Herausgebert Heidelbertzer Tageblatt mbll., Heidelberg Verlagsltg.: W. Reichenbach u. Chr. Kolb Chefredakteur: Dr. Al. Winbauert Chet v. Dienst u. Wirtschaft: J. Haupt: Heidelberger Tagel . H. Ohff(Feuilleton) K. Stauder(Stadt): J. v. Golltschek (Bezirksausz.); G. Fraschka(Sport) Anzeigen: Th. Morath Nr. 68/ Einzelpreis 18 Pf. Ankara, 22. Mürz(dpa). In einer vallen gegenseitigen Einvernehmens“ „Atmosphäre des vollständlzen und vertrauens sind die Besprechungen, die Bundeskanzler Dr. Adenauer mit der türkischen Rezlerung in Ankara führte, abgeschlossen worden. In ihrem zemeinsamen Schtußkommuniqué betonen die Gesprächspartner, daß eine „möglichst rasche Integratlon der Bundesrepublik in die Orkanisatlon der Europäischen Verteidigung elne wesentliche Bedingung dafür darstellt, dleser Organisation jene Stürke und Wirksamkeit zu verleihen, dle„für dle Aufrechterhaltung des Friedens unerläglich sind“,. zeichnet. Die Bundesrepublik und die Türkei sind zur Ausgleichung der Zahlungsbilanz zwi- schen beiden Ländern im Prinzip überein- gekommen, die türkischen Exporte nach der Bundesrepublik zu erhöhen. Die Staatsmän- ner beschlossen, in engem Kontakt mitein- Fünftagewoche soll Mai-Parole des DGB werden Iserlohn, 22. März.(dpa) Der nordrhein- Westfälische Landesbezirksvorstand des Deutschen Gewerkschaftsbundes hat den Da offizlell aufgefordert, als Farole zum I. Mal die Einführung der Fünftagewoche zu prolclamieren, Das Mitglied der DGB- Landesleitung, Claasen Düsseldorf) erklärte vor Iserlohner DGB-Delegierten, es sei da- mit zu rechnen, daß der Bundesvorstand dieser Forderung seines größten Landes- verbandes nachkommen werde. Erste US- Staffel für ferngelenkte Bomben eingetroffen Bremerhaven, 22. März.(dpa) In Bremer- haven traf die erste amerikanische Staffel ferngesteuerter Bomben für den Einsatz in Europa ein. Die aus fünfzig Offizieren und künthundert Mann bestehende Bedienungs- Einheit wurde vom Kommandeur der zwölf- ten Luftflotte, Generalmajor n Lee, darauf an, dem großen Menschenpo Rußlands hochqualifizierte Waffen gegen- überzustellen, Daher komme der Einheit bei der Verteidigung des freien Europas beson- dere Bedeutung zu. Die zu der Staffel gehörenden fern- gelenkten Bomben sollen in Kürze in der Bundesrepublik eintreffen. Die flugzeug- hnlichen Projektile vom Typ„Martin B 61 Matador“ haben eine Stundengeschwin- digkeit von etwa 1000 Kilometer und eine Reichweite von etwa 500 Kilometer. Verteidigungsstrategie der USA Washington, 22. März,(dpa) USA-Außen- minister Dulles sagte vor dem Außen- politischen Ausschuß des Senats, die neue Verteldigungsstrategie der USA-Regierung bedeute nicht, daß die amerikanischen Trup- pen aus Europa zurückgezogen werden soll- ten. Die neue Strategie sei keine revolutio- näre Aenderung, sondern eine natürliche Entwicklung, die die Verteidigungs- und Außenpolitik den technischen Fortschritten angleiche. Erdsatellit„Mouse“ Washington, 22, März,(dpa) Dr. S. F. Singer von der amerikanischen Universität Maryland erklärte in Washington, die 08A könnten schon jetzt einen kleinen Erd- satelliten in das Weltall schicken, Dr. Singer hat seinem Satelliten den Namen„Mouse“ gegeben, eine Abkürzung für„minimum or- bital unmanned satellite earth“, Die„Mouse“, die nicht mehr als fünfzig Pfund wiegen würde, könne in einer Höhe von rund 320 Kilometer in zwei Stunden die Erde um- kreisen und würde ihr in spiralförmiger Bahn näher kommen, Sie solle mit Instru- menten ausgerüstet werden, dle wichtige In- formationen über die Sonne registrieren Würden, 2 Erhard in Mexiko Mexiko, 22. März(dpa) Bundes wirtschafts- minister Professor Erhard traf am Sams- bag in Mexiko ein, Wo er am Dienstag zu- zammen mit dem mexlkantschen Wirtschafts- minister Loyo dle deutsche Industrieaus- stellung eröttnen wird. Erhard bezeichnete die Ausstellung als eine Aktion des guten, Willens, die den Wunsch der deutschen In- dustrie unterstrelche, die freundschaftlichen Bemehungen um latein- amerikanischen Raum weiter zu festigen. Der Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf dem Geblet des Maschinenbaues. Unter den Ausstellern sind de Firmen Krupp, Demag, Daimler-Benz, Firmen der optischen Industrie. Wirtschafts- kachleute geben dem deutschen Export in Meniko in der Zukunkt gute Chancen, bs Wird ſedoch betont, daß dle europäischen Länder auch mexikanische Exporte Über- nehmen müssen, unten domenmmdmmmmmmmdmenedte anne, cus ente, Warmes und trockenes Frühlingswetter Vorhersage bis Dienstag früh: Wolkig bis heiter, trocken Jemperaturen tagsüber über 16 Grad äanstelgencl! Nachts 915 Südwest. um 5 Grad, Schwache mählge Winde um Die EVG wird als bestes Mittel zur Erreichung dleses Ziels be- ander zu bleiben. Der erste Schritt dazu ist die Einladung des Bundeskanzlers an den türkischen Ministerpräsidenten Mende- res und den türkischen Außenminister K 6- prülü zu einem Besuch in der Bundes- republik. Menderes und Köprülü haben die Einladung„mit großer Freude“ ange- nommen. Die Veröffentlichung des Kommuniqgués bildete den Abschluß des offlziellen Teils des Türkei-Besuches Adenauers. Nach den anstrengenden Tagen, die hinter ihm lie- gen, bereitete sich der Kanzler am Wochen- ende offensichtlich in bester„Ferienlaune“ Auf den ruhigeren, privaten Teil seiner Türkei-Reise vor, die ihn u. a. nach Izmir und Istanbul führen wird. Einladung an Koreakämpfer Am Samstag hatte der Kanzler zehn verwundete türkische Koreakämpfer zu einem Erholungsurlaub in Deutschland ein- geladen und je ein Stipendium für die Uni- versitäten Ankara und Istanbul und die Technische Hochschule Istanbul gestiftet. Im Abschlußkommunſqué Wird u. a. mit- geteilt, daß die Staatsmänner„dle politische Weltsituation unter besonderer Berücksich- tigung der europäischen Sicherheltsfrage“ im einzelnen prüften. Aus unterrichteten Kreisen verlautete, daß die Frage einer Königs-Besuch Kairo, 22. März(UP/dpa) König Saud Ibn Abdul Asis von Saudi-Arabien traf am Samstag zu einem einwöchigen Staatsbesuch in der ägyptischen Hauptstadt ein. Der König, der von elf Prinzen, fünf Ministern und 97 Beamten seines Hofes begleitet wird, Wurde von der ägyptischen Regierung für dle Dauer seines Aegyptenaufenthaltes in dem luxuriösen Altahira-Palast Ex-König Faruks untergebracht. In einem Interview mit einer ägyptischen Nachrichtenagentur erklärte König Saud, alle arabischen Länder sollten die Außen- politik Aegyptens unterstützen. Auf die Frage der Agyptischen Agentur, weshalb er amerikanische Waffenhilfe ab- lehne, erwiderte König Saud, er sei zur Zu- sammenarbeit mit allen Ländern bereit, vor- etzt, daß eine solche nicht die Unab- b teit und Souveränität seines Landes beeinträchtige. Bezüglich Palästinas und dem 1 10 e Maslak kN * U Pippin * 8 7 110 6 AUSTNAUkEN q Tokio radioaktive Fische, die zum UNAnUDAN GIGA Z HITUNG FU n NonnnADEN Gegründet 1864% Carltefter Ankara-Gespräche hatten Erfolg Besprechungen des Bundeskanzlers mit der türkischen Regierung sind beendet Assozlierung von EVG und Balkanpakt nicht erörtert wurde. Zum Ausgleich der Handlungsbilanz Die Verhandlungspartner erzielten eine grundsätzliche Uebereinstimmung,„nach der ein Ankauf einer größeren Menge tür- klscher Waren durch Deutschland ins Auge gefaßt wird, um das Gleichgewicht der Han- delsbilanz herzustellen, die Transferschwie- rigkeiten zu beseitigen und Maßgnahmen zu ermitteln, die notwendig sind, um eine Be- teiligung der deutschen Industrie an der Ver- Wirklichung türkischer Investitionsvorhaben sicherzustellen“.. In Ankawa verlautete dazu, daß eine Ab- tragung der eingefrorenen deutschen Gut- haben in der Türkei im wesentlichen durch türkische Warenlieferungen, insbesondere durch Weizenimport aus der Türkei vorge- sehen sei. Es wurde beschlossen, daß im Laufe der nächsten Woche eine Delegation türkischer Sachverständiger nach Bonn ent- sandt wird, um dort mit den zuständigen deutschen Stellen auf der Grundlage der fn Ankara erzielten grundsätzlichen Ueberein- stimmung über die Einzelheiten der zukünf- tigen deutsch-türkischen Wirtschaftsbezie- hungen zu verhandeln, In dem Kommuni- qué wurde der baldische Abschluß eines We Teilnehmer ausgezeichnete Ergebnisse. E aber von der besten Seite und blieb auf Vadelberg, Mauptstr. 4, Tel. T 12 41 er sonntags- Monatsbezugbpr. DM 2,8 Wrdgerlohn- Anzeigenpr. nach Tarif s„ Mittl. Techn. Herstellg.: Carl Piefter Verlag u. Helden: werger Gutenberg-Druckerel u. Maunheimer Großdruche- v 22 . März 1954 Montag, 4. Bel den deutschen Hallenmeisterschaften in Frankfurt erzielten die s gab bezeisternde Wettkämpfe, bei denen nicht immer die Favoriten siegten. Die Nürnbergerin Seonburger(rechts) zeigte sich der kurzen Hürdenstrecke ungeschlagen. deutsch türkischen Kultur abkom- mens angekündigt. a Idylle“ Von Dr. WIIl Stockholm. Mein Besucher aus Deutsch- land war gerade vor zwei Stunden in Stock- Besuch von Scelba in Rom In Ankara wurde am Sonntag mitgeteilt, dab Bundeskanzler Dr. Adenauer auf dem Rückflug von Istanbul in Rom mit dem Italienischen Ministerpräsidenten Mario Scelba über die Ratiflzierung des EVG. Vertrages durch Italien und über Fragen holm eingetroffen und schon war sein Urteil über dieses Land fertig,.„Was für eine idyl- Schweden Strelewiez mit seinen nahezu 1000 Flugzeugen nach Amerika, Rußland und England die viert- Stärkste Luftwaffe der Welt. Schwedens mümmliche Jugend muß eine neunmonatige Ausbildung durchgehen und wird in regel- König Saud in Kalro/ Explosl Ke 5% J e „ Dle Wirkung der H- Bombe lm pazlfik. Etwa die 300 tache Stärke der in Hiroshima ngewortenen Atombombe hatte dle Thermonukleare- Explosion, die die USA am 1. Mürz im Pazifik aut einer Insel der Marshall- Inselgruppe auslöste. Etwa 27 Kllometer hoch geil die Explostonswolke empor geschossen, Die Insel im Stillen Ozeun soll sich in ein Nichts aufgelöst haben, amerikanischen Kongresses bekannt. In etwa 1000 Kilometer Ent- fernung vom Ort der Exploston hätten japanische Fischer dle letz ten Auswirkungen der H-Bombe in Form eines radloaktiven Dunst regens, der Verbrennungen verursachte, gespürt, Wurde aus Toklo berichtet. Dleses Maß, auf europfische Verhältnisse Übertragen, würde bedeuten, daß bel einer Explosion dleser H-Bombe in Frank- furt /Main die Menschen in Rom wie in den Pyrenlen, in Le Havre Wie in Edinburgh, in Stockholm wie in Königsberg, dle letzten Auswirkungen der Bombe verspürten.— Mit Gelgergerkten ausge- rüstete Wissenschaftler entdeckten dann wel Wochen Alter auk einem Fischmarkt in Shisucka etwa 200 Kilometer südwestlich von Verkauft angeboten 1 2 ische Fele Aged Sch ed Hier ba die der europäische teldigung sprechen lische Ecke, dieses Schweden. Hier baden die wird* N 18 Menschen nackt zusammen., Das Volk ist so ehrlich, daß man seinen Koffer unbewacht auf dem Hauptbahnhof stehen lassen kann, Geld wird hier für eine 8* . e.„Ich mußte ers tigen Schluck von dem hierzu An, n in der Stadt arabischen Flüchtlingsproblem meinte Saud, er vertrete die gleiche Meinung„wie alle Araber“, Als der König in Kalro eintraf, bemühte traurige Aufgabe zu stärken, meinem Be- kannten die Illusionen zu rauben, die er mit so wielen teilt und die ganz unausrottbar zu sein scheinen, Derm es ist ein Märchen, i 1 80 dag man hier häufiger nackt badet als sich die ägyptische Pollzei noch um Auf- anderswo. Ich möchte keinem empfehlen, klärung mehrer Bombenanschläge, die in der Stadt verübt worden waren, aber nur Sachschaden anrichteten. Die ägyptischen Behörden bringen die Attentate mit der in Aegypten verbotenen Moslem- Bruderschaft in Verbindung, die während des Staatsbe- suchs König Sauds auf sich aufmerksam machen wolle. selmen Koffer unbewacht auf dem Bahnhof stehen zu lassen und die Neutralität keine unbewaffnete Idylle abseits von dem Getümmel der Welt. In dem schwedischen Haushaltsplan ste- hen zwar die Sozialausgaben mit 1834 Mil- lionen Kronen an erster Stelle, aber dem fol- gem sehr bald die Ausgaben für Verteidi- gungszwecke mit 1505 Millionen Kronen. Im gehörigen Abstand kommen dann die Aus- gaben für Kultus und Uaterricht mit 786 Milllonen Kronen. Es ist also vollkommen falsch, sich die schwedische Neutralität als ein Vorbild für unbewaltnete Neutralität Vor zustellen, Schweden hat auch heute noch Die Moslem- Bruderschaft hat an König Saud appelliert, sich bel der ügyptischen Re- gerung für eine Aufhebung des Verbots ein- zusetzen. Insgesamt wurden kfünt Bombenar verübt, davon zwel in der Univers! daraufhin geschlossen wurde. Mäge A, dle ö Wären. Die Wissenschaftler konnten dle Fische, deren radioaktive Ausstrahlungen wahrscheinlich jeden Menschen getötet hätten, der sich länger als eine Stunde in ihrer Nähe authielt, entfernen, bevor Irgendjemand das gefährliche„Mittagsmahl“ Raufte.— Unser Rlld (rechts) zeigt japanische Wissenschaftler mit Gelgergeräten bel der Untersuchung von bischen in Toklo, die ebenfalls radioaktive Aus- strahlungen zeigten und die auch von einem Rodt gtammten, das in den„Atom- Aschenregen“ geraten wär, der der Wasserstoffbomben- Explosion auf Bikini folgte. Es Wurde eln besonderer Stempel ein- getührt, mit dem Fischladungen gekennszelchnet Worden, die auf Radloalctivltlt untersucht würden. le Aufschrift aut dem Stempel lautet:„Hiermit wird bestätigt, dan dieser Fisch frei von Radlo- aktivität ist“.— Die amerikanische Kwiegsmarine teilte inzwischen mit, daß die USA düs Sperrtzeblet im Panik erweitert haben. Zur Gefahrenzone wurge eint ein ungefähr Kreistürmiges Gebiet mlt mem Durchmesser Von ct 1400 Kllometern erklärt. Die Ge- lahrenzone erstreckt sich rings um dus Geblet zwischen Eniwelok wurde in Kreisen des so teuren Wein nehmen, um mich für die Das mäßigen Abständen erneut zu Waffenübun- gen einberufen. Das Land hat in der Ost- see eine beachtliche Flotte und eine starke Tankwat fe. g i S 2 Soldatentum. 2 empfindet den militäri- schen Dienst als eine notwendige aber nicht begeisternde Pflicht. Aber man hält die Auf- rüstung für unumgänglich, um seine Neu- tralltät im Ermstfalle verteidigen zu können. Und bei dem Worte Ernstfall denkt man in erster Linie an die Bedrohung vom Osten her. Ueber diese Bedrohung gibt man sich keinem Zweifel hin. Die immer wieder- kehrendem Spionagefälle, in denen die Rus- sen ihre Hamd im Spiele hatten, haben zur Genüge das starke militärische Interesse der Russen an der skandinavischen Halbinsel be- Wiesen. Dieses Interesse konzentriert sich hauptsächlich auf die über schwedisches Territorlum hinweggehenden Zugänge zur norwegischen Atlantikküste. In einem 1950 erschienenen Buch schwedischer Offiziere an der Kriegsakademie hat man die Sachlage für den Ernstfall often und nüchtern analy- Slert. Danach hofft man, den ersten Stoß vom Osten mit der eigenen Kraft so lange auf- halten zu können, bis Hilfe vom Westen eürigetroffen ist. Das ist also die Aufgabe, dle man seiner Verteidigungsmacht zuge- dacht hat.„ Diese Ueberlegungen zeigen aber Wie wenig es sich bei der hiesigen Neutra- lität etwa um eine gesinnungsmägige Ent haltung von jeder Stellungnahme im Ringen zwischen West und Ost handelt. Die Mei- nungen sind zwar nicht, in jedem Punkte einheitlich, Es gibt eine nicht unbeachtliche Mimorität, die für den Anschluß an den Atlantikpakt eintritt. Die Mehrheit hält da- gegen an der äalllanzfreien Neutralität fest. Aber auch diese Mehrheit rechnet sich zum Westen, sowelt es die demokratischen Le- benskormen anbetrilkt. Abgesehen von der schwachen kommunistischen Bewegung gibt es hier keine nennenswerte Strömung, die auch, dleses Zugehörigkeitsgefühl verneint. Die außenpolitische Neutralität hat also nichts mit gesinnungsmähiger Neutralität zu tun. Die neutrale Außenpolitik hat ihre histo- rischen und geographischen Hintergründe. Land hat seit 150 Jahren an keinem Krleg mehr tellgenommen und bisher jeden- falls war die geographische Lage der Frie- denspolitik günstig. Ob sie bel der veränder⸗ ten Watkfentechnik auch in der Zukunkt die Zlelche Voraussetzung für die Erhaltung der Neutralität bietet, wird von vielen bezwel- kelt, Immerhin lehrt ein Blicke auf die Karte, Wle anders die Lage Schwedens etwa im Vergleich zu Deutschland ist. Schweden hat keine direkte Landgrenze mit Ruhland und das vorgelagerte finnische Terpitorlum und dle Ostsee bleten eine gewisse Sicherheit gegen einen Stoß vom Osten. Wer aber auf dem Kontinent nach einem Vorbild lar un- bewaffnete Neutralität im Ringen zwischen West und Ost Umsleht, mug schon nach emem anderen als dem schwedischen Bel- splel suchen. Pankower Bedingungen fur Leipziger Kirchentag Herlin, 22. März.(dpa) Die Sowietzonen- Reglerung hat ihre Genehmigung kür den NRväangelischen Kirchentag in Lelpzig davon Ahhüngig gemacht, dag gut dem Kirchentag Worden] und Bikini., micht in irgendeiner Welse dle EVG Politik der Bundesregterung Unterstützt oder der Politik dei Sowietzonen-Reglerung 2U WI. dergehandelt wird 1 Kurz nofiert N Als erstes deutsches Pussuglorschiff belt Krleggende traf die„Schwabenstein“ des Norddeutschen Lloyds in Vokohamd ein, * Prins Ernst August von Hannover, Chef des Welfenhauses, erklärte in Hannover auf einem Heimatfest des Welfenbundes, daß die Verbindung des hannoverschen Königshauses mit dem Weltenbund auf weitere tausend Jahre zum Wohl unserer Heimat aufrecht erhalten bleiben muß“, Mit dieser Außerung bekräftigte Prinz Ernst August erneut die Ansprüche des Welfenbundes auf den hanno- verschen Fürstenthron, auf den weder sein von Bismarck abgesetzter Großvater noch sein Vater oder er verzichtet haben. Erich Maria Remarque hatte auf der Autostraße am Langensee auf der Rückfahrt nach Ascona(Schweiz) einen Autounkall, bel dem er allerdings nicht verletzt wurde. * Prinzessin Aschrat, die Zwillingsschwester des Schahs von Persien kehrte nach zwei- jährigem Exil in ihre Heimat zurück. Fine riesige Menschenmenge bereitéte hr auf dem Flugplatz einen Überaus herzlichen Empfang. * König Norodom Sihanouk von Kambod- scha ist es durch einen persönlichen Appell gelungen, 5055 Aufständische zur Kapitula- tion zu bewegen. Der König hat den beiden Rädelsführern wichtige Posten in der Armee gegeben. 1 ö Der natlonalchinesische Generalissimus Tschiangkaischek erreichte bel der Präsi- dentschaftswahl im nationalchinesischen Par- lamerit beim ersten Wahlgang nicht die not- V. da zu stehen.“ ö wendige Zahl von Stimmen. Us. Sorgen über 1 1 Weitere 5 Ezsen, 22. März.(UP/dpa) Bundesfinanz- e de Fritz Schäffer erklärte am onntag in einer CDU- Kundgebung in Essen, er könge und eee fur Weitere Steuersenkungen nieht tragen. Die von ihm vorgelegte Steuerreform stelle das Außerste dar, das gewagt werden könne. „Ich gestehe ganz offen“, so sagte er,„daß der Bundesflnanzmimister, als er der Bun- desreglerung die neuen Tarife vorschlug, seln Herz in beide Hände nehmen muſdte, sich aber auch bewußt war, daß er bis an die Grenze des äußerst Möglichen gegangen lest, wenn er gleichzeitig in sich die Pflicht Ttühlt, die sozialen Leistungen des deutschen Vollkes aufrecht zu erhalten und dem Aus- . bel Verhandlungen Über den ngsbeitrag mit ehrlichem Gesſcht Für Steuersenkungen gebe es dre! Grenzen, die ein verantwortlicher Mann beachten müsse. Die erste sel für ein besleg- tes Volk, daß es nicht glauben dürfe, es könne sich geringere Steuersätze leisten, als dle Länder, dle hm Hilfe gegeben hätten. Welter müßten ausreichende Mittel zum Kampf gegen die sozlale Not zur Verfügung stehen, Drittens dürfte eine Steuersenkung dle flnanzielle Ordnung des Staates nicht stören und die Währung gefährden. Schüfter Wandte sich gegen unmüßige und unerfüllbare Ansprüche, Fr sagte, wenn alle dlese Forderungen erfüllt würden, 80 ergebe das einen Betrag von 82,6 Milliarden D-Mark und bel Zugrundelegung von nur Ver Prozent Zins und 2,5 Prozent Tilgung eine Jahresbelastung von 5370 Millionen D- Mark,„das doppelte fast, was wir unseren Krlegsopfern geben“. Ein solcher Betrag entspreche mehr als 100 D-Mark jährlich Indochina-Krieg Eisenhower berief unerwartet elne Sonderkonferenz ein Washington, 22. März(dpa/ UP). Präsident Eisenhower berief unerwartet am Samstag Außenminister Dulles, Verteidi- gungsminister Wilson und den Stabschef der USA- Streitkräfte Admiral Radford zu einer Konferenz über den Indochinakrieg ein, Ueber den Verlauf der Konferenz wurde nichts bekanntgegeben.„ Am gleichen Tag wies der Vorsitzende des Auswärtigen Senatsausschusses, Senator Wiley, darauf hin, daß die frele Welt eine der größten Niederlagen des Jahrhunderts erleiden würde, wenn Indochina in die Hände der Kommunisten flele. Er warnte die Amerikaner davor, sich durch die Verbesse- rungen der Wasserstoffbombe zu„Selbst- gefälligkeit und Genugtuung“ verleiten zu la wünsche nicht, daß rikanische ach, Angel werden, müßten darauf vorbereltet sein, das gleiche Risiko wie in Korea und bei der Blockade Berlins auf sich zu nehmen.„Indochina muß auf dem Schlachtfeld gehalten werden. Es darf und wird nicht am Konferenztisch ver- loren werden.“ Stellungskrieg vor Dien Bien Phu Vor der eingeschlossenen französischen Festung Dien Bien Phu im Nordwesten Indo- chinas sind dle Vietminh-Truppen zum Stel- lungskerieg Übergegangen, Die neue Kampf- Weise des Gegners trügt nach Mitteilung von französischer Seite vom Sonntag alle Merk- „Bundes ljugendiahrplan“ Bingen, 22. Mürz(dpa) Mut Plänen Über Erholungsrelsem für Jugendliche beschäftig- ten slch Vertreter der Deutschen qugendringe und der Bundesbahn auf einer Konferenz in Bingen. Die Bundesbahn will von Juli bis September eimen Sondermug zwischen Nord- und Süddeutschland einsetzen, der dnisgesamt amal verkehren soll. Jugendliche sollen für diese Somderzüge 75 Prozent, Eltern und Frrleher 50 Prozent Fahrprelsermäfigung erhalten. Voraussetaurig für de Benutzung der Jugendsomderzuge ist, daß die Jugend- chen an festen Lagern teilnehmen, Ver- Warndte besuchen, einem festen Wohnaufent- Halt nachwelsen oder als organisſerte qugend- gruppen fahren. Die Federführung für die- gem„Humdesjugend fahrplan“ liegt gemein- daun Hel der Bumdesbahndirektlon Köln und 8 denn I 6 6 che Beteiligung an der Europäischen Verteldi- dem Kölner qugendrieig. Daniela 1 3(Roman von Doris Kicke male des Stellungskrieges an der Westkront im ersten Weltkrieg. Trotzdem rechnet die Besatzung von Dien Bien Phu immer noch mit einem neuen Großangriff der Vietminh. Seit vier Tagen werden die Stellungen und die Batterſen der Vietminh-Einheiten ständig von der französischen Luftwaffe an- gegriffen. Diese Angriffe haben nach Ansicht des französischen Oberkommandos die ge- plante Vietminh- Offensive verzögert. Ringen um Europas Verteidigungs- Gemeinschaft den Altbauten entwickelt werden. f gungsgemelnschaft entschſeden werden soll, sind in Paris aufgenommen worden, wie am Sonntag in London bekannt wurde. Es Wird angenommen, daß das Ergebnis der Besprechungen ein Abkommen zwischen London und jedem der EVG-Staaten sein wird. Es dürfte über die bereits im vori- gen Sommer bekannt gewordenen Zusiche- rungen— vor allem britische Beteiligung am Ministerrat der EVG und keine Ver- ünderung in der Stationierung von Truppen auf dem Kontinent ohne Fühlungnahme— hinausgehen, doch lehnte es das Foreign Oflice ab, Einzelheiten bekanntzugeben. Diplomatische Kreise nehmen an, daß die neuen britischen Angebote militärischer Art sind. Die erwartete Vereinbarung zwischen Großbritannlen und den EVG- Staaten gilt als eine der drei Bedingungen Frankreichs für die Ratifizierung. Die bei- den anderen sind: Eine amerikanische Ga- rantie und die Lösung des Saarproblems. Französische Reglerung gibt Aufklärung Über EVG-Einzelhelten ö Dle frangöstsche Reglerung beantwortete eine Reihe von Fragen Über Einzelheiten der EVG-Planung, die ihr vom auswärtigen Ausschuß der französischen Natlonalver- Sarrumlung vorgelegt worden war. Ueber dle Arbeltswelse im vorgesehenen Kommissartat der EVG erkklärte dle Regle- rung, bei einer„großen Anzahl“ von Sach- gebieten sel ein einstimmiger Beschluß der natlonalen Minister notwendig. Ferner ver- sichert die Reglerung, daß kein deutscher General auf französischem Boden Befehls- Copyriant: Verlagshaus Reutlingen Oertel& SpOrer 45. Fortsetzung „Svoboda, was lat Ihnen?“ plötzlich besflrit ng t. Der einstige Modelleur der„Femina“ antwortete nicht, vielleicht hatte er dle Frage auch gar nicht gehört. Ohne Erlelärung wandte er Donald den Rücken und trottete mit merkwürdig zwischen die Schultern ge- zogenem Kopf davon, „Wie ein geprügelter Hund— waß um alles in der Welt kann ihn nur go erschüttert haben?“ dachte Donald, der Svoboda nur nochtahrend und anmaſflend kannte, in un- Willlueürdichenm Mͤitleid. Aufmerksam sah er hem nüch. Svoboda ging an den, den Gästen zur Verfügung stehenden Wage vorbel, ohne sle auch mur eines Blickes zu würdigen. Kurz darauf war er in elner der alten, dle Kirche umgebenden Gassen verschwunden. Verwirrt und Kopkschüttelnd setzte sich Donald aut den freigewordenen Platz. Armer Swoboda r hatte wahrhaftig nicht danach ausgewehen, als ob ihm heute noch der Sinn nach elner Hochzeltstfeler, stüridel Kaum hatte das Auto sich in Bewegung gesetzt, beugte elch Gregor vor utid klopfte an dle Scheſbe. „Fahren Sle einen Umweg, gleichviel wo- Hin, etwa elne VIertelstundel“ gebot er dem Fahrer. Als er slch Danlela zu wandte, be- gennete er rem plötzlich wieder mädchen Haft gewordenen Lächeln, Fragte er, „Du blet noch immer eln guter Stratege. Gregor, sag mir rasch, mußtest du vorhin auch immer an unsere Hochwelt denlcen?“ „An nichts anderes, Danlela. Darum kormte ich auch den Bliche nicht von Ines Wenden. Mir war, als selst du noch einmal achtzehn Jahre geworden!“ „Findest du sie so Ahnlich?“ „Unglaublich, Genau so gahst du in rem Alter aus.“ 5 „Das ist lange her“, meinte Danſela ein wenig traurig. „Wie solltest du wohl zu mur welßhaarl- gem Manne passen, wenn du in all diesen Jahren ulcht älter geworden wärst?“ fragte er lächelnd.„Du bist heute anders als da- mals, aber nicht Weniger schön, welcher, be- seelter im Ausdruck. Llebale, Wag für Frauemhafte Umwege sind wir gegangen! Jetzt, wo lch Wieder delne Hand halte, be“ Krelte ich nicht, daß es bis hierher 3o welt, go welt tür mich War.“ „Laß die Vergangenheit ruhn“, sagte Da- nlela welch,„Wir waren beide zu starle und wollten ung nicht gesclulagen geben, Prat mußten wir, jedes für sich, müde und ein- gam werden, um ung elnzugestehen, wie gehr Wir, allen gegentelligen Anscheln zum Trotz, elnander doch brauchen.“ „Einsam“, sagte Gregor elnnend, ja, das bin ich gewesen. Aber dur Du hattest dle Kinder!“ pro Kopf der Bevölkerung vom Greis bis zum Säugling. Schäffer bezeichnete die Steuerreform als ein Ergebalg der Nachprüfung nieht alleln durch die Bundesregierung, sondern auch durch die Sachverständigen der Län- der und der Wirtschaft. Alle selen zusammen mit der Bundesregierung zu dem Ergebnis gekommen, daß das deutsche Steuersystem an sich gesund sel. Der Fehler liege vielmehr an den Überhöhten Tarifen. Ziel der neuen Einkommensteuer sei Gleichmähigkeit ung Vermeidung unter- schiedlicher Behandlung der Einkommen- steuerschichten, Die neuen Tarife der Ein- kommensteuer lägen unter denen des Aus- lands. ö Seine Klage über das mangelnde Ver- ständnis, das die neue Steuerreform vielfach in der deutschen Oeffentlichkeit gefunden habe,stellte Schäffer das positive Urteil Eingliederung- nicht Einschmelzung Momtag, 22. März 1954 re Steuersenkungen nicht zu verantworten Schätter verteidigt seinen f u Reſormplan An der Grenze des uuſßlerst Möglichen des Auslandes gegenüber, das, wie z. B. die „Times“, die Reform als Beweis des Ver- trauens der deutschen Regierung und des deutschen Volkes in die eigene Kraft und als Zeichen des Mutes fünf Jahre nach der Währungsreform und acht Jahre nach dem total verlorenen Krieg bezeichnet habe. Die deutschen Kritiker übersähen zu- nächst weitgehend, daß bei dem Gesetzes- Werk auch um eine Finanzreform und nicht nur um eine Senkung der Steuertarife gehe. Diese Finanzreform sei notwendig ge- wesen, weil der gegenwärtige Zustand zu einer Verfassungskrise zwischen Bund und Ländern führen müsse und es unmöglich mache, den Buridesanteil an Einkommen- Und Körperschaftssteuer auf die notwendige Höhe zu bringen. ö Es werde versucht, sagte der Minister, die jetzige Steuersenkung durch Hinweis auf den Wegfall der Steuervergünstigungen zu BHE-Landesparteitag/ Fledler Wieder Landesvorsitzender Von unserer Stuttgarter Redaktlon Stuttgart, 22, März, Der Landesparteitag des Gesamtdeutschen Block BHE Baden- Württembergs, der am Samstag in Stuttgart in Anwesenhelt des Bundesvorsitzenden, Waldemar Kraft, stattfand, wählte Ver- triebenenminister Eduard Fledler erneut einstimmig zum Landesvorsitzenden. Der BHE-Bundestagsabgeordnete Feller erklärte in einer öffentlichen Kundgebung zur Situation der Partel, der BHE habe im letzten Jahr in Bund und Land erneut be- wiesen, daß er auch in der Zukunft eine starke politische Kraft sei. Die innere Stärke und die Zahl der Mitglieder selen seit den Bundestagswahlen in stetigem Wachsen. Ini einem Referat zur Lage der Vertrie- benen in Baden- Württemberg betonte Mini- ster Fledler, das Vertriebenenministerium sei keine Dauereinrichtung, sondern ein Mini- sterlum auf Zeit. Er verfolge die Politik einer weitgehenden Eingliederung, nicht aber der Einschmelzung der Vertriebenen. Bei Sowiet- zonenflüchtlingen könne es sich ohnehin nur um eine zeitweise Eingliederung handeln; denn früher oder später würden diese Men- schen unter Einsetzung in ihre alten Rechte ranzösische Vertreter dem Votum der Nationalversamm- lung. Aut Wunech der Natlonalversamm- lung sel dle Reglerung bereit, zu veranlas- sen, daß der französische Vertreter vor seiner Stimmabgabe erst die Zustimmung der Nationalversammlung einholt. Kampf gegen die RVG mit allen Mitteln Der Kampf, der in Frankreich gegen die Europäische Verteldigungsgemeinschaft ge- führt wird, spitzt sich immer mehr zu. Am Samstag veröffentlichte die kommunistisch orientierte Pariser Zeitung„La Tribune des Nations“ ein Geheimdokument der amerika nischen Reglerung, in dem der amerika- nische Zeitplan für dle Ratifizierung der EVd enthalten war, so Wie er in Washing- ton gewünscht wurde.(Er wurde bisher in kéelnem Punkt eingehalten.) Aus unterrichteten Kreisen wird hierzu berichtet, daß dieses Dokument einen Plan beinhaltet, der ausschließlich für den ame- rikanischen Gebrauch bestimmt war. Auf Bitten der französischen Reglerung, dle von diesem Arbeltsdokument der Amerikaner gehört hatte, war mr dann ein Durchschlag dieses Planes zugegangen. Einsicht hierein sollen aber nur Mintsterpräsſdent Joseph Lanlel und seine engsten Berater gehabt haben. a Politische Beobachter schlleſſen aus der Veröttentlichung dieses Gehelmdokuments, dal der Kampf um die FVG jetzt auch in den Höchsten Reglerungskreisen mit voller Schärfe geführt Wird.. Fin Sprecher des französischen Minister- prüsidenten teilte mit, daß dle Gegner der egen derum selbstverständlich und Besitzverhältnisse in die Heimat zurück- kehren können. Die stärkere Eingliederung der Flüchtlingsbauern bezeichnete Fiedler als eine der vor dringlichsten Aufgaben im Land. In Resolutionen setzte sich der Parteitag tür eine ernèeute Ueberprükung der Kriegs- verbrecherurteile und die Freilassung der noch im In- und Ausland festgehaltenen Kriegs- und Zivilgefangenen, so vor allem auch des ehemaligen Reichsaußenministers von Neurath ein. Eine weitere Forderung ist die Abtrennung der Verteilungsstellen des Lastenausgleichs vom Finanzministerium und deren Unterstellung unter das Vertriebenen- ministerium sowie die Verbesserung der Lei- stungen aus dem Lastenausgleich. ö Spo hält an Wehr- Verfassungsklage fest Bonn, 22. März(dpa) Der SpD-Abgeord- nete Dr. Adolf Arndt hat in elnem Schrei- ben an das Bundesverfassungsgericht die Auffassung vertreten, dag sich durch die Annahme des Wehrergänzungsgesetzes an der Sach- und Rechtslage hinsichtlich des Wehrbeitrages nichts geändert habe, ingen. Brentano: kein Zurück von der EVG Der Vorsitzende der CDU/ CSU-Bundes- tags fralctlon, Dr. Helmrmich von Brentano, erklärte in Bensheim, von der EVG und cer europäischen Integration dürte es keln Zurück geben, da sonst dle Gefahr der Wie- derholurig oder Fortsetzung der alten Politik der unhelligen europäischen Alllanzen drohe. Es sel allerdings notwendig, zu einem offe- nen Gespräch darüber zu kommen, Was zwischen den europaischen Völkern lege, Deutschland habe aus der Vergangenheit ge- lernt und sei absolut entschlossen, das Ver- trauen zu stärken, dem es jetzt wieder in der Welt begegnet. Brentano sprach bei emem„Europäischen Gespräch“ der Europa-Unlon, an dem als Gesprächspartner der französische Berg- Werksdirektor, Georges Picot(Parus), der Prüsidetrit der Kommission für Flüchtlungs- kragen in den Niederlanden, Dr. C. Ver- kacle(Armheim) und der Chefredakteur der „Baseler Nachrichten“, Peter Dürrenmatt (Basel), teilnahmen. Picot sagte, daß die Tramgöslsche Bevölkerung weniger Interesse an der EVG-Frage habe als andere euro- pälsche Völker. Zwar stehe man der EVG nicht ablehnend gegenüber, jedoch werde dle Entscheldung dem Parlament Überlassen. Dürrenmatt sagte, dle Merschen im den osteuropäischen Lindern würchen ihrer Hoffnungen auf Erhaltung aller Begriffe der abendländischen Kultur beraubt, wenn' es micht gelänge, die Frage des europäischen Zusammenschlusses in kfretheltlicher Zusam- memarbelt zu lösen. f verkleinern. Dleser Wegfall sei aber bereits in der ersten Reform von 1959 festgelegt worden, In Wahrheit erhöhte sich also der Austall der ersten Steuerreform durch die zwelte Reform um 2, Millarden Mark und bel Wirksamwerden der Kinderzulagen un Rahmen der geplanten Famillenausgleichs- kassen sogar um zusätzlich rund 300 Mill. Mark. „So war es nicht gemeint, Herr Bundesfinanzminister“ Düsseldorf, 22. März,(dpa)„So war es nicht gemeint, Herr Bundesflnanzminister“, erklärte am Samstag der nordrhein-westfäli- sche Finanzminister Dr. Flecken in der Düsseldorfer Zeitung„Rheinische Post“ zu den Steuer- und Finanzreformvorschlägen Schäffers. Es sei zuverlässig errechnet wor- den, 30 betont Flecken, daß die Finanz- und Steuerreform im ganzen gesehen nach den Vorschlägen der Bundesregierung dem Bund im Jahre 1955 gegenüber 1953 eine Mehr- einnahme von rund 700 Millionen Mark bringen werde. Das seien sogar 165 Millio- nen Mark mehr, als er bekommen würde, wenn die ganze Reform nicht erfolgte. Den von der Reform betroffenen Ländern da- gegen werde eine Haushaltsverschlechterung gegenüber 1953 von fast einer Milliarde Marke zugemutet. 15 Freusker: Steuersenkung ſtein Merk- mal allgemeinen Wohlstandes Bad Wildungen, 22. Mürz.(UP) Bundes- wohnungsbauminister Preusker wandte sich am Wochenende in einer Tagung des“ Bundesverbandes der deutschen Ziegel- industrie in Bad Wildungen gegen die im Ausland verbreitete Ansicht, daß es Deutsch- land„wieder zu gut“ gehe. Er erklärte, die bevorstehende Steuersenkung sel kein Merk- mal eines allgemeinen Wohlstandes, sondern habe lediglich den Zweck, der deutschen Wirt- schaft neue Impulse zu verleſhen. Die Bundes- republik sei immer noch das Land mit den höchsten Lasten in Europa. Zum Wohnungsbau erklärte Preus- ker, trotz der verminderten Steuerein- nahmen werde auch in den kommenden Jah- ren das bisherige Volumen von insgesamt 2, Milliarden DM von Bund, Ländern und Gemeinden für den Wohnungsbau bereit- stehen. Darüber hinaus aber müsse die pri- vate Initiative und das Sparen aktiviert wer- den. Im System des sozialen Wohnungsbaus seien für 1954 und 1955 keine Aenderungen geplant. Preusker forderte, den Wieder- aufbau der zerstörten Stadtkerne mehr als bisher zu fördern. Mit einer Bauleistung von etwa 555 000 Wohnungen jährlich sei, das Ende der Wohnungsnot abzusehen. Er ver- sicherte, die Bundesreglerung werde die Mle- ten im sozlalen Wohnungsbau stabil halten. Es müßten aber gerechte Mietverhältnisse be Kompromiſi gegen deutsche * ondon, 22. März.(dp die Stimme des deutschen Delegierten Dr. Ger- stenmaler wurde bel den Londoner Saarbesprechungen eines FEuroparat-Aus⸗ schusses ein Kompromiß angenommen, der die Gewührung der vollen Betätigungskrei- heit für politische Partelen an der Saar ein Jahr vor der vorgesehenen Volksabstim“ mung vorschlägt. Dr. Gerstenmaſer vertrat die Auffassung, daß man die politischen Freiheiten nicht von Terminen abhängig machen könne. n Dehler zur Saar-Frage Ennepetal, 22. März,(dpa) Der FDP-Bun- desvorsſtzende Dr. Thomas Dehler, er- klärte am Samstag auf einer Kundgebung In Ennepetal bei Hagen in Westfalen, die FP werde einer Abtrennung der Saar unter dem Vorzeſchen einer Furopälslerung nicht zustimmen. Eine europäische Gemein- schaft könne es nur geben, wenn man das Gesetz des 19. Jahrhunderts anerkenne, nach dem die Menschen zu den Staaten ihrer Kultur gehören wollen. 1 Kalserliches Neujahrs- Versprechen Teheran, 22, Mürz(Up) Ganz Persien felerte am Sonntag, nach mohammedamischer Zeitrechnung, den Beginn des Jahres 1333. Schah Mohammed Reza Pahlevi ven- sprach, weitere Teile des königlichen Be- Sitzes an Bauern zu verteilen und rief das Volk auf, ausländische Pechmker zu akzep- leren, die an der Welterentwicklung des Landes mitarbelten sollen. „Ja, die hatte ich, und ale waren mir in es Lr eine Frau unmenschlich schwer, drel Kinder zu ernähren, Ich well, es war meln letzten Endes habe ich es ja auch geschafft. Opter bringt, hat man es wohl noch schwer rer als andere Mutter, zu begreifen, daß ale vom ersten Schritt an von einem fortzuleben beginnen, immer welter, immer ferner, und dal man, wenn sle erst erwachsen sind, bel- nahe wieder so einsam ist, als hätte man sle nle geboren.“ „Haben sle dich enttäuscht?“ fragte Gre- Hor hellhörig.„ „Sle sind, jedentalls Mona und Donald. 80 anders als ich! Das ist ihr und mein Schicksal und keine Schuld. Am elgenen Blut erträgt man das Fremde, das Unbe- greifbare schwer und hört wohl nie auf, an Im zu leiden.“ „Du 170 zu lange allein geweger, Llebste, und du hst dich leer geschenkt, ohne daß delne eigenen Quellen gespeist wurden, Aut die Dauer ertpiigt das kein Mensch, am we mgsten eine Frau. Jetzt aber sollst du ais vuhen und dich eln paar Jahre deines Le- bens treuen!“ „Wenn ich das nur könnte, Gregor, aber es ist noch zu früh, Noch mull ich aushalten, bis der Junge so welt lat, mich ablösen zu können, Man baut nicht etwas aul mit Schweln und Trünen, um dann plötzlich allles im Stich zu lassen und fahnentlüchtig zu Werden, Kannst du das wohl verstehen?“ „Hast nieht auch du das Recht, einmal nur du selber zu sein?“ einem Lust und Last. In unserem Lande ist elgener Wille, du Kannst nichts dafür, und Nur— wenn man tür seine Kinder so vlele, „Vielleicht habe ch das verlernt, Gregor, Well es immer nur auf die andern ankam. Immer war da eine Pflicht, sle zu sättigen, zu kleiden, etwas werden zu lassen. Noch zwel Jahre, Lipber, dann will ich, wenn du magst, nichts anderes mehr sein, als nur deine Frau!“ 5 g „Noch zwel Jahre, zu den vielen, die wir 17 3 unnütz verloren?“ fragte er schmorz- ch. „Diese werden keme verlorenen sein, sie Werden uns die Möglichkeit geben, wieder zusammenuwachsen, Und schließlich brau- chen Wir doch nicht ümmer getrennt vonein- ander zu seln, schreiben kannst du doch auch hler, oder nicht?“ „Schreiben ja, aber ich hahe so viele Ver- prlichtungen, die meisten in Vebersee, lch Werde mir selbst einen Urlaub verschrelben wee Vielleicht kann ich das bessep als u.“ „aqa, Gregor, tue das!“ sagte sie bittend, „lch wäre so dankbar, Werm du elne Welle bel mir bliebest, An eine neue Trennung mag leh nicht einmal denken!“ Bevor er noch antworten konnte, hielt der Wagen. Sle standen nun vor dem„Bel⸗ lende au lac“ und sahen Donald, Wahr- scheltilſch mit der Ahsſcht, nach ſhnem Aus schau zu Halten, aus“ dem Portal treten. „Schade, wir sind da“, sagte Gregqr be⸗ dauernd,„Aber bevor WIr, ausgstelgen, gag mir rasch, ob du nur noch eln wenig gut zein Kannst?“ Daniela warf einen scheuen Blick auf den Fahrer, der mit der Absicht, den Schlag zu öftnen, um den Wagen herumkam. — 22 „Du Dummer, weint qu Wirlelich nicht, daß ich nie einen Mann lebte auher dir?“ klüsterte sle im allerletzten Moment. Wührend der Fahrer am geöffneten Schlag wartete und, da Leute seines Schla- ges sich mit Llebespaaren auskennen, dis- kKret in die Luft sah, fand Gregor noch zu elner Antwort Zeit, die Danſela das Blut Ins Gesicht trieb. „Dann wollen auch wir noch einmal auf Hochzeltsreise gehen! Kommst du nut?“ „Ich muß wohl“, murmelte sle, Während er ihr beim Aussteigen half, mit lachenden Augen,„allein wäre es ja wohl keine.“ Inzwischen war Donald herangekommen. „Wo bleibt ihr nur so lange?“ xlet er in komischer Verzwelklung.„Unterdessen ist schon ein neues Unglück im Gange, Komisch, Wie wild die Leute heutzutage aufs Helraten ind Vor der Kirche hörte ſch Sturzenegger etwas davon murmeln, daß Ostern selner Melnung nach ein vlel schönererer Termin zum Helraten sel, und nun grgtullert man Mona und ihm schon zur Verlobung! Ich hab es bel Gott nicht verhindern können, ich Wäsche melne Hände in Unschuld. Mutt, deitie Töchter gehen ab wie warme Sem- meln, nächstens wird auch mir ganz elnsam Uins Herz.“ f„Dazu must du es gar nicht erst kommen lassen, mein Sohn!“ rlet m seln Vater Ka- meradschaktlich zu und wechselte mit Da- mela einen, für selne weilen Haare sonder bar jungen, Ubermutlgen Blick.„Du weight 1e ea det nicht gut, daß der Mensch allein gell“ En de Könige müssen mehr leiden können als andere Menschen Klepper MONTAG MARE Heute vor 61 Jahren wurde Jochen Klepper, der Dich- ter geistlicher Leder, ge- boren. Als Schriftsteller ent- schied er sich für den histo- rischen Roman, weill im Schicksal historischer Men- schen das Wirken Gottes, des Herrn der Geschichte, zu erkennen sel. 104 schled er mit seiner jüdischen Frau trewullg aus dem Leben. Ein Toter— zwei Kinder überfahren Frau wurde lebensgefährlich verletzt Mit voller Wucht mit dem Motorrad gegen einen Telegrafenmasten aufgefahren ist am Jonntagtrüh gegen 9.40 Uhr der 19 Jahre alte Zuschneider Paul Sohmitt aus Sand- hausen. Er war auf der Stelle tot. Das Un- Klück geschah vermutlich in dichtem Nebel, der dem Motorradfahrer die Sicht nahm, 30 dan er in einer Kurve von der Fahrbahn abkam, auf einen Rasenstreiten auffuhr und schließlich zegen den Telegrafenmast prullte. 3 Lebensgeführlich verletzt wurde am Sams- tagmittag eine 76 Jahre alte Frau, die Ecke Brunnengasse/ Hauptstraße von einem PKW angetahren wurde. Die Frau wurde mit einer Beckenfraktur und schweren Prellungen in de Chirurgische Klinik eingeliefert. * Von einem PKW angefahren wurde ein 5 Jahre altes Mädchen am Samstagvormit- tag in der Dossenheimer Landstraße. Sie er- Utt eine Gehirnerschütterung und Hautab⸗ schürfungen. Zur selben Zeit ereignete sich ein ähnlicher Unfall in Kirchheim im Kirch- heimer Weg, bei dem ein 5 Jahre alter Junge von einem PKW angefahren wurde. Er mußte ebenfalls mit einer Gehirnerschütte- runtz in die Chirurgische Klinik eingeliefert Werden. 5 Mit dem Volkswagen gegen eine Garten- mauer fuhr am Sonntag gegen 14 Uhr in der Rohrbacher Straße in Höhe des Bethanien krankenhauses eine Frau. Sie wurde glück- cherweise nur leicht verletzt, der Volks- wagen dagegen erheblich beschädigt. 3 0 ndsmannschaften pflanzen einen warts des Odenwaldklubs, Hans Fag. wird jede der Landsmannschaften an den krüheren Schießständen nahe dem Fhren- kriedhof zum Gedenken an die Heimat eine Buche pflanzen, In dieser herrlichen Lage soll so ein„Hain der Treue“ zu einem Hei- delberger Mahnmal für die verlorenen Ost- gebiete werden.— Wie das Gartenamt dazu mitteilte, muß man mit der Anpflanzung noch etwas warten, weil auf dem vorgesehe- nen Platz augenblicklich noch Frdarbeiten durchzuführen sind. Ausflugsflotte wieder flott Bel strahlendem Sonnenschein fuhr ge- stern zum erstenmal in diesem Jahr ein Fährgastschift unserer Heidelberger Aus- Tlugsflotille den Neckar hinauf. Im Hafen an der Stadthalle liegen sie wieder, frisch ge- gtrichen und überholt: die„Liselotte von der Pfalz“, die„Adaline“ und wie sie alle heißen und warten auf die ersten sonnenhungrigen Fahrgäste. Der gestrige frühjahrswarme Tag brachte auch ein fühlbares Ansteigen des Autoverkehrs in unterer Stadt und auf den Straßen, die ins Neckartal führen. N F N Gewissensentlastung Das Heidelberger Forstamt erhielt kürzlich ein Schreiben, in dem ein Unbekannter 10 DM schickte, Vor mehr als einem Jahr- zehnt habe er sich im Stadtwald einen hal- ben Ster Holz„besorgt“, den er nunmehr be- zahlen wolle, erlclärte der reumütige Schreiber. rer, . HEIDELBERG-STADT Seite 9 „Schutzpatron der Familie“ Minister Würmeling antwortete Dr. Reinhold Maier Als Schutzpatron der deutschen Familie bezeſchnete sich Dr. Franz Josef Wür me- ling, der erste westdeutsche Minister für Familientragen, als er in einer machtvollen Kundgebung des katholischen Münnerwerkes gestern in der überfüllten Stadthalle seinen Aufgabenbereich umrifh. Sein Ministerium, sagte Würmeling, bestehe nur aus 7 Beam- ten. Diese aber Wären ein Stoßtrupp von Idealisten. In Außerst temperamentvoller Weise brach der Familienminister eine Lanze kur die Sicherheit der deutschen Familie. An AKtslust lieg er es dabei nicht fehlen, wo er— wie bei seiner Antwort an Reinhold Mailer— selbst ängegritten war und allen, die an seiner UÜberkonfesslonellen und über- partellichen Arbelt mitzuhelfen bereit sind, streckte er seine Hand entgegen. Die Überkonfessionelle Aufgabe seines Mi- nlsteriums brachte Dr. Würmeling gleich zu Beginn dadurch zum Ausdruck, daß er seinen aufrichtigen Gruß in herzlicher Verbundeh- heit allen seinen evangelischen Brüdern und Schwestern zudachte, die die innere und Aullere Erneuerung unserer Familien anstre- ben.„Gerade auf dem Gebiete der Familien- politik,“ rief der Minister aus,„gibt es zwi- schen den Konfessionen nichts Unterschied liches, nichts Trennendes“, Die nun folgenden, oft sehr temperament- voll vorgetragenen Ausführungen Waren so- wohl Programmpunkte eines Ministeriums, das bereits manche politische Attacke über sich ergehen lassen mußte, als auch klare und sachliche Richtigstellungen auf mancher- lel verdüchtigende Entstellungen. Die Zuhö- dle sich an den Worten des Ministers Sichtlich erwärmten, hatten zweifellos das Gefühl, einen Mann mit großem Idealismus und reinstem Wollen kennen zu lernen. Dr. Würmeling machte auch kein Hehl daraus, dal er persönlich— hätte er den Namen Wühlen können— das Amt genannt hütte:„Ministerlum zum Schutze der deut- schen Familie“— wobel er unter Schutz auch den vor staatlichen Eingriffen und Uebergriftfen verstehe.„Derm“, so sagte der Minister:„vor dem Staat war schon die Familie da, und als nach 1945 alles zusam- mengebrochen war, da gab es noch die Fa- milie. Sie hat alle Umwälzungen über- dauert.“ Nichts wäre falscher, sagte Bundesmini- ster Würmeling, als nunmehr von Staats wegen in Familienethik und Familienmoral zu machen. Aufgabe müsse es vielmehr sein, die Familie und ihr Eigenleben vor den Ge- fahren, die von außen kommen, zu schützen. Unter diesen Gefahren sieht der Minister eine in dem rapiden Abfallen des Gebur- tenüberschusses. Er nannte Vergleichsziffern der letzten 50 Jahre: 1900 kamen auf 1000 Einwohner 35,6 Geburten, 1920 waren es noch 25,9, 1930 nur noch 17,6, 1952 kamen aut 1000 Einwohner 16,7 Geburten, Der Ge- burtenüberschuß fiel innerhalb der letzten Der Familie die wirtschaftlichen Existenz- voraussetzungen wieder zu geben, sei neben dem ethischen Schutz die wirtschaftliche Seite, von der aus die Probleme angepackt werden müßten. Zwei Punkte, die wirt- Kommunistische Demonstration in Heidelberg geplant Vor einer von der Kommunistischen Partei kür den 28. Mrs angekündigten Jugend- Kundgebung in Heldelberg warnte der anti- kommunistische Volksbund für Frieden und Freiheit am Freitag in Bonn. Nach Informa- tionen des Volksbundes wird die Kundge- bung von Funktlonären der Kommunisti- schen Freien Deutschen Jugend aus der So- Waetrone vorbereitet, dle die Jugendkund- kebung zu einer Demonstration gegen dle Bundesrepublik machen wollen. Heeger in Schriesheim gewühlt Bel der gestrigen Bürgermeisterwahl in Schriesheim wurde der gemeinsame Kandi- dat aller Parteien, W. Heeger, mit 1770 Stimmen(82 Prozent) zum Bürgermeister gewühlt. K. Flösser erhielt 836, V. Morast, der Kandidat der Freien Wähler vereinigung, 714 und K. U. Zygalsen 17 Stimmen. Von den 4276 Wahlberechtigten waren 3397 an der Urne erschienen Ungültige Stimmen: 60. eind Wir ehen ein gterbendes, Volle schaftliche Lage unserer Familie zu verbes- sern, stellte Minister Würmeling besonders Konkret heraus: die Einkommenseite und die Belastungsseite. Bei der ersteren wies er auf das nun end- lich im Bundestag als Entwurf vorliegende Gesetz Über die Familienausgleichskassen hin, das hoffentlich schon zum 1. Juli an- laufen werde und das mit den Zulagen von 20 DM vom dritten Kind ab für alle Gül- tigkeit haben werde. Bei der Frage nach der Belastung der Familie kam der Minister auf Schäffers Steuerreform zu sprechen und anerkannte, daß der Bundesfinanzminister mit ihm als erstem Kollegen darüber ge- sprochen habe, wie die Reform besonders auf die kinderreiche Familie anzuwenden wäre. N Es sel, so sagte Minister Würmeling, sicher noch nicht allgemein bekannt, daß beispiels- weise eine Familie mit 2 Kindern bei einem monatlichen Einommen von 348 DM lohn- und einkommensteuertrei sei, und er nannte folgende interessante Tabelle, bei der die Lohn- und FEinkommensteuerfreiheit in Kraft tritt: bis 226 DM Monatseinkommen bei Familie ohne Kinder bis 286 DM Monatseinkommen bei Familie mit einem Kind bis 348 DM Monatseinkommen bei Familie mit 2 Kindern bis 468 DM Monatseinkommen bei Familie mit 3 Kindern bis 368 DM Monatseinkommen bei Familie mit 4 Kindern Für die Möglichkeit von Tariferleichterun- gen bel der Bundesbahn für kinderreiche Familien sieht der Minister einen„Silber-“ streifen am Horizont“, während der familien- gerechte Wohnungsbau, wie Dr. Würmeling mehrfach betonte, das A und das O aller Familienpolitik bleibe. Aber auch die ethischen Gefahrenquellen nannte der Minister mit aller Offenheit. Er nannte die Filme, die die Familie gefährden. Er nannte das noch aus dem NS-Reich be- stehende und von den Alliierten später sanktionierte Ehescheidungsrecht, und er wies an einer Urteilsbegründung eines Karlsruher Gerichtes nach, wie dieses Ge- setz sogar familien- und damit staatsgeführ- dende Tendenzen trage. „Es geht nicht an, daß jeder seine in Ehren ergraute Ehefrau verstoſden darf, nur well das Gesetz ihm die Handhabe dazu bietet“, rief der Minister leidenschaftlich aus,. Spontane Zustimmung war die Ant- Wort im überfüllten Saal und auf den Rän- gen. Eine scharfe Antwort richtete Bundes- minister Würmeling an den früheren Mini- sterpräsidenten Dr. Reinhold Maler, der ihn bzw. das neugeschaffene Familienministe- rium in Mainz in völlig L eee e Weise angegritten habe. Maler habe im Zu- 1 nenl mit dem neuen Ministenium u. a., davon gesprochen, daß der„deutsche Geist zum Verslegen gebracht und seine Quellen verstopft werden sollten“.„Wenn es der Liberalismus Malerscher Prägung ist“, riet Minister Würmeling aus,„schlechte Filme und ein solches Fhescheidungsgesetz gutzuheißen, und wenn es in Ordnung geht, dal sich sogar bekannte Persönlichkeiten mit der Rekordzahl ihrer Ehescheidungen brüsten— darm dürfte darin eher der Nie- dergang deutschen Geistes liegen als in den Aufgaben, die sich mein Ministerium ge- stellt hat.“ Nachdem der Minister noch manches an- dere Problem am Rande gestreift hatte— Onkelehen, Sozialreform, Erziehungsfragen, Ausbildung für Väter und Mütter, Haus- haltshilfen(„Was uns heute so gebricht ist das wahre Dienst am Leben“), schloß er unter dem dankbaren Beifall seine fast zwei- stündigen Ausführungen, Vor Minister Würmeling hatte der Dom- pfarrer von Speyer, Domkapitular Seitz, zu dem Thema„Die Sicherheit ist unser Glau- be“ gesprochen und damit ebenfalls Pro- bleme angedeutet,, die bis in den Bereich der Familie gehen. Nicht durch Verkleine- rung werde die Sicherheit der Familie er- reicht. Mit„Wagnis und Glauben“ nannte der Redner zwei der wichtigsten Vorausset- zungen für die Sicherheit, denn„wer glaubt, Wird gerettet werden!“ Ein Orgelspiel und eine herzliche Begrü- Hung, u. a. auch an die Vertreter des evan- gelischen Männerwerkes, hatte dle Feier- stunde in der Stadthalle eingeleitet. G. W. Minister fur Fumilienangelegenheiten Dr. Stadthalle Würmeling bei seinem Eintreffen vor der Aufn.: Lebeck Rohrbach beging gestern den Tag des Vr hlingsanſangs mit seinem Sommertagszug. In der Stadt wird man erst am kommenden Sonntag dem„Winter die Aache ausblasen“ ö Gestern 1 Heidelberz/ „Berliner Mundwerk und westfälischer Dickschädel“, so pflegt Frau Würmeling, kin- derreiche Gattin unseres Bundes-Familien- ministers, ihren Mann zu charakterisieren. Vielleicht dachte man in Bonn genau so, als man Dr. Franz Josef Würmeling das Fami- lienministerium anvertraute und ihm damit einen Aufgabenbereich zuwies, der die Be- harrlichkeit eines Dickkopfes ebenso erfor- dert, wie die Schlagfertigkeit und Bered- samkeit eines stets funktionierenden Sprech- organs. Als wir gestern in Heidelberg mit Mini- ster Würmeling zu einem kurzen persön- lichen Gespräch zusammentratfen, hatten wir nicht den Eindruck, einem völlig kompro- müiglosen Mann gegenüberzustehen. Seine Welt ist durchaus die, in der wir leben und wenn er Forderungen vertritt, die er hart tormuliert, so weiß er zugleich, dag Er- zieher die Richtung zu Idealen weisen müs- sen, die nicht allen erreichbar sind. Mini- ster Würmeling ist korrekt von den Stiefel- spitzen bis zur sorgfältig gebundenen Kra- Watte. Er ist es auch in der Geradheit sei- ner Haltung und er ist es sicherlich bis in den kleinsten Lebensbereich hinein. Er ist so korrekt, wie das Leben einer Familie sein sollte und wenn er gelegentlich ins Ge- spräch einstreut„ich bin ein alter Beamter“, so weill man, daß er damit eine Lebensauf- fassung kundtut, die er auf uns alle über- tragen möchte. Seine Gegner sagen, er käme leicht in lch bin wirklich alter Beamter“ Geßprich mit Familienminister Würmeling Wolle und würde dann erbarmungslos Frak- 18 714 tur reden. Er meint, er würde viel Zeit mit der Richtigstellung der Außerungen verlie- ren, die man ihm im Munde herumdrehe. Damit tippte er seinen Kampf um die Film- moral an und die Auseinandersetzung um die Frage, ob eine Ehe erst vor dem Altar und dann vor dem Standesamt oder um- gekehrt geschlossen werden solle, wobei er übrigens die Reihenfolge: erst Standesamt, dann Altar vertreten hat. „Ich will“, so betonte er seine Toleranz- auffassung,„für alle im Staat objektiv arbeiten. Mein Kampf gilt nur der organi- sierten Sittenlosigkeit.“ Dabei bin ich den elnen zu scharf und den anderen zu lax.“ Der Händedruck, den wir zum Abschied bekamen, war so hart und so fordernd, wie vieles an diesem Mann, der sich auf seine Art bemüht, die alte Ordnung, die in vielen Fugen kracht, wieder zurecht zu N 77 d at bel Muskel- U. Genkrheumetlemus, NMeurelglen(lschſcds) Arthrosſe, Frauenlelden, Alterskrankhelten Badezelten: Montag b. Freſtag 8.16 Ut, Samstag 3-12 Uh Auskunft: mad Meldel berg Ad., Heldelberg. Tol. 4916 Volkshochschule.„Krankheit und mensch- liche Ordnung“, 1. Abend des Kurses von Dr. med. Heinrich Hue bscehmann heute, Montag, 20 Uhr, im Gartensaal des Kurpfäl- zischen Museums. 1 7 9 1 2 4 * HXTRA viskositätsstabil Es ist längst bekennt, de unsere Ho- Ole die Laufreſt von Diesel- Motoren vordoppolt, e vordrelfacht haben. Jetzt bringen Wir erst- malig auch för Vorgaser- Motoren einen Ultyp mit vollen Ho-Eigen- schoſten. E880 EXTRA MOTOR Ott bietet aber noch mehr. 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Mit 4:0 siegte die Mannschaft des Gastgebers Offenbach und erreichte dabei einen Überaus klaren Sieg, der nach der ersten Halbzeit(1:0) durchaus noch nicht zu erwarten gewesen war. 0 Aber die Offenbacher slegten in a Spiel durchaus verdient und lediglich der überragenden Leistung ihres Torwarts Böge- lein hatten es die Gäste zu verdanken, das sie bel der Pause erst mit 0:1 im Rückstand lagen. Der schwache Punkt der Stuttgarter wär der Abwehrspieler Steimle, während bei Offenbach der rechte Flügel Kaufhold Schreiner besonders gut war, Bei den Gästen Stahlhelm keine Kopfbedeckung für Sporiplatzbesucher „Es kann nicht jeder mit einem Stahl- helm auf dem Sportplatz gehen.“ Diese Meinung vertrat der Vorsitzende des Coburger Schöffengerichts im Verfahren gegen 22 Angeklagte, die sich wegen der Tumulte des Fußballspiels der Bayern- Liga zwischen dem VIL Neustadt und Würzburg 04 am 3. Mal 1952 zu verant- worten hatten. Scharf verurteilte das Ge- richt dle Ausschreitungen auf Sport- plützen, Vor dem Gesetz könne es un- möglich hingenommen werden, daß es zu solchen Vorfällen komme. Bei dlesem Splel wurde seinerzeit der Schledsrichter Balerlelin Nürnberg) von einer erregten Menge geschlagen und mit Steinen be- worfen, wobei er Verletzungen erlitt. Ein Polizist, der Balerlein schützen wollte, laborlert noch heute an der damals erß Üttenen Verletzung. Stein Eriksen geschlagen Eine Ueberraschung brachte der Abfahrts- lauf der norwegischen Ski-Meisterschaften bei Oslo, als der erfolgreichste alpine Läufer der Nachkriegszeit, Stein Eriksen, geschlagen wurde. Der dreifache Weltmeister und zwel- fache Medalllen-Gewinner der Olympischen Winterspiele 1952 5 te— allerdings nicht in seiner Sperialddazipll, n- mlt ½)j Sekunden d gegenüber 10 rd 15 n ch Hör arg ait Kamen den TItel. wurde Bühler in der 18. Minute verletzt und splelte danach mehr oder weniger als Statist mit. Die VIB-Angriffe beschränkten sich auf einige Schüsse von Retter und Barufka. Sonst bekam der Offenbacher Schlußmann kaum etwas zu tun. In der 42. Minute konnte Schreiner, von Wade auf die Reise geschickt, den Stuttgarter Schlußmann überwinden. Nach der Pause entschieden die Offen- bacher in den ersten 15 Minuten das Spiel. In der 46. Minute scholz Schreiner nach Vor- lage von Kaufhold das 20. Das 3. Tor erzielte Kircher in der 57. Minute und zwel Minuten spüter war der gleiche Spleler nach einem Zwelkampt mit Retter erfolgreich und schraubte das Ergebnis auf 4:0. Der energische Mannheimer Schiedsrichter Jacobi hatte kei- nen schweren Stand. Obwohl die Gäste nach dem O0:4-Rückstand stark drängten, konnten sle die Offenbacher Mannschaft in e Fall überwinden und die Elf des Gastgebers slegte damit Überlegen 4:0. G. Kirchner 35 000 sahen Eintracht-„Club“ 22 Nürnberger waren Überraschend kampfstark Der vorjährige süddeutsche Meister Ein- tracht Frankfurt vergab am Samstag mit dem mageren 2:2(1:1) gegen den unerwartet kampfkräftigen 1. FC Nürnberg wohl die letzte Chance auf den Titelgewinn, auch wenn das letzte Splel am 4. April in Regens burg gegen Jahn gewonnen werden sollte. Ohne Bedeutung wär die Fürther Begegnung mit Schweinfurt 06, die von den im Sturm weit geführlicheren Gästen verdlent mit 3:1 (1:0) gewonnen wurde. Am Riederwald erlebten 35 000 Zuschauer, darunter Bundestrainer Sepp Herberger, das 2:2(1:1) zwischen Eintracht Frankfurt und 1. FC Nürnberg. Ohne den verletzten Pfaff kam der Eintracht-Sturm nicht recht ins Splel, dagegen waren die Abwehr und vor allem Seitenläufer Remlein wieder recht gut. Selbst bel 9:5-Ecken wäre ein Nürnberger Sleg nicht unverdient gewesen, da hier der Sturm weit zielstrebiger spielte. Schaffer im Tor und Stopper Baumann waren die Stützen der Elf. Ein Eigentor von Beumann(9. Minute) machte Winterstein kurz vor der Pause wett. Durch Herbolsheimer(67. Minute) führte der „Club“ bis fünf Minuten vor Schluß, als Mit- telläufer Wloka einen von Schaffer zu kurz ö abgewehrten Schrägschuß von Kreß zum 2:2 aus wertete. Wieder 1:0 für Jugoslawien Jugoslawien besiegte am Sonntag im Qualiflkationsspiel der Gruppe X zur Fuß- ball- Weltmeisterschaft die Nationalmann- schaft Israels in Tel Aviv vor Über 50 000 Zuschauern mit 1:0(0:0) und wiederholte damit den in gleicher Höhe am 7. November im Belgrader Vorspiel errungenen Sieg. Die Jugoslawen benötigen nunmehr aus dem letzten Gruppenspiel gegen Griechenland, das im Vorspiel im März 1963 in Belgrad 1:0 geschlagen wurde, lediglich noch einen Punkt, um sich für die Endrunde in der Schweiz zu qualiflzieren. Bei einem Sieg der Griechen am e ee Sonntag in Athen wäre wegen Punktgleichheit ein Entschel- dungsspiel nötig. Zu„verdienten Meistern des Sports“ er- nannte das Staatskomitee für Körperkultur und Sport der UdssR die Spieler, die in Stockholm zum Sieg in der Elshoctey- Welt- meisterschaft beitrugen. VfR Mannheim siegte in Stuttgart Stuttgarter Kickers wurden 2:1 geschlagen. Vor 12 000 Zuschauern glückte dem VfR Mannheim bei den Stuttgarter Kickers mit 2:1 der erste Auswürtssleg in dieser Salson. Die Stuttgarter Kickers aber sind, durch diese Überraschende Helmniederlage, die keiner erwartet hatte, in große Ahstiegs- eg geraten, aus 85 sle sich nur durch Eüuntti de In 44. eee Der Nrfolg der AManktrettner ist zwel- fellos glücklich, denn über weite Strecken Res Kassel in„Bombenform“ Jahn Regensburg hatte nichts zu bestellen und verlor 1:5 Kassels Fußball- Publikum bewies sein In- teresse an diesem entscheidenden Heimspiel mit der noch nie erreichten Zahl von 35 000 Zuschauern, die das Kasseler Stadion bis auf den letzten Platz füllten und ihr Kommen auch nicht zu bereuen brauchten, denn die Elf spielte technisch gekonnt und doch zweck- müß ig, überrumpelte die Regensburger mit vier Toren von Siebert, Dinger, Metzner und wieder Siebert Zwar verkürzte Schamriß auf 4:1, aber eine Minute vor Halbzeit stellte Sie- bert den alten Abstand wieder her.— Im Gefühl des sicheren Sieges lleßen die Kas- geler in der zweiten Halbzeit nach. KSC hatte Schußpech Kurlsruher 80— 0 Augsburg 2:0(1:0) Inmermalb vom 14 Tagen stellten sich der Waldhof und BG Augsburg in Karlsruhe vor, 80 daß eim diwelcter Vergleich uber die Stärke dieser beiden um den Verbleib rin- genden Mammschaften möglich ist. Während die Waldhöfer wenigstens in der 1. Hälfte eine Reihe von Torgelegenhelten buchen konnten, hatte der BCA überhaupt keine Möglichkeit, den Erfolg des KSC zu verhin- dern. Demgegenüber ist es so gut wWie un- möglich, alle Torgelegenheiten aufzuzählen, die sich dem Karlsruher Sturm boten. Was aber Torwart Gitschier nicht hielt oder an die Torlatte prallte, ging neben oder Über Eishockey-Jugend: Deutschland— Schweiz 9: 3 Im Hishockey- Jugend- Auswahlspiel schlug Deutschland den Schweizer Nach- wuchs am Samstag in Garmisch 9:3(4:0, 4:3, 1:0) und revanchierte sich für die in Zürich erlittene 2/% Niederlage In Angleichung an die deutsche Aufstellung hatten die Gäste mre Mannschaft mit Acht zehnjährigen ver- jungt. Sle wurden im ersten Drittel sicht- lich überrumpelt und auch im zweiten Drit- tel in dle Defensſlve gedrängt, Nur durch Einzelaktlonen kamen sie zu hren Gegen- treftern, Das Schlußdrittel verlliet ausgegli- chener. Lelchtathleten verunglückt Die Mannschaft des OSV Hörde ist am Samstag auf dem Weg nach Frankfurt zu den Hallen-Leichtathletik- Meisterschaften in der Nühe von Wiesbaden mit dem Personen- Kraftwagen verunglückt. Zwei Mitglieder der vom Verein gemeldeten Staffel mußten mit schweren Verletzungen in ein Wies- padener Krankenhaus eingeliefert werden. Wie das Vereinsmitglied Sallen nach seiner Ankunft in Frankekurt berichtete, ist auf einem der belden Personenwagen, mit denen die Leichtathleten nach Frankfurt unterwegs Waren, eine fremdes Fahrzeug mit hoher Geschwindiglceit aufgefahren. das Gehäuse. Nur Traub hatte mit zwel Schüssen Erfolg, wobel er in der 25. Minute einen Freistoß von Strittmatter geschickt verlängert und in der 57. Minute sich so frei- Hef, daß er den von Rau in die Gasse ge- spielten Ball nach Umgehen von Gitschler ins leere Tor schießen konnte. SpVgg. Fürth— Schweinfurt 1:3(0:1) Im Feldspiel zeigte sich Fürth beim 1:3 (0:1) gegen Schweinfurt 05 vor 4000 Zuschau- ern zumindest ebenbürtig, aber der Angriff verstand es nicht, zahlreiche Chancen aus- zunutzen. Geyer II und Raht, Schweinfurts bester Spieler, brachten die Gäste auf 2:0, ehe Hoffmann das Ehrentor gelang. Mit dem 3:1 durch Rath sieben Minuten vor Schluß war die Partie entschieden. mußten sie sich den unaufhörlich anbran- denden Kickersgngriffen entgegensetzen. hatten mitunter acht bis neun Mann im Strafraum zusammengezogen und kamen nur mit gelegentlichen Vorstößen vor das Tor. Aber diese wenigen Angriffe des VfR waren weitaus gefährlicher als die umpro- duktiven guatage der K. die si. Sberrzülrtel des Vik Teslleten.“ 75 Die Krone bei den Mannheimern— 5 diesmal Torhüter Jöckel, dem es der VfR in erster Linie verdankt, daß er dieses Spiel in Stuttgart gewinnen konnte. Jöckel zeich- nete sich am laufenden Band durch hervor- ragende Paraden aus, war außerordentlich sicher im Stellungsspiel und sehr gewandt bel der Abwehr von Eckbällen. Von den beiden Verteidigern war Heckmann der wir- kungsvollere. Einmal verhinderte er mit dem Kopf ein sicheres Tor. Heitmann be- schränkte sich dagegen auf reines Zerstö- rungsspiel, wobei er Pflum mehr als einmal den Ball abnahm. Die Läuferreihe mit de la Vigne, Keuer- leber und Haberkorn trug mit die Haupt- last des Kampfes. Wie ein Fels in der Bran- dung stand Keuerleber, der sich ausschließ- lich der Abwehr widmete und mehrmals durch letzten Einsatz die Kickersstürmer Kronenbitter, Schumacher und Pflum vom Ball trennte. De la Vigne kurbelte mit Maß- Vorlagen seinen Sturm an, wo mit Mayer der wirkungsvollste und gefährlichste Stür- mer im rot-weißen Quintett stand. Sterne auf dem Mannheimer Eis 8 f b Südoberliga-Sniele mit Spannung/ Entscheidungen um Spitre und Abstieg noch nicht gefallen Weltmeisterin und„Tiroler Dirndl“: Gundi Busch Rot-Weiß Essen— Bor. Dortmund 41 Eintr. Frankfurt— 1. Fo Nürnberg 272 FK Ane 4 0. 1 Mace 13 alke 04— N gelder. 218 1 Sl 5e Kn 7 175 ey dle 80 1 Fe Küln 10 enen Assel— Jahn Regensburg 811 Vik Klautern— Phönix Lud/haten 1:3 Preullen Münster— SV Sodingen 111 Kickers Stuttgart— VI Mannheim 12 Bayer Leverkusen— SW Essen 076 Tura Lud'hafen— Wormatia Worms 312 SV Waldhof— VIikt. Aschaffenburg—— VfL Bochum— Bor. M.-Gladbach 2:3 2 Nord-Süd-Toto: 1— 1— 1— 0—0— 0 0 1—1—1—1—2— 0- abgebr. Wie sie spielten 1. Liga Süd: SpVgg. Fürth— Schweinfurt 05 1·3 Kickers Offenbach— Vin Stuttgart 40 Karlsruher 80— BOC Augsburg 2·0 Bayern München— FSV Frankfurt 121 SV Waldhof— VIkt. Aschaffbg.(abgebr. 2:2 VIB Stuttgart 29517 7 5 62:99 4117 Eintr. Frankfurt 29 16 8 5 66:31 40:18 Kickers Offenbach 28 14 9 5 62:36 37:19 1. FC Nürnberg 29 14 8 7 67:43 3622 Karlsruher 8c 280 18 7 8 56:40 33:23 Jahn Regensburg 29 14 5 10 42:46 33:25 „Grande Dame“ Gundi und,, Cowboy limmy Weltmeisterpaar Westwood/ Demmy und„Benjamin“ Hansjürgen Bäumler Drei Eislauf- Weltmeister und einen zweiten der Welt meisterschaft(und Silbermedaillen- Gewinner von 1952 in Oslo) zusammen, haben die Eissportfreunde des südwestdeutschen Rau- mes in Mannheim noch nicht gesehen. Wie konnte und sollte der Abschluß einer so er- tolgreichen Fissport-Saison des MERC besser austallen, als mit einer Veranstaltung, die alles bisher in Mannheim gewesene Ubertraf? Wie Sterne Über der glitzernden Eisfläche funkel⸗ ten sle: Weltmeisterin Gundi Busch, Weltmei⸗ ster im Eistanz Westwood/ Demmy., VIze-Welt- meister Jimmy Grogan und Eis-Sternchen, von dem noch viel zu hören sein wird. Hansjürgen Bäumler. Und zwischendurch wurde Eishockey Hesplelt, schön, fair, gemütlich. Zu gemütlich zuweilen. Aber das störte nicht. Im Gegenteil. Es paßte in dieses Künstler-Programm, wie der freche Contferencler in einer gediegenen, Kroflartigen Show. Gundt Busch's Beine gelen 60 00 DM wert, flüsterte man in den Zeitungsspalten. Und ich gage, sle sind das zehnfache wert! 80 wie das Mädchen dasteht, ohne Verpackung, mit Schlitt- schuhen und Kostümchen, dürften ire Hono- rar-Angebote amerikanischer Fisrevuen nicht unter 100 000 Dollar Jahresgage unterbreitet werden. Gundi ist eine Kapitalsanlage, ein Blankoscheck, und was well ich nicht noch alles. Aber mehr noch als das: sle ist eine phantastische Hisläuterin, deren Laufstil teil Welse bis zur Perfektion durchgearbeitet ist. Voller Musikalität und echtem Gefühl für den lelass ischen Tanz, diszipliniert und exakt bis ins 1-Tüptelchen, schwebt sle Über das Eis, wie einst die Pawlowa über die Bühnenbretter der Welt. Gundis Weltmelsterkür ist noch nicht einmal die schwierigste, Aber— nach Beethovenmustik Wie gie gelaufen wurde, War schon absolute Woeltlelasse, Wie ein Phantom huschte die Busch über die glitsernde Fisfläche. Da sah jeder Sprung, jede Pirouette, jege Bewegung. Musik und Gundi schmolzen zubammen. Jeder Zen- timeter der Eisfläche wurde ausgelaufen. Die Raumeinteilung war Fgroßhartig. Es war ein Triumph der Harmonie, ein Steg der Musika- lität und Anmut, eine Demonstration von Kraft und Schönheit.(Bitte nicht verwechseln mit „Glaube und Schönheit“) Die Beste der Welt lief traumwandlerisch sicher. In einer Phantasle„Tag und Nacht“ of- fenbarte sle ihre von Kindheit an besuchte Ballettschule und entzückte das andächtige Pu- blikum(10 000) mit einer Meisterleistung. In mrem Haus-Programm-Tanz„Tiroler Dirndl“, holte gie sich wieder ohrenbetäubenden Bei- tall, genau so wie beim Abschied, als sich noch vier Zugaben auf Eis legen mußte. Das Pub- kum Wär außer Rand und Band. Diesmal mit Recht. Als Jimmy Grogan, der zwei Meter große Amerikaner von 22 Jahren, über das Pie Hltzte, hielt alles den Atem an. Mit einer„Akten- fahrt“ lief, tanzte, sprang der Vankee, daß es eine Freude war. Seine hohen Sprünge, seine Rroßen Schritte, sein müheloser Laufstil waren eine Offenbarung. Und sein Tanz, wie ein ein- ziger waghalsiger Ritt Aber die Prärtel Tempo, Feuer, Rasse und Natürlichkeit bestimmte seine Vorführungen. Pr eroberte sich die Her- zen im Sturm. Mit seiner natürlichen Schlack⸗ algleit, seinem UHebermut, Das war ein tollen- der Lausbub auf dem is, dieser Jimmy aus USA, im Coyboy-Dress mit schledenden Pisto- len in den Hängen, Und wenn er sich aut den Rand der Umzäunung setzte und 80 tat, als ginge ihn das alles nichts an, tobte das Publikum. Genau so, als er Apfelsinen in die dunkle Menge warf, oder den Betrunkenen märklerte. Das machte er alles auller Pro- gramm, nur weill es m 80 einflel, er dazu Lust hatte und lachende Menschen gehen Wollte. Wie er laufen konnte Toll, seine Axel- Paulsen, sein Rittberger, seine Pirouetten— begeisterten/ MERC— Luzern 7:1 wie ein Tornado wirbelte er über das Eis. Jimmy aus USA machte das alles spielend. Das englische Weltmeisterpaar im Bistanz, Westwood /Demmy, demonstrierte den pertfek- ten Tanz in seiner Vollendung. Zeitwelse er- schlen er beinahe unheimlich. So exakt, so ge- nau, so korrekt waren die Schritte, die Pas- sagen, die Einfühlung zur Musik. Diese Per- lektion lien kaum noch Pigenwilligkeiten Platz, hinterlien aber einen glänzenden Eindruck. Slowfox aufEls, eine Augenweide und selbst als die Engländer tingelten, sprengten sie nie den Rahmen des„Hrlaubten“, sondern liefen kop⸗ rekt, ohne Effekthascherei. Und dann, beinahe eine Sensation: der elf jährige Hansjürgen Bäumler aus München. Im Fraclc und als Clown, ein kleiner Mann und ein groger Meister auf dem Eisl Dieser Kleine Bengel sprang, tanzte, let, gans wie ein„Al- ter“, Als Till Eulensplegel holte er sich Beifall auf offener Szene, Wie er nur Gundi Busch ge- zollt wurde. Mit der Zelt wurden seine Sprünge besser, sicherer, Waghalsiger, Hansſürgen ris- lerte alles, als wenn es um die Meisterschaft Einge, Er wurde von seinem eigenen Laut und von der Begeisterung der 10 000 mitgerissen und ließ die Fachleute authorchen; hier wächst ein zweiter Benno Faltermeyer heran, der der KHrößte und beste Elisclown, den Deutschland besessen hatte, War.(Gefallen im Osten.) Im letzten Eishockeysplel der Saison schlug der MRO die Luzerner Stadt-Auswahl über- raschend hoch 71(10, 370, 3:1), In dlesem Spiel, das gegen binde trühlingahatt müde wurde, ab es eine Vorstellung kaliren Kampfes und Achöner Splelzüge, Die Mannheimer Waren ren Güsten in allen Belangen des Mishockey Überlegen und empfahlen glich mit einer feinen Lelstung tür die Kommende Salson.—(Diese Veranstaltung Wurde am Sonntag wiederholt. Mit 10 00 Zuschauern und elner Ubergckuu⸗ menden Begelsterung,) Günter Fraschka Vet 1 28 5 FSV Frankfurt 29 10 8 11 5756 28:30 Bayern München 29 9 10 10 41.44 28730 VIR Mannheim 29 9 9 11 60:68 27:31 Schweinfurt 05 29 11 4 14 51:49 26:32 SpVgg. Fürth 29 9 8 12 42:51 26:32 23733 1735 Hessen Kassel 5 14 28 90 — — 8 —— 22 3 17 42. 70 1. Liga Südwest 1. FC Kaiserslautern— Mainz 05 60 Saar Saarbrücken— ASV Landau 10˙0 1. FC Saarbrücken— Bor. Neunkirchen 6:1 FV Speyer— VfR Frankenthal 1:0 Tura L'hafen— Wormatia Worms 32 Vin Kirn— Eintracht Trier 0¹5 FK Pirmasens 28 23 3 2 70:24 49:7 1. FTC Kaiserslaut. 28 24 0 4 126:33 4816 Tus Neuendort 28 16 3 9 7646 35:21 Saar 036 Saarbr. 28 18 3 10 73:57 33:23 1. FC Saarbrücken 28 13 6 9 74:49 3224 Mainz 05 28 13 4 11 55:51 30:26 Phönix Ludwigsh. 28 12 6 10 43:49 30:26 Bor. Neunkirchen 26 12 2 14 55:51 26:30 VfR Frankenthal 28 9 68 11 37:42 26:30 Wormatia Worms 28 10 5 13 49:61 25:31 Tura Ludwigsh. 28 10 4 14 51:52 24:82 Eintracht Trier 28 10 2 16 53:66 22.34 FV Speyer 28 10 2 16 34:72 22:34 VfR Kalserslaut. 29 9 3 17 40:64 21:37 ASV Landau 29 6 5 18 25:90 17:41 VER Kirn 28 3 4 21 27:81 10:46 1. Liga Nord: Hamburger SV— Eimsbüttel Göttingen 05— Hannover 96 St. Pauli— VfL Osnabrück Werder Bremen— Viktorla Hamburg Holstein Kiel— Eintracht Braunschweig Vin Lübeck— Bremerhaven 93 Harburger TB— Bremer 8 Arm. Hannover— Altona 93 22 222 2 3 2 1 8: 8 1: 0 —— . Hannover 96 20 20 6 2 63:22 FC St. Pauli I Werder Bremen 28 13 5 10 53:41 Eintr. Braunschw. 28 11 8 9 52.52 Altona 93 27 12 5 10 64:55 Göttingen 06 10 8 9 43 ô38 Holstein Kiel 26 9 9 8 43 ö62 TSV Funsbüttel 20 10 6 12 46752 Hamburger 8V 20 12 1 16, 75:57 Bremerhaven 93 28 9 7 12 40:54 Arm. Hannover 28 10 8 19 7276 Hremer 8 20 10 5 18 41:53 Harburger TB 26 90 6 18 42:58 VfL. Osnabrück 20 9 6 14 4445 Vt Lübeck 27 6 9 12 31:55 Vikt. Hamburg 20 6 8 14 2747 I. Liga West: Preußen Münster— V Sodingen 111 Bayer Leverkusen— SW Essen 0·6 VII. Bochum— Borussia M.- Gladbach 23 Alemannla Aachen— Horst Emscher 3·1 Preuſſen Dellbrück— Meldericher SpVg. 01 1. FC Köln 28 10 7 6 7841 37:19 Schalke 04 28 185 7 6 44 37:19 Rot-Weilſ Hasen 28 17 2 9 69:47 36:20 Preußen Münster 28 11 11 6 57:43 30: 23 Bor, Dortmund 18 13 411 63:52 Alem. Aachen 20 12 4 12 58:51 Bayer Leverkusen 26 12 4 12 54764 VfL Bochum 28 12 4 12 46:57 Schw.-Wein Essen 20 11 6 12 61:52 Fort. Düsseldorf 20 12 8 18 1:44 Hor. M.-Gladbach 20 10 6 12 62:68 Meidericher SV 20 0 7 12 48:52 Preußen Delbrück 286 9 7 12 36:50 SV Sodingen 20 10 4 14 43754 Horst Emscher 20 7 8 10 40:69 19:5 Rheyqter 8v 20 8 3 18 42.72 18:30 e APP MP ²˙ U ͤ Büt U—I——T—T———X[O Montag, 22. März 1954 Selte 3 Gute Leistungen in der Halle N Erste Hallenmeisterschaften in Frankfurt ein voller Erfolg Die vielfach mit Skepsis betrachteten ersten Deutschen Leichtathletik-Hallenmel- sterschaften wurden am Samstag, in der allerdings nicht ausverkauften Frankfurter Festhalle, zu einem durchschlagenden sport- ichen Erfolg. Zwar vermiſte man elne ganze Anzahl deutscher Spitzenkünner am Start, aher alle neuen Deutschen Hallenmeister er- Warben sich ihre Titel mit melsterschafts- reiten Leistungen. Fütterer, Ulzhelimer und Laufer stellten sich sogar in Hochform vor und erzielten ausgezeichnete Zeiten. Bei den Frauen Überragten Anneliese Seonbuchner, Erika Fisch und Marianne Biedermann. Als exfreulichstes Fazit der ersten Hallentitel- kämpfe dart festgestellt werden, daß viele Teilnehmer ihre Frelluftleistungen aus der Saison 1953 Überboten und mancher zum ersten Male in der Seniorklasse startende Jugendlicher bereits entscheidend in dle End- kämpfe eingreifen konnte. a Hierin sehen wir den großen Erfolg sol- cher Veranstaltungen: Sie schlagen eine Brücke zur neuen Aschenbahn-Saison und ihre eigenartige, den Kampfgeist entfesselnde Atmosphäre gibt Nachwuchskönnern gegen- Über der Spitzenklasse eine echte Chance. Hallenkämpfe wirken enthemmend und an- feuernd. Bel ihnen erzielte Erfolge machen sich im Sommer bezahlt. Selten sahen wir Leichtathleten und Leichtathletinnen so ent- spannt und frei von jedem Startfleber um den Sleg kämpfen, wobei als Finschrünkung hin- zugefügt werden muß, daß von einer wirk- lichen deutschen Hallensaison erst dann die Rede sein kann, wenn auch in anderen Groß- städten eine sportlich so einwandtreie Bahn Wie die Frankfurter mit hren 80 em Kurven- . bei 160 m Länge zur Verfügung steht. i Fütterer mußte kämpfen Dreimal durchlief Heinz Fütterer(Karls- ruhe) die 70 m in 7, Sek., im Endlauf hart von dem Deutschen Jugendmeister 1958, dem Kölner Germar, dem Juniorenmeister Wege- ner(Oberhausen) bedrängt. Exmeister Zandt (Stuttgart) fehlte nach seiner langjährigen Verletzung noch dle Lockerheit und Trltt- geschwindigkeit; er wurde Sechster. Ueber 400 Meter kam der deutsche Olym- piadritte der 300 Meter Heinz Ulsheimer (Frankfurt) schon im Vorlauf auf latte 50 Sekunden, um dann überlegen in 49,2 Sek. erster Deutscher Hallenmeister auf dieser Strecke zu werden. Der Stuttgarter Peter Kraus spielte im Endlauf keine Rolle. In Hochsprung 1,58 m. einer knappen Entscheidung klangen die 600 Meter aus. Brenner(Eglosheim) lieg in 14659 Minuten den Mendener Friedrich mit ein Zehntel Sekunden hinter sich. Daß eine Sprinterstaftel nicht in ein Hallenmeisterschaftsprogramm gehört, ergab der Rennverlaut der Amal-ene-Runde- Staftel. Die favorislerte Frankfurter Ein- tracht verlor schon am Start den Stab, die Stuttgarter Kickers mußten wegen einer Karambolage disqualifiziert werden und da auch Fütterer nicht zur Entfaltung seiner Geschwindigkeit kam, siegte Rot-Weilg Oberhausen vor den Karlsruhern. Spannend Verllet die Amal-drel-Runden-Staffel, in der Günther Steines für Rot-Weis Koblenz einen Vorsprung von 30 Meter herausholte, den der als zweiter Läufer für Krefeld 1910 startende Hans Geister wieder wettmachte. Ein schlechter Wechsel warf Krefeld aber erneut zurück und die Koblenzer behaup- teten bis ins Ziel dle Spitze. Junge Talente unter Frauen Mit einem Doppelsleg für Eintracht Frankfurt endeten die 70 Meter der Frauen, zu denen allerdings Helga Klein-Erny (Mannheim) nicht antrat. Irmgard Egert rang Renate Schwarzkopf nur knapp nie- der, die im Zwischenlauf die Bestzeit des Tages mit 8,8 Sek, gelaufen war, Hlriter der Münchnerin Butz belegte Gisela Hauck Ebinger(Mannheim) einen guten 4. Platz. Die 7-m-Hürden waren erwartungsgemäß Anneliese Seonbuchner(Nürnberg) nicht zu nehmen, Sie siegte mit drei Meter Vor- sprung in 10,1 Sek. Zu einem 2. Platz hinter den schnellen Eintracht-Läuferinnen langte es kür die mit Hauck- Ebinger, Rierenthaler, Klein-Erny und Zupke antretende Sd Mann- heim in der 4-mal-elne-Runde- Staffel der Frauen vor der Berliner Turnerschaft und Jahn München, Mit 53,95 m bot die junge Erika Fisch aus Osterode am Harz eine prächtige Weitsprungleistung,. Anneliese Seonbuchner wurde um 33 Zentimeter ge- schlagen. Zwei Springerinnen schafften im Noch im Vorjahr ge- hörten die charmante Marianne Sturm (Nürnberg) und Inge Kilian(Braunschweig) geblieben sind. Weltrekord im ooo m Lagenschwimmen stellte in Reims der Franzose Maurice Luslen mit immer noch schwachen 527 Minuten auf. Den bisherigen Rekord hlelt der Schwede Andsberg mit 5:81, Minuten. Hallenhandball: Deutschland-Schweden 5:5 Schweizer Schiedsrichter verhinderte möglichen deutschen Sleg Es hat nicht sollen sein, daß Deutschlands Hallenhandballer zum ersten Male nach dem Kriege über ihren„Erbfeind“ Schweden elnen vollen Erfolg felern durften! Nahe ge- — War es bei der 12. Begegnung der bei- m 10 Kaida den n- sichtlich n die zwei Minuten zuvor für Schweden durch Olasen herausgeschossene Führung zum gro- nen Bedauern der Zuschauer nicht! Die 14 000 Zuschauer, die die Westfalenhalle bis auf den letzten Platz füllten, qulttierten diese offensichtliche Benachteiligung der deutschen Nationalmannschaft mit einem wütenden Pfeifkonzert! Es war oft so und auch hier: Der deut- schen Mannschaft bemächtigte sich für Augenblicke eine Depression, die die schnel- len Schweden prompt zu ihrem Vorteil aus- nutzten. durch weitere Tore von Jonsson und Mo- berg 3:0! Das wichtige erste deutsche Gegentor hatte in dieser Zeit obendrein der sonst so schuhsichere„Atemotto“ verpaßt, als er in der 8. Minute einen 7-m-Ball nicht zum 1:1-Gleichstand verwandeln konnte. Trotzdem war der lange Hamburger den- noch der erste Torschütze: In der 20. Minute verwandelte er einen Freiwurf gegen den hervorragenden schwedischen Torwart Matt- lenden Augenblick offe cht gut gesonnen und gab einen bereits in der 4. Spielminute durch Werner Vick einwandfrei erzieltes Ausgleichstor für Nach 17 Minuten stand die Partie son zum 1:3 und 3 Minuten später konnte Mittelstürmer Geile(Viktoria Hamburg) durch schönen Sprungschuß unter dem Jubel des Publikums sogar auf 218 verkür- zen. Mit diesem Resultat ging es in qio 40. een ee ee ee, e een gegeben, aber ein 7-m-Ball Velewalds wurde zu Recht vom schweizerischen Unpartel- ischen nicht als 3:8-Resultat anerkannt, well der Schütze vor der Schußabgabe mit dem Knie den Boden berührt hatte. Velewald blieb es trotzdem zwel Minuten später vor- behalten, das 3:8 durch schönen Sprungschuß von Linksaußen zu erzielen, 60 Seltunden dauerte dle Freude der deutschen Besucher: Dat hatte der immer wieder durchbre- chende schwedische Deckungsspleler Olsson in Ausnutzung einer momentanen Vasſcher- heit des sonst hervorragenden deutschen Torwarts Pankonin erneut die Führung für die Schweden erzielt. Zwel Minuten später Kommte dann der gleiche Spleler sogar die Führung auf 5:3 ausbauen. Ein begeisternder Endspurt der deut- schen Mannschaft brachte dann unter dem begeisterten Beifall der Zuschauer das für unmöglich gehaltene dennoch zustande: sleben Minuten vor dem Schlußpflft gelang Werner Vick auf Zuspiel„Atomottos“ vom Kreis aus das 4:5 und eine Minute später konnte Velewald endlich einen Jm-Ball zum 5:5-Unentschleden verwandeln. Aschaffenburg brach beim 2:2 das Splel ab Lipponers Handspiel-Tor erregte die Gäste/ SV Waldhof- Aschaffenburg 2:2 Von Heinz Ki mpins h Die groe Entscheldung auf dem Waldhof nach dem ersten Absteiger wurde vertagt. Nicht etwa durch ein reguläres Resultat, son- dern durch einen bedauerlichen Zwischenkall. Nach mattem Spiel hatte der 8V Waldhof in der 31. Minute durch ein klares„Hünde“-Tor den 2:1-Vorsprung der Aschaffenburger egall- slert. Trotz stürmischem Protest der Glste blieb der westdeutsche Schiedsrichter Müller nach Befragen des Linlenrichters bel seiner Entscheldung. Die VIiktorianer brachen darautf- hin das Spiel ab. Zwar müßten auf Grund die- ses Splelabbruchs die Punkte dem V Waldhof zugesprochen werden, da aber die Verfügung be- steht, daß am krünen Tisch zuerkannte Punkte Weder über die Meisterschaft noch Über den Abstleg entscheiden dürten, ist es münglich, dan en zu einer Aplelwiederholung kommt. Voraus- setzung datür iat, dan einer der beiden Vereine durch einen Sleg im Wiederholungssplel einen dritten Verein noch Uberflügeln kann. Die schwarzen Schlipse, die einige Wald- hof-Anhünger vorsorglich mitgebracht hat- ten, blieben vorerst noch unsichtbar, denn trotz des nervösen Beginns belder Mann- schaften erzielten die Gastgeber vor allem durch gute Spielzüge des linken Flügels Oornellus— Wagner beträchtliche Vortelle. Daß sie nicht schon in den Anfangsminuten zu Toren führten, War allein dem glänzen“ den Gästehüter Pasler zuzuschreiben. Drel- mal war Cornelius in bester Schulhpositlon, drelmal wehrte der Aschafkenburger Tor- Wart die Nahschüsse ab. rat in der 20. Mi- nute mute Lennert den ersten gefährlichen Ball halten Als die Waldhof-Stürmer sahen, dal die Abwehr der Gäste nicht 80 leicht zu bezwingen War, und als Lipponers eigen- inniges Bemühen um das„goldene Por“ kruchtlos blieb, verloren die Angriffe immer mehr an Druck und Zlelstrebigkelt. Anders dagegen die Gste, als sle in der 27. Minute elne cke zugesprochen bekamen, dekat legte den Ball Staab so genau auf den Fuß, daß er unhaltbar zum 0:1 in die linke Ecke elnschlegen konnte. Ein Prachtschu Lipponers gleich nach dem Wiederanpflft lieg die Waldhof-Hoff- nungen wieder steigen, aber schwere Fehler von Herbold, Mayer und Wagner verwisch- ten bald den guten Eindruck. Das nutzlose Klein-Klein-Spiel, mangelnder Kampfgeist und lustlose Schüsse beschworen immer mehr den Unwillen der Zuschauer herauf. Pfeif konzerte, als Hohmann die zwelte Ecce inter das Netz trat. Enttäuschung, als Cor- nellus an dem heraus gelaufenen Paſller Vorbei, das Leder an den Pfosten lenkte. Endlich, in der 69. Minute, löste sich dle Spannung. bine nergleleistung Mayers brachte Herbold in günstige Stellung, und durch prächtigen Schrügschunß stand dle Partie 111. Wieder eine Schrecksekunde: Im Gegen- zug lief Budion allein durch, aber der Pfosten verhinderte das 1:2. Dann kam die tollste Situation: Cornelius hatte Paßler um- gplelt und zu Lipponer gepaßgt. Aber Paul Klckte acht Meter vor dem leeren Tor 80 schwach, daß der zurückegeellte Schmidt den Ball noch einholte. Es tam noch schlimmer: Im Gegenzug stürmmte qekat durch und schoß in der 70. Minute das 2:1. In der 81. Minute kam es zum Über- raschenden Splelabbruch: inen Freistoß Röhlings aus dem Mittelfeld schlug Lippo- ner, für ſeden der 3000 Zuschauer klar er- gichtlich, mit der Hand ins Netz, Schieds- richter Müller(Soest, Westfalen) hatte es Ulcht gesehen und entschied trotz Protestes der Güste auf Tor. Als er nach Befragen des Lintenrichters bel dlesr Entscheldung blleb, brachen die Gäste das Splel ab.. SIND IEI Beide Basketball-Titel fielen nach Heidelberg TBH-Münner und BCH-Frauen schafften süddeutsche Meisterschaft/ Auch TSG-Frauen qualifizierten sich Heldelberz, eine Hochburg des deutschen im Zeichen dleser Sportart. Vier Frauen- Basketballsports, stand über das Wochenende und vier Männer mannschaften, jeweils zwei aus der Gruppe Südwest und zwei aus der genigen des Südens, hatten sich zu den End- splelen um die Süddeutsche Meisterschaft durchgerungen. Es ging hierbel nicht nur um den Titel eines Süddeutschen Meisters, vielmehr waren die Splele wiederum als eine Qualifkatlonsrunde zu den Endspielen um die„Deutsche“ anzusehen, denn die beiden Erstplaslerten(Münner und Frauen) ersplelten sich die Berechtigung, daran tellzunchmen. Der Reigen der Spiele wurde bereits am Samstagnachmittag durch die Begegnung der Frauen BO Heidelberg Schrobenhausen erötknet. In diesem Treften waren die BCH- Mädels Klar dominierend und ihr Sleg stand in keiner Phase des Kamptes in Frage. Schon bel der Pause lagen die Heldelbergerinnen mit 308 unangefochten in Front und behielten auch bis zum Ende mit 58:21 die Oberhand, wodurch sie nicht nur als Endspielgegner bereits fest- standen, sondern daruber Hinaus auch schon tellnahmeberechtigt um die Deutsche waren. ine recht harte Auseinandersetzung llefer- ten sich dann die Mannschaften des Südwest- welten und des Südmeisters BOC Darmstadt— Bayern München, die eine Zeitlang immerhin stark umstritten War. Die reifere Spielweise der Bayern setzte ich, Wie nicht anders zu erwarten war, im Verlaute des Spiels doch durch, wenn auch reichlich knapp. Mit 40763 ertochten die Mün- chener einen Sieg, der sie in die Endrunde führte. Zu Beginn hatte der BC Darmstadt etwas mehr vom Spiel, lag knapp in Front, bis dann beim Stande von 7:6 die Bayern erstmals die Führung an sich rissen und diese auch nach dem 9:9-Gleichstand nicht mehr ab- gaben. Halbzeitstand 17:22. l Das zweite Frauenspiel TSG 76— Viktoria Augsburg War trotz guten Spiels der Augsburger Vik torianerinnen eine ziemlich eindeutige Ange- legenheit für die Mädels der Heidelberger TSG. Zwar wirkten die Einheimischen zunächst etwas zerfahren, aber als die 6:5-Führung er- welt war, kam dle Mannschaft sichtlich besser aut Touren, lag bis zur Halbzeit mit 16:10 ren Erfolg zu, der kaum mehr gefährdet war. Endergebnis 51:30. Keußerst gespannt war man selbstverständ- lich auf die Begegnung Tn Heidelberg— Schwaben Auksburz, die zweifellos als der Höhepunkt der Sams- tagspiele anzusprechen war. e Heidelberger hatten sich zwar auf ihrer erst vor wenigen Tagen abgeschlossenen Frankreichtournee be- stens vorbereitet, doch Grieser war nicht voll einsatzfähig, so daß man keineswegs mit einem Erfolg im voraus rechnen konnte. Die Aus- einandersetzung zeigte dann auch, daß der TBH sich schon gewaltig zu strecken hatte, das Endspiel zu erreichen, um auch bei der Deut- schen mitmischen zu können, Der Halbzeit- stand von 32:26 zeigte deutlich die scharfe Aus- ein andersetzung, die auch bis zum Schluhpfltt anhielt, bei dem es die Heidelberger durch einen 5777/-Ertolg dank ihrer größeren Rou- tine doch noch geschafft haben. us standen somit als Endspielgegner und Teilnehmer um die Deutsche Meisterschaft fest: Bel den Frauen BC Heidelberg und 180 Heidelberg und den Männern TB Heidelberg und Bayern München. Am Sonntagvormittag trafen die Verlierer aus den Samstagsplelen aufeinander, um den g. Und 4. Platz zu ermitteln. Hierbei schlugen die Frauen von Viktoria Augsburg diejenigen aus Schrobenhausen mit 34:17. Bel den Män- nern blieb Schwaben Augsburg geg. BC Darm- stadt mit 66761 erfolgreich. Nach ihren Siegen gegen die bayerischen Vertreter standen sich am Sonntagnachmittag vor ausverkaufter Halle die Mannschaften der Über. Zu Beginn setzte sich die TSG-Mann- schaft in Führung, die sie erst in den letzten Sekunden der ersten Halbzeit an den BCH abgeben mußte. Wie schon in der ersten Halb- knapp in Front, steuerte dann aber einem kla- zeit, blieb das Spiel auch nach dem Wechsel IS und des BeH im Frauen-Endspiel gegen- ausgeglichen. War es bel der TS Hoppe, die mit gekonnten Würten ihre Mannschaft immer wieder in Führung brachte, so war es Gieser (BCH) mit wunderbaren Ueberkopfwürfen ge- lungen, den BeH mit 20:28 in Front zu brin- Ben. Gut angesetzte Weitwürte von Rohrmann sicherten dem BCH einen 5-Punkte- Vorsprung, den er bis zum Schluß nicht mehr abgab und mit 33:28 siegte. Damit wurde die Mannschaft des BeH zum ersten Male Süddeutscher. Meister. TBH— Bayern München 63748 Zum Höhepunkt der Veranstaltung wurde das Müännerendsplel zwischen Fe Bayern Mün- chen und dem TB Heidelberg. Vor einer begel- sterten Zuschauermenge, unter der sich Ober- bürgermeister Dr. Neinhaus, Bürgermeister Amann und Beigeordneter Harnisch befanden, lieferten sich beide Mannschaften ein schönes und spannendes Spiel. In rasantem Start si- cherte sich der TBH binnen 5 Minuten einen 16-Punkte- Vorsprung, der faktisch schon die Spielentscheidung bedeutete. Wohl verringerte Nationalspieler Kronberger den Vorsprung bis auf 5 Punkte, konnte aber an dem Halbzeit- stand von 22:13 nichts ändern. Die Bayern versuchten in der zweiten Halb- zelt mit allen Mitteln das Blatt zu wenden, scheiterten aber an der vorzüglichen Deckung des TBH und so dem Gegner keinen Spiel- raum ließ. Im Angriff wie in der Verteidigung zeichnete sich Griese(TBII) besonders aus, er- zielte er doch 37 Punkte und vernichtete man- chen Angriff der Bayern. Beim TBH mußten Lankisch und Stebenhaar mit 3 Fouls das Feld Verlassen und in den letzten Minuten schied Auch noch Roth durch Verletzung aus. Die nun eingesetzten Nachwuchsspieler setzten sich her- vorragend ein und sicherten dem TBH mit 63:46 zum zweiten Male die Süddeutsche Mei- sterschaft. i 5 Deutsche Meisterschaften in Heidelberg Die Deutschen Basketballmeisterschaften Wurden endtültig nach Heidelberg vergeben und finden am 3. und 4. April statt. Wir hof- ten, daß sich die Heidelberger Vertreter, TB Heldelberg bel den Männern und Bon sowie TSG 78 bei den Fraun würdig schlagen werden. Schwaches Spiel der Rugby-Nationalmannschaft Spanier erkämpften ein verdientes 6:6-Remis in Frankfurt Die deutsche Mannschaft war gegenüber ren früheren Splelen nicht wiederzuerken- nen. Sie konnte sich während der gesamten 0 Minuten nicht zu der Einheit finden. Die Spanier überraschten durch eine sehr schnelle, bewegliche und auch technisch beschlagenere Fünfzehn. So let das Unentschieden, das die deutsche Mannschaft schließlich errang, noch als glücklich zu bezeichnen. Zunächst sah es nach einem klaren deutschen Erfolg aus. Die deutsche Mannschaft kam nach wenigen Minu- ten bereits durch Eggers mit einem Straftritt 30 in Führung. In der deutschen Hintermannschaft waren veruchledene Leute recht unsicher und als die Gäste dann durch einen famos von Lazarro tetretenen Straktritt glelchzogen, e Schuld mit darun war allerdings, daß unser Gedrünge— obwohl körperlich stärker- kaum einen Ball erobern konnte. Auch in der Gasse Wurden unsere Spleler mehrmals überlaufen. Es vergingen nahezu 20 Minuten, bis erstmals die deutsche Hintermannschaft zum Laufen 9. 4 25 kam. Ohlheiser am linken Flügel wurde aber Aicher gestoppt. Im Gegenzug waren die Spa- ner mit ihrem feinen Taktspiel wieder dran; wle Konnten aber gleichfalls nicht zum Erfolg Kommen, da auf der rechten Seite der Schluß upleler Handke klären konnte. In der 37. Splel- minute ging Spanien dann in Führung, aber- mals verwandelte Lazarro einen Straftritt. Nach dem Wechsel gab es gleich wieder dicke Luft vor dem deutschen Mal. Nach einem Straftritt schafften sich die Deutschen aber nach vorne. Nun vertzuchte man es mit An- kriften Luft zu schaffen. Wiegmann setzte sich Verschledentlich ein, aber auch er allein kam nicht an den sicher fassenden Gästen vorbel. Nachdem dle deutsche Mannschaft zwel Straf- tritte in einigermaßen günstiger Position aus- gelassen Hatte, waren dle Spanier wieder am Zuge, Auch der letste Angriff des deutschen Sturmes brachte nicht den gewünschten Hand- splelversuch, sondern lediglich ein von Eggers verwandelter Straftreffer aus 16 Meter, 80 endete dieses Spiel, das in technischer Hin- wicht kelneswens den Erwartungen entsprochen entsprach hat, mit einem für uns vlelleſcht etwas schmei- chelhaftem Unentschleden. Kandidaten für Jugendmannschaft Das Uebungsspiel der Kandidaten für die deutsche Jugend-Natlonalmannschaft brachte dagegen sehr schönes Rugby und wußte die Zuschauer zu fassen. Man sah hier Situationen, die sich durchaus mit den Spielzügen der Spanier und auch den wenigen guten der deutschen Natlonalmannschatft messen konnten, Da die Mannschaften laufend ausgewechselt W 14. lle erste. 180 4 dle 3 Aba! 0 Hoceeg- Nel cc E 3. b ec Meister HTV 46 mit Erfolg hinter sich ge- bracht. Das Rückspiel findet am 3. April in Gernsbach statt. Ein Unentschieden dort reicht nu den Heidelbergern zur Badischen Meister- schaft und zur Teilnahme an den Gruppen- spielen um die„Deutsche“, Erst nach dem Seitenwechsel kamen die 46er richtig in Schwung, als Seufert II in den Sturm ging und damit tür mehr Druck sorgte. Schon nach wenigen Minuten erzielte Jehle den 1. Treffer für die Heidelberger, Nach an- künglicher Uberlegenheit wurde die Partie aus- geglichen und es blieb bis zur Pause beim mageren 1:0. Als aber dann Seufert II auf Halbrechts ging, drängten die 4der den Gegner gtark zurück. Es boten sich den Gastgebern viele Chancen, von denen allerdings nur zwei verwertet wurden. Grimm sorgte für das 2:0 und dann nahm Jehle eine Flanke an und verwandelte zum 3:0. Am besten geflel bei den Heidelbergern Seufert II, der als Stürmer mächtig Dampf aufsetzte, Sehr ansprechend auch der junge Linksaußen Weber, der mit präzisen Flanken auf wartete, In der Vertei- digung ist Fidelack zu nennen. Der Sieg des HTV 46 ist in dieser Höhe verdient. 78 Heidelberg— HO Speyer 270(210) Nun mußte auch der Pftalzmeister HC Speyer gegen die aufstrebenden jungen 7ger eine Nie- werden, spielt das Ergebnis keine Rolle. Es konnte die rote Partel über die weiße Partei mit 6:5 erfolgreich sein. 5 Der Heidelberger Ruderklub, weilte in Offen- bach und konnte— obgleich nur mit einer ge- mischten Mannschaft spielend— die Gastgeber mit 31:8 Klar distansieren. Der Heidelberger Turn-Verein spielte gegen Weill-Blau Frankfurt mit zwel Mannschaften. Die zweite gewann 6:3, während die erste Mannschaft nach ausgeglichenem Splel schließ- 2 den schnelleren Frankfurtern 11:6 unter- ag. HTV 46 auf dem Wege zur„Badischen“ Gernsbach wurde klar distanziert/ TSG 78 bezwang HC Speyer en. e e ekonntes finessenreiches Spiel und liehen die Gäste kaum aufkommen. Rummer brachte eine Mannschaft schon kurz nach Beginn durch Verwandlung eines Strafecke in Führung. Bald darnach erwischte Dörzbach, der nach dem Weggang von Rahner nach Essen bei den 7dern jetzt den Mittelstürperposten einnimmt, eine Flanke des Rechtsaufen Büchler, lief damit in den Schußlkreis und erhöhte zum 2:0. Nach dem Seitenwechsel spielte die Fünferreihe der Hei- delberger mit Ausnahme von Riehl ziemlich zer fahren. Die Gäste hatten hiervon den Nutzen und waren nun die Tonangebenden. Trotzdem gelang es ihnen nicht, zu einem Tretter zu kommen. Die Verteidigung der Gastgeber wär weiterhin auf der Hut, so daß alle Angriffe rechtzeitig abgefangen werden konnten. Wilhelmsteld— Lobenfeld 4:1 Schon von Anfang an spielten die Platzbe- sitzer gut zusammen, wodurch Lobenfeld bis zur Halbzeit nicht zum Zuge kam. Besonders der Wilhelmstfelder Sturm zeigte sich seit lan- gem wieder in Form. In der zweiten Halbzeit lesen die Wilhelmsfelder etwas nach und die Gäste Konnten trotz bester Haltung des Tor- warts Junghans ihr Fhrentor schleſen, dem jedoch noch zwel weitere Tore für Wimelms- keld folgten. Das war ein torreicher Handballsonntag Reulrksklasse: IV Oestringen— SV Schwetzingen 876 Wie mächtig sich die Oestringer gegen das Abstientgespenst wehren, bewiesen sle gestern mit rem Ueberraschungssleg gegen Schwetzin- gen. Germ, Dossenheim— TSG Ziegelhausen 7:5 Ein faires Spiel zweler ausgeglichener Ges- ner, die zich aber beide nicht zu einer restlos Uberzeugenden Leistung zugammenfanden, In der ersten Halbzeit hatten die Platzherren ein lelchtes Uebergewicht, das sie auch in der knap- en 4 Halbzeitführung zum Ausdruck bringen anden, Nach dem füntten Tor der Platz- herren verschossen die Gäste den ersten 13 m, kamen aber trotadem noch zum Ausgleich,. Wäh- Hanclbci IM IABELTIENSPIE CEL Bezirksklasse H'daschuhsh. 10 17% 3 Schwetzing, 20 171% 47 Altlußheim 10 2067161 20 Kirchheim 17 1637189 44 Dossenheim 16 166117 0 Leimen 19 139 201 9 Malschenbg. 20 10410 26 Oestringen 10 1047166 6 Walldort 19 174714 a3 Wieblingen 10 103200 5 Zlegelhausen 19 195 7131 19 Kreisklasse A Malach 10 310190 3 PAV Heid. 10 169163 16 At. Leon 1b 10 10:18 4 W. Heidelb 10 1617204 16 TR Reidelb, 10 38771%% NMeckargem. 16 170½17 Dielheim 10 3497313 0 Bammental 20: Fr Kirehn. 20 170710 3 7 Heigelp. 10 138 Eppelheim 10 104,100 10 Dossenheim 20 14/743 6 Kreisklasse B KHandhausen 1d 401% 36 Mperbach 17 1637100 15 Richan 30 333 169 30 Neckcarsteln, 16 1461/4 13 Jalberg 17 30112 30 Fachelpronn 21 1167313 11 Union Held, 10 240 710 30 Sehchnau 10 1114 9 Ptakttengrad, 16 163½1½1 0 Steinsturt 17 1037/0 9 Rohrb 1% mhh e eee e eee rend nun die Gäste mit einem weiteren 13 m Wiederum kein Glück hatten, gelangen den Dos- senheimer noch zwel Tretter. Sd Walldorf— TSV Wieblingen 10:4 Trotz zweifachem Ersatz warteten die Wall- dörter mit einer sehr guten Durchschnittlei- stung auf, gegen die die Gäste nur anfänglich bis zum Stande von 2:2 Widerstand leisten konnten, Dann zog Walldorf Tor um Tor davon und ließ die Gäste bis zum Pausenpfiff mit 6.2 hinter sich, Auch nach dem Wechsel War das- gelbe Bild, denn die Walldörtfer erzielten auch in der 2. Hälfte das gleiche Ergebnis. Bel den Güsten konnte lediglich der Torwart gefallen, der durch prüchtige Paraden eine höhere Nie- derlage verhinderte. Kreisklasse A F Kirchheim— 80 St. Leon 311 Diesmal konnten die Kirchheimer nicht an die Leistung im Vorspiel anknüpfen, waren aber immerhin in der 1. Halbzelt ein durchaus ebenbürtiger Gegner, denn die Leoner lagen beim Pausenpkift nur mit 48 in Führung. Nach dem Wechsel allerdings diktlerten dle Gäste in eindeutiger Weise das Spielgeschehen und landeten einen verdienten Sieg. Tad Dossenheim— T8 78 Heidelberg 10 Das Wiedererstarken der Dossenhelmer be- Währheitete sich auch bel diesem Spiel, denn die Heidelberger konnten der Leistung der Platzherren nichts Gleichwertiges entgegen- stellen. Bereits bis zur Pause lagen sle hoff nungslos mit 0 im Hintertreffen, Als dle Hel- delberger nach dem Wechsel zwel Mann durch Platzverweise und einen intolge Verletzung verloren, War die Torauspbeute der Platzherren elgenartigerweise micht mehr 80 groll, doch an einen Sleg der Gäste war mit nur 8 Mann nicht mehr zu denken, TV Neckargemünd— TV Dielheim 12716 Bel durchaus ausgeglichener Spielweise bei- der Mannschatten wurde dieses Spiel wieder einmal durch den Dielheimer Stratwurtspezta⸗ listen Schlund entschieden, der insgesamt elt mal ine Scα⁰²⁰uν,j ttf. Naa dem 4% der er- Romis im Freundschaftstreffen 88 Nußloch gegen TSV Handschuhsheim sten Halbzeit verstanden es die Necargemun- der nicht, durch präzise Mauerstellung dem Ueber abzuhilfen und verschenkten somit beide Punkte. Fr Heidelberg— TV Bammental 11:6 Wie erwartet, siegten die Frelen Turner sicher über die Gäste aus dem Elsenztal, wenn sle auch nur in der ersten Halbzeit tonangebend Waren, Der hlerbel erzielte Vorsprung von 72 war nach ener sehr mäßigen Leistung in der zwelten Halte ausreichend für den Sleg, Der Gesamtverlauf des Spieles zeigte keine Höhe- punkte, PAV Heidelberg— AV Eppelheim 977 Der PSV, der sich bel diesem Spiel entgegen des letsten Spieles wieder in einer besseren Verfassung vorstellte, war vor allem zu Be- Elm des Splels sehr stark und brachte die Gäste bad mit 6:1 ins Hintertreften. Dlese la- men bie zur Pause wieder an 6:4 heran, konnten aber nach einer ausgeglichenen 2. Halbzelt den S e der Matzherren nicht mehr auf- nolen, 5 Kreisklasse: Tn Rohrbach— Tf Richen Jie Te Schönau— Phönix Stelnsfurt 1870; Tn Neckarstelnac— TSV Gaiberg 8714 80 Sandhausen— Hd Eberbach 28741 TV Eschel- brenn- TSV Meckesheim 1116. Freundschaftssplel d Nussloch— TSV Hanaschuhshelm 1812 Dieser ſederzeit faire Kämpt gah antänglich durchaus nicht nach einem Tellertolg der Hand- aqhuhshelmer aus, denn berelta nach wel Pal- nuten lieh es 370 für die Platzherren, die die- gon Vorsprung mit ig auch hier bis zur Pause belbehalſen Konnten. Auch dle zwelte Hüälkte begann wie dle erste, denn die Nuhlocher z0- gen wiederum mit 3 Toren auf 9c davon, und erst jetzt kamen die Gäste besser ins Spiel, die nun Tor um Tor autholen konnten, Beim Stande von 11½0 vergaben sie mit einem ver- schossenen Id-Meter hier schon den Ausgleich, Konnten aber nach dem 13. Pretfter der Hin- heimischen in den letsten Minuten doc Wann zum Ausgleich autschutenlen. Seite 6 Crqehbniaνỹ u TABELLEN esdsesgessssssssssseneesenesse sees ονννννj,enendede I. Amateurliga Nordbaden Vi Leimen— 80 Karlsruhe 911 Germ. Friedrichsfeld— FV Daxlanden 224 Amicitia Viernheim— D880 Heidelberg 1:0 Sd Kirchheim— ASV Feudenheim 0˙0 FV Hockenheim— Germ. Brötzingen 921 SV Schwetzingen— SpVg Birkenfeld 112 VIL Neckarau— 188 Plankstadt EE FV Ilvesheim— ViR Pforzheim 3·0 Viernheim 28 73:29 30 Pforzheim 20 50:71 27 Daxlanden 26 77:84 34 Plankstadt, 27 52:50 26 Feudenheim 26 52:32 34 Hockenheim 28 43732 26 Neckarau 20 69:46 34 80 Karler. 29 36768 285 Friedrichsf. 29 49:45 33 Birkenfeld 27 44:45 23 Kirrlach 20 46:42 31 Brötzingen 27 41/5 19 Leimen 20 69:65 30 Ilvesheim 20 2767 19 Schwetzing. 20 66:61 30 Kirchheim 286 27:86 17 Dsc Heid. 26 44:51 20 II. Amateurliga Rhein/ Neckar Staffel 1 Sc Kätertal— Vin Wiesloch 4: 03 Ladenburg— SV Sinsheim 2·² Altlußheim— SpVasg Sandhofen 2ꝛ5 TSG Rohrbach— 180 Ziegelhausen 4·0 Vin Rauenberg— 88 Hemsbach 2·² Polizei Mannheim— 8V Sandhausen 312 Fhönix Mannheim— Fort. Heddesheim 6:8 Rohrbach 25 77/7 46 Rauenberg 24 30:80 21 03 Ladenbg. 26 64:36 37 Phön, Mhm. 24 59/2 21 Sandhofen 24 48:7 30 Hemsbach 22 46:40 19 Heddesheim 24 46:30 27 Ziegelhaus. 23 47/263 19 Kätertal 23 51563 271 VütB Wiesl. 25 47:53 17 Sinsheim 24 5066 23 Pol, Mannh. 24 50/7 14 Sandhausen 23 42:36 21 Altlußheim 22 22768 9 . Staſlel 2 Eintracht Plankstadt— Fo Walldorf Vin Eppingen— TSV Wieblingen ViR Eberbach— Olymp. Neulußheim Unlon Heidelberg— 07 Seckenheilm Fo Mühlhausen— 50 Ladenburg ASV Eppelheim— SpVags Wallstadt Weinheim 24 61720 42 Eppelheim 26 43:66 23 Plankstadt 24 69:44 34 Union Heid. 24 49:89 22 80 Ladenbg. 25 66:43 34 Wallstadt 26 4063 21 Walldort 24 66:38 33 Eppingen 23 39:65 15 Neulußheim 24 38:48 26 Oftersheim 24 36779 14 Eberbach 24 50:39 26 Mühlhausen 26 43781 14 Seckenheim 24 50:39 26 Wieblingen 24 30:79 10 A-Klasse Heidelberg Staftel 1 Bammental— Rockenau 9·0 Meckesheim— Neckargemünd 31 Mückenloch— Neckarsteinach 0˙6 Hirschhorn— Schönau 0·2 Wiesenbach— Mauer 21 Bammental 17 66:26 26 Mauer 17 47:20 20 Hirschhorn 19 32:36 24 N'steinach 17 51:26 19 Neckargem. 17 56:27 22 Rockenau 17 37:50 15 Meckesheim 19 44:42 22 Schönau 16 32:40 10 Eberbach 17 574% 21 Mönchzell 16 21:94 3 Wiesenbach 16 4030 21 Mückenloch 18 16:94 3 Staflel 2 Dielheim— Fr Heidelbeer 31 Handschuhsheim— St, Ilgen 67 Pfaffengrund— Balertal 4 Sd Wiesloch— 80 Nußloch 1: Altenbach— Dossenheim 2 Adschuhgh, 17 5074 2 T8, Wiesl. 14 20747 12 kacken hid. n Balertal Dosgenheim 17 50735 21 Fr Held. 17 Dielheim 17 38724 21 St. Ilgen 17 16766 6 Nuhloch 17 36748 17 B-Klasse Heidelberg Staſſel 1 1— Altneudorf 42 Uhelmstfeld— Lobenteld 4 Dilsbers— Waldwimmersbach Staffel 2 Talrnbach— FT Kirckheim 16 Rettigheim— Astoria Walldorf 1:3 Galberg— Bammental 1 b 3·1 Vikt. Nußloch— Gauangelloch 613 N 16 32780 15 1. 0 SPORT UND SPIEL Montag, 22. März 1084 Vith Leimen— 80 Karlsruhe 321 Nachdem der ViB Leimen in seinen letzten Auswärtsspielen nicht gerade mit überragenden Leistungen aufgewartet hatte, war män auf dem Sportplatz an der Nußlocher Straße zu- nüchst skeptisch, ob es diesmal vor eigenem Publikum besser klappen würde. Es sollte sich jedoch erneut zeigen, daß die Leimener Mann- schaft, nachdem sie zu Beginn dieser Spielzeit auswärts meist besser abgeschnitten hatte, seit einigen Monaten nur noch heimstark ist. Auch diesmal war vor allen Dingen der Sturm wie umgekrempelt und verblüffte durch restlosen Einsatz, Schnelligkeit und— allerdings nur für kurze Zeit— mit Erfolgen, So blieb es dann lange erneut der Hintermannschaft des VfB überlassen, das Spiel gut über die Zeit zu brin- gen. Torwart Lindner war wie gewohnt sicher, und die Hintermannschaft bildete ein gutes Bollwerk. Der Sturm, in dem erstmals in Lei- men wieder Fr. Filsinger mitwirkte, konnte im gesamten aber auch recht gut gefallen. Vor allen Dingen in der ersten Halbzeit sorgte er fast pausenlos für akute Gefahr im Torraum des Karlsruher SC. Die Gäste allerdings hatten einen hervorragenden Torwart zur Stelle, dem es nicht zuletzt zuzuschreiben war, daß das Er- gebnis sich so sehr in Grenzen hielt. Denn das dart als Gesamtfaszit festgehalten werden: mit dem 3:1 wurden die Gäste aus Karlsruhe recht gut bedient. Man sah vom Anpfiff weg eine VfB-Mann- schaft in Aktion, die sich sehr viel vorgenom- men hatte. Die Karlsruher waren von dem gann, sichtlich verwirrt und so konnten Tor- erfolge nicht ausbleiben. Wenn die Partie je- doch schon nach 15 Minuten 310 stand, dann ent- sprach das doch nicht ganz dem Spielverlauf dleser ersten Viertelstunde, Im Fußball jedoch entscheiden die Tore und die erzielten Dimmel in der sechsten, H. Filsinger in der elften und Fr. Filsinger in der 14. Minute. Man dachte in diesem Augenblick freilich noch nicht daran, daß Leimen sein Pulver damit bereits verschos- sen hätte. Doch so sehr sich der Sturm auch Mühe gab, so wenig glücklich operierte er auch im weiteren Verlauf des Treffens. Die techni- chen Vorteile ließen den VfB Leimen zwar meist feldüberlegen sein, doch nach der Ueber- windung ihrer anfänglichen Nervosität fand gich die Gästehintermannschaft zu einer hervor- ragenden Form. So hätte das Spiel vielleicht trotz der frühen und hohen Leimener Führung noch eine Wendung nehmen können, wenn der Karlsruher Steimle einen Elfmeter nicht ver- schossen hätte und die Leimener Mannschaft nicht trotz einer Verletzung Schwalbachs, die den Mittelläufer auf den Rechtsaußenposten zwang, völlig die Ruhe bewahrt hätte. Auch nach der Pause blieb Leimen stark ton- angebend und erzielte eine langanhaltende c- ballserle, aus der jedoch keine Tore resultier- ten. Die Karlsruher waren bald darauf epfolg- reicher, ihr Treffer sollte jedoch das Fhrentor ASV Eppelheim— SV Wallstadt 3:0 Die körperlich weit überlegenen Gäste leiste- ten der sehr gut aufgelegten AsV-Elf in den 10. Mint * mera ul 0 lieten auch die Verteidiger der Wallstädter ins Leere. Eine Böhm-Flanke verwandelte Rösch mit herrlichem Kopfball. Einen weiteren Tref- fer von Rösch annullierte der Schiedsrichter. Wenig später hieß es jedoch 210. Wiederum hatte Rösch einen Scharfschufßß losgelassen. Nach Seitenwechsel zeigten die Wallstädter durch schöne Kombinatlonszüge Proben ihres Könnens, die jedoch von der fehlerlos arbei- tenden ASV-Abwehr unschädlich gemacht wur- den. Gegen Spielende erlief Maler eine mig 3 Rückgabe und verwandelte sie zum 3:0. Union Heidelberg— 07 Seckenheim 470 Obwohl die Heidelberger vom Anspiel weg sich gefährlich vor das Gästetor setzten, ver- Alles spielte für Handschuhsheim Dossenheim in Altenbach 2:0 geschlagen/ Hoher Sieg des Tabellenführers TSV Handschuhsheim— St. Ilgen 6:0 Beide Mannschaften setzten sich von Anfang an mit starkem Einsatz ein, um den Führungs- treter zu erzielen, Langsam schälte sich eine Ueberlegenheit des Tabellenführers heraus und der TSV bestimmte für die Folge das Spiel- geschehen, Angriff auf Angriff rollte vor das gegnerische Tor, Die Gästemannschaft mußte mit allen Mannen in der Hintermannschaft authhelfen. Als Knapp die Gästehintermann- schaft ausspielte, war der erste Treffer fertig. Ein Foulelfmeter wurde von Jannacke sicher verwandelt. Nach dem Wiederanpfifft waren dle Gast- geber nicht mehr zu halten und die weiteren Tore flelen wie reite Früchte. Viermal mußte der eifrige Güstetorsteher noch hinter sich greifen. Trotz größter Bemühungen war es den Die ROH- Frauen erwiesen sich beim Kamstak⸗ aplel ihren Gegnerinnen aus Achrobenhausen Klar Überlegen und erfochten mit 33121 einen eindeutigen leg. Durch diesen Erfolg gelang- ten die Heldelbergerinnen nicht nur in das Kndsplel um die Süddeutsche Meisterschaft, sondern adualitlsterten sich bereits als Tell- nehmer an den„Deutschen“. falren Güsten nicht vergönnt, den Ehrentreffer zu erzlelen, Altenbach— Dossenheim 2:0 In einem bis in die letzten Minuten span- nendem Spiel konnte Altenbach für die im Vorspiel erlittene Niederlage Revanche neh- men, In den Anfangsminuten dominierten die Güste, scheiterten aber an der schlagkräftigen Hintermannschaft der Gastgeber. Ein schöner Spielzug brachte Altenbach in der 13. Min. durch Schäfer die Führung. Mit diesem Tref- fer rissen die Einheimischen die Initiative an sich und diktierten das weitere Spielgeschehen bis zum Schlußbpfift. In der 75. Min. stand der endgültige Steg durch einen direkt verwandel- ten Eckball durch Junker fest. Ein durch den- gelben Spieler erzieltes drittes Tor annullierte der Schiedsrichter. Rot-Weln Pfaftengrund— Baiertal 4:1 Mit diesem Ergebnis konnten die eifrig spie- lenden Gäste zufrieden sein, denn die Toraus- beute hätte für die Einheimischen noch höher ausfallen Können. Zwar konnten die Gäste bis Mitte der ersten Halbzeit das Spielgeschehen einigermaßen offen gestalten, als jedoch der Halbrechte der Platzherren mit schönem Kopf- balltor die 1:0-Führung erzielte, sahen sich die Güste meistens in die Defensive gedrängt. Zwar konnten zie im Gegenzuge die alte Tor- ditterenz wieder herstellen, aber bis zum Pau- genpfitt lagen die Rot-Weilen doch mit 3.1 vorne. Anfang der zweiten Hälfte sah es zwar aus als ob die Gäste doch nun ernsthaften Widerstand entgegensetzen würden, aber bald hatten die Hausherren das Heft wieder fest in der Hand und gewannen 411. 88 Dielheim— Fr Heidelberg 3:0 Das für die Gäste wegen der Abstlegsgefahr nicht unbedeutende Splel verlief in einem sehr sportlichen Rahmen und sah die Gast- eber vom Anfang an als Favorit. In der neunten Minute war es Mittelstürmer Sauer vorbehalten zum 1:0 einzuschleſen, In der 28. Minute stand dle Partie 2:0. Die Gäste Ware nicht in der Lage, die stabile Hintermannschaft aus der Ruhe zu bringen. Die Einheimischen konnten in der 64. Minute durch Linksauſßen itz den Vorsprung aut 30 ausbauen, Tad Wiesloch— Fd Nusloch 114 Die ersten Spielminuten zeigten ein etwas zertahrenes Spiel beider Mannschaften. is flel unerwartet in der g. Min. das 0½ tür Nußloch, als ein Wieslocher Verteidiger falsch abwehrte und zum Pigentor einlenkte, In den nächsten 20. Min. vorstand es Wiesloch nicht, seine lolchte Ueberlegenheit in Toren auszuwerten. Da gelang Nufloch in der 30. Min. Uberra⸗ großen Tempo, mit dem Leimen das Spiel be- Heimsiege der Heidelberger Vertreter Eppelheim, Union und Eberbach enttäuschten ihre Anhänger nicht nebllcnen Wigerstand, J. Gallenstein beugen, Nach der Pause Waren Schußpositian, bunahte, der. 60, Fndinute auf 2:0. Derselbe Spieler 1625 bleiben. Die letzten 25 Minuten der Begegnung sahen einen harten Kampf um weitere Hrfolge, Was Überraschen mußte, da beide Mannschaften im Tabellenmittelfeld stehen, Aber es war eben keln„flve- o'elock- tea- game“, sondern ein schneller und interessanter Punktekampf. U. W. Dsc war nur abwehrstark Amioltia Viernheim— DSC Heidelberg 1:0 Nachdem der DSC Heidelberg am vergangenen Sonntag durch seinen 3:1-Sieg im Schwetzin- ger Schloßggarten-Stadion hatte aufhorchen las- sen, konnte sich die Mannschaft auch am ge- strigen Sonntag gut schlagen. Beim Tabellen- führer Viernheim, der nunmehr mit vier Punkten Vorsprung der Meisterschaft zuzustre- ben scheint, waren für die Gäste aus Heidel- berg von vornherein natürlich keine großen Aussichten einzuräumen,. Trotzdem setzte sich die Gastmannschaft von der ersten Minute an kräftig zur Wehr und erwies sich durchaus als stark genug, die schwungvollen Viernhei- mer Angriffe zu kontern. Vor allen Dingen in der ersten Viertelstunde zeigte der DSC Hei- delberg, der spielerisch dem Tabellenführer wohl gleichwertig war, manche zügigen Aktio- nen. Der Sturm war jedoch weder konzen- 88 Kirchheim— ASV Feudenheim 0:0 Bel dieser Begegnung konnten beide Mann- schaften in der ersten Halbzeit in keiner Weise befriedigen, Die Akteure zogen ein lendenlah- mes und farbloses Spiel auf. Die Gastgeber hat- ten in Torsteher Lukan den überragenden Mann. Auch Verteidiger Stübel und Hartmann zeigten solides Können, In der Läuferreihe spielte Stopper Hauck zufriedenstellend, wäh- rend die Außenläufer nur wenig in Erscheinung traten. Die Leistung der Stürmerreihe war mehr als dürftig. Rechtsaußen Löschmann zeigte einige gute Flankenläufe, die aber durch das schlechte Schußvermögen der Halb- und des Mittelstürmers nichts einbrachten, Ein glatter Versager war Hambrecht auf Linksaußen. Vom Anspiel weg zogen die Kirchheimer vor das gegnerische Gehäuse, doch Torsteher Busch konnte durch Hechten klären. Von Minute zu Minute ließ das Spiel nach, so daß der torlose Stand bei Halbzeit als berechtigt anzusehen War. Im zweiten Durchgang wurde beiderseits mit starkem Einsatz um jeden Meter Boden gerun- gen. Die Hintermannschaften standen eisern und liegen trotz zwingender Torgelegenheiten keine Erfolge zu. Die treibende Kraft der Gäste war Bimmler, der in den Innensturm wechselte stand es die schlagsichere Hintermannschaft der Mannheimer Torerfolge zu vereiteln und mußte sich nur elner Strafstoß-Verlängerung dle weit n. Der- bete f er Platzherren, Mode, ahi. höhte in der 81. Minute auf 3:0 und Kienzler brauchte in der vorletzten Minute einen Schuß von Mode nur noch einzulenken. Die Platz- herren hatten eine schwache erste Halbzeit, N aber in den zweiten 45 Minuten in ahrt.: Vin Eberbach— Olympia Neulußheim 8:1 Mit 8:1 Toren konnte sich der Eberbacher VtB für die im Vorspiel erlittene Niederlage deutlich revanchieren. Ee sah die erste halbe Stunde nicht nach einem so hohen Sieg der Platzherren aus, denn die Gäste waren im Feldspliel ebenbürtig. Nach 10 Min, erzielte Maurovitch durch schönen PFlachschuß die Führung, die Schild wenig später auf 2:0 aus- baute. Doch dann kam Neulußheim zum An- schlußgtor, ehe Koch und nochmals Maurovitch die Halbzeitführung auf 41 ausbauten. Nach Wiederanspiel lieſſen die Gäste an Tempo nach und als Koch in der 53. Min, im Alleingang das 5:1 erzielte, spielte sich das Geschehen fast nur noch in der Hälfte Neulußheims ab. Das Endergebnis stellten Schild(Elfmeter), Koch Vg Leimen unterstrich Heimstärke Nach 14 Minuten bereits 3:0/ Karlsruher SC wurde in Leimen verdient 3:1 geschlagen triert noch entschlossen genug, um aus den herausgespielten Gelegenheiten Torerfolge zu erzwingen. Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit wurden die Gastseber daun stärker überlegen und die Hintermannschaft der Hel- delberger hatte alle Mühe, das Tor rein zu halten. Vor allen Dingen Torwart Hecht be- gelsterte sogar das Viernheimer Publikum durch seine großartigen Paraden, mit denen er die bestgemeinten Schüsse und Koptpälle der an und für sich gut aufgelegten Viern- heimer Stürmer Alter, Bolleyer und Rhin un- schädlich machte. So blieb die erste Hülfte auch torlos, und nach dem Wechsel sah es zu- nüchst ebenfalls so aus, als ob es beim 070 bleiben sollte. Erst in der 58. Minute kam Schäfer im Anschluß an ein Gedränge am Elf meterpunkt in den Besitz des Balles und schoß unhaltbar ein. Man ahnte bereits, daß dieses Tor das einzige bleiben sollte, denn auch Wei- terhin war es den Viernheimern nicht möglich, die solide Gästehintermannschaft zu überwin- den. Auf der anderen Selte vermochte auch der Sturm der Heidelberger es nicht, aus der Par- tie, die dle Dsc-Mannschaft nunmehr wieder ausgeglichen gestaltete, weiteres Kapital zu schlagen, Letzten Endes war Viernheims Sieg nicht unverdient, wenn der DS auch mit et- Was Glück einen Punkt hätte entführen können. Schwache Stürmer in Kirchheim Torloses Unentschieden zwischen der SG und dem ASV Feudenheim und mehrere Scharfschüsse auf das SG-Tor ab- feuerte, doch Lukan war auf dem Posten und hlelt mit besonderer Bravur. Die Einheimischen trugen nun ihrerseits schöne Angriffe vor, doch der etwas schwerfällige Nonnenmacher kam stets um die berühmte Zehntelsekunde zu spät, sonst hätten Tore fallen müssen. Eine Lösch- mannflanke verfehlte Linksaußen Hambrecht knapp in aussichtsreicher Position, In den letz- ten Minuten setzten die Kirchheimer nochmals alles auf eine Karte, doch verblieb es bei der gerechten Punkteteilung. Meister Rohrbach TSG Rohrbach— TSG Ziegelhausen 4:0 Für beide Mannschaften stand zwar nichts mehr auf dem Spiel, denn die Rohrbacher stehen bereits als Meister fest, und Ziegel- hausen hat sich schon längst in Sicherheit ge- bracht. Dennoch entwickelte sich ein schnelles und spannendes Spiel, in dem der Tabellen- führer, vor allem in der zweiten Hälfte, klare spielerische Vorteile hatte. Von Anfang an sah man, daß der Meister mit dem nötigen Ernst bei der Sache war und bereits in der zehnten Minute durch ein schö- nes Tor von Söhner in Führung gehen konnte. Schon zwei Minuten später erhöhte Sugg auf Flanke von Becker zum 20. Bei diesem Stand blieb es bis zur Halbzeit. Nach der Pause dominierten die Platzherren noch eindeutiger. In der 55. Minute servierte Feigenbutz einen Freistofb 30 maßgerecht auf den Fug, daß gegen dessen Bombe Ergut. Wü.“ Noch ein W.* als er eine Flanke von Bücher 26 Vor Schituß zum 4. Tor eit 122 mit der auch in dieser Höhe sichergestellt war. Vin Rauenberg— 8d Hemsbach 2:2 Die VIB-Mannschatt wird wohl noch nie ihre Anhänger so enttäuscht haben wie gerade in diesem Spiel. Der Sturm war total harmlos, die schönsten Vorlagen würden nicht verwer- tet. Hemsbach dagegen zeigte in einer sympa- thischen Mannschaft Eiter und technisches Können. Rimmele war es, der den Vig in Führung brachte. Anschließend konnte Kurz durch Bombenschuß das Halbzeitergebnis von 20 sicherstellen. Nach der Pause war Hems- bach da. Schmitt konnte durch Kopfball auf 2:1 verkürzen, Im weiteren Verlauf des Spieles lag der Ausgleich durchaus in der Luft. Die Hinsatzfreudigkeit der Gäste wurde auch durch ein weiteres Tor belohnt. Folizel Mannheim— SV Sandhausen 3:2 Es bedurfte für die Mannheimer Polizisten Wirklich eines restlosen Einsatzes, um dieses Treffen schließlich siegreich abzuschließen. Man dart feststellen, daß es zumindest für und Heß auf 8:1. Sd Hirschhorn— TSV Schönau 0:2 Die Platzherren mußten mit ihrer ersatzge- schwächten Mannschaft, die sie ins Feld zu stellen hatten, eine böse Ueberraschung hinneh- als es ihr bisheriger Tabellenstand ausdrückcte. Die eitrigen und einsatzfreudigen Schönauer entpuppten sich als eine ehrgeizige Elf, die den Sleg vollauf verdiente und damit eindeutig zum Ausdrucke brachte, daß sie noch nicht gewillt ist, sich aufzugeben. Wiesenbach— Mauer 2:1 In der ersten Spielhälfte errang Mauer ge- gen gute Abwehrleistung der Platzherren eine klare Ueberlegenheit, die zum Führungstor führte, Nach Seitenwechsel wogte das Spiel bei Wachsendem Einsatz der Platzherren, der mit zwel Ersatzleuten sich allmählich eingespielt hatte, hin und, bis schlieglich durch Pechwitz ausgeglichen wurde und bald darauf durch einen Strafstoß von Rung aus 25 m die Füh- rung errungen wurde, Viktoria Bammental— 8d Rockenau 8:0 Nur in der ersten Hälfte konnten die Gäste etwas Schritt halten. Weber hatte zuerst zwel Freistöſe ins Netz„gewuchtet“ und Beck schoß! zum 30 ein. Nach der Pause schied der Bam- mentaler Torwart verletst aus. Die 10 Bam- mentaler spielten dann mit den Gästen buch- gtüblich„Katz und Maus“, Weber(2), Höter, Krämer und Schmitt gaben dem Gästetorhüter noch fünfmal das Nachsehen. Fin Gästespleler wurde wegen Foulspiels des Feldes verwie- gen. Meckesheim— Neckargemünd 371 Neckargemünd hatte sich in diesem Spiel, mindestens während der ersten Halbzelt„mit Händen und Fügen“ zu wehren, um nicht eine rolle Schlappe einstecken zu müssen. Gleich nach Anpfiff hien es 1:0 für die Platzmann- gchend ein Vorstoß und Arnold scho zum 072 tür Nußloch ein und bereits 10 Min. später erhöhte Nußloch durch Haremsch auf 013. Nach der Pause schien Wiesloch wie umge- Wandelt. In geschlossenen Angritten bestürm⸗ ten sie das Güstetor und bald hieß es 1 durch Stürmer Wolt, doch wiederum aus der Deten- men, denn die Gäste spielten weitaus besser weite Strecken der zweiten Halbzeit ganz da- Schönau holte aus Hirschhorn beide Punkte Im Lokalderby in Wiesenbach unterlag Mauer knapp Schaft. Etwa zehn Minuten später konnte ein Strafstoß gegen die Gäste an der Strafraum grenze verwandelt werden, Dann waren es die Stürmer aus Neckargemünd, dle drängten und geführliche Situationen vor dem Tor heraus- spielten, Ein Elfmeter wurde verschossen. Aus dem Gedränge heraus flel dann schließlich der Anschlußtreffer. Nach dem Wechsel wirkte das Spiel beider Mannschaften etwas zerfahren. Durch einen schönen Weitschuß in der Mitte der zweiten Halbzeit konnte der Meckesheimer Mittelstürmer dag Hndergebnis herstellen, Mückenloch— Neckarsteinach 076 Die Neccarsteinacher spielten in Mückcenloch gro auf und war ihr Sleg in keiner Phase des Preftens elgentlich geführdet. Bel der planvollen Spielweise, mit der die Gäste auf- Waärteten, mußten sich die Erfolge zwangsläu- Tig einstellen, und diese flelen dann auch wie reife Früchte, so daß den Gastgebern nichts anderes Übrig blieb, als sich klar geschlagen zu belcennen. Wieblingen dem Remis nahe Vin Eppingen— TSV Wieblingen 34 Dieses Spiel hatte zwel völlig unterschiedliche Halbzeiten aufzuweisen. In den ersten 40 Minu- ten waren die Eppinger hrem Gegner deutlich Überlegen und konnten auch mit 3:0 in Führung gehen. Nach der Pause aber kam Wieblingen atärker auf und konnte auch 2 Tore erzlelen, wobei allerdings die schwache Form des Fppin- ger Torstehers Pate stand. Zwar konnte Eppin- gen seine Führung weiter ausbauen. Wieblin- gen kam auch zu weiteren Toren, so daß die Pürtie lange Zeit offen blieb. Bel etwas mehr Glücke hätten die Wieblinger aus Eppingen einen Punkt entführen können, was angesichts mrer starken 2. Halbzeit nicht unverdient ge- wengen wäre, FT Kirchheim siegten hoch 621 Talrnbach— F Kirchheim 116 Kirchheim Ubertuhr die ergatzgeschwächte Mannschaft im Anfang des Spiels mit 40, In der 40. Min. gelang dem Tairnbacher Linles⸗ auen Benz durch Kopfball das Fhrentor, Nach Halbzeit kKümptten beide Mannschaften zun und verbissen um die Pore, Kirchheim ge- lang in der 60. Min. ein weiteres Tor und Mühlhausens Heimniederlage wiegt besonders schwer Fo Mühlhausen— 05 Ladenburg 1:3 Auch bel dem so wichtigen Spiel um den Verbleib der zweiten Amateurliga hatte der Fe kein Glück. Das Spiel begann mit beider- seitigen schnellen Angriffen, wobei sich dle Güste überlegen zeigten. Nach zehn Minuten elang dem F durch Selferling das Führungs- tor, Das Glück währte jedoch nicht lange, denn wenige Minuten später gelang den Gästen der Ausgleich und anschließend die Führung. Nach vertelltem Feldsplel jagte ein Gästeläufer eine Bombe auf das einheimische Tor, und auch diesen Aufsetzer lief Torwart Kretz passieren. Nach der Pause kamen die Einheimischen etwas mehr auf und konnten die technische Ueberlegenheit der Gäste durch erhöhten Ein- Satz ausgleichen. Mitte der zweiten Spielhälfte versuchte der Fe mit letzter Kraft, dem Spiel eine Wendung zu geben und den Vorsprung der Gäste zu Kürzen, doch ihre verstärkte Ver- teldigung ließ keinen Erfolg mehr zu. FC Walldorf mußte 2. Platz an Plankstadt abgeben Eintracht Plankstadt— Fo Walldort 3:2 Plankstadt hatte in diesem Treffen wirklich einen ausgezeichneten Start. Bereits in der ersten Minute erzielte Danner das 1:0. Die Gäste aus Walldorf ließen sich dadurch jedoch nicht beunruhigen und sieben Min. später ge- lang ihnen auch durch Kraus der Ausgleichs- trefter. Bel dieser Aktion wurde der Plank- stadter Verteidiger Weick ohne Verschulden des Gegners verletzt und mußte ausscheiden. Begreiflicherweise bekam Walldorf dadurch starken Auftrieb, die Mannschaft konnte ihre Vorteile jedoch nicht zum Führungstor aus- nutzen. Nach der Pause sah man ein völlig verändertes Bild. Waren die Gäste vor dem Wechsel stark überlegen gewesen, so bestimmte nun deutlich die Eintracht das Spielgeschehen. Die Stürmer der Platzherren zeigten nun auch, daß sie das Toreschieſen etwas besser ver- stehen, denn ein Alleingang von Wiesenbach schuf das 271. Lange allerdings konnte die Freude der Gastgeber nicht dauern, denn Al- dinger brachte erneut den Ausgleich zustande. Erst in der letzten Minute vor Schluß flel das entscheidende Tor durch Danner, mit dem Walldorf wohl etwas unglücklich geschlagen suv schoß Haremsch den vierten Tretter. 20 Min. a8päter durch einen Foulelfmeter das 671. wurde. zeigte gute Form Ziegelhausen verlor 4:0/ Rauenberg enttäuschte beim 22 gegen Hemsbach nüch aussah, als ob die Gäste aus Sandhausen einen Punkt mitnehmen würden. Nachdem die Polizei zunächst in der elften Min, durch einen verwandelten Handelfmeter in Führung gegan- gen war und ein Freistoß in der 37. Min, die- sen Vorsprung sogar auf 20 erhöht hatte, War Sandhausen doch kurz vor der Pause durch Brecht noch zum Anschlußtreffer ge- kommen., Nach dem Wechsel drückten die Güste nun mächtig auf das Tempo und nach 12 Min. gelang es Brecht, den zu diesem Zeitpunkt ver- dienten Ausgleich herauszuschieſfſen,. In der kampfreichen Partie behielten die Gastgeber aber schliefllich doch das bessere Ende für sich, als zehn Min, vor dem Schlußpflff der nach vorn gegangene Mittelläufer Oswald einen Eck- ball aus dem Gedränge heraus zum siegbrin- genden Tor einschoß. 80 Kütertal— Vin Wiesloch 48 sicher fühlen konnte, war dieses Spiel in Kä- kertal nicht mehr von sehr ausschlaggebender Bedeutung. Dennoch setzten sich die Gäste von der südlichen Bergstraße mächtig ein, denn ein Punktgewinn aus diesem Treffen hätte sie völ- lig in Sicherheit gebracht. Die Gastgeber jedoch hatten auch einen sehr guten Tag und konn- ten sich in diesem kämpferisch starke Momente aufweisenden Treffen etwas besser in Szene setzen. Ihre Führungstore wurden jedoch von den eitrigen Wieslachern meist ausgeglichen, doch es reichte den Güsten nicht, am Ende wenigstens einen Punkt mitzunehmen. Bei etwas mehr Glück wäre dieses Vorhaben wohl auch gelungen, zumal eins der Käfertaler Tore aus einem vermeidbaren Elfmeter resultierte. 03 Ladenburg— SV. Sinsheim 22 Mit einem überraschenden Punktgewinn kehrte der SV Sinsheim aus Ladenburg zurück. Dieser Teilerfolg dart einer guten Kampferi- schen Mannschaftsleistung der Gastmannschaft zugeschrieben werden, die damit ohne Zwei- tel für eine Ueberraschung sorgte, denn La- denburg zählte noch bis vor kurzem zu den ernsthaften Meisterschaftsanwärtern, Ganz von ungelkhr aber kommt der Sinsheimer Erfolg auch nicht, denn die Mannschaft unterstrich damit, daß die guten Splele der letzten Wo- chen, die sie auf den sechsten Tabellenplatz brachten, kein Strohfeuer waren. Auch in La- denburg ließ man sich keineswegs beirren, als die Platzmannschaft in der 20. Minute in Füh- rung ging. Zehn Minuten später war dann auch der Ausgleich geschafft. Nach der Pause sah es allerdings so aus, als ob Sinsheim doch noch deutlich geschlagen werden sollte, denn bereits nach drei Minuten kam Ladenburg zum Führungstor. Die Hintermannschaft der Gäste hielt jedoch dem Druck stand, so daß ein Ver- wändelter Foulelfmeter in der 80. Minute den wertvollen Ausgleich bedeutete. Bel den Männern hatte sich der Suüdwestmel mer Turnerbund Heidelberg schon etwas 20 ütrecken, um den Samstag gegner Schwaben Augsburg nlederzuringen. Wiechtig erschlen, das der Tü zumindest bel den Süddeutschen in- Endspiel gelaugt, damit er Heidelberg auch wieder bei den deutschen Melsterschaften ver- irtten kann. Nach elnem Apannenden Kampk hatte es der Th mit 777 geschattt. mit fünf Punkten Abstand vor dem Zweit- letzten Polizei Mannheim doch einigermaßen ne 084 Seite 7 Am 10. Mürz 1984 verschiega nach langem, schwerem Lelden unzer lieber Vater und Großvater friedrich Loos im Alter von ½ Jahren. Im Namen der Hinterbliebenen: Frits Loos Heldelberg, den 22, März 1054 Gaisbergstraße 90 Beerdigung am Dienstag, dem 23. Mürz 1954, 1s Uhr, aut dem Berztriedhof. Nach einem arbeltäreichen gesegneten Leben nahm Gott heute Nacht unsere liebe Mutter, Großmutter und Urgroßmutter 2 1 Auguste Koch Wwe. e b. Ding 1 Im 67. Webenhr zu sich in die ewige Heimat. Auxuste Koch, WWòWeè., geb. Koch Jakob Koch und Frau Albertine, geb. Mack Emma Koch, Wwe., geb. Schneider Georg Wacker und Frau Barbara, geb. Koch Amalie Koch Theodor Klumb und Frau Luise, geb. Koch 21 Enkel und 11 Urenkel dds en, den 20. Mürz 1964 Die Beerdigung nndet am Dienstag, dom 28. Marz 1668, 16 Unr, ait dem Friedhof in Edingen statt Sterbefulle in Heidelberk am 16/0. Mürz 1064 Mriedrich Loos, 7 J Galsbergstr. 90, Bergftrledhof, 28, J., 18.00 Uhr Gustav Wee 4a J., Blumenstr. 29, e ee. 10 11.00 Uhr 5 a 0 0 Froh vnd heiter aun allen Tagen, so sehen Männer ihre Frauen gernl Und wie leicht ist es, das all- gemeine Wohlbefinden rasch spürbar zu verbessern, die kleinen Gesundheitsstörun- gen des Alltags zu bekämpfen, durch den echten KLOSTERFRAU MWELISSENGEIS T! Soli Generationen ist er das berühmte Haus- mittel für alle! Vertrauen auch Sie ihm! en potheken und Drogerlen, Nur echt mit 3 Nonnen. Denken Sie 45 Aktiv- Puder zur Pflege der en und 1 Haut * Liebe Mausfrau: 5 ir sind in der luclelichen Lage, Innen einen vorzüglichen Bohnen- Kuttee zum Preis von nur DM 5.80 das Pfund anbieten zu können. Bltte schreiben gie uns noch heute folgendes Postkärtchen:„Bitte 5 1— mir ein Pfund Bohnenkaftse per Nachnahme volicom- en portofrei, trisch geröstet, dtrekt in mein Haus.“ e neben ale d a ber! Wir wünschen Innen viel Cen ö 18807 455 tee. 5 be Batzen Sie en 2 f bel mrer ada i prederbeten- Steppdecken aufarbeiten, umündern, flicken Bette dern reinigen Matratzen aufarbeiten von morgens his abends im Heisem des Kunden Abholen u. Zustellen durch meine Lieferwagen verh. Str. 17. Rohrb. Str. 54 Verstelderunt TRRTTAd, 26. Mürz 1064, b u. 14 Unr, verstelgere ich im Auftrag des Beaataungskostenamtes f. d. Stadt- u. Landkreis Heidelberg in der Stüdt. Lagerhalle Pfaffengrund, Im Fuchsloch (Haltestellen der Linien 10 und 11: Stotzkontakt) von der Us- Besatzungsmacht zurückgegebene, gebrauchte FHinrich- De e Wie! Klavier, Büfett, Kleider- u, Bücherschränke, Schrelbtische, Kommoden, Oouch, Sotas, Sessel, Tische, Stühle, Bot- tem Teppiche, Wasch- u. Nachttische, Matratzen, Küchenschräntte, Herde, Misch Anke, Staubsauger, Lampen, Hilder, Püren u. v. andere. RHeslehtiz ung: ab 6.30 Uhr. A. STEGMOULLRR, verstelgerer u. Schätzer, Brückenstr. 27 OIleton 808635 Upernehme Verstelgerungen aller Art [vines Ewaängsverstelgerung. Mittwoch, den 24. März 1954, um 14 Uhr, werde ich in Heidelberg, im Pfandlokal, R6- merstraße 23, gegen bare Zahlung im Vollstrecküngswegze öttentlich versteigern: 1 Rünrmaschine mit Motor.— Heidelberg, den 20. März 1064. Gruppenbacher, Gerichtsvolls. Are earl alles! aal, Teilt zum Putzen Kernseſfe 5 10 Wein, Handstück Dart. KANN TMACNHUN GEN Gasthaus„Zur Ptalz“, eine öffent- liche Sitzung des Kreistags des Landkreises Heidelberg statt. Heidelberg, den 20. Mars 1984 Der Landrat. Ueber das Vermögen der Firma WIl- helm M.— KG, Textil- Aronhandlung, Hoe delpert, ahn- hotstraße 68, wurde heute, 1 Uhr, Konkurs eröftnet. Kenkurzverwal⸗ ter iut Rechtsanwalt Dr. v. gchaab- nor, Heidelberg, Kettengasse 48. Konkurstorderungen aind bis zum 10, Mal ih beim Gericht in dop- pelter Fertigung anzumelden. Ter- min zur Wahl eines Verwalters, einen Glaubpiger ausschusses, zur Entachltegung über dite in g 162 der Konkursordnung berechneten Ge- Henistünde, ist am: 7. April 1084, Vorm. 10,30 Uhr, und zur Prüfung der angemeldeten Forderungen am: Mittwoch, dem 16. Jun 1084, vorm, 10,30 Uhr, vor dem Amts- gericht Heidelberg, Kettengasse 16, Ammer 10g. Wer Gegenstünde der Konkurs- masge benttat oder zur Masse et- Was schuldet, dart nichts mehr an den Gemeinschuldner felsten, Der Henttz der Hache und ein Anspruch aut abgesonderte Refriedlgung Garaus, iat dem Konkursverwalter Blockstück- 17s Kreistag Am Samstag, dem 27, März 1934, mit doedecke- 20 vorm. 10 Uhr, undet in Nußloch. Qualttätsstempel putxtücher „Lohnperle“ 4070 en— Goedocke-staubll Soo em, das Puch, das Jed. Hausfrau wangen— 90 Steher Stück 30 Stuubtücher 45 gelb „Gedeche 19 ee. 70 Wache, Teine ats Te, Wisch- Tree Dörsten- und Besen in grofle AU WwWZƷn! Tollettenselfe verpackt J stuck o 7. und wünrend der Arbeit ein Anne N 8 bis 16. 6. 1984 4 on. N rm Heidelberg, den 10 r 1084 „Goo doro Wermu Amtsgericht Liv. Abt. B Atandard-Gualttüt 1/1 Ul. nenn , Gl. 49888 Ber am, J, fü Vom Nofarſat 1 Meldelberg als Nachlaffgericht er- tellte rbschein nach dem am 9. 2. p verstorbenen prakt. Arzt Dr. Julius Reen Wird, Well dieser un- richtig geworden fat, für kraftlos orklärt. Haichelberg, den 10. Mürz 1064 Natariat Reldelberg II 441 l—4̈—˙ Hoxld En 1055 . t ä „. liens u, Belts ll Jahug ben. u f, bios. Ausschlag etrem ——.—.— 1 one ewe Büroschrelbmasoh. nor 400. U Verkaul und Kundendlenet 185 nalbg., nur dt.-Anns · bones ö, Jol. 5 E — Ein bewührtes HEUNANMNM-Hellmittel mit Dauerwirkung 4 AUxoMo glu MoronnRannR, yvAnnn RDR Gebr. VW- Export u. Standard, mit Garantie, bei günstig. Zahlungs- bedingung. VW- Bernhardt, Heidel- berg, Hebelstraße 7. Fele ton 4346. — 2 Zimmer u. Küche gegen DM 2600. BRZ zu vermieten, Zu ertragen unter BA 4% beim Verlag. 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Die„Nautilus“ wird angetrieben von elnem Urankügelchen, das, kaum so groß wie ein Ei, ausreicht, um damit die Erde zu umfahren, ohne daß das Boot auch nur ein einziges Mal aufzutauchen brauchte. qedes Gramm Uran erzeugt eine Energie- menge, die der von drei Tonnen Kohle ent- Spricht. Die„Nautilus“ ist in der Tat eine Konstruktion, die dazu angetan wäre, menschliches Denken in phantastische Sphä- ren vorstoſen zu lassen. Manch einer mag die Frage stellen, warum es gérade ein Unterseeboot ist, das als erstes Boot mit Atomkraft angetrieben wird. Die Antwort ist einfach: Beim heutigen Ent- Wiclelungsstand atomgetriebener Kraftanla- gen sind die Kosten viel zu hoch, als daß diese Antriebsart bei einem Handels- oder Passagierschiff angewendet werden könnte, das ja Gewinne erzielen soll. Außerdem ind vorerst bei keiner anderen Schiffsart die Vorteile so grofl, wie eben beim U-Boot, das— wie bereits erwühnt— ein Jahr im Einsatz sein, sehr hohe Geschwindigkeiten erzielen und nahezu geräuschlos manòvrie- ren kann, ohne dabei— wie jedes andere Unterseeboot— in gewissen Abständen auftauchen oder einen Stützpunkt anlaufen zu müssen, um neue Luft für die Diesel- anlage und neuen Strom für die Batterien zu tanken, Seine zwar vorhandene Diesel- und Batterieanlage dient lediglich als Re- serve und ist für eventuelle Notfälle vor- gesehen. Die Energiequelle für die An- trlebsaggregate der„Nautilus“ arbeitet auf dem Prinzip der Kernspaltung. In einem „Meller“ oder Reaktor wird Uran 236 mit „langsamen“ Neutronen bombardiert. Der von Westinghouse gebaute Reaktor gehört mit zu den mit„langsamen“ Neutronen ar- beitenden Thermalreaktoren, bei denen Wasser zur Kühlung des Reaktors und Ab- leitung der Wärme zu den Dampfkesseln oder Wärmeaustauschern verwendet, das Kühlwasser erhitzt und in Dampf umge- wandelt wird. Der Prozeß geht im einzelnen so vor sich: Um die Maschine zu stoppen, werden Hafniumstäbe in den Reaktor eingeführt, die die bei der Spaltung des Urans freiwerden- den Neutronen in großer Zahl absorbieren. Beim Start werden diese Stäbe wieder 4 herausgenommen; nun setzt der Spaltungs- prozeſi ein. Die außerordentliche Wärme, die dabei entsteht, wird von einem Behälter aus Zirkonium— einem silberweißßen, sehr dulctilen Metall, das sich durch große Hitze- bestündigkeit auszeichnet und obendrein Neutronen abstößt—auf gefangen. Gleich- zeltig wird in den Reaktor Frischwasser gepumpt und zwar unter hohem Druck, um eine Umwandlung des Wassers in Dampf zu verhindern. Das heiße und nun auch radioaktive Wasser wird durch Rohre in einen Boller oder auch Wärmeagaustauscher geleitet, in den unahhängig davon auch von der anderen Seite neues Wasser zuflleßt, das aber, da sich die beiden Wasserströme nicht direkt berühren, nicht radioaktiv ist. Dieses nichtradioaktive Wasser wird in Dampf umgewandelt, der in die Turbine strömt und die Maschine in Bewegung setzt. Das radioaktive Wasser durchläuft den Wärmeaustauscher, wird von dort wieder in den Reaktor gepumpt und der Prozeſs kann von vorne beginnen. Der zweite, nichtradioaktive Wasserstrom, der in Dampf umgewandelt worden war, wird konden- siert, in den Austauscher gepumpt, von wo er seinen eigenen Kreislauf von neuem be- Einnt. Den falschen Mann vergiftet Neuer Mord mit Pflanzenschutzmittel/ Das Gift war im Wein Ludwigshafen, 22. März(UP). Eine 17/uhrige Hausangestellte hat am Frei- tag in Eppstein/ Pfalz den 49 ührigen Bauern Johann Hege mit dem Pflanzenschutz- mittel E 605 verkiftet. Sie ist nach Christa Lehmann und Johanna Schneewel inner ⸗ halb weniger Wochen die dritte Gittmöderin, die mit E 605„arbeitete“, Wie die Dudwigshafener Mordkommission mitteilte, hat die Mörderin das Gift in eine Flasche Wein gemischt. Allerdings wollte sie nicht den Bauern, auf dessen Hof sie arbei- tete, sondern den Alteren Knecht töten. Als Motiv gab sie der Mordkommission an, daß sie den alten Knecht beseitigen wollte, damit ein jüngerer Gehilfe auf den Hof komme. Der Ermordete hatte dann bei der Feldarbeit von dem für seinen Knecht bestimmten Wein ge- trunken und war kurze Zeit später noch auf dem Feld gestorben, ohne daß rechtzeitig Arztliche Hilfe gerufen werden konnte. Der plötzliche Tod des sonst kerngesunden Bauern hatte sofort einen Mordverdacht auf- kommen lassen, der dann auch durch den vergifteten Weinrest in der Flasche bestätigt wurde. Da die Hausgehilfin den Wein auf das Feld gebracht hatte, flel der Verdacht gleich auf sie. Vor der Ludwigshafener Mordlkom- mission gestand sie nach kurzer Zeit ihre Tat. Doppelselbstmord ö München, 22. März(U) Ein 63 jähriger Kaufmann wurde mit seiner 45 Jahre alten Ehefrau im Zimmer eimes Münchener Hotels tot aufgefunden. Aus einem hünterlassenen Abschiedsbrief geht hervor, daß die beiden Freiwillig aus dem Leben schieden, Zwei aufgefundene leere Ampullen des Flanzen- schutzuttels E 605 lassen darauf schließen, „ Eutrewaux, 22. M die am St. Josephstag nach Entrevaux gekom- daß das Ehepaar damit Selbstmord beging. Balduins Abenteuer N 3 kommt uns diese junge Dame Spanise in ihrem Unsemble für Haus und Strand vor, das aus dem Kleiderschrank eines Toreros stammen Könnte. Ein Münchner Modehaus Rat die, Kombination aus Wollpul- lover, voter Schdrpe und eng anliegenden, be- Coprrloht P. J. B. Nen 6 Copenhagen Das Motiv. zu der Tat dürfte in zerrütteten flranziellen Verhältnissen zu suchen sein. Apotheker warnen vor Gilt Hamburg, 22. März.(dpa) Für eine ver- besserte Ueberwachung der im Handel be- findlichen giftigen Schädlingsbekämpfungs- mittel setzte sich am Wochenende die Arbeits- gemeinschaft der Berufs vertretungen deut- scher Apotheker ein. Unzählige dieser Mittel seien in der Hand eines Verbrechers oder eines Unachtsamen eine Gefahr für die Allgemeinheit. Das habe besonders der Mißg- brauch des Pflanzenschutzmittels E 605 ge- zeigt. Die Apotheker verlangen wenigstens amtliche Bestimmungen, daß ähnliche Gift- 8 nur in Fachgeschäften verkauft werden dürfen. Blutende Arz.(UP) Die Gläubigen men Waren, erlebten eine Ueberraschung: nicht die 200 Jahre alte St.-Annen-Figur, bel der bisher dreimal Blut ausgetreten War, son- dern eine kleine Christusfigur begann plötz- lich an einer Hand und einem Fuß zu bluten. Die roten Tropfen wurden sofort aufgewischt und einem Apotheker Überbracht, der sie als menschliches Blut identiflzierte. Die kleine Christusfigur entstammt offenbar einem be- sonders großen Rosenkranz und ist vor wenigen Tagen von einem Pilger bei der St.-Annen-Figur zurückgelassen worden. Eine Autobahn für Kinder garantieren einen plichtigen Rennbetrieb. Mit Mer mit Vollgas in die Kurven gehen. errichtete man am Dulsberg in Hamburg. Veberhöhte Kurven und ein Acktertunnel ihren Rollern werden die Kleinen ab J. April, Keystone-Bild Ig Tote bel Flugzeugabsturz New Vork, 22. März.(UP) Beim Absturz eines Transportflugzeuges der amerikani- schen Luftstreitleräfte, der sich iti der Nähe von Annapolis in Maryland ereignete, sind nach einer offiziellen Mitteilung 18 Soldaten ums Leben gekommen. Die Maschine befand sich auf einem Flug vom Militäflugplatz Bol Uirig in Washington zum Flugplatz Mitchell Field, Long Island. Die Maschine brannte verbrannten. Diebesgut bei Grock Faris, 22. März, dpa(Korr.) Die französische Polizei beschlagnahmte in Avignon Diebesgut im Werte von mehreren Millionen Frances, das seit. vielen Wochen raffiniert versteckt im Zirkus des Clowns Grock mitrollte. Der Diri- gent des Zirkusorchesters sowie ein Dutzend Musiker und sonstige Mitglieder des Zirkus- personals wurden verhaftet. Die jeweiligen an den Gastspielorten gestohlenen Gegen- stände waren in den Wohnwagen der Kapelle aufgefunden worden, Dem 74 jährigen Grock ging die Aufdeckung dieser dreisten Dieb stähle durch Angehörige seines Zirkus 80 nahe, dag man eine Herzattacke befürchtet. Langfinger-Statistik Köln, 22. März,(dpa) Die Gilde der Lang- finger stiehlt im Gebiet der Bundesrepublik 98 N Kleidung zeigen sie kein Interesse. Die Ab- gatzschwierigkeiten sind zu groß. Das beste Jagdrevier scheint Köln zu sein, das schlech- teste Stuttgart. Der Gesamtverband der Ver- nach dem Absturz völlig aus. Die Insassen a eee, oel NM 7 döosseouueg, uon 8 bu sicherxungs wirtschaft(Köln) hat auf Grund seiner Erfahrungen festgestellt, daß am mei- sten in Privatwohnungen eingebrochen wird. Köln steht mit 11 Prozent aller gemeldeten Dlebstahlsfälle, meistens Großeinbrüche mit einem Schaden von über 10 000 Mark, in die- ser Diebstahlsbilanz an erster Stelle. Es fol- gen München, Berlin, Düsseldorf, Hamburg und Frankfurt a. M. Fir den Nadtsehireund Silbenrätsel. Aus den Silben an— ber— bun— cou— do— do- e— e en— et 0-1 ka— kei— land— le= le— le— li lie— lie— lo— lomb— ma— mann— men — mont— nau— ne— nes—- O0 0 1— Ii-r— se— see— sen— ta- ta— ten— thel— to— to- traum— tür— uh— ver vi— wal— zel— zer, sollen neun Wortpaare gebildet werden, wobei der Endbuchstabe des ersten mit dem Anfangsbuchstaben des zwei- ten Wortes gleichlautend ist. Nach richtiger Lösung nennen die ersten Buchstaben der zweften Wörter ein Verkehrsmittel, Bedeutung der Wörter: 1. zwel Mudchen- namen, 2. zwel deutsche Dichter, 3. zwel US A- Staaten, 4. zwel Verdi-Opern, 5, zwei Strauß Operetten, d. zwel spanksche Städte, 7. zwel Naturforscher, 8. zwel europäische Staaten, 9. zwel deutsche Maler. 8 „ 2 1 1 unue gehe Leue, s M11 een ene, pe eee eee leg * ö puxfug e eee eee e ene op oo GROSSMUWUTTER ZUR sSchuLE. In Rur- nererd in Holland hat man einen Kursus zur Information der Großeltern uber die Probleme ddeg modernen Lebens eingerichtet, um ndus⸗ liche Streitig,eiten zwischne Alten und Jungen Über derartige Dinge zu unterbinden. Die WAS sos Moch ESA Kurse werden gut besucht und sollen Frfolg gehabt haben. .* REUEH NACH DFR TAT. Die in Rom er- gochtenene Wochenzeitung„American Nets“ tundigte bei der letzten Nummer an:„Dies ist insofern eine sensationelle Nummer, als seit langen Monaten ſcein Wort von Fa rule, von sticeten Hosen für Frühling und Sommer ent- worfen, Und der Name des er chenden Mo- dells? Wahrscheinlich„Auf in den Kampf“ . dpa-Bild Das neueste(au unsrem Wohle?) Splelseug list dle Atompistole. Als nüchstes relzt den kleinen Schelm sodann der EE MaccCarthy, von Frrol Flynn, von Rita Hau- worth und vom Kinsey-Bericht handelt“. * der mittlerweile Io e Rrieſtruge, ThOmds Troubat aus Limoges(Mittelfranſereich) zur Ruhe getzte, stellte er auf Grund genauer Nachforschungen fest, daß er in seinem langen Leben au/ Dienstwegen 230 000 Kilometer Zu Vu zurüchegelegt habe. * DER UNDANK BARE KARKA DU, Die Ha- rige Witwe Minnie etcher aus Matloce in der englischen Grafschaft Derbyshire, die sieh. zeit Jahren keine Stunde von ihrem Rakadu trennen konnte, wurde in ihrem Bett rauh zerhachet aufgefunden. Der bösartige Vogel Hatte die Grelein nachts Überfallen, Sie starb, ohne das Bewußtsein wiedererlangt zu haben. Stratosphäürenhelm. go ausgerüstet trüumt man dle erhabendste Mond- Utople. Der Sohn hat das Problem nemelstert. Doch Vati scheint nicht sehr begelstert. * VFRBOT FUR KUHN. An der Tü des Post- amtg von Servos in Sabqhen ſeann man folgende amtliche Verlautbarung lezen:„Verbot, Kune mit in den Schalterraum zu bringen!“ HEIDELBERGER KULTURLEREN Dichter-Abend m Es War die dichterische Eigenart Werner Helwigs und die Zauberkraft seiner Sprache, dle an diesem Leseabend in der Stadtbüche- rel die Hörer ebenso fesselte wie die grohe Lesergemeinde seiner bekannten Romane. Fr, der Berliner und jetzt in Genf lebende Dichter, dem Sizillen und Griechenland zur zwelten Heimat wurde, ist ein Erzähler, der aus dem Vollen schöpft, ob er seine Stoffe Aus der mazedonischen Inselwelt und threr Räuber oder aus der Jugendbewegung ninumt, der Helwig immer sehr nahegestan- den hat. Die Sachlichkeit des ethnographi- schen Forschers verbindet sich in geinen Ar- belten mit der Poesle der Darstellung stets aufs neue zu einem Musterbeispiel der sel- tenen Gattung, die man Relsedichtung nen- nen könnte. Und so vermittelte uns Helwig auch im Rahmen seiner Heldelberger Lesung Kost⸗ Proben aus seinem Schaffen, die in rer an- düchtigen Aufgeschlosgenhelt ein wahrhaft angegchautes und darum anschauliches Hild von einer unverwelklichen rische boten: ob er aus dem in mehrere Sprachen Über- getzten dokumentarischen Roman„Raubtl⸗ scher in Hellas“(1030) las, ein kurzes Kapl- tel aus der baskischen Novelle„Der gefan- gene Vogel“ rezitlerte oder aus seinem Werl it Werner Helwig „Reise ohne Umkehr“ Bilder von muslscher Tlefe wie zuchtvollem Reichtum des künst- lerischen Ausdrucks zeichnete, immer strömt dlese Dichtung, lledhaft beschwingt, in zar- ter HBeseelung mühelos dahin. Rauhe Kost und doch eine kleine litera- rische Köstlichkelt das„neugriechische Mär- chen“, das der mit einem Teil des Grohen Akademiepreises für Literatur 1960 ausge- zelchnete Dichter seinem dankbaren Audi torlum gleichsam als abschlieſenden Lecker- blasen vorsetzte; um dig seltenen Abenteuer elner Leiche, um Lebe, Mord und ein wil des Leben hat er hier bei aller Plegaug in der Darstellung wie beiltlufig eine Geschichte erzählt, die doch nicht des begiunlichen Grundes entbehrt.— Dy, Günther Schul, der einleitende Worte sprach, hatte nicht zu Viel versprochen: Werner Helwig gehört zu den Schrittstellern, die die Mar von der tehlengden deutschen Literatur eindeutig wi- derlegen. Luc. 3 3 NFG- Neue Pflsische Grunpe im Mennhel⸗ mor Kunstverein, Der Mannhelmer Kunstver- ein ercttnete am Konntag, 31. Mars 1004, eine Ausstellung der Neuen Pfatstschen Gruppe mit OGelgemülden, Aquarellen und Graphik Zur Aufführung der Johannespassion von Heinrich Schütz „Die Feindseligkeit einer ſrregeleiteten Menge hat hier Bach die ganze Stutenleiter hindurch vom Spott bis zur wahnwitzigen Wut mit einer Naturtreue und Härte geschildert, die erschütternd wirkt“, hat Hermann Kretzschmar einmal über die Johannespassion von Bach ge- schrieben. Die Worte Könnten genau so für die Johannespassion von Schütz geschrieben sein. Denn Schütz war es ja, der die Dramatik des in Oberlitallen neu entstandenen Bühnen-We⸗ gens über die Alpen herüberbrachte und mit der ganzen Leidenschaftlichkeit seines Wegen auch in den Lebensraum der Kirche ver- Pflanzte, Hler in den Passlonen freilich gekop- pelt mit der ganzen Reife seines Wesens und seines— durch die ganze damalige Kulturwelt Hetelerten— Könnens: relfste Leistung eines ertüllten Lebens. Wie zeit Jahren im Leben unserer Stadt ein neobürgert, stellt das Kirchenmustkallsche Insti- tut auch in diesem Jahr vor die Auftührung der Bach'schen Passion durch den Rachvoer⸗ eln dleſenige des vorbach'schen Grohmelsters Helnrich Schüts. Wie stets in der herben Strenge der ursprünglichen Passung, keln u cappella, ohne jede Zutat einer instrumen⸗ talen Stütse; wie stets auch mit Einsatz von Knabenstimmen für Sopran und Alt und von hohen Männerstimmen für den Alt: Annühe⸗ rung an die originale Praxis der Schütz-Zelt, Die tragenden Solopartlen, Pvangelist und Je- zus, in den Händen von Georg Jelden und Kurt Lelher. Aufführung Mittwoch, den 4. März, in der Providens kirche KULTURELLE RUNDSCHAU 200 00% em ALS BRIHYRAOGER. Als sich Vortragsveranstaltung der Max-Planck-Ge⸗ sellschaft zur Förderung der Wissenschaften. Der am 26. März 1954, um 20 Uhr, in Mann- heim stattfindende Vortrag des Direktors des Max-Planck- Instituts für Biologſe, Profes- sor Dr. A. Kühn,„Ueber die Wirkungsweise der Erbfaktoren“, findet der großen Nachfrage wegen nicht in der Kunsthalle, sondern im Groſſen Sagal des Städtischen Rosengartens gtatt. Im Rosengarten sind kostenlose Pintritts⸗ karten am 26. 3. 1954 ab 10 Uhr in beschränke tem Umfang erhältlich. Prof. Barining, Neckarstelnach, der Präsident des„Bundes deutscher Architekten“(BDA) be- reltet in beratender Funktion einen Archltele⸗ ten- Wettbewerb. für ein neues Festsptelhauz vor, das am Hügel des Rechelinghauser Stact⸗ AHrabeng entstehen und mit dessen Rau vor- Aussichtlich schon im Herbst dieses Jahres be⸗ gonnen werden soll. Wilder und Loroa in Baden- Haden. Das The ater der Stadt Bagen⸗Baden bringt am 9, Apyll Wilders„Unsere Kleine Stadt“ in einer Insze⸗ nievung von Karl-Peter Hilts SWF.— Am 14. Mal gelangt Gareias Lorcas„Martang Pineda“ unter der Regle von Wolfgang von Stag zur Kuttührung, Als Bühnenbildner wurde Gert Michter von den Würftemberglschen Staatsthe⸗ gern verpflichtet. WIIII Forst„Kabarett“ läuft am 160, Aprfl 1064 in zahlrelchen Fülmtheatern der Run degrepublik an, Paul Henreld aus Hollywood, Win Forsten neue Entdeckung woa Kerbler, Dorit Kreysler, Friis Schulz, Elma Karlowa, Nicole pielen gie Heesters, Halfh Schollwer und v. a. m Hauptrollen. „Heideschulmeister Uwe Karsten“ Wird in elnem Farbtilm, den die H.D.- Produktion für den NF- Verleih vorbereitet, neu entstehen, Hans Deppe wird Regle führen und Martin Benrath, bekannt aus„Meines Vaters Pferde“, dle Hauptrolle spielen, Der lm hat im Herbst Premiere. Dreiſlia Jahre wird 1964 United Artists alt, elnst von Charlie Chaplin und Mary Picktord. mit Douglas Fairbanks gegründet. Nun Will diese Gesellschatt auch in Deutschland deut- sche Filme drehen, Nr. 1:„Columbus entdeckt Krühwinkel“ mit Sydney Chaplin bel Walter Koppel in Hamburg; Nr. 2„Arzt am Scheider Wen“ nuch Bernard Shaw, unter der Regie von Otto Preminger(„Die Jungtrau aut dem Dache),„Rampenlicht“(Cmelight, der jüng⸗ te Füm von Ohaplin kommt bestimmt noch iim Jubilkumsſahr nach Deutschland. Der von Fedor Ozeh in Frankrelch gedrehte Film„Amok“ nach der Novelle von Stetan Eweilg Wurde in den Us A verboten, Mbengo dle meniſcanſsche Versſlon chleses Pilms mit Ma- ia Felix, Fedor Ozep, der heute in Kanaga lobt ung dort einen Spielfilm drehte;„Whitg- pering Olty“, drehte 1930 den ersten„Postmel⸗ Fer“, später folgten„Mig Mend“,„Der gelbe Pa“„Der lebende Lelchnam“,„Der Mörder Himitrt Karamasokt“,„Amok“,„Fique Dame, „GAlbraltar“(mit rich von Stroheim) und viele andere Filme mehr, die stets ein künstlerel⸗ Aches Anliegen darstellten, Volt Marlan hat Ilse Kubaschewialel, der In- Haberin des Gloria- Filmverleih, vopgeschlg⸗ gen, Knut Hamsuns„egen der rade“ in Farbe und Breitwand zu verfilmen