe. [11] Item so schicken! sy ir boten mit iren stehen in daz münster und in den köre zu den Zeiten, so man fronmesse und zu fronaltare singet, dy gebieten! der pfaffheit und meniglich, daz sy sweygent und rüffen denne auz ir werntlich geböte 15 zu haltende, domit auch denne zumale gotesdinst und der pfaffen freyheit nider geleit und zerstöret wir!. — vorder! auch mein herre, daz im daz gebeszert werde und nicht mer geschehe. [12] Item so man denne von reht und von Statuten nicht singen sol, so gebieten! sy den pfaffen und trengent sy, daz sy singen müszent, domite auch meins herren 20 und seiner pfaffheit ere und freyheit geswechet und gekrencket wir!. — do vorder! auch min herre, daz yme daz nü gebeszert und abgeleit werde und furbazz nicht mer geschehe. [13] Item so (man) denne yemant in daz münster oder in ander kirchen fleühet durch freiheit und schirmes willen, dy nemen! sy mit gewalt abe fronaltar und auz 2 s der kirchen und verderben! sy mit gerillte, daz sy sie tödent, daz auch alles wider der stift ere und freyheit ist. — do vorder! auch mein herre, daz im daz gebeszert und abgeleit werde und auch furbaszer nicht mer geschehe. [14] Item so haben! sy auch ire werntlich geböte und teyding in dem münster und in dem cliore zu prime, zu vesper und zu den Zeiten, so man gotes duist begen, 30 singen und lesen sol, domit auch der stift ere und freyheit geswechet würdet. — do vorder! auch mein herre, daz im daz benomen und gebeszert werde und fürbaz nicht mer geschehe. [15] Item so denne dhein untzuht geschiht in dem münster oder in andern kirchen oder in freyheiten derselben kirchen und munsters, darüber rillten! sy, wy 33 doch daz ez meinem herren dem bischof und seinem gerillte zugehöret. — do vorder! auch mein herre, daz im daz gebeszert werde und fürbaz nit mer geschehe. [16] Item so nemen! sy sich an mit irem angenomen gewalt der fabricken und des pawes, so zu meins herren stift dem münster und sein kirchen gehören! und setzen! ir Schaffner und amptleüt darüber, und waz zu derselben fabricken gevellet 10 oder gehöret, es sey von buzze, beylite, besehickung, von antheiszen, von almusen, widerkerunge unrehtes gutes, oder wy dheinerley gut an dieselben fabricken geben wir!, domit schaffen! sy ir selbs nütz und machen! unredlichen kosten noch irem 1393 409 willen, und ist auch ein gemeiner leümünde und rede, daz sy davon yegleichs jares verczerent in ire küchen bey dreytawsent gülden, und wenne sy süst in dem jare und in der wochen etwie dicke ir heimlich gesprech haben! und an ir selbs koste zeren wöllen, das tun sy in der fabricken haws awsz derselben fabricken und des 5 pawes gut, daz doch alles ein almusen ist und man gütlich werk domit üben sölte und einem yeglichen byschob unde seinem capitel seinem stift zugehörent zu besorgen. — vorder! auch mein lierre, daz im und seiner stift der gewalt und smanbei! benomen und gebeszert werde und auch furbazz nicht mer geschehe. [17j Item sy lazzent auch nicht richten an meins herren geystlichen gerillten io danne, als verre sy lüstet und in daz füget zu dem ersten in den Sachen, dy billeich von recht und gewonheit an geistlich gerillte gehören!, ez sey von selgerete, von Sachen wegen der heiligen, von wucher, von sweren, von ebrechen und sust von manigerley sache wegen, dy an geistliche gerillt gehören!, und gebiet ent meines herren official mit irem boten mit dem stabe, so der official in gerillte sitzet, daz er nit 15 rihten sölle, sy wöllen dy sach für sich ziehen, domit auch mein herren und seiner stift ere reht, freyheit und gute gewonheit gekrencket, niedergeleit und zerstöret wirb — vorder! auch mein herre, daz im daz gebeszert und gekert werde und nicht mer geschehe. [18] Item so denne iemant der Iren oder ander einer den andern für gerillt geladen hat oder einem hin in gebotten wir!, den bekümern und vahent sy, daz sy 20 den Sachen, darümb danne sy geladen sint, nicht ausztrag geben mögen, domit auch meins herren gerihte und frvheit. geswehet und nider geleit wir!. — vorder! auch mein herre, daz im daz gebeszert werde und nicht mer geschehe. [19] Item sy haben oucli mit irem gewalt aufgesetzet und gemacht einen zol an meins herren geistlich gerihte und iren eygen amptman und Zöllner dortzu gesetzt 25 und dem einen stul in daz geistlich gerillt gemacht, und waz in demselben meines . herren gerihte kauffe oder verkaufte geschehen! und mit meines herren insigel be- sigelt werden!, davon nymt derselbe ir Zöllner von yglichem teil kauffern und verkauffern von yedem pfunde 4 den. daz gebürt sich von beiden teilen von yglichem pfund 8 den. und haben denselben zoll ietzunt bey meines herren zeitten wider seinen 30 willen aufgesetzet. und also wir! meins herren geistich gerihte zumal geswechet und gekrencket. — vorder! auch mein herre, daz im daz gebeszert werde und furbasz nicht mer geschehe. [20] Item sy tund auch mit irem gewalt dy Schreiber an meins herren geistlichem gericht wachen und machen auch ander gebot über sy als über ir ander hantwerk- 35 lüte, daz euch wider geistliches gerilltes reht und freyheit ist. — vorder! auch mein herre, daz man im daz kere und ablege und furbazz nicht mer geschah, wann ez euch bey seinen Zeiten beschehen ist und vor nie mer beschach. [21] Item auch wöllent sy mit irem gewalt, daz meniglich für sy kümme, der mit in zu schaffen hat, ez sey ümb eygen, umb erbe, umb leben, oder warümbe daz sy. io und lant. meinen herren noch nyemant von seiner wegen in seinen gerihten nicht rihten, daz doch wider gemeyn reht und freyheit ist unde römische keyser mit urteil erkant haben, daz sy daz nit tun söllen. — vorder! auch mein herre, daz im daz abgeleit, benomen und gebeszert werde und furbasz nicht mer geschehe. 410 1393 [22] Item sy habent auch alle pfalburgere, edel und unedel darüber, daz sy daz nit tun söllent, als küntlich ist, sweren laszen. dasselbe auch meinem herren und seinem stift groszen schaden und gebresten pringet. — vorder! auch mein herre, daz im daz auch gebeszert und abgeleit werde, als ez billich ist, und furbaz nit mer geschehe. 5 [23] Item sy underwinden sieh auch mit irem gewalt der closter auszwendig und innwendig der stat und entwerent der meinen herren darüber, daz dy doch von reht einem yegleichem byschof zugehörent und halten dy auch mit iren gebotten, als sy lüstet, daz auch meinem herren und seiner stift an iren eren, rehten und freyheiten, gebresten und smacheit bringet. — vorder! auch mein herre, daz im daz gekert und io gebessert werde^und auch furbasz nit mer geschehe. [24] Item sy werent auch einen freyen getzog wider landes reht und wollen! doch, daz nyemant were zu in zu zihen. — vorder! auch mein herre, daz sy im daz beszern, keren und furbasz nicht mer geschehe. [25] Item sy underwinden sich auch mit irem gewalt und wider reht sein >s müntze anders, denne sy villeich tun sollen!, dy im zugehörent von keyserleicher freyheit und dy er slahen sol und mag, wo und wenne er wil in seinem bystum. ■— vorder! auch mein herre, daz man im daz besser und in seinen schaden ablege und in furbaz bey seiner müntz und rehten beleihen lasz. [26] Item mein herre sölt auch alle jar banwein haben in der stat zu Straszburg 20 von ostern und pfingsten. waz weine dazwischen in der stat geschencket wir!, selten im werden von yeglichem fuder zwen omen, als er des gut briefe hat, und mit key- serlicher urteil erkant ist, daz er und sein stift mit irem gewalt und wider reht entwert haben. — do vorder! auch mein herre von sein selbes und seiner stift wegen, daz man im daz beszer, seinen schaden kere und auch schaffe, daz er furbaszer 25 daran an seinen rehten und freyheiten beleihe ungeirret und ungesaumet. [27] Item mein herre sölte auch haben ein porte und ein tor an der stat zu Straszpurg. dasselbe tor sy selber und yedermann nennet daz byschoff bürgtor. 1 des entwerent sy in auch mit irem gewalt. — vorder! auch mein herre, das sy im dy smacheit beszern und in auch furbasz daran ungehindert laszen, wann auch mein 30 herre dy prucke vor dem selben tor machen musz in seiner koste. [28] Item mein herre sol auch haben ein var am Reine, dasselbe vare dy von Lihtenberg von meinem herren und seiner stift zu leben haben, für dasselbe vare haben sy gemacht mit irem gewalt ein prucke, domit sy wüsten! und zerstören!. — vorder! auch mein herre, daz sy im an denselben seiner ungesaumet und ungeirret 35 laszen und im auch wider keren dy smacheit und den schaden, den sy im daran getan haben und auch dy prucken ab tunt. [29] Item ez haben auch dy tumherren des capitels der stift zum jungen sanct Peter zu Straszpurg redlich gekauft vor meins herren official und vor andern erbern pidern leütten etlich güter auf dem lande, und dy irer stift nützlich und gelegentlich ->0 waren, von herrn Heinrich Reichen eins ritters von Rasel und seiner hausfrawen. 1 Dasselbe stand am Ende der Blauwolkengasse. 1393 m und do der kauf beschach und sy daz gut den merern teil beczalten, do gebuten meister und rat denselben herren von sant Peter für sich auf dy pfaltze und verputen in do offenlich in allen gemeingleich und ir yglichem besonder bey 10 pfunden und bev einem jare von der stat zu sein, daz sy von dem kaufte stunden, als sy auch 5 dovon laszen müsten, wie doch er in und irer stifte vast nützlich und gut wer gesein. desselben gebotes geleich und etwye maniges mer haben sy dicke und vil getan über meines herren pfaffheit und düster, daz doch allez wider meins herren stift ere und freybeit ist. — do auch mein herre begert, daz im dasselbe gebeszert und gekert werde. [30] Item wen sy auch vahent, er sey meins herren oder andrer herren man io oder dyner, oder wer der sey, der müzz ewiglich ir gevangener sein, er sey schuldig, grosz oder dein oder unschuldig, domitte werden! auch meinen herren und andern herren, rittern, knehten ir leütte, dyener und man unnütze und unbehilffenlich. — vorder! auch mein herre, daz man im den gewalt. beneme, seinen schaden und smacheit kere und schaffen!, daz ez fürbaz nicht mer geschehe. i5 [31] Item sy stellen! auch rittern und knehten noch iren leiben von schulde, von burgschalt wegen, daz nicht noch gewonlich ist. [32] Item gedencket an herrn Hanneman vom Hüse von Isenheim. Item an hern Johannsen von Wasselnheim. Item von hern Gerspaches wegen. 20 Item von herrn Hetzeis seligen wegen von Ungersheim. [33] Item wer auch meinem herren dinet, ez sint sein amptlütte oder ander weihe dy sint oder wy sy heiszen, do wollen! sy auch nicht, daz dy meins herren reht suchen! oder hanthabent und vertreiben! sy darumb. — vorder! auch mein herre, daz sy im dy smacheit ablegen und beszern und furbasz niht me geschehe. 25 [34] Item sy vernichten! auch meinen herren seinen zol, wann sy laszen nymant zollen, danne den sy wöllent, und machen sy mit irem gewalt in selber newe zölle und nement dy von der stift leütten wider keyserliche freyheit, als doch die stift get'reyet ist, daz ir leütte kein zol geben süllen weder auf dem lande noch über prücke noch über steg. — vorder! auch mein herre, daz im daz gebeszert und ab- 30 gelegt werde und furbaszer nicht mer geschehe. [35] Item mein herre was schuldig den von Straszpung 2000 gülden, und do er und dy seinen sich zu einander verpinden sollen, do sprechen! ir erbere hotten dy in der Sachen von irer wegen reytent und würben!, mein herre vorgenant bedürfte kein sorge des geltes halb haben, er solte sein wol ledig sein, ez würde nymer an im 35 gefordert, do aber der bunt vollging und beschah, do betwungen sy meinen herren, daz er in betzalen müste und hat desselben geltes auff 1200 gülden beczalt. — do vorder! mein auch mein^herre, daz sy im daz keren. [36] Item sy haben auch aufgesetzet und gemache! ein gebot: weiherleige in dy stat gefüret wir! zu verkauften, ez sey wein oder koren oder ander kaufmanschaft, 40 daz dasselb niemant gekauften getar, denn ir burger und dy sessehaft sein in der stat, wenne ez denn der also kauftet, so verkauftet derselbe ez danne furbasz, als in lüstet, domit auch aller meniglich weihe süs von den herren, von dem lande oder yeman anders frembder geschediget und gehindert werden. 412 1393 [37] Item sy rennent auch meinem herren in sein gerihte in steten und in dörffern und vohent im sein leiitte und fürent dy awsz seinen gerihten in ir stat unervolgeter dinge, daz allez wider reht und wider meines herren freyheit ist. — vorder! auch mein lierre, daz im daz gebeszert werde und fürbasz nicht mer geschehe. [38] Item sy nement auch jerlich 20 marck silbers von mins herren stat zu - Rynöwe, dy man in von ires gewaltes wegen do har geben müste und woltent doch nie gesagen noch briffe zeigen, ob sy dheine habent, warümb man sy in geben solle. — do vorder! auch mein herre, daz man im do widerkere und im die seinen dovon fürbasz mer unbekumert lasze. [39] Item sy halten! auch, meinen! und wüllent, waz boten sy awszschicken, io wohin daz denne ist oder wie ioch dieselben boten sint, waz dy sagen, daz den dar- umb zu gelawben sey und daran nyemant wider reden sSIIe, daz auch dicke meinem herren und den seinen schaden und bresten braht hat. — vorder! auch mein herre, daz daz abgeleit werde. [40] Item sy haben auch mit irem frevenlichen gewalt darczu braht, daz sy nit ,s wöllent, daz mein herre sein empter, nemeklich die vogtey, der schu Ithei sztum, burckgrafenampt, zolle rtum, muntzmeisterampt, insiglermit vmant anders setze denne mit den iren dieselben mit den.denne von den iren dy empter gesetzet werden, getörrent meinem herren nicht fürbringen, waz im an denselben seinen emptern schade, nütze oder gut sey, dasselbe auch meinem herren 2 " dicke und vil schaden braht hat. und werden! meinen herren domit seine empter geswechet und gekrencket. — vorder! auch mein herre, daz im der schade und smacheit abgelegt werde und nicht mer geschehe. [41] Item sy haben auch meinen herren seinen official, seinen prelaten, seinen zoller und ander, der er sich behelffen solte, und dy umb seine reht, sein freyheit » und ander sein sache wiszent, in eide genommen und sy von der stat getriben, daz sy zu im nicht getürrent körnen noch ime fürbringen, daz im und seiner stift notdürftig were, daz auch meinem herren zu küntlichen schaden kümmet. — vorder! auch mein herre, daz ime daz abgeleit und gebeszert werde und fürbasz nit mer geschehe, sy haben auch dem zoller genomen die bücher, domit er meinem herren 30 seine reht weysen und verrechnen sölt. [42] Item ez sölten auch alle wirte in der stat meinem herren sweren furzu- bringen und zu rügen alle zolle von iren gesten, als sich daz denn heischet, daz weren sy auch mit irem gewalte, domit meinen herren sein zoll entragen wirdet. [43] Item sy haben auch nü in der zeit disz krieges mit irem mütwillen und ss gewalt frevenlich genomen in dem münster und in versicherten sloszen des münsters der stift ingsigel, daz auch wider reht und wider meins herren und seiner stift freyheit ist. — vorder! auch mein herre, daz im und seiner stift dy smacheit gebeszert werde. [44] Item sy haben auch newleich ein gebott und ein ordenung gemacht, welcher ir 40 burger ein pfründe ein jar ynne hat, ez sey mit unreht oder mit reht, daz sy den dobey hanthaben wollen! wider meniglich und wüllent sich nit keren weder an unsers heiligen vaters des pabstes brieffe noch keins andern herren noch rihters briffe. — 1393 413 vordert auch mein herre, daz ime der frevel und der unreht gewalt gebeszert werde und furbasz nicht mer geschehe. [45] Item sy haben auch bev meines herren zeitten ein gebott gemacht, daz sv nit wöllent, daz yemant dhein selgeret besetze oder mache hoher denne 5 sol. mechte s aber yemant daz höher, daz solte kein kraft haben, sy erkennen! ez danne und tun doch dy erkentnusse nit umb, daz nit darawsz werde, daz doch allez wider got und der sele heil ist. — vordert auch mein herre, daz im daz gebeszert und abgelassen werde und furbasz nit mer geschehe. [46] Item der abt von Peris hat ein sache wider den techant von sanct Peter io zu Straszpurg, den man nante den Koppen vor meines herren official von eins selgerets wegen, do verhüten sy demselben meines herren official, daz er in den Sachen nit rillten solte. daz müste er auch tun, wie wol bede partey und auch dy sache geistlich waren und enkonde dem abt kein reht wider varen vor meins herren gerillte, und kom des zu groszem schaden sölcher ding und geböte, dy sy dick getan haben, darumb io meins herren geistlich und werntlich gerillte dick und vil nidergeleit und gekrencket ist worden. daz ich mute von meins herren wegen, daz im daz gebeszert und gekeret werde, als ez reht ist. [47] Item umb diese vorgenanten stucke und artickel alle hat mein herre rehtes begert und gefordert und ouch daz reht gebotten auff nemelichen tagen in •io diesem kriege, als er von gebot und geheisz wegen unsers herren des römischen königes und mit demselben unserm herren dem könige mit ine zu kriege körnen ist. und wann sy daz reht also von ime awszslugen und des noch keins geleichen von in nit bekummen möhte, so hat er von sein selbes und seiner stift wegen gemust diener gewinnen und in manigen weg grosse koste haben, do zu sy in allez für miss reblet haben, und umb dasselbe unreht und als sy daz reht von im awszgeslagen haben, hat auch mein herre von sein selbes und seiner stift wegen in widerseit und vordert auch den kösten und schaden darin, so in und dy seinen mutwilliglicli und wider reht braht haben, daz ime daz awszgerihtet werde, als billeich ist. [48] Item mein herre behalt auch ime selber, ob im notdürftig were oder verso geszen bette dheinerleige stucke oder artickel mer fürzubringen, dy zu bessern, zu meren oder zu mynnern, daz er dasselbe wol getan möge und im sein reht darumb behalten sol sein. Str. St. A. AA. 1416. Papierheft in Pergamentumschlag mit der Aufschrift: Bvschoffe Friderichs anesproch und andern seiner helffer. cop. eoaev . 1 35 723 . Nachträge zu den Beschwerden und Forderungen Bischof Friedrichs an die Stadt Straßburg. [1393 Februar.] Alia cedula. [1] Item dy von Straszpurg werent meinem herren von Straszpurg, do er reht zu bet, in dy 80 marcke zu Gamsheim, zu Betenhofen und zu Kilstette und zu Rin- 40 x Auf den folgenden Blättern finden sieh unter der Ueberschrift Alia cedula noch andere Forderungen des Bischofs und einiger seiner Anhänger, die unter den folgenden Nummern abgedruckt sind. 414 1393 stette und zu Sufelwihersheim und zu Freudensheim, und ist die summe 150 lib. und 14 lib. den. [2] Item disz sölte auch meinem herren werden von der awszfundigen bette von yedem vir teil rocken und weiszen geltes 5 den. alle jar jerlichen, waz do gulte ist, und von iedem virteil habern und gersten 2 1 j. 2 den. und von eim pfund geltes ein 5 untz den. von disen dorffern Gamsheim, Bettenhofen und Kilstette. hie zu het mein herre reht, und hant ez im die von Straszpurg lange zeit yme behebet. [3] Item do sitzet zu Gamsheim auf einem hof, der do her Bertholt Schultheisz sun ist von Straszpurg sein leheman, in meins herren geriht, den wil er nicht laszen meinen herren dynen und gehorsam sein als ander sein leute, und nymet teil und io gemeyne an almende und an andern dingen fölliglich als meins herren armlütte. und hat daz gewert ettwy manig jare. [4] Item do ist auch Hensel Syfrit von Kilstette, den wollent sy meinem herren nit laszen dienen, und hat alweg fewer und rawch und teil und gerne vn an almende, an weiden und an andern dingen gehabt zu Kilstette als ander meins herren armlutte. 15 [5] Item do nymet auch der lonherre zu Kilstette dy almende, dy meins herren und seiner armen leutte sint, und acker und weyde und setzet bäume darauf und vergrabet sy, daz sy ir mein herre noch sein armlutte nit mugen genieszen. und setzet darauf steine an geriht und an reht und mit gewalt den armen lütten und schencket ■ auch wein in meins herren gerihten zu Kilstetten und wil meinem herren nit ver- 20 ungelten [6] Item do nymet auch Wilhelm Metziger eine mate zu Honowe, der man sprächet dy sleige, in meins herren geriht und weret meinem herren und seinen armen lütten darauf zu faren, wanne mein herre und dy seinen nit anders wiszen, danne daz ez ir sey und nit sein. ss [7J Item auch werent sy meinem herren in seinen gerihten, do er reht wil von seinen lütten nemen, do schreibent sy den schultheiszen, daz sy kein andern geriht sullent nemen dann für in auf der pfaltzen. [ 8 ] Item dy von Straszpurg sint auch zu Dachestein ein gerieten und hant meinem herren sein armlutten daz ir genommen unerfolget meins herren und seiner 30 amptlutte und hin weg gefuret. [9] Item auch sint sy gen Berse gerant in meins herren gerihte und haben meinem herren einen armen man geslagen und gewundet an geriht. [10] Item sy sint auch gerant gen Wihersheim zum turne über meines herren armlütte bey naht und bey nebel, als sy geclagt hant und hant meinem herren ein m armen man erstochen. II Alia cedula. Ditz ist des gewaltes ein teil, den dy von Straszpurg getan hant in der pfleg zu Berntein, zum ersten: [ 1 ] Es ist zu wiszen, waz meins herren arm lütt korngelte oder pfenning gelts 40 oder weingeltes zu Straszpurg versetzen!, oder versetzet haben, sy versetzen! es ab acker, ab matten, ab reben, ab haws oder ab hoff, so wellen! dy von Straszpurg nit, daz kein geriht mer über dieselben guter gang und wollent ouch nit, daz dyseiben 1393 415 Pauleüt, dy meinem herren sein Steuer und sein gewerf gebent, die dy auf dieselben guter kein stur und kein gewerff me legent. und daz bringet meinem herren groszen gebresten upd schaden in seinem lant. [ 2 ] Ez ist auch zu wiszen, daz dy von Straszpurg an menigem ende in meins 5 herren lant sitzent und in meins herren lant waJt, wonn Und weyde nieszent und heüslich und heblich do sitzent und wollent denne weder beiden wachen noch hüten noch keiner hant ding tun, daz in meins herren nutz tridet und wöllent aller ding frey sein. [ 3 ] Item SchSnemansz der rant über meins herren arm lütt auf einer öden io strasz und nam in ir vihe und ir gut und waz sy betten mit gewalt an allez reht und unerforderter ding und über daz, daz im mein herre nütz schuldig was. und nam in ir vih und ir gut ropplich und treib daz gen Straszpurg in sein haws. do ging im der arme kneht einer noch in sein haws und het geren gefraget, warümb er in daz ir genomen het und wes er sy zieg, do slug er denselben kneht in seinem eigen io haws durch den köpf und wolt im kein antwurt geben, und dasselb vihe, daz er in nam, daz betten dy armen kneht kauft, zu Zabern ümb wein und tribent ez dy rehten lantstrazs aufhin. also koment dv armen kneht zu mir und clagten mir, daz sy Schonemans auf einer offen strasz berawbet het und in genomen het, waz sy betten, und bette daz gen Straszpurg getriben und bette sy dartzu geschlagen und übel gehandelt zu dem, 20 daz er in ir vihe und ir gut gen Straszpurg getriben het in sein haws. Item do schreib ich Schonmansen einen brif: mir betten meins herren arm lütt geclaget, wy daz er in daz ir genomen het auf einer offen strasz über daz, daz ich nüt enwust, daz mein herre oder dy armen lütt iht mit im zu schaffen hettent. und dorumb so bette ich in, daz er meins herren armen lütten widerkert oder aber 25 mich liesz wiszen, wes er meins herren arme lütt zig. do wolt mir Schonmans meins brifes noch meiner botschaft kein anttwort gen und gab mir auch kein, do körnen dy armen kneht zu mir, den Schünmans daz ir genomen het, und baten mich, daz ich in günd Schönmansen anzugreiffen für iren schaden, daz wolt ich in nicht erleben und sprech zu in: ich wolt in geren erloben, daz sy sein gut mit eim geriht und mit 30 dem rehten angriffen. daz tatent dieselben kneht und giengen gen Zellenberg und bekümerten do Schonmansen gut mit offem geriht und mit dem rehten. do verschreib mir dy stat von Straszpurg, daz ich die geriht unverczögenlich abliez, daz wölten sy, het ich üt an irm burger zu clagen Schönmansen oder yeman von meinen wegen, sy wolten mir in zü dem rehten stellen auf der pfaltzen. do verschreib ich der stat 35 widerumb, daz sy wiszen sollen, daz Schünmans ir burger meins herren armen lütten ir vihe und ir gut genomen bette auf einer offen strasz über daz, daz mein herre noch dyseiben armen lütt nit mit im zu schaffen hettent in keinen weg. und dorumb so bette ich sy von meins herren wegen, daz sy Schönmansen underwysent, daz er meins herren armen lütten widerkerte, dy er doch wider allez reht angriffen bette. 4 o de übt aber sy iht anders, so wolt ich gern zu in reiten gen Northus uf einen tag und wolt mich auf dem tag mit allen geleichen dingen und mit einem geleichen rehten wol laszen benugen von der armen lütt wegen, den tag singen sy von mir ausz und wolten zu keinem tag zu mir reiten und schriben mir aber einen brif zu glicherweise VI. 53 416 1393 als den vordem, dornach schickten sy ir seidener einen zu mir mit irem besigelten offen brif und enputen mir, daz ich daz geriht und auch andren geriht und ander stuck in meins herren lant abliesz und ez nüt me tet, und wo ich ez mer tet, daz weiten sy mir nymmer gestatten. III. 5 Item daz ist daz unreht, daz dy von Straszpurg meinem herren hant getan in der Mortenowe. | 1 J Item zu dem ersten in Grieszheimer geriht so haben sy im genomen sein lütte, dy von alter her sint gewesen der stift und sy im auch dieselben lütte, der ein teil burger was worden, ledig seyten noch dem ersten kriege und sy im seither >» wider genomen hant. und hant im auch unterstanden zu nemende walt und weyde, dy doch meins herren von Straszpurg und meins herren von Lichtenberg und irre lütt sint gemeyne gewesen ye und ye, daz nieman für dencket. auch hant sy unterstanden ein herberg zu nemende zu Sande in dem dorff uf meins herren lütten, do doch keiner so alter in demselben geriht ist, der ez ye gedencket, daz man ye kein >s herberg do inn geneme, sy sint meins herren von Straszpurg oder meins herren von Lichtenberg oder ir burger. auch mügent meins herren amptlutt dar legen stewer auf dy vorgeschriben lütte, dy man meinem herren ledig hat gezalt. do gingent aber dy von Straszpurg dar und erlawbten dy amptlutt und ander meins herren lütte anzu- greiffen und brahten ez dartzu, daz wir in dy pfant wider musten geben und ledig 20 sagen, über daz sy meins herren werent. [ 2 ] Item so ist daz ander, daz sy understanden haben, wo man ir burger fronche (!), in welhem gerihte daz ist genseit Leins in den dürffern, do haben sy ez zu braht mit irem gewalt, wen ne sy irre briefe drey awsz gesendent und man in denne daz nicht e entslüg, so erlawbent sy meins herrn lütt gar anzugreiffen, niemant awszge- 25 nommen, daz doch an den vorgeschriben gerihten von alter her reht ist gewesen, daz man niemant geriht sol versagen, der auch daz geriht anruffent ist. [ 3 ] Item in dem geriht zu Acher, do kom ein fremder kneht hin und hiesz der Heintz Zimmerman und swur hinder meins herren geriht zu beleihen mütwillicklich und versichert auch daz. der für donaeh gen Straszpurg und wart burger, do gingent 30 do dar dy von Straszpurg und erlawbten in meins herren lütte anzugreiffen, biz daz man im sein bügere ledig muste sagen und sprachent: der eyt, den er het getan, den künde in nutz «wenne twungen eyt wer got leyt» und brachent in meins herren gerihte dartzu, daz man in müste ledig sagen, item daz hant sy nüt sunderlich an dem getan, sy hant meim herren und seinen gerihten manigen also genommen mit 35 irem gewalt. [ 4 ] Item ez sint auch gewesen knecht, die heiszent dy hüseler, dy gingen bey naht und bey nebel in meins herren geriht gen Onspach und vingen ein sein arman an seim bett, heiszt Henslein Byschof, und furten in mit in hinweg wol auf ein meile und must in sweren sich zu anttworten gen Straszpurg und bey demselben, daz erz 40 niemant sagte, er were amptman oder schutheisze. do bat dy stat von Straszburg mein herren, daz er in daz vergebe, daz tet mein herre und meinent auch dieselben 1393 417 knehte wider mein herren noch dy seinen niemermer zu tunde, wenne sy doch vormals auch meins herren worent. daz haben sy anderweit wider gebrochen, daz het in dy stat von Straszpurg geholffen über daz, daz sy doch nihts mer mit in zu tun selten han, so sy hinter meim herren seszhaft werent mit den besten hewsern. 5 [5] Item ein kneht gewannen wir zu Straszpurg auf der pfaltz mit dem rehten noch des rats urteil, was von Sassbach. der ist noch heut bey tage in der stat und mag meim herren noch seim gerihte nüt werden. [6] Item so ist einer, heiszet der Strage, der was eygen zu Sassbach in meins herren hoff, daz kam zu Dachenstein zurede, do mein herre was und auch dy von io Straszpurg. do erzelt Jacob Röbely von meins herren wegen, wy sich alle sach erloffen het. do dy von Straszburg daz gehörten!., do baten sy meins herren gnade, daz mein herre den vorgenanten Stragen liesz ir genieszen und daz man im nüt dester ungnediglicher tette. und sölte mein herre und sein amptlütte mit im leben und tun als mit andern seinen lütten, daz het er allez sampt gebrochen und het meim i» herren dy seinen seit nider geworden und hand im daz dy von Straszpurg geholffen, über daz sy in meim herren lieszent. [7] Item es ist auch zu wiszen, daz sy alle newe zölle, dy sy in irre stat auf haben gesetzt, dy sollent sy nit nemen von kein meins herren luten, wanne man vor in auch kein nam an allen meins herren züllen, dy newe worent aufgesetzet. daz so haben sy nit gehalten und haben in genoinen von meins herren lütten, über daz sy ez nit tun selten. [8] Item so haben sy auch an meins herren geistlichem geriht in der stat ge- nomen von 1 lib. 4 den., über daz sy ez nit tun soltent. [9] Item so soltent alle meins herren amptlüte fürgeben über Rin faren, do äs müeszen wir alle betzalen, über daz wir und dy unser kneht nütz geben selten. Str. St. A AA. 1416. Papierheft in Pergamentdeckel mit der Aufschrift: Byschoffe Frid- richs anesproch und andern einer helffer. 724 . Forderungen der Stadt Straßburg an den Bischof Friedrich von Straßburg. [1393 Februar.] Dis ist die anesproche, die unser stat het an den byschoff von Straszburg: 3o [1] Zum ersten, do wir den byschoff zu eime bischofe empfingent, das ist wol sübentzehen jor, do swür er uns uff sime hertzen, uns by unsern rehten, friheiten und gewonheiten loszen zü blibende, als wir die bizher gebebt hettent und sünderliche, also wir die hettent by bischof Johans von Liehtenberg ziten und uns euch die zü merrende und nit zü minrende. »5 [2] Item alse der byschoff sinen lebetagen und die wile er bischof zü Stroszburg ist, sich zü uns und unsere stat verbunden het und wir uns gegen ime hinwider euch verbunden hant, die büntnisze wir zü bedensiten gesworen hant stete zü habende, das wir in do derselben büntnisze ermant hant mit unsern briefen, das er und sine amptlüte uns und den unsern sine slosz und vesten uff dün soltent und uns euch 418 1393 beholffen sin soltent mit liamen gegen marggrofe Hessen von Hochberg, uff jungher Symunt von Hitsche, uff hem Hanneinan vom Huse und andere etc. das er noch sine ambtlüte uns nit gehalten haut und sunderliche, do wir uff marggrofe Hessen zugent und uns der byschof geseit hette, das man uns zu Ettenheim usz und in solle loszen. und er sprach, das er es bestalt hette, das man das dun solle, und wir die unsern 5 dar uff Ettenheim schihtent mit eime güten barste, daz man die unsern do zu Ettenheim nit in wolle loszen und müstent vor Ettenheim hüben ligende. daruff ouch sich marggrafe Hesse besammelte und wolle die unsern übervallen haben, des wir zu grossem kosten und schaden kummen sint. [3] Zu andern ziten, do wir vor dirre büntnisze ouch zu dem bischofe verbunden io werent, do manetent wir den bischof und sine amptlüte uff jungher Johansen von Ohsenstein seligen und uffe den probest von Lutenbach etc. do det er uns ouch, das er uns nit dun solle. [4] Item vor und e sich diser krieg erhüb, do horten! wir sagen von grossen huffungen unde sammenungen, die in dis lant zögen! und santent darumbe unserre is erbern hotten zü dem byschofe und dotent die den bischoff trogen, ehe er utschit dovon wüste, do antwortete er: er wüste nit darumbe, doch er weite sich darnach erfaren, befundener ut, das wolle er uns loszen wiszen. darnach kam uns aber vür, wie das grosse berste in dis lant zugent und schribent dem bischofe darumbe und verkündeten! ime das und hotten! in: wüste er üt, das er uns das liesze wiszen. 20 do verschreib er uns wider sin grüsz und: «Ir lieben getruwen. wir wiszen! nit, wir wellen! uns darnach erfaren, und empfinden! wir nt, das wollen! wir üch loszen wiszen.» und derrihte darnoch und in den dingen do widerseitent uns sine amptlüte und dienere von des bysehofes und nit von unsers herren des küniges wegen, und dotent sie vor und e, danne uns bischof widerseite. darnoch erste widerseite 25 uns der bischof und het uns domitte zü groszem kosten und schaden broht und het uns ouch das geton über das, do der bischof zu unserme herren dem künige für. do hotten! wir in, das er unser wegen werben solle an unsern herren den römischen künig. do sprach er, er wolle es dün. [5] Item darnach so het uns der byschof mit andern herren widerseit von sin 30 selbes wegen. [6] Item wir sint indewendig kurtzen ziten mit dem byschofe gerihtet unde gestiebte! von aller der spenne und missehelle wegen, die sich verlüden betten! bitz uff die zit, das die rihtigunge zü ging, darüber so ist in der rihtigunge begriffen, wie man unsere edeln burger unde unser eliter in des bischofes stellen halten solle, das 35 het uns der bischof nit gehalten, also die rihtigunge begriffen ist. [7] Item es soltent alle des bischofes schultheiszen gesworen haben in den ahte tagen, noch dem das die rihtigunge zügeging, also ouch das in der ryhtigungen begriffen ist, das sie das dem bischof solich soltent haben, das sie das swürent, das ir keime von unsern bürgern oder ire bürgere rihten solle nach unserme erste ver- 4° kündende, das sie das nit gehalten haben!. [8] Item wir hant zü ziten erber lute zü Ettenheim und anderswo gemant umbe unserre wissenthaften zinse, das sie uns die gebeut oder aber leistetent, als sie 1393 419 gesworen hettent, das in do der bisehoff das gewert het und sie nit wolte loszen leisten und ir eide und ere halten, daz sie doch gerne geton hettent. [9] Item so het der byschof nuwe zölle gemäht und von unsern bürgern genommen mit namen zu Ettenheim, zu Capelle, zu Haselo, zu Zabern und anderswo etc. Str. St. A. AA 112 nr. 141. cop. ch. coaev. 723- Forderungen der Stadt Strassburg an Bischof Friedrich unter der Ueberschrift: Dis ist die vorderunge und gebresten, die wir und unser bürgere und die unsern hant an unsern herren den bischof: 1) dass er Johann Wis- zorn wiedereinsetze zu Osthofen. — 2) Reinbolt von Mülnheim und Flug Tütschman io einsetze zu Burg Werde. — 3) dass er ledig zahle Claus Zorn den Lappen der 100 Gulden, die er Burkhard Swane geben sollte von «des huses wegen zii Wickersheim». — 4) dass er wiedereinsetze Thoman von Endingen und Claus Richter gen. Tutschman in ihre Burg Niedeck und letzteren in seinen Teil des Breuschthales. — 5) dass er Erhard von Barburg ledig schaffe, wie sie auch die seinen ledig gemacht haben. — i5 6) dass er Gerhard Schoube und andere Amptleute anhalte und anweise alle Gefangenen und Beschlagnahmungen ledig zu lassen. — 7 ) dass er überhaupt für Bezahlung aller Schulden, versessener oder während der Krieges fällig gewordener Zinsen sorge. [1393 Februar.] Karlsruhe G. L. A. Kopialbuch B. 46 ». cop. coaev. 2 o 726- Forderung und Beschioerde Johanns von Lichtenbergs au Straßburg. [1393^Februar.] Dis ist die vorderunge, die ich Johans von Liehtenberg an die stat von Strasz- burg habe. [1] Zum ersten, das sü mir min lute abe empfohent und hant empfangen zu 25 bürgern dise mit namen : Diether und Smicker von Nuwenwilre ; Hans Gerhart von Inge- ’wilr; Cüntzen den vogt von Rufach; Ychenheim Fritsche köfherren; den sehultseiss von Nuwilre und sine kint und vil [anderre. so sint doch dise vorg. über sehtzig dusent güldin riebe gewesen ane andere. [2] Item so vorder ich den schaden, der mir in dem kriege geschehen ist zwü- 3o schent herren und stetten, das sü geschaltet hant, das es mir geschehen ist, über das sü mir versprochen hant, das es nüt sin solte mit rehten fürworten. das schat mir, minen mannen, dienern und lüten über viertzig dusent güldin. [3] Item so hant sü mir Prümat bürg und stat minen teil gebrochen, das schat mir zehen dusent güldin und me. 35 [4] Item so sint sü mir schuldig fünf hundert güldin und hundert unde süben- zehen pfunt pfennige. [5] Item so hant sie mir einen gefangen genommen Heinrich Kämmerer, zu dem ich reht bette, der gab in 700 güldin. und müste ich fünfzig güldin zu atze bezalen, den sine knehte verzertent und wart mir nutzit von dem gefangen. 4>20 1393 [ö] Item so muste ich dem von Fleckenstein keren 120 lib. und schatte mir me denne 60 lib. darzü über das, das ich es nüt schuldig was zu kerende mit keime rehten. [7] Item so muste ich vür Klein-Hug von Brümat geben 250 guldin und 2 güldin, des ich mit dem rehten nützit schuldig was. und war darumbe gesehetzet, das ich s es muste geben, das ouch küntüch ist für den selben Klein-Hug. [8] Item so ist man mir in der stat schuldig 200 marg Silbers, des ich gute briete habe, die sie mir ouch nit wellent loszen werden. [.)] Item so hett min herre von Stroszburg vür mich geholfen, das sü mir min schulde gebeut, die man mir in der stat schuldig ist, so wolte ich in alle ire schulde, io die ich in die stat schuldig bin, bezalen und alle verköfte gesatten galten, do wolte ich sie bewiset bau, das min herre und sin rot gesehen hettent, das sü alle jore ire galten genommen hettent uf dem mine. des sint su mir uszgangen und hant mich darüber angriffen und mich geschediget vaste, und lute, die ich ander mir sitzende habe in minen gerihten, die anderre herren sint, die hant sie dün sweren usser mir zu ziehende i» oder aber sü wellent in nemmen, das sü hant. und mine lüte, die in ander herren gerihte sitzent, die hant sie anegriffen vür anderre herren, do sü sitzent, und wellent in nützit wider geben und bütent und verköffent das. und hant mich getrenget und trengent mich von minen gerihten, rehten und luten wider die fryheit und reht, die ich von ke^sern und kunigen habe in manigerleye weg, des ich wandel beger, obe 20 es mir geschehen mag. Str. St. A. AA. 112 nr. 115. gleich Beit. Papierheft. Ebenda AA. 1416. fol. 18. eine noch etwas ausführlichere Aufzeichnung der Beschwerden und Forderungen Johanns v. Lichtenberg 727 . Forderung der Stadt Straßburg an Junker Johann von Lichtenberg. [1393.] Dis ist die ansproche, die unser stat bet an jungher Johansen von Liehtenberg. n Sol man gedencken, wie wir den vür unsern rot besantent, do der bunt abe ging und frogetent in, ebe er unser burger hüben wolte oder nit, das er uns do antwortete und sprach: er bette uns gesworen, so wer ime gütliche von uns beschuhen, so wer er ouch kein habest, daz er ime selber keinen eit abe genemmen künde, darumbe so wolte er ouch unser burger sin unde hüben und wolte uns ge- so horsam sin mit sinen slossen und vesten uns und die unsern darin und darusz zü lossende, also das wir ime die nentent, uffe die wir danne halten oder die wir schädigen woltent. also hant wir in sit etwie dicke gemant und ime ouch unsere vigende genant, und het uns sine slosze nit uf getan und ist uns also ungehorsam gewesen wider sin eit, den er uns gesworn het, also das sin besigelt brief beseit, den » wir von ime hant. und sint des zu groszem kosten und schaden kommen. Str. St. A AA. 112 nr. 141. coaev. lange Papierrolle mit einer Anzahl derartiger sv halt, daz sy mir mein leutt liezzent, czu den ich doch recht hett, und ich yn doch darumb daz recht volkumenlich bot für meinen gnedigen herren hern Fridrich bischof czu Strazzburg, von dem auch dyseiben lewt und gut ein teil czu leben rüren, daz singen sy von mir auz. da* bot ich in daz recht auf drey oder auf fünf in ir stat, daz sy auch von mir auzslugen." und über daz so wollen sy über mich geczogen sein mit irem gewalt und wollen mich und mein lewt geschädigt han wider daz recht und 422 1393 umb daz, daz ich umb meins rechts nicht begeben wolt, dez ich und dy mein czu grozzem schaden komen sint. [2] Auch ist czu wissend, daz sy mich entweret haut der leut, dy hinter mir gesezzen waren und noch sint in meinen twingen und benen und dyseiben leut walt, weide, wazzer und all ahnend genuczet und genossen haben bicz auf disen heutigen tag also ander mein arm leut. und mer, daz mir dyseiben keins dinsts gehorsam sint gewesen des gewalts halp der von Strazzpurg, darczu si dy selben von Strazzpurg gehanthabt baut, davon mir grozz schaden komen ist. und sint der lewt auf virczig. [3] Auch ist czu wizzende, daz sy mich entwert haut meins gerihts czu Westhofen, daz ich von dem reich habe von eines dotslags wegen, darumb man daselbst gericht soll haben, daz auch gegenwertig waz. und auch derselb in gericht ge van gen lag, der den mort getan hett, da verhütten sy mit irem gewalt, daz daz gericht nicht davon richten solte und also leiten sy mir myn gerichte nyder wider recht. [4] Auch ist czu wizzend, daz sy mich entwert haut meiner czoll, dy ich von meynem herren seligen dem keyser und meinem herren dem konig und andern meinen herren hab, dez ich auch brif von yn hab und much dyseiben czoll genozzen hab an mengeliche irrunge auzgenomen dy von Strazzpurg. und haut mir daz mit irm gewalt getan widerrecht und haut sy von den meinen all dy weil frolich czol genuinen in ir stat und auzwendiger stat. |5] Auch ist czu wissend, daz sy mich entwert haben mit irme gewalt an recht der var auf dem Rein bey Strazzpurg, dv ich furbaz von meynen herren czu lehen hab und mein vordem und ich sy furbaz czu eime leben geluhen hant. und dez bin ich und dy meinen czu groszem schaden komen. [6] Auch ist czu wissend, daz ich an sy czu sprechend han, daz sy dick und vil gerant sint in dy geriht, dy mein sint, und die ich von dem reych und andern meinen herren czu lehen han und mir und den meinen darynn smachheit erbotten hant un- ervolget allez rechten und daz ich und dy meyn czu groszem schaden komen sint. [7] Auch ist czu wizzend, daz sy mich gehindert hant an den juden, dy hinter yn gesessen waren czu Strazzpurg. wenn ich den ir hauptgiit geben hett, daz ich denn von Wuchers wegen mit den juden nicht übereinkomen kund, darczu sy dy juden haltent und darauf wistent, daz sy doch wider got und alz recht dotent und darczu so trengent sy mich von der juden wegen in wucher czu gebend, daz ich in doch von rechts wegen nicht schuldig waz. [8] Auch ist czu wissend, daz sy mir mein gericht, dy ich von dem reiche und ander meinen herren czu lehen han und auch mein eigens gericht nyder geleit hant mit irm gewalt an recht und hant daz damit getan, daz sy ir boten und brif schicktent czu den meynen und in verhütten czu richten umb welcherlev sach dy gericht weren, so getorsten dy meinen nicht richten vor irem gewalt, dez ich und dy meinen czu groszem schaden komen sint. [9] Auch ist czu wizsende, daz sy mir in meinem gericht geritten sint und haben leut darynn gefangen und sy mit gewalt darauz gefuret an recht und sy auzgefuret und getötet mit namen : Johans von Alb seligen, von dem sy doch nicht geseit hant, 5 10 15 20 25 30 35 40 1393 423 waz sy in geczigen haut, der doch mein man, mein dyner und mein amptman czu der czeit waz. [10] Auch hant ettlich dy iren mich und dy meinen angrillen auz und in der stat von guter wegen, dy ich von meinem herren czu lehen hau, darumb ich denselben, 5 dy mich also angriffent, daz recht volliclich bot vor meinen herren, von den dyseiben guter czu lehen rurten, daz si doch von mir auzslugen und mich und dy meinen darüber czu schaden prachten. [11] Auch han ich und dy mein sy dick und vil gebeten und an sy gevordert von gerichts wegen, daz sy mir und den meinen Sachen auztrugent nach gerichts io recht, dy doch für ir gericht geczogen wurden, daz sy mit irme gewalt darczu sprechen und dy nieman darczu trengen, daz sy ir Sachen von meinen gerichten an ir gerihte für sy czihen inusten, daz mir und den meinen doch dick nicht von in beschehen künde, und wenn sy meiner gerächte vorderten, daz in dann daz verczigen wart und sein bresten betten, dez ich und dy meinen czu grozzem schaden körnen sint. i5 [12] Auch han ich an sy czu sprechend von ein dotslags wegen, der da geschach czu Rottenbur in meinem gerihte; desselben dotslags sy czigen den Schaffner von Wickersheim, der da czumal mein amptman waz, und trengen mich darczu, daz ich denselben meinen amptman für ir gerichtt stellen must von desselben dotslags wegen, davon doch nymand billicher czu richtend hett wenn ich, wenn auch dy getat in 20 meinem gerächte geschach, daz ich und dy mein auch czu grozzem schaden körnen sint und mein gericht geswechet. [13] Auch hab ich an sy czu vordem, daz sy einen armen knecht, hiezz Cünczel Sneider, vingen czu Kilwilre in dem dorff und in dem gericht und furtend in mit gewalt daraucz und bürgend in an seinen dumen und marteltent yn unversehulter 25 ding und ane recht. [14] Auch hab ich an sy czu sprechend von Ditrich Burggrafen wegen, daz der mich und dy meinen geschedigt hat auz und in ir stat und mich auch meins rechten entwert hat czu Swindratsheim in dem dorf von ettlicher leute wegen, dy darynn in demselben dorf sessehafft waren und noch sint, daz er mir dyseiben keins dinsts so noch keinre rechte weite lazzen gehorsam sein, daz sy mir doch billich und von rechts wegen getan betten, wenn mir auch dy leut in demselben gericht alle jar mein recht sprechent, daz ich an sy gevordert hab czu der czeit, da daz vorg. dorf mein was. [15] Auch hab ich an sy czu sprechend von Wilsteten wegen, also ich da überkam mit meinen vetern seligen hern Heinrich und meinem veter seligen hern Gonrat 35 herren czu Lichtemberg, daz ich daz vorg. dorf Wilstet mit seinre czugehorend umb sy kaufte und mir gundent der losungen und dez widerkauffs gegen den, den sy ez versetzet betten, da wolten mir dyseiben den ez samd der losungen noch dez wider- kawfs nicht gehorsam sein umb dy summ, alz dy brif weisten, dy doruber geben waren, bitz auf dy czeit bisz ich in gut darumb geben must, daz ich in doch von « rechts wegen nicht schuldig was czu geben, und darczu trengen sy mich mit irem gewalt, dez ich czu grozzem schaden und kosten körnen bin. [16] Auch hab ich an sy czu sprechend, daz sy gevischet hant in meinen wazzern und mich in meinen wazzern geirret hant und mich darynn geweltiget hant wider recht. VI. 54 424 1393 [17] Auch hab ich an sy czu sprechend, daz sy gejaget hant in meynen wiltpennen über daz, daz ez in dick verpotten wart von den meinen, darüber sy ez mit irine gewalt nicht lazzen weiten. [18] Auch hab ich an sy czu sprechend, also sy Königshofen abgesprochen hant, daz doch von mir czu leben rüret, damit mir mein inanschaft geswechet wart. 5 [19] Auch hab ich an sy czu vordem, daz sy dem schultheizzen von Offendorf auz meinem gericht furten von Offendorf gen Strazzpurg und dümelten und martelten in unversehulter ding, der doch mein amptman waz czu der czeit. Str. St. Ä. AA. 1416. Papierheft fol. 14 ff. 730. Forderung des Grafen Heinrich von Liitzelstein an die Stadt Straßburg. >» [1393 Februar.] Disz ist die vorderung, dy ich Heinrich grafe czu Lutzeistein tun an dy von Straszburg. [1] Item zu dem ersten vorder ich an sy, daz ir seidener mir meinen yungen dynern und under mir gesezzen drewczehen stück beugst und pferd angewonnen in ,z den dingen, daz ich noch diseiben meine dyner nicht mit yn czu tund hetden denne gut und ir unbesorget waren, und czu derselben czeit, daz sy meinen dynern dy beugst an gewannen, da dienten sy irem eingesezzen burger, der meine dyner bat, daz sy ym weiten dynen und helffen pfenden auf recht für sein wissenthafte schuld. |2] Do vorder ich an sy, daz sy mir meinen schaden und dy habe widerkeren. 2 o der triftet hoher denn 2000 gülden, alz ich daz wol kuntlich wil machen und tun kuntlich machen myme dyner, den der schad geschehen ist, wy ez recht ist und betrugt mich auch wol, waz mir und meinen dynern von rehts wegen daruntb geschehen sol. [3] Auch vorder ich an dy stat czu Straspurg czu der czeit, da ich Sarburg dy 25 stat in plant hett, und mir dy geschuldigt und gesworn betten also irem rechten herren und mir danach grozz gewalt und unrecht daten, daz doch wol kuntlich ist, da unterstund ich mit einem aufsatz in der stat czu körnend sy darczu czu halten, daz mir mein voll geschehen wer, alz sy gelopt und gesworen betten, da batt ich meine herren von Straszpurg umb dinst und meinen bruder den tumprobst und umb 30 daz, daz mein vorgen. herre von Straszpurg ir burger Drig auch gebeten hett, daz dy ym und mir dynten. desselben (!) Driger müste an virczig pfunt Straszpurger geben, oder aber ewiclich für dy stat. diseiben cwenczig und hundert pfund pfennig must (er) minem (?) herr(n) von Straszpurg geben und hab ym seiderhar den vollen getan, doch dynt mir mein bruder der tumprobst czu derselben czeit, da must er für sich selb ^ vierdsechczig und hundert pfunt pfennig auch an semlicher maz geben alz vorgen. stet, dem ich auch seither den vollen getan und gekert hab. und ist auf daz vorgen. gelt mer wenn die elvhundert gülden schaden gegangen, uncz ich ez beczalt hab, alz ich daz wol kuntlich weysen wil mit guter kuntschaft, damit vorder ich an sy, daz sy mir daz vorgen. gelt und schaden keren wollen, wenn mich dunckt, daz sy 40 ez umbillich wider mich genomen haben, und wil mich mit recht wol begnügen, waz mir da von rechts wegen geschehen sol. 1393 425 [4] Auch vorder ich an sy, daz sv mir unterstanden hant leib und gut an czu gewinnend auf dem veld in den dingen, da ich ir umbesorget waz. und habent mich auch geprant und geschädigt unwiderseit und wider recht und bescheidenheit und czu grozzen kosten pracht. und schadet mir daz mit namen zehentawsend gülden und 5 mer, daz ich wol kuntlich wil machen mit guter kuntschafft. und vorder auch an sy, daz sy mir daz keren. und begnüget mich davon wol, waz mir von rechts wegen geschehen sol. [5] Auch ist zu wissend, daz mir mein herre der konig czoll czu Einhartshusen und czu Luczelstein geben bet. darumb han ich mein veterlich erb und den czoll io von yme czu manschaft empfangen, da haben sy sich gesagt wider meins herren konigs brif und ouch darczu getrungen, daz ich von iren eingesezzen noch auzburgern wol in fünf jaren me kein zol getorst nemen noch wolten sy mir auch keinen geben, daz schadet mir dy vorgen. fünf jare alle jare mer den fünfhundert gülden, daz ich wol kuntlich machen wil. damit vorder ich an sy, daz sy mir daz kerent, wann (ich) iS mich mit recht wol begnügen wil, waz mir von rehtz wegen da geschehen soll. [ 6 ] Auch nym ich in allen vorgen. stucken auz, ob mir iclit vergessen were, daz mir daz auch behalten sey, und daz ich auch mag czu allen vorgen. stucken antworten und mein notdurft reden, und wer ez auch, daz wir dhein vorderung vergessen were, da nym ich auch auz, daz ich dy mag vordem, wenn sy mir pidenckig 20 werden. [7] Auch ist czu wizzend, da dy von Straszpurg den czug daten über beim Conrad und über her Heinrich Beyer vor Lutzeistein hin, da schadten sy mir an dem ynfaren und an dem herwider auzfaren an meinen armen leuten 400 gülden und mer, daz ich wol kuntlich machen wil, damit ich an sy vorder, daz sy mir dy 25 keren, wann (ich) mich mit recht wol begnügen wil, daz mir davon geschehen sol von rechts wegen. [ 8 ] Der von Straszpurg burger, nemelich Heintzman Arner und ander haben geritten auz der stat czu Straszpurg und auf dez reychs strazzen bey einer meil wegs von der stat umb Eschaw gefangen Wernher meins herren von Straszpurg Schreiber 30 und haben yn rewplich nider geworfen und ym genomen czwey pfert, sein geltteschen, gurtel, swert, sein kleider und hatten in herteklich gefangen funfczehen woclien ein- beslozzen gebebt und in ringen und wolten yn auf kein Sicherheit noch bürgen czu dheinem czil auf reht me auzgeben auf widerantworten noch sust, denn si wolten gut haben, und darnach, da er auzzer der gevengnuzz kam, batt und vorderte mein 35 herre von Straszpurg selber an meister und rat, daz sy dy iren alz licht betten und wisen, daz sy ym daz sein widerkerten und sein smaehheit ableiten, und vordert auch derselb meins herren Schreiber dick und czu manigem mal auf der pfaltzen an meister und rat, daz sy ym schulten widerker, alz sy mein her von Straszpurg ge- peten hat, daz kund allez nie geliehen noch verfahen. und ist der name, daz sy ym 40 dez ersten genomen hant, besser gesin dennn newnczig gülden, so ist er sust an ander weg, dez ym dy gevengnuzz geschadet hat und gepresten körnen bey achthundert gülden, und ist der vorgen. ir burger Heinczman Arner hewt disz tags bey yn an der stat. und waz auch daselbst bey yn sein husere und sein weip in der stat, da 426 1393 er dy missetat det. dem wellen nach gedenken, wy daz unrecht und grozz missetat gepezsert werde und gekert. Str. St. A. AA. 1416. Papierheft enthaltend eine Anzahl derartiger Forderungen. 731. Forderung der Stadl Straßburg an Graf Heinrich von Lihtzelstein. [1303 Februar.] s Die anesproche an grafe Heinriche von Lützelstein. Das er liern Ciinraten von Liehtenberg seligen unsern burger het anegegriffen und geschadiget unwiderseites dinges über das, das ime derselbe ber Cunrat selige unser alle(r)wege(n) des rehten gehorsam were gewesen zu dünde. Str. St. A. AA. 112 nr. 141. cop. coaev. (Papierrolle). io 732. Forderung Oltemanns von Ochsenstein an die Stadt Straßburg. [1303 Februar.] Dis ist die ansprache, die ich Otteman herre zu Ohssenstein han an die stat von Straszburg. [1] Item zum ersten so brantent sü mir Marley und vingent mir mine armen Inte is und schatztent sü umbe ahtzig pfunt pfennige. [2] Item sü baut mir zerbrochen das kleine Ohsenslein in den dingen, das ich nit mit zu schickende noch zu schaffende bette und nie schade dar uz geschach. [3] Item ouch haut sü mir Löwestein zerbrochen. [4] Item so nement sü mir Eckefersheim das dorf, das ich doch vant in mins 2 o vatter haut, und das zii leben han von der stift zii Metze. [5] Item so nement sü mir Göidertheim, das ouch do her zu leben ruret. [6] Item ouch bin ich min libes allezit vürlöibig gewesen und noch bin burg- schaft halp, da ich in doch mine plant nie gewerte. [7] Item ouch haut sü mir minen man und diener mit namen Hanse von Albe ss in mime gerillte gevangen, der alle zit das gerillte anschrey in demselben gerillte, und darüber fürtent sü in mit gewalte enweg und haut ime hin höbet abegeslagen one gerillte. [8] Item so baut die iren, do sü gegenwertig uf dem velde worent, mir eine arme frowe zu Mindefelt ertötet, die grosz kindes ging. »» [9] Item ouch ligent sü mir in minen gerillten und mercketen, do man mir allezit zu spriehet, das sü die lüte dar us schedigent. darumb mir grosse name und schade geschehen ist. [10 Item so ist mir Sultzbach min kneht gevangen und mir ein pfert und har- nesch domitte genomen. und kan mir kein reht dovon widervarn. 35 [11] Item so trengent sü mich und mine manne, das man die gut uf ire pfaltzen vür in verrehtigen müs, die doch von mir zu leben rürent. [12] Item so haltet mir Schönemansze mine briefe vür vür zwey und nüntzig pfunt geltes. 1393 427 [13] Item ouch staltent sü und die iren uf mich und miner diener lip, das wir nit wustent mit in zu schaffende han und trengent, uns das wir müstent vür mins amptlüte von Straszhurg riten und müstent uns vür den eidigen, das wir uf iren schaden nie kumen werent danne in offen krigen. 5 Str. St. A. AA. 112 nr. 115. cop. coaev. (Papierheft.) — Ebenda AA. 1416. Ausführlichem Aufzeichnung gedr. nr. 737. 733. Forderungen Bohemunds von Ettendorf an die Stadt Straßburg. / Dis ist her Boymundes von Ettendorf vordemnge an die stat von Strassburg. [1] Item zum ersten so hant sü mich verbrant und schedelichen geschediget zu io Dambach in myme dorffe, do sü mit grefe Emichen von Lyningen kriegetent, das ich wol herfolget und uz gedragen mit ym habe und mir nie kerunge geschehen mühte, zu denselben ziten yr hübtman was her Hans von Kagenecke und Swarber Hans. [2] Item so hat Peter Museier ir ingesessen burger mir min schale 6 hundert genommen zu Diersberg, in den dingen, das ich nützit mit den zu schaffende bette. I5 [3] Item so hant die von Strasburg ir gewalt und die iren mir min tal zu Diers- preg (!) verbrant und Hofewilre min dorff und mir min gut genomen vor dem kriege, der zwüschent herren und stetten waz, und e ich helffer würde min herren seligen von Peyern. [4] Item so ziehent sü myr mine herschaft eigendorf von Ettendorf uffe ire 20 pfaltze, da doch mine manne von myme eigen und iren leben vor mir und minen mannen zu rehte sullent stau. [5] Item so hant sie mir Hans von Albe minen man und diener an gerillt und wider reht herdotet in den dingen, das er aller fede und fintsehaft mit in gerillt was, daz er ie mit in zu schaffen gewan und des er güte besigelte briete hatte. 25 Str. St. A. AA. 112. cop coaev. Papierheft. 734. Forderung des Grafen von Württemberg an die Stadt Straßburg. [1303 Februar. Der Zuspruch, den mein herre von Wirttenberg zu der stat von Straszpurg hat, der ist, daz sy ime in sein lant, getzogen sint mit aufgeworfenem baner, mit gewalt unerfolget unbesorgeter dinge und unwiderseit und sint dabey und damit gewesen, 30 daz ime sein vatter, sein ritter und sein armlütte erslagen sind und er und dy sein schedelichen verbrant und angriffen sint, des er und sein lant schaden genomen hant an alle todslege mer denne ümb hundert tawsent gülden, umb denselben schaden hat mein herre von Wirttenberg nit mer denne eins glichen rechten von den von Straszpurg. 35 Str. St. A. AA. 1416. (Papierheft.) KHHW i fii ■ : !i Ai flf i 1 11 i! ö 735. Forderung der Stadt Straßburg an Junker Heinrich von Geroldseck und Lahr. [1393 Februar.] Die anesproche an jungher Heinrich von Geroltzeeke herre zu Lore. Er het gesworen ewekliche, die wile er gelebet, unser burger zu sinde und nit wider uns zu dunde, darüber so het er uns widerseit und grSszliche geschediget. s Str. St. A. AA. 112 nr. 141. cop. coaev. [Papierrolle.] 736. Forderungen Junker Heinrichs von Geroldseck und Lahr an die Stadl Straßburg. [1393 Februar.] [1] Ez ist czu wissend, daz dy von Strazzpurg meinem jungherren gewert hant mit gewalt an recht, daz er auf den gutem, dy er von dem reiche czu lehen hett, nicht getorst richten an den stellen, da dy guter gelegen sint in dem lehen, ez wer uinb wunden, frevell und umb ander sache. und wenn sein amptleut richten weiten in dez reichs gutem, so vingent sy dy von Strazzpurg und slügen sy und handelten sy übel, und also wart meinem jungherren entweret seins rechten, daz er von dem reiche czu lehen hett. [2] Item mein jungherr hett auch giessen und wyger gelegen bey dem Heyn, dy auch von dem reich mein jungherr czu lehen hett, da furend im der von Strazzpurg vischer ein und vischtend darvnn mit gewalt an recht, darumb planten sy meins herren amptlewt auf rehte umb dy frevel und gobent in doch dy plant wider, daz sy einr czeit uberkemen mit meinem jungherren umb dy frevell, ob er recht darczu 20 hett. darumb weiten dy von Strazzburg meinen jungherren uberczogen haben, da kam mein jungher re czu stund geen Straszpurg und uberkam da kume mit yn, daz sy nicht auf yn czugen. und santen dy von Straspurg hotten von ir stat da czu und vant. sich an denselben hotten, daz dy wiger und gieszen meins jungherren warend und gefrevelt und unrecht betten, da batt mein jungherr meister und rat, seit ez sich 25 vand, daz sy unrecht betten, daz man ym daz bezzert, daz weiten sy nicht tun und geschach ym nie kein bezzerung. darumb hett aber mein jungherr unrecht gehaben, er must ez . . . swerlich gebezzert hau. [3] Item dy von Straszpurg haben auch einen czoll gemacht an dem Altheim wege in meins jungherren gebiett, daz er czu lehen hett von dem reiche und da sy 30 doch nicht czu schalfent hant, und hant denselben czol lang genomen mit gewalt an recht und kund meinem jungherren darumb kein recht beschehen. [4] Item dy von Straszpurg hand auch dick und vil gerant in dy dorffere, dy mein jungherr czu lehen hett von dem reyche, mit pfiltern umbescheidenlich und hant ym dy sein gevangen, übel gewundet und geslagen und \n daz ir genomen. und 35 hant dyseiben gejehen, wer meinen jungherren und sein sun bekomen in dez reichs gutem, si betten sy beid erstochen, und sand mein jungherr darumb sein botschaft für den rat czu Straszpurg und clagt daz, dez wart ym nie kein antwort. [5] Item mein jungherr waz schuldig etlich czu Strasspurg und hat mein jungherr einen walt, heiszt dy Sneit; daz wisten dy von Straszpurg wol, daz er gar ein 40 gut walt waz und schulfent mit den schuldenern, daz ym nymand kein czil weit 1393 429 geben, mit den er wol überkomen wer, der si gelossen hett uncz daz ym der stetmeister und der ammanmeister czu den czeiten denselben walt ab trauhtent und must in den walt czu kawffen geben tawsend pfund neher, denn er wert wacz. [6] Item dy von Straszpurg baut auch ein prucken gemacht über den 5 Reyn, daz stat auf meins jungherren eygen. da er und all sein vordem ie und ie sint über gefaren ezollfrey, da müs er und all dy sein czol über geben, daz baut sy ym getan mit gewalt und an recht. [7] Item dy von Straszpurg dy empfingent meinen jungherren ab czu burger et- wie manigen seiner lewt in den czeiten, da dy herren und stett mit einander kriegten, io wy doch mein jungherre ir beider waz. und do sy dy also empfohen wollen, ob daz sy dy empfingent, da sant mein jungherr czu stund sein botsehaft czu den von Straszpurg und det sy ernstlich biten, daz sy ym dy sein nicht empfingent. enwere in der krieg irenthalp und hett dy sein geheizzen flilien czu in und auch anderswo, wo sie sich beschirmen und behelfien mühten, da sprachen! dy von Straszpurg, sü 15 wollen sy emphahen und wollen sy selbst haben und antworten also meinem jungherren mit gewalt an recht. [8] Item dy von Straspurg hatten auch meiger sitzen auf hüfen in meins jungherren dorfi'er, dy er von dem reiche czu lehen hett, und auch in sein eigen dorffer undnieszend dyseiben meyer in den dörffern wunn, weyde und alles gemeinsam mer denn 20 dy ander leut, dy daselbst sizzend. und wollend dy ineyger me nicht davon tun kein hett, klein noch grozz, und halten ez dy von Straszpurg dafür, alz wer ez ir eygen gut, und wenn sy meins jungherren amptleut angriffend, so must man in czu samd widerkeren. [9] Item mein jungherr hat verlihen ein schofweide ein jorsczale czu Ichenheim auf dez reichs gutem, daz er czu lehen hett vom reich, daz weren ym dy von Strasz- 25 purg mit gewalt und wollen nicht, daz er schaf da hett und must dy schaf von der weyde tun. und entwerten also daz meinem jungherren mit gewalt an recht. [10] Item mein jungher hat auch ein aw czu Ichenheim verluhen ein jarsczal. da ging Gotz Wilhelm der alt czu, der waz ein altammanmeister in den cziten czu Straszpurg und waz gewaltig vor dem rat und must sich mein jungher verpinden 30 mit einem brief, den sy mit der stat von Straspurg insigel versigelten: wer daz mein jungherr dy vorg. aw verkauf in dreizzig jaren, so soll dyselb aw Gotz Wilhelm eygen sein ewicklich, umb daz mein jungher ym dy aw nicht neher leihen weit denn einem andern, und antwurten also meinem jungherren seins rechten. [11] Item dy von Straszpurg rauten geen Altheim bey nacht und bey nebel und R vingen da meins jungherren schultheizz zu Altheim in dem dorf, daz mein jungherr czu lehen hett von dem reich, und pranten ym (in) derselben nacht haws und hof und allez sein vihe und waz er halt, über daz er nicht mit yn czu schaffend hat. [12] Item dy von Straszpurg warend auch meinem jungherren in sein wiltpenn jagend und wizzen, daz er von dem reych czu lehen hett, über sein willen. 40 [13] Item dy von Straszpurg rauten auch gen Otenheim in daz dorf, daz mein jungherr von dem reich czu lehen hett, und erstochen ym da einen erbern man, über daz mein jungherr noch derselb man nicht mit yn czu schaffend hett. und torst mein jungherr über ein dotslag nicht richten. 430 1393 [14] Item dy von Straszpurg entwerten und noment auch meinem jungherren sein gruntrure, dy er hett auf dem Key ne in seinem gebiet, daz er auch von dem reich czu leben hatt. [15] Item wenn mein jungherr und dy seinen den von Straszpurg lausten recht tun an mein jungherren gerächten, wenn in daz ervolget, so wolten sy nymand kein s recht tun in dem gerächt und sprechen: hett ymand an sy icht czu sprechend, sy wolten yn darumh recht tun auf der pfaltz czu Straszpurg. [1(3] Item mein jungherr behabt yin selber auch czu disen stucken czu redend und hett er sich icht vergessen, daz sol yin keinen schaden pringen. Str. St. A. AA. 1416. Papierheft in Pergamentdeckel feil. 22123 «. 11 737 . Forderungen Ottemanns von Ochsenstein an die Stadt Straßburg. [1393 Februar.] Ez ist der brest, alz ich Ottmann herr czu Ochssenstein czu sprechende hab an dy von Straszpurg. [1] Czum ersten pranten sy mir Marley kirclr und dort und vingen mir mein " armen lewt und trungent sy mit irem gewalt, daz sy in achtzig pfunt pfennig geben musten für ein doten, da sy doch nie nichtz mit czu schaffend czu schaffen noch czu tund gewunnen und begerten allezeit dez rechten von yn und künde mir nie widervaren. [2] Item harrt sy mir Klein-Oehssenstein mein vesten czerbroehen in den dingen, 20 daz ich mich nicht wüste mit czu schaffend noch czu tund harr und in ouch nie sehad darauz, darein geschah, und Iran allezeit kerung von in darumh begert und benuge mich auch wol mit dem rechten. [3] Item auch harrt sy mir Lowerrstein mein vesten czerbroehen irr den dingen, daz ich auch nicht wüste mit yn czu schaffend Iran, da ich doch sondern veils, 25 brücken, porten und turn hett und ich, und dy von meinen wegen da \ nnen waren!, mit irm krieg noch gescheite czu den czeiten nicht czu tund betten, daz sich doch mit warheit fanden hat. und haben mir mer denn unrb zweytausend gülden schaden da getan, und heger dez kerung und benuge mich auch wol mit dem rechten. [4] Item so nemeirt mir ir burger mit uamen dy Löselein daz dort Eckfersheim 30 mit gewalt, daz ich in meins vater harrt vant, und ez auch czu leben Iran und trag von der stift czu Meczig (!) und mich auch mit dem rechten wol betrüge, wa ich ez billich tun solt. 15] Item gleich irr derselben nrazz nement mir ir burger dy von Mülheim Gew- dertheim daz dort, daz ich auch von der vorg. stift czu leben habe, und benuge mich 35 auch wol mit dem rechten davon in vorg. mazzen. [6] Item so hin ich meins leibs allezeit unsicher gewesen und noch um burg- schefte halp, da ich doch mein plant nie gewert. [7] Item auch haut sy mein mann und dyner mit narnen Johans von Alb in meinem gerächte czu Pfaffenhofen gevangen, der allezeit daz gerächt ansehrey irr dem- 40 selben gerächt, und darüber furterr sy yn mit gewalt errweg und harrt ytn seinen koplr ab- 1393 431 geslagen an gericht. und beger dez kerung; benugt mich wol mit demselben gericht, da er auz gefuret wart. [8] Item so baut dy iren, da sy gegenwertig auf dem velde waren, mir ein arm fraw czu Myndevelt ertötet, dy groskinds ging. s [9] Item auch ligent sy mir in meinen gerichten und merkten, da man mir allezeit czu spricht, daz sy dy leut daruz schedigent; darumb mir grozz nome und schaden geschehen ist. [10] Item so tringent sy mich und mein mann, daz man dy guter auf ir pfalezen vor in verrechtigen mus, dy doch von mir czu lehen rüren. dasselb tringent sy mich 10 in meinen huphofen und dinghofen, daz sy diseiben reht auf ir pfalcz vor in auztragen wollen haben, und tringent mich dy vorg. hof mit gewalt von iren gerichten und rechten und benuge mich da mit wol mit den rechten. [11] Item so hant ir soldener und dy iren mir einen knecht auf der straszen gevangen mit namen Sulczbach, ein pfert, harnesch, gelt, und was er hett, genomen is und hant denselben knecht lang geturnet und eingeslozzen und kan mir kein recht von in davon widervaren. [12] Item so stalten sy und dy iren auf mich und mein dvner lieb, daz wir nicht wüsten mit in czu schaffend han ; und trungent uns, daz wir musten für mein herren amptlewt von Straszpurg ritten und musten uns für den evdigen, daz wir auf so iren schaden nie körnen werent, dann in offen kriegen. [13] Item auch hat mir Cuncz Mulner der ammeister meine anvell der stette czu Wangen mit gewalt genomen; und kund mir nie kerung noch recht von yn davon widervaren. [14] Item so hant sy iren burgertan 1 czu Straszpurg erwevtert in meinen ban SS czu Schiitkeim und hant mir ein kreucz darynn gesät, denselben ban ich von dem reich czu lehen hab, umb denselben überbegriff mir nie kerung noch reht geschehen kund. [15] Item so sint sy mir mit ganczer gewalt in geezogs weis czu ross, mit wagen, kerchen und czu fuzz czu Burne in meinem dorf gelegen und hant mir dasselb dorf und lütt (?) und hant mir mer denn umb 2000 gülden schaden do getan; darumb so ich allezeit kerung und recht begert han und noch beger. [16] Item so waz ich czu einer czeit der von Straszpurg hauptman. und hiezzent sy mich ein ursag machen czwischen yn und Walther Schaden von Winstein; dyselb ursag ich mäht nach ir geheisz. und vingent dy vorg. von Straszpurg den egenanten Walther in den vorg. ursagen. und starp der egenante Walther in vorg. gevengniczz, 35 dez ich in groszen komer körnen bin und noch bin ; darumb ich allezeit kerung und recht begert han und mir nie leider varn kund. [17] Item so hant sy mir ezwene arme manne mit namen Sigel Pflug und seinen sun gevangen und geturnet unschuldiclich, daz sich doch mit warheit vant; darumb ich kerung beger an sy. 40 [18] Item auch hat Cuncz Müllers sun dez ammanmeisters mir ein arm fraw von Merczewilr geschätzt umb 2 */ a lib. den., da er meinen vetern Johans herr czu Lich- 1 So steht in der Vorlage , vielleicht ist burgban zu lesen. VI. 55 432 1393 temberg angreif, und embot mir einen dag und det mir sagen, welchen er meiner lewt finde noch dem tag in dez vorg. meins vetern dörffer und gerillten sitzend und wonend, den wolte er voll schuld für yn angriffen. und müsten all mein arm leut von ir väterlich und muterlich erb von seinem gepot rumen und entweichen, dez si czu grozzem verdinplichen (!) schaden körnen sint; und beger darumb kerung und recht. [19] Item so hant sy mich verprant czu Reichenshofen in dem tale und mir und den meinen wol 40 fuder weins und anders, daz sy betten genomen in dem krieg, der czwischen fürsten und stetten waz, ee ich vigent wart; und begere dez kerung und benuge mich wol mit dem rechten. [20] Item auch hant sy und dy Iren mir wol 60 stuck vihes genomen in dem vorg. tale und meindent Rudolf meinen prüder angriffen; und wollen mir daz nicht keren noch auzgeben auf recht. iSir. St. A. AA. 1416. Papierheft fol. 24/26. 738 . Forderungen Rudolfs von Ochsenstein an die Stadt Straßburg. [1393.] Disz sint dy gebresten, dy ich Rudolf herre zu Ohsenstein an dy von Straszpurg zu sprechen hab und an dy iren. [1] Des ersten von Klein-Ohsensteins wegen, daz sy mir zerbrochen hant in den dingen, daz ich mit in nit zu tunde het denne lieb und gut. [2] Item von Johans wegen von Lichtemberg, also er mich unterstund niderczu- werffen in den dingen, daz ich sin unbesorget was; und gewan in sein hengest und gelt ein teil an. do drungent mich dy obgen. von Straszburg, daz ich im sein hab keren muste, dafür ich mein gut versetzt und noch czins davon musz geben, und slug daz reht auz vor unserm herrn dem König. [3] Item auch nemen sy mir mein leben, daz ich von dem rieh zu leben habe, Ruprehtsa\\e und dy drew Husbergen wider unser besigelt brif, dy wir von dem rieh haben. [4] Item ume den prant, den sy mir hant getan in der fyntschaft czwischen herren und steten, waz in dem niderland und in dem tale zu Richenshofen, wider daz ich des kriges nicht enwas, wenn ander irer eitgenozzen ein teil mit mir über- kummen sind. [5] Item so forder ich, also sy ein einval teten zu Marie und uns unser armlute schecztend ümb ahezig pfund und den schaden. [6] Item so forder ich den schaden, den mir dy Rarpfennige teten czu Marie und czu Northeim. [7] Item auch forder ich, also sy mit der gewalt czu Phaffenhofen einkomen in unser geriht und Johans von Alben seligen darauz fürten, der doch unsers gerihts begert. und slugend im darwider sein hawbt abe. [8] Item so haben sy mir ein arm frow erstochen und ein kint in irem leibe in dem geezoge, den sy taten czuin ersten über dy herren, do sy herwider uf czugende. und was herr Eberlin von Mullheim und herr Cuncz Müller houbtlüte. 5 10 15 20 25 BO 35 40 1393 433 [9] Item so wolten dy iren pfenden uff Ottman meinen bruder und erslugend mir einen arm man czu Grieszpach in den dingen, daz ich czu der czeit nit mit yn czu tun hett. [10] Item so forder ich ein pferd, daz nam mir irer burger einer wider reht; s und wolten mir kein reht lazen widerfaren. [11] Item forder ich semlich brif an sy, dy mir ir burger Schönmansse vor behaltet widerreht, also mich bedüncket. [12] Item auch haut dy iren mich meins bruder seligen erbes entwert des düm- probstes in irer stat zu Straszpurg. io [13] Auch sprich ich sy an von Henslein Hackens wegen ires burgers, daz sy mich für denselben trostend und mir in der trostung daz mein namen. [14] Item so sprach ich sy an, daz mir Cuncz Mulner mein anfeile czu Wangen genomen hat. [Ein Nachtrag mit der Ueberschrift Ohsenstein enthält 5 Artikel , von denen i5 nur folgende 2 neues bringen\ [15] Item han sy mir Obreht von Alb meinen man und dyner in myme geriht ge- vangen und mit gewalt darauz gefurt, der sich doch nichts mit in weste czu tun haut; und beger, daz mir darüme ein wandel gescheh nach des gerihts erkentnuss, do daz ynne geschehen ist. 20 [16] Item band sy mir min dorff Dampach verprant in dem krige, den sy mit graf Emichin von Lynigen betten, der mich nit anging und mit dem krig nihts czu schaffen bette. Str. St. A. AA. 1416. Papierheft fol. 26127. 739. Forderungen Markgraf Bernhards an Strassburg: Schadenersatz für die 25 Plünderung der Stadt Selz, die er und seine Vorfahren vom Reich als Pfand haben, desgleichen für den Schaden, den sie ihm von Selz aus im Städtekrieg thaten, obwohl er von «dez konigs wegen müszig saz», ferner für schädlichen Angriff zu Hochberg, wo die Stadt dem Markgrafen Hesso für seinen Schaden 1700 fl. gab; ferner für Uebervorteilung markgrfl. ünterthanen an Ungelt und Zöllen, die 40,000 11. 30 betragen, Abstellung der Bürgenaufnahme markgrfl. Diener und armer Leute und Herausgabe vorenthaltener Erbschaften. [1393 Februar.] Karlsruhe G. L. A. Kopialb. 46 a . 1leg. d. Marligr. v. Bad. nr. 1576. 740. Forderungen der Stadt Strassburg an Markgraf Bernhard: Wiedereinsetzung 3 5 des Herrn Zornelin von Bulach in sein Haus zu Durbach, ferner all die Punkte, die sie gegen Heinrich von Lichtenberg aufgestellt hat, nämlich Einsetzung des Thomas von Endingen in sein Haus zu Westhofen und zu Ballbronn; Zahlung aller vor dem Kriege gemachten Schulden, versessener Zinsen, Gülten, sowie aller während des 434 1393 Krieges verfallenen Zinsen, Gülten, Nutzen von Leibgedingen; Rückgabe weggenommener Güter, Häuser, Höfe, desgleichen etwaiger Gefangener. [1393 Februar.] Karlsruhe G. L. A. Kopialbuch 46 a . Keg. d. Markgr. v. 11. nr. 1575. 741. Forderungen des Landvogtes an Straßburg. [1393 Februar.] s Dis ist des lantvogtes anesproche: [1] Item gedenckent zu dem ersten, das die von Stroszburg so lange gewesen sint mit frefel in der aberahte. [2J Item gedenckent, das sie herren, rittern und knehten, stette, dörffer, und wo gerihte sint, krenckent und zwingent mit irme gewalte, reht uff irre pfaltzen zu ne- >» mende; do mitte legent sie des riclies gerihte nider, das nieman getar von in gerillten vor irme gewalte, wie wol alle gerihte vom riche dar rürent. [3] Item also ouch min herre der künig, ander fürsten, herren und stette ge- meinekliche zu Eger übereinkoment, das alle unserre bürgere, pfalburgere, wie die genant sint, abe söllent sin, die ouch andere abe geloszen baut, das wellent sie nit 15 dun. allen herren, rittern und knehten und armen edeln luten, und überfarent die rihtigunge und haltent ir niht die vereynunge, die zu Eger geschach. und sunder so habent sie dem riche vor die bürgere, die sie vor hettent in der pilege zu Hagenow und wenne des riches knehte angriffent umbe sture, so griffen! sie wider darumbe an und trawent den knehten in die turne zu werffende und machen! do mitte, das 2 o nieman getar des riches sture noch nütz gesameln. [4] Item do behüb des riches burger einre zu Colmar mit gerihte und dem stabe einen von Stroszburg, der in doch vor uff dem velde gefangen bette one gerihte. was do die von Colmar ires von burgers wegen geschribent, das künde nit gehelffen, das sy weiten! Iren burger wisen zu rehte zu kennende uff gemeine tage, da entran ss der von Colmar burger und vant denselben, der in gefangen hefte, zu Colmar darnoch und behüb in mit gerihte, alz vorgeschriben stat. darumbe so rauten! sie vür Colmar mit uffgeworffener baner und müste man in iren burger lidig loszen und tedingen, wie sie weiten. [5] Item do der Heilman meister was, do hulffent sie sime dohtermanne, das er so dem closter ze Peris, das in des riches schirm do lit und zu Colmar ingeseszen burger sint 25 lib. Stroszburger pfenninge geltz weite haben abegenummen me denne sie in schuldig worent. und künde in nie gehelffen zum rehten zü kummende uff tagen und stunden an gemeinen stetten, alz gewonheit ist. und müstent die von Peris in noch volgen gen Stroszburg und do reht von in nemmen. und erfant sich doch 35 mit rehter kuntschaft und mit iren ingeseszen bürgern, das die von Peris reht hettent und auch vor in selber reht gewonnen, do hettent sie gerant in der von Peris hof und ir schlosz ufgebrochen und ire munche [ . . . ] berost '!) gestossen und geslagen und das ire in dem hofe genommen mit gewalt, die doch in des riches schirm sint, und hatten! von derselben Sachen wegen anderre der von Colmar bürgere angegriffen 40 pferde, kerriche und silberin geschirre, das sie noch nie wider gekeren wollen und die smocheit, die sie denselben herren dotent, wie wol das sie reht gewunnent und man in das gelt wolle haben abe genumnien wider reht. [ 6 ] Item ouch wissent, das sie den juden liant abe genuinmen mer denne ahtzig dusent guldin über iren rehten dienst unerloubet mins herren des kuniges von des 5 riches wegen. [7] Item ouch haut sie unerloubet grosze zolle und ungelt geleit uff des riches laut und lüte und ouch uff herren, rittere und knehte und stelle in den landen und mengelichem abegenummen riehen und armen. [ 8 ] Item sie haut ouch hern Hansen von Oberkirchen gefangen und getümelt io und gemartelt alz ein diep. und kundent keine schulde uff in vinden anders sie hellen! ime ouch sin hobt abe gehöwen. über die smocheit so müste er sich zu in verbinden mit sinen frunden und mögen, das er dem riebe noch nieman gedienen getar, wie wol er des riches inan ist. [9] Item so hant sie Heinman herren seligen sin höbt abegeslagen, der doch mit i 5 in nüt zu schaffende helle und ime iren win davor kürtzlich geschenckel hatte und herren Gossen sinen brüder mit irem gewalte darzü getrenget, das er sich mit in müste rihten und der ansprüche sich gegen in verzihen. [10] Item ouch hant sie Berhtold Schencken gefangen mit unschulde und ouch darzü getrenget, das er sich mit sinen frunden gegen in verzigen hat, daz er dem 2 o riche noch niemand wider sie gehofften getar. [11] Item ouch hant sie hern Thoman von Grostein us dem künigriche gebotten äne schuld, das sie doch von rehte nit tun sollen!. [12] Item ouch ist derselben vil, abe den sie also gerihtet und getrenget hant. ouch so hant die von Mülnheim alle, die an Obrehtztal teil hant, hern Friderich von 26 Hadstat ein dorf, heisset Wassemberg, mit gewalte langezit vor gehabet und one recht, daz leben ist von der herschaft von Österrich [13] Ouch so hant sie Hans Erben das far zu Grafenstaden genommen mit gewalte und äne reht, das leben ist von dem riche. [14] Item und ouch viel smächeit, getranges und vurchtes, so sie dem riche und 30 mengelichem tunt und getan hant. [15] Item ouch hant sie münssen abe getan und wider gemäht, damit sie das laut umbe gros unmessig gut braht hant, alles unerlöbet, davon sie grossen nutz gehabet hant. [16] Item ouch hant sie des riches herren, ritter und knehte und stelle mit 35 wücher zinsheftig in die stat gemacht. [17] Item herr Stislaus was lantvogt und sante die von Strazburg nach ime in dem kriege, den sie betten! mit den fürsten und in das, alse er by in was, da stiessent sie ime die sinen us der vesten zu Sels und entwürfen in der vesten von des riches wegen. [18] Item so het er einen zol zu Lymperg von dem riche, da wollen! sie ime nie keinen zol gegeben und sint allewegen mit gewalte vür gefaren, so hant sie ime ouch do selbes sine schif genommen und sine knehte in turne geworden. [19] Item do sü gen Lowenstein zugent, do brantent sie ime das sine zu Hagenau vor der stat. 436 1393 [20] Item so ist er und sine sonne irs libes vor in in sorgen gewesen zwey jare, das sie nie keins rehten von in künden bekommen, und hant in daz reht für unsern herren den künig, für mynen herren von Straszburg, für des riches stet, das im alles nie gefolgen möhte. und hant in domit in grossen schaden broht. [21] Item so hand sie Zebischen (!) gefangen wider got, wider ere, wider reht und alle bescheidenheit. und hant in gemartert und das sine genommen, und enwoltent ny laszen besehen, warumbe sie in hettent. und hand in getrenget, das er sich der lehen, die ime unser herre der künig gelihen hat nnd der kober brief, so er an dem hofgerihte erkobert. hat, sich begeben moste, und hant ime sehtzig vierteil kornes zu Anneheim (?) wol fünf jare. [22] Item noch hant sie des riches man betwungen, das si gelt nemen mosten für ir var uf dem Rine, die doch von dem rieh lebend sint. und hant sie ein brücke darüber gemäht. [23] Item gedenckent noch, als wir den krieg mit den von Fleckenstein hatten, do namen wir schaf, die unser finde warent. do sprachent sie, sie werent eins irs burgers und der bette sie behabet vor in und darum he solte man ime wider keren. do wer wir gerne kommen zu gemeinen tagen und betten gerne lan besehen und sich erfinden nach des landes gewonheit und reht, obe die schaf unser viende weren gewesen oder niht. das slügent sie als usz und fingen! der von Ragenowe ingesessener burger ettewievil und twingent mit irme gewalte, daz wir mosten! hundert pfund Strazburger für die schaf geben und woltent uns niht laszen besehen mit dem rehten. Str. St. A. AA. 112 nr. 115. Papierheft. 742. Forderung Bruno's von Rappoltstein an die Stadt Straßburg. [1393.] Dis ist die vorderunge von hern Brunen wegen von Rappoltzstein: [1] Item zum ersten, do der lantvogt her Stislaus von der Witenmüle die von Straszburg und mich anlangete von mins herren des kuniges wegen und in mit rehte wol benugen wolle von her Johan Alesteins wegen mins gefangen, do besamten! sü altammanmeister und nuwe ammanmeister, alt und nuwe schöffele und antworten! alle gemeinliche, das sü ime nit helfen woltent noch sollen! und sich nit an mich noch an minen gefangen keren woltent und mir weder helffen noch enthelffen woltent und noch nit wider mich woltent sin. und dis bekantent sie mit gemeinem urteil, do der egenante lantvogt und ich by werent, wenne sü eim iegelichem irem burger sine alten kriege, die er zii inen broht bette vor uz nement, als sie uns antworten! und sprachen!. [2] Item do ich do gen Beyern geritten was zu erwerbende einen brunlöft 1 zwü- schent ohne herren von Peygern und dem grefin von Doofen, do zigent sü mich, das ich ander sache würbe, die wider sie werent und verhütten! mengelichem in ire stat, daz man mir noch minen bürgen, nieman kein zil geben solle by der stelle bes- serunge. und darumbe brohtent sü mich mütwilikliche me denne umbe 5000 güldin, die ich den würten geben moste von leistunge wegen, der ich über were gesin. het- 5 10 15 20 25 30 35 40 i = brutlöft. 1393 437 tent sie das gebot nit geton und verbuttent ouch dozü me, wer der were, der von min oder minre bürgen wegen rette oder bette umb kein zil kurtz oder lang, der müste och in der stette besserunge sin, und schedigetent mich darzü wol umbe zwölf tusent güldin, do sü mich ouch umbe brohtent. 5 [3J Item do rettent sie mit her Cünrat Peyger, das er werben solte an minen herren den künig und woltent versichert haben mime herren dem künige, das si imme mynen lip und mine slosz oder min gefangen in geantwürt und yme also geben woltent haben alles, das ich yr umbesorget was, umbe das sü min herre der künig usser ahte gelossen bette. 10 [ 1 J Item do understundent sie mir an zu gewinnende mine stat Rappoltzwilre, in dem des ich ir ouch keine sorge bette. [5] Item do kantent sü und Walther Wahsicher ir burger, mit dem ich doch nit zu schaffende bette, für mine stat Rappoltzwilre uf mine graben und stachent uf mine edellüte und tribent sü untze in den Wassergraben alles über, das ich noch dieselben 15 mine edellüte ire keine sorge wüstent zu habende und fingent mir Walther Tutenstein minen diener. und det das derselbe Wahsicher ir burger und die iren und fürtent ouch denselben Walther minen diener gon Strasburg in die stat und hieltent in swerliche in gefengnisze. [G] Item do understundent sü mir minen lip an zu gewinnende und jagetent ■io mich von Sletzstat untz gon Bergheim und fingent mir minen diener aber und fürtent die gon Reiner in. und beschach ouch das alles von Reiner usz und in in mine stat, die doch nuwent plant waz her Reitzen von Mülnheim, und rittent ouch alle zit tag und nacht gen Reiner usz und in, wenne und wie dicke sie woltent. und widerstundet mir darusz und drin alle zit tag und naht lip und güt an zu gewunnende. und 25 habe ouch der einen in Reiner gefangen, der mich also half jagen und mir mine diener abefing und in Remer infürte. und möhte ich harüber inen vil leides haben getan, ich bette es getan und duncket mich, wie ich gelimpf unde bescheidenheit bette, was ich inen leides getan möhte, das ich es tun solte noch allen ergangen dingen. [7] Item als ich inen mine stat Rappoltzwilre versetz (t) bette, do wolte man inen 20 ir gelt geben haben, also das sie die burger in iren schirm genummen hettent. das woltent sü ouch nit tun. und also hant sü mir alle zit nach mime libe und gute gestehet, über das ich ir keine sorge wüste zü habende. [8] Item ouch vingent sü Ranneman herren von Wittenheim minen man und diener und slügent dem das höbet abe unerfolget alles rehten. 25 [9] Item ouch het mir min herre der künig geben ein zol ze Reiner an der Yllen mir und min erben eweklich zü ebne rehten leben unwiderrüffiglieh besigelt mit der magestate ingesigel. und habe ouch denselben zol uf gehebet; do hant sü mir denselben zol genomen und entwert mit gewalt und müste in dasselbe gelt wider geben, das ich do uf genummen het und in syder har nie getürste gevordern. und das schat io mir 20,000 güldin und me. Str. St. A. AA. 112 nr. 115. Papierheft. Ebenda AA. 1416. Papierheft, ähnliche Aufzeichnung der Ansprüche Brunos. Gedr. nach anderer Vorluge. Rapp. Urkb. 11, nr. 358. 438 1393 743 . Aufzeichnung über städtische Forderungen an Bruno von Rappoltstein. [1393 Februar.] Von hern Brunen wegen von Roppolsteine. [1] Also her Brune von Roppolsteinne unser gesworner Bürger ist und uns gesworen het mit sinen slossen und vesten gehorsam zu sinde und uns ouch darnach sine stette Roppoltzwire in gegeben het vür unserre und unserre bürgere wissenthafte zinse, gulte und schulde, und er ouch do mitte gesworen het niemer in dieselben stette Roppoltzwilre zu kummende, wir und unserre bürgere werent denne e bezalt: darüber so het er dieselben stette Roppoltzwilre ingenommen und uns der entwert wider die eyde, die er uns gesworsn het, in dem das wir noch unserre bürgere noch nit bezalt sint. [2] So het er eime unserme Bürger, her Heintzen von Mülnheim, sin bürg und stat zu Gemer versetzet vür ein michel gelt, das doch her Heintze vorgenant durch hern Brunen ernestlieher bette willen verpfendet het. dieselbe bürg und stat het ime her Brune ingenummen und in der entwert vor disem kriege, über das, das wir noch her Heintze von Mulnheim unser Burger mit hern Brunen nit wustent zu dünde haben und wir ime ouch allewegent gehorsam werent rechenunge zü dünde von allen stücken an den stetten, do es dicke benant ist. und het das alles geton wider die besigelten Briefe, die wir und unserre bürgere von ime Bant, des wir und unserre bürgere zü grossem kosten und schaden kommen sint. [3] Wir sint ouch in die ohte geton von herrn Johan Harlesteins wegen, den her Brune gefangen bette, über das, das wir hern Brunen seitent, das er hern Johan Harlestein zürn rehten stalte, wände es uns billich duhte. [4] Item das er uns die unser het gefangen zü Gemar etc. Str. St. A. AA. 112 nr. 141. cop. eoaev. (Papierrolle.) Gedr. Rapp. Urkb. II, nr. 359. 744 . Bischof Friedrich von Straßburg verbietet den Amtleuten seiner weltlichen Gerichte zu Straßburg Geistliche vorzuladen. Hagenau 1393 März 1. Wir Friderich von gottes gnoden bischoff zü Stroszburg und pfleger der stift zü Basel embietent unsern lieben getruwen Thoman von Grostein schultheisze, Gosze Engelbreht und Henselin Pfaffenlap amptlüten unsere weltlichen gerihte gelegen in der stat zü Stroszburg und allen Iren stathaltern rihtern und büttein an den selben unsern gerihten alles lieb und gut. lieben getruwen. uns ist vurkomen vormols dicke und vil und ouch nün, wie daz ir mit unserm weltlichen gerihte die pfaffheit, sü syen geistliche oder weltliche, heimsch oder harkomen und sunderlich alle die, die unsere geistlichen gerihte besitzent und uszrihtent, und über die wir als ir bischoff und andere unsere geistlichen rihtere von unsern wegen und in unserm namen zü gebietende Bant, vür üch bekümbernt und ir gilt stellig machent und in manigerley wegtrengent und nötigent, daz sy vor üch zü rehte müszent ston, daz sy doch von dem rehten nüt tün süllent noch schuldig sint by grosser geistlicher pene vor üch als weltlichen rihtern reht zü nemende oder zü gebende, dar umb wellen wir und ge- 5 10 IS 20 25 30 35 40 1393 439 bietent und verbietent üch by der truwe, die ir uns und unsere stifte schuldig sint, daz ir mit unserme weltlichen gerihte, daz ir von unsern wegen besitzent, deheinen pfaffen, geistlich oder weltlich, heimsch oder harkomen und sunderliche die Plattheit und die geswornen schribere unsere geistlichen gerihte und öch die versprechen und 5 hotten der selben gerihte und alle die, die unsere geistlichen gerihte besitzent und uszrihtent von unsern wegen, wie die genant sint, weder an iren Personen noch irem gute bekümbernt, angriffent oder stellig machent in deheinreley wise one alle geverde, ez were denne, daz wir, oder die unsere geistlichen gerihte besitzent, üch umb bellte an ruffent, als gewonlich ist, oder üch daz sunderliche erlobent, wanne 10 die selben unsere Plattheit und andere, die unsere geistlichen gerihte besitzent und gemeinlich geistliche oder weltliche, wie die genant sint oder wohar sy koment, über die wir von rehtes wegen zu gebietende haut, die söllent üch und aller mengelichen, nieman uszgenomen, vor unsern geistlichen gerihten und vor den, die denne von unsern wegen do sitzent, ein unverzogen reht tun umb allez daz, daz ir oder sy an i* sy zu sprechende hant. und dez zu urkunde und zu ewiger gedehtnisse so haut wir unsere ingesigel gehencket an disen brieff. der geben ist zu Hagenowe unsers bistüms an dem nehstem samstage noch dem sunnentage Invocavit, do man zalte von gottes gebürte tusend drühundert nüntzig und drü jare. diser briefe sient zwene glich, der einer by üch und unsern weltlichen gerihten, der ander by uns und unsern 20 geistlichen gerihten zu steter ewiger gedehtnisse hüben sol. Str. Bez. A. G. 132. or. mb. lit. pat. c. sig. pend. del. 745. Borsiboy von Swinar an Strassburg: gebietet die königlichen Privilegien der Stadt Eger, deren Abschrift er mitsende, in ihrer Stadt anzuerkennen und bestehen zu lassen. Der Bote soll sofort Antwort bringen. geben zu Hagenawe am 25 mpntag nach Oculi anno 1393. Hagenau 1303 März 10. Str. St. A. AA. 112. or. ch. I. cl. 746. Borsiboy von Swinar quittiert der Stadl Slraßburg den Empfang von 1000 Gulden. Hagenau 1393 März 10. Ich Borziboy von Swinar meines gnedigen herren des römischen kunigs und 30 kunigs zu Beheim hauptman in Beiern, lantvogt in Swaben und zu Eisassen tun kunt allermeniglich, das mich die erwern weisen ammeister und rat der stat zu Strassburg erwerglich gericht und bezalt haben 1000 guidein von der leezten summe gelts, die sy auch noch richten sullen. dieselben 1000 guidein haben sy geantwurt dem ersamen weisen manne Hesse Pfafflap burggraf zu Strassburg, darumb so sag ich die ege- 35 nanten von Strassburg der vorgeschriben 1000 guidein quit, ledig und losz von meines herren des kunigs gnad und auch von meinen wegen, des zu urkunde, so hau ich mein eigen insigel gedruckt auff disen offen brief. der geben ist zu Hagenawe am montag nach Oculi anno 1393. Str. St. A. AA. 112. or. ch. lit. pat. c. sig. impr. del. 747 . Ammanmeisier Heinrich Lymer an die Straßburger Boten auf dem Tage zu Hagenau in Sachen der Rheinbriiche. 1393 März 10. Minen früntlichen dienst bevor, lieben herren. alse ir mir alleine geschriben hant von der Rinbrucken wegin, also wissen!, daz ich daz broht habe heimliche an ette- liche uwere und mine fründe, die mich beduhtent nücze darzü zu sinde und nach dem, alse ich der rat und ire meynungen darumbe verhört habe, so beduneket sie und mich gut sin, das ir die sache vürbas tribent alse von der Rinbrucken wegen und es bringen!, so ir allerneheste mügent. künnent aber ir es nit naher bringen, so sollen! ir vollen gewalt haben von der Rinbrucken wegen uncze an 3000 güldin zu gebende also, das wir und die stat wol versorget werden! von der Rinbrucken wegen, daz die uns gefryet und bestetiget werde mit allen den dingen, die wir darzu bedürffent und unser stat notdürftig davon ist. und mag es also dar gan, so beduneket uns gut sin, daz ir das gelt zu gebende machen! uff ein gerümet zil, so ir aller lengest mügent. und das ir öch bereden!, das man es bezalen sülle mit güldin oder mit Silber, wände wir nü zu male bresten an güldin haben!, doch so sollen! ir es nit lassen entsiahen uncze an die vorgenannte summe geltes. datum feria secunda proxima ante dominicam Letare. Str. St. A. AA. 112. or. ch. I. cl. 748 . Der Bischof von Bamberg, der Bischof von Kamin und Landvogt Borsi- boy treffen unter Verkündigung ihres königlichen Vollmachtbriefes Bestimmungen über einen neuen Sühnelag zwischen Straßhirg, den Fürsten und Herren zu Hagenau. Hagenau 1393 März 14. Wir Lampreht bischoff zu Rabemberg, Johans erwelter byschof zu Camyn des römischen küniges canczeler und Worsiböy von Swinar lantvogt in Swaben und in Elsasz bekennen und tunt kunt öffenlichen mit disem briefe allen den, die in sehent oder horent lesen, das uns der allerdurhlühtigeste fürste und herre, herre Wenczlauves römischer künig zu allen ziten merer des riches und künig zu Eeheim, unser lieber gnediger herre von wegen der zweyungen zwüschent ime, den fürsten und herren an eirne teile und der stat von Straszburg an dem andern haruz gesant und sinen gewaltbrief mit siner majestat ingesigel versigelt, den beide teile gesehen und lesen gehöret haben, geben het, der von worte zu worte hernach geschriben stet und also lautet: [folgt der königliche Vollmachtbrief von 1393 Januar 10. vgl. nr. 708]. und wann uns der vorgenante unser gnediger herre in demselben sinem briefe vollen gewalt und mäht geben het, obe sich denheine stösse, schellunge und ynfelle entstünden und erhüben in der rihtigunge, die er zwüschent beiden teilen in artickeln verschriben und haruz gesant het, es were gebrochen von der minne oder an dem rehten oder in welicherley hande Sachen das geschehe, das wir danne von sinen wegen und von römischer küniglicher mellte beiden teilen gen Ragenowe oder anderswohin tage setzen mügen, also ofte wir wellen! und uns güt duncket, doch das die süne, die unser herre der kunig gemäht het, gentzlichen gehalten werde und beiden teilen sin unschedelichen an iren rehten, also das alles in des selben unsers herren 5 10 15 20 25 30 35 40 1393 441 des kuniges briefen völleclichen geschriben stet, und wie wol vormoles ein tag her gen Hagenowe uf den nehsten dinstag noch dem sunnentag Invocavit, der vergangen ist, Felrfts. durch der egenanten Sachen willen gemäht und geleget w T az, also das in beider teile briefen genczlichen begriffen ist, ye doch so haben wir uns in den egenanten Sachen 5 vaste gearbeitet und wurdent ouch der fürsten und herren rete und rittere, die des Krieges nit waren noch sin, besaut, der eins feiles etwie vil dohin kamen, und da eins teiles etwie vil dohin kamen und da eins teiles by uns hüben sint bis hieher und eins teiles wider von dannan ritten und niht reht zu sprechende nidersitzen woltent, so sint ouch derselben rittere und rete zwene von gottes gewalt und ver- io hencknisse einer kräng worden, der noch siner gnaden wartet und einre, der eilteste ritter, der dahin kam, verschieden und dot. und also das zu diser zit daz reht niht vürganck haben mühte, sunderlichen wanne die rittere, die danne mit uns da waren, sprachent, das sie one der andern fürsten und herren rittere und rete das reht niht muhten besitzen noch sprechen!, und niht verstendig waren solliche grosse 15 Sachen zu rihtende, das beiden teilen glich und billich geschehe, und do froge- tent wir sie und ouch andere des riches getruwen und undertanen, das sie uns rieten! noch iren truwen, obe wir von gewalte unsers herren des kuniges noch lute sins briefes, sider gebresten an dem rehten were, einen andern tag billich machen mühten, do antworten sie uns mit gemeinem munde, das sie duhte, noch dem also 20 sie sich zii der zite verstunden, das wir wol mühtent einen andern tag setzen und machen, und wann wir faste und in manigerleye wege mit beiden teilen geretde haben und vil wege suchetent, das wir sie gütlichen und fruntlichen mitteinander verrihtet hettent. und so wir das an sie brohtent, so mutetent die fürsten und herren an uns, das wir in das reht besetzen sollen! und in ir klage vorgen lossen umbe 25 alle Sachen, und wann wir das denn an die stat von Straszburg würben!, so antworten! sie uns, wanne in alle ire gütere, welcherleye die weren, gentzlichen wider- keret und sie dar ingesetzet würden! und in ouch alle ire schulde lipgedinge und versessen gölte zu voran bezalet weren, so wollen! sie denne den fürsten und herren hinnach umbe alle ansprache gereht, werden, und also künden! wir von beiden teilen 30 andere antwürte niht bekamen und keine früntliche rihtunge mit der minne zwüschen in niht machen, und sider das reht ouch niht besetzet mühte werden von gebresten wegen, also vorgeschriben stat, und darumbe von gewalte und mäht des egenanten unsers herren des kuniges, den er uns geben het, sint wir ouch zu rate worden mit den egenanten rittern und andern des riches getruwen, das wir ein andern tag wol setzen 35 mögen!, und setzen und machen den in kraft dis briefes und römischer königlicher gewalte uff den nehesten sunnentag vor unsers herren uffart tage in aller massen Main. und mit voller mäht zu dem rehten gen Hagenowe zu kommende noch lute unsers herren des kuniges briefe und der briete, die uns beide teile darüber geben haben, also, das alle Sachen zwüschen! beiden teilen in einre gantzen süne in aller messen, « also die selbe süne von beiden teilen vormals gesworn und verbriefet ist, also ver- nemlichen: das alle Sachen in gutem besten süllen, und das keine partye die andere zwüschen! den nehesten pfingesten umbe keinerleye schulde, lipgedinge, pfantschaft Maas. oder versessen gölte niht manen noch darumbe pfenden sollen! noch keine leistunge 442 1393 daruff gan lossen in deheine wise. so söllent ouch beide partyen iegliche der andern alle ire gütere, es sie lipgedinge und leben, erbe und eygen, in den nehesten ahte dagen, wenne ein teil von dem andern gemanet wirdet, wider antworten one geverde, in geben und volgen lossen, also das sie die buwen und bessern mügen, alse in das gesellig ist, uz genommen doch die stette Gemer, Ropoltzwilre und die vestin 5 Werde und Westhofen, darumbe sol es hüben in gutem, also es ietzent stet, bitz uf das reht. und was danne das reht darumbe erkennet, daby sol es ouch hüben ungehindert und one wider rede, es sullent ouch alle gefangen uff beiden teilen und ouch alle Schatzungen und brantschatzungen und bürgen, die vor der süne niht bezalt sint, ouch in den nehesten ahte tagen, so derhein teile darumbe gemant wirdet, w one geverde gentzlichen und unverzögenlichen ledig und losz gesaget werden, also das in unsers herren des kuniges briefen und artickeln eigentlichen begriffen ist. so sullent ouch beide fürsten und herren und alle andere und ouch die stat von Strasburg wider umbe allermenglichem mit iru habe und koufmanschaft, war an die sye, uz iren slossen gen Strasburg und von Strasburg wider uz und sust, wa sie zu >s schaffende haben, frylichen und ungehindert wandeln und varen lossen, es sie uf lande und uf wasser one allerleye hindernisse und sumen. und darumbe manen wir beide teile by den truwen, die sie unserm herren künige und dem riebe pflihtig sint, und gebietent in ouch ernestlichen und vesteklichen von der gewalte, die wir von unserme herren dem kunige darüber haben, daz sie die egenanten Sachen, also sie 20 dovor geschriben und begriffen sint, lialtent und vollefürent den egenanten tag zu dem rehten, das nach lute unsers herren des kunigs briefe völleclicher sol bestellet werden, suchen und darzu kommen, die süne lieplichen und fruntlichen halten, also sie unsers herren des kuniges hulde und ire rehte, das die nicht geswechet werdent, gehalten wellent und ouch vürbaz andere pene noch des riches reht vermyden und der über 20 haben sin wellent. und des zu urkunde liabent wir unsere ingesigele an disen brief gehencket. der geben ist zu Ragenowe nach Cristus gebürte 1393 des fritdages vor dem sunnendage, also man singet Letare in der vasten. Str. St. A. AA. 112. cop. ch. coaeo. nr. 139. Gedr. im Auszug Rapp. TJrlib. II, nr. 360. 80 719. Claus Zorn von Bulach der Meister und der Rat von Strassburg an ihre Gesandten in Hagenau: heben fründe. von des giitz wegen, daz wir hern Borziboy dem lantvogte und den andern geben süllent, also bittent wir üch, das ir mit denselben herren reden wellent, daz sie sich des lassen! bezalen zu Franckenfurt und daz sie üch ouch beseheident, in weihe herberge man es allda antwurten sol und ss wie das Wortzeichen sie, dem man da glühen sol. und wie sie üch das bescheiden!, das lassen! uns vürderliche wider wissen durch das, das wir uns darnach gerihten künnent. uwer entwurte embietent uns darumbe by disem hotten wider. datum feria sexta proxima ante dominicam Letare. [1393 Mär» 14 .] Str. St. A. AA. 112. or. mb. I. cl. 40 1393 443 750. König Wenzel erklärt , daß er die Stadt Straßburg von der über sie verhängten Reichsacht befreit und in alle ihre früheren Rechte wieder eingesetzt habe. Betlcirn 1393 März 16. Wir Wentzelaw von gots gnaden römischer König czu allen ziiten merer des riehes 5 und König zu Beheimen bekennen uffenlich mit disem brieve und tun kunt allen den, die yn ansehent, lesent oder liorent lesen, daz wir die ammeistere, rete und die burger, gemeinlich arm und riche, der stat zu Straszburg unser und des riehes lieben getruwen usz der achte und aberachte gelaszen haben, sie und alle die, die von Iren wegen in dieselben achte und aberachte kommen syn, daryn sie von clage wegen io der allerdurchluchtigistin furstyn, frauwen Annen, kunigyn zu Engelaut etc. unser lieben swester, die sie für unserme hofegerichte erclaget hatte, kommen waren, und wollen, daz yn dieselbe achte und aberachte furbas ine, iren lyben und guten zu deheyine schaden kommen sol. wir setzen sie auch mit crafft dises brieves und von königlicher macht in alle wirde und ere, do sie ynne saszen und waren, ee sie in >s die achte und aberachte kommen waren, und nemen sie usz deine Unfrieden und kundigen sie in des heiligen römischen riehes friede und gnade und künden sie widder usz der achte und aberachte in alle die recht, als sie die ge habet haben von alter her, der sie furbas gebrachen und genieszen sollen und wollen, ouch daz yn und iren guten dieselben clagen, die uff sie gesclieen syn, als vorgeschriben stet, furbas 20 mee deheinen schaden bringen sollen mit deheynen Sachen in deheine wyse. und wir haben sie ouch usz unserme und des heilgen riehes achtbuche heiszen scliriben. dovon gebieten wir allen fürsten, geistlichen und werntlichen, allen graven, fryen dienstluten, rittern, knechten, steten, gemeynen und mit namen allen den, den diser brieff gewiset und geczeiget wirdet, daz sie die vorgenanten von Straszburg, und die 25 von iren wegen in die achte und aberachte kommen waren, als vorgeschriben stet, alle und ir igliehen besunder schirmen, schüren und schuczen vor allermenlichen, die ire lybe oder gute bekomern oder angriffen wolten von der saehe wegen, und nit gestaten, daz sie oder ire guter von ymande darumb angegrieffen, beschädiget oder geleidiget werden in deheinre wys, also lieb yn sye unser swere Ungnade zu vermyden. mit äo erkunde dises brieves versigelt mit unsers hofegerichtes anhangendem ingesigel. der geben ist zu deine Betlern uff den süntag zu mitfasten, als man singet in der heilgen Kirchen Letare, nach Cristi gebürte drutzehen hundert jar und in deine dry und nunczigesten jare unsers riehes, des beheimischen in deine driszigisten und des römischen in deine siebenczehendem jare. 35 Str. Bez. A. G. 336. or. mb. lit. pat. c. sig. pend. 751. Borsiboy von Sioinar mahnt alle Schuldner Straßburgs an die Bezahlung ihrer Schulden, da die Stadt jetzt von der Acht befreit und in alle ihre Rechte wieder eingetreten sei. Hagenau 1393 März 16. Ich Borseboy von Swinar mines gnedigen lierren des römischen Königes zu 40 Beheim houptman in Beyern, lantvogt in Swaben und zu Eisassen embiete allen und 444 1393 iegeliehen, burgermeistern, reten und sust allermengeliclien des heiligen riches stelle, merkte und gerillte, wo die gelegen sin, minen früntlichen dienst und grüs. lieben fründe. wann die stat zu Straszburg an mins herren des küniges gnade kummen und us der ahte gelassen sin, darumbe so ist min manunge und begere von ücli mit erneste, das ir daran seit, das ir alle und iegelich der stat zii Straszburg und den s iren alle ire alte versessene zinse, schulde, gölte vor dem kriege beczaln sullet, us- genomen die reute und zinse, die von diseme jare von minen und miner amptlüte wegen, ee die süne anegangen ist, in disem kriege verfallen und uff gehebet und niht noch vor ougen sint. und fuget das also und richtet lieh mit den egenanten von Straszburg darumb gütlichen, das ir ungemanet. und one schaden blibet. ouch 10 wil ich von uch, das ir die egenanten von Straszburg in alle ir liüsere und gütere wider insetzet, und was ouch mir und minen amptlüten in burgschaft stet, das ir das ouch lidig sagen!. geben zu Hagenöwe des sunnentages Letare nach Gristi gebürte 1393. Str. St. A. AA. 112. nr. 139. eop. ch. coaev. 15 752 . Borsiboy von Swinar an Straßburg: bittet um Zahlung der letzten 1000 Gulden. 1393 März 21. Mein dinst zuvor, ir erwern weisen ammeister und rat. ich bit euch mit allem Heisse, das ir wollet antworten lausen! guidein dem, der euch disen brive gibt von der leczten summe geltes, doran beweiset ir mir besonder freuntschaft. und wenn ir 20 das getan habt, so sag ich euch derselben tawsent guidein mit disem brive quit ledig und losz. geben am freitag vor Judica anno 1393. Str. St. A. AA. 112. ch. I. cl. 753 . Borziboy von Swinar quittiert über die vo7i Straßburg gezahlten 2000 Gulden. 1393 März 21. 2 s Ich Borziboy von Swinar meines gnedigen herren des römischen kunigs und kunigs zu Beheim hauptman in Beim, lantvogt in Swaben und zu Eisassen tun kunt allermeniglich, das mich die erbern weisen, der ammanmeister und rat der stat zu Strassburg erwerglich gericht und bezalt haben 2000 gülden von der leczten summe geltes, und die haben sy geantwurt und geben Hanns Cunczman meines herren des 30 marggraven von Baden obirstem amptman und rat. darumb so sag ich die egenanten von Strassburg der vorgeschritten 2000 gülden quit ledig und losz. und des zu urkunde so han ich mein eigen insigel gedruckt auff disen offen brive. der geben ist des freitags vor Judica anno 1393. Str. St. A. AA. 112. or. ch. I. pat. c. sig. impr. del. 35 754 . Borziboy von Swinar quittiert der Stadt Straßburg über 5800 Gulden. Strasshurg 1393 April 9. Ich Borseboy von Swinnar mins gnedigen herren des römschen küniges und küniges zii Beheim, houbtman in Beyern, lantvogt in Swoben und in Eylsasz tun I 1393 445 kunt aller mengelichem, das mich die erbern, wisen meister und rot der stat. zu Stroszburg erberklich gerillt und bezalt habent von mins herren des küniges gnad fünf dusent güldin und ahte hundert güldin dem erbern ritter Habart Hertenberg, vogt ze Keysersberg . . darumbe so sage ich die egenanten von Stroszburg der vorgeschoben summen geltes von mins herren des küniges genade und von minen wegen qwit, ledig und losz. zu urkunde so han ich min eygin ingesigel getrucket uff disen offen brief. der geben ist zu Stroszburg an der mittewoche noch dem heiligen ostertage in dem jore, do man zalte von gotz gebürte drüzehen hundert jor nüntzig und drü jore. Str. St. A. AA. 112 nr. 37. or. eh. I. pat. c. s. impr. 755. Ortelin Mansze und Wilhelm, Altammanmeister zu Strassburg bitten Hans Cuntzman von Staffurt, Vogt zu Pforzheim, mündlicher Abrede gemäss den Termin für den Tag in Baden mit dem Markgrafen Bernhard ihnen anzuzeigen und ihren Boten sicheres Geleit zu stellen. datum feria quinta infra octavum fest! pasche 15 anno 93. 1393 April 10 . Karlsruhe G. L. A. Kopialb. 46 ». cop. ch. coaev. Heg. d. Marhgr. v. Bd. nr. 1580. 756. Hans Cuntzman von Staffurt, Vogt zu Pforzheim, bestimmt in Beantwortung des Strassburger Briefes vom 10 April den 28 April für einen in Baden abzuhal- 20 tenden Tag und will für das sichere Geleit der Strassburger Bevollmächtigten sorgen. 1393 April 13. Karlsruhe G L. A. Kopialb. 46 cop. coaev. Heg. d. Marhgr. v. Bad. nr. 1581. 757. Straßburger Boten in Prag berichten an ihre Stadt. [Prag 1393 April 16 .] 1 25 Unsern willigen dienst bevor, lieben herren. wir loszent üch wiszen: alse Hans Bock von uns gereit, do gingen! wir für die herren . . do seife uns der byschof von Bobenberg, daz ime geseit were, daz der byschof von Strassburg sicher morne oder zem lengesten an sunnentage kerne, und sprach do mitte, daz in gut duhte sin, daz wir alle Sachen Hessen ston, bitz daz er keine, so kerne ouch her Brune mit ime: 30 so wolte er mit der fürsten rete reden, daz sie ouch so lange beliben. und wenne denne der byschof keine, so getruwete er so früntlichen zü den Sachen ze redende mit der andern hülfe, daz dise saclie vil lilite früntliche zerleit würde: daz geviel uns wol. darnoch über unlange kam der vitztum zü beim Heintzen und seife ime : do werent etteliche herren weiter vaste geneyget uff den krieg, so werent aber er 35 unde sine geselle daruff geneiget, daz sie gerne friden sehent. und darumbe sprach er: er und sine gesellen woltent also ernestliche mit dem bischofe reden, so er keine Vgl. über die Datierung Happ. Urhb. 11, nr. 361 , Anin. 1 u. 2. 1 446 1393 und in ime also vaste roten zu dem friden und rihtunge, daz er getruwete, daz in der byschof villihte volgete. also hant wir üch verschriben, was sich sit verlöffen bet. was wir vürbasser aber befmdent, daz loszent wir üch ouch wiszen. ouch heissent üch Hansen Bock sagen die rede, die von Claus Jungzornes wegen alse gestern mit uns geretd wart, wenne wir ime hüte nit verzeichent geben hant. Uwere hotten etc. [In verso ] Den kursichtigen wisen, dem meister und dem rote ze Stroszburg unsern lieben herren. Str. St. A. AA. 112 nr. 24. or. ch. I. cl. Auszüglich gedruckt: Happ. TJrkb. II, nr. 361. 758 . Zolltarif für die Rheinzölle, vereinbart zwischen den rheinischen Herren und Städten von Straßburg bis Mainz. Speier 1393 April 25. Dise nochgescriben satzunge ist überkomen und gemacht von den fürsten, herren und stette fründe, die do zölle ulke deine Ryne hant zwuschent Strasburg und Mentze, und sol weren yetzent an alz datum disz briefes sprichet und von sant jmtii. Johanstage baptisten nehste körnen über drü jor den dag usz. und hant alle schriber, bescher und dyener ulke den vorgen. zollen one ulke die von Mentze, die yetzent sint, gelobet ulke ire eyde, die sü yren herren von den stetten geton habent, und söllent alle schryber und bescher und och dyener, die by in sint in der egenanten stat, dar koment und gesetzet werden, uff ire eyde nemen stete und veste zu haltende, also Apluss h er n °ch geschriban stot. geben zu Spire an sant Marcus dag des heyligen evan- gelisten a. d. 1393 jore. [1| Item zi’i dem ersten: sol man zollen an allen zähen vorgen. zwey messen lange eylsesser luder wynes für eyn füter für völ. und sollen! die massen lange vasz halten fünf und zwenzig omen wynes one geverde, alz es von alterhar körnen ist. und sol doch dem köffman gütlich dun an der widergabe. man sol öch dem köffman keyn vasz stechen, danne daz sü selber gerne geben! und über ein vierteil wines nyt nemen one geverde. und sol öch der köffman geben guten wyn one zu Nuwem- burg sol man nemen den alten zol. [2] Item sol man nemen ye von ebne hundert malter kornes, weissen, wicken, erweissen, gersten 3 güldin zii Selsz, zu Germerszheim, zu Uttenheym, zu Manheym, Gernsheym und zu Oppenheym. [3] Item sol man nemen zweihundert malter habern oder zweihundert malter speltzen für ein hundert malter kornes. [4] Item sol man nemen zu Stroszburg, zu Solingen 1 und zu Schrecke nyt me von ebne hundert malter kornes danne einen güldin. und sol man öch an den vier zollen an der fruhte noch marckzal nemen, alz vor geschriben stot und zu Nu wem bürg den alten zol. 5 10 15 20 25 30 35 1 = Söllingen in Baden. 1393 447 [5] Item sol man nemen von eime phunt ysens, das den Ryn heruff wirt gefüret, 2 turnisz an den sehs zöllen und an den andern vier zöllen halb alzvil, one zu N u- wemberg sol man nemen den alten zol. [6] Item sol man nemen von viertzig guldin wert vische einen guldin an den 5 sehs zöllen und an den andern vieren halb alzvil und von eime salmen einen engelseben, one zu Nu wem bürg sol man nemen den alten zol. [7] Item sol man nemen von einre dünne herynges, rynfische, witinge und von eime stro bückinge einen engelseben an den sehs zollen und an den andern vier zollen halb alzvil, one zu Nuwemburg sol man nemen den alten zol. io [8] Item sol man nemen von hundert bube saltz, die du nt dirthalb hundert malter Mentzer masse, 4 guldin an den sehs zöllen und an den andern vier zollen halb alzvil, one zii Nuwemburg sol man nemen den alten zol. nü dunt zwey und sehtzig inalter saltzes ein vierteil. [9] Item sol man nemen von buttern, oley, hartze und alle ander köffmanschatz, 15 daz uffe die wage gehöret, von dryen zentner einen dürnisz an den sehs zollen und an den andern vier zöllen halb alzvil, one zu Nuwemburg sol man nemen den alten zol. [10] Item sol man nemen von hundert rumpphen 1 hartz alzvil alz von eime luder wines uff den zoll für vol. und wer under eime vierteil hat, der sol von ye 20 dem rumppfe 3 alte heller geben an den sehs zöllen und an den andern vierzöllen halb alzvil, one zu Nuwemburg sol man nemen den alten zol. [11] Item von louch, knobelöch, ruhen, cappus, heu, strö, dugen, reiffen, steinen und ander köffmanschaft, die vor oder noch nit benant sint, ie von fünf und zwentzig güldin wert einen güldin an den sehs zöllen und an den andern vier zöllen halb alz 25 vil, one zu Nuwemburg sol man nemen den alten zol. [12] Item von eime lampartschen vardel sol man nemen einen thürnisz an den sehs zolle und an den andern vier zöllen halb alz vil, one zu Nuwemburg sol man nemen den alten zol. [13] Item von ledern wagenlaste hoppfensecke, lederballen oder hanffballen sol so man nemen an den vorgen. sehs zöllen einren fünff grosse und an den andern vier zollen halb alz vil. gehen! sy aber yetzent minre, do sol es by hüben und sollen! zwene karrich leste dun alz vil alz ein wagenlast, one zii Nuwemburg sol man nemen den alten zoll. [14] Item von yedem wollesacke einen thürnisz an den 6 zollen und an den 35 andern vier zollen halb alz vil one zii Nuwemburg, alz vor gesehriben stat. [15] Item ein füderig berwer vasz vier thürnisz an den 6 zollen und an den andern vier zollen halb alz vil, one zu Nuwemburg sol man nemen den alten zol. [Iß] Item von eime einigen sleger vasz, der 0 ein luder wines diint, einen thur- nisz an den G zollen und an den andern vier zollen halb alz vil, one zu Nuwemburg io sol man nemen den alten zoll. 1 In dem Privileg von 1449: kämpfen. VI. 57 1393 [17] Item von drie buhszvassen, lorbervassen, weidaschen alz vil alz] von eyme fader wines für vol and 3 füderige vasz wetzesteine oder paternosterkörner für ein fader wines für vol an den 6 zöllen, an den andern vier zollen halb alz vil one za Nuwemburg sol man nemen den alten zoll. [18] Item rötesecke, 1 senffsamen, ziibelsamen oder ander samen ye von dem s malterigen sacke 9 heller an den sehs Zöllen and an den andern vier zollen halb alz vil, one za Nuwemburg soll man nemen den alten zoll. [19] Item von eyme gesetze weytes 2 engelseben an den 6 zollen und an den andern vier zollen halb alz vil one zu Nuwemburg. [20] Item von eyme gebuweten schiffe, daz den Ryn lere abe got, von 20 giddin io wert einen güldin an den sehs zollen und an den andern vieren halb alz vil, one za Nuwemburg sol man nemen den alten zoll. [21] Item von gebuweten schiffen, 5ie man verköffen wil, und die köffmanschatz nyt also vil zu zolle geben mag alz daz schiff, do mag man zollen schiff und köffmanschatz mittenander one geverde. were es aber, daz die köffmanschaft me zu zolle >s mühte geben danne daz schiff, so sol man daz schiff nit zollen an den sehs zollen und an den andern vieren halb alz vil, one zu Nuwemburg sol man nemen den alten zol. [22] Item so sol man nemen von vierhundert morwer horten einen guldin und alle ander zymberholtz noch marckzal, horte schetzen für 6 güldin und öch ander zymber- 20 holtz noch margczal noch Spirer marcke an den sehs zöllen und an den andern vieren halb alz vil. und an weliehem zolle man zollet mit knehten, do sol man von yedem knehte nemen den alten zoll halben, one zu Nuwemburg sol man nemen den alten zoll. [23] Item von flösse bürneholtz usser dem Necker sol man nemen von yeder ss schar einen halben guldin. [24] Item von yedem hundert bürneholtz, zalholtz, byndeholtz, daz in schiffen den Ryn abegefüret wirt, sol man nemen ain grossen an den sehs zollen und an. den andern vier zöllen halb alz vil, one zu Nuwenberg sol man nemen den alten zol. [25] Item sol man zollen zwei walchundert pfele für ein fader wines für völ an so den sehs zollen an den andern vier zollen halb alz vil, one zu Nuwemburg sol man nemen den alten zoll. [26] Item von schiffen, do lüte inne varent, sol man ye von eines guldin wert schiffes einen türnisz neinmen an den sehs zollen und an den andern vier zollen halb alz vil. und sol man von den lüten nüst nemen und zu Nuwenburg den alten zol. 35 [27] Item von yedem pferde, daz man geritten mag, sol man nemmen einen turnisz an den 6 zöllen und an den andern vieren halb alz vil one zu Nuwenburg sol man nemen den alten zol. [28] Item öch sol man an aller köffmanschatz nemmen einen guldin für 12 grossen. it) 1 Privileg von 1449: rettich. 1393 449 [29] Alle vorges. stücke sol yegelicher schryber, beseher und diener der vorges. zölle halten nach sinen besten synnen und witzen one geyerde. [30] 1 Were es öch sache, daz delieyn köffman Übernomen würde an wyne und in ander keyner köffmanschatz mer, an wellichem zolle daz geschehe, wil er daz 5 heberten und usztragen, so mag er daz vordem zu stunt an den beseher, do er verzollet bat und mag den inanen uff den eyd mit ime zu farende an den nehsten zoll zu besehende, ob er ime reht oder unreht habe ge ton. so soll der beseher oder sinre eitgesellen eynre an den zoll ze stunt, alz unverzögenlich mit dem köffman varen und in do zu wisende, daz er in reht getzollet habe und nyt Übernomen habe, io wo er daz nyt getün möble, so sol er ime keren die Übernomen und die koste, die die knechte vertzeret betten! der sumenysse halp one geverde. wisent aber der vorgen. beseher oder sine geselle von des vorgen. besehers underwisunge, daz er in nyt Übernomen hett, so sol der köffman nyt dannan varen, er gebe danne dem vorgen. beseher alz vil geltes, alz er in geizigen bette, daz er in Übernomen solle han one 15 geverde und öch sin und siner gesellen zerunge selbe dirte des noch varendes halp one geverde. datum an sant Marcus dag des heyligen evangelisten a. d. 1393. Och ist zu wissende, wer in diser satzunge nyt sin will, daz man gen den dise vorges. satzunge nyt schuldig ist zu haltende. Str. St. A. G. ü. P. lad. 39 2 nr. 21. Auf Papier. 20 759 . König Wenzel verschiebt den Sühnetag zwischen Straßburg und den Fürsten auf den 8 Juni. Prag 1393 April 30. Wir Wenczlaw von gotes gnaden römischer kunig zu allen czeiten merer des reichs und kunig zu Beheim bekennen und tun kunt offenlichen mit diesem brive allen den, die in sehen oder hören lesen: wye wol das sey, das die erwirdigen 25 Lamprecht bischof zu Babenberg, Johans erwelter bischof zu Camyn, unser canczler unsere fürsten und andechtigen und der edel Borziboy von Swynars lantvogte zu Swaben und zu Eisassen unsere rete und über getrewer von unserr gewalt und machte, die wir in doruber gegeben haben und alle Sachen, die sich czwischen fürsten und herren an einem teyle und den burgermeistern, rate und bürgern der stat zu 30 Strassburg an dem andern teyle verlawffen haben, einen benanten tage uf den nehsten suntag vor unsers herren uffartes tage gemacht und gesaczet haben also, das alle Sachen bis uf dieselbe czeite in guten besten und uf denselben tage beyde parteyen gen Hagenow körnen sollen der mynne oder dem rechten do selbist gehorsame zu 1 Privileg von 1449 hat hier die TJeberschrift: Von ubernemende. 35 3 Die Hotteln von 1410 und 1449 ebenda, die fast gleichlautend sind, schicken voraus : Die zolschriber, die beseher, die Wartepfennige und alle die ienne, die der zolle uff dem Rine wartent, dar zu gesetzt sint, sollen! dise noch geschriben puncten und artickel sweren zu halten, und sol dis ane gon uff datum diser nottel und sol dis weren u. s. w, Item z&m ersten das sü kein herberg haben noch halten sollen! durch sich selps oder ieman 40 anders von iren wegen, item das sü dehein gemeinschafft miteinander haben sollen! mit deheinerleye kouffmanschatz mit andern Zöllnern, besehern und yren genoszen. April 25. Mai ii. 450 1393 Mai is. sein doch also vernemlichen, das kein teyle das ander czwischen den nehsten pfingsten umb keynerley schulde, leibgeding, pfantschaft oder versessene gulde nicht monen noch dorumbe pfenden oder keine leistunge doruf gen lassen sollen in dheyneweis, als das und ouch etliche andere stucke in der egenanten unserr reten briven, die sie beyden teylen doruber geben haben, volkotnenlichen begriffen ist. y(e)doch wann wir durch notlicher Sachen und geschefte willen, die uns von des heiligen reiehs wegen anligende sind, yeczunt die egenanten unsere rete uf den egenanten tage in dheyneweis gesunden mögen, und dorumb so haben wir mit rate unserr und des reiehs fürsten, edlen und getrewen mit wolbedachtem mute und rechter wissen den egenanten tage verlanget und verlangen den in kraft dicz brives und römischer kuniclicher mochte Junis, bis uf den suntage mit namen den virczehenden tage noch dem pfingstage, also das alle Sachen czwischen beyden teilen in libe und guten beleihen, und uf denselben tag gen Hagenow unverczogenlichen körnen sollen dem rechten gehorsam zu sein in aller der mazzen, als das in unsern artikeln, die wir beyden teylen hinuss gesant haben und ouch in der egenanten unserr reten usspruch brifen volliclichen begriffen ist, doch also vernemlichen, das kein teyle das ander umb keinerley schulde, leibgedinge, Juni u. pfantschaft oder versessene gulde bis uf den nehstkomenden sand Johannes tage des heiligen tewfifers nicht manen noch dorumb pfenden oder keinerley leistung oder schoden doruf gen lassen sollen in dheyneweis. und dorumb so gebieten wir ouch beyden teylen ernstlichen und vesticlichen bey unsern und des reiehs hulden und bey beheltnusse irer rechten, freyheiden und gnaden, das sie alle egenanten suchen in Juni 8. guten und libe bis uf die egenante czeite besten lassen und ouch uf den egenanten virczehenden tage noch dem pfingestage zu dem rechten, das wir zu Hagenow bestellen wollen, unverczogenlichen körnen bey solchen eiden, als sie die sune gesworen haben und als sie unsere und des reiehs swere Ungnade vermeyden wollen, wann wir die egenanten unsere fürsten und rete oder andere, ob wir derselben ir eines oder mer nicht emperen mochten, uf denselben tag schiken wollen, uf das das solche Sachen ye zu einem ende und ganczer verrichtigung kome. mit urkunt dicz brifes versigelt mit unserr majestat insigel. geben zu Präge noch Crists gebürt dreiczehenhundert jar, dornach in dem drev und newnezigistem jare an sand Philippi und Jacohi abend unserr reiche des böhmischen in dem dreissigistem und des römischen in dem siben- czehenden jaren. Ad relatiotiem Borzywoygii de Swinars Franciscus Olomucencis canonicus. [In verso.] R. Wenceslaus de Olomücz. Str. Bez. A. G. !)!). or. mb. c. s. p. Str. St. A. AA. 1415. or. mb. c. s. p. Ebenda A. AA. 112. cop. cli. coaev. nr. 139. Auszug1 gedruckt: Bapp. TJrkb. II, nr. 364. Beg d. Markgr. v. Baden nr. 1583. 760. Einsetzung des Siebener-Kriegsrats. 1393 Mai 3. Unsere herren meister und rat schSffele und amman sint durch unsere stette nutzes willen Übereinkommen, das von aller der kriege wegen, die wir ietzent hant 5 10 15 20 25 30 35 40 1393 451 oder harnach" gewinnend, wir fünf erbere manne von rittern, von knehten, von bürgern und von antwergluten und einen meister, der danne rihtet, und einen ammanmeister, welher danne ammanmeister ist, süllent zu den Sachen von derselben kriege wegen setzen ; und süllent die damit tun, das sie beduncket, das unsre stat unsern 5 bürgern unde den unsern das nutzeste gesin muge und ouch alles das tun, alse von in in dem vordem nehsten artickel geschriben stat. und süllent ouch meister und rat gewalt haben, jerlich gelt, widerköufe und lipgedinge uf unsre stat und uf dem unsern zu verkouffende. und was sie ouch des also verkouft baut oder hinnanfürder verkauften!, das sol stete sin und hüben und einen vürgang haben, und süllent ouch io dieselben siben von derselben kriege wegen und meister und rat von söllicher köuffe wegen und alle ire erben niemer darumbe angesprochen noch geleydiget werden mit worten noch mit wercken noch keinen schaden davon geliden noch gehaben in den- heinen weg von uns meister und rat zu Strazburg noch von allen unsern nachkommen derselben unsre stelle, und sint dis die siben, die über die kriege gesetzet sint: zum 15 ersten her Claus Rillt er dem man sprächet Tütschman der meister, her Heinrich Lymer der ammanmeister, her Johans von Stille, her Oertelin Mansse, her Johans Bocke Cünczen sun, her Wilhelm Metziger und her Heinrich Kranich zwene altammanmeistere, und sol ouch dis alle jare ein rat dem andern in den eit geben. actum die inventionis scte crucis anno domini milles. trecentesimo 20 nonagesimo tertio. Aus Stadtrechtbueh cod. E. Stadtbiblioth. (verbrannt.) Gedr. b. Hegel: Königsh. 11, 1048. 761. Marltgraf Bernhard von Baden verzichtet gegen Zahlung von 2000 dulden auf alle Ansprüche, die er wegen früher erlittener Schädigung an Straßburg erheben 25 könnte. i:}<>3 Mai 5. Wir Bernhart von gottes gnaden marggrafe zu Baden bekennen uns offenbar und tun kunt mengelichem mit disem briefe umbe soliche vorderunge und ' anesprache, so wir lange zijt an die erbern wisen, den meister, den rat und an die bürgere geineinliche der stat zu Strazburg gebebt han von soliches schaden und Übergriffs 30 wegen, so uns und den unsern und ouch unsern dienern von in, iren bürgern, helffern und dienern mit dotslegen, brande, nome und ander verlast und schaden geschah und gescheen ist in unserer marggraffeschaft, in unserer pfantsehaft zu Herrenberg und zu Hochberg zu den ziten, do fürsten und herren mit in und andern stetten krieg hatten, der uns doch nit aneging, das wir umbe dieselben anesprache und umbe 35 alle ander anesprache, die wir bitz uff disen hütigen tag, alse danne dis briefes sagt zu in zu vordem hatten!, von waz sache wegen das gewesen ist, oder in weihen weg das sin mühte, gentzliche uff dise zijt mit dem vorgenanten meister und rat zu Strazburg gerillte! und überkommen sint. und ist uns darumbe ein soliche kerunge mit einre summe geltes mit namen zwey tusent guldin von in, alse verre sie das «o anetriffet, davür worden und bezalt, da mitte uns gegen in begnüget uff vertzihen 452 1393 onch uff die egenannten meister und rat uff alle ire bürgere, helffer und dienere von derselben anesprache und vorderunge wegen vür uns und die unsern vorgenanten, und sol ein versunte, gerihte sache darumb zwischen uns sin, die wir nyemer me an sie zu vordernde habent in deheiner wise one alle geverde. wer ez aber, das das dehein unser dienere, die das aneget, hernach die vorgenanten meistere und rat der s stat zu Strazburg ire bürgere, helffer oder dienere ansprechent von desselben Krieges wegen, es sie umbe kosten, brant, schaden, nome oder Verlust, das söllen wir in ablegen und hinten one iren schaden und one alle geverde. und alles das vorgeschritten stet, das söllen und wellen wir der vorgenannte marggraffe Bernhart wore und stete halten unverbrochen one alle geverde. und das zu urkunde, so haben wir unser inge- 10 sigel lazzen hencken an disen briet. der geben ist an dem mentage nehest nach des heiligen crützes tag, alse es fanden wart, do man zalte noch Cristus gebürte drützehenhundert jare und in den dru und nüntzigisten jare. Str. St. A. G. D. P. lad. 165/6. or. mb. lit. pat. c. sig. p. Ebenda lad. 48/49 a. fase. 1. eop. eh. coaev. 15 Auszug: Schöpflin , Hist. Zar. Bad. II, 78. Reg. d. Markgr. v. Baden nr. 1584, 762. Meister und Rat von Straßburg beurkunden, daß sie als einmalige Abfindungssumme für alle Entschädigungsansprüche des Markgrafen Bernhard von Baden 2000 Gulden bezahlen wollen. 1393 3iai 5. 20 Wir Claus Richter dem man sprichet Dütscheman der meister und der rat der stat zu Strazburg verjehen und bekennen öffenliehe an disem briete vür uns und alle unsere mitburgere und nochkomen, das wir schuldig sint und gelten söllen rehter und redelicher schulden dem hochgeboren fürsten und herren, herren Bernharte marg- grafen zu Baden zwey tusent guldin guter und gever vür solichen Verlust und 25 schaden, den er und die sinen von uns und den unsern genomen hant zu den ziten, do wir und ander stette mit den fürsten und herren krieg hattent, der in doch nit anegieng, und unmügeliche geschediget wart, dieselben zwey tusent guter guldin geloben wir mit güten truwen vür uns, unser mitburgere gemeinliche der vorgenanten unser stette dem vorgenanten marggrafe Bernhart oder sinen erben zu geben und zu so bezalen by uns in unser stat oder zu Spire in der stat in der pfingestwochen, die Mai 25 - 31 . neliest körnet, noch gift dis briefes unvertzögenliche one alle geverde. detent wir das nit, so mögent si uns und die unsern darumbe anegriffen und pfenden, alse lange und alse vil bitz wir in die vorgeschritten zwey tusent güldin mit dem kosten und schaden, den sie des küntlichen nement, bezalt und uff gerihtet hant one alle geverde. ss und ime des zu sichern urkünde, so haben wir der vorgenanten unserer stat zu Strazburg ingesigel gehencket an disen brieff. der geben ist an dem mentage nehest nach des heilgen crützes tage alse es fanden wart, do man zalte von gottes gebürte drützehenhundert jar und in dem drü und nüntzigisten jare. Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49. fase. 1. cop. ch. eoaev. ■«> Ebenda Abt. IV. cancelliertes. or. mb. Reg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1586. 1393 453 763. Slraßburg verkündigt , daß es völlig mit dem Markgrafen, Bernhard gesühnt sei. 1393 Mai 3. Wir Claus Richter dem man sprächet Tütschman der meister und der rat von Strazburg bekennent uns offenbar und tunt kunt mengelichem mit disem briete umbe 5 sSlliche vorderunge und anspröche, so wir und unsere bürgere lange zit gehebet hant an den hoherbornen fürsten unsern lieben herren, beim Bernharte marggräfe zu Baden, sin amptlüte, an sine bürgere, an sine armen lute von sölliches schaden und Übergriffes wegen, so uns, unsern bürgern und den unsern von in geschehen ist, es si mit totsiegen, brande, nome und anderm Verluste und schaden, in weihen weg das 10 sie, das wir umbe dieselbe anspräche und umbe alle andere anspräche, die wir bitz uf disen hütigen dag, alse datum dis briefes saget, zu in zu vordernde hettent, von was Sachen wegen das gewesen ist oder in weihen weg das gesin mühte, gentzliche uf dise zit mit dem vorgenanten herren marggräfe Bernbarte, sinen amplüten, bürgern und armen luten gerihtet und überkomen sint, und daz wir, unsere bürgere und die 15 unsern darumbe niemer anspräche und vorderunge an sie gehaben süllent noch wellent und schaffent getän werden in denheinen weg äne alle geverde. und verzihent uns uf den vorgenanten unsern herren marggräfe Bernharte zu Baden, sine amptlute, bürgere und sine armen lute von derselben ansprache und vorderungen wegen vür uns, unsere bürgere und die unsern; und sol eine versünte gerihtete sache darumbe so zwischen! uns sin, die wir niemer me an sie zu vordernde haben! in denheine wise äne alle geverde. und alles das, da vorgeschriben stat, das sullent und wellent wir die vorgenanten meister und rat zu Strazburg wäre und stete halten unverbröchen- liche äne alle geverde. und des zu einem urkunde, so ist unserre stette ingesigel an disen brief gehencket. der gegeben wart an dem mentdage näch dez heiligen 25 erützes dage, alse es fanden wart in dem jare, da man zalte von gotzgebürte drüt- zehenhundert jare nnntzig und drü jare. Karlsruher G. L. A. Orig. Urk. or. mb. I. pat. c. sig. pend. Regest: Reg. d. Markgr. v. Raden nr. 1587. 764. Slraßburg stellt auf Grund der vollzogenen Sühne mit dem Markgrafen so Bernhard von Baden allen Amtleuten und Unlerthanen desselben einen Trost- und Schutzbrief auf 3 Jahre aus. 1393 Mai 5. Wir Claus Richter dem man sprächet Tutschman der meister und der rat der stat zu Strazburg verjehent und bekennent offenbar mit disem briefe vür uns und alle unsere bürgere, heiklere und dienere, das wir uns mit dem hochgebornen fürsten, 35 unserm lieben herren, beim Bernharte inarggräfen zu Baden durch sunder trost und früntschaft, der wir uns zu ime versehen!, früntliche vereynet haben also, das wir in sine amptlüte und alle sine bürgere und armen lüte vertröstet haben! und sicher sin süllent vor aller mengelichen zu Strazburg in unserre stat von datum dis briefes an untze zu sant Johans dage zu sünegihten, der nehste kommet, und von demselben s körnen, wenn in das verkundit wird!, nach vorgeschribner wise. anders sol nyeman manen, denn daz die erst manung allwegen sol vorgan; des gelich uns herwider von in. es ist ouch beredt, ob die von Strazburg, diewil si zu uns verbunden sind, dehein krieg, anmell oder ufluffe, der in der zit als diser bunt weret, nicht berichtet, gefridet oder uzgetragen wurde, so sollen wir und die unsern in denselben krieg uzhelffen, 20 als vorgeschriben stet, untz daz derselb krieg uzgetragen und bericht wirt; des gelich sollen! si uns und den unsern ouch herwider gebunden sin zu tund. wir sollen ouch schaffen mit unserm gegenwärtigen lantvogt Engelharten von Winsperg oder künftigen lantvögten, daz si dem meyster und dem rat zu Strazburg swern stet zu halten und ze volfüren alles das, das an dem brief geschriben stet, und sollen! uns ambtlüt, 25 burgermeister und ret unserr stete in den obgeschribenn kreissen unserm lantvogt swern zu halten und ze volfüren, was davor und nach an disem brief geschriben stet, wollen wir ouch unsern lantvogt verkern oder unser burgermeister ambltut und ret verändern, als dick das in den vorgenanten zil beschech, so sollen wir aber schaffen, daz die künftigen lantvögt, burgermeister, ambtlüt und rote, ee si zu den ämbtern 30 gan, swern alles das stet ze haben, ze votierend und ze tünd, was die verkerten ze halten gesworen betten, dasselb sollen! die von Strassburg alle jar der alt rat dem nuwen rate in den eyd emphelhen zu halten und sonderlich mit irer stat und iren geslozzen, die si yetzunt hand oder in disen obgeschriben ziln und kreissen gewinnen!, ungeverlich. und sol ouch unser gegenwärtiger lantvogt Engelhart von Winsperg, oder »» wen er an siner stat dartzu schaffet, gen Strazburg riten und daselbs von dem meister und rat ir eyd und gelubde in nemen disen bunt ze haltend und ze volfurend nach desselben buntbriefs sag. wir obgenanter hertzog Lupolt geloben ouch by unsern fürstlichen eren für die obgenanten hochgebornen fürsten, unsern heben herren und vettern hertzog Albrechten unser bruder und uns selber, daz wir alles das stet haben m und volfüren wellen das, waz an disem brief von uns stet geschriben an geverd. doch haben wir das haylig römisch rieh darynn uzgenomen und diser vorgeschriben sach und büntnüss zu urchund und vestunge so haben wir unser insigel gehenkt an 1393 459 disen gegenwärtigen briefe. der gegeben ist ze Ensisheyn an frytag vor dem ulfart- tag nach Christes gepurd drutzeiienhundert jar darnach in dem druundnuntzgisten jare. Str. St. A. G. U. P. lad. 45/46 nr. 76. or. mb. lit. pat. c. 1 sig. pend. Ebenda lad. 48/4 9 i> fase. 4. fase. 6. 2 cop. ch. coaev. deren eine unvollständig ist. 5 Ebenda vor Zeugen vollzogenes Vidimus des Joh. Werder vom 10 Februar 1395. 768. Claus Richter, dem man spricht Dutscheman, der meister und der rat ze Strasburg erklären, dass sie mit Leopold von Oesterreich und seinen Brüdern ein fünfjähriges Bündnis geschlossen haben, dass es aber diesen Herren freistehen solle bei gehöriger Berücksichtigung der Strassburger Interessen auch den Markgrafen Bernhard von Baden io und den Grafen Eberhard von Württemberg in das Bündnis aufzunehmen. geben ze Strasburg unter derselben unser stat angehenktem secret insigel anno . . . 93 . Strassburg 1393 [nach Mai 9]. Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 C. fase. 4. cop. ch coaev. Reg. nach Vorlage im Wiener Staats-Arch. bei Lichnowshj. Gesch. d. Hauses Habsb. 4, 2335. 15 Reg d. Markgr v Bad. nr. 1589. 769. Entwurf eines Vertrages zwischen Meister und Rat von Straßburg und dem Domkapitel in Sachen der Neubesetzung des Bischofstuhles [ unvollständig .] [1393.] Wir Burchart etc. und wir Clawes Rihter der meister und der rat etc. etc. tun künt, etc., daz wir beidersit und sunderlich wir die vorgenanten tümherren einmü- 20 teclich, als wir bi einander gesessen sint und in cappitels wise beruft gewesen sien, mit guter vorbetrahtung durch nutz und notdurft der stift zü Strasburg, der stette zu Strasburg, unser und unserer nahkommen und des landez zü Elsas uns zü sammen früntlich vereiniget und gemäht haben künftigen schaden zü versehend in diser nah- geschriben wise: 25 Zü dem ersten, als rede loffet, daz der erwirdig herre, herr Fryderich byschof zü Strasburg geheischen oder erwelt sige von dem cappitel zü Utriht zü byscholf derselben stift, wer ez daz unser heiliger vatter der pabst in von demselben bystüm providiert und versehe, als bald wir die warheit davon befinden, so süllend wir der dechan und daz cappittel nah unser stift reht und gewonheit cappittel berüffen und 30 söllen einen byscholf welen oder heischen, es si under uns selber oder ussewendig unser, der uns denne unser stift, der stat und dem land und uns der nützliches!: bedunket. und sollen wir meister und rät und die stat die tümherren an der wale nit irren noch in deheinen weg drengen. und welher also von dem cappittel gemeinlich oder von dem merrenteil des cappittels erwelt würt zü einem byscholf, den süllent 35 wir die obgenanten tümherren von unser stift wegen und och wir die vorgenanten meister und rat vesteclich halten, hanthaben und schirmen und für einen byscholf haben und im och beraten und beholfen sin mit allem unserm vermögen, daz im daz bystüm zü Strasburg und die schlosz, die darzü gehörend, in werden und dar in gesetzet werd und in dar inne behaben, als verre wir mit dem rehten mögend doch also, daz " derselbe byschof swere zü haltend alles daz, daz ander bischof vor im gesworen haut, und von rehtez wegen herkomen ist on alle geverd. 460 1393 Wer ez och, daz ieman, wer der were, daz egenante unser bystüm zu Strasburg in püegers oder fürmündters wise inne haben wolt, nach dem so dem vorgenanten hern Fryderich von dem bystum zu Utriht versehen wer oder uns die egenanten tihnherren an unser wol irren wolt, daz söllent wir zii beidersit nit gestatten und uns da widersetzen und einander darinne getruwelich beraten und beholfen sin, als s verre wir mögen! mit dem rehten on alle geverd. Wenne ez och beschehe, daz wir gebresten in den obgenanten stüken in einem oder me beten oder gewännen, wenne denne ein party under uns darumb von der andern ermant wirt, so söllent wir züsamen körnen gen Strasburg in die stat in den nebsten 14 tagen nach der manung wir die vorgenanten tümherren mit unser selbez m lib, es were denne, daz vor siebtagen oder vientschaft oder sust rehter, redlicher sache wegen nut getan mögend, weihe aber von siebtagen, vientschaft oder rehter, redlicher sach wegen nit mit ir selbez lib körnen möhten, die söllent ir gewalt setzen und bevelhen den anderen herren in dem cappitel nah irres cappittels reht und gewonheit. und söllenl wir denne zu beidersit züsamen sitzen die sache für uns >5 niemer, darinne wir gebresten beten und darinne einander getruwelich beraten und beholfen sin zu beidersite nach ünserm besten vermögen, als verre wir mögen mit dem rehten von allerslabt geverd und argenlist. Str. St. A. AA. 1414, eonc. ch. 770. Das Domkapitel und die Stadt Straßburg vereinigen sich zu gemeinsamem 20 Proteste gegen die etwa geplante gleichzeitige Verwaltung der Bistümer Utrecht imd Straßbnrg durch Bischof Friedrich von Blankenheim \imvollstdndiger Entwurf ]. [1393] Wir Burckart und Volmar und die etc. und ouch wir Claus Rihter der meister und der rat etc. tünt kunt etc., das wir bedersite und sonderliche wir die vorge- 23 nanten tümherren einmütekliche, alse wir bienander sint geseszen in cappitels wise, mit güter betrahtunge und rehter wissende durch nutz und notdurft der stifte ze Straszburg, der stette ze Straszburg und unser und aller unserer nachkomen und des landes ze Eylsasz uns zesammene fräntliche vereiniget und gemäht haben! künftigen schaden ze versehende in dise hie nochgeschribene wise. 30 Zü dem ersten alse rede lütte! und ouch versehenlich ist, das der erwirdige herre Friderich byschof ze Stroszburg versehen sol werden mit dem bystüme zü Utreht und er aber do zü meint, die bystüm zü Straszburg darzü zü habende und daz zü erwerbende, zü habende in pflegers oder f ürmänders wise, unde wenne das unserre vorgenanten stifte gewonheit nit gewesen ist, daz das bystüm von Straszburg in solicher wise ss ptleger oder fürmünder haben sol und ouch unserre stifte noch der stette ze Straszburg, das nit nützlich noch bekümenlich ist, alz uns beduncket. dar umbe so sint wir ze bedensiten des mittenander fräntliche überkummen: wer es das her Friderich bischof ze Strazsburg byschof zü Utreht wurde und dis bystüm zü Straszburg in pflegnisze oder färmänders wise inne haben weite, oder vürbasser ieman anders an 1393 461 sinre stat befelhen wolte, daz wir daz zu beden sitten nit gestatten sollent noch enwöllent, alse vil und alse verre wir mit dem rehten vermögent. wenne wir sollent ze bedensiten unverzögenliehe in den nehesten viertzehen tagen darnoch, so eine partye ander uns dar umbe von der andern gemant wart, gen Straszburg in die stat 5 riten und do bienander hüben und einander getruweüche beroten und beholffen sin bedersite mit unserme vermögende, wir die tümherren der obgenanten stift mit unser selbes übe, unsern fründen und den unsern und wir die vorgenanten meistere und rot mit unserer stat, unser selbes übe und den unsern also lange bitz das gewendet werde und wir bedersite ein genügen dervon baut, unde sol oueh eine parte one die ander io nit dovon sin noch loszen one der andern parte wiszende und wille etc. Wer es oucü daz her Friderich byschof ze Straszburg versehen wurde mit dem bystüme von Utrecht oder eim andern bystüm und dis bystüm uffgebe mit willen oder es nit uffgeben wolte noch vorgeschobener wise, so sollent wir dechan und cap- pitel der obgenanten stift ein andern byschof welen, es sie ander uns selber oder ■f> ein andern, der uns denne der beste und der nutzeste beduncket, alse oueh daz alles zitlich billich und reht ist. und weihen wir oder das merrenteil ander uns also erwelent zu eime byschofe, den sollent wir die obgenanten tümherren von unserre stifte wegen und oueh wir die vorgenanten meister und rot vestekliche halten, hanthaben, schüren, schirmen und vor ein byschof haben unde ime oueh beroten und beholffen sin mit «' allem unserme vermögende ze bedensiten, daz ime daz bystüm ze Stroszburg inwerde und darin gesetzet werde, alse verre wir mit dem rehten mögent und sollent, alse doch daz derselbe bischof uns ze bedensiten swere und versorge ze haltende und ze dünde, alse anderre sine vorfaren uns ze bedensiten gesworn hant und unserre statuta sagent und oueh in gewonheiten harkommen ist one aller slahte geverde unde 25 argenlist etc. Were oueh, daz ein ander byschof har gegeben würde, der wider uns die vorgenanten tümherren oder des merrenteils under uns oder wider uns die vorgenanten meistere und rot oder unsere nochkommen were und der uns ze bedensiten nit swüre, dete, versorgete und vollefürte alles das, das andere byschofe, die bitze bar bischofe so zü Straszburg worden sint, gesworn und geton hant, do sol eine partye den one die andere nit empfohen noch vor ein byschof haben, wenne wir sollent uns zü bedensiten wider den setzen und wider in sin und zü sammene kommen und einander geroten und beholffen sin mit allem unserme vermögende, alse oueh do vor geschriben stot, alse verre wir mit dem rehten sollent und mügent. 35 Also oueh her Friderich byschof ze Straszburg nuwelinges krieg mit uns der vorgenanten stat zü Straszburg gehebet bet, in dem kriege wir die vorgenanten tümherren und unserre stift von dem egenanten herren Frideriche dem byschofe, sin helffern und den sinen alse wol geschediget sint worden alse die bürgere von Straszburg über das, daz uns doch der krieg nütschit aneging und oueh domitte nit ze schaffende 40 hettent, do sint wir bede oueh mittenander uberkommen : were daz der herre Friderich der byschof oder anderre, die des krieges vormales gewesen sint, die stift oder die stat von Straszburg kriegen woltent oder kriegetent über die rihtigunge, so uns unserre herre der römsche kunig sie mittenander gerihtet het, das wir do ze bedensiten uns 462 1393 dogegen stellen sollent und wollent unser bedersite und des landes schaden ze versehende und ouch einander getruweliche geroten und beholffen zu sinde noch vorgeschobener wise one alle geverde. Str. St. A. A4. 1412. cor.c. ch. 771 . Städtische Aufzeichnung über die zu Rom vorgebrachten Klagen der Kapitel 5 von St. Thomas und St . Peter gegen den Bischof Friedrich von Straßburg. [1,393.] Oise nochgescriben artikel hant die dechan, die prelaten, die dümherren der capitel zu sant Thoman und zu sant Peter zu Straszburg und die gegründeten in denselben stiften und ander ir mittegesellen des Krieges fürgeleit zu Rome wider herr Friderich bischoff zu Straszburg. 10 Zu dem ersten hant su do furgeleit und gesprochen, daz derselbe her Friderich bischoff zu Straszburg si ein küntliher offener vigend der lieilikeit hobest Urbans. Zu dem andern, daz er nu demselben hobest Urban widerstrebig und widerwertig si. Zu dem dritten, daz er des widerbobestes des von Geneff si ein furderer und , 5 ein schirmer. Zu dem vierden, daz er si ein allergroester tyran. Zu dem fünften, daz er si widerstreb und widerwertig der heiligen römischen Kirchen der kristenheit. Zu dem sehsten, daz er dieselben prelaten und die gegründeten der vorgenanten 20 stiften hab gesucht und an si gevordert, daz su mit yme anhaften und anhangen weltent dem widerbobest dem von Geneff. Zu dem subenden, daz er derselbe herr Friderich, darumb, daz dieselben prelaten und die andern offenberlich widersproehent, wider denselben her Friederich rüftent und seitent sü woltent sterben und leben mit der heilikeit hobest Urbans, darumb 25 do wart er unwortsam wider su und entzündet in vigentschaft und in hass und leit in denselben prelaten ein sture under eim namen einer mynelichen helfe. Zu dem ahten, daz derselb her Friderich dieselben prelaten und fürleger zu andern ziten manig mol zu vil beswert habe wider got und wider recht und wider alle bescheidenheit. 30 Ouch bittent sü und hant gebeten, daz men denselben her Friderich berouve dez gewaltes uff zu legende semelich stüre und fürbitt yme und sinen nochkommen procesz. und gebot zii legend umb semelich stüre. Str. St. A. AA. 1413. cop. ch. coaev. 772 Bischof Lamprecht, Johann von Camyn und Borsiboy von Swinar, die be- ss vollmächtig len königlichen Schiedsmänner, an Straßburg: melden unter Darlegung der Gründe, daß sie den Ilagenauer Sühnetag attf den 29 Juni verschieben müssen. [1393 Juni 4.] Unsern fruntlichen grus zuvor lieben frunde. wir tun euch zu wissen, das wir aller dinge von unserm hern dem kunig ussgevertigt waren zu körnen uf den tage, 1393 463 das ist den nehstkomenden suntag gen Hagenow alle Sachen zu vollenden mit der Juni 7. mynne oder mit dem rechten czwischen euch und den fürsten, herren, rittern und knechten, die wider euch in dem kriege gewesen sind, als das vorher geteydinget ist, und wir davon gescheiden sind, und do wir veczund körnen gen Nuremberg, do & wurden wir ynnen, wie das beyde fürsten, geistlich und werntlich herren und stete us Meissen, Franken, Beyern und Swaben von dem nehsten suntag über acht tage Juni zu Bamberg zusammen körnen wollten zu bestellen und zu schicken, das sulcher gebrechen und irresale, der in den lantfriden doselbst ist, bestalt und in einen redlichen satze gebracht wurde, und dovon sein wir underweist und gefordert von kunt- io lichem geheisse, das wir von demselben tage in dheineweis nicht reiten sulten, sunder dorzu helffen und raten, das sulche ynfelle und irrsal, die in den lantfriden doselbst erstanden weren, abgetan und hingelegt wurden, und dorumb durch sulcher' gebrechen wegen, so haben wir den vorgenannten tage vorczogen und vorlenget und vorlengen den bis uf sande Peter und sand Pauls tag, der schirist kumpt, und wollen uff den- Juni 29 . is selben tage mit voller macht unsers hern des kunigs gen Hagnaw körnen also, das alle Sachen czwischen euch und den egen, fürsten, hern, rittern und knechten mit der hülfe gutes uf dieselbe czeite genczlichen gerichtet und hingelegt werde, und dovon so getrawen wir euch wol und begeren von kuntlicher gewalt, die uns geben ist, das ir alle Sachen in der egen, czeite in guten und in libe besten lasset in aller io der masse, als die uf den egenanten suntag, als wir zu Hagnaw gewesen sulten sein, gestanden sulten sein und ouch uf denselben sand Peters und sand Pauls tage gen Hagnaw körnet oder die ewern mit voller macht dohin schicket, also das alle Sachen genczlichen und gare usgetragen und verrichtet werden, als das vormals begriffen ist. geben zu Nuremberg an unsers hern leichnam abend. Lamprecht bischof zu Bamberg, Johans erwelter bisehof zu Gamyn des kunigs kanczler und Borzywoy von Swinar lantfogt in Swaben und zu Elszsassen etc. [In verso ] Den erbern und weyzen, dem meister und dem rate der stat zu Strasburg unsern besundern frunden. 30 Str. St. A. AA. 112 nr. 114. or. ch. I. cl. c. 3 sig. i. v. impr. Gedr. im Auszug. Rapp. TJrkb. 11, nr. 369. 773. König Wenzel erteilt den Rtraßbnrgern ein Privileg für ihre neuerbauie Rheinbrücke. Betlem 1393 Juni 5. Wir Wenczlaw u. s. w. bekennen u. s. w., das wir von der newen brücken 35 wegen, die unsere und des reichs lieben getrewen der burgermeister rate und burger der stat zu Strassburg über den Reine bey Strassburg geslagen und gemacht haben, eygentlichen underweiset sein, elas dieselbe brücke dem reich und dem lande nütz ist, wan gros und vil wandeis doselbst über den Rein ist meinclichen hin und herwider zu faren, und das die schiffe uf dem vare von wassers und unwiters wegen 4o nicht gefaren mögen und ouch etwenn lute grossen schaden uf denselben faren VI. 59 464 1393 Juni 2L. haben genomen und davon sulche schaden zu vorsehen, so haben wir für uns und unsere naehkomen an dem reiche mit wolbedachtem mute, gutem rate und rechter wissen von kuniclieher mochte den vorgeschritten bürgern zu Strasspurg und iren naehkomen die egen, brücke und diese besundere gnade und volle gewalt gegeben und geben yn ouch den in kraft dicz briefes, das sie und ire naehkomen dieselben 5 brücken mit allen rechten und nuczen, als sie die gehabt haben und yeczund haben, ynne haben, bessern und behüten sollen, und ob es note geschieht von wassern, die zu rucken und uff ein andere stat zu slahen, gleyhei’weis als die yeczund ist, an allermeniclichs hindernisse und Widerrede, doch sol uns und den unsern dieselbe brücke offen sein, wenn und wie ofte wir der bedurften wider allermenielichen 10 nymandes ausgenomen, ausgenomen alleine die stat zu Straspurg. und gebieten dorumb allen fürsten, geistlichen und werntlichen, grafen, freyen, dinstlüten, rit- tern, knechten, houptluten, amptluten, richtern, burgermeistern, reten und gemein- schaften der stette, merkte und dorfer und allen andern unsern und des heiligen reiclis getrewen und undertanen ernstlichen und vesticlichen mit diesem briefe, das 13 sie die egen, bürgere und stat zu Strasspurg an sulchen gnaden und der brücken nicht hindern, irren oder dowider tun in dheineweis, sunder sie dobey geruhlichen und ungehyndert bleiben lassen, als libe yn sey unsere und des heiliges reiches swere ungenade zu vormeiden, mit urkunde dicz briefes vorsigelt mit unserr kunicliehen majestat insigel. der geben ist zu dem Letter, do man czalte nach (tristes gebürt ao dreytzehenhundert jare und dornach in dem drey und newnezigistem jare an dem nehsten donerstage noch der heiligen dryvaldikeittage unserr reiche des böhmischen in dem dreissigistem und des römischen in dem sibenczehenden jaren. Ad mandatum domini regis referentibus domini Lamperto Bambergensi episcopo et Borzywoygio de Swinars -Franciscus Olomucensis canonicus. 25 [.ln verso] R. Wenceslaw de Olomunez. Str. St. A. AA. 4 nr. 2. or. mb. lit. pat. c. sig. pend. del. Ebenda Briefbuch B. f. 29. Gedr. Wencker, de ußb. S. 197. Schö pflin: Als. dipl, II, 292. 30 Lünig, arch. imp. part. spec. cont. IV, 2 Teil p 747. 77 i. Schencke Eberhart zu Erpach Landvogt am Rhein und die übrigen 8 Landfriedensmänner an Strassburg: laszen üch wiszen, das daz hus Schelodenbach vor dem lantgerichte erfolget ist und eins teils der gemeiner desselben huses verland- fridet sint. herumb han wir die nune, die ubir den lantfriden gesät sint, eynmu- 35 declichen von des lantfriden wegen eins zuges ubir dasselbe hus und die gemeiner gemeinlichen ubirkommen und habent wir erkannt, darumb ermanen wir uch von des lantfriden wegen bi den eyden, die ir dem lantfriden getan haut, und als hoch wir uch gemanen mögen, das ir uwere dienere viertzig mit gleven wol erczuget dar zu schickent also, das die egenante zal uwere dienere uff saut Johans tag baptisten jo schierste kommet zu naht zu Lucern sin in der herberge oder da umbe von dannen furt mit andern fürsten, herren und steden, fründen und dieneren furt zu zihen. und 1393 465 wollent auch denselben karriche und wagen und ander gerede bestellen, want in zu leide gebürt zu Ilgen, und wollent her zu tun, als ir von des lantfriden wegen billich sollen! tun. datum feria sexta post festum corporis Christi anno domini 1393. Str. St. A. AA. 118. or. ch. Kt. cl. 1303 Juni 7. 775. Herzog Leopold von Oesterreich an Papst Bonifaz in Sachen der Neubesetzung des Straßburger Bischofsstuhles. Gray (?) 1393 Juni 18. Beatissime pater ac domine clementissime. sicut vestre sanctitatis devot! capitulum ecclesie Argentinensis et magistri, consules ac Universitas civitatis ejusdem ad vestre in sanctitatis sedem suos certos miserunt nuncios pro impedienda commissione episco- palis sedis ipsius Argentinensis ecclesie in via commende, ne commentatur domino Ffrederico ejusdem ecclesie episcopo, qui, ut percepi, a sanctitatis vestre provisione ad Trayacensem ecclesiam sit translatus. et jam ab e. v. s. dictam Argentinensem ec- clesiam in commendam ad tempus sibi committendam intendat prout veraciter dicitur o impetrare. quare e. v. s. humiliter supplico et devote, qui zelator estis quietis, pater pacis, comodi et largitor, quatenus dicto domino Ffrederico predictam ecclesiam sibi committendam in via commende, si petierit, dignemini denegare. nam si sibi com- missa fuerit, quod de vestra spero non fieri clemencia, timeo quod ipsa ecclesia pe- riculosos defectus ineurrat et gwerre ac discriminia consurgant velut alias ipsi ec- 2 » Strasburg minem besundern göten fründe. Str. St. A. AA. 1414 nr. 9. or. ch. I. cl. 782. Graf Johann von Werdenberg an Strassburg: teilt mit, dass er den Herren von Lützelstein auch fernerhin feind sei und dass diese die Unwahrheit sprächen, wenn sie sagten, sie hätten einen Sicherheitsbrief von ihm bekommen. datum anno 93 >s an dem zinstag nach Petri et Pauli. 1393 Juli l. Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 d. fase. VII. or. ch. lit. cl. c. sig i. v. impr. del. 783. Papst Bonifacius IX an Straßburg: teilt mit, daß Bischof Friedrich auf das Bistum, Straßburg verzichtet und, in Wilhelm von Diest einen Nachfolger gefunden habe. Perugia 1393 Juli 7 . 20 Bonifacius episcopus servus servorum dei dilectis filiis, populo civitatis et diocesis Argentineusis salutem et apostolicam benedictionem. pastoralis officii debitum, cu disponente domino presidemus, exposcit, ut de universis orbis ecclesiis, quarum cura nobis imminet, generalis presertim de illis, que suis viduate pastoribus vacationisi incommoda deplorare noscuntur, solicite cogitemus, ut illis preficiantur viri pro vidi ss in pastores, qui eas in spiritualibus et temporalibus velint et valeant salubriter guber- nare. sane ecclesia Argentineusis ex eo pastoris solacio destituta, quod nos hodie venerabilem fratrem nostrum Fridericum Trajectensem tune Argentinensem episcopum licet absentem a vinculo, quo Argentinensi ecclesie cui tune preerat tenebatur, de fratrum nostrorum consilio et apostolice potestatis plenitudine absolventes ipsum ad ecclesiam z» Trajectensem tune pastore carentem auctoritate apostolica duximus transferendum preficiendo ipsum eidem Trajectensi ecclesie in episcopum et pastorem. nos ad pro- visionem ejusdem Argentineusis ecclesie celerem et felicem, ne longe vacationis expo- neretur incommodis, paternis et solicitis studiis intendentes post deliberationem, quam de preficiendo eidem Argentinensi ecclesie personam utilem et eciam fructuosam cum ss fratribus nostris habuimus diligentem, demum ad dilectum filium Wilhelmum de Dyest electum Argentinensem tune canonicum Leodiensem in subdyaconatus ordine constitutum, litterarum sciencia preditum, vite ac morum honestate decorum, in spiritualibus providum et in temporalibus circumspectum et aliis multiplicum virtutum meritis 1393 469 prout fide dignorum testimoniis accepimus insignitum direximus oculos nostre mentis. quibus omnibus debita meditatione pensatis, de persona ipsius Wilhelmi electi nobis et eisdem fratribus ob dictorum suorum exigenciam meritorum accepta eidem Argen- tinensi ecelesie de ipsorum fratrum consilio auctoritate apostoliea providimus ipsumque 5 illi prefecimus in episcopum et pastorein, curam et administrationem ipsius Argenti- nensis ecelesie sibi in spiritualibus et temperalibus plenarie committendo. in illo qui dat gracias et largitur premia confidentes, quod eadem Argentinensis ecclesia per ipsius Wilhelmi electi circumspectionem, industriam et providenciam circumspectam sub suo felici regimine dextera domini sibi assistente propicia salubriter et prospere dirigetur io ac grata in eisdem spiritualibus et temporalibus suscipiet incrementa. quocirca uni- versitatem vestram rogamus, monemus et hortamur attente per apostoliea vobis scripta mandantes, quatenus eundem electum tamquam patrem et pastorem animarum vestrarum devota suscipientes et debita honorificencia prosequentes ejus monitis et mandatis salubribus humiliter intendatis ita, quod ipse in vobis devotionis filios et vos in eo 15 per consequens patrem invenisse benevolum gaudeatis. datum Perusie nonis julii pontilicatus nostri anno quarto. Str. Bez. A. G. 1459. cop. eh. 784. Johann von Rinslette und Wilhelm von Parma an Straßburg in Sachen der Neubesetzung des Bischofsstuhles. [1393 Juli 7.] so Unsern dienest bevor, erwurdige herren. wir lont üch wissen, das als butte unserm herren von Strazburg das bistüm von Utriht und unserm herren von Diest das bistüm zu Strazburg geluhen sint und nach uwere forderunge und unsere botte- schaft durch das, daz unser herre von Utriht villiht weite das bistüm zü Strasburg behaben, als lange er mühte, 1 so hant uns geseit des bobestes heimelichesten (hotten) 25 geseit, das man das also versorgen wil, das unserm alten herren niemer brief wurt über das bitüm zü Utriht, er gebe denne unserm nuwen herren die vesten und besitzunge des bistümes zü Strazburg. und hant öch geworben und gehindert, das unserm alten herren das bistüm nüt beleihen wurt. wir hant Öch geworben, so wir best mohtent, das man das bistüm von Strasburg ebne von der stift, der der stette und dem bistüm 3o und dem lande nützelich were, lihen solte; und daz möhte nüt gon, als wir üch mit dem munde selber sagende werdent kürtzelich. wir bittent üch öch ernestliche, ist es, daz wir uns zü entsitzende habent, das ir uns zü lutzem in der von Eschebach herberge losent wissen, wie wir uns halten süllent. datum feria seeunda post Udalrici. Johans von Rinstette 33 und Wilhelm von Panne. [In verso] Den erwürdigen, wisen ineister und rat zü Strazburg. Str. St. A. AA. 1414 nr. 8. or. c h. I. cl. mit Verschlußsiegel und 3 kleinen in Papier abgedruckten Siegeln. 1 Vgl. Königshofen (Hegel) II, 696 : Bischof Friedrich entwich aus Strassburg . . bi naht ellendekliche io und schemmeliche umb sant Arbogastes dag (Jul. 21) des jores 1Z9Z und kam in sin nuwe bistüm gern Uttriht, das ime eine grosse notdurft was, wan er möhte hie vor sinen schuldenern niemer me rftwe hau gehebet. 470 1393 785. Meister und Rat von Straßburg an Herzog Leopold von Oesterreich: können seinen Brief betreffs der Neubesetzung des Straßburger Bistums erst beantworten, wenn ihre Boten vom Hagenauer Tage zurück gekehrt sind und sie sich mit diesen beraten haben. 1393 Juli 10. Dem hoherbornen fürsten und herren hertzoge Lüpolt zu Osterich, zu Stir, zu s Kernden und zu Krayn grafe zu Tyrol embieten wir Claus Rihter, den man sprichet Tütschman der meister und der rat von Strazburg unsern undertenigen willigen dienst und waz wir eren vermiigent. gnediger berre. alse ir durch uwere gnade uns mit uwerra briefe embotten baut von des bystümes wegen zu Strazburg, alse baut unsere erbern hotten, die zu teste by uwern gnaden gewesen sint, uns wol geseit, wie uwer io gnade mit in davon geretde bet. und darumbe, so kündent wir uwern gnaden, alse unsere erbern hotten oueh das selber mit uwern gnaden geretde baut, daz wir einen ernstlichen dag zu Hagenowe ietzent baut, uff demselben dage ouch vil unserre erbern hotten sint, der wir zu disen selben Sachen wol bedürften! und notdürftig sint und hoffen!, daz dieselben unserr erbern hotten widerumbe von Hagenowe nutze 15 juii 13. uff disen nehsten zukünftigen sunnendag zu uns kommende werden!, so wellen! wir vürderliehe die Sachen vür uns nemen und mit in zu rate darumbe werden, und wellen! danne uwern gnaden unser meynungen dar umbe verschriben mit unsern brieten verkünden, wände wir willig und bereit sint zu tünde, waz wir wissen!, daz uwern gnaden und den uwern dienstlich von uns gesin mag. datum feria quinta 20 proxima ante diem sete Margarethe virginis anno 1393. Str. St. A. AA. 112 nr. 60. cop. ch. coaev. 786. Meister und Rat von Slraßburg ersuchen den Papst Bonifacius für den Fall, daß ihr Bischof das erledigte Bistum Utrecht bekomme, den Benedictiner-Abt von Reichenau zum Bischof von Straßburg zu machen. 1393 Juli 15. ss Sanctissimo ac beatissimo in Christo patri ac domino domino Bonifacio dignis- sima dei providentia sacrosancte Romane ac universalis ecclesie summo pontifici ma- gistri, consules ac Universitas et populus civitatis Argentinensis pedum oscula bea- torum. sanctissime et beatissime pater, vestre sanctitati et beatitudini significamus, quod nuper vacante ecclesia Trajectensi reverendus in Christo pater dominus Fride- s» ricus episcopus Argentinensis in presulem et episcopum ejusdem Trajectensis ecclesie et eidem ecclesie per sanctitatem vestram preficiendum sit concorditer postulatus. unde vestre beatitudini suppliciter supplicamus, quod in casu, quo sanctitas vestra dicto reverendo Friderico in Christo patri de ecclesia Trajectensi dignaretur providere, quod ex tune eadem sanctitas vestra ecclesie Argentinensi de persona abbatis mo- 35 nasterii Augie majoris Constanciensis diocesis ordinis seti Benedicti, viro utique nobili et potenti, pro quo, ut percepimus, etiam illustris princeps dominus Lüpoldus dux Austrie et Karinthye suas preces humiles vestre sanctitati duxit porrigendas, dignetur providere et eidem illustro (!) principi et nobis in hac parte dignemini conplaeere. speramus etenim quod, si idem dominus abbas ecclesie Argentinensi per sanctitatem 40 1393 471 vestram in episcopum et pastorem preficeretur, ut speramus, quod eadem ecclesia Argentinensis eins felici regimine dieti domini ducis et aliorum amicorum suorum suffultus suffragio plus quam per quemcumque alium pacifice et feliciter possit, ut speramus, firmiter gubernari. datum sub sigillo nostre civitatis magno tergo tenus 5 appresso. idus julii anno domini 1393. Str. St. A. AA. 1414 nr. 7. cop. ch. coaev. Ebenda AA. 112 nr. 2. 787. Borsiboy von Swinar an Bischof Friedrich, Markgraf Bernhard, andere Fürsten und die Stadt Straßburg: berichtet über die bisher gehaltenen Siihnetage und io die Ansetzung eines neuen Tages auf den 28 October. Hagenau 139,3 Juli 10. Dem erwurdigen in got vatter und berren, beim Friderichen bischofe zu Strazburg, dem hochgebornen fürsten berren Bernharte marggräfen zu Baden und den edeln berren Eberbarte grafen zü Wirtemberg, Heinrich grafen zu Luczelstein, Brune von Bapoltstein, Heinriche und Hansen von Liehtemberg und Heinriche zü Geroltzecke iS und dem meister, rate und bürgern gemeinliche der stat zii Strazburg embiete ich Worseboy von Swinar lantvogte zü Swaben und zü Elsas minen willigen dienst, alse der allerdurhlühtigeste fürste und herre, herr Wenczlawe römischer künig zü allen ziten merer dez richs und künig zü Beheim, min lieber gnediger herre die kriege, missehelle und stösse zwischen! ime, fürsten und berren an ebne teile und der stat 20 zü Strazburg an dem andern, die gewesen sint, gerihtet und gesünet hatte und dieselbe süne beide partyen ufgenommen haben nach lute und sage dez vorgenanten unsers berren des küniges und ouch beider partyen briefe, die darüber begriffen sint, unde wände ich vor ziten darumbe dage gemäht habe gen Hagenowe den selben partyen zü besehen, obe ich sie gütlichen und früntlichen oder mit dem rehten verriliten *5 mühte, und habe das mit sampt dez egenanten mins berren dez küniges reten und anderre fürsten, rittern und knehten, die by mir hie da by sint gewesen, ernstlich und vesteklich versucht und mich darinne gearbeit und by den partyen ouch daz reht beseczet, darin ouch brüche gefallen sint, das es nit mühte gank haben noch gegangen ist zü disen ziten. und wanne des vorg. mins berren des küniges ernstliche 30 meynungen ist, daz die egenanten süne und rihtunge gancz und stete von beiden teilen gehalten werde und vürbaz kein ynfalle noch kriege davon in dem lande zü Eisassen ufferste ... so habe ich mit rate dez vorg. mines berren dez küniges reten, die er darzü geschicket hat, und andern fürsten und berren, rittern und knehten und an des egenanten mins berren des küniges stat von siner voller gewalt, die ich 35 von ime dar über habe, einen ufslag und einen andern dag gemachet und mache ouch den in kraft dicz briefes, also das alle Sachen in gutem und liebe bestan und hüben süllent von beiden teilen von datum dis briefes bis uff wihenahten nehste kommende in aller der massen, alse die bisher gestanden sint. und süllent ouch von peiden partyen mit voller gewalt kommen gen Hagenowe uff sant Symonis und Jude tribent, nit me denne ein Pfennig an eime güldin zü gewinne nemen by derselben penen. doch wer dem andern güldin schuldig ist, der mag demme, demme er denne güldin schuldig ist, vür jeden güldin zehen Schillinge und einen Stroszburger Pfennig geben, und wer sich des widerte zehen Schillinge und einen Stroszburger Pfennig vür ein gülden zü nemmende, der bessert zehen pfunt Pfennige. — item ein güten 20 duckaten selis Straszburger Pfennige hoher denne ein güten rinschen güldin unde nit hoher. — item ein nuwen ungerschen güldin oder ein Gennöwer güldin vier Pfennige hoher denne ein güten rinschen güldin. — item ein güten alten francken min oder zehen Pfennige höher denne ein güten rinschen güldin. die vorgeschriben stücke goldes sol ie eins von dem andern geben und nemmen noch vorgeschobener wise as und nit hoher uzgenommen die münszere oder wehseiere, die mögen! an eime güldin ein Pfennig zü gewinne nemmen und nit me, wie ir einre ioch den güldin nimet. es sollen! ouch alle Metzer güldin, Lützelburger güldin, byslege und andere soliche güldin gon noch irme werde oder andere stücke goldes nach margzal, doch sollen! die münssere oder wehseiere alles nit me denne ein Pfennig an eime güldin zü ge- so winne nemmen, minre mag ein ieglicher wol nemen, wie er soliche güldin nymmet oder wie er genant ist. [2] Es ensol ouch dehein münsser oder wehseier noch nieman anders deheinen Metzer güldin, Lützelbürger güldin byslege und andere soliche güldin under andern güldin vür güte güldin hinweg geben, wenne ein iegelicb rnensche sol ieden güldin ss vür sinen wert hinweg geben, also vorgeschriben stat. und wer das verbliebet, der bessert sinen obersten zehen pfunt Pfennige. [3] Es ensol dehein münszer oder wehseiere noch nieman anders keinen kleinen beschroten oder besnittenen Pfennig zersmeltzen noch enweg schicken, denne mengelich sol soliche Pfennige gen Stroszburg zü dem stocke entwürfen, den die zü w Straszburg darzü gesetzet sint oder werden!, umbe das das nuwe Pfennige dar uz gemäht werdent. und wer das verbrichet, der bessert zwentzig marck silbers und den meineyt, darzü der gesworen het. 1393 485 [ 4 ] Es ensol ouch dehein munszer oder wehseier noch nieman anders dehein ge- münszet gelt oder silber, wie das genant ist, hürnen, zersmeltzen, denne man sol es loszen gan nach sime werde, uszgenommen was goldes gebrochen ist one geverde. wer ouch eine umegezeichente inarg silbers dem andern git, do sol die andere 5 parte die nemmen vür drü pfunt pfennige und sol je eins das ander weren mit einer marck umesgezeichentes silbers vür drü pfunt pfennige. und wer das verbrächet, der bessert zehen pfunt pfennige. [ 5 ] Es sol ouch kein munszer oder wehseier noch nieman anders deheinen grossen pfennig verbürnen noch zerbrechen noch en weg schicken, das sie verbrant werden t io noch erlesen die sweren von den lihten. und wer daz dete, der bessert lip und gut. [ö] Es ensol ouch kein munszer oder wehseier noch nieman anders an keinre nii- wen inünszen, do man güldin oder pfennige sieht, welher hande nuinsze das were, oder slahen wil, wo das were, weder teil noch gemeine haben noch darzü roten sturen oder helffen in denheinen weg one alle geverde. und wer das breche, der iS bessert fünfzig marck, also dicke er das dete. [ 7 ] Es sol ouch kein munszer oder wehseier noch nieman anders, uszgenummen die goltsmide in iren gademen, deheine esse hinnan fürder me haben in sime huse noch niergent anderswo, und wer das darüber dete, der bessert zwentzig marck und den meineyt, wenne grosz schade dovon ist geschehen. 20 [ 8 ] Was silbers ouch in diseme bystüme gekouft wirt, das sol nieman uz diseme bystiime schicken noch schaffen geton werden, wo aber ieman, der ussewendig dis bystüines silber koufl'et, es sie zii Kölle, zu Franckfurt oder anderswo, das silber mögent sie schicken und füren, war sie wellent one geverde. brehte aber ieman silber her in dis bystihn za verkouffende und duhte in, wie er das silber nit wol 25 noch sime willen verkouffen mühte, der mag das silber wol wider hinweg füren, obe er wil one geverde. [ 9 ] Es ensol ouch nieman der unsern noch nieman von sinen wegen iemanne nsz diseme bystiime engegen oder nochriten oder varen, das er ime sin silber abe kouffe in deheinen weg one geverde durch das, daz das silber dem stocke zii Straszburg 30 empfürt werde. [ 10 ] Es ensol ouch nieman enhein silber usz diseme bystüme füren, es sie gebraut silber, verwurket silber oder geflecket geschyrre, wie das genant ist, der kein silber herbringet, und wer das verbrächet, dem sol man das silber gerwe nemen rinde zii sime libe und güte rillten und rehtvertigen uf den eit. dis süllent alle münszere, 35 wehseiere, goltsmide, widerkoüffer und koüffelerin sweren zii haltende und zü volle fürende und darzü, wo sie beduncket an iemanne, der gebraut silber oder verwircket silberin geschirre koüffen wil, und der es hinweg schicken welle, das sie das dem nit zii kostende gebeut noch nieman von iren wegen, wenne sie süllent es iren obersten Vorbringen, es süllent ouch alle goltsmide jung und alt und alle, die do silber kün- «o nent hürnen, sweren zii den heiligen, das sü keinen deinen pfennig koutfen süllent. noch nieman von iren wegen, noch das sü der pfennige deheinen verbürnent noch zii silber machen süllent, noch ouch hinweg schicken süllent in denheinen weg in selber noch andern lüten. und süllent das sweren darumbe, das die kleinen pfennige 486 1393 alle za dem vorgenanten stocke kommen! und nuwe pfennige daruz gemäht werden!, . es were danne, das ein erber mensehe usz solichem kleinen gelte ime selber daruz wolte machen silberin gesehirre oder kleinnöter ungeverliche, das mögent die golt- smide wol verwirckeh und zü gesehirre oder ze kleinnötern machen und nit anders one geverde. [11] Wen ouch die münssere oder wehseiere rügent, der ussewendig der nn'mszen ♦ wehselt und denne sine obersten erkennen!, das der den sie gern ge! haut, solichen wehsei tribet, das es mhgelichen und notdürftig ist, das er dis swere, den oder die sullent sine obersten solicli haben, das er alle vorgeschritten dinge swere stete zu haltende glicher wise, also denne die munszere gesworen haut, und wer das verbreche und nit enswure, der bessert zehen pfunt pfennige, wenne alle vorgeschrihene stucke alle münssere oder wehseiere sweren sullent zü haltende in allen unsern sletten, dörllern, gerillten und gebieten, unde also dicke sich ein solicher des widerte zü swerende, der bessert also dicke zehen pfund pfennige, uszgenommen von der güldin wegen zü wehselnde, das sullent sie nit sweren. wer es aber das ein münszer oder wehseier me gewinnes an golde neme oder nit hielte, als vor bescheiden ist, wo denne ein ander mensehe zehen pfunt bessert, do sol ein münsser oder wehseier fünfzig pfunt bessern, alle die, die do vorbenennet sint, das sü sweren sullent, die sullent des eydes, so sie geswerent unde aller der stücke und artickele und iegeliches besunder, so in denne vorgelesen wart und von Iren wegen verschriben stat, niemer ledig sin noch werden 4n disen vorgenanten zehen jaren, es were denne, das es eininütekliche erloszen würde von uns obgenanten dryen teilen, und sol ouch dise vorgeschriben puncten stücke und artickele in allen unsern stellen gerillten und gebieten die abegonden rete den nuwen reten in den eyt hefelhen zü haltende und uff den eyt zü rihtende und zü rehtvertigen one alle geverde. und das alle vorge- schribenen dinge unverhrochenliche die vorgenanten zehen jare uz gehalten und vol- lefüret werden!, so liant zü ebne woren urkünde wir die ohegenanten Burckart er- wetter byschoff zü Straszburg, Worzihoy von Swinnar der lant.vogt unsere ingesigele und wir Claus Mansze der meister und der rat zü Straszburg und ouch wir die sehultheiszen, meistere und rete der stelle Hagenowe, Sletzstat, Ehenheim und Rosz- lieim unsere stelle ingesigele an disen brief geton hencken. der geben wart an sancte Lucas tage des heiligen ewangelisten in dem jare, do man zalte von gottes gebürte drützehen hundert jare nüntzig und drü jare. und sint dyrre hriefe drye gliche, einre hy uns dem vorgenanten byschof Burckarte, der ander by uns den ohegenanten lantvogte und riches stellen und der dirte by uns den vorgenanten meister unde rate der stat zü Straszburg die ouch by uns hüben!. Sir. St. A AA. 1417. or. mb. lit pat ohne Siegel, aber mit Siegelschnitten (A). Kbenda AA. Monnaio. lad. 24 nr 4. or mb. lit pat. gleichfalls mit leeren Siegelschnitten. Abdruck nach B. Hegel , Königshofen S. 996—1001 (B). 5 10 15 20 25 30 35 1393 487 803. Lonig Wenzel an Straßbnrg: teilt mit, daß der für Weihnachten angesetzte Sühntag zur völligen Beilegung aller Streitigkeiten zicischen der Stadt und ihren bisherigen Feinden bis auf Lichtmeß verschoben werden müsse. Betlern 1393 October 19. 5 Wir Wenczlawe von gottes genaden römischer künig zii allen ziten merer des riches und kunig zii Beheiin embieten dem meister, rate und bürgern gemeinlieben der stat zu Strasburg unsern und des riches lieben getruwen unser gnade und alles gut. lieben getruwen. wie wol das sye, das der edele Worseboy von Swinars lant- vogt in Swaben und in Eisassen unser rate, und lieber getruwer an unser stat zwü- io sehen üch und dem erwürdigen byschof zu Strasburg, dem hochgebornen Bernbarten marggrafen zii Baden, dem edeln Eberharten grafen zii Würtenberg und den andern herren, die in dem kriege wider iieb by uns gewesen sin, umbe alle zweyunge, die zwischen üch und in noch unverrihtet sin, einen tag bis uf wynachten gemäht hat in solicher masse, das alle Sachen in gutem besten sollen und das wir ouch zwischen is aller heiligen tage den nehsten unsere rete darzu schicken selten, das alle soliche Sachen in frintschalt und guten verrihtet wurden, als das eigentlichen in frintschaft und guten verrihtet wurden, als das alles eigentlichen in desselben Borseboy brieten, die ir dariber haben!, begriffen ist. iedoch sint der egenante Worseboye, als uch selber wol wissentlich ist, in so grosze libes kranckbeit gefallen ist und noch niht daruz 20 kommen, das er uns umbe die und ander Sachen möble besuchen und zu den Sachen getan bette, als das notdurft gewesen were. und dovon so haben wir mit wol be- dahtem mute und rehter wissende den egenanten tag verlanget bicz uf unsere frowen tage der liehtmesz, der schieres! kommet, und verlangen den in kraft dis briefes und meinen, setzen und wellen, das er von beiden teilen in aller massen und wise bicz 2 5 uf dieselbe zit liehtmesse gehalten und verezogen werde, als den der egenante Worseboy bicz uf winahten zwuschen uch beidersite verbriefet und vermaht bet. und darumbe gebieten wir uch ernstliche und vesteclich by unsern und des riches holden, das ir alle Sachen bitz uf die egenanten liehtmesse in gutem besten lassen!, als vorgeschoben stat, als lieb uch sy unsere und des riches swere Ungnade zu vermiden. so so wellen wir in derselben friste unsere rete zii üch gen Eisassen schicken, das soliche Sachen gütlichen und früntlichen zwüschent üch verrihtet werden, alz wir ouch daz den egenanten fürsten und herren sunderlichen geschriben haben. geben zum Betlern des Sonnentages nach sant Lucas dage unserre riebe des beheimschen in dem 31 und des römischen in dem 18 jaren. 35 Str. St. A. AA. 112 IN'. 159. cop. eh. eoaev. (Papierheft.) Gedr. im Auszug. Rapp. Urkb. II, nr. 379. Reg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1601. 804. Borziboy von Swinar an Strassburg: erwartet die städtischen Gesandten bestimmt zum Ungenauer Tage am 28 October und erteilt ihnen sicheres Geleit. w Hagenaw in vigilia Symonis et Jude appostolorum anno 1393. Hagenau 1393 October 27. Str. St. A. AA. 112. or. eh. I pat. c. sig. impr. del. Decbr. L Nov. 1. 4394 Febr. 2. VI. 62 m 1393 805. Rorziboy von Swinar an Strassburg : hat auf die königlichen Briefe, welche sein Bote Andreas Zeiger überbracht hat keine Antwort erhalten und begehrt jetzt solche . . . ob ir des halten wollet oder nicht, als euch der obgenante mein gnediger herre der römisch kunig verschriben hat, das ich es sinen gnaden furbasz zu wissen tue . . . damit König, Fürsten und Herren sich darnach zu richten wissen. 5 Hagenow am dinstag nach allerheiligen tag anno 1393. Hagenau 1.39.3 November 4. Str. St. A. AA. 112. or ch. I. cl. 806. Strassburg an Schenke Eberhart den Landvogt des Landfriedens am Rhein und die Acht, die über den Landfrieden gesetzt sind: antwortet auf die Anforderung ihren neunten Mann zur Besprechung nach Mainz zu schicken, dass Rorziboy von >» Swinar, mit dem sie jetzt gerade zu Hagenau verhandelten, dies für unnötig halte, datum feria quarta proxima ante diem Martini episcopi anno 1393. 139.3 November ß. Str. St. A. AA. 112. or. ch. I cl. Ebenda cop. eh. coaev. is 807. Wilhelm von Diest an Meister und Rat von Straßburg: teilt mit , daß er durch 'päpstliche Provision zum Bischof von Straßburg bestellt sei und auf ihre Unterstützung rechne, wenn er demnächst ins Land komme. 1 Diest [139.3] November 11. Amici dilecti. cum sanctissimus in Christo pater et dominus noster dominus 20 Bonifacius hujus nominis papa modernus nobis providit de eeclesia Argentinensi per translationem reverendi in Christo patris domini Friderici nunc episcopi Trajec- tensis ad ecclesiam prefatam constat, quod de jure nullum preter nos in eeclesia Argentinensi jus habere, prout ex vestris nuntiis ad curiam Romanam prefate nostre provisionis tempore missis presentibus intelligere potuistis et nuper nostri fideles et 2 » nuntii ad vos missi clero diocesis nostre et vobis litteris apostolicis desiderarunt insinuare. que tarnen insinuatio precum vestrarum instantia per dictos nostros nuntios et fideles fuit ad tempus elapsum posttergata, quamvis in prejudicium nostrum et dampnum non modicum, et ne quod in bonum et contemplacionem vestram factum nostrum redundet in prejudicium per nos jugiter observatum vestras instantissime 30 deprecamur amicitias, cum nos in brevi domino juvante ad partes nostre diocesis personaliter accedere intendimus de singulis que ad presens calarno connnittere non possumus, commune nostrum tangentibus bonum vobiscum pertractaturi quatenus medio tempore ob reverentiam sedis appostolice nostrique favoris et servicii, que vobis in posterum inpendere possemus in prejudicium et lesionem juris nostri et sedis 35 appostolice contemptum aliqua attemptetis, prout sincere de vobis confidimus nec pro 1 Vgl. nr. 810 die Antwort Straßburgs vom 22 November. 1393 489 posse vestro attemptari permittatis. desuper nobis benevolum vestrum responsum per presentium latorem nostrum nuneium specialeni rescribentes. valete in Christo, scriptum Dyst ipso die beati Martini episcopi. Wilhelmus de Dyst electus ecclesie Argentinensis. \In verso] Prudentibus ac magne circumspeetionis viris dominis magistro et con- silio civitatis Argentinensis amicis nostris sincere dilectis. Str. St. A. AA. 1418. or. ch. ( 10 !!. Papst Bonifaz IX an Straßburg: mißbilligt die Erhebung Bur har ds von io Lützelslein zum Bischof von Slraßburg durch das Kapitel und befiehlt den von ihm ernannten Wilhelm von Biest als rechten Bischof aufzunehmen. Itom 1393 November 13. Bonifacius episcopus servus servorum dei dilectis filiis magistro, consulibus ac communitati Argentinensi salutem et apostolicam benedictionem. intelleximus displi- 15 center, quod licet nos ecclesie Argentinensi tune ex eo vacanti, quod nos venera- bilem fratrem nostrum Prüderien in Trajectensem Argentinensem episcopum ad ipsam Trajectensem ecclesiam transtulimus, de persona dilecti filii Wilhelmi electi Argentinensis providerimus, tarnen capitulum ipsius Argentinensis ecclesie Borcardum de Luc- zenstein prepositum ipsius ecclesie Argentinensis in ipsam Argentinensem ecclesiam 20 ausu temerario intruserunt et ejus castra sibi tradiderunt, qui ea detinet occu- pata ipsum electum quominus possessionein ipsius Argentinensis ecclesie et ejus castrorum assequatur impediendo quodque vos ipsum electum in patrem et pastorem animarum vestrarum recipere recusatis in magnum animarum vestrarum periculum, ipsius ecclesie et electi non modicum detrimentum, apostolice sedis contemptum et 25 scandalum plurimorum. de quo plurimum miramur et devotioni vestre compatimur et vehementius condolemus cum semper pre ceteris vos peculiares filios et devotos nostros reputaverimus et reputemus. quapropter devotionem vestram in domino exhortamur vobisque in virtute sancte obedientie precipiendo mandamus, quatinus pro nostro et apostolice sedis reverentia et animarum vestrarum salute, expulso exinde dicto in- 30 truso et semotis quibuscunque obstaculis, ipsum Wilhelmum electum tanquam patrem et pastorem animarum vestrarum devote recipientes et debita honorificentia prose- quentes ipsius electi monitis et mandatis humiliter intendatis ita, quod ipse in vobis devotionis filios et vos in eo per consequens patrem invenisse benevolum gaudeatis procerto scituri, quod si monita et mandata nostra quod non credimus adimplere forte 35 contempseritis apostolice auctoritatis partes aliter apponemus. datum Rome apud Sanctumpetrum id. novembr. pontificatus nostri anno quinto. .lob. de Maleficz. \In verso] Dilectis filiis magistro, consulibus ac comunitati civitatis Argentinensis. Str. St. A. AA. 1418. D. or. mb l. cl. Das Siegel ist herausgeschnitten. M#VWWMUUUIAAJUtAKJT7inMflfMARf'«*° patris obviare vos enim de dicta provisione sufficienter instructos credimus adjurantes si rebellium suasionibus in ea parte crederetis. eapropter in Christo dilecti amicitias vestras affectuose rogamus, quatenus mandatis apostolicis vos omnimodo obtemperantes placeat dictum dominum Guillelmum verum episcopum vestrum cum devotione debita et alacritate sincera apud vos admittere, recipere et tanquam verum episcopum >s vestrum in • omnibus tractare et a quibuslibet dicte ecclesie subditis ut talem honorari et tractari procurare velitis. scientes indubie altissimum tot et tantis probitatum et virtutum meritis dicti episcopi vestri insignivisse personam, quod merito gaudebitis vobis salubriter provisum de dicto episcopo extitisse. datum Rome mensis novem- bris die XX° ind. prima. 20 [In verso ] Egregiis et potentibus viris magistro . . consulibus et universitati civitatis Argentinensis. Philippus de Alenconio episcopus Ostiensis et eardinalis. Str. St. A. AA. 1418. or. ch. I. cl. c s. i. v. del. 810. Straßburg an Wilhelm von Diest als neuernanntem Bischof von Straß- 25 bürg: teilt mit , daß es in dem Bistumsstreit völlig neutral sei. 1303 November 22. Dem erwiirdigen herren, herren Wilhelme von Diest embieten wir Claus Mansze etc. unsern fr entliehen dienst und was wir eren und gutes vermügent. lieber herre. als ir uns verschriben habent, 1 wie das ir versehen sient zu der stift in unsere stat zu einem byschofe und darzü nieman anders reht habe danne ir, und das wir üch z« an uwerme rehten nit hindern wöllent, do wiszent, das wir einveltige leyen sint und uns umbe uwere und uwers Widersacher sache nit verstarb und uns euch nit ane gont und euch iemanne nöte an sinen rehten hindertent. do mögent ir uwer reht suchen, obe ir wellent unschedelich unserre stat, unsern bürgern und den unsern, also wir uwern gnaden des wol getruwent. ' datum die beate Cecilie virginis 35 anno 1393. Str. St. A. AA. 1418 nr. 1. cop. ch. coaev. 1 Vgl. nr. 807 den Brief Wilhelms vom 11 November. 1393 491 811 . Nicolaus episcopus Spirensis an Straszburg: wir danken lieh gar ilizzeklieh, daz ir uns die fruntschafft hant bewiset mit uwerm zolle ze laszen und auch sust baut laszen fürderlich sin Walther Lu man unserm bürgere zu Luterburg die selben wine zu bestellen . . . bittet seine Vermittlung anzunehmen ins einer Streitsache s mit seinem Amtmann zu Speier Swartz Reynhart von Sickingen . . sunderlich die wile er uch keinen schaden davon getan hat. datum Utenheim feria tercia post Andreae ap. a. d. etc. 93. Utenheim 1303 December 2. Str. St. A. G. U. P. lad. 215 nr. I. or. ch. lit. cl. 812 . Strassburg an Bischof Nicolaus von Speier antwortet auf obigen Brief: io Sickingen habe einen ihrer Bürger mehr als 30 Wochen gefangen gehalten, mehr denn 100 Gulden Wert genommen und ihn dann um mehr als 200 Gulden geschätzt. Wenn er das wiederkehren wolle, seien sie gerne zu einem Tage bereit. datum feria quarta proxiina ante diem S. Lucie virginis a. d. etc 93. 1303 December 10. G. U. P. lad. 215 nr. 1. cop. mb. coaev. 15 813 . Die Straßburger Gesandten Hans von Kagenech und Andreas Heilmann an ihre Stadt: berichten von ihrer Reise nach Böhmen und den politischen Verhältnissen daselbst. [Nürnberg] 1303 December 18. Unseren gewiligenn dienst befor und alles gut. liebenn lierenn. wir lont üch wissenn, daz uns der marggrofe und der vonn Wirttennberg und öch die von Oet- äo tingenn gar genedeklichenn und früntlichenn unns geleittet und gesehenken hant, daz wir uch zu rümende hant. wissent öch, daz wir uf disenn für gangenn samestag gen Nüerennberg kumen sint, und santent zu stunt uweren und unsern brief zu bereu Heinrich vonn Appesberg. do antwurtte er uns mit diseme briefe, der herin beslossenn ist. 1 do santten wir Kleselin zu stunt zü üme, und der rette mit üme 25 noch unserme geheisse, daz er zü uns kumenn ist gen Nüerenberg. und wir hant mit üme geret, daz er mit uns ritten wil gen Lebern, dez sint wir ziimole fro, wenne wir one in nüt truwettenn zü schaffende, öch wissenn, daz marggrofe Jost vonn Merhern und sin brüder grossenn krieg mittenander hant, und der künig vonn Ungern und hertzoge Obereth vonn Oesterich helffenn marggrofe Jost, und bet der 3o ander marggrofe Brokorp kein ander helffe dene, daz er in unsers herenn dez kü- niges slos us- und inrittet, so het der künig vonn Ungern einenn gar heftigenn er- neslichenn, undugenlichen brief geschiket unserme herenn demm künige, dovon nüt zü sribenn ist, also uns daz alles geseit ist. uns ist öch geseit, daz ein grosse sa- menunge in Mereren si. was derus werde, daz wissenn wir nüt. ouch wissenn, daz 35 hertzoge Friderich von Reigern dot ist. wissent öch, daz der büschof vonn Bobennberg und der büschof vonn Wirtzeburg und der burggrofe von Nüerennberg und hertzogenri Decbr 1 Liegt nicht mehr vor. 492 1393 Klemenn rette und ander heren, die do umbe gesessen sint, ein gros heimelich ge- spreche gehebet hant zii Niierennberg. was aber der Sachen si, daz wissent wir mit, wene daz geseit ist, daz in die grossenn dienste nüt wol gefallent, die ritter und kneht demm andern dünt. und süllent die korfurstenn uf dem Rine und die forge- nanttenn heren und die richstette, die derzii gehören, kürtzlichenn züsammene kumen 5 zu Mergeltheim und von demsellen dienste und anderer Sachen underreden. daz ist uns für wor geseit. und deruf het der landfride zu der Nuwenstat offenlich fürkünden, daz niemann denn anderen angriffenn sülle unerfolget. wer daz dette, daz wel menn richtenn und rehtfertigenn für ein röp. wissen och, daz der kunig kräng ist. und her Burschebo lit öch kräng bi Dachöwe und ist noch nit zu unserme herenn dem künige 1 » kumenn. ander merenn wissen wir zii dirre zit nut. empfmdenn wir ut fürbasser, daz lont wir üch wissenn. was uwers willenn ist, daz lont uns wissenn. öch wissenn, daz wir also morne vonn Nürenberg rittenn, wene uns herre Heinrich vonn Appes- berg gesumet hett. geheim an dunderstag for sant Dummans dag in demm 93 jore. Hans vonn Kagenecke und Anderes Heilman. 15 [In verso J Denn erberen wissenn, demm burgermeisteren und dem rat zu Stros- burg unseren lieben herenn dari debet. Str. St. A. AA. 115. or. ch. I. cl. Gedr. D. R. A. II, nr. 215. Reg. d Markgr. v. Bad. nr. 1609. 20 814. Bruchstück einer Münzordnung. [1303.] 1 [1] Also ein giildin vür 10 sol. den. gesetzet ist, do sol ie eins daz ander mitte weren ein güldin vur 10 sol. den. und sol ouch ie eins von dem andern ein giildin vur 10 sol. den. nemen, es sie an zinsen, galten, schulden oder köfmanschaft, wie daz genant ist. und sol in nieman höher geben noch nemen in denheinen weg. und wer 2 s daz verbrichet der bessert 5 tt. [2] Fürbasser ouch daz denne armelüte nit zii gar swerliehe besweret werdent und zii vaste an den kleinesten pfennigen verlieren!, do ist man eins erber mannes überkumen, der an der münszen sitzen sol und der lüte sol do warten und in sol grosse pfennige umbe kleine, die durch die riter vallent, geben, und sol man ebne 30 iegelichen menschen, daz do ein lot swer kleiner pfennige bringet, die durch die riter vallent, zwo nutze pfennige geben, item umbe ein halb lot ein untze. item umbe ein quinsin zehen pfennige und darnoeh noch margzal. do verlöret die stat an iedem lote sähen pfennige. und sol man usser den kleinen pfennigen andere pfennige machen, dieselben pfennige wil man also gut machen, also die besten gantzesten unbesnitten 35 pfennige ietzent sint. und sol man mit. namen zwei pfunt und ahte Schillinge pfennige uff ein marck gen. do wurt ein marck sehtzehen pfennige besser, denne eine marck ietzent ist. dieselben nüwen pfennige sol man Zeichen, alse die ersten pfennige 1 So datiert nach den Währungsbestimmungen von 1393. 1393 493 gezeichent sint, doch daz der gekürnete ranft an daz ende gemäht sol werden, und wo darüber ein solich nuwe pfennig an den körner gerüret oder gesnitten würde, den sol man darnach nit me nemen. [3] Es ensol nieman den andern trengen oder nötigen kein klein gelt zu nemende, 5 wer daz darüber dete und ieman also trengete oder nötigete solich klein gelt zu nemende, der sol bessern 5 tt., alz dicke er daz düt. und sollen! daz meister und rot rillten und rehtvertigen uff den eyt alz ein murde und ein dotslag, es werde geklaget oder nit. und sollen! es alle, die in dem rote sint, unde alle scheffele rügen und Vorbringen by irme eyde. io [4] Es sol nieman kein gemünszet gelt noch silber, wie daz genant ist, weder erlesen, zerbrechen, zersmeltzen, noch hinweg schicken in deheinen weg. wer daz verbrächet, der bessert fünf jor von unserre stat und git zehen marg silbers. [5] Wer es euch, daz ieman keine unerkentliche münsze bette oder gewönne, die nit genge und gebe were und der er gerne abekeme, soliche münszen, es sie von 15 golde oder von silber, sol ein ieglicher mensche dem hiiter oder dem, der von der stette wegen an der münszen sitzet, entwurten also gantz. und der sol dem menschen also vil darumbe geben, also solich gelt denne wert ist. und usser dem unerkent- lichen gelte sol men denne anderre nuwe pfennige machen, und süllent daz die münsere sünderliche sweren. doch sollen! die goltsmide daz halten mit verguldende 20 oder mit kleinnöttern zü machende, alz daz von alt her körnen ist on geverde. [G] Es sol ouch kein unser burger noch nieman der unsern noch nieman von iren wegen an keiner nuwen münszen, do men pfennig sieht oder slahen wil, wo daz were weder teile noch gemeine haben noch darzü roten helffen oder sin stüre darzü dün in denhein weg one alle geverde. und wer daz verbrächet, der bessert zehen jor 2 5 von der stat und git zwentzig mark silbers. [7] Es ensol ouch nieman von dem andern keinen kleinen pfennig, der durch unser riter vellet, noch keinen andern bösen pfennig, es sient Heidelberger, Mansheimer oder anderre böse pfennige, nemen. wer daz verbrächet, der bessert 5 tt. und wil man ouch lute darüber setzen, die dieselben pfennige zersnident, und sunderliche so sollen! 30 alle unserre ungeltere, an weihen ambahten die sint, scheren by in haben und solche böse pfennige zersniden, durch daz man der kleinen und der bösen pfennige abe kumme. Dis haut alles schöffel und amman erteilt. Str. St. A. AA. Monnaie lad. 24 nr. 13. conc. ch. 815 . Bruchstück einer Miinzordnung. [isus.p [1] Es süllen alle münser, die zü bang sitzen und wessel triben und die über fünfzehn jar alt sint, sweren an den heiligen einen güten rineschen güldin vür zehen Schillinge pfennige zü nemende. und mögen! in herwider us geben umb einen und 1 So zu datieren nach den Währungsbestimmungen von 1393. Vgl. Cahn. Münz- und Geldgesch. *o von Straßburg. 494 13S3 zehen Schillinge Pfennige und mit hoher, item einen ungerschen güldin, einen behein- sclien güldin, einen Gennöwer güldin oder einen duckaten süllent sh umb eilfthalb Schilling nemen. und mügent in umb einen und eilftehalb Schilling herwider usgeben und nit hoher, zu glicher wise süllent sü einen alten francken um eilf Schillinge nemen und umb einen und eilf Schillinge her wider us geben und mit hoher, also süllent sü öch nobel und schilt noch margzal nemen und geben one geverde. noher mügent sü die vorgenanten güldin alle wol geben. [2] Sü süllent och by demselben eide kevn gemünset golt noch silber, wie das genant ist, weder erlesen, zerbrechen, zersmeltzen noch enweg schicken in deheinen weg. wer es öch, das ir keiner kein unerkentliche münse bette oder gewüne, die mit genge und gehe were, und der er gerne abekeme, soliche münsze, es sy von golde oder von silber, süllent sü dem lmter oder dem, der von der stette wegen an der nninsen sitzet, entwürten also gantz und der hüter, oder der von der stette wegen do sitzet, sol dem münser also vil darumb gehen, also solich gelt danne wert ist. und usser dem unnerkentlichen gelt sol man danne ander nuwe Pfennige machen. [3] Es ensol och irre keiner noch nieman von iren wegen an keiner nuwen münsen, do man Pfennige sieht oder slahen wil, wo das were, weder teil noch gemein haben noch darzü raten, sturen oder helfen in deheinen weg one alle geverde. und wer das verbrächet, der bessert zehen jar von der stat und gyt zwentzig marg silbers. was silbers öch unser burger oder die unsern in unser stat oder in disem bistüm köffent, das süllent sü mit von der stat schicken noch schaffen getan werden in deheinen weg. wo aber unser burger oder die unsern anderswo uswendig dis bistiimes silber köffent, es sy zu Franekenfurt, zu Kölle oder anderswo, das silber mügent sü schicken und füren, war sü wöllent one geverde. breht aber ein lantman silber herzu verkoffen und dulite in, wie er das silber mit wol noch sinen willen verkoffen muhte, der mag das silber wol wider enweg füren one geverde. welre lantman also silber zii unserm stog bringet, dem sol Klein-Hens Pfaffenlap oder der, der von unserre stette wegen do sitzet, sehs güldin umb ein marg silbers geben. [4] Es ensol aber kein lantman noch nieman anders kein silber von unser stat füren, es sy gebrant silber, verwürcket silber oder gefleckete (ge)schirre, wie das genant ist, der kein silber herbringet, und wer das verbrächet, dem sol man das silber gerwe nemen und zu sime libe und gut rihten und rehtfertigen uf den eit. dis süllent alle münser, die zu bang sitzent und wehsei trüben, alle goltsmide, alle underköffer, die domitte umbe gont, und och alle köffeler, die do mitte umb gont, sweren an den heiligen zu haltenden und zfi follefüren. sü söllent och sweren, wo sü beduncket, wo iemanne der gebrant silber oder verwürcket silberin geschirre koffen wil und der es enweg schicken wölle, das sü es dem nüt zu köffe geben, wenne sü süllen es meister und rat rügen und fürbringen. 5 10 15 20 25 30 35 Str. St. A. AA. lad. 24 ur. 13. conc. ch. 1394 495 816. Bruchstück einer Miimordnung . 1 [ 1393 .] [1] Man sol mit namen keine andere böse pfennige neinen, es sient Heidelberger, Mansheimer noch keine andere böse pfennige. [2] Die pfennige, die also bescheidenliclie besnitten sint, sol man ein wile loszen 5 also gen, durch daz die menige zu stunt nit z'i gar swerliche besweret werdent. doch so sol man harnoch, so man erste mag, darüber sitzen und versorgen, daz man dieselben bescheiden besnitten pfennige ouch nit me neme. [3] Also man ein güldin vür 10 sol. den. gesetzet und ie eins daz ander domitte weren sol und in eins von dem andern nemen sol, es sie an zinsen, galten, schulden io oder an koufmanschaft, wie daz genant ist, do sollent die münsere ein guten rinschen güldin vür zehen Schillinge nemen und herwider uszgeben umbe einen und 10 sol. und nit hoher, minre mögent sie wol nemen. also sollent sie ouch alle ungersche, behemsehe, Gennöwer, [Florentiner] 2 duckaten güldin umbe 10 '/ 2 sol. nemen und her wider uszgeben umbe einen und 10 ] / 2 sol. und nit hoher, noher mögent sie sie 15 wol geben, zu glicher wise söllent sie ein alten francken umbe 11 sol. nemen und umbe einen und 11 sol. gelten und nit hoher. [4] Also man ouch ein erber man an die münsze setzen sol, der der lute do warten sol und in grosze pfennige umbe kleine, die durch die riter vallent, geben sol, do sol man eim iegelichen menschen, der do eins lotes sweres kleiner pfennige bringet, 80 die durch die riter vallent, 3 sol. den. geben, umbe ein halb lot 18 den. und umbe ein qwinsin 9 den. und das noch margzal. do verlöret die stat an jedem lote uf 3 den. [und nit me]. 3 Str. St. A. AA. Monnaie lad. 24 conc. ch. 817. Ritter Heinrich Kemmerer beurkundet einen zwischen ihm und der Stadt 25 Strassburg wegen der Ankündigung künftiger Fehden durch Pfalzgraf Ruprecht II. gemachten Satz. 1391 Januar 2. Str. St. A. G. D. P. 165. or. ch. Heg. Koch und Wille, nr. 6725. 818. Markgraf Rernhard von Raden an Meister und Rat zu Strassburg: beglaubigt 30 als seinen Abgesandten Heinrich von Mülnheim. Pforczheim feria secunda ante Epiphanias domini anno 1394. Pforzheim 1391 Januar 8. Str. St. A. AA 85. or. ch. Reg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1610. 1 Wold wenig später erlassen als die beiden obigen Ordng. in demselben Jahre, als sich die darin 35 getroffenen Maßregeln zum Teil als unpraktisch erwiesen hatten. 2 gestrichen und duckaten darüber geschrieben, ch. 3 ist gestrichen. VI. 63 496 1394 819 . Rechnungsablage Uber einen durch Cuntze Lentzelin im Aufträge der Stadt besorgten Silberverhauf. 1394 Januar 8. Also ich Cuntze Lentzelin . . . oles unser herren meiste? unde rote verrechent daz silber, daz mir befohlen wart, das laut abe ze fürende zu verköffende und ouch die guldin, die ich innam von den hülfen, die die stat von Straszburg zu Mentze, zu Spire und zu Franckfurt verkokt baut, also daz in miner rechenunge davor in diseine kostbüche eigenliche verschieben stot. und ich an derselben rechenunge schuldig bleip zu verrechende drü dusent guldin, vierhundert guldin, sehtzig unde fünf guldin. und mir darnach Hug Süsze ouch gegeben fünf hundert güldin zu eineme mole und dar noch aber hundert und drissig güldin zinse do niden an im lande usz ze rihtende, sepibr.gg. die do vielen! uff saute Michels tag und saute Martins tag noheinander aller nehest vergangen, do ist zu wiszende, das ich von dem vorgenanten gelte wider uszgegeben unde geentwurtet habe zwey dusent güldin und vierhundert güldin Hug Süszen. so habe ich von den vorgenanten guldin gegeben und geentwurtet sehshundert güldin, fünfzig güldin, zwene güldin und fünf grossen den personen zu Mentze, den sovil güldin uff der stette von Stroszburg uff saute Michelstag nehest vergangen von lipge- dinge verfallen was. So habe ich geben und geentwurtet hündert güldin, zwentzig güldin und ahte güldin gen Franckfurt den personen, den die stat lipgedinge und widerköffe verfallen sepfbr. 29 . was zu gebende uff saute Michels tag nehest vergangen. Item so habe ich gegeben und geentwurtet gen Spire fünf hundert güldin, zwentzig guldin minre den personen, den die stat lipgedinge und widerköffe verfallen waz zu gebende Novbl 3 . h. ZU saute Martins tag nehest vergangen. Item so habe ich gegeben und geentwurtet hern Heinriche zürn Jungen zu Mentze zwey hundert güldin, zwentzig güldin unde einen güldin, die man schuldig was ouch von der Rinbrucken wegen. [Item so habe ich geben viertzig güldin und drie grossen herrn Cünrat Armbroster umbe gezüg zu armbrosten. der gezüg ist der stette.] 1 Item so habe ich geben Hans Fritzen von Spire dem eiltern ahtzig güldin und einen güldin vür den underköff und zoll, den die stat schuldig was von der köffe wegen, die zii Spire geschoben!. Item so habe ich geben fünfzig güldin, sehs güldin und fünf grossen Heitze Scheuchen zu Mentze von des underkölfes wegen, den die statt geben moste von den köffen der lipgedinge, die die stat verköft hat zu Mentze. Item so habe ich uszgegeben 25 guldin minus 8 grossen in vilerleyge wege daz silber in vasz zu slahende, daz hinabe geschicket wart, hi nahe zu fürende, zü under- köffende, zü wegende, zü underköffe, knehten zü lone und zü zerunge, die güldin herwider uffe zu bringende und in vil ander wege. und do daz innemen und uszgeben alles gegen ein ander uff gehaben und abegeslagen wart, do bleip ich der vorgenante Cüntze Lentzelin an der obgenanten rechnunge schuldig 50 güldin unde drie grossen, die ich ouch Hug Süszen. . . . 5 10 15 20 25 30 35 40 1 Gestrichen. 1394 497 Actum feria quinta proxima post diem f'esti epiphanie domini anno 94. und worent by diser rechenunge her Claus Rihter, dem man sprichet Dütscheman, her Claus Berer, Claus Klobelöch und Jacop Fryburg etc. Str. St. A. AA. Monnaie. lad. 24. nr. 8. conc. ch. 5 1120. Meister und Rat von Straßburg ersuchen Wilhelm von Diest erwählten Bischof von Straßburg, einen Sühnelag mit Burckard von Lützelstein in ihrer Stadt anzuselzen, und sichern ihre Vermittlung und Hülfe zu. 1304 Januar 10. Dem erwurdigen herren, herren Wilhelm von Dyest embieten wir Claus Manse der meister etc. unsern fruntlichen willigen dienst, gnediger herre. uns hant uwere io frunde und erbern hotten uwer meynunge wol geseit und wände wir sunderliche gerne sehent, daz die sache also von dez bystnmes wegen von Strazburg fruntliche und gütliche verrihtet und übertragen möhte werden, darumbe so bittent wir uwer gnode, das ir einen gütlichen dag mit hern Burckarte von Lützenstein in unserre stat leisten wellent, so wellent wir allen unsern ernste darzü keren und versüchen, obe ir i5 fruntliche mitenander verrihtet und übertragen werden mügent. und wellent ir denselben dag also in unserre stat leisten, so lant uns den dag zitlich vorhin wissen und benennent uns denselben dag, wenne er sin sülte, so süllent ir denselben dag und vier dag darnach des nehsten getröstet sin und die mit uch varent in unserre stat zu Strazburg und zü uns und von uns zu farende vür uns und die unsern und 20 vür herrn Burckart von Lützelstein und die sinen. und zü glicher wise süllent öch dieselbe zit getröstet sin herr Burekart von Lützelstein und die mit ime varent ume üch und die uwern. also werden! ir uf demselben dag nit mittnander verrihtet, das danne ir und die uwern widerumbe von uns varent unschedeliche uns und den unsern. und hant ihr darnach ützit von uwern wegen zü vordernde, daz mügent ir tün und 25 sient uch darnach alle uwere rehte behalten, und wissent, daz wir dis ouch also geworben hant mit unserre erbern botschaft an herrn Burckart von Lützelstein, uwer entwurte wellent uns darumbe wider lassen wissen. datum sabbato proximo post diem santi Erhardi episcopi anno domini 1394. Str. St. A. AA. 1418. conc. ch. 30 821 Wilhelm von Diest, Erwählter von Straßburg an die Stadl Strassburg : ist bereit vor dem Rat einen Sühnetag mit Burckard von Liitzelstein zu leisten. [1304] Januar 11. Den erbern wisen und bescheiden, dem meister und dem rate zü Strazburg en- buten wir unser liebe und früntschaft in gantzen truwen. und alz ir uns geschriben so hant, das wir einen dag wellent leisten mit her Burckart von Lützelstein vor üch zü Strazburg, do lont wir üch wissent, daz wir niergent lieber tage mit yme leistent wan vor üch. und wellent gerne einen tag leisten myt her Burckart von Lützelstein vor üch zü Strazburg von morne über ahtage, daz ist des nehsten mendages nach 498 1394 januari9. dem zwentzigesten tage, also daz wir und alle, die mit uns nf den tag ritent, sicher sint dar und dannen vor herrn Burckart von Lutzeistein, sinen brudern und vor aller menglich von sinen wegen, also sol er und alle, die mit ym den tag ritent, ouch sicher sin dar und dannen vor uns, unser brüder und aller menglich von unsern wegen ungeverlich. ouch sol er nit yn dez stilles hof zu Strazburg ziehen, also s wellen! ouch wir nit drin ziehen, uwer verschieben entwerte lont uns in zit verschieben wider wissen. geben uf sondag nach Erhartes tag dez bischofes. Wilhelmus de Biest electus et confirmatus ecclesie argentinensis. Str. St. A. AA. 1420. or. ch. I. cl. 1( 822. Herzog Leopold von Oesterreich an Meister und Rat von Strasshurg: teilt mit, dasz er dem Markgrafen Bernhard 9000 Gulden geschuldet und dafür Horw mit der Bedingung versetzt habe, dasz die Einnahmen aus der Stadt von seiner Schuldsumme abgezogen werden. Da sich jetzt der Markgraf nicht darauf einlassen will, hat er Horw wieder in Eid genommen. Andern Berichten sollen sie nicht glauben. >5 geben in Friburg in Brissgow an suntag vor Hilarii 94. l'reiburg 1394 Januar 11. Str. St. A. AA. 79. or. lit. ch. cl. 823. Wilhelm von Diest, erwählter Bischof von Straßbitrg, verhiindigt, dass er freies Geleit von und nach Straßburg erlangt habe. 1394 Januar 16. so Wir Wilhelm von Diest electus zu Strosburg künden! mengelichem mit diseme briefe: also die erbern wisen unsere guten frunde, meister und rot der stelle zu Stroszburg uns zu liebe und zu fruntschafft trostunge geben hant uns und allen den, die wir mit uns bringen!, die nit uffe der stelle zu Stroszburg schaden gewesen sint one in offenen krigen, wenn wir in diseme nehesten monote zu in kumment, das 25 wir denne bi in in irre stat Stroszburg ahte tage getröstet sollen! sin unde so lange darnach bitze sie uns abesagent, das wir, so wir by sie in die stat Stroszburg also kommen!, unsere briefe und reht, die wir haben!, von unserme heiligen vatter, den bobiste oder andern über das bystüm zu Stroszburg sollen legen und zögen der stelle zu Stroszburg pfaffen und ouch den gemeinen pfalfen in der stat Stroszburg, 30 die meister und rot zu Stroszburg darzü schicken!, es sient pfalfen von den stiften und von orden in der stat, do ouch wir oder unserre hotten unde der stelle von Stroszburg erbern hotten zugegen sin sollen! uns und der stat beden siten unschedeliche. unde wenne die pfaffeheit unde erbern hotten unserre briefe unde reht gesehen! und gehören!, werden! wir und die stat denne eindrehtig, das ist gut. ss würden! wir aber nit eindrehtig, in weihen weg das kerne, wenne denne noch den achte tagen die stat von Stroszburg uns abesagent, so sollen wir und die unsern vor der stat und den iren wol getröstet sin ungeverliche vier tage dar noch noch demme, so uns abegeseit wärt, und sollen wider von der stat varen unde sollen ynen keinen schaden dun noch schade sin, alle die wile wir in der stat sint, es sie mit unsern « 1394 499 briefen oder rehten zu besehende oder mit kennen (!) oder andern brieten, und ouch so wir von der stat varent, so sollen wir noch nieinan von unsern wegen kein gebot oder briet in der stat diin oder hinder uns loszen in der stat, domit die stat oder die Iren zii schaden oder zu banne körnen mögen one alle geverde. doch wenne wir 5 von der stat Stroszburg kumment, so mogent wir unser reht suchen, also sich daz geheischet. alle vorgeschribene dinge unde iegeliches besonder geloben! wir der obgenante Wilhelm von Ölest by unserre worheit und guter truwen zii haltende und zu vollefurende one alle geverde. unde des zii eiine urkunde so haut wir unser ingesigel geton hencken an disen briet. datum anno millesimo trecentesimo nona- io gesimo quarto feria sexta ante diem sancti Anthonii confessoris. Str. St. A. AA. 1418. or. mb. I. pat. c. sig. pend. — Ibid. cop. ch. coaev. 824- Herzog Leopold von Oesterreich an Strassburg: teilt mit, dass er im Falle eines ihm sehr unerwünschten Krieges zwischen den beiden Prätendenten, Wilhelm und Burckard, sich zu letzterem als seinem alten Verbündeten halten müsse und i5 bittet die Stadt wenigstens neutral zu bleiben, wogegen er etwaige Differenzen zwischen Burckard und der Stadt gerne Ausgleichen wolle. geben zu Ensesheim an tri tag vor sauet Pauls tag conversionis anno . . . nonagesimo quarto. Ensisheim 1394 Januar 23. Str. St. A. AA. 1420. or. ch. I. cl. 20 825. König Wenzel, an die Stadt Straßburg und ihre früheren Gegner: teilt mit, dass er aus näher bezeichnten Gründen den angesetzten Silhntag auf den , 1 Mai verschieben müsse. Betlern 1394 Januar 25. Wir Wenczlaw von gotz gnaden römischer künig zu allen ziten merer des riclies und künig zu Beheim embieten dem erwirdigen bischof zu Strazburg, dem hochge- 25 bornen Bernharten marggrafen zu Baden, den edeln Eberharten grofen zu Wurtemberg und den andern herren, die mit in des krieges gewesen sint wider die stat Strasburg, an einem teile und dem meister, rate und bürgern gemeinlichen der stat zu Strazburg an dem andern teile unsern und des riclies lieben getruwen unser gnade und alles gut. wie wol daz sy, das wir nehesten umbe alle Sachen und Ansprachen, die ir 30 gegeneinander habet, einen tag gemachet und verlenget haltent uf den nehsten unsere frowen tage der lichtmesze, also das alle Sachen in gutem besten soltent, so wollen! Febnmri. wir in derselben zit unsere rete mit voller gewalte darzii schicken, das soliche Sachen früntlichen oder mit dem rehten zwüschent üch hin gelegt und verrihtet würden, als das in denselben ufslage briefen, die wir beidersite darüber gesaut haben, eigentlichen 35 begriffen ist. iedoch do wir weren in dem willen unserre rete uf denselben tag zu schicken, do erhüben sich soliche kriege und zweyunge zwüschen den hohgebornen gasten und Procopen marggrafen zu Merhern unsern liben vettern und fürsten, so körnen uns ouch zu banden zu mole trefliche und notliehe geschefte mit dem durch- lühtigesten fürsten herrn Sygemunden künige zu Ungern unserm lieben brüder, der 40 darumbe zu uns gen Präge kumen ist, das wir derselben unsere rete zu disem mole 500 1394 in deheine wise nit emberen möhten. und dovon so haben wir mit wolbedohtem mute und rehter wissen sollichen tag verleugnt und ufgeslagen, vürlengen und uff- Mai /. slahen den in kraft dis briefes bicze uf den nehsten sant Waltpurgtag also, das alle Sachen in gutem und libe bicz uf denselben tag besten und hüben sollen in allermassen, Februars, als die uf unsere frowen tage liehtmesse ulfgeslagen und bestanden sint, doch also d das bede ir herren und ouch die stat ze Strazburg alle zinse, die vervallen sint, alz ir die sune uf genommen habent, einbringen und infordern söllet und müget mit geistlichem gerillte und niht mit pfandungen. ouch so müget ir beider site alle uwere schulde, die vor anefange dis Krieges ein teil dem andern schuldig ist hüben, noch lute uwere briefe und guter kuntschaf't gegeneinander infordern und inbringen und 10 sol ouch iegliches teil dem andern bezalen oder sich gütlichen mit ime rihten one Widerrede als billich ist. und gebieten üch darumb ernöstlichen und vesteclichen mit diseme briefe, daz ir bedersite die egenanten ufslahunge in guten halten und besten lasset und ouch alle Sachen, als do vorgeschriben stat, haltet und vollefuret by behelt- nisse uwere rehten, als lieb üch sy unsere swere Ungnade zü vermiden. mit urkünde is dis briefes versigelt mit unserm uf getrucketem ingesigel. geben zürn Betlern nach Cristus gebürt drüczehenhundert jare und darnach in dem vier und nunczigesten jare an sante Paulus tage, als er bekert wart, unsere riebe des beheimschen in dem ein und drissigesten und des römischen in dem ahtezehenden jaren. Str. St. A. AA 112 nr. 159/60. cop. ch. coaev. 20 Auszngl. gedr. Rapp. Urlcb. II nr. 384. Reg. d Markgr. v. B. nr. 1613. 826. Götze von Nagelsberg, zugleich als Bevollmächtigter Jölers von Entzeberg verkündet, dass er bezüglich seiner Anssprüche, die er «von nome wegen» an die Strassburger hat, gesühnt ist und mit ihm Jöler. Sie versprechen, keine Forderung n mehr zu erheben. geben an dem nehsten fritage vor unser frowen tage der licht- mesze in dem jore 1394. 1394 Januar 30. Str. Str. A. G. U. P. lad. 166. or. mb. lit. pat. e. sig. pend. 827. Burkard von Lützelstein, Erwählter von Strassburg an Strassburg: bittet, dem Eberlin von Griffenstein, «der von ernstlicher sache wegen, die uns antreffen t» in Strassburg zu thun habe, einen 4 oder 5 tägigen Aufenthalt in der Stadt zu gewähren. gebin zü Offenburg dez mittwochen nach der lihtmesse. Offenburg [1394 Februar 4], Str. St. A. AA. 1417. or. ch. I. cl. 30 828. Straßburger Gesandte an Meister und Rat: berichten Uber ihre Unter- s& handhingen mit dem Domprobst Bur har d von Lützelstein und die Ansetzung eines neuen Tages. Schlettstadt [1394 Februar 9]. Unsern willigen dienst bevor, lieben herren. wir lassen! üch wissen, daz wir zwüschen unserm herren von Strazburg und dem tümprobst getedinget haben, daz 1394 501 wir getruwen, daz die sache zwiischen in zu gutem ende kommen sSlle und habent dez tag gemäht gein Strazburg vür daz cappittel, da ouch der bischof und der tüm- probst selber gegenwärtig sin sähen, und daruf hat der tümprobst mit uns geredt, daz er getröstet sie zu Strazburg, alse daz büch stat. dez haben wir uns nüt ange- 5 nommen. doch duncket ez uns gut sin, daz ir in tröstent zü üch in die stat und die wile er da ist. und lant uns dez zü stunt uwer antworte wissen, wanne er daruf mit uns hinabe ritet. besigelt mit dez Lymmers ingesigel. geben zü Sletzstat an mentage vor sant Veltins tage. Heinrich von Mülnheim ritter Heinrich io Lymmer und Hans Bock. [In verso ] Dem vorsichtigen wisen, dem meister und dem rate zü Strazburg unsern lieben herren. Str. St. A. AA. 1420. or. ch. I cl. 829. Heinrich Graf zu Saarwerden, Herr zu Rappoltstein und Hohenack beurkundet, i5 dass ihm zur Entschädigung für die Dienste, die er dem früheren Strassburger Bischöfe Friedrich von Blankenheim in dem Kriege gegen die Stadt Strassburg geleistet und für die Verluste, die er in demselben erlitten, sowie für zwei von dem genannten Bischof herrührende Schuldbriefe sein Nachfolger Burkard, erwählter Bischof zu Strassburg, Burg und Stadt Zellenberg und das Dorf Bennweier als Pfand für 1500 20 Gulden und ausserdem einen Schuldbrief über 1958 Gulden übergeben hat. 1394: Februar 10. Colmar. Bez. A. or. mb. c. s. p delaps. Gedr. Happ. Urkb. II nr. 386. 830. Volmar von Lützelstein der Dekan des Domkapitels an den Gustos desselben: 25 lassint üch wissen, daz unser herr von Straszburg und die stat von Straszburg uns ernstlichen gebetten band von unsers tümpropst wegen, daz man dem einen andern brief gebe über die Muntat. were es sach, daz im der brief nit werden mäht von dem her- zogen von Oesterich, do bitten wir üch mit ernst, daz ir forderlichen zü disen Sachen tügint und kommet, wan wir capitel darzü gemacbet hand, als es gewonlichen ist. und so ist daz erst capitel uff den nehsten schürtag, wan wissent, wa daz nit geschehe und März t. gesumet wurde, daz sölicher unrat und gebreste, darin vieli, der uns schedelich und verderblich were und unser stift derselben Muntat enerbet wurde, besigelt mit Vol- mars von Lützelstein unsers dechans insigel. geben an zinstag vor sant Mathias tag. [1394 Februar 17.] 35 Str. St. A. AA. 1420. cop. ch. coaev. 831. König Wenzel erteilt den beiden Strassburger Gesandten Ritter Hans von Kageneckc und Heylman freies Geleit für die Rückreise von Prag. geben zu Präge an sand Peters tage stulfeyer a. reg. hob. 31 reg rom. 18. Frag 1394 Feb't'uar 22. 40 Str. St- A. AA. 114 nr. 5. or. ch. I. pat. c. s. i. v. 502 1394 832 . König Wenzel befiehlt allen Schuldnern von Straßburg , ihre ans der Zeit vor dem Kriege herrührenden Schulden mit der Stadt zu begleichen , Prag 1394 Februar 22. Wir Wenczlaw von gotes gnaden römischer kunig zu allen czeiten merer des reichs und kunig zu Beheim entbieten allen fürsten, geistlichen und werntlichen grafen, freyen herren, dinstluten, filtern, knechten, gmeinscheften der stete, merkte, und dorffere und sust allen andern unsern und des reichs undertanen und getrewen, die den bürgern von Straspurg schuldig sein, unser gnade und alles gute, als wir nehsten zwischen fürsten und herren an einem teyle und der egenanten stat zu Strazburg an dem andern teile einen ufslage gemacht und bestalt haben bis uf den Mm i. nehsten sand Walpurg tage, also das alle Sachen czwischen euch beyderseyte in guten besteen sullen, doch also, das beide fürsten und herren und sust allermeniclich den egenanten bürgern von Straspurg und die von Straspurg widerumb den fürsten und herren alle ire schulde, die sie vor anfange des kriges gen einander schuldig blieben sind, noch laute irer brive und guter kuntschaft geneinander einfordern und einbrengen mögen und das ouch iglichs teile dem andern beczalen sulle oder sich mit im gütlichen richten, als das in denselben ufslage briven eigentlichen begriffen ist. dovon so gebieten wir euch allen und ewr iglichin sunderlich ernstlichen und vestic- lichen mit diesem brive, das ir den egenanten von Straspurg sulche egenanten ire schulde richtet und beczalet noch laute irer brive und guter kuntschaft oder ouch sust gütlichen mit in richtet, das sie genüget, als wir euch des genczlichen glauben und getrawen. und fuget das also, das furbas mere an uns darumb kein clage kumen durfte. geben zu Präge an sand Peters tage stulefeyer unserr reiche des behe- mischen in dem 31 und des römischen in dem 18 jaren. Str. St. A. AA. 107. nr. 71. or. ch. lit. cl. 833 . Die Räte von Rufach, Sulz, Egisheim und die Gemeinden der Dörfer und Thäler im Ober-Mundat an Strassburg: senden botten, die ettewas mit üch ze redende hant und üch fürlegende werden! von unsern wegen und der Muntat 1 und beglaubigen dieselben. datum sub sigillis opidorum nostrorum . . . feria 6 ante Invocavit. [1394 März 6.] Str. St. A. AA. 1410. or. ch. I. pat. c. 3 sig. i. v. impr. 834 . Herzog Leopold von Oesterreich an Strassburg: als uwr boten nu nächst hie by uns gewesen sind, mit den wir geredt haben, daz ir uns liessent wissen, in welher mazz ir den von Dyest ufgenomen haben! zu einem byschofen, das aber ir noch nicht getan haben!, bitten wir vch, daz ir uns noch unverczogenlich lassen! wissen, wie und in welher mazz ir in ufgenomen haben!, uns ist ouch furbracht, wie derselb von Dyest mein uf den erwirdigen hern Burkarten von Lüczelstein er- 5 10 15 20 25 30 35 1 Vgl oben den Brief vom 17 Februar. 1394 803 5 weiten des byschtums zu Strazburg und in unserer land zu ziehen und in zu schädigen an sinen luten und gutem, bitten wir vch aber, daz ir mit demselben von Dyest redend und in wisent, daz er das nicht tu. bette aber er mit demselben von Lüczel- stein lebt zu schaffen, daz er das tu mit geistlichen rechten, wan wir anders denselben von Luczelstein und ouch ander unser land und lute mästen schirmen. geben zu Ensesheim an samstag vor der alten vasnacht anno domini etc. nonagesimo quarto. Ensisheim 1,394 März 7. Str. St. A. AA. 1420. or. ch. I. cl. 835. Ottemann von Ochsenstein an Strassburg : teilt mit, dass Hannemann von io Bitseh sich bei ihm über unverschuldete Angriffe und Schädigung durch Strassburger Leute beklagt und ihn um Vermittlung eines Sühnetages zu Hochfelden ersucht habe, gehen an dem sunnentage vor sant Oertrude anno 1394. 1,394 März 15. Str. St. A. IV. or. ch. lit. cl. c. sig. in v. impr. 836. Herzog Leopold von Oesterreich an Strassburg: uwer erbern boten. 15 habent uns erzalt und zu erkennen geben uweren gelimpf und was üch dartzu bracht hab, daz ir den von Dyest ufgenomen habt und das haben wir wol verstanden. . . Für ihre Streitigkeiten mit Burkard von Lützelstein erbietet er sich nochmals als bevollmächtigter Vermittler und bittet wiederum den Bischof Wilhelm von kriegerischem Vorgehen abzuhalten. geben zu Ensesheim an montag nach dem sunntag Reminis- 20 cere 94. Ensishei in 1394 März IG. Str. St. A. AA. 1420. or. ch. I. cl. 837. Johann von Scharfenstein und Werner von Mülnheim an Bischof Wilhelm von Diest: melden aus Prag vom Hofe . . . wie doch wir gar grosz widersetz und hindernüsse mit manigvaltiger sumnisse gehept liant., so ist doch von gots gnaden 25 uwer relit fürgangen, daz uwer Sachen schlecht sint und unser herre der künig üch für einen byschof haltet und üch uwere regalia git und anders hillffe, alls ir das alles gar bald von uns fürnemend werdent mit gottes liilff. darumb so lazzent üch nieinan abewysen und haltent uwere recht festeklich. datum Präge quarta feria ante Oculi. Prag [1,394] März IS. Str. St. A. AA. 1420. or. ch. I. cl. , 30 838. König Wenzel an Wilhelm von Diest «erwählten» Bischof von Strassburg: drückt seine Zustimmung und Befriedigung aus, dass derselbe gewählt sei und fordert ihn auf, die Belehnung mit dem Temporalien baldigst bei ihm nachzusuchen. datum Präge die 19 martii reg. nostr. a. boem. 31 rom. 18. Prag 1,394 März 19. Str. St. A. AA 114. nr 6. or. ch. I. cl. (latein) VI. 64 jij! 'ji-Y HÜ 839. Die Gesandten König Wenzels an Straßburg teilen mit, daß sie seine Bevollmächtigten am 5 April in Heidelberg erwarten, um mit ihnen in Gegenwart Ruprechts von der Pfalz zu verhandeln. Heidelberg 1394, März 22. Von uns Fridrich graf zu Ötingen hauptmann dez landfridens in Swaben und camermeister unsers gnedigen herren dez römischen Königs. 6 Unsern grüz vor. lieben frund. wir lazen euch wissen, daz unser gnediger herre der römisch kunig uns Hanssen Heckei von Amberg und Chunraten Lehein zu ewch geschickt hat mit glaubzbriefen etwaz mit euch zu reden von der lewff wegen, die sich dann zwischen unsers herren dez kunigs gnaden und eur verlouffen hat, doch daz wir daz vor unserm herren hertzog Ruprecht dem eitern mit ewch reden sullen. io darumb lieben frund, so bitent wir ewch mit allem ernst vlissig, daz ir ewr erber botschafft mit gantzem vollem gewalt hieher gen Heidelberg für unsern herren hertzog Ruprecht den eitern tuent von nü an suntag schirst kumpt über aht tag, daz ist ApHi s. der suntag, alz man singet judica in der vasten, da wir auch also sin wollen, und dann davon unsers herren dez kunigs wegen mit ewch reden und uberein werden is wällen von der sach wegen, alz uns dann enpholhen worden ist uff die glaubzbrief, die wir dann haben von unserm herren dem kunig, und daz wir im auch ein antwurt darumb wider wissen zu brinngen. und belibent nit uss, wann wir auch uff dem tage vorgenant zu Heidelberg sin wollen und auch iuwer botschafft also legen wollen, geben zu Heidelberg an suntag Oculi anno 94. 30 \In verso ] Den vrömen wisen dem ammanmeister und gemeinlich dem rat der stat zu Straszburg unsern guten fr finden. [.Beiliegender Zettel] Auch wissent, daz er uns auch empholhen hat mit ewch ze reden von dez landfriden wegen, wie der gesterkt werde und von der muntz wegen, wie die gebessert werde und auch von andrer nottlicher notturfft wegen, die dann 25 landen und luten notturlftig ist, als wir ewch wol sagen wollen, so wir zu ew kumen. Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49. B. or. ch. I. cl. 840. Ottemann zu Ochsenstein an Strassburg: bittet um Nachricht, ob er den früher durch ihn vermittelten Frieden mit Hannemann dem jungen von Ritsch von M Apriiih. Mittfasten bis acht oder vierzehen Tage nach Ostern verlängern dürfe. datum 30 ‘ vigilia annuntiationis anno 1394. 131)4 März 24. Str. St. A. IV, 12. or. ch. lit. cl. 841. Strassburg an Herzog Leopold von Oesterreich über die Aufnahme des Erwählten Wilhelm von Diest: lassen uwer gnade wissen, das wir hern Wilhelm von Dyest zu ebne byschofe zu Strazburg empfangen hant nach sage der bullen und briefe, die unser heiliger vatter habest Ronifacius zu Rome ime versigelt gegeben bet, die ouch die pfaffheit geistlich und weltlich by uns und oucli wir gesehen und gehöret hant, alse ouch uwere erbern hotten uwern gnoden vormals verkündet und geseit hant . . . Desshalb müssten sie auf Seiten Wilhelms bleiben, hofften aber, dass es zu 1394 505 einem gütlichen Ausgleich zwischen beiden Prätendenten käme. gegeben an dem ersten (?).... singet in der Kirchen in der vasten Judica in dem jare nüntzig . . . [1394 nach April 3.] Str. St. A. 6. 1420. cop. ch. coaev. (sehr defect.) 842 . Markgraf Bernhard an Meister und Rat von Strassburg: als die Bosseier unser armen bürgere von Genrspach vor ziten yr sache von eyns erbs wegen, daz yn in uwer stat von pfaffe Ostertag gefallen was, vor uch mit reht erkobert und gehandelt hant . . . dez sint dieselben unser bürgere der frouwen, die sie an dem erbe geirret hat, nachgefarn und hant die zu Basel angefallen und mit reht da be- kumert. sol yn nü rehts geholfen werden, so bedurften sie eins urkundes von uch . . ., um die er hiermit für seine Bürger bittet. datum Baden feria tertia post domini- cam Judica anno 1394. Baden 1394 April 7. Str. St. A. AA. 84. or. ch. Reg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1614. 843 . Straßburg an Colmar zeigt an, daß die Stadt auf das Schreiben des Papstes Bonifazms Wilhelm von Biest als Bischof anerkannt habe. 1394 April 7 . Den erbern bescheiden, unsern güten fründen, dem meister, dem rate und der gemeinde zu Colmar embieten wir Heinrich von Mülnheim dem man sprächet von Landesberg der meister und der rat von Strazburg unsern früntlichen dienst, lieben fründe. wir kündent uch, das unser heiliger vatter bähest Bonifacius zu Rome uns mit sinen bebestlichen bullen und brieten geschriben und embotten het, daz er daz bystüme und die kirche zu Strazburg geluhen und versehen habe dem erwurdigen herren, hern Wilhelme von Dyest byschof zu Strazburg und uns damit gebotten, daz wir denselben herren Wilhelm vür einen byschof haben süllerit. da wir die briete gesahent, da noment wir unser wiser pfaffheit rat, der juristen und anderre gelerter pfaffen, beide geistlicher und weltlicher, und frogetent die, was in, uns und unserre stette were zu tünde. da underwisen uns dieselben gelerten pfaffheit, daz herr Wilhelm vorgenant gottezreht zu dem bystüme bette und herr Burckart von Lützelstein kein reht da zu bette und seitent und warnetent uns oueh damitte: were es daz wir in nit zu einem byschofe empfingent und in vür einen byschof hettent, so vielent wir zu stunt in unsers heiligen vatters dez bäbestes ban zu Rome, darzü würden! uns verbotten alle heilige sacramente, crisemen, töffen, begraben und andere cristen- liche werg. und wände wir jeweiten (!) biderbe cristenlüte sint gewesen und noch sint, so hant wir nach der vorgenanten gelerten pfaffheit rat der kristenlichen Kirchen gebot gehorsam gewesen und hant den egenanten herren Wilhelm, unseren herren den byschof zu einem byschof zu Straszburg empfangen, und darumbe so wellent uwer bestes darinne tun, als wir üch das sünderliche wol getrüwent, durch iemer unsere dienstes willen, das beduncket uns, üch, dem lande mitenander, mengelichem und ouch uns nützliche und gut sin. uwer früntliche entwurte embutent uns wider, datum feria tertia proxima ante dominicam Palmarum anno domini 1394. Str. St. A. AA. 1416. or. mb. doch ohne Adresse und Siegel. 506 1394 844 . Strassburg an Gengenbach: zeigt an, dass die Stadt auf das Schreiben des Papstes Bonifacius Wilhelm von Biest als Bischof anerkannt habe und von Gengenbach ' das Gleiche erwarte, wofür Strassburg sich beim Bischof um die Bestätigung aller Bechte Gengenbachs bemühen werde. 1 datum feria tertia ante dominicam Palmarumanno 1894. 1394 April 7. Str. St. A. AA. 1417. or. mb. stark lädiert , ohne Siegel. Str. St. A. AA. 1417. or. ch. I. cl. 845 . Offenburg an Straßburg: legt dar, warum es in dem Streit um das Bistum sich zu Burhard von Lützelstein halle. 1394 April io. Den wisen bescheiden dem meister und dem rät zu Stroszburg embieten wir der schultheiz, der meister und der rät von Offenburg unseren dienst und waz wir gütes vermögent. also ir uns geschriben hent von sogtanen stöszen, so nü zu mole umb daz bystüm von Stroszburg sint und was öch in uwerm briefe zü erkennende gent, daz wir etteliche stück ansehen söllent, daz wir uns deste bazz darnach gerillten künnent, daz nemmen wir von üch getruwelich und früntlich uff und lont uwer wiszheit wiszen, daz wir von dem heyligen rieh an die stifte von Stroszburg kommen sint in pfandes wyse. und hent öch derselben stifte gesworn gehorsam zü sinde seme- liclier dienste und reht, also denn die briefe sagent, die wir von uns besigelt darüber gen hent. und stat in denselben briefen mit nammen geschriben, weme oder welliem dieselben stift zü Stroszburg uns heiszet, gehorsam sin, daz söffen wir tün, also daz uns derselbe, dem wir also gehorsam würden!, sweren und globen soll, allez daz zü haltende, daz üns ander gesworn hent vormals, den wir also gehorsam wurdent. nü hett üns die selben stift von Stroszburg verkündet mit erbern tümherren, die zü der stift von Stroszburg gehören!, daz daz capittel derselben stifte beim Burckart von Lützelstein erwelt habe zü eim byschof zü Stroszburg und hent üns öch domit zü erkennende gent, daz wir demselben herren Burckarden byschoff zü Stroszburg gehorsam söllent sin von der egenanten stifte wegen, daz hent wir geton und hent im öch gesworn in die wyse, also wir och vormals andern herren gesworn hent von der stifte wegen von Stroszburg. und hat! öch derselbü unser herre vormols ingenommen allü slosz, lande und lüte, die zü dem bistüm gehören!, also üns geseit wart und sich öch funden hett ee daz wir und ander, die in daz vorgen. pfant gehören!, im gehorsam wurdent. und künnent üns zü dirre zit wir und unser güten fründe, der rät wir gehaben hent, nüt anders verston, den ne daz wir billich halten süllent allez daz, daz wir gesworn, globt, verbrieft und versigelt haut, und darumb so bitten wir üch früntlichen durch unsers dienstes willen und getruwent uweren eren dez sunderlingen wol, horten! ir unser gedencken in den Sachen, ir retten! uwer bestes 1 Hierzu sei mitgeteilt ein Brief « Bischof» Burkards an Gengenbach: lieben getruwen. alse ir uns uwern botten gesant habent, der uns geseit hat, wie die von Strozbnrg vür üch sint, da gehabent üch und werent üch alse fromme biderbe lüte, dez wir üch sünderlich getruwent und habent keine sorge, wir wellent üch erlich entschütten. geben zü Oberkirche an mitwoche vor unsers herren fronelichname tage, [ohne Jahr.] 5 io 15 20 25 30 35 40 1394 507 von unser wegen darzü. und daz wellen wir öch alle zit umb üch verdienen. datum in cena domini 1394. [In verso] Den wisen bescheiden, dem meisten und dem rät zu Stroszburg. Str. St. A. AA. 1417. or. ch. I. cl. s |!4(). Johans von Kageneck der .jüngere der Meister und Rat von Strassburg an Zabern : teilen mit, dass der König den Wilhelm von Diest als rechten Bischof anerkannt habe und bitten . . . üch aber ase vor, daz ir denselben Wilhelm den bischof bi üch enpfohen wellent, ase öch wir getan baut und mee tünt, alse eime rehten bisehofe zii Strazburg, alse er ouch ist . . ., wogegen er ihnen dann alle bisherigen Rechte io und Freiheiten, wofür sich Strassburg gerne verbürge, bestätigen werde. datum in vigilia pasce anno 94. A.ZV4 April 18. Str. St. A. AA. 1420. cop. ch. coaev. 847. Aufrüstung der Zünfte. Die s c h i f 1 ü t e s u [11 e n t u z r i h t e n] 20 [pfert.] Item Henselin Lumbart. „ Rüfelin Wahsich. „ Obreht Schalk. \gestr .\ 1 „ Henselin Kraft, [gestr.] „ Ettenheim Lauwelin. „ Martzolf Phye. „ der junge Rückorp. „ der junge Bulin. „ Pawels sun von Lamersheim. [?] Summa 9 personen. Die cremere süllent uzrihten. Item herr Heinrich Lymer. „ Rulin Barpfennig. „ Claus Barpfennig. „ Cüntzelin Riffe. „ Rudolf Voitze. „ Berhtolt von Colmer. „ Cüntzelin von Rotwilir. 1301 April 10. „ Wilhelm von Barme. ,, der junge Knese. „ Jacob Limer. 2 „ Anshelm von Dunnenheim. „ Claus von Reymcheim. ,, Schafferer Cüntzelin. ,, Claus Ober. „ Leppichin. [gestr.] „ Peterman Riffe. Summa 16 personen. Die wurte süllent uzrüsten 18 pferit. Item her Heintzeman Kranich. „ Heinrich . . . , 3 „ Mary .... „ Anshelm Spirer. „ Fritscheman zürn Home. „ Hans von Castel. „ Claus Guntramsheim der junge. „ Meyger. Summa 8 personen. 35 1 Dieser und der folgende Name durehstrichen; die dafür eingesetzten sind abgerissen. 2 Eingesetzt für Karlestein. 3 Dieser und der folgende Name eingesetzt statt Sygelins Jeckelin und Claus Guntramsheim der alte. 508 1394 Die metziger süllent uzrüsten. Item Peter Muscler. „ Betscholt Denselin. „ Wilhelm von Berse. „ Heinrich von . . . .' „ Karricher J e c k e 1 i n. Summa 5 Personen. Die tuehere süllent uzrüsten 10 p f e r t. Item der junge Holman. „ Oerhart Denselin. [gestr.\ „ Verner Denselin. „ Bischof Heintzeman. „ Obreht. Armbruster. Summa 5 personen. Die goltsmide süllent uzrihten. Item herr Cünrat Armbruster. „ Jacop Friburger. Die saltzmittere süllent uzrihten. Item Ulrich Gosse. „ Andres Swerwer. „ Werlin Güldin Schof'. Die grempere süllent uzrihten. Item TifolLauwelinund einen güten zü ime. „ Jeckelin der Biffin kneht. \gestr] Die kürsener süllent uzrihten. Item den jungen Münchelin. „ Heintzeman Sellose. Die brotbecker. Item Jeckelin Herman und Jeckelin Geist- poltzheim. Die kornlüte süllent uzrihten. Item Ulrich Hünrer. „ Heinrich Göbelin. „ Heinrich zürn Stier. Die winsticher. Item gebur Lauwelin und noch ein zü ime. Die gartener süllent uzrihten. Item Hug zürn Stühe und noch ein zü ime. 5 Summa der glefin von den antwercken ist 60 one 1. vor dem mftnster- Dise personen sint zü jungherr Cünen geordent, das sie uh in warten süllent und mit ime riten und körnen zü sant Thoman, so man dez heiligen geistes glocke lütet. item her Erhärt Zorn die constofel sant Peter „ Hans Zorn. „ Erbe Löselin. 2 „ Friderich von Ohssenstein. „ Werlin von Halle. „ Ulrich von Stille. „ Gosse Rebestog in Kalbesgasse. ,, Hans Rudolf I t. i /-i v. i. ( an Spettergasse „ Itel Clobeloch J „ Reimbolt Wetzel „ Hügelin Völtsche „ Peterman von Tuntzenheim am Hol- wige. „ Ulrich von Stille, [gestr .] „ Lumbart Henselin. „ Rüllin Barpfennig. „ Rüdolf Voitze. „ Anshelm Spirer. „ Betscholt Henselin. „ gerbart Henselin. „ Ulrich Gossen. ,, Geboren Lauwelin. sant Thoman. 33 Dise süllent höptlüte sin an 35 den porten. Item an sant Stephanstor. ,, Werlin Sturm der alte. 1 Dieser und der folgende Name eingesetzt statt Lauwelin von Berse und Wilhelm Rotschilt. 2 Ausgestr. Schömann. 40 1394 509 Item Claus Bock. „ Rülman Voitze. „ Hanseman Rote. Item an Ruwerintor süllent höpt- 3 lute sin. „ Eberlin Christian. „ Cün Mansse. „ Ulrich Löselin der alte. Item an Steinstraszetor sullent 10 höptlüte sin. „ Reimholt Süsze. „ Friderich von Tuntzenheim. Item an Kronenburgtor sullent höptlüte sin. 's „ her Johans von Wickersheim. „ der lange Swarber. Item an den wissen turn sollent höptlüte sin under wageuer. „ Reitzeman Wetzel. 20 „ Claus Berer. „ Claus Gnipping. Item an sant Eilsabeht tor do süllent höptlüte sin. „ Claus von Heiligenstein. 25 „ her Reimholt Hüffelin der alte. Item an Spittaltor süllent höptlüte sin. „ Rüg Dutzscheman. „ Thoman Lentzelin. 30 Item an Metzigertor süllent höptlüte sin. „ her Thoman von Endingen. „ Cleinhenselin Pfaffenlap. „ Walther von Wintertur. 35 Dise nochgeschriben personell süllent bi her Johans von Kagenecke dem meister sin und hi der baner, ehe es zu strite keine. Vor an die spitz vor der banier. Item her Erhärt Zorn. ,, Hans Zorn. „ Lutolt Hans von Mülnheim. „ her Reimbolt Hüffelin der junger. „ her Heinrich von Mülnheim in Brant- gasse. Nebent dem meister uf die r e h te s i t e. Item her Behtolt Zorn. „ her Heinrich von Landesberg. „ Rülin Barpfenning. „ Rudolf Voitze. Zu der lincken siten. Item her Johans von Kagenecke der alte. „ Peterman von Buntzenheim. „ Ulrich Gosse. „ Betzscholt Henselin. Rinder dem meister mit nammen. Item Reimbolt Wetzel. ,, Itel Clobelouch. „ Erbe Löselin. „ Paulus Mosung. „ Cüntzeman Rebestog. Dise söllent hüben uffe den hengestin, ehe es zu strite körnen weite, die do umb und umb daz volg ritent und versorgent, daz nieman umbkere von den unsern zu farende und daz sij sich an kein geschrei kerent, obe man schruwe : sü lliehent oder wie der geschrei sü. Item her Heinrich Limer. „ der lonherre. Dise sint geordent zu den wegen und zu dem füszvolke. Item her Heinrich Limer. „ her Cünrat Armbruster. „ der lonherre. „ geburen Claus. 510 1394 Der geschrei: Stroszburg Die losunge: Liningen. Das heimliche: Isen hat. Daz Zeichen: ein wisz Irrätze in eime schwärt- zen velde. Die noch geschriben Personen süllent lagen, daz men za pferden komen und daz man zu gelte kome und ingewinne die schulde. Item her Heisseman der meister „ her Claus von Heiligenstein. „ her Dietherich Burggrofe. Item her Andres Heilman. „ Sygelins Jeckelin. ,, Lauwelin von Bersse. ,, Bulin Barpfenning. Dise viere süllent von der 5 landlute wegen zu sammen gon. Item der von Geispoltzheim. „ Behtolt von Boszheim. ,, Jacob von Diemeringe. „ Herman Dorer. 10 [In verso] Die constofeler hant 225 pfert, die antwerg hant 100 pfert. actum in feste pasce anno domini 1394. Str. St. A. 6. 0. P. lad. 20 nr. 2. Papierstreifen. 848. Rat und Gemeinde von Zabern an Strassburg: antworten auf das Ansinnen IS vom 18 April, den Bischof Wilhelm anzuerkennen: lant uwer bescheidenheit aber wissen, daz der merreteil der dümheren der merren stifft zu Straszburg herre Bürg- hart von Lützelstein uns geben hant zu eime lierren und bischofe, den wir euch empfangen hant, ime geschuldet und gesworn. . . . Desshalb sei es für sie Ehrensache dem Bischof Burckard treu zu bleiben, bis dieser etwa selbst zurücktrete und sich 20 mit Wilhelm von Diest vergleiche. geben des mittwüchen in der osterwüchen. [1394 April 22.] Str. St. A. AA. 1420. or. ch. I. el. 849. Aufrüstung. 1394 April 23. Alsus sint dise nochgeschriben glefen von den constofeln und von den . . ant- ss wercken usz geleit noch den luten und den pferden, so under jeder cunstofel oder under jedem antwercke sint, also daz dieselben personen, die uszgeleit sint, sich bestellen süllent mit allem irem gezüge, daz sü gerüstet sint und bereit, wanne man sii heisset riten, daz sü denne one verzog ritent etc. actum sub domino Johanni de Kagenecke juniori, magistro Wilhelme klotziger magistro scabinorum civitatis Arg. 30 in die Georii martiris a. d. 1394. [Im folgenden sind nur die Namen genannt , welche sich in der ausführlicheren Aufrüstung von 1392 nicht finden .] Die constofel zu sant Pe'ter. Item her Berhtolt Schultheisse. „ her Burckart von Rechberg. „ Lütolt Hans. Dietsche von Künigesheim. her Adam Zorn von Bulach [zugeschr] »s Claus Jungen sün. Summa 17 personen, 40 pfert. 1394 Die c o n s t o f e 1 vor dem M ii n s t e r. Item her Behtolt Zorn. „ Hans Zorn. ,, Heinrich Zorn. 5 Summa 26 personen, 65 pfert. Die constofel in Kalbesgasse. Item Klein Ulrich Bocke. „ Wilheliji von Mülnheim. „ Beimholt Hiltebrant von Mülnheim. 1 io „ Bollelin von Mülnheim. „ Walther Geyler. „ Henselin von Wintertür, Lauwelins sun. „ Johans Sturm. 15 „ Hans Sturm von Sturmecke. „ Gosse Rebestock. „ HügelinSturm den langen. \zugeschr.\ „ .lacop von Diemeringen. „ Hans Bocke der junger. 20 „ Bernhart Bockelin, [zugeschr. | ,, der lange Pfeltensheim. [zugeschr .\ Summa 11 personen, 1 26 pfert. Die constofel sant Nicolause. Item Hans Rudolf, [gestr .J 26 „ Hans Rudolf von Undingen. \gestr.\ 511 Item Walther von Undingen, [zugeschr.] ,, Thoman zu der Megede. „ Wilhelm Twinger 1 „ Reinholt Klobelouch j [zugeschr.\ „ Werlin Huffelin ) Summa 8 personen, 23 pferit. Die constofel in Spettergasse. Item herr Johans von Kagenecke der elfer. ,, Reimholt Clobelöch. „ Hans Rudolf. Summa 11 personen, 24 pfert. Die constofel z ii sant Thoman. Item Berchtolt von Roszheim. [zugeschr.\ Summa 8 personen, 19 pferit. Die constofel an der Ober n- Strassen. Item her Johans von Kagenecke' [zugeschr.] „ Briin Lauwelin. Summa [8 personen], 15 pfert. Die constofel am Holwige. Item Otteman vom Mülnheim 1 „...io [zugeschr.] „ Heinrich Lusze J Summa der glefin von den constofeler ist 100 one 5. Str. St. A. G. U. P. lad. 20 nr. 2. Lange Papierstreifen. i!50. Aufrüstung der Gespannen. Dis s i n t die gespannen in der constofel n sant Peter. 30 Item her IJeintze Megefrideriche. [gestr.] „ her Johans Wiszorn. [gestr.] „ Behtolt Zorn. „ Behtolt Zorn, hern Behtolt schult- heissen seligen sun. [gestr.] 35 „ Hans Zorn Uckerich. „ Heinrich von Mülnheim,hernBurekarts sun. [i:su4.] Item juneher Lutoltz sun. „ Heinrich Landesberg. „ Reimholt Lappe. „ Schochmann. „ Peter von Dürningen. „ Gosselin von Kagenecke. ,, Bollelin von Mülnheim. „ Behtolt von Merswin. „ Peter Bockelin. „ Reinholt Wetze!. 1 Mit den beiden zugeschriebenen also IS. VI. 65 512 1394 Dis sint die gespannen in der constofel vor dem Münster. Item her Glaus Heinrich von Hohenstein. „ her Claus Lappe. „ Heinrich von Mülnheim, hern Heintzen bruder. „ Hans von Mülnheim, der Cüsin dohter- man. „ Hans von Mülnheim, hern Heintzen sun. „ Walther von Mülnheim. „ [Glaus Mansze]. „ Schönemansze. „ Cüne Manszen sun. [gestr.] „ Adam Loselin. „ Erbe Löselin. „ Heinholt Schiltingheim. ,, Werlin von Halle. „ Henselin Berlin. „ Heinholt Hüttelin. ,, Heinholt zum Trübei. „ Peterman Rebestog. „ Friedrich von Ohssenstein. Dis sint die gespannen der constofel in Kalbesgasse. Item her Johans Ulrich von Mülnheim. „ her Johans Bock der eher. „ Wilhelm von Mülnheim. [gestr.] „ Heinholt von Mülnheim. „ Gosze Engelbreht. „ grosz Ulrich Bock. „ Wolfhelm Bock. [gestr.] ,, Swarber, Bühseners dotherman. ,, Sweninger eher. ,, Hans Sturm von Spire. „ Gösselin Sturm, her Wernhers sun. [gestr.] „ der eheste Vörster. Dis sint die gespannen in der co n stof ein sant Niclaus. Item her Thoman von Endingen. [gestr] Item Reinbolt Spender. „ Götze von Heilgenstein. „ Her von Heilgenstein. [gestr.\ „ Billung zu der Megede. [gestr.\ „ Wilhelm Klobelöch. s „ Hans Klobelöch. „ Rüstelin. ,, Pfettesheim, des Pfaffenlabes dohter- man. „ her Glaus sun von Heilgenstein. 10 Dis sint die gespannen in der constofel in Spettergasse. Item Hans Schilt. „ Hans Klobelöch zum güldin. [gestr.] „ Gösselin von Mülnheim. 15 „ Helwig Rotenberg, [gestr] ,, Thoman zu der megede. „ Henselin Bertsche. [gestr.] „ Reinbolt Klobelöch, hern Reinboltz sun. 20 ,, der Gürtelerin sun. Dis sint die gespannen in der constofel sant Thoman. Item her Hetzelmarkes der ineister. ,, her Wetzel Marsilis. [gestr.] 25 „ Bertholt von Rosheim. „ Walther von Mülnheim, des burg- grafen sun. „ Gösselin Rebestoge. „ Bernhart Matzenheim. 30 Dis sint die gespannen in der constofel an der Oberstrasse. Item her Claus Derer. „ Ludewig von Wickerslieim. „ Human Bürckelin. [gestr.] 35 „ Glaus Grüpping. [gestr.] „ Brünlawelin. „ Peter Baldemar. 1394 513 Dis s i n t die gespanneii in der con stofe 1 am Holwige. Item her Johans von Kagenecke. „ Hanneman von Wickersheim. 5 „ her Hansen Götzen sun von Grostein. „ Peter Dnntzenheim. „ Güntze Lentzelin. Dis sint die gespannen von den s c hi fl u t e n. 10 Item llanseman feiger. „ Hügelin Berner. \gest/r.\ „ Henselin Lambart der junge. „ Obreht Schälg. „ Rftfelin Wahssicher. 14 „ Walther Wahssicher. „ Nellisheim. „ Marzolf Dinge. „ Peter von Mutzich. \gestr.\ Dis sint die gespannen von den 20 kr eine rn. Item Bulin Barpfennig. „ Heinrich Karle. „ Peterman Rilfe. „» Wilhelm von Panne. 25 „ der lange Dietherieh. „ Rudolf Voitze. „ Leppichin. \gestr.] „ Pfettesheim. „ Lawelin von Reynieheim. [gestr.\ 30 Dis sint die gespannen von den würten. Item Heintzeman Kranich. „ Ulrich Gosse. „ Claus Guntersheim der junge. 35 „ Cuntzelin von Hagenowe. „ Marekes. „ Sprengelin. \gestr.\ Dis sint die gespannen von den me t z ig ern. Item Wilhelm Heinzelin. „ Henselin Betseholt. „ llanseman Wolhusen. „ Karricher Jeckelin. \gestr.\ Dis sint die gespannen von den t ii ehern. Item llanseman von Ingewiler. „ Bischof Heintzeman. „ Gerhart Henselin. Item dis sint die gespannen von den ko rn lute n. Item Cünrat Müller der junge. „ llanseman Lampert. „ Walther Lawelin. Item dis sint die gespannen von den saltzmittern. Item Werlin zü güldin schoffe. Item von den brotbeckern. Item Johans Stange. \gestrf\ Item von den goltsmiden. Item Friburger Jeckelin. „ der junge Boppe. \jestr^\ „ Geist. „ Cünrat Armbroster. „ Kamerer der goltsmit. Item von den kürsenern. Item der junge Müchelin. ,, des alten Schaffen ers sun von Rufach. Item von den g rem per n. Item Tüfel Lauwelin. Str. St. A. G. ü. P. lad. 20 nr. 6. Dreifach gefalteter Papierbogen. 851. Der Schultheiss von Hagenau an Strassburg: führt Klage, dass Bischof 40 Wilhelm von Diest . . das closter zü sante Waltpurg und des closters züm alten spittal 't 514 1394 zu Hagenowe gutere verbotten, umbe das er wissen wolle, obe su sich an in halten woltent oder an bischof Burckart, von Lützelnstein . . wozu sie doch als Reichsklöster ohne Einwilligung des Landvogtes nicht befugt seien, und bittet um freundliche Vermittlung in dieser Sache. geben versigelt. mit mime ingesigel uf fritag in der Osterwoche anno domini 1894. 1394 April S4. Str. St. A. AA. 1420. or. eh. I. el. c. sig. in v. 852- Herzog Leopold von Oesterreich an Wilhelm von Biest Chorherren zu Lüttich; Da er den für ihn und Bischof Burckard zu Breisach am Dienstag nach Palmsonntag angesetzten Sühnetag nicht persönlich besucht, auch seinem Boten nicht genügend Rede gestanden, so teilt er ihm nochmals mit, dass Burckard keinen Krieg wolle, i 0 sondern sich geistlichem Gericht und päpstlicher Entscheidung zu unterwerfen bereit sei. geben zu Ensesheim an sunnentag nach sant Georien tag anno nonagesimo qnarto. Ensisheim 1394 April 20. Str. St. A. AA. 1420. or. eh. I. cl. 853. Reimbold Spender der Meister und der Rat der Stadt Strassburg an den r. Pfalzgrafen bei Rhein, Stephan von Baiern : teilen mit, dass der Sühnetag zu Breisach zwischen ihnen und ihrem Bischof Wilhelm von Diest einerseits und dem Strassburger Domprobst Burkard von Lützelstein anderseits, von dem sie bereits früher geschrieben, jetzt wirklich in Gegenwart Herzog Leopolds, des Bischofs Berlhold von Preising und vieler Städteboten stattgefunden und zur Anerkennung Wilhelms und zur 20 Aussöhnung geführt habe. [1394: April.] Str. St. A. G. U. P. lad. 22 fase. 3. conc. ch. * 854. Graf Friedrich zu Oeffingen der Hauptmann und die 8 Männer des schwäbischen Landfriedens an Strassburg; teilen mit, dass München den Landfrieden gegen Ulm gebrochen habe, denn einem Bürger in Ulm . . . sye daz sein reuplichen genomen 25 und bitten Strassburg . ., daz ir den von Ulm zü den von Munichen und zü irem gut furderlichan berautten und behollfen siend mit dem rechten, alz der landfrid uz- zwiset, wann sye gutiu recht zü in haben und die von Munichen rechtlos stend etc. geben an dem liebsten mentag nach sant Walburgentag und versigelt mit dez lanlfrids insigl anno 94. 1394 Mai 4. 30 Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 B. or. ch. I. cl. c. i. v. s. impr. 855. Pabst Bonifaz IX an Slraßburg : dankt der Stadl für die Anerkennung des von ihm ernannten Bischofs Wilhelm, von Diest und ermahnt zu weiterer Unterstützung desselben. liom 1394 Mai 3. Bonifatius episcopus servus servorum dei dilectis filiis, populo et communi civitatis 35 Argentinensis salutem et apostolieam benedictionem. intelleximus magno cum gaudio 1394 515 fidelitatera et devotionem vestram, ut devotissimi filii dilectnm filium Wilhelmum electum Argentinensem pro nostra et apostolice sedis reverentia benigne recepisse et admisisse, in qno devotionem vestram plnrimnm commendamus hortantes eandem devotionem quatinus eum suscipientes pro nostra et apostolice sedis reverentia propensius rem 5 commissam ei dem Wilhelmo assistatis auxiliis et favoribus oportunis nee curetis de frivolis Burghardi in ipsam ecclesiam intrusi appellationibus, quas fore nullas prout sunt declaravimus, in quo devotio ipsa nobis plurimum complacebit scientes, quod sumus dispositi vos prosequi specialibus graciis et favoribus oportunis. datum Rome apud sanctum Petrum VIII id. maji pontificatus nostri anno quinto. io \In verso] Dilectis filiis, populo et communi civitatis Argentinensis. Str St. A. AA. 1418. or. mb. c. bulla plumb. i{5(). Papst Bonifacius IX ermahnt die Stadt Straßburg, den erwählten Bischof gut aufzimehmen und zu unter stützen. i:a>4 Mai s. Bonifatius episcopus servus servorum dei. ad futuram rei memoriam tune 15 debitum injuncte nobis a domino apostolice servitutis officium digne peragimus cum malignantium perversis conatibus et maliciis oportunis remediis obviamus, cum itaque sicut accepimus iniquitatis filius Burckardus de Lüczelstein in ecclesia Argentinensi ausu temerario et in nostrum ac ecclesie Romane contemptum anime sue periculum et scandalum plurimorum intrusus a nonnullis processibus per dilectnm filium Wil- 20 helmuin electum Argentinensem contra ipsum Burckardum eiusque sequaces et fau- tores rite et canonice factos ad nos et sedem apostolicam potius causa diffugii et malicie quam justicie conseqnende ut nobis innoscit frivole appelavit pretextu cuius appelalionis in sua malicia pertinacius perseverans impedit minus juste dictum Wilhelmum electum quominus ipse electus possessionein ipsius ecclesie pacifice assequatur 25 nonnulla castra bona et iura ipsius ecclesie ausu sarilegio contra nostra mandata occupando. nos volentes eins nepbandia et detestabilibus conatibus salubriter providere et ipsius Burckardi maliciis et diffugiis obviare omnes et singulos huiusmodi appella- ciones per ipsum Burckardum a dictis iirocessibus et aliis quovismodo contra dictum Wilhelmum electum factas, quas earumque tenores et omnia in eis contenta presentibus so haberi voluinus pro sulficienter specificatis et declaratis ex cerla scientia audorilate apostolica tenore presentium declarainus fuisse et esse frivolas et nullas ac nullius roboris vel inomenti illasque etiam eadem auctoritate revocamus cassamus irritamus et annullamus ac nullius esse decernimus lirmitatis, nulli ergo omnino hominum liceat hanc paginam nostre declaracionis, revocacionis, cassacionis, imitacionis, annullass cionis et constitucionis infringere vel ea ausu temerario contraire. siquis autem hoc attemptare presumpserit indignacionem onmipotentis dei et beatorum Betri et Pauli apostolorum eius se nomine incursurum. datum Rome apud sanctum Petrum VIII idus maii pontificatus nostri anno quinto. Str. St. A. AA. 1418. or. mb. 516 1394 857. Herzog Leopold von Oesterreich thut kund, dass Wilhelm von Ölest und Mai 19-26. Burckard von Lützelstein von nächstem Dienstag bis folgenden Dienstag einen Waffenstillstand geschlossen haben und garantiert denselben für seinen Verbündeten Burckard. geben zu Tann an dem sunnendage also man singet Cantate anno 1394. Thann 130-1 3Iai 17. Str. St. A. AA. 1420. conc. ch. 858 König Wenzel an Strassburg: begehrt, dass die Stadt bei Hannemann dem Jungen von Bitscli die Freilassung des Ilabart von Ilerehemberg, Unterlandvogt des Eisass, und anderer Unterthanen vermittle. geben zu Präge an dem heiligen pfingst- tage a. reg. hob. 31. reg. rom. 18. Prag 1391 Juni 7. Str. St. A. AA. 107 nr. 70. or. ch. I. cl. 859- Oertelin Mansse 1 2 an den [Markgrafen Hesse zu Höchberg: teilt mit, das die Strassburger mit den von Lützelstein, den bischof sine brüder, des hertzogen diener und ouch ander herren ritter und knehten wol uffe 500 pfert ankoinen sint und baut die unsern den von Lützelstein und die sinen gen Oberkirche gejaget und liegent vor Oberkirche . .. und darum möge er mit seinem Vetter dem Markgrafen reden, ob er ihnen Hülfe leisten wolle... und wil es min herre also tun, so kummet forderliche zu mir mit voller mäht »uns herren und daz er sich oucli darauf rüste und bereite, wanne wir uberkoment, daz er denne förderliche züzielie und darzü Ui. wil aber min herre selber gen Stoibofen körnen, so wil ich schaffen, daz erber hotten zii ime dar geschicket werden von den Sachen mit ime zü überkomende. wissent, ich wer selber zii üch geritten, so mag ich es vor libes not zü dirre zit nüt getün. gnediger herre. tunt harzü uwer bestes, daz die suche volle gange, so getruwe ich, daz es üch wol gedancket sol werden yon der stat von Strazburg . . . datum feria tertia pro- xima ante diem fest! corporis Christi anno 1394. 2 1394 Juni 10. Str. St. A. Abt. IV, 29. or. ch. I. cl. 860. Herzog Albrecht von Oesterreich an Strassburg: hat ihre Botschaft empfangen und bedauert ausserordentlich . . . was zwavung und Unwillens ist zwischen dem hoch- geborn fürsten unserm lieben vettern hertzog Leupolten und ewr. und begern gar ernstelich, daz ir die such zwischen dem von Lützelstein und dem von Dyest und ob sich zwischen dem obgenanten unserm vettern und ewr lebt verlauffen hett, lazzet in gutem gestedn und in der such nichts furbazzer tut. Zugleich schickt er an seinen Vetter zur Friedensstiftung seinen Kanzler Bischof Berthold von Freisingen. geben ze Wienn an samtztag nach gotzleichnamstage anno doinini 1394. 5 10 15 20 25 30 35 1 Oertelin Mansse war Stettmeister 1382, 1389, Ratsmitglied 1384, 1386, 1391. 2 Vgl. auch zu diesem Kriege : Hegel, Königshofen II, 814. Ein reyse gein Andelo. 1394 517 «61. Johann Bock der Jüngere im Namen des Rates (heimlich) an Herrn Flackeneck von der Witenmülen in Prag: erinnert an das hei seiner Abreise aus Prag erhaltene Versprechen, sich für Strassburg um die Ueberreichung und günstige Beantwortung eines Briefes an König Wenzel bemühen zu wollen, und sendet die Abschrift des jetzt 5 ausgefertigten und gleichzeitig abgehenden Schreibens. Was seinen Vetter Styslav anlange, teile der Rat mit, dass man völlig mit ihm verrichtet und geschlichtet sei. datum die scti Johannis evangeliste 1394. 1394 Juni 24. Str. St. A. AA. 115. conc. ch. «62. Meister und Rat von Strassburg an den Schwiegervater Herzog Leopolds von io Oesterreich : erzählen den Hergang des Streites zwischen Wilhelm von Biest und Burckard von Lützelstein um das Bistum Strassburg, der endlich unter Mitwirkung der Stadt dadurch beigelegt schien, dass der durch päbstliche Provision bestellte und fast allgemein anerkannte Bischof Wilhelm seinem Gegner auf Lebenszeit das bischöfliche Amt Rufach, das sogenannte obere Mandat, abgetreten und ausserdem eine grössere is Geldsumme zugebilligt habe. Diesen Vertrag aber habe Burckard von Lützelstein nicht gehalten, sondern den Krieg von neuem begonnen. Desshalb bitten sie inständigst zum Wohle und Frieden des Vaterlandes, diesen Burckard in keiner Weise zu unterstützen und allen väterlichen Einfluss aufzuwenden, dass ihm von seinem Schwiegersöhne Herzog Leopold keinerlei Förderung und Hilfe geschehe. datum so Argentine in die beatorum Petri et Pauli apostolorum. Strassburg 4394 Juni 29. Str. St. A. AA. 1420. conc. ch. 863. Liste der Anhänger des zum Bischof erwählten Domprobst Burckard von Lützelstein gegen den bestätigten Bischof Wilhelm von Biest zu Straßburg. 1394. Anno domini 1394. 25 Bise, die hie noch geschriben stont, haut widerseit dem erwürdigen herren, herren Wilhelme von gottes gnoden bischofe zu Straszburg und allen sinen helffern von hern Burgkartz wegen von Lützelstein, zü dem ersten: [folgen in 5 Goluinnen 1155 Namen; eine halbe Columne trägt die Sonder Überschrift:] Bise noch geschriben haut widerseit von des hoherborn fürsten wegen hertzoge Lüpoltz zü 30 Oesterich. [Die Namen s i nd zu m g ro sse n T e il b ü rgerl i che m i t Ausnahme der von des Herzogs wegen aufgeführten, worunter sich auch Bürgermeister und Rat von Basel befinden.] Acht haben sünderlichen der stette widerseit von des von Lützelstein wegen in dem lande: Heinrich von Mörsberg. 35 Hans Rudolf. Hans von Hagenbach. Rutsche von Hurzbach. Knoppfelin von Lis, 518 1394 Henselin zu der Hinden. Heintzeman von Langenowe. Jeckelin Tesehelin von Zolingen. [Am Schluß der ganzen Aufzählung .■] Her Heinrich gröle zu Lützelstein het, widerseit liern Wilhelme von Diest bischofe zu Straszburg, grofe Friedrich von s Liningen und der stat zu Straszburg von sin selbes wegen. Str. St. A. Abt. IV. or. mb. Bolle von 68 cm. Breite und 2—3 cm. Länge. 864. Liste der städtischen Söldner 1304. Diz sint alle soldener und dien er der stelle zii Strazburg. Item glefener. „ gernver. „ bogener. „ einspennige. Signal! sub anno d. milllesimo tre- centesimo nonagesimo quarto, also sij die briete besigelt haut, die sij gesworn haut. Dise haut i re briete besigelt zürn ersten. Item her Heinolt hertzoge von Urselingen. „ Wollt von Megembiicb. „ Ulrich von Trubtelfmgen. „ Heinrich Egelbart. „ Jeckelin Weckes. „ Frantze von Hannenburg. Item grate von Salme der junge. 1 „ Johan von Collen. „ Jlüttin von Syrie. „ Dietsche von Heische. „ Klesichin von Halderingen. „ Henneman von Mörsberg. „ Hans Kobe von Freisdorf. „ Hobel von Albesbeim. „ Hans von Albe, den man nennet Gerscbilis. Item Hennicbin von Einselcheim der junge. „ Hans von Warsberg. io ,, Johans Perim von Husch. „ Hans von Albe. „ Hollin von Macher. ,, Schau von Proge. „ Pernin von Syrie. is „ Thonat von Marsch „ Wigrich von Marsei. „ Hieholt von der Mutten. „ Scholle»kort von Lätze. ,, Heinhart von Scheue. 20 „ Spcngeler von Püttelingen. „ Heinrich von Alben. „ Gürtdenhengest von Warsberg. „ Albreht von Durmentze. „ Friderich von Durmentze. X s-> „ Giinrat von Durmentze. „ Gerlach von Durmentze. „ Heinrich von Rodemberg. „ Heinhart Entzeberger. >< „ Hurckart von Hondorf der eher. s» „ IJug von Münichingen. „ Herman von Sahssenheim der junge. „ Herman von Sahssenheim dem man nennet den swartzen Herman. „ Hans von Sahssenheim, Rernoltz 35 seligen sun. „ Hans von Wunnenstein der junge. „ Wolf von Ippenburg. 1 Am 4 Juli schwört der mitaufgezählte Johann von Salm der Stadt treue Dienstleistung auf ein Jahr. dat. s. Ulrichstag, a. d. 1394. Wencker, de glevenb. 83. 40 1394 519 Item Hans Edelman der junge. „ Hans von Rietbür. > „ Reinhart von Rietbür. -*• „ Hans von Lammesheim genant Moy. 5 „ Cleweselin von Rod. „ Hans von Salembach. „ Hans Schach von Westerstetten. „ Ulrich Fötzer. „ Peter von Lennberg der junge, io „ Pritsche von Wichingen. „ Menloch von Dettelingen. „ Pritsche von Dettelingen. A „ Hans von Wintzlöwe. „ Heintze von Ziehtenfeils. 15 „ Hans von Northeim. „ Friderich von Osterungen . 1 „ Görie von Wingen. „ Claus von Mentze. „ Heinrich Wombolt. 20 „ Peter Cleman. Item Rurckart von Liehtenstein ritter. „ Gerie von Rlanckenstein. „ Fölke von Lobemberg. „ Hans von Nuwenecke. 25 „ Cünrat von Holvingen. „ Günrat Inslinger. „ Günrat Bellenstein. „ Diether Russe. „ Wollt Wisse, so „ Iytel Krowel. „ Günrat Ramminger. „ Ernist von First. „ Heinrich der Schofhuser. „ Hans Weckerle von Kempten. 35 „ Brunnen Hans. 1 „ Hans von dem Hofe. I einspennig. „ Hans Herwart. I Item Hans von Heringen. „ Ulrich von Lampertheim. „ Diedrich von Rafe. „ Henselin Koli von Sarburg. „ Ludeman von Northeim. „ Henselin Qwinckener von Sarburg. „ Hans von Valkemberg. „ der lange Gödelman von Ritsch. ,, Wernher von Scherwiler. „ Götze von Lore. „ Peter von Lore. „ Wilhelm von Gehningen. Clesichin von Diedersdorf. ,, Sibel von Püttelingen. „ Hans von Hesebach. ,, Arnolt Kröge von Bettingen. „ Heintze von Ottewilre. „ Nicolaus von Escheim. „ Karman von Rorbach. „ Michel von Rettingen. Item Eckebreht von Steinwilre. „ Symunt von Zeinszkeim. „ Götze von Mulhoven der alte. „ Egen von Engassen. „ Hans von Mülhoven. „ Götze von Mülhoven der junge. „ Eckebreht von Ehestein oder von Lambesheim. „ Eckrich von Lingenwelt. „ Peter Wust von Kainel (?) „ Ulrich von Sleingen. „ Hans von Sleingen. ,, Heinrich von Zeinsikein. Item Hans von Grünberg. „ Heinrich Hase von Tobelich. 1 Dahinter steht: mit vinden. VI. 66 520 1394 Item Hans von Herbencle der junge. „ Cünin von Spinal. „ Cerban von Schette. „ Johan Badewin von Spinnal. „ Schafrit von Schette, Wernhers sun von Ramswilre. „ Priat von Spinnal. „ Hans der Banckart von Jermine. „ Schettat de Pre. „ Castel von Brucan. „ Biedieschehan ein bogener. „ Hans Lumbart ein bogener. „ Perin von Spinal ein bogener. Item Hans von Henningen. „ Friderich Walich von Crunesz (?) Item Hans Schotte dem man sprächet Weldel von Hagenäwe. „ Hans Kampte von Nnwilre. „ Henne von Beheim 1 ,, • i gen wer. „ Mentzlaw von Beheim J „ Hans fiodelman von Ingewilr. „ Haneman von Windeberg. „ Smande von Zabern. „ Hans Nase von Zabern 1 . ,, ni , , 1 einspenig. „ Peter von Bacherach J „ Henzelin Schaffener von Nirwilr. „ Volmar von Hagenöwe der junge. Item Ciintze von Smalstein der junger. „ Behtolt vom Nnvvenhuse. „ Eherhart Nuwenhuse. „ Behtolt von Massembaeh dem man sprächet Armleder. „ Schlicker von Helmstat. „ Wilhelm von Helmstat dem man sprächet von Rappenöwe. „ Haas von Bynheim. „ Botze von der Natten. Ilugelin von Juvene. Item Ulrich von Slossemberg. „ Hans von Tiinufer 1 „ Nunin von Backerat j gen wer. „ Hans von Blanckenberg) Item Heinrich von Dürkelstein. s „ Frantzoy von Herbonilen. „ Walther von Flenille. „ Berge der Basthart von Spinal. „ Claus von Nagenecke der jünger. „ Hans der Basthart von Sehettelet. iu „ Heinriche der jennwer. Item Volmar von Schowemberg. „ Rudolf von Schowemberg. „ Heinrich von Nuwenecke. „ Ulrich von Tischinger. 15 „ Erhärt Swebelin. Item der kircherre von Stöffemberg. „ Johans von Stöffemberg genant von Widergrin. „ .lohans Stöffemberg. 20 „ Symunt von Herbotzheim. „ Haneman Zuckemantel. „ Leuthelin. „ Burckart ym Holtze. „ Herie von Cisingen. 25 „ Ileintzeman Nünrscher (?) von Baden. „V Cnntzelin Slalfer von Baden. „/Peter Slaffer sin hruder. „ "Dolde Hermersheimer. „ Hans von Cappelle. so Item Wilhelm von Sahssenheim ritter. „ Hans von Heffnigen den man sprichet Ossemberg. „ Pritsche von Sahssenheim. 1394 521 Item Heinrich Rönflin. „ Behtolt Rönflin gebrudere von Mensz- lieim. ,, Hans Turn von Riet. 5 „ Ludewig Reiter. „ Cüncze Unmüs von Obernhusen. „ Swartz Walther. „ Heincze Ysin. „ Rip von Wil. io „ Henselin Wilhelme,' Item Martin von Regensberg. „ Heininan von Altheim. „ Hans von Lutenslaher. „ Claus Backe von Lewenstein . 1 2 Item Wilhelm Odar sin bruder. „ Johans Maris. „ Güssen von Rinurken (?). ,, Johan Petgkar. „ Johan Bon. „ Rickart Smal. ,, Jennin Boner. Item Anterman von Sponheim. „ Hans von Eyche. ,, Hans von Macher. Item ßurckart Wisseler. „ Johan von Cleve. 15 Nota. Item marggrofe Hans von Hochberg. „ Hans Schullheisse von Endingen. „ Paulus Mörser. „ Hans von Burgheim. 20 „ Hans Mul. „ Gertenstiel von Halle. ,, Hans Rihter von Horwe. Item Geburichin von Homberg. „ Heinrich von blecke. 25 „ Johans Wiszkirche. „ Johan von Beckingen. „ This von Gedingen. „ Johan Wiche, ein genwer. Item Peter von Grünes. 2 » „ Symunt von Culiers. „ der Bastlmrt von Kressig. „ Johan Vörster. „ Johan Berrit. „ Rickart Boeder. 35 „ Wilhelm Engelsclnnan. „ Johan Odar. Item Blicker von Mulnhoven. ,. Herman Nidenstein. „ Hans Edelman von Wissemburg us Swoben. Item Winrant von Metze der bogener. „ Musin von Metze der genwer. „ Loran von Metze der genwer. „ Sent Nast der genwer. „ Claus Bruckekast der genwer. „ Johan von Mörchingen der genwer. „ Thomas von Metze der genwer. Item Johan Clar von Bertschut \ „ Bernot von Gäffry „ Johan von Molin „ Johan von Espinal „ Colon von Albe „ Heinrich von Lye „ Gylet von Warmessen. „ G . . rllin von Pierpont,. „ Jaqwin von Pierpont. „ Richard le Rey. „ Ilenickin von Brabant. die schlitzen. 1 Neben den beiden letzten Namen stellt: nö. in vein (?) cs mag die ander glefe sin. 2 Am Bande für diese 4 Namen : nö in Bad. & 522 1394 Item Angnus von Beheim „ Wantelot von Beheim „ Huart von Bey „ Alfons von Yspani „ Thomas von Jenöwe „ Menrin von Backurt „ Symon von Jüllemontbast- hart „ Gunrat von Benestot „ Peter von Nysz „ Jacomi von Audre „ Jacob von Rosen „ Heinrich der Beitton „ Gan von Wich „ Heinrich von Burna „ Hüttin von Bikardy „ Peterman von Lülzemberg hogener. Item Schütze von Wanfrisdorf. „ Ilocygin Engelsche. „ Petit. „ Johan Legaleys. Leonhart von Schampany. 5 „ Aubertin von Ilonan. „ Wellemert von Honan. „ Heinczeman von Beltzwilre. „ Johan von Pontemonsz. „ Heintzeman Arner. >» „ Gnutze Freischbecher von Spire. „ Wilhelm von Brücke der ertschier. „ Johan Rosse der ertschier. „ Heinrich Kaldar der ertschier. „ Henselin von Br . . . ander der ert- 10 schier. \S%mma o bürg einerseits und dem Domprobst Graf Burkard von Lützelstein anderseits über das Bistum Strassburg, und lässt den Wortlaut folgen. 1 diser spruch ist geschehen und ist der brieff gegeben zu Brisach an zinstag nach sant Jacobstag des zwolfboten nach Cristes gepurt drutzehenhundert jar darnach in dem vir und nüntzigisten jare. Breisach 1394 Juli 28. 15 Str. St. A. V. C. G. 28 a . cop. ch. coaeva. 874. Herzog Leopold von Oesterreich an Slraßburg: sendet zwei seiner Räte zu mündlicher Verhandlung über die Verabredungen zu Breisach. Breisach 1394 Juli 29. Lupolt von gots gnaden herezog zu Oesterich etc. unsern grüs und alles gut 2o vor. erbern wisen und sonderlichen, es haben! unser frund, herren und rete yeezunt hie mit üwern frunden und roten geteydingt nnd geredt von etlicher stuk und artikel wegen über die beredung, die uf dem vasten tag hie beschehen ist, als unser rote und lieben getruwen Hai mich Gesslei' und Burkart Munich, die wir darum!» zu üch schiken, völliclich sagen und erczeln werden, da bitten wir üch mit ganezen ernst und so 25 wir yemer flizzig können als mögen, daz ir dieselben unser rote gütlich und williclich darynne ufnement und uns zu sunderm dienst und gevallnüsse dieselben sink also durchgeen lasset, und getrowen üch wol, daz ir uns daran eret und uns des nicht verczihent, als wir uns des unnczwivellich hincz üch versehen, wan wir das hinfur in andern Sachen allczit williclich gen üch verschulden wollen, wa sich das gepüret. 30 was ouch dieselben unser rote darum!) an uch bringen! und mit uch reden! nuezemal, das wellet in genczlich gelouben als unsselber. geben zu Brisach an mitwochen nach Jacobi nonagesimo qua» to. [In verso] Den erbern wisen, unsern besonder lieben dem meister und dem rat der stat zu Strozburg. 35 Str. St. A. AA. 79. or. ch. Ut. cl. c. sig. i. v. imp. del. 1 Siehe 1394 August 21. 526 1394 875 . Borziwoy von Swinar an [Strassburg]: es sind 4 Bevollmächtigte eingesetzt, um den Streit zwischen König Wenzel und den Herren zu untersuchen. Ihr Ausspruch August i. soll dem König an Vermögen und Beeilten nicht schaden. Auf nächsten Sonntag soll der König der Gefangenschaft ledig werden. geben zum Budweis am donerstag nach Jacobi anno 94. Budweis 1394 Juli 30. s Str. St. A. AA. 107 nr. 68. cop. ch. 876 . Herzog Leopold an Straßburg: die bisherigen Sühnet er handhingen waren rf olglos und nötigen zur Beschickung eines neuen Tages. Thann 1394 August 9. Erbern wisen und sunder lieben, als dez bischofs von Strazburg und uwer botten und ouch der von Lutzeistein hie by uns gewesen sind von Sachen wegen, alz ir wol io wissen!, da haben wir mit sampt unsern roten uns fast gern nt und gern gesehen hotten, daz die zu ainem güten ende körnen weren, das aber nicht gesin mocht, alz uch dieselben uwer botten wol sagen werden!, und haben! darumb ainen andern tag August is. benant gen Kentzingen uf unser frowen tag assumptionis nechst künftig, darzu der von Lutzeistein körnen wil. bitten wir uch mit allem flizz und ernst, daz der bischof und 15 ir uff denselben tag uwer gut botten mit vollem gewalt ouch zu uns dahin senden!, da wellen wir der Sachen ainen vollen ustrag gehen und versprechen nach der richtung- brief sag. uf denselben tag unser öheim von Wirtemberg auch kompt, mit dem wellen wir reden und unsern flizz darzu keren, wie die zway geslozz Ettenheiin und Marcholtz- lieim von im körnen, uwer antwurt lat uns darumb verschieben wizzen bi disem 20 botten. geben zu Tann an suntag vor Laurenti anno domini nonagesimo quarto. Str. St. A. A. 1420. or. ch l. cl. 877 . Bischof Wilhelm und das Kapitel von Straßburg verpfänden der Stadt Straßburg die Stadt Benfeld und die Burg Kochersberg für eine alte Schuld von 15000 Gulden. 1394 August 16. 25 Wir Wilhelm von gotz gnaden, erwelter und bestetigeter byschoff zu Straszburg verjehent und bekennen! mit diseme brieffe, daz wir schuldig sint rechter gerechenter schulden 15000 gtildin genge gut und gehör an golde und an gewege den erbern wysen meister rate und den bürgern gemeinliche der stelle zu Straszburg. und rüret der schulden dar by den 10000 güldin von byschoffe Friederich unserm vorvarn, die so ime die vorgenante stat von Straszburg geluhen haut und er und des bystumes slosz ouch innen schuldig hüben! von versessenen zinsen, so rüret die überige schulde darvon versessenen zinsen, die unsers bystumes slosse und lute sit byschoff Friderichs zyten der vorgenanten stat Straszburg versessen haben!, zu gebende von den zinsen, die sie innen jerglich geben! und ouch von übendes wegen, die uns die vorgenanten ss von Straszburg bar geluhen und betzalt hant und in unsern und in unsers bystumes schinbernden nutz kommen sint. und wände wir dieselbe schulde der stat von Straszburg zu diser zyt bar nit betzalen können! noch enmügent soliches grosses Krieges und kosten halb, so wir umb unser bystüm geliebt hant mit hern Burkarte 1394 527 von Lützelstein dem tumprobst, unsere stifft und dem hochgebornen hertzog Lüpolt hertzoge zu Oesterich etc., sine beider und andern iren heldern, so hant wir der selben stat zu Straszburg und allen iren nochkommen do für und für die vorgenanten 15000 güldin gesetzet und ingegeben in pfandeswise unsers bystümes stat Benefeit mit 5 unserme ackerhode do selbs mit allen rehten, twinge, banne, gerihte, zinse, gulte, gevelle etc. etc. doch was dördere ussewendig twinge und banne der stette Benefeit ligent, sollent uns und unserme bystüme bliben, und sollent wir ouch von den schaden jergliche gerihtz wegen soliche zinse und gülte, so sie bitzhar gegeben habent, one der vorgenanten stette zu Straszburg und der stat zu Benefeit kosten und schaden. 10 ouch ist beredt, das die egenante stat Benefeit unsers byschod Wilhelmes, die wile wir lebent und byschod zu Straszburg sint, und nit fürbasser, öden stat sin sol zu allen unsern nöten ungeverliche one wider die stat Straszburg, ire bürgere und die iren und ouch one iren schaden, und sollent das die stat Strazburg iren ambahtlüten ernestliche by irme eyde bevelhen zu haltende, und umb das .... die stat Strasz- i5 bürg der obgenanten 15000 güldin deste sicherer syent, so hant wir innen zu merer Sicherheit zu rehtem underpfande darzü gesetzet und geben unsere vestin und bürg Kochersperg mit dem berge, reben und veldes, also es bitzhar gelegen ist, doch usz- gescheiden der dorffere und der gerihte, die dem bystüm zu gehörent, die sollent darin nit gehören mit sollicher bescheidenheit, daz wir dieselbe vestin Kochersperg mit der 20 obgenanten zu gehörde, die wile wir lebent und byschoff zu Straszburg sint, inne haben, besitzen, nützen und messen sollent, doch also, daz die selbe vestin Kochersperg der stat offen husz sol sin one wider uns und die unsern zu allen iren nöten, daz sie sich darusz und wider darin behelffen mügent und süllent. und wenne wir nit me ensint, daz wir von todeswegen abegangent . . . oder von dem bistüme zu Strasz- 25 bürg kement, zu weihen weg das beschehe, so soll die vestin Kochersperg gentzlich vallen an die stat und bürgere zu Straszburg.es ist ouch beredt, daz die vorgenanten meister und rat mögent buwen an der stat Benfelt oder an der vestin Kochersperg, so in die zu valle kommet, was sie truwent, das nütze und notdürftig sy bitze an 2000 pfunde Straszburger pfennige. were aber, daz sie darüber me daran 30 verbuwent, daz sullent wir in nit verbunden sin zu betzalende. were es sache, daz die stat Straszburg der stat Benefeit oder der vestin Kochersperg von uns dem cappitel entweret, entweltiget oder angewunnen würde, so sollent wir in dem nehesten jore dornoch inen die 15000 güldin houbtgutes und die 2000 pfunde gehn wes widergeben one allen verzog, mögent wir aber das nit getan, so söllent wir doch ynen andere 35 unsers bystüms und der sliffte slosze ingeben und in antwurten, die besser sint denn die obgenanten slosse. were es sache, daz der vorgenanten stat Straszburg die stat Benefeit und die vestin Kochersperg von andern lüten anegewunnen würde oder die stat oder die vestin verbrantent oder zerfielent, so sollent die vorgenanten von Straszburg uns .und . . . nützit umb schuldig sin zu tünde oder zü gebende, und wenne wir 40 in die 15000 güldin und die 2000 pfunde [in Raten von mindestens 1000 Gulden] gerwe betzalet habent, so sollent unser stat Benefeit und die vestin Kochersperg 1 1 Im Jahre 1422 überträgt Bischof Wilhelm auch Kochersberg völlig an Stratiburg, cf . Urk. desselb. Briefbuchs fol. 83. VI. 67 528 1394 gentzlich und gar ledig sin und wider an uns und unsere stifTft vallen. und zu eime waren urkunde so hant wir byschoff Wilhelm unser grosz ingesigel an disen briefTe geton hencken [desgl. der Dekan und das Capitel]. geben des nehesten sunnentage noch unser frowen tage der eren des jores 1394. Str. St. A. AA. 66 Briefbuch B fol. 80/82. H7H. Sühnebrief des Dietrich Kemmerer von Worms. 1394 August 20. Ich Diether Cemmerer von Worms ein edelkneht künde mengelichem mit disem briefe, also von sölliches schaden, der mir und den minen geschehen ist von den ersamen wisen dem meister, dem rate der stette zu Strazburg und allen den Iren zu den ziten, da herren und stette miteinander kriegetent. zum ersten: da der gemeine gezog geschach von den stetten zu Spire, da ich euch in demselben wunde was, und den schaden, der mir geschade, da die von Strazburg zu Wissemburg logent, und den schaden, den die selben von Strazburg minem neten Johan von Bummersheim getun habent zu Bummersheim. und euch von dez schaden wegen, der mir und den minen sonderliche von in und den iren zu Bettenwilre 1 geschehen ist. und dar zu von alles dez schaden und kosten wegen, so mir und den minen untze ufT disen hütigen dag von in und allen den iren geschehen ist, in weihen weg daz sie, das ich dar umbe gentzliche gesünet gerihtet und geslihtet bin und denselben dem meister, dem rate und den bürgern gemeine und besonder der stette zu Strazburg und allen den iren. [Es siegeln mit ihm]: der edele her Graf Friderich zu Lyningen, Volmar von Wickersheim der alte lantvogt. geben an dem ersten dunrestage vor sant Bartholomeus dage dez heiligen zweishotten in dem jare, da man zalte drützehenhundert nüntzig und vier jare. Str. St. A. G. D. P. lad. 166 nr. 89, or mb. lit. pat. c. 3 sig. pend. quorum 2 del. 879- Herzog Leogold von Oesterreich veröffentlicht den durch seine Vermittlung und unter Mitwirkung Graf Eberhards von Württemberg abgeschlossenen Friedensvertrag zwischen Bischof Wilhelm von Diest und der Stadt Straßburg einerseits und dem Domprobst Burkard von Lützelstein anderseits. Kenzingen 1394 August 22. .Des ersten sol der vorgenante her Bürkart von Lützelstein voran in nucz und gewer geseczt werden aller vesten stete und gelozz der obern Montat mit iren zügehörden und sol im darüber der vorgenant von Dyest bischofe und ouch das capitel zu Strazburg iren besigelten briet ane verziehen geben nach lutte der obgenanten richtung brieten, darnach sol derselb von Lüczelstein dem obgenanten byschofen von Strazburg die geslozz des bystümes ingeben und antwürtten ouch nach lütte unserr spruchbriefe. und sol aber der von Dyest byschofe demselben von Lüczelstein oder den ambtlutten, die die geslozz innehabent, die summe der nüwn oder zehen tusent 5 in 15 20 25 30 35 1 ? oder Nettenwilre. 1394 529 guldin alter geltschulde nach derselben richtungbrief sage richten [und geben darumb und urab das, daz dieselben ambtlüte abtreten und dem byschofe die geslozz dest förderlicher in werden, ouch sprechen wir, daz der vorgenant von Dyest byschofe zu. Strazburg dem obgenanten beim Biirkarten von Lüczelstein oder seinen erben, ob ä er nicht enwere, geben sol zweinczig tusent guldin gutes an gold und volle swere an wage zu den tagen und zilen, als hernach geschriben stat, für seinen ehesten und schaden, den er von des Krieges wegen geliten und gehabt hat ouch nach unserr richtungbrief lutt und sage, des ersten sol er im geben driiw tusent guldin uf unser frowen tag zu herbst, darnach uf sand Martins tag drüw tusent guldin, aber darnach 10 uf den zwelften tag zu wichnachten vier tusent guldin, und darnach uf sand Jörgen Jan. e. April 23 . tag zehen tusent guldin schierist von datum dicz A briefes nach einander künftigen an alles verziehen, und sol derselb von Diest bischofe den obgenanten von Lüczelstein vor unserr frowen tag zu herbst schierist künftigen darumb versichern und versorgen, Seplhr 8 daz er daran habent sey, ouch nach lutte unserr riehtungbriefen, sunderlich wellen und sprechen wir, daz über die leuttrung und usspruch die obgennanten richtung beleihen sol by allen iren kreften und nach lutt der richtungbriefe, die wir in darüber geben haben, als sy des hinder uns beidenthalben gegangen sind. mit urkund dicz briefs geben ze Kenczingen am samstag vor sand Bartholomes tag des zwelfpoten nach^Krists gebürd drüzehenhundert jar darnach in dem^vier undnünczigistem jare. Str. St. A. AA. 1420. or. mb. I. p. c. sig. pend. 880 .-Gedenkbrief über die Bühne zwischen Bischof fVilhelm^von Biest und Burkard von Lützelstein und ihren beiderseitigen Helfern. [1394.] Also ein fride ist zwüsclient den erwirdigen hern Wilhelme von Dyest bischof ze Ötroszburg und hern Burekarte von Lutzeistein und ir bedersite heilfern, also das die fride besagen!, die darüber gemachet sint, do ist zu wissende, das darzü beretd ist: was kornes oder anders gütes ietweder parte und sünderliche die stat von Strosz- burg, ire bürgere und die iren uffe dem velde letze habent, das do ietweder parte und sunderliche die obgenanten von Btroszburg mögen! das ir sniden, inbringen und in furen ungehindert eine partye der andern, und die iantlute ulle deine lande, wer die 3o sint, sollen! ouch von beden partyen ungehindert sin, soiieh körn, andere ge werde oder ander gut, wie die genant ist, zu fureude gen Stroszburg in die stat oder in des bistümes slosze. doch sol nieman den andern von beiden partyen trengen, nötigen J oder trowen ime üt zu gebende oder zu bezalende in deheinen weg in diseme friden. wer aber iemant in diseme friden getrenget, in ietweder partye siosz üt zu fureude 35 oder genomen, daz sol ston untze alle diseii neheslen tag gen Brysacli aldo usz ze tragende, anders sol usz beden partyen sloszen nieman nütschit Ihren ungeverliehe. hette ouch deheine partye den luten üt verbotten, die soliche vorgeschrittene dinge erbeben! oder dünt, soliche gebot sollen! gentzlich abe sin und sollen! von j beden partyen ölfenliche abekünden. es mag ouch iederman in diseme friden ulfe 1 40 dem lande und wasser wandeln, triben und Ihren, was er wil, ungehindert, doch sol 530 1394 deheine partye der andern in ir slosz wandeln, triben oder küren über Iren willen, unde sollen! alle vorgeschribene dinge kraft haben!, alle diwile der obgenante fride weret. und daz alle vorgeschriben dinge von dem von Lützelstein, sinen helffern und den sinen gehalten und vollfüret werden!, so hant do vür gesprochen: der hohwirdige herre Berchtolt byschof zu Frysingen, die edeln herren [Engelhart] von Winsberg s lantvogt in Swaben, her Friderich von Waise der hofemeister, Burckart Munich von Landeskron und .... herren Wilhelme von Dyest. byschof zu Stroszburg der stat von Stroszburg, Iren helffern und den Iren ouch gehalten.so hant do vür- gesprochen die erbern wisen meister und rat der stat zu Stroszburg. und sint dirre gedenckebriefe 3 glich, der einen het der vorgenante hohwirdige herre Berchtolt io byschof zu Frysingen, den andern der erwirdige [Eberhart] von Kirchberg portener der meren stifte ze Stroszburg und den dirten die stat von Stroszburg. actum feria tertia. Str. St. A. AA. 1420 cone. ch. Die Datierung und ein Stück des Textes ist abgerissen. 881 . Schultheiss und Rat von Rufaeh und Sultz an Strassburg: bitten um gütige >s Vermittlung, damit die geplante Uebergabe des oberen Mandats an den Gegenbisehof Domprobst Burkard von Lützelstein unterbleibe. [1394.] Str. St. A. AA. 1420. or. ch. I. cl. 882 . Straßburg an Emicho von Saarbrücken: teilt mit, daß man seiner angebotenen Kriegsdienste jetzt nickt mehr bedürfe. 1394 August 27. 20 Dem edeln Eme von Sarbrücke embieten wir Reimbolt Spender der meister und der rat von Strazburg als lieb und gut. als ir uns geschriben hant von dienstes wegen uns zu tünde, also künden! wir üch, das wir uwerm diener vormals geantwortet hant: kernen! ir dazumale in viertzehen dagen, wir weiten! uch emphohen und die ir mit üch brehtent. der kam darnach widerumbe zu uns und seite uns, das ir ss in drien wochen nit kommen möhtent. da entwerten! wir ime, das dage von unsere kriege wegen werent, und wüsten! wir nit, wie es uff den dagen darumbe gienge, und darumbe so bedürften! wir keinre dienere me und seiten! ime von uwern wegen abe. und davon so wissen! wir von des selben uwers dienstes wegen nützit mit üch zu schaffende zu habende. datum feria quinta proxima ante diem decollationis sancti »» Johannis Baptiste anno domini 94. Str. St. A. Abt. IV, 29. or. mb. I. cl. 883 . Bischof Wilhelm von Strassburg erklärt, dass er der Stadt Strassburg ein baares Darlehen von 1000 (t. Pfennigen schuldig sei und verpflichtet sich, dasselbe bis zum nächsten 15 August (frowen lag in der erren) zurückzuzahlen, andernfalls die »» Stadt sich an dem bischöflichen Gut, wie sie wolle, schadlos halten könne. geben an dem nehesten dunrestag vor unsere frowen dage der jüngern in dem jare 1394. 1394 September 3. Str. St. A. AA. 1418. or. mb. I. pat. c. 1 sig. pend. 1394 531 884. Slraßburg an Graf Heinrich von Saarwerden: will im Kriege mit Bruno von Rappolt stein 1 2 die Güter des Grafen auf geschehene Anzeige schonen. 1394 September 8. Dem edlen herren graff Heinrich zu Sarwerde entbieten wir Reinboldt Spender 5 der meister und der rat unsere dienst, wir kündent üch, das wir herr Brunen von Rappoltstein und die sinen meinent zu schedigen umb das unrecht, das er und die sinen uns, unsern bürgern und den unsern getan hant. und darumb, ist es, das ir oder die uwern etwan guter under herr Brunen ligende hant, so schaffent, das dieselben zu den unsern uffe das feld kommen, da die unsern sint, und in ire guter io zügent. so hant wir mit den unsern geredt, das sie derselben der uwern und irer guter, die nit zu herrn Brunen und den sinen gehörent, schonen sollent, so best sie mögent, wand wir uch oder die uwern nüt schedigen wellent, da wir es wustent. und getruwent ouch wir und die unsern darüber uwer und der uwern kein sorg zu habende, uwer verschribene antwort entbieten uns darumb wider. datum ipsa ib die festi nativitatis virginis Marie anno 1394. Colmar Bez. A. Copie des 17. Jahrh. Ann. Rapp (E. 1039) fol. 159. Gedr. Rapp. Urkb. II nr. 404. 885. Wilhelm von Diest erwählter Bischof von Strassburg an die Stadt: wissent, das wir vernommen haben und uns fürbraht ist mit etzlicher kuntschafft, doch wissen 20 wir kein gantz warheit daran, das der byschoff von Metze und der hertzog von Luthringen grosse hufung und samung haben . . . Doch will er Boten ausschicken und dann wiederum Nachricht geben. Der bischöfliche Vogt zu Bernstein ist angewiesen, allen Anforderungen willfährig zu sein. geben zu Dabichstein unser fröwen ze herbst 1394. Dachstein 1394 September 8. 25 Str. St. A. AA. 1418. or. ch. I. cl stark lädiert. 886. Absagebrief Straßbnrgs an Bruno von Rappoltstein. 1394 September 9. Den edeln herren, herrn Brunen von Rappoltstein lassent wir Beimholt Spender der meister und der rat von Strazburg wissen, das wir uwer und der uwern vigende wellent sin umbe das unreht, daz ir uns, unsern bürgern und den unsern getan hant. 3o und wellent uns da mit bewart haben. und dez zu einem urkunde so ist unsere stette ingesigel zu rücken uff disen brieff getrucket. datum feria quarta proxima ante diem exaltationis scte erucis anno 1394. Str. St. A. E. E. or mb. I. clfi 1 Str. St A. AA. 112 vom 7 September mehrere Absagebriefe von Rittern und Herrn an Bruno 35 v. R., darunter auch der des Markgr. Hans von■ Hochberg. gedr. Rapp. Urkb. II nr. 394—403. 2 Im Rapp. Urkb. II nicht erwähnt, doch dort zum September 7—13 unter nr. 405 die Notiz, daß Bruno v. Rapp, einen seiner Kapläne (wohl zur Unterhandlung und zur Verhinderung dieser Absage) nach Straßburg geschickt habe. 532 1394 887. Meister und Rat von Strassburg an Schlettstadt: teilen mit, dass sie Bruno von Rappoltstein abgesagt haben: . . . darumbe ist es, das uwere bürgere derbeine guter under ime ligende baut, so sehaffent, das dieselben zii den unsern uff das velt koment, da die unsern sint und in ire guter zögent. so baut wir mit den unsern geredet, das sie derselben der uwern und irre guter, die nit zii hern Brunen und den 5 sinen geh&rent, schonent, so sie beste mugent, wände wir uwere bürgere nöte schädigen woltent, da wir es wustent. datum feria quarta proxima ante diem exalta- tionis scte crucis anno 1394. 1394 September 9. Str. St- A. E. E. or. mb. I. cl c s. i. v. imp. del. 1188. Bruno von llappollstein leistet einen Tag mit denen von Straßburg. 10 1394 [etwa September 13]. Item 10 sol. [gab ich] minem junkherren umb ein swert, do min herr den tag leiste zii Sletzstat mit den von Strazburg. Eintrag im Ausgabenverzeichnis des Sigbot z&in Bern, Colmar 11. A. E. 2.J2S III toi. 2 b '. nach dem Abdruck im Rapp. Urk. II nr. 408. 15 889- Heinrich Graf zu Saarwerden, Herr zu Rappoltstein und Hohenack, an Meister und Rat von Strassburg: bittet, Zwing und Bann in Rappoltsweiler nicht zu schädigen, und erbietet sich einen gütlichen Tag .zwischen ihnen und seinem Oheim Bruno von Rappoltstein herbeizuführen. datum feria tertia post exaltationem scte crucis. [1394] September 15. 2 o Str. St. A. G 0. P. L. 22. or. cli. lit. cl. Gedr. Rapp. Urk. II nr. 409. 890. Notarielle Beglaubigung des von dem erwählten und bestätigten Bischof Wilhelm abgelegten Eides. 1394 September 15. In dei nomine amen. anno a nativitate ejusdem millesimo trecentesimo nona- 25 gesimo quarto indictione secunda pontificatus sanctissimi in Christo patris et domini sejnbr. is. nostri domini Bonifatii divina providentia pape noni anno sexto, die lune quinta decima inensis septembris, höre paulo post decantationem vesperi ipsius diei vel quasi in domo habitationis procuratoris honorabilium virorum dominorum decani et capituli ecclesie Argentinensis et in stupa majori et superiori ipsius domus, que etiam stupa tempore 30 hyemali pro loco capitulari censetur et reputatur, per dominos decanum et capitulares ecclesie memorate in nostrorum tabellionum seu notariorum publicorum et testium subscriptorum presentia constituti honorabiles viri domini: dominus Ulricus de Claro- 1 Ebenda ein zweiter Tag zu Schlettstadt bezeugt zu 1394 September 24 u. 25. — Rapp. Urk. II nr. 412. — Ferner findet sich dort unter nr. 406 die Notiz, daß Bruno v. Rapp den 13 September 35 den Leutpriester Heinrich nach Schlettstadt schickt z& den von Strazburg, und in denselben Tagen Sigbot zu Bären (in Brunos Auftrag) den Retscher nach Straßburg entsendet. 1394 533 monte in camerarius et Heinricus de Vinstingen dapifer canonici ecclesie Argentinensis predicte reverendum in Christo patrem et dominum dominum Wilhelmum electum confirmatum ecclesie Argentinensis predicte ibidem presentem suo et capituli ecclesie Argentinensis nomine instanter requisiverunt, quatenus idem dominus Wilhelmus 5 electus confirmatus ecclesie Argentinensis memorate statuta et consuetudines dicte Argentinensis ecclesie hactenus per predecessores suos episcopos ac etiam dominos decanum, canonicos et capitulum ecclesie pretacte laudabiliter observata ac etiam articulos quosdam in quodam instrumento 1 per dominum Lampertum olim episcopum Argentinensem, ut dicebant, juratos inferius specificandos jurare vellet. quiquidem io dominus electus Wilhelmus et confirmatus ecclesie Argentinensis supradicte prehabita deliberatione aliquali super requisitionibus prescriptis ultimo respondit et protestabatur in hec verba vel eis in significatione consimilia, quod statuta et consuetudines ecclesie Argentinensis rationabilia et rationabiles, que contra sanctam sedem aposto- licam et communis juris diposicionem non repugnarent, libenter juraret et jurare vellet, 15 eo tarnen salvo et circa hujus modi juramentum per eum prestandum specialiter excepto videlicet, quod cum ipse dudum cum magistro et consulibus civitatis Argentinensis aliquales confederationes seu promissiones inierit, super quibus confederationibus seu promissionibus tria instrumenta theutonica confecta essent, ac etiam sigillo ipsius domini Wilhelmi roborata sigillo etiam capituli prefate ecclesie Argentinensis, ut spe- zo raret sigillanda. quibus quidem confederationibus seu promissionibus ac Omnibus aliis et singulis in eisdem tribus instrumentis contentis per hujusmodi juramentum nollet in aliquo denegari, si et in quantum juramentum hujusmodi eisdem tribus instrumentis vel contentis in eisdem aut alieno contentorum eorundem videtur contraire aut quomodolibet obstari. et tali responso seu protestatione per ipsum dominum 25 Wilhelmum electum et sicfacto seu facta, quod etiam responsum seu quam protesta- tionem semper in suo robore voluit remanere. idem dominus Wilhelmus electus tactis per eum corporaliter manu sua dextera scripturis sacrosanctis ad sancta dei evangelia juramentum prestitit corporale de observandis per eum statutis et eonsue- tudinibus dicte ecclesie Argentinensis ac etiam articulis, de quibus supradicitur et 30 quorum tenor talis est. . . . [weiter mutatis mutandis mit wenigen Abweichungen wie der Eid Bischof Lamp rechts Bd. V nr. 978 bis art. 4 incl. dann] septimus insuper articulus, obmissis quinto et sexto articulis non juratis, est quod omnes vasalles etc. [wie in Bd. V nr. 978 bis art. 8 incl. dann] juravit insuper idem dominus Wilhelmus electus confirmatus ad sancta dei evangelia per eum corpora- 35 liter tacta se etc. [wie in Bd. V nr. 978 bis], super quibus Omnibus et singulis prefati dominus Wilhelmus electus suo, dominus Ulricus de Claromonte camerarius et dominus Heinricus de Vinstingen dapifer suo ac capituli dicte ecclesie Argentinensis nec non dominus Wilhelmus Garnificus magister scabinorum civitatis Argentinensis magistri et con- sulum ac civitatis predicte nominibus a nobis tribus notariis subscriptis unum vel plura 4o publicum vel publica, si necesse foret, sibi confici petiverunt instrumentum seu instrumenta. Acta sunt hec anno domini indictione, pontificatu, mense, die, hora et loco pre- 1 Vom Jahre 1371 September 7 gedr. Bd. V nr. 978. 534 1394 scriptis presentibus honorabili et perito viro magistro Johanne de Douchendorff officiali curie Argentinensis, strenuo milite domino Johanne de Kagenecke magistro curie dicti domini Wilhelmi electi, magistro civium civitatis Argentinensis, prudenti viro Ortelino dicto Mansze olim magistro civium et Wernhero dicto Spatzinger notario et sigillatore dicte civitatis et pluribus aliis personis fidedignis testibus ad premissa vocatis pariter 5 etrogatis. [Es folgt die Beglaubigung des Instruments durch die bei der Handlung gegenwärtig gewesenen Personen] Johannes dictus Groszclaus clericus Arg. apostolica et imperial! auctoritate notarius publicus, Heinricus dictus Heller de Lierheim clericus Augustensis diocesi Arg. eommorans publicus im- periali auctoritate notarius, Ulricus de Bopfingen clericus Augustensis diocesi Argentina 10 eommorans publicus imperial! auctoritate notarius. [Johannes hat das Instrument geschrieben, alle drei setzen ihre Signa darunter.] Str. Bez A. 6. 3465. E. E. Copialbuch (m\ 265.) 891. Graf Heinrich von Mondfort herr zu Gertringen und herr Bappelin von Erlenbach und herr Hans von Lupfen landgraf zu Stülingen und Heinrich von Roseneck >s und Hans von Schain und Hans von Brandeck der jung senden der Stadt Strassburg ihre Absage von des Unrechts wegen, das die Stadt an Bruno von Rappoltstein thue. der gebenn ist zu Baden an dem sambstag vonn desz heiligen creutzestag . 1 Baden i. Aarg. 1394 September 19. Colmar Bez. A. Ann. Rapp. E. 1039. Transscription des 17. Jahrh. 20 Reg. Rapp. Urkb II nr. 410. 892. Bischof Wilhelm verspricht und beschwört nach geschehener Anerkennung und Aufnahme, die Stadt Straßburg bei allen ihren hergebrachten Rechten zu belassen und auf alle Schuldforderungen seines Vorgängers Friederich zu verzichten. Strassburg 1394 September 23. s» Wir Wilhelm von gotz gnoden erwelter und bestetigeter byschof ze Stroszburg tunt kunt allen den, die disen brief anesehent oder gehörent lesen: also die erbern wisen, meister, rot und die gemeinde der stette zu Stroszburg anegesehen haut soliche gnode und reht, die wir von dem allerheiligesten vatter, unserme gnedigesten herren dem bobeste, herren Bonifacio dem nünden habent, die er uns gnedekliche verluhen 30 unde zu dem bystume von Stroszburg domite versehen und zu eime byschofe doselbes gemäht bet, unde sie sie daruffe von derselben gnoden unde rehtes wegen uns zu eime byschofe empfangen hant, das wir do denselben meister und rote den bürgern unde der gemeinde gemeinlichen der stette zu Stroszburg und allen iren nochkommen do wider zu liebe und zu früntschaft mit wolbedahtem mute, rehter wiszende und 3a ouch noch rote unsere fründe und rote geistlicher und weltlicher unde oueh umbe das, daz wir unde sie hernoch dester minre spennig oder misseheilig mitenander werden mugent und durch nutz und notdurft unserre stifte ze Stroszburg gesworn hant ein gelerten eyt zu den heiligen mit uff geleiter hant uff unser hertze lipliche. dieselben 1 So lautet die Datierung in der sorgfältig geschriebenen Vorlage und im Rapp. Urkb., doch ist 40 zu erwägen, ob nicht im Original gestanden hat, und demnach der 12 September einzusetzen ist. 1394 535 meister und rot die bürgere und die gemeinde gemeinliche der stette ze Stroszburg unde alle ire nachkommen loszen zu blibende by allen iren frybeiten, gerillten, rehten und gewonheiten, also sie die barbroht babent unde sollent. und wöllent ynen die merren und nit minren. darzu so babent wir uns verzigen unde verzihent uns ouch 5 in kraft dis briefes alle der anesproehen, anreden oder vorderungen sementlichen und ir iegliche besunder, wie die genant sint, deheine uszzegenunnnen, die byschof Fride- rieh unser vorfar an die vorgenanten meister rot und die bürgere von Stroszburg gebebt oder geklaget bet zu Hagenöwe uff den tagen oder anderswo und sünderlieben, die er hern Borziboy unsers herren des römischen küniges lantvogt zu Hagenöwe io geschriben geben bet umbe unserre frowen tage der liehtmesze, der do was in dem jore, do man zalte von gotz gebürte drüzehen hundert jor nüntzig und drü jore von des krieges wegen, den er mit der stat von Stroszburg bette, der anesproehen aller und ir iegeliche besonder unde aller andere ansproeben oder vorderungen, so wir oder ieman von unsern wegen gehaben möhtent an meister und rot und die bur- 15 gere gemeinliche der stette zu Stroszburg und dieselbe stat zu Stroszburg nutze uffe disen hütigen tag, verzihent wir uns gentzlich und zu mole, daz wir der deheine sementlichen oder sünderlieben niemer gevordern sollen oder wollen, wenne sie gentzliche dot unde abe sin sollent. unde wände ouch des glich meister und rot der vorgenanten stette zu Stroszburg solicher anesproehen unde vorderungen, so sie zu 20 Hagenöwe hern Borziboy geschriben gebeut uff die egenante zit an bischof Friderichen unsern vorfarn ouch gegen uns verzigen babent. unde gelobent by demselben unserme eyde vür uns unde alle unserre noehkommen des selben bystumes alle vorgesehribene dinge und ir iegeliches besonder stete, veste und unverbröchenliche zu haltende und zu habende und niemer dowider zu dünde oder zu kommende, noch daz schaffen äs geton werden mit Worten oder wercken heimliche oder öffenliche mit gerihte oder uszewendig gerilltes nü oder harnoch in denheinen weg one aller slalite geverde. ouch gelobent wir by dem egenanten unserme eyde, wenne so wir es aller erst getan oder zu bringen mögent, daz wir schaffen wollen!, daz das cappittel unserre stift ze Ströszburg disen brief und alle vorgeschribenen dinge beietze und weihe tümherren 30 an uns vallent, daz sie disen brief ouch besigelnt und beietzent und iren willen harzü fügend und ouch daz besigelnt mit des cappittels ingesigel ungeverliche. unde zu ebne woren steten urkünde so haut wir der obgenante byschof Wilhelm unser ingesigel an disen brief geton hencken unde babent darzu gebetten die erwirdigen hern Ulrichen von Lichtenberg kammerer und Friderichen grafe von Zweinbrücke 35 unsere öheime, tümherren derselben unserre stifte ze Stroszburg, daz si zu merre gezügnisze der egeschriben dinge ire ingesigele zu dem unsern hant gehencket an disen brief. wir Ulrich von Lichtenberg kammerer, Friderich grofe von Zweinbrücke tümherren vorgenant verjehent, also der erwirdige herre Wilhelm byschof zu Strasz- burg unser lieber herre mit unserme und ouch anderre sine fr finde rot geistlicher und 40 weltlicher die vorgeschriben dinge, stücke, punckte und artickele und ir iegeliches besunder gelobet und gesworn bet zu haltende noch obgeschribener wise, daz er daz geton het mit unserme willen unde geheile, und des zu merre gezügnisze, so hant wir unserre ingesigele an disen brief gehencket. ouch hant wir byschof Wilhelm 1393 Februari. I VI. 68 1394 r.36 gebetten die edeln Johan von Dvest unsern bruder, grafe Hannemail von Zweinbrücke herren zu Bitsche, Fridericlien grofe zu Lyningen unserre lieben öheinie und ouch den vesten ritter liern Heinrichen von Wachenheini, daz sie zu merre gezügnisze der obgeschriben dinge uns zu besagende ire ingesigele an disen brief hant gehencket, des wir Johan von Dvest, Hanneman grofe von Zweinbrücken, Frideriche grofe zu Lyningen und Heinrich von Wachenheim uns verjehent und bekennent. der gehen ist zu Stroszburg an dem nehesten mittewochen noch sant Mathis tage des zwelf- botten des jores do man zalte von gotz gebürte 1394 jore. Str. St. A. AA. 1418. cone. ch. mit vielen Correcturen. 893 Strassburg an Markgraf Bernhard von Baden: die städtischen Boten haben sich auf dem Tage zu Schlettstadt 1 Herrn Bruno von Rappoltstein vergeblich ange- boten, mit ihnen vor dem Pfalzgraf Ruprecht dem älteren, dem Markgrafen oder Graf Heinrich von Saarwerden einen rechtlichen Austrag zu versuchen, desshalb möge auch er nicht Bruno beistehen. [1394 September 29?] Aus Rapp. Urkb, II pg. 338. Vgl dort über die Datierung. — Reg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1620. 894 Reinhold Spender der Meister und der Rat von Strassburg legen dem Herzog Karl II von Lothringen ausführlich die Gründe ihres feindlichen Verhaltens gegen Bruno von Rappoltstein dar. datum feria di beati Michaelis archangeli anno a. 1394. 1394 September 29. Colmar Bez. A Ann. Rapp. (E 1039) fol. 160 b. Uebersetzung des 17 Jahrh. Vollständiger Abdruck: Rapp. Urk. II nr. 414. 895. Reinhold Spender der Meister und der Rat von Strassburg an Herzog Leopold von Oesterreich: mahnen denselben auf Grund des bestehenden Bündnisses, sie vom Odbr.K. Dienstag vor St. Gallen an auf alle Weise gegen Bruno von Rappoltstein zu unterstützen, datum sabbato primo post diem scti Michahelis archangeli anno 1394. 1394 October 3. Str. St. A. G. U. P. lad. 22. fase. 5 cop. ch. coaev. Auszügl. gedr. Rapp. Urkb. II nr. 415. 896. Nachricht von einem dritten Tage Brunos ton Rappoltstein mit denen von Straßburg zu Schlettstadt. 1394 October 12-14. Item 16 lib. 6 sol., die min herre, und die mit ym warend zu Sletzstadt, do seihest verzert hant, do er zürn dirten male einen tag mit den von Strazburg leistete Vgl. oben nr. 888 zum September 13. 5 10 15 20 E5 30 I 1394 537 zu Sletzstat. und waz er dez selben males zu Sletzstat von dem mentag trüge vor Galli confessoris anno 94 untz uf die mittewoch nebst darnach nach ymbis. und oct.n.-u. wart dar yn verrechent, was min herre in minem huse verzerte, und das die Swaben in spilman Henselins huse, her Peter yon Sante Deodat in Zaberners huse, etc. 5 Eintrag im Auslagenverzeichniss Sigbot’s zäm Bern, Colmar Bes. A. E. 2928 (Papierregister) III fol. 8. Gedr Bapp. Urkb. II nr. 416. 897- Der Leutpriester Wolf an Strassburg meldet: daz eine grosze houfilnge in dem herzogtum zu Lothringen sy, aber war sv gerahtent, daz weiz ich nvt, doch io sagent die knaben in den stellen, es sullt über die berren von Strasburg gen herrn Brünen von Rappoltstein zu hilf, do von kan nyman by uns die worheit wiszin. . . . geben uf zinstag vor sant Lucas tage anno 1394. 1394 October 13. Str. St. A. E. E. or. ch. lit. c l. 898. Vertrag zwischen Emicho von Leiningen als Advocatus provincialis mit 15 Bischof Wilhelm, den freien Städten i. Eisass und der Stadt Strassburg über Aufrccht- erhaltung des Landfriedens. geben an der nehsten mittewochen vor sant Gallen tage anno 1394. 1394 October 14. Na h dem Druck Ah. dipl. 11, 296. 899. Herzog Leopold von Oesterreich an Vogt, Sehultheiss und Rat von Bergheim 20 im Eisass: gebietet, ihre Stadt in dem Kriege mit Bruno von Rappoltstein jederzeit den Strassburgern offen zu lassen ... zu allen Iren notdurften, wie oft in dez not beschiht und [sie] daz an uch begerent. geben zu Thann am samstdage mich sant Gallen dage anno 94. Thann 1394 October 17. Sir. St. A. AA. 112. nr. 151 cop. ch. coaev. 900. König Wenzel an die Stadt Strassburg gebietet, Bruno von Rappoltstein und die Seinen nicht anzugreifen oder zu schädigen. geben zu Präge an sand Mer- teins tage anno regn. hob. 32 regn. rom. 19. Trag 1394 November 11. Str. St. A. AA. 115 nr. 23 or. ch. lit. cl. Abdruck,: Bapp. Urkb. II nr. 419. 538 1394 901. Hermann Ebner der ältere an die Strassburger Thomas von Endingen und Wilhelm Metziger: der König will Hilfsgelder von den Städten und Juden wegen der kostspieligen böhmischen Unruhen. [Nürnberg 1304 November 21.] Str. St. A. AA. 112 or. ch. I. el. Gedr. D. B. A. II nr. 240. — Rapp. Urkb. II nr. 420. Auszug1 gedr. Wencker, appar. arch. 255. 902 . Instruction für eine Straßburger Gesandtschaft an den König. 1394 um December C. Zum ersten gedenckent, ehe uns ein luterunge mag werden, daz man uns unser schulde zu vor an bezale und uns insetze etc. Item und daz vor äugen und vorhanden ist und die herren in selber behebet haut, daz sie daz ouch bezalent, und duncket es sie gilt, daz sie des briefe vordem!. Item sie sollen! gedencken mit den hofeschribern zh uberkummende, daz sie uns jores unser friheit beschirmen!, und sollen! in des ein vidimus heissen unserre fryheit geben. Item sie sollen! sagen, wie wir mit dem marggrofen überkummen sint und haut ime 2000 guldin geben, daz er mit uns geriht ist und sin diener ouch über sich genummen het. Würde mit unsern hotten von der münszen wegen geretd, daz söllent sie verantworten in der moszen, also sie daz wol wiszent und haut des ein abegeschrift. Item von des lantfriden wegen, do gefiele uns wol, daz wir mit den riches stetten in lantfriden keinen!, aber die wile wir mit den herren nit luter sünt, so künnent wir nit mit in in lantfriden sin. Item daz uns kein ufslag vurbasz gegeben werde, wenne unsz vil widerdrieses geschehen ist. [Gleichzeitige Notiz] circa diem scti Nicolai episcopi anno 1394. Str. St. A. AA. 115 nr. 28 eonc. ch. 903 . Straßburg an Leopold von Oesterreich betreffs Abhaltung eines Sühnetages mit Bruno von Rappoltstein. 1394 December 10. Dem hoherbornen fürsten und herren hertzoge Lüpolt zu Oesteriche, zu Styr, zu Kernden und zu Krayn, grafe zu Tyrol enbieten wir Hesseman Hesse der meister und der rat von Strazburg unsern undertenigen, willigen dienst und waz wir eren ver- mügent. gnediger herre. alse ir uns verkündet hant einen dag zu Ensesheim vor uwern gnaden zu leistende mit hern Brunen von Rappoltzstein und allda zu sinde uff den nehsten sunnendag zu naht vor dem heiligen wyhenahtdage, so nu zu nehste kommet, von der stösse wegen, die er und wir mit enander hant, also künden! wir uwern gnaden, das uns nit gefügliche ist gen Ensesheim zu dage zu varende, so varent ir nit gerne gen Brisach zu dage von sölliches sterbendes wegen, so letzen! 5 10 15 20 25 30 35 1394 539 alda ist, alse daz uwer gnade uns het verschriben. und darumbe so wellent wir gerne den selben dag mit hern Brunen leisten zu obern Bergheim ufT den dag und in aller der massen, alse ir uns den gen Ensisheim benant haut, wände unsere erbern hotten, die zu nehste zu Ensesheim wären!, gewarnet wurden!, selten sie me gen 5 Ensesheim varen, daz man vorhte, daz sie, und die mit in ritten!, nider gewerkten wurden!, mag es aber nit anders gesin, so wellen! wir gerne durch uwern willen, wie ungefugliche es uns ist, denselben dag leisten zu Ensesheim also, daz ir unsern erbern hotten, und die mit in dabin zu dage varent, eine sichere trostunge und geleite geben wellent uff dem dage zu Ensesheim und dar und dannan zu varende uff das, io das man allda besehe, obe dieselbe sache verrihtet und übertragen werden möge, uwer gnedige entwerte wellent uns darumbe verschriben wider lassen wissen. datum feria quinta proxima ante diem scte Lucie virginis anno 1394. Str. St. A. G. ü. P. lad. 22 fase. 5 conc. ch. Auszügl. Abdruck: Rapp. Urkb. II nr. 422. i 5 904. Straßburg an König Wenzel: beklagt sich, daß die städtische Gesandtschaft keine Audienz bekommen hat, sondern cor das Hofgericht geführt ist. 1394 December 26, Dem allerdurchlühtigisten fürsten und herren, herren Wenczelaus von gocz gnoden römischem Könige, zu allen ziten merer des riches und Königes zu Beheim embieten 20 wir Hesseman Hesse etc. unsern undertenigen willigen dienst etc. gnädiger herre. also ist uns gebotten vür uwere hofgerihte, uwern gnoden aldo zu antwürtende. darumbe wir zu stunt unserre erbern hotten schicketent gen Proge zu besehende, ehe die vür uwere gnode kommen möhte von uwern gnoden zu verhörende, was uwere gnoden meinunge were. also möhtent sie nit vür uvere gnode kommen und 25 kommen vür uwer hofegerihte und horten!, do ettewaz anreden, so uwere gnode gegen uns meint zu habende, gnediger herre. wile wir und unser vordem allewege in unsers allergenedigesten herren des keysers seliger, uwere vatters gedehtnisze und uwer gnoden gewesen sint und vürbasser allewegent begerent zu sinde und zu hübende, so bitten! wir uwer gnode dienstliche mit ganczem erneste und flisse, das ir unser 30 erbern hotten und die mit in ritent, die wir gerne darumbe zu uwern gnoden senden wollen!, sicher geleit mit uwerme offen besigelten briefe geben wollen! zu uwern gnoden zu ritende, by üch zu sinde und wider von dannan her heim zu huse an ire gewarsam, und dieselbe unsere botten vür uwere gnode loszen und gnedekliche uszrihten wellent, wände wir allewegent begerent in uwern gnoden zu hübende, und 35 begerent dez von uwern gnaden uwere gnedige entwurte mit disem unsern botten lossen zu wissende. datum die beati Stephani prothomartyris anno 1394. Str. St. A. AA. 115 conc. chA 1 Vgl. unter der folgenden Nummer den ausführlicheren Entwurf und den darauffolgenden Instructionsentwurf. 540 1394 905. Die Stadt Straßburg an König Wenzelbetreffend die Vorladung vor das Ilofgericht und die gegen die Stadt erhobenen Vorwürfe. [ Entwurf .] [ 13 U 4 .] Gnediger herre. also ist uns gebotten vür uwer hofegerihte uwern gnoden aldo zu antwurtende, darumbe wir zu stunt unserre erbern botten schicketent gen Frage zü besehende, ebe die vür uvvere gnode kummen mühte von uwern gnoden zu ver- 6 hörende, was uwere gnoden meinunge were. also möhtent sie nit vür uwere gnode kommen und köment vür uwer hofegerihte und hortent do drierley züsprüche, die uwer gnode gegen uns meint zu habende : des ersten, daz wir die rihtigunge, die uwer gnode zwischen üch, andern fürsten, herren, stetten und uns gemäht und begriffen het, daz wir die nit gehalten habent, sol uwer gnode wiszen, daz wir des m unschuldig sint die rihtigunge, die uwer gnode begriffen und zwüschent uns beder partye gestalt het, habent wir gehalten und wellent die vürbasser getruveliche halten und ouch by der bliben. das ander, das wir unsern herren den bischof wider uwer gnode empfangen und ingefürt haben, sol aber uwer gnode wiszen, daz unser heiliger vatter der hobest uns verschreip und-mit sinen bebestlichen bullen gebot, das wir >s den erwirdigen herrn Wilhelm von Diest zu eime bischofe haben und empfohen soltent. do noment wir unser wiser gelerter pfaffen rat darüber, die rietent uns, sit wir von gebottes wegen uwer dem bebestlichen stüle zü Rome gehorsam sin soltent und uns gegen uwern gnoden dem versprochen hettent gehorsam zü sinde, wo wir denne nit gehorsam werent, so detent wir unreht darzü, so würde uns töffen, crismen, begrab- au den und alle cristenliche werg verholten, darzü so zügle unser herre der bischof uns soliche briefe, die der durchlühtige, hochgeborne fürste unde herre, herzoge Johann von gocz gnoden marggrofe zü Brandenburg etc. uwer brüder ime verschriben bette und von uwern gnoden wegen in uwere gnode empfangen, so getruwent wir mit uwern gnoden geton haben, darumbe genediger herre, wile wir dem bebestlichen stüle 25 zü Rome und uwern gnoden gehorsam gewesen sint und durch des heiligen stilles und uwere gnoden ere willen unsern herren den bischof mit unserme kumber und groszen kosten by dem bijsturne behebt hant, so getruwent wir uwern gnoden, daz üch daz gevellig sin solle und hoffen des danck von uwern gnoden ze empfohende. so denne von des Hertenberger wegen, alz der gefangen wart, wisze uwer gnode, 30 daz der unsern nieinan darby gewesen ist, so ist es ouch one unsern rat, wissende und wille geschehen, alz er gefangen wart, do entran sin kneht mit eim hengeste und watsacke, und wart der gefangen von armen knehten, die fürtent den hengest- kneht und watsack zü uns in unser stat. also balde wir daz befunden!, do schulten! wir den kneht der gefengnisze ledig und (wart) ime der hengest, watsack und alle 3S sine habe genczlich widerkert, damitte des Hertenbergers kneble ein güt wol begnügen hettent, des die kneble den armen knehten, die nit zü uns gehörten!, die den angrilf dotent, ein güten qwitbrief geben! liesz mit des selben herrn Habart Hertenbergers ingesigel. darumbe gnediger herre, obe des gentzlich unschulde uns zü erfindende und zü verhörende, so bitten! wir uwern gnoden dienstlich unser erber botten, und " die mit inen riten, mit uwerme offen briefe vertrösten! zü üch by uwern gnoden zü 1394 541 sinde und die gnedekliche zu verhörende und uszzerichtende und wider von üch bicz heim an ire gewarsam. so getruwent wir, sie sollent solliche rede vor uwern gnoden füren und reden, daz ir unser unschulde genczlich empfinden, wände wir unsers gnädigen herren, herren Karlen römschen keysers seliger gedehtnisze uwers vatters und 5 uwern gnoden alle zit gedienet hant mit unserme groszen kosten, daz wir oueh vürbasz begerent uwern gnoden zu dunde und dar inne zu sinde und zu bleibende und begerent des ein gnedige antworte von uwern gnoden mit disem botten. Str. St. A. AA. 115 conc. ch. mit vielen Streichungen und Aenderungen. 906 Instruction für eine Straßburger Gesandtschaft an den König. [1394.] io 1) Bezüglich der Vorladung vor das Hofgericht wegen Gefangennahme des von Hertenberg, sollen die Boten durch genaue Schilderung des Hergangs darlegen, dass keine Strassburger Unterthanen dabei betheiligt waren. 2) Betreffend den Vorwurf: das wir an den richesstetten die rihtigunge, die er [der König] gemacht het, nit gehalten haben!, sollen sie bemerken : dass Strassburg iS von seinen Schuldforderungen aus der Zeit vor dem Krieg Abstand nehmen wolle, sobald drei Räte der betreffenden Stadt beschwören, dass die Schuld während des Krieges bezahlt sei, auf die Zahlung der übrigen vor dem Kriege fälligen Schulden und Zinsen aber auf Grund des Richtungbriefes bestehen müsse. 3) In Sachen der Bischofswahl hätten sie sich seinerzeit auf Wunsch Kaiser so Karls und König Wenzels ganz an die Entscheidung Bähst Urbans gehalten. 1 4) Seien sie der Meinung, dass alle Ansprachen des Königs durch die Richtung erledigt seien, während für die Einzelforderungen der an dem Kriege und jetzt an der königlichen Richtung beteiligten Ritter und Knechte Termine im Eisass angesetzt werden könnten. In dieser Weise sollen die Boten erforderlichen Falls antworten ... und 25 siillent unsern herren den herezogen bitten, daz man uns do von losze. retten aber des küniges botten von geltes wegen unserme herren dem knnige zu gebende und sprechen!: es were vor mit unsern botten in rede gewesen, so sollent unser botten daruf antworten, daz sie dovon nit enwissen. 5) Den Zwist mit Bruno von Rappoltstein sollten die Boten unberührt lassen, 30 käme er aber dennoch zur Sprache, freimütig erzählen, dass nicht sie, sondern Bruno die beschworene Richtung gebrochen habe. 6) Käme die Rede auf die Strassburger Münze, so sei zu entgegnen,... das wir ein soliehe münsze haben!, man setze sie uff, wo man welle, so sint sie besser an silber eins güldin wert denne ein güldin; von ander münszen wegen — und von des Lant- 35 frieden wegen sollten sie nicht sprechen. 7) Spräche man von dem, . . . wasVolmar von Wickersheim dicke mit uns geretd het von der herren von Beyern wegen, do siillent sü uff das aller kürczeste usreden, daz su können. 1 Wohl die Wahl Friedrichs von Blankenheim 1375 cf. Königsh. 11 pg 678. 542 1394 8) Frage man nach dem Herzog von Oesterreich,... do söllent sie gar kurcz zu reden : wir sient in früntscheften mittenander und habent das heilige römesche rieh darinne uszgenonnnen. [? 1304]. Str. St. A. AA. 115 nr. 5 cone ch. 907- Markgraf Bernhard an Meister und Rat von Strassburg : beschwert sich,... daz her Johans von Roszheim, der da ist by Clause von Roszheim uwern lonhern, sich understet zu kriegen und dovon zu tringen . . unsern cappelan Claus von Beinheim von dem von ihm erhaltenen St. Diebolds-Altar im Münster und dessen wohlerworbenen Rechte zu schützen. datum crastino Thome Cantuariensis episcopi anno 94. 1304 December 30. Str. St. A. AA 84 or. ch. Reg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1623. . 900. Meister und Rat von Straßburg an Volmar von Littielslein, den Decan des Domkapitels : ersuchen um die Besiegelung ihres Vertrages mit dem Bischof durch das Kapitelssiegel. 1304 December 31. Dem erwürdigen herren, herren Volmar von Lützelstein, dechan der merren stift zu Straszburg embieten wir Hesseman Hesse der meister und der rat von Strazburg unsern früntlichen dienst, lieber herre. von der suche wegen, also wir mit unserme herren dem bischofe überkommen sint und übertragen sint, darzu wir gerne des cappittels willen gebebt hettent und ir ingesigel, das aber wir noch rote uwer und anderer von ebne cappittel zu dem andern gebeitet habent, alz ir wol wissen! und nu nuwelinges daz leste cappittel darumbe gewesen ist, darinne die herren des cappittels sich bekant habent in cappittels wise und beietzet und Iren willen darzu geton, das daz vürgang haben sol und man unser briefe mit des cappittels ingesigel besigeln sol, do ist uns zu verstünde geben, das drie slüssel zu dem ingesigel sigent, domitte daz ingesigel beschlossen sy. Do getruwent wir, daz wir kein verzog an den zweyen slüsseln habent, do mitte daz ingesigel beslossen ist, und wände ir den dirten slüssel habent, so bitten! wir üch früntliche, daz ir mit uwerme slüssel zu uns kommen wollen! und das slosz entsliessent, oder aber iemant an uwere stat beleihen!, der es entsliesze, das uns unser briefe besigelt werden!, und gedenckent an die früntlichen wort, die ir uns alle wege zu verstünde habent geben, das kein breste an üch sin solle, den Worten gent kraft und sument uns nit, das wollen! wir allezit umbe üch zu widerdienende haben, datum feria quinta infra octavam nativitatis domini anno 94. Str. St. A. AA. 1420 cop. ch. coaev. Ebenda Brief des Rats in gleicher Sache an seine Boten Dietrich Burggraf, Johans Bock und Heinrich Lymcr vom 1 Januar 1395. 5 10 15 20 25 30 35 1394 543 909 . Genannte Straßburger Gesandte au ihre Stadt, berichten über den .Verlauf eines mit Bruno von Rappollstein abgehaltenen Tages. 1394 Decembev 31. Den fnrsiehtigen wisen meister und rate der stelle zü Strazburg embüten wir unser» undertenigen willigen dienst, lieben lierren. wir lassen! üch wissen, das wir 5 uff dise vergangen inittewoche und dunrestdag getaget habent mit her» Brunnen von llappoltzstein, und das die saelie gerwe entslagen ist, also wir üch das selber wol sagende werden!, so wir zu Vieh Komment, iedoeh so wart f'urbaz mit uns geretde, das wir die sache in gutem also liessent bliben und gestüu nutze uff den /weiften dag liebste und den selben dag allen in aller der müssen, also ez nutze bar in i» stallunge gestanden ist. daz baut wir auch also geton und ulfgenummen nutze uff den egenanten /weiften dag. darnach so wissent ucb zu rihtende. ouch so wurt der hoher- borne fürste und herre herzoge Lüpolt zu Osterriche sine botschaft gen Sletzstat von dez dages wegen, der da von dez von Lutzeisteins wegen aldä sin sol, senden, da habend wir vernummen, daz dieselbe botschaft zi'i ucb gen Strazburg kommen wurt ■ft und von dez von Rappolzsteins wegen selber mit ucb reden von ein re langem Stallungen zu haltende, dez wir uns doch nit anneinmen wollen!, wissent auch, daz der herzoge von Österriche sicherlich von dem lande wil in der wochen, die nfi nehste kommet, alse uns das vur wor geseit ist worden, ouch so voilegüt der dag zü Sletzstat, alse wir von uch gescheiden sint. be.sigelt mit min .lohans Bockes ingesigol. *o datum feria quinta proxima ante diem circumcisionis domini anno domini etc. 91. Dietherich Burggrafe, Johans Bocke und Heinrich Lymer ein altammanmeister zü Strazburg uwere hotten. {In verso ] Den fürsichligen, wisen meister und rate der stelle zu Strazburg 25 unser» lieben herren. Str. St. A. AA. 112 nr. 143. or. ch. 1. cl. Gedr. Rapp. IJrTcb. 11 nr. 433. 910. Hesseman Hesse der Meister und der Rat von Strassburg an die städtischen Boten Dietherich Burggraf, Johans Bocke der jüngere und Heinrich Lymer: sie sollen 3» zum Domdekan Volmar von Lützelstein gehn, der den dritten Schlüssel zum Siegel des Domkapitels besitzt und ihn ersuchen, diesen selbst zu bringen oder zu senden, damit die vom ganzen Capitel beschlossene Besiegelung des Vertrages der Stadt mit dem Bischof vollzogen werden kann ... dis alles wil unser herre der biseholf sine» ouch befehlen, wer aber, das der dechan nit do were, so laut diseu hotten mit disen 35 brieten vürbasser zürn dechan löfeu. datum ipsa die festi circumcisionis domini anno domini 1394. 1393 Januar 1. Str. St. A. AA. 1420. or. mb. I. cl 911 . Bischof Wilhelm von Strassburg bekennt sich gegen die Stadt Strassburg zu einer durch baares Darlehen entstandenen Schuld von 2200 Gulden, verspricht VI. P9 1395 J'Diuar 6. 544 1395 Januar 17. Febr. L§. dieselbe bis nächsten Ostern zurückzuzahlen und stellt Mitschuldner in seinen Vögten zu Hornstein, Ortenberg, Mollsheim, Zabern, lvocdiersberg, welche im Fall der Nichtzahlung acht Tage nach geschehener Mahnung je einen Knecht mit einem Pferd als Geisel nach Slrassburg schicken sollen. Geschieht auch das nicht, so ist der Stadt Strassburg jode Art Angriff und Gewalt gegen bischöfliches Gut erlaubt. geben ... 5 uf den heiligen zwölften tag noch winahten. [1303] .Januar 6. Str. St. A. AA 1418. or. mb. lit. p. c. 6. sig. pend, und mit 4 durchgezogenen besiegelten Bürgebriefen der 4 (späteren) Vögte: Bcrtliolt Krautze von Geispolsheim Vogt zu Molsheim. Heinrich Gerspach Vogt zu Ortenberg, Schwarz Rudolf von Andcla Vogt zu Molsheim, Johann Pfettersheim Vogt zu Kochersberg, vom Jahre 1400, 139C, 1399 m und 1399. 912- Eberhart von Baishofen und Reinhart von Sickingen schließen einen Frieden mit Slraßburg. Januar 11. Ich Eberhart von Baishofen und Reinhart von Sickingen der junge bekennen uns mit disem briefe, daz wir ein frvden han mit den von Straszburg und den iren und ireri is helffern von uns und unsern hellfern, und sol der fryde ane gen an dem nehsten sundage vor saute Sebastians dage und sol wenn biz uff den wiszen sondag den man nynet dye grosz vastnabt und den dag über und sol uns der vogt von Germersheim ein dag beschcyden in dem fryden. und werez, daz wir oder unser helffer dazwuschen den fryden uberfuren, daz sollen wir der name kern, werez auch, daz die von Strasz- s» bürg oder ir helffer da zwuschen den fryden uberfuren, daz sollen sie auch mit der name kern, und daz solle uff bedesyte ungevorlich sin. und dez zu urkunde, so hat unser ieglicher sin eygin ingesigel uff dysen brief gedrücket zu in de dirrc geschr'ft, der geben wart uff den nehsten mondag nach dem zwölften dage, da man zalte drut- zehen hundert jar und fünf und nuntzig jar. 25 Str. St. A. G. U. P. lad. 168 fase. 2, or. eh. c. 2 sig. imp. dcl 914. Bert holt Zorn der ältere der Meister und der Rat von Strassburg an den österreichischen Landvogt im Eisass Engelhard von Winsberg : berufen sich auf die dem Herzog Leopold gemachte Mitteilung über ihre Fehde mit Bruno von Rappoltstein und ersuchen ihn, in Abwesenheit des Herzogs die vertragsmässige Hülfe zu leisten und 30 zu deren genauerer Feststellung vier herzogliche Räte zum Dienstag nach St. Agnestag nach Kenzingen zu senden. datum feria quarta proxima post diem seti. Erhard! episcopi anno 1305. 1393 Januar 13. Str. St. A- G. U. P. lad 22 fase. 5. conc. ch. Auszügl. gedruckt: Rappoltst. Urkb. II nr. 424. 35 91 4. Herzog Leopold IV von Oesterreich an die Stadt Strassburg: schickt ihr die Verantwortung Albrechts III von Oesterreich gegen Wenzels Anklage wegen Teilnahme an seiner Gefangennahme mit der Ritte, ihrerseits denselben auf Grund dieser 1395 Verantwortung gegen jede derartige ihnen zu Ohren kommende Anschuldigung in Schutz zu nehmen. geben zu Veltkileh an mentag nach samt Anthonyen tag etc. nonagesimo quinto. 1 Feldkirch 1393 Januar IS. Str. St. A. an der Saul I fase. 14. cop. ch. coaev. Gedr. Wenclcer. appar. 40S. — D. R A. II nr. 228. 915. Heinrich von Mühlheim, Johann Hock der jüngere und Heinrich Lymer, welche zu einem Sühnetag mit Hruno von Rappoltstein nach Hagenau gesandt sind, an den Rat von Strassburg: - Hruno ist nicht zu dem Tage erschienen, sondern statt seiner Peter von St. Theodat, Rurkart von Nmvenecke und Heinrich von Giltelingen, io Hauptleute der Gesellschaft der Schlegler. Darauf haben sie wenigstens dem anwesenden Landvogt und den Reichsstädten ihre ganzen Angelegenheiten dargelegt, wie es früher zu Keisersberg auch Herr Hruno gethan hat, aber erklärt, dass eine eigentliche Sühne Verhandlung in Rrunos Abwesenheit nicht stattfinden könne. Demgegenüber bat der Landvogt ausgeführt unter Reistimmung des anwesenden Heinrich von Saarwerden 15 und anderer, dass es viel günstiger sei indirect mit Hruno zu verhandeln, und hat sie überredet bis morgen Abend zu bleiben, bis zu welcher Zeit er mit Hülfe des Grafen von Saarwerden sowie der reichsstädtischen und bischöflichen Räte versuchen wolle mit Brunos Abgesandten einen gütlichen Vergleich zu Stande zu bringen . . . . . . wer iuch aber daz in deheinen weg wider, daz loszent uns zu stunt förderlich wissen, ■io so sint wir dar von, wenne die Sache uszkommet, so nement wir denne die andern Sachen mit dem riche vür uns .... geben an dunrestag in dem naht imbisze post purificationem anno 1395. 1393 Februar 4. Str. St. A. G. D. P. lad. 22 fase. 5. or. ch. lit. cl. Auszug!. gedr. Rapp Urkb. II nr. 425. “ 916- König Wenzel erteilt den /Straßburger Gesandten, welche die Stadt zu ihm [nach Prag] senden will, sicheres Geleit . 1 2 Frag 1393 Februar4 . Wir Wenczlaw von gottes gnaden römischer kunig zu allen Zeiten merer des reiches und kunig czu Beheim bekennent und tun kirnt oÄhnlich mit disem brive allen den, die in sehen oder hören lezen, das wir mit wolbedachtem mute und rechter au wissen unsern und des reiches bürgern zu Straspurg, die der meister und der rate derselben stat zu uns senden werden und darzu allen den, die mit in reiten werden, unsere sichere fride und geleite gegeben haben, und geben in das mit craft dicz brives vür uns und alle die, die durch unsern willen tun und lassen czu uns zu kommende, bv uns zu sein und wider von uns zü ha uze zu reiten sicher leibes 35 und gutez an argenlist und an alles geverde. und gebieten darumbe allen und ige- 1 Die ziemlich umfangreiche Verantwortung Albrechts III ist gedruckt I). R. A. II nr. 227. 2 Die Echtheit dieses Geleitsbriefes läßt sich die Stadt am 8 März 1395 durch die öffentlichen ho- tare Wernher Spatzinger und Johann Werder von Eßlingen beglaubigen. — Str. St. A. AA. 113. or. mb. 546 1395 liehen fürsten, geistlichen und werltlichen, grafen, freyen herren, dinstlüten, rittern, knehten, reten, gemeinden der stelle und allen andern unsern und des reiches und ouch des kunigreiches zu Beheim amptlüten, undertanen und getrewen ernstlichen und vesteclichen mit disem brive, das sie die obgenanten burger von Strasburg und alle die, die mit in reiten werden, durch irre lande, stete, slosze und gebite sicher und -> ungehindert beyde zu uns und ouch herwider czihen und sy ouch, wenne in das not geschiht, geleiten sollen und geleyten lassen, alse libe in sey, unser swere Ungnade czu vermeyden. mit urkunde dicz brives versigelt mit unserm angedrucketen insigel geben zu Präge nach Crists gepurte driczehenhundert jar und darnach in dem fümff und newnezigisten jare des nehsten donerstages nach unser f'rowen tag purificationis. w unsere reiche des behemischen in dem 22 und des römischen in dem 19 jaren. Str. St. A AA. 107. or. mb. I. pat. c. s. i. v. impr. 917. Notarielles Vidimus für die Originalurkunde über den am 9 Mai 1393 [nr. 767] zu Ensisheim abgeschlossenen Bund des Herzogs Leopold von Oesterreich mit der Stadt is Strassburg, ausgefertigt von Johannes Werder, öffentlichem Notar, in Gegenwart folgender Zeugen: juxta portam ecclesie Argentinensis, per quam itur in lapistidinam fahrice ejusdem ecclesie in mei notarii publici et testium subscriptorum .... virorum domini Henrici dicti Landesberg presbvteri prebendarii altaris in ipsa ecclesia Argen- tinensi siti, Eberhardi dicti Dürnheim de Brysach et Conradi dicti Ralle notarii curie so Argentinensis ad hoc pro testimonio specialiter vocatorum et rogatorum presentia etc. etc. Dann folgt die deutsche Bundesurkunde von 1393 Mai 9. 1 anno 1395 . . . sexto die mercurii, que fuit decima dies mensis Februarii etc. 1393 Februar 10. Str. St. A. G. U. P. lad. 45/46 nr. 77. or. mb. lit. pat. 9! 8. König Wenzel an Strassburg: beglaubigt seine bevollmächtigten Gesandten ss Graf Friedrich zu Oeffingen Kammermeister und Rat und Hans Heckil von Amberg zu mündlicher Verhandlung ... von wegen ettlicher notlicher sache, die uns selber angeboren. datum Prag am sontag vor vastnacht a. reg. boh. 32 reg. rom. 19. Frag 1395 Februar 21. Str. St. A. AA. 113 nr. 57. or. ch. I. cl. so Heg. D. B. A. II, 383 Anm. 2. 019. Pfalzgraf Ruprecht der ältere an Strassburg: König Wenzel hat die Herren Graf Friedrich zu Oeffingen und Hans Heckei zu ihm geschickt mit der Aufforderung, im Vereine mit diesen zwischen ihm und Strassburg zu vermitteln . . . darumb bescheiden wir uch einen nemlichen tag für uns gen Heidelberg off den sontag, als men 35 1 Gedr. oben unter nr. 787. 1395 547 singet .Indien zu nacht, da zu sin und off den mantag die tidinge anzugriffen. da- »»>-- turn Heidelberg dorninica, qua cantatur Oculi anno 1395. Heidelberg 1395 Mürz 14. Str. St. A. AA. 112. or. ch. I cl. 920. Meister und Rat von Strassburg berichten über den bisherigen Verlauf ihres s Streites mit Bruno von Rappoltstein in 5 Einzelbriefen an : den Herzog von llore und Markgrafen zu Pont, den Herzog von Lothringen, den Markgrafen Bernhard von Baden, den Herzog Ruprecht den älteren, den Herren Burekard von Nuwenecke und die andern Hauptleute der Gesellschaft auf dem Schwarzwalde und bitten sie, Bruno nicht beizustehen, [undatiert], / 1393 vor März JA?] 1 io Str. St. A. 6. U. P. lad 22. eonc. ch. 5 Briefe zusammen auf einem Blatt. Gedr. Bapp. Urkb. 11 nr. 426. 921. Die städtischen Gesandten Heinrich von Mühlheim, Andreas Heilmau und Hans Dock an den Rat: berichten über ihre Thäligkeit in Prag. 1393 April 7. Lieben lierren. wir enbietent iucli unsern gewiligen dienst befor und lont iucli 15 wisen, daz wir fuir unsern herren hertzoge Steffon von Bevern etswe dicke gewesen sint, und hat uns derzii mole früntlich enpfangen und zu uns geret. darzü so sint wir ouch gewesen bi dem hofemeister und bi liern Stirvaten, die zii diser zit wol zu hof'e sint, und baut mit den geret und in ouch darumb entheisen, daz sui uns behuilfing sint, in unsern Sachen, die uch sprechent, daz sui ir bestez tuon welent 20 und wellent uns in allen unsern Sachen fuirdern. und sint ouch gewesen bi dem bischofe von Megedeburg, der kantzeler worden ist, der och gen uns geret hat, daz er sin bestez duon wil in unsern Sachen, [als ] 2 uns her Flachnecke und Martin, liern Dislachen sun, in den und in allen unsern Sachen vaste behuilfing sint, also fere wir daz wisent. lieben bereu, wisent, daz unser herre, der kuing uf disen mendag in A r ril s - 25 hertzoge Steffens herberge kam, do wir ouch fuir sin gegenwertikeit koment, do hertzoge Steffon mit andern bereu gegenwertig stundent, und rette hertzoge Steffon zn mole fruntliche von unsern wegen zii dem kuinge. do huobent wir züstunt, do er uzgerette, und rettent selber mit dem kuinge in gegenwertikeit hertzoge Steffens, do hertzoge Ludewig hertzoge Steffons sun ouch bi stunt, der alse duigentlich gen uns 08 dut, alse ie fuirste getet, und bitte alle zit sin fatter, daz er uns behuilfig sige und seit dem fatter, weleich zuht ime nehest doheime erboten ist, do er bi uich waz. alse besoldet uns der kuing fuir hertzoge Steffon selber und hies in zii ime nemen den nüwen kantzeler, den hofemeister und hern Stirvaten, daz uns die welkliche verhoern sollend daz noment wir uf noch rate hertzoge Steffons und andere unsere güten fruinde. 35 und daruf, so sint wir uf dise krumbe mittenwoche for hertzoge Steffon und den Apvin. 1 Biese Datierung gegeben und begründet Bapp. Urk II S. 337 Anm. z. nr. 426. — Der i. d. lieg, d. Markgr. v. Bad. 'unter nr. 1620 aufgenommene Bericht an den Markgrafen Bernhard ist dort zum 29 September 1394 angesetzt. 2 Die Vorlage hat hier ein Loch. 548 1395 Mai .TO. Mai >0. April II. und !£. andern heren gewesen und waz der Hertenberger cch do, der uns in allen Sachen huindert und wider uns wirbet, und erzalte aldo von dez kuingen geheisede, also er sprach, also ez sich f'ormals vor dem hofegerihte verlouf'en hatte und noch me darzu, also wir uich wol werden! sagende, do wisent, daz wir alle stuicke velklich verantwurtet haut, also uns duncket noch unsere noturft. und daz wellent oucli 5 hertzoge Steffon und die andern heran fuir den kuing bringen, also sui uns daz gelobt haut, wisent mich, daz her Peter Boer und noch einre, der bi uns ist von dez von Kappoltsteins wegen, vaste werben! und besunder, daz sui von dem kuinge briete erworben! hant, daz er dem hertzoge von Oesterrich und sinen retten zii Elsaz hies verschriben, daz sui uns nuit behuilfig sin sollent. daz kam uns fuir und dotent >» zii stunt darzu unser bestez, daz wir nuit anders wisent, danne, daz die briete noch in der kantzelige sint und daz ez also hüben sol untze fuirbaz von unsern Sachen gerat wirt. üben heran, wissen!, daz die selben bereu, den unser sache enpfolhen ist, mit uns garet hant, daz unsers heran dez |kuings] meinunge sige, daz ir mit dem von Rappoltstein ein stallunge halten! untze pfmgesten : do zwischen! welle der kuing is uf den Bin körnen und gedeneken, wie ir mit dem von Kappoltstein uibertragen werden!, dar uf, so hant wir geantwortet, in welicher mose der von Kappoltstein unsere stat und den unsern daz ire ingenomen hat und noch ine haltetet und uns alle dage innimet wider die rahtunge, so uns unser liere der kuing geben hat, bi der rahtunge wir mich hüben welent. und hant do mit gesprochen, daz wir der sache nuit nichtig sint uf zu nemende, wan wir do sint also hotten, lieben heran, wisent, daz uns hertzoge Steffon fuir wor geseit hat, daz er sich gearbeitet habe und ez darzu broht, daz der roemesche kuing uf dise pfingesfen gen Ache körnen sol und der kuing von Franckrich bi fier mile weges do bi mich uf dieselbe zit sin sol von der zweger beste wegen, wie ez in eines kome. wisent mich, daz hertzoge Hans, dez kuinges '& bruoder, hertzoge Steffon von Pevern, hertzoge Ludewig sin sun, der margrof'e von Misen, margrofe Jos von Merlein und wol drisig duitscher und beheinescher heran jetzent zu Prowe ligent. und daz sumet uns und hat uns vaste verzog gemäht in unsern Sachen und wanne man igenotent seit, daz der kuing mit den heran verriht sige, so gibt man am andern dage, ez sige entslagen, doch seit man ignot, er sige so gerillt und werde in den osterfirtagen allez uz getragen. geben an der krumben mittewoehe 1395 besigelt mit Hans Bockes ingesigel. Heinrich von Muilnheim ritter, Andres Heilman altameister und Hans Bock uwer hotten." 35 Str. St. A. G. D. P. lad. 22 fase. 4. or ch. lit. cl. stark beschädigt. Auszügl gedruckt : Bapp. Urkb. II, nr. 432 92*2. König Wenzel befiehlt den Reichsstädten im Fisass und in Schwaben, dass sie die Stadt Strassburg anhalten, die Schlösser und Güter Brunos von Rappoltstein nicht zu schädigen. datum Prag uff dem heiligen ostertag 1395. « Pray 13U3 April 11 [vielleicht richtiger: 13U6 April 2]. Nach Bappoltst Urkb II nr. 433 Abdruck des Bcgestes einer nicht aufgefundenen Urkunde , aus Cohn. Bez A. Ann. Bapp. (E. 10 i9) fol 170. 1395 549 023. Dip städtischen Gesandten Heinrich von Mühlheim, Andreas Heihnan und Hans Bock berichten aus Drag an Meister und Rat von Strassburg: auf eine «Stallung» mit dem Rappoltsteiner sind sie, weil ohne Vollmacht, nicht eingegangen, sondern haben sich bemüht seine Förderung zu hindern . . . und hettent wol getruwet, daz 5 wir in diser Osterwochen gefertiget sollen sin worden, in weliehen weg loch daz 7 ' beschehen were, so sint semeliche wilde loeife jetzent zu liofe, daz der kunig an mendage zu naht von dem huse zu Prowe seihet gar zornig, also wir uic-h wol sagende A n ril " werden!, von waz sachen, und reit zu dem Karlenstein und versiht man sich alle dage, daz er gen Prowe keine, wann (il herren do ligent, die sin warten!, daz die 10 sache zwischen! in gerillt werde . . . Das alles bringe ihrer Sache Verzögerung, ebenso werde Borsiboy, der nächstens aus der Lombardei zurückkehre, sie aufhalten, doch werden sie bestens nach ihrer Instruktion handeln. Der von Oettingen ist in Prag angekonmien, doch wissen sie nicht, . . . obe er bi uieh gewesen ist oder obe er sin bot- schaft bi uich gehebet hat, und sint uwere botsehaf't darumb wartende gewesen .... ‘5 geben ame dinstag in der osterwoche anno 1895. 1395 April 13. Str. St. A. AA 118 nr. 20. or. ch. I. cl. 924 . Wol ff -ton Wunnenslein genannt der « glißende » an Meister und Kal von Straßburg .' 1395 April 14. Ich losz üch wissen, daz die üwern do bii gewesen sint, do mir und den 20 mynen groszer schade geschehen ist mit nammen zu Gütenberg, zu Hufeinhart und zu Mühlbach, und daz waz zu den ziten, do die lewengeselleschaft waz. do bit ich uch fruntlichen und ernstlichen, daz ir mir den schaden keren wollen!, der mir und den mynen zu den ziten geschach. weiten ir aber daz nit tun, so beger ich an uch, daz ir zu eim gelegenen tage zu mir ritent und dar umbe mir ein relit loszeut 25 widerfarn vor dryen oder vor füiifen, die wir dann zu mol über kumment und daz mir des ein usztrag werde hie zwüscen und pfingesten nehste kummet. und des so. loszent mich üwer verschriben antwürt wider wissen. geben uff mitwoch noch dem heiligen ostertage anno etc. 95. Str. St. A. AA. 8t. or. ch. I. cl. 30 !)25. Bischof Wilhelm an die Stadt Strassburg: entschuldigt sich, dass er seine Schuld nicht rechtzeitig bezahlen könne «mangerhande schulde, kumbers und unmüssen halp, die uns von unser stift wegen gröslich und vast anligent» und bittet um Aufschub, bis sie selbst hören, dass er im vollen und ganzen Besitz des Bistums sei. geben zu Straszburg des sambstages nach dem ostertage anno 95. Strassburg 1395 April 17. 35 Str. St. A. AA 1418. or. eh. I. cl Vgl 1395 Juni 7 den Absagebrief desselben 1 550 1395 926. Stephan Herzog von Haiern fordert Bruno von Rappoltstein auf, den vom König Wenzel zwischen ihm (Bruno] und der Stadt Strassburg bis zum 1 Juli gebotenen Stillstand zu halten. geben zu Prag an donnerstag vor Georii 95. Prag 1.395 April 22. Colmar Bez. A. Ann. Happ. (E. 1039) fol. 162. Transcription (des 17 Jahrh.) s Gedr. Rappoltst. Urkb. II nr. 434. 927. Bruno von Rappoltstein verteidigt sich gegen die Anklagen, welche die Stadt Strassburg gegen ihn beim Herzog Stephan von Baiern vorgebracht hat. [1.305 noch April 22.] Colmar Bez. A. (E. 1039) fol. 162. Transscription des 17 Jahrh. Gedr. Happ. Urk. II nr. 435. 92!i. Gonrat «der ze Ibissen bi dir was» berichtet aus Prag an Hans Bock: die beiden Proeesse, welche beim Hofe gegen Strassburg betrieben werden, stehen schlecht und nur dem Hofschreiber Johannes, um dessen Gunst, er sich sehr bemüht habe, ist es zu danken, dass nicht schon die Reichs acht ausgesprochen, welche dringend " «forderte der man, als ir wol wist von wem irs habt». Er möge sich erinnern . . . wie wunderlich si [die Stadt Strassburg] f'or in die achte kam, wan dan ain ding geschieht, so ist es geschehen. Jener Mann ist jetzt nicht mehr anwesend, so dass er hoffen könne mit Hülfe jenes Hofsehreibers die Sachen gut durchzubringen und abzuthun. Doch ist es durchaus nötig . . . das ir es lieh weit kosten lassen ain so beschaiden ding gen ainem gewaltigen rat,der das ustrait .. . und deswegen unverzüglich einen treuen Knecht absendet. Bruno von Rappoltstein ist auch dort und hat sich Briefe vom König von Ungarn und König Wenzel an den König von Frankreich und den Herzog von Burgund ausgewirkt, damit diese den Herzog von Oesterreich veranlassen . ... das er sich üwger nit annem . . . und sag nit in oflfem rat, das ich dir habe geschriben. geben ze Brag an dem frietag for sant Jergen tag. gib dem hotten 5 guldin rin sch. Str. St. A. AA. 113 nr. 39. or. ch. I. cl. Prag [11195 April 2.3]. 929. Markgraf Bernhard von Baden ' an Strassburg : uns hat Hans Reinheit von Windeck unser diener f'ürbraht und zu wissen getan, wie daz ir in zu den ziten, als unser herre der künig, wir und ouch ander fürsten und herren krieg mit üch hetdent, vast schädigten zu Schopffheim in sinem dorff mit brande und mit name in den dingen, daz er dez kriegs nit waz noch uwer sorgt und under sinen jaren und unser diener dennoch nit waz, darumb er ouch dick und vil zu üch zü tagen geritten ist und ir und er ouch von der sache wegen evns geineynen zürn rehten überkomen sind, dez er nit tun ss 1 Am 13 Mai antwortet derselbe auf ein inzwischen ergangenes Straßburger Schreiben: Hans Rein- bold sei bereit , am 25 Mai zu Offenburg einen Tag zu leisten, den er (der Markgraf) auch beschicken werde. — Ibid. AA 84. or. ch. 1395 551 wil, als er spricht, und uf daz so habend ir solich gälte, als er jars in uwer statt üwern bürgern git, die in dein selben krieg ge viel n ouch uf' enthalten bizher uf eyn besehen, ob ir do zu mal reht zu im band gehabt oder nit, als er uns daz gesagt hat ... er bittet nun auf einen Tag zu Reinbolt zu reiten und eines andern ge- 5 meinen Manns zu überkommen. Er will auch die Seinen dahin schicken, einen gütlichen Ausgleich zu versuchen ; kommt er nicht zu stände, so soll sich Reinbolt . . . mit reht von ihnen benügen, also daz ir ouch mit den üwern bestellend, daz die selben gälte und zinse furbazzer ufenthalten werde in der masz, als ir ez vor bestellet band biz uf die zit, daz die sach uszgetragen wirf. geben zu Raden an io sant Marx tag 95. Baden 130.5 April 25. Str. St. A AA. 84 nr. 48. or. ch. I. cl. Heg. d Markgr. v. B. nr. 1625. nr. 1626. 930. Straßburg und eine Anzahl elsässischer Herren treffen auf Grund der abgeschlossenen Friedensvertrage ein Abkommen über die Regelung aller noch schweben- i5 den Schuldsachen aus der Zeit des Krieges. Strassburg 1305 April 25. W ir Oitelin Mansze der meister und der rat und die bürgere gemeinliche der stette zu Straszburg eine site und wir Friderich von Hadestat hern Eppen seligen sun, Friderich von Hadestat Cuntzen seligen sun, rittere, gevettere, Lütelman von Rotzenhusen ritter, Jeratheus von Rotzenhusen, gevettere, Swartz Rudolf von Andela 20 ritter, Jerge von Andela, gevettere, Rurckart von Landesberg vitztüm mins gnedigen herren des byschofes von Straszburg, Hanneman von Landesberg rittere, gevettere, Rudolf von Hohenstein wilent vitztüm, Friderich von Hohenstein rittere, gevettere, Albreht Reger ritter, Wilhelm Reger, gevettere, Johans von Wasselnheim ritter der junger und Dietherich von Wasselnheim, gevettere, von unsern und der andern unser 25 frunde und geslehts wegen, die unsere wollen sint und unser wollen fürent, ander site, verjehent und kündent mengelichem mit diseme briete: also sich vergangen hant ettewas kriege und missehellunge zwuischent ehelichen fürsten, herren, uns und der stat von Strazburg, die selben kriege gentzlich gerihtet und geslihtet sint nach der briete lute und sage, die dar über gemäht sint, und die wir ouch beder site bitzeher 30 gehalten habent und vürbasser halten und haben söllent und wellent umbe das, das denne wir bedersile hinnan fürder mitteinander dester luterer sient und gegensehende liebe früntschaft und gantze truwe zu sannnene habent. dar umbe sint wir überkommen der hie nach geschriebener stücke: Zum ersten, was schulden wir die vorgenanten gesiebte unser jegelicher besunder 35 schuldig sint der stetde von Straszburg bürgern oder den iren, wie die genant sint, die süllent wir bezalen bitze saute Martinstag, der nehest kommet, sint aber soliche Novbr. h. schulde über zwentzig pfunt und sint die nit wol versichert, die süllent wir bas versichern one geverde. was versessener zinse oder gälte wir ouch der von Strasburg bürgern bitze uffe dise zit schuldig sint zü gebende, die süllent wir in bezalen in 40 dise wise, das ist also: wir söllent einen verseszenen zinsz ynen geben ulTe den nehsten dag und zil, also wir in den nehesten zinsz, den wir in geben söllent, vallende VI. 70 552 1395 « 9 « Novbr. //. wart mit, dem selben zinse, der in vellet, und darnach alle jar einen versessenen zinsz mit dem vallenden zinse bitze die bürgere vorgenant ire versessenen zinse gentzliche bezalt werdent one geverde. was zinse oder gelte wir aber den bürgern von Strasz- burg verseszen baut zu gebende in unsers herren des römischen Königes kriege, umbe das, das wir danne ein ander dar umbe ungerehtvertiget lossent noch der rihtunge s briefes sage, so söllent wir die vorgenanten gesiebte unser iegeliclier, der soliche versessen zinse oder gölte schuldig ist den bürgern von Straszburg, den selben zinsz halber geben uffe die zile und in die wise, alse von der andern versessener zinse wegen, do vor geschriben stat. wer aber, das unser deheinre der versessen zinse, die in dem kriege vielen!, getrenget were zü gebende, das wir sie geben mustent, die io zinse stillen! uns die bürgere von Strasburg halber an andern unsern zinsen lossen abe gan one geverde. es ist ouch zwöschent uns beden parten beretd: welre unser der vorgenanten gesiebte lute oder undersosze zinse oder gölte den bürgern von Strasburg in unsers herren des Königes Krieg verfiel zu gebende und der do sprechet, das er soliche zinse oder gölte uns oder den unsern gegeben habe, swerent danne der oder die zu den heiligen, die soliche zinse oder gölte schuldig worent, das sie die zinse oder gölte uns oder den unsern in dem Kriege bar gegeben haben!, noch dem tage, also die zinse oder gölte verfielent, und vor dem tage, also die rihtigunge zu ging, und sprechen! denne das dar zii mir by den eyden, so wir unsern herren getan haben! in unsern brieten, oder swerent, das unser ambabtlöte, die soliche zinse oder 2 “ gölte genommen baut, so söllent sie der zinse ledig sin. betten! sie aber minre gegeben vur die zinse oder gölte, wenne der zinse oder gölte worent, was sie denne minre gegeben baut, das das sie denne nit gegeben baut, das söllent su noch den bürgern von Straszburg geben und bezalen. wer ouch, das deheinre der unsern oder unser undersossen wine gespenet oder andere pfände, wie die genant werent, vur soliche 25 zinse oder gölte gegeben betten!, die nach der rahtunge vorhanden hüben werent, es were in oder uns in der messen, das wir sie nit vörbasser vergeben betten! oder von banden abe Kummen werent, das sol die unsern oder unser undersossen nit schirmen, wenne sie söllent soliche zinse oder gölte geben und bezalen und söllent ouch wir die vorgenanten gesiebte und unser ieglieher besunder sie sollich halten, 30 das sie solliche zinse geben! und bezalent alles ungeverliche. und wände wir die vorgenanten meister rote und bürgere von Straszburg und ouch wir die vorgenanten gesiebte ein gut getruwen und gantze fruntschaft mitteinander haben söllent und wellent, so haben! wir die selben gesiebte uns gegen denselben meister rate und bürgern versprochen: wer es das yeman inen widerseite oder wider si dete, wer der 35 were, das wir noch die unsern dem oder den wider die stat oder ire bürgere nit hellten roten noch by gestendig sin söllent noch enwellent noch in unsern slossen, stetten oder vestin wider sie enthalten in deheinen weg one alle geverde. und sol das weren von hinnan bitze sante Martinstag der nehest kommet und von demme saute Martinstag über ein jar, uszgenommen were, obe die egenanten meister und rat de- 40 keinen von unsern gesellescheften von den Martinsvogeln Kriegen woltent wider relit, dem möhtent wir beholffen sin zu sime rehten noch unsrer geselleschaft briefes sage, das get aber nit an zinse, schulde oder gölte, die söllent wir den von Strasburg be- 1395 553 zalen noch dis briefes und irre briefe lute und sage und süllent darzü einander nit beholben sin, wenne ouch dis überkummen den bürgern von Strazburg an allen Iren brieten unscbedelieb sol sin und keinen schaden bringen alles ungeverliche. wer ouch, das veman > wer der were, in dis lant Eilsasz ziehen wolle oder zu ge, dar umbe süllent !> wir zu sanunene riten und uns do von underreden, was uns beden siten dar zu nütze gut oder gefüglich zu tünde sy. und was wir danne dar umbe mitteinander Überkomment, das süllent wir tun und vollefüren one geverde. alle vorgeschritten dinge geloben! wir die vorgenanten rittere und knehte von unsern und der andern unser fründe und gesiebte wegen, die unsere woben sint und unser woben fürent, ui stete veste unverbröchenliehe zu haltende und zu vollefürende. wer aber, das deheinre der unsern dis verbreche oder dehein stücke nit hielte, das an disem briefe verschieben stat, den sol diser übertrag nit schirmen noch ime zii belffe kommen, und dem süllent ouch wir die. andern weder beroten noch betreiben sin noch ime zülegen in deheinen weg one aller slahte geverde. und des zu ei me woren urkünde so hant u> wir die obgenanten meister und rat unsere stetde ingesigel und wir die obgenanten rittere und knehte von unsern und aller andere unsere fründe und gesiebte wegen, die unser woben fürent, sie und uns zii besagende unsere ingesigele an disen brief gehencket. der geben wart zu Strazburg uffe sante Marckes tage des heiligen evan- gelisten des jores, do man zalte von gottes gebürte drützehenhundert jare nüntzig 2 « und fünf jare. unde sint diser briefe zwene glich, einer by der stat von Straszburg und der ander by den obegenanten gesiebten die ouch by in blybent. Str. St. A. G. U. P. lad. 45/46 nr. 78 u. 79. or. mb. lit. pat. c. 15 sig. An nr. 78 ist abgefallen: das Siegel Burckart von Landesperg's, stark verletzt das Siegel Friedrichs von Hadstat. Das Siegel Jergs von Andela und Straßburgs fehlt. — An nr. 79 hängen 25 14 gute Siegel, abgefallen ist das Friedrichs von Hadstat. Ebenda A. G. U. P. lad. 48/49. cop. chart. coaev. 931 . Hermann Ebner an den Ammanmeisler Claus Berman in Straßburg: berichtet über die Gefangennahme der Straßburger Gesandten durch die Herren von Schwanberg. Nürnberg 131)5 Mai 2. 30 Mein willigen untertenigen dinst und alles gut. wen ir wissent über her amma- maister, daz her Hainrich von Müllhaim und her Hans Pokk und her Endres Heilman mit allen Iren diner aüb gehalten sind worden an dem eritage gen halb Tachow 2 Aprux 7. meil wegs. und daz haben getan die von Swanberk und haben sie gefürt mit allen Sachen, alz sie aüb dem feld waren, aüb die vesten gen Swanberk und haben gebebt 35 22 pfert. an dem nehsten tag dernach gaben sie den dinern Urlaub, dann der Kinkell und Fridrich, die zwin sind pey den hem beliben, so ist Martein und Golt wider liinder sich geloben gen Prag, so sind die zwin Kolmar zu herzog Klein geloben, auch wissent, daz sie dez ersten tags sprechen: sie betten sie dorumb gevangen umb den dinst, den sie underm beim künk tün beten, do wolt man in niht solt geben. 4 <* nü sprechen sie, sie wollen ie gut von in haben, also walz noch niemant niht, waz ir mainung ist oder von wem ez dar gett. die andern diner sind herkümen, die wem sich bann machen, so sie solarst mügent. über her. lott euch Kleskein enpfolhen sein K- 554 1395 und tut im gütlich, wann er willig ist zu eurem dinst., wenn ich in zu ewr weissait sent. geben zu Nurenberk am süntag vor dez heiligen kreutztag Herman Ebner der eltir. Str. St. A. AA. 113. nr. 5. or ch. I cl. 932. Ilerntan Ebner an Straßburg: berichtet , daß die Straßburger Gesandtschaft überfallen ist und auf Schloß Swanberg in Böhmen . gefangen gehalten wird. Nürnberg lüUü Mai Ä. April 37. Mein willigen untertenigen dinst wizzt allzeit vor. über her purgermaister. ich lozz euch wissen, daz die von Swanberk zu Pehaim auffgehalten haben mein hern i 0 von Strozspurk und all ir diner und haben sie gekurt gen Swanberk auff daz haus und mainen gelt von in zu haben und haben den knebten allen Urlaub geben dann Rinkell und Friedreich, die zwin knech(t) haben sie pey in auff den vesten behabt. und daz geschach am zinstag zu mittemtag zwei weil weges enhalb Tachow und von gotz genaden, daz den hern und den knebten nihtz geschehen ist an irem leib, auch 15 sagt man, daz sie mutten von in sechzik tau sent gülden, auch sind die andern diner her kamen dan Martein und Golt, sind wider hinder sich gen Prag zu herzog StefTan und wil im daz klagen, auch über her purgermaister, sie haben sich der herrn insigel undervunden, die sie pey in betten, ob imant mit prüfen, die mit iren insigeln weren, zu euch hin h'aim kamen, do schol man sich nit an keren, wann sie irr insigel niht 20 gewaltig sind, daz haben sie iren diner muntlich enpfollen, daz man sich dor an niht ker, daz mügt ir iren freuntten wol zu wissen tun. geben zu Nurenberk am suntag vor crucis. Herman Ebner der eltyr. Str. St. A. AA. 113. or. ch. I. cl. 25 Gedr. Spach, Bruno de Ribeaupierre nr. 0. Reg. D. R. A S. 412 Anm. 1. 933. Markgraf Bernhard von Baden an Meister und Rat von Strassburg: führt Beschwerde über Strassburger Kriegsknechte . . . als ir uns geschrieben band von der knehte wegen, die inn unserm lande getan sind worden und die sich gen Baden so geantwurtet habend, und bittend uns die ledig zu lassen oder yne aber zvel zu geben etc. lassen wir ueh wissen, das dieselben knehte durch unser land herab geritden sind und auch widder da durch, und habend unsern amptluten zu herkennen gehen, sie sien von Spire. darnach habend sie ire rede geändert und sprachen, sie wollend uwere kaufflüte von Franckfurd holen, so habend sie dann geretd, sie wollend gen 35 Hevdelberg. und als sie nü kämend gen Staffurd, da vorderten sie, man solle sie durch lassen, daz aber die unsern daselbs tun wollend, dann wir da selbs empfolhen haben, nvornan dadurch zu lassen, und geet auch kein strasze dafür, und also habend sie unserm ainptman zu StafTurde geflucht und den übel gescholten, die selben uwere 1395 555 knehte, auch andere die uwern sind auch vormalsz gen Stolhoven an die Bvgete kommen und haben gefordert, sie durch zu lassen, dann vre herren riitten ine nach, daz habend unsere amptlüte getan, aber yne kam nyemands nach, mit sollichen Worten kamend sie inn unser land und riittend dann irer abenture nach, auch so habend die 5 uwern in unserm lande bei Bühel gehalten, nü wissend ir wo], das wir von gottes gnaden unser land biszher also gehalten haben, daz die uwern und sust menglich da inn frieden und güten schirm gehabt han, und hoffen, daz mit gottes hilfT fürbasser also zu haltende, darumb so mögend ir wol versteen, das wir billich nit gern habend uns semliche inbrüche dar inn zu tünd. doch dem sii, wie es wolle, so wollen wir ’o dieselben knehte, die da uwere dienere und knehte sind, ledig lassen uff ein siebte alte urf'ede ungeverlich. und wir bitten uch früntlich mit uwern dienern und den uwern zu bestellen uns semlichs, als vorbegriffen ist, zu überheben, dann wir yemens aneziid gern teten, was wir wüsten, das vch früntlich und lieb were. geben zu Baden uf den donrstag nach dem sontag .Jubilate. Baden 1395 Mai 0. iä Str. St. A. AA. 104 u. 81. lit. ch. cl. 934. Dietrich von der Witennhilen an Strassburg: hat auf der Beise nach Prag von dem Ueherfall ihrer Gesandten erfahren und bietet seine Hülfe und Vermittlung an, für die er dann nähere Instruktion erwartet. geben zu Dinkelspuhel uff mitte- wuche noch des heiligen crüczes dag zu Meygen. iMnkelsbiihl 1395 [Mai 5.) üo Str. St. A. AA. 113. nr. 36. or. ch. I. cl. 935. Die Stadt Straßburg an König Wenzel: klagt über die Vergewaltigung ihrer Qesandten durch die Herrn von Schwanberg. [1395 Mai 2.-5.] Dem allerdurchlühtigisten hoherbornsten fürsten und herren, herren Wenceslaus römschem künige zu allen ziten merer des riches und künige zu Beheim embieten 25 wir Örtelin Mansze der meister und der rat von Straszburg unsern undertenigen willigen dienst und was wir da eren ued gutes vermügent. gnediger herre. alse wir üch nehest schribent und gnedekliche Patent unser erber hotten zu uwern gnoden [zii] schicken uns zu verantwortende des, daz wir vor uwern gnoden geschuldiget weren, das ir gnedekliche und miltekliche mit uwere gnoden briete doten. also wir nü unser :w hotten zü uwerme wesende geschicket hettent, und die von dannan mit uwere gnoden urlop schiedent und kement zwüschent Cladrun und Tachow in uwerme lande, so sint die herren von Swaneberg sie anekommen und hant sie gefangen und ire habe genommen und uff die vestin Swanberg gefürt, alz uns geseit ist. darumbe so bitten! wir uwere gnode dienstliche und mit allem hisse, das ir uwer schinbernde gnode 35 miltekliche dar zü keren wellent, daz die vorgenanten unser erber holten lidig und losz werden! geseit und ynen widerkert (werde) . . . das sollen! und wellent wir billich und willeklich umbe uwere gnode zü wider dienende haben, wenne wissen! uwer 556 1395 gnode, daz wir unser erber botten gerne darumbe zu uwern gnoden gesant hettent, so wissent wir sie nit sicher zu uwern gnoden zü bringende [ Schluss fehll\. Str. St. A. AA. 113 ni\ 42 b. oonc. ch. Ebenda 1 Brief gleichen Inhalts von den Pfalzgrafen Stephan. 1 936. Stislaw von der Witenmiile 2 3 * * * * * * an seinen Schwager Borsiwov von Swinar: s bittet ihn dafür zu sorgen, dass die Strassburger Gesandten, welche trotz ihres königlichen Geleitsbriefes auf ihrer Rückreise vom König von den Herren von Schwanberg überfallen und gefangen genommen sind, 1 ’ freigelassen und entschädigt werden . . . wenne wirt darzii nit ernestliehe geton, so besorge ich, daz fürsten herren und ander stette nit also güten willen me hettent, unserm hemm den kunig zu suchende, und in >« vaste Unwillen brehte. [1395 nach Mai 5.] Str. St. A. AA. 112. cop. ch. coaev. 937. Die in Brügge tagenden Vertreter der Kaufleute des Reiches an Straßburg: verwenden sich für die Freilassung eines von Ludwig von Lichtenberg gefangenen Pilgrims. Brügge 1395 Mai 10. m Vrentlike grute unde unsen willigben deynst to voren. ghy herren unde leven vrende. wii hebben vernomen, wo dat joncher Lode wich von Lichtenberghe ghevanghen lieft eynen armen schipman ut ostlant, gheheten langbe Claus, dar he quam den Riin neder ghevaren van sunte, enwolde also evn pelgrim. unde secht, dat he ut Brabant of ut Enghelanl is. dat ghy bereu in der wareit also nicht en zullen vinden, also uns 20 wol kundich und witlit ghemaket is, dat he ut ostlande is unde corteliken ut Prüssen ghecomen is, so dat he van nodes weghen, wand er zee sine bedevart hadde ghelovet. hir umme, leven heren, wii bidden unde versüken uiwre grote wisheit und bescheidenheit, dat gbv durch god unde rechtes willen scriven willen uwre breve ghonstliken an den 1 Unter diesem letzten Cgncept steht die Notiz, daß gleiche Briefe zu schicken seien an: Herzog Jo- 2.-1 kann, den Erzbischof von Magdeburg, den Bischof von Bamberg, Flaekenecke von der Witenmüle, Bor- siboy, die Stadt Prag , den Hofmeister zu Huben, die von Nürnberg, und Herzog Ludwig Herzog Stephans Sohn. 2 Hie Gefangennahme geschah am 27. April, wie Hermann Ebner am 2. Mai schreibt, vgl. oben nr. 332. 30 3 1. Herselbe an seinen Vetter Flachenecke von der Witenmüle: über denselben Vorfall: an dem her usse ritende hant sie die von Swanenberg gefangen in dem lande zft Beheim, dovon vil rede am Rine und in dütschen landen ist, und mengelich umbillich het. darumbe so helffent und rotent an unsern herren den künig und alle sine rete — Str. St. A. AA. 112. cop. ch. coaev. 2. Styslav von der Witcnmülen an Hietherich: sendet zur weiteren Betreibung der Angelegenheit 35 eine Abschrift des königl. Geleitsbrief der Straßburger Boten, welche gefangen wurden . . . by zweien milen weges by Tachow zwüschen Tachowe Gladrune, dovon man vil redet in dütschen landen . . . datum die dominica proxima ante diem scte Sophie [i:M5 Mai i>.\ 3. Herselbe an denselben: Hie Stadt Straßburg hat sich sofort auf die Kunde von dem Ueberfall um Rat und Hülfe an ihn gewandt, worauf er zu einem Brief an den König geraten. Hessen Abschrift 10 und die seines eigenen Briefes an den König teilt er mit, um ihm die Entscheidung zu überlassen, ob die Briefe dem König zuzustellen oder besser zurückzuhalten seien. 1395 557 vorghenomden joncher Lodewich, dat desse arme pelgrim moghe quiit ghelaten werden unde sine havc wedder cryghen, na dat he up in wer st rate unde ströme ghevanghen is, alse wii verneinen hebben. unde want he ok in neyner stede wonachtieh is von in ostlant unde bider zee sine neringhe to sükene pleghet. Ihr to, leyven heren, will f. so vele donde ziin dor unser bede willen unde ok der stad van Brucghe, de iu dess ghelike onet ein scriven, also wii up iu herren wol betrowen, dat willen wii glierne vordenen in gheliken saken ofte in meren, wor wii moghen. unde Ihr von bidden wii iuwre gude antworde bi dessen ieghenwordighen boden. unse here, god mote iu bewaren in langhen selighen levene unde ghebedet to uns wert, ghescreven linder 10 unsen inghezeghelen up den X ten dach in meye anno XCV. Bi den alderluden und dem ghemeynen copman van den romesehen riike nu to Brughe in Vlandern wesende. [In verso] Honorabilibus ac circumspectis viris dominis proconsulibus et consu- lihus Straeeborch, nostris sinceris amicis littera presentetur. 15 Str. St. A. AA. 2009. or. ch. I. cl. c. 3 sig. parv. et 1 sig. magno, i. v. impr. Omnibus deletis. 938. Bürgermeister, Schöffen und Hat von Nymwegen bitten Straßburg «als Beschirmer des Rheins Ir oms » , die Freilassung ihres zu Lichtenatt gefangen gehaltenen Bürgers zu erwirken. 1305 Mai 1,1. 20 Gerweerdighe heren ende lieve ghemynde vriende. u ghenüge te weten, dat een klerck ende een gheestelic man, die van allen sinen aldern uvt onser stat gheboren is ende onse burger, up teil stroem van den Bijn ghevanghen is ende to Lychtenouwen upghevuert is. ende weilt ghij alle weghe gheweest sijt beschirmer des stroems van den Rijn, soe bidden wij u dienstelik, dat ghij daer toe helpen ende raden «5 weit, dat die voergenanten klerck, die geheiten is her Gadert Vettoeper, onse burger, van diere ghevencknisse quijt werden milcht ende hem sijn haeve, die hem ghenomen is, weder gegheven würde, ende wii v alsoe truwelie in dosen zaeken bewijsen, als wij geerne om uwen willen deden, daer ghijs begerende weert. onse here got bewaer v altijt. gescreven onder onsen segel XIII die mensis maji in anno 95. 30 Burgermeistere, scepene ende rat der stat van Nymeghen. Str. St. A. AA. 2027. or. ch. I. cl. 939 Markgraf Bernhard an Strassburg: antwortet dass sein Diener Hans Roinbold 25 von Windeck gesagt habe: er wöll also gern zii einen tag gen Olfenburg zu üch körnen, und also bescheiden wir üch einen tag von sinen wegen dar von zinstag nebst körnend über aht tage . . . wollend ir den tag also leisten und uf- nemen, daz lassend uns wissen, so wollen wir ez Hans Reinbolten ouch embietten . . . datum Baden feria quinta ante dominicum voeem jocunditatis. Baden 1395 Mai 13. Str. St. A. AA. 84. or. ch. lieg d. Markgr. v. Bad. nr. 1626. Mai 40 1)40. Oertelin Mansse der Meister und der Rat von Strassburg an Martin von der Wyteniniilen : bitten ihn nach Kräften für die Freilassung der Strassburger Gesandten zu wirken, . . . alse din vatter dir daz allez verschriben bet. datum feria tertia post di ein beate Sophie anno 1395 . 1305 Mai 18. Str. St. A AA. 113 nr. 13. or. mb. I. el. 941. Oertelin Mansse der Meister und der Rat von Strassburg an Pfalzgraf Ludwig: berichten über die Gefangennahme ihrer Gesandten bei Cladrun in Rühmen und bitten um seine Verwendung beim König. datum feria 3 proxima post diem scte Sophie anno 1395 . 1305 Mai 18. Str. St. A. AA. 112. or. cli. I. cl. c. sig. i. v impr. 942. Bernhard Markgraf zu Raden an Strassburg betreffend den Zoll und den Streit mit dem «gleissenden Wolf» ... als ir uns von unser zolle wegen verschriben baut, daz hau wir wol verstanden, her umb laszen wir ueh wiszen, daz wir nit wiszen, wez ander fürsten und herren von ir zolle wegen uberkomen sint, und wollen gern dar umb erfarn und ueh eyn entwurt wiszen laszen. auch als ir uns verschrieben haut von dez gliszenden wolfs wegen, ist ueh dar umb zu synne eyn gütlichen tag zu leisten, so wollen wir mit im bestellen, daz er eyn frieden mit uch halte aht tage nach sant Jacobstag und den tag über ungeverlich und daz der gütlich tag da zwusehen geleist werde, und waz uwers willen herum!) sy, daz laut uns verschrieben wider wiszen. datum Raden sabbato ante Udalrici episcopi. Baden [1305 Mai 22]. Str. St. A. AA. 103 nr. 89. lit. ch. el. 943. Martin von Schiltikin [Straßburger Diener j an den Rat von Straßburg in Sachen der in Böhmen gefangenen Straßburger. Drag [1305 Mai 25]. Minen undertenigen gewilligen dienst bereit zu allen ziten. lieben gnedigen herren. als ir uwern hotten babent zu mir geschieket, do las ich uch wissen, das ich vor dem kiinig und sinen reten bin gewesen von minre herren wegen, do wissen!, daz der kiinig und sine rete babent ernstlichen dar zu geton und babent die sache befohlen her Borzeboy, daz der ritet von des künigs wegen und minre herren wegen zu den von Swanenberg und sol die sache mit in ustragen, daz minre herren lidig werden von des küniges wegen, oucli sprächet der künig, er welle sü lidig haben, do wissen!, daz mich dozwüschent nützet anders sinnet denne der krieg zwüschent dem künig und den herren. der künig lit zu Carlinstein und men versieht sich, daz er nit körnet gen Präge, ouch wissen!, daz nieman in dis laut mag körnen noch hinmusz, doch men degedinget festeclichen zwüschent deme künige und den herren. wurde daz gerillte!, so getruwet ich, daz mine herren lidig wurden!, ouch wissen!, das herezoge Stephan von Peyer noch hie ist und der tut früntlielien zu uwern dingen, wissen 1395 559 ouch, daz ir habent einen nuwen lantvoget zu Eylsas, 1 daz ist der grafe von Oetingen, der diit oueli gar früntlichen zu uwern Sachen, ouch wissent, daz die von Frankenfurt sigent nider gelegen 2 nach minem herren und habent verlern 18 hengest und als, daz sü by in hettent. und ist gefangen Adolf Wisse burgermeister zu Frankenfurt s und Geylfart Weyse ein edelknebt. wissen! ouch, daz ich hie blibe und rnane die herren von minre herren sache wegen durch das, daz ir nüt vergessen werde. datum Präge feria tertia proxima post festum ascensionis domini. Uwer diener Martin von Sehiltikin. Str. St. A. AA. 113 nr. 34. or. ch. I. cl. 944. German Ebner in Nürnberg an Oertelin Mansse Meister von Strassburg : hat noch keinerlei Nachricht aus Böhmen über die gefangenen Gesandten erhalten, doch hat der König in einer Unterredung mit seinem Vetter Albrecht Ebner den Unfall herzlich bedauert und Borsiboy zu einer jedoch erfolglosen Unterhandlung mit 15 den von Schwanberg abgesandt. Vielleicht erfährt ihr Diener Martin heimlich etwas über diese Verhandlung . . . wizzt liben heim, daz unser her der künk dem von Dettingen graff Fridreich verüben hot die lantvotey zu Elsossen, so ist markgroff Jobs von Merheim unsers heim küngs gesworner rot worden und hot im daz laut zu der Sweydnitz verüben, auch ist ez noch unferriht zwischen unserm hern kunig und den äolantzhern. . . . Ferner soll er ihnen auf Wunsch Swebleins mitteilen, dass auf die Gesandten von Frankfurt und der rheinischen Städte Mainz, Speier und Worms ein grossartiger Baubanfall durch Ritter geplant sei. Die Frankfurter, diesseits Pernaw von Reuss von flohen mit 40 Spiessen angefallen, sind bis auf zwei entkommen, der andere Ueberfall, für den Lösegelder und Gefängnisse bereits genau festgesetzt waren, 45 ist nicht zur Ausführung gekommen, weil . . . ein ritter zu der samming gepetten, der kom wol mit 40 pferden, der sprach er wolt, niht do pey sein, im betten die stet geladen und geschankt. und der rait dorvon, also tränt sich der hauff .... geben zu Nurem- berk an dem heiligen pfingst obent. Nürnberg [1305 Mai 20]. Str. St. A. AA. 113 nr. 21. or. ch. I. cl. 30 Gedr. Spach: Bruno de R. annexe nr. 9. Erwähnt D. R. A. II 412 Anm. 1. 945. Wenczlaw Kauffman, Bürger und Wirt zu Tachau, an Strassburg: berichtet über die gefangenen städtischen Gesandten . . . daz si ein weil in den türen sint gelegen, aber si sint nü ledig dez türenz und gend auf dem haus in einen gemach 35 auz und ein, und man hüt ir noch gar vast, auch sagt man unz, daz sich wol 10 herren mit unserm herrn dem künig verricht haben der besten, und die andern herren haben einen tag mit in dez liebsten suntagz nach unsers herrn fronleichnamztag . . . J»nH3 1 Dasselbe meldet Herman Ebner am 29 Mai 1395. 2 Wohl derselbe Ueberfall, von dem Ebner am 29 Mai berichtet. VI 71 1395 560 Den entlassenen Dienern der Gefangenen hat er die Zehrungskosten geborgt und ist bereit, nötigenfalls auch den Herren zu ihrer Rückkehr 1—200 Gulden zu leihen, welche man ihm dann mit den übrigen Auslagen durch seinen Freund in Nürnberg zurückzahlen könne. geben zu Tachaw dez liebsten freitag nahtz nach pfingsten. Tachau [1395 Juni 4]. 5 Sfr. St. A. AA. nr. 16. or. ch. I. cl. 946- Wolff von Wonenstein genannt der «glissende Wollt'» an Strassburg : 1 * * ich losse heb wissen, als ich üch vor verschriben han von schaden wegen, der mir geschehen ist, da die lowen geselschaft waz, dar umbe ich gerne zu gelegen tagen zu uch geritten were und mich wol an eime glichen rehten von üch benaget het, das kan 10 mir nit von üch gen. und dar umbe wil ich uwer vient sin und der uwern und mähte mir ein plant von üch werden, das wolle ich nein men und wolt mich des gein üch und den uwern bewart han mit disem offem brief. geben uf den mentag vor unsers herren lichams tag in deine 95 jore. 1395 Juni 7. Str. St. A. AA. 81 nr. 36. or. ch. lit. cl. 15 Heg. d. Marlcgr. v. B. nr. 1629. nr. 1630. 947 Bürgermeister und Rat von Prag an Straßburg: berichten über den Verlauf einer Gesandtschaft, die sie auf Ansuchen Straßburgs an den König wegen Freilassung der in Schwanberg gefangenen geschickt haben. Prag [1395 Juni 4], Unser stete freuntsehafft mit aller beheglichkeit bevor, weisen besundern freunde. 20 ewern brief, den ewer freuntschaft uns gesant hat, denselben haben w ir volkumlichen und gancz vernumen, in dem ir begert under andern Sachen, das wir umb ewer erber boten, die gefangen sind vom Swanherg, mit dem allerdurchleuchtigisten fürsten und herren hern Wenczlav römischen kunig und kunig zu Geheim unserm genedigen herren reden sölden, das er gnediclichen seyn hülfe darzu kere, das ewer boten ledig 25 wurden gelassen, uff das lassen wir uwer Weisheit wider wissen, das wir zu dem egenanten unserm genedigen herrn dem kunig unsern erbern boten gesant haben mitsampt dem ewern brief, das er umb ewer sache ernstlichen reden sölde. da ward uns eyn antwort von unserm gnedigen herren dem kunig wider bracht in sülcherweise sprechende, das ym die geschieht zumal getrewiieh leid ist, das die widerfaren 30 ist, und er welle heffticlichen darzu tun, das ewer boten kürczlichen ledig gelassen werden, solde er auch darumb grossen schaden nemen. fürbas merer auch, was uns kuntlich und wissentlich wirt von der Sachen wegen, was wir auch, darczu helfen, raten und dinen süllen, das wellen wir ewer erberkeit alweg unverdrossenlichen verschriben. geben zu Prag an dem nehsten freitag vor dem tag der heiligen drei- 35 veldigkeit. Bürgermeister und der rat der grüssen stat zu Präge. Str. St. A. AA. 113 nr. 4. or. ch. I. cl. 1 Am 16 Juni [1395] schreibt Marhgr. Bernhard an die Straßburger: er habe ihren Brief nebst der Abschrift obiger Absage erhalten und den Wunnensteiner zu sich bestellt , um mit ihm zu reden. 40 [ibd. AA. 81 or. eh.] vgl. oben 14 April 1395 das Schreiben Wolffs an Straßburg. vgl. unten [3 Juli 95]. 1395 501 945 Juni 14. Liebe Kettrin. ich gruiesse dich und also ich getruwe, daz du wol best vernomen, wie ich gewangen bin, alse lige ich swerlich und herteklich mit henden fuiesen uf bloecher geslagen und ist mir do fon also we beschehen, daz ich mich geschetzet habe umb 12 000 guldin. dam mb, liebe Kettrin, bitte ich dich durch alle die frunt- schaft und trüwe, die du ie zu mir gewünne, der ich dich ermane(n) kan, daz du allez, daz wir hant, verkoufest, versetzest und zu barschaft bringest in welen weg dir allermeist werden mag, und daz du ouch daz forderlich und on ferzog dun mögest, danne wissest, wo daz nit beschehe, und du mich daran liesest, so wisest, daz du mich niemer me lebendig gesellest, daz ich dir doch nit getruwe, ich sige dir lieber danne guot, wenne wer ez dir gelegen, also ez mir ist, mir wer kein gut so liep, ich gebe ez fuir dich, darumb erman ich dich aller truwen, daz du mich nuit lost und min fruint und din fruint darzü, daz ez zu eime kurczen ende broht werde, wolle dich aber unsere fruinde ieman iren, so miete meister und rat an, daz dir die helfen!, wan ich in wol getruwe, daz su mich nuit lont verderben, wanne ich in ouch verschieben han, daz sui dir beholfen sint und duen din bestez und wegestes harzü, also ich dir getruwe. wisest ouch, daz ich zi'i diser zit dez libez gesunt bin, liebe Kettrin, wisest, ist ez, daz du mir hütest forderlichest, daz ez in disen selis wochen verbuirget und uzgetragen wert, daz daz gelt uf zil eins deils verbürget wirt, so hoffe ich, daz mir min heren von Swanberg gnedecklich duon suillent. darumb sume dich nuit deran. geben dez nehesten mendagen unsers heren lichemen dag, do man zalte 1395 jor. Hans Bock. Str. St. A. AA. 113 nr. 27. or. ch. I. cl. 1 Ebenso schreibt Heinrich von Mülheim aus der Gefangenschaft an seine Frau Benedicte und bittet um Beschaffung eines Lösegeldes von 1000 Gulden. [isos .Tunt 14 .] Ebenso Andreas Heilman, bittet seine Frau Elle Wibelin sein Lösegeld von 0000 Gulden aufzubringen und dazu zu verkaufen : daz huz und daz geschire und die farwe und anders, waz wir hant. |/.•»■> j u m u.} 5 10 IS 20 25 30 35 40 1395 563 953 . Herman Ebner in Nürnberg an Meister und Rat von Strassburg: meldet den Tod des königlichen Hofmeisters Gehling, die Gefangennahme des Markgrafen Jobst auf Karlstein. . . . ouch wissent, das der von Olingen und her Wursybw stossig sind von der lantvogtey wegen zu Eisassen, wann her Wursibw 7000 guldin kauf- 5 leutten anthaiss worden ist, die scholl er do von rillten, nu mal nt her Wursibw, die schuh der von Olingen rihten, also waiz man noch niht, wer noch do pey weleibt. geben an sand Veitz tag. [13US Juni 15.} Str. St. A. AA. 113. or. c h. I. d. Gedr. D. B. A. 11, nr. 242. io 954 . Entscheid des Burggrafeng erichls zu Straßhur g , daß kein Ecu-Schuhmacher altes Schuhwerk feil halten darf. 13U5 Juni 15. Kunt sie allen den, die disen brief anesehent oder hären! lesen, das meister Cüntze Hebern meister des antwerckes der schühemacher zu Strazburg von desselben antwerckes wegen kam für das gerillte her Hesse Pfaffenlabes des burggrofen zu 15 Straszburg, do zu gerihte sahs in des vorgenanten burggrofen hof Werder Hans der gerwer, der des moles der gerwer und der schühemacher der zweiger antwercke meister was und clagete an Ullin von Zürich den schühemacher und sprach, wie das der vorgen Ullin von Zürich ein nuwe schühemacher were und bette alte sch übe bi den nuwen schöben veile, das doch kein nuwe schühemacher tün solle, und dar umb 20 so sehe er gerne von des vorgen. antwerckes wegen, das er die alten schöbe bi den nuwen schuhen nüt me veil helle, wenne es kein nuwe schühemacher tun solle, e der aber seile, warumb er das nüt tün solle, und hies ime also jehen oder locken, do vürentwürte es der vorgen. Ullin von Zürich der schühemacher und sprach, do er zu ziten der nuwen schühemacher stube relit koufte, do were ime gegünnet, das 25 sin frowe die alten schöbe veil mähte haben und dar umb so mähte er es wol tün. und gertent dar umb der worheit zu beden siten, die in ouch das gerihte erteilte noch klage, noch entwürfe und noch der worheit, die das gerihte also vürhorte. do kam das gerihte mit rehter urteil überein und sprechen! es ouch zu rehte- vor offem gerihte uffe ire eyde, do der vorgen. burggrofe selber zü gerihte sasz und ouch dar so umb sprach, das der vorgen. Ullin von Zürich hinnan für me keinen alten schüh bi den nuwen schöben veil sol haben, wenne es kein nuwe schühemacher tün sol. und was dis das gerihte, die des moles urteil sprechen!: Hochvelden Hans ; Heizeman Stümpfel Stumpfes; Lauwehn Rürckelin von Roszwilre der gerwer ahte lute von der gerwer wegen und Schottenbans, der des moles der gerwer husgenosze was; Heicze 35 von Ichenheim; Hans Pfowe in Kalbeszgasze; Lauwelin Gengenbach ; Henselin Rafens- burg der schühemacher ahte lüte von der schühemacher wegen und Cüntzelin Sclnilt- heisze, der des moles der schühemacher husgenosse was. und der vorgeschriben dinge zu urkünde so hant wir die vorgen. meister und das gerihte unsere herren den burggrofen vorgenant geholten, das er sin ingesigel hencke an disen brief, und ich io der vorgen. Hesse Pfaffenlap der burggrofe vürgihe, das ich durch bette willen des vorgen. meistere und des gerilltes min ingesigel habe gehencket an disen brief. und 564 1395 zu merre gezügnisze so hant wir der vorgen. meister und daz gerihte der gerwer und der schühemacher der zweiger antwercke ingesigele ouch gehencket zu des vorgen. unsers herren des burggrofen ingesigele an disen brief. der geben wart an dein nebsten zistage noch unsers herren fronlieham tage in dem jore, do man zalte von gotles gebürte dusent dreihundert jor nünczig und fünf jore. 5 Rudolf genant Jude scripsit. Sir. St. A. Schuhmacherzunft, or. mb. c. 3 sig. 955. Ulman Stromer an Herrn Claus 1 in Straszburg bezw. an Meister und Rat daselbst über die Gefangennehmung Markgr. Jobsts durch König Wenzel auf Karlstein u. a. in. datum mitwoche nach sand Weinz tag. [1305 Juni 16 bezw. 15.] 10 Str. St. A. AA. 113 nr. 42. or. eh. Gedr. D. B. A. II, nr. 243. 956. Markgraf Rernhard an Meister und Rat von Strassburg: hat ihren Brief und den des Wunnensteiners [in Abschrift] erhalten . . . herum!) wiszent, das wir den selben Wolf besant hant zu uns zu körnen, also balde er bi uns ist, so wollen wir m nach uwers briefes sage mit im reden. datum feria quarta post festum corporis Christi. [1305 Juni 16.] Str. St. A. AA. 84. or. ch. Beg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1630. 957 Bischof Wilhelm von Strassburg an Meister und Rat von Strassburg: als s» ir uns Vorschriften hant von dez priesters Girbaden wegen, den unser pedelle gefangen bat ... ist uns leit, bat er yeman der uwern ützit getan, daz er nit tiin solte. und hant den unsern befolhen in vaste ze haltende und nit von handen zu lassend, uneze wir selber hin in kommen!, so wellen wir daczü tun, was wir mügelich daczü tun sollen!. geben zu Dachenstein dez sundags vor sungihten anno 95. [1305 Juni 20] ss Str. St. A. AA. 1422. or. ch. 958- Herman Ebner an Strasburg: da in Amberg eine Fürstenzusammenkunft so stattfmdet, zu der unter andern Herzog Hans von München, sein Sohn Herzog Ernst, Herzog Albrecht von Straubing, Herzog Ludwig und drei Burggrafen von Nürnberg erscheinen werden, hat der Nürnberger Rat auf seine Bitten zwei Ratsmitglieder als 1 Wohl identisch mit dem Stettmeister des Jahres: Claus Behtolt Zorn der etter. 1395 565 Gesandte dorthin geschickt «von meiner herren von Strozspurk von kummerniss wegen, do sye izunt inen sein.» Ferner teilt er mit, dass nach Gericht Albrccht Ebners in Prag der König eine Commission eingesetzt habe, bestellend aus Herzog Stephan, Borsiboy und dem Grafen von Oettingen, welche nächsten Freitag mit dem s von Schwanberg über die Freilassung ihrer Gesandten verhandeln sollen. geben am zinstag vor subenten. [1,395 Juni 22.] Str. St. A. AA, 113 nr. 37. or. ch. I. cl. 959. Herman Ebner an Oertel Mansse zu Strassburg in Sachen der gefangenen Gesandten: sein Vetter Albreeht Ebner ist von Prag zurückgekommen und der meint, in wenn Strasburg die Befreiung seiner Boten nur durch Unterhandlungen mit den Herren und Fürsten erreichen wolle ... so werd ez sich lank verzihen und sie inohten anderswo hingefürt werden, wan ez sich gar unfridlich in dem land zu Pehaim anlet . . . Desshalb sei es das einzig Richtige einen Bevollmächtigten zu senden, der durch Lösegeld die Freilassung erwirke. Auch erzähle dieser . . . daz sich r> die lantzherren gegen unsern hem kiink vast Sterken und ligen mit gewalt vor ainer stat haizzet Prukt. in die Johannis et Pauly. [1,395 Juni 26.] Str. St. A. AA. 113 nr 31 or. ch. I. cl. 960. König Wenzel an Strassburg: befiehlt, den Strassburger Bürger und Krämer Erhärt Henslin anzuweisen, . . . das er soliche vorderunge umb die zwey hundert gülden 2,1 gegen unser und des richs stat Colmer, die sy im schuldig waren in dem kriege, so wir in Zeiten wider euch geliebt band, genczlich ablasse und in irn brief, so er doruber hat, widergebe, . . . weil diese Schuld bereits während des Krieges von den Königlichen eingefordert und die Sache damit gemäss ihrem Friedensschluss abgethan sei. geben zum Karlstein des suntags nach saut Johans tag baptiste a. reg. hob. 33 reg. rom. 19. 25 Karlstein [1.395 Juni 27.] Str. St. A. AA. 113 nr. 56. or. ch. I. pat. c. sig i. v. 30 961. Der pfälzische Schreiber Otto an Strassburg: berichtet über die Gefangen- nehmung des Markgrafen Jobst. datum quinta feria post diem Petri et Pauli. [1,395 Juli 1 .] Str. St. A. AA. 108. or. ch. I. cl. Gedr. D. R A. nr. 244. 962. Johann Dieffental an Rudolf von Rynach Siegelbewahrer zu Strassburg: berichtet über eine Gesandtschaft König Wenzels an König Karl VI von Frankreich wegen der Kirchenfrage, die Freilassung des Markgrafen Jobst sowie über die Strassburger Gefangenen, deren Sache auch verhandelt werden solle auf einer Fiirstenver- 35 Sammlung (parlamentum) zu Daus [Taus b. Pilsen] ubi speratur de relaxacione domi- norum captivorum Argentinensium una cum dominis de Swanberg. ex quo domini 566 1395 sunt ita bone intencionis cum rege, non dubito ipsi deliberabuntur. pro qua libera- cione Martini 1 familiaris civitatis Argentinensis niultuin est solicitus erga dominum ducem Stephanum, qui suas partes, prout se, obtulit me presente et audiente, plu- ribus vieibus. credo quod Borzibosius etiam erit in eodem parlamento. qui, ut audivi, in introitu ipsius noviter versus Pragam fuit in Swamberg una cum dominis. s quid autem tractaverit, nescio. spero cnim firmiter, quod ipsi relaxentur de captivi- tate. si dominus cancellarius regis veniet Frankenfordie, ubi credo sit per aliquos dies mansurus incertis de causis, bonum esset, domini Argentinenses mitterent aliquem fide dignum ad euin ad sciendum et percipiendum aliqua in f'actis illorum Argentinen- sium .... datum Nürenberge die 3 mensis julii. Nürnberg [1395] Juli 3. in Str. St. A. AA. 108. or. ch. I. cl. Gedr. D. li. A. II nr. 245. 963- Markgraf Bernhard an Strassburg 2 : will sobald er es erfahren, der Stadt mitteilen, was andere Fürsten und Herren wegen ihrer Zölle übereingekommen sind. Wenn Strassburg bereit ist mit Wolf von Wunnenstein einen gütlichen Tag zu leisten, > 3 so will er denselben veranlassen zur Abhaltung desselben bis zum 25 Juli Friede zu halten. datum sabbato ante Udalrici. [1393 Juli .?.] Str. St. A. AA. 103. or. ch. Reg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1633. 964. Die Stadt Prag an Strassburg: lassen wissen das [wir] ee denne ewer 20 itzund gesaut brief körnen ist, mit unserm gcnedigen herren dem künig ernstlichen geredet haben bittende under andern Sachen, das seyn gnad rat und hülfe darczu tu, das ewer diner ledig und los gelasen werden. geben zu Prag an dem liebsten dunerstag nach sand Procops tag des heiligen beichtigers. rrag [1393 Juli ä]. Str. St. A. AA. 113 nr. 40. or. ch. I. cl. 25 965. Heinrich von Mülnheim an den Rat von Strassburg: für ein in zwei Terminen zahlbares Düsegeld von 1000 Gulden, für das sich Borsiboy von Swinar verbürgt hat, wieder auf freien Fuss gesetzt, wird er zum König reiten und sich um die Freilassung seiner beiden Gefährten bemühen . . . und dunckt uns drei gilt, daz ir forderlich verschribent unserm hern dem künig und herezogen Stephan und dem 30 kanczler Wurseboi. Für die übrigen 18 000 Gulden können sie keine Bürgschaft finden und fürchten, daz man si (Bock und Heilman) herter und herter halten wirt. Er selbst ist ohne einen Pfennig Geld und hat 40 Gulden dem Tachauer Wirt 1 Vgl. über die Person dieses Martin D. R. A. II Schiltigheim gemeint. 2 Vgl. unten Juli 25 das Schreiben desselben. nr. 245 Anm. 1. Wahrscheinlich ist Martin von zz 1395 507 entlehnt, die man durch Vermittlung Herman Ehner’s in Nürnberg zurückzahlen möge. geben dez nehsten mittwochen nach sant Margareten tag. [1393 Juli 14,] Str. St. A. AA. 113 nr. 24. or. ch. I. cl. 966 Kuntze Lentzelin an Stellmeister Reinbold Wetzel und Ammeister Claus 5 Berman: berichtet Uber seine Erkundigung in Sachen der in Schicanberg gefangenen Straßburger. Mainz [1395 Juli 22 ]. Min gewilligen dienst za allen ziten. lieben herren. wissent, daz mich min güten frünt für den kantzeler fürten, der do ein bischof ist zü Megedeburg, und seit mir dise nochgeschriben stücke selber: zü dem ersten, daz der künig bete gesant den von 10 Schönberg zü den von Swanberg, mit in zü reden von den Sachen, und kam der von Schönberg wider zü dem künige zü dem Beteier, do frote in der kantzeler noch den Sachen, do seite im der von Schönberg, daz sich die von Swanberg gerne wollen Ion richten mit dem künige, daz sü nuwent in sin genoden blibent. und sollen! denne die von Strasburg lidig sin on als güt. und do der kantzeler herus kam nutze gen iS Nierberg, do enböt im her Borsibo mit sime sehriber und mit sime boten, daz er sich fürsehe, daz ez sicher mit den von Swanberg gerihtet würde und daz die von Strasburg lidig würden! on güt. öch het mir der kantzeler gesell, daz er horte von dem künige, daz er niemer süne wolle genemen mit den von Swanberg, die von Strasburg werent denne lidig on als güt. öch kan ich noch nüt erfarn, waz irs gewerbes si, 20 denne also ich üch vor ferschrieben habe und f'or im noch gen Frankenfurt und will lügen, öbe ich üt fürbas könne erfarn bede von unsern boten und was irs gewerbes si, denne ich meine als, ich sülle bürfaz von unsern boten erfarn, denne er het alle dage botschaft von Beheim. und waz ich erfar, läse ich üch aber wissen, so ich erste mag. geben zü Mentze uf sante Mariamadelendag trüge. Küntze Lentzelin. n f In verso] Den wisen fürsichtigen her Reinbolt Wetzel meister und her Cläwes Berman ammeister min liben herren. Str. St. A. AA. 113 nr. 38. or. ch. I. cl. 967. Albrecht Herzog zu Oesterreich an Meister und Rat von Strassburg : als villeicht vormaln wol an ew körnen ist, der durleuchtig fürste unser herr und swager b» der römisch künig den hochgebornen fürsten unsern lieben öheim marggraf Josten marggrafen ze Merhern gevangen hat, lassen wir ew wissen, daz uns der hochgeborn fürste her Wilhalm marggraf ze Meyssen ünser lieber swager und öheim und die lantherren von Beheim und von Merhern ernstleich und vaste gemant und angerüfft haben! umb hilft in ze tün von der und andrer irer gepresten wegen, alz wir in d,es 35 phliehtig und und gepunden wem. darzü hat üns der hochgeborn fürste unser lieber swager herezog Johanns von Görlitz unsers obgen. herren . . des künigs brüder auch wider denselben unsern herren . . den künig umb hilft gepeten und angerüfft. davon besandten wir all ünser lantherren, ritter und knecht. und nach der rat und under- VI. 72 568 1395 weysung haben wir von derselben sacli und sunderleicb von merkleicher und grossen beswerung wegen, die wir unser land und leutt von unserm egen, herren . . dein kiinig gehabt und gelitten haben, als sieb das vindet und wir wol küntleich furbringen wellen, wenn des zeit wirt, demselben unserm herren . . dem kiinig unser absagbrief gesandt, der abgeschrifft wir ew bien in verslossen senden, und haben auch den vorgen. fürsten und herren yetzen gesandt ain merkleich volkeh und wellen in mer hilff tun, ob des durfft geschieht, davon bitten wir ew mit gantzem fleizz und ernste, ob die sacb icht anders an ew keine, daz ir ew denn daran nicht keret, sunder uns darin verantwort, alz wir ew des sunder wol getrawn und auch in ewern Sachen gern tun wellen, wo die an uns keinen. gehen ze Wienn an sand Marien Magdalen tag anno etc. nonagesimo quinto. Wien 1305 Juli 22. Str. St. A. AA. 8:i. or. ch. I. ch. 968 . Margkraf Bernhard an Meister und Rat von Strassburg: ' als ir uns geschrieben haut von dez gliszenden wolffs wegen umb eyn friden zwuschen uch und im zu machen, daz han wir wol verstanden, her umb wiszent, daz wir die selbe uwer botschaft an yn bringen wollen, waz er uns dar umb zii entwurt git, daz wollen wir uch wider laszen wiszen. datum Baden in die beati Jacobi apostoli. linden [1305\ Juli 25. Str. St. A. AA. 81. or. ch. I. cl. Keg. d. Markgr. v. Ti. nr. 1635. Vgl dort auch nr. 1637. 1640. 969 Straßburg an Prag. dankt für die bisherige freundliche Verwendung für die gefangenen Gesandten und bittet um Mitteilung von allem, ums ihrer Sache dienen kann. 1305 August 3. Den ersamen vürsihtigen und wisen unsern sundern guten friinden, dem burgermeister und dem rate der grossen stat zu Frage embieten wir Reimbolt Wetzel der meist er und der rat von Strazburg unsern fruntlichen willigen dienst, lieben friinde. alse wir uch vormals geschriben haut von unseren erbern hotten wegen, also ist uns wol küntliche vürkornen, wie ir grossen ernste zü derselben Sachen hant und geton hant und alse ir uns ouch uwer Botschaft dar umbe hant geton, des wir uch ouch fruntliche und mit allem ernste danckent, und bittent uch aber da by früntliche und mit allem ernste, das ir uch wellen! dieselbe unsere saelie lassen empfohlen und in- denckig sin, alse wir uwere guten fruntschaft dez besonder allezit wol getruwent. und waz ir von hofe oder andere liieren wissen! oder empfinden!, die da segeliche und uns zu verschriben sint, das ir uns das allezit wellent lassen! wissen und üeh daran 1 Derselbe bestätigt am 4 August 1395 den Empfang eines abermaligen Schreibens wegen des Wunnen- steiners, dessen Antwort er jedoch noch erwarte, um sie ihnen dann sofort mitzuteilen, j 13951 feria quarta post vinc Petri, [ibid. AA. 81. or. ch.] io IS 20 2S 30 35 1395 569 keinen kosten noch arbeit lossent beturn, das wellent wir onch wirkliche und gerne umbe üch und die uwern zü verdienende haben. datum feria tertia proxima ante diem Sixti pape anno domini 1395. Str. St. A. AA. 113 nr 3. cop. mb. coaev. s 970. Reimbold Wetzel der Meister und der Rat von Strassburg an Markgraf Johann von Rrandenburg: danken für die freundlichen Remühungen . . . von unsere erbern botten wegen, die ietzunt in gefengnisse sint . . ., und bitten um fernere Verwendung und Hülfe. datum feria tertia proxima ante diem seti Sixti pape anno 1395. 1393 August 3. io Str. St. A. AA. 113 nr. 18 cop mb. coaev. Darunter die Notiz, daß gleichlautend an Pfalzgraf Ruprecht den jUngern geschrieben sei. 971 Reimbold Wetzel der Meister und der Rat von Strassburg an Herzog Stephan von Raiern : danken für seine freundlichen Remühungen zu Gunsten ihrer gefangenen Roten, die ihr Diener Martin «grösliche gerumet» hat und bitten um ferneres Wohl- i5 wollen. datum feria tertia proxima ante diem seti Sixti papae anno 1395. Str. St. A. AA. 113 nr. 18. cop. mb. coaev. 1393 August 3. 972- Markgraf Bernhard von Baden an Meister und Rat von Strassburg . . . als ir uns geschriben händ umb die kerunge, die wir an die uwern vordem von der 20 mime wegen, die den unsern geschehen ist, als sie hern RüdolfT von Wasselnhein gedient haben, daz han wir wol verstanden, harumb wissend, daz wir mit her Burekarten von Mulnhein von Rechberg vil anders gerett haben, dann ir schrillend, wir retten mit ime und schied von uns ouch, daz wir die kerunge von dem houptman gern nemen wölten, möht uns aber daz von ime nit geschehen, so weiten wir dez 25 zü den uwern wartend sin, die ime uf unsern schaden gedient hand, wann doch andern luten gekert ist worden, den mich dez mals genomen ward, und dunck uns unfruntlich, daz uns als vil unglichs von lieh und den uwern geschiht, wand ir gestattend dez und andere Zugriffe, die den unsern von üch geschehen, daz doch nit sin sölt, als wir darumb unser amptlute et wie dick zu uch in uwer statt geschickt 31 haben nach der brieve sage, der wir und ir in früntschaft überkomen sin. und be- gerent an üch, daz ir schaffen wollend, daz daz und anders gekert und widertän werde umb dez willen, daz wir in fruntschalft mit einander bliben und daz wir nit furbazz bringen durften, wie ir üch gen uns verschriben habent. datum Baden feria quarta post vincula Petri anno etc. 95. Heulen 1393 August 4. 35 Str. St. A. AA. 81. or. ch. lit. cl. Reg d. Markgr. v. Bad. nr. 1038. 570 1395 973. Markgraf Bernhard von Baden an Meister und Rat von Strassburg: zeigt Empfang des Briefes in seinen und des Wunnensteiners Angelegenheiten an. Den in Lichtenau gewünschten Tag könne er wegen der Streitigkeiten mit Ludwig von Lichtenberg nicht leisten, wolle aber (am 20 August) einen tag zu Renchin, Sahsspach oder Otterszwilr beschicken' und erwarte an einem dieser Orte nächsten Freitag über 5 acht Tage ihre Boten. Dort wolle er ihnen mitteilen lassen, in was für Stücken ihm und den Seinigen unfreundlich von ihnen geschieht. Können sie ihm aber bei dem von Lichtenberg Tröstung erwerben, so will er auch zu Lichtenau einen Tag leisten. Sendet Abschrift des Briefes vom gleissenden Wolf 1 2 und hofft mit diesem auszutragen, dasz er länger Frieden mit den Strassburgern halten soll. datum Baden in vigilia S. Laurentii martyris. Baden 1395 August 9. Str. St. A. AA. 84. or. ch. Reg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1641. vgl. nr 1642 974. König Wenzel an Meister und Rat von Strassburg: teilt mit, dass er seinen Bruder, den Markgrafen Johann, zum Hauptmann des Landes Böhmen bestellt habe, n geben zu Prag 1395 an sant Laurencii tage. Frag 1395 August 10. Str. St. A. AA. 113 nr. 47. or. ch. coaev. 975. Markgraf Bernhard von Baden an Meister und Rat von Strassburg: 3 bittet für Hans von Blumenowe, der seines Bruders wegen ihr Gefangener ist, und sich zu unsrer Frauen Tag wieder antworten soll, weiteres Ziel bis auf nächste Weihnachten. 2 » datum Baden in die s. Laurentii martyris a. d. 95. Baden 1395 August 10. Str. St. A. AA. 84. or. ch Reg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1642. 976 Blicker von Rotenburg thut kund, dass er mit der Stadt Strassburg gesühnt ist . . . von des nachjagendes und yhinge wegen, als die iren mich vielen und jageten, 25 als ich die von Swindoltzheim angriffen bette und gelobe ouch vür mich und alle min beider und die minen dise süne und rahtunge stete und veste zu habende und die egenanten von Strazburg noch die iren von der sache wegen niemer an zü lan- 1 August 16 Pforzheim. Dankt Markgraf Bernhard den Slraßburgern, daß sie den vorgeschlagenen Tag leisten wollen , bittet aber ihm zu Liebe nach Baden zu kommen am 18 August. (Ohne Jahr) mentag 30 nach unser fröwen assumptionis. [ibid AA. 103. or ch.] 2 In diesem Brief vom 7 August schreibt Wolf v. Wunnenstein an Markgraf Bernhard, daß er mit den Straßburgern , denen er ja schriftlich seine Ansprache mitgeteilt habe, Frieden halten wolle, bis er von ihm günstige Antwort bekomme. 3 1395 September 23. Derselbe dankt für das bis Sant Michelstag bewilligte Ziel und erbittet 35 weiteres bis Fastnacht. dat. Durlach feria quinta post Mathei apostoli et evang. a. d. 95. [ibid. AA. 84. or. ch.] — 1395 Deeember 12. Derselbe bittet seinem Diener Hans v. Blumenau das Ziel zum Antritt seiner Gefangenschaft auf den «wissen suntag» 20 Februar 1396 zu verlängern. Baden in die dominica ante beate Lucie virg. a d 95. [ibid. AA. 84. or. ch.] 1395 571 gende noch zu hindernde. Er siegelt sowie auf seine Bitte Juncker Heinrich von Fleckenstein und Heinrich von Otterbach. geben uf dunrestag nehste noch unsere, frowentage der eren des jores 1395. 1305 August 10. Str. St A. G. D. P. lad. 165/166. A. or. ch. lit. pat. c. 3 sig. impr. B. cop. chart. coaev. .•> mit der Ueberschrift datum in Selsze per copiam. Ebenda von 1396 März 24 neuer Felulebrief Blickers an Straßburg. [or. ch. c. sig impr ] Ebenda von 1396 April 25. Sühnebrief Blickers mit Straßburg besonders wegen Gefangennahme des Straßburger Bürgers Hanseman Sturm. 977. Ich Diether Burggrofe, Gunrat Armbroster und Ciine von Kolbotzheim diint 10 kunt mengelichem mit disem Briefe, daz wir do by worent, also Blicker von Rotenburg züsprach den erbern wisen und bescheiden meistere und rat zii Straszburg von des nachjagendes und ilunge wegen, also ir diener und die iren ime noch jageten und in ileten, als er die von Swindoltzheim angriffen bette, und daz uch daz gütlich und lieplich gerihtet und gesünet haut und gerillt und gesünet ist. und des zii ur- 15 künde so hant wir die egenanten Diether Burggrofe, Cünrat Armbroster und Ciine von Kolbetzheim unsere ingesigel getrucket zii ende dirre gesehrift in disen brief. datum feria quinta post asumptionis Marie anno 95. 1305 August 10. Str. St. A. G. D. P. lad. 166. cop. ch. 978. Prag an Strassburg wegen der Gefangennahme der Strassburger Boten: 20 ewern erbern brief haben wir volkumlichen wol vernumen und haben mit unserm gnedigen herren dem kunig umb ewer gefangen ernstlichen geredet und gemanet, der dieselbe sache dem hochgebornen fürsten und herren, hern Johannes Margrafen zu Brandemburg, zu Lausitz und herezogen zu Görlicz seinem lieben bruder genczlichen bevolhen hat, under andern des landes Sachen volfüren und zu enden nach dem, als 2 5 das aller bequemlicht sein würdet euch und den ewern füglich und auch nuzlich nicht allein in den Sachen, sunder in allen andern wir euch dinen wellen nach unserm vermügen. geben zu Prag am f'reitag nach sand Bartholomens tag. Prag [1305 August 27], Str. St. A. AA. 113 nr. 6. or ch. I. cl 979 Markgraf Bernhard von Baden an Meister und Rat von Strassburg:' zeigt Empfang ihres Briefes an und bescheidet in seinen und des gleissenden Wolfs Angelegenheiten einen Tag nach Baden auf Dienstag über acht Tage, datum Pforzheim septbr.u. leria sexta post Egidii. Pforzheim [1305 September 3], Str. St. A. AA. 84. or. ch. Reg. d Markgr. v. B. nr. 1645. 1 Nach einem beiliegenden und wohl zugehörigen Zettel schickt er Hans Edelman nach Baden, um sein bestes für sie zu thun. 572 1395 980. König Wenzel an Straßburg wegen der Gefangennahme der städtischen Gesandtschaft. Prag 1395 September 6. Liben getrewen. sulche botschaft und brive, die ir uns gesant habt von gef'eng- nüsse wegen Heinrichs von Molheim und ander ewer mitburgere, die Büschu von Swanberg gefangen hat, haben wir wol vorstanden und ist uns sulche geschieht von s herczen leit und so wir unser selbes Sachen in eyne sass gebracht haben, so wollen wir doruff gedacht sein und unsern ernst doruff keren und wenden, das die egenanten ewer mitburgere sulchs gefengnuss ledig werden. geben zu Präge am nehsten montage vor unser frawen nativitatis unser riebe des behemischen in dem 32 und des römischen in den 20 .jaren. ,» Str. St. A. AA. 113 nr. 7. or. ch. I cl. 981. Ciine von Otterbach ein Edelkneht bekennt: dass er von der Ansprache, die er und seine «eliche huszwirtin» von den im vergangenen Kriege ihnen zugefügten Schaden gesühnt ist. Er gelobt keinerlei Ansprache ferner zu erheben. geben an dem nehesten dunrestage nach unserre frowen tage der Jüngern drützehenhundert is . nüntzig und fünf. 1393 September 9. Str. St. A. 6 D. P. lad 136 or. mb. lit. pat c. s. pend. 982- Johans von Than macht bekannt: dass er mit Meister, Rat und Bürgern der Stadt Strassburg gesühnt ist . . . von schaden wegen, der mir minen geswüster- den und den unsern von in und den iren geschehen ist, in vergangenen kriegen, so Er gelobt keine Ansprache mehr zu erheben. geben an dem nehsten fritag nach unser frowen tag der jungem des jores, do man zalt drützehenhundert und fünf und nüntzig jare. 1393 September 10. Str. St. A. G. U. P. lad. 166. or. mb. lit. pat. c. s. pend. 988. Reimbolt Wetzel der Meister und der Rat von Strassburg an die Herzoge ' a Albrecht den älteren und jüngeren und Wilhelm von Oesterreich wegen der Gefangennahme ihrer Gesandten: und also die von ime [dem Könige] schieden! und er sie gnedecliche liesz und bi Cladrun in Beheim kamen!, do liant die von Swanenberg . . . sie ufgehalten und gefangen und das ire genomen und lange zil gefangen gehebet, über daz das wir mit den von Swanenberg nütschit denne gutes wüsten! zu tunde so haben, darzii so ist derselben unserre erbern hotten einre leider in der gefengnisze dot. gnedigen herren. wände nü unserre vordem und wir so lange, das daz nieman verdencket, gros sehen und züversiht zü unserre gnedigen herreschaft von Osterrich gehebet hant und wir sonderliche zü uwern gnaden haben! . . . Daher bitten sie um Briefe und Botschaft an den Markgrafen Johann von Brandenburg, damit sich dieser so beim König um Freilassung und Entschädigung ihrer Gesandten verwende. datum feria 2 ante diem exaltationis crucis. [1395 September 13.] Str. St. A. AA. 112. or. mb 1395 573 9iH Herzog Albreeht von Oesterreich an Markgraf Johann: bittet ihn, nu dasselb Königreich ze Beheini zu ewrm gewalt und Ausrichtung koinen ist, sich für die Freilassung der Strassburger Gesandten zu bemühen. geben ze Masmunstcr an freytag nach des heiligen kreucztag anno 1305. Masmünster 1305 September 17. 5 Str. St. A. AA 11.1 nr. 12. cop. eh. ctmev. 985. Reimbold Wetml der Meister und der Rat von Strassburg an Markgraf Bernhard von Baden : ' Burckart von Midnheim hat ihnen gesagt, dass der gleissend Wolf nicht bis zu Martinstag Frieden halten wolle, wenn sie nicht da zwischen zu .v,//. einem gütlichen Tage kommen oder ihm relit thun wollten . . . wie wol das ist, daz io wir den gliczendeu wolf nit wissent geschediget haben . . so weiten! wir uwern gnaden zü eren gerne einen unverdingeten tag leisten . . wen ne so ir den tag vier dage vor verkünden! . . wer aber, das wir aldo nit gütliche mit ime überkoment, so sol uns allewege mit rehte gegen ime benugen. und daruff so hübe mich der fride bitze sande Martins tage. datum die dominiea ante festum S. Michahelis archangeli ir> a. d. 95. 1305 September 20. Str St. A. AA. 84 cop. ch. Reg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1651. vgl. nr 1652. 20 25 9IH). Markgraf Johann von Brandenburg an Strassburg wegen der Gefangennahme der städtischen Gesandten: tun wir uch czu wissen, das uns noch nicht vol- komenliche bevoln ist das Königreich czu Beheim unde die schickunge der houbt- manschafft ist ouch noch nicht genezlich vollenbracht. dovon als balde wir volkomenliche geweldig werden und das kunigreich uns gancz und gar bevoln ist, so wollen wir uns denne um die vorgenanten gefangen ewir boten getrewlichen arbeiden, Heissen und durch ewirn willen also dorczu tun, das ir uns sonderlichen danken werdet. gegeben czu Frage an dem tage sancti Jieronimi anno 1395. Prag 1305 September 30. Str. St. A. AA 113. nr. 9 or. ch. I. cl 987. Heinrich ton Miilnlieim an Meister und Rat von Straßburg.- berichtet über seine Gesandtschaft nach Prag. Prag 1305 Oetober 3. Dem meister und rat embüte ich minen willigen dienst allzit. als ir wol wissen!, von waz sache wegen ir uns herin geschicket haben!, zu dem ersten, do körnen! wir für unsern herrca den kunig und erzalt im Ilans Bock der stette notdurft zu dem besten, warumb wir worent ufgescbicket, do emphalch es min herre der kunig herezog Stephan von Beyern und dem nuwen kanczler und dem Styrnaten und dem 1 1395 Sept. 28 antwortet derselbe: er habe den gleißenden Wolf beredet gegen sie Frieden zu halten bis S. Martinstag [Nov. 11 j und bis dahin zu einem Tage mit ihnen zusammen zu kommen, um gütlich seine vormals an sic gerichtete Ansprache zum Austrag zu bringen. datum Pforzheim feria 3 ante Michaelis archangeli a. d. 95. [ibid. AA 84 or ch.] 574 1395 hofmeister, der do tod ist und machtent uns die ein tag für sich in des munczmeisters hus. do koment wir hin und ouch der Hertenberger und erzalte der Hertenberger sin klage von des kuniges wegen, do verantworte Hans Bock daz und wir von der stette wegen, und brachtent dieselben dis rede widerumb für den kunig und machtent uns ein ufschlag uncz noch pfingesten so solt der kunig uf den Rin körnen, so wolt 5 der kunig ander richstette besenden und ouch die stat von Straszburg, so woltent si gütlich darzu reden, daz die stat mit minem herren gericht würde, also schieden wir dozemale von den herren. lieben herren. nü wissen!, daz her Borseboi daz gericht furbasser saget und ein gericht gewartet het und wissen! ouch, daz wir daz emphunden haut, und darumb sint wir vor dem kunig und sinen reten gewesen und liant in geseit, wie vormals uns der ufschlag us gegeben sie von unsers herren des kuniges wegen, do hat uns der kunig selber geantwirtet, er wisse davon nicht, wann herr Borseboi kome, was im der sage, donacli welle er uns antwirten. und wissen!, daz wir der antwirte warten!, wanne uns die antwirt wirt, so wellen! wir heym, so wir erste mogent, wann unser ding kein ende het, weder von dem künige noch von ,z herczoge Johanse, do wissen! üch nach zu richtende, lieben herren. wissen! ouch, als wir üch vormals embotten batdent, daz daz laut, herczoge Jolians gesworn habe, daz het der kunig alles widerrüfft und ist aller dinge entslagen und als der partyen vor zwo worent, der sind nü driie worden : der künig uf ein site, herczoge Hans der andersite, der alte marggrafe von Mernherrn uff die dritte site, und schediget die den 2(l künig vaste mit brande und mit namen, und haut im zwei sloss angewünnen. ouch wissen!, daz der marggraf die herezogen von Oesterrich und der behemischen herren ein teil ligent uff ein site uff dem kunige und herczoge Johans und der marggraff von Myssen und der behemischen herren ein teil by in uf der andern siten. do wissen!, daz der kunig gerne lute bette und sich gerne rorte, so wil er kein gelt usgen, so 25 wil im nieman vergeben dienen, ouch wissen!, daz der Botdeler die vestin gerwe verbrant ist mit einander, und dem kunige und der kunigin grosser schade ist geschehen, doch wissen!, daz man aber zwuschent den herren vaste tetinget, wie daz ein ende nymt, daz sähen! wir empfunden. gesehriben am sunnendag nach sant Michels dag zu Frage anno 1395. Heinrich von Mülheim ritter. 30 Str. St. A. AA. 113 m\ 19. or. ch. I. cl. Reg D. R. A. II S. 383 Anm. 2. 9118. Markgraf Johann von Brandenburg verkündet als Hofrichler des Königs , daß derselbe die an Straßburg ergangene Ladung vor das Hof gericht bis zur nächsten Fastnacht hinausgeschoben habe. Prag isnr, October », . 36 Wir Johans von gotes gnaden marggrafe zu Brandenburg, zu Lusicz und herezog zu Gorlicz des allerdurchleuchtigisten fürsten und bereu, hern Wenczlaus römischen kunigs zu allen zelten merers des richs und kunigs zu Beheim unsers lieben bereu und pruders hofrichter bekennen und tun kunt mit disem brief, das derselb unser herr und bruder der kunig dem ammeister, rate und den bürgern gemeinlich der stat zu 40 Strassburg in solichen ladungen ansprachen und Sachen, als er oder vmant von sinen 1395 575 wegen zu in hat und vor sinem und des reichs hofgericht uf sy von sinen wegen gegangen und getriben sein einen ufschlag gegeben hat bis uf die vasnacht, die schienst kumpt, also das hie »zwischen und derselben vastnacht vor dem egenanten hofgericht als von siner ansprach wegen keynerley gericht oder clage uif die egenanten 5 burger geen oder getriben werden sol an geverde doch unschedlich yedwederm teyle an. sinem rechten, mit urkund dicz briefs versigelt mit des egenanten hofgerichtes ufgedrucktem insigel. geben zu Prag des nechsten sampstag nach sant Franciscien- tage nach Crists gebürt 1395. Str. St. A. 107. nr. 2. or. mb. I. pat. c. sig. i. v. impr. io 9U9. Bischof Wilhelm von Straßburg, der Landvogt im Elsaß, die 10 elsäs- sischen Reichsstädte und die Stadt Straßburg schließen eine Landfriedens-Einigung auf 5 Jahre und setzen einen Siebenmännerausschuß ein. 1395 Octoberl3. In gottes namen amen, wir Wilhelm von gottes gnaden byschof zu Strasburg von unsern und unsers bystümes wegen an ebne teile, wir grave Emiche von iS Lyningen lantvSgt in Eilsasz und dise hie nachgeschribene richesstette in Eilsasz, mit namen Hagenowe, Colmar, Sletzstat, .. ., 1 Obernehenheim, Mulhusen, Keysersberg, Thuringheim, Rosheim, Munster und Selsse von geheisze und empfelhenisze wegen des allerdurehluhtigesten fürsten und herren, herren Wentzeslawes von gotz gnaden römischen kuniges zu allen ziten merer des riches unde küniges zu Beheim, äo unsers gnedigen herren an dem andern teile und wir Johans Sturm von Sturmecke der meister und der rat von Strasburg von unsern unserre bürgere und unserre stette Stasburg wegen an dem drittenteile tunt kunt allen den, die disen brief sehen! oder gehören! lesen, das wir umbe gemeinen nutz des landes und aller lute, die dar inne wandelen!, wonende oder seszehaft sint, und umbe das, das alle biderbe und gerehte lute deste bas mögen! sicher gesin lybes und gutes uffe waszer und uffe lande und an allen enden wir den ungerehten gemache! und uffgesetzet haben! eine gemeine früntliche, getruwe eynigunge. und sol dise gemeine früntliche eynigunge anegon uffe disen hutigen tag und sol weren hinnan bitze sante Martins tage nehest kommet und von demme sante Martins tage fünf gantze jare die nehesten nachein- 30 ander körnende ane underlasz one geverde. und sullent die vorgenanten teile einander getruwelichen beraten und beholffen sin zu allen Iren kriegen und nöten, die in ufTerstant in disen vorgeschriben ziten von den Sachen, die die gemeine eynigunge anruret ane geverde und gegen allen den, die ire vigende enhaltent, husent oder hofent, ehssent oder trenckent oder in zu legende (?) sint mit Worten oder mit wercken 95 und wider alle die, die soliche miszetat tetent, also davor geschriben stat, als es sybene oder der merrenteil under in uf ire eide erkennen!, die darzü benennet und gesetzet werden! von den vorgen. teilen, das ist zu wiszende von den drigen teilen, von ledern teile zwene man. und soll darzü eine gemeine sibende man sin der 1 Lücke für einen Namen. Oclbr, 1 J. .Xovbr. 11. VI. 73 576 1395 fromme veste Jeratheus von Rotzenhusen vom Steine, und süllent ouch die syhene sweren an den heiligen, das reht forderliche und ane verzog zu sprechende umbe alle die Sachen, die für sie koment von der egen, gemeinen eynigunge wegen in alle die wise, als auch die teile in frömede werent und sie zu ynen noch zu deheinem teile under in niht gehörten, und sol ouch ir keinre niht miete mietewon nemen 6 noch nieman von iren wegen ane geverde. und ist es, das under ynen den vorgen. teilen deheines deheinre hande not oder breste aneginge in die wise, das man es angriffe, kriegete oder schedigete oder dehein teil deheine klage an iemans notdürftig were, so mag dasselbe teil, das man denne also schadigete oder zu klagende bette oder die in dem teile, den der schade geschehen ist, dem sybenden manne verschriben io und den manen, das er die andern sehsse sine gesellen unverzogenliche zu ime besende zum ersten lantdage gein Strasburg, zum andern gein Mollesheim und zu dem dritten tage gein Ragenowe, und also die lantdage für sich usz. und süllent der sybende man und die sehsse sine gesellen bi yren eiden unverzogenlichen varen in die stat, dar sie danne von dem sybenden manne gemanet worden sint, die Sachen verhören 15 und niht von dannan kommen, sü oder der merre teil under in habent denne erkant bi iren eiden, was sie beduncket, das denne zu derselben Sachen zu tunde sie, es were denne, das sie es mit des klagenden teiles willen übertragen möhtent. und was dieselben sibene oder der merre teile under in darumbe bekennen!, das dem klagenden teile zu tünde, zu hehlende und zu ratende sie und wie verre man ime hehlen so sülle nach gelegenheit der Sachen, es sie mit uszogende, mit ebne besesze und mit allen suchen, das süllent die vorgen. teile bi iren eiden getruwelichen volle füren one alles ander erkennen one alles sumen und hindernisze. were es ouch, daz ieman, wer der were, der driger teile deheines anespreche, warumbe oder von was suchen wegen das were, und dem teile, der angesprochen würde, mit rehte darumbe weite as begnügen vor den sybenen diser eynungen, wolle darüber den anesprecher gegen den angesprochenen teil sich mit rehte vor den sibenen nit laszen begnügen und in darüber bekriegen, darzü süllent die andern zwei teile dem angesprochenen teile beraten und beholffen sin und süllent die sybene erkennen, wie man dem teile darzü helffen solle doch usgenomen küntliche leben, were auch, das ieman der drier teile so deheines anespreche und wolle das teil, das angesprochen würde, sich mit rechte gegen den anesprecher nit lassen benügen vor den sibenen diser eynigungen, so sol dise eynigunge, darumbe es angesprochen ist, dem teile nit beholffen sin, darumbe es sich mit rechte nit weite laszen begnügen auch usgenomen küntliche leben, doch also, was helffe dieselben sibene oder der merre teil under in erkennen!, daz zü der ss helffe dieselben vorgen. drü teil ein teil also vil helffen und dienen sol also das ander, es sie mit gerittem oder füszgandem volcke oder mit kosten zü habende ane geverde. würde man ouch einen besesze also tun, so süllent die, die zu diser eynigungen gehören! und den suchen gesessen sint, den gezüg, so sie hant, und das man darzü bedarff, förderliche darzü lihen. und were es, das üt von solichem gezüge 40 verlorn oder gekrenckert wurde, das sol man wider keren nach der sybener erkent- nisse oder des merren teiles under in. und was kosten dar ufgat, welcher hande der ist, den sol dise eynigunge gemeinliche liden und geben, und sol ouch ie das teil 1395 577 sinen teil des kosten geben und bezalen in dem nehesten manotte darnoch bi dem eide und one verzog, so das von dem sibende manne an es gevordert wurt. were es ouch, obe dise eynigunge dehein slosze oder vestin gewinne, wo denne die sibene oder der merrenteil ander in erkennen!, das man das slosze oder vestin brechen sol, 5 so sol man das slosze oder vestin unverzogenliche brechen mit gemeinen kosten der eynigungen. und den kosten sol man ouch bezalen in dem nehesten manotte darnoch, so es von dem sibende manne gevordert wirt nach vorgeschrittener wise. were aber, daz die sibene erkantent, das man das slosze oder die vestin behaben solte, so sollen! das slosze oder vestin der driger teile geneme sin. wer es ouch, obe io man in solichen sloszen oder vestin gefangen oder gut gewänne oder obe sus anders von der gemeinen eynigungen glefen und dienere deheinre hande gefangen oder gut gewännen!, do sol man die gefangen und das gilt teilen ieglichem teile nach margzal, alles ungeverlichen. were es aber, das der vorgen. sehsser einre oder me, so sä uf soliche tage varen sähen!, nit lieime werent, oder daruf nilit 15 kommen muhten! oder ein teil die sinen andern wollen!, so sol dasselbe teil an der an des stat schicken unverzogenlichen. und so sollen! denne die oder der, die darzii also geschicket werden!, sweren, das reht zu sprechende in alle die wise, als vor ist bescheiden, und alles das mäht haben zu erkennende, das der oder die betten! an der stat sie danne da sint one alle geverde. was krieges ouch in disen zilen so dä gemeinen eynungen deheinen teile under in angevallen were und vor den sibenen uszgetragen were, das man dem teile helffen solte und die kriege in disen zilen nit gerillte! noch versunet wurden!, darzii sollen! sie einander beraten und beholffen sin nach disen fünf jaren, als die sibene, die des males waren!, do sich der krieg erhüp oder der merrenteil under in erkennen! one alle geverde. was redelicher 25 schulden der vorgen. teile deheines schuldig were, bezalet das teil die schulde niht, so sol man ime nit dar zu beholfen sin. were aber, das ieman der vorgen. teile deheins deheine unredeliche schulde vorderte oder darumbe angriffe. und das angesprochenen teil beduhte, das die schulde nit redeliche were, wil do der angesprochen teil dem anesprecher darumbe rehtes gehorsam sin vor den sybenden diser eynungen und so versprecher des rehten darumbe von dem angesprochenen teile und wolle in darüber kriegen, so sollen! ime die andern teile wider den oder die beraten oder beholffen sin, und sähen! die sibene bekennen, wie man dem angesprochenen teile darzü hellffen solle one alle geverde und umbe das, das die Strassen uff lande und uff wasser dester bas gefridet werden mögen!, so sol iegliches teil under den vorgen. drigen 35 teilen mit sime kosten.und schaden usrihten und haben zehen glefen, ie die glefe mit zweien pferden und zehen einspennige gewoffente knelite ieglichen mit eime pferde und das der gewoffente kneht habe mit namen: sine pantzer, ein ysin hi’it und ein spiesz in der haut oder sin armbrost. und sollen! iedes feiles glefen ein hobetman haben und sollen! die drie hobetläte dem vorgenanten herren, dem lantvögte, dem jo houbetmanne, so er selber uf dem velde gegenwertig ist, gehorsam sin, wanne er ein gemeine hobetman sol sin des volckes diser eynigunge. und sol derselbe houbetman und volg stehende sin noch bösen, argwenigen, äbeltetigen luten, die mit nemen, röbe, morde, brande, gefengnisse, unrehtem widersagende oder andern bösen wercken den 578 1395 stücken gliche ieman schedigent an libe oder an güte, so verre das sü soliche getat nit verantwurten möhtent mit eime gemeinen gelicheme rehten und darumbe sü niht gemeines glichen rehten sich erbietent, zu gebende und zu nemcnde und des gehorsam zu sinde vor den sibenen. und wo in solche lüte fürkement oder sü wüstent oder befündent, do der vorgen. grafe Emiche der houbetman nit bi in uf 5 dem velde were, die sullent sü bi iren eiden vohen, anegriffen, uf enthalten und die zii stunde antwurten in die neheste stat, die zu diser eynunge gehöret, in der sibener namen . . dem öbersten meister, der denne zu der zit in der stat ist. und sol ouch der stettemeister . . dieselben in der gefengnisse also enthalten untze uffe der sibener sprachen, und was in denne . . die sibene heiszent fürbasser antworten 10 oder damitte tun, das sol denne der stettemeister, dar er danne geantwortet ist, unverzogenliche halten, tun und vollefüren. und sol ouch kein stettemeister noch nieman solichen gefangen anders deheine zil oder tag geben, ane der sibender geheisze und wille. wer aber, daz der vorgen. grave Emiche der houbetman selber bi dem obgenanten volgke uffe dem velde were und ieman gefangen is wurde, den sol der vorgen. houbetman in sinen gewalt furen und in halten untze uf der sibener sprechen, und was die sibene erkennent, das man dem oder den gefangenen tun oder man von ynen rillten sölle, das sol der vorgen. houbetman ynen unverzogenlichen heissen dün und von ynen dun rillten, als es die sibene denne erkant habent. und ouch den gefangenen dehein zil geben ane der sibener urlop und 20 erkennen, wände ouch die sibene förderliche söllent erkennen und tun von ynen rihten nach dem rehten und nach der getat, also sie danne begangen hant mit den egenanten bösen stücken nach gelegenbeit der Sachen mit einre solichen büszen und beszerungen, also sie denne nach deine rehten verschuldet hant nach erkentnisze der vorgen. sibener oder des merrenteiles under in. und sol man ouch die von banden 25 nit lassen one aller der vorgen. teile, es süllent ouch aller derselben teile stette und vestin demselben volcke und ouch allen andern, die zu den teilen gehörent, von aller der Sachen wegen, die zu diser gemeinen eynigungen treffent, offen sin, darinne und darusz zu behelffende und in selber das beste zu tönde zu iren nöten der gemeinen eynigungen one alle geverde. dieselbe vorgen. teile sullent ouch bestellen und besorgen, 30 das man in allen stetten diser einigungen den vorgen. glefen und diener, iren pferden und in selber koste geben sol umbe bescheiden zitlich gelt ungeverliche, in welhes teiles gebiete oder gerihte ouch ieman kerne, der ein schedelich, übeltetig man were und den andern teilen oder ir eime oder den iren schaden geton bette in den ziten diser eynigungen und dasselbe teil oder der rat desselben teiles erkante uf iren eit, 35 das er ein schedelich man were und sie wider reht geschediget bette, do sol das teil, dahin er körnen ist, in angriffen und in büssen und bessern nach dem rehten glicher wise, als obe demselben teile dasselbe unreht geschehen were. wo ouch dieselben teile findent, daz ieman, wer der were, der under ir deheines teiles gebiete seszhafft were, ein frömede volg oder krieg in der teile deheines brehte unhervolget sinre 40 Sachen, den sol das teile, under dem er denne seszhaftig ist, herteklich und vestek- lichen straffen, durch das sich sin andere lüte dester e erlaszent zu glicher wise, als obe es denne die sibene oder der merreteile under in erkennent ouch ane geverde. 1395 579 were ouch, das ieman diser teile der eynigungen empfände, das ein frömede volg in dis lant züge oder ziehen wolte, daz sol es zu stunt unverzögenlichen dem süben- den manne verkünden, und sol denne der sibende man zu stunde, so es ime verkündet wurt oder, obe er es von ime selber empfände, den houbetman und die andern sehsse 5 sine gesellen besenden und schicken an eine stat der vorgen. stette, wo in das alles gelegenlicheste beduncket. und süllent ouch die sehsse fürderliche aldar körnen und zu rate werden, was man darzü tun oder sich dagegen stellen sölle. und was die sibene denne also Überkomment, daz sollent die vorgen. drü teile tun und vollefuren ane alle geverde. es ensol dehein teil under den vorgen. teilen ieman trösten in sine io stette, vestin oder slosze wider dise eynigunge und er neme denne dise eynigunge usz. würbe ouch ieman in dise einigunge, do die vorgen. sibene oder der merrenteile under in beduhte, das er diser einigungen nit gefüglich were, den sol man nit darin nemen noch emphohen, und sol ime ouch dise einigunge niht beholffen noch beschirmende sin in deheinen weg ungeverliche. were es ouch, das dehein angriffe, der den 15 ohgen. zilen diser eynungen den egen, teilen oder ir deheinen under in beschehe, do süllent ie die nehesten zu ziehen fürderlichen unde mit ebne geschreige naehvolgende sin und das weren und darzü beholffen sin getruwelichen nach irem besten vermügende darzü ze tünde glicher wise, als obe in die geschieht und schade selber geschehen were ungeverlichen. und mögent ouch die sibene die vorgen. summe glefen wol 20 merren, so es sie notdürftig beduncket sin ane geverde. ouch sollent alle herren und stette, die in diser eynigungen sint, oder noch darin komment, von keinre sache wegen, davon krieg uferstanden were in diser einigungen, dehein tegedinge, friden, süne, rihtunge oder Ursache nit ufnemen ane der egen, teile aller willen und gehelle ane geverde. wir wellent ouch und setzent, das man kein closter, noch kirchhöve 25 niht röben, stürmen oder stören sol in deheinre hande weg in diser einigungen, es werent denne soliehe clostere oder kirchhöve, darus oder darin dise einigunge gesche- diget were worden oder würde ungeverlichen. were es ouch, das ieman, der zü diser eynungen gehöret an dem dienste, so er zü diser eynigungen tün sol, sumig were, also das er sine lüte mit den glefen, gewoffenten knehten oder den pferden, so darzü 30 gehorent, niht bereitet noch wol uszgerüstet bette uf die zit, also ime von dem houbetmanne diser eynigungen, der denne zü ziten ist, verkündet were, was bresten danne ieman also bette, sin sie lützel oder vil, den sol derselbe houbetman den vorgen. sibenen des nehesten, so sie zusamene komment, forderlich verkünden und sagen, und süllent denne der oder die, an den der breste gewesen ist, für iedie glefe alle 55 tage der gemeinen einigungen zwene güldin geben und für jeden einspennigen einen güldin ouch geben, und süllent das gelt die vorgen. sibene bi iren eiden niemanne varen laszen. und sol ouch iedas teil sin gelt, das es geben sol, geben und bezalen in dem nehesten manotte darnoch ane vertzog. so es an unserm teile eins von dem sibenden manne gevordert wurt, were es ouch, obe dehein herre oder stat oder wer die werent, « die zü diser einigunge gehorent, zü diser zit, so sie zü der eynigungen dienen süllent, semmeliche lüte mit glefen darzü schicketent, die dem houbetmanne und den sibenen diser eynigungen niht gesellichen werent, die mögent der houbetman oder die sibene wider heim senden und andere heiszen an der stat schicken in den nehesten achte tagen darnach, die da gut redelich und reisig sint zu ritende ane geverde oder die lute mit den glefen und die reisigen knehte, die in niht gefelliche werent, also davor stat, bi ime beheben nutze andere, die man danne an ire stat dar sendende wart, Komment, were es ouch, das ieman widerseite, offene vigentschaft oder kriege in dise eynunge braht bette, was Sachen oder schaden vormals davon uferstanden und gewähren were, darzu sol dise eynigunge niht beholffen sin, sü tete es denne gerne, weite man aber denselben fiirbas kriegen, über das er sich rehtes erbütte und gehorsam wolle sin vor den sibenen diser einigungen, so sol man ime uf den eit von diser eynigungen wegen beholffen sin umbe alles das, was ime darnach beschehe und widerfure. ouch sol dise eynigunge ein gemeine ingesigel haben und sol ouch das der sibende man alle wege bi ime behalten, und sol ouch dise eynigunge ein gemeinen geswornen schriber haben, der domit nit besigeln sol, denne mit des sibenden mannes wissende und willen, und sol ouch nieman ein fürgebot geben one des sibenden mannes geheisze, wissende und wille. es ist ouch beret, were es, davor got sie, das der vorgen. herre, herre Wilhelm bischof zii Strasburg in disen zilen abeginge, das got lange wende, oder von dem bistüme kerne und zu ebne andern bi st i> me keine oder in weihen weg das beschehe, so sollen! doch wir die andern zwei teil mit namen: die stat Strasburg und die riches stelle dise einigunge die vorgen. zile uszhalten und vollefuren in der maszen, also dirre einigunge brief wiset und seit one alle geverde. in allen disen stucken sol usgenomen und behalten sin aller vorgeschriben herren, stellen und andern, die in diser einigungen sint oder harnoch darin koment, und ir iegelichem besonder, alle ire friheite, gerillte, rehte und gewonheit, also sü die bitze har braht und gehebet hant, und also das von alter her körnen ist. in diser eynigungen nement wir alle gemeinliche usz . . den vorgen. unsern herren . . den römischen künig und das heilige riebe, so nement wir die von Strasburg harinne usz . . den durchluchtigen, hoherbornen fürsten und herren, herren Lupoiden hertzogen von Osterrich etc., also wir zu deine verbunden sint, die wile die selbe büntnisse weret, und unsere guten fründe die stat und bürgere zii Sarburg von der früntschaft wegen, die wir mit in haben!, die wile dieselbe früntschaft weret. ouch nement wir . . die von Strasburg harinne usz . . den edeln herren, herren Bernharte marggraven zu Baden von der früntschaft und ursagendes wegen, so wir mit ime haben!, und die ursagen, die wir haben! mit hern Heinrich Kennnerer und Gerhart Schöbe also mit der bescheidenheit, were es, das es not beschehe, das die vorgen. sibene erkantent, das wir . . die von Strasburg die ursagen absagen sollen!, das sollen! wir unvorzogenliche tun ane geverde. so nement wir . . die von Hagenowe harinne usz . . die edeln herren Simonde genant Wecker und jungher Friderich sinen bruder graven von Zweinbrücken und herren zu Büsche, diewile dieselbe früntschaft weret, und nit lenger. alle vorgeschriben dinge und ir jegliches besunder haben! wir . . die vorgen. drü teil für uns umL'alle unsere nachkomen gelobet und lipliche zu den heiligen gesworn, getrmvelich, stete, veste und unverbrochenlich zu haltende, zu habende und zii vollefurende in alle die wise, also da vorgeschriben stat. und darzä wenne unsere rete in deiustetten abegant, das denne die alten abegonden rete . . den nmven anegonden reten dise eynigunge in iren eit geben und emphelhen sullent zu haltende, zu habende und zu vollefurende 1395 584 in alle die wise, also diser einigungen brief stat alle argeliste und geverde harinne uszgeslossen. und zu eime waren urkunde aller vorgeschriben dinge so hau wir der vorgen. bischof Wilhelm, wir grave Emiche von Lyningen lantvögt und wir . . die vorgen. stette unsere ingesigele an disen brief getan hencken. der geben wart an 5 der nehesten mittewochen vor sante Gallentage . . des jares, do man zalte von gottes gebürte drützehen hundert jare nüntzig und fünf jare. und sint dirre briefe drige geliche, der eine bi dem bischofe von Strasburg, der ander bi dem riebe und der dritte bi der stat zu Strasburg verüben schient. 1395 October 13. Str. St. A. G. U, P. lad. 18/49 u. or. mb. 70 cm. lang 50 cm. breit mit 13 hangenden Siegeln. io — ibid. cop. ch. coaev. Qedr. Als. dip. II, 295. Erwähnt D. 1t. A. II, 173 Z. 15. vgl d. Notiz dazu. Auszug Rapp ürkb. II, 344. Reg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1655 15 990. Jeratheus von Ratzenhusen vom Steine, der zum «Siebenten Mann» der am 13 October 1395 abgeschlossenen elsässischen [Landfriedens-] Einigung erwählt worden ist, erklärt, dies Amt treu und unparteilich führen zu wollen und seine Burgen und Schlösser allen Angehörigen des Bundes offen sein zu lassen. Schaden und Unkosten, die ihm im Kriege und Dienste des Bundes erwachsen, will er nicht im einzelnen M vergütet haben, sondern gegen einen, in Vierteljahrsraten zu zahlenden Jahrsgehalt von 309 Gulden selbst tragen. Alle Beteiligten siegeln: Jeratheus von Ratzenhusen. Bischof Wilhelm, Landvogt Emicho von Leiningen, Strassburg und die elsässischen Reichsstädte. / 1395 um October 13.] Str. St. A. G. U. P. lad. 48(49 fase. 8. cop. coaev 3b 991. König Wenzel erklärt sich einverstanden mit der am 13 October geschlossenen elsässischen Landfriedenseinigung sowie der Einsetzung des Siebenerausschusses. [1395 nach dein 13 October.] Wir Wentzelaus etc. tönt kunt etc. alse der erwürdige Wilhelm von gots gnaden bischof zu Strazburg, der edele grave Emiche von Lyningen unser lantvögt und des so richs stette im Elsasz und die stat von Strazburg unser lieben getruwen umb solichen nutz und notdurft des landes und der lüte do selbes allem gewalt und unreht zu widerstände und unser und des richs wegen, und daz sü auch uns und dein riclie deste bas gedienen und gehellten mügent, understanden hant zu werende. dar umbe so habent wir in eine einmütikeit gegünnet, gunnent und erloubent in die mit craft 36 dis briefes fünff jare aneinander, also daz ein brief wiset, den sü dar über gemacht hant, ! usz unwiderrufelichen. und wellent unde gebietent in ouch, daz sü dieselbe einmütikeit getruwelich und vesteclich die egenanten fünf jar us haltent und einander Vgl. oben den Vertrag com 13 October. \ i 1395 October 20. oder 21. 582 getruwelich beraten und beholffen sien süllent one argelist und geverde. und alse ouch si'i suben über ir einmutikeit gekosen und gesatzt baut, obe ieman zu in sprechen wolte oder sü zu ieman sprechen woltent, daz man es vor den süben ustragen sol und daz es öch do bi hübe, so wellent wir, das sü weder vor unser hoferichte noch anders wohin nit geladen, bekümbert noch geheischen süllent werden die obgenanten zil us. s wer es aber, das sü oder deheine besonder, die in der einmutikeit sint, vor unser liofe- gerihte oder anderswohin in disen vorgeschriben fünf jaren geladen, bekümbert oder geheischen würdent, daran süllent sü sich nit keren, und sol in ouch kein schade sin noch bringen, besonder sü süllent bi unsern gnaden hüben, die wir in getan haut, alse vorgeschriben stat. darzu so beleihen wir dem obgenanten graven Emiche und eime io ieglichen, der danne zu ziten houptman dirre egenanten einungen ist, daz sü dez riches venlin furen mügent und süllent, alse dicke sü truwent, daz es notdürftig nutze und gut sy. urkunde dis briefes etc. [. Datierung fehlt .] Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 c. fas 8 cop. ch. coaev. Erwähnt B. B. A. II, 173. 15 992. Markgraf Bernhard von Baden an Meister und Rat von Strassburg : bescheidet ihnen und dem «gleissenden Wolf» einen tag nach Baden auf nächsten mitwoch oder donnerstag. datum Baden ipsa die beati Galli confessorii. Baden [1393} October 16 Str. St. A. AA. 84. or. ch. Beg. d. Markgr. v. B. nr. 1657. 20 993. Beschwerden der Stadt Strassburg gegen Bruno von Rappoltstein: 1) wegen Gefangennahme eines Bürgers namens Unfried. — 2) weil einer Frau, genannt But- tererin, zu Gemar 4 Tonnen Hering genommen sind. — 3) wegen Gefangennahme Schätzung und arge Behandlung eines Strassburger Bürgers, des Grempers Wetze bei Bergheim . . . und ist unserer stette und unserem burger das geschehen, in dem 25 als wir meinen!, güten friden mit herr Brunen zu haben, und begerent darumbe, das uns und unseren bürgeren gekeret werde und der fridbruch verbessert. [1393 vor October 20.] Cölm. Bes. A. Ann. Bapp. E 1039 fol. 159 Transscription des 17. Jahrh. Gedr. Bapp. Urkb. II nr. 442. 30 994. Vergleich zwischen Straßburg und Bruno von Rappoltstein, vermittelt und verkündet durch Herzog Leopold von Oesterreich. Breisach 1395 October 20. Wir Lüpolt von gots genaden hertzog zu Oesterrich, ze Styr, ze Kernden und ze Krain, graf ze Tyrol etc. tunt kunt umb die stözz und spenne, die da waren zwischen dem edeln, unserm lieben getruwen Brunen von Rappoltzstein einhalben und den 3 s erbern wisen unsern besonder lieben . . dem meister und dem rat der stat ze Strasburg anderhalben und derselben stözz sy ze peider sit uf uns körnen sind, sie der ze entscheiden und darumb uszesprechen zu dem rehten nach ervolgung sechs unserr 1395 583 rete, die beyden teilen gemein weren und die wir zu uns nemen solten nach laute und sag der anlass briet, die von in ze beider sit darumb gegeben sind, und wan wir uns der sach angenomen und darumb beyden teilen vormals menigen tag bescheiden haben, daruf aber die sach nicht mocht geendet werden, haben wir den 5 egenanten beyden teilen von der vorgenanten sach wegen einen endtag her für uns bescheiden und verkündet, als wir gegenwürticlich yetzund hie sein, in solcher mass, das wir der sach wollen hie ein ende machen und darumb aussprechen, als sy der mit iren anlass brieten uf uns körnen weren und welcher teil nicht kerne oder seinen anwalt her schicket, so wollen wir dennoch einen weg als den andern aus- io sprechen und der sach ende machen an alles vertzihen und underlas. nu haben! die egenanten von Strasburg den gegenwärtigen tag redlich gesucht und der von Rapoltz- stein ist nicht körnen noch jemand von seinen wegen, als in doch der tag bescheiden ist. haben wir angesehen und betrachtet, das wir die sach mit dheinen glymphen nicht lenger vertzihen mochten, nach dem als wir uns des mit unsern testen brieten i 5 gen den egenanten bedenteilen verschieben und verfangen betten und haben nach ervolgung der nachgeschriben sehs unserr rete, das ist . . der von Torberg, . . der von Winsperg unser lantvogt, Walther von der Hohenklingen . . der probest von Lutembach, Heinrich der Gessler und Burgkart der münich von Landeskron, die wir zu uns salzten umb die vorgenante sach ausgesprochen, und sprechen auch zu dem 20 rechten nach beyder teil fürgab und widerred als hernach geschriben stat : Des ersten, als die von Strasburg dem von Rapoltzstein ze sprechen umb vier lausen! güldin, darumb Rapoltzwilre ir pfand sein sülle, und umb die zwei hundert guldin geltes, die in von den nützen ze Rapoltzwiler jerlich sollen gefallen, beide nach lute irer briet, darüber aber der von Rapoltzstein hat geantwortet, wie die von äs Strasburg . . dem künig die stat Rapoltzwilre in gegeben wollen haben und wie sy im nicht rechnung wollen stat tun und wie sy vür Rapoltzwilre gerant haben und wollen das ingenomen haben, und sprächet, das sich euch in der zit die selbe stat von in abe gelediget haben, item und das ouch die von Strasburg in des küniges acht und aberacht weren. auch sin die von Strasburg noch ir anwalt bey dem testen tage 30 nicht gewesen, davon sey er in nicht gebunden ze antworten über die vorgenanten stücke: sprechen wir: das der von Rapoltzstein den von Strasburg umb die egenanten vir lausen! guldin und umb die zweyhundert güldin geltes und umb ander verbriefete schuld genüg tun sol nach laut und sag der brief, die die von Strasburg von im darumbe haben!, und wenn das geschiht, hat denn der von Rapoltzstein oder 35 yemand von sinen wegen den von Strasburg ichte bezalet oder geben an den selben schulden und brieten oder das in sust abgenomen were, als recht ist, das er küntlich machet mit brieten oder mit erbern tüten, als recht ist, zwüschent hinnan und sand Jorgen tag dem nehst künftigen, das sol im an der vorgenanten schuld und brieten abegon und abgezogen werden, denne als sich Heintzman von Mülnheim, der von 40 Strasburg mitburger, beklagt von des satzes wegen Gemer, darüber des von Rapoltzstein antworte was: der von Mülnheim hab in demselben geslosze lüte wider in gehalten uf sinen schaden, des im aber der Mülheim nicht anhelig ist. sprechen wir: das der von Rapoltzstein demselben von Mülheim auch gnüg tun sol nach sag VI. 74 584 1395 1396 April S3. und laut der brief, die er von im hat umb den egenanten satz Gemer oder umb ander verbriefte schuld, und wenn das geschiht, hat denn der von Rapoltzstein oder yemand von sinen wegen dem von Mülheim ichtes bezalt oder geben an denselben schulden und brieten, oder das im sust abgenomen wer, als recht ist, das er küntlich machet mit brieten oder mit erbern luten, ouch als recht ist zwüschent hinnan und s sant Jorgen tag dem nebst künftigen, das sol im ouch abgeen. also sich denn der von Rapoltzstein beklagt, wie die von Strasburg in einem guten frid und süne nach sinem lib und güte gestehet haben, die wile er ynner landes nicht gewesen sey, des er umbe virtzigtausent giildin schaden genomen hab. da engegen aber die von Strasburg antwurtetent, sie haben im nicht fürgehalten und der von Rapoltzstein hab an io in ubervaren und sy zu groszem koste und schaden bracht, sprechen wir: sind wir von beiden teilen umb die sacb nicht ander kuntschaft verneinen haben, denn rede und wörter, das denn die sacb ze beidersit gentzlich verriebet und absein sol. denn als sich die von Strasburg aber beklagen! von einer irer mitburgerin wegen umb vier tunnen bering 1 und von eins andern irs mitburgers wegen umbe siben- l5 undzwentzig styer, das alles der egenant von Rapoltzstein sol genomen haben, und darzü, wie ouch ander ire kouflüte und burger anegriffen sin aus seinen geslossen, und darüber aber des von Rapoltzstein antwurt was: die vier tunn bering weren von Zolles wegen verfüret, den man davon nicht gegeben hett. denn die stier hab er einem von Mümpelgarten genomen und dem die ouch vergolten, und hab die keinem der s» iren nicht genomen. als denn die iren süllen usz sinen gesloszen angegriffen sin, darumb sy im nicht kunt. sprechen wir: sind die vorgenanten vier tunne bering rehtlich verfuret und an einer stat, do der von Rapoltstein von rechtes wegen zölle nemen sol, das sich daz erfindet, so sol er nichtes darumb gebunden sin, weren sy aber nicht also verfuret, so sol er sy wüderkeren. denn umb die stier, sind die nicht 25 eines von Strazburg gewesen, so sol der von Rapoltstein darumb nichtes gebunden sin ze tun. aber von der angrilf wegen, die da süllen beschehen sin von sinen gesloszen, das an sin wiszen sol beschehen sin, als er sprächet, dar an süllen sich die von Strasburg benagen lassen, das die von Strasburg das noch aber klagent, wie sy den von Rapoltstein ze burger aufgenomen habe und (er) in gelobt hab iren frumen so zü werben und iren schaden zu wenden, als si des sin brief haben, das er alles an in überfaren hab, des si zü schaden körnen sin umbe hundert tausent guldin. da engegen sin antwurt was: er löigent nicht, er wer ir burger worden, si betten aber in der zit nach sinem lib und gut gestehet, das im ouch wol müglich wer ze tun, was er in Übels zugezihen möchte, derzü so wer ouch begriffen in der fürsten und ss stette berichtung, das alle ussburger abe sin sollen, darzü so sey ouch die sach verrichtet, als . . der künig am lesten ein richtung getan hab. sprechen wir: sey die selb sach vormalen also berichtet von dem künig oder von sinen wegen, das es denn noch ze beider sit bey derselben richtunge blibe. darnach was aber des von Rapoltstein klage: wie er von dem römschen künig einen zol zu leben hat, der m 1 Vgl. oben nr. 993. 1395 585 jerlich geben sülle bi fünf hundert pfunt geltes Strasburger pfennig, und des sie in entweret haben dritzehen jare, das nach den jaren ein michel summ geltz bringe, da engegen der von Strasburg entwurte was: der von Rapoltstein bet sy des zolles mit gutem willen erlaszen und uberhebet, sprechen wir: sey das der von Rapoltstein 5 den von Strasburg nicht gehele, das er sie des selben zolles williklich erlassen hab, das denn die von Strasburg dem von Rapoltstein widerkeren die zoll, die sy und die iren verfüret haben nach erfindung, es sy denne, das sie brief und urkund haben, das sy der züll nicht geben und der überhaben sein süllent, des süllen sie genieszen. als darnach aber die von Strasburg klagten: wie in der von Rapoltstein ir knechte io unentsaget gevangen habe, die er billich von richtung wegen solt lidig gelassen haben, und des si zu grossen schaden und smech körnen sin, da engegen des von Rapoltstein antwurt was: dieselben knechte hietten im nach gestehet und geylet, doch so hiett er sy nach der berichtung ledig gelaszen. sprechen wir: hab der von Rapoltstein dieselben also ledig gelassen, das es denn bi derselben berichtung hübe, darnach was is aber des von Rapoltstein klage: wie die von Strasburg auf sin eigin gut ir greben und mawr gesetzt haben und in zweier hole ze Strasburg entweret haben, darzü sein sy im uf sin gut geraut und haben im die seinen übelhandelt, über das alles haben sy iren mytburgern verholten, das si im nicht tag geben sollen! umbe die schuld, so er in schuldig were, das die von Strasburg aber verantwurtent: sy haben das 20 pa\v getan bey tag und nicht bey der nacht und zu den ziten, do er ir burger und gemeiner gewesen sey, und hab ouch das vor nie gemeldet, denn umb die höfe da haben die gelter, den einen für ir geltschuld in ir gewalt bracht vor des bischofs von Strasburg gerillt und das gee si nichts an, denn den andern hof hab ainer irer mitburger in ne, und dem müge er wol mit dem darumb zu sprechen, als recht sy, äs und daz gee sy auch nichtes an. darnach als man im sol haben uf sin gut geraut und . . Pfortzheim, der da wart geslagen, die selb Sachen sind beide vorberihtet. als si denn den iren süllen verholten haben, das man im nicht tag gebe umb sein geltschuld, so er schuldig were, des sin sy unschuldig, wol haben ir burger ir geltschuld nach gevaren nach irer brief sag. sprechen wir aber: seid der von Rapoltstein 30 das pavv der greben und der mawr nicht zu der zit gemeldet und versprochen hat, die wile er ir burger gewesen ist, so sein im die von Strasburg darumb umb nichts gebunden, denn umb den hof, den die gelter für ir geltschuld mit dem rehten in ir gewalt bracht haben!, ist dem also, die süllen des auch gemessen, aber umbe den andern hof wil der von Rapolstein oder yemand von sinen wegen darumb das recht 35 suchen, so süllen im die von Strasburg ein unvertzogens recht schaffen und wider- varen lassen von dem, der den hof inne het und besitzet, aber als man im uf sine guter sol gern nt und die sinen übel gehandelt haben und ouch von Pfortzheim wegen, der da geslagen wart, sind dieselben sach vormals vortaydinget worden, so sol es noch bey demselben teidingen und berichtung hüben, darnach, als die von Strasburg 40 süllent den iren verholten haben, dem von Rapoltstein nicht tag zegeben von siner gelt schuld wegen, des si sich aber entschuldigen, derselben enschuldigung sol sich der von Rapoltstein von den egenanten von Strasburg benügen laszen. über die vorgeschritten stücke alle so sprechen wir aber: das der egenante von Rapoltstein 586 1395 und die sinen und die vorgenanten von Strassburg und die iren von der vorgenanten sach wegen ainer dem andern volfüre unverzogenlich und stete halte, waz wir zwischen in gesprochen haben, und das sy gentzlich darumb miteinander bericht und besticht sein sollen getriiwlich und an alles geverde. und des zu urkund haben wir des gegenwärtigen unsers Spruchs zwein glich spruchbrief geschaltet yetwiderm teil einen, obe er des begeret. der geben ist zu Brisach an mittenwochen nach sand Gallen tag nach Crists gepurt drewzehenhundert jare darnach in dem fünf und newnt- zigisten jare. Str. St. A. Abt. IV, 73. cop. ch. coaev. mit nicht gleichmäßig durchgeführter Umschreibung in die Straßburger Mundart. Gedr. Rapp. Urkb. II nr. 443 pg. 349— 53 nach dem or. mb. in Paris. 995 . Meister und Rat von Strassburg an den Erzbischof Friedrich von Cöln berichten genau von ihren Beschwerden gegen Bruno von Rapoltstein. [1395 nach October 20.] Str. St. A. AA. 112 n. 3. Fragm. eines Concept. Gedr. Rapp. Urkb. II nr. 445. 996 . Wilhelm und Albrecht Herzoge von Oesterreich an Straßburg: antworten, daß sie sich bei Jobst von Mähren und andern böhmischen Herren wegen Freilassung der Straßburger Gesandtschaft schriftlich bemüht haben. Wien 1395 October 21. Wir Wilhelm und Albreht gevettern von gots gnaden herezogen ze Österreich, ze Steyr, ze Kernden und ze Krain, grafen ze Tyrol etc. embieten den erbern wisen, ünsern sunderlieben dem meister und dem rat ze Strasburg ünsern grüs und alles gut. als ir uns yetzund verschriben habt, wie die von Swanberg ettlich üwer hotten, die ir zu ünserm herren und dem römischen künig gesandt habt, ufgehalten, gevangen und daz ir genomen haben und bittet uns, daz wir darumb schriben weiten ünserm öheim hertzog Johannsen von Görlitz, das haben wir wol vernomen und lassen üch wissen, das wir darumb demselben ünserm öheim nit geschriben haben, wan es sich umb sine gewelte ettwas verkert hat. wir haben aber darumb ernstlich geschriben ünserm lieben öheim marggrafen Josten von Merhern und den edeln Hainreichen von Rosenberg, Hainreichen vom Nüwenhaus und andern lantherren zu Behem und auch den von Swanberg selber und si flizziklich gebeten, daz dieselben gevangen ledig gelassen und in widerkert werde, was si üns darüber ze antwurte gebend, das wellen wir ew denn wissen lassen. geben ze Wienn under ünsern petschaften an donrs- tag der einleftusend megdetag etc. nonagesimo quinto. Str. St. A. AA. 113. or. ch. I. cl. 997 . Schultheiss, Unterschultheiss und mehrere Bürger von Zabern bekennen sich vor dem Hofrichter in Strassburg und im Aufträge Bischof Wilhelms zu einer Schuld von 1000 Gulden, welche noch herrührt von einer durch Bischof Friedrich bei der Stadt Strassburg erhobenen Anleihe von 10000 Gulden und bestimmen Nä- 5 10 15 20 25 30 35 1395 587 heres über den Modus der Rückzahlung, welche Johann Dütschman namens der Stadt an bestimmten Terminen entgegennehmen soll. actum Vll kal. novembris anno domini 1395. i^05 October 2«. Str. St. A. AA. 1419. or. mb. c. 4 sig. pend. quor. 1. delaps. 5 991k Meister und Rat von Strassburg setzen dem Herzog [Philipp dem Kühnen] von Burgund Anlass und Verlauf ihres Streites mit Bruno von Rappoltstein auseinander. datum Argentine vigilia festi beatorum Symonis et Jude apostolorum. Strassburg [1303] October 27. Str. St. A. G. U. P. lad. 22 nr. 4. lat. or. mb. lit. cl. io Gedr. Rappolt. Urkb. II Nachträge nr. 774. 999. Die Stadt Heilbronn an Strassburg: teilt auf Anfrage mit . . . do die swebschen stett kriegten mit der Wilhelmer, mit der Gerien und ouch mit der lowen geselleschaften, das ir und die andern rinschen stett do den swebischen stetten lullen hundert mit gleven, und die lagen etwie lange ze Rotemburg an der Tuber, so lagen 15 sie ouch etwie lange by uns ze Heilprün. ob do ze male die üwern den glissenden wolff schedgeten oder nit, des wissen wir nit eigenlich. datum feria sexta ante omnium sanctorum. [1305 October 20.] Str. St. A. AA. 84 u. 42 lit. ch. cl. 1000. Die Stadt Wimpfen an Strassburg: teilt auf Anfrage «von des gleissenden 20 Wolfes wegen» mit . . daz wir nit enwissen zü sagen, ob der schade grosz oder klein gewesen sy, den er da genomen hat, als er meint, do ward auch dez mals der ritte nit by uns angeleit, dann daz wir wol wissent, daz der rinischen stett diener dez mals auch daby warent. auch hat er uns von dez selben schaden wegen vor ziten auch zü rede gesetzet. darumb hat uns unser herre von Mentze mit im gerillt und 25 vereint von der sache und andrer sache wegen, nit anders können wir iuch darumb wissen lassen. datum in vigilia omnium sanctorum anno 95. 1305 October 31. Str. St. A. AA. 84 u. 45 lit. ch. cl. 1001. Markgraf Johann von Brandenburg an Herzog Leopold von Oesterreich: antwortet auf dessen Schreiben und verspricht nach Kräften für die Freilassung der 30 gefangenen Strassburger Gesandtschaft zu wirken. geben czu Präge des donrestages nach allerheiligentage. Prag 1305 November 1. Str. St. A. AA. 113 nr. 10. or. ch. I. cl. 1002. Heinrich von Rosenberg an Herzog Wilhelm und Albrecht von Oesterreich wegen der Gefangennahme der Strassburger Gesandten: bat ihren Brief erhalten und so will, sobald er mit den von Swanberg zusammentrifft, . . . mit in und andern lantherren ernstlich und vleissig reden von der von Strasburg wegen.geben ze Chrümpnaw am eritag vor sant Merteins tag anno 1395. Str. St. A. AA. 113 nr. 8. or. ch. I. cl. 1305 November O. 588 1395 Novbr. 17. Novbr. //. 1003. Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg: soll heut über acht Tage mit Ludwig von Lichtenberg einen Tag leisten über allerlei Sachen, besonders aber von Obreht Kesen wegen, der sein und ihr Bürger ist. Er sei Straszburger Bürger geworden mit Wissen und Willen Heinrichs von Lichtemberg und Bernhard erbittet hierüber Auskunft durch den diesen Brief überbringenden Caplan. Sie sollen auch s Hansen von Wickerszhein und Hans Lymer, der damals Ammeister war, und den jungen Wilhelm und Huglin Süsen, die alle darum wissen sollen, fragen. datum Baden feria quarta ante Martini episcopi. Baden 1395 November 10. Str. St. A. AA. 84 cop. ch. coaev. Heg. d Markg. v. Bad. nr. 1657. 1( 1004. .lohans Sturm von Sturmeck der Meister und der Rat von Strassburg an Markgraf Bernhard: teilen auf Anfrage mit, . . . daz wir durch dez edeln herren, hern Heinrichs seligen von Liechtenberg und der edeln fröwen der von Veldentze siner elichen fröwen ernstlicher bete willen denselben Obrecht Kesen zu burger nament und enpfiengent und das wir in erliessent in unser stat sesshaft zu sind und das is wir das nit. getan bettend, dann das sie uns ernstlich darumb batend. datum crastino Martini episcopi anno 1395. 1395 November 12. Str. St. A. AA. 84 cop. ch. coaev. Beg. d. Markg. v. Bad. nr. 1658. 1005. Bischof Wilhelm verpflichtet sich gegen die titadt Straßburg, nicht länger 20 als die nächsten zwei Jahre von ihren Bürgern Zoll zu nehmen. 1395 November 12. Wir Wilhelm von gotz gnaden erwelter und bestetigeter byschoff zu Strazburg kündent mengelichem mit disem briefe, alse wir uns gegen den erbern wisen, unsern lieben getruwen meister, rate und bürgern gemeinliche der stat zü Strazburg verbunden habent mit des capittels unserre stifte wille, das wir von der stat von Strazburg, 2 s iren bürgern noch den iren keinen nuwen zol nemmen noch heischen söllent. und aber dieselben meister und rat uns gegünnet hant von der eyrmngen wegen, das wir der deste bas gnüg getun mügent von den iren dise zwey jare, die da anvingent zü sant Martins dage nehste vergangen pfunt zol zü nemende von dem, das sie in unsern stellen, mercketen oder gerillten köffent oder verköffent und nit anders one 30 geverde, doch uzgescheiden irre gewehsde und gülte, davon sie mit nammen nützit geben süllent, do ist ze wissende, das wir uns vür uns und unsere nächkommen versprechen! mit disem briefe, denselben zol nit lenger noch vürbasser zü nemmende noch zü vordernde noch schaffen geton werden denne von demselben vergangen sant Martins dage über zwey jare one alle Widerrede, und zü einem Urkunde so hant wir 35 byschoff Wilhelm unser ingesigel an disen brieff getan hencken. dis geschach und wart dirre brief gegeben an dem liebsten fritdage nach sant Martins dage des heiligen 1395 589 byschofes in dem jare da man zalte von gotz gebürte drützehenhundert jare nüntzig und fünff jare. Str. St. A. AA. 1418. or. mb. lit. pat. c. sig. pend. Meines rotes Siegel i. BlechJcapsel. [In verso]-. Alse dem byschofe erlftbet ist zölle zft nemmende. 5 1006 . Heinrich von Millnheim nach seiner Entlassung aus der Gefangenschaft auf Schwanberg an seine Mutter Gertrud Zorn. [1395 Anfang November.] Liebe muter. ich gruze dich und beneditt und laz euch wizzen, daz ich gesunt und frisch pin und wozt auch gern, waz ir teten und die Kinder und waz zu ünz gehöret und daz ich ledig pin und daz mich herr Wursiboy auz verpurget hat für w tausent guldin, der ich sol[ich] geben 600 guldin auf sant Gallen und 400 stillen stan ociobe,- u, an her Busschko von Swanberg und an herrn Worziboi. waz mich die heizent, daz sol ich geben zu weichnächten, liebe muter. wizzent auch, daz ich forderlich will reiten zu unserm herrn dem künig und wil werben daz best von meiner gesellen wegen und von meinen wegen, da von seint gemelich und frölich, wann ich auch 15 zumal fro pin, daz ich auz der vanehnicz pin. grüz mir Leutolt meinen vetter und sein weih und waz zu unz gehört, und ich wil kämen, so ich erst mag. Heinrich von Mülheim ritter. Str. St. A. AA. 113 nr. 15. or. ch. I. cl. 2 « 1007 . Heinrich von Mülheim an Buslap von Sw r anberg: bittet um Rückgabe des königlichen Geleitsbriefes und der andern ihm abgenommenen Briefschaften. datum crastino scti Martini episcopi anno 1395. 1395 November 12. Str. St. A. AA. 113 nr. 23. or. ch. I. cl. 1000 . Graf Stephan von Mömpelgard an Strassburg: bittet seine aus der Gefangen- 25 schaft des Luche Baselevin entlassenen Unterthanen zu geleiten, ut ad partes istas secure valeant redire .... scriptum in oppido meo de Paissavant die sabbati post fest um beati Katherine virginis annos 95. Paissavant 1395 November 27. Str. St. A AA. 1798. or. lat. eh. I. el. 1009 - Markgraf Bernhard von Baden an Meister und Rat von Strassburg: be- so stimmt von «der spenne wegen mit dem gleissenden Wolf», in welcher beide Parteien her Rüdolffen von Andlauw zu einem gemeinen mann erkosen haben, einen Tag zu Baden Donnerstag über acht Tage. Käme kein glücklicher Vergleich zu stände ... so Dec.embe.r9. voilegange das reht. mit dem obmanne in der masz, als er von beiden sitten gebetten und erkorn ist datum Baden in die beati Andree apostoli a. d. etc. 95. Baden 1395 November 30. 35 Str. St. A. AA. 84. or. ch. I. cl. Reg. d. Marlcg. v. Bad nr. 1665. 590 1395 1010 . Hans Bock an Meister und Rat von Strassburg: hat sein Lösegeld auf 2000 Gulden festgesetzt, von dem die Hälfte auf Pfingsten, die Hälfte auf Michaelis zahlbar ist, und für das sieh Borsiboy verbürgen will, falls Nürnberg oder Regensburg sich mit verbürgt. Doch da' Borsiboy jest nach Baiern geritten ist, muss er sich wohl nach andern Bürgen umsehen. Ist nichts in der Sache geschehen, so muss er sich Samstag nach Weihnachten wieder zur weiteren Gefangenschaft stellen. Auch sonst ist seine Lage übel, da er nach Heilmans Tod lange krank gewesen, auch jest kein Geld und kein Pferd hat. Bittet um ihre Meinung über die Auslösung und Sendung von 100—150 Gulden bis St. Steffanstag (26 December). Als er am 26 November nach Prag gekommen, ist Markgraf Jobst und viele böhmische Herren dort in Unterhandlung mit dem König gewesen. Man meint: daz allez(]veriht wurde, doch waz ich nie fuir die herberge körnen, darumb weis ich dest minre uich zu enbie- tende. — Hans Bogk. [Trag 1305 Anfang December.] Str. St. A. A. A. 113 nr. 17. or. ch. I. cl. 1011 . Hans' Bocks politischer Bericht an Strassburg: die 4 rheinischen Kurfürsten haben durch 4 Ritter dem König nach Prag sagen lassen, er möge an den Rhein kommen; diesen ist am 1 Decemb. zugesagt worden, dass sein Bruder Herzog Johann von Görlitz und andere königl. Räte auf 6 Januar zu Frankfurt sein sollen, wohin auch die Städte werden berufen werden, u. a. m. [Prag 1305 December 3], Gedr. D. R. A. II nr. 246. Aus: Wencker exceipta 2, 487b. — Reg. Koch u. Wille nr. 5654. 1012 . Bischof Wilhelm und das grosse Gapitel von Strassburg schliessen mit der Stadt von Strassburg einen Vertrag zur Beilegung langer Fehde, nachdem ein Sühnetag zu Hagenau 2 am 2. Febr. 1393 erfolglos gewesen ist. Als Gründe der bisherigen Zwietracht werden nacheinander aufgezählt : 1) dass der Rat die städtische Pfaltz (pfalzstuben) über einer Kapelle aufgebaut und die städtischen Magistrate wider seinen (des Bischofs) Willen eingesetzt habe. 2) dass die Stadt die alleinige Lehnsgerichtsbarkeit ausübe. 3) dass sie alle Almende innerhalb, wie ausserhalb der Stadt eingezogen und darauf ihre Ringmauern errichtet hätten. 4) dass sie sich der Fabrik (d. h. des Bauhofes des Münsters wie des Spitals) bemächtigt hätten. 5) dass sie Zoll, Ungeld und Bannwein an den Sitzen des bischöflichen geistlichen Gerichts erhoben hätten. 1 Hans Boek ist einer der 3 im Jahre 1395 gefangenen Straßburger Gesandten. - Vgl. die oben unter Februar 1393 gedruckten Aufzeichnungen für diese vor Borsiboy von Swinar geführten Verhandlungen. Die Klagepunkte des Bischofs sind dort dieselben, weshalb auch hier von dem Abdrucke der sehr umfangreichen Urkunde abgesehen worden ist. 5 io 15 20 25 30 35 1395 591 6) dass sie die geistlichen und weltlichen bischöflichen Gerichte «geirrt» und gehindert hätten. 7) dass sie die Geistlichkeit (pfafheit) geschätzt und besteuert hätten, als wenn sie unter ihrer Botmässigkeit ständen. 5 3) dass sie die pfafheit bestraft und nicht geduldet hätten, dass der Bischof sie strafe. 9) dass sie die Geistlichkeit vor die Schranken ihrer weltlichen Gerichte gefordert, dass sie Geistliche wegen Unzucht mit Strafgeldern belegt, dass sie den Geistlichen Pferde zu halten befohlen hätten. io 10) dass sie ihre weltlichen Verordnungen im Münster hätten ausrufen lassen [ussgerüffet haben], 11) dass sie den Geistlichen befohlen hätten gegen ihre Vorschriften [Statuten] zu singen. 12) dass sie Verbrecher an geweihten Stätten hätten ergreifen und verurteilen 15 lassen. 13) dass sie weltliche «gespräche» im Münster abgehalten hätten, und vor dem Münster «in der fryheit münsters» des Krämerei zugelassen hätten. 14) dass sie sich oft richterliche Competenzen angemasst hätten, welche sonst nur dem bischöflichen Offizial zustanden. 20 15) dass sie sich zu Herren der Klöster innerhalb und ausserhalb der Stadt gemacht hätten [das sie sich haben underwunden der klöster . . . .] 16) dass sie freien «getzug» (Zuzug? in die Stadt) wehrten. 17) dass sie sich der bischöfl. Münze bemächtigt. 18) dass sie das «bischofsbürgetor» verschlossen hätten. 25 19) dass sie ihn gehindert auf dem Bhein zu fahren. 20) dass sie ihn dazu genötigt, was doch gegen ihren eigen Wunsch sei, alle bischöflichen Aemter in der Stadt mit andern Leuten als mit Strassburger Bürgern zu besetzen. 21) dass sie während des Krieges die Kiste mit dem Capitelssiegel an sich ge- 3o nommen hätten. 22) dass sie bestimmt, dass demjenigen, welcher zwei Pfründen inne habe, dieselben nicht vom Bischof genommen werden können. 23) verlange der Bischof Schadenersatz für den im Krieg erlittenen Schaden. Das Alles soll jetzt abgethan und versühnt sein. Dann folgen alle Gegenbe- 35 dingungen. geben zu Strassburg an dem nehsten samstag vor St. Niclaustag des heiligen bischoves des jars da man zallte von gottes gebürt dreyzehenhundert jar nüntzig und fünf jar. und sind diser briefe dry glich etc. 1395 December 1. Str. St. A. A. A. 1418. or. mb. — V. D. 6r. lad. 106. cop. ch. coaev. Str. Bez. A. G. 336, 337 cop. Auszüge u. franz. üebersetzung. 4o Gedr. Lünnig, pars spec. cont. 1 288. Gedr. Wencker, de ussb. S. 100. Vgl. Königshof. [Hegel II, 931 Anm. 4.] VI 75 592 1395 \ 1013 Markgraf Bernhard an den Ritter Swarcz Rudolf von Andlau, Vogt zu Dceemb. s. Mölsheim: als ir uns geschribn hand, wie das ir uf den tag uf durnstug nehst nit komen mügent und wollent gern uf ein andern tag uf die nehsten mitwochen nach Decc.mb.ts. sant Thomas tag nehst komet gen Baden komen, das gevellet uns wol, und haben das an glissenden Wolff braht, der wil ez gern also ufnemen, .... und verkünden! s den von Straszburg das, das sie sich auch darnach wissen zu rillten, so hoffen wir, ir sach sölle mit uwer hülfe zu einem güten ende komen. datum Baden die do- minica ante beati Nycolaj episcopi anno 1395. Baden 1395 December 5. Str. St. Ar. AA 84 or. eh. Heg. d. Mrlcgr. v. Bad nr. 1667. 10 1014. Volmar von Lützelnstein der Decan und das Bomcapitel von Strassburg beurkunden, dass sie verkauft haben den erbern wisen hern Job. Sturm dein meister, liern Claus Berman dem ammanmeister, dem rate, den bürgern und der gemeinden gemeinlichen der stette zu Strazburg : 100 güldin geltes .... die wir haut und jer- liclie gehebet haben! uffe deine zolle und zollkelre zu Strazburg, also das alte briefe besagen!, die dar über gehören!, durch die diser brief gezogen ist... . und ist dirre kouf geschehen umbe 2000 güldin genge guter und geber an golde und an gewillte, die uns den dechan und cappittel von den vorgenanten meister und rate worden, gewogen und bezalt sint und in unserre gemeinen stift und cappittels nutz komen und bewendet sint. geben . . an dem nehesten mentage vor sant Lucien- 20 tage der heiligen jungfrowen des jares 1395. 1395 December 6. Str. St. Ar. AA. 1424. cop. ch. eoaev. 1015 Albrecht von Erlikeim ein Edelkneht verkündet, dass er um alle Ansprachen, die er seit dem Kriege, den fürsten, herren und stette liehest miteinander betten!, an die Strassburger hat, gerichtet und gesühnt ist. Er gelobt die Sühne zu 25 halten und keine Ansprache mehr zu erheben. geben an dem nehesten fritage nach sante Nycolawes tage des heiligen bysehoves anno 1395. 1395 December 10 . Str. St. A. G. U. P. lad 166 or. mb. lit. pat. c. sig. pend. del. 1016. Decan Volmar vhn Lützel stein und das Domkapitel bekennen sich zu der Schuld von 10 000 Gulden , welche in 10 jähriger Frist durch Teilzahlung getilgt 30 werden soll. 1395 December 11. Wir Volmar von Lutzeinstein dechan und daz cappittel gemeinliche der merren stifte zu Strazburg verjehent und kündentmengelichem mit diseme briefe, also der erwürdige unser herre, herre Wilhelm byschof zu Strazburg der stette bürgern von Strazburg schuldig ist uffe die summe zehen dusent pfunde Strazburger pfennige, dieselbe schulde dar ruret von ss byschof Friderielie, sirne vorfaren und die bischof Friedrich der stette bürgern schuldig bleip, do er von dem bistüme schiel, und aber die erbern wisen meister und rat zu Straz- 1395 593 bürg ire bürgere solich underwiset hant, daz sie dem vorgenanten unserme herren, dem byschofe daran zil gegeben habent zehen jar, die liehest nacheinander kommende und derselbe unser herre der byschof die bürgere von Strazburg der schulden uszgewiset hat uffe den pflegen: Zabern, Mollesheim, Bernestein und Or- 5 temberg also, das alles besigelte briete besagen!, die darüber gemäht und mit des liofes ingesigel zu Strazburg versigelt sint, das daz also die briete besagen!, die über die zehen dusent pfunde gemäht sint mit unserme guten willen, gunste und geheile Zugängen und geschehen ist. und des zü eime waren urkünde, so hant wir unsers gemeinen cappittels ingesigel an disen briet getan hencken. der geben ist an dem io nehesten samestage nach sante Nycolawestage des heiligen bichoves dez jares, do man zalte von gottes gebürte drützehenhundert jar nuntzig und fünf jare. Str. St. A. AA. 1419. or. mb. c. sig. pend. Ibid. AA. 1424. cop. ch. coeav. Ibid. AA. 66. Briefbuch. B. fol. 83/84. 15 1017. Das Straßburger Domkapitel bekennt sich gegen die Stadl zu einer bar gelielmmi Schuld von 1000 Gulden und verpflichtet sich zur 'Tilgung durch jährliche Rückzahlungen von 100 Gulden. 1395 December 11. Wir Volmar von Lutzeistein dechan und daz cappittel gemeinliche der merren stifte zu Strazburg verjehent und künden! mengelichem mit disem briete, das wir io vür uns und alle unsere nachkomen schuldig sint rehter und redeliclier schulden dusent güldin gen ge gut und geber an gelde und an gewihte den erbern wisen dem meister, dem rate und den bürgern gemeinliche der sielte zü Strazburg, die sie uns durch ire grosze truwe und liebe, die sie zü uns habent bar geluhen habent und uns von ynen worden und bezalt sint und in unsern gemeinen stiftes nutz und 25 notdurft körnen sint. wenne wir mit den güldin soliche schulde bezalt hant, die wir von unserre gemeinen stifte wegen schuldig waren!, daruf tegelich groszer schade ging, die selben dusent güldin geloben! wir der dechan und das cappittel vür uns und alle unsere nachkomen den vorgenanten meister, rate und bürgern zü Strazburg zü geltende und zü bezalende zü den zilen und in die wise, als harnach geschriben 3o stat: das ist zü wiszende hundert güldin der vorgenanten schulden hinnan bitze sante Martinstag, der nü zü neheste kommet uud darnach alle jar hundert güldin zü sante Martins tage so lange, bitz daz die .vorgenanten dusent güldin gentzlich vergolten und bezalet werden!, und sol daruf vetze her Götze Kember unser schaffener in brüderliof oder ein ieglich schaffener in brüderhof sine nachkomen by sitier tru- 35 wen an eins eides stat geben alle jar zü sante Martins tag die hundert güldin, die wile die zil werent,^.zü?gebende von unsern gutem und frühten und von unserme spicher one verzog und geverde. detend wir oder unser schaffener, der denne ist, oder unser nachkomen des nit, welhes zil wir denne also versehssent, so hant mäht die vorgenanten meister rat und bürgere ze Strazburg und ire helffere unser und 4o unserre stifte guter und unser nachkomen güter darvür ane ze griffen de und ze be- kümbernde mit gerillte und ane gerillte, wie in das aller bast füget, so lange, bitze „Vou. U. 594 1395 daz in die vorgenante schulde gentzlich vergolten wurt, und wes sie des kosten oder schaden nement, in weihen weg daz were, den söllent wir in ufrihten mit der houbetschulden iren werten darumbe ze gloubende. und verzihent uns har über vür uns und alle unsere nachkomen aller der schirme, friheit und hehle, so ieman erdencken kan oder mag one aller slahte geverde. und zu eime waren urkunde, so 5 hant wir unsers gemeinen cappittels ingesigel an disen brief getan hencken, der geben ist an dem nehesten samestage nach sante Nycolawes tage dez heiligen by- schoves des jares, do man zalte von gottes gebürte drützehen hundert jar nüntzig und fünf jare. Str. St. A. AA. 1519. or. mb. c. sig. pend. 10 1018. Ausführliche Ordnung des Küferhandwerks 1 zu Strassburg, erlassen und verkündigt nach Beilegung aller bisherigen Misshelligkeiten und auf Grund der früheren Ordnungen von Glaus Berman Ammanmeister, Heinrich Lymer, Conrad Arm- bruster, Heinrich Kranich und Wilhelm Metziger Altammanmeistern auf Geheiss Jo- hans Sturm von Sturmeck des Meisters und des Rates. gegeben an der nehesten 15 mittewochen nach sant omanstage des heiligen zwölf boten des jares 1395. 1395 December 22. Str. St. A. G. 0. P. lad. 12 nr. 4. or. mb. c. s. Ebenda 2 conc. Gedr. Brücker , Straßb. Zunft- und Polizeiverordnungen. S. 312—321. 20 1019. Ruprecht der ältere von der Pfalz an Strassburg: ez hant Reinhart von Sickingen der junge Ebirhart von Balgshofen, Heinrich Kemerer und Gerhart Dünne Febr. 2. den friden also olfgenomen biz off unser frauwen tag lichtemesz nebst kumpt und wellent einen gütlichen tag mit uch vor uns leisten ezu Germersheim off den fritag Z Januar 7 . nach dem jarstag nebst kumpt, daz ir uch darnach wissent zu richten des tags also 25 zü warten, wann wir meynen selbir off den tag zü Germersheim zu körnen und daz ir bestellen wollen!, daz der friede also gehalten werde, und laut uns des uwer ant- wort wider wissen. datum Heidelberg in die beatorum innocentium. Heidelberg [1395 (?) December 28.] Str. St. A. G. U. P. lad. 168 nr. 2. or. ch. lit. cl. m. sig. 30 1020. Markgraf Bernhard von Baden an Meister und Rat von Strassburg : hat gehört, dass seines Feindes, Ludwigs von Lichtenberg arme Leute hinter die Strasz- 1 Zu erinnern ist hier an eine oben zwischen nr. 954 und nr. 955 versehentlich übergegangene bei Schmoller , Straßb. Tücherzunft S. 15. bereits gedruckte Ratsentscheidung über das Verhältnis der Weberknechte und Tücher zu einander. geben an dem nechsten zinstage noch unseres herren fron- 35 lichnamstage 1395. — 1395 Juni 15. Str. St. A. Tucher-Zunft. or. mb. c. sig. 1396 595 burger, die in dessen Lande und Dörfern sitzen, fliehen, damit er sie nicht finde, sodann, dass sie auch ihre Schiffe in die Krutenowe gezogen haben. Er ersucht, die Schiffe wieder abfahren zu lassen . . . oder aber bestellen!, das ir der gewaltig syent in der masz, das uns und den unsern kein schade davon uferstande . . . auch den Ihrigen 5 auf dein Lande sollen sie verbieten sich seiner Feinde Güter anzunehmen, andernfalls würden die ihrigen geschädigt werden. Baden feria quarta infra octavam nativitatis Christi a. d. Baden 1395 December 29. Str. St. A. AA. 84. or. ch. lit. el. Reg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1672. 1 ,o 1021. Stephanus comes Montisbiligardi et dominus Montisfalconis magistro et consulibus civitatis Argentinensis: .... noveritis .laquelinum Arigam concivem et subditum vestrum mihi teneri in centum florenos, quos sibi tradidi realiter et de facto in bonis florenis ducatis Januensibus et francis auri ad tradendum et delibe- randum dilecto filio meo Henrico de Montebiligardo domino de Orba in exercitu 15 Ungarin existenti. quosquidem florenos ipse Jaquelinus dicto filio meo nullatenus tra- didit, sed in negociis suis tum in emptione equorum cum alias exposuerit ac redeundo a partibus Ungarin, quibus ad equos emendos se transtulerat dum fuit in Basilia se latuit et abscondit nec ad me venire voluit . . . promissionem, se ipsos 100 flor. infra festum nativitatis domini persoluturum esse non habuit. ea propter a magistro et 20 consulibus petit, ut 100 florenos per Jaquelinum persolvere faciant mercatori cuidam, presentium latori. scriptum in Montebiligardo quinta die Januarii anno 00. Mömpelgard 1390 Januar 5. Str. St. A. AA. 1798. Ut. ch. cl. mit gut erhaltenem Siegel in v. impr. 1022. Ritter Burkard Hummel, markgräflicher Vogt zu Ortemberg an Strassburg: 25 war kürzlich in Sachen seines Herrn vor Meister und Bat und bittet nun um Mitteilung des damals noch aufgeschobenen Beschlusses über die betreffende Angelegenheit, datum feria quarta post festum Epiphanie anno 90. 1390 Januar 12. Str. St. A. AA. 84. or. cli. Reg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1673. 30 1023- Bischof Wilhelm von Strassburg an Meister nnd Rat von Strassburg beklagt sich über Vergewaltigung seiner Leute durch Strassburger Bürger: . . . wissen!, daz etliche die uwern uff hüte disen fritag vor vesper über die unsern und unsern wagen gerant sint vor uns gein Dachenstein und liant do unsern wagenkneht mit iren blossen swertern geslagen und übel gehandelt und uns unser wagenpferde und 85 1 Die dort stehende Notiz «ohne Jahn ist irrtümlich und deshalb die folgende Bemerkung über die Datierung überflüssig. 596 1396 wagen genommen und enweg getriben . . . und wir ouch nit wustent, wer sy worent, wand ir selber wol wissent, daz wir der von Bitscbe und Jörgen von Kolbeczheitn und ouch ander lute, die uns mit iren offenen brieten abgeseit baut, besorget sint, die wir ouch wondent, daz ez der yemans were. darumb datent wir die unsern nachylen, daz unser zii entrettende, als ouch unser wagen und wagenpferde beschüttet 5 sint.Zu noch genauerer Darlegung des Thatbestandes will er seine Räte schicken und ersucht um sicheres Geleit für dieselben. geben zu Dachenstein uff fritag vor sant Anthonientag anno 1396. Dachenstein 1306 Januar 14. Str. St. A. AA. 1422. or. ch. 1024 . Bündnis der Fürsten, Herren, Städte und des Bischofs von Bamberg 10 Wtirzburg, des Burggrafen von Nürnberg gegen die Schlegler. datum Mergentheim nehsten samstag vor st. Anthonientag 1396. Mergentheim 1306 Januar 13. Str. St. A. G. D. P. lad. 48/49 fase. 3. Gedr. Wencker, appar 260. 1025 . Wir Berchtolt Zorn der elter der meister und der rat von Strazburg kündent mengelichem mit disem briefe, das wir eine güte getruwe stalhinge halten und haben wellent mit Cünen von Otterbach, alse lange bitze das wir ime mit unserm offenen briefe ditz viere ga.ntze wochen vor abegesagent. und zü einem urkunde so ist unserre stette ingesigel getrucket zü rücken uff disen brieff. datum die sancti Anthonii confessoris anno dm. 1396. 1306 Januar 17• 20 Str. St. A. G. U. P. lad. 166 nr. 85 c . or. mb. lit. pat. c. sig. i. v. impr. del. 1026 - Straßburg an Nürnberg wegen des an die Herren von Schwanberg für die gefangenen Straßburger zu zahlenden Lösegeldes. 1306 Januar 21. Unsern sundern güten Bünden dem burgermeister und dem rate zü Nüremberg einbieten wir Reimbolt Hüffelin der junge der meister und der rat von Strazburg 25 unsern früntlichen gewilligen dienst, lieben Bünde, also der veste ritter her Heinrich von Mülnheim von den von Swanenberg gefangen wart, als ir wol wissent, und der von in geschetzet wart umbe 1000 güldin, der dusent güldin er 600 güldin geben xovbr. n. und bezalen solle uf sante Martinstag vergangen zü Ilagenowe in der stat, daz hat er getan, die ühörigen 400 güldin sollen! stan an beim Borziboy, was in der dar 30 umbe hiesze, des solle er geföilgig sin. doch verstunt her Heinrich von Mülnheim von heim Borziboy, daz her Borziboy meinde, daz ime an den 400 güldin gnade solle geschehen, als uns her Heinrich geseit hat. wie dem aber sie, so het her Heinrich uns ein brief gezöiget, daz in her Borziboy umbe die 400 güldin gemanet habe und in dem briefe verschriben, das her Heinrich die 400 güldin gein Nüremberg entwürfe. 35 nach dem briefe zü sinnt kam Bockenhans, der bi heim Heinriche gefangen was und seite uns, das her Buslap von Swanenberg heim Heinriche an den 400 güldin hat abegelaszen. so bat Rinckelin unser diener uns oueh geseit, daz her Butlap und her Borzibov hern Heinriche 100 guldin haut abegelaszen. lieben fründe, nö het her Heinrich uns geseit, daz er die 300 guldin, die er also geben sol, gerne in uwer stat entwurtete, so weis er nit, wie er die guldin vor unfriden und wilder löiffe, so in den landen sint, in uwer stat gebringen möge, und het uns die 300 guldin gehen und uns domitte gebetten och ze bittende, das ir ime die 300 guldin dar wollen! lihen und ieman der uwern in diser nehesten vastmesze oder e die empfelhen ze nemende zu Spire, Wormesze, Mentze oder Franckenfurt oder bi uns, obe das deheime der uwern bekümenlich were, umbe daz er den vollen tu. darumbe lieben besundern fründe, bitten! wir üch ernstlichen mit flisze, daz ir durch unsern willen hern Heinriche die 300 guldin dar wellen! lihen und die geben! unserme guten fründe hern Ebener dem eiltern. so sprechen! wir üch mit diseme briefe die guldin also zu bezalende an der vorgenanten stelle eine, an welher ir wellen! und wenne ir wellen!. und wellen! uch also früntliche harinne beweisen, als ir oueh vor allewege geton haut, daz wellen! wir allezit umbe uch zu widerdienende haben. datum feria sexta proxima post diem scti Anthonii confessoris anno 1396. Str. St. A. AA. 112. cop. mb. coaev. 1027. Colmar an Strassburg: als ir uns geschriben hand umb einen ufslag ze werbinde mit den unsern, so Petennan von Keysersperg bv uns mit gerihte gefrönet und daz sine stellig getan hand, so haben wir .... einen ufslag geben untz halb vasten schierst künftig und bitten uch fruntlich, daz ir mit demselben Peterman reden! die unserm in dem zile unklaghaft ze machende, als sü des notdurft sint. datum in vigilia puriticationis anno 96. 1396 Februar 1. St. St. A. AA. 2010 or. ch. I. cl. 1028 . Nürnberg an Strassburg antwortet auf obigen Brief: als ir uns verschriben habt von der 300 guidein wegen, die der von Mühlheim hinter ew gelegt hat (und) den von Swanemberg beczalen sol, das haben wir wol verstanden und wällen gerne unser vorsehe darnach haben, ob dhein unser burger desselben gelts bedörffte und das nemen wolt zu Strazzburg oder zu Franckenfurt. wer, daz wir nyemant fänden, so wällen wir ew die 300 guidein unsrer stat wegen gerne darleihen, also daz ir die zu Frankenfurt beczalt auf die messe, wenn wir die geben heissen, und wo wir ewrer ersamen frewntschaft gedienen möchten und was wir westen, das ew lieb wer, des wem wir willig und teten das allezeit gerne datum in die scti Blasii anno 1396. 1396 Februar 3. Str. St. A. AA. 112 or. mb. lit. cl. 102!). Herman Ebner in Nürnberg an Strassburg berichtet über die Dinge in Böhmen: der König liegt zu «Prag auff dem hauss»; er will den Frieden mit seinem Bruder Hans und den Landherren nicht halten und verbietet den böhmischen Städten 598 1396 ersterem zu huldigen. Die Landherren belagern Budweis; Borsiboy soll dem König aus Deutschland Hülfsvölker zuführen; das Ende dieser Wirren ist nicht abzusehen; Nürnberg trauert sehr um den Tod des Herzogs von Oesterreich. . . . also sind die leufT itzunt, liben herren, ich hör nichtz von hern Hainrich noch von Hansen Pok in den teuften. datum am suntag nach unser frauntag. [1396 Februar 6. ] Str. St. A. AA. II3 nr. 43. or. ch. I. cl. Gedr. Wencker collecta archivi 394 f. u. D B. A II, 437. pg. 427 anmerk. 3. dort datiert. [1396 Februar 6. ] 1030. Herman Ebner in Nürnberg an Strassburg: der König ist am 22 Januar in Prag gewesen bei der Königin ... und hat drey naht pey ir geschloffen ; König Sigmund von Ungarn will ebenfalls nach Prag kommen; Borsyboy will nur mit Zustimmung der Landherrn zum König kommen ; . . . auch ist mir fürbas gesagt, daz her Hainrichs fraw von Absperg und ir swoger Steffan die euren und ir hab bekumern und auff halten wollen, wo sie die ankümen . . . geben am suntag vor Juliane der heiligen juncfraün. [1396 Februar 13.] Str. St. A. AA. 113 nr. 44. or. ch. I. cl. Gedr. I). B. A. II, pg. 427 anmerk. 3. 1031. Johann von Oberkirch an Meister und Rat von Strassburg: versichert, dass ihrem Willen gemäss sein Bruder Burckard den mit den Brüdern von Lichtenberg März aufgerichteten Frieden bis Mittfasten halten wolle. geben uf den nehesten mendag noch der pfaffen vastnaht anno 1396. 1396 Februar 21. Str. St. A. Abt. IV, 72. or. ch. I. cl. • 1032. Rudolf von Hohenstein, Ritter, an den Strassburger Ammanmeister Ulrich Gosse: berichtet über seine Unterhandlungen mit dem Markgrafen von Baden im Interesse Strassburgs z. B. auch über Zahlungspflicht der Schuldner Strassburgs aus der Zeit vor dem Kriege, die sich derselben entziehen wollten. Bittet zur Entgegennahme ausführlicherer Berichterstattung den Conrad Armbruster nach Baden zu schicken. . . so truwe ich, daz wir ein gute lutere früntschaft gegen myme herren und der stette machen!. . . geben uf sant Mathistag 1396. 1396 Februar 23. Str: St. A. Abt. IV, 72. or. ch. I. cl. Beg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1678. 1033. Eberhard von Württemberg kann seinen Verhandlungstag mit den von Miilnheim nicht inne halten und bittet Straßburg, jene zu veranlassen, bis zum S3 April zu warten. Stuttgart 1396 März 1. Eberhart comes de Wwrtemberg. Unsern fruntlichen grus vor ammanmeyster, meystere und raut zu Strassburg, wir lassen weh wissen, als die von Mulnheim uns und unser bürgen gemant hant 5 10 15 20 25 30 35 1396 599 von zwayer abgangnen bürgen wegen, darumb sie uns von üwerer bette wegen zil geben hant bis uf mitvastinn nechst kumpt. lieben frund. nun haben wir yetzo einen ernstlichen tag ze leysten von hüt über acht tag, daz wirt uf die mitwochen vor mitvastin zu Brakenheim mit der gesellschaft mit den Schlegeln, uf denselben tag 5 unser herr, der byschof von Mentz, unser herre hertzog Ruprecht der junger und ander fürsten und herren hinkoment, daz wir notdürftig sien alle unser rete by unsze habende uf demselben tag, daz wir also uf mitvastün unser rete zu den von Müln- heim nit geschicken mögen von der abganngen bürgen wegen und an der Sache mit in uzzzetragen, als denn notdürftig ist. darumb bitten wir weh früntlich und ernstlich, io daz ir durch unsern willen die von Mülnheim ernstlichen bitten wellent, daz sie uns ein zil darumb geben bis zu sannt Georientag nechst kumpt. möchte daz aber als lanng nit gesin, so gewünnent uns doch zil, so ir lengst mugent, bis das wir von dem tag ze Brackenheim körnen und dartzü geschicken mögen, daz wir doch gern tön wellen, und tund darinne, als wir weh sunderlichen wolgetruwen und euch allzit i 5 dester gerner tun wellen, daz weh lieb ist. uwer früntlich versehriben entwurt land uns wyder wyssen by disem hotten. geben ze Stüggartden an mitwochen nach dem sunntag, so man singet Reminiscere in der vastin anno domini nonagesimo sexto. [In verso\: Den ersamen und wysen dem ammanmeyster, den meystern und dem rat der stat zu Strazzburg unsern besundern guten frunden. 2 *> Str. St. A- G. ü. P. lad. 48/49 B . or. eh. lit. cl. c. sig. i. v. imp. del. 1034. Engelhard von Weinsberg, oster. Landvogt, beurkundet die Verhandlungen, welche er behufs Aussöhnung der Stadt Strassburg mit Bruno von Rappoltstein, bezw. über die der Stadt Strassburg im Kriege gegen Bruno von Rappoltstein zu leistende Hülfe gepflogen hat. datum et actum Argentine sabbato proximo ante dominicam 25 Oculi anno 1396. Strassburg 1396 Mars 4. Str. St. A. G. U. P. lad. 22. nr. 4. or. ch. Gedr. Rapp. Urkb. II, nr. 449. 1035. Ritter Rudolf von Hohenstein an den Ammanmeister Ulrich Gosse zu Strassburg schreibt: der Markgraf Bernhard wolle gern Freundschaft mit der Stadt 30 halten und schlage einen Tag zu Baden vor, wohin er selbst am 12 März käme. [Ohne Jahr] sunnentag vor halbvasten. [1396 Mär» 6.] 1 Str. St. A. AA. 103. or. eh. I. cl. Reg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1679. 1 Am 19 März 1396 schreibt Markgr. Bernhard an den Ritter Rudolf v. H., dass ihm ein Tag 35 zu Offenburg genehm sein würde, und bittet ihn, den Strassburgern dafür den 24 oder 25 März vorzuschlagen, sowie selbst dorthin zu kommen, [ibid. AA. 84. org. ch.] — Hieraus ergiebt sich für das vorliegende Stück das Jahr 1396. VI. 76 März 42 März 8. April 25 600 1396 1036- Peter von Dürningen an Meister und Rat von Strassburg: beteuert, dass er unschuldig sei an dem städtischen Bürgern geschehenen Raubanfall und bittet um Geleitsbrief zur mündlichen Verantwortung. geben an dem fritage vor mittelvasten anno 1396. 1396 Märs 10. Str. St. A. Abt. IV, 72 or. eh. I. cl. 1037. Burckard von Honburg genannt, von Wangen an Meister und Rat von Strassburg: weist ihre Entschuldigung zurück, . . . denn es ist wol küntlich, daz die üwern mir die mfile abebrandten und mir min müleysen nomment und in öwer statte fürten, und beschuhe usz üwer statt und darin und worent üwer bürger ingesessen, edel und unedel ein teyl do by, do mir min müle abe gebrant ist worden, in dem 10 daz ich mit mit üch noch des krieges mit zu tünde hetten. Bittet deshalb um Entschädigung entweder unmittelbar an ihn oder an seinen Lehnsherrn Otteman von Ochsenstein. geben an dem nechsten fritag vor mittenvasten anno 1396. 1396 März 10. Str. St. A. Abt. IV, 29. or. eh. I. cl. 1038. Graf Rudolf der ältere von Sultz im Aufträge des Herzogs von Oesterreich an Strassburg: bittet Boten nach Lahr zu schicken zu einem Sühnetage zwischen den Städten am Bodensee und Walter von Geroldseck. geben an zinstag nach sant Gregorientag anno 1396. 1396 März 14. Str. St. A. Abt. IV, 72. or. eh. I. cl. 1039. Markgraf Bernhard von Baden an den Ritter Rudolf von Hohenstein: als du uns geschriben hast, das du die such mit den von Strassburg gerett hast von der artikel wegen, als du von uns gescheiden bist . . . und das sie dir fruntlich darczu geentwurt haben und meynst, das sie darumb zu einem tag gen Offenburg körnen wällen, die stück zu Intern und volle usz zütragende, das gevellet uns wol und ver- 25 Mürzst/is. künden dir des ein tag gen Offenburg bis an fritag oder an samstag nebst körnet zu rehter tag zit da zu sin .... dis wollest den von Straszburg fürbas verkünden . . . datum Baden dominica Judica anno 96. Baden 1396 März 19. Str. St. A. AA. 84. or. eh. Reg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1680. 80 1040. Blicker von Rotenburg an Meister und Rat von Strassburg: ... ich lasz vuch wissen, daz ich uwern und der üwern fint wil sin und ich Hans von Kastei und ich Peter von Bür wollenz ouch üwern fmt sin von unsserns Juncker Blickers wegen von Rodenburg und wollenz in sim friden und unfriden sin und wollen wir diesse 1396 601 vorgeschriben buss gen vuch mit (bessern offen brieffe bewarten han. geben uff den nesten fritag for dem palben dage, da man zalt von gotz gebürt 1396 jar . 1 1396 März 24. Str. St. A. G. 0. P. lad. 166 or. ch. lit. pat. c. sig. impr. 5 1041. Marggraf Bernhard von Baden und die Stadt Straßhurg schließen ein Bündnis auf drei Jahre. Strassburg 1396 März 29. Wir Bernhart von gottez gnaden marggrafe zu Baden und wir Beymbolt Buffelin der junge, der meister der rat und die burger gemeinbebe der stette zu Strazburg verjehen und bekennen uns öffenbeb mit diseme briete, das wir einmüteklieh durch ui nutz und notdurft unsere lande, lute und durch daz, daz den unsern gliches und rehtes widerfare und uff wasser und uff lande dester fridelicher wandeln und werben mögen uns züsamen vereiniget haben und vereinigen uns mit disem briete in die wise, alse harnach geschriben stat: des ersten, were es, das yeman, wer der were, uns den vorgenanten marggrafe Bernbarte, unsere lute oder die unsern kriegete, ,5 schadigete oder verunreinigen wolte, und wir das mit sehsen unsers rates, die unsern rat gesworn hettent oder das merre teil under uns uff unsere fürstelich truwe und ere und sie uff ire eyde erkanten, das uns oder den unsern unreht geschehen were und uns hilft von den von Strazburg notdurft were, so nnigent wir den rat von Strazburg inanen umbe iren widersagesbriefe an dieselben, wider die wir sie gemant 2 o hettent, so söllent sie uns schicken zehene erber man mit gleiten, iedie glefe mit dryen pferden wolerzuget und mit eime gewoppenten knehte, und söllen uns dieselben zehene mit gleiten und iren widersagezbriefe damit schicken in den nehsten ahte tagen nach der manungen an die stat, die wir vn in disen nachgeschriben kreyse benennen, und sollen dieselben zehen mit glefen und ire kneht unserme houbtmann, 25 der danne der unsern houbtman ist, gehorsam sin mit den unsern ze ritende und unsere vigende ane ze griffende und ze schädigende, uff die gemant ist, doch also, das wir drie tage vorhin an der stat, das wir die von Strazburg hin gemant hant, zwentzig glefen haben söllent und nit darunder vor dem tage, alse die von Strazburg ire glefen darschicken söllen. und dieselben zwentzig glefen söllent alle zit. by den 30 zehen glefen hüben und den krieg getruweliche mitenander triben. des selben glichen sol ouch sin, were es ob ieman, wer der were, uns die von Strazburg, unsere burger oder die unsern kriegete, schadigete oder verunrehtigen wolte und wir meister und rot, die danne zu ziten sint, oder das merre teile in unserm rate uff unsere eide er- kantent, das uns, unsern bürgern oder den unsern unreht geschehen were, und uns 35 hilft von dem vorgenanten unserm herren dem marggraven notdürftig were, so mögen! wir der rat von Strazburg denselben unsern herren den marggrafen ouch manen umbe helffe und umbe sinen widersagezbriefe an dieselben, wider die wir in gemant hettent, der sol uns danne ouch zehen mit glefen erber wol erzugete lute, iedie glefe mit drien pferden und eim gewoffenten knehte und sinen widersagezbriefe damit 40 1 Vgl. oben nr. 977. 1396 sa 602 schicken in den nehsten ahte tagen nach der manungen an die stat, die wir ym in disem nachgesehriben kreysse benennent. und söllent dieselben lute mit den glefen unserme houbtmanne gehorsam sin mit den unsern ze ritende und unsere vigende, uff die gemant ist, ane ze griffende und ze schädigende, doch also das wir drige tage vorhin an die stat, dar wir den vorgenanten unsern herren den marggrafen hin 5 gemant haut, zwentzig mit glefen haben söllent und nit darunder vor dem tage, alse unsere herre der marggrafe sine glefen dar schicken sol und dieselben zwentzig mit glefen alle zit by den zehenen mit glefen ze hübende und den krieg ze tribende, als vorgeschriben stat one geverde. geschehe es euch, das yn dem, also wir marggraf Bernhart oder wir die von Strazburg ein teil das andere gemant bette, dem andern 10 teil ouch notdürftig were ze manende, also das es oder die sinen gekrieget, gescha- diget oder verunrehtiget würde, so mag das selbe teil das ander teil, das vorgemant hette, ouch manen umbe hilff der zehene mit glefen und umbe den widersagezbriefe glicher wise, alse vor bescheiden ist. und sol das teile, das gemant würt, gehorsam sin mit syme widersagezbriefe und den zehenen mit glefen dem andern teile ze die- 15 nende, alse von der ersten manungen wegen da vorgeschriben stat also, doch das teil, das do gemant het, sine zwentzig mit glefen vor an der stat habe, do es danne hinmanet, alse vorgeschriben stet, und von wederm teile die manunge under uns geschiht, so söffen wir einander getruweliche geraten und beholfen sin in disem nachgesehriben kreisse, alse ging die sache, darumbe denne gemant ist, unsere iegeliches 20 teil selber an, solange untze das wir und die zi'i uns gehören!, welhem teil under uns danne der schaden geschehen ist, unsere schade und smoeheit gentzlich uffgerilitet und der krieg gesünet wirt. und sol ouch unsere dehein teil sich nit friden, sünen oder vürworten one das des andern teiles wissende und willen, der ander teil sie danne alse wol versorget, alse das teil, das sich friden, sünen oder fürworten wil. were es 25 ouch sache, so wir marggrafe Bernhart oder wir die von Strazburg beydersite einander gemant hettent und beyde teil ein teil dem andern hülfe geschicket hettent, so süllent unsere beider teil glefen und diener ietweder teiles haubtlüten gehorsam sin ze ritende und unsere vigende zu schädigende, uff die danne beyde teile gemant hant, one alle geverde. were ez ouch, so wir marggrafe Bernhart die von Strazburg oder 30 die von Strazburg uns hin wider einander also gemanet hettent, und bedürfte danne der ein teil under uns von dem andern me hülfe, so sol das teile, daz der hülfe bedarff, das ander teil manen, und der teil, der gemant wirt, der sol drie siner rete in den nehsten ahte tagen nach der manungen schicken an der stette ein, die hernoch ge- schriben stont. und sol der teil, der do manet, zwene manne sinre rete darzü schicken 35 und die fünfe söllent uff ire eyde erkennen, waz der hülfe fürbasser me sin söffe, und waz dieselben fünfe oder das merreteil under in darumbe erkennen!, das man zu der hülfe tun und helffen sölle, daz sol iedes teil under uns dem andern in den nehsten viertzehen tagen darnach tun, halten und vollefüren one geverde. es söllent ouch unsere beider teile slosze, stette und vestin und unsere lant in disem nach- 40 geschriben kreysse, die wir nü zii mal hant oder harnach gewannen!, einander offen sin zu allen unsern kriegen und nöten, alse lange dise eynunge weret, sich darin und darusz zü behelffende und in selber daz beste zü tünde. und söllent ouch beidersite 1396 603 darzü bestellen, das man in solieben unsern slossen, stellen und vestin koste vinde und habe umbe bescheiden gelte one geverde. were es ouch, das man uns marggrafe Bernhart oder uns die von Strazburg überziehen wolte, weihen teil man danne überziehen wil, der mag das ander teil manen, der sol danne drie siner rete in den 5 nehsten drien tagen nach der manunge schicken an der stelle eine, alse hie nach- geschriben stet, und daz teil, daz da manet, sol zwene siner rete darzü schicken und die fünfe sollen! uff ire eyde erkennen, wie man dem teile, das man überziehen wil und gemanet hat, helffen sähe, und mitte wievil. und waz danne die fünfe oder das merre teil ander in also darumbe erkennen! nach nutze, notdurft und gelegenheit io der Sachen, daz söllent wir beyde teil einander getruwelich halten, tun und vollefüren unverzögenlich one alle geverde. erfünde ouch in dem zile diser vereynungen dehein krieg oder vigentschaft uff, von weme daz were, davon unsere ein teil daz ander gemanet helle, und würden! dieselben kriege oder vigentschaft in dem zil diser ver- eynunge nit gerihtet und gesünet, so söllent wir doch nach dem zile diser eynunge io zwey jare die nehsten darnach zil beiden siten einander von derselben kriege und vigentschaft wegen beraten und beholffen sin in aller der wise und masze, alse dise eynunge begriffen ist und vorgeschriben stet untze an die stunde, das dieselben kriege und vigentsehafte genczlich und gar gesünet, verrihtet und geslihtet werden! one alle Widerrede, wir süllent ouch zu beiden siten von aller vergangener kriege und vigent- 20 schaft wegen, so wir beydersite untze uff disen hutigen tag gehabt haut, einander weder geraten noch beholffen sin, wir detent es danne gerne uzgenommen desz, wer es, ob wir marggrafe Bernhart zu schaffende gewünnent mit Ludewig lierre zu Lichtemberg oder obe wir die von Strazburg zu schaffende gewünnent mit liern Brunen von Rapoltzstein, da sol dehein teil sich gegen dem andern beschämen, das es mühte 25 sprechen, ez werent kriege und sie hellen! sich erhaben vor der date disz briefes, danne welhes teil ander uns beyden erkennen! nach vorgeschobener wise, das yme oder den sinen von der deweders wegen, ez sie von Ludewiges herren zu Lichtenberg oder hern Brunen von Rapoltzstein unrehte geschehen were oder sy, so sol ein teil dem andern beholffen sin in aller der masse, alse dise einunge wiset und seit one 30 alle geverde. wurde ouch unser deheines teiles lute oder gut in dem zile und kreysse diser Verehrungen beruhet, anegriffen, geschadiget oder gefangen, alse balde unsere deweder teiles amp^tjlüte das verkündet würt oder gewar werden!, so söllent die, die darumbe angerüffet werden! oder es von in selber empfinden! zu stund ane allez sumen nochziehen und daz helffen beschütten, entretten und stellig tun getruwelich 85 nach irme besten vermügende, alse ging die saehe unsere iegelich teil selber an. und daz söllent wir marggrafe Bernhart allen unsern amplüten (sic), sehultheissen, vögeten und andern den unsern ernstliche bevelhen, das sü förderlich darzü tün. des selben glichen söllent wir die von Strazburg unsern reten, ambahtlüten und den unsern ouch empfehlen, daz sie glicherwise widerumbe ouch also daz beste darzü tünt one geverde. 40 wenne ouch unsere ein teile in des andern teiles hilft ist und by einander uff dem velde sint, würde danne dehein stet, slosze, vestin oder güt gewonnen oder das yeman gefangen würde, das sol alles unsere zü beyden siten glich gemein sin. doch welhes teil under uns beyden sollieh gefangen valiet, daz teil sol sie halten nach 604 1396 krieges reht. wo aber ein teil bi dem andern uff dem velde nit were, gewönnen! danne ieman iht, ez sie gilt oder gefangen, der mag damit tun, das er truwet, daz yme fügsam ist und eben kommet ane geverde. were es ouch, daz under uns beyden teilen dehein teil vür ein slosz, stat oder vestin ziehen wolte und dez andern teiles gezüge darezu bedürfte und darumbe bete, so sol der teil, der die gezüge hat, denselben gezüge dem andern teile lihen, also daz das teil, daz den gezuge lehent, denselben gezuge mit sinre fürunge und kosten holen sol und also balde daz gescheffede, darzü es den gezüge gebruchet het oder gebruchen wolte haben, vollegat, so sol es denselben gezuge mit silier fürunge und kosten in den nehsten viertzehen tagen darnach wider entwürfen dem teile, umbe den der gezüge gelehenet ist, und an die stat, da er genommen oder uff geladen wart, were aber, daz ützit von sollichem gezüge verloren oder gekrenkert würde, den bresten sol ein teil dem andern in den selben viertzehen tagen ufrihten und bezalen one verziehen, ouch ist zü wissende, daz wildes zu beiden teilen früntlich mit einander überkomen sint, were ez, daz wir marg- grafe Bernhart in der zite diser eynungen mit der stat von Strazburg mit iren bürgern oder den iren spennig oder miszhellig würden! und daz die ansprach unsere were, so söllen wir das meister und rat zü Strazburg verkünden, daz sie darumbe zü uns ze tage schicken zwene manne irez rates an diser nachgeschribener stette einre, die zü der Sachen sitzen! zü den zweien unsers rates, die wir ouch dar zü schicken und setzen söllent. und söllent einen gemeinen man usz dem rat zü Strazburg darzü nemen, dem söllent ouch die von Strazburg solich halten, daz er mit den zweien rite und darzü sitze und sich der Sachen anneme. wer ez aber, daz ir einre versworn bette reht zü sprechende und daz by syme eyde behebet, das er ez versworn habe, so söllent sie uns einen andern biderben man usz irem rat an dezselben stat geben, den wir in nennen!, und den solich halten, daz er ez düge, mögen! uns die fünfe gütlich mit einander gerihten und entscheiden mit unsere beider wissende und wille, da by soll ez bliben, möhte aber das nit gevolgen, so söllent sie darumbe in dem nehsten monate darnach ein reht sprechen, und waz denne also von den fünfen oder von dem merren teil under in erkant und gesprochen würt, daby sol ez bliben und von beyden siten gehalten werden one geverde. dezselben gliche ist beretd, were ez, daz wir die von Strazburg in der zite diser eynunge mit dem vorgenanten unserme herren marggrafe Bernharte mit sinen mannen, dienern, undersessen oder den sinen die ietzent manne, diener oder die sinen sint oder in der zite diser eynung werden!, spennig oder miszhellig würden! und das die ansprach unsere were, das söllent wir dem vorgenanten unserm herren dem marggrafen verkünden, das er darumbe zü tage zü uns an disen nachgeschribener stette ein zwene manne siner rete, die darzü sitzen!, zü denselben zweien wir ouch zwene manne unsere ratez schicken und setzen söllent. und sollen! ein gemein man usz des vorgenanten unsere herrn des marggrafen rat darzü nemen, der nit versworn het reht zu sprehende und daz by sinem eyde behabet, daz er ez versworen habe, so sol er uns einen andern byderben man uz sinem rat an dez stat geben, den wir yme benennen! und den sol ouch der vorgenant unsere herre der marggrafe solich haben, daz er darzü rite unt sitze und sich der sache annemen mögen! uns dieselben gütlich gerihten und entscheiden mit unsere 1396 605 beider sitte wissende und wille, da by sol ez bliben. möble aber das nit gevolgen, so söllent sie darumbe ein reht sprechen in dem nehsten monat darnach, und waz denne aldo von den funken oder dem merren teil under in erkant und gesprochen würt, daby sol ez bliben und von beyden teilen gehalten werden ane geverde. were 5 euch, das die von Strazburg deheinen unsere marggrafe Bernhartz man, diener, under- sessen oder der unsern ansprechent oder die unsern sie wider umbe züge oder mähten sich der oder die von uns und woltent uns nit gehorsam sin, so balde wir daz empfinden!, so süllent wir sie darnach nit husen, holen, schüren, schirmen noch in zülegen und söllent dem oder den widersagen und vigentlich 111 gegen in tun und söllent den von Strazburg alle unsere slosz gegen denselben uff tun und in uff sie geraten und beholffen sin untze an die stund, das der oder die den von Strazburg getunt, also davor von uns, unsern mannen, dienern, undersessen oder den unsern geschriben stat. dezselben glichen sol uns marggrafe Bernhart gen den von Strazburg und allen den Iren, die dez nit gehorsam werent, behaben sin 16 und widerumbe geschehen one geverde, doch sol disz zu beyden teilen nit anegen eigen, erbe, zinse, gulte oder schulde, daz söllent wir beydersite lassen bliben, also daz herkommen ist one geverde. ouch ist zu wissende, von welchen vorgenanten Sachen man zu tagen beidersite schicken sol, das die tage darumbe sin söllent zu Offenburg in der stat, und sol ein teil dem andern tag aldar verkünden, were aber, 2» das unsere deheime teile zu ettlichen ziten nit gefuglich were gen Offenburg zu ritende oder dahin zu schickende, ist denne, daz wir marggrafe Bernhart die manunge du nt und die ansprach unser ist, so söffen wir unsere zwene ratman, die wir zu der Sachen setzen wellent, schicken gein Strazburg in die stat und söllent danne die von Strazburg drie irs ratez zu denselben setzen nach vorgeschobener wise, die der 25 Sachen alda ende und usztrag geben!, were aber die manunge oder ansprache unsere der von Strazburg, so söffen wir unsere zwene ratmanne, die wir zu der Sachen setzen wellent, schicken gen Baden in die stat und sol unsere herre der marggrafe drie der sinen darzu schicken und setzen, die der Sachen aldo nach vorgeschribener wise ende und usztrag gebeut one geverde. es ist ouch beretd, daz iegelich teil under 8,1 uns dem andern sine hilff und dienst uff sine selbes koste, schaden und Verlust tun und dienen sol one alle vorderunge, Widerrede und geverde. und sint disz die kreysze dieser Vereinungen, darinne wir beide teil einander getruwelich geraten und beholffen sin söllent und wellent, also vor bescheiden ist mit namen von Friburg in Brysgöw an untze über Bin gen Ensesheim; von Ensesheim gen Bufach ; von Bulach 35 daz gebirge herabe, alse die snesleyffen gant untze gen Ohsenstein; von Ohsenstein bitze gen Büsche; von Büsche gen Wissemburg, von Wissemburg gen Luterburg ; von Luterburg über Bin gen Graben; von Graben untzen gen Eppingen ; von Eppingen gen Besenkeim ; von Besenkeim gen Herremberg; von Herremberg daz gebirge hinwider uff gen Friburg, alles, alse die snesleiffen von beiden gebirgen 40 ietwedersite Bines gegen dem Byne smeltzent und fliessent one geverde. und sol oncli dise vereinunge stete feste und unverbröchenlich zu haltende und getruwelich zu vollefürende in aller der wise, alse vorgeschriben stet, und söllent und wellent ouch unsern öbersten ambahtman mit namen Bernhart von Heini düngen, 600 1396 oder den wir harnach an unsere stat setzent und dem wir unsere lant empfelhent, so wir nit in lande sint, die wile daz zil diser eynunge weret, heissen und tun sweren in gegenwürtikeit dez rates von Strazburg, also gefügete ez sich, das wir nit in landes werent, wenne er, oder den er ez vürbasser befilhett, denne von den von Strazburg an unsere stat gemant werden!, dieselben manungen die von Strazburg uns oder unsern amplüten gen Baden tun söllent, daz sie denne den von Strazburg an unsere stat du nt haltend und vollefurent alles daz, daz dise vereynunge wiset und seit und alse obe wir selber gegenwärtig werent one allez verziehen, sumen und hindernisze. derselbe unsere Oberster ambahtman, sin stathalter und die amptlüte, die under irne sint, dasselbe by sime eyde ime ouch färbasser sol tun sweren zu haltende one alle geverde, doch wenne wir marggrafe Bernhart ein andern amptman setzent, dem wir unsere lant empfelhent, den söllent wir nit setzent, wir haben! in danne vor vor meister und rate zu Strazburg geton sweren zu haltende in alle die wise, alse vorgeschriben stat. desselben glichen söllent wir die vorgenanten meister und rat von Strazburg gegen dem vorgenanten herren dem marggrafen, den sinen unde syme öbersten amptman, so er nit in landez ist, wore und stete und unver- bröchenlich halten, und globent daz uff die eide, so wir darumbe zu den heiligen gesworn haben zu tunde und alle jare, so der alte rate in unsere stat abegat, daz denne dem nuwen rat in ire eyde beleihen sol werden, dise vereynunge gegen in zu haltende in aller der messen, alse die wiset und seit und vorgeschriben stat, doch sol uns die manunge, alse wir gemant werden! gen Strazburg, geschehen one alle geverde. und in diser eynunge nemen wir zu beiden siten usz unsern gnedigen herren den römischen kunig; so nement wir marggrafe Bernhart sunderlichen usz unsern lieben herren und Öheim den erwürdigen beim Ciinrat ertzbischoff zu Mentze, hern Räppreht den eiltern, hern Riippreht den jungem und desselben sune pfaltzgrafen by Rvne und hertzogen in Peygern, die hertzogen von Österriche und "grafe Eberhart von Wärtemberg, do sie selber houbtlüte sint, wo sie aber nit houbtlute sint und helffere werent, gen denselben sollen wir einander geraten und beholffen sin, alse gen andern unsern vigenden ungeverlich. so nement wir die von Strazburg auch harinne usz den erwürdigen herren, herren Wilhelm byschoff, das bystüm und die stift zu Strazburg, die hochgebornen fürsten und herren die hertzogen von Ssterrieh, zu den wir vereyniget sint, also unser eynungez briefe wisent und nement ouch usze die eynunge, die wir haben! mit dem bystüm von Strazburg und mit dez riches stetten in Eilsasz, alse dieselbe eynunge wiset. und nement ouch harinne usz unsere guten fründe den schultheissen, den rat und die stat zii Sarburg und nement ouch üsse harinne die ursage, die wir hant mit hern Heinrich Kämmerer undJDiether Kämmerer gevettern. und were ez, ob wir beidersite mit iemant anders’ deheine setze oder ursagen betten!, die nement wir ouch harinne usz. gewänne aber^dehein teil under uns mit denselben zu schaffende und würde danüe unsere ein teil von dem andern wider dieselben umbe hilff gemant, so sähen! wir in fürderliche unsere ur- sagen~und setze abesagen. und wenne die zile der ursagen vergant, so schien wir beidersite gen denselben einandere helffen und vigenliche tun, alse dise einunge wiset alle argenliste und geverde harinne uszgeslossen. und dez zu eime waren sichern 5 10 15 20 25 30 35 40 1396 607 Urkunde so hant wir der obgenant marggrafe Bernhart unsere eygen ingesigel und wir der meister und der rat von Strazburg derselben unsere stette ingesigel by einander lossen hencken an disen briet. der geben ist zu Strazburg uff die krumbe mittewoche in dem jare, do man zalte von gottez gebürte drützehenhundert jare 5 nüntzig und selis jare. und sint dirre briete zwene gliche, der unsere ietwederteile einen bet und ouch by im hübet. Str. St. A. G. U. P. 45 nr. 82. or. mb. lit. pat. e. 2 sig. pend. Reg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1681. 1042. Markgraf Bernhard von Baden verspricht im Hinblick auf ein soeben mit 10 Straßburg geschlossenes dreijähriges Bündnis , seine noch schwebende Streitsache mit Ludwig von Lichtenberg entweder bis zum 11 Mai auszugleichen oder sie nach dieser Frist vor Herzog Leopold , vor Bischof Wilhelm von Straßburg , ja vor Straßburg oder einem von jenen bestimmten Obmann zum Austrag zu bringen, isua März 29. Wir Bernhart von gottes gnaden marggrafe zu Baden verjehen und bekennen 15 mit disem briet: alse wir uns mit den erbern wisen meister rate und bürgern der stat zu Straszburg und gegen allen den, die uns beidersite unser lute, bürgere oder die unsern kriegen, beschedigen oder verunrehtigen wölten, vereynt haben, alse das die briete völleklich wisent, die zwüschen uns darüber gemacht sint, und wand in der selben eynunge begriffen ist: weres, das uns marggraf Bernhart nöt were die von 20 Straszburg uf Ludwigen herren zu Liehtenberg umb hilffe zu inanen, als sie uns uf in beholffen sollen! sin nach unser eynunge sage, das wir uns gegen den selben von Straszburg versprechen mit disem briet umb die sach, die wir bisher untz uf disen hütigen tag, als datum dis briefs sagt, mit dem vorgenanten von Liehtenberg zu schaffend gehabt han, darumb wir in friden yetzund mit im sin bis uf den montag ^pni 25 nebst körnet, weres nü sach, das wir hie zwüschen und dem selben montag mit Ludwigen von Liehtenberg nit verriht wurden!, das wir dann den von Straszburg zu liebend zu früntschaft umb die selb vergangen sach des rehten hüben wollen hinder den hochgebornen fürsten unserm herren hertzog Lüpolt hertzog zu Osterrich oder hinder dem erwirdigen hern Wilhelm byschoff zu Straszburg oder vor dem vorge- 3o nanten rat zu Straszburg oder uf gemeynen erber lüte dryen, tunten oder siben zu gelegen tagen, weres dann, das wir uns mit Ludwigen von Liehtenberg eins gemeynen mans nit vereynen mohten, welchen erber man denn meister und rat zu Straszburg düncket, der uns glich sy zu nemend, den sollen wir in gevolgig sin zu nemend. wölten wir aber daby nit hüben, so sollen! uns die von Straszburg darüber von der 35 alten vergangen sach wegen gen dem von Liehtenberg, als vor bescheiden ist, nit beholffen sin, sie tetten ez dann yn ane geverde. wölt aber Ludwig von Liehtenberg ein solich reht von uns uszslahen und nit uf nemen, so mögen wir darnach meister und rät zu Straszburg umb hilffe uf in inanen, die sollen! uns dann an in beholffen sin nach uszwisunge der eynunge, die wir mit in haben, ane Widerrede und ane alle 40 geverde. des zu urkund haben wir unser insigel lassen hencken an disen briet. VI. 77 i- ! i In 608 1396 der geben ist an der krurnmitwoeh in dem jare, do man zalt nach Crists gebürt drut- zehenhundert jare nuntzig und sehs jare. Str. St. A. G. D. P. lad. 44/45 nr. 81. or. mb. lit. pat. e. s. pend. Reg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1682. 1043. Symund genannt Wecker, Graf von Zweibrücken und Bitsch, Landvogt s im Eisass giebt seine Zustimmung zu der Teilung der Burg Herrenstein 1 zwischen Dietrich Cammerer und Conrad Lantschaden und seinem Bruder Heinrich von Zweibrücken. geben an sant Georientage 1396. 1396 April 23. Str. St. A. V. C. G. K. 30 b. cop. ch. coaev. Herrensteinbüchel. 1044. Der Edelknecht Blicker von Botenburg schliesst mit der Stadt Strassburg l° eine Sühne namentlich wegen der Gefangennahme ihres Bürgers Hanseman Sturm, geben des nehsten zinstages vor dem meige tage des jares 1396. 1396 April 25. Str. St. A. G. D. P. lad. 165/166 nr. 86. or. mb. lit. pat. c. I. sig. pend. 1045. Johann von Mülnheim genannt Bichenberg, Bitter, an Meister und Bat von Strassburg: bittet Peterman von Duntzenheim, Hügelin Süssen sun, Friedrich von 15 Hochfelden und uwer trumpeter, uwer burger, die ihm und seinen armen Leuten, zü Sasbach in mime dorffe wol 100 ft. wert in pferden, eseln, kügen und swin geraubt haben, zur Entschädigung anzuhalten. geben des samestages vor dem meyge tage 1396. 1396 April 29. Str. St. A. Abt. IV, 72. or. ch. I. cl. so 1046. Werner Sturm der Meister und der Rat von Strassburg an ihre Boten in Hagenau: senden einen Brief des Rates von Speier und beauftragen sie von den Hagenauer Räten heimlich zu erkunden, ob sie die gleichlautende Aufforderung Speiers erhalten haben und Gesandte schicken wollen . . . nü verstond ir wol, das uns küm- berlich ist unsere hotten gen Gerlingesdorf zü schickende. datum vigilia sanctorum 25 Philipp! et Jacob! apostolorum anno 1396. 1396 April 30. Str. St. A. AA. 118. or. mb. I. cl. 1047. König Wenzel teilt mit , daß er den Erzbischof von Mainz zum Vermittler zwischen Straßburg und Bruno von Rappoltstein bestellt habe und befiehlt allen Anordnungen desselben Folge zu leisten. Prag 1396 April 30. so Wir Wenczlaw von gottes gnaden römischer künig zü allen zyten merer des riches und künig zü Beheim embieten dem burgermeister rate und bürgern gemein- 1 Diese nördlich von Zabern gelegene Burg gehörte später der Stadt Strassburg ■ iß 1396 609 liehen der stette zü Strazburg unsern und des riches lieben getruwen unsere gnade und alles gut. lieben getruwen. suliche Sachen, kriege und zweytrachte, die zwuschen dem edeln Brunen von Rappoltstein unserm und des riches lieben getruwen an einem teil und üch an dem andern teil sint, haben wir befolhen dem erwirdigen Cunrad 5 erczbyschofen zu Menczen dez heilgen riches in d ätschen landen erczkanczeler, unserm lieben nefen und fürsten und ym ouch unsere gancze und vollemaht gegeben die von unsern wegen zwischen äch zu verhörende und sie, mühte das mit der minne nicht gescheen, mit dem rehten genczlichen hinzulegen und zu enscheiden. darumb so gebieten wir üch ernstliche und vesteklichen by unsern und des riches hulden i« und wöllen, das ir von aller solicher Sachen wegen vor den egenanten erczbischofen von Mencze uff soliche tage, die er äch bescheiden und benennen wirde, kommen und üch an dem rehten daselbst genczliche begnügen lassen sähen, alse wir ouch das zu tünde dem egenanten Brunen müntliche mit ernste befolhen und gebetten habent. wenne geschee es, das derselbe Brune oder ir solichen unsern gebotten un- 15 gehorsam sien und vor den egenanten erczbischof nicht kommen und im an dem rehten da selbst nicht benügen lassen wolte, sunder darüber freveln meynte, so haben wir bevolhen und ernstliche gebotten beyde dem egenanten erczbischofen zu Mencze andern kurfürsten, fürsten, graven, fryen hern, rittern und knehten und stetten unsern und des riches heben und getruwen, das sie dem teile, das also ungehorsam 20 were, wider das ander teil von unsern wegen zu dem rehten bistendig und beholffen sin söllent. geben zii Präge des suntages vor sant Philippi und Jacobi tage unser rieh des behemischen in dem 33 und des römischen in dem 20 jar. Prag 1396 April 30. Str. St. A. AA. 113 nr. 58. or. ch. lit. cl. 25 Gedr. Happ, ürlcb. 11, nr. 450. 1048. Herman Ebner der ältere in Nürnberg an Hans Bock in Strassburg: hat für ihn 750 Gulden Schulden eingezogen und 100 davon nach Tachau bezahlt. Hofft jedoch, dass er die andern nicht nach Schwanberg zu zahlen brauche . . . wann der künk von Ungarn selber an der lantaffell gesessen ist und frid in Behaim westelt so hot, und ist in guter freintschaft von unserm hern küng geschaiden. Die Panzer will er mit dem nächsten Wagen, der nach Strassburg oder in die Gegend fährt, senden, geben am samptztag vor Walpurgen. [1396 April 30.] Str. St. A. AA. 113 nr. 25. or. ch. I. cl. 1019. Graf Friedrich von Leiningen an Strassburg: beklagt sieh über Hannemann 35 von Bitsch, der den geschworenen Burgfrieden auf Burg Waldeck nicht gehalten habe und jetzt einen Sühnetag verweigere. geben uff sondag nach sante Walborg dag 1396. 1396 Mai 7. Str. St. A. Abt. IV, 72. or. ch. I. cl. 1050 . Teilung der [später strassburgischen] Feste Herrenstein vollzogen und verkündet durch Diether Cammerer von Worms, Cünrat Fantschaden und Heinrich von Zweibrücken: . . . der bürg halber zu Herrenstein mitten glich durchgemessen an zu behende an dem groszen turne und die bürg durch usz bitz uff ahte schühe ze wendende von dem deinen Herrenstein, davon sol juncher Heinrich den teil des vorgenanten slosses haben naher Müsseborn . . . und sol das dein Herrenstein des vorgenanten juncher Heinrichs auch alleine sin; dagegen erhalten die beiden andern . . . das teil des obgenanten slosses, das do gelegen ist naher dem burgholtze zu und heiszet der sal mit sime begriffe, und sol die cisterne und die zwene turne und die porten gemein sin und alle stelle zu den nöten, und süllent ouch die gemeinen wehter iren umbegang und wahte han glicher wise als vor; und sul ouch nieman buwen bv ahte schuhen by das dein Herrenstein, ouch ist beredt, als die bürge zu Herrenstein den langen weg mitten durchusz geteilt und verzeichent ist, das do by die zeichenunge nieman buwen solle neher, danne vier schühe, es sie danne mit der gemeiner wille. und sol ouch der borg gemeine sin. geben uff den nehsten fritage nach dem nontage anno 1396. 1396 Mai 12. Str. St. A. V. C. G. K. 30 d. cop. ch. eoaev. Herrensteinbüchel 1051 . Hans Flösze und Hans Hehler an Meister und Rat von Strassburg: hörten, daz ir uwer ungnode an uns geleyt haut und bitten um Geleit zur Verantwortung. geben uff sunnentag noch dem nontage anno 1396. 1396 Mai 14. Str. St. A. Abt. IV, 72. or. ch. I. cl. 1052 . Alle von Andlau verkünden: . . . daz wir uf disen nehsten vergangen fritag bi uns zu Andelah gerihtet haut von eime knehte, hies Lawelin Fuchs von Altesheim, und haut den gebraut von ketzerigen wegen, so er getriben und getan hat mit luten und mit vihe, mit kügen, mit geissen mit schotten und mit füllen und hat verüget und ist ouch daruf tot. und hat geseit, daz er und Grempe in uwer stat [Hagenau] sitzet in Kleffers gasse und in desselben grempen huse ein naht bi einander gelegen sint sider ostern und haut sü zwene einander geketzert die naht zwür. do wellent zu tun, als ir billich süllent. ouch wissent, daz er me gerüget hat, do wir ouch unser botschaft hin tun wellent. geben uf den pfingestag anno 1396. 1396 Mai 21. Str. St. A. Abt. IV, 72. or. ch. I. cl. 1053 . Breisach an Strassburg: hat seinen Fischern verboten junge Fische mit «der steinwatte noch mit den brütwatten» vor nächstem Johannistag zu fangen ; bittet dies auch seinen Fischern zu verbieten, . . . wand es doch notdürftig were, daz der Rine wider zu vischen körnen möchte. datum in octava penthecostes. [1396 Mai 21—28.] 1 Str. St. A. G. ü. P. lad. 86. or. ch. lit. cl. c. sig. i. v. impr. mut. 5 io 15 20 25 30 35 1 Vgl. unten Brief Breisachs vom Juni 26. 1396 611 1054. Martin von Schilteken, städtischer Diener an Strassburg: berichtet von den Dingen in Böhmen. datum sabbato post festum corporis Christi [Prag 1396 Juni 3.] Str. St. A. AA. 108. nr. 40. or. eh. — Auszügl. gedr. 1). li. A. II, pg. 383. AnmJc 3. 5 1055. Jobst, Markgraf zu Mähren empfiehlt auf Geheiss des Königs Wenzel dem [elsässischen Landvogt Sigmund Wecker] Grafen von Zweibrücken und den in die Landvogtei Eisass gehörigen Städten, die Stadt Strassburg anzuweisen, dass sie in ihrem Streite' mit Bruno von Bappoltstein sich an die vom Könige gefällten Entscheidungen halte; widrigenfalls sollen sie dem Bruno von Rappoltstein gegen die io Stadt Strassburg beholfen sein. [1396 Juni 9.] Nach dem Happ. Urk. II, nr. 456 aus dem liegest eines nicht mehr aufzufindenden Orginal- briefes. Colmar Bez. A. Arm. Bapp. (E 1U39) fol. 142. 1056. Btraßburg schließt ein Bündnis mit Basel auf 3 Jahre. Strassburg 1396 Juni 12. 15 In gottes namen amen, wir Wernher Sturm der eilter der meister der rat und die bürgere gemeinliche der stette zu Strazburg und ouch wir Johans Püliant von Eptingen ritter der meister, der rat und die bürgere gemeinliche der stette zu Basel erkennen uns öffenlichen mit disem Briefe, das wir umbe käuflichen bresten, un- friden, schaden und manigerleye vigentschaft, alse uns, unsern stellen, bürgern und 20 den unsern Überstunden, gescheen und noch anligende ist, und umbe rehter notdurft willen unsere stette und bürgere unser lip und gut vur unrehter gewalt zu beschirmen, alse verre wir mögen!, uns mit einander vereyniget haben! und vereinigen! uns mit disem Briefe uff die eyde, die wir darüber geton haben!, von hynnan Bitze sant Martinstage nehist kommet und von demme sant Martinstage über drü gantze jare die 25 nehesten nacheinander kommende, alte kriege und atzung in dirre vereynungen uzgenommen, getruweliche und vesteklichen einander beholh'en zü sinde one allerleye hindernisz und vertzog wider alle die, die uns leidigen!, schädigen! und letzen! an libe und an gute, es sie mit röbe mit brande, mit gefengnisse, mit nome, mit un- rehtem widersagende an unsern friheiten, rechten und güten gewonheiten, die wir 30 harbroht haben oder mit welichem schaden und Sachen das anders gescheen möhte noch solicher Bescheidenheit, alse hernach geschriben stat, in disen ziten, zilen und kreiszen: zum ersten von dem Rowen stein untz an Burnentrut und dannan gen Rotemberg; von Rotenberg gen Büsche; von Büsche untz die Selsze und andersite des Rines von der öbern Murge untz uff die nidern Murge und da zwischen! 35 von eim gebirge untz an daz ander, alse die snesleiffen gant wider den Rin on alle geverde mit namen also: wer es, das deheine stat ander uns den vorgenanten zwein stetten oder die unsern also geschediget oder geleidiget würde in der vorgenanten zit von iemanne, wer der were, der in dem obgenanten begriffe gesessen were und der rot der stette oder das merrenteil des rotes uff den eyt erkantent, das sie geschediget Novbr. II 612 1396 were wider dem rehten, und das man ir unreht dete, der sol die ander stat beholffen sin uff den eyt gelicher wise, alse ob ir das unreht oder der schade widerfarende were. doch sol die stat, die da geschediget ist, verbotscheften der andern stat, das sie geschadiget sie, und sol denne die stat, der es verbotscheft wurt, alse do vorgeschoben stat, fürderliche und on vertzog uff den eyt die anegriffen, die den schaden s habent getan, das es gerihtet werde one alle geverde. ouch vor allen dingen, wo ein stat under uns beden der andern stette schaden und unfrommen zu frischer getotd mag heißen weren, wenden und fürkomen, darzu söffen und wellen wir uns einander nit lossen mit gantzen truwen one alles vermanen und vertziehen. were ouch, das yeman der vorgenanten unserre zweier stette eine deheinen schaden dete in io den vorgenanten zilen und zyten, demme sol man in den vorgenanten stetten keinen veilen köff geben, und kerne ouch einre in der vorgenanten zweier stette deheiner, der eine derselben stette geschadiget hette, den sol die ander stat anegriffen, darin er kommet in alle wise, alse ob ir der schade gescheen were darnach, so es verkündet wirt von der andern stat, die do geschadiget ist. wir söllent ouch wider alle >- die, die unsere vigende enthalten!, spisent oder in zülegent, einander beholffen sin, alse uff den oder die, die uns den schaden selber getan hettent. und wer es, das ieman deheine stat under uns schedigen oder spise, hülffe, andern rot schicken wolte oder schickete den, die uff si zogetent, das sol die ander stat weren und wenden, alse verre sie kan oder mag, uff den eyt one geverde. und solte ouch die anegriffen s» ir lip und ir gut, die den schaden geton hettent oder schedigen woltent. und daruff sol ouch deheine stat under uns beden wider die ander nieman deheinen veilen köff geben, spise noch andern rot tun noch geben und ouch ieman, der dirre stette einre schedelich were, nit husen, holen noch enthalten, dann das yegliche stat under uns beden ye eine der andern wol sol günnen und ouch darzü beholffen sin one geverde 25 uzz und in zu ritende und ir vigende daruz zu schädigende, was krieges ouch in den vorgenanten zilen uferstünde und die wile dise vereynigunge weret und von einre der vorgenanten zweier stetten anegefangen oder begriffen werde, der stette sol die ander stat beholffen sin, alse lange untz der krieg gesünet wirt, und sol sich deheine stat under uns beden one der andern stette willen mit jemanne nit sünen, friden 30 noch Vorworten, danne wir söllent bedersit gelich darynne versorget werden noch der gelegenheit der Sachen, es ist ouch beretd, das deheine stat under uns beden der vorgenanlen stetten deheine künige, fürsten noch herren beholffen sol sin von diser vereynigunge wegen, sie tünd es danne gerne, wer aber, das deheine stat der vorgenanten stette deheinem künige oder herren dienen wölte, was der stette in dem 35 dienste geschehe, darzü sol in die ander stat nit beholffen sin, sie tü es denne gern, man sol ouch deheinen herren noch stat in dise vereynunge emphohen, wir zwo stette sint es denne einhellekliche über ein körnen und getruwent, das es nütze und gut sie. wurde ouch ein stat der vorgenanten stetten manende, daz sie ir ein volgk lihe zu lantwere, darzü söllent die von Strazburg nit me lihen, denne viertzig glefen 40 und die von Basel drissig glefen, man tü es denne gerne, der yegliche glefe wol uzgerüstet sol sin mit drigen hengesten und pferden mit irme gantzen harnesche; und sol der ein kneht uff dem einen pferde ein gewoffenter kneht sin, der einen spiesz 1396 613 in der hende küret, umbe minre mag man si ouch wol manen. und weihe 8lat, die also manet umbe volgk, die sol den gelefen, darumbe sie gemant bet, yeder glefen vur abgang, kosten und schaden geben zum tage und zur naht ein halben güldin von dem tage, alse si uzzrittet ze zalende, bitz das sie wider heim koment, und das b gelt sol die stat, die do gemant bet und der die glefen und volgk geschicket werdent, geben und bezalen in dem nehisten monate darnach, so das an sy von der stat, die die glefen dargeluhen bet, gevordert wirt one geverde. wurde man aber zu velde ligende, so sol ye die stat under uns zwein stetten iren sundern kosten haben on alle geverde. wer es ouch, das under uns zwein stetten einre notdürftig were ein io besesz zu tünde oder uszog vur ein slosz oder ein vestin, und sie beduhte, das ir die ander stat billiche darzü hülffe, die stat, die das besesz oder den uzzog also tun wolte, sol das der andern stat verkünden, das sie mit namen drige erbern hotten von iren reten gen Brisach schicke, in den nehisten ahte tagen darnach so sol die stat, die das besesz oder uzzog meinet zu tunde, zween erbern hotten von irme rote und irer i5 stette wegen darzü schicken, und söllent die funke unvertzogenliche zu samen sitzen und sich underreden von des besesses und uzzoges wegen und zu rote werden noch gelegenheit der Sachen uff den eyt dewederme teile zu liebe oder zu leide, was die gern ante stat zü dem besesse oder uzzoge dienen oder tun sol und waz gezüges, das sie het, sie darzü lihen sol, und waz die funke oder das merrenteil under in darumbe äo sprechent und zu rote werdent, das sol die gemante stat unvertzögenlichen in den nehisten ahte tagen darnach tun on Widerrede und geverde. und was kosten man zu dem sesse oder uzzoge habende wurde, es were mit bühssen, wercken, tümbelern, ebenhöheten, grebern, werckmeystern oder werckhiten, den kosten sol die stat liden, die die manunge getan het, alse ouch wir beden stette unser yegliche stat sünder- 25 liehen zu der herschaft von Österich verbunden ist. wer es da sache, das unser ein stat von der andern gemant werde, und die da gemant werde, in manunge und hülffe were derselben herschaft von Österrich, alle die wile, das die stat in hülfe der herschaft von Oster- rich ist und ire dienere und glefen by der herschaft von Österrich het, so sol die stat der andern stette nit gebunden sin zu helffende untz an die stünde, das der stette 30 diener und glefen, die by der herschaft von Österrich warent, wider heim zü huse körnen sint. und alse balde sye heim kommen!, so sol giegenante stat der stette, die sie gemant het, unverzögenliche ir diener und glefen schicken noch deine, alse sie danne gemant ist, und alles des gehorsam sin zü tünde, das sie der andern stette verbunden ist zü tünde alles on geverde. wir nemen ouch zü beden siten harinne 35 uzz daz heilge römische riche, item und die herschaft von Österrich, zu der wir zwo stette unser iegliche sonderliche verbunden ist, die wile dieselben verbüntnüssen werent, und nit lenger. so nement wir bedersit harinne uz unser iegliche stat iren bischoff und sin bystüm. so nement wir die von Strazburg harinne uz den hoher- bornen fürsten und herren, herren Bernhart marggraff zü Baden, zü deine wir jo vereyniget sint, die wile dieselbe vereynigunge weret und nit lenger, unde unserre güten fründe den schultheiszen, den rot, die bürgere gemeinliche der stette zü Larburg, die wile die versigelte verbriefte früntschaft weret, die wir mit in hant, die zil uz und nit vürbasser. mit solicher bescheidenheit, das ie die stat under uns zweien ' ■ r; i« (■.!! : ■ i I ! »Ui m 614 1396 stetten wider iren bischoff nit beholffen sol sin, er sie höbtman oder helffer. weite aber ieman, wer der were, dirre zweier herren der byschöfe oder ir bystüm deheinen, den bischoff von Strazburg oder den bischoff von Basel, der nu ist oder hernach wirt, anegriffen oder schädigen von irre gotzlniser guter wegen, die sie inne hant, so mag ie die stat under uns zwein stetten inne bischoffe beholffen sin nnd zu helffe 5 komen, ob si wil, und sol ir das an diser vereynigunge nit schaden one alle geverde. wer aber, das der zweier herren der bischßfe deheinre, die nu sint oder in disen zilen werden!, atzunge oder, krieg mit unser zweier stette einer gewännen!, sie werent hobtlöte oder helffer, das weder von sins bystums noch des gotzhuses guter wegen dar rurte, dem oder den sol deheine stat under uns zwein stetten uff die ander nit io beholffen sin one geverde. doch söllent wir zwo stette einander beholffin sin in alle wise, alse diser vereinyung briet stet, one geverde. es ist ouch beretd, were ob eine stat die ander under uns manete ieman an zu griffende, der sie schadigete oder ge- schadiget bette, den mag die gern ante stat wol anegriffen unverbotscheftet, ob si wil, wil si yn aber darumb verbotscheften, der do den anegriff oder schaden getan bet, " das er den anegriff oder schaden kere, das mag die gemante stat wol tun, also widerkerte der nit, der den anegriff oder schaden getan bet, so sol die gemante stat zu stunt darnach in anegriffen und beschädigen, so sie yemer beste oder getrwelicheste mag, alse bette er ir den anegriff oder schaden selber getan, one geverde. das ouch wir die vorgenanten zwo stette desto fridelicher und fruntlicher miteinander geleben 20 mögen!, so haben! wir mit gemeineme mute gemache! und beretd, das dehein burger oder burgerin der vorgenanten stetten die andern bekumbern söllent, denne die woren schuldenere. wolte aber dehein burger oder burgerin der vorgenanten unsere stetten die ander zu rede setzen in der stat, da die schuldenere inne gesessen sint, umbe deheiner hande schulde oder umbe deheine ander sache, die sie mit inen zu scliaf- sz tende hant, den sol man richten unvertzogenliche. löggent der schuldener der schulde oder der clage, darumbe er angesprochen wirt, und wil in der kleger ertzugen, das sol er dun mit biderben luten, die da by sint gewesen und umbe die schulde oder umbe die ansprache wissen!- oder mit brieten, die billiche bellten söllent und mögen!, und sol man ouch die hören und dem kleger darnach rillten on geverde. es ist ouch 30 beredt, das deheine stat under uns vorgenanten zweien stetten noch dehein burger oder burgerin der vorgenanten zweier stetten die ander stat noch burger oder burgerin under uns anegriffen noch bekumbern sol one gerihte, wände hat ieman under uns den vorgenanten zwein stetten burger oder burgerin mit dem andern utzit zu schaffende oder an zu sprechende, in weihen weg das were, das söllent sie tun mit gerihte 35 an den stetten, da in ienre, den sie da anesprechent, zu rehte sol stan. und sol man ynen da rihten unvertzögenliche, alse da vor geschriben stat. doch sol deheine stat under uns annemen deheinen iren burger oder burgerin zö schirmende wider die andern der vorgenanten stette burger oder burgerin von deheines krieges oder ane- griffes wegen, der iren bürgern oder burgerinen beschee, e denne sie ire burger oder 40 burgerin wurden!, geschee ouch dehein anegriff under uns den vorgenanten zwein stetten one gerihte, den sol die stat der burger oder burgerin, die den anegriff getan hant, solich haben, daz sie widertunt, das si one gerihte getan hant, wände ieder 1396 615 burger oder burgerin under uns den vorgenanten stetten söllent voneinander reht nemen an den stetten, da sie es von rehte tun söllent, alz vorgeschriben stat. und harüber, so hat deheine stat under uns den vorgenanten zwein stetten mäht über die ander zu erkennende von ires burgers oder burgerin wegen anders, wände dovor 5 bescheiden ist. es ist ouch beretd: geschehe, das wir die vorgenanten zwo stette span gewünnent miteinander von deheins artickels wegen, die an disem briete geschriben stant, so sol die stat, die den bresten bet, iren bresten der andern stat vürlegen und drige manne nemen uzer dem rote der stette, an die denne die ansprache ist, und usser irem rote ouch zwen der iren darzü schicken, und sollen! die fünfe unvert- io zögenliche varen und körnen gen Brysach in die stat und miteinander über die sache sitzen und den bresten bekennen, das sie ouch one alles sumen tun söllent. und waz denne das merrenteil under den benanten tunten erkennen! uff den eyt, das sol vür sich gan, und sol man ouch das denne vollefüren und halten one alle geverde. und sol ouch iedie stat in ir fryheit rehten und gewonbeiten beliben und sol ynen daran 15 dirre vorgenante artickel nit schaden, wir sint ouch übereinkomen: wer es, das dehein burger under uns zwein stetten sin burgreht verteilt wurde, das er nit komme in die stat von etlicher hande Sachen oder untete wegen, wo der deheinr in unser der vorgenanten stetten deheine kerne und burger da wurde, die sol ime doch nit beholtfen sin noch schirmen von der Sachen wegen gegen der stat, dannan er vertriben ist 20 und sin burgreht verteilt ist, one geverde. were ouch, das man redende wirde umbe ein gemeine eynigunge oder lantfriden zu Eilsasz, so söllent wir die vorgenanten zwo stette unser hotten zu einander senden, und erkennen! wir zwo stette denne, das uns nützlich sie in den lantfriden oder eynigunge zu körnende, das mögen! wir wol tun. geschehe aber, das einre stat under uns zweien stetten nit fügte, daryn zu körnende, 25 die mag hie usse hüben und mag die ander stat wol daryn körnen, ob sie wil. doch weihe stat also daryn kerne, die sol nit darin körnen, denne mit solicher bescheidenheit und gedinge, das si dise vereynigunge uszneme, das die vorgange in alle die wise, alse diser vereynigunge brief wiset und seit one alle geverde. wir geloben! ouch by unsern eyden, wenne ein rot abgot under uns zwein stetten den vorgenanten, das ie 30 der alte rot dem nüwen rote in den eyt sol geben dise vereynigunge und disen brief stete zu haltende untze dem vorgenanten zile one alle geverde. ouch ist beretd, das dise vereinigunge den bünden, so wir bedersite unser yegliche stat sonderliche mit der herschaft von Ssterrich haben!, kein schade noch letzen sol sin, wenne die selben bünde bedersit in iren tagenden und kreften hüben söllent, so sol ouch dise 35 vereinigunge kein schaden sin noch letzen die vereynigunge. alse wir die von Straz- burg zu dem herren marggraff Bernhart vereiniget sint und ouch kein schade sin noch letzen die fruntschaft, so wir die von Strazburg haben! mit den von Barburg, ouch mögen! wir bedersite büntnisze machen und in früntschaft körnen mit weme wir wellen! und sol uns daran nit letzen noch irren dise vereiniung in deheinen weg on 40 geverde, doch mit der bescheidenheit, alse vorgeschriben stat, das dise vereinigunge, die wir miteinander haben, usgenomen söllent werden und vürgang haben, es ist ouch beretd: waz zolle wir zu beden siten in unsern stetten ufgesetzet und gemachet hant, by den zöllen söllent wir bedersite hüben one alle geverde. und das dise vereinigunge VI, 78 616 1396 gantz veste und stete blibe, so hant wir die vorgenanten meister und rete der stette Strazburg und Basel zu eim woren urkunde unserre stette ingesigele an disen briet getan hencken. gegeben zu Strazburg in dem jare, da man zalte von gottes gebürte drützehenhundert, jare nüntzig und sehs des nehesten mentages vor der zweier heiligen tage Viti et Modesti. und sint dirre briete zwene glich, der yeweder stat s under uns beden einen bet und ouch by ir hübet. Str. St. A. AA. 1836. or. mb. c. 2 sig pend. qr. 1 (Basel) delaps. [in verso] Als die stette von Strasburg und Basel sich drü jor gegeneinander vereiniget haben. Ibid G. U. P. lad. 48/49. cop. eh. coaev. — Basel St. A. St. Urk. nr. 744 gr. or. mb. c 2 sig pend. Erwähnt D. R. A. II, 173. „ Erwähnt Reg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1689. 1057. Friedrich von Nügürte an Strassburg: bittet um freies Geleit zur Verantwortung, ... da ir meinent, daz ich doby gewesen sy, do üch das uwere genuinen sie . . . datum feria tertia post Barnabe anno 1396. 1396 Juni 13. Str. St. A. Abt. IV. or. ch. I cl. 1058. König Wenzel gebietet dem Landvogt im Eisass und den Städten der Landvogtei, den Bruno von Bappoltstein gegen die Angriffe der Strassburger auf seine Schlösser zu schirmen und zu schützen. geben zu Prag uff sauet Vits abende reg. hob. 33. reg. rom. 20. Prag 1396 Juni 11. Regest nach dem Abdruck im Rapp. JJrk. 11 nr. 458. Colmar Bez. Ar. Bnn. Rapp. (E 1039) 1059. Engelhard zu Winsperg, Landvogt des Herzogs von Oesterreich an Strass- juii 4 . bürg: teilt mit, dass er die erbetene Hülfe statt auf St. Ulrichstag nach erhaltenem juii ss. Aufschub auf St. Jacobstag leisten wolle. geben uff sant Vitze tage anno 1396. 1396 Juni 15. Str. St. A. G. U. P. lad. 22 fase. 4. or. ch. Oedr. Rapp. Urk. 11, nr. 459. 1060. Hans Bock als Gesandter in Prag berichtet an den Rat ton RIr aßhurg. Prag 1396 Juni 18. Lieben herren. ich enbiet uich minen gewilligen dienst und lan uich wissen, Juni n. daz Swebelin uf den samstag vor sant Johans dag gen Prowe zu mir kam, und 30 wer gut gewesen, daz er e körnen were, danne der kunig und margrofe Jos bede enweg worent, daz ich uwer briefe in nuit geantwurten mochte, und bet her Brune uich groszen unglimp gemäht, und zu stunt, do Swebelin kam, do anwurte ich dem hertzogen von Stettine sin brief und rette mit dem von den Sachen, wie ez sich verlöten bet und öch, wie ich sust von uich gescheiden bin, daruf er mir dugentlich 35 geantwurtet hat. und bet her Brune faste wider den brief geret, darzü ich geant- wurtet bau, waz ir geschriben hant und ich von munde geret bau, daz sige alse und 1396 617 welle daz für min Keren dez künigez gnade und margrofe Jose bringen und daz er sich verspreche dozü blibende, also welle ich ouch duan. und also ir verschriben hant, welle ich mit brieten und kuntschaft gut machen, daruf ist er heim geritten am suntage vor sant Johans dag und kumt gen Nuierenberg. harnoch wissent uich •/«»« «. 5 zu richtende, also ich uich von der anleit verschriben han, do wisent, daz her Schwartz Rudolf von Andela der briet seit und ez uz sol tragen, doch wart ime der briet noch nuit also balde, lieben heren, wisent, daz ich for dem kunige gewesen bin, und het mich wol enpfangen und ist zii stunt enweg geritten, und also ich von uich gescheiden, do wirke ich min bestez und enkan uich do ton zu diser zit nuit ver- io schriben, wan waz ich ein dag hoere, daz ist den andern dag ein anders, ouch deg- dinge ich von minre schatzunge wege faste, doch foerhte ich, ich kume umb daz gelt, wanne noch kein gefangen ledig geseit ist. ouch bitte ich uich, daz ir mich uwern wilen laut wisen, obe uich uit zu banden koeme, daz ich mich von uwern wegen desto baz darnoch zu rihtende wise, dan ich foerhte, daz ich ein langen i 5 leger haben muas. gebieten! mir. geben ame suntag zu naht vor sant Johans dag zii sungihten 1396. Hans Bogk. Str. St. A. AA. 112 or. ch. I. cl. Gedr. Rapp. Urkb. II, nr. 460. 1061. Markgraf Bernhard an Meister’und Rat von Strassburg: laszen üch wiszen, 2 o das wir yetz uf mitwoch nehst' vergangen zu Spire den von Winsperg gebetten Juni 2 i. haben, daz er uns unsern tag uf sant Kilians tag nehst körnet zü Eltfel 1 2 mit unserm juii s. herren, dem hertzogen helft leisten, hät er uns gesagt, ir habend unsern herren von Osterrich umb hilft uf diz zit gemant, bitten wir lieh mit flizzigem ernst, das ir unsern herren von Osterrich zii diser zit derselben hilft durch unsern willen uberhebent und 25 im ein zii ein manot darumb geben!, umb daz uns der von Winsperg unsern egenanten tag mug Keiften geleisten, und erend uns diser bette und versagend uns der nit, das wollen wir allzit umb üch verschulden und gedienen. ouch bitten wir üch reht ernstlich, das ir uns zwen uwer fründe usser uwerm rät lihen und schicken wollent, das die uf den nehsten mentag zü naht vor dem egenanten sant Kilians tag by uns jvii 3. 30 zü Baden syen und fürbazz mit uns uf unsern vorgenanten tag gen Eltfel riten und uns den mit unserm herren dem herezogen Keiften leisten . . . geben zü Mülnberg an sant Johans abend anno 96. Mühlburg 1396 Juni 23. Str. St. A. AA. 84 or. ch. Reg. d. Markgr. v: Bad nr. 1690. 35 1062. Johann Weiß-Zorn”- Ritter, der aus der Stadt verbannt ist, wendet sich um gütige Vermittlung und Gnade flehend an den Ammanmeister \Ulrich Goße\. Ejyflg 1396 Juni 24. Minen undertenigen, gewilligen dienst byvor. gnediger herre. ich bitte üch durch 40 1 Eltville. 2 Johans der wisse Zorn 1393 Ratsmitglied. 618 1396 gotz willen und dez rehten willen und daran gedenckent, daz mich alle die weit dar- zu nüt broht bette, daz ich usz gesworen bette, danne ir gedenkent euch, daz wir nüt eweclich hie sint und gedenckent an Oertelin Manse , 1 * gedenckent an den probst von Rinöwe, an Reitze von Nu ln beim/ die alle drie fürfaren sint, do menlich got lobet gegent mir, daz sü dot sint, und man wenet, ich hab grosze freude 5 dran geleit, do wissen!, ich wolte darumb tun, daz mir we dete, daz sü alle drie noch lebetent, so wurden! ir wol hörende frömede meren, wann wissen!, wie wol ich von Reitzen wegen von Mülnheim usz bin, so wer mir noch hüte dis tages lieber, daz Reitzen kint von Mülnheim Reiner ynne betten! danne her Brune, und ist daz nüt wor, so müsze ich dez gehen todes sterben, und geschihte ich onch mine knehte jo arme sele von keinre hande sache wegen gen Friburg, wanne von mins ambahtes wegen, wie ich dozü zu beszerunge kumen bin, daz weisz got wol und ichs üch ouch seite zu der zit, do ir mich dotent usswern. darum gnediger herre, sehen! got und daz reht an und schühent nieman, wanne ir von gottes gnoden eren und gutes genug hant, daz ir nieman darumb dürfen! körbten und sint mir darinne beholfen zu mime u> rehten, daz ir doch ebne beiden billieh detent. anders bitte ich ouch nüt. geben zu Eppfiche an dem sunigeht tage anno 1396. Johans Wiszzorn ritter uwer armer diener und gut frünt, war zu ir min bedürften!. Str. St. A. Abt. IV, 72. or. ch. I. cl. 1063. Breisach an Strassburg: 3 hat gehört, dass die Strassburger erlaubt haben, 20 kleine Fische, selmeling, zu fangen, bittet um Angabe der Garne und des Bezugs, damit es sich danach richten könne. datum feria secunda post Johannis baptiste anno 96. 1306 Juni 26. Str. St. A. G. D. P. lad 86.3 or. ch. lit, cl. c sig. i. v. impr. 1064. Herman Ebner in Nürnberg an Strassburg: dankt für die Geschenke; 25 Herzog Hans von Troppau und einige andere haben auf Karlstein 4 königliche Räte ermordet, nachdem sie ihnen vorgeworfen: «ir beim, ir seyt die, die tag und naht underm (sic.) beim künig raten, daz er niht gen deützen landen schull, und wolt in pringen von dem römischen reich». Der König hat die Mörder fürstlich belohnt; dem Markgrafen Jobst, der nach Prag gekommen, hat er befohlen die Stadt zu verlassen; 30 Prag soll nur gegen grosse Geldzahlung und Niederlegung seiner Festungswerke begnadigt werden; viele fliehen zum Markgrafen und den Landherren; der König beabsichtigt nach Deutschland und zwar zunächst nach Nürnberg zu kommen; im Würzburgischen haben sich wegen Zollstreitigkeiten 22 verbündete Städte gegen den 1 Oertelin Mansse war 1395/96 Stettmeister. 35 3 Ein Heinrich von Mülnheim (v. Landesperg) ist 1394/95 Stettmeister. 3 Erinnerung an dieselbe Sache: datum feria sexta post Jacobi apostoli anno 96. [1396 Juli 28.] — Vgl. oben den Brief Breisachs vom Mai 21—28. 1396 619 Bischof empört; der Bischof ist entkommen; die benachbarten Fürsten suchen zu vermitteln; . . . liben herren, als ir Hans Heller herab gesant habt von dez zeugs wegen, loz ich euch wissen, dez man im allen zeug, den wir haben, dez er wegen! gesehen hot, gelossen und in unterweist het aigenlich, dez doch niht gewonlich ist 5 gen niemant zu tun. geben am pfmtztag vor Kiliany. [1390 Juli 0.] Str. St. A. AA. 113 nr. 45. or. ch. I. cl. 1065. Bischof Wilhelm von Strassburg an Meister und Rat von Strazburg: hat gehört .... daz der apt von Ebersheimmünster herrn Hannman von Mülnheim uf uwer pfalcze zu Strazburg tribe und anelange von etlicher stücke wegen, die Ebers- io heimmünster antrelfent, das wir demselben hern Hannmane in pfandes wise zu knuffende geben baut uf einen widerkouff . . . und bittet den Abt mit seiner Klage abzuweisen. geben zu Dachenstein uf den liebsten mendag vor der heiligen zwölfbot ten scheidunge anno 1396 . Dachstein 1390 Juli 10. Str. St. A. AA. 1422. or. ch. 1066. Markgraf Bernhard an Strassburg: schickt einen an ihn gerichteten Brief der drei Herren von Ritsch 1 mit der Bitte um Rücksendung und um Antwort, was die Stadt thun wolle. geben feria 4 ante Marie Magdalene. [1390 Juli 19.] Str. St. A. AA. 103. or. ch. Reg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1694. 20 1067. Thoman von Endingen der Meister und der Rat von Strassburg an Jo- hanse Bocke nnserme burger: . . lant dich wissen, das uns Jolian Baldack diener des durchlühtigen fürsten des marggrafen von Mehern, der ietze hie mit dem Wecker von Bytsch dem lantvögte in diesem lante rilltet, uns verschriben het, so hant wir ime daruff geanwurtet, alse wir dir derselben sinre briefe und unsers abschriften 2 25 senden! harynne verslossen. so hat uns der hochwirdige fürste und herre der byschof von Mentze ein brief geschriben und ein abschrift darynne gesant von hern Brunen von Rappoltstein wegen, dem hant wir daruff geantwurtet, alse wir dir der briefe vuch abschrifte harynne senden! verslossen. dise briefe senden! wir dir darumb, daz due wissest, waz wir underhanden hie haben! und das du dich do 30 inne in allen Sachen deste bazz wissest darnach zu rihtende. und waz du frömder mere do inne empfindest, die lozze uns wissen und lösz dich das kein koste be- duren. datum feria sexta proxima ante diem Jacobi appostoli. [1390 Juli 21.] Str. St. A. A. A. 112 nr. 42. or. mb. I. cl. Reg. Rapp. Urk. II, nr. 463. 35 1 Gemeint sind die Brüder Hanneman I, Simon Wecker II und Friedrich , Grafen von Zweibrücken- Bitseh. Vgl. Stammtafel 3 bei Lehmann, Gesch. d, Grafschaft Hanau-Lichtenberg. 2 Diese Abschriften liegen nicht mehr vor. 620 1396 1068 . König Wenzel befreit die Stadt Straßburg von dem Kaiserlichen Hofgericht und jeder fremden Gerichtsbarkeit. Prag 1396 Juli 22. Wir Wenczlaw von gotes gnaden römischer kunig zu allen czeiten merer des reiclis und kunig zu Belieim bekennen und tun kunt offenlichen mit diesem brief allen den, die in sehen oder hören lesen: als der meister rate, bürgere gemeinlichen der stat zu Stras- 5 purg unsere und des reichs liben getrewen von unsern vorfaren an dem reiche römischen keysern und kunigen gefreyet und begnadet sind, das sie nyemande für unser und des heiligen reichs hofgerichte noch für dhein ander gericht von dheinerley Sachen wegen nicht laden oder heischen solle, als das sulche majestat brife, die sie doruber haben wol usweisen, also haben wir angesehen manichvaldige dinste und trewe, als io uns und dem reiche die egenanten von Straspurg und mit namen etwen unserm vater seligen, dem römischen keiser Karl, dieweil er lebte, vor langer czeite ofte und dicke nuczlichen und williclichen getan haben, teglichen tun und furbas tun sollen und mögen in künftigen czeiten. und haben dorumb dem meister rate bürgern und der stat zu Straspurg mit wolbedachtem mute gutem rate unserer fürsten edeln und is getrewen semliche gnade getan und tun in ouch in craft dicz brifes und römischer königlicher mechte und sunderlichen soliche gnade: wer es sache, das wir von unsers selbes wegen die egenanten meister bürgere und stat zu Straspurg von dheinerley Sachen wegen für unsern und des heiligen reichs hofgericht anlangen wollen, so sollen wir sie von derselben Sachen wegen zu voran besenden und sie in denselben 20 Sachen selber gnediclichen verhören und wollen ouch nicht gestaten, das sie darumb yemande lade oder furheische, es sey dann, das wir dieselben Sachen zuvoran selber verhöret haben, als vorgeschriben stet, und gebieten dorumb allen und iglichen fürsten geistlichen und werntlichen grafen, freyen herren, dinstluten,'_ rittern und knechten gmeinscheften der stete merkte und dorlfere und sust allen andern unsern und des 25 reichs undertanen und getrewen ernstlichen und vesticlichen mit diesem brife, das sie die egenanten von Straspurg an den egenanten gnaden nicht hindern noch irren in deheineweis und mit namen unserm und des heiligen reichs hofrichter und sust allen andern lantrichtern und richtern, die nu sein oder in czeiten werden, das sie die egenanten von Straspurg umb dhein Sachen für sich nicht laden oder heischen noch 30 über sie dhein urteyle oder recht sprechen noch doruber brife geben sollen, sunder sie bey sulchen gnaden und freyheiden, domite wir und ouch unser vorfaren an dem reiche römische keiser und kunige sie gefreyet und begnadet haben, geruhlichen und ungehindert bleiben lassen, als libe in sey unsere und des reichs swere Ungnade zu vermeiden, wer aber sache, das doruber wider die egenanten von Straspurg dhein 35 urteile oder recht gesprochen oder dheinerley brife gegeben weren oder hinach getan oder gesprochen wurden, ist unsere ernste meynunge und setzen und wollen in craft dicz brifes und römischer königlicher mechte volkumenheit, das dieselben urteile, recht und brife kein craft noch macht haben, sondern untuglich sein und den egenanten von Straspurg und der stat doselbist keinen schaden brengen sollen in deheine 40 weis, mit urkunt dicz brifes vorsigelt mit unserer königlichen majestat insigel, geben zu Präge noch Gristes gebürt dreyczenhundert jare und dornach in dem sechsundnewnzcigisten jaren an sand Marie Magdalene tage unserer reiche des hebe- 1396 621 mischen in dem firunddreysigisten und des römischen in dem einundczwenczigisten jaren. Per dominum Benessium de Chusnik Wlachinco de Weytemule. [In verso] R. Petrus de Wischow. 5 Str. St. A. AA. lad. 4 nr. 3 or. mb. e. sig. reg. pend. 1069. Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg: antwortet, dass er gern auf den angekündigten Tag kommen oder bei ernstlicher Verhinderung rechtzeitig Nachricht geben wolle. geben zu Pfortzheim an suntag vor samt Jacobstag anno 1396. Pforzheim 1396 Juli 23. Str. St. A. AA. 84. or. ch. I cl. Reg d. Mafkgr. v. Bad. nr. 1696. 1070. Hans von Selbach, markgräflich badischer Vogt [zu Neu-Eberstein an Meister und Rat von Strassburg: bittet namens seines Herrn drei arme [Frauen aus Gernsbach ledig zu lassen samt ihrem Gut. datum in vigilia beati Jacobi appo- stoli anno 96. is96 Juli 24. Str. St. A. AA. 84. or. ch. I. cl. Reg. d. MarJcgr. v. B. nr. 1697. 1071. Ratsbeschlüsse betreffend: 1. Reisen und Ausbleiben der Bürger. 2. Pferdehaltung. 3. AicJmng der Hohlmaße. [1396 Juli 25.1 [1.] Unser herren, meister und rat sint Übereinkummen, daz nieman der unsern und die bi uns in gesessen sint von unser stat über naht ritten noch varen sol one 20 urlop meisters und rattes. und wer daz verbreche, der bessert fünf jor von unser stat und git 20 ti. were öch ieman von unser stat geritten oder gevaren, der sol in disen nehsten zwein tagen wider in unser stat kummen. und mügent in daz ir fründe enbieten, obe sü wellent. wenn wer daz verbrächet, der bessert die vorgeschriben besserunge. 25 [2.] Es ensol öch nieman der unser, es sigent frouwen oder man, sine hengeste oder pferde keim lantmanne lihen, versetzen zu köffen geben noch in keinen weg one urlop meisters und rattes. und wer daz verbrächet, der verbessert 10 K., also dicke also ers diät. [3.] Es sol ouch menlich sin kornmesz, winmesz, saltzmesz£biermesz, obesmesz, 30 sotmesz, kestenmesz und alle andere mesz dun seigen und sünen in disen”nehsten vierzehen dagen. und wer daz verbrächet, der bessert 30 sol. Actum et pronunciatum ipsa die beati Jacobi appostoli. Str. St. A. Stadtord. Bd. 19 fol. 165. eingehefteter Zettel. Die erste der drei Verordnungen ist gedruckt bei Wencker , de ussburg. S. 165 622 1396 1072. König Wenzel verkündigt , daß die an Slraßiurg ergangene Ladung vor sein Hofgerickt zurückgezogen und aus den Registern des Gerichts getilgt sei. Prag 1396 ,Tuli 27. Wir Wenezlaw von gotes gnaden römischer kunig zu allen zeyten merer des reichs und kunig zu Beheim bekennen und tun kunt offenlich mit disem briet' allen den, die s in sehen oder hören lesen, das wir soliehe ladung und gerichte, die der edel Borzy- woy von Swinar unser hauptman in Beyern und lieber getrewer uf den ammeister, Bürgermeister, rete und Bürger gemeinlich der stat zu Straszburg unser und des reichs lieben getrewen vor unserm und des reichs holgerichte von unsern wegen bis uf disen tag, als diser Briefe gegeben ist, getan hat, und die von unsern wegen io geschehen sein, genczlich und gar abgelassen und abgetan und ouch uss des ege- nanten hofgeriehtes registern tilgen und usstun geheissen haben, also, das in dieselben ladung und gerichte furbassmer keyn schaden fügen oder bringen sollen oder mögen in dheinwis. mit urkund dicz briefs versigelt mit unserm und des egenanten hofgeriehtes uffgedruktem insigel. geben zu Prag nach Crists gebürt drewczenhundert ,5 jar und dornach in dem sechsundnewnczigisten jare des nechsten donerstags nach sant Jacobstage unserer reiche des behemischen in dem 34 und des römischen in dem 21 jaren. Str. St. A. AA. 113 nr. 88. or. mb. I. pat. e. sig. i. maj. v. impr. 1073. Herr Ludwig zu Lichtenberg an den Ammanmeister Ulrich Gosse zu Strassburg : entschuldigt sich, dass die Seinen sich in einen Angriff der Manssen auf . . . Lyntkesz (Vinkesz?) unbefugt eingemischt haben . . . und bitt üch, daz ir bestellen, daz fürbaz kein angriff beschehe, wenne ich bitz uff disen mentag willen habe in die stat zü körnen mit üch von den Sachen und von andern zu reden, daz ich hoffe daz sü und üch wöl sölle benügen . . geben uff fritag noch Jacobi anno 1396 . 1396 Juli 28. Str. St. A. Abt. IV, 72. or. eh. I. cl. 20 25 1074. Ritter Johann Zuckmantel an Strassburg: bittet ihm und seinen Widersachern Volmar von Dossenheim und Lütold von Mülnheim einen Sühnetag zu bescheiden, da er vergeblich versucht habe Recht zu erhalten. geben uf fritage 30 nach sante Jacobes tage anno 1396. 1396 Juli 28. Str. St. A. Abt. IV, 72. or. eh. I. et. 1075 Güntz Böhlin an den Rat von Strassburg: bittet um freies Geleit, um sich zu verantworten und Recht zu suchen ... als ich von üwern gnaden wegen her us geschikket wart in den krieg, als ir ziehen wollen gen Salisbach, gen Ulmen und 35 / gen Reinichein und Geinglicheim vertrösten solle, daz nieman kein schade beschehen solle, do wurden! lüt grösliche geschadegot und als üwer gnade wol ervaren hat und fürbasser bevinden sol, darumb so wir! mir übell zu gesprochen mit Worten und wirt 1396 623 mir daz min da in dem lande verspert, das mir grossen schaden bringet. geben ze Rinichein uff dinstag nach sant Jacobstag anno 1396. zerngge besigelt mit minem eigen insigel. Keuchen 1306 August 1. Str. St. A. Abt. IV, 29. or. ch. I. cl. 1076 Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg 1 : hat den Herrn von Ritsch die Meinung der Stadt an zeigen lassen, sendet nun deren Antwort 2 mit und rät der Stadt einen gütlichen Tag mit denselben zu leisten. [Ohne Jahr.] Petri ad vineula. [1306] August 1. Str. St. A. G. U. P. lad. 203. or. ch. I. cl. Keg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1099. vgl. nr. 1698, nr. 1701. 1077 Protokoll der Verhandlungen, welche auf dem Tage zu Freiburg zwischen Bruno von Rappoltstein und der Stadt Strassburg gepflogen worden sind. Freiburg 1306 August 2. Colmar. Bez. A. Ann Rapp. (F. 1039) fol 172. Bearbeitung Luchs. Gedr. Kapp. TJrkb. II nr. 464. 1078. Hans Zoller von Tübingen an Meister und Rat von Strassburg: als ist mir fürkomen, ich solle mich vor lieh hüten in den dingen . . ., weiss aber nicht weswegen und bittet deshalb aufs neue um Geleitsbrief nach Strassburg zur Verantwortung, geben uf unser frowen abent der eren 1396. 1306 August 11. Str. St. A. Abt. IV, 72. or. ch. I. cl. 1079 Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg: schickt Heinz Truchsess von Hölingen, Albrecht von Berwangen und Reinhard von Remchingen wegen etlicher Sachen..., die er ihnen nicht wohl schreiben könne. Baden feria tertia ante Bartholome] apostoli 1396. Baden 1306 Atigust 22. Str. St. A. AA. 85. or. ch. I. cl. Keg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1702. 30 1080. Thoman von Endingen an den Ammeister Ulrich Gosse: bittet ihm sofort in's Lager vor Gemar soviel Schiesspulver wie irgend möglich nebst einem halben Fuder Schwefelringe zu senden. datum feria sexta post Marie 1396. 1306 September 15. Str. St. A. G. U. P. lad. 22 fase. 4. or. ch. 1 1396 August 10. Markgraf Bernhard schreibt an Straßburg, daß er die Antwort der Stadt den Herrn von Büsch mitteilen wolle, (ibid. lad. 203 or. ch.) 2 Hannemann, Symond Wecker und Friedrich, Grafen von Zweibrücken und Herrn zu Bitsch an Markgraf Bernhard: rechtfertigen sich gegen die von Straßburg erhobenen Anschuldigungen und erklären 35 sich zu einem gütlichen Tage bereit. [Ohne Datum.] (Ebenda) VI. 79 1081. Graf Heinrich von Saarwerden an Strassburg: führt aus, dass er Leute und Gut innerhalb des Bannes von Rappoltsweiler besitze und bittet desslmlb diesen Ort zu schonen. Zugleich erbietet er sich einen Sühnetag zwischen Strassburg und seinem \Oheim Bruno von Bappoltstein zu veranstalten, auf dem er als-Vermittler auftreten wolle. datum feria tertia post exaltationem sancte crucis. [1306 September 10.] Sir. St. A. G. U. P. lad. 22 fase. 5. or. ch. I. cl. i 1082- Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg : bittet dem Herzoge von Lothringen, den er ebenso wie sie «umb dienst zu disen ziten» gebeten habe, sicheres Geleit für die Seinigen zu gewähren. geben zu Baden an sant, Matheustag dez aposteln anno 96. Baden 1303 September 21. Str. St. A. AA. 84. or. ch. I. cl Heg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1706. 1083- Ulrich Gosse Ammanmeister von Strassburg an Thoman von Endingen vor Gemar: losze üch wissen das Cüntze Wurst unser burger by mir gewesen und het mir geseit, das er ettewie vil Salpeters zu Bergheim habe, also er üch daz r selber wol müntlich sagende wurt. do empfilhe ich üch, daz ir den salpeter du nt versuchen, und ist er gut, so nement und behabent in, so wil ich gedencken, wie ich in me schaffe bezalt, danne wissen!: er het mir geseit, daz er vaste darumbe gebetten sy, do besorget er, daz er uff unser wider parte kommen mühte, daz wer ime nit liep gewesen. datum sub sigillo meo feria quarta ante diem seti Galli confessoris anno 1396. 1306 October 11. Str. St. A. G. D. P. lad. 22 fase. 4. or. ch. I. cl. 1084. Strassburger Boten «die zu dirre zit von uwern wegen uf dem velde sint» an ihre Stadt: senden einen Brief, . . . den uns der von Sarwerde gesendet hat by Matzeheim; den baut wir gelesen, und wie ir do uf antworten wöllent, daz tont uns förderlichen wiszen.öeh wissen!, das uns gut duncket, daz ir herrn Brunen und den synen und den edeln und allen sinen belfern wider saget mit uwerm briefe, und senden! uns och den förderlichen. geben uf die zit. als es eins sieht. [1306 October 12.] Str. St. A. G. U. P. lad. 22. or. ch. I. cl. Auszüglich gedr. Bapp. ürkb. II, 469. 1085. Graf Heinrich zu Saarwerden an Strassburg: erbietet sich einen gütlichen Vergleich zwischen der Stadt und seinem Oheim, Bruno von Bappoltstein zu Stande zu bringen, wenn man ihm Tag und Stunde einer Zusammenkunft bestimme. Ist 1396 625 diese Vermittlung unerwünscht, so nimmt er wenigstens völlige Neutralität in Anspruch. datum feria quinta ante Galli 1396. 1 1396 October 12. Str. St. A. G. U. P. lad. 22 fase. 4. or. ch. I. cl. c. Auszügl. gedr. Rapp. Urkb. II nr. 467. !> 1086. Thoman von Endingen an den Rat: ist mit seinem Volk glücklich «zu vesperzit» gen Bergheim gekommen, wo auch die Mannschaft des Herzogs von Oesterreich aus dem Sundgau sich eingefunden. Mit Quartier und Verpflegung ist es schlecht bestellt, da Schlettstadt und Colmar sich ablehnend verhalten. Man hofft jedoch in Benfeld und im Kloster Ebersheimmünster Brotkorn und Hafer ankaufen zu können, io Jedenfalls müsse sich das aus Strassburg nachrückende Volk selbst Proviant mitbringen. geben an dunrestag zu Bergheim ante Galli 1396. Bergheim 1396 October 12. Str. St. A. G. U. P. lad. 22 fase. 4. or. ch. I. cl. Auszügl. gedr. Rapp. Urk. II nr. 469. i 3 1087. Ein Ungenannter 1 2 3 an Herrn Ulrich Gosse Ammanmeister zu Strassburg berichtet : . . . . und ist ouch her Brune uff mentag nebst vergangen hie dem herc- zogen von Lotringen zu Nansey gewesen und ist selb zweifle uff den liebsten zinstag oetbr. do nach wider har usz geritten, und het der herezog zu ime gesprochen, er wolle j ime helffen, und bewirket er sich ouch um he und umbe uncze gein Franckrich, daran 2 o kerent uch nit, wan ich es allerwege uch zu guter zit wil lassen wissen, wenn sie ! zusammen kommen!, und ist ouch keiner von Blanckenberg zutz ime kommen, aber I juncher Johans von Lynningen het ime geschicket zwei und driszig pfert uff disen : liebsten vergangenen mitwoch, und daz er alles und alles nut über hundert pfert het, bösse und gut, mit den ioch ouch, die hie ime gesessen sint. geben an 23 dunrestag vor sant Gallentag. 1396 October 12. !j ij Str. St. A. G. U. P. lad. 22. or. ch. Zettel. jj Auszüglich gedruckt: Rappoltst. Urk. II nr. 470. |j j 1088. Ein Ungenannter berichtet (vermutlich an Ulrich Gosse Ammanmeister zu jj Strassburg): . . . uch wissen!, waz ich uch hie schribe, das habe ich den in dem 30 here ouch also gesell, und habe ich ez noch niergent für, denn daz ez ein bravgen ) si, und wil ich und die minen für basser alse ernstlich darzü tun, das ich truwe, jj ob got wil, ich solle es uch und in daz her hie guter zit lassen wissen, ob ez alse j verre kerne, daz sü har uss wollen!, des ich doch nit entruwe. ouch wissen!, daz der von Blanckenberg vaste do mitte umbe gat, wie er uch under stat zü be- 35 trigende mit fridemachen und andern dingen, und get also mit beschiss umbe: daz I 1 Vgl. oben den Brief desselben ähnlichen Inhalts vom September 19. 2 Die Unterschrift ist weggeschnitten ; der Vorname des Betreffenden war , soweit sich nach den schwachen Ueberresten der längeren Buchstaben erkennen lässt: Henselin. 626 1396 sollent ir hie nach wol empfinden, do nach wissent uch zu richtende und duncket ueh ut anders, daz ich furbasser werben oder tun solle, daz laut mich wissen. 1300 Oetober 12. Str. St. A. G. D. P. lad. 22. or. ch. Zettel. Auszüglich gedruckt: Eappoltst. Urkb. II nr. 471. 5 ‘1089. Berthold von Rosheim der Meister und der Rat von Strassburg an Thoman von Endingen und die anderen Hauptleute im Felde : schicken eine Abschrift ihrer an den Grafen Heinrich von Saarwerden gerichteten Antwort 1 und einen Absagebrief; jedoch lassen sie ihnen freie Hand denselben abzuschicken oder einen andern Absagebrief abzufassen, zu dem sie «ein menberal» beilegen oder auch überhaupt in keinen abzusenden. datum feria ante Gally confessoris. [1300 Oetober 13.] Sir. St. A. G. U. P. lad. 22 or. mb. lit. cl. liegest: Rappolst. Urkb. II nr. 472. vgl. d. ausführl. Noten daselbst. 1090. Berthold von Rosheim der Meister und der Rat von Strassburg an den Grafen Heinrich von Saarwerden, Herrn zu Rappoltstein und Hohenack erklären: dass is sie den von ihm zu Gunsten Brunos von Rappoltstein verlangten Aufschub zu bewilligen nicht geneigt sind . . . und also ir uns schribent, daz wir uwer und der uwern schonen wellent, darinne wellent wir uns halten, daz wir getruwent ze verantwortende. datum feria sexta ante diem sancti Galli confessoris. [1300 Oetober 13.] 20 Str. St. A. G. U. P. lad. 22 cop. ch. coaev. Gedr. Rappoltst. Urkb. II nr. 473. 1091 Strassburg an Thoman von Endingen vor Gemar: teilt mit, dass man den Brief des Grafen von Saarwerden durch einen Absagebrief beantworten wolle, der zur Begutachtung beiliegt. datum feria sexta ante Galli confessoris anno 1396. 1300 Oetober 13. Str. St. A. G. U. P. lad. 22. fase. 4. or. mb. I. cl. 25 1092. Absagebrief Blraßburgs an Bruno von Rappoltstein. 1300 Oetober 13. Dem edeln herren Brunen von Rappoltstein lazzen wir Bertholt von Rossheim, der meister und der rat von Strazburg wissen, das wir uwer und der uwern vygende so wellen sin umbe das unreht, das ir uns, unsern bürgern und den unsern geton liant und wellent uns domitte bewart haben, und zu eim urkunde, so ist unsere stette in- gesigel zu rücken uff disen brieff gedrucket. datum feria sexta proxima ante diem beati Gallij confessoris anno domini millesimo trecentesimo nonagesimo sexto. Str. St. A. G. D. P. lad 22 fase. 4. or. mb. lit. pat. c. sig. i. v. impr. del. 35 1 Wohl auf dessen Schreiben vom Oetober 12 vgl. oben. nr. 1085. 1396 627 1093 . Markgraf Bernhard von Baden an Meister und Rat von Strassburg: beglaubigt seinen Boten: Georg Bach, seinen Hofmeister und Hans von Selbach, welche den Auftrag haben mit ihnen zu reden. datum Baden dominica ante Galli 1396. Baden 1306 October 13. 5 Str. St. A. G. U. P. lad. 22. or. ch. I. cl. Heg. Bappoltst. Urkb. II nr. 475. Heg. d. Markgr. v. Bad nr. 1708. 1094 . Basel an Straßburg: bedauert, die erbetene Hülfe von SO Spießen erst 8 bis 10 Tage später, als verlangt, schicken zu können. 1306 October 13. hi Uwere guten fruntschafte sie unser williger dienst vorgeschritten, besundern lieben fründ. als ir uns verschieben und gemant hant umb driszig spiesse mit glefen wol erziigter luten uch ze sendende uf disen nehsten cystag nach sant Gallentage ze nacht ocw,-. n. ze Bergheim ze sin de etc., haben wir alles nach uwers briefes meynunge wol verstanden und lassent uwer güte früntschaft wissen, der wir alle zite gerne tun wel- is lent, daz ir lieb und dienst ist, daz wir gehorsam wellent sin und mit guter früntschaft und truwen tun, daz ir uns verschriben band, nu kam uns lieben fründ uwer manunge erst uf disen nehsten fritag vergangen nach dem imhisse spate, da kein rat oabr. iö. bi uns waz, daz die zit uns ze kurtz ist gewesen, so vil gutes Volkes uf ze bringende, ze rüstende und ze sendende uf disen zistag. darumb so bitten wir uch mit 2 o ernste, daz ir nitt entzürnent, ob sich die spiesse acht tage oder zehen zem lengesten verziehent ze sendende, wand wir dazwüschent unsern ernst dazu tun wellent, daz es beschehe. uwer meynunge verschribent bij disem hotten. datum anno etc. 96 dominica ante Galli. Arnolt von Berenfeils ritter, burgermeister 2S und der rat zu Basel. Str. St. A. G. U. P. lad. 22 fase. 4. or. mb. lit. cl. c. sig i. v. impr. del. 1095 . Ein Ungenannter \an Ulrich Ooße? in Straßburg\ berichtet über den Zuzug, der dem Bruno von Rappoltstein geleistet wird. [1306 October 13.] Min dienst bevor, lieber herre. ich losz uch wissen, daz ich geworben habe umbe 30 und umbe, wo ich truwete, daz es aller beste und nützeste was, das ich nit kan erfinden, das welle, daz ieman zütz ime üch geschahen mag. man seit aber wol, daz sich der hertzoge und sin brüder vaste bewerbent: do truwe ich, daz üch daz kein schaden müge bringen, wanne sie müssent wite umbe sich werben, dar usz wurt aber nüt, alz mir geseit ist. und wissent ouch, daz Andres von Parroy zütz ime ge- 33 ritten ist, nit me danne mit zwölf pferden, und ouch der einer ist, der nit gen Gemer in wolte, wände er siner knehte ein teil dar in geschicket bet, der het zwene kneble wider hinder sich gen Walhen umbe habern geschicket: do noch wissent üch ze rihtende. und wil fürbasser werben und min bestes dün; untze uff disen nehesten O cibr.so frytag so wil ich selber üch sin, und was ich hie zwüsehen erfinde, daz wil ich üch « denne ouch sagen, und wissent, sider ich üch zu dem ersten verschriben habe, das 628 1396 sider har nie zehen man reysiger lute usz noch in geritten sient, und duncket ,'ich üt anders, daz ich vürbahz dun sol, daz lont mich wissen. geben am sunnentag vor sant Gallentag. Str. St. A. G. U. P. lad. 22. or. ch. I. cl. Gedr. Rapp. UrJcb. 11 nr. 474. 1096. Thomas von Endingen berichtet an Meister und Rat von Straßburg über die Unterhandlungen , welche er und die übrigen Straßburger Abgesandten mit Graf Heinrich von Saarwerden und den Boten der Städte Colmar, Schlettstadt und Kaisersberg gepflogen haben. Bergheim [1396 October 13.] . . Lieben herren. wir embüten uch unsere ündertenigen gewilligen dienst und octbr. 13. laut uwer wiszheit wissen, das wir uf disen nehesten vergangenen fritag mit unserm barste gon Bergheim komment, alse wir Vieh das euch emoles mit Biersberg verschoben baut, und sint stille gelegen dise zwene tage und müssent ouch hüte nutze naht stille ligen, wenne wir nut getürstent andersten vor unserm herren dem hertzogen, alse er und die sinen dise drige tage mussent stille ligen nutze noch hi nt zu naht. ocibr. u. wissent ouch, das der grefe von Barwerde uf samstag gester umbe vesper zit kam gon Bergheim geritten und der von Colmar, Sletzstat und Keisersberg hotten, her Friederich von Hadestat, her Friderich von Wildesberg und andere, und vordertent an unsers herren des hertzogen rete und an uns, das wir einen ufslag gebeut nutz octbr.ia. dunrestages nehst körnende und mit schedigetent, so woltent sü do zwuischent zu unserm herren von Osterrich varen und wege suchen, ehe sü dise sache zu guten dingen bringen kundent: do zu entwertetent wir, das wir des keinen gewalt von uch hettent und werent och mit alse von Vieh gefertiget. do das der grefe und die richstette hortent, das daz mit gen wolte, do vordertent sü an uns, das wir in zu verstünde gebent, wo mitte dise sache gerihtet mähte werden, so woltent sü sich getruwelich darinne arbeiten, ebe sü kundent, dise sache zu guten dingen bringen, wenne sü wustent wol, das dise sache an deinen artickeln entslagen were, do sü noch hütis tages gerne zu rettent: do antwurtetent wir, daz wir keine artiekel wustent, do an es entslagen were, und mit anders wustent, denne es gerihtet solte sin gewesen, des uszgenomen, das der breste an her Brunen gewesen were, alse unsere erbere hotten hettent gehört sagen, wenne er wolte unsern herren den hertzogen mit versichern und vertigen ehelicher dinge, mit den er den egenanten herren den hertzogen versichern solte, alse des egenanten herren rete mit -her Brunen überkomen werent; doch wolte her Brune uns und den unsern noch lute und sage unserre Briefe, die wir und die unsern von ym hettent, tun und ouch tun, das_wir und die unsern mit guter kuntschafft fürbrehtent, und uns dar zu unsern kosten und schaden keren, den wir deshalp genommen hettent, do zu er uns doch getrenget bette, wir truwetent, das die sache gerihtet mähte werden, doch alle wegen t mit den fürworten, das es unsers herren rete von Osterrich an denselben herren und wir vorhin an uch brehtent, wenne wir mit anders tetent, denne das derselbe lierre und ir uns hiessent, wenne wir werent anders mit gefertiget, danne das wir tun woltent, das uns empfolhen 5 10 15 20 25 30 35 40 1396 629 were. zu jungest noch vil Worten, do vorderte der grefe an uns, sit es mit anders sin mühte, das wir sin und der sinen schondent, do antwurtetent wir ynune, er hette lieh vormals darumbe verschriben und ir ymme do uff geantwortet, und zu glicher wise, alse ir ymme geantwortet hettent, do bi woltent wir hüben, und botent in s selber ouch, das er und die sinen uns und den unsern nüt schedelich werent; do zu antwortete der grefe, werent wir allesamment vor ym und den sinen uf dem velde gebunden, so gertent uns kein leit zu tünde, doch weres, das es not geschehe, so moste er und die sinen die muren weren, und also schiet er und unsers herren rete und wir vonnander . . lieben herren, wir lant üch mit nammen wissin, das wir in io den vo r geschriben und andern dingen und sonderlich von sehedigendes, ziehendes und des sesses wegen des egenanten unsers herren des hertzogen rete gebetten hant, das sü uns vor an rietent, die hant uns allewegent geantwortet und blibent och noch do uffe, unser herre der hertzoge habe in empfohlen, das sü tugent, waz wir zu rote werdent und sü heissent, sit wir houbetlüte des crieges sint. und uff das sint wir 15 einhelleclich überkomen Gemer zum ersten zu besitzende und den leger do zu nemende, und wellent zu velde ziehen zu unsern fründen, die uns noch komment, und haben! ouch gegen in von uns einen barst geschickt, die mit in her uff in den leger ritent. item uff des, alse die glocke nüne geslagen hette und dirre brief geschriben wart, do kam uns hotschafft, das unser front kommen werent, und do zogen! wir alle us 21 mittenander zu in zu velde, und wellent alse unsern leger noch hüte mit gottes hilffe anheben und bestellen, wissen! ouch, das unsers herren von Osterrich fuszvolk an zinstage nebst kommen! sol zu Brisach sin. dis sint alle ding, die sich nutz har verlouffen hant, und was uns furbaz engegent, das lant wir lieh allewegent wissen, scriptum dominica ante Luce ewangeliste. 25 [Unterschrift^ Thoman von Endingen und die andern uw er hotten, die nii zu ziten uff dem velde sint. [In verso ]: Den fürsihtigen wisen, dem meister und dem rate zu Strazburg, unsern lieben herren. Str. St. A. G. U. P. lad. 2'2.'.or. ch. lit. cl. — ibid. conc. ch. Gedr. Rapp. Urk. II nr. 476. 30 1097 . Berthold von Rosheim der Meister und der Rat von Strassburg an Basel: 1 bedauern, dass ihr Bote erst so spät nach Basel gekommen, denn inzwischen ... ist des durchlühtigen etc. herrn hertzogen Lütpoldes zu Österrich volg und unser volg zu rosse und zu füsse und unser gezüg uff dem velde und in dem leger darumbe. lieben frünt. bitten wir üch mit ernste und getruwent uwere güten früntschaft one 35 zwifel, das ir uns die spiesse schicken!, so ir vürderlicheste mögent .... datum ipsa die beati Galli confessoris. [1300] Octobei • 10. Baseler Sts. A. Neb. Reg. G. III nr. 286. or. mb. I. cl. 1 Vgl. nr. 1094 den Brief Basels vom 15 üetober. 1396 630 1098. Burkard von Lichtenstein an den Ammanineister und die Stadt Strassburg: hat gehört, . . . wie daz ir nauch luten stellend; da wissend, wellend ir mir darumb tun, so wil ich zu lieh körnen mit fünfzig spiessen guter ritter und kneht, minder oder mer, wie ir wellend. datum in die Gally. [1306] Octoher 16. Str. St. A. G. D. P. lad. 22 fase. 4. or. ch. I. cl. 1099- Reymold Adehart von Saarburg an Meister und Rat von Strasburg: bittet die Brüder Junker Eberlin und Petermann von Gryfelstein zur Zahlung der ihm schuldigen und «ettewie vil jare verseszenen» Zinsen anzuhalten . . . wand ich habe gehöret sagen, daz sy üwere bürgere sint . . . datum ipsa die beati Galli anno 1396. 1100. Johannes von Kirchen, Hofschreiber des Königs in Prag an Hans Bock den Jungen in Straßburg: beschwert sich, daß ihm die für den Befreumgsbrief von der Vorladung vor das Hofgericht versprochenen 200 Gulden nicht bezahlt, jener Brief aber trotzdem mit hinweg genommen sei. Trau 1396 Octoher 16. Minen dinst zuvor, als ir wol wisset, das ich mit euch in gegenwortikeyt. Gonratz Plarers des abends, do ir letst in derselben nacht von Prag schiet, redet, das ir mir des hofgerichtes brief, domit die stat von solichen gerichten, als vor demselben hofgerieht uff sy erlanget was, empunden und gelediget ward, wider geben oder aber 200 gi'ildin dafür beczalen soltet, nicht minner ich ouch haben wolt oder den brief zu derselben zeyt wider die rede ir in gute hinfliessen liesset und spracht: ich wyl mich gütlich und fruntlich von der stat wegen mit dir richten, doran ich nit genug haben wolt und gieng darnoch einest by nacht zu euch in ewer herberg zum camin (?) und sprach aber, das ich nit minner wann 200 guldin oder aber den egenanten brief wider haben wolt, das ir euch dornach richtet und getrewte ouch, das ir icht anders tet, lieft ich euch oder der stat ichtz gedient, das liess ich got walten, do antwort ir aber: ir wolt euch gütlich mit mir richten, über das alles reyt ir in derselben nacht oder gar frü enweg und füret den egenanten brief mit euch und gesegent mich nie noch spracht mir nie zu. ir hatt wol beleihen, das man ewer lougent, do ich nach euch fragt, do sprach man: er ist by dem von Bamberg, das lass ich gut sein, doch hatt es mich unczitlich und geloub, das ichs nit verdienet, habe, das man min dinst und trew also solt erkennen und wegen, nu ist ouch sider her ein lange zeyt vergangen, in der ir mir doch nie nichtz geschriben noch embotten habt, in der zite ich ouch keins gerett noch getan hab durch Gonrat Plarers bette willen, wann ir mir nu über solich egenante reden den egenanten brief enweg gefüret habt, darüber bit ich und man euch mit ernst, das ir mir die obgenanten 200 guldin Erhärten Nesselbach von minen wegen beczalen und antworten sollet, wann so ir das getan habt, so sag ich euch und die stat der queyt und ledig, tet ir aber des nit, noch sendet mir ouch des nit urkund by disem boten, wann ich nit alle woclien hab zu senden hotten, noch wil die senden so verren weg, so wisset, das ich mich gen allermenic- 6 10 15 20 25 SO 85 40 1396 631 lieh von euch beklagen muss und wvl und sagen, wie ir mit dem brief über min wort gefaren habt und kan ouch dann nit anders gesagen, dann das ir mir habt den brief enpfuret und nicht genug getan vor als billich ist, und darnoch ouch dorczu tun mit recht, was ich mag umb dienst und trew, die geschehen sein, als ir wol 5 wisst und bit euch nymer anders zusagend, wan als ir wol wisst und war ist. wil mir die stat dorumb nicht tun, das lass ich gut sein, ich hab des mer verlern als ouch he wer einest, verschreibt ir mir, die stat hett mir 40 guldin geschenkt, do ich ir in uffsleg gegeben halt, umb die sy mir billicher soll 40 guldin gegeben haben, dann 40 ein schone schenk, 40 guldin geschenkt für 40, die man mir schuldig was. 10 Item ir habt miner husfrowen 20 guldin gegeben, die slacht mir ab an den 200 guldin. schafft es also, das ich mich nit clagen bedurfte, wann ich wer sein lieber uberhaben und wolt, das ir mir den brief hett hie lassen, so wer ich sider maniger red von beim Borziwov uberhaben und sten noch dorumb in abenteuer gen im, wann er spricht: ich hab euch des geholffen, wann ir aber den dozumal nit hie liesst, 15 sunder in, wer min red, enweg furet, so getrew ich ouch ir niht mir min gelt, das ich icht logen bedurfte, als Plärrer und ich ouch mit euch retten von der 30 gülden wegen, die wir Mathis hemmet beczalen mussten, dovon unser red enstund, wyl die stat mir daran min anczal wider geben, das ist mir lieb, ewer verschriben antwmrt umb alle ding. geben zu Prag an sant Gallen tag anno 90. ich hab diez briefs 2o ein abschrift gehalten. Johannes Kirchen des römischen kunigs hofschreiber. \In verso.] Dem erbern wisen manne, beim Hansen Bock dem jungen zu Strassburg. 25 Str. St. A. Abt. IV. nr. 72 or. ch. I. cl. HOL Heinrich von Miilnheim und Heinzeman Kranich an Thoman von Endingen vor Gemar: .... Ion üch wissen, daz wir vor unsers herren gnoden gewmhsen sint und do geret habent unser stette notdurft und wissent wir nüt anders den mins herres gnode morn zu naht zu Bergheim wil sin, also uns geanwurt ist von so dem kameremeister, do wissent, daz der von Salme und der grehfe von Sarwerde und die von Keissersberg hie sint. [1396 Mitte October.] Str. St. A. G. D. P. lad. 22 fase. 4. or. ch. 1102. Thoman von Endingen und die andern Strassburger Hauptleute vor Gemar an den Rat von Colmar: . . . bittent üch früntlich mit ernste, das ir uns und den 35 unsern wellent koste, habern und ander notdürfftige ding zu kouffende geben umbe unser gelt und usz uwer stat lazzen volgen. [1396 October.] Str. St. A. G. 0. P. lad. 22 fase. 4. 2 concepte gleichen Inhalts ohne Datum. 80 VI. 632 1396 1103. Ritter Claus vom Huse in Ensisheim an Straßburg .• erbittet für seinen abwesenden Herrn Leopold IV von Oesterreich um Auskunft über den Stand der Dinge vor Oemar. [1396] October 10. Min dienst vor, wisen bescheiden, lieben fründe. als min herre von Osterich das laut ufT gen Brücke ist, da hat er mich zu Ensisheim gelassen bi miner fröwen 5 und ouch bisunder von des Krieges wegen, so er und ir ietze hant mit dem von Rappeltzstein, und in allewegen lassen ze wissende, wie es üch in disen Sachen gange, also sende ich'her abe Heinczman Gerung zu üch; bitte ich üch, r daz ir mich lassen! wissen, wie sich uwer sache anlasse, und wie es üch gange, umb daz ich daz mmem herren könne ze wissende getün, daz er sich in sin selbs und uwern >o Sachen dester hass wisse ze rihtende. waz ir ouch botschaf't minem herren allzit tun wellent, so vindent ir mich zu Ensisheim. uwer antwirtjverschriben. datum ipsa die Galli confessoris. [Unterschrift] .- Glaus vom Huse, ritter. [Aufschrift]: Den wisen fürsihtigen und bescheiden dem meister und rate ze 15 Strazburg und sunders den zu Gemer lgient. Str. St. A. G. D. P. lad. 22 fase. 4. or. eh. Vit. cl. Oedr. Rapp. Urkb. II, nr. 477. 1104- Thoman von Endingen an den Rat von Straßburg: berichtet über den Stand der Belagerung von Gemar. [1300 October 17.] 2U Unsern gewilligen dienst bevor, lieben herren. wir lant uwer wisheit wissin, das oetbr. 16 . w ir mit allem unserm volcke, beide geritten und füszvolck, gester uf mentag unsern ersten leger brochent, also wir uf halben wege zwüschent Gemer und Rappoltzwilre zii velde logent und zugent nahe bi Gemer zu der siten wider Ostheim uff [uff] die Vech und slügent do unser gezelte und hatten uf und ist alse hüte von uns stille s.°> gelegen, alse es der kindelin tag ist. doch habent wir einen nutzbaren tagewon begangen, wenne wir habent geton durch stude und stögke hinder Gemer geton rüten und nuwe wege machen wider das hünder tor, wenne sü das vorder tor vermuret hant. und was alles ir werben durch das hünder tor, das ist in do mitte benommen, wir habent ouch ein nuwe brücke gemäht über die Vech, das die unsern züsamen »» mögent kommen, ehe es not geschehe, sit sü sich zu beiden siten uf das wazzer hant gesclagen, und ouch vil hürde und ander notdürftig ding geton machen und bestellet, uff das uns das beste duncket. wissent ouch, das wir brotes und habern notdurfftig und ouch anderre koste sint, wenne wir vil lütes liferen müssent: do schicken! dem Berfer] fünffzig pfunt gon Benfelt, der wil darumbe koste kouffen, und 35 schicken! geburen Claus anderhalp hundert lib. her uff, wenne wir des geltes mit emberen mügent. was uns fürbaz engegent, das wellent wir üch ie embüten. datum feria tertia post Galli de sero in castris ante Gemer. Thoman von Endingen, ritter, und ander uwer hotten, die nutzemal zu velde ligent. Sir. St. A. G. D. P. lad. 22 fase. 4. or. eh. lit. cl. Gedr. Rapp. Urkb. II nr. 479. 1396 (333 1105 Die Schülzen cor Gemar bitten Ulrich Goßen, Ammanmeister von Straßburg tim Zustellung von Kugelküten. 1306 Octoher IS. Unsern undertenigen willigen dienst allezit bevor, gnediger herre. von der kugelhüte wegen, so uns von der stete und uwern gnoden wegen gekokt sint, die ouch b Brümut der snider gemäht het und sie uns nit wil lossen volgen, man spreche me danne, daz er dez selben geltz, das vur die kugelhüte gebart, sicher sie, also bitten! wir uwere gnode dienstliche und mit allem ernste, daz ir Hügelin Süssen bitten! und heissent Günlzen Brümat vür die kugelhüte sprechen, daz sie uns werden! vür- derliche geschicket, wände wir sie, obe got, wil, wol und mit eren wellen! verdienen, 10 dez wir zu gotte getruwent, daz ir und der rat daz wol von uns uftiiement. und wellen! uwere gnode gegen dem rate also ernstliche keren, das sie uns schier gesaut werden! daz wellen! wir alle gemeinliche willekliche verdienen. datum die scti Luce ewangeliste anno 1390. Str. St. A. G. U. P. lad. 22 fase. 4. or. ch. I. cl. 15 > 106 Beglaubigungsschreiben Herzog Leopolds von Oesterreich für seinen Gesandten an die Strassburger im Lager vor Gemar : Markgraf Rudolf von Hochberg, Herrn zu Röteln und Susenberg und Graf Bernhard von Tierstein. geben zü Prugge an inittichin noch sancte Gallen tag anno 90. lirugg Im A arg au 1306 Octoher IS. s» Str. St. A. G. D. P. lad. 22 fase. 4. or. ch. Gedr. Rapp. Urkb. II nr. 480. 1107 - Absagebrief' des Herren Ulrich von Blamont an Strassburg: Au maistre et au conssoil de la ville de Straubourg erklärt Olry de Blanmont, sire de Faulcon- mont: que je suix tant tenus a mon oncle monseignour Brum signour de la Halte 25 Rabalpiere, que que je lou seruiray encontre vous et vous aidans de ceste presente gueirre, quil ait maintenant contre vous, et pour miels wardeir mon honours, jay mis mon seelz plalquez en cez presente deffiance, qui furent faitte lou juedy apres feiste saint Luc en lan 90. 1306 Octoher 10. Str. St. A. G. U. P. lad. 22. or. ch. I. pat. c. sig. 30 Gedr. Rapp. Urkb. II nr. 481. 1 Aehnliche Absagen senden unter gleichem Datum: Im I Brief: Mondin de Belle garde, Adam d’Odericke, Hanry d’Erlon, Gilbeir, Perrin, Colignon, Conim de Gerbeuilleii', Wiriant de Fontenoy, Thiebalz de Priney, Jekan d’Air, Janneroy lou Bourgon, Heunekin de Trey,_Grimont de Blenuiile. — Im II Brief: Kerlle de Fontenoy, Hanry de Berbay, Peircevalz de Boullenvilleir, Thiebalt de Boul- Jä lenvilleir, freires, Renalz lou Gournay de Metz, Renalz de Velny, Conins d’Espinalz, Conins Besselin de Saint Diey, Jehan Lalleman, Frantz von Hagentorn. — Im III Brief: Henszelin de Saint Kürin, Poirey de Ravon, Jehan Mensey. — Im IV Brief: Gairet d’Aveley, Rechair de Chateir, li Moinne de Chateir, Jacquemy de Mainniere, Huegueny de Meitry, Gathier de Germeney, Jehan d’Eurfour, Hargnour de Chateir, Jehan Bauldewin, d’Espinalz, Thirion de Chateir, Jehan de Frezontin, Jaiquar dez Preis, •io Jehan de Frainez, Jehan bestair de Meitry, Wilame Wiry, Jehan Vilair, Hanry li Pety maistre, Jehan et Coupin de Eile, Dan piere de Pree. — Im V Brief: Peterman Chacepol dit Savoye, Guillaume de Samt Omer, Henselet le Moyne, Henry dit le Fontere. Diese Briefe sind auszugsweise gedruckt und mit Anmerkungen versehen von Albrecht: Rapp. Urkb. 11 S. 381/82. 634 1396 HOB- Herr Heinrich zu Blankenberg befiehlt seinem Sohne Ulrich, der Stadt Strassburg abzusagen, und berichtet zugleich über die Kriegsrüstungen des Herzogs Karl II von Lothringen. fritag noch sct. Lux tage. [1303 October 20.1 Str. St. A. G. U. P. lad. 22 nr. 4. Stück. 45 u. 46. Eine [vielleicht von Thoman von Endingen gefertigte] Uebersetzung des aufgefangenen französischen Briefes. Gedr. Rapp. Urk. II nr. 488. 1109. Markgraf Bernhard zu Baden an Strassburg: wir laszen üch wiszen, daz unser gesellen, die wir üchjschicken sollen, 1 2 uf hinnaht zü naht zu Stalhofen sin und morn frü gen Straszburg kommen. geben zü Baden an fritag nach saut Luxtag. Buden. [1300 October 20.] io Str. St. A. G. U. P. lad. 22. or. ch. I. el. Auszug: Rappoltst. Urkb. II nr. 487. Reg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1710. 1110. Ungenannter (Thomas von Undingen ?) an einen Ungenannten: lieber herre. schaffent uns ouch förderlich eynen brieff von unserm herren von Strazburg, das ,s die priester, die in unserm liere messe hant, mügent der unsern bilde hören und ostien segen und in unsern herren got geben, alse der official wol weis, wie man den brieff machet, des rotes pfleget daruinbe. [Lager vor Gemar 1300 vor October 23.] Str. St. A. G. U. lad. 22 fase. 4.2 or. ch. ao 1111. Graf Heinrich zu Saarwerden, Herr zu Rappoltstein und zu Hohenack an Thomas von Undingen: bittet um die Freilassung eines von den Strassburgern gefangenen Knechtes. [1306 etwa October 20.] Str. St. A. G. U. P. lad. 22 nr. 4. Stück 110. Ebenda noch ein Brief ähnlichen Inhalts. ^ Beide gedr. Rappoltst. Urkb. II nr. 489. 1112. Thomas von Endingen an Etraßburg: bittet um Echwefelringe. [1300 October 21.] Minen dienst bevor, lieben herren. ich bitte üch llisseclich mit ernste, das ir uns förderlich schaffent, das uns geschicket werde ein karrich mit swebelringen, so den wir haben müssent und bruchent sin vil, wanne wir waehent durch die naht, datum sabbato post Luce ewangliste. Thoman von Undingen. Str. St. A. G. U. P. lad. 22 fase. 4. or. ch. 1 Vgl oben nr. 1093 den Beglaubigungsbrief Bernhards vom 15 October. 2 Daselbst ein Antwortschreiben aus Ortenberg mit der erbetenen Erlaubnis an die Priester,... 35 doch besorgent wir, daz wir ez nit mäht habent und hant herrn Andrese dem officiale und dem inge- sigeler verscliriben, daz sie üch und uns darynne versorgen!. geben uf mendag nach sant Lucastag. October * 3 .] 1396 635 1113. Cloren Hanseman von Berse an den Schultheissen Claus von Grostein und den Altammeisler Wilhelm Metiiger: berichtet allerlei Kundschaft aus Lothringen. [1306] October 21. Gnedigen heren. ich enbüt uch min gevvilligen dienst und Ion heb wissen, da/ 5 der fouget von Brüschetel und ich by nander womit uf disen nebesten samestag zii Langestein, und waz wir do befundent, da/ bet uch der fouget verschriben. so wiszent fürbas, daz uffe disen samestag fürgangen gebotten ist in allem Lutringen, zu flöhende in 4 tagen und bet öch geholten kariche und wegene wol uffe hundert, und sol öch sicher sin dez hertzogen von Lutringen huffunge uffe disen mendag; do <>«!»• io habe ich ein wiszenthaften hotten hin geschicket und habe ume zergeltes genüg geben, daz er alle worhafte tner erfert. öch seit men, daz juncher Eigemer von Sar- brücken zu dem hertzogen kumen sol wol mit 3 hundert glefen und hertzoge Fri- dericli von Lutringen vil ander heren, die zü derselben huffungen kumen süllent; doch wer dar kumet, so es si lützel oder vil, so truwe ich wol, daz ich es wol heiz finde, und waz ich befinde, es si tag oder naht, daz los ich uch zü stunt wiszen. öch haben! ir willen lit zü understonde, daz tunt fürdeliche, wenne ie lenger ir . heifent, ie me lutes zü sammene kument und meinent ouch vil lutes umbe daz men darzwischent tüt reden, es si alles uf ein verziehen, daz'sü desto me folkes zü sa- mene bringen!, och her Glauwes, also ir mich toten! reden mit juncher Reinhart von 20 Herbeweley, der ist nüt doheime und ist öch der von Vergis nüt zü Rurgüne, wenne er dez künges von Franckerich tohter furet uszer lande, do so süllent ir nüt loszen, ir süllent uch wol versorgen, wo ir truwent, daz ir sin nottürftig sint; wenne waz ich getün kan oder mag, do sol kein breste an sin. gebieten! alle zit über mich, geben uf der 11 tusent megede tag zü vesper zit. 25 Cloren Hanseman von Berse. Str. St. A. G. U. P, lad. 22 fase. 4. or. ch. lit. cls. Gedr. Bapp. Urkb. II nr. 491. 1114. Thomas von Endingen, Hauptmann von Gemar an den Bat: Markgraf Rudolf von Röteln und Graf Bernhard von Tierstein, sowie Gesandte von Schlettstadt ao und Kaisersberg sind im Lager angekommen und haben erzählt, dass auf persönliches Betreiben des Grafen von Saarwerden der Herzog Leopold von Oesterreich Sühneverhandlungen zwischen Strassburg und Bruno von Rappoltstein angeordnet habe, mit deren Führung sie betraut seien. Man hat jede Verhandlung abgelehnt und sie an den Rat nach Strassburg gewiesen. Vorläufig sind sie jedoch nach Rappoltsweiler 3z geritten, kommen aber vielleicht auch nach Strassburg. datum in castris ante Genier sabbate post Luce ewangeliste de nocte. im lj 1396 dass man auf Wunsch Kundschafter in die Gegend von Mömpelgard und anderswohin gesendet habe, aber nirgends etwas von Werbungen und Rüstungen gehört habe, datum dominica post Luce evangelisti. 1396 October 22. Str. St. A. 6. U. P. lad. 22 fase 4. or. ch. lit. cl. Auszüglieh gedr Rapp. Urkb. 11 nr. 496. 6 INI). Heinrich von Winzenheim, Vogt im ßreuschthal an Claus von Grostein: berichtet über die Rüstungen des Herzogs von Lothringen und dergl. . .. wissent, das des herezogen bruder von Lutringen, der grefe von Widemut sich faste buffet und her Eme von Sarbrücke und die ritter und knelite, die uff der Müsse gesessen sint bi Schette. oueb meinet man, daz der herzoge von Lutringen sieb stelle noch luten, io . . . öch wissent, das her Ulrich von ßlanckenberg selb zwölfl'te gewoffet zu Roppelwilre inne lit und reit juncher Johans von Liningen an dunrestage frage bi der Weiler zu Ralczwilre uff und kerete den köpf gen Roppolczwilre oder zu einre huffunge riten. geben ulf den sunnentag nach sante Gallentag zii der zehenden stunden in dem tage. [1396] October 22. 15 Str. St. A. G. U. P. lad. 22 nr. 4 Stück 99. or. ch. lit. cl. ibid. eine Abschrift Stück 129. Gedr. Rapp. Urkb. II nr. 493. 1117. Glaus von Fyncwilre an seinen lieben gesellen Claus . . . heim: wisze, daz eyne unsern frunt mir hait gesaget, daz der hertzoige von Lotryngen üffenlich haüffet, und weisz nit anders, danne er wolle her Brunen zu lielffe kommen. — — 2n [1396 etwa October 22.] Str. St. A. 6. U. P. lad. 22 nr. 4. Reg. Rapp. Urkb. II nr. 495. 1118 Meister und Rat von Strassburg an Metz: bitten um Nachricht über die Heeressammlungen des Herzogs von Lothringen und ersuchen zugleich die Stadt, dass 25 sie ihre Bürger, welche gegen Strassburg dienen wollen, zurückhalte. [1396 etwa October 22.]' Str. St. A. G. U P. lad. 22. Stück 53. lat. concept ch. Gedr. Rapp. Urk. II nr. 494. 111!). Cloren Hansenmn von ßerse an Heinrich von Wintzenheim, Vogt im 30 Rreuschlhal: . . . wissent, daz der alte von Blanckenberg uff disen mendag frage gen Roppoltzwilre rittet, und wellent besehen, wie sich die von Strazburg haltent, bede in dem leger und öch uf dem velde. do schicken! disen brief zu stunt enweg und öch mit ebne wiszenthaften hotten, wenne es sicher wor ist. [1396 October 23.] Str. St. A. G. U. P. lad. 22 nr. 4 Stück 60. or. ch. lit. cl. 36 Auszüglieh gedr. Rapp. Urkb. II nr. 500. 'Ute Antwort der Stadt Metz erfolgte den 31 October, vgl. unten. 1396 637 1120 . Nemerich Bauldoiche Ritter und Bürger zu Metz an Strassburg: wünscht mit 4 Reisigen und 4 Rogenern gegen Sold in Dienst der Stadt zu treten. geben dez mandagez nach st. Lucas dage. [1396 Octoher 23.] Str. St. A. G. U. P. lad. 22 fase. 4. or. ch. I. cl. Auszüglich gedr. Rapp. Urkb. 11 nr. 503. 1121 . Der « Ungenannte » an Ammeister Ulrich Goße über allerlei Kundschaft aus Lothringen. [1396 Octoher 23.] Min dienst bevor, lieber herre. als ich uff samestag bi uch waz und Cüntzelin Ostertag z'i mir körnen solte sin, des bet er nit getan, wie aber dem si, so bin ich oetbr. si. UI und min kneht uff gesessen, und der mir als schribet, und habent die Sachen ernstlich geworben, und wissen! ouch, daz des von Blanckenberg bruder ime widerseit bet. darumbe bet ouch der von Blanckenberg nach sinem sune herrn Ulrich gein Rapoltzwilre geschicket, daz er und sine gesellen füderlich zutz ime koment. ouch wissen!, daz her Brune dem von Salme het geschriben und het in gebetten, daz er is solle für üch riten und do zwuschent reden, und kam ouch derselbe brief gein Baltzwilre und wart dem schaffener. und waz ich üch do schribe, daz ist ouch sicher wor. und wissen! ouch, daz der hertzog von Lutringen alle die het gemant, die do der von Mulnheim sint und die ouch ligent in siner hüte, daz sü ime die zinse, die zü sant Martinstag gevallent, daz sü ime die furderlich geben! in vier 20 tagen: do kan ich aber noch nit erfinden, war umbe er daz getan hat. doch seit man, daz er und sin bruder sich gar wite bewerben!, daz kan aber üch keinen schaden bringen, ouch wissen!, daz ich hotten habe zu Rymmelsberg und ein zü Nansey und ein zu Blanckenberg, wann ich getar selber des weges nit me so verre hin inkommen, und waz ich üch schribe, daz ist ouch alles wor. do nach wissen! 25 üch zü richtende, und waz ich furbaszer empfinde, daz wil ich uch bi guter zit lassen wissen oder aber in daz her, wie üch daz aller beste duncket, daz lant mich wider wissen bi disen hotten. Den ungenannten. [In verso\ Herrn Ulrich Goszen ammanmeister zü Strazburg. Str. St. A. G. D. P. lad. 22 fase. 4. or. ch. lit. cl. 30 Gedr. Rapp. Urkb. 11 nr. 502. 1122 . Graf Johann zu Salm an die Strassburger Hauptleute vor Gemar: . . . Ion uch wissen, das ich zü Ropoltzwilre commen bin, unde das ich uch gerne üffe disen maindag spreche, unde wil uch bitten, das ir mich selben sehzenhneste oder minre trösten wellen!, so wil ich zü uch ritten uch sprechen, unde wellen! mir üwern 35 tröste brief mit disem hotten seinden. geben üffe den maindag no sante Lucas dage. [1396 Octoher 23.] Str. St. A. G. ü. P. lad. 22 fase. 4. or. ch. I. cl. Gedr. Rapp. Urkb. II nr. 498. 1123. Thomas von Endingen an Strassburg: sendet einen aufgefangenen Brief Heinrichs von Blankenberg in deutscher Uebersetzung, 1 2 sowie die Abschrift des an Claus von Grostein gerichteten Berichtes vom 21 October, 2 welche er auch an den Herzog von Oesterreich geschickt habe . . . dar zu haut sine (des Herzogs) rete, die hi uns in dem velde ligent, heim Hanneman Snewelin, und wir her Heinrich von Mülnheim in Brantgazze zu ime geschicket, in zu bittende und mit ym zu redende, daz er hie zu gedencke, wenne es der herschafft von Österrich yemerme noch ge- seit wurde, solte man daz velt rinnen, do die sinen ouch zu velde legent . . liehen herren, hie noch wizzent üch zu rihtende, und wissen! ouch, daz weder .unsere herren des marggrafen noch der von Basel volck noch nüt, zu uns kommen sint. datum in castris ante Gemer feria secunda post Luce ewangeliste. Lager vor Gemar [1306 October 23.] Str. St. A. G. D. P. lad. 22. fase. 4. Gedr. Rapp. UrTcb. nr. 497. 1124. Berthold von Rosheim, der Meister und der Rat von Strassburg an Thomas von Endingen, Hauptmann vor Gemar: teilen mit, dass auch sie Friedensvermittlungen mit Bruno von Rappoltstein abgelehnt haben und befehlen ihm und wünschen, dass er den Krieg nach Kräften und ohne Rücksicht auf die Kosten fortsetze. datum feria secunda ante diein sanctorum Svmonis et Judae appostolorum. [1306 October 23.] StrSSt. A._G U. P. lad. 22 fase. 4. or. mb. I. cl. . . . 1125- Graf Stephan von Mömpelgard an Arnold von Berenfels, Bürgermeister der Stadt Basel 3 : antwortet auf geschehene Anfrage, . . . daz ich kein samnunge bi uns nüt enweisz denne ein klein gescheite, die wellen! gen Lutteringen. geben ze Münpelgarte, an dem nehsten cistage vor Symonis et Jude. Mömpelgart [1306 October 24.] Str. St. A. G. D. P. lad. 22 fase. 4 cop. cli coaev. Reg. Rapp. Urkb. 11 nr. 507. 1126 Als Anhänger Bruno's von Rappoltstein senden der Stadt Strassburg gemeinschaftliche Absagebriefe: I Jehan Noiret de Ameville, Jehan de Very, Andriet de Louvivalz. — II Werry de Savigney, Perin dou Chaitellet, Bernekin de Vendene, Simon! de Tulleire, Ferry de Jalney. — III Hennair de Vry, Bernekin de Herbeuilleir, Guerray de Hurbesche, Petit Jehan bestair de Rambeuilleir, Werry de Durquestein, Richer de la Chambre . . . lou merdy apres feiste sainct Luc. [1396 October 24.] Str. St. A. G 0. P. lad. 22 nr. 4. Stück 77. 78. 70. Auseüglich gedr.: Rapp. Urkb. II nr. 504. 505 506. 1 Vgl. diesen Brief vom 20 Oktober oben nr. 1108. 2 Vgl. oben nr. 1113. 3 Vgl. oben nr. 1115 den Brief Basels an Strassburg vom October 22. 5 10 15 20 25 SO 35 1396 639 1127. Berthold von Rosheim der Meister und der Rat von Strassburg an Thomas von Endingen vor Gemar: .... wissent, daz grafe Philips von Nassowe eine grosse huffunge in der vergangen wochen bette und wolte das lant abe sin. die huflunge ist zerritten. doch umbe daz ir uns verschriben habent, do erfarent noch: dasselbe 3 wellent ouch wir tiin, und was ir erfmdent, das lozzent uns wissen, dasselbe wellen ouch wir üch tun. ouch wissent ir wol, das (ich von uns entpfolhen wart, das ir zu ersten alle strozzen, die hindenan über das gebirge liarüber got, soltent tiin verkeilen, umbe das ir deste sicherre werent. do ist uns wol geseit, das ir etliche strazzen habent geton verkeilen, aber die strazzen hinder Roppoltzwilr sient noch nit verkeilet. 10 do empfelhent wir uch und duncket uns gut sin und ist ouch unser ernstliche meynunge, das ir vürderliche dazu gedencken wellent, wie die strazzen alle verkeilet werdent und lozzent uch des keinen kosten beduren, und wenne ez geschiht, so lozzent es uns vürderliche wissen, ouch schicken! wir üch ein brief von unserme herren dem byschofe, alse ir uns vormals geholten liant. gebristet üch ützit, das 15 lozzent uns wissen, das wellen wir uch schicken und, üch keinen gebresten lozzen. datum feria tertia ante diem sanctorum Symonis et Jude apostolorum. [1396 October 24.J Str. St. A. G. U. P. lad. 22 fase. 4. or. mbr. 1128. Rerthold von Rosheim der Meister und der Rat von Strassburg an Thomas 20 von Endingen, Hauptmann vor Gemar .... uns ist vürkomen und geseit, das etliche von den constofeln und ouch etliche von den anwerken üch ungehorsam sient und wände ir wol wissen und bekennen mögent, das von ungehorsamkeit wegen dicke grosser unret ufferstanden ist, darumbe, so man ent wir uch alle und uwer jeglichen besunder uwere eyde, so ir uns gesworen habent, weihe die sint oder werent, die 25 uch ungehorsam sint, das ir uns den oder die vürderliche herheim schicken! und vn oder sye nit by uch lozzent und uns verschriben! sine ungehorsamkeit, so wellen wir in oder sye darumbe ströffen in sogatener (sic.) mozzen, das sich andere daran stoz- zent. und santent ir uns ouch sogatene nit herheim, so bekanten wir wol, stünde gebreste von ungehorsamkeit wegen ulk, wes die schulde were. und mögen! ouch 30 disen brief zu allen constofelern und antwerken schieben und in den tun vorlesen, umbe das sie sich alle darnoch wissent zu rihtende. datum sub sigillo nostro.... feria tertia ante diem sanctorum Symonis et Jude apostolorum. [1396 October 24.] Str. St. A. G. U. P. lad. 22 fase. 4. or. mbr. I. p. c. sig. 1129. Der «Ungenannte» an Strassburg: Der Herzog von Lothringen liegt nebst 35 dem Grafen von Virsey mit grossem Volk bei Berregart und wird am Freitag Abend ins Albrechtsthal kommen. datum feria quarta ante Symonis et Jude apostolorum anno 1396 . [1396 October 25.] Str. St. A. G. ü. P. lad. 22 fase. 4. or. ch. VI. 81 640 1396 1130. Thomas von Endingen, Ilauptmann vor Gemar an Strassburg: Der von Blankenberg und der Graf von Saarwerden unterhandeln zwar, doch nur um zu täuschen und Zeit für die Rüstung zu gewinnen. Darum bittet er um weitere Verstärkung, sei es durch eigne oder durch Leute des Bischofs oder des Markgrafen von Baden . . . ouch schickent uns zwene oder drige, die mit bühssen schiessen s künnent und 20 stabebühssen, uns do mitte zu behelffende, ehe man uns überfallen wolle . . . Heinrich von Mülnheim ist zum Herzog von Oesterreich geschickt, wenn er zurückkehrt, soll ein Bericht abgehen. datum feria quarta ante Symonis et Jude apostolorum. [1396 October 25.] Str. St. A. G. U. P. lad. 22 fase. 4. or. ch. 10 Gedr. Rapp. TJrkb. II nr. 509. 1131. Thomas von Endingen an Strassburg: hält es nach Beratung mit Cuno und Lütpold von Kolbotzheim für unwahrscheinlich, dass sich die «grosse huffung» des Grafen Philipp von Nassau wieder zerstreut habe . . . und vörhtent, sü und ouch wir, das es ein beschiss sige und der selbe barst den köpf zu uns und über uns ls solle keren, . . . denne alle die warnunge, die uns ie kommen sint mit munde oder oetbr. 2 -. mit brieten, die stont alle glich, das sü zwüschent hie und fritages bi uns süllent, sin . . . Bittet um sofortige Nachricht, wenn ihnen irgend etwas über die feindlichen Absichten bekannt werde. datum feria quarta ante Symonis et' Jude de sero in castris ante Gemer. Vor Gemar [ 1396 October 25]. 20 Str. St. A. G. D: P. lad. 22 fase. 4. or. ch. Auszügl. gedr. Rapp. TJrkb. II nr. 510. 1132. Heinrich, Herr von Blankenberg 1 an Meister und Rat von Strassburgund die vor Gemar liegenden Strassburger: beschwert sich über die Gefangennahme seines Boten [messaigier] Moregin Floriet. escript le mercredi davant la sainct Sy- 2 » mond et Jude. [1396 October 25.] Str. St. A. G. D. P. lad. 22 fase 4. or. ch. lit. cl. Gedr. Rapp. TJrkb. II nr. 508. 1133- Thomas von Endingen, der Hauptmann vor Gemar an den Strassburger Rat: die von Colmar haben sich über unberechtigtes Fouragieren beklagt, verhalten so sich auch sonst unfreundlich und fordern «kerunge» . . . und alse ir uns verschriben haut von des gefelles wegen, do wissint, das die von Mülnheim und die Zürne noch irem volke schihtent in Obrehtesztal, die kommen! zu uns und hettent es gerne ge- ton, do möhtend wir von unsers herren von Österrich volke nieinans do zu haben, wie doch wir es dicke an sü gefordert hant, und mag nümme sin denne uns nöter ss 1 Am 26 October verlangt derselbe nochmals die Freilassung [G. U. P. lad, 22. or. ch. gedr. Rapp. Urkb. II nr. 521.] 1396 641 tete uns zu verteilende und zu vergrabende, hettent wir eilte die lute, nocte post cenani feria quarta ante Symonis et Jude apostolorum. Str. St. A. G. D. P. lad. 22 fase. 4. or. ch. I. el. B Auszügl. gedr. Happ. Urkb. II nr. 511. [13m datum de October 23.] 1134. Walther am Berge, Meier im Albrechtsthal an Heinrich von Mülnheim genannt von Landsberg und Leutold von Mülnheim : berichtet von allerlei Vorkommnissen, die auf einen baldigen Angriff des Herzogs von Lothringen hindeuten, datum feria quarta ante Symonis et Jude apostolorum. [1306 October 25.] Str. St. A. G. U. P. lad. 22 or. ch. I. cl. Gedr. Bapp. Urkb. II nr. 516. 1135. Hans am Berge an Heinrich von Mülnheim genannt von Landsberg: hat unter anderm erfahren, .. . daz der hertzoge von Lutringen und der von Küsse und der von Fersü mit ebne grossen folgke went ligen umbe Berregart uff disen durnstag zu naht >5 und meinent, daz sü uff disen fritag zu naht ligen went in Obrechtstal . . . datum 0 ci. se.jsi- feria quarta ante Symonis et Jude. [1306 October 25.] Str. St. A. G. U. P. lad. 22. eop. ch. coaev. Gedr. Bapp. Urkb. 11 nr. 517. 1130. Gemeinschaftliche Absage an Strassburg senden folgende lothringische 20 Herren: (1. Brief) Niclaus dit Baleix de Esche, Jehan de Noray, Jehan de Grenesque, Jehan de Nisy, Jehan de Borges im Dienste ihres Herrn Monseigneur Brug. — (11. Brief): Hans von Lyningen grefe zu Bückesingen, Henselin Heringen von Vinstin- gen, Henselin SchÖlin von Vinstingen, Erhärt von Schirbefele, Hans Minninger von Urmtz, Peterman von Sarburg, Heinzekin von Rückesingen, Fritschemann Pfannenstil, 25 Peter von Ruckesingen, Erhärt von Ellenwiler, Seheekeme Gurney von Metze, Henselin Winter von Rückesingen, Henselin Liebeheinze von Rückesingen, Niclawes von Eiche, Henselin von Reckeringen, Ludeman von Hellingenmer, Matliis von Günder- dingen, Arnolt Wisse von Schirbebele, Hügelin Scliaderen von Hanameny, Scheckmy von Schirbebele von wegen hern Brunen herre zü Rapoltzstein. — (III. Brief:) Ulrich von so Basemunt, Anshelm von Benwilre, Karman von Horbach, Nickelman von Luderfingen, Zant von W 7 allenbÖsze, Heinrich von Wolfeskirche, Glaus von Sehszclingen, Pander von Gerbeviller, Küosze von Vinstingen, Hensel Flintze. (I)atum von II.) geben uf mittewoche frage vor Symonis et Jude. [1306 October 25.] Str. St. A. G. U. P. lad. 22. 3 or. ch. lit. pat. Der letzte undatiert, aber wohl unter das 35 gleiche Datum zu stellen. Auszüglich gedr. Bapp. Urkb, II nr. 513. 514. 515. 1137. Ein Ungenannter schreibt : lieber herre, so wissen!, daz der grefe von Sarwerde alle sine geburen besaut hat, dem dürlfent wir auch nit gar wol getruwen, 642 1396 und arbeitet sich do mitte sin vogt Sersey im Schöne Erlaches tal gar vaste, ouch hant die erbersten, die her Brune bie ime het, ein stosz under einander, ob sü sich zu Gemar wellent lassen vinden oder nit, wan su furhtent, wurde es inen ange- wunnen über den hals, daz su müstent sterben, und habe das von inen gehört. [1306 etwa October 33.] Str. St. A. G. U. P. lad. 22 Papierstreifen, ibid. cop. eh. coaev. Gedr. Papp. TJrkb. II nr. 518. 1138. Thomas von Endingen an Meister und Rat von Strassburg (Nachschrift zu einem der früheren Briefe): wissent ouch, das her Heinrich von Mülnheim in Brantgasse von unserm herren von Osterrich noch mit kommen ist, und het uns hie naht spote her Dietherich Snewelin geseit, das ymme ein hotte von Basel kommen si und geseit habe, daz man mit wisse, wo der egenant unser herre sige: do wissent üch ouch noch zu rihtende. und mit lont, ir schickent uns ein hundert schölböme her uff. 11306 etwa October 25.] Str. St. A. G. U. P. lad. 22. Papier-Zettel. Gedr. Papp. TJrkb. II nr. 512. 1139. Rottweil an Strassburg: bittet um Auskunft über den Krieg mit Bruno von Rappoltstein und die Belagerung von Gemar . . . wan wir doch alle zit gern sähint und hortint, daz es üch in allen üwern Sachen nach eren und wol gieng. geben an mitwochen vor Symonis et Jude apostolorum anno 96. [1306 October 25.] Str. St. A. G. U. P. lad. 22 fase. 4. or. eh. I. cl. Gedr. Papp. TJrkb. II nr. 519. 1140. Walther am Berge, Meier zu Weiler im Albrechtsthal an Heinrich von Mülnheim-Landsberg und Junker Lütold von Mülnheim: Junker Klein Hans von Lützel habe den Bürgern von Urbeis versichert, dass sowohl er als auch der Herzog von Lothringen und Bruno von Rappoltstein, «die von Urbeis mit schedigen» will, und verlange für diese Versicherung 1 / 2 Fuder Wein von den von Urbeis, was er der Schultheiss aber verboten habe. datum feria quinta ante Symonis et Jude apostolorum. [1306 October 26.] Str. St. A. G. U. P. lad. 22 fase. 4. or. ch. I. cl. Gedr. Papp. TJrkb. II nr. 520. 1141. Heinrich von Mülnheim an Strassburg ist beim Herzog von Oesterreich gewesen, der versprochen hat, Strassburg nicht zu verlassen und zu näherer Unterhandlung seine Räte Markgraf Rudolf von Röteln, Graf Bernhard [von Tierstein] und Herrn von Randegg schicken will. Mit Bruno von Rappoltstein soll wo möglich ein 6 oder 8 tägiger Friede vereinbart werden. geben ze Enzesheim an dornstag nacht vor Symonis et Jude anno 96. Ensisheim 1306 October 26. Str. St. A. G. U. P. lad. 22 fase. 4. or. ch. I. cl. Gedr. Rapp. TJrkb. II nr. 522. 5 10 15 20 25 30 35 40 1396 643 1142 Herzog Leopold von Oesterreich an die Strasshnrger Hauptlente vor Gemar: sendet und beglaubigt seine Räte zu mündlicher Unterhandlung: Markgraf Rudolf von Hochberg, Graf Rernhard von Tierstein und Heinrich von Randegg, Vogt zu Schaffhausen. geben ze Enzesheim an dornstag vor Symonis et Judae anno 90. s Ensisheini 1300 October 20. Str. St. A. G. U. P. lad. 22 fase. 4. or. ch. I. cl e, sig. II Rh Wilhelmus electus confirmatus Argentinensis an Ulrich Gosse Ammanmeisterzu Strassburg: .. .wir laut uch wissen, das uns hüte gein Koichersberg bodeschafft kommen ist, wie sich der junge herezoge von Lothringen, der herezoge von Ror und der . . . io junge von Blankenberg hoiffent, und sollen! haben wol uff 800 glefen und sollen! noch hin! zu nacht umb Doese ligen, und wellen! über uch, nit über uns, als uns geseit ist. gebin za Koichersberg des dünrestages vor Symonis et Jude. Kochersberg [1300 October 20.] Str. St. A. G. U. P. lad. 22. or. ch. lit. cl. 15 Gedr. Happ. Urkb. II nr. 523. 1144 . Wilhelmus electus confirmatus Argentinensis an den Ammanmeister Ulrich Gosse: ... als wir uch hüte warnunge taten!, als ist uns uff disse nacht aber geseit, mit namen von Jehan Ulin, daz daz folg und die hoffunge umb Dunnufer liege by Barkemot, dez von Blankenberg slos, und meynet auch, man solle Zusehen hv und ao süntage wunder vernemmen, und wellen! über uch, und haben! uch von druhundert glefen verslagen. gebin zu Zabern des dünrestages zii nacht vor Simonis et Jude. Zabern [1300 October 20.] Str. St. A 6. U. P. lad 22. or. mb. lit. cl. Gedr Happ. Urkb. II nr. 524. af. 1145. Arnold von Berenfeils Bürgermeister von Basel an Thomas von Endingen, Hauptmann der Strassburger vor Gemar: ... als ir uns versehriben band umb unsere grossen büchssegezüg und werkmeyster hinab ze schickende, haben wir wol verstanden und lassen! uch wissen, daz wir uch die büchsse und den gezüg forderlich senden wollen!, aber keinen Werkmeister haben wir in langen ziten nie gehept, anders io wir santent in uch gerne, doch so haben wir förderlich gesamt nach einem, der vor- ziten unser büchsenmeyster gewesen ist. kommet der, so wellen wir in förderlichen üch hinab schicken, waz wir auch von samnunge und andere bluffen, die uch notdürftig sint ze wissende, wellen wir uch ouch alwegen förderlichen verkünden. datum quinta feria ante Symonis et Jude apostolorum anno 1:596. 1300 October 20. ^ Str. St. A. G. U. P. lad. 22 or. ch. I. cl. 1146. Thomas von Endingen, Hauptmann vor Gemar an den Rat: Haneman Snewelin und Heinrich von Miilnheim in der Brandgasse sind vom Herzog von Oesterreich, den 644 1396 sie in Rheinfelden angetroffen und nach Ensisheim begleitet haben, zurückgekehrt und berichten, dass jener gerne zur Hülfe bereit sei und möglichst viele Reisige anwerben wolle. Da aber gleichzeitig Gerüchte von einem baldigen Ueberfall ins Lager gekommen seien, sind beide Roten nochmals zum Herzog geritten, um ihn zur Eile anzutreiben. Zugleich hat man in Hasel um abermalige Entsendung von 200 Mann Fussvolk gebeten. datum in castris ante Gemar feria quinta ante Symonis et Jude apostolorum liora paulo post meridiem. Lager vor Gemar [1390 October 26]. Str, St. A. G. U. P. lad. 22 fase. 4. or. ch. I. cl. Gedr. Rapp Urkb. 11 nr. 526. 1147 Wilhelm erwählter Rischof von Strassburg an Meister und Rat von Strassburg: bestätigt den Empfang ihres Briefes und will morgen mit Begleitung nach Dachstein kommen und dort auf ihre Botschaft warten. geben zu Zabern des fritages zii nabt vor Symonis et Jude. Zabern [1390 October 27]. Str. St. A. G. U. P. lad. 22, or. ch. I. el. Reg. Rapp. Urkb. II nr. 529. 1148 . Thomas von Endingen, Hauptmann vor Gemar an Strassburg: Heinrich von Mülnheim ist vom Herzog von Oesterreich zurückgekehrt und teilt mit, dass eine Stallung gemacht sei von Freitag Abend bis Samstag Abend. Der Zuzug aus Strassburg soll zunächst bis Benfeld marschieren und dort warten, datum vigilia Simonis et Jude apostolorum anno 90. [1390 October 27.] Str. St. A. G. U. P. lad. 22 fase. 4. or. ch. Reg. Rapp. Urkb. II nr. 528. 1149 . Graf Heinrich zu Saarwerden, Herr zu Rappoltstein und llohenack, schliesst im Hamen seines Oheims Bruno von Rappoltstein einen Wa/fenstillstand mit Strassburg. 1390 October 27. Ich Heinrich grefe zu Sarwerde, herre zu Rapolczstein und zu llohenack. . dun kunt mengelich mit disetn briefe, das ich spräche und spräche ouch mit disem briefe vür den edeln minen lieben öheim liern Brunen herre zu Rapolczstein vür alle sine hellfer und die sinen und mit nammen, die zü Gemmer ynne sint [einen friden zu haltende und zu habende ] gegen den wisen bescheiden dem meister und dem rate, . . . der dauern soll vom 27 October abends bis 28 October abends. geben uf fritag Symonis et Jude obent anno 1896. Str. St. A. G. U. P. lad. 22. or. ch. lit. pat. Abdruck: Bappoltst. Urkb. II nr. 527. 5 io 15 20 25 30 1150 . Berthold von Rosheim der Meister und der Rat von Strassburg an Thomas 35 von Endingen, Hauptmann vor Gemar: haben ebenfalls von neuen Werbungen ge- 1396 645 gehört, glauben jedoch, dass das Gerücht vergrößere. Was in Strassburg noch an Fussvolk und Reiterei vorhanden, soll geschickt werden. Ausserdem ist der Bischof, der Markgraf von Baden, sowie die Herren von Lichtenberg, Hohenstein, Landsberg, Andelau um Hülfe ersucht. datum vigilia sanctormn Symonis et Jude apostolorum. 5 [1396 October 27.1 Str. St. A. G. D. P. lad. 22 fase. 4. or. mb. I. cl. 1151. Strassburg an den Herzog von Burgund in Sachen der Rappoltsteiner Fehde: König Karl von Frankreich hat seinen Kämmerer Wilhelm von Grause an sie (Strassburg) geschickt, um einen Frieden mit Bruno von Happoltstein zu stände io zu bringen. Auf dessen Ausführungen haben sie entgegnet: 1. Bruno sei seit langer Zeit Bürger von Strassburg gewesen, habe aber trotz seines Eides, die Stadt vor allem Unrecht zu schützen, sich treulos und feindselig benommen. 2. Schulde er der Stadt 4000 Gulden, die er innerhalb 10 Jahren durch jährliche Zahlung von 400 Mark zurückzuerstatten versprochen habe. 15 3. Habe ihm Heinrich von Miilnheim 0000 Gulden geliehen gegen Verpfändung von Stadt und Burg Gemar. Diese sei später zurückgegeben und statt dessen für die Gesamtschuld Brunos an Strassburg und seine Bürger die Städte Uber- und Unter-Happoltsweiler in den Pfandbesitz von Strassburg übergegangen. 4. Diese aber habe Bruno mit Gewalt den Strassburgern entrissen und so Verso anlassung zu einem langen Kriege mit der Stadt gegeben. 5. Endlich habe sich der deutsche König der Sache angenommen und auf einem Sülmetag festsetzen und von beiden Parteien beschwören lassen, dass beide ihre Eroberungen wieder herausgeben sollten. Während Strassburg diesen Vertrag erfüllt und seinen Eid gehalten, habe Bruno denselben sofort gebrochen. SS 6 . Auf ihre nachdrückliche Vorstellung habe er so viele Gegenklagen und Ausflüchte gehabt, dass sie sich entschlossen hätten, die ganze Streitsache dem Lehnsherrn Brunos, dem Herzog Leopold von Oesterreich vorzulegen. 7. Dieser habe darauf einen Sühnetag angesetzt, zu dem. beide Parteien vor ihm erscheinen sollten. Sie sind darauf eingegangen und ebenso hoffen sie, dass so Bruno, welcher 6 seiner Räte hinzuziehen solle, die Sache jetzt zum gütlichen Abschluss bringen werde. Anderseits aber hätten sie gehört, dass Bruno sich persönlich an ihn, den Herzog von Burgund, und den König von Frankreich mit Klagen wider Strassburg gewendet habe. Doch hofften sie, dass sich beide lediglich nach Hecht und Gerechtigkeit und nicht parteiisch für Bruno entscheiden würden, datum 33 Argentine vigilia festi beatorum Symonis et Jude apostolorum. Strassburg [1396 October 27.] Str. St. A. G. U. P. lad. 22 fase. 5. or. mb. latin. nicht vollzogen und zur Absendung gelangt, wohl wegen der mehrfachen Korrecturen, doch sind Versendungsschnitte u. Siegelspuren auf der Rückseite. 646 1396 1152. Arnold von Berenfels, Bürgermeister von Basel an Thomas von Endingen vor Gemar 1 : antwortet auf die Bitte um 200 Bewaffnete .... laszent üwer güten fruntschaft wissen, daz uns unser herre von Österich gemant hat mit unser macht ze körnende, ob der sache wir yetzunt sitzen! und meynent in der saclie ze tünde, daz wir getruwent unserm herren von Österich unser fründen und eytgenossen von --> Straszburg und üch gevellig sin. ouch wissen!, als ir uns von der buchsen wegen verschribent, also haben! wir nach dem büchsenmeister gestalt und senden! üch den mit der buchsen und gezüge hinab und ist uf merzenacht ze Brysach. da bitten wir uch, daz ir gedenken wellen!, wie er zu uch komme, daz er mit den buchsen und gezüge nit dernider lige. datum die Symonis et Jude anno 90. 1306 October 28. io Str. St A. G D. B. lad. 22 fase. 4. or. ch. I. cl. Auszüglich gedr. Kapp. Urkb. II. nr. 532. 1153- Johann von Lichtenberg an Strassburg: lehnt wegen Verwandtschaft die Hülfeleistung gegen Bruno von Bappoltstein ab. datum in die beatorum Symonis et Jude apostolorum. [1306 October 28.] >s Str. St. A. G. U. P. lad. 22 fase. 4. or. ch. I. cl. Gedr. Rapp. Urkb. II nr. 530. 1154 Johann von Kagenecke, Hofmeister an den Ammanmeister Ulrich Gosse zu Strassburg: hält es für geraten, wenn der Friede zustande kommen soll, . . . daz ir minen herren Lesenden! und in beten! za üch ze kamen . . . weiss aber nicht, ob sich 2 « viel geändert habe, seit der Herr von Fleckenstein mit seinem Herrn geredet hat . . . da gedenken! selber, waz üch daz best dankt. geben an sant Symon und Judas tag der zwelf hotten. [1306 October 28.] Str. St. A. G. ü. P. lad. 22. or ch. I. cl. Auszüglich gedr. Rapp Urkb. II nr. 531. 25 1155. Graf Heinrich von Saarwerden erklärt im Namen Brunos ton Rappol l- stein, daß er mit Straßburg und den Seinigen einen kurzen Waffenstillstand geschlossen habe. [ Verlängerung des Friedens vom 27. October]. 1306 October 20. Ich Heinrich grefe zu Sarwerden, herre zu Rapoltzstein und zu Hohenag dün kunt mengelichen mit disem briefe, das ich gesprochen habe und spriche ouch mit so disem briefe vür den edeln minen lieben olieim, heim Brunen herre zu Rapoltzstein, alle sine helffer, diener und die sinen einen friden zi't haltende und zu habende mit den wisen bescheiden, dem meister und dem rate zu Strasburg allen iren helffern, dienern und den yren. und sol der fride anegan uf hüte disen sannen dag, also 1 1396 November 2. Dieselben an denselben: haben eine zeitlang dem Gerüchte von der Beilegung ?6 des Krieges Glauben geschenkt , werden aber jetzt unverzüglich Volk und Büchsenmeister schicken. [G. D. P. lad. 22]. 1396 G47 dirre brief geben ist, uf mittendag, und sol weren untze morne den mendag, untze das die sunne undergat, un ge verlieb, ouch ist beret, das zü Gemern nieinan ns noch in gon noch riten sol in disem obgenanten friden one geverde. ouch süllent die von Strasburg noch ir helffer iren geziig nüt. triben noch machen, das den von 5 Gemern schedelieh sie in disem vorgenanten friden one geverde. und süllent sü ouch uf keinen graben noch niergent gan zu der stat schowen noch besehen, und were es sache, das der fride überfaren wurde, so globen ich viir den vorgenanten minen oheim heim Brunen ynen zu keren mit der name oder werde one geverde. unde des zu urkunde so habe ich Heinrich grefe zu Sarwerde vorgenant min inge- w sigel gedrucket in disen brief zu ende dirre geschrift. der geben wart an dem nehsten sunnen dag uf trugen ymbes nach Symonis et Jude anno 1396. Str. St. A. 6. D. P. lad. 22 fase. 5. or. lit. pat. c. sig. impr. Auszüglich gedr. Rapp. Urkb. II nr. 533. 1156 . Heinrich von Blanckenberg an Strassburg: kann den gewünschten Tag >5 ohne seinen Oheim Bruno von Rappoltstein nicht leisten, da dieser ihm keine Vollmacht gegeben habe und jetzt verreist sei und sie wohl wüssten . . ., daz men, so men sprichet «ane brütigam die brütluft nit wol kan gemachen.» doch ist er bereit, später einen Tag zu Colmar oder Schlettstadt zu vermitteln und zum Frieden zu reden. Habe Strassburg vorher mit ihm privatim über den Krieg oder Schloss Hüneburg zu 20 reden, so solle man ihn mit sicherem Geleit abholen, ferner bitte er Cuno von Ko- boltzheim, der ihn vor Blankenberg geschädigt, zum Ersatz anzuhalten. [1396 (?) Oktober.] Str. St. A IV. fase. 15. or. ch. lit. el. 1157 . Worms an Strassburg: berichtet, dass nach glaubwürdiger Mitteilung der SS Herzog von Lothringen bis nächsten Donnerstag oder Freitag einen grossen Heb er fall .Vov.ru.z. des Strassburger Belagerungsvolkes vor Gemar plane. datum in crastino Simonis et Jude apostolorum hora completorii. [1396 October 29.] Str. St. A. G. D. P. lad. 22 fase. 4. or. ch. Auszügl. gedr. Rapp. Urk. II nr. 536. so H58. Berthold von Rosheim, der Meister und der Rat von Strassburg an Thomas von Endingen und die andern Hauptleute vor Gemar: sie sollen nichts auf eigne Hand unternehmen, da man noch keine sichere Kunde über feindliche Anmärsche habe. Doch sollen sie «guten, kecken müt» haben und überzeugt sein, dass man ihnen Kriegsvolk genug senden würde . . . wände, wo ir und wir das velt rumdent, 35 das drehte üch, uns und unsern kindes kinden und nochkommen ewickliche schaden, unere, vertust und schände . . . Dieser Brief soll öffentlich vorgelesen werden, datum die dominica et crastino sanctorum Symonis et Jude apostolorum, anno do- mini 1396. 1396 October 29. Str. St. A. G. D. P, lad. 22 fase. 4. or. ch. 40 Gedr. Rapp. Urkb. II nr. 534. VI. 82 648 1396 1159. Der «-Ungenannte» an den Ammanmeister Ulrich Gosse zu Strassburg: hat Kundschaft aus dem Lager des Herzogs von Lothringen zu Herregart und Steney, wonach der Herzog krank daniederliegt und seine ganze Macht in 110 Glefen besteht. datum dominica post diem beatorum Symonis et Jude apostolorum. [1306 October 20.1 Str. St. A. G. D. P. lad. 22 fase. 4. or. ch l. cl. Auszügl. gedr. Rapp. Urkb. II nr. 535. 1160. Ritter Rudolf von Hohenstein an Strassburg: wünscht Sühne mit der Stadt und stellt sich selbst und sein Schloss zur Verfügung.. geben uf mendag vor aller heilgen dag anno 96. 1306 October 30. Str. St. A. G. D. P. lad. 22 fase. 4. or. ch. 1161. Kuno Hans Schönmetziger, bischöflicher Schaffner zu Zabern an Strassburg: hat von Johann Ulin, der dort angelangt ist, aber wegen ermüdeter Pferde nicht selbst nach Strassburg kommen kann, erfahren . . ., daz die zwene hertzogen von Lothringen sich vaste höffent, . . . und ligent . . . sicher zu Sant Diedalt inne und die berste zwiischent Liensta(n)t, Dünnufer und Sant Diedalt uff der Mörte in den klöstern und den dörffern und wollen «uf Gemar ziehen» etc. [1306 etwa October 30.] Str. St. A. G. U. P. lad. 22 fase. 4. or. ch. I. cl. Gedr. Rapp. Urkb. II nr. 538. 1162. Die Rriider Obrecht Reger und Hans Reger von Geispolsheim, Ritter an Strassburg: melden, dass der Rischof von Strassburg wohl nach Strassburg kommen Novbr. t. werde, da er ihnen geschrieben habe, mit ihm am Mittwoch in Epfig zusammen zu treffen. geben an dem nehsten mendag vor aller heilgen tag. [1306 October 30.] Gtr. St. A. G. D. P. lad. 22 fase. 4. Auszügl. gedr. Rapp. Urkb. II nr. 539. 1163. Rudolf von Hohenstein, Ritter an Meister und Rat: schreibt, dass er mit seinen Söhnen dem Rischof von Strassburg zu dienen versprochen habe und so doch auch der Stadt diene, geben uf mendag vor aller heilgen dag. [1306 October 30.] Str. St. A. G. D. P. lad. 22 fase. 4. or. ch. lit. cl. Auszügl. gedr. Rapp. Urkb. II nr. 542. 1164. Schwartz Rudolf und Heinrich, Gebrüder, Klein Rudolf, Heinrich Tarc, Jörge Frideriches, Heinrich und Eberlin von Andlau, Vettern, an Strassburg: ... als ir uns geschriben hant, wie das ein volk von Walhen in disz lant ziehen welle und das wir uch zu liebe und zu dienst in uwer leger, als ir vor Gemer ligent, ziehen söllent, do sol uwer wisheit wissen, ist es daz die Walhen also in disz lant ziehent, was wir dann mit eren nach unser vermögent dowider gesin mögent, daz wellent 5 10 15 20 25 30 35 1396 649 wir in semlicher masz tun, daz ir und mengelich sehen söllent, daz uns leit were, wo das lant geschediget wurde. geben uf den nehesten mendag vor aller heiligen anno 1396. [1396 Oetober 30.] Str. St. A. Abt. IV, 29. or. ch. I. cl. 5 1165 . Heinrich von Gerspach, Vogt zu Ortenberg an den Ammanmeister zu Strassburg: hat von einem Augenzeugen erfahren, dass bei Bitsch 200 Glefen liegen und dass der Herzog von Lothringen, der Graf von Nassau, die von Bitsch und andere Herren 2000 Ritter und Knechte zusammen bringen und mit diesen den nächsten Mittwoch bei Zabern über die Steige und dann nach Gemar ziehen wollen. [Ohne io Datum.] [1396 etwa Oetober 30.] Str. St. A. G 0. P. lad. 22 fase. 4. or. ch. Auszügl. gedr. Rapp. TJrkb. II nr. 543. 1166 Cloren Hansemann von Berse an Junker Heinrich von Winzenheim: weiss nichts Neues zu berichten als, dass geboten ist . . . fluchende in allem Lutringen und i5 och, da/, dez hertzogen huffunge sol sin uf disen mendag. [1396 etwa Oetober 30.] Str. St. A. G. ü. P. lad. 22 fase. 4. Auszügl. gedr. Rapp. Urkb. 11 nr. 544. 1167 . «Der Ungenannte» an Ulrich Gosse, Ammanmeister zu Strassburg: der Herzog liegt noch bei Berregart und Steney in derselben Stärke wie zur Zeit seines 20 letzten Berichtes [29 Oetober], erst wenn der Herr von Vergy da zu komme, werden es 600 mit Glefen sein etc. geben an aller heilgen abent, als es siben sing. [1396] Oetober 31. Str. St. A. G. D. P. lad. 22 fase. 4. or. eh. I. cl. Gedr. Rapp. Urkb. II nr. 545. 25 H68 Cloren Hansemann von Berse an Claus von Grostein, Schultheiss zu Strassburg : waz ich heb do geseit habe von dez hertzogen stetten, daz ist sicher wor, und ligent noch an den stetten, die ich üch nante, ein mit weges by Eseral; ouch lit der hertzoge noch zu Rafon, und lit sin brüder zü Stive und haut noch bede keins zwey hundert spiesze, also men seit, und huffent sich alle tage.... Weiteres will er zu er- 30 fahren suchen. geben uf aller heilgen vorvir tag zü vesper zit. [1396] Oetober 31. Str. St. A. G. ö. P. lad. 22 fase. 4. or. ch. I. cl. Gedr. Rapp. Urkb. II nr. 546. 1165). Der Rat von Rottweil an Thomas von Endingen und die andern Strassburger vor Gemar: dankt für den Brief und bittet um weitere Nachricht über den 35 Stand des Krieges vor Gemar. datum in vigilia omnium sanctorum anno 1396. 1396 Oetober 31. Str. St. A. G U. P. lad. 22 fase. 4. or. ch. I. cl. 650 1396 1170 . Meister und Rat von Hagenau an Strassburg: melden das Gerücht... von drie sammenungen, die über die üwern gon Gemor gon werdent. datum vigilia omnium sanctorum anno 1396. ' 1396 October Hl. Str. St. A. G. U. P. lad. 22’fasc. 4. or. ch. lit. cl. Reg. Rapp. Urkb. II nr. 548. 5 1171 Saarburg an Straßburg .- erkundigt sich nach dem Stand der Dinge vor Oemar. 1396 October 31. Den frümen wisen herren, dem meister und dem rate zu Strasburg enbieten wir der scbültheisze und der rat von Sarburg unsern undertenigen dienst, alz üwer wisheit vor Gemer gezogen ist, do bitten wir üwer wisheit, daz ir uns wellent lau t0 wiszen, wie es stände umbe üwer Sachen, wand man bij uns seit umbe vil same- nunge, die wider üwer wiszheit sol sin. do wiszent, daz wir keine wäre mere von kein re groszen samenunge nit wiszent. und bette wir iht wyder üwer wisheit befunden,’ das wüszentlich were, wir hettent es üch lau wiszen und noch hutis dages dettent befündent wir iht von den Sachen, wand uns in trüwen leit were, daz üwer 15 wiszheit iht zu unfüge beschee. üwer wiszheit gebytte uns alleziit. datum in vigilia omnium sanctorum anno 1396. Str. St. A. G. D. P. lad. 22 fase. 4. or. ch. Auszügl. gedr. Rapp. Urk. II nr. 549. 1172 . Die Schöffen und die Dreizehn von Metz an Strassburg: berichten auf An- SV frage, dass der Herzog von Lothringen und eine Anzahl Herren und Ritter sich zum Kriege rüsten und versprechen, soviel in ihren Kräften steht, zu verhüten, dass Bürger von Metz sich an den Feindseligkeiten gegen Strassburg beteiligen, wenn sie auch anderseits nicht hindern könnten, dass die Metzer, welche Mannen des Herzogs, des Bischofs oder anderer Herren sind, ihrer Lehnsptlicht gegen diese nachkämen. es- 2 -, script merdy vigille de feste toussains. [1396 October 31.] Str. St'. A. G. U. P. lad. 22 fase. 4. or. ch. lit. el. in französischer Sprache. Ibid. gleichzeitige deutsche Uebersetzung. Abdruck des Originals: Rapp. ürk. II nr. 551. 1173 . Bruno von Rappoltstein verpflichtet sich, dem Herzog Leopold IV von 30 Oesterreich «alle die vorsorgnisse» wegen des Geldes zu halten, welche er in verschiedenen «Noteln» vor dem Markgrafen von Röteln, dem Grafen von Salm, dem Grafen Heinrich von Saarvverden, Herrn Friedrich von Hattstatt und den Räten der Städte Colmar, Schlettstadt. und Kaisersberg versprochen hat, wenn die Sache derer von Strassburg «einen fürgang gewinnt». Ensisheim 1396 October 31. 35 Rappoltst. TJrkb. II nr. 552. — Regest nach einer früher in Insbruck, jetzt angeblich in München befindlichen Urkunde — nach Lichnowsky 5 , 13 nr. 111. 1396 651 1174 . Bürgermeister und Rat von Speier an Strassburg: es laufen allerlei bedrohliche Gerüchte . . . wie man understeen weite die uwern von dem velde zu trvbende . . . doch han wir by uns ym lande noch mit empliunden deheins Volkes, das wider uch hinoff ziehen wolle, aber alse balde wir des gewar worden!, das weiten 5 wir uch, so tag, so nahMassen wissin . . . datum vigilia omnium sanctorum. [1396] October 31. Str. St. A. G. D. P. lad. 22 fase. 4. or. mb. lit. cl. Gedr Bapp. Urkb. II nr. 550. 1175 . Notiz über die weiß-rote Uniform der Straßburger Mannschaften vor Oemar. io StefTan Bock sol ernstlich bestellen, das einer von Barre förderlich har gen Strasburg klimme mit eim karrich zu holen das düeh uff dem Pfennigturn zu rocken und kuwelhüten wisz und rot für sin drissig hantbüssenschützen und für zwen kneht zu eim wagen und daz sü solicli cleider ane verzog tunt machen ambey der stat Strassburg reisecleidern glich, daz rote uff reht sit und das weisz uff die linck iä sit, und die kleinen blowen strenchen oucli uff die linck sit, und daz sü alle uff zinstag sant Ulrichstag zii nahtimbis zu Kestenholz wolgerüstet und mit in füren essen für zwei tage. Ebenso soll Tuch abholen lassen: Hans Gonrat Bock in Mutzich für 10 Schützen und andere Leute. 20 Diebolt von Kagenecke in Doroltzheim für 0 Schützen und 2 Knechte. Gonrat Bock in Westhus für 6 Schützen und 2 Wagenknechte. Hans Bock in Northus dasselbe. Der von Hüttenheim für 10 Schutzen und 4 Knechte. Der von Gerstheim für 6 Schützen und 2 Knechte. 25 Glaus Zorn von Bulach in Osthusen dasselbe. Gasper Doppeler in Orswilr für 10 Schützen. Bernhart Wurmsser in Kestenholz für 10 Schützen. Hans Erlin in Sigolsheim .... Diebolt von Boisenheim .... so Hans Sturm .... Str. St. A. G. U P. lad. 20 fase. 7. conc. ch. 1 Blatt (Bruchstück). 1176 . Brief aus dem Lager vor Gemar an den Rat von Straßburg: Bitte um Mannschaft und Fahnen. [1396.] Lieben herren. wissent oucli, das wir der diener gar vil me bedürftent, denne 35 wir hie hant unser zu wartende, botscheffte zii werbende, hüten und warten tages und nahtes mit den unsern zu tünde und vil andere Sachen zii werbende, das man niemans anders danne diener heisset, darumb bitten wir üch, daz ir uns noch 8 oder zehen enspennige schicken!, so ir erste mügent, ouch schicken! uns 200 gemaleter und 100 geneygeter venlin. 40 Str. St. A. G. U. P. lad. 22. fase. 4. or- ch. (Zettel.) 1177. Thomas von Endingen an Strassburg: verlangt Kugelhüte für die Mannschaft, . . . wissint das die constofeln und antwerck das merreteil kugelhüte gemäht hant, und werbent unsere herren, die by mir husse sint, das ich in ouch kügelhüte sülle machen, darumb bette ich minen snider hinin zu üch geschicket. lieber herre. do heissent die kugelhüte machen und sü her us schicken, noch dem alse min snider sagen würt. datum die omnium sanctorum. 1 [1396] November 1. Str. St. A. G. D. P. lad. 22 fase. 4. or. eh. 1178. Thomas von Endingen, Hauptmann vor Gemar an den Rat von Strassburg: hat die drei Räte des Herzogs von Oesterreich unverrichteter Sache abziehen lassen, weil er keine Vollmacht hatte und dann selbst Heinrich von Mülnheim und Heinrich Kranich nach Ensisheim geschickt und den Herzog bitten lassen, mit seinem Volk zu ihnen zu kommen. Dieser habe es versprochen, sei dann aber durch eine Wiener Rotschaft davon abgehalten. Auch haben die Grafen von Saarwerden und Salm, die von Oesterreich eine Vermittlung mit Rruno von Rappoltstein angegangen waren, geantwortet, dass letzterer abwesend und sie ohne Vollmacht seien. geben an aller heilgentag spote in die naht in unserm leger vor Gemar. Im Lager vor Gemar [1396] November 1. Str. St. A. G. ü. P. lad. 22 fase. 4. or. ch. lit. cl. Gedr. Rapp. Urkb. II nr 556. 1179. Heinrich von Mülnheim und Heinzeman Kranich an Thomas von Endingen: sind gewesen . . . vor unsers herren gnoden . . . und haben . . . do geret unser stette notdurf und wissen! nüt anders, den mins herren gnode morn zu naht zü Bergheim wil sin, also uns geantwirt ist von dem kamermeisterre; do wissen!, daz der von Salme und der grehfe von Sarwerde und die von Kolmer und die von Keissersberg hie sint. \Ohne Dalmn.\ [Ensisheim November l.J Str. St. A. G. D. P. lad. 22 fase. 4. or. ch. I. cl. Auszügl. gedr. Rapp. Urkb. II nr. 553. 1180. Meister und Rat von Speier 2 an Strassburg: antworten auf Anfrage, von Rüstungen Philipps von Nassau, der von Cronenberg und anderer habe man keine 1 Vgl. für die Ereignisse Hegel II. 789. — Eine reyse für Gemer. — do men zalte 1396 vor aller heilgen tage, do zogetent die von Strosburg us mit werken, katzen und anderme gezüge für Gemer und woltent es gewonnen han, wan es her Brune von Boppoltzstein hette hern Heinzen von Mülnhein eim ritter zü Strosburg mit verretnysse anegewunnen. — und do die von Strosburg uf drige wuchen dervor gelogent und vaste derin wurfent und schussent, do schussent die aber der bürge herwider us mit bühsen, das eime ammeister wart sin sun erschossen und eime andern ammeister sin brüder erschossen, do kam der herzoge von Oesterich gein Bergheim (vgl. unten nr. 1179) und besante hern Brunen von Boppoltzstein und die stat Strosburg für sich und mähte eine rihtunge, das die von Strosburg wider heimzogetent. (Vgl. unten nr. 1192) 2 Dasselbe schreibt unter gleichem Datum an Straßburg der Speirer Bürger Dietrich Syde. [G. D. P. lad. 22. or. ch. I. cl.] 1396 653 zuverlässige Kunde, nur davon . . . das sich der herczoge von Lutrvngen vaste bewerbe und das binden herzu gein Westerich vaste reisiges Volkes zu yme komme, datum in die festi omnium sanctorum. [1396] November /. Str. St. A. G. D. P. lad. 22 fase. 4. or. ch. I. cl. Auszügl. gedr. Rapp. Urkk. 11 nr. 554 u. 555. 1181. Arnold von Berenfels, der Bürgermeister von Basel an Strassburg: entschuldigt sich, dass sie die versprochene «Büchse» noch nicht nach Breisach geschickt haben, notwendige Beparaturen an derselben seien an der Verzögerung schuld, datum in die omnium sanctorum. [1396] November 1. 10 Str. St. A. G. D. P. lad. 22 fase 4. or. ch. lit. cl. 1182. Thomas von Endingen, Hauptmann vor Gemar an Strassburg: meint, dass es nach eingezogenen Erkundigungen Herrn Bruno von Kappoltstein nicht Ernst sei mit der Sühneverhandlung. Der Graf von Saarwerden hat selbst gesagt: «her Bruno si ein man von wunderlichen sinnen». Ja man höre, dass der Kappoltsleiner neue 15 Büstungen anstelle und Zuzug bekäme von den Grafen von Nassau und von Kitsch, denen sich auch wohl der Graf von Saarwerden anschliessen würde, um insgesamt nach Vereinigung mit dem Kriegsvolk des Herzogs von Lothringen bei St. Theodat in den nächsten Tagen über sie herzufallen. geben zu mittentage an aller seien tage vor Gemer. Lager vor Gemar [1396] November 2. 20 Str. St. A. G. D. P. lad. 22 fase. 4. or. ch. I. c. Gedr. Rapp. Urkb. II nr. 557. 1183. Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg: antwortet auf eine Anfrage über bedrohliche Gerüchte . . . daz wir noch nit anders darumb wiszen, danne wir uch vormals by den uwern embotten haben; wol ist eyn offenlich gewerbe yn den 25 landen, wir mögen aber nit wiszen, über wen ez gange, erfaren wir aber keyn wäre mere, wo sieh der gezog hin richte, daz wollen wir uch vorderlich wiszen laszen. datum Baden ipsa die omnium animarum. Baden [1396] November 2. Str. St. A. G. D. P. lad. 22 or. ch. Auszug: Rapp. Urkb. II nr. 558. 30 Reg. d. Markgr, v. Bad. nr. 1711. 1184. Heinrich von Wintzenheim, der Vogt im Breuschthal an Claus von Grostein, Schultheissen zu Strassburg: eine «gemeine lantrede» sage zwischen Bruno von Kappoltstein und der Stadt sei Friede geschlossen, anderseits wisse sein letzter Kundschafter von neuen Kriegsrüstungen in Lothringen zu erzählen: desshalb bitte er um 35 sichere Kunde über die augenblickliche Lage. geben uff dem dunrestag noch aller heiligen tag. [1396 November 2.] Str. St. A. G. D. P. lad. 22 fase. 4. or. ch. lit. cl. Gedr. Rapp. Urkb. II nr. 559. 654 1396 November S. u. 5 . 1185. Ottemann von Ochsenstein an Meister und Rat von Strassburg: verwahrt sich gegen die Anschuldigung, einem ihrer Bürger, Peter Museier, 8 Knechte gefangen genommen zu haben. geben uff aller seien tag anno 1396. 1396 November 2. Str. St. A. Abt. IV, 74. or. ch. lit. cl. 1186. Ludwig von Lichtenberg an Strassburg: entschuldigt sich, dass er aus, 5 verwandtschaftlichen Rücksichten der Stadt keine Hülfe gegen Bruno von Rappoltstein leisten könne. gehen uff aller seien tag. [1390] November 2. Str. St. A. G. U. P. lad. 22 fase. 4. or. ch. Reg. Rapp. Urkb. II nr. 560. 1187. Arnold von Berenfels, der Bürgermeister und der Rat von Basel an Strass- io bürg: haben auch das Gerücht von einer Aussöhnung zwischen der Stadt und Bruno von Rappoltstein vernommen, wollen aber, sobald sich dasselbe als irrig erweist . . . ze stund unser volk, den büchsenmeister und die buchsen hinab schigken. datum anno 96 quinta post omnium sanctorum. 1396 November 2. Str. St. A. G. U. P. lad 22 fase 4. or. ch. lit. cl. 15 Auszügl. gedr. Rapp. UrJcb. II nr. 561. 1188. Heinrich Eckebreht von Dürenkeim, Vogt zu Bernstein an Strassburg: bittet denen von Kestenholz und Hambach 20 fl Büchsenpulver zu leihen, ... da mir für wor geseit ist, daz die Walhe doch harus wellent, wie wol ez zu Gemir verrihtet. geben den liebsten fritag nach allerheilgen tag. [1396 November 3.] 20 Str. St. A. G. D. P. lad. 22 fase. 4. or. ch. lit. cl. Reg. Rapp. Urkb. II nr. 562. 1189 «Der Ungenannte» an Strassburg: ... los uch wissen, daz ich bin gewesen bi dem hindersten zwein der berschen by Düse, do kam dez hertzogen valis zu uns, do fragete in jungher Friderich von Bitzhe und Kuntze Lantschade und llietterich 23 Kemrer, die frogeten in, wie fil der hertzoge folkes bet, do sprach er: wir da haut ietz dusent mit glefen und wart min herre noch fünf hundert und wissent, daz sie ein sammastage frage bi uwern frunden sint und mit in wellent striten oder bitz sundag frage zum lengesten, und wer es saeli, daz uwer frunde in zu starg werent, sint sie dan stercker dan uwer reisig barst, so wellent si in uwer laut ziehen und 3:1 wellen es verburnen und verbergen und wellent uch lassen für dem slosz ligen, wer es aber, daz ir liein werent gezogen, so wellent sie uch doch in daz laut ziehen und heissent den bischof Hambach wol besetzen mit lütten, wan sie meinent, moht es in werden, so wolten sie uch darus bekriegen. . . Zum Schluss bittet er um Bezahlung seines im Dienste Strassburgs kürzlich verendeten Pferdes, da seine Armut 35 V 1396 655 es ihm sonst unmöglich mache, der Stadt noch länger zu dienen. geben an dun- nerstag zu kumplet. [1396 wohl November 3.] Str. St. A. G. D. P. lad. 22 fase. 4. or. ch. Gedr. Rapp. Urkb. II nr. 563, 1190- Wolf von Saarburg an Strassburg: hat erfahren, dass . . . wol sehs hundert pferd oder me uf aller seien naht sullent um he Thuse in den dorfern gelegen sin . . . und zwar seien dies Truppen des Erzbischofs von Trier, des Gerhard von Blankenheim, der von Gronenberg und des Jungen von Sahn; von anderer Seite höre man, der Herzog könne . . . nyt sovil folkes ufbringen, daz er uch gestriten muge. [1396 November 3.] Str. St. A. G. U. P. lad. 22 fase. 4. or. ch. lit. cl. Auszugl. gedr. Rapp. Urkb. II nr. 564. 1191. Heinrich von Wintzenheim, Vogt im Breuschthal an den Rat von Strassburg : hat einen Knecht nach Welschland geschickt und erfahren, dass 600 Glefen io am Allerheiligentage aufgebrochen sind . . . umbe Tunuffer, und haut den kopff har- us gekeret, und enweis nieman, war sü gerotent oder hin wellent. [1396 etwa November 3.] Str. St. A. G. U. P. lad. 22 fase. 4. or. eh. lit. cl. Auszügl. gedr. Rapp. Urkb. II nr. 565. 2 o 1192 Leopold TV, Herzog von Oesterreich, Eberhard, Graf von Württemberg, Heinrich, Graf von Saarwerden und Herr zu Rappoltstein und Hohenack, sowie Heinrich von Geroldseck, Herr zu Lahr, verbürgen sich gegen die Stadt Strassburg für die Bezahlung der Schulden Brunos von Rappoltstein. [Verhandelt zu Ensisheim 1396 November 1, vollzogen zu Bergheim November 3.] 25 Str. St. A. G. U. P. lad. 21 fase. 5. Undatiertes Concept oder Protokoll auf Papier nebst langer Zeugenreihe. Vollständiger Abdruck des umfangreichen Stückes mit Anmerkungen bezüglich der Datierung im Rapp. Urkb. II nr. 566. 1193. Thomas von Endingen an Strassburg: berichtet ... das dise Sache [mit Bruno 30 von Rappoltstein] gentzlich verrihtet ist uf hinaht zu complete zit von unsers herren von Osterrich ernstlicher bette wegen .... also es zu hündersten zu Ensisheim vertegedinget wart, und sol koste und schade an des egenanten unsers herren gnaden ston. . . . Trotzdem habe er jetzt noch von vielen Seiten ... für wor vernommen, das der hertzoge von Lothringen, der grefe von Naszowe, her Eine von Sarbrücke, die 35 von Ritsch und ander herren . . . mit ihren Rüstungen fortfahren und einen Einfall ins Eisass planen. datum feria sexta post diem animarum circa occasum solis [1396 November 3.] Str. St. A. G. ü. P. lad. 22 fase. 5. Gedr. Rapp. Urkb. II nr. 567. VI. 83 ii i 656 1396 1194 . Bruno von Rappoltstein setzt dem Herzog Leopold IV von Oesterreich die Unterstadt Rappoltsweiler, Burg und Stadt Gemar, die Pfandsehaft Landsburg, seinen Teil von Ammerschweier, den grossen Zehnten daselbst und in Kienzheim, sowie den Kirchensatz zu Reichenweier zum Pfände, falls er den durch Herzog Leopold verbürgten Abzahlungen (21,000 Gulden) an die Stadt Strassburg nicht nachkommen sollte. s geben ze Berkheim an freytag nach aller heiligen tag nach Christs geburde 1396. Bergheim 1396 November 3. Wien, K. K. Staatsarchiv, or. mb. e. 4 sig. pend. Gedr. Eapp. Urkb. II nr. 668. 1195 . Der Schaffner, die Leute und die Bürger der Unterstadt Rappoltsweiler 10 verpflichten sich, die jährlichen Abgaben, welche sie an Bruno von Rappoltstein zu bezahlen haben, dem Herzog Leopold IV von Oesterreich zu entrichten, falls Bruno die wegen der Strassburger Geldschuld eingegangenen Verbindlichkeiten nicht erfüllt. geben ze Berghaim an freytag nach aller heyligen 1396. Bergheim 1396 November 3 . 1 15 Colmar Bes. A. E. 890. or. mb. c. sig. pend. Gedr. Bapp. Urkb. II nr. 569. 1196 . Slraßburg an Thomas von Endin gen und die andern Hauptleute im Felde vor Gemar. [1396 November 3.] Wir Bertholt von Roszheim der meister und der rat von Straszburg embieten so herrn Thomanne von Endingen und den andern unsern houptlüten, die yetze von unsern wegen zu velde sint, waz wir gutes vermögend, alse ir uns verschriben hant, habent wir wol verstanden, do wissent, das wir unser sicher botschaft an etwie vil enden hant noch den Sachen und huffungen zu erfaren, die uns noch nit hant lozzen wissen, das üch, obe got wil, schedelich sie. doch so hant uns unser guten fründe von Sar- ss bürg iegenote uff prime zyt verschriben ein brieff, den wir üch harynne sendent verslossen, 3 das ir uch darnoch wissent zu rihtende. ouch ist uns geseit, alse der bischoff von Mentze dot ist, das grofe Philips von Nassowe sinen vetter von Nassowe byschoff zu Mentze welle machen, und ist es, das er sich buffe, das ist uff das bystüm. datum feria sexta proxima post diem festi omnium sanctorum. so Str. St. A. G. U. P. lad. 22 fase. 4 or. mb. lit. cl. e. sig. in v. impr. del. 1197 . Thomas von Endingen an Strassburg: Die Angelegenheit mit dem Herzog von Oesterreich, der selbst in Bergheim war, ist völlig geordnet nach Massgabe der 1 Aehnliehe Urkunden stellen aus unter gleichem Datum: 1) Der Vogt und die Leute su Gemar. — 2) Graf Heinrich von Saarwerden und seine Gemahlin Herslaude von Bappoltstein. — 3) Die Leute ss su Ammerschweier, Sigolsheim, Kiensheim, Ingersheim und alle andern sur Pfandschaft Landsberg gehörigen. — 4) Die Unterthanen der Feste Landsburg. (Abgedruckt sub. nr. 566, 571, 572 im Bapp. Urkb. II. 2 Liegt nicht mehr bei, oder ist es nr. 1190. 1396 657 letzten Abmachungen zu Ensisheim. Die Einzelheiten wird er später mündlich in Strassburg erzählen. Die meisten Nachrichten aus^Lothringen besagen, dass der Herzog, der Graf von Nassau, die Herren von Saarbrücken und Bitsch und andere demnächst raubend und plündernd ins Land fallen werden. feria sexta post diem 5 animarum circa occasum solis. [1396 November 3.] Str. St. A. 6. ü. P. lad. 22 fase. 5. or. ch. lit. cl. Gedr. Rapp. Urkb. II nr. 567. 1198. Meister und Rat von Hagenau an den Ammanmeister zu Strassburg: haben gehört von drien samnungen, teil niden im lande und euch in WÖsterich . . . io die . . . morne ze naht gar nohe bi den uwern zu Gemern süllent sien. datum sabbato post omnium sanctorum. [1396 November 4.] Str. St. A. G. D. P. lad. 22 fase. 4. or. ch. lit. cl. Auszügl. gedr. Rapp. Urkb. II nr. 574. 1199. Heinrich von Winlzenhemi, Vogt im Breuschthal berichtet an Glans von iä Grostein, Schultheißen in Slraßburg über seine Kundschaftungen in Lothringen. [1396 etwa November 4.] Lieber herre. ich enbüte uch mynen dienest, und wissent, das mir uwer brieff wart an dunrestage noch mittem tage, den mir der knelit von Urmat brohte, do sas ivou&r. $. ich zu stunt uff und rit gen Schirmecke und schickete zwene knehte enweg einen 20 uff den weg gen Spinnol, den andern uff den weg gen Nansze. und ist der eine knehte, der uff den weg gen Spinnal was, er widder kummen uff diszen sammestag xovi»-. n. frage und der ist gewesen zwüschent Spinnal und Ranpoltzwilre wol uff dem halben wege; deine begegetent zwene berste, einre mit 19 glefen, der ander mit 14 glefen, und fürtent allen Iren harnesch und keretent den kopff zu Sant Theodaten, do kam 25 der hertzoge an dunrestage hin mit 80 glefen, und gedurste der knelit nüt fürbasser Hoffen, wenne der eine barst bette in gevangen, doch lient sü in gon; do noch zerte er in einre her bergen, do kam ein kneht riten, der horte den grefen von Widdemunt an, und der seile, do legen! vil berste uf der Muszein und warteten! her Eine von Sarbrücke, der sol ein gros volg bringen, und was do in dem lande ist, das hübet so unde höhet alles sament. wenne mir der ander kneht kommet, was mir der seit das losse ich zu stunt uch wissen, nü getar ich nüt us dem tal kummen, ich ritte anders selber nin, als verre ich geturste. wissent, das mir uwer brieff der hinderste noch keins ist worden, do ich diszen brieff schreip. lieber herre, gebieten! über mich, geben uff den sammestag, do die glocke bette eilfe geschlagen. 35 Str. St. A. G. 0. P. lad. 22 fase. 4. or. ch. Auszügl. gedr. Rapp. Urkb. II nr. 575. 1200. Meister und Rat von Speier an Strassburg: haben seit ihrem letzten Briefe nichts Neues von «hüffungen und sammenungen» in der Umgegend vernommen, 658 1396 werden aber sofort schreiben, wenn sie wieder etwas hören. datum dominica post festum omnium sanctorum. [1396 November 5.] Str. St. A. G. D. P. lad. 22 fase. 4. or. ch. I. cl. Auszügl. gedr. Rapp. Urk. II nr. 576. 1201- Heinrich von Wintzenheim, Vogt im Breuschthal an Claus von Grostein, s Schultheiss zu Strassburg: berichtet, dass das um «Hafen und in Sant Tiedalt» lagernde Kriegsvolk aufgebrochen sei und die Stadt Spinnal vergeblich gestürmt habe und dann zu andern Kriegshaufen vom Westrich her und dem des Grafen von Nassau gestossen sei, so dass es jetzt 500 Glefen seien, die ins Land zu fallen drohten. Das Breuschthal sei gewarnt und in Verteidigungszustand gesetzt. geben uff sant Florencien- io tages mitter naht. [1396 November 7.] Str. St. A. G. U. P. lad. 22 fase. 4. or. ch. lit. cl. Auszügl. gedr. Rapp. Urkb. II nr. 577. 1202. Berthold von Rosheim der Meister und der Rat von Strassburg an Basel: danken für die geleistete Bundeshülfe [im Kriege gegen Bruno von Rappoltstein] i5 denn . . . uns hant unser erbern hotten und unsers volckes houptlüte, die vor Gemer gelegen sint, wol gerümet und geseit von den uwern, so ir uns zu beide geschicket hettent, wie willigliche und truweliche sie sich gegen den unsern bewiset habent. datum feria tertia proxima ante diem festi sti. Martini episcopi. [1396 November 7.] Basel Sts. A. Neb. Eeg. G. III. nr. 262. or. mb. I. cl. 20 1203. Friedrich Stahel von Westhofen an Meister und Rat von Strassburg: findet es unbillich, dass ihre Knechte auf ihn halten und ihm nachstellen, und erbietet sich, da er sich völlig unschuldig fühle und sein übel vermerkter Brief in seiner Abwesenheit geschrieben sei, zu mündlicher Verantwortung. geben uff nehsten dinstag vor sant Ketterinen anno 1396. 1396 November 21. 25 Str. St. A. Abt. IV, 72. or. ch. I. cl. 1204. Colmar an Strassburg: beklagt sich über die vielfache schwere Schädigung welche ihnen durch das vor Gemar lagernde Kriegsvolk zugefügt sei . . . nemlichen habent sü uns unfruntlichen gesehediget an unsern weiden und höltzern, die su uns abegehüwen hant und enweg gefürt; darzü sint die uwern in der unsern dörffere ge- 30 varen und habent inen do das ire gröszlichen und schedelichen genomen und anders denn man doch gewünlichen in reisen pflügt ze tünde, sunderlichen ire kilchen uff- gebrochen, ire glocken abe genomen und das und anders in den kilchen hinweg gefürt. darnoch ir hüse, hülfe und anders abgebrochen und enweg gefürt und ouch damitte ir hoüv, körn getröschen und ungetrösehen genomen und die unsern damitte 35 1396 659 gezwungen, inen das selbe zu kurend mit der unsern pfferdt in das her gen Gemer . . . . Da alle Beschwerden bei den Hauptleuten vor Gemar vergeblich gewesen, wenden sie sich an den Rat selbst und bitten um Abstellung und Schadenersatz. datum feria sexta ante beate Katherine virginis anno 1396. 1396 November 21. Str. St, A. G. U. P. lad. 22 fase. 4. or. ch. I. cl. Auseügl. gedr. 1lapp. Urkb. II nr. 580. 1205. König Wenzel an Strassburg : bittet dem Pfleger zu Pernau, Peter Stuchsse, behältlich zu sein, dass ihm die 200 Gulden vom Bistum zurückgezahlt werden, welche er einst dem früheren Bischof Friedrich geliehen habe. Prag an sand Kalo therinentag a. reg. hob. 34 reg. rom. 21. Prag 1396 November 23. Str. St. A. AA. 113 nr. 60. or. ch. I. cl. 1206- Markgraf Bernhard an Meister und Rat von Strassburg : will ihren Rürger Hans von Hürtigheim, den sein Vogt zu Ettlingen, Claus Contzman, gefangen genommen, . . . umb daz er vor ziten unser barger zu Durlach gewesen sy . . . , ledig lassen, sobald is es sich auf einer Tagleistung, die der Vogt und sie beschicken mögen, erweisen werde, dass jenem Unrecht geschehen sei. datum Baden in die conceptionis beate Marie virginis anno 96. Baden 1396 December 8. Str. St. A. AA. 84. or. ch. Reg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1718. so 1207. Herzog Leopold IV von Oesterreich an Bruno von Rappoltstein: kann nach Strassburg kein Geleit geben, hat aber bei Strassburg solches für ihn erbeten. Doch müsse er seine Reise vom 11 December auf den 16 December verschieben, da er erst dann seine Räte mit ihm nach Strassburg schicken könne. geben zu Friburg am samstag nach Nicolai anno 96. Freiburg i. Iir. J396 December 9. 25 Colmar, Bes. A. Ann. Rapp. E. 1039. Transcription des 17 Jahrh. Gedr. Rapp. Urkb. II nr. 582. 1208. Berthold von Rosheim der Meister und der Rat von Strassburg an Herzog Leopold von Oesterreich: gnediger lierre. also uns ietze aber von uwern gnoden vor- schriben ist und ouch mit dem edeln herren graff Hermän von Sultz embotten haut, 30 wie das her Brune von Rappoltstein uff disen künftigen samstag zu uns in unser oeebr. ie. stat körnen welle und daz wir in vertrösten söffen, denne er uff den vergangenen mentag nit gekomen möhte, do wisse uwer gnode, das wir beim Brunen von Rappolt- oeebr. //. stein, und die er uff den tag mit yme bringet, die nit uff unserme schaden gewesen sint denne in offen kriegenn und noch unverrihtet mit uns sint und ouch die, die 33 mit in unsern offenn verschriben afften sint, vertröstent zu uns in unser stat by uns und wider von uns an ire gewarsam, vürw ort. und werck vür uns unsere bürgere 660 1396 und die unsern ungeverliche. datum sub sigillo nostro . . . feria secunda proxima ante diem beate Lucie virginis anno 1396. 1396 December li. Str. St. A. IV. or. mb. I. cl. c. sig. i. v. impr. del. 1209. Hans von Schneit genant Bützrosz an Meister und Rat von Strassburg: versichert, dass er nie etwas gegen sie unternommen, und bittet um freies Geleit s zu mündlicher Verantwortung. datum feria tertia ante diem beate Lucie virginis anno 1396. 1396 December 12. Str. St. A. Abt. IV, 12. or. eh. I. cl. 1210. Graf Heinrich von Zweibrücken an Strassburg: als ir mir aber geschriben baut von Herrenstein minre vesten wegen, wie das uwer figende do enthalten io sint und uch gros schade darus geschehen si, do lau ich uch wissen, das ich an allen minen gemeinen derselbe vesten erfaren han umbe dieselbe sache, die sprechen!, sü wissen! nieman, der da enthalten sie, der uwer figent sie, und das uch kein schade darus oder darin geschehen sie. darumbe bitten ich uch mit gantzem ernste, das ir mich noch hüt dis tages lassen! wissen, wer die sint, die do enthalten und uwer is figende sint. ouch also ir mir geschriben hant, obe ir min besorget süllent sin, do lan ich uch wissen, das ir min unbesorget süllent sin. Hofft . . . von Strassburg dasselbe und bittet um Nachricht. geben an Ste Utelingen, Luden und Ste Geeilten tag der heiligen jungfrowen. [1396 December 13?] Str. St. A. V. C- 6. K. 30. or. ch. I. cl. Ist wohl der St. Odilientag gemeint , der auf den so 13 Dec. fällt, während St. Caecilien der 22. Nov. ist. 1211. Graf Heinrich zu Saarwerden an Meister und Rat von Strassburg: bittet, die von den Ihrigen gefangenen Georg von Kolboltzheim und Burkart Swan frei zu lassen. geben an sonnendag vor sant Thomas tag anno 1396. 1396 December 17. Str. St. A. IV. or. ch. lit. cl. c. s. i. v. impr. 25 1212. Judex curie Argentinensis notum facit personas [folgen die Namen], quae jura passagiorum Reni apud Hunesfelt, Keule et ad canes in Reno velj[alibi prope Argentinam habuerint cum civitate Argentinensi amice et concorditer convenisse propter structuram novi pontis Reni in vulgari «von der Rynbrucken wegen», in quorum passagiorum et ipsorum jurum, censuum, proventuum loca magistri 30 possessoribus et eorum successoribus septimanales redditus duarum librarum et decem solidorum denariorum de ungelta civitatis Arg. tradiderunt. si magistri passagia civitati Arg. minus utilia fore presumunt, restituunt in manus predictarum personarum, quae quidem ... «de et in hujusmodi passagiis de hominibus, pecu- 1396 661 dibus et pecoribus sive bigis, quadrigis curribus seu carrutis aut aliis quibuscumque rebus circa ipsa passagia transducendis majorem utilitatem consequi non debeant quovis modo ultra debitos modum et formam hactenus observatos et quod uni- versi civitatis Arg. cives ac homines alii quicumque, qui ab antiquo circa dicta s passagia fluvios seu rivos Reni gratis et absque cujuscumque solarii prestacione sunt transducti, eciam deinceps similiter transduci debeant circa ipsa passagia prestacione cujusvis solarii penitus quiescente. et si magistri et consules dicte civitatis Arg. pro tempore existentes umquam per personas quascumque casu (juocumque contingente in hujusmodi passagiis et eorum occasione impeterentur, vexarentur, oc- w cuparentur, angariarentur vel evincerentur vulgariter dicendo «entwert wurdent», quod tune persone predicte.magistros et consules civitatis Arg.indempnes reddere debeant qualibet sine dolo et fraude. quicumque etiam census, bona et ob- venciones ac mortuaria vulgariter dicendo «veile» quocumque nomine nuncupati, qui hucusque ad predicta passagia spectabant vel ad huc spectant ad civitatem Arg. ac 15 ad magistros et consules civitatis Arg. ejusdem deinceps totaliter spectabunt et spectare debebunt pleno jure, quodque prescripte persone omnes omnia et singula instrumenta et litteras, si que vel quas eedem persone vel aliqua earundem habent super passagiis, censibus et bonis de quibus prefertur magistris et consulibus civitatis Arg. ad pre- sens et indilate presentant et presentare teneantur... datum 10 kal. jan. anno 1396. 20 Str. St. A. G. D. P. lad. 223 nr. 1. or. mb. lit. pat. c- sig. pend. 1396 December 23. 1213 . Rechnung Hier die Kosten des Zuges gegen Oemar. [1396.] Dise nachgeschribenen summen het Hug Kusse von der reisen wegen zu Oemar uszgeben. Zürn ersten 250 lib. und 200 guldin dem lonherren, alse man hinuf hern Brunen zoch. 25 Item den botten, die in der reisen worent, 200 guldin, trug Swebelin der löffer. Item 100 lib. und 6 lib. hern Gonrat Armbroster, die schützen uszurihtende in der reise. Item 4 lib. meister Lampreht umbe gezug. Item 12 lib. umbe brot in die reise. so Item 5 lib. und 32 den. umbe wahs unde spen, die liehter zu machende in die reise. Item 6 lib. 15 sol. 8 den. umbe side, scherer (?) und mitteler zu baner, renne- venlin und spieszvenlin zu machende in die reise. Item 1 lib. her Gonrat Armbroster, ambrost zu machende. Item 3 lib. den pfiffern in die reise, so Item 6 lib. minus 2 d. tresemer zu machende in die reise. Item 30 sol. Gugenheim, die wagenlute zu lifernde, die habern in die reise fürtent. Item zu kosten gen Kolmar und gen Sletzstat 20 guldin 4 lib. 1 sol. Item her Bockenhans 12 untze von pferden. Item hern Wilhelm Netziger . . . Item toto 6 sol. von pferden. 40 662 1396 Jtem 4 lib. 5 sol. von habern ouch in die reise zu fürende. Item dem Lerer 50 lib. Item geburen Claus 40 lib. in die reise. Item 2 lib. 5 sol. 2 den. umbe habermel, sehandeln, schusseln, karteller unde brotkörbe in die reise. Item 10 lib. und 8 sol. küwe in die reise. Item funffzig pinnt dem Lerer umbe koste in die reise. Item 12 lib. knehten zü lone, die geziig in die reise fürtent. Item 35 1 ,/ 2 sol. umbe speck in die reise. Item 1 lib. 5 sol. 3 den. umbe spieszvenlin in die reise. Item 700 guldin 65 guldin Cüntze Lentzelin in die zinse zu Mentze von unser stelle wegen, die sancte Michahels tage vielen!. Item zü kosten zü drien malen gen Gemar 33 guldin 3 lib. und 6 sol. Item her Lockenbans 20 nutze von pferden, Hans Peiger tantum, Gutenclaus 14 nutze, toto 10 sol. Item 50 lib. minus 10 sol. Dieterman Saltzmitter, den schützen zü lonende. Item 7 lib. Wernlin (?) Schöppfelin umbe scholboume unde davon enweg zü fürende. Item 1 lib. 6 sol. 4 den. Hüller von allerhande gezüge enweg zü fertigende. Item 7 lib. 15 sol. umbe bli und zin. Item 22 lib. und 16 sol. den. umbe küwe. Item 1 lib. 8 x / 2 sol. umbe lichter. Item 6 lib. umbe lumpen zü swebelringen Item 2 lib. Joh. Groszclaus de gratia von der reise wegen. Item 4 sol. 11 den. umbe sehindelteller. Item 24 lib. Johans Clobel ouch umbe stiere. Item 2 guldin Bockenhans und Hanseman Lei gerlin, zü Benfelt zü zerende. Item 100 lib. Claus geburen und Ulrich Hünrer, die reiselüte uszürihtende. Item 3 lib. von wergsteinen und buhssensteinen für Gemar zü howende. Item 34 guldin 2 lib. 14 den. Hessenheintzelin, Sachen zü werbende in die reise. Item 56 guldin und 33 sol. Claus geburen, die schützen usznrihtende. Item 10 sol. hern Thomans knechte von Endingen von der baner zü fürende. Item 200 guldin und 3 guldin umbe zinse gen Spir zü rihtende, die von unsere stetde wegen sancte Mattis naht vielen! zü betzalende. Item 700 guldin 300 lib. und 34 lib. sint den drigen geben, die über das ungelt gesetzet sint, daz sü domitte die wegen und kerriche, die vor Gemar worent, von unsere herren wegen uszgerihtet haut. Item 60 lib. den schifflüten zü lone, die den gezüg und ander ding gen Gemar vertigetent. Item 4 lib. 5 x / 2 sol. umb beringe in die reise. Item 5 guldin her Reinbolt Hüffeli, Lecher, Claus, geburen, in der reise. Item 30 sol. den drigen pfiffern, die in die reise worent. Item 16 lib. 9 sol. 6 den. pfennige dem apte von Ebersheimmünster umbe habern in die reise. 5 10 15 20 25 80 35 40 1396 663 Item 5 lib. einem knebte vür ein pfert, wart vor Gemar erschossen. Item 23 guldin hern Ulrich Gossen dem ammanmeister für ein pfert, ging in der reisen abe. Item 6*/g sol. von unser herren gezelten zu trückende. s Item 2 lib. unser frowen wegen und des spittols wegen knehten von der reise wegen de gratia. Item 2 lib. 4 sol. hern Lütolt von Mulnheim, gap er Jobans am Berge von der reise wegen. Item 1 lib. 32 den. Frenckelin umbe b . . (?) in der reise gebruchet. ui Item 21 lib. 13 sol. und 4 den. hern Claus Berer dem vogte von Benfelt, die er von der reise wegen uszgeben het umbe habern, von engem, von gefangen und von aller stücke wegen. Item 5*/ 2 lib. und 6 sol. für secke, wurden! in der reise verlern. Item 9 lib. minus 2 nutze Ulrich Becke umb zwei füder wines, koment gen Ge- 15 mar in die reise. Item den pfaffenleben (?) 12 guldin umbe win, koment euch in die reise. Item 3 lib. Peter Bonner umbe isin in die reise. Item dem lonherren 20 guldin de gratia von der reisen wegen. Item Lamprehte 30 guldin ouch de gratia von der reisen wegen. 20 Item Sengelin 20 guldin ouch de gratia von der reisen wegen. Item dem Tummeler 10 guldin de gratia. Item dem schriber 2 guldin de gratia, der in der reisen was und unsere stetde houbetlüten und botten wartete. Item 2 lib. ammanmeister dem nuwen de gratia von der reisen wegen zu Gemar. 25 Item 6 sol. einem karricher von der reisen wegen. Summa florenorum 2000 guldin 300 guldin und 45 guldin. Summa der pfenninge 1400 lib. minus 10 sol. Str. St. A. G. ü. P. lad. 22 fase. 4. or. eh. langer zusammengelegter Papierstreifen. 1214. Abrechnung zwischen der Stadt Straßburg und Bruno von Rappoltstein. 30 1366 December 26. Ipsa die beati Stephani prothomartiris sub anno domini millesimo trecentesimo nonagesimo sexto het der edele herre Brune herre zu Bappoltzstein eine gantze us- getragene vollendete rechenunge geton mit den erbern wisen meister, rot und den hie nachgeschribenen bürgern zu Strazburg in gegenwerticke(i)t des edeln herren 33 marggrafe Hessen, herren zu Hochberg, und den vesten rittern, hern Clause vom Huse und hern Uppen von Hadestat, die in erbern botten wise zu diser rechenunge geschicket wurden! von wegen des durchlühtigen, hochgebornen fürsten und herren, herren Lupoide, hertzoge zu Osterrich. Und sint. dirre rechenbüchelin drü, der eins het her Claus vom Huse von des 40 vorgenanten herren des hertzogen wegen, das ander her Brune von Bappoltzstein und das dirte die stat von Strazburg umbe das, das dise hie naehgeschribene reehe- VI. 84 664 1396 nunge sol also bliben und nüt verrücket werden, und sint bi diser rechenunge gewesen der \orgenante herre marggrofe Hesse ane zwene die hündersten tage, das und r 'rf.' was uff sancte Steffanstag, und sancte Johanstag in den winahten, do was margrofe Hesse nüt gegenwertig, her Claus vom Huse und her Eppe von Hadestat [von des egenanten herren des hertzogen wegen, item her Brune von Rappoltzstein von sin selbes wegen und mit ymme her Contze von Hunewilre, her Andres von Hungerstein, her Peter von Sant Theodat, rittere, Ulrich von Altencastel, her Heinrich Bube, lütpriester zu Rappoltzwilre, her Rüdiger, Ullin von Berne, Johans Eiesche, Peter von Schütter, Philips Susemberg der elter, Hanneman Scheppelin, Jeckel Pfortzheim und Rutsche, von des vorgenanten hern Brunen wegen. Item von der stette wegen von Strazburg: Dietherich Burggrafe, Johans Bock, Heinrich Lymer, altammanmeister, Wernher Schöppfelin und Claus Billung, dem man sprichet Gütenclaus, die in erber hotten wise von meister und rates zu Strazburg wegen darzü geschicket wurdent. actum ut supra. Dis sint die houbegüt und schulden, die der edele herre, her Brune, herre zü Rappoltzstein, der stette von Strazburg und disen hie nach geschribenen iren bürgern schuldig ist, alse sich das uf der vollendeten rechenunge funden hat, und über das, das der stette von Strazburg und iren bürgern worden ist, das allesamment vor ist gentzlich abegeslagen. Züm ersten der stette von Strazburg 2000 güldin houbetgütes von der zweier hundert güldin geltes wegen, die die stat uff der herschafft von Rappoltzstein und uf bürg und stat Gemer hettent; item und darzü 900 güldin und 37 '/ 2 güldin schulde, die in her Brune schuldig ist bliben an den 4000 güldin, und ist der stette abegeslagen und verrechent, was in von her Brunen wegen worden ist, es si von den winen oder den mertzegewerffen. Item hern Heintzen seligen von Mülnheim, ritters erben 6500 güldin von der pfantschafft der bürge und stette Gemer; item darzü 100 güldin schulde. Item darzü 400 lib. und lib. den. schulde, und sint die 17 lib., die Bürckelin, hern Heintzen seligen kneht von Mülnheim, für isin in dieser rechenunge geleit wurdent, ouch har in gerechent. Item so ist geretd und vertegedinget, daz her Brune von Rappolstein hern Heintzen seligen erben 100 lib. den. betzalen sol von des gebuwes wegen, den her Heintze selige zü Gemer det, obe sich die hundert pfunt pfenninge mit rechenunge vindent noch hern Heintzen seligen briefes sage. Item so ist geretd von der schulden wegen der hundert und sehs pfunt, die der alte voget von Gemer, item Rutsche, sin dohterman, und Hügelin Schultheisse schuldig sint. . . do sol man nider sitzen und die schulde rechen. Vindet sich danne mit guter rechenunge, das die vorgenanten personen hern Heintzen seligen oder sin erben üt dovon geben oder bezalt hant, das sol in an der vorgenanten summen abegon; wer aber, das sünüt mit rechenunge gewisen künden, das sü ütschit daran geben haben, was sü danne nüt enwisent, das gelt sol her Brune ynen betzalen, und sol man das gelt von des gebuwes wegen, das sich uf rechenunge vindet, und ouch das obgen. gelt, das die egenanten personen blibent zü dem hou- 5 10 15 20 25 30 35 40 1396 665 betgüte rechenen und mit dem houbetgüte betzalen. und sol beim Heintzen erben an den meiger von Gemer umbe die 56 lib. schulde, so in der meiger schuldig ist, ire reht behalten sin, und sol inen her Brune darzü beholffen sin. Item beim Wetzel Marsilie 100 guldin houbetgütes von 8 güldin geltes wegen. 5 Item Reinbolt Buman 250 güldin houbetgütgs von 25 güldin geltes wegen ; item und darzü 90 lib. schulden. Item Glaus Humbrehtes seligen erben 42 lib. houbetgutes von 3 x / 2 lib. geltes wegen. Item Huge Zorne dem eiltern 50 guldin houbetgutes von 5 guldin geltz wegen; io item und aber 100 und 20 güldin houbetgutes von 12 güldin geltes wegen. Item den thümherren der stift zu saut Peter zu Strazburg 1500 güldin höbet- gütes von hundert und 25 güldin geltes wegen. Item .Johans Heilman 200 güldin houbetgutes von 20 güldin geltes wegen. Item Cüntzen Bebestoch dem eiltern 1200 guldin houbetgutes von 100 guldin 15 geltes wegen ; item und darzü 250 güldin schulde. Item frowe Katharinen Armbrosterin 400 lib. minus 4 lib. houbetgütes von 33 lib. geltes wegen; item und darzü 36 lib. schulde. Item frowe Minnelin Judenbreterin 100 lib. und 30 lib. houbetgütes von 10 lib. ^ geltes wegen. 20 Item frowe Geliehen von Endingen und iren hinden 50 marg houbetgütes, do für sint gerechent 300 güldin, die marg für 6 güldin von 5 march geltes wegen. Item Philips Hügelin 36 lib. houbetgütes von drier pfunde geltes wegen. Item Ulrich von Stille und Wernli von Halle 300 güldin houbetgütes von 25 güldin geltz wegen. 25 Item Hanse zum Trübei 35 lib. houbetgütes von drier pfunde geltes wegen; item und aber 50 lib. houbetgütes von 5 lib. geltz wegen. Item den vollefürern Hartliep Babestes selgeretes 250 lib. houbetgütes von 25 lib. geltes wegen. Item Glaus Tütsehmanne dem eiltern 24 lib. houbetgütes von zweier pfunde so geltes wegen. Item Hug Tütsehmanne 300 lib. houbetgütes von 25 lib. geltz wegen; item darzü 15 lib. alter schulde; item und aber 70 güldin schulde. Item auderwerbe Hug Dütschmanne 200 lib. houbetgütes 20 lib. geltz wegen. Item des Messerers seligen erben 300 lib. houbetgütes von 25 lib. geltes wegen. 35 Item frowe Annen von Richenstein, hern Glaus Zornes von Bulach seligen wittewen, und iren hinden 100 march houbetgütes sin geleit und gerechent für 600 guldin von 10 marh geltes wegen. Item Hesseman Hessen 10 x / 2 lib. schulden, item hern Thoman von Endingen 60 guldin schulden. 40 Item Wilhelme von Panne 200 lib. 20 lib. minus 8 sol. und 4 den. schulden. Item Hanse Karlen 24 lib. schulden. Item Sifrit Unrüwen 25 lib. schulden. Item Hanneman von Colmar 82 1 / 2 guldin schulden. Item Johans Rückorbe 8 1 / 2 lib. schulden. Item Rufelin und Walther Wassicher, gefettern, zum ersten 56 lib. schulden von Cüntzeman Karlen wegen; item aber 27 lib. schulden, die Hartmüt dem küffer betzalt wurden!; item aber 50 güldin schulde; item und aber 150 güldin minus 4 güldin schulde und 59 lib. schulden, die vertegedinget sint für hengeste, pferde und leistunge, so Rufelin und Walther für beim Rrunen verleistet hant. Es folgen noch 16 Posten derartiger Privatschulden . 1 Ouch ist beretd und vertegedinget, was guter der stette von Strazburg bürgern zu Rappoltzwilre verhütten sint oder von den gerihtet ist, sit das her Brune die stette Rappoltzwilre innam, das verbieten und die gerillte sullent abe sin, und sol man die bürgere von Strazburg irre guter widerweren mit den nützen, und sol darnach iederman zu sime rehten ston. Dann folgen mm Schluß 20 Posten «versessene zinse». 1 Summa summarum houbetgütes und schulde ist 15000 güldin 300 güldin und 69 güldin, und darzü 3000 lib. 500 lib. 96 lib. und 7 sol. Summa der versessenen zinse 2000 güldin 200 güldin und 20 güldin, und darzü 1400 lib. 45 lib. und 1 üntze d . . ., unde sint die halben versessenen zinse abe- geslagen. Unde hübet her Brune herre zu Rappoltzstein der stette von Strazburg und den vorgeschribenen bürgern die obegeschribenen summen, beide houbetgüt, schulde und versessene zinse, schuldig über alles das, das der stette oder iren bürgern worden ist. Nachträge : Summa das tut in güldin die pfenninge zü güldin geslagen und 10 sol. den. vür einen güldin gerechent 22000 güldin und 15 ’/ 2 güldin. Do ist gerechent, dass man von 12 güldin eynen güldin geben sol, so hübet an den 2000 güldin, über uff 87 güldin, und sint die 60 güldin abegeslagen, die den schribern worden sint. Str. St. A. G. U. P. lad. 22 fase. 4. or. eh. schmales Rechenbuch von 10 Blättern, von denen 15 Seiten beschrieben sind. In dem 2. sonst gleichlautenden Exemplar folgen auf die Summierung noch die obigen 2 Nachträge. Gedr. Rappolst. Urkb. II nr. 583 ohne die Nachträge der 2. Vorlage 1215 . Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg: bittet um Geleit_für seinen Vetter Graf Johann von Leiningen. datum Baden in die beati Johannis ewan- geüste anno 96. Baden 1396 December 27. Str. St. A AA. 84, or. ch. I. cl. Reg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1722. 1216 . Markgraf Bernhard von Baden an Meister und Rat von Strassburg: als... ir Gerien von Kolbetzheim gefangen band, bitten wir üch mit flizz, daz ir in nit toden 1 Biese sind ebenfalls abgedruckt Rappoltst. Urkb. II nr. 583 pg. 436 Zle. 7—39. 5 io 15 20 25 30 35 1396 667 wollent noch ym kein smacheit an sinem libe tnnd, und land sust gedenken, wie er von üch komet . . . datum Baden in die beati Johannis ewangeliste anno 96. Baden 1396 December 27. Str. St. A. AA. 84. or. mb. Reg. d. MrTe.gr. v. Bad. nr. 1723. 1217 . Eberlin von Griffenstein an Meister und Rat von Strassburg: . . . also uwer wisheit und uwer gnade wol gesehen bet, daz ich gewesen bin ein vierteil jares und me zii Strasburg und meister und rat nach gegangen bin alle zit uff die pfaltze, in daz münster und uff den kor und allewegent gebetten han meister und rat und were gerne überkumen mit allen den, die do meynent, daz ich in schuldig sye ... sei es ihm trotz dieser und vieler anderer Bemühungen nicht gelungen, sich mit seinen Schuldnern zu begleichen, von denen sogar Berne Zwiler ihm öffentlich «uff der pfaltzen in uwer trostungen» widersagt habe. Desshalb bitte er um Schutz und vermittelnde Hülfe. datum in die sanctorum Innocentium anno 1396. 1396 December 2H. Str. St. A. Abt. IV. 72. or. ch. I. cl. 1218. Liste der Strassburger Bürger, welche im Jahre 1396 an dem Kriegszuge König Sigismunds gegen die Türken und an der Schlacht bei Nicopolis 1 teilgenommen haben: Bechtold Zorn, rItter. Reinhard von Mülnheim-Rechberg. Heinrich Zorn von Eckerich. Hugo von Mülnheim. Adam Zorn von Bulach. Friedrich von Heilgenstein. Lütold und Hans von Mülnheim-. Heinrich Süsze. Johann Ulrich von Mülnheim 2 . Walter von Endingen. [1396.] Fortsetzung des Königshofen, FranTef. Handschr. nr. 23 Bl. 320. Oedr. Hegel, Königshofen II, 857. 1219 . Der Ammamneister Ulrich Goße entscheidet einen Streit zwischen den Zünften der Obesser und Keser , Gremper und Seiler. [1396.] Wir Ulrich Gosze ammanmeister, Claus Bennau, Heinrich Lymer, Wilhelm Metziger, Heinrich Kranich und Cünrat Armbroster altammanmeistere der stette zu Stroszburg tunt kunt allen den, die disen brief ane sehent oder gehören! lesen, das vür uns koment von ir selbes und der geselleschaft der obeser und keser wegen Pilgerin Läwelin der rotherre, Hans Holbein der meister, Hans Ganser der meister, Hans Reine, Heintze Klinghart, Herman Schultheisz und Franckenläw'elin, item Huges Fritscheman der meister, Hug Seiler von Hagenau und Claus von Wissenburg von iren unde irre geselleschaft der seiler wegen und ouch Andres Burgöwe der meister, 1 1396 September 28, in welcher König Sigismund von Sultan Bajesid geschlagen wurde. 2 Nur diese beuten sollen nach Straßburg zurückgekommen sein. — Vgl. nr. 1229. 668 1396 Henselin Marsei und Bock Cüntzelin von iren und irre geselleschaft der grempper wegen und sproehent: es hettent vor ziten her Bulin Borpfenning genant Kremer selige der ammanmeister und die andern alten ammanmeistere, die zu den ziten worent, ein übertrag und ein Spruch geton durch friden und liebelebendes willen ir aller, also das ein briet beseite, der dar über gemäht und mit des selben ammanmeisters und 6 alten ammanmeistere ingesigele besigelt were. nü werent der ammanmeister und die die alten ammanmeistere seliger gedehtnisze alle dot und verfaren und betent uns, daz wir in den briet ernuwen wollen! umbe daz, das sie do by blibent, also sie har werent kommen, derselbe briet von werte zu werte hie noch geschriben stat: Wir Bulin Kremer der ammanmeister zu Strasburg, meister Herman in Kirch- io gasze der alt ammanmeister, meister Claus Snider, Heinrich Gir und her Johans Betscholt tunt kunt allen den, die disen briet ansehent oder hörent lesen : von solicher missehelle und gebresten, so under einander hatten! die erbern lüte: die seiler, obesser, keser und die grempper von ires antwerckes notdurfte wegen, der selben missehelle und gebresten sü an uns kommen! zu beden siten u. s. w. [siehe Bd. V is nr. 272. Urk. v. 1353 Februar 25.] Dar noch do boten! uns die egen, obesser, keser, grempper und seilere 1 und sprachen!: do stünde in dem vorgen. briete ein arfickel mit nammen alsus: es sol ouch von den obesern, kesern und gremppern nieman der seiler antwerck nützen noch messen noch veil haben denheinre hande dinge, daz der seiler antwerck ange- 20 höret in denheinen weg, er habe danne vor ir zunft empfangen oder welle es selber wircken mit der haut, dar an werent sie gespennig. die seiler meinden, die obeser, keser und grempper sollen! kein lianff köffen uff merschetzen, sit sie ir antwerck. nit nieszen sollen!, sie köftent denne ir antwerck. dar wider sprachen! die obeser, keser und grempper: sie bekanten sich wol, daz sie keine seil machen oder knehte setzen 2 z sollen!, die seiler antwerck tribent, sie köftent denne daz antwerck, aber daz sie kein hanff köffen sollen!, daz wer under in nie gewönlich gewesen, wenne sie hettent in iewelten (?) geköft, also ouch daz mengelich in der stat dete. das wir dar umbe umbe den artikel und ouch umbe andere stücke, die sie uns seiten! ynen eine lüte- runge detent, umbe daz sie desto fridelicher under ein ander geleben mügent. also so noment wir vür uns die stucke und hant in die gelütert und usz gesprochen, das sie die hinnan fürder halten sollen!, des sich die vorgen. personen von iren und irre andern gesellen und aller irre nochkommen wegen vor uns versprochen hant zu haltende. zürn ersten so sol der briet, den her Bulin Barpfennig genant Cremer zu der zit ammanmeister und die andern alten ammanmeistere gemäht hant, und do 35 vor von werte zu werte geschriben stat, stete und kreftig sin und bliben unde umbe den artickel von des hanffes wegen, do sollen! obeser, keser und grempper hinnan fürder also wol hanff köffen, also die seilere mit der gedinge, wie sie es under einander ufsetzent untz uff welhezit im tage, es sie morgens untze primen oder vürbasz, daz nieman under in kein hant köffen sol, das sol ein teil also wol halten also daz 40 ander, wolle aber dar über dehein obeser, keser oder grempper seil machen oder 1 Später verbessert seilere und grempper. 1396 669 seiler antwerck mit der hant triben oder knehte setzen, die das tribent, der sol seiler antwerck kokten, alz vorschriben stat ungeverliche. vürbasser ist zu wissende, also die obeser, keser, grempper und seilere 1 ein gemeine gerillte hant, do hant die vorgen. personen von aller drier geselleschaft an uns begert, das wir in gönnen und s erkennen, daz was gefelles vor dem gerillte vellet, sin sie lützel oder vil, daz man daz alles in des gemeinen antwerckes kiste und bühse, die dem gemeinen antwerck der drier geselleschaft zu gehöret, dun sol und in keinen weg verzeren oder abe- kommen, also man untze har geton het, so man gerillte hette oder uff die tage, so ie die geselleschaft bienander was, oder so man in reisen für, die do heime blibent, 10 wenne man daz dem gemeinen antwerck der drien geselleschaft sparen und gehalten sol, zu des gemeinen antwerckes notdurft brachen, das selbe stück also zu haltende habent wir gegünnet und bekennet, zu glicher wise, was gerihtet uffe den drien Stuben und geselleschaften ist, do sol ieder teil .... 2 ten, also daz under in her- kommen und von alter har gehalten ist. und was gevelles oder besserungen vor 15 den gerillten vellet, wie daz genant ist, do sollen! ie die geselleschaft die besserunge nemmen und das halbe teil zu den ziten, also untz har gewonheit ist gewesen, in die kiste und bühse des gemeinen antwerckes antworten, und sollent dehein teil deheine besserunge, die under in gevallent oder gevallen sollent, ieman durch geverde varen lassen oder von in wisen umbe daz, daz der gemeinen bühsen unreht do 20 mitte beschehe. Ouch ist zu wissende, das wir mit wissende und wille der vorgen. personen von der drier geselleschaft wegen des überkommen sint und sie mittenander übertragen hant, das sie ahte gemeine kertzen sollent haben, do mitte sie jores mit unsers herren fronlichnam gont, und die gezeichent sint mit ir aller drier geselleschaft Zeichen. 25 und süllent ouch die machen usz der gemeinen bühsen. und sollent ouch mittenander gon den kertzen noch, so man umbe got, ane geverde. doch mag ie die geselleschaft sünderliche lichkertzen und ein lichdüch haben, daz sollent ouch ie die geselleschaft sünder bezalen. und dez zu ebne urkünde so hant wir Ulrich Gosse, der ammanmeister und die andern vorgen. alten ammanmeistere durch bette willen 3 o der obgen. personen von der drier geselleschaft wegen unserre ingesigele an disen brief gehencket. der geben wart etc . 3 und sint dieser briete drie glich: einre by den obesern und kesern, der ander by den gremppern und der dirte by den seilern , 4 die ouch by in blibent. Str. St. A. G. U. P. lad. 11 nr. 7. cone. eh. 1220- Die Grafen Hanemann, Sigmund und Friedrich von Zweibrücken verkünden öffentlich, dass die Strassburger Domherren Ulrich und Sigmund von Lichtenberg 1 Verbessert seilere und grempper. 2 Es fehlen 4—6 Buchstaben. 3 Datierung fehlt. 4 Verbessert seiler vor grempper. 40 670 1397 ihnen niemals in ordentlicher Weise durch Boten oder Briefe ihre Feindschaft kund gethan haben. geben uff 8. Johans dag nach der winachtwochen anno 1397. 1307 Januar 3. Str. St. A. Abt. IV, 72. cop. coaev. 1221. Berthold von Rosheim 1 der Meister und der Rat von Strassburg an Die- s trieb Kemmerer: entschuldigen sich wegen der späten Antwort . . . danne wir sint vetze in einre anderunge unser rete, also unszer gewonheit jores ist . . . und so- balde wir unser rete gesetzent, so wellen wir dich darnoch ein antworte 2 3 lozzen wissen mit unserme hotten. datum feria quinta proxima post diem cireumeisionis domini. [1307 Januar 4.J io Aschaffenburg, Dalberg Arch. or. mb. I cl. 1222- Georg von Koboltzheim, ein Edelknecht, schwört der Stadt Strassburg nach Entlassung aus der Gefangenschaft Urfehde und stellt dafür eine Anzahl Bürgen aus seiner Verwandschaft und Freundschaft. geben an dem nehesten fritage nach dem heiligen sübenden tag nach winaht 1397. 3 1307 Januar !>. 16 Str. St. A. Abt. IV, 72. Papierheft, cop coaev. 1223. Hans von Molsheim an den Ammeister Heinrich Kranich über Kriegsgerüchte : . . . laz uch wiszen, daz ich zü Mentze bin by deme obirsten schultheiszen und da han ich erfaren und befunden und habe auch daz folke besehen, daz grave Philipps von Nassaüwe 500 pherde gesamet. hat ume Mentze, und zühet yn daz Wes- so terriche geyn Sarbrücken und da samet er sich noch mee und sament auch sich die von Bitsche und vil herren, die ich nit genennen kan, und wirt des folkes, als die rede get, 1400 gleven züsamen, und wullent ziehen off uwern schaden ynne daz lant. also han ich virnomen. auch wüntschen ich uch vil geluckes zü üwere herscheffte, daz got wülle, daz ir isz bit eren unde liebe vollenbrenget. gegeben zü Mentze off 23 sanct Erharts dage ynne deme 97 jare. Mainz 1307 Januar 8. Str. St. A. Abt. IV. 29 fase. E.E. 1 B. v. Mosheim war Meister von 1396 Januar 9 bis 1397 Januar 7. 2 Vgl. den Brief von 11 Januar. 3 Auf diese 3 l j? Seiten eines Papierheftes füllende Urkunde folgt unter der Ueberschrift: Dise so nachgeschriben stücke liet Gerrie von Koboltzheim nnbetwungenliche geseit. Dine Aufzählung aller der Unthaten, deren jener sich schuldig bekannt hat: Erpressung, Pferde- und Viehraub, Beraubung, Brand und Mord. 1397 671 1224. Johans Zorn dem man sprichet Eckerich der Meister und Rat von Strassburg an Dietrich Kemmerer: antworten wegen der Burg Herrenstein . . das wir von der vestin Herrenstein schedeliche und grozzliche gescliediget sint und nit wir allein, sunder daz land zu Elsazz, und ist daz gescheen so dicke und vil, das wir s noch der vestin gestanden habent und die mit gottes hilff gewunnen und wissent darumbe nit mit dir zii tünde haben denne gutes. datum feria quinta proxima ante diem sancti Hylarii. 1 [1397 Januar 11. ] Aschaffenburg, Dalberg, Arch. or. mb. I. cl. 1225. Hagenau an Strassburg: ersucht um Ansetzung eines neuen Tages zur Beilegung der Streitigkeiten zwischen Katharina Höchstettin, der Wittwe Hensels von Miilnheim, Bürgerin von Hagenau, und Gosse von Miilnheim, da sie den ersten wegen Krankheit nicht habe besuchen können. datum dominica post octavam Epiphanie anno 97. 1397 Januar 1A. Str. St. A. AA. 2017. or. ch. I. cl. 1226 Meister und Rat von Schlettstadt an Strassburg: verwenden sich für Ledig- lassung ihres Söldners Rudolf Syferman den teschenmacher, . . . den Läwelin von Wintertur uwer burger mit gerihte by üch behebet hat . . . unter Berufung auf das Bündnis, . . . so ir und wir mit einander habent. datum feria seeunda post diem beati Hilarii episcopi anno 97. 1397 Januar 15. Str. St. A. AA. 2036. or. ch. I. cl. 1227- Breisach an Strassburg : verwendet sich für ihren Hintersassen und Söldner Heinrich Nefe, welchen Ritter Gosse Engelbreht . . . verbotten und behept hab von etwas wins wegen, das im vor G e m a r genommen wurde, . . . da ir selber wol wissent, in weler moss semlich ding beschikt in reisen, und das ouch die unsern 25 von uwern wegen und in uwerm dienst da [vor Qemar ] warent. . . . datum ipsa die conversionis Pauli 97. 1397 Januar 25. Str. St. A. AA. 2009. or. ch. I. cl. 1 Als Hylarientag ist hier wohl der 13 Januar anzusetzen. 672 1397 1228. Ratsbeschluß über Einführung einer Vermögenssteuer. 1397. Unser herren meister und rat schSffel und amman sint überein kommen, das alle die, wer die sint, die in unserre stette schirm zu Strazburg sitzent und under vierhundert pfunde wert gutes baut über iren busrat, harnesch und cleider, das die von demselben irme gute yr iegliches ye von hundert pfunden unser stette geben s sol ein pfunt pfenninge und über drü hundert pfunt untz an vierhundert pfunt nach markezal und von hundert pfunden untz under sich an zehen pfunt ouch nach Novbr. h. markezal. und sollend das gelt geben und bezalen hynnan bitz sant Martins tag nehest körnet, und sollen! alle constofeler meyster, die die under in sitzent und alle antwerg meyster, die die under in sint und mit in dienent, vür sich besenden und w die tun vor in sweren ein worheit zu sagende und noch vorgeschobener wise by irme eyde frogen, wie vil sy gutes haut und in empfelhen das selbe, das sy denne sagende werden!, das sy das vurderlichen in drigen tagen donoch geschribent geben! einer personen, die yeglich constofeler meyster oder antwerg meystere den personen under in benennen!, durch das es deste heimlicher hübe, wie vil gutes yederman u> het. und vür wievil sich yedes mensehe geschriben git, das gelt sol denne ein yeglich mensche hie zwuschent und sant Martins tag den drien, die über das ungelt gesetzet sint, mit namen : Jacobe von Diemeringen, Hanse Steffan und Claus Gumransch ant- wurten, geben und bezalen. und wer das verbrichet, der bessert fünf pfunt pfenninge ; wer aber vier hundert pfunde wert gutes het und darüber, der sol hengeste «> pferde und halbe pferde haben, als der vorgenante brieff stot. und sol dis urteil weren von sant Martins tag nehest kompt über ein jor. actum sub domino Johanne Klobeloch magistro anno 1397. Str. St. A. Schilter, jus. stat. (manuser.) fol. 297/8. Abschrift aus dem 1870 verbrannten « Heimlich Buch». 25 Vgl. Königsh. (Regel, Beilagen II S. 959). 1229. Rer Woiwode Stibor von Siebenbürgen an Straßburg wegen Befreiung Straßburger Bürger} 1.397 Februar l. Edlen hern rittern und dem rat der stat ze Strosburg tu wir chunt, daz der Heimer Swebell ewer stat chnecht pey unz yn Lübenbürgen gewest yst und von del s» hern wegen, der ewer statt ritter vleyzz erfaren wold. nu hab wir yn geroten, daz er nicht fürbaz czyen sold, wen er for unfryd nicht fürbaz zcyen mocht, wen er der sprach ouch nichten chan, sunder wir gewissen poten yn den landen wol bechant und die sproch chrycheschen und bulgeryz auch walochezz auz gesaut haben, wo sie sülche erber lewte fanden, die wold wir gern ledek machchen mit unsern ss 1 Vielleicht handelt es sich um jene Strassburger Bürger, die im Jahre 1396 an dem Türkenzug teilgenommen haben. Vgl. ob. nr. 1218 die Liste derselben. vögten, alz pest wir möchten. geben an unser lyben frawen abend purificationis anno domini etc. 97. Stibor wayda ze Siebenbürgen und graf ze Presburg. \In verso] Den edlen hern rittern und dem rat der stat ze Strosburg. Str. St. A. G. U. P. lad. der zerstreuten Sachen or. ch. lit. el. c. sig. i. vers. impr. 1230. Ludeman herre zu Liehtemberg giebt den Straszburgern auf ewige Zeiten Zollfreibeit an seiner Zollstätte zu Krewelsboume am Rhein. geben an dem liebsten men tage nach unserre frawen tage der liehtmesze 1397. 1397 Februar 5. Str. St. A- G. ü. P. lad. 221. nr. 5. cop. ch. coaev. 1231. Johans Zorn dem man sprächet Eckerieh der Meister und Rat von Strassburg an Dietrich Kemmerer : antworten 1 2 3 betreffs der Rurg Herrenstein, . . . daz wir und die unsern und ouch das lant zu Elsazz von der vestin Herrenstein grozzliche geschediget sint, so vaste, daz wir noch der vestin gestanden haben und die mit der gottes hilffe gewunnen und wissent darumbe mit dir nit zu Rinde haben denne gutes . . . Ebenso sei ihm auf seine Ritte wegen seines Knechtes Riniken Genüge geschehen, da sie ihm «zil sinre gefengnisse» gegeben haben. datum sabbato proximo ante diem sancti Valentin!. 2 [1397 Februar 10.] Aschaffenburg, Dalberg Arch. or. mb. I cl. c. sig. 1232. Allerlei Notizen betreffend die Eroberung der Burg Herrenstein? [1397.] Item mir ist uff gestern worlich fürkommen, das min gnediger herre von Strasburg im zu sage geton hat ine nit zu verlossen. Item uff gestern umb mittnaht sint die gemein doselbs zu Zähem in die reise gezogen und geleit und, wenn die glocken angont, bereit zii sin. 1 Vgl. oben den bis auf den Schluß gleichlautenden Brief vom 11 Januar. 2 Ein Brief genau desselben Inhalts liegt noch vor vom^26 Februar 1397 [feria post 2 diem sancti Mathie]. 3 Königsh. Hegel II, 813: do men zalte 1397 jor, do fftrent die von Strosburg us heime- liche an eime obende mit geritten Volke für die bürg Herren stein und koment darnoch mitter- naht. und also sü es bestellet hettent, dp gingent sü an die mure mit irme genüge und gr&bent ein loch durch die mure und koment in die vesten, das es in der vesten nieman ge war wart, untz das sü ire liehter entzuntent. und do vingent sü uf der vesten 10 man, die f&rtent sü gein Strosburg gefangen, doch koment sü alle us mit grosser burgschafte und donoch bestelletent die von Strosburg die bürg und sattent einen vougt druf und behfttent sü. ■— Die Burg verblieb fortan der Stadt, die für dieselbe 1398 die Summe von 1390 Gulden an die Herren von Bitseh zahlte. (Vgl. Als. ill. II, 219.) 674 1397 Item es ist ouch der bescheit zu Nuwilr gegeben, wo die glocken in der herr- schafft und ouch in dem stifft angont, doselbs zu ziehen. Item die von Nuwilr habent ouch gar ein starke waht by der naht mit für in der stat under der louben ouch uszwendig der stat. Und ist die gemein rede, und so das duht mich dannaht nit ungeraten sin, ir s werdent ziim ersten gen Nuwilr ziehen und das innemen, so habent ir Herrenstein und Dossenheim an der hant, und was uch dann furter gelegen sin wil gegen Buchswilr oder sust für zu nemen, obe dann schon ettwas gezügks kommen, so werent ir balde in uwere gewarsame. Ich han uff gestern geschriben, wie die gemein rede sy, das myn herre der pfaltz- io grafe im hilff zu schicken wSlle. es ist zu Buhszwilr gelutet, sust han ich nit witer wissens. Ich han ouch von Lutzeistein geschriben, do wil mich beduncken, grafe Heinrich werde ouch gemach tun, er mähte es dann nit gebessern. Ich han aber myn botschafft zu Buhszwilr desglich sunst an zweyen enden; er- >s fare ich utzit, [was] not ist zu wissen, wil ich tun. Item die von Ernoltzheim, Hattmat, Imbsheim und andere dörffer ligent alle naht, im harnsch und sint der moszen gewarsame. Str. St. A. AA. 1406. or. ch. Zettel. 1233. Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg: ... als ir uns geschriben so und abschrift gesant hand, als unser oheim grave Heinrich von Sarwerde dem bischoff von Strassburg von unser zweyung wegen geentwurt hat, han wir wol verstanden, die wil ez iich nü gut dunckt, daz wir anderwarb zu einem gütlichen tag gegen ym körnen, so wollen wir ez gern tun durch unsers vorgenanten oheims und durch uwern willen März 16 . und wollen denselben gütlichen tag gern mit ym leisten zu Obern-Bühel uf den fritag nach dem suntag Invocavit . . . wil der byschoff den tag also leisten und gen uns uf nemen, daz land uns in zit wissen. datum Baden feria secunda post Mathie apos- toli anno 1397. Baden 1397 Februar 26. Str. St. A. AA. 84. or. ch. Reg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1728. so 1234- Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg: beglaubigt seinen Abgesandten Hans Conzmann, Vogt zu Baden. datum Baden feria tertia post Mathie apostoli anno 1397. Baden 1397 Februar 27. Str. St. A. AA. 85. or. ch. Reg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1729. 35 1235. Markgraf Bernhard von Baden an Meister und Bat von Strassburg: bestätigt den Empfang ihres Schreibens wegen der Herren von Bitsch und verweist sie 1397 675 auf den mündlichen BescheidHhres Dieners Hans Nauwer, dem er seinen Willen und Meinung mitgeteilt habe. datum Baden in die cinerum anno 1397. Baden 1397 März 7. Str. St. A. AA. 85. or. ch. I cl 5 Heg d MarJcgr. v. B. nr. 1730. 1236 Meister und Bat von Schlettstadt an Strassburg: beschweren sich über ungerechte Z ollerheb'ung: . . . uns ist fürkommen, wie das ir in uwere stat von den unsern fürbaszer zol nement, denn als ir und wir by langen ziten in guter gewon- heite und fruntschaften mit einander harkomen sint. und ist uns geseit, das ir mit ><> namen von den unsern nement: von einem iegelichen füder wins, das sü by üch verkouffent, zwene Schillinge pfenninge, und was das laut her uf gefüret würt von ysen, das den unsern zu gehöret, do nement ir von eim iegelichen pfunde ysens zehen Schillinge pfenninge, von einre tonnen heringes einen Schilling pfenninge. und was sus anders die unsern bi üch kouffent, do von nement ir pfuntzol von iedem pfunde iS vier pfenninge und von ebne nuwen massen lange vasse ouch vier pfenninge. und sus ander zölle von manigerleye dinge, das anders wa har den unsern in uwer stat gefürt würt und nider geleit und mit andere fürungen zu uns geschicket würt, als uns das alles geseit ist, das doch den unsern vormals nit me beschehen ist, denn, das es in kurtzen ziten angefangen ist. do bittend wir üch mit erneste, das ir die 2 o unsern solicher nuwer zölle erlassen! und sü domite nit beswerent und von in tünd nemen, als ir und wir in guter gewonheite und früntschaft lange zyt miteinander har kommen sind, und were ouch den unsern also üt abegenomen, do bittend wir üch, das ir den das tünd widerkeren, wann wir die uwern ungerne vürbasser trengetend, denn als^ir und wir lange zit in guter früntschaft mit einander har kommen sint. 25 und land uns des uwer antwürte verschieben wider wiszen. geben am liebsten dunrestage vor der grossen vastnaht anno . . 97. 1397 März 8. Str. St. A. AA. 2036. or. ch. I. cl. 1237- Herzog Leopold von Oesterreich'an Strassburg: sendet Abschrift eines Briefes an den_Bischof von^Strassburg, worin er ihn auffordert einen Sühnetag mit so Heinrich von Lahr zu leisten, und bittet die Stadt auch ihrerseits für das Zustandekommen dieses Tages und einer Stallung zu wirken. geben ze Ensisheim an mit- tichen vor dem suntag Heminiscere anno domini 1397. Ensisheim 1397 März 14. Str. St. A AA. 1420. or. ch. u. cop. ch. 1238.* Meister und Rat von Schlettstadt an Strassburg: verwenden sich abermals 35 um Lediglassung ihres Bürgers . . . Rüther Schürpfesackes, den der probest, der dechan und die tümherren zu Sant Thoman in uwer stat, uwere burger, sine wine verholten und gefrönet hant mit gerihte . . . datum feria secunda proxima post diem beate Oertrude anno 97. 1397 März 19. Str. St. A. AA. 2036. or. ch. I. cl. 676 1397 1239. Jeratheus von Ratzenhusen und Georg von Andelah, Hauptleute der Gesellschaft mit den Martinsvögeln an Strassburg: können mit ihren Gesellen nicht zum nächsten Freitag in Ebersheimmünster sein, da die gestellte Frist zu kurz ist . . . alse unser herre von Stroszburg und ir allen gesiebten geschriben haut umbe dieselbe sache uf disen nehsten sunnendag zu Stotzheim zu sinde, do komment. geben 5 mittewoche vor halp vasten anno 1397. 1397 März 28, Str. St. A. IV. lad. 28. or. ch. I. cl. 1240. Graf Heinrich zu Saarwerden, Herr zu Rappoltstein an Strassburg: bittet im Einverständnis mit Heinrich von Finstingen um einen Frieden und Stallung mit halbjährlicher Kündigungsfrist für die ... kinde von Diemeringen, danne mir leide 10 ist, daz sie vertriben söllent werden in ir kintheit; ebenso wolle er den Bischof von Strassburg bitten. geben an dornstag vor halpvasten anno 1397. 1397 März 29. Str. St. A. Abt IV, 72. or. ch. I. cl. 1241. Meister und Rat von Strassburg verkünden, dass sie die Stadt Basel vollständig gesühnt und geschlichtet haben mit Heintzemann Arnes. datum am sct. ir, Florencientag anno 1397. 1397 April 3. Basel, St. Arch. I. H. H. st. nrk. nr. 747. or. mb. c. sig pend 1242. Herzog Leopold von Oesterreich verspricht dem Grafen Eberhard von Württemberg, ihn von der Strassburg gegenüber übernommenen Bürgschaft 1 2 ohne allen Schaden ledigen zu wollen. geben zu Egisheim am zinstag nach Letare anno 1397. 20 Egisheim 1397 April 3. Stuttgart, Sts. Arch. (Oesterreich) or. c. 1 sig. Hegest nach dem Repertorium universale Pars IV, pg. 353. 1243 Hagenau 3 an Strassburg: beschwert sich, dass Ilagenauer Weinleute und andere in Strassburg einen neu eingerichteten Zoll von 4 Pfennigen das Fuder zahlen 25 sollen, während . . . wir die uwern bi uns zols fri lassen! . . . bittent, das ir die unsern ouch zols fri lassen wellent. datum feria quarta ante Palmarum anno 97. 1397 April 11. Str. St. A. AA. 2017. or. ch. I. cl. 1244. Bischof Wilhelm von Strassburg und Ottemann von Ochsenstein schliessen 30 eine Sühne nach allerlei bisherigen Streitigkeiten unter Mitwirkung des Strassburger 1 Vgl. nr. 1193. 2 Am 21 Mai 1397 schreibt Hagenau wieder und verlangt Antwort auf diesen bisher unbeantworteten Brief. datum feria 2 post Cantate 1397 Str. St. A. AA. 2017. or. ch. I. cl. 1397 677 Ammanmeisters Heinrich Kranich und städtischer Abgeordneter. datum et actum Argentine feria quarta proxima ante dominicam Palmarum anno domini 1397. Strassburg 1397 April 11. Str. St. A. AA. 1421. cop. ch. coaev. s 1245. Graf Heinrich von Fürstenberg 1 an Strassburg: bittet um Teilnahme an einer Tagleistung zu Ensisheim zwischen ihm und Fritzen von Zolr vor dem Herzog von Oesterreich durch Entsendung von zwei oder drei städtischen Gesandten. datum feria sexta ante Palmarum anno 1397. 1397 April 13. Str. St. A. Abt. IV, 72. or. ch. I. cl. io 1246. Arnold von Berenfels der Bürgermeister und der Bat der Stadt Basel an Straszburg: antworten auf die Aussage von Fischern, dass die Baseler nicht gestatteten Fische «für unser statt ze fürende, die si doch obwendig kouffent», dass es die Fischer mit den Fischen, «die sy obwendig und in Basel» kaufen, ungehindert fahren lasse. datum anno 97 feria quarta post festum pasce. 1397 April 23. 15 Str. St. A. G. U. P. lad. 86. or. mb. cl. c. i. v. impr. 1247. Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg: 2 dankt der Stadt für die guten Dienste zur Freilassung seiner zwei von Cunz von Dürmenz gefangenen Leute und erklärt mit dem Bischof von Strassburg eine Stallung bis zum 24 Juni halten zu wollen, in der Weise, wie es ihre Boten Ritter Thomas von Endingen, Hans Bock und Ulrich Gosse, der alte Ammanmeister, jüngst an ihn geworben haben. datum Mulnberg feria quarta post festum pasche anno 1397. Mühlburg 1397 April 25. Str. St. A. AA. 85. or. ch. Reg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1735. (vgl. dort nr. 1737, 1740.) 1248. Die Stadt Saarburg an Strassburg: ... laut üwer wiszheit wiszen, das Süffien, 25 Clauz Küfers seligen wittewe, von Kyrperg, unszere bürgerine, vor uns ist körnen und het uns geseit, wie das Runzel, üwer bürgere einre ir zu tun de habe und gihtige schult schüldig sij von des vorgeschriben Claweses, ires mannes seligen wegen, alz sie uns geseit het, und habe yme die selbe schult dicke geheiszen und an in gefordert und künne ir keine bezalunge bescheen. ... und bitten desshalb um Unterstützung dieser 30 gerechten Schuldforderung. datum dominica Quasimodogeniti anno 1397. 1397 April 29. Str. St. A. G. U. P. lad. 45/46. nr. 74. or. ch. lit. cl. c. sig. in v. imp. del. 1 April 23 dankt derselbe für die beabsichtigte Sendung, da der Tag nicht stattfinde. 2 Am 8 Juni schreibt derselbe an Strassburg, daß er sich mit jenem Cunz von Dürmenz verglichen ■ 35 habe und desshalb bitte, demselben auch ihrerseits Friede und Sicherheit zu gewähren (ibid. AA. 85. or. eh.). 678 1397 1249. Ritter Reinhard von Windeck an Ritter Thomas von Endingen und den Apra 27 . Altammeister Ulrich [Gosse] : ... also ich uff disen nehsten vergangen frytag zu Strosz- burg in der Krutenöwe mit uch geret habe von Hansen wegen von Hetlingen und üeh verkündet ... habe, wie den her Gerspach gefangen het, ... darüber wolle er noch nichtTweiter an seinen Herrn den Markgrafen Bernhard berichten, . . . ich herf'are denn s von heb, ob er ledig möge werden oder nyt, darumb so bitt ich üch, daz ir mich unverzögenlich uwer verschriben antworte .... lant wiszen. datum ipsa die Philippi et Jacobi anno 97. 1397 Mai 1. Str. St. A. AA. 84. or. ch. Bet/, d. Markgr. v. Bad. nr. 1736. 10 1250. Hagenau an Strassburg: da . . . die unsern mit geistlichem gerillte geladen unde bekümbert werdent an offener cantzeln . . und sogar einzeln auf offener Strasse gefangen sind . . bytten wir mit flisze, das ir mit den geistlichen rihtern reden wellent' das su solicli laden unde beküinbern abeloszen und die unsern der zu disen ziten über haben wellent . . . datum feria secunda post dominicam Cantate anno do- >s mini 1397. 1397 Mai 21. Str. St. A. AA. 2017. or. ch. I. cl 1251. Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg: hat am 1 Juli vor dem Herzog von Oesterreich einen ernstlichen Tag zu Freiburg zu leisten mit dem Grafen von Württemberg und bittet, ihm zwei oder drei vom Rate als Beistand zu senden, si Baden feria secunda post penthecosten anno 1397. Baden 1397 Juni 11. Str. 8t. A. AA. 85. or. ch. Beg. d. Markgr v. Bad nr. 1741. 1252. Bruno von Rappoltstein an Strassburg: bittet . . . zum dritten male mit ernste, das ir die üwern underwisent und solich habent, das sü mine burger mit ss lantgerichte umbeknmbert lassent, ... da er jederzeit bereit sei, ihnen Recht zu verschaffen. geben uf zinstag nechst noch dem pfingestage anno 1397. 1397 Juni 12. Str. St. A Abt. IV, 72. or. ch. I. d. 1253 Worms an Straßburg in Sachen des bei ihrer Stadt vom König eingerichteten, aber von den Fürsten beanstandeten Rheinzolles. 1397 Juni 14. so Unsern willigen dinst mit flisze zuvor: ersamen wisen lieben frunde. wir laszen üwere vorsichtige wisheid wiszen, daz wir von unsern herren, den korfürsten am Ryne mit namen: von unserm herren von Colne, von Tryere, von unserm herren dem hertzogen und von dem stiffte von Mentze heffteclichen betediget sin worden als von des zollis wegen, den unser gnediger herre der römisch konig by uns off dem s 5 1397 679 Ryne offgesatzt und gemacht hat sinen gnaden und dem heiligen römischen rieh zu eren, zu nutze und zu frommen, damit sin gnade uns auch eins deils begnadiget hat nach lüde der briefe, die unser herre der König darüber gegeben hat. und mit namen ist ire meynunge, daz wir den zolle gentzlichen abedün und die briefe, die unser 5 herre der König darüber hat dun machen, von uns geben, des wir doch nit machte han zu tünde ane unsern herren den König, auch ist ire meynunge, daz unser herre der König sich gein ine verschriben habe, daz er keinen zoll ane sie machen sulle. darumbe wollen wir unsere fründe gern schicken mit den iren zu unserm gnedigen herren dem Könige, waz er uns dann in den Sachen heiszet dun, des wollen wir gern io gefolgig sin. were ine daz aber nit gefuglich, so wollen wir den brieff, den unser herre der König über denselben zoll hat, dun machen legen vor unsern herren den König und daz er zu im neme, wen er wolle oder die er billich darzü nemen sol. und waz sich die dann miteinander darüber erkennent, des wollen wir auch gern gefolgig sin von des zollis wegen, were ine daz auch nit gefuglich, so wolten wir unsere 15 frunde gern mit den iren schicken zu unserm herren dem Könige und sin gnade ernstlich zu bieden, daz sin gnade den zolle abedede, wand die fürsten yn nit gern da betten, were ine daz auch nit gefuglich, so wolten wir unsere fründe allein zu unserm herren dem Könige schicken und yn fliszeclich und ernstlich zu bindende, daz er den zolle abedede, wand er wieder die fürsten were und nit sin solte, als sie mey- 20 nent und wolten uns darumbe erlegen, und daz unsere herren die Kurfürsten, daz die wile in guter gedült lieszen driben und sten, bisz daz die werbunge und bot- schafft hienin und herüsz Kerne, als wir daz auch etlichen unsrer herren der Kurfürsten fründen und reten gesaget und vorgelacht haben, herumbe lieben besündern fründe, so bitten wir uwere ersame vorsichtige wisheit künstlichen mit allem flisze, 25 daz ir disz vor uns biedent und uns auch heroff verantwürfen wollent, daz begern wir allezit umb uwere ersame wisheit zu verdienen, lieben fründe, üwer verschriben antwürte laszent uns mit diesem boden wieder wiszen. datum anno 97 feria quinta infra octavam pentecostes. Bürgermeister und 30 rate zu Wormsze. Str. St. A. Abt. IV, 125. or. ch. I. cl. 1254. Markgraf Hesse zu Hochberg an Strassburg : bittet, ihm zu einer Tagleistung vor der Äbtissin von Andelau in einer ihnen schon bekannten Angelegenheit . . . zwen erber hotten zu schigken uff den tag, und denen enphelent, daz ir einer under 35 den zwein min rede fett, ob ich sin bedürffte. geben uff unsers herren fronlichnamen tag anno 1397. 1397 Juni 21. Str. St. A. Abt. IV, 72. or. ch. I. cl. 1255. Protokoll einer Münzberalung, 1397 Juni 27. Dis ist das rotslagen über die münsse. 40 feria quarta post diem festi sancti Johannis baptiste anno 97. Zürn ersten so ist gerotslaget umbe das, das der guldin deste hasz besät blibe VI. 86 680 1397 und deheine irrunge an den Pfennigen werde und ie eins das ander deste bas ge- weren müge, das man sol slahen grossen, do ein grosse also gut ist also ein Schilling Stroszburger Pfennige, und sol man ir ie zehen grossen vür ein giildin geben und nemen und sol ein grosse also swer sin also der ander, [do zu sol man slahen halbe grossen, do einre also gut ist also sehs pfennige] 1 darzü sol man slahen dryer, do einre & also gut ist also vier pfennige [wenne man das also diit und die grossen geslagen wurdent]. darzü sollen! man do zwüschent alle pfennige und heilbelinge slahen und obe man wil sie iegenöte gent [und sol man den seyer brachen an allem vorgenanten gelte umbe daz, das gelt dester glicher werde] unde wenne man die grossen also sieht, so lot man uns unser münsse hüben und furt sie nit hinweg danne dise io pfennige alle tage gröszliche hinweg werden! gefurt und verbrant, das der menige und disem gantzen lande groszen verderblichen und unwiderbringelichen schaden bringet, wenne das also geschieht, so setzet sich der güldin selber, und wart die münsse köfmanschaft werunge rihtig. [2] 2 Item die zu der münssen gesetzet werden, sollen! ouch alle vierteil jores 15 alle andere münssen von silber, die allhie genge und gebe sint, versuchen in dem füre, und das sie danne ie die münsse noch ireme werde schalten! gesetzet. und sol man danne die münssen noch ireme werden nemmen und nit anders. [3] Item die wehseier sollen! ouch nit me danne an zehen grossen ein pfenning zu wehsei nemmen. 20 [4] Item man sol erbern lüten von unser herren wegen darzü setzen, die das silber uff daz nutzeste und wegeste unserer stette kouffent. [5] [Item man sol ouch die grossen slahen, das ein grosse also vil Silbers habe,' also zwelf pfennige. und sol man des züsatzes des kupfers deste minre darzü dün, daz sie nit das vierdenteil kupfers sient. so werden! die grossen vin, und wer danne 25 die münsse siht, der siht, das sie gut ist, und sieht man ouch deste minre valscher münssen uffe unser münsse.] [6] Die münssere sollen! [ouch sweren] kein gelt von der hant zü gebende, sie haben! es danne e zü rehte gekosen [und was geltes sie empfohent oder hinder sie koment, das böse ist, das sollen! sie nit von banden geben, danne sie sollen! es zü so dem stocke antworten, daz nuwe pfennige oder grossen darusz gemäht werden!], und wer das verbrichet,, der bessert 30 sol. [7] 3 Man sol ouch [besorgen, das man] die güldin gewege, und sol die stat einen darzü setzen, wen sie wil, der sie wege. [8] [Was ouch iederman kleines besnittenes oder zerbrochenes geltes het, daz sol er gen Stroszburg zü dem büter antwürten, daz man nuwe grossen oder pfennige ss darusz mache; und wenne ein mensche so getan klein gelt zü dem hüter gebringet, so sol ime der hüter nuwe grossen oder pfennige darumbe geben noch sime werde, und wer daz verbrichet, der bessert sinen obersten 20 marg silbers, also dicke er daz düt.] 1 Die eingeMammerten Stellen sind ganz gestrichen. 40 2 Steht am Rande des Conceptes: Maneat. 3 Hier steht am Rande des Conceptes: Hievon sol man gedencken z& redende. 1397 681 [9] Item man sol ein guten Rinschen güldin nit hoher geben [noch nemen] danne umbe 10 grossen, und sol ie eins daz ander domitte weren 10 grossen vür ein güldin oder ein güldin vür 10 grossen oder 10 sol. den., uszgenommen die wehseiere mögent wol an eime gülden ein Pfennig zu vorwehsel nemen; und wer daz verbrichet, der 5 bessert 10 lib. [10] Item ein güten ducaten süben Strazburger Pfennige höher denne ein güten Rinschen güldin und nit höher. — item ein nuwen Ungerschen güldin oder Gennower güldin fünf Pfennige höher denne ein güten Rinschen güldin. — item ein güten alten francken zehen Pfennige höher denne ein güten Rinschen güldin. — die vorgeschriben io stücke goldes sol ye eins von dem andern geben und nemen nach vorgeschribner wise und nit höher, uszgenommen die münssere oder wechsselere, die mögent an eim güldin ein Pfennig zu gewinne nemen und nit me, wie einer jach den güldin nimet. [11] Es söllent ouch alle Metzer güldin, Lützelburger güldin, byslege und ander soliche güldin gen noch irme werde oder andere stücke goldes noch marckzal, doch 15 sollen! die münsere oder wechsselere alles nit me denne ein Pfennig an eime güldin zu gewinne nemmen. minre mag ein jeglicher wol nemmen, wie er soliche güldin nimet oder wie er genant ist. es ensol ouch dehein münsser oder wehsseler noch nieman anders deheinen Metzer güldin, Lützelburger güldin, byslege oder ander soliche güldin under andern güldin vür güte güldin hinweg geben, wenne ein ieglich mensche sol 20 jeden güldin vür sinen wert hinweg geben, alse vorgeschriben stot. und wer daz verbrichet, der bessert sinen obirsten zehen pfunt Pfennige. [12] 1 [Es ensol dehein münsser oder wehsseler noch nieman anders keine kleinen besrotenen oder besnittinen Pfennig zersmelzen oder enweg schicken, denne menge- lich sol soliche Pfennige gen Strazburg zu dem stocke antworten, den, die zü Straz- 25 bürg dar zu gesetzet sint oder werden!, umbe daz das nuwe Pfennige daruss gemailt werden!; und wer daz verbrichet, der bessert zwentzig marck sibers und den meineyt darzü, den er gesworen hat.] [13] [Es sol ouch dehein münsser oder wehsseler noch nieman anders dehein gern ünsset gelt oder silber, wie daz genannt ist, hürnen, zersmeltzen, denne man sol es 30 lossen gen noch sime werde, uzgenommen waz goldes gebrochen ist ane geverde.] 2 [14] Wer ouch eine vine gezeichente marck silbers deine andern git, do sol die ander parle die nemen vür drü pfunt Pfennig, und sol ye das ander weren mit einer margk vines gezeichentz Silbers vür drü pfunt Pfennig, wer daz verbrichet, der bessert zehen pfunt Pfennige. 35 [15] 3 Es sol ouch kein münsser oder wehsseler noch nieman anders deheinen grossen, Pfennig verhornen noch zerbrechen, noch hinweg schicken, daz sie verbrant werden!, noch erlesen die sweren von den lihten. und wer daz dete, der bessert lip und gut. 1 An die Stelle dieses gestrichenen Artikels hat wohl der unter 22 gedruckte Nachtrag zu treten. 4o 2 Dieser Artikel ist gestrichen , doch ist die Randnotiz: dis stftcke ist usgesetzet wieder durchgestrichen. 3 Am Rande steht hier: Maneat. 682 1397 [16] Es ensol oueh kein münsser oder wehsseler noch nieman anders an keiner nuwen münssen, do man gülden oder Pfennige sieht, weihe hande münsse das were, oder slahen wil, wo daz were, weder teil noch gemein haben noch darzu roten oder hehlen in deheinen weg ane alle geverde. und wer daz verbreche, der bessert fünfzig marck, alse dicke er daz dete. [17] Es ensol kein munsser oder wehsseler noch nieman anders, usgenomen die goltsmide in iren gademen, deheine esse hinanfürme haben in sitne huse noch niergen anderswo, und wer es darüber dete, der bessert 20 marck und den meineyt, wen ne grosz schade davon is gescheen. [Am Rande], Und sullent es öch alle munssere und wesseler und sus menglich rügen und ferbringen uff den eit, wo su es wissen! oder in furkommet. [18] Waz silbers ouch in disem bystüm gekoufft wurt, daz sol [Am Rande] de- hein unsere burger, oder er si ingesessen oder usgesessen burger oder deheine der under unserm stabe sitzet oder ieman von sinen wegen uz disem bistum schicken f] noch schaffen geton werden, wo aber ieman, der uzwendig des bystüms silber koufte, es sie zü Kölne, zu Franckfurt oder anderswo, daz silber mögent sy schicken und furen, obe sy wellent one geverde. brehte aber ein fremde nan silbers har in dis bistum zü verkouffende und duhte in, wie er das silber nit w-ol nach sime willen I verkouffen möhte, der mag daz silber wol wider hinweg furen, obe er wil one geverde. ’ [19] Es sol nieman der unsern noch nieman von sinen wegen iemanne uz disem bistum engegen gen oder nach riten oder varen, das er ime sin silber abkouffe in deheinen weg one gewerde, durch daz daz sylber dem stocke zu Strazburg entpfürt jjjf werde, es ensol ouch nieman enkein silber uz disem bistum furen, es sie gebrant silber, verwireket silber oder geflecket geschirre, wie daz genant ist, der kein silber har bringet; und wer daz verbrächet, dem sol man daz silber gerwe nemen und zu sime libe und gute rihten und rehtvertigen uff den eyt. dis söllent alle munssere, wehsselere, goltsmide, underkeuffer und keuffelerin sweren zu haltende und zü volle- fürende und darzu, wo si beduncket an yeman, der gebrant silber oder verwireket silberin geschirre kouffen wil, und der es hinweg schicken welle, daz sy das nit zü kouffende gebent noch nieman von iren wegen, wenne si söllent es iren öbirsten Vorbringen. [20] Es söllent ouch alle goltsmide jung und alt und alle, die do silber künnent hürnen, sweren zu den heiligen, daz si keinen kleinen Pfennig kouffen söllent noch nieman von iren wegen, noch daz sy der Pfennige deheinen verhornen noch zu silber machen sollen!, noch ouch hinweg schicken söllent in deheinen weg in selber noch andern luten und söllent daz sweren, darumbe, das die kleinen Pfennige alle zü dem vorgenanten stocke kommen! und nuwe Pfennige daruz gemäht werden!, es wer denne, daz ein erber mensche uz solichem kleinen gellt ime selber daruz weite machen silberin geschirre oder kleinötter ungeverlichen daz mögent. . 2 [Auf der Rückseite sind folgende Artikel nac7tgetragen.] 1 Die Fortsetzung , welche auf einem angehefteten Blatte gestanden zu haben scheint , fehlt . 5 10 15 20 25 30 35 40 1397 683 [21] 1 Unde sullent ouch alle münser sweren, das sü alle kleine pfennige und alles bruchsilber, daz in zu banden kommet, daz su dazselbe kleine pfennige und bruchsilber ob si lützel oder vil deme antworten, den die stat darzi'i setzet, wenne er es gekouffet in den nehsten drigen tagen und sol der mit yme überkommen, obe 5 er mag. und mag er nut mit yme überkommen uff das glicheste, so sol der, der von der stette wegen do zu gesetzet ist, es uffsetzen, und wenne er es uffgesetzet und um- gemachet, so sol er yme also vil darumb geben, alse er andern lüten gewönlich git. [22] 2 Es sollen! ouch alle münsere und wesseler sweren an den heilgen, was güldin sü kouffent, die do^ Einsehen güldin sint, sü sigent gebrochen oder gantz an io iegelichem nüt me denne einen pfennig nement zu gewinne und also balde sü in ge- kouffent, so sullent sü in den zu knuffende geben, der von der stelle wegen do sitzet unde inen danne selber zu knuffende geben, ebe er in knuffen will, und sullent in nit lenger behalten denne zwene tage ungeverliclie. Str. St. A. AA. Monnaie. Papier streifen. is 1256. Colmar an Strassburg: dankt, dass man ihren Bürger Franz Thurnand dingfest gemacht, weil derselbe «nüt bi sinnen ist», und sendet Wagen und Knechte zur Abholung desselben. datum feria quarta proxima post beatorum Petri et Pauli apostolorum anno 97. 1397 Juli 4. Str. St. A. AA. 2010. or. ch. I. cl. 20 1257- Herman Ebner der ältere an Strassburg: macht Mitteilungen über Borzi- boys Bericht beim König von dem Frankfurter Tage; die Mordgeschichte auf Karlstein; Gesandtschaftsreise des Bischof Lamprecht von Bamberg und des Markgrafen Wilhelm von Meissen zum König ; Absicht des letzteren am 13 Juli in Eger und dann in Nürnberg zu sein, Würzburger Streit. geben am pfintztag vor Kiliani. 2 S [Nürnberg 1397 Juli 3.] Str. St A. AA. 113 nr. 45. or. ch. lit. cl. Gedr. f Wencker Collecta avehivi 395. — 1). R. A. II nr. 727. 1258. Hartung von Wangen an Strassburg: beklagt sich über die rohe Misshandlung seines Knechtes durch den Strassburger Bürger Schönmansze und erzählt aus- 30 führlich den Hergang: . . . do ist der Schönmansze dar gefaren uff derselben strosz und slüg sinen spies under und kert daz stumpfe ende für und reit mir min armen man an und stäche in liieher und doher. do sprach der arme knecht, waz er in zige. do sprach er: er wer yme in siner matten gesin. do spräche der arme knecht: er wer sin unschuldig, und waz er darumbe solt tun, daz weite er tun. daz möchte der arme 35 knecht nüt gemessen, er fürte in gen Tanne und sluge in in einen stock zu stunde und name ynen vier pfert. lieben herren, do er in in den stock geslüg, do name er 1 Wohl einzusetzen statt des gestrichenen Artikels [8], 8 Wohl einzusetzen statt des gestrichenen Artikels [12]. 684 1397 einen grossen bengel und lieffe über in und sprach: «her gebur, bist du noch nüt in nun er matten gewesen ?» do sprach der gebur : «nein.» do sing er in und het yme sin arme und sin lende zerslagen und do er in genüg geslüg, do nam er ein züber mit wasser und beschütte in dozü. do er daz alles getette, do spräche er: yme slotterten die bein in dem stock, und nam ein schit und stiesse es yme undenan uff in den stock und het in gewundet in sine bein, daz doch keiner solte tun, so er einen gefangen het. . . . Ferner habe Schönmansze auf ein Schreiben von ihm gesagt: fände er mich selber in der matten, er stiesse ein swert durch mich . . . geben an dem samstag nach sant Peters und Paulus tag anno 1397. 1397 ■/tili 7. Str. St. A. Abt. IV, 72. or. eh. I. cl. 1259. Herzog Leopold von Oesterreich an Strassburg: . . . uns hat der edel unser lieber getrewer Brün von Rapolczstein verschriben, wie er gern ein trostbrief von ew hielt, . . . und daz nur die mit namen in demselben brief getröstet werden, der nam in ainer klain czedel stend, die wir ew auch hieinnen verslossen senden. ... Er bittet dies Gesuch seinetwillen zu erfüllen. geben ze Ensisheim an mitichen vor sand Margarethen tag anno 97. Ensisheim 1397 Juli 11. Str. St. A. AA. 79. or. ch. lit. cl. Gedr. Rapp. TJrkb II nr. 594. 1260. Johann, herr zu Vinstingen an Strassburg: beklagt sich über Gefangensetzung seines Läufers’und Briefträgers, . . . den myn [wip mit irme wasser zu Strasz- burg hatte geschieket durch sichtenes wegen, den si hait zu besehen . . und bittet um sofortige Antwort und Freilassung. geben uff s. Margaretendag 1397. 1261- Breisach an Strassburg: verwendet sich für seinen Bürger Hamnian Völ- schölin gegen den Ritter Peter von St. Diedoldt, der ersterem einen Schiffstransport von 16 Fuder Wein nach Mainz, bezüglich Frankfurt um 2*/ 2 bez. 3 Gulden das Fuder aufgetragen habe und jetzt wegen der Bezahlung Schwierigkeiten mache. datum feria cjuarta post Margarethe virginis anno 97. 1397 Juli IS. Str. St. A. AA. 2009. or. ch. I. cl. 1262 Schwicker von Sickingen, Vogt zu Germersheim, Eberhard von Sickingen, Vogt zu Trifels, und Volmar von Wickersheim vereinbaren sich im Aufträge Pfalzgraf Ruprecht des älteren und jüngeren mit Bischof Wilhelm von Strassburg und der Stadt Strassburg wegen eines Tages zur Schlichtung des Streites des Bischofes 5 10 15 20 25 30 1397 685 und der Stadt mit den Herren von Bitsch. Der Tag wird auf s. Sixtus zu Germersheim angesetzt. Strassburg 1397 Juli 24. Str. St. A. G. D. P. lad. 203.» or. ch. Reg. Koch u. Wille nr. 6789. 1263. König Wenzel an Strassburg: teilt mit, dass er den Schultheissen und Rat der Stadt Bern im Uechtlande in die Reichsacht gethan, und befiehlt, mit diesen als Aechtern keinerlei Gemeinschaft zu pflegen. geben zu Prag 1397 an sand Jacobs abende a. reg. hob. 35 reg. rom. 22 . Prag 1397 Juli 24. Str. St. A. AA. 113 nr. 70. or. mb. e. sig. impr. io 1264. Küntze Lentzelin an Johans Berlin den Meister und den Rat von Strassburg über den Besuch und Gang des Frankfurter Tages: Borziboy von Swinar hat die Johanniter von Hagenau arg verklagt beim Könige, doch sagen ihre Gesandten, dass sie sich gut verantworten könnten ; wegen der Klage der Städte Colmar, Kaisersberg und Schlettstadt sei es ratsam einen Bevollmächtigten zu senden ; die Ver- i5 Sammlung ist noch nicht vollständig, täglich kommen neue Boten, doch sind bereits anwesend: die von Frankreich, England, von der Stadt Cöln und der Herzog von Baiern. geben zu Frankenfurt uf sante Jacobs [Johans 2 ] dag. Frankfurt [1397] Juli 23. Str. St. A. AA. 110. or. ch. I. cl. ib. 115. eop. coaev. 20 Gedr. D. R. A. II nr. 295. 1265. Lauwel Lentzelin an Strassburg: berichtet über die Versammlung zu Frankfurt ; dieselbe ist noch nicht eröffnet, weil erst Wenige anwesend sind, ausser den drei rheinischen Kurfürsten, denen der Strassburger Bote Contzeman indessen schon die städtischen Briefe überreicht hat. [1397 zwischen Juli 23 und August 3.] 25 Str. St. A. AA. 115. or. ch. I. cl. Gedr. II. R. A. II nr. 298. 1266. Johann Klobelouch der Meister und der Rat von Strassburg an Basel: teilen mit, dass die «huffunge» deren wegen sie um Hülfsvolk gebeten haben, . . . wendig si, unde nit versehenlich sy, das die huffunge vür sich gange . . , und danken 30 bestens für die Bereitwilligkeit Hülfe zu schicken, die nun nicht mehr nötig sei . . . doch lont dis in heimlichkeit hüben, uff des man sich desto minre daruff wider buffe datum feria sexta proxima post festum beati Jacobi apostoli. [1397 Juli 27.] Basel Sts. A. Neb. Reg. G. III nr. 298. or. mb l. cl. 35 1 Ebenda eine Anzahl kleinerer Briefe von Rittern und Herren , die sich auf die Bitscher Fehde beziehen 2 Steht irrtümlich im Text. 686 1397 1267. Graf Emicho von Leiningen an Strassburg: berichtet vom Frankfurter Tage. Frankfurt [1397 Juli 28.] Basel , St- A. G. III. cop. ch. Gedr. Wencker, appar. 268. Gedr. D. B. A. II nr. 296. 1268. Johann, Herr zu Lichtenberg an St-rassburg bemüht sich um Wiedererlangung seines Anteils an der durch die Stadt eroberten Burg Herrenstein: . . . laszen üch wiszen, daz ich noch nie eigentlich wiszende bin gewesen, ob ich mit eren und bescheidenheit mynen teil zu Herrenstein haben solt miner gemeiner halb und unsers burgfrieden. harumb, so habe ich uch noch nit ernstlich noch vil gebetten umb mynen teil, lieben herren. nü habe ich es uszgetragen, daz ich wol weisz, wie ich mich halten sol mit mynen gemeinem, und bitte uch früntlieh und ernstlich und durch mins dienstes willen, daz ir mir mynen teil wider gebent und laszent volgen, als ich den von rechtes wegen haben sol. uwern willen wellen! mich hie von wider laszen wiszen. geben uff mentag nach scti Jacobs tage. [1397 Juli 30.] Str. St. A. V. C. G K. 30b. 0 r. ch. I. cl. 1269- Herzog Leopold IV von Oesterreich an Bruno von Rappoltstein: ... als du unsz . . verschieben hast von deiner brieff wegen, so dir die von Strassburg heraus geben sollen, und daz dich darumb wol benüg, als daz die bücher sagend!, der wir eins, du eins und die von Strassburg eins haben!, daz unsz auch wol gefellet und billig dabey belibet, und! haben auch jetzundt zu stund! Clausen von Hausz hinab wider gehn Strassburg gesandt, dem alszo einen ausztrag zu geben. geben zu Tann an sanct Peters tag. Thann 1397 August 1. Colmar, Bez. Arch. Ann. Rapp. (E 1039) fol. 142b Transcription des 17 Jahrhunderts. Auszügl. gedr. Bapp. Urk. II nr. 596. 1270. Johann Klobelouch der Meister und der Rat von Strassburg an Basel: von des tages wegen zu Franckefurt, der do ist, hant uns der edelherre graff Emyche von Lyningen der lantfogt und ouch Lawelin Lentzelin unser guter frönt zwene brieffe verschriben, der wir üch beder abschriften harynne senden! verslossen, uff daz, wenne wir verneinen haben!, daz ir uwer erbern betten nit hinabe gesehieket hant, und wir ouch kein erbern betten aldo haben!, daz ir denne wissen!, das wir wissen! . . . datum feria quinta post dominicam sti Petri. [1397 August 2.] Baseler St. A. Neb. Reg. G. III nr. 242. or. mb. I. cl. Gedr. D. B. A. II nr. 297. 1271- Saarburg an Strassburg wegen einer Schuld von 150 Gulden: . . . do lant wir uwer wiszheit wiszen, daz wir die selbe gülden noch nit uf braht hant unmuszen 5 10 15 20 25 30 85 1397 687 halb, die wir gehabet hant, alz ir selbes wol mühgent wiszen. do bitten wir üver wiszheit durch ymer unsers dienstes willen,"daz ir uns zil daran geben wellet . . wand wir kürzliche schaffen wellent, daz ir gütliche bezalt werden! . . . datum sabbato post festum inventionis beati Stephani prothomartiris 1397. 1397 August 4. 5 Str. St. A. G. D. P. lad. 45/46. or. eh. I cl. 1272. Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg: schickt einen an ihn gerichteten Brief seines Oheims von Bitseh [welcher fehlt] und bittet um Rücksendung desselben. datum Pfortzheim feria secunda ante festum assumptionis beate Marie virginis anno 1397. 'Pforzheim 1397 August 13. io Str. St. A. AA. 85. or. ch. I. cl. Heg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1744. 1273. Saarburg an Strassburg: bittet um Unterstützung und Rechtshülfe gegen den Schultheissen von Zabern Oerbart Dünne und . . . andere des erwürdigen unsers gnedigen herrn dienere von Strazbürg, die unsern bürgern ettewie dicke daz ir ge- 15 nomen haben! in den dörfern umbe unser stat, darumbe wir in alle ziit besaut haben!, und kan den unsern keine keriinge von yme widerfaren. datum feria secunda post festum sancti Laurentii anno 1397. 1397 August 13. Str. St. A. G. D. P. lad 45/46 nr. 74. or. ch. I. cl. c. sig. in. v. impr. 1274. Borsiboy von Swinar, Landvogt im Eisass an Strassburg: beglaubigt seinen 20 Boten Ritter Heinrich Kemmerer zu mündlicher Unterhandlung . . . gleicherweise, als ob ich selber muntlich mit euch redt und gegenwertig were. geben zu Pillsen an unser liben frowen tag sumptionis anno 1397. Pilsen 1397 Augustin. Str. St. A. AA. 113 nr. 55. or. ch. I. pat. e. s. impr. 1275. Hagenau an Strassburg: meldet von feindlichen Rüstungen . . . wie aber 2s houffunge in Westrich sie gewesen, und daz man sicherlich uff morne aber in daz laut welle lassen louffen, und ouch das vaste werben umb dienst sie do niden im lande besunder umb unsers herren des lantvögtz gebiete . . . datum crastino assumptionis dei genitricis virginis Marie anno 97. 1397 August 10. Str. St. A. AA. 2017. or. ch. I. cl. so 1276. Ordnung für die Verteidigung der Krulenau gegen das Volk der Herren ton Bitsch. 1397 August 20. Es ist zu wissende, das in dem jore, do man zalte von gottes gebürte 1397 an dem nehsten mendage vor sancte Bartholomeidage des heilgen zwelff hotten, do was Augusiso. VI. 87 ein mehtig volck von der von Bytsch wegen in dis lant Eilsas gezogen uf das Kystom und die stat von Strazburg. do wart under andern dingen die hüte in Krutenowe bestellet und geordinieret in dise wise: [1] Zürn ersten wurdent vier letzen in Krutenowe gemäht, die man behüten solte und zü ye der letzen zwene lioubtmanne: Der ersten letzen seltent höbetlüte sin: her Burckart von Mülnheim und Hanse- man Peyger. zü den soltent schicken, alse man des heilgen geistes glocke lute, die brotbecker 15 man wol gewoffent; die goltsmide und schilter 20; die würte 20; die schiflüte 40. Item der andern letzen süllent höbetlüte sin: her Thoman von Endingen unde Rülman Voitze, zü dem sullent uf dieselbe zit dischtüchsüter senden 25 man wol gewoffent; die wagener 10; die smide 15 und die gremper 25; die saltzmütter 6 und die küffer 25. Item der dirten letzen sullent höbetlüte sin: her Beinhalt Wetzel und her Wilhelm klotziger, zü den sullent schicken uf dieselbe zit: die winsticher 10 man wol gewoffent; die zimberlüte 8; die scherer und Kader 8; die kornlüte 15; die kremer 20; die weher 0; die metziger 15; die innrer 8. Item der vierten letzen süllent höbetlüte sin : her Johans Berlin und her Ulrich Gosse, zü den sullent senden uff dieselbe zit: die snider 30 man ; die gartener 50; die tücher 12; die kürsener 10; die oleylüte, Indischerer und müller 8; die vischer 15; die wynrüffer und wynmesser 20. [2] Was ouch die vorgeschrittene antwercke überiges volckes haut, süllent sü gewoffent uf dieselbe zit für das Münster schicken. [3] Item dozü sollent ouch alle constafeln alle die iren, die do güt werent sich zü werende, schicken uff dieselbe zit gewoffent in Krutenouwe, uszgenommen die uff pferde und zü glefen geleit sint und uszgenommen die bescheiden unde geschriben sint zü den toren. Str. St. A. G. D. P. lad. 20 nr. 30. Papierzettel eingeheftet in das Aufrüstungsbüchlein von 1392 [vgl nr. 706.] Ebenda lad. 20 fase. 6. Aufzeichnung : Wie die porter, die turne und die letzen bestalt und versorget sint anno 1388 und 1389. Ebenda: Patsbeschluss, dass nach Pfingsten eine Untersuchung stattfinden solle über die vorhandenen Pferde, zu deren Stallung Bürger und Bürgerinnen verpflichtet sind. Ebenda 1386: Aufzeichnung über Thor- und Thurmbesatzung: Diewile man vor Gemar lag anno 1386. 1277. Johans Klobelouch der Meister und der Rat von Strassburg in Sachen der Bitscher Fehde an Basel: haben gehört, dass die Herren von Bitsch sie bei Basel verklagt haben, und weisen alle Anschuldigungen zurück; der wahre Thatbestand sei der, dass die Herzoge Ruprecht und Clemens von Bayern ihre Räte geschickt und sie zu einem Sühntage mit den von Bitsch zu Germersheim eingeladen hätten. Diesen haben sie geleistet, aber die unberechtigte Forderungd erer von Bitsch, die Feste Herrenstein wieder herauszugeben, entschieden zurückgewiesen, worauf die von 1397 080 Bitsch jede weitere Verhandlung abgelehnt haben. datum feria secunda ante fes- tum beati Bartholomei apostoli hora meridiei. [1397 August 20.] Basel. Sts. A. Neb. Reg. G. III nr. 292. or. mb. I. cl. 1278. Johann Klobelouch der Meister und der Bat von Strassburg mit der Bitte s um Kriegshülfe an Basel: . . . noch demine also ir in unserm Briefe wol verstanden liabent, in welher messen die lierren von Bitsche uns und den unsern unreht tunt unde geton habent, do vernement wir, das sie sich huffetent und uns meindent zu überziehende, unde wände wir üch dicke, so sü sich huffetent, anrüfftent zu helffende und danne die huffungen alles wendig wurden!, do gedahtent wir, do würde villihte io aber nit usz, unde sparetent uwer früntschafft üch ane zu rüffende. nil ist ir huf- funge ie in das lant gezogen, unde wile wir vernommen und verstanden habent, das ir das volck, so ir nü durch unsern willen gewunnent, noch forderliche, so ir iemer snelleste mügent, zu uns senden!, alse wir uwere güten früntschaft das ane zwifel ge- truwent, das wellen! wir ewecliche umbe üch zu wider dienende haben. datum feria iä secunda proxima ante festum beati Bartholomei apostoli hora meridiei. [1397 August 20.] Basel. Sts. A. Neb. Reg. G. III nr. 283. or. mb. I. cl. 1279. ‘Markgraf Bernhard an Meister und Rat von Strassburg: hat ihren Brief «von der von Büsch und des zogs wegen» erst sehr spät hier in Heidelberg erhalten und kann desshalb seinen Boten an sie erst nach Abschluss seiner augenblicklich mit 80 denen von Speier stattfmdenden Verhandlungen abfertigen. datum Heidelberg feria quarta ante Bartholomei apostoli anno 1397. Heidelberg 1397 August 22. Str. St. A. AA. 85. or. ch. I. cl. Beg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1745. (vgl. nr. 1747) 1280. Breisach in Sachen der Bitscher Fehde an Strassburg: ... es löffent etwas 25 rede by uns, wie das ein gross volk in das lant kommen und gezogen sy uff üch, das uns in gantzen trüwen leit ist, . . . bittet deswegen um Auskunft. datum feria quarta ante Bartholomei apostoli anno 97. 1397 August 22. Str. St. A. AA. 2009. or. ch. I. cl. 1281. Markgraf Bernhard von Baden in Sachen der Bitscher Fehde an Strass- 3o bürg: hat zu seinem Bedauern vernommen, dass die von Büsch «mit einer huffung uf üch ziehen» und damit «ein offen krieg und fyntschaft» eingetreten ist. Nun sind die von Büsch zwar . . . unsere gebornen magen, darumb ir selber wol versten mügent, daz uns in solicher offner fyntschaft nit füglich were, uch die unsern zu schickend . . . mohtend ir uns aber der sach nit uberheben, dez wir uch doch nit getruwen, 35 so mügend ir darczu schicken nach unser eynung sag, so wollen wir allzit unser 690 1397 eynung gnüg tun und das durch nyemans willen laszen. datum Mulnberg in vigilia Bartholomei apostoli anno 1397. Mühlhurg 1397 August 23. Str. St. A. AA. 85. or. ch. I. cl. Reg. d. Marlcgr. v. Bad. nr. 1746. 1282. Saarburg an Strassburg (in Sachen der Bitscher Fehde?): ... alz üwer wisz- heit ignotte von den herren schaden gelitten und genommen het, do lant wir üwer wizheit wiszen, daz uns das in gantzen trüwen leyt ist. und was üch zu missefalle beschiel, daz ist uns in trüwen leyt. üwer wiszheit gebytte uns alle ziit. datum feria secunda post festum beati Bartholomei anno 97. 1397 August 27. Str. St. A. G. 0. P. lad. 45/46. nr. 74. or. ch. I. cl. c. sig in. v. impr. mwt. 1283. Gräfin Hertzeloide von Saarwerden, Rappoltstein und Hohenack an Strassburg: bittet, in dem Kriege zwischen der Stadt und den Herren von Ritsch ihre eigenen und die Besitzungen des Erzbischofes von Göln im Falle eines Durchzuges möglichst zu verschonen. geben uff sant Adolffs abende anno 1397. 1284. Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg: beglaubigt seinen Amtmann zu Baden, Hans Gonzman von Staffurt. datum Baden feria quinta post decolla- tionis scti Johannis baptiste anno 97. Baden 1397 August 30. Str. St. A. AA 85. or. ch. I. eil Reg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1749. (vgl. 1751). 1285. Die Stadt Strassburg verzichtet auf alle von Bruno von Rappoltstein herrührenden Schuldbriefe, deren Bezahlung Herzog Leopold von Oesterreich übernommen hat. [ 1397 August.] Regest nach: Rappoltst. Urkb. II nr. 602 aus dem Innsbrucker Staats-Archiv. 1286 Markgraf Bernhard von Baden an Meister und Rat von Strassburg: antwortet auf ihr Schreiben und verspricht, nach Kräften zu hindern, dass Feinde der Stadt aus Anlass der Fehde mit den Herrn von Ritsch . . . uwer vihe, daz umb die Kintzich get, angriffen . . . und die name durch unser lant getriben wurd. datum Baden dominica post Egidii anno 97. Baden 1397 September 2. Sir. St. A. AA. 85. or. ch. I. cl. Reg. d. Mrkgr. v Bad. nr. 1752. 5 10 15 20 25 30 1 Ebenda: Derselbe beglaubigt den Ritter Burkard Humm ü von Staufenberg. Baden 1397 September 3. 1397 691 1287. Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg: bittet dafür zu sorgen, dass der bischüfl. Vogt Gerspach seinen Diener Wilhelm von Bartenstein ' aus der Gefangenschaft entlasse und seine etwaigen Ansprüche anstehen lasse bis auf den Austrag laut der Stallung zwischen ihm, dem Markgrafen, und dem Bischof Wilhelm. datum 5 Baden feria quinta ante nativitatis anno 97. Baden 1307 September 6 . Str. St. A. AA. 85 or. ch. I. cl. Heg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1753. (vgl. 1755.) 1288. Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg: ... alz es in gütlicher stallunge zwüschent dem bischoff von Strassburg und uns sten söl bicz uff sant io Martinstag nebst kommt, als ir daz vor ziten beredt haut und sunderlich in der stallunge Novbr. u beredt wart, ein tag miteinander zu leisten, wenn wir üch den vorhin wiszen lieszen. also bescheiden wir uch einen tag mit dem selben bischoff zu leisten zu Buhel und Windeck von mitwoch nebst kommt über aht tage . . . daz wollent furbasz dem vor- sepibr. /». genanten bischoff verkünden, daz er also uf den tag komme oder aber sin frunde 15 darzü schicke, daz selb wollen wir ouch tun. wil aber der bischoff selber darzü, so wollen wir ouch darkomen und bilden uch mit ernst, daz ir uwer frunde ouch denn darzü schicken wollent, und daz man gedencke und besehe, wie unser spenne . . . gütlich oder rehtlich übertragen werden . . . datum ipsa die nativitatis virginis gloriose anno 97. 1307 September 8. 20 Str. St. A. AA. 84. or. ch. I. cl. Reg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1754. 1289. Bischof Wilhelm von Strassburg an Meister und Rat von Strassburg: teilt mit, dass ihm die Diener des Markgrafen Bernhard nach Ablauf des von der Stadt zwischen ihnen beredeten Friedens widersagt haben, und bittet um Auskunft, ob der 25 Friede mit denselben verlängert sei oder nicht . . . wissen!, daz wir denselben, die unser viende worden sint, nützit gelten süllent, und rüret von dez von Lützelsteins wegen har. datum sundags nach frowentag nativitatis. [1307 September O.] Str. St. A. AA. 1482. or. ch- l. cl. Reg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1756. 1290. Bischof Wilhelm von Strassburg an Meister und Bat von Strassburg: sein Hofmeister Johann von Kagenecke habe ihm berichtet, dass die Stadt Gesandte an den Markgrafen von Baden geschickt habe wegen der badischen Amtleute und Diener, die ihn angreifen und schädigen. Die von dem Markgrafen ihm zugeschickte 1 Desselben wegen schreibt der Markgraf am 8 September: er finde die Antwort des Bischofs von 35 Straßburg, dass die Gefangenhaltung des Bartenstein ihrer Stallung nicht widerspreche , ganz unbilllig und bitte beim Bischof auf die Freilassung zu dringen. Baden ipsa die nativ, virg. — Ebenda A. A. 85. or. ch. Antwort wegen einer Tagleistung liege bei. nativitatis. datum Dachen stein montages nach Dachstein [13i)7 September 10.] Str. St. A. AA. 1482. or. ch. I. cl. Reg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1757. vgl. dort die Notiz über die Datierung. 1291. Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg: sendet und beglaubigt seinen getreuen Abrecht Rodern «unsers wibes hofmeister.» datum Baden sabbato post exaltationis scte crucis anno 97. linden 1397 September 15. Str. St. A. AA. 85. or. ch. I. cl. Reg. d Mrkgr. v. Bad. nr. 1758. 1292. König Wenzel an Strassburg: teilt mit, dass er einen Reichstag nach Nürnberg ausgeschrieben, und begehrt, dass man unverzüglich Bevollmächtigte dorthin sende. geben zu Nuremberg des dins-tages vor sand Mathias 1 tage reg. boh. 35 rom. 22. Nürnberg 1397 September IS. Str. St. A. AA. 108. nr. 53. or. ch. lit. cl. — ibid. cop. ch. coaev. Gedr. D. R. A. II, nr. 299. 1293. Pfalzgraf Ruprecht der ältere an Strassburg: schickt und beglaubigt seine Amtleute, welche wegen der Grafen Hannemann gen. Wecker, und Sigmund von Zweibrücken, Dietrich Kemmerer und Conrad Bantschaden mit der Stadt verhandeln sollen. datum Heidelberg ipsa die Mathie anno 1397. Heidelberg 1397 September 21. Str. St. A. Abt. IV, 72. or. ch. I. cl. 1294. Ritter Burckard von Lichtenstein an Strassburg: bietet sich an als Söldnerführer mit zwölf Spiessen. geben uff sant Mauricien tag anno 1397. 1397 September 22. Str. St. A. Abt. IV, 72. or. ch. I. cl. 1295. Hagenau an Stiassburg ^beschwert sich über ungerechte Zollerhebung von ihrem Bürger Gerin Lawlin, . . . der einen karrich mit brote gen Bergheim ufhin schickete, und wanne derselbe karrich mit brote ein naht hi scte Aurelien usser uwer stat stünt, nüt in uwer stat kam und nuwitt do vor uff ging, so vordert uwer torwart am wissen turn zwene Schillinge pfennige za zolle von dem selben karriche. datum feria quarta post Mathie apostoli anno 97. 1397 September 20> Str. St. A. AA. 2017. or. ch. I. cl. Vgl D R. A II, 299 über die Datierung, doch muH es der 18, nicht wie dort der 17 sein. 1397 693 1296. Graf Bernhard von Tierstein an seinen Freund den Bürger Bock 1 von Strassburg: bittet ihn, zu erkunden, ob die Stadt Strassburg jetzt die 00 oder 80 Spiesse Truppen gebrauchen könne, über deren Beschaffung durch einen ihm bekannten Herrn . . . ich und du nu ze Brugg an der Ar mit enander redtent. geben an mit- 6 woeben vor Michahelis 1397. 1397 September 20. Str. St. A. Abt. IV, 72. or. ch. I. cl. in 1297- Johann von Mülnheim-Rechberg an seinen Vetter Lütold von Mülnheim : hat gehört, dass die Stadt Gesandte nach Nürnberg schicken wolle, erbietet sich deshalb gegen blossen Ersatz der Zehrungskosten zu reiten und bittet um Nachricht . . . gen Hagenouwe. und gip den brief eime kerricher von Hagenouwe, die vindest du alle tege vor dem münster. geben an sant Michels tag 1397. 1397 September 29. Str. St. A. Abt. IV, 72. or. ch. I. cl. 1298. Hans Cuntzman von Staffurt,' 2 Vogt zu Baden, an Strassburg: bittet zwei reisige Knechte, welche sich von der Stadt als Söldner haben anwerben lassen, zu i» entlassen, weil sie Eigenleute seines Herrn, des Markgrafen Bernhard sind und geschworen haben, Niemandem ohne seine Einwilligung zu dienen. datum Baden die dominica proxima post Michahelis archangeli anno 97. Baden 1397 September 30. Str. St. A. AA. 85. or. ch. I. cl. Reg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1760. so 1299 Instruction für die Strassburger Gesandten an den König zu Nürnberg: Thomas von Endingen und Conrad Armbruster. [1] Sie sollen sich melden als auf besonderen Wunsch des Königs gekommen. [2] Sie sollen die Klagen wegen der von Bitsch und der Feste Herrenstein als unberechtigt zurückweisen. 25 [3] Auf die Klagen Colmars 3 wegen allerlei Schädigung, während der Belagerung von Gemar, sollen sie antworten, dass die Strassburger nicht allein im Lager gewesen ; von der Wegnahme einer Glocke aber wisse man nichts. [4] Ebenso seien die Schlettstädter Entschädigungsansprüche zurückzuweisen, weil Strassburg in dem Kriege nur «Helfer» gewesen sei, und Schlettstadt die Abhaltung 3o eines Tages verweigert habe. [5] Sollen sie sagen: . . . wie wir sie nit anders in unser stat zollent also uns selber etc. datum feria quinta post diem seti Michaelis anno 1397. 1397 October 4. Str. St. A- AA. 115. eonc. ch. vel. cop. 35 Gedr. J). R. A. II, nr. 301. 1 Claus oder Ulrich Bock der Junge, Ratsmitglieder 1396 bez. 97. , 7 2 Am 14 October dankt derselbe für die Zusage, die beiden meineidigen Knechte nicht halten zu wollen, denen sonst, wie er fürchten müsse, der Markgraf oder seine Amtleute «ein nnzü e an mn würden, ibid. or. ch. I. cl. — Reg. d. Mrkgr. nr. 1761. 3 Vgl. unten nr. 1307 Strassburgs Brief an Colmar vom 31 October. 40 694 1397 1300. Hagenau an Strassburg: 1 bittet dringlich, seine Bürger von dem neueingerichteten Zolle freizulassen . . . mit namen von iedem zentner wollen, den sü kouffent, zwrnne Pfennige; von iedem füder wins vier Pfennige und bi dem wissen turn von iedem wagen, der ussewendig uwer stette vor gat, vier Pfennige und von iedem karriche zwene Pfennige, alse unsere bürgere uns das gesaget baut. . . . datum s feria quinta post Michahelis anno 97. 1397 October 4. Str. St. A. AA. 2017. or. ch. I. cl. 1301. Meister und Rat von Schlettstadt an Strassburg: . . . bescheident uch von des egenanten unsers burgers [Wilhelm Botzheim von der ansprache an uch] wegen Octobr. is. einen früntlichen tag, ge in Erstein uff sante Gallen tag. geben uf mentag nach io sante Reinigen tage anno 97. 1397 October 8. Str. St. A. AA. 2036. or. eh. I. cl. 1302. Hagenau an Strassburg: bitten um Abstellung ungerechter Zollerhebung von ihren Bürgern, denn früher .. . do sü husgelt in üwerm koufhuse gebeut, do neme man es von inen nüwet von soliehen stücken, die sü in üwerm koufhuse kouftent, is darumb es oueli zitlich husgelt hiesz. sitmals ir aber zol von inen nement in dem zolkelre, so müssen! sü von allen stücken zol geben, sü kouffent sü in dem koufhuse oder ussewendig des koufhuses in uvvere stat, . . . datum sabbato ante Galli anno ... 97. 1397 October 13. Str. St. A. AA. 2017. or. ch. I. cl. 20 1303- Thomas von Endingen und Konrad Armbruster, Strassburger Gesandte auf dem Reichstage zu Nürnberg, berichten an ihre Stadt: über den Landfrieden, Ritsch, Eroberung von 3 Raubschlössern, die Anwesenden etc. geben an samstag for sante Gallen dag. [1397 October 13.] Aus Str. St. A. an der Said or. ch. I. cl. 25 Gcdr. D. R. A. II, 495 nr. 309. 1304. Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg: ... als unser diener Merklin Glatz fyntschaft mit uch hat und nit sicher vor uch ist, da wissend, daz wir mit im gerett haben, die wile wir mit uch vereynt sind, daz uns nit heb were, daz er zu uch griff, und wil gern ein satze mit üch haben . . . entweder auf die Dauer des Bünd- so nisses zwischen ihm und der Stadt oder auf Kündigung. Erwartet Antwort . . by disem hotten. datum Mülnberg feria tertia ante Symonis et Jude apostolorum anno 97. Mühlbiirg 1397 October 23. Str. St. A. AA. 85. or. ch. I. cl. Reg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1765. 3J 1 Vgl. nr. 1295. 1397 695 1305. Markgraf Bernhard an Strassburg: antwortet, dass die beiden von der Stadt in Dienst genommenen Knechte Heintzmann Kunscher und Peter Schlosser . . . meineidig an uns geworden sind und nit gehalten, daz sie uns an den heiligen gesworn hand . . . und daher wohl dort ihre Zeit ausdienen, aber sich in Acht nehmen mögen, 5 weder ihm noch den Seinigen in die Hände zu fallen, da sie verdient hätten . . . daz wir sie gern straffen wollten. datum Baden feria quinta ante Symonis et Jude apostolorum anno 1397. Baden 1397 October 25. Str. St. A. AA. 84. or. eh. I. cl. Reg. d. MrTcgr. v. Bad. nr. 1766. io 1306. Meister und Bat von Colmar an Strassburg: wissen dass . . . herr Johans von Oberkirch ritter vorziten bi uch in gefengnisse gelegen ist von des gemeinen friden wegen, so fürsten, herren und stette do ze ziten mitainander hatten, und aber derselbe von Oberkirch mit Sicherheit und urfehte von der gefengnisse geloszen wart noch wisunge eins besigelten briefs, so er und die sinen über sich gebent und der 15 von des gemeinen friden wegen hinder iuch als ze gemeinen banden geleit wart. . . und erbitten von diesem Urfehdebrief . . . ein abgeschrift und vidimus gebent under uwer stat anhangendem insigel, wand wir des notdürftig sint . . . datum feria secunda ante festum omnium sanctorum anno 97. 1 1397 October 29. Str. St. A. G. D. P. lad. 48/49 B. or. eh. I. cl. 20 1307. Strassburg an Colmar: entgegnet auf die Klagen über die Schädigungen durch das Strassburger Belagerungsvolk: Heu, Stroh und Holz müsse man im Kriege nehmen, wo es zu finden, das würden die Colmarer in ähnlicher Lage auch thun. Vom Baub der Kirchenglocken 2 wisse man nichts, werde aber nachforschen und für Wiedererstattung sorgen, sowie auch sonst den Ihrigen möglichste Schonung 25 fremden Eigentums anempfehlen. datum vigilia fest! omnium sanctorum anno 97. 1397 October 31. Str. St. A. 6. ü. P. lad. 22 fase. 4. conc. ch. 1308. Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg: sendet und beglaubigt seinen Getreuen Gergen von Bach, seinen Hofmeister, und Hans Contzman, seinen Vogt [/ so zu Baden. datum Baden festo omnium sanctorum anno 1397. Baden 1397 November 1. Str. St. A. AA. 85. or. ch. I. cl. Reg. d. MrTcgr- v. Bad. nr. 1768. 1 Vgl. unten nr. 1314. s Vgl. oben nr. 1299. die Instruction der Strassburger Gesandten vom 4 October. VI. 88 696 1397 1309 Meister und Rat von Sehlettstadt an Strassburg: verlangen Lediglassung ihres Söldners, des Scdiiffmannes Claus Appeter, dem . . . daz sine by üch gefrönet und verholten sie wider unsere stelle friheit. geben uf aller selentag anno 97. 1310. Markgraf Bernhard von Baden an Meister und Rat von Strassburg: hat den Herrn von Winsberg zum Vermittler zwischen sich und dem Bischof von Strass- Novbr. S3. bürg bestellt, der versprochen hat Freitag vor Katharinen zur Tagleistung in Bühl unterhalb Windeck zu sein, und bittet sie, den Bischof ebenfalls um Vollmacht an den von Winsberg zu ersuchen. datum Pfortzheim feria quinta ante Martini anno 97. Pforzheim 1397 November 8. Str. St. A. AA. 85. 1 or. ch. I. cl. Heg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1771. 1311. Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg: dankt für den Brief und die Botschaft der von Speier wegen und sagt seinen Beistand zu, . . . dann wir meynen mit den von Spire von der Sachen furbazz niht lassen teidingen, sie geben und keren uns dann vor unsern behalten schaden, und meynen, daz uch daz euch billig düncken solle. datum Pfortzheim feria sexta ante Martini episcopi anno 1397. Pforzheim 1397 November 9. Str. St. A. AA. 85. or. eh. I. cl. Beg. d. Mrlcgr. v. Bad. nr. 1772. 1312. Heinrich von Blankenberg (Blamont) an Meister und Rat von Strassburg, sowie an Ritter und Knechte der Stube zum Mülstein und zum Hohensteg und allen andern Stuben: beklagt sich über Treubruch und Verletzung des eidlich geschworenen Burgfriedens zu Falkenberg durch Johann von Finstingen, der «ein erlös, trüwelos meineidiger böswiht» sei und auch keiner Vorladung vor den Bischof von Metz, den Herzog von Lothringen oder die Aebtissin von Reymelsberg nachkomme . . . darumb wil ich üwer früntschaft ernstlichen bitten, das ir dem vorgenanten herrn Johannes dafür wellent haben und halten, als do vorgeschriben stat. . . . geben . . . uf sant Martins tage des jares 1397. 1397 November 11. Str. St. A. Abt. IV, 29 fase. EE. transl. vel. cop. ch. coaev. 1313. Bischof Wilhelm von Strassburg an Meister und Rat von Strassburg : hat ihr Schreiben und den Briefwechsel des Markgrafen 2 mit dem von Winsberg erhalten. Auch er hat diesen gebeten, ihm und dem Markgrafen einen Tag zu bescheiden, wor- 1 Ebenda das Originalschreiben des Engelhard von Winsberg an Bernhard v. B. in derselben An- gegenheit. 1397 Nov. 5. 2 Vgl. Bernhards Brief vom 8 November. 5 io 15 20 25 30 35 1397 697 auf jedoch noch keine Antwort erfolgt ist. datum Dachenstein mentags nach sanct Martinsdage. Dachstein 1397 November 12. Str. St. A. AA. 1483. or. ch. I. cl. Reg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1774. 5 1314 Colmar an Strassburg: bittet mit wendendem Boten um Abschrift . . . des briefes, so hinder uch als ze gemeinen banden lit, den die von Oberkirch und die iren vor ziten über sich geben hand gegen fürsten, herren und stetten, als sich die in vergangenen ziten ze einander verbunden hand . . . und nötigenfalls auch um leihweise Ueberlassung des Originals. datum feria quarta post beati Martini episcopi io anno 97. 1397 November 14. Str. St. A. AA, 2010. or. eh. I. cl. 1315. Protokoll einer Milmverhandlung Uber Aufrechterhaltung des Curses der Straßburger Münzen nach Maßgabe des Münzverlrages mit dem Bistum und dem Reiche und über Ausprägung von Groschen. [1397jedenfalls vor November 17.] 1 15 Die bienander warent von der münssen wegen, duhte gut sin: [ 1 ] also ein brief begriffen ist von der münssen wegen z wüsche nt dem bystüme, dem riche und der stat, das der solte also sin und hüben, und das man an den bischof und die riches stette suchen solte, daz sie darzü gehüllent. [2] Item sie duhte oucli gut : umbe das, das der guldin deste basz besät hübe 20 und deste minre irrunge an den pfenningen hübe und ie eins daz ander deste basz geweren mühte, das man solte slahen grossen, do ein grosze also swer unde also gut were, also ein Schilling Stroszburger pfenninge. und solte man ie zehen groszen vür ein guldin geben und nemmen und solte einre also swer sin als die andern. Man solte oueh slahen halbe grossen, der einer also gut were also sehs pfenninge. 2 5 man solte ouch slahen drier, do einre also gut were also vier pfenninge. [3] Wenne die grossen geslagen würden, so ist gerotslaget, daz man uns unser münsse lot hüben und sie nit hinweg fürt noch verhornet, so setzet sich der guldin selber und wurt die münsse und koufmanschaft rihtig und geschiht, doch daz alles ane der stette schaden, daz sie sin kein verlast het, und soltent dennoch dise Straszburger 30 pfenninge, die ietzent sint, hüben, also sie sint, und soltent nit verbrant werden, danne sie soltent by den grossen gon. und sol men ouch darzü pfenninge und heilbelinge slahen. und sol man an allem vorgenanten gelte den seyer brachen, daz daz gelt deste glicher würde. [4] Ouch soltent die münssere sweren allewege zu dem [monat ] 2 alle andere münssen 35 von silber dun zu versuchende, die alhie genge sint, in dem fure und sollen die nach dem werde setzen. [5] [Item die münsser sollen! ouch sweren, von niemanne kein gelt zu empfohen ungekosen .] 3 1 Das heißt vor dem Ratsbeschluß vom 17 November. Siehe dort nr. 1318. 40 2 Gestrichen und darunter geschrieben: vier(teil) jores. 3 Dieser Artikel ist gestrichen. 698 1397 [6] Item also im begönnet ist in dem briete von des wehseis wegen an dem golde, weres, daz ein münsser daz verbreche, wo denne ein ander mensche 10 lib. bessert, do sol ein münsser 50 lib. den. bessern, do duhte ein teil gut, daz der ar- tickel abe sy, und es die münssere sweren und halten sollent alz ander lute ; der ander teil meinde, daz es by dem artickel hüben sol. [7] Item würde ouch ein mensche grossen wehsein, do sol nieman kein vorwehsel annemmen, ussgenommen an zehen grossen mag ein weheseier zu wehsei nemmen. [8] Item ouch sol man die marg silber setzen, was der hüter umbe ein marg geben sol. [9] [Item ein teil duhte gut, daz man die grossen vin sol slahen.] 1 2 [10] Ein teil duhte gut, das man die grossen slahen solle, und solle man ein grossen slahen, daz er also swer wer also zwelf pfenninge und also vil Zusatzes betten! also zwelf pfenninge. so duhte aber den andern teil und ouch den merren teil, das man grossen slahen solle, do ein grosse also vil Silbers bette also zwelf pfenninge und solle man des Zusatzes des kupfers minre darzu dün denne den vierden teil, so wurden! die grossen vin, und wer denne unser münsse sehe, der sehe, daz sie gut were, und slüge deste minre valsche münsse uff unser münsse. wenne slüge men die grossen mit dem vierdenteil kupfer, so werent sie allewege rot, und slüge men deste e die valsche grossen dar uff, die werent von kupfer ouch rot, so künde men nit gemercken, welher der beste were, wie wol einre vaste krencker were denne der ander. [11] Die münssere sollent sweren, kein gelt von der hant zu gebende, sie haben! es denne e zu reble gekosen. und was geltes sie empfohent oder hinder sie kommet, daz böse ist, daz sollent sie nit von banden geben, danne sie sollent es zu dem stocke antworten, daz nuwe grossen oder pfenninge darusz gemäht werden!? [12] Gedenckent, wie man mit dem güldin du, daz er geweger werde. Str. St. A. AA. Monnaie lad 24 nr. 17. conc. einzelnes Papierblatt. 1316 . Fragment eines Münzberatungs-Protokolls. [1397.] Die herren, die byenander worent von der münssen wegen, mit namen : her Jolians Klobelouch der meister, 3 4 her Dietherich Burggrafe, her Claus . . . , her Claus Mansse, her Heinrich Limer,* 1 her Wilhelm Metziger, her Hesseman Hesse, Reinbolt Swarber, Thoman Lentzelin, Kleinhenselin Pfaffenlap, Hug Ripelin*, Claus Merswin,* Wernher Schöppfelin, Rülman Voitze, Jacob Friburger,* Walther Rinowe unde Hans Steffan,* duhte ein teil gut sin, das man grossen slahen solle unde sü machen, das einre also vil tete also ein Schilling Strazburger pfenninge noch dem körne darumbe, das man die pfenninge nüt erlesen noch beschroten möge. 1 Vgl. die zum Teil gleichlautenden Artikel der Beratung vom Juni 27. 2 Gestrichen ist hier folgend: Die münssere sollent ouch sweren. 3 Ist wohl nicht der 1390 amtierende Johan Klobelouch, sondern sein als Langhansen seligen sun bezeichneter Sohn , der 1397 Meister war. 4 Die mit einem * bezeichnten bilden den am 17 Nov. eingesetzten Fünfmänner-Münz-Ausschuß. Vgl. nr. 1318. 5 10 15 20 25 30 35 40 1397 699 So duhte das ander teil gut sin, das inan grossen singe unde die also gut mähte, wie man sü uff das nehste erzögen mühte, alse das die stat weder gewin noch Verlust daran hette. Str. St. A. AA. lad. 24 nr. 11. conc. ch. coaev. 5 1317. Meister und Rat von Schlettstadt an Strassburg : bitten nochmals, nachdem der erbetene Tag zu Erstein wegen ihres im Kriege der Strassburger mit Burkard von Lützelstein durch Brand geschädigten Bürgers Wilhelm Botzheim bereits abgehalten, . . . daz ir unserm vorgenanten burger sinen schaden wider kerent oder yme aber darumbe lassend widerfarn, daz recht ist, vor eime gemeinen manne uf ge- io legenlichen tagen und stunden. geben am liebsten samstage nach sante Martins tage anno . . 97. 1397 November 17. Str. St. A AA. 2086. or. ch. I. cl. 1318. Meister und Rat von Straßburg beschließen die Ausprägung von zwei neuen Münzen.- des Groschen itnd Dreiling und setzen einen Fünfmänner-Anschuß ein zur i!> Besserung des städtischen MünzwesensA 1397 November 17 und 29. [Unsere herren meister unde rat, schöffel und amman sint Übereinkommen unde hant es ouch erteilt]* 1 2 von des grossen gebresten wegen der münsse, der ietze lange zit gewesen ist, das die Straszburger pfenninge besnitten wurdent und dar noch also gantz hinweg gekürt wurdent, das ir vaste wenig worden ist, dovon grosser schade 20 kommen ist. unde das hinnan fürder ze versehende, das die Straszburger pfenninge by uns blibent und eine güte werunge ginge, darumbe do schichtent unser herren meister und rot ire erbern hotten darzü zu rotslagende, wie man daz besorgen solte, und rotslagetent ouch die daruff, das man grossen [halbe grossen]* unde drielinge slahen und münssen solte, die do gingen by den pfenningen und heilbelingen, dovon 25 das man dester me pfenninge hette. und do die erbern hotten daz wider vür meistere unde rot gebrohtent, und meister und rot dise sache gefielen, es vürbasser vür schöffel und amman zü bringende, und wände der hotten, die daz rotslagetent, ettewie vil was, daz sie alle zü den Sachen mittenander nit wol getan kundent, do ordentent darzü meister und rot fünf erbere hotten mit namen: hern Heinrich Lymer, 30 Claus Merswin, Hug Rippelin, Jacop Fryburger und Johans Steffan, daz sie die Sachen von der münssen und der grossen wegen vür sich nemmen soltent und möhtent schicken noch dem müntzemeistere zü Metze und andern und mähtent an den erfaren, wie und in weihen weg man allerbeste zü den grossen und der münssen kommen mähte, daz mengelichem aller glicheste geschehe und man by dem gelte 35 mähte hüben, daz ez nit me zersnitten würde, noch hinweg gekürt mähte werden oder erlesen 1 Vgl. oben die Münzberatung vom 27 Juni, sowie die Beschlüsse des Fünfmänner-Ausschusses vom 21 December, nr. 1325. 2 Die mit * bezeichneten und eingeklammerten Stellen sind in der Vorlage gestrichen. 700 1397 Das dotent die obgenanten fünf botten und brahtent das alles wider vür meister und rot, schöffel unde amman unde seitent und erzaltent den, was sie dovon be- duhte ze dünde, und in welher messen in der müntzemeister geseit bette, und ouch woby die grossen uffe der gemeinde nutz aller glichest gestan mühten, und was ir meinunge, daz man solte [65 grossen sniden uff ein marg silbers, also daz 65 grossen s eine vine marck silbers wugent. doch solte man darzü zu der marck ein halb lot kupfers setzen und nit me.]* usser 15 1 / 2 lote vines silbers und ebne halben lote Zusatzes 65 groszen schroten, und solte man 10 grossen oder zehen Schillinge pfenninge [und der halben grossen]* und der drier nach marggzal ein iegelich mensche vür ein güldin geben und nemmen und nit hoher. 10 Und do die fünf erbern botten vor meister, rote, schüttele und amman erzaltent die vorgenanten Sachen und andere dinge, die noch darzu notdürftig wurdent sinde, do koment unser herren meister und rot, schotfeie und amman mit rehter urteil überein und haut es ouch erteilt, daz man grossen [halbe grossen]* und drier slahen sol, also daz usz 15 '/ 2 lote vines silbers und eime halben lote Zusatzes 65 grossen ges- 15 roten werdent und ein gross also swer sy alz der ander und das man zehen grossen oder zehen Schillinge Straszburger pfenninge vür ein güldin geben und nemmen sol, uszgenommen, die da güldin wehselent, sollen! ein güldin umbe einen (den.) und zehen Schillinge wider von in [harusz geben] * von der hant geben und nit hoher, und was güldin, die, die do wehseint, köffent, die sollen! sie harwider usz umbe 10 sol. 20 oder 10 grossen und 1 den. verköffen und daz niemanne versagen, und wer güldin hoher gebe oder nemme danne umbe 10 sol. oder 10 grossen oder also güldin verseile, die er in wehselswise geköft bette, der bessert 5 lib. den., also dicke daz geschiht. Und darzu so hant die vorg. unser herren meister und rot, schöffel und amman 25 erteilt, daz die vorgenanten fünf erbern botten wider züsammene sollen! gon und sollen! die grossen und die drier dün slahen und alle andere dinge, die dozugehorent, wie die grossen [halbe grossen] * und drier gemäht werdent, der güldin und die grossen und unsere pfenninge versorget werden und ouch die münsse, wie man silber har gebringe, wie man daz behüte und wie man daz silber geben oder nemmen solle, wie man mit so dem sleigeschatze dün sölle, und was sie in disen Sachen, nütschit uszgenommen, unsere stelle unde der gemeinde, rieh und arm, allernützest, und notdürftiges! beduncket sin geton, daz sie daz alles dün sollen! und mögen!, und was die vorgenanten fünfe oder daz merreteil under in darumbe ordent, machen!, ufsetzent, erteilen!, sprechen! und erkennen!, das daz alles sol stete und kreftig sin unde hüben. 35 Novbr. 17. Actum sabbato proximo post diem seti Martini episcopi. und hant nach der urteil die vorgenanten fünf erbern gesworen an den heiligen vor offenem rote, die vorgen. dinge also nach irre besten verstentnisse uszzetragende, also daz eigenliche in dem Novbr. so. heimlichen büche verschieben ist. et hoc juraverunt predicti vigiüa seti Andree apostoli anno 97. 40 Str. St. A. AA. Monnaie lad. 24 nr. 12 Concept auf einem losen Blatt mit vielen Correcturen. Abdruck Hegel : Königshof. II, 1004. 1397 701 1319. Markgraf Bernhard 1 von Baden an Meister und Rat von Strassburg: . . . als ir uns wider geschriben und geantwürt band von der sache wegen zwuschen dem byschoff von Strassburg und uns etc., bau wir wol verstanden, und als ir uns schri- bent, daz derselbe byschoff den von Winsperg ouch gebetten habe, daz er sich unser 5 sache anneme und uns ein andern tag damit bescheiden!, gen Buhel zu leisten uff den nebsten zinstag nach sant Katherinentag . . den Tag wolle er gerne leisten und Novt>r. S7. auch den von Winsperg bitten sich dazu einzufinden. datum Baden an Elyzabeth- tag anno 1397. Baden 1397 Novo aber 19. Str. St. A. AA. 85. or. ch. I. cl. 10 lieg. d. Marlcgr. v. Bad. nr. 1777. 1320. Meister und Rat von Schlettstadt an Strassburg: verwenden sich für ihre Bürger Lawelin von Herlisheim und seine Frau Anna, welche von dem Strassburger Bürger und Wirt zum Schilde . . . mit geistlichem gerächte bekümbert wirt . . . geben saute Niclaus abend anno 97. 1397 December 5. 15 Str. St. A. AA. 2036. or. ch. I. cl. 1321. Markgraf Bernhard von Baden an Meister und Rat von Strassburg: empfiehlt ihrem Wohlwollen . . . den erwirdigen unsern lieben getruwen apt von Selse der etwaz sach von sin selbs wegen, daz die von Hagenow antrifft, an uch zu werben hat. datum Etlingen sabbato post beati Nycolai episcopi anno 1397. 20 Ettlingen 1397 December 8. Str. St. A. AA. 85. or. ch. I. c. Reg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1778. 1322. Hagenau an Strassburg: meldet Kriegsgerüchte ... ist uns uff hüte früe warnunge kuinmen von unsern güten fründen, wie daz die von Ritsch ein grosse 25 houffunge haben!, und enweis man nit eigentlich, war sich die keren werden!, ouch ist uns gesagt, daz jungherr Ludewig von Lichtemberg uf hüte früe Sultze stürmet zu ros und zu füs . . . datum dominica post Lucie anno 97. 1397 December 16. Str. St. A. AA. 2017. or. ch. I. cl. 1323. Dietrich von der Weitenmülen, Landvogt im Eisass, an Strassburg : . . . losse 30 uch wissen, das unser herre der römische kunig uff liütte gen Frankenfurt kumen ist, und hat man ime koste bestalt uff 14 dage und den fürsten und herren uff 12 tage und nicht lenger, und meinet man, unser herre der kunig belibe kein lengen zu 1 Am 13 December bittet derselbe die Stadt nochmals , Ort und Stunde einer Tagleistung zwischen Eberh. v. Winsberg und dem Bischof festzusetzen. datum Etlingen in die Lucie. — Ebenda AA. 84. 35 or. ch. — Reg. d. Markgr. nr. 1780. 702 1397 Frankenfurt. do wissent üch noch zu rihtende. geben zu Frankenfurt uff mittewuche vor sant Thomansdag des heiligen zwölfbotten anno 1397. Frankfurt 1.397 December 19. Str. St. A. AA. 112. or. ch. I. cl. Gedr. D. R. A. III , nr. 33. 1324 . Markgraf Bernhard von Baden wegen der Beschickung des Reichstages zu Frankfurt an Thomas von Endingen, Johann Bock und Ulrich Gosse, Altammeister zu Strassburg: ... als ir uns aber geschriben habend von der fart wegen zu unserm herren dem künig zu ritend etc. . . . herumb wissend, daz uns uf gestern bottschaft körnen ist, wie daz unser herre der kunig zu Franckenfurt sy, und nuigen uch so schnelle nit wissen lassen, ob wir selber zu im dar riten oder unser frunde dar Decbr. sts. schicken wollen, dann uns duncket gut syn, daz uwer einr uf disen heiligen cristag by uns zu Baden sy, so wollen wir zu rät werden umb unser riten oder uns aber mit demselben vereynen, uf welch zit wir die unsern gen Franckenfurt schicken wollen, daz derselb und ir uch furbazz umb daz riten wissend zu rillten. datum Baden sabbato post Thome apostoli anno 97. Baden 1397 December 22. Str. St. A. AA. 84. or. ch. I. cl. Reg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1782. 1325 . Beschlüsse des städtischen Fünfmänner-Ausschusses über das Münzicesen. 1397 December 21. Dis ist der brief, der an dem lettner gebotten ist. Alse unser herren meister und rat, schöffel und amman fünff erbere manne gesetzet, hant 1 mit namen : herr Heinrich Lymer altenammanmeister, Glaus Merszwin, Hug Rippelin, Jacob Friburger und Johans Steffan über die münsse, die zu versorgende, also das eigentlichen in der stette buche verschieben stot, do ist zu wissende, das dieselben fünfte erbere botten dise nachge- schribene stücke gerotslaget und geordent hant: [1] Zum ersten sol man lüte orden unde darzü setzen, die alle vierteil jores und wenne es sü notdürfttig duncket, alle andere münssen, die allhie nüt genge und gebe sint, sullent versuchen in dem füre, und sullent danne ye die münsse noch irme werde schaffen gesetzet, und sol man die münssen nemen noch irme werde und nit anders, [2] Die münsser und wesseler, die zu bancke sitzent unde huszgenossen sint sullent nüt me danne an zehen grossen einen pfenning zu gewinne nemen. [3] Die münsser unde wesseler, die zu bancke sitzent, süllent kein gelt von der hant geben, sü habent es danne e zu rehte gekosen. und wer das verbrichet, der bessert 30 sol. den. [4] Es sullent alle münssere und wesseler sweren, das sü alle kleine pfenninge und alles bruchsilber, das in zu banden körnet, es si lützel oder vil, das sü die selben pfenninge und bruchsilber in den liebsten drigen tagen, noch dem es in zu banden körnet, antwurtent demme oder den, die die stat dozu setzet, und sol der oder die, die von der stette wegen dozü gesetzet werdent, mit dem oder den, der oder die s 10 15 20 25 ao 35 40 1 Vgl. nr. 1318 u. nr. 1316. 1397 703 in semliche kleine pfenninge oder bruchsilber antwortet, darumbe überkommen, obe sü mügent. möhte aber der oder die, die von der stette wegen dozü gesetzet werdent, nüt mit in überkommen uf das glicheste, so sol der oder die, die von der stette wegen dozü gesetzet werdent, semliche kleine pfenninge oder bruchsilber nüt von banden lossen 5 und sullent es uffsetzen, und wenne es uffgesat und vin gemäht wurt, so sollent der oder die, die von der stette wegen darzü gesetzet werden, also vil darumbe geben, also sü andern lüten gewönliche darumb gent. doch ist dis zu verstünde ungeverliche, also wer es, das derselben münsser oder wesseler evme soliches kleines geltes bruchsilbers zu einre zite zü banden kerne, das minre tete denne eine marg silbers, das mag er behalten, io ehe er wil, untz er des eyne marg gesammelt unde donoch, wenne er sin eyne marck gesammelt, sol er es in den nehsten drigen tagen antworten den, die von der stette wegen darzü gesetzet wurdent, bi dem vorgenanten eide. unde sullent die also vil darumbe geben und sol man darumb geben und domitte tün, also nebst bescheiden ist, und sol es bi demselben eide nieman anders zü köffende geben in denheinen weg i5 ane geverde. [5] 1 Item die, die von der stette wegen an der münssen sitzende und das silber köffende werdent, sullent kein bruchsilber kouffen danne, das in die münsser und wesseler antworten!, und sullent darumbe geben und damitte tün, alse nebst ünderseheiden ist. unde sullent sus vin silber und ander silber von unserre stette wegen köffen 20 noch demme in empfolhen ist. [6] Man sol einen (güten) 3 Rineschen güldin für 10 grossen oder für 10 sol. den. geben und nüt hoher an allen dingen, unde sol sich ouch des nieman gegen dem andern nüt widern, uszgenommen (die münsser) ’ und die wesseler, die mügent einen güldin umbe einen (den.) und 10 Schillinge geben unde nüt höher, noher mügent sü 25 in wol geben, und wer das verbrichet, der bessert fünff pfunt pfenninge, alse dicke er das tüt. aber die münsser oder wesseler süllent von deme stücke 20 pfunt bessern, do ein ander mönsche fünff pfunt bessert. [7] Was güldin ouch hünder die münsser oder wesseler kommen! in wessels wise, in weihen weg das ist, die güldin sullent sü gehorsam sin her wider usz zü 30 gebende den ersten personen ungeverliche, die sü an sü vordem!, unde sullent 5 ouch von nieman anders kein gelt hünder sich nemmen denne soliche güldin zü konffende. und dis sullent sweren alle münssere uijde wesselere. und welre münsser oder wehs- eler das verbreche, der bessert den meyneyt. [8] Item wer aber der ist, der wesselt anders danne die münsser und wesseler, 35 die gesworen haut, der bessert 5 it den., alse dicke er das tüt. 4 [9] Item die münsser und wehsseler süllent sweren, was güldin die überrine- schen güldin sint, die in zü banden kommen!, das sü an der güldin eime nüt me 1 Dieser Artikel fehlt in dem Concept A. u. steht in B. 2 Hier folgt in dem zweiten Concept D. lad. 24 nr. 13 der dann wieder gestrichene Passus: sich do- 40 mitte nüt schämen, das su sprechen mohtent, sü hettent die güldin vor verkouffet oder do lege gelt hünder in von den, die sü umb sü gekouffet hettent. unde wer das verbrichet, der bessert 50 A., also dicke das geschiht. — * Zusatz in B. 4 An dieser Stelle hat das eine Concept C (nr. 13) einige besondere Artikel , die unten als Nachtrag dieses Stückes gedruckt sind. Art. 22-29. VI. 89 704 1397 danne eynen pfenning zu gewinne nemmen sullent, uszgenommen an eime nobel, an deme imigent sü wol zwene pfenninge zu gewinne nemmen und mit darüber, was aber guldin underrinesehen sint, die imigent sü geben hohe oder nohe, wie in dasgefüglich ist. [10] Es ensol ouch kein münsser noch wesseler noch nieman anders denheinen grossen pfenning verbürnen noch zerbrechen noch enweg schicken, das sü gebraut & werdent noch die sweren von den lihten erlesen, und wer das verbrichet, der bessert lip unde gut. [11] Es ensol ouch kein münsser noch wesseler noch nieman anders an keinre nuwen münssen, do man guldin oder pfenninge sieht, wellerhande münsse das were, oder slahen wil, wo das were, weder teil noch gemein haben noch do zu roten, stüren io oder helffen in denheinen weg ane alle geverde. unde wer das verbrichet, der bessert funffzig marck, alse dicke er das tete. unde sullent die münssere das sweren also zu haltende, und welre münsser das verbreche, der bessert den meyneyt und mit funffzig marck. wer aber das stücke mit versworen bet, der sol die funffzig marck bessern, 15 alse vor bescheiden ist. [12] Es ensol ouch dehein münsser, wehsseler noch nieman anders, wer der ist, uszgenommen die goltsmide in iren gademen, deheine esse haben, unde sullent die münssere sweren das also zu haltende unde ouch das zu rügende noch hürsagen, obe es ieman verbreche, unde verbreche es ein münsser, der sol einen meyneit bessern, verbreche es aber yeman anders, der mit gesworen het, der bessert 20 marck. «o [13] Es sol ouch denhein goltsmit nieman denhein silber oder bruchilbser verbürnen, er welle es danne by demme goltsmide lossen, das er es imme zu geschirre verwürcke, unde sol es ouch der goltsmit donoch mit von hau den geben, er habe es danne e zu redelichem geschirre verwürcket. unde sullent dis alle goltsmide sweren zu haltende unde ouch das stücke von der essen wegen zu rügende, wo sü iemant 25 wustent, der ein esse hette, also vor bescheiden ist. [14] Was silbers ouch in diseme bistüme gekouffet wurt, das sol denhein unser burger, er si ingesessen oder uszgesessen burger oder denheinre, der under unserin stabe sitzet, oder yeman von sinen wegen usz dem bistüme schicken noch daz schaffen getan werden, wo aber ieman, der ussewendig dis bistümes silber kouffte, es si zu 3 « Colle, zu Franckfurt oder anderswo, das silber imigent sü schicken unde füren, war sü wellen! ane geverde. [15] Unde süllent das alle münssere, goltsmide unde underköffer unde kouffelerin, die do mitte umbe gont, und alle die, die über die münsse gesetzet, sind, beduncket, das sü domitte umbegont und das su sweren sullent sweren das vorgeschrittene 35 stücke zü haltende, und wer das verbrichet, das süllent meister und rot vestecliche rihten. unde wer aber anders es verbrichet, der es mit gesworn het, der bessert 20 mark silbers, alse dicke er das tut. unde wurde das silber ergriffen, das sol er darzü verlorn han. [16] Brehte aber ein frömede man silber ha rin in dise stat zü verkouffende w unde beduhte in, wie er das silber mit wol noch sinem willen verketten mühte, der mag das silber wol wider enweg füren, ebe er wil ane geverde. [17] Es sol ouch dehein unser ingesessen noch uszgesessen burger oder deheinr, 1397 705 der ünder unserm stabe sitzet, noch nieman von sinen wegen iemanne us disem bistüme engegene gon, riten oder varen, das er imme sin Silber abekouffe in de- heinen weg ane gewerde, durch das, das das silber dem stocke zii Strazburg em- pfüret werde. 5 [18j Es ensol ouch nieman denhein silber us disem bistüm kuren, es si gebrant silber oder getlecket geschirre, wie das genant ist, der kein silber har bringet, unde wer das verbrichst, dem sol man das silber gerwe nemen und zii si me libe unde güte rillten und rehtfertigen uff den eyt. dis süllent alle münsser, wesseler, goltsmide, ünderkeuffer unde keuffelerinfrowen zu haltende und zu vollefürende und darzü, wo io sü beduncket an iemanne, der gebrant silber oder verwircket silberin geschirre koufl'en wil und der es enweg schicken welle, das sü es denne mit zu knuffende gebent noch niemane von sinen wegen danne sü sullent es iren obersten für bringen, unde got dis nut an nuwe geschirre, das goltsmide maehent, ane alle geverde. unde wer der ist, der dis rüget unde der do gerüget ist, vellig wurt, so sol dem rüger das dirteil is von dem silber werden. [19] Ein yegelich goltsmit, der zu gademe sitzet, mag ouch wol gebrant silber oder bruchsilber kouffen so vil, alse er in sime gademe verbrochen oder verwürcken wil und mit me, unde sol ouch ir ieglicher mit me koffen silbers unde bruchsilbers danne so vil, alse er mit sime gesinde verwürcken wil, und sol ouch ir deheinre 20 dem andern silber kouffen, danne iederman sol imme selber silber kouffen. unde sullent daz die goltsmide sweren. [20] 1 Item die von der stette wegen do zü gesetzet werdent, süllent kein bruchsilber köffen danne, das in die münsser und wesseler antworten!. [21] Item die, die von der stette wegen an der münssen sitzent, sullent kein so bruchsilber kouffen danne, daz in die münsser und die wesseler antworten!, und sullent sus vin silber und ander silber von unser stette wegen kouffen [und darmitte tun und darumb geben, alse reht unde schiedlich ist] 2 noch dem in empfohlen ist. Pronuntiatum est ipsa die scti Thome apostoli anno 97. [Die folgenden Artikel 22—29 finden sich nur in den Concepten C. u. D. so und stehen dort zwischen Artikel 8 und l()\ .• [22] Item man sol einen güten ducaten süben Strazburger pfenninge hoher geben denne einen güten Rineschen guldin und nit höher. [23] Item einen güten alten francken zehen pfenninge höher danne einen güten Rineschen guldin. 35 [24] Item einen schilt ein nutze höher danne einen Rineschen guldin. [25] Die vorgeschrittene stücke goldes sol ie eins von dem andern nemen und geben noch vorgeschrittener wise und nit höher, uszgenommen die wesselere, die mügent an einem guldin einen pfenning zü gewinne nemen und nüt me, wie er ioch den guldin nimmet. 40 [20] Es sullent alle Metzer güldin, Lützelnburger güldin, bislege unde andere soliche güldin gen nach irme werde oder ander stücke goldes nach mar(k)zal doch Decbr. 1 Die Artikel 20 und 21 und das Datum stehen nur in A; B. bricht ab mit Art. 19. " Steht am Bande. 1 706 1397 sullent die wesselere alles mit me danne einen pfenning an dem guldin zü gewinne nemen. minre mag ein ieglicher wol nemen, wie er soliche guldin nimmet oder wie er genant ist. [27] Item einen nuwen Ungerschen guldin oder einen Genewer guldin fünff der höher danne einen guten Rineschen guldin. » [28] Es ensol ouch dehein münsser noch wesseler noch nieman anders denheinen Metzer guldin, Lützelnburger guldin, bislege oder ander soliche guldin under andern guldin für güte guldin hinweg geben, wenne ein iegelich mönsche sol ieden guldin für sinen wert hinweg geben, also vorgeschriben stat. und wer das verblichet, der bessert zehen pfund pfenninge. 10 [29] 1 2 3 Es sullent ouch alle münssere und wehsselere sweren an den heiligen, was guldin sü kouffent, die under Rineschen guldin sint, sü sigent gebrochen oder gantz oder über einen Rineschen guldin sint, die do vor nüt besetzet sint, das sü ouch an der güldin ieglichem nüt me danne einen pfenning zü gewunne nemen sollend und an eime nobel zwene pfenninge, unde also balde sü in gekouffent, so sollen! sü in zü knüllende geben dem, der von der stette wegen darzü gesetzet wurt, ebe er in kiiffen wil. und sullent semliche güldin nüt lenger behalten denne zwene tage ungeverliche. Str. St. A. AA. lad. 24 nr. 10. A. B. nr. 13. C. u. D. A. Papierconcept zusammengeheftete Bolle. — B. eine wohl unvollendete Pergament-Beinschrift. Nur ersteres enthält die obige Datierung. Letztere hat allein die Ueberschrift: 3 » Dis ist der brief, der an dem lettner gebjoten ist. — Ebenda nr. 13 finden sieh 2 kürzere Coneepte C. D. mit vielen Correcturen, gleichen Inhalts ; die abweichenden Artikel sind hier als Artikel 22—29 gedruckt. 1326 . König Wenzel an Strassburg: gebietet, der Stadt. . . wann wir durch not- licher unserr und des reichs Sachen willen und ouch von etlicher gebrechen wegen, as als sich unsere und des reichs burger und stat zu Colmar ' l von ewch beklagen, ewrer gegenwertikeit wol bedurften . . . bevollmächtigte Roten nach Franckfurt zu senden, wo wir denn sein werden. . . ? geben zu Frankenfurt uf dem Meyne des suntags vor dem heiligen Cristes tage a. reg. boh. 35 reg. rom. 22. Frankfurt 1397 December 23. 30 Str. St. A. AA. 113 nr. 73. or. ch. I. cl. Gedr. D. B. A. III, nr. 1. 1327 . König Wenzel verordnet die Ausführung der .ludenschulden-Aufhebung für das Strassburger Stift und dessen Rürgen und den jetzigen Bischof Friedrich III zu Utrecht, der zur Zeit jener Aufhebung Bischof von Strassburg gewesen war, gegen- ^ über von 2 genannten Juden, bei denen sie nicht zur Ausführung gekommen. 11397.] Aus Prag. Univ. Bibi. cod. Przemisleus VI, A. 7. fol. 59 h . cop. ch. Gedr. D. B. A. II, nr. 202. u 1 Der Artikel ist durchgestrichen; am Bande steht: Für die betten. 2 Vgl. den Brief Colmars an Strassburg vom 31 October. 3 Vgl. über Wenzels damaligen Aufenthalt in Frankfurt D. B. A. 11 S. 415. 40 1398 707 1328- Bruno von Rappoltstein beurkundet, dass ihm sämtliche Schuldbriefe, welche die Stadt Strassburg bisher von ihm in Händen hatte, durch Vermittelung des Herzogs Leopold IV von Oesterreich ausgeliefert sind. [1397.] Regest von einer Papierabschrift des General-Landes-Archiv in Karlsruhe. Vgl. Rapp. 5 Urk. II, nr. 603. 1329. Verzeichnis von 540 Personen, welche der Stadt Strassburg während der Fehde mit den Herren von Ritsch abgesagt und einzeln oder in Gruppen in den Jahren 1397/8 Widersagebriefe geschickt haben. ' [1397/98.] Str. St. A. Abt. IV. Papierbüchlein aus 10 Blättern. 10 1330. König Wenzel gebietet allen Reichsständen, insbesondere Strassburg, Köln, Frankfurt, die Schwäbischen Städte, welche ihre Hälfte an der zu Bamberg 1389 zwischen Fürsten und Städten vereinbarten Summe von GO 000 11. nicht zahlen wollen, nicht zu schützen gegen Mainz, Worms, Speier, wenn die letzteren drei Städte, welche die ganze Summe ausgelegt haben, sich an Leib und Gut der i5 Schwäbischen Städte entschädigen würden, wozu sie hiemit Vollmacht erhalten, geben zü Frankfurt nach Grists gebürte druczehenhundert jare und darnach in dem achtundnunczigisten jare am nesten dinstage nach dem obersten tage zü wy- henachten reg. hob. 35 reg. rom. 22. 2 Frankfurt 1398 Januar 8. ßedr. D. R. A III nr. 20 S. 45—48 nach dem or. mb. im Worms. St. A. 20 Reg. Boos , Worms. TJrkb. II nr. nr. 1037. 1331. Cüntzel Reiszer, Stettmeister zu Hagenau und Claus zur Thannen an Jo- hans Bock und Ulrich Gosse, Altammanmeister zu Strassburg: haben gehört, dass Strassburg eine Gesandtschaft nach Frankfurt zum König schicken wolle, und bitten, dass sich dieser ihre Boten anschliessen dürfen, die der Johanniter und der andern äs zu St. Georgen wegen zum Könige reisen sollen. datum feria quarta post Epiphanie anno 98. 1398 Januar 9. Str. StJA. AA. 2017. or. ch. I cl. 1332- Der Rat zu Rottweil an Strassburg: empfiehlt seine Bürger Claus Gieryg und Erhärt der Wetzel, die gern in üwern dienste . . . kommen wollen, zu freund- 30 lieber Berücksichtigung. geben an fritag vor sant Hylarien tag episcopi anno do- mini . . 98. 1398 Januar 11 . 1 2 3 Str. St. A. AA. 2034. or. ch. I. cl. 35 1 Vgl. unten den Brief Dietrichs von der Witenmülen 1398 Juli 4. 2 Die ganze Urkunde ist inseriert einem Notariatsinstrument vom 21 Januar 1398. 3 Wenn als Hilarientag der 13 Januar angesetzt wird. 708 1398 1333. Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg : bittet, dem Bischof von Strassburg mitzuteilen, dass er seinen Diener Gerhard Dünne, welcher mit seinen Helfern dem Heinrich von Fleckenstein d. alt. widersagt hat, angewiesen habe, ein gleiches Recht gegen den von Fleckenstein aufzunehmen und zu gelegenen Tagen zu kommen. datum Baden feria secunda ante diem beati Anthonii confessoris anno 98. Baden 1308 Januar 14. Sir. St. A. AA. 104. or. ch. I. cl. Reg. d. Mrkgr. von Bad. nr. 1788. (als Aufbewahrungsort dort versehentlich Stuttgart statt Straßburg.) 1334. König Wenzel an Strassburg: hat den Bischof Wilhelm von Strassburg schon oft vergebens ermahnt, dem Herrn Styslaus von der Witenmüle seine Schulden zu bezahlen . . . do begern wir an euch und wollen, das ir den egenanten bischof underweiset, das er dem egenanten Sdislawen und seinen sonen solche schulde genczlichen beczale, wo das nicht beschee, so mochten wir nicht gelassen, wir mus- ten darzu tun, das der egenante Sdislaw und seine sone beczalet wurden . . . geben zu Frankenfurt des dinstages vor sand Antonii tage a. reg. hob. 35 reg. rom. 22. Frankfurt 1308 Januar 15. Str. St. A. AA. 113 nr. 51. or. ch. I. pat. c. s. i. v. impr. Ebenda nr. 62 Brief desselben Inhalts: dat. dinstag nach St. Valentin a. reg. boh. 37. reg. rom. 24. — 1400 Februar 16. 1335. Saarburg an Straßburg : dankt für den gegebenen Aussland und verspricht nächste Mittfasten seine Schulden zu bezahlen. 1308 Januar 18. Den erbern wisen und bescheiden, dem meister und dem rate zü Straz- burg embiethen wir der schultheisze und der rat von Sarburg unsern undertenigen willigen dienst, alz uwer wiszheit uns versryben het von der anderhalb hundert gülden Juni 2 i. wegen, die wir uch zu sünigeten verfielen! zu gebende nebst vergangen, daz haut wir wol gesehen, do danken! wir uwer wiszheit ernsliche, daz ir alz lange gebeitet und uns entragen haben!, und bitten! uwer wiszheit mit gantzem flisze durch ymer unsers März i7. dienstes willen, das ir uns zil gehen! untze halb fasten nebst kommet, wand wir uch uf dazselbe ziil unvertzögeliche und ane hindernisze gütliche bezalen wellen!, und betten! es ignotte geton, danne wir sicherliche unmüszen halb nit dar zu verston künden!, herzu wellen! tün, alz wir uwer wiszheit alle ziit wol getrüwent. gebyttent uns alle ziit. datum ipsa die heute Prisce virginis anno etc. 98. [In verso] Den erbern wisen und bescheiden dem meister und dem rate zu Strazburg. Str. St. A. G. U. P. lad. 45/46 nr. 74. or. ch. I. cl. c. sig. in v. impr 1336. Hagenau an Strassburg: beschwert sich wiederum über Zollbelästigung eines Bürgers und verlangt Abstellung, dann . . . Hanseman Spengeler unser rnitte- burger (hat) uns gesaget, wie das er viertzig luder wines oben in dem lande kouft 5 10 15 20 25 30 35 1398 709 habe und das man in dem zolkelre hie bi üch von iedem fuder viere pfennig pflichte zol . . . . datum sabbato post Anthonii anno 98. 1398 Januar 19. Str. St. A. AA. 2017. or. ch. I. cl. 1337 König Wenzel an Strassburg: sendet und beglaubigt zu mündlicher Unterhandlung seine Räte: Graf Friedrich von Getingen und Borziwoy von Swinar und seinen Oberschreiber Niclaus von der Gewicz. geben zu Franckenfurt an sand Agnethen tage a. reg. hob. 35 reg. rom. 22. Frankfurt 1398 Januar 21. Str. St. A. AA. 113 nr. 71. or. ch. I. cl. io Erwähnt D. It. A. 111 S. 3. 1338. Lienhard Zorn genannt Schultheiss, der Meister und der Rat von Strassburg an Markgraf Bernhard von Baden : bitten, seinen Diener Cunz von Durmencz zu veranlassen, dass er ihren genannten Bürgern für das ihnen bei Sulz geraubte Tuch Schadenersatz leiste. datum feria quarta ante di cm conversionis beati Pauli. [1398 Januar 23.] Str. St. A. AA. 103. or. ch. I. cl. Reg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1793. 1239. Markgraf Bernhard von Baden an Götze von Grostein: bittet um Auskunft, ob es den Strassburgern genehm sei, wenn Herzog Cleimn (Pfalzgraf Ruprecht III.) so die Vermittlung zwischen ihnen und den Herrn von Ritsch übernehme. datum Baden dominica post conversionis scti Pauli anno 98. Baden 1398 Januar 27. Str. St. A. AA. 85. crr. ch. I. cl. Beg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1794. 1340. Gerhard Schoup an Strassburg : beklagt sich über einen Mordanfall . . 25 als ich in uwer stat gewesen bin vor disem winaht tage nehest, do mir her Thu- is. man von Endingen trostunge an üch gewan, zu derselben zit da ist mir vürkumen, daz uwer burger einre, ein winman, mich mein de zu ermordende und zu erstechende heimelichen, da hat mich unser herregot vor behüt, daz er mich mit ankam, und kam an uwern burger einen, der öch ein winman ist, denselben er euch un- 30 derstunt in der meinunge, daz ich es were, verwundet ... Es heisse, der Ammeister Conrad Armbruster habe inzwischen den Namen des Uebelthäters erfahren. Desshalb bitte er . . . daz ir dozü wellent tun uwer bestes. geben üf mentag vor unser frowen tage der liehtmessen anno 98. 1398 Januar 28. Str. St. A. Abt. IV, 72. or. ch. I. cl. 710 1398 1341. Heinrich von Blankenberg an Strassburgalso ir mir ingenoten zum hindersten mole gesriben bant von her Claus wegen von Grostein und sprechen!: ich habe üch vil worte versriben in welsch, die ir mit verston künnent, do mügent ir wol wissen, daz ich uwer lutschen brief ouch mit wol verston kan, wen ich ein walch bin, aber doch by guten truwen bette ich einen scriber, der wol tütsch künde s verston und uch künde sriben minen sin und minen willen, so wolte ich üch gerne tütsch sriben. also ir mir ouch vil worte versriben hant und sprechen! under den, ich habe üch versriben: ich wolte her Clawez von Grosstein helfen . . . das sei nicht wahr und Strassburg deshalb zu keinen Forderungen berechtigt. Ebenso sei es unwahr, dass er mit Claus von Grosstein geredet, ja ihm in Strassburg begegnet sei >o und ihm die Hand gedrückt habe. Sie seien sieh feind wie immer, doch sei er bereit Gesandten, die zur Friedensvermittlung zu ihm nach Blankenberg (Blamont) kommen wollten, sicheres Geleit zu gewähren. anno 1397 an dem ersten tage des hornungs nach zale Tollen bistümes . 1 2 13 OS Februar 1. Str. St. A. Abt. IV, lad. 15. cop. oder UeberSetzung, coaev. >5 •1342. Constanz an Str a Biburg .• dankt für die anläßlich ihres Br an düng liicks bewiesene Teilnahme. 139S Februar 12. Unser willig getrüw dienst sig iuwr wishait allzit von uns vorgeschriben. be- sundern lieben und güten fründ. wir dankend iuwr wishait mit gantzem ernst vlissig iuwrs fruntlichens schribens und klagens, so ir uns von der brunst wegen getan band, und habend ouch nit zweifelz daran, wann daz es uch lait si, wan waz üch solichs oder anders widerfür, darob ir betrübt wurden, sond ir uns wol gelouben und ge- trüwen, daz wir darinn ain gantz mitliden mit üch hettin, aber von den gnaden gotz, so ist der schad nit alz gros gesin, alz wir selber wonden. daz verkünden wir üch alz unsern güten fründen. geben an zinstag vor Valentin! anno nonagesimo octavo. Burgermaister und raut ze Costentz. Str. St. A. AA. 2011. or. ch l. cl. 20 1343. Heinrich Gryers, Bürger von Lausanne an Strassburg: . . . bidden uwer gnade und fruntschaft myt allem ernste und flisze umb ein strag fry geleyde, daz ich daz habin 30 und sin gebruchen möge in uwerre stat Straszburg und uwerme gebyete zu uch und 1 Hierher gehört noch ein undatierter Brief des Heinrich von Blankenberg an Straßburg: derselbe antwortet auf die Forderung, den von den Seinen wegen vielfacher früherer Schädigungen gefangen genommenen Claus von Grostein freizulassen, daß nach früheren Briefen, die ich noch vor handen habe, er mit uwer bürge r were und ir niischent mit ime zft schaffende hettent und botent mich ouch in den- 35 selben brieten, daz ich üch mit me verschribe von sinen wegen, wenn ir woltent üch mischen! an sine Sache Keren, daz ich ouch getan habe, und habe minen krieg gegen ime gehalten untze uf dise zit, dennoch will er gerne mit sicherem Geleite zu einem Tage kommen und Bede und Antwort stehen. — Str. St A. Abt. IV, 15. transl. coaev. 2 T). h. Jahresanfang am L2 März, wodurch sieh hier nach der Neujahrsrechnung das Jahr 1308 40 ergiebt. 1398 711 von nch ungeenget und ungedvenget zu komen, und daz ich daz habe acht dage usz ane geverde zuschen hye und phingisten, zu welcher czyt myr aller ebenste her Matse. gein Straszborg zu komen ist. und bidden uwer gnade und fruntschafft, myr des eyne gütliche gnedige antworte mit bodden disz bryeves widder czü schriben. geben 5 czn Mentze off eschtmitwoche anno nonagesimo octavo. Mainz 1398 Februar 20. Str. St. A. Abt. IV, 75. or. eh. I. cl. 1344. Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg: bittet, seinem Ritter Reinhard von Windeck endgültig auf seine Bitte um freien Ein- und Ausritt in ihrer Stadt Antwort zu erteilen. datum Baden feria quarta ante dominicam Invocavit 1° anno 98. Baden 1308 Februar 20. Str. St. A. AA. 85. or. ch. I. el. Reg. d. Mrlcgr. v. Bad. nr. 1795. 1345. Rudolf von Hohenstein auf Burg Girbaden an Meister und Rat von Strassburg : der Bischof hat ihm mitgeteilt, dass er das Schloss wiedereinlösen wolle, und -5 ihn aufgefordert, den Original-Pfandbrief nach Molsheim auszuliefern. Seinen Gegenvorschlag, auf Girbaden selbst eine Abschrift nehmen zu lassen, ist vom Bischof unwillig zurückgewiesen und mit einem Fehdebrief beantwortet. Desshalb erbietet er sich mit der Urkunde nach Strassburg zu kommen und ersucht um gütige Vermittlung. geben an samstag nach der groszen vastnacht anno 1398. 1398 Februar 23. ao Str. St. A. Abt. IV, 72. or. ch. I. cl. 1346. Hans von Pfettensheim der junge an Strassburg: bittet, ihm 8 Tage den Zutritt in die Vorstadt zu erlauben . . . vvenne mich der uwern etliche bekümbert hant, den ich mit weis schuldig zu sinde. geben an mentage noch der grossen vasthnaht anno 98. 1398 Februar 23. 2 5 Str. St. A. Abt. IV, 72. or. ch. I. cl. 1347. Meister und Rat von Schlettstadt an Strassburg: verwenden sich für ihren Bürger Conrad Müller den jungen, dem . . . Clein-Ulrich Bock üwer burger sinen hoff yn üwer stat mit gerichte gefrönet und verholten habe. geben am samstage nach sante Mathis tage anno 98. 1398 März 2. 30 Str. St. A. AA. 2036. or. ch. I. cl. 1348. Markgraf Bernhard von Baden an Meister und Rat von Strassburg: antwortet, dass Cnnz von Durmencz bereit sei Kehrung zu leisten für die Beraubung der Strassburger Bürger Claus Langwilr und Katharin Hornbechin bei Sulz nach Massgabe VI. 90 1398 712 der Einung zwischen der Stadt und dem Markgrafen. datum Stein feria secunda post dominicam Reminiscere anno Ü8. Stein 1398 März 4. Str. St. A. AA. 85. or. eh. I. dl. Heg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1796. 1349. Bischof Wilhelm von Slraßhurg, Dietrich von der Witenmiile Landvogl s im Elsaß, die 10 Reichsstädte und die Stadt Slraßlmrg schließen eine Einigung auf fünf Jahre. 1398 März 5.' In gotes namen amen, wir Wilhelm von gottes gnaden erwelt und bestätiget bysehof zu Strazburg zu eim teile, ich Dietherich von der Wytenmiilen lantfogt in Eilsazz von der selben lantfögtye in Eilsazz und irer zu gehorde wegen, oder wer u> denne zu ziten lantfogt in Eilsazz ist, und darzu die schultheissen, meistere, rete, bürgere und gemeinde der hie nachgeschriben riches stette mit namen Hagenow, Colmar, Sletzstat, Wyssenburg, obern Ehenheim, Keysersperg, Düringheim, Rossheim, Münster und Selsz zu dem andern teile; wir Lienhart Zorn dem man sprächet schult- heisse der meister und der rat von Strassbürg von unsern, unsere bürgere und is unsere stette zu Strazburg wegen zu dem dirten teile verjehen und tun kunt allen den, die disen brief anesehent oder gehören lesen, das wir gölte zu lobe dem heilgen römischen riebe zu eren und umbe gemeinen nutz des landes und aller lute, die darynne wandelnde, wonende oder seszhaft sind und umbe das, daz alle biderbe und gerehte lute dester bazz mögen sicher gesin libes und gutes uf wasser und uf lande -o und an allen enden vor den ungerehten gemailt und ufgesetzet haben! ein gemein eynunge von geholtes, geheisse und empfelhnisse wegen des aller durchlühtigisten, hochgebornesten fürsten und herren, herren Wenczlaw römischen küniges czu allen ziiten merrer des riches und küniges czu Reheim unsers gnedigisten herren, von deswegen wir daz geheissen sind und empfolhen ist von dem edeln wolgeboren herren, 25 herren Fryderiche graf zu Olingen und demme edeln herren Borziboy von Swinar, houptman in Beyern und lantfogt in Eilsazz, die er darumbe zu uns gesant bet mit sime gewaltzbriefe, den sy uns gegeben haben besigelt mit des selben unsers gnedigen herren des römischen küniges majestät ingsigel. und sol dise gemein früntliche eynunge anegen uf disen hütigen tag und sol weren von disem hütigen tage fünf gantz jor, 30 die nehest nocheinander körnende, und wollen euch, daz man uf wasser und uf lande in diser gemeinen einungen weren sol allen roup, allen brant, mort, gefeng- nisse und unreht widersagen, allen gewalt und unreht, die den widerfarent, die diser gemeinen eynungen zu geboren!, were ouch, das andern kouflüten und andern erbern luten, sie sien geistlich oder weltliche, die unargwenekliche ritent oder varent, gent 35 oder wandeint und diser eynunge nit sind, dehein unlust geschee von den vorgeschoben stücken, darzu mögend die sübene oder das neheste teil, do sogetone sache bescheen ist, tun, so es vür sy broht wurt oder von in selbs empfinden, noch ge- legenheit der Sachen, alse si truwent, daz es diser eynungen nützliche und erliche sie one alle geverde. und söllen die vorgenanten teile einander getruweliehe beraten 4;> und beholffen sin czu allen yren kriegen und nöten, die in uferstand in disen vor- 1 Vgl. die Anmerkung am Schluss dieses Stückes. 1398 713 geschriben zilen und czyten von den suchen, die die gemein eynungen anerürent one geverde und gegen allen den, die ire vigende enthaltent, husent, hofent, essend, trenckent oder inzulegende sind mit Worten oder werken und wider alle die soliclie misztot deten, also dovor geschriben stat, alse es die sübene oder der merreteil under 5 in uf ir eyde erkennen!, die darzu benennet und gesetzet werden vor den vorgenanten teilen, das ist zu wissende, von den drien teiln, von yedeme teile zwene man, und sol darzu ein gemein sübendeman sin der Ironie veste Jeratlieus von Raczen- busen vom Steyne. und söllend ouch die sübene sweren an den heiligen, daz vürder- liclie und one vertzog zu sprechende umbe alle die Sachen, die vur sy kommend io von der gemeinen eynunge wegen in alle die wise, alse obe die teile in frömde werent und sy zu inen noch zu delieim teile under in nit gehörten, und sol ouch ir deheinr niht mute noch mütewon neinmen noch nieman von iren wegen one gewerde. und ist es, daz under ynen den vorgenanten teiln deheins deheinr hande not oder breste anegienge in die wise, daz man es anegriffe, kriegete oder schedigete iS oder dehein teil deheine clage an iemans notdürftig were, so mag daz teil, das man also schedigete oder zu clagende hette, oder die in dem teile, den der schade gesehen ist, demme sübende manne verschriben und den inanen, daz er die andern sehsse sin gesellen unverczogenliche zu ime besende zum ersten lantage gen Strazburg, zum anderen gen Mollesheim und zu dem dirten gen Hagenow und also die lantage 20 vur sich uzz. und sollen der sübendeman unde die sehsse sine gesellen by iren eyden unverczogenliche varen in die stat, dar sy denne von demme subendemanne gemant worden sind, die Sachen verhören und nit von dannan körnen, sy oder der merreteil under inen haben denne erkant by iren eyden, waz si duncket, das denne zu der selben Sachen zu tunde sie, es were danne, daz sy es mit des klagenden teils willen 25 übertragen möhten. und waz dieselben sübene oder der mererenteil under in darumbe bekennen!, daz dem klagenden teile zu tunde, zu helllende oder zu rotende sie, und wie verre man ime heilten solle noch gelegenheit der Sachen, es sie mit uzzogende, mit eim besesz und mit allen Sachen, daz sollen die vorgenanten teile by iren eyden getruweliche vollefüren on alles ander erkennen, one alles sumen und hindernisse. wer so ouch, daz ieman, wer der were, der drier teile deheins anespreche, war umbe oder von waz Sachen wegen daz were, und den teil, der anegesprochen wurde, mit rehte darumb weite benügen vor den sübenen dieser eynunge, wolte darüber den anesprecher gegen dem anegesprochen teile sich mit rehte vor den subenen nit lossen benügen und in darüber bekriegen, darzu söllen die anderen zwey teil demme anegesprochen 35 teil beroten und beholffen sin; und sollen die sübene erkennen, wie man dem teile darzu hellten sölle, doch usgenommen küntliche lehen. were ouch, daz ieman der driger teile deheins anespreche und wolte daz teil, daz angesprochen wurde, sich mit rehte gegen dem anesprecher nit lossen benügen vor den sübenen diser eynunge, so sol dise eynunge, darumbe es angesprochen ist, dem teile nit beholffen sin, da- 40 rumbe es sich mit rehte nit wolle lossen benügen ouch uzgenommen küntliche lehen, doch also, waz hellte die selben sübene oder merreteil under inen erkennet, das zu der hellte dieselben vorgenanten drüteil ein teil alse vil hellten und dienen sol alse das ander, es sie mit gerittem oder füszgandem volke oder mit kosten zu habende 714 1398 one geverde. wurde man ouch einen besesz also tunde, so sollend die, die zu diser eynungen gehörend und den Sachen gesessen sind, den gezüg, so sy hant, und daz man darzu bedarf vürderliche darzu lihen, und werez, das üt von solichem gezüge verloren oder gekrencket werde, daz sol man widerkeren noch der subener erkent- nisse oder des merrenteils under inen, und waz kosten dar uf get, welhr hande der s ist, den sol dise eynunge gemeinliche liden und geben, und sol ye daz teil sinen teil des kosten geben und bezalen in dem nehesten monote darnach by dem eyde one verczog, so das von demme subendemanne an es gevordert wurt. werez ouch, obe dise eynunge dehein slozz oder vestin gewänne, wo denne die sübene oder der merreteil wider in erkennent, daz man das slozz oder die vestin brechen solte, so >» sol man das slozz oder die vestin unverczögenliche brechen mit gemeinen kosten der eynungen. erkanten aber die subene, das man das slozz oder vestin behaben solte, so solte es der obgenanten teile gemein sin. weres ouch, obe man in solichen slos- sen oder vestin gefangen oder gut gewönne oder obe sus anderswo der gemeinen eynunge glefen und dienere deheinrhande gefangen oder gut gewunnent, do sol man is die gefangen und das gut teiln ieglichem teile noch markezal alles ungeverlichen. wer aber, das der vorgenanten sehsser einre oder me, so sy uf soliche tage varen söllent, nit daheime werent oder daruf nicht kommen möhtent oder ein teil die sinen andern wolle, so sol das selbe teil ander an der stat schicken unverczögenliche. und sollend denne die oder der, die also darzu ge schicket werden!, sweren das reht 20 zu sprechende in alle die wise, alse davor ist bescheiden, und alles das mäht haben zu erkennende, das der oder oder die hettent, an der stat sy denn do sind, one alle geverde. waz krieges ouch in diesen zilen der gemeinen eynungen dehein teil under in anegefallen were und vor den subenen uzgetragen were, das man dem teile hehlen solte, und die kriege, die in disen zilen nit gerihtet noch gesunet werden, darzu üs sollend sy einander ein jar beraten und behollfen sin noch disen fünf joren, alse die subene, die das moles worent, do sich der krieg erhup, oder der merreteil under inen erkennent one alle geverde. waz redelicher schulden der vorgenant teil deheins schuldig were, bezalt das teil die schulde nit, so sol man ime nit darzu behollfen sin. were aber, das ieman an der vorgenanten teile deheins deheine unredeliche 30 schulde vorderte oder darumbe anegriffe, und das anegesprochen teil beduhte, das die schulde nit redeliche were, wil do der anegesprochen teil dem anesprecher darumbe rehtes gehorsam sin vor den subenen diser eynungen, und verspreche der anesprecher des rehten darumbe von dem anegesprochen teile und wolle in darüber bekriegen, so sollen! ime die andern teile wider den oder die beraten und be- 3ä holffen sin, und sollen die subene erkennen, wie man dem angesprochenen teile darzu hellfen solle one alle geverde. doch griffe ieman den andern an vür schulde, der sol mit den pfänden pfentliche gehören und umbe das, daz die strazzen uf lande und uf wasser dester baz gefridet werden mögen, so sol iegliches teil under den vorgenanten drien teiln mit sime kosten und schaden uzrihten und haben zehen glefen, « ye die glefe mit zweien pferden und einspennige gewoffente knehte, yegliehen mit eim pferde, und das der gewoffente kneht habe mit namen: sin pantzer, ein ysin hüt und ein spiesz in der hand oder sin armbrost alle wol uzgerüstet, und sollen ye 1398 715 des teils glefen ein höptman haben und sollend die drie houptmann deine houptmanne, der denne diser gemeinen eynunge Volkes houptman ist, so er selber uf dem velde gegenwertig ist, gehorsam sin, wanne dise eynunge ein gemeinen houptman haben sol, der von der gemeinen eynunge wegen dar gegeben und gekosen sie von erst 5 ein gantz jor uzz und darnoch alse lange, alse die sübene oder der merreteil under in erkennen!, das es diser eynunge gefügliche und nütze sie. und sol der houptmann und gesinde des riches venlin mit in küren, so das notdürftig ist, und stellende sin noch bösen argwenien (!) und übeltetigen lüten, die mit nomen, rohe, morde, brande, gefengnisse, unrehtem widersagende und andern bösen werken den stücken glich io ieinan schedigent an libe oder an güte, so verre das sy soliche getat nit verantworten möhtent mit eim gemeinen glichen rehten. und darumbe sy nit gemeines glichen rehten sich erbietent zu gebende und zu nemmende und des gehorsam sind vor den sübenen. und wo zu soliche lüte vürkommend oder sy sü wustent oder bekunden!, do der vorgenanten gemeinen eynunge Volkes höptman mit bi yn uf dem velde were, 15 die sollen sy by Iren eyden vollen, anegrifTen und ufenthalten und die zustund antworten in die neheste stat, die zu dieser eynunge gehöret, in der sübener nammen demme obirsten meister, der denne zu der zijt in der stat ist. und sol ouch der stetmeyster dieselben in der gefengnisse also enthalten nutz uf der sübener sprechen, und war in denne die sübene heissen!, vürbasser antworten oder do mitte- 20 tun, das sol denne der stetmeyster, dar er denne geantwortet ist, unverczogenlich halten, tun und vollefüren. und sol ouch kein stetmeyster noch nieman solichen gefangen anders dehein tag noch zil geben one der sübener geheisse und willen, were aber, das der vorgenant houptman selber by dem volke uf dem velde were und yeman gefangen wurde, den sol der höptmann in sinen gewalt küren und in 25 halten nutz uf der sübener sprechen, und was die sübene erkennen, daz man demme oder den gefangen tun oder man von inen rihten solle, das sol der vorgenant houptman einen unverczogenliche heissen tun und von inen tun rihten, alse es die sübene denne erkant haben!, und sol ouch den gefangen dehein zil geben one der sübener urlop und erkennen, wände ouch die sübene vürderliche sollend erkennen und tun 30 von inen rihten noch dem rechten und noch der getat, alse sy denne begangen! haut mit den obengenanten bösen stücken, noch gelegenheit der Sachen mit einer solichen büsen und besserungen, alse sy denne noch dem rehten verschuldet haut noch erkentnisse der vorgenanten sübener oder des merrenteils under inen, und sol man ouch die von banden nit lossen one aller der vorgenanten teile willen, es sollen 35 ouch aller derselben teile, stette und vestin dem selben volke und ouch allen andern, die zu den teilen gehören!, von aller der Sachen wegen, die zu diser gemeinen ey- nungen treffen!, offenn sin, dar inne und dar uz zu behelffende und in selber daz beste zu tunde zu Iren nöten der gemeinen eynungen one alle geverde, doch un- schedeliche den, des die slosse werent. welhr stat ouch zu gesprochen wurde umbe 40 schaden, der eime usser eim slosse oder stat diser eynunge oder wider dar in ge- scheen were, do sol die stat, der also zu gesprochen wurt, dem sübendemann verschieben, daz es der den andern sehssen sinen gesellen vürbasser verkünde, und sollend denne die teile in diser eynunge ire sehsse zu dem sübendeman schicken, 716 1398 glich als obe dise eynunge noch denne were, und sollend die subene uf ir eyde bekennen, wie man sich gegen der stat, der do zu gesprochen ist, von der zuspraehe des schaden wegen halten wolle und wie die subene oder der merreteil under in erkennen!, daz man der stat tun oder mit in liden sol noch gelegenheit der Sachen, daz sollend die andern teile halten und vollefuren. und sol die angesprochen stat s sich do mitte lossen heutigen one geverde. dieselben vorgenanten teile sollend ouch bestellen und besorgen, das man in in allen stellen und vestin diser eynungen den vorgenanten glefen und dienern, iren pferden und in selber koste geben sol umbe bescheiden zitlich gelt ungeverlichen. in welhes teilsgebiete gebiete oder gerillte ieman keine, der ein schedelich ubeltetig man were und den andern teiln oder ir eim oder i 0 den iren schaden geton liette in den zijten dieser eynungen, und das selbe teil oder der rat des selben teils erkanten uf iren eyt, daz er ein schedelich man were und sy wider relit geschediget helle, do sol das teil, do hin er kommen ist, in anegriffen und in hassen und bessern noch dem rehten gliches wise, alse obe demselben teile dazselbe unreht geseheen were. wo ouch dieselben teile befanden!, das ieman, wer 15 der were, der under ir deheins teils gebiete seszhaft were, ein frömde volk oder krieg in der teile deheins brehte unervolget sinre Sachen vor den sübenen, den sol das teil, under deine er denne seszhaftig ist, herteklichen und vestekliehen straffen, durch das sich es ander lute dester e erlassend zu glicher wise, alse es denne die subene oder der merreteil under in erkennen! ouch one geverde. weihe herren ritter, knehte 20 oder stette, die in diser eynungen zilen sitzen!, dise eynunge nit gesworen haut, wo do die egenanten subene oder der merreteil under in erkennen!, obe es sie ehte notdürftig beduncket sin diser eynungen, das der oder die dise eynunge sweren sollend, die sollen unverczogenliche dise eynunge sweren mit allen puncten und artickeln zu haltende und vollefurende und ze lande alles das, daz dovor geschriben 2s stat in eim soliehen zile, alse es denne die subene oder der (der) merreteil under in erkennen! und ouch zu der eynungen zu dienende noch erkentnisse der vorgenanten sübener oder des merrenteils under ynen. welhr das nit endete und daran ungehorsam were, deinme oder den sol dise eynunge nit beroten noch beholffen sin. und sol dise eynunge den oder die solich haben und undervvisen, das sy gehorsam so sient zu swerende dise eynunge und zu tunde, alse davor geschriben stot. würbe ouch ieman in dise eynunge, do die vorgenanten subene oder den merrenteil under in beduhte, daz er diser eynungen nit gefügliche were, den sol man nit dar in nemmen noch empfohen. und sol ime ouch dise eynunge nit beholffen noch in schirmende sin ungeverliche. wer ouch, daz ieman diser teile der eynungen empfände, 35 daz ein frömde volk in dis landt zöge oder ziehen wolle, das sol es zu stund unver- zogenliche dem subendemann verkünden, und sol denne der sübendeman zu stund, so es ime verkündet wurt, oder obe er es von ime selber wüste oder empfände, die anderen sehsse sin gesellen besenden und beschicken an eine stat der vorgenanten stette, wo in das aller gelegentlichste duncket, und sollen ouch die sehsse vorder- jo liehe aldar körnen und zu rote,werden, waz man darzu tun oder sich dogegen stellen solle, und waz die subene also überkoment, daz sollend die vorgenanten drü teil tun und vollefuren one alle geverde. es sol ouch dehein teil under den vorgenanten 1398 717 teiln ieman trösten in sine stette, vestin oder slosse wider diese eynnnge und er neme denne dise eynunge uzz. wer oueh, das dehein anegriff in den obgenanten zilen diser eynungen den obgenanten teiln oder deheine under in beschee, do söllen ye die nehesten zu ziehen vürderliche und mit eim gescbrey nochvolgende sin und 5 das weren und darzu beholffen zu sinde getruwelicho nocli irem besten vermögende darzu zu tun de glicher wise, also obe yn die geschiht und schade selber gescheen were ungeverlicben. und mögen ouch die sübene die vorgenante summe glefen wol merren, so es sy notdürftig beduncket sin, one geverde. oucli sollend alle herren und stette, die in diser eynunge sind oder dar in kommend, von keinr hande sache wegen, io dovon krieg uferstanden were, in diser eynunge deheine tedinge, friden, süne, rihtunge oder ursagen nit uf neinmen one der egenanten teile aller wille und gehelle one geverde. wir wellen! oucli und setzen!, daz man dehein closter noch kirchofe nit rohen, sturmen oder stören sol in deheine hande weg in diser eynungen, es weren! denne soliche closter oder kirchofe, daruz oder darin dise eynunge gesche- i 5 diget were worden oder würde ungeverlicben. oucli sollend die subene, die über dise eynunge gesetzet sind, alle mole zusammen körnen an yedem nehesten suntage noch yeder fronvasten in der obgenanten stette eine und die eynunge aldo besitzen und alle clagen und Sachen, die vür die eynunge gehörend, verhören und usrihten getru- weliche uf ir eyde one geverde. duhte aber den sübendeman, der denne zu zyten ist, 20 daz es notdürftig were do zwüschent zusammen zu kommende, so mag er die andern selisse sin gesellen verschieben und sy zu ime besenden in der vorgenanten stette eine oder aber in ein ander stat, wo es in denne beduncket, das ez aller nützlicheste und gelegenlichste sie. wer ouch das yeman, der zu diser eynungen gehört, an deine dienste, so er zu diser eynungen tun sol, sämig were, also das er sine lüte mit den 25 glefen gewoffenten knehten oder den pferden, so darzü gehören!, nit bereitet noch wol uzgerüstet betten uf die zyt, alse ime von dem houptmanne diser eynungen, der denne zu zyten ist, verkündet were, was bresten denne ieman also bette, sin sie lützel oder vil, den sol derselbe houptmann den vorgenanten subenen sinen gesellen des nehesten, so sy zu samen körnend, vürderliche verkünden und sagen, und sollend so denne der oder die, an den der breste gewesen ist, vür ye die glefe alle tage der der gemeinen eynungen zwen guldin geben und vür ye den einspennigen ein guldin ouch geben und sollend das gelt die vorgenanten sübene by iren eyden nieman varen lossen und sol ouch ye das teil sin gelt, das es geben sol, geben und bezalen in dem nehesten monote darnoch one verczog, so es an unsern teil eins von demme suben- 35 demanne gevordert wurt. wer ez ouch, obe dehein lierre oder stat oder wer die werent, die zu diser eynunge gehörend, zü der zijt, so sy zu der eynunge dienen sollen, semmeliche lüte mit glefen darzu schicketent, die dem houptmann und den subenen diser eynungen nit gevelliche werent, die mögen der houptman oder die sübene wider heim senden und ander heissen an der stat schicken in den nehesten io ahte tagen darnoch, die do güt redeliche und reisig sind zü ritende one verczog oder die lüte mit den glefen und die reisigen knehte (nit), die 1 in nit gevelliche werent, Dies Wort muß wohl eingesetzt werden statt des in der Vorlage stehenden: nit. 718 1398 alse do vor stat, bi in behaben, untz ander, die man an irer stat dar sendende wurt, körnend, wer es ouch, das ieman widerseile ofl'enn vigentschaft oder kriege in dise eynunge broht bette, waz schaden oder Sachen do von vormals uferstanden und gescheen were, darzu sol dise eynunge nit behollfen sin, sy dete es denne gern, wolle man aber den selben vurbasser kriegen, über das er sich rehtes erbutte und gehorsam weite sin vor den subenen diser eynungen, so sol man ime auf den eyt von diser eynungen wegen behollfen sin umbe alles daz, waz ime darnoch beschee und widerfüre. ouch sol dise eynunge ein gemein ingesigel haben, und sol ouch das der subende man allewegen by ime behaben. und sol ouch dise eynunge ein gemein geswornen schriber haben, der nit domitte besigeln sol one des subendemans wissende und willen, und sol ouch nieman kein vorgebot geben one des sübendemans geheisse, wissende und willen, es ist ouch beredt: wer ez, do vor got sie, das der vorgenant herre Wilhelm byschof zu Strazburg in disen zilen abegienge, das got lange wende, oder von dem bystum keine und zu eim andern bystum kerne, oder in weihen weg das beschee, so sollend wir die andern zwey teil mit namen : die stat von Strassburg und die riches stette dise eynunge die vorgenanten zile uz halten und vollefüren in der müssen, alse diser eynunge brief vorset und seit one alle geverde. wer ez sache, das her Wilhelm byschof zu Strassburg vom bystum kerne, solle man denne dise eynunge gegen dem bystum halten, so sol man ouch har inne besorgen, das daz bystum mit hehle, dienste und allen dingen den vollen lüge, alse obe der selbe herre der byschof do by bliben were one geverde. in allen diesen stucken sol usgenommen und behalten sin allen vorgeschriben herren, stellen und andern, die in diser eynunge sind oder harnoch dar in körnend, und ir yeglichem besunder alle ir friheite, gerihte, reble und gewonheit, alse si die biczhar broht und gehept hant, und alse von alter har körnen ist. ouch sol sich nieman reisig machen noch sin, er sy denne von dem woppen geboren oder habe ein herren, geistlichen oder weltlichen oder stette, die dem lande gesessen sind und die in zu dem rehten versprechen wollen oder zu dem rehten mehlig sind, in diser eynungen neinen! wir alle gemeinlichen usz den vorgenanten unsern herren, herren Wenczlaw dem römischen kunig und das heilge rieh mit sinre herrlichkeit. so nemen wir Wilhelm byschof zu Strassburg harinne uz die stat und bürgere von Strazburg. so nemen wir die von Strasburg harinne uzz den herren, herren Wilhelm byschof zu Strazburg und das bystum und die stifte zu Strazburg den durchluhtigen hochgeborenen fürsten und herren herren Lütpolden hertzoge zu Österlich und unser gnedige herschaft von Österlich; den hoherbornen fürsten und herren, herren Bernhart marggraff zu Baden; die erbern wisen unser besundern güten fründe und eytgenozzen, die burgermeistere und rat der stat Basel, alse wir mit der yeglichem besunder vereynet sind und die früntschaft, die wir hant mit unsern guten frunden dem schultheizzen und dem rate der stat Sarburg, also und mit der bescheidenheit, wer ez, das der eynungen oder früntschaft deheine uzgienge, daz wir denne die vurbasser erlengen mühten und das uns daz an diser eynungen nit sol schaden in deheinen weg, doch das die buntnissen und eynungen, daryn wir uns vurbasser verbunden! oder vereynient diser eynungen ir zil uz unschedeliche sien. wer ouch, das unser dehein teil oder eins besunder uf disen billigen tag mit iemanne 5 10 15 20 25 SO 35 40 1398 frö deheine ursage hetten, die nemment wir ouch harynne uz. also wurde dise eynunge ützit mit in zu schaffende gewinnen, so sollen wir yn unser ursage viirderliche abe- sagen, und darnoch vigentliche gegen in tun alse gegen andern, alle vorgeschriben dinge und ir yegliches besunder habent wir die vorgenanten Wilhelm bysehof zu 5 Strassburg, Dietherich von der Wytenmülen lantfogt in Eilsaz und ouch wir die vorgenannten stette vür uns und unser nochkomen gelopt und lipliche an den heiligen gesworen getruweliche stete und veste zu haltende unverbröchenliche und zu volle- furende in alle die wise, alse vorgeschriben stat. und darzu, wenne unser rete in den stetten obgent, das denne die alten abgenden rete den nuwen anegenden reten dise 10 eynunge yn iren eyt geben unde empfelhen sollend zu haltende, zu habende und zu vollefurende in alle die wise, alse diser eynunge brief seit, alle argliste und geverde harynne uzgeslossen. und zu eim woren urkunde aller vorgeschriben dinge so haben wir der obgenante bysehof Wilhelm, Dietherich von der Witenmulen lantfogt und wir die vorgenanten stette unser ingesigele an disen brief geton hencken. der geben i5 wart an dem nehesten zinstage vor sant Gregrorientage des heiligen babstes in dem jore, da man zalte von gottes gebürte drützehenhundert jore nüntzig und ahte jore. und sind dirre briefe drie glich: der eine by dem byschofe von Strassburg, der ander by dem riebe und der dirte by der stat von Strassburg, die ouch by in hüben söllent. Str. St. A. G. U. P. lad. 44/45. nr. 84. 1. 2. 3. or. mb. lit. pat. c. 1 sig. pend. 3 Exem- 20 plare vorhanden mit je 13 Siegelbändern, bestimmt für die Siegel von : Selz , Münster, Rosheim, Türkheim, Kaysersberg, Oberehnheim, Weissenburg, Schlettstadt, Colmar, Hagenau, Straßburg, Landvogt, Bischof von Straßburg. Nur das Siegel des Landvogtes hängt, die andern 12 Bänder sind unbenutzt. 1 Reg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1797. 25 1350 . Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg: sendet und beglaubigt . . . unsere lieben getruwen Georgen von Bach unsern hofmeister und Hansen von Selbach, etwaz sach von dez bischofes wegen von Straszburg an uch zu werben . . . datum in Castro nostro Stein feria quinta ante dominicam Oculi anno 1398. Schloss Stein 1398 Marx 7. 30 Str. St. A. AA. 85. or. ch. I. cl. Reg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1798. 1351 . Ruprecht von der Pfalz an Strassburg: mahnt, Boten zu dem von ihnen unter seiner Vermittlung gewünschten Sühnetage mit den Herren von Ritsch zu schicken, und beglaubigt seinen Bevollmächtigten Volmar von Wykersheim. 35 Heidelberg feria 5 post dominicam Oculi anno 1398. Heidelberg 1398 Marx 14. Str. St. A. AA. 105. or. eh. I. cl. i Vgl. über diesen Vertrag, der wohl niemals Giltigkeit erlangt hat, die Bemerkungen i. d. D. R. A. III S. 10. Doch ist dort irrthümlich dinstag vor sant Gregorien aufgelöst als 11 März, während es der 5 März ist. — Vgl. unten nr. 1369 den Brief Dietrichs an die Reichsstädte im Eisass. VL 91 720 1398 1352 . Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg: er solle ... an zinstag März i 9 . nebst kutnmet gar einen ernstlichen tag bii uns zu Baden leisten . . . und bitte deshalb um Zusendung zweier Ratsfreunde, da es «um solche sache» sich handle, bei der er der Strassburger dringend bedürfe. datum Baden sabbato ante do- minicam, qua cantatur Letare anno 1398. Baden 1398 März 16. & Str. St. A. AA, 84. or. eh. I. cl. Reg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1799. 1353 . Wilhelm byschoff zu Strazburg einsite und Graflf Eberhart von Kirchperg dechan und das cappittel der merren stifft zu Strazburg andersite verjehent und be- kennent, . . . dass des Meisters und Rates zu Strassburg bevollmächtigte Boten: io Herr Riilman Swarber stettmeister, Thoman von Endingen, Bulin Barpfennig ammanmeister, Dietherich Burggraf, Johans Bock, Ulrich Gosse altenammanmeister, Claus Billung dem man sprächet güten Claus . . . eine Richtung und Sühne zwischen ihnen zu Stande gebracht haben . . . von sogetaner züsprochen und gebresten wegen, so wir gegeneinander gehept hant. actum feria secunda proxima post diem scti Gre- u gorii papae anno 1398. 1398 März 18. Str. St. A. AA. 1422. or. mb. lit. pat. 1354 . Hagenau an Strassburg: will sofort Nachricht geben, sobald irgend etwas über «houffungen» und dergl. verlautet, und erwartet dasselbe von Strassburg, dem es jederzeit bereit sei zu Hülfe zu eilen . . . wir haben! ouch mit unserm herren dem so lantvogte dovon geret, ist sin meynunge, allen riehsstetten daz zu schriben, und obe man üt zu den Sachen tünde würde, daz sü daruf gewarsam sin wellen!. datum feria quarta post Letare anno 98. 1398 März 20. Str. St. A. AA. 2017. or. ch. I. cl. 1355 . Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg: bittet, einen Aufschub für 2 » den zwischen dem Grafen von Salm und dem Bischof von Strassburg in ihrer Stadt angesetzten Tage bis zum 25 März zu erwirken, weil der von Salm durch eine Tagleistung mit Ludwig von Lichtenberg in Anspruch genommen sei. datum Baden feria sexta ante dominicam Judica anno 98. Baden 1398 März 22. Str. St. A. AA. 85. or. ch. I. cl. go Reg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1800. 1356 - Der Abt des Klosters Lützel an Straßburg über seine Haltung gegenüber dem Pabste von Rom und Avignon. EnsisJieim 1398 März 23. Erbern wisen und lieben fr und und fürder er . . uns ist fürkomen, wie etlich lüte geistlich und weltlich vor uwerer . ? uns ze smechen geret haben! und zihend uns, 35 wie wir uns halten gein Avion und niht ge in Rome, wir sprechen aber, daz uns die, 1 Zu ergänzen gnaden o. dergl. 1398 721 die daz geredt habent und noch redent, niht gütlich tünd und verbergen! zwar die warheit, wer sü sind, nieman uszgenomen, wan wir und unser gotzhus uns nie anderswa gehielten denn gein Rome, davon bitten wir uwer erberkeit, früntschaft und wisheit mit demütigem bisse, daz ir fürbas von uns ein solichs nit weint glühen, 5 wan ir wol mügent verstan, daz ein soliche unworheit kumt von valschem hertzen und getrüwent, ir lant üch unser bitten und geschrift niht verdriessen, wann inöhten wir üch üt getün, daz üch dienst und lieb were, dez weren wir willig. geben zü Ensisheim an samstage vor Judica in der vasten anno etc. nonagesimo octavo. Brüder Heinrich von gotes gnaden abte zü Lützela. ,o Str. St. A. V. C. G. K. 22. or. ch. I. cl. 1357. Raimund von Ettendorf, Herr zu Hohenfels an Strassburg: bittet um Freilassung seines gefangenen Dieners Kuntz von Wiltenheim, der myn wartet und niemans anders, och nüst mit uch zü schaffen bet. geben uff fritag vor dem palmentage anno 1398. 1398 März 29. 15 Str. St. A. Abt. IV, 29. or. eh. I. cl. 1358. Markgraf Bernhard 1 von Baden an Strassburg: ist bereit, den vom Bischof vorgeschlagenen Tag am 13 April in Strassburg zu leisten, und bittet, dies dem Bischof sowie dem Ritter Rudolf von Hohenstein mitzuteilen. datum Baden feria tertia proxima post dominicam Palmarum anno 1398. linden 1398 April 2. 20 Str. St. A. AA. 85. or. ch. I. cl. Reg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1805. 1359- Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg: bittet, den Wein zollfrei durchgehen zu lassen, den sein Kammerknecht Hans Zelter für ihn gekauft habe, datum Baden feria quarta post festum pasche anno 1398. Baden 1398 April 10. 25 Str. St. A. AA. 85. or. ch. I. cl. Reg. d. Mrkgr, v. Bad. nr. 1807. 30 1360. Rüleman an Meister und Rat von Strassburg: wünscht freies Geleit, um seine Unschuld darzuthun. geben sabbato post diem pasce anno 1398. 1398 April 13. Str. St. A. Abt. IV, 72. or. ch. I. cl. 35 1361. Cuntze Felleberg an Strassburg: bittet um Aufenthalt in der Vorstadt bis 24 Juni, da er «ernstlicher sache wegen mit den uwern zü reden habe von schulden wegen». geben uff samstag nach dem heiligen ostertage anno domini 1398. 1398 April 13. Str. St. A. Abt. IV, 72. or. ch. I. cl. 1 Derselbe an den Ammeister Konrad Armbruster: sendet und beglaubigt seinen Amtmann Hans Conzman von Staffurt. Baden 1398 März 31. — Ebenda AA. 103. or. ch. I. cl. — Reg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1803. 722 1398 1362. Schultheiss und Rat von Gengenbach an Strassburg: . . . wissen, daz wir ein personen hant by uns, die belümdet ist von der malendrige, die öch so krank an irme libe ist, daz wir sü in die stat gon Straszburg nit geschicken mögent zu den meistern, die ir gesetzet hant, die lüte ze besuchend; bitten desshalb, dass jene ... zu uns (nach Gengenbach) koment zu derselben personen . . . datum feria secunda post dominicam Quasimodogeniti anno domini 98. Gengenbuch 1398 April 15. Str. St. A. AA. 2016. or. ch. I. cl. & 1363. Bernhard von Schauenburg an Meister und Rat von Strassburg: kann Albrecht von Neueneck nicht, wie er versprochen, vor sie nach Strassburg bringen, >» da letzterer inzwischen durch Fehde genötigt sei, auf seiner Burg zu bleiben. Bittet Mm Ls. desshalb die Ordnung der Angelegenheit bis Pfingsten zu verschieben. geben an der liebsten mittwochen vor sant Gergentag anno 1398. 1398 April 17. Str. St. A. Abt. IV, 72. or. eh. I. cl. 1364 . Strassburg an Bernhard von Schauenburg: . . . also du uns verschriben 1 »s best von Obrehtes von Nuwenecke wegen, do wellent wir die Sachen in güten dingen gegen Obrehte lassen geston bitze uszgonder pfingestwuchen nebst körnet ane geverde, alse das du für in sprechest alse vor und uns des dinen brief mit disem hotten wider schickest unde mäht in dozwüschent zu uns bringen in der messen, also du mit uns und wir mit dir dovon geredt hant. datum sabbato proximo ante festum beati so Georgii martiris anno 1398. 1398 April 20. Str. St. A. E. E. or. mb. I. cl. c. sig. i. v. impr. 1365. Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg : bittet, dem von ihnen gefangenen Falkener seines Oheims von Bitsch, Meister Walther, «ein zil zu geben biz Mai ss. uf den pfingstag». datum Baden feria secunda ante Georgii anno 98. 25 Baden 1398 April 22. Str. St. A. AA. 85. or. ch. I. cl. Reg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1809. 1366. Dietherieh von Wasselnheim an Meister und Rat von Strassburg: die Gefangennahme des Saarburger Bürgers Hans Kropf 2 sei geschehen, als er im Dienste so Strassburgs im Kriege gegen Bitsch am Kochersberg und an der Zorn Wache gehalten habe; ausserdem habe jener ihn und die Seinigen früher geschädigt, so dass er mindestens völlige Kehrung verlangen müsse. geben uf st. Gergentag anno 1398. 1398 April 23. Str. St. A. Abt. IV, 74. or. ch. I. cl. 35 1 Vgl. vorige Nummer. 2 Die Namensform wechselt zwischen Kropf , Krepfe, Crape. 1398 723 1367. Dietrich von Wasselnheim an Meister und Rat von Strassburg: bittet auf ihr Schreiben hin um freies Geleit nach dort . . . um uch zu erzalen, in welicher mossen mich Hans Krepfe geschediget het. geben uf mittewuchen noch sct. Gergen tag anno 98. April 24. 5 Str. St. A. Abt. IV, 72. or. eh. I. cl. 1368. Bischof Wilhelm von Strassburg an Meister und Rat von Strassburg: Hans und Albrecht genannt Heide von Diffenowe, die zu dem Markgrafen gehören, hätten ihm widersagt, und desshalb bitte er sie, den Markgrafen von Baden zum Einschreiten gegen dieselben zu veranlassen, widrigenfalls er keinen weiteren Tag mit io dem Markgrafen halten werde. geben mittenwochen nach Georgentage. [1398 April 24.] > Str. St. A. AA. 1483. eop. ch. coaev. Reg. d. MrJcgr. v. B. nr. 1810. 1369. Landvogt Dietrich von der Witenmüle an die Reichsstädte im Eisass: 15 Hagenau, Colmar, Schlettstadt, Weissenburg, Oberehenheim, Kaysersberg, Rosheim, Türkheim, Münster und Selz: mahnt sie dringend in des Königs Namen, in Gegenwart des von ihm gesandten Schreibers Jose von Pfortzheim, die jetzt ausgefertigten Einigungsbriefe der Einigung, «die die sehsse von der drier teile wegen gesworen haben», zu beschwören und mit den Stadtsiegeln zu besiegeln. 1 2 datum ipsa die 20 festi scti Marci evang. anno 1398. 1398 April 25. Str. St. A. G. D. P. lad. 45/46. or. ch. I. cl. Gedr. Als. dipl. II, 302. Reg. D. R. A. III S. 10. 1370. Saarburg an Strassburg: dankt für die Hilfe, die Strassburg ihrem von 25 Dietrich von Wasselnheim gefangenen Bürger Hensel Grape gewährt hat. Bittet, ihm weiter behilflich zu sein, dass er ledig gezahlt werde . . . wand er ouch in unser botschaft waz zu Lütholde von Kolbeczheim, alz er und her Wolf üwer wiszheit wol sagende werden!, den selben wellent glouben, was si uch mit dem münde von unser wegen sagende werden!. datum ipsa die beati Marci evangeliste anno 1398. 30 1398 April 25. Str. r St. A. G. U. P. lad. 45/46. or. eh. I. cl. 1371. König Wenzel an Strassburg: fordert auf, bevollmächtigte Gesandte zu schicken, die zu mitwochen über virczehen tag zu Koblencz sein sollen. geben zu Mai ss. Luczemburg des sunabendes noch des heligen creuczs tage reg. hob. 35 reg. rom. 22 . 85 Luxemburg 1398 Mai 4. Str. St. A. a. d. Saul I. 13. VIII nr. 72. or. ch. c. s. i. v. impr. Gedr. B. R. A. III nr. 38. 1 Vgl. Anmerhg. 1 zu nr. 1376 Bernhards Brief mm 22 Mai 98. 2 Vgl. oben nr. 1349. 724 1398 1372. Lienhart genant Schultheisz ritt er, Reimbolt Huffelin der eilter, Johans Bock, Claus Merswin die vier meistere, Cünrat Armbroster ammanmeister der stelle ze Stroszburg und darzu ich Thoman von Endingen ritter und ich Ulrich Gosse altammanmeister verkündigen, dass sie eine Sühne zu Stande gebracht haben zwischen Bischof Wilhelm von Strassburg und Ritter Rudolf von Hohenstein in ihren Streitigkeiten wegen Pfandschaft und Lösung der Burg Girbaden. 1 2 geben des nehesten zinstages noch sante Philippes und saute Jacobes tage . . . do man zalte 1398. 1398 Mai 7. Str. St. A. AA. 1422. cop. ch. coaev. 5 1373. Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg: antwortet auf die Einladung 10 zu einem Sühntage in Strassburg in der Streitsache seines Ritters Rudolf von Hohenstein und des Bischofs von Strassburg . . . nü mögend ir wol wissen, daz wir mit dem bischoff ein tag zu obren Bühel an mitwoch nebst körnet leisten sollen, als der dar bereit ist. dez selben tage wir euch da warten oder gen Lichtenow durch uwern willen dann schicken wollen denselben tag zü leistend in der masz, als er ^ bereit ist . . . Sonst müsse er bitten einen andern Tag anzuberaumen und ihm davon rechtzeitige Mitteilung zu machen. datum feria quinta proxima post dominicam Cantate anno 1398. 1398 Mai 9. Str. St. A. AA. 85. or. ch. I. cl. Reg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1812. 1374. Claus Lauweler der ältere von Strassburg: urkundet, dass er zu Baden und anderswo geredet habe, der Wein, den die Badener Wirte schenkten sei «gemacht» so dass ihn kein «Biedermann» trinken solle, dass ihn darauf vorgenannte Wirte vor Meister und Bat verklagen wollten und dass er Markgraf Bernhard, dessen Räte und die Wirte gebeten habe, davon abzustehen ; diese Bitte sei gewährt worden und so 25 erkläre er, dass er den Wirten unrecht gethan habe. datum sabbato proximo ante festum ascensionis domini anno domini 1398. 1398 Mai 11. Str. St. A. Abt. IV, 72. or. ch. I. pat. Reg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1814. 1375. Meister und Rat von Schlettstadt an Strassburg: ersuchen . . ., daz ir so Ulin Apt und Swob Heinrich underwisent und solich haltent, daz sie uns und die unsern uszer vorhte lassent. . . denn hätten sie Anforderungen, so seien sie bereit . . . darumbe rehtes gehorsam zu siend uff gelegenlichen tagen und stunden vor gemeinen luten . . . datum feria secunda ante festum ascensionis domini anno 98. 1398 Mai 13. 35 Str. St. A. AA. 2036.2 or. ch. I. cl. 1 Vgl. oben nr. 1345 den Brief des Rud. v. II. an Straßburg 1398 Febr. 23. 2 Ebenda Brief v. 9 Mai: worin berichtet wird, daß Swob-Heinrich gesagt habe , er wolle Schlettstädter Bürger angreifen und schädigen, wo und wann er sie anträfe. 1398 -25 1376. Markgraf Bernhard von Baden 1 an Strassburg: haben uwern brieff von des tages wegen, der uf mitwoeh nebst komet zu Lichtenow sin sol, wol verstanden Mai ts. und wollen die unsern also uf denselben tag schicken, dann were der tag zu Bubet gewest, wir wollten selber da sin gewesen, wolt aber der bischoff 2 in solicher genehe 5 by Lichtenow sin, so wollen wir zu Stalhofen sin. datum feria secunda ante ascensionem domini anno ejusdem 1398. 1398 Mai 13. Str. St. A. AA. 85. or. ch. I. cl. Reg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1814. (vgl. 1815 u. 1816). 1377. König Wenzel gebietet Straßburg, den Brüdern vom Deutsch-Orden zu io ihrem Rechte zu verhelfen. Luxemburg 1398 Mai 13. Liben getrewen. wir lassen euch wissen, das uns furbracht bat der meister dutsches ordens, das etliche von ewern bürgern bey euch zu Strasburg und ouch andere mit in frevelichen gefangen sint in irer kirchen und freyheit, die sie von keiserlichen, königlichen und unsern gnaden haben, und da iren köre gewalticlich io und frevelich uffgestossen haben und da böse lesterliche und Unrechte brive gelesen über brudere des dutschen ordens von des bischoffs wegen zu Strasburg und sun- derlich über den kompthur desselben dutschen huses zu Strasburg mit namen genant Johans von Prussen ein prister und dorzu yme und andern brudern des ordens frevenlich, böse und lesterliche wort zugesprochen haben und in ir messer und wallen ao gen in gegriffen haben, sie damit zu schedigen. wann nu derselbe dutsche orden gefriet ist von unsern vorfaren, keisern und kunigen, und ouch von besundern gnaden, so wer in ir friheit frevelich geet oder brichet, das der verfallen ist dem heiligen reiche in unser camer umb hundert pfunt goldes, halb den klegern. hirumb begern wir von euch und wollen ernstlichen, das ir die vorgenanten freveler und alle die andern ir 25 freveler, die euch der obgenante Johans Malkow kompthur des dutschen huses zu Strasburg benennen wirt, und ir iglichen besunder, die euch angeboren, in solcher masse verburgent, ob sie des frevels mit recht uberwunden werden, das wir danne der pene und der busse der hundert pfunt goldes, die sie vorfallen sint, von eyme iglichen der vorgeschriben gewisse und sicher sein, wer es aber, das ir hiran sumig 30 wurden! und sie nicht also halten!, das sie dem rechte darüber entwichen! und uns unser bussz und gerichte also entginge, so muslen und wolten wir das zu euch der stat von Strasburg suchen und fordern, ouch so wellen wir mechtig sein des vorgenanten kompthurs vur unsz um rechten zustand. ouch begern wir und wollen ernstlichen, was der egenante dutsche orden und sine brudere freyheit von dem heiligen reiche 35 nü zumal haben oder von dem römischen stule oder von uns erworben haben, das 1 Mai 22 derselbe an Stratiburg: er wolle die Sache mit dem Bischof Wilhelm bis zum 24 Juni anstehen lassen und inzwischen einen Tag zu Lichtenau oder Ober-Bühl beschicken, sowie auch dafür sorgen . . . daz die Heide von Tieffenow (vgl. nr. 1368 oben den Brief vom 24 April) und ouch die fründ von des todslages wegen ... so lange Frieden hielten. — Str. St. A. AA. 1426. or. ch. I. cl. 2 [Nach dem 22 Mai] Bischof Wilhelm an Stratiburg: erklärt sich einverstanden mit dem Aufschub [undatiert]. — St. St. A AA. 1426. or. ch. I. cl. — Vgl. unten nr. 1393 Bernhards Brief vom 21 Juni. 726 139Ö ir sie dobey beschirmen sullet bis an das recht und wie sie beyde bebstliche, kaiserliche und unser freiheit. sullen offenbar machen nach uswy^tmg des rechten, daran sollent ir sie in keinem wege irren sunder schirmen, und nicht gestatet, das in ymand doran keinen gewalt tue in dheineweis by unsern hulden. geben zu Luczemburg des montags in der crewczwochen unser reiche des beharnischen in dem 35 und des s römischen in dem 22 jaren. Str. St. A. AA. 113 nr. 86. or. ch. I. el. 1378. Meister und Rat von Schlettstadt an Strassburg antworten: sie hätten die Hafer- und Gerstevorräte des Strassburger Kornhändlers Henselin Eckestein beschlagnahmt, weil . . . wie vor etwie langen ziten by uns ufgesetzet habent, daz man nieman io weissen, habern und garsten von unser stat sol furen, der by uns gekauft wirt one unsern urlop. da hat derselb uwer burger etwie vil habern und garsten by uns kauft und ist zu unsern zöllern körnen und hat auch frSmde lute zu yn geschicket und haut die alle zu verstände geben, sie brehtent es von Colmar: und also ist er schelklichen mit behendikeit, wan er etwenne spraph, er brachte muze, so waz es ,s habern, unbegangen, und sind uns etlich zölle damitte entpfurt worden und uns unser habern und garste enweg gekurt, und ist auch er des gihtig vor uns' gewesen . . . Ebenso sei es mit dem andern Strassburger Kornhändler Heinze Kistener. da,tum sabbato post festum ascensionis anno 1398. I3»s Mai 18. Str. St. A. AA. 2036. or. ch. I. cl. 20 1379. Hagenau an Strassburg: beklagt sieh, dass der Strassburger Bürger Lütold von Mülnheim zweien der ihrigen auf offener Strasse, Wagen, Schiffe, Geschirr und^ Wein abgenommen habe. Habe jener Forderungen au die Geschädigten, so möge er vor ihnen Recht suchen, jetzt aber die beschlagnahmten Sachen wied'erherausgeben. datum feria quinta ante Urbani anno 98. 13i)8 Mai 23. 25 Str. St. A. AA. 2017. or. ch. I. cl. 1380. Reinhard von Windecke an Meister und Rat von Strassburg: erinnert daran, dass ihm vor Zeiten durch den Domprobst Burckard von Lützelstein das Dorf Pfaffenheim im oberen Mandat verpfändet sei, und bittet desshalb, dass sie mit den Strassburger Bürgern, welchen «zinsen und gälte» in Pfaffenheim zustehen, ... 30 reden wellent, daz sie zu denselben von Pfaffenheim fürbasz nüt angriffen und sie herinne min loszent genyeszen zu disen ziten. daz wil ich allzit umbe lieh und umb sie verdienen, und dunt dozü, alsz ir woltent, daz ich gegen den uwern dete. euch sende ich üch die, die ich nü zemol weisz der uwern in disen zedel verschriben, mit den ich uch bitte zu reden und zu underwisen von mynen wegen von der sache 3:. 1398 727 wegen, uwere verschriben antworte by disem botten. datum Windecke feria quinta ante festum pentecostes anno 98. Windeclc 1.308 Mai 2.3. Str. St. A. V. C. G. K. 22. or. ch. I. el. 1381. Heylmann Snydelach von Kestenburg an Strassburg: teilt aufs neue mit, ft dass er ohne sein Verschulden und Erwarten fortdauernd von den Ihrigen geschädigt werde, und bittet um Abstellung und Ersatz oder Ansetzung eines Sühnetages, geben off den heiligen phyngest dag anno 1398. 1.308 Mai 26. Str. St. A. Abt. IV. or. ch. I. el. 1382. Heimburger und Geschworne von Dachstein an Strassburg: rechtfertigen io sich, dass sie dem Strassburger Bürger Johans Eeheman die ortsübliche Steuer aufgelegt haben, denn dieser wohne vollständig bei ihnen und nehme an allen Nutz- niessungen der Almende teil. geben uff den pfmgest mendag anno 1398. 1.308 Mai 27. Str. St. A. G. ü. P. lad. 271 fase. 4. or. ch. I. cl. 15 Vergl. Wenaher, de ußburg. 224. 1383. Pfalzgraf Ruprecht (III) an Strassburg: ersucht die Stadt, dem Cuntzel von Altorf, der von ihnen gefangen genommen wurde, Ziel zu geben zu einem gütlichen Tage. datum Heidelberg secunda feria post festum penthecostes. Heidelberg [1.308 Mai 27]. 20 Str. St. A. G. ü. P. lad. 203. or. ch. I. cl. Reg. Koch u. Wille nr. 6809. 1384. Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg: sendet und beglaubigt Herrn Rudolf von Hohenstein den alten Vitztum . . . datum Baden feria quinta post festum penthecostes anno 98. Baden 1308 Mai 30. 25 Str. St. A. AA. 85. or. ch. I. cl. Reg. d. MrTcgr. v. Bad. nr. 1818. 1385. Die vereinigte Kaufmannschaft von Mailand an Straßburg: senden und beglaubigen Franciscus de Conago zur Unterhandlung über die Ausbesserung des Verkehrsweges nach Deutschland. Mailand 1308 Mai 31. 30 Egregii et honorandi domini carissimi. cum pro communitate mercatorum Medio- lani transmittamus discretum virum Francischum de Conago mercatorem Mediolani ad partes vestras et Allamanie causa procurandi de reparationibus itineris Allamanie, et idem Francischus informatus de intentione dictorum mercatorum habeat vobis dicere aliqua ex parte dictorum mercatorum causa predicte reparationis, rogamus 35 vos, quod in dicendis et requirendis per eum nomine dictorum mercatorum fidem VI. 92 728 1398 adhibere dignemini et placeat sic agendo, qood mercatores et eorum nuncii et factores cum eorum mercantiis habeant causam comode per partes vestras hinc inde visitandi. . . abbates et eomunitas datum Mediolani die ultimo Madii mercatorum Mediolani. 1398. \In verso ] Egregiis et sapientibus viris dominis magistro et consciliariis Argen- s tinensibus honorandis amicis carissimis. Sir, St. A. V. C. 6. K. 23(24. or. eh. I. cl. c. s. r. v. impr. del. mit starken Abkürzungen geschrieben. Gedr. Oberrh. Zeitschr. VI, 2. S. 320. Fritz, zur Gesch. des deutsch-lombard. Handels. 1386- Heinrich von Geroldseck und Lahr an Meister und Rat von Strassburg: io bittet sie, ihm bei den Bürgern, denen er noch schuldet, bis Michaelis Aufschub zu erwirken, da auch ihn seine «armen lute» bisher nicht bezahlt hätten. datum feria secunda post octavam penthecostes anno 1398. 1,398 Juni ,3. Str. St. A. Y. C. G. 23. or. eh. I. cl. 1387. Hartman von Rumlang an Strassburg: bittet, seinem . . . gedingeten knecht ir, Claus Herbst von Nüburg, der wol zwöy jar bij mir war in dem krieg, so min gnedige herschaft von Ostrich hat wider die walstett . . ., dazu zu verhelfen, dass er in Besitz der Hinterlassenschaft seines verstorbenen Mitknechtes und Vetters Erhärt Herbst von Nüburg komme. geben Zurzach uff den mentag vor unsers herren fronlicham tag under minem uffgedrukten insigel anno 98. 20 Zursuch i. Aargau 1,398 Juni Str. St. A. Abt. IV, 72. or. ch. I. pat. c. sig. impr. 1388. Schwartz Rudolf und die Gemeinde vonAndlau 1 an Meister und Rat von Strassburg: wollen einen Knecht hinrichten und bitten, ihnen dazu den Strassburger Scharfrichter zu senden . . . wenne wir nieman anders wissent darumbe anzüruffende s» denne üch uf dise zit, wenne der schultheisz in uwerre stat nüt in lande ist. geben uf sunnendag nach unsers herren lichnamentag anno 1398. 1,398 Juni 9. Str. St. A. Abt. IV, 72. or. eh. I. pat. c. s. impr. 1389. Saarburg an Straßburg.- teilt mit, daß der Herzog von Lothringen Fehde angesagt habe, und bittet um sofortige Hülfe. 1398 Juni 10. so Den frümen wisen herren dem meister und dem rate zu Strazburg entbiethen wir die gemeinde gemeinliche der stette zu Sarburg unsern undertenigen dienst und lant üwer wiszheit wiszen, daz der hochgeborn fürste, der hertzoge von Lothringen Vgl. oben nr. 1052 Andlau verkündigt die Hinrichtung eines Knechtes 1396 Mai 21. 1398 729 uns wyderseit het uf disen mendag vergangen zu abende, und ist sin ßelis zu Sar- j U m3. ecke mit ebne barste, und ist uns Vorkommen, wie daz sine rehte houfünge erst sin . stille uf disen nehsten kommenden mittewüche. und wer es ]uwer wille, daz uwer junm. wiszheit bij uns wolle schicken der üweren sexczig oder ahczig mit glewen bij 5 Larburg in ein holcz, alz danne Lüthold von Kolbeczheim gut dunkel, und daz sie in dem holcze werent uf disen hütigen zynstag zu abende und das uns daz Juni u. Lüthold mit eime kneble lasze wizzen in die stat, so hoffete wir mit der gottes hilfen zu schaffende mit dem ersten barste, daz üwer wiszheit und uns wol mühte kommen und erlich und nüczlich mühte sin. zu disen Sachen welle üwer wiszheit 10 tün, alz ir trüwent, daz uch und uns wol mag kommen, und als wir üwere wiszheit sünderliche alle ziit wol getrüwent. gebyttent uns alle ziit. datum feria secunda post festum corporis Christi anno etc. 98. [In verso ] Den frümen wisen, dem meister und dem rate zü Strazburg. Str. St. Ä. G. ü. P. lad. 45/46. B. 41. or. ch. I cl. 15 1390. Bischof, Landvogt und Stadt Straßburg verbunden sich zu einem, gemeinsamen Zug gegen die ihren gemeinsamen Feinden den Herrn von Bitsch gehörige Feste Lemberg. 1308 Juni 10. Wir Wilhelm von gottes gnaden erwelt und bestätiget byschof zu Strazburg von unsern und unsers bystumes wegen an eim teile, ich Dietherich von der Wyten- 2 o mülen lantfogt in Eilsazz von der lantfügtye und der richestette in Eilsazz wegen an dem andern teile und darzu wir Johans Bock der meister und der rat von Strazburg von der stelle und bürgere zu Strazburg wegen an dem dirten teile verjehent und kündent mengelichem mit disem briete von des grossen schaden und unrehten wegen, so die herren von Bytsche und ir helffere uns allen drien teilen zügefüget und 25 geton hant wider reht, alse uns beduncket, daz wir uns do des früntliche miteinander ver- eynet haben in dise wise, das wir vegenote miteinander ein gemeinen gezog und ein ritd tün sollend und wellen! vür die vestin Lemberg, alse das drie bezeichenungen be- wisent, der wir ye das teil ein het. werz do, das uns von gölte gelückete, das wir die vestin oder gefangenen oder ander güt uf dem ritte gewünnent, do süllen wir so drü teil, waz do gewonnen wurt, glich in drü teil teilen, und sol eime teile alse vil do werden, alse demme andern, und sollend ouch wir alle drü teile den krieg hynnanfürder getruweliche triben, und sol sich dhein teil one das ander nit friden, sünen oder vürworten one der andern teile wissende und wille ungeverliche. und zu eim urkunde so sind unser ingesigele an disen brief gehencket. der geben wart 35 an dem nehesten mentage noch unsers herren fronlichamen tage in dem jore, do man zalte von gottes gebürte drützenhundert jore nüntzig und ahte jor. und sind diser briete drie glich, der yetweder teil einen hot und by ime hübet. [Ln verso ] Wie der lantvogt, der bischoff und die stat von des rittes wegen gon Lemberg sich vereynigetent. 40 Str. St. A AA. 1422. or. mb. lit. pat. c. 3 sig. pend. 1391. Herzog Leopold von Oesterreich an Meister und Rat von Strassburg: Eberhard von Württemberg hat ihm seinen «Zuspruch», den er an Straszburg zu haben meint, mitgeteilt . . . auch hat er uns gebotten, wie er derselben Zuspruch gern auf uns und unser rete ho men und der bey uns beleihen welle . . Bittet, um zu wissen, wie er antworten solle, um ihre Meinungsäusserung. datum Friburg in Brisgow 5 an donrstag vor sant Vitstag anno 98. Freiburg i. Br. 1308 Juni 13. Str. St. A. AA. 79. or. ch. 1. cl. 1392. Kleinwilhelm von Lienstat macht bekannt, dass er mit der Stadt Strassburg gesühnt sei und sich aller Ansprüche an die Stadt begeben habe. geben an der nehsten mittewochen vor des heilgen sancte .Johans baptisten tage zu sungihten 10 in dem jare, do man zalte drützehenhundert nüntzig und ahte jare. 1308 Juni 10. Str. St. A. G. U. P. lad. 165/166. or. mb. I. pat. e. sig. pend. 1393 Markgraf Bernhard von Baden an Meister und Rat von Strassburg: teilt mit, dass er zwar um ihretwillen die Stallung mit Bischof Wilhelm von Strassburg bis zum 15 Juli erstrecken wolle, jedoch den Tag zu'Obern-Bühel nicht am 1 sondern u> erst am 3 Juli leisten könne. 1 datum Pforczheim feria sexta ante nativitatis Job. bapt. anno 1398. Pforzheim 1308 Juni 21. Str. St. A. AA. 1426. or. eh. I. cl. Heg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1820. 1394. König Wenzel an Strassburg: erklärt sich einverstanden mit der von so Strassburg und andern Städten getroffenen Wahl des Landvogts Borziboy von Swinar zum Hauptmann des Landfriedens im Eisass, muss aber bitten, die Geschäfte vorläufig dem Unterlandvogt Dietrich von der Witenmüle zu übertragen, da er desselben Borziboy . . . durch notlicher Sachen willen, die wir kurczlichen zu Nuremberg zu schaffen haben, niht wol emperen (können) sunder seiner gegenwertikeit notlichen a bedurften .... geben zu Frankenfurt des freytages vor sant Johannes tage baptiste a. reg. boh. 35 reg. rom. 22. 1308 Juni 21. Str. St. A. AA. 113. nr. 79. or. ch. I. cl. 1395. Die Städte Straßburg und Saarburg schließen ein Bündnis auf 5 Jahre. 1308 Juni 22. s» ln gotes namen amen, wir Johans Bock der meister, der rat und die bürgere gemeinliche der stette zu Strazburg und euch wir der schultheisse, der rat und die burger gemeinliche der stette zu Sarburg verjehent und tünd kunt allen den, die disen 1 Vgl. oben nr. 1376 Bernhards Brief vom 13 Mai und die Anmerkg. dazu. 1398 731 brief iemer anesehent oder geliSrent lesen, das wir gölte zu lobe und unrebtem ge- walte zu widerstünde und durch sunder früntschaft und gegensehender liebe, die wir zu einander haben!, uns anderwerbe zusammen vereyniet haben! vür uns und alle unser nochkommen dise nehesl künftigen fünf jore uzz, die anefohen sollen! uf sanl 5 Jacobslage des heilgen zwölfboften schierst künftig, einander gelruweliche beholffen j„u ss. zu sinde by den eyden, die wir lipliche an den heilgen dar umbe gesworn haben in die wise, alse harnoch geschriben stot. zu dem ersten: so söllenl wir die von Zarburg den von Slrazburg und allen den iren die selbe slal Zarburg uftun, und sol ouch die selbe slal Zarburg dem meister, dem rote und den bürgern gemeine und >» besunder der stat zu Strazburg, allen iren helffern dienern und den iren, es sie mit lützel oder mit vil lüten offenn und ufgeton sin vürderliche und one alles vertziehen, wenne und wie dicke sy wellen!, in den hienoch geschriben fünf joren, es sie by tage oder by naht, das sy sich in der selben stat zu Zarburg in und dar uz behelffen mögen! und daryn und daruz gefaren, wenne und wie dicke sie wellen!, wider menge- 15 liehen uf iren kosten, den selben kosten und ouch veilen kouff wir die von Zarburg sollend schaffen den von Strazburg und allen den iren zu Zarburg gegeben werden umbe ire pfenninge noch bescheidenlichen dingen, dar zii söllend ouch wir die von Zarburg, unser bürgere und alle die unsern den vorgenanten den von Strazburg, iren bürgern und allen den iren gelruweliche berufen und beholffen sin wider mengelichen 20 zu allen der von Strazburg und ire bürgere kriegen, die sy hynnanfürder gewinnen!, zu glicher wise, alse obe es uns die von Zarburg und unser bürgere selber anegienge, untze an die stunde, das soliche der von Strazburg und ire bürgere kriege gentzliche gesünet werden, doch also, was offener kriege die von Strazburg mit iemanne haben! oder gewinnen!, darzü sie wellen, das wir in beholffen sien, die sollend sy uns ver- 25 künden, so si wellen!, das wir vn die helffe kommen in der messen, das wir uns gegen den houptlüten des krieges ahte tage vor bewaren mögen! ungeverlichen. wer aber, das ire dienere by uns uzz oder in riten wollen und wollen! stellende sin noch bösen übel- tetigen lüten, die argwenekliche in dem lande riten, gegen den dürften! sy uns nützit verkünden, danne wir sollend in und den iren darzu geraten und beholffen sin und sy by uns so uz und yn lassen glich, alse do obenan geschriben stot. dogegene uud umbe den güten willen, so die von Zarburg zu uns den von Strazburg haben!, darumbe so hant wir der meister, der rat und bürgere der stelle zu Strazburg vür uns und unser nochkommen uns vereyniet in dise wise: wer es, das ieman, wer der were, der yn dem bystum zu Strazburg yetzent mit huse und mit siner huszere seszhaft ist oder in demme hie 35 nochgeschriben zile, die wile dise selben zile werent, mit huse unde sime huszeren darynne seszhaft wurde, die von Zarburg oder ire bürgere hynnan fürder anegriffe, kriegete oder schadigete in dem bystum zu Strazburg, welhem danne under denselben die von Zarburg oder ire bürgere rehtes gehorsam wellen! sin zu tünde vor unserme rote zu Strazburg, der danne ist, oder dohin sye danne die selben meister und rat io zu Strazburg, die danne sind, wisent, des selben ouch die von Zarburg und ire bürgere gehorsam sin sollen! und die selben, die sy danne also geschadiget betten, das nit von yn uf nemmen wollen! und sich do mitte nit wollen! lossen gegen in benügen, gegen demme und den söllend wir die von Strazburg den von 732 1398 Sarburg und iren bürgern geroten und beholffen sin in dem bystiim zu Straz- burg und nit vürbasser zu glicher wise, alse obe es uns die von Strazburg und unser burger selber anegienge untz an die stunde, das den von Sarburg und iren bürgern das widerton wurt, das in denne von den selben also gescheen were und sy dovon unklagehafft werden! gemäht, alse es meister und rat zu Strazburg, die danne sind, denne erkennen!, das sie unklagehaft gemäht sind und yn do von volleton sie one geverde. wer es oueh sache, das ieman, wer der were, der ginesite der steygen seszhaft were, die von Sarburg und die iren bekriegen und benötigen wolte oder be- kriegete oder beschedigete und dar zu wir den von Sarburg nit beholffen wollen! sin umbe das, daz danne die von Sarburg den, die also mit in kriegen oder sie benötigen wollen, deste baz widersatz gegeben möhtent und sieh gegen yn geweren, so haben! wir den von Sarburg gegünnet. und erlebet, das sie sieh gegen andern luten oueh vereynigen oder verbinden mögen, die yn wider die zu helffe kommen, die sye also beschedigent oder bekriegen!, doch gedingliche uzgescheiden, das sie uns und unser bürgere und die unsern der stelle zu Strazburg und dise eyniunge und früntschaft vor allen dingen uznemment, und das soliche verbüntnissen oder verey- niungen uns und unser stelle zu Strazburg und diser vereyniungen gentzliche un- schedeliche sient. werez oueh, do vor got sie, das die von Sarburg von yemanne besessen wurden!, oder die von Sarburg küntliche erfänden!, das man sy besitzen wolle, und uns den von Strazburg das verkündeten! und uns darumbe manetent umbe hülfe, ieman zu in in die stat Sarburg zu schickende und zu irme rote uf ir eide erkant betten!, das sye der hülfe notdürftig werent, das söllen wir tun und söllend yn danne zu stund vurderliche in den ahte tagen noch der manunge zu hülfe schicken zehen der unsern mit glefen und zehen schützen, die in yre stat helffent weren und yn von unsern wegen geroten und beholffen sind o. a. g. was Kriege in disen fünf joren unser dheine stat bette, do zu ir die ander stat beholffen were, do sol sich dheine stat under uns beden mit den, mit den sie krieg alsus haben!, nit friden, sünen oder vürworten, sie habe danne die ander stat in die friden, sünen oder vürwort begriffen und dar ynne versorget, glich alse sich selber ungeverlich. wir nemment oueh zu beden siten har ynne uzz das heilge römische riebe, darzü nemment wir die von Strazburg harynne uzz, zu wemme wir uf dise zyt vereyniet oder verbunden sint; so nemment wir die von Sarburg har inne uzz unsern gnedigen herren den byschof und die stifte zu Metze, das was wir demme selben von relites wegen schuldig sind zu tünde, das wir das tun mögen und uns das unschedeliche sye an diser. vereyniungen und verbüntnissen. und darzu wer es sache, daz unser gnediger herre der byschof und daz cappittel der stifte zu Metze ire reht, so sie in der stelle zu Sarburg haben!, ieman vürbasser versattend, fände sich danne mit rehte küntliche, das wir die von Sarburg den, demme die rehte also versetzet wurden!, oueh uznemmen sollen! oder müstent, so nemment wir yn oueh har inne uzz, und wenne sich das erfindet, und wir in uzgenommen liant, so sol darnoch unser herre der byschof noch die stifte von Metze nit me von uns uzgenommen sin. wir geloben! oueh zu beden siten by unsern eyden, das alle jore, die wile die vorgeschoben fünf jore werent, der rat zu Strazburg, der alle jore do wurt, und die ge- 5 10 15 20 25 30 35 40 1398 733 meinde miteinander zu Sarburg sollend sweren an den heilgen alles daz, das an disem briete geschriben stot, stete und veste zu haltende getruweliche alle geverde und argliste har inne uzgeslossen. und zu eim woren steten urkunde, so sind unser der vorgenanten zweyer stette Strasburg und Sarburg ingesigele an disen brief ge- 5 heneket. der geben wart an dem nehesten samstage vor sant Johans tage zü sün- gihten in dem jore, do man zalte von gotes gebürte drützehenhundert jore nüntzig und ahte jore. und sind diser briete zwene gliche, der ye die stat einen bet und by ir hübet. Str. St. A. G. ü. P. lad. 168 nr. 2. or. mb. lit. pat. Das Pergament der TJrk. ist oben u> und unten kurz über dem Text abgeschnitten, weshalb wohl die Siegel fehlen. 1396. Herzog Leopold von Oestereich verlängert sein am 9 Mai 1393 geschlossenes, am 24 Juni ablautendes Bündnis 1 mit Strassburg auf 5 Jahre von Datum dieses Briefes an ; Bischof Wilhelm und Basel sind ausgenommen von beiden Seiten ... als ob sy in der von Straspurg buntbrief, den si uns gegeben haben mit namen und eygen- iä lieh usgenomen weren ungeverlich. geben ze Tann an sand Johans tag ze sungichten nach Krists geburd drewtzehenhundert jar darnach in dem acht und newntzigistem jare. 2 Thann 1398 Juni 21. Str. St. A. G. D. P. lad. 45/46 nr. 86. or. mb. lit. pat. c. 1 sig. pend. 1397. Herzog Leopold von Oesterreich erklärt für sich . . . unser heben bruder 2 » hertzog Wilhalmen, hertzog Ernsten, hertzog Fridreichen und unsern heben vettern hertzog Albrechten, . . . dass er das am Tage der Ausstellung dieser Urkunde ablaufende Bündnis mit Strassburg auf weitere fünf Jahre verlängert habe. geben ze Tann am sand Johannstage ze sungichten nach Christs geburde drewtzehen hundert jar darnach in dem acht und newntzegistem jare. Thann 1398 Juni 21. 25 Str. St. A. G. D. P. lad. 44/45 nr. 87. or. mb. I. pat. c. sig. pend. 1398. Bischof Wilhelm von Strassburg an Meister und Rat von Strassburg: dankt für die seinetwegen an Markgraf Bernhard gesandte Botschaft und Mitteilung von dessen Antwort bezüglich des Termines am 8 September. Sein Vogt zu Ortenberg solle den Auftrag erhalten ... zu besehen, obe er [der Markgraf?] yme das so gelt also versprechen welle zu sant Michelsdag. geben am zinsdag nach Johansdag. [1398 (?) Juni 2B.] 3 Str. St. A. AA. 1483. or. ch. I. cl. Reg. d. Mrkgr. v. Rad. nr. 1821. 1 Vgl. oben nr. 767. 35 s Die Gegenurkunde Straßburgs, ausgestellt durch den Stettmeister Reimbold Hüffelin, vom gleichen Datum liegt nur als Copie vor. G. D. P. lad. 48/49 C. fase. 6. 3 So datiert i. d. Reg. d. Markgr. v. Bad. 734 1398 1399. Saarburg an Strassburg: sendet und beglaubigt seine Boten . . . Ben sei Colin und Johannes Mürvogel mit üch ze redende von unsern wegen . . . datum feria secunda post festum beatorum Petri et Pauli anno 1398. 1398 Juli l. Str. St. A. G. D. P. lad. 45/46 nr. 74. or. ch. I. cl. c. s. i. v. impr. 1400 . Dietrich von Wasselnheim an den Vogt Hans Pfettensheim zu Kochersberg: s die von Bitsch haben eine grosse Häufung am Sonntag, Montag und Dienstag, und sein Gewährsmann meint . . . daz sü die bürg zu Nuwenburg understan werdent, und band die besehen by der naht zehen, als mir daz ouch geseit ist, und meinent ouch domitte in daz laut ze ziehende . . . Doch sagt man, dass sie nur über 200 Glefen verfügen. geben uf sant Ulrichestag 1398. 1398 Juli 4. io Str. St. A. Abt. IV, 72. or. ch. I. cl. 1401 . Ottemann von Ochsenstein verpfändet seine sämtlichen Burgen auf 3 Jahre an Bischof Wilhelm von Strassburg und die Stadt Strassburg, für welche sie im Kriege gegen die Herren von Bitsch von grossem Wert sind, gegen die in bestimmten Katen und Terminen zahlbare Summe von 1000 Gulden. geben des zinstages noch 15 sancte Ulriches tage in den joren, do man zalte . . . 1398. 1398 Juli 9. Str. St. A. AA. 1421. or. mb. mit Siegelschnitt ohne Siegel. — ibid. cop. ch. coaev. 1402 . Bischof Wilhelm von Strassburg und Johann Bock der Meister und der Rat von Strassburg beurkunden die an sie geschehene dreijährige Verpfändung der Schlösser des Herrn Ottemann von Ochsenstein, dem sie dafür dauernde Hülfe und m Schutz sowie die regelrechte Abzahlung der Pfandsumme von 1000 Gulden versprechen. geben . . an dem nehesten dunrestag vor sante Margreden tage des jores . . . 1398. 1398 Juli 11. Str. St. A. AA. 1421. cop. ch. coaev. 1403 Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg: hat zu Bühl mit Thoman 2 s von Endingen, Hans Bock und Ulrich Gosse dem langen eine Unterredung gehabt, welche seinen Mann Hans Speten von Bach «für ein gebaren geriht dringen wellen, da er noch nit hin gehöre», und bittet jene anzuweisen, dass sie ihm das gehörige Recht zu teil werden lassen. datum Baden feria quinta post Margarete virginis anno 98. Baden 1398 Juli 18. 30 Str. St. A AA. 85. or. eh. I. cl. Beg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1822. 1404 . Ritter Reinhard von Windecke an Strassburg: nimmt seinen Knecht Peter Oely gegen ausgestreute Verleumdungen in Schutz und versichert . . . daz er ein frumer biderbe knecht were und keinen ring an dem halse getrüge . . . Auch sei er 35 1398 735 bereit ihn zur Rechtfertigung nach Strassburg zu schicken. Margarethe virginis anno domini etc. 98. datum feria sexta post 1398 Juli 19. Str. St. A. Abt. IV, 72. or. ch. I. cl. 1405. Saarburg an Strassburg: . . . wir tont üwer wisheit wiszen, das der gardian und der convente der barfüszin by uns uns geseit hant, das unsers herren von Strasburg scbaffener zu Zabern in ein fiider wines, sehs phert und einen wagen genommen habent in der moszin, als uch der briider sagen sol, der uch dieszen brief bringet, und deszes faste schaden genommen habent und noch hütis tages alle tage neminent und meynet, daz ers darumb geton habe, das die unsern pherde uf der >'> straszin nomment, den die unsern viande nutz würbent und spisetent, daz uns doch unbillich nymmet, wand den unsern uf derselben ströszin in kurtze ziite me dann drü hundert gfildin wert genommen ist und uns nit kan gekert werden . . . Bitten, den Schaffner zur Herausgabe zu veranlassen, damit sie ihn, der auch noch andern Saarburgern Pferde und Knechte genommen habe, nicht anzugreifen brauchen. datum i5 sabbato ante festum Marie Magdalene anno 98. 1398 Juli 20. Str. St. A. G. U. P. lad. 45/46 nr. 74. or. ch. I. cl. e. s. i. v. impr. 1406 Wilhelm Hummel von Stauffenberg an Meister und Rat von Strassburg: will nach Strassburg kommen, um sich wegen der Gefangennahme der Leute von Oberehenheim zu verantworten und bittet . . . daz ir mir uwern trostbrieff sehickent, 2 " daz ich vertröstet sye zu uch und von uch für die von Ehenheim und die irn. . . . datum sabbato proximo ante festum beate Marie Magdalene anno 98. 1407. Boemund von Eckendorf, Herr zu Hohenfels, an Meister und Rat von : 2: ' Strassburg: beklagt sich über Ottemann von Ochsenstein, . . .der krieget mich wider ere und recht und bescheidenheit . . . nii ist uwer houbtman Heinrich von Rotenburg und ander die uwern [am 22 Juli] uff dem felde gewest und hant mir gefangen 5 I arme lud, 8 pferde und wagen und 20 firtel habern und och anders und hant das Otteman von Ochsenstein geben . . . Bittet, dem Strassburger Hauptmann Abstellung ! 30 und Entschädigung der Feindseligkeiten anzubefehlen und erbietet sich zur Leistung ( eines Tages mit Ottemann zu Strassburg. geben uff zinstag noch sant Marigen 1 Madelenentag anno etc. 98. 1398 Juli 23. ■ Str. St. A. Abt. IV. 72. or. ch. I. cl. 1408. Hagenau an Gonrat Reisz unde Claus zu Thannen 1 zu Strassburg: meldet 35 über bedrohliche Rüstungen . . . wie das die herren von Bytsehe vaste grosze 1 Vgl. oben nr. 1331. VI. 93 736 1398 huffunge haben! und ie me zu ziehen!, aber wer sh sich kerende oder ziehende werden!, wissin! wir nü! . . . wellen! ez ouch der s!a! Strazburg verkünden . . . da!um feria quar!a ante Jacobi. [1398 Juli 24.] Str. St. A. AA. 2017. or. ch. I. cl. 1409. Frau Anna zu Ochsenstein an Strassburg melde!: . . . daz min jungher, s min veüer die schlosz, die er üch verseize! ha!, dieselben sloss er ouch grafe Emichen und Heinrichen von Fleckenslein verseize! ha! wider die von Lichtenberg . . . und erbitte! Antwort, ob das mit ihrer Zustimmung geschehen sei oder nicht, in letzterem Falle will sie helfen . . das sü nüt darin kommen!. geben uffe sancte Ja- cobes abent anno 98. 1398 Juli 24. i° Str. St. A. AA. 2077. or. ch. I. cl. 1410. Johans von Wasselnheim an Meister und Rat von Strassburg: ... Ion üch wissen, daz ich die kirche zu Künigesheim lange zit vor min schulde ynne bau gehabt in der messen, als ich üch vor verschriben han, und bitte üch ernestlichen iemer durch mins dienstes willen, daz ir denselben hern Johans underwisen wellen!, is daz er mich dovon losse. möhte aber daz nit sin, so wil (ich) mich mit demme rehten vor mime herren von Strasburg, under demme doch die kirche lit, mit demme rehten wol genügen. datum feria tertia post Jacobi apostoli anno 98. 1398 Juli 30. Str. St. A. Abt. IV, 72. or. ch. I. cl. 1411. Colmar an Strassburg: bittet um Auskunft über einen bei ihnen gefangenen s» Strassburger Küferknecht Hartung Lauwelin, . . . der vaste und ser belümt ist, wie das er mit ungerehten Sachen umbgangen und sünderlich mit bösem spile, das er tegelich tribe . . . jetzt aber alles leugne. datum feria sexta post beati Petri ad vincula anno domini 98. 1398 August 2. Str. St. A. AA. 2010. or. eh. I. cl. 25 1412. Raimund von Eckendorf, Herr zu Hohenfels an Strassburg: beklagt sich, . . . daz die uwern gemeinlich, die ietzunt zu Richenshofen ligent, einem seiner Unterthanen übel mitgespielt haben. geben uff zinstag vor unser frowen tage der eren anno 1398. 1398 August 13. Str. St. A. Abt. IV, 29. fase. E. E. or. ch. I. el. 1413. Die in Sehlettstadt beim Landvogt versammelten Roten der Reichsstädte Colmar, Sehlettstadt, Weissenburg, Münster, Ehenheim, Kaysersberg und Türkheim an Strassburg: verwenden sich für Meister und Rat von Rosheim, welche die einigen 1398 737 Strassburger Bürgern schuldigen Summen noch nicht zahlen können, um einen Aufschub bis Michaelis. geben samstag nach unser frowen tag der eren anno 98. 1398 August 17. Str. St. A. AA. 2010. or. ch. I. cl. 1414. Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg: sendet und beglaubigt seine s Diener Bergen Bach und Hans Cuntzman . . . datum Baden feria secunda post festum assumptionis beate Marie virginis anno 1398. Baden 1398 August 19. Str. St. A. AA. 85. or. ch. I. cl. Beg. d. Mrkgr. v. Bad nr. 1825. 1415. Rottweil an Strassburg: wünscht Aufklärung über beunruhigende Ge- io rüchte, . . . wie daz ain grosser gewerbe ietzo in dem lande sig, besonder, wie daz herren, ritter und knechte umb üch ze Elsas und in Brisgöw vast werben herüber über wald umb uns. und ouch wie die wolerbornen herren graf Eberhart von Wirtem- berg und hern Bernhart marggräf ze Baden und ouch ander ritter und knehte grossen gewerbe haben, doch wissen wir nit, wohin oder uf wene daz gange. . . . geben 15 an zinstag vor Bartholomei anno ... 98. 1398 August 20. Str. St. A. AA. 2034. or. ch. I. cl. 1416. Heinrich von Geroldseck und Lahr an Strassburg: hat gehört, . . . daz Emich von Lyningen ein groz huffung habe und her uf ziehen welle . . . und bittet um Auskunft, ob dies gegen ihn gerichtet sei. datum feria tertia ante Bartho- 20 lomei 1398. 1398 August 20. Str. St. A. Abt. IV, 72. or. ch. I. cl. 1417. Bischof Wilhelm von Strassburg an Strassburg: erklärt sich bereit, mit dem Markgrafen Bernhard von Baden einen Tag zu leisten am Montag nach s. Adolf, datum Dachenstein zinstag nach frowentag assumptionis. Dachstein [1398 August 20], Str. St. A. AA. 1426. or. ch. I. cl. Beg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1826. 1418. Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg: sendet und beglaubigt seine Getreuen, den Ritter Rudolf von Hohenstein, Hans von Selbach und Hans Contzman so von Staffurt. . . . datum Baden feria quinta ante diem scti Bartholomei apostoli anno 1398. Baden 1398 August 22. Str. St. A. AA. 85. or. ch. I. cl. Beg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1828. Sepl. 2. 738 1398 1419- Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg: zeigt an, dass er wegen allerlei «gewalt und unreht» der Stadt Speier abgesagt habe, und bittet auf Grund ihres Bündnisses, dasselbe zu thun und ihm innerhalb von 14 Tagen nach Schloss Graben zu senden . . . zehen mann mit glen gewappent und wol erzögt mit den knehten, die darczu geboren. Baden feria quarta ante diem beati Bartholomei 1398. Bad?n 1398 August 22. Str. St. A. AA. 85. or. ch. I. cl. Reg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1827. 1420 . Meister und Rat von Strassburg erklären öffentlich: dass sie an den Herrn Ulrich von Blankenberg und seinen Vater Heinrich fernerhin keinerlei Ansprache und Forderung erheben wollen wegen der Gefangennahme ihres Bürgers Niclaus von Grostein durch Friedrich Stahel und die Herren von Oberkirch. geben an dunres- tag vor s. Bartholomeus tag 1398.' 1398 August 22. Str. St. A. Abt. IV, 15. eop. ch. coaev. 1421 . Heinrich von Geroldseck und Lahr an Meister und Rat von Strassburg: ... als ir mich gebetten haut, daz ich üch zehene mit glefen senden sölle bi üch sept. 13. ze sinde uf fritag nebst zu naht, laz ich üch wissen, daz es mir zü kurtze em- botten ist, daz ich myne gesellen nüt haben mag. bitt ich üch, daz ir ez nüt vür übel haben!, wan ich üch uf dise zit nit gedienert mag. were aber, daz ir übertzogen wurden!, alz in ziten ist geschehen, ... so will er schleunigst kommen. datum feria quarta post nativitatis beate virginis Marie 1398. 1398 September 11. Str. St. A. Abt. IV, 29. or. ch. I. cl. 1422 . Saarburg an Strassburg: . . . alz von des dages wegen, den der erwürdige unser gnediger herre von Strazburg und wir mitteinder leisten sallen! in üwer stat scpi.23. zu Strazburg uf disen nehsten kommenden mondag, alz ir selbes wol mühget wiszen, do bitten wir üwer wiszheit . . . daz ir zü den Sachen verstau wellen!, daz den unsern glych geschee und keine vertzüge daran werden!, euch bitten wir üwer wiszheit, ist es, das ir keinen vertzüg wiszen! an dem vorgenanten dage, und daz sich derselbe dag nit alzo geleisten mühge uf den obgenanten mondag, daz ir uns das wellen! versryben lan wiszen. . . . datum feria quarta ante festum beati Goerici anno 1398. 1398 September 18. Str. St. A. G. D. P. lad. 45/46 nr. 74. or. ch. I. cl. c. s. i. v. impr. 1423 . Eberlin von Greifenstein an Meister und Rat von iStraßburg .- bittet, seine Entlassung aus der Gefangenschaft zu bewirken. 1398 September 22. Den wisen bescheiden dem meyster und dem rate zü Straszburg enbüt ich Eberlin von Griffenstein minen dienst, zü den ziten, so ich mich baz vermag denne 1 Mit dieser Erklärung scheint ein langer Streit beendigt zu sein, auf den sich noch einige hier nicht aufgenommene Briefe von 1397j8 beziehen. (Ebenda Abt. IV. 15.) 5 io 15 20 25 30 35 1398 739 zu dirre zit, alzo ich in der stette friheit und leistunge und in dez rates trostunge und in rehten fürworten in den stock bin geleit, do ich doch in derselben friheit und fürworten mins libes und mins gutes unbesorget waz, do bitte ich üch, lieber herre der meyster und den rat gemeinlich, daz ir mich uwere friheit und fürworte 5 wellent Ion gemessen, daz wil [ich] allezit umbe die stat und meyster underete verdienen, und lont mich gemessen, daz doch mengelich bicze har genossen hat mit nammen alle lantlüte, beide ritter und ouch knehte, arm und rieh, edel und unedel, duhte aber Hügelin Berner, oder wer der were, daz ich nüt in semelichen trostunge und in fürworten enwer, so zühe ich dieselben fürworten uff meister und uff den ganczen io rat und beger nüt anders, wenne stellent mich für den rat. vindet es sich denne, alzo ich sage und hie geschriben habe, so getruwe ich wol, ir lossent mich der fürworten gemessen, vindet ez sich aber nüt alzo, waz ich sin denne entgelten sol, daz wil ich gerne liden, noch denne so getruwe ich wol allen minen schuldenern zu bezalende, den ich redeliche schulde schuldig bin, der mich lot mins brieffs ge- i5 messen, der do lit hünder meyster und rat, do mir doch ussze stot vier und zwen- czig hundert gülden von zinsen one daz höbetgöt. und wellent harzü dun, alzo ich üch wol getruwe und ich ouch alle zit umbe uch und umbe die uweren verdienen wil. und lant mich uwern willen wisszen, daz ich doch wissze, wornach ich mich rillten sol, und nüt lant mich alzo in diseme unflote ligen, alzo ich lige in disen fürworten 20 und friheit, die ich meine in vorgeschribener mosszen. datum ipsa die Mauricii anno domini 1398. Str. St. A. Abt. IV-, 74. or. ch. I. p. c. sig. impr. laes. 1424. Walter von Geroldseck an Strassburg: ... alz ir mir geschriben haut von der von Basel wegen und ouch do mit ein abgeschrift mir geschikt hant, alz üch 25 die von Basel geschriben hent by demselben brieff, dez ir mir ein abgeschrifft geschikt hent, ir wol merkent, daz sy mir und den min daz reht usschlahent, darum mich wol benügt, wolt hau für üwerm rät in die moss, alz ich und üwer erber bottschafft von einander gescheiden werent. do von so bitt ich üch ernstlich, daz ir daran gedenkent, daz sy mir und den min daz reht alsso ussschlahent ffür üwerm rätt Bo und och vormals mir und den min daz reht ussgeschlagen hent für den raten zii Friburg, ze Brisach, ze Colmer, zu Slettstatt. datum ipsa die Mauricii anno etc. 98. 1308 September 22. Str. St. A. Abt. IV, 72. or. ch. I. cl. 1425 . Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg: beglaubigt seinen bevoll- 85 mächtigten Gesandten, den Amtmann Contzmann von StafTurt zu Baden. Baden feria secunda post Mathei 1398. Baden 1308 September 23. Str. St. A AA. 85. or. ch. I. cl. Heg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1839. 740 1398 1426. Meister und Rat von Straßburg entscheiden einen Streit zwischen Angehörigen des Wagener-, Kistner- urd Drechslerhandwerks. 1398 September 27. Wir Reimbolt Hüffeün der eilter der meister und der rat von Straspurg tunt kunt allen, den die disen briet anesehent oder geboren!, das viir uns Komment Johans Mentzer der meister, Erhärt Schotte, Johans Stecke, Hug Drützehene und Cüntze s Fröschewiler von iren und des gemeinen antwerkes wegen der wagener, kistenere und drescheiere wegen einsite und Oberlin Kilian von Wirtzeburg, Claus Hurusz von Balingen, Hanseman Triser, Bürckelin Wagener von Rinöwe, Heintze Wangen, Heintze Wangen sun von Ehenheim, und Henselin, Henselin Zimbermans sun von Schertzheim, von iren und der wagener knelite wegen andersite und sprechen!: sie io betten! etwas gespannes under einander gehept, der betten! sie sich früntliche miteinander gerihtet und übertragen in die wise, alse harnoch geschriben stot. und boten! uns, das wir den übertrag verhören und donocli mit urteil bekennen und erteilen wollen!, das der übertrag und die rihtunge stete und kreftig sin sollen!, umbe daz sie zu beden siten vürbasser deste fridelicher und früntlicher mit einander >s geleben muhten, und sind dis die stücke und artickele: Zu dem ersten so sollend die antwergmeister ir yeglicher sinen kneht dügentliche bezalen, wenne des knehtes zil kommet mit pfenningen und nit mit pfänden, wes sie einander gihtig sind, und sol das gescheen bi der tagezit, alse sie mit einander ge- rechent hant. und wer ez, das es der meister nit endete, so mag der kneht an ein so wurt gon und do bescheidenliche zeren alle die wile, das in der meister nit bezalet bet, und das sol der meister gelten, wer aber, das der meister oder der kneht gespan umbe die schulde betten!, so sol der kneht mäht haben, sirae meister vür des antwerkes der wagener, kistener und drescheiere gerihte zu gebietende, und sol des gemeinen antwerkes meister, der danne zu ziten ist, dem knelite vürderliche ein gerihte machen one vertzog, und sol der meister, an den der kneht klaget, das gerihte niergen vürbasser ziehen, gebütte aber ein meister eime kneble vür des antwerkes der wagener, kistener und drescheiere gerihte, so mag der kneht ime antworten vor dem gerihte, obe er wil. beduhte aber den kneht, das ime ein ander gerihte ge- fellicher sye in der stat zu Strazburg, es sie vor uns und unsern nochkommen oder so vor geistlichem oder weltlichem gerihte, weders der kneht wil, do sol ime der meister noch hin volgen. und waz vor dem gerihte umbe die anesprachen und vorderungen erteilt wurt, das söllend sie bedersite halten, wurden! aber sie bedersite von eime solichen gerihte wider vür des antwerkes wagener, kistener und drescheiere gerihte gewiset, waz danne vor dem gerihte darumbe mit urteil erteilt wurde, dobi solle ss es hüben und umbe das, daz die meistere und die kneble deste fridelicher gelebent, so sollen alle die kneble, es sient lonknehte oder lerknehte, die zu iren tagen kommen sind, die nu zu mole in unser stat. sind oder harnoch darin kommen!, sweren an den heilgen, alse es euch alle die knelite, es sient lonknehte oder lerknehte, die zu iren tagen kommen sind und uf dise zit in unser stat sind, yetzent anges- 40 woren hant, das sie dheime meister, der in unser stat Straspurg sitzet, dheinen kneht verbieten! noch oueh, das dhein kneht dem andern dheine gesellen verbieten sol. und 1398 741 wer es, das die üssern knehte, die uszwendig unser stette werent, dheime knehte gesellen oder knehte verhütten!, das sie sich bi dem selben irme eyde nützit daran enkerent noch do von halten!, wer es ouch sache, das ein kneht eim meister gelt oder dienst empfurte, so möhte der meister, dem das gelt oder dienst empfurt were, 5 wol noch verbotscheften meistern und knehten, und sich von demme knehte beklagen, der ime das gelt oder den dienst empfurt bete. Ouch ist bered, das die knehte under einander einer den andern mag stroffen und bescheidenliche zühtigen von unzühte wegen, die gesehen! von wines gewalt oder obe einre ebne wurte ein bette entreingete oder unbezalt den gesellen usser 10 einre ürten gienge und desglich, alse das von alter har kommen ist ungeverliche. vurbasser ist bered, das dhein meister an dem vorgenanten an!werke der wagener dlieinen wagener kneht anders dingen sol bi ime zu siende, er dinge in yn dem jore, weihe zit das ist, danne untz wihinahten. und welhr meister einen kneht nf ein ander zil dingete danne uf wihinahten, alse vor bescheiden ist, der sol in des gemeinen i 5 antwerkes bühssen fünf Schillinge pfenninge bessern, alse dicke einre das düt. welhr kneht ouch in dise stat kommet und dar inne dienet, wenne der ahte tage in unser stat gestet zu erbebende, der sol disen brieff und alle vorgeschriben dinge sweren stete zu habende, und welhre das nit sweren wolte, dem sol dhein meister darüber nit zii erbebende geben, und welhr meister das verbreche und eime knehte, der also unge- 20 horsam were zu swerende, darüber zu arbeitende gebe, der sol fünf Schilling pfenninge bessern und söllen die besserungen ouch vallen in des gemeinen antwerkes bühsse. darzü, wer es sache, das ein solich kneht, der ungehorsam wer gewesen zu swerende, des antwerkes reht kouffen und meister werden wolte, der sol zwürent, alse vil umbe das reht geben, alse ein ander git. und dar uf, wenne die obgen. wagener, kistener 2S und drescheier jores ir gerihte besetzen!, so söllend die abganden geswornen den anegonden geswornen disen brief mit andern iren brieten tun vor lesen und in in tun sweren zii haltende und domitte glich zu rihtende dem armen, alse den riehen, und noch demme das wir meister und rat zu Straspurg die vorgen. personen von den meistern und den knehten verhörten!, das sie die obgen. stücke und artickele so undereinander gütliche miteinander übertragen heben in die wise, alse von worte zu worte do vorgeschriben stot, do kommen! wir mit rehter urteil überein und haut es ouch erteilt, das die selben stücke, puncte und artickele stete und kreftig sollend sin und hüben doch mit beheltnüsse unser und unser stette reht, friheit und ge- wonheit. und des zu eime woren urkünde so haben wir unser stette ingesigel an 35 disen brief geton hencken. der geben wart an dem nehesten fritage vor sant Michelstage des ertzengels in dem jore, do man zalte von gottes gebürte drützehen- hundert jore nüntzig und ahte jore. {folgt der Rat .] Str. St. A. G. D. P. lad. 14 nr. 18. or. mb. lit. pat. c. 1 sig. pe.id. 1427. Gräfin Elise von Veldentz-Zw^eibrücken an Strassburg: beklagt sich, dass « sie . . . als ir und die uwern in der nehsten woelien noch dez heyligen erützes tag s>pi. u-si 742 1398 exaltatio nehst 'vergangen ubir die herren von Bytsche getzogen sint . . . allerlei Schädigung erfahren habe und bittet um Kehrung derselben. [1398 September 21.] Str. St. A. Abt. IV, lad. 28. or. ch. I. el. 1428. Markgraf Bernhard von Baden an Meister und Bat von Strassburg: bittet - sie, dem Abt von Selz in Angelegenheiten seines Stiftes und der Frau von Lichtenberg eine Unterredung zu gewähren. Baden feria secunda post scti. Michaelis 1398. Heulen 1398 September 30. Sir. St. A. AA. 85. or. eh. I. el. Heg. d. Mrkgr. v Bad. nr. 1830. 10 1429 . König Wenzel an Strassburg: . . . uns seint für kumen grosse gebrechen, hindernuss und scheden, die ir unser stat und burger zu Colmar unsere liben ge- trewen swerlichen angeleget habt wider recht und sie dorumb von euch gleiches und rechtes uncz her nicht bekumen mögen, dovon so ermanen wir euch und gebieten euch ernstlichen und vesticlichen bey unsern und des reichs hulden, das ir derselben stat und bürgern zu Colmar umb alle zuspruche gleich recht und genug tut an alles verczihen und in ouch furbasmer keinen schaden zuczihet in dheineweis. . . . Zeige sich aber die Stadt dieser Mahnung ungehorsam, so werde er sie trotz des königlichen Privilegs, welches sie von dem Hofgericht ausnimmt, vor dasselbe laden müssen, um Colmar Recht zu verschaffen. geben zu Nuremberg des dinstages noch sant 2,1 Michelstage a. reg. boh. 35 reg. rom. 22. Nürnberg 1398 October 1. Str. St. A. AA. 113 nr. 52. or. ch. I. pt. e. s. i. v impr. 1430. Constanz an Strassburg: teilt mit, dass ihr Bürger Conrat Koler, der mit Tuch und Kleidungsstücken (Hosen) aus Flandern kam, im Bitscher Lande von Strassburger «genden knechten, die man nempt die frihait» beraubt sei. geben an mit- 25 wochen nach Michahelis anno 98. 1398 October 23 Str. St. A. AA. 2011. or. ch. I. cl. 1431. Veldel von Pheteslieim versichert der Stadt Strassburg, dass er niemals weder gegen sie noch den Junker von Ochsenstein gekriegt habe. geben uf fritag noch Michahelis anno 98. 1398 October 4. 30 Str. St. A. Abt. IV. or l. el. 1432. Reinhart, Büchsenmeister des Königs von Ungarn, an Strassburg: . . . ez chumpt zu euch Claws Ziegler, und waz euch der sagt ze disen Zeiten von meinen 1 Vgl. unten nr. 1445 den Brief von Constam vom 18 November denselben Bürger betreffend. 1398 743 wegen, das gelaubt im alz mir selber. geben ze Ofen am negsten montag vor Dyonisii anno 1398. Ofen 1398 October 7. Str. St. A. Abt. IV, 29 or. ch. 1433. Obreht von Niiwenegg beurkundet, dass er die mit der Stadt Strassburg k> geschlossene «Ursage» treulich halten, bezüglich wenigstens einen Monat zuvor kündigen wolle. geben ze Nüw'enegg an dunrnstag nähst nach santDyonisientag anno 1398. Neueneck 1398 October 10. Str. St. A. Abt IV. or. ch. lit. pat. c. sig. impr. 1434. Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg: bittet, seinen Unterthanen >u Lamprecht und Wilhelm von Brunne ihre, wie sie behaupten, unrechtmässig von der Stadt eingenommene Burg Wasenburg zurückzugeben. geben zü Baden uff frytag nach Dyonisii. Boden 1398 October ll. 1 Str. St. A. AA. 85. or. ch. I. cl. Eeg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1832. iS 1435. Eberhard von Bamberg, kaiserlicher Schultheiss zu Hagenau, und Hugo von Bamberg an Strassburg: bitten, in dem Kriege mit den Herren von Bit sch ihrer beiden Dörfer Gümersheim und Freisbach zu schonen. geben uf sant Gallen tag anno 1398. 1398 October 10. Str. St. A. Abt. IV, lad. 28. or. ch. I. cl. ao 1436 Walter von Geroldseck an Strassburg: beklagt sieh über Ottemann von Mülheim, . . . der mir ein pfert genomen hett und min schnider derab geworben bet in üwer statt zu Strassburg, daz ich doch nütz wist mit im ze schaffen han wenn gütz . . . daz och derselb schnider min kneht und öch ander min kneht inverm ammeister verkant lient . . . datum ipsa die Galli anno etc. 98. 1398 October IG. *5 Str. St. A Abt. IV, 72. or ch. I cl. 1437. Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg: ... als ir uns verschöben band von lastkeriche wegen, die mit kouffmanschafft zwuschen Wurmsze und Spire uff gehalten sind, und vordernd darumbe kerunge ... so sei er gern bereit, solche für das nachweislich Strassburger Kaufmannsgut unter diesen Waren zu leisten, datum Baden in die scti Luce evangeliste anno 1398. Baden 1398 October 18. Str. St. A. AA. 85. or. ch. I. cl. Beg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1834. i Vgl unten nr. 1440 die Briefe desselben in gleicher Sache vom 20 October u. 2 Nov. VI. 94 744 1398 1438- Heinrich von Geroldseck und Lahr an Strassburg: . . . laz lieh wissen, daz her Reymbolt Huffelin der junge, Wilkin Goltschlaher und ir gemeinder mich und myne burger von Läre aber gemant hant umb den zins, der in dem krieg gefiel und umb abgangen burger, do haben ich und myne burger unser botschaft zwürent bi in gehaben, daz su ein notarye her usz santtent, der die burger empfing, so » wollen wir in den abgang ir burger erfüllen, daz su doch nut ufnemen wellent. su wellent och den zins im krieg von uns haben und wellen mich darumb angriffen, alz mir geseit ist . . . Bittet, dass man die Strassburger Bürger von diesem Angriff abhalte. datum feria 6 post Gabi confessoris anno 1398. 1398 October 18. Str. St. A. V. C. G. 23. or. c h. I. cl. 10 1439. Die Städte Siraßburg und Hagenau schließen ein Bündnis für die Dauer von 5 Jahren auf Geheiß und Empfehlung des Landvogtes Dietrich von der Wilen- müle. 1398 October 19. In Gotes namen amen, wir Claus Merswin der meister und der rat der stette zu Strassburg und ouch wir der meister und der rat der stette zu Hagenöw tund u> kunt allen den, die disen brief anesehent oder gehören! lesen, das wir vür uns und alle unsere nachkomen in den vorgenanten stetten mit wolbedahten mute und rehter wissende in rehten truwen früntseheften und gegensehender liebe, so wir züsamen haben!, dem heilgen römischen riebe und uns zu eren und zu nutze uns züsamen vereynet haben! und vereynent mit disem gegenwärtigen briefe by den eyden, die an wir bedersite darumbe lipliche gesworen haben mit ufgehabenen banden und gelerten Worten fünf gantze jar, die nehest nocheinander körnen! und uf disen hütigen tag anefahen sollend, alse diser brief gegeben ist, von geheisse und empfelhnisse des verneinen, vesten Dietheriches von der Witenmülen landfogtes in Eilsazz, der uns das alles geheissen und empfolhen hat zu tfinde von wegen und an statt des aller durch- 25 luhtigisten fürsten und herren lierren Wentzlaus römischen küniges und küniges üz Geheim unseres gnedigsten herren, der yme das ouch mit sime briefe empfolhen het zu fände, alse er sprach in dise wise: Zum ersten, wer es, das under uns zweien stetten einre stat yren bürgern oder den yren unreht beschee, von weine das were, und der rat derselben stette, der so das unreht bescheen ist, uf iren eyt erkennen!, das yn, iren bürgern oder den yren unreht bescheen sie, und die ander stat manet und der hülfe notdürftig sie, so sol die selbe stat, die die manunge also tud, zwene irer rete und fründe in die ander stat, der die manunge geschiht, schiken. und sollend danne die gemante stat one vertzog drie irer rete und fründe zu den zweien setzen und sollend die fünfe zu 35 sammen sitzen und uf ir eyde bekennen in den nehesten zweien tagen darnach nie- man zu liebe oder zu leide und ouch glich, alse obe in bedeteil fremde werent, wie die helffe der gemanten stat sin solle, und was die fünfe oder das merre teil under in bekennen! uf ir eyde, das der stat, die die manunge tüd, zu helffende sie, es sie mit gerittem volke, füszvolke oder gezüge, das sollend die zwo stette undertzögenliche 10 1398 745 tun und vollefüren. und sollend ouch ire eine stat der anderen die lielfTe, die in bekennet wurt zu tünde nach vorgeschribner wise, in den nebesten ahte tagen noch der bekentnisse schicken mit irem widersages briete an die stat, die uns zweien stette oder unser einre besunder zu gehorent und dohin danne die stat, die die manunge tud, beduncket ir aller nützlichste sinde one [geverde]. 1 und sol ouch ye eine stat der andern und yren dienern und helffern offenn sin zu allen Iren kriegen und nöten gegen mengelichem, keiner uszgenommen, sich daryn und darusz zu belichtende mit lützel oder mit vil, so by tage, so by naht, und sollend [ouch] 1 zu beden siten bestellen, das unser seidener und dienere koste in unsern stellen habent und vindent umbe bescheiden zitlich gelt one geverde. was kriege oder vigentschafft in der zit diser vereyniungen unser dewederm teile uferstünde, do eine stat der andern zu beholffen were gewesen, do sol eine stat der andern noch der zit diser vereyniungen umbe beroten und beholffen sin glich, alse vor geschriben stat, nutz an die stunde, das solich kriege gentzliche versunet werden, von was kriegen ouch eine stat in der zit diser vereyniungen oder nach der zit der vereyniungen der andern beholffen ist, do sol sich in solichen kriegen unser deheine stat one die ander nit sunen, friden oder vürworten. in diser vereyniungen nemment wir zu beden siten harynne uzz das heilge römische rieh; so nemment wir die von Straspurg harynne besonder uzz den erwurdigen herren, herren Wilhelmen bischoff und die stifte zu Straspurg, den durchlübtigen hochgebornen fürsten und herren, herren Lutpolden hertzogen zu Osterrich und sine gebrüdere und vettere, alse wir mit den vereintet sind, den hoberbornen fürsten und herren, herren Bernharten marggraff zu Baden, unsere besondere güten frunden unde eitgenozzen, den burgermeyster, rat und bürgere der stette Basel und den scbultheissen, rat und bürgere der stette Sarburg, mit den wir allen zu disen ziten vereyniet sind, alse die briefe besagen!, die darüber gehorent, mit der besclieidenheit, wanne so der vereiniungen deheine uszgat, das wir uns danne mit niemanne vurbasser verbinden! oder vereynient, wir nemment danne dise ver- eyniunge vor uzz. wer es ouch, das ein gemeiner lantfride in Eilsazz mit herren und stetten gemailt, überkommen und versigelt werde, und besonder do wir zwo stette inne begriffen werent, so sol dise vereyniunge abe sin und keine krafft me haben, alle vorgeschriben stücke und artickele und yegliches besonder geloben! wir, die vorgenanten meister und rete vür uns, unsere bürgere, die unsern und alle unser nochkommen der obgenanten zweier stette stete, veste, getruweliche und unverbröchen- liclie zu haltende und zu habende und zu vollefürende und besonder wir die von Hagenowe uns do mitte nit zu schirmende, sit doch dise vereyniunge mit unsers herren des küniges willen zugangen und bescheen ist, alse uns das der obgenante herre der landfögt geseit und empfolhen het von unsere herren des küniges wegen, daz wir gesprechen möhtent, unser herre der künig oder unser öbirsten hettent uns verhütten, das wir dise eyniunge oder ützit, das har ynne begriffen ist, nit soltent halten, und sollend ouch wir die rete von beden stetten alle jar die alten abgonden rete den nuwen reten dise vereyniunge die vorgenante zit in yre eyde empfehlen zu 1 Loch im Pergament. 746 1398 haltende one alle geverde. und zu eime woren urkunde so haben wir die vorgenanten meister und rete beder stette unser stette ingesigele an disen briet geton hencken. ich Dietherich von der Witenmülen lantfogt in Eilsazz vergihe und bekenne, alse die obgenanten zwo stette Straspurg und Hagenowe sich zu sammen vereyniet habent in die wise, alse vorgeschritten stat, das ich yn do geseit und empfolhen habe sich 5 zusammen zu vereyniende von geheisse und empfelhnüsse wegen mines gnedigen herren des römischen küniges, der mir das durch friden willen des landes mit sinen küniglichen brieten empfolhen het, in das von sinen wegen zu heissende und ze sagende, wanne es sine ernstliche meynunge ist. und des zu eime urkunde und zü merrem gezügnisse so habe ich min ingesigel zuvor an disen briet gehencket. 10 der geben wart an dem nehesten samstage nach sant Lucas tage des evangelisten in dem jore, do man zalte von gottes gebürte drützehenhundert jore nüntzig und ahte jare. und sind diser briete zwene gliche, der yedie stat einen het und by ir blibet. Str. St. A. 6. U. P. lad. 44/45. nr. 85. or. mb. lit. pat. c. 3 sig. pend. an Seidenschnüren [Straßb.: rot-weiß, Hag.: blau-weiß, Dietr. rot]. — Ebenda lad. 48/49 B. nr. 85. >s conc. v. cop. ch. coaev. u. nr. 52. conc. ch. Beg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1835. Erwähnt D. B. A. 111 pg. 10, doch mit der wohl nicht zulässigen Auflösung des Datums in Mai 11. 1440. Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg in Sachen der Gebrüder Brunne, denen die Stadt ihre Burg Wasenburg genommen hat: derselben unser bott- 20 scliaft hand ir . .. geentwurtet daz ir daz |Rückgabe der Burg] 1 2 nit meynend zu tünd, daz uns doch unbillich und unfruntlich an uch nympt, wann doch unser eynung wiset, wer ez, ob ir oder die uwern mit unsern mannen . . . spennig und miszhellig wurden! und die ansprach uwer were, daz sollent ir uns verkünden, daz ir doch uns noch in nit getan hand, und dann darumb zu tagen sollend schicken gen Oltenburg oder ss gen Baden . . . bitten wir uch aber mit ernst und inanen uch ouch der eynung, die wir mit uch haben, daz ir den vorgenanten unsern man . . . ir vestin und daz ir ane schaden wider entwurtend, wann sie kein fyndtschaft mit uch gehabt hand. . . . Bleibe dann noch Grund zur Ansprache, so wolle er für Abhaltung eines Tages sorgen. Baden dominica post scti. Luce. Baden 1SUS October 20? 3Ü Str. St. A. AA. 85. or. ch. I. cl. c. sig. impr. Beg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1836. 1441. Markgraf Bernhard von Baden an Meister und Rat von Strassburg: nachdem seine Boten Heinrich Truchsess von Belingen und Claus Contzinan 3 ihre Antwort 1 Vgl. nr. 1434 Bernhards Brief vom 11 October. 2 November 2 Baden. Derselbe fordert die Stadt auf, wegen derselben Angelegenheit ihre Boten ent- ss weder auf den Tag zu Baden, den sie mit den von Bitsch zu leisten haben, oder zum 10 November gen Bühl zu schicken, (ibid. AA. 85 or. ch.) 3 Dieselben waren laut Credenzbriefes (AA. 85. or. ch.) am 16 October abgesehiekt. 1 1398 747 gemeldet* ladet er sie zu einem Sühnetag zwischen der Stadt, dem Bischof und den Herren von Bitsch zu Baden am 12 Nov. und sichert beiden Parteien 4 Tage lang freies Geleit zu. Wahrscheinlich sei auch der Herzog (Pfalzgraf Ruprecht) dann in der Nähe, um erforderlichen Falls mitwirken zu können. Pfortzheim feria sexta ■ r > ante Symonis et Jude 1398. Pforzheim 1398 October 25 2 Str. St. A. AA. 85. or. ch. I. cl. lieg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1837. vgl. nr. 1833. 1442. Heinrich von Geroldseck und Lahr an den Ammeister zu Strassburg: sendet seinen Prior zu Lahr und seinen Schreiber und bittet, diese in den Geschäften n> mit seinen Schuldnern gewähren zu lassen und ihnen in den Sachen, die sie mit ihm verhandeln sollen, volles Vertrauen zu schenken. datum ipsa die Symonis et Jude anno 1398. 130s October 28. Str. St. A. V. C. 6. 23. or. ch. I. cl. 1443. Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg : verspricht, den durch die 15 «gen Durenkein gefurte name» geschädigten Strassburgern Nehrung, wenn sie am 4 November vor seinem damit beauftragten Amtmann in Dürkheim erscheinen, verweigert solche aber den Baselern, denn . . . dieselben von Basel sind unser fynde, den keren wir unmöglich, das verstund ir selb wol. datum Baden feria tertia post Symonis et Jude apostolorum anno 1398. Baden 1398 October 29. 20 Str. St. A. AA. 85. or. ch. I. cl. Heg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1840. 1444. Borsiboy von Swinar, Landvogt im Eisass, an Strassburg: ich habe meinen herren von Bytsche gemeinclich vorschriben und sie gebeten umb einen fride czu halten cwischen in und euch bis uff allermann vasnacht nu schirste. dorumb bite 25 ich euch ouch mit ganczem Heisse, das ir den also ouch uffnemen und halden wollet, in derczeit hoffe ich bey euch czu sein und mich dann beweisen noch ewrm rate, das ich hoffe, das die Sachen redlich übertragen sollen werden. geben czu Wirtz- burg des montags nach aller heiligen tag anno 1398. Wilrzburg 1898 November 1. Str. St. A. Abt. IV, lad. 15. or. ch. I. cl. so 1445. Gonstanz an Strassburg: wie am 2 October wegen ihres Bürgers Günrat dez Kolers, . . . dem Strassburger Leute ... in unsers herren von Bitsch gelait entzwischen Ramlingen und Enchenberg ain pfärit, ain tüch, vierzehen par hosen, zehen hüt, fin gürtelgewand und zwaiger guldin wert bars geltz genomen band und 1 Von demselben Datum liegt eine Einladung Bernhard’s an Bischof Wilhelm vor. (ibid. AA. 85. 35 cop. ch. eoaev.) 1399 Fcbr. 16 . 748 1398 in darzü zwungen, das er sweren müst nit wider Kinder sich ze keinen, daz ze klagen, das allez im noch usstat, usgenomen dez tüchs und dez gürtelgewands. das uns nit früntlich dunkel, nu het er ietzo darumb ainen iwern burger Dielen Böscbwiler by uns verhaft und verholten, der haftung wir in aber ledig geschält haben, wan uns nit lieb wäre, das dehainer der iwer, alz verre wir das vorkomen möchten, bi uns s nidergeleit noch gesumpt würde . . . Bitten, ihrem Bürger bald zu dem Seinigen zu verhelfen, denn dieser sei . . . ain sollicher yunger wilder knecht, daz ze besorgen ist, er geh sin burgkrecht uff und griffe die iwern darumb an, daz uns doch nit lieb were . . . geben an mäntag nach Othmari anno 98 . 1398 November 18. Str. St. A. AA. 2011. or. eh. 1 el. 10 1446 . Pfalzgraf Ruprecht und Markgraf Bernhard verkündigen, daß sie eine Sühne zu Stande gebracht haben zwischen Bischof Wilhelm von Slraßburg, der Stadl Straßburg, dem Landvogt und den Städten Hagenau und Sulz einerseits und den Grafen zu Zweibriichen und Bitsch, Ilanneman und Friedrich und Hanneman’s • gleichnamigen Sohne anderseits. Neuburg am Rhein 1398 November 19. >s t Wir Rüpreht von gots gnoden pfaltzgrofe bi Rine des heiligen römischen riches t oberster druchsesse und herczoge in Beyern nnd wir Bernhart von denselben gnoden y . marggrofe ze Baden bekennen und tiind kund offenbar mit diseme briefe allen den, f die in sehent, lesent oder gehörent lesen: von solicher vigentschaft, krieg missehelle • und zweyunge wegen, so der erwirdige her Wilhelm bischof ze Strazburg und die 20 | erbern wisen meister und rot und die bürgere gemeinliehe der stat ze Strazburg und ‘ Dietherich von der Witenmülle lantvogt in Eilsasz, die stette Hagenowe und Selse und die pflegde, die darczu gehörent, ulf einesite und die edeln Hannemann und Friderich gebrüdere grofe von Zweinbrücke und herren zu Bitsche und Hanneman £ grofe von Zweinbrücken, desselben Hannemans des alten sun, unser herczoge Rüprehts 25 *lieben getruwen und unser marggrofe Bernharts lieben öbeimen uf die andersite bicze har miteinander gehebet hant, daz wir obengenanter herczoge Rüpreht und wir marg- l ■; grofe Bernharte dieselben parthien mit ire beder wissen und willen uf disen hütgen j‘ tag, also datum disz briefes sagt, gerillt, gesünet und vereinet habent für sich, alle ire helffere, dienere, bürgere und die iren und die darczu gedienet und des ze schaffen 30 gehebet hänt, daz es mit in allen ein gancz luter süne und ewig verczig sin sol urnbe alle suche, die sich in demselben kriege von des Krieges wegen verlouffen hant, in aller messe, also harnoeh geschriben stat. darczu hant wir geretd, das alle ge- • fangen, die zu bedensiten von desselben Krieges wegen gefangen sint, derselben ge- fengnisse genczliche lidig und losz sin sollen! und euch ledig gelossen und gesaget 35 sollen werden uf ein siebte alte urfede unverzog und one alle geverde. darczu sol ouch alles gelt, es sy von brantschaczunge, burgschaft, gedingnisse oder anders von ; disz Krieges wegen, daz noch nit geben und unbezalt ist, ouch genczliche abesin und die bürgen dafür losz sin und ledig gesaget werden one wider rede und one alles vercziehen. ouch hant wir geretd und gemäht, das der obgenante bischof Wilhelm 40 dem vorgenanten Hanneman von Bitsehe dem alten oder sin erben geben und be- 1398 749 czalen sol umbe früntschaft und vür sinen dienst, den er ime geton hat in sime kriege wider den von Lüczelstein zwölf hundert guter geber Rinscher giildin, also derselbe bisehof Wilhelm demselben Ranneman das mit andern briefen verschriben und versichert hat. ouch han wir geretd und getedinget, was anesprochen die obe- 5 genanten herren von Ritsche gemeinliche oder sünderliche an dem obegenanten herren bisehof Wilhelm oder an sinem stift zu Strazburg betten umbe schulden von sines nebesten vorfarn bisehof Frideriches oder ander sinre vorfarn bischofe zu Strazburg wegen, dieselben schulde und züspruche sollen! sie und ire erben lossen ston und . verüben und unerfordert, also lange derselbe bisehof Wilhelm ein bisehof des stiftes io zu Strazburg ist, ane geverde. was ouch der obegenanten herren von Ritsche dienere anesproche betten umbe schulde, die do were vor dato disz briefes an den ege- nanten bisehof Wilhelm und an sinen stift zu Strazburg, woltent dieselben ire dienere bisehof Wilhelm und sinen stift ze Strazburg darumbe anesproch nit erlossen und anegriffen, so sollend die obegenanten herren von Ritsche und ire erben denselben 15 Iren dienern in den Sachen nit zu legen noch beholffen sin, noch sie vürseheben (?), husen noch halten in dheinen weg wider den obgenanten bisehof Wilhelm und sinen stift ze Strazburg, ouch also lange er ein bisehof ze Strazburg ist, one geverde. ouch baut wir herezoge Rupreht und wir marggrofe Rernhart obegenant beretd und betedinget also von der vesten Herrenstein wegen, die die von Strazburg ge- 20 wunnent baut, daz die von Strazburg den obgenanten herren von Ritsche und iren erben von des teiles wegen, daz dieselben von Ritsche an derselben vesten in pfant- schaft inne gehebet baut, geben beczalen und antworten sollen sübenhundert und nünczig guter geber Rinscher guldin, die sie uf dasselbe teil geluhen hatten!, und als danne sollen! die von Strazburg dasselbe teile an der vorgenanten vesten Herrenstein, 25 daz die obgenanten von Ritsche do gehebet hant mit den rehten und zügehorungen in der mosz, also es den von Ritsche versaczet ist, haben und halten und als danne sol Hanneman von Ritsche der alte solich pfantschaftbriefe über dasselbe teil zii Herrenstein, der do besaget fünf hundert und vierczig giildin, den von Strazburg zu ir hant geben und antwurten und solichen briefe, also Friederich von Ritsche obe- 30 genant und Johann, herre zu Liehtenberg über dasselbe teil in pfantschaft hant, der do sagt fünf hundert güldin, daran demselben Friederiche von Ritsche gehörend dirtehalp hundert guldin, sol derselbe Friderich von Ritsche an ein gemeine hant legen dem obgenanten Johann, herren zu Lichtenberg und ouch den von Strazburg bedersit zu irem rehten und notdurft des zii gemessen one alle geverde. und sollen! 35 die von Ritsche, die von Strazburg vürbasser me an denselben teilen rehten und zü gehürden an der vesten Herrenstein ungehindert und unbekümbert lossen one geverde. und sol ouch keiner von Ritsche vürbasser me zü Herrenstein inkommen, teil oder gemein daran zü habende, also lange das slosz in der von Strazburg banden stot, one geverde. ouch so ein bisehof von Metze das slosz Herrenstein umbe die gancz io summe, also es ieczunt stet, wider lösen wil, so sollen! die von Strazburg obegenant derselben losunge ouch gehorsam sin ane verezog und geverde. ouch hant wir geretd und gemäht, daz Symund, grofe von Zweinbrücken, des obegenanten grafen Hanne- mans sun, und die stelle Hagenowe und Selse und die pflegde, die darczü geboren!, 750 1398 also umb die vigentsehaft von Schillings wegen verriht sin sollen!; und sollen! ouch desselben Symundes kneh!, die die von Hagenowe, und ouch die kneht, die er gefangen han! von derselben vigen!schaff wegen, derselben gefengnisse ledig und losz sin und ledig gesaget werden uf ein alle urfede ane verczog und geverde. Ouch sähen! derselbe Symond und dieselben knehle demselben Schillinge von der s vigenlschaf! wegen wider die von Hagenowe, die von Selse und die pflege, die darczü gehören!, nil helffen noch zu legen, also lange dieselbe vinlschafi were!, one geverde. und harus söllen! die obegenanlen parihien vür sich, alle die iren und alle die, die darczu gediene! und des zü schaffen gehebe! han! von desselben krieges und zwey- unge wegen und umbe alle sache, die sich darinne und dovon ergangen und verlouffen 10 han!, es sin! todslege, brande, nome, diensle, gefengnisse oder anders, keynerleyge uszgenommen, genczliche gütliche und friinlliche gerillte!, gesüne!, vereyne! und geslih! sin! und sol ouch zwüschen! in allen, also vorgeschriben slol, umbe daz alles ein gancz luter süne und ewig verczig sin, uszgescheiden allerley argelis! und geverde. und des alles zu urkunde und vesler slellekei!, so han! wir herezoge Rüpreht und u> marggrofe Lernbar! obgenan! unsere eygin ingesigel an disen brief dun hencken und wir Wilhelm, bischof ze Strazburg und wir Hanneman und Friderich gebrüdere, grofen von Zweinbrücken unde herren ze Lüsche und Hanneman der junger, grofe von Zweinbrücke und wir der meisten, rot und bürgere gemeinliche der s!a! Sirazburg und Dielheriche von der Wiienmülen, lanlvog! in Eilsazz und der meisten, ro! und 2« bürgere der stelle Hagenowe und Selse mi! der pflege, die dazu gehöre!, obegenanl bekennen offenbar mi! disem briete, daz der durchlühfige, hochgeborne fürste und herre, herre Rüprehl, pfallzgrofe bi Rine, des heiligen römischen riches öbersler druchsesse und herezoge in Peyern und der hoherborne fürste, herre Lernbar!, marg- grafe ze Raden, uns und alle die, als vorgeschriben sie!, mi! eine umbe alle kriege 25 unde zweyunge bicz uf disen hüligen lag dalum disz briefes geriehl, gesüne! und geslielüell han! in aller messen, also vor geschriben Slot, mit unserme güten wissen und willen, und wir han! ouch alle dieselbe rihtunge und süne mit allen iren stücken, puncten und artickeln gelopt unde globent mit craft disz briefes wir bischof Wilhelm mit unsern fürsteclichen truwen und wir die herren von Lüsche obgenant und der 30 meister, rot und bürgere der stat zü Strazburg und Dietherich zü der Witemnülen, der meister, rot unde bürgere der stelle Hagenowe und Selse obegenant uf unsere eyde, die wir darüber zü den heiligen gesworn han!, vür uns und alle die unsern ewicliche, veste und stelle zü haltende und niemer ze überfarende noch darwider ze tünde noch schaffen geton werden in dheine wise, uszgescheiden alle argelis! und 35 geverde. und des alles zü worein sichern urkünd han wir bischof Wilhelm und wir drie herren von Büsche obgenant vür uns und andere min Hannemans obegenant süne unsere eygene ingesigele und wir der meister, rot und bürgere der stat zü Strazburg obgenant derselben unser stat ingesigel und ich Dietherich zü der Witen- mülen obegenant min eygen ingesigel und wir der meister, rote und bürgere der 40 stelle Hagenowe und Selse obegenant derselben unsere stelle ingesigel an disen brief gehangen, und wir alle andere des obegenanten grofe Hannemans süne bekennen uns ouch der obgenanten süne und aller Sachen in aller messe, also vor geschriben 1398 751 stet, ouch feste und stette ze haltendende under unsers vatters, vettern und brüders obegenant ingesigeln. geben zu Nuwenburg an dem Ryne uf dinstag sant Elizabethen tag noch Cristus gebürte drüzehenhundert jor und darnoch in dem ehte und nünczigstem jore. b Str. St. A. AA 1422. cop. ch. coaev (Papierheft). Heg. d. Mrkgr. von Bad. nr 18dl. 1447 Wilhelm und Lamprecht Brunne schliessen mit Bischof Wilhelm von Strassburg und der Stadt Strassburg nach Rückerstattung des ihnen abgenommenen Schlosses Wasenburg eine Sühne und erklären, dass sie sich damit aller aus dem Bitscher 10 Kriege stammenden Entschädigungsansprüche begeben. Dieser Sühne schliessen sich an: Burghart von Mansperg, seine Frau Lyse und Reinhard von Bietbür. geben uf die nehste mitwoch vor sant Katherinen tag in dem jar 1398. 1398 November 20. Str. St. A. G. U. P. lad. 165/166 nr. 88. er. mb. lit. pat. c. 4 sig. pend. quor. 2 del. iS 1448. Hans Billung, des Hofgerichts und der Stadt Rottweil Schreiber, an Strassburg: . . . mir hat fürgeleit der edel jungherr Egloff von Wartemberg hofrichter des hofgerichtz ze Rotwil an stat mins herren grave Rudolfs von Sultz, wie daz im schuldig sient uwers spitals pfleger ze Sträszburg vier pfund halber minder fünf Schilling, daz doch maister Rütisch der zimberman früntlieh mit im verrechnet hab so von zölle wegen, so si im schuldig sient uf der Schiltach von holtzes wegen, nu hat mich derselbe hofrichter ankert umb fürgebott über si ze schicken von desselben geltz wegen ... so hän ich in nu zemäl erbetten, daz er daz underwegen gelassen hat, untz daz ich üch darumb ze rede satzte . . . Bittet deswegen mit den Spitalpflegern zu reden, damit der Streit friedlich beigelegt werde. geben an fritag vor 25 sant Katherinen tag anno 98. 1398 November 22. Str. St. A. AA. 2034. or. ch. I. d. 1449. Claus Merswin der Meister 1 und der Rat von Strassburg an Diether Cemmerer und Conrad Lantschaden: . . . alse ir uns verschriben hant von eins tages wegen gen Selsz uf dunrstag nehest, also wissen!, das wir unser erbern hotten Nov. ss. so gern aldar uf den tag schicken wellent und uwer vorderunge verhören und sollen! unser erber hotten uch bescheidenliche darzu antworten. datum sabbato proximo ante diem sancte Katherine virginis. [1398 November 23.] Aschaffenburg, Dalberg Arch. or. mb. 1. cl. 1450. Saarburg an Strassburg: wir laut üwer wiszheit wiszen, daz unser burger 35 ein re Nicclos ane sele vor uns ist kommen und het uns geseit, wie daz sin swieger, 1 Claus Merswin war 1398 Meister. VI. 95 752 1398 sines wibes mutter, in üwer stat zu Slrazburg vervareu sie und die habe ettewas gelaszen. das habent die minre brüder zu den barvüszen in uwer stat genommen, und sie sin wip, derselben frowen dohter, bij denselben minren brudern zu Straz- burg gewesen und habe in ir mutter gut geheiszen. und sie woltent ir keine antwurte dovon geben, in weler maszen sie es genommen hettent . . . Bittet, der Frau zu 3 helfen und die Sache zu untersuchen. datum feria quarta post festum beate Katharine anno 1398. 1398 November 27. Str. St. A. G. U. P. lad. 45/46 m\ 74. or ch. lit. cl. c. sig. in v. impr. mut. 1451 - Meister und Rat von Rosheim an Strassburg: verwenden sich für Freilassung und Entschädigung eines ihrer Bürger, der trotz Strassburger Geleitbriefes m von dem Strassburger Bürger Pfetzheim gefangen und beraubt worden ist. geben uf sunentag nehest nach sant Andres tag in dem 98 jore. 1398 December 1. Str. St. A. AA. 2033. or. eh. I. cl. 1452 . Liitolt von Kolbotzheim, ein edelkneht, vergihe und bekenne, als ich der erbern wisen meiste r und rates der stette zu Strazburg, mine lieben her reu houptman 15 und diener gewesen bin in dem vergangen kriege, den sie gehept baut mit den herren von Bvtsche, daz sie mir do gentzlich voileton hant von aller der anspraehen und vorderungen und von alles des kosten, kumbers und schaden wegen, den ich in demselben irem dienste gehept und gelitten habe, in weihen weg das ist etc. geben an dem nehesten montage noch sant Andrestage des zwölfbotten 1398. 20 1398 December 2. Str. St. A. 6. D. P. lad. 198 nr. 7. or. mb. lit. pat. c. sig. pend. 1453 . Claus Merswin der Meister und der Rat von Strassburg an Basel über den Krieg mit den Herren von Bitsch und die Eroberung von Herrenstein: . . dieselb vigentschaft darkam, das die herren von Bytsche von deine selben herren dem byschofe 2 ., [Wilhelm] woltent haben 12,000 guldin schulde, so in der erwurdige herre byschof Friderich sin vorfar schuldig waz hüben, und griffen! in dovür an und dotent uns und unsern bürgern in den anegriffen sovil widerdriesse und schaden mit brande, nomen und totsiegen, daz wir der nit vergessen möhtent, daz wir noch der vestin Herrenstein stunden und die gewonnen und euch in die vigentschaft getrenget wurden. 30 so dotent die herren von Bytsche den richesstetten und dorffern ouch sovil Übergriffe, daz daz der lantfögt und die richesstette ouch durch unsern willen und in selber zu helffe in die vigentschaft koment. nu wart mit uns allen drien teiln geredt und wurden! wir besunder des erbotten, das die vorgenanten herren der bischoff, der lantfögt, selber wir und die andern stette unser erbern hotten gen Baden vür den 30 hoherbornen fürsten den marggrufen von Baden biten und schicken woltent und mit den herren von Bytsche aldo ein tag leisten, so wolte der durchluhtige hochgeborne 1398 753 fürste hertzoge Rüpreht von Peyern etc. in die genehe gen Baden riten und woltent alle durch gemeines friden willen des landes gedencken und darzü reden, daz wir miteinander geriht wurden, und kommend alle also noch vorgeschribner wise zu tage und wart des erwürdigen herren des bischoffes saehe anegefangen und über- 5 tragen, das die herren von Bvtsche der schulden, die sie an in vordertent, darumbe der krieg anevieng, söllent lassen gestan ungefordert, alle die wile er bischoff zu Strazburg ist, und andre stücke, darnach wart unser sache wegen geredt und besunder von der vestin Herrenstein wegen, die wir gewonnen betten, die hübet uns ouch, doch beschiht den herren von Bvtsche etwaz vür ir teil der pfantschafft. darnach io wart geredt von des riches wegen, den beschach ouch ein benügen, das alles zii lang wurde zii schribende . . . Darauf ist diese Richtung zu Neuenburg vor Pfalzgraf Ruprecht 1 bestätigt, beschworen und verbriefet. Doch können sie leider noch keine Abschrift mitschicken . . . da ez sich mit den brieten bitz har vertzogen bet, das sie uns noch nit worden sind . . . und bitten deswegen um Entschuldigung. datum >5 feria quarta proxima post festum conceptionis beate Marie virginis. [1398 Deeember 11.1 Basel. St. A. Neb.-Reg. G. III nr. 260. or. mb. I. cl. 1454 . Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg: sendet und beglaubigt seinen Hofmeister Georg von Bach. datum Baden feria quinla ante Lucie virginis anno 1398. Baden 1398 Decetnber 12. Str. St. i. AA. 85. or. ch. I. cl. Reg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1847. 1455 . Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg: bat nach langen fruchtlosen Einigungsversuchen dem Ludwig von Lichtenberg Fehde angesagt und bittet nun 25 die Stadt dasselbe zu thun und ihm nach Massgabe ihres Bündnisses Hülfe zu leisten. Baden feria quinta ante Lucie virginis 1398. 1398 Deeember 12. Str. St. A. AA. 85. or. ch. I. cl. 1456 - Brei genannte Bürger von Saarburg an Straßburg • berichten über die bisherigen Friedensvermittlungen mit dem Herzog von Lothringen und schlagen 30 einen neuen Tag vor. 1398 Deeember 21. Frümen wisen herren unsern undertenigen gewdlligen dienst, alz uwer wisheit wol weis, daz dez hochgeborn fortzammen dürchlücheden fürsten unsers gnedigen herren von Lothringen rates eins teiles, invers rates eins teiles und ouch wir uffe diesen liebsten zinstag zü Sant Pult ufle eyme gütlichen tage gewesin sint wege zii suchende, o ec . n. 33 wie beide lant in frieden und gnade gestehet mohte werden, und do man die sache wart anheben, do worent ansprechin, der wir nyt wustent von schaden, den der er- 1 Vgl. oben die Vertragsurkunde vom 19 November. 754 1398 wirdige fürste unser gnediger herre von Strasburg und ouch ir dem obgenanten un- serme herren von Lothringen sollent geton haben und woltent. vorbepommen haben, ob die evnekeit zii ginge, umbe daz, daz alle dinge zwuschin uch sieht und luter bliebent. und daz woltent die uwern nyt und sprachint, sie werent keyns alzo von uch gewertiget noch gescheiden, aber darumbe sie dar gesaut werent, der das an- 5 heben wolte, do woltent sie zu verston und ir bestes darzü tun und daz mähte zu der zijt nyt gesin, daz uns doch in ganzen triiwen leit ist. were aber uw er wisheit amühtig, daz ir zu eyme andern gutlichin tage zii Sarburg schicken woltent und do verhören die ansprache dez obgenanten unsers herren von Lothringen und do w ieder uwer antwurte und ouch uwer ansprache, waz wir danne gutes darzii getün mügent, 10 daz die sachin fruntlichin uvertragen werdent, daz wellen wir gerne tun. uwer antwurte mit diesem boten gebietent uns alle ziit. geben uf sant Thomas tag dez heilien zwelfboten anno domini etc. nonagesimo octavo. besiegelt mit Heinsil Cropphen ingesiegel. Wolf Luperster (?), Reymbolt schultheisz >s und Heinsil Cropphe von Sarburg. [In verso ] Den frümen wisen herren dem meister und dem rate zu Strasburg. Str. St. A. G. U. P. lad. 45/46. B. 41. or. chart. lit. cl. c. sig. in v. im.gr . 1457 . Bischof Wilhelm von Strassburg an den Ammeister Conrad Armbrusten und den Altammeister Ulrich Gosse zu Strassburg: bittet, dem Herrn Reinhard zu Wester- 20 bürg gemäss früheren Abmachungen «sehczig zolfüder wynes . . . zolfry faren zu lossen an uwern Zöllen in Strazburg» oder, wenn dies nicht möglich sei, die Zollsumme lieber nachträglich von ihm (dem Bischof) zu erheben. geben zu Dachenstein uf sant Thomans tag vor wynahten anno 1398. Dachstein 1398 December 21. Str. St. A. AA. 1422. or. c h. I. cl. 25 1458 . Der Schaffner Hermann in Kirchgasse legt vor Meister und Rat Rechnung ab über das Frauenhaus. 1398 December 31. Anno domini millesimo trecentesimo nonagesimo octavo feria tertia ante diem fest! circumcisionis domini, do her Claus Merswin meister waz, do verrechente her Herman in Kirchgasse, schaffener uf unser frowen huse, do zu gegene werent meister so und rat zu Straszburg. Do hat her Hermann ingenommen und empfangen 897 lib. 17 sol. und 3 den. Do hat er wider gerechent, was er uszgegeben het, 855 lib., 4 sol. minre 4 den. und blibet das wengst schuldig 398 lib. 7 sol. minus 4 den. So blibet ymme Vorstände von den rebelüten 424 lib. und 7 sol. 35 So blibet ime Vorstände von rocken 14 vierteil und 2 vierteil. So blibet ymme Vorstände von wine 214 luder. Str. St. A. V. D. G. 63. B. 46. fol. mb. 1399 755 1459. Verlegung des Stifts zu Rheinau in die Pfarrkirche Alt-St. Peter zu Straßhur g - 1 * 3 [1398,] Alse die erwürdigen herren der probest, dechan, cappittel der stifte zu Rinowe, unszere burger, koment für meister und rot zu Strazburg und seytent, wie das sü zii 5 Rinowe in der stat nüt bliben möhtent wassers und Rines und gebresten halp, unde werent har in die stat zü Strazburg kommen: so hettent sü ouch geret mit den er- bern luten in dem kirspele zum alten sancte Peter, das sü in gönnen woltent, in die kirche zum alten sant Peter zü kommende, die hettent sich selber darum!) besaut und hettent es in ouch gegünnet und botent meister und rot, sit sü ire burger we- 10 rent unde bresten halp des Rines und wassers zii Rinowe nüt bliben möhtent und inen danne von den kirlüten zürn alten sancte Peter gegünnet were zürn alten sancte Peter zü kommende, alse vor bescheiden ist, das danne meister und rot voran durch gottes willen und irre grossen notdurft willen inen ouch erlouben und gönnen woltent in die kirche zum alten sancte Peter zü kommende. 15 Aus «Heimlich Bucht fol. 119 a (i. d. Stadtbibi, verbrannt 1870). Gedr.: Hegel: Königsh. II, 1049. ibid. vgl. pg. 640 Not. 2. 20 1460. König Wenzel an Strassburg: befiehlt, seinen Diener Otto den jungen vom Reyseich der für Hans Bock übernommenen Bürgschaft- zu entledigen, da derselbe hierdurch «erblos worden und zu grossen verderblichen schaden kumen ist» ... . geben zu Präge an des newen jares tage a. reg. hob. 36. reg. rom. 23. Prag 1399 Januar 1. Str. St. A. AA. 113 nr. 63. or. ch. I. cl. 1461. Graf Heinrich, von Zweibrücken verkauft seinen halben , zum Teil weiter versetzten PfandanleiP an Herrenstein., Deltweiler, Dossenheim an die Stadt Straß- 25 bürg. 1399 Januar 7. Wir Heinrich graff von Zweinbrücken verjehent und bekennent, also wir die halb vestin Herrenstein mit den halben dörffern Detwiler und Dossenheim und allen zügehörungen in pfandes wise innegehept haut von dem bystüm zü Metzen, an demselben halben teile wir ein teil versetzet hettent dem durchlühtigen hochgebornen äo fürsten und herren seliger gedehtnisz herren Johanse hertzoge zü Luthringen und marggrave und ein teil min brüder Hanneman greve von Zweinbrücke und herre zü 1 Die entgegenstehende Bestimmung des Stadtrechtes, keine neuen Klöster und Stifte in der Stadt zuzulassen, kam hier nach Ansicht von Meister und Bat nicht zur Anwendung, weil das Stift die bereits vorhandene Alt St. Beterkirche benutzen wollte. 35 2 Diese Bürgschaft ist wohl 1395 für das Lösegeld des Hans Bock aus der Gefangenschaft derer von Schwanberg geleistet. 3 Vgl. hierzu folgende ebenfalls im Herrensteinbüchel V. C. G. K. 30’>. enthaltene Urkunde: Graf Heinrich von Zweibrücken bekennt, dem Herzog Johann von Lothringen und seinen Erben 200 Gulden schuldig zu sein, wofür er ihm die Hälfte seines Anteils an Herrenstein zum Pfände gern geben. geben uff unser frouwen tage assumptio anno 1399. 1399 August 15. 756 1399 Ritsche und Sygelman Windeberg, dieselben teil die erbern wisen meistere rat und bürgere zu Strazburg an sich geläset hant, das wir do vür uns unser erben und nachkommen mit rehter wissende durch unsern nutz und notdurft den überigen unsern teil und herlicheit, den wir über die vorgenanten versetzeten teile an der vestin Herrenstein an den dörffern Detwiler und Dossenheim an luten, gemeinden, 5 gerillten der selben dörffere an twingen, bennen, weiden, weltbennen, wassern zit ge- hörungen, nutzen und gevellen, wie die genant sint, gesucht und ungesucht nutzit uszgenomen, die zu der vorgenanten vestin Herrenstein und den dörffern gehören!, oder das sich harnach künde, das darzü gehöret bette und darzü hören solle, und besunder die losunge und reht, die uns an den versetzeten teilen zügehörtent oder zügehören möhtent, hant verköft reht und redeliche und zu kouffende gegeben den erbern wisen dem meister, rate und bürgern der stelle zu Strazburg, die in und allen Iren nachkometi unser teil und reht nach vorgeschobener wise gekouft hant. und söllent euch dieselben meister rat und bürgere der stelle zu Strazburg und alle ire nachkomen die vorgenante halbe vestin Herrenstein mit den dörffern Detwilr >° und Dossenheim mit luten, gemeinden, gerihten, twingen, bennen, walt, wasser, weiden herlichkeiten, wiltbennen mit allen nutzen und gevellen mitzit uszgenommen hin- nanvürder in eins rehten pfandes wise inne haben, besitzen, nützen und messen, wie in das aller hast füget, one Widerrede und irrunge unser und mengliches, so lange bitz derselbe halbe teil von eime byschofe von Metze, der danne ist, von in mit zweien tusent guter guldin und mit dem gelte, daz do zwüschent an der vestin ietzont verbuwen ist oder vürbasser verbuwen wurt, gelöset wirt, denne sü euch der losunge gehorsam süllent sin und nieman anders, und ist diser kouff und ver- satzunge gescheen umbe vierhundert guter guldin und fünfzig pfunt guter und geber Strazburger pfenninge, die uns meister und rat zü Strazburg bar darumbe gegeben 25 und bezalt hant und in unsern nutze kummen sint, do mitte uns wol benüget zu disem kouffe. und setzen! uns vür uns und alle unser erben und nachkommen des egenanten halben teiles der vestin Herrenstein und den halben teile der dörffere Detwiler und Dossenheim mit allen vorgeschritten dingen und rehten reht schuldener. und wer, das wir sü niemanne vürbasser verseret, versetzet, verkouft noch ver- 30 kümbert haben! in deheinen weg gegen den vorgenanten meister, rat und bürgern zu Strazburg und iren nachkommen und sprechen!, daz by dem eyde, so wir lipliche an den heiligen gesworn haben!, wir gent ouch uff vür uns, alle unsere erben und nachkommen den obgeschriben meister, rate und bürgern zu Strazburg und iren nachkommen und mit namen hern Rülman Swarber ritter stettemeister und liern 35 Rülin Barpfenning ammanmeister der stelle zu Strazburg, die von iren und derselben stelle wegen empfingen! alle die reht, eygenschaft, herschaft und besitzunge, die wir an dem egenanten halben teile der vestin Herrenstein und den halben dörffern Detwiler und Dossenheim und an allen vorgeschritten dingen und rehten zügehörtent und zügehören möhtent, in weihen weg daz were. und harüber und über alle vor- 40 geschriben dinge und ir iegliches besonder verzihent wir der vorgenanten grave Heinrich uns vür uns und alle unser erben und nachkomen, das wir sprechen möhtent, die vorgenanten guldin werent uns nit worden gegeben noch gezalt und in unsern r 1399 757 nutz nit kommen, wir werent betrogen über das halp, man solte uns wider setzen in gewalt und gewere oder wir hettent die vestin zu der zit nit innegehept, do wir sü verkouftent, und werent do von getrenget und aller ander schirme, friheit und beide, so ieman erdencken kan oder mag one aller slaht geverde und argliste, und 5 zu ebne woren urkunde, so hant wir gralf Heinrich unser insigel an disen briet geton hencken und haben! darzü gebetten die fromen vesten hern Stislaw von der Witen- mülen, ritter Dietherichen von der Witenmülen lantvögt in Eilsazz, sinen sun, und Volmar von Wickersheim, das sü ire ingesigele uns der vorgeschritten dinge zi’i übersagende euch an disen briet' hant gehencket; das ouch wir Stislawe und Dietherieh 10 von der Witenmülen und Volmar von Wigersheim gerne geton haben! durch des vorgenanten grave Heinrichs bette willen. der geben wart an sant Veltins tage des byschoffes in dem jore, do man zalte von gottes gebürte drüzehenhundert jore nüntzig und nün jore. Str. St. A. V. C. G. K. 30. Herrensteinbüchel cop. ch. coaev. 15 Ibid. AA. nr. 66. Briefb. föl. 96. Ibid. Herrensteiner-UrTcunden aus früherer und späterer Zeit. 1462 . Schwörbrief ton Meister und Rat zu Straßburg. 1399 Januar 11. In 1 gottes namen amen, wir die meistere der rat, die rittere, die knehte, die bürgere, die antwercke und die gemeinde beide riebe und arme zu Strazburg verjehent [weiter »> wie im Schwörbrief von 1340 vgl. Bd. V nr. 190 bis: geniset. (2tj und wenne ouch also und in die vorgen. wise ein ander ammanmevster gekosn wurt an des ammanmeysters stat, der danne dot und verfaren ist oder syech ist worden, so sol man doch darumbe des selben jores nit anderwerbe vor dem münster sweren, danne man sol das selbe jar uzz gegen dem selben ammanmeyster, der danne anderwerbe gekosen wurt, und der selbe ammanmeyster widerumbe verbunden sin unde alles das stete halten und haben, das man des selben jores vor dem münster und ouch der ammanmeister, der danne abegegangen oder syech worden ist, des selben jores gesworen het by dem selben evde, den man des selben jores vor dem münster gesworen o. a g. darnach so sol der rat [weiter wie 1349 bis: ingesigeln, die hienach geschriben stant] wir 30 Swartzgötze von Grostein, Johans von Wickersheim, Lienhart Zorn dem man sprichst Schultheisse, Wetzel Marsilis, Rülman Swarber, Burckart von Mülnheim dem man sprichet von Rechperg, Johans von Stille, Heinrich von Mülnheim in Brantgasse, Johans von Kagenecke der eilter, Thoman von Endingen, Heinrich von Mülnheim dem man sprichst von Landesperg rittere, Reimbolt Hüffelin der eilter, Johans Schilt, 35 Dietherich Burggraff, Johans Zorn dem man sprichst von Eckerieh, Wilhelm von Mülnheim und Adam Löselin, die har zu gekosen wurden! von der rittere und knehte wegen disen briet zu besigelnde. und wir Wernher Sturm der eilter, Johans Bock, Lawelin von Wintertur, Claus Mansse, Hesseman Hesse, Thoman Lentzelin, Claus Merswin, Thoman zür Megede, Johans Berlin, Hans Rihter dem man sprichst 40 1 In der Vorlage schön gezeichnete Initiale. 758 1399 Diitscheman und Ber von Heilgenstein, die har zu gekosen wurdent von der bürgere wegen, und wir Götze Wilhelm, Wilhelm klotziger, Heinrich Kranich, Gonrat Arm- broster, Ulrich Gosse, Bulin Barpfennig, Heintze Meiger, Peter Sunner, Hanseman Karle, Johans Messerer, Rülman Voitze, Peter Museier, .Tohans Riffe, Johans Muniche- lin der eilter, Han man von Colmar, Hug von Wangen, Hanseman Peyer, Johans Heilman, Johans Betscholt, Johans Lumbart, Cüntze Kesselring, Jocop Herman, Ulrich Hunter, Pritsche Wiszgerwer und Walther Schanlit, die ouch har zu gekosen wurdent disen brief zu besigelnde von der antwerke wegen, verjehent, das wir unsere inge- sigele zii eime waren urkunde der vorgen. dinge an disen gegenwertigen brief zu der stette ingesigel zu Strazburg haut gehencket. der wart gegeben uf den nehesten samstag nach sant Erhardes tage des heiligen byschofes in dem jare, do man zalte von gottes gebürte drützehenhundert jare nuntzig und nun jare. Wernherus Spatzinger prothonotarius civitatis Argentinensis. Str. St. A. AA. 61. nr. 7. or. mb. lit. pat. c. 54 sig. pend, quorum nr. 19 delaps. Vgl. Hegel, Königsh. II, 934 Beilagen. t 1463. Johann von Lichlenberg und Meister und Rat von Straßburg urkunden über die gemeinsame Hinterlegung eines Schuldscheines auf V t der Burg Herrenstein. 139!) Januar 12. Ich Johans herre zu Liehtemberg und wir der meister und der rat von Strazburg verjehent und dünt kunt aller menglichem mit diseme briefe, als ich der obgenante Johans herre zu Liehtemberg einen brief hinder mir ligende gehept han, der do stat fünfhundert guldin und wiset und seit über ein vierdenteil der vestin Herrenstein, daz selbe vierde teil ziigehorte halber dem edeln Symunt Wecker seligen greven von Zweinbrücken und herrrn zii Ritsche minem swoger, das ietze gevallen ist an die edeln hern Hanneman und Friderichen gebrudere greven von Zweinbrücken und herren zu Ritsche, und der ander halbteil mir zugehöret, und wanne die obgenanten von Strazburg der egenanten hern Hannemans und Frideriches teil an der egenanten vestin an sich broht hant und an sü körnen ist, darumbe so habent ich der egenante Johans herre zü Liehtemberg und wir der meister und der rat von Strazburg den obgeschriben brieff, der do wiset über das obgeschriben vierdenteil der vestin Herrenstein, zii gemeiner getruwer hant geleit und bevolhen hünder den vesten, edeln kneht Volmar von Wickersheim, 1 also das derselbe Volmar oder sine erben denselben brieff von unser bederkil wegen sol inne haben und den getruwelichen behüten und gehalten und sin bestes darzii tun, so verre er kan, also sin eren wol anestat, und als wir ime das besunder wol getruwent, one alle argelist und geverde. und sol ouch derselbe Volmar noch sin erben denselben brief unser deheime teil nit geben noch lihen one des andern teiles wissen und willen, doch were es, daz unser dehein teil desselben briefes bedurffende wurde, so sol und mag der egenante Volmar oder sin erben demselben teil ein videmusz des selben briefes geben 1 oder in loszen 5 10 15 20 25 30 35 40 1 Vgl unten nr. 1470 dazu die Urkunde des Volmar von Wickersheim v. 7. März 1399. 1399 759 sehen und lesen, so das an in gevordert wirt, one des andern teiles Widerrede und zorn one alle geverde. des zu urkunde, so han ich Johans herre zu Liehtemberg und wir der meister und der rat von Strazburg unsere ingesigele geton hencken an disen briet. der geben wart des nehsten sunnentages noch dem zwölften tage des jares, & als man zalt in Strazburger bystum nach Cristus gebürt drutzehenhundert nüntzig und nun jare. Str. St. A. V. C. G. K 30b. Herrensteinbüchel cop. eh. coaev. Gleichzeitige Notiz unter dieser Copie: Diser bi-ief ist mit juncher Johans ingesigel von Liehtenberg alleine besigelt. — Ibid. AA. 66. Briefbuch. B. 66. fol. 99. 1464. Pfalzgraf Ruprecht III. schickt an Strassburg die Abschrift eines an ihn ergangenen Schreibens der Grafen Friedrich und Hannemann des jungen von Ritsch und ersucht auf Grund desselben um Freilassung des Colbe und erbietet sich zu einem Tage mit dem Markgrafen von Raden, datum Heidelberg in die beati Tymothei apostoli anno 1399. Heidelberg 1399 Januar 21. Str. St. A 6 . D. P. lad. 203. or. ch. I. cl. Reg. Koch und Wille nr. 6812. 20 1465- König Wenzel an Strassburg: fordert auf, den Rischof von Strassburg zu veranlassen, dass er dem Stislaw von der Weytenmüle die Schulden, um die er schon oft durch Rriefe und Roten gemahnt ist, endlich bezahle. geben zu Präge des dinstags vor unser frawen tage purificationis a. reg. hob. 36 reg. rom. 23. Prag 1399 Januar 28. Str. St. A. AA. 113 nr. 87. or. ch. lit. el. 1466 Markgraf Rernhard von Baden an Strassburg: sendet und beglaubigt . . . von etwaz Sachen mit uch zu reden . . . Hans Cuntzman, seinen Vogt zu Baden, datum 25 Baden in vigilia purificationis Marie virginis anno 99. Baden 1399 Februar 1. Str. St. A. AA. 85. or. ch. I. cl. Heg. d. Markgr. v. Bad. nr. 1854. 1467. Graf Heinrich von Zweibrücken 1 beurkundet, dass ihm die Stadt Strassburg 220 Gulden ausgezahlt habe, damit er sein Achtel von Herrenstein, welches zu der 30 ihm von Strassburg bereits abgekauften Hälfte der Burg gehöre, aus der Pfandschaft des (verstorbenen) Herzogs Johann von Lothringen löse und bis längstens nächsten Ostern ausliefere, widrigenfalls er sich selber in Strassburg zur Haft stellen wolle. . . . darzu geloben wir by unserm eide . . . zu schaffende hie zwüschent und nutz unser frowen tage der testen nehest kommet ein brief von dem erwürdigen herren dem s ep t. s. 85 byschofe von Metze, daz er sin willen zu dem kouffe tut, den die stat von des halben teils der vestin Herrenstein wegen umbe uns geton hat. der selbe kouff doch 1 Vgl. oben nr. 1461 die Urkunde Heinrichs vom 7 Januar und die dazugehörige Anmerkung. VI. 96 760 1399 allewegen in sinen kreften bliben sol. und wenne wir das geschaffent, so söllent die von Strazburg dem egenanten berren dem byschofe ein brief dergegen geben, das sü ime die vestin Herrenstein wider wellent geben zu lösende nach des burgfridebriefe sage, den wir und Diether Cemmerer und Cüntze Lantschade mit einander gesworen hettent one alle geverde . . . Ausser dem Aussteller siegeln Stiszlawe von der Witen- s mulen und sein Sohn Dietrich, Landvogt im Eisass. geben an dem nehsten sams- tage vor sant Mathis tage .... 1399. 1399 Febmar 22. Str. St. A. V. C. 6. K. 30b. Herrensteinbüchel cop ch. coaev. 1461b Kleinhenselin von Heiligenstein, ein Edelknecht, der von Strassburg gefangen gehalten war, schwört der Stadt und allen den Ihrigen Urfehde. datum w nechsten mendag nach sant Mathistage .... 1399. 1399 März 3. Str. St. A. G. 0. P. lad. 168. nr. 13. cop. mb. coaev. 1469. Graf Hannemann und Friedrich von Zweibrücken, Gebrüder und Erben ihres Bruders Symunt Wecker, beurkunden, dass Meister und Rat von Strassburg mit ihnen übereingekommen sind: . . . . umbe daz halbe teil an ebne vierdenteil der 1S vestin Herrenstein, do daz ander halbe teil zu gehöret dem edeln unserme lieben swager Johans herre zu Liehtemberg mit aller herschaften, besitzunge, luten, dörffern, gerihten etc. und entsagen damit allen Ansprüchen auf diesen Teil von Herrenstein. geben des nehsten fritages vor dem sunnentag Letare des jores 1399. 1399 März 7. Str. St. A. V. C. G. K. 30b. cop. ch. coaev. Herrensteinbüchel. — Ibid AA. 66. Briefbuch 80 C. fol. 100. 1470 Ich Volmar von Wiekersheim tunt kunt aller menglichem mit disem brieve, als der edele herre juncher Johanns, herre zu Liehtemberg, und die erbern wisen und bescheiden meister und rat zu Straszburg einen brieff hinder mich in mine getruwe hant geleit hant, der do stot fünff hundert güldin und wiset und seit über s» einen vierdenteil der vestin Herrenstein, 1 dar an das halbe teil zu gehörte dem edeln herren, herrn Symunt Wecker seligen greve von Zweinbrücken und berren zu Kitsche, das n°i von erbes wegen gevallen ist an herrn Hanneman und juncher Friderichen gebrudere greven von Zweinbrücken und herren zu Kitsche etc. etc., das ich do denselben brief getruwelichen sol behalten und behüten und min bestes darzü 811 tun, so verre ich kan und mag one alle geverde. und sol ouch ich noch mine erben denselben brieff deheinem teile geben noch lihen one des andern feiles wissen und wille. doch were es, daz dehein teil des selben brieffes bedürffende würde, so sol und mag ich oder mine erben demselben teile desselben brieffs ein vidimus geben oder inen zöugen und loszen sehen, so sü das an mich oder min erben vordem! one des andern feiles Widerrede und zorn one geverde. dise obegeschriben stücke 1 Vgl. oben nr. 1463. Urk. vom 12 Januar 1399. 1399 761 globe ich der egenante Volmar für mich und alle mine erben getruwelichen stete und veste zu haltende . . . und des zu eime urkunde so han ich der vorgenant Volmar min ingesigel gehencket an disen brieff, der geben wart an dem nehesten fritage vor dem sunnentage Letare 1399. 1399 März 7. 5 Str. St. A. AA. 66. Briefb. B. fol. 101. 1471 König Wenzel an Strassburg: kann nur dann ihre Bitte erfüllen, den Otto von Reysech zur Zurücknahme seiner Ladung vor das Hofgericht zu veranlassen, wenn sie demselben unverzüglich zu seinem Rechte gegen Hans Bock verhelfen, denn . . . des soll ir wissen, das wir euch solche freyung (vom Hofgericht) in der meinung gegeben 10 haben, das ir einem iglichem kleger, der zu den ewern zusprechen hette, als ofte des not geschee, eines volkomen rechten hehlen sollet, und ist ouch unsere meynung nyt gewesen, das von solcher freyung wegen yemande an seinem rechten geswechet wurde, so schreibet ir uns ouch das . . . Jost marggraf zu Merhern unser vetter und Przimislav herezog zu Teschin unser oheim und fürsten und etliche andere i5 lierren, ritter und knechte demselben euerm mitburger gesagt haben, das in der richtung, die czwischen uns und unsern lantherren von Beheim gescheen ist, begriffen sey, das alle gefangen ledig sollen sein, und was in burgschaften stunde, das solle ouch abesein. doruf wisset, das wir das ouch dofur gehabt haben, sint aber uns das nicht gescheen mochte, haben denn euch die egenanten unsere fürsten oder yemande 20 anders ichtes gesaget oder zu wissen getan, die moget ir dorumb monen und zu rede setzen, als euch das aller beste dünken wirdet. dornber so habt ir vor czeiten dem egenanten unserm dyner einen brife gesant . . . des abschrift wir euch hierynne senden 1 verslossen, dorynne ir im danket der fruntschaft und trewen, die er demselben ewern mitburger beweiset und getan hat . . . Nochmalige Ermahnung ihm jetzt 2.-1 Recht zu verschaffen. geben zu Präge des sunabendes vor Letare in der vasten a. reg. boh. 36 reg. rom. 23. Prag 1399 März 8. Str. St. A. AA. 113. nr. 68. or. ch. I. cl. 1472. Hannemann von Zweibrücken und Ritsch und Sigelman von Windeberg beurkunden, dass Meister und Rat von Strassburg ihnen die 510 Gulden bezahlt so haben, welche Herzog Ruprecht von der Pfalz und Baiern und Markgraf Bernhard von Baden als Vermittler zwischen ihnen und Strassburg (wegen Leberlassung von Besitzanteilen an Burg Herrenstein) festgesetzt haben. geben des nehsten mentages nach dem sunnentage Letare des jores . . . 1399. 1399 März io. Str. St. A. V. C. G. K. 80b. HerrensteinbücM. cop. ch. coaev. — Ibid. AA. 66. Briefb. 35 B. fol. 101. 1 Liegt nicht mehr vor. 762 1399 1473 . Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg: sendet und beglaubigt seinen Getreuen Hans Bach . . . datum Pfortzheim feria sexta ante dominicam Miseri- cordia domini 1399. Pforzheim 1399 April 11. Str. St. A. AA. 85. or. ch. I. cl. Reg, d. Markgr. v. Bad. nr. 1864. 1474 . Herzog Karl zu Lothringen , Bischof Wilhelm und die Stadt Straßburg schließen einen Vertrag zum Schutz und Sicherung ihrer Kaufleule und Waren. 1399 April 20. Wir Karle von gots gnaden herzog zu Lothringen und marggrave und wir Wilhelm von den selben gots gnaden herweiter und bestettegter byschoff dez stifftes von Stroszburg und wir der meister und der rat und die gemeynde der stette von Strosz- burg tunt kunt aller menglichen und erkennent uns öffenlichen mit crafft disses offen brieffes, das wir einer gütlichen fruntlicheit umbe des willen, das unser lant, lute und gütere deste basz beschirmet, befrydet und behütet werdent, als daz ein yeglicher kouffman, pilgerin und ander byderbe lute deste sicher, frvger und fryde- licher rittent, varent, gon und wandeln mügent und ir kouffschatz und ander ir gewert und pfennigwert bewenden mügent yederman noch sime nütze überkomen, übertragen und verevniget sint in die wise, als hie nach geschriben stat zu wissende: wer ez sache, das yeman, wer der were, der den obgenanten byschoff Wilhelm oder sine stifft, von Straszburg oder die stat von Straszburg und die iren schediget mit namen, oder wie das were, und durch unsers hertzoge Karies lant tribent, fürtent oder trügent, so sollen wir oder unser amptlüte, den wirs ouch empfellen süllent, zu stünt so wirs befyndent, dar zii varen und das beschütten und erweren getruwe- lichen nach aller unser vermügeden, als unser eygen gut und das zu dem rechten behalten one alle geverde. zu glicher wise, wer ez sache, das yeman, wer der were, den obgenanten herrn Karle hertzoge zu Lothringen und marggrave oder die sine schediette mit nommen, oder wye das were, und durch unser byschoff Wilhelms lant und unser der stat von Stroszburg lant und gebieten triben, trügent oder fürtent, so sollent wir oder unser amptlüte und die unsern [weiter wie oben bis one alle geverde]. ouch werez sache, das der dehein koufman, pilgerin oder ander lüte, wer die werent, die dem obgenanten hern Wilhelm byschoff zu Stroszburg oder der stat zu Stroszburg zu gehörte, in unser hertzoge Karies lant gefangen, beruhet oder geschediet wurdent, in welichen weg das were, so söllent wir oder unser amptlüte zü stünt und unverzüglichen, so wir das befyndent, [: weiter wie oben}, zü glicher wisze, werez sache, das der dehein köfman, pilgerin oder ander lüte, wer die werent, die dem obgenanten hern Karle hertzoge von Lothringen und marggrave zügehörtent, in unser Wilhelms byschoves zü Stroszburg oder der stat zü Stroszburg landen und gebietten geschediet wurdent, in welichen weg das were, so söllent wir oder unser amplüte und die unsern etc. etc. beschirmen und beholffen sin in alle weg glich als unser eygen lüte ouch on alle geverde. es ist ouch beret, daz wir hertzoge Karle uff eyne sytte und wir Wilhelm byschoff zü Stroszburg und die stat von Stroszburg uff die ander sytte nyt widernander dün söffen noch schaffen geton werden in deheinen weg, als lange s 10 15 20 25 30 35 40 1399 763 so disze gütliche früntlicheit weret on alle geverde. werez ouch, das ein ander uns hertzoge Karle hohenman (!) wider den obgenanten byschoff Wilhelm oder sine stifft oder die stat von Stroszburg und die iren dün wolte und wolle yme mit eime glichen gemevnen rehte von siner ansproche wegen benagen und mühte yme das nyt wider- 5 ihren, so [so] mögen wir unserm hohenmanne wol beratten und beholfen sin zu syme rehten. wolle aber dem hohenmanne mit eime glichen gemevnen rehte nyt benügen, so söllent wir yme weder beratten noch beholffen sin in deheinen weg one alle geverde. zu glicher wise, werez, das ein ander uns byschoff Wilhelm hohenman wider den obgenanten heim Karle hertzoge zu Lothringen und marggrave und die sinen tun io wolte und solte etc. (wie oben bis one alle geverde). und sol ouch dise gütliche frünt- licheit ane gan uff diszen nehsten kommenden sancte Georgien dag und sol dar nach .i r ru .»z. weren diszen nehsten dru jor nacheinander kommende, usz gescheiden in allen diszen stücken arglist und geverde. wir Karle von gots gnaden hertzoge zu Lothringen und marggrave und wir Wilhelm von denselben gots gnaden erwelter und bestedi- i5 gelter byschoff zu Stroszburg und wir meister und rat und gemeynde gemeynlichen von Stroszburg erkennent uns, daz wir diser gütlicher fruntlicheit mit wol bedahtem müte und unser lant und lute nütze und notdürffte eindrehteklichen überkommen sint, und globent wir alle gemevnclichen und besunder dise gütliche früntlicheit, und waz in disem briffe und underscheiden stat, wir hertzoge Karle by unsern fürstlichen 20 truwen und wir byschoff Wilhelm ouch by unsern fürstlichen truwen und wir die stat von Stroszburg by unsern eyden, die wir unser stette zu Stroszburg geton baut, gentzlichen und gar zu haltende, zu habende und getrmvelichen zii folfürende on allen argelist und geverde. wir hertzoge Karle nement uz in diszen Sachen unsern herren den römschen künig und unsern heren den künig von Franckrich, den hert- i5 zogen von Aureliens, den hertzogen von Burgognien, den hertzogen von Beyern, unsern lieben valter und sweher heim Friderich von Lothringen graven zü Wyde- munt, unsern lieben brüder den marggraven von Baden und den graven (von) Wirtem- berg unsern vetter. wir Wilhelm byschoff zü Stroszburg nement uz unsern herren den römschen künig, unser fröwe die hertzogynne von Brobant, den marggraven von so Baden, den graven von Wurtenberg und die stat von Stroszburg. wir meister und rat und die stat von Stroszburg nement uz unsern herren den römschen künig, den durchlühtigen höchgebornen fürsten hertzoge Lüpolt hertzogen zü Osterich, den er- wurdigen herren heim Wilhelm byschoff zü Stroszburg, den hochgeboren herren Bernhart marggraven zü Baden, die wisze und Bescheide die stat von Basel, die stat 35 von Hagenöwm und ouch die stat von Sarburg in der früntlicheit, als wir mit yn sint. zü urkunde so han wir Karle hertzoge zü Lothringen und marggrave und wir Wilhelm von gots gnaden erwelter und bestettigeter byschoff zü Stroszburg und wir meyster und rat und gemeynde der stat zü Stroszburg unser ingesigele an diszen brieff dün hencken uns alle gemeynlichen zü übersagen aller vorgeschriben dinge. 40 der geben wart des jors, do man zalette dusent drühundert nüntzig und nün jor dez zwentzigesten dages in dem April. Str. St. A. G. U. P. lad. 46/46. or. mb. I. pat. c. 3 sig. p. quor. 1 (Arg.) exstat. Reg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1865. 764 1399 1475. Conrad Blaurer von Constanz an Strassburg: erzählt ausführlich, wie der Strassburger Gesandte Hans Bock seinerzeit zu Prag seine und des Herrn Benisch Hülfe und Vermittlung in Anspruch genommen habe, damit die Strassburger Sachen 1 vor den König kämen, und verlangt nun die damals in Aussicht gestellte Belohnung, besonders da er von Borziboy, der ihm wegen dieser Dienste gram sei, durch Ver- s hinderung an seinem Amt in Schlettstadt um 600 Gulden geschädigt sei. geben am samstag nach Georii anno 1399. 1399 April 26. Str. St. A. AA. 112. or. ch. I. cl. 1476 Strässburg als Schiedsrichter zwischen Herrn Walter von Geroldseck Wilhelm und Peter Messerer einerseits und dem Bürgermeister und Rat von Basel io anderseits urteilt, dass Friedr. Messerer sich vor dem Gericht zu Basel zu stellen und dessen Spruch anzuerkennen habe. datum dinstag ante festum ascensionis domini anno 1399. 1399 Mai 6. Basel, Sts. Urk. nr. 766. geh. Beg. (deutsch.) or. mb. c. 5 sig. pend. ■ j * j ! 1 i \i 1477 Bischof Wilhelm von Strassburg an Meister und Rat von Strassburg: bittet, ir , dem Lütold von Kolbetzheim und Rudolf von Berge, von denen er wisse, . . . daz Mai ss. sü sich üch uf disen liebsten sundag antworten süllent, fürbasser zil zu geben abtage langer umb unsefn willen . . . wan wir der vorgenanten zweiger . . . besonder wol bedörffent uns zü fürende (zu einem Tage nach Lauterburg mit dem Herzog von Baiern), wan sü die wege wol wissen!. geben zü Zabern uf fritag 2 o nach dem heilgen pflegest dage anno etc. 99. Zabern 1399 Mai 23. Str. St. A. AA. 1422. or. ch. I. cl. 1478. Graf Heinrich von Ziceibriicken verkündet, daß die Lösung des früher von ihm an Lothringen verpfändeten Anteils an Burg Herrenstein der Stadt Straßburg als Käuferin seines ganzen Herrensteiners Anteils obliege. 1399 Mai 23. 2 z Wir Heinrich greve von Zweinbrücke verjehent und bekennen! und künden! menglichem mit diseme brieve, als wir vor ziten ein teil an der vestin Herrenstein versetzet haben! dem durchlühtigen, hochgebornen fürsten und herren, herren Johanse hertzoge zü Lothringen und marggrave seliger gedehtnisze mit den vürwor- ten, das derselbe herre der hertzoge oder sine erben uns oder unsern erben den- s» selben teil wider zü lösende sol geben umbe zweihundert güldin, als ein brief be- wiset, den wir von dem vorgenanten unserm herren dem hertzogen seligen darüber haben!, und wenne wir vür uns alle unsere erben und nochkommen unser reht desselben unsers versetzten teils und ouch alle andere reht, die wir betten! oder haben möhtent an der vestin Herrenstein und an den dörffern, die darzü geboren!, reht ss 1 Wohl die Befreiung von der Beichsacht. 1399 765 und redelich verkouft liabent und zu kouffende gegeben den erbern wyseu meister und rat zu Strazburg, also das ein koufTbriefT bewiset, den sü von uns darüber habent, daz wir uns do nemeliche bekennent, das die losunge des teiles vor unserme herren, dem hertzogen zu Luthringen zu tunde der stat Strazburg zügehort und uns 5 nit. und ist unser guter wille und gevelle, daz die von Strazburg daz teil von unserme herren dem hertzogen zu in lösent, und gebeut in ouch des mailt ze tünde, glich als obe wir das teil selber zu uns lösen woltent. und zu eim urkunde, so habent wir der vorgenante Heinrich unser ingesigel an disen brieff geton hencken. der geben wart an dem nehsten frytage noch dem heiligen pfingsttage in dem jare, io do man zalte von gottes gebürte drützehen hundert jor nüntzig und nün jore. Str. St. A. V. C. G. K. 30L Herrensteinbüchel, cop. eh. eoaev.. Ibid. AA. Briefbuch B. fol. 102 1479 Reinhart von Remchingen, markgräflicher Vogt zu Pfortzheim an Hans Bock, Bürger zu Strassburg: lieber Hans, als ich und du nun liehst zu Baden mit 15 enander retten von ainer avnung wegen zwuschent minem herren und den von Strassburg, lasz ich dich wissen, daz min vorgenanter herre und ich uf disen nehsten fritag zu Baden sin wellen, darumb so wellest uf denselben fritag ouch gen Baden Junte. körnen und mit dir bringen, wen dich dunkt, der da zu nütze und gut sy, von den Sachen zu redent. datum dominica post festum corporis Christi anno 99. 20 1309 Juni 1. Str. St. A. AA. 85. or. ch. I. el. Heg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1871. 1480. Graf Ludwig von Oettingen an Wilhelm von Mülnheim [den Meister] und den Rat von Strassburg: hat aus ihrem Briefe erfahren, dass die zu Strassburg zwischen 25 seinem Schwiegersohn Bernhard von Baden und Ludwig von Lichtenberg gepflogenen Verhandlungen gescheitert sind, und ist auf ihren Wunsch bereit, wenn Ludwig zustimme, über acht Tage einen Sühneversuch zu Baden zu machen, zu dem er dann auch ihre Räte erwarte. datum feria sexta ante Viti anno etc. 99. 1399 Juni 13. Str. St. A. AA. 84. or. ch. I. cl. 30 Heg. d. Mrkgr v Bad. nr. 1872. 1481 . Frankfurt an Strassburg: weiss nichts von 1400 Gulden, die es Strassburg schuldig sein soll, und bittet, solche Anmutungen zu unterlassen. datum ipsa die Viti et Modesti anno 99. 1399 Juni 13. Str. St. A. G. U. P. lad. 221. or. ch. I. cl. ss 1482. Herzog Karl von Lothringen quittiert dem Grafen Heinrich von Zwei- brüeken den Empfang von 200 Gulden . . . für wellichen güldin er unserme herren und vatter seligen . . . sin teil an dem slosse zu Herrenstein mit sime zügehörunge halbes versetzet bette, als der losunge briet! inhaltet. geben in dem jare, als man zalt in Metzer bistüm noch Cristus gebürt tusent drühundert nüntzig und nun jore des fünfTttzehenden tages des monades junii. 1399 Juni in. Str. St. A. AA. 66. Briefb. B. fol. 102. — Ibid. V. C. G. K. 30b. e op. ch. (Herrensteinbüchel). 14113. Graf Ludwig zu Oettingen an Wilhelm von Mülnheim, den Meister und den Rat von Strassburg . . . bitten ew (in Sachen des auf nächsten Donnerstag zu Baden zwischen seinem Schwiegersohn Bernhard von Baden und Ludwig von Lichtenberg angesetzten Tages) mit gantzem vlisse und ernst, das ir Ludewigen von Liechtenberg bitten wollet, das er durch unsern willen voll herüber gen Ettlingen reyten wolle, das wollen wir besonder umb in und ew verschulden, und das ir auch ewer freund daselbs hin mit im schicken wollet, wann wir da zu Baden niht gern sien von selbes gebresten wegen, der daselbs ist. datum Pfortzheim feria secunda post beatorum Viti et Modesti anno 99. 1 Pforzheim 1399 Juni 16. Str. St. A. AA 85. or. ch. I. cl. 1484. Arnold von Berenfels der Bürgermeister und der Rat von Basel an Strassburg: weisen die Beschwerde des Strassburger Fischers Bruchei Lawelins über Verzollung seiner Ladung zurück und . . . bitten üch mit ernst, daz ir die uwern underwisent sich sölicher sach hienach ze erlassent, wand waz si nidewendig so nach unser stat lüden! und schilfung und stierlüt by uns nöment, daz verzollen! si billich, als daz by üns harkomen ist. datum anno etc. nonagesimo nono quinta ante Johannis baptiste. 1399 Juni 19. Str. St. A. AA. 1799. or. mb. I. cl. I486 Edelknecht Johann von Gerningen urkundet: . . . gilie und bekenne, daz mir die erbern wysen meister und rat der stat zü Straszburg gegeben und bezalt habent zweihundert guter güldin von wegen und anstat des durchlühtigen hochge- bornen fürsten und herren hern Karlen hertzoge zü Lutbringen und marggraven mins gnedigen herren von des teils der vestin Herren stein wegen, den sü den obegenanten mime herren dem hertzogen wider in gegeben soltent haben, den teil sü domitte von dem edeln herren juncher Heinrich grave von Zweinbrücke und ouch der stat zü Straszburg gelöset baut, und sage ich sie für mich und min erben von des obegenanten mins herren von Lutbringen wegen die egenanten meister und rat zü Straszburg und alle ire nachkommen das teil an der vestin Herrenstein, so min lierre daran bette, und ouch der egenanten zweihundert güldin quit ledig und losz. geben an sant Johanns oben! zü süngihten in dem jore do man zalte 1399. 1399 Juni 23. Str. St. A. AA. 66. Briefb. B. fol. 102. Ibid. V. C. G. K. 30b. cop. coaev. im Herrensteinbüchel. 1 Dies Stück fehlt i. d. Heg. d. Mrkgr. v. Bad. zwischen nr. 1872/73. 1399 767 1487. Straßburg an seine Glefenhauptleute im Felde: übersendet einen von Hagenau erhaltenen Warnungsbrief mit der Weisung sich danach zu richten. [1399] Juni 24. Wir Wilhelm von Mülnheim 1 der meister und der rat von Strazburg embieten 5 Johanse Zorne und hern Ulrich Gossen unserme alten amanmeyster unsere glefen- houptlüten, was wir gutes vermögent. uns baut unser guten fründe von Hagenau ein warnungesbrief verschriben, des wir lieh ein abgeschrifift harynne senden! verslossen, 2 do wissen! üch noch zu richtende, do tünd unsere dienere, die warten dester basz und witer verslahen und darnach ein erfaren habent, dasselbe wellen! wir ouch tun. in und was wir vürbasser empfindent, wellen! wir üch lossen wissen, empfinden! ir aber von solicheme volke litzit, das nit uwer mosse were, so machen! üch vurderliche zu uns har heim, das ist gentzliche unser meynunge. und wenne ir gehalten! bitz uf morn, so söllend ir üch aber har heim machen. geben uff den morgenimbes an sant Johanstage zu süngihten. 15 Str. St. A. AA. 118. or. mb. I. cl. 1488. König Wenzel an Strassburg: befiehlt, den Bürger Hans Bock, . . . vor den Otvk von Ghrast unser über getrewer sein gelt usgeben hat . . . , zu veranlassen, dass er diesem die Schuld endlich bezahle, widrigenfalls er einschreiten müsse. 3 Prag des montags nach sand Peters und Pauls tage a. reg. hob. 37. reg. rom. 24. so Prag 1399 Juni 30. Str. St. A. AA. 113. nr. 65. or. ch. I. cl. 1489. Günther Marschalk der Bürgermeister und der Rat von Basel 4 an Strassburg: haben durch ihre Schiffleute vernommen, . . . daz der grosse zol uf dem Rine nu kürtzlichen aber werde angan und gesteigert werde; bitten wir uch früntlich und 25 ernstlich, werden ir die uweren in dehein wise besorgen von der zöllen wegen danide an von inen ze nemende als dahar, daz ir die unsern darinne ouch also besorgen und begriffen wellen! als die, die zu den uweren gehören! und wir durch uweren willen gern und billich tun woltent. datum secunda post Ulrici episcopi anno nonagesimo nono. 1399 Juli 7. 30 Str. St. A. AA. 1799. or. mb. I. cl. 1490. Dietrich von der Witenmulen, Landvogt im Eisass bekennt: .... von der gespenne und anesprache wegen, die ich gehept habe ane Bernharten von Bebeln- heim und er widerumbe an mich, wo von daz ist oder was Sachen daz sint, die wir aneinander gehept hant ... sei er durch Vermittlung von Meister und Rat zu Strass- 35 1 Wilhelm von Mülnheim war 1399 Stettmeister. 2 Liegt nicht mehr vor. 3 Vgl. unten nr. 1499 und 1501 Wenzels Briefe in derselben Sache vom 31 August und 2 Sept. 4 Vgl. unten den Brief derselben vom 28 Sept. 99. VI. 97 768 1399 bürg völlig gesühnt und wolle diese Sühne halten. geben an dein zinstage nach sant Ulriches tage . . in dem jore do man zalte 1399 jore. 1399 Juli S. Str. St. A. G. ü. P. lad. 166. or. mb. I. pat. c. sig. pend. Ebenda die gleichlautende Gegenurkunde des Bernh. v. Beblenheim. 1491. Markgraf Bernhard von Baden erklärt , daß er mit Ludeman ton Lichtenberg überein gekommen -sei, sich wegen ihrer gegenseitigen Ansprüche dem Schiedssprüche von dreizehen genannten Straßburger Bäten zu unterwerfen , und stellt dieselben gegen alle künftigen Ansprüche eines von ihnen beiden sicher. [1399 vor Juli 19.] 1 io Wir Bernhart von got gnaden etc. verjehent von sogetaner Zuspruch und vorderungen wegen, so wir haben an den edeln Ludewigen, herre zu Liehten- berg, und er widerumb an uns, dieselben Zuspruch wir zu beden siten geschriben geben haben! den vürsihtigen wisen Dietherich Burggrafen stetmeister Zu Stras- purg, Burckarte von Mülnheim dem man sprächet von Rechperg, Heinrich von Müln- >s heim, Thoman von Endingen, drie rattere, Reimbolt Wetzel, Johans Bock, Ulrich Bogk, Wilhelm Metziger, Heinrich Kranich, Lirich Gossen, drie altamanmeister zu Straspurg, Peter Sünner, Claus Billung, dem man sprächet guten Claus, und Johans Heilman, bürgere ze Straspurg, also das die driitzehene unser beder clage, zu spräche und antwurte verhören sollen und darnach ein reht sprechen nach irer verstentnüsse. 2 « und was der merreteil under vn erkennen!, do by sol es bliben. und sollend es zu bedensiten stete halten, das wir der vorgenante marggraf Bernhart uns do versprechen! in kratft dis Briefes vür uns und alle unsere erben und nachkomen, was die obgenanten driitzehene oder der merreteil under yn noch vorgeschribner wise erteilen!, sprechen! oder erkennen!, das wir das stete halten und vollefuren wellen. 25 nemlieh so haben wir Bernhart marggrall zu Baden, erlöbet den vorgenanten drüt- zehenen, wer es ob deheine under ynen were oder wurde, der unser und unser herschafft man were, das denen daz reht zu sprechende, es sie mit uns oder wider uns, ime an sime eyde, so er uns von siner lehen wegen geton hat, nit schaden bringen sol in delieinen weg. ouch ist beretd, weres das der vorgenanten drützehener 30 einre oder me nit wol uf den tagen, die danne sinde werden! by dem rehten zu sprechende und uz getragende, mähten! gebliben libes not oder anderer ehaftiger Sachen halb ungeverlich, so sollend meister und rat ze Straspurg one vertzog und geverde einen oder me usser iren reten an des oder der stat geben und setzen, der glicher wise verbunden sie zu sprechende und zu bekennende noch siner verstentnüsse 35 und dem rehten, alse der getan solte haben, der danne gegenwertig gewesen sin solte. und wellen! darumbe und umbe alle vorgeschritten stücke wir unser erben unde nachkomen an die egenanten meister und rat und bürgere zu Staspurg noch ire nachkomen noch an die vorgenanten driitzehene oder der erben niemer kein ane- 1 Diese Datierung wird bedingt durch das Stück nr. H93 vom 19 Juli. 40 1399 769 spruch haben in deheinen weg, sunder si sollend eweklich dovon von uns und unsern nachkomen anc notrede und ane schaden sin und hüben one alle geverde. Str. St. A. AA. 84. nr. ZOd cop. ch. coaev. Reg. d. Mrkgr. v. B. nr. 1878. 5 1492. Die dreizehen zu Schiedsrichtern bestellten Strassburger Räte erklären: also der hochgeborne fürste unde herre, herre Bernhart marggrafe ze Baden und der edele jungherre Ludewig herre zii Liehtenberg uff drizehene unserre rete des rehten körnen sint der züsprüche, so sie uns verschriben geben haben und daz ze beden- siten versichert haut, ie daz teil vür 10000 güldin, also daz Briefe besagen!, die io dar über geboren!, weres do sache, das jungher Ludewig dem obgenanten herren, dem marggrafen ützit nit endete oder vollefürte, das ime gesprochen würde ze dünde von den drizehenen, das wir do dem vorgenanten herren marggrofe geroten unde beholffen wellen sin gegen jungherr Ludemane sin erben und den sinen untz an die stunde, das dem vorgenanten herren, dem marggrofen und den sinen von jungherr i.i Ludemane geschieht uns die drizehene danne gesprochen unde bekant haben! ane aller slahte geverde. [1399 vor Juli io.] Str. St. A. AA. 84. cop. ch. coaev. Reg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1879. 1493. Markgraf Bernhard von Baden und Junker Ludemann von Ijicklenberg 2 o unterwerfen sich dem Schiedssprüche einer aus Straßburger Räten bestehenden Breizehner-Kommission und stellen Bürgschaft im Werte con 10 000 Gulden. ISO!} Juli 10. Also beredt und bedetinget ist zwüschent dem hochgebornen fürsten und herren, herren Bernharte marggrafe zu Baden, einsite und dem edeln juncher Ludeman 2 -, herre zii Liehtemberg andersite, das sü das reht, des sü bedersite kommen sint uffe drizehene der rete zii Strassburg, das einander zii Rinde, und was von den driczehen bekant wurt, der stat von Strazburg versichern süllent, ieglich teil vür zehen tusent guldin unde doinitte beredt ist, wie die drüzehen bekennen!, daz ie das teil sine zehen tusent guldin versichern sol, das ouch ie das teil die Sicherheit das tun süllent, 30 das bede partyen in gegenwertikeit der driczehener sich bekant haben!, das es mit rede und tedingen also zii gangen ist. Do ist zii wissende, das die drüzehene bekant haben!, das der vorgenante herre, der marggrafe sine zehen tusent guldin versichern sol mit der halben stelle Beinheim und mit siner zii gehorden, also verre, also es ime pfandes stat und er rehtes 35 darzii het und mit der stelle Stollhofen mit aller ziigehörde, so zu derselben stelle Stollhofen gehöret, und wenne der vorgenante herre, der marggrafe die zwei slosse mit iren zügehörden der stelle von Strazburg ingegit, also vertedinget ist, so sol damitte ein benügen sin. So sol juncher Ludeman sine zehen tusent guldin versichern mit der halben 40 bürge und stelle Werde und mit der halben bürge und stelle Buhzwilre mit 770 1399 allen dörffern zügehörden und rehten, so zu beiden stellen gehöret, wenne juncher Ludeman das der stelle von Strazburg ingegit, also vertedinget ist, so sol domitte oueh ein benügen sin. Umbe das vorgeschriben innemen hant bede partven vor den driczehenen ge- willekürt, das unser herre der marggrave sine zwei slosze der stelle von Strazburg s jnii n. ingeben sol uf disen künftigen mentag; so sol juncher Ludeman sine zwei slosse juii m. der stelle ingeben uf disen künftigen zinstag. datum sabbato proximo ante Marie Magdalene virginis anno 1399. Str. St. A. AA. 84. nr. 30. c. u. d. cop. ch. coaev. — Ibid. Abt. IV. 128. Reg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1880. ,« 1494. Friedrich von Entzberg an Strassburg: bittet um Freilassung seines von den städtischen Söldnern bei Hagenau gefangenen Freundes Cuntz von Dürmentz. geben samstag nach sei. Jacobstag anno 1399. 1399 Juli 20. Sir. St. A. AA. 85. or. eh. I. cl. 1495. Markgraf Bernhard von Baden an Meister und Rat von Strassburg: . . . uns hand unser fründe, die wir ietzund, als wir in uwer stat gewesen sin, hinder uns da lieszen, wol gesagt und ouch nottel laszen sehen, wie ir miteinander gerett habend und ouch von uch gescheiden sien von der sach wegen zwischen uns und Ludwigen von Liehtenberg und loszen uch heruff wissen, dez wir an unser fründe rät nit fynden, daz wir uch dehein briete geben sollen über die Sicherheit, die wir uch in 20 gesetzt han, und meynen, daz ir damit wol sicher und habend sient, uf daz uwer rete, die zu derselben sach geben sin, erkennen sollen, so ist es ouch in dem anlasz, dez wir uns vormals darumb vereynt haben, nit begriffen noch mit Worten vertedinget, daz wir uch briefe geben sollen, da bv meinen wir ouch zu hüben und dez rehten zu warten uf die Sicherheit unserre slozz, die wir uch ingesetzet han. und dez 25 habend für kein Unwillen an uns, wann ir prüfen! selber wol, daz wir darin den vollen getan han. ouch lieben fründe, als sich die unsern von der eynung wegen ietzund ouch mit uch underret han, dartzü mügen wir nit ee zu uch geschicken vor August s. andern unsern unmüssen dann von fritage nehst körnet über aht tag, daz wirt an fritag nach sant Sixtustag nehst körnet, uf dieselb zit wollen wir die unsern zu uch 30 senden furbazz, von der eynung wegen mit üch zu reden, als sie uch dann von unsern wegen wol sagen sollen, ouch liebe fründe, senden wir üch die briefe, die wir hinder üch legen sollen von der sach wegen zwüschen uns und Ludwigen von Liehtenberg, und der haben unsere fründe jetzt vergessen, daz sie üch die nit geent- würt haben. datum Baden dominica post diem beati Jacobi apostoli anno 99. 35 Baden 1399 Juli 27. Str. St. A. G. ü. P. lad. 177. or. ch. I. c 1 . Reg. d. Mrkgr. v Bad nr. 1882. 1399 771 1496 . Burg friedensvertrag der Stadt Straßburg mit Dietrich Kemmerer und Konrad Landschaden Uber die zu einem Drittel der Stadt gehörende Feste Herrenstein. 13iH> August 2S. Wir Diederich Burggrafe der meister und der rat der stat von Straszburg 5 bekennen und verjehent uns uffmlich mit diesem briefe für uns und unsere nach- kommen und dün kunt allin den, die diesen brieff iemer ansehent oder horent lesin, daz wir einen vestin, stellen burgfrieden halten sullint und wüllint mit den fromen, edeln Diether Kemmerer von Worms und Cunrat Lantschaden von Steynaeh innewendig der bürg zu Herrenstein und uszwendig der bürg als verre, als ein ein- in füssig armbrost mit eime stegereiffe gezogen mit drien armbrostschussen von der bürg getriben und geschiessen mag umb und umb die bürg ane geverde. wir der meister und der rat vorgenant sullin auch an der vorgenanten Diethers und Cünrats und an der iren, die yn mit dem rechten zu verantworten stent, lib noch gut nit griffen oder sie schedigen in deheine wise in der obgenanten bürg Herrenstein und burgfrieden, als is er davor begriffen ist, weder darusz noch daryn ane alle geverde. wir sullint auch kein der vorgenanten Diethers oder Cünrats lute oder gut, die yn mit dem rechten zü verantworten stent, in die vorgenante bürg Herrenstein und in den egeschriben burg- friden triben oder furen. were aber, daz ez besehe ungeverlich zü hant, so sy dann von yn oder von iren amptluden an uns oder an unser amptluden gefordirt mit hotten, 20 brieten oder mit dem munde, daz sullin und wullin wir yn unverzogenlich keren an den nehsten vier wochen nach der geshicht. wir sullin auch nyeman in die vorgenante bürg und burgfrieden füren, der der vorgenanten Diethers und Cünrats fynt sy, were aber, daz ez beschehe ungeverlich, als balde als ez dann an uns gefordirt wirt, so sullin wir zü stund den oder die selbin ire fynde die bürg und burgfrieden 25 dün rümen, und wann er oder sie also gerüment, so sol er oder sie den tag und die nacht ir lib und ir güt frieden han. auch wann er oder sie also gerüment, so sol er oder sie vorgenanten Diethern und Cünrat und den iren auch keinen schaden dün in demselbin tage und nacht ane alle geverde. auch ist beretd, weres, daz der vorgenante Diether oder Cünrat ir einer oder sie beide abegiengen von todes wegin, 30 do got lange vor si, desselbin erbin sullint auch disen burgfrieden sweren zü haltende in der maszen, als vor und nach beschriben stet, und zü band, so sich der erbe darzü büted den burgfrieden also zü sweren, den evt sullin wir unverzogenlich von yme nemen und yn zü stünt in sin teil der obgenanten vestin Herrenstein mit aller ir zugehorden lassen, und sullint wir yme alsdann wiederumb virbunden sin 35 in all der massen als er uns one alle wiederredde und hindernisse. auch ist beret, weres, daz der vorgenante Diether oder Cünrat oder ir erbin, die unsere gemeinen zü Herrenstein werent, ir einer oder mee sin teil virkeuffen, virsetzen oder virphen- den wültent, sultent sie ez vorhin uns bereden, und wülten wir vn dann nit also vil darümb gebin oder darüff liehen daz kuntlich were, daz ein ander darumb 40 gebin oder darüff liehen wult, so mochten sie ez eime andern verkeuffen oder virsetzen. und wer ez dann also keuffet oder virpfendet, derselbe sol auch diesen burgfrieden sweren zü halten, als hie geschriben ist. desselbin keulfers oder virpfen- 772 1399 ders eyt sullin wir von vme nemen und sullin vn dann zu stunt zu sime teil der vorgenanten vestin Herrenstein laszen ane alle wiederredde. auch sullin wir meister und rat vorgenant die egenanten vestin zu unserm teile bewachen und behuden: Porten, muren, turn und vestin mit 9 knechten oder mee tages und nachts ane allin virzog und wiederredde, die uns und den vorgenanten unsern gemeinen auch sweren sullint uns gemeinlich die vestin zu behütende und zu bewarende und uns yet- wedersyt vor unserm schaden zu warnde. des glich und auch allis daz, daz an diesem burgfrieden briete von yn geschrieben stet, sullint unser beidersyte amptlüte, die wir off der vestin habint, auch sweren zu haltende, und wer es, daz unser ein teil sin amptman entsetzen oder virandern wult oder ir einre von töds wegin abegienge, so sol der amptman, den unser ein teil ane des abegangen stat dann machet in die vestin Herrenstein nit gelassen werden, er habe dann vor gesworen glich, als der abegangene oder abegesetzete amptman gesworen bette, zu haltende ungeverlich. und weres, daz man die vorgenante vestin Herrenstein besitzen oder benötigen wult, so sullin wir zu stunt und unverzogenlich, so wir des ermanet werden, zu der vorgeschoben zale der knechte zu unserm teil zweff gewaffente manne und die vorgenanten Diether und Cünrat, so sie des ermanet werden, zu irme teil 4 gewaffente manne dryn senden, die bürg getruwelich helffin zu weren, so lange sie besessen und benötiget ist. und sullin daz dun, so dicke des nöt geschiht ane geverde. wir sullin auch unsere dienere und die unsern, und wer von unsern wegen in die obgenante vestin qweme, darzü halten, daz sie diesen burgfrieden haltin, als hie vor und nach geschriben stöt ane alle geverde. und wer es, daz der burgfriede gekrencket oder ubirfaren würde von unsern dienern oder den unsern, in welchen weg daz were, die sullin wir darzü halten, daz sie den burgfrieden bessern und keren, wie dicke des nöt geschiht, daz den vorgenanten unsern gemeinen gevellig und gnüglich ist. und sullin daz dun unverzüglich, so wir des ermanet werden ane geverde. auch ist zu wissen, daz die egenanten vestin Herrenstein mit allir ir zügehurde drüwteil unser sint und daz ander teil virteil mit der zügehorünge der vorgenanten Diethers und Cunrats. und auch weres, obe hernach fanden würde, daz üsschüt mee zü derselbin vestin horte oder hören suite, daz sol ouch unser yetwedersyt gemeine sin nach margzal. und globin wir sie an demselbin irme teil der vestin und zügehorünge nit zü hindern noch irren in deheine wise ane alle geverde. auch ist züsschen uns dem meister, dem rat und Diethern und Cünrat gemeinen zü Herrenstein vorgenant gereld, welcher ander uns einen enthalten wil, der sol ez virkunden dem portener und türnknechte, und welcher ander uns drien partien der erste enthelter ist und sin enthalts gelt gebin hat, des entheltniss sol vorgeen, die wile der krieg weret, ob er andirs sine fynde mit name oder brande in eins jars frist angriffet und schädiget. tede er des nit, so sol nach dem jar der enthalt usz sin, und wer da also enthalten wirt, der sol vor globin und sweren diesen burgfrieden zü haltende glich uns für sich und für alle die, die er in dem slosse usz und infüret, die wile sin krieg weret ane geverde. und wer es, daz unser einer der gemeinen zü Herrenstein einen fürsten oder eine frye stat da enthalten wült, derenthalb sol nit für sich geen, der fürste gebe und antwüH dann vorhin den gemeinen amptlüten zü Herrenstein 5 10 15 20 25 30 35 40 1399 773 GO guldin und 4 gute armbroste und die frye stat auch also vil. wer es aber ein herre oder ander stat, so sol der herre vorhin gebin und antwürten den gemeinen amptluden zu Herrenstein 30 guldin und 2 gute armbroste und die stat auch also vil. wer es aber sust einer, der sol vorhin gebin und antworten den gemeinen 5 amptluten zu Herrenstein 10 guldin und 2 gute armbroste. und sullint die vorgenanten armbroste sin iegelichs von drien guldin ane geverde. und dazselbe enthalts gelt sullint wir gemeinlich legin ane den buw derselbin vestin, wo ez allernot durfftigist ist, und die armbroste zu der gemeinen gewere der bürge ane geverde. auch sullin wir die gemeinen zu Herrenstein die bürg Herrenstein in burglichen, gewonlichen, gut- w liebem buwe halten und sullin darzü dun und gebin iegelicher nach margzal nach dem, als er teil an der bürge hat ane alle geverde. und waz wir von enthalts gelt oder sust da also virbuwent, daz sullin wir gemeinlich slahen off die pfantschafft derselbin vestin iederman zu sime teil ane alle geverde. alle vorgeschriben dinge und ir iegelichs besonder bau wir die vorgenanten meister und rat zu Straszburg is vor uns und alle unser nochkommen globet und gesworen liplich zu den heiligen stete, veste, getruwelich und unverbrüchlich zu haltende, zu haben und zu fullen- furende und dawider nit zu tünde, zu kommende noch das schaffen geton werden nü oder hernach in deheinen weg, alle geverde und argeliste herinn uszgeslossen. und des zii eim urkinde so habent wir unser stette ingesigel geton hencken an *o disen briet, der zii ebne urkimd . . . geben wart an dem nehsten dunrestag nach sant Bartholmes tage in dem jar do man zalte . . . 1399. Str. St. A. V. C G. K. 30. eop. ch. eoaev. — Ibid. AA. 66. Briefb. c. fol. 102 ff 1497 - Meister und Rat von Straßburg bekennen und versprechen , jederzeit dem Dietrich Kemmerer und Konrad Landschaden oder deren Erben gegen Zahlung von 25 500 Gulden J / 4 der Burg Herrenstein zurück geben zu wollen. 1899 August 28. Wir Dietrich Burggrafe der meister und der rat zu Strassburg bekennen offenbeb in disem briete für uns und unsere (nochkommen), 1 als wir jetzunt sitzen! in gemeinschafft in der vesten zu Herrenstein mit den frommen edelknechten Diether Kämmerer von Wormsz und Conrat Lantschaden von Steynach mit nainen wir in 30 dem druteil und die vorgenanten Diether und Conrat in dem vierteil derselben vesten, do erkennen wir: welhes jores die egenanten Diether und Conrat oder ir erben kommen! zu uns oder unsern nachkommen mit funffhundert guldin guter und genemer und begerent ein vierteil der vorgenanten vesten Herrenstein mit sinre zugehörde von uns zu lösende, so sollen! wir ine ein vierteil derselben vesten mit sinre zugehörde 35 zu lösende geben umb die egeschriben funffhundert guldin ane allen verzogk und Widerrede und söllent sie uns darzü zu den vorgeschriben funffhundert guldin geben, was wir nach margzal desselben vierteils an muren, an dechern, an Stegen, an brücken oder an porten oder an anderm nötlichem burgbehem buwe harnoch ver- buwen werden on alle geverde. doch so söllent wir ietweder site keinen gemeinen 40 1 Fehlt in der Vorlage. 774 1399 nuwen buwe anheben oder machen, es ensy dann ietweder site mit unserm güten willen, und sollen! dann die egenanten Diether und Conrat oder ir erben, oder welich under inen die lerunge tut, dasselb vierteil für sich behalten und sich des in keinen weg verüssern, verkouffen oder verpfenden, sie haben es vorhin uns gebotten. und were es, daz wir ine dann nit also vil darumb geben! oder daruff lihen woltent, & so mochten! sie es dann eim andern verkouffen oder versetzen, wemme sie weiten, one alle unser Widerrede und hindernisse. und zu eim urkunde so haben wir die vorgenanten meister und rat zu Strassburg, unser stette ingesigel an disen brieff geton hencken. der geben wart an dem liebsten donrestag noch sant Bartholomeus tag des zwölffbotten in dem jore, do man zalte von gottes gebürte drutzehenhundert >-> jore nüntzig und nun jore. Str. St. A AA. 67. Briefb. 6 fol. 55/56. l 1498 - Heinrich von Otterbach an Meister und Hat von Strassburg: bittet, ihm als Erben seines Vaters den grossen Schaden zu kehren, der jenem in dem grossen Kriege zwischen Herren und Städten von Seiten der Stadt zugefügt sei, und erklärt sieh bereit, deswegen einen Tag zu leisten vor dem Herzoge von Baiern, dem Herzog von Lothringen, dem Markgrafen von Baden oder dem Bischof von Speier zu Weissen- burg oder Selz. datum of den nehsten dünrstag nach sant Bartholomeus dag a. 1399. 1399 August 28 . Str. St. A. AA. 85. or. ch. I. cl. Iö 20 1499 . König Wenzel an Strassburg: hat die geschehene Ladung vor das Reichshofgericht aufgeschoben, begehrt aber jetzt nochmals dringend, dass man den betreffenden Bürger zur Zahlung seiner Schulden an den von Otyken anhalte. 1 2 Prag des suntages vor Egidiitage a. reg. hob. 37 reg. rom. 24. Prag 1399 August 31. Str. St. A. AA. 113. nr. 64. or. ch. I. cl. 1500. König Wenzel an Strassburg: will 14 Tage nach Michaelis mit seinem Bruder König Sigmund von Ungarn in Nürnberg sein und gebietet, zu dieser Zeit bevollmächtigte Boten dorthin zu schicken . . . und lasset des niht in deheineweis, und were es suche, des wir niht glowben, das vemandes dheine newekeit an euch suchet oder mutet, die uns und dem heilige reiche widerwertig und schedlich sein »» mochten, das ir denn in solcher trewe und biderkeit trewlichen und genczlichen bleibet . . . geben zu Präge an sand Egidiitage a. reg. hob. 37. reg. rom. 24. Prag 1399 September 1. Str. St. A. AA. 113. nr. 59. or. ch. I. cl. pat. e. s. i. v. Gedr. D. B. A. 111. nr. 72. 35 1 Ebenda noch andere auf Herrenstein und die genannten Mitinhaber bezügliche Erkunden , von deren Abdruck hier abgesehen werden konnte. 2 Vgl. oben nr. 1488. Kg. Wenzels Brief vom 30 Juni in derselben Angelegenheit. 1399 775 1501. König Wenzel an Strassburg: setzt einen Tag an zum endlichen Ausgleich der Schuldforderung des Herrn Otyken an Hans Bock vor Graf Friedrich zu Beiningen, dem Landvogt im Eisass. geben zu Präge des dinstages nach Egidii a. reg. boh. 37 reg. rom. 24. Drag 1399 September 2. Str. St. A. AA. 113. nr. 69. or. eh. I. cl. 1502 Markgraf Bernhard von Baden an Strasshurg: senden uch herin ver- schriben etlich, der wir bedurften ein warheit zu sagen vor den dry zehen, die zwuschen uns und Ludewigen von Lichtenberg zu dem rechten gesetzt sind, und bitten uch mit ernst, daz ir mit denselben schaffen wollend, daz sie für die dritzehen io körnen am samstag nehst körnet uf die zit und an die stette, da denn die dritzehen sitzend werden, und da ein warheit zu sagen, daz uwre oder die unsern von unsern wegen uf sie ziehen werden, mit namen: her Hans von Wickerszheim, herr Gotz von Groszstein, Hügelin Süsse, Hans Sturm von Sturmeck und auf den deinen rat, der daz malsz was, do Hans Sturm von Sturmeck ein meister waz, 1 und uf io Gerbotten den gerwer und uf den schriber, der vor Wernherns Spatierus 2 uwer schriber waz, und tünd herzu, als wir üeh dez wol gleuben und getruwen. datum Mülnberg feria sexta ante exaltationis sete crucis anno 99. Mühlburg 1399 September 12. Str. St. A. AA. 85 or. ch l. cl. 20 Reg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1892. Sept. IS. 1503. Markgraf Bernhard von Baden an die bestellten dreizehn Schiedsrichter in Strassburg: ... als ir nehst uf fritag vor unser frouwen nativitatis zwischen uns s ep i. s. und Ludewigen von Liehtenberg zu Strassburg zu den predigern zu dem rehten gesessen sind, . . . habe sein Bote Heinrich Ttuchsess von Hesingen mit ganzer Voll- 25 macht alles das gesprochen, was er dort gesprochen habe. datum Mülnberg feria sexta ante exaltationis scte crucis anno 99. Mühlburg 1399 September 12. Str. St. A. AA. 1122. or. ch. lit. pat. Reg. d. Mrhgr. v. Bad. nr. 1891. 1504. Die 4 rheinischen Kurfürsten verbünden sich auf Lebenszeit, die Ergo richtung neuer Bheinzölle zwischen Strassburg und Kees nicht zu dulden. datum zu Mentze da man zalte 1399 jare off den nehsten mitwochen nach des heiligen cruces tag exaltatio. Mainz 1399 September 17. München, St. A. Urkb. or. mb. c. 4 sig. pend. Gedr. I). R. A. III. nr. 61. vgl. dort die Anmerkungen. 35 Reg. Koch und Wille nr. 6001. 1 Derselbe war Meister 1395—1396. 2 Werner Spatzinger. VI. 98 776 1399 1505. Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg: . . . bekennen uns offenbar sept. to. mit disem briefe, als wir uff morn samstag ein tagleisten sollen zu Strassburg mit Ludwigen von Liehtenberg von solich spenne wegen, der wir uff dritzehen personen dez rats zu Strassburg zum rechten körnen sint, wann wir im selber uff dem tage nit gesin mögen, so schicken wir dar unsere lieben getruwen Heintz Druchsessen von Hesingen, Beinhard von Bemchingen und Wernhern unsern schriber, denselben tag von unsern wegen zu leisten, und den geben wir gantze macht und vollen ge- walt . . . urkunde disz briefs versigelt mit unserm uffgedrucktem insigel zu ende dirre geschrift. datum Mulnberg feria sexta unte diein beati Mathei apostoli et ewangeliste 1399. Mühlburg 1309 September 10. Str. St. A. AA. 85. or. ch. lit. pat. Reg d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1894. 1506 Martin von Altheim genannt durchs Husz an Bulin Barpfennig 1 2 Ammeister von Strassburg über Kriegsgerüchte: . . . uwer gnade wisse ouch, daz nieinan zu diser zit do sy, wenn die alle wegent do ligent, daz mir daz der hotte geseit bat. daz wissent ouch, daz umb Bollichen ein grosz gewerbe sig, aber men weisz nüt, wohin oder woher in dem lande, und wissent ouch, daz die von Vingestingen uwer figent wellent werden, daz ist mir ouch geseit worden, do wisse uwer gnode ouch darnoch zu rihten und wissent ouch, daz Hanesz von Albe sol uwer figent sien, das ist mir geseit worden . . . Bittet um Antwort . aller diser vorgeschriben stücke, geben uff sondag zu mittem dage noch des heyligen cruces dage. [1300 September 21.] Str. St. A V. C. 6. K. 30. or. ch. I. cl. 1507. Günther Marschalk der Bürgermeister und der Rat von Basel an Strassburg: bittent üch flizzig, als wir üch vormols ouch verschriben und gebetten hant, daz ir unser schifflüte und ander unser bürgere, die den Rin mit irem gute bruchent, gegen den zäheren von üch hinab besorgen und betägedingen wellent, als die uweren, die wir ouch in allen uweren Sachen meinen! ze sinde . . . datum dominica ante Michaelis anno etc. 1399. 1300 September 28. Str. St. A. AA. 1799. or. mb. I cl. 150IL Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg: sendet und bevollmächtigt zur Tagleistung am 0 October mit Ludwig von Liehtenberg: Heinrich Truchsess von Hesingen und seinen Schreiber Wernher. 3 mit unserm uffgedrucktem insigel . . . geben zu Gernspach an dürnstag nebst nach saut Michelstag anno 1399. Gernsbach 1300 October 2. Str. St. A. AA. 85. or. ch. lit. pat. Reg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1896. 1 Rulin Barpfennig war 1399—1400 Ammeister. 2 Vgl. nr. 1489 den Brief derselben an Strassburg vom 7 Juli. 3 Am 19 October sendet Markgr. Bernhard dieselben Boten zu einem in derselben Sache am 21 October zu Strassburg angesetzten Tage. geben zft Durlach an suntag nebst nach Luce ev. anno 1399. — Str. St. A. AA. 85. or. ch. lit. pat. — Reg. d Mrkgr. nr. 1898. 5 io 15 211 25 30 35 40 1399 777 1509. Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg: erbietet sich zur Schlichtung des Streites der Stadt mit den Herren von Bitsch «von Georien von Golmsheims und siner friinde gefengnisse wegen» auf Wunsch letzterer einen Sühnetag zu Ettlingen abzuhalten. datum Durlachferia secunda post beati Luce 1399. Durlach ISO!) Octoher 20. 5 Str. St. A. AA. 85. or. ch. I. cl. Beg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1899. 1510. Pfalzgraf Ruprecht an Strassburg betr. Einführung der neuen Goldgulden 1 vom 19 Sept. 1399. datum Heidelberg tertia feria post beati Galli confessoris anno domini 1399. Heidelberg 1309 Octoher 21. 10 Aus Wenckers Excerpten gedr. D. B. A. III nr. 63. 1511. Domherr Johann von Lichtenberg zu Strassburg sein Bruder und Ludwig von Lichtenberg verkaufen, um ihre Schulden an den Grafen Friedrich von Bitsch und andere bezahlen zu können, die Burg Fichtenau und die halbe Stadt Fichtenau an die Stadt Strassburg für 14 000 Gulden unter Vorbehalt einiger Rechte und iü Nutzungen . . . gebend oucli uff in crafft dis briefes vür uns, unser erben und lehens erben mit dem halme, alse es site ist, beim Dietherich Burggraffen stettemeister und herrn Rülin Barpfennige dem ammmanmeister, die an stat unde in namen der vorgenanten meister, rates und bürgere der kontiere und ir nachkommen wegen empfiengent alle reht, besitzunge, eigenschafft, herrschafft und des glich, die uns, 20 unsern erben und lehenserben und nachkommen an der bürge garwe zu Liehtenöwe und an der halben stat Liehtenöwe und an allen vorgeschriben rehten und zu gebärden zu gehörten! oder zu gehören möhtent. ... die vorgenanten koffere haut uns ouch die früntschaft geton, wen ne daz were oder wen ne das ist, das wir die vorgenante bürg und halb stat Liehtenöwe mit der mülen an der bürge und die ander 25 zügehörde woltent wider zii uns lösen, das wir daz wol dün mögen! also, das wir das den koffern ein halb jor vor verkünden sollen!, das wir die losunge dün wellen!, und wenne das halbe jor uszkummet, so sollen! wir in geben viertzehen dusent güldin und den kosten des gebuwes noch vorgeschobener wise . . . Ebenso soll der halbe Rückkauf gestattet sein, aber auch nach geschehener ganzer Lösung 2 . . . die- 3 o selbe bürg und stat Liehtenöwe der stette von Straszburg und den iren ir offen husz sin ein jor nach der losunge. [datum 4 kal. Novembr. a. 1399] 3 1390 Octoher 28. Str. St. A. 1694. conc. ch. sehr lange Papierrolle. — Ihid. Pfennigturm lad 80. or. mb. Latein. notarielle Beglaubigung für diese Verpfändung durch den judex curiae arg. vom 12. Nov. 1399. 35 1512. Adelheid von Veldenz, Frau zu Liehtenberg an Meister und Rat von Strassburg: hat gehört . . . wie das ir Liehtenöwe die bürg gar und die stat halber mit 1 Ueber diese Goldgulden vgl. die Münzvereinigung der rhein. Kurfürsten vom 19 Sept. 99. gedr. D. B. A. III , nr. 62. a Dieser Pfandbesitz hat gedauert bis 1525. Unter AA. 1696 bewahrt das Stadtarchiv eine Beihe 40 von Briefen und Aetenstücken aus dem 15. Jahrh., welche sich auf diese Verpfändung beziehen. 3 Dies Datum ist entnommen aus der notariellen Bestätigungsurkunde vom 12 Nov. 1399. iren rehten und gefellen verphant hant, . . . dozü so hant ir ouch gekoufft allen huszrat, liegende und farende, das zu Lichtenowe uff der festen ist und in die festen gehöret . . . Gegen beides muss sie ernstlich Verwahrung einlegen, da, wie Wilhelm von Staufenberg und viele andere bezeugen können, Lichtenau zur Hälfte ihr Witwengut ist. geben an mittwoche nach Symonis et Jude anno domini 1399. 130!) October 20. Str. St. A. AA. 1693. or. ch. I. cl. 1513. Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg: sendet und bevollmächtigt zu dem dort angesetzten Tage am 5 November: Heinrich Truchsess von Hesingen und seinen Schreiber Wernher 1 . mit unserm ufgetrucktem insigel . . . gehen zu Muln- herg an mentag nach aller heiligen anno 99. Mühlbury 1300 November 3. Str. St. A. AA. 85. or. eh. I. pat. Reg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1902. 1514 König Wenzel an Strassburg: kann nicht, wie geplant, nach Deutschland kommen aus Gründen, die seine Bevollmächtigten: Patriarch Wenzel zu Antiochia, Herzog Swantibor zu Stettin, Landgraf Johann von Leuchtemberg und Borsiboy von Swinar genauer darlegen werden. Zu ihnen soll Strassburg nach Nürnberg auf oec. 7. Sonntag nach St. Niclaus Gesandte schicken. geben zu Betlern an samt Merteins tage a. reg. hob. 37 reg. rom. 24. Betlern 1300 November 11. Str. St. A. AA. 113 nr. 89. or. ch. I. pat. c. sig. i. v. impr. tiedr. I). R. A. 111 nr. 85. 1515. Straßburg und Basel erneuern ihr ablaufendes Bündnis auf vier Jahre. 1300 November 11. Wir Thoman zur Megede der meister, der rat und die bürgere gemeinliche der stette zü Straspurg einesit.e und wir Günther Marschalgk ritter der meister, der rat und bürgere gemeinliehe der stette zu Basel andersite tünt kunt allen den, die disen brief anesehent oder gehören! lesen, alse wir die drü nehesten vergangenen jore uns ,vou. h. züsammen vereyniet hettent, die drü jore usgiengent uf disen hütigen sant Martins tag, das wir uns do widerumbe zusammen vereyniet haben! vier jore die nehesten nocheinander kommende und geloben! zü bedensiten vür uns und alle unser nach- kommen bi den eyden, die wir lipliche darumbe gesworen haben, dieselben vier jor usz die eyniunge glicher wise, alse die vor gewesen ist und die eyniungsbriefe stant, der wir unser ietweder partie einen bet, von worte zu worte und puncten, stücken und artickeln und jegliches besunder stete, veste und unverbrochenlich zü haltende, zü habende und zü vollefürende alle gewerde und argliste harynne usgeslossen. doch 1 Am 19 November sendet und beglaubigt Markgr. Bernhard dieselben Boten in derselben Angelegenheit zu einem Tage in Straßburg am 21 Nov. datum Baden ipsa die Elisabeth anno 1399. — Str. St. A. AA. 85 or. ch. I. pat. — Reg. d. Mrkgr. nr. 1909. 1399 779 nemment wir die von Strazburg usz in diser vereyninnge die eyniunge, die wir habent mit unsern guten frunden von Hagenowe. und das zu eime woren urkunde, so haben wir die vorgenanten beede stette Straspurg und Basel unsere stette inge- sigele an disen briet geton hencken. der geben wart an sant Martins tage des 5 heilgen bischofs in dem jore, do man zalte von gotes gebürte drützehenhundert jore nüntzig und nun jore. und sint diser briete zwene gliche, der einen bet die stat Straspurg und den andern die stat Basel, die oucli by in blibent. Str. St. A. AA. 1836. or. mb. c. 1 sig. pend. (Strassburgs grosses Stadtsiegel an rot-weiss seidener Schnur ,) das Baseler fehlt. io Basel Staats-Ar. St Urk. nr. 778. or. mb. c. 2 sig pend gr. Reg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1905. 1516 . Die bestellten dreizehn Bchieismänner setzen für Markgraf Bernhard von Baden und Ludwig von Lichtenberg einen neuen Tag an. 1,109 November 21. Feria sexta ante diem scte Katherine virginis anno domini 1399 do baut die 15 drützehene dem hochgebornen fürsten und herren herren Bernharte marggraf zii Baden und dem edelen juncher Ludewige herre zu Liehtenberg ein tag gesetzet uf den mentag nach sant Nicolaus tage nehest an dem suntage darvor zii naht zii Strazburg an der herberge zii sinde. und uf dem tage sollend bede partyen anderwerbe vor den drutzehenen iren clagen und antwurten erzalen, und weihe partye do zwii- 20 schent bedarf die gezügnisse, die von beden partien geleitet und verschriben ist, zii verhörende, die parte mag zii dem schriber schicken, das er in die gezügnüsse lese, und mögen! die verhören, wie dicke sie wellent. und sol in euch der schriber die gezügnisse lesen, ouch hant in die drützehene nemeliche behalten, weres das die drützehene uf den egenanten tag nit byenander kundent gesin, das die drützehene 2 .» den partien den tag 1 2 mögen! widerbieten und in ein andern tag 3 setzen. Str. St. A. AA. 85 nr. 39. Gleichzeitige Notiz auf einem Papier-Zettel. Reg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1911. 1517. Ein ungenannter Strassburger an einen ungenannten Probst: macht Mitteilungen von den Berichten der Strassburger Gesandtschaft, auf dem Frankfurter 3o Tage über das Reichsvicariat und das Schisma. [Strassburg 1,190 November.] Str St. A. AA. 1419—1422. conc. ch. latin. Gedr. D. R A. III, nr. 93 1518 . Meister und Hat gewähren dem Junker Ludwig von Lichtenberg unter gewissen Bedingungen Zollfreiheit für die neue Rheinbrüche. 1390 December 1. 35 Unser herren meister und rat sind uberein körnen, das man juncher Ludewige von Lichtemberg, sime vogte noch den sinen nit gestatten sol vergeben und un- 1 Dasselbe war abgeschlossen am 12 Juni >396 auf 3 Jahre. Vgl. oben nr. 1056. 2 Vgl. oben nr. 1491 Juli 19 über die ^Einsetzung derselben. 3 Am 16 December beglaubigt Bernhard aufs neue Boten zu einem am 18 Dec. stattfindenden io Tage zwischen ihm und Ludw. v. Lichtb. datum Baden feria 3 post Lucie virg. anno 99. — Ibid. AA. 85. or. ch. I. cl. — Reg. d. Mrkgr. nr. 1914. Den. 780 1399 verzollet über die Rinbrucke zu varende, es wer danne, das er den gunnunge briet, der ime vorgelesen ist, mit allem dem, so daran gescbriben stat, nutzit uss gesetzet, besigeln wolte, so mag man ime also vor stat, wol gunnen ungezollet über die Rinbrucke zu varende und anders nit in deliein wise untz uf ein abesagen. und sol oucli dis ein rat dem andern alle jore in den eid geben zu haltende. actum sub s domino Thoma zur Megede magistro feria secunda proxima ante festum beati Nicolai episcopi anno domini 1399. Str. St. A Sehilter, jus statutarium fol. 288. 1519- Ratsbeschluß betreffend, die Zollerhebung an der Rheinbrücke. [1300 December 1.] io Unser herren meister und rat sint ubereinkomen und hant es ouch erteilt, das her Jolians von Kageneck der bosemeister und sine eliche wurtin sullent geben und bezalen, was su und ir gesinde untz bar über die Rinbrucke zu zolle versessen baut zu gebende, dagegen so sol in die stat tun bezalen die wellen, die dem Böckelin seligen genommen wurden!, und sullent ouch herr Johans von Kagenecke, sin eliche is wurtin und ir gesinde, oder was des iren darüber get oder vert, das zolber ist, hin- nan vorder zollen als andere unsere burger. actum ut supra. und sol man in das bi dem eide nit varen lassen, und sol es ie ein rat dem andern in den eit geben. Str. St. A. Sehilter, jus statutarium fol. 288/9. 1520. Markgraf Rernhard von Raden an Strassburg: bittet, dem Huglin von üo M orsmünster mit offenem Rriefe zu bezeugen, dass er unschuldig sei der Anschuldigung «er solle uwer heimlicher soldener worden sin und ein retscher». Raden feria secunda post Thome appostoli 1399. 1300 December 22. Str. St. A. AA. 85. or. eh. I cl. Reg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1916. 1521. Markgraf Rernhard von Raden an Meister und Rat von Strassburg: will auf hr Ersuchen mit Heinrich Rüderer und Hansen Riepure, 1 falls sie Weihnachten kommen, reden, dass sie ihrem Gefangenen .leuchen von Bischofsheim bis auf Licht- Febr°s mess Ziel geben. datum Raden feria secunda ante festum nativitatis Christi anoo ejusdem 1399. Hadert 1300 December 22. 30 Str. St A. AA. 85. or. ch. I. cl. Reg. d. Mrkgr. e. Bad. nr 1917. 1522 Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg: antwortet auf die Beschwerde eins uwers mitburgers (wegen) genant Schollen EriIsche dez schiffmans, wie der an unserme czolle zu Schrecke gezollet habe und furgefaren sij, und daz ime Götze 35 unsere czolner daselbs zu Schrecke nachgefaren sij und an in fordert, daz er nit 1 1400 Februar 28 Ettlingen. M. Bertih. an Strassburg: kündigt eine Tagleistung an zu Bühl 28 März mit Ludw. v. Lichtenb., zu der auch Hans Riepbre und Ileinr. Rbderer kommen wollen. — Str. St. A. AA. 89. or. ch — Reg. nr. 1928. 1400 781 reht verzollet solle haben, und wolt in darumbe gefangen han und liesz in doch uff Sicherheit faren . . . und will die Sache untersuchen lassen. datum Baden in vi- gilia nativitatis Christi anno ejusdem 1399. Baden 1399 Becember 24. Str. St. A. AA. 85 or. ch. I. cl. Reg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1918. 1523 . Ratsbeschluß über Anlage eines städtischen Archivgcwolbes. 1399. Anno 1399 sint herren meister und rat, schöffel und aminan Übereinkommen, nachdem sie der statt brief und bücher gesehen und etliche verhört hant, dass ein grosse notdurft ist, dass man ein gewölb mache, dass gut für füer si, darin man die u> brief und bücher tue: so soll der ammanmeister hott darzu machen, die da besehen!, wohin man dass gewölb machen solle, und soll man es auch förderlich machen, weil es ein grosse noturft ist. Str. St. A. Archiv. Verwalt. Act. Bericht des Stadtschreibers Joh. Ulr. Fried vom Jahre 1623 (wohl nach den Ratsprotokollen). 15 1524 . Die Stadt Esslingen an Strassburg: berichtet von städtischen Verhandlungen mit königlichen Unterhändlern zu Nürnberg am 13 Deceinber 1399 wegen Hilfe, dann zu Esslingen am 17 Januar, wo ein neuer Tag mit dem König für den 14 März ausgemacht ist. geben an mentag nach sant Vicentijen tag. Esslingen [1400 Januar 2G], 20 Str. St. A. AA. 112. or. ch. I. cl. c. sig. i. v. impr. Gedr. D R A. III, nr. 101. 1525 . Herzog Leopold von Oesterreich an Straßburgmahnt um bundesmäßige Hülfe. Ensislteim 1400 Januar 27. Erbern weisen und besundern lieben, wir beitten ew fleizzig und inanen ew auch ss von der aynung wegen, so wir und ir mitenander haben, [das ir] rössvolkh, alsvil ir des gehaben mögt, unverzogenlich gen Bergheim schikhet und ew darnach richtet, als wir ew furbasser embieten werden, das ir uns dem fusvolkh auch zufuget, und getrawen ew wol, daz ir darinne si't, als ir wollet, daz wir gen ew in solichen Sachen tun sollen, ob ir des bedurft und uns darumb anruffen und manen wurdet. geben ze 30 Ensisheim an zinstag nach sand Pauls tag conversionis anno domini etc. quadrin- gentesimo. Str. St. A. G. U. P. lad. 166. E. E. or. eh. lit. cl. c. sig. in. v. impr. 1526 Herzog Leopold von Oesterreich an Straßburg: mahnt nochmals um Hülfe. Ensisheim 1400 Januar 29. Erbern weisen und besonder lieben, wir lassen ew wissen, daz Heinreich von Andala, Jeratheus von Ratzenhusen und die burger ze Rapreswilr den edeln unsern lieben oheim und lantvogt Hannsen von Luphen mit gewalt und an recht entwert 782 1400 habent der ober« stat ze Rapreswilr, über daz in derselb von Luphen recht gebotten hat, und daz wir in ouch by unserm kamermeister gebotten haben von des obgenanten von Luphen und der sach wegen, bitten und inanen wir ew der aynung, do wir und ir mit einander halten, und als wir ew auch vormals verschriben und ge- mant haben, daz ir uns wellet beholffen sein den gewalt und das unrecht ze under- kömen und uns uf der stat und an alles vertziehen rossvolkh und fussvolkh wol ertzeugts, als ir maist gehaben muget, gen Bergheim zuschikhet und dartzu ettwivil ewers getzeugs von guten buchsen, und getrawen ew wol, daz ir ew des nichtes sumen lasset und darinne tut, als ir denn wollet, daz wir in solichen Sachen gen ew tun sollen, des wir auch gern willig sein wellen, wenn das ze schulden komt und sunderlich den vorgeschriben dem von Andala, dem von Ratzenbusen und den bürgern zu Rapreswilr daruf absaget, wan wir den nu abgesagt haben. geben ze Ensisheim an donrstag vor unser frowentag ze der liehtmessen anno domini qua- dringentesimo. Str. St. A. G 0. P. lad. 166 E. E. or. ch. lit cl. c. sig. i. v. impr. 1527. Edelknecht Ranneman von Loubegasse verkündet, dass der Streit zwischen ihm einerseits und der Stadt Strassburg, Claus Marschalgk und Cüntzelin von Nu- Mnri 7 . wiler anderseits durch einen Frieden bis Invocavit beigelegt sei, und dass er diesen Frieden treulich halten wolle. geben uff durnstag nebst vor unser frowentage der liehtmess, da man zalte 1400 . 1400 Januar 29. Str. St. A. Abt. IV, 71. or. ch. I. p. 15211. Wilhelm Metziger Ammeister zu Strassburg sendet den Altammeistern Reimbold Ilüffelin, Johans Bock und Rülin Barpfennig abschriftlich folgendes Schreiben, welches der Stettmeister Johans von Kagenecke der elfer und der Rat von Strassburg an Johans von Lupfen, den Landvogt des Herzog Leopold von Oesterreich und die Hauptleute im Felde vor Bergheim gerichtet haben: es sint by uns gewesen der erwirdige herre, herre Wilhelm byschof zii Strazzburg und der wolgeborne herr, herre Friderich graf zu Lyningen lantfogt in Eilsasz und haut uns geseit, das in die zwey- traht leit sy, die do ist zwuschent unsers herren von Österlich gnade und üch einsite und ouch zwuschent den edeln herren von Rappoltstein andersite, und das sie darumbe bede ir erbern rete und botschaft zu unsers herren von Österlich gnade und ouch den von Rappoltstein schicken wellen! zu besehende, obe si üt gewerben oder gereden kennen, das die Sachen gütlich gerihtet und übertragen wurden, daruf schicken! si ouch yetze ir erbern rete hinuf und meinen! die zum ersten gen Rap- poltwilr zii ritende und mit den zu redende, . . . do bitten wir üch früntlich, das ir bestellen!, daz dieselben erbern rete und botschaft und die iren sicher ritent, durch das in keine widerwertikeit widerfare . . . und wellen! uns harumbe uwer antwurte wider lassen wissen mit disem hotten, das sich die erbern rete und botschaft wissen! darnach zu rihtende. geben uf unser frowen liehtmessen tag. [1400] Februar 2. Str. St. A. G. D. P. lad. 166. cop. ch. coaev. 5 io 15 20 25 30 35 40 1400 783 1529- Die Kurfürsten Johann von Mainz, Friedrich von Cö'ln, Werner von Trier, Ruprecht von der Pfalz, Rudolf von Sachsen an Straßburg: laden ein zum frankfurter Tage am 26 Mai. Frankfurt 1400 Februar 4. Lieben frunde. wir laszen uch wiszen, daz wir und auch etliche andere fürsten 5 iczunt etwedicke zusammen gerieden sin von gebrechen und notdurfft wegen, die in der heiligen kirchen, in dem heiligen riche und in dem gemeynen lande groszlich sin, daz wir gerne wolden bedenken, raden und hehlen, so wir beste mochten, daz soliche gebrechen und notdurfft gewendet und daz gemeyne land zu beszern frieden und wesen gestalt mochten werden, herumbe begern wir und bidden uch mit ernste, io ob eyniche ander rede soliche wege und Sachen antreffende an uch quemen und ob ymand uch uff andere wege und leuffe ziehen wolde, daz ir uch dan nit wollet vergaben und uffhalden, wan wir hoffen, daz ir kurczlich von uns soliche wege verneinen sollet, die der heiligen kirchen, dem heiligen riche und dem gemeynen lande nutz, gut und bequemelich sin und uch mit uns wol gefallen sollen, des wir wol ge- ift truwen. und begern und bidden uch, daz ir darumbe uwer frunde mit macht von solicher sache und notdurfft wegen der heiligen kirchen, des heiligen richs und der ganczen cristenheyde zu uns in die stad gein Frankenford uff dem Meyne uff den andern dag nach sante Urbans dag nebst körnende sckicken wollet, uwern Mai $7. willen und antwurte uff die sache begern wir uns widder zu schrieben mit diszem 20 boden. datum Frankenfordie anno 1400 feria quarta post diem purificationis beate Marie virginis. Str. St. A. AA. 116. or. ch. I. cl. c. 5 sig. i. v. del. Die Namen der 5 Absender stehen über dem Brief. Gedr. Obrecht , apparat. pg. 27. — Erwähnt D. B. A. 111. zw nr. 113. 25 1530. Markgraf Bernhard von Baden an Meister und Bat von Strassburg: . . . uns hat unser herre von Osterrich ernstlich geschriben und gemant umb hilf zü ime zu ziehen für Rappoltzwilre von der geschieht wegen, alz sye unsern öheim von Luppfen uszgestossen band, dieselben hilfe meynen wir ime zu dünde; herumb bitten wir uch lieben frunde mit ernst, daz ir bestellen wöllent, daz wir mit unserm so harsche über uwer brücken gelaszen werden und ob wir jensyt des Rynes yrgent lygent würden, daz das ouch nit wider uch were, dann wir meynen koste mit uns zü füren. so haben wir unsern herren von Straszburg ouch darumb beschriben, daz das ouch nit wider ine sin wölle. datum Baden ipsa die beate Agathe virginis anno 1400. Baden 1400 Februar 5. 35 Str. St. A. AA. 87. or. ch. I. el. Beg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1923. 1531. Abgeordnete aus dem Rat 1 der Stadt Strassburg vereinbaren vor den Räten des Herzogs Leopold IV von Oesterreich eine Beendigung der Feindseligkeiten 1 Dieselben sind nicht genannt, doch aus dem folgenden Stück ergiebt sich, dass es fünf oder sieben *0 Batsmitglieder sein sollen. VI. 99 784 1400 zwischen Johann von Lupfen und der Herrschaft Rappoltstein. dise vorgeschriben vertegeding ist beschechen uff dem fritag fruge nach unser frowen tag der liechtmesse anno . . . quadringentesimo. 1400 Februar (i. Colmar, Bz. Ar. E eop. ch. coaev. — Cedr. Bappoltst. Urkb. II. nr. 640. 1532. Zehn genannte Personen verbürgen sich unter Anhängung ihrer Siegel dafür, daß Gaßmann und Ulrich von Rappollstein den durch Vermittelung der Stadt Straßburg geschlossenen Frieden mit Johann von Lupfen hallen werden. 1400 Februar 8. Heinrich von Andelah genant Stoltzman, Conrat von Hunnenwilre rittere, Jeratheus von Ratzenhusen vom Steine, Peter von Schottern vogt zu Landesburg, Claus Rern- hart schaffener, Hanneman Rernhart, Clewelin Rossen, Jeckelin Phortzheim der eilter, Claus Kuffer und George Zeheleder bürgere in der nidern statt zu Rapoltzwilre tunt kunt menglichem mit disem briefe, alse von semlicher spenne und missehelle wegen, so gewesen sint zwüschent dem edeln herren, herren Johanse von Lupften lantgrefe zü Stulingen und lantfögt unserre gnedigen herschafft von Osterich uf einsite und den edeln unsern gnedigen jungherren, junghern Smassmanne und junghern Ulrichen gebrudern herren zü Rappoltzstein uff die andersite, derselben spenne und missehelle sie zü beidensiten kommen sint uff fünfe oder sübene, die ynen die statt von Strazz- burg uss yren reten zum rehten darzü geben und setzen söllent, alse daz in drien notteln begriffen ist, der der vorgen. herre Johans von Lupften eine und wir von der egen, unserre jungen herren wegen von Rappoltzstein die andere und der stette hotten von Strazburg die dritte in hendes (!) habent. were ez, daz dieselben spenne und missehelle mit der minne nüt usgetragen würdent und die fünfe oder sübene, die also darzü gesetzet und daz reht sprechende würdent, alse daz ouch dieselben notteln uswisent und sagent, wie dann dieselben fünfe oder sübene daz reht für sich nemment und sprechende werdent, da versprechent wir alle von wegen in namen und an stat der vorgen. unserre beider jungen herren by den eiden, so wir unsern herren getan habent, waz dieselben fünfe oder sübene sprechen! oder erkennen!, daz das gehalten und vollefürt werden soll von den egen, beiden unsern jungen herren, wenn wir dabij gewesen sint und ez von yren wegen also vertegedinget habent, und daz dieselben beide unsere jungen herren denheine ansprache an dieselben fünfe oder sübene, an die statt von Strazburg noch die yren niemer gehaben noch ange- sprechen söllent noch geleidigen noch daz schaffen getan werden in denheinen weg ane alle geverde. und dez zü urkünde so habent wir alle, uzgenommen George Zeheleder, unsere ingesigele gehencket an disen brief. und wan ich, derselbe George Zeheleder, eigens ingesigels nit enhabe, so vergihe ich mich aller vorgeschobenen dinge under derselben vorgen. personen ingesigele aller. geben uff sunnentag nebst nach unserre lieben fröwentage der liehtmess, da man zalte nach gottes gebürte viertzehenhundert jare. Str. St. A. AA. 166. or. mb. c. 9 sig. pend. quor. 1 (Hanneman Bernhart), laes. Hegest Bapp. Urk. 11. nr. 641 . 1 1 Diese Urkunde ist hier deswegen in extenso gedruckt, weil sie zur Zeit des Abschlusses des Bapp. XJrkb. II nicht aufzufinden war (vgl. dort Anmerk. 3 zu nr. 641), jetzt aber bei der Ordnung des Archivs wieder zum Vorschein gekommen ist. Das Begest dort nr. 641 müßte also anders lauten. 1400 785 1533 . Markgraf Bernhard 1 von Baden an Meister und Rat von Strassburg: als ir uns geschriben band von dez tags wegen zu Buhel zu leisten und meynent, die wile wir dez zogs wendig sin, daz dann derselbe tag zu Buhel wol zu leisten si, .. . dez ist ez nu der vahsnacht zu nahe und mögen vor andern unmiissen dez tags ulT die- 5 selbe zit zu Buhel nit geleisten . . . sondern lieber . . . uff den nehsten zinstag nach März s. Invocavit . . . datum Baden in crastino beate Scolastice virginis anno 1400. Baden 14:00 Februar 11, % Str. St. A. AA. 87. or. ch. I. cl. Reg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1925. io 1534 . Markgraf Bernhard von Baden an den Ammeister Wilhelm [Metziger]: bittet um Auskunft über . . . Hügelin Süsse, der von üch hinder uns körnen ist. . . da auf seine bisherigen Anfragen beim Rat keine Antwort erfolgt sei. datum feria secunda post diem Petri ad kathedram anno 1400. 1400 Februar 23. Str. St. A. AA. 87. or. ch. I. cl. 15 Reg. d. Mrkgr. v. Bad. nr. 1927. 1535 König Wenzel an Strassburg: beklagt sich, dass die Stadt der Ladung vor sein Hofgericht wegen der Bürgschaft des von Otyk für Hans Bock nicht Folge geleistet habe. Werden des von Otyks Forderungen nicht demnächst befriedigt, . . . so wollen wir des hofgerichtes urteil über euch lassen furgank haben an lenger so sawmpnisse und ewer ungehorsamkeit fürsten, herren und steten des reichs Vorkunden . . . geben zu Frage des dinstags an der vasnacht a. reg. hob. 37 reg. rom. 24. Prag 1400 März 2. Str. St. A. AA 113. nr. 66. or. ch. I. pat. c. sig. i. v. 1536. Herzog Leopold von Oesterreich an Strassburg: dankt für zugesagte Ver- 25 mittelung in seiner Sache mit dem Bischof von Straszburg »von Herboltzheim wegen und der quarten in Basler bistum» und bittet nun Gesandte zu einem Tage nach Bergheim auf Sonntag Laetare zu schicken. geben Ensisheim an der aschrigen März is. mittichen anno 1400. Ensisheim 1400 März 3. Str. St. A. AA. 79. or. ch. I. cl. so 1537 . Markgraf Bernhard von Baden an Meister und Rat von Strassburg: haben uff gestern mit uweren erbern botden, die ir bi uns gehabt battend, geretd und sie gebetten, uch von unsern wegen zu bitten, daz ir der edeln frowen der von Blanckem- berg gunnen und gestatten wällend iren pfennig bi uch in uwere statt zu zeren, doch also, daz sie von uch oder zu uch Johansen von Liehtemberg keinen schaden 35 i Derselbe an Straßburg, Ettlingen 1400 Februar 28. Will mit Ludw. v. Lichtenb. am 28. März einen Tag zu Bühl halten, zu dem auch H. v. Rieptre u. H. Rbderer kommen wollen. — Str. St. A. A. A. 86 or. ch. I. cl. 8 Unter dem gleichen Datum bittet Mrkgr. Bernhard den Ammeister Wilh. [Metziger], seinen Bürger Scholle in Ettlingen beim Eintreiben seiner Forderungen an Hügel Pf affenlapp zu unterstützen. [Str. r» St. A. AA. 87 or. ch. I. cl.] 786 1400 tun oder zufügen solle .... datum Baden feria quinta post doininicain Invocavit anno 1400. Baden 1400 März 11. Str. St. A. AA. 87. or. ch. I. cl. 1538 . Frau Gütichin Landschaden von Steinach, Dietrich Camerers Witwe, scldiesst sich als Erbin ihres Mannes, der Teilhaber an Burg llerrenstein war, dem s Burgfrieden an, welchen dieser und ihr Bruder Cuntz Landschaden von Steinach mit der Stadt Strassburg wegen Herrenstein früher geschlossen haben. geben an dem nehesten mentage vor dem sunnentage, als man singet in der heiligen Kirchen Oculi in der vasten in dem jore, do man zalt 1400. 1400 März 15. Str. St. A. AA. 66. Briefbuch. B. fol. 103/4. ibid. V. C. G. K. 30. cone. v. cop. ch. coaev. io 1539 - Ich Haneman von Loubegasze edelkneht tun kunt mengelichem mit disem briefe, als spenne stosz und miszehelle gewesen sint zwiischent mir und minen helffern zu eime teile und Güntzelin Schaffener und Claus sinem brüder von Nuwilre zürn andern teile, da von ich Otteman zürn Slüszel, der von Straszburg burger, gefangen gehebet habe, da vergihe ich mit disem briefe, das ich dar umbe mit den ia egenanten gebrüdern und mit Cüntzen von Nuwilre wilent schaffener zu Bulach irem vatter und mit dem vorgenanten Otteman und besunder mit den wisen und bescheiden dem meister und dem rate der stat zu Straszburg mit allen den iren gerihtet, übertragen und gentzlichen gesünet bin von allem deme, daz da von ufentstanden ist mit sunderheit, als Ludeman Schencke min vetter und etliche mine knehte gefangen 20 gewesen sind .... Er gelobt die Dichtung zu halten. geben uf den nehsten samstag nach unser frouwen tage in der vasten 1400. 1400 März 27. Str. St. A. G. D. P. lad. 165/66. or. mb. I. p. c. 1 sig. pend. 1540 . König Wenzel an Strassburg: hat zu dem festgesetzten Termin nicht nach Nürnberg kommen können, wird aber 14 Tage nach Ostern dort eintreffen und er- 25 wartet daselbst bevollmächtigte Boten. geben uff dem berg zü Chuttin des dinstags nach dem suntag Judica a. reg. hob. 37 reg. rom. 24. Kattenberg 1400 April 6. Str. St. A. AA. 113 nr. 90. or. ch. I. el. Gedr. Obrecht, appar. pg. 31. — 1). B. A. III nr. 123 nach der Frankfurter Ausfertigung. 1541 . Meister und Rat von Straßburg verkünden die bei ihnen erfolgte Verttr- 30 leilung und Verbrennung eines der « Ketzerei » schuldigen Mannes und bitten auf seine Mitschuldigen zu fahnden. 1400 April 8. Wir Johans von Kagenecke der eilter der meister und der rat von Strazburg kündent menglichem mit disemme briefe, das wir einen, genant Johans Rorer, ein bader by uns gevangen gehept liant von lymuntes wegen, daz er ein ketzer gewesen ss sin solte, und habent den nach sinen geschihten tun fragen in der maszen, also 1400 787 man solche belümete lute billiche fraget, der hat verjehen der ketzerien siner misse- tat in der maszen, daz er so vil getriben hat, das er by uns mit rehtem gerillte und urteil bekennet und verteilt ist zu hörnende und euch gebraut ist. und also er daz verjehen bet, so hat er darzü under andern dingen geseit, daz er und Heinczeman Hiltebrant der zimberman einander geketzert haben mit sögetanen wüsten geberden, also wir die Heinczeman Swebelin unserme geswornen loufTenden hotten an ebne zedelin verschriben geben habent. darumbe bittent wir alle die, den Heinczeman Swebelin unser loubender hotte disen brief zöget, das su zü dem egen. Heinczeman Hiltebrant tügent, also sich geheischet, wenne hettent wir in by uns, wir detent zü ime, also sich das gehiesche. datum feria quinta proxima ante diem palmarum a. d. 1400. Str. St. A. V. D. G. lad. 3. or. mb. I. p. c. sig. i. v. impr. 1542. Markgraf Bernhard von Baden 1 an Strassburg: verwendet sich in Erbschaftssachen für den Hofmeister seiner Frau, Albrecht Rüderer, gegen den Strassburger Bürger Claus Bernhartzweiler. datum Baden feria quarta post festum pasche anno 1400. Baden 1400 April 21. Str. St. A. AA. 85. or. ch. I. cl. 1543. Die Strassburger Gesandten auf dem Fürsten- und Städtetag zu Frankfurt an ihre Stadt: Ulrich Bock und Rülin Barpfennig berichten über ihre und anderer Stände und auswärtiger Bevollmächtigter Ankunft, sowie von der des Vertreters König Wenzels und dessen Konferenzen mit den Fürsten und Städten. geben zü Francke- furd an dem mendage vor dem pfmgesttage. Frankfurt [1400 Mai 21]. Str. St. A. AA. 116. or. ch. I. cl. Gedr. D. li. A. III nr. 155. 1544. Verzeichnis der auf dem Frankfurter Tage vom 20 Mai 1400 anwesenden Reichsstände. [Frankfurt 1400 nach Mai 21.] Str. St. A. AA. 116. cop. ch. coaev. ohne Versendungsschnitte; ebenda Folioblatt mit Versendungsschnitten. Gedr. 1 >. Ii. A. III nr. 138. 1545. Schwarz Rudolf von Andlau und Hans von Wildesperg an Meister Rein- bold [HüffeUn ] 2 in Slraßburg über die Ermordung des Herzogs von Braunschweig bei Fritzlar. Münden 1400 Juni 6. Min grusz bevor, meister Reimbolt, lieber frunt. ich lan uch wiszan, daz der herzoge von Sachszszen und von Brüneswig nieder geworben sint by Frichelat in 1 Derselbe beglaubigt am 19 Mai in derselben Angelegenheit seinen Vogt Hans üontzman von Staffurt. Baden feria 4 post Cantate. — AA. 85. or. ch. Ebenda Beglaubigungsschreiben für denselben vom 9 September u. 29 December 1400. 2 Der Meister Beinbold ist wohl der 1398199 als Stettmeister begegnende Beinbold Hüffelin der alte, B- Hüffelin der junge ist 1400 Batsmitglied aber nicht Meister. 788 1400 Hessen uf den phingstabet uf mittendag. und waz ich und min geselschaft uf denselben morgen furgeritten. und die wile wir assen zu Fritschela, da lagen! die bereu hinder uns nieder, und sind wir niht uf dem felde gesin. und bristet unsz von gottes gnaden niht, und baut gute geselleschafft und farent für unsz unszer fart. disz wollen! minem sweher sagen und diszen briffe geben, und heissen! es heyn enbitten und gen Zabern. disz bau ich darumbe geschriben, ob ander mer heyn Kernen, das ir dene wisten, wie es unsz gangen wer. geben zu Münde fire dagweide von dem heilgen binde, geben uf den phingstdage firzehenhundert jare. geschriben mit mynes selbes baut. Swartz Rudolf von Andela wiztum und Hans von Wildesperg. Str. St. A. Abt. IV, 122. cop. ch. coaev. Gedr. Weneker, collecta arch. f. 400. — D. R. A. III nr. 186. 1546. Günther Marschalk der Bürgermeister und der Rat von Basel: begehren Auskunft über den Abschied des Frankfurter Tages mit den Fürsten und Städten [Mai 1400], den sie selbst mit Rücksicht auf den nahen Tag von Nürnberg [Mai 2] nicht beschickt haben. datum quinta ante festum Trinitatis anno etc. quadrin- gentesimo. 1400 Juni 10. Str. St. A. AA, 116 nv. 22. or. mb. I. el. Gedr. I). R. A. III nr. 159. 1547. Strassburg an Basel: über die Verhandlung zwischen den Kurfürsten und Städten auf dem Tage zu Frankfurt. feria secunda ante corporis Christi anno 1400. [1400 Juni 14.] [Org. od. cop. nicht erhalten , doch von Weneker appar, 271 erwähnt.] Gedr. Reg. D. R. A. III nr. 160. 1548. Erzbischof Johann II von Mainz an Strassburg: beteuert seine völlige Unschuld an der Ermordung Friedrichs von Braunschweig. datum Benszheim in crastino corporis Christi anno domini millesimo quadringentesimo. Bensheini 1400 Juni IS. Str. St. A. AA. 116 nr. 8. or. ch. I. cl. Gedr. D. R. A. III. nr. 189. 1549. König Wenzel an Strassburg: dankt für ihre Treue und Anhänglichkeit, von der ihm sein Rat Hubert von Eltern berichtet hat, und die ihm auch ersichtlich ist . . . us der antwort, die ewer frund yetzund zu Frankenfurt getan haben den Kurfürsten . . . und bittet bei derselben fest zu beharren, besonders falls ... die Kurfürsten oder yemand anders von iren wegen an euch ichtes mutend wurden, das wider unsere ere und wirde anlangend wurde . . . Uebrigens komme er demnächst ins Reich und werde dann ihre Boten zu sich laden. geben zu Präge des sunnabend nach des heiligen leiehnams tage. a. reg. hob. 38 a. rom. 24. Prag 1400 Juni 10. Sir. St. A. AA. 113 nr. 83. or. ch. I. cl. Gedr. 1). R. A. III nr. 183. nach der Frankfurter Ausfertigung. 5 io 15 20 25 30 35 40 1400 789 1550. Protokoll eines rheinischen Städtetages zu Mainz: Aufsetzung einer Antwort auf den von den Kurfürsten zu Frankfurt durch Ritter Johann von Talburg am 4 Juni gemachten Vorschlag, Verabredung eines neuen Städtetags zu Mainz auf den 5 August. [Mainz 1400 Juli 1-12.] Str. St. A. AA. 116. cop. ch. coaev. Gedr. D. It. A. 111 nr. 168. — Janssen, Frankf. B. K. I. nr. 898. Beg. Boos, Worms. Urkb. nr. 1066. 1551. Die Straßburger Gesandten Hans Bock und Ulrich Gosse an ihre Stadt: berichten vom Reichstage zu Mainz. 1400 Juli 2. Lieben herren. wir embieten üch unsere willigen undertenigen dienst und lont üch wissen, daz unser herre der künig und die dryge kurfürsten uf dem Rine zu Mentze sint und noch uf hüte der stette keine by unserme herren dem künige gewesen ist. und habent do erfaren, daz daz Sachen machen!, daz unser herre der kunig und die fürsten alleine by enander gewesen sint. öch wiszent, daz die von Kölle, Mentze, Wurmesze und Spire und Frankefurt und die stette in der Wedderöwe und wir ettewie dicke by enander gewesen sint und uns mittenander underret habent, daz wir truwent, daz wir uf einre antwurt blibent zu güttem messe, also wir von üch gescheiden sint. öch wissen!, daz wir uns faste underret habent von der guldin münsse wegen, und ist aller stette meinunge, daz vor unsern herren den kunig zu bringende und für die fürsten, also wir uch wol sagende werden!, lieben herren. wissen!, daz wir vor unserm herren von Luttringen gewesen sint, und ist herr Cünrot Peyger und her Arnolt von Sierck by yme und wil uns verhören zu sinen müssen, so er es erste gedün mag. do wellen wir von Erhärt Hensz seligen wegen reden, waz wir truwent, daz gut und nütze sy. wissen! och, daz unsers heilgen vatter des bestes hotten zwene zu Mentze sint und unsers herren rette von Osterich und des marggraven von Raden, und sint ander herren vil zu Mentze, die do umb geseszen sint. wissen! och, daz gar ein gros folk zühet uf den graven von Waldeck wol mit 14 000 pferden und wirbet unser herre von Mentze faste und het me den 100 glefen in Hessen geschicket sin schlos zü bestelllende, also uns daz geseit ist. geben uf unser frowen dag also men nenet fisitazionis anno etc. etc. 1400. . . . Hans Bock und Ulrich Gosse. [In verso \: Den furnemen, wisen und bescheiden dem meister und dem rate zü Strasburg unsern lieben herren. Str. St. A. AA. 123. or. ch. I. cl. 1552. Abschied des Städtetags zu Mainz vom 1 Juli 1400: neue Redaction der Antwort an den Kurfürsten und Bestimmung des neuen Städtetags zu Mainz auf 5 August. [Mainz 1400 zwischen Juli 1 u. 12.] Str. St. A. AA. 116. cop. ch. coaev. Gedr. D. B. A. 111 nr. 168 nach der Vorlage i. Frankf. Archiv. — Janssen, B. K. I nr. 897. 790 1400 1553. Markgraf Bernhard von Baden an Strassburg: sendet und beglaubigt den Ritter Rudolf von Hohenstein . . . mit uch zu reden eigenliehen underwiset von der spenne und bruche wegen zwuschen uns und Ludwigen von Liehtenberg, daz wir zum rechten hinder dritzehn uwers rates kommen sien .... datum Schreck in crastino beati Kyliani et sociorum eins anno 1400. Schreck 1400 Juli 9. Str. St. A. AA. 87. or. ch. 1554. Worms an Speier: sendet die Abschriften 1 zweier Briefe von Mainz und Cöln, worin sie und die andern rheinischen Städte aufgefordert werden einen Städtetag zu Coblenz zu beschicken,.und waz uch von den von Straszburg davon entwurt wirt, daz wollent uns mit uwere meynunge, so ir förderlichste mogent, fur- laszen wissen, daz wir ez dann den vorgenanten uwern und unsern eitgenoszen basz verschieben den von Meintze mit unsere meynungen hendelingen furter ver- schriben mögen. datum feria sexta post Marie Magdalene [1400 Juli 23.] Str. St. A. AA. 116. cop. ch. coaev. Gedr. D. B. A. 111 nr. 173. 1555. Markgraf Jobst zu Brandenburg und Mähren an Strassburg: Landvogt Dietrich von der Witenmülen habe dem König erzählt, welch guten Willen die Stadt gegen den König und seinen Landvogt habe, dafür danke er im Namen des Königs und bitte darin zu verharren, da der sich jetzt mit einigen Fürsten verbündet habe und selbst für seine Sachen als von des Reiches wegen bald eintreten werde, datum Prag ipsa die Jacobi. Prag [1400] Juli 25. Begest D. B. A. III. pg. 223 Anmk. nach Wencker apparatus 271. 1556 Heinrich von Bertholtzheim bekennt, dass er von der Ansprache wegen, die er an die Strassburger gehabt . . . umbe solichen schaden und Verlustes wegen, den ich meinde, den sy mir geton hettent uff der vestin zu Herrenstein, do sy die veslin gewannen, gütlich übereingekommen ist und verspricht für sich und seine Nachkommen keine Ansprüche mehr zu erheben. geben an der nehesten mit- wochen noch sant Jacobstage des zwülfbotten 1400. 1400 Juli 2S. Str. St. A. G. U. P. lad. 166. or. mb. I. p. c. sig. p. 1557- Arnold von Berenfels der Bürgermeister und der Rat von Basel an Strassburg : danken für die Aufklärung, welche sie durch Gesandtschaft und Briefe 2 von Strassburg über die Haltung der Städte auf dem Tage zu Mainz [1 Juli 1400] und die Stellung zu dem beabsichtigten Thronwechsel erhalten haben, halten den Absetzungs- 1 Dieselben sind gedruckt D. B. A III nr. 171 u. 172. 2 Vgl. oben nr. 1547 den Brief Straßburgs an Basel vorn 14 Juni. 5 io 15 20 25 30 35 1400 791 plan für bedenklich und bitten, . . . wenne der tag zu Lanstein vergüt, daz ir uns denne verschriben lassent wissen, wie und in weler mäsze ir und ander uwer fründ von demselben tage ze Lanstein gescheyden syent, und wie sich die Sachen daselbs ergangen habent etc. geben an dem nechsten zinstag vor sant Oswaldestag anno 5 etc. quadringentesimo. 1400 August 8. Str. St. A. AA. 116. or. mb. I. cl. Gedr. D. B. A. III. nr. 175. 1558. Die Kurfürsten von Mainz, Cöln, Trier und Pfalz an Strassburg: verkünden die Absetzung König Wenzels und fordern auf, den von ihnen zu erwählenden 10 Königanzu erkennen. datum Lanstein sexta feria proxima post festum assumptionis beate Marie virginis anno 1400. Oberlahnstein 1400 August 20. Str. St. A. AA. 116. or. ch. I. pat. c. 4 sig. impr. del. Gedr. D. B. A. III. nr. 207. 1559 Die 3 geistlichen Kurfürsten an Strassburg: verkünden die zu Rense er- 15 folgte Wahl' des Pfalzgrafen Ruprecht zum König und fordern auf, denselben anzuerkennen. datum in campis 1 2 prope Rense sabbato proximo post festum assumptionis beate Marie virginis anno domini 1400. Jtense 1400 August 21. Str. St. A. AA. 116. or. ch. I. p. e. 3 sig. impr. del. Gedr. D. B. A. III. nr. 210. äo 1560. Strassburger deutsche Aufzeichnung über die am 20 August erfolgte Absetzung König Wenzels und die Tags darauf stattgehabte Wahl König Ruprechts unter der Ueberschrift: Dis sint die [9] artickele, die die fürsten imme riehen habent widder den konig Wentzelaum römischen konig zu Rehemen. [Oberlahnstein 1400 um August 21.j 25 Str. St. A. AA. 116. Papierzettel , auf dessen Büekseite steht: ex parte regis Bohemie. Gedr. D. B. A. III. nr. 215. 1561. Rottweil an Strassburg: bittet um Auskunft über die Absetzung und Neuwahl des Königs und wie das alles gekommen und wie man sich dem gegenüber zu verhalten habe. datum feria quarta post Pelagii anno 1400. 1400 September 1. so Str. St. A. AA. 116. nr. 25. or. ch. I. cl. Beg. D. B. A. IV. pg. 130 Anmerkg. 1. 1 ln Sachen dieser Absetzung und Neuwahl sendet Speier an Straßburg den an Mainz ergangenen Bericht des Grafen Philipp von Nassau. 1400 August 22. (Erwähnt 1). B. A. 111 pg. 285 Anmk. 1.) 2 In andern Ausfertigungen heisst es: datum in sede regali prope Rense. VI. 100 792 1400 1562. König Ruprecht an Strassburg: begehrt, ihm als neuerwählten römischen König zu seinen gemeinnützigen Absichten zu Willen zu sein. datum Heidelberg in die beati Egidii confessoris anno domini 1400. Heidelberg 1400 September 1. Str. St. A. AA. 123. or. ch. I. cl. Gedr. D. R. A, III. nr. 211. 1563. Markgraf Bernhard von Baden an Meister und Rat von Strassburg: sendet und beglaubigt den Ritter Götzen von Grostein ... an uch zu werben von des briefs wegen, der hinder uch und uwern frunden zum rehten lit in der sache zwuschen uns und Ludwigen von Liehtemberg, als ir wol wissend. . . . datum Baden feria sexta post diem beati Egidii abbatis anno 1400. Baden 1400 September 3. Str. St. A. AA. 87. or. ch. I. cl. 1564. König Ruprecht an Strassburg: beglaubigt Emicho von Leiningen und Marschall Ritter Diether von Hantschuheim als Gesandte in Sachen seiner Erwählung, datum Heidelberg sabbato ante nativitatis Marie. Heidelberg[1400 September 4], Str. St. A. AA. 123. or. ch. c. cl. ' Regest D. B. A. III. pg. 271 Anmk. 1. 1565 Arnold von Berenfels der Bürgermeister und der Rat von Basel an Strassburg: tünd uch ze wissend, das uns von unseren lierren den Kurfürsten zwen briete' gesant sint von der erwelung wegen, so si getan band, eins nüwen Königs des heiligen richs. derselben brieten wir uch abgeschriften in disem sendent verschlossen, an den ir wol sehent ir meynung. und wond wir uf dem tage ze Lanstein, da sölich sach gangen ist, bi uwer noch ander sielte hotten unser botschaft nut gehept band und üwer noch ander stetten meynunge noch antworte nut wissent, daz wir uf sölich briete ze dirre zite nüt geantwurten können! und wir üch ouch getrüwent, sölich briete kommen sin, so bitten wir uwer güte früntschaft mit Hisse, daz ir uns uf dieselben briete und sach uwern getruwen rat und meynunge, waz uns uf die ze dirre zit ze tünde sie, und ir ouch meinen! ze tünde, ob uch sölich briete kommen sient, und ouch waz brieten üch hienach umb sölich Sachen gesant werden, uns und domitte uweren getruwen rat wissen lassen, daz wir uns ouch danach wissen mögen ze richtende durch unsers dienstes willen und als wir uch wol getruwen!. datum vigilia nativitatis Marie virginis anno etc. quadringentesimo. 1400 September 7. Str. St. A. AA. 116. or. mb. I. cl. Beg. D. B. A. IV. pg. 130 Anm. 1 Sind wohl inhaltlich gleich den oben unter nr. 1558 u. nr. 1559 als Regest mitgeteilten Briefen der Kurfürsten vom 20 u. 21 August. 1400 793 1366 Rottweil an Strassburg: dankt für die früheren Mitteilungen 1 2 und begehrt Auskunft über den Verlauf des von Mainz und Speier angeregten Städtetages zu Mainz [8 Sept.] König Ruprecht habe die Boten der schwäbischen und der Bodenseestädte auf nächsten Sonntag zur Huldigung nach Constanz entboten; sie werden den Tag besenden und etwa wissenwertes über den Verlauf der Stadt Strassburg mitteilen.- datum sabbato post exaltationein scte crucis anno etc. 1400. 1400 September 18. Str. St. A. AA. 116. nr. 26. or. ch. I cl. Gedr. D. B. A. IV. nr. 124. 1567. Werner Spatzinger, Stadtschreiber zu Strassburg, an Mathias Sobernheim, den Kanzler König Ruprechts: bittet um Fortsetzung ihrer guten Beziehungen auch nach seiner Erhebung zum Vorstand der königlichen Kanzlei. datum Argentine sabbato ante Mathei apostoli. Strassburg [1400 September 18.] Str. St A. AA 116. conc. ch. latin. Gedr. D. B. A. 111. nr. 230. 1568. König Wenzel an Strassburg: ermahnt zur Treue und zur Abweisung aller Anerbietungen seitens der abtrünnigen Kurfürsten . . . wann wir von den gnaden gotes von stadan mit dem durchleuchtigisten fürsten, hern Sigmunden kunig zu Ungern etc., dem hochgebornen Josten marggraffen zu Brandeburg und zu Merhern und andern unsern fürsten etc. mit ganczer machte gen dutschen landen czihen wollen etc. geben zum Betlern des sunabends vor sand Matheus tage a. reg. boh. 38 a. reg. rom. 25 . Betlern 1400 September 18. Str. St. A. AA. 113. nr. 85. or. ch. I. cl. Gedr. D. B. A. 111. nr 236. 1569. Ludwig von Lichtenberg beurkundet , daß ihm die Stadt Straßburg freie Passage Uber ihre Rheinbrücke gewahrt habe. 1400 September 18. Ich Ludewdg herre zu Liehtemberg vergihe und bekenne, alse die erbern wisen ineister und rat zü Straspurg durch früntschaft, und liebe, die si zu mir habent, mir gegünnet habent, wenne so ich selber über ir Rinbrucke rite, das ich danne und alle min dienere, die danne zü mole mit mir ritent, und nieman anders, danne die, die zü mir gehörent und in mim müse und brote sint, süllent vergeben über die Rinbrucke riten. darzü haut si mir gegünnet, wenne so min v5gt zu Liehtenöwe über ir brücke ritet, das der oder einre oder zwene sinre knehte, ob er?einen kneht oder zwene knehte bi ime het, die sine knehte sint und in sime müse und brote sint, und nieman anders oucli vergeben über die Rinbrucke sollen! riten. ritte euch minre 1 Vgl. oben den Brief Bottweils vom 1 September. 2 Vgl. unten den Brief Bottweils vom 28 September. 794 1400 knehte einer oder zwene, die min wissenthaften knehte sint und in mim miise und brote sint, in mim dienste über die Rinbrucke, die sollent zü der zit ouch vergeben Überriten ungeverliche und alles nit anders in deheinen weg. und sol das weren und bliben so lange nutz, das es meister und rat zü Strazburg widerrüfTent. und wenne si es irem zoller uf irer Rinbrucken absagent, so sol es mir abgeseit sin, und ver- s spriche mich des vür mich und alle mine erben und nochkommen umbe das, daz si mir die vorgenanten günnunge zü früntschafften und zü liebe geton habent, das ich daz doch darumbe gegen in meinen vürgeziehen sol, das si mir die günnunge von rehtes wegen tün soltent oder getopi hettent in deheinen weg one alle geverde. und des zü eim urkünde so habe ich der egenante Ludewig herre zü Lihtemberg min w ingesigel an disen briet gehencket . 1 der geben wart an dem nehesten samstage vor sant Mathistage des heiligen zwölfbotten in dem jor, do man zalte von gottes gebürte dusent jor und vierhundert jore. Str. St. A. AA. 1695. or. mb. I. pat. c. sig. pevd. delaps. 1570. Rottweil an Strassburg: der Städtetag zu Constanz 2 hat am 14 September 15 stattgefunden; der Gesandte des neuen Königs hat den ganzen Hergang der Absetzung und Neuwahl dargelegt und zur Huldigung, der Gesandte des alten Königs eindringlich zur Treue gegen ihn aufgefordert. Die Städteboten sind ohne Antwort abgereist, um Vollmacht einzuholen. datum in vigilia scti Michahelis anno 1400. 1400 September 28. so Str. St. A. AA. 116. nr. 30. or. eh. I. cl. Gedr. D. B. A. IV. nr. 126. 1571. Heinrich zum Jungen aus Mainz an Wilhelm Metziger Ammeister zu Strassburg : berichtet über die Anerkennung König Ruprechts durch Köln, Mainz, Worms, Speier und über den Empfang von Nachrichten aus Paris. datum dominica die as post Dyonisii martyris meo sub sigillo. [1400 October 10.] Str. St. A. AA. 116. or. eh. I. cl. Gedr. D. B A. IV. nr. 165. Beg. Boos, Worms. TJrlcb. II. nr. 1079. 1572. Rottweil an Strassburg: berichtet über die Haltung der schwäbischen Städte 30 gegenüber dem neuen König und von dem abermaligen Eevorstehen einer Zusammenkunft derselben, datum feria quinta ante Galli anno domini millesimo quadringentesimo. 1400 October 14. Str. St. A. AA. 116. nr. 26. or. eh. I. cl. Gedr. D. B. A. IV. nr. 127. 35 1 Auf der Bückseite steht von gleichzeitiger Hand: 1) ein brief, wie man sich gegen juncher Ludewige von Lichtenberg nt der Rinbrucke halten sol. 2) feria tertia ante diem soti. Martini epis- copi (10 November) do wart juncher Ludewige der zoll uf der Rynbrucken mit urteil aberteilt, das er hinan fürder zollen sol als andere, anno domini 1405. 2 Vgl. oben den Brief Bottweils vom 18 September. 40 1400 795 1573. Werner Spatzinger Strassburger Protonotar und Johannes Werder von Esslingen kaiserlicher Notar bestätigen der Stadt Strassburg das Vorhandensein und die Echtheit ihres königl. Privilegs vom 25 Nov. 1547 [gedr. Bd. V nr. 150.] über Lehen und Pfandgüter. sub anno 1400 die vicesima secunda octobris. 1400 October 22. Str. St. A. AA. lad. 4. nr. 6. or. mb. sine sig. mit Handzeichen. 1574. Arnold von Berenfels der Bürgermeister und der Rat von Basel an Strassburg : als ir uns yetzunt verschriben band von der sach wegen des nüwen kunigs, haben wir wol verstanden und dangkent üch mit llisz des güten willen und der io früntschafft, so ir zu uns habend, der wir ze dienst gegen üch und den üweren nit vergessen söllent noch wellent. und wand die sach vast grosz und ernstlich ist und guter bedengknüsse in der notdürftig sint, so köndent wir üch by disem üweren hotten uff die als snelliklichen unbedacht unser meynunge nit gentzliehen verschriben lassen wissen, als üwer wisheit daz wol verstät. dam mb so wellen wir förderlichen 15 mit guter bedächtnüsze über die sach sitzen und uff die ze rät werden, wazz üns in der notdürftig und uff daz beste sie ze tünd, und wezz wir ze rät werden, wellen wir üch lassen wissen, so wir schierest können!, denne von der bottschafft wegen, so ir zü uns meynent ze tünd, als wir üch gebetten band, dangkent wir üch ouch mit flizz und bitten! üch der nit ze vergessen!. datum sabbato ante Symonis et 20 Jude anno etc. 1400. 1400 Octobev 23 • Str. St. A. AA. 116. or. mb. I. cl. Heg. D. E. A. IV. pg. 140 not. 1. 1575. König Wenzel an Strassburg: ermahnt «solchen fremden Sachen» gegenüber «so die kurfursten an dem Reyne, herezog Clemmen von Beyren wider uns 25 und das reiche frevelichen ufgeworffen und erhaben hant, doran sie gen uns und dein reiche erloze und trewloze worden sind, . . . denen er aber mit Hülfe der befreundeten Fürsten und böhmischen Landherren erfolgreich zu widerstehen hoffe, zu ausdauernder Treue und erwartet ... zu das ir im (dem Landvogt Ditrich von der Weitenmülen) mit ewer macht zu cziehen und im geraten und beholffen seit bis uff unsere zukumft gen so deutschen landen. geben zu Präge des suntages vor sand Symon und sand Judas tag. a. reg. hob. 38. reg. rom. 25. 1400 October 24. Str. St A. AA. 113. nr. 84. or. ch. I. cl. c. sig. Gedr D. E. A. III. nr. 238. 1576. Die Strassburger Gesandten : Heinrich von Mülnheim, Thomas von Endingen, 35 Ulrich Bock und Rülin Barpfennig an ihre Stadt: haben in Mainz Nachrichten eingezogen, welche sie mitteilen, und zeigen an, dass sie anderntags zu Wasser nach Frankfurt reisen wollen. datum feria secunda post cenam ante diem sct. Symonis et Jude anno 1400. 1400 October 23. Str. St. A. AA. 123. or. eh. I. cl. 40 Gedr. D. E. A. IV. nr. 166. 796 1400 1577. Die Strassburger Gesandten Heinrich von Mülnheim, Thomas von Endingen, Ulrich Bock, Rülin Barpfennig an ihre Stadt: berichten ausführlich über die Frankfurter Unterhandlungen der Städte: Cöln, Mainz, Speier mit König Ruprecht, von der Haltung Nürnbergs, der Lage König Wenzels in Böhmen, von ihren noch bevorstehenden Unterredungen mit den königlichen Räten zu Mainz am 30 October etc. ... 5 besigelt mit Thomans von Endingen ingesigel von unser aller wegen. geben uff dem Mön by dem zoll zu Höchste uff dem wasser an der mitwochen vor Symonis et Jude anno domini 1400, doch wart der hotte erst von uns gevertiget uf Symonis et Jude trüge, ouch lieben herren bestellend, daz wir die pferde uf disen künftigen dunrestag zu Wormsze haben. Zollhaus hei Höchst 1400 October 27\28. 10 Str. St. A. AA. 116. 1 or. ch. I. cl. Gedr. D. R A. IV. nr. 167. 1578. Die Straßburger Gesandten 2 an Straßburg: berichten über den Einzug König Ruprechts in Mainz und die Unterhandlungen daselbst wegen Bestätigung der städtischen Privilegien und die vorher gehende Verhandlung von zwei genannten 15 Bevollmächtigten des Straßburger Bischofs Wilhelm mit König Ruprecht u. a. m. [Mainz 1400 October 30.] Also unser herre der künig uff hüte samstag zu Mentze inreit, indemme schihten des küniges rete noch uns, daz wir keinen zü den Bredigern. daz dotent wir und koment dar. do koment her Johan von Talberg, her Rudolf von Zeissekeim der 20 probest, der do ist des küniges pfaffe, und her Maltins des küniges Oberster schriber. so was ouch do her Heinrich zum Jungen, den hettent des küniges rete dar gebetten. do bot ent wir in ouch. und vingent die an und rettent mit uns, also vor an üch und uns ettewie dicke gevordert ist worden, darzü antwurtetent wir und seitent, daz wir von unserme herren dem künige begertent, das er uns unser friheit bestetigete, noch 25 deinme wir die von keysern und künigen und ouch von künig Wentzelaus hettent. unde besonder, also wir die friheit in ein nottel hettent geton Zeichen, do frogetent sie uns, obe unser friheit briete öbene 3 stunden!., also die nottel wisete und abe (!) wir ützit darzü gesetzet hettent. do sprachent wir: «Jo wir hant etteliche wort fürbasser lossen dorin schriben, derselben wort wir ouch in andern brieten gefryet sint. und so umbe eine luterunge und ouch umbe daz, so wir harnoch unser friheit zögende wurden, daz wir unser friheit in eime briete betten und nit dörffent vil briete wider und für füren.» do frogetent sie uns noch den zügesetzeten Worten und dotent uns die briete zögen, die wir über die stücke hettent. daz dotent wir und zögetent in vidimus derselben brife unde lusent in die. do verstunden sie zü stunt, daz die briete 35 die stücke nit also luter seitent, also sie in den notteln begriffen sint. und retent uns wider die stücke vil unde vaste, züleste sprechen! sie, sie weiten! es bringen 1 ln d. D. R. A. irrtümlich AA. 111. 2 Vgl. die Namen in den beiden vorigen Berichten nr. 1576 u. nr. 1577. 3 — eben, genau. 40 1400 797 an unsern herren den kunig und botent uns in unsers herren des kuniges herberge noch dem ymbisse tretten. das dotent wir nit gerne, do sprach her Heinrich heimlich zu uns, er wolle uns in ein sunder gemach dun, do die rete würden zu uns kommen, und also koment wir noch dem ymbisse in hern Heinriches husz, do der kunig inne 5 zu herberge ist. do schihte der kunig zü uns in eine kammer den bischof von Mentze, den hertzogen von Lothringen, grofe Philipsen von Nassowe und hern Johan von Talberg, do was her Heinrich züm Jungen by uns. die herren vordertent aber an uns, wir sollen! dem künige gehorsam dün, so wolle er uns unser fryheit bestätigen, was wir der hellen, also er ouch den andern stellen geton helle, do vordertent wir, also wir vor zu den Predigern gefordert hettent. do sprechen! sie, der kunig helle sich mit den kurfürsten underret und were mit den zü rote worden, daz er den stellen in solicher messen ir friheit bestätigen solle, also sie sü vor hellen und anders nit. und botent uns, unserme herren dem künige nit vürbasser anzemütende oder ze suchende, wanne, wo er einer stat vürbasser dete danne der andern, daz iä brehte ime grossen gebresten von andern stellen und Unwillen gegen den kurfursten. und sprechen!, wir sollen! unserme herren dem künige glöben und getruwen, wände er ein biderber fürste were; wir hettent doch dem ersten sime briefe glühet und getruwet, dem doch nit also wol ze getruwende ist also diseme. und wenne dise Sachen vergingen, hettent wir danne keine gebresten, den sollen wir ime verlegen, 20 wir sollen! an ime empfinden, daz wir ein gnedigen fürsten an ime hettent. wir koment abe unser Sachen nit und tribent daz wider und vür bitz in die naht, züleste haben! wir es darzü broht und kundent es nit neher gebringen in dehein weg danne, daz man uns den brief, also ir in haben! geton machen, besigeln wil und bestätigen, uszgenommen von des Zolles wegen das wort «unwiderrüffeliche», daz künnent 25 noch mögen! wir nit darin gebringen, man wil uns aber gerne ein sundern brief mit der majestat über den zoll geben, und sol der brief ston, daz uns unser herre der künig den zoll bestätiget, und soll weder «widerruflich» noch «unwider- rüfflich» nit darinne ston. es sol ouch nit do inne ston, also die ersten briefe besagen!, domitte meinet her Heinrich und andere, daz es gnüg sy. darzü hant die 30 herren und ander des küniges rete gesprochen und hohe geretd, daz unser herre der künig selber gesprochen habe, daz wir den zoll billiche haben, er wolle in uns ouch nöte nemmen. und wenne dise zit vergot, so sollen! wir ime wol getruwen ; begeren wir dovon ützit an in, wir sollen in gnedig vinden. Sodanne von des Übertrages wegen, also wir mit dem bischofe und cappitel über- 35 tragen siht, darüber künne er uns keinen brief gegeben und daz cappittel beten! in danne euch darumbe. wanne in die darumbe bitten!, es sie müntlich oder mit brieten, so welle er uns gerne ein brief darüber geben, daz ist uns versprochen zu dünde. Wissent ouch, do wir uff disen vergangen zinstag gen Franckfurt koment, daz 40 do desselben moles her Heinrich von Wachenheim und Heinrich von Fleckenstein ouch koment ingeritten, und wissent wir nit anders, wanne, daz sie von des bischofes wegen by dem künige worent. was sie aber by ime dotent oder was sie würben!, wissent wir nit. sie seiten! uns ouch nit, wiewol sin by uns woren. und do wir also 798 1400 hüte za den Bredigern mit des kdnigs reten in gespreche vvorent, do seitent sie hem Heinriche zam Jungen und uns, das der bischof dem künige gehuldet bette und ime geton, was er solte, daz den künig wol mitte begnüget, wir verstaut aber nit anders, danne daz sin heimlich hulden uns gespan und hinderunge gebroht bet grösliche, und das unser sache gar rihtekliche were dargangen, wer sin heimlich hulden [nit] 1 gewesen, das uns bicz hüte verswigen ist, [das uns allen an ime vaste missevellet]. 2 Wir redent auch morne trüge mit dem hertzogen von Lutringen von Erhärt Hauses und sins sünes wegen. 3 Str. St. A AA. 123. ohne Schnitt und Siegel 4 ; nach Inhalt und Handschrift von denselben 3 Gesandten , von denen das Schreiben vom 25 Oct. u. 3 u. S Nov. unterzeichnet ist. Gedr. D E. A. IV. nr. 169. — Vgl. dort die zugehörige Anmerkung. 1579- König Ruprecht nimmt Strassburg, das ihm gehorsam sein will, in seinen und des Reiches Schirm und macht der Stadt, zusammen mit den drei geistlichen Kurfürsten gewisse Versprechungen. datum uf den suntag vor allerheiligentag etc. anno 1400. Hie Straßburger Ausfertigung dieses gleichlautend an viele Städte erlassenen Schutzbriefes liegt im St. Arch nicht vor; ein Coucept oder Copie bewahrt das Würzburger Kr. Ar. Mainz-Aschaff .-Ingross B. 13 fol. 212 a - 1) Gedruckt nach der Kölner Ausfertigung D. E. A. IV. nr. 158. 1590. Instruction für die bei König Ruprecht befindlichen Straßburger Gesandten. [1400 zwischen October 31 u. November 8.J [1] Item gedenckent an die botschaft, die die von Nürenberg den von Mentze geton haut. [2] Gedenckent ouch, daz ir mit den hotten redent, was sü gerihten künnent oder mügent durch zweier oder drier tage, [die sie dann dort] 5 deste lenger sient, daz sü daz timt, wer es aber, daz daz nit gesin möhte, daz sü denne einen under üch oder zwene do loszent, die die sache vollendent, durch daz daz wir nit anderwerbe hinabe bedürften senden, und nit ensehent an 100 guldin. [3] Gedenckent an ein steinböckin vingerlin. [4] [Gedenckent an die külhüte. item an den kleinen rot.] Str. St. A. AA. 114. not. eh. Gedr. D. E. A. IV. nr. 170. 1 Fehlt in der Vorlage. 2 Gestrichen in der Vorlage. 3 Vgl. unten den Brief Kg. Ruprechts an den Herzog von Lothr. v. 8 Nov. 4 In d. H. B. A. irrtümlich AA. 114. 5 Diese Worte fehlen in der Vorlage. s Diese unten verkehrt und abgesondert stehenden Worte gehören vielleicht nicht zu dieser Instruktion. 1400 799 1581 . Die drei Strassburger Gesandten Mülnheim, Endingen und Barpfennig an ihre Stadt: König Ruprecht ist in Worms eingezogen, will nach Heidelberg; König Sigmund und Wenzel sind in Prag in Feindschaft von einander geschieden, mehrere Reichsstände haben Wenzel widersagt, feria quarta post diem festi omnium sanctorum anno 1400. 5 1400 November 3. Str. St. A. AA. 123. or. ch. c. cl. Oedr. Weneker collecta arch. 405. Gedr. D. R. A. IV. nr. 171. Reg. Boos, Worms. Urkb. II nr. 1086. >o 1582 . König Ruprecht bestätigt der Stadt Straßburg den Rheinzoll. Heidelberg 1400 November 7. Wir Ruprecht von gutes gnaden römischer König zu allen zijten merer des richs bekennen und dun kunt offinbar mit diesem briefe, daz wir haben angesehen stete und truwe dinste, die uns die bürgere der stad czu Strassburg unser und des richs 15 lieben getruwen offt nuczlichen getan habent, dun sollent und mogent in künftigen zijten. darumb so haben wir den furgenanten bürgern und der stad Straszpürg den zolle mit namen : die viere thornose, die sie by yn haben off dem Rine von yedem fuder wyns und ander kauffmanschaft nach marczale, der yn vor gegeben ist von römischen keysern und Königen unsern furfarn, bestätiget und bestätigen yn den mit 20 krallt dijs brieffs ane alle geverde. und haben yn darüber zu urkunde diesen unsern brieff gegeben, versiegelt mit unser römischen königlichen majestad ingesiegele. geben zu Heydelberg off den sontag nach allerheiligentage nach Cristi gebürte dusent und vierhundert jare, unsers richs in dem ersten jare. [Auf dem Bug ] Ad mandatum domini regis Johannes Winheim. 25 [In verso ] R. Nicolaus Buman. Str. St. A. AA. lad. 4. nr. 4. or. mb. pat. c. sig. regis laeso. 1583 . König Ruprecht an Straßburg: ladet ein zur Teilnahme an einem Tage der Elsässischen Städte, den er in Straßburg abhalten wolle. Heidelberg 1400 November 7. Ruprecht von gots gnaden römischer kunig zu allen zijten merer des richs. Ersamen wijsen unser und des richs lieben getruwen. wir han unsern und des richs stedten in Elsasz geschriben, daz sie etliche yr treffliche fründe usz yren reten mit macht uff mitwoch nehst kumpt zu abent zu Straszburg haben uff den dunrstag Nov. io. sant Martinstag fruw by unsern reten doselbst zu sin, die wir alsdann auch meynen mv. u. da zu haben, von denselben unsern reten unser meynunge in unsern und des richs Sachen zu vernemen und gein uns darinne zu dun, als sie billich dun unde wir yn getruwen. begern wir mit ernst, daz ir uwer frunde usz uwerm rade uff den obge- VI. 101 nt”: it i l i . t m iM 800 1400 nanten durnstag by denselben unsern reten by denselben reden (!) wollen! haben und daz ir der vorgenanten siedle frunde daran wiisen wollen!, so ir beste mögen!, daz sie in den Sachen uns willig sin und ane furczog und indrag dun, als sie uns als eyme römischen Könige billich dun sollen!, daran bewisent ir uns auch besonder danckneme behegelichkeit. geben zu Heidelberg uff den sontag nach allerheiligen- 5 tag nach Cristi gebürte dusent und vierhundert jare. Ad mandatum domini regis Mathias Sobernheim [In verso ] Den ersamen unsern und des richs lieben getruwen meistere und rate zu Straszburg. >» Str. St. A. AA. 126. or. ch. I. cl. Reg. D. R. A. IV. pg. 198 Anmerk. — Benutzt Strobel, III, 61. 1584 . Die Straßburger Gesandten an ihre Stadt: berichten über Verhandlungen mit den königlichen Raten und dem König zu Heidelberg. Heidelberg 1400 November 8. in Lieben herren. wir embieten üch unsern gewilligen dienst, also ir hern Ulrich Bock wider zu uns gevertiget baut, der bet uns wol geseit, wie er von üch gescheiden ist. und hant dovon also gestern und hüte mit unsers herren des küniges reten geretd und getedinget so vil, daz es hübet noch uwer und unserme willen, und daz uns daz besigelt und bestätiget wurt. und geschach die rede und tedinge in gegen- sn wertikeit des burggrofen von Nürenberg burggrofe Frideriches, hern Rafans des bischofes von Spire, grofe Emiches von Liningen, des grofen von Veldentze, des von Talberg und andere, und do unsere Sachen sieht wurden!, do fürtent uns dieselben rete vür unsern herren den römschen künig. und wart vor demme erzalt alle dinge glich, also es uszgetragen ist. do hiesz es uns unser herre der künig verbriefen und n besigeln, also wir üch das und anders wol vollekliche sagen unde erzalen sollen! und wollen!, so wir by üch kommen, do das erging, do wünscheten wir erste dem künige glückes, und hüb do der künig uff und rette mit uns: er were geneyget zu friden und bitt uns, wir sollen! ime dar zu helffen friden machen, so wolle er uns ouch helffen, daz kein unfride in dem lande were; und andere vil gnediger wort, und 80 under andern Worten do Seite er uns, daz er den richesstetten in Eylsasz ein tag Nuv. u. in uwer*stat bescheiden hette uff disen nehesten dunrestag. dar wolle er zu in sine fründe und rete schicken und mit nammen sin vitztüm Hanneman Jöler. und bat, uns üch ze bittende, uwere erbern hotten mit sinen reten zü der richesstette hotten ze schickende und uwere fürderunge und ernest darzü ze kerende. und meinde üch darumbe & ze schribende. und bat uns, üch ouch von uns daz ze schribende. dez antwurtetent wir, daz wir das gerne dün wollen!, und also so duncket uns gut und nütze sin, daz ir daz lügen!, und danckent dem vitztüm Göler, wenne er sich früntliche in uwer Nov. 7. sachen bewiset bet. und diese sache ist uff disen sunnentag zü naht zü Heidelberg 1400 801 geendiget. und hoffen! wir, daz uff mentag uns unser brife gevertiget werden!. geben an dem mentage trüge vor Martini anno 1400. Heinrich von Mülnheim, Thoman von Endingen rittere, Ulrich Bock und Bulin Barpfennig alt- 5 amma(n)meister uwere hotten etc. [In verso] Den fürsichtigen wisen dem meister unde dem rote der stette zu Strosz- burg unsern lieben herren. Str. St. A. AA. 123. or. ch. I. cl. Gedr. D. B. A. IV. nr. 172. — Vgl. dort die Anmerkungen. io 1585. König Ruprecht an Herzog Karl von Lothringen: uns hant unsere lieben getruwen meister und rat von Strazburg vürbraht, das Arnolt von Sirck zwene ire mitburger gevangen habe: Erhärt Hensz und Claus Erhärt sin sun. wanne nü derselbe Arnolt von Sirck din man und diener ist, herumbe begeren wir und bitten! dich fruntlichen mit gantzem ernst, das du mit im wellest reden und bestellen, das er die obgenanten iä zwene bürgere von Strazburg irs gefengnisz und ir gut genzlichen lidig sage umbe unsern willen . . . Habe er wirkliche Ansprüche, so wolle der König ihm bei der Stadt Recht verschaffen, . . . wanne die von Strazburg ouch zügesaget haben!, daz sie uns gehorsam tun und gewarten wellen .... geben zu Heydelberg uf montage vor sant Martins tage in dem jare etc. 1400. Heidelberg 1400 November 8. Str. St. A. AA. 125. or. ch. I. cl. au Reg. D. B. A. IV, 197 Anmerkg. 1588 . König Rwprecht bestätigt der Stadt Straßburg ihre alten Privilegien betreffend ihre Güter, Kaufmannswaren, Schiffahrtu. der gl. Heidelberg 1400 November 8. Wir Rüpreht von gottes gnaden römischer künig zu allen zyten merer des richs bekennen! und tünt kunt offenlichen mit disem brieffe allen den, die yn ane- 25 sehen! oder hören! lesen, das wir haben! anegesehen stete und truwe dienste, die uns die bürgere der stat zu Straszburg unser und des richs lieben getruwen offte nützlich geton haben! und tun söffen! und mögen! in künftigen zyten. darumbe so haben! wir zu einer glichnisse römischer keyser und künige unsere vorvarn die vorgenante stat Straszburg und alle ire bürgere und inwonere in unsern schirme und 3o gnade empfangen von der fryheit unser hohe und derselben stat zu Straszburg gün- nent wir und bestätigen! yn eweclichen, wo derselben statt bürgere eygenschafft oder deheinre hande gütere besitzen!, daz nieman erloubt sye von ir eygenschafft oder ir güte wegen oder von iren luten dheinen dienste zu nemmen oder zu fordern oder dhein bürde, bette oder stüre uff sie legen, und sollen! sie und alle ire bürgere 35 wunne und weide nützen und nieszen in allen stellen, wo sie gesessen sint, oder do sie ire gütere ligende hant, one mengliches Widerrede, darzü setzen wir, geben und be- stetigent mit unser küniglicher gewalt den ulfsatze und das rehte, das dieselben bürgere von Straszburg gehabt haben! von römischen keysern und künigen unsern vorvarn Lothardo und Philippo und keyser Karlen etc. seliger gedehtnisse und 802 1400 Wentzelaus künig zu Beheim und zu zyten römischen künig, daz dhein under yn geirret oder geleydiget werde vemer von dheinre Personen geischlichen (!) oder weltlichen oder vor gerihte geczogen oder geladen werde usz der statt Straszburg oder von yeman getwungen werden umbe sine eygenschafft oder umbe sine gütere yeman zu antwortende, wanne hat ieman, wer der ist, nieman uszgenommen, gegen ir dheine clage oder anesprache, do sol er yn ansprechen innewendig der vorgenanten stette Straszburg vor derselben stette rihtern, und s'ol ouch do er yme antworten und volletün. Wir 1 legent ouch zu dem vorgenanten uffsatze der obgenanten unsere vorvarn seligen und witternt und bescheident genediclichen von unser römischen königlichen gobe, daz der vorgenante uffsatz nit alleine sye zu verstünde von gutem, wir wellent yn breiten und stercken yn ouch an ein yegliche ansproche, die man möhte haben an ir personen. darzü verüben wir und günnent yn von unserm königlichem gewalte, daz ir koufflute, die uff wasser farent, an weliche stat die schiffunge kommen!. und were es, daz von geschihte die schiffunge breche oder uff den grünt kerne, die also mit irem gute verfallen sint, die söllent keinen schaden lyden an iren gutem und söllent darumbe nutzit gebunden sin zu gebende von gruntrüre wegen, und sol die schiffunge und der schifflöte gutere behalten sin, den, die sie vor anhorte, ee die gruntrüre geschach. und sol darwider niht sin dhein gewonheit der stette oder der gegene, do die gruntrüre geschiht. Den vorgenanten bürgern von Straszburg gönnen wir und bestetigent mit unser römischen königlicher gewalt, daz sie von allen unrehten zollen, von wem die uff gesetzet sint, uszgenommen der zolle, die von uns und dem riebe gent, fry söllent sin und uszgenommen, daz sie sich schirmen! wider ir betrüber und anefechter, es sye uff wasser oder uff lande, umb das daz sie sich also schirmen! gegen iren ane- fechtern und betrübern, do mit erczurnent sie uns nut und vallent ouch darumbe nit in unser ungenade. Wir geben in ouch die gnode und fryheit, daz sie mögen! in ir stat Straszburg setzen und entsetzen alles, das sie erkennen! und truwent, das ir stette nutze und güt sie on menglichs Widerrede, darüber alle die reht und fryheit, alle ire leben, pfantgütere und widerköuffe, die sie nümole haben! oder hernoch gewinnen!, mit welicher formen oder Worten sie bescheiden sint von römischen keysern und königen unsern vorvarn, die der vorgenanten stette zü Straszburg und iren bürgern, wo die sint, und iren inwonenden verluhen und gegünnet sint und ir ere und derselben bürgere zü Straszburg gewonheit von alten zyten römischen keysern und königen unsern vorvarn, die dieselben bürgere und ire vorvarn gehabt und gehalten hant und ouch ir gewonheit, die sie herbroht hant, bestetigent wir von unser römischer königlicher gewalte mit disem gegenwertigen brieflfe. Wir wöben ouch, das die bürgere von Straszburg sient in allen den rehten, eren und uffsetzen, als sie von römischen keysern und königen unsern vorvarn gehabt und gefryet sint. 1 Wo unser Druck Absätze hat, zeigt die Vorlage im Copialbueh rotgemalte Initialen. 1400 803 Wir setzen und gebietten ouch vesteelichen mit unser königlichen gewalte, daz dheine mönsche, es sye hohe oder in der geistlichen oder weltlichen, dem diser unser gunst und bestetigunge (—?) erloube sie zu brechende oder mit feveler getorstikeit getöre getan, wer darwider dete, der sol geben drissig pfunt golcz. und sol das halbe 5 vallen in unser cammer und das ander halbe, den das unreht geschehen ist. mit urkunde dis brieffs versigelt mit unserm römischen königlichen majestat ingesigel. geben zu Heidelberg uff den mentag vor sant Martinstag in dem jare, als man schreibe nach Christi gehörte dusent und vierhundert jare unsers richs in dem ersten jare. io Str. St. A. AA. 66. Briefbuch fol. 29/30. cop. mb. coaev. Darüber mit roter Schrift die Ueberschrift: Daz die statt von Straszburg und ihre bürgere deheine dienste, bette noch sture söllent geben von iren gütern etc. 1587. König Ruprecht 1 an Straßburg-, teilt mit , daß er nach Speier komme, und fordert auf, dorthin oder nach Germersheim die Bestätigungsbriefe zur Vornahme der Besiegelung durch das Majestälssiegel zu schicken. Heidelberg 1400 November 14 . Wir Ruprecht von gots gnaden römischer konig zu allen czyten merer des richs enbitden den ersamen meister unde rade der stat zu Staszburg unsern und des richs lieben getruwen unser gnade und alles gut. lieben getruwen. wir laszen uch wiszem daz wir meynen uff fritag nebst kumpt zu Spire inne zu ryten und der von Spire Nov. 20 gehorsamkeit inne zu nemen. herumbe begern wir, daz ir uwer frunde uff fritag nebst kumpt zu morgen zu Spire oder uff denselben fritag zu nacht by uns zu Germersheim haben wollent mit uwern bestetigungsbrieffen, daran wir unser majestat ingesigel wollen laszen hencken, die wir uch mit unserm kleynen königlichen ingesigel für versigelt geben han. so wollen wir unser majestat ingesigel, daz nu bereit ist, daran 25 laszen hencken und uwern frunden entwürfen uff fritag nebst zu Spire oder zu Germersheim und auch unser und unser kurfursten versigelten bystantsbrieff, darumbe uwere frunde für mit uns geredt hant und von uns gescheiden sint. und meynen also von Germersheim furte uff hin zu ryten und uff mantag von morne mantag über achte tage by uch zu Straszburg inne zu ryten und uwer gehorsamkeit zu nov. ss. 30 enpfhaen. herumbe laszent uns mit diesem unserm bodten verschieben wiszen, ob ir uwere frunde in solicher maszen by uns zu Spire oder zu Germersheim haben wollent. geben zu Heidelberg uff den sontag nach sant Martinstag nach Cristi gebürte dusent und vierhundert jare unsers richs in dem ersten jare. Ad inandatum domini regis 35 Mathias Sobernheim 1 Aus einem undatierten Briefe Kg. Bupr.’s an Straßburg ist (nach Hecht de obsidione 15) mitgeteilt D. B. A. IV. pg. 199 Zeile 34: dilectionem vestram cnpientes non latere, qnod inclitorum prae- decessorum nostrorum divorum Romanorum regum solito more ineigne oppidum Franckefort prope Mogenum diocesis Mogunt. sex septimanis et tribus diebus numerosa principum, magnatum et pro- 40 cerum sacri imperii nobis assistente militia firma obsidione vallavimus; qua feliciter peracta in prae- fato oppido et in aliis adjacentibus fortalitiis gloriose suscepti sumus 804 1400 [In verso ] Den ersamen unsern und des richs lieben getruwen meistere und rade zu Straszburg. Sir. St. A. AA. 123. or. ch. I. cl. Reg. D. R. A. IV, 199 Z. 20. — Ebenda ist aus dem Str. St. A. ein von mir nicht auf- gefundener Brief erwähnt: Landvogt Friedrich von der Witenmüle an Straßburg : sendet 5 der Stadt den [nicht erhaltenen] Brief König Ruprechts und bittet, demselben gemäß zu handeln.. . daz ich ime das von üch zft r&men habe und ich besunder umbe üch verdienen will . . . datum feria sexta ante scte. Cecilie virgims anno 1400. — 1400 November 19. 1588. Die Strassburger Gesandten Ulrich Bock der Junge und Rülin Bar- pfennig an ihre Stadt: berichten vom Einzug König Ruprechts in Speier und Unterhandlungen wegen Nichtzulassung der Aechter gelegentlich des bevorstehenden Einzuges in Strassburg. . . do unser herre der kunig uwern und unsern ernest ersach, do antwurtete er uns: sit es nit unser gewonheit were, so wolte er es uns erlossen. daruf dunket uns gilt, daz ir nit enlossent, ir dügent an sunnen- 15 tage frage ein gebot, daz kein ehter in üwer stat kome noch sie nieman halte, huse noch hole, nochdemme üch das allerbest dunket. danne er meinde, kerne dehein ehter ungeverliche mit ime hinnin, den solte man zu stunt heissen wider hinweg gon etc. [1400 November 10.] Aus Wenekers (nicht mehr vorhandenen) Excei-pten 2,376 mitgeteilt in den 1). R. A. IV, 20 nr. 173. vgl. dort über die Datierung. 1589- Rottweil an Strassburg: uns ist fürkomen, wie das der nüw künig ietzo uf dis zit zü üch in üwer stat Straszburg geritten sye, und das ir in ouch enpfangen habint und im mainent ze hülden und für ainen römischen künig ze halten. . . fragen an, ob das wahr sei und . . . wie oder in weihen weg ir das getan habend. 25 datum feria quarta ante Katherine anno 1400. 1400 November 24. Str. St. A. AA. 116 nr. 27. or. ch. I. cl. Erwähnt D. R. A. IV. pg. 198 Z. 45. 1590. König Ruprecht an Strassburg: . . . uns ist fürkomen, als wir uch das auch vormals han geben zu versten, wie daz Hans von Schonecke da bii und damit sii 30 gewesen, daz Heinrich Kemerer rietter unser lieber getruwer, als er in unser botschalft reyde, gefangen ist worden, des haben wir Heinrich von Fleckenstein, den man nennet den Graszer, unserm dienere und lieben getruwen ernstlich enpholhen und ym sollen gewalt geben etc. dem obgen. Hansen von Schonecke und sinem gute zu zusprechen von der obgen. sache wegin an dem geriechte zu Straszburg. . . . und begehrt des- 35 halb, dass die Stadt seinen Bevollmächtigten in jeder Weise unterstütze. geben off den fritag nach sant Katherinentag der heiligen junckfrauwen nach Cristi gebürte 1400 jare, unsers richs in dem ersten jare. 1400 November 26. Str. St. A. AA. 126. or. ch. I. pat. c. s. i. vers. impr. 1400 805 1591 - König Ruprecht an Strassburg: wir begern mit ernste, daz ir unser lieben andehtigen den apt und den convent desz closters zu Nuwenburg grawes ordens bij Hagenauwe gelegen laszent entpholhen sin. und hettent oder gewönnen! sie ichtis zu schaffen vor uch oder uwern gerihten, daz ir ien dann desz glichen und desz rehten vorderlich beholffen sient. daz ist uns von uch sunderlich zu danke. datum Wissenburg feria sexta post Catherine virginis anno domini 1400 regni vero nostri anno primo. Weisseiiburg 1400 November 20. Str. St. A. AA. 126. or. ch. I. cl. 1592 . Strassburg an Rottweil: antwortet auf den Rrief vom 24 November, dass die Stadt dem Könige Ruprecht anhänge, weil wir ansahen ... die biderkeit, fride- lichkeit und gerechtigkeit, die unser herre der nüwe kunig an ime hei, von der wir vil und lange gehört haben . . . datum sabbato proximo post die scte Katharine virginis anno etc. 1400. 1400 November 27. Nach Wenckcr, appar. 272. Vgl. D. II. A. IV. pg. 199 Z. 33 u. die Anmerk. dazu. 1593 . Ausgaben gelegentlich der Anwesenheit König Ruprechts in Straßburg. 1400 November 20. König Ruprehtes schenck, als er hie gewesen ist. Anno domini 1400 feria secunda, que est vigilia scti Andree apostoli, als kunig Ruprecht hie was, ist im geschencket dru luder wins, zehen pfunde wert visch, ein salme und hundert vierteil habern. frowe Adelheiten der künigin zwei luder wines, zehen pfunde wert visch, ein salme und fünlftzig vierteil habern. den vier hertzogen iren sunen iegelichem ein silberin duch, den drien" hertzögin iren döhtern ieglicher ein guldin diich, dem hertzogen von Lothringen irem dohterman ein luder wins dru pfunde wert visch, ein salme und drissig vierteil habern. item hern Raban bischoff zu Spire irem obersten cantzier ein halp luder wins, zwei pfunde wert visch, ein sahne und zwentzig vierteil habern. item iren spilluten und loiffern wol zwentzig güldin und von dem dinge allen zu tragen, zu messen, zu füren und in alle ander wege, das ist alles zusammen geslagen und diit die summe miteinander dreihundert sübentzig güldin 28 lib. 4 sol den. Anno domini 1400 feria secunda post Martini episcopi. item zu costen gen Mentze, gen Franckfurt und gen Heidelberg zu dem nüwen ktinige, nemlich kunig Ruprecht: 42 lib. 21 sol. 3 den. und 163 guldin; item her Johanns von Mülnheim 40 untze vier pferden; item her Thoman von Endingen tantundem;' item Ulrich Rock dem jungen tantundem; item her Rulin Rarpfennig; item her Wernher Spatzinger tantundem ; item dem koch 1. lib. uff die zit hat kunig Rupreht der stat ir friheit 1 Es steht hier die Abkürzung: tm. ii ; KJ 1 ! ' i w] : * I 1 I i 806 1400 1401 b'ebr. 16. bestetiget und stet im costbuch nit geschriben, das ützit umb die friheit geben sy, doch meint man, es sy in die egmelt sume des costens gerechnet.' Str. St. A. AA. 66. Briefbuch B. fol. 1 unmittelbar folgend auf das Anfangsblatt mit einer künstlerischen Stiftzeichnung der Madonna mit dem Kinde. Gedr. Hegel, Königsh. II, 1049. s 1594 . König Ruprecht an Strassburg: laszen uch wiszen, das wir mit Arnolt von Syrke ritter müntlich gere,tt und auch die unsern baut dun reden, als von der zweier wegen, die er uch abgefangen hat, daz er yn wil ziele geben bisz vastnaht nebst kompt uff bürgen, und wil hieczwuschen einen gütlichen tag mit uch leisten vor uns oder an gelegen stellen ... bis dahin soll Friede herrschen. datum Ma- >o guncie crastino Andree apostoli anno domini 1400 regni vero nostri anno primo. Mainz 1400 December 1. Str. St. A. AA. 126. or. eh. I. cl. 1595 . Adelheid von Veldentz, Frau zu Lichtenberg an Strassburg: beklagt sich abermals über die Verpfändung von Fichtenau. datum in vigilia Nicolai anno 1400. is 1400 December ß. Str. St. A. AA. 1696. or. eh. I. cl. Ibid. 2 Briefe desselben Inhalts vom Jahre 1401. 1596 König Ruprecht an Strassburg: ... als ir uns geschrieben und gemanet hant an die kaüfflüte iiwere bürgere, die hinder Arnolde von Sircke gefangen sint, da so haben wir für selbes angedacht und mit dem selben Arnolde davon geredt, daz er denselben gefangen wil zil geben biz vahssenacht . . . und dazwischen ein Tag abhalten will (vgl. nr. 1594) und gevellet uns wol, daz ir daz auch also offnement und dabii laszent verüben. datum Heidelberg in octava beati Andree apostoli anno domini 1400 regni vero nostri anno primo. Heidelberg 1400 December 7. ss Str. St. A. AA. 126. or. eh. I. cl. 1597 . König Ruprecht an Strassburg: wir han unser erber rete mit namen: die edeln grave Emiehen von Lyningen unsern hoffmeister und Engelart herren zu Winsperg, Wiprecht von Helmstat den alten, Tham Knebel unsern schulthiszen zu Oppinheim rittere und Johannes von Winheim unsern schriber ytzunt gen Straszpurg 3 o geschicket uff einen tag gein des hochgeborn hertzog Lupolts hertzogen zu Osterich etc. unsers lieben oheims und fürsten reten. begern wir mit ernst, daz ir den obgenanten unsern reten beholffen sint zu unsern Sachen, die sie uff demselben tag handeln werden!. . . . datum Heidelberg sexta feria ante beate Lucie virginis anno 1400 regni vero nostri anno primo. Heidelberg 1400 December 10. s5 Str. St. A. AA. 126. or. ch. I. cl. 1 Hier folgt unmittelbar die Abrechnung über den Börnerzug vom Jahre 1401 unter der Ueberschrift : Künig Rftprehts dienst, als er über berg zoch. — Gedr. Hegel, Königsh. II, 1049 ff. 1400 807 1598. König Ruprecht an Strassburg: als wir uch für gebeten han für Reinhart von Wyndecke ritter, daz ir den wieder in die stad Straszburg woltent laszen kommen, alse begeren wir und biedten uch des aber mit ernste, daz ir daz also tun und X erleuben wollent . . . und wollent auch darinne glauben unsern reten, (folgen die 5 Namen wie in nr. 1597) waz sie uch davon zu dieser ziit von unsern wegen sagende sin. datum Heidelberg sexta feria ante beate Lucie virginis anno domini 1400 regni vero nostri anno primo. Heidelberg 1400 Decetnber 10. Str. St. A. AA. 126. or. ch. I. el. 1599. Der Ammeister und die Altammeister von Strassburg bestätigen die von i» den Webern unter sich vereinbarten Artikel. der geben wart feria sexta post Nicolai episcopi anno domini 1400. 1400 December 10. Str. St. A. Stadtord. B. 20. fol. 10. Qedr. Schmoller, Tücher- und Weberzunft S. 17 nr. 19. i5 1600. König Ruprecht an Meister und Rat von Strassburg: teilt mit, dass die schwäbischen Städte, denen er seine Wahl zum König angezeigt habe, auf einem Tage zu Heilbronn seinen Räten erklärt hätten, sie könnten ihn wegen ihrer dem König Wenzel geleisteten Eide nicht anerkennen . . . herumbe begern wir früntlich und ernstliche an uch, daz ir uwer botschafft, als uch duncket zum besten sin, an 20 die schwebischen stedte wollent dun, sie als von uch selbst zu underrichten und yn zu raden, daz sie uns gehorsam und undertenig werden als eyme römischen kunige, als sie doch billich dun sollen, daran erczeuget ir uns geneme fruntschafft, der wir uch sunderlichen gern daneben wollen, unde waz ir des glichen getun mochtent an die von Ra sei und die von Colmar, die uns noch nit folleclich entwert von ir as gehorsamkeit geben hant, unde an ander stette, die uns noch nit gehorsam worden sint, do detent ir uns zu male liebe an. und waz uch von den swebischen oder den andern stedten widerferet und von yre meynunge vernement, daz wolet uns dann auch laszen wiszen und uch in diesen und andern unsern und des richs Sachen bewisen, als wir ein besunder gancz getruwen zu uch han. datum Heidelberg tertia so feria post beate Lucie virginis anno domini 1400 regni nostri anno primo. 1 Str. St. A. AA. 123. or. eh. I. cl. Heidelberg 1400 Decetnber 14. 1 Ein beiliegender Zettel enthält die Nachschrift , daß auch Aachen mit Rücksicht auf den Herzog von Geldern mit der Anerkennung zaudere, so daß er der Stadt bereits gedroht habe, die Krönung nicht 35 dort, sondern in Köln vollziehen zu lassen und der Stadt alle ihre Triviligien zu nehmen. — Noch i. J. 1101 August (AA. 126. or. eh) befiehlt Kg. Rupr. der Stadt, allen Kaufleuten und Waren aus Aachen Geleit zu versagen und sie überall anzugreifen und zu hindern. VL 102 808 1400 1601. Mathias von Sobernheim, Notar König Ruprechts, an Wernher Spatzinger, Stadtschreiber von Strassburg: berichtet über die Thronumwälzung und die dazu führenden Versammlungen. (Lateinische Rechtfertigungsschrift.) datum quinta feria post Lucie virginis et martiris etc. [Heidelberg 1400 December 10.] Str. St. A. AA 116. nr. 10. cop. ch. coaev. ling latin. Gedruckt Wencker app. arch. 267—70. Gedr. B. B. A. III. nr. 231. 1602. Wernher Spatzinger, Strassburger Stadtschreiber, an Mathias Sobernheim, königlichen Kanzler: freut sich über die Thronumwälzung und bittet von neuem um unveränderte Fortdauer ihres persönlichen Verhältnisses. 1 (Undatiert.) >° [1400 nach December 10.] Str. St. A. AA. 116. nr. 11. cop. ch. coaev. ling. latin. Gedr. B. R. A. III. nr. 232. 1603 König Ruprecht an Strassburg: als ir uns geschriben haut, daz ein unser burger zu Anwilre eyme uwerm burger genant Johanns Sewer sin gute und kauff- manschafft daselbs zu Anwilre bekümmert habe mit gerichte, . . . hat er wohl verstanden, und da gerade einge Ratsmitglieder von Annweiler bei ihm waren, sofort dafür gesorgt, dass Abhülfe und Genugthuung geschähe. datum Heidelberg in die beati Thome apostoli anno domini 1400 regni vero nostri anno primo. Heidelberg 1400 Decetnber 21. Str. St. A. AA. 126. or. ch. I. cl. 15 1604 . Ludwig von Lichtenberg an Strassburg: entschuldigt sich, dass er ernstlicher Sachen wegen nicht nach Strassburg habe kommen können [zur Reratung über die Lichtenauer Pfandsache und den Brief] . . . den üch myne frowe min müter geschriben hat. 2 geben uff sant Thomas tage anno domini 1400. Str. St. A. AA. 1696. or. eh. I. cl. 1400 December 21. 25 1605 Burggraf Johann Friedrich von Nürnberg an Strassburg auf Anfrage über einen Ritter . . . der auser der heidenschaft kumen solle sein, do haben wir kein eygenschaft von und auch bey uns nicht gewest, dann ir seint so vil kumen, die sulche rede gefurt habent, die alle teuscher seint, daz ir keinem zu glaubend ist, dann wir burggrafe Johanns haben unsere botschaft mit cristen und juden, die gewiz und redlich ist, getan in alle Dhürkey, also wen man findet von cristen, daz man die ledig machen wirt, ez seint unsere diner oder andere, also daz wir hoffen, ob dheiner sey, dem zu helffen sey, daz wir dez innen werden. . . sonst sei er zu ss Dienst und Hülfe gegen Strassburg immer gern bereit. . . geben zu Onoltzspach am montag nach dem heiligen Gristtag anno 1400. Onolzbach 3 1400 December 27. Str. St. A. AA. 2028. or. ch. I. cl. 1 Vgl. oben den Brief Spatzingers an Sobernheim vom 18 September. 2 Vgl. oben deren Brief vom 5 Becember. 3 Heute Ansbach. — Vgl. sachlich oben nr. 1218 u. 1229. 40 1400 809 1606 . Das Straßburger AchtbuchVerzeichnis aller in den Jahren 1388 bis 1400 aus der Stadt Verbannten und ihrer Vergehen. 1388—1400. Sub domino Johanne Zorn de Bulach magistro, qui ingressus fuerat die dorninica proxima post diem scti Erhardi episcopi 5 anno etc. 88 . Item * 1 Henselinus dictus Weiszeman et Anna uxor sua haut dise stat zehen jor versworen tag und naht ein mile umbe daz sü den kleinen zol unsere herren des byschofes umbescheidenliche empfingen! und in hertekliche von den luten noment und ouch anders und me noment, denne an unserme buchelin geschriben stot, und sii io gesworen hettent. und hant dar zu gesworen by demselben eyde reht zu gebende unde zu neinende vor meister und rote zii St.roszburg, die denne zu ziten sint, oder do su von meister und rote hingewiset werdent, umbe alle die ansprochen, so su an unsere bürgere oder unsere bürgere widerumbe an su hant. und waz in dieselben meister und rot daruinbe sprechen!, erteilen! oder erkennen!, daz stillen! su by irme io eyde halten und vollefuren one alle geverde. actum feria secunda proxima post diem scti Valentini episcopi. Item* jungfrowe Adelheit von Wurmesze bet fünf jor über Rin gesworen. und wene die fünf jor uszkuinment, wenne sü denne wider in kommet, so sollen! ir die frowen sante Cloren ire pfründe geben alz iegenote. und daruinbe wenne dieselbe 20 Adelheit ir lip und gut an daz closter sante Cloren gegeben bette, daruinbe so sol ouch den frowen die hundert güldin hüben, uszgenummen, waz dieselbe Adelheit schuldig ist, daz sol men, von den güldin bezalen. waz sü och verstolens gutes hinder ir het, daz sol men ouch den lüten wider geben, der es denne ist, do men es werliche befindet, und wo [man] dieselbe Adelheit in den zilen dozwüschent ergriffet, 25 so sol man sü ertrencken. .actum feria quarta ante diem Mathie apostoli. Item * dictus Hürsin Heitzeman murarius juravit domino Johanne Zorn de Bulach magistro et Johanne de Mollesheim quinque annos feria sexta ante diem scti Mathie apostoli et dabit 2 1 / a libr. ad instanciam Erhardi dicti Reinfrit murarii, quem vulneravit. et debet componere cum conquerenti et composuit se cum actore 30 feria secunda ante diem festi resurrectionis domini anno etc. 91 . Item Jeckelinus Griner de Olfenburg panifex het dise stat zwei jor versworen tag und naht ein mile weges von diser stat hie dise site Rines. und sol ouch in den zweien joren nit über Rin kommen, und weres sache, daz man in in den zilen do ginesite Rines oder hie dise site in der mile weges ergriffe, so sol man in er- 35 trencken, umbe daz, daz er ein erber kneht wolle erstochen haben, in dem daz er ein groszen korp mit kacheln uffe ime trüg und sin unbesorget waz. und do man den egenanten Jeckelin frogete, wes er den kneht zech, do sprach Jeckelin, der kneht hette eins moles ein lute geslagen und erweckete in do mitte uss dem sloffe. actum feria tertia post Mathie apostoli. Jan, 12. Febr. 17. Febr. 19. Febr. 21. 1391 Marz 20. 13 SS März 3. 40 1 Die mit einem * versehenen Artikel sind in der Vorlage ivohl als erledigt durchgestrichen. 810 1400 Herinannus de Gottensheim het dise stat zehen jor versworen tag und naht ein inile und het gesworen nit wider unser stat noch unsere bürgere zu tunde und ouch reht zii nemmende und zü gebende vor meistere unde rote zu Stroszhurg, die denne zu ziten sint, alz man die selben eyde gewönliche uszdinget und bescheidet März is. etc. actum feria sexta proxima ante dominicam Judica. Item Henselinus de Hag [enowj der grempper juravit domino Johanne Zorn de Bulach magistro et Johanne Mollesheim quinque annos et dabit 2 ‘/ 2 hbr. ad instanciam April 7 . dicti Jomer, quem vulneravit. et debet componere cum conquerenti. actum feria tertia post diem scti Ambrosii. Item eidem (!) Henselinus composuit se cum predicto actore sabbato proximo ante 1390 diem scte Katherine virg. anno etc. 90. Nov. 10. Sub domino Ulrico Bock juniore. Item* Lyse, Sichelers frowe, in dem nuwen hofe het dise stat fünf jor versworen über Ryn, umbe daz sü zü ein re erbern dohter sprach: sü weite sü zü eime güten dienste füren und fürte sie in ein snürhusz, des sü ouch erzüget wart. Mai” actum in vigilia festi pentecostes. Item* Henselinus dictus Swertzing ein winknabe juravit domino Ulrico Bock magistro et Ulrico Bader caupo quinque annos ante diem sanctorum Viti et Modesti et dabit 2 1 / 2 libr. ad instanciam dicti Keser Laüwelin junioris, quem wulneravit. et debet componere cum conquerenti. Sub domino Hetzelo Marx magistro. Item dictus Wergmeister Lawelin juravit domino Hetzeloni Marx magistro et Nicolao Manszen quinque annos et dabit 2 x / 2 libr. ad instanciam Cüntzlini dicti Ant- vogel, quem wulneravit. et debet componere cum conquerenti. actum feria tertia August h. proxima post diem scti Laurencii martiris. Item* Lawelinus dictus Gestehn murarius juravit domino Hetzeloni Marx magi- August is. stro et Nicolao Manszen feria tertia proxima post diem festi assumptionis beate Marie virg. quinque annos et dabit 2 '/ 2 libr. ad instanciam dicti Groszen sartoris, quem wulneravit. et debet componere cum conquerenti. Item* Wölfelinus frater dicti Bitsch Cüntzelin des stubeknehtes juravit domino sept. i. Hetzeloni Marx magistro et ipsa die beati Egidii confessoris quinque annos et dabit 2 1 /* libr. ad instanciam Andren sartoris de Nördelingen des gilers, quem wulneravit. et debet componere cum conquerenti. Item Wildeman Dine die varende dohter het dise stat fünf jor versworen tag und naht ein mile. und wo man sü in den zilen ergriffet, so sol man sü ertrencken. und sol ouch kein rot mäht haben ir hie zwüschent herzü zü erlebende, actum sab- nept. iu. bato ante diem scti Mathei apostoli. Item Petermanus de Spire olim famulus Johannis de Ingelberg juravit quinque annos et dabit 2'/ 2 libr. ad instanciam Ottemanni dicti Decker, quem wulneravit. et oktob. 6 . debet etc. actum feria tertia proxima post diem scti Remigii episcopi. Sub domino Hugone dicto Rihter nuncupato Dütscheman magist ro. 5 10 15 20 25 30 35 40 1400 811 Item Lienhart Walther des houbtkannen sweger zu Miilstein juravit domino Hugoni Dütscheman magistro etc. dicto jungher Klobelöch quinque annos et dabit 2 */ 2 libr. ad instanciam dicti Kleinbübelin, quem wulneravit. et debet etc. actum in vigilia beate Katherine virginis. Nov , s Item Götze de Ingenheim juravit quinque annos nahtes ein mile und dages an den burgban, und bet darzü gesworen Gerbotten von Nuwewilre ussevvendig den zilen und begriffes der gerihte unde benne, do Gerbotte zu ohte geton ist, niemer laster noch leit zu tünde noch daz schaffen geton werden in denhein weg one alle geverde. und bet die besserunge gesworen umbe daz, daz er schuf und antrüg, daz der schül- io meister von Rotwiler, der zu sant Peter Schulmeister waz, in sant Peters Kirchhof , „ ermordet wart. actum sabbato proximo post diem festi circumcisionis domini anno etc. 89. Sub domino Johanne dicto Wiszorn magistro, qui ingressus fuerat die dominica proxima post diem scti Erhardi episcopi anno etc. 89. Januar io. 15 Item dictus [Scholder Hanseman de Hag[enowe] et ] 1 Degenhardus famulus suus juraverunt domino Johanne dicto Wiszorn magistro et Nicolao dicto Gnipping cuilibet eorum decem annos et dabit cuilibet eorum quinque libr. umbe daz sü Obreht von Albe erstochent, der unserer stette gefangen waz und uff sine Sicherheit wart ge- loszen in unsere stat gon. und süllent ouch niemer in unsere stat Kummen, sie 20 sient denne e mit Obrechtz von Albe seligen nehesten fründen Überkummen und sie denne mit irme willen. actum feria tertia proxima post diem scti Anthonii Januar w. confessoris. Item Läwelin Sternecke juravit 2 annos feria quinta ante Mathie. Febr. /«. Item Pritsche ictus Klobelöch ortulanus juravit predicto magistro et Ulrico dicto 25 Goszen quinque annos et dabit 2 ’/ 2 libr. ad instanciam dicti Klowen Jeckelin, quem wulneravit. et debet etc. actum sabbato proximo ante diem festi annunciationis Mürz 20 . beate virginis Marie. Sub domino Heinrico de Mülnheim frater domini Heintzonis de M ü 1 n h e i m. 30 Item dictus Möckels Läwelin juravit predicto magistro et Nicolao dicto Bock feria sexta proxima post diem sancte Sophie virginis quinque annos et dabit 2 1 / s Mai -*■ libr. ad instanciam Petri dicti Hebstrit, quem wulneravit. et debet etc. Item dictus Schrötzen Cüntzelin cuparius juravit predicto magistro et Ulrico Goszen decem annos et dabit quinque libr. ad instanciam dicti Mülstein Lüvelin, quem 35 occidit. actum feria proxima post diem beate Sophie virginis. Mai /«• Item Heintzemanus dictus Ganser juravit predicto domino magistro et Johanni Ganser frater predicti Heintzemanni quinque annos et dabit 2 */ 2 libr. ad instanciam dicti Swartz Peter, quem wulneravit etc. actum feria quarta proxima post diem sanctorum Viti et Modesti. item sabbato proximo post diem nativitatis scti Jolian- Juni /«. 40 nis baptiste do kam der vorgen. Swartz Peter vür meister und rot und seite den 1 Gestrichen. 812 1400 Juni 36. vorgen. Heintzeman sinre besserunge lidig. item er ist ouch einmol gesehen, ehe er uszswiir. Item Eilsa dicta Weckerin quere in registro. Item* Waltberus dictus Buman juravit quinque annos et dabit 30 sol, si autem dedit vel non, hoc nescio, umbe daz er Ellewibelin von Lichtenowe, die vormoles sin gespuntze was, in ein garten kurte und ander gesellen ouch darin gefüret bette und die dohter gab den gesellen zu geminnende. dieselbe dohter daz von ime und juii 7. den andern daz klagete. actum feria quarta proxima post diem scti Udalrici episcopi. Sub domino Johanne de Stille magistro. ^ Item Heinricus et Johannes Heinrich de Widergrin fratres de Stoltenberg jurave- runt quilibet eorum decem annos nahtes ein mile und tages an den burgban umbe daz sd unserre stelle bürgere worent. und do der krieg zwüschent herren und stellen verriht wart, daz sü do durch iren mütwillen botent, daz man su ires burgrehtes erliesze, daz ouch geschach. darzü so haut sü ein briet über sich geben niemer wider unser stat oder die unsern zu tünde, als daz ein briet beseit, der hinder Hug Süszen Juii n. lit. actum sabbato proximo post diem scte Margarete virginis. Heintzemanus dictus Switzer der winrüfter juravit domino Johanne de Stille magistro et Jeckelino diclo Beildecken decem annos et dabit quinque libr. denar. ad instaneiam quondam Cüntzonis dicti Dannenfeilsz, quem occidit. et debet com- ponere cum Johanne Dannenfeilsz, qui erat pater predicti quondam Cüntzonis et etiam juii 37 . fuerat. conquestus. actum feria tertia proxima post diem scti Jacobi apostoli. Nesa* filia Heintzonis dicti Boten juravit duos annos unum sine gratia et reli- Amjusi ii. quam ad gratiam Lamperti olim scriptor dicti Neuwilre. actum in vigilia assump- tionis beate virginis Marie. Petrus* dictus Klobelöch juravit duos annos. und sol man ime ouch in disen zilen nit herzu erlouben, wenne er ouch dise stat tag und naht ein mile die zile versworen het, umbe daz er ein armen kneht under sine ougen slüg, daz er blutende wart, darumbe daz ime der arme kneht sine snebel ane sach, und daz öch Peter darzü sprach: «gang und klage es dem ammanmeister.» und sol doch demselben armen kneble alle sine rechte behalten sin von der unfügen wegen zü klagende. actum Auguu 28 . sabbato proximo ante diem decollationis scti Johannis baptiste. Ulrich* zum Türlin het dise stat zehen jor versworen tag und naht ein mile und het ouch gesworen und Sicherheit gegeben reht zü gebende und zü nemende sept. is. etc. und het des ein briet über sich geben. actum feria quarta proxima post diem exaltationis scte crucis. Item dicta Gertrut uxor dicti KSpfelin des schölmenschinders juravit duos annos tag und naht ein mile by ertrenckende umbe daz sü swür: «summer bockes blutenden sepi. 37 . zwer sien lochien loch» (?) actum feria secunda ante diem scti Michahelis. Item dictus Keyser Läwelin juravit quinque annos tag und naht ein mile by sepi. 28 . ertrenckende. actum in vigilia beati Michahelis archangeli. Item Henselin filius Henselini sartor uff sant Eilsebettegasze juravit duos annos unum annum sine gratia et reliquum ad gratiam Anne uxoris Heintzonis dicti Langen sepi. 30 . carpentarii. actum feria proxima post diem scti Michahelis. 5 10 IS 20 25 30 35 40 1400 813 Sub domino Ortelino Manszen magistro. Item dictus Schilling de Zweinbrucke bet dise stat. zehen jor versworen tag und naht ein mile by ertrenckende umbe daz er sprach die schüttele des nidern ge- rihtes hettent valsghe urteil gesprochen und alle schüchsütere zu Spire werent 5 meineydig und ander semlicher unzühte vil. actum feria quarta ante diem scte Luce ewangeliste. und het Sicherheit gegeben reht zu gebende und zu nemende, alz okiob. 13. daz ein briet beseit. Item* Henselinus Cuttellifer juravit 22 wochen viir 30 sol. den. actum vigilia Katherine virginis. n,w. 10 Item Henselinus dictus Stöckelin filius quondam Petri dicti Treger juravit quat- tuor annos et dabit quinque libr. umbe daz er Hartman Nuhterlin den Treger bli’it- runsig mähte, und sol bessern vier jor an desselben Hartmans gnode oder aber mit ime Überkummen, alz daz büch stat, und wart ime darumbe zwo besserunge erteilt umbe daz, daz Hartman in dem rote waz, do die unfüge an ime geschach. is actum feria quarta proxima post diem scti Nicolai episcopi. orc. s. Item * dictus Ecken Hensz juravit tres annos tag und naht ein mile. actum feria post diem scti Andree apostoli. />«. 1 . Waltherus dictus Swarber juravit decem annos et dabit quinque libr. ad instan- ciam Ottonis hospitalis de Mollesheim, quem occidit. et debet componere cum con- so querentibus. actum die antedicto. Hannemanus de Surburg scriptor juravit quinque annos et dabit 2 1 /* libr. ad instanciam Johannis Ritter filius Hermann! dicti Ritter, quem wulneravit. et debet componere cum conquerenti. actum ipsa die beati Erhard! episcopi anno etc. g 90 mo. 25 Sub domino Wilhelmo ziim Riet magistro, qui ingressus fuerat die dominica proxima post diem scti Erhard! episcopi anno etc. 90 mo. [Lücke.] Sub domino Johanne dicto Bock magistro filius quondam do- 30 mini Cüntzonis dicti Bock anno etc. 90 mo. Item* dictus Pfaffe pischator juravit duos annos sine gratia et quinque annos ad gratiam domini Götzonis olim magistri schabinorum umbe daz er beim Götzen uffe dem vischmerkete übelrette. actum feria secunda post Urbani pape. Mai 30. Item Henselinus Axman junior juravit predicto domino magistro et Heinrico de 35 Mülnheim aliter de Rechberg quinque annos et dabit 2'/* libr. ad instanciam Nese dicte Kürsenerin, quam wulneravit. et debet se componere cum actrice. actum sabbato ante diem sancti Medhardi episcopi. Juni 4. Item Nicolaus dictus Brünlin cambiarius juravit decem annos umbe daz er ein brif det schriben an daz gerihte zu Brümot von eins gastes wegen, den Peter zi’i 40 Börne do behebet bette, und in dem briete behüb by sime eyde, daz er des gastes bürge were vür Peter zum Börne und sich daz nit enfant, daz es also waz und daz der rot vür ein meineyt ulfnam. actum feria quarta ante diem scti Medhardi ./««•; /. episcopi. 814 1400 Rülinus * Barpfennig het dise stat zwey jor versworen und sol geben funke und drissig pfunt wahses, des wahses zwentzig pfunt an unser frowen vverg, zehen pfunt an den spittal und fünf pfunt an die eilende herberge umbe daz er varenden döhtern gelt gab darumbe, daz sä boht in ire wilde slügent. actum sabbato proximo post diem scti Medhardi episcopi. Item* dictus Köllin von Basel hat zwey jor in dise stat und burgban gesworen und het gesworen by demselben eyde do zwüschent nit anders zu zerende ungever- liche denne an offenen warten, alz daz buch stat, und nit usz dirre stat noch burgban zu kummende one urlop, wissende und wille meister und rotes zu Stroszburg, die denne sint. er het ouch gesworen, wer es sache, daz er an unserre stat unserre bürgere oder die unsern iemer tit zu [zu] schaffende oder zü tünde gewänne oder sä wider umbe an in, darumbe sol er vor meister unde rote zü Stroszburg, die danne sint, oder do in denne dieselben meister und rot hin wisent, reht nemmen und geben und niergent anderswo, und waz ime denne dieselben meister und rot oder die, dar er denne hingewiset wurt, darumbe sprechent oder erteilent, daz sol er by sime eyde halten und vollefüren one alle geverde. und sol daz also versichern zü tünde. darzü so sol er also vil wahses geben also Bulin Barpfennig und an dieselben stette, umbe daz er by der getot waz, do Bulin Barpfennig den varenden döhtern daz gelt gab und daz er selber den döhtern wut in ire mehte slüg. actum die predicto. Item * dicta Bolant Neselin, Ellewibelin dicta Oley et Dyna filia dicti Slickelin de Illekirche juraverunt quelibet earum duos annos et dabunt quelibet earum tantum cera sicut Bulin et Kölinus ad locas prenotatas, wenne sä in daz boht in ire (wäde ?) lieszent slahen und gelt darumbe noment. actum die antedicto. Seman famulus olim domini Johannis de Ohsenstein . . . ecclesie Argentinensis juravit quinque annos tag und naht ein mile umbe daz er eine müstrancie zersing, die Henselin von den engein in dem Mänster vor unserre frowen in dem gegettrede ver- stal. und sol dieselbe sine besserunge nit anegon, er habe denne dieselbe müstrancie wider gemäht. Sub dominoReinboldo Wetzel magistro. Berge dictus Rotswantz tractor vasorum juravit domino magistro predicto et dicto Voltzen Hensz tractor vasorum quinque annos et dabit 2 1 i 2 libr. ad instanciam Hermanni de Heidelberg fabri filiaster dicti Möwelin fabri, quem wulneravit et debet etc. actum sabbato ante diem scti Jacobi apostoli. Item * dictus Santpeter der winrüffer juravit zwey jor one gnode und fänf jor an gnode Peter Yfrions, den er do äbel handelte, diewile er in dem rote waz. actum feria quarta post diem santi Jacobi apostoli. Item* Billungus zü der Megde juravit unum annum von einre notwere wegen, alz er Scholder Hanseman wunte. actum sabbato proximo ante diem scti Michahelis archangeli. Item* Johannes dictus Bildehower juravit dimidium annum sine gratia et dimidium annum ad gratiam dicte Howeschiltin propter hoc, quod ipsum percussit. et dabit 2'/* libr. actum feria secunda proxima post diem scti Remigii episcopi. 5 10 15 20 25 30 35 40 1400 815 ? Item dictus Peyer Läwelin cuparius juravit domino nostro predicto et Fritschoni Missebach 44 septimanas vür 5 libr. den. von eins totslages wegen, und ist mit dem kleger überkommen. actum sabbato ante Dionisii. Sub domini Johanne Klobelöch magistro anno predicto. 5 Item dictus Scherer Bürckelin de Erscheim rasor juravit domino magistro predicto et Hansemann Roten sutori quinque annos et dabit 2*| 2 libr. ad instanciam Waltheri de Pfortzheim rasoris famulus Johannis rasoris an Schintbrucke, quem wulneravit. et debet etc. actum in die omnium animarum. Item * Jeckelinus rasor filius Nicolai de Trutersheim juravit decem annos et dabit io quinque libr. ad instanciam dicti Heimen, quem occidit. et debet componere cum dicto Heimen sartori seniori pater predicti quondam Heimen, qui fuerat conquestus. et hoc juravit predicto domino magistro et Henselino dicto Stoiboken rasori die do- minica proxima ante diem scte Katterine virginis. Item * dictus Fleckenstein der innrer juravit predicto domino magistro et Nicolao is zu der Birken 44 septimanas vür 5 libr. den. von eins totslages wegen, et composuit se cum actore. und sol her in bessern mit dem swerte. actum feria quarta ante diem scti Thome apostoli. Item Fritschemanus balneator filius Nicolai balneatoris in Krutenowm juravit ante dicto domino magistro et Nicolao Merswin quinque annos et dabit 2V 2 libr. ad in- 2 o stanciam dicti Mülnheim Berchtolt scriptoris, quem wulneravit. et debet componere cum conquerenti. und ist einmol gesehen von eime in dem rote, ehe er usz swür. actum sabbato ante diem scti Thome apostoli. Item dictus Uselhanseman et dictus Melchior Erhärt juraverunt antefato domino magistro Cünrado Müller junior! quilibet eorum quinque annos et dabit quilibet eorum 25 2'/ 2 libr. ad instanciam predicti Mülnheim Berchtolt scriptoris, quem wulneravit et debent etc. atum in vigilia nativitatis domini. Item * Cüntzelinus Pfettensheim et Bernhardus dictus Bockelin juraverunt quilibet eorum unum annum umbe daz sü ein knaben ein wenig dümelten. actum feria secunda post Erhardi anno etc. 91. so Item* dictus Kappelherre juravit duos annos umbe daz er sich usz det, daz er der jungen Eckendörffm eine e gelobet bette. actum feria quarta post Erhardi episcopi anno etc. 91. Sub domino Johanne de Kagenecke magistro seniori, quiingres- sus fuerat die domini ca proxima post diem scti Erhardi episcopi 35 anno etc. 91. Item dictus Groshenselin filius dicti Dunen Henselin pischatoris juravit domino Johanne de Kagenecke seniori magistro et Cüntzemanno dicto Rebestocke 32 septimanas vür 2 1 / 2 libr. von einre ungeklageten wunden wegen. actum sabbato post Anthonii. 40 Item Cleselinus de Mentze pellifex juravit unum annum von einre notwere wegen et dabit 2 1 / 2 libr. umb das er Kieselin Röriches beider waz. actum feria secunda ante diem scti Mathie apostoli. 103 Octob. 8 Nov. 2. Nov. 20. Dec. 14. Dec. 47. Dec.. 24. 4391 Januar 14. Januar iS. Januar 21. Febr. 20. VI. 816 1400 Item Philippus filius quondam domini Johannis Philipo juravit domino Nicolao Berer et dicto Rosselin quinque annos et dabit 2 */ 2 hbr. ad instanciam Friderici Winmesser, quem wulneravit. et debet etc. actum die dominica ante diem festi Mai 2i. corporis Christi. Item Gerge Unsinnig von Rotwilre Hansen sun in der Laden und Hans Swop s von Breitenstein by Rütelingen hant dise stat fünf jor versworen tag und naht ein mile by ertrenckende, umbe daz su ulf dem gelöiffe worent, do sie die snider knehte ju,n e. erstochen woltent haben. actum feria tertia ante diem scti Medhardi episcopi. Item* Heintzeman, der des brotbeckers in Kirchgasse knehte was, Thoman Büheler und Henselin Memgolt von Könsheim Baselers kneht brotbecker knehte ju- io Juni io. raverunt ieglicher fünf jor sicut predicti. actum feria secunda ante diem scti Johannis baptiste. Hansemanus filius dicti Cantzeler fabri in Gieszen juravit domino Nicolao Berer magistro et Johanni dicto Rosselin quinque annos et dabit 2 '/ 2 libr. ad instanciam Pfaffenhofen fabri, quem wulneraverunt. et debet componere cum conquercnti. actum >s juni 27. feria tertia ante diem sanctorum Peter et Pauli apostolorum. Sub domino Burckardo de Mülnheim de Rechberg magistro. Item* Nicolaus de Schönecke armiger juravit quinque annos usz dem bistüme und het burgschaft und ein brief vor geistlichem gerihte über sich geben hie reht zu gebende und zu nemende etc. umbe sine umbescheidene rede und daz 'er got. 20 Juli 27. übel handelte. actum feria quinta proxima post diem scti Jacobi apostoli. Item Hansemanus filius Heintzonis de Werde juravit quinque annos et dabit 2 '/ 2 August 9. libr. von einre ungeklageten wunden wegen. actum vigilia scti Laurencii martiris. Item Heinricus dictus Groszkopf filius Jeckelin dicti Groszkopf institoris juravit domino Burckardo de Mülnheim magistro et Johanni de Waszelnheim quinque annos 25 et dabit 2 i j 2 libr. von einre ungeklageten wunden wegen. actum feria sexta August 11. proxima ante diem festi assumptionis beate virginis Marie. Item* Erhardus de Spire pellifex juravit domino Burckardo de Mülnheim magistro et Gossoni Sturm seniori quinque annos et dabit 2 */ 2 libr. ad instanciam Lauwelini in der Hellen pellifici, quem wulneravit. et debet etc. actum feria quinta proxima so Attgust post diem decollaeionis scti Johannis baptiste. Petermanus* Schafflützel textor juravit quinque annos predictis et dabit 2'/ 2 libr. ad instanciam Heintzonis dicti Giengers textoris, quem wulneravit. et debet etc. actum ipsa die festi nativitatis beate virginis Marie et composuit se cum filiis quon- sept. 8. dam Heintzonis dicti Gienger textoris eadem die. 35 Sub domino Johannis Berlin magistro. Item Henselinus Schalhase murarius juravit quinque annos et dabit 2 ‘/ 3 libr. ad instanciam Heintzonis dicti Lamp corppentarii, quem wulneravit. et debet etc. et juravit hoc domino Johanni Berlin magistro et Jacobe de Diemeringen die domi- Octob. 22. nica proxima post diem scte Luce ewangeliste. Sub domino Leonharde Zorn nuncupato Schultheiss magistro, qui ingressus fuerat die dominica proxima post diem scti Erhardi episcopi anno etc. 92 mo. 40 1400 817 Item* Jeckelinus Lentzelin juravit quinque annos usz dem bystüme und sinen fründen noch nieman anders der unsern weder laster noch leit zü tunde. actum feria sexta proxima post diem scti Anthonii confessoris. Item Martin Diergertelin het dise stat fünf jor versworen tag und naht ein mile. 5 und sol die wile der rot sitzet im halsysin ston. actum feria tertia proxima post diem scte Agnete virginis. Item* Klein Dietherich der zimberman juravit unum annum und erzügete ein notwere. actum feria tertia proxima post diem festi purificationis virginis Marie. Item* Paulus Klaus der Küher juravit quinque annos et dabit 2’/ 2 libr. von io einer ungeklageten wunden wegen. actum feria quarta proxima post diem scte Agathe virginis. Item* Hans Heinrich von Mülnheim juravit quinque annos et dabit 2 1 /* libr. von einre ungeklageten wunden wegen, actum feria quinta ante diem sancti Valentini episcopi. >5 Item Rüfelin Trag uf der schelder knappe het gesworn fünf jor von der stat tag und naht ein mile by ertrenckende umbe das er ein rippen reiger ist gewesen, actum die predicto. Item Gerge Rotswantz het uszgesworen 22 wuchen vür 30 sol. den. und het usz gesworen aber fünf jor und git 2*/ 2 libr. den. von einre ungeklageten wunden wegen. 20 actum feria secunda ante Mathie apostoli und stet vor ouch in anderer besserunge verschriben. Item * der junge Swenuinger juravit quinque annos et dabit 2 1 / 2 libr. von einre ungeklageten wunden wegen. actum die predicto. Item Hanseman von Rarre der innrer juravit quinque annos et dabit 2 x / 2 libr. 2 ö von einre ungeklageten wunden wegen. actum feria sexta post Mathie apostoli. Item* Dettelinger juravit sicut predictus Hanse de Barre eodem die et dat etiam 2*7, libr. Item* Otteler der Küher juravit quinque annos et dabit 2'/, libr. von einre ungeklageten munden wegen, actum feria secunda ante diem scti Gregorii pape. 30 Item Syfrit Sniders brüder des winknehtes juravit quinque annos et dabit 2*/ 2 libr. von einre ungeklageten wunden wegen. actum die predicto. Item Heintze Wölfelin der kursener juravit domino Leonhardo Zorn et Johanni Lorer fabro et dicto gremper Hens Underwagener quinque annos et dabit 2’/ 2 libr. ad instanciam dicti Hirtzfelder, quem wulneravit. et debet etc. actum feria tertia 35 ante diem scti Gregorii pape. Johans* Knorsheim het dise stat, disen rot versworen unde zwey jor darnach an Nese Rippelerin gnade, und sol sin besserunge nit anegan, er habe denne e dem rote 5 libr. den. geben. actum feria sexta post diem scti Gregorii. Item dictus Mennelius Lawelin ortulanus juravit decem annos umbe das er in 40 der stette besserungen was und usz gesworen bette und by naht zu Keule ergriffen wart, actum feria tertia ante Ambrosii. Sub domino Nicolao Bock magistro. 1392 Januar 19. Januar 25. Febr. 6. Febr. 7. Febr. 8. Febr. 19. Marz 1 . März //. März 5. März 15. Apr. 2. 818 1400 Item der schöne Burckart der vischer juravit quinque annos et dabit 2*/ a libr. ad instanciam dicti Roser Hensz, quem wulneravit. et debet etc. et juravit domino Nicolao Bock magistro et Heinrico de Mülnheim de Landesberg feria quarta post diem Apni u. scti Georii martiris. Item Cüntzeman Northüser von Lore, Arnolt, Arnolt Brandeis sun von Liehtenowe s und Hans von Ulme brotbeckersknehte juravit iegelicher ein halb jor usz vür 2 libr. Aprii so. den. von Langennesser 1 wegen, actum vigilia sctorum Philippi (et Jac.) apostolorum. Item Heinricus dictus Groszkopf juravit decem annos umbe daz er usz gesworn bette fünf jor und darüber her inging und meyneydig wart. actum feria secunda Mai e. post diem inventionis scte crucis. 10 Item Hens(elin) von Rotwilre der schüchsüter juravit dimidium annum von eins Mai ie. langen messers wegen, actum feria quinta proxima post diem scti Gangolfi. Item* Jacobus dictus Heilbeling juravit domino Nicolao Bock magistro et Wilhelme de Mülnheim quinque annos et dabit 2‘/ 2 libr. ad instanciam Jeckelin Keller de Dieffen- dal, qui conquestus fuerat ex parte fratris sui. et debet etc. actum feria secunda ,s j>mi io. post Medhardi. Item* der vorgen. Jacob ist mit den klegern Übereinkommen und hat vür 2*/ a libr. den. usgesworen 32 woeben und her Claus Clobelouch dem meister, und Heintze- Nm°u man Gürteier. actum die dominica post Martini episcopi anno 1400. Item dictus Klotz Hug juravit quinque annos et dabit 2'/ 2 libr. von einre unge- 20 klageten wunden wegen. actum feria sexta proxima ante diem sanctorum Viti et jum u. Modesti. Item dictus Jeckkels Hensz ortulanus juravit decem annos domino Nicolao Bock et Hugoni zum Stöff et dabit 5 libr. ad instanciam domini Nicolai Frünt presbyteri, Mai 3 i. quem occidit. et debet etc. actum feria sexta ante diem festi pentecostes. 25 Item Uselhantz und Blolsz Cüntzelinus Lawelin juravit iegelicher 10 jor und git ir iegelicher 5 libr. umbe das sü Erwin erstochen!, und süllent Übereinkummen mit dem Juni 23. kleger. actum in vigilia nativitatis beati Jahannis baptiste. Item Heintzeman Judenkirchhof juravit dimidium annum sine gratia et dabit 2*/, libr. ad instanciam Dine uxor Johannis carpentarii in Wabsenecke et dimidium 30 Juni 28 . -annum ad gratiam predicte Dine. actum in vigilia sanctorum Petri et Pauli apostolorum. Uxor predicti Heintzmani juravit similiter sicut predictus Heintzemannus maritus Juli 1 . ejus et juravit hoc feria secunda post diem sctorum Petri et Pauli apostolorum. Item Hans Greselins, Greselins seligen sun juravit zwey jor usz von eins totslages 35 wegen, do er doch ein notwer erzüget bet. actum feria sexta ante diem Marie juii 19 . Magdalene virginis. Sub domino Dietherico Burggrofen magistro. Item Hanseman Ditzeier von Pfortzheim juravit unum annum umbe das er by juii 21 . naht umbescheiden waz. actum in vigilia scti Jacobi apostoli. und git 4 sol. von eins nahtsehens wegen. 1 So die Vorlage, richtiger vielleicht : von langen messers wegen. 1400 819 Item Heintze Lutze, Heintze Lutzen sun sutor juravit domino Dietherico Burg- grofen et Reimboldo Wetzel decem annos et dabit quinque libr. den. ad instanciam quondam Sigelini Voltseben, quem oecidit. et debet etc. et erat Sigelinus Völtsche senior pater predicti quondam Sigelini conquestus. actum sabbato ante diem sct. 5 Jacobi apostoli. Item Schür-Heintzeman Hansz juravit unum annum von einre notwere wegen. actum sabbato ante Margarete virginis. Sub domino Nicolao de H e i 1 ige n ste in magistro. \Folgl eine leere Folioseite .] io Sub domino Nicolao Zörnelin de Bulach magistro, qui ingressus fuerat die dominica proxima post diem scti Erhardi episcopi anno 93. Sub domino Nicolao Rihter nuncupato Dütschman magistro. Item Henselin Boppen Bertschen juravit usz viir 5 libr. den. 44 woeben. actum sabbato proximo ante diem sete Margarethe virginis. i5 Sub Domino Lütoldo de Mi'ilnheim magistro eodem anno etc. Item dictus Grosze sartor juravit dimidium annum sine gratia et dabit 2 '/ 2 libr. ad instanciam Berchtoldi Wehinger sartoris, quem percussit et dimidium annum ad gratiam predicti Berchtoldi. actum feria quinta proxima post diem sancte Margarete virginis. 2 o Item* Rüfelinus dictus Wollesleher juravit decem annos et dabit quinque libr. ad instanciam quondam dicti Erwin lapicide. et debet etc. actum feria tertia proxima post diem festi pentecostes. Item Oberlinus dictus Höfelich sutor juravit unum annum et dabit 2 */ a libr. umbe daz er ein notwere erzügte, alz er böse Heitzelin wundete. actum vigilia scti 25 Johannis baptiste. Item Heintzemanus dictus Howe in die helle pellifex juravit domino Lütoldo de Mi'ilnheim magistro et Heintzemanno Sellosen quinque annos et dahit 2 1 / 2 libr. ad instanciam Heintzonis dicti Hirsfelder pellificis, quem wulneravit. et debet etc. actum die dominica post diem festi assumptionis beate virginis Marie. 3 o Item* Gösselinus Schalk het dise stat versworen zwey jore und git 20 sol. den. umbe das Hans Tobe von ime klagete, das er ime ein meinevt gesworen vor gerillte solte haben und in ouch des erzügete^und*doch der rot erkante, das es ime ungever- liche were bescheben. actum feria tercia proxima ante diem decollationis scti Johannis. Item* Wissen Hanseman der vischer seiler het uszgesworen ein halb jor und 35 git 2 7a libr. umbe das er’Mittes den metziger sing, und sol ouch ein halb jor usse sin an desselben Mittes gnode. und het denne fünf jor uszgesworn umbe das er der stette ungehorsam was. actum feria quarta proxima post diem festi assumptionis beate virginis Marie. Item * dictus Kappelherre juravit duos annos ein mile und dages an den burgban 4 o umbe daz Landowen swester des metzigers von ime klagete, daz er ir ein e gelobet bette über das er ein ander elich wip bette, die in mit gerihte gewan. und doch meister und rot erkantent, das es ime von torheit unde einfeltikeit geschach und nit mit geverde. actum feria sexta ante diem decollationis scti Johannis baptiste. Juli so. Juli 6 . I3!t3 Januar / 2 . Juli 12. Juli 17. Mai 27 . Juni 2 . 7 . Aug, n Aug. 26 . Aug. 20 . Aug. 22 . 820 1400 Item* Hansemanus dictus Bleger filius Jeckelini dicti Bleger balneator juravit quinque annos.et dabit 2'/ 9 bbr. ad instanciam Grede uxoris sue legitime quam yov. 23 . wulneravit et debet etc. actum die dominica ante diem scte Katherine virginis. Sub domino Nicolao Manszen magistro. Item dictus Uselhanseman juravit duos annos de hac civitate pro eo quod quon- s dam dictum Philips Lüdelin occidit und doch ein notwere erziigete. actum ipsa dcc. «. die beate Lucie virginis. Item * ipso et eodem die juravit Rülinus dictus Hofesesze pellifex domino Nicolao Manszen magistro et Rülino dicto Barpfennig quinque annos et dabit 2 1 / g libr. ad instanciam Johannis dicti Geiszman sartoris famulus dicti Brunnotz sartoris et Cüntz- i« onis sartoris famulus Merckelini sartoris, quos wulneravit. et debet componere cum con- querentibus. Sub domino Heinrico de Mülnheim aliter de Landesberg magis- anuar 11 tro ) ( l u ^ i n g ressus fuerat die dominica proxima post diem scti Erhardi episcopi anno etc. nonagesimo quarto. n Sub domino Johanni de Kagenecke juniori magistro. Sub domino Reinboldo Spender magistro. Item Johannes de Spire carpentarius juravit quinque annos et dabit 2 1 j 2 libr. ad instanciam dicti Heintzen Hensz carpentarii, quem wulneravit. et debet etc. Aug.si.' actum feria secunda post diem decollationis scti Johannis. 20 Sub domino Hessone Hessen magistro. Item* Läwelinus dictus Howeschilt ortulanus juravit duos pro eo quod quondam dictum Stopfeloch occidit und doch eine notwere erzugete. actum crastino scti No«, a. Martini episcopi. Item dictus Dolden Peter sartor juravit unum annum pro eo quod Richardum 25 Wannenmacher wulneravit und doch eine notwere erziigete. actum feria secunda vod./«. proxima ante diem scte Elysabeth. Item Erhärt zum Salinen het dise stat zehen jar versworen tag und naht ein mile von der stat, und wo man in in den zilen do zwüschen ergriffet, so sol man in erheneken umbe den gezig, den er hern Wilhelm Metziger dem ammanmeister, hern 30 Heinrich Lymer, hern Gunrat Armbruster, hern Andres Heilman, hern Cüntze Geistpoltz- heim und hern Heinrich Kraniche die alten ammanmeistere geton het, des er sie doch unschuldig geben het. und het dar zu gesworn noch den zehen joren ewekliche von der stat an derselben ammanmeistere gnode. ouch het er gesworn nit wider unsere stat, unsere bürgere noch die unsern zu tönde etc. und hie in der stat reht zu gebende 35 und zu nemmende etc., als das ein brief beseit, den er über sich geben het. und het das versichert zu haltende, alz ouch derselbe brief beseit. actum die sabbato proximo nov. an. ante diem scti Andree apostoli. Reimbolt* Surer het dise stat zwey jor versworen nahtz ein mile und tages an den burgban und het gesworn nit wider unsere stat zu tunde etc. er und her Eber- 40 lin sin brüder und hie reht zu gebende und zu nemende etc. und het daz versichert, alz alles ein brief seit, der darüber gemäht ist. actum feria sexta ante diem scti Dec. i. Nicolai episcopi. 1400 821 Sub domino Berchtoldo Zorn seniori magistro, qui ingressus fuerat die dominica proxima post diem scti Erhardi episcopi anno 95. Item Henselinus dictus Söcher ortulanus juravit domino Berchtoldo Zorn magistro et Johanni Zorn de Eckerieh quinque annos et dabit 2 1 / ä libr. pro eo, quod Dynam s dictam Drüsenheimi juniorem wulneravit. et debet etc. actum feria tertia post diem scti Valentini episcopi. Item * Grede die closenerin, die uff sant Nicolaus capell ein closenerin waz, hat dise stat zwei jar versworen und hat gesworen, daz sie niemer von der Sachen so! gesagen, darumb sie gebessert het, sie wolte denne vor dan rote davon sagen, io actum sabbato proxima ante dominicam Letare post Gertrudis virginis. Item Heinrich der underkoch zum Hohenstege juravit unum annum von einre wunden wegen, wenne er ein notwere erzügete. actum feria quarta ante diem festi anunciationis beate virginis. Item Cünlinus Fusor cantor frater Leonhardi dicti Sunt am Saltzhofe juravit >» domino Bertholdo dicto Zorn seniori et Hansemanno dicto Scheuchen 5 annos et dabit 2 1 /, libr. ad instanciam Johannis dicti Verwer dez kannengiessers uff dem kleinen stübelin, quem wulneravit. et debet etc. actum feria secunda proxima post diem festi annunciationis beate virginis Marie. Item Dieboldus Röbelin olim sutor juravit domino Bertholdo dicto Zorn et Juso hanni Zorn de Eckerich quinque annos et dabit 2 x / 2 lib. ad instanciam Grede uxoris dicti Mollesheim hospitis zur spangen, quem wulneravit. et debet etc. actum feria quarta proxima ante festum annunciationis virginis Marie. Item Albertus Master dicti Cappelon carpentarius juravit domino Bertholdo Zorn etc. 10 annos et dabit 5 lib. ad instanciam Fritschemani quondam de Wingersheim 25 olim stipendarii, quem occidit. et debet etc. actum sabbato proxima ante festum annuntiationis beate virginis Marie. Item Henselin genant Bröderlin hat dise stat 5 jare versworen tages an dem burgban und nahtz ein mile von der stat zu siende von einre ungeklageten wunden wegen und git 2 x / 2 lib. und umbe daz er vormals dicke und vil gesehen ist von der- so selben wunden wegen, darumbe er ouch gesiichet wart und er dagegen meynet, das ime die stat schuldig sie von der steingruben wegen zu Kentzingen, do ist zu wissende, das mit urteil erteilt ist, das ime das sehen (!) varen ist gelossen gegen sinre ansprache und sol ein ansprache gegen der andern ab sin. actum feria secunda ante diem scti Urbani episcopi. 35 Item Herman von Heidelberg der Smit hat dise stat 10 jor versworen tages an den burgban und nahtz ein mile von der stat und git 5 lib. pfennige umbe das er Beckelin von Herde den küffer erstach etc. und noch ungeklaget ist. actum vigilia festi corporis Christi. Item Cleselinus dictus Rörich pellifex de Spire juravit quinque annos et dabit *o 2'/z lib. von einre ungeklageten wunden. actum feria sexta post diem festi corporis Christi. Item Behtolt zum Hirtzhorne hat usgesworen ein halb jar die stat und burgban zu rinnende by tage den burgban by naht ein mile weges one alle gnade und donoch 1393 Januar 10. Fc(n\ 40. März 20. März 2f. März 29. März 24. Mürz 20. Mai 24. Juni 9. Juni 11. 822 1400 ein jar an seherer Tyrilins gnade, und sol die besserunge nit anegan, er habe denn vor drissig Schilling pfennig verbessert umbe das, daz er der vorgenante seherer Tyrilin juii ein kleffelote heim gesante bette und gesprochen si sie malotzig. actum feria quarta proxima post diem seti Udalrici episcopi anno 95. und ist ym anderwerbe die stat 5 jar verteilet umbe sine umbescheiden rede, so er dem rote getan bet. und s sol ouch Sicherheit geben nit wider unsere stat zu tunde und reht zu gebende und zu nemende etc. datum ut supra. Item Brächelinshenselin von der nuwen mülen der sehifkneht dictus Rincke juravit domino Reimboldo Wetzel magistro et Johanni dicto juniori 10 annos et dabit 5 lib. ad instantiam quondam dicti Erwini, quem occidit. et debet etc. actum feria u> . 4 u 0 . 13. sexta proxima post diem sete Margarethe virginis anno etc. 95. Item Störckelin der snider und Cleinhansemans Hayse der schuchsüter hant dise stat ein jor versworen, darumbe das sü Heinrich Kranich dem Jungen nachlieffent Aug. s. m it swerten und halinbarten und in erstochen woltent han. actum feria quarta et ipsa die beati Oszwaldi regis. 15 Januar s. Item feria tertia proxima ante festum Epiphanie domini do ist Gleinhansemanne dem schuchsüter dise stat zehen jor fürbasser verbotten unde verteilet umbe das er in Krutenowe ging an die stette, die imme verbotten werent und indewendig des begriffes, das er versworn bette. Item Johannes Trüsenheim senior Johannes et Nicolaus ejus filius juraverunt an quilibet eorum quinque annos et dabit quilibet eorum 2'/ 2 üb. ad instanciam Druwe- line uxoris dicti Spitzkopf de Waseneck, quam wmlneraverunt. et debent etc. actum Aug. iS. fe r i a quarta post diem festi assumptionis beate Marie virginis. Item Johanns Trüsenheim der alte, Hans und Clauwelin sine süne juraverunt infra quinque annos non intrare civitatem vel ejus suburbia nahtes ein mile und ss tages an den burgban und sol ir jegliches geben 2 V 2 lib. pro eo, quod wulneraverunt dictam Druwelin uxorem dicti Spitzkopf de Wasenecke, et debent etc. actum feria Aug. 18 . quarta proxima post diem festi assumptionis beate virginis Marie. Item* Ketternesen ist dise stat fünf jor verteilet nahtes eine mile und tages an der burgban umbe das sü sich annam metzen von wegen eins meindes (!) zu erzü- so gende und das mit erzögen möhte. actum sabbato ante Adelfi episcopi. et juravit Aug. 28. crastino festi decollationis seti Johannis baptiste. Item* Hans von Dörnigheim, Diether Kolben sun des küffers, dem die oren Aug. so. abgesnitten sint, het dise tat . . . Item Ulricus filius dicti Cünenhannes Terdoms (?) juravit domino Reimboldo Wetzel ss magistro, Johanni Schilt juniori et Burckardo Buman quinque annos et dabit 2'/* lib. ad instanciam [Name fehlt] et composuit actorem secum. actum feria sexta so, t. proxima post decollationis seti Johannis baptiste. Item Heinricus de Ulme filius Eberhardi carnificis juravit quinque annos domino Reimboldo Wetzel magistro, Johanni Schilt juniori et Burckardo Buman et dabit 2 '/ 2 40 lib. ad instanciam [Name fehlt] et debet se componere cum actore. actum die predicto. 1400 823 Item* Heinricus Göbellin juravit duos annos darumb das er Retwin erstach und ein notwere erzugete. actum die seti Martini episcopi. Item Johannes Blotzheim pellifex juravit domino Wilhelmo de Mülnheim magistro et Heintzmanno dicto Selosz pellifici quinque annos et dabit 2'/ ä lib. ergo, quod wul- 5 neravit dictum Geiszman filium dicti Brümat. et debet componere etc. actum feria tertia ante Viti et Modesti anno etc. 99. Sub domino Johanni Zorn de Eckerich magistro, qui ingressus fuerat dominica proxima post diem seti Erhardi episcopi anno 1397. Item* Johans Pfettesheim der junge, also dem vormoles die stat lOjore verteilet 10 wart umbe sine ungehorsamkeit, also er unser stette ungehorsam was, do ist zu wissende, das demselben Pfettensheim yetz ein anderwerbe erteilt ist, was er an den zehen joren usz gewesen ist, das sol ime an den zehen joren abe gon und sol in disen drien tagen hinwegvaren und sol solange von der stat sin bitze die zehen jore gar uszkumment. actum feria tertia proxima post dominicam Invocavit, que 15 fuit crastino beati Gregorii pape. und ist zu wissende, das gerechent ist, das er drü jare usz gewesen ist. und sol noch me usz sin denne süben jore similiter sicut Gösz- lino. actum ut supra. Item* Erstheim Hanseman dem schriber juravit quinque annos sub domino. Johanne Zorn magistro coram consilio umbe das er der stette nit gehorsam was. 20 actum ut supra. Item * Johannes Rappoltzwiler notarius juravit coram consilio quinque annos consulibus ergo, quod fuerat contumax civitati Argentinensi. actum ut supra. Item* Hans von Spire bet usz gesworen zehen jare umb daz er unser stat nit gehorsam gewesen ist. und sol ein brief über sich geben nit wider unser stat, unser 25 burger zu tun etc. actum ut supra. Item* Samson dem schriber ist die stat verteilt 10 jore etc. sicut Johanni de Spira. actum ut supra. Item Dielchin von Sigen ist dise stat zwei jor verteilt und Dinen der vilspinnerin sime bülen 5 jore umbe daz sü unbescheiden worent gegen iren nachgeburen. und so süllent by irme eide sweren den, die von in geclaget hant, niemer laster noch leide zü tünde noch schaffen geton werden, et sic juraverunt. actum ipso die dicti Gregorii pape anno 1397. Item * Gösselin Sturm hern Wernher Sturmes sun ist dise stat zehen jore verteilt tages und nahtes ein mile und do zwüschent nit in die mile zu kummende, und sol 85 ouch er weder sehöffele noch ratherre zü Strazburg niemer me werden, er sol ouch sweren niemer me alle die wil er iemer gelebet wider unser stat, unser bürgere noch die unsern zu tünde noch schaffen geton werden, were es ouch, das er üt gewänne zü tünde mit unser stat, mit unsern bürgern oder den unsern oder unser stat oder die unsern mit ime widerumbe, so sol er sinen nachbotten von sinen wegen 40 zü uns senden und sol ouch der von sinen wegen darumbe reht geben und nemen vor unserme rat zü Strazburg oder aber an den stetten, dohin in dieselben meister und rat wisent. und was ime danne dieselben meister und rat oder die, vür die es gewiset wurt, darumbe erkennent oder erteilent, das er das by sime geswornen eyt Nov. 11, 1599 Juni 10, 1597 Januar 14, März 13. März 12. VI. 104 824 1400 halten sol und vollefüren. und sol ouch er dazselbe und ouch die vorgen. besserunge in disen nechsten vier wochen sweren also zu haltende und zu tünde. und süllent meister und rat sich zu stunt und iegenote alles sines gutes underziehen und es nemmen, das er letzen hat oder harnach gewinnet, uffe das, ob er das nit sweren wolle, so sol uns dasselbe sin gut alles verfallen sin, und süllent meister und rat danne erkennen, wie sü es vürbas zu ime und zü sime gute rihten wellent. sweret aber er in disen selben nehesten viere wochen und tut, also do Vorbescheiden ist, so sol alles sin gut lydig sin. meister und rat süllent ouch keine gewalt noch mäht haben ime in die mile weges zu erlöbende by irem eyde. und sol es ouch kein meister an keine urteil setzen ouch by sime eide. und sol es nieman vor in vordem, und ist ime dise urteile geschehen umbe daz, das er uns und allen unsern geholten ungehorsam gewesen ist in unsern nöten. 1 und sol dise vorgenante artikel alle jore ein rat dem andern in den eit gegeben. et sic juravit feria quinta proxima post diem beati Gregorii pape. und wart uf denselben tag gerechent, das er noch süben jore usz sol sin. actum sub anno domini 1397. Item Hans von Mülnheim der Küsin dohterman ist dise 10 jore verteilt similiter sicut Göszelinus Sturme prescriptum est. et sic juravit ipsa die beate Margarete virginis sub domino Reinboldo Hüffelin seniori in presentia Cünradi zum Rüste anno etc. 98. Item Peter Rückelin ist dise stat verteilt 10 jore, und het uszgesworen die 10 jore zü glicher wise, also von Hans von Mülheim und Güselin Sturm do vor ver- schriben stat. et sic juravit ipsa die festi beate Margarethe virginis sub domino Reinboldo Hüffelin magistro et Cünrad zürn Rüst anno etc. 98. Item Peterman von Dürningen ist dise stat verteilt zehen jore zü glicher wise also Hans von Mülnheim und Güszelin Sturme, et sic juraverunt sub domino Nicolao Merswin magistro et Johanne Bersche feria sexta proxima post diem beati Erhardi episeopi anno ut supra. Item* hern Heintze Ottefriderich ritter ist dise stat verteilt 10 jore glicher wise also Güszelin Sturm und Johanse von Mülnheim. actum ut supra. Item Claus Jungzorn ist dise stat 10 jore .'verteilt tages an den burgban und nahtes ein mile von unser stat zü sinde und do zwüschent nit herin zü kummende, et alias similiter sicut Güszelino Sturm, actum anno 97. Item Reinheit Kleine dem ist dise stat 10 jore verteilt tage und nahtes ein mile et alias similiter sicut Güszelino Sturm et Johanni de Mülnheim. et sic juravit sab- bato proximo post inventionem sete crucis anno domini etc. 94 sub domino Johanne de Kagenecke juniore magistro. actum 97. Item * Heintzeman Swop ist dise stat 10 jore verteilt tages an den burgban und nahtes ein mile von unser stat zü sinde. et alias similiter sicut Güszelino Sturme und supra. Item* Cüntz Velleberg dem smide ist dise stat zwei jore verteilt tages an den burgban und nahtes ein mile und drü jore an Herman Lorers gnade umbe daz derselbe Cüntze Herman Lorer schuldigete, das er ein diep were und sinre diepstal halp 1 Auf diese Stelle im Text weist eine am Band gezeichnete Hand. 1400 825 in des tümprobstes seligen hofe von Ohzenstein vor ziten entrunnen were, das sich doch nit künden het. juravit feria post festum beati Gregorii pape anno etc. 97. Item Kridewis Lienhart Hünrers sun, dem ist dise stat 10 jore verteilt similiter sicut Johanni de Spira. actum die et anno ut supra. s Item* Otteler der küffer sol usz sin 32 wochen für 2% lib. den. von einre ge- clageten wunden wegen, actum feria sexta ante dominicam Oculi anno domini etc. 97. Item* Lawelin Sifrit Sniders brüder fsol] usz sin 32 wochen vür 2'/ s lib. den. von einre ungeclageten wunden wegen. aetum sabbato proximo post dominicam Reminiscere anno predicto. io Item Berhtolt von Halle ist dise stat 10 jore verteilt, und sol man ime in den den zehen joren nie herzu erleben und sol niemer me burger zu Strazburg werden und sol sweren by demselben sime eide glicher wise also Jobanse von Mülnheim und Göszelin Sturme gesworen baut, et illa juravit sabbato proximo post dominicam Oculi anno domini etc. 99. i5 Hem* Heintzeman Ruszer ist dise stat 10 jore verteilt tages an den burgban und nahtes ein mile von unser stat zu sinde. et alias similiter sicut Johannes de Mülnheim et Göszelinus Sturm predicti juraverunt. illud juravit pridie beatorum Viti et Modesti martirum anno ut supra. Item * Cüntzman Mochelin dem vischer ist dise stat fünf jore verteilt nahtes 20 ein mile und tages an den burgban, und sol zwentzig pfunt pfenninge geben an die stette, dar sü danne der rat hin erteilt zii gebende, umbe daz er ein nünjerig düh- terlin geminnete. und sol der zwentzig pfunt pfenninge lidig sin, die er dem kinde geben solte haben, also das von Möchelins wegen mit des kindes fründen vertedinget wart, et id juravit prefatus Cüntzmannus feria secunda proxima post diem Palmarum 25 anno etc. 97. Item * Hansemanus Schmirtzmage proclamator vini juravit quinque annos et dabit 2'/g bb. ad instanciam Henselin Liebegüt, quem vulneravit. et debet componere cum conquerenti. actum ipsa die beatorum Petri et Pauli apostolorum anno etc. 97. Item Lawelinus Gengenbach juravit quinque annos et dabit tertiam dimidiam so iibram ad instanciam Lawelini Zoller carnificis, quem cum uno t ?glebo volubili wul- gariter mit einre walkugeln in faciem suam projecit et graviter lesit, debet componere cum conquerente. actum feria quinta proxima post festum beate Margarethe virginis anno domini etc. 97. Item* Otteler der küffer sol uszsin 32 wochen vür 2 1 / 2 lib. den. von einre un- 35 geclageten wunden wegen. actum feria sexta'proxima. 1 Item * Lawelin Sifrit Sniders brüder sol uszin 32 wochen von einre ungeclageten wunden wegen. actum feria sabbato post Reminiscere anno ut supra. 1 Item feria tertia ante Laurentii martiris do vieng des jungen Wasenecken ein jore an, also ime und andern die stat ein jore verteilt wart umbe, das sü einen 4 o gewünnent, der in dem bohte trösehen solte. und het euch uf den vorgenanten tag 1397 März 43. März 23. März 24. 4399 Marz 8. Juni 44. 4397 April 46. Juni 29. Juli 4fi. Juli 20. März 24. i Siehe oben Zeile 5—11 dieselben Notizen mit fast gleichem Wortlaut. 826 1400 die 30 sol. den. gerihtet, die ime zu besserunge erteilt wurdent zu gebende, nt supra anno predicto. Item* Vogel dem tragekneht ist dise stat ein jore verteilt ob causam predictam. und sol 30 sol. geben an den spital, e sin besserunge anegat. actum ut supra. Aug. iS. und bet die 30 sol. gerihtet feria sabbato post festum assumptionis beate Marie vir- s ginis donoch. und get uf denselben tag sin besserunge ane. Item Cüntz Obereht der trösche bet ein jore uszgesworen umbe das er sich ver- dingete in dem bohte zu trSschende, also do vorgeschriben stat. Item Hans Eschöwen dem tüeher ist dise stat fünf jore verteilt nahtes ein mile und tages an den burgban, und wenne er herwider in kummet, so sol er niemer io uffe des antwerckes der tüeher stube kommen, darüff zu zerende oder zu wonende danrie mit urlop, wissent und wille des antwerckes der tüeher. er sol ouch sweren keine geselleschaft von sime antwercke zu habende in sime garten noch an keinen andern stetten, danne kerne ieman von sime antwercke zu ime ungeverliche und wolte by ime zeren, den sol er nüt über ein ymbis oder ein ürten by ime lossen zeren. i» octob. a. et juravit hec feria tertia proxima ante diem sete Aurelie virginis juravit etiam die predicta anno 97. Item Johans Boltembach dem schiffeman ist dise stat 10 jore verteilt usz dem bystüm, und wo er do zwüschen ergriffen wurt, so sol man in erhencken umbe die diepstal, die er geton het. et id juravit feria quarta proxima post diem beati Dyonisii 20 Octob. io. anno predicto. Item also Hensz Francke von Roszheim, Groszclaus Rebestocke zu Roszheim in der stat wundete und derselbe Groszclaus denselben Hensz Francken darumbe ane- greiff und ving und zu dem rehten darumbe vür meister und rat komment, do ist zu wissende, das Henselin Francken erteilt ist, das er sweren sol und ouch uff disen 25 hütigen tage gesworen het fünf jore usz der stetten Strazburg burgban und der stette Roszheim und usz irem banne zu Roszheim und tages nit neher den stetten zu kommende, danne die benne und nahtes ein mile weges von ieder stat zu sinde und nach den fünf joren ewicliche also usz zu sinde ane Claus Rebestockes gnade, und wenne nach den fünf joren Groszclaus Rebestocke Henselin der besserunge er- 30 lat, so sol er nit in die stette kommen denne mit ieder stat urlop und wissende, und sol in iedie stat bessern also ein ehter. wurde er ouch iemer in den zilen ergriffen, e er der besserunge lidig wurde geseit., so sol man von ime rihten also von eime sepi.20. ehter. actum vigilia seti Mathei apostoli anno 97. Item Cüneman Flesseler sol bessern disen rat uf tages an den burgban und 35 nahtes ein mile umbe daz er seife, das die ammanmeistere hettent besendet und tün sweren, das sü soltent sagen, was sü uff iren drinckstuben hortent, das doch nit wor sept. 26 . was. et juravit feria quarta proxima post Mathei apostoli anno ut supra. Item* Johannes Billeman senior et Hannemannus ejus filius juravit domino Johanni Klobeloch quinque annos et quilibet eorum dabit 2 1 / 3 lib. pro eo quod Peter- 40 mannum de Wingersheim juniorem vulneraverunt et debent componere cum querenti. sept. 28. actum vigilia beati Michahelis archangelis anno ut supra. Item Lawelinus Obesser Lawelin juravit duos annos et dabit 2 l / 2 lib. erga. 1400 827 Wallherum Mentag sutorem, quem fecit blutrünstig, et debet componere cum querente. und sol zwei jare usz sin an des vorgenanten Walthers gnade. actum feria quarta post Dyonisii anno ut supra. Item Wilhelm Seckeier sol dem rate ein jore bessern und ein jore^an Greden Moserin gnaden darumbe das er sü übelhandelte mit bösen untugenlichen Worten, actum crastino beati Galli confessoris. ouch ist zu wissende, das Wilhelm Seckeier sich sithar gegen derselben Moserin unbescheidenliche gehalten het domitte, das er ir ein kleffelote an ir dach het gehencket. darumbe und zü der ersten besserungen ist Wilhelm dise stat vürbasser verholten, und sol er sweren in ahte tagen die bes- serunge zü haltende, dete er daz nit und were ungehorsam, so sol man in halten für einen ehter, und ist dem ammanmeister vürbaszer empfolen darzü zu tünde. actum sabbato post Nicolai episcopi . . anno domini 1399. Dine Coptenlawelins frowe des schiffknehtes ist dise stat und burgban verteilt zwei jore ane gnade, et dabit tertiam dimidiam libram et debet componere cum querente ad instanciam Katherine dicte Oheimlawelins Katherine, quam fecit blutrünstig, und sol bessern zwei jore an derselben klegerin gnade. actum feria tertia pro- xima ante feslum beatorum Symonis et Jude apostolorum. anno ut supra. Item Wolfeshanseman und Grofen Anshelm ist dise stat fünf jore tages an den burgban und nahtes ein mile [verteilt], und sol ieglicher bessern fünf pfunt pfenninge, und sol sin besserunge nit ane gon, er habe denne das gelte e geben, umbe das sü usz unser stette nuwen greben vische gevangen und genommen und die verköftent. actum feria tertia proxima ante festum beatorum Symonis et Jude apostolorum. anno ut supra. Item Hansemanus dictus Wolfeshanseman persolvit suas quinque lib. feria tertia proxima post diem beati Udalrici episcopi anno etc. 98. Item Rülmans Henselin und Martin von Honowe ist dise stat verteilt ieglichem fünf jore tages an den burgban und nahtes ein mile. und sol ieglicher bessern fünf pfunt pfenninge. und sol sin besserunge nit anegon, er habe denne das gelte e geben umbe daz sü usz unsere stette nuwen graben vische gevangen und genommen hant und die verköftent. actum feria tertia proxima ante festum beatorum Symonis et Jude apostolorum anno domini etc. 97. Item Rüdolff Sieber von Zürich juravit unum annum extra civitatem et ejus suburbia, ut moris est, pro eo quod Egidium Steher de Brisaco vulneravit et tarnen eidem (!) Rüdolffus probavit necessariam defensionem. actum feria quarta proxima ante festum beatorum Symonis et Jude apostolorum anno ut supra. Item Lawelinus Flexsberg der welker et Henselinus Flexsperg sartor juravit do- mino Johanni Berlin magistro et Nicolao Wurmszer quinque annos et quilibet ipsorum dabit tertiam dimidiam libram et debet componere cum querente ad instanciam Petermanni zü der Wellen, quem vulneraverunt. actum feria sexta proxima ante festum beatorum Symonis et Jude apostolorum anno ut supra. Vessenheim dem gerwer ist dise [stat] und burgbanne 10 gantze jore verteilt tages und nahtes ein mile. und sol man ime in disen zilen nit herzu erlöben. und sol 10 lib. den. geben und sol sin zil nit ane gon, er habe danne das gelt e geben, und were es Octob. fO. Oclob. 17. Oec. 13. Oclob. 21. Oclob. 21. 1308 Juli 0. 1307 Octob. 21. Octob. 24. Octob. 26. 828 1400 Nov. 8. Voü. /L. \ov. 8. Xov. 23 . sache, das er iemer mit unser stat, unsern bürgern und den unsern zu schaffende oder zu tünde gewunne oder unser stat unser burger und die unsern hinwider mit imme, darumbe sol er sine sache an ieman setzen und der sol darumbe von sinen wegen reht geben und nemmen vor meister und rat zu Strazburg, die danne zii ziten sint oder do in danne meister und rat hinwisent. und was imme meister und rat oder die, vür die -> er danne gewiset wurt, darumbe erteilent, sprechen!, oder erkennent, das er das by sinem eide sol stete halten und vollefüren, und sol in öuch do mitte wol benugen. und ist ime die urteil darumbe besehehen, das er offen liebe sprech mit zornlichen Worten 1 uff der gerwer stube, das den ammanmeister und alle, die in kusent, daz vallende we müsse anegon und sprach domitte zu ff ritsche Wiszgerwer: «Nu gange io zii dem ammanmeister und sage es ime.» actum et firmatum feria quinta proxi- ma ante festum beati Martini episcopi. et sic prescripta juravit pro domino Johanni Berlin magistro et Hanselario filio Hanselarii Cerdonis crastino festi Martini episcopi anno domini 1397. Brünlin* dem harnescher ist dise stat fünf jore verteilt nahtes ein mile und 15 tages an den burgbanne umbe die bletsche und w lieber, die er Jobanse Rudolf gap und ouch umb das er unser stette ir ungelt nit engab von ahte luder wines wegen, die er koufte. und sol Hans Rüdolff geben drie guldin, die Hans Rüdolff Brünlin gap einzelehte in fünf pfunden und in also solichem gelte umbe das Brünlin Hanse Rudolfe zii gap an solichem gelte, das Hans Rüdolff Brünlin schuldig was. doch süllent 2» an den zwentzig pfunden Brünlin ahte pfunt pfenninge abe gon an den versessen zinsen, die Hans Brünlin schuldig was. so sol Brünlin geben 17 lib., die Hans Rüdolff Brünlin gap, darumbe das Brünlin Hans Rüdolff zii gap an 40 lib. den., die Hans Rüdolff Rrünlin schuldig was, und Hans Rüdolffe doch an dem höptgüte nütschit abe- ginge. item also Brünlin Hanse Adolfe von Schaftoltzheim, Hanse Rüdolfe und Walther 25 von Endingen 8 IVider wines zij kouffende gap und sü in die botent wider zü verkeilende. und er sprach, das er das tün wolte, das er do die wine verkoufte und den drien umbe die wine brehte 52 gülden, die er sprach, die er dar abe gelöset bet [das sol er ouch Hanse Rüdolffe keren und sol Brünlin dar unser stette geben] 2 do er doch die wine zii der zit hoher verköfte, was er do über die zwene und fünfzig 30 guldin abe den winen gelöset bet, das sol er ouch Hanse Rüdolfe keren. und sol Brü- lin darzü unser stette geben 20 lib. und süllent die fünf jore nit anegon, er bezale denne vor unser stette die 20 lib. dieselben 20 lib. er ouch unser stette bezalet bet. et sic juravit ut prescriptum est feria quinta proxima ante festum beati Martini episcopi anno etc. 1397. s s Waltberus* Mentag sutor juravit domino Johanni Berlin magistro et Reimboldo Wetzet quinque annos et dabit tertiam dimidiam libram et debet componere cum conquerente ad instanciam Obesser Lauvelin fusorem cancrorum (?), quem vulneravit actum feria sexta ante festum beate Katherine virginis anno domini etc. 97. 1 Hier ist am Bande eine auf diese Stelle hinweisende Hand gezeichnet. 2 Dieser Satz ist gestrichen. 40 1400 829 Vigilia scti Andree apostoli anno domini 1402 do ist erzüget, das der vorgen. Walther Mentag mit den klegern Übereinkommen ist. Item sabbato post Andree hat Walther Mentag gesworen vür die 2 ‘/ 2 lib. den. 32 wochen in presentia Hessemanno Hessonis magistro et Jacobi dicti Mansse anno 6 domini 1402.' Scherhenselin dem metziger knehte ist dise stat, ein jore verteilt, und sol nit herwider in kommen, er habe denne e 30 sol. den. geben, et hoc juravit vigilia Andree apostoli anno ut supra. darumbe das er einen frömden manne under der metzigen slüg und einen bürgen vür den rat hieseh, der imme doch nit schuldig was, 10 und dem er schuldig was, Scherhenselin predictus expedivit predictos 30 sol. die cra- stino festi beati Nicolai episcopi et eodem die incipit annus suus. * Ludewige von Wickersheim ist dise stat und burgbanne fünf gantze jore verteilt nahtes ein mile und tages an den burgban und sol 5 lib. den. an den spitel geben und sol sin besserunge nit ane gon, er habe danne die fünf pfunt e geben, und ist i5 ime dis urteil darumbe geschehen, das er hern Johans Ratesbotten einem priester in des probestes hoff zum jungen sant Peter nach nahtymbis zeich, er bette ime einen guldin verstolen und in mit sinre fiiste under sin antlit slüg und donach uz dem hole ging und wartete hern Johanses mit eime uffsatze nutze mitternaht. und do her Johans usz dem hofe kam und heim wolte slaffen gon und Ludewiges unbesorget was, 2" das do Ludewig zuhte ein blosz swert über hern Johansen und slüg do mitte hinderwert uff hern Johansen und satte imme das swert an den buch und twang in, das er ime globen müste mornens den guldin wider zü gebende, und umbe andern frevel, mütwillen und gewalt, den er also mit gewalt an dem vorgen. priester by naht und by nebel begangen het, das er eins teiles selbes gihtig und eins teiles erberliche er- 25 züget ist. were ouch, das her Johans Ratesbotte iemer von iemanne der Sachen halp anegesprochen oder angelanget wurde, von wemme das were und in weihen weg das were, die anesprochen und vorderungen süllent imme Ludewig von Wickersheim oder sin erben mit irme kosten lidigen und abetiin. fürbas sol Ludewig sin frunde und alle die sinen dirre Sachen halp hern Johannen weder laster noch leit 30 tun an libe oder an güte noch schaffen geton werden durch sich oder durch andere lute one alle geverde. dogegen sol her Johanse dirre Sachen halp an Ludewig sin wip, kint oder die sinen hinnan vürder keine anesprache haben noch sü anelangen oder zü schaden bringen mit geistlichem oder mit weltlichem gerihte oder das schaffen getan werden heimlich oder offenliche von der vorgen. Sachen wegen ane alle geverde. 35 et hoc juravit Ludewicus predictus feria quarta ante festum beati Andree apostoli anno etc. et dedit quinque libras ipsa die Andree apostoli et tune incipiunt ejus anni. Rülin dem küffer ist dise stat und burgban ein halp jore verteilt und das bys- tüm ein halp jore an Lawelins von Ettenheim gnade um he das er sin messer zuhte *o über denselben Lawelin. actum vigilia festi nativitatis domini anno domini etc. 97. 1 Diese beiden Einträge von 1402 sind von anderer Hand hinzugefügt. 4402 Nov. 29. Dec. 2. 1397 Dec. 7. Nov. 28. Nov. 30. Dec. 24. 1400 igi 1398 Mürz 18. Juni 7 . Der.. 3. Also Johans Brüderlin dem schiffeknehte vor ziten die stat und burgban nahtes ein mile und Inges an den burgban verteilt wart von einre ungeclageten wunden wegen und er oueh also uszgesworen bet, und danne also ouch Wasenecke dem jungen dem trageknehte ouch die stat und burgban ein jore verteilt wart und also lange uszswur ouch von einre unfügen wegen, do wurden! die zwene öbe iegliches zil uszging by naht indewendig dem zil begriffen der mile weges gevangen und ergriffen und darumbe und umbe den egen, zweien anderwe dise stat und burgban zehen jore verteilt nahtes ein mile und tages an den burgban und sol ir iegliches zil nit anegon, sin erste zil sie danee e us. et sic juraverunt. actum 15 kal. aprilis anno etc. 98. Item die vorgen. zwene baut geseit by irme eide, das der, der usz dem schiffe sprang, also sü gevangen wurden!, und heisset derselbe Bulin kursener von Hagenowe. Valwe* Henselin von Valfe und Germündelius Henselin Germündelius Henselins sun von Mollisheim sin swoger die kotiere juraverunt domino Beinbolde Huffelin seniori magistro et Beroni de Heiligenstein decem annos et quilibet eorum dabit 5 libras den. Argentinensium pro eo, quod interfecerunt quondam Heinricum de Nürem- berga cuperum Argen!, ejusmodi homicidium Eylsa uxor ligitima ipsius quondam Heinrici fuit conquesta. et debent componere cum querente. actum die crastino corporis Christi, que fuit septima dies mensis junii anno domini etc. 98. Dielman * von Marburg der scherer bet dise stat versworen 97 woeben umbe das er Böldelin von Künheim mit Unschulden gefrümete geleit in das gerihte und ein wunde uf in clagete, das vor dem rate kuntliche erfunden wart, das er ime unreht geton bette und darumbe wart Dielman erteilt nach der stette buche lute und sage, also manigen tage er Böldelin in gerihtez wise behaben, das Dielman so manige woche Böldelin bessern solte. actum ipsa die beate Atale virginis anno ut supra. Der Seiler bi Bischoffburgetor sol bessern zwei jor tages an den burgban und nahtes ein mile. und sol sin besserunge nit anegon, er habe danne e gegeben fünf pfunt an den spital ein pfunt an die eilende herberge und ein pfunt zu den guten luten umbe das er sin stiefdöhterlin geminnete. et sic juravit feria secunda proxima Apra i. post diem Palmarum anno ut supra. 30 Dietherich der brotbecker an dem dorhus sol bessern zehen jore von dirre stat und naht ein mile, und wo man in in der mile weges ergriffet, so sol man in erdrencken und ist ime die urteil geschehen umbe das, also meister und rat in und andere sin ant- werckgenossen vür sü besantent, daz sü sweren selten! noch dem, also meister und rat, schüttele und amman überkommen sint, das es menglich an der brotbeckerant- 3S wercke, die do husz halt ent, sweren süllent, das er do sich wider meister und rat sich widerte und nit gehorsam weite sin und kerte sich freveliche in dem rate umbe und sprach, er weite nit sweren, das doch wider den artikel, der in dem brief geschahen stat, den man alle jore offenliche vor dem münster liset und man in sweret stete zu haltende. et sic juravit, ut premittitur, feria quinta proxima ante festum 40 Mai 23. penthecostes anno domini etc. 98. Lawelin * von Reinichein dem brotbecker ist dise stat fünf jore verteilt tage und naht ein mile, und wo man in in der milen ergriffet, so sol man mit dem swerte 1400 831 Von ime rihten. und ist ime die urteil geschehen umbe die stücke, die von dem egenanten Dietherichen geschriben staut und der ime nachvolgende tvaö. et sic juravit feria quinta proxima ante festum penthecostes anno predicto. Her Peter Koche dem ist erteilt, daz er fünf gantze jore sol usz sin von dirre 5 stat tages an den burgban und nahtes ein mile und daruf sol man in dem official antwurten, daz er ime den eit also gebe, den eit er ouch also vor dem official det, also vorgeschriben stat. und ist ime die urteil darumbe geschehen umbe das er nahtes ein lang messer trug und domitte in frowencleider ging und do die scharwehter woltent lügen, were er were, das er in do übel rette und sich mit in wolte gestochen io haben und in übel flüchete. actum feria quarta post Johannis baptiste anno etc. 99. Heintze * Brendelin der schüchsüter het zwei jor uszgesworn umbe das er Cüntzlin Gölder libelozz det und des ein notwere erzügete vor meister und rat. actum crastino die beate Marie Magdalene. anno domini etc. 99. Schollen Henselin het usz gesworn 32 wochen vür 2 1 / 2 lib. den. von einre ge- 15 clageten wunden wegen domino Dietherico Burggrave magistro et Reinboldo dicto Rebestock. actum feria tertia post diem beati Jacobi apostoli anno ut supra. Cuntz* Yelleberg der smit het uszgesworn ein jore und sol geben 30 sol. den., die er ouch gegeben het von einre unzuht und frevels wegen, den er gegen Erhärt Cantzeler und Cuntzen Wolgemüt beging. actum feria secunda post corporis Christi 20 anno predicto. Item Johannes Russe junior in dem Dumelloch juravit quinque annos sub domino Rülmanno Swarber magistro in presentia Wilhelmi zum Riet ergo, quod vulneravit dictum Brehter Hanseman mensuarium vini, quod vulnus idem Hansemannus con- querebatur. actum ipsa die beati Valentini episcopi anno etc. 99. 25 Lawelinus Gölder nauta juravit domino Rülmanno Swarber magistro et Nicolao Gnipping decem annos et dabit quinque libras ergo, quod occidit quondam Cünradum dictum Breitswert nautam et debet componere cum querente. et illam 1 occisionem conquesta fuerat Dina quondam Cünradi predicti (?). et sic juravit sabbato proximo ante diem beati Gregorii pape anno ut supra. und ist mit den clegern überkommen *o actum feria sexta ante festum scti Martini episcopi anno domini 1399. Hans Zoller von Dübickheim het uszgesworen zehen jore von dirre stat tage und naht ein mile, und wo man in in der milen ergriffet, so sol man mit dem swerte von ime rihten. und het ouch domit gesworen niemer me diewil er gelebt und des ein brief über sich geben wider unser stat, unser bürgere noch die unsern zü 35 tünde noch schaffen geton werden und weres etc. und ist ime die urteile darumbe geschehen das er einre frowen ein lade mit slegern nam uf frier strazzen, die was wol vier pfunt pfenning wert und fürte die uff Hünenburg. et sic juravit feria sexta proxima ante diem beate purificationis Marie virginis anno 99. * Bötzen Hug de Eckbrehtzwiler juravit domino Rülmanno Swarber magistro 40 et Nicolao Gnipping quinque annos et dabit tertiam dimidiam libram ergo quod vul- Mai 25. IS 99 Juni 25. Juli 25. Juli 29. Juni 9. Febr, ii. März S. Nov . 7. Januar 5 /. 1 In der Vorlage steht illum. VL 105 832 1400 neravit dictum Schahteltey et debet componere cum querente. actum feria tertia Mär: h. ante diem scti Gregorii pape anno ut supra. Nicolaus Swop textor juravit domino Wilhelmo de Mülnheim magistro et Heinrico dicto Messinger textori quinque annos et dabit tertiam dimidiam libram et debet componere cum querente ergo quod vulneravit Henselinum dictum Bijber textorem. * April rr. et sic juravit vigilia scti Georii martiris anno predicto. Claus* Laweler dem eiltern, der do ein verspreche was, ist dise stat zehen jore verteilt tage und naht ein mile von dirre stat. und wo man in in den zilen ergriffet, so sol man von ime rihten mit dem swerte und sol dem spital zehen pfunt geben und sol sine besserunge nit anegan, er habe dem spital danne e die zehen pfunt i« pfenninge gegeben, und sol sweren niemer wider unser stat, unsere bürgere noch die unsern nit zu tünde etc. und sol man ime ouch in den zilen der zehen joren niemer har zu erlüben in keinen weg. und sol ouch keine rate gewalt noch mäht haben ime in den zilen dozwüschen harzu erlöbende oder der besserunge oder der vorgeschribener dinge deheins zu erlösende, und sol es ouch kein meister an kein i& urteil nit setzen und sol ouch deheinre in dem rate dehein urteil darumbe sprechen, und welre meister es an ein urteil satte oder welre in dem rate urteil darumbe spreche, der sol meineidig sin. und sol ouch der vorgen. Laweler sehöffel, ratherre noch vürspreche zu Strazburg niemer me werden, und was geltes er von den per- sonen, der rede er geton solle haben, und nit usz getragen worden ist, dasselbe gelte 20 sol er in wider keren. et sic juravit feria quarta proxima post festum purificationis Januar 29 . beate Marie virginis anno ut supra. Friederich * der vogeler hat gesworn ein jore usz one gnade und sol geben 30 sol. und sol Obrehte von Berregart bessern ein jore an sin gnade umbe daz er in slüg in einre trostunge, also er von meister und ratz wegen getröstet was. et sic ss Febr. i. juravit sabbato proximo ante Helene virginis anno etc. 99. Item * des vorgen. Frideriches besserunge ist uzz und hat vür die drissig Schillinge pfenninge uszgesworen 22 woeben in gegenwertikeit hern Bertholtz von Roszheim des stetmeysters und Walther Oleymans. actum feria quinta ante festum Epiphanie jamll s . domini anno domini 1402. 1 30 Lawelin Sante der kürsener bet usz gesworen zehen jore sub domino Dietherico Burggrave magistro in presentia Reimboldi Wetzel et Heintzmanni dicti Selosz et dabit quinque libras et debet componere cum querente umbe daz er einen schuehzter uff der owen erstochen bet. et sic juravit feria sexta ante exaltationem sete crucis sept. i 2 . anno domini 99. 35 Rünseler Dinlin bet uszgesworen 1 jore one gnade und 1 jore an Hügelin Seiffe- machers gnade tages an den burgban und nahtes ein mile. und ist ir urteil darumbe geschehen umbe daz sü den vorgenanten Hügelin zu drien malen frönde, der in doch nützit schuldig was, das sich vant. et juravit feria secunda post Thome Dec. 22 . apostoli anno predicto. « Hans zu Megede N. B. 1 Späterer Nachtrag. 1400 833 Es hant Hans zu Megede und Arbogast der winrüffer uszgesworen ieglicher fünf jare tages an den burgban und nahtes ein mile, und wenne die fünf jare usz kum- ment, so süllent sü beide ieglicher zwei jare bessern an der nachgeschriben cleger gnode, also vorgeschriben stat. und süllent oueh sü beide in den zilen nit in Krute- s nouve kummen. und ist in die urteil geschehen umbe das sü beide by naht und by nebel stigent in Werlin Heinrichs seligen hus des vogelers .hinter sante Katherinen und geminneten darinne Jüntelin sin dohter und Katherine, Herbart Henselins des bü(h)senmachers dochter beide über iren willen, darzü sü sü beide nötigetent und trengetent und Hans zur Megede die vorgen. Katherinen hüb, bitz das sü der vorgen. 10 Arbogast geminnete. und man doch keinen notzoge do erzügen mühte. actum cras- tino fest! nativitatis beate Marie virginis anno predicto. Und wenne die vorgen. fünf jare usz kumment, so sol Hans zur Megede darnach ein jar von dürre stat sin umbe das er Völtzen Lawelin den vaszicher wunte und ein notwere erzügete. et sic juravit feria secunda ante diem sanctorum Viti et i5 Modesti martirum anno domini 1401. Kese Heitzelin der metziger het, 10 jare usz dem bystüm gesworen. und wo man in do zwüschent ergriffet, so sol man in ertrencken. und het darzü gesworen und des ein brief über sich geben niemer wider unsere stat, unsere bürgere noch die unsern zü tünde noch schaffen geton werden mit Worten noch mit wercken heimlich noch 20 offenlich, und weres, daz er üt mit unsere stat, unsern bürgern zü schaffende gewänne oder wir, unsere bürgere an ieman setzen, der von sinen wegen vor meister und rat zü Strazburg oder vor den, vür die es denne gewiset wurt. und was danne dieselben meister und rat oder die, vür die es denne gewiset wurt, darumbe erteilent, sprechent oder erkennent, das sol er alles halten und vollefüren by dem vorgen. 25 sime eide. und ist ime die urteil geschehen umbe daz er und sin bruder wollen! einen uflof gemacht haben, do die ahthundert byenander worent. und sprach domitte, wenne sü wurden! löffen, so wolte er die baner nemen und weite lohen in etteliche hüser, die er wol wüste und sü vür die grinde slahen. et juravit sabbato ante Mathei apostoli anno predicto. 30 Lawelin Krebs der metziger des vorgeschriben Heintzelins brüder het fünf jare usz dem bystüm gesworen glicher wise also der obgen. Heintzelin sin brüder gesworen het. actum ut supra. Kyenast,* der do schriber was an des schultheissen gerihte, het uszgesworen fünf jore von dirre stat tage und naht ein mile und sol darnach niemer kein schri- 35 her an keinem gerihte ine sin. und ist ime die urteil geschehen umbe das er ein gezügnisze schrieb und dieselbe gezügnisze den schöffeln vorlasz und nach dem lesen me zü der gezügnisze schreib one der schühele wiszen. und ouch darumbe das er Rudolf Dinckelsbühel dem snider sin date an einre fronunge hinder sich schreib, der doch one einre der erste was an der frönunge, die do geschach und schreip s gelt und ouch darumbe daz er belümet ist, das er nit reht mit sime wine umbe gange, den er verschencket het. et juravit feria tertia ante festum corporis Christi anno predicto. Sant Peter der winrüfer het uszgesworen zwei jare tage und naht ein mile. und sol darzü geben 30 sol. den., die er ouch geben het. und ist ime die urteil darumbe 20 geschehen, das er Beinhalt Brüninges seligen sun übel handelte und sprach under andern Worten: er were ein diep und ein mörder und were diebes und mörders gesiebte, et juravit crastino festi scti Johannis baptiste anno 1400. Jacob * Brünlin der harnescher het uszgesworen ein jare tages an dem burgban und nahtes ein mile und sol darzü geben 30 sol. den., die er ouch gegeben het. und 25 ist ime die urteile darumbe geschehen, das er Voltzen Claus dem zimberman einen bürgen hieseh vür ahte pfunt pfenninge, do er ime doch nit me schuldig was denne 6 sol. pfennige. et juravit crastino festi scti Johannis baptiste anno domini 1400. Bühel Dine von Hagenowe, Ulin Wurffelers fröwe het disen rate uszgesworen und sol darzü geben 30 sol. den. und sol die zit nit ane gon zu rechende, sü habe 30 denne die 30 sol. den. gegeben, und ist ir die urteil geschehen umbe das sü Denter Eilsen schalte, sü were ein getümelte gedürnet diebin und bette unseren herren bulfer und armbrost verstolen. et juravit crastino Petri et Pauli apostolorum. Lawelin Brünckelin der winmesser het fünf jare uszgesworen tages an dem burgban und nahtes ein mile und sol darzü geben 2 1 / 2 lib. den. umbe daz er Wolieben » den winmesser gewundet het; et debet componere etc. et juravit sub domino Lütoldo de Mülnheim magistro in presentia Nicolai de Wintertur juniori. actum sabbato proximo post festum pentecostes anno domini 1400. Voltzen Hensz der vaszieher het uszgesworen ein halp jore one gnode von Summer Ennelin, Henselin Unfriden frowen wegen und sol darzü geben 2*| a lib. den. 40 umbe das er die vorgen. Ennelin mit füsten slüg und sol danne ein halp jare darnach uszsweren an Summer Ennelins gnade, er het oueh nemmeliche gesworen der vorg. Ennelin Hensz ireme elichen wurte irem süne noch den Iren weder laster noch leit 1400 839 zü ti’inde in deheinen weg. actum sabbato ante diem scte Marie Magdalene anno predicto. Copten Lawelin bet disen rat uszgesworen tags an den burgban und nahtes ein mile umbe das er Reinhart Francken den schüchzter usz sime husz hiesch by naht 5 und by nebel. et juravit feria tertia ante diem scti Jacobi apostoli anno predicto. Schotten Hanseman der schiffeman bet uszgesworen zehen jore tages an den burgban und nahtes ein mile. und sol darzü geben fünf pfunt umbe das er [Lücke\ erstach. et debet componere etc. et sic juravit feria quarta post diem sancti io Laurentii prothomartiris sub domino Adame Löselin magistro in presentia Nicolai de Wintertur juniori anno domini 1400. Dyetherich zum Hirczhorn der wurt in Krutenöwe het zwei jore uszgesworen tages an den burgban und nahtes ein mile [und sol darzü geben 30 sol, die ouch gegeben er ouch geben hat]' und ist ime die urteil darumbe geschehen, daz er ge- is zigen wart, daz er Lentenlöffel sin döhterlin geminnet solte haben und ouch von ander stucke, darumbe er zü rede gesetzet wart. scriptum in registro de anno 1400. et sic juravit feria secunda ante diem scti Michahelis archangeli anno domini 1400. Cleselinus de Wissemburg textor juravit quinque annos et dabit 2 W 2 lib. et 20 debet componere cum conquerenti ergo quod wulneravit Phynam de Wingersheim ejus uxorem filiam Cüntzonis dicti Decke. et sic juravit sub domino Nicolao Clobeloch magistro in presentia Heintzemanni Gürteier consuli. actum feria secunda ante festum scti Martini episcopi anno predicto. Bintzelerin * het ein jore uszgesworn tages an dem burgban und nahtes ein mile. 25 und sol darzü geben 30 sol. den. umbe daz sü Bride Krösin übelhandelte. et sic juravit sabbato ante festum omnium sanctorum. item dedit 30 sol. den. crastino Marie (?) anno domini 1400. Wilhelm * Klobeloch het ein jore uszgesworen tages an den burgban und nahtes ein mile umbe das er Thoman von Heiligenstein wunte und ein notwere erzügete. 30 et juravit feria quinta post Luce ewangeliste anno predicto. Swobes * Lutzeman het zwey jore uszgesworen tages an den burgban und nahtes ein mile und ist ime die urteil darumbe geschehen, das er Oberlin Fleischtür den weber under andern Worten schalt und sprach: er were ein diep umbe das, daz in der vorgen. Oberlin rügete von swerendes wegen. et sic juravit feria tertia post 35 sctorum Symonis et Jude apostolorum. Frowe * Dine von Nidecke het zwey jore uszgesworn tages an den burgban und nahtes ein mile und sol darzü geben 30 sol. den. umbe das sü Walther von Wintertur den alten geschuldiget het ettelicher stücke, der er unschuldig gewesen ist. et sic juravit feria sexta post festum omnium sanctorum anno 1400. 40 Der * hertzogin sun, dem man sprächet Klebesattel, het zwei jore uszgesworen tage und naht ein mile von dirre stat. und wo man in den zweien joren in der mile 1 Gestrichen. juii n. Juli 27. Sept. 27. /Vor,. 8. Oclob. SO. Octob. 21. Nov. 2. Nov . 5. VI. 106 840 1400 Dec. / 6 . Dec. 20. Nov. 8. Dec. 4. Dee. 45. 4401 März 48. 4405 Juni 26. weges ergriffet, do er uns in unser gerihte ervolgen mag, so sol man in erdrencken. und ist ime die urteil geschehen umbe daz er got und sin liebe müter übel gehandelt bet mit sin ungewünlichen swüren, die vor menglichen nit zu sagende sint und der er mit erbern luten erzüget ist. et juravit feria quinta ante diem scti Thome anno predicto. Murlawelin * der vischer bet ein jor uszgesworen one gnade tages an den burgban und nahtes ein mile und denne zwei jore an Sifrit Unreinen gnade, und sol der zü geben 30 sol. den. umbe daz er den vorgen. Sifrit Unrüwen übelhandelte. et juravit vigilia scti Thome apostoli anno predicto. Nycolaws 01er filius Nicolai 01er de Zabern juravit quinque annos tages an den burgban und nahtes ein mile et dabit 2 1 /, lib. et debet componere etc. ergo quod Heintzemann Sesterer de Zabern wulneravit. et sic juravit sub domino Nicolao Clobeloch magistro in presentia Heintzemanni Gürteier consuli. actum feria secunda ante diem festi scti Martini episcopi anno 1400. Bernhartz* Heintzelin bet ein jor uszgesworen tages an den burgban und nahtes ein mile und ist ime die urteil geschehen umbe daz er einen usz unsere stelle ent- fürte uf eime karriche, der unserm burger zwei pferde genummen bet. et sic juravit feria quarta post diem sancti Andree apostoli anno predicto. Grosz Johan von Monburne in der grafeschaft von Lüczelnburg der wagener Henni Grafz des wageners kneht bet fünf jore usz gesworen tages an den burgban und nahtes ein mile und sol geben 2'/j lib. den. und ist mit dem kleger überkomen uff disen nochgeschriben tag und bet Sicherheit geben, als ein brief beseit, wider unser stat nit ze tünde etc. und ist ime die urteil geschehen umbe das er Peters von Hagenow des seilers kneht wundete, mit dem er ouch überkomen ist. actum feria quarta ante diem scti Thome apostoli anno 1400. Wilde* der kannengiesser juravit quinque annos tages an den burgban und nahtes ein mile et dabit 2 1 ’ 2 lib. et debet componere etc. ergo quod dictum Lumbardi Cüntzlin thecienlatorem (?j wulneravit. et sic juravit sub domino Johanni de Wickers- heim magistro in presentia Andree Rinow consuli. actum feria sexta post diem sancti Gregorii pape anno domini 1401. Und ist mit vorgen. Cüntzelin Lumbardi dem cleger überkommen und bet ime geben 2*/ g lib. d., als er daz vor offeme rat gesell bet. feria sexta post festum nativitatis scti Johannis Baptiste anno domini 1405 sub domino junior! magistro. 1 Nachtrag zu der Aech te rli s te. 2 In 3 dei nomine amen. . . Sub anno domini 1398 sub domino Johanne dicto Zorn aliter de Bulach nu ncupato magistro civitatis Argentinensis pro- seripte sunt persone subscripte propter ipsorum delicta a civitate Argentinensi, qua- rum nomina subscribuntur in hunc modum primo etc. [Leerer Raum]. 1 Nun folgen weitere ähnliche Eintragungen von 1401 an bis 1413 incl. 2 Nieser Nachtrag beginnt auf fol. 37b und reicht bis fol. 41. 3 In der Vorlage hier eine hübsch gezeichnete Initiale mit Karrikaturen. 1400 841 Sub domino Ulrico Bock juniore anno predicto. Item 1 Henselinus dictus Swertzing der winkneht proscriptus est sabbato primo post diem festi corporis Christi ad instanciam Läwelin dicti Leser juniorem, quem wulneravit. s Item Läwelinus dictus Gestehn der murerkneht proscriptus est sabbato proximo ante diem sancti Johannis baptiste ad instanciam dicti Grossen sartoris, quem wulneravit. Item Jeckelin, der der schiflüte hümppeler kneht waz, proscriptus est feria se- cunda ante diem scti Johannis baptiste ad instanciam quondam Eberlini dicti Pfot- io man, quem occidit. Item Peterman von Spire Johans kneht von sant Ingelbreht proscriptus est feria quinta proxima post diem scti Udalrici episcopi ad instanciam Ottemanni dicti Decker, quem wulneravit. Item* dictus Wergmeister Lauwelin proscriptus est feria sexta ante diem scti ls Laurencii martiris ad instanciam Cüntzelini dicti Antvogel, quem wulneravit. Sub domino Hetzelone Marx magistro. Item Bitsch Wölfelin ein tragekneht proscriptus est feria quinta proxima ante diem festi assumptionis beate virginis Marie ad instanciam Andree dicti Snider de Nördlingen ein giler, quem wulneravit. 211 Item dictus Klobelöch Pritsche ortulanus proscriptus est feria secunda ante diem festi nativitatis beate virginis Marie ad instanciam dicti Klowen Jeckel ortulani, quem wulneravit. Item Henselims Grempper Heitze Gremppers sun ander wagenern proscriptus est sabbato primo post diem sancti Remigii ad instanciam . . . 25 Sub domino Hugone Rihter nuncupato Dutscheman magistro. Item dictus Wiszkopf de Marley proscriptus est vigilia beate Katherine virginis ad instanciam famuli Nicolai de Sarburg muravit. Sub domino Johanne dicto Wiszorn magistro, qui ingressus fuerat die dominica proxima post diem santi Erhard! episcopi anno 131)9. 30 Sub domino Heinrico de Mü ln heim magistro anno antedicto. Item dictus Schrötzen cuparius proscriptus est feria proxima post diem inventio- nis scte crucis ad instanciam quondam dicti Mülstein cuparii, quem occidit. Item dictus Wurtzer Hanseman murarius proscriptus est die predicto ad instanciam quondam Heintzonis dicti Swachen, quem occidit. 35 Sub d om ino Johanne de Stille mag! s t r o. Item dictus Jeckeis Henselin ortulanus proscriptus est feria secunda et vigilia sanctorum Petri et Pauli apostolorum ad instanciam domini Nicolai dicti Frünt pres- piteri, quem occidit. Item dictus Switzer der winruffer proscriptus est feria secunda proxima post 40 diem scti Jacobi apostoli ad instanciam Cuntzonis Dannenfeilsz, quem occidit. Sub domino Örtelino Manszen magistro anno predicto. 1398 Juni 8. Juni 22. Juni 47. Juli 14. Ang. 9. Sept. 2. Octob. 8. Nov. 24. 1399 Januar 12. Mai 4. Juni 28. Juli 28. 1 Gestrichen. 842 1400 Item Hannemanus de Surburg seriptor proscriptus est feria tertia proxima ante diem festi epiphanie domini ad instanciam Johannis Ritter filius Hermanni Ritter, quem dk. 3i. wulneravit. Sub d omino Wilhelmo zu Riet magistro, qui ingressus fuerat die do- januar 9 . minica proxima post diem scti Erhardi episcopi anno domini 1390. Item Johannes Kirchherre nuncupatus Ritter filius Hermanni Ritter procuratoris curie Argentinensis proscriptus est feria tertia proxima post diem scti Mathie apostoli ad instanciam Jeckelini Keller de Dieffental, qui conquestus erat ex parte fratris sui, Män i. cum fratrem suum, qui beneficiatus erat, wulneravit. Sub d omino Johanne Bock filius quondam domini Cüntzonis dicti Bock magistro. Item Henselinus dictus Axman filius dicti Axman proscriptus est feria sexta proxima post diem inventionis scte crucis ad instanciam Nese dicte Kürsnerin, quam Mai e. wulneravit. Item Hügelinus dictus mit der besehen ein winkneht proscriptus est sabbato pro- Mai si. ximo post diem scte Sophie virginis ad instanciam Läwelini Harnesch, quem wulneravit. Item Gergo dictus Rotswantz junior tractor vasorum proscriptus est feria sexta Mai so. proxima ante diem festi pentecostes ad instanciam Hermanni de Heidelberg fabri, quem wulneravit. Sub domino Reinboldo Wetzel magistro. Item [Henselinus filius Cünradi de Brende scriptoris] 1 et Philippus filius quondam Johannis dicti Philips olim magistri schabinorum proscripti sunt sabbato proximo juii 3o. post diem scti Jacobi apostoli ad instanciam Friderici dicti Winmesser, quem wulneravit. Item Reinboldus dictus Zorn filius domini Leonhardi dicti Zorn nuncupati Schult- heisz militis proscriptus est feria sexta proxima post diem scti Laurencii martiris Aug. is. ad instanciam Hansz dicti Saltzmitter, quem wulneravit. Item Bürkelinus de Scheffersheim rasor proscriptus est feria quinta proxima post diem exaltationis scte crucis ad instanciam Waltheri de Pfortzheim famulus Johannis sept. is. rasoris an Schintbrucke, quem wulneravit. Sub domino Johanne Klobeloch magistro. Item Jeckelinus rasor, residens prope ecclesiam scti Thome filius rasoris de Tru(h)- tersheim proscriptus est feria quarta ante diem scti Martini episcopi ad instanciam Nov. 9. dicti Heime sartoris, cui filium suum oecidit. Item Hansemanus Gantzeler faber filius dicti Cantzeler fabri im Gieszen proscriptus est die predicto ad instanciam Johannis Pfaffenhofen fabri, quem wulneravit. Item dictus Uselhanseman der schifkneht, dictus Melchior Erhärt et Fritschemanus balneator filius Nicolai dicti Bader in Krutenöwe proscripti sunt feria quarta proxima dk. 7. post diem scti Nicolai episcopi ad instanciam dicti Mulnheim Berchtolt scriptoris, quem wulneravit. 1 Gestrichen. 1400 843 1391 Januar 15. Juni 9. Sept. LS. Sub domino Johanne de Kagenecke seniori magistro, qui ingressus fuerat die dominica proxima post diem scti Erhardi episcopi anno etc. 91. Sub domino Nicolao Berer magistro. Item Lawelinus panifex filius dicti de Giselheim proscriptus est feria sexta post diem scti Bonifacii ad instanciam Nicolai Vastnaht sartoris, quem wulneravit. Sub domini Burckardo de MüInheim magistro. Item Jacobus filius quondam dicti Heilbeling de Hagnow proscriptus est feria quinta ante diem scti Oswaldi regis ex parte dicti Munsser Lawelin, quem wul- Au s- 3 - neravit. Item Erhardus de Spire pellifex proscriptus est feria secunda ante diem scti Laurencii martiris ad instanciam Lawelin in der Hellen pellificis, quem wulneravit. äu 0 . 7 . Item Hensz Schallehase murarius proscriptus est sabbato post Bartholomei apo- stoli ad instanciam Heintzonis dicti Lamp carppentarii. Ang. rs. Item Rufelinus Wolleslaher, Uxhansz et dictus Rüsserhans proscripti sunt feria sexta proxima post diem exaltationis scte crucis ad instanciam quondam dicti Erwin sept. is. lapicide, quem oeciderunt. Item Heintzemannus dictus Howe in die Helle de Constentze et Heintzemanus dictus Wolf de Gemünde pellifex proscripti sunt feria tertia proxima ante diem scti Michahel ad instanciam Heintzemanni dicti Hirtzfelder pellificis. Sub domino Johanne Berlin magistro. Item der schöne Burckart der vischer proscriptus est sabbato ante Martini ad instanciam Roser Hensz, quem wulneravit. Item Blosz Lawelin der schifkneht proscriptus est vigilia scti Andree apostoli ad instanciam quondam dicti Erwin, quem occidit. Item Rincken Hans der schifkneht von der Nuwenmüle proscriptus est sabbato proximo post diem scti Nicolai episcopi ad instanciam dicti Erwin, quem occidit. Sub domino Leonhardo Zorn nuncupato Schultheisze magistro, qui ingressus fuerat die dominica proxima post diem scti Erhardi episcopi anno etc. 92. Sub domino Nicolao Bocke magistro. Item [Lücke] Blutelosz sun proscriptus est ad instanciam [Lücke] Rulinus seligen des snyders zwüschent brücken, den er wundete. Item Heinricus Lutze sutor filius Heintzonis dicti Lutzen sutoris proscriptus est die sabbato proximo ante diem nativitatis Johannis baptiste ad instanciam quondam Sygelini Völtschen junioris, quem occidit et erat Sygelinus Völtsche conquestus. Item Hans von Esselingen der küffer proscriptus est feria secunda post diem scti Jacobi apostoli ad instanciam Ulrici de Mentze dicti Judenlöffer, quem wulneravit. Item Cüntze der wöberin sun ein küffer proscriptus est feria quarta ante diem scti Laurencii martiris ad instanciam Ulrici de Mentze, quem wulneravit. Sub domino Nicolao de H e i 1 i ge n s t ei n magistro. Item Henselinus dictus Gerotwol faber proscriptus est in vigilia scte Katherine virginis ad instanciam Hartmanni dicti Gütgesellen fabri famuli Lawelin! dicti Mo- welin, quem wulneravit. Item Güntze dictus Fuhs de Gügenheim scriba proscriptus est feria quinta post Januar //. Nou. 29. Dec. 9. 13 92 Januar 14. Juni 22. Juli 22. Aug. 7. Nov. 31. 844 1400 diem scti Erhardi episcopi ad instanciam quondam dicti Düsthansz carpentarii, quem occidit et erat dicta Manegolt Dine relicta quondam Hansz predicti conquesta. Sub domino Nicolao Zörnelin de Bulach magistro, qui ingressus januafn. kuerat die dominica proxima post diem scti Erhardi episcopi anno 1393. Sub domino Lütoldo de Mülnheim magistro. Mathis der messerer von Hagenowe, der do messer veil hat vor dem Münster, sept. 19. proscriptus est feria sexta proxima ante diem scti Mathei apostoli ad instanciam Hansemanni dicti Swertfeger Argentine residentis in Sporergasze, quem wulneravit. Nicolaus dictus Swop textor proscriptus est sabbato proximo post diem Michahelis sept. n7. ad instanciam Henselini dicti Biber textoris, quem wulneravit. Sub domino Nicolao Mansze magistro. Item dictus Blotzheim, item Rüllinus der Döldi sun, Oieselin von Spir ein bader- kneht, Hanseman deckelins sun des baders am Klantzhofe, Oberlin von Duwingen, Lawelin Schetzelin unde Peterman Cüntzeman von Kolmar die karpenerknehte proscripti sunt feria secunda ante dominicam sancti Martini episcopi ad instanciam dicti Geiszman nov. io. famuli dicti Brümat sartoris et Cüntzonis famuli Merckelini sartoris, quos wulnera- verunt. Item eodem die proscriptus est Hansemannus balneator Mus Jecklini balneatoris am Klantzhofe ex parte Grede uxoris sue, quam wulneravit. Sub domino Leonhardo Zorn nuncupatus Schultheisse magistro etc. 1 Sub domino Heinrico de Mülnheim aliter de Landesberg magistro, qui ingressus fuerat die dominica proxima post festum beati Erhardi episcopi ja»HarV anno etc. 94. Gerung dem schiffzimbermanne ist dise stat fünf gantze jor verteilet alse einem andern ehter umbe das er ein vesselin nam in Münchelins huse des wurtes und wolte es han enweg getragen, do erwuschete es imme der gast uf dem halse und juii 29 . muste es widerumbe tragen. actum feria quarta proxima ante diem scti Petri ad vincula. Item dictus Hirtenhenselin proscriptus est feria sexta proxima ante dominicam Marz i3. Beminiscere ad instanciam Ullin dicti Harre, quem wulneravit. Item Ulricus Smiders dohtersun der Schuhmacher proscriptus est feria secunda Mai iS. proxima post dominicam Cantate umbe daz er die zur Spangen gewundet sol han. Sub domino Johanne de Kagenecke juniore. Theobaldus filius filie quondam Ulrici dicti Smider sutoris proscriptus est feria Mai i 2 . tertia proxima post dominicam Jubilate ad instanciam uxoris hospitis zur Spangen, quam wulneravit. Item Heinricus von Ulme der wirt zürn Salmen in Krutenow ein lantman pro- .hmi i3. scriptus est sabbato proximo post festum penthecostes ad instanciam Nicolai dicti Rebestock, quem vulneravit. Item Hans von Ulme ein vihetriber ouch ein lantman proscriptus est sabbato 1 Hier folgen (später durehgestrichen) die gleichen 5 Einträge wie oben S. 843 Z. 30 bis: Cftntze dictus Fuchs . .. 5 io 15 20 25 30 35 40 1400 845 proximo post festum penthecostes ad instanciam prefati Nicolai Rebestock, quem vulneravit. Item Spirhannes der zimberman proscriptus est feria sexta \Lilck e] ad instanciam dicti Heinriches Heintzeman Henselin, quem vulneravit. 5 Item Richardus Wannenmacher proscriptus est feria quinta post Bartholomei apostoli ad istanciam Doldenpeter, quem vulneravit. Item Albertus de Bavaria olim famulus Johannis dicti Zorn de Eckerich Master dicti Cappelon carpentarii proscriptus est circa festum beate Marie virginis ad instanciam Margarete Kelre, quondam Fritschonis de Wirigsheim pro eo quod pre- io scriptum Fritschonem occidit. Item Johannes dictus Trüsenheim senior, Dina ejus uxor, Henselinus, Lauwelinus et Dina ipsorum liberi proscripti sunt sabbato proximo post diem feria scti Luce ewangeliste ad instanciam dicte Truwelin uxoris Spitzkopf de Wasenecke, quam vulneravit. i5 Item dictus Sücherhenselin Dietherich der murerknecht zü Wasenecke proscripti sunt ad instanciam domine Drüsenheimii der jungen, quam vulneravit. actum feria secunda ante diem epiphanie domini anno 95. Item Hertelin . . . Sub domino Reinboldo Wetzel magistro. an Item Hertelin Mertze, Peter vom Giene, Jeckelin Hofe, Hans von Zweinbrücke, Henne der alte Stöybe, Henne von Necke und Hans Wildenstein die sniderknehte proscripti sunt ad instanciam Ulrici Suntheim sartoris famuli Merckelini sartoris in Smidegasse, quem vulneravit. actum feria quarta post diem exaltacionis scte crucis anno etc. 95. 25 Sub domino Johanne Sturm de Sturmecke magistro. Item Hans Genseschopt von Vilingen, Claus Swartz, Hering Vilingen, Johans Fribuger von Rotwilre und Hans Geburlin von Basel die khrsenerknehte proscripti sunt ad instanciam Henselini Munchelin des jüngesten des kürseners, quem vulneravit. actum feria tertia ante diem scti Martini episcopi. 30 Item Götzen Hug von Eckebrehteswilr proscriptus est feria quinta post diem sancti Nicolai episcopi ad instanciam Lauvelini Schachtoldei junioris, quem vulneravit anno supradieto. Sub domino Reinboldo Hüffelin magistro, qui ingressus fuerat dominica post Erhardi sub anno domini 1396. 35 Sub domino Wernhero Sturm magistro. Item [Johannes Kantzeler et Johannes Closener] 1 et Cüntze dictus Isenlin proscripti sunt sabbato proximo ante diem sancti Georii ad instanciam Burckardi dicti Syferman, quem vulneravit. Item eodem die proscriptus est dictus Frundesz Heintzeman ad instanciam relicte » fuerat domini ca post Erhardi anno 97. Item Frantzo perpetuus vicarius in Geistboltzheim proscriptus est feria quinta proxima post dominicam Letare pro eo quod unam (quam) puellam Main Nicolai de Truhtersheim famuli domini Volmari de Lützelstein decani scupravit et hujusmodi seuprum fuit conquestum per prefatum patrem. >s Sub domino Heinrico de Mülnheim in Brantgasze magistro. Item Heinrich Mümpelgart der spengelerkneht proscriptus est feria secunda post diem beati Erasmi ergo quod Heinricum Hambach famulum Lawelini de Heiligenstein vulneravit. Item Contze Freischspecher de Spira proscriptus est circa diem beati Erasmi pro so eo quod Ellewibelinam dictam Swemmerin . . . Item* Waltherus Mentag sutor proscriptus est feria sexta infra octavam pente- costes ad instanciam Lawelini dicti Obesser, quem wulneravit. Item Henselinus Smirtzmage der winrüffer proscriptus est feria quarta post Johannis baptiste ergo quod Henselinus Donliebegüt (?) wulneravit. 25 Sub domino Johanne Clobeloch magistro. Item dictus Clein Ulin de Esselingen famulus dicti Richwin pellificis, dictus Santlauwelin, dictus Cleinlawelin famulus Heinrici dicti Selosz pellificis et dictus Spiesselin famuli pellificum proscripti sunt ad instanciam quondam Hannemanni dicti Lange, quem occiderunt. et erat Dina Wolfelerin relicta quondam Hannemanni con- so questa. actum feria quinta proxima post festum beate Margrete virginis. Item Jacobus Bendeier de Franckenfordia scriptor proscriptus est feria tertia post festum beati Mathei apostoli pro eo quod Andream Kauffmann de Ulma sartorem famulum Egidii Brötzelin, (quem) interfecit. et erat prefatus Egidius conquestus. Item* Johannes Billeman et senior et Hansemannus ejus Mus proscripti sunt 35 vigilia Michahelis ergo quod Petermannum de Wingersheim juniorem vulneraverunt. Sub domino Leonhardo Zorn aliter Schultheiss magistro, qui ingressus fuerat dominica proxima post diem scti Erhardi episcopi sub anno domini 1398. Item* Henselinus Kniewelin textor proscriptus est sabbato proximopost dominicam(?) videlicet sabbato proximo post festum beati Georii martiris [ad instanciam Cuntzelini 40 Weber, quem wulneravit et composuit cum Ennelina ejus relicta et Johanne ejus filio .] 1 1 Von anderer Hand mit anderer Tinte hinzugefügt. 1400 847 Item Johannes Starcke de Basilea und Johans Flemming pellifices proscripti sunt ad instanciam Jeckelini dicti Münchelin famuli conducti Johannis dicti Münchelin senioris pellificis, quem vulneraverunt. actum feria sexta proxima infra octavas festi pentecostes anno ut supra. s Item Heintzeman Kurtze der kolerkneht proscriptus est ad instanciam dicti Brümat Henselinus ejus trageknehtes, quem wulneravit. actum die et anno ut supra. Item * Johannes dictus Büsse ein trage kneht in dem Dumeloche proscriptus est... . Sub domino Nicolao Merswin magistro. Item dictus Briden Heintzeman textor proscriptus est feria tertia proxima ante 10 diem scte Luce ad instanciam dicti Bitsche Hans, quem wulneravit ut supra. Sub domino Lütoldo de Mülnheim magistro. Cleselinus de Wissemburg textor proscriptus est crastino Petri et Pauli aposto- lorum ad instanciam Phine de Wingersheim filia quondam Cüntzonis dicti Decker uxoris predicti Gleselini anno domini 1400. i5 Lawelinus Brünckelin der winmesser proscriptus est feria quarta ante festum pentecostes ergo, quod dictum Wolleben den winmesser vulneravit anno predicto. Sub domino Nicolaö Clobeloch magistro. Fritschemanus * de Gengenbach, Johannes Heiden de Esselingen pellifices et Ulricus de Zürich pellifex ejus famulus proscripti sunt crastino scti Nicolai episcopi ad in- 20 stanciam Enneline dicte Tiergartin relicte quondam Jeckelini dicti Hurst, quem ipsi eum occiderunt anno predicto. 1 Str. St. A. G. D. P. 1 Perg. Heft in Fol. ( Achtbüchlein.) (Achtbüchlein) enthaltend 46 grösstenteils in 2 Columnen beschriebene Blätter. — Die oben gedruckten Eintragungen reichen von fol. 1—21 incl.; die Nachträge von fei. 25 37 b .—41 b. 160?- Ordnung für die städtischen Totengräber. 1400 . Von den grüben. Dis hant dise nachgeschriben personen gesworen stete zu haltende, wie die orde- nunge wiset und seit, die hie nachgeschriben stat. und wart die ordenunge gemacht so under hern Lütolte von Mülnheim dem meister anno domini millesimo quadringen- tesimo. [ 1 ] Item zum ersten so süllent alle dotengröiber, alle gröiben und alle schelmen- schinder, die by uns wonende sint, teile und gemeine haben an dem gelte, das man jares von den zehen zübern git, do mitte man das wasser ziim füre treit. 35 [2] Sü süllent ouch bestellen, wenne es darzü kumt, das füre usz got, das gölte lange wende, so süllent sü mit den zehen zübern vürderliche und an allen verzog und ouch bi dem eide, den sü darumbe getan hant, ie zwene mit eime zuber zu dem füre löffen und wasser domitte tragen, so sü iemer getruwelichest künnent oder 1 An dieser Stelle folgen Nachträge aus den Jahren nach 1400. Mai 31. Oclob. 16. Juni 30. 1400 . Dec. 7. VL 107 848 1400 mügent und süllent ouch nit von dem füre kummende mit wassertragen, es sie danne vor verlöschen, do es danne bürnet. [3] Es süllent ouch alle dotengrebere, alle gröiben und alle schelmenschinder, die bv uns sesshaft sint, nit me mitteeinander teil noch gemeine haben denne drie, was arbeit sü ouch tunt, das in danne zügehöret. und weres, das dieselben drie ettewas gutes oder arbeit verdinget hettent, darzü sü me lütes bedörffetent, die süllent sü under in selber nemmen und niergent anderswo. [4] Sü süllent ouch nützit schütten in den graben by dem pfennigturn, es sie danne das daz waszer bitze an die kerbe gat. die do gezeichent ist under der pfennig- br u c k e n. und welher der vorgen. stücke deheins verbreche, der bessert 30 sol. den also dicke er das tut. 1 Auf der nächsten Seite folgt von gleicher Hand unter der Unterschrift: Und sint dis die knehte, den do di züber empfolhen und geluhen sind, eine Aufzählung folgender Art: Item Werlins Lawlin dem totengreber, dem ist ein zuber alleine gelühen, wenne er vürbroht bet, das ime ein zuber alleine bliben sol. \Gestrichen\. Item Heintzen Haietsch het einen zuber. Item etc. etc. Str. St. A. G. D. P. lad. 1. (Achtbüchlein.) 1 Hier folgt von anderer (etwas späterer?) Hand eine Aufstellung über den Lohn der Totengräber. Dis sint die stücke, die ein greber halten sol: zöm ersten von ein grab, do kein sarck ob ist, sol er neraen 3 sol. den. — item von ein grap, do ein sarck ob ist, sol er nemen 4 sol, den. — item von eim nuwe gebornen kind I sol. den. untz daz es jorig wurt und darnach nutz an die vier jor. — item von einem jerigen kinde bitz es aht jor alt wurt, sol er nemen 16 den. oder ein nutze. — item von 8 joren untz an zehen jor 2 sol. den. — item von zehen joren oder von dem, als man es von ersten bewaret, sol er nemen 3 sol. den. und dannenthin von ein jeglichem, das elter ist, sol er nemmen ouch 3 sol. den. — item von eim kind, das vier jar alt ist, das er leit ander einen stein, sol er nemmen 2 sol. den. — item ob eins oder zwey in ein grap legent die kinderwert werent, mit den er arbeit m&st haben ns und in zu heben, do mag er me Ions von nemmen. wolte er aber ze strenge sin, so sol es sten an dem werck, das im reht geschehe und ouch den luten. — item ob ein grap were gefrorn in dem winter, das er müste küren oder arbeit haben, do mag er ouch me Ions nemmen. wolte er aber ze strenge sin, so sol es an dem wercke ston, das im reht geschehe und ouch den lüten. — item ob ein sarck also gros were, das also vil arbeite dozft gehörte, do mag er ouch me lones nemmen, wolte er aber ze strenge sin, so sol es etc. — item ein ieglich grap sol sin 6 schft dieff und nit minder, dise vorgeschritten stücke und artickel het der greber ge- sworen stete ze halten, und was im also wurt zu lone, das sol er unverzüglich halber geben dem wercke by demselben eyde. 5 io IS so 25 30 35 BERICHTIGUNGEN 8. 16 Zeile 26 statt Ageifolien lies Agrifolien. 8. 69 17 » September lies December. 8. 73 26 » 1382 lies 1383. 8. 109 4 > 23 lies 24. 8. 151 16 > 1383 lies 1385. 8. 156 12 » 8 lies 7. 8. 157 21 » 22 lies 21. 8. 158 33 > Salentin lies Valentin. 8. 160 15 21 lies 12. 8. 189 10 zwischen Luce u. id. ist einzuschieben VII. 8. 190 6 statt 22 lies 27. 8. 192 10 » 17 lies 27. 8. 205 26 » Thenne lies Henne. 8 217 19 u. 26 statt 17 lies 18. 8. 267 32 statt Mülenburg lies Mühlburg 8. 312 21 » 1360 lies 1390. 8. 330 3 zwischen feria u. proxima ist einzuschieben II. 8. 336 38 Anmerk, statt s. oben lies s. unten i. Nachtrag. 8. 343 33 statt 4 lies 3. 8. 344 2 20 lies 21. 8. 348 4 20 lies 21. 8. 376 35 November lies December. 8. 495 31 8 lies 5. 8. 512 19 Hüttelin lies Hüffelin 8. 516 8 Herchemberg lies Hertemberg 8. 520 » 19 Mentzlaw lies Wentzlaw. 8. 571 4 or. ch. lies or. mb. 8. 599 31 6 lies 5. 8. 601 5 Marggraf lies Markgraf. 8. 619 32 appostoli lies apostoli. 8. 626 11 zwischen feria u. ante ist einzuschieben VI. 8. 655 2 statt 3 lies 2. 8. 711 15 » Seinen lies Sein. 8. 735 24 » Eckendorf lies Ettendorf. 8. 736 58 . Eckendorf lies Ettendorf. 8. 738 5 » feria quarta lies quinta. 8. 748 13 Sulz lies Selz. 8. 784 6 > Gassmann lies Swassmann. 8. 815 9 > Trutersheim lies Truhtersheim. Das Verzeichnis nachträglich aufgefundener Originale siehe 8. ■+*a>*A- NACHTRAG. >>/ ■., •:» SVÜ&S's q £ i * -•"Ste v^ > - »rV^.^W ■^3 ^l rv v i/-*V />ytV ■; ■ ***£& fc**& • > y* • . \vyVj» >. J -EM £*33*»* Y*.ftr *>v >:■ S>^ Ac:Ciü.^v **^:;rr??J -Sliffi I--H». V-NÄ! &•*&; W&&1Z mX&, '* ^Wl» I !/ ; ö>.y. 5*u**S' >1 1608. Meister und Rat von Schlettstadt an Strassburg: willigen auf den übersandten Brief Saarburgs und GÖffelin Quinkners ein, mit letzterem einen Tag zu Lützelstein zu leisten vor Graf Heinrich von Lützelstein und . . wan wir noch an derselben Sachen bisher gefölgig gewesen sind, so bitten wir üch ernstlich . . . daz 5 ir üwer erbern boten zu demselben tag mit unserm boten schickend . . ., die nechsten Samstag in Strassburg sein sollen, um am Montag den Tag zu Neuweiler oder nov. rr. Lützelstein abhalten zu können. datum feria quinta ante festum beate Katherine vm>. rr. virginis anno 82. 1382 November 20. Str. St. A. AA. 2036. or. ch. I. cl. u> 1609 Straßburger Gesandten-Aufzeiclmung von einem Städtelag (zu IVorms?) [? 1385 Mai]. Gedechtnisse heyin zu bringen. Mit dem ersten, alse von des zollis zu Höste wegen zu bestellende uszgesprochen ist, darumb auch die von Mencze verschieben sint, ir frunde an unsern herren den i5 bischoff von Mencze zu schickenne. Item als die von Worms das gelt, als man yn von irs zollis wegen gebin sol, zu juden schaden genomen hant, dar umb sie und auch die von Mencze und von Franckenfurt mit den juden uff das nehste umb den gesuch tedingen sollent und dann houbtgelt und gesuch rechen, was iglicher stat dar an gebürt zu geben, und 20 ez iglich stat lassin wissin, das sie ir anzal den von Worms schicken. Item als die von Franckenfort gefordert hant von etlicher des landtgraven von Hessin stetde wegen in den bund zu nemen (umb ires') herren willen. Item semelicher masse von grave Emichen von Lyningen seligen witewen wegen. 1 Lücke im Papier, doch wohl so zu ergänzen. 25 854 1385-1387 Item von der 200 guldin wegen, die der von Mencze und von Franckenfurt frunde in dem leger für Burg Solms 1 2 3 wergluden mit willen und geheisse anderre stedte frunde, die do bv warent, zu juden schaden gnomen hant. Item ob furbas deheine stedte des bundis under yn stosse und bruche gewftn- nent, wie das begriffen und versorget wirde, das in solieben Sachen das mere teil \aus- gestr. der stetde] das mynre teil wisen mochte. Item zu verbieten von der gemachten wyne wegen. jtem als die von Worms 260 gülden von des gemeinen bundes wegen uszgebin hant und das selbe gelt gerechent in die nehste reehenunge, die zu Spire geschehen ist, so gebürt dannoch iglicher stad an derselbin reehenunge zu gebin von ie dryn gleen, die sie zum bunde bettet, einen guldin, und gebürt dar an den von Strazburg 33 flor. 4 grosse, das gelt sie den von Mencze sollent schicken, und so iglich stad ir an- czal gut, so blibent daran uberig 24 guldin und 4 grosse dem gemeynen bunde. Item von den von Colne und Metze wegen? Item umb das heimlich westfelsche gerihte. Str. St. A. G. D. P. lad. 168 nr 11. or. chart. 1610- Claus Richter gen. Diitschman an Meister und Rat von /Straßbürg .• berichtet über den Umlauf schlechter Straßburger Münze im Breuschtlial und erbittet Verhaltungsmaßregel in anderer Angelegenheit. [1387.P Minen gewilligen undertenigen dienst bevor bereit zu allen ziten. lieber here der meister und here der ammeister und der rat gemeinliche. ich losz üch wiszen, daz daz böste gelt got in dem Brustal von Straszburger, 4 der ich en (!) deil schicke mit diszem briefe, daz ir sü gesehent den groszen schaden, der dem lande zu Eilsasz geschiht. und geschiht daz als sammen von wellescheme lande, also men mir seit, wolten ir üt dozü gedenken, also uwer wisheit wol betraten (!) kan, wie daz es ge- wert wurde, wenne ich fürston mich mit anders, wenne es der gröste schade ist arm und rieh, dem lande zu Eilsasz, der mir gedenket, wenne wert men es mit in ebne jore oder in zweyn, so werden alle Stroszburger 4 werden, also daz gelt, daz ich iich schicke, och bitte ich üch genediklichen: do sint des erbern knechtes frönt, Mai zs. wip und kint und sine brüder, der do herschlagen wart am pfingest oben, die ruffen mich an und bitten mich iemer durch gotz willen, daz ich in diige und losze für sich gon ein reht gerihte, so gedar ich es mit gedün, wenne ir hant es fürbotten. nii wer es in och gut, die den schaden gedon hant, daz men rehtet, wenne ir einre ist zii Schirmecke ime durne gelegen sit pfingesten, wie demme geschehe, ehe er stürbe, so möchten et/.liche löte sprechen, ich bette in gedötet, daz mir doch leit wer, daz es 1 Vgl. ob. nr. 271 u. 273. 2 Vgl. ob. nr. 273 art. 3. 3 In dies Jahr meint Cohn , Münzgesch. S. 50 d. Brief setzen zu müssen. 4 seil, pfenninge. 5 10 15 80 25 30 35 1387—1388 855 mir in minen sin keme. gnedigen heren gebuten mir zö allen ziten. here der meister, got gebe üch glucke und heil, also vil ich gerne hette, daz ir uwer meisterschafft wol und mit eren usz uszrihten. Claus Rihter dem man 5 sprächet Tützschman. [In verso ] Den krummen wisen und bescheiden, dem meister und dem rate zu Straszburg. Str. St. A. AA. Monnaie lad. 23/24 nr. 15. or. c h. I. el. Ebenda lad. 26. 4. Meister und Bat kündigen die Absicht an, eine neue Münzordnung io zu erlassen 1389. 1611. König Karl VI. von Frankreich an Straßburg: warnt dringend vor offener Feindseligkeit gegen seinen Schwiegervater Herzog Stephan von Baiern. [1388] August 23. Karolus dei gratia Francorum rex dilectis nostris de consilio ville de Stram- 15 bourc salutem et dilectionem cum sincere dilectionis affectu. dilecti nostri. ad no- stram pervenit notitiam, certas discordias/ inter dilectissimum patrem nostrum ducem Stephanum Bavarie et vos motas esse vel in brevi moveri debere vosque sibi et suis dampna et injurias pro posse intulisse et inferre cognari, quod nobis in non rno- dicam cedit displicentiam nec immerito, nam amore Mali moti nequiremus ipsum in 20 quibuscunque suis necessitatibus derelinquere, quin, si et quociens fuerit opportunem, auxilium, consilium et favorem, quos poterimus, sibi prebeamus et vobis displicentiam qualitercunque facere nollemus. quare vos rogamus affectuose, quatenus ab inceptis desistere velitis et in futurum nil datnpni sibi vel suis inferre, nobis quaecunque grata volueritis nos facturos rescribentes. datum in hospitio nostro de belle Osamie 25 XXIII die augusti. Str. St. A. V. D. G. Bd. 84.2 0 r. mb. I. cl. (ohne Adr. i. verso.) Auf dem Bug: Blanchet. 1 Bezieht sich auf den Fürsten- u. Städtekrieg i. Schwaben u. Baiern, in dem Straßburg und der rheinische Städtebund auf Seiten der Städte standen und von letzteren immer wieder zur activen Teilnahme am Kriege gedrängt wurden. Vgl. bez. d. Stellung Strassburgs z. B. nr. 423. 30 2 Aus demselben Bestände sei hier gegeben: 1) ein Brief König Karls an Strassburg ohne Jahresangabe: Karolus dei gratia Francorum rex honorabilibus et potentibus dominio et communitati de Estrabourc salutem et sincere dilectionis affectum. honorabiles et potentes, nolentes amiciciam vestram prolixis accedere scripturis dilecto et fideli scutifero nostro Johanni de Kapella baillivo de Monte quedam nuper intimavimus nostra et regni nostri negocia concernentia amicicie vestre nostri parte per ipsum 35 clarins exponenda. eapropter honorabiles et potentes amiciciam vestram rogamus attencius, quatenus ipsius relacionibus velit fidem indubiam adhibere. altissimus vos conservet feliciter et longeve. scriptum in acie nostra juxta villam Bituricensem in Bituris die XX mensis junii. [Auf dem Bug: GraSSet .] Lager bei Boi trges tJuni 20. 2) Karl VI an Herzog Stephan: gavisi sumus, nos per Bruni de Rebapetra (!) militis vestri vivas 40 voces comperisse, vos super vestros illarum partium Alemanie inimicos triumphum reportasse et multas civitates oboedientiae vestrae snbegisse. datum Parisius januarii die nono. Paris [J3S9] Januar 9. 3) Königin Elisabeth v. Frankreich an ihren Vater Herzog Stephan : ist erfreut so gute Nachrichten über sein Befinden zu höben u. d. gl. scriptum in monasterio Marie regalis prope Pontisaram VII 45 die septembrio. VI. 108 856 1388 1612- Kurfürst Ruprecht I und andere genannte Fürsten, die zu Würzburg versammelt waren, laden [ Rtraßburg ] zu einem neuen Tage in Würzburg ein. Würzburg [1384—1388? ?] Ende April/MaiD Von uns Ruprecht dem eitern, Steffan und Fridrich, Ruprecht der jungest und Albrecht der junger pfallenczgraufen by Rine und herezogen in Payern, Lamp- recht zu Ramberg und Gerhart zu Wirczburg byschoff, Wilhelm markgrave zu Missen, Herrnan lantgrave zu Hessen, Fridrich buregrave zu Nürenberg und Ludwig grave zu Otingen, alz wir ietzonden z e Wirczburg bij einander gewesen sien: Unsern griisz bevor erbern wisen lute, wir lan iuch wissen, daz wir und die andern erczbischoff von Mencz, von Triere und von Cölne rate und ouch der andern fürsten ieczunt ze Wirczburg bi ainander gewesen sin, daselbs hant uns etlich von den fürsten und herren unser eynunge faste zu gesprochen umb etlich artikel, alz man zu Mergentheim 1 * 3 da von geschaiden sy, daz in daz noch vollenzogen sy und ouch etlich ander brüch, die in der ainung sider her geschehen sy von iuwer etlichen stellen, dezseihen glichen mainent ir villichte ouch, daz üch wider umbe brust (?) sie gen etlichen fürsten und herren, und wir besorgen, daz grosz irrung dar in vallen möcht, daz wir niht gern sehen, so hat ouch unser herre der künig ietzo sin bottschaft bi uns gehabt und hat an uns geworben, daz er an sumnisse zii ainen andern tag umb diz pfmgsten gen Heytingesfelt körnen wolle, dar umb han wir ainen andern tag uffgenomen, daz wir alle gen Wirczburg wider körnen sollen uff den Sonnentag dry wochen nach dem halligen pfingsttag nechst komt umb notorft willen der egenanten bruch und artikel, die etlich von üch und ir gen uns betten!, alz vorgeschritten stet, durch daz wir helffen andersten in der zit. dar umb begeren wir mit ernst, daz ir ouch uff den obgenanten Sonnentag gen Wirczburg mit macht körnen wollen! umb die egenante sach helffen zu andersten, alz vorgeschritten stet und senden! dar umb zu iuch den edeln Fridrichen graufen zu Otingen, dem wollen! gelüben, waz er iuch zu disen ziten von unser wegen sagende sy. geben zu Wirczburg an mittewochen nach dem sünnentag Cantate ander unser herezog Ruprecht dez eitern und Steffen pfallenzgraven bi Ryne und herezogen in Payern, Gerhart bischoff zu Wirczburg, Wilhelm maregraven zü Missen und Fridriches burgraven zu Nürenberg insigeln versigelt. Str. St. A. G. U. P. lad. 48/49 C. cop. ch. coaev. 1613. Entwurf eines Bündnisses der rheinischen und schwäbischen Bundes- 1 Die Datierung Stückes ist unsicher! Fürstenversammlungen zu Würzburg sind bekannt 1386 Febr. und 1387 März, auf beide Jahre scheint dies aus dem April oder Mai stammende Schriftstück nicht zurückzugehen. Vgl. nr. 1613 den Vertragsentwurf v. Würzburg, zu dem dies Stück schon wegen seines Tagesdatum, selbst bei frühstem Osterdatum, nicht gehören kann. 3 ? — Zusammenkunft v. 1384 Febr. oder v. 3. Aug. 1387. D R. A. 1, 518. S. auch oben nr. 404 Nov. 1387. 5 io 15 20 25 30 35 1389 857 städte mit den (ungen.) Fürsten und Herren gültig bis s. Georg (23,,-24. April) und von da auf ein Jahr. actum Wyrtzburg. [ohne Datum.] Würzburg [1382—1389 vor April 23 ], * 1 2 3 * 5 Str. St. A. 6. D. P. lad. 48/49 C. fase. 4. Abdruck einer Stelle: Wencker, de ußburg, 142. 1614 . Kleinhenselin von Heiligenstein schwört Urfehde der Stadt Strassburg und ihren Bürgern, besonders dem Altammeister Cuntze Müller, dessen Sohn Gon rat, Frau Engele von Heiligenstein, seiner Schwester, seinem Bruder Johans von Heiligenstein dem brediger, Frau Nese von Schßnecke, seiner Muhme . . . von soliches an- io griffes und gefengniszes wegen, so ich gefangen bin gewesen von den erbern wisen meister und rate zu Straszburg. geben an dem nehsten mentage nach sant Mathis- tage des heiligen zwölfbotten des jores 1389. 1389 September 27. Str. St. A. G. U. P. u. 168(169. or. mb. I. pat. siy. delaps. 1 Von dem nachträglichen Abdruck dieses Stückes ist angesichts seines Umfangs, seines Charakters 15 als wohl nicht ausgeführten Entwurfes und der Unsicherheit der Datierung abgesehen! Einen für Straßburg interessanten Teil des sich sonst in den üblichen Bündnisbestimmungen haltenden Textes, Abmachungen über das Außenbürgerwesen, hat Wencker, de usburg, 142 ff. abgedruckt. Dieselben besagen: 1. Daß man keine Stadt oder ganze Ortschaft der fürstl. Contrahenten zu Außenbürgern annehmen dürfe. 2. Daß hingegen die Annahme einzelner Personen aus fürstlichen Gebieten gestattet sei, doch unter so der Bedingung, daß sie sich alsbald «bftweliche und habelichein die statt setzen und ziihen, in der sie burger worden sint». Es ist aber dazu ein verbrieftes Uebereinkommen mit ihren bisherigen Herren innerhalb Jahresfrist nötig oder späterer eidlicher Nachweis. 3. Daß Grafen, Herren, Bitter, Klöster und Pfaffen zu Bürgern anzunehmen, auch fernerhin erlaubt sei, wie «von alter her». 25 4 Daß zu Bürgern auf genommene Eigenleute und Bauern solcher Fürsten und Herren, die nicht zu diesem Bündnis gehören, auch fernerhin außerhalb der Stadt (uszenan off dem lande) sitzen dürfen. 5. Daß zu Außenbürgern angenommene bundesfürstliche Leute nach ihrem Abzug aus ihrem bisherigen Ort in die Stadt ihres neuen Bürgerrechts ein Jahr lang «sture, gälte, antzal und freveln», zu denen sie verpflichtet waren, zahlen sollen, und daß man sie an Leib und Gut ungehindert ziehen lasse. so Wencker hat das mitgeteilte Stück ins Jahr 1388 gesetzt. Weizsäcker [D. B. A. II, EM. S. 7 Z. 8—27] verwirft mit Becht diese Datierung, ja er bezweifelt überhaupt einen solchen sonst garnicht bekannten Tag zu Würzburg und meint, Wencker habe die in der Ueberschrift zu jenem Außenbürger- excerpt gemachte Angabe: Verhandelt * in Würzburg> nach eigener Vermutung eingesetzt. Das ist jedoch nicht der Fall, sondern unser Stück hat als Schluß die Angabe «actum Wirtzburg » Daß 35 Wenckers Auszug, der sich nach Weizs. mit Bestimmungen des Ehingcr Bündnis vom 9 April 82 deckt, aus unserm Stück gemacht ist, wird außer durch Wortlaut und Schreibweise dadurch bestätigt, daß unsere Vorlage zu Anfang und Ende der von Wencker mitgeteilten Stelle ein altes, wohl von seiner Hand herrührendes Merkzeichen, ein Kreuz, aufweist. Die Existenz eines Würzburger Tages oder wenigstens des Vorhabens zu einem solchen, von dem nach Weizs. «die Geschichtsschreibung Umgang zu nehmen 40 hat>, kann also wohl nicht mehr in Zweifel gezogen werden. Die Datierung desselben ist jedoch sehr schwierig. Der von Wencker gemachte Ansatz (de usb. 140) zwischen dem Mergentheimer-Tage (Jan. 89) und dem Egerer Beichstage (April 89), der also nicht das Jahr 1388, sondern März-April 1389 ergeben würde, hat jedoch keine große Wahrscheinlichkeit für sich. Er bezeichnet nur das letzte mögliche Datum! Die Würzburger Tage von 1386 und von 1387 März 45 sind nach D. B. A. 518 bloße Fürstentage gewesen. Doch ist sehr wenig, besonders über ersteren bekannt ! 858 1390 1615 . Wilhelm zu dem Riet der Meister und der Rat von Strassburg an die Städte Mainz, Worms, Speyer, Frankfurt: haben wegen der bei ihnen jährlich üblichen Ratserneuerung bisher keine Zeit gefunden, ihnen wegen der Zahlung der 28 000 fl. an Ruprecht den älteren und den jüngeren zu antworten. Sie sind zwar entschlossen, demnächst ihren Anteil an der Zahlung gegen Quittungsbriefe an Mainz abzuliefern; wollen jedoch, um endlich zu der ihnen im Friedensschluss (in der sünen, die zwischen! herren und stetten zuging) zugesicherten, aber bisher nicht gezahlten Entschädigung für Rrandschatzung und Gefangenschaft ihrer Bürger zu kommen, von diesem Anteil 970 Gulden zurückbehalten. datum feria secunda proxima post diem scte Agnetis virginis anno 1390. 1 1390 Januar 24. Str. St. A. AA. 111. conc. ch. 1616 . Jean de Vergy an Strassburg: entgegnet, dass seine [schon am 18. Juli 1 2 von ihm bezeichneten] Schädiger doch Strassburger Bürger seien, und verlangt Entschädigung. scriptum die 4 septembris anno 90. 1390 September 4. Str. St. A. G. D. P. lad. 22. or. ch. I. cl. ling. lat. 1617 . Bischof Friedrich von Straß bürg, der Abt von Murbach , Landvogl vom Elsaß , die Stadl Straßburg und die Städte Hagenau , Colmar , Schlettsladt , Ehn- heim, Bosheim, Kaysersberg, Tiirhheim, Münster, Mülhausen und Selz schließen einen Vertrag über Gülligheil und Conlrolle der im Elsaß umlaufenden Straßburger Pfennige. 1390 Deeember S. Wir Friderich von gottes gnaden bischof zu Strazburg, Rudolf von denselben gnaden appet der stifte zu Murbach und lantvogt zu Elsas und wir die meistere, die schult.heissen und die rete der stette Strazburg, Ragenowe, Colmer, Sletzstadt, Ehenheim, Rosheim, Keisersberg, Turenkeim, Münster, Mülnhusen und Sels verjehent und künden! mengelichem mit disem briete, alse etwas spannes und bresten gewesen ist in den stetten und in dem lande zu Elsas und öch anderswä von sölicher kleiner und böser Strazburger pfenninge wegen, die untze har alda gegangen sint, und man genommen het, daz doch dem lande und den luten und mengelich darinne grässliche zii schaden kommen ist, das also wir darumbe und durch dez landes und der lute darinne und mengeliches notdurft und nutzes willen zusammen geritten und kommen sint, sollichen gebresten zu versehende und des landes und der lüte nutz von söllicher Strazburger pfenninge wegen zu überkommende, und sint öch wir die vorgenanten herren und stette einhelleklichen und mit wohlbedahtem mute überkomen, das man hinnanfürder keine andere Strazburger pfenninge geben noch nemen sol danne sölliche Strazburger pfenninge, die nit gefallen mügent durch die ritern, die in jeglichen un- serre der vorgenanten herren stetten und in unsern den vorgenanten stetten sint. 1 Das Stück sollte stehen oben zwischen nr. 567 und 568. 2 Vgl. oben nr. 591. , 5 in 15 20 25 30 35 1391 859 und sol öch dis vestekliche also weren und stete sin und bliben in alle die wise, alse davor ist bescheiden, und wenne sante Georien dag, der rni zü nehest kommet, Vorkommen und vergangen ist, so sol man darnach in allen unsern stetten, vesten und gebieten keinen andern Strazburger pfenning nemmen danne, der nit durch die 5 vorgenanten ritern gefallen mag. welre Strazburger pfenning aber danne durch dieselben ritern vellet, den sol nieman andern geben noch von iemanne nemmen. und sol öch danne dieselben Strazburger pfenninge mengelich sniden äne mengeliches irrunge und Widerrede, und süllent wir öch bestellen, das das also geschehe und vollefüret werde und öch hüten darüber setzen, und were es, daz ieman denheinen io nuwen oder alten besnitten Strazburger pfenning in unsere stette, vesten oder gebieten brehte, darnach süllent wir stellen, wie die gerehtvertiget und gebeszert werden! nach den schulden, alse danne da mit geschehen ist äne alle geverde. und wände wir die vorgenanten herren und stette allesament gelobet hant in güten truwen alles daz zü haltende und getruweliche zü vollefürende, daz da vorgeschriben stat, so hant 15 wir dez zü einem urkunde unsere ingesigele allesament an disen brief gehencket. der wart gegeben an dem ersten fritdage vor sante Nicolaus dage des heiligen bischofes in dem jare, da man zalte von gotz gebürte drützehenhundert jare und nüntzig jare. und sint dirre b riefe drie gliche: der ein re bi uns Friederich bischof zü Strazburg, der ander bi uns dem vorgenanten Rudolfe appet zü Murbach und lantvogte und dez 20 riches stetten in Elsas und der dritte bi uns der stat zü Strazburg blibent. Nachschrift : Dis wurt also uff disen hütigen sant Niclaus tag gebotten und verkündet in allen des byschofes stetten unde gebieten und in allen riches stetten in Eylsasz, daz man dis aldo und hie hinnanfürder vestekliche halten sol zü glicher wise, alz do vor gelesen ist, wände man es umbe und umbe also halten wil. 25 Str. St. A. Monnaie lad. 24 nr. 2. cop ch. coaev. 16111. Götze von Grostein der jünger und Claus von Grostein rittere gevettere schwören der Stadt Strassburg Urfehde wegen der Sache, da . . . die erbern wisen der meister und der rat Tlioman von Grostein ritter unsern vetter und uns anegriffen unde gefangen hant. geben des nehesten frytages vor dem sunnenlage Letare zü 30 mittenvasten des jores . . . 1391. 1301 März 3. Str. St. A. AA. u. 1417. or. mb. I. pat. c. 8 sig. pend. 1619. Zebische von der Witenmüln verkündet, dass er aus der Gefangenschaft der Stadt Strassburg bis zum 8 September entlassen sei, und verpflichtet sich unter Stellung von Bürgen, an dem genannten Tage in die Haft zurückzukehren. 1 gehen 35 an dunrstage nach unsere frowen tage der erren des jores . . . 1391. 1301 August 17. Str. St. A. Abt. IV u. 46. or. mb. I. pat. c. 4 sig. delaps. 1 Unter V. C. G. K. u. 23a. liegen Urkunden gleichen Inhalts vor: 1) vom Michelstage für die Frist bis zum s. Martinstag u. 2) vom Mittw. vor s. Martin (c. 4 sig.) für die Frist bis Hilarientag sowie 40 3) unter Abt. IV u. 46 v. s. Jergen obent 1392 für die Frist bis Johanstag de teuffers. löst April ar>. Oec. 1. Der., fi. I 860 1393—1395 1620. Bischof Friedrich von Utrecht an den Rat von Straßburg .• bittet, seinem Diener Luto Frieden zu gewähren, da dessen Spoltlieder auf Straßburg doch nur die Antwort auf viel ärgere Straßburger Lieder auf ihn den Bischof gewesen seien. Deventer [nach 1393] J linse vrientlike gruit voirscreben. eerbere göede vriende. in dien tiden, doe 5 wy liegen u in orloge ende in krvge weren, worden in der stad van Straesburgh vele stneliker sprüeke ende Ivede gemaict op ons, onse hulpere ende vryende, daer Luto ons dyenre oic sprüecke ende lyede teghen makede van onsen gehete, die doch bescheydeliken begrepen syn. ende, als wy verstaen, wert Luto angebracht und ge- watent, dat hi hem voir u ende voir die uwe huede, want ghi hem ongünstich u> zvt omme der zacken wille voirscreben, des wy doch nyet woil geloeven enkonnen, want wy u of den uwen synt, dat wy voir ons ende voir alle onse dyenre oner- dragen ende gezwoent syn noede enygen krodt of hynder mit ongelike doen solden. ende begheren daerome an u, dat ghi den vorscreben Luto uyt dyer vrüchte(!) ende anxte will laten, soi dat hi ons ende anders svne herrn vrylike dyenen ende veldes > 5 ende straten sonder anxt van u moeghe gebrüken, dat wy liegen u ende die uwe, of sv onser erghent bedürften, gerne voir oeghen willen hebben. ende hier af will ons uwe bescreven antworde senden by desen bode. got sy mit u. gescreven tot Deventer des manendags na den sonnendage vocem jocunditatis. [In verso] An den eerberen meisteren ende raet der stad van Straesborgh unsen 20 güeden vrienden. Str. St. A. AA. 1414 nr. 13. or. ch. I. d. 1621. Schwartz Reinhart von Sickingen, 1 2 Amtmann zu Lauterburg, bekennt, dass Götze Bösebast, Schultheiss zu Lauterburg, zwischen ihm und der Stadt Strassburg einen Frieden bis 8. Johanstag beredet habe, und dass er denselben getreulich 25 halten wolle. geben zu Luterburg uff den wiszen sündag anno 1394. Lauterburg 1394 März 3. Str. St. A. Abt. IV u. 71-72. or. ch. I. pat. c. sig. i. v. impr. delet. 1622. Bischof W ilhelm von Strassburg verkündet, dass er eine Sühne gemacht habe zwischen der Stadt Strassburg und Gerbart Schoup. geben zu Mollisheiin uff 30 zinstag nach des heiligen criitzes tag als es fanden wart in dem jare 1395. Molsheim, 1393 Mai 4. Str. St. A. AA. 1418. or. mb. I. p. c. 3. sig. pend. 1623. Bähst Bonifaz an Strassburg : bittet Ludwig von Lichtenberg zu veranlassen, die drei Lütticher Cleriker Beynerus de Meckenborgh, Arnoldus .lonchere und 35 1 Weil bis zur Mitte des Jahres 1303 Friedrich noch Bischof von Straßburg war, vgl. oben z. B. nr. 775, nr. 783 u. a. 2 Vgl. oben nr. 811. 7 1395—1396 861 Wynandus de Mosa, welche er überfallen und gefangen gesetzt hat, wieder frei lasse, damit sie ihre Reise nach Rom fortsetzen können. datum Rome apud Sanctuin- petrum VII id. junii pontificatus nostri anno VI. Ttom 1395 Juni 7. Str. St. A. V. D. G. u. 88. or. mb. I. p. c. bulla plumb. 5 1624. Schwartz Rudolf von Andela, bischöflicher Vogt des Ristrictes Molsheim, und der bischöfliche Prokurator Gerhard von Dachstein nebst Vertretern der bischöflichen Ortschaften: M o 1 s h e i m, Börsch, Mutzig, Dachstein, Bischofsheim bei Rosheim, Sulz, Ergersheim, Ernolsheim bekennen, dass mit ihrem Wissen und Zustimmnng Bischof Wilhelm der Stadt Strassburg für eine Schuld von "> 2000 fi. den., die noch von der 10000 U. Schuld seines Vorgängers Bischof Friedrich herrühre, die Steuer und Bette in den obengenannten Orten bis zur' völligen Zahlung der Schuld verpfändet habe. actum 4 kal. sept. anno 1395—16 kal. mart. anno 1396. 1395 August 29—1396 Febr. 14. Str. St. A. AA. u. 1425. or. mb. I. pat. c. 8 sig. pend. 15 1625 Swartz Rudolf von Andelo vögt zü Mollesheim und pfleger in der pflege zü Bernestein, ich Burgkart Humbel von Stöffenberg vögt zü Ortenberg und ich Johans von Kageneeke hofemeister rittere verjehent: . . . inbetreff des zwischen Bischof Wilhelm, dem Decan Volmar von Lützelstein und der Stadt Strassburg abgeschlossenen Vertrages, dass sie . . . alle die stücke, puncten und artickele, die in 20 den selben briefen von unserre ambahte wegen verschriben staut, gesworn haut, stete zü haltende und ze vollefürende one alle geverde. geben an dem nehesten f'ritage vor dem sunnentage . . . Judica do man zalte 1396. 1396 März 17. Str. St. A. AA. u. 1422. or. mb. I. pat. c. 3 sig. pend. Ebenda Urk. gleichen Inhalts von Burckart von Landesperg. 25 1626 Burkard Humbel von Stouffenberg, bischöflicher Vogt zu Ortenberg, Ulrich Krese, bischöflicher Procurator des Districtes Ortenberg, sowie Einwohner der bischöflichen Ortschaften: Oberkirch, Beuchen, Griesheim, Appenweier, Ulm, Achern und S a s s b a ch bekennen, dass mit ihrem Wissen und Zustimmung Bischof Wilhelm der Stadt Strassburg für eine noch von seinem Vorgänger Bischof 30 Friedrich aus der Schuldsumme von 10000 tt. den. herrührende Schuld von 4000 tt den. die Steuer und Bette in obengenannten Orten verpfändet habe bis zur völligen Bezahlung dieser Schuld. actum 2 id. sept. 1395—5. id. junii anno 1396. 1395 September 12—1396 Juni 9. Str. St. A. AA. u. 1425. or. mb. lit. pat. c. 5 sig. pend. 35 1627. Johann von Lichtenberg 1 bekennt für sich und seine Erben, keinerlei An- 1 Derselbe u. sein Bruder Ludwig , Domherr z. Straßb., schließen mit der Stadt einen Burgfrieden wegen ihrer Burg u. Stadt Lichtenau. 1399 mentag nach s. Andrestag. Str. Str. A. AA. u. 1792. or. mb. c. 3 sig. pend. 1399 JDee ‘ 862 1396—1397 Sprüche und Forderungen mehr an die Stadt Strassburg zu haben. geben an der nehesten mitwochen nach sant Ulrichs tage 1396. 1306 Juli 5. Str. St. A. AA. u. 1693. or. mb. I. pat. c. 1 sig. pend. 1628. Graf Friedrich von Hohenzollern an Straß burg -. 2 bittet um Entsendung zweier Rats freunde zu einer Tagleistung in Erbschaftssachen. 1396 Juli 7. Von uns grauff Ffritz von Hohen Zolr dem eitern. Unser grüs und waz wir gntz vermugen voran, lieben die von Strauszburg, maister und raut, wir bitten üch iemer durch unsers dienstes willen und alle, die wir sin erbitten mögen, daz ir uns wellent lihen üwers rautes zwen oder dry gen Rott- wil zu ainen tag, da unser wip und grauff Hainrich von Ffürstenberg tag la(i)sten wellent von ires bruder erbes wegen, grauff Hansen säligen von Ffürstenberg, won ir daz grauff Hainrich langzit entwert und röplich genomen hant. dez sint auch fünff ainen gemain körnen uff unser genadigen herrschaft landvogt herr Engelharten von Winsperg, won uns der ainen tag ze baiden siten verkünden sol hiezwüschen und sante Jacobs tag ahtag vorhin. . lieben die von Strauszburg, haben wir ie wider üch getan oder ir wider uns, daz ist doch in uns gentzlich abe, daz getrawin wir, ez sige üch auch, und wollen üch ez wider dienen, wazü ir unser geriichent, daz wir getan mügent, won ir uns doch lieber wissent und horent unsern gelimpff und un- gelimpff, reht und unreht denhain unser nauchgebur. lieben die von Strauszburg, wellint ir uns daz ze lieb tun, so land uns dez uwer verschieben antwurt wissen by disem hotten, so wellen wir üch zu genüg enbieten uff den tag ze koment. datum feria sexta post Udalrici episcopi anno domini etc. 96. [ln verso] Den ersamen wisen wolbeschaidenn maistern und raut der statt zu Strauszburg. Str. St. A. Abt IV, 22. or. ch. I. cl. 1629- König Karl VI. von Frankreich an Meister und Rat von Straßburg: hat ihre Briefe erhalten, versichert sie seines Interesses an allem Gemeldeten , besonders an dem Schicksal der bei Nicopolis gefangenen Straßburger und beglaubigt den Ueberbringer des Briefes zu mündlichen Mitteilungen. Paris [1397] Mai 13. Karolus dei gratia Francorum rex nobili viro Johanni Zorn alias de Eckerich 1 militi magistro et consulibus civitatis Argentinensis amicis nostris carissimis cum intima dilectione salutem. amici carissimi. litteras vestras nuper per dilectum conci- vem vestrum Johänem Michaeus (?) ad nos missas vestra noverit amicitia recepisse 1 Vgl. oben nr. 435 d. Brief Bottweils üb. Fried, v. Hohe. u. nr. 440 d. Sühnebrief Fried.’s mit Straßb . 2 Joh. Zorn-Eckerich war 1397 Stettmeister. 5 10 15 20 25 BO 85 1397—1398 863 contentaque in eisdem ae omnia et singula, que idem Johanes parte vestra nobis re- ferre voluit audivisse mentionem inter cetera facientem super nonnullis proceribus ac viris nobilibus civitatis vestre, qui lamentab(i)li conflictui jam dudum in Bulgaria deprope villam Nicopoli, proth (!) dolor, in tanta strage christianorum commissa inter- 5 fuerant, sub potestate perfidorum Turcorum et potissime in Bruxia captivitatis jugo detentis et miserabiliter laqueatis. 1 quare non lateat eadem vestra dilectio, nos sem- per erga quevis sua rogata paratos köre, prout hec et alia prefatus concivis vester harum portitor, cui in dicendis fidem adhibere velitis, orethenus vobis latius referet parte nostra. datum Parisius (!) die XIII maii. 0 \Auf d. Bttg\ J. d’Aunoy. Str. St. A. V. D. G. Bd. 84. 3 or. mb. I. cl. (ohne Adress. i. verso). 1630 . Johans Klobelouch der Meister und der Bat von Strassburg an Basel: . . . alse wir Vieh nehest schribent 2 so getane mere, alse uns von Franckefurt har ulk embotten waz, und wir üch schribent, bekunden! wir dovon ut fürbasser, wollen iS wir uch ouch lassen wissen, also hat uns Lawlin Lentzelin uff hüte prime zijt ein brieflf verschieben von des tages wegen zu Franckefurt, des wir uch ouch aber ein abschrifft har inne senden! verslossen, das ir vch darnoch wissen! zu rihtende. datum die dominica ante diem sancti Laurencii martiris. [1397 August 3.] Basel St. A. Neb. reg. Cg. III n. 239. or. mb. Ut. cl. 2 « 1631 . Saarburg an Strassburg: laut üwer wiszheit wiszen, daz wir gebotschaft sint von unsern glitten friinden, daz uf disen sündag zu naht ein folk ligen stille zu Herbetzheim und zu Bymelingen und uf disen mondag in Elzas ziehen welle . . . . geben uf sundag noch veschber zit anno 1397. 1397. Str. St. A. G. U. P. lad. 45)46 or. ch. I. cl. 25 1632 . Meister und Rat von Straßburg quittieren über den Empfang von 2000 Gulden, als Teil einer Schuld des verstorbenen Bruno von Rappoltstein an die Stadt. 1398 März 13. Wir Lienhart Zorn genant Schultheizz der meister und der rat von Strazburg künden! mengelichem mit disem briete, das uns Ulrich von Altenkastel und Peter 30 von Schütter gegeben, geantwurtet und bezalt haben! 2000 guldin von der drier tusent guldin wegen, die der durchlühtige, hochgeborne fürste und herre hertzoge Lüpolt hertzoge zu Osterrich etc. unser gnediger herre uns und etlichen unsern bürgern schuldig und verfallen waz zu gebende zu unser fröwen tage der lichtmessen nehest vergangen von der schulden wegen, die derselbe unser herre der hertzoge uf 35 1 Vgl. hierzu oben nr. 1218 u. 1229, die sich ebenfalls auf Strassb. Bürger, die der Schlacht v. Ni- copolis a. 1396 beiwohnten, beziehen. 2 Vgl oben nr 1270 Brief v. 1397 August 2. Febr. 2. VI. 109 i : i'u ■ ■ ■ ' f ■ i !t i bMI ._ i : i(i «i p, I ■(> 864 1398 sich verfangen het uns zu bezalende vür den edeln seliger gedehtnisse herren Brunen von Rappoltstein. 1 und sagent ouch wir vür uns, unser bürgere, den die schulden zugehörent und vür alle unsere und ire nochkommen den obgenanten unsern gnedigen herren, hertzoge Lütpolden zu Osterriche, sine erben und nachkommen der zweyer tusent güldin, die uns uf dise zit also bezalt sint, quit, lidig und lozz. und zu eim urkunde so haut wir unser stette ingesigel getan drucken zu rücke uf diesen brief. datum feria quarta proxima post diem scti Gregorii pape anno 1398. 1398 März 13. Str. St. A. V. C. G. K. u. 23 c . or. mb. c. sig. impr. del. 1633. Johann von Miilnheim Rechberg an Johann Bock [Stettmeister] in io Strassburg: wisse, daz die herren von Bitsch eine hufifunge hont uf samstag und sich veste beworben haut. geben uff mitwoche noch Agli (?) 1398. 1398. Abt. IV, 72. lad. 28. or. ch. I. el. 1634. Lienhart Zorn genant Schultheiz 2 der Meister und der Rat von Strassburg an den Bürgermeister und den Rat zu Basel in Sachen der Bitscher Fehde 3 . . . wir hant üch vor verschieben und verkündet, in welcher messen wir mit allen herren von Bytsche ein tag leistetent zu Buckenheim vor dem hochwurdigen fürsten und herren herren Frideriche ertzbischofe zu Golne, und wie sie uns aldo eren und rehtes uzgingent, als üch das noch wol indengkig ist, des wir getruwen. darnoch so hat der durchlühtige hochgeborne fürste und herre hertzoge Rüpreht pfaltzgraff by Rine des heilgen römischen riches öbirster truhssesse und hertzoge in Beyern sin erbern hotten zu uns geschicket und uns geton bitten und ouch verschriben, das wir die unsern zu eime tage gen Germersheim zu ime gegen den herren von Bytsche schicken wollen!, so wolte er sich mügen, obe er uns verrihten möhte; demme haben! wir des tages gevolget und bant zu sinen gnoden gen Germersheim unser erbern hotten mit des erwürdigen herren herren Wilhelms bvschoffs zu Strazburg hotten geschicket März 27. und uf die mitwoche vor dem heilgen palmtage nehest vergangen mit allen herren von Bytsche ein tag aldo geleistet, und noch vil reden, die sich uf dem tage wider und vür verhelfen!, so hant unser erbern hotten vor dem vorgen. herren, dem hertzogen die kerunge, die uns die herren von Bytsche billiche detent, underwegen gelossen und hant allen herren von Bytsche gebotten reht zu tfinde umbe alles das, daz sy uns semetliche oder besonder ane zu sprechende haben!, waz wir in von eren oder rehtes wegen tun sollen! also, das si uns des glichen an stund hinwider deten und uns das versicherten!, das weiten wir in ouch hinwider tun. das hant sy 1 Hiernach ist der Tod Bruno's früher anzusetzen als 14. Mai, welches Datum Albrecht (Rapp. 35 Urkb. II, nr. 612) nach einer Notiz im Cohn. Areh. giebt. 2 Meister 1398. 3 In Abt. IV nr. 29 findet sich ein, 465 ritterliehe und fürstliche Namen umfassendes Verzeichnis aller der Widersager Strassburgs in dem Kriege der Stadt mit dem Herrn von Bitsch, deren Absage- Briefe dem Rate in den Jahren 1397 und 1398 vorgelegt sind (presentate sunt). 40 40 1398—1400 865 von uns vor dem vorgn. herren dem liertzoge uz geslagen. dis verkünden wir uwere güten fründschaft. were das ir von ieman üt anders hortent, das ir daz nit gelöbent, denne es sich in der worheit also vindet, alse wir üch schribent und uns des ver- antwurtent, also wir üch besunder getruwent, das wellen wir gern umbe üch zu widerdienende haben. datum feria quarta proxima post dominicam Palmarum. Basel. St. A. Neb. Reg. G. III nr. 259. [1.398 April 3.]' 1635. Burckart von Wangen dem man sprächet von Altdorff bekennt, dass er vor Meister und Bat das Strassburger Bürgerrecht erhalten und beschworen habe. geben samestag nach s. Martins dage 1398 . 1398 November 10. Str. St. A. G. U. P. u. 272. or. mb. I. c. 1 sig. pend. 1636. Herzog Przemislaw an Strassburg. geben zu Mencz am sunabende noch Valentin!. Mainz [1400 Februar 21.p Str. St. A. AA. 113. or. eh. I. cl. 1637. Wilhelm Metziger, der Ammeister, und Heinrich Kranich, Ulrich Gosse und Bulin Barpfennig, Altammeister, entscheiden auf Antrag einen Streit der Obesser und Altgewänder, der entstanden, weil erstere auch «kouffent und verkouffent gewant, mentel, rücke, sleyger, harnesch, hemede, brache und ander dinge» und letztere auch handeln mit «obesz, hünre, kese und eyger und des glich», dahin, dass jeder bleiben soll bei seinem einmal gewählten Handwerk «und ouch mit der geselleschafft, mit den er das antwergk tribet, liep und leit liden zü der stüben und in gehorsam sin zu allen Iren dingen als ouch die andern one alle geverde. wer es ouch, das dhein obesers und kesers frowe, der von den grempern zu den altgewendern yegenote kumpt, obesz, kese, hünre und desglich veil wolle haben, die mag es wol tün mit solichem underschide, das si den gremppern und »bessern dovon zür wochen einen pfennig in zur buhsse sol geben, und wer es, das die grempper den pfennig zür wochen zu gebende in selber abliessent, so sollten! der altgewender frowen, die also zü in kommen!, diwile sie obesz oder der vorgen. dinge glich, das der grempper antwergk zü gehöret, veil haben! und tribent und nit vürbasser, alles ungeverliche, doch mit beheltnisse meistere unde reten der stelle zü Straspurg etc. geben an dem nehesten mentage vor unser fröwentag der jünger in dem jare 1400. 1400 September 6. Str. St. A. G. U. P. u. 11. or. mb. c. 4 sig. pend. delaps. 1 Vgl. oben nr. 1351. 2 Das unter diesem Datum i. D. B. A. III nr. 122 gedruckte Stück ist oben S 9 nr. 17 Anmerkg. gegeben , weil es (nach Quidde, Stdteb.) nicht ins Jahr 1400 sondern 1381 gehört. 806 1400 16315. Probst Rülman von Allerheiligen im Schwarzwalde bekennt, dass er vor Meister und Rat das Rürgerrecht empfangen und beschworen habe für 10 Jahre, geben uff donnerstag vor . . . do man zalt 1400. 1400. Str. St. A. G. U. P. u. 272. or. mb. (stark beschädigt) e. 1 sig. pend. delaps. Originale sind nachträglich im hiesigen Archiv gefunden zu folgenden Stücken, die oben nach Copien, Rriefbüchern u. drgl. oder nach Originalen anderer Archive mitgeteilt sind: Zu nr. 157. (1383 Nov. 24) G. U. P. 222/23 u. or. mb. lit. pat. c. 3 sig. pend. Zu nr. 348. (1387 Febr. 7) V. D. G. u. 88. or. mb. c. bul. delaps. Zu nr. 425. (1388 Febr. 17—24) Abt. IV u. 122 a . or. mb. 1. pat. c. 2 sig. pend. delaps. (rot u. grün.) Zu nr. 665. (1392 Mai 22) V. G. G. K. u. 23 b . or. mb. c. 1 sig. pend. Zu nr. 751. (1393 März 16) Abt. IV u. 131—132. or. mb. c. 1 sig. pend. Zu nr. 803. (1393 October 19) AA. 113 u. or. mb. c. 1 sig. pend. Zu nr. 817. (1394 Januar 2 geben off den fritag nach dem )arestage) G. U. P. lad. 166. or. mb. 1. pat. c. sig. pend. mut. Zu nr. 1402. (1398 Juli 11) AA. 1421 u. or. mb. 1. pat. c. 2 sig. pend. Zu nr. 1446. (1398 Nov. 19) V. C. G. K. u. 38. or. mb. 1. pat. c. 10 sig. pend. Zu nr. 1497. (1399 Aug. 28) und andere (nicht aufgenommene, aber oben S. 774 Anmerk. 1 nach Copialbuch erwähnte) Herrensteiner Urkunden. V. C. G. K. u. 38. or. mb. c. sig. pend. Zu nr. 1586. (1400 Nov. 8) AA. 4 u. or. mb. c. 1 sig. delaps. 5 10 15 20 REGISTER •JV ■* ! t? n ' ■«* * i A <*ir 4MK J: ; ;-'iAa -jKr^te S>ir. EM <*!??,' W - srji-> r?E' ***-Tv^ t : -L^' *i>£. :V.< > r<'v’ ::‘^r •: -■ • <:*, . : ... ■• r v> - r’K' ' T’X<;■■••'• r.’V.'h* '.'•■■ < , :V .-'< r?rr>>i:Ä s :5st-y«vj?rr’ ».4 l • ?„ < . N ,iV? 4 l5>*:v } NAMENREGISTER. k. Aachen Ache 369. 548. Wilhelm zu Wide Probst zu — 158. Aalen Alun i. Würtb. 17. 21. 64. Aar Fluss 28. 147. Aargau Ergew 472. Abram Sohn von Hud’ (Jehuda) Jude von München 33. Abraham von Spire Str. Jude 199. 211. Abraham Mann der hinkenden Belin Str. Jude 95. Absperg Steffan von — 598. Ache s. Aachen. Achenheim w. Str. 359. Berthold von — Ritter 152. Johann — Claus seligen snn Const v. St. Thomas 379. 393. Röselin von — 215. A ehern in Baden 416. 861. Acolonie Cardinal von — 480. Adehart Reimbold von — Saarburg 630. Adelheid Königin Gemahlin König Ruprechts 805. s. Baiern — Pfalz. Adelnhofen ? Adelhof b. Denzlingen i. Baden 522. Ageifolie s. Agrifolio. Agersheim s. Oggersheim. Agnese Henselin — der Wollschlägerknecht 23. Agrifolio (= Aigrefeaille b. Limoges i. Frkr.) der widercardinal (Wilhelm) von — 16. Air Jehan d’ — lothr. Ritter 633. Alb Obrecht von — 433. Albe Colon von — ein Schütze 521. Albe Hans — (— Johann vonBitsch. s. auch Ritsch) 153. 165. 180. 190. 207. 212. 224. 225. 231. 421. 422. 426. 427. 430. 432. 518. 776. Alben Heinrich — Str. Söldner 518. Albesheim Göbel von — Str. Söldner 518 Albrechtsthal Obrehtztaldas - 272.273.639.641.642. Aldendorf (? — Altdorf, welches?) Johann Graf von — 150. Ruprecht Graf von — 150. Alengon Philipp von — Cardinal Bischof v. Ostia 309. 490. Alestein Johan — s. Harleston. Alfesheim 610. Allerheiligen Kloster i. bad. Schwarzwald Rftlmann Probst von — 866. Altperg Burg (?) i. d. Gegend v. Nürnberg 245. Alsacia s. Eisass. Altdorf Altorf ö. Molsheim Cnntzel von — 727. s. Wangen Burckard von — gen. von —. Altencastel Burg — Hoh-Rappoltstein b. Rappoltsweiler Ulrich von — s. Rappoltstein. Altheim ? - Altenheim i. Baden Kr. Offenburg. 428. 429. Heinmann von — 521. Martin von — gen. durchs Hus 776. Altorf s. Altdorf. Alzei Alczei sü. w. Mainz 169. 523. Amberg n. w. Regensburg 189. 219. 564. s. Heckei Hans —. Ameville Jehan Noiret de — 638. Ammerschweier sü. Rappoltsweiler 656. Andegoye s. Anjou. Andela s. Andlau. Andlau Andelau Andela Andelahe AndelAhe sü. w. Barr 610. Aebtissin von — 679. Herren von — 645. Eberlin von — Vetter des Heinr. 648. Friedrich Jörge von — 648. Georg Jerge von — Hauptmann der Gesellschaft, mit den Martinsvögeln 551. 553. 648. 676. Andlau — Baiern Heinrich von — gen. Stoltzmann 522. 648. 781. 782. 784. Klein Rudolf von — 648. Schwarz Rudolf von— Vogt zu Mölsheim 111. 522. 551. 589. 592. 617. 648. 728. 787. 788. 861. Tarc Heinrich von — 648. Jeckelin — Städtebote v. Speier 222. Andres der Bergknecht Str. Bürger in Lingols- heim 62. Anjou (Andegoye) Herzog von — 61. 63. Anneheim ? — Auenheim i. Baden n, Kehl 436. Ansiel Herzog von — 58. s. Anthonienhaus s Isenheim. s. Anthonienhof Frantze in — 390. Antiochia Wenzel Patriarch von — 778. Appenweier i. Bad. 861. Appesberg Heinrich von — 491.' 492. Appeter Claus — 696. Apt Ulin — 724. Arge Heinrich — Ammeister 2. Argentina s. Strassburg. Ariga Jaquelinus — 595. Armbruster Armbroster Cftntz Conrad Cftnrad — Str. Bürger zeitw. Ammeister Mitglied der Goldschmiedszunft 48. 181. 182. 184. 319. 387. 389. 416. 508. 509. 513. 571. 594. 598 661. 667. 693. 694. 709. 721. 724. 754. 758. der Tochtermann des Cftntz — 389. Katharina — Frau des Cftntz. Obrecht — i. d. Tucherzunft 508. Armleder s. Massembach. Arner Heinzmann — Str. Söldner 425. 522. 676. Arnoldesheim (— Arnoldsheim Hessen-Nassau.) Henne von — gen Bähest 213. Henne Dftde von — 213. Arras i. Frkr. 177. Arzenheim sü. Markolsheim 522. Aschaffenburg 286. 287. 288. Archiv zu — 670. 673. Schloss von — 28. Asch au s. Eschau. Aszel (? sü. Beifort ??) 456. Andre Jacomi von — ein Rogener 522. Augsburg Augspurg Ogspurg 17. 21. 31. 35. 64. 68. 109. 124. 128. 161. 224. 234. 241. 369. Bischof von — 124. Juden von — 128. Ismahel von — 128. s. Steffan. Aunoy J. d’ — 863. Aureliens Herzog von — s. Orleans. Aveley Gairet d’ — lothr. Ritter 633. Avignon Avion der Widerpabst. von — 7. 720 s. Elyot von — Str. Jude. Avion s. Avignon. 190. 209. 214. 472. 505. 551. 570. 582. 588. 606. 617. 623. 667. 674. 675. 702. 708. 709. 737. 738. 739. 765. 770. 778 786. 787. 792. Babenberg s. Bamberg. Bähest Hartliep — 665. Bach abgeg. Schloss zw. Bühl u. Kappelwindeck Claus von — Ritter 209. 241. Georg Gftrg von — markgr. bad. Hofmeister 28. 627. 695. 719. 737. 753. Hans Johans von — Edelknecht markgr. bad. Diener 298. 300. 762. Hans Spet von — 734. Bacharach Bacherach a. Rhein Peter von — Str. Söldner 520. Backe Claus — von Lftwenstein Str. Söldner 520. Backerat Kftnin von — Str. Söldner 520. Backurt Menrin von — bogener Str. Söldner 522. Baden Markgrafschaft Markgrafen 45. 48. 236. 258. 299. 467. 491. 752. 753. Bernhard 21. 89.99. 105. HO. 111. 119. 127. 137. 151. 153. 154. 157. 214. 217. 247. 249. 253. 267. 274. 298. 307. 320. 322. 326. 354. 355. 357. 359. 360. 361. 363. 364. 368. 370. 374. 402. 403. 433. 444. 445. 451. 452. 453. 454. 455. 459. 471. 472. 482. 487. 495. 498. 499. 505. 516. 536. 542. 547. 550. 554. 557. 558. 560. 564. 566. 568. 569. 571. 573. 580. 582. 588. 589. 592. 594. 599. 600. 601. 602. 603. 604.605. 606. 607. 613. 615. 617. 619. 621. 623. 624. 627. 634. 640. 645. 653. 659. 666. 674. 677. 678. 687. 689. 691. 692. 693. 694. 695. 696. 701. 702. 708. 709. 711. 712. 718. 719. 720. 721. 722. 723. 721. 725. 727. 730. 733. 734. 737. 738. 739. 742. 743. 715. 748. 750. 752. 753. 759. 761. 763. 765. 766. 768. 769. 770. 774. 775. 776. 777. 778. 779. 780. 783. 785. 787. 789. 790. 792. Rudolf 21. 99. 137. 151. 209. 213. 226. 228. 236. 241. 243. 287. 289. 306. 307. - Herr zu Röteln 635. 642. 650. s. Hochberg Markgrafen von — Baden-Baden 100. 140. 151. 175. 258. 287. 306. 445. 454. 467. 554. 555. 557. 558. 568. 569. 592. 591. 598. 599. 600. 605. 624. 627. 634. 653. 659. 666. 678. 690. 692. 693. 695. 701. 711. 720. 721. 722. 724. 727. 742. 743. 746. 717. 753. 759. Anmerk. 780. 781. 783. 785. 834. 837. Amtmann zft — s. Staffurt s. Contzman Hans — s. Kftnrscher Heintzeman von — Str. Söldner, s. Slaffer Cüntzelin von — Str. Söldner. Baden in Ergowe Aargau i. Schweiz 163. 164. 167. 457. 534. Bader Fritscheman — filius Nicolai balneator i. Kru- tenau 842. Nicolaus — i. Krutenau 842. Ulrich — caupo 810. Baiern Beiern Beyern Feigem Peygern 28. 171. 436. 463. Städte in - 196. 197. 227. 212. 274. 353. 855. Hauptmann des Landfriedens in — s. Swinar Borziboy von —. Herzoge 37. 45. 55. 124. 217. 220. 221. 227. 228. 234. 235. 237. 239. 244. 250. 255. 259. 260. 436. 541. 685. 764. 774. 791. Vgl. Pfalzgrafen. Adelheit Gemahlin Rupr. III. 805. s. Baiern- Pfalz. Adolf 113. Albrecht (von Straubing) 564. 856. Baiern — Beffort 871 Clemm Klenn s. Baiem-Pfalz Rupr. III. Ernst Sohn von Hans v. München 564. Friedrich 5. 21. 108. 109. 113. Pfalzgraf 159. 171. 219. 221. 276. 491. 856. Hans Johans 21. 26. Bruder v. Stephan 35. 276. Herzog v. München 564. Ludwig Sohn von Stephan 547. 548. 556. 558. 564. Ruprecht s. unter Baiem-Pfalz. Stephan Herzog n. Pfalzgraf 21. 25. 26. 31. 32. 33. 35. 92. 157. 159. 274. 276. 514. 547. 548. 550. 554. 556. 558. 561. 565. 566. 569. 573. 855. 856. Thaddaea Gemahlin von Herz. Stephan Tochter des Herzogs Barnabas Visconti 26. s. V. Baiem-Pfalz Pfalzgrafen Herzoge Ruprecht (I. f 1390. Febr. II 1390—1398. III. 1398—1410.) 4.5. 92. 98. 113. 121. 125. 140. 169. 181. 219. 221. 241 242. 245. 251. 252. 253. 254. 267. 281. 327. 328. 330. 331. 332. 357. 479. 482. 688. 719. 747. 748. 749. 750. 753. 759. 761. 777. 783. 856. 858.? 864. — der ältere (? Rupr. I. — 1390) 21. 29. 30. 45. der alte 77. 98. 124. 126. 127. 132. 134. 143. 147. 150. 171. 207. 220. 231. 236. 43. 249. 275. 281. 282. 285. 286. 288. 290. 299. 300. 301. — der ältere (Rupr. II. nach 1390) 281. 285. 301. 311. 312. 333. 387. 369. 375 ^ 396. 398. 495. 504. 522. 523. 536. 546. 547, 594. 606. , 684. 692. , — der jüngere (Rupr. II. bez. nach 1390 Rupr. III.) 21. 29. 45. 77. 99. 220. 236. 301. 308. (der junge 599.) 606. 684. 858. — der jüngste (Rupr. III.) oder Herz. Clemm i Klemm Klenn (Klein ?) Sohn Rupr. d. jün- 1 gern (Rupr. II.) 21. 29. 99. 171. 219 492. 563. 688. 709. 727. 783. 795. 856. derselbe als König (1400—1410) s. Ruprecht König. Baiersdorf Pairstorff i. Baiern (Mittelfrank.) 245. ! Bajesid Sultan 667. Anm. i Baldack Johann — Dienerndes Jobst v. Mähr. 619. ! Baldemar Peter — Gesp. d. const. i. Oberstr. 512. Balderingen Klesichin von — Str. Söldner 518. ! Baleix de Esche Niclaus — lothr. Ritter 641. j Baldoltzhein s. Balzenheim. ' Balgshofen Baishofen? — Balzhofen b. Bühl i. Baden. Eberhart von — 544. 594. Balingen ? — Bahlingen i. Würt. oder — B. i. Baden 740. Baibronn n. w. Molsheim 433. Baishofen s. Balgshofen. Baistat (? — Baalstadt i. Franken). Schult Cüntz von — 334. Balzenheim Baldoltzheim sü. Markolsheim 522. Baltzweiler ? = Baischweiler n. w. Altkirch 637. Bamberg Babem— Röhenberg —bürg 93. 273. 274. 275. 276. 280. 285. 286. 299. 316. 348. 463. 707. Bischof 124. 130. 250. 251. 253. 281. 288. 307. 327. 329. 348. 369. 376. 399. 401. 402. 404. 491. 556. 596. 630. Lampreeht (s. a. Brunne) 5. 6. 9. 171. 280. 352. 365. 397. 440. 445. 449. 462. 463. 464. 683. 856. Bar Bore Herzog von — (? — Bar le Duc) 369. 547. 643. Bären Sigbot zu — der retscher 532 Anmerk. Baerer Str. Bote 183. 184. Barkemot Schloss des v. Blamont-Blankenberg 643. Barme s. Parme. Barpfennig die - 264. 432. Claus — (cremer Eft.) 389. 507. Rülin — (cremer Zft) 467. 507.508. 509. 510. 513. genannt kremer ammeister 668. 720. 756. 758. 776. 777. 782. 787. 795. 796. 799. 801. 804. 805. 814. 820. altam. 865. Barr Barre Borre n. w. Schlettstadt 334, 335. 651. Hanseman von — der murer 817. s. Wepferman. Barschebo — Borziboy s. Swinar. Bartenheim Braut von — Hauptmann 176. Bartenstein Wilhelm — markgr. bad. Diener 691. Basel Basilea Basilia 5. 75. 81. 119. 125. 142. 147. 157. 158. 160. 163. 164. 166. 175. 179. 183. 190. 193. 216. 217. 247. 248. 249. 257. 258. 259. 281. 291. 298. 355. 357 Anmerk. 358. 369. 374. 472. 482. 505. 517. 595. 611. 612. 615. 616. 627. 629. 635. 638. 642. 643. 646. 653. 654. 658. 676. 677. 685. 686. 688. 689. 718. 739. 745. 747. 763. 764. 766. 778. 779. 788. 790. 807. 863. 864. Bürgermeister von — s. Berenfels Arnold u. Werner von —. s. Eptingen Job. Püliant von —. s. Marschalgk Günther — Ritter, s. Ramstein Hanneman von —. s. Riehe Heinrich — Ritter, s. Eiholl Jacob —. Ammeister von — s. Wissenhorn Walther —. die Kaufleute von — 482. der Büchsenschiesser von — 183. s. Köllin dictus de —. s. Rote Hartman —. s. Starcke. s. Sannen Christian zer —. Basel Bistum 333. 354. 438. 467. 785. Bischof von — 39. 177. 614. Imer von Ramstein 97. 126. Wolfhart von Grenfels 39. 132. Pfleger des Bistums — Friedr. Bisch, v. Str. 333. 354. 438. Baseler der brotbecker 816. Baselevin Luche — 589. Basemunt Ulrich von — lothr. Ritter 641. Bastenach — Bastogne i. Belgien 127. Bauldoiche Nemerioh — Ritter Bürger v. Metz 637. Bavaria s. Baiern. Bavaria Albertus de — famulns 845. Beblenheim Bebelnheim sü. Rappoltsweiler Bernhard von — 7. Johans von — 767. Becher Lawelin — 846. Becker Johans Henselin — Bürger u. Gesandter von Worms 217. 222. 224. 242. 281. Beckingen Heinrich von — 34. Johans Hans von — Speirer Kriegshaupt mann 176. Str. Söldner 521. Bedel königl. Diener 195. Beffort s. Beifort. VI. 110 872 Begjfer — Besenkeim Beger v. Geispolsheim Albrecht Obrecht von — Ritter 551. 648. Hans von — Bruder v. Albr. 648. Wilhelm — Ritter Vetter v. Albr. 551. Beheim s. Böhmen. Beheim Agnns von — ein bogener Str. Söldner 522. Cftntze — Schuhmacher 70. 563 Germe von — Str. Söldner 520. Wantelot von — ein bogener Str. Söldner 520. Wentzlaw von — Str. Söldner 520. Behnen Rfttschman — von Münster 334. Beyer Beier Peyger (v. Boppard) Conrad — her 86. 88 Anmerk. 425. 437. 789. Heinrich — her 86. 88 Anmerk. 425. Beyern s. Baiern. Beildecken Pritsche — Bürger u. Schöffe z. Str. 25. Jeckelin dictus — 812. Heiler Ludwig — Str. Söldner 521. Beinheim ö. Hagenau a. Rhein 274. 320. 769. Claus von — Caplan d. Markgr. v. Bad. 542. Beitton Heinrich der — ein bogener Str. Söldner 522. Beldenlop Johann — der sniderkneht v. Keisers- lutern 835. Beifort Beffort 456. Belis Herzog — 134. Bellegarde Mondin de — lothr. Ritter 633. Bellenstein Cunrat — Str. Söldner 519. Beltzwilre Heinczeman von — Str. Söldner 522. Bendeier Jacob — de Frankfordia scriptor 846. Benestot Conrat von — ein bogener Str. Söldner 522. Benfeld Benefeit n.ö. Schlettstadt 53. 107. 110. 111. 121. 170. 200. 286. 526. 527. 625. 632. 644. 662. der Vogt von — 663. der bisch. Schaffner zu — s. Ensisheim Walter von —. Henselin — der kremer 473. Benisoh Herr — 764. Bennweier n. Colmar 501. Bensdorf Benserdorf i. Lothr. ö. Mörchingen 88. s. Ruldingen Johann von — Herr zu —. Bensheim i. Hessen 788. Benweiler Benwilre Kreis Rappoltsw. Anshelm von — 641. Beraun Bernau Berne Pernaw i. Böhmen 123. 142. 559. 659. Berbay Hanry de — lothr. Ritter 633. Berenfels Berenvels Arnold von — Bürgermeister v. Basel 635. 638. 643. 646. 653. 654. 677. 766. 790. 792. 795. Werner von — Bürgermeister v. Basel 81. Berer der — 632. 662. Claus Nicolaus — scab. 73. Geschwru. d. Münze 94. Gesandter 175. 258. mag. 326. const. i. Oberstrasse 379. 393. Geschworn. d. Münze 497. houptman a. d. wissen turn 509. — const. i. Oberste. 512. 663. — mag. 816. 843. — sin sun 393. Hans — const. i. Oberste. 379. 393. Läuwelin — Berers sun Hausgenosse 341. Berer (? auch Verer) Concze — 123. Berg Rudolf — 764. Berge Johans am — 663. Walther am — Meier im Albrechtsthal 641. 642. Bergan Bergaw Bergftwe der von — 307. 328. Bergheim Bercheim n.ö. Rappoltsweiler 178. 437 457. 537. 582. 624. 625. 627. 628. 631. 652. Anmerk. 655. 656 692. 782. 785 Ober — 539. Bergzabern i. Pfalz 147. Berlin Hans — houptman 268. const. z. Münster 512. Johans — (? — Hans) mag. 334. 336. 343. const. z. Münster 384. 390. mag. 685. houptman 688. cons. 757. mag. 816. 827. 828. 843. Mürsel — const. z. Münster 385. Berman Claus — Ammeister 553. 567. 592. 594. Altammeister 667. Bern Berne i. d. Schweiz 139. 147. 148. 149. 369. 685. Berne Ollin von — Str. Bürger 45. 664 Bernau Pernau s. Beraun. Bernbach Jeckelin — Ritter 224. Berner Cftntzelin — der tftcher 24. 837. Hügelin — Gesp. d. schiflüte 513. 739. Bernhard Markgr. v. Baden s. Baden. Bernhart Claus — der schaffener 784. Hanneman — 784. Heintzelin — 840. Bernhardsweiler Bernhartz — Bernaltzwilce n. Barr oder sw. Audi au Claus — Str. Bürger. Gesp. d. schiflüte 388. 787. Bernstein Bernestein Burgruine oberhalb Hambach n.w. Schlettstadt 207. 300. 654. d. bischöfl. Amt — 593. 861. d. bischöfl. Vogt zu — 531. 544. s. Andlau Rudolf von —. s. Grostein Thomas —. s. Türkheim Heine, v. —. s. Werdenberg Graf —. Berregart = Beauregard b. Diedenhofen i. Lothr. 639. 641. 648. 649. Obrecht von — 832. Bereit Johann — Str. Söldner 521. Bersche Johans — 824. Berschüt Johan Clar von — ein schütze Str. Söldner 521. Beese s. a. Börsch. Cloren Hanseman von — 635. 636. 649. Midehart von — der wolleslegerkneht 23. Lawelin — v. d. metzigern 473. 508. Anmerk. 510. Wilhelm — v. d. würten 389. v. d. metzigern 508. Berster Peter — Str. Bürger 264. Berthold der Schenk v. Herz. Stephan v. Baiern 35. Bertholzheim Heinrich von — 790. Bertsche Bertschin — ein Priester u. Conventbruder v. St. Wilhelm 39. Henselin — Gesp. d. const. i. Spettergasse 268. 512. Johans — const. v. St. Thomas 379. 393. Nicolaus — oanonicus v. St. Thomas 375. Bertschin ? — Bertsche. Berwangen Albrecht von — 623. Besenkeim s. Besigheim. Besigheim — filoUzheim 873 Besigheim Besenkeim i. Wärt. a. Neckar 605. Besselin Conin — de St. Diey lothr. Ritter 633. Betenhofen s. Bettenhofen. Betlern Beteier Betlarn — Zebrak süw. Prag 85. 250. 289. 290. 306. 308. 373. 374. 375. 394. 397. 402. 403. 443. 463. 487. 499. 500. 567. 778. 793. Betschelin von Rosheim const z. Münster 386. Betscholt Betzscholt Henselin — Gesp. d würte 389. Gesp. der metziger 508. 509. 513. Johans — herr 668. 758. Bettenhofen Betenhofen n. Str. 413. 414. Bettingen (welches?) Arnold Kröge von — Str. Söldner 519. Michel von — Str. Söldner 519. Betzinger der junge 837. Beumelin Hense — v. Küngeshofen s. K. 183. Beuren Bure — Lichtenthal bei Baden 213. der Klosteramtmann zu — 213. Biber Henselinus — textor 832. 844. Biberach Bybrach i. Würtb. 17. 21. 22. 23. 64. Bicardy s. Picardie Bicdieschehan ein bogen er Str. Söldner 520. Bicke Johann von — Ritter 155. Robin von — Ritter 155. Bicken Bickere die von — 224. 231. Bickenbach Byckenpach i. Hessen Kreis Bensheim. Gonrat der elter von — 158. Gonrat — (der jüngere) s. Sohn 158. Diet.herich von — (Sohn v. Conr. d. ä.) 158. Bickere die von — s. Bicken. Bietenheim Bfttenh— Bütenh— n. w. Molsheim Rudolf von — const. v. 8. Peter 383. 391. 392. s. Schmit Claus von —. s Sturm Gosse von —. Bildehower Johannes — 814. Billeman Hanseman Hanneman — filius Joh’s. 826. 846. Johannes — senior 826. 846. Billung (als Str. Gesandter) 316. 455. 456. Claus — gen. Guten-Claus 664. 668. 720. Hans — Schreiber d. Hofgerichts zu Rottweil 751. Bilssen s. Pilsen. Bilstein Burgruine sü. w. Rappoltsweiler 250. Bingen Hinge a. Rhein 28. 51. Bynheim Haas von — Str. Söldner 520. Bintzelerin die — 839, Bippermantz Jeckelin der höptkanne zürn — 837. Birer Claus — 181. Birken Bircken Claus zür — Sohn v. Herman — 836. Herman — von Sweigern usz Swoben 836. Lüwelin zür — const. z, Münster 385. 390. 391. 473. 474. Niclaus zft der — (? — Claus Sohn v. Herman) 815. Bischof Byschof Heintzeman — v. d. tüchern 24. 508. 513. Henslein — ein arman des Bischofs 416. Bischofsheim Schloss ? b. Gr. Gerau 28. b. Molsheim 861. Bischofsheim Byschofesheim (welches ?j 207. Jenchen von — 780. Ritsch Büsche Bytsche 605. 611. die Herren von — die von — 14. 20. 29. 67. 283. 596. 619. 623. 649. 653. 655 670. 673. 674 Anmerk. 685. 687. 688. 689. 690. 693. 694. 701. 707. 709. 719. 722. 729. 734. 735. 742. 743. 746. 747. 749. 751. 752. 756. 777. 864. s. Zweibrücken. Friedrich von — 654. 749. 759. 619 Anmerk. 623. 777. s. Zweibr. Hanneman von— der junge 503. 504. 516. 759. 609. 619 Anmerk. 623. 749. 750. s. Zweibr. Johann von — s. Albe Hans —. Symunt jungher von — 418. Symunt Simon Wecker von — Bruder v. Friedrich — u. Hanneman — 619. 623 Anmerk. s. Zweibr. Wecker von — (wohl — Symunt Wecker) 118 619. s. Zweibr. Büsch Büsche Cüntzelin — der stubenkneht 810. Göldelman der lange von — Str. Söldner 519. Hans — 847. Wölfelin — tragekneht Bruder von Cüntzelin 810. 841. Bituricensis villa Bituri s. Bourges. Blamont Blanken— Blanckemberg Blanckenburg i. Frankr. sü. w. Saarburg 637. die von — 625. Herr von — 48. 640. die Frau von — 785. — der Vater (? — Heinr.) 637. — der junge (? - Ulrich) 643. Heinrich Herr zu — 81. 82. 162. 233. 634. 638 647. 696. 710. 738. Thiebalt von — selig Vater v. Heinr. 81. Ulrich von — sire de Faulconmont 633. Blanchet 855. Blanckenberg s. Blamont Hans von — ein genwer Str. Söldner 520. Blankenheim Blanckenheim die Frau von - 286. Friedrich von — Bischof von Strassburg s. Str. s. Basel s. Utrecht. Gerhart von — 655. Blanckenstein Gerie von — Str. Söldner 519. Blappoltzheim — Plobsheim bei Erstein Johans — 295. Blaufer 147. Blaurer Plarer Plärrer Conrat — Bürger v. Con- stanz 630. 631. 764. Bleger Hanseman — balneator filius Jeckelini 820. Grede — uxor Hanseman! 820. Jeckelinus — 820. Blenckelin Lawelin — (Vater) const. z. Münster 327. 384. 389. Lawelin — (Sohn) const. z. Münster 384. , Blenuille Grimont de — lothr. Ritter 633. Blochholtz der alte 391. der schaffener 391. 394. i Blolsz s. Blosz, | Blopsheimer s. Plobsheimer. i Blopzein s. Plobsheim. j Blosz Blolsz Lawelin — der schifkneht 818. 843. 1 Blotzheim ! Johannes — pellifex 844. 874 Bludenz — Bösebast Bludenz i. Vorarlberg 142. Herr za — s. Werdenberg. Blümelin Hannewan — sonst, z. 8. Peter 383. 391. Peter — const. z. Münster 385. 388. Blumenau Blümenowe ung. — 268. const. z. Mülnstein 381. sonst, i. Kalbesgasse 391. juncher — sonst, z. S. Peter 383. Clauczelin de — 311. Dietmer de — 311. Hans von — 570. Blumenberg Bl&menberg — Florimont b. Beifort 456. Blumstein der schftchzter 835. Bl&telosz 843. Bobenberg s. Bamberg. Bßblin Cftntz - 622. Bochbartten s. Boppard. Bock Bocke Bogk Bog Bok der — 134. 693. — der Meister 184. Claus s. Niclaus. Cftntze — Stettmeister 1. 2. 36. 41. Conrat — in Westbus 651. Cftntzelin — der gremper 668. Cftntzo — pater Johannis — 813. 842. Friedrich — 221. Hans s. Jobans. Hans — in Northus 651. Hans Conrat — in Mutzich 651. Hans — von Rotweiler 524. Jobans — der eilter const z. Mnlnstein 381. der eilter i. Kalbesgasse 373. 512. Jobans der jünger ? — Hans der jünger i. Kalbesgasse ? H. der junge 353. 381. 511. 517. 543. 630. 631. Jobans — Sohn von Cüntze 71. 363. 451. mag. 813. 842. Jobans Hans — (wohl — obig. Job. Cüntzes Sohn) mag. 165. 166. 168. 180. 269. unser burger 271. Gesandter n. Prag a. d. Kg. 327. 329. 445. 446. 542 Anmerk. 543. 547 . 548. 549. 550. 563. 561. 562. 566. 573. 574. 590. 596. 598. 609 616. 617. 619. Bockenbans berr 661. 662. 664. 677. 702. 707. 720. mag. 724. 729. 730. 734. 755. 757. 761. 764. 765. 767. 768. 775. 782. 785. 789. 838. mag. 864. Jobans — von Bockenhein Bockenstein 389. 391. Katharina — Frau von Jobans — des Gesandten n. Prag 562. Nicolaus Claus — Geschw. d. Münze 94. mag. 112. 113. 120. 341. mag. 351. 352. 353. const. z. Mnlnstein 381. mag. 391. 392. 475. houptmann a. Steffanstor 693 Anmerk. 509. mag. 811. 817. 818. 843. Peter — houptm. a. Steffanstor 268. Hausgen. d. Münze Bruder v. Claus u. Ulrich 341. const. z. Mnlnstein 381. const. i. Kalbesgasse 392. Geschw. d. Münze 476. s. a BSckelin Peter —. Steffan — 651. Ulrich — 71. 94. Bruder v. Claus 341. Ulr. zürn — 376. const. z. Münster 384. 390. 474. 663. 693. Anmerk. 768. Gesandter 787. 795. 796. 800. 801. 804. 805. Ulrich — Sohn von Ulrich 71. 94. — junior mag. 810. 841. Grosz-Ulrich — const. z. Mnlnstein 381. const. i. Kalbesg. 392. 512. Klein-Ulrich — Hausgenosse 341. const. z. Mülnst. 381. const. i. Kalbesg. 392. 511. 711. Wolfhelm — houptm. 268. Gesp. d. const. i. Kalbesg. 512. Boeckelin — selig 780. — in Grünwerdergesselin const. i. Oberste. 380. Bernhart — const. z. Mülnst. 381. const. i. Kalbesg. 388. 511. dictus — 815. Heinrich — gen. Pfetzman 220. Jobans — houbtman 48. Peter — const. z. Mülnst. 381. const. i. Kalbesg. 388. 392. Gesp. d. const. v. S. Peter 511. 824. Swartz — const. i. Oberste. 394. Bockenheim Buckenheim = Saarunion 864. s. a. Bock Jobans —. Bockenstein s. Bock Jobans —. Bodensee die Städte am — 142. 600. 793. Bog s. a. Bock. Bogener Jeckel — Bürger v. Weissenburg 242. 349. Böhmen Beheim Behem Peheim Bohemia 253. 289. 290. 329. 357. 491. böhm. Münze 494. 555. 556. 559. 565. 567. 570. 573. 575. 586. 597. 609. 611. 796. König von — 3. 5. 7. 13. sonst siehe Wenzel. Königin von — 598. Margaretha von — Schwester des Königs 16. Bolant Neselin — 814. Beleben Bollichen i. Lothr. 776 Böller Rickart — Str. Söldner 521. Böllelin Peter — 268. j Bollichen s. Beleben. I Boisenheim ö. Oberehnheim, j Diebolt von — 651. j Boltembach Jobans — der sehiffeman 826. I Bommersheim Bummersheim Schloss i. Nassau A. Königstein 479. 528. Jobans von — 528. Bon Jobans — Str. Söldner 521. Bondorf Burckart von — der elter Str. Söldner 518. Boner Jannin — Str. Söldner 521. j Bonn Brechtei (Albrecht) — Gesandter v. Worms 205. 1 Bonn die Stadt 251. I Bopfingen Dopplungen i. Würtb. 17. 21. 64. : Ulricus de — clericus August, notar publ. 534. Boppard Boppart Bochbartten 133. 327. s. Beyer von —. j Boppe der junge goltsmid — 513. | Boppen Bertschen Henselin — 819. i Boer Peter — 548. ! Bore Bar s. Bar. ; Borne Bürne s. Brunne ; Börsch Berse süw. Rosheim 1. 414. 467. 861. s. a. Berse Cloren-Hanseman, Lawelin, Wilhelm j etc. 1 Borsiboy Borsiwoy s. Swinar. Bosch Walram von dem — aus Lüttich kaiserl. Schreiber i. Str. 39. Böschwiler Dielen — 748. Johannes dictus — junior textor 846. Bösebast Götze — Schultheiss zu Lauterburg 860. Bosse — Bruxia 875 Bosse Bosze Bös Herman — von Waldecke ein Edelknecht 112. 119. 190. 192. Bosseier die — 505. Bossenheim s. Bosenstein. Bosenstein Bossen— Boszenstein Bossenheim b. Achern i. Baden Johans von — bisch. Vogt zu Ortemberg 221. 300. 375. Botdeler? 574. Botzheim Wilhelm — 694. 699. Bötze Hug — de Eckbrehtswiler 831. Boullenvilleir (Boulainvilliers ? Dep. Somme). Peircevalz de — lothr. Ritter 633. Thiebalt de — Bruder des vor. 633. Bö ine Peter zü — 813. Bourges villa Bituricensis i. Frankr. Dep. Cher 855. Bourgon Janeroy lou — lothr. Ritter 633. Brabant Prafant 556. Herzog von — u. Lützelburg s. Luxemburg 14. 20. Wenzel 60. 67. Herzogin von — 763. Henikin von — Str. Söldner 521. Brächelinshenselin von der nuwen müle der schifkneht dictus Rincke 822. 843. s. R. Brag s. Prag. Brager Broger Hesseman — const. z. Münster 385. 390. Wetzel — Geschw. d. Münze 341 const. v. 8. Thomas 379. 393. Brackenheim i. Würtb. Neckarkr. 599. Brandeck Zinken v. Durbach b. Offenburg. Hans von — der junge 534. Brandeis Arnolt — (d. ältere) v. Lichtenau brotbecker- kneht 818. Arnolt — (d. jüng.) brotbeckerkneht 818. Brandenburg Markgraf von — Johann — (Herz v. Görlitz) 540. 567. 569. 570. 571. 572. 573. 574. 586. 587. 590. 790. 793. Branigasse s. Mülnheim in —. Braunfels Brunenfeyls Schloss der Grafen v. Solms b. Wetzlar s. S. 123. 135. Braunsberg Brunsperg Conrad von — Meister des Johanniterordens in Deutschland 84. Braunschweig Herzog von — Friedrich 787. 7r8 Otto 63. Bregenz Bregentz Conrad Graf v. Montfort u. Herr zu — 21. Brehter Hanseman — mensurarius vini 831. Breisach Brisach in Brisgöuwe 46. 47. 50. 75. 87. 125. 160. (Münzwesen von — 178. 179.) 291. (Rheinfischerei 326. 331.) 457. 514. 523. 524. 525. 529. 538. 582. 586. 610. 613. 615. 618. 646. 671. 684. 689. s. Dürnheim Eberhart de — 546. s. Mathis von — s. Sieber von — Breisgau Brisgöuwe 737. Landvogt in — s. Malterer. Breitenbach (? Kr. Schlettstadt). Philipp von — Procurator d. geistl. Gerichts i. Str. 404. Breitenstein b. Reutlingen 816. s. Swop Hans —. Breitswert Cftnrat — nauta 831. Dina — Frau des Cunr. 831 Brende Cünrat de — 842. Henselin de — scriptor Vater des Cunr. 842. Brendelin Heintze — der schuchsüter 831. Bretheim Yselin von — Jude 211. Moises von — Jude 95. 118. 208. 209. 211. Breusch Brüsche Fluss b. Str 206. 229. 320. 354. Breuschthal Brüschtal das — 48. 121. 635. 636. 655. 657. 854 Vogt des — s. Wintzenheim Heinrich —. Brichsen s. Brixen. Briden Heintzeman — textor 847. Brieg Bryge Herzog von — 121. Britones Engländer 97. Brixen Brichsen Domprobst von — 479. Meister Walther von — 480. Bröderlin Henselin — 821. Bronchorst Willem here van — 363. Brötzelin Egidius — 846. Brucan Castel von — Str. Söldner 520. Brüchel Lawelin — der vischer 766. Brnchusen Gotschalk von — 171. Brücke Wilhelm von — Str. Söldner 522. Bruckekast Claus — der genwer Str. Söldner 521. Brüderlin Johans — der schifkneht 830. Brug monseigneur — 641 Brügeler Johans — schöffe an der kftfer antwergk 143. 145. 214. Brugg Brücke i. Aargau i. Schweiz 168. 171. 632. 633. 693. Brügge Brfighe in Vlandern 556. 557. Brumath Brftmat Prftmat 269. 270. 271.272.312. 419. 481. 813. — sartor (? = Cftntze —) 844 dictus — 823. Cüntze — der snider 633. Henselinus — der tragekneht 847. Klein-Hug von — 270. 334. 420 Brun Lawelin — const. i. Oberste. 511. Brünckelin Lawelin — der winmesser 838. 847. Brünig Reinbolt — selig 838. Brünlin (? — Brun) der harnescher 828. s. Jacob — Claus — Geschw. d. Münze 94. const. i. Oberste. 380. 393 Jacob — der harnescher 838. Lawelin — Geschw. d. Münze 341. Nicolaus wohl — obig. Lawelin cambiarius 813. Brunne Burne Börne Borne die Gebrüder — (Besitzer d. Wasenburg) 746. Lamprecht von — 743. 751. s. Bamberg Bischof von —. Wilhelm von — Bruder v. Lampe 6. 9. 335. 348. 365. 376. 743. 751. Brunnen Hans — Str. Söldner 519. Brünnotz sartor 820. Brunsperg s. Braunsberg. Brüsche s Breusch. Brussa Bruxia i. Türkei 863. Bruxia s Brussa. 876 Bube — Teschelin Bübe Heinrich — Leutpriester zu Rappoltsweiler 664. Bubendorf Gygat von — Str. Bürger in Lingols- heim 62. Buchau Buchowe i. Würt. 17. 21. 64. Buchhorn Bftchorn i Oberbaiern 17. 21. 64. 142. Buchsweiler Bühswilre n.ö. Zabern 674. 769. Buckenheim s. Bockenheim. Budweis 526. 598. Buhard Fridericus — prepos. s. Thome 375. Büheler Thomas — 816. Bühl u. Ober- i. Baden 555. 674. 691. 696. 724. 725. 730. 734. 746. 780. 785. Bühsener Bühzener Büssener Claus — const. z. Mülnstein 268. 381. Simunt — const. z. Münster 384. 390. 837. s. Swarher. Bulach Bülach s. Zorn. Bulachhaus Bülachhusz das — in Durbach 272. 299. s. Durbach s. Zorn. Bulgarin 863. Bulpeszheim Erbe von — const. z. s. Peter 383. Bulin der junge i. Aufrüstung d. schiflüte 507. Buman B&man Burghart Bürckelin — const. i. Oberste. 380. 388. 512. 822. Johans — burger u. Schöffe 71. magist. 138. const. i. Oberste. 379. Nicolaus — 799. Reinbolt — 665. Walther — const. i. Oberste. 380. 388. 812. burger zü Luterburg 491. Bünckelin Heinrich — der brieftreger 836. Bnmmersheim s. Rommersheim. Bür Peter von — 600. Bure s Beuren. Burckart der schöne der vischer 818. 843. Bürgeleins s Bürglitz. Bürgelin Burgelin meister — Str. Baumeister 123. 183. 184. Borges Jehan de — lothr. Ritter 641. Burggraf — grave — grofe — graff Dietrich Diether — stettmeister 170. 353 . 363. 368. juncher const. i Spettergasse 377 stettmeister 393. 394. 423. 510. 542 Anmerk. 543. 571. 664. Geschw. d. Münze 698. cons 757. 720. stettmeister 768. 773. 777. 818. 819. 831. 832. Gosse Gosze — juncher Sohn v. Dietrich const. i. Spetterg. 378. 393. Burggraf der zü Strassburg s. Strassburg, s. Mülnheim. s. Pfaffenlap. Burgheim ö. Barr Hans von — (i. d. Aufrüst. d. schiflüte) 388. Str. Söldner 521. Bürglitz Bürgelis Burgelein Burglins b. Beraun i. Böhmen 156. 168. 194. 195. 198. 243. 277. 364. Burgöwe Andres — seiler 667. Burgund Burgun comitatus Burgundie 465. die Burgunder Burgundi 61. Herzog von - 177. 369. 550. 645. 763. Philipp — 54. 587. Bürkelin ein Knecht des Heine, v. Mülnheim 664. — von Rotwilr 184. 302. s. Rottweil. Lauwelin — von Roszwilre (Rosenweiler) der gerwer 563. Burlebach 40. Burna Heinrich von — ein bogener Str. Söldner 522. Borne Börne s. Oberbronn. Borne Bflrne Wilhelm von — s. Brunne. Burnentrut Puntrut s. Porrentrny. Burtelgrifft 312. Busse Johannes dictus — tragekneht 847. Büssener s. Bühsener. Bütenheim s. Bietenheim. Butterin die — Str. Bürgerin 582. G s. K. D u. T. Tachau Dachowe n.w. Pilsen i. Böhmen 492. 553. 554. 555. 556. 559. 560. 566. 609. Dachstein DabichensteinDachenstein Dapohenstein w. Str. 62. 110. 111. 112. 132. 134. 136. 137. 303. 304. 358. 414. 417. 531. 564. 595. 596. 619. 643. 692. 697. 727. 754. 861 Gerhard von — bisch. Prokurator 861. Dachstuhl Dagstül rheinl. Kr. Ottweiler 267. 326. s. Fleckenstein Herr zu — Dagsburg w. Zabern 272. Tayszloch i. Baden 522. Talburg Talberg Johann von — Ritter 789. 796. 797. 800. Dambach Tanbach n.w. Schlettstadt 427. 433. 654. Schultheiss u. Rat von — 207. Claus von — const. v. S. Nicolaus 382. 390. Diebolt von — const z 8. Thomas 379. 393, Erledomus de — Decan v. 8. Thomas 375. Heinricus — famulus 846. Hesse von — Vater des Diebolt 379. Tanbach s. Dambach Hanne s. Thann i. Pfalz. Tannenberg (? bei Schongau i. Baiern) 23. 47. Dannenfeilz s. Tannenfels. Tannenfels Dannenfeilsz Cüntzo dictus — 812. 841. Johans — pater Cüntzonis — 812. Tarc Heinrich — 648. s. Andlau. Dattenried Tattenried — Delle i. Franke, b. Mon- beliard 456. Taus Daus b. Pilsen 565. Degenhardus famulus 811. Decker Decke Cüntzo dictus — 839. 847. s. Wingersheim. Otteman dictus — 810. 841. Deuter Eilse — 838. Terdom Cünehans — 822. ülricus — Sohn v. Cünenhans 822. Dei’nen Peter — Herr 47. Besehe Hans — 323. Teschelin Jeckelin — von Zofingen Str. Söldner 518. 877 Teschen — Donliebegut Teschen Teschin i. Böhmen Herzog von — dux de — 4. 6. 113. 114. 121. 134. 140. 141. 142. 146. Conradus dnx de — 8. 9. Przimislav Przemyslav Herzog von — vicarius des röm. Reiches i. deutsch. Banden 9. 101. 190 761. Dett.lingen Oellingen i. Hohenzollern. Pritsche — Str. Söldner 519. Hans von — 678. Menloch von — 519. Dettelinger 817. Dettweiler n. Zabern 755. 756. Deutschland Kaiser u. Könige von — s. Carl IV. s. Lothai - , s. Wenzel, s. Ruprecht. Kurfürsten s. K. Deutschorden Cointhur d. deutsch. Hauses i. Str.725. s. Preussen Johans von — s. Malkow .Tohans —. Deutsche Herren i. Str, 263. 725. Deutschherren-Kloster i. Coblenz 133. Meister des — 138. 280. 281. 725. s. Veningen Siegfr. von —. Deventer i. Niederl. 860. Thaddaea, Tochter des Herzogs Barnabas Visconti v. Mailand, Gemahlin H. Stephans v. Baiern 26 s. Visconti, s. Baiern. Thann Than Tanne Tan i. Ober-Elsass 106. 200. 472. 516. 526. 537. 683. 686. 733. Thann Danne i. d Pfalz 181. 182. 188. Hans von — Ritter 69. 188. 237. Johann von — Ritter 40. 572. Yliane Frau von — Mutter des Hans von — 69. 119. Thannen Claus zftr — 707. 735. s. Theodat. s. s. Die. Thierstein Tyers — Diers— Tierstein sii. Basel Ct. Solothurn Bernhard von — Graf 633. 635. 642. 643. 693. Contzel Cunze von — 167. Otto von — Graf 17. 479. 480. Walraf d. ältere von — Graf 75. Thymen Johann — von Langenau Ritter 42 Anmerk. Thur Fluss i. Eis. 147. Thurand Franz — Bürger v. Colmar 683. Thussenheim Schloss des Gerhavt Dünne b. Leiningen 482. Dick Walther von der — Herr zu Spechsberg 47. Diecheman le salier s. Dütschman. s. Die Diedalt Deodat Theodat i. franz. Lothr. 648. Peter von — Ritter Schultheiss zu Colmar 302. 537. 545. 653. 657. 658. 664. 684. s. Colmar. Diechelin — Stiefsohn Schröters 473. Diedersdorf Dietersdorf sü.w. Falkenberg i. Lothr. Clesichin von — Str. Söldner 519. Dieffenau Diffenowe Tieffenow gen. Held von — Albrecht — 723. Hans — 723. Diefenthal b. Schlettstadt s. Keller Jeckel — von —. Dieffental der junge 382. Johann — 505. Diel Diele Dielen Dylen Hans Johann — Speirer Städtebote 131. 216. 222. 223. 224. 281. Dielman von Marburg der scherer 830. Diemeringen ö. Saarunion Claus von — Bruder von Jacob const. i. Kalbsgasse 392 const. z. Mülstein 381. Jacob von — 263. 371. 816. const. z. Mülnstein 381. const. i. Kalbsgasse 388. 510. 511. 672. Kinder von — 676. Tiergartin Ennelin dicta — Witwe von Hurst Jeckelin 847. Diergertelin Martin — 817. Dierolff Johann — Städtebote v Worms 205. 224. 242. (281.) Diersberg der — Str. Bürger und Bote 175. 257. 628. Diersburg Tiersberg b. Offenburg 427. Diersheim Merczen von — 421. Dierstein Tierstein s. Thierstein. Diest Tyes i. Südbrabant 488. Johann von — Bruder des Bischofs 535. Wilhelm von — Canonicus v. Lüttich dann Bischof v Strassburg 169. 468. 469. 472. 479. 480. 488. 489. 490. 522. s. Str. Bistum. Diether Einwohner v. Neuweiler 269. Dietherich der lange — Gesp. d. kremer 513. der brotbecker a. d. dorhus 830. 831. Klein — der zimberman 817. Dietsche Ailff von — Graf 218. Dietschin Niglin — von Wietlisbach 334. Dieuze Döse Düse Thuse i. Lothr. 643. 654. Diffenau s. Dieffenau. Tigensbeim Tygesheim Friedrich von — Schultheiss zu Offenburg 221. Johans von — const. z. 8. Thomas 379. 393. Dina uxor Johannis carpentarii i. Wasenecke 818. die vilspinnerin 818. Dinkelsbühl Dinkelsbühel Dinckelsbohel i. Würt. 17. 21. 37. 64. 246. 555. Rftdolf — der snider 833. Tyrilin der scherer 822. Tyrol 582. 586. Graf zu — s. Oesterreich. Tischinger Olrich von — Str. Söldner 520. Dislach Herr — 329. Martin — sun 547. Dysolf Henne — von Worms 281. wohl — Dierolf s. dort. Ditzeier Hanseman — von Pforzheim 818. Tobelich Heinrich Hase von — Str. Söldner 519. Döchendorf s. Douchendorf. Dolde Peter — sartor 820. 845. Döldi Rüllinus — 844. Tollen s. Toni. Döse s. Dieuze. Tösel ? Berg i. Schweiz 147. Domevre Dunnüfer Dftnyfer Tünüfer i. Frankr. sü.w. Blamont 123. 643 648. 655. Hans von — Str. Söldner 520. Domprobstei von Strassburg s. Str. Donerstein Colman von — Gesandter K. Wenzels 168. Donliebegüt Qenselinus — 846. 878 Doppeler — Tütschman Doppeler Casper — 651. Torberg der von — 583. Dorlisheim Doroltzheim b. Molsheim Kloster zu — 272. 651. Dorrenbuch Heintz von — 36. Doroltzheim s. Dorlisheim. Dossenheim n. Zabern 674. 755. 756. Volmar von — 622. Töbe Hans - 819. Douchendovff Johannes de — officialis curie Argent. 322 534. Toni Tollen Bistum — 710. Trag Rüfelin — uf der scheiderknappe 817. Trajectum Trajocensis ecclesia s. Utrecht. Tränheim n. Molsheim 2. Treger Peter — Vater v. Stöckelin Henselin — 813. Trey Hennekin de — lothr. Ritter 633 Anmerk. Trier Trire 369. Erzbischof von - 28. 45. 67. 132. 133. 300. 328. 665 . 678. 791. 856. Cuno von Falkenstein Erzb. von — 16. 20. 67. Werner Erzbisch, von — 369. 783. Trifels Burg i. Pfalz 684. Vogt zu — s Sickingen Eberhard —. Drig ein Bürger v. Saarburg 424. Triser Hanneman — Wagnerknecht 740. Tristram Herr — 329. Troppau i Mähr. Hans Herzog von — 618. Trubel Trubel Hanse Hensel zürn — 665 const. z. Münster 385. Reinheit zürn — const. z. 8. Peter 384. 388. const. z. Münster 512. : Truchtelfingen Ulrich von — St.r. Söldner. 220. 518. Truchtersheim Truhters— n.w. Str. Jeckelinus — rasor 815. 842. Nicolaus de — famulus Volmari de Lützelstein decani 846. Trüschel Herr von Wachinheim 36. 38. s. Wachinheim. s. Rotenburg. Drusenheim Trüsenheim n. Str. — die junge 845. Dina Dyne — junior 821. Tochter Johans — 845. Gattin Johans — 845. Hans Henselinus — filius Johannis 822. 845. Johannes — senior 822. 845. Johannes — junior? = Henselinus 822. Larvelinus — filius Johannis 845. Nicolaus — Clawelin = Larvelin — filius Johannis 822. Drützehene Hug — Wagener i. Str. 740. Truwelin s. Spitzkopf de Waseneck. Duben Duha Hynaczko Hynasco von der — Henricus Scopek de — magister camerae et' curiae regalis — königl. Hofmeister Wenzels 329. 335. 348. 365. 566. Tübingen Duwingen. Hans Zoller von — 623. s. Z. Oberlin von — 844. Dubios Nebenfluss d. Mosel b. Chatillon 201. Tüfel Tifol Lauwelin — der gremper 389. 508. 513. Tulleire Simont de — lothr. Ritter 638. Dune Groshenselin — filius Henselini — piscator 815. Dünne Dünne Gerhard — Burgmann zu Lein- I Ingen 481. 482. 594. Schultheiss von Zabern 687. 708. Tummeler — Str. Bote (?) 663. Tunfeld Otto von — Ritter 152. Peter von — Ritter 152. Dunnenheim? = Donnenheim w. Brumath Anshelm von — von den kremern 507. Dunüfer Dunyfer s. Domevre. Dunzenheim DuntzenheimTuntzenheim sü.w. Hoch- felden 286. Friedrich von — Str. Söldner 323. const. a. Hol- wig 386. 392. 509. Peterman von — const. a. Holwig 386. 508. 509. 513. 608. Düppigheim Dübickheim w. Str. s. Zoller Hans —. Durbach Turbach w. Offenburg, das Bnlaches hus in — 272. 299. 433. s. Zorn von Bulach. Dürkelstein s. Türkstein. Türkei Dhftrkey 808. 863. Sultan von — Bajesid 667 Anm. Türkheim Dürkheim Düringheim Durenkein Dürin- keim Thüringheim bei Colmar 45. 249. 304. 575. 712. 719. 723. 736. 717. 858. Heinrich Eckebrecht von — bisch. Vogt zu Bernstein 654. Türkstein Dürkelstein Durquestein i. Lothr. sü. Saarburg Heinrich von — Str. Söldner 520. Werry de — lothr. Ritter 638. Durlach i. Baden 111. 249. 659. 776. 777. Türlin Ulrich zürn — 812. Turn Hans — von Riet Str. Söldner 521. Turne Ludewig zürn — wolleslaher 24. Dürnheim Eberhart dictus — de Brysach nota- rius curie Argent 546. Dürnigheim Hans von — Sohn des Kolbe Diether — der küffer 822 Dürningen Dfirn— Dürningen sü. Hochfelden. Erbe von — Str. Söldner 323. Peterman const. v. S. Peter 268. 383. 391. 511. 600. 824. Rudolf — Vetter des Peterman const. v. 8. Peter 391. Durquestein s. Türkstein. Türren Durren Peter — Söldnerhauptmann 166.176. Dürrmenz Durmentze s.ö. Maulbronn. Albreeht von — Str. Söldner 518. Cünrat von — Str. Söldner 518. Cunz von — 677. markgr. Diener 709. 711—770. Friedrich von — Str. Söldner 518. Gerlach von — Str. Söldner 518. Düse Thuse i. Lothr. s. Dieuze. Düsthansz carpentarius 844. Tutenstein Walther — Diener des Br. v. Rappolt. 437. Dütschman s. Tütschman. Tütschman Tütz— Dütsche— Dütsch— Dutzsche— Düschman Diechemen le salier s. a. Richter der - 272. 273. Arbogast — Bruder Henselins — Hausgen. 341. 392. const. a. Holwig 386. Claus Niclaus Rihter gen. — Stettmeister 72. Hüterder Münze 94. mag. 96. 100. 175 . 258. 419. 451. 452. 453. 459. 460. 465. 470. 497. der eilter 666. 819. 854. 855. Tutschman — Enchenberg- 879 Hans — const. i. Spettevgasse 393. Henselin — Hausgen. 341. 757. Johans 587. const. a. Hol- wig 386. 392. juncher Johans 386. Johans Hugos sun const. i Spettergasse 378. Hug — Stettmstr. 47. 48. 5U. 52. 53. 54. 57. 94. 256. houptman 268. const. i. Spettergasse 378. 393. houptman 509. Inhaber d. Burg Werde 419. 665. 810. 811. 841. Duvvingen s Tübingen. Twingenberg s. Zwingenberg Twinger Wilhelm — const. i. Spettergasse 378. 393. const. z. 8. Niclaus 511. E. Eber zum Gypel Frankfurt. Städtebote 222. 224. Eberhart meister — von Nfirenberg ein Cleriker 382. Ebersheimmünster sü.w. Benfeld 676. Abt von — 619. 662. Kloster — 625. Eberstein Schloss n.ö. Baden-Baden 155. 274 Neu-Eberstein 621. Graf von — Wolf 236. Vogt zu — s. Selbach Hans —. Ehestem Eckebrecht von — oder von Lambes- heim — Str. Söldner 519. Ebner Bürger von Nürnberg Albrecht — 559. 565. Herman — der eltir 538. 553. 554. 556 Anmerk. 559. 561. 563. 564. 565. 567. 597. 698. 609. 618. 683. Echternach Echtirnach i. Buxe mb. 132. Eckbolsheim Eckboltzheim w. Str. der Schultheis« von — 184. Eckebach die von — 224. Eckebreht Heinrich — pfälz. Amtmann zu Zweibrücken 275. Eckebrehtesweiler Eckebrehteswiler ? — Eckartsweier bei Zabern oder bei Kehl 831. s. Bötze. Hug — de. Ecken Hensz — 813. Eckendorf lies n. s. Ettendorf. Eckestein Henselin — Kornhändler zu Str, 726. Eckwersheim Eckfersheim sii. Brumat.h 426. 430 Edelman Hans — der junge Str. Söldner 519. Hans — 571 Anmerk. Hans — von Wissemburg us Swoben Str. Söldner 521. Egelhart Heinrich — Str. Söldner 518. Egenolf Schultheis« von Zabern s. Lützelburg. Egenstein Herr von — 23. Eger i. Böhmen 33. 209. 274. 277. 280. 286 . 317 . 332. 364. 434. 439. 683. Landfrieden von — 277. 278. 279. 298. 857 Anmerk. s. Jäcklin Rabbi aus —. Egisheim sü.w. Colmar 502. 676. Ehenheim — haim (Obern-1 sü.w. Str. 10. 30. 34. 35. 36. 48. 52. 56. 64. 75. 86. 87. 104. 106. 120. 138. 151. 152. 156. 159. 160. 162. 167. 172. 175. 176. 192. 193. 238. 242. 249. 256. 257. 258. 259. 260. 273. 281. 284. 304. 335. 341. 369. 476. 482. 483. 486. 575. 712. 719. 723. 735. 736. 740. 858. Nieder— 62. die Weber von — 309. s. F aber. Henselin von — const. z. Münster 385. 390. 473. Hügelin von — const. z. Münster 385. s. Landolf Götze von — Nicolaus der Stadtschreiber 205. 281. s. Schencke Hans —. Sigelin von — const. z. 8. Niclaus 383. 390. s. Wangen Heintze —. Ehingen i. Wärt. 857 Anmerk. Eiche Eyche Hans von — Str. Söldner 521. Niclaus von — lothr. Ritter 641 Einhardshausen Einhartshusen — Pfalzburg i. Loth. 425. Einselcheim Henniohin — der junge Str. Söldner 518. Einsiedeln Eyns— i. d. Schweiz Abt von — 479. 480. Eisenach Ysenach Dietrich von — Procurator d. geist. Gerichts i. Str. 404. Elyot (Elias) von Avion (Avignon) Str. Jude 199. 211. Symont Elyatz sun 95. Elkirhusen = Elkerhausen i. Nassau Eckehard von — 218. Eilehart Eihart Str. Städtebote 52. Hans — der junge 341 Anmerk. 2 gebrüder Elleherte bi juncher Cünrat Müller in dem huse — const. v. 8. Thomas 379. Ellekurt — Ilericourt Schloss sü.w. Beifort 73. 103. Ellenheim Lawelin — v. d. schiflüten 388. Ellenwiler — Ellweiler Kr. Saargemünd Erhärt von — lothr. Ritter 641. Ellewibelin die appetekerin 182. Einbach Hans von — 109. Eisass Alsacia Alsatia Eyl— Eilsasze Elsas 103. 106. 107. 120. 123. 193. 201. 214. 239. 313. 343. 351. 352. 367. 376. 471. 737. 854. 858. 863. Landfriede in — 14. 20. 67. 615. Landvogtei von — 298. 482. 616. Landvögte advocati provinciales 20. 22. 48. 58. 67. 118. 125. 184. 203. 206. 304. 328. 395. 396. 433. 434. 481. 544. 575. 616. 747. s. Leiningen Friedrich von —. s. Finstingen Ulrich von —. s. Hertenberg Habart von —. s. Malterer Martin —. s. Murbach Abt Rudolf von —. s. Dettingen Graf von —. s. Swinar Borziboy von —. s. Wickersheim Volmar —. s. Winsberg Engelhard von —. s. Witenmüle. s. Zweibrücken Symund von —. Reichsstädte in — 22. 29. 45. 67. 68. 77. 187. 242. 277. 281. 298. 537. 548. 575. 799. 800. 859. Elsenheim b. Markolsheim 522. Eltern Hubert von — Rat König Wenzels 788. Eltville Eltfel i. Nassau 617. Enchenberg i. Lothr. Kr. Saargemünd 747. VI. 111 880 Endingen — Euvfour Endingen n.ö. Breisach 521. die von — 229. Hans (Johans) Rudolf von — usz Spettergasse (Sohn des Thomas von —) const. v. S. Niclaus 378. 390. 511. Heilcken frowe von — 665. Thonian Thomas von — Ritter 71. 72. 268. 359. const. v. 8. Niclaus 382. 389. 390. 391. Inhaber d. Burg Niedeck 419. 433. 509. 512. 538. 619. 623. 624. 625. 626. 628. 629. 631. 632. 634. 635. 638. 639. 640. 642. 643. 644. 646. 647. 649. 652. 653. 655. 656. 662. 665. 677. 678. 688. 693. 694. 702. 709. 720. 724. 734. 757. 768. 795. 796. 799. 801. 805. ma- gister 845. Walther von — const. v. 8. Niclaus 511. 828. s. Schultheisz Hans —. Engassen Egon von — Str. Söldner 519. Engelbreht Gosse Gosze — Ritter 354. const. z. Mülnstein 380. 394. 438. Gesp. d. const. i. Kalbesgasze 512. 671, Hans — const. i. Kalbesgasze 388. Johans — const. z. Mülnstein 380. Engelsche Hocygin — Str. Söldner 522. Engelschman Wilhelm — Str. Söldner 521. England 197. 556. 685. König Richard von — 154. 187. 201. Königin Anna von — 187. 204. 242. 307. 328. 443. Johanniter Kreuzritter von — 130. Ritter von — s. Harleston. s. Weyskle Heinrich —. Engländer Britones 97. Ennelius cantzeler s. Kantzeler. Ensisheim Einsis - Ensiszheim sü.ö. Gebweiler 456. 459. 499. 503. 514. 523. 538. 539. 546. 605. 632. 642. 643. 644. 650. 652. 655. 657. 675. 677. 684. 720. 721. 781. 782. 785. Walter von — bisch. Schaffner zu Benfeld 170. Entzeberger Reinhart — Str. Söldner 518. Enzberg Entzeberg Schloss sü. Maulbronn 125.126. 127. 140. 153. 154. 173. 176. 257. 260. die Herren von — 127. 132. Friedrich von — 770. Georg Görg Gerien Jerygen von — 112. 116 119. 125. 132. 140. 150. Jöler Göler von — 125. 500. Epfig Epfiche bei Schlettstadt 617. 618. 648. s. Mülnheim Hans von —. Epflcher Eppficher der junge — Str. Söldner 323. Reinbolt — const. v. 8. Peter 383. 391. Epinal Espinal Espinalz Spinnal i. Frankr. 123. 657. 658. Bauldewin Jehan d’ — lothr. Ritter Str. Söldner 520. 633. Conins d’ — lothr. Ritter 633. Cftnin von — Str. Söldner 520. Gergo der Bastard von — Str. Söldner 520. Johann von — ein Schütze Str. Söldner 521. Perin von — ein Bogener 520. Priat de — Str. Söldner 520. Eppenheim s. Heppenheim. Eppingen i. Baden. 605. Eppstein Eppenstein n.ö. Wiesbaden Eberhard von — 54. Werner von — 213. Eptingen i. Schweiz n.w. Aarburg Johans Puliant von — Bürgermstr. v. Basel 165. 611. Peter von — 49 Anmerk. Erbach Erpach i. Pfalz Kr. Homburg 181. Cftnrat der elter Schencke von — gen. Rauch 158. Eberhart Schencke von — 68. 116. 119. 150. 216. 226. 237. 301. 327. 350. 365 Landvogt am Rhein 312. 316. 464. 465. 466. 482. 488. Heinrich Schencke von — 158. Erbe Hans — Inhaber der 111-Fähre zu Grafenstaden 435. Johans — Ritter 38. 39. seine Witwe 229. Ergersheim b. Molsheim 861. Ergew Ergowe s. Aargau. Erhärt Claus — Bürger v. Str. Sohn des Hans 323. 801. Hans Hensz — Bürger v. Str. 798. 801. Melchior — 842. Erlenbach Kr. Schlettstadt Bappelin von — 534. Erlikeim Albrecht — Edelknecht 592. Erlin Hans — 651. Hesseman — Hausgen. 341. const. i. Spetterg. 378. 393. Walther — juncher Hausgen. 341. const. z. 8. Thomas 379. 474. 835. Erlon Henry d’ — lothr. Ritter 633. Erpach s. Erbach. Ernolsheim Ernoltz— bei Zabern 674. I — bei Dachstein 861. Erstein Erstheim sü. Str. 41. 694. 699. Hanseman — der schriber 823. s. Meyger Burkard —. Erstheim s. Erstein. Erwin Erewin 474. 475. 476. 818. 822. 843. lapi- dex 819. 843. Eschau Eschöwe Aschau sü. Str. 425. 472. Hans — der tftcher 826. Escheim Nicolaus von — Str. Söldner 519. Esche Nicolaus Baleix de — lothr. Ritter 641. Eschero ? — Escherey Eckerich Kr. Rappoltsweiler 104. Eseral i. Frankr. D. Vosges? 649. Essichman Henselin — der gantener 215. Esslingen Esselingen i. Würt. 17. 21. 50. 53. 64. 68. 78. 79. 80. 81. 83. 104. 126. 156. 157. 158. 168. 171. 192. 193. 194. 196. 197. 214. 237. 246. 257. 290. 781. Johannes Werder von — kais. Notar i. Str. 7. 545. 546. 795. Hans von — der küfer 843. s. Heiden Johans de —. Estrabourc = Strassburg 855. Ettendorf n. Hochfelden 427. Boemund von — Herr zu Hohenfels 88. 427. 735. Raimund von — Herr zu Hohenfels 721. 736. s. Hohenfels. Ettenheim n.ö. Kenzingen i. Baden 170. 290. 418. 419. 522. 526. Lauwelin — Schiffer i. Str. 507. 829. Ettlingen Ettelingen sü. Karlsruhe 312. 659. 701. 766. 777. 785. badisch. Vogt zu — s. Contzman Claus —. s. Scholle. I Eurfour Jehan d’ — lothr. Ritter 633 Anmerk. Faber — Velschelin 881 F. V. Faber Theoderich — von Ehenheim 62. 63. Vaduz Vadotz Heinrich Graf von — 21. s. Sar- gans. Valfe Valwe s. Walf. Falkenberg Valkenberg Valkenburg Faulconmont i. Lothr. 633. 696. Hans von — Str. Söldner 519. Ulrich Ölry de Blanmont sire de — 633. s. Blamont. Valkenborgh Reymont van — here van Borne ende van Zickart — niederländ. Ritter 363. Falkenstein Valkenstein am Donnersberg Cuno von — Erzbisch v. Trier 16. 20. 67. Philipp herr zü F. und Münzenberg 17. 20. 67. 99. Vascones 97. s. a. Welschen. Vastnaht Nicolaus — sartor 843 Vaudemont s. Widemunt. Faulconmont s. Falkenberg s. Blamont Blankenberg. Fecht Vech Fluss im Eis 632. Veder Contzeman — von Speier 34. Fegersheim Vegersheim sü. Str. Heitzeman von — 268. Rudolf von — const. z. Münlnslein 380 const. i. Kalbsgasse 391. s. Sturm Gosse —. Veldenz Veldentz sü.w. Berncastel i. Rheinprov. Adeleid von — Frau zu Lichtenberg 98. 588. 777. 806. Elise Gräfin von — s. Zweibrücken 741. Graf von — 800. Feldkirch Veltkirch i. Vorarlberg 545. Rudolf von Montfort lierre zü — 21. 192. Felleberg Cuntze — 721. der smit 824. 831. Velny Renalz de — lothr. Ritter 633. Velvyl Vilwile Bertram von — 207. 208. Vendene Bernekin de — lothr. Ritter 638. Venygen s. Venningen. Venningen Venygen i. Pfalz. Sifridvon — Meister des deutschen Ordens 138. 155. 179. 255. 281. Verer(? Derer) Concze — 123. Vergy Vergey Vergis Verschey Versey Verse Virsey Fersü Fersches Henri (II) de — Herr von Fouvens Champlite Blamont Vater des Jean de — 48. Jean (III la laffre) Jehan Johan de — 48. 50. 51. 52. 53. 54. 55. 58. 60. 61. 73. 103. 110. 111. 113, 114. 121. 123. 132. 187. 188. 193. 194. 200. 201. 203. 310. 311. 635. 638. 639. 641. 649. 858. Verwer. Heinrich — von Ehenheim 62. 63. Johann — der kannengiesser 821. Fessenheim Vessenheim n.w. Str. 382. — der gerwer 827. Vessingen Rudolf von — 334. Vetterhans Johans — Küfer i Str. 143. 145. 214. Vettinger der — 27. Vettoeper Gadert — Bürger von Nymwegen 557. Fetzer Georg — 34. Feuchtwangen Feuchtwank in Baiern 246. Vianden in Luxemburg 132. s. a. Sponheim. Vilair Jehan — lothr. Ritter 633. Villingen Vilingen i. Baden. Hering — der kürsenerkneht 845. s. Genseschopf Hans — kürsenerkneht. Vilwile 8. Velvyl. > Finelin Symundes dohterman Str. Jude 199. 211. Finkweiler Vinckewilre Oertl. i. Str s. Str. Claus von — 636. Finstingen Vinstingen Vingestingon i Lothr. 641. 776. Heinrich von — dapifer 533. 676. Jacob von — 134. 169. 170. Johann von — 684. 696. Kftosze von — 641. Ulrich von — Landvogt 53. 54. 60. 111. 162. s. Schölin Henselin —. Firdenheim s. Fürdenheim. Virnekorn der junge 382. First Ernst von — Str. Söldner 519. Wischer Henselin — Wollschlägerknecht 23. Visconti Barnabas — Herzog von Mailand 26. s. Mailand s. Thaddaea s. Baiern. Vitztum der bischöfl. s. Str. Bistum s. Hohenstein s. Landesberg. Flachenecke von der Witenmüle s. Weitenmühl. Flandern Flandern 557. 742. Fleckenstein Ruine w. Weissenburg i. Eis. Herr von — 150. 420. 646. der von — 270. die von — 436. Emicho von — 736. Heinrich der ältere von — 320. 708. Heinrich der jüngere von — 138. 159. 191. 192. 349 571. Heinrich von — herr zü Dagstöl (Dachstuhl) 267. 326. Heinrich von — 736. 797. Heinrich von — genannt der Graszer 804. Fleckenstein der innrer 815. Fleischtür Oberlin — der weher 839 Flesche Johans — 664. Flemming Johans — pellifex 847. Flenille Walther von - Str. Söldner 520. Flesseler Cüneman — 826. Flexberg? — Flexburg n.w. Molsheim. Henselinus de — sartor 827. 846. Lawelinus de — der welker tratulafor 827. 846. Flintze Hensel — 641. Florenz Florencia i. Italien 63. Floriet Moregin — Bote Heim. v. Blankenbergs 640. Florimont — Blftmenberg b. Beifort i. Frankr. 456. Flösze Hans — 610. Fofansz Fonvens s. Fouvent Herr zu — s Vergy. Vogel der tragekneht 825. Vogesen Wasgen Wahsichen 456. Volde s. Fulda. Volkoltzheim bi Brisach? 125. Volmar der würt zu Hagenowe 184. Völschölin Hamman — Bürger v. Breisach 684. 882 Veltsche — Frünt Völtsche Föltsche Föltzin Ennelin — Frau 81. Henselin — 133. Hügelin — Hausgenosse 341. 835. const v. 8. Thomas 379. 388. 508. Johans — pfründner zum münster const. i. Obersirasse 380. Reinbolt — const. i. Oberstrasse 268. 380. 393. Sigelin — Hausgenosse 341. senior 819. junior 819. 843. Walther — const. i. Oberstrasse Bruder Rein- bolds 380. Walther — Junker Sohn der Frau Grede. Wetzelin — const. i. Oberstr. 380. Voitze, Voltzen (? — V81tsche). ungen. — von Wiwersheim Küfer 113. 145. 214. die — 473. Claus — der zimberman 838. Hans — der vaszieher 814. 833. 838. Läwelin — v. d. kremern 389. Rfidolf — v. d kremern 391. 507. 508. 509. 513. Rftlman — 268. 377. 391 (kremer) 509. 688. 698. 758. Fontenoy fr. Dep. des Vosges. Kerlle de — 633. Wiriant de — 633. Fentere Henri dit le — 633. Fontiswenna s. Fouvent s. Vergy. Forchheim Vorcheim Worcheim bei Bamberg 9. Graf von — 255. Ferner Cftntz — 182. Vörster — der eiteste const. i. Kalbsgasse 512. Johan — Str. Söldner 521. Fötzer Ulrich — Str. Söldner 519. Föthenselin 317. Fouvent Vofantz Fouvens Fontiswenna i. Frankr. Dep. Haute Sadne 53. 310. 311. s. Vergy. Frainez Jehan de — lothr. Ritter 633. Francke Hensz — von Rosheim 826. Reinhart — der schüchzter 839. Franken das Land 28. 125. 149. Bundesstädte in - 149. 166. 196. 197. 217. 242. 250. 274. 353. 463. Franken Lftuwelin — (v. d. zunft der obesev u. keser) 667. Franckenstein ? bei Kaiserslautern der von — 116. Conrad von — her 150. Frankfurt Frankenfurt Frankfordia 5. 8. 10. 11. 14. 15. 16 17. 20. 21. 28. 29. 30. 33. 34. 36. 42. 43. 45. 46. 47. 50. 51. 52. 54. 55. 56. 58. 59. 64. 67. 77. 78. 79. 80. 81. 85. 86. 88. 99. 104. 105. 106. 107. 112. 113. 114. 116. 117. 118. 120. 122. 123. 124. 135. 136. 146. 150. 152. 153. 154. 156. 159. 162. 164. 165. 172. 173. 174. 176. 192. 194. 199. 202. 205. 208. 217. 218. 220. 221. 222. 224. 226. 237. 242. 261. 269. 381. 284. 285. 289. 300. 302. 329. 338. 341. 346. 352. 357. 369. 442. 477. 479. 485. 494. 496. 522. 523. 554. 559. 566. 567. 590. 597. 683. 684. 685. 686. 701. 702. 704. 706. 707. 708. 709. 730. 763. 766. 779. 783. 787. 788. 789. 795. 797. 803. 805. 853. 854. 858. 863. Bürgermeister von — s. Wisze Adolf —. s. Bendeier Jacob — scriptor von —. s. Grynach Heinrich — Hauptmann des Frankf. Kriegsvolkes, s. Widdel Joh. von —. Frankreich 101. 120. 625. König von — 132. 203. 547. 550. 635. Carl VI. 177. 565. 645. 855. 862. Königin von — Elisabeth Tochter Stephans v Baiern 855. Cardinal von — (Gegenpabst) 473. 479. 480. Frauenhaus Frowenhaus das — s. Strassburg. Frantze in 8. Anthonienhof const. z. Münster 385. 390. Frantzo vicarius perpetuus i. Geispolzheim 846. Fredeberg s. Friedberg. Freiburg Friburg Fryburg i. Breisgau 16. 97. 98. 107. 108. 160. 161. 163. 164. 175. 178. 229. 258. 291. 298. 456. 498. 605. 618. 623. 659. 678. 730. 739. Bürgermeister von — s. Meinwart. Grafen von — Egon 74. Freiburg (Friburg) Michel von — Münsterbaumeister i Str. 83. Freiburger s. Friburger. Freisbach ? bei Edenkoben i. Pfalz Dorf d. Herren v. Bamberg 743. Freisbecher (Freischpecher) Cüntze — von Speier Str. Söldner 522. 846. Frelsdorf Hans Kobe von — Str. Söldner 518. Freising Frysingen Bischof Berthold von — 514. 517. 524. 530. Freischpecher de Spira (Speier) s. Freisbecher. Frenckelin 663. Freudensheim s. Friedelsheim. Frezontin Jehan de — lothr. Ritter 633. Vry Hennair de — lothr. Ritter 638. Friburger Fryburger Fryburg Jacob — Str. Goldschmied 389. 497. 508. 513. Münz-Deputierter 698. 699. 702. Johans — von Rotwilre der kürsenerkneht 845. s a. Freiburg. Frichelat Fritschela s. Fritzlar, Friedberg Frideberg Frydeberg Fredeberg i. Hessen 20. 45. 67. 68. 69. 85. 104. 106. 113. 120. 125. 152. 153. 154. 159. 172. 192. 194. 205. 216. 217. 218. 222. 224. 242. 261. 284. 312. s. Zit Heinr. von der —. Friedelsheim Freudensheim ö. Zabern 414. Friedrich ein Diener der Str. Gesandten i. Böhmen 553. 554. Friedrich der vogeler 832. Fritsche Einwohner von Neuweiler Bürger v. Str. 269. Hans - 357. Fritscheman Hug — v. d. zunft der keser 667. — balneator filius Nicolai i. Krutenau 815. — de Gengenbach pellifex 847. — de Wingersheim stipendiarius 821. Fritze Hans Henselin — Gesandter d. Stadt Speier z. Esslingen 194. 214. 238. 281. 496. 523. Fritzlar Frichelat Fritschela i. Hessen 787. 788. Fröschewiler Cüntze — Wagnermeister 740. Frowenberger Kristan der — Diener H. Steph. v. Baiern 26. Frowenhaus das — s. Str. Frünt Nicolaus — presbyter 818. 841. Fründez Gertenstiel 883 Fründez Heintzeman — 845. Fuchs Cüntze de — Gugenheim scriba 843. Lawelin — von Alfesheim ein Knecht 610. Fulda Volde Abt von — 20. 67. Fürdenheim Firdenheim n ö. Mölsheim Walter von — const. i. Oberstr. 380. Fürsten Peterman — Küfenneister 214. 215. Fürstenberg s.ö. Donaueschingen Grafen von — Heinrich (d. ältere) 234. Heinrich (d. jüngere) 234. Heinrich 677. 862. Fusor Cünlinus — cantor frater Leonhardi dicti Sunt am Salzhofe 821. G. Gaffeler Johans der junge — Schultheiss zu Lin- golsheim 62. Güffry Hernot von — Str Söldner 521. s. Gallen i Schweiz 17. 21. 64. Gambsheim Gamesheim Gamsheim n. Strassburg 297. 413. 414. Gertringen s. a. Montfort. Ganser Hans Johannes— der obesermeister 667.811 Heintzeman — frater Johannis 811. 812. Gartener Anna dicta — 846. Greda — soror Lawelini 846. Lawelin — carnifex 846. Gehör Claus ■— 509. Lawelin — der winsticher 508. Geburlin Hans — von Basel der kürsenerkneht 845. Gecko Ulrich — der kürsenerkneht 835. Gehling — königl. Hofmeister 563. Gehningen Wilhelm von — Str. Söldner 519. Geiler Geyler Walter — const i. Kalbsgasse 392. 511. Geinglicheim wo ? b. Renchen i. Baden 622 Geirn der Schenke von — 26. Geldern Gelre s. a. Jülich Wilhelm Herzog von — 132. 363. 369. 807. Anmerk. Gelnhausen Geilnhusen n.ö. Hanau 20. 45. 67. 68. 85. 86. 104. 106. 113. 120. 172. 192.216.217 222. 242. 261. 284. 312. Geispolsheim Geispoltz— Geysp - Geistboltzheim sü.w. Str. Bürger u Schöffen von — 73. Cüntze Cftnrat von — altarn meist er 214. 259. 260. 306. 377. 820. der von — 510. Jeckelin der brotecker von — 508. s. Heger von | Rittergeschlecht, s. Frantzo vicarius in—, Geist Str. Goldschmied 513. Geiszman Johann — der sniderkneht 820. 844. filius dicti Brumat 823. Gemar Gemer ö. Rappoltsweiler 356. 359 L 398. . 437. 442. 455. 582. 581. 618. 623. 624. 626. 629. 631. 632. 633. 634. 635. 637. 638. 639. 640. 642. 643. 644. 645. 647. 648. 649. 650. 651. 652. 653. 654. 656. 657. 658. 659. 661. 662. 663. 664. 671. 694. I Gemünd s. Gmünd. Genf Geneff der «Widerpabst» von - 462. Gengelin — Str. Bote 257. , Gengenbach ö. Offenburg 136. 137. 174. 258. 506. 563. 722. Fritscheman de — pellifex 847. Hanneman — 825. Lawelinus — 825. Genseschopf —schopt Hans — von Villingcn kürsenerkneht 845. Genua — Gennöwer Genewer Gulden 477. 484. 494. 495. s. Georg Gerien Rittergesellschaft von — 10. 37. | 587. 707. Gerbeville Gerbeviller Gerbeuilleir Scherbebelies Schirbsbele i. Frkr. D. Meurthe et Moselle 61. Conins de — 633 Anmerk. Erhärt von — 641. Ränder von — 641. i Scheekmy von — 641. s. Wisse Arnold — von -- , Gerbott j — der gerber 775. j — von Nüwenwilre 811. | Gerhart Hans — Einw. v. Ingweiler u Str. Bürger 269. 419. Ilenselin — v. d. tüchern 508. 513. Gerien s. St Georg Rittergesellschaft von —. Gerlingesdorf i. Pfalz (? — d. unbek. Gerleiches- dorf Trad. Wiss.) 180. 273. 608. j German Johannes dictus — 816. ' Germeney Gathier de — 633 Anmerk. Germersheim 117. 118.150. 326. 594. 685. 688. 803. 864. Rheinzoll zu — 446. Vogt zu — s. Sickingen 541. Germersheimer Dolde — Str. Söldner 520. Germingen Hans von — Str. Söldner 520. Johann von — Edelknecht 766. Gerningen — Germingen. Germündelinus Henselin — v. Molsheim küfer 830. Gernsbach Genrspach ö. Rastatt 505. 621. 776. Gernsheim i. Hessen 312. 446. Geroldseck Gerolcz— Geroltzegke — Ruine sü.w. Zabern. Adelheid von — frowe zft Wangen 168. Volmar juncher von — 272. Waltpurg von — n. Lützelstein s dort. Geroldseck u. Lahr Lare Lilre Lor i Baden, der von — 87. Heinrich von - 86. 97. 98. 107. 360. 363. 402. 428. 471. 655. 675. 728. 737. 738. 744. 747. Walther von — (246. 249.) 600. 739. 743. 761. Geroldseck b. Tübingen (?) Walther von — 246. 249. Gerotewol Henselin — faber 843. Gersbach Gerspach i. Baden A. Schopfheim herr von — 405. 411. 678. Heinrich von — bisch. Vogt zu Ortenberg nl. 649. 691. Gerstheim sü.ö. Erstein der von — 651. Gertenstiel von Halle — Str. Söldner 521. 884 Gerung — Grostein Gerung der schifzimberman 844. Heinczman — 632. Gessler Heinrich — österr. Rat 525. 583. Gestehn Lawelin — der mnrerkneht 810. 841. Geudertheim Geidert— Gödert— Göidertheim ö. Bruraath 426. 430. Cftntzelin von — const. v. S. Thomas 379. 393. Ranneman von — const. z Mülnstein 381. const. i. Katbsgasse 392. Peter von — const. z Mülnstein 381. const. i. Kalbsgasse 392. Gewicz Niclans von — königl. Oberschreiber 709. Giengen Gingen i. Württb. 17. 21. 64. 108. 109. 110 . 220 . Gieriger Heintzo — textor 816. Gieryg Claus — Bürger v. Rottweil 707. Gilbeir — franz. Ritter 633 Anmerk. Giltelingen Heinrich von — Hauptmann der Schleg- ler 545. Gypel zürn Eber Frankf. Städtebote 222. 224. Gir Heinrich — Str. Bürger 668. Girbaden Gyrbaden Burgruine w. Molsheim 467. 711. 724. der von — const. v. S. Peter 383. Hans Heinrich von — 269. der Priester — 564. Giselheim Lawelinus — panifex 843. Gisingen Gerie von — Str. Söldner 520. Glaser Michel — 836. Glatt Friedrich von — 169. Glatz Merklin — markgr. bad. Diener 694- Glene Peter vom — 845. Gmünd Gemünd Gemünde i. Würtb, 17. 21. 64. Reimbolt von — Str. Official 7. s. Wolf Heinzman —. Gnipping Claus — const. i. d. Oberstrasse 268. 380. 393. 394. 509. 811. 831. Göbelin Heinrich - v. d. kornlüten 508. 823. Godelman Hans Jacob — von Ingweiler Str. Söldner 520. Gödelroan der lange von Bitsch — Str. Söldner 519. s. Bitsch. Gödertheim s. Geudertheim. Gölder Cftntzelin — 831. Lawelin — nauta 831. Golt Str. Diener 553. 554. Goltschlaher Wilkin — 744. Gomersheim Gttmersheim i. Pfalz b. Edenkoben 743. Görlitz Johann Herzog von — (Mrkgr. v. Brandenb ) Bruder König Wenzels 567. 574. 586. 590. s. Brandenburg Markgr. von —. Gorze Gorse w. Metz 121. Göselin Jöselin von Mollesheim Str. Jude 199. 211. Gosse Gosze herr — Bruder Ileinmans 435. Heininan — herr selig 435. Ulrich — Ammeister u. Altammeister 268. 320 392. 508. 509. 513. 598. 599. 617. 622. 623 624. 625. 627. 633. 637. 643. 646. 648. 649 663. 667. 669. 677. 678. 688. 702. 707. 720. 724. 754. 758. 767. 768. 789.811. £65. Ulrich — der lange 734. Ulrich — Gesp. der salzmitter 508. Gesp. der würfe 513. Göszelin 823. Götfrid Johans — der nahteritter 837. Gottesheim Gottensheim b. Buchsweiler Herman de — 810. s. Gotthard Gothart der Pass 147. Götze Wilhelm — altammanmeister 214. — dominus olim magister scab. 813. Gournay de Metz Renalz lou — franz. Ritter 633 Anmerkg. Graben Dorf u. Schloss i Baden b. Karlsruhe 605 738. Graben Hanneman am — Bürger von Colmar 524. Graenstein s. Grostein. Graf Henni — wagenerkneht 840. Grafen Grofen Anshelm — 827. Grafenhausen Grafenhusen b. Ettenheim i. Baden 522. Grafenstaden Griffen — sü. Str. Ul-Brückenbau zu — 304. 111-Fähre bei — 327. 435. Gray Gray cum oppidum in comitatu Burgundie Dep. Haute-Saöne 465. Gralap Burkel — Bürger v. Str. 2. Grandvillars GrandviIlers Grandevilr i. Frankr. n.w. Delle. Wilhelm von — 194. 200. Granse Wilhelm von — könig. franz. Kämmerer 645. Grasset 855 Anmerk Graueisbaum Krewelsboum i. Baden sü.w. Rastatt. Zollstätte a. Rhein 673. Grawenstein Granestein s. Grostein. Grede die closenerin uf S. Nicolaus Capell 821. Grempe Bürger v. Hagenau 610. Gremper Hans Henselin — wagener 817. 841. Heitze (Zeitze) — 841. Grenesque Jehan de — lothr. Ritter 641. Grcnfels Wolfart von — Bischof von Basel 39. 132. s a. B. Greselin Hans — 818. Gretzingen die statt s. Groetzingen Gryers Heinrich — Bürger von Lausanne 710. Griesbach Grieszpach bei Zabern 433. Griesheim Grieszheim i. d. Ortenau 416. 861. Greifenstein Griffenstein Gryfelstein Burgruine b. Zabern Eberlin von — 159. 500. 630. 667. 738. Peterman von — 630 Grimsel der Pass 147. Grynach Heinrich — Frankf Kriegshauptmann 176. Griner Jeckelinus — de Offenburg panifex 809. Grofen s. Grafen. Groszclaus Johannes — clericus Arg. notarius public, dictns Netzebart. 375. procurator 404. 534. 662. Grosze sartor 810. 819. 841. Groskopf Heinrich dictus — 816. 818 Jeckelinus — institor 816. Grostein Graue— Grawen— Graeti— Groszstein die von — 121. 354. jungherr von — 1. 2. Claus von — schultheiss u. hofmeyster 314. 635. 636. 638. 649. 653. 657. 658.710.738. 859. Claus Niolaus von — ritter. Claus des schnlt- heiszen und hofmeyster seligen snn 314. 315. 377 Anmerk. 738. Götze von — (meist als bevollm. städtischer Gesandter «Städtebote») 9. 10. mag 42. 77. 78. 93.114.135.136. 173. 174. 204. 217. 222. 223. 231. 242. 257. 259, 260. const. a. Holwig 386. 709. 775. 792. — der jünger 859. Hans Götze von — houptman a d Rüwerin- porte 269. ungen Sohn desselben Gesp. d. const. a. Holwig 513. Johann der ältere von — 314. 315. Johann der jüngere von — 314. 315. Johann von — hern Götzen snn münzmeister 94. Thomas von — Vogt zu Bernstein Sohn des Schultheissen Götze von — 300. 314. 315. 377. Anmerk 435. Schultheiss 138. (a. 1393). 859. Schwarz Götze von — stettmeister 42. 45. ritter 72 const. z. 8. Peter 383. scab. 757. Grossweier Kraswilre i. Bad. b. Achern. Reinhart von — mkgr. Diener 249. Groetzingen Gretzingen würt. 0. A. Nürtingen 246. Grünberg Hans von — Str. Söldner 519. Grünenberg Hügelin zü — v. d. würten 389. Grünes Grunesz Friedrich Walich von — Str. Söldner 520. Peter von — Str. Söldner 521. Gugenheim sü.w. Brumath s Fuchs Cuntze de —. Gulich s. Jülich. Gümersheim s. Gomersheim. Gumransch Claus — einer der drei Ungelt-Männer 672. Günderdingen Mathis von - lothr. Ritter 641. Guntersheim Guntramsheim Claus der alte — v. d. würten 507 Anmerk. Claus der jung — v. d. würten 507. 513. Gurney Scheckeme — von Metz lothr. Ritter 641. Gürteier Heitzeman —const i. Spettergasse 378. 388. Heinzman Heinrich — 818. 839. 840. Wilhelm — const. z. Münster 385. Gürtelerin der Sohn der — const. i. Spettergasse (wohl der Sohn des Heitzman Gürteier) 512. Gütelin Str. Jude 211. Gütenberg i. Baden A. Mosbach 549, Gntenclans 662. Gütgeselle Hartman — faber 843. Gutleben meister — jüd. Arzt i. Str. 100. II. Habsburg Ruine n.ö Aarau Grafen von — Hans Landgraf im Klettgau 359. Rudolf 242. Hadestat s. Hattstatt. Hagen i. d. Pfalz ? (Landau) 218. Hagenau —awe —ow —öw —owe 10. 11. 12. 14. 17. 20. 21. 25. 29. 30. 34. 36. 45. 46. 48. 52. 56. 64. 67. 78. 79. 80. 81. 84. 86. 104. 106. 113. 120. 140. 152. 156. 172. 175. 192. 194. 197. 216. 217. 218. 222. 224. 242. 249. 251. 259. 260. 261. 273. 275. 279. 281. 284. 322. 326. 341. 348. 349. 376. 382. 395. 396. 397. Hans 885 398. 399. 400. 401. 402. 403. 404. 405. 435. 436. 438. 439. 440. 441. 442. 443. 444. 449. 450. 462. 463. 466. 467. 468. 470. 471. 472. 475. 476. 481. 482. 483. 486. 487. 488. 535. 545. 575. 676. 580. 590. 596. 608. 650. 657. 667. 671. 676. 678. 687. 692. 693. 694. 701. 707. 708. 712. 713. 719. 720. 723. 726. 735. 743. 744. 745. 746. 748. 749. 750. 763. 767. 770. 779. 805. ; 858. die Brothäcker 184. 481. der Forst 349. der Johanniter-Orden zu — 84. 685. die Juden von — 194. 195. das Kloster zum Spital zu — 514. das Kloster zu St. Walpurgen zu — 513. der Münzvertrag zu — mit Str. 482. 483. 486. der kais. Schultheiss zu — 513. 743. s. Bamberg Eberhard von —. Stadtschreiber zu — 84. s. Kentzingen Johans — Stettmeister von — 707. s. Reiszer Cüntzei —. die Weber von — 308. Cüntzelin von — gespann der würte 513. s. Grompe. s. Hans der ritter von — s. a. Ritter s. Henselin de — der gremper 810. s. Heilbeling von —. Heinzelin von — oder geschrampte oder böse H. von — der würt an Vischmerkt 838. Johans von — meister 382. s. Kürsener Rülin von — s. Lawelin Gerin — von — Mathis der messerer de — 844. Peter von — der seilerkneht 810. s. Rübel Dine — von — s. Schulder Haneman — von — s. Seiler Hug —. s. Spengeler. Volmar der junge von — Str. Söldner 520. Volmar der wirt zü — gen. der ammenmeister 184. Weldel von — Str. Söldner 520. s. Wurffeier Ulin — von — s. Zipperer Johans —. Ilagenbach Hans von — 517. Hagentorn Franz von — 633 Anmerk. Haggen Conrad — Bürgermeister von Rottweil 178. Hagut Johannes — päbstlicher Capitän 63. Haidinn die — 27. Hayse Cleinhanseman — der schühsüter 822. Hake Hennekin — 171. Hackens Henslin — Str. Hacker Johans — von Edelknecht 62. Haietsch Heintz — 848. Hall Halle (Schwäbisch-Hall) 17. 21. Bertholt von — 825. Gertenstiel von — 521. Werlin Wernlin von — const. z. Münster 386. 388. 508. 512. 665. Hanau Hanouwe Graf von — 255. Handschuhheim Hantschuhheim w. Str. Diether von — 792. Haniko — kgl. Rat Wenzels 250. Hannenburg Frantze von — Str. Söldner 518. Hans ung. von dem Hofe 519. ung. der Jägermeister Herzog Stephan s 26. ung. der imppeler 27. ung. der satjer 27. Bürger 433. Landesperg (s. a. dort) 64. 245. 886 Hans — Herrenberg Bruno — 519. Cüne — der gerwer 392. Herwart — 519. I.udewig — 323. Lütolt — 510. Kitterhans der Städtebote v. Hagenau 217. 222. 224. 242. 281. s a. Kitter. Hans Herzog v. Baiern s. Barem 21. Hans Herzog Bruder König Wenzels 548. 551. Hanseinan balneator 844. Greda — seine Frau 844. Jeckelin — sun am Klanzhofe 844. Harleston Harlestein Alestein (Harlestone i. Engld. Grafsuh. Northampton). Johann John von — englischer Ritter 154. 187. 189. 190. 197. 294.328. 364. 338. 385. 436. 438. Harnesch Lawelin — 842. Harre Ulin — 844. Hart.eman der bierman 837. Hartmftt Clans — der küfermeister 143. 145. 214. 666 Hartungin Agnes — 834. Hase Heinrich — von Tobelich Str. Söldner 519. Rftlin Stßibe — const. z. Münster 385. Haselo s. Haslach. Haslach Haselähc Dorf u. Schloss i. Kinzigthal i. Baden 136. 234. Haslach Haselo bisch. Dorf w. Molsheim 419. Heinricus de — magister secretarius Arg. 3. Hasli-Thal i. Schweiz 147. Hatstein Cünrat von — 213. Herman von — 213. Hattmatt w. Strassburg 674. Hattstatt Had— Hadest.att, b. Itufach die von — 359. Alexius von — Sohn Eppos 49. Cuntze von — 49. Eppo von — 49. 551. 663. 664. Friedrich von — Sohn Eppos 49. 435 (?) 551. 628. 650. Friedrich von — Cuntzen seligen sun 49. 435 (?) 551. Heinrich von — 49. Petermann von — Sohn v. Eppo 49. Hauenstein Hauwinsteyn Berg i. Schweiz w. Aarau 171. 611. Hauenstein Dorf des Grafen v. Leiningen 188. Hausbergen Husbergen — ober— mittel— unter — Dörfer w. Strassburg 432. Hausgenossen die — s. Strassburg. Hebstrit Petrus dictus — 811. Heckei Heckil Hans — von Amberg 504. 546. Heckesheim Herbord von — Rat d. Erzb. v. Trier 133. Hefingen s. Höfingen. Heffnigen Hans von — gen. Ossemberg Str. Söldner 520. Heidelberg Heydelberg 98. 99. 109. 113. 114 120. 124. 126. 130. 134. 136. 147. 207. 209. 210. 217. 221. 230. 231. 238. 282. 284. 286. 288. 289. 301. 312. 332. 337. 403. 468. 493. 495. 504. 546. 547. 554. 594. 689. 692. 719. 727. 759. 777. 792. 799. 800. 801. 803. 805. 806 807. Herzog von — 164. s. Baiern-Pfalz. Herman von — flliaster Moewelini faber 814. 821. 842. MSwelin von — 814. Heiden Johannes — de Esslingen 847. Heidingsfeld Heitinsfelde Heytingesfelt ö. Würz bürg 189. 856. Heilbeling Jacob — de Hagenau 818. 843. Heilbronn Heilbrunn Heilpronne 17. 21. 64. 152. 236. 280. 587. 807. 808. 837. s. Ochsenbach. Heiligenstein Heilgenstein n. Barr der von — 393. Bero von — const. i. Spettergasse 378. 394. Gesp. d. const. v. 8. Nicolaus 512—758. 830. Billung von — Str. Söldner 324. Claus Niclaus von — 71. 177. 268. 277. 353. 382. 389. 509. 510 Stettmeister 177. 382. 389. 819. 843. Claus der junge 382. 390. 512. Engele Frau von — 857. Friedrich — Sohn des Claus (des älteren?) 382. 390. Goetze von — 268. 378. 393. 512. Hans von — Bruder des Thoman 382. Hans von — Bruder des Claus 390. Hügelin von — 268. 382. Johans von — der brediger Bruder des folg. 857. Kleinhenselin — 760. 857. Lauwelin de — 846. Thoman von — Bruder des Claus 383. 390. 839. Heilgenstein zürn Rosse Fritsche von — 379. Heilman 123. ung. der sun 389. ung. der stettmeister 434. Andreas Andres — genannt als Ammeister, Alt-Ammeister, städt. Gesandter n. Böhmen 248. 256. 260. 353. 354. 481. 491. 492. 502. 510. 547. 548. 549. 553. 561. 562. 583. 820. Else Wibelin — Frau des Andreas 562. 566. Johans — 665. 758. 768. Heimbach Heymbach b. Speier 238. Heime Heim sartor 842. — senior 815. — junior 815. Herbotzheim s Herboltzheim. Herbst Claus von — Knecht 728. Erhärt von — Knecht 728. Herchemberg lies u. s. Hertemberg. Herde s. Hördt Hergesheim s. Herxheim. Hericourt = Ellekurt i. Frankr. sw. Beifort 73. 103. Heringen Hans von — Str. Söldner 519. Henselin — von Vinstingen 641. Herlisheim Kr. Colmar. Anna von — Frau des Lawelin von — 701. Lawelin von — Bürger v. Schlettstadt 701. Herman Herr — in Kirchgasse der Schaffner des Frauenhauses 285. 754. Jacob — 758. Herrenalb i. Würt. Schwarzwald Kloster zu — 253. , Herrenberg i. Würt. Schwarzw. 451. Herrenstein — Höningen 887 Herrenstein Burgruine n. Zabern 273. 276. 608. 610. 660. 671. 673. 674. 686. 688. 693. 749 752. 753. 755. 756. 758. 759. 760. 761. 764. 765. 766. 771. 772. 773. 774. 786. 790. 866. Uersfeld Hersfelden i. Hessen 118. Hertelin s. Mertze. Hertenberg Hertemberg (? — Burgruine Kr. Gebweiler oder = bei Lörrach i. Baden.) ung. herr von — 353. 548. 574. Habart von — Kitter Vogt zu Kaysersberg Dn- terlandvogt des Eisass 445. 516. 540. Herwart Hans — Str. Söldner 519. Herxheim Hergesheim sü.ö. Landau 218. Hesebach Hans von — Str. Söldner 519. Hesingen lies u. s. Hefingen Höfingen. Hesse Hans — 384. 390. Hans — zürn Hawart 384. 390. Heinrich — Sohn des folgenden 384. 389. Hesseman — gen. als Bürger, Schöffe, Con- stofler z Münster, Stet.tmeister 73. 384. 389. (? 510.) 538. 539. 542. 543. 665. 698. 757. 820. 829. Hesseman s. Hesse. Hessen 788. 789. Landgraf von — 77. 93. Herman 853. 856. Hessenheintzelin 662. Besser Werlin — 474. Hesso s. Hochberg Markgraf von —. Hetzel herr — von Ungersheim 405. 411. Hetzelmarkes der Meister s. Markes. Hetzil Kirchherr zu Tränheim 2. Hiltebrant Hiltbrant Groszhans const z. Mülnstein 381. const. i. Kalbesgasse 391. Heintzeman — ein Zimmermann 787. Keinbolt — const. z. Mülnstein 380. const. i. Kalbesgasse 391. Himbrecht under Dagesburg (Bagsburg w. Zabern) 273. Binden Henselin zü der — 518. Hindisheim w. Erstein 362. Hirtenhenselin 844. Hirtzberg Martin von — 275. 276. Hirtzfelder Heintzeman — pellifex 817. 819. 843. Hirtzhorn Hirczhorn Behtolt zürn — 821. Diet.her — der wirt i. Krntenowe 839. Hans von — pfälz. Hofmeister 479. Hochberg HochpurgHoichberg Hohenberg — Ilach- berg Schlossruine n. w. Waldkirch i. Breisgau 136. 298. 433. 451. Markgrafen von — 139. 174. Hans 136. 521. 531 Anmerk. Hesso 136. 170. 290. 418. 433. 516. 663. 664. 679. Rudolf 21. 222. 236. 359. 633. 643. Otto 136. Hohensteg Heinrich der underkneht zürn — 821. s. a. Str. Oertl. Hochfelden Hochvelden n.w. Strassburg Friedrich von .— const. z. Münster 385. 388. 608. Hans — der Gerber 563. Wölfelin von — const. z. S. Peter 383. VI. Höchst Höst a. Main der Zoll zu — 112. 114. 116. 125. 153. 157. 226. 230. 853. Ilöchstettin Katharina — Witwe Ilensels von Müln- heim Bürgerin von Hagenau 671. Hofe Jeckelin — 834. 845. Höfelich Oberlinus — sutor 819. Hofesesze Rftlinus — pellifex 820. Hofewilre s. Offweiler. Hofgericht das königliche 195. 620. 622. 630. i Höfingen Hefingen (Hesingen) ? — Ilüfingen i. Bad. b. Donaueschingen oder = Höfingen i. Würtb. A. Leonberg. Heinrich (Heinz) Truchsess von — markgr. bad. Diener 623. 746. 775. 776. 778. Hohenack Burgruine b. Zell Kr. Rappoltsweiler 532. 626. s. Rappoltstein, s. Saarwerden Heinr. von —. Hohenburg Honburg by Löwestein Ruine b.Wingen Kr. Weissenburg 180. 181. 183. Burckard von — gen. v. Wangen 600. Hohenfels Burgruine n. Niederbronn s. Ettendorf Boemund u. Walter von —. Hohenklingen Walther von der — 583. I Hohenlohe Hohenloch der von — 47. Hohenstein (? = Howenstein s. dort) Burgruine ; b. Oberhaslach Kr. Molsheim herr von — 645. — die von 60. Claus Heinrich — Gesp. d. const. z. Münster 512. Dietrich von — 74. Rudolf von — vitztum des Bisch. Friedr. v. Str. j 47. 287. 551 ritter 598. 599. 648. 711. 721. : 724. 737. 790. der alte vitztum 727. I Hohenwilre s. Hohweiler. Hohenzollern Grafen Burggrafen zu Nürnberg s. a. Nürnberg Friedrich (Fritz) d. alt. Graf zu — 223. 227. j 228. 856. 862. s. Nürnb. Johann 16. Hohweiler Hohenwilre Kr. Weissenburg 191. > Holbein Hans — Meister d. obeser u. keser 667. Holman der junge v. d. tuchern 508. i Holtzappel , Friedrich — von Runckel 208 s. R. Rftleman — Sohn v. Friedr. 208. Holtze Burkard im — Str. Söldner 520. ! Holtzheim w Strassburg 295. Holtzheimer Herman — Bürger v. Wetzlar 205. Holtzhusen (= Holtzhausen i. Hessen) Heinrich von — Frankf. Städtebote 217. 222. 224. Johan von — Frankf. Städtebote 216. 281, Ilolvingen Cftnrat von — Str. Söldner 519. Holwig holweg Strasse in Strassburg s. Str. Oertl. Homberg Gebürichin von — Str. Söldner 521. Homburg Burg i. Lothr. b. Metz, Besitz d. Peyger v. Boppard 88. Honan Aubertin von — Str. Söldner 522. Wellemert von — Str. Söldner 522. Honau Honowe i. Baden n.w. Str. 414. Martin von — 827. Honburg s. Hohenburg, i Hönheim n. Str. 360 Anmerk. Ilönheim Honeheim Schloss i. Diöo. Mainz 28. Höningen — Höhingen (eh. Schloss der Markgr. v. Hochberg) b. Emmendingen 136. 112 888 Honowe — Jeckelin Honowe s. Honau. Höppekin der bogener 259. Hördt Herde sü.ö. Brumath Beckelin — der kftffer 821. Hornbeckin Katharin — Str. Bürgerin 711. Homberg Horemberg Burg n. Stadt i. Kinzigthal i. Baden 86. 127. 129. die Herren von — 86. 88. 97. 98. 107. Brun der elter 97. 98. 107. Brun der junge 97. 98. 107. Hans 97. 98. 107. Heinrich 97. 98. 107. Ulrich 97. 98. 107. Wernher 97. 98. 107. Home Fritscheman zürn — von den wirrten 389. 507. Hörnern Ritter-Gesellschaft die mit den — 67. Horw wohl — Horben (Horwen) bei Freiburg 498. Horwe (? — Horb i. Würtb.) Hans Richter von — Str. Söldner 521. Hostiensis episcopus s. Ostia s. Pileus. Howe Heintzeman — in die Helle pellifex 819. Heintzmann — dictus de Constanz 843. Howenstein s. Hauenstein Berg bei Basel 456. Howenstein (? — Hohenstein s. dort.) Obreclit von — const. z. Münster 269. const. z. 8. Niclaus 388. H. u. sin snn 382. Hower Henselin — Wollschlägerknecht 23. Howescheit die — 814. Lawelin — ortulanus 820. Hubischman Heinczman — Bürger v. Str. 303. 304. Hftfelnhart s. Hüffenhard. Hüffelin Hfiffelin Büffel Reinheit — const. z. Münster 384. 387. 388. 512. 662 altammeist. 782 meister 787. der eilter 268 const. z. 8. Thom. 379. 392. 724. 733. 757. der alte (? - d. vorig.) 39. 391. 509. 824. mag. 830. der junger 509. der junge 596. 601. 744. mag. 787. 845. der lange const. z. S. Niel. 383. 390. 391. Volzo — cantor z. 8. Peter jun. 375. Werlin — const. z. 8. Niel. 511. const. z. 8. Thom. 379. 393. Hüffenhard Hftfelnhart i. Bad. Kr. Mosbach 549. Hug — dev seiler 184. Klein — von Brftmat s. a. dort 270. 420. Götze — von Eckebrechteswilre 845. Hügel der artzot const. z. Münster 385. Hügelin Philips — 665. — dictus mit der fleschen der winkneht 842. Hüller 662. Hüller der metziger 391. Hnmbel Hummel s. Stauffenberg. Humbreht Claus — juncher const. i. Spettergasse 378. Claus — selig 665. Hummel s. Staufenberg. Hunaweier Hunewilre Hunnenwilre sw. Rappoltsweiler. Cuntze von — 664. 784. Hünenburg Hüneburg Ruine sü.ö. Lützelstein 647. Hundsfeld Hunesfelt um 1580 abgebrochenes Dorf i. d. Gemarkung Eckartsweier b. Kehl 660. Hunesfelt s- Hundsfeld. Hungerstein Schloss b. Gebweiler Andres von — 664. Cftnrat von — 49. Heintzman von — 49. Wilhelm von — 49. Hftnrer Kridewis — Sohn von Lienhart 825. Lienhart — 825. Ulrich — von d. kornlüten 391. 508. 662. Huntbisz Heinikin — Bürger von Ravensburg 524. Hftnter Ulrich — 758. Hurbesche Guerray de — 638. Hürsin Heitzeman — murarius 809. Hurst Jeckelin — 847. Hürtigheim Kr. Strassburg Hans von — 659. Hurusz Claus — von Balingen Wagnerknecht 740. Hurzbach Rfttsche von — 517. Hus Huse Hftse Hausz Claus vom — 46. 632. 663. 664 686. Dietrich vom — Probst zu Luttenbach 45. 46.47. Hanneman vom — 325. 418. Hanneman vom H. von Isenheim 46. 316. 405. 411. Hanneman von Isenheim — der banghart 325. Hans von dem — von Isenheim 46. Hans Ulrich (Ulin) vom — 46. 325. Hartung vom — 45. 46. 50. Heinrich vom — 46. Johann vom — 45. Husbergen s. Hausbergen. Husch Johans Perim von — Str. Söldner 518. Hüttelin s. Hüffelin. Hüttenheim Kr. Erstein. der von — 651. Hüter Marx — von den würten 389. Hüter Lienhard — const. i. Spetterg. 378. 393. Hüterin Elkint — vor dem Münster 837. I. J. Y. Jacob der jude Arzt 26. Jacob herr — insigeler des Bischofs v. Strassb. 287 Jacop Prior zu S. Veltin zu Rufach 355. Jalney Ferry de — lothr. Ritter 638. Ichenheim Ychenheim sü.w. Offenburg 429. ung. — Einwohner von Neuweiler 269. Pritsche — koufherr 419. Heicze von — schfthemacher 563. Idecke Heinrich von — Str. Söldner 521. Jäcklin der Rabbi aus Eger 33. Jeckelin balneator am Klantzhofe 844. jude zft Str. 199. 211. der lange der walich 473. rasor de Truhtersheim 815. 842. der Riffen kneht waz 389. der schiflütekneht 841. Jeckelin Herman — brotbecker 508. Sygelin — v. d. würten 507. 510. Jeckkels — Kagenfels 889 Jeckkels Jeckel Henselin Hensz — ortulanns 818. 841. Jenöwe Thomas von — der bogener 522. Jermine Hans der banekert von — 520. Yfrio Peter — 814. III Yll der Fluss i. Eis. 434. Brücke über die — 304. 305. Fähre über die — 327. 435. Inhaber der Fähre s. Erbe Hans —. Illkirch Illekirche sü Str. 38 Fähre bei — 327. s. Slickelin von — Imbsheim sü Buchsweiler 674. Imer (Ymer, Bischof von Basel s. Basel. Ingebrecht Ingelbrecht (? — Engelbrecht) 841. Hans — der Alte const. z. Münster 385. Hans Hensel — der junge const. z. Münster 385. 390. Ingelberg Johannes de — 810. Ingenheim sw. Hochfelden. Götze de — 811. Johann von — 363. Ingersheim b. Bappoltsweiler 656. Ingolstadt Ingelstadt 219. Ingweiler Ingewilr n. Buchsweiler 269. Hanseman von — gesp. d. tucher 513. Hans Gerhart von — 419. s. Godelman Hans — von — Innsbruck 650 Anmerk. Inslinger Cünrat — Str. Söldner 519 Jobst Jose von Mähren s. Mähren. Johan Claus — der wolleschlegermeister 24 Johann Markgraf Herzog s. Mähren. Johannes carpentarius i. Wasenecke 818. Johannes der Hofschreiber 550. Johannes Meister — der Söldner 183. Johannes dictus — junior 184. Jolians brftder — Meister des Anthonienhauses zu Isenheim 325. Johaus der scherer 18t. Johanniter Johanser Johaus Orden 140. 175. 238. 258. 377. 707. die — von Hagenau 685. Meister des Ordens 84. 8. Braunsberg Conrad —. Ordenshaus zu Hagenau 84. Creuczer von Engilland von sand Johans Orden 130. 131. Jöler Hanseman — der vitztum 800. Jomer 180. Jonchere Arnoldus — Cleriker aus Lüttich 860. Josef Sohn v Samuel ha-Cohen Jude aus München 33. Jöselin von Mollesheim Str. Jude 211. Ippenburg Wolf von — Str. Söldner 518. Irslingen s. Urslingen. Isaak Ysak — von Mollesheim Str. Jude 95. — Jude von München 25. 26. 27. 31. 32. 33. 35. Ysenhartin Dine — 835. Ysenach s. Eisenach. Isenburg b. Rufach Gerl ach von — 158. Valentin von — 158. Isenheim n.ö. Sulz i. O-Els s. a. Huse. das Anthonienhaus zu — 325. Meister des — Bruder Johans 325. Ysenlin Yselin von Bretheim — Str. Jude 199. 211. Isenlin Cfintze dictus — 845. Ysin Heinze — Str. Söldner 521. Ismahel Jude von Augsburg 128. Isny Ysny i. Würtb. 17. 21. 64. Yspani Alfons von — der bogener Str. Söldner 522. Italien 62. Juden die — 18. 44. 45. 50. 89. 128. 129. 134. 140. 141. 143. 147. 154. 156. 173. 192. 194. 195. 199. 204. 205. 207. 208. 209. 211. 269. 272. 273. 322. 538. 853. s. a. Augsburg Mainz Molsheim München Nord- lingen Strassburg Wetzlar. Judenbreter Minnelin — frowe 665. Obrecht — Str. Söldner. 323. Judenkirchhof Ileintzeman — 818. Judenlöffer Ulrich — de Mentze 843. Jülich Gülch Gulche Herzog von — 368. 369. Wilhelm 363. s. a. Geldern. Jüllenont Symon von — bogener Str. Söldner 522. Jungzorn Claus — s. Zorn. Jungen Junge Claus — const z. S. Peter 384. 391. sein Sohn 510. Johaus — const. z. Mülstein 381. const. i. Kalbesgasse 391 Lawelin — 391. Jungen Heinrich zum — her Bürgermeister v. Mainz 117. 242. 274. 281. 335. 348. 351. 365. 366. 376. 467. 496. 794. 796. 797. 798. Juvene Ilügelin von — Str. Söldner 520. K u. 0. Kago Ileintze — u. sein Sohn 421. Kageneck —ecke Kagnegg Claus von — der jüngere Str. Söldner 520. Diepolt von — (gefall, b. Sempach) 169. Erhard von — prepositus 8. Thome 375. Hans von — 427 (Gesandter nach Prag) 491. 492. 501. Gosse Gösselin von — const z. Münster 384. 388. Gesp. d. const. z. 8. Peter 511. Johans von — meister 189. 217. 259. 260. am Holwige 268. 302. const. z. Münster 385. 389. const. i Spettergasse 393 rittet 394. 404. 481. der meister 509. const i. Oberstr. 511. const. a, Holwig 513. ritter 523. meister 815. 820. •Johans von — der eiltet const. i. Spetterg. 511. scab. 757. meister 786. 782. 843. Johans von — der alte 509. Johannes de — junior meister 188. 189. 507. 510. 824. 835. 844. Johans von — der junge 306. Johans de — bischöd. Hofmeister magister curie episcopi 534. 646. 691. 780. 861. der Kurtze von — Ritter const. i. Spettergasse (? — Job. von —) 378. Kagenfels Burgruine w. Barr 87. 890 Kainel — Kyenast Kainel Peter Wust von — Str. Söldner 519. Kaysersberg Kaisers— Keisers— Keysersperg w. Colmar 45. 72. 248. 249. 304. 545. 575. 597. 628. 631. 635. 650. 652. 685. 712. 719. 723. 736. 858. Vogt zft — s. Hertenberg Habart —. Kaiserslautern Keyserslfttern 29. 283. 835. s. Anefang Peterman —. s. Beldenlop Johans —. Kaldar Heinrich — Str. Söldner 522. Kamerer der goltsmit 513. Kämmerer Cammerer s. Keinmerer v. Worms. Kämmerer Hans — v. d. Goldschmieden 389. Kammin Camyn Bischof Johann von — königl. Kanzler 243. electus de — 290. 316. 356. 397. 440. 449. 462. 463. 464. Kampte Hans — von Neuweiler Str Söld. 520 Kantzier Cantzeler Ennelius — 835. Hanneman — faber 842. Ilanneman — (d. ältere) 842. Herman — faber 816. Johans Hans — ammeister 96. Verbannter 161. 164. 845. Kappel Capelle Cappeln n.w. Ettenheim i. Bad. 419. 522. Cappelle Hans von — Str. Söld. 520. Kappler magister monete regis 195. Kappelherrc dictus — 815. 819. Cappelon Albertus — carpentarius 821. Kärnthen 582. 586. Herzog von — s. Oestr. Lcop. v. —. Karl Karle Cuntzeman — 666. Hans — 665. Hanseman — scab. 758. Heinrich — v. d. kremern 389. Karl IV deutscher Kaiser 6. 279. 301. 541. 801. Karl VI König v. Frankreich 177. 855. 862. Karlestein v. d. kremern 507 Anmerk. Karlstein Karlestein Schloss i. Böhmen Kr. Prag 549. 558. 561. 563. 564. 565. 618. 683. Carnilicus Willielmus — magister scabinornm s. Metziger. Karricher Jeckelin — v d. metzigern 508. 513. Caspar der Goldschmied v. München 31. Castel Hans von — 507. 600. Symont von — her 191. Kastei Castel b. Mainz 312. Castellio terra s. Chatilion. Katzenellenbogen Katzenelnbogen i. Nassau Grafen von — 45. Diether 255. Katzman Gyso — procurator in Rom 2. 3. Kaufbeuren Kouffburen i. Baiern 17. 21. 64. 234. 235. Kauffmann Andreas — de Olm sartor 846. Wenczslaw — Wirt u. Bürger zu Nachau i. Böhmen 559. Gedingen This von — Str. Söldner 521. Kefer Lawelin — der winsticher 837. Kehl Keule i. Bad. 660. 817. Keyser Läwelin — 812. Keisersberg s. Kaysersberg. Keyserslutern s. Kaiserslautern. Cellenberg s. Zellenberg. Keller Jeckelin — de Dieffental 818. 842. Kelre Margarete — Witwe v. Fritscbo de Wirigs- lieim 845. Kember Götze — Schaffner im Bruderhof 593. Kemmerer Kemrer Kemerer Cammerer Camerer von Worms Diether von — 69. 119. Bürgermstr. v. Worms 188. 237. 336. 343. 348. 349. 350. 351. 528. 606. 608. 610. 654. 670. 671. 692. 751. 771. | 772. 773. 774. 786. Heinrich von — Ritter 191. 270. 419. 481. 495. 561. 580. 594. 606. 687. 804. Heinrich von — Edelknecht Sohn v. Heinr. 191. i s. Bantschaden Gfttichiu — Witwe von Diet- I rieh — Kempten i. Baiern 17. 21. 64. Weckerle Hans — Str. Söldner 519. Kentzinger Ulrich — her Cleriker 382. Kenzingen Kentzingen n. Freiburg i. Bad. 160. 291. 457. 526. 528. 529. 544. die steingruben zü — 821. Johans — Stadtschreiber zu Hagenau 84. Keppenbach Burg n.ö. Emmendingen 133. 136. 175. 257. Dietrich von — 307. Cerdo Hanselarius — 828. Kese Ileitzelin — der metziger 833. 834. Obreht — Str. Bürger 588. Kcser Lawelin — junior 810. 841. Kesseler Dietherich — der bühssenschiesser 183. Kesselring C&ntze Cüntzelin — i. Aufrüst. d. korn- lüte 389. scab. 758. Kestenburg ? — Kenstenberg (ehern, i. Diöc. Speier) s. Snydelach Heil man — von — Kestenholz — holtz b. Schlettstadt 256. 651. 654. Kettener Jeckelin — der vürsprech 833. Ketter Nese — 822. Keule s. Kehl. Ceupeman Hans — 467. Chacepol dit Savoye Peterman — lothr. Ritter 633 Anmerk. Chaiteilet Perin de — lothr. Ritter 638. Chambre Richer de la — lothr. Ritter 638. Chateir Hargnour de — lothr. Ritter 633 Anmerk. Pechair de — li Moinne de — lothr Ritter 633. Thirion de — lothr. Ritter 633. Chatillon Chastellon Chastoillon Chatilion Castellio terra Schettelo Schettelon Schechtelon Schehtelien Zschechtelon Schloss des Jean de Vergy i. Frankr. Dep. Vosges 47. 48. 50. 54. 61. 176. 187. 188. 192. 194. 201. 203. 311. Chrast Otyk von — 767. Christian Eberlin — 509. Christian zer Sunnen von Basel 164. Chrümpnau s. Krumau, Churwaiden Curwalchen i. Schweiz K. Graubünden 147. Chusnik Benessin de — 163. Chuttin s. Kuttenberg. . Kyenast der schriber am Schultheissengericht 833. Kienheim — Kolbsheim 891 Kienheim Kftnheim sü. Hochfelden B8ldelin — 830. Hügelin — 268. Kienzheiin Kienlzheim Kr. Rappoltsweiler 656. s. a. Künigesheim. Kilstett Kilstette n. Sir. 413. 414. s. Syfrit Hensel. Kilwilre s. Kirweiler. Kinzig Kintzig Fluss 690. Kinzigthal 234. Kippenheim i Bad. b. Ettenhcim Jeckel — 323. Kirchberg Kirchperg Eberhard Graf von — I’ort- ner d. Str. Domstift 524. 530. Dekan des Str. Domstifts 720. Kirchen Johannes von — Hofschreiber Kg. Wenzels 630. 631. Kirchgasze — gasze Herman in — Schaffner uf unser frowenhns 285. 754. der altammeister 668. Kirchherre Hermann — 842. Johannes — nuncupatus Ritter 842. Kirkel Kirkels Kirckl i. Pfalz b. Homburg der von — 118. 175. Johannes von — 130. 131. Kyrperg S&ffie von — Witwe Claus Küfers 677. Kirse der jude — 199. 211. Kirwarte Hanneman — Str. Bürger i. Lingols- heim 62. Kirweiler Kilwilre sü. Buchsweiler 423. 834. Friedrich — der sch&chzter von — 834. Ilenzelin Schaflfener von — Str. Söldner 520. Kistener Heinze — Str. Kornhändler 726 Kladrau Cladrun i. Böhmen Kr. Pilsen 555. 556. 558. 572. Cladrun s. Kladrau. Klamman Andres — 182. Claramonte Olricus de — camerarius 533. Claus der gebur 389. 509. 632. 662. — der lange ein Rheinschiffer 556. — von Wissenburg ein Seiler 667. Paulus — der kftffer 817. Cleberg Henne Stösse von — 42. Klebesattel der herzogin sun 839. Cleinbfibelin 811. Kleine Reinbold — 824. Cleinhanseman der schftchs&ter 822. Cleinhenselin der schöchzter 835. Klein-Ilug von Brfimot 270. Cleinlawelin der kürsenerkneht 846. Clein-Ulin de Esslingen famulus 846. Cleman Peter — Str. Söldner 519. Cleselin de Mentze pellifex 815. de Wissenburg textor 839. 847. de Spir baderkneht 844. Kleselin (wohl ident, mit Kleskein) 491. Kleskein Diener d. Str. Gesandt, i. Prag 553. Klette Friedrich — Herr Str. Söldner 323. 391. const. z. 8. Peter 383. Hug — Herr const. z. 8. Peter 383. Klettgau Landgraf von — s. Habsburg. Cavel Johan von — Str. Söldner 521. Klinghart lleintze — v. d. obesern u kesern 667. Clobel Johans — 662. Klobeloch Klobelouch s. Knobloch. Klopsheimer Clobsheim (s. a. Plobsheim mit welchem offenbar identisch) Bürger u. Städtebote von Schlettstadt 216. 217. 242. Closeman Alexius — const. z. Mühlstein 381. const. i. Kalbesgasse 392. Closener Klosener 377. Johannes — 845. Knebel Tham — Schultheiss zu Oppenheim 806. Knese der junge 507. Kniewelin Henselinus — textor 846. Knobeloch Klobel— Cloblöch ung. der jungher (? = K,einbolt d. j.) 273. 394. const i. Spetterg. 378. Klobelöchelin 268. 811. Claus Niclans — 476 497. mag. 818. 839. 840. 847. Fritsehe — ortulanns 811. 841. Gosse — hfiter (der Münze) const. v. 8. Niclaus 382. Hans — const. v. S. Niclaus 512. Hans — z&m güldin s. Johans. Hetzel — Bruder des Reinheit const. v. 8. Thomas 379. 393. 394. Johans — const. v. 8. Niclaus 382. 390. meister 672. 685. 686. 688. 689. 698. 815. 817. 826. 842. 846. 863. Johans — genant Ytel 378. Johans — zürn güldin 378. Hans — zftm güldin const. i. Spetterg. 388. 512. Itel Ytel — Bruder v. Willi, const. i. Spettergasse 378. 393. 394. 508. 509. s. Johans. Langhaus — 698. Anmerk. Läuwelin — Hausgenosse 341. zürn güldin const i. Spettergasse 378. 393. Lienhart — Bruder v. Lanwel 341. Nicolaus — s. Claus. Peter Petrus — 812. l’eterman — z&m güldin Bruder v. Johans const. i. Spettergasse. 378. 393. Reinheit — const v. 8. Thomas 379. 388. const. v. 8. Niclaus 511. Reinheit — (der jüngere) Sohn v Reinheit s. const.. i. Spetterg. 511. 512. s. ob. Klob. der jungher. Wilhelm — Bruder v. Johans u. Itel const. i. Spettergasse 378. 393. 394. Gesp. d. const. v. 8. Niclaus 512. Verbannter 839. Klowen Jeckelin — ortulanns 811. 841. Kobe Hans — von Frelsdorf Str. Söldner 518. Koblenz Koblencz Kobelentze 132. 134. 135. 139. 141. 723. 790. Rftlman von — meister Cleriker aus Trier 17. Koch Ilauptmann d. Wormser Kriegsvolkes 176. Peter — Herr 831. Kochersberg der — ö. Zabern 643. 722. bischötl. Burg — 526. 527. 534. bischöfl. Vogt zu — 544. 734. s. Pfettensheim Hans —. Kolb Götze — 163. Kolbe Cölbe 759. Diether — kfiffer (s. Dürnigheim) 822. Colbezcey s. Kolbsheim. Kolbsheim Kolbetzheim Koboltzheim Colmsheim Colbezcey w. Str. Cftne von — 311. Strassb Hauptmann 387. 472. 571. 640. 647. 802 Kolbsheim — Culiers Georg Gerien Jörg — 311. 351. 596. 660. 666. Edelknecht 670. 777. Lütold 311. Anmerk. 333. 351. 640. 723. 729. 752. 764. Koler Conrat — Bürger v. Constanz 742. 747. Coler Clewelin — in Lingolsheim Bürger v. Str. 62. Colignon franz. Ritter 633 Anmerk. Colin Coli Henselin — von Saarburg Str. Söldner 519. Gesandt, v. Saorb. 734. Kölle Jacop von — 476. Colmar Colmer 25. 45. 175. 242. 257. 279. 304. 305. 306. 434. 505. 565. 575. 597. 625. 628. 631. 640. 647. 650. 652. 658. 659 Anmerk. 661. 683. 685. 693. 695. 697. 706. 712. 719. 723. 726. 736. 739. 742. 807. 858. Schultheiss von — 302. s. St. Thiedot (Die) Peter von —. die Juden von — 194. 195. Bertholt von — (Aufr d. kremer) 507. Hanneman von — Str. Bürger 304. 473. 758. Hanneman am Graben von — 524. Kolmar die zwei — Diener d. Str. Gesandten i. Prag 553. Köln Kölle Cöln Collen Colonia 16. 139. 140. 150. 153. 338. 341. 346. 369. 478. 485. 494. 685. 704. 707. 789. 790. 794. 796. 807 Anmerk. 854. die von — 150. Erzbischof Kurfürst von — 16. 45. 204. 254. 328. 678. 690. 791. Friedrich — 29. 124. 251. 369. 586. 783. 856. 864. Köllin Kölinus diotus — v. Basel 814. Colnitz der von — königl. Rat 58. Conago Franciscus de — Kaufmann v Mailand 727. Königshofen Königs— Künges— Künigeshofen bei Str. 377. 424. s. a. Beumelin Ilense —. Könsheim ? — Kiensheim s. Mengolt Henselin —. Constanz Constentze Constenze 7. 17. 21. 64. 147. 148. 163. 164. 165. 168. 222. 369. 710. 742. 747. 793. 794. s. Schwartze Conrad von —. s. Ilowe in die Helle von —. Bistum — 470. Bischof von — 142. Niclaus 168. Chorherr zu — s. Murer. Contzeman — Str. Bote 685. Contzman von Staffurt 739. Claus — 746. bad. Vogt zu Ettlingen 659. Hans — oberster Amtmann 444. Vogt zu Pforzheim 445. Vogt zu Baden 674. 690. 695. 737. 759. 787 Anmerk. Köpfelin der schölmenschinder 812. Gertrut — uxor ejus 812. Copte Dine — Lauwelins frowe 827. Lawelin — der schifkneht 839. Kortelangen Wilhelmus - Registrator der Reichskanzlei 4. 6. Köshirner Schultheiss v. Neuweiler 269. Coucy C&ssin Cussin i Picardie Herzog von -- 237. Rudolf von ™ Bischof v. Metz 359. Kraft Henselin — v. d. schiflüten 507. Krain das Land 582. 586. Herzog von — s. Oesterreich. Crampurg Diether von — 34. Kranich der — 134. Heinrich — altammeister 363. 451. 594. 652. 667. 820. a mmeister 670. 677. 758 (der junge 822.) 865. Heintzeman Heitzeman — 391. 392. v. d. würten 507. 513. 631. Johans — 123 Anmerk. Krautze Berhtolt — Diener Sigm. v. Zweibr. 351. Crape s. Kropf. Kraszwilr — Grossweier i. Bad. b. Achern 249. Reinhart von — markgräfl. Diener 249. Krebs Heintzelin — Bruder v. Lawelin 833. Lawelin — der metziger 833. Krebsser C&ntze — const. i. Oberstr. 380. Kreenfelt s Kreienfeld. Kreienfeld Kreinfelt Kreenfelt i. hess. Kr. Fulda Henne von — Gesandter von Gelnhausen 205. 216. Johan von — der alte 242. Kreigk Kreyger Kriege Conrat von — königl. Rat 9. 141 Kremer Rftlin — s Barpfennig. Krenkingen i. Baden sü.w. Bonndorf Heinrich von — jungherr 14. 20. 67. Kiese Ulrich — bisch. Procurator 861. Kressig der Bastard von — Str. Söldner 521. Krewelsboum s. Grauelsbaum. Kreutzlingen Creutzl- i. Schweiz thurg. A. Gottlieben der Abt von — 165. Kreuznach Crützenach 181. 189. 191. 192. 369. Graf zu — s. Sponheim. Kridewis s. Hftnrer. Kriese Hans — v. d. kremern 389. Krigchingen Johann von — königl. Rat 127. Kristan der Frowenberger Diener v. Herz. Stephan v. Baiern 26. Cristian Cristion Kristion Eberlin — const z Münster 269. 385. 390. Hans — const. z Münster 384. Lawel — const. z. Münster 384. Lciwelin — der eilter const. z. Münster 389. Kröge Arnold — von Bettingen Str. Söldner 519. Cronenberg n.ö. Wiesbaden der von — 652. 655. Kronenburg b. Strassb 263. 265. 371. die Porte zü — 368 s. Strassb. Oertl. Cronheim Henselin von — 36. Kropf Cropphen Krapf Krepfe Crape Hans (Heinsil) — Bürger v. Saarburg 722. 723. 754. Krösin Bride — 839. Krowol Itel — Str. Söldner 519. Kr um au Chrümpnau i. Böhmen Kr. Budweis 587. Crunez (? oder Grunesz) Friedrich der Walich v. — Str. Söldner 520. Krutenau die — s. Strass. Oertl. Kftffer Claus — 677. 784. Witwe desselben Sftffie von Kyrsperg 677. Culiers Symunt von — Str. Söldner 521. Cuncz — Lauterburg 893 Cftncz der wergmeister Bürger u. Schöffe 73. Cunczman s Contzman v. Staffurt. Cftne jungherr — 508. Künen Johan — Städtebote v. Worms z. Mainz 216. Kftnheim s. Kienheim. Künigesheim Küngeszheim — Kienzhcim b. Rap- poltsweiler 736. Dietherich von — const. v. 8. Peter 383. 391. 510. Kün(r)scher Heintzeman — von Baden Str. Söldner 520. 695. Cüntze der vogt von Rufach 269. 419. Cfmtzelin der lonherr i. Str. 371. der schaffener 389. Cftntzeman Peterman — karpenerkneht 844. Cnntzman Cunczman s. Contzman v. Staffurt. Cftntzo sartor 820. Kurnagel ung. der pfennigmünsser 475. Johans — 133. Läwelin — const. z. 8. Niclaus 382. 390. Kurfürsten die — 47. 590. 679. 685. 775. 791. 792. 793. 795. 798. 803. Kürin s. s. Quirin. Kürsener Rftlin — von Hagenau 830. Kürsenerin Nese dicta — 813. 842. Kürsman Kurs — von Speier Str. Jude 207. 208. Kurtze Heintzeman — der kolerkneht 847. Küsse Cüssey der von — 132. 641. Cnssin Cfissin s. Coucy. Cuttelifer Henselin — 813. Kuttenberg Chuttin der borg zü — i. Böhmen Kr. Pardubitz 786. L. Lafrancke Str. Bürger 473. Lahnstein Baustein Lonstein Ober— b. Koblenz 28. 791. 792. Lahr Bare Litre Lore i. Baden 290. 600. 744. 747. Heinrich juncher von — und Geroldseck vgl. Geroldsock. Henselin (Lorhenselin) von Offenburg 837. Götze von — Strass. Söldner 519. Lawelin — Sohn des Hensel. 837. s. Northüser der lange von — Peter von — Str. Söldner 519. s. a. Lorer. Laler Schochman — const. z. 8. Peter 383. Lalleman Jehan — lothr. Ritter 633 Anmerk. Lambart Henselin — der junge Gcsp. d. schiflüte 513. Lambesheim s. Lamsheim. Lamersheim Pawels sun von — 507. Lamsheim Lammesheim Lambesheim i. Pfalz Kr. Frankenthal Eckebrecht von — oder von Ebestein Str. Söldner 519. Hans von — gen. Moy Str. Söldner 519. Lamp Heintzo dictus — carpentarius 816. 843. Lamport 349. Hanseman — gesp. der kornlüte 513. Lampertheim n.w. Str. Ulrich von — Str. Söldner 519. Lamprecht meister — 661. 663. Landau Landowe die swester des metzigers 819. Landeck Landegg (welches ?) Johans Swewelin von — Ritter 165. Landenberg (?) Ruine s.ö. Winterthur i. Schweiz s. Streiff Strouflfe Hensel Hennyn von — Landsberg Landesberg Landcsperg Ruine n.w. Barr der von — 645. Burckart von — Vitztum des Str. Bischofs 295. 316. 551 861. Clans von — Vater Johans 62. Claus von —(der jüngere) Bruder Heinrichs 62. Hanneman von — Vetter von Burck 62. 551. Hartung von — Bruder v. Burck. 62. 316. Heinrich von — Bruder v. Joli Hacker von - 62. Henricus de — presbyter probend, altar. i. Str. Münster 546. s. Mülnheim. Johans Hacker von — Bruder v. Clans u. Heinr. ein edelkneht 62. Landesberg s. Mülnheim. Landsberg Landes— Landsburg (Hob-) Burg w. Colmar 656. 784. Vogt, zu — s. Schuttern Peter von —. Landskron Landeskron b. Pfirt Burgkart der Münich von ■— 525. 530. 583. Landolf Götze von Ehenheim — ein edelkneht, 75. Lantschaden (v. Steinach' Cnntze Cftnrat von — 608. 610. 654. 692. 751. 760. 771. 772. 773. 774. 786. Götichin von — frowe Witwe des Dietrich Kemmerer Schwester von Cftntz — 786. Lange Anna — uxor Heintzonis — 812. Hanneman dictus — 846. s. Wolfelerin Dina — seine Witwe. Heintzo — carpentarius 812. Langenau Langenowe Burgruine sü.ö. Nassau Heintzeman von — 518. Langenau s. Thymen. Langestein Ort u. Burg i. Lothr. ? 635. Langnefe Johans — schöffe a. d. antwergk der kftfer 143. 145. 214. Langocha Claus von — Bürger v. Saarburg 1. 2. Langwilr Claus — Str. Bürger 711. Lappe Claus — Gesp. d. const. z. Münster 512. Reinbolt — juncher const z. 8 Peter 383. 388. 511. Laubgassen Loube— Lftbegassen Burkart von — Ritter 248. Hanneman von — Ritter 248. 782. 786. Laufen Loftffen i. Bai ein. Graf von — 436. Laufenburg Louffenburg a. Rhien 456. Lausanne i. Schweiz 710. s. Gryers Heinrich — Bürger von — Lausitz 571 Markgraf zu — s. Brandenburg. Lautenbach s. Luttenbach. Lauterburg Luterburg Dorf u. Schloss sü.ö. Weissen- burg 105. 491. 605. 764. 860. 894 Lauterburg' — Lingolsheim Amtmann zu — s. Sickingen. Schultheiss zu — s Bösebast, s. Buman Walter — von — Lauweier Claus — der eilter ein vürsprech 724. 832. Lawelin Lälwelin Louwelin 837. — der gebur winsticher 508. — der weber 207. — der wnrt Jude zu Str. 199. 211, Brun Brünle — 474. Gesp. d const. i Obevstr. 511. 512. Gerin — Bürger v. Hagenau 692. Hartung — kftferkneht 736. Walther — Gesp. der kornlüte 513. ■ Wernlin — der totengreber 848. Lecher ein Bauer 662. Legaleys Johan — Str. Söldner 522. Leheinan Johans — Bürger v. Str. 727. Lehein Obunrat — Gesandter Kg’s. Wenzels 504. Leiningen Linin— Lyningen Ruine sü.w. Grünstadt i. Pfalz 482. s. a. Dünne der von — 283. Grafen von — Emicho 138. 150. 159. 188. 191. 197. 238. 269. 270. 271. 272. 427. 433. advocatns provincialis Landvogt, 537 . 575. 578. 581. 582. 686. 737. 792. 800. 806. selig 853. Friedrich 482. 518. 528. 536. 609. Landvogt 775. 782. Hans — u. Graf zu Rückesingen (s. ltixingen) 641. Johans 351. 625. 666. Leiterberg Werlin — const. a. Holwig 268. 386. 392. Leyterlin Walter — Str. Städtebote z. Speyer 113. 114. Lemberg Burg sü.w. Bitsch 729. Lemmel Mathis — 631. Lennberg Peter von — der junge Str. Söldner 519. Lentenlöffel 839. Lenzelin Lentzelin Cftntze — 268. 357. const. a. Holwig 386. 392. hfiter 496. 513. 567. 662. 685. Frantze — const. a. Holwig 386. 392. 475. Hans — Sohn v. Thomas Hausgenosse 341. Johans — juncher Thomans sün const v. 8. Thomas 379. 393. Jeckelinns — 817. Johans — Bruder v. Clein-Rülin const. v. 8. Thomas 379. 393. Lawelin — 686. 863. Rftlin — der elter const. a. Holwige 268. const. v. 8. Thomas 393. Rftlin — juncher Bruder v. Thoman const. v. 8. Thomas 379. Rftlin — Bruder v. Hans Hausgen. 341. Clein Rftlin — Bruder v. Johans const. v. 8. Thomas 379. Thoman — der hftter (der Münze) 91. 285. 341. const. v. 8. Thomas 379. 475. 509. 698. scab. 757. Leopold Herzog v. Oesterreich s. Oester. Leppichin Gesp. v. d. kremern 389. 507. 513. Besehen Eberhart — ein Ritter 36. Leuthelin Str. Söldner 520. LeuchtenKrg Lfttenberg i. Oberpfalz Landgrafen zum — 160. 243. Johann 140. 141. 142. Leutkirch Lütkirch i. Würt. 17. 21. 64 Lichtenau LiechtenaweLiebten— Lyehtenftwe (Burg u. Stdt.) i. Baden n.ö. Str. 214. 226. 228. 322. 557. 570. 724. 725. 777. 778. 793. 806. 808. 861. s. Brandeis Arnolt — von — Ellewibelin von — gespuntze des Walter Bn- man 812. der Vogt zu — 793. Lichtenberg Liecbtem — Liehtem— Kr. Zabern n. Buchsweiler die Herren zu — 410. 598. 645. 736. der Landgraf von — 121. 250. 254. der Domprobst v. Str. 424. Adelheid frowe zft — Gemahlin des Heinr von — (geh. v. Veldenz) 588 (742?) 777. Cftnrat von — Vetter Johans von — 1. 423. 426. Heinrich von — 98. 99. 153. 360. 361. 363. 370. 402. 421. 433. 455. 471. selig Gemahl der Adelheid v. Veldenz 588. Johann von — 38. 75. 153. 165. 167. 180. 190. 191. 269. 276. 329. 331. 332. 333. 354. 360. 363. 367. 370. 375. 402. 416. 417. 419. 420. 432. 467. (Hans 471.) 646. 686. 749. 785. 758. 759. 760. 778. 785. 861. Johann von — Domherr zu Str. 777. Ludwig von — 556. 570. 588. 594. 602. 607. 622. 654. (Ludeman 673.) 701. 720. 753. 765. 766. 768. 769. 770. 775. 776. 777. 779. 790. 792. 793. 794. 808. Domherr 860. 861. Sigmund von — Domherr zu Str. 669. Ulrich von — canonicus camerarius ecc. Arg. 309. 310. (424?) 535. 669. Lichtenfels —teils (welches ?) Heintze von — Str. Söldner 519. Lichtenstein Burkart von — Ritter 519. 630. 692. Lichtenthal i. Baden s. a. Beuren. das Frauenkloster zu — 226. 228 Lye Heinrich von — ein Schütze Str. Söldner 521. Liebegg Hanman von — 334. Liebegftt Henselin — 825. Liebeheinze Henselin — von Rftckesingen (s Rix- ingen) 641. Lienhart gen. Schultlieisz s. Zorn. Lienstat s. Luneville Lile Jehan de — lothr. Ritter 633 Anmerk. Coupin de — lothr. Ritter 633 Anmerk Limburg Limpberg b. Hall a. Kocher 74. s. Schenke Berthold von —. Limburg Lymperg Ruine auf d. Limberg am Rhein b. Breisach 435. Limer Lymer Lymmer Hans — ammeister 588. Heinrich auch Heinzeman Heitzeman — altam- meister 204. 214. 260. 353. 389. 391. 393. ammeister 440. 451. 467. 468. 501 Gesp. d. kremer 507 houptman 509. 542 Anmerk, alt- ammeister 543. 594. 664. 667. 698. 820. i. 5 Männer Münz-Ausschuss 699. 702 Jacob — Gesp. d. kremer 507. Limpberg s. Limburg. Lindau Lindowe a. Bodensee 17. 21. 64. Lindenschmidt jetziger Name der Burgruine Löwenstein s. dort. Lingenwelt Eckrich von — Str. Söldner 519. Lingolsheim Lyngolfesheim sü.w. Str. 62. der Schultheiss zu — s. Gatfeier Johann —. Lyntkesz Lyntkesz ein Lichtenberg. Unterthan 622. Lis Kftoppfelin von — 517. Lobemberg Fölke von — Str. Söldner 519. Lombardei die — 549. Lombard s. Lumbart. Loran von Metze der genwer Str. Söldner 521. Lorbecher Heintzichen — 154. Lore 8. Lahr. Lorer Herman — 510. 524. Johan — faber 817. Löselin ungen. — 420. Adam — jnncher const. v. 8. Peter 383. 388. const. z. Mülnstein 512. scab. 757. mag. 839. Adelheit — frowe Witwe von Johans — 112. Anshelm — 392. Bernhart — const. z. Münster 385. 390. Cftntzel — const. z. Münster 385. Erbe — const. z. Münster 385. 390. 391. 508. 509. 512. Johans — jnncher const. v. 8. Peter 112. 383. Ulrich — der alte 509. Ulrich — const. z. Münster 385. 390. jnncher const. a. Holwige 386. 388. Loser Symundes dohterman Jude zu Str. 199. 211. Lothar deutscher Kaiser 801. Lothringen Lothor— Lotr— Luttringen 537. 635^ 637. 649. 657. Herzog von - 45. 111 . 132 . 133. 134. 177. 233. 236. 369. 531. 547. 624. 636. 637. 639. 641. 642. 643. 647. 648. 649. 650. 653. 654. 655. 696. 728. 753. 754. 774. 789. Friedrich 635. 763. Johann 37. 233. 273. 313. 755. 759. 764. 765. Karl 536. 634. 762. 763. 765. 766. 797. 798. 801. 805. Loubegasse s. Laubegasse. Louffen s. Laufen. Louvivalz Andriet de — lothr. Ritter 638. Löwe Lowe von Ulm Jude zu Str. 95. 162. 199 211. s. a. Ulm. — von Wesel Jude zu Str. 95. 199. 211. Peter — bevollmächtigter Städtebote von Ulm 524. Löwen — Rittergesellschaft Lewengeseileschaft 10. 37. 549. 560. 587. Löwenstein Löwen— Löwen— Lawenstein Burg (Ruine heute i. Volksmund Lindenschmidt) w. Weissenburg i. Eis. 117. 119. 165. 174. 180 184. 186. 191. 426. 430. 435. Löwenstein (welches ?) Backe Claus von — Str. Söldner 521. Lübeck Bischof Conrad von — 4. 6. 36. Lucca Luca i. Italien 189. Lucern s. Luzern. Lucze königl. Diener 195. Luderfingen Nickelman von — 641. Ludewig zftm Turne wolleschleger 24. Hans — 323. Ludiger bystum s. Lüttich. Lumbart Lunbart Lumbard Cüntzelin — 840. Hans (Johans) — (mehrmals als Str. Gesandter) 174. 217. 258. 259. 260. 268. 758. Hans — ein bogener Str. Söldner. VI. — Macher 895 » Henselin — v. d. schifiüten 388. 507. Johans s. Hans. Luneville Lienstat i. Lothr. 88. 648. Klein Wilhelm von — 730. Luperster Wolf — Bürger von Saarburg 754. Lupfen Lupffen Hans Johans von — 781.782.783.784. Lussey ? Ort i. Lothr. 103. Lftsze Heinrich — const. i. Oberste. 511. Lutenslaher Hans von — Str. Söldner 521. Luttenbach Luttern— Lutterbach sü.w. Münster i. Ob.-Els. 418. 583. der Probst von — s. Huse Dietr. vom —. Luto Diener Bisch. Friedr’s. v. Utrecht 860. Lüttich Leodium eccles. Leodiensis Ludiger bystum 39. 408. 514. 860. Chorherr zu — s. Diest Wilh. von — u. Str. Bischof. s. Bosch Walram von dem —. s. Jonchere. s. Meckenborgh. s. Mosa. Lützel Lützela sü. Altkirch Heinrich Abt des Klosters zu — 720. 721. Lützel Klein Hans — jnncher 642. Lützelburg Lützelnbuig w. Zabern die Grafschaft — 840. Egenolf von — Schultheiss zu Zabern 60. 300. Lutzeinburg Lützelburg s. Luxemburg. Lützelstein Luczelstein Lützelnstein Parvapetra n.w. Zabern 425. 853. die von — 60. 169. 691. 749. Grafen von — 48.187.188. 194.200. 425. 468. 674. Burckart Str. Domprobst u. Gegenbischof 296. 314. 315. 459. 460. 489. 497. 498. 499. 500. 501. 502. 503. 505. 506. 510. 514. 517. 522. 523. 524. 525. 526. 527. 528. 529. 530. 543. 699. 726. Heinrich 46. 88. 147. 201. 232. 886. 360. 370. 375. 402. 424. 426. 471. 518. 674. 853. Volmar Decan des Domstiftes 296. 314. 315. 460. 501. 542. 543. 592. 593. 846. 861. Waltpurg frowe z& Geroltzecke am Wasichen 189. Wilhelm 203. Lützemberg Peterman — ein Bogener Str. Söldner 522. Luxemburg Lutzein-- Lützel— Luczemburg 101. 130. 131. 132. 134. 173. 174. 187. 190. 257. 723. 725. 726. Münze (Gulden) von —■ 337. 344. 477. 484. 681. 705. 706. Herzog von — Johann 187. Wenzel 101. Walram Graf von — u. St. Paul 101. 113. der Hauptmann zu — s. Pflug Hinczik —. Luzern Lucerne Lucern 148. 149. 163. 164. 165. 168. 307. 464. M. Machefröide Jeckelin — der gantener 215. Macharis Macheris Sygel — Wormser Bürger u. Gesandter 216. 222. Macher Hans von — Str. Söldner 521. Rollin von — Str. Söldner 518. 113 896 Madenburg — Marx Madenburg Mademberg Burgruine i. Pfalz b. Landau 181. 182. 351. Magdeburg Megdeburg Erzbischof von — Kanzler 547. 556. 561 567. Maguntiura Moguncium s. Mainz. Mähren Merhern Moravia Markgrafen von — 121. 574. Jobst Jodocus Jose 123. 301. 491. 523. 548. 559. 561. 563. 564. 565. 567. 586. 590. 611. 616. 617. 618. 619. 761. 793. s. Brandenburg s. Meissen. Johann Hans Bruder Kg. Wenzels 522. 597. Procop (Brokorp) 491. 499. Mailand Herzog von — s. Visconti Barnabas u. Thaddaea s. Baiern. die Kaufmannschaft von — 727. 728. Main M8n der neue Zoll auf dem — 124. 150. 257. 796. Mainniere Jacquemy de — lothr. Ritter 633. Mainz Menze Meucze Mentze Moguntia Moguncium 5. 9. 10. 11. 12. 13. 14. 17. 19. 22. 23. 28. 29. 30. 33. 34. 36. 43. 44. 45. 46. 47. 51. 52. 54. 56. 57. 61. 61. 65. 66. 68. 69. 77. 78. 79. 80. 81. 85. 86. 88. 103. 104. 105. 106. 108. 112. 113. 117. 118. 119. 120. 121. 122. 124. 125. 129. 131. 135. 136. 137. 140. 141. 146. 147. 148. 150. 151. 152. 153. 154. 155. 156. 158. 160. 162. 165. 166. 170. 171. 172. 173. 174. 176. 177. 180. 182. 183. 188. 191. 192. 193. 194. 198. 199. 204. 205. 209. 213. 216. 217. 218. 220. 222. 223. 224. 225. 226. 227. 229. 230. 231. 234. 237. 242. 252. 255. 258. 260. 261. 269. 274. 275. 281. 281. 285. 289. 300. 301. 306. 312. 326. 327. 329. 343. 348. 350. 351. 352. 353. 357. 365. 366. 367. 369. 376. 404. 446. 467. 482. 495. 559. 467. 597. 662. 670. 684. 707. 711. 775. 779. 789. 790. 791 Anmerk. 793. 794. 795. 796. 798. 805. 806. 853. 854. 858. 865. Bürgermeister von — s. Medetrost Jacob —. s. Jungen zum —. Juden zu — 44. 45. 159. 223. Städtebote von ■— s. Medehost s Waldertheim. Claus von — Str. Söldner 519. Cleselin de — pellifex 815. s. Judenlöiffer Ulrich dictus — de 843. s. Mentzer. Mainz Erzbistum 28. 678. Capitel 13. 20. 67. Erzbischöfe 4.28.45. 67. 77. 93. 114. 119. 126. 132. 164. 180. 243. 250. 251. 255. 272. 281. 283. 284. 288. 300. 328. 329. 396. 479. 587. 599. 608. 609. 619. 656. 791. 797. 856. Adolf 29. 124. 171. 244. 280. 353. Conrad 369. 606. Johann 783. 788. Maleficz Johannes de — 489. Maler Schmasman — 268. Schochman const. v. 8. Peier 391. 392. Malkow Johans von — von Preussen Comthur des Deutschen Ordens 277. 725. s. Deutsch. Ord. s. Str. Malsch i. Baden b. Ettlingen 253. Malterer Martin — Landvogt i. Eisass u. Breisgau 47. 50. 154. 155. Manegolt Dina — Witwe v. Hans 844. Hans — 844. Mänlin s. Mennelin. Mannheim Mansheim 44. 106. 116. 118. 150. 275. Münze von — 337. Rheinzoll zu — 446. 493. 495. Mansheim s. Mannheim. Mansperg Burkard von — 751. Lyse von — seine Frau 751. Mjnsse Mansze 174. 258. 622. Albrecht — s. Obrecht. Böldel — const. z. Münster 384. 390. Claus Niclaus — houptman 269. const. z. Münster 385. 388. mag 483. 486. 490. 497. const. z. Münster 512. Geschwor. d. Münze 698. 757. mag. 810. 820. 844. Cftne — const. z. Münster 385. 390. 509. des Cüne sun (— Henselin) 512. Friedrich — const. v. 8. Peter 383. 391. Henselin Hensz — Sohn v Cftne const. z. Münster 385. 390. (512.) Jacob — 829. Obrecht (Albrecht) — meister 208. 209. 210. Gesandter d. Stadt i. Speier 242. const. z. Münster 384. 387. 388. Ortelin — mag. 69. 70. 72. 174. 231. 260. 277. 280. 283. 285. mag. 291. 297. 298. 316. 363. const. z. Münster 384. 389. 391. 445 451. 467. 468. 474. 481. 516. 534. mag. 551. 555. 558. 559. 561. 565. 618. 813. 841. Schönmansze oder Johans — 272. const. z. Münster 358. 385. 415. 426. 433. 512. 683. 684. Marburg Dielman von — der scherer 830. Margaretha Schwester König Wenzels 16. s. Böhmen s. Wenzel. Maris Johans — Str. Söldner 521. Marckes s Marx. Markolsheim Marckoltzheim sü.ö. Schlettstadt 522. 526. Cftntze von — const v. S. Niclaus 382. 390. Hans von — const. v. 8. Niclaus 382. 390. 391. Keiser Keyser von — Bruder v. Cuntze const. v. 8. Niclaus 382. 390. Markus Münzmeister von Schaffhausen 202. Marlenheim Marley Marie b. Wasselnheim 426. 430. -432. Wiszkopf de — 841. Marschalk — schalgk Claus — 782. Günther — Bürgermeister von Basel 767. 776 778. 788. Marsal Marsei i. Lothr. Kr. Chäteau-Salins. Thomas von ■— Str. Söldner 518. Wigrich von — Str. Söldner 518. Marsilis s. Wetzel. Martin — des ammemeisters kneht 182. 183. — der gantener 215. — scholasticus cancellarius domini regis 40. 130. 163. — städtischer Diener (? — dem vorig.) u. Bote 553. 554. 569. s. a. Schiltigheim Martin von —. Martinsvögel die Rittergesellschaft mit d. — 551. 552. 553. 648. 676. s. Andlau Georg von —. Marx Marckes Markes ung. — der münsemeister 475. Marx — Mindefelt 807 ung. — Gesp. der würte 513. Hetzel Hetzelo — mag. 236. 264. 267. 372. 512. const. v S. Thomas 379. 512. mag. 810. 841. Marzolf Martzolf Phye — Gesp. der schiflute 507. 513. Masemvallis s. Masmünster. Masmünster Masemünster Masemvallis sü. w. Thann 106. 200. 201. 202. 203. 573. Ileitzel — const. z. Münster 385. Massembach Behtolt — dem man sprächet Armleder Str. Söldner 520. Mathis — vonBrisach Str. Jude 95. 199. 211. s. Breisach. — der messerer de Hagenau 844 s. Hagenau. Matzenheim sü.w. Erstein. Bernhart von — const. z. Münster 385. 388. Gesp. d. const. v. 8. Thom. 512. Mauersmünster sü Zabern Hüglin von — 780. Meckenborgh Reynerus de — Cleriker v. Lüttich 860. Medetrost Jacob — Bürgermeister v. Mainz 129. 156. 217. 242. 274. 281. Megede Megde Billung zft der — const. z. 8. Niclaus 382. 390. 512. 814. Claus zür — Clausman zftr — const. z. 8. Ni- claus Sohn des Cftntze 268. 382. 388. Cftntze zftr — const. i. Oberste. 380 const. z. S. Niclaus 382. Hans zftr — 832. 833. Thoman zftr — const. i. Spetterg. 268. const. z. 8. Niel. 382. 388. 511. const. i. Spetterg. 512. 757 mag. 778. 780. Megefrideriche Heintze — Gesp. d. const. z. 8. Peter 511. Megenbftch Wolf von — Str. Söldner 518, Meyger Meiger i. d. Aufrüst. d. wirte 507. Burkhart — 304. const. i. Oberste. 380. Burckart von Erst heim (Erstein) städt. Amtman41. Claus — altammeister 214. 259. Heintze — 758. Meyenberg — v. d. kremern 389. Meinrich Hug —• const. v. 8. Niclaus 383 Meinsheim Mahtolff — 125. Meinwart Cftnrat — Ritter Bürgermeister von Freiburg i. Breisg. 164. Meissen Misen Herren u. Städte in — 463. Markgraf von — 77. 124. 548. Jobst s. Mähren. Wilhelm 683. 856. Meissen Bischof Cardinal von — 5. Meitry Huegueny de — 633. Jehan bestair de — 633. Melchior Erhärt — 815. 842. Meiedunum s. Melun. Melun Meiedunum i. Frkr. Dep. Seine 51. Memgolt Henselin — von Kftnsheim 816. Memmelot de Morschele der jude der walich 198. Memmingen Memyngen i. Baiern Reg. Schwaben 17. 21. 64. 164. Menloch Böckelin — von künstelten der eitere 220 Mennelin Mänlin von Dime Str. Jude 95. 162, 199. 211. ? =: Minelin der jude. Mennelins Läwelin — ortulanus 817. Menszheim (? — Mansheim Mannheim) s. Rönttin Bechtold u. Heinr. — Gebrüder von —. Mentag Walther — sutor 827. 828. 829. 834. 846. Mentz Menze s. Mainz. Mentzer Johans — wagener 740. Menuy Jehan — 633. Merkweiler Merckvvilre sü. Weissenburg 394. Mergentheim Mergeltheim i. Wurth. 138. 139. 171. 179. 206. 209. 214. 216. 217. 250. 253. 255. 273. 274. 277. 492. 596. 856. 857 Anmerk. Merlein s. Mähren. Merswin Behtolt — Gesp. d. const. v. 8. Peter 511. Claus Niclaus — 473. 474. Geschw. d. Münze 698. 702. mag. 724. 744. 751. 752. 754. 757. mag 815. 824. 847. Cftntze — jungher const. i. Spettergasse 378. Lauwelin — Geschw. d. Münze 94. 341. 473. 476. Mercklinus sartor i. Smidegasse 820. 844. 845. Mertze Hertelin — 845. Merzweiler Merzwilre sü.ö. Niederbronn 431. Messerer Meszerer der — 174. 258. des — seligen Erben 665. Friedrich — 764. Johans — ammeister 72. 174. 175. altamm. 205. 214. — 224. 225. 758. Johans — der junge Bürger u. Schöffe 25. Peter — 764. Wilhelm — 764. Messinger Heinrich — textor 832. Meszersmit Claus — von Urbeis Str. Bürger i. Lingolsheim 62. Metz Mecz 120. 134. 135. 139. 140. 150. 153. 369. 370. 473. 636. 637. 641. 732. 854. die Münze die Gulden von — 337. 344. 345. 477. 484. 681. 705. 706. der Münzmeister von — 699. die Schöffen u. Dreizehn von — 650. s. Bauldoiche Nemerich — Ritter Bürger v. Metz. s. Loran von —. s Musin de —. s Thomas von —. s. Winrant von —. Metz Bistum Metensis diocesis 2. 201. 732. 755. 766. Domstift 88. 233. 430. Bischof 88. 120. 233. 313. 359. 531. 696. 749. 756. 759. 760. Dietrich 29. Peter 101 Anmerk. Metziger Carnificus Wilhelm — ammeister u. altamm. 214. 215. 260. 280. 306. 363. 389. 391. 394. 414. 451. 510. 533. 538. 594. 635. 661. 667. 668. Geschw. der Münze 698. 758. 768. 782. 785. 794. 820. . 865. Michaelis Johannes — 862. 863. Michel von Friburg wergmeister unser frowen- werkes (Münsterbaumeister) 83. s. a. Freiburg. Midehart von Berse der Wollschläger 23. s. a Börsch. Miltenberg Mildenberg i. Baiern Reg. Dnterfranken 28, 280. Mindefelt Mindeveld Minefeit Myndevelt? — Min- feld i. Pfalz b. Geimersheim 426. 431. Golde von — Amtmann Emichos v Lein. 138. 898 Minelin — Mülnheim Minelin Jeckelin dohterman Str. Jude 199. 211. s. a. Mennelin. Minninger Hans — 641. Missebach Fritscho — 815. Mittes der metziger 819. Möchelin Cftntzeman — der vischer 825. Möckels Läwelin — 811. Moguntia s. Mainz. Mojne Henselet le — lothr. Ritter 633. Molin Job. von — ein Schütze Str. Söldner 521. Meiner Cftnrat — Str. Städtebote 216. Mollenköpf ein Ritter 221. Molsheim Mollesheim w. Str. 167. 576. 711. 713. 860. 861. bischöfl. Amt (Pflege) 593. bischöfl. Vogt zu — 544. s. Wickersheim Ludwig von —. s. Andlau Schwarz Rudolf von —. Hans von — Johannes de — 670. 809. 810. Heinrich Peterlin von — const. i. Oberste. 380. 393. 394. Jöselin Göselin von — Str. Jude 199. 211. Otto hospitalis de — 813. Mömpelgard s. Montbeliard. Monburne s. Mombronn. Montbeliard (deutsch Mömpelgard) Muntpligart Mümpelgart Monsbiligardus 584. 595. 636. Grafen von — Heinrich dominus de Orba Sohn Stephans 595. Stephan dominus Montisfalconis 589. 595. 638. Claus — (Muntpligart) Str. Bürger u. Schöffe 73. Hanneman — 473. Heinrich — der spengler kneht 846. Mombronn Monburne Kr. Saargemünd Grosz Johann von — 840. Montfaucon Monsfalco i. Frkr. b. Besamjon Herr zu — s. Montbeliard Stephan v. —. Montfort Mondfort Monfort i. Vorarlberg Grafen zu — Conrad Herr zu Bregenz 21. Heinrich Herr zu Gertringen 534. Rudolf Herr von Feldkirch 21. 192. Montat s. Mandat. Moravia s. Mähren. Mörchingen i. Lothr. Johann von — der genwer Str. Söldner 521. Morimont Mörsberg —perg sü.w. Pflrt. Clara von — Schwester des Hetzel Nibelung 50. Henneinan von — Str. Söldner 518. Heinrich von — 517. Rudolf von — 330. Mornhart s. Murrhardt. Mörsberg Mörsperg s. Morimont. Morschele Memmelot de — der jude 198. Mörser Paulus — Sir. Söldner 521. Mosa Wynandus de — Cleriker v. Lüttich 861. Moses Sohn von Isak ha Levi Jude v. München 33. Moses Moises Mose von Bretheim s. Bretheim. Mosel Müsse Musel Musella Muszein 132.201.636.657. Moserin Grede — 827. Mosung Johans — Sohn des Paulus const. i. Oberstr. 379. 393. Paulus Pauwelin — const. i. Oberstr. 268. 379. 388. 393. 509. sin sun (? — Johans) 388. MÖwelin faber 814. I Lawelin — 843. Mühlbach Mülnbacli i. Baden b. Eppingen 549. Mühlberg Mühlberg Mülnberg heute Stadtteil von Karlsruhe 267.-298. 307. 617. 677. 690. 694. 775. 776. 778. Mühlhofen Mülhoven Mülnhofen i. Pfalz n.ö. Bergzabern Blicker von — Str. Söldner 521. Götze von — der alte Str. Söldner 519. Götze von — der junge Str. Söldner 519. Hans von — Str. Söldner 519. Mul Hans — Str. Söldner 521. Mulhan der kirchherre const. z. 8. Niclaus 390. Mülhausen Mülnhusen i. O.-Els. 45. 158. 249. 250. 304. 575. 858. s. Waltenheim Heinr. von — gen. v. — Müller (? — Mülner) Cfintz Cftnrat Conrad — altammeister u. häufig als städt. Gesandter zu Städtetagen u. dgl. 71. 112. 135. 136. 171. 172. 173. 175. 857. 185. 257. 258. 260. 265. 280. 327. 329. ammeister 363. (Mülner) 431. 433. 379. 387. Aufrüst d. kornlüte 389. houptman 432. Cftnrat — der junge Gesp. d. kornlüte 513. 815. — Sohn d. Altamm. 857. Cftnrat — der junge (? Bürger von Schlettstadt) 711. Mülnbach s. Mühlbach. Mülnecke Str. Oertlichkeit s. Str. Mülner s. Müller. Mülnheim Mftln— Müln— Muiln— Mülnheim der von — 637. die von — 430. 435. 598. 599. 640. 693. der von Richenberg 155. const. a. Holwige 386. Anna von — Tochter Johanns von — 189. Benedicta von — Frau des Heinr. v. — 562 Anmerk. Bechtolt — Vater der Gertrud — 351. Berchtolt — scriptor 815. 842. Böllelin von — const. z, Mülnstein 380. const. i. Kalbesg. 388. 511. Gesp. d. const. z. S. Peter 511. Burckart von — gen. Richenberg Rechberg 133. mag. 159. 161. 268. 329. 332. const. z. S. Peter 383. 391. — 392. 510. 511. 569. 573. 688. 757. 768. mag. 816. 843. Burckart — Sohn des Burckart — const. z. 8. Peter 383. 391. Burckart — der jungeste 268. Cuntz von — 169. Eberlin Eberhart von — Ritter 4. 5. 164. 171. 172. 174. 257. 258. Vater des Wilhelm von — 320. 432. Gertrud von — Tochter Bechtolds 351. Gertrud von — geborn. Zorn. s. Zorn Mutter des Heinr. v. Mülnheim des i. Böhm, gefangenen 589. Gosse von — Walthers seligen sun const. i. Spettergasse 378. 388. 393. Gösselin ? 435. 512. 671. Haneman von — 619. Hans von — 183. Hans von — hern Heintzen sun Gesp. d. const. z. Münster 512. Hans von — Bruder Walthers const. i. Oberstr. 388. 393. Hans von — der Cusin dochterman const. z. Münster 512. 824. Hans von — von Epfiche const. z. Münster 384. 388. Hans — von Harnstein 269. const. z. Münster 384. 390. s. a. Harnstein. Mülnheim — Mutzig 899 Hans von — kirchherre zft Vessenheim const. z. 8. Niclaus 382. Hans Heinrich von — 817. Hensel von — ( — Johan — s. unten) 671. seine Witwe s. Hoechstettin Katharina —. Heininan — (?) her selig (? — Heinr. selig) 435. Heinrich Heintze Heitze von — Ritter 2. mag. 24. 27. 28. 89. — 263. 266. 280. der junge mag. 285. mag. 320. 356. const. z. Münster 384. sin sun 384. 389. 394. 436. 438. 445. 495. 501. 545. 546. Gesandt, u. Gefangener i. Böhmen 547. 548. 519. 553. 561. 562. 566. 572. 573. 574. 589. 596. 597. 598. 645. 652. 768. 795. 796. 799. 801. — de Rechberg mag. 813. 841. Heinrich von — selig (? - herr Heinman selig 435.) 617. 664. 665. Heinrich von — Burckarts sun const. v. 8. Peter 391. 511. Heinrich von — hem Heintzen brftder const. z. Münster 512. 811. Heinrich von — in Brantgasze const z. Münster 390. 509. 638. 642. 643. 644. 757, mag. 846. Heinrich von — von Landesberg const. z. Münster 390. mag. 505. 509 Gesp. d. const. z. 8. Peter 511. 640. 641. 642. 644. 757. 818. mag. 820. 844. Heinrich von — von Landesberg presbyter 546. Heinrich von — Rosenberg 686. 587. Heinrich von — Roseneck 534. Heintzman von — 583. 584. Heitzeman — von Rechberg const. z. Münster 385. 390. Johannes de — 805. 825. Johans von — burggräfe zft Strozburg 43. 70. 143. 145. 146. 189. Johans von — gen. Richenberg (Reichberg) mag. 85. 86. 94. 96. 608. 864. Johans von — Ritter 133. const. i. Oberstr. 380. const. z. 8. Peter 383. Johans — von Rosenberg 268. const. z. 8. Thomas 379. 393. Johans Ulrich von — Gesp. d. const. i. Kalbesg. 512. Lritolt Leopold von — const. v. 8. Peter 383. 387. 388. mag. 479. 4SI. 482. — 589. 622. 641. 663. 693. 726. mag. 819. 837.838.844. 847. Lütolt von — juncher const. z. 8. Peter (juncher L’s sun) 511. 642. s. d. folg. Lütolt Hans von — Sohn v. Lütolt const. z, 8. Peter 388. 509. Otteman von — const. z. Mülnstein 380. const. i. Kalbesg. 391. const. a. Ilolwige 511. — 743. Peterman von Bruder Johans const. i. Oberstr. 380. 393. Reinbolt von — const. z. 8. Peler 383. Inhaber der Burg Werde 419. const.. i. Kalbesg. 512. Reinbolt Hiltebrant von — 392. const. i. Kalbesg. 511. s. a. Hiltebrant Reinbolt —. Reinhart von — Sohn des Heinrich const. z. Münster 384, 388. Walther von — des burggrafen (Johans) seligen sun const z. 8. Thomas 268. 379. const. i, Oberstr. 380 const. z. 8. Thomas 388. const. i. Oberstr. 393. 394. 474 const. z 8. Thomas 512. const. z. Münster 512. Walther von — probst zft Rynowe (Rheinau) 295. 522. Werner von — 503. Wilhelm von — hern Eberlins seligen sun Inhaber des Str. Fischmeistertums u. Fischergerichtes 320. 321. 322. const. z. Mülnstein 380. ] const. i. Kalbesg. 391. 511. 512. const. 757. ! mag. 765. 766. 767. 818. 823. 832. j Mülnhofen s. Mühlhofen. Mülstein Str. Oertlichkeit s. Str. Slube zum — s. Str. Constofeler zu — s. Str. der houptkanne zft — 811. cuparius 841. Claus — 1. Lawelin — 811. i Mümpelgart s. Montbeliard. Münchelin Str. Bürger 262. 265. s. Str. des — garten s. des — turn. — der würt 844. — der junge v. d. kürsenern 389. 508. 513. — der jüngeste der kürsener 845. Jeckelin — pellifex 847. Johans — der eilter pellifex 758. 847. München Munichen 25. 26. 31. 32. 33. 35. 514. | 564. 650 Anmerk, s. Abram. s. Caspar der Goldschmied von — s. Isak Sohn des Benjamin Jude von — s. Isak ha Levi Jude von — s. Moses Sohn des Isak ha Levi. s. Salomon Sohn des Märtyrers Juda, s. Samuel Jude von — j Mundat Montat die obere von Rufach s. Rufach. I Münden welches? 787. 788. j Mundolsheim n.w. Str. 360 Anmerk. ; Münich j Burkart — der von Landskron s. a. dort. Rat d. Herz. v. Gest. 525. 530. 583. Götzeman — bisch. Vogt zu Rufach 300. Münichingen Hug von — Str Söldner 518. Münsser Lawelin — 843. Münster Münster Munster i. Ob -Eis. 45. 249. 304. 575. 712. 719. 723. 736. 858. | s. Belinen Rutsch man von —. , Münster das — in Str. s. Str. Muntpligart s. Montbeliard. Münzenberg i. Hessen Obrh. Kr. Philipp von — Herr zu Falkenstein 17. Murbach b. Gebweiler O.-Els. | Abt von — 317. Rudolf u. Landvogt i. Eis. 858. 859. ' das Haus des Johanniterordens zu — 338. Murer Franz der — Chorherr u. Bürger zu Con- stanz 142. i Murg Fluss i. Bad. 611. j Murlawelin der vischer 840. Murrhardt Mornhart i. Würt. A. Backnang der Abt von — 21. Murssei Mftrsel Fritsche — der gantener 215. Henselin — der gremper 668. Mürvogel Johannes — Bürger v. Saarburg 734. Müsel s. Mosel. Museier Peter — Str. Bürger 269. 271. 389. 427. 508. 654. 758. Musin de Metze — der genwer Str. Söldner 521. Müsse s. Mosel. Mussella s. Mosel. Mftsseborn Oertlichkeit beiHerrensteinn.Zabern 610. Muszein s. Mosel. Mutten Diebold von der — Str. Söldner 518. Mutzig Mutziche w. Str. 467. 651 861. ^ Peter von — Gesp. d. schiflüte 513. 900 Nagelsberg — Nürnberg N. Nagelsberg Götze von — 500. Nabe Nae — der Fluss 28. Nancy Nansey Nansze i. Frankr. 625. 637. 657. Nase Hans — von Zabern Str. Söldner 520. Nasor Johannes — dictus Netzebart Notar v. Hagenau 375 Anmerk, s. Grosklaus. Nassau Nassowe Nassawe Nazöwe Grafen von — 5.140.153. 181. 272. 649. 657. 658. Adolf Alff 150. Emicho 56. 57. Johann 45. 67. 88. 119. 147. 150. 154. 155. 158. 160. 171. 176. 177. 191. 192.204.213. 216. 218. 224. 225. 230. 231. 272. Philipp 639. 640. 652. 653. 656. 670. 791. 797. Ruprecht 56. 67 Landvogt der Wetterau 65. 67. — 117. 118. 119. 150. 154. 160. 165. 177. 193. 216. 218. 226. Landgraf von — 124. Nast Sent — der genwer Str. Söldner 521. Natten Götze von der — Str. Söldner 520 Nauwer Hans — 675. — ung. const. v. 8. Niclaus 382. Neapel Neapels 63. Neckar — Fluss 448. Necke Henne von — der sniderkneht 845. Nefe Franz — v. Colmar 159. Heinrich — Söldner der Stadt. Breisach 671. Negel Friedrich — 323. Nettesheim Nellis— Str. Bürger 213. gesp. d. schiflüte 388. 513. Claus — 175. 226. 228. 258 Nesselbach Erhard — 630. Netzebart s. Nasor. Neuburg Nüwenburg a. Moder w. Hagenau Abt Convent u. Kloster von — 805. Burg i. Eis. ? 734. Neuchätel Nüwenburg Novicastra Novum Castrum i. Schweiz der von — die von — 187. 188. 194. 200. Theobald Thiebalt Graf von - 73. 103. 123. 201. Theobald Sohn des Theobald 201. Neu-Eberstein s. Eberstein. Neuenbürg Newen— Nu wen— i. Baden n. Basel (Rheinzoll bei) 6. 7. 9. 98. 99. 103. 160. 446. 447. 448. 748. 751. 753. Neuenburg b. Ingolstadt 108. (?) 219. Neueneck Nüwenegg Nüwenecke Burg i. Würt. A. Freudenstadt 743. Herr — von 221. Albrecht Obrecht von — 722. 743. Burkard von — 545. 547. Georg von — 220. Hans von — Str. Söldner 519. Heinrich von — Str. Söldner 520. Neugartheim Nügarte n.ö. Wasselnheim Friedrich von — 616. Neuhaus Nuwenbuse N&wenhus i. Hessen b Worms 151. Bechtold von — Str. Söldner 520. Eberhard von — Str. Söldner 520. Heinrich von — Str. Söldner 520. Neumarkt Nuwenmerkete i. Baiern Oberpfalz 219. 220. 227. Neustadt Nuwenstat a. d Aiscli w. Nürnberg 492. Neuweiler Nuwilr Nuwenwilre n.ö. Zabern 269. 419. 674. 786. 853. Schultheiss von — 419. Köshirner 269. Claus von — 786. Cunz Cüntzelin von — Bruder des Claus 782 der Schaffner 786. Diether von — 419. Gerbott von — 811. Kampfe — Str. Söldner 520. Lamport dictus — scriptor 812. Petrus de — tratulator 846. Smicker von — 419. Nibelung Hetzel — Edelknecht 50. s. a. Moersberg Clara von — Schwester dess. s. Niclas zu Port 104. Niclaus ane sele — Bürger von Saarburg 751. Niclaus der stettescriber von Ehenheim 281. Nicopolis 667. 863. i Nidenstein Herman — Str. Söldner 521. i Niedeck Burg i. Vogesen b. Haslach Kr. Molsheim 2. 419. Dina frouwe von — 839. [ s. a. Endingen Thomas von — s. a. Richter Clans — gen. Dutschman. Nierberg? vielt. — Nürnberg 567. Nigebür Bernhart — Bürger v. Frankfurt 281. 1 Nymwegen Nymeghen 557. Nysz 1 Jehan de — lothr. Ritter 641. Peter von — Bogenschütze 522. Noppe Nope ung. — 377. Claus — const. i. Spettergasse 378. Cttneman — const. i. Oberste. 380. Wilhelm — Hausgen. 341. Sohn des Claus — 378. Noray Jehan de — lothr. Ritter 641. Nordecke Henne von — 207. | Nordhausen Northus Nordhusen n. Erstein 415. 651. s. Bock. ! Northuser Cftntzemann — v. Lore (Lahr) brot- beckerkneht 818. Rulmans — Ritter 161. Nordheim Northeim ö. Wasselnheim. Hans von — Str. Söldner 519. Ludeman von — Str. Söldner 519. Nürdlingen Nordelingen i. Baiern Reg. Schwaben 17. 21. 64 117. 125. Juden zu — 125 129. Andreas de — sartor 810. 841. Nosse Claus — 393 I Wilhelm — Sohn v. Claus 393. Nügurte s. Neugartheim. Nühterlin Hartman — der treger 813. Nürnberg Nurem— Nuren— Nüren— Nurim — Nftrn— Nürnberg 3. 4. 5. 6. 7. 30. 51. 52. 59. 68. 79. 80. 84 . 93. 97. 109. 121. 122. 124. 127. 128. 138. 139. 140. 141. 142. 146. 151. 152. 180. 198. 204. 219. 220. 221. 244. 245. 250. 251. 253. 255. 273. 286. 316. 317. 357. 369. 373. 374. 376. 403. . 463. 491. 492. 523. 538. 553. 554. 559. 560. 561. 563. 564. 566. 567. 590. 596. 597. 598. 617. 618. 683. 692. 693. 730. 742. 774. 778. 781. 786. 788. 796. 798. 808 Nürnberg — Ortenberg 901 Bargfeste von — 246. Burggrafen von — (s. a. Hoh-Zollern) 77. 93. 109. 243. 244. 245 491. 564. 596. Friedrich 124. 171. 223. 227. 228. 800. 808. 856. 862. Johann 16. Eberhart Meister — Cleriker 382. s. Ebner Albr. u. Herman —. Eylsa uxor Heinrici — 830. Heinrich de — 830. s. Pflnzing Berthold —. Nussbach Nusbach w. Oberkirch od. ö. Triberg 134. 0 . Burne Dorf i. Besitz Oberbronn Kr. Hagenau d. Ochsenstein 431. Oberkirch Oberkilch b. Oberehenheim die Herren von — 60. 697. 738. Burkart 598. Hans Johans Ritter Bruder des vor. Str. Kriegshauptmann 135. 166. 173. 257.435. 598.695. Oberkirch Oborkirche Oberkilch i. Baden 299. Anmerk. 354. 355. 506. Anmerk, 516. 861. Obernhausen welches? i. Hessen od. i. Wurth. Cftntze Urnnfts von.— Str. Söldner 521. Obrelit Cftntz — der trösche 826. Obrehtzthal s. Albrechtsthal. Oberlin Kilian — von Wirtzeburg der wagner- kneht 740. Obesser Lawelin — fusor cancrorum 826. 828 846. Ochsenbach Ohzenbach b. Heilbronn Adalbert von — 837. Ochsenstein Ohsen— Obs— Ohszen— Ossenstein Burgruine n. Zabern b. Mauersmünster. Burg 426. 430. 432. 605. Herren von — 127. 153. 363. der Junker von — 742. Anna Frau von — 249. 736. Friedrich von — const. z. Münster 385. 390. 391. 508. 512. Johann von — keller d. inerren stift ze Strasz. Vetter des Decan gleichen Namens 1. Johann von — dechan d. merren stift 1. 44. Domprobst 8. 59. 88. 125. 126. 163. 164. (f bei Sempach 169.) 814. 825. Johans jungher von — 418. Mene jungfrouwe von — Str. Bürgerin 40. Otteman von — 47. 69. 70. 426. 430. 433. 503. 504. 600. 654. 676. 734. 735. Otto von — wohl — Otteman? 467. Rudolf von — Bruder von Mene u. Otteman 40. 111. 432. Odar Johans — Str. Söldner 521. Wilhelm — Bruder des vor. 521. Odericke Adam d’ — lothr. Ritter 633. Oertelinus Johannes — thesaurarius s. Petri 375. Oely Peter — knecht des Reinh. Windeck 734. Oensbach Onspach b Achein i Bad. 416. Oesterreich Österlich 221. 615. Herrschaft 435. 612. 728. 784. Herzöge von — 37. 93. 109 117. 125. 155. 177. 258. 550. 598. 600. 606. 617. 629. 638. 789. Albrecht Obereht III 456. 458. 491. 516. 544. 567. 572. 573. 574. 586. 587. Ernst 733. Friedrich 744. Leopold III 16. 17. 21. 25. 47. 111. 114. 124. 159. 164. 165. 166. 167. 168. 171. 174. 175. 202. 456. 458. 459. 465. 466. 468. 470. 472. 479. 480. 498. 499. 501. 502. 503. 504. 514. 516. 517. 523. 524. 525. 526. 527. 528. 536. 537. 538. 542. 543. 544. 546. 580. 582. 587. 607. 625. 628. 632. 633. 635. 640. 642. 643. 644. 645. 646. 650. 652. Leopold IV. 655. 656. 659. 663. 675. 676. 677. 678. 684, 686. 690. 707. 718. 730. 733. 745. 763. 781. 782. 783. 785. 806. 863. 864. Wilhelm 572. 586. 587. 733. Dettingen Otingen Otingen i. bair. Schwaben. Grafen von — die von — Herren von — 95. 96. 234. 243 244. 491. 549. Friedrich 21 Hauptm. d. Landfriedens i. Schwab. 504. 514. königl. Kammermeister u. Rat 546. Landvogt z. Eisass 559. 561. 563. 565. 709. 712. 856. Ludwig 21. 765. 766. 856. Ofen Buda i. Ungarn 743. Offenburg a. d. Kinzig i. Baden 178. 208. 333. 834. 475. 500. 506. 550 Anmerk. 557. 599. Anmerk. 600. 605. 746. der Schultheiss von — 221. s. Tigensheim. s. Griner decket —. s. Lahr (Lohrhenselin von Offb.) Offendorf n. Strass, a. Rhein, der Schultheiss von — 424. » Offenheim n.w. Strass. Rftlman von — küfermeister 214. Offweiler Hofewilre sü. Niederbronn Kr. Hagenau 427. Oggersheim Agersheim i. Bad. n. Mannheim 312. Ogsburg Ogsburg s. Augsburg. Oheimlawelin Katharina dicta des — 827. Ohzenbach s. Ochsenbach. Oley Ellenwibelin — 814. Oleyman Walther — 832. Oler Claus — v. d. kremern 389. 507. Nicolaus — de Zabern 840. Nicolaus — Sohn des vor. 840. Olmütz Olomuncz 401. Franciscus canonicus Olmucensis 397. 400. 401. s. Omer Guillaume de — fianz. Ritter 633. Ongersheim s. Ungersheim. Onolzbach s Ansbach. Onspach s. Oensbach. Oppenheim Oppinheim Openheim i. Hessen 25. 42. 43. 51. 52. 54. 118. 168. 284. 806. Zollstätte zu — 312. 446. Schultheiss von — 47. 173 174. 257? 327. 328. 329. 366. Anmerk. 806. Knebel Thom. — 806. Heisse von — 257. Orba dominicus de — s. Mömpelgard. Orleans Aureliens Herzog von — 763. Orschweiler Orswilr sü.w. Schlettstadt 651. Ortelinus s. Oertelinus. Ortenberg Ortemberg Burg b. Offenburg i. Baden 300. 375. 634. 861. bischöfl. Amt 593. 902 Ortenberg — Pflug Vogt zu — 544. 595. s. Bossenstein Joh. von —. s. Hummel. Osamia (in hospitio nostro de belle Osamie, Urk. Carls VI. v. Frankr.) 855. Ostertag Cüntzelin — 637. — der pfaffe 505. — von Winstein 349. Osterungen Friedrich von — Str. Söldner 519. Osthausen —husen sü.w. Erstein 651. s. Zorn-Bulach. Ostheim Kr. Rappoltsweiler 632. Osthofen n.ö. Molsheim 419. Ostia Bischof von — Cardinal s. Alencon Phil, de —. Otyk Otyken der Herr von — 774. 775. 785. Ottefriedrich Heintze — Ritter 824. Otteler Otteler der küffer 817. 824. 825. Ottenheim sü.w. Offenburg Reichslehen des Heinr. v. Geroldseck 429. Otterbach i. Pfalz Cuno von — 291. 572. 596. Heinrich von — 571. 774. Otterburg i. Lothr. 127. Ottersweiler sü ö. Zabern 570. Ottewilre Heinrich von — Str. Söldner 519. Otto Otto der pfaffe Caplan d. Brun. v. Kapp. 455. der pfälz. Schreiber 565. P. Pabst der — 459. 472. 479. 789. Bonifacius IX 309. 310. 375. 465. 468. 470. 488. 489.490. 504. 505. 506. 514. 515. 534. 541. 860. Urban VI 62. 63. 189. 462. der Widerpapst von Genf Cardinal von Frankreich 462. 479. 480. Pairis Peris früh. Cistercienser-Kloster b. Kaysers- berg i. Eis. 413. 434. Pairstorff s. Baiersdorf. Paissavant ? i. Gegend v. Mömpelgard 589. Panfelin Panffelin const. z. Münster 385. 390. Panter (Ritter-)Gesellschaft zum — 10. Pappenheim i. Baiern Mittelfranken 31. 33. 35. Paris 479. 480. 794. 855. 863. Pavme Barme Wilhelm von — scholasticus a. S. Peter 375. Gesp. d. kremer 469. 507. 513. 665. ; Parroy Andres von — lothr. Ritter 627. Parvapetra Heinricus comes de — s. Lützelstein. Passau Passow der Bischof von — 480. Paulus Claus — der küfer 214. s. Paul Walram Graf von — u. Luxemburg u, Herr zu Sempo 101. 120. 132 s. a. L. n. 8 . i Peiger s. Beier von Boppard. Beiger Peyger Peyer Peigerlin Hans ? = Hanseman — 662. Hanseman — civ. et scab. 71. 73. 269. 393. Anmerk. 394. Gesp. d. schiflüte 513. 662. houptman 688. scab. 758. i Heintze — der schüchzter 835. Läwelin — cuparins 815. Peygern s. Baiern. Pelius s. Pileus. Pernaw Pernau Pein Bern s. Beraun i. Böhm. Perrin lothr. Ritter 633 Anmerk. Perugia Perusia 468. 469. Peter mit der Reiffbiegen der gantener 215. s. Peter der winrftffer 838. Peterlin Hans — const. z. Mülnstein 385. i Peterman de Spire famulus 810. 841. Petgkar Johans — Str. Söldner 521. Pety maistre Hanry li — lothr. Ritter 633 Anmerk. : Petit Str. Söldner 522. Pfaffe piscator 813. Pfaffenheim b. Rufach i. Ob.-Eis. 726. Pfaffenhofen n.ö Buchsweiler 430. 432. ■ Johannes — faber 816. 842. Pfaffenlap Pfafflap —lapp —lab Cüntzelin — Hausgen. 341. const. i. Oberstrasse 380. 393. const. z. S. Niclaus 382. 390. Henselin — Hausgen. Bruder v. Cüntzel 341. amptman des bisch. Gerichtes 438. Hesse — der burggrofe const z. 8. Niclaus 382. 390. 439. 563. Hesse — Bruder v. Cleinhenselin 268. 287. liaus- gen 341. — 474. 475. Hügelin Hügel — 475. 785. Anmerk. Johans — der eitere stettmeister 191. Johans — Bruder v. Cüntzelin const. i. Oberste. 380. 393. Kleinhenselin Cleinhensz — Geschworn. d. Münze 94. 285. 287. 340. 341. const. z. 8. Niclaus 382. 390. 474. hüter 494. 509. 698. des Pfaffenlabes dohterman s. Pfettisheim. Pfalz Pfalzgrafen s. Baiern. Pfalz das Gebäude i. Str. s. Str. Oertlichkeiten. Pfannenstil Fritscheman — lothr. Ritter 641. Pfeddersheim Pedersheim i. Hessen Kr. Worms 17. 20. 21. 29. 30. 35. 36. 46. 52. 54. 56. 64. 67. 82. 86. 106. 172. 261. 284. s. Schnider Fritzlin — Gesandter von — Pfennigturm der — s. Str. Oertlichkeiten. Pfettisheim Pfettens— Phetes— Pfeticzheim n.ö. Str. — const. z. S. Niclaus 382. 388. const. z. Münster 385. 390. Gesp. d. kremer 513. — des Pfaffenlabes dohterman const. z. 8. Niclaus 512. — der lange const. i. Kalbesg. 511. Claus — const. z. Mülnstein 381. const. i. Kalbesg. 392. Cüntzelin — Gesp. d. würte 389. i. Achtbuch 815. Veldel von — 742. Hans — biscliöfl. Vogt zu Kochersberg 734. Hans von — der junge 711. Johans procur. d. geist. Gerichts z. Str. 404. Johans — der junge 823 i. Achtbuch. Pfetzheim Str. Bürger 752. Pfetzman s. Bückelin Heinr. — gen. — Pfinzing Berthold — Bürger von Nürnberg 403. Pfirt Phyrt i. Ob.Eis. 456. Pfister Heintze — Bäcker 181. 184. Pflug Pflüg ung. — 317. 364. » Hinczik — Hauptmann zu Luxemburg königl. Gesandter 73. 204. Pflug — Rappoltstein 903 Sigel — arme man des Ottern, v Ochsenstein I 431. j Pforzheim Pfortzheim Phortzheim 89. 109. 173. [ 253. 257. 323. 495. 570 Anmerk. 571. 573. ! 585. 021. 687. 696. 730. 747. 762. 766. der Vogt zn — s. Cuntzman v. Staffurt s. Rem- j chingen Reinhart —. : Jeckelin — 664 der eilter 784. I Jose von — Schreiber v. Dietr. v. d. Witenmüle 723. Walther de — famulos rasoris 815. 842. Pfotman Eberlinus dictns — 841. Pfowe Hans — in Kalbesgasse der schfthmac.her 563. Pfrumbaum Hans — Gesandter v. Speier 281. Philipp deutscher König 801. Philipp von Alengon Cardinal Bischof von Ostia 309 s. a. Alentzon. Philipps Philips Hans Johannes — altammeister 129. ammeister 161 Anmerk. 816. 842. Johannes — s. Hans. Lüdelin — 820. Philippus — filius quond. Johannis 816. 842. Pierpont Jaqwin von — Str. Söldner 521. G . . .? von — Str. Söldner 521. Picardie Bicardy Hüttin von — ein bogener Str. Söldner 522. Pileus Pelius (de Prata) presb. cardinalis scte. Praxedis Cardinal von Ravenna 8. 15. 16. Pilgerin Lauwelin — der rotherre 667. Pilsen Bilssen i. Böhm. 550. 687. s. Pilt w. Schlettstadt 753. Plarer Piarrer s. Blaurer. Ploben Reuss von — Ritter 559. Plobsheim Blappoltzheim b. Erstein Johans von — 295. Plobsheimer Blopheimer Blopzein s. a. Klopsheim Clobsheim Gesandter v. Schlettstadt 222. 224. 281. Pokk s. Bock. Pont (ä-Mousson) i. Frankr. Döp. Meurthe et Moselle. Markgraf von — 537. Pontemonsz (? — Pont-ä-Mousson) Johan von — Str. Söldner 522. Pontisara 855. Porrentruy Puntrnt Burnentrut i. Schweiz sü.ö. Beifort 611. Prag Proge Präge Prowe Brage 16. 37. 39. 40. 73. 159. 162. 209. 242. 274. 299. 316. 343. 351. 445. 449. 450. 455. 499. 501. 502. 503. 516. 517. 537. 539. 545. 546. 547. 548. 549. 550. 553. 554. 555. 556. 558. 559. 560. 561. 565. 566. 568. 570. 571. 572. 573. 574. 575. 587. 590. 597. 598. 609. 616. 618. 620. 622. 630. 631. 659. 685. 755. 759. 761. 764. 767. 774. 775. 785. 788. 790. 795. 799. Schau von — Str. Söldner 518. Pree Danpiere de — lothr. Ritter 633 Anmerk. Preis Jaiquar dez — lothr. Ritter 633 Anmerk. Pressburg Graf zu — s. Stibor. Preussen Prftssen 556. Johans von — ein priester comtur d. deutsch. Ord. z. Str. 277. 725. s. Malkow Job. von —. VI. Priney Thiebalz de — lothr. Ritter 633 Anmerk. Procuratoren s. Str. Bistum. Prugge Pruckt s. Brugg. Pr&mat s. Brumath. Przemyslav Herzog s. feschen. Pnliant Johans — von Eplingen Bürgermeister v. Basel 165. 611. s. Basel.'s. Eptingen. Puller (von Hohenburg) Wirich — selig 184. 190. 191. Phyge Phye — Witwe des Wirich 184. 190. 191. Püntel Gerhard — 273. Puntrut Burnentrut s. Porrentruy. Püttelingen Sibel von — Str. Söldner 519. Spengeler von — Str. Söldner 518. Q. s. Quirin Kürin i. Lothr. sii. Saarburg Henszelin de — Ritter 633. Qwinckener Göffelin — 853. Henselin — von Saarhurg Str. Söldner 519. R. Rabalpierre Rappoltstein. Rate Dietrich von — Str. Söldner 519. Rafensburg s. Ravensburg. Ralle Conradus dictns — notarius curie Argent. 546. Rainberg n.w. Landau. Eberhart von — kais. Schultheiss zu Hagenau 743. Hugo von — 743. Rambeuilleir Petit Jehan bastair de — lothr. Ritter 638. Rammingen Conrad — Str. Söldner 519. Ramstein Hanneman — Bürgermeister v. Basel 142. Herman (?) von — Ritter Bürgermeister v. Basel 125. Imer Ymer von — Bischof v. Basel 97. 126. Ramstein s. Mülnheim Hans von —. Ramswilre Worüber von — Str. Söldner 520. Randegg i. Baden w. Radolfzell. Herr von — 642. Heinrich von — Vogt zu Schaffhausen 643. Raon Rafon Rafen Ravon i. Frkr. Dep. des Vosges 649. 658. Poirey de — 633. Rapelia Job. de — 855. Rappoltstein Altencastel Hob— Rapol— Rapolcz— Rapoltz— Roppoltstein Rabalpierre Reba- petra Ruine n.w. Rappoltsweiler 585. die Herrschaft — 664. 784. die Herren von — 782. s. a. Saarwerden u. Hohenack. Bruno von — 111. 154. 162. 177. 187. 189. 190. 197. 204. 218. 242. 288. 301. 304. 316. 317. 328. 350. 356. 358. 360. 363. 364. 365. 114 904 Rappoltstein — Rhein 367. 368. 370. 375. 402. 436. 438. 445. 455. 471. 531. 532. 534. 536. 537. 538. 541. 543. 544. 545. 547. 548. 550. 582. 583. 584. 585. 586. 587. 602. 608. 609. 611. 616. 618. 619. 623. 624. 625. 626. 627. 628. 632. 633. 635. 636. 638. 641. 642. 644. 645. 646. 647. 650. 652. 653. 654. 655. 656. 658. 659. 661. 663. 664. 666. 678. 684. 686. 690. 707. (Rebapetra 855 Anmerk.) 863. 864. Herzlande von — Gemahlin Heinrichs v. Saarwerden 656. Anmerk. Hugo von — Domprobst v. Strassb. 8. 59. Swassman von — 784. Ulrich von — (Altencastel) 304. 661. 784. 863. Rappoltsteiner-Hof i. Strassb. 304. s. Str. Rappoltswciler Roppoltz— Roppel— Ranpoltzwilre 365. 398. 437. 438. 442. 532. 583. 624. 632. 635. 636. 637. 639. 645. 657. 666. 781. 782. 783. obere Stadt 274. untere Stadt 219. 248. 273. 317. 656. 784. Johann von — notarius 823. Ratespotte Johans — ein priester 829. Rathsamhausen vom Steine Ratzen— Rotzenhusen ö. Schlettstadt Jeratheus von — 551. 576. 381. Hauptm. d. Gesell, m. d. Martinsvögeln 676. 713. 781. 782. 781. Liitelman von — 551. Rauch s. Erbach Gunrat Scheuche von — gen. — Ravenna Rafenn Cardinal Pileus von — 8. 15. 16. Ravensburg Rakensburg i. Würt. 17. 21. 64. 142. 163. 164. 227. 228. Henselin — der sch&hemacher 563. Huntbisz Heinrich — von — 524. Ravon s. Raon. Rebapetra s. Rappoltstein. Rebestock Reb— stog Claus (Gross-Claus) — const. z. S. Thomas 379. 388. zu Rosheim 826. Nicolaus — 844. 845. C&ntze C&ntzeman — 260. const. a. Holwig 386. 392. 509. 665. 815. Dietrich — const. i Spetterg. 378. 393. Gosse — const. z. Mülstein 381. const. i. Kalbesg. 392. 508. 511. Gösselin — const. z. 8. Thomas 512. Hans — const. z. Münster 381. 390. Hetzel — zürn Bilde const i. Oberstr. 380. Lawelin — const. am Holwige 386 Peterman — const. z. Münster 384. 388. 512. Reinheit — Hausgen. 341. const. z. Münster 385. 831. Rftlin — Bruder des Dietrich Hausgen. 341. const. i. Spettergasse 378. 393. 474. Rechberg s. Mülnheim. Reckeringen Henselin von — 641. Rees bei Düsseldorf 775. Reddilnheim Claus von — 42. Regelsburg s. Regensburg. Regensburg Regelsburg 30. 68. 149. 164. 219.241.' 369. 590. die Kaufleute von — 152. Bischof von — 124. Martin von — Str. Söldner 521. Regisheim n. Ensisheim Heinrich von — gen. Stusse 49. Herman von — gen. Stusse 49. Rehtembach (auch Retenbach) Heinrich — Gesandter v. Weissenburg 184. 217. 222. Rey Hyart von — der bogener Str. Söldner 522. Richard le — Str. Söldner 521. Rehter Hans — 610. Reich s. Riehe. Reichenau Abt von — 470. Reichenstein Richenstein Anne frowe von — Herrn Claus Zorn von Bulach Wittwe 665. Reichenweier Richenwilre n.w. Mülhausen 250. 299. 656. Reichenweier Richenwilre abgegangenes Dorf b. Grafenhausen (Ettenheim) i. Bad. 522. Reichshofen Richshofen sü.w. Hagenau 153. 432. 736. Reichste!! Rinstette n. Str. 414. 628. Johann von — 469. Reiffbiegen Peter mit der — der gantener 215. Reimmolt Berchtolt — Speir. Städtebote 281. (wohl ident, dem folgenden ) Reinbode Bechtolff — Speir. Städtebote 216. Reinbolt Hans — s. Windeck. Reinfrit Erhärt — murarius 809. Reinhart der Büchsenmstr. d. Kgs. v. Ungarn 742. Reinichen s. Renchen. Reynicheim s. Renchen. Reysech —seich Otto von — 755. Otto der junge von — 761. Reisz Reiszer Conrad Cüntzel — Stettmeister v. Hagenau 707. 735. Remchingen Reimchinchen ehemal. Burg i. Baden b. Karlsruhe. Reinhart von — bad. Vogt zu Pforzheim 623. 765. 776. Reme Hans — obeser u. keser 667. Renchen Reinichen Reini — Reynicheim i. Baden 570. 622. 623. 861. Bernhard von — mrkgr. bad. oberster Amtmann 605. Claus von — v. d. kremern 507. Lawelin von — der brotbecker 513. 830. Rense 791. Retenbach s. Rehtembach. Retscher 532 Anmerk. Rettenweiler—wilre (? oder Nettenwilre) wo? 528. Retwin 823. Reutlingen Rüt— Rütelingen i. Würt. 17. 21 64. 235. s. Swop Hans —. Rhein Ryn Rin Rein 6. 10. 26. 218. 255. 557. 611. 679. 809. Brücke (neue) über d. — b. Str. 324 359. 366. 410. 429. 440. 463. 464. 496. 660. 779. 780. 783. 793. 794. Fähre über — (die var am —) 353. 351. 410. 422. 660. Fischerei i. — b. Breisach 326. 331. 618. b. Rheinau 326. Gesellschaften um den — 23. Gruntrure auf dem — 307. 430. Schiffahrt auf d. 591. 767. kgl. Privileg 801. 802. Städte am — (Rheinische Städte rheinischer Städtebund) 9. 10. 17. 21. 28. 30. 34. 37. 44. 52. 53. 59. 61. 64. 68. 69. 83. 85. 99. 101. 103. 105. 106. 109. 110. 111. 114. 124. 126. Rhein — Roppoltzwilre 905 127. 128. 132. 136. 137. 138. 139. 140. 141. 146. 147. 148. 150. 152. 154. 155. 156. 157. 158. 159. 164. 165. 169. 170. 171. 176. 188. 191. 192. 193. 198. 200. 204. 205. 207. 215. 217. 221. 222. 224. 225. 226. 227. 229. 230. 231. 236. 238. 242. 243. 245. 247. 248. 251. 252. 253. 254. 255. 256. 267. 269. 274. 275. 277. 278. 281. 285. 286. ! 299. 855. 856. Hauptmann der rheinischen Städte vor Ent.z- berg s. Oberkirche Johans von —. Zoll auf dem — b. Selz 9. 446. b. Speier 61. 86. 99. b. Mannheim 106. 446. s. a. die Aufzählung von Zollstätten 312 Anmerk. 446. b. Altheim 428. b. Neuenbürg 446. 447. b Schrecke (?) 446. 780. 790. b. Worms 678. 679. der grosze zoll 767. 775. Zollfreiheit auf Str. Rheinbrücke 779. 780. b. Stassburg 799. Zolltarif 446. Rheinach Rynach Rudolf von — Siegelbewahrer zu Str. 565. Rheinau Rynowe Rynouwe n.ö. Schlettstadt 412. 698. 740. Fischerei bei — 326. Andreas — 840. Claus — Str. Bürger u. Schöffe 71. Heinrich von — Procurator des geistl. Gerichtes i. Str. 404. Walter — Geschw. d. Münze 698. s. Wagener Bürckelin —. Rheinau Kloster zu — 522. 755 Capitel u. Decan 755. Probst 755. s. Mülnheim Walter von —. Rheineck Rinecke ung. — Knecht v. Dietr. Kemmerer 350. 673. Grafen von — 153. Götze 158. Ludwig 158. Rheinfelden Rynvelden 171. 472. 644. Riehe Reiche Heinrich — Ritter Bürgermeister v. Basel 190. 358. 374. 410 sine husfrowe 410. Johann — 72. Richenberg Rechberg der von —. s. Mülnheim. Richenshofen s. Reichshofen. Richenstein s. Reichenstein. Richenwilre s. Reichenweier. Richter Rihter gen. Dütsch— Tütsch— Tützman Diechemen le salier. der Dütscheman s. Tütschman. Richter Hans — von Horwe Str. Söldner 521. Richwin pellifex 846. Ried das — bei Gamsheim 274. 297. Riet Rieth Berthold zum — const. a. Holwig 386. 388. Peterman zum — 304. const. z. 8. Niclaus 382. 390. Wilhelm zum — mag. 297. 298. 301. 302. const. a. Holwig 386. 388. mag. 813. 830. 842. 858. s. Turn Hans — von —. Rieptür Riepüre s. Rüppur. Riffe Cüntzelin — gesp. d. cremer 507. Hans — 323. 758. Peterman — gesp. d. cremer 513. Walter — 323. Riffin Jeckelin — der kneht 508. Peter — 476. Rimlingen Rümlingen i. Lothr. Kr. Saargemünd 747. 863. Rimeinheim Rimlenheim Rümelnheim abgeg. Ort a. Brensch b. Ernolsheim Cüne von — const. z. 8. Peter 383. 391. Götze von — const v. 8. Thomas 379. Wilhelm — Sohn v. Götze const. v. 8. Thomas 379. Rymmelsberg Reymelsberg ? — Remiremont i. Frkr. Dep. d. Vosges Kloster zu — 637. Aebtissin 696. Rynach s. Rheinach. Rincke Brächelinshenselin von der nuwen müle der schifkneht dictus — oder Hans — 822. 843. Rinckelin Rinckel Str. städt. Diener 553. 554. 597. Ringenberg Rinckenberg Schloss i. Schweiz ? 147. Ringenberg Claus — Städtebote v. Speier 281. Ringsheim Ryngesheim sü.w. Ettenheim i. Baden 522. Rinstette s. Reichstett. Rintschuh Hans — mrkgr. bad. Hintersasse 99. 151. Rinurken Güssen von — Str. Söldner 521. Rippelin Ripelin Hügelin Hug — 268. Geschw. d. Münze 341. const. z. Münster 385. 390. 473. 475. Geschw. d. Münze 698. 999. 702. Nese — 817. Rypo 2. 3. Ritter Hans der — Ritterhans Städtebote v. Hagenau 217. 222. 224. 242. 281. Heinz gen. — Knecht d. Frohstes Dietr. v. Huse 46. Herman — const. z. Mülstein 381. const. i. Kalbesg. 392. 813. procurator curie Arg. 842 Johannes — filius Hermann, 813. 842. Rittergesellschaften 190. s. Hörner s. Löwen s. Martinsvögel s. Panter s. Schlegler s. Schwarzwald s. Wilhelm. Rixingen Rückesingen sü.w. Saarburg i. Lothr. Henselin Liebeheinze von — 641. Heinzekin von — 641. Henselin Winter von — 641. Peter von — 641. Grafen zu — s. a. Leiningen. Hans (von Leiningen) 641. Röbely Jacob — 417. Rod Cleweselin von — Str. Söldner 519. Rodecken Henselin — 845. Rodemberg s. Rotenberg. Rüderer Rüderer Rodern Al brecht — mrkgr. bad. Hofmeister 692. 787. Heinrich — 780. 785 Anmerk. Rohrbach Rorbach Kr. Saargemünd od. Kr. Chäteau- Salins. Karman — Str. Söldner 519. 641. Röyte Andres — herr ein pfaffe 382. Rom Roma 16. 23. 62. 63. 462. 472. 489. 490. 504. 515. 540. 720. 721. 861. s. Pabst. Rönflin Bechtold ) Gebrüder von Menszheim Str. Söld- Heinrich 1 ner 521. Roppoltzwilre s. Rappoltsweiler. 906 Rorer — Ruprecht Rorer Heintzman — 334. Johans — der badet 786. Rörich Cleselin — 815. pellifex de Spire 821. Rose Rosen Joseph — Str. Jude 199. 211. seine Brüder 211. Röselin von Achenheim der gantener 215. Rosen Jacob von — der bogener Str. Söldner 522. Rosenberg s. Mülnheim. Heinrich von — 586. 587. Johans von — 268. 379. 393. Roseneek Str. Oertlichkeit s. Str. Heinrich von — 534. Rosenweiler Roszwilre bei Molsheim 563. s. Bür- kelin Lawelin —. Roser Hensz — 818. 843. Rosheim Roszheim sü.w. Str. 45. 189. 249. 482. 483. 486. 575. 712. 719. 723. 736. 752. 826. 858. 861. Berthold Bechtold von — 268. 377. const. i. Spetterg. 378. 393. 394. 510. const. z. S. Thomas 511. 512. mag. 626. 629. 638. 639. 644. 647. 656. 658. 659. 670. 832. Betschelin (? — Berth.) const. z. Münster 386. Burkart von — const. z. Mülnstein 381. const. i. Kalbesg. 392. Claus von — der lonherre 532. 846. Friedrich von — 268. Heitze von — 268. Johans von — 542. Otto von — 268. s. Francke Hans —. s. Rebestock Groszklaus von —. s. Detenheim Hans von —. Rösselin Claus — const. i. Oberstr. 379. 393. 394. Johans — 816. Rossen Clewelin — (? = obig. Rösselin Claus —) 784. Roszwilre s. Rosenweiler. Rote Roten Hanseman Johans — der schühemacher 70. 509. sutor 815. Hartman — geächteter Bürger von Basel 5. Heintzo dictus — 812. Röteln Röteln Rudolf Markgraf von — s. Baden, s. Hochberg. Rotenberg Rodemberg ? — Rougemont i. Frankr. sü.w. Masmünster 611. Heinrich von — Str. Söldner 518. 735. Rotenburg —borg Schloss i. Hessen ? i. Teilbesitz des Trftschel von Wachinheim 38. Rotenburg Rotenberg welches ? Herwig — const. i. Spetterg. 268. 378. 393. Blicker von — Edelknecht 570. 571. 600. 608. Helwig — const. i. Spetterg. 512. Pfleger zftm Rotenberge 138. s. Wolfesberg Ulrich von —. Rothenburg a. d. Tauber Röten— Roten— Rodenburg 17. 21. 26. 64. 84. 86.107. 109. 139. 245. 255. 273. 587. Rotschilt Wilhelm — 268. 508. Rotswantz Gerge — der vaszieher 814. 817. junior 842. Rottweil Rotwil Rotwyl Rotwilre a. Neckar 17. 21. 64. 127. 129. 130. 147. 159. 164. 178. 214. 222. 223. 224. 235. 236. 246. 247. 249. 252. 291. 369. 612. 649. 707. 737. 791. 793. 794. 804. 805. 862. Bürgermeister s. Haggen Conrad —. Schulmeister von — der zü sant Peter (i. Str.) schülmeister waz 811. Hofgericht zu — 751. Schreiber am — s. Billung Hans —. Hofrichter. s. Wartemberg Egloff von —. Landgericht zu — 3. 4. Cftntzelin — v. d. kremern 389. 507. Henselin — der schüchsüter 818. s. Bock Hans —. s. Burckart Bürkelin von — 184. 302. s. Friburger Johans —. s. Gieryg Claus —. s. Unsinnig Gerge —. s. Wetzel Erhärt —. Rotzenhusen s. Rathsambausen. Rubel Dine — von Hagenau frowe von Ulin Wurffeier 838. Rubiacum s. Rufach. Rückesingen s. Rixingen. Rückorbe Rückorp ung. der junge 507. Johans — 666. Rüdiger herr — 664. Rudinhftsz Cüne von — 208. Rudolf genannt Jude 564. Rudolf Hans Johans — const. i. Spettergasse 508. 511. 517. 828. Rufach Rüffach Rubiacum n.w. Mülhausen 58. 103. 106. 110. 170. 194. 203. 300. 355. 502 530. 605. 786. des alten schaffeners von — sun 513. der Vogt von — Cüntze 269. 419. s. Münich Götzeman —. die obere Mündat von — 501. 502. 517. 528. 726. Kloster 8. Veltin zu — 355. Jacob Prior von — 355. Ruffer Heitzeman — 390. Ruldingen Johann von — Herr za Benserdorf (Bens- dorf) 88. Rülin Rülinus der küffer 829. selig der snider 843. Rülman Rüleman Abt des Klosters Allerheiligen. Str. Bürger Bote 181. von Kobelentz der meister 17. von Offenheim der küfer 214. Henselin — 827. Rümelnheim s. Rimlenheim. Rümlang Hartman von — 728. Römlingen s. Rimlingen. Runkel Prov. Hessen Oberlahnkreis s. Holtzappel Friedrich u. Rüleman —. der Turm des — 265 271. Rünseler Dinlin — 832. Rünzel Str. Bürger 677. Rüppurr Riepüre Rietbür i. Bad. bei Karlsruhe 253. Hans von — 780. 785. Reinhard von — 751. Ruprecht König v. Deutschland 789. 791. 792. 793. 794. 796. 797. 798. 799. 800. 801. 803. 801. 805. 806. 807. 808. Kanzler des Königs s. Sobernheim Mathias —. Ruprechtsau — Schalhase 007 Ruprechtsau Rüprehtesowe n. Str. Fähre bei — 353. 354. 432. Rütisch der zimbermau 751. Rfttsche dohterman des alten vogtes von Geraar Bevollmächtigter des Bruno v. Rappolt. 664. Russe Diether — Str. Söldner 519. Johannes — junior i. dem Dumelloch 831. Russer Rüsser Ruszer Cftntzel — eonst. z. Münster 385. Hans — (Rüsserhans) 843. Heitzeman — eonst. z. Münster 385. 825. Rüste Cünrat zürn — 824. Rüstelin — eonst. z. S. Niclaus 383. 388. 512. 8 . Saarbrücken Sarbrücke 657. 670. Herr von — 127. Grafen von — Emicho Eme 530. 636. 655. 657. Saarburg Sarburg 1. 2. 48. 231. 232. 233. 332. 333. 351. 424. 580. 603. 613. 615. 650. 656, 677. 686. 687. 690. 708. 718. 722. 723. 728. 729. 730. 731. 732. 733. 734. 735. 738. 751. 753. 754. 763. 853. 863. Erhard von — 419. s. Koli Henselin —. s. M&rvogel Johannes — Bürger von — s. Nicolaus ane Sele Bürger von — Nicolaus de — famulus 841. Peterman von — 641. s. Schultheisz Reinbolt —. s. Qwickener Henselin — von — Wolf von — Bürger von — 655. 754. Saarburg Saleburcum i. Rheinpreussen 311. Saareok —ecke n. Saarburg 333. 729. Saarunion s. Bockenheim. Saar werden Sar werde sü. Saarunion Grafen von — 111. 121. 256. 545. 631. 640. 641. 526. 653. s. a. Rappoltstein. Heinrich 127. 162. 501. 531. 532. 536. 624. 626. 628. 634. 635. 644. 646. 617. 650 655. 656. 660. 674. 676. Herzeloide 690. s. Sersey Vogt des Grafen von —. Sachsen Sahsen Herzoge von — 5. Wenzel 124. Kurfürsten von — Rudolf 783. 787. Meister Johans von — 382. Säckingen Seckingen i. Baden sü.ö. Freiburg Walther von — 473. Sahsenheim Sahssenheim ? — Saasenheim i. Eis. oder — Sachsenheim i. Würtb. b. Vaihingen. Bernolt von — Str. Söldner 518. Flitsche von — Str. Söldner 520. Hans von — Sohn des Bernolt Str. Söldner 518. Herman von — gen. der Swartze Str. Söldner 518. Wilhelm von — Ritter Str. Söldner 520. Salamon s. Salomon. Saleburcum s. Saarburg i. Rheinpreussen. Salembach Hans von — Str. Söldner 519. Salisbach wohl — Sahsbach s. Sassbach.J Salm der von — 631. 637. 650. Grafen von — 652. 720. der junge Str. Söldner 518. 655. Johann 88. 162. 518. 637. Salmen Claus zürn — 184. Erhärt zürn — 820. Salomo Salamon Sohn des Märtyrers Juda i. München 33. Jude zu Strassburg des Mathis Bruder 199. 211. Witwe desselben 199. 211. Salzburg Saltzburg Erzbischof von — 55. 219. 220. 250. Saltzmitter Dieterman — 662. Hans — 842. Samsen der schriber 823. Samuel Sohn des Josef ha Cohein Jude v. München 33. Sohn von Josef dem alten Jude von München 33. Sanegansz s. Sargans. Santlauwelin pellifex 832. 846. Santpeter der winrüffer. Sargans Sanegansz Sant Gans i. Schweiz C. St. Gallen Graf von — 277. Heinrich gen. von Vaduz 21. Sassbach Sahsbach (s. a. Salisbach) b. Bühl i. Baden 417. 570. 608. 622. 861. Sässolsheim Sehsselsheim ö. Zabern Hügelin von — 377. Hug von — eonst. i. Oberste. 380. Sausenberg Susem— Susenberg Schlossruine i. Baden n. Kandern 633. Philipp der elter von — 644. s. Hochberg. Savigney Werry de — lothr. Ritter 638. Schäch Hans — von Westerstetten Str. Söldner 519. Schachtoldus Lawelinus — junior 845. Schaden Walter — von Winstein 431. Schaderen Hügelin — 641. Schaf Werlin güldin — von d. saltzmittern 389. Schaffener Cüntzelin — v. d. kremern 389. 507. 786. Schaffhausen —husen i. Schweiz 202. 643. Münzmeister zu — s. Markus. Vogt zu — s. Randegg. Schafhuser Heinrich der — Str. Söldner 519. Schafflützel Peterman — textor 816. Schäffersheim Scheffersheim ö. Erstein. Bürckelinus de — rasor 842. Schäffolsheim Schaftoltzheim ? Ober— Mittel — Nieder—. Kr. Strassb. od. Kr. Hagenau. Adolf von — 828. Johann von — 229. 295. Schahteltey dictus — 832. Schain Hans von — 534. Schälg Obrecht — v. d. schiflüten 513. Schalhase Schallehase Henselin — murarius 816. 843. Schalk — Schöpfelin 908 Schalk Gösselin — 811). Obrecht — 474. 507. Scliampany (? Champagne) Leonhard von — Str. Söldner 522. Schandeney der Walche Str. Bürger i. Lingols- heim 62. Schanlit Walther — kftffer 143. 145. 214. 215. 758. Scharfenstein Johann von — 503. Schauenburg Schowenbnrg b. Oberkirch i. Baden 239. s. a. Westerburg. Herrn von — u. 8tankten berg 220. 221. Bernhard von — 722. Friedrich von — 241. Matheus von — Edelknecht 239. Otteman von — 221. Rudolf von — Str. Söldner 520. Sigelin von — Vater des Matheus 239 Volmar von — Str. Söldner 520. s. Winterbach von — Schehtelnn s. Chatilion. Scheder Heinrich von — 127. Scheffersheim s. Schäffersheim. Schelodenbach daz hus ? 464. 465. Schene Heinrich von — Str. Söldner 518. Schenk Eberhard — zu Erpach s. Erbach. Schenke Schencke Berthold — Edelknecht 74. 435. Hans — von Bischofesheim 75. Hans — von Ehenheim 75. Hanseman — 821. Heinrich von — Str. Söldner 518. Heintze — zu Mentze 496. Ludeman — Bruder v. Berthold 75. 786. Scheppelin Hanneman — 664. Scherbebelies s. Gerbeville. Scherer Bürckelin — 815. Scherhenselin der metzigerkneht 829. Scherweiler — wiler n.w. Schlettstadt Wernlier von — Str. Söldner 519. Scherzheim Schertzheim i. Baden A. Kehl s. Zimherman Henselin — von — Schetelo Schettelon s. Chatillon. Schettat de Pre Str. Söldner 520. Schette ? — Chatillon Cerban von — Str. Söldner 520. Hans der Bastard von — Str. Söldner 520. Schafrit von — Str. Söldner 520. Schetzelin Lawelin — 844. Schier Henselin — der snider 834. Schilling 750 de Zweinbrücke 813. Schillingsfürst Schloss i. Mittelfranken i.Baiern 56. Schilt Hans — const. i. Spetterg. 512. junior 822. Johans — Meister 2. 16. 40. const. z. S. Thomas 379. const. i. Spetterg. 388. 757. Johans — der junge const. i. Spetterg. 378. s. Hans. Schiltach Fluss i. Schwarzwald 751. Schiltigheim Schiltikeim Schiltikin n. Strass. Martin — Strassb. städt. Diener 558. 559. 561. 566. 611. Reinbold — 269. const. z. Münster 385. 390. 512. Schintbrucke s. a. Str. Oertlichkeiten Johann rasor an der — 815. 842. Schirbebele s. Gerbeville. Schirmeck —ecke w. Molsheim 657. 854. Schlegler Rittergesellschaft der — 545. 599. Hauptleute der — s. 8. Theodat. s. Nuwenecke s. Giltelingen. Schlettstadt Sletzstat 10. 30. 34. 35. 36. 48. 52. 56. 64. 67. 86. 87. 104. 106. 120. 138. 151. 152. 155. 156. 157. 159. 160. 162. 167. 172. 175. 176. 192. 194. 195. 216. 217. 222. 224. 238. 242. 256. 257. 258. 259. 260. 261. 273. 284. 304. 322. 341. 437. 475. 482. 483. 486. 500. 501. 532. 536. 537. 543. 575. 625. 628. 635. 647. 650. 661. 671. 675. 685. 693. 694. 696. 699. 701. 711. 712. 719. 723. 724. 726. 736. 739. 764. 853. 858. lllbrücke bei — 304. Juden von — 194. 195. s. Syferman Rudolf —. s. Wunderer Bürger von — s. Zaberner Bürger von — Schlosser Peter — 695. Schmit Claus — von Bütenheim 184. s. Bietenheim. s. a. Smit. Schneit Hans von — gen. Bütgrosz 660. Schochmann v. d. const. z. S. Peter 511. Schof Werlin güldin — saltzmitter 508. Scholder Hanseman — de Hagenau 811. 814. Schölin Henselin — von Vinstingen 641. Scholle Bürger v. Ettlingen 785. der goltsmit 475. Schollen Pritsche — der schiffman 780. Henselin — 831. Schollenkort Lutze von — Str. Söldner 518. Schümann const. z. Münster 508 Anmerk. Schönau Schönowe Schönöwe a. Rhein sü.ö. Schlettstadt Albrecht von — 87. Hanneman von — gen. Stetemherg Edelknecht 320. 322. Schöne Erlach — (? im Schöne Erlaches tal) 642. Heintze — Str. Bürger 25. Schöneck Schönecke abgeg. Burg b. Dambach n. Niederbronn der von — under der louben const. z. Münster 384. die zwen jungen von — const. z. Münster 384. Eberlin von — Geschw. d. Münze 341. ’ Hans von — under der löben const. z. Münster 390. Hans von — 804. Nese Frau von — 857. Nicolaus de — armiger 816. Reimbolt von — Str. Söldner 323. Wilhelm — Geschw. d. Münze 341. Wilhelms — seligen sun der eilteste const. z. Münster 390. Sigmund Symunt von — 72. 88. Schönberg Schönenberg Burg i. Schwaben 245. der Herr von — 567. Schönmansze s. Mansze. Schönmetziger Kuno Hans — bisch. Schaffner z Zabern 648. Schöp s. Schoup. Schöpfelin Schöpf - Schöppfelin Werlin — 268. 373. 377. 394. 662. 664. 698. 1)09 Schopfheim - Schopfheim b. Lalir i. Baden 550. ; Schotte ' Erhärt — der wagenermeister 740. Hans — dem man sprichst Weidet von Hagenau Str. Söldner 520. Hanseman — der schifferaan 839. Schottenhans Hausgen. v. d. gerbern 563. Schoube s. Schoup. Schoup Schoube Schöp Schöp Gerhard - 419. 580. 709. 860. j Ilugelin — Edelknecht 38. 39. const. z. Miiln- j stein 381. i. Kalbesg. 391. 392. Schowenburg s. Schauenburg. } Schrecks Schreck (? = Schröck i Hessen-Nassau) Zoll zu — 446. 780. 790. (d** W -)*. - Schröter 473. Schrötzen cuparius 811. 841. Schult Cftntz — von Baistat 334. ; Schultheisz —heisze Berthold — 414. const. z. 8. Peter 510. ! Claus — juncher const. z. S. Peter 384. ! Cfintzelin — Hausgen. v. d. Schuhmachern 56.3. ] Hans — von Endingen Str. Söldner 521. j Herman — v. d. obesern u. kesern 667. Hügelin — 664. i Lienhard — 304. j Reinbold — Bürger v. Saarbnrg 754. j Schür Heintzeman Hans — 819. Schurberg Schloss i. Diöcese Mainz 28. ! Schftrpfesack Rüther — 675. \ Schütter Peter von — 863. j Schuttern Schütter sii.w. Offenburg j Peter von — 664 Vogt zu Landesburg 784. ! Schutterthal das — i. Baden 249. Schutze Aberlin — mrkgr. bad. Diener 307. Schwaben Swaben 23. 28. 30. 126. 259. 260. 262. Landvogt in — s. Swinar s. Weinsberg, die Herren in — 463. i Städtebund u. schwäbische Städte 5. 21. 22. 23. 1 30. 35. 36. 37. 43. 45. 46. 50. 51. 53. 54. 55. ; 57. 60. 61. 64. 68. 78. 84. 85. 86. 99. 103. 104. 105. 110. 111. 114. 113. 120. 124. 126. 127. 128. 136. 139. 140. 142. 147. 148. 149. i 150. 151. 152 153. 156. 158. 159. 165. 166. j 167. 168. 175. 178. 191. 193. 195. 196. 197. I 204. 205. 209. 214. 216 217. 220. 221. 227. 228. 230. 235. 236. 237. 238. 249. 241. 243. 244. 247. 248. 249. 250. 251. 258. 259. 273. 285. 299. 353. 463. 548. 707. 794. 807. 855. ! 856. Juden i. d. schwäb. Städten 195. 205. Schwanberg Swanberg Swanberk Schlossruine i. Böhmen n.w. Pilsen 554. 555. 556. 558. 561. 562. 566. 567. 609. Herren von — 553. 555. 556. 558. 559. 560. 561. 565. 567. 586. 587. 596. 755 Anmerk. Bosko Buschu Buschko 661. 572. 589. Buslap Busla 561. 596. 597. j Schwartz Swartz l Claus — der kürsnerkneht 815. I Conrad — von Constentze 524. > Eberlin — Str. Jude 199. Heinrich — 648. Peter — 811. Rudolf — Bruder v. Heinr. 648. s. Andlan. Walther — Str. Söldner 521. - Sickingen Schwarzwald 547. 866. die (Rittergesellschaft) Gesellschaft auf dem — 547. Schwartzenberg Ulrich von — 280. Schweidnitz das Land zu der — 559. Schweigern Sweigern i. Baden b. Tauberbischofsheim 836. s. Birken Herman von —. Schweinheim sü.ö. Zabern Peter von — 33. Schweiz Schwyz 97. 164. die Schweizer 162. 163. 164. Städte 97. 147. Waldstädte s. dort. Schwindratzheim Swindratsheim Swindoltzheim b. Hochfelden 423. 570. 571. Schwirtzmage Smirtzmage Hanseman Henselinus proclamator vini 825. 846. Scopek de Duba Henricus — s Hüben. Seckeier Wilhelm — 827. Seckingen s. Säckingen. Sehsselsheim s. Sässolsheim. Sehselingen Claus von — 641. Seiffemacher Hügelin — 832. Seiler Hug — von Hagenau 667. Selbach i. Baden n. Gernsbach die von — 231. Gerhart von — 154. 158. Hans von — markgr. bad. Diener Vogt zu Nou- Eberstein 621. 627. 719. 737. Sifrid von — 155. Sellose Selosz Heinrich — pellifex 846. Heintzeman — pellifex 508. 819. 823 832. Selz Sels a. Rhein sü.ö. Weissenburg i Eis. 6. 9. 103. 104. 291. 317. 348. 433.435.446.571. 575. 611. 712. 719. 723. 748. 749 750. 751. 774. 858. Kloster u. Abt zu — 99. 151 287. 289. 701. 742. Rheinzoll bei — 9. 446. Henselin von — 476. Sempach i. Schweiz (Schlacht bei —) 169. Sempo Herr von — 113. s. St. Paul s. Luxemburg. Sendelin ? — Sengelin 184. Sengelin Meister — Str. Bote 175. 181. 184. 663 Sennheim ö. Thann 200 Anmerk. Sennern (?) 276. Sersey Vogt des Grafen v. Saarwerden 642. Sesterer Heintzeman — de Zabern 840. Setzingen Fridel von — 321. Sewer ungen. — 473. Johans — Str. Bürger 808. Sicheler Lyse — 810. Sicilien König Carl von — 63. Sickingen Syckingen i. Baden n.ö. Breiten Eberhart von — Vogt zu Trifels 684. Hanneman von — 169. Martin von — Amtmann zu Weilburg 349. Reinhart von — der junge 544. 594. Swartz Reinhart von — Amtmann zu Lauterburg 860. zu Speier 491. Swicker Schwicker von — Vogt zu Germersheim 349. 684. 910 Syde — Speyer Syde Cüne — 174. Dietrich — Bürger v. Speier 174. 652. Benny — 174. Siebenbürgen der Woiwode von — 672. 673. s. Stibor. Syfrit Hensel — von Kilstette 414. Siegen Sygen i. preuss. Reg. Arnsberg 171. 177. 225. 273. Dielchin von — 823. Sierck Sick b. Diedenhofen Arnold von — 789. 801. 806. Syferman Burckardus dictus — 845. Rudolf — der teschenmacher Söldner v. Schlett- stadt 671. Sygebotte Cuntz — der schfthemacher 70. Sigel man Gesandter v. Worms i Speier 217. Sigismund König von Ungarn s. Ungarn. Sigolsheim n.w. Colmar 651. 656. Silberbürner Oetdelin — 183. Symon der jude 133. 211. der riebe Str. Jude 143. 199. Symnnt der besemer 382. Sippes Ortelin — Str. Söldner 323. Syrien Syrie Büttin von — Str. Söldner 518. Bernin von — Str. Söldner 518. Siulberg ? — Saulburg i. Baiern B. Mitterfels Raubritterburg 152. Slaffer Cftntzelin — von Baden Str. Söldner 520. Peter — Str. Söldner 520. Sleckezepffelin Reinbolt — Str. Bürger i. Lingols- heim 62 Sieber Egidius — de Brisacns 824. Rudolf — de Zürich 827. Sleingen Bans von — Str. Söldner 519. Ulrich von — Str. Söldner 519. Slickelin Dina — de Blkirche 814. Slossemberg Ulrich von — Str. Söldner 520. Slüssel Otteman zürn — v. d. würten 389. 786. Sinai Richard — Str. Söldner 521. Smalstein Cftntze von — der jüngere 520. Smande von Zabern — Str. Söldner 520. Smicker Einwohn. v. Neuweiler 269. Smider Theobaldus — filius Ulrici 844. Ulricus — der schühemacher Smirtzmage Ilenselinus — s. Schwirtzmage. Smit Clevelin — Str. Bürger i. Lingolshcim 62. Lienhart — der saltzmitter 268. Sneider Cftntzel — Knecht des Joh. v. Lichtenberg 423. Sneit die — ein Wald des Beinr. v. Geroldseck 420. Snesze Reinbolt — const. z. 8. Peter 383. Snewelin Dietrich — 642. Banneman — 638. 643. Johann — von Landegg 165. s. Landeck. Snydelach Beylman — von Kestenburg 727. Snider Andreas — de Nördlingen ein giler 841. Claus — Seilermeister 668. Johans — von Wasgenberg Str. Bürger in Lin- golsheim 62. Lawelin — 825. Sifrit — brüder des winknehtes 817. 825. Störkelin — von Strassburg i. Lingolsheim 62. Sobernheim sü.w. Kreuznach 28. Mathias — Notar Kanzler v. König Ruprecht 783. 796. 800. 803. 808. Soburg Johann von — Junker 125. Solingen s. Söllingen. Söllingen Solingen i. Baden sü. Rastatt. Rheinzoll zu — 446. Solms Schlossruine i. d. Wetterau bei Braunfels 135. 136. 153. 173. 854. Grafen 117. 123. 135. 171. 172. 173. 284. Johann (Vater) 67. 150. 156. 158. 170. Johann (Sohn) 170. Otto 67. Solothurn Solotern Soloturn i. Schweiz 139. 147. 149. 165. Sonnenberg ? i. Bessen-Nassau Bez. Wiesbaden 193. Spangen die zftr — 844. Spanheim s. Sponheim. Spatzinger Spatierus Werlin Wernherus — Notar u. Stadtschreiber zu Strass. 28. 175. 257. notarius et sigillat.or civ. Arg. 534. 545. 758. 775. 776. 793. 795. 805. 808. Spechsberg s. Dick Walther von der —. Speckelin Cftnrat — der brotbeckerkneht 834. Gerwart — Vater des Cünrat 834. Speier s. Speyer. Speyer Speier Spire Spir Spyre Spira 5. 9. 10. 11. 12. 13. 14. 15. 17. 18. 19. 20. 21. 22. 28. 29. 30. 33. 34. 36. 37. 40. 42. 44. 45. 46. 47. 51. 52. 53. 54. 56. 60. 64. 66. 67. 78. 79. 80. 81. 83. 84. 85. 86. 99. 104. 105. 107. 109. 110. 111. 112. 113. 114. 115. 116. 117. 118. 119. 120. 121. 122. 125. 131. 136. 137. 138. 139. 141. 146. 149. 150. 151. 152. 153. 153. 155. 156. 157. 158. 159. 162. 166. 168. 169. 171. 172. 174. 176. 179. 180. 192. 194. 198. 199. 204. 205. 206. 207. 208. 209. 210. 216. 217. 218. 221. 222. 223. 224. 227. 228. 230. 231. 234. 235. 238. 242. 252. 253. 255. 257. 258. 259. 260. 261. 267. 269. 270. 275. 276. 281. 282. 283. 285. 286. 289. 300. 301. 327. 353. 357. 358. 366. 369. 376. 404. 446. 452. 482. 495. 554. 559. 597. 608. 617. 651. 652. 657. 662. 696. 707. 738. 743. 789. 791. 793. 794. 796. 803. 804. 854. 858. Juden von — 208. 216. s. Abraham von — s. Moises von Bretheim. s. Symund von — Str. Jude. Rheinzoll bei — 61. 79. 80. 81. 83. 84. 85. 86. 99. 446. Schuster (die schftchsütere zü —) 813. Söldnerhauptmann s. Beckingen Hans —. Städteboten von — 216. 281. Cleselin von — Erhardus de — pellifex 816. 843. s. Veder (Feder) Contzeman —. Speyer — Störe Sil S. Freischbecher Cftntze —. s. Fritze Henselin —. Johannes de — carpentarius 820. Hans 823. 825. Peterman de — famulus 810. s. Pfrumbaum Hans —. s. Rinckenberg Clans —. s. Rörich Cleselin — pellifex de — wohl ident, mit obig. Cleselin. s. Syde Dietrich —. s. Sturm von —. Speyer Bistum 14. 67. Bischof 20. 133. 774. Nicolaus 373. 491. Rhabanus 306. 800. 805. Bistumsverweser 243. bisch. Amtmann s. Sickingen Schwarz Reinhard von —. Spender Reinholt — 268. 359. const. zu s. Niclaus 373. 382. 387. 388. 512. mag. 514. 530. 531. 536. 820. Spengeler Hanseinan — Bürger v. Hagenau 708. Hanseman von Püttelingen Str. Söldner 518. Spet ung. — Ritter 36. Hans — von Bach 734. s. a. Bach. Spettergasse Str. Oertlichkeit s. Str. Spiegel Johans — const. z. s. Thomas 379. 393. Walter Geschw. d. Münze 341. Walter — juncher Johans sun const. z. s. Thomas 379. Spiesselin kürsenerkneht 846. Spinal s. Epinal. Spirer Anshelm — v. d. würten 392. 507. 508. Spirhannes der zimberman 845. Spitzberg Spitzenberg 132. 175. 257.? — ehm. Schloss i. Wurth, b. Gaislingen od. ? — b. Ellwangen. Spitzkopf de Wasenecke 845. Druwelina — uxor ejus 822. 845. Sponheim Spanheim w. Kreuznach Anterman von — Str. Söldner 520. Johann Ulner von — Ritter 224. 225. 226. Grafen von — 45. 182. 216. s. Vianden. TTomnoh Johann 119. 134. 138. 155. 179. 243. 250. Kanzler des Königs Wenzel 254. 274. 366. Johann der junge 276. 472. Sigmund Symon 47. 59. 65. 77. 119. 160. 189. 199. 224. 225. 226. 230. Graf zu Creutze- nach u. Vianden 369. Sprengelin v. d. würten 513. Staden i. Hessen Kr. Friedberg 28. Staffort Staffurt i. Baden b. Karlsruhe 554. 1 Cuntzeman Hans — von — mrkgr. badischer Vogt 444. 445. 690. 693. 721 Anmerk. 787. s. a. Cuntzeman s. Baden s. Pforzheim. Stahel Friedrich — von Westhofen 87. 658. 738. Starcke Johannes — de Basilea pellifex 847. Staufenberg der — bei Baden 837. Staufenberg Stouffenberg i. Baden bei Offenburg 272. 273. der kirchherre von — 520. VI. die von — 220 Anmerk. 272. Heinrich von — 812. Johans von — gen. Widergrin Str. Söldner 520. 812. s. W. Humbel Hummel Burckart — von — Ritter 277. 306. 326. Vogt zu Ortenberg 595. 690. 735. 861. s. a Hummel. Stecke Johans — Wagnermeister 740. Steffan ung. — von Augsburg der metzigerkneht 846. ung. — herr 257. Hans — 672. Geschw. d. Münze 698. 699. 702. Steiermark Steir Steier Stire 586. Herzog Leopold von — 582 s. Oesterreich. Steige die — Vogesenpass bei Zabern 649. Stein Steine Burg i. Baden Kr. Baden-Durlach. 712. 719. Stein Steine i. Regbz. Wiesbaden 133. Emicho vom — 133. Stein Steyn bei Nürnberg 220. Steinach s. Lantschaden. Steinhuse Steynenhuse Eberhart von — Städtebote von Gelnhausen 217. 222. Steinwilre Eckebrecht von — Str. Söldner 519. Stemsberg (i. Diöc. Mainz) 29. Steney ? i. Lothr. 648. 649. Stengelin v. d. kremern 389. 473. 474. Stephan herr — der schriber 119. 184. s. Steffan. Sohn desselben 119. Sternecke Burg ? — Sterneck i. Wurth. OA. Sulz 175. 257. Lawelin — 811. Stetemberg s. Schönau. Stettin Herzog von — 616. Swantibor 778. Stibor Woiwode v. Siebenbürgen Graf zu Pressburg 672. 673. Stier Heinrich zürn — v. d. kornlüten 508. Stille Still i. Brenschthal w. Molsheim der von —185. 216. 323. Johans von — mag. 95. 96. 100. 102. Ritter 112. 204. Str. Städtebote 205. 224. 260. 277. 280. mag. 286. 287. 288. 289. 363. const. z. Münster 385. 391. 451. 757. mag. 812. 841. Ulrich von — const. z. Münster 385. 388. 508. 665. Styrnat Styrnad Herr — 343. 547. 573. Stislaw s. Witenmüle. Stive (? Lothr.) 649. Stöckelin Henselin — 813. s. Treger Peter — Vater des Heus. St. | Stöybe Henne — der alte der sniderknelit 845. Stöffen Stöffe Stöffen Stöffe | Heinel — 117. I Heitzeman — Str. Bürg. 371. Hugo zürn — 394. 508. 818. Stollhofen Stalhofen Stadelhofen i. Baden sü.w. Rastatt 228. 334. 335. 516. 555. 634. 725. 769. 1 Henselin — rasor 815. Stopfeloch dictus — 820. Stopffes 133. Störe ! Conrad — Ritter 59. Franz von — 49. 115 912 Störe — Strassbürg Ulli von — Bruder des Franz 49. Wilhelm — Ritter Bruder des Conr. 59. Störckelin ung. — der snider Str. Bürger i. Lingolsheim 62. 822. Werl in — 269. 885. 388. Storm s. Sturm. Stösse Stoesse Henne — von Cleberg 42. s. C. Hug zftm — 394. Stotzheim n.w. Benfeld 676. Strage ein höriger zu Sassbach 417. Strambourc — Strassburg. 855. STRASSBURG. Oertlichkeiten. Allgemeines Almende 179. 188. 210. 229. 321. 407. 590. Burggraben 206. 229. pfele die — 206. 229. Stadtmauer u. ihre Besetzung 262 ff. erker Hetze! Markes ercker 264. 267. 372. Cuntze Müllers ercker 265. Nellesheim ercker 265. stecke Andres steck 264. 372. j stecke zft Vinckewilre 269. Utengasser steck 262. 264. I Wageners steck 263. 264. j Brücken s. Arbogastbrücke 184. bedeckete gedeckete brücke 263. 265. 319. An- i merk. 354. 371. 377. > bruck an den Hunden (Nicolaus in undis) 269. pfennigbruck 848 s. Türme Pfennigturm. Rheinbrücke s. Rhein. Schintbrucke 815. 842. Spitalbrücke 269. s. Stephansbrücke 321. 377. steinen brücke 377. Gärten Jacobes von Diemeringen garten 263. Eöselins garten am Mülnecke 112. Marckes garten 264. Münchelins garten 262. Gassen s. Strassen. Gebäude Häuser Höfe Archivgewölbe (Anlage eines solchen 1399) 781. Bruderhof 100. 593. Schaffner am s. Kembe Götze — Deutsch-Ordensbans 371. 725. Frauenhaus frowenhus 186. 285. 754. s. a. unter Münster, hftrhfts 835. hus das — zem thurne 81. Judenschule 90. 92. Kaufhaus köfhus 307. 308. 341. 694. Klantzhof 844 s. Hanseman Jeckelin am —. Kleinstübelin 821. metzige die — 347. Münster s. Kirchen Klöster, des müntzemeisters hüs 574. Ochsensteinerhof 825. Pfalz pfaltze 42. 102. 407. 415. 417. 425. 426. 434. 590. 619. 667. 837. priefeyge die — 264. 266. 267. 372. Rappoltsteiner Hof 304. Saltzhof 821. Schuhmacherstube 563. Spital 188. 590. 663. 751. trinkst&be zürn Mülnstein 696. Ziegelöfen a. d. gedeckten Brücken 354. Zollkeller 592 s. a. Zoller Zölle. Zunftstube am Hohensteg 696. Mühlen Herrenmüle z& s. Thomas 321. Hüffelinsmüle 321. Stecke s. Allgemeines Strassen Gassen Plätze Stadtteile Blauwolkengasse 410 Anmerk. Brantgasse s. Mülnheim Heim —. Dumelloch das — 831. 847. s. Elisabethgasse 812. Finkweiler vinckwilre 269. Fischmarkt vischmerket 102. 317. 813. 838. Giessen der — 354. 812. 816. Grünecke 263. 265. 371. Grünenwerde 263. 265. 380. Günwerder gesselin 380. Guttenbergplatz 102 Anmerk. 407 Anmerk. Hohe-Steg 696. 821. Holwig Holwege 179. 263. 266. s. a. Constofel am —. s. Johansgiessen 354. Kalbesgasze s. Constofel in —. Kirchgasse 754. Oberstrasse s. Constofel in —. Kronenburg 263. 266. 371. 372. Krutenau Crutenowe 38. 185. 186. 595. 678. 687. 688. 822. 833. 835. 839. 842. 844. Mülnecke 112. Mülnstein 696. 811. s. Constofel zum —. Rintsütergraben 321. Roseneck 263. 371. s. Mülnheim. Rossenmerket 318. 319. 320. Saltzenecke das — 264. Smidegasse s. Mercklinus. Steinstrasse 263. 266. 371. 372. Stoltzenecke 267. 372. Sturmeck s. Sturm. Utengasse 262. 264. Wasenecke 112. 818. 845. Thore (i. d. Ringmauer) porten törlin u. ihre Besetzung 212. 213. 267. 268. 370. Bischoffbürge tor 371. 410. 591. 830. s. Elisabeth tor 509. Vinckewilre törlin 263. 265. 370. Heitzentürlin 377. Hetzel Markes dörlin 264. 267. Kronenburg porte zü — 268. 509. Metziger tor 268. 319. 359. 509. Thor zftm alt s. Peter 319. Thor zftm jung s. Peter 319. Rüwerin tor 229. 239. 268. 269. 509. Spital tor 262. 264. 268. 269. 319. 509. s. Steffans tor 268. 319. 508. 509. Steinstrosze porte an der — 267. Wagenertörlin 372. Wissturmtor — porte am wissen turn 268. 509. Türme (der Ringmauer) Barpfennigen turn 264. bedeckete turn 31. Beraters Peter — turn 264. Cftntzelin des lonherren knehtes turn 371. 372. Diemerlins turn 265. Turm hinder den dutzschen herren 371. s. Elisabethenturn 262. 263. 265. 370. Vinckewilre turn 263. 371. 913 Strassburg' gemoltei - turn a. d. Steinstrasze 263. 266. 371. 372. Grftnenwerd der grosse nuweturn am — 263.371. güldin turn 262. 261. 321. Heitzen her — türnelin 372. Turm gegen Jacobes hof von Diemeringen 371. Judentum 264. 269. 372. Kagenecke turn 265. Ketterinen turn 262. 264. knSpheten turn 263. 265. Turm zft Kronenburg 263. 268. Turm zu s. Margareden 263. 265. 371. Turm v. s. Marxhof 266. 371. Metziger turn 262. 372. nüwe turn hinder den Johansern 377. Münchelins turn 262. 264. Pfennig turn 651. 848. ßoseneck türnelin am — 263. 266. s. Mülnheim. Kftlmans turn 265. s. Steffans turn 372. Slöffen Heitzeman — turn 371. Twingers turn 263. 265. 370. Wahsichers Heinr. — turn 265. wisze turn under Wagener 263. Beamte und Bewohner. Amman meister Altammeister 101 (Wahl). 184. 185. 187. 204. 210. 212. 213 214. 215. 377. 807. 812. 828. s. Arge Heinrich —. 8. Berman Claus —. s. Cantzeler Johans —. s. Geispoltzheim Cuntze —. s. Gosse Ulrich —. s. Heilman Andreas —. 8. Hüffelin ßeinbolt —. s. Kranich Heinrich —. 8. Lymer Heintze —. s. Meyer Claus —. s. Messerer Johans —. s. Metziger Wilhelm —. s. Müller Cuncz —. s. Philipps Hans —. s. Wasicher Walter —. s. Wilhelm Götze —. Amtmann städtischer — 41. s. Meyger Burckart —. Aussenbürger nszburger phalburgere erbe- burgere 57. 114. 115. 160. 166. 198. 210.211. 212 220. 235. 236 279. 280. 281. 283. 291. 292. 293. 294. 295. 296. 297. 298. 325. 356. 363. 397. 405. 410. 425. 434. Burggrafenamt 43. 44. 412. Burggraf 70. 143. 144. 563. 564. s. Mülnheim Johans —. s. Pfaffenlapp Hesse —. Burggrafengericht 563. Bürgermeister meister magister stettmeister Wahlbestimmungen 41. 100. 101. s. Berer Claus —. s. Berlin Johans —. s Bock Claus —. s. Bock Johans —. s. Buman Johans —. s. Burggraf Dietrich —. s. Dütscheman Hug —. s. Grostein Götze von —. s. Heiligenstein Claus von —. s. Hesse Hesseinan —. s. Hüffelin ßeinbolt —. s. Kagenecke Johans —. s. Klobelouch Johans —. | s Mansse Claus —. i g . Mansse Obreht —. ! s. Mansse Oertelin —. s. Marx Hetzel —. s. Merswin Claus —. s. Metziger Wilhelm —. s. Mülnheim 1 Heinrich von —. Heinrich der junge —. Lutold von —. s. Mülnheim gen. Landesberg Heinrich —. s. Mülnheim gen. ßechberg Burckart —. Johans —. s. Pfaffenlapp Johans der elter —. s. ßiet Wilhelm zft dem —. s. Kosheim Berthold von —. s. Schilt Johans —. s. Spender ßeinbolt —. s. Stille Johans von —. s. Sturm von Sturmeck Johans —. s. Swarber Bftlman —. ! s. Wetzet Marsilis —. ! s. Wetzet ßeinbolt —. s. Zorn Bechtolt —. s. Zorn von Bulach Johans —. l s, Zorn gen. Eckerich Johans —. | s. Zorn gen. Schultheiss Lienhart —. s. Zorn der Wisse Wisszorn Johans —. ! Constavel Constofel Constofeler 101. 212. 213. ; 240. 286. 267. 377. 510. 511. 688. constofeler- meister 212. ! am Holwige 263. 266. 268. 372. 386. 388. 392. 508. 511. 513. in Kalbesgasze 262. 388. 391. 508 511. zürn Mülnstein 264. 267. 268. 372. 380. vor dem Münster 263. 264. 266. 267. 269, 372. 384. 508. 511. 512. zft s. Niclans 262. 264. 265. 268. 372. 388. 390. | 511. 512. ! an der Oberstrasse 263. 265. 266. 268. 371. 379. i 388. 511. 512. zft s. Peter 263. 266. 268. 371. 372. 383. 388. 391. 508. 510. 511. in Spettergasze 263. 265. 268. 370. 371. 378 388. 508 511. 512. zft s. Thomas 263. 265. 268. 371. 379. 388. 508. 511. 512. Consules rete rat schöffele 757 (Schwörbrief v. 1399) u. i. Anfang aller i ßatsbeschliisse. ! Katsbeschlüsse u. Verordnungen 89. 149. 212. 1 228. 229. 235. 239. 240. 254. 256. 287. 299. 323. 324. 325. 327. 330. 354. 356. 373. 376. Eischer meister 102. 321. 322. s. Mülnheim Wilh. von —. s. Schönau Hannemann von —. I vischmeistertftm 320. 321. 322. vischereigericht 320. j vischerei s. a. ßhein. s. vischer. i Gewerbe Handwerke u. Zünfte ' die antwerke 101. 377.392. antwerkermeister 212. ' trinkstnben der — 161. altgewänder 865. arzt jüd. s. Gutleben, armbroster 102. bader balneator 264. 266. 269. 372. 387. s. a. scherer. briefträger 836. 914 Strassburg brotbecker panifex 263. 266. 268. 298. 319. 371. 372. 373. 386. 392. 508. 688. 830. die brotschau 298. s. pfister. drehsler 740. vaszieher tractor vasorum 263. 266. 268. 371. 387. 390. vischer 102. 263. 265. 312. 320. 321. 322. 371. 387. 394. 688. s. oben Fischermeister Fischmeistertum Fischergericht etc. gantener 214. 215. gartenere ortulani 263. 371. 387. 394. 508. 688. gerwer 70. 263. 265. 268. 371. 386. 392. 563. 564. goldsmide 72. 263. 266. 268. 338. 339. 346. 371. 386. 389. 392. 477. 478. 508. 513. 688. grober 183. 847. 848. gremper 40. 263. 266. 371. 387. 390. 508. 513. 667. 668. 669. 865. keser 667. 668. 865. kistener 268. 740. köffelerin 340. 478. 494. 682. kornlüte 263. 265. 265. 371. 372. 387. 389. 390. 391. 508. 513. 688. konfhite 205. kreraer 268. 372. 387. 389. 390. 391. 507. 513. 688 . kfiffer 143. 144. 145. 146. 214. 215. 262. 264. 268. 372. 387. 390. 594. 688. kürsener pellifex 263. 265. 268. 371. 387. 389. 394. 508. 513. messerer 844. metziger carnifex (die des Bruderhofes 100.) 262. 264. 264. 268. 318. 319. 372. 381. 387. 390. 391. 508. 513. 688. münssere s. Münze etc. wüller 264. 267. 372. 387. 394. 688. innrer 264. 267. 269. 272. 372. 387. 394. 688. notarius s. unten, obser 667. 865. olelüyte 264. 267. 372. 387. 394. 688. pfiffer 176. 180. 183. 661. 662. pfister 184. saltzmütter 265. 263. 370. 387. 389. 392. 508. 513. 688. sattler 82. schelmenschinder 847. 848. scherer (s. bader) 264. 266. 269. 372. 387. 390. 688 . schiflüte 262. 264. 386. 388. 392. 507. 513. 688. Schiffahrt 801. 802. Schiffverkauf 206. schifzimberlüte 264. 267. 372. 392. 387. schilter 263. 266. 268. 371. 392 s. goltsmide. schriber 89. 261. 263. s. a. unten Stadtschreiber, schfthsnter schümacher 70. 71. 195. 196. 263.266. 268. 371. 372. 387. 392. 563. 564. schftsüterknehte 195. 196. seiler 184. 387. 389. 390. 667. 668. 669. smide 72. 176. 262. 264. 266. 268. 387. 392. 688. snider sartores 263. 371. 372. 387. 394. 688. sßldner s. Krieger u. Kriegswesen. Steinmetzen 180. 181. totengreber 847. 848. tischtftchsüter 688. t&chmacher t&cher 23. 24. 263. 268. 371. 372. 387. 389. 390. 508. 513. 594 Anmerk. 688. t&chscherer 264. 267. 372. 387. 389. 394. 688. underköffer 76. 338. 478. 494. 682. vogeler 40. wagener 263. 265. 371. 387. 392. 509. 740. weber textores 76. 263. 269. 308. 372. 387. 390. 594 Anmerk. 688. 807. wehseier s. Münze Münzmeister, winmesser 263. 265. 268. 370. 387. 688. Weinverkauf 206. winrüffer proclamator vini 263. 265. 268. 370. 387. 688. winsticher 264. 267. 269. 372. 387. 389. 508. 688. wollschleger 23. 24. 76. würfe 262. 264. 268. 386. 389. 392. 507. 513. 688. zapfener 319. zimberlüte 180. 264. 267. 296. 272. 372. 387. 390. 688. Hausgenossen husgenoszn s. Münze Münzmeister etc. Juden 18. 50. 89. 90. 91. 92. 95. 96. 140. 141. 143. 147. 156. 162. 186. 192. 194. 195. 198. 199. 204. 205. 207. 208. 209. 211. 223. 272. 322. 538. 706. Eid 89. Gericht 90. Gesindehaltung der — 192. 204. 205. Kirchhof 92. 264. 266. Kleidung Judentracht 162. 204. Schätzung 186. Schule 90. 92. Turm 264. 269. 372. Wechsel (juden-wehsel) 205. Krieger und Kriegswesen Aufrüstung der Zünfte 378. 507 ff. Banner meisterbanner 391. Befestigungswerke Instandsetzung derselben 376. 377. Besetzung von Mauern u. Türmen s. Str. Oert- lichkeiten Thore Türme, blutherste 181. 183. bogener 518. 637. büchsenschiesser 183. s. Kesseler Dietrich —. constofeler s. oben Constavel. einspennige 518. Feldgeschrei 510. Feldzeichen: ein wisz krütze in eime swartzen velde 510. genwer 518. glefener 323. 518. k8che b. Heere 180. 184. Kriegshauptman s. Oberkirche Johans von —. Kriegsrat der Sieben 362. 450. 451. kftgelhüte 633. lantvesten 345. Pferdehaltung durch Bürger 323. 324. 330. 357. 621. pfiffer 176. 180. 183. 661. 662. pfister b. Heere 184. priester b. Heere 634. reisige 637. schildknehte 239. schiitwachen 377. schützen 181. 183. 268. 661. söldner 212. 323. Liste der städt. Söldner 518 ff. Söldnerhauptmann 323. schützen 268. swehelringe 634. trumpeter 608. Turnier 318. Uniform der städt. Söldner 651. wagenknehte 181. Lohnherr lonherre 181. 183. 184. 185. 414. 661. 663. Cüntzelin Cftntze der — 263. 266. 371. 372. Bosheim Claus — 542. 836. Meister s. Bürgermeister. Strassburg 915 Münzmeister u. Münze müntzemeister 94. 574. 700. s. Grostein Johans von —. s. Marx, müntzmeisterampt 412. münssere 336. 337. 338. 339. 340. 344. 345. 346. 347. 476. 477 . 484. 485. 486. 493. 494. 680. 681. 682. 683. 697. 702. Münzcommission Fünferdeputation Geschworene der Münze 94. 698. 699. 702. husgenoszen 70. 71. 143. 145. 339. 341. 346. 563. hüter 94. 341. 493. 494. s. Lentzelin Cftntze u. Thoman —. s. Pfaffenlapp Kleinhenselin —. s. Richter gen. Dütschman Claus —, schrßter 344 (? = pfennigsnider 347.) wehseier 342 484.485.486. 680.681.682.683. 702. s. a. underköffer u. köfflerin (oben Gewerbe u. Handwerk). Münzwesen (Münzordnungen Münz vertrüge) 75. 117. 178. 179. 336. 338. 339. 340. 341. 344. 405. 473. 476. 477. 482. 492. 493. 494. 495. 496. 541. 591. 679. 680. 681. 682. 683. 697. 698. 699. 700. 702. 703. 704. 705. 854. 855. 858. Notar notarius publicus s. auch Stadtschreiber s. Bopfingen. s. Bosch, s. Groszclaus, clovicus notarius publicus s. Heller de Bierheim, mag. secretarius Arg. s. Haslach Heinr. de —. s. Werder Johannes — kais. Notar in Str. Räte Ratsbeschlüsse s. consules. Sch u ltheissenamt 314. 315. 412. Schultheiss s. Grostein Claus —. Schultheissengericht 90. 833. 834. 837. schriber am — s. Kyenast. Schreiber schribere die von Straszburg 261- 263. Siegelbewahrer 565. Söldner s. Krieger u. Kriegswesen. Stadtrechner s. Süsse Hügelin —. Stadtschreiber (secretarius notarius et sigil- lator civ. Arg.) s. Haslach Henricns de —. s. Rynach Rudolf von —. s. Spatzinger Wernher —. Ungelte r 341. 672. Zoller Zölle zollkelre 43. 296. 341. 409. 412. 588. 590. 592. 692. 708. 721. 754. s. a. Rhein- Zölle am —. Kirchen Klöster Orden Spitäler. Allgemeines 93. 287. 407. 408. 410. 411. 591. Arbogast Kloster 325. Aurel ien Kirche 692. Barfüs ser Kloster 735. Bruderhof 100. 593. Schaffner am — s. Kember Götze —. s. Clären Kloster 267. die frowen von — 809. Deutsohherren dütschenherren 263. 725. Comthur der — 725. s. Preussen Johans von —. s. Malkow. Dom u. Domcapitel s. Münster. Dominikaner (Prediger)-Kloster pfleger des — 3. 187. I Glocken die fürglocke 267. 268. dez heiligen geistes glocke 508. die torglocken 372. s. Johann daz kloster zü — 354. Johanniter Johanser 377. s. Katharinen Kirche 833. s. Laurencien Kapelle s. Münster, s. Martin Kapelle u. Kirche 102. 407. s. Marx Kloster 263. Münster (das Gebäude) eccles. maj. Arg. merre stift unser frowen münster 179. 240. 287. 341. 347. 373. 407. 408. 412. 590. 591. 688. 693. 814. 844. s. Constofel vor d. —. Altäre s. Dieboldsaltar 542. | altaris prebend. presbyter — s. Landesberg ! Henricus —. j fronaltar 408. capella s. Laurentii 240. | Chor 407. 408. I friheit des münsters die — (vor dem Münster) 591. ] Lettner 339. 341. 702. 1 Münstercapitel Domcapitel capittel der merren stifft 296. 297. 459. 460. 500. 501.>626. 535. 588. 591. 592. 593. tümherren des capitels 407. 410. 481. s. Lichteu- | berg Job. u. Ludwig u. Sigmund von —. cammerarius s. Lichtenberg Ulrich von —. cellarius s. Ochsenstein Johans von —. custos 501. decanus 43. 44. 592. j s. Kirehberg Graf Eberhart von —. | s. Lützelstein Volmar von —. s. Ochsenstein Johans von —. i portarius portener s. Kirehberg Graf Eberhart von —. prepositus probst tftmprobst 8. 59. s. Lichtenberg. s. Lützelstein Burckart von —. s. Ochsenstein Job. von —. s. Rappoltstein Hugo von —. Siegel des Capitels 591. Münsterfabrik fabrica unser frowenwerk 15. 83. 97. 408. 409. 590. lapidistina fabrice 546. (bauliche Veränderungen 179. 240 ) | Frauenhaus frowenhus 186. 285. 754. Werkmeister (Münsterbaumeister) 83. s. Friburg Michel von —. i pflegere unser frowen Werkes 83. schaffener 83. 285. 754. uf unser frowen hus. ! s. Kirchgasse Herman in —. j s. Niclaus s. Constofel zu —. I s. Niclaus-Kapelle j die closenerin Grede uf — 821. i s. Petrus (junior) 375. Jung St. Peter 410. 411. s. Constofel zu —. | kirchhof 811. Capitel 219. 462 thümherren 410. 665. cantor 375. s. Hüffelin Volczo —. decanus 413. prepositus 375. 829. s. Kagenecke Erhärt de —. scholasticus schülmeister zü — 375. 811. s. Rotwilr (Rottweil), s. Parma Wilhelmus de —. •J10 Strassburg — Sulz thesaurarius 375. s. Oertelinus Johannes —. s. Petrus senior 755 s. a. Rheinau Stift zu —. Spital 188. 590. 663. 751. s. Stephans Kloster 372. s. Thomas Kirche 263. 375. 508. 675. 842. s. Constofel zu —. Capitel 61. 462. canonicus s. Bertschin Niclans —, cantor s. Wetzelo Joh. —. decanus 375. s. Dambach. prepositus 375. s. Buhard Fridericus —. prepositus et decanus 675. s. Kageneck Erhard von —. s. Wilhelm Kloster u. Kirche 38. 39. Conventsbruder von — 39. s. Bertsche. Kreuzgang zu — 38. Bistum und Bischof. Bistum 232. 271. 366. 459. 460. 467. 472. 479. 483. Bischöfe 20. 22. 45. 48. 53. 67. 177. 178. 258. 359. 360. 361. 362. 363. 364. 366. 368. 481. 487. 551. 591. 614. 634. 640. 648. 696. 708. Burckard von Lützelstein Domprobst erwählter Gegenbischof Wilhelms v. Diest. 482. 486. 497. 498. 499. 500. 505. 506. 510. 514. 515. 516. 517. s. Lützelstein. Friedrich von Blanckenheim s. a. Basel, s. a. Utrecht 6. 14. 29. 39. 43. 44. 53. 60. 61. 69. 73. 88. 103. 104.106. 107. 109. 110. 111. 121. 123. 124. 127. 132. 134. 136. 137. 139. 142. 160. 169. 170. 174. 194. 200. 201. 202. 203. 206. 207. 208. 232 234. 247. 256. 276. 277. 286 291. 292. 293. 294. 300. 302. 303. 304. 305. 309. 310. 313. 314. 315. 316. 325. 333. 354. 357. 358. 367. 370. 373. 374. 375. 394. 395. 402. 403. 405. 406. 407. 408. 409. 410. 411. 412 413. 417. 419. 421. 438. 445. 459. 460. 461. 462. 465. 468. 470. 471. B. v. Utrecht 488. 489. 501. 526. 535. 511 Anmerk. 592. 659. 706. 752. 858. 860. 861. Lamprecht 533. Wilhelm von Diest 169. 468. 469. 472. 479. 480. 488. 489. 490. 497. 498. 499. 502. 503. 504. 505. 506. 507. 510. 513. 514. 515. 516. 517. 518. 522. 523. 524. 525. 526. 527. 528. 529. 530. 531. 532. 533. 534. 535. 537. 540. 543. 519. 564. 575. 580. 531. 586. 588. 590. 592. 595. 606. 607. 619. 643. 641. 674. 675. 676. 677. 684. 691. 701. 708. 712. 718. 719. 720. 723. 724. 729. 730. 733. 734. 737. 745. 747. 748. 749. 751. 752. 751. 759. 762. 763. 764. 782. 785. 796. 860. 861. 864. Bischöfl. Beamte und Aemter geistliche Gericht 403. 590. 591. schriber an dem — 409 hofmeister s magister curie. insigler 287. 412. 634 Anmerk, judex officialis officialis curie Arg. hofrichter 7. 403. 412. 413. 586. 591. 634. 660. 831. s. Douchendorff Johannes de —. s. Gemunde Reinheit von —. magister curie episcopi hofemeister s. Kageneck Johans de —. notarins curie Arg. 546. s. Dürnheim Eberhart —. s. Ralle Conradus dictus —. prelat der bischöfl 412. procuratores curie Argent. 404. 405. s. Breitenbach Philipp von —. s. Eisenach Dietrich von —. s. Groszclaus Johans —. s. Rynowe Heinrich von —. s. Ritter Herman —. vitztüm viccdominus 445. s. Hohenstein Rudolf von —. s. Landesberg Burckart von —. vogt vogtei 90. 412. zollertüm 412. Zöllner 409. Zölle 409. 590. Streiffe s. Streuffe. Streler Lienhart — 474. Stremme Conrat — 171. Streuffe Streiffe Ströfen Strouffe Hennin Hensel — von Landenberg 112. 119. 153. 180. Stromer Ulman — 564. Stroseil Pritsche — Edelknecht 334. Strouberg wo ? 29. Strouffe s. Streuffe. Stuchsse Peter — 659. Stühlingen Stftlingen i. Baden a. Wutach Landgraf von — s. Lupfen. Stumpfel Heizeman — Sfr. Gerber 563. Sturm Storni Gosse — der alte const. z. Mühlstein 381. 816. Gosse — const. z. S. Niclaus 382. 390. 394. Gosse — von Bfttenheim 268. Gosse — von Vegersheim Sohn des alten Gosse const z. Mülnstein .381. const i. Kalbsg. 392. Gosse — Str. Söldner 323. Gösselin — hern Wernhers sun const. z. Mülnstein 381. const. i. Kalbsg. 388. 512. 823. 824. 825. Hans — 651. Hanseman — const. z. Münster 385. 571. 608. Henselin — hern Wernhers sun const. z. Mülnstein 381. Heinrich .359. Hügelin — Sohn des Werner const. z. Mülnstein 381. Hügelin der lange Langhügelin — const. z. Mülnst. 381. 392. const. i. Kalbsg. 392. 511. Johans — const. i Kalbsg 511. mag. 592. Wernher — der eilt er der alte 134. 508. 757. Wernher — Herr 131. 133. Städtebote 174. Wernlin Städtebote 175. 176. 258. 260. const. z. Mülnstein 381. 394. mag. 608. 823. 845. (? oder — W. d. alt.) Sturm von Spire Hans von — const. i. Kalbsg. 512. Sturm von Sturmecke Gosse — Bruder des Joh. const. z. Mülnst. 381. Hans — const. i. Kalbsg. 392. 511. 775. Johans — const. z Mülnst. 381. 575. 585 mag. 594. 845. Stuttgart 37. 598. 599. 708 Anmerk. Stützheim n.w. Str Egenolf von — Edelknecht 75. Sftcher Henselinus — der gartener 821. 838. Sftcherhenselin Diether — der murerkneht z. Waseneck 845. Suffeiweiersheim Snfelwihersheim n. Str. 414. Sulms Sulmisze s. Solms. Sulz Sultz Sültze bei Gebweiler 45.110.191.502.530. Sultz — Unterwalden 917 Sultz Sultz b. llagenau 191 (?) 701. (748 ist i. d. Ueberschrift Selz zu lesen.) Sulz Sultz (welches? wohl bei Lahr i. Baden) 709. 711. Sulz b. Mölsheim 861. Sulz Sultze i. Würtb. Schwavzwaldkreis Grafen von — Herman 659. Rudolf d. ältere 600. Rudolf Landrichter zu Rottweil 3. 751. Sulzbach Sultzbach i. Oberpfalz n.w. Regensburg 221 . Sulzbach Sultzbach i. Eis. n.w. Masmünster 426. Summer Ennelin — frowe von Henselin Unfride 838. Sundgau der — 625. Sunnen Christian zer — von Basel 164. Sunner Peter — 663. 758. 768. Sunt Leonhart — am Saltzhofe 821. Suntheim i. Baden b. Kehl. Ulrich — der sniderkneht 815. Surburg n. Hagenau Hanseman de — scriptor 813. 842. Surer Eberlin — 820. Reinbolt — Bruder des Eberlin const. z. S. Peter 383. 391. 820. Susenberg s. Sausenberg. Süsse Sftsze Heinrich — const. i. Oberste. 511. Hügelin — Str. Stadtrechner 74. 180. 184. 299. juncher const. a. Holwige 386. Hugo 496. I Hüglin 588. 633. Hug 661. Hügelin 775. 785. Hug 812. Hügelin — Sohn 608. Reimbolt — 268. 394. 509. Wilhelm — der junge 588. Swaben s. Schwaben. Swachen Heintzo dictus — 841. Sw an Swane Bnrckart — 419. 660. Swantibor Herzog v. Stettin s. Stettin. Swarber ung. — Bühseners dohterman 512. ung. — der lange 509. Claus — const. z. 8. Peter 384. Hans — 427. 473. s. a. Johans. der lange const. z. S. Peter 383. 391. Heinrich — Sohn von Hans const. z. 8. Peter 388. Johans Hans — i. Kirchgasse const. z. s. Peter 384. 387. 388. Peter — const. i. Oberste. 380. der lange 268. Reinbolt — 268. const. z. S. Peter 383. 391. 698. Rülman — 268. const. z. 8. Peter 383. 391. Ritter 392. mag. 720. mag. 756. 757. mag. 831. Walter - 813. Swartz s. Schwartz. Swebelin Sweblin Sweblein Swebell ung. 559. ? — Heinr. Erhärt — Str. Söldner 520. Heinrich Heintzeman — Str. laufender Bote 616. 661. 672. 787. Sweigern s. Schweigern. Swemmer Cüntzelin — küffer 143. 145. 214. Swemmerin Ellewibelin dicta — 846. Swenniger der etter 268. Gesp. d. const. i. Kalbesg. 512. der junge 817. l Svvertfeger Hanseman — i. Sporergasse 844. Swertzing Henselin — ein winknabe 810. 841. Swerwer Andres — v. d. saltzmittern 508. Swinar Borziboy Worseboy Wurseboy von —königl. Hauptmann i. Baiern Landvogt i. Schwaben u. i. Eisass 219. 307. 315. 317. 329. 335. 343. 348. 351. 352. 355. 357. 360. 361. 362. 363. 364. 365. 366. 367. 373. 374. 375. 376. 395. 396. 397. 398. 399. 401. 404. 439. 440. 443. 444. 449. 450. 463. 464. 466. 471. 476. 481. 482. 486. 487. 488. 492. 526. 535. 549. 556. 558. ' 659. 563. 565. 566. 567. 574. 589. 590. 596. 597. 598. 622. 631. 683. 685. 687. 709. 712. 730. 747. 764. 778. Swindoltzheim wohl = Sehwindratzheim. Swindratsheim s. Schwindratzheim. Switzer Heintzeman — der winrüffer 812. 841. Swobes Lutzeman — 839. Swop Hans — von Breitenstein bei Rütelingen 816. Heinrich — 724. Heintzeman — 824. Nicolaus — textor 832. 844. Walter — const. i. Oberste. 380. 394. u. Ueberlingen Uberlingen 17. 21. 64. 163. 164. 369. Uebersorne ? bei Bagsburg 273. Ulin Johann — 643. 648. Ulm Ulme i. Würt. 17. 21. 53. 55. 60. 61. 64. 68. 83. 84. 107. 109. 110. 124. 129. 139. 140. 141. 142. 147. 152. 164. 167. 175. 178. 219. 221. 228 . 234. 235. 236. 238. 241. 243. 244. 246. 250. 251. 252. 253. 257. 259. 260. 369. 514. 846. Eberhart de — carnifex 822. Hans von — der brotbeckerkneht 818. Hans von — ein vihetriber 844, Heinrich de — filius Eberhard! carnificis 822. Heinrich von — der wirt zürn Salmen i. Kru- tenau 844. s. Löwe Peter von — Jude, s. Mennelin von — Blöder des Löwe. Walther von — der gantener 215. Ulm b. Oberkirch i. Baden 622. 861. Ulner Johann — Ritter 224. 225. s. Sponheim. Ulrich Johans — 268. Ulrich de Zürich s. Zürich. Unfrid Unfride Str. Bürger 582. Henselin — 838 s Summer. Ungarn König von — 63. 491. 550. 609. 667. 742. 774. Sigmund 499. 667. 774. 793. Münze von — (Ung. Gulden) 477.484.495. 595.793. Ungersheim Ongersheim Kr. Gehweiler Hetzel von — 405. 411. Kraft von — 49. Walther von — 50. Unmüs Cflntze — von Obernhusen Str. Söldner 521. Unröwe Sifrit — 665. 840. Unsinnig Gerge — von Rotwilre 816. Hans — in der Laden Vater des Gerge 816. Unterwalden Canton i. Schweiz 163. 164. 918 Urban — Wehingeii Urban VI Pabst 7. 14. 16. 38. 62. 97. Urbeis w. Schlettstadt 612. s. Meszersmit Claus —. Uri Schwz. Canton 164. Urich Geselle des Bergknechtes Andres Str. Bürg. i. Lingolsheim 62. Urinatt w. Molsheim 657. Urslingen Urselingen — heutig. Irslingen i. Würtb. 0 A. Rottweil Herzog Reinolt von — Str. Söldner 518. Uselhanseman Usel— Uselhantz der schifkneht 815. 818. 820. 842. 843. Uttenheim Utenheim ? i. d. Nähe v. Speier 280. 306. 446. 491. Hans von — z. Rosheim (w. Erstein) Edelknecht 75. Utrecht Utrecht Trayacensis ecclesia Bistum 310. 455. 459. 460. 461. 465. 467. 468. 469. 470. Bischof Florenz 455 Anmerk. Friedrich (früher Str. Bischof s. a. dort) Erwählter 470. 488. 489. 706. 860. V 8. F. W. Wachenheim Wachinheim (welches? i. Rheinhessen \ od. i. Pfalz.) 1 Heinrich von — 536. 797. Trüschel von — 36. 38. s. a. Rotenburg. '' Wagener Bückelin — der wagnerkneht von Rinowe 740. Wahsichen s. Wasgau Vogesen. Wahzicher Wahsicher s. Wasicher. Waldaffen = Ober- u. Nieder Walluf a. Rhein n.ö. Eltville 312. Waldburg Heinrich Truchsess von — 163. 164. Waldeck welches? 609. Grafen von — 789. s. Bosse Herman — Edelknecht von —. Waldener it Heinrich von — 49. Herman von — 49. Wilhelm von — 49. Waldertheim —heimer —haimer Georg — Städtebote von Mainz 194. 205. 217. Waldkirch Waltkilch n.ö. Freiburg i. Br. 248. 249. Waldstädte Walstette die Schweizer — 117. 120. 150. 157. 158. 159. 168. 171. 174. 217. 222. 262. Walen Walhen Walchen Walich Welschen 58. (Vas- cones 97) 106. 110. 113. 121. 123. 203. 627. 648. 654. s. Grünes Friedrich Walich von —. welsche Land das — 214. 655. Walf Valfe Valwe w. Erstein 830. Henselin von — der küffer 830. Walheim (welches ?) Grafen von — 153. Wallenb&sze Zant von — 641. s. Walpurgen "Kloster b. Hagenau s. dort. ; Waise Friedrich von — der hofemeister 530. Walstette? Dorf unterhalb d. Dagsburg 273. Waltenheim sü.ö. Hochfelden 334. Heinrich von — gen. von Mülnhusen 334. Walther ung. Meister — Falkner d. H. v. Bitscli 722. ung. von Ulme der gantener 215. Lienhart — 811. Waltherlin Str. Bote 174. Waltmanshusen Johann von 177. ! Waltstestte s. Waldstädte. ! Wandersleben Wandisleib b. Erfurt Gregor von — 39. | Wandisleibin s. Wandersleben. Wanfrisdorf der schütze von — Str. Söldner 522. Wangen ö. Wasselnheim 17. 21. 64. 431. 433. Adelheid (von Geroldseck) Frau zu — 168. 1 Burkart von — den man sprichst Altdorff 865. s. Honburg. Eberhard von — Hauptmann 166. Hartung von — 683. Heintze — der wagenerkneht von Ehenheim 740. Hug von — 71. 758. Wannenmacher Richard — 820. 845. Warmessen Gylet von — Str. Söldner 521. Warmunt 475. 476. s. Wermut. Warsberg Hans von — Str. Söldner 518. Gürtdenhengest von — Str. Söldner 518. Wartenberg Wartemberg i. Böhmen Egloff von — Hofrichter zu Rottweil 751. Johann von — Ritter 191. Peter von — königl. Rat 9. Wasenburg b. Niederbronn Kr. Hagenau 743. 746. 751. Wasenecke Str. Oertlichkeit s. Str. ung. — der junge der tragekneht 825. 830. s. Sftcherhenselin. s. Spitzkopf de — Wasgen s. Vogesen. Wasicher Wassicher Wahsicher Wahsziclier Hans — 146. Heinrich — 262. 264. 265. Philipp — 146. Rüfelin — v. d. schiflüten 388. 507. 513. 666. Walter — Ammeister 2. 3. 48. Str. Städtebote 77. 78. 93. 146. 161. 437. 513. Vetter des Rüfelin 666. Wasselnheim Waszelnheim n.w. Str. 177. 435. Dietrich von — Junker 551. 722. 723. 734. Hans Johans von — Ritter Vetter des vorig, const. z. Münster 384. 390. 405. 411. 551. 736. 816. Rudolf von — 569. Weber Cuntzelinus — 846. Ennelina — uxor Cuntzelini 846. Johannes — filius Cuntzelini 846. Weckelin 330. Wecker Simon gen. — s. Zweibrücken. Weckerin Eilsa — 812. Weckerle Hans — von Kempten Str. Söldner 519. Weckerlin 212. Weckes .Teckelin — Str. Söldner 518. Wehingen Berthold — sartor 819. Reinhard von — oester. Landvogt 369. Weibe — Wetelsheim 919 Weibe Jacob — Bürger von Frankfurt 281. Weidehofer der — 837. Weyersheim Wihersheim zürn turne sü.ö. Brumath 360. 414. Weil^Wile i. Durgowe i. Thurgau 17. 21. 61. Weil Wyle i. Würt. 17. 21. 64. 111. 227. Weilburg Weyeinburg i. pr. Reg. Bez. Wiesbaden Amtmann zu — s. Siekingen Martin —. Weinsberg Winsperg Winesperg i. Würt. 17. 21. 64. 236. der von — 135. 696. 701. Engelhard von — Landvogt i. Schwaben 458. 524. 530. 544. 583. 599. 616. 617. 696. 806. 862. Peter — Gesandter v. Worms 205. Weyse Geylfart — ein Edelknecht 559. Weyskle Wiskle Heinrich — Gesandter des König Richard v. England 204. 242 . 364. Weissenburg Weiszem— Wissem— Wyssem— Wizzen— Wiyssenburg i. Eisass. 10. 11. 12. 14. 20. 21. 29. 30. 34. 36. 46. 48. 50. 51. 52. 56. 64. 67. 85. 86. 104. 106. 113. 120. 152. 159. 165. 172. 192. 193. 217. 218. 222. 238. 242. 249. 260. 261. 275. 279 281. 284. 349. 528. 605. 712. 719..723. 736. 774. 805. der Stadtschreiber von — s. Niclaus. Vogt zu — s. Wickersheim Volmar von —. Kloster Abt 20. 67. Cleselin de — textor 847. s. Wingersheim s. Decker. s. Rogener Jeckel —. s. Rehtembach Heinrich —. 275. 277. 278. 279. 280. 288. 289. 290. 298. 301. 302. 306. 307. 308. 315. 316. 317. 322. 327. 328. 329. 332. 335. 342. 343. 348. 350. 352. 355. 358. 360. 361. 362. 364. 365. 367. 370. 373. 374. 375. 394. 395. 397. 400. 401. 402. 403. 406. 413. 434. 437. 439. 440. 442. 443. 449. 450. 454. 455. 463. 464. 466. 468. 471. 487. 499. 501. 502. 503. 504. 516. 517. 522. 523. 526. 537. 538. 539. 540. 541. 545. 548. 550. 555. 558. 559. 560. 564. 565. 567. 570.572. 574. 575. 581. 583. 584. 589. 590. 597. 598. 606. 608. 611. 616. 617. 618. 620 «22. 630. 645. 659. 678. 679. 663. 685. 692. 693. 701. 702. 706. 707. 708. 709. 712. 718. 723. 725. 730. 742. 744. 745. 746. 754. 759. 761. 764. 767. 774. 775. 778. 781. 785. 786. 787. 788. 790. 791. 793. 795. 796. 799. 802. 807. 856. Gemahlin des Kg. Wenzel 598. Schwester desselben Margaretha 16. Wepferman Hans — von Barr 334. 335. Wepflar Wepphelor s. Wetzlar. Werberin die — Str. Bürgerin 323. Werde s. Wörth. Werdenberg Werdemberg Ct. s. Gallen i. Schweiz Grafen von — ungen. Vogt zu Bernstein 207. Albreeht Herr zu Bludenz 142. Johann 468. Werder Hans — gerber i. Str. 563. Johannes — von Esslingen kaiserl. Notar i. Str. 7. 545. 546. 795. Wergmeister Lawelin — 810. 841. Weissenburg i. Franken 68. s. Edelman Hans —. Weiszeman Anna — uxor Henselini 809. Henselinus dictus — 809. Weisze s. Wisse Weiszorn Wiszorn s. Zorn Johans — gen. der wisse. Weitenmühl Weytenmül Witen— Witten— Wyten- mülen —müln (i. Böhmen) Dietrich von — Sohn des Styslaw 195. 555. 556. Landvogt 701. 707 Anmerk. 712. 719. 723. 729. 730. 744. 746. 748. 750. 757. 760. 767. 790 795. 804. Flacheneck von — s. Wlachinco. Hynasco von — 317. 376. Martin von — 558. Stislaw Stislaus von — Ritter 27. 28. 89. Landvogt 195. 197. 201. 206. 207. 286. 288. 304. 805. 517. 556. 708. 757. 759. 760. 838. Wlachinco Flacheneck von — Vetter des Stislaw 123. 195. 356. 517. 547. 556. Zebische von — 859. Weldel von Hagenau s. Schotte. Wellen Peterman zü der — 827. Welschen s. Walen. j Welschland 214. 655. 854. s. Walen. > Wenzel König von Böhmen Deutscher König 3. J 5. 6. 7. 8. 13. 16. 19. 20. 25. 29. 30. 36. 37. I 39. 45. 51. 53. 55. 58. 59. 65. 67. 73. 84. 89. . 97. 101. 113. 114. 118. 121. 122. 124. 125. 127. 130. 132. 135. 137. 138. 141. 142. 146. 151. 155. 156. 157. 159. 162. 168. 169. 171. 179. 189. 194. 198. 204. 206. 207. 209. 219. 220. 221. 242. 243 249. 250. 251. 253. 254. 261. 273. 274. Werlin ung. — zürn güldin schoffe v. d. saltzmittern 313. 389. Heinrich — der vogeler 833. Jüntelin — seine Tochter 833. Lawelin — der totengreber 848. Wermunt (s. a. Warmunt) St. Bürger 473. Wemb er bisch. Str. Schreiber 425. Schreiber des Truchsess von Hefingen 778. s. a. Spatzinger. Wernersberg Wernhersberg i. Pfalz b. Annweiler 188. Wertheim i. Baden a. Tauber Johann Graf von — 158. Wesel 45. 279. 327. Westerburg i. Nassau n.w. Hadamar Reinhart Herr zu — 754. Sifrit von — u. Herr zu Schauenburg 165. 177. 193. Westerstetten i. Würtb. b. Ulm Hans Schäch von — Str. Söldner 519. Westfälisches Gericht das heimliche — 854. Westhausen — hus n.ö. Mauersmünster 651. Claus von — 133. const. z. 8. Thomas 379. 393. Westhofen —hoven sü. Wasselnheim 421. 422. 433. 442. Cftnin Hans von — const. i. Spettergasse 378. s. Stahel Friedrich — von — Westhus s. Westhausen. Westminster Westmonasterium 154. Westrich der — 657. 658. 670. 687. Wetelsheim s. Wettolsheim. 920 Wetterau — Winterthur Wetterau Wetreibe 20. 23. Landvogt von der — 20. 66. 67. s. Nassau Rupr. Graf von —. Städte in der - 29. 45. 68. 125. 173. 274. 277. 281. 353. 789. Wettingen daz Kloster by Baden i. Schweiz 163. Wettolsheim Wetelsheim sü.w. Colmar Hans von — 49. Wetze der gremper 582. Wetzel ung. 268. Erhärt der — Bürger v. Rottweil 707. Grede frowe — Mutter des Walter V ölt sehe 380. Heitzeman — Ritter 72. juncher const. z. 8. Thomas 379. 393. 474. 509. Johann — Cantor z. 8. Thomas 375. Marsilis Marsilius — miles 71. mag. 201. 207. Wetzeis sun Marsilius Str. Söldner 324. const. z. 8. Thomas 379. 393. 394. 512. 665. 757. Reinholt — 183. mag. 312. 319. 320. const. z. 8. Thomas 379. 393. 394. mag. 567. 568. 569. const. z. 8. Thomas 508. 509. const. z. 8. Peter 511. mag. 572. 573. 688. 768. mag. 814. 819. 822. 828. 732. 842. 845. Symunt — 269. const. z. Münster 384. 390. 391. Wetzlar Wappflare Wesphlar Wetzpflor a. d. Lahn 20. 45. 61. 64. 67. 85. 86. 104. 113. 117. 120. 123. 125. 131. 135. 136. 150. 153. 154. 156. 173. 176. 205. 261. Juden — von 154. 173. Wich (? — Vic i. Lothr.) Gan von — Bogener Str. Söldner 522. Wichingen Pritsche von — Str. Söldner 519. Wicke Johann — ein genwer Str. Söldner 521. Wickersheim (? = dem eingegang. Illwickersheim sü. Str. oder W. n.w. Hochfelden oder Breusch- wickersheim h. Str. das hus zft — 419. der Schaffner von — 423. der von — 394. Cftnrat — juncher const. a. Holwige 386. Hanneman — const. a. Holwige 386. 392. 513. Hans von — 588. 775. Johans von — Vater des Hanneman 174. 175. 258. const. a. Holwige 386. ritter 391. 392. 509. 757. mag. 840. Ludwig von — Vogt zu Molsheim 300. const. a. Holwige 386. 388. const. i. Oberstrasse 512. 829. Volmar von — Landvogt i. Eisass 137. 155. Vogt zu Weissenburg 286. 295. 327. 329. 335. 349. 365. 376. 468. der alte Landvogt 528. 541. 684. 719. 757. 758. 760. 761. Wide Wilhelm — Probst zu Aachen 158. Widdel Widdil Johann von — Frankf. Bote i. Speyer 217. 242. Widemunt Widdemunt ? — Vaudemont i. Frkr. Döp. Meurthe-Moselle Graf von — Bruder des Herz. v. Lothr. 636 657. Widergrün Widergrin Anteil v. Nesselried b. Appenweier i. Baden Heinrich de — de Stauffenberg 812. Johannes Heinrich de — de Stauffenberg frater 812. Wien 516. 568. 586. 652. Wiedlisbach Wietlisbach n.ö. Solothurn Stiglin Dietschin von — 334. j Wifersheim s. Wiwersheim, Wihersheim zftm turne s. Weyersheim. Wikwer Peter — höriger Mann 165. Wil Rip von — Str. Söldner 521. Wile Anshelm von — 193. 194. | Wilde der kannengiesser 840. ^ Wildeman Dine — die varende tohter 810. Wildenstein Hans — der sniderkneht 845. Sifrit von — 191. Wildesherg —perg Friedrich von — 628. Hans von — 787. 788. s. Wilhelm Rittergesellschaft von — 10. 37. 587. s. Wilhelm Kreuzgang zu — i. Str. s. Str. Kirchen. Wilhelm ung. Herr Str. Gesandter i. Mainz 222. I ung. der alte ammeister oder altammeister 217. l 231. 277. 445. Götze — Str. Gesandter 175. 182. altam. 214. 242. 258. 429. 523. 758. Heinzelin — 513. Henselin — v d. metzigern 521. : Wilhelmer die — s. S. Wilhelm Rittergesellschaft | von —. ! Wille zür — 846. Wilstätt Wilstette i. Baden bei Kehl 423. Wiltnheim Kuntz von — Diener Raimunds v. Ettendorf 721. Wimpfen Wimphen 17. 21. 64. 152. 236. 279. 280. 587. Windeberg Hanneman von — Str. Söldner 520. Sigelman — 756. 761. j Windeck —ecke Burg bei Bühl i. Baden 691. ! 696. 727. | Hans von — Diener d. Mrkgr. v. Baden 551. ! 557. Hans Reinholt von — oder Reinheit von — 550. 557 Reinhart von — Ritter 678. 711. 726. 734. 807. Windsheim —hain Winsheim i. Mittelfranken n.w. Nürnberg 68. 109. 243. 245. Wingen Georg von — Str. Söldner 519. Wingersheim sü.ö. Hochfelden Fritscheman de — olim slipendiarius 821. Petermanus de — junior 826. 846. Phina de — filia Cuntzonis Decker et uxor Cleselini de Weissenburg 839. 847. Winheim Johannes von — Schreiber des König Ruprecht 799. 806. Winmesser Friedrich — 816. Winrant von Metze der bogener Str. Söldner 521. Winsheim s. Windsheim. Winsperg —berg s. Weinsherg. Winstein Ruine n. Niederbronn Ostertag von — 349. s. Schaden Walter —. Winter Henselin — von Rückesingen s. Rixingen 641. Winterbach bei Oberkirch i. Baden s. Schauenburg. Winterthur —tur — dür i. Schweiz ung. Bürger v. Str. 307. Hanneman — 94. Hans von — const z. 8. Niclaus 382. Winterthur — Wurffeier 921 Hengelin — Sohn des Lawelin Hausgenosse oonst. z. Mülnstein 381. const. i. Kalbesg. 392. 511. Hügelin — 341. Kleinhenselin de — Geschw. d. Münze 94. const. z. Mülnst. 381. Lawelin von — Kleinhenselins sun Geschw. d. Münze 341. const. z. Mülnst. 381. 671. 757. Lawelin — Bruder Walthers 341. Nicolaus de — junior (? — dem ersten Lawelin) 838. consul 837. 839. Peter von — 71. 73. 473. 474. Walther von — 341. const. z. Mülnst. 381. 392. 475. 509. 839. Walther von — der junge Sohn Walthers 341. const. z. Mülnst. 381. const. i. Kalbesg. 392. Wintertur zürn Engel Cftntzelin von — Str. Söldner 324. Johans — Str. Bürger 73. Wintertur der Geiler Clausman — const. z. Mülnst. 381. Walther — const. z. Mülnst. 381. Wintzlöwe Hans von — Str. Söldner 519. Winzenheim Wintzenheim b. Str. oder Colmar Heinrich von — Vogt im Breuschthal 636. 649. 653. 655. 657. 658. Wiry Wilame — lothr. Ritter 633. Wirich Herman — const. z. Münster 385. 390. 391. Wirigsheim Pritsche de — 845. Wirtemberg s. Württemberg. Wirtzeburg Wirzburg s. Würzburg. Wischow Petrus de — 621. Wisenecke Heinrich von — Ritter Diener des Grafen v. Würtb. 248. Wiskle s. Weiskle. Wisse Wisze Weisze Adolf — Bürgermeister von Frankfurt 156. 216. 281. 559. Arnold — von Schirbele 641. Wolf — Str. Söldner 519. Wisseler Burckart — Str. Söldner 521. Wissen Hanseman — der vischer 819. 835. Wissenhorn Walther von — Ammeister v. Basel 248. Wissense Lawelin — der kürsener 837. Wissnitz s. Wistritz. Wistritz Wissnitz Busik von — kgl. Rat 250. 251. 253. Wiszgerwer Pritsche — 758. 828. Wiszkopf de Marley 841. Witenmüle s. Weitenmühl. Wittenheim n. Mülhausen i. Eis. 46. 47. 49. Burckart von — 59. Hanneman von — 437. Witzen Götzeman — der metziger 836. Wiwersheim Wifersheim n.w. Str. Voitze von — Str. Küfermeister 214. Wogedenhals Abgesandter d. Stdt. Str. n. Rom 62. Wolf her — 723. der Leutpriester 537. Heintzeman — de Gemünde pellifex 843. Wolf der glissende s. Wunnenstein. Wolfach i. Kinzigthal 129. Wölfelin Heintze — der kürsener 817. Wolfelerin Dina — Witwe von Lange Hanneman - 846. i Wolfesberg —perg ! Ulrich von — Pfleger zürn Rotenberg 138. i Wolfesganzen Wolfganzen b. Neubreisach | Ulrich von — 179. ! Wolfeshanseman Hanseman dictus — 827. Wolfeskirchen Kr. Zabern 1 Heinrich von — 641. Wolgemftt Cuntze — 831. Wolfhart Bischof v. Basel s. Basel, s. Grenfels, Wolhusen Hanseman — v. d. metzigern 513. Wolkesheim s. Wolxheim. Wolleben der winmesser 847. Wolleslaher Rftfelinus — 819. 843. Wöllstadt (Ober- u. Nieder-) Wulnstad i Hessen 312. Wolxheim Wolkesheim n.ö. Molsheim ung. Str. Bürger 268. Heinrich von — const. z. S. Niclaus 382. 390. Johann — Vater des Heinr. const. z. S. Niel. 382. Joseph — Sohn des Joh. const. z. 8. Niel. 382. Wombolt Heinrich — Str. Söldner 519. i Wonnenstein s. Wunnenstein. Wöppelinger Heintzeman — 87. 160. Worcheim s. Forchheim. Worms Wormesz —meze —mezze —misze —msz Wurms Wurmes Würmsz 5. 10. 11. 12. 13. 14. 17. 20. 21. 22. 28. 29. 30 34. 36. 38. 43. 44. 46. 47. 51. 52. 54. 56. 64. 65. 66. 67. 69. 78. 79. 80. 81. 83. 84. 85. 86. 99. 104. 105. 106. 107. 112. 113. 116. 117. 118. 119. 120. 125. 131. 136. 150. 151. 152. 153. 159. 162. 171. 172. 173. 174. 176. 192. 194. 197. 198. 199. 205. 210. 216. 217. 218. 221. 222. 223. 224. 228. 237. 242. 252. 253. 255. 257. 259. 261. 269. 281. 284. 285. 289. 299. 300. 301. 324. 353. 366 . 369. 404. 482. 527. 559. 597. 647. 678. 679. 707. 743. 789. 790. 794. 796. 799. 853. 854. 858. Bürgermeister von — s. Kemmerer Diether —. die Pfaffheit zu — 116. Hauptmann des Kriegsvolk von — s. Koch. Adelheit junefrowe von — 809. s. Becker Henselin —. s. Bonn Brechel —. s. Dierolff i.Dysolf). s. Kemmerer von —. s. Könen Johann —. s. Sygelman. s. Weinsberg Peter —. Worms Bistum Bischof 14 20. 132. 150. 171. Eckard 122. 151. Wörth Werde sü. Erstein oder w. Hagenau 153. 419. 442. 769. Hanseman de — 816. Heintzo de — Vater des vorigen 816. Wunderer Städtebote v. Schlettstadt 524. Wulnstad s. Wöllstadt. Wunnenstein Wonnenstein der von — 564. 570. 571. 573. 589. Hans der junge von — Wolf von — der glissende 549. 558. 560 566. 568. 582. 587. 592. Wurffeier Ulin — von Hagenau 837. s. a. Rübel Dine —. 922 Wurmesz — Zorn Wurmesz s. Worms. Wurmser —sser Bernhart — 651. Nicolaus — 827. Wursyboy s. Swinar Borsiboy von —. Wurst Cöntze — Str. Bürger 624. Württemberg Wirten— Wirtem— Württemberg die von — die Herren von — 93. 197. 234. 241. 243 244. 250. 280. 366. der junge von — 5. Grafen von 47. 114. 192. 248. 361. 363. 427. 678. 763. Eberhard 36. 37. 38. 77. 124. 171. 214. 320. 360. 364. 367. 374. 402. 403. 459. 471. 487. 491. 499. 522. 526. 528. 598. 606. 655. 676. 730. 737. i Ulrich 87. 193. Wurtzer Hanseman — murarius 841. Würzburg Wirze— Wurtzeburg 77. 78. 93. 109. 192. 198. 231. 616. 683. 740. 747. 856. 857. s. Oberlin Kilian —. Würzburg Bistum Bischof 5. 77. 124. 157. 243. 279. 491. 596. Gerhard 171. 369. 856. Wust Peter — von Kainel Str. Söldner 519. z. Zabern n.w. Str. 50. 57. 104. 121. 123. 124. 127. I 200. 203. 208. 297. 300. 325. 415. 419. 510. 586. 608 Anmerk. 643. 644. 649. 673. 764. 788. das bischöfl. Amt — 593. dier bischöfl. Schaffner zft — 735. s. Schönmetzi»er. das bischöfl. Schloss in — 208. der Schultheiss von — 687. s. Dünne Gerhard —. s. Lützelburg Egenolf von —. der bischöfl. Vogt zu — 544. die Weber von — 308. s. Nase Hans von —. s. Oler Nicolaus —. s. Sesterer. s. Smande. Zaberner Bürger v. Schlettstadt 537. Zebrak zw. Prag u. Pilsen — d. alte Betlern s. dort. Zeheleder Georg — 784. Zeiger Andreas — Bote des Borsiboy von Swinar 488. Zeinheim n.w. Str. Jonans von — Wollschlägermstr. 24. Zeinsikeim Zeinszkeim Zeissekeim ? — Zeiskain i. Pfalz b. Germersheim Heinrich von — Str. Söldner 519. Rudolf von — der Probst Beichtiger des Kg. Ruprecht 796. Sigmund von — Str. Söldner 519. Zellehans Johans — her der schaffneer ein pfaffe 382. Zellenberg Zellemberg sü. Rappoltsw. 256. 415. 501. Zelter Hans — bad. Kammerkneht 721. Zenn Zenne i. Baiern b. Fürth 275. Ziboll Jacob — Bürgermeister v. Basel 216. 247. Ziegler Claus — 742. Zimberman Henselin — ein Wagnerknecht von Scherzheim 416. Zimmerman Heintz — Knecht 416. Zipperer Johans — Bürger von Hagenau 376. Zit Zyt Zijd Ziit Heinrich von der — Städtebote von Friedberg (nicht von Hagenau, daher 8. 216 die Interpunktion zu ändern) 205. 216. 217. 222. 224. 242. Zofingen i. d. Schweiz 518. s. Teschelin Jeckelin von —. Zoller Hans — von Düppigheim. Lawelin — carnifex 825. Zollern Zoller Zolr Zolre Hohen-Zollern s. a. Nürnberg Burggraf von —. Grafen von — Friedrich Fritz 227. 677. Hans — von Tübingen 623. Johann — Burggraf von Nürnberg 16. Zorn Nebenfluss des Rheins i. Eis. 722. Zorn Zörnelin die Zorne 640. 767. Clein-Zörnelin const. z. 8. Niclaus 382. 390. Berthold Behtolt — 219. ritter const. z. Münster 390. 509. 511. 667. Berthold — der ältere 544 mag. 564 Anmerk. 596. mag. 821. Claus — 322 const. z. 8. Peter 383. 391. seine Witwe s. Richenstein Anna —. Diebolt — juncher const. z. Peter 384. 393. 394. Erhard — 241. const. z. 8 Peter 508. 509. Gertrud — Mutter des Heinr. v. Mülnheim 589. Hans — const. z. Münster 508. 509. 511. Heinrich — const. z. Mülnstein 380. const. z. Münster 380. Hügelin — 323. const. i. Spetterg. Hug Zornes seligen sun 378. const. z Mülnstein 380. const. i. Kalbesg. 391. Hug’s sun 393. 665. Johans — der höptman 323 const. z. Mülnstein 380. Johans — gen. der wisse (Wiszzorn) 38. 39. mag. 269. 270. 274. Str. Gesandter 327. 329. const. z. S. Peter 384. 393. 511. 419. Verbannter 617. 618. mag. 811. 841. Zorn Zörnelin von Bulach ung. Ritter const. i. Spetterg. 268. 378. 393. 394. des Bülach hus i. Durbach 272. 299. 433. Adam — 393 const. z. 8. Peter 510. Gelang, d. Sultan Bajesid 667. Claus — mag. 442. 564. i. Osthusen 651. mag. 819. 844. Claus — (jungzorn) 446. 824. Johans — Ritter 71. mag. 220. 221. houptman 268. mag. 809. 810. 840. Zorn von Eckerich Hans — const. i. Kalbesg. 391. 392. Gesp. d. const. z. S. Peter 511. Johans — mag. 671. 673. 757. 821. 823. 845. 846. 862. Heinrich — Bruder von Hans const. i. Kalbesg. 391. 392. Gelang, d. Sultans Bajesid 667. Zorn Heilant Hügelin — const. i. Kalbesg. 391. Zorn gen. Lappe CP us — const. z. Mülnstein 380. 419. Jonans — mag. 2. 9. Zorn von S. Peter s. Zorn Diebolt —. Zorn uff Rinecke Reinheit — const. i. Spetterg. 378. 393. Zorn — Zwingenberg 923 Zorn gen. Schultheiss Berthold — mag. 152. Berthold — hern Zorn Schnlth. seligen Bun const. z. 8. Peter 510. 511. Claus — eonst. z, 8. Peter 391. Lienhait Leonhart — mag. 75. 76. 96. 327. 343. 348. 349. 350. const. z. 8. Peter 383. mag. 387. 388. 709. 712. 724. 757. 816. 817. 842. 843. 844. 846. 863. 864. Beinholt — Sohn des Lienhart 842. Zorn der wisse Wiszorn s. Zorn Johans — der wisse. Zschechtelon s. Chatilion. Zubeler der alte Jeckelin Jacob — küfer 25. 214. 215. Zuckmantel Zuckemantel ung. der elter 295. Hanneman — Str. Söldner 520. Johans — Ritter 622. Zug i. Schweiz 147. 149. 163. 165. 168. 169. das Amt — 147. 149. 164. Zulphen s. Zülpich. Zülpich Zulphen 363. Zftrgadmerin die — 27. Zürich Zürch Zürich 117. 147. 148. 149. 150. 159. 162. 164. 165. 166. 167. 369. s. Sicher Rudolf —. Dllin Ulrich von — der Schuhmacher 70. 563. Ulrich de — pellifex 847. Zurzach i. Aargau 728. Zweibrücken Zweinbruggen — bruggen 275. Grafen von — u. Herren zu Bitsoh 312. vgl. Bitsch. Eberhard 208. Elisa von "Veldenz 741. Friedrich 312. 313. 536. 580. 669. 748. 750. 758. 760. vgl. Bitsch. Hanneman Bruder von Friedr. 276. 277. 312. 313. 330. 536. 669. gen. Wecker 692. 748. 750. 755. 758. 761. Hanneman — Sohn des vorigen 312. 313. vgl. Bitsch. Hans 845. Heinrich Bruder v. Friedr. n. Hanneman 273. 312. 313. 325. 608. 610. 660. 755. 757. 759. 760. 764. 765. 766. Symund gen. Wecker 147. 276. 312. 313. 330. 333. 351. 580. 608. Landvogt i Eis. 611. 669. 692. 749. 750. vgl. Bitsch 758. 760. Symund Sohn des vorigen 312. 313. vgl. Bitsch. Zweibrücken Schilling de — 813. Zwiler Berne — 667. Zwingenberg Twingenberg a. d. Bergstrasse 312. 1 .'.'-"JMW-li Universitäts-Buchdruckerei von J. H. Ed. Heitz (Heitz & Mündel), Strassburg. '•fu'^'V uvvf'z/ ^&tüi A4 Verlag von KARL J. TRUBNER in Strassburg. BEITRÄGE ZUR ANTHROPOLOGIE ELSASS-LOTHRINGENS. HERAUSGEGEBEN VON Dr. G. SCHWALBE, PROFESSOR DER ANATOMIE AN DER UNIVERSITÄT STRASSBURG. Erstes Heft: Die Schädelformen der elsässischen Bevölkerung in alter und neuer Zeit. Eine anthropologisch-historische Studie über siebenhundert Schädel aus den elsässischen Os- suarien von Dr. med. Edmund Blind. Mit einem Vorwort von G. Schwalbe; mit zehn Tafeln und einer Karte. 4°. VIII, 112 8. 1898. Jt- lö — Zweites Heft: Die Körpergrösse der Wehrpflichtigen des Reichslandes Elsass-Lothringen. Nach amtlichen Quellen bearbeitet von Dr. G. Brandt, Stabs- und Abteilungsarzt im Feld- Artillerie-Regiment Nr. 15. Mit drei kolorirten Karten. 4°. VIII, 82 8. 1898. Ji % — STRASSBURG und seine BAUTEN UNTER MITWIRKUNG VON Landesgeologe Dr. E. SCHUMACHER, Privatdozent Dr. H. HERGESELL, Dr. E. v . BORRIES, Professor Dr. G. DEHIO, Stadtarchivar Dr. 0. WINCKELMANN, Stadtbaurath OTT u. A. HERAUSGEGEBEN VOM ARCHITEKTEN- & INGENIEUR-VEREIN FÜR ELSASS-LOTHRINGEN. Mit 655 Abbildungen im Text , 11 Tafeln und einem Flan der Stadt Strassburg, t Lex.-8°. XII, 686 Seiten. 1894. Preis brosch. M. 20. —, in Halbfranz geb. M. 23 . — «. . An der Spitze des kunsthistorischen Theiles steht naturgemäss die Geschichte des Münsters, eine Arbeit von Dehio. Was der emsige Forscher in gedrängter Weise hier mitgetheilt, ist, soweit es die ältere Geschichte betrifft, zum Theile neu, und in vielen Ergebnissen weitaus ansprechender, als die diesbezüglichen Vermuthungen von Adler und Fr. X. Kraus. Besonders fesselnd wird die Schilderung durch die vielfachen Nachweise der Beziehungen des Strassburger Münsters zu St. Denis durch die Geschichte der Entwicklung des Langhauses, der Westfront und des Thurmbaues. Die folgenden Abschnitte behandeln die übrigen Bauten Strassburgs vom Mittel- alter bis zum Jahre 1870. Jede dieser Abhandlungen bietet eine Fülle interessanter und wichtiger Daten. Sowohl Polaczek, der die mittelalterlichen Kirchen bearbeitet hat, als auch Sehr icker, dessen Forschungen sich auf die bemalten Fassaden erstrecken, und Stadtbaurath Ott, der die Bauthätigkeit vom Anfänge des 17. Jahrhunderts bis 1870 schildert, haben ihre Aufgabe mit Eifer und Sachkenntnis durchgeführt. Sie sind allen Fragen ehrlich an den Leib gerückt, wie schwierig es auch mitunter war bestimmte Aufschlüsse zu geben, und waren gleichzeitig bemüht, innerhalb ihres Gebietes ein lebensvolles Bild künstlerischen Schaffens zu entwerfen. Wenn uns dennoch der Abschnitt über die Profanbauten des Mittelalters und der Renaissance (O. Winckelmann und Th. Schmitz) am meisten fesselt, so liegt dies in der Natur des Gegenstandes. Diese Partie des Buches gewährt eben den originellsten Einblick in das blühende Bürgerthum Strassburgs im 15. und 16. Jahrhundert. Die Geschichte des Frauenhauses mit seinem malerischen Hofe und den prächtigen getäfelten Zimmern, des bekannten Kammer- zell’schen Hauses am Münsterplatze mit seinen nun erneuerten Malereien und hochaufragenden Riegelwänden, des grandiosen Hotel du commerce u. s. w. bilden reizvolle Kleinmalereien aus dem reichbewegten Leben innerhalb der engen Mauern des alten Argentoratum. Hier treten auch einzelne Künstler in greifbarer Individualität hervor, vor allem Joh. Schoch, dessen Hauptwerk der «Friedrichsbau am Heidelberger Schlosse* ist. Ob er auch der Erbauer des bedeutendsten Renaissancehauses Strassburgs, des Hotel du commerce, gewesen, bleibt zweifelhaft. Jedenfalls aber gebührt ihm das Verdienst, Strassburg, das als Vorort der deutschen Bauhütten beharrlich an der Gothik festhielt, am Ausgange des 16. Jahrhunderts der Renaissance zugeführt zu haben. Der neue Stil kommt auch hier, namentlich im Detail, zum Ausdrucke, in reizvollen Erkern, Portalen, Wendeltreppen und vor Allem in höchst interessanten Fachwerkbauten mit köstlichen Schnitzereien. Gute und zahlreiche Abbildungen erleichtern und be leben hier wie in allen übrigen Theilen des Buches, das Verständnis in willkommenster Weise. . . » , M*tthe\lungen des K, K. Museums für Kunst und Industrie in Wien, 1891 5 Nr. 5 m Verlag von KARL J. TRUBNER IN Strassburg. > DIE ERWERBUNG DES ELSASS DURCH FRANKREICH IM WESTFÄLISCHEN FRIEDEN von Dr. KARL JACOB. 80. XIV, 339 8. 1897. Ji 8.50. Inhalt: Einleitung. I. Einleitende Verhandlungen bis zur Ankunft des Grafen Traultir nnsdorff im November 1615. II. Die entscheidenden Verhandlungen (Dezember 1645 bis September 1646). III. Vom Präliminarvertrag zum Friedensschluss. Schluss. Anhang (Urkunden). Aie deutschen Weichsjtände im Elsaß unv der Ausöruch der Ztevolutionskriege. Von Theodor Ludwig, Privatdozent an der Universität Srraßburg. so. XI. 216 S. 1898. — „H. 5.50. Inhalt: 1 Begrü ndung und Ausbau der französischen Herrschaft im Elsaß 1648—1787. — 2. Ein Blick auf die französische Verwaltung im Elsaß. — 3. Reichsstände und Ritter .m Vorabend der Revolution. — 4. Die letzten Reformen der alten Monarchie. — 5. Die Verhandlungen Frankreichs mit den Ständen von der Berufung der Rcichsstände bis zum Scheitern der Verwendung Leopolds II. — 6. Die Elsässeriache am Reichstag und die Kriegserklärung. — 7. Der Einfluß der Elsüssersache auf den Ausbruch der Revolutiouskriege. — Beilagen. — Verzeichnis der gedruckten und ungedruckten Quellen. AYÜBTEBBUCD HEB ELSASS1SCHEN MUNDARTEN VON ERNST MARTIN dnd H. LIENHART. IM AUFTRÄGE DER LANDESVERWALTUNG VON ELSASS-LOTHRINGEN. Erster Band. Lex. 8®. XVI, 800 S. 1899. Broschirt Ji 20.—, in Halbfranz gebunden Ji 22.50. Der II. (Schluss-) Band wird in ungefähr 5—6 Lieferungen ä M. 4 — erscheinen. Dieses Wörterbuch ist die Frucht jahrelangen Sammeleifers und angestrengter wissenschaftlicher Thätigkeit. Es soll nach dem Vorbild des Schweizerischen Idiotikons den Sprachschatz der heutigen elsiissischen Mundarten, soweit diese sich zurück verfolgen lassen, zusammenfassen und nach dem gegenwärtigen Stand der Sprachwissenschaft erklären. . Dabei wird die Eigentümlichkeit des elsässischen Volkes in Sitte und Glauben, wie sie sich in Redensarten, Sprichwörtern, Volksund Kinderreimen kund gibt, so weit als möglich zur Darstellung gebracht werden. Das sprachliche Gebiet wurde nach den Bezirksgrenzen von Ober- und Untereisass abgesteckt. Strassburg, L'ruok von J. H. Ed. Heitz (Heitz & Mündel.) äü mmm% vArS '->:- MMS-S^KW^L MM MSHchMWGW'KMM WVSMMmTMMMW .','^.,-''rr»: Vl%*->' —Ir^-'-r-'.>.'.r.?-i-r.:. . - >'-»'" -.?_i—-. -■«<»■ KMW ^c-:pf A>: LNErvs -»**_• ■. 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