1 1 Biel Verlag und Redaktion: Heidelberg, Brunnengasse 18-24 Ruf: Nr. 29 3%%8. Erscheint tua lich nulzer sonntags Gegründet 1884 von Carl Pfeffer 2 delberger Tageblatt UNAUUIANGIGdE ZEITUNG FU NOn DUnA DEN Monatsberuzspreis DM 2,80 zuzügl. 40 Pfg. Trägerlohn Anzelgenprels nach Tarlt 4. Mitglied der IVW Nummer 79 Donnerstag, 3. April 1932 Haushaltgesetz für 1952/53 im Bundestag Ziel: ordentliche Etat- Führung Auseinandersetzung zwischen Reglerungspartelen und Opposition/ W²iederholungsprinzip- Von unserem ständigen Bonner Berlehterstatter Bon n. Das Haushaltsgesetz für dus Jahr 1952/3 wurde am Mittwoch vom Bundestag in erster Lesung behandelt und nach einer kurzen, aber hef- tigen Auseinandersetzung zwischen den Regierungsparteien und der Oppo- sition gegen die Stimmen von SpD und kpD dem Haushaltsausschuß über- wiesen. Das Haushaltsgesetz für das Etatjahr, das am 1. April begonnen hat, beruht auf dem„Wiederholungsprinzip“. Es bestimmt, daß der Bundeshaushalt des vergangenen Jahres in Bausch und Bogen im kommenden Jahr wiederum gelten soll. Je- doch soll der Bundesfinanzminister ermäch- tigt werden, über Haushaltsbeträge, die im Etat 1951 enthalten waren, in diesem Rech- nungsjahr jedoch nicht mehr notwendig sind, anderweitig zu verfügen. Falls dabei Be- trüge über eine halbe Million DM umdis- poniert werden, muß jedoch der Haushalts nusschuß zustimmen. i Staatssekretär Hartmann vom Bun- desflnanzministerlum begründete dieses Vor- gehen mit dem Bestreben der Bundesregie- rung, die Verspätung, die bei der Verab- schledung des ablaufenden Haushaltes ein- getreten ist, aufzuholen. Bei einer Ueber- nahme des alten Haushaltes auf das neue Etatfahr werde das Finanz ministerium so- fort mit der Ausarbeitung des neuen Haus- haltsplanes beginnen können, so daß man am I. April 1953 endlich rechtzeitig Anschluß an das Rechnungsjahr finden könne. Im Namen der Spo wandte sich Abg. Schoettle mit Nachdruck dagegen den Mitgliedern des Haushaltsausschusses die Verantwortung kür die Ausgabe von Mil- UHardenbeträgen aufzubürden, die nur das Parlament in seiner Gesamtheit tragen könne. Er forderte die Regierung aut, einen regelrechten Haushaltsplan vorzulegen. ber U- Abgeordnete Bauseh hlelt dem Entgegen es sel der Wunsch aller Par- telen, zu einer ordentlichen Haushaltsfüh⸗ rung zu kommen und in Zukunft die Haus- haltsgesetze rechtzeltig vor Beglein des je- welllgen Rechnungsjahres in Kraft zu set- zen. Die Verwirklichung dleses Wunsches sel aber äußerst schwierig. Auch seine Fraktion denke nicht daran, dem Bundes“ Millionen-Geschäft mit Tarnnetzen Frankfurter Betrugsprozell bleibt bel deutschem Gericht Frankfurt.(dpa) In dem von der Frankfurter Staatsanwaltschaft verfolgten Mil- UHonenbetrug an der Bundesrepublik hat dle Frankfurter Strafkammer am Mittwoch dle Haftbeschwerde des seit Mitte Dezember vor! inhaftierten Frankfurter Wirtschaftsguristen Da die Rechtsanwälte Dr. Hans Laternser und Joseph Klibanski in dieser Haftbe- schwerde die Zuständigkeit der deutschen Gerichtsbehörden bestritten, hat die Straf- kammer mit dieser Entscheidung lestgestellt, dal dleses Verfahren in die Zuständigkelt der deutschen Justiz und nicht eines Ge- WISSEN SCHAL ALS KRININ ALIS TEN Kine ganze Reihe von Uxperten lat Im Mün- chener Zentralamt für Kriminalidentiflslerung damit beschäftigt, alle Spuren des Verbrechens, das dem Bundeskanzler galt und den Spreng- melster Reichert tötete, mit wWissenschaftlicher Präzision aufzugreifen. Unter anderem rekon⸗ struleren sie das Sprengpaket und stellten be relts fest, dan zeine Bauwelse wesentlich von den Bremer Halacz-Romben abwelcht, aber nuch von einem Fachmann stammt. Unser Rild solgt den Arbeltstisch im Münchener Tentral⸗ amt, wo zerade der Zünder rekonstrulert Wurde, Von links nuch rechts der Sachverstün⸗ Alge für Drucktechnik, Dvorak: Prof. Dr. Specht, Lelter der Wissenschaftlichen Abtellung(m welhen Kltteh der Chemotechniker Grof und Dipl. chem. Katte(beide sitzend) und kan rechts Dr.-Ing. Schäntag, Experte für Aprektro⸗ Lraphie, Im Vordergrung Küsten mit den sorg- Ali zesammelten Tatspuren.(par hoto) kinanzminister Ermächtigungen zu ertellen, die praktisch auf eine Einschränkung des Budgetrechtes des Parlaments hinausladfen. Die Sprecher der übrigen Regierungs- partelen betonten gleichfalls die Notwendig- keit, das Entscheidungsrecht des Parlaments zu wahren. Man gebe die Zustimmung zu der vorgesehenen Regelung nur in der Er- wartung, daß der nächste Haushalt ord- nungsgemäß verabschiedet werden könne. Auf Grund einer interfraktionellen Ver- einbarung wurde die zweite und dritte Le- gung des Gesetzes über die Erhöhung des Bundesantells am der Einkommens- und Körperschatts- steuer von 27 auf 40 Prozent von der Tages- ordnung abgesetzt. Die Frage soll im Aus- schuß noch einmal behandelt werden. Die SPD hatte sich schon bei der ersten Lesung des Gesetzes gegen die vom Bundesfinanz- minister zum Ausgleich des Haushaltes für unbedingt erforderlich gehaltene Erhöhung gewardt. Die Länderfinanzminister haben am vergangenen Wochenende einstimmig eine so weitgehende Inanspruchnahme ihrer Steuereinnahmen durch den Bund ab- gelehnt. ö Als Beginn einer neuen aktiven Pacht- politik, bezeichnete Bundesernährungsmini- ster Prof. Niklas das 2 Landpachtgesetz. 5 an ger Bundestag in welter und dritter esung verabschiedete. Es soll am 1. Juli in Kraft treten und lockert u. a, den Pacht- schutz, der durch langtristige Verträge ab- gelöst werden soll. Der Preisstop für den Fachtzins wird aufgehoben. Nachdem der Bundesrat zwel Fassungen eines Gesetzes über dle Mitwirkung des gen Jahres unter dem Verdacht der Beihilfe Dr. Günter Hoffmann- Günther verworfen. richts der Besatzungsmacht gehört. Zum ersten Male wurde von der Strafkammer der bisher ermittelte Tatbestand zusammenge- faßt. Danach sind der Kasse des Reqduisitions- amtes in Baden-Baden von Februar 1960 bis Dezember 1951 fingierte Rechnungen über zwölf Milllonen Mark mit Zahlungsorder vorgelegt worden, die sich auf angeblich an tranzösische Dienststellen gellefertg Aus- rüstungsgegenstünde, hauptsächlich“ Tarn- netze, bezogen. Diese Rechnungen sind in Höhe von über zehn Millonen DM als Be- satzungskosten auf die Konten der angeb- Uchen Lleferanten bezahlt worden, Deutsche Mittelsmänner haben sich diese Beträge in bar auszahlen lassen und zum größten Tell nach Abzug hoher Provisionen dem franzö- sischen Geschäftsmann Roger Claude Zoller ausgehändigt. Nach Feststellung der Straf- kammer ist Zoller kein Angehöriger der fran- zöslschen Besatzungsmacht. Dr. Hoffmann- Günther soll dabei von August 190 bis Jun! 1951 zehn Rechnungen Über 1,3 Millonen DM kur die Lleferung von Tarnnetzen in Baden- Baden eingereicht haben. 8 Novelle zum Einkommen- Verordnungen um zwei Jahre bis 1953. Unkosten der Monopolve daß die Monopol verwaltung 1950/1 bei einem Umsatz von 156 Millionen DM 34,5 Millionen DM Verwaltungskosten gehabt habe. Wie dpa am Mittwoch von zuständiger Seite in Bonn erfuhr, wünschen die Judi schen Unterhändler von der Bundesrepublile kolgende Leistungen: i 1. Eine Entschädigung für v e kosten tür 500 000 in den Staat 115 ein- ge wanderte Juden in Höhe ven 4 Mlillar- den DRM. Es sind jüdische Vertriebene aus allen Tellen Europas, die im natlonalsozia- Uistischen Machtbereich waren. vidualshorderungen der jüdischen Welt- organfsatlon von rund 2,1 Milliarden DM. Dabel sollen in der Hauptsache auch die Schäden getilgt werden, dle nicht mehr lebenden quden zugefügt wurden. 3. Verbesserung der Wiedergutmachungs- gesetze, die zwischen sechs und acht Mil- Harden DM erfordern würden. Die Wünsche der jüdischen Organisationen betreffen in der Hauptsache dle Forderungen von Juden, die nicht im Staat Israel, sondern zum Teil in Deutschland oder in anderen Ländern leben. Die Forderungen für Auslands- juden betragen etwa ein Drittel der gesam- ten deutschen Auslandsverpflichtungen. Die deutsche Verhandlungsdelegation in Den Haag— an der Spitze Professor Dr. Böhm— hat am Dienstag Staatssekretär Professor Walter Hallstein einen Zwi- schenbericht erstattet. Dle Delegatlon kehrte am Mittwoch nach Den Haag zurück, um die erste Phase der deutsch- ſüdischen Verhandlungen abzuschließen. Die erste Konferenzphase galt der Feststellung der jüdischen Forderungen. Von deutscher Seite werden die Verhandlungen auch mit dem Leſter der deutschen Belegatlon bei der Londoner Schuldenkontferenz, Dr. Hermann Abs, abgestimmt, well ein Teil der jüdl- schen Forderungen die deutschen Auslands- Verpflichtungen berührt. Nach einer kurzen Osterpause soll im Mal die zweite Verhand. lungsphase zur Modifikation der jüdischen Forderungen beginnen. Man rechnet in Bonn damit, daß diese Verhandlungen etwa zwel Monate dauern werden. Auf deutscher Seite wird hervorgehoben, daß die materielle Wiedergutmachung un der Hauptsache in Waren liefe London erwartet einige Wahl-Konzessionen Moskaus Mutmaßungen politischer Krelse in England/ Meinungsaustausch zwischen Kreml und SED-Führung Von unserem Londoner Mitarbeiter und Agenturmeldungen London. Politische Kreise in London, die sich auf zuverlässige Informationen be- Bundes bei der Verwaltung der Einkommen- und Körperschaftssteuer und der Betriebs- prüfung abgelehnt hat. verabschiedete der Bundestag am Mittwoch eine neue Fassung. In zweiter und dritter Lesung wurde eine vom Finanz- und Steuerausschuß erarbeitete und Körper- schaftssteuergesetz gegen die Stimmen der SPD und der KPD angenommen. Die No- velle dehnt die Kapitalmarktförderung aus und verlängert u. a, die Ermächtigungen des Bundesflnanzministers zum Erlaß von Rechts- Auf Vorschlag des Finanzausschusses wurde ein SPD-Antrag angenommen, der die Vorlage des Geschäftsberichts, der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung der Uber- leitungsstelle für das Branntweinmonopol fordert. Vom Bundestag wurde an den hohen altung Kritik ge- übt. Dr. WIlhelm Gülisch(SPD) teilte mit, 2. Pie Erfüllung zusammengefaßter Indi- HOOCUH WASSER Im Rheingeblet von Koblenz, Königswinte zeigt bine der Überschwemmten Straßen in Jüdischen Verhandlungen im Haag Über die reh das natlonalsozlalistische Regime zuge- kügten Schäden wurden von den jüdischen Gesprächspartnern finanzielle und sachliche Forderungen in Höhe von etwa 13 Milliarden DM erhoben. ner Teil in Devisen gezahlt werden könnte Wledergutmachung ist die bemüht, die Ansprüche in Kurzer kommen. Vor der Fertigstellung des Generalvertrags Washington.(UP) Von unseremständigen Die beiden Ausschüsse für Auswärtiges und Gesamtdeutsche Fragen haben beschlos- sen, einen Unterausschuß für Saarfragen einzusetzen. Dem Ausschuß“ werden voraus- sichtlich sechs Mitglieder angehören. Ueber die Zusammensetzung soll noch entschieden werden. Vor dem Ausschuß will der Bundes- kanzler nach Ostern jene Mitteilungen machen, die er bislang auf Grund seiner Ver- elnbarungen mit dem französischen Außen- minister zurückgehalten hat. Die Koalitlonspartelen haben sich nun- mehr auch dahingehend geeinigt, daß sie ver- suchen werden, das Saarproblem aus der heutigen außenpolitischen Debatte des Bun- destages auszuklammern. Das bedeutet eine gewisse Verschiebung der bisherigen Haltung besonders bel der FDP und der DP. Ste wird darauf zurückgeführt, daß der Bundeskanz- ler die Fraktlonsvorsitzenden Über neue Schritte in der Saarfrage und den Fortgang der deutsch- französischen Gespräche unter- richtete. In einer brleflichen Mittellung an Schuman sollen die Linlen elner Lösung berelts viel konkreter ausgedrückt sein, als dieses bislang der Fall sein konnte. Der Kanz rungen ertolgen soll, während ein klei- ler habe sich sehr zuversichtlich geäußert und Gemäß dem Bundestagebeschlugß über die Undesreglerung eit zu befriedigen, damit auch dle ülteren ſudl⸗ chen Opfer in den Genuß der MIttel Der amerikanische Außenminister Dean Acheson sagte am Saar-Debatte erst Regierungsparteien stellen sich hinter die Wünsche des Kanzlers ruten zu können glauben, sagen voraus, daß Moskau die Vorschläge der westlichen Ant- Wortnote zur Deutschland-Frage Sowaets, ur Deutschland-Zlel zu erreichen, sel schlossen habe, einige Konzesslonen zu much en. Wie Peoble“ crelsen erfahren haben will, gedenke Stalin dle Westmächte belm Wort zu nehmen und zelne Zustunmung zu frelen Wahlen in Ge- samtdeutschland zu geben, Aber er werde kelne UNO- Ueberwachung dieser Wahlen alczeptleren. Moskau werde vlelmehr vor- schlagen, die Wahlkontrolle entweder von den Vlermüchten oder Hegenseltig von west- deutscher und stdeutscher Selte vornehmen zu lassen. Wie es heist, stehe der Kreml hier Über aber noch mit der commſuntstischen Re Alerung Ostdeutschlands tausch. ferner dle Wochenzeitung„The aus osteuropäischen Diplomaten- in Meinungsaus nicht glatt zurück welsen wird. Das Bemühen der go stark, dall man sich im Kreml ent- Politische Kreise entnehmen dlesen In- karmatlonen, daß es dem Kreml darauf an- komme, auf ſeden Fall und möglichst rasch eine Vlermächte- Besprechung über das deut- sche Problem zustande zu bringen. Keine Aussicht auf VIierer-Treffen Nach Ansicht der westlichen Regierungen ist aber, laut UP, eine solche Zusammen- Kunkt solange zur Fruchtlosigkeit verurteilt, Wle zwischen Ost und West nicht einmal eine Hasls für eine Bellegung ihrer Zwistigkeiten vorhanden ist. Wenn ein Treffen der„gro den Vier“ mit einem Fehlschlag enden zollte, ann wären die Auswirkungen aut die. tentliche Melnung nach Ansicht westlicher Politiker verheerend. Darauf will man es Rar nicht ankommen lassen, solange nicht einmal der Schimmer einer Hoffnung auf praktische Hrgebnlsse einer derartigen Zu- sammenkuntkt vorhanden ist. Oesterreichs Geduld am Ende Wien.(UP) Mit überwältigender Mehrheit billigte das österreichische Parlament am Mittwoch eine Resolution, in der der Abzug aller Besatzungsmächte gefordert und egen die von den Besatzungsmächten unterhalte- nen Wirtschaftsunternehmungen Protestlert WIrd. Zuvor hatte Außenminister Karl Gru- ber, dem Parlament gegenüber erklärt, Oesterreich werde dle Vereinten Nationen anrufen, wenn Sowietrußland nicht auf die kellrzlich von den Westmüchten Homachten Vorschlge zu eine Friedensvertrag mit Einzelpreis 15 Pfg. M RHEIN GEBIET 5 r, Andernach, Bonn bis Köln ist das Hochwasser 8 angestiegen. In Andernach ist das Hoch wasser bis in dle Straßen gestiegen. Unser Bild Andernach am 1. April 1952.(UP- Foto) Vor allem an Waren- Lieferungen gedaclit Die jüdischen Wiedergutmachungswünsche belaufen sich auf etwa 13 Milliarden DM Bonn.(dpa) Bei den ersten deutsch Wiedergutmachung der dem Judentum du Mittwoch in seiner all wöchentlichen Presse- konferenz, der Generalvertrag zwischen der Deutschen Bundesrepublik und den westli- chen Alliierten werde voraussichtlich noch im April oder Anfang Mal fertiggestellt werden, Der Vertrag werde von den jetzigen Verhandlungspartnern paraphlert und dann den beteiligten Reglerungen zugeleitet wer⸗ „Ueber Zeit und Ort der Unterzeichnung sel zwischen den beteillgten Reglerungen noch nichts vereinbart worden. Es sel vor- geschlagen worden, die Unterzeichnung in Straßburg vorzunehmen. Diese Anregung scheine gut zu sein, jedoch sel, wie er schon gesagt habe, diese Frage noch nicht ent- schieden, Es sei auch möglich, daß der Ver- trag in Bonn unterzeichnet werde. . nach Osterpause Bonner Berichterstatter Bonn. Nach der Osternause wird die Saarfrage auf elner besonderen Sitzung des Bundestages behandelt werden. Die Koalitlonspartner haben sich aus dlesem Grunde dem Wunsche des Kanzlers genähert, das Problem im Augenblick behutsam anzufassen. die Möglichkeit einer positiven Entwickelung — auch im deutschen Sinne— durchblicken lassen. Damit dürfte heute die große außenpoli- tische Auseinandersetzung um die Frage „Integration und Wledervereinigung“ gehen. Die Christlichen Demokraten wollen von den Sozlaldemokraten eine klare Stellungnahme. Frankreichs Parlament gegen Sparen Paris.(dpa) Der französische Minlster- präsident Antolne Plnay erlitt am Mitt⸗ Woch lei der Natlonalversammlung bel der Abstimmung über dle Einsparungen Im neuen Budget eine klare Niederlage. Die Natlonalversammlung lehnte mit 432 gegen 187 Stimmen eine Debatte Über die von der Reglerung vorgesehenen Einsparungen in den Ausgaben für den Wiederaufbau und die Industrie ab. Rat der Republik für Schumanplan Faris,(dpa) Mit 182 gegen 32 Stimmen sprach sich der französische Rat der Repu- blick in den frühen Morgenstunden des Mitt. Wochs für die Ratiflzlerung des Schuman- plans aus Der Rat der Republik nahm den Gesetzentwurf ohne Ablinderung an, so dal er nun, da er in der Natlonalversammlung berelts gebilligt wurde, endgültig verab- schledet worden ist. Damit ist die Ratlfl- zlerung des Schumanplans durch Frank- relch sichergestellt. Franz Molnar 7, New Vork. Der bekannte Bühnenschrift- steller Franz Molnar ist im Alter von 74 Jahren in New Vork, wo er seit Jahren in einem Hotel lebte, gestorben. Seine be- Kanntesten Bühnenwerke waren„Lillom“ und„Spiel im Schloß“, Taft siegte in Wisconsin New Vork. Bel den Vorwahlen in Wisconsin und Nebraska hat auf der republikanischen Liste Senator Robert Taft in beiden Staaten dle meisten Stimmen erhalten. Dle Republi- Kaner Harold Stass en und Farl War ren, die General Dwiaht D. Risenho we 1 nahestehen und diesem auf dem republika- nischen Natlonalkonvent eventuell hre Oesterreich elngehen würde Silmmen„obtreten“ werden, erhlelten jedoch Zugammen mehr Stimmen als Taft. Wide NAcuRnI cr IN KURZE Wilson für deutsche Rüstungsindustrle Washington. Der scheidende Leiter der amerikanischen Verteldigungs-Mobilislerung, Charles E. Wilson, setzte sſch am Mittwoch für die deutsche Rüstungsindustrie ein. Wilson erklärte in seinem Abschlußbericht Über seine Tätigkeit, von Deutschland müsse erwartet werden, daß das Land nach der Bildung der Europäischen Verteldigungsgemeinschaft,„einen Tell der Rüstungsherstellung für die westliche Verteldigung Übernimumt.“ Wilson ist von gel- nem Amt zurückgetreten, nachdem sich schwere Melnungsverschiedenheiten zwischen ihm und dem Präsidenten über die Behandlung des dro- henden Stahlarbeiterstreiks ergeben haben. Hollands Königin in den USA Washington. Königin Jullane und Prinz Bernhard der Niederlande trafen am Mittwoch an Bord des KLM- Flugzeuges„Prümzessin Bea- trie“ zu einem drelwöchigen Staatsbesuch hier ein. Kesselring nicht betroffen a München. Ein Spruchkammerverfahren ge- zen den ehemaligen Genepalfeldmarschal! Al- bert Kesselring Wurde am Mittwoch in Mün- chen eingestellt, well die Einstufung Kessel- rings nach dem vorliegenden Material als Hauptschuldiger oder Belasteter nicht in Frage Kommt. Eine andere Möglichkeit gibt es nach —— 3. nicht mehr, Kesselring verbü. rl eine lebens- längliche Freiheitsstrafe. Ku νð,hy b au So Der Bundestagsausschu für Angelegenhel- tem der irmerem Verwaltung, hat den Plenum vorgeschlagen, die Bundesreglerung zu ersu- chen, den kriegsbedingt Evakuflerten auf der Eisenbahn Fahrprelsermägigun⸗ gen zu gewühren, Sie sollen dabel den Ver- trlebenen gleichgestellt werden, Belm Bundes- Innenministerium soll das mit Fragen der Krlegssachgeschädigten beauftragte Referat or- ganisatorlsch und personell verstärkt werden. Ferner soll ein Belrat der Fliegergeschädigten eingerſchtet werden, der dem Flüchtlingsbeirat der Länder entsprechen soll. 1015„ Die Bundesregierung hat dem Katyn⸗ Ausschuß des amerikanischen Reprüsemtan- tenhauses, der seine Aufklärunssärbeit Über die Marsenmorde von Katyn gegenwärtig auf deutschem Boden fortsetzt, in der Bundesrepu- blikk jede Unterstützung zugesichert. 10 8 N 1 Der Vorsitzende der Sozlaldemokratischen Partel, Dr. Kurt Sehumacher, ist von einem längeren Kuraufenthalt in Badenweller nach Bonn zurüekgekehrt und hat am Mittwoch zum erstenmal seit seiner Er- krankung wieder an einer Sitzung des ge- schäftsführenden SpPD-Vorstandes teilgenom- men. Dr. Schumacher erkrankte im Dezember an schweren Krelslaufstörungen. Er wird zu- nächst seine Geschäfte noch nicht in vollem Umfange aufnehmen, sondern eine gewisse Zelt zur Nachkur im seinem Bonner Haus ver- bringen. CDU-Memorandum überreicht Stuttgart.(tz-Elg. Ber.) Dle CDU-Fraktlon der Verfassunggebenden Landesversammlung hat sich am Mittwochnachmittag erneut ein- gehend mit der Frage der Regierungsbildung und dam Mamgrandum über das bisherige Ergebnis der Koalitionsverhandlungen be- tallt, das den Fraktionen der SPB, DVF/ FD Hund des BHE zugeleitet wurde. Die CDU Fraktion erklärt, sié erwarte nun ihrer- seits eine baldige Antwort auf die der DVB/ Fp schon am 24. März gestellte Frage, ob sie einverstanden gel, daß die CDU als stärk- gte Fraktion den Ministerpräsidenten stelle. Die Verhandlungsführer der 8D hätten diese Frage bereits bejaht. Da das Memo- randum eine zusammenfassende Darstellung der bisher vertraulich geführten, Verhand- lungen enthalte und diese noch kortgesetzt würden, sel eine Veröffentlichung vorläung noch nicht heabsichtig. Die CDU habe bisher nichts unversucht gelassen, um die Verhand- lungen zu einem schnellen Abschluß zu brin- gen. Staatspräsident Dr. Müller teilte mit, da die Koalitionsverhandlungen in der Woche nach Ostern fortgesetzt würden. Wie der Vertagser des Memorandums, Staatspräsident Gebhard Müller, bekannt- Rab, fordert die CDU in der Schultrage die Helbehaltunngg des Status quo entsprechend den Vorschlägen des Staatsvertragsentwurfes von Karlsruhe, zu dem sich vor der Wahl auch die führenden Politker der Sp und DVP/ FDP bekannt hätten, Die CDU werde von dieser Forderungn auf keinen Fall ab- welchen und ihre Verankerung in der Ver- fassung fordern. Die in SPD- Kreisen neuer- lich erhobene Forderung aut Einführung der allgemeinen christlichen Gemeinschaftsschule nagz Rug GStuttrartl bat lf Nymeh 10 e sede. Ag acflen A Düsseldorf. Am 17. April sollen, nachdem sie dieser Tage wegen Verhinderung Dr. Lehrs nicht zustandegekommen waren, in Bonn Besprechungen des DGB und des Deutschen Beamtenbundes mit der Reglerung zur Besoldungsfrage beginnen. Für Anfang Mal hat der Beamtenbund, gleichfalls nach Bonn, zu einem Tag des Berufsbeamtentums eingeladen, Gegenwärtig ist in der Frage des Personalvertretungsgesetzes auch vlel- fach von der Berücksichtigung der Beamten- schaft bei diesem Gesetz die Rede, und der Deutsche Gewerkschaftsbund hat soeben mit seinem ersten Beamtentag, der am Wochen- ende in Düsseldorf abgehalten wurde, die aktuellen Probleme des Beamtentums in der Art einer Werbe veranstaltung für dle Mit- Zliedschaft aller Beamten im DGB erörtert. Es gibt kaum einen Stand, der in den letzten Jahren Ahnlich stark im Vorder- grund der widerstreitenden öktentlichen Meinungen stand, während zugleich seinen Interessen so wenig Rechnung getragen wurde. Als Dr. Robert Lehr im Sommer 1980 seinen Posten als Bundesinnenminister kaum angetreten hatte, kündigte er eine Reform der Beamtenbesoldung noch für das Jahr 1950 an;: diese Reform ist heute noch nicht in Angriff genommen und Konnte durch einige geringe prozentuale Ge- haltsaufbesserungen nicht ersetzt werden. Hans Böhm, der Leiter der Abteilung An- gestellte und Beamte im gewerkschaftlichen Bundesvorstand, meinte auf der Düsseldor- ker Tagung, der Beamte müsse von der Tribüne der Kabaretts und Karikaturen wieder heruntergeholt werden. Beides hat insofern miteinander zu tun, als das poli- tisch- öffentliche Umstrittensein des Beam- ten und seine Bezlehung zum Staat in den Beamten mittragen lieg. Für den Bürger ist der Beamte heute vielfach der Prügel knabe, mit dem der Staat gemelnt Ist, ob- wohl(Grundgesetz, Artikel 20, 2)„alle Staatsgewalt vom Volke ausgeht“, Daher dle Verzerrungen in der Perspektive des Publikums. Sle hat gewiß ihre historischen Ursachen. Der Beamte der Monarchie war der betfeh- lende Vertreter der Obrigkeit. Die Beamten- tradition des Kaiserreichs kennen Lebende heute höchstens nur noch unter den Ruhe- ständlern, Was das Beamtentum unter Hit- ler war, kennen heute noch vlele Aktive, Gewig lebt ein Stand wie die deutsche Be- amtenschaft im Kern aus sich, ohne von den wechselnden Systemen der letzten fünfzig Jahre entscheidend verändert worden zu sein. Der heutige Staat aber, der seine Be- amten dringender braucht denn ſe— der Größe der heute gestellten Aufgaben wegen und wegen der Verkomplizlerung des ge- samten Apparat unseres heutigen Lebens —, der heutige Staat erinnert sich der Be- amten nicht zuerst, sondern zuletzt. Das ſet lelcht getan; denn auch dle Scheu, für dle Interessen des Standes zu kämpfen, gehört zu den Beamtentraditlonen, zumal ein Beamtenstreikrecht sinnwidrig wäre; und auch das Moment, die Pensſon nicht zu gefährden, die ein erdlenter Gehaltsteil ist, splelt hier eine wichtige Rolle. Die Folgen? Die politischen Qualitä- ten des inneren Aufbaus der Bundesrepublik hängen wesentlich davon ab, ob und wieweit Wechselbezlehungen zueinander stehen. Der Staat verlangt dem Beamten ein de. stimmtes Treueverhältnis ab. Er hat dies Stuttgart. Die Verfassunggebende Landes- versammlung trat am Mittwoch in Stuttgart zu ihrer ersten Arbeitssitzung zusammen und bildete den Verfassungs-, Wahlprü- fungs- und den Geschäftsordnungsausschuß. Außerdem wurden die Entwürfe der CDU, SPD und DVP/FDP für ein Ueberleitungs- gesetz(Gesetz über die vorläufige Ausübung der Staatsgewalt im südwestdeutschen Bun- desland) in erster Lesung ohne Debatte an- genommen und an der Verfassungsausschuß überwiesen, Der Ausschuß wird unter dem Vorsitz von Staatspräsident Dr. Gebhard Ai ˙ Vertreter in den Verfassungsausschuß ent- senden zu dürfen, da die KPD ernsthaft an der Verfassung mitarbelten wolle. Da Rüß kelnen formellen Antrag gestellt hatte, ging die Versammlung gegen Proteste des KPD- Abgeordneten Eekert zur Tagesordnung Über. Der Verfassungsausschuf wird seine Arbeit schon am kommenden Freitag auf- nehmen. Die ihm vorliegenden drei Gesetz- entwürkfe unterscheiden sich in den meisten Punkten nur unwesentlich vonemander. So wird übereinstimmend vorgeschlagen, das Land„Baden- Württemberg“ zu nennen, wo- bel nur die Spb auf den vorübergehenden Charakter dleser Namensgebung Wert legt. Auch über die Gliederung des Landes in vler Verwaltungsbezirke herrscht Ueberein- Stimmung, da die CDU dle ursprüngliche Altbadlsche Forderung nach Schaffung eines Selbstverwaltungsbezirkes in den Grenzen des alten Landes Baden aufgegeben zu haben scheint. Unterschiedliche Auffassungen bestehen Über die Abwicklung der jetzt vorhandenen Verwaltungsorgantsatlonen, die Schaftung einer einheitlichen Verwaltung und über die Kompetenzen der Mittelinstanzen. Der Ent- wurt der CDU sicht vor:„Die Landesbezirke im Südweststaat bezeichnete Dr. Müller als eine sehr ernste Angelegenheit. STUNDEN DER ROMAN VON FRE ANDREAS sind staatliche Verwaltungsmittelstufen“. Gegchüttsordnung, einen, kammünistlschen noch unnötige Spannungen bestehen zwi- schen Staatsbürgern und Beamten, aber auch zwischen Beamten und Regierungen. Welch erhebliche Aufgaben das Beamtenproblem und DVP/FDP wird der Zusammenschluss der Stadt- und Landkreise eines Landes- beulirks in einen Landesbezirksverband emp- fohlen. Die Landesbezirke sollen einem von der Regierung ernannten Bezirkspräsidenten unterstehen, der in Personalunſon auch die Spitze des kommunalen Landesbezirksver- bandes sein soll. Er würde nach Weisung der vorläufigen Reglerung die Abwicklung der bisherigen Ministerien, die hre Arbeit unter der Bezeichnung„Landesbezirksdirek- tion“ unter Aufsicht und nach Welsung der Zentralministerien fortführen sollen, leiten. Die Moglichtzelt der Uebernahme, beg 1. 11 Verwaltungsautgaben der Be Entwurk vorgesehen, Die 8b bchlagt a die Bildung von vier Landeskommissarlaten vor, in die die bisherigen obersten Landes- Heidelberg. Die folgende Untachlle fung nahm der Kreistag des Landkreises Heidelberg in seiner Sitsung vom 2. April in RPherback an: „lm Zuge der Neubildung des Südweststaa⸗ tes hat der Kreistag des Landlerelses Heidel- berg, getragen von der Verantwortung dem Staate und dem Volke gegenüber, elnstimmig nachstehende Entschliegung gefaßt: 1. Das Recht der Selbstverwaltung ist den Gemeinden und Kreisen verfassunssmänig zu gewährleisten und in der kommenden Kreis- und Gemeindeordnung zu verankern. Die Ge- meinden und Kreise sind innerhalb dieses Rechtes in ihrem Gebiet unter eigener Verant- wortung Träger der gesamten örtlichen öffent- lichen Verwaltung. Die Aufgaben der Gemein- den und Kreise aind durch Aufstellung elnes Kataloges fest zu umreißen, Die Rechte der Gemeinden und Krelse, dle diesen nach dem aulfzustellenden Katalog Übertragen warden, können von der Staatsaufsicht nicht ein- geschränkt werden, sofern im Rahmen der gegebenen Gesetze und Verordnungen gehan- delt wird. 2. Auftragsangelegenheiten können den Ahwelchend von den Entwürten der 8PD durch ein Mintstertum ist in dem CU 1s Uebersangsregelung Kreisen und Gemeinden nur Übertragen wer- Copyrlaht: Monchnet oman · Vos. Munchen-hoslng J. Fortsetzung Aber als er an der Opernkreuzung halten mute, zog er doch die Handschuhe aus und gab sle Hertha zum Halten. Seine Hand lag auf dem Steuerrad, schmal, nervig, im Orift gewölbt. Es war eine sonnenge⸗ bräunte, keingeformte Hand mit langen, achmalen Fingern, die vorbildlich gepflegte Nägel hatten. Es waren beseelte Heide, die man lieben mußte, die man küssen Konnte, wenn das möglich gewesen wäre, ohne es Ihn wissen zu lassen. Langsam streichelte sle, ales der Wagen in die Kärntner Straße lenkte, die Hand am Steuerrad. * Vor dem Portal an der Abfahrtseite des Wiener Südbahnhofs hielt eln schäbiges Auto. Fin alter Dilenstmann schlurtte her- bel, nahm üchzend die beiden leichten Hand. koffer heraus, warf einen Blick aut den Herm und die Dame, dle ausgestiegen Waren, und kragte: „Wohle, bittschön, Herr Doktor?“ „Graz, Zweiter Nichtraucher“, entgeg⸗ nete der Herr kurz. Er wandte sich dann un seine Frau und fragte:„Hast du elgent⸗ ch eine Platzkarte, Hilde?“ „Mein, Es wird ja nicht so voll sein.“ Sle gingen hinter dem Dlerstmann her dle hohe Preppe hinauf. Dr. Hartgeer Sagte lächelnd:„Immer wieder erschreckt e; mich, dleses Hittschön, Herr Doktor“. Hellseher, oder sagen sle es wirklich zu je- dem erwachsenen Matin?“ „Früher hien es unweigerlich Herr Ra- ron!“ belehrte Ihe seine Frau.„Und wehe, wenn das Trinkgeld nicht danach aus tlel.“ „Alle Barone waren natürlich Millio- näre?“ 4 „Genau wie heute die Doktoren. Es hilt dur gar nichts, wenn du nicht oben auf dem Bahnsteig degradiert werden willst.“ „Ich würde es zur Not überleben, Im- merhin, der Mann ist alt.. Ach ja, die Bahnsteigkarte..“ f Ex trat in die Halle an einen Automaten und kramte in seinem Portemonmnale nach emer Münze. Hilde Hartgeer benützte dle Gelegenheit, re Fahrkarte aus der Hand- tasche zu nehmen, Sle verbarg das Stücke chen Karton in der geballten Faust, als müsse sle es vor allen Blicken verbergen. Ihr Mann kam lange nicht zurück, Wahr- gchelnlich hatte er wieder keln passendes Geld, denn sie sah inn jetzt, ein Stüche ab- seits vom Automaten, bel einem jungen Mann in steirischer Tracht, der ebenfalls lin Gelbeutel kramte. Hilde Hartgeer war nervös, und nicht nur Wegem der kleinen Verzögerung, Dlese Reise Sie bi dle Lippen zusammen und gan sten um. Es war nur nach acht Mau- ten bis zur Abfahrt des Zuges; elllige Rel⸗ gende kamen dle Treppe heraufgestürzt, mit Koftern schlemkernd, nach Dlenstmäünneem — 2—— Ein Mann flel ihr auf, der an elner Fahr- Plantafel stand und die Zugtolge studlerte. Er war kaum mittelgrog, untersetzt, und Hanz in Loden gekleidet. Seine Hände sta- ken in den Taschen der grünen Joppe, und unter dem Jägerhütchen schimmert krät- tig— rotes Haar. Sein Gesicht, das ver- schmitzt, wenn nicht verschlagen wirkete, War dunkelrot, wie man e bel Tlrolern oder leidenschaftlichen Burgundertrin- Kern kannte. Sle glaubte den Mann schon Kürzlich einmal gesehen zu haben, konnte slch aber nicht erinnern, wo oder bei wel- cher Gelegenheit. Er sah aus wie eln Vieh- hündler oder wie der Vorstand eines Wan- dervereins. Wenn zie ihn wirklich schon gesehen hatte, war es bestimmt ein Zufall gewesen. Uebrigens ging der Mann jetzt weg. Auf kurzen Beinen, fest und ra- chend dle derbbeschuhten Füße aufsetzend, Alng er an ihr vorbel und dle Treppe hin- unter. 5 „Schnell, Hude es let kaum noch Zelt!“ Das Ehepaar drängte sich durch dle Sperre. Dr. Hartgeer dicht hinter seiner Frau. Wieder verbarg Hilde die Fahrkarte, dlesmal innen im Handschuh, als sel ste ge- kälscht oder gestohlen und vertrage kelne nühere Betrachtung. Sle fanden den Dienstmann vor elnem Nichtraucherabtell des Grazer Wagens, dle Koffer waren schon driamen, Hartgeer be- zahlte den Alten reichlich, steg mit Hilde eln unc überzeugte slch, dan sle gut unter- Lebracht war, Ra bekfonden sich im Abtell nur noch eln junges Mädchen und eln dtle⸗ ker, unhelmlich groger Mana, der Keuchend an emnem Apfel Kaute. Heide hatten dle Sind die Wiener Diengtmünner elgentlich gchrelend.— Kelm bekanntes Geslcht. 0 Dog will 5 Beamtenschaſt vertreten Probleme, Fragestellungen und Beobachtungen auf dem Beamtentag des Gewerkschaftsbundes in Düsseldorf Von unserem Düsseldorfer Bertehterstatter„ 17 mehrfach dadurch belohnt, das er seine aber auch auf dem sozialen Feld stellt, zeigt Wirtschaftlichen Schwierigkeiten am meisten der Umstand, daß es heute nicht nur, Ver- gor gungs-, sondern auch Fürsorgefragen in der Beamtenschaft gibt, weil das Versor- gungssystem Lücken und- Sprünge hat. Von all diesen Gesichtspunkten war auf dem ersten Beamtentag der Gewerkschaften natürlich auch die Rede. Aber im Vorder- grund stand doch sichtlich das Interesse der gewerkschaftlichen Führung, auch für die Beamtenschaft, die zweifellos zu ihrem überwiegenden Teil Arbeitnehmereigen- schaften besitzt, die erste und alleinige In- teressenvertretung auf allen Gebieten zu werden. Bis jetzt sind in den Einzelgewerk⸗ schaften, und zwar in„Eisenbahner“,„Oef- fentliche Dienste, Transport und Verkehr“, in der Industriegewerkschaft Bergbau so- Wie in„Erziehung und Wissenschaft“ und „Gartenbau-, Land- und Forstwirtschaft“, rund 50 000 Beamte, Beamtenanwärter und Pensionäre vertreten. Das dürfte etwa ein Drittel aller Beamten sein. Die Universalltätstendenzen der Gewerkschaften auch in bezug auf die Beamtenschaft waren in Düsseldorf sehr geschickt formuliert, vor allem in der politi- schen Argumentation. In dieser Richtung ist sowohl gegenüber der breiten Oeffentlichkeit als auch gegenüber den gesetzgebenden Kör- perschaften angesichts der problematischen Situatlon, in der das Beamtentum heute steht, einiges zu sagen. Die rechtliche wie die ethische Form des neuen Beamtentums muß durchaus noch geprägt werden. Dabei werden die guten Elemente der deutschen, vorwiegend preußischen Beamtentradition ebenso sehr neu gewertet werden müssen, Wie neue Maßstäbe für die Position des Be- üämtentums im Staat zu finden sind. In Düsseldorf wurde dle Mittlerrolle des Be- amten, seine Identifizierung mit dem Staat in der Aktion, mehrfach unterstrichen. Erste Arbeitssitzung der Landes versammlung Drei Ausschiisse gebildet/ Ueberleitungsgesetze der Fartelen an Verfassungsausschufl überwiesen „von unserem Stuttgarter Berichterstatter behörden eingegliedert werden. Die vler Landeskommissare werden von der Regle- rung bestellt, müssen aber nicht Reglerungs- mitglieder sein. Die DVP/FDP schlägt vor, die Ministerien der alten Länder und die nordbadische Lan- desbezirksverwaltung sollen„in Abwickx- lung“ solange bestehen bleiben, bis ühre Geschäfte durch die vorläufige Reglerung oder durch eine von ihr bezeichnete Stelle übernommen werden. Die Beauftragten, die dle Dienstaufsicht über die Ahwicklungs- stellen führen, sollen Mitglieder der Regle- Das Vaisun Angaben über dle Kompetenzen der Mittel- instanzen, sondern verwelsen auf elne spä- tere gesetzliche Regelung. Für Selbstverwaltung der Gemeinden und Kreise Eine Entschllenung des Kreistages des Landkreises Heldelberg zur Süd weststaat-Blldung den, wenn für diese Aufgaben die notwendi⸗ gen Mittel bereitgestellt werden. J. Zur Erfüllung der Aufgaben in den Ge- meinden und Kreisen sind denselben vom Land ausreichende flmanzlelle Mittel durch Gesetz zu karantleren. Dle Grundsteuer, Gewerbesteuer sowie örtliche Steuern sind den Gemeinden unelngeschrünkt zu belassen, Den Kreisen sind mren Aufgaben entsprechend Antelle aus den Landessteuern, wie Verkehrssteuer usw., zu gewährleisten. Diese Rechte sind den Gemein- den und Kreisen in der Verfassung, Kreis- und Gemeindeordnung zu aichern. 4. Den Gemeinden und Kreisen ist gemäß den demokratischen Grundsätzen ein Mitwlr- kungsrecht bel allen Angelegenheiten und Auf. gaben derselben zu sichern. g. Die Abgeordneten des Kreistages vertre- ten die Auffassung, dali der Landrat unbedingt Kreis- baw. Kommunalbemter sein muß und von den Abgeordneten des Kreistages zu wühlen ist. Für die Autguben des Landrates stehen demselben die gewählten Vertreter des Volkes aut allen kommunalen und staatlichen Verwaltungsgebleten mitwlrkend zur Seite.“ „Komm doch noch einen Augenblicke heraus“, bat Hartgeer leise,„ich möchte dir noch was zagen.“ „Ja, bitte Frwin“, entgegnete sle kühl und stand wieder auf. Sie lieg die Hand- tasche und den kleinen Schirm auf ihrem Platz. Drauſzen nahm Hartgeer seine Frau bel belden Händen, sah ihr ernst in dle Augen und fragte:„Bist du noch böse, Hilde!“ Sle schüttelte langsam den Kopf und sah mit leerem Blick den Bahnsteig hinunter. Ich habe mich halt gelangweilt, das mußt du doch verstehen, Erwin, Entweder arbel- test du bis in dle Nacht, oder du fährst AMlelch für zwel Wochen nach Berlin., Ich muh dlir often sagen, es tüt mir nicht leid, daß ſch jetzt für vierzehn Tage wegfahre. ich freue mich auf die Reise, auf dle alten Freundinnen. die Leopoldine habe lch seit vler Jahrem nicht zeschen, und dle Flora Emmersbach, die jetzt schon den zweiten Buben hat“ „aja, natürlich“, unterbrach Hartgeer gie gequält. Er hatte wilrlelich ein schlechtes Gewissen. Es war richtig, daß er Hilde 30 vernachlässigt hatte. Freilllch war er halh entschuldigt durch die viele Arbelt und die üufigen Dienstreisen; aber Hilde war noch 80 jung, achtund zwanzig erst, und seit sechs. Jahren verhelratet. Ea hatte, besonders Im letzten Jahr, qa in den letzten Wochen, Ver- atlmmungen gegeben, bäse Worte und ganze Tage, an denen zle nicht mitelingeader ge- sprochen hatten. Auch er hatte seine Ner- ven nicht immer in der Gewalt. VIelleſcht War es wirklich das beste, dag Hilde ſetst Mre Kusine und thre Schulfreundlemen bo- buchte, Die Einladungen Warem 90 dicht Hinterelnander gekommen, daß er arg, ———— Fensterplätze inne. Wöhnte, Hilde habe dle beiden Damen aus- Donnerstag, 3. April 1982 8 — — Holzpreis scheitert am Käufexr widerstand (Uh) Trotz weiterhin großem Bedarf fur Holzschlift und andere Nutzholzsorten sel auf der Käuferseite am Holzmarkt ein ständig wachsender Widerstand gegen die augenblick- lich geforderten Preise festzustellen, heißt es in einem am 1. April von der Wirtschaftskcom- misslon der Vereinten Nationen für Europa veröffentlichten Bericht. Die Uebersicht, die dle ersten drei Quartale des vergangenen Jah- res umfaßt, betont, daß in diesem zeitraum die Nutzholzpreise kontinulerlich gestiegen gelen.. Auf der Angebotsseite habe im vergange- nen Jahr aber auch die Produktion von Gru- benholz zugenommen. Dies spiegele slch in den Einfuhrzahlen der wichigsten westeuropätschen Bergbauländer wider. 5 ö Produktlvitätsrat (Up) Der„Deutsche Produktlvitätsrat“ wurde am 2. April gegründet. An der Grün- dungssitzung nahmen Vizekanzler Franz Blü- cher, Bundeswirtschaftsminister Ludwig Er- hard, Bundesarbeitsminister Anton Storch, MSA-Missionschef Michael Harris sowie Ver- treter der Industrie und Gewerkschaften teil. Vorsitzender des Produktivitätsrates Ist Bundeswirtschaftsminister Professor Ludwig Erhard. f 4 55 a Dem Rat gehören ferner an: 5 Fritz Berg(Präsident des BD“), Hans Brümmer(IG- Metall, Wilhelm Gefeller(1. Vorsitzender der 18 Chemie, Fapler, Kera- mik), Ministerialrat a, D. Dipl.-Ing. Edgar Haverbeck, Hans Vomhofft(Bundesvorstands- mlitzlied des DGB), W. Alexander Menne (Vizepräsident deg BDI), Dr.-Ing. Erich Mit- telstenscheid(in Firma Vorwerk u. Co.), Dr. Kurt Pentzlin, Dr. Walter Raymond, Mann- heim(Vorsitzender der Bundesvereinigun der Arbeltgeberverbände), August Schmid (1. Vorsttzender der, 10, Bergbau), Dipl.- Volksw. Rolf Späthen(Mitglied des Hauptvor- standes der DAG), Bernhard Tacke(stellvertr. Vorsitzender der Gewerkschaft Textil/ Be- kleidung). Wie das Bundeswirtschaftsministerlum dazu mitteilte, müssen im Interesse des deutschen Volkes und der weiteren Entwieklung seiner Wirtschaft alle geeigneten Maßnahmen zur Stelgerung der Produktivität getroffen wer- den. Nur durch erhöhte Lelstungstähigkeit aller Schaffenden werde es nämlich möglich seln, die Aufgaben und Verpflichtungen des Wirtschaftlichen Wlederauthaues zu erfüllen und den Bedarf an Ernährung, Kleidung 30 wie an Wohnraum sicherzustellen, Auch dle Eingliederung der Millionen aus dem Osten Vertriebenen in das soziale und wirtschaft- Uche Leben der Nation, auch die großen La- sten der Alters- und Sozlalfürsorge und die Hilfe für West-Berlin erforderten die verein- ten Anstrengungen des ganzen deutschen Volkes. Die Produkttyltätssteigerung sel gleichzeitig die Grundlage für dle Ratlenaltstlerung und Achaffung neuer Arbéftsplätze. Durch ratlo- nelle Arbeltsgestaltung sowie durch Verwen- dung moderner Maschinen und Hilfsmittel, kerger durch Leistungslöhne und Prämien- eie zgallten bessere e ng den, die gleſchzeltig, i 5 r dentschg Wistedt und eine Er. ung des Lebenstandards gewüährleſsten.“ KURZNACHRICOCANTEN Gemüseanbauflichen wachsen (Op) wie das Statistische Bundesamt am 1. April miſttellte, kann in dſesem Jahre erstmals gelt bag wieder eine Ausdehnung der Gemüse- anbguflächen im Bundesgebſet erwartet werden. Nach den Ergebnissen der im Februar bei den Jemüsebauern vorgenommenen Erhebung soll der gewerbliche Gemüseanbau um insgesamt 13 Pro- zent ausgedehnt werden, Damit würge der Anbau og wieder 90 Prozent der Anbaufläche von 1930 erreichen. Das Statlstische Bundesamt fügt hinzu, bis zur tatsächlichen Durchführung des Anbaues können naturgemäß, vor allem unter dem Eindruck der nunmehr bekannt gegebenen Anbausbsichten, ge- Wisse Aenderungen eintreten. Die vorgesehenen Urwelterungen des Anbaus erstrecken zich auf kast alle Gemusęarten, besonders aber auf Kopf- kohl. Möhre und Frünkohlrabti. Der Rlerhrauer Klage (Ur) seit Monaten befinde sich das Brau- gewerbe unter dem doppelten Druck eines er- höhten Gestehungs- und unveränderten Verkaufs- preises, schreibt der Verband rheinisch-westfüli- scher Rrauereſen in selnem Wirtschattsbericht tür das erste Quartal 1962. Dieser Druck habe lch in der Berichtszeit welter verstärkt, well sten die Rohstoffpreise erneut erhöht und sie die esetzlichen Höchstpreise, schon lange verlassen hätten. 5 Marktberichte Hangschuhshelmer Obst- und demüsegrohmarkt vom g. April 1888 oo Bedingt durch die Witterung kleine Infuhr bel groger Nachfrage., Ee erzielten: Tafel- Aptel Ia 3890, 4 2-4, N 1010, Feldsalat 1. Forte 40.80, 3, sorte 4050, Apinat 10—1f, Rosen- Kohl 26-80, Möhren 38, Sellerie 30-28, Lauen 20-30. drücklich darum gebeten, Aber auch zo war en gut. Es war Abwechslung und Zerstreu- ung tür sie, „Wenn du zurückkommst, wird alles bes- zer“ sagte er bedrückt,„glaub mir das, Ich habe dann das Buch fertig und werde wohl gar nicht mehr nach Berlin müssen. Ee sieht Hanz 30 aus, als ob das Institut nach Wien zurückverlegt wird oder ich lasse mich eben versetzen., das hellt, wenn du nach Berlin willst.“ „Du hättest mick wenigstens elnmal mit- nehmen können.“ „Ja, das let wahr. Aber wir wollten ja Sparen.“ „Nun haben wir dreſhundert Mark mehr auf der Bank„ und dafür sind wir.“ Jle brach ab. „Was sind wir?“ fragte Hartgeer beklom- men. „Nicht sehr glücklich verheiratet, um es mild auszudrücken.“ Er nahm ihren Kopf in die Hunde und gah ihr in die Augengel. „Das wird anders, Eilde.— Das ver- spreche jc dir, Ich welſ, dag es falach Wär, Ich habe überhaupt vleles falsch ge- macht, Aber nie aus böser Absicht, lch“ „Schon gut“, sagte Hilde Kühl,„da ruten ge schon zum Rlnstelgen. Also laß es dir gut gehen, Erwin. Sag der Frau Hampa- — 5 daß sle den Vogel nicht verhungern „, Hartgeer kügte seine Frau auf die Wange, dach gle erwiderte den Kuß nicht. Selhat dle Bewegung, mit der sie ach aus seiner Um- armung bekrelte, war kühl und vlel abwel. gender, als es nötig gewesen Wäre, gie stieg wieder eln und erschlen noch Grumal am Fenster. ortsetrung folgt) * eee 5 schen Stadthalle und F Donnerstag, S. April 1932 Seite gfetclet berge, disk i Die Residenz Wie die„Badischen Neuesten Nachrichten“ mitteilen, hat der Intendant des Süddeut- schen Rundfunls, Dr. Fritz Eberhard, ihnen mitgeteilt, daß die Besetzung des seit endlosen Zeiten verwaisten Postens eines Leiters der Sendestellen Karlsruhe und Heidelberg unmittelbar bevorstehe. Die„Ba- dischen Neuesten Nachrichten“ erscheinen in Karlsruhe, und man ann es dem dor- tigen Lokalredahcteur nicht verübeln, wenn er gleichzeitig mit dieser Nachricht eine Lange fur Karlsruhe und gegen Heidel- berg als Sitz des neuen Sendestellenleiters bricht. Sein Argument: zwar besitzt Heidel- berg die technisch vollkommenere Sende- stelle, aber solcher Posten sollte nicht allein von der technischen Anlage abhängig sein. Als ehemalige Residenzstadt würde Karls- ruhe eine solche Ernennung in Heidelberg als Zuruchsetzung empfinden. In dieser Argumentation befindet sich ein Gedankenfehler: Der Leiter der Sendestellen Heidelberg und Karlsruhe sollte sich wire lich nicht unbedingt dort befinden, wo es technisch am vollkommensten ist. Aber die Tatsache, daß Karlsruhe dermaleinst Resi- denz war, hat bei dieser Entscheidung eben- sowenig zu bedeuten. Wir Heidelberger missen bei allem Verstndnis für den Pflichteiferf unseres Karlsruher Kollegen darauf bestehen, daß der neue Sendestellen- leiter nach wie vor bei uns„residiert“. Wobei wir uns nicht auf unseren alten Kur- fürsten berufen, sondern auf die ultu⸗ relle Tradition, auf die Universität, auf alles, was mit Heidelberg im Sinne einer fruchtbaren Rundfuntutigkeit zusammen- hngt. Darauf ommt es namlich an. Lokal- patriotismus in Fhren: gane am Rande durfte ubrigens auch die nun einmal lei- gtungsfänigere Sendestelle den Ausschlag geben. 4 IO. Prof. Br. Günnenwein Vorsitzender des Geschäftsordnungsausschusses Prof. Dr. Otto Gönnenwein OVP/Y/yDH) wurde zum Vorsitzenden des Geschäftsord- nungsausschusses und in den Verfassungs- ausschuß der Verfassunggebenden Landes- versammlung gewählt. * Das Monatstreffen der Kgerländer findet am kommenden Samstag, 20 Uhr, im„Bergbräu“ statt. 0 5 Schwerer Motorradunfall Ein auſſerordentlich 10 schwerer Motorradunfall 0 ereignete sich gestern mittag gegen 12.30 Uhr im Neckarstaden zwi- Vincentluskrankenhaus. Ein Motorrad mit Bel. wagen, das in Richtung Neckargemünd fuhr. ge- riet beim Finbiegen nach links mit dem Außenrad des Belwagens auf den Bordstein. Der Fahrer verlor hierbei die Herrschaft über das Motorrad, geriet auf die linke Seite der Straße und fuhr einem entge- genkommenden Lastzug direkt in die Front hin- ein. Trotzdem die Ge- schwindigkeit des Mo- torrades von amtlicher Seite nur auf etwa 40 km geschätzt wurde, war der Zusammen- stoß so heftig, daß die Maschine, die sich teilweise unter die Vorderachse des Last- zuges geschoben hatte, stark zertrümmert wurde. 0 Die beiden Fahrer, der 38 Jährige Heidel- berger Reimann und der vom Verkehrs- posten an der Friedrichsbrücke abgelöste Wachtmeister Orlep auf dem Sozius, wurden durch den Zusammenprall von ihren Sitzen geschleudert. Mit lebensgefährlichen Ver- letzungen wurden beide in die Chirurgische LAC Wleder wurde „Mutti, da liegt doch auf der Treppe ein weißes Bündel.“ So rief die achtjährige Margot Welt ihrer Mutter am Sonntag abend etwa um ½%9 Uhr zu. Man schaute nach draußen und holte das schreiende weiße Bündel, das auf der untersten Stufe der steinernen Hoftreppe lag, herein, gab ihm ein Milchschöppele, holte zur ersten Begutachtung die Hebamme, Frau Sauter, und benachrichtigte dann die Polizei. Wir sprachen gestern mit Bäckermeister Welk, der uns kurz den Hergang schilderte. „Meine Frau hörte ein Kind schreien“, be- richtete uns Herr Welk,„aber sie nahm zu- nächst an, daß es unsere einjährige Toch- ter war, die im Schlafzimmer lag. Dort fan- den wir aber alles in bester Ordnung vor. Es wurde auch ein paar Minuten lang ruhig, als die kleine Margot durch's Fen- ster schauend ein kleines weißes Bündel Danziger und Heidelberger erschienen zu dem Vortrag im Amerika-Haus so zahl- reich, daß der Saal restlos überfüllt war. Der Vorsitzer der„Heidelberger Künster- gilde“, Dr. Gspann, lud als Mitglied des Senats der Freien Stadt Danzig die Besucher zu einer Lichtbilderreise durch Danzig und das Danziger Land“ ein, die dieses Kleinod der alten deutschen Städte und seine reichen architektonischen Schönheiten in guten Auf- nahmen zeigte und damit die Schwere des Verlustes ermessen lieg, die nicht nur die Danziger, sondern alle Deutsche durch die Zerstörung Danzigs erfahren haben. Es ist dabei gerade für Heidelberg interessant, daß eine der rührigsten Verfechterinnen der Rechte der Danziger, Frau Anni Ka- lähne, eine gebürtige Heidelbergerin ist. Dr. Gspann sagte einleitend, daß Danzig heute„ausgelöscht“ sei. Wohl hätten die Polen hier und da einzelne Bauten der im Krleg völlig zerstörten Stadt wieder aufge- richtet, doch könne dies nur Fassade bleiben, Wacht Klinik nach Heidelberg verbracht. meister Orlep war gestern abend noch ohne Besinnung. Wie wir welter erfahren, hatte der Besitzer des Motorrades erst vor einigen Tagen den neuen Beiwagen angebaut. Es ist zu vermu- ten, daß sich daher eine gewisse Unsicher- heit so tragisch auswirkte. Glücklicherweise war der Beiwagen unbesetzt. Nach seiner Zerstörung zu urteilen, hätte für den Insas- gen das Schliminste befürchtet werden müssen. ö STAD TSEITE Slliſ, der Hilera belli Hulle 4 IN WWEIssESs BUND auf der untersten Treppenstufe liegen sah. Im gleichen Augenblick begann das Bündel auch wieder jämmerlich zu schrelen. Mut- ter Welk überzeugte sich, daß es keine Täuschung war und aus dem dunklen regen- feuchten Hof mußte natürlich Vater Welk das geheimnisvolle Etwas bergen, das er dann voller Erwartung in die warme Stube trug. Eine Nachbarsfrau nannte das Findelkind spontan„Bärbel“, Die Familie Welk hat selbst schon vier Mädel zwischen einem und acht Jahren, verständlich, daß Herr Welk — als wir ihn gestern sprachen— meinte: „Diese vier rechen ung.“ Nun— im amtlichen Verlauf der Dinge war die nächste Station des Findelkindes das Paulusheim, nachdem die Polizei sorg- fältig alles zu Protokoll genommen hatte: Erinnerungen an die alte Hanse-Stadt Danzig Lichtbildervortrag der Danziger Landsmannschaft im Amerika-Haus da die echte Seele, der echte Atem des altey Danzig, der allein Bauten und Straßen wie- der zum Leben erwecken könne, fehle. Durch die Hafeneinfahrt von Neufahrwasser führ- ten die Lichtbilder dann in die alte deutsche Hansestadt mit dem fünf größten Gotteshaus der Welt, der mächtigen Marienkirche(1343 bis 1502), St. Johannis und St. Katharinen, die Hallenkirchen der Backsteingotik. Im go- tischen Stil gehalten war auch das herrliche Rathaus mit seinen Prunkräumen und dem 92 Meter hohen Turm. Die für Danzig typi- schen Straßenzüge stattlicher Bürgerhäuser mit ihren Beischlägen und den originellen Giebeln und Portalen sowie den oft reich geschnitzten Treppenhallen zogen ebenso vorbei wie die in niederländischer Renais- gance erstellten Bauten des Antony van Ob- bergen: das altstädtische Rathaus(1587) und das Zeughaus(1605). Gotisch waren dann wleder die Gildenhäuser, wie etwa der Ar- tushof(Neubau 1600-1670) und die zahlrei- chen schönen Tore(Krantor 1443) und Spei- cher. Aber auch das andere, das moderne Danzig entstand wieder, der Hafen mit der großen Schichauwerft, das Stadttheater und der„Lange Markt“, das Verkehrszentrum und die„gute Stube“ Danzigs. Hinaus ging die Fahrt endlich ins Danzi- ger Land, zum Bischofsberg und nach Oliva, auf die seen- und waldreichen Höhen, in die fruchtbare Niederung und zu dem Weltbad Zoppot mit seiner Waldoper, dem„nordi⸗ schen Bayreuth“, Und noch einmal kehrten gasse und Jopengasse, zum Fischmarkt und nach Karpfenseigen, zum alten, zum deut- schen Danzig, dem seine Bevölkerung auch in der Fremde die Treue hält.— Kräfte der Klnstlergilde umrahmten die Veranstaltung mit Vorträgen heimatlicher Lieder. Luc. Auf vielfachen Wunsch wird der Lichtbil- dervortrag am Samstag, 5. April. 20 Uhr, im Saale des Kolpinghauses, Merianstraße, Wiederholt. — Pkw gegen Straßenbahn. Ein Sachschaden von etwa 4000 DM entstand gestern vormittag gegen b Uhr bei einem Zusammenstoß zwi- gchen em amerikanischen Personenwagen und deb Straßenbahn in der Sophienstraße. Der Pkw, der in Richtung Bismarckplatz fuhr, prallte gegen eine entgegenkommende Straßen- bahn. Trotzdem der PkwW sehr schwer beschä- digt wurde, blieb der Fahrer unverletzt. Der Straßenbahnverkehr war für etwa 25 Minuten unterbrochen. Radfahrer ohne Rückstrahler. Ein amerikant- scher Pkw fuhr am Dienstagabend in der ver- lüngerten Römerstraße auf eigen Radfahrer auf. Der Radfahrer, der wie durch ein Wunder unverletzt blieb, führte keinen ordnungsgemäß beleuchteten Rückstrahler an seinem Rad. Der Fahrer des Wagens war durch ein entgegen“ kommendes Fahrzeug, das nicht abblendete, in der Sicht behindert worden. 161 Lachen eine Schande! „Edouards Kinder“ mit drei Vätern in der Städtischen Bühne War es Alfred Polgar, der gesagt hat, elner guten Tragödle begegne man alle Nas- lang, einer guten Komödie nur sehr selten, einer guten Posse dagegen überhaupt nur zwelmal im Leben, wenn man nämlich „Charley's Tante“ und den„Raub der Sa- binerinnen“ zum ersten Male sieht? Sicher War es Polgar, wer sollte es sonst gewesen geln. Und recht hat er.— Aber welcher Kri- tiker hat gesagt, er gehe nur höchst ungern in eme gute Posse, well er sich in ihr Kköst- Uch zu amüsleren pflege, sich aber hinter- her hinsetzen müsse, um emen handtesten Verrißg zu schreiben? Wegen der Reputation. Des könnte Kerr gewesen seln, Auch er hat recht. Die Posse, das knallige Lustspiel, das frech mit un wahrscheinlichen Situationen arbe tet, nur ein Ziel hat: die Gelächterorgle und alle komödlantischen Instinkte wachrutft, bel den Schauspielern Wie beim Publikum, ist irklich ein heikles Ding, Ste gehört zum Theater nun einmal dazu wie qoe Stöckl zum Klentopp, sle ist es, die zum grögten Teil den sogenannten„Publikumserfolg“ schalkt und auf der anderen Seite auch die meisten Skandale und Skandiichen auf dem Gewls- gen hat. Hine, wie man sieht, lange Vorrede, aus der Verlegenheit heraus, sich Köstlich amd glert zu haben und das, vlelletcht, vlellelcht, nicht schreiben zu dürfen. Aber was hiltt's — lech muh gestehen, die zweleinhalb Stun- den mit„Bdouards Kindern“ aut dle gelösteste und beschwingteste Art verbracht und herzlich gelacht zu haben. Das lat doch Keine Schande, Dabei weig eh ganz genau, dab alles haarsträubend unwahrscheinlich, um nieht zu sagen: Konstrulert list, dazu nicht sehr moralisch und keinen Funken Hintergrund besttzt(außer Walter We- bers reizend- farbigem Bühnenbild), Halt eine Posse, Werte den ersten Stein wer will. Das Stück hat drei Väter, dle Herren Sau- vaſon, Jackson und Bottomley, woraus zu sehlieſlen ist, daß Franzosen und Angelsach- sen slch diesen herrlichen Unsinn ausgedacht haben. Ebensoviele Väter haben die drei Kinder der Pariser Publizistin Denise, von der gesagt wird, daß wenn sle Eva gewesen Würe, die Schlange den Apfel gefressen hätte. Fdouard, der angeblich verstorbene Gatte lst nichts als eln Gelegenheitskauf in einem Antiquitätengeschäft, Als zwel ihrer Kinder, Sohn Walter und Tochter Martine helraten wollen, entschließt sich die Mutter zu einem Geständnis— und trommelt aus allen Windrichtungen die drei Väter zusam- men, um einen von ihnen zu helraten. Es handelt sleh da um einen englischen Diplo- maten, einen polnischen Klaviervlrtuosen und einen französischen Abenteurer. Wie man sleht: Klamotte. Wir wollen nicht mehr verraten, das lohnt nieht und nimmt, wie es bel Klamotten der Fall zu seln pflegt, alles mögliche Vergnügen weg. Polgar hat ja auch nur von der ersten Begegnung mit„Char- ley's Tante“ und den„Sabinerinnen“ gespro- chen. Eine Posse ist nur gut, wenn man sie noch nicht kennt. Und wenn sle adäquate Komäclanten fin- det. Nun, daß LV Brühl eine köstliche De- nige ist, daß man ihr die Eva und den von der Schlange gefressenen Apfel sowie alles andere bis aufs Wort glaubt, obwohl es un- Hlaubhaft lat, versteht sich von selbst. Gün⸗ ther Malz acher als englischer, Frika Jeorg fals polnischer und Arthur Bauer (er wleder einmal ganz besonders frisch) als tranzöstscher Spröäßling stehen ihrer Splel- laune maeht viel nach., Gert Gelger stol- ert als Sir Mlehael, solgntert bis auf die Knochen Über die Bühne, Horst Otto Rel ner sprudelt von slawischem Temperament und scheint sogar die polnische Sprache zu beherrschen, Heinz Menzel, sympathisch und überlegen, gibt sich wie Harry Liedtke mit grauen Schläfen. Vorzügliche Studien am Rande: Rudolf Kelten als Hausfreund Mollinot und Trude Kuhn als Faktotum, Die Gegenpartei, die im dritten Akt über- raschend Hdouard, den Gelegenheitskauf, wieder zu Ehren bringt, verkörpern Renée Hepp als voluminöse Frau Duchmain, Chri- stlan Stange als Sohn Duchmain und Bri- Atte Ebeling als Töchterchen Helene— dle, wie sle genannt wird., Sardinenfamilie. Heinz Menzel führte geschickte und für elne Klamotte außerordentlich geschmack- volle Regle. Das Premierenpublikum wurde rasch in die beste Laune versetzt. Es feierte das mun- tere Bühnenvöälkchen und besonders Ly Brühl, als wolle es Alfred Polgar ergänzen und zum Ausdruck bringen, daß auch die erste Begegnung mit Edouards verrückten drei Kindern die Begegnung mit einer guten Posse ist. Es sorgte damit dafür, daß sie, eben die Posse, nicht umzubringen sein wird, so- lange Menschen Theater spielen und, umge- kehrt, am frechen Spiel Vergnügen finden. Volla! H. Der suddeutsche Rundfunk bringt heute von 10.45 bis 17.10 Uhr eine eingehende Würdigung des Heidelberger Meisters der Tanzkunst Ale Künder von Swalne, seinen Werdegang und golne künstlerische Bedeutung, Das Manuskript Achrleb Hans Bender. Der Fllmelub Heidelberg zeigt am Sonntag, dem 6. 4. 1963, um 10.30 Uhr in den Kammar⸗ lchtsplelen den englischen Fülm„Browning Verslon“ von Anthony Asquith in Originalfas- gung mit deutschen Untertiteln, Drehbuch: Ter- rene Rattigan, Hauptdarsteller; Michael Red Krave, Dle Diskusston über den Fülm ündet am Mittwoch, dem 9. 4. 1952, um 20.10 Uhr im Hör- Aal des Historischen Seminars(Neue Univer- Altüt) statt. die Gedanken schließlich zurück zur Frauen- In Heidelberg ein Kind ausgesetzt, diesmal ein kleines Mädelchen, dessen Alter auf acht bis zehn Wochen geschätzt wird. Glücklicherweise wurde das Kind schon wenige Stunden nach seiner Aussetzung von dem Ehepaar Welk in Kirchheim, Heinrich- Fuchs-Str. 37, entdeckt, als es drauſen bereits dunkel war. Hätte man das Kind nicht noch am gleichen Abend gefunden, wäre es wahrscheinlich in der Kalten regnerischen Nacht vom Sonntag auf Montag erfroren. b N. L 6 75 Zentimeter groß, 3620 Gramm Gewicht, zartgliederig, grau- blaue Augen, hohe Stirn, dun- kelbraune Haare, ovale Ohren, ausgeprägte Nase, — Als Bekleidnug ver- zelchnet das amtliche Protokoll: weißes Tri- kothemdchen, Wäsche- zeichen IBJ eingestlckt mit rotem Garn, weißes maschinengestricktes Kittelchen mit gleichem Wäsche zeichen, zerris- sene alte Windeln aus festem Stoff, weißes Mol- tontuch rosa umrandet, rosa quckchen und Hub- chen. Eingeschlagen in ein halblertes Molton- bettuch. 5 Selbstverständlich ist dle Kriminalpolizei für sachdienliche Mitteilun- gen— Telefon 61 51, Apparat 230— dankbar. Im Paulusheim besuchten wir gestern abend unser jüngstes Heidelberger Findel- kind. Es lag mit munteren großen Augen im schneeweißen Bettchen. Darüber Al- brecht Dürers Bild: ein Osterhase, Wir er- innern uns, daß es kurz vor Weihnachten war, als bei der Bahnhofsmission z wei Dag ist das Findelkind nurbel Kinder ausgesetzt wurden(Christian und Nikolaus), Dieses hier nennen sie nun Bär- bel und Bärbel weiß noch nichts von seinem Geschick, daß es an einem kalten regneri- schen Sonntagabend auf die kalten Stufen einer Steintreppe gelegt wurde. g-. Ihren 83. Geburtstag feiert heute Frau Anna Bitter, Wwe., Rohrbach, Rathausstraße 36. Wir gratulleren herzlich! Ihren 30. Geburtstag feiert heute Frau Adri- ana Tabink WwòWe., Büglerin, Bleichstraße 3. Wir gratulieren herzlich! Ihren 80. Geburtstag felert heute Frau Sofle Wiek, geb. Dickgieher, Heidelberg, Werder- straße 47, in körperlicher und geistiger Frische. Wir gratulieren herzlich! Das Fest der goldenen Hochzeit felern heute Herr Johann Barth, Reichsbahnoberschaffner in Ruhe, und Frau Elisabeth, geb. Vettermann. Dem Jubelpaar, das seit 50 Jahren in Helpyel- berg wohnt und langjähriger Leser des Tage blattes ist, gratulieren wir herzlich 5 Das Bunsen-Realzymnäslum Heidelberg ver- anstaltet am kommenden Freitag. 16 Uhr, in der Stadthalle seine Schlußteter, verbunden mit elner Gedenkstunde zum 125. Todestag Ludwig van Beethovens. ö Die Sprechstunde des Verbandes der Kriegs- beschfdisten findet heute abend onnerstag), 17.30 Uhr, im Gasthaus„Zum Anker“, Neben- zimmer, statt. 1 ee 5 Der Vdk— ortsgtuppe Heidelberg-Stadt welst auf seine am Freitag, 4. April 1962, um 20 Uhr im Gasthaus„Zum Fuchsbau“ stattfin- dende Mitglieder versammlung hin. Um zahl- reiches Erscheinen wird gebeten. a LVD. Hauptversammlung im Pfaffengrund. Am kommenden Montag findet im Gesell- schaftshaus Pfaffengrund um 19.30 Uhr eine Hauptversammlung, verbunden mit einer Feier- stunde, statt. Außerdem wird die BVD- Orts- gruppe Pfaffengrund gegründet werden. Kreisverband, für das Hundewesen. Zusam- menkunft am Samstag, 5. April, 20 Uhr, im „Fuchsbau“. Hausfrauen verband. Die Wandergruppe des Heidelberger Hausfrauenverbandes lädt ein: Donnerstag, 4. April, 15 Uhr. Zusammenkunft Café Röcker, Bahnhofstr. 19. Planung der neuen Wanderungen und Besprechung. Gäste will⸗ kommen! ö 5 Hayern- und Gebirtetrachten- Verein Heidel- berg. Am kommenden Samstag, 20 Uhr, flndet 1 der„Relchskrone“(Dreikönigstraſe) eine on atsversammlung statt, Dle Plattler gruppe 0 erscheint in Tracht. Auf der Tagesordnung steht:„Schwelzer Abend in der Stadthalle“, Fommersche Landsmannschaft. Die am Sams- tag den 5, April, 20 Uhr, in der„Alten Krone“ geplante Monatsversammlung steht im Zeichen einer von der Mannequin- Schule Ruth Uecker, Kaiserstraſle 94, veranstalteten Frühjahrsmo- denschau. Der Eintritt ist frei.— Die Sprech- stunden finden jetzt jeden Montag von 17 bie 10 Uhr im Büro der Sudetendeutschen Lands mannschaft, Riedstraße 2, 2. Etage, statt. sagt HEINZ HRN OLE RN, Tennislehrar des WIH C Misbaden:„Ob im Winter beim Training in der Holls oder im Sommor draußen auf dem Turnlerplatz, immer iat s die Texds, die mir mit ihrem wunder- volſen Aroma und ihrer leichten ghekömm- ſichkoſt nouen Auftrieb und neue Anregung gibi. Darin wird se von keIner anderen Agarette, dle lch kenne, Ubertroffen“ Bur UN Db SUuUssE UI NROINIAS Donnerstag, J. April 1952 DoE BUNTE SEITE EMM“ cobvugbt 108t by Adott sponhelts Vetleg kom. Ge Monneve- elne Seito EIN TATSACHENSGERNIcHT UHR„MoNs ZUR IEAN“ vod ERRIcHBZoRcHiRSs 14 Fortsetzung Einige Tage später erhielt lch von Roger die von London für den Invastonskall vor- gesehenen A- und B-Sprüche, durch die der Monat bzw. der Vortag der Invasion be- kanmtgegeben werden sollten. Als Landon sle am Vorabend der Invastom durchgab, wurden sie sofort Oberst Relllng weiterge- meldet. Er erhielt darauf vom ORW die klassische Antwort: „Wir sind schon selt Jahren vorbereltet.“ teh bin ela zuter Katholik Kurs vor der luvaslen lockerte sich meine Verbindung mit Paul, Roger und Kl kli, die sich in der Gegend von Lisleux auk- hielten, immer mehr. Ks war nur zu er- klärlich. Jedermann in Frankreich wußte, daß das Spiel tür Deutschland verloren war. Nun suchten auch die zuverlässigsten Agen. ten, zich noch im letzten Augenblick da- durch in Sicherhelt zu bringen, daß sie zum Maguls übergingen. Ich gestehe offen, daß mir diese Lsung nicht unsympathisch war, denn Wir hatten den Befehl erhalten, Paul und die anderen zu verhaften. Ich war deshalb weder Roger noch Kiki böse, daß sie nichts mehr von sich hören ließen, am allerwenigsten aber Paul, der von der ganzen Intrige keine Ahnung hatte. So gab ich der Dienststelle gegen- Über das Spiel für dieses Mal verloren, An einem Sonnabendnachmittag, während ich gerade mit dem mir vorgesetzten Major v. F. in meiner Wohnung beim Naffee saß, klingelte es und herein trat— Roger Das hatte ich nicht erwartet! Er war sich offen- bar nicht sicher, wie weit sein Uebergan zum Maquis und damit sein Doppelspie bei uns bekannt geworden war. Deshalb hatte er sich zu seiner Deckung einen Spit- zel mitgebracht, der die Wohnung beobach- tete, solange er oben war. Zu allem Un- glück bemerkte Major v. F. diesen Aufpas- ser auf der Straße und bestand auf sofort- ger Verhaftung Rogers. Nur mt Mane konnte ſeh ihn für den Augenblick davon abbritigen. Roger spielte den Unbefangenen. Ganz offen erzühlte er von dem Zusammenstoß mit den deutschen Truppen im Lager, und da Paul und er nur mit knapper Not ent- kommen waren. Auf meine Frage nach den Wafkfemabwürten im Departement Vame Uhergab er mir eine Liste mit den angeblli⸗ chen Verstecken. Beim Abschied versprach er mr in dle Hand, für den kommenden Vormittag ein Prefften zwischen Paul und mir zu vermitteln. Mit dieser Zusage les ich Rr fochten zehen. Major v. F. der sehr e gelzig War, verabschiedete sich auch als⸗ bald und— begab sich zu Kieffer, Wo er Pauls Anwesenheit in Paris meldete. go⸗ fort riet Kiefter bei mir an- unser Ver- hältnis war inzwischen sehr gespannt, zu- mal die militärische Abwehr zeit Februar 1944 völlig mit dem Reichssicherheltshaupt- Transportgefährdung dureh Liebespaar Fallingbostel. Der im Kreis Fallingbostel verkehrende Personenzug mute dleser Tage am Nachmtetag an- halten, nachdem der Lokamotivführer im letzten Augenblick ein Llebespaar eutdeckt hatte, das eng umschlungen zwischen den Gelelsen stand und die Umwelt vüllig r hatte. Nrat Als Ale Lokomotive laut und der Aug führer auf den Bahndamm stleg, merkte Aas Pan, in welcher Aitustten en sieh befand. Der Llebhaber ergritt die Flucht, Aas Mädchen blieb zurtſek und wurde bls zum nächsten Rahnhot mitgenom⸗ men und dort vernommen. Das Pear hat sich fete wegen Transportgefähr⸗ dung zu verantworten. omg al tet ein natyvalentes(n Mahr wertige auulegdſen Begchwärgen Tae 1 9 N* 4 e Romigef Wiek Tesch, 40 Tebletten 5 10 al. ben. 0 17 K Aae At e eee wa reit dsher Inge amt verschmolzen war— und erklärte mir rundheraus, daß ich mit meinem Kopf für Paul hafte. Für Pauls Verhaftung stellte er mir jedes gewiinschte Kommando zur Verfügung. Damit war Fauls Schicksal be- slegelt! i Mein Ropf steckte jetzt soweit in der Schlinge, dall mir niehts anderes Übrig blieb, als den Weg zu gehen, den ich bis dahin hatte vermelden können. Roger hielt sich nicht an unsere Verein- barung. mm war der Boden in Paris offen- bar zu heiß geworden, und er verschwand sofort wleder ins Maguis. Wiederum spielte er eln Doppelspiel. Es wäre ihm ein leich- tes gewesen, Paul von der Unterredung mit mir Kenntnis zu geben. Er tat es nicht! Als am Sonntagvormittag kein Anruf von Reger kam, nahm ich zwei Agenten mit und machte gegen dreizehn Uhr bel Paule Schwester einen Besuch, Sie sagte mir, daß sis mit Paul verabredet sei und sich in Wenigen Minuten mit hm am Gare Mont- Parnasse trete, um einen Ausflug zu machen, Michtig traten wir auf dem Bahnhof Paul mit zwelen seiner Agenten. Wir unterhlel- ten uns wenge Minuten und dann— tat ich, was ich tun mußte, Nie werde ich den Blick vergessen, mit dem mich Paul ansah. Einige Tage darauf traf lch Paul im Ver- nehmungsraum des 8D, lch erbat mir die Erlaubnis, mit ihm allein sprechen zu dür- Taumel in den Abgrund Der Fall„Großfürst“ hatte mir zugesetzt. Ick konnte die Verhaftung Pauls nicht ver- Winden. Wo war ich hingeraten? Angtän- Auge, tapfere Gegner brachte ich ins Ge- küngnis, das Gesindel genoß die volle Frei- heit. Es stand mir alles bis zum Halse, und mehr als einmal kam mir der Gedanke, auszustelgen“. Um mein bißchen Leben zu retten, jetzt Deterteur zu werden, diesen Gedanken wollte ich nicht zu Ende denken. Ich hätte zu einem Verräter an meinen Kameraden werden müssen. Ven einem Mann, der in der Abwehr eine Rolle gespielt hatte, wie lch, hätte mam alcher mehr wissen wollen als Binsenwahrheiten. Ich haste das alles! Verrat, Sabetage, Splemage, dleser ganze Wust von Geheimnissen und Tarnungen und Intrigen— ich konnte nichts mehr davon Ba 7 Sarllch 52 rf 5 8 nach einem chrlichen Kampf, aber dahin mm meiner Hand liefen jetzt 30 vlele Fü- den zusammen, die nur, lch entwirren Ktinte, 80 daß jeh bleben müßte. Es ging weiter, immer weiter, lech kühlte es ganz deutlich, wir taumelten dem Abgrund au und lech taumelte mit, ein Mann. der„dage- gen“ war und doch mitmachte. Im„Maquis“ Die Invaston war erkolgt. standen in der Normandie. begann. Aus Berlin kam der Befehl, alle noch schwebenden Spiele safart abzubrechen. Es hätte dieses Befehls nicht mehr bedurft. denn unsere Agenten schmolzen dahin wie der gehnee an der Senne. Sie muten um ein Albi besergt seln, und wo hätten gzle Ken das Hesser besehakten können als im „Ma guss“, Aus der Rosistance war nun das WMaculs“ geworden, der„Untergrund“, der Volksaukstend ge. die Besatzungsmacht. Und die Pestatellung entpehrt nicht des Nelses, dag dle akttvaten Kümpter im„Ma- Auls“ unsere Shewmaligen Agenten Waren. Unsere Truppe stand in der Normandte im gehweven Rapte, und auch in ihrem Rük- Ren drehte eine täaliche Gefahr: das Ma- entseheldungsvollen Tagen wurde mir der Autenthalt in Paris uner- krüglich, Eu tun gab es nun nichts mehr in Dle Alliierten Die Auflösung habe ich gewelnt wie ein Kind. ten Panzerwagen, die durch Flugzeuge her- fen. Erst zu dieser Stunde erfuhr Paul den ganzen Verrat Rogers und dessen Doppel- spiel, ertuhr, welche Intrigen gegen ihn, den Ahnungslosen, gesplelt worden waren. Voller Zorn sagte lch hm zum Abschied: „Mit diesem Roger werde ſch noch ab- rechnen!“ a Nach heute haften mir die Worte Pauls lest im Gedächtnis:„Monsteur Jean, ich bin von jeher ein guter, gläubiger Katholik ge- wesen und habe Roger stets wie meinen elgenen Bruder behandelt. Versprechen Sle mir, daß Sie Roger kein Leid antun! lch verspreche Ihnen dafür, daß ich bel meiner Vernehmung kein Wert über Ihre Aus- künfte in bezug auf Gilbert und Ihre War- nung an Majer Boddingten verlauten lassen werde. Die Sache mit Roger und alles übrige wollen wir nach Beendigung des Krleges zu regeln versuchen!“ Ieh kann Paul nur das Zeugnis ausstel- len, daß er der ehrlichste, Überzeugteste und lelchzeltig anständigste Widerstandskämp- er gewesen ist, den jeh kennengelernt habe. Ohne irgendwelche Vorteile für sich zu zuchen, verfolgte er nur ein Siel: die Be- kreluns seines Vaterlandes. Kurz vor Kriegsende lat Paul Fraget im Konzentratlonslager Buchenwald»„gestor- ben“. Als ich diese Tatsache während mel- ner Gefangenschaft in London 19486 erfuhr, der Abwehr, e glaubte ſch, und aum wollte ich auch nicht länger untätig in der Etappe herumsitzen. In Paris war es noch ruhig, aber in der Previnz gewann das Maquls eit der Inva- zlon von Tag zu Tag an Boden. Im einigen Departements, vor allem in vonne und Aube beherrschte das Maguls ganze Ge- biete und blocklerte die Straben,. Die Waf⸗ tenabwürke mehrten sich, aus England tra- ten die ersten 8A8-Formatlonen. Kom- mandatrupps, ein, die das Maguis in mili- trische Formen brachten. Aus dieser Ge- gend wurde schon das Auftauchen von leich- Übergzebracht worden waren, gemeldet. Das Gebiet von Auxerre War einer der Hauptstützpunkte des Maguls, und dich Wußte, daß sich nach darthia auch eine ganze Anzahl meiner früheren Agenten ab- zesetzt hatte. ch bat Oberst Relllng um 8 ee Wer Auxerre, Er ge- nehmigte sie sefor In Auxerre sah ich auf den ersten Allele. wie verzwelfelt die Lage War, ich lieg mir von Paris zehn„zuverlässige“ Azenten nachkommen und versuchte, dle tlef in den Wüldern versteckten Wattenlager der Re- alstanee aufzuspüren und auszuheben. 5s war ein vergebliches Bemühen, Ven meis- nen zehn Agenten hatte ſch nach wenigen Tagen nicht einen einzigen mehr. lech bat um nühere Befehle aus Paris. Man konnte gie mir nicht geben. So schloß ich mich der Truppe an. In Auxerre waren eine Kompanie alter Wachsoldaten, zwel Kompanlen Russen der Wlassow- Armee und elne Fllegegschule. alles in allem etwa vierhundert Mann. ata tlonlert. Mit dieser Truppe war an eine Wirkungsvolle Bekümpfung des Maquls nicht mehr zu denken, Die Ausrüstung War Jammervoll. Benzin gab es nicht; die Ein- Sätze wurden mit Helzvergaserwagen phan⸗ tastischer Konstruktlanen gefahren. Pin Wagen nach dem anderem kiel aus. Babel War die schnelle Beweglſchkalt der PFruppe die erste Veraussetzung tür einen Wir- Kungsvellen Gegenschlaß gegen die Leute vom WMaguls, dle heute hler, morgen dert auftauchten. ö DPurehhrueh im ltrein Die Besatzung von Auxerre tat hr Be- gtes. In vielen Einzeleinsätzen und verlust- reichen Patrouillenkämpfen wurde immer wieder versucht, den Rücken der kämpfen- den Truppe frei zu halten Aber die Lage wurde immer verzweifelter. Eines Tages wurde noch einmal dle ganze Garnson alarmiert und rückte zu einem konzentrischen Angriff gegen den Felnd aus, Eine starke Abteilung der R- Aistatice hatte sich auf einem Hügel, wenige Kilometer von Auxerre entfernt, verschanzt. Wir griffen den Hügel immer wieder an. Das Gefecht dauerte den ganzen Tag. Am Abend mußten wir uns zurückzlehen. Wir hatten starke Verluste gehabt und nichts erreicht. Eines Tages wurden die Engländer in Sens gemeldet. Die letzten Kampftruppey passlerten den Ort. Unsere„Garnison“ läste sich auf. Bald hieß es auch, daß die letzte Rückzugsstraſſe nach Dijon durch das Ma- guis gesperrt war. Wir waren eingekesselt. Jetzt in Kriegsgefangenschaft? Ich beschloh, durchzubrechen. Zu allem Unglück mulſlte ich feststellen, daß mein Wagen gestohlen war, Erst viele Monate später sollte ich im Gefängnis in Paris erfahren, wer der Dieb war. Doch ich hatte Glück. ich trieb nach einen fast neuen Cltroen in Auxerre auf, Nun konnte dle Flucht ins Ungewisse beginnen. So fuhr ich denn im Wagen, einige Handgranaten und meine Maschinenpistole auf dem Rücksitz, in Richtung Pijon los. Hunderte meiner ehemaligen Agenten versuchten jetzt r Glück auf der anderen Selte. Sie hätten sich kein besseres Alibi verschaffen können, als den„Monsieur Jean“, den sagenhaften„Oberst Henri“, ans Messer zu lletern, Durch eingebrachte Ge- fangene wußte ich, daß mein Aufenthalt in Auxerre nieht unbekannt geblieben war und von allen Seiten nach mir gefahndet wurde. Jetzt mußte des letzte gewagt werden. Ich war kaum ein paar Kilemeter gefah- ren, da wurde jeh an einer Straßensperre ven einer Gruppe der Résistance angehal- ten. Verwegene Burschen umringten mei- nen Wagen, die Maschinenpistelen drohend auf uns gerichtet. Nun konnte aur noch Frechheit slegen. Seolenruhig zog lch meine Auswelspaplere aus der Tasche und radebrechte freundlich lächelnd einige englische Brocken. Vor- sorglich hatte ch mir dle Paplere eines eng- lischen SAS-Kapitäns, der in Gekangen- schaft der Truppe geraten war, eingesteckt. Diese Paplere Wirkten Wunder, Ich wurde mit allem Respekt, der einem Bundesgenos- zen und noch dazu einem englischen 8A8- Hauptmatm zukammt, behandelt, und man wußte nicht, was man uns Gutes antun sollte, Ich nahm mir Zeit, hütete mich aber. allzu viele Worte zu sprechen und nickte den Maquis-Leuten nur immer wieder freundlich zu. Sie überboten sich in Ehren- bezeugungen und entschuldigten sich tau⸗ gemdmal für die Störung. 5 Fortsetzung folgt Flucht der Zugvögel Braunschwelg. Mindestens 50 000 Stare und 10 000 Kibitze, Buchfinken, Amseln und Rotdrosseln Überflogen in den letzten Ta- gen Braunschweig in Richtung auf ihre 50- eben erst verlassenen Winterquartiere. Der elsige Schneesturm, der Norddeutschland am Wochenende noch einmal in eine Winter- landschaft verwandelt hatte, ließ den Vö- geln nur die Möglichkeit, am Ort zu verhun- gern oder dem gefährlichen Nachwlnter auszuweichen. Amokläufer erstach Arbeitskollegen Augsburg. In einem Arbelterwohnhelm in Augsburg überflel am PDlenstag der ledige 27 jährige Arbeiter Peter Schladt in einem Anfall von Irrsinn selnen verheirateten 22 jährigen Arbeltskollegen Johann Hadeck und brachte ihm mit elnem langen Küchen- messer vler Stiche bel, die unmittelbar den Tad Hadecks herbelführten. Nach der Mord- tat stürzte er sich auf den im Bett liegen- den 25 jährigen Arbeitskollegen Johann Weilggerber und verletzte ihn durch meh- rere Stiche in den Bauch lebensgefährlich. Zuletzt stleß sich der Täter mehrfach das Mordmesser in den Bauch. „Biwalschachtel“ in der Watzmaunostwand Berchtesgaden. Die berüchtigte Watz-⸗ mannostwand, die schon viele Todesopfer gefordert hat, bietet im kommenden Som- mer den Bergsteigern erstmals eine Ueber- nachtungsgelegenheit. Es ist eine sogenannte Biwakschachtel aus Leichtmetall, deren Fin- zelteile im vergangenen Herbst von Männern der Bergwacht in 11 Lasten von der Watz⸗ mann- Südspitze 350 m tief abgesellt wurden. Unter ständiger Steinschlaggefahr wurde sie am sogenannten massigen Pfeiler als Not- quartier zusammengebaut. 85 Wie verzollt man einen Adler? New Vork. Vier Stunden lang zerbrachen sleh am Dienstag die Zollbeamten des Idlewild- Flughafens bel New Vork den Kopf, ob der majestätische Adler aus Lapp- larid, der mit einem Tratisatlantik flugzeug eingetroffen war, verzollt werden müsse oder nicht, Schliehlich kam einer von ihnen auf die Idee, Peter Olaf Sascha— so heißt der Adler— unter die Rubrik„Theater- requlsiten“ einzuordnen, deren Pinfuhr zollfrei ist. Der Adler, dessen Flügel eine Spannweite von zweieinhalb Meter haben, konnte daraufhin sein Hotelzimmer be- ziehen. Vorsorglich hatte man aus dem Zimmer allerdings das ganze Mobillar ent- fernt und die Teppiche mit Segeltuch be- deckt. Peter Olaf Sascha ist ei Star und splelt eine Rolle in dem Film„Das Tal der Adler“, der jetzt in Amerika gedreht wird. Er wird von einer Deutschen, Frau Kathi Depp aus Berlebeck bel Detmold, betreut. Weltrekordmann Henne fuhr zu schnell Sirenenheulende Verkehrsstreite mußhte Verfolgung aufgeben Garmiseh-Fartenkirchen. Der 40 Jährige ehemalige Rennkahrer, Welleskorgmann unnd Mitglied des Münchener Verkehrspar⸗ laments, Ernst Henne, wurde vom Gar- misch Partenkirchener Dlenstag zu 120 DM Geldstrafe weten zu schnellen Fahrens verurteilt. Die Verkehrs- strelte hatte testgestellt, daß Henne bel Nacht mit seinem Mercedes 220 auf der „Olymplastraße“ bel Garmisch mit rund 1238 Kllometerstunden Geschwindigkeit gekfah⸗ rem zeln soll, Henne hatte eln solches Tempo, daß die sirenenheulende Verkehrs- streikte mit einem grogen amerikanischen Streifenwagen nur kurse Zelt folgen konnte. Der ehemalige Rennfahrer erklärte vor Ge- wicht, er habe sich in den 33 Jahren, die er einen Führerschein besitzt, noch nie ein Verkehrsvergehen zu schulden kommen las- gen Er will beim Obersten bayerischen Landgericht Berufung getzen das Urteil einlegen. Windstali entlarvte Gelddieb Hann.Münden. Ein 30 ähriger Land- arbeiter, der dleser Tage vom Amtsgericht in Hann.Münden wegen Dlebstahl bestraft wurde, hat sein„Rutdecketwerden“ elnem Windstoßg zu„verdanken.“ Der Wind hatte mm auf einer Straße am Stadtrand ven Hann.-Mangen die Matze vom Kopt geris- gen. Elin Hilfsberelter Spazlergünger hob sle Amtsgericht am aut und gab sie dem Wen n enter Ne er einen in J steckenden Füntzigmarkscheln— und ging zur Pollzel. Der Schein war einige Stunden vorher ener Witwe in einem benachbarten Dort gestohlen worden. ö 2 5 beg Etwas milder Vorhersage bis Freitag krün: Wechselnd be- wölkt, zum Teil auk⸗ helternd, im wesent- lichen trocken, Erwär, mung in der bene aut d big 9 Grad. In ger Nacht zum Freitag noch leichter Frost. Schwache bis mägige Winde aus westlichen Richtungen. . Wotteramt Karltruke Veperslcht: Von Westeuropa schiebt sich ein Hechdrucktell bis nach Mitteleuropa vor ung bringt vorübergehend Wetterberukisung. Dis Über unserem Gebiet neck liegende Naltlutt erwärmt sich dabei langsam. ö Pegelstand am d. April: Maxau 400(4), Mannheim 673(742), Worm 383(%, Caub 590(15). 170 I Vortreter mit eigenem PKW gucht Johnende Arbelt. Angebote un N Aumutig ach U Mehreisend kännan augh chmerphaftes Rheum . len, Gicht Fr. Ch dc an den Verſag. eee Lee 875 10 e e Nellgymnastin Nee— U Keen Schule Klapp, Marburc) in ung Mitte Junt nach Been leksam an Undigter Stellung, Mrtahrun 10 Irthopädisch. Hetlanstglt, 0 b Aan Ain indegewebe Kursus An n Heldelberg oder Umzge gebote unt. 10 31 H an 4. die gugachenewenN Stex; PRANREG nehmen, dis wire ken 80 gut wie der welthe/ nonnte 110 M111. 0 00 6, U. MI. Ap. u, Hag non veg. wellung Fast neuer Schaukasten preiswert! A vorbauten. Heckmann, Metdel⸗ Mandschuhehelmer I, Getr, 66 cee Saba. Horde und Olen karansuonn 4 WeschmAscRtnen, Wedsseinrientungen TNUMenmUd˖οn und wWischensünler zu kauten 2 oryuxA THL AN Kim. 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Die Täter wurden gestellt. * Ohne ersichtliche Veranlassung stürmten drei Besatzungssoldaten nachts um 11 Uhr eine Mannheimer Imbißstube, zertrümmer- ten die Scheibe der Eingangstüre und schlu- gen auf Gäste und den Geschäftsführer mit Flaschen und Gläsern ein. Während der Ge- schäftsführer schwer verletzt wurde, konn- ten drei Gäste nach dem Anlegen von Not- verbünden wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden. * Einige hundert Milchflaschen gingen in Bruch, als ein Lastauto in der Gegend von Mannheim bei dem Versuch, dem Gegenver- kehr auszuweichen, umstürzte. Die Straße war mit Glassplittern Übersät. Der sonstige Schaden ist gering. WIE Soc d Gονν,4 N Balertal. Wie wir bereits in der vorigen Woche berichteten, wählte der Kirchenge- meinderat der hiesigen Kirchengemeinde Vikar Gerhard Llerse(Gernsbach) zum Nachfolger Pfarrer Zöbeleys. Die Wahl, die keine absolute Mehrheit für Vikar Lierse erbrachte, wurde durch den Oberkirchenrat in Karlsruhe annulliert und mußte am Montag noch einmal vorgenommen werden. Wie bei der ersten Wahl, jedoch einstimmig, wurde auch diesesmal Vikar Lierse gewählt. In der letzten Gemeinderatssitzung wurden die Neuverträge debattiert, dle mit den hie- sigen Vatertierhaltern abgeschlossen werden. Darin werden die Preise, die den derzeitigen Verhältnissen angepaßt werden, neu festge- setzt. Ferner soll die Gemeinde, um der augenblicklichen Mäuseplage zu begegnen, entsprechende Mengen Mäusegift kaufen, das kostenlos an Landwirte und Gartenbe- sitzer ausgegeben wird.— 9 Jungen und 11 Mädchen wurden am Sonntag in der evan- gelischen Kirche konfirmlert. Der Bammentaler Selbstmordversuch Gerichtsurteil brachte eine Wendung— Uberraschendes Geständnis— Motiv: Unterschlagung kleinerer Beträge Wie in unserer Ausgabe vom 22. 9. 1951 berichtet, unternahm ein Bäckerjunge in Bammental- Reilsheim einen ernstzuneh- menden Selbstmordversuch. Als Motiv war damals allgemein Übermäßige Arbeltsbela- stung sowie lieblose Behandlung angenom- men worden. In dieser Sache fand Mitte Januar eine Gerichtsverhandlung statt, in der sich Überraschend herausstellte, daß der Lehrling laufend kleinere Geldbeträge un- terschlagen hat. Das Gericht erblickte in dieser Tatsache, die der Lehrling Übrigens auch elngestanden hat, das Motiv des Selbst- mordversuches. In dlesem Zusammenhang stellt das in- zwischen rechtskräftig gewordene Urteil in selner Begründung unter anderem fest:„Die Hauptverhandlung hat keinerlei An- Haltspunkte dafür ergeben, daß der Ange- klagte etwa gewissenlos den 14 Jahre alten Lehrling durch Uberanstrengung seiner Ar- beltsleratt schwer gefährdet hat, Der Lehr- ling hat bei der Vernehmung in der Haupt- Verhandlung selbst bekundet, daß er relch- lieh zu essen bekommen habe und auch nieht schlecht behandelt worden sel. Wäre es ihm schlecht ergangen, dann hätte er nicht, wWie er selbst angegeben hat, inner- halb der Zelt seiner Beschäftigung 15 Pfund zugenommen. Das Motiv des Verzwelflungsaktes des Jugendlichen erblickt das Gericht vielmehr allein in dem Umgtand, daß er, wie er selbst in der Hauptverhandlung eingestan- den hat, etwa von Pfingsten 1951 bis 14. 9. 51 laufend kleinere Geldbeträge unterschlagen hat. Diese Verfeh- lungen, die dem Angelclagten nicht verbor- gen blieben, haben den Lehrling offensicht- lich schwer belastet und trleben ihn zum Auhersten. Daß der Angeklagte ihm we- gen der fehlenden Geldbeträge Vorhaltungen machte, war durchaus gerechtfertigt und kann ihm nicht vorgeworfen werden. Nach der Aufstellung des Angeklagten handelt es sieh um einen Fehlbetrag von 122 DM, während der Lehrling angeblich nur einen Betrag von 30 DM unterschlagen haben WIII.“ Mit diesen Feststellungen des Gerichtes, for Beruf und Sport: mit Reißverschluß und wel oufgesetzten For den Sonntag: popollno hemd olnforbig in modischen Forbtönungen Ein Hemd in vielen schönen Keromustern Srusttasche s„0 mit Omachlagmanschetten„2 odori Fopollns hemd in ansprechenden, de zenſen Mustern mit Umechlog monscheften nut Nachdtuck ve/hν [Beilchtstuhls. dle wir in wörtlichen Auszügen wieder- geben, ist von dem Bammentaler Bäcker- meister in einer ganz klaren Form der Ver- dacht genommen; einen ihm anvertrauten Lehrling zu einem ernstgemeinten Selbst- mordversuch getrieben zu haben. Wenn der Bäckermelster in diesem Ver- fahren zu 200 DM Geldstrafe und Uber- nahme der Kosten verurteilt wurde, 80 be- rleht sich das lediglich aut eine Uberschrei- Opferstockräuber tung der gesetzlich vorgeschriebenen Ar- beitszeit(Vergehen gegen das qugendschutz- gesetz in Tatelnhelt mit einem Vergehen gegen dle Arbeltszeitverordnung), die ein ge Male vorgekommen ist. Wir geben dleser Veröffentlichung einen so breiten Raum, weill es angebracht er- scheint, der Überraschenden Wendung, die das Gerſchtsverfahren ergeben hat. Wider- hall in der Oftentlichkelt zu verschaffen. vor dem Richter Kirchendiebstähle in Neckarsteinach und Hirschhorn Das Berirksschöffengericht Michelstadt 1. O. verhandelte im Hirschhorner Amtsge⸗ richt gegen den in Dresden geborenen Karl Helnz Frank, der im Herbst vorigen Jah- res in Bayern bei einem Opferstockdiebstahl aut frischer Tat festgenommen wurde. Seit dleser Zelt befludet er sich in Untersu- chungshaft, deren lange Dauer sich aus der Vielzahl der zur Last gelegten Kirchen- dlebstühle in der verschledensten Gegenden erklärt. Bisher sind insgesamt 20 Einzel- tälle in Bayern, in der Gegend um Fulda und im Neckartal erwiesen, von denen jetzt nur drei zur Aburtellung gekommen sind, dle er in Hirschhorn begangen hatte, und zwar in der Klosterbergklrche und elner in der Stadtkirche. Die Vernehmung ergab ein typisches Bild elnes durch Kriegs- und Nachkriegsverhält- nisse gestrandeten jungen Menschen,. Schon mit 19 Jahren wurde er am 30. 6. 1946 in Dresden wegen schweren Diebstahls zu elnem Jahr und zwel Monaten Gefängnis verurtellt. Nach Verbüßung der Strafe tlüchtete er in dle Westzone, Wo er im Früh- jahr 1949 erneut straffällig wurde und in Hannover wegen Diebstahls 10 Monate Ge- kängnis erhielt. Nach ganz kurzen Gast- rollen im Bergbau und in der Metallindu- strle, wo im dle Arbeit nicht schmecken wollte, tauchte er plötzlich in Frankkfurt auf und trieb sich während des Herbstes 1951 im Rhein-Main-Necktargeblet umher, von den Erträgnissen seiner Opferstock- dlebstähle lebend. ö Hemmungslos ging er zu Werke. In der Klosterbergleirche hatte er zunächst die Kasse am Kartenstand erbrochen. Den auf der anderen Seite befindlichen Opferstock riß er insgesamt von seiner Befestigung und entleerte ihn in der 8t11le des In der Stadtkirche er- brach und entleerte er einen Opferstoche auf der Empore, Er bediente sich dabel eines Stlletts und elner Beißzange. Wegen schweren Rückfalldlebstahls in drei Füllen beantragte der Staatsanwalt zwei „„ „ eee weuen Wien e Der Md Liederkranz 1896 Klbt am Sonn- tagnachmittag 16 Uhr im Saale zum„Steln- bachertal“ ein grobes Konzert unter Mit- wirkung von Otto Müller(Tenor), des Heldelberger Hornquartetts. Elsa Grün- delbach(Flüge). Die musikalische Lei- tung hat Musikdirektor Heinrich Gund. Zur Aufführung gelangen Werke von Brahms, Schubert, Mozart, Schumann, We- ber, Loewe u. a. Dle Bevölkerung(auch aus der Umgebung) ist herzlich eingeladen. Rlallchtanlele: heute letztmals 20.15 Uhr „Aufstand in Sibirien“, Sandhausen Die Hopfenbauern sind zur Zeit damit be- schäftigt, die neuen Hopfenstangen für dle neugeplanten Hopfenanlagen aufzustellen. In diesem Jahre soll die Anbaufläche für Hopfen wiederum erweitert werden. Volksbildungawerk. Im Schulhaus fand am vergangenen Montagabend der letzte Lichthildervortrag des Volksbildungswerkes. Arbeitskreis Sandhausen, in diesem Winter- Halbjahr statt. Herr Per kow, Heldelberg, hlelt ein ausgezeichnetes Referat über das Thema„Das Neckartal von Heidelberg bis Jahre und zwel Monate Gefängnis, Das Ur- tell des Gerichts schloß sich dem Antrag an. Wie sich im Laufe der Ermittlungen ergab, lat Frank auch für dle Opferstochdtebstähle in Neckarstelnseh verantwortlich. Für diese sowie die anderen Fälle in Bay- ern und Nordhessen wird er sich demnächst noch zu verantworten haben. Wir gratulleren Galberg. Gestern feierte Herr Franz Qua ty in voller Rüstigkeit seinen 79. Geburtstag. Vor einiger Zelt vollendete Waldarbelter Friedrich Finzer das 78. Lebensjahr, Zlegelhausen. Bäckermeister Karl Johann, Peterstaler Straße, felert seinen 78. Geburtstag. Nußloch. Heute feiert Frau Agnes Nett, geb. Schäfer, Hauptstraße, ihren 87. Geburts- tag und Rentner Franz Rede! seinen 72. Ge · burtstag. Sandhausen. Frau Susanna Sauer betzing am 1. April ihr 28J8ähriges Arbeitsjubiläum bel der Firma Havilla, Heidelberg. Waldhllsback, Frau Anna Gaul geb. Reflor, telert heute hren 74. Geburtstag. Die Sadiagd 12 8 2 2 3 Ein Textilhändler fuhr über Land und verlor zwei Musterkoffer. 80 entstanden mitten im weißen Schnee zwei braune„Buk⸗ kel“, die Ortseinwohner im dämmernden Morgen für Wildschweine hielten. Auf schnellstem Weg alarmierten sie die Jäger und gleich darauf begann nach taktischen und strategischen Grundsätzen eine erfolg- versprechende Einkesselungsschlacht. Als die Jüger mit ihren Schleßprügeln den„Op- fern“ aut den Pelz rückten und diese sich gar nicht vom Platz rührten, wurden sie misstrauisch, und schließlich entdeckten sie, daß sie um ein Haar zwel Musterkoffer zur Strecke gebracht hätten. Für den Spott, 80 wird uns zuverlässig berichtet, mußten sie dann nicht mehr sorgen. Sr Elgerbachi Oberforstrat Fuchs nahm Abschled Opbertorstrat Tuches, der während dreler Jahre dle Eberbacher Waldungen betreute und es verstand, in dieser kurzen Zeit den gesamten Aufbau dieses wertvollsten Best- 206 der Stadt grundlegend zu reorganisleren, scheldet von hier und geht nach Heidelberg. Neben der strukturellen Verbesserung des Waldbestandes lag ihm ebensosehr auch des- sen Erschlienung für die erholungsuchen- den Naturfreund am Herzen. Und sd war es elne sinnvolle Abschiedsfeler für ihn, als un der Stadtrat am Sonntag noch einmal bel einer Waldbegehuntg begleitete, mit der der neue Holderbach-Ründweg, der ein be- sonders schönes Odenwaldtälchen zugänglich macht, eröftnet wurde, Im weiteren Verlauf dleser durch ausnahmsweise schönes Wetter begünstigten Wanderung erläuterte Ober- Wimpfen“, Er erntete für dle gute Gestal- tung des interessanten Abends Anerkennung und Beifall. Nußzlach Valksbildungswerk. Den Abschlußvortrag der diesjährigen Programmfolge hält am heutigen Donnerstagabend im Saale zur „Pfalz“ mit Farblichtbildern Prof. Alfred Wiedemann aus Bruchsal über das Thema„Durch unseren Kralchgau und den Odenwald“. Gemelnde- Forum. Der hiesige Forumsaus- schul veranstaltet am Freitagabend im Plalzsaal ein Gemeinde- Forum. An elnen Vortrag über Bürgerrechte und Bürger- hilichten schließt sich ein Tontilm an„Fri- scher Wind in alten Gassen“. Hansa-Llchtsplele. Von Freitag bis Mon- tag„Heldelberger Romanze“, Samstag 20 Uhr und Sonntag 14 Uhr„Der König von Texas“. Leimen Uperschwemmung. Durch den langanhal- tenden Regen steht nunmehr das gesamte Wiesen- und Ackertzelüände unter Wasser. Die Abzugsgräben und der Landgraben können das Wasser nicht mehr wegbringen. Durch den gestiegenen Wasserstand des korstrat Fuchs noch einige im Werden be- griftene Aufforstungsmasnahmen und Weg- bauten in den Distrikten Laudenbach und Petersweg, und als dann dieser Rundgang n der„Woltsschlucht“ in Unterdlelbach sein nde gefunden hatte, würdigte Bürgermei⸗ sterstellvertreter Wohlfarth die großen Verdienste des Scheldenden und Überreichte ihm eln klelnes Geschenkt der Stadtverwal- tung. Der zwelte Vorsitzende des Verkehrs- vereins berbach, Apotheker F. Hohn, telerte ihn als den tatkräftigen Förderer des Fremdenverkehrs und überreichte ihm eben- falls ein kleines Andenken. Sein Amtsnach- kolger, Forstmeister Viebig, sprach dann davon, Wie es seinerseits nicht so leicht sei, Nachfolger elner solchen Persönlichkeit zu sein · 5 au im Lande 3 Rheines lest der Horlzontalwasserspiegel 80 hoch gestiegen, daß das Gelinde einen ein- zigen See bildet. Schon seit vielen Jahren ist dieser Zustand nicht wahrgenommen worden. Während der Schaden an den Wie- sen unbedeutend sein dürfte, ist die Ver- nlchtung der Winter- und Sommersaat auf den Ackergrundstücken zu befürchten. Mückenloch Konfirmlert. 12 Jungen, davon zwei vom Neckarhäuserhof, und acht Mädchen wurden am vergangenen Sonntag in der evtl. Kirche konfirmiert. Zum ersten Male zogen in die- zem Jahr der Pfarrer, die Kirchenältesten und die Konfirmanden unter den feierlichen Klüngen der Mückenlocher Blaskapelle in dle Kirche ein. Die besondere Anteimahme wandte sich an diesem Festtage der Familie elnes Ronürmanden zu, dessen Mutter zwei Tage zuvor von einem schweren Leiden er- löst worden war und am Nachmittag zu Grabe getragen wurde. Dllsberg Flimt Dle Rhelngald- Volkslichtspiele ga- stleren am Donnerstagabend im Gasthaus, „Zur Schönen Aussicht“, Neben der Wochen-, tehuau und einem Kulturfllm wird um 20.18 Uhr der Flum gezeigt:„Kokain“, Jugendliche sind zugelassen. D-Mark, D-Mark über alles Ausländische Leichtathleten fühlen sich in Deutschland wohl und starten gern Woltsſchtige Männer der Olympischen Ko- Mmitees anderer Staaten legen jetzt bereits die Reiserouten fest, die sle nach den Olympischen Spielen in Helsinki im qull und Ausust dann quer durch Furopa an den Start bringen wer- den,. Man gage 1 nicht, dan Olympische Ko- mitses anderer Länder keine Flnanzlerungs⸗ gorgen hätten. Ja, sogar 08A lugt durchblike⸗ kon, dag ihm„Nacholympla- Sportfeste“ in Deutschland wegen der starken D-Mark sehr angenehm wären, Aber die deutschen Vereine und der DLV sind hellhörig geworden, denn nicht mehr nach Pauschale. N. und Unter- bringungskosten) machten die Amerikaner in verschledenen deutschen Städten an den Start gehen, sondern man fragt:„Wieviel Prozent bekommen wir von den rutta-NMianahmen?“ Da dann auch bereite Vorschläge kalgten, wie hoch sich die Manager der US A-Leichtathletik- Equipe die Prozente vorstellten, zuckten deutsche Veranstalter lelder mit den Achseln.. Bovlel„Flugkesten“ ung Brutte-Antelle sind einfach nicht einzukcalkulteren. Türken und Griechen bleiben im Norden Von den nacholympischen Starts einzelner Lüändermannschatten, die mit Schiffen Helsinki ansteuern, wird vor allem Norddeutschland Profltteren. Rereits abgeschlossen wurde für den 3. August nach Bremen ein Start der 30. Mann-Faulpen von Türkel und Griechenland. Der Gy Werder Wird mit den DLV- Instanzen eins Nard- Auswahl als Gegner stellen, Das Olymplaschift ankert inzwischen draußen Im Hremer Haten, so daß hier die Unkosten schon cher herelnzubringen sind. Deutsche Olympia- Arbelt Mutt welter Wertvolle Vergleſche konnte der Dv in Berlin bel Hallensporttesten glehen, als am Samstag im Westgetttor ung am Konmtag dann mit Oe. Lelchtathlsten in der Werner⸗Feglan⸗ binder-Ralle gestarfet wurde, Man vertrug elch ausgerechnet, Der Wungchh aller Oatrenen⸗ bportler, slen mit westdeutschen Kemer en in trledlicheſn Aportwettbewern zu messen, eig Alle verwaltungstechnigenen Bedenken nieder. 15 SrwWartet, dal geh* Oetsonen- Leicht athleten an den Beutschen Lelentetglgtik⸗ Mes- Startchalten am Ad. u. 40. Juul in Berlin betel⸗ Ugen werden, da der Herzengwunsch aller Deutschen ja eine gesamtdeutsche Vertretung beim Olympia in Helsinki t. 80% Aktive bel den 52. Deutschen Melster- schaften Mit den Rorliner Verantworilichen wyrgen die Dl. V- Vertreter Präsigent Dr. Bang, Apert⸗ Wart Umgalter, Lehrwart Hollmanns und Ge- schäftsführer Beuermanns) einig über alle Or- antsatlonstragen der 88, Deutschen Leichtath-⸗ etik- Meisterschaften. Die Anlagen des Olym-⸗ pla- Stadions, des Schauplatzes deutscher Olym⸗ 1A den Jahres 1986, sind vollkommen herhalt, Der DLV rechnet trotz der größeren Anfahrtswege nach Rerun mit 900 Teilneh- mern, Frauen un Männern. Man wird gute nne vorfinden, d neben verschledenen Proſekten dte Pollzei- schule und einige Jugend-Herbergen herange- vogen werden, Am 25. Mal bel Potsdam Berlin erfolgt die letzte Lagebesprechung tür dle 33. Melsterschaftskämpfe, Am g. April tagt in Kassel der DLV mit seinem nauen Ralrat. Ernst Lohrmeun „Bin Draufgünger in jeder Bezlehung“ Hunderte van Bewerbungeschrelben al Motarrad- Rennfahrer 0 „ Und bitte ich die Nau- Werke, mich starten lassen für Sie. Schrecke von nichts zurück. Draufgünger in ſeder Bezlehung!“ Ein anderer list offenbar nicht 80 draufgängerisch, denn er sagt von sich:„ lch fahre mit Kopf und Gas!“ Selten ktehlt der Hinwels aut eine var ausgegangene Praxis, Zum Betsplelt„.. und dann machte lch mir die alte 00 cem-Norton zusammen. Trotzdem konnte ich mit der neuen NMW koenkurentzleren, Bin blond und habe blaue Augen,“ Aut mn könne man nicht ver- Achten, meint ein anderer, denn. alle Leute sagen: Jetzt kommt der Schrecken von der Glismarodlerstrahe!“ Andere Bewerber hin- wlederum sind nicht se suggestiv, sondern er- Warten in aller Ruhe ihr gehieksal:„Habe in Irrer Leltunganenges gelesen, dan gie Wach Wuchskfahrer guchen, gollte in Ihrer Sammlung noch einer kehlen, ſch bin bereit!“ Und gann dart man nicht jene vergessen, die bel HMW aut Nu und bei s auf RMW schimpten, StWa got!„,, und sind Wir alle als die grög⸗ ten NaU-Fanatikers und BMW- Gegners be- kannt!“ Der HCH vor schwerer Hürde 46 Mannheim kann eventuell Melsterschaft entscheiden Vin Funktesplel von großer Bedeutung gibt das Zugammentretten von Hon und Ta 40 Mannheim am kommenden gonntag, 11 Uhr. aut dem Untversitätssportplatg. Schon ein Un- entschieden kann kür den H, der damit sein letztes Verbangssplel bestrelſet, den Verlust der Meisterschaft bedeuten. Dle Heldelberger dürften ren Gegner auf Kelnan Fall unter- bchltsen, Wir erinnern an das Vorspiel in Mannheim, wo int einem die gie Punpeie ge; teilt Wurcon, ka wird pvlel 50 de tal tlsche Aplelanlage ankommen, denn de aße ver- gtehen ge eine geschſckte Vortelgigung guten bauen, Gewinnt der Ron digges Rennen, dann legt er Wigger mit awal Punkten vor dem Votteler MV, ger un allerdings erneut einholen kannn, Wenn er geln letstes Aplel gegen Bruchsal, das voraussichtlich am Grün donneratg atatihndet, gewinnt. in Mannhelm stehen sich 70 Mannheim und Germanla im Funktesplel gegendber, Phenkalls in Monnhelm spielen die Damen des T8 46 und Ro gegeneinander, Die Pygalltlenselt des Hon wird voraussichtlich nach Grünstagt kah⸗ ron und die qugend der Tg a bestreltet ein Aplel in Karlarühe gegen K TV 40. Karten für Olymplaturnen! Wie une die Verengtaltungzleltung mlttelte, wind nochn für Aas Furnen am Samgtagnachmit⸗ tan ung gonntag vormittag Karten zu erhalten In dan bekannten Vorverkaufgstellen Fgarren⸗ Raug Grimm, Rindt. Kansertsentrale. Musk u u Hocheleln, Fetter ung Musikhaus Neuen helm. Donnerstag, 3. April 1983 do is DAS WUNDER DER FERHTHHGEKLELUUNG reine feinste Wolle 15 verschiedene Fatben und Muster f Alle lnhefs teller: Voerelnlote Jeldelberqd Meiderfabrlken JOSEF ANLLINOEXR Einzel-Verkauf Heidelbeer Hauptstr alle 55 Dem Warenverkaufsabkommen der Bad. Beamtenbank und der sudwestdeutschen Kundenkredit G. m. b. H. angeschlossen. Am 31. März 1982. ist meine liebe a en, unsere treue Base und Tante Frau Fenn Minermalier geb. Groon Witwe des Landgerichtsrats Karl Mittermaler um 98. Lebensjahr sanft entschlaten. Im Namen der Hinterbliebenen! Professor Dr. Wolfgang Mittermaler Rechtsanwalt Dr. Hans Neumann und Frau Henny tzeb. Schneider Heldelberg, Karlstraße 8. Feuerbestattung: Freitag, den 4. April 1082, nachm. 3.30 Uhr, Barnes Friedhofskapelle. Nach langem Leiden verstarb am 2. April 1082 Herr Heinrich Heuß Gemeinderat und Waagmelster In ihm verliert die Gemeinde einen treuen Mitarbeiter, der auf Grund selner Lebenserfahrungen uns allseits ein Huter un M Gemeinderat— eee Hen gn be e e am 3. April 1063. Die Beerdigung ündet am Frettag, dem 4. April 1082, nach; mittags 3 Uhr statt. Sterbefälle in Heidelberg am 1/2. pril 1082 Marta Ofthaus, 71 Jahre, Werderstr. 70, Neuenheim, 4. 4., 11 Uhr Lana Link, 7 Jahre, Lulsenstraße 14, Kirchheim, 4. l., 14.30 Uhr Maria J. Schulze, 91 J., Blumentalstr. 9, Bergtriedhot, 4. 4., 16 Uhr Karl Fehrenbach, 70 Jahre, Lindenweg 0 Rohrbach, 15 Uhr 100 IDeZAAndämnHe zu Herstellerpretsen Von DM 160.— bis 780.— finden Sie bei d. Burow am Freitag, 4. April 1062, in Heidelberg, Hotel Alt-Heidelberg, Bunsenstr. 3, in der Zelt von 9 is 16 Uhr. Einwandfr. Verarbeitung, bestes Material, grogstädtische Modelle! Fachmünntische Beratung! 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Reclqymnaslum Mosbach Die Schlußfeier unserer Schule findet am Frei- tag, dem 4. 4. 1082, in der Städt. Markthalle statt. Ich lade die Eltern u. Gönner der Schule herzlichst zu dieser Der Direktor: Dr. Haas 18.18 Uhr, Sc el imer ieder ſuilft ter amefget e Des telt 50 lehren mllllonenſach bewährte Hausmittel zum Elnrelben und Einnehmen. Für Magen und Darm, Nerven und Herz. Bel Rheuma und Gicht, lschlas u. Hexenschuss, Orippe und Erkältung. e Apen. u, Prog. 6b 0 10, C KAN. Die bewührten Schönheltspräparate erster Weltfirmen stets frisch! Fachkundige Beratung fUr mre Heimkosmetik — 5 E 1 Brückenstraße 1 uf 46 20 c Friedrich von Schiller Uber das Augenlicht in seinem MLHHLNM TELL(Melchthal uber tolnen geblendeten Vater): „ eine edle Himmelsgabe ist Pa- Licht des Auges— Alle Wesen leben Vom Lichte, jedes glückliche Geschöpf— Die Pflanze selbst kehrt freudig sich zum Lichte. Und er mu sitzen, fünlend, in der Nacht, Im ewig Finstern— ihn erquickt nicht mehr Der Matten warmes Grün, der Blumen Schmelz, Die roten Firnen kann er nicht mehr schauen— Sterben ist nichts— doch leben und nicht sehen, Das ist ein Unglück— Warum seht hr mich 8o jammernd anf Ich hab' zwei frische Augen Und kann dem Vater keines geben, Nicht einen Schimmer von dem Meer des Lichts, ö Das Elanzvoll, blendend mir ins Auge dringt.“ Körper, Geist und Liebe ringen um einen Ausgleich für den Verlust des Augen Uchts in dramatischer Form und schaffen einen Herois mus, um Blindheit zu überbrücken. Hohelied der Liebe zu den Kriegsblinden ist eine Oflenbarung in dem neuen Schauspiel-Fllm Jeg lber das Hunde (Bright Victory) e Arthur 5 re DoW eu. a. in deutscher Sprache. Beil der festlichen Aufführung in Berlin schrieb u. die Presse:„.. Das Titania-Palast- Publikum Kiatachte da bereistert in das Bild hinein...“ R. P. Der Kurier. Schloss 1 FIIA THAT 4 Hauptstr. 42 Tel. 2525 Inhaber Ab morgen in Erst- Aufführung um 14. 00, 16.05, 18.10, 20.15 Uhr. Freitag, Samstag und Sonntag auch 22.20. Kartenvorverkauf hat begonnen. solt 1931 Artur Kusch ————————— me— leute kciffnung unserer Hellbronner Flllale In nac HNETLHAUS,. Kalserstralde 27, II. u. Ill. Stock He 6 ai eee guch Ih Leſe rant N 0 r RC 10 ol bel e L Aaper ger Wortestütton al lab ilc C. Tinu Asporg Wir laden tu elnem unverbindl Besuch unser Möbelschau herzl ein 8 —————————— Ihr roroschkEl legt bereit bei STURMER Soflenstraße 7 Kebaule 10 2 rolhig. Fil- d · Fil, K mm garn. strapazierfähig kostet nur ou 89.— Herren-Sportsakkos Homespun, Diagonal, Glencheck 29. 1 6. 89.— u höher IAB r ei jedem Wetter Brückenstraſle 36 M Klo gk EN 0 Dem Warenkautapkommen der Radischen Reamtenbank und der Südwestdeutschen Kundenkredit- Gm. b. H. angeschlossen Größter und ständiger S uftomarkt tür Mannheim und Umgebung. Fahrzeuge aller Grögen u. Jahr- Hünge vorhanden. 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