Stadt Eberbach 2 Ein Weg zur Musik u elner aubergewöhnlichen und interessanten Vnterriehtestunde lud der Musikerzieher des Realgymnasiums, Karl Heinrich, sämt- iche Schüler des Realgymnasiums und die Ober- klassen der Vollesschule am Mittwoch von 12—13 Uhr ins Volkstheater ein. Er hatte mit dem Schülerorchester des Realgymnasiums im Ran- men der öftentlichen Kundgebung des nordbadi- gzchen Fhilologenverbands am letzten Samstag eine der frühen Haydn-Symphonien Nr. 34 in d moll- D dur aufgeführt und Rundfunk⸗ ingenleur Hans Laule hatte diese auf sein selbst- gebautes Tonbandgerät autgenommen und damu die Möglichkeit geschaffen, diese Symphonie nuii vor den Schülern, die das Vollestheater füllten, Wieder erkelingen zu lassen. Dabei konnte sich also auch das Schülerorchester selbst wieder hö- ren. Dieser Umstand allein schon gab dleser Wiederholung pädagogische Bedeutung. Es dart wohl aber als gewill unterstellt werden, daß den Schülern auf diese Weise und an dieser entzük- kenden Haydn-Symphonie gerade weil sie von resgleichen gespielt worden war(und vielleicht auch noch in der Koppelung mit diesem techni- schen„Wunder“) ein lebendiges Verhältnis zu guter Musik vermittelt wurde, Vielleicht hat diese Stunde wirklich ein wenig dazu beigetra- gen, die Kopfscheu allzu Vieler, die zu gerne das sonst reichlich strapazierte Radio abdrehen, wenn sie etwas von„Symphonie“ oder„Opus“ ren, zu mildern. Zumal es der Musiklehrer prüchtig verstand, in seinem einleitenden Vor- trag mit Themenbeispielen am Flügel den Kin- dern den Aufbau des Werkes durechsichtig au machen, das dann in seiner Jugendfrische und seiner eingängigen Melodik aus dem Lautspre- cher klang. Ob damit nicht ein Weg aufgezeigt ist, aut dem auch die Alteren, im Rahmen des kommenden Volksbildungswerkes etwa, zu der Musik unserer großen Meister hingeführt wer- den könnten.. 7 ek⸗ E V V ̃ṼVVVNVVVV Merr sinn halt in berihmte Ort.. Wenn ma vum Neckar nausweris fehrt, die Schdrecke Käͤrsche, Walldort, Bruusel,— wenn sisch die H„Dodeskurve“ näherl, un em befällt in leischde„Gruusel“, dann munkelts:„aa, die Hopfe dort- Sandhause, der berihmte Oril—“ Un kummt ma vun de Booholstroob, vabel am Flick'sche Dabhaklddger, dann kriggt ma's Schdaune nimmer loos, denn Bruns, dess isch in Rieseschlaager, un tsch noch gar kei gWwagdes Wort.: „sSandhause, der betihmte Ort.(I, Hann selst man sisch aum Gtoonewerrt un drinkt emohl in guude Dropfe, un wenn vum Derfl gschproche werd, dann kummt ma aad ulis Hopfe-Zople, un dann vazehlt ma fort un fort vun demm berihmte Pelzer Ortl Sei's dursch de Freiheſtsgeneral un dursch de russ'sche Bluume-Saame, bewiese isch es allzumaal— auch dursch die scheene Coose-Nadme un dursch die feine Schpargel-Sort: „Merr sinn Ralt in berihmte Ort!“ uclo- Wir gratulieren Neckargemünd. Den 70. Geburtstag beging am gestrigen Freitag Herr Wilhelm Sommer, Steuersekretür 1. R., wohnhaft Reichensteinstr. 23. 0 Rammental. Am gestrigen Freitag. 20. Oktober, vollendete Schlossermeister Friedrich Ziegler, Hauptstraße, bei bester geistiger und körperlicher Rüstigkeit sein 71. Lebensjahr. Der aus Gaiberg stümmende Jubilar ließ sich vor 44 Jahren im hie- sigen Orte nieder und gründete ein kleines Unter⸗ nehmen, das sich heute zu einer, bedeutenden Schlosserei und einem angesehenen Eisenwarenge- schäkt entwickelt hat. Ruammental. Frau Anna Zimmermann, Wohn- naft Vorstädtl 6, konnte dieser Tage in körper- lichet und geistiger Frische ihren 79. Geburtstas felern. Nachträglich unsere herzlichsten Glück- wünschel hk⸗- Eberbach. Herr Karl Wiegel, Neckarstraße 60, telerte am 20. Oktober seinen 78. Geburtstag, Frau Sofle Back, Unterdlelbach 12, wird am 22. Okt. 76 Jahre alt. und am 24. Oktober- betzeht Frau Christine Krämer, Turnplatz 4, den 76. Ge- burtstag. Hirschhorn. Herr Leonhard Rucktäschel, der Firma Kellermann in Bammenthal Schlange Langenthaler Straße 264, felert am Sonntas, dem 22. Oktober, seinen 76. Geburtstag. WI- Kirdwelli in Lobenfeld Ein alter Kerwebrauch steht wieder auf Mit den Elsenztalorten Mauer und Zuzen- nausen feiern die Lobach-Dörfer Lobenfeld und Mönchzell am 4. Sonntag un Oktober ihre Kerwe, Wie allerorts ist auch hier die Kerwe der höchste Felertag im Jahresablauf. Wührend in den trüheren Jahren die Feld- arbelt bis zu diesem Termin in der Hauptsache ubgeschlossen war, ist dieses Jahr infolge der schlechten Witterung noch allerhand zu tun. Die alte Lobenfelder Bauernregel„Kkummt Kerwe an den Himmel, spannt mer aus de müde Schimmel“ gilt dies Jahr nicht, Protzdem wurde in den letzten Tagen seltens der Jugend allerlel geplant und geprobt. Besonders erfreulich ist, dahb auch die Neubürger an den Vorbereituntzen zum Feste regen Anteil nehmen. Auch hier in Lobenteld hat man erkannt, daß das echte Sym- bol der Kerwe der Kerwe-Kranz ist. Er steht wlieder im Mittelpunkt aller Kerwe-Bräuche, +⏑ Günslige Auswirkung der Tahaksteuersenkung Wieder 29000 Beschäftigte in der badischen Tabakindustrie— Wiedereinführung des Tabakmischungszwanges gefordert Im Jahre 1939 waren im damaligen Land Baden rund 44 000 Menschen in der Tabak- industrie tätig. Dieser Beschäftigtenstand war in der Nachkriegszeit stark abgesunken, zunächst hauptsächlich wegen des Rohstoff- muangels. Als dann nach der Währungssre- form Rohtabake eingeführt werden konnten, zeigte sich, daſf die hohe Preislage der Ta- bakerzeugnisse, insbesondere der Zigarren, infolge zu hoher steuerlicher Belastung ein neuer Hemmschuh war. Die Krise in der Tabakindustrie verschärfte sich von Tag zu Tag. Zu Anfang des Jahres 1950 waren in der gesamtbadischen Tabakindustrie nur noch 17 198 Personen tätig, also noch keine Das Ruck als Freund und Mitiler Das Heidelberger Amerika-Haus betreut mehr als 35 Orte Nordbadens Ein Querschnitt durch die erfaßbare Leser- schaft unserer Landgemeinden läßt die aktive gelstige Durchdringung des eigenen und allge- meinen Lebens mit Hilfe des Buches erkennen. Daß„nach langjähriger Isolierung besonders ausländische Werke oft verlangt werden, ist nicht erstaunlich. Dieser erfreulichen Entwiek- lung Rechnung tragend, betreut das Heidelber- ger Amerika-Haus seit längerer Zeit mehr als 35 Orte Nordbadens: Kleine Bibliotheken, ange- schlossen an die örtlichen Volks- oder Stadtbü- chereien, wurden eingerichtet und ermöglichen dem Besucher, das literarische Schaffen der Westlichen Welt im englischen Originaltext oder in deutscher Uebersetzung kennenzulernen. Die je nach Größe der Orte 100 oder 200 Bücher um- kassenden Sätze werden von Zeit zu Zeit unter- einander ausgetauscht, so daß ständig neuer Lesestoff zur Verfügung steht. Die Nachfrage Moeſtcugοο m]AM Stꝛeil Lieſitex Wenn ich die letzten Tage morgens vom Fen- ster aus nach Neckargemünd hinüber schaute, dann lag es in einem Nebelmeer versunken, aus dem der Giptfel des Neckarriedkopfes nur noch wie eine Insel herausragte, ein Beweis da- für, datz der November nahe ist, der von un- seren Vorfahren Neblung benannt war. Dem Beschauer mag diese Nebellandschaft ein schö- ner Anblick sein, aber von den Kraftfahrern Wird sie zumeist verflucht, weil sie, besonders bei Dunkelheit, die Ursache von stundenlangen Verspätungen oder gar Verkehrsunfällen be- deutét. Bei letzteren ist jſedoch der Nebel nicht immer die Ausrede, denn auch bei klarem Wetter häufen sich die Unkälle in erschrecken⸗ der Weise und die Landespolizei hat alle Hände voll zu tun, um sie zu klären. Unsere Haupt- straße, mit ihrem Dünndarm am Kino und am Stadttor ist auch des öfteren Schauspiel solch unerquicklicher Zwischenfülle und da ziehe ich den kleinen Umweg durch die weniger befah- rene Neckarstraße der Hauptstraße vor. Wenn möglich, verlasse ich das von Motoren durchknatterte Städtchen und wandere durch die stillen Wälder, die bereits im ersten farben- kreudigen Herbstschmuck prangen. Noch vor zwei Jahren waren sie um diese Zeit von Leuten bevölkert, die mit bewunderungswürdiger Ge- duld Bucheckern sammelten. Auch ich huldigte diesem, den Muskelkater fördernden Sport, um dann mit vielen anderen Leidensgenossen vor zu stehen, wo der braunpolierte Inhalt unserer Sücke auf die Waage entleert und als einwand- freles O1 acht Tage später von uns in Emp- fang genommen wurde. Heutzutage sind wir krei von diesen Mühsalen, denn ein bequemer Weg zum Krämer beschert uns das gleiche 0¹ ohne Kriechende Gymnastikstunden. Im Gegensatz zu dem Winterschlaf eines Teils der Tlerwelt, reibt sich unsere hiesige Karne- Valgesellschaft allmählich den Sommerschlaf aus den Augen, um in ihre kommende Saison hin- einzublinzein, die mit einem vielversprechenden Jubiläumsprogramm jung und alt ganz gewaltig den Griesgram austreiben will. Aber vorher läuft ihr der Verkehrsverein den Rang ab, mit den Vorbereitungen für den Kathreinermarkt, der in vierzehn Tagen den Marktplatz, die„Bloo- pitsch“ und den Hanfmarkt mit mannigtachen Darbietungen beleben wird. Bis dahin soll auch der neue Wein sein trübseliges Gesicht ablegen, uns mit helleren Augen ansehen und wenn er in punkto Preislage nicht dem Größenwahn ver- tällt, dann ist uns der heurige Bohrermarket das, Waäs er bisher gewesen, ein Anzlehungspunkt Nach vielen Jahren wird erstmals wleder in allen drel hlesigen Wirtschatten getanzt werden, so0 daſt die Spechbacher, Wimmers⸗ bacher und Uschelbronner, die immer den Großteil der auswärtigen Besucher stellen, dieses Jahr wohl nicht einander im Wege sein werden. Felerlich und ohne unechtes Getue wird die Kerwe am Sonntagnachmittag um 2 Uhr abge⸗- holt. Im„Kloster“ und im„Eisernen Kreuz“ werden anschließend die bündergezterten Kerwe- Krünze aufgetanzt,. Darauf beginnt in allen drei Wirtschatten der allgemeine Tanz. Gehört der Sonntag ganz der Jugend, so werden am Mon- tag die„Alten“ nicht minder felern. Geht der Bauer auch das ganze Jahr über nicht mit der Frau ins Wirtshaus, am Kerwe-Montag ganz be- 40 Prozent des Vorkriegsbestandes. Anfang Fe- bruar d. J. wurde dann die lang erwartete Sen- kung der Tabaksteuer(Steuer auf Zigarren) aus- gesprochen. Die Tabaksteuersenkung hat sich günstig aus- gewirkt. Der Verbrauch und die Beschäftigten- zahl sind seit Januar ständig gestiegen. Ende August wurden in der gesamtbadischen Tabak- industrie wieder 29 161 Personen beschäftigt, da- von 16 107 in Nordbaden und 13 054 in Südbaden, das sind fast 12 000 Personen mehr als zu Anfang des Jahres. Der prozentuale Anstieg ist in Nord- baden noch besser als in Südbaden. In Nord- baden betrug die Zunahme der Beschäftisten (im Vertzleich zum niedrigsten Stand ⁊u Beginn nach wissenschaftlichen Werken und zeitgenössi- schen politischen Romanen ist bésonders stark. Auch die gut aufgemachten und bunt bebilder- ten Zeitschritten sind sehr beliebt. Das größte Interesse aber gilt landwirtschaftlichen Fach- schriften, die regelmäßig über die neuesten ra- tionellen Wirtschaftsmethoden in den Staaten berichten. Kinders und qugendbücher vervoll- ständigen den Blick in die Statistiken. Nach dem baldigen Umzug des Amerika-Haus Heidelberg in neue, vergrößerte Räuume wird die„Fahrende Bücherei“, die bereits etwa 5000 Bände zählt, Weiter ausgebaut werden. Auch Orte, die bisher noch nicht berücksichtigt werden konnten, soi- len dann mit den Neuerscheinungen des inter- nationalen Büchermarkts versorgt werden, um die Wünsche der Landbevölkerung zu erfüllen, der das Buch zu einem unentbehrlichen Freund und Mittler geworden ist. Luc. auch für die Bewohner der umliegenden Nek- karlandschaft. Noch ist der Zirkus, der vor einigen Wochen hier gastierte, vielen Neckargemündern in Er- innerung und schon wieder hat ein solcher seine Zelte auf der Neckarwiese erstellt. Diesmal ist es der Zirkus H. Schickler, der mit der kast doppelten Anzahl von Pferde- und Menschen- material heute Samstag und morgen Sonntag Vorstellungen gibt. Es geht ihm ein vorzüglicher Ruf voraus, der neben Artisten durch Raubtier- und Indianergruppen begründet ist, so daſ) man des Jahres) 62 Prozent, in gSüdbaden 70 Prozent. Die Kurbzarbeit konnte fast ganz abgebaut wer- den, dadurch stieg auch die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden und der Reallohn. Der Umsatz erhöhte sich in der gleichen Zeit von 15,4 Mill. DM im Januar auf 27, Mill. DM im August. Vorerst keine Senkung der Zigarettensteuer zu erwarten Wie berichtet, hat die Arbeitsgemeinschaft der Landeèsverbüände des gewerblichen Qualitäts- tabakbaues alle Tabakeinschreibungen bis auf weiteres eingestellt, um die Tabaksteuerreform in Fluß zu bekommen. Wie aus Bonn gemeldet Wird, beubsichtigt jedoch die Bundesregieruns Vorläufig nicht, die Kaffee- und Zigaretten- steuer herabzusetzen. Das Bundespresseamt teilt dazu mit, daß nach Ansicht der Regierung„jede Senkung der Steuersätze ein gewagtes Experi- ment bedeutet, das zu Einnahmeausfällen führen kann. Die ernste Haushaltslage des Bundes ge- Statte aber derartige Maßnahmen nicht“. Die Tabakbauverbünde hatten von der Bun- desregierung eine Aenderung des Tabaksteuer- gesetzes gefordert, um den Absatz der qualitatio guten diesjährigen Ernte zu erleichtern. Sie for- derten die Wiedereinführung des Tabak- mischungszwanges und überdies eine Senkung der Tabaksteuersätze. Diesen Wünschen will die Regierung nach den jüngsten Verlautbarungen nicht entsprechen. Die Produktion der Tabakwarenindustrie lag nach neuesten Angaben des Bundeswirtschafts- ministeriums im August um 5,2 Prozent über dem Produktionsniveau von Juli und um 34,7 Prozent über dem Stand von August 1949. Ins- gesamt sind im Berichtsmonat August 2 496 Mil- lionen Stück Zigaretten und 345 Millionen Stück Zigarren hergestellt worden. Die seit der Steuer- senkung beträchtlich angestiegene Zigarrenpro- duktion dürfte jedoch inzwischen ſhren Höchst- macht sich weiterhin ein Rückgang in der Her- stellung von Orientzigaretten àzu Gunsten der Virginia- und American-Blend-Zigaretten be- merkbar. Das Angebot der Zigarettenindustrie ist bei der Reichhaltigkeit der Sortiments aus- reichend, jedoch sind die begehrtesten Marken noch immer nicht in genügender Menge vor- handen. Aehnlich liegen die Verhältnisse in der Rauchtabakindustrie. Bei der Zigarrenindustrie üÜbersteigt nur noch bei einzelnen Sorten die sich hauptsächlich auf die billigeren Preislagen kon-⸗ den Besuch der Vorstellung nur emptehlen känn. Nemo.“ Umschau Heute vor 43 Jahren wurde der„homo heidel- bergensis“ gefunden Mauer. Der hiesige Ort begeht am heutigen Samstag den 43. Jahrestag der Aufflndung des Weltberühmten Unterkieferknochens des homo heidelbergensis“, Am 21. Oktober 1907 fand der jetzt 96 Jahre alte Ehrenbürger der Gemeinde und chemalige Sandgrubenarbeiter Daniel Hartmann in der Sandgrube„am Grafenrain“ einen menschlichen Unterkieferknochen, dessen Alter auf etwa 500 000 Jahre geschätzt wird. Dieser Fund trug wesentlich dazu bei, daſl unser Ort weit über die Grenzen der engeren Heimat hinaus bekannt wurde; denn in der Wissen- schaft trägt der Wertvolle Knochenfund neben den Namen„homo heidelbergensis“ und„alter Mann von Heidelberg“ auch die Bezeichnung „Mensch von Mauer“.—-hk Kirchweihfest in Mauer Mauer, der Fundort des homo heidelbergensis, im trockenen Bett einer früheren Neckarschleife, an der behübig dahinflleßenden unteren Elsenz gelegen, feiert am Sonntag Kirchweih. Das ist für die jungen Paare von Mauer und Umgebung von altersher der Kehraus des Jahres und des- halb wird nochmals ordentlich gefelert und ge- tanzt. Kein Wunder, wenn die Wirte, die Bäcker und die Hausfrauen fast eine ganze Woche brauchen, um das vorzubereiten und zu- zurüsten, was an einem solchen Kirchweihfest verzehrt wird. Wegen des starken Verkehrs auf der Hauptstraße wird der Kerweplatz mit dem Karussell, den Buden und Ständen wieder in die Bahnhofstraſe gelegt und der Verkehr von Schatthausen her durch die Ringstraße umge- leitet. Hg. Kirchweih in Mönchzell Mönchzell. Umsäumt von den herbstlich ge- schmückten Waldrücken liegt Mönchzell friedlich drunten im Tal, das nach Meclcesheim hin sich ötknet. Alljährlich kommen zur Kerwe die Spech- bacher und Eschelbronner, die Langenzeller und Wiesenbacher„über den Berg“, um hier das End) der harten Sommer- und Herbstarbeit zu feiern. Von keiner Bahn- und Postautolinie berührt, gieht sonst das Dort wenig Fremde, die dort Freude und Erholung kinden. Nach dem Kriege ist es für viele Ausgebombte und Ortsvertriebene Zutlucht geworden und hat auch baulich eine bedeutende Erweiterung erfahren. Hg Glockenelnholung in Schönau gchünau. Die katholische Kirchengemeinde felerte am vergangenen Sonntag bei schönstem Herbstwetter und unter Beteiligung der ganzen Gemeinde beider Konfessionen die Einholung ihrer in Heidelberg gegossenen drei neuen Glocken. Vom Ortseingang aus, am Sportplatz, Hätte sich ein stattlicher Festzug mit Mustle nach stimmt,“ zentrierende Nachfrage das Angebot. im Landle vollen Feier begeben. Pfarrer TIIlling be- grüßte, bedankte und lobte alle, die mitgeholfen haben, die Mittel zur Beschaffung der Glocken aufzubringen. Musikk, Vorträge der Gesang- vereine und beider Kirchenchöre, sowie Ge- dichtsvorträge umrahmten die Feier. Jubilkums-Konzert in Neckarsteinach Neckäarsteinach. In dem alten gotischen Got- telhaus der evangelischen Kirchengemeinde findet am morgigen Sonntagnachmittag, um 15 Uhr, ein Jubiläums-Konzert des Sängerbun- des 1660 Neckarsteinach statt, das dieser anläfl- lich seines 90jährigen Bestehens abhält. Die Vortragsfolge bringt Werke für Orgel, Gemisch- ten-Chor, Männer- und Frauenchöre sowie Solis für Baß und Mezzo-Sopran. Dié Leitung dieses Jubiläums-Konzerts liegt in Händen von, Musik- direktor Georg Schön, Heidelberg. Die Mit⸗- wWirkenden sind: Gustl Schön, Mezzo-Sopran, Heidelberg; Ludwig Kühn, Kirchenmusik- direktor, Orgel, Pforzheim; Hans Ripp, Baß, Neckarsteinach; der Männer-, Frauen- und ge- mischte Chor des Sängerbundes 1860 Neckar- steinach. Sandhausen. Pfarrer Kehrberger vom Mutterhaus Nonnenweler hielt am Sonntag eine eindrucksvolle Predigt über das Thema „Rettet den Menschen“ und gedachte insbe- sondere der großen Verdienste der Diakonisse, Schwester Anna, die in diesen Tagen ihr 25. Ortsjubiläum feiert. Anläßlich eines Ge- meindeabends im Wichernhaus sprach der Leiter der Inneren Mission Badens, Landes- Wohlfahrtspfarrer Wilhelm Zlegler über die Arbeit der Inneren Mission und zeigte an Hand von herzergreifenden Beispielen die Not auf, die dich heute mehr und mehr bemerkbar macht. Mit ernsten Worten korderte Pfarrer Ziegler die zahlreichen Anwesenden auf, den hilflosen und rettungsbedürktigen Nachbharn zu unter⸗ stützen und alles zu tun, um mitzuhelten, die großhen Nöte unseres Volkes und Landes zu Undern. Kandhausen. Ein großes Ereignis für die Kath. Jungmannschaft von Sandhausen War in der letzten Gruppenstunde am Dlenstagabend der Besuch zweier Bezirksführer für das Gebiet Heidelberg-Land: Bernhard Schönhals und Ernst Leinen. In Überaus anschaulicher und interessanter Weise hielt ersterer den qung-⸗ münnern einen Vortrag von seinen Eindrücken in Altenberg und den dort stattfindenden Schu⸗ lungskursen. Anschliehend retertierte Ernst Leinen über das Thema:„Der kath. Jungmann im Leben“, Die Mannesjſugend Sandhausens wird es begrüßhen, beide Bezirlestührer bald wieder einmal in hrem Kreis tür ein paar dem Marktplutz zur ctflzlellen, recht eindrucles- Stunden zu sehen. K0o. stand erreicht haben. In der Zigarettenindustrie