N —— —— —— Heidelberger Tageblall Verlag und Redaktiont Heidelberg, Hauptstr. 46, Tel. 1 12 41 Nerausgeber: Neldelberzer Tageblatt Gmbk., Neidelbert altg,: W. Reichenbach u. Chr. Kolb- Chefredakteur: Dr. Al, Winpauert Cher v. Dlenst u. Wirtschaft: J. Haupt; Verla M. Ohtt(weuflletonlt K. suder(Stadt); J. v. Golitschel esirksausg.): G. Fraschka(Sport)- Anzelzen: Th. Morath Nr. 175/ Einzelpreis 15 Pf England billigt Suez- Abkommen Britisches Unterhaus mit 237 gegen 26 Stimmen für die Vereinbarungen von Kairo London, 30. Juli.(UP/ dpa) Das britische Unterhaus hat der Reglerung Chur ohill am Donnerstagabend Im Zusammenhang mit mung der Suezkanalzone mit 2357 gegen 26 Stimmen das Vertrauen dem Abkommen über die Räu- ausgesprochen. Die Labourparty enthielt sich der Stimme. Trotz der scharfen Einwände, dle aus den Reihen der konservativen„Rebellen“ gegen den„Ausverkauf des britischen Inpe- riums“ vorgebracht Worden waren, war die Regierung in keinem Augenblick gefähr- det, da sie in dieser Frage die der Labourparty hinter sich wußte. Der Abstimmung ging eine mehrstündige Debatte voraus, die Kriegsminister Antony Head mit einer ausführlichen Darlegung der Gründe eröffnete, die das Kabinett Churchill zu der schwerwiegenden Entschei- dung über die Räumung der Suezkanalzone veranlaßt hatten. Head hatte in seiner Rede erklärt, daß das Faktum der Existenz der Wasserstoffbombe einer der Gründe sel, der die Regierung bewogen habe, ihre 80 000 Soldaten aus der Suezkanalzone abzuziehen. Diese Bombe schränke die Möglichkeiten jeder Nation ein, große Streitkräfte auszu- bilden und zu mobilisieren und sie fern der Heimat zu unterhalten, Dies treffe in jeder Beziehung auch auf die Sowjetunion zu. Da- her bestehe nur geringe Aussicht, auf einen Kampf großer Landstreitkräfte in diesem Gebiet. Der zweite Grund für die britische Ent- scheidung liege in der Verlagerung der Front im Nahen Osten, die durch die Auf- nahme der Türkei in die Nordatlantische Verteidigungsorganisation erfolgt sel. Da- durch sei die Suezkanalzone weit von dem Gebiet abgerückt, in dem ein Krieg im Nahen Osten möglicherweise geführt wer- den könne. Auch dürften die anderen Ver- pflichtungen nicht vergessen werden, die auf den Schultern Großbritanniens liegen. Captain Charles Waterhouse, der Wortführer der Rebellen, hatte seine Attacke gegen die Regierung mit einer dramatischen Geste eröffnet. Er schwenkte eine Abschrift Strafverfahren gegen Berlin, 30, Juli.(dpa/ UP) Der Oberbun- desanwalt in Karlsruhe hat ein Strafver- fahren„gegen Dr, Wohlgemuth und andere Wegen Freiheitsberaubung in staatsgefähr- dender Absicht“ eröffnet. Diese Mitteilung erhielt die Abteilung des Westberliner Poli- zelpräsidiums am Donnerstag. Gleichzeitig wurde ihr bedeutet, daß sich der Ober- bundesanwalt die Erteilung von Auskünften an die Presse allein vorbehalten hat. Noch kein klarer Hinweis auf Aufenthaltsort Johns Trotz intensiver Untersuchungen fehlt nach wie vor jeder beweiskräftige Hinweis auf den gegenwärtigen Aufenthaltsort von Otto John, Auch von Wohlgemuth, mit dem John nach Ostberlin fuhr, liegen bisher keine neuen Mitteilungen vor, die erkennen lassen, ob er noch mit John zusammen ist. Eine erneute Vernehmung der letzten Ehe- frau Dr. Wohlgemuths ergab, daß ihr Mann in seiner Arztpraxis zahlreiche Tonbandauf- nahmen von Gesprächen mit Patienten und Besuchern besaß. Nach ihren Aussagen soll auch ein Tonband über eine Unterhaltung mit Dr. John vorhanden gewesen sein. Doch wurde ein solches Tonband bei der Durch- suchung von Wohlgemuths Wohnung nicht gefunden. Es wurden nur Tonbänder sicher- gestellt, deren Inhalt medizinische Vorgänge behandelt. John für Publizistik„nicht erreichbar“ Eine Pressekonferenz oder Interviews mit Dr. Otto John sind nach einer Erklä- rung der Sowjetzonenbehörden zur Zeit „aus Gründen der Sicherheit“ nicht mög- lich. Der Westberliner Sender RIAS ver- ökkentlichte am Donnerstagabend elne„ver traulſche Benachrichtigung“ des Presseamtes beim SowWj'etzonen-Ministerpräsidenten an die Chekredaktlonen der ShD-Blätter und des Ostberliner Rundfunkes, Darin heißt es, dall die erwähnten Sicherheitsgründe„ein- zig und allein die Person des Herrn Dr. John betreffen“, Zudem befindet sich„Herr Dr. John im Augenblicke an einem für die publlzistischen Organe unserer Republik ncht erreichbaren Ort.“ John bereits 16 Jahre Handlanger Moskaus? Die der FDP nahestehende Wochenzeſtung „Der Fortschritt“ behauptete in hrer neuesten Ausgabe, Dr. Otto qohn, der ehemalige Prä- sident des Bundesverfassungsschutzamtes, habe mindestens seit 1936 über einen in der Adama ddt fue, aus Abi, in Noch keine end- Aültige Besserung Vorhersage bis Samstagtrüh: Bei Wechselnder, vor allem am Tage stärkere Bewölkung Immer noch Vereinzelte Schauer möglich, Nur mähig Warm, Pagestemperatur um 20 Grad. Nur langsames Ahflauen der zeltwelge lrischen, westlichen Winde, Weltere Aussichten: Langsame Beruhigung und Erwärmung Pogelstand des Rhelns am 20. Jul Maxau 403(5), Mannheim 348(—7), Worms 260( 6). Caub 244(1) Fegelstand des Neckars am 20. full: Plo- chingen 114(i), Gundelsheim 166(6) Mann heim 360(6). ö * des Abkommens und erklärte mit feierlicher Stimme:„Auf diesem Stück Papier haben wir alles, was nach 80 Jahren britischer Be- mühungen übrig geblieben ist. Ich und meine Freunde haben mit einem Ausverkauf ge- rechnet. Dies ist jedoch kein Ausverkauf, es ist ein Verschenken“. Churchill schaltete sich in die Debatte ein, als eine Labour-Abgeordneter ihm den Vorwurk machte, daß er durch seine Haltung die„Rebellen“ in seinen Reihen ermutigt habe.„Ich habe in meinen öffentlichen Reden nicht im geringsten die Tatsache ver- hehlt, wie sehr ich den Lauf der Ereignisse in Aegypten bedaure“, erklärte Churchill mit sonorer Stimme. Er habe sich den ge- Waltigen Veränderungen, fuhr er unter kla- rer Anspielung auf die Wasserstoffbombe fort, die in der ganzen strategischen Lage auf der Welt eingetreten selen, nie ver- schlossen. Gedanken und Pläne, die vor einem Jahr noch gut begründet waren, seien jetzt„hinfällig geworden— absolut hin- lällig“. Was die strategische Position gewan- delt habe, seien die„erschreckenden Verän- derungen und die erschreckenden Bilder, die in unserer Phantasje vor uns aufsteigen. Wenn man nur versucht, sich die ersten Wochen eines modernen Krieges vorzustel- len, so sollte dies allein schon genügen, um die Abgeordneten von der Nutzlosigkeit des Stützpunktes am Suezkanal zu überzeugen. Clement Attlee begrüſſte als Oppo- sitlonssprecher den Entscheid der Regierung, Schweiz lebenden Agenten der„Roten Kapelle“ Kontakt mit Moskau gehabt. Ueber diese Schweizer Verbindung habe John bereits 1938 den Sowjets deutsche Auf- marschpläne verraten, Nach Kriegsausbruch sel John in Spanien mit dem britischen Nachrichtenchef Burgess in Verbindung ge- treten, der 1951 zusammen mit Melean hinter dem Eisernen Vorhang verschwand. John habe sich später gerühmt, Burgess im Jahre 1942 die gesamten Pläne der deut- schen Luftverteidigung ausgeliefert zu haben. Seit Ende 1951 habe John, wie die Zei- tung weiter erklärt, über einen Kölner Mit- telsmann in regelmäßiger Verbindung mit Swerlock, dem sowjetischen Spionagechef in Karlshorst, gestanden, Die Wochenzeitung verweist noch darauf, daß der ehemalige Leiter der Abwehr im Amt Blanke, Oberst- leutnant a. D. Heinz, in dem Augenblick gestürzt worden sei, als er einen Schlag ge- gen John geplant habe. Land will Mittel für Luftfahrtforschung Etat der Wirtschaits verwaltung genehmigt/ 960 000 DM für Landesausstellung Baden-Württemberg Von unserer Stuttgarter Redaktion a Stuttgart, 30. Juli. Der Landtag von Baden- Württemberg verabschiedete am Donnerstag mn zweiter Lesung den Etat der Wirtschafts- verwaltung. Bel Gesamtausgaben von rund 28,6 Millionen Mark erfordert dleser groge Verwaltungszweig 26,3 Millionen Mark an Zuschüissen, von denen jedoch 16,4 Mlilllonen in Form von Darlehn und Zuschussen Wieder in die Gewerbe- und Wirtschafts- förderung zurückliegen, Die Zahl der Plan- Stellen konnte um 101 Verringert werden. 95 Planstellen wurden bel den Wirtschafts- abtellungen der Reglerungspräsidlen ein- gespart. Obgleich die Mittel für dle Gewerbe- körderung in diesem Jahr geringer sind als mn den Vorjahren, sind zur Förderung der Notstandsgebiete wiederum Millionenbeträge Vorgesehen. Sprecher aller Fraktionen zollten der N- tigkeit der Wirtschaftsverwaltung Anerken- mung und begrüßten die günstige wirtschaft- liche Situation Baden- Württembergs, die in einigen Gebieten des Landes nahezu zur Vollbschäkftigung gelührt hat. UDebereinstim- mend wurde dle Weitertührung der Staats- hilfen zur Gewerbe- und Wirtschaftsförde- rung geordert. Neue Vorschläge dazu werden im Wirtschaftsministerium und im Funans- ausschuß beraten. Wirtschaktsminister Dr. Vet, forderte den Landtag unter Beifall auf, die finanziel- len Voraussetzungen für emen Wiederaufbau der Lukttfahrttorschung in Baden-Württem- berg im Rahmen des Kulturetats zu schaffen. Wenn es der Bundesrepublik in absehbarer Zelt gestattet sein Werde, Flugzeuge zu bauen, dann müsse unser Land, im dem krther das Zentrum der Luftfahrtindustrie nut den Farmen Dornier und Helnkel be- heimatet gewesen sel, bereit geln, diese Wichtige Industrie wieder aufzunehmen, Das Werde nur gellngen, wenn auch dle Luft- kährtkorgchung bei uns angegledelt werde Wenn sich das Land nicht jetzt schon darautk Getründet 1884 von Carl Pfeffer verfehlte aber nicht darauf hinzuweisen, daß die damalige Labourregierung schon lange auf eine Räumung der Zone gedrüngt habe, aber bei den Konservativen stets auf heftigen Widerstand gestoßen sei. Das Unterhaus beschloß weiter mit 271 gegen 187 Stimmen heute, Freitag, programm- gemäß bis zum 19. Oktober in die Ferien zu gehen. Der Abstimmung ging eine heftige Auseinandersetzung voraus, in der sich die Abgeordneten Silverman und Wa bey gegen eine Vertagung ohne vorherige Klä- rung der außenpolitischen Fragen aus- sprachen, in denen„in den nächsten Wochen“ Entscheidungen oder neue Entwicklungen zu N erwarten sind. Silverman nannte vor allem die Frage der deutschen Souveränität, die nach seiner Meinung von der der Wieder- bewaffnung Deutschlands nicht zu trennen sei, sowie das Problem einer neuen Konferenz über Europa- und Deutschlandfragen. Warbey kügte die Frage des Sicherheitspaktes für Südostasien hinzu. Arbeiter fordern EVG Paris, 30. Juli,(dpa) Ein von Arbeitern und Angestellten der staatlichen französi- schen Automobilwerke Renault gebildetes Sonderkomitee forderte in einem Donnerstag veröffentlichten Aufruf die baldige Ratifi- zierung der EVG durch die Nationalver- sammlung. Nur durch die Europa-Armee könne die deutsche Wiederbewaffnung kon- trolliert werden. Bei einer Ablehnung würde die„letzte historische Chance“ für eine Ret- tung der Freiheit und Zivilisation Europas verpaßt sein. Fremdenleglon-Relz schwindet Landau(Pfalz), 30. Juli.(dpa) Der Zu- strom junger Deutscher zu den Annahme- stellen der Fremdenlegion hat nachgelassen. Deutsche Stellen in Landau führen den Rück- 6 a ö Waage e e ce enen Jahres fast täglich 1500 Flüchtlinge] sowietischen Besatzungszone gang 3 3 Ueberwachungsmaß-—— e 8 e den l e e 0 re one 5 8 wiegend Männer] die im 9 ö Werbern jetzt in andere Annahmestellen in der französischen Zone geleltet. Mit dlesen neuen Annahmestellen sollten Maßnahmen christlicher und staatlicher Stellen gegen dle Fremdenlegionswerbung ausgeschaltet wer- den. Britischer Nachtjäger vermifit Bad Eilsen, 30. Juli.(UP) Ein mit Radar- gerät ausgerüsteter britischer Nachtjäger ist seit Dienstagnachmittag überfällig. Das Flugzeug war am Dienstagmorgen in Wuns- dorf zu einem Uebungsflug aufgestiegen und nicht zurückgekehrt. Britische Dienststellen halten es für möglich, daß der Pilot die Orientierung ver- loren und die nahe Zonengrenze überflogen hat. Westdeutsche Grenzposten und die Be- satzungsmacht in der sowjetischen Zone wurden gebeten, nach dem Flugzeug zu suchen. Vorbereitet, würde es in der Standortwahl schliefilich den Kürzeren ziehen, well Nord- rhein- Westfalen schon die größten Anstren- gungen mache, um Baden- Württemberg den Rang abzulaufen. Der Gedanlce, die Luft- kahrtforschung zu zentralisleren, sel zwar be- stechend, aber die deutsche Forschungs- gemeinschaft sel in einem Gutachten zur Ablehnung der Zentralisa tion gekommen; aulerdem müsse die Forschung industrienah sein. Zur Stunde auf Eis gelegt Keine Vorwegnahme der Lufthoheit vor voller Souveränität Bonn, 30. Juli.(UP) Eine vorzeitige Zu- erkennung der Lutthoheit an die Bundes- bepublile ist im Hänblick auf die geplante baldige Rückgabe der vollem Souveränität an Westdeutschland vorerst nieht zu erwarten, Wie am Donnerstag von unterrichteter alli- lepter Seite verlautete. Die Bundesregierung hatte am 22. Mai den Antrag bel den Hohen Kommissaren ge- stellt, der künftigen deutschen Lufthansa eine Sondergenehmigung tür die Einfuhr, den Besitz und den Betrieb von vier Con- valr-Flugzeugen zu ertellen, Dieser Antrag— dessen Genehmigung einen Start der Luft- hansa unter alliierter Kontrolle noch vor dem Inkraßttreten des Deutschlandvertrages mög- lich gemacht hätte— wird zunchst nieht Welter behandelt werden. Lufthansa zunlchst eln Verlustgeschütt Die neue deutsche„Lufthansa“ werde zu- Mickist ein Verlustgeschüft seln und ohne Helhilten gar nicht auskommen können, er- Klürte Hans M. Bon gers, einer der führen- den Männer der neuen Luktftahrtge sellschaft. Him Unternehmen, das 80 total zerstört und Ausgeschlachtet gel, Wie die Lufthansa, känme Ach nicht selbst wieder aufbauen, In Kürze Schritt in gie Ledde Wagen wollen, von. UNABHANGIGE ZEITUNG FUR NonhD BADEN Erscheint täglich außer sonntags Monatsbezugspr. DM 2,80 i 5 2 b 2 1 zuzügl. 40 Pf Trägerlohn Anzeigenpr. nach Tarif s= Mitgl. der IVW- Techn, Herstellg.: Carl Pfefter Verlag u.— berger Gutenberg- Druckerei u. Mannheimer Großdruckere * Freitag, 30. Juli 1954 Getragen von der begeisternden Zustimmung seiner Landsleute festigte Aegyp- tens Reglerungschef Abdel Nasser seine Stellung als der„starke“ Mann am Nil. Er rang den Briten ein Abkommen ab, daß den 70 jährigen Streit um die Suezkanalzone beenden hilft. Die Engländer werden ihre dortigen Militärstützpunkte räumen. Sie beugen sich der Einsicht, daß die Zeit reif ist, den nationalen Sehnsüchten des Agyp- tischen Volkes nachzugeben, wie sie sich in Nasser und seinem Kreis verkörpern und durchzusetzen versuchen.— Unser Bild zeigt Nasser nach einer Landvertellung. Urne Als nach dem Juniaufstand des vergan- rechnet, daß bei anhaltender ses Ausmaßes in jedem halben statt Pyramide e, Perlin 8 Flucht die- derartig Jahr eine viele Einwohnerzahl von der Größe Erfurts den Weg in die westliche Emigration anträte. 1975 würde es demnach nur noch Men- schen über 55 Jahre in Ostdeutschland geben. Diese Zahlen erschienen etwas ge- Wagt, wenngleich sie durchaus der da- maligen Flüchtlingssituation entsprachen. Aber obwohl die Anzahl derer, die der DDR aus politischen Gründen den Rücken kehr- ten, abgenommen hat, so hat sich doch eine Überraschende Feststellung ergeben: Ostdeutschland droht zu vergreisen! Wie kam es dazu? Dafür gibt es ver- schiedene Gründe. Zunächst einmal hat der stündige Plüchtlingsstrom inzwischen zu einem Aderlag von rund 1,5 Millionen Menschen geführt. Zum anderen aber, und das ist das Bedrohlichste, haben die Gebur- tenziffern noch immer nicht die Anzahl der Sterbefälle aufwiegen können! Einflug stehen, die en anfangs einigermaßen Man nimmt ostdeutschen 88 kamm, um Erstens ist die Zah und die auch noch um das An, Alt diese Verluste fast um zwei Drittel Zweitens wurden Fest steht heute, daß die Gebiete der noch im Jahre le Menschen in Ostdeutschlands Städten und Dörfern gübt, scheint lediglich darauf zurückzuführen zu sein, daß die Ausweisung der Deutschen aus den Gebie- ten jenseits der Oder/ Neiſle, aus Ostpreußen und anderen Teilen, die heute unter sowie- tischen Lücken gefüllt hatten. DDR ohne den Zugang dieser Landsleute und ohne den Zugang von rund 1 Million entlassener Kriegsgefangener, heute knapp 13 Millionen Menschen beherbergen würde. Wenn man bedenkt, daß der Anteil Ost- deutschlands an den Gesamtkeriegsverlusten etwa 5 v. H. der Bevölkerung betrug, daß aber die Bevölkerungstlucht heute bereits diese Zahl Überstiegen hat, dann man erst richtig, wie groß sich schenverlust der nach Kriegsende gestaltete. Es bestehen gewiß keine A sich die DDR aus eigener Kr Situation helfen aufzuholen. schlließungen gegenüber den Vorkriegsjah- ren(1939) gegangen. weniger Kinder geboren War bei den Neugeborenen keitsziffer tstandenen Wiederauf- daß die begreift der Men- Provinzen ichten, das aus der der Ehe- zurück- entsprechend zum Dritten Sterblich- Doppelte Der Minister sppach sich für die Abhal- höher als 15 Jahre zuvor. Wir haben heute tung der für nächsten Sommer geplanten in der Sowietzone auf je 1000 Einwohner großen Landesausstellung Baden-Württem- 0,1 Eheschl legungen zu verzeichnen. Es ent- berg in Stuttgart aus, zu deren Vorbereitung] fallen auf die gleiche Anzahl 12,8 Geburten, der Landtag 960 00 Mark bewilligte. Veit und 16,6 Sterbefälle, mit anderen Worten: gagte, Sinn dieser repräsentativen Ausstel- lung sei es, weiten Kreisen der Bevölkerung zu zeigen, was dle junge Demokratie unseres Landes seit dem Zusammenbruch 1946 ge- lelstet habe, Die Ausstellung solle auch das Zusammenwachsen der Landesteile fördern. Werde, so teilte Bongers ferner mit, die Luftverkehrsbedarf-Ad in Köln ihr Aktien- Kapital von 25 auf 50 Milllonen D-Mark er- höhen und ihren Namen in„Deutsche Luft- Hansa“ Undern. Fraktionsvorstand der CDU/CSU nach Baden-Baden einberufen Bonn, 30. Juli.(dpa) Der Fraktionsvor- gitzende der CDU/CSU, Dr. von Brentano, hat nach Rücksprache mit Bundeskanzler Dr. Adenauer den Vorstand der Bundestags- traktion für Montag nach Baden-Baden ein- herufen. Die CDU/ CSU will sich in Anwesen heit des Bundeskanzlers mit der sowietischen Note zur Deutschlandtrage und mit dem Fall John beschäftigen. Lohnstreit in Hessen beendet Frankfurt a. M., 30. Juli,(dpa) Der Lohn- Atreit in der hessischen holzverarbeitenden Industrie iat beendet, Fin neuer Taritvertrag geht eine rhöhung des Stündeneclclohns um durchschnittlich 16 Pfennig vor, Die streiken den Arbelter haben die Arbeit wieder auf- enonnmen. Der 1000 Hungen 10,2. Der Geburtenüberschuß beträgt dem- nach etwa 7,0 v. H. Wär, der kes das Die Ziffer der letzten Jahre naturgemäß eine Schrumpfung der Jugend- Uichenamtelle zahl zur Folge. 80 der Sterbeũüberschuß Vergleicht man dagegen die Zahl der Bun- desrepublik, so sieht hier das Bild auf je Einwohner wie um 9 nher beträgt 2, folgt aus: 17,2 12,6; Geburten sinkenden hat un Folgen der an der Gegamtbev ab, WA Fre rund 4 Prozent der Männer und Prozent anstieg. ergter und dle Männergro Bevöllk one das mehr auch ncht in den Ländern de der Fall ist, sondern der Vergreisun Schatten!“ S0 ungsstatlstilcer Wisse heute schon, gegenwärtigen Struktur 21¹ die auch 3 Prozehit. Hheschlie- Geburten- der DDR Glkerungs- Die Zahl der Knaben und Mädchen im Alter von 14 Jahren hatte 1947 mren Höchststand erreicht und nahm seit- her um Gruppe 05 Jahre, die einstmals rückläufig gewesen Naturgemäß igt auch die Anzahl der münmlichen Bevöl- kerung zurüchcgegangen, denn Fluchtwellen betrafen in männliche Geschlecht Sterbetfällen sind Alteren Bevölkerungsschichten weitaus stär- ker betroffen. orb DDR pyramide, das Zeichen eines gesunden Vol so wie es republik schenurne, das Sinnbild einer Bevölkerung, Aunätnlich küllt, wenn es selner„Regierung nicht H= Ungt, bessere Lebensbe dingungen und da- mit steigende Geburtenziffern und gröhere Lebensfreude toren die Bevöll UAtlkker 901 Kaum der Pall sein Kann. die über rend auen g rohen Line das bel den ippen der erungsbild Menschen- Bundes- dle Men- A amheumn Amumen- Die Po- daß dieg der DDR Seite 2 Der Amts nachfolger. Bundesinnen⸗ minister Dr. Schröder hat den bisherigen Präsidenten des Bundeskriminalamtes in Wiesbaden, Dr. Hanus Jess, damit beauf- tragt, die Geschäfte des Präsidenten des Bundesamtes für Verfassungsschutz zu Über- nehmen. Kurz Nofieri Der Herzog von Edinburgh, der Gemahl Königin Elizabeths, unternimmt zur Zeit eine dreiwöchige Rundreise durch Kanada. Er will das größte Land des britischen Commonwealth kennen lernen, ohne ge- zwungen zu sein, Repräsentationspflichten zu erfüllen. Königin Juliane von Holland passierte auf einer Reise nach Dänemark Bremen und Hamburg. Der Salonwagen war an den Hol- land- Skandinavien-Expreſß angehängt. Eine Tante der Königin, die 64 jährige Großherzo- gin Elisabeth von Oldenburg, stieg in Bremen zu. Im Karlsruher Hochverratsprozeſ gegen die kommunistischen Funktionäre Oskar Neumann, Karl Dickel und Emil Bechtle wird der sechste Strafsenat des Bundesge- richtshofes nach siebenwöchiger Prozeßdauer am kommenden Montag das Urteil sprechen. Der Stabschef der USA-Flotte gab be- kannt, daß die amerikanische Marine ihre Suchaktion nach Ueberlebenden des Flug- zeugzwischenfalls bei der chinesischen Insel Hainan abgebrochen habe. Der französische Ministerpräsident Men- deès-France wandte sich offiziell gegen Ge- rüchte über eine bevorstehende Abwertung des Franes. Vin scharfer Note zwischen Por- tugal und In 15 nhang mit der Ausbreitung 9 eitsbe wegung“ in den portugiesisch Miederiassungen in Indien weist auf eine Steigerung der portuglesisch- indischen Spannungen hin. General Grünther, der Oberbefehlshaber der NATO- Streitkräfte, gab die Ernennung Generalléutnauts Clemente Primieri zum neuen Befehlshaber der Landstreitkrätte für Südeuropa bekannt. China hat die amerikanische Protestnote gegen den Abschuß einer britischen Sky- mastermaschine vor Hainan und die Behin- derung amerikanischer Rettungsbemühun- gen zurückgewiesen. Präsident Eisenhower hat angeboten, amerikanische Lebensmittel hinter den Eisernen Vorhang zu senden, um den vom Hochwasser heimgesuchten Gebieten der Donau und ihrer Nebenflüsse zu helfen. Teisseire Etappensieger Besancon, 30. Juli(dpa). Sieger der 20, f Etappe der Tour de France wurde am Don- „nerstag der Franzose Lucien Teisseire vor dem Holländer van Breenen und dem Belgler van Genechten. Das Spitzenreiter- trikot konnte der Franzose Louis Bobet behalten. Direktor des amer. BERICHTE UND KOMMENTARE Freltag, 30. Juli 1954 Treffpunkt der Geheimdienste Berlin, die Viersektorenstadt, ein Hauptkampffeld im Agentenkrieg zwischen Ost und West Von UP- Korrespondent Cay Graf Brockdorff Berlin, 29. Juli. Das Verschwinden des Abwehrchefs der Bundesregierung, Dr. Otto John, und sein Auftauchen im Osten hat ein Schlaglicht auf den seit Jahren unter der Oberfläche schwelenden west- östlichen „Agentenkrieg“ geworfen. Lediglich von Zelt zu Zeit, meist durch groß auf- gemachte amtliche Erklärungen aus Ost- berlin oder kommunistische Schauprozess, dringt einiges von der lautlosen Arbeit der militärischen Nachrichtendienste an die Oeffentlichkeit. Hauptaktlonsfeld der westlechen und öst- chen Geheimdienste auf deutschem Boden let Berlin, die Viersektorenstadt hinter dem„Eisernen Vorhang“, durch den man hler unbehindert, nur mit dem gelegent- chen Risiko einer Ausweiskontrolle, für 25 Pfennig mit der U-Bahn schlüpfen kann. Die politische Spaltung der Welt, die Spaltung Deutschlands und seiner ehemali- gen Hauptstadt liefern den Hintergrund für dle Tätigkeit der militärischen Nachrichten- cllenste und Splonageabwehrstellen, die sich hartnäckig unsichtbare Gefechte liefern. Nur ab und zu wird die verborgene Arbeit der Splonageorganisatlonen unterbrochen. Dann ist es der einen oder der anderen Seite gelungen, einen Agentenring zu spren- gen, und die Verantwortlichen müssen im Lleht der Oeffentlichkeit vor Gericht über ihre Tätigkeit aussagen, Besonders die Machthaber im Osten, die sich der Wirkung einer psychologischen Kampagne in ihrem mit Furcht durchsetzten Machtbereich be- Wut sind, versäumen es selten, ergriffenen Westlichen Agenten, oder solchen, die sle in diesen Sammelbegriff einordnen, mit krät- tigem Propaganda-Aufwand den Prozeſ zu machen, Niemand weiß genau, wieviel Geheim- organisationen es auf der westlichen und Getlichen Seite der viergeteilten Stadt gibt, aber die Spatzen pfeifen es in Berlin vom Dach, daß ihre Zahl einfach nicht zu Über- sehen ist. Die kommunistische Ostberliner Presse, deren Spalten täglich mit Berichten über die Tätigkeit„imperialistischer west- licher Agenten“ gefüllt sind, kolportlerte gerade in diesen Tagen westliche Pressemel- dungen, die von 83 verschiedenen westlichen Spionage organisationen in Berlin sprachen, Soweit sie sich nicht mit der Spionage- a b wehr befassen, verfolgen westliche und östliche militärische Nachrichtendienste den gleichen Zweck; die Krkundung der Absicht und des Potentials der Gegenseite. Die westlichen Spionagedienste dürften es aber bei der Erreichung dieses Zlels schwerer haben als ihre Konkurrenz im Osten. Während es für die Sowjets oder die Pankower Machthaber einfach sein dürfte, einen gut geschulten Agenten mit Geld und kalschen Papieren in den Westen zu ent- senden, muß ein westlicher Agent, durch die Polizeistaatskontrollen im Osten weitgehend gehemmt, eher mit seiner„Enttarnung“ rechnen, als sein in den Westen entsandter östlicher„Kollege“. Hinzu kommt, daß die Pankower Macht- haber jede Gelegenheit ausnutzen, den Agen- ten westlicher Geheimdienste Furcht einzu- flößen. Zahlreiche Prozesse gegen angeb- liche Agenten der Organisatlon„Gehlen“ haben in den vergangenen Monaten statt- gefunden, alle mit der deutlich ausgespro- chenen Warnung:„Seht her, vor dem Zu- grift unserer Staatsorgane ist niemand sicher.“ Die„Organisation Gehlen“ ist schärferen östlichen Angriffen ausgesetzt als andere westliche Nachrichtendienste. Fast immer sind es„Gehlenagenten“, die angeblich vom Zur Erhöhung von Staatssicherheitsdienst zur Strecke gebracht werden. Ostberliner Informanten wollen wissen, der seit einem Jahr amtierende Chef des SSD, Ernst Wollweber, habe sich vor- genommen, nach der Methode:„Unter zehn Verhafteten ist mindestens ein Schuldiger“, besonders das Netz der Gehlenorganisation zu trekken. Aber auch die verschiedenen Stellen des amerikanischen Geheimdienstes, der britische„Secret Service“ und„Mi 5“, sowie der französische Geheimdienst sind das Zlel östlicher Angriffe Ein besonderer Dorn im Auge der kommunistischen Propa- ganda sind außerdem die„Westberliner Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit“, der „Untersuchungsausschuß freiheitlicher Ju- risten“, die russische Widerstandbewegung Ns und der RIAS, denen der Osten immer wieder Sabotage und Agententätigkeit vor- Wirft. Der Fall John hat nicht nur den Blick auf die Tätigkeit der Splonageorganisatlo- nen gelenkt. Westliche Abwehrdlenste dürtf- ten als Folge von Johns frelwilllgem oder unkfreiwilligem Schritt ihr Sicherheitssystem überprüft haben. Die sofort reagierenden Abwehrspezlalisten in der Sowjetzone haben Verhaftungen vorgenommen, vermutlich in der Absicht, das westliche Agentennetz mit der Drohung zu erschüttern, es sei durch Johns Uebertritt„enttarnt“ worden. 3,3 Mill. Altrenten Gesetzentwurf im Bundesarbeits ministerium ausgearbeitet Bonn, 30. Juli.(dpa) Rund 3,3 Millionen alte Renten, die auf Leistungen aus der Zeit vor 1933 beruhen, sollen vom 1. Januar 1955 an mit einem Gesamtaufwand von etwa 630 Millionen Mark aufgebessert werden, Dies sleht der Entwurf eines„Gesetzes zur Ge- währung von Mehrbeträgen auf alte Ren- ten“ vor, der vom Bundesarbeitsminister, Anton Storch im Bundeskabinett eingebracht Worden ist. Das Altrentenaufbesserungsgesetz wird alle jene Rentenleistungen an über 60 Jahre alte Frauen und über 66 Jahre alte Männer umfassen, die in Goldmark oder später in Rentenmark geleisteten Beiträgen zur So- Informations programm für 40 Mill. DM USA wollen Kulturelle Beziehungen zu Deutschland vertiefen Bonn, 30. Juli(dpa/ UP), Die Vereinigten Staaten wollen in ihrem Informationspro- gramm für 1 künftig mehr Gewicht aut den kulturellen Sektor legen. Wie der IKanischen Auslandsinfor- matlonsprogrg„Theodor C. Streibeyt, am Benner! Vor der Presse in Bonn gagte, möchte Amerika seine eigene kulturelle Aktivität dem Auslande näherbringen,„da- mit mit der Ansicht aufgeräumt wird, daß in den USA reinster Materialismus herrsche und die Amerikaner nur an Massenproduk- tion, Kühlschränken und technischen Spie- lerelen interessiert sind“. Streibert teilte mit, daß die von den Amerikanern betriebene Rundfunkstation „RIAS“ in Westberlin, die Berliner Ausgabe der„Neuen Zeitung“ und die Zeitschrift „Der Monat“ vorerst weiter tätig sein bzw. erscheinen würden. Der Haushalt sehe auf alle Fälle vor, daß diese drei Publikationsorgane bis zum Ende des Etatjahres im Juni 1955 unterstützt würden, Das Jahresbudget für das amerika- nische Informationsprogramm in Deutsch- land bezifferte Streibert auf 9 Millionen Dollar(kast 40 Millionen DMW). Die Hälfte davon werde in Westberlin ausgegeben. Auch die 22„Amerikahäuser“ sollen vorerst bestehen bleiben. 24 US-Sender funken nach der Sowaietunion 24 Rundfunksender, die uber die ganze Erde verteilt sind, senden gegenwärtig zu ver- schiedenen feststehenden Zeiten Nachrichten nach der Sowietunſon. Einer dleser Sender 779 ich in Belgisch-Kongo und gel in ler nion besonders gut 5 N e eee cee rsender gegen die„Summe Amerikas“ sei ungefähr zweimal so hoch —— die Kosten für die amerikanische Sen- ung. 8 Bonn, 30. Juli(OP). Bonner Reglerungs- sprecher bestätigten am Donnerstag, daß Bundeskanzler Dr. Adenauer die Absicht hat, so die Lage es erlaubt, den USA dem- nächst zweimal einen kurzen Besuch abzu- statten, Einmal Ende August in Washington und später Ende Oktober oder Anfang No- vember in New Vork. Der August-Besuch geht auf eine Ein- ladung der„American Legion“, des ameri- kanischen Frontkämpferverbandes, zurück, der zu der Zeit in Washington seinen jähr- lichen Kongreß veranstaltet, auf dem Aden- auer zusammen mit Präsident Eisenhower eine Rede halten soll. Der Reise im Oktober oder November liegt eine Einladung der Columbia-Univer- Zlalversicherung beruhen. Diese früheren Beitragsleistungen sollen jetzt in ein ge- rechtes Verhältnis zur Kaufkraft der heuti- gen Währung gebracht werden. Um dieses Ziel zu erreichen, sieht der Entwurf des Bundesarbeitsministers vor, die aus der Goldmarkwährung errechneten Stei- gerungsbeträge etwa zu verdrefachen und dle Steigerungsbeträge aus den in Renten- mark geleisteten Beiträgen etwa zu verdop- peln. Dem Entwurf sind umfangreiche ver- sicherungsmathematische Berechnungen vor- ausgegangen, die in zahlreichen, dem Gesetz- entwurf beigefügten Umrechnungstabellen für die Mehrbeträge ihren Niederschlag ge- funden haben, Der finanzielle Aufwand des Gesetzes soll aus den Kassenüberschüssen 55 Sozlalversicherungsträger gedeckt wer- en. Metropolit von Montenegro zu 11½ Jahren Zuchthaus verurteilt Centinje(Montenegro), 30. Juli.(dpa) Ein 3 5 8 verurteilte am 8 tag den 71 jährigen Metropoliten(Erzbischof) von None an 5 wegen„Ver- Schwörung zum gewaltsamen Sturz der qugo- slawischen Regierung“ zu elfeinhalb Jahren Zuchthaus, Der Metropolit, ein munterer alter Herr mit einem gepflegten weißen Bart, nahm das Urteil lächelnd auf. Adenauer plant zwei USA-Reisen Nach Washington und New Vork auf Grund von Einladungen“ sität in New Vork zugrunde, die dem Kanzler den Ehrendoktor-Titel verleihen will— den neunten, den der Kanzler damit empfangen würde. Beide Besuche würden Adenauer erlau- ben, mit Eisenhower und anderen amerika- nischen Politikern in einem persönlichen Gespräch die weltpolitische Lage zu erörtern. Der Annahme der Einladung der„Ame- riean Legion“ ging die Mitteilung aus Paris Voraus, daß der französische Ministerpräsi- dent Pierre Mendès-France im Sep- tember in die USA reisen wolle. Adenauer wird nun somit unter Umständen sowohl vor als auch nach dem Besuch des franzö- sischen Regierungschefs die Möglichkeit zu einer Aussprache mit Eisenhower haben. Großer Besatzungsschmuggel: Us-Waren gegen Nippfiguren Nürnberg, 30, Juli(dpa). Nach jahrelan- gen Ermittlungen hat dle Nürnberger Zoll- fahndungsstelle einen großen Besatzungs- schmuggel aufgedeckt. Wie sie am Donners- tag mitteilte, sind in die Afläre, bei der es um Millionen-Werte ging, 314 Personen verwickelt. 5 Der Schwerpunkt des Schmuggels lag im Gebiet von Coburg, Lichtenfels und Kronach. Ambulante Händler hatten in diesem Gebiet und zum Teil auch jenseits der Zonengrenze in großen Mengen Waren der dortigen Indu- strie wie Porzellan, Nippflguren, Korbwaren und Spielzeug aufgekauft und in den Wohn- sledlungen der Besatzungsmacht in Kaisers- lautern, Wiesbaden, Mannheim und Würz- burg gegen amerikanische Zigaretten, Tabak, Tee und Kaffee eingetauscht. Diese amerikanischen Waren wurden dann über lingierte Adressen nach Oberfranken zum Verkauf verschickt. Gewerkschaften fordern erweiterte Mitbestimmung Dortmund, 30. Juli,(dpa) Die beschleu- nigte Verabschledung einer Novelle zum Mitbestimmungsgesetz forderte am Donners- tag eine Delegiertenversammlung der Be- triebsratsvorsitzenden der Industriegewerk- schaften Bergbau und Metall in Dortmund. In der Novelle soll ausdrücklich das Mit- bestimmungsrecht der Arbeitnehmer im Kohlenbergbau und der Eisen- und Stahl- industrie auch auf die Obergesellschaften der Montanindustrie ausgedehnt werden. Der Vorsitzende des DGB, Walter Freitag, der Vorsitzende der 18 Bergbau, Heinrich Imig, und der Vorsitzende des Landesbezirks Nordrhein-Westfalen der 18 Metall, Heinrich Sträter, kündigten Kampfmaßnahmen an, falls den Arbeitnehmern das Mitbestim- mungsrecht bei den Obergesellschaften ver- weigert werde. UNITAs gegen Mensuren Mainz, 30. Juli. Ft-Eig. Ber.) Der Leiter des Presseamtes des Verbandes der wissen- schaftlichen katholischen Studentenvereine UNIT AS, Dr. Peter Josef Hasenberg, wandte sich am Donnerstag in einer Pressekonferenz zu Beginn der 77. Generalversammlung der rationen, die die Bestimmungsmensur wieder sich an den deutschen Hochschulen heute zum Teil restaurative und auch reaktionäre Strö- mungen bemerkbar machten. Dagegen sei das Ziel der UNITAS, die Akademiker im Volke zu verwurzeln und nicht einen besonderen akademischen Ehrbegriff zu schaffen. An der bis Montag dauernden General- versammlung der UNIT AS in Mainz nehmen etwa 500 Mitglieder teil, die von den west- deutschen Universitäten, außerdem aus der Sowietzone, dem Saargebiet, Oesterreich und der Schweiz kommen. Die UNITAS, die 1847 gegründet wurde, ist die älteste katholische Studentenvexeinigung Deutschlands. Sie zählt heute etwa 000 Mitglieder.. 1 1 Bilder deutscher Soldatengräber Kassel, 30. Juli.(dpa) Der Volksbund cleutsche Krlegsgräberfürsorge in Kassel be- schafft auf Wunsch Bilder von Gräbern ge- Angehörigen von Gefallenen, die Fotos wün- schen, sollen sich möglichst umgehend an die Geschäftsstelle des Volksbundes wenden. Die„demokratischsten Wahlen, die es je gegeben hat“ Berlin, 30, Juli.(UP) Die Wahlen zur Sowietzonenvolkskammer(über Einheitsliste) selen die„demokratischsten Wahlen, die es ſe in Deutschland gegeben hat“, behauptete der erste Sekretär der SED, Walter Ulbricht, in einem Rechenschaftsbericht an„seine Wähler“ in Leipzig:„Weil man keine Wäh- lerstimmen kaufen kann, die Wähler nicht nur einen Stimmzettel abgeben, sondern an der staatlichen Tätigkeit, an der Mitbera- tung und Kritik teilnehmen, und weil die Wahlen unter der Bedingung der Souverä- nität stattfinden“, In der Sowietzone habe sich die„höhere Form der Demokratie ent- wickelt“, die sich darin zeige, daß sie„dem Fortschritt zum Siege verhilft“, 2 Ein heiterer Roman von Ell Wendt Sommergäste in Sophienlust 1 1 11. Fortsetzung Aber um die Herren war es traurig be- stellt. Amtsgerichtsrat Perlhuhn entschloß sich schliefllich, in eine knisternde grüne Re- genhaut gehüllt, dem Wetter zu trotzen. Herr Buchholtz jedoch lehnte müßig im Sessel und lauschte den Grammophonklängen, die ge- dämpet aus Fräulein Aurelſus“ Zimmer Ka- men,„Mit dir, mit dir nach Sizilien“, summte er vor sich hin. „Wenn mam bedenkt, daß die Hältte des Unlaubg schon vorüber ist—“, sagte Frau Buchholtz. „Wie bitte?“ Herr Buchholtz fuhr auf- gescheucht empor. „In vierzehn Tagen sind wir schon wleder zu Hause“, sagte Frau Buchholtz und zählte die Maschen auf ihrer Nadel. „Du Hast wirklich ein Talent, einen immer am Unangenehmes zu erinnern“, gab Herr Buchholtz gereizt zur Antwort. Seine Frau starrte ihn erschrocken an. „Ich meine ja nur“, stammelte sle mit den verängstigten Augen elnes gescholtenen Hundes. Ich ging hinaus und nahm den Brief für Fruleln Aurellus mit, der auf dem Pisch im der Diele lag. Es kamen oft Briefe für sle an, immer mit der glelchen gewissenhaften Männerschrift. Ob sie der Feder des Jüng- Urigs mit den blitzenden Zähnen entstamm- ten? Fräulein Aurelius lag noch im Bett, in einem Nachtgewand aus himmelblauer Selde; das allberblonde Haar umstand wirr ir ele- nes Gesicht. Sle Wart einen gleichgültigen licht auf den Rrlef und legte ihn neben sich aut den Nachttisch. „Es war relzend gestern abend“, sagte gle und lachte mich an, „So?“ sagte ich,„wenn Sie sich nur nicht erkältet haben!“ „Ach nein“, sagte Fräulein Aurelius und dehnte sich behaglich unter ihrer Decke,„ab und zu braucht man ein bißchen Abwechs- lung, kinden Sie nicht auch?“ „da“, sagte ich,„hoffentlich dauert der Regen nicht zu lange,“ „Hof— fent— lich“, sang Fräulein Aure- ius zu den Klängen des Grammophons., Ihre gute Laune an diesem verregneten Morgen War erstaunlich.„Merkwürdiges Ehepaar, diese Buchholtzens“, sagte sle nach einer Welle. „Wieso?“ fragte jch migtraulsch. „Sle Ist ein bißchen spleſig, nicht wahr?“ Frau Buchholtz ist eine sehr nette Frau“, sagte ich, gerelzter als mir lieb war, Sollte Tom doch recht haben mit seinem„kleinen Ungeheuer?“ „Das mag wohl sein“, sagte Fräulein Aurellus krledtertig,„aher irgendwie schei- nen sle nicht zueinander zu passen.“ Ich unterdrückte herolsch meine Meinung Über Herrn Buchholtz und Uberlleß Fräulein Aurelius hren freundlichen Gedanken und dem Grammophon, Draußen erwartete mich Rosa mit der Mittellung, daß sowohl Fräu- lein Poslegel als auch Amtsgerichtsrat Perl huhn ein Bad bestellt hatten, Frfahrungs⸗ gemäß wird in der Sommerkrische nur an Regentagen gebadet und auch dann wenlger aus elnem dringlichen Reinlichkeltsbedürfnis als vielmehr aus Langeweile. Ich ging mit Rosa ia Badezimmer; im „Schleten Turm“ prasselte eln munteres euer. Wir beobachteten pessimlatlsch, wie das Wasser aus dem dünnen Rohr langsam in dle Wanne rleselte, Obwohl wir nicht vor den Anschaftungskosten einer neuen Wanne zurückgeschreckt waren und das Badezimmer außerdem mit einem Frottéteppich aufge- putzt hatten, auf dessen blauem Grunde rote Enten schwammen, blieb es unser dunkler Punikt, Der„schlefe Turm“ war daran schuld, er vernichtete auf hoffnungslose Weise den gewinnenden Eindruck von Wanne und Tep- Pich, Das erste, was im nächsten Jahr en- geschaft werden mußte, war ein neuer Badeofen. Heute blieb uns nichts Übrig, als zu hoffen, daß die Wanne bis zum Mittag voll laufen würde. Beim Mittagessen wollte die kleine Edith nicht essen. Nach der Ursache ihrer Appetit- losigkeit befragt, beganm sle bitterlich zu welnen. Das Kind müsse krank sein, sagte Frau Buchholtz geängstigt. „Herzchen, so sag doch, tut dir etwas weh?“ An Stelle einer Antwort schluchzte Edithchen nur noch heftiger. „Vielleicht hat sle Bauchweh“, Hinz sachlich. „Habt ihr etwa im Garten Obst genascht?“ kragte ich, von düsteren Ahnungen ertüllt. Hinz sah verlegen beiseite, „Nur ein bißchen“, bekannte er,„aber Edith hat viel weniger gegessen als ich, höchstens künk!“ „Fünt was?“ „Johannisbeeren“, sagte Hinz schuldbe- wubzt. „Dabel hat es den ganzen Vormittag ge- regnet“, stellte Fräulein Poslegel Kkopfschüt- telnd fest. Hinz zog es vor, zu schweigen; unter an- deren Umstünden hütte nichts auf der Welt ihn zu hindern vermocht, das„bigchen Re- gen“ verichtlich zu belachen, Frau Buchholtz nahm Edith bel der Hand und ging mit ihr hinauf.“ i „Wenn die kleine Edith krank wird, bist du daran schuld“, sagte ich vorwurksvoll. „Aber ich habe ihr doch gar nicht ge- gagt—“ begann Hinz aufgebracht. „Du als der Aeltere wußßtest ganz genau, dal ihr zwischen den Mahlzeiten kein Obst meinte essen gollt!“ — Hinz schwieg verstockt, weit entternt, em- zusehen, daß die Zahl der Jahre zu lästigen Dingen verpklichtet, als da sind Vernunft Und Verantwortungsgetfühl. Frau Buchholtz kam wieder, blaß und aufgeregt. Sie hatte das Kind gemessen; es hatte fast 39 Grad Feber. „Hoffentlich wird nicht Scharlachfleber oder Diphtherie daraus“, sagte düster Fräu- lein Poslegel. Frau Buchholtz brach in Tränen aus; es wurde beschlossen, einen Arzt kommen zu lasgen. Dr. Dirrmoser in Seewang genoß einen guten Ruf und erfreute sich großer Be- llebtheit, Ich ging sogleich zum Telefon. Dr. Dirrmoser war nicht zu Hause, seine Frau versprach jedoch, ihn sofort herüberzuschik- ken, wenn er käme., Als ich ins Zimmer zu- rückkehrte, war Frau Buchholtz wlieder hin- aufgegangen; die übrigen Gäste hatten sich, angeregt durch die Erkrankung der kleinen Idith, in eine lebhafte Debatte über Krank- heiten gestürzt. Ein ebenso dankbares wie unerschöptliches Thema! Fräulein Postegel kam von ihrem eigenen Rheumatismus auf die Gallensteine der Frau Superintendent Schlüter und landete schließ- lch bel ihrem im zarten Kindesalter verstor- benen Bruder, den ein tücklisches Fleber hin- Weggeraftt hatte. Amtsgerichtsrat Perlhuhn steuerte ein Leberleiden zum Thema bel und erteilte Herrn Buchholtz den Rat, der kleinen Edith aut jeden Fall eln Abführmittel zu geben., Wenn auch nichts damit gebessert Werde, so schade es doch auf keinen Fall. Ja ja, sagte Herr Buchholtz zerstreut, er Werde glelch mal nach dem Rechten sehen, Vorliäutig tat er nichts dergleichen, Solange Fräulein Aurellus im Zimmer weilte, be- Stand nicht die geringste Aussicht, daß er es verlassen, würde, Um drel Uhr kam Dr. Dirrmoser, eln Landarzt von echtem Schrot und Korn, Breit unc untersetzt, mit einem gutmütigen Rull⸗ dongengesicht. strömte er eine Welle von Hilksbereitschalt und Zuversſcht aus. r. stellte eine leichte Halsentzündung lest und nannte die kleine Edith ein„armseliges Hascher!“ „Ja, so ein einzelnes Kind“, sagte er mit einem gutmütigen Lachen und schrieb etwas zum Gurgeln aut und Pulver gegen das Feber. Frau Buchholtz atmete auf, Sie richtete slch kür den Rest des Nachmittags mit dem Weinroten Pullover am Bett der kleinen Edith ein, während Herr Buchholtz sich in ungewohnter Gefälligkeit erbot, die Medlzin in der Apotheke zu besorgen. Später hörte der Regen auf, aber die Wolken hingen tlef über dem See, dessen Zrüne Wellen ein kalter Westwind reichlich mit welgen Schaumkronen schmückte. lch Alng in meinem Lodenmantel nach Seewang hinauf, mit einer Liste von Haushaltungsge⸗ gegenständen bewaffnet. Außerdem hatte Fräulein Poslegel mich gebeten, Kurpflau- men für sie zu besorgen. „Wissen Sie, meine liebe Frau Berthold, nicht diese gewöhnlichen getrockneten Pflau- men! Ste müssen Kurpklaumen verlangen, am besten die guten Karlsbader!“ Ich betrat die Uebelackersche Gemischt- Warenhandlung, von starken Zwelfeln be- drüngt. Seewang a. See und Kurpflaumen kamen mir ganz und gar unvereinbar vor, aber ich hatte Fräulein Poslegel nicht von vornherein aller Hoffnung berauben wollen. Nachdem ich Kaltee, Tee, Makkaroni und Sultaninen erstanden hatte, Auherte ich zag- hatt mein Begehr. Herr Uebelacker starrte mich an, als wollte ich himmlisches Manna von ihm haben. „Kurpklaumen?“ sagte ſer und seine blauen Aeuglein zwinkerten ungläubig,„schöne ge- trocknete Zwetschgen hätt 1 do.“ Und er kramte aus elner Schublade, auf der in schwarzen Buchstaben„Diverse Gemüse“ zu lesen stand, eine Handvoll trockener und unansehnicher Pflaumen hervor, „Nein“, sagte ſch,„das dürkte nicht das Richtige seln, Die Dame wünscht aus drücke lich Kurpflaumen.“ Foptsetzung folgt UNITAs in Mainz gegen die Studentenkorpo- eingeführt hätten. Es sei zu bedauern, das fallener deutscher Soldaten im Ausland. Die K Htg che Niemand begeht ein Ver- brechen, ohne zugleich eine Dummheit zu begehen. Diderot FR HIT A 34011 Heute vor 170 Jahren starb Denis Diderot. Der be- deutende französische En- zyklopädist war Autodidakt und eine leidenschaftliche, auch literarisch begabte Na- tur. 1761 wurde er Redaktor der großen französischen „Encyclopédie“, deren seele er verkörperte, Seine Ro- mane wurden teilweise von Goethe verdeutscht. e Im Gaisberg-Tunnel auf die Schienen gelegt Im Gaisbergtunnel lien sich am Donners tagmorgen um 11.13 Uhr ein 20 jähriger jun- ger Mann aus Oftersheim von dem Schnell- trlebwagen 3577 Heidelberg— Schönau aus noch unbekanntem Grund überfahren. Die Ermittlungen der Polizei ergaben, daf es sich einwandfrei um Selbstmord handelt. Dazu erfahren wir folgende Einzelheiten: Der Schnelltriebwagen 3577 war aus dem Hauptbahnhof Heidelberg abgefahren und durchfuhr den Gaisbergtunnel. Plötzlich sah der Triebwagenführer eine Gestalt quer auf den Schienen liegen. Aber es War zu spät. Der Wagen hielt dann am nächsten Bahn- signal und der Wagenführer verständigte über den Signalfernsprecher den Fahrdienst- leiter des Hauptbahnhofes. Als die Bahn- polizei und Kriminalbeamte an der Un- glücksstelle eintrafen, bot sich ihnen ein kturchtbares Bild. In einer Nische des Tunnels fand man die Aktentasche des jungen Mannes. Eine Dauerkarte für den Schwetzinger Schloßg- garten, die man in der Tasche entdeckte, gab Hinweise auf den Heimatort des Toten. Es handelt sich um einen kaufmännischen Angestellten aus Oftersheim, der in einer Schwetzinger Firma beschäftigt war und Urlaub hatte. Er ist das einzige Kind eimer angesehenen Oftersheimer Familie. Der junge Mann war seit einigen Monaten we- gen einer Nervenkrankheit in ärztlicher Be- handlung. Alles zum Kleid rr: Heidelberg, Soſlenstr. 17 + aus dem Neckar gerettet Am gestrigen Spätnachmittag hätte der Neckar fast schon wieder ein Opfer gefor- dert. Karlsruher Schüler paddelten in Falt- booten etwa in Höhe der Stadthalle, als plötzlich eines der Boote ausgerechnet in dem Augenblick Kkenterte, als ein Frachter in hoher Fahrt nahte. Führmann Kar! Uberle konnte den im Wasser treibenden Jungen gerade noch rechtzeitig vor dem dro- henden Aufprall des Schiffsbugs retten. Er brachte den Jungen an Land. Schwimmbad vorübergehend geschlossen Anläßlich des Länder- Schwimmwett- kamptes bleibt das neue Schwimmbad am Samstag, 31. Juli, und Sonntag, 1. August, . HEIDELBERG-STADT Selte 3 Schwierige Bauauſgabe wurde glänzend gemeistert Neubau des Tbe-Hauses der Universitäts-Kinderklinik wird heute eingeweiht weitere Gebäude werden errichtet Im Neuenheimer Universitätsbereich wird heute eines der interessantesten Gebäude eingeweiht: der Neubau des Tuberkulosehauses der Universitäts- Kinderklinik. Dieses Bauwerk ist „Nummer 1“ auf dem Gelände, das ein- mal die gesamte Kinderklinik aufneh- men soll. Harmonisch in die Land- schaft eingegliedert, liegt es am Ende der Klinikstraße, hinter dem Botani- schen Garten. Das Haus soll tuberkulös erkrankte Kinder aufnehmen, die man dort pflegen will, bis sie in Sanatorien verschickt werden können. Diese schwierigen Fälle werden bis zu einem dreiviertel Jahr in der Klinik verblei- ben. Daneben werden aber auch Kin- der kurzfristig dort untergebracht, bei denen zu entscheiden ist, welche Art von Klimabehandlung zweckmäßig sein wird. Das Klinikbaubüro unter der Leitung von Oberbaurat Bare hat hier wiederum ein Bauwerk erstellt, das sich sehen lassen kann und zu dem man die Erbauer sowie die Uni- versität beglückwünschen kann. Besonders interessant ist das Gebäude durch seine Eigenartigkeit und die unge- Wohnte Verzahnung der Hauptfassade, die architektonisch schön und glücklich gelöst ist. Der nebenstehende Grundriß, den uns das Klinikbaubüro zur Veröffentlichung über- lieg, macht die Anlage dieses Bauwerkes be- sonders deutlich, wie auch das wiedergege- bene Foto des Hauses ein eindrucksvolles Bild vermittelt. Die ungewohnte und eigenwillig anmu- tende Verzahnung der Fassade und Schräg- stellung der Zimmer ergab sich aus der Lage des Gebäudes, durch die Forderung, den Räu- men keine direkte Südlage zu geben und Seinen Verletzungen erlegen Kurz nach seiner Einlieferung in die Chir- urgische Klinik verstarb der 27 Jahre alte Motorradfahrer aus Hockenheim, der, wie gestern schon kurz berichtet, am Mittwoch in der Nacht in der Rohrbacher Straße mit seinem Motorrad verunglückte. Sein Sozius erlitt, wie sich jetzt ergab, nur leichtere Verletzungen. Das Motorrad war nach dem Zusammenstoß mit dem Lkñkw in Brand ge- raten, so daß auch die Berufsfeuerwehr ein- greifen mußte.„ 5 99 50 Drei Verletzte b nenn 14a FD ae 18 Fi Zusammenstoß zwischen zw,el Motor- rädern ereignete sich am Donnerstag- morgen an der Kreuzung Speyerer Straße— Pleikartsförsterstraße— Diebsweg. Die bei- den Fahrer der Motorräder wurden erheb- lich verletzt, ein Soziusfahrer erlitt einen den Wunsch, wind- und wettergeschützte Liegeplätze zu erhalten. Die Krankenräume sind nach der Außen- kront hin durch vierteilige große Falttüren ganz zu öffnen. Es wurde dadurch erreicht, daß die Außenluft ungehinderten Zutritt erhält und Freiluftbehandlungen durchgeführt wer- den können, ohne daß die Betten auf die Bal- kone geschoben werden müssen. Da größere Kinder, Kleinkinder und auch Säuglinge aufgenommen werden müssen, deren Verhältniszahl nicht feststeht, sondern sich stets ändern wird, mußten alle Zimmer so gebaut werden, daß man Normalbetten unterbringen kann. Bei der Anlage des Ge- bäudes für 80 Betten ergibt sich somit die Möglichkeit, jederzeit erheblich mehr Kin- der aufzunehmen, da mit einem größeren Prozentsatz von Kleinkindern und zum Teil auch Säuglingen gerechnet werden kann. Der Bau hat eine Länge von 60 m bei einer Breite von 13,41 m. Er ist zweistöckig und als„doppelbündige Anlage“ erstellt und so aufgegliedert, daß von dem einen Haupt- treppenhaus aus vier völlig getrennte Sta- tionen erreichbar sind. Der Keller und die Stockwerke untereinander sind durch einen Krankenaufzug verbunden. An beiden En- den des Bauwerkes ist noch je eine Wendel- treppe als Not- und Feuertreppe angebracht. Das Gebäude ist mit einer Deckenstrahl- heizung ausgestattet, welche durch Fern- leitung an die Heizzentrale der Chirurg. Klinik angeschlossen ist. Der Besonderheit des Tuberkulosehauses entsprechend, haben sämtliche Zimmer außer den Waschbecken mit fließend kaltem und warmem Wasser 1 auch noch je eine Kinderbade wanne. ee.. den, daß die Schwestern von jedem Zimmer aus die übrigen Krankenräume überblicken und beaufsichtigen können. Wenn erforder- lich, können diese Durchblickfenster durch Vorhänge abgeschirmt werden. Rippenbruch und Hautabschürfungen. Die Freiflächen, welche sich durch die Protest gegen Studenten-Kellner Die Genfer und die Gewerkschaft erheben Einspruch Der I. Vorsitzende des Internationalen Genfer Verbandes, Sektion Heidelberg, bit- tet uns, darauf aufmerksam zu machen, daß sein Verband an der Ausbildung von Stu- denten zu Kellnern(wir hatten darüber be- richtet) nicht beteiligt war und ist. Es ent- spreche nicht den Grundsätzen des Verban- für den allgemeinen Badebetrieb geschlossen. des, Berufsfremde auszubilden. Das The- Haus der Unibersitäts Kinder 1 elite, einer der intefessantesten Weu bauten im Neuenheimer Untpersitätsberel oh, wird heute eingeweiſt. Auch in einer Versammlung der Industrie- gewerkschaft Nahrung, Genuß, Gaststätten, die am Mittwochabend stattfand, wurde ge- gen die Ausbildung der Studenten in die- sem Beruf in scharfer Form Verwahrung eingelegt. Die Gewerkschaft, so wurde ge- sagt, habe von vornherein hre Mitwirkung versagt und protestiert. Das auf diesen Be- ruf angewiesene Bedienungspersonal laufe Gefahr, im Winter auf der Straße zu liegen. Ihre Familien seien dann auf Arbeitslosen- unterstützung angewiesen. Diese Stellungnahme wurde in Verbindung mit einer Erläuterung des neuen Tarifab-⸗ schlusses bekanntgegeben, der eine Besser- stellung in der Ortsklasseneinteilung und eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 10 Prozent erbrachte. Der Referent dieser Versammlung, G. Matzke, verwies auf die Schwierigkeit und die Langfristigkeit der geführten Ver- handlungen und deutete an, daß verschie- dentlich Weder der alte noch der neue Tarif- vertrag erfüllt werde. Abschließend war zu hören, daß die Ge- Werkschaft sich auch weiterhin gegen Stu- denten-Lehrgänge verwahre und Schritte eingeleitet habe, die einer Wiederholung entgegenarbeiten. Von der Universität Dem Privatdozenten für Peychiatrie und Neurologie und Oberarzt an der Psychiatri- schen und Neurologischen Klinik, Dr. med. Hans Hermann Meyer, wurde durch den Herm Kultminister die Amtsbezeichnung eines außerplanmäßigen Professors ver- Uehen. Schwellen werden ausgetauscht Die Bundesbahndirektion Karlsruhe schreibt: In dem Artikel„Technische Nüsse werden geknackt“(Ausgabe vom 21. Juli) wird die Haltbarkelt der bei der Entgleisung des Triebwagenzuges beschädigten Schwellen ungezwelkelt. Die Besorgnis ist indessen un- begründet, da die Tragfähigkeit der Schwel⸗ len noch auf Jahre hinaus gewährleistet ist. Lediglich etwa 50 stärker beschädigte Schwellen werden in nächster Zeit ausge- Wechselt. Volksfest in Kirchheim Vom 31. Juli bis 2. August ndet das traditionelle„Volkstest“ und Betelligung von geche namhaften Kirchhelmer Vereinen auf den Sportplatzanlagen der Freien Tur- ner Klirchhelm statt. Samstag: 20 Uhr Festbankett: Turnen, Gymnagtik, Pana und Gesang. Sonntag: ab 9.30 Uhr: Leichtathletische Wettkämpte, 13 Uhr Festzug, anschl. Fuß- balfspiele, Handballsplele, Radktahren und Motorradfahren, abends grolheg Feuerwerk. Der eigenartige Grundriß des neuen Kliniſe gebäudes Schrägstellung der Räume ergeben, wur- den zweckmäßig für die Unterbringung der Schränke, Waschbecken, Badewannen und Rohrleitungsführungen ausgenutzt.: Um den Krankenräumen zu den farbigen Vorhängen noch eine besondere lebendige Note zu geben, wurde jeweils eine Raum- wand mit einer freundlichen Kindertapete tapeziert, die von Raum zu Raum in den Motiven wechselt. Die Tapeten wurden mit einem abwaschbaren durchsichtigen Farb- überzug versehen, genau so wie die übrigen Wände durch einen besonderen Farbanstrich abwaschbar gestaltet wurden, so daß sie mit Seife und Bürste und leichten Desinfektions- mitteln gereinigt werden können. Hell und lichtdurchflutet sind alle Räume, sie sind schön und zweckmäßig angeordnet, so daß man sich gut vorstellen kann, daß die Patienten sich wohl fühlen und Aerzte und Schwestern gerne darin arbeiten. Ein unterirdischer Gang, welcher sich an den normalen Kellergang anschließt, soll später, wenn das für die neue Kinderklinik vorgesehene eigene Küchen- und Wasch- küchengebäude erstellt ist, dem Speise- und Wäschetransport dienen und gleichzeitig die gesamte Verteilerleitung zu den anderen Gebäuden der Kinderklinik aufnehmen. Wie wir hören, soll wahrscheinlich noch in diesem Jahr mit einem weiteren Neubau für die Kinderklinik, dem dreistöckigen In- fektionsgebäude, begonnen werden, sowie mit dem großen Wohngebäude für Schwe- stern, Aerzte und Personal samt Küche und Waschküchenanlage. Dieser Spezialbau bedurfte im Entwurf gründlicher Ueberlegungen und eingehen- der Beratungen mit den Aerzten. Diese Arbeit— von der Planung bis zur Fertig- stelsung— ist von Oberbaurat Barié und seinem Mitarbeiterstab in nur etwas mehr als einem Jahr reibungslos bewältigt. Es ist nun zu hoffen, daß der Weitergang der Arbeiten und damit die Verlegung des ge- samten Komplexes der Universitäts-Kinder- klinik unverzüglich weitergeht und ohne Stockungen durchgeführt wird. Das Tempo ist abhängig von der Bewilligung der Mittel durch das Land und auch durch die Stadt, die sich laut Vertrag mit einem Sechstel der Kosten beteiligen muß. 1 on „ r f Warum mehr ausgeben, Es gibt jetzt Wirklich keinen Grund mohr, im normalverdichtenden Vor- gesermotor ots anderes als Nor- mallcraftstoff zu fahren, besonders soltdem wir des neue ESS O- Benzin mit Super-Eigenschafton liefern. Machen quch Sie einen Vorsuch, tanken Sie clas nächste Mol das besonders kKlopffeste neue E880 För hochverdichtende Motoren jedoch und för Sonderunspröche omofohlen Wir unseren Weltbew/ährten Kraftstoff ESSO EXTRA 3 legen war, aufzuzeigen, wie. sehr das ge- Seite 4 Gratulanten bei der 50 jährigen Gehörlosenschule STADT UND LAND Freitag, 30. Juli 1954 Dank und Anerkennung für eine schwierige und verantwortungsvolle Arbeit Die Jubiläumsfeier aus Anlaß des 50 jährigen Bestehens der Staatlichen Gehörlosenschule in Heidelberg vereinte die Vertreter der Regierung, des Kultusministeriums, beider Konfessionen, der Universität, der Stadt und ihrer Behörden und der Schulen in der Quinckestraſle. Aus allen Anspra- chen klang neben der Freude über das Jubiläum der Schule der Dank an jene Männer, die mit unendlicher Liebe das Wunder vollbringen, taub- stumme Kinder zu rechten und ganzen Menschen zu machen und ihnen weitgehend Verkehrs- und Berufsfähigkeit zu vermitteln. Regierungspräsident Dr. Huber wies mit seinen Glückwünschen und dem Dank für das Geleistete auch auf die Gefährdung der Taubstummen hin, die weit schwerer als Blinde den Weg zum Mitmenschen fün- den und daher in besonderem Maße von der Hilfe des Lehrers abhängen, Das Land Baden habe sich mit dieser Schule ein Denkmal für sein Schulwesen ge- setzt, sagte Oberregierungsrat Hochstet- ter, der in Vertretung des verhinderten Kultusministers gekommen war. Das vor- bildliche Gesetz von 1902, das zur Grün- dung der Heidelberger Schule führte, zeuge von einer tiefen und echten Verantwortung für die nicht vollsinnigen Kinder, Wenn man heute an eine Neufassung des Schulwesens denke, so müsse man bestrebt sein, an Stelle des Guten das Bessere zu setzen. Langjährige Erfahrung und neueste Er- kenntnisse pädagogischer Art verbünden sich an der Anstalt auf das glücklichste, Auch der Vertreter des Oberschulamtes, Regierungsdirektor Koebele, ging von dem 1902 geschaffenen Gesetz aus, das man hoffe auf eine noch festere Grundlage zu stellen,. Er bedauerte, daß man„drauſen“ go wenig von den Vorgängen in der Taubstum- menschule wisse und daher auch kaum er- messen könne, was das Loslösen von der primitiven Geste und das Einführen in den Geist der Sprache bedeute. Die Vertreter der beiden Konfessionen zeigten sich sehr beeindruckt von dem reli- giösen Geist, der die Erziehung an der Schule beherrsche, und sprachen ihren Dank dafur aus. Prof. Rudert ging in seinem Grußwort besonders auf die Beziehungen zwischen der Schule und der Universität ein, auf das Von- einanderlernen und sprach von dem beacht- lichen Niveau der Anwärter des Taubstum- menlehrerberufs. Bürgermeister Amann betonte die Ein- zigartigkeit der Heidelberger Anstalt, die schon so vielen jungen Menschen die Tür zur Gemeinschaft geöffnet habe. Oberregierungsrat Sechmidt-Brücken Wies auf das enge und vertrauensvolle Band hin, das zwischen der Berufsberatung des Arbeitsamtes und der Schule bestehe. Von tiefer innerer Anteilnahme getragen Waren die Worte des langjährigen Leiters der Schule, Dir, Singer, dem daran ge- ſamte Lehrer-Kollegium für Bestand und Aufenthalts, nämlich 4 bzw. 3 Tage. Erfolg einer derartigen Anstalt verantwort- lich gel. Mit seinem Dank an die Schüler, die im Leben vollendeten, was die Schule be- gonnen habe, verband er die Hoffnung, daß auch der immer noch festgehaltene Lehrer Winne wisser bald wieder seine Arbeit auf- nehmen könne. Nach einer ganzen Reihe weiterer, herz- licher Gruß- und Dankeésworte berichtete Dir. Kern, der Leiter der Schule, aus der Arbeit seit 50 Jahren. Als künftige Auf- gaben bezeichnete er eine familienähnliche Erziehung in kleinen Gruppen und die Früh- erziehung, zu der schon der Kindergarten in Neckargemünd beitrage. Nur dank der Personen und des Personenkreises, die sich mit dem Problem der Gehörlosenbildung befaſt hätten, sei der Aufbau und nach dem Kriege der Wiederaufbau denkbar gewesen. Nach Unterrichtsvorführungen einzelnen Klassen wurde die Ausstellung eröffnet, die über den Sprachaufbau, die Berufsschule, das Studienseminar und gewerbliche Arbei- ten früherer Schüler aufschlußreiche Er- kenntnisse vermittelt. Kh. Die VII b machte das Rennen Ein erster Preis fiel an die Pestalozzi-Schule Alljährlich führt das„Deutsche Jugend- herbergswerk“ eine Schulgroschensammlung durch, deren Erträge zum Neubau oder zur Wiederinstandsetzung zerstörter Jugendher- bergen verwendet werden. Die Schulgro- gchensammlung 1964 diente z. B. der Aus- stattung der neuerbauten Jugendherberge „Neckartal“ in Eberbach. Als besonderer Anreiz wurden den sam- melelfrigsten Klassen Preise in Aussicht ge- stellt, So besteht z. B. der erste Preis, ge- trennt nach Stadt- und Landschulen, in je einem fünktägigen kostenlosen Aufenthalt und freier Verpflegung in einer Jugendher- berge im Regierungsbezirk Nordbaden. Die zweiten und dritten Preise unterscheiden gich lediglich durch die kürzere Dauer des Als elfrigste und sammelfreudigste Stadtschul- klasse wurde nun die Klasse VII b der Pestalozzischule Heidelberg festgestellt und durch die Verleihung bzw. Zuerkennung des ersten Preises ausgezeichnet. Neben diesen Hauptpreisen wurden noch 100 Schulen mit dem„Kalender Deutsches Wandern 1954“ bedacht. In Heidelberg und Umgebung betrifft dies folgende Schulen bzw. Klassen: Volksschule Dossenheim, Kl. VI a, Volksschule Heddesheim, Kl. 8 a, Gym- naslum Heidelberg, Kl. Ve, Gymnaslum Heidelberg, Kl. IVe, Friedrich-Ebert-Schule Heidelberg, Kl. 7e, St. Raphael, Heidelberg, Kl. VI a, Helmholtz-Realgymnasium Heidel- berg, Kl. Vb, Pestalozzi-Mädchenschule Hei- delberg, Kl. 7 b, Volksschule Leimen, Kl. Ve, Volksschule St. Ilgen, Kl. VII, Volksschule 9 81 Kl. 6b, Gymnaslum Wiesloch, 8. Für die besten Einzelleistungen der Schü- lerinen und Schüler wurden 100 Wandergut- scheinhefte des Deutschen Jugendherbergs- werkes im Werte von je 4 DM ausgesetzt. Die glücklichen Gewinner sind: In Dossen- heim: Klaus-Peter Eckerle, Siegbert Hartel, Erich Theilinger. In Heidelberg: Hermann Ade, Günter Alffermann, Gerda Bittig, Georg-Michael Eisenbach, Günter Henn, Jo- chen Hintz, Jürgen Jauch, Peter Oestreicher, Herbert Raad, Harald Selg, Günter Mund, Gerhard Schefmeier, Baldur Schmidt, Wer- ner Schwing, Heinz-Erich Weber, Ulrich Wutzler, Alfred Toschka, Michael Zahn. In St. Ilgen: Ingrid Moser, Heide Wagner. Pfarrer i. R. Karl Otto Frey gestorben Verdienstvoller Erforscher der Rohrbacher Vergangenheit Am Donnerstagmorgen starb im Alter von 66 Jahren nach kurzer aber schwerer Krankheit in der Chirurgischen Klinik Pfarrer i. R. Karl Otto Frey. Der Stadtteil Rohrbach beklagt den Tod eines Mannes, der wie kaum ein anderer Über seine Geschichte Bescheid wußte, der in vielen heimatkundlichen Schriften seine Forschungen über Rohrbach einer breiten Oeffentlichkeit zugänglich machte. Grund. 2 HEIDELBERCER KULTURLEBEN „Leider nicht von mir“ Das vorletzte Serenadenkonzert im Schloß galt Johann Strauß „Ab 8 Uhr Wird getanzt“— hätte man beinahe am Mittwochabend über den Schloß hof hängen können. Dicht daran war es jedenfalls, als die Menschenmassen, die es auch diesmal wieder gab, einmal einen gan- zen Abend lang Herz und Gemüt in Walzern und Polkas Johanns des Seligen baden Konnten und unser Generalmusikdirelctor Karl Rucht dabei egenhändig den Bade- meister machte. Man brauchte kaum aufzu- zählen, aus welchen Bestandteilen die Wäs- serchen„der schönen blauen Donau“ gemixt Waren: ein bissel„Fledermaus“ mit der Ouvertüre, launige„G'schichten aus dem Wiener Wald“ von nebenan, ein„Kaiser- Walzer“ aus der Hofburg, fürs Volk der „Annen-Polka“, fürs Orchester der„Pizzl- kato-Polka“(übrigens eim Glanzstück der Technik), für die anspruchsvollen Romanti- ker ein Intermezzo aus der tausendundeinten Nacht und fur einen humorigen Abgang end- lich ein perpetuum mobile.. perpetuum mobile „Immer in Bewegung“— dag könnte man auch über die Wiedergabe schreiben, denn grade den Zeitmaßen hatte K. Rucht mi teiner auch hier ziemlich evidenten Neigung zur Breite sein Augenmerk geschenkt. Er stilisiert den Walzern aus den Kontrasten des ritar dando, ja des Langsamen zum Bewegteren, Wobei freilich die Verse des rubato und der Taumel der Stretta ein wenig zu kurz kom- men. Es ist halt doch nicht ganz weanerisch, Was wir zuwege bringen können: man merkt es besonders an den Geigen, die öfter eine gewisse Schärfe und Härte haben, wo man dle unverbindliche Eleganz und die Ge- schmeidigkeit des Wieners heraushören möchte, Brahms, der Sinfoniker, soll einmal einer jungen Dame bei einer Tanzfestlich- keit auf den Fächer zu den Noten eines Straußgwalzers die Worte geschrieben haben: Leider nicht von mir Das ist es, Was wir meinen, dieses neidvolle Bedauern, dort eines Sinfonikers, hier eines Sinfonie-Orche- sters; dieses beglerige Aufblicken zu der Sülze einer Musik, um deren Charme es sich schon zu mühen lohnt Natürlich blieb in unserem Rahmen dann Alles gepflegt und klangschön, besonders bel den Solisten, in der gehaltvoll prallen Cello- Cantilene, die verschiedentlich in den 3 himmel aufstieg, im Flötensolo oder im Zither-Solo eines auf echt kostümierten Bayern, so daß plötzlich Almenrausch im Wiener Wald ertönte; meine Kenntnisse rei- chen leider nicht aus, um zu sagen, ob das Gamsbart-Hütl dort zuständig ist oder ob die- ser Export eine große Anfrage im Bayeri- schen Landtag auslösen wird. Für alle Fälle müchte sich Karl Rucht noch vor dem Ende des Konzertes aus dem Staub des Podiums und ließ das Orchester allein zu Ende per- petuum-mobilisteren— ein reizender Knall- effekt, der noch einen Kranz von Zugaben auslögte. Otto Riemer KULTURELLE RUNDSCHAU Vom Heidelberger Zimmertheater Dem Zimmertheater Heidelberg ist es lungen, den in Heidelberg wohnenden Schau- spleler Tony Dameris fest für die kommende Splelzelt an das Zimmertheater zu verptlich⸗ ten. Tony Dameris war nach dem Krlegze Mitglied der Heidelberger Kammerspiele e. V. unter G. Hartung und später unter Dr. Harald Braun. 1949 schied er aus dem Verband der ge- e Städtischen Bühne Heidelberg aus,. b 1949 war er als Sprecher an der Sendestelle Hel- delberg/ Mannheim tätig. Aus vielen Rollen wie„Der Hauptmann von Köpenik“ usw. igt er den Heidelbergern noch in bester r- innerung. Dr. Hans Hellwig, der an mehreren Buh nen Deutschlands als Dramaturg beßschäktigt War und in den letsten Jahren an einem nam- haften Hamburger Verlag als Mitinhaber ar- peltete und als Uebersetzer vieler bekannter auslündsicher Stücke hervortrat, wurde vom Eimmerthenter Heidelberg als Dramaturg tür die Splelzelt 1064/0 engagiert Von der Mannkelmer Wirtschafts hochschule Der Senat der Wirtschaftshochschule Mann- heim hat am 24. quli 1954 den ordentlichen Professor der Volkswirtschaftslehre, Dr. rer. pol. Eduard Willeke, zum Rektor für das Stu- dlenfahr 1. 10. 1964/0 gewählt. Prof. Dr. rer. pol. Friedrich Kenz el, Frankfurt, hat den Rut aut das durch die Emeritierung des Pro- kessors Dy rer. pol. Dr. h. c. Walter le Coutre trel gewordene Ordinariat für Betriebswirt⸗ gchaftslehre un der Wirtschaftshochschule Mannheim angenommen. „Malerinnen“, Wir möchten unsere Leger nochmals nachdrücklich auf diese von Käthe Ruckenbrod zusammengestellte Gedok- Ausstellung im Kurpfälzischen Museum aut morkgam machen, Dle Ausstellung, die bis ein achlleglich 6. August täglich von 10—13 und 16—16 Uhr geöltnet lest, stellt einen interessan- ten, sonst gelten so geschlossen zu erlebenden Querschnitt durch das ſeünstlerische Frauen- gchaflen unzerer Zeit dar. legend und richtungweisend waren in den Heldelberger Jahrbüchern seine Beiträge zur Elchendortf-Forschung, den Beziehungen des Dichters der Romantik zu Rohrbach und dem„Rohrbacher Käthchen“. Und es ist nicht allzulange Zeit vergangen, daß diese Forschungsarbeit ihren äußherlichen Nleder- schlag in einem Rohrbacher Heimattag ge- kunden hatte, einem Heimattag, der all diese reichen, von Pfarrer Frey publizierten, hi- ischen Werte ine Gedgchinle r. 3 1 r n eee e* Pfarrer Frey. So hat er sich bis in diese Tage mit der Frage nach dem Ursprung des Namens„Heidelberg“ beschäftigt. Pfarrer Frey war Pfälzer, geboren in Frankenthal. Dort besuchte er auch die hö- here Schule und dann später das Gymma- slum in Ludwigshafen. Er studierte Theolo- gle in Marburg, Heidelberg, in Berlin und schließlich in München noch Mathematik und Philisophle. Er war VIkar in Kaisers- lautern und Pfarrer in Höchen im Saar- gebiet. Als Major im zweiten Weltkrieg hatte sich Pfarrer Frey besonders der Krlegsgräberfürsorge angenommen. BoyD-Mitteilungen für Rentner By(Bund der vertrleb. Deutschen), Kreis- verband Heidelberg-Stadt teilt mit: Für Rentner: Nach dem Fremdrentengesetz müssen alle Ansprüche bis spätestens J. August angemeldet werden, wenn nicht die Nachzah- lung etwa anfallender Mehrleistungen ab 1. April 1082 verloren gehen soll. Die Anträge sind zu richten: Bel Angestell- tenrenten an die Bundesversicherungs-Anstalt tür Angestellte, Berlin-Wilmersdorf, Ruhrstr. 2; Bel Invalidenrenten an die zuständige ren- tenzahlende Landesversicherungs-Anstalt(n den meisten hiesigen Fällen ist dies die LVA in Karlsruhe, Kaiserallee 6). In den Anträgen ist das Rentenzeichen und die Anstalt zu nennen, die den letzten Renten- bescheid erteilt hat. Der Antrag— am besten mit eingeschrlebe- nem Brief— braucht nicht mehr zu enthalten als den Satz:„Ich bitte, meine Rente nach dem Fremdrentengesetz neu zu berechnen“. Für Be- ratungen steht die Kreisgeschäftsstelle des BVD, Gewerleschaftshaus, Rohrbacher Str. 18-16, Zim- mer 36, zur Verkügung. Für heimatvertriebene Wissenschaftler und Künstler: Zwecks Betreuung und Förderung werden alle dem By angehörenden Wissen- schaftler und Künstler gebeten, sich in der Kreisgeschäftsstelle, Rohrbacher Str. 13-16, Ge- werkschaftshaus, Zimmer 26, zu melden. Jungtierschau in Rohrbach Am 31. Jull und 1. August führt der Klein- tierzuchtverein Heidelberg-Rohrbach seine erste qungtierschau im Saale des Gasthauses „Zum Lamm“ durch, Die Schau ist sehr reichhaltig. Sie ist mit über 100 Tieren der verschiedenen Rassen beschickt. ES findet auch eine Verlosung von Jungtieren und Be- darfsartikeln statt, so daß jeder Besucher in dieser schönen und abwechslungsreichen Schau auf seine Rechnung kommen wird. Au. Städtische Bühne: 19,46 Uhr, Am weihen Röhl“, Im Schloßhott 20.30 Ohr,„Was hr Wollt“, Thingstättet 0 Uhr, Konzert der amer Kcunischen Luttwatte, Bonlal demokratische Mochschul gemeinschaft: 90,10 Uhr,„Sehwarzegn gchttt“, es spricht Prot. A, Weber uber Probleme der deut- chen Auhenpolitih Deutscher Mustkerverband: 14,0 Uhr, Gast- Attte Gewerkschaftthhaus, Hauptversamm-⸗ lung. Kinoprogramm glehe Anzelgentell Heute laufen Maxi und Ernst: Das Baier-Eisballett über den„grünen Klee“ zu loben, bedeute„Eulen nach Athen zu tragen“, Wem sagt man das schon? Wer dle Balers kennt, vor früher her kennt, wWelßz, daß die Arbeit dieser beiden von der Liebe zur Ballett- und Eislaufkunst Beses- senen beste Qualität war und ist. Allein der Name garantiert für die Güte des Pro- gramms, für die Kunst auf dem Eise. Sle kommen beide vom Sport. Nein und doch. Aber da war zuerst doch die Kunst. Bei Maxi dag Ballett, bel Ernst das Archi- tekturstudium., Dann kam eigentlich erst der Sport und seine Meisterschaften, Ste schufen einen eigenwilligen Laufstil. Sie waren als Einzelläufer Weltklasse und fanden sich als Paarläufer, wo sie viermal die höchste Krone errangen und Olympiasieger Wurden. Dieses Elslaufpaar wurde auch für das Leben ein „Gespann“, das durch dick und dünn geht. Maxi wird heute abend wieder laufen. Ihre Blinddarmoperation hat sie gut über- standen, Und mit Ernst zusammen wird sie den unsterblichen Walzer tanzen. Sie, die Balers, werden ihn tanzen. Wer hat sie nicht schon zu kopieren versucht. Keinem ist es bisher gelungen, den Walzer so zu tanzen, wie sie. Aus den Sportlern Baler sind jetzt die Ballett-Chefs geworden, Aber wer sle lau- ten sleht, spürt immer noch etwas von dem Feuer des Sports, oder wer es anders sehen Will, steht bei ihrem sportlichen Lauf immer noch sehr viel Kunst und Ballettschule. Und so schaut es im ganzen Ballett aus. Da ist keln einziger Läufer, der nicht die Grund- schule durch hat. Ernst gibt Laufunterricht. Maxi schult die jungen Männer und Mäd- chen im Tanz, im Ballettstil, Man spürt es, wenn die Scheinwerfer auf die Eisfläche prallen, wenn das bunte Licht die Läufer Der gute Besuch, den die 42. ordentliche General versammlung der Bäcker-Einkaufs- genossenschaft am Mittwochnachmittag im „Schwarzen Schiff“ aufzuweisen hatte, zeigte, daß die Meister des Kreises Heidelberg ihrer Fachgenossenschaft reges Interesse entge- genbringen. Nachdem der Versammlungslei- ter Arthur Burkardt als Vorsitzender des Aufsichtsrats eröffnet hatte, referierten die beiden Vorstände der Genossenschaft, Friedrich Blank und Wilhelm Knorr, eingehend Über das abgelaufene Geschäfts- jahr und den Jahresabschluß per 31. De- zember 1953. Aus dem Bericht des Vorstan- des ist zu entnehmen, daß das abgeschlos- sene Geschäftsjahr im Zeichen eines stets zunehmenden scharfen Konkurrenzkampfes und knapper werdender Kapitalſen stand. gemeistert werden, so daß die Aufgabe der Preisregulierung erfüllt werden konnte. Gegenüber 1952 ergab sich eine Umsatz- erhöhung von 21 690,41 DM auf 2421 808,70 DM. Erhebliche Umsatzsteigerung konnte Am Mittwoch ereigneten sich in Neckar- gemünd zwei Verkehrsunfälle: Das Post- auto, das den Paketzustelldienst erledigt, wollte gegen 11 Uhr in Kleingemünd„Im Brühl“ wenden und fuhr beim Zurück stoßen auf einen dort parkenden Kombilieferwagen der Firma Waschsalon„Lavita“ auf. Hierbei wurde die Tür an der Rückfront eingedrückt. Der Sachschaden beträgt ca. 200 DM.- Ge- gen 19.15 Uhr streifte in der Kurve vor dem Hotel„Prinz Carl“ ein aus Richtung Heidel- berg kommender schwerer LKñã W einen ent- gegenkommenden Pkw und rig diesen ein Stück mit. Der Lñ¹KW war beim Auswelchen eines anderen Fahrzeuges etwas Über die Fahrbahnmitte nach links geraten. Der Sach- schaden beträgt ca. 200 bis 300 DM. Per- sonen kamen nicht zu Schaden. Am kommenden Sonntag findet auf dem Gelände und in allen Räumen des Matthlas- Claudius-Jugendheims im Neurott-Zlegel- hausen das dlesfährige Gemeinde- Sommer- fest der Evang. Kirchengemeinde Zlegelhau- gen statt. Beginn: 14 Uhr. Der Reinertrag des Festes dlent dem Betrieb des Fvang, Jugend- und PFreizeithelms mit Kindergar- ten, Kirchen- und Posaunenchor wirken mit, auch igt die Mitwirkung der örtlichen Vereine und Chöre in Aussicht gestellt. Bel mülhigen Preisen ist gute Bewirtung wie im Vorjahre gewährleistet. Auf die Jugend Warten ein Kasperletheater und andere Ueberraschungen, Am Abend findet eine kestliche Illumination des ganzen Geländes statt. Bel ungünstiger Witterung sorgt ein —— WIR GRATULIEREN! 78. Geburtstag. Herr Valentin Kohlwel⸗ ler, Rentner, Schröderstraße 33, felert heute gelnen 70. Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch! Heinen 77. Gehurtstag telerte gestern Reichs- bahnassistent a. D. Hermann Welk, Wieblin⸗ gen, Wallstraße 13. Dem Jubilar wünschen Wir alles Jute und weiter einen gesunden Lebens- abend! Das Vest der silbernen Hochzeit felert heute Direktor 1. R. Andre F. Guth und tzeine Frau Lenel geb, Andresen, Am gleichen Tag begeht Herr Guth zeinen 61, Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch! * Bericht aus Leipzig. Am Sonntag, 1. August, 20 Uhr, berlchten um Gemeindesaal der Pro- vIdengklrehe, Karl-Ludwig-Str, 6, über den Kirchentag in Leipzig Religionslehrer A1 Die Baiers und der Bajazzo Ein Eisballett, das beste Klasse darstellt begleitet. Da ist Anmut, da ist Kraft, da ist Kunst. f Das Programm? Wie gesagt, die Baiers lauten heute abend. Ich werde sie mir noch einmal ansehen, Zum wievielten Male? Mein Gott, ich weill es nicht mehr. Zum ersten Male sah ich Maxi als 13jährige Meisterin. Dann die Olympischen Spiele 1936. Dann in jedem Jahr fast ein paarmal. Nach dem Kriege, als sie schwer um ihre Existenz rin- gen mußten, schenkten sle frohe Stunden. Jetzt wieder. Und immer wieder. Ich muß sie beide noch einmal ansehen. Sie sind das, was man„unvergesilich“ nennen kann. Sie sind der Prototyp des deutschen Elskunst- läufers von einst. Hervorragend im Stil, be- scheiden im Auftreten und zwel Menschen, die Meister auf dem Eise und im Leben sind. Aber noch eines: da ist ein junger Mann in der Truppe, der mich ungeheuer beein- druckte, Sönke Jensen. Das ist der Bajazzo. Wie er ihn spielt! Das ist einfach phanta- stisch, das ist erste Klasse. Da ist ein Schau- spleler verborgen. Dieses Gesicht— man möge mich nicht vermessen nennen— die- ses Gesicht erinnert an den Größten der Pantomimen, an den Franzosen Barrault. Dieser Sönke Jensen, nun, dieses Gesicht be- herrschte den gesamten ersten Teil des Pro- gramms. Dieser Bajazzo bringt es selbst auf kaltem Eise fertig, es den Menschen in ihrem Herzen warm zu machen. Dieser Bajazzo wurde meisterhaft gespielt. Er wurde gelebt. Und die anderen? Gut, sehr gut. Dieses Ballett ist keine Revue. Da wird nicht Wert gelegt auf eine„Flelschschau“, sondern auf Leistung. Die Szenen glänzend ausgewählt, ohne Brimborium und Uberlautstärke. Es ist wie gesagt ein Ereignis, eine groflartige Schau deutscher Meisterläufer, entzückend Die besonders auf dem Mehlmarkt recht i Ne A. Wat von Nabe e durch eine Umsatzausweitung des Kleinlagers dargebracht von den Balers und ihre Ensemble. G. F. Bäcker-Einkaufsgenossenschaft tagte Erfolgsbericht bei der ordentlichen Generalversammlung vor allem bel Zucker und sonstigen Waren erzielt werden. 5 Da die alte Lagerhalle beim Güterbahnhof, bedingt durch den Bahnhofsneubau abge- brochen werden mußte, wurde nach Kauf eines Grundstückes im Pfaffengrund eine neue Halle erstellt, wofür bis zum Jahres- abschluß 1953 insgesamt 56 319 DM aufge- wendet wurden. Es ergab sich ein Gewinn tür 1953 von 30,78 DM. Den Mitgliedern wird, wie auch im Vorjahr, eine Warenrückvergũü- tung von 1 Prozent bewilligt Vorstand und Aufsichtsrat wurde einstim- mig Entlastung erteilt und ebenso einstim- mig wurden die turnusgemäſl ausscheiden- den Aufsichtsratsmitglieder Christoph Heyd, Hermann Kupfer und Eugen Kern wieder e N 1 rde Ak Kutsichtsratsmitglied Schöptel Wurde, Bäk- Aufsichtsrates. Nach einer Aufforderung das„Kurpfäl- zer Brot“ noch stärker zu propagieren, ap- pellierte Obermeister Heyd, auch weiterhin der Genossenschaft treu zu bleiben, denn die Genossenschaft stärke das Handwerk in sei- ieee ur noten nem Existenzkampf. A. W. Zwei Verkehrsunfälle in Neckargemünd Sachschaden, keine Personen verletzt/ Jugendlicher Dieb Gestern nacht gegen 1 Uhr wurde bei elner Nachtstreife der Landespolizei ein 17 jähriger Junge aus Oberhausen/ Rheinland beim Diebstahl eines Moped, das ein an der Straßenbaustelle Neckargemünd beschäftig- ter Arbeiter auf dem Bahnhofvorplatz ab- gestellt hatte, auf frischer Tat ertappt und ktestgenommen. Tod auf der Autobahn Auf der Autobahn bel St. Leon ereignete sich am Donnerstagmorgen gegen 6 Uhr ein schwerer Verkehrsunfall. Ein vollbeladener Lastzug war von der Fahrbahn geraten und elne Büschung hinuntergestülrst, Der Bei- fahrer wurde tödlich verletzt, der Fahrer kam mit leichteren Verletsungen davon. Sommerfest in Ziegelhausen Reinertrag dient dem evang. Jugendheim Festzelt für ungestörten Verlauf der Ver- anstaltung. Jung und alt sind zur Teilnahme herzlich eingeladen. Gaben und Spenden jeder Art sind herzlich Willkommen und wollen bis Samstag im Fvang. Gemeinde- haus oder im Jugendheim selbst abgegeben Werden, Auf Wunsch erfolgt Abholung durch freiwillige Helter. Die Konfirmandenrüstselt findet von Mon- tag, dem 6. bis Donnerstag, dem 9. Septem- ber im Matthlas-Claudius-Helm statt. An- meldeformulare sind im Pvang. Pfarramt gowie im Anschluß an den Gottesdienst am Kirchausgang zu haben. Weitere Einzel- heiten sind aus den Anmeldeformularen er- sichtlich. bert von der Gewerbeschule in Heidelberg und D. Bruno Geller, der langjährige Ge- noralsekretür des Gustav-Adolt- Werkes in Leip- Eig. qedermann let freundlich eingeladen. Völkerkunde-Hammlung der PForthelm-Atit- tung. Durch die M„Götter und Kulte Aslens“, Hauptstr., 290(Palais Weimar), findet gonntag um 11 Uhr elne kostenlose Führung atatt. e wird daraut hingewiesen, dall im Monat August keine Weltere Gttentliche Füh rung mehr sein Wird. Der Had. Ziegensuchtverband e. V., Karls ruhe, hält am Sonntag, 1. August, in Wieblin- len, Gasthaus„Zur Krone“ eine Bezlrkszle- genschau ab, Beginn der Prümiterung um 9 Uhr, Beginn der Schau 13.90 Uhr. Alle Züchter und Interessenten sind eingeladen. Kero-club Heidelberg. Heute, um 20 Uhr, im „Herg-Bräu“ Besprechung über gegelflug-Lehr Hang. Freitag, 30. Juli 1954 Auftakt zum neuen Fußball-Spieljahr Jubilkumsspiele in Leimen/ FSV Frankfurt gastiert mit kompletter Elf beim VfB Nach der 4 wöchentlichen Sommerpause be- Einnen die Fußballer am kommenden Sonn- tag wieder mit Freundschaftsbegegnungen. Für die Durchführung von Privatsplelen steht nur wenig Zeit zur Verfügung, so daß die meisten Vereine gleich den ersten spielfreien Sonntag Wahrnehmen werden, in Freundschaftstreffen hre Mannschaft„fit“ zu machen, um für die bald beginnende Pflichtspielrunde gerüstet zu sein. In Leilmen herrscht gleich am ersten Spleltag Hochbetrieb, denn der VIB feiert sein 40 jähriges Jubiläum und hat aus diesem An- laß ein Spielprogramm aufgestellt, das sich sehen lassen kann, Als Hauptspiel(16 Uhr) gelang es dem Vi Leimen, die komplette Oberligaelf des FSV Frankfurt zu verpflichten und damit das neue Spieljahr gleich mit einem besonderen Fußball-Leckerbissen zu eröffnen. Auch werden am Sonntag bereits die Turnier- Splele gestartet, die in zwei Gruppen durch- geführt werden, In der ersten Gruppe sind S8 Plankstadt, TSG Rohrbach, SV Sandhau- sen, VfB Wiesloch, RW Pfaffengrund und TSV Handschuhsheim und in der zweiten Gruppe TB Rohrbach, SpVgg. Balertal, Viktoria Nuß loch, FC Gauangelloch, Spfr. Dossenheim und SG Wiesloch beteiligt. TSV wWieblinzen— Fr Heldelberx Auch auf dem Platz des TSV Wieblingen kindet zum Auftakt ein Freundschaftssplel mit zwel Mannschaften gegen die Freie Turner- schaft Heidelberg statt. Beginn: 16 Uhr. 868 Hirschhorn— Vin Bretten Die Hirschhorner Fußballer haben sich leich eine sehr schwierige Aufgabe gestellt, denn mit dem„neugebackenen“ I. Amateur- isten aus Bretten haben sle sich einen spiel- tarken Gemner verpklichtet, der Gewähr für eine sehr interessante Partie bietet. Ds spielt in Böckingen Der DS trifft in Böckingen gegen die dortigen Unionisten und kommt damit einer Ruickspielverpflichtung nach. Außerdem stehen sich in Peters tal die Sd im Pokalspiel dem SV Altneudorf und in Wilhelmsfeld die TSG dem VIL Heilig kreuzsteinach gegenüber, Beginn dieser beiden Pokalspiele 15,30 Uhr. Vorher untere Mann- schaften. FC Sportfr. Dossenheim— Union Heidelberg Mit dieser Begegnung treflen sich auf dem Dossenheimer Sportplatz zwei alte„Bekannte“, die sich schon in früheren Jahren recht„heiße Auseinandersetzungen“ geliefert haben. Auch diese Neuauflage zu Saisonbeginn dürfte an Spannung nichts vermissen lassen. Turnier um Angelbach/ Leinbachpokal in St. Ilgen Mit Beendigung der Sommerpause tritt am Samstag, 31. Juli, und Sonntag, 1. August, der Fußballklub Badenia mit einem Pokal- und Fußballturnier wieder an die Oeffentlichkeit. Das Programm ist so gestaltet worden, daß zwischen den jeweiligen Turnierspielen dle restlichen Pokalspiele um den Leimbach Angelbach-Pokal ausgetragen werden. Das Turnier beginnt am Samstag(17 Uhr) mit dem Spiel St. Ilgen— Astoria Walldorf. Die Spiele gehen jeweils über eine halbe Stunde. Um 18 Uhr steigt dann das erste Pokalspiel der Badenia St. Ilgen— 88 Nuß loch, das über die volle Zeit geht. Die Spiele werden am Sonntag, um 10.30 Uhr, weitergeführt. In den Turniersplelen stehen sich dann St. Ilgen— VfB Wiesloch, Astoria Walldorf— Dielheim. VfB Wiesloch gegen Astoria Walldorf, St. Ilgen— Dielheim und Dielheim— VIB Wiesloch gegenüber. Dazwischen spielen VIB Wiesloch— Baiertal und VfB Wiesloch— I. FC Mühlhausen um den Leimbach-Angelbach-Pokal. Um 165 Uhr beginnt das Propagandaspiel der Interessen- gemeinschaft Mühlhausen/ VfB Wiesloch/ Diel heim/ TSG Nußloch/ Baiertal/ St. Ilgen gegen dle 1. Mannschaft des SV Sandhausen. Montagabend Alte Herren der Badenia It. Iigen— Walldorf. G. K. Endspiel um Badischen Handballpokal TSV Rot trifft in Handschuhsheim auf SV Waldhof/ Turnier in St. Leon und Jubiläum in Neckarsteinach TSV Rot— SV Waldhof in Handschuhsheim Obige Mannschaften stehen sich am Sonn- tag, um 16 Uhr, aut, dem Sportplatz in Hand- schuhsheim, um die Badische Pokalmeister- schaft gegenüber. Wer erinnert sich nicht der Zeiten als der SV Waldhof im badischen Hand- ball eine souveräne Spitzenstellung einnahm. Damals schon waren der TSV Rot und die Waldhöfer scharfe Gegner. SV Waldhof machte zwischenzeitlich eine starke Krise durch, die zum Abstieg in die Bezirksklasse führte, aber anscheinend jetzt beseitigt zu sein scheint. Dies beweist nicht nur der Wiederaufstieg zur Verbandsliga, sondern auch die Erreichung des Pokalendspieles, Trotz der Formverbesse- rung der Waldhöfer ist der TSV Rot als Favorit anzusehen. Tennis-Elite trifft sich in Hamburg 48. internationale Tennismeisterschaften mit 16 Nationen Vom Freitag an wird sich die Tennis-Elite aus 16 Nationen für zehn Tage auf den An- lagen von Hanburg-Rothenbaum ein Stelldich- ein geben. Hir an der Alster werden die 46. Internationalen Tennismelsterschaften von Deutschland ausgetragen. Um die Titel bewer- ben sich Tennis-Cracks aus USA, Südafrika, Schweden, Jugoslawien, Argentinien, England. Frankreich, Indien, Brasillen, Japan, Italien, Norwegen, Oesterreich, der Schwelz, von Ber- muda und Deutschland. Noch nie waren 80 viele Länder bel diesen Meisterschaften wie diesmal. Von den, Titelverteidigern vermißt man die Amerikanerin Dorothy Knode-Head(die glückliche Mutter einer Tochter wurde), sowie den deutschen Tennis-Baron Gottfried von Cramm. Die Sieger im Vorjahr waren: Herren- Einzel: Budge Patty, 9 Nee 05 ead, 1 8 190 8 amen-Do 6 40 e les: Partei Vote 7 Bel den Herren ist Budge Patty(os dies- jähriger Meister von Itallen und Schweden und Halbfinalist von Wimbledon, wiederum klarer Favorit. Es ist nicht anzunehmen, daß ihn die Schweden Davidsson und Bergelin, oder sein Landsmann Hugh Stewart, oder Segal(Süd- afrika), Mottram(Frankreich), Vieira Bra silien) u. a. in Bedrängnis brüngen können. Ob die Deutschen Buchholz, Koch, Hermann, Huber, Pöttinger, Feldbausch, Biederlack und Scholl einigermaßen erfolgreich ab zuschneiden verstehen werden?— Wer wird die Nachfolge von Dorothy Knode antreten? Die USA-Rang- Usten-Achte Babs Lewis scheint am ehesten dazu prädestiniert. Sie muß aber mit den Englünderinnen Ward, Curry, Mottram, der Schwelzerin v. Alvensleben und den Deutschen Inge Vogler und der jungen Margot Dittmeyer erst einmal fertig werden. Neben den internationalen Meistern werden in Hamburg gleichzeitig auch die nationalen Titelträger im Damen- und Herren-Hinzel er- mittelt. Da diese Titelkämpfe in Braunschweig infolge Regens nicht ausgetragen werden konnten, wurden sie nach Hamburg verlegt. In der Endrunde stehen sich hier Inge Poh- mann und Erica Vollmer sowie Ernst Buch- holz und Engelbert Koch gegenüber.(isl) Badische Tennis-Jugendmeister- schaften Die Durchführung der Juniorenmeister- schaften im Tennis wurde in diesem qahr dem Heidelberger Tennisclub übertragen. Die Kämpfe beginnen heute um 9 Uhr und dauern bis Sonntag. Es werden fünf Konkurxenzen (ausgetr 775 2 r für Juni und Juno. 8 Tron) Mottram. e e J. Und Se e 1 2 eln Turnier für Jumtoren ganges 1940 und junger Mit 111 Teilnehmern bei über 170„ ist das Feld außerordentlich groß. Im Junioren- Einzel(60 Teilnehmer) hat Lamy(Schwarz- Gelb Heidelberg) seinen Titel zu verteidigen. Die Hauptwidersacher dürften ihm wohl in Figlesthaler(Karlsruher ETV), Hormuth(Hei- delberger TC) und Bungert(TTC Mannheim) erwachsen, Bei den Mädchen(30 Teilnehmer) besteht nach dem Ausscheiden von Frl. Kuder (88) eine Vakanz. Wer Nachfolgerin wird, ist offen. In den Doppelkonkurrenzen sehen wir die favorislerten Teilnehmer in Lamy /Bungert und Hormuth/ Figlesthaler bzw. Stöher/ Dittmann und D. Berk/ V. Berk, Vor allem werden in den Vorschluß- und Schlußrunden(Samstagnach- mittag und Sonntag) spannende Kämpfe er- Inge Pohmann, Erika Vollmer, Totta Zehden, Wartet. KK ſflotoprad- Voyenischeidung in Huynberg Gute Aussichten der BMW- Werksfahrer Leider verliert der vierte Lauf zur deut- schen Motorradmeisterschaft am Sonntag in Nürnberg durch den gleichzeitig stattfinden den„Großen Preis von Europa“ viel von sei- nem Echo, obwohl beim AD AC-Norisringren- nen auf dem schnellen 3 Km-Kurs des Zeppe- Uinfeldes neben einer Reihe ausländischer Asse auch alle deutschen Werksrennställe starten und eine Krönung von Noll/ Cron sowie dle Vorentscheidung in den Titelkämpfen der an- deren Klassen zu erwarten sind. Die jungen BMW- Werksfahrer konnten sich bisher in jedem der drei Rennen die höchste Wertung holen, Da nur die vier besten Ergebnisse an- gerechnet werden, würde der vierte Sieg die erste deutsche Meisterschaft bringen. Ein Sieg., der trotz Hillebrand/ Grunwald und Schnei- der/ Straus zu erwarten ist. Ohne die Feldberg-Ruhepause könnte man auch mit der zweifachen Krönung von Vor- fahrs-Doppelmeister Haas in den leichten Klassen rechnen, der sowohl bei den 125 als auch bei den 200-cœm-Maschinen in Hocken- heim und im Eifelrennen bester Deutscher War, 8o dürtte nur die Vorentscheidung für NSU fallen, die bel einem klaren Slege über die ostzonalen IFA- bzw. die Adler-Privatfahrer uber nach menschlichem Ermessen die erfolg- reiche Itelverteidigung bedeuten würde, Hoßbl (DKW) mit 10, Jäger(AJ) und Kläger(Horex) der Spitze. Braun auf der neuen Horex sollte jedoch mit 4 Punkten noch in den Titelkampf eingreifen können, während als Sieger Norton- As Ray Amm erwartet wird, der im Vorjahre beide schwere Klassen gewann. Gegen Amm und Quincey dürkten auch Walter Zeller und Braun in der Halbliter- Klasse auf verlorenem Posten stehen. Es sollte aber einen harten Zweikampf zwischen den Werksmaschinen von BMW und Horex geben; denn eine dritte„volle Wertung“ Zel- lers nach Hockenheim und Feldberg würde dem jungen Hammerauer einen kaum noch einzu- holenden Vorsprung bringen. Braun, Hans Meler, Rührschneck und v. Woedtke haben bis- her nur sechs Punkte gegenüber den zwölf von Zeller. Die Möglichkeit einer Ueberraschung ist naturgemäln hier ebenso groß wie in den anderen Klasgen, Trotzdem rechnet die Fach- welt damit, dag vor Schotten und Eilenriede bereits am Sonntag die Vorentscheidung der deutschen Motorrad meisterschaft 1954 fällt. Gundi Busch Berufsläuferin Die Weltmelsterin im iskunstlauk, Gundi Rusch(Külner ic), teilte dem Deutschen Eissport- Verband(DEV) briet- Handballturnier in St. Leon Das Turnier, das nach Hallenart in drei Klassen zur Austragung gelangt, beginnt um 12 Uhr mit den Spielen der Bezirks- und Kreisklasse. Union Heidelberg, RW Pfaffen- grund und TB Neulußheim, hinzu kommen noch die zweiten Mannschaften des TV Oestringen und TB Heidelberg. Vollkommen offen sind die Spiele der Bezirksklasse, denn die Reservemannschaften von Rot und St. Leon, sowie der TB Heidelberg und Germ, Mal- schenberg sind als gleichwertige Mannschaften zu betrachten und lediglich der fünfte im Bunde, der TV Oestringen, gilt als Außen- seiter. Die Verbandsliga beginnt um 14 Uhr und hier dürften interessanteste Spiele zu er- warten sein, denn es stehen sich nicht nur der badische Feldhandballmeister St. Leon und der badische Hallenmeister Rot gegenüber, sondern auch die 88 Nußloch und der USC Heidelberg haben ihre Zusage gegeben. 50 Jahre TR Neckarsteinach Im Rahmen seiner Jubiläumsfeier führt der TB Neckarsteinach am Sonntag(Beginn 10 Uhr), ein Handballturnier durch, zu dem acht Mannschaften ihre Meldung abgegeben haben. In zwei Gruppen eingeteilt werden der TV Bammental, TSV Schönau, T8808 Ziegel- hausen, TV Neckargemünd(mit zwei Mann- schaften), TSV Gaiberg, TSV Speyer und der Jubilar um den Turnſersjeg kämpfen. Der Papierform nach sollten die beiden Bezirks- ligisten Zlegelhausen und Speyer das Ende unter sich ausmachen, doch darf hierbei der in letzter Zeit sehr stark in den Vordergrund getretene TV Neckargemünd nicht eee bleiben. Am Nachmittag findet das Endspiel um den Turniersieg und das Jubiläumsspiel zwischen TB Neckarsteinach und TSV Speyer statt. Privatspiele: TSV Handschuhsheim— Tura Ludwitahatenz Arn Heddesheim— Germania Dossenheim; SV Grün-Weig Hanau— PS 13 Die Handschuhshieimer, die sich f vorstehenden* Spi 210 in der 0 bands! vorbereſten müssen, haben 2 1 Nute der neuen Saison den Pfälzer 7 verein Tura Ludwigshafen verpflichtet und sich damit eine schwere Aufgabe gestellt.— Die Dossenheimer Germanen fahren zum Kreisklassenverein Heddesheim, der über eine sehr beachtliche Spielstärke verfügt und keinesfalls unterschätzt werden darf. Eine Rückspielverpflichtung löst der PSV bei dem Polizeisportverein in Hanau ein. Morgen Start zu den Schwimm-Ausscheidungskümpfen Die Kämpfe um die große Entscheidung, welche deutschen Schwimmer und Schwim- merinnen, Kunst- und Turmspringer und welche Wasserballer zu den Europa- meisterschaften vom Deutschen Schwimm- verband nach Turin entstandt werden, be- kEinnen am morgigen Samstag um 17 Uhr im neuen Schwimmbad beim Tiergarten, Wie wir bereits berichteten, ist bei die- sen so bedeutungsvollen Kämpfen aus- schließlich nur die deutsche Extraklasse aus den drei Landesverbänden Nord-, Süd- und Westdeutschland am Start. Nur selten kommt es zu einer derartigen Groſlveran- staltung, bei der— ohne jegliche Vor- oder Zwischenlüufe— die Schwimm-Asse gleich bei ihrem ersten Start alles aus sich hergeben müssen, well jeweils nur ein Entscheidungslauf durchgeführt wird. Neben unseren drei Furopameistern Turmspringer Günther Haase aus Lüden- scheid, Herbert Klein, München, 200 m Schmettern und Heinz-Günther Lehmann uus Aachen Über 1500 m Kraul, haben dle Landesverbände alle ihre Spltzenkönner gemeldet, die im deutschen Schwimmsport Klangs und Namen haben, Dem Heidelberger Sportpublikum ble tet slch mit diesen Ausscheidungskümpken ein sportliches Groflerelgnis, wie es viel- lelcht nur einmalig geboten werden kann. Hinter Pokalsleger Dynamo Moskau, der Wegen seiner Oesterreichreise spielfrei War, rückte der Titelverteidiger Spartak Moskau durch ein 312 bei Spartak Minsk auf den zwei- ten Platz der UdssR-Fußballmeisterschafts- tabelle, Dynamo tis fiel durch ein 22 gegen Torpedo Moskau zurück, Die Spitze: Dynamo Moskau 2511, 2. Spartak Moskau 0 0 Kal. Tais Herren- Schlüpfer, Baumwolle, mit Gummi- z0g, 6. 4-6 dazu die passende Turnjucke, boumwolle, 88 ohne Armol, br. 4. 6. Schlöpfor und Turnſacke Jo/ Ferse und Spitze nylonvorsfärlet Herren-Socken, Haumwollo, kurre forům, 98 „ Herren- Poloſacken, chormouse, mit vor- 3 45 decktem Rolſlvorschluß, in modischen Farben Herren-Shorts, gute haumwoll- Popelins, 3 90 m. undbund, Umschlag u. einer Cosäh tusche Horren-Sporthomden, gute Baumwoll. Oualſtät, in schönen Streifenmustern, mit 4 90 Sportmonschoſto und moderner Kragenform 7 Herren-Sommoerhemden, uni, mit auf- 90 gesetzter Tasche, halblangen Atmeln mit 5 s Aufschlag und bollobtem Schwelzer Kragen offon u. gaschl. 20 fragen-In Melon Farben „% Maha mit je g P. liegen in der 360-œem-Klasse an lich ihren Uebertritt ins Profllager mit, 2410, 3. Spartak Minsk 23716 P. NAMWO VIA 0 Mons Vom 5. bis 8. August ist Freiburg bonrM Und ö.. Hein Der Turner großes Fest— . a a OekaNAosen bosstldont Kuον Mittelpunkt des badischen Landesturnfestes Die Arbeitsgemeinschaft des Turnerbundes Oberbürgermeister Dr. Walter Kolb, der erste alnem Festgotteschlengt zung einem Festzug WIEssAbEN Baden-Süd hat alle Vorbereitungen getrokten, Vorsitzende degß Deutschen Turnerbundes, an- durch die Stratzen der Stadt Freiburg. Neg. Fauxpas um das badische Landesturnen 1064, das zweite wesend sein wird. 3 mittags versammeln sich dann noch einmal die n nach dem Kriege, zu einem vollen Erfolg Wer- Hingeleitet werden die festlichen Page der Turner und„Turnerinnen aut dem Moeslenta⸗ MANNRAETIN den zu lassen. us wird in der Zeit vom 5. bis] Turner am Donnerstag, 5. Authust, mit einem dlon, Wobel Turnsplele und Gymnagtibvon kün- Mios zum 6. August Tausende von Turnern und Festakt auf dem Münsterplatz, bel dem Rogle- rungen Atattkinden Neben n nurro an! WN FPurnerinnen in der Schwarzwaldhauptstadt rungs präsident Dr. Wäldin zu den Turnern und rischen Leistungsschau finden auch Volkstänze 13„ Frelburg vereinen. Alle Fachausschüsse haben den Turntestgästen aus, nah und kern spre- und Staftelläute statt, und als Abschluß des Ihre Arbelten 80 gut wie beendet, und auch chen Wird. Pags darauf, erkolggt die 1 erllche Festes iat dann etwa um 17 ln die Sileger- dus Moeslestadlon, aut dem am vergangenen Uebergabe der Sportstätten im Moeslestadton ehrung der badischen Turntestsleger 3 Montag das Richtfest Hetelert worden ist, Wird un die Festleitung, und nachmlttags Heginnen Das nmumprontamm Glcht eine* 1% von slch bis zum badischen Landesturntest in sel-] dann die turnerischen Wettkämpke, Veranstaltungen 901 Am Hreitatg,. August, ner neuen Form präsentieren, nachdem es in Am Samstag, 7. August, ist ger, elgenfliche Wird im Großen Haus der Städtischen Mann den letzten Wochen und Monaten renovlert] grohe Wettkampftag, es inden die Weltkämpfe dus hafmatllche Schanepiel ber, 9 und auf ein Passungsvermögen tür 30 000 Be- der Aktiven ung qunloren gtatt, und zwwar in] General„Von August Boo gutfetührt, oben- sucher orwoltert würde, Hler Werden sich dle allen Digzlplinen, im Turnen, echten, Korb- falls im Groben Haus der Sikaltlochen bannen rund 9000 Turner und Turnerinnen, die als hall, Faustball, KMingtennis und Prellball, Außer-] Undet am Samstag, 7. August, dle ernte Wieder. aktive Tellnenmmer erwartet werden, Kümpke dem ind dle Schwimmweltkümpte und nach holung clleneg Schauspiels tat, Wührend im um den Slegeslorbeer liefern, Höhepunkt des mittag Als aportllcher Höhepunkt das deut- Festzelt aut dem 5 relburger Meßpfats, ein Feptes der badischen Turner wird am Sonn- sche Vereinsturnem Pircher Abend und im Stadtgarten eln Sing tag, d. August, die Slegerehrung sein, bel der Der Sonntag, d. August, lat ausgefüllt nut und Tanzabend der Jugend statttlnden. Während des 88 let une Gesch von 6.30- J Uhr durchgehend dH. Seite 6 * TAlIIEN WEINE Heute will ich FUR UNSERE FRAUEN Freltag. 30. Juli 1954 0 0 mal gar nicht mit Verboten kommen, sondern einmal auch die Vorzüge der molligen Frau hervorheben. Das große und größte Plus:„Das schöne Decol- é!“ Welche Uber- schlanke kann sich schon einen gro- gen Ausschnitt lei- sten? Die meisten sind mit Salzfässern behaftet, oder man sieht sogar Schul- tern und Brust- knochen. Gewiß, die Taille Ist weit über 70 em, Hült- und Ober- Weite haben auch schon die 100 er- reicht oder über- schritten. Aber wenn die Proportionen noch stimmen, dann ist das doch noch nicht So schlimm. Erst wenn Taille und Leib stärker als die Oberweite sind, ist der Fall Kritisch, und das ist doch sehr selten. Aber nun zu den Zeichnungen. Für die Frau mit schlechter Taille eignen sich die weiten, sackartigen Anzüge am besten. Die Hüftweite darf dabei nicht über 100 sein. Faltenröcke sind für Stärkere stets tragbar. 6 Ein ziemlich breiter tief gezogener Kragen und die große Kravatte, wenn sie nicht zu breit ist und auch nicht über die Hüfte hinaus geht, geben den modischen Schick und lenken den Blick von der Kontur ab. Daß Ihnen alle Arten von Kostümen mit Längstellungenühten stehen, wissen Sie ja, und ebenso sind auch alle schmalen, sport- lichen Kleider für Sie vorteilhaft und schick. Aber manche Mollige möchte doch mal jugendlich und elegant wirken. Dafür ist das zweite Kleid gedacht mit seinem gro- gen Ausschnitt und den durchgehenden Tei- lungsnüähten, von denen jeweils die zwei vorderen und zwei rückwärtigen Nähte mit schwarzen Jacken unterlegt werden. Bei einem guten Ausschnitt wird Ihnen diese Machart außerordentlich gut stehen und Sie ausgesprochen schlank erscheinen lassen. * büvr MINUTEN lit dle(Al. —— ñ̃— Winke mit dem Kochlöffel isch auch im Sommer! * 5 1 Rotbarsch und Seelachs sind die Fische, dle wir im Juli sehr billig kaufen können. Sie ge- hören zu den„Fischen der Saison“, well sie zu dieser Jahreszeit in großen Mengen täglich ge- fangen werden. Der Rotbarsch ist ein sehr vielseitiger Fisch, dem Kochen, Dünsten, Gril- len, Braten und Backen gleich gut bekommt. Hier einige wohlschmecltende Gerichte: Fisch im roten Rock 2 Pfd. Rotbarsch- oder Seelachsfilet, 40 8 Speck, 20 g Schmalz, 1 Zwiebel, 60 g Mehl, % 1 Brühe oder Wasser, 1 Döschen Tomaten- mark, Zitrone, Salz, Zucker, 1 Teelöffel Sent. Das Fischfilet wird gesäubert, gesäuert und gesalzen und in mittelgroße Stücke geschnit- ten. Aus den übrigen Zutaten bereitet man eine dickliche, pikante Tomatentunke, in diese legt man die Fischstücke und läßt sie in zehn Minuten bei kleiner Hitze garziehen. Hierzu schmecken Käüsemakkaroni und grüner Salat besonders gut. Fischgulasch 1% Pfd. Seelachs- oder Rotbarschfilet, 20 8 Speck, 23 Zwiebeln, 1 Dose Milch, Kräuter (Schnittlauch), Petersilie), 1 Eglöftel Mehl. Der Speck und die Zwiebeln werden ange- bräunt und in den Topf— noch besser in eine Jenaer Form— gegeben, Darauf wird das ge- säuberte, gesäuerte und gesalzene Fischfilet gelegt, in grobe Stücke gewürfelt. Etwas Do- Zeeichnung: Hanna Nagel! sensahne darüber und das Ganze 16 Minuten lang bei kleiner Hitze gargekocht, Je nach Wunsch kann man die Tunke auch andickten. Man überstreut mit Kräutern(Petersilie, Schnittlauch) und gibt das Ganze mit Salat und Salzkartoffeln zu Tisch. Rotbarsch mit Plz, oder Krüutertunke 2 Pfd. Rotbarschfilet, Fett, Tomaten, ge- Wiegte Kräuter, Salz, Zitrone, Zur Tunke: 60 f Fett, Bo g Mehl, Fischsud und den Rest Milch Gusammen/), Kräuter oder gedünstete fein- gewiegte Pilze, Salz, Zitrone, etwas Brüh⸗ Paste. Das Milet wird in einen weiten, flachen, gut geletteten Topf gelegt, mit gewiegten Kräu⸗ tern, Tomatenschelben und Pettflöckecchen belegt und mit wenig Wasser fargedünstet. Den Fischsud benutzt man zum Auftüllen der Tunke., Die Tunke wird aus einer hellen Mehl- „ den angegebenen Rutaten, dem Fischsud und der Milch herges N schmeckt mit Salz, Zitrone, Brühpaste und ent- weder mit reichlich gewiegten Kräutern wie Dill, Petersilie und Schnittlauch zu einer Kräu- tertunke oder mit gedünsteten, gewiegten Pil schwitze, aus zen zu einer pikanten Pilztunke verarbeitet. Rotbarsch mit Quark 2 Pfd. Rotbarschfilet,% Pfdt Quark,% Milch, 1—2 geriebene Aepfel, 1 gehäuften Tee- löttel Meerrettich, Salz, Zucker, Semmel zum Panieren. Das Rotbarschfilet wird zunächst nach dem 9-8-System vorbehandelt. 3 8, d. h. Säubern kurz unter fließendem Wasser Waschen, Säuern mit Essig oder Zitrone beträufeln— und Salzen— leicht mit Salz bestreuen. Dann wird das Pllet wie üblich gebraten, Quark, Milch, Aepfel und Meerrettich werden gut miteinan- der vermischt und fein abgeschmeckt. Mit die- ser Masse bedeckt man den Fisch und gibt das Ganze mit grünem Salat zu Tisch. Welche Lebensmittelmengen benötigt man pro Person? Hler einige Anhaltspunkte Je mehr Personen an der Mahlzeit teilneh- men, desto vorteilhafter läßt sich wirtschaften und einteilen. Im allgemeinen rechnet man tür eine Person zur Suppe/ 1 Flüssigkeit, zur Einlage etwa einen gestrichenen Ehlöftel Reis, Grieß, oder Graupen. Ein knappes Viertelpfund Fleisch genügt, allerdings ohne Knochen gerechnet. Dagegen sollten an Gemüsen pro Person % Pfund vorhanden sein. An Fisch die dop- pelte Portion Wie Fleisch, und schließlich be- nötigt man ½ bis% Pfund geschälte Kar- tofteln.. Natürlich sind diese Angaben nur als allge- meiner Anhalt gedacht. Bei Eintöpfen usw. verschleben sich die Mengen wesentlich; Das Fleisch kann reduziert, die Kartoffeln und Ge- müsesorten müssen natürlich datür erhöht werden. Die geschickte Haustrau wird stets, wWwenn sie vler Personen Nokostigen hat, auch noch eind tüntte, gie plötzlich zu Besuch kommt, Atkinen, denn des Arsen der Gerichte igt Nicht schwer, Auch ein zusätzlicher Nachtisch, Kompott, Halat oer Speise helten, daß allle Perso el Tisch satt werden. Renate Per gute Tip Wonn sle einige Blumenvasen haben, die lelchkt umfallen, dann raten wir Ihnen, unten etwas Sand einzutüllen, che Sie Blumen hin- einstelhyn. Mlle wird an warmen Tagen nicht so rasch sauer, wenn man aut je einen Liter Milch einen Eolttel Zucker unterrührt, Neue Wüsche klammern gollte mon vor Gebrauch in kochendes Wasser legen, damit sle nicht beim ersten Authüngen die Wäsche be- schmutsen. Belm Wasehen farbiger Sachen sollten Sie dem Waschwasser etwas Essig zu- geben. Die Farben flieſen dann nicht in- einander. Obsttlecken kann man mit Schwefel entfernen, Man stechet einen Streiten Schwetel un und hült die Flecke darüber, wobel natür- lich daraut zu achten ist, daß die Flammen den Stoft nicht ansengen. Notfalls die Fleckce etwag unfeuchten. Nach zwel bis drei Minuten sind dle Flecke verschwunden. Blutflecke in Seldenstoffen entfernt man mit Spiritus. 8 ſtellt, abger geriebene. Dieser Schnitt ist ausprobiert und steht auch kleinen Frauen! Wer nun verhältnismäßig groß ist und viel Oberweite hat, aber schlanke Hüften (Was sehr oft der Fall ist), kann sich eine Ausschnitt- und Hüftdrapierung leisten! Die herabfallendn Enden dieser Drapie- rung, die natürlich stets dunkel gehalten werden muß, müssen schmal sein. Für jeden tragbar ist ein Hemdblusenkleid mit durch- gehenden Falten. Die Falten im Rock werden bis Hüfthöhe abgesteppt und mit einer Fliege in der Farbe des Gürtels gehalten. Nur kleine Knöpfe verwenden! Für die Frau mit Taillenweite 7060, aber ebenmäßiger Figur eignet sich vorzüglich das letzte Kleid. Mit einem 6 Bahnenrock, der unten keine allzugroße Weite erreicht und der durch ein dunkles Paspel betonten Seitennaht sieht dieses Kleid jugendlich und schmal Aus. All diese kleinen Raffinessen sind not- wendig. Viele Teilungsnähte und diese mit Paspeln und anderen dunklen Effekten be- torit, erzielen letzten Endes eine viel schma- lere een 1 8 duch abt es heute 0 viele Arten von Horten und Stickereien die, den Länge nach aufgenüht, ebenfalls dieses Ziel erreichen und der Trägerin ein sicheres und befreites Gefühl geben. Sie gehen, es ist gar nicht so schlimm, die 60 Taillenweite überschritten zu haben, auherdem hat die Mollige viel mehr Chan- cen! Ihre Barbara Ries On εẽ,js), Molligen“ trugen dllinen- Drei Tage Kloster für Ehepaare Anwachsen der Exerzitienbewegung in den USA San Bernardino(Kalifornien). Wohl jeder gute Katholik hegt im Innersten seines Her- zens eine mehr oder weniger deutliche Sehn- gucht nach der vita contemplativa, nach dem klösterlichen Leben, In seinem hervor- ragenden Buche„Die Antwort der Mönche“ hat Walter Dirks die ebenso tröstliche wie tielsinnige Formel geprägt, daß die Che das Kloster der Weltmenschen sel. Dieser Satz muß wohl jedoch als Idealforderung auf- gefaßt werden. Denn nirgends dürfte es weniger Gelegenheit zu innerer Sammlung geben als in der Ehe, zumal wenn diese mit Kindern gesegnet ist. Kein Wunder, wenn selbst die besten Ehen stets von der Last des Alltäglichen bedroht sind. Gegen diese Gefahr bietet die Kirche den Gläubigen ein wunderbares Mittel: die Exerzitien. Es sind dies geistliche Ubungen, die der inneren Er- neuerung des Menschen, der Sammlung, Klärung und Vertiefung dienen. In Europa gibt es Lalenexerzitien seit einem halben Jahrhundert, Nach Amerika gelangte der Gedanke vor etwa 16 Jahren durch den heute 61ährigen Benediktiner- pater Edgar Schmiedeler in Washington. Da die amerikanischen Katholiken sich weit- gehend der modernen Reklametechnik be- dienen, ist es kein Wunder, daß der Ge- danke des„retreat“,— so nennt man hier diese geistlichen Uebungen, die mit den Exerzitien der Jesuiten nur entfernt ver- wandt sind, richtiger— sich ausbreitet und weiteste Kreise auch unter den Nichtkatho- liken erfaßt. Nach der bekannten amerikanischen Wo- chenzeitschrift TIMH nehmen an den dies- jährigen„retreats“ allein in St. Paul, un Staate Minnesota, nicht weniger als zehn- tausend Ehepaare teil. Jede Pfarrei dieser Stadt wird außerdem im Herbst einen be- sonderen Einkehrtag abhalten. Arrowhead Springs Hotel in Südkallfornien, das erste Fxerzitlenhaus in den Staaten, ist stets für Wochen durch Vorbestellungen besetzt. Pater Schmiedeler, der vor 18 Jahren diese Lawine ins Rollen brachte, ist hèute Direk- tor der Abteilung für Familienfragen inner- halb der National Catholic Welfare Con- ference. Seine Bestrebungen richten sich vor allem auf die Regeneration der in unserer Zeit schwer gefährdeten Familie. Das Ziel seiner Exerzitien für Ehepaare ist es seit 18 Jahren, bei den Teilnehmern jenen pau- Iinischen Gedanken Erlebnis werden zu las- gen, nach dem die Ehe ein Abbild der Kirchie, eine Kirche im Kleinen ist. Eine wesentliche Voraussetzung für das Selingen der Exerzitien ist das Schweigen. Von] Während der Dauer des 15 imd die 4 Tellnehmer angehaltenszu schweigen. Erlaubt sind nur gelegentliche Fragen während der Unterweisungen des Exerzitienmeisters. Diese Unterweisungen dienen nicht dem Zwecke, theologische oder lebensphiloso- phische Kenntnisse zu vermitteln, Vielmehr sind sie mit jedem Worte auf den praktisch aszetischen Sinn der Ubungen gerichtet. Sie Reizende Hausfrauentridæs Wenn Mann und Kinder nicht im Haushalt helfen wollen Eine englische Zeitung richtete kürzlich an lem Appell hat noch niemals ein Mitglied mre Leserinnen die Bitte, einige Tricks und Kniffe mitzuteilen, die mit Hrfolg dann amzuwenden sind, wenn der Herr Gemahl oder die Kinder aus irgendeinem Grunde zur Mitkute im Haushalt herangezogen wer- den sollen... und dies nicht wollen! Eine Leserin aus Manchester schrieb an die Redaktlon: „Ich habe die Feststellung gemacht, daß Kinder, die sich der Hausarbeit im eigenen Heim widersetzen, stets bereit sind, diese Arbeiten im Haushalt von anderen Leuten auszuführen und diese Mithilfe in einem fremden Heim sogar amüsant und belusti- gend finden. Von dieser Tatsache ausgehend, bin ich mit einer Freundin übereingekom“- men, unsere Töchter beiderseitig auszuwech- geln, das heißt, die Tochter meiner Freun- din hilft mir mehrere Male in der Woche in meinem Haushalt und umgekehrt leistet meine Tochter im Heim meiner Freundin die entsprechende Mithilfe. Auf diese Weise arbeiten unsere Kinder im Haushalt wie die Trojanerinnen!“ Von einer Abonnentin aus Oxford stammt folgendes„Rezept“: „Meine Taktik ist ganz passiv. Die Mahl- zeiten werden von Tag zu Tag zu einem späteren Zeitpunkt serviert, weil ich die Vorbereitungen immer länger hinauszögere. Wenn meine Töchter ausgehen wollen, müs- sen sie die Feststellung machen, daß ſhre Kleider nicht gebügelt sind. Die Knöpfe an den Blusen und sonstigen Garderobestücken tangen an zu fehlen,. Es vergehen kaum Vierzehn Tage dieser„Paktik“ und jeder in der Familie wein, wie und an welchem Platz im Haushalt er Hand anzulegen hat..!“ Elne Leserin aus London rät zu dem nach- stehenden Prick: „Ich habe das ‚Sparbüchsen- System“ ins Leben gerufen, Jedesmal, wenn mein Mann geine Strümpte, seinen Hut oder sonst etwas sucht,— jedesmal, werm meine Kinder hren Ball, ein Buch, die Tasche, den Füllfeder- halter und so weiter verlegt haben, müssen gle eine gewisse Summe in die Gemein- schaftskasse, deren Betrag sich in der Spar- büchse befindet, werken. Man glaubt nicht, Wie schnell auf Grund dieses Sparbüchsen- Regimes“ im Haushalt Ordnung herrscht und —4 Ding an seinem rechtmägigen Platz gt!“ Folgender Knit stammt von einer Zei- tungsleserin aus Dover: „Wenn dle Hauskrau Wirlelich nicht allein mit der Arbelt fertig wird, muß sieh an dle ſaulsten Familienmitglieder einen Appell um Tinanzlelle Hilke richten, damit elne Haus- angestellte oder ein Dienstmädchen enga- glert werden Kann, Diese Art von finanziel- der Familie gleichgültig und indifferent ge- lassen und bald wird die Hausfrau mehr Unterstützung haben, als sie sich wünschte!“ Wie unzähligen englischen Hausfrauen bleibt es auch hren deutschen Kolleginnen überlassen, unter diesen„Tricks“ diejenigen auszuwählen, die sich vom psychologischen Standpunkt am besten der Mentalität der Familienmitglieder, die zur Hausarbeit her- angezogen werden sollen, anpassen! Karl Hergert sollen weniger das Interesse erregen als vielmehr die in der Seele schlummernden Krütfte und Möglichkeiten erweckten. Die Themen werden nicht diskutiert, sondern meditlert. Zu diesem Zwecke folgt auf jede Unterweisung elne lüngere Pause, wührend der man sich in die Kapelle zurückzieht. oder im Garten umhergeht, Es kommt dar- auf an, das Gehörte von allen Seiten zu be- trachten und durch Sammlung aller seeli- schen und geistigen Kräfte plastisch werden zu lassen. Der Tageslauf, der jeweils mit dem hei- ligen Mehopfer beginnt, vermag so eine für den Menschen der modernen Zivilisation ungeahnte Fülle innerer Erlebnisse aufzu- nehmen., Die Tatsache, daß ein derartiger Exerzitienkurs gewöhnlich drei oder vier Tage dauert, erscheint gleichgültig, da der Teilnehmer gewissermaßen aus der Zeit- lichkeit heraustritt. So erklärt sich auch die ungewöhnliche Wirkung jener Ubungen, die zuwellen bis in die physische Existenz hin- ein als Neugeburt empfunden wird. Daß es sich hier nicht um eine abseitige Erscheinung handelt, sondern um den Aus- druck eines immer müchtiger werdenden in- neren Bedürfnisses, ergibt sich bereits aus den Teilnehmerlisten, auf denen sich In- dustrielle, Arzte, Soldaten, Angestellte, Bankiers und Gewerkeschaftler, Jungverhei- ratete und alte Ehepaare in bunter Reihe inden. .(Aus„Time“) Pfeffer und Film Anekdoten— in den Ateliers gesammelt Während der Dreharbeit des Farbfilms „Viktoria und ihr Husar“ nahm Georg Thomalla seine jugendliche Partnerin Gretl Fröhlich in seinem Porsche mit nach Travemünde, um ihr die Spielbank zu zel- gen, die Gretl Fröhlich noch nicht kannte. Er kaufte ihr eln paar Jetons zum Proble- ren.„Welche Zahl soll ich setzen?“ fragte Gretl.„Setzen Sie doch Ihr Alter!“ riet ihr Thomalla. Sie lächelte hold und setzte auf einundzwanzig. Die Kugel rollte und landete auf 34. Da fiel Gretl Fröhlich in Ohnmacht. Immer wenn Grethe Weiser aus ihrer neuen Berliner Wohnung für ein paar Tage zum Drehen nach Hamburg herüber kam, brachte sie einen„funkelnagelneuen“ Ber- liner Witz mit, auf den sich jedesmal der ange Stab des Films„Viktoria und ihr Hu- al brachte sle den von ihrer Klasse gar“ freute, Dag letzte von der Lehrerin, die 81 verabschiedet. „Wenn der Klapperstorch mir ein kleines Mädchen bringt, dann müßt ihr später mal mit ihr spielen kommen“ sagte sie den lie- ben Kleinen in Berlin-Wedding. Darauf stand Kleln-Max auf:. „Ick höre imma Klapperstorch, Frollein. Sle werden Ihnen wundern!“ * Rudolf Forster lieh sich eines Ta- ges von seinen Kollegen überreden, gemein- — die Spielbank Travemünde zu besu- en. Durch seine dunkle Brille, ganz ernst, ganz versonnen, betrachtete Forster sein rei- zendes Gegenüber, die kleine, hübsche Wie- nerin Gretl Fröhlich, Versonnen sagte er: „Rouge et Nolr..“ 0 „Faltes votre Jeul“ antwortet schlagfertig Gretl, die das eben gelernt hat. Rudolf Forster, ganz ernst, ganz verson- nen:„Rien ne va plus!“ 3 „ mit Blauton paßt zu blau, weiß; „ mit Gelbton paßt zu gelb, wels; Welche Farben passen zusammen? Eine Wiener Modekünstlerin verrät Ihnen in der nachstehenden Tabelle, welche Farben Sie zu zauberhaften Effekten vereinen können: Grau mit Rosaton past zu schwarz, rosa, welß; „ mit Beigeton paßt zu beige, schwarz, mattwels; 1 Lindgrün paßt zu dunkelgrasgrün, gelb; Dunkelgrün paßt zu hellgrün, rosa; Belge mit Rosaton paßt zu hellbraun, hellgrau, graphitgrau, rosa; „ mit Blauton paßt zu marineblau, dunkelblau, blaukrau, welt; „ mit Gelbton paßt zu lindgrün, Bisdulttarbe, hellgrau; „ mit Grauton paßt zu dunkelgrün, grauschwarz, schwarz; Hellgrün paßt zu dunkelgrün, hellgelb, nellblau; Moosgrün paßt zu lindgrün, beige, mittelblau; Gittarün paßt zu pflaumenblau, spagat, welg, schwarz, hellgrau, dunkelgrau; Meergzrün(Türkis) paßt zu blaßlila, graurosa, weißgrau welßbelge; Hellblau paßt zu reinweiß, schwarzblau, hellgrün, Nierschale7 Marineblau paßt zu blauweiß, hellstem Gelb, rosa, maroni-welg; Hochrot paßt zu well, mittelgrau; Orange pallt zu gelb; Dunkelrot paßt zu dunkelspagat; Dunkelblau paßt zu weiß, graurosa, hell haselnunbraun; Ziegelrot pant zu dunkelgrau, spagat, Welg, moosbrün, bisqult; Lilarot paßt nur zu hellem oder dunklerem Lllarot;: Zitronengelb pant zu Undarün, Well: Dottergelb paßt zu weiß, gelbweiß, weißbeige; Hellbraun paßt zu rosa, spagut, sch wars; Visttenkarte der Persönlichkeit. Mittelbraun paßt zu perlmutterweig, schwarz, mittelblau, belgegrau; Dunkelbraun paßt zu dunkelbeige, rosabeige, blaugrau. Rel allen Farbkombinatlonen darf man nicht vergessen, dan es hunderte Kchattle⸗ rungen von Schwürz und Welg gibt, und dan sede sonstige Farbe wieder ihre Kchat⸗ tierunzen hat. Sie genau zu beschrelben, Wäre unmöglich, Das letste Urteil, ob wel oder mehrere Farben wirklich zuelnander passen, kann daher nur im Gefühl legen. Gerade deshalb let Ja auch dle Parbe noch viel mehr als der Schnitt eines Kleides eine Freitag, 30. Juli 1954 WIRTSCHAET Seite 7 Im Ringen um marktgerechte Mieten „Altwohnungen sind keine Bruch buden“/ 75 Jahre Haus- und Grundbesitzerverband München(dpa/ up), Als Auftakt zur großen Mietreform, die nach den Bonner Parlaments- terlen begonnen werden soll, bezeichnete ein Sprecher des Zentralvebandes deutscher Haus- und Grundbesitzer die Tagung des Verbandes, dle zur Zeit in München stattfindet. Zugleich Wird das 78Jährige Bestehen des Verbandes feierlich begangen. Bundeskanzler Dr. Adenauer hebt in einem Grußwort an den Verband dessen Ver- dienste um das persönliche Eigentum für breite Schichten des Volkes hervor und betont, der Verband habe stets im wirtschaftspolitischen Sinne der Bundesregierung gewirkt. Die Ge- sundung des Hausbesitzes sei ein wesentliches Anliegen der Wohnungspolitik des Bundes. Die Bundesregierung werde auch weiterhin eng mit dem Verband zusammenarbeiten. Ministerlalrat Schütz(Bonn) wies darauf hin, daß die vorgesehene Mieterhöhung um zwanzig Prozent bel Altbauwohnungen sich nur auf drei bis vier Prozent dieser Wohnun- gen erstrecken werden, die in besonders gutem Zustand gelen und modernen Anforderungen entsprechen, Bei den übrigen Altwohnungen werde dle Erhöhung zehn Prozent betragen. Dr., Schmidt-Hoepker, Pressereferent des Verbandes, trat der Auffassung entgegen, daß Altwohnungen„Bruchbuden“ seien, Viele Altwohnungen besäßen gegenüber Neubauwoh- nungen große Vorzüge wie Geräumigkeit, hohe Zimmer und schalldichte Wände. Man könne sie verhältnismäßig leicht modernen Erforder- nissen anpassen, Der Präsident des Verbandes, Dr. Johannes Handschumacher erklärte vor Pressevertretern, der Verband wehre sich gegen eine Neufestsetzung der Wohnungswerte, da am Tage des Mietstops die Mieten Markt- mieten wären, also die Wohnungswerte nach Baualter und Ausstattung bereits berücksich- tigten. Der Hausbesitz wünscht, daß das Mietpreis- problem in einem Gesetz mit erträglichen Fri- sten gelöst und dem Hausbesitz das Recht zu- gestanden wird, einen normalen Marktpreis vereinbaren zu können. Wenn dies zur Zeit Erste Einzelheiten des Bundesmietengesetzes Die ersten Einzelheiten des geplanten Bun- desmietengesetzes werden jetzt bekannt. Der im Zusammenwirken zwischen den Bundes- ministerien für Wohnungsbau und der Wirt- schaft hergestellte Referentenentwurf sieht in seiner derzeitigen überarbeiteten Fassung als Kernpunkt eine allgemeine Miete erhöhung von 10 Prozent für den Wohnraum vor, der bis zum 20. 6. 1946 bezugs- fertig geworden ist. 10 oder 20 Prozent Erhöhung Bel Vorliegen bestimmter räumlicher Ge- gebenheiten, die über die derzeitig als normal anzusprechende Ausstellung von Wohnungen hinausgehen, soll eine Erhöhung der Mieten um 20 Prozent zulässig sein. Hierfür ist u. a. das Vorhandensein folgender Einrichtungen erforderlich: Badeinrichtung innerhalb der Wohnung mit Wanne und Warmwasserberei- ter, Sammelheizung(Zentral- oder Etagenhei- zung), Anschlußmöglichkeit für Gas- oder Elektroherd. Wasserzapfstelle und Ausguß in der Küche, Der Mietzuschlag darf insoweit nicht erhoben werden, als sich durch ihn die Miete nach Abzug der Umlagen(für Wasser- verbrauch, laufende Mehrbelastung usw.) um- gerechnet auf den Quadratmeter Wohnfläche über einen Betrag von 130 Prozent desjenigen Mietrichtsatzes erhöht würde, der im ersten Wohnungsbaugesetz für die Gemeinde oder den Gemeindebezirk bestimmt war; das wäre im Höchstfall 1.43 DM je Quadratmeter. Kostenvergleichsmiete Nach dem Entwurf kann jedoch auf Antrag des Vermieters eine Kostenvergleichsmiete zu- Mltgetellt von der Süddeutschen 20. 7. 29. 7. AEG 1544 109 ⅛ ot, Linoleum BASF 1677 1697 Feldmühle Bayer. Motoren 9754 90% Harpener Bergb. Hayer 166 17⁰ Heidelb. Zement BRC 177% 177% Hoechst Casella 205 20³ Hoesen 10 Conti dumm 166. 166 GFarbRest duo. Daimler, 143% 144[Lanz 5 91. 51 Ed 2 171 174 Mannesmann St. Dt. Erasl 124% 125 Metallges. Degussa 170% 17% RWI Frankfurter Böirsen-Kurse gelassen werden, wenn von den Möglichkeiten elner Mietpreiserhöhung nach dem geplanten Gesetz und den sonstigen Preisvorschriften jm Zeitpunkt der Antragstellung Gebrauch ge- macht ist und die Miete nachweislich zur Dek- kung der Betriebsinstandhaltungs-, Verwal- tungskosten und des Mletausfallwagnisses so- wie der im Jahre 1936 in der Miete enthalte- nen Beträge für Kapitalverzinsung und Ab- schreibung nicht ausreicht. Hierbei soll von einem Vergleich der Mieten vom Jahre 1936 mit denen im Zeitpunkt der Antragstellung sowie der vorgenannten Kosten vom Jahre 1936 mit denen ausgegangen werden, die in dem der A vorausgehenden Jahr entstan- en sind. Beihilfen in Härtefällen Die Anhebung der Mieten soll nicht eintre- ten, wenn und solange Mängel vorliegen, welche die Bequemlichkeit des Wohnraumes unter Berückesichtigung der örtlichen Wohnver- hältnisse oder Wohngewohnheiten offensichtlich erheblich beeinträchtigen. Zur Milderung von Härten, die sich infolge von Mieterhöhungen für sozial schwache Per- sonen, insbesondere für größere Familien er- geben, ist die Möglichkeit der Gewährung von Belhllfen vorgesehen, soweit die Mieterhöhung nicht nach fürsorgerechtlichen Vorschriften be- rücksichtigt wird. Mit einer Verabschiedung des endgültigen Entwurfs eines Bundesmietengesetzes im Bun- deskabinett Ist erst nach den Parlamentsferien zu rechnen. Bank A. G., Filtale Heldelberg n„ 103 163 Rheinstahl 214 214 168 107 Salzdetfurth 160 162 103 104 Schlossduellbrau. 105% 105% 16670 167 Slemens St. 100 166 166%4 166¼ Süd-Zucker— 914% 315, Ver. Stahlwerke 0, 74% 34% J Wints a, 1 Zellatafk Wauanor: 19 190%%% Süag. eee eee 109 169 Rhein-Maln-Hank 147 160% 161 Commerzbank 155% 165 Reichsbank(Giro) 627 9275 Tendenz am bonnerstag: bas Angebot an den westdeutschen Aktlenbörsen war gering. Andererseits war auf dem ermäßigten Niveau Rückkaufneigung zu beobachten. Montan- und Che- miewerte erzlelten kleine Kursgewinne. Farben- Nachfolger bis 2¼ ½ fester, Hüttenwerke Phönix auf Dlvidendenerklärung 3%, Rheinisch- westfälische Eisen- und Stahl 76%, noch nicht möglich sel, 30 müsse doch erwartet werden, daß die Gleichberechtigung des Haus- besitzes in einem bald folgenden zweiten Mie- tengesetz realisiert werde. Die bisher vorge- sehenen allgemeinen Mieterhöhungen von zehn bzw. zwanzig Prozent würden nicht in jedem Falle die Kostendeckung gewührleisten. Das Bundes baugesetz wird vom Zen- tralverband der deutschen Haus- und Grund- besitzer für dringend erforderlich gehalten, um die bestehende Rechtsunsicherheit zu beheben. Die jetzt geltenden rund 300 Bundes-, Lan- des- und Ortsgesetze, die Rechtsverordnungen und Ministerialerlasse sollten endlich in einem Bundesbaugesetz zusammengefaßt werden. Es werde allerdings kein Mammutgesetz mit un- zühligen Paragraphen und Rechtsverordnungen gewünscht. f Nach Ansicht des Zentralverbandes könnten in Westdeutschland durch den Wiederaufbau der kriegszerstörten Wohngebiete noch 1, Mil- Ulonen Wohnungen geschaffen werden. Hlerbel wäre der Bodenpreis kein Hinderungsgrund, diese Vorhaben im Rahmen des sozialen Woh- nungsbaues zu verwirklichen. Im übrigen könnten auf diesem Wege etwa zwei bis drei Milltarden D-Mark für den Wohnungsbau ge- spart werden. Heidelberg(BdZ). ber Konsum in Tabak- waren ist keinen großen saisonalen Schwan- kungen unterworken und in seinen kleinen Wellenbewegungen erstaunlich konstant. Aus- nahmen sind nur bei Preisveränderungen (meist Steueränderungen) zu verzeichnen. Die Entwicklung des Rauchtyps(Zigarre, oder Zi- garette, oder Pfeife) vollzieht sich in größeren Zeitabschnitten, bei sehr kleinen Veränderun- zen von Monat zu Monat. Von Juni 1953 bis Mai 1954 wurden ver- steuert(Zahlen des Vorjahres in Klammern): Zigarren 4301 Millionen(4315), Zigaretten 38 636 Millionen(29 627), Feinschnitt 11 662 t (12 786), Pfeifentabak 3 880 t(4 033), Zigaretten- hülsen 8 044 Millionen(6 313). Vor Auswertung dieser Statistik muß man berücksichtigen, daß Zigaretten um ca. 16% billiger geworden sind, Feinschnitt um ca. 18% und Krüllschnitt um ca. 20% billiger geworden ist, Zigarren dagegen keine Preissenkung er- fuhren. Was kann man daraus schließen? Der erheblich gestiegene Zigarettenkonsum, Hinzurechnen muß, geht im Prozentsatz noch über die Preisverbilligung hinaus, war also für den Konsumenten und die Industrie ein Erfolg, bel einem etwa gleichen Steueraufkommen für den Staat. Feinschnitt und Pfeifentabak sind trotz Preis- genkung leicht rückläufig, Zigarren trotz gleich gebliebener Preise konstant. Hieraus ergeben sich Schlüsse für die Ent- wicklung des einzelnen Rauchtyps: Die Zigarette setzt ihre seit Jahrzehnten beobachtete Aufwärtsbewegung fort, wobei offensichtlich das zunehmende Rauchen der Frauen eine erhebliche Rolle spielt. Rauchtabake, von denen noch ein er- heblicher Teil Über die Zigarettenhülse in die Stellt, weniger begehrt. 8 Die Zigarre hat auch ohne Preissenkung Ihre Position gehalten. Die Ansicht, daß mit jedem sterbenden Mann ein Zigarrenraucher weniger da ist, stimmt also nicht. Berücksich- tigt man noch, daß die billigeren Vorschalt- Preislagen bei Zigaretten und Feinschnitt ein Fehlschlag waren, dagegen die teuren Zigaret- Der Staat rauchte kr Ein Jahr nach der Tabaksteuersenkung/ Die dem man die Steigerung in Zigarettenhülsen selber gedrehte Zigarette wandert, sind weiter rückläufig. Die Pfeife ist also offensichtlich, trotzdem sie das bill„Hauchmsberſel der⸗ ee ee, Frankfurt/Main(vwd). Der Lastenausgleichs- konde hatte im Rechnungsjahr vom I. April 1953 bis 31. März 1964 Einnahmen in Höhe von 4 209 Millionen DM(einschließlich Vortrag) und Ausgaben von 3 404 Millionen DM. Die Ge- samtbestände beliefen sich am 31. März 1934 auf 685 Mill. DM. Wie Bundesausgleichsamts- Präsident Or. Kühne mitteilte, sind den Ausgleichsämtern in der Bundesrepublik bis zum 31. Mürz dieset Jahres insgesamt 16,0 Millionen Anträge auf Lastenausgleich vorgelegt worden, Darunter wurden 11, Müllionen Anträge auf Leistungen und 7% Millionen auf Schadensteststellung ein- gereicht,. Es sind noch fast drei Millionen An- träge auf klausratshilte zu bearbeiten, deren Abwicklung nach den Ausführungen Dr. Küh- nes etwa acht Jahre erfordern. Der Sprecher unterstrich, daß die unzureichende personelle Besetzung der 680 Ausgleichsämter für den langsamen Abfluß der Mittel aus dem Lasten- ausgleichstonds verantwortlich sei. Die größten Elnnahmeposten im Rechnungs- jahr 1953/54(alles in Millionen DM) waren: Vermögensabgabe 1513, Hypothekengewinnab- gabe 451, Kreditgewinnabgabe 46. Bund und Länder schossen 733 zu. Aus der Vorfinanzie- rung wurden 057 vereinnahmt. Unter den Son- ig mit f sumentwicklung ten und Zigarren an Absatz gewonnen haben, dann kann man abschließend sagen: Die Gualitätsansprüche sind gestiegen, wobel die Zigarette führend bleibt, die Zigarre eine leichte Tendenz nach oben hat, die Pfeife wei ter an Boden verliert. Handschuhsheimer Obst- und Gemüsegroßmarkt Johannisbeeren rot 30, schwarz 60—70, Stachelbeeren reif 20-30, Himbeeren A 60—90, Industrieware 50, Brombeeren 50— 60, Schattenmorellen 25—42, Mirabellen 20 bis 28, Pflrsiche I 40—70, II 20-95, Rene- eloden 13—16, Hauspflaumen 10—12, Gute von Bry 13—16, Lützelsachsener Früh- zwetschgen 11—16, C 9—10, Aepfel A 40— 50, B 25—35, Birnen A 35-45, B 20—30, Kopfsalat 10—14, Endivien 710, Spinat 20, Gurken 1 35—45, II 25—35, III 17—24, Weiß- kohl 19, Rotkohl 15—16, Wirsingkohl 17, Blumenkohl Stück II 50—70, III 40—30, IV 25—35, B 10—20, Kohlrabi Stück 10, Karot- ten 12—13, Erbsen 20—21, Buschbohnen 17-24, Stangenbohnen 3040, Ueberstand, Tomaten A 1 30—37, A II 36—44, A III 48— 40, Zwiebeln 7—8. Sehr große Anfuhr in Zwetschgen und Pflaumen. Absatz infolge sehr schlechter Qualität, hervorgerufen durch den Regen der letzten Tage, sehr schleppend. Trotz niedriger Preise ver- blieben noch große Ueberstände. Mannheimer Obst- und Gemüsegroßmarkt (wd) Bei reichlicher und reichhaltiger Antuhr ausgesprochen lustloser Marktver- lauf, lediglich Qualitätsware* EG eraielten: Blumenkohl dt. Stücke ausl. Steige 9,5—10, Buschbohnen 38.40, Stangenbo„Jurken, g 4000. Karotten 16—18, Kartoffeln 7,58, Kohlrabi 13—16, Petersilie 910, Radies- chen der Bund 10—12, Rettiche Bund 12— 18, Stück 10—16, Rotkohl 26—28, Salat MARKT BERICHTE vom 29, Juli 1954 70—0. ken 1 6080, 11 Fast 19 Millionen Anträge Der Lastenausgleich im Rechnungsjahr 1953/54/ 3,5 Mrd. DM Einnahmen dereinnahmen erscheinen 115,5 aus der Ab- lösuntz der Lastenausgleichenbgaben! Dieser Betrag hat sich bis zum 30. Juni 1964 aut 154 erhöhk. Aut der Ausgabenseite fallen vor allem ins Gewicht; Unterhaltshilfe 900, Wohnraum- hilte 352, Währungsausgleich 448, Hausratthilfe 915, Autbaudarlehen 434, Arbeitsplatzdarlehen 64 und Ausbildungshilfe 68. 4 Der Bestand des Fonds am nde des Be- richtsjahres überßtieg den Bestand am Ende des Vorjahres um 213. Dies führt das Bundes- ausglelchsamt auf das überraschende Ansteigen des Aufkommens der Vermögensabgabe und der Einnahmen aus der Vorfinanzierung zu- rück. Daneben ist der Mehrbetrag jedoch auch auf eine Veränderung der Abrechnungstechnik zurückzutühren. Bis zum 30. Juni hat sich der Bestand der Einnahmen von 759 und Ausgän- gen von 697 um 62 erhöht. — Das deutsche Industrlelnstitut kritislert die mangelhafte Verbundwirtschaft zwischen Kohle und Stahl nach der Montanentflechtung und Außert die Hoffnung, dan die Hohe Behörde der Montanunion sich Zusammenschlüssen der deutschen Montanindustrie nicht entgegenstel- len wird. Der Huropkische Wirtschaftsrat hat das Oel- transportabkommen zwischen Saudi-Arabien und dem Reeder Onassis als schwere Diskrimi- nierung bezeichnet und die Mitgliedsländer auf- gefordert, zu prüfen, welche Maßnahmen zu treffen sind. 5 Hans Jahn, der erste Vorsitzende der Ge- werkschaft der Eisenbahner Deutschlands, ist aut dem 23. Kongreß der Internationalen Pransportarbeiter-Föderation GT) in London zum Vizepräsidenten dieser Organisation ge- wühlt worden. Es ist das erste Mal, daß ein Deutscher dem Spitzengremium dieser inter- natlonalen Gewerkschaftsor ganisation ange- Rört. maten ausl. 40—70, dt. 50—60, Weigkohl 25—20, Wirsingkohl 25—28, Zwiebeln 12— 14, Agypt. 18—42, Aepfel A 60—70, B 25-45, Orangen 40—75, Aprikosen 60—70, Bana- nen Kiste 18—20, Birnen 25—45, Heidel- beeren 50-60, Himbeeren 70—90, Johannis- beeren 2833, Kirschen A 50—60, B 30— 43, Sauerkirschen 26—30, Schattenmorellen 40—50, Mirabellen 30—40, Pfirsiche 50—70, Pflaumen 24—26, Renecloden 22—26, Sta- chelbeeren 26—35, Zitronen Kiste 44-46, Stück 16—20. Mannheimer PFleischgroßhandelspreise (od) Preise in DM je kg(Vorwoche in Klammern) Inlandfleisch: Ochsen 3.60— 3.80), Rind 3.70—3.80(3.70—3.90), Kuh 2.70— 3.30(3.00—3.40), Bullen 3.60—3.80(3.70— 9.80), Schweine 3.50.80(3.50—3.80), Kalb 4.30—5.00(4.40—4.90), Hammel 3.20.30 (8.20— 3,30). Importfleisch: Rind 1 3.70—3.80 (3.70—.90),. Tendenz für Inlandfleisch mit- tel, für Importfleisch langsam. Mannheimer Ferkelmarkt (vwd) Auftrieb: 129(in der Vorwoche 120) Ferkel und 3() Läufer. Preise für Ferkel bis 6 Wochen alt 50—56 DM(62 72), über 6 Wochen alt 62—85(75—96), für Läufer 118—123 DM(—) je Stück. Markt- verlauf langsam, Ueberstand. 5 a Achlachtvlehmarkt 1 Auf 6 Bullen, 7 Kühe, 51 Färsen), Kälber keine, 77 Schwelne. Marktverlauf sehr langsam, Ueberstand in Großvieh und Schweinen. Preise für Großvieh im Rah- tried: 78 Großwvieh(7 Ochsen, Stück 1 1620, II 6—12, holl, Steige 6,5 men der Dienstagnotierungen. Schwein 7,5 Endivien 12—20, Schnittlauch 310. To- rückläufig.. 5* —————— sucht ab sofort Stelle in trauenlosem Haushalt, Bil- angebote unter Nr. 1172 an den Verlag. VERMIETUN SEN Schönes großes möbl. Zimmer in Heidelberg sof. zu vermieten. An- zusehen nachmitt. Schlohberg 49. Möäbl. Zimmer, sep. Eing., ab 1. 8, 54 zu vermieten, Tel. 77/4 44 Heldlbg. 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Der Bundestag hat kürzlich die Bundesreglerung aufgefordert, mit der fran- zösischen Regierung über das Projekt des elsässischen Rhein-Seitenkanals zu verhan- deln. Wie bekannt, bedroht dieses Projekt weite Gebiete der badischen und auch der elsässischen Rheinebene mit einer katastro- phalen Versteppung, die sich bereits heute zwischen Basel und Neuenburg abzuzeichnen beginnt. 1 Nach den Bestimmungen des Versailler Vertrages erhält Frankreich das Recht, das Wasser für den Rheinseitenkanal aus dem Rhein zu entnehmen. Deutschland ist es ver- boten, für die Bewässerung seiner Geblete in der versteppten Rheinebene Wasser aus dem Rhein zu etnehmen, Die Bundesregie- rung dürfte bei den bald zu erwartenden diplomatischen Schritten in Paris der fran- zösischen Regierung den Vorschlag unter- breiten, den Seitenkanal auf der Höhe von Breisach wieder in den Rhein zurückzuleiten und die noch fehlenden Kraftwerke auf der Strecke Breisach- Straßburg dann im Strom- bett selbst zu erstellen, Der Rhein würde dann gleichzeitig zum Kanal werden. Wis- senschaftliche Untersuchungen im Strombett haben ergeben, daß die Voraussetzungen für die Anlage von Staumauern und Kraftwerk⸗ bauten im Rhein selbst durchaus gegeben sind. Zuständige Kreise der deutschen Wirt- schaft und Landwirtschaft haben Ueber- legungen über eine eventuelle deutsche Ka- pitalbeteiligung am Weiterbau des Kanals unter der Bedingung begrüßt, daß die Kraft- Werke von Breisach im Rheinbett erbaut werden. 5 Die Dringlichkeit solcher diplomatischer Schritte der Bundesregierung wird allein schon aus der Tatsache ersichtlich, daß Frankreich mit unverminderter Arbeits- intensität das Kraftwerk Fessenheim, das dritte am Seitenkanal, ausbaut und den Kanal Meter um Meter in Richtung auf Brei- sach weiterbaut. Die Planungen für den Sei- tenkanal sind bereits bis Über Breisach hin- aus fertiggestellt. Ein hoher Beamter der Electrieitè berichtete dieser vorgesehen, das elsässische Dorf Vogelgrün, das Alt-Breisach gegenüber liegt, ganz ver- schwinden zu lassen, die Straße Colmar Breisach-Frelburg in einem Tunnel unter dem Kanal hindurchzuführen. Sollen die deutschen Anregungen, den Kanal bei Brei- sach wieder in das Strombett einzuleiten, Erfolg haben, dann ist jetzt höchste Eile ge- boten, die Verhandlungen Bonn Paris end- lich in die Wege zu leiten. Für den Weiterbau des Kanals im Rhein- bett liegen bereits einige brauchbare Vor- schläge von deutscher Seite vor. Der Land- Kreis Freiburg und vor allem die Stadt Brei- sach, die sich in den letzten Jahren mit Nachdruck in die Seitenkanal- Diskussion eingeschaltet hat, haben vorgeschlagen, Frankreich ein neues Angebot zu unterbrei- ten. In diesem Angebot soll Frankreich die in den Kraftwerken Kembs, Ottmarsheim und Fessenheim erzeugte elektrische Energie in voller Höhe zugesichert werden. Frank- reich soll aber auf die Weiterführung des Rheinseitenkanals über Fessenheim hinaus Verzichten und statt dessen Deutschland das Recht zugestehen, in das Rheinbett unter- halb von Breisach drei eigene Kraftwerke zu Rhein behindert werde. Dabei wird die Frage offen gelassen, wie der in den deut- schen Rhein-Kraftwerken erzeugte Strom anteilmäßig auf die beiden Partner Deutsch- land und Frankreich verteilt werden soll. Hoffnungen auf deutscher Seite, die Be- mühungen zur Abwendung der drohenden Versteppungsgefahr könnten auch von elsäs- sischer Seite unterstützt werden, haben sich mehr und mehr zerschlagen. Einmal wird die elsässische Landwirtschaft auf Grund Zwei Jahre Gefüngnis für Darmstadt. Zu zwei Jahren Gefängnis verurteilte die IV. Darmstädter Strafkammer den 28jährigen Metzgergesellen Lothar Kasik aus Chemnitz wegen Betrugs im Rückfall. Kasik hatte im Januar 1954 als angeblicher Spätheimkehrer Peter Götz die Einwohner des Odenwalddorfes Vielbrunn im Landkreis Erbach zu umfassenden Hilfsmaßnahmen veranlaßt und Bürgermeister, Pfarrer sowie Geschäftsleute in Vielbrunn um Bargeld und bauen, ohne daß dadurch die Schiffahrt im Stockstadt. Eine 40 Kilometer lange, unter- irdische Gasleitung will die Oelgewerkschaft Elwerath in allernächster Zeit von dem Erd- gasvorkommen bei Stockstadt im hessischen Ried über Sandhofen bei Mannheim nach Frankenthal und Ludwigshafen verlegen. Das Erdgasvorkommen bei Eich(Landkreis Worms) soll durch eine weitere Leitung, die bei Biebesheim(Landkreis Groß-Gerau) durch den Rhein geführt und an die Gaslei- tung nach Ludwigshafen angeschlossen wird, in Kürze ebenfalls von der Industrie ausge- beutet werden. Tage, es sei Stockstadt nach Ludwigshafen wird etwa Der achtzöllige Hauptleitungsstrang von Kleidung betrogen. Der Angeklagte, der 1947 40 km lange Erdgasleitung geplant Die Stationen der Leitung: Stockstadt— Sandhofen— Ludwigshafen 1,20 Meter tief in der Erde liegen und über Klein-Rohrheim und das Gut Kirschgarts- hausen nach Sandhofen bei Mannheim füh- ren. Sie endet nach der Ueberquerung des Rheines in den Stadtkreisen Ludwigshafen und Frankenthal bei Edigheim und Oppau. Die Verbindungsleitung von Eich nach dem rechtsrheinischen Biebesheim ist in einer Länge von sieben Kilometer mit einem Durchmesser von vier Zoll projektiert. Der geplante Bau der Gasleitung steht in Verbin- dung mit Verhandlungen der Erdölgewerk- schaft Elwerath mit den Badischen Anilin-& Soda-Fabriken in Ludwigshafen, der beträchtlichen Zahl an Zuflüssen aus den Vogesen lange nicht in dem Maße von der Grundwasserabsenkung betroffen wie die benachbarte deutsche, Es kommt noch hinzu, daß die Landzone längs der linken Rhein- seite seit Generationen schon nicht mehr 80 intensiv genutzt wird wie dies auf der ba- dischen Rheinuferseite heute noch der Fall ist. Zum anderen scheint sich eine Wirklich frele und demokratische Diskussion des Sel- tenkanalproblems im Elsaß immer wieder an den größeren politischen Zusammenhän- gen zu zerschlagen. Die Bundesreglerung sollte deshalb nichts versäumen, von sich aus die akute Frage der Oberrheinversteppung aufzugreifen. n Falscher Spätheimkehrer narrte Gemeinde den rückfülligen Betrüger in das Bundesgebiet gekommen war, wurde inzwischen neunmal wegen HHeiratsschwin⸗ dels, Betrugs und Urkundenfälschung zu Ge- kängnisstrafen verurteilt. Als er sich im Flüchtlingslager Gießen eine Aufenthaltsge- nehmigung für das Bundesgebiet beschaffen wollte, lernte er Ende 1958 ein aus der Sowiet- zone geflüchtetes, 23jähriges Mädchen ken- nen. Er ließ sich von dem Mädchen, das er angeblich heiraten wollte, zu ihrer Schwester nach Oberramstadt einladen und umsonst verköstigen. Ein Diakon vermittelte eine Stelle in einer Metzgerei in der Odenwald gemeinde Vielbrunn. f Der Bürgermeister der Gemeinde Viel- brunn nahm dem Betrüger die Geschichte Lon einer abenteuerlichen Odyssee durch Rußland teilnahmsvoll ab und mietete für den in Vielbrunn mit großer Herzlichkeit auf- genommenen Spätheimkehrer ein Zimmer in einer Pension. Der Ortsgeistliche half mit Bargeld. Andere Einwohner spendeten Klei- der. Auch das Landratsamt in Erbach sagte finanzielle Hilfe zu. Mehrere Tageszeitungen unterstützten die Nachforschungen des an- geblichen verschüchterten und völlig ver- zweifelten Heimkehrers nach seinen Eltern. Als Bürgermeister Mengler anregte, daß Götz sich von einem Arzt untersuchen lassen müsse, verschwand der Betrüger mit seinen Geschenken heimlich aus der hilfsbereiten Odenwaldgemeinde. Wenige Tage später wurde er in München verhaftet. AUFRUF! Landeshaussammlung für das Erholungs- und Fürsorgewerk im VdR Der Landesverband Baden des Ver- bandes der Kriegsbeschädigten, Kriegs- hinterbliebenen und Sozlalrentner Deutschlands, dessen Erholungs- und Fürsorgewerk auch die VdK-Mitglieder Nordbadens angeschlossen sind, führt vom 29. Juli bis 4. August 1954 eine vom Regierungspräsidium Nordbaden genehmigte Haussammlung durch. Der Reinerlös der Sammlung wird zum Ausbau und zur Verbesserung der Erholungsheime des VdK-Landesver- bands Baden in Baden-Baden, sowie für die Gewährung von Erholungsfürsorge an die Krlegsopfer verwendet. Erstmals selt 1945 ist den im VdK zusammenge- schlossenen Kriegsopfern in Nordbaden die Möglichkeit gegeben, in einer Lan- dessammlung an die gesamte Bevölke- rung heranzutreten, um eine Gabe zu erbitten. Im Hinblick auf die hohe soziale Be- deutung, die der Erholungsfürsorge, auch für Kinder zukommt, bitten wir die Bevölkerung Nordbadens um Un- terstützung der Sammlung. Der Präsident des Bad.-Württ. Landtages: Dr. Neilnhau's Der Regierungspräsident Nordbaden: D Für den Vorstand des Erholungs- und Fürsorgewerkes im VdK: J. Kopp H. Neudeck Untersuchungshüftling ausgebrochen Ellwangen. In den frühen Morgenstunden des Dienstags ist der seinerzeit langgesuchte Einbrecher Kolb, dem 40 Einbrüche, vor allem in Bankhäuser, zur Last gelegt wurden, aus dem Ellwanger Landgerichtsgefüngnis aus- gebrochen, wo er seit einem halben Jahr in Untersuchungshaft saß. 27.— 1 Herren- Sakkos 29. 69.— 7.-u. hh. Herren-Hosen 6.50 HTrench- Mäntel unbbe Im fucho nacli Maß Msbelpaus WII Breitwieser VERK KUE 70 rtroften in lack und preis Schlafcouch DM 120.—, Chalselongue DM 65.—, neuwert., neue 12 Bettcouch DM 230.—. Heidelberg, Obere Neckarstraße 14. pel- Kleiner komb. Herd billig abzugeb. Butteweg, Heidelberg, Sandg. 11. Des älteste Möbel- Fachgeschäft mit großer Landzentrifuge 33 J, Jupiter-Wolt m. all. 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Es ist ziemlich leer und ich kreue mich darüber; denn so kann ich alles besser übersehen, Punkt 1115 Uhr kommt. dein Johnny. Ich erkenne ihn auf den ersten Blick. Ich hätte ihn gleich begrüßen können. Aber ich denke an meinen Vater, der immer sagte:„So schnell schießen die Preußen nicht', Ich beobachtete ihn also. Er benimmt sich tadellos, Sieht sich kurz im Raum um und setzt sich mit einer unverschämten Selbstverständlichkeit an meinen Tisch. Ich stelle mich ärgerlich und reaglere nicht wei⸗ ter. Ich denke, laß ihn man erst seln Zi- tronenwasser bestellen. Dann werde ich ihn von„Jack“ grüßen. Der Kellner kommt, und dein Johnny bestellt. Aber kein Zitronen- Wasser, sondern Apfelsinensaft. Nanu, denke ich, hast du wieder mal Schwein gehabt, daß du nicht so schnell geschossen hast, Ist vielleicht ein bestellter Doppelgänger, der dich reinlegen will. Ich warte bis 12 Uhr. Dein qohnny ist im- mer noch da. Ich klatsche in die Hände, Der Kellner kommt. Ich bezahlte. Dein Johnny sieht mich fragend an. Ich sehe auf seinen Apfelsinensaft, der immer noch da steht und verlasse das Lokal. Irgend was stimmt da nicht, denke ich bei mir; aber wir wollen's morgen noch mal versuchen. Ich gehe also wieder zur selben Zeit hin und setze mich an denselben Tisch. Genau um 11.15 Uhr erscheint, wie gestern, dein Johnny. Genau wie gestern steuert er wie- der prompt auf meinen Tisch zu. Nur sagt er dieses Mal, Good morning“ Ich nice kurz und denke wieder: laß ihn man erst bestel- len e 5 Zeitung e—— eee — alen ff und dent mich WI dabel herausfordernd an., Ich laufe rot an vor Aerger. Der Apfelsinensaft kommt. Er sleht mich wieder an. Da wirft meine bra⸗ silianische Mutter in mir den preußischen Vater über den Haufen und ich sage: „Pardon me, es geht mich ja eigentlich nichts an. Aber warum bestellen Sie immer Apfelsmnensaft, wenn Sie inn doch nicht trinken?“ Er glotzt mich verständnislos an. Auf einmal werden seine Augen ganz groß. Er schlägt sich vor den Kopf und brüllt fast, daß es jeder hören kann „LUbe a monkey's uncle!“— Dann fügt er hinzu:„Diese verfluchte Seekrankheit! Sind es Pilze oder Regentropfen, die —„ 7. 1 go rhythmisch uber das Hild verteilt sind? Keins von beiden, sondern Fallschirmspringer eines ameriſcanischen Fall- achirmiagerregiments, die aus 15 Pransport- maschinen zu einem Massensprung gestartet waren. Keystone- Hild Unbestündige Henne Wechselt ihre Farben London, 40. Juli.(dpa) Eine vier Jahre alte Wyandotte-Henne macht den enklischen Geflügelsuchverstündigen Kopfzerbrechen, gle begann ihr Leben mit schlohweilſſem Gefleder. Nach z wẽꝛel Jahren wurde sle plätslich pechschwarz, Nach der nchsten Mauserung bekam dle wleder weine Federn und hat gelt dem wieder auf schwarz gewechselt. DIE BUNTE SEITE Hat mir anscheinend mein ganzes Gehirn mit ausgeleert.— Water“, ruft er dann, „nehmen Sie das hier wieder mit und brin- gen Sle mir ein Zitronenwasser. That's bet⸗ ter, nicht wahr?“ und blickt mich triumphie⸗ rend an, Wenn er nicht so ein netter Kerl wäre, hätte ich ihm eine runtergehauen. So bin ich ihm beinahe um den Hals gefallen. Also um 21 Uhr kommt er. Er nimmt sich zweimal eine Taxe, dann geht er in eine bestimmte Seitengasse, dort holt Juan ſhn mit meinem Wagen ab.“ Renken amüsiert sich köstlich über den spassigen Ernst, mit dem Carlos die Ge- schichte herausbrachte. Aber er spricht ihm seine ehrliche Anerkennung aus für die Ge- schieklichkeit, mit der er den Kleinen auf den Fehler aufmerksam gemacht hat. Dann meint er: „Du hast wenigstens noch demen Spas gehabt bei deinem Treffen, aber mir würe es gestern pald verdammt dreckig gegangen.“ Kombinierter Koffer ist kein Kuriergepöc e erscheint und Renken unterbricht Sich. „Kannst ruhig Weitersprechen“, sagt Carlos,„Juanita ist meine beste V-Männin und Sekretärin.“ Aber Renken zögert trotzdem und fährt erst fort, nachdem Juanita den Tee serviert hatte und sich von selbst entschuldigte. Du kennst doch den Rodrigo in Madrid. Also, der soll sich das nächste Mal ja nicht wieder bei mir sehen lassen. Hatte mir einen harmlosen Koffer mit harmlosen klei- nen Eisenkugeln untergeschoben. Ich denke natürlich, der Koffer ist einwandfrei als Kuriergepäck getarnt und ich bekomme einen Kurierausweis dafür und lasse mich breitschlagen, ihn mitzunehmen. Den gan- zen Flug über sitze ich jedesmal auf Kohlen, Mit Regenschirmen im Strandkorb Badegäste verzweifeln/ Die bes Kiel, 30, Jul.(ur) Die B 8 0 gäste, l Ostseebüdern beginnen zu verzwelfeln. 10 Tagen jagt eine Regenbäe ehr lauben kaum noch an die von den Nei Hesagte Wetterbesserung. 1 e In den letzten vier Wochen gab es an der Nord- und Ostseeküste kaum einen halben Tag Sonnenschein. Das Wasser der Ostsee ist mit durchschnittlich 14 Grad auch für passionierte Schwimmer zu kalt. Die nied- rigste Wassertemperatur in den Sommer- monaten der letzten dreißig Jahre betrug achtzehn Grad. In den Badeorten mußten Strandfeste abgesagt werden, und nur ver- einzelt sieht man Badegäste mit Regen- schirmen in den Strandkörben sitzen. In Eckernförde wirbt ein Wirt für seine Veran- staltung im Saal mit dem Hinwels:„Hier ist gehelzt“. Trotz der„Wetterplelte“ sind jedoch nur vereinzelt Badegäste vorzeitig abgereist. In Bayern und besonders in den Alpen liegen die Verhältnisse ähnlich, Auch hier hat sich die Sonne rar gemacht. Wabern liegen die Temperaturen unter 20 Grad, 1*—. 1 4 2 „Wie sie das wohl merkten?“ Ein„bayrischer Neger“ mit Lederhosen und Wadenstrümpfen Würzburg, 29. Juli.(UP) Blaß vor Staunen War eine amerikanische Mp- Streife, als sie dieser Tage am Würzburger Hauptbahnhof einen baumlangen Neger mit Gams burt am Hut, Lederhosen, bestickten Hosentrügern und echten bayerischen Waden strümpten entdeckte. Der„Original-Hayer“ versuchte sich der Personenkontrolle zu entzlehen und behauptete, er verstehe kein Wort Englisch und sei im übrigen ein deutscher Neger. Das glaubte ihm die Mp-Streife nicht! und packte ihn sanft, aber bestimmt in den Jeep. Auf der MP-Wache war es für den dort diensttuenden deutschen Verbindungs- polizisten eine Kleinigkeit festzustellen, daß der gute„Bayern-quim“ kaum ein Wort deutsch verstand. Jetzt erst griff Jim in dle Hosentasche nach seinen Auswelspapleren: er war amerikanischer Soldat ohne Urlaubs- Paplere. Aber bis zuletzt war er fassungslos dar- Über, daß man ihn trotz seiner Verkleidung erwischt hatte,„To hell“, sagte er,„wie haben die bloß bemerkt, daß ich kein Deut- scher bin?“, Erdbeben in der Schweiz Neuchatel, 30. Juli.(dpa) Im schwelze- rischen Kanton Wallis wurden am Donners Balduins Abenteuer wenn der Vogel bockt und die Koffer gegen- einanderstoßen. Ich weis doch nicht, Wie Vorsichtig oder unvorsichtig die wirklich ge- Wesen sind beim Verpacken. Aber ich denke, plombiertes Kurterge⸗ päck werden sie ja nicht öfnen, Außerdem sollte ich von einem Vertreter der Gesandt- schaft abgeholt werden. Am Flugplatz geht alles seinen normalen Gang. Bis vor mir ein Japaner an die Reihe kommt. Erst wird seln persönliches Gepäck Kontrolliert, dann kommen zwei plomblerte Koffer an die Reihe, Der Zöllner verlangt den Kurierausweis. Der Japaner guckt ihn dumm an. leh gucke erst belustigt und schadenfreue mich, und plötzlich haut's mich ins Genick und läukt mir stledendheiſ durch die Glieder. Mensch, denke ich, jetzt ist es 80 weilt. 1 Fortsetzung folgt Uedem nnr eee enen „Ie nehme an, du flüsterst Fydulein Hillmann gerade zu, wie schwer es Ist, drei Töchter— alle in ihrem Alter— stu- dieren zu lassen, nicht wahr?“ A dddddrdrrdddndrdrvbe dp dd fe te Werbung:„Hier ist geheizt“ Main- Beleuchtung für einen Groschen Auf der Mainbruche Würaburger steht ein Automat, den weniger die Glüclesspieler betätigen als die Leute, die für Romantile chi, men. Vach Einwurf eines Zehnpfennigstückes erstrahlt die mittelalterliche Hduserfront am Mainufer drei Minuten lang in magischer Beleuchtung. dpa-Bild — Mord an Handlungsreisendem vor Gericht Hannover, 30. Juli.(UP) Vor der ersten groſzen Strafkammer des Landgerichts in Hannover begann am Donnerstagmorgen der Prozeß gegen den wegen Mordes angeklag- ten 21 jährigen Melker Hans Reiſberger aus Arnum bei Hannover. Reißberger hat im Oktober vorigen Jahres den Handlungsrei- 5 f enden Bartkowyski ermordet, Er lockte de eren duct ine ebenen gl Nerd. ung Ahnungslosen unter einem Vorppand in sein 155 dere. Slo Le schlug 5 hier mi 5* 0 ologen tür die kommende Woche voraus- Dreister Kassenraub Neustadt, 30. Juli.(dpa) Mit unglaublicher Frechheit gingen Einbrecher vor, die aus dem Tresor der Spar- und Darlehenskasse in Schneeren(Kreis Neustadt/ Niedersachsen) 12 000 Mark raubten, Die Einbrecher stiegen durch ein Fenster in den zum Haus des Kassenleiters gehörenden Kassenraum. Als sle den Tresor verschlossen fanden, gingen gie in das Schlafzimmer des Kagsenleiters, nahmen von einem neben den Betten des schlafenden Ehepaares stehenden Stuhl die Hose des Mannes und fanden darin die Pre- sorschlüssel, Sie riegelten sich im Kassen- raum ein und entnahmen aus der Geldkas- sette des Tresors alle Scheine, Das Hartgeld ließen sie legen. Der Einbruch wurde erst am nächsten morgen bemerkt. Von den Tätern fehlt noch Jede Spur. tagmorgen mehrere heftige Erdbebenstöße registriert. Das Zentrum war in der Nähe der Stadt Sitten, Das Erdbeben hielt etwa zwWölt Minuten an, ohne groen Schaden an- nleder und fuhr anschlienend mit seinem Opfer in dessen Auto spazieren. 24 Stunden nach der Tat konnte er festgenommen und als Mörder identifizlert werden. Reiſberger versucht, seine Tat als eine Affekthandlung hinzustellen. Viehhändler mit 250 000 DM Verschwunden? Verden/ Aller, 30. Juli.(UP) Ueber vier- 2ig Bauern aus den Kreisen Verden, Roten- burg, Soltau, Hoya, Bremen und Falling- bostel fühlen sich durch den 43jährigen Viehhändler Werner Pasch um rund 250 000 Mark für geliefertes Vieh betrogen. Pasch, der in Verden eine offene Handelsgesell- schaft betrieb, soll von den Bauern waggon- weise Vieh bezogen und zum Versand ge- bracht haben. Als die Bauern jetzt ihre Schecks einlösen wollten, soll sich heraus- gestellt haben, daß der Kaufmann zeine ge- samten Guthaben abgehoben hatte und mit seiner Frau schon seit Sonntag spurlos ver- schwunden war, Schon nach wenigen Stun- den lagen bei der Kriminalpolizei über zwan- zig Betrugsanzeigen vor, Das Amtsgericht in Verden erließ gegen Pasch Haftbefehl. Der Viehhändler hatte vor seinem Verschwinden zelnen Kraftfahrer in Urlaub geschickt und seiner Sekretärin brieflich mitgeteilt, dag er mit seiner Frau in Schleswig- Holstein seine Kinder abhole. Auch die am Geschäft beteiligte 73jährige Mutter des Viehhändlers luhr mit unbekanntem Ziel davon. Im gan- zen Bundesgebiet wurde die Fahndung nach Pasch eingeleltet. Schweden sucht Autobahn- mörder Malm, Schweden, 30. Juli.(OE) Die schwedische Polizei forderte alle in Schwe- den wellenden Deutschen auf, sich an der Suche nach dem 53jährigen A. Pris zu be- telligen, der von der deutschen Polizei im Zusammenhang mit den Autobahnmorden gesucht wird. Eine Frau hatte in Malmö der Polizei mitgeteilt, sie habe den Gesuch ten in einer Straßenbahn gesehen, Sie will a—— in 98 schwedischen Magazin veröffentlichten Bild erkannt ha- ben. Dieser Bericht flel mit der der schwe- 0 dischen Polizei übermittelten Annahme deutscher Poligzeistellen zusammen, nach der sich Pris nach Skandinavien begeben haben soll. Pris wird des Mordes an der Margarete Wilhelm verdächtigt, der sich im November vergangenen Jahres in der Nähe der Auto- bahn bei Hannover ereignete. Außerdem nehmen die deutschen Polizeistellen an, daß Pris auch noch für eine Reihe anderer Ver- dewaltigungs- und Mordfälle in Deutsch- land verantwortlich ist. Nur den NRdtsehfreund Kleines Mosaik sit— nab— enga— ond— ini— est tele— inev— ben— we— Ura— ene— enb — rot. In der richtigen Reihenfolge gelesen, ergeben vorstehende Satzbruchstücke einen ZWelzeller, dessen Richtigkeit jeder ältere Herr schmungelnd bestätigen wird. Autläsung aus cler letzten Nummer Moderne Erfindung: 1. f, 2. Reh, 3. Marke, 4. Ständer, 6. Fernsehen, 6. Antenne, 7. Sohle, 8. See, 9. n. Zzurichten. Aus der französischen Stadt Vienne, zwischen Lyon und St. Etienne und aus den italienischen Alpen wurden eben- falls heftige Frdbebenstöße gemeldet. Flugzeug gegen Auto Wyk, Insel Föhr, 30, Juul.(Up) beim Start zum Rückflug nach Hamburg streifte am Wyker Ortsrand ein mit vier Personen be- setztes Flugzeug einer Hamburgr Luftwerbe⸗ gesellschaft einen parkenden Personenkratt- Wagen, Die Maschine wurde gleich repariert und Konnte damm ohne weitere Zwischentälle zum Festland fliegen, Personen kamen nicht zu Schaden. Was sonsf NOH ESAcHAN HASSE SATIVD NICHT YSSBAR. Hüchst of- miell gab der Chef des amerikanischen Konsu- lardtenstes in München, Mister John M. Tomp- gon, bekannt, daß die amerikanischen Passe icht ebar waren. Mütter, die ſeleine Kinder bei sich Ratten, mußten verschiedentlich neue Papiere in München anfordern, weil inre Söhne und Töchter in unbeuachten Augenblicken die Husse verspeist hatten oder gie anſenabberten. „ RDHTSTORU NG DURCH PASTOR. Pastor Kyi Wetzel aus Macheesport, ſeleinen amerikanischen Propinsstadt, Dey einer wurde Der Leuze, dieser Katz ist richtig, Wird beim Prasen unglaublich Wiehtig, Woll ohne ihn die besten Achten nur schwer das reckte Urteil treften, Copyrioh F., B. G0 6 cc Ein Mann, auch der ats stimmt genau. Ist ot nur hehe seiner Frau. wegen Ruhestörung zu einer Strafe von 100 Dollars verurteilt, Vr, hatte jeden Sonntag Morgen sein ſeleines Pripat flugzeug hervorge- Malt und war damit in enapp hundert Metey Hqhe uber die Hache des Städtchens hinweg⸗ gehraust, wobei er durch einen starken Laut- d precher, vom seinem Führersita aus die Sonn- tagspyedigt Hielt. * AUTOGRAMMN 4LS TATOWIERVUNG. Während in Ungland die Mode auſgecom- men lot, daß sieß, junge Mädchen mit einem gchAHgen Messer den Namen ihres Boyſrtends in den Axm vitzen lassen, ging Rosemari/ John- son aus London noch weiter, Sie nahm die Unterschrift inres Freundes und lie bei einem Tatowierer die Schriftauge auf ihren Arm un- duνjdschlich einbeizen. Beim ersten Treffen nach dieser etwas voreiligen Manipulation gab eg einen Krach mit dem jungen Mann und Rosemary muß nun inr Leben lang mit der Unterschriſt einen Mannes herumlaufen, der ihy davongelaufſen iat **** A ν⏑ Nν,uαανν)h-iνe Freitag, 30. Juli 10.80 Kinderstunde 1700 Wir helten suchen 20,00 Pagesschau 20%,„Bitte, in zohn Minuten zu Tisch“, Kochkunst kür ellige Feinschmeclcer 20,90„8 0—8 Schlit in Not!“ Repor- tage Uher die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schittbrüchiger 210 Sind Sie im Bilde? 910 Programmvorschau