Erscheint täglich außer sohn und telerta Bezugspreis monatl. DM 2.50 zuzügl. DM 045 Trägerlohn, Postbezieher monatlich DM 2.90 Einschl. Zeltungsgebühr), zuzüglich Zustell- gebühr.— Anzeigenpreis! 1 spaltig 46 mm breit DM 0.40 per min nach Preisliste Nr. 4. 8. Janrtzang des Heidelberger Tageblatis Tug latt Woertap, berger Guter,„ Heldelberg. Ver) engasse 16—24. INVABIINYOISEHIIDIELEBEIRSEIITITUVe Nr. 231/ 2. Jahrgang Montag, den 28. August 1950 GSegen Remilitorisierung im Westen und Osten Eine Entschliegung des Deutschen Evongelischen Kirchentoges.,Rettet den Menschen“ in Essen Essen. Der Haupt- und Schlußtag des deu tschen evangelischen Kirchentages in Essen Wurde am Sonntag mit feierlichen Klüngen von den an vlier Plätzen der Stadt aufgestell- ten Glockentürmen eingeläutet. In fast Vierzig überfüllten Gottesdlensten predigten Bischöfe, Kirchenpräsidenten, Professoren und Pfarrer aus dem In- und Ausland. Die Gottesdlenste, in denen der Generalsekretär des Weltkirchenrates, Dr. Vissert Hooft Gent, der neue Präsident der französischen reformierten Kirche, Prot. Dr. Plerre Mary⸗ Faris, sowie Landesbischof D. Dr. LIIje- Han nover predigten, wurden von den Rundfunk⸗ stationen in der Bundesrepublik übertragen. In einer auf dem Kirchentag gefaflten Entschlie- Bung befürwortet der Rat der evangelischen Kirche Deutschlands einen ausreichenden Po- lizeischutz für Ordnung und Frieden, lehnt aber eine Remilitarisierung im Westen wie im Osten Deutschlands ab. Er wendet sich gegen alle Kriesshetzerei und betont, daß es nie dazu kommen dürte, daß Deutsche auf Deutsche schleſlen. Kirche als Mittler zwischen den Ständen Bundesinnenminister Dr. Heinemann sagte in einer Männerkundgebung von 40 000 Teilnehmern, die Kirche sei zu einem neuen Mittler zwischen den Ständen im deutschen Volk geworden, Gegenüber Ungerechtigkeit, Unglück und Angst richte die Kirche das Ziel einer ech- ten Gemeinschaft auf. Weiter sagte Dr. Heinemann, Kirche und Kir- chentag seien kein„Kollektivpapst“, der dem einzelnen die Entscheidung abnehme. Landesbischof D. Dr. Lilje betonte, das Schicksal des deutschen Volkes hänge vom Glauben seiner Männer ab. In einer zur gleichen Stundé durchgeführten Frauenkundgebung sprach die Inderin Miss Sarah Chakko, Sekretärin für Frauen- arbeit beim Weltkirchenrat. „Rettet die Heimat des Menschen“ Die Entschließung der Arbeitsgruppe„Rettet die Heimat des Menschen“ fordert auf, im Na⸗ men der Barmherzigkeit Gottes den Helimat⸗ losen eine Heimat zu geben. Durch Gewuält und Unrecht hätten Millionen Menschen ihre Heimat verloren. Es sei Sünde, den Menschen die Heimat zu rauben. In der Entschließung wird auf die sozlalen und wirtschaftlichen Folgen hingewiesen, die die Menschen durch die Zusammendrängung der Heimatlosen in Deutschland bedrohe. „Rettet die Familie“ Zur Rettung der Familie wird in einer Ent- schließung von Staat und Gesellschaft gefor- dert, dem sozialen Wohnungsbau und der Zu- sammenführung der Familien vordringliche Be- achtung zu schenken. Statt Uberstunden und Sonntagsarbeit sollten neue Arbeitsstel⸗ len geschaffen werden. Die Lohn-, Preis- und Steuergestaltung müsse die Gründung und Er- haltung von Familien ermöglichen. Bie Schul- klassen dürften nicht mehr als vierzig Schüler aufnehmen. Besonders für die beschäftigungs- lose Jugend müsse eine produktive Ar⸗ beitsfürsorge bestehen und der Arbeits- schutz der Frau müsse verbessert werden. Der Staat müsse das Eigenleben der Fa⸗ milie achten. Von der evangelischen Gemeinde wird ver- langt, sich selbst bei den sozialen Mahnahmen einzusetzen, an einem freiwilligen J ugend-Auf- bauwerlt mitzuarbeiten und mehr Kindergürten zu schaffen. Außerdem sollten Ehe- und Erzie- hungsberatung als Laiendienst eingrichtet und Nachbarschaftshilfe geleistet, Ferienplätze für Mütter bereitgestellt und für die Angehörigen von Gefangenen und Vermißten gesorgt werden. An den Einzelnen wendet sich die Ent- schliegung mit der Aufforderung, dem Ein- sämen sein Haus zu öffnen, den Familien- vütern und Witwen Arbeit zu geben und eine Wohnung finden zu helfen, die Ehe des Näch- sten zu achten und ein EFhe und Familienleben unter Gottes Gebot zu führen. „Glaubt an den Retter!“ Der Vorwurf, die Kirche sei unglaubwürdig, werde nicht ohne Recht erhoben, heißt es in der Entschlieung der Arbeitsgruppe„Rettet den Glauben des Menschen“, Man sage, die Kir- che mische sich in Dinge, die sie nichts angin- gen, handle nicht so, wie sie rede, lasse den heutigen Menschen in seinen persönlichen, wirt- schaftlichen, politischen und geistigen Nöten ohne Hilfe, Diese Vorwürfe mahnten eindringlich an eigene Schuld und Verantwortung. Die Kirche, als die Ge- meinschaft derer, die an die frohe Botschaft von Jesus Christus glaubten, sei glauhwürdig, wenn in ihr die Stimme des guten Hirten als ihres alleinigen Herrn hörbar werde. Der wahre Christ müsse sein ganzes Leben und Handeln den christlichen Geboten Unterstellen.„Gebt kein Argernis mit eurer persönlichen Lebens⸗ führung. Wer sich selbst für fromm hält, ist nicht fromm.“ Es gebe kein Christentum ohne Gemeinschaft. Darum müßten alle Gemeinde-⸗ mitslieder in der Gemeinde tätig mitarbeiten. + ◻ 4 Freiheits-Idee vereinigt Völker Europas Vizekanzler Blücher sprach auf dem liberalen Weltkongreffl in Stuttgart Stuttgart. Vizeltanzler Franz Blücher be- tonte am Sonntag auf einer Kundgebung des liberalen Weltkongresses in Stuttgart, die libe- ralen Ideen der Freiheit und der Würde des Menschen selen bereits 80 umfassend deworden, daß sie die europäischen Völker trotz nationaler Gegensätze vereinigt hätten. Ein ver- eintes Europa könne daher nur ein liberales Huropa sein. Die Wiederaufbauleistung Deutsch- lands sei nur durch das liberale Gedanltengut in der Wirtschaft möglich gewesen. Liberale Hal- tung habe jedoch nichts mit wirtschaftlichem Ausbeutertum zu tun. Der wirklich Liberale müsse gleichzeitig auch s0 z1al gestimmt sein. Blücher verlangte, daß für die jungen Men- schen aller Berufe ein„lesamteuropäisches Berechtigungswesen“ geschafien wird. Wenn man für die jungen Menschen die Grenze öltne, könnten sie die Gemeinsamkeit des menschlichen Lebens und Leidens bei allen Na- Gegen die Gefahr einer Massendemokrutie Deutsche Föderalisten für europäischen Bundesstaat, gegen Bonner Zentralismus Konstanz. Auf dem Europa-Kongreß des Bundes Deutscher Föderalisten in Konstanz erklärte am Sonntag Bundesminister Heinrich HdIIWwege, daß es einer klaren geistigen Konzeption bedürfe, um gegen den Bolschewis- mus zu bestehen. Macht allein genüge nicht, man müsse dem Bolschewisten die christliche Weltanschauung gegenüberstellen. Die Demo- kratie im 20. Jahrhundert laufe Gefahr, eine Massendemokratie zu werden. Nur ein stufen- wWeiser föderalistischer Aufbau könne diese Entwicklung verhindern. Der Bundesminister sprach sich gegen Eingriffte der obersten Bun- desorgane bei der Ländergestaltung im Südwestraum aus. Der CSU-Abgeordnete Dr, Richard JAger Fürstenfeldbruck) wandte sich gegen den Vor- wurf, daß die Länderpolizei versagt habe und deshalb eine Bundespolizei notwendig sei. Der Europa-Kongreß forderte schlieflich die Bildung eines europäischen Bundes- staates„ehe es zu spät ist“, In einer Ent- schließßung heißt es, die Mitglieder des Bundes würden sich gegen jeden Versuch wehren, die Eingliederung Deutschlands in eine europäische Föderation zu erschweren. In der Entschließung wird ferner die Sorge geüußert, dabß die obersten Bundesorgane die ———uLxů⁶u-—ẽV‚ V 3S93SÄ IÄT üꝑũꝑH ü ꝑ ä ä ꝓä iä i iä ͤiä ä iͤiäj iͤi i i iä ͤi iiͤi i iͤiiͤiͤi i i iiiiiiiiiiiiiiieeee Höhere Stahlquote in Sicht Frankfurt /Main. Ein leitender amerika- nischer Beamter erklärte am Sonntag in Frank⸗ furt, daß die westdeutsche Wirtschaft„in ab⸗ sehbarer Zelt eine positive Enscheidung der Westmüchte über eine Erhöhung der deutschen Stahlquote erwarten Kkann.“ Da angesichts des gegenwärtigen lebhaf⸗ ten Auftragseinganges bei den Stahl- werken im Ruhrgebiet die Stahlquote von 11,1 Millionen Tonnen schon im laufenden „Stahljahr“, das am 30. September endet, nicht ausréichen dürtte, wirckt zunächst mit einer Ubergangsregelung gerechnet. Voraus- sichtlich erhalten die Stahlwerke für Export- aufträge, die besonders zahlreich aus den Ver- einigten Staaten vorliegen, ein Sonderkon- tigent. bescheidenen föderalistischen Ansatzpunkte des Grundgesetzes verkümmern lassen. Die Födera- Iisten fordern, daß die Position des Bundesrates gestürkt und die Bundesgesetzgebung auf allen Gebieten eingeschrünkt wird, die von den Lün- dern geregelt werden können. Gegen Versuche, die Exekutivgewalt der Länder ver- fassungswidrig aut den Bund zu übertragen oder die finanzielle Eigenverant⸗ Wortung der Länder und Gemeinden auszu- höhlen, werde man sich mit allen verfassungs- mähßigen Mitteln wehren. In einer zweiten Entschließung heißt es, der Bund deutscher Föderalisten erblicke in einem etwaigen Versuch, durch„vorübergehende Bun- dessendungen“ die im Grundgesetz verbriefte Funkhoheit der Länder zu durchbre- chen, einen Verstoß gegen die Verfassung. Es wird vorgéschlagen, die Sendungen für die Be- Völkerung der Sowjetzone den Sendern der Länder zu überlassen, die ihre Tätigkeit unter- einander koordinieren könnten. Die Schaffung einer neuen Rundfunkzentralstelle wurde ab⸗ gelehnt. tionen erkennen und so zum Träger eines ganz neuen Gedankengutes werden. Ausgangspunkt solle die deutsch-französische Ver⸗ ständigung sein. Die Forderung nach Been- digung des Kriegszustandes sowie nach einer Verteldigungsgarantle der anderen europͤlschen Stanten für Deutschland habe nur den Sinn die Bundesrepubilie innerlich 80 zu festigen, dali ein Angritt auf ihre Freiheit sinnlos werde, Jeder Wieder in Arbeit und Brot gebrachte Arbeitslose vermindere die Gefahr aus dem Osten. Die Rückkehr der Kriegsgefangenen und die Freilassung der auch noch in westlichen Ländern festgehaltenen deutschen Zivilisten und ehemali- gen Soldaten sei ihm besonders angelegen, das nicht das mindeste mit Nationalismus zu tun habe. Die Gerechtigkeit müsse Wieder voll hergestellt werden. Die Furcht vor der deutschen Konkurrenz sel unbegründet, da Deutschland in den nächsten 20 Jahren im wesentlichen Aufbauarbeit zu leisten habe. Der Präsident der belgischen liberalen Partel, Senator Notz, begrüßte die Versuche einer An- nüherung zwischen Deutschland und Frankreich. Er, Notz, glaube, daß das gegenwüärtige Europa „Kkeiner blutigen Stunde, sondern der strahlenden Sonne des inneren Ausgleichs entgegengeht“, 7 Einzelpreis 15 Pfg. Unsere Meinung Ein deuisch-tschechischer Friedensschluß Das zwischen dem tschechischen General Prchala und dem Vertreter der Sudetendeut- schen, dem ehemaligen Landeshauptmann Dr. Lodgman von Auen, getroffene Abkommen kann als ein deutsch-tschechischer Friedensver- trag bezeichnet werden. Der tschechische Na- tionalausschuß in London und die Arbeitsge- meinschaft zur Wahrung sudetendeutscher In- teressen in München vertreten die sudetendeut- sche und die tschechische Bevölkerung im Evxll. Beide Teile hetrachten die Rückkehr als„gerecht und daher selbstverständlich“, Sie sind sich des- sen bewußt, daß diese Rückkehr nur dann er- kolgen kann, wenn auch das tschechische Vollkk befreit ist. Deshalb wollen sie gemeinsam alles tun, um seine Befreiung zu verwirklichen. Erst nach dieser Befreiung und nach der Rückkehr der Sudetendeutschen sollen dann die Völker im böhmisch-mährisch-schlesischen Raum sich in Ausübung ihres Selbstbestimmungsrechtes eine demolktratische Ordnung geben. Jeder„Re- Vanche“ wird abgeschworen. Es ist an diesem Abkommen wichtig, daß beide Teile den Grund- satz anerkennen, daß in der Emigration nie- mand berechtigt ist, ein Volk zu verpflichten. Wie anders würden weite Teile der Welt heute aussehen, wenn frühere Exilregierungen gegen diesen Grundsatz nicht verstoßen hätten! Manche vorschnelle Entscheidung hat unsägliches Un- heil über viele Völker gebracht. Es ist aber noch ein weiteres wichtig: daß nämlich dieser Frie- densvertrag fünf Jahre nach Beendigung der Feindseligkeiten geschlossen wurde. In der At- mosphäre von 1945 wäre er nicht denkbar ge- Wesen. Das führt uns zu der Uberlegung, wie anders die Weltgeschichte verlaufen sein würde, wenn niemals ein Friedensvertrag früher als fünt Jahre nach der Beendigung der Feindseligkeiten geschlossen worden wäre, wenn man sich Zeit gelassen hätte, bis die Gefühle des Hasses und des Ubermutes sich gelegt hätten. Die Friedens- verträge der Weltgeschichte sind in ihren Grund- lagen gewöhnlich beim Abschluß schon über⸗ holt gewesen, Denn sie füßten auf den vVergan- genen Tatsachen, die zum Kriege geführt hatten, mehr als auf den neuen Tatsachen, die durch die Kriegsentscheidung herbeigeführt und da- mit die Weltlage veründert hatten. In dieser Uberlegung Könnte ein gewisser Trost dafür liegen, daß wir noch keinen Friedensvertrag haben, der 1945 nur ein Vertrag der Rache hätte sein können. Die Völker täten gut, wenn sie stets als erste Etappe für die Wiedèeraufnahme internationaler Beziehungen vor formalen Frie- densverträgen die Zwischenstufè der Beendigung des Kriegszustandes einführen würden. Darauf haben wir allerdings schon viel zu lange ge- wartet und mit diesem Unfug sollte nun endlich Schluß gemacht werden. Sx. BHE zum erstenmal Regierungspartel In Kiel wurde auf innerpolitischem Gebiet ein Schritt getan, der über das Land Schleswig- Holstein hinaus Beachtung im ganzen Bundes- Dr. Ouo NMilolous beging Selbstmord Mitteilung der Karlsruher Staatsanwalts chaft auf Grund des Sektionsbefundes bae. Karlsruhe.(Eig. Bericht) Der Präsi- dent des nordbadischen Landesfinanzamtes, Dr. Otto Nikolaus, hat Selbstmord begangen, teilte am Sonntagmittag dle Karlsruher Staatsanwalt⸗ schaft mit. Die Sektion der Leiche hat mit völ- liger Gewißheit ergeben, daſßß Dr. Nikolaus sich mit einem kleinen scharfen Taschenmesser Schnitte in die Arme beibrachte und dabel die Schlagadern verletzte, sodaß er verblutete. Bekanntlich war der Finanzpräsident, der selt dem 16. 8. vermißt war, am Freitag im Haardt- wald bei Karlsruhe tot aufgefunden worden. Neben seiner Lelche hatte die Polizei u., a. selnen Rock, Bilder seiner Angehörigen, eine halbgefüllte Sodawasserflasche sowie das Ta- Europ erhält ein Flüchtlingsomt Deutscher Entwurf gebilligt— Ansprachen von Schütz und v. Golitschek- Heidelberg Straßburg. Die Beratende Versammlung des Europa-Rats nahm am Samstagvormittag den Vorschlag zur Errichtung eines europäischen Flüchtlingsamtes an, das vor einer Woche zuerst von dem deutschen Deleglerten Dr. Ger- stenmaier(CDU) gefordert worden war. In der Debatte hatte der deutsche Delegierte Hans Schütz(CSU), der selbst PFlüchtling ist, erlclärt:„Es gibt in der Geschichte kein Beispiel, das dem gegenwärtigen Elend der europütschen Flüchtlinge gleichkommt. Deutschland liegt an den Grenzen des Elgernen Vorhangs und kann allein das Problem der Flüchtlinge, die von jen- seits dieses Vorhanges nach Deutschland herein- strömen, nicht lösen. Es ist ein stetig wach⸗ sendes Problem, das aber gelöst werden muhz.“ Schütz wies darauf kin, daß die Zahl der Flüchtlinge in der westdeutschen Bundesrepublil rund 10 Millionen betrage. Das sind mehr Menschen, als die Niederlande Einwohner zählen. Norwegen und Schweden haben etwa zusammen 10 Millionen Einwohner. Das große Heer der Flüchtlinge in Deutschland sei also 80 zahlreich, Wie die gesamte Bevölkerung dieser beiden skan- dinavischen Länder, Schütz schloß mit der Bitte an die Versammlung, diesen, Millionen Plücht- Uingen ein neues Vaterland zu geben: Europa. Auch der deutsche Delegierte Hubertus von“ Golitschek FDpP) aus Heidelberg wandte sich an die Versammlung und bat um Verständnis für die schwierige psychologische Lage der deutschen Flüchtlinge. Auch seine Ausführungen wurden von der Versammlung mit starkem Beifall auf- genommen, schenmesser gefunden, das noch Blutspuren autwies. Dr. Nilcolaus nahestehende Kreise hat- ten mehrmals darauf hingewiesen, daß der Finanzprüsident schon seit lüngerer Zeit an schwerer Nervenstörunsg Utt, die sich in eine Art Verfolgungswahn auswirkte. Es besteht deshalb dièe Möglichkeit, das Dr. Niko- laus die Tat in einem Zustand geistiger Ver- wirrung vollbracht hat. Unwetter vernichtete die Ernte Pae. Karlsruhe,(Big. Bericht) Bei Karlsruhe ging am Samstagabend ein schweres Unwet⸗ ter nieder, das in den Gemeinden LeopOIdS- hafen und Eggenstein landwirtschaftliche Totalschäden, sowie Gebäudeschäden verur⸗ sachte. Wührend eines schweren Hagel⸗ schlages, dem die gesamten noch auf dem Feld befindlichen Tabalternten und Hackfrüchte dieser Gegend zum Opter fielen, raste ein or. kanartiger Sturm über ein Gebiet von etwa 25 ꝗqkm Größe hinweg und entwurzelte auſßerdem zahlreiche Obstbäume. Kardinal Frings assistierte Dr. Kiwanulca Pontikfikalamt des Negerbischofs im Kölner Dom Köln. Der Negerbischof Dr. Josef Klwan- kur a, der sich gegenwärtig als„Mahner für die Missionen“ autf einer Reise um die Welt befindet, hielt am Sonntag im Kölner Dom unter Assistenz von Erabischof Kardinal Frin ggein feierliches Pontifikkalamt. Der Kölner Erzbischof Kardinal Frings be- grüſste Dr. Kiwankura als„Bruder in Christo“ und bezeichnete das Pontifikalamt des Neger- bischofs als ein felerliches Bekenntnis nicht nur für ein, sondern für alle Völker. Seine Anwesen⸗ heit sel eine felerliche Anerkenntnis, daß es keine Unterschiede in Rasse oder Person gebe, Seite 2 gebiet verdient: die im Deutschen Wohlblock Vereinigten Parteien CDoU, Fbp und DP sind sich mit dem Bund der Heimatvertriebenen und Entrechteten BHE) über die Bildung der Lan- desregierung einig geworden. Damit wurde, sechs Wochen nach den schleswig-holsteinischen Landtagswahlen vom 9. Juli, die Frage beant- Wortet, welche Parteienkombination die Nach- kolge der ausschlieſflich sozialdemokratischen Landesregierung antreten wird, die in Kiel auf Grund der ersten Nachkriegswahlen fast vier Jähre im Amt war. Diese Frage war nicht leicht zu beantworten, weil keine Partei oder Parteiengruppe die absolute Stimmenmehrheit erreicht hatte und weil sich einer Koalitions- bildung zwischen allen(CDU, FDP, DP, SP und BHT) begreiflicherweise ernste, Schwierig- keiten entgegenstellten. Es ist keine Liebes-, sondern eine Vernunftehe, die hier zwischen den„alten“ Parteien CDU-FDP-DPH ͤund dem jungen BHE eingegangen wurde. Am inter⸗ essantesten an dieser Verbindung wird das Ver- halten der Vertriebenen in der Rolle der Regie- renden sein. Zum erstenmal seit seinem Be- stehen und zugleich nach seinem ersten Wahl⸗ erfolg auf Landesebene hat der BH sich ent- schlossen, die Verantwortung für die politische und wirtschaftliche Entwicklung des Landes mit zu übernehmen. Hunderttausende Flüchtlings- Wähler begrüßzen diesen Entschluß, erwarten nun aber auch die Rechtfertigung des Vertrauens, das sie dem BHE geschenkt haben. Dr. Waldemar Kraft und die Opposttion Der BHE hätte es leicht gehabt, Opposition zu machen und weiterhin eine Art mähnendes Gewissen innerhalb der Gésamtpolitik zu blei- ben. Auf Grund seiner„Machtübernahme“ rückte er in das Rampenlicht der politischen Bühne. Sein Gründer und Erster Vorsitzender Dr. Wal- demar Kraft übernimmt als stellvertretender Ministerpräsident und besonders als Finanz- minister keine leichte Aufgabe, gehört doch ge- rade die Leitung des Finanzministeriums in Schleswig-Holstein als dem„Armenhaus“ der Bundesrepublik zum schwierigsten Teil der Verwaltung dieses krisenreichen Landes, dessen Bevölkerung genau zur Hälfte aus Vertriebenen besteht. Die Mitübernahme der Verantwortung kommt für den BHE also einer großen Bewüäh- rungsprobe gleich. Vom Ausgang dieses Experi- mentes wird für seine weitere Entwicklung außerordentlich viel abhängen. Die Spp über⸗ nimmt im Landtag Schleswig-Holstein wie im Bundestag die Rolle der Opposition. Aber sie hat nur ungern auf die Regierungsbeteiligung verzichtet, denn sie war sofort nach den Wahlen bemüht, eine Regierungsmehrheit mit dem BHI zustandezubringen. Es scheiterte daran, daß eine Einigung über die Aufteilung der Ministe- rien nicht erzielt werden konnte. Grundsätzliche Meinungsverschiedenheiten über ein gemein- sames Regieren bestanden zwischen Sozialdemo- kraten und Vertriebenen nicht, im Gegenteil: auch im BHE dachte man ursprünglich an ein Kabinett mit der Sozialdemokratie, wobel er Allerdings auf einer baldigen Ausschrelbung von Gemeindewahlen béstand. Diese Zusage glaubte die SPD aber nicht geben zu können. Mit einem ausgesprochenen Gegensatz wird deshalb nur zwischen der SPD-Opposition und dem Teil der Kieler Regierung zu rechnen sein, der aus Mit- gliedern der Wahlblock-Parteien zusammenge- setzt ist. Es wären also in Schleswig-Holstein durchaus Gesetze mit wechselnden Mehrheiten möglich, ein parlamentarisches Experiment, das auch in Rheinland-Westfalen Anhänger hat. O. „ —̃ͤ va— Bundesrepublik an vierter Stelle Bisher 898 Millionen ERP-Dollar erhalten Washington. Die Bundesrepublik hat nach Mit- teilung der Marshallplanverwaltung bis zum 23. August 896,241 Millionen ERP-Dollar erhal- ten. Damit lag die Bundesrepublilk in ihrer Be- teiligung an den bisherigen Freigaben der ECA an vierter Stelle hinter Großbritannien(2,61 Mil- liarden Dollat), Frankreich(2,025 Mrd.) und Ita- lien(1,06 Mrd⸗). R r Stagten Mainz. Bundesernährungsminister Prof. Nik- Las Kkritisierte am Samstag in Mainz die passive Haltung der deutschen Bauern hinsichtlich einer rentableren Gestaltung und besse⸗ ren Ausnutzung der landwirtschaft-⸗ lichen Eigenerzeugung. Prof. Niklas, der anläßlich der Eröffnung des Deutschen Bauerntages 1950 sprach, forderte die Landwirtschaft auf, Art und Menge der angebauten Produkte endlich auf den„e eh- ten Bedart“ abzustellen. Die Bundesreglerung sei nicht in der Lage, eine Intensivierung der hilfe der Bauern durchzusetzen, Sie könne die Landwirtschaft auch nicht vor Absatzschwierig- keiten bewahren, wenn sich diese nicht den Be- dürtnissen des Marktes anpasse. Niklas gab bekannt, daß die Reglerung zur Zeit einen Versorgunsgsplan für Obst, Ge- müse, Wein und Fische aufstelle. Die Gefahren einer zu weitgehenden Liberalisierung in West⸗ deutschland selen auf den meisten Gebieten zwar abgebogen; beim Obst-, Gemüse- und Weinbau bestünden sie jedoch auch weiterhin. Durch den „Versorgungsplan“ sollten Bedarf und Produle- tlonskapazität einwandfrei festgestellt werden. Man hoffe, den in Not geratenen Betrieben die- ser Ernährungszweige dadurch eine gewisse Sicherung gegen zu hohe und zu billige Einfuhren 3 damit verbundene Absatzschwierigkeiten zu geben. Am Vortag hatte der Bauernverband die Lage der westdeutschen Obst- und Gemüseé- bauern als„katastrophal“ bezeichnet. Der Bun- desregierung wurde vorgeworten, daß sie den Washington. Der amerikanische Verteidigungs- minister Johnson sprach sich auf einem Tréf- ten des amerikanischen Frontkämpferbundes „American Legion“ in Charleston erneut für die Einführung der allgemeinen Militärdlenst⸗ Pflicht aus, Nur sie biete die Gewähr dafür, daß die USA bereit sind, jeder Bedrohung des Friedens zu begegnen. In Boston betonte der amerilcanische Mini- ster für die Luftstreitkräfte, Finletter, der Koreakonflikt berge— s0 furchtbar ein Krieg auch sei— doch Möglichkeiten zum Guten in sich. Mit hrem entschlossenen und klugen Han- deln könnte die freie Welt möglicherweise die schon lange notwendige Stärkung der UNO für ihre große Aufgabe begonnen haben: Die Er⸗ 2wingung des Friedens. Der amerikanische Marineminister Franels Matthews erklärte in Boston, die Vereinigten ollten der Welt klar machen, daßhagie Heréft se, P Hali⸗— Krl eg 2⁊u 95 en, Völkeer „um dié kriedliche Zusammenar eit der zu erzwingen“, Der Minister erklürte einen Tag später in Washington, er hadbe seine Bostoner Rede, in der er einen Präventivkrieg befürwortete, aui eigene Verantwortung gehalten. Er habe damit keines- wegs die Politile der amerikanischen Regierung darlegen wollen. Nordkoreanischer Druck auf Pohang US-Flugzeuge bombardieren Hüttenwerke Toklo. Die etwa fünfzehn Kilometer westlich des Hafens Pohang gelegene Stadt KISgye ist von den Nordkoreanern besetzt worden. Die Nordkoreaner stehen noch vier Kllometer vor dem Hafen Pohang. Die UsSA-Luftstreitkräfte Waärten am Sonntag 240 Tonnen Bomben auf die Wichtigen Hüttenwerke von Kyomito, etwa ————— Grenzen der Grundsätze Wenn die Postheamten alle bzw. nur ihre Vor- schriften erfüllen würden, bliebe der gesamte Posthèetrieb stehen. Man überlege: der Schalter- beamte prüft das Gewicht jedes Briefes, die Echtheit jeder Marke, jedes Geldscheines, der Postbote die Identität oder Vollmacht jedes Empfängers, der Beamte fordert auf dem Dienst- weg den etwa nicht vorhandenen Bleistiftspitzer, das ausgegangene Formular, die ausverkaufte Marke an,. Der Gedanlte, durch buchstaben- getreue Ertüllung der Vorschritten bzw. nur der Vorschriften einen Betrieb stillzulegen, wurde im Kampf um bessere Arbeitsbedingungen be- reits als Überaus Wirksame Wafte in die Praxis umgesetzt. Diese Höchstform der passiven Re- Sistenz, die in hrem Grundgedanken weit Über den Sitzstreilk oder den gewaltlosen Ungehorsam Gandhis hinausgeht, ist bei einiger Ueberlegung und schlechtem Willen aut allen Gebieten be- auftragter Arbelt, in Fabrik und Büro anwend- bar. Es gibt Grenzen für die Anwendung auch der besten Vorschrikten, die nicht üÜberschritten werden dürten, ohne ad absurdum, zu Unsinn zu tühren. Die groteskte Loglle einer sich selbst zu Tode reitenden Vorschrift tührt zu Ueberlegungen, die in der gleichen Ebene münden, Wie der Leitsatz der großben Juristen der Römer: summum ius, gumma inturta— das höchste Recht wird zum nöchsten Unrecht. Im zivilen Rechtsleben haben ubtolute Grundsktze, wie die der Unauklöslich- keit der EFhe oder der Todesstrate die Grenzen der Grundsktze ebenso ins Bewuſltsein gerufen, Wie im Völkerrecht die Probleme der Kollektſv- schuld oder der Verantwortlichkeit für die Durchführung ertellter Betehle. Die pPhilosophi- gche Klärung diteser Geblete steckt in den An“⸗ küngen, Während in der Physik das Molekül vor dem Atom und diese vor den Atomtellen er- forscht wurden, schrettet in der Psychologie und Sonztologie die Erkenntnis vom Indtviduum zur Familie und weiter zu größeren Gemeinschaften fort. Auch der begelstertste Liberale tritt heute nicht mehr für ein völliges laisses-aller auf Wirtschaftlichem Gebiet ein; ob man es sozlale Marktwirtschaft oder New Deal oder Fair Deal nennt. Die Unbegrenztheit des Bestimmungs- rechtes des Kapitals ist gerade jetzt ins Wanken gelcommen. Wenn der Marxismus— Leninismus— Sta- Unismus für das unbegrenzte Kollekcttivsystem eintritt, wenn er beispielsweise in der Landwirt- schaft das Opfer von Millionen Menschenleben und schwerster wirtschaftlicher Schäden in Kauf nahm, so rührt das bereits an ein anderes Ge- blet. Burham deutet es in seiner„Strategle des kKalten Krieges“ an: dieser irratlonale Glaube an dag rationale Dogma, dieser Widerspruch in sich selbst, Wird von ihm als eine der grölhten Schw⸗ chen des Systems bezelchnet. Auch Hitlers Rassenlehre fand an der arischen Großmutter und— unfreiwillig— an den Japanern ihre zrenze, deren Diskriminierung er schon 1936 nach einer scharfen Note zurücknahm. Das Neger⸗ problem in den Vereinigten Staaten und Süd- utrikka sind Anzeichen, daß diese Grenztragen noch in Schwebe sind: im Gemeinschaftsleben der Wirtschaft, von der„Mitbestinunung“ bis zum Schumanplan; in der hohen Politile vom Nationalstaat über die Reglonalsysteme bis zur zwel-geteilten Ost-Westwelt. Wenn Politile die Kunst des Möglichen ist und dieser Satz vor allem für die Außenpolitile gilt, so ist damit die Begrenztheit der Grundsktze, die Notwendigleeit der Kompromisse betont. Selbst in der exakten, gchelnbar absoluten Wissenschaft, in der Mathe- matik, Atom- und Weltraumphysile nähert man gich UÜber die Grenze des Exakten wieder dem Ideellen. Diese wenigen Beisplele mögen ge⸗ nügen, um die Tatsache, der Begrenztheit der Grundsätse für alle Bereiche menschlichen Pun und Denkens darzutun. Aber auch das Prinzip der Begrenztheit der Grundsätze ist selbst wieder menschlich und daher begrenzt. Seine Grenzen liegen dort, Wo landwirtschaftlichen Erzeugung ohne die Selbst- 3 8 2 9 10 „Die Erzwinqung des Friedens Drei USͤA-Minister üuflerten ihre Gedanken zur Weltlage Altenberg. Das Nationallcomitee der französl- schen qugendverbände teilte dem deutschen Bun- 25 Kllometer westlich Bjoengjang. Wührend der DPpPer--UUEUEUPbP¶P»ꝗA¶Ä¶ÄiF'w!: Niklas mahnte die Bauernschaft Bauerntag 1950— Obst- und Gemiisebau- Lage„Kkatastrophal“ zwingenden Bedürfnissen des Obst- und Ge- müsebaues nicht ausreichend gerecht werde. Nach Ansicht des Bauernverbandes kann die Lage im Obst- und Gemüsebau nur dadurch gemeistert werden, daß die Anbaufläche beschränkt und gleichzeitig die Einfuhr planmäßig geregelt wird. Der Bauerntag forderte in einer Entschliefung, das beim Bundestag im Entwurf vorliegende Milch- und Fettgesetz möglichst rasch zu verab- schieden, damit die berufsständischen Organisa- tionen angemessen am Marktgeschehen mitwir- ken LKönnten. Ferner wurde gefordert, die Einfuhren milch- Wirtschaftlicher Erzeugnisse weitgehend auf die deutsche Produktion und den echten Inlandsbe- dart abzustimmen. Der vom deutschen Bauern- verband als saisonbedingt anerkannte Abschlag von 40 Mark auf hundert kg Butter zum Mol- kerei-Abgabe-Festpreis von 4.80 Mark sei auf Grund der wesentlich geänderten Marktsituation und im Hinblick auf die Importpreise für Butter aufzuheben und der älte Freis von 5.20 Mark wWieder herzustellen. Der Franzose Henry Chauchovy forderte den Zusammenschluß aller Nationalen Bauern- verbände zu einem europäischen Bauern- vVerband. Ein internationaler Bauernverband känn nach seiner Ansicht in der heutigen Zeit niemals die gestellten Aufgaben meistern. Der Präsident des Bauernverbandes, Reichs- minister a. D. Dr. Andreas Hermes, über⸗ reichte dem Leiter der Landwirtschaftsabteilung beim Beauftragten für den Marshallplan in Deutschland, Garvett, eine Ehrengabe und eine Denkschrift über die Probleme der deut- schen Landwirtschaft. allgemeine Druck der nordkoreanischen Truppen anhält, werden wesentliche Frontverschiebungen nicht gemeldet. „Nationalrat der natlonalen Front“ Berlin. Der kommunistische Nationalkongreß in Ostberlin verabschiedete am Samstag das Wahlprogramm der Einheitsliste für die Okto- ber-Wahlen in der Sowjetzonen-Republik. Außerdem wurde ein 90 Köpfe starker„Natio- nalrat der nationalen Front“ gewählt, dem auch 30 Vertreter aus der Bundesrepublikè angehören. Der stellvertretende Sowietzonen-Ministerpräsi- dent Otto Nuschke bestritt in einer Rede, daß die Volkspolizei der Sowietzone an schweren Waflen ausgebildet werde und als eine Armee bezeichnet werden könne. Urteilsvollstreckung im Asco-Prozeß ausgesetzt desſugendring mit, daßdté Vollstreckung des Ur- teils gegen acht zum Tode verurtéilte Angehörige der ehemaligen SS-Divislon Hitler-Jugend auf Grund einer Bittschrift des deutschen Jugend- rings ausgesetzt worden ist. Den jungen SS-An- gehörigen wird vorgeworfen, sich an der Ermor- dung von 66 französischen Bürgern in Asco be- teiligt zu haben. Württembergischer Luftftahrtverband wieder ge⸗ Eründet. Der im Jahre 1933 aufgelöste Württem⸗ bergzische Luftfahrtverband e. V. ist wieder gegrün- det worden. Der Verband hat es sich zur Aufgabe gestellt, den Luftsportgedanken zu fördern und die wirtschaftlichen Interessen des alten Verbandes Wahrzunehmen. Anschrift lautet: Württembergt- scher Luftfahrtverband e. V. Stuttgart, Postfach 970. Milltionen Dollar für rüückstündige Gebiete, Das amerikanische Repräsentantenhaus bewilligte einen Betrag von 26 900 000 Dollar für das Programm zur Montag, 28. August 1950 Wirtsohaft Volkswagen und Mereedes in Brasilien le in Kürze geplante Volkswagsenmontage in —.— Werk in 840 Paulo, wie sie vom direktor des Vollswagenwerkes, Dr. Nordhokt. mit dem braslllanischen Wirtschaftsministerium im Mai d. J. vereinbart wurde, hat in Brasilten größtes Interesse ausgelöst. Das„Journal“ in Rio de Janeiro schreibt in diesem Zusammenhang, daß der Kampf um den brasilianischen Automarket entbrannt sei und bereits jetzt eine niemals ge- kannte Schärte angenommen habe, Der in An- schaffung und Betrieb wesentlich billigere euro- päische Wagen dränge die amerikanische Kon- kurrenz immer mehr zurück. 1949 selen von rund 21 300 eingeführten Autos nur etwa 9 300 ameri- kanischer Herkunft gewesen. In den ersten 3 Mo- naten d. J. kamen von 4000 importierten Wagen nur noch 170 aus den USA, der Rest aus Europa. Das Blatt ist der Meinung, daß der Volkswagen auch in Brasilien seinen Weg machen Wird. Es sel ein leistungsfähiges Fahrzeug, das auch von 1 bemittelten Kreisen zekauft werden Weiter wird berichtet, daßʒ Mercedes- Benz seit Wiederaufnahme der Lieferungen be- reits 900 Wagen in Brasilien verkauft hat, — mugĩ—¼¼¾ Umtehen der Hbohstprelsvorschritten unzulüssig. Eine Umgehung der bestehenden Höchstpreis- vorschriften ist unzulässig, geht aus einem Erlaß des Bundeswirtschaftsministers an die Preisbil- dungsstellen in den Ländern hervor. Eine erhöhte Aufmerksamkeit sei der spekulativen Uebervortei- lung der Konsumenten zu widmen. 80 hätten 2. B. in letzter Zeit Flrmen, den Mangel an einzelnen Waren ausnützend, die Ueberschreitung der Höchst⸗ preise durch besondere Verpackung bemüntelt. Kunstspeisetett und Schwelnese malz sel, enitgegen der bisherigen Uebung, in Weilhblechdosen und Zucker in unwirtschaftlichen einmsekuntee oder gefürbt in den Handel gebracht worden. Eine besondere Verpackcung berechtige nicht zum Ueber⸗ schreiten der Höchstprelse. 5 Schweden sucht Stahlarbeiter. Wie die Verei⸗ nigung der schwedischen Stahlwerke mittellt, ist in den schwedischen Stahl- und Fisenwerken großer Mangel an Facharbeitern. Dem Vernehmen nach soll in Kürze ein Vertreter des schwedischen staatlichen Arbeitsamtes nach Westdeutschland kommen, um über die Vermittlung von etwa 400 deutschen Stahlfacharbeitern für die schwedische Schwerindustrie zu verhandeln. 5 0½ Minl. Dollar ECA-Zutellunz. Dle Marshall⸗ planverwaltung hat der Bundesrepublik Deutsch- land am 24. August 6,2 Mill. Dollar für Ueber- seetransporte und den Ankauf von Fasern trei· gegeben. Ausfuhrüberschuß Württemberg-Badens getzen⸗ über 1940 mehr als verdoppelt, Die Ausfuhr Würt⸗ temberg-Badens hat sich statlstischen Unterlagen zufolge im Durchschnitt des 2. Viertelfahres 1950 im Vergzleich zum Durchschnitt des Jahres 1949 mehr als verdoppelt. Der Wert der Exportliefe- rungen aus Württemberg-Baden in der Zeit vom 1. April bis 91. Mal d. J. beläutt sich auf rund 33,3 Mill. Dollar. Westdeutschland will Holzhüuser nach Austra- lien liefern. Vertreter der einschlägigen deutschen Industrie und des Handwerks haben sich nach Australien begeben, um dort Verhandlungen über die Lleferung von Holzhäusern zu führen. Mannheimer Obst- und S 8 ür um 20.“ 6. 60 reichlich, ö— 9 58 Wea üthlumen⸗ Kohl vermehrt sich, Absatz für. Gemtibr 445 r tgut bis lebhaft, das Geschütt in Obst dagsesen stocket, da es in allen Haushaltunzen an Zuclcer für Einmachobst mangelt. Zu nachfolgsenden Preisen wurden umte. setzt! Biumenkohl 30—70, Bohnen 12—22, Gurken 6 bis 15, Karôtten 6, Kartofteln 4,6—4,8, Oberkohlrabi Stück 5, Lauch 25—35, Meerrettich 180, Möhren 5—6, Peterstlie Bd. 5, Ptiffterlinge 90, Steinpilze 70, Radles- chen Bund ö, Rettich Bund 20, Rotlcohl 4,6—5,6, En⸗- diviefisalat Stckc, 10, Kopfsalat 11, Schnittlauch 6, Sel- lerie 25—30, Spinat 16—17, Tomaten 5—13, Weiskohl 5—6, Wirsing d—10, Zwiebeln 7—10,.— Obst: Aeptfel Tafelobst 17—26, Wirtschaftsuptel 10—10 Mostäpfel 9, Orangen sStückk 20, Bananen Klste 12—16, Birnen 11-13, Brombeeren 20, Mirabellen 16, Ptirstche 22—70, Ptlaumen 12—13, Preißhelbeeren 20-90, Trauben deutsch 96, holl, 36—36 brutto tür natto, Zitronen Stücke 21—25, Zwetschen 10—14. Mannnheimer Fiergrofhandelspreise zum Angebot gelanste am 26. 6. 50 nolländtsche und polnische Ware bet Pretserhöhungen um bis zu 1 Pig jſe Stück, was eine Zurticchaltung der Kluter bedingte.,. Es wurden Verlangt: Süteklasse 8.24, Erschlienlung wirtschaftlich rückständiger Gebiete.“ die Vernunkt in den Glauben Ubergeht. Es wird in der Praxis kaum gelingen, feste Grenzen 2wi⸗ schen diesen Bereſchen zu zlehen. Die durch den Verstand erarbeiteten Grundsätze sind auf menschlichem Grund beruhend, daher begrenst. Unbegrenzt sind jene, die durch den Glauben ihre Herkunft auf eine höhere Ebene zurücke- führen. Im allgemeinen werden diese unbegrenz- ten Grundsätze in religiösen, irratlonalen Fragen zur Anwendung gelangen. Aber auch diesseitige Weltanschauungen beruten sich, zum mindesten auf Teilgebleten, manchmal auf eine höhere Ebene und gelangen zu, oder begründen damit unbegrenzte Grundsätze. Eine Konsequenz ist die Vernichtungsalction gegen innere Gegner. Der Krieg als Vernichtung des Außeren Gegners ist eine ebenso unbegrenzte und daher un- menschliche Handlung; er ist daher keineswegs, Wie viele meinen,„menschlich“. Es ist der ATN des Menschen völlig entsprechend, daſl aus dem Grundsatz der Be- grenztheit der Grundsätze nicht unbegrenzte Folgerungen gezogen werden dürfen; vor allem nicht, daſ man etwa keine Grundsätze aufstellen dürte oder brauche, da sie ſa doch nicht stand- hielten. Auch die Grundsatzlosigkeit ist etwas Unbegrenztes und daher unmenschlich, tührt zur Anarchie, die stwas Unbegrenztes will und be⸗ Hauptet. Bei der Aufstellung von Grundsätzen müßten sich aber Berater und Gesetzgeber, Pro- pagandisten und Austührungsorgans bewullt bleiben, dah die Grundsätze begrenzt bleiben miülssen. Das Fingeständnis der Begrenztheit ſst nur eine schieinbare Schwäche, unvermeldbar, schicksalhaft. Die scheinbare Stärke des Unbe⸗ dingten, Unbegrenzten tührt zwangslkufig zum Unnatürlichen, Unmenschlichen und damlt zur tödlichen Aushöhlung des Grundsatzes selhst. Das kleinere Uebel ist das Wahre menschliche Optimum. Diese Erkenntneis scheint eines der Wichtigsten Merkemale menschlichen Wesens zu betretten, In der Begrenztheit liegen alle Mög- Uchketten des Verstehens, des Verständnisses, des Zusammenlebens, der Bescheldenheit, der Bescheidung und Güté als der Krone der Gerechtigkeit. Aus der Begrenztheit schöpkt Klasse& 22½¼—23, lasse E 21—1K, Klasse C 20 DM je 100 Stücke. 33 VWId. .cccccr jene Ulgenschaften, die dem Unbegrenzten, also der Mensch ihn, den Begrenzten, dem Göttlichen nühern. Das Wort irrattonal hat den Ursinn unvernünktig. Es sollte daran erinnern, daßb die ratlo begrenzt ist — viel tiertscher Ernst würde vermieden. Ist die Begrenztheit der Grundsüätze und die Grenze dieser Erkenntnis selbst bewußt, so gemahnt sie an die Polarität des Menschenlebens, die in der Begrenzung zum Göttlichen führt, wie das tlefe Bild vom gekrümmten Weltraum, das das Irra- tionale, Uebegrenzte der ratio begreltlich machen möchte, bei dem das Begrenzte in sich selbst, und zugleich ins Unendliche, Unbegrenzte führt. Dr. Frhr. v. Slegler ———— Werner Kel fordert Schadenereatu. Werner Eg“. hat, wWie Wir ertahren, zeinen Anwalt beauftrag die ihm wegen der Absetzung und des Verbot⸗ selner Tanzoper„Abracas“ erwachsenen Schaden- ersatzanprüche gegen die Verwaltung der Bayert dchen Stantsoper und damit gesen den baxertsche Staat geltend zu machen. Sollten die Verhan luntzen für Werner Eale nicht zu einem hefrlec genden Ergebnis führen, 30 wird er den Klagc Weg beschreiten. Tage neltsgendeslscher Tonkungt in Donaueschi⸗⸗ ten, In Donaueschingen veranstaltet dle Gege) gchakt der Mustkefreunde am 9. und 10. Septemb die Donaueschinser Mustktage für zeitgenössisc! Tonkunst. Das PFrogramm der Veranstaltung bri eilne ganze Rethe von Ur- und Erstauttührung zum Tell berelts berühmter, zum Tell aber al noch völlig unbekannter Tonschöpfer. Darur Bela Bartok, Paul Hindemith, Otto Erich 8 Ung, Lulgt della Plecola, Karl Amadeus Hartm Giselher Klebe, Arthur Honegger, Wolkgang F. ner und Igor Stravinsky. Das grohe Orchester Südwesttunles Baden-Baden unfer der Leitung Generalmusttedtrektors Hans Rosbaud, der Bro ner-Chor Stuttgart, das Amsterdamer Stretchqu tett und das Barchet-Quartett Stuttgart brln die Auttührungen zu Gehör. PIoAss%o ο⁹mu0elbt auoch Komhdlen, Pablo Picd lot nouerdines auch unter die Komödtendlehter, Kangen, In zeinem Stüuek„Drei Müdchen in ein Garten“, das in einem Londoner Thester uran Hetührt werden soll, mülsgen sileh acht Pertonen zu Hlelcher Zelt in eine Badewanne stürszen, die sich dann in einen Sartz verwandelt. . +++CC————-w»v... — 8 CEC........00C00c0c00006CC Montag, 26. August 1950 Vtk Mannheim: Jöeckel, Keuen! ber, Stiefvater. et e Da Eboe nner, Langlotz, Löttke, de Vein Münhlburzz, Scheib, Fischer, Pischer, Danne⸗ meier, Gürtner, Trenkel. BA„ Roth, Rastetter, Lehmann, Schiedsrichter Horn, München, Zuschauer: 16 000. Der Vfk Mannheim Überrennt die favorisierten Mühlburger und schiefit fünf Torel Das hätten die größten Optimisten nicht für möglich gehalten und erst recht nicht dlejenigen, die den Vfiß in Darm⸗ stadt und am Dienstas gesen die USA-Auswahl — 4— sahen, Das gestrige Spielersebnis zeigte Wieder einmal, wie schwer Prognosen beim Spiel um den Lederball zu stellen sind. e Mühlburg hatte in Dannemeler den besten Wer Die beiden Fischer hatten zwar einen schweren Stand gegen Mannheims quicklebendigen Sturm, fanden sieh aber mit ihrer Aufgabe gut ab. Dasegen enttäuschte die Läufereihe. in der Tren- kel als Hamburger Neuerwerbung keineswegs den Ansprüchen zerecht wurde. Vielleicht wäre es anders gekommen, wenn ein schneller, harter und wendiger Mann an seiner Stelle gestanden hätte. Aber der massige und unbewegliche Ex-Hambur- ger, der zeitwelse aus dem Stand spielte und viel dribbelte, war nicht der gefährlichste Gegner der Mannheimer. Der vielgerühmte ViB-Sturm wurde duasi von der VfR-Hintermannschaft„auf Eis gelegt“. Da halfen auch kein Buhtz und der üußerst wendige und intelligenté Sturmführer Lehmann. Der Vin mußte für den gesperrten Rößling Fieger aus der Reserve aufstellen, der oft nicht Wuſite, was er mit seinen Füßen, geschweige denn mit dem Ball anfangen solite. Das merkten auch sehr rasch Roth und Rastetter aus dem Gegner- lager und setzten den Aushilfsmann 80 unter Druck, daß es manchmal recht mulmig im VfR- Stratraum aussah. Keuerleber lieferte eine gute Partie und stellte den geführlichen Buhtz völlig Kalt. Müller, Stietvater und Maier spielten auf- opfernd und deckten konsequent. Im Sturm zeigte sich Danner von der besten Seite. Seine Flanken waren„Maßarbeit“. Von de la Vignes technischen Einlagen war nicht viel zu sehen. Aber daran war sein Gegenspieler Dannenmeier schuld. Und Löttlke in der Mitte? Ein Mittelstürmer, der nicht mit dem linken Fuß schießen kannl In den ersten 20 Minuten wußte er nicht viel mit dem Ball an- zufangen, stand andauernd falsch, zerstörte gut eingefädelte Angrifte und rannte plan- und Kopf- los zwischen Langlotz und de la Vigne umher. Erst als er wieder einmal allein vor dem Tor von Bolleyer bedient wurde, trauen wieder und knallte, ohne lange zu zögern, auf fünt Meter Entfernuntz zum 110 ein. Der Bann War gelöst. Mannheims„Sturmtank“ trat in Aktion. Die zwel folgenden Tore Löttkes entschuldigten Vieles. Hätte Langlotz nicht 80 viel getäündelt und gefummelt“,— das Zusammenspiel wäre noch besser geworden. Erst in der 26. Minute beförderte Löttke den 0. fand er sein Selbstver- SPORTBLATI Ueberroschende Abfuhr für den VfB Mühlburg 5:2 schlug der Ex-Meister seine Güste— Löttke erzielte hat-trick— Fürther 2:1-Niederlage gegen FSV Ball zum 1:0 ins Tor. Schon zwei Minuten später „staubte“ er ein zweites Tor ab, als Gärtner sei- nem Torwart eine verkorkste Rückgabe über⸗ Iassen wollte. Langes Bein— und der VfR führte 2:0. Und als dann Löttlee sogar der Hat-trick ge- lang— wieder war es ein„Abstaubertor“—, wurde aus dem viel geschmühten ein gefeierter Mann. Nach dem Wechsel griff der VfB Mühlburg nur noch mit zwei bis drei Mann an. Alles andere War„hinten““. Und trotzdem flel in dieser VfR- Drangperiode der erste Gegentreffer. Lehmann Nach seinem Mühlburger Debakel überraschte der FsV mit einer Kkämpferisch großartigen Lei- stung und spielte zeitweise trotz ersatzgeschwächter Elf die„Kleeblätter“ richtiggehend aus. In der 22. Minute überspielte Dziwoki seinen Bewacher Plaw- ky, seine Flanke wurde von Wirth zum Führungs- tor eingeköpft. Herrmann startete einen Alleingang von der Mittellinie aus, überspielte vier Fürther Abwehrspieler und den Torhüter und schoß zum 2:0 ein. Die Gäste enttäuschten hauptsächlich im Sturm und kamen erst in der 59. Minute zum Ge- gentrefter durch Nöth. Drei Club-Tore in der zweiten Halbzeit Grundverschieden waren die beiden Halbzeiten beim 3:0-Sieg des 1. FeC Nürnberg gegen den 8V Waldhof Mannheim. 13 000 Zuschauer schüttelten vor der Pause immer wieder die Köpfe über das schlechte Zusammenspiel beider Mannschaften. Be- sonders die Stürmerreihen vergaben die besten Chancen. Als noch ein Gewitterregen die Leistun- gen stark beeinträchtigte, glaubte man an keine größere Leistungen mehr. Nach dem Wechsel wai der Club trotz tontes Flügelspiel aber klar überlegen und schoß durch Herbolsheimer(48. Min.), Morlock(58.) und Kallenhorn(80.) drei schöne Fore. Schiedsrichter Gross(Frankfurt/ Main) bot eine mäßige Leistung. Baitinger bester Vfñ-Mann Erstmals seit Erringung des Meistertitels stellte sich der VfB vor heimischem Publikum in seiner Endspielformation im Neckarstadion vor. Seit dem Spiel gegen Waldhof hat Trainer Wurzer seine Elf „Schwer“ in Schwung und Kondition gebracht. Nach 23 Minuten stand die Partie 1:0 für den VfB. Ein 20-Meter-Weitschuß von Kudras stellte acht Mi- nuten später den Ausgleich her. Aber Schlienz sandte bald darauf zum 2:1 ein. Blessing gelang durch Rückzieher das 3:1(74. Minute) und neun Minuten vor Schluß stellte Läpple das Endergebnis von 4:1 sicher. Offenbach-Expreß genügte zweiter Gang Vor 6000 Zuschauern rollte auf dem Bieberer Berg ein einseitiges Spiel ab. Die Gastgeber, die mit Schreiner als Sturmdirigent chalbrechts) an- Gegenwind durch be- köpfte eine Kunkel-Flanke an dem zu spät hoch- springenden Jöckel vorbei ins Tor. Aber postwen- dend flel der vierte VfR-Treffer, als Stiefvater der abgeprallte Strafstoß-Ball de la Vignes vor die Füße rollte. Flach sauste das Leder in die linle Ecke. In der 73. Minute sorgte wieder Lehmann für die alte Differenz, als er das schönste Tor des Spieles schoß. Aber eine Minute später schon schof Langlotz einen 25-m-Strafstoß mit solcher Wucht ins Tor, daß Scheib den halbhohen Ball nicht einmal berühren konnte. G. F. FSV Fronleiurt in Hochform schluꝗ Spygg Ffürh traten, lieferten eine gute Partie, schalteten jedoch, als sie die Harmlosigkeit der Neckarauer festgestellt hatten, auf den zweiten Gang um, Diesem Umstand und ihrem hervorragenden Torhüter Nenninger hatten es die Güste zu verdanken, daß sie nicht noch höher als 4:0 geschlagen wurden. Mit Darmstadt 98 mußt stark gerechnet werden Obwohl der 8S8V Reutlingen gegen SV Darm- stadt(1:4) ott überlegen war, glückte den Gästen ein verdienter Sieg, der vorwiegend auf die Schwä⸗ chen der SSV-Abwehr zurückzuführen ist. Mittel- läuter Strobel hatte einen ausgesprochen schwarzen Tag. Darmstadt war technisch und taktisch besser. Willimowski schoß Ehrentor für Singen Bayern Müuncken— FC Singen 5:1 Wie erwartet, distanzierte die Streitle-Elf den Neuling recht deutlich, Streitle, Ogwald, Witt und Seemann waren die Hauptstützen der guten Bayern- Mannschaft. Willimowski und Schulz ragten aus der harten Mannschaft der Gäste heraus. Bis zur Pause hatte Bayern bereits durch Seemann, Resch und Schweizer einen 3:0-Vorsprung herausgespielt. Nach der Pause schoß Willimowski das Ehrentor. „1860“er wurden stehen gelassen Erst in der zweiten Halbzeit kam die Mannschaft von Schweinfurt 05 zu ihrem 2:0-Sieg über die Münchner Löwen. Unter jeder Kritik waren die ersten 45 Minuten. Wie verwandelt begannen die Platzherren die zweite Halbzeit. Geyer markierte in der 51. Minute das Führungstor und nach einer wurde durch Fischer das 2:0 sicher- ges Augsburger Lokalderby endete 1.1 Im Augsburger Lokaltreffen konnten vor 18 000 Zuschauern die favorisierten Schwaben froh sein, ein Unentschieden zu retten. Nachdem Platzer den Be in Führung gebracht hatte, wurde die Platz- elf völlig in die eigene Spielhälfte zurückge- drängt und hatte es nur ihrem Torwart Süßmann zu verdanken, daß nicht mehr Treffer flelen. Den Ausgleich erzielte Stehlik. Lehmonn, Klein und Hacse Europomeister Hervorragendes Abschneiden unserer Schwimmer an den beiden letzten Meisterschaftstagen in Wien Der Abschlußtag der Schwimm-Europameister- Schatten im Wiener Stadionbad brachte Deutsch- land durch Heinz Günther Lehmann üÜber 1500 m Kraul mit der neuen deutschen Rekordzeit von 19.46,2 Min, eine dritte Europameisterschaft. Zwei⸗ ter wurde Boiteux Frankreich), der über 200 m Kraul Lehmann auf den dritten Platz verwiesen hatte, in 19.46,4 Min. vor Bernardo Frankreich) in 20.06,7 Min. Lehmann übernahm sofort nach dem Start die Führung, mußte sie jedoch bei der 200-m-Wende an Marjan Stipetic abgeben, der sie bis zur 1100-m- Marke hielt. Zu diesem Zeitpunkt legte Lehmann einen Zwischenspurt ein und eroberte sich erneut die Führung. Nach 1200 m mußte der Deutsche Boſteux an sich vorbeigehen lassen, und erst auf der letzten Bahn holte Lehmann mit einem kräf⸗ tigen Endspurt den Sieg mit zwel Zehntelsekunden vor Boiteux heraus.“ Die Olympiaslegerin über 100 m Kraul, Greta Andersen Dänemark), holte sich den Titel über 400 m Kraul in 5.30,9 Min. vor Schuhmacher Mol- land) mit 5.31,2 Min. Deutscher Doppelerfoles im Turmspringen der Männer Im Turmspringen der Männer gab es durch Gün- ter Haase mit 156,13 Funkten und Werner Sobel mit 141,54 Punkten einen deutschen Doppelerfolg. Der Favorit Christiansen(Dänemarle), der bis zum letzten Durchgang führte, dann aber bei einen dreieinhalbfachen Salto kostbare Punkte verlor, wurde nur 3. mit 140,94 Punkten. Die deutschen Siege wurden vom Publilcum, wie schon an den Vortagen, mit großem Beifall auf- genommen. Unsbesondere Lehmann konnte aus dem Wiener Wohlwollen für Deutschland Nutzen ziehen, da ihn die Zuschauer im letzten Drittel des Rennens ständig durch Zurufe anfeuerten. Die 1500 m Kraul wurden von Experten als das Er- eignis der Meisterschaften bezeichnet. Herbert Klein an der Spitze Der deutsche Meister Herbert Klein vom VI.VS München hatte im zweiten Vorlauf mit 2.43,0 Mi- nuten die beste Zeit der beiden Vorläufe errungen. Man rechnete nun mit einem guten Abschneiden und sah, daß er in konzentrierter Sammlung am Schwimmbeckenrand stand, als zum Start des 200- m-Endlaufes aufgerufen wurde. Von Anfang an waren die Hauptgegner nur der Franzose Maurice Lusien und der Ex-Breslauer Herbert Klein. Der jetzt in München Beheimatete seigte den besseren Butterfly-Stil, ging sofort in Führung und hielt Im Stadion Köln-Müngersdorf trennten sich die Leichtathleten Nordwest zgegen Süddeutschland 287,5: 283,5. Es gab durchaus spannende Kämpfe und die erwarteten Meisterschaftsrevanchen. Aus der Reihe ausgezeichneter Leistungen ragten die Siege des Doppelmeisters Zandt(Stuttgart) über 200 m in der neuen Jahresbestzeit von 21,5 Sek. sowie des Sechs Titel für England- vier für die Sowietunion Leichtathletik-Europameisterschaften in Brüssel brachten gute Leistungen Die erste Entscheidung des Schlußtages der Leichtathletik-Europameisterschaften im Brüsseler Heysel-Stadion flel am Sonntag über 400 m Hür- den, die der Italiener Filiput mit dem neuen Mei- sterschaftsrekord von 51.9 Sek. gewann, womit er seine Samstag-Rekordleistung noch um eine Zehn- telsekunde unterbot. Zweiter wurde Litouew(So- NR mit 62,4 Sek. vor Whittle(England) mit 52,7 Sek. Die dreifache Olympiasiegerin Fanny Blankers- Koen(Holland) holte sich nach ihren Erfolgen über 100 m und 830 m Hürden im 200-m-Lauf ihren 9. Titel mit 24,0 Sekunden. Die 200 m für Männer wurden einé Beute des Engländers Shenton, der mit 21,5 Sek. seine Vor- laufsbestzelt vom Samstag einstellte. Die 1600 m gewann der Olympiadritte W. Sliſk- huis(Holland) mit der neuen Meisterschaftsrekord- zelt von 3.47/,2 Min. Norweßgen kam in Abwesenheit von Weltrekord- mann Imre Kemeth(Ungarn) zu seiner ersten Meisterschaft im Hammerwerten durch Strandli mit 66,7/1 Meter vor dem Italiener Taddir mit 64,73 Meter und Dadar(Sowjetunton) mit 63,64 Meter.— Die Tschechoslowakkel holte ihre 3. Meisterschatt durch Roundy im 3000-Meter-Hindernislauf in 9.06,4 Min., vor Segedin(Jugoslawien) mit 9:07,4 Min., wührend Entgland zu einer weiteren Goldmedaille im Hochsprung der Männer kam, den Paterson mit 1.06 Metern gewann. Auch die beiden Staffeln, die 4/100 Meter der Frauen und die 454100 Meter für Männer, brachten Erfolge Englands, In der Frauenstattel stegten die Engländerinnen, wie die Zlelfotografle ergab, nach elnem dramatischen Finish mit 47/,4 Sek. vor Holland mit der gleichen Zeit und der Sowjetunion mit 47,5 Sek. Uber 4K 100 Meter siegten die Engländer in 3:10,2 Min. vor Italien mit 311,0 und Schweden mit 3:11,6 Min. Finnlands Uberlegenheit im Speerwerfen kam in seiner Spezialdisziplin zum Erfolg. Hyiaenen sorgte tür die erste Europameisterschaft der Finnen mit einer Weite von 71,26 Metern und verwies Berg- lung(Schweden) mit 70,06 Metern und Eriksson (Schweden) mit 69,82 Metern auf den zweiten und dritten Platz. Die letzte Entscheidung, die 4100-Meter-Staftel der Männer, brachte der Sowietunſon in 41,5 Sek. Ihren 6, Titel. Frankreich belegte mit 41,6 Sek. vor Schweden mit 41,9 Sek. den zweiten Platz. Die siegreſche 4100-Meter-Staffel Englands lief mit 3·10,2 Min. einen neuen Meisterschaftserfolg, Wobel der alte von Deutschland mit 3:13,7 Min. aus dem Jahre 19380 gehalten wurde. Den ersten italienischen Meisterschaftserfolg gab es im 50-lem-Gehen, das Doydoni in 4·40.42,6 Stun- den vor dem Titelverteidiger J. Liunggren(Schwe⸗ den) in 4:43.25,0 Stunden als Steger sah. Der Frauen-Fünfkampf endete mit dem Sieg der Französin Ben Hamo mit 3204 Punkten vor Crowther(England) mit 3046 Punkten und Modra- chova(Tschechei) mit 3026 Punkten. Der Zehnkampf endete mit einem Sieg des Fran- z20sen J. Heinrich mit insgesamt 7364 Punkten (meuer Meisterschaftsrekord) vor dem bis zur sie- benten Uebung führenden Isländer Clausen mit 7207/ P. und Tannander(Schweden) mit 7163 P. Den Stabhochsprung gsewann Scheurer mit der beachtlichen Höhe von 4,30 m. Heinrich belegte hier mit 3,30 m den dritten und Clausen mit 3,41 m nur den 11. Plats. diese über die 100 m hinaus, obwohl der Franzose einen Großangrift versuchte. Bei 100 m hatte Klein einen von eineinhalb Sekunden. Man Verfolgts die Stoppuhren und bemerkte bei 100 m 1.13,2 Minuten. Da Klein dieses Tempo weiter bei⸗ behielt und in 2.36,6 Minuten anschlug, war eine neue Bestzeit für Europameisterschaften fällig ge- Worden. 1947 hatte nämlich in Monacco der Eng- länder Romaine nur in 2.40,1 Minuten gewonnen. Zweiter wurde der Franzose Lusien mit 2.40,9. 3. Bengt Rask(Schweden) 2.43,8. Helnzs Arendt und Elisabeth Rechling deutsche Strommeister 22 Männer und drei Frauen starteten am Sonn- tag vor einer dichten Zuschauermenge, die die Rheinufer von Bodenkirchen bis zur Kölner Pattonbrücke umsäumte, zur deutschen Strom- meisterschaft über 7500 Meter, die Arendt in 53.50,7 Minuten und Elisabeth Rechling in 57.13,9 Minuten gewannen. Nordwest-Leichtoathleten waren nicht zu schlaqen Der Süden hatte in Zandt, der 200-Meter- Jahresbestzeit lief, den besten Teilnehmer erfolgreichen Oberhausener Meisters Lammers im 1500-m-Lauf mit 3:53,3 Min. heraus. Herbert Schade Barmen) egalisierte mit 14:22,3 Min, seinen eigenen Rekord. Wohl zuin begeisterndsten Rennen des Tages wurden die 800 Meter. Am Start fand sich mit Steines, Cleve und Ulzheimer das deutsche Elite- trio ein. In der Zielkurve lösten sich Steines und Cleve von ihren Verfolgern, Auf den letzten 40 m gab es ein mitreißendes Duell zwischen Cleve und Steines, das der 19jährige Krefelder in einer gro- gen Energieleistung mit 1:61,0 Min, für sich ent⸗ schied. Ulzheimer, als 5. ankommend, spielte nie eine Rolle. Ein ähnlich scharfes Duell gab es über 400 Meter. Nach ausgezeichnetem Start legte Geister(Krefeld) ein enormes Tempo vor, doch karn Hupperts mit. Als Geister seinen Rivalen neben sich sah, trat er Kkraftvoll zum Endspurt an und ließ Hupperts àu- letzt fast stehen. Geister gewann in 47,7 Sek. Sander-Domagalla Doppelmelsterin. In hervorragender Vertfassung präsentierte sich Maria Sander-Domagalla Dinslaken) die sich über 30 Hürden für ihr Stuttgarter Pech revanchierte und in 11,6 Sek. glatt vor der Meisterin Seonbuch- ner(11,9 Sek.) gewann. Auch die 100 m holte sich die Kkrattvolle Dinslakerin in 12,2 Sek. ungeführdet. Männer: 400 m Hürden: Richter(Nord) 64,6 Sele.— 100 m: Zandt(Sud) 10,0 Selc.— 600 mm: Cleve(Nord) 1:61,6 Min. 110 m Hürden; Troßbach(Nord) 165,1 Sek.— Kugel-⸗ statßen: Hipp(Sud) 14,63 m.— 400 m: Geister Nord) 47, Sek.— 200 m: Zandt 21,6 Sek.— Weitsprung: Luther(Süd) 7,20 m.— 1500 m: Lammers(Nord) 3:63,6 Min.— Speerwerten: Hauer(Nord) 66,56 m.— 5000 m: Schade(Nord) 14:22,0 Min.— Diskuswerfen: Hipp(Sud) 40,03 m,— amal 100 m: 1. Mannschaft Süd 41,4 Sek.— Stabhochsprung: Stürnk(Süd) 3,66 m.— Dreisprung: Bodenhagen(Nord) 14,7/7 m. Frauen: 100 m: Sander-Domacgalla(Forch 12,3 Selc.— 60 Mtr. Hürden: Sander-Domagalla 1½½6 Sek.— Dislcuswerten: Hümmer(Sud) 40,99 m.— Hochsprung: Butz(Süd) 1,63 Meter.— Kugelstoßen: Kreß(Nord) 12,46 m.— Weit⸗ sprung: Stumpt(Nord) 6,62 m.— amal 100 m: 1. Mann⸗ schaft Nord 46,4 Sek.— Speerwerten: Müller(Süd) 44,10 Meter. Seite 3 Alezw-wölfe? Mannheim— VfB Mühlburg 2 Stuttgart— Eintracht Frankfurt Kickers Offenbach— VfL. Neckarau Bayern München— FC Singen 04 SsSV keutlingen— Darmstadt 98 FSV Frankfurt— SpVag Fürth Schweinfurt 056— 1860 München 1. FC Nürnberg— Waldhof Mannheim Schwauben Augsburg— B0C Aussburg ASV Durlach— Stuttgarter Kickers ASV Cham— 1. FC Pforzheim VIL Konstanz— Jahn Regensburg Hessen Kassel— FC Freiburg 1. FC Bamberg— SV Tübingen Rheinland'pfalz: 1— 1— 1— 1— 2— 0— 1— 2— ausgef.— 0— 1— 1 Hessen: 1— 0- 1— 1— 2- 1—- 1— 0— 2— 2—1— 2— 0— 1 Bayernt 1— 1—- 1— 0— 0— 1— 1—- 1— 2— 0— 2— 2— 0— 2 Westdeutschland: 2— 2— 0— 1— 0— 1— 0— 1—1—1—1—1— 2 Nordtoto: 1— 2— 0—1— 2—1— 1— 0— 1—1211— 0 1—1 222822 2222 25— 2 2 EnrSS2 SE EODLEELSSELELSL 1 22 2 9 222. 7 816 apleſten 2„„ Oberliga Süd: Vi Stuttgart— Eintracht Frankfur“ 4·1 Schweinfurt 05— 1860 München 2˙0 Vik Mannheim— VfB Mühlburg 5·˙8 SsSV Reutlingen— 98 Darmstadt 1·4 FSV Frankfurt— Spyg. Fürth 2·¹ Schwaben Augsburg— 50C Aussburg 1·1 Bayern München— Singen 04 5:1 Kickers Oflenbach— VfI. Neckarau 4·0 Nürnberg— SV Waldhof 3:0 1. FC Nürnberg 2 2 0 0 5•0 4·0 Bayern München 2 2 0 0 9·2 4:0 Darmstadt 98 2 0 0 9:5 4·0 VfB Stuttgart 2 1 1 0 5:2 87¹ Kickers Offenbach 1 0 1 6·3 2·2 SpVag Fürth 2 1 0 1 8·2 2:2 VfR Mannheim 2 5 0 1 9:7 2·2 VFB Mühlburg 2 1 0 1 7·6 22 Eintracht Frankfurt 2 1 0 1 5:5 2:2 1860 München 2 1 0 1 2:2 2˙ FC Schweinfurt 05 2 1 0 1 2·2 2·2 FC Singen 2 1 0 1 4·7 2·2 FSV Frankfurt 2 1 0 1 8:6 2·˙2 BC Augsburg E 14 Schwaben Augsburg 2 0 1 1 1:8 1·8 SV Waldhof 1 1 1·4 1·3 SSV Reutlingen 2 0 0 2 2·8 0˙4 VHL Neckarau 0 0 2 0²6 0¹·⁴ Oberliga Südwest: ß Phönix Ludwigshafen— VfiRR Kaiserslautern ASV Landau— FV Engers SpVes Andernach— VIL. Neustadt 05 Mainz— Wormatia Worms Oberliga West: Fortuna Düsseldorf— Preußen Dellbrück Duisburger 8V— Rotweiſf Essen Rheydter SV— Preuffen Münster RW Oberhausen— STV Horst Emscher Schalke 04— Alemannia Aachen Sportfr. Katernberg—Borussia M.-Glad! Borussia Dortmund— Erkenschwick Oberliga Nord: St. Fauli— Altona 93 Arminia Hannover— Werder Bremen Göttingen 05— TSV Eimsbüttel VfL Osnabrück— Bremer 8V SVItzehohe— VfB Oldenburg Bremerhaven 93— Hannover 96 Süd II, Liga: Wacker München— Vikt. Aschaffenbufg Hessen Kassel— Freiburger FC ASV Durlach— Stuttgarter Kickers ASV Cham— 1. FC Pforzheim Bayern Hof— SV Wiesbaden 1. FC Bamberg— Tübinger SV VIL Konstanz— Jahn Regensburg Ulm 1846— TSV Straubing S8 Arheiligen— Union Böckingen Nordbadische Landesliga FPhönix Karlsruhe— Schwetzingen 5·˙3 Brötzingen— Leimen 7¹¹ Rohrbach— Adelsheim 10·3 Hockenheim— Mosbach 6·1 Amateurliga, Staffel II: Sandhofen— Wallstatt 2 Ilvesheim— Heddesheim 2 Handschuhsheim— Eschelbronn 6 4 8 —2 2 W? 2 2 2 + 2 2 8 ε εε E=. S S D+iον Dα II Waibstadt— Union Heidelberg Weinheim— Dossenheim Staflel 1: Rheinau— Altluflheim 2 Wiesloch— Sinsheim 1. Planlstadt— Walldort 5 Eppingen— Eppelheim 92 FPhönix Mannheim— Ottersheim abgebr. 1: Einzelmeisterschaften der Gewichtheber Am ersten Tage der deutschen Gewichtheber- Einzelmeisterschaften in München-Gladbach wur- den die neuen Meister im Bantamgewicht(bis 112 Pfund) und im Leichtgewicht(bis 135 Pfund) er- mittelt. Dabei setzte sich der Nachwuchs mit her- vorragenden Leistungen durch Ewald Bresslein (Essen 66) wurde im Bantamgewicht als technisch bester Heber seiner Klasse ebenso überlegener Sieger und deutscher Meister wie der 23jährige Toni Leuthe CFellbach). Im Halbschwergewicht holte sich Clausen Cü- beck) vor dem Titelverteidiger Köhler(AcC 92 Weinheim) die Meisterschaft, während Rermann Kuhn vom ACC 92 Weinttleim den Titel im Mittel- gewicht der Altersklasse II errang, Zoll Etappensieger vor Schilit Schon 1000 m vor dem Ziel setzte sich Zoll an die Spitze der Fünfer-Gruppe, und als zur Einfahrt abgebogen wurde, lag der kleine Magdeburger immer noch in Front. Mit über eineinhaib Lüängen vor dem ihn ständig hartnäckeig verfolgenden Schweizer Schütz spurtete er davon und wurde Etappenstieger. Ergebnisse der 14. Htappe Nürn⸗ berg-Schweinfurt(221,6 kin): 1. Heinz Zoll, Magde- burg 3.46,45 Stunden, 2. Hans Schütz, Schweiz, 3. Rudt Theissen, Hildesheim, 4. Max Meler, Schwelz, 5. Reinhold Schenk, Stuttgart, gleiche Zeit, 6. ab 0 antolccg nelekeid 6.55, 47. Das Gesamtergebnis nach der vierzehnten h. 0 Nürnberg-Schweinfurt lautet: 1. Gyselinck, Belglen, 92.58.4,5 std., 2. Plannenmüller, Nürnberg'9.00.00,3. 3. Schenk, Schwelnturt 93.04.00,1, 4. Steinhilß, Stukte gart 98.18.26,3, 5, de Corte, Belclen 93.10.10,2, U. Saa⸗ ler, Reichenhali 95.15.02,2.— ee ee e tührte, Selte( Adelsheim wurde überrannt— Winter„Schützenlcänig“— Fair und schön Im ersten Verbandsspiel hatte die T86 Rohrbach den Neuling Garmnunfe Adelsheim zum Gegner. enn auch von vornherein von Rohrbachs Seite Uberlegen gespielt wurde, dauerte 68 immerhin 20 Minuten, bis Klee zum 126 einschießen kconnte. Die Pausenlosen Angritte auft das Adeisheimer Tor schelterten aber letzten Endes an dem hervorragen- Torwart, der seine Mannschaft vor einer noch Niederlase bewahrt hatte. Wenn auch hn kurz vor Halbzeit auf 210 erhöhen konnte, War kaum anzunehmen, dab ein zweistelliges Er⸗ gebnis am Ende der 3*8 teststehen sollte. Angritt aut Angrift rollte nach dem Wieder- anptift aut Adelsheims Tor, Erst beim Stande von 7·0 Kamen die Gäste zum ersten Gekentrefter. Im Vorbildlichen Einsatz, nie resignierend, griff Adels- heims Stürmerreine das Rohrbacher„tielligtum“ an, Zwel weitere Tore waren die Erfolse. im Ge⸗- genzug schoß Otto Schmitt einen Elftmeter an dlie Latte, aber drei weltere Tore beschlossen den Tor- reigen. Die Torschützen Winter(4), Rensen ung Kleée je 2, Rehn und Schmitt je 1, nutzten endlich einmal die Chancen, die sich boten, Das durchaus kalre und schöne Spiel gab manche Aufschlüsse, Leimen roch Ligaluft Germanid Brötzingen— KS08 Leimen 7˙1 Mit geringen Ausstchten fuhren die Leimener 2zu ditesem ersten Spiel in ihrer neuen Umgebung nach Brötzingen. An die„kleinen Gegner“ der Bezirks- klasse gewöhnt, War es für die junge Mannschaft eine fast unlösbare Aufgabe, gegen all die Tricks und Raffinessen— vor allem aber die große Härte — eines erfahrenen Landesligisten aufzukommen, SPORTBLATT Zehn Tore schoß Rohrbochs Sturm im ersten Spiel Trotzdem standen die ersten 20 Minuten dlieses Trettens im Leichen der Gäste, die aut dem herr⸗ lichen Rasen im Brötzinger Pal ein schnelles Tempo Vorlegten, Als jedoch in der 16. Spielminute ein Uberraschender Schuſ von Reiser zum 110 für die Einheimischen führte, da Anweller sich zu früh teworten hatte, brach dieser Ansturm zusammen. Die Brötzinger dominierten dank ihrer Robustheſt, die Schiederichter Baumgartner(Böckingen) im Ver⸗ lauf des Treftens mit zahlreichen Verwarnungen ahnden mußte. Die KSG-Abwehr war der groſen Belastung— durch die Hilflosigkeit ihrer Stürmerreihe bedingt — nicht gewachsen. 8o kam es in der 26, Min, zum 2:0. Das dritte Tor, zwei Min, später erneut durch Rudolph erzielt, ging auf Konto der Verteidigung, die drei Brötzinger hatte durchbrechen lassen. Im Kanzen gesehen bot Lelmen in den ersten 40 Mi⸗ nuten kéine schlechte Leistung, Das 31/1-Halbzeit-⸗ ergehnis entsprach nicht ganz dem Spielverlauf, Vielversprechend begann auch die zweite Hälkte dleses Preftens, aber fün wurde das endlich un- betangene Spiel der üste durch das vermeidbare 41 unterbrochen, das Mölmer 10, Min, nach Wie- deranpflti erzlelte, Noch einmal bäumten sich dle Leimener autf, hatten Pech, daß Schiri Baumgartner ein Handspiel im Strafraum der„Germanen“ über- gah und kamen in der 69. Minute bei einem groben Foul an Rehberger doch noch zu threm Eltmeter. Fllsinger II aber schoß neben das Tor. Verzweltelt hielten die Leimener das 411— bis tünt Minuten vor Schluß. Hann kam der Zusam- menbruch einer Mannschaft, die der nervlichen Belastung des ersten Amateur-Ligaspiels nicht mehr zewachtzen war, Ein Fehler von Anweiler kührte zum 5:1 durch Seller und die beiden Treffer von Mößmer— in den letsten 30 Sekunden des Spiels erzielt— waren„billig“ und hätten unbe⸗ dingt vereitelt werden inüssen. 71 also, beüng- stigend beim ersten Anblickk— vlellelcht aber eine Lehre für eine Mannäschatt, die vor, allem Urter werden mub. U. W. Vig Eberbach qlücklicher Pokolsieqer ùber Kirchheim Beiderseitige Defensiv-Taktile brachte erst in letzter Minute Eberbacher Siegestor Mit Sonderzügen, Pauken und Trompeten waren die Eberbacher und Kirchheimer Schlachten⸗ bummler nach Hirschhorn gezogen, um den Mannschaften durch Lürm und Tuten den nötigen Rückhalt zu geben, 3000 Zuschauer umsäumten den Platz, als Schiedsrichter Schmetzer das Spiel um den Kreispokal anpfift. Man kann nicht sa⸗ Sinsheim wer dem ViB Wiesloch nicht gewochsen ViB Wiesloch- TSV Sinsheim 7:1— Becker schoft allein vier Tore D. Bel beiderseits fairem Spiel entwickelte sich eln Kampf voller Tempo, Spannung und Kampt⸗ einsatz, Wiesloch war jedoch dte technisch bessere Mannschaft und schneller am Ball. Die ersatz- geschwächten Güste ließen es nicht an Finsatz mangeln, hatten aber zegen diese spielfreudige VItB-Elt wenig zu bestellen. Wie am Schnürchen lief die Angriffsmaschine des Vtg und die Gäste hatten in der Abwehr alle Mühe. In der 12. Minute flel dann nach einem ſchönen Kopfball-Duell durch Keßler, der den all auf dem Kopf tänzelnd Über die Linie trug, das erste Tor. 5 Min. später war Mittelstürmer nesuent dos Mlurppfälzische Winzerpest in Wiesloch und die Wieslocher Lelslungeschau vom 3. bis 11 September 1950 Becker eine Zehntelsekunde schneller als der Güstetorhüter am Ball, und von der Stratraum- +3 aus hob er den Ball ins Tor, Die Gäste leßen sich jedoch nicht entmutigen, Ihre Angrifte scheiterten aber an der stabilen VfB-Abwehr und Lindner hielt ausgezeichnet,. In der 40, Minute machte der rechte Güste-Verteldiger vor dem an- stürmenden Keßler zwel Meter vor dem Tor eine Ballrückgahe, die der Torwart aber erst nach dler Linie erreichen konnte. Vor dem Halbzeitpfiff sollten die Gäste zum Ehrentor kommen, als Mit- telstürmer Schellenberger frel vor dem Tor, für Lindner unhaltbar, einschoß. Nach dem Wechsel war Wiesloch wleder stark Im Angrift und Sinsheim verdankt seinem Torwart Eckert, daß eine halbe Stunde läng kein Tor flel. In der letzten Viertelstunde drehte dann der VütB wieder auf und innerhalb zehn Minuten flelen weltere vier Tore, von denen Becker allein drei nuf sein Konto buchte, Den Abschluß des Tor- reigens machte Steidel vier Minuten vor Schluß mit einem für den pertekten Torwart unhaltbaren Schuß. TSd Plankstadt— Astoria Walldorf 518 Walldort, das sich anfangs einige Vorteile ver- schaftt hatte, wurde langsam aber sicher in die Verteidigung zurückgedrängt und mußte zum Schluß alle Mühe autwenden, um nicht restlos unter die Räder zu geraten, Aufopferndes Spiel der 188- Außenläufer sowie von Volle und Kolb brachten bis zur Halbzeit eine knappe 3:2-Führung, die nach der Pause auf 5:2 ausßédehnt werden Kkonnte. Plankstadt war nun ganz in seinem Plement und Astoria konnte sich ledislich mit einigen blitsz⸗ gchnellen Durchbrüchen Wieder Luft verschaften.“ Den beiden Toren von Wenzelburger und Aldinger beil Walldort standen die Ertolge von Vost(3) ung Kolb(2) gegenüber, die die Splelstärke der 1780 zlemlich eindeutig beweisen. Vin Eppingen— AS8V Eppelheim 218 Das Endergebnis wird keinesfalls dem Splelver-⸗ laut gerecht, denn die Gäste hätten das Spiel bei etwas besserem Schußvermögen mit einigen Toren allein für sich entscheiden müüssen, Nach zunächst Vertelltem Spiel gelang dem Gäste-Halblinken Fath der Führunsstrefter, den der einheimische Mittel- stürmer zetzen Mitte der Halbzeit Sgaligteren konnte, Kurz vor der Pause brachte der Gäste- mittelstürmer szeine Farben erneut in Führung. Nach dem Wechsel strengten sich die Einheimt- schen mächtig an und sle Konnten zeitweise auch das Splelgeschehen ausgleichend gestalten. Bei“ einem unfatrem Spiel im Gästestratraum gab es einen Hi-Meter für die Uinheimischen, der Wlede- rum vom Mittelstürmer geschossen zum Ausgleich Man rechnete schon mit einer Punkte- teilung, da gelang es Bräuer doch noch, für die Güste das Stegestor zu schießen. Scd Walbstadt— Unlon Heildelbers 41 Dle erste Halbzeit brachte bel diesem Spiel eine zlemliche Ausgeslichenheit, bis nach der Pause Walbgtadt, obwohl es mit 8:1 in Führung lag, etwas zurückeflel, Dlese Schwchepertode wurde von den Heidelbergern auch prompt ausgenütst, aber die Ertolge blieben versagt. Walbstadt hatte sich Wie- der feftangen und blieb nun tonangebend bis zum Schlüß des Spleles, bei dem Niska(2), Spöhrer und Kerbe für Walbstadt dte Tore schossen, Heidelberg War in der ersten Halbzeit durch den Rechtsaußhen Veh erfolgreich. 6V nandechuhshelim— F Kechelbronn 618 Man war allgemein auf das Erscheinen der Ver- treters aus dem Sinsheimer Krels gespannt, zumal Handschusheim das erste Splel in der neuen Spiel-⸗ Klasse zu absolvieren hatte. Wenn auch der Neu-⸗ Ung Handschuhsheim gleich zu Beginn lelcht teld- Uberlegen War, 30 dauerte es doch immerhin ge⸗ raume Lelt, bis sich die Mannschaft geftunden hatte, Besonders der Sturm bot in dieser Zelt keine ge-⸗ schlossene Einheit. Nachdem aber KRohr durch scharf plazterten Strafstoß die Führung ersielt Bätte, schlien sich auch der T8V-Sturm getunden zu haben. Eschelbronn mußte stark verteidigen, denn die Platzherren hatten sich zeitweise in der Hälfte des Gegners festgesetzt. Rechtsaussen Faller kam nun obenfalls besser ins Spiel und erhöhte mit schönem Drehschuß auf 2;0, Durch ihre sehnellen Vorstöbe waren die Gäste nicht ungeführ⸗ lich und es gelang ihnen aueh kurz vor der Pause einen groben Fehler der TSV-Verteſdiguns auszu- nützen und aut 21 zu verkürzen. Nach der Pause das gleiche Bild. Handschuhs- heim technisch reiter, Eschelbronn dagegen geflel allgemein durch bestechenden Einsatz und vor allem äußerst faire Spielweise, Mittelstürmer Ebert blieb es vorbehalten, das 3, und 4. Tor zu erzielen, Einen gut getretenen Eekball vorwandelte Faller mit dem Kopt zum 6. Tretter, Kurze Zeit danach erhöhte Stumpf auf 61. Der lobenswerte Fitfer der Eschelbronner wurde eine Minute vor Spielende belohnt, nachdem die Handschuhshelmer Verteidi-⸗ gung wieder einmal zu weit aufgerückt war und die Güste dlese Chance auch postwendend zum 2. Gegentrefter ausnützten. A. W. FV 09 Weinheim— FC Dossenheim 8:0 Vor nahezu 2 000 Zuschauern starteten die Wein⸗ heimer mit einem 810 Stegß über den Ye Dossen- heim recht verheissungsvöll in die neue Runde. Bester Mannschaftsteil der Gastgeber war der Sturm. während die Läuferreihe dle wenig erfolg- reichen Torangritte der Dossenheimer Gäste recht- zeltig zu stocken verstand, Bel den Sporttreunden War der frühere Waldhétfer Meyer der ruhende Pol in der Deckung. Nach ihm verdtenen besonders Rechtauſen Hess, der sleh bemühte, Ordnuntz in das verworrene Sturmsplel zu bringen, und der kleine Läufer Hill besonderer Erwüähnung. Bei etwas mehr Entschlossenheit hätte der Dossenhel- mer Sturm mindestens zum FEhrentrefter kommen müssen, aber die oft zu planlos durchgeführten Spleldurchbrüche Kkonnten die Weinheimer Führung nicht in Getahr bringen. gen, daß Eberbach den Kreispokal verdient ge⸗ wonnen hat. Eine grolle Fortlon Glück verhalt den Neckartälern zum Sieg, Das völlig ausgegli- chene Spiel wurde in der Hauptsache von den Hintermännschaften getragen, woben die Lei-⸗ gtungen der beiden Torhüter hervorzuheben sind. Besonders Ortner im Fberbacher Tor wußte durch AGrohartige Leistungen zu setallen, Die Stürmer⸗ reihen Waren sichtlich nervös und verliefen sich schon nach den ersten Kombinationen. Viele Aus- und Eekbälle zeugen von den vollkommen auf Verteidigung eingestellten Absichten beider Mann⸗ schaften. Nachdem Günderroth einen Strafstoß verschos⸗ sen hatte, fand sich der Eberbacher Sturm und Krambs konnte nur noch zur Ecke lenken, Bei einem ernsuten Angrifft der Neckartäler schoß Maurowich den Ball ins Aus. Maurowich hatte Uberhaupt seinen schwarzen Tag, denn er vergab mindestens drei sichere Chancen, Beim Gegenzug von Kirchheim hielt Ortner einen Prachtschuß ausg 20 m Entternung und Krambs konnte auch noch gein Können zweimal unter Beweis stellen, Der Ball lief von Tor zu Tor und die Verteidiger so- wWie Torhüter mulſten sich voll einsetzen, um breneliche Situationen zu meistern, Auch Schild und Kiska waren vom Schußpech verfolgt. Nach der Pause kam Kirchheims groſßhe Viertel- stunde, aber, die Angrifte wurden alle durch Eberbachs Hintermannschaft zerschlagen. In die- ser Zeit gab es besonders viele Eekbälle und ge- Tährliche Lagen vor dem Fberbacher Tor. Dureh Wwechselvollem Verlauf gelang es Maurowich in der letsten Minute() den Stegestreffer zu erzie- len. Voll Freude wurde die Eberbacher Mann- schaft vom Platze geführt. S6 Nufiloch— SpVgg Baiertal 2:2 Zu einem interessanten Vertzleichskampt kam es zwischen den beiden Ortsnachbarn, der an Span- nung dadurch gewann, daß beide Gegner sich in den kommenden Verbandsspielen erstmalig wieder GA Werden, Hierbel zeigte es sich, alh Wußzloch die einwandfrel bessere KANK lelstuntz bot. Berelts in der ersten Minüte Kielh 66 170 fär die PFlatzbesitzer, Protsdem erzitelten die Gäste zunkchgt eine leichte Feldüberlegenhelt, 80 daß) Rechtsaußen Hottmann der Aussleich klückte. In der 50 Minute scholl Stetzmeter nach schöner Kombination das 2:1. Bald darauf war es Lepp, der den Ausgleich tolgen ließl. In der 72, Minute stellte Stegmeier auf 3:2 und 4:2, Zimmer war es dann, der das 512 schafkte, dem Nabinger abschlie- dend den sechsten Tretter folgen liehß. Montag, 28. August 1950 Hirschhorn orobert Meeket-·PoKl Er⸗ Hunderte von Sportfreunden hatte das groſle Er elgnis nach Wiesenbach gezogen, die auf dem 81010 lich gelegenen Sportplatz Zeugen einer Reihe— 0 nender Kümpfe sein wollten, Die ersten a dungskümpie am Morgen litten etwas unter 77 regnerischen Witterung. 80 endete der Vormt al mit kolgendem Stand: Neckarsemünd——9. loch 211; Ziegelhausen— Dilsberg 110; 4l — Peterstal 210; Neckarsteinach— WIlhelmstel 110; Schönau— Altenbach 110; Hirschhorn— Alt- neudorf 40, Heiligkreussteinach hatte Freilos. Der Nachmittas stand im Zeichen herrlichsten Spielwetters. Immer mehr Zuschauer fanden 61 um das Feld ein. Neckargemünds starke Kampf- männschatt brachte Heiligkreuzsteinach mit 370 zur Strecke, Ueberraschend holte Ziegelhausen nach an- fänglichem 01 gegen Schönau in einem kreund- schaäftlich fatren Spiel zum 3:1 auf. Hirschhorns Schwarzweise Elt Kümptte Neckarsteinach, das im- mer wieder schneidige Angrifte vortrug, schon in der ersten Halhzeit 20 niéder, Den spannendsten und schönsten Kampt lieterte sich der Pokalver⸗ teidiger gegen Ziegelhausen, Wiesenbach tlührte mit einem von Brauss verwandelten Eekball 110, bis eine Sekunde vor Schluß Ziegelhausen den Aus- leich schaffte, Zweimalige Verlängerung kostete eiden viel Schwung, brachte aber herrliche Szenen. Iimmer wleder bedrüngten die Grünwellken den N Zlegelhäuser Torhüter. Doch es blieb beim 1111. Dle Paarung Hirschhorn— Neckargemünd zeigte erneut die Überlegene Schnelliskeit und Wendigkeit der Schwarzweisen. Immer etwas schneller am Ball und stärker im Schub erledigten zie Neckar⸗ gemünd 613. Noch einmal trat Wiesenbach gegen Zlegelhausen an. Trots Wiesenbachs Ueberlegen- heit, die dauernd das glänzend gehütete Ziegel- häüuser Tor umlagerte, lieferte auch diese dritte Verlängerung ein 00, Das Los entschied schließlich fUr Zlegelhausen. 0 Endsplel: Ziegelhausen— Hirschhorn Beide Mannschaften liefen abgekäümpft auf das Feld. Kupfernagel mußte auf die Härten von Hirschhorn achten, Eine scharfe unhältbare Hirsch- horner Bombe 13 zu Ankans brachte die Füh- rung der 80 und dabei blieb es, denn Ziegelhausen konnte dem harten und erfahrenen Hirschhorn nichts mehr entgegensetzen, Das Kampfseschehen Uell schlieſilich an Lebhaftigkeit nach und 8s0 siegte Hirschhorn mit 110. Rosenberger Überreichte dem Hirschhorner Sle- ger den herrlichen Pokal und lobte in seiner Schlußhansprache die falre Spielweise aller teil- nehmenden Vereine, Ein Propagandaspiel Wiesenbach I11— Heilig- kKreuasteinach brachte, nach einem kalren Spiel der Odenwälder ein 6:1 für Wiesenbach. 186 78 wandelte ein 310 in 4:4 Rotweiß Pfaftengrund— TSG 178 414 Fagt schlen es, als sollte Pfaffengrund in diesem Splel einen sehr hohen Sieg einheimsen, denn nach käum zehn Minuten stand es schon 20 durch Apfel und Holler, Doch allmählich fand sich auch der TS8 und Kkonnte das Spiel einigermassen ausge- glichen gestalten, ohne jedoch verhindern zu kön- nen, daß Schenk noch vor dem Settenwechsel ver- dient aut 3·0 erhöhte, Auch, in der zweiten Halbzeit hatte zunächst Rotweiß mehr vom Spiel, aber der Güste-Halblinke Lehnert erzielte Überraschend den ersten Gegen- tretter, Obwohl Holler schon im Gegenzug das Lierte Tor erztelte, war nunmehr der TSG-Angritt „munter und atielg beil dear Sache.“ 07 Alückkt. 93 0 Waadn al⸗ kolm 499 1001885 4 9 rei liegh, abermals von Lennert erzielt, nicht lange aut sich warten, Plaftengrunds antänglich tzutes Mannschaktssplel War vorbel und nicht un⸗ Verdient gelang schliehlieh Schmitt in der 80. Mi- nute der Ausgleich, Das Spiel war durch die un- terschledlichen Leistungen sehr späannend und ab- Wechslungsreich. Schiedsrichter Klenle(Hand- kanunshaim) bot eine Uberraschend schwache Leis- NA. Ueberroschender Kirchheimer Hondball-Erfolg über Ketsch Hohe 712· Niederlage des badischen Vizemelsters— Handschuhsheim Überzeugte nicht in Neckarau In einem rasanten Handballspiel, das lelder wegen Regen in der 48. Minute abgebrochen werden mußte, wurde Kirchheim mit 7:2 Ueberraschungs- sieger. Kirchheim war nicht wieder zu erkennen. Fhe sich Ketsch gefunden hatte, waren die Gast⸗ geber bereits auf 611 davongezogen. Dle Kombina- tion im Kirchheimer Sturm kKlappte wie am Schnür⸗ chen, Während sich der Ketscher Sturm immer wieder an der uUI Deckung der Kirch- heimer festliet, Nach der Halbzeit lief der Ketscher Sturm aut vollen Touren, Ein Torertolg der Ket⸗ scher wurde aber postwendend von Kirchheims Sturm mit einem erneuten Tor quittiert. 886 Leutershausen— 80 Nußloch 10716 Das Spiel begann mit beiderseits gut getührten Angritten, Nach kurzer Zeit holten die Güste eine JiFühung heraus. Im Zwischenspurt Konnte Leutershalisen nicht nur gleichziehen, sondern ihrerseits bis 715 in Führung gehen, Die letzten Mi- nuten vor Halbzelt gehörten I wieder den Güsten aus Nußßloch, die mit 7½/ bis zum Pausen- bfitt gleichzogen, Nach Wiederbeginn rollte ein Aramatisches Geschehen ab, Leutershausen und Nußloch wechselten sich gegenseltig bis 11½10 in der Führung und erst dann gelang es den Gästen das Splelgeschehen an sich zu reihhen, Durch fünt Weltere Tore des in Überzeugendem Stil splelen- den Sturmes gelang es, das Ergebnis mit 16:10 zu ihren Gunsten zu erhöhen, Nußlochs Hintermann⸗ gchaft kand in den Schlubßminuten die richtige Lin- Erlreuliche luqend- Beteiliqung beim Kreis-Mehrkompfioq Weiland(TSG 78) gewinnt Dreikampf— Der Kreis-Mehrkeampftag der Leichtathleten, der am gestrigen Sonntag in 12 Mehrkampf-Konkur⸗ renzen im Stadion der T88 78 ausgetragen wurde, hrachte das erfreuliche Bild, daß gerade die männ- llche und welbliche qugend den ausgeschriebenen Dreikämpfen großes Interesse entgegenbrachte, Wenn im Rahmen der neuen Entwieklung unserer Lelchtathletilk auch gerade auf die Durchführung von Mehrkämpfen gesteigerter Wert zu legen let, 80 hinterließen leider auch die gestrigen Konkur⸗ renzen den Eindruck, daßb es neben einer schwa⸗ chen Beteiligung vor allem bei den Aketiven noch an einer ausreichenden Zahl durchgebildeter Mehr- Kkümpfer fehlt. Wie es auch bereits bei den Fünt⸗ und Zehnkeampf-Meisterschaften festzustellen War, o Waren es in der Männerklasse außer dem Sle⸗ ger Welland von der 786 78 doch größtentells Leichtathleten, die sieh meist nur in einer Uebung richtig„ù„au Hause“ fühlten und in dieser Über⸗ durchschnittliehe Lelstungen errelchten, Während le in anderen Uebungen nicht das aus⸗ relchende Limit aufzuwelsen hatten, Bel den Männern der Klasse A kam Welgand, T80 78,(emit 12 Selc. Über 100 m, 5,0f m im Welt⸗ tprung und 11,66 m im Kugelstoßen) mit 1660 P, kKlar vor den Usc-Mann Tauber, der mit seinen Lelstungen 11.6, 5.96 und 9,02 und 1666 P. den zwel⸗ ten Platz belegen konnte, Sehr beschtlich und von gutem Willen in allen Konkurrenzen zu bestehen spricht der dritte Plats des guten 400-m-Läufers Hasenöhrl vom TV Rettighelm,— Iin der Männer⸗ Klasse B kam Helmut Schäter vom TB 69 Heidel⸗ herg mit 1127 P. vor Kahner und Karlein(heide TBH) zum Erfolg. Eine gute Zeit von 11½/ Sele. Hef Eisenlohr(TS0 76) über 100 m bel den Junia-⸗ ren, der mit seinen anderen Leistungen wie 5,66 m im Weitsprung und 9,42 m im Kugelstoßhen klar seinen Dreikampf vor dem begabten Göbel vom Guter Nachwuchs in Heidelbergs Vereinen IV Rettisheim gewann, In diesem Zusammenhang ein Wort der Anerkennung tür die kleine, aber eitrige Mannschatt des kleinen Turnvereintz Ret⸗ tisheim, der, obwohl er zu Hause kaum richtige Trainingsmöglichkelten hat, sich doch immer wie⸗ der an allen größeren Veranstaltungen betelligt und mit den großhen Stadtvereinen recht anspre⸗ chend konkurrtert.— In der Altersklasse M der Herren, wurden in den drel Klasgen Schmitt(66 Handschuhsheim), Braun(Rettigheim) und Ludwig Polizei Heidelberg) Sieger, Ein erfreultches Bild starker Beteillgung bot der Jugend-Dreikampt der Klasse A, den Werne 66 Handschuhsheim mit 1526 Punkten vor Stamaänn, TBH 69, und Wolt, HTV 46, gewinnen konnte.— In der münnlichen Jugend B-Klasse beleste der HTV 46 mit Burkhardt, Seidelmann und Gemming glelch die dretl ersten Plktze, In der Frauen-Klasse A wurde Anpi Spahl von der TSd 76 kelare Slegerin vor ihren Vereinskame- radinnen Jroßh) und Gentner, Während Margot Achmitt vom Turnerbund in der B-Kasse der Frauen gewinnen Konnte, Stegerin in der Welhl, Jugend A hlieb Inge Brecht von der Freten Pur⸗ nerschaft Heidelberg, Wkhrenck Ursula Pssenprelt vom TRBH 69 die Konkurrens der welhl, B-Jugend kKnapp vor Marta Woll, Frele Turnerschakt, ge⸗ Winnen Konnte. In den Rahmenkümpfen zu den Mann⸗ sochafts-Melsterschakten llet vor allem Knauber, AITSO 76, auf schwerer Bahn über 400 m wieder die ansprechende Zeit von 63,6 Sekk,, Womit er Hasen⸗ öhrl und Dumm, Rettigheim, auf die Plätse ver⸗ Wies, Die 1500 m gewann Vogt(Tsd 76) in 4.36,4 Min. Beste Zeit über die 100 m ltef Bechtel, 788 76, in 11,JT Sek. kapp vor Fisenlohr in gletcher Zeit, Vogt, TSG 78, gewann als zweite Konkurrenz auch noch die 3000 m in 9.46 Min. 5 stellung zum Getgner und vereltelte bis zum Schluſl- pfltt jeden weiteren Torerfolg. TSV Neckarau— TSV Handschuhsheim 715 Die Güste aus der Heldelberger Bezirkslelasse konnten in Neckarau keineswegs überzeugen und hatten härter, als exwartet, zu küimpten, um ihre Gastgeber mit zwel Toren Unterschled zu beslegen. Wieder lag das Hauptübel im Sturm und es bedarf Anstrengungen der Heldelberger, um tür die ommenden Punktspiele gewappnet zu gein. Reger Splelbetrlieb am Wochenende In Neckargemünd Die Mannschaft des TV Neckargemünd natte slch am vergangenen Wochenende vlel vorgenommen. Am Samstagabend war die junge Elf der H& Eber- bach zu Gast und am Sonntagnachmittag maß man die Krätte gegen die starke Bezirlcsklaszenelt aus Kirchheim. TV Neckargemünd— Hd Eberbach 9:1 abgebr. Das Preflen gstand Whrend der ganzen Zeit im Zeichen der Gastgeber. Die Eberbacher Mann- schakt bestritt diteses Spiel mit einer fast zu ver- Elt. Bereits beim Wechsel lagen die Ein- elmischen mit 63i1 in Führuns und hütte der starke Regen nicht zu einem trühzeltigen Ab- bruch geführt, dayhn wkren die falr splelenden Süste aus dem Neckartal wohl etwas zu ärtz unter die Räder gekommen. TV Neckargemünd— 80 Kirchhelm 6186 Viel Geschrei aut Selten, der Neclkargemünder und eine schwache Vorstellung der Heidelberger Güste waren die hervorstechendsten Merkmale in dem fair durehgetührten Treflen, Kirchheims Sturm tand gleich mit dem Anspiel das richtige Rezept, um die schlecht deckende Hintermannschaft ihrer Jastgeber nach Kurzer Zeit mit 9˙ auszusplelen, Bel dtesem Stand kam Neckargemünd zu zeinen 2 Treflern vor der Halbzeit, die aber Kirchheim mit dem 4. Tor beantwortete, NWach Settenwechsel zelgte gich die Verteldigung der Platszherren weit benzer im Blike, und dlese, Tatsache klehh aueh die Stürmerreihe der Neckartſller zu besserer Form auflauken. in diegem Splelabschnitt Kestaltete Neckargemünd das Treflen zlemlich gleleh Verteilt und bot eine gute Lelstung. Auch Rots Nachwuche im Pokal-Undaplel! TSV Rot A-Jugend— 80 NWußloch A-Jugend 20:4 Rots neu aufgestellts A-Jusend stellte sleh in vielversprechender Vorm vor, Mit einom dekonn⸗- ten Kombinatlonsspiel Wurden die Gäste eindeutig ausgesplelt. Mithin bestrelten die Roter fJungen mit der Jugend des TV Germanis Dossenhelm das Kreispolcal-Hndspiel. Vorsplel: Rots B-Jugend slegte über Nußlochs B-qugend 1444. 3 Zu, Wo diesmia echlammten Feldwe A sind 20 km noch 60 Montag, 28. August 1950 AbAc. Onentierungsfohrt stellte hohe Anforderungen Von 191 gestarteten Fahrzeugen Kapitullerten 40— Dr. Wellbrock: Keine Sparlerfahrt Am Start Tunt— vler,.— drei— zwei— eins— Startl“ NSU-Fex eröttnete mit schnellem Start die ADAC-Orientierungstahrt durch das Rhein- Neckar-Odenwaldgebiet. Fine vorzügliche Or- ganisation und die lobenswerte Disziplin der Fahrer am Start ermöglichte es den Veranstal- tern, alle Maschinen relbungslos autf die schwie- rige Vier-Etappen-Strecke zu schicken. Je zwei Fahrer wurden einer Startprutung unterworten. Hundert Meter mußiten in 60 Sekunden durch- kahren werden, In langen Reihen standen die Motorräder von ihren Fahrern immer wieder aut„Herz und Nieren“ überprüft, Ein beson- ders aulgeregter Motorsportler, der keine Minute versäumte, zeine Maschine top-tit zu machen, Eing an die Zielinie, startete d. R. er wollte starten und bemerkte nach wertvollen verlore- nen Sekunden, dall er vergessen hatte, den Ben- zinhahn zu öttnen. Us irrt der Mensch,. Nach der 100-Cem-Klasse, in der NSU-Fox dominierte, und den 136ern Eingen dle schweren „Sachen“ an den Start, Eine Fracht Waren die zahlreichen Horex Maschinen und die elegante BMW R 61. Bei den Motorrädern mit Seiten- Waägen gab es manches Gespann, dass chon einige Jahrzehnte auf den„Felgen“ hatte, Emperia Baujahr 28) Nichtsdestoweniger bewiesen diese Veteranen aut der Startprütungsstrecke, dab auch szie die 200 Kllometer durch Regentälle sehr erschwerten Fahrtroute bewültigen Können. Gespannt verfolgten die zahlreichen Zuschauer den Start der Automobile. Hier War es natür⸗ lich PForsches neueste Konstruktion, die zahl- reiche Bewunderer hatte, Fachleute waren ja „ede Menge“ vorhanden, Gegen 10,30 Uhr Wurde der letzte Wagen zur e gestartet. Autf Strecke Gleich nachdem die ersten Fahrzeuge gestartet Waren, kamen die ersten Reklamatlonen der Po- Uaei: Es würden Fahrzeuge beobachtet, die mit 70 Uund 30„Sachen“ durch die Stadt Kbbas, Das noch dicht geschlossene Feld raste den Königstuhl hoch, dem ersten Kontrollpunket A chon diegse Strecke torderte ihre ersten er: Fine Anzahl Leichtmotorräder„zterte“ berelts den Strahen- rand. Noch war aber die Straße gut. Bel Mörtel- stein plötzlich abbiegen nach links. Schlechteste Straſſenverhältnisse zwingen die Fahrer, die Ge- Schwindigkeit herahzusetzen, Trotzdem spritste der Schotter den nachfolgenden Wagen gegen die Wind- schutzscheſben, die bald dicht mit Schlamm ein⸗ fedreckt sind, LUIN Gegenverkehr! Vor uns 4 Fahrzeuge kommen den Weg zurück, er ung zum Kontrollpunkt kühren soll. Vertahren? Nein, die Kontrolle sitzt mitten im Ort in einer Sackegasse, Is füngt an zu regnen, Die Kaärte ist abtzestempelt. Wir 4 dem nüchsten Kontroll⸗ die Zeit eingetragen wird. u krüih oder zu spät ankommen gibt Stratpunkete. Zehn Minuten Karénszelt, Wir kommen geradle noch zurecht, obwohl der Tachometer zwischendurch Uber 100“ pendelte, 8-Kurven, Die Reiten jaulen. Die Fahrer kennen kaum Kückesicht; aut guter Straßhe mull Zeit geschunden werden, denn auf 0 zu vlel. Beim nüchsten Kontro Epri er, Schlamm den Breitenbronnern bis in dle gute Stube. Nur Sekunden dauert dag Ahstempeln der Kontroll⸗ Karten, dann sind wir wieder aut Strecke, Rich⸗ tung Woerbacn, Uberall stehen Menschen, dié hilks- bereit den numerlerten Wagen den Weg weisen, Dies steht eigentlich nicht auf dem Programm denn die Fahrer sollen sich ihren Weg selbs suchen, Immer wieder giht es Abwechslung: Beste Stralle, Feldwese, Schofter, 8e geht ess Über Bu⸗ chen, Walldürn bis Miltenberg, wWo eine Zwangs⸗ Pauge eingelegt Wird. Nach 46 Minuten erneut Start, Asphaltstraßbe bis Lindenfels, dementsprechend auch wieder die Geschwindigkeiten, Dle vlielen S-Kurven erfordern Außerste Kon- Lentratlon: Kaum azu glauben, daß kein gröherer Untall beil dem starken Gegenverkehr der„Sonn⸗ tagstahrer“ zu, verzelchnen igt, Fine nagelneue BMW hhat es allerdings erwischt;: Mitten in Wall⸗ dürn duckkte sle sich Unter die Vorderachse elnes entgesenkommenden Autobus'. Bruch, doch kein Personenschaden! Im schön gele⸗ denen Lindenfels vermißte die Kontrollstelle be⸗ reits 30 Fahrseuge, die unterwegs„sauer“ gewer⸗ den sind. Lang aliseinandergesegen ist jetzt das Feld und ohne Vordermann källt einem dle Ori⸗ SPORT- FEUIIIETOoN entlerung verdammt schwer. Um 16 Uhr werden Wir berelts in Mannheim erwartet.— Als wir am Zlel aussteigen, haben die meisten Fahrer die 260 km in knapp sechs Stunden zurückegelegt. Wer die Strecke kennt, weih was das heillt. 0 140 von 161 Fahrzeugen und Fahrer zeigten sich den gestellten Anferderungen gewachsen O 83³³88D38 3388183 VIRTRETUNG tur stadt- und Landkreis Heldelberg und Sinsheim, sowie gchwetzingen⸗ Hockenheim: 5 GSebrüder Mappes Brückenstraße 47 Teleton 2874 und jagten nacheinander ab 16 Uhr in Mann- heim durchs Ziel, Wir wollen nicht sagen, daſ es eine mörderische Fahrt war, aber aus der „Orlentierungstahrt“ wurde eine Fahrt, die von Fahrzeug und Fahrern das Letzte verlangte; sie war nicht zuletzt eine Nervenprobe. Die ADAC- Leitung hatte eine Strecke ausgesucht und Zelten testgelegt, die nur von geübten und zuverläs⸗ sigen Fahrern bewältigt werden konnten, Die 200 km bargen alle nur erdenklichen Gefahren und Schwierlgkeiten in sich, vor denen 40 Fahr⸗ zeuge kapitulieren mußten, Hinzu kamen Stra⸗ ben- und Wetterverhältnisse, die besonders den Motorradfahrern zu schaffen machten, die mit groler Erfolg des ADñAC gewertet werden, der bewundernswertem Einsata und Ausdauer stun- denlang durch strömenden Regen fuhren, Im Ganzen gesehen kann die Odenwaldfahrt als ein damit wieder einmal die Güte des Materials un d die Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit des Gros der begeisterten Motorsportler unter Beweis stellte. „Man soll uns nicht den Vorwurf machen kön⸗ nen, daß die Fahrt zu leicht gewesen sel, Sie käönnen sich darauf verlassen: Am Ende dieser Fahrt wird jeder Teilnehmer wissen, daß es keine Spazierfahrt gewesen ist!“ Schon nach we⸗ nigen Kilometern wußten die 180 Fahrer und ihre Begleiter, daß der Heidelberger ADAC-Vor- sitsende, Rechtsanwalt Dr. Wellbrock, keine lee- ren Worte gesprochen hatte, Die Orientierungs- kahrt sollte so gefahren werden, daß die Fahr- weise in jeder Hinsicht den verkehrspolizeilichen Vorschrikten entsprach. Doch bald mußten die Fahrer erkennen, daß mit der vorgeschriebenen 64-Km-Geschwindigkeit nicht durchzukommen War, Dies mußte auch ein„Tagehlatt“-Redak- tionsmitglied erleben, das als Begleiter in einem Mercedes 170 8S der Firma Mappes, Heidelberg, mit auf die Strecke gegangen war. Zeitweise mußften Geschwindigkeiten bis zu 120 km gefah- ren werden, um die bei schlechten Straſlen ver⸗ loren gegangene Zelt wieder aufzuholen. Unter diesen Umständen konnte die Oden- Wald-Orientierungsfahrt nicht in dem ihr zuge⸗ Wiesenen Rahmen als reine Touren- und Findig- keitsfahrt bleiben. So wurde sie tatsächlich zu einer Zuverlässigkeitskahrt mit den geschilderten Anforderungen an Fahrzeug und Fahrer. wavo Selte 5 — Hockey-Auftakt mit HCHI-Erfolg HCH— FV Suever 20 Der Club, der einige wertvolle Zugünge zu ver- zelchnen hät, wird mehrere Spiele benötigen, um das beste Mannschaftsgefüge Ii wes diktlierte der HCHH das Spielge- Ven. 4. sicher spielenden Läuterreihe, Henk, Peters, Seufert II, gut unterstützt, zeigte der HCflesturm ein recht getälliges Angriffsspiel, in dem man des öfteren das lang vermißite System durchbliccen sah, Leider war es nicht möglich, auf diesem Gelände die Auslenstürmer wirkungsvoll einzusetzen, so dal der Innensturm praktisch autf sick selbst angewiesen war. Auf ein schönes Zu- spiel von Baudendistel ging der Club durch Herbst- rleth in Führung, Nach dem Wechsel drehten die Ffälzer müchtig aut, Kopt in ihrem Sturm war der ehemalige HCfller Dr. Spanier, der immer wieder zeldhrliche Situationen einleitete, Der HCGH-Sturm spielte in der zweiten Halbzeit nicht mehr genligend konzentriert, kam aber durch einen Nachschuß von Crusius zum zweiten Tor. Zweite Amateurliga Kreis Buchen Der Neuling Hainstadt begann in der zweiten Amateurliga recht verheiſfungsvoll und fertigte die Gäste vor allem durch Uberlegenheit in der zweiten Halbzeit sicher ab. In' der ersten Halb- zeit boten die Eicholzheimer zwar gute Kombi- nationen, scheiterten jedoch in ihren Angriffen immer wieder an der einheimischen Abwehr. Bis Halbzeit lag die Platz-Elt bei ausgegliche- nem Spielverlaut 3:0 in Führung. Nach der Pause bestimmten die Gastgeber eindeutig das Spielgeschehen und erhöhten auf 7:0. In Altheim konnte sich Neckargerach zuerst finden, und die Platzelf lag bei der Pause über- raschend 0:1 im Rückstand. Nach dem Wechsel War Altheim die technisch bessere und vor allern schnellere Mannschaft und sicherte sich durch vier Ertolge den verdienten Sieg. Tor- schützen waren Martini, Löhr(2), Gehrick. Durlach überreschte qeq'en Heidelberger Boxer-Auswehl S6 Kirchheim/ Heidelberger Boxring 46- KSV Durlach 10:6 Fr.sdt. Der KSV Durlach überraschte durch eine„schlagkrättige“ Mannschaft und, zog sich gegen eine starke Heidelberger Aufstellung recht achtbar aus diesem Vergleichskampk, Imh, Papler⸗ gewieht A beherrschte der schwere termeyer den kleinen Rohnacher(8SGEK), der mutig zurück⸗ gob. Badens Jugendmeister im Mittelgew.-A, Zeh, War durch seine gräßere Urtahrung besonders ge- gen Schluß über den veranlagten Sigborg(BR 46) im Vorteil und gewann nach beiderseits gutem Linkshandgetecht. Der noch unfertige Sen,-Ban⸗ tamgewiehtler, Ziegler mußlte dem erst spät auf⸗ drehenden Scherer(SKʒKͤñ G) einen sicheren Punkt⸗ sleg Überlassen und hatte Mühe den Schlußgong zu erreichen.— Beilm vlerten Niederschlag von Ulsner Teichtgew.] brach der Ringrichter, ohneé den zu Boden Gegangenen ausszuzählen, ab und erklärte den veranlagten Treiber(SGK) zumsSieger. ◻ f Kirchheimer Reiter dominierten wiederum Mustertzültiges Abschluliturnier des Reiterringes„Badlsche Pfalz“ in Eppelheim Für die reibungslose und mustörgültige Durch- kühruns des Jahresschlugiturniers des Reiter⸗ ringes„Badische Pfalz“ gebührt dem veranstal⸗ tenden Relt-, Fahr- und Pferdesuchtverein Up- pelheim sowie den Kamptrichtern, die ihre um- kangreiche Autgabe vorbildlich bewältigten, ein anerkennendes Loh, Als besondere Leistungen, dleser großartigen Reit- und Fahrwetthewerbe, an der 120 Pferde betellist waren, miissen hervorgehoben werden: Die Dressurprüfung Klasse L, das Jagdspringen Klasse I., die Zugleistungsprütung kür Einspän⸗ ner, der Viererzug mit Halter, Rohrbach, als Pah⸗ rer, das Trabreiten der Über 60fährigen, mit dem Ultesten Tellnehmer Philipp Martin, Eppeineim (5 dahre), Den Wanderprels erhielt verdlenter- Weise der Reiterverein Kirchheim unter Reit⸗ lehrer Willt Hermann, dem es nicht nur gelang, beim FEröttnungs- und Schlußturnter in der Mannschaktsbewertung beim Reiten und Fahren Steger zu werdlen, sondern überhaupt bel ſeder Turnlertellnahme den ersten Preis in dlesen Wettbewerben zu erringen. Eine Ehruntz lür Leo Podolsky Gemelnsam mit dem Amerika-Haus veranstal⸗ tete die Hochschule für Musile und Theater einen Klavierabend zu Fhren von Dr. Leo POodol- S²ñyY-Chikago, Planist und Pädagoge von inter- natlonalen Ruf, leitete er Während der dlesſäh- rigen Salsburger Festspiele einen Meisterkurs Ur Klavler. Mit einigen seiner amerikanischen Mustikestudenten berelst er zur Zelt Deutschland, um sich ein Bild vom Stand der Mustkerztehung zu machen, Schüler des Heidelberger Klavlerpädagogen Wenn der Name Mozarts im Programm der Serenadlenkonserte auftaucht, kann immer mit einem betgelsterungstähigen und zahlreichen H6⸗ rerkreis gerechnet werden. Und dlesmal sah man im Puühlikum Jugend aus aller Welt, die der be⸗ sehwingt und gauber zum Abschluß muststerten „Kleinen NVachtmustl“ enthustastischen Betfall zollte, Dr, Friedrich G. Preilber hatte mit dem Heldelberter Kammerorehester dle Werkees dleses Abends sorgfältig vorbereltet, Die Abwechslungsrelche, anmutige Verschiedenhelt der Contratinze und das Köstliene P-dur Blverti⸗ mento(K.V. 361), bei dem nur dag Andantine nieht gans dem zeforderten Zeitmath entsprsch, Überratehten durck die streng beachtete Dynamil und die Lelchtigleelt der Boegentühruns bei den Strelchern, Mit Welcher Grandenza hat Moezart hler das begondere Kolorit von Oboe und Hör⸗ nern einzusetzen gewuht, Mit dem P-duf-Violinkonsert ernteten Helmut Mendius, erster Konzertmelster amm Mannhel⸗ mer Natlonalthenter, einen gchönen Ertolg, Gro⸗ ger Ton, Kauherlestt im Technischen und musika⸗ lisches Stilgefähl erreſchten besonders in der In⸗ terpretation des Mittelsstzes starlee Künstlerisahe Wirkungen, Das Orchester, von Dr, Treiber, gohr olastisck geführt, begleltele, sleh dem Saltsten unterordnend, mit groher Aaiunbie, Erwin Sehmieder gaben in einem interes- santen Programm aufschlußreichen Einblicke in die Arbelt unserer Musilchochschule, Mr. Allen Hosgden gab in der mit temperamentvoller Musikalität gesplelten chromatischen Fantasle und Fuge ein Uberzeugendes Bild seines Kön⸗ nens, Ihm folgte Ines Herlon mit Beethovens t-moll Sonate op, 2, In ihrem Vortrag zeigten gch sehtne Ansttze zu eigener Künstlerischer Gestaltung, Noch mehr konnte man dies von Margit Traut sagen, die im E-dur Scherzo op. 42 mit hrillanter Geläufigkelt und welchem Angchlag den Zauber Chopinscher Klang⸗ ktarben nachzuselchnen wußte, Zum Abschluß hörte man von Gert Breucker den ersten Jatz des Klavierkonzertes von Serge Prokotflett. Vr meisterte die interesgante, eminent schwile⸗ rige Kompositton mit einer Slcherhelt, die in he- gonderem Maße den dynamisch feinen Ahstu- tungen zugute kam, Für den Orehesterpart am AWelten Flügel hatte er dahel in Erwin Sehmle⸗ der elnen zlcheren Mentor. 8. g. Sonatenabend im Amerika-Haus Das Amerika-Hautß hatte zu einem Konzert der Vlolintstin Hanne Kopp-Dbeutteher und des Planisten Bernhard Kigstler eingeladen, Die ſungen Stuttgarter Künstler haben sieh durch die Ausgesstehneie Interpretatlon moderner Kammer⸗ mußike in zahlretchen deutschen stückten und an in- und ausländtschen Radliogtatlonen einen Namen deomacht. Auch das Heidelberger Programm galt Keammermustkealischen Werken moderner Kompo⸗ nisten, Nach einer eindrucſesvollen„Sonate kür Voline und Plang“ von Walter F6ton.(1040) tolgte ein erst Kürzliceh voxöftentlichtes, Sttlck Lverett B. Meolme, dat or le, Mustlegttizlor der chemaligen ameriſcantschen Milltärreglerung in Heutschland sehrieß, Im Gegensate zu der gewohnt atratten, sehr elngüngisen Fonsprache Pistons zeſtzt Dressur-Prütung: 1, Moser Kurt(Lleseh, Kirchheim, 9%, Kugleistunssbrütuntz tür Einspänner, Kaltbplut! 1. Ewirn Jak,(Ldes), Eppelheim, 0,2, Dressür-Prükung: Baäumann Ludwig(Elia), Hockkenhelm, 9,6,. Dressur⸗ Aunt EKl, AI 1. Veith Urich(Lotte), Heldelberg, 0,8. Fanrprtktunz, Finspünner: 1. Körner Tlieo(Lols), Klrch⸗ heim, 1,2, Mehrspänner: 1, Brandenburtger Emil, Kirch⸗ —.— 75 Abtellunsstahren: 1. Reiterverein Kirch⸗ elm, 0,46. Ia Reiterprükung: 1. Zimmermann Philtpp(Frit), gandhausen, 0,9, Dresgur-Prütung, Klasse L.I 1. Wacker Irmgard(Uisula), Kirchheim, 0,7/. Jagaspringen Kl, A, Kalthlut: Stumpt Brund(Harras), Kitrchhelm, 0 Fehler, 1.. Warmßblut: 1. EZimmermann G., Hockenhelim, o. Veh⸗ ler, 0,0, Ahteilungsreitent 1. Relterverein Kirchheim, 0,7. Jagdspringen, Klasse A: 1, Ungelhorn W.(Sieg⸗ linde), Rohrbach-Leimen, 0 Fehler, 2d Sek. I B Reiter. prüttung, Warmblut: 1, Bäuerlein ſun.(Cotte), Dossen- heim, 9,6, Jagdspringen, Klasge A, Warmhlut, 30 em Aprunghähe: 1. Kaltschmitt Alex(Mase), Kirchheim Vehler, 3/ Sélk“ 60 em sprunsnöne; 1. Gelb Karl (Prine), Fehler, 99 Selk, Vierersug(Gespann), Vahrer: Halter, Rohrb,-Leimen, Fahrprütung t, Mehrspännert 1. Mapel W.(Prinz-Rolt), Jasdspringen, Klasse I., Sprungwelte 1 mi 1. Clauer Hans(Kchiliy, Rohrbach, Vehler, 1.0 Minuten,(Das Alegerpterd iet 1 Jahre alt), Trahreiten tür Herren Uber 9% Jahret 1. Frelber ceorg(Lotte), Plantestadt (C1 Jahrel, Prahreiten, Kaltblut: 1. Spieß Hermann Fanny), Kirchheim, Helms Schaffen, durch einen modernisterten Grleg⸗ und Sibelius-Stil gekennzeichnet, noch unnätige Lüngen. Im Zeichen der europäischen— nämlich der französischen— Moderne stand der weitere Vorlaut des Abends; In überlegener Virtuosität Und bewunderungswürdiger Einheltlichkeit bewäl⸗ tigten die Solisten das Erfolgsstück des Programms, die zwelte gonate Arthur KHoneggers, Hier be⸗ Wies gich die kraftvolle, elgenwitzige, sich aber denngeh gtets unter des Gesetz des Werkes stellende Musikalität Hanne Kopp-Deutschers, Fünt kleine, mit Jragle und technischer Lockerhelt gesplelte Stücke Bohuslav Mavrtinus gsprühten vor er⸗ Aulckender Frische und Lebendigkelt, Das aus⸗ Hezelchnete Werk eines dritten fransöstschen Kom-⸗ ponisten, die zwelte Fonate Darius MiIhauds⸗ (4010%0 bildete den wirkungsvollen Abschluß des Konzertes, Hann Kopp-Deutscher vertügt über ein beschtliches Virtuoses Können und elnen hervor⸗ ragend vollen Bogenstrich, der in tieten Lagen dem leuchtenden Klaug einer Viola ühnelt, Am Klapler War Bernhard Kistler ein zuverlissiger, mustka⸗ lisch keintüuhlender Beglelter,. Beiden dankte an⸗ haltender Belkall. Lue. —— Die Gegenwartskunde in den Grundschulen der KoWJetvonenrepublik soll vom 1, September an den Krleg in Kores im Lehrplan behandeln, Wie ADW herlehtet, gollen auch der Kampt der kommunſstigeh Heführten„nationalen Front“ und dte Oder-Weihe⸗ Linie als Friedensgrense den Kehülern der 5. hig b, Klasse, erklärt werden, Gegenwartskunde wird N un als ordentllches Lehrtach ein⸗ Heführt, Muünchner Phiiharmoniker gehen auf Relsen, Ge- neraimusikcktrektor Fyits Rleger und gie Mänchner Fhilharmoniker Wurdlen eingeladen, Unde gepflem⸗ bor in Rozen, Meran, RBolohna, Vloreng und Mai⸗ land zu Kkonsertleren, Dle Verbändlungen ginc noch nicht Kans abgeschlossen, Ferner ist eine weltere Roeise nach Ssterreich geplant, wðao das Orchester, 778 bokannt, besonders grolſen Prfolg, hatis, Im Frünhhahr steht die KonzerTrelse in dle Schwelte be⸗ Vor, bel der Protessor Knappertshuseh Vier ung Generalmusſledtrektor Rleger Zwel Konserte dlri⸗ AHleroen werden. — Weltergewichtler Rupp(BR 46) war„in Fahrt“ und seins erste schnurgerade Rechte bedeutste nach 16 Sekunden kfür Dennig„Vallnarkose“, Die atändigen Angritte von Posch(SKG) im zweiten Weltergewichtstreften zermürhten Bergmann derartig, daß er nach vier Niederschlägen in der Endrunde das„Aus“ über sich ergehen lassen mußte.— Nachdem im Mittelsewichtskampf zwi- schen Emil Steiger I1(BR 46) und Grat Il einige Valltretter„Ziel“ gekunden hatten, sab der Hel⸗ delberger aut Grund einer trüheren Verletzuns noch in der Antfangsrunde auk.— In der glei- chen Gewichtsklasse gab es zwischen Graf 1 und Baro-Nuß(SKʒ0) härtesten Schlagwechsel, Der Durlacher, einmal bis 6 am Boden, verlor in der Zwischenrunde nach erneutem Magenhaken ent- scheidend. Ziegelhausen gewann großßtes Schülerturnier Der Wettergott meinte es mit den Kleinsten der Fußballer zuerst nicht gut, dessen ungeachtet setz- ten sich die Schülermannschaften außerordentlich ein. Ankangs sah es nach einem Sieg des VfB KEberbach aus, Sämtliche Splele wurden fast ohne Ausnahme katr und anständig durchgetührt, Die technisch schönste Begesnuntz lleterten sich 88 Nußloch und TP8d Ziegelhausen, Vom Pech ver- tolgt war die Mannschatt der Spygs. Neckarge- münd, der es nicht gelang, ein Spiel zu thren Junsten zu entscheiden. Das von den Finheimi- gehen gegen den zweiten badischen Schülermeister durchgetührte Fropagandaspiel endete 112 zu Gun- sten des Gastes. Die Eppelheimer zeigten einen zehönen und technisch güten Fuſtball, dem die Hin- himischen Einsatz und Elan entgegenzusetsen wuß- ten. Von den Neckarsteinachern geflel der Halb- rechte L. Schmidt und Torhüter L. Huber, dessen Abwehrparaden den Eppelheimern manche sichere Torausstfcht zunichte mächte, Am Schluß der Punktesplele hatte sich Zlegel- hausen den ersten und Vi Eberhach den zwelten Platz, gesichert; den Preis der fairsten und an- Stüändigsten Mannschatt erhielt Sch Nugloch, Zlegelhausen„6„ dboiß 94 VIB Eherbach 644— 10. 6.0 5J. Nußhloch 1„ 998 970 ASVEppelheilm 2 es 6 Ahp., Possenhelmn 215 ASV. Eberbach in Sp Neckargemünd 8—— 6 0712 9ſ710 Ein Dasein in Schönheit und Würde ogtrled von Vegesack:„Versunkene Welt“. P. Keppler Verlag, Baden-Baden, 1949, 316 Seſten. DM. 9.60. „Versunkene Welt“ heißt die Geschichte einer Kindheit, die Stegtried von Vegesack neu er- gchelnen liell.— Man begreltt gut, daß) einem Manne, der in krledlicher Zeit aut baltiscken Lier- rensitzen heranwuchs, die krühe Jugend in der Urinnerung wie ein Paradles vorkommen muß. Is scheint auch in der Tat betörend gewegen zu gein; großhrkumig und gorglos— ein Dasein in Schtnheit und Würdle, Wir, die wWir nicht unter %0 klücklichen Umständen Kind zein durtten, vermögen das allenfalls nachzuemptinden, sokern es dem Dichter gelinzt, uns an zeinem Prleben tellnshmen zu lassen, Vegegacke kann das, Er Wandert mit uns auf arkadischen Pladen, und WIr lassen uns gern von ihm kühren, Daß das Land, in das er uns geleltet, allzu sehr ins Lleht versunkener gonnen getaucht tet, hehelligt uns Kaum: wir sehen es Ja mit den gläubigen Augen eines Knaben an, Daß Buch ſet kein und behutsam geschrlehen: eſ lst eineßsß von ſenen Büchern, bel denen es einem leld tut, wenn sie zu Unde sind, Es köönnte noch lange so Weitergehen— ohne Peripetle und Katastrophe, Angenehm Hest sich das, gleſcher- mabhen aber auch ein wenig einschläternd, Vs ſst wWie Blenengummen im Gesweig, dem man lange lauischen möchte, 0 Weshalb zolche Büächer geschytehen Werden? Ich vermute, dalßß ihre Autqpen gzle in erster Lanie kür sich selbst schrelben, in dem Verlangen, ge- llebte Schatten zu beschwären, Geschieht es dann, daß dle beschworenen gchatten auch im Bewußht⸗ geln des Losers Lehen gewinnen, 80 ist aut dem Prtyaten Memaxrlal ein Kleines Kunstwerk ge- Worden, Was, wWie ich meine, auch von Vogesaches Telsvoller Ersählung behauptet werden dark, I. Sch, Seite 6 Sonniagsfahrer am Steuer: 5 Schwerverletzte Ein junger Mann aus Heidelberg mietete ein funkelnagelneues Auto, lud gleichaltrige Freunde und Freundinnen ein und fuhr mit ihnen am Sonntagmittag ins Neckartal. Als in der Nähe der Orthopädischen Klinik ein Wagen entgegen- kam, wurde der Sonntagsfahrer unsicher und verlor die Herrschaft über das Steuer. Er stieſß mit dem entgegenkommenden Auto zusammen. Aus dem völlig demolierten Mietauto wurden fünt Schwerverletzte geborgen. Die Insassen des anderen Wagens hatten Glück, von ihnen wurde niemand ernstlich verletzt. Beide Wagen sind schwer beschädigt, der Sachschaden beträgt nach erster Schätzung 6000 DM. Bei den Verletzten, die in die Chirurgische-, Orthopädische- bzw. in die Kiefernklinik einge- Iiefert wurden, handelt es sich um Elfriede Mar- tine, 24 Jahre, aus Heidelberg, Erika Bentzinger, 25 Jahre, und Inge Kaufmann, 22 Jahre, beide aus Schwetzingen. Bernd Götz, 26 Jahre, aus Heidelberg und Georg Ihrig, 22 Jahre, Kaufmann aus Heidelberg. Die SpD zur Remilitarisierung. Am Freitag, dem 1. September, um 20 Uhr, wird im Gasthaus„Zum Westhof“, Bahnhofstraße, wie das Bezirkssekreta- riat der SPD mitteilt, der Landesvorsitzende der SPD von Württemberg-Baden, Bundestagsabgeord- neter Erwin Schöttle, Stuttgart, den Stand- punkt seiner Partei zur Remilitarisierung klar legen. Alle Mitglieder und Freunde der SpPD sind eingeladen. Von der Universität. Zu planmäßigen ordent- lichen Professoren an der Universität Heidelberg wurden ernannt: Prof. Dr. Harry Meier von der Universität Lissabon für romanische Philologie und Prof. Otto Haxel von der Universität Göttingen für Physik.— Die Lehrberechtigung wurde erteilt: Dr. Otto Bachof für öffentliches Recht und Dr. Horst Weber für Pathologie. In Jagdgebieten: Hunde an die Leine! In der letzten Zeit hat, wie das Städt. Forstamt mitteilt, das Wildern von Hunden stark überhand genommen. Nach dem Gesetz über die vorläufige Regelung der Jagd in Württemberg-Baden, können Hunde getötet werden, die im Jagdbezirle außer- halb der„Einwirkung ihres Herrn“ angetroffen werden. Hunde jeder Art müssen in Jagdgebieten an der Leine geführt werden. „Sdlilangenmensck“ als Einbredter im Fotogesdräft Neuer dreister Einbruch in die Drogerie Holzbach Die Serie der Einbrüche in Heidelberger Fotogeschäften scheint noch nicht abgeschlossen zu sein. In der Nacht zum Samstag wurde ab ermals in der Drogerie Holzbach, Hauptstraſle Ecke St. Annagasse eingebrochen, wobel u. a. sieben wertvolle Fotoapparate, darunter drel Leicas im Gesamtwert von rund 3 000 Mark erbeutet wurden. Alle äußeren Anzeichen deuten darauf hin, dabb es sich bei dem Einbrecher um eine Art „Schlangenmensch“ gehandelt haben mußb. Von einem Flachdach im 1. Stockwerk her schlüpfte der Täter nach Aufbrechen eines Maschengitters in einen nur 42 mal 33 em großen Luftschacht, ließß sich darin über 2. Meter herunter, brach eine Eisenstange im Toilettenfenster auf und kam durch das eingeschlagene Oberlichtfenster über die Toilette in die hinteren Lagerräume der Drogerie Holzbach. In aller Ruhe holte der Einbrecher sodann aus dem Schaufenster drei Leicas und drei wei- tere wertvolle Fotoapparate, suchte sich daazu aus den Ladenregalen die passenden Bereit- schaftstaschen, legte die Preisetiketten säuber- lich auf die Ladentheke, packte noch 2 PFlaschen Kirschwasser und 3 Flaschen Steinhäger ein und verschwand wieder denselben Weg über den Luftschacht. Umfangreiche Ermittlungen seitens der Kripo sind im Gange, Es muſßß sich bei dem Täter um einen äußerst geschmeidigen Menschen gehan- delt haben, der außßerdem mit den örtlichen Verhältnissen vertraut gewesen ist. Nachstehend eine Aufstellung der geraubten Fotoapparate mit Fabriknummer: 1 Leica IIIlc Nr. 512639 Elmar 3,5 Obj. Nr. 770093 1 Leica IIle Nr. 512640 Elmar 3,5 Obj. Nr. 770030 1 Leica Ile Nr. 445938 Flmar 3,5 Obj. Nr. 700754 1 Reproflex 13,5 em 1:4,5 Herst. Müller Memmingen 1 Retina 13,5 Nr. 333260 Obj. Nr. 2817239 1 Nettar 6,3 Nr. S 40452 Varioverschluß Palroziniumsiest der kalh. Piarrgemeinde Wieblingen Die katholische Pfarrgemeinde in Wieblingen beging am Sonntag in feierlicher Weise das Patro- ziniumsfest ihrer Bartholomäuskirche. In einem levitierten Hochamt, das von Pfarrer Hartmann zelebriert wurde und in dem Professor Lossen, Heidelberg, und Pater Hartmann, Brasilien. als Diakone dienten, hielt Kapuzinerpater Guardian Angelus vom Kapuzinerkloster Waghäusel die Festpredigt. Er entwarf das Lebensbild des hl. Bartholomäus und stellte ihn als Vorbild tür den heutigen Christen hin. Am Nachmittag fanden sich die Pfarrangehörigen im„Adler“ zu einer Familienfeier ein. Der aus Brasilien auf Urlaub weilende Pater Hartmann berichtete über das Leben in Brasilien. Er er- zählte von den großen Schwierigkeiten, die sich ihm vor 13 Jahren nach seiner dortigen Ankunft entgegenstellten. In kurzer Zeit habe er die por- tugiesische Amtssprache erlernt und sich dann ganz der seelsorgerischen Aufgabe in der großen deutschen Gemeinde widmen können. Pater Hart- mann berichteéete weiter von dem Priestermangel in Brasillien. Im allgemeinen käme dort auf 20 000 Einwohner nur ein Seelsorger, in seiner Gemeinde habe er aber mit vier Priestern zusammen 20 000 Menschen betreuen können. Obwohl 85/ der Be- völkerung dort katholisch wären, sei Religions- unterricht kein Pflichtfach in den Schulen. Er be- tonte weiter die erstaunlichen Leistungen der Katholischen Aktion. Ein kürzlich gegründetes Katholisches Kino(in der Stadt, in der Pater Hart- mann lebt) stelle sich durch gute Filme in den Dienst religiöser Betreuung. In diesem Zusammen- hang verriet Pater Hartmann auch einen kleinen diplomatischen Trick, den er sich zugunsten des Religionsunterrichtsbesuches zunutze gemacht hätte. Da nur 40 Minuten Religionsunterricht wöchentlich im Stundenplan aufgenommen seien, habe er die Kinder noch zu einem freiwilligen Unterricht an Sonntagen zusammengerufen. Für diesen Besuch bekämen sie eine Freikarte für eine Kinovorstellung. Mit dieser Methode sei es ihm gelungen, betreuen. Noch manche interessante Einzelheiten aus seinem dortigen Leben erzählte der Pater. Nach seinem Vortrag erfreuten sich die Pfarr- kinder an Gesang und musikalischen Darbietungen. Der Flimelub Heidelberg führt am Montag, dem 28. August, um 22.45 Uhr in den Kammerlichtspie- len im Rahmen der Veranstaltungen des Inter- nationalen Ferienkurses eine Sonderveranstaltung des Defa-Films„Rotation“ von Wolfgang Staude durch. Interessenten können sich zwi- schen 11 und 13 Uhr im Zimmer 9 der Alten Uni- versität melden. Der Kreisverband der chem. Kriegsgefantzenen und Vermißten-Angehörigen Heidelberg bittet alle Heimkehrer, die bei dem Soforthilfeamt der Stadt Heidelberg einen Antrag auf Aufbauhilfe gestellt haben. umgehend an einem Sprechtag in der Ge- schüftsstelle des Verbandes vorzusprechen. Sprech- stunden: Montag und Donnerstag von 16—21 Uhr in der Bienenstrahe 2. Pferde- und Rinderschau mit Prümiierung in Wiesloch Anläßlich der 50-Jahrfeier der Landwirtschafts- schule und des kurpfälzischen Winzerfestes fin- det am 7. September in Wiesloch eine Zucht- Viehschau mit Prämiierung der Rinder statt. Zu dieser Schau sind rund 60 Kühe und 5 Bullen gemeldet. Hämtliche Tiere sind im Herdbuch des Verbandes bad. Fleckviehzüchter e. V. Hei- delberg eingetragen. Sie treten sowohl als Ein- zeltiere, als auch in Sammlungen und Kuhfami- lien in Wettbewerb. Auch das Bad. Pferde- stammbuch e. V. Heidelberg ist mit Zuchtstuten- und Fohlen vertreten. ——ͤ—-—-— Was geschieht mit den Behelfsheimen? Leimen. Niemand dachte daran, als in den Jahren 1943 und 1944 die Behelfsheime erstellt wurden, daß diese Kleinbauten einmal ernste Sorgen der Ge- meinden werden könnten. Die Behelfsheime konn- ten damals durch eine Baukarte ohne Vorlage eines ordentlichen Baugesuches erstellt werden, da die Art und Größe der Ausführung in den gesetzlichen Bestimmungen vorgeschrieben war. Der Grund und Boden blieb Eigentum des Grundstücksbesitzers und der Grundstückseigentümer kann die Entfer- nung des Behelfsheimes verlangen. Diese Bestim- mung bedeutet für den Behelsheimbesitzer eine außerordentliche Härte und ferner eine unausführ- bare sinnlose Unmöglichkeit. Die Behelfsheime ha- ben doch bis zu ihrer Fertisstellung und dem dann noch folgenden Weiterausbau 6 000.— bis 12 000.— RM, je nachdem ob einfaches oder Doppelbehelfs- heim, Baukosten verursacht. In Leimen wurden diese Heime auf gemeinde- eigenen Baugrundstücken erstellt und zwar s0 an- geordnet, daſl jederzeit ein Wohnhaus davor erstellt werden kann, sodaßb die Behelfsheime Hinter- haus werden und zum Teil schon geworden sind. Der Gemeinderat hatte sich nun in seiner letzten Sitzung darüber zu unterhalten, inwieweit die Ge- meindèverwaltung sich zur reéstlosen Lösung dieser Frage einschalten soll, denn ein Besitzer eines solchen Doppelbehelfsheimes hatte der Gemeinde sein Anwesen zum Kauf angeboten, ein anderer Besitzer eines behelfsheimartigen Kleinwohnhauses, das allerdings erst im Jahre 1946/1947 erstellt wurde und jedoch die ordnungsgemülle Genehmigung der Baubehärde hat, wünscht die Ubereigung des Grundstückes, um später ein größeres Wohnhaus in die Bauflucht erbauen zu wollen. Man war nun der einmütigen Auffassung, dem Wunsche insoweit Rechnung zu tragen, daß man das Baugrundstück bis auf weiteres dem Kleinwohnhausbesitzer in Pacht belüßht und ihm jederzeit bei eintretendem Bedarfsfalle durch einen anderen Bauplatzliebhaber den Vorrang einräumt. Bei dem Mangel an ge⸗ meindeeigenen Grundstücken für Bauplätze kann im Augenblick keine andere Lösung gzetunden werden. Weiter hatte sich der Gemeinderat wegen Ver- kKäufes eines Baugrundstückes, das Eigentum der Schulpfründe ist, zu befassen, Der Verkauf eines golchen Grundstückes bedarf jedoch der Genehmi- gung des Kultusministerlums. Da das Vermögen der Pfründe nicht verkleinert werden daärt, ist die rage aufzuwerten, ob bel einem Verkauf elnes rundstückes tatsächlich eine Vermögensverminde- runtg eintritt. Im Realwert wohl, aber im Gesam- ten nicht. Es wurde bel dieser Gelegenheit die vorbildliche Einstellung der evantzelischen und Kkat- holischen Kirchenschaffneéten hervorgehoben, dle die Grundstücke in Erbpacht als Bauplätze zur Ver- fügung stellen. Man will nun dem Kultusmintste- rium diese Handhabung vorschlagen, In Forttüh- rung der Straßenverbesserung wird demnächst der Gehweg an der St. Ilgener- und Nußlocherstraßhe hergerichtet, während die Zufahrtsstraße zum In- dustriegeläünde erst mit der Planung der neuen Kläranlage in Angrift genommen werden kann. Nackrichlen aus der engeren Heimal Erfolgreicher Blumenschmuckwettbewerb Neckarsteinach. Der vom Verkehrs- und Hei- matverein Neckarsteinach durchgeführte Blu- menschmuckwettbewerb wWar ein voller Erfolg. Die Beteiligung der Bevölkerung war außeror- dentlich groß. Den Ehrenpreis erhielt das„Hotel Schwalbennest“ Bes. Gg. Reinhardt. Einen 1. Preis erhielt die Stadt Neckarsteinach und das „Café Eitle“ Bes. Carl Eitle. Einen zweiten Preis erhielten Johann Ebert, Fr.-Ebert-Straßße, Gast- haus„Zum Neckartal“ Bes. Gg. Schneider Wwò., Gasthaus„Zzum Lamm“ Bes. Nik. Beisel. Insge- samt wurden noch über zwanzig 3., 4. u. 5. Preise verteilt. Eine lobende Erwähnung erhielten wei- tere 20 Einwohner. Elternabend in Rot Rot. Dieser Tage hatte die Volksschule die El- tern der Kinder des 1. Schuljahres zu einem Elternabend eingeladen um ihnen gleich zu Be- ginn des Unterrichtes die Art der neuen Lehr- methode klarzulegen. Zunächst gab Herr Leh-⸗ rer Riemer einen Ueberblick über die Ganz- heitsmethode und überzeugte die Eltern von de- ren Vorteil gegenüber der alten Lehrweise. Der Wert dieses Elternabends wurde allgemein aner- kannt und man freute sich über die Zusam- menarbeit zwischen den Lehrern und den El“ tern der Schulkinder. Die Tabakernte hat begonnen Rot. Die Sandblatternte läuft seit der letzten Woche auf vollen Touren. Fast in jedem Haus des Dorfes ist man eifrig mit dem Einfädeln der gelben Bläter beschäftigt. Auch wird bis zur kommenden Woche schon vereinzelt mit der Ernte des Hauptgutes begonnen werden, wel- ches in diesem Jahr infolge der günstigen Wit- terung in Bezug auf Qualität und Auantitüt ein guter Jahrgang zu werden verspricht. as- In letzter Minute einen Groſtbrand verhindert Wiesenbach. Leichtsinniger Umgang mit einer Lötlampe hätte am Freitagabend, als beim Wag⸗ nermeister Jakob Grimm die Dreschmaschine aufgestellt wurde, leicht dessen gesamte Frucht- und Holzvorräte kosten können. Man hatte eine Lötlampe in die Werkstatt abgestellt, wo ein junger Mann an ihr„herumprobierte“, Plötzlich entstand eine große Stichflamine bis zum höl- zernen Gebülk, über dem die Frucht lagert. Auf den Feuerschein eilten Nachbarn herbei. Es ge- lang in léetzter Sekunde mit Kleidung und Säcken das Feuer zu ersticken, das in den Holzspänen, dem Holzlager und der gesamten Frucht reiche Nahrung gefunden hätte. Eine Warnung an alle Bauern, während der Dreschzeit mit offenem Licht vorsichtig zu sein. Was man in Neckargemünd alles erlebi Das friedliche Leben in unserem Städtchen erfuhr vor einer Woche eine ungewohnte Ab- Wechslung, als die abendliche Stille gegen halb zehn Uhr von dem Geheule der Sirenen unter- brochen wurde. Es war jedoch keine Gefahr im Verzug, sondern die Freiwillige Feuerwehr hatte nur ihre tapferen Männer zu einer Nachtübung aufgerufen, deren unschuldiges Brandobjekt die Textilfabrilt von Gebrüder Walker gewesen ist. Ihre Fabrikwehr, sowie die Wehren von Neckar- gemünd und Bammental sind sofort zur Stelle gewesen, die Uebung klappte vorzüglich und die Elsenz hat für drei Motorspritzen fretwillig das Wasser spendiert. Bei der ganzen Affäre lob ich mir unseren hiesigen Kommandanten, der seine Nachtübung vorsichtshalber vorher, wenn auch ohne Zeitangabe, in unserem Amtsblatt angekündigt hatte, damit beim Aufheulen der Silrenen kein ängstlicher Einwohner von einem eventuellen Atombomben- oder Untertassen- Kkoller befallen werde und der Furcht, sein letz- tes Stündlein habe geschlagen.— Nachdem unsere liebe Damenwelt beim Som- merschlußverkauf ihren Bedarf an farbigen Kleiderstoflen reichlich gedeckt hat, bekommt auch der Vater Staat ein löbliches Hinsehen und beschert unserer Brücke endlich das lang- ersehnte grünfarbene Gewand. Als ich dieser Tage über die Brücke lief, sah ich auf dem westlichen Gehweg schon allerlei entsprechen- des Matertal geschichtet und auf dem Haupt- träger lag sogar ein Heizkörper, wie man solche kfür Wohnräume benötigt. Während ich stehen blieb und nachdenklich das Gerippe beüugte, kamen zwei Männer des Wegs, die meinen Blicken folgten, ebenfalls stehen blieben und mich interesslert fragten, was denn der Heiz- körper mit der Brücke zu tun habe. Da hat mich der Schalksteufel geritten und mit ernst- hafter Miene erklärte ich den beiden, die Brücke würde auf ihrer ganzen Länge von unten her mit Heizkörpern armiert, die im Winter die Gehwege heizen, damit die Fußgänger keine kalten Füße bekommen. Meine Zuhörer sahen mich schweigend an und gingen dann Kopf- schüttelnd weiter, aber wenn ich ihnen mal im Winter auf der Brücke begegne, werde ich viel- leicht nichts zu lachen haben. Ein erwartungsfrohes inneres Lachen verspüre ich jetzt noch, wenn ich an die Mostbehälter denlce, die in Gestalt von Kübeln und Füssern bis vor kurzem hier allerorten vor den Häusern standen, mit Wasser gefüllt, damit das quel- lende Holz die schädlichen Ritzen verschließe. Die Apfelmühlen haben ihre atomzertrüm- mernde Arbeit schon begonnen, aus den Keltern sprudelt der süße Most, ein erquickendes Ge- tränle für die Leckermäulchen von Kindern und Frauen. Hat der Most einige Tage hinter sich, dann ist er als„Risser“ den Männern ein Lab- sal nach des Tages Last und Mühen, doch dieser hat, im Uebermaß genossen, seine Tücken und versetzt den Zecher in eine voreilige Kerwe⸗ stimmung. In drei Wochen feiern auch wir Kleingemünder Kerwe, wozu wir unsere Vor- stäüdter, die Neckargemünder, immer herazlich einladen, und die revanchieren sich dann mit ihrem„Katheinermarkt“. Doch bis dahin er⸗ hoflen wir noch manches halbe Pfündlein Zucker von unserem Krämer, und so wollen Wir vorläufig die mostdurchtrünkte Gegenwart danlebar genieſßlen. Nemo die Kinder intensiver roligiös zu 5 Montag, 28. August 1950 * — ——2 f N 8 Unser Bild zeigt den Tatort beim Einbruch in die Drogerie Holzbach und den Weg, den der Ein⸗- brechér durch den 2 m tieten Luftschacht nahm. Realgymnasium auf Wunsch lateinfrei Vor wenigen Tagen ist ein Erlaß der Landes- bezirksdirektion für Kultus und Unterricht Karls- ruhe herausgekommen, der genehmigt, daß mit Beginn des Schuljahres 1950/%51 in der unter- sten Klasse der Höheren Schulen(Sexta) neben Englisch auch mit Latein begonnen werden kannn, und daß in der 3. Klasse(Quarta) statt Latein als zweite Fremdsprache auch Franzö- sisch gewählt werden darf. Diese Neuregelung bedeutet die Erfüllung vieler Elternwünsche und bewirkt eine wertvolle Auflockerung des Lehrplanes.“ Der vorgesehene„Zug“ mit Latein als erste Fremdsprache wird Schülern der drei Unter- klassen den Schulwechsel von einem Realgym- nasium und umgekehrt ermöglichen. Dies nimmt in Fällen einer Versetzung oder eines Umzugs manchen Eltern eine schwere Sorge und Belastung bei der Umschulung ihrer Kin- der von einem Ort zum anderen. Die Möglichkeit, in einem Realgymnasium, das mit Englisch als erster Fremdsprache be- ginnt, in Quarta(3. Klasse) statt Latein Franzö- sisch zu wählen, schafft wieder einen Schultyp, der sich der früheren Oberrealschule annähert. Diese Neuerung dürfte vor allem von jenen Eltern begrüſßt werden, die ihre Kinder nur bis zur Vollendung der Schulpflicht oder bis zur Untersekunda(6. Klasse) dem Realgymnasſum anvertrauen wollen, umn sie nachher einer Be- rufs- oder Fachschule zuzuföhren. Außerdem gleicht mit dieser Regelung Nordhaden seine Höheren Schulen den Schulformen in den Nach- barländern an. Zwar sind die beiden Splelarten nur probe- weise genehmigt, aber man dart wohl davon überzeugt sein, dab insbesondere det lateinlose Zweig, der in dem Erlaß als„naturwissenschaft lich-mathematischer Zug“ beseichnet ist, sich wieder rasch einbürgern und vielen mehr zu technischen oder praktischen Berufen veran- lagten Kindern den Weg durch die Höheèere Schule erleichtern wird. Bei einer Befragung der Heidelberger Eltern haben sich rund 45% tür diesen„lateinlosen Zug“ ausgesprochen. In dem FErlaß ist noch nichts gesagt über den Abschluß der Schulbildung des lateinlosen Zu- ges nach der 6.(Untersekunda) oder 9. Klasse (Oberprima), Ebenso fehlen noch die neuen Stundentafeln und die Stoftpläne. Aber aus der Bezeichnung„Naturwissenschaftlich-mathema- tischer Zug“ ist zu schließen, daß auch diese Gabelung als 9llassige Vollanstalt gedacht ist und daßs ihr Besuch mit einer Relfeprütung endet. Oberstudiendirektor Faul Herr Montag, 28. August 1950 Aerzteüberllul— Aerziemangel Bad Godesberg. Mehr als 5000 existenzlose junge Arzte arbeiten heute als„Straßenbahn- schaffner und Kanalarbeſter“ in Westdeutsch- land, wurde von Delegierten des 53. Arztetages bekanntgegebenen. Der jährliche Nachwuchs an jungen Arzten betrage etwa 2000, gegenüber einem Ausfall durch Sterbefälle von rund 800 Arzten pro Jahr. Die Delegierten des Arztetages forderten nachdrücklich die beschleunigte Erschwerung und Verlängerung des ärztlichen Studiums als einzige Möglichkeit, um die Zahl der Medizin- studenten zu verringern. Professor Fischer von der Universität Jena, der als Vertreter aus der Ostzone an dem Arate- tag teilnimmt, erklärte:„In der Ostzone fehlen 7000 Arzte“. Es gäbe in der Ostzone keine Vo- lontür-Aerzte, Jeder Arazt, der arbeite de auch bezahlt. 50 Dusen-Nachtjäger mil elekktrischen Augen Eine fliegende Radarstation London. Die britische Flugzeugindustrie hat, wie in der Nacht zum Montag in London be- Kanntgegeben wurde, die Produlction eines neuen Meteor-Düsen-Nachtjägers aufgenommen, der das Rückgrat der westeuropäischen Luftvertel- digung bei Nacht werden soll und von seinen Konstruleteuren als eine„fliegende Radar-Sta- tion“ bezeichnet wird. Die neue Maschine ist schneller als jeder an- dere bisher gebaute Nachtjäger und ist auch in seiner Radarausrüstung allen bisherigen Typen Überlegen. Seine„Beute“ wird er, Wie die Kon- strulcteure erlelärten, mit„elektrischen Augen“ sehen. Mit Radargerät wird das Ziel erkannt, und auch die vier 2-Zentimeter-Bordkanonen werden elektrisch bedient und auf das Ziel ein- gestellt. Die offiztelle Typenbezeichnung des neuen Flugzeugmodells ist„Armstrong With⸗ Worth 11 Meteor.“ 1 5 Mordkommisslon mit Tränengasbomben. Mit Tränengasbomben mußte sich die Stockkholmer Mordkommisslon Einlaß in eine Villa in der Vorstadt Tureberg erzwingen, in der sich der 25jährige Onmibusfahrer Gunnar Larsson ver- schanzt hatte, Im Haus lag die Leiche eines 7jührigen Mädchens der Verlobten Larssons, die von dem jungen Mann gegen den Willen ihres Vaters Über Nacht in der Villa festgehalten und dann erschossen worden war. Auch einen Polizei- beamten, der das Mädchen herausholen wollte, trat eine tödliche Kugel Larssons. Als die Mord- kommission vor dem Haus ertchien, eröffnete Larsson sofort das Feuer. Schließlich robbte einer der Beumten durch den Garten und wart Trä- nengasbomben durch ein Fenster. Die Polizei stürmte dann das Haus, in dem Larsson mit tränenden Augen vergeblich nach Verteidigungs- möglichkeiten suchte. Im letzten Autgeblick rich- tete er, da er keinen Auswes mehr sah, die Waffe gegen sich selbst. Flennor Roosevelt als Gesantgssolistin. Eleanor Roosevelt, die Gattin des verstorbenen amerilcani- schen Präsidenten, gab unter dem bekannten Pirl- genten Serge Koussevitzky bel den Berkshire Festi- vals ihr musſkalisches Debut als„Erzählerin“ in Prokofjewe symphonischer Dichtung„Peter und der Wolt“, Eleanor Roosevelt war erst am Morgen der Aufführung zur ersten Probe eingetroffen. Sie sang nach den Berlchten„mit großer Slcherhelt und Selbstvertrauen, ohne je einen Einsatz zu ver- säumen“, Die Zuhörer riefen sie fünfmal vor den Vorhang. SCIIANTENI rgntren: ClESIEIGNI Schluſ Oredas Leute Waren in der Hand der Polizel. Als sle erfuhren, daß Oreda tot War, hatten sle im Kreuzverhör schllenlich gestanden. Ar- mänds Rar mit dem Opiumkeeller War in der- selben Nacht ausgehoben und geschlossen Wor“ den. Jondin war von allen der Zäheste gewe- sen, flel aber am Ende auch um. Durch Kreuz- fragen hatten die Beamten ebenfalls alles Über die Bande in Les Rodues beim Ziegenhirten Beppo herausgebracht, àu der Jantos gehörte. Die einzelnen Verzwelgungen des ganzen Schmuggelnetzes relchten bis zur Pyrenllen- grenze, nach Belgien, zum Kanal. Auch Aridos, die Schliffsverbindungen, die Lleferanten im Ausland und den Mann im Lagerschuppen an der Joliette hatte Jondin zum Schluß genannt. Der Kriminalbeamte betglüichewunschte Sidney Und sich selbst, daß er auf ihn gehört—: Selt langer Zeit war der Marselller Follzel ein der- art lohnender Gritt nicht gelungen. „Buchen Sie es auf Thr Plusleonto“, gagte Sid- ney.„Mir selbst lag Ausschließlich nur daran, Siivo Oreda unschädlich zu machen. Er War ein genialer Schuft. Ste müssen nümlich Wissen. doch das gehört nicht hlerher.“ X f Geort Korodt sa am Bett tzeiner Frau in Mentone, Allce war ruhig und beinahe heiter. Nun, nachdem ste ihin alles gesagt, erschlen ſhr der Abschied leicht. Gegen Morgen war Elena gelkommen., Sle trat ins Kränkenzimmer, die Mutter War Allein; gle Schlief, Vielleſcht war sle auch bewulhtlos, Die bleitarbenen Schatten, um ihre Autzen hatten sich vertleft, ihr zartés, schmales Gesilcht war durchschetnend welh. Spüter kam Korodt. Plena flel dem Vater um den Hals, sie hatte Tränen in den Augen,„Elen⸗ chen“, sagte er,„Kleines Mäüdchen...“ Dann Wachte die Mutter auf. Ste War gar nicht erstaunt, Plena zu sehen,„Ich wußte, daß du kommen würdest“, sagte die schwach. Wlena streſchelte die Hand der Mutter; die Hand War kühl und samten wie ein Blütenblatt. Die Auten hatten das unruhige Flackern verloren, DIE BUNTE SEITE London. Die Bevölkerung der britischen Hauptstadt Wird gegenwürtig durch eine Serie geheimnis⸗- voller Kindsmorde beunruhigt. Trotz fleberhaf ter Bemühungenn ist es den Beamten von Scotland Vard bisher nicht gelungen, den oder die Tüter zu fassen. Eine Atmosphäre von Angst und Schrecken, wie wir sie aus Fritz Langs Meisterfilim„M“ kennen, breitet sich in Londons nüchtlichen Straßen aus. Kindermorde haben in den letzten Wochen in erschreckender Weise zugenommen. Es sind Kaum zwel Monate her, da wurden zwel kleine Mädchen im Alter von anderthalb und drei Jahren von ihrem Vater in einem Anfall von pathologischer Verzweiflung erstickt. Kurz vorher endete die tagelange Suche nach der von Canterbury, an der 1200 Polizisten teilnah- men, mit der Auffindung der vargrabenen Leiche unweit des Hauses ihrer Pflegeeltern; es stellte Zucker-Hamstérer bereuen. In einer kleinen schwäbischen Gemeinde geschah es, daſß der Pfarrer beim sonntäglichen Gottesdlenst auch auf, die augenblickliche Zuckerknappheit zu sprechen kam und insbesondere den Frauen zu- rlet, Hamstern und Horten sei menschlich Klein und beweise kein starkes Gottvertrauen. Seine Worte flelen auf fruchtbaren Boden: 50 Pfund Zucker, 10 Pfund Grieß und 7 Pfund Reis wur- den innerhalb 24 Stunden bei dem Seelsorger für wohltätige Zwecke abgegeben. Boxer wird Geistlicher. Henry Armstrong, einst Inhaber dreier Weltmeistertitel im Boxen Federgewicht, Lelchtgewicht und Weltergewicht), hat beschlossen, baptistischer Pfarrer zu wer- den„Ich fühle eine Berufung in mir“, sagte der jetzt 27 Jahre alte Neger,„und ich will ihr tolgen“. Neuer Komet entdeckkt. Die vatlkeanische Sternwarte gibt die Entdeckung eines neuen Kometen bekannt, der in den Nächten vom 23., 24. und 25. August fotograflert werden konnte. Die„knacken“ nicht mehr. In Garmisch und Freising wurden vier„Autoknacker“ verhaftet, die in den letzten Wochen fünfzehn bis zwanzig amerikanische Personenwagen aufgebrochen und ausgeraubt haben. Ste machten dabei eine Beute im Werte von 2000 bis 4000 Dollar. England spart Fett. Das britische Ernäh- rungsmintsterium teillt mit, daß die Butter- ration von fünt Unzen wöchentlich auft vier Unzen herabgesetzt wird(eine Unze beträgt 28 Gramm). Zugleich wird der Preis für ein Płund Butter von einem Schilling zehn Pence auf zwel Schilling erhöht. Diese Maßnahmen treten am 10. September in Kraft. von der Abgeordnetenkammer Überreicht. Zur Fertigstellung des Armbandes arbeſteten Juwe- llere insgesamt 920 Stunden, Mit 5 Dollar um dle Welt. Mit 5 Dollar in der Patsche sind sechs Studenten vom Pariser Quar- tier Latein zu einer Reise um die Welt aufge⸗ brochen. Sie haben sich vorgenommen, Uberall kür die Erhaltung des Frledens einzutreten und für die Bildung einer internationalen Organisa- es Wwar ein seltsamer Glanz in ihnen. Allce Ko- rodi war von einer rührenden, gläsernen Zer⸗ brechlichkeit, schöner als Elena sle ſe gesehen. „Lege dich schlafen, Kind“, sagte der Vater. „Du slehst todmüde aus.“ f „Ja...“ klüsterte die Mutter,„schlafen ist Fut Im Hotel, in dem sie bel ihrer Ankunft ab⸗ gestlegen Waren, fragte Flena nach Marletta. Die hätte sich hingelegt. Von Sidney war Kkeine Nachricht gekommen, In hrem Zimmer ver⸗ suchte Elena zu schlafen, aber solange sie nichts von Sidney wußzte, fand sle keine Ruhe, Der Zustand der Mutter war unveründert, als Elena wiederkam. Nur der Puls wurde lang- gam schwächer und schwächer Es trieb Hlena ruhelos umher. Endlich ging sle Wieder ins Hotel und rief das Royal in Mar⸗ sellle an. Marietta, die inzwischen aufgestan- den War, Klopfte bei hr an und trat in dem Augenblicle ins Zimmer, als die Verbindung zustandekam. Elena winkete ihr, still zu sein. „Moment, ich verbinde mit Mr. Avery“, hleſß es drüben. Es dauerte nicht lange, dann hörte Flena Sidneys Stimme, entfernt und undeutlich.„Sid- ney!“ rlet sle.„Wie geht es dir?“ „Allright“, KKam es zurückk.„Ist alles vorbel.“ „Sprich lauter, Sidney.“ „lch liebe dich“, brüllte er ins Telefon.„Bltte Süß es auch.“ „Geht nicht. Martetta steht neben mir...“ „Put euren Getühlen bloſb Keinen Zwang an“, süßte Marletta fronlsch.„Glaubst du, lch wükte das nicht lüngst?“ „leh sage es, wenn du hler bist“, saste Elena. „Wann kommst du“ „Morgen. Auf morgen, Plena!“ Sile hüngte eln.„Stdney läcgt dich grüßhen.“ „Lüg doch nicht“, sagte Marletta,„Ist Ja nicht Währ.“ Sle trat einen Schritt aut Elena zu und Schaute thr ins Gestcht.„Ihr zwel lebt euch Ja zum kotzen!“ sagte, sle verkchtlich.„Aber morgen mub mich dein Ungländer bis zur Grenze bringen.“ Gegen Abend— FElena war noch einmal bel ir gewesen— starb Altce Korodt. Man hatte ihr Bett auf den Balkkon geschoben, die Sonne waär schon im Untergehen, „Stütze mich“, hauchte sie,„Ich möchte das Meer sechen.“ Korodt legte behutsam den Arm um zle und hob sle ein wenig in die Höhe,„Danke“ mur⸗ melte sle, Ste lag schwer in zeinem Arm, ihr geßoimniscolle Nindsmonds beunnullige Auch die Gentleman-Juwelendiebe arbeiten mit Hochdruckt/ Scotland Vard und sei dreijährigen Pamela in der Umgegend Kleine“ Geschenke.. Ein ausg, 61 Diamanten bestehendes Armband wurde Frau Eya Peron,“ der Gattin des argentinischen Staatsprästdenten, sich heraus, daß der Pflegevater das Kind schwer gezüchtigt hatte und die kleine Pamela hren Verletzungen erlegen War. Die jüngsten zwel Fälle, die ganz England in Atem halten, spielten sich vor wenigen Tagen ab, Ein 15jähriges, ungewöhnlich hübsches Schul- müdchen, Patricia Beard, wurde auf dem Weg zur Fischbackstube in Brixton, einem südlichen Stadtteil von London, von einem Schiffsheizer angefallen und durch Messerstiche getötet. Genau 24 Stunden später wurde das Ver- schwinden der dreijährigen Dorothy Moris wüh⸗ rend eines Kindergartenausfluges in Kent ent- deckt. Sie wurde in ihrem roten Badeanzug zum letztenmal am„Bloody Point“, einem Küsten- vorsprung bei Sandwich, von Badegüsten gese- hen. Vor dem Kind schob ein Mann ein Fahr- rad, hinter Dorothy ging eine Frau. Bisher sind weder Dorothy noch ihre Mörder gefunden wor- den. Die Kriminalpsychologen fragen sich, warum Weues dus uller Welk tion zu werben, die es allen Studenten ermög- lichen soll, nach Beendigung ihrer Studlen eine Gratisweltreise zu machen. Ihre ersten Etappen sind Lyon und Genk. Freiwillig im Flüchtlingslager, Sleben franzö- sische und zwel belglsche Studenten und Stu- dentinnen leben seit drei Wochen in zwel Flens- burger Flüchtlingslagern, um die Not der Flücht- Unge an Ort und Stelle kennen zu lernen. Kurstadt ohne Auspuffgeräusche. Die Büising- wWerlke häben für die Wiesbadener Omnſbusse einen besonderen„Kurstadt-Auspufftopf“ kon- strutert, der die knatternden Auspuftgeräkusche kast betzeitigt. Liebeneiners„Frledenstor“. einer mußte die Verfilmung „Weibsteufel“(Drehbuch Carl Zuckmayer) um mehrere Monate verschieben, da die Schweizer Produzenten auf lüngere Vorarbeiten Wert legten, die vorgesehenen Pärsteller, unter ihnen Hilde Krahl, aber thren Theaterverpflichtungen nach- kkommen müssen. Llebeneiner bereitet 2. Z. in dem österreſchischen Wallfahrtsort Martazell den Fllm „Tor des Friedens“ vor, mit dessen Aufnahmen Ankfang September begonnen werden soll und der von kirchlichen Kreisen finanzlert wird. Hilde Krahl und Attila Hörbiger werden als Hauptdar- steller genannt. Ein Dementi Veit Harlans. Veit Harlan bezeich- nete alle Meldungen als„unsinnig“, nach denen er bel der in Mannheim gegründeten Tonbild-Studio Ambll. einen Film nach John Knittels Roman Therese Etienne“ mit Kristina Söderbaum in der Hauptrolle drehen werde, Die Kosten dieses Filims sollten nach den von Harlan dementterten Mel- dungen I.d Millionen Marle betragen, von denen das Land Württemberg-Baden 700 000 als Ausfall- bürgschaft gewährt habe. Wer unter une ohne Sünde 16t“. Gättingen. Velt Harlan und Shristina Söder- baum haben in den Göttinger Ateliers mit der Ver- füülmung der Stormschen Novelle„Aduts Submer- sus“(in den Wassern versunken) begonnen. Chri- stina, die seit Kriegsende zum ersten Male wieder vor der Kamera steht, spielt die tragische Haupt- rolle, Ihr Gatte führt die Regie. Veit Harlan hat Alexander Golling mit nach Göt- tingen gebracht, der seit langem im Film pausterte und jetzt die Rolle des bösen Bruders von Katha- rina(Christina Söderbaum) übernahm., Hans Holt Splelt den Johannss. 0 Wolfgang Lleben- von Schöntterrs der jüngst verstorbene Schrittsteſfler, Gatte Ina Seidels, ist der Autor unsères neuen Romans Jao votgittorle Senoler Fin Mädchenschicksal Wird zart und spannend von Dichterhand autfgerollt— ein Schickesal, das aut einem Gutshot begiunt,. Plötzlich stenht die Witerniose in einer Wochenschau das Bild einer Frau, dte ihr merle⸗ würdig vertraut ist. VDann Welth stet dte Frau hinter den Gittern lot meine Mutter, Meine Mutter lebtt gle Wird getangen gehalten— iugendwo. Und sie beginnt mit inrer guche, gchöne Milteuselchnungen aus dem dtplomatischen Leben betzleiten die erregende Hand- lung, die sich bis zum Schlulh immer mehr stelbert, Ab moigen in uunbο¹ Roilung/ E Kopt an seiner Brust. Ste schloßb die Augen. „Man mul sich gegenseltig das Leben verzel- hen, wie du es getan hast, Georg. Plena hat Randolt nie gellebt, Sorge dafür, daßh sle gldlele- Ueh Wird...“ „Ja“, sagte er,„ich verspreche es dir.“ gile seufzte tlet und zutrieden, dann lag sle reglos, Ihm schien, als würcke ste schwerer und chwerer. EUr lelh sle in die Kissen gletten. Sie atmete nicht mehr Am nächsten Tag kam Sidney. Als er von Oredas Ende berichtete, verfürbte sich Elena. Martetta, die dabelstand, biſß sich gchwelgend aut die Lippen, Ste schtckete einen kurzen, schwer zu deutenden Bllekk zu Flena hinber—— War es Tritumph, Mitleld, Reue..“ „Jetat kührst du mieh hinüber, Engländer“, Selte 7 n die Loncloneꝛ Citg ne Kriminalpsychologen stehen vor Rätseln England, das Land der Kinderfreunde, zutzleich das Land der Kindermörder ist. Die Antwort ist nicht leicht zu finden. 90 Detektive auf einem Galaball Auch die„Gentleman-Diebe in England wur- den immer frecher. Schon jetzt zerbrechen sich die„grobßen Fünt“— die Chetdetektive von Scot- land Vard— ihre Köpfe, welche Maßnahmen sie anläßzlich des im kommenden Mai statttindendten Balles der britischen Juweliersvereinigung im Londoner Dorchester-Hotel ergreiten müssen, um die Teilnehmer, welche die schönsten und kostbarsten Juwelen des Empires tragen werden, vor Unliebsamen Uberraschungen zu schützen. Denn die Gentleman-Juwelendiebe urbeiten mit Hochdruck: ihr letzter Streich, bei dem sie Schmucksachen im Wert von 40 000 Pfd. Sterling Wührend eines Festes bel Cannes an der Rlviera erbeuteten, ist noch nicht aufgeklürt; man ver- düchtigt ehemalige Erzherzöge, Damen der Londoner Gesellschaft, amerikanische Lebeſung- linge Als Kürzlich in Monte Carlo der glanzvollste Galaball seit Kriegsende stattfand, mischten sich 90 Detektive unter die Güste,. Dlesmal ge- schäh nichts; aber in derselben Nacht Wurde in elner anderen Riviera-Villa Kurzschluß arran- glert und die Gesellschaft der Madame Dreytfus, einer Pariser Millionärswitwe, ausgeraubt. Auch die Hlntergründe des Aga Khan-quwelendieb- stahls, als dessen Mittäter der ehemalige briti- sche Oberst George Watson-Lindsay, Ritter der Ehrenlegion, verhaftet wurde, sind immer noch nicht aufgelelürt, wenn auch die Juwelen selbst gefunden wurden. Die Schwierigkeiten, mit denen die internatlo- nalen Polizeibehörden zu rechnen haben, und die von den Juwelendſeben natürlich weidlich ausgenutzt werden, liegen vor allem in der Tat- säche, daß diese Art von Dlebstählen sich tradi- tionsgemäß innerhalb der oberen Zehntausend abspielt, so daß es eine fast unlösbare delikate Aufgabe ist, den Gentleman vom Gentleman Dleb zu unterschelden. 45—— Stilblüten aus alten Polizeiberichien Die Frau war bereits tot, als hre furchtbar entstellte Leiche gefunden wurde. An einem Schalter des Hauptpostamtes Wur- den zwei falsche Fünfmarkscheine festgehalten, die aus Blel hergestellt waren. „ und plötzlich standen die Beamten 2wei Frauen desselben Geschlechts gegenüber. Wünrenck der Gettztete und selin Beglelter in einer Wirtschatt beim Bler saßzen, schnitt der Angelclagtée sein Schüstérmmésser aus der Tasche Schlauch durch. Dies wurde letzterem mitge- teilt, und als dleser aus der Kneipe Kam, soll der Angelclagte sein Schustermesser aus der Tasche gezogen und es dem Getöteten in den Lelb gestollen haben. 8 Als man dem Uberfahrenen Hllfe bringen wollte, war es zu spät. Der Unglückliche War seit acht Tagen verhelratet. gügte sle,„Adleu, Elena.“ Sle relchte mr die Häand.„Mach's besser als ich...“ „Lebwohl, Marletta!“ Am Nachmittag kehrte Sidney zurücke. Der Arzt stellte eine schwere Sehnenzerrung mit Blutergüissen fest.„Wie Ste mit dem Fuß über- haupt gelaufen sind, begreite ich nicht“, satßte er. „Was zein muß, mußß eben szein“, sagte Sidney. Spüter lag Sidney mit einer festen Bandage im Liegestuhl auf der Terrasse, Elena War bel Hm. Ringsumher war Blühen. 0 „Tut es noch weh?“ fragte Flens. Sidney schüttelte den Kopf.„Denagan hat mir dein Bild geschenkt“, sagte er.„Wir müssen es uns bel ihm holen. Es ist ein schönes Bild, aber er sagt, es sel unvollendet geblleben.“ Elena lAchelte, dann schwWiegen sle beide und gchauten aufs Meer hinaus. Er hatte seine Hand in hre gelegt. Als Korodi zu ihnen trat, z20g Sidney schnell geine Hand zurück. Korodt unterdrüchete ein Lk- cheln, als er es sah. „Uebrigens“, sagte Korodi zu Flena,„deine Scheldung von Randolf ist nur noch eine Form- sache, Wwenn du berelt bist, die Schuld auf dieh zu nehmen.“ Flena nickcte,„Und“, tuhr Korodl kort,„Was wird dein zweiter Mann dazu sagen?“ Er schautée von ihr zu Sidney. Ste waren beide betangen und schwlegen,„Wird es dieh nicht stören, Sldney?“ „Onkkel Georg“, rlet Sidney und vorsuchte, Sleh aufsurlchten.„Einmal hast du mir bei einer Pirschfahrt in Silvacz die Leviten gelesen, daß Gott erbarml Es ist der schwWATseste Tag, dessen ich mich entsinnen kann. Damals Wuar dir nie- maänd gut genug für Elena—— und... jetzt?“ „Us last mir ünmmer noch Keiner gut genug tür Sle“, gagte Korodi lächelnd:„außler einem eln- zigen, Wie du eben gehört hatzt, Uebrigens hust du dich ja an dein Versprechen, ihr den Kopt nicht zu verdrehen, auch nicht gehalten.“ „lech mulh) sehr bitten!“ rlet Aidney entrüstet. „Damals„, und die ganzen Jahre seither...“ „lch wellh“, unterbrach Korodl.„Damals ist nicht heute und— ich selbst habe inzwischen meinen Standpunket revidlert. Warum also soll- test nicht auch du...7“ „leh habe mein Versprechen nicht gebro- chen“, beharrte Sidney, der seinen Arm um „ES Wäar der Mistral— ich blelbe bel!“ Elena lächelte. ND Seite 8 Ridalfest im Piaiiengrund Die 1000. Wohnung der Baugenossenschaft„Neu-Heidelberg“ Am Samstagnachmittag fanden sich im„Gesell- tchaftshaus“ Pfaflengrund Arbeiter und Ange- stellte der Genossenschaft„Neu Heidelberg“ so- wie die Arbeiter der am Bau beteiligten Firmen zu einem Richtfest zusammen, um die hinter ihnen liegende Arbeit mit einigen frohen Stunden zu begehen. Aulsichtsratsvorsitzender Gölz begrüßte die Arbeiter und Angestellten in herzlichen Worten. Er führte u. a. aus:„Vor 8 Monaten waren wir auch hier versammelt zum Richtfest des II. Ab- schnitts mit 40 Wohnungen und heute, im III. Bauabschnitt, sind es 48 Wohnungen, die zur Behebung der Wohnungsnot geschaffen wurden.“ Die Genossenschaft verfügte nach dem Zu- sammenbruch über 862 Wohnungen; vor der Währung wurden 25 Wohnungen, teils zerbombte, erstellt. Nach Wegfall des Materlalmangels wur- den 163 neu gebaut. Es war ein großes Ziel, die 1000. Wohnung azu schaffen, was nun gelungen ist, dadie Baugenossenschaft jetzt über 1025 Woh⸗ nungen verfügt. Auch geht ein langersehnter Wunsch in Erfüllung: im III. Bauabschnitt wird einé Apotheke untergebracht. Herr Gölz dankte béesonders den Firmen für mre Leistung sowie der teéechn. Leitung mit Architekt Holl an der Spitze. Holl sei von An- fang an Mitarbeiter der Baugenossenschaft und seine Lebensaufgabe sei es, einer guten, fort- schrittlichen und sozialen Aufgabe zu dienen. Auch dankte er Bürgermeister Amann und .— Oberbaurat Hornikel für die stets bereite Unterstützung. Sodann gab Architekt Holl einen Umriß über den III. Bauabschnitt und schilderte das architektonische Bild. Den Arbeitern, die trotz der Unbilden des Wetters fleißig gearbeitet und somit das Richtfest verdient hätten, zollte er Dank. Den Firmen Zick, Klatting, Sieber und Wesch sowie den Dachdeckerflrmen Fet- zer, Wirth und Rosch galt ebenfalls be- sondere Anerkennung. Er schloß mit dem alten Meisterwort Hans Sachs':„Verachtet mir die Meister nicht und ehret ihre Kunst“, Ein Jung- handwerker sprach dann den Richtspruch. Im geselligen Teil brachten Lieder und Vor- träge schnell eine gute Stimmung. Gg. Schmie- der, ein fröhlicher Pfülzer, brachte das Zwerch- fell in Bewegung. Man trennte sich nach einiger Stunden in dem Bewußtsein,, daß die Bau- genossenschaft„Neu Heidelberg“ einen weiteren Beitrag zur Steuerung der Wohnungsnot ge- leistet hat. K. Th. Das große Siedlerfest im Pfaffengrund Die Vereine und die Bevölkerung des Pfaffen- grundes rüsten sich zum Siedlerfest, das am kommenden Samstag mit einer Ausstellung im Evgl. Gemeindehaus seinen Anfang nimmt. Es wird alles getan, um dem Gründer der Siedlung, Ministerpräsident Christian Stock, einen wür⸗ GLORIA Hauptstr. 146/ Tel. 50 48 Haltestelle Universität Auf vielseitigen Wunsch noch einmal der vielbesprochens Fllm: Junge Frau Rote Kreuz-Schwester) sucht Stelle(Krankenpflege, Tag- od. Nachtwache) oder Kinder- betreuung. Ottert. unt. 16 607 an die Expedition. LEorrzvn sTRLLEN digen Empfang zu bereiten, und für alle Be- sucher Wird es sich lohnen, an der Eröffnung der Ausstellung und der Feierstunde am Samstag- abend und dem Festzug am Sonntagnachmittag teilzunehmen. Auch ist es für jeden Besucher interessant, die erstellten Bauten der sechs ver- schiedenen Baugenossenschaften zu besichtigen, woran die Baugenossenschaft„Neu Heidelbers“ den Hauptanteil besitzt. Ein festliches Programm erwartet den Besucher am Samstag, 2. September, mit einer Ausstellung im Evgl. Gemeindehaus. Um 15 Uhr ist ein Rad- rennen, um 20 Uhr eine Feierstunde vor der Schule mit Ansprache des Ministerpräsidenten Stock, wobei Sänger, Turner und Radfahrer mitwirken. Die Bevölkerung ist zur Illuminierung des Stadtteils aufgefordert. Sonntag, den 3. Sep- tember, Einholung der Kerweschlumpel mit Extra- zug am Bahnhof Paffengrund, Gleis 14. Weiter sieht das Programm vor: Großer Festzug um 14 Uhr unter Beteiligung aller Vereine, 15 Uhr Hammeltanz; anschließend in 2 Bierzelten Musik, im Saal Tanz. Montag, 4. September, 14 Uhr, Kinderbelustigung. Dienstag, 5. Sept., 20 Uhr, feierliches Begräbnis der Kerweschlumpel unter Beteiligung aller Vereine. Möge über dem Siedlerfest die Sonne liegen, damit die Anstrengungen des Kulturkartells nicht versagt bleiben, Die alten Pfaflengründer heißen den Gründer der Siedlung besonders herazlich wWillkommen und hoffen, daß es ihm noch öfter vergönnt ist, an seinem so segensreichen Werk zu verweilen! K I. 6 Montag, 28. August 1950 Aufruf an Heimatvertriebene Uns wird geschrieben:„Am Montag, heute, den 26. 6. 1950, um 17.30 Uhr, findet in der Heidelber- ger Stadthalle eine Protestkundgebung der Beam- tenschaft statt. Sinn und Zwecke deiser Kundge- bung soll es sein, gegen die, seitens der Bundes- regierung geplanten Maßnahmen zur Verwirk- lichung des Art. 131 des Staatsgrundgesetzes (Rechtsverhältnisse von Personen, einschließlich der Flüchtlinge und Vertriebenen) öftentlich zu protestieren. Fünf Jahre nach Krlegsende sind die heitmat- vertriebenen Beamten und Angestellten zum größ- ten Teil noch nicht untergebracht und nicht ver- sorgt. Man spricht von Gleichstellung und ent- rechtet immer mehr.— Kaum daß die Bundes- reglerung darangeht, eine Klürung zu schaffen, protestieren schon wieder die Gewerkeschatfen ge- gen eine Uebernahme von Lasten, die den Hei- mätvertriebenen zugute kommen sollen. Heimat- vertriebene, wir rufen euch alle zur Beteiligung an dieser Kundgebung aufl— Zeist, daß ihr da seid, haltet aber strenge Disziplin,— Wir werden der Protestversammlung antworten, denn wir Kkümpten um unser Rechtl Blinde Angst— blinder Alarm, Das Heldelber- ger Notrufkommando ist Kummer gewöhnt. Nach- dem es erst kürzlich von einer Putzfrau versehent- lich mit dem Besen alarmiert wurde, wurde am Sonntag gegen Abend von einer Geschüftstrau in der Anlage alarmiert. Die sofort eintreffenden Be- amten konnten jedoch keinen Einbrecher finden. Eine plötzlich zufallende Türe hatte der Geschäfts- frau einen großen Schrecken eingejagt, daß sie die Alarmanlage in Bewegung setzte. 4 Dp˖˖˖·˖˖rrrrbeeeeeerr Tausendfach bewährte Bilanzentwicklunꝗsboqen Sterbetall am 26. August 1950: Rensch Robert, 64 J., H.-Kirch- heim, Schwetzinger Straßle 36 Oer dlritte Mann mit Orson Welles, Alida Valli u. a. Mustik: Anton Karas für Steuerberater, Helfer in Buchführungs- und Steuersachen, vereid. Buchprüfer, Treuhandgesell- 20ACH Auqust Heinrich schaften, Buchhalter und alle Wirtschaftszweige. Die Geburt eines gesunden Laufende Nachbestellungen sind ein Beweis für die Zutrieden- 5 zeigen hoch- Kassenöffnung: 11 Uhr. Beginn: 12, 14, 16, 16, 20 Uhr. Junger tlotter Balser u. a. Täglich um 22.00 Uhr eine Spät⸗-Vorstellung mit dem Film mit Gusti Huber, Siegfried Breuer, Christl Mardayn, Ewold Ein Uebermaß an Glück und Leid bestimmt das Schicksal einer schönen Frau. zutlefst hewegt. Ein Thema, das uns Gesucht werden die Angehörigen der folgenden Vermißten und Kriegsgefangenen.— Wir bitten um Mithilfe der Bevölkerung! Oberwachtmeister Haase, Vornamen unbekannt, ca. 30 Jahre. 1945 Lager Nr. 7P93 Thumen/ Sibirien. Heimat: Heidelberg. Ss-Oscha Christian Helber, geb. 15. 1. 15 in Heidelberg, verh. 1 Kind. Letzter Einsatz Herbst i944 Tomnatic/Rumänien. Heimat Heidelberg. Pilipp Heid, ca. 37 Jahre, Landwirt— Obstgrundstück; verh., evags, 1947 Lager Nr. 7159/1 Nischni-Tagil, Heimat: Heidelberg, Wiesloch. Zoll-Betriebs-Ass. Karl Kilmer, ca, 52 Jahre, verh. Letzter Einsatz Mai 1945 KoWna— Zollkom. Beukowitz, Heimat: Heidelberg. ˖ obertgetr. Gustav Kreuzer, ca. 32 Jahre, verh., Maurer oder Zimmer- mann. November 1945 Lager Labandina, Heimat bel Heidelberg, hat in Heidelberg gearbeitet. Gefr. Hans? Messner, ca, 22 Jahre, ledig, Schüler. Frühjahr 1945 Wald- lazarett Kiew. Heimat: Heidelberg. Obergefr. Fritz Mönsch oder Mönch, ca. 24 Jahre, Feldpost-Nr. 01 275, 1946 Lager Nr. 7453 bei Moskau. Heimat: Heidelberg Schönbach, Vornamen unbekannt, ca. 46 Jahre, aus Glelwitz/ Oberschl., Lokführer. Febr. 1947 Lager Nr. 1050 Schukowa bei Stalino. Ehefrau: Schönbach, geb. Adamzik, jetzt Heidelberg Obergefr. ünei Weber, ca. 37 Jahre, Feldpost-Nr. 03 140A. Letzter Ein- satz Juni 1944 Witebsle. Heimat: Kreis Heidelberg. Oberlt. Hermann Wliedemann, Justizrat, verh., 1946 Lager in Moskau. An- gehörige wohnhaft Heidelberg, Karlsstraße. Wir machen darauf aufmerksam, daß die Vor- und Famillennamen in- foltze der Länge der Zeit vielleicht entstellt gemeldet worden sind. Anschriften an Rotes Kreuz, Nachforschungsstelle Heidelberg. 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August 1950 Alexander Georgi, V: Flektroin- stallateur Georg Hermann,— Dieter, V: Kaufm. Antzest. Heinrich Johan- nes Bechtel.— Gabriele, V: Schnei- dermeister Wenzel Husar.— Sieg- linde Hlisabeth, V: Hilfsarbeiter Oskar Rudat.— Klaus, V: Schlosser Friedrich Albert Fein.— Leonſe Anna, V: Elektro-Schlosser Oskar Georg Erlein,— Ursula, V: Post- schaffiner Wilhelm Heinrich Her- mann Mayer.— Monika Hedwig, V: Fabrikarbelter Waldemar Kraus. Waltraud Helma, V: Straßenbahn- wagentahrer Karl Grimm.— Rainer Detlef Walter, V: Glasbläsermeister Urnst Paul Lorenz.— Astrid Eleo- nore, V: kaufm. Angest. Helmut Hermann Stoltze.— Rosa Marta, V: Bauschreiner Franz Jakob Stadtler. — Montika FElisabeth, V: Malermei- ster Ludwig Otto Kinzig.— Günter, V: HIIfsarbeiter Franz Adolt Wel- rich.— Bernhard Jakobus Georg, V: Bahnarbeiter Georg Döringer.— Hubert Helmut, V: Elek trotechniker August Joseph Greulich.— Friede- gunde, V: kaufm. Angest. Hrwin Bruno Eugen Hertel.— Brigitte Barbara, V: Kraftfahrer Max Rolt Hilpert.— Horst Peter, V: Sportleh- rer Franz Zielmann,— Klaus Wer- ner, V: Drogist Walter Franz Pohl. — Sabine, V: Sünger Wilhelm Karl Harsch.— Peter Rudolf, V: Anreil- ſger Wiihelm Karl Herzog.— Ingrid Hiidegard, V: Installateur Friedrich Nikolaus Perth.— Stefan Georg, V: Apotheker Albert Alois Ziegler.— Wolfgang Robert, V: Kautmann Erich Peter Veith. Angelika Hmma, V: Kautmann Artur Wilhelm Bren- del.— Harald Matthias, V: Metzger- meister Roman Maximilian Pipa.— Gabriele, V: Kraftfah. Erich Adam Reichert.— Monika Gabriele: V: Ktm. Angest. Hans Uhl.— Siesmar Otto Albin, V: Elektromonteur Otto Wilhelm Silbertzahn.— Rita Irenſe, V: Kellner Horst Herbert Kamer.— Rudolt FEugen, V: Fri- seurmeister Eugen Pfaus.— Gudrun Helene, V: Postbetriebsassistent Jo- sef Valentin Hauck.— Regine WII- helmine, V: ktm. Angest. Werner Egon Budach.— Rolf Georg, V: Packer Hermann Ding.— Ingrid Marta, V: Kaufmann Bruno Kinzel. — Wolfgang Rainer, V: Metzger, 2. Zit. Abteilungsleiter, Josef Stürzl.— Walter Michael, V: Student Werner Artur Köhler.— Waltraud Helene, V: Rangteraufseher Stegfried Karl Künhnle.— Waltraud Alice, V: ktm. Antzest. Kurt Leo Bausch.— Renate Marla, V: Maschinentechniker Adam Karl Theodor Berlinghof.— Karin Hilde Maria, Techniker Kurt Hans Gerhard Meier.— Karl-Josef, V: Gemeindeangest. Hubert Wels.— Hrhard, V: Landwirt Robert Meyer. — Uwe Heinrich, V: Dolmetscher Hans-Wilhelm FHrich Richard Vetter, — Ungrid Ruth, V: Bahnarbeiter Eduard Gustav Leberecht Sitegtfrled Gehre.— Peter Joachim Alolts, V: Kraftftahrer Hugo Adolft Hauck.— Hans-qoachim, V: Apotheker und Chemfker Dr. pPhil. nat. Philtpp Adam Hönig. Sterbefklle vom 12. bis 21 August 1950 Barbara Macke, geb. Bauer, Witwe des Tunchers Frans Bonaventura Mackt, geb. 26. 1. 167/7.— Handels- vertreter Otto Reinhold Geisler, geb. g. 2. 1099 aus Klingenberg.— Katha- rina Großer, geb. Ehrhard, Witwe des Metzgermeisters Karl Großer, geb., 6. 11. 1099)— Anna Elisabetha Hertel, geb. Pulster, geb. 24. 9. 1682 aus Zilegelhausen.- Kaufmann Hans Götzinger, geb. 11. 12. 1906.— Anna Regine Ueberle, geb Slegmann, geb. 24. 1. 1666.— Metzgermeister Karl Hennenberger, geb. 15. 12. 1676.— Hilfsarbeiter Steftan Martin, geb. 28. 11. 1926 aus Rotenberg.— Masch.- Techniker Robert Eugen Voß, geb. 20. 6. 1911 aus Friedberg.— Anna Maria Dieèrer, geb. Bauer, geb. 22, 12. 1912 aus Heideltheim.— Prakt. Arzt Dr. med. Friedrich Emil Brandstet-⸗ ter, geb.“ B. 12. 1667 aus Bad Mer- gentheim.— Installateur Karl WII- helm Denner, geb. g. 11. 1906.— Maurerpolier a. D. Heinrich Josef Kuhn, geb. 16. 12. 107/4.— Herbert Jürgen Fein, Sohn des Ludwig Fein, geb. 9. 6. 1950.— Postinspektor a. D. Ludwig Zabler, geb. 30. 10. 1672. — Schreinermeister Karl Reinmuth, geb. 26. 5. 1001.— Kfm. Angest. Theodor Ingenkamp, geb. 9. 6. 1922. — Anna Barbara Prares, geb, Ar- nold, geb. 20. 12. 1920 aus Nieder- Llebersbach.— Obst- u. Gemüse- hündler Karl PFriedrich Springer, geb. 10. 7. 1699 aus Karlsruhe.— Buchbinder Walter Richard Oechl- schlkger, geb, 12. 4. 1922-kfr. Schlos- szer Johann Krauß, geb. 29. 10, 1673 aus Mannheim-Neckarau.— Zu- gchneider Heinrich Jakob Knörin- Ker, geb. 10. 7. 1693 aus Pirmasens. — Markarete Katharina Nacke, geb. Reis, geb, 6. 4. 1001 aus Worms.— Techn. Kautmann Richard Renner, Heb. 25. 1. 1690 aus Schwäbisch Hall. —, Reichsbahnladeschaffner Oskar Friedrich Jäger, geb. 23. 6. 1691 aus Edingen.— Forstmeister a. D. Kuno Hugen Richard Heinrich Pothe, geb. 13. 11. 1073 aus Dossenheim. Reichs- bahnoberschaftner a. D. Ludwig Wolt, geb. 20. 1. 1076.— Volkswirt Dr. phil. Karl Friedrich Betz, geb. 7. 12. 1097 aus Ladenburg.— tfr. Maurer Fhilipp Zimmermann, geb. 26. 5. 1661.— Chrigtina Margareta Ewald, geb. Schmidt, geb. 10. 12. 194 aus Dossenheim.— Elisabetha Baumhauer, geb. Stein, geb. 12. 11. 1096 aus Lauterecken.— Marta Schneider, geb. Frankk, WWe. des fr. Hausmeisters Fmil Schneider, ge- boren am 27. Januar 1606— Ju- gtine Wülhelmine Ruddat, geb,. Bar- tuschat, Fhetrau des Bauarbeiters Imil Ruddat, geb. 20. 3. 1697.— Ma⸗- ria Anna Frey, geb. Wartmann, Fhe- Frey, geb. 20. 3. 1662.— Karoline trau des fr. Fuhrmanns Ludwig Frey, geb. 29. 3. 1662.— Karoline Wilhelmine Rettinger, geb. Demmer, Witwe des Professors Michael Ret-⸗ tinger, geh. 29. 5. 1672. Hilfsarbei- ter Karl Debatin, geb. 11. 6. 1696 aus Rellingen.— Schülerin Marlanne Salzmann, geb. 20. 12. 1936 aus Herschberg.— Christine Krümer, Heb, Sauer, geb. 22. 6. 1916 aus Aftolterbach.— Elise Gieser, geb. Arnald, WwWe, des Formers Joh. Georg Gieser, geb. 6. 4. 167/9.— Wal⸗ traud Keiiner, Kind des Willy PFritz Keſßner, geb. 19. 12. 1946.— Anna Karolina Wernado, geh. Vogel, FThe⸗ trau des kr. Magazinarbeiters Oskar Wernado, geb. 6. 1. 1662.— Haus⸗ angestellte Marta Josefs Adelmann, geb. 31. 6. 1601.— Anton Johannes Jurècza, geh. 20. 3. 19530 aus Unter⸗ Schönmattenwag, VInSCHIIDENIS Wo kfindet 13jühr. Juntze an Werk⸗ tag-Nachmittagen Beaufsichligung? Mittagessen erwünscht. Zuschritten unter 18 626 an die Expedition. HERREM-HUrE Reinigen-Fürben- Modernisleren Jetzat Wieder kurztristig. STUMPF-HUrE Schriederrondell am Rahnhot und Hauptstraße as Rufen Sie 4721, wir holen imren Hut ab und stéllen ihn pünketlich Wieder zul Schwerhörige ES werd. 2. Zt. viele Gerkte angeboten! Das deutsche 46 Hörwunder heißit„A m le 0 Kostenlose Ausprobe: Mittw., 30. 8., 10—13 Uhr, Sinsheim, Gasth. z. Bahn- hof; 16—19 Uhr, Neckargemünd, Hot. Kaiserhof. Sengewitz- Hörgeräüte, Kiel, Stadt- rade 6—10.— Fordern Ste Prospelct! 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