DIE HANDSCHRIFTEN DER BADISCHEN LANDESBIBLIOTHEK IN KARLSRUHE XIII DIE HANDSCHRIFTEN DER BADISCHEN LANDESBIBLIOTHEK IN KARLSRUHE XIII DIE KLEINEN PROVENIENZEN BESCHRIEBEN VON ARMIN SCHLECHTER UND GERHARD STAMM NACH VORARBEITEN VON KURT HANNEMANN UND ANDREAS DEGKWITZ HARRASSOWITZ VERLAG • WIESBADEN MM DIE KLEINEN PROVENIENZEN BESCHRIEBEN VON ARMIN SCHLECHTER UND GERHARD STAMM NACH VORARBEITEN VON KURT HANNEMANN UND ANDREAS DEGKWITZ HARRASSOWITZ VERLAG • WIESBADEN MM Gedruckt mit Unterstützung der Badischen Bibliotheksgesellschaft, Karlsruhe. CIP-Titelaufnahme der Deutschen Bibliothek Ein Titeldatensatz für diese Publikation ist bei Der Deutschen Bibliothek erhältlich Die Deutsche Bibliothek - CTP Cataloguing-in-Publication-Data A catalogue record for this publication is available from Die Deutsche Bibliothek e-mail: cip@dbf.ddb.de © OTTO HARRASSOWITZ, WIESBADEN 2000 Das Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des Verlages unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen jeder Art, Ubersetzungen, Mikroverfilmungen und für die Einspeicherung in elektronische Systeme. Gedruckt auf alterungsbeständigem Papier. Datenkonvertierung, Druck und Verarbeitung: Hubert & Co., Göttingen Druck der Tafeln: Badenia Verlag, Karlsruhe Printed in Germany ISBN 3-447-04373-3 INHALT Vorwort 7 Verzeichnis der Abbildungen 9 Verzeichnis abgekürzt zitierter Literatur und sonstiger Abkürzungen 11 Einleitung 41 Allerheiligen, Prämonstratenser S. 45 - Gengenbach, Benediktiner S. 52 - Günterstal, Zisterzienserinnen S. 68 - Öhningen, Benediktiner bzw. Chorherren S. 78 - Offenburg, Franziskaner S. 82 - St. Märgen, Augustinerchorherren S. 85 - St.Trudpert, Benediktiner S. 92 - Schuttern, Benediktiner S. 98 - Schwarzach, Benediktiner S. 108 - Tennenbach, Zisterzienser S. 118 - Wonnental, Zisterzienserinnen S. 127 - Bruchsal, Bibliothek der Speyerer Bischöfe S. 132 - Meersburg, Bibliothek der Konstanzer Bischöfe S. 140 - Kraichgau, Ritterkanton, Bibliothek in Heilbronn S. 144 - Ortenau, Ritterkanton, Bibliothek in Offenburg S. 147 - Fonds ohne historischen Provenienzzusammenhang: Unbestimmte Herkunft und Unbestimmte Herkunft, Fragmente (U.H. und U.H. Fragm.) S. 150 - Hinterlegung (H.) S. 154 Abbildungen 157 Beschreibung der Handschriften: Bibliotheken geistlicher Institutionen Allerheiligen, Prämonstratenser 179 Gengenbach, Benediktiner 200 Günterstal, Zisterzienserinnen 207 Öhningen, Benediktiner bzw. Chorherren 236 Offenburg, Franziskaner 240 St. Märgen, Augustinerchorherren 243 St. Trudpert, Benediktiner 256 Schuttern, Benediktiner 257 Schwarzach, Benediktiner 270 5 Inhalt Tennenbach, Zisterzienser 320 Wonnental, Zisterzienserinnen 342 Bischöfliche Bibliotheken Bruchsal, Bibliothek der Speyerer Bischöfe 387 Meersburg, Bibliothek der Konstanzer Bischöfe 408 Ritterschaftliche Bibliotheken Kraichgau, Ritterkanton, Bibliothek in Heilbronn 419 Ortenau, Ritterkanton, Bibliothek in Offenburg 424 Fonds ohne historischen Provenienzzusammenhang Unbestimmte Herkunft (U. H.) 441 Unbestimmte Herkunft, Fragmente (U. H. Fragm.) 476 Hinterlegung (H.) 494 Register Namen- und Sachregister 529 Initienregister 595 Deutsche Gebetsinitien 609 Analecta Hymnica- Register 625 Register zu den zitierten Regestwerken 631 6 VORWORT Dem Katalog der Handschriften von St. Blasien, der 1991 erschienen ist, folgt mit dem vorliegenden Band die Erschließung der sogenannten Kleinen Provenienzen, einer Sammlung von 15 teils recht heterogenen Fonds, die jeweils bis etwa 30 Einzelstücke (Handschriften und Fragmente) enthalten. Sie stammen überwiegend aus Klosterbibliotheken, nämlich den Benediktinerabteien Gengenbach, St. Trudpert, Schuttern, Schwarzach, Ohningen, den Zisterzienserinnen- bzw. Zisterzienserklöstern Tennenbach, Günterstal, Wonnental, dem Prä- monstratenserkloster Allerheiligen, dem Augustiner-Chorherrenkonvent St. Märgen und dem Franziskanerkloster Offenburg. Weitere Sammlungen kamen aus dem Besitz der Speyerer und Konstanzer Bischöfe sowie aus den Bibliotheken der Ritterkantone Kraichgau (Heilbronn) und Ortenau (Offenburg). Diese Einzelbestände, vor allem die ehemals klösterlichen, sind zweifellos nur Teile von einst weit größeren Handschriftenbibliotheken, die im Oberrheingebiet seit den Bauernkriegen immer wieder unter teils verheerenden Kriegsverlusten zu leiden hatten. Gerade wegen dieser großen Verluste verdient das Erhaltene, das überwiegend aus oberrheinischen Skriptorien stammt, besondere Beachtung, zumal es sich dabei, wie schon ein Blick in den Abbildungsteil zeigt, keineswegs um Bestände geringeren Werts handelt. Mein herzlicher Dank gilt den beiden Bearbeitern des Katalogs für ihre akribische Arbeit an einem Bestand, der wegen seiner Heterogenität nicht einfach zu erschließen war, und allen anderen Personen, die durch Auskünfte oder andere Hilfeleistungen zum Gelingen des Katalogs beigetragen haben. Mein herzlicher Dank gilt aber auch der Deutschen Forschungsgemeinschaft für die Bereitstellung von Personalmitteln, dem Land Baden-Württemberg für die Finanzierung der Drucklegung, der Badischen Bibliotheksgesellschaft für den Zuschuß zur Bebilderung des Katalogs und dem Verlag Harrassowitz für die sorgfältige Betreuung und vorbildliche Ausstattung des Katalogs. Karlsruhe, Dezember 1999 Dr. Peter Michael Ehrle Direktor der Badischen Landesbibliothek 7 VERZEICHNIS DER ABBILDUNGEN Abb. 1: Johannes Evangelist (Bruchsal 1, 2 r ) Abb. 2: Verkündigung an Maria (Bruchsal 1, 5 1 ) Abb. 3: Geburt Christi (Bruchsal 1, 5 V ) Abb. 4: Die drei Könige auf der Reise und Anbetung der Könige (Bruchsal 1, 1 l r ) Abb. 5-8: Zierinitialen M und I (Bruchsal 1, 32 r , 34 v , 55 v , 62 v ) Abb. 9: Bildinitiale mit Darstellungen aus der Legende des hl. Johannes Evangelist, Stifterfiguren (U. H. 1, 19 v ) Abb. 10: Bildinitiale: Auferstehung Christi (U. H. 1, 89 r ) Abb. 11: Bildinitiale: Erzengel Michael (U. H. 1, 201 r ) Abb. 12: Fleuronneeinitiale (U. H. 1, 162 r ) Abb. 13: Franziskus, den Tieren predigend (U. H. 1, 141 v ) Abb. 14: Bildinitiale: Himmelfahrt Christi (Güntersthal 1, 145 v ) Abb. 15: Fleuronneeinitiale (Güntersthal 1, 136 v ) Abb. 16: Zierseite mit Bildinitiale: Geburt Christi (Schuttern 2, 1 l r ) Abb. 17: Daniel tötet den Drachen, Christus treibt Teufel aus (H. 78, S. 44) Abb. 18: Doppelseite mit Bildinitiale: Katharina (Schwarzach 8, 150V151') Abb. 19: Doppelseite, links Bonaventura (Autorenbild) (Thennenbach 4, l v /2 r ) Abb. 20: Prachteinband (vorn) (Bruchsal 1) Abb. 21: Einband mit Elfenbeinplatte (vorn) (Bruchsal 2) Abb. 22: Bildinitiale: Theoderich der Große (U. H. Fragm. 16, 2 V ) Abb. 23: Bildinitiale L (zur Erläuterung des Wortes Lebes = Kessel) (U. H. Fragm. 1, recto) Abb. 24: Wunderbare Brotvermehrung (Thennenbach 8, 33 r ) Verzeichnis der Abbildungen Abb. 25-30: Schreibervermerke, Schriftproben: Abb. 25: Skriptorium Adam Meyer (H.65, 62 r ); Abb. 26: Johannes Schlettstatt (Offenburg 1, 5 V ); Abb. 27: Magdalena Steimerin (Thennenbach 4, 23l r ); Abb. 28: Anna Schott (Schwarzach 19, l r ); Abb.29: Michael Rickher (Wonnenthal 2, 8 V ); Abb. 30: Johann Michael Moscherosch (H. 9,112 v ) Abb. 31-37 Klösterliche Besitzeinträge: Abb. 31: Wonnental, Zisterzienserinnen (Wonnenthal 3, F); Abb. 32: Offenburg, Franziskaner (Offenburg 1, 193 v ); Abb. 33: Schuttern, Benediktiner (Schuttern 2, l r ); Abb. 34: Gengenbach, Benediktiner (Gengenbach 1, F); Abb. 35: Günterstal, Zisterzienserinnen (Giintersthal 5, II 1 '); Abb. 36: Allerheiligen, Prämonstratenser (Dq 21 Ink., l r ); Abb. 37: Tennenbach, Zisterzienser (Thennenbach 7, l r ) Abb. 38-40: Private Besitzeinträge, Ausleihvermerke: Abb.38: Caspar Zinck (Schwarzach 9, l r ); Abb. 39: Nikolaus Scheid (Gengenbach 3, 4 r ); Abb. 40: Otto von Hachberg und Heinrich Nithart (Öhningen 1, 498 r ) Abb.41-44: Wappenexlibris: Abb.41: Bibliothek der Speyerer Bischöfe in Bruchsal (Bruchsal 10, Vorderspiegel); Abb. 42: Ortenauer Reichsritterschaft (Orte- nau 2, Vorderspiegel); Abb. 43: Christian Friedrich Sahler (Ortenau 2, Vorderspiegel); Abb. 44: Friedrich Willibald Baibach von Gastel (Meerburg 3, Vorderspiegel) 10 VERZEICHNIS ABGEKÜRZT ZITIERTER LITERATUR UND SONSTIGER ABKÜRZUNGEN Abkürzungen der biblischen Wörter nach: Biblia sacra iuxta vulgatam versionem, unter Mitwirkung von B. Fischer/J. Gribomont ... hrsg. von R. Weber, 3. Aufl., 1-2, Stuttgart 1983 AA. SS. ADB AEA AH Analecta Paracelsica Arends Arnold Acta sanctorum quotquot toto orbe coluntur, vel a catholicis scripto- ribus celebrantur..., hrsg. von J.B olland u.a., Brüssel u.a. 1863— 1902 Allgemeine Deutsche Biographie, 1-56, Nachdruck Berlin 1967-1971 Archives de l'eglise d'Alsace (Archiv für elsässische Kirchengeschichte) Analecta hymnica medii aevi, hrsg. von G. M. Dreves/C. Blume, 1- 55, Leipzig 1886-1922 (Nachdruck Frankfurt a. M. 1961); Register I- II, Bern/München 1978 Analecta Paracelsica. Studien zum Nachleben Theophrast von Hohenheims im deutschen Kulturgebiet der frühen Neuzeit, hrsg. von J.Telle , Stuttgart 1994 O. F. Arends , Gejstligheden i Slesvig og Holsten fra Reformationen til 1864, 1-3, Kopenhagen 1932 K.Arnold , Johannes Trithemius (1462-1516), 2. Aufl., Würzburg 1991 Augsburger Eliten Augsburger Eliten des 16. Jahrhunderts. 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Brey. cist. 1484 Briquet Bruhn Bruylants Burg Burger , Itinerarium 1-2 Badische Landesbibliothek Karlsruhe The British Library General Catalogue of printed books to 1975, 1- 360, London/München/New York/Paris 1979-1987 C. Edler von Böhm , Die Handschriften des kaiserlichen und königlichen Haus-, Hof- und Staats-Archivs, Wien 1873 H. Bohatta , Bibliographie der Breviere 1501-1850, Leipzig 1937 M.-J. Bopp , Die evangelischen Geistlichen und Theologen in Elsaß und Lothringen von der Reformation bis zur Gegenwart, Neustadt a. d. Aisch 1959 M. Bopp , Die ,Tannengesellschaft': Studien zu einer Straßburger Sprachgesellschaft von 1633 bis um 1670. Johann Matthias Schneuber und Jesaias Rompier von Löwenhalt in ihrem literarischen Umfeld, Frankfurt a. 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Hannemann , Die Gengenbacher Klosterbibliothek - Versuch eines Uberblicks ihrer Geschichte und ihrer Bestände, in: Gengenbacher Blätter 1975, S. 49-59 K. Hannemann , Tuttlingens Mittelalter im Spiegel einer Handschrift der Badischen Landesbibliothek in Karlsruhe, in: Tuttlinger Heimatblätter 1967, S. 5-32 K. Hannemann , Wildbader Denkmäler - Karlsruher Handschriften - et saxa et manuscripta loquuntur, in: Beiträge zur geschichtlichen Landeskunde - Geographie, Geschichte, Kartographie -, Festgabe für Ruthardt Oehme, Stuttgart 1968, S. 103-124 J. Hatt , Liste des membres du grand senat de Strasbourg, des stett- meistres, des ammeistres, des conseils des XXI, XIII et des XV du XIII e siecle ä 1789, Straßburg 1963 O. Haug/M.-A. Cramer/M. Holtzmann , Pfarrerbuch württembergisch Franken, Bd. 2,2: Die Kirchen- und Schuldiener, Stuttgart 1981 (Baden-württembergisches Pfarrerbuch 2,2) Das Haus Württemberg. Ein biographisches Lexikon, hrsg. von S.Lorenz/D.Mertens/V. Press ..., Stuttgart/Berlin/Köln 1997 Historisch-biographisches Lexikon der Schweiz, 1-7, Suppl., Neuenburg 1921-1934 Handbuch der baden-württembergischen Geschichte, 2: Die Territorien im Alten Reich, hrsg. von M. Schaab/H. Schwarzmaier..., 3: Vom Ende des Alten Reiches bis zum Ende der Monarchie, hrsg. von H. Schwarzmaier ..., Stuttgart 1995, 1992 F. Heinzer , Handschriften und Drucke des 15. und 16. Jahrhunderts aus der Benediktinerinnenabtei Frauenalb. Eine bibliotheksgeschichtliche Skizze, in: BuW 20 (1986), S. 93-124 F. Heinzer , Buchkultur und Bibliotheksgeschichte Hirsaus, in: Hirsau. St. Peter und Paul 1091-1991, 2: Geschichte, Lebens- und Verfassungsformen eines Reformklosters, Stuttgart 1991, S. 259-296 F. Heinzer , Die Inkunabeln der ehemaligen Klosterbibliothek von St. Peter im Schwarzwald in der Badischen Landesbibliothek in Karlsruhe, in: BuW 18 (1984), S. 1-46 P. Heitz , Les filigranes avec la Crosse de Bäle, Straßburg 1904 19 Verzeichnis abgekürzt zitierter Literatur und sonstiger Abkürzungen H ELVETIA SACRA H esbert H eusinger I,2: Das Bistum Konstanz. Das Erzbistum Mainz. Das Bistum St. Gallen, bearb. von F .X. B ischof/ J. B rülisauer ..., 1-2, Basel/ Frankfurt a. M. 1993 (Helvetia sacra 1,2,1-2) II, 2: Die weltlichen Kollegiatstifte der deutsch- und französischsprachigen Schweiz, bearb. von K.A rnold ..., Bern 1977 (Helvetia sacra 11,2) V, 1: Der Franziskusorden. Die Franziskaner, die Klarissen und die regulierten Franziskanerterziarinnen in der Schweiz, bearb. von K.A rnold ...; Die Minimen in der Schweiz, bearb. von H.V onlan- then , Bern 1978 (Helvetia sacra V, 1) VII: Der Regularklerus. Die Gesellschaft Jesu in der Schweiz, bearb. von F. S trobel . .Die Somasker in der Schweiz, bearb. von U. O rel- li ..., Bern 1976 (Helvetia sacra VII) R.-J. H esbert , Corpus antiphonalium officii, 1-5, Rom 1963-1975 Ch.von H eusinger , Studien zur oberrheinischen Buchmalerei und Graphik im Spätmittelalter, Diss. Freiburg i. Br. 1953 H eyd , Bibliographie Bibliographie der Württembergischen Geschichte. Im Auftrage der Württembergischen Kommission für Landesgeschichte bearb. von W. H eyd , 1, Stuttgart 1895 H eyd , Hist. Hss. HHBD H itzfeld , Gengenbach H ofmann H omburger , Bruchsal I und II H uglo Die Historischen Handschriften der Königlichen öffentlichen Bibliothek zu Stuttgart, beschrieben von W. von H eyd , 1-2, Stuttgart 1889-1891 Handbuch der historischen Buchbestände in Deutschland, 7-9: Baden-Württemberg und Saarland, hrsg. von W. K ehr , bearb. von W. S ühl- S trohmenger ..., Hildesheim/Zürich/New York 1994 K. L. H itzfeld , Gengenbach, in: G ermania B enedictina 5, S. 228- 242 G. H ofmann , Seuses Werke in deutschsprachigen Handschriften des späten Mittelalters, in: Fuldaer Geschichtsblätter. Zeitschrift des Fuldaer Geschichtsvereins 45 (1969), S. 113-206 O. H omburger , Die Handschriften Bruchsal I und Bruchsal II in der Badischen Landesbibliothek, in: Badische Heimat 9 (1922), S. 94-100 M. H uglo , Les tonaires. Inventaire, analyse, comparaison, Paris 1971 20 Verzeichnis abgekürzt zitierter Literatur und sonstiger Abkürzungen Huot Ihme Irtenkauf IuD Jaffe Janson Jensen jöcher Kähni Kaeppeli Kaller , Kloster Schuttern Kaller , Schuttern Kallmeyer F. Huot , L'antiphonaire cistercien au XII e siecle d'apres les manu- scrits de la Maigrauge, in: Zeitschrift für schweizerische Kirchengeschichte 65 (1971), S. 302-414 H.Ihme , Südwestdeutsche Persönlichkeiten. Ein Wegweiser zu Bibliographien und biographischen Sammelwerken, 1-2, Stuttgart 1988 E. Irtenkauf/W. Irtenkauf , Die Tagebücher des Abtes Petrus Glunk von St. Märgen auf dem Schwarzwald (reg. 1736-1766), in: FDA 115 (1995), S. 35-278 Iuris utriusque Doctor Ph. 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Kallmeyer , Die evangelischen Kirchen und Prediger Kurlands, bearb., erg. und bis zur Gegenwart fortgesetzt von G.Otto, 2. Aufl., Riga 1910 21 Verzeichnis abgekürzt zitierter Literatur und sonstiger Abkürzungen Kat. Aschaffenburg Augsburg, SuStB Augsburg, UB Basel, UB Darmstadt, LuHB Frankfurt, StuUB Verzeichnis zitierter moderner Handschriftenkataloge: Die Handschriften der Hofbibliothek Aschaffenburg, von J. Hofmann/H. Thurn , Aschaffenburg 1978 II: Die Handschriften der Staats- und Stadtbibliothek Augsburg. 2° COD 1-100, beschrieben von H.Spilling , Wiesbaden 1978 (Handschriftenkataloge der Staats- und Stadtbibliothek Augsburg II) III: Die Handschriften der Staats- und Stadtbibliothek Augsburg. 2° COD 101-250, beschrieben von H.Spilling , Wiesbaden 1984 (Handschriftenkataloge der Staats- und Stadtbibliothek Augsburg III) Deutsche mittelalterliche Handschriften der Universitätsbibliothek Augsburg. Die Signaturengruppen Cod. 1.3 und Cod. III. 1, bearb. von K.Schneider , Wiesbaden 1988 (Die Handschriften der Universitätsbibliothek Augsburg II, 1) B II: Die mittelalterlichen Handschriften der Universitätsbibliothek Basel. Beschreibendes Verzeichnis, Abt. B: Theologische Pergamenthandschriften, bearb. von G. Meyer und M. Burckhardt , 2: Signaturen B VIII 11 - B XI 26, Basel 1966 III: Die lateinischen Gebetbuchhandschriften der Hessischen Landesund Hochschulbibliothek Darmstadt, beschrieben von G.Achten/ L. Eizenhöfer/H. Knaus , Wiesbaden 1972 (Die Handschriften der Hessischen Landes- und Hochschulbibliothek Darmstadt 3) IV: Bibelhandschriften, beschrieben von K. H. Staub . Ältere theologische Texte, beschrieben von H.Knaus , Wiesbaden 1979 (Die Handschriften der Hessischen Landes- und Hochschulbibliothek Darmstadt 4) VI: Deutsche und niederländische Handschriften mit Ausnahme der Gebetbuchhandschriften, beschrieben von K. H. Staub und Th. Sänger , Wiesbaden 1991 (Die Handschriften der Hessischen Landesund Hochschulbibliothek Darmstadt 6) II, 1: Die Handschriften des Dominikanerklosters und des Leonhardstifts in Frankfurt am Main, beschrieben von G. Powitz , Frankfurt a. M. 1968 (Kataloge der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt am Main II, 1) III,2: Die Handschriften des Bartholomaeusstifts und des Karmeliterklosters in Frankfurt am Main, beschrieben von G. Powitz/H. Buck , Frankfurt a. M. 1974 (Kataloge der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt am Main III, 2) 22 Verzeichnis abgekürzt zitierter Literatur und sonstiger Abkürzungen V, 4: Die mittelalterlichen Handschriften der Gruppe Manuscripta Germanica, beschrieben von B.Weimann , Frankfurt a. M. 1980 (Kataloge der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt am Main V, 4) Freiburg, UB 1,1: Die lateinischen mittelalterlichen Handschriften der Universitätsbibliothek Freiburg im Breisgau (Hs. 1-230), beschrieben von W. FIa- genmaier , Wiesbaden 1974 (Kataloge der Universitätsbibliothek Freiburg im Breisgau 1,1) 1,2: Die Musikhandschriften der Universitätsbibliothek und anderer öffentlicher Sammlungen in Freiburg im Breisgau und Umgebung, beschrieben von C. Gottwald , Wiesbaden 1979 (Kataloge der Universitätsbibliothek Freiburg im Breisgau 1,2) 1,3: Die lateinischen mittelalterlichen Handschriften der Universitätsbibliothek Freiburg im Breisgau (ab Hs. 231), beschrieben von W. Ha- genmaier , Wiesbaden 1980 (Kataloge der Universitätsbibliothek Freiburg im Breisgau I, 3) 1,4: Die deutschen mittelalterlichen Handschriften der Universitätsbibliothek und die mittelalterlichen Handschriften anderer öffentlicher Sammlungen, beschrieben von W. Hagenmaier , Wiesbaden 1988 (Kataloge der Universitätsbibliothek Freiburg im Breisgau 1,4) I, 5: Die abendländischen neuzeitlichen Handschriften der Universitätsbibliothek Freiburg im Breisgau, beschrieben von W. Hagenmaier , Freiburg i. Br. 1996 (Kataloge der Universitätsbibliothek Freiburg im Breisgau I, 5) Hannover, LB II: Handschriften der Niedersächsischen Landesbibliothek Hannover, 2: Ms I 176 a - Ms Noviss. 64, Beschreibungen von H.Härtel/F. Ekowski , hrsg. von H.Härtel , Wiesbaden 1982 (Mittelalterliche Handschriften in Niedersachsen 6) Heidelberg, UB I: Die medizinischen Handschriften der Codices Palatini Latini in der Vatikanischen Bibliothek, beschrieben von L. Schuba , Wiesbaden 1981 (Kataloge der Universitätsbibliothek Heidelberg I) Karlsruhe, BLB I: W. Brambach , Geschichte und Bestand der Sammlung, Neudruck mit bibliographischen Nachträgen, Wiesbaden 1970 (Die Handschriften der Badischen Landesbibliothek in Karlsruhe 1) II: Orientalische Handschriften. Mit einem Vorwort von W. Brambach , Neudruck mit bibliographischen Nachträgen, Wiesbaden 1970 (Die Handschriften der Badischen Landesbibliothek in Karlsruhe II) 23 Verzeichnis abgekürzt zitierter Literatur und sonstiger Abkürzungen III: Die Durlacher und Rastatter Handschriften, beschrieben von A. Holder , Neudruck mit bibliographischen Nachträgen, "Wiesbaden 1970 (Die Handschriften der Badischen Landesbibliothek in Karlsruhe III) IV: Die Karlsruher Handschriften, 1: Nr. 1-1299. Mit einem Vorwort von W. Brambach , Neudruck mit bibliographischen Nachträgen, Wiesbaden 1970 (Die Handschriften der Badischen Landesbibliothek in Karlsruhe IV) V: Die Reichenauer Handschriften, 1: Die Pergamenthandschriften, beschrieben und erläutert von A. Holder , Neudruck mit bibliographischen Nachträgen, Wiesbaden 1970 (Die Handschriften der Badischen Landesbibliothek in Karlsruhe V) VI: Die Reichenauer Handschriften, beschrieben von A. Holder, 2: Die Papierhandschriften/Fragmenta/Nachträge, Neudruck mit bibliographischen Nachträgen, Wiesbaden 1971 (Die Handschriften der Badischen Landesbibliothek in Karlsruhe VI) VII: Die Reichenauer Handschriften, beschrieben von A. Holder , 3: A. Holder , Register..., K. Preisendanz , Zeugnisse zur Bibliotheksgeschichte ..., Neudruck mit bibliographischen Nachträgen, Wiesbaden 1973 (Die Handschriften der Badischen Landesbibliothek in Karlsruhe VII) VIII: Die Karlsruher Handschriften, 2: Karlsruhe 1300-2000, beschrieben von K. Preisendanz , Neudruck mit bibliographischen Nachträgen, Wiesbaden 1972 (Die Handschriften der Badischen Landesbibliothek in Karlsruhe VTII) IX: Die Handschriften des Klosters Ettenheim-Miinster, aufgenommen von K. Preisendanz , Neudruck mit bibliographischen Nachträgen, Wiesbaden 1973 (Die Handschriften der Badischen Landesbibliothek in Karlsruhe IX) X, 1: Die Handschriften von St. Peter im Schwarzwald, 1: Die Papierhandschriften, beschrieben von K. Niebler , Wiesbaden 1969 (Die Handschriften der Badischen Landesbibliothek in Karlsruhe X, 1) X, 2: Die Handschriften von St. Peter im Schwarzwald, 2: Die Pergamenthandschriften, beschrieben von F. Heinzer/G. Stamm , Wiesbaden 1984 (Die Handschriften der Badischen Landesbibliothek in Karlsruhe X, 2) XI: Die Handschriften von Lichtenthai, beschrieben von F. Heinzer/ G. Stamm . Mit einem Anhang: Die heute noch im Kloster Lichtenthai befindlichen Handschriften des 12. bis 16. Jahrhunderts, beschrieben 24 Verzeichnis abgekürzt zitierter Literatur und sonstiger Abkürzungen Karlsruhe, GLA Köln, StA Lüneburg, Ratsbücherei München, BSB von F. Heinzer , Wiesbaden 1987 (Die Handschriften der Badischen Landesbibliothek in Karlsruhe XI) XII: Die Handschriften von St. Blasien, beschrieben von P. Höhler/ G. Stamm , Wiesbaden 1991 (Die Handschriften der Badischen Landesbibliothek in Karlsruhe XII) Die Handschriften 65/1-1200 im Generallandesarchiv Karlsruhe, beschrieben von M. Klein , Wiesbaden 1987 (Die Handschriften der Staatsarchive in Baden-Württemberg 2) I: Die theologischen Handschriften des Stadtarchivs Köln, 1: Die Folio-Handschriften der Gymnasialbibliothek, beschrieben von J. Vennebusch , Köln/Wien 1976 (Mitteilungen aus dem Stadtarchiv von Köln, Sonderreihe 1) Handschriften der Ratsbücherei Lüneburg, 3: Die theologischen Handschriften, Quartreihe. Die juristischen Handschriften, beschrieben von M. Stähli , Wiesbaden 1981 (Mittelalterliche Handschriften in Niedersachsen 4) III, 3: Catalogus codicum latinorum Bibliothecae Regiae Monacensis, beschrieben von K. Halm/G. Thomas/W. Meyer, I, 3, Codices num. 5251-8100 complectens, München 1873 (Catalogus codicum manu scriptorum Bibliothecae Regiae Monacensis III, 3) IV, 8: Katalog der lateinischen Handschriften der Bayerischen Staatsbibliothek München. Clm 28255-28460, beschrieben von G. Glau- che , Wiesbaden 1984 (Catalogus codicum manu scriptorum Bibliothecae Monacensis IV, 8) V, 1: Die deutschen Pergament-Handschriften Nr. 1-200 der Staatsbibliothek in München, beschrieben von E. Petzet , München 1920 (Catalogus codicum manu scriptorum Bibliothecae Monacensis V, 1) V, 2: Die deutschen Handschriften der Bayerischen Staatsbibliothek München. Cgm 201-350, neu beschrieben von K.Schneider , Wiesbaden 1970 (Catalogus codicum manu scriptorum Bibliothecae Monacensis V, 2) V, 3: Die deutschen Handschriften der Bayerischen Staatsbibliothek München. Cgm 351-500, neu beschrieben von K. Schneider , Wiesbaden 1973 (Catalogus codicum manu scriptorum Bibliothecae Monacensis V, 3) V, 5: Die deutschen Handschriften der Bayerischen Staatsbibliothek München. Cgm 691-867, neu beschrieben von K. Schneider , Wiesba- 25 Verzeichnis abgekürzt zitierter Literatur und sonstiger Abkürzungen München, UB Nürnberg, GNM Nürnberg, StB Stuttgart, HStA Stuttgart, WLB den 1984 (Catalogus codicum manu scriptorum Bibliothecae Mona- censis V, 5) V, 7: Die deutschen Handschriften der Bayerischen Staatsbibliothek München. Die mittelalterlichen Handschriften aus Cgm 4001-5247, neu beschrieben von K. Schneider , Wiesbaden 1996 (Catalogus codicum manu scriptorum Bibliothecae Monacensis V, 7) I: Die deutschen mittelalterlichen Handschriften der Universitätsbibliothek München, beschrieben von G.Kornrumpf/P.-G. Völker, Wiesbaden 1968 (Die Handschriften der Universitätsbibliothek München I) III, 1: Die lateinischen mittelalterlichen Handschriften der Universitätsbibliothek München. Die Handschriften aus der Folioreihe, 1, beschrieben von N. Daniel/G. Kornrumpf/G. Schott , Wiesbaden 1974 (Die Handschriften der Universitätsbibliothek München III, 1) 1,1: Die deutschen mittelalterlichen Handschriften, 1: Die literarischen und religiösen Handschriften, Anhang: Die Hardenbergschen Fragmente, beschrieben von L. Kurras , Wiesbaden 1974 (Kataloge des Germanischen Nationalmuseums Nürnberg 1,1) I,2: Die deutschen mittelalterlichen Handschriften, 2: Die naturkundlichen und historischen Handschriften, Rechtshandschriften, Varia, beschrieben von L. Kurras , Wiesbaden 1980 (Kataloge des Germanischen Nationalmuseums Nürnberg I, 2) II,1: Die lateinischen mittelalterlichen Handschriften, 1: Hs 17 a- 22921, beschrieben von H. Hilg , Wiesbaden 1983 (Kataloge des Germanischen Nationalmuseums Nürnberg II, 1) 11,2: Die lateinischen mittelalterlichen Handschriften, 2: Hs 22922- 198390, Anhang, beschrieben von H.Hilg , Wiesbaden 1986 (Kataloge des Germanischen Nationalmuseums Nürnberg II, 2) 11,1: Die lateinischen mittelalterlichen Handschriften, 1: Theologische Handschriften, beschrieben von K.Schneider , Wiesbaden 1967 (Die Handschriften der Stadtbibliothek Nürnberg II, 1) Die Handschriften der Sammlung J 1 im Hauptstaatsarchiv Stuttgart, beschrieben von M. Klein , Wiesbaden 1980 (Die Handschriften der Staatsarchive in Baden-Württemberg 1) 1,2: Codices poetici et philologici, beschrieben von W. Irtenkauf/I. Krekler , Wiesbaden 1981 (Die Handschriften der Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart 1,2) 26 V erzeichnis abgekürzt zitierter L iteratur und sonstiger A bkürzungen Wien, ÖNB Windsheim, Ratsbibliothek Würzburg, UB I,3: Codices Breviarii (Cod. Brev. 1-167), beschrieben von V. E. Fia- la/W. Irtenkauf , Wiesbaden 1977 (Die Handschriften der Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart I, 3) II, 1,1: Die Handschriften der ehemaligen Hofbibliothek Stuttgart, 1: Codices ascetici, 1 (HB I 1-150), beschrieben von J. Autenrieth/V. E. Fiala , unter Mitarbeit von W. Irtenkauf , Wiesbaden 1968 (Die Handschriften der Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart 11.1.1) II, 1,2: Die Handschriften der ehemaligen Hofbibliothek Stuttgart, 1: Codices ascetici, 2 (HB I 151-249), beschrieben von V. E. Fiala/H. Hauke , unter Mitarbeit von W. Irtenkauf , Wiesbaden 1970 (Die Handschriften der Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart 11.1.2) 11,2,1: Die Handschriften der ehemaligen Hofbibliothek Stuttgart, 2,1: Codices Biblici (HB II 1-60)..., beschrieben von H. Boese, Wiesbaden 1975 (Die Handschriften der Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart II, 2,1) Illum. II, 2: Die romanischen Handschriften der Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart, 2: Verschiedene Provenienzen, bearb. von A. Butz , Stuttgart 1987 (Katalog der illuminierten Handschriften der Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart II, 2) Illum. III, 1: Die gotischen Handschriften der Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart, 1: Vom späten 12. bis zum frühen H.Jahrhundert, bearb. von Ch. Sauer , mit Beiträgen von U.Kuder, Stuttgart 1996 (Katalog der illuminierten Handschriften der Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart III, 1) I: H. Menhardt , Verzeichnis der altdeutschen literarischen Handschriften der Österreichischen Nationalbibliothek, 1, Berlin 1960 Illum. I: A.Fingernagel/M.Roland , Mitteleuropäische Schulen I (ca. 1250-1350), Textband, Wien 1997 (Österreichische Akademie der Wissenschaften, phil.-hist. Klasse, Denkschriften 245 = Veröffentlichungen der Kommission für Schrift- und Buchwesen des Mittelalters 1,10) E. Stahleder , Die Handschriften der Augustiner-Eremiten und Weltgeistlichen in der ehemaligen Reichsstadt Windsheim, Würzburg 1963 I: Die Handschriften der Zisterzienserabtei Ebrach, bearb. von H.Thurn , Wiesbaden 1970 (Die Handschriften der Universitätsbibliothek Würzburg I) 27 Verzeichnis abgekürzt zitierter Literatur und sonstiger Abkürzungen Zürich, ZB Katalog Hof- und Landesbibl. Kauss Kern ,Tagebuch Killy Kindler von Knobloch Klapper Klauser Köberlin Krebs , GLA Krebs, Investiturprotokolle II, 1: Die Handschriften aus benediktinischen Provenienzen, 1: Amorbach, Kitzingen, Münsterschwarzach..., bearb. von H.Thurn, Wiesbaden 1973 (Die Handschriften der Universitätsbibliothek Würzburg II, 1) V: Bestand bis zur Säkularisation. Erwerbungen und Zugänge bis 1803, bearb. von H.Thurn , Wiesbaden 1994 (Die Handschriften der Universitätsbibliothek Würzburg V) I: Mittelalterliche Handschriften, von L. C. Mohlberg , Zürich 1952 (Katalog der Handschriften der Zentralbibliothek Zürich 1) Katalog der Großherzoglichen Badischen Hof- und Landesbibliothek in Carlsruhe [Druckschriften], 1.-2. Abt., Karlsruhe 1876-1877 D. Kauss , Zur Geschichte des Konvents und der Pfarreien des Klosters Allerheiligen, in: Die Ortenau 67 (1987), S. 173-175 F.Kern , Das Tagebuch des vorletzten Abtes von St.Märgen im Schwarzwald, Michael Fritz, in: FDA 89 (1969), S. 140-309 Literaturlexikon. Autoren und Werke deutscher Sprache, hrsg. von W. Killy , 1-15, Gütersloh/München 1988-1993 Oberbadisches Geschlechterbuch, hrsg. von der Badischen Historischen Kommission, bearb. von J. Kindler von Knobloch , 1-3, Heidelberg 1898-1919 Schriften Johanns von Neumarkt, hrsg. von J. Klapper , 4: Gebete des Hofkanzlers und des Prager Kulturkreises, Berlin 1935 Th. Klauser , Das römische Capitulare evangeliorum, 1: Typen, Texte und Untersuchungen zu seiner ältesten Geschichte, Münster i.W. 1935 K. Köberlin , Geschichte des Hum. Gymnasiums bei St. Anna in Augsburg von 1531 bis 1931. Zur Vierhundertjahrfeier der Anstalt, Augsburg 1931 Gesamtübersicht der Bestände des Generallandesarchivs Karlsruhe, hrsg. vom Generallandesarchiv Karlsruhe, bearb. von M.Krebs, 1-2, Stuttgart 1954-1957 M.Krebs , Die Investiturprotokolle der Diözese Konstanz aus dem 15. Jahrhundert, Beilage zu FDA 66 (1938)-74 (1954) 28 Verzeichnis abgekürzt zitierter Literatur und sonstiger Abkürzungen Krebs , Stift Wonnental Krebs , Wonnental Krieger Kristeller Kroos Kühne Kurz Kyriss , Ältere Einbände Kyriss , Gotische Einbände Kyriss , Schuttern Längin Lahr E.Krebs , Stift Wonnentals letzte Jahre und Ende, in: Schau-ins-Land 39 (1912), S. 40-45, 75-96 E.Krebs , Wonnental im Breisgau 1240-1806. Geschichte eines verschwundenen Cisterzienserinnenstiftes, in: StMGB 35 (1914), S. 281 — 292 Topographisches Wörterbuch des Großherzogtums Baden, hrsg. von der Badischen Historischen Kommission, bearb. von A.Krieger, 1- 2, 2. 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Kyriss , Verzierte gotische Einbände im alten deutschen Sprachgebiet, Textband und Tafelbände 1-3, Stuttgart 1951-1958 E. Kyriss , Spätgotische Einbände des Benediktinerklosters Schuttern, in: Bibliotheca docet. Festgabe für Carl Wehmer, Amsterdam 1963, S. 147-152 Th. Längin , Deutsche Handschriften, Neudruck mit bibliographischen Nachträgen, Wiesbaden 1974 (Die Handschriften der Badischen Landesbibliothek in Karlsruhe, Beilage II, 2) A.Lahr , Die Bibliothek von St.Trudpert anhand des Katalogs von 1775. Unter besonderer Berücksichtigung der historischen Bestände. Universität Tübingen, Institut für geschichtliche Landeskunde und hi- 29 Verzeichnis abgekürzt zitierter Literatur und sonstiger Abkürzungen Lambert LB Lamey Lehmann, Erforschung Lehr Leroquais, Breviaires Leroquais , Livres d'heures Lindner LMA 2 LThK, 3 LThK LuHB Madre Marosszeki storische Hilfswissenschaften. Wiss. Arbeit im Hauptfach Geschichte (um 1990; BLB, Hs.-Abt: Kd 120) B. 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Heidelberg Matr. Strassburg Matr. Tübingen May , Annalen von Schuttern May , Paul Volz Mayer , Beiträge Mayer , Chronik Mayer , Geschichte Mayr MBK Die Matrikel der Universität Basel. Im Auftrage der Universität Basel hrsg. von H .G. Wackernagel, 1:1460-1529, Basel 1951 Die Matrikel der Universität Freiburg i. Br. von 1460-1656, im Auftrag der Akademischen Archivkommission bearb. u. hrsg. von H. Mayer , 1: Einleitung und Text, Freiburg i. Br. 1907 Die Matrikel der Universität Freiburg i. Br. von 1656-1806, im Auftrage der Archivkommission bearb. u. hrsg. von F. Schaub , 1: Text und Anmerkungen, Freiburg i.Br. 1955 Die Matrikel der Universität Heidelberg von 1386 bis 1662, bearb. und hrsg. von G.Toepke , 1-3, Heidelberg 1884-1893; Die Matrikel der Universität Heidelberg, 4: Von 1704 bis 1807, bearb. von G.Toepke , hrsg. von P. Hintzelmann , Heidelberg 1903 Die alten Matrikeln der Universität Straßburg 1621 bis 1793, bearb. von G.C. Knod, 1-3, Straßburg 1897-1902 Die Matrikeln der Universität Tübingen. Im Auftrag der Württembergischen Kommission für Landesgeschichte hrsg. von H. Hermelink, 1: Die Matrikeln von 1477-1600, Stuttgart 1906 J. May , Zur Kritik der Annalen von Schuttern, in: ZGO 47 (1893), S. 256-288 J. May , Paul Volz von Offenburg und die Annalen von Schuttern, Leipzig 1898 J. G. Mayer , Beiträge zur Geschichte des Klosters Gengenbach, in: FDA 16 (1883), S. 156-195 J.Mayer , Chronik des Cisterzienserinnen-Klosters Wonnenthal von P. Konrad Burger, Conventual des Cisterzienser-Klosters Thennen- bach und Beichtvater im Kloster Wonnenthal, in: FDA 28 (1900), S. 131-221 J. Mayer , Geschichte der Benediktinerabtei St. Peter auf dem Schwarzwald, Freiburg i.Br. 1893 A. Mayr , Die großen Augsburger Vermögen in der Zeit von 1618 bis 1717, Augsburg 1931 Mittelalterliche Bibliothekskataloge Deutschlands und der Schweiz, 1-4,2, München 1918-1979 31 Verzeichnis abgekürzt zitierter Literatur und sonstiger Abkürzungen MBK, Erg. 1 Meersseman Melnicki Menhardt Meusel MGH MGH Necr. 1 Miazga Missale speciale Arge nt. Missale speciale Const. Mittler Moberg Moderow Mone , Hymnen S.Krämer , Handschriftenerbe des deutschen Mittelalters, 1-3, München 1989-1990 (Mittelalterliche Bibliothekskataloge Deutschlands und der Schweiz, Ergänzungsband 1) G.G. Meersseman , Der Hymnos Akathistos im Abendland, 1-2, Freiburg i.Ue. 1958-1960 M. Melnicki , Das einstimmige Kyrie des lateinischen Mittelalters, Diss. Erlangen 1954 H. Menhardt , Das St. Trudperter Hohe Lied. Kritische Ausgabe, Halle a. d. Saale 1934 J.G. 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Remling , Geschichte der Bischöfe zu Speyer, 1-2, Mainz 1852— 1854 Badisches Generallandesarchiv Karlsruhe, [Repertorium] Abt. 64: Anniversarien, bearb. von H. Schwarzmaier , Karlsruhe 1973 (masch.) Badisches Generallandesarchiv Karlsruhe, [Repertorium] Abt. 65: Handschriften ab Nr. 11200, bearb. von H. Schwarzmaier , Karlsruhe 1979 (masch.) Revelationes Gertrudianae et Mechthildianae, hrsg. von den Benediktinern von Solesmes, 1-2, Poitiers 1875-1877 Repertorium fontium historiae medii aevi, begr. von A. Potthast u.a., 1-6, Rom 1962-1990 Repertoire international des sources musicales, 1 ff, München 1960 ff 34 Verzeichnis abgekürzt zitierter Literatur und sonstiger Abkürzungen Ritter Rögele Roth/Striedl Rudolf, Ars moriendi Ruh , Bonaventura deutsch Ruh , Franziskanisches Schrifttum Ruppert , Chroniken Sack Salicetus Samaran/Marichal Sander SB SBPK Scarpatetti F. Ritter , Catalogue des incunables et livres du XVI e siecle de la Bi- bliotheque Municipale de Strasbourg, Straßburg/Zürich 1948 K. Rögele , Säkularisation und Untergang des Klosters Allerheiligen, in: FDA 54 (1926), S. 326-374 E.Roth , Hebräische Handschriften, Teil 2, hrsg. von H. Striedl, Wiesbaden 1965 (Verzeichnis der orientalischen Handschriften in Deutschland 6, 2) R. Rudolf , Ars moriendi. Von der Kunst des heilsamen Lebens und Sterbens, Köln/Graz 1957 K Ruh , Bonaventura deutsch. Ein Beitrag zur deutschen Franziskaner-Mystik und -Scholastik, Bern 1956 K. Ruh , Franziskanisches Schrifttum im deutschen Mittelalter, 1-2, München 1965-1985 Ph. Ruppert , Die Chroniken der Stadt Konstanz, Konstanz 1891 V. Sack , Die Inkunabeln der Universitätsbibliothek und anderer öffentlicher Sammlungen in Freiburg im Breisgau und Umgebung, 1-3, Wiesbaden 1985 Nicolaus Salicetus, Antidotarius animae, Straßburg: Johann Grüninger, 1490 (Hain 14159; Sack , Nr. 3128; BLB: Cod. St. Peter pap. 50) Ch. 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M.von Scarpatetti , Dietikon-Zürich 1983 35 Verzeichnis abgekürzt zitierter Literatur und sonstiger Abkürzungen Schäfer Schelb scherrer Schindele 1-2 ScHLAEFLI Schlechter, Gelehrten- und Klosterbibliotheken Schlechter , Schott Schmid , Kirnhalden Schmid, Säkularisation Schmid, Säkularisation und Schicksal Schmid , Schicksale Schnabel Schneider, Allerheiligen 36 W. E. Schäfer , Johann Michael Moscherosch. Staatsmann, Satiriker und Pädagoge im Barockzeitalter, München 1982 A.V. Schelb , Die Handschriftengruppe >Do der minnenklich got<. Ein Beitrag zur spätmittelalterlichen Passionsliteratur, Diss. Freiburg i.Br. 1972 Verzeichniss der Handschriften der Stiftsbibliothek von St. Gallen, bearb. von G. Scherrer , Halle 1875 Sr. P.Schindele , Die Abtei Lichtenthai, in: FDA 104 (1984), S. 19- 166 u. 105 (1985), S.67-248 L. Schlaefli , Catalogue des livres du seizieme siecle (1531-1599) de la bibliotheque du Grand Seminaire de Strasbourg, Baden-Baden/ Bouxwiller 1995 A. 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Das Flymnar der Zisterzienser-Abtei Pairis im Elsass. Aus zwei Codices des 12. und 13. Jh's hrsg. und kommentiert, Regensburg 1904 W. Weiss , Geschichte des Dekanates und der Dekane des Rural- oder Landkapitels [Offenburg], [4,] Offenburg 1895 H. Wiedemann , Augsburger Pfarrerbuch. Die evangelischen Geistlichen der Reichsstadt Augsburg 1524-1806, Nürnberg 1962 A. Wilmart , Auteurs spirituels et textes devots du moyen-äge latin. Etudes d'histoire litteraire, Paris 1932 (Nachdruck Paris 1971) Württembergische Landesbibliothek Stuttgart Württembergische Regesten von 1301 bis 1500, hrsg. vom Württembergischen Flauptstaatsarchiv in Stuttgart, I: Altwürttemberg, 1-3, Stuttgart 1916-1940 Wirtembergisches Urkundenbuch, hrsg. von dem Königlichen Staatsarchiv in Stuttgart, 1-11, Stuttgart 1849-1913 Zeitschrift des Breisgau-Geschichtsvereins (Schau-ins-Land) Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins A. Zumkeller , Manuskripte von Werken der Autoren des Augustiner- Eremitenordens in mitteleuropäischen Bibliotheken, Würzburg 1966 Zwischen Fürsten und Bauern - Reichsritterschaft im Kraichgau, hrsg. von Cl. Rehm/K. Krimm , Sinsheim 1992 ZWLG Zeitschrift für württembergische Landesgeschichte 40 EINLEITUNG Der Katalog der Handschriften der sogenannten Kleinen Provenienzen 1 stellt einen gewissen Abschluß der Erschließung der Bestände dar, die im Zuge der Aufhebung geistlicher und weltlicher Institutionen in Baden 2 zu Beginn des 19. Jahrhunderts an die Hofbibliothek in Karlsruhe fielen. Die großherzogliche Bibliothek, die vorher mit den Fonds Durlach und Rastatt lediglich bescheidene Bestände aufweisen konnte 3 , wurde nun zu einem bedeutenden Handschriftenzentrum. Aus heutiger Sicht ist die damalige Entscheidung, die Codices im gewachsenen Provenienzzusammenhang zu belassen, als richtungweisend zu bezeichnen 4 . Die Karlsruher Kataloge tragen ihr auch insofern Rechnung, als mittelalterliche und neuzeitliche Handschriften in einer Folge bearbeitet wurden und werden und so die Uberlieferung erkennbar bleibt. Wichtigster Zugewinn war die Erwerbung der Reichenauer Handschriften, unter denen sich noch viele Handschriften der karolingischen Klosterbibliothek befinden. Naturgemäß setzte hier auch die durch Alfred Holder (1840-1916) geleistete Erschließung ein 5 , die ihren Niederschlag in zwei 1906 und 1914 erschienenen Katalogbänden fand. Register und übergreifende Abhandlungen zu diesem Bestand lieferte 1918 Karl Preisendanz (1883-1968), später Direktor der Universitätsbibliothek Heidelberg. Auf ihn geht auch der 1932 erschienene Katalog der Codices des Benediktinerklosters Ettenheimmünster zurück. Damit endete allerdings die erste Phase der Erschließung Karlsruher Säkularisationsbestände. Der Neuanfang nach einer Pause von mehreren Jahrzehnten ist in erster Linie der Förderung der Katalogisierung mittelalterlicher Handschriften durch die Deutsche Forschungsgemein- 1 Die Bearbeiter haben einigen Personen vor allem aus anderen Bibliotheken und Archiven zu danken, die sie bei ihrer Arbeit unterstützt haben. Stellvertretend seien besonders genannt Dr. Christine Sauer und Dr. Felix Heinzer, die jeweiligen Leiter der Handschriftenabteilungen in der Stadtbibliothek Nürnberg und in der Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart. 2 Schmid , Säkularisation, passim; H. Schwarzmaier , Hochstift Konstanz, in: HBWG 2, S. 466-480; K.Andermann , Hochstift Speyer, in: HBWG 2, S.481—490; H. Schwarzmaier , Reichsprälatenklöster, in: HBWG 2, S. 546-572; V.Press , Reichsritterschaft, in: HBWG 2, S. 771-810; H .-P. Ull- mann , Baden 1800 bis 1830, in: HBWG 3, S. 25-30. 3 Kat. Karlsruhe III. 4 Vgl. die kurze Abhandlung von W. Brambach über Geschichte und Bestand der Sammlung; Kat. Karlsruhe I, passim. 5 K. Hannemann , Geschichte der Erschließung der Handschriftenbestände der Reichenau in Karlsruhe, in: Die Abtei Reichenau. Neue Beiträge zur Geschichte und Kultur des Inselklosters, hrsg. von H.Maurer , Sigmaringen 1974, S. 159-252. 41 Einleitung schaft zu verdanken. 1969 erschien ein von Klaus Niebier hergestelltes Verzeichnis der Papierhandschriften des Benediktinerklosters St. Peter im Schwarzwald; 1984 folgte der von Felix Heinzer und Gerhard Stamm erarbeitete Katalog der Pergamenthandschriften desselben Fonds. Bereits 1987 konnte das gleiche Autorenteam einen die Bestände des Zisterzienserinnenklosters Lichtenthai behandelnden Band vorlegen. 1991 erschien der von Peter Höhler und Gerhard Stamm verfaßte Katalog der Handschriften des Benediktinerklosters St. Blasien. Mit dem Katalog der ,Kleinen Provenienzen' steht die Erschließung der mittelalterlichen Karlsruher Handschriften nahe vor ihrem Abschluß. Lediglich die Bearbeitung der lateinischen Codices des Fonds St. Georgen (Benediktiner) 6 , ferner einzelner Handschriften innerhalb der großen, hauptsächlich neuzeitliches Material umfassenden Provenienz der ,Karlsruher Handschriften' (K, Erwerbungen aus dem 19. und 20. Jahrhundert) 7 und schließlich der erst 1993 übernommenen Donaueschinger Sammlung deutscher mittelalterlicher Handschriften" ist noch zu leisten. Unter der Bezeichnung Kleine Provenienzen sind 15 Handschriftenfonds zusammengefaßt. Der Umfang einzelner Provenienzen reicht von einer Handschrift (Ohningen, Offenburg) bis zu etwa 30 Handschriften und Fragmenten (Schwarzach). Von den 15 Provenienzen sind allein elf ehemalige Klosterbibliotheken. Es handelt sich um die Benediktinerklöster Gengenbach, Ohningen, St.Trudpert, Schuttern und Schwarzach, um das Zisterzienserkloster Tennenbach und die Zisterzienserinnenkonvente Günterstal und Wonnental sowie um das Prä- monstratenserkloster Allerheiligen, das Franziskanerkloster Offenburg und den Augustinerchorherrenkonvent in St. Märgen. Weiter sind zu den Kleinen Provenienzen zu zählen zwei bischöfliche Bibliotheken, die der Speyerer Bischöfe in Bruchsal und der Konstanzer Bischöfe in Meersburg, und schließlich die Sammlungen des Ritterkantons Kraichgau in Heilbronn und des Ritterkantons Ortenau in Offenburg. In diesen vier Fonds finden sich vor allen Dingen neuzeitliche Handschriften. Eine Sonderstellung nehmen die drei auch hier erschlossenen Fonds U. H. (Unbestimmte Herkunft), U. H. Fragm. (Unbestimmte Herkunft, Fragmente) sowie H. (Hinterlegung) ein. Bei den U. H.-Fonds handelt es sich um Handschriften und um aus Einbänden herausgelöste Handschriftenfragmente, die im Zuge der Säkularisation an die Hofbibliothek kamen, sich aber keinem Fonds mehr zuweisen ließen und so separat aufgestellt werden mußten. Im Fonds H. sind Hinterlegungen verschiedener Personen an Handschriften, Drucken sowie Nachlaßmaterialien zusammengefaßt. Beschrieben werden hieraus zwei mittelalterliche und fünf landeshistorisch relevante neuzeitliche Handschriften. Bei den Kleinen Provenienzen, insbesondere soweit es sich um ehemals klösterlichen Besitz 6 Die deutschen Handschriften aus St. Georgen sind verzeichnet bei Längin , S. 1-73. Kat. Karlsruhe IV und VIII erfassen die Nummern 1-2000 der Provenienz Karlsruhe. Die Beschreibungen sind hier allerdings sehr kurz gehalten und repräsentieren einen veralteten Forschungsstand. 8 Mit der Katalogisierung der Donaueschinger Handschriften, die 1865 von Barack erstmals erschlossen worden sind, ist bereits 1998 begonnen worden. 42 Einleitung handelt, kann man davon ausgehen, daß mengenmäßig zumeist nur kleine Teile der ursprünglichen Bibliotheken erhalten sind. "Wegen vermutlich besonders hoher, im Laufe der Jahrhunderte eingetretener Verluste ist es kaum möglich, sich ein einigermaßen repräsentatives Bild vom ursprünglichen Bibliotheksbestand der Klöster zu machen. Nach Zeugnissen eines mittelalterlichen Skriptoriums sucht man meist vergebens, ganz im Gegensatz etwa zur Lichtenthaler Handschriften-Bibliothek mit ihren vielen im Kloster selbst entstandenen Codices. Immerhin gibt es bei den Günterstaler und Wonnentaler Handschriften doch eine Reihe von Liturgica, die vor allem wegen spezifischer, bisweilen seltener Texte, zum Teil auch aufgrund des Buchschmucks, in diesen Klöstern beziehungsweise für diese geschaffen worden sein dürften. Insgesamt bietet der Katalog die Beschreibung von 162 Handschriften und 59 selbständigen Fragmenten. Mit den Handschriften werden 31 Fragmente ohne separate Signatur behandelt. Während alle Fragmente mittelalterlicher Entstehung und fast ausschließlich lateinisch sind, stammen von den Handschriften 82 aus dem Mittelalter (bis 1550) und 80 aus der Neuzeit. Von den 82 mittelalterlichen Handschriften und 60 Fragmenten sind lediglich 15 Einheiten ganz oder überwiegend in deutscher Sprache abgefaßt. Etwa 100 mittelalterliche und neuzeitliche Codices wurden in Südwestdeutschland (besonders im Oberrheingebiet) verfertigt, zum Teil in den jeweiligen Klöstern selbst. Weitere häufiger belegte Entstehungsräume sind das Elsaß (13 Einheiten), Bayern (15 Einheiten) und die Schweiz (5 Einheiten). Inhaltlich handelt es sich bei den hier behandelten Codices teils um recht heterogene Bestände. Der Schwerpunkt liegt, wie von der Provenienz her nicht anders zu erwarten, bei den etwa 100 liturgischen, überwiegend benediktinischen und zisterziensischen Handschriften und Fragmenten 9 . Die Fonds Günterstal und Wonnental bestehen zum größten Teil aus Material dieser Art. Weiter finden sich hier etwa 25 Gebet- und Andachtsbücher, Sermoneshandschrif- ten sowie Bibeln und Legendare. Neben den großen Beständen zu Liturgie und Theologie sind andere Fachgebiete wie Philologie, Medizin, Astronomie und Alchemie jeweils nur in wenigen beziehungsweise einzelnen Stücken vertreten. Insbesondere in den bischöflichen und ritterschaftlichen Bibliotheken finden sich etliche neuzeitliche juristische Handschriften, Codices zu den Komplexen Geschichte, Genealogie und Geographie sowie eigentlich archivische Materialien. Hervorgehoben seien unter den deutschen mittelalterlichen Handschriften zunächst die Andachtsbücher Cod. Schwarzach 19 und Thennenbach 4, die beide in Straßburg entstanden sind und auf die Dominikanerin Anna Schott beziehungsweise die Klarisse Magdalena Stei- merin zurückgehen. Cod. St. Märgen 2, 1416 im Elsaß entstanden, ist ein sehr wichtiger früher Textzeuge der ,Reisen' des John Mandeville in der Ubersetzung Ottos von Diemeringen. Unter den Beständen aus Gengenbach ragt Cod. Gengenbach 1 mit der deutschen ,Rechtssumme' Bruder Bertholds (von Freiburg) heraus. Zu den bemerkenswertesten lateinischen Handschriften gehört Cod. Schwarzach 4 mit einem ,Kathalogus brevis ecclesiasticorum 9 Vgl. die Erstkatalogisierungen dieses Materials bei Ehrensberger , passim. 43 Einleitung scriptorum', der in Beziehung zu Johannes Trithemius stehen könnte. Cod. Schwarzach 6 aus dem 13. Jahrhundert überliefert zwei sonst nicht faßbare Werke, die Augustinus Triumphus zugewiesen werden. 1476 ist in Ingolstadt die medizinische Sammelhandschrift U. H. 5 entstanden. Sie gelangte wohl über die Bibliothek der Speyerer Bischöfe in Bruchsal an die Karlsruher Hofbibliothek. Vor allem unter den neuzeitlichen Handschriften gibt es etliche historisch relevante Codices, die zum Teil wichtiges Quellenmaterial für die Geschichte des deutschsprachigen Südwestens enthalten, schwerpunktmäßig zu Baden und Württemberg, aber auch zum Elsaß. Besonderer Wert kommt Cod. Güntersthal 11 mit auf den Archivar Andreas Rüttel d.J. zurückgehenden Kollektaneen zur württembergischen Geschichte oder Cod. Ortenau 1 mit dem Wappenbuch des Sebald Büheler zu. Genannt seien auch die neuzeitlichen Bibliothekskataloge Cod. Allerheiligen 1, St. Trudpert 1-4 sowie Meersburg 1-2. Eher außerhalb des südwestdeutschen Raums liegt der Schwerpunkt des Sammelbuches für das Lutherhaus Eisleben H. 10 mit handschriftlichen Einträgen einer großen Zahl von spendenden Personen. Abweichend von den Richtlinien für die Katalogisierung von Handschriften, die auf die Deutsche Forschungsgemeinschaft zurückgehen 10 , werden neuzeitliche Handschriften aufgrund ihres landeshistorischen Wertes hier relativ ausführlich beschrieben. Beträchtlich ist der Bestand von Handschriften mit buchkünstlerischer Bedeutung. Hier bilden Zeugnisse aus dem Oberrheingebiet den Hauptschwerpunkt. Neben der Prachthandschrift U. H. 1, dem um 1340/50 entstandenen Wonnentaler Graduale (Abb. 9-13), könnten auch Cod. Güntersthal 1 (Abb. 14-15) und Cod. Wonnenthal 1 im Breisgau ihren Buchschmuck erhalten haben. Cod. Thennenbach 8 (Abb. 24) ist in Freiburg entstanden, Thennen- bach 4 (Abb. 19) in Straßburg, woher vermutlich auch das Missale Schuttern 2 (Abb. 16) stammt. Besonders kostbar ist die mit einem aufwendigen Prachteinband versehene spätromanische Bilderhandschrift Cod. Bruchsal 1, das sogenannte Speyerer Evangelistar (Abb. 1-8 u. 20), das vielleicht in Speyer selbst geschaffen wurde. Das Evangelistar Cod. Bruchsal 2 zeichnet sich vor allem wegen seines aus dem 12. Jahrhundert stammenden Elfenbeinreliefs auf dem Vorderdeckel aus (Abb. 21). Unter den Handschriften mit bemerkenswertem Buchschmuck befindet sich nur eine einzige, die mit Sicherheit außerhalb des südwestdeutschen Raumes entstanden ist, nämlich der ostmitteldeutsche Heilsspiegel H. 78 (Abb. 17). In den vorgängigen neueren Katalogen zu den Beständen St. Peter, Lichtenthai oder St. Blasien hatte die Einleitung die Bibliotheksgeschichte nur einer Provenienz abzuhandeln, wobei die relativ große Zahl der Handschriften eine breitere Quellenbasis bot 11 . Bei dem Versuch, auch bei den Kleinen Provenienzen jeweils einen Uberblick über die Entwicklung der Bibliothek zu geben, erwies es sich angesichts der oft spärlichen Quellenlage daher als 10 Deutsche Forschungsgemeinschaft, Unterausschuß für Handschriftenkatalogisierung, Richtlinien Handschriftenkatalogisierung, 5. Aufl., Bonn-Bad Godesberg 1992. ' 1 Vgl. F. Heinzer , Lichtenthaler Bibliotheksgeschichte als Spiegel der Klostergeschichte, in: ZGO 136 (1988), S. 36 f. 44 Einleitung nötig, neben Akten und Urkunden des Badischen Generallandesarchivs Karlsruhe besonders auch die Inkunabeln und sonstigen Drucke der einzelnen Provenienzen in der BLB Karlsruhe und der UB Heidelberg heranzuziehen, die tatsächlich eine nicht unbeträchtliche bibliothekshistorische Ausbeute liefern konnten. Große Verdienste an der Erschließung der Kleinen Provenienzen hat Kurt Hannemann, der vor allem in den sechziger Jahren Materialsammlungen oder bereits weit gediehene Beschreibungen zu vielen Stücken lieferte. 1989 begann Andreas Degkwitz in einem ersten Durchgang mit der Verzeichnung der meisten Günterstaler und Wonnentaler Handschriften. Nach seinem Ausscheiden 1991 bearbeitete Gerhard Stamm im Kern beide Provenienzen sowie die Fonds U. H. und U. H. Fragm. Die Beschreibung der restlichen Provenienzen sowie die Erarbeitung der Einleitung geht auf Armin Schlechter zurück (1991-1994, 1995). Allerheiligen, Prämonstratenser (Ortenaukreis) Das Prämonstratenserkloster Allerheiligen wurde durch die Herzogin Uta von Schauenburg gestiftet 12 . Mangels schriftlicher Quellen läßt sich die Gründung lediglich auf den Zeitraum von 1191 bis 1196 einengen; erst danach setzt die urkundliche Überlieferung ein. Gemäß Stifterwillen sollte das Kloster keiner weltlichen Gewalt unterworfen sein. Der Gründungskonvent kam aus (Ober-)Marchtal (Alb-Donau-Kreis) und Oberzell bei Würzburg. Bis zum Anfang des 14. Jahrhunderts wurde als letztes Gebäude die Klosterkirche fertiggestellt. Ein einschneidendes Ereignis war der Klosterbrand von 1470, dem die Kirche und das Klausurgebäude zum Opfer fielen. Bei dem sich anschließenden Wiederaufbau erhielt das Münster die Form, in der es bis 1804 bestand. Das 16. Jahrhundert brachte für Allerheiligen schwere Heimsuchungen. Im Bauernkrieg wurde der Konvent geplündert; das Archiv war allerdings geflüchtet worden. 1555 zerstörte ein erneuter Brand die Anlage. In Folge des Straßburger Bischofskriegs fiel das Kloster 1593 an den lutherischen Markgrafen Johann Georg von Brandenburg, der die Klosterschule schloß und auf eine Aufhebung hinarbeitete. Erst 1600 erhielt der Konvent unter Probst Johannes Schüßler (1600-1601) wieder seine Selbständigkeit. Im Dreißigjährigen Krieg hatte das Kloster vergleichsweise wenig zu leiden. Eine Aufwertung erfolgte 1657 mit der Erhebung zur Abtei. Erster Abt wurde der 33. Propst von Allerheiligen, Anastasius Schlecht (1653-1691). Das 18. Jahrhundert war gekennzeichnet von Auseinandersetzungen mit den Straßburger Bischöfen, die ihre Oberhoheit ausweiten wollten. Trotz allem prosperierte das Kloster und stand bis zur Aufhebung auf einer soliden wirtschaftlichen Basis. Am 23. September 1802 erfolgte die provisorische Besitznahme Allerheiligens durch Baden 13 , 12 Schneider , Allerheiligen, S. 348-387; 800 Jahre Allerheiligen. Kloster und Kultur im Schwarzwald. Redaktion: D. Kauss/K. Maier , Offenburg 1996. 13 Schmid , Säkularisation, S. 202-206. 45 Einleitung am 29. November die Zivilbesitznahme. Gleichzeitig wurden Archiv und Bibliothek beschlagnahmt und eine Besitz- und Vermögensaufnahme erstellt. Ein Teil der 29 Konventualen fand seine Versorgung auf Klosterpfarreien, andere kamen auf den Aussterbeetat. Ein Brand im Jahre 1804 beeinträchtigte die Anlage ganz erheblich. Den Niedergang beschleunigte die Einrichtung einer Baumwollmanufaktur, bis Allerheiligen ab 1814 sogar als Steinbruch diente. Die Bibliothek Die mit Abstand älteste, allerdings fragmentarische Handschrift Allerheiligener Provenienz findet sich in der sekundären Verwendung als Vorder- und Hinterspiegel in der Inkunabel BLB, Bi 118 Ink. 14 . Es handelt sich um ein Bruchstück von Smaragdus Sancti Michaelis, Col- lectiones in epistolas et evangelia, das möglicherweise aus Oberitalien stammt und im 3. Drittel des 9. Jahrhunderts verfertigt wurde. Zwei weitere Blätter derselben Handschrift (Cod. Heid. NF 18, olim Heid. Hs. 3965,XIV, Bl. 1) fanden sich in der Heidelberger Inkunabel D 9871-1 qt. Ink. 15 . Frühestes überliefertes Zeugnis Allerheiligener Entstehung ist das nach dem Klosterbrand von 1470 um 1492 angelegte Kalendarium mit Anniversareinträgen Allerheiligen 7, das ursprünglich Teil des Inkunabelsammelbandes BLB, Dq 21 fol. Ink. war. Die Handschrift hat sowohl den Klostersturm im Bauernkrieg 1525 als auch den Brand 1555 überstanden. Beide Ereignisse werden auch die Bibliothek in Mitleidenschaft gezogen haben. Der älteste, auf 1554 datierte Besitzvermerk des Klosters findet sich in einem Sammelband mit Drucken der zwanziger und dreißiger Jahre des 16. Jahrhunderts 16 . Als bedeutsames Datum in der Bestandsgeschichte erweist sich die 1600 unter Probst Johannes Schiißler erfolgte Rückgabe des vor der Auflösung stehenden Klosters an den Orden. Bestandteil des zugrunde liegenden Vertrags war die Rückerstattung entfremdeten Gutes an Allerheiligen 17 . In diesem Zusammenhang wurden die Bücher des Klosters 1600, überwiegend aber erst 1601 mit dem einheitlichen Vermerk Liber Monasterii omnium sanctorum ad sylvam 14 Hain 11858. Der Band trägt auf dem Vorderspiegel den Vermerk OO.SS. (Blei) der Säkularisationszeit sowie auf Bl. I" die Allerheiligener Signatur G 2 . 1.4. 15 W. Berschin , Heidelberger Handschriften-Studien des Seminars für Lateinische Philologie des Mittelalters, in: Heidelberger Jahrbücher 25 (1981), S. 160 u. Abb. 14; Bischoff , Nr. 1511 wies nicht nur auf die Zusammengehörigkeit der Spiegel von Bi 118 Ink. und Cod. Heid. NF 18 (unter der Olim-Si- gnatur Heid. Hs. 3965 (1)) hin, sondern ordnete auch das Fragment Schwarzach 30 (unter der Olim- Signatur U. H. [Fragm.] 39) derselben Handschrift zu. Das Schwarzacher Fragment überliefert allerdings zwei Beda Venerabilis-Bruchstücke. - Die Spiegel von Bi 118 Ink. überliefern PL 102, Paris 1865, Sp. 31, Z. 42-Sp. 32, Z. 9 sowie Sp. 305, Z. 29-49. 16 UB Heidelberg, B 1544 B fol. Res. 17 Schneider , Allerheiligen, S. 370. 46 Einleitung Herciniam 1601 (s. Abb. 36) gekennzeichnet; von diesen Bänden hat sich eine große Zahl erhalten" 1 . Allerheiligen weist damit innerhalb der Kleinen Provenienzen den ältesten geschlossenen Bibliotheksbestand auf. In gleichem Zusammenhang ist die Anlage von Kopialbüchern durch Probst Schüßler zu sehen, die sich mit zwei älteren Bänden und späteren Fortsetzungen zu 30 Bänden addieren 19 . :i<1613 läßt sich der Erwerb einer Inkunabel nachweisen 20 . In den zwanziger Jahren des Jahrhunderts folgten zwei testamentarische Vermächtnisse. Gemäß einem nur fragmentarisch überlieferten Testament unter den Gengenbacher Archivalien vermachte Georg Scherer, Ar- chipresbyter des Ruralkapitels Offenburg, den Klöstern Allerheiligen und Gengenbach jeweils ein Drittel seiner Bibliothek, darunter auch Handschriften 21 . Aus dieser Hinterlassenschaft sind unter den Allerheiligener Beständen noch drei 1622 übernommene Drucke zu finden 22 . 1627 folgte ein Vermächtnis 23 des D. Johannes Wiederlauff 24 , ehemals Pfarrer von Oppenau. Der Erwerb einiger weiterer Drucke läßt sich ebenfalls der Amtszeit von Laurentius Scheffler (1613-1640) zuordnen 211 . Historiographische Arbeiten zur Klostergeschichte setzten in der Amtszeit von Abt Norbert Hodapp (1640-16 5 3) 26 ein. Von Hodapp selbst stammt ein Diarium, das seine gesamte Amtszeit umfaßt 2 '. Auf seinen Vorarbeiten baute die von dem Konventualen Gottfried Kistner (gest. 1695) 28 weitergeführte, heute im Original verschollene Klosterchronik auf, die 18 Einen Besitzvermerk von 1600 zeigt lediglich A 219 D fol. Res. der UB Heidelberg aus dem Vorbesitz des Allerheiligener Propstes Martin Daucher (1565-1572). 1601: BLB, Ba 99 fol. Ink., De 32 Ink., Dg 11 Ink., Dg 150 fol. Ink., Dl 82 fol. Ink., Do 316 Ink., Dq 21 fol. Ink. (= Allerheiligen 7; s. Abb. 36), Eb 8 fol. Ink., Ei 120 fol. Ink., Gb 157 fol. Ink. (1942 verbrannt), Pb 240 Ink., Pc 1699 Ink., Sd 5 Ink.; UB Heidelberg: D 9661-1-5 qt. Ink., Q 302-1-23 qt. Ink., Bd. 1-2, Q 302-5-3 qt. Ink., Q 539-6 qt. Ink., Bd. 1-4, Q 7261-4 qt. Ink., Q 7888-1-4 qt. Ink., Bd. 1-2, Q 6918-2-K fol. Ink.; H 701-C Res., Q 429-1 fol. Res., Q 569-1 fol. Res., Bd. 1, Q 959-2 fol. Res., Q 8250 A u. B fol. Res., Q 8252 fol. Res., Q 8253 fol. Res., Q 8254 fol. Res., Q 8256 Res.; Schlaefli , Nr. 445, 2. Ex. (1602). 19 GLA, 67/1-30; Schneider , Allerheiligen, S. 371. X 20 BLB, Dg 181 Ink. 21 s.S. 58. 22 BLB, Do 103 fol. Ink., Do 104 fol. Ink., 42 A 1157 RE, jeweils mit Besitzvermerken Scherers. 23 BLB, 42 B 237 R; UB Heidelberg, Q 1638 fol. Res. 24 Nach UB Heidelberg, Q 9666 fol. Res. aus Neuhausen auf den Fildern (Landkreis Esslingen; Besitzeintrag von 1616). 25 UB Heidelberg, Q 411-2 fol. Res. (1630), Q 544-8 fol. Res. (2 Bände), Q 615-2 fol. Res. (1629), Q 617-4 fol. Res. (1629), Q 7130-4 Res. (1631), Q 992-6-F fol. Res. (1633), Q 469 fol. Res. (1636). 26 Goovaerts 1, S. 392. 27 Freiburg, Erzbischöfliches Archiv, Ha 556; Abschrift von Fredegar Mone: 65/1193 (N Mone 43); Baier , Aufzeichnungen, S. 98-119. 28 Goovaerts 1, S.446. 47 Einleitung ,Notitiae historicae de canonia Sanctorensi' von 1613 bis 1692 29 . Zum 6. Oktober 1642 vermerkte Hodapp in seinem Tagebuch: emi libros doctoris Haffners omnes pro 130ß. 30 . Es handelte sich hierbei um die Sammlung des Juristen Johannes Heinrich Haffner, die der Abt von dessen Erben gekauft hatte 31 . In den ,Notitiae' wiederum werden etliche handschriftliche Werke des langjährigen Allerheiligener Priors Georg Hempfer (gest. 1648) 32 erwähnt, darunter eine heute verschollene Klosterchronik 33 . Ein auf ihn zurückgehender ,Mathematicarum disciplinarum tractatus' 34 wird immerhin noch im Bibliothekskatalog Allerheiligen 1 aufgeführt 35 . In der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts war gemäß einem Allerheiligener Besitzvermerk Cod. Germ. 2° 1310 der Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz mit der ,Postilla' des Nicolaus de Lyra von 1470 Teil der Klosterbibliothek 36 . Der Codex wurde 1486 von Fritz Jacob von Anweil 37 im Beisein von Jörg Spet gegen eine Aeneas Sylvius-Hand- schrift aus dem Besitz von Bernhardin Schenck 38 getauscht 39 . Am 25. Januar 1645 starb der Waldulmer Pfarrer D. Jacobus Thieffenthal. Er hinterließ Allerheiligen unter anderem seine Bücher 40 . 16 5 2 vermachte der Badener Kanoniker Martin Hoffmann dem Kloster seine Bibliothek. Ein von dem Allerheiligener Prior Joseph Widen- mann 41 verfertigtes Verzeichnis nennt 261 Titel, darunter auch zwei Handschriften in insgesamt sechs Bänden, die von Hoffmann selbst verfaßt worden waren 42 . Aus dieser Verlassenschaft sind heute noch eine Inkunabel und frühe Drucke nachweisbar 43 . Von 1657 bis 1802 29 Abschrift von Fredegar Mone: GLA 65/1193; Baier , Zur Geschichte, S. 201-256. 30 Baier , Aufzeichnungen, S. 106. 11 UB Heidelberg, I 2645 Res. u. I 2570 Res., jeweils mit Haffners Besitzvermerk von 1626 sowie Allerheiligener Besitzvermerken von 1642 (I 2645 Res.) bzw. dem Vermerk, daß das Buch ab haeredibus gekauft wurde (I 2570 Res.). Johannes Heinrich Haffner aus Ottersweier, imm. Freiburg 1618; Matr. Freiburg 1, S.797. 32 Goovaerts 1, S. 372 f. 33 Baier , Zur Geschichte, S.206. GLA 65/11625, 4 r ; ...multa etpulchra scripsit merito typis mandanda; inter alia librum meditationum, seu mappulas eucharisticas, de viris illustribus Sueviae, Humbertum, id est, de animabus in purgatorio, zodiacum coelestem; incepit et chronicon monasterii nostri, et similia... 34 Goovaerts 1, S. 373. 35 Cod. Allerheiligen 1, S. 70. 36 Degering, S. 178. 37 Gest. 1519, Hofmeister von Herzog Ulrich von Württemberg; Pfeilsticker, §193; I. Kothe , der fürstliche Rat in Württemberg, Stuttgart 1938, S. 100 f. 38 1 5 07 als wiirtt. Vasall belegt; Pfeilsticker , § 1570. 39 SBPK, Cod. Germ. 2° 1310, B1.407 r . 40 Baier , Aufzeichnungen, S. 114; UB Heidelberg, Q 468-2 fol. Res. 1636 hatte er dem Kloster den Druck UB Heidelberg, D 973-E fol. Res. geschenkt. 41 Baier , Zur Geschichte, S. 204, 230 (1658). 42 GLA 34/3; Schneider , Allerheiligen, S. 374 43 BLB, Pc 270 fol. Ink.; UB Heidelberg, B 1568 C fol. Res., Q 492 fol. Res., Q 798-6 fol. Res. 48 Einleitung reichen zwei Handschriften mit Gelöbniserneuerungen 44 . 1660 wurden die heute im Erzbischöflichen Archiv Freiburg aufbewahrten Kopialbände Ha 553-554 angelegt. Um 1690 entstand das bis 1721 geführte Allerheiligener Anniversar GLA 64/1 43 . Im 17./18. Jahrhundert wurden etliche Bände mit undatierten Provenienzeinträgen versehen 46 . Verschollen ist eine 1727 entstandene, anonyme katechetische Sammelhandschrift 47 . Die Zeit von 1726 bis 1793 deckt Cod. 753 der UB Freiburg ab, ein lateinisch-deutsches bilaterales Kopialbuch der Abtei. Der Codex gelangte über die Gesellschaft für Beförderung der Geschichtskunde zu Freiburg an den heutigen Standort 48 . Von dem Allerheiligener Konven- tualen Sebastian Alber (gest. 1752), Autor einiger nicht erhaltener theologisch-philosophischer Werke 49 , stammt eine 1731 verfaßte Abhandlung über Sonnenuhren, die ,Cornucopia horologica' 50 . Sie wird heute in der UB Heidelberg aufbewahrt. Der über Allerheiligen handelnde Band des prämonstratensischen Annalenwerks von Charles Louis Hugo erschien 1736. Zu dieser Zeit verfügte das Kloster über nur wenige Handschriften ( Et haecpauca ex flammis, ex Marte furente, evaserunt): Omnes libri Prophetarum, Epistolae S. Pauli, Apocalypsis, Lumen animae, et flores ex diversis chronologiis collecti, Liber spiritualis in fol. ignoti autoris sowie einen Liber de Medicina (Cod. Allerheiligen 3?) 51 . Keiner dieser Codices, mit Ausnahme des vielleicht mit dem , Liber de medicina' gleichzusetzenden Cod. Allerheiligen 3, läßt sich heute noch fassen. 1740 entstand Allerheiligen 6 mit der Predigt eines Allerheiligener Konventualen über Io 8, 59 sowie ein anonymes ,Manuale sacerdotum', das sich nicht mehr nachweisen läßt 52 . Für die Jahre 1760 bis 1776 liegt ein ,Diarium priora- tus' vor 53 . 1784/85 wurde im Kloster eine sechsbändige, anonyme deutsche Ubersetzung des 44 Erzbischöfliches Archiv Freiburg, Ha 559 (Liber renovationis votorum de anno 1675 ad annum 1726), Ha 560 (Liber renovationis votorum ab annum 1727 usque 1802); Kauss, S. 173-175. 45 R ep . A nniv ., S. 3. 46 BLB, De 335 Ink., Dg 265 fol. Ink., Dg 93 Ink., Dg 95 fol. Ink., Dl 90 fol. Ink., Dq 18 Ink., Dr 22 fol. Ink., Pb 1 30 fol. Ink., Pc 229 fol. Ink., Pc 2076 Ink., 42 A 1141,1 RE, 42 A 1157 RE; UB Heidelberg, Q 8217 qt. Ink., Q 8778 qt. Ink.; K. Ohly/V.Sack , Inkunabelkatalog der Stadt- und Universitätsbibliothek und anderer öffentlicher Sammlungen in Frankfurt am Main, Frankfurt a. M. 1967, Nr. 1076. 47 Cod. Allerheiligen 1, S. 91. 48 Kat. Freiburg I, 5, S. 128. 49 Goovaerts 1, S. 16. Zu einem unbekannten Zeitpunkt erhielt Alber von Johann Nikolaus Weislinger (1691-1755) den astronomischen Druck UB Heidelberg, L 2540 Res. geschenkt; Schlechter, Schott, S. 470. 50 Cod. Allerheiligen 1, S. 6; heute UB Heidelberg, Heid. Hs.2. 51 [Ch. L.Hugo ,] Sacri et canonici ordinis Praemonstratensis annales, 1,2, Nancy 1736, Sp.460; vgl. Schneider , Allerheiligen, S. 374. 52 Cod. Allerheiligen 1, S. 92. 53 Freiburg, Erzbischöfliches Archiv, Ha 557. 49 Einleitung Werkes ,Les Americaines, ou la preuve de la religion chretienne par les lumieres naturelles' von Marie Leprince de Beaumont (EA Lyon 1770) verfertigt 54 . 1787/88 entstand Cod. Allerheiligen 1, ein Katalog der Bibliotheken des Klosters Allerheiligen und der Klosterpfarreien, der in alphabetischer und systematischer Folge im Grundbestand 5200 Titel, weiter 250 Dubletten und 110 Nachträge aufführt. Das auf den Konventua- len Norbert Rasch (1734-1814) zurückgehende Verzeichnis nennt unter den Drucken auch 11 Handschriften 55 , die zum großen Teil heute nicht mehr nachweisbar sind und, soweit noch nicht erwähnt, sämtlich erst im 18. Jahrhundert entstanden sein dürften. Auch die Manuskripte der Allerheiligener Schriftsteller des 17./18. Jahrhunderts waren zu dieser Zeit bereits fast alle nicht mehr vorhanden. Viele Allerheiligener Drucke sind mangels Provenienzvermerk lediglich noch an den im Zusammenhang der Erarbeitung des Katalogs vergebenen Signaturen erkennbar. Jüngste Handschrift aus Klosterbesitz ist ein auf 1794 datiertes Necro- logium fratrum 56 . Die Schicksale des Klosters und der umliegenden Landschaft von 1793 bis 1802 beschrieb schließlich 1802 der ehemalige Allerheiligener Konventuale Gottfried Schneider (1729-1810) 57 . Gemäß Beschluß vom 18. Juli 1803 erhielt die Hofbibliothek den Bibliothekskatalog Allerheiligen 1 mit der Bitte um Vorauswahl zugeschickt 58 . Zweiter Nutznießer der Säkularisation war die UB Heidelberg, der das Verzeichnis anschließend zugesandt worden sein muß. Im August 1804 gelangten 1184 Bände aus Allerheiligen nach Heidelberg 39 ; der Karlsruher Anteil dürfte zeitgleich angekommen sein. Bereits am 10. August 1804 erhielt die Hofbibliothek ein von dem mit der Aushebung der Bücher betrauten P. Prosper 60 erstelltes Verzeichnis der in Allerheiligen zurückgebliebenen Bände im Umfang von etwa 2100 Titeln 61 zur Nachauswahl, das danach ebenfalls Heidelberg vorgelegt wurde. Am 9. Dezember 1804 ging diese Nachauswahl in fünf Kisten nach Karlsruhe ab. Gemäß einer späteren Notiz handelte es sich hier allerdings nur um einen Bruchteil des Gewünschten, das, so wurde vermutet, zum überwiegenden Teil nach Heidelberg gelangte. Bei der Aushebung der Bücher mußte man allerdings Verluste feststellen, die beim Klosterbrand 1804 entstanden sein sollten. Die in Aller- 54 UB Heidelberg, Heid. Hs. 129,1-6. Erfaßt in Cod. Allerheiligen 1, S. 109. 55 s.S. 179f. 56 Freiburg, Erzbischöfliches Archiv, Ha 561; Kauss , S. 175. ' Rastatt, Erzbischöflicher Gymnasialkonvikt; K. Sachs , Schicksal des Klosters Allerheiligen und Mittelbadens während der Koalitionskriege. Nach den Aufzeichnungen des Conventualen Gottfried Schneider, in: Die Ortenau 12 (1925), S. 22-33 u. 14 (1927), S. 27-44. 5S BLB, K 2986, 1,1 ( Acta über die Allerheiliger Klosterbibliothek. 1803. 1804), l r . 59 Schlechter , Gelehrten- und Klosterbibliotheken, S. 18. 60 GLA 84/57; R ögele , S. 332. 61 Schlechter , Gelehrten- und Klosterbibliotheken, S. 17; BLB, K 2986,1,1, 3 r ; K 2986,1,2 (Verzeichnis). 50 Einleitung heiligen zurückgebliebenen Bücher wurden an Klostergeistliche und ein Lehrinstitut verteilt oder anderweitig verkauft 62 . Die Badische Landesbibliothek besitzt heute etwa 45 Inkunabeln und Frühdrucke aus Allerheiligen, die Universität Heidelberg etwa 20 Inkunabeln und eine noch unbekannte Zahl von späteren Drucken. Tabellarische Übersicht Karlsruhe, BLB Cod. Allerheiligen 1: Katalog der Bibliotheken des Klosters Allerheiligen und der Klosterpfarreien, erarb. von Norbert Rasch (1734-1814), Allerheiligen, 1787/88 Cod. Allerheiligen 2: Formularbuch mit Urkundenabschriften der städtischen Kanzlei in Horb und der Kanzlei der Landgrafschaft Nellenburg in Stockach, 1591-1599 Cod. Allerheiligen 3: Paul Nagel (gest. um 1625), Aichemistische Sammelhandschrift, Sachsen, um 1615 Cod. Allerheiligen 4: Gasparinus Barzizius, Epistolae, 1485 (an Druck) Cod. Allerheiligen 5: Andreas Moser, Zeichnungen von Gartengrundrissen, Kempten, 1661— 1663 Cod. Allerheiligen 6: Deutsche Predigt über Io 8,59, Achern oder Durbach, 1740. Lateinischer Brief, 1777 Cod. Allerheiligen 7: Kalendarium mit Anniversareinträgen, Allerheiligen, um 1492. Ursprünglich einem Druck beigebunden. Bi 118 Ink., Spiegel: Smaragdus Sancti Michaelis, Collectiones in epistolas etevangelia, Fragment, Oberitalien (?), 9. Jh. Karlsruhe, GLA 64/1: Anniversarium des Klosters Allerheiligen, um 1690 angelegt, bis 1721 geführt ( Rep. A nniv ., S. 3) Berlin, Staatsbibliothek - Preußischer Kulturbesitz Cod. Germ. 2° 1310: Nicolaus de Lyra, Postilla, dt., Südwestdeutschland, 1486 von Fritz Jacob von Anweil an Bernhardin Schenck vertauscht, in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts in Allerheiligen belegt ( Degering , S. 178) 62 BLB, K2986,1,1, 5 r , 7 r -8 v . 51 Einleitung Freiburg, Universitätsbibliothek Cod. 753,1-4: Bilaterales Kopialbuch des Klosters Allerheiligen, Allerheiligen, 1726-1793 (K at . 1,5, S. 128) Heidelberg, Universitätsbibliothek Heid. Hs. 2: Sebastian Alber, Cornucopia horologica, das ist: Vollkommene Geometrische undt Organische Beschreibung allerhand Sonnen-Uhren auff unterschidliche Manieren..., Allerheiligen, 1731 Heid. Hs. 129,1-6: anonyme deutsche Ubersetzung von: Marie Leprince de Beaumont, Les Americaines, ou la preuve de la religion chretienne par les lumieres naturelles, Bd. 1-6, EA Lyon 1770 verschollen/verloren: Biblia sacra (Prophetenbiicher, Paulinische Briefe, Apokalypse); Lumen animae; Liber spiri- tualis; medizinische Handschrift (Cod. Allerheiligen 3 ?); Georg Hempfer, Klosterchronik; [Georg Hempfer,] Disciplina mathematica; Norbert Hodapp/Gottfried Kistner, Notitiae hi- storicae de canonia Sanctorensi, 1613-1692; Anonymi M. S. vom Firniß, Holzbeizen; Anonymi tractatus scholastico-positivus de incarnatione etc.; Anonymi tractatus scholastico-positi- vus de deo uno et trino et de jure; Anonymi fragmenta catechetica collecta, 1727; Anonymi manuale sacerdotum, 1740; Pius VI., Brief an Joseph II. Gengenbach, Benediktiner ( Ortenaukreis) Das Gründungsdatum des Ortenauklosters Gengenbach 63 ist nicht bekannt. Gemäß der ,Vita Pirmini' geht der Konvent auf Pirmin zurück und entstand im zweiten Viertel des S.Jahrhunderts. Der Gründungskonvent kam aus Gorze. Im 9. Jahrhundert wies Gengenbach unter den Klöstern der Ortenau die meisten Konventualen auf. Mit der Schenkung Gengenbachs an das Bistum Bamberg im Jahre 1077 durch Heinrich II. wurde das Reichskloster zum bischöflichen Eigenkloster. 1117 unterwarf sich der Konvent, wohl auf Drängen des Bamberger Bischofs, den Hirsauer Statuten. 1336 gliederte Papst Benedikt XII. den Konvent als Kloster des Bistums Straßburg der Ordensprovinz Mainz-Bamberg ein. Großen Aufschwung nahm Gengenbach unter Abt Lambert von Brunn (1354— 1374), Hofkaplan des Straßburger Bischofs Johann II. (1353-1365) und Bischof von Bamberg. 63 Hitzfeld , Gengenbach, S. 228-242; H. Schwarzmaier , Gengenbach, Benediktinerkloster, in: HBWG 2, S. 579-581. 52 Einleitung Im 15. Jahrhundert begann ein gewisser Niedergang. 1461 beschlossen Abt und Konvent, nur noch Adlige als Konventualen aufzunehmen. Etwa zeitgleich übernahm Gengenbach die Rolle eines Spitals für den Land- und Stadtadel der Ortenau. Um 1500 versuchten die Konventualen vergeblich, das Kloster in ein weltliches Chorherrenstift umwandeln zu lassen. In der Zeit der Reformation war der Bestand Gengenbachs selbst gefährdet. 1525 wollte die evangelische Stadt das Kloster übernehmen, was Abt Philipp von Eselsberg (1507-1531) verhindern konnte. Auch der Versuch des reformierten Klostervogtes Wilhelm von Fürstenberg, das Kloster zu säkularisieren, scheiterte in der Folge. Die Bedrohung durch die Reformation war endgültig abgewendet mit der Annahme des Interims 1548 durch die Stadt Gengenbach und dem Ubergang der Ortenau an Vorderösterreich 1551/56. Unter Abt Gisbert Agricola (1556-1586) wuchs der Konvent wieder. 1607 wurde Gengenbach in die Bursfelder Union aufgenommen. Der Straßburger Bischof Leopold I. von Österreich (1607-1625) bemühte sich allerdings mit Erfolg, die Eingliederung wieder rückgängig zu machen, um seine Oberhoheit über das Kloster zu sichern. In den Jahren 1619 bis 1622 beteiligten sich zwei Weingartener Mönche an einer Reform Gengenbachs. Im 17. Jahrhundert wurde das Kloster während verschiedener Kriege erheblich in Mitleidenschaft gezogen. 1643 plünderten Truppen Bernhards von Weimar den Konvent aus 64 , 1689 setzte französisches Militär die gesamte Anlage in Brand 65 . Bis 1722 wurden neue Gebäude errichtet. Das 18. Jahrhundert brachte Gengenbach innere Konsolidierung und wirtschaftlichen Aufschwung. 1802/03 fiel Gengenbach als reichsunmittelbares Kloster mit kleinem Territorium und etwa 360 Untertanen an Baden 66 . Am 24. September 1802 wurden Stadt und Stift provisorisch in Besitz genommen, am 30. November fand die endgültige Besitzergreifung und Verpflichtung auf den Markgrafen von Baden statt. Zu dieser Zeit lebten im Kloster etwa 30 Mönche. Ähnlich wie Lichtenthai sollte Gengenbach erhalten bleiben und noch Mönche aus Ettenheim- münster und Schwarzach aufnehmen. Im Mai 1803 griff die Regierung allerdings mit einem ,Entwurf für die innere Kloster-Administration zu Gengenbach' massiv in die klösterliche Selbständigkeit ein. Ein großer Teil der fahrenden Habe wurde beschlagnahmt oder versteigert. Im Oktober 1806 kündigte die Regierung die Aufhebung des Konvents an. Trotz der Gegenvorstellungen des Abtes wurde das Kloster am 23. April 1807 endgültig aufgelöst. 64 Mayer , Beiträge, S. 172-174. 65 Mayer , Beiträge, S. 189 f. 66 Schmid , Säkularisation, S. 214-218. 53 Einleitung Die Bibliothek Bereits im 11. und 12. Jahrhundert läßt sich in Gengenbach die Existenz eines Skriptoriums nachweisen. Produkt dieser Einrichtung ist das in diesem Zeitraum entstandene M. p. h. f. 1 der Universitätsbibliothek Würzburg unter anderem mit einem Kalendarium Gengenbacense sowie dem ,Chronicon cum annalibus Gengenbacensibus' des Bernoldus von Konstanz 67 . Von Ellen Beer 68 wurde ein Gengenbacher Skriptorium des 12. Jahrhunderts postuliert, das die Handschriften BEB, Cod. U.EI, fragm. 16, WLB, Cod. bibl. fol.28 und Cod. theol. et phil. quart. 21 sowie Cod. 367 der UB Freiburg hergestellt haben könnte. Überhaupt keine Bezüge zu Gengenbach weist der Freiburger Codex auf 69 . Die heute in Stuttgart liegenden Codices, die die Bibliothek 1789 bei der Versteigerung der Büchersammlung des Prinzen Soubise erwerben konnte 70 , tragen zwar Gengenbacher Besitzvermerke des 17. Jahrhunderts, doch gibt es keine Indizien für Entstehung in diesem Kloster 71 . Sehr vage sind auch die Indizien, die für einen Zusammenhang zwischen "Würzburg, UB, M.p.th. q. 70 und Gengenbach sprechen 72 . Die erste faßbare historische Abhandlung über das Kloster sind die ,Acta Gengenbacensia', die die Zeit von 1233 bis 1235 nachzeichnen. Das kurz nach den Ereignissen verfaßte Werk berichtet über Streitigkeiten, die aus dem Versuch des Abtes erwuchsen, Entfremdungen der Gengenbacher Leutkirche rückgängig zu machen. Aus den ,Acta', die im Wiener Cod. 436 aus dem 16. Jahrhundert (s. unten) überliefert sind, geht auch hervor, daß Bibliothek und Archiv in diesem Zusammenhang geplündert oder zerstört wurden. Das Kloster Schuttern spielte hier eine unrühmliche Rolle 73 . Eine Urkunde von 1333 läßt erkennen, daß die Kantorei zu dieser Zeit für das Binden von Büchern zuständig war. Dies bezeugt die kontinuierliche Existenz des Klosterskriptoriums 74 . Aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts haben sich drei Beraine aus Gengenbach erhalten 75 . Die im 15./16. Jahrhundert geschriebene mystische Sammelhandschrift Heid. Hs. 33 der UB Heidelberg läßt sich aufgrund der Einbandstempel der Klosterbuchbinderei zuwei- 67 Kat. Würzburg V, S. 1 09 £; H. Schwarzmaier , Die Klöster der Ortenau und ihre Konvente in karo- lingischer Zeit, in: ZGO 119 (1971), S. 6 f. 68 Beer , Initial und Miniatur, Nr. 26. 69 Kat. Freiburg I, 3, S. 103 f. 70 K. Löffler , Geschichte der Württembergischen Landesbibliothek, Leipzig 1923, S. 29 u. Anm. 2. 7 ' Kat. Stuttgart I llum . II, 2, Nr. 5 f. Kat. Würzburg II, 1, S. 6 f. 73 Schulte, S. 90-114, bes. S. 104. * 4 K. Hitzfeld , Die wirtschaftlichen Grundlagen der Abtei Gengenbach, in: Die Ortenau 38 (1958), S. 68. 75 GLA 66/2791 f, 10223; Krebs, GLA, S. 182. 54 Einleitung sen, zeigt allerdings keinen Besitzeintrag 76 . Aus dem gleichen Zeitraum stammt das Kopial- buch GLA 67/627. Es enthält einen deutschen Wassersegen' 7 , der im Kloster niedergeschrieben worden sein wird. 1542 ist BLB, Cod. St. Georgen 22, ein Brevier des 14. Jahrhunderts, durch einen Vermerk des Notars Bonaventura Heun (Bl. 306 r : Bonaventura Heun hoc scripsit Anno domini 1542 in Gengenbach) im Besitz des Klosters oder in der Stadt Gengenbach bezeugt 78 . Cod. 436 des Haus-, Hof- und Staatsarchivs zu Wien, ein Sammelband des 16. Jahrhunderts, überliefert neben einer Fassung der Schutterner Chronik von Paul Volz 79 als einziger Textzeuge auch die ,Acta Gengenbacensia' (s. oben). Als ihr Schreiber nennt sich der 1553/54 verstorbene Gengenbacher Konventuale Hartmann von Keppenbach. Er schenkte das Werk dem Dr. jur. und königlichen Rat Johann Marquard von Hausen 80 . Auf Keppenbach geht auch der auf 1553 datierte Besitzvermerk in einer Gengenbacher Inkunabel zurück 81 . Der erste belegbare Büchererwerb fällt in die Amtszeit von Abt Gisbert Agricola (1556— 1586). Laut Eintrag in der Inkunabel BLB, Dg 130 fol. Ink. erstand er 5 Bücher aus dem Besitz von Jakob Eichelberger, der als Kanoniker von Alt St. Peter in Straßburg starb. Die heutige Handschrift Schwarzach 10, ein Antiphonale, enthält auf Bl. V ein auf 1582 datiertes Wappen des Abtes 82 . Schließlich lassen sich vor allem unter den Beständen der Universitätsbibliothek Heidelberg einzelne Drucke nachweisen, die gemäß Einbandstempel 1581, also in der Amtszeit Agricolas, gebunden wurden 83 . Im gleichen Zeitraum erwarb das Kloster Teile der Bibliothek von Cornelius Eselsberger (gest. 1571 ) 84 , einem Gengenbacher Leutpriester 76 Kyriss , Ältere Einbände, S. 140 (bei MBK, Erg . 1, S. 291 fälschlich Cpg. 33); Bartsch , Nr.428. 77 Bl. 123 r ; F.Mone , Ein Wassersegen aus dem 15. Jahrhundert, in: Anzeiger für Kunde der deutschen Vorzeit NF. 9 (1862), Sp. 155; Krebs , GLA, S. 197. 78 Ettlinger , S. 50, 56. Bonaventura Heun aus Eichtersheim, imm. Heidelberg, 22. August 1537 (Matr. Heidelberg 1, S.567). Als Notar ist er 1542 und 1548 faßbar (Badisches Generallandesarchiv, Abt. 41 [Repertorium]: Ritterschaft Kraichgau, Urkunden, S. 57 (Register)). 79 s.S. 101. 80 Schulte, S. 96 f; Böhm, S. 144 f; May , Annalen von Schuttern, S. 258 f; Ph. Ruppert , Abt Friedrich von Keppenbach und der Versuch, das Kloster Gengenbach in die Hände des Grafen Anton von Salm zu bringen, in: FDA 16 (1883), S.205f u.ö. 81 BLB, Pc 46 Ink. 82 Ein weiteres Zeugnis für den Übergang Gengenbacher Buchbestände an Schwarzach liegt mit der Inkunabel BLB, Do 7 fol. Ink. vor, die einen Schwarzacher Besitzvermerk aus dem 17./18. Jahrhundert trägt. 83 Kyriss , Ältere Einbände, S. 140; Schlaefli , Nr. 2322. 84 Baumgarten , Gengenbachs Vergangenheit, S. 26-30; K. L. Bender , Die Reformation in Gengenbach, in: Beiträge zur Badischen Kirchengeschichte. Sammelband 1, Karlsruhe 1962, S. 25. Besitzvermerke Eselsbergers und Gengenbachs zeigen: BLB, 42 B 288 RH, UB Heidelberg, Q 975 H fol. Res. (jeweils aus dem Vorbesitz von Paul Volz); Ritter , Nr. 2246; Schlaefli , Nr. 233, 609, 1376. Handschriftliche Werke Eselsbergers überliefern BLB, Cod. Ettenheimmünster 34 (s. unten) und 55 Einleitung und Vorkämpfer der Gegenreformation. 1993 konnte die Badische Landesbibliothek unter den ihr zugefallenen Beständen aus der Donaueschinger Hofbibliothek Cod. Donaueschingen 883 übernehmen, ein Graduale des 14. Jahrhunderts 85 . Es ist mit einem Gengenbacher Besitzvermerk von 1585 ( Monasterii Beatae Mariae Virginis in Gengenbach Anno 1585) und mit der Signatur JJ.9.III aus dem 18. Jahrhundert gekennzeichnet. Bis 1593 wurde im Kloster das erst im 16. Jahrhundert angelegte, aber auf älteren Vorlagen aufbauende ,Necrologium Gengenbacense' geführt. Es weist weiter Nekrologeinträge des 16./17. Jahrhunderts aus dem Kloster St. Peter auf, wo es im 19. Jahrhundert belegt ist und von Gregor Baumeister für seine zwischenzeitlich ebenfalls verschollene Nekrologiensammlung verwertet wurde. Um 1781 allerdings besichtigte Heinrich Sander (s. unten) in Gengenbach ein handschriftliches Martyro- logium/Necrologium, das ebenfalls mit dem fraglichen Codex gleichgesetzt werden könnte 86 . Etliche Zugänge sind in der Amtszeit von Abt Johann Ludwig Sorg (1586-1605) zu verzeichnen. 1582 vermachte Johann Richter, ehemaliger Erzpriester des Ruralkapitels Ettenheim und Pfarrherr zu Hofweier, dem Kloster unter anderem seine Bücher mit dem Bücherkasten 8 '. Als Glücksfall für Gengenbach erwies sich die Aufhebung des 1595 von Herzog Friedrich I. von Württemberg (1593-1608) besetzten und 1605 der württembergischen Landschaft inkorporierten ehemals Hirsauer Priorats Klosterreichenbach bei Freudenstadt 88 . Der Reichenbacher Prior Johannes Hügel (1581-1595) flüchtete Kleinodien, Archivalien und Bücher in den Reichenbacher Hof nach Horb und nach Gengenbach, bevor er sich nach Prag begab, um gegen die Aufhebung des Klosters zu protestieren 89 . Rückforderungen an Gengenbach von Seiten Württembergs 1598 wurden ignoriert 90 . 1601 ließ Abt Johann Ludwig Sorg die Reichenbacher Bücher mit einem Kaufvermerk versehen 91 . In den Jahren 1625 bis 1629 lebte die Reichenbacher Angelegenheit in Zusammenhang mit dem Versuch Gengenbachs, das Cod. 2318 (All. 343) der Bibliotheque Nationale et Universitaire Straßburg; Catalogue general des manuscrits des bibliotheques publiques de France, 47: Straßburg, Paris 1923, S.482f; A.Becker, Die deutschen Handschriften der Kaiserlichen Universitäts- und Landesbibliothek zu Straßburg, Straßburg 1914, S. 23 f; s. auch S. 59 f. 85 Barack, S. 592 f. 86 Sander, S. 341; Baumann , Todtenbücher, S. 443, 446; Lindner, S. 105 Nr. 12; Schwarzmaier , Orte- nau, S. 25; Auszüge (bis 1593): GLA 65/1152. 87 GLA 202/55. 88 Schreiner , Klosterreichenbach, S. 336-344. 89 Schreiner , Klosterreichenbach, S. 339, 341. 90 GLA 202/450. 91 Den Besitzvermerk Ex Bibliotheca Reichenb. emit R.D. Joan. Ludw. Abb. Geng. 1601 tragen BLB, Da 50 fol. Ink., Bd. 3, Do 7 fol. Ink., De 91 fol. Ink. (1942 verbrannt); UB Heidelberg, B 1471 qt. Ink., Q 393-1 oct. Ink., Q 1488-B qt. Ink., Q 6992-9 oct. Ink., B 1553-B fol. Res., G 9342-3 fol. Res., Q 975-B Res., Q 7198 Res., Q 7888 fol. Res., Bd. 1-4, Q 8255 Res., Q 8257 Res., Q 8265 Res.; Bibliotheque Nationale, Catalogue des incunables, 2, Paris 1985, W-10. 56 Einleitung Kloster restituieren zu lassen und sich einzuverleiben, wieder auf. In Inventaren der Zeit werden die Archivalien Klosterreichenbachs in Gengenbacher Verwahrung detailliert aufgeführt. Zur Bibliothek heißt es jetzt: Item productus Catalogus Bibliothecae sive librorum prioratus Ä[eichenbachensis] ab expulsis monachis translatorum, quae bibliotheca et libri adhuc in hodier- num diem in monasterio Gengenbach asservantur 92 . Aus Hirsau und über Klosterreichenbach gelangte wohl auch der heute verlorene Frühdrucksammeiband BLB, Dr 8 fol. nach Gengenbach. Aus diesem Band stammt Cod. Gengenbach 5 (s. dort), ein Bruchstück einer oberitalienischen Bibelhandschrift, von dem sich weitere Fragmente in anderen Hirsauer Einbänden erhalten haben. Wohl unabhängig von der Reichenbacher Erwerbung tragen etwa ein Dutzend Gengenbacher Einbände das Wappen des Abtes Johann Ludwig Sorg sowie die Jahreszahlenstempel 1589 bis 1603 93 . Einer dieser Bände war ein Geschenk des Freiburger Theologen und Rektors der Universität Jodocus Lorichius (1540-1612), mit dem der Abt näher bekanntwar 94 . Auf 1606 ist eine ,Registratura archivi' des Klosters datiert 95 . In der Gengenbacher Chronik 65/229 (olim 65/1242, s. unten) wird Sorgs Amtsnachfolger Georg Breuning (1605-1617) in einer Glosse des Gengenbacher Konventualen Augustinus Dornblüth (gest. nach 1750), der die Chronik fortsetzte und ein großes schriftstellerisches Werk hinterließ 96 , als Vermehrer der Bibliothek gerühmt: Huic abbati debemus bibliothecam nostram, pro qua comparanda ingentes sumptus impendit, cum omnes ferme SS. patres, inteipretes et alii praestantissimi omnium facultatum authores eius sigillo seu armis insigniti sint 97 . Tatsächlich lassen sich einige Bände Gengenbacher Provenienz mit Breunings Wappen und den Jahreszahlenstempeln 1605 bis 1617 nachweisen 98 . In der Amtszeit des gleichen Abtes begann auch die für die Gengenbacher Bibliothek einschneidende Unterstützung des Ettenheimmün- sterer Konvents. Nach den Wirren im Gefolge der Straßburger Bischofswahl von 1592 setzte erst wieder 1604 im ausgeplünderten Ettenheimmünster ein klösterliches Leben ein 99 . Gengenbach stattete den Bruderkonvent 1605 mit einem Psalterium/Hymnarium benedicti- num 100 sowie einem zweibändigen Graduale benedictinum aus, von dem sich der Proprium 92 GLA 202/450. 93 Kyriss , Ältere Einbände, S. 140 f. 94 UB Heidelberg, Q 364-5 Res. Zu Lorichius s. K.-H. Braun , Lorichius, Jodocus, in: 3 LThK, 6, Sp. 1054. In I 4740 fol. imp. Res., Bd. 1 berichtet Lorichius eigenhändig über einen Buchtausch im Jahre 1602, an dem Abt Sorg beteiligt war. 95 GLA 67/629; K rebs , GLA, S. 197. 96 Baumgarten , Gengenbacher Klosterleben 1, S. 442; Lindner , S. 137 f; aus Dornblüths Besitz UB Heidelberg, I 4991 fol. Res., I 2907 Res. (Eintrag von 1709) sowie UB Freiburg, T 2375,1/2 (Eintrag von 1721). 97 Baumgarten , Gengenbacher Klosterleben 1 , S. 449; GLA 65/229, S. 20. 98 Kyriss , Ältere Einbände, S. 141. 99 H. Schadek , Das Benediktinerkloster Ettenheimmünster, in: Die Ortenau 58 (1978), S. 172-174. 100 BLB, Cod. Ettenheimmünster 8; Kat. Karlsruhe IX, S. 10, 94. l r : Ad divinas laudes splendidius ob- 57 Einleitung de tempore-Teil erhalten hat 101 . Auf 1612 ist das Kalendarium/Necrologium mit Regula Be- nedicti Ettenheimmünster 12 102 datiert, das von dem Gengenbacher Prior Friedrich Perga- menus' 03 für den neugewählten Ettenheimmünsterer Abt Christoph Heubier (1608-1623) verfertigt worden ist 104 . Gemäß einem fragmentarisch überlieferten Testament 105 vermachte Georg Scherer, Archi- presbyter des Ruralkapitels Offenburg, je ein Drittel seiner Bibliothek, sonderlich aber die fiir- nemmem, und handgeschriebenen Bücher, den Klöstern Allerheiligen und Gengenbach sowie M.Johann Caspar Fundelius, Pfarrer in Bühl und ab 1620 ebenfalls Archipresbyter in Offenburg 106 . Aus diesem Nachlaß sind lediglich noch drei Drucke nachweisbar, die 1622 von Allerheiligen übernommen wurden 107 . Unter Abt Johann Demier (1617-1626) wurde ein Teil der Bibliothek in den Jahren 1622 bis 1624 mit Besitzvermerken versehen 108 . Betroffen waren davon wohl Neuerwerbungen, unter anderem aus dem Nachlaß Scherers, aber auch Altbestände wie der von Abt Gisbert Agricola gekaufte Druck Dg 130 fol. Ink. aus der Bibliothek des Jakob Eichelberger. Datierte Provenienzeinträge dieser Art sind die frühesten Belege für den Ubergang der Bibliothek des Mathematikers und Arztes M. Nikolaus Scheid in die Gengenbacher Büchersammlung. Aus seinem Besitz stammen die ursprünglichen Drucksammeibände mit hand- eundas commodavit Ettonis coenobio R. P. Georgias Abbas et Conventus B. Mariae in Gengenbach, 3. Augusti anno redemtionis 1605. 101 BLB, Cod. Ettenheimmünster 9; Kat. Karlsruhe IX, S. 10, 94. 422 r : Istud Graduale de tempore cum socia parte de sanctis, monasterio Ettonis commodavit abbas Georgius & conventus B. Mariae in Gengenbach, ad divinas laudes sollemnius ibidem persolvendas, die sacra inventionis s. protomartyris Stepha- ni, anno inventae redemtionis humanae 1605. 102 Kat. Karlsruhe IX, S. 12, 95. 103 Mayer , Beiträge, S. 166; Baumgarten , Gengenbacher Klosterleben 1, S. 449. 104 I v : Ex monastica typographia Gengenbacci promsit 11. Mai anno salutis renovatae 1612. F. Fridericus Pergamenus prior ibidem indignus. 105 GLA 202/55. ,0b Weiss, S. 283. Aus Fundelius' Besitz stammt auch die Inkunabel BLB, Pc 335 Ink. (s. S. 83). 107 s.S.47. IOh BLB, Da 50 fol. Ink., Dg 130 fol. Ink., Dg 196 Ink., Dg 282 fol. Ink., Do 65 fol. Ink., Dq 26 fol. Ink., Dr 12 fol. Ink., Gb 78 fol. Ink., Pb 129 fol. Ink., Pc 41 fol. Ink., 42 B 230 R, 42 B 245 R, 42 B 288 RH, 54 A 306 R; UB Heidelberg, D 2934 qt. Ink., Q 1542-44-2 oct. Ink., Q 7601-2 qt. Ink., Q 8141 oct. Ink., Q 8205 qt. Ink., unter den Reservata u. a. D 8611 Res., L 362 B Res., Q 975- H fol. Res., Q 1955 Res., Q 8206-2 Res.; UB Freiburg, Sack Nr.234, 3501, Ink. K 3361,a (1503); F. Ritter , Catalogue des incunables et livres du XVT s. (jusqu'en 1530) de la Bibliotheque du Grand Seminaire de Strasbourg, in: AEA 21 (1953/54), Nr. 29, 395; Ville de Selestat, Catalogue general de la Bibliotheque Municipale. le serie: Les livres imprimes. 3e partie: Incunables et XVI me siecle, par J.Walter , Colmar 1929, Nr.511, 1438; Ritter , Nr.686, 963, 2246; Schlaefli , Nr.233, 609, 615. 58 Einleitung schriftlichen Beigaben Cod. Gengenbach 3 und 4. Das älteste Zeugnis zur Person des in Hagenau geborenen Scheid ist die Aussage des Gengenbacher Leutpriesters Cornelius Eselsber- ger, daß beide zusammen die Hagenauer Lateinschule des Hieronymus Gebwiler 109 besucht haben. In der Matrikel der Heidelberger Universität taucht Scheid im Jahre 1529 auf; 1530 wurde er Bakkalaureus 110 . 1531 läßt sich der Student in Tübingen fassen. Hier erlangte er 1534 den Magistergrad 111 . Zeugnisse der Tübinger Zeit sind die Sammelbände BLB, Cod. Gengenbach 3 und 4. Es handelt sich im Kern um überwiegend astronomische Drucke, denen astronomisch-astrologische Notate oder kleine Opera von Scheids Hand angebunden sind. Im Falle von Cod. Gengenbach 4 sind die Drucke 1942 verbrannt; der noch vorhandene handschriftliche, 1533 in Tübingen entstandene Teil wurde 1922 ausgelöst. Der etwa zeitgleiche Cod. Gengenbach 3 enthält die Abschrift zweier Werke des Tübinger Mathematikers Philipp Imsser. Nach dem Ablegen des Magisterexamens studierte Scheid Medizin. Am 12. Oktober 1538 schrieb er sich an der medizinischen Fakultät in Köln ein 112 . Bereits am 1. Januar 1539 allerdings immatrikulierte ihn der Anatom und Astronom Johannes Dryander (1500-1560) 1 in Marburg. Gemäß diesem Eintrag hielt sich der Hagenauer Magister hier nur ein Semester auf und reiste dann nach Freiburg ab 114 . Der Kontakt zu Marburg bestand aber auch noch in der Folgezeit. Als Johannes Dryander 1543 das Werk ,De urinis' von Euricius Cordus herausgab, widmete er es Dem erbarn und wolerfarnen derfreiien (!) künsten Magistro Nicoiao Scheide von Hagenau) medicine candidato meynem fruentlichen discipeln us . Zu einer Promotion Scheids in der Medizin scheint es jedoch nicht gekommen zu sein; auch in den Belegen der Folgezeit taucht er lediglich als Magister auf. Nach Abschluß der Studien arbeitete Scheid in seiner Heimatstadt. 1553 bat der Hagenauer Drucker Sigmund Bund um die Druckerlaubnis für vier seiner Bücher. Als Mitglied der städ- 109 M. U. Chrisman , Hieronymus Gebwiler, in: Contemporaries of Erasmus. A biographical register of the renaissance and reformation, 2, Toronto u.a. 1986, S. 81 f; A.-M. Burg , Gebwiler, Jerome (Hieronymus), in: NDBA, S. 1132 f. 110 Matr. Heidelberg 1, S. 545,24. Zu Scheids Bibliothek s. auch A. Schlechter , Die Bibliothek als Sammlung, in: Wolfenbütteler Notizen zur Buchgeschichte 24 (1999), S.73-77. 111 Matr. Tübingen, S. 268,13. 112 Die Matrikel der Universität Köln, bearb. von H. Keussen , 2, Bonn 1919, S. 954 Nr. 39. 113 R. Herrlinger , Dryander (A[E]ichmann), Johannes, in: NDB 4, Berlin 1959, S. 142 f. 114 Magister Nicolaus Scheyde Haganous. Is, bonarum artium atque medicinae quam sibi ter Germanis Aca- demiis perlustratis foelicissime comparavit studiosissimus adolescens, anatomiae visendae gratia huc se ex- tulit, semestri plus minus temporis spacio sie agens voti sui compos factus Friburgum abiit-, Catalogus stu- diosorum scholae Marpurgensis per annos MDXXVII-MDCXXVIII descriptus, hrsg. von J. Caesar , Marburg 1875-1887, S.30. 115 VD 16, C 5107; Burg , S.374 Anm. 122; A .M. Burg, L 'humanisme a Haguenau, in: Grandes figures de l'humanisme alsacien courants milieux destins, introduetion par F. Rapp , conclusion par G. Livet, Straßburg 1978, S. 60 f. 59 Einleitung tischen Kommission, die darüber zu befinden hatte, ist M. Nikolaus Scheid, als Arzt tätig, bezeugt" 6 . Der bedeutende Hagenauer Mediziner Johann Georg Schenck (ca. 1560-1620) nennt Scheid unter den Personen, die ihm medizinische Handschriften übermittelt hatten 117 . Das zeitlich folgende Lebenszeugnis stellt eine auf 1561 datierte Handschrift Scheids dar, die Teil der Straßburger Johanniterbibliothek war und mit der Stadtbibliothek 1870 unterging 118 . Etwa zeitgleich dürften die handschriftlichen Kollektaneen Scheids entstanden sein, die sich im Anschluß an einen Druck von 1560 in Cod. Heid. NF 17 der UB Heidelberg Gengenbacher Provenienz finden. Lediglich aufgrund einer handschriftlichen Eintragung Nikolaus Scheids auf dem Vorderspiegel eines Druckes läßt sich nachweisen, daß er Neffe von Jakob Scheid war, der 1512 als Propst des Stiftes Neuweiler (Neuwiller-les-Savernes) 119 belegt ist. Nikolaus selbst blieb dem katholischen Glauben treu und mußte im Zuge des Vordringens reformatorischer Bestrebungen in Hagenau 1566/67 120 die Stadt verlassen. Erwähnt ist dieser Sachverhalt im auf den 31. Dezember 1567 datierten Vorwort der ungedruckten Schrift,Christliche und getrewe Warnung von der vermeintlichen und betrüglichen Reformation' 121 . Das auf den bereits erwähnten Gengenbacher Leutpriester Cornelius Eselsberger (gest. 1571) zurückgehende Werk ist dem syncerioris vitae catholicaeque pietatis cultori eximio Domino Nicoiao Scheidio Patritio Ha- ganoviensi Magistro eruditissimo gewidmet. Eine weitere Handschrift aus Scheids Besitz, ein Martyrologium von 1412, findet sich heute in Brüssel 122 . Die erhaltenen Spuren lassen darauf schließen, daß der Hagenauer Arzt eine sehr große und wertvolle Bibliothek besessen hat. Scheids mit Exlibris versehene Bücher (s. Abb. 39) weisen in keinem Falle ein Kaufdatum auf. Lediglich einmal wurde ein Besitzvermerk von anderer Hand auf 1612 datiert 123 , mithin in 116 A. Hanauer , Les imprimeurs de Haguenau, Straßburg 1904, S. 122 f; Burg , S. 374 Anm. 122. 117 Joannis Zinckii medici, de crisi et diebus criticis liber manuscriptus... communicatus nobis a M. Nicoiao Scheidio, patritio Hagenoio; J. G. Schenck , Pandectarum sive partitionum medicinalium liber quar- tus, Frankfurt 1607, S. 95; Burg, S. 374 Anm. 122. 118 J. J. Witter , Catalogus codicum manuscriptorum, in Bibliotheca sacri ordinis Hierosolymitani Ar- gentorati asservatorum, Straßburg [1749], S. 32: C 91,3: Clarorum Virorum Epitaphia, vetera & no- va, collecta a M. Nicoiao Scheidio, 1561. Die handschriftlichen Eintragungen Scheids in BLB, 42 B 245 R zeigen ebenfalls die Schwerpunkte Inschriften und Epitaphia. 119 BLB, Dg 131 fol. Ink., Vorderspiegel. Zu Jakob Scheid s. L.Walter , Les regestes de l'abbaye de Neuwiller, in: Mittheilungen der Gesellschaft für Erhaltung der geschichtlichen Denkmäler im Elsaß, 2. Folge, 18 (1897), S.270, 294; Grandidier , S. 105. 120 J.-P. Grasser , Crises et restaurations ( 1535-1789), in: Etudes Haguenoviennes NF. 9 (1983), S. 159-161. 121 BLB, Cod. Ettenheimmünster 34; Kat. Karlsruhe IX, S. 17, 101; Baumgarten , Gengenbachs Vergangenheit, S. 30, 42 f Anm. 87. 122 Cod. 14660; J. van den Gheyn , Catalogue des manuscrits de la Bibliotheque Royale de Belgique 1: Ecriture sainte et liturgie, Brüssel 1901, S.309f Nr.490. 123 BLB, Dg 282 fol. Ink. 60 Einleitung die Amtszeit Abt Breunings. Dies deutet darauf hin, daß nach dem wohl vor 1600 anzusetzenden Tod Scheids die Bibliothek an einen Zwischenbesitzer ging und erst später dem Kloster zufiel. Während ein Teil der Bücher aus Scheids Besitz Gengenbacher Besitzvermerke von 1622 bis 1624 zeigen 124 , weisen andere spätere, undatierte Eintragungen aus dem Ende des 17. Jahrhunderts auf 123 . In der Folge lassen sich bis zur Aufhebung der Abtei nur einzelne Bände mit den verschiedenen Äbten in Verbindung bringen. In der Amtszeit von Jakob Petri (1626-1636) sind einige Drucke mit auf 1627 datierten Provenienzvermerken versehen worden 126 . Der Besitzeintrag Sub R. Domino Columbano Abbate 127 weist auf Columban Meyer (1638-1660). In seiner Amtszeit plünderten protestantische Truppen 1643 das Kloster 128 ; zumindest ein Teil der Bibliothek muß unversehrt geblieben sein. Laut Gengenbacher Chronik (s. unten) lehnte anläßlich eines Capitulum triennale 1660 in Et- tenheimmünster unter anderem der Gengenbacher Abt Romanus Sutter (1660-1680) mangels Bedarf ein Angebot von St. Gallen ab, Breviarien zu senden 129 . In die Amtszeit von Abt Placidus Thalmann (1680-1696), der auch ein Erbauungsbuch mit dem Titel,Angelus confortans' schrieb, läßt sich der Erwerb zweier Inkunabeln datieren 130 . 1689 brannten französische Truppen das Kloster nieder; Bibliothek und Archiv waren ausgelagert und nicht betroffen 131 . 1693 wurde mit dem Neubau des Klosters begonnen, das auch einen Bibliotheksraum erhalten sollte 132 . Um 1680 wurde von dem Gengenbacher Mönch Hieronymus Ziegler (gest. 1694) die Klosterchronik in GLA 65/229 (olim 65/1242) begonnen. Das Werk wurde von verschiedenen Bearbeitern bis 1726 weitergeführt. Nach der Klosteraufhebung geriet der Codex in den Besitz des letzten Abtes Bernhard Maria Schwörer (1792—1803) 133 . Im späten 17. Jahrhundert erhielten vor allem die Codices, die keine älteren Besitzvermerke tragen, undatierte Gengenbacher Provenienzvermerke, unter anderem auch Gengenbach 1 und 2 ('s. Abb. 34). Zeitgleich sind die ,Annales Schutterenses' von Paul Volz in GLA 65/584 124 BLB, Dg 282 fol. Ink., Dg 131 fol. Ink., Pc 41 fol. Ink., Pc 2046 Ink., 42 B 245 R; UB Heidelberg, H 786 oct. Ink., Q 1605-C qt. Ink., Bd. 1, 3. 125 BLB, Df 55 fol. Ink., Dg 244 Ink., Gengenbach 3; UB Heidelberg, Cod. Heid. NF 17, Q 2062-A oct. Ink.; UB Freiburg, K 5725-2. 126 BLB, Dg 131 fol. Ink., 54 B 42 R; UB Heidelberg, Q 393-1 oct. Ink.; UB Freiburg, Sack Nr. 627. 127 UB Heidelberg, B 1826 oct. Ink. 128 Hitzfeld , Gengenbach, S. 231. 129 Baumgarten , Gengenbacher Klosterleben 1, S. 460. 130 UB Heidelberg, Q 1669-3 qt. Ink.: 1688; Baumgarten , Gengenbacher Klosterleben 1, S. 463. 131 Hitzfeld , Gengenbach, S. 233. 132 J. L .W ohleb , Die Abtei Gengenbach vor und nach dem Brand von 1689, in: ZGO 102 (1954), S. 692. 133 Kat. Karlsruhe GLA, S. 96; Mayer , Beiträge, passim; Baumgarten , Gengenbacher Klosterleben 1-2, passim. 61 Einleitung gemäß einem Schutterner Ausleihvermerk in Gengenbacher Besitz nachweisbar 134 . Ebenfalls im 17. Jahrhundert ist Cod. K 984 der BLB aus dem 12. Jahrhundert mit dem Danielkommentar des Hieronymus (l v : Monasterii B.V. in Gengbach, 17. Jh.) in Klosterbesitz bezeugt 135 . Dem frühen 18. Jahrhundert gehören hochrechteckige Signaturschildchen an, die sich meist beschädigt noch auf einigen ursprünglichen Gengenbacher Einbänden finden. Die Signatur setzt sich aus ein oder zwei Buchstaben, darunter einer arabischen und wiederum darunter einer römischen Zahl zusammen; die Buchstaben sind gedruckt, der Rest ist handschriftlich (z. B. ].J>0. VI ; BLB, Pc 2046 Ink.). Die Bibliothek war zu dieser Zeit somit, wie zu erwarten, systematisch aufgestellt. Etliche Drucke lassen sich mangels Besitzvermerk nur aufgrund der Schildchen der Gengenbacher Bibliothek zuweisen. In der Amtszeit des Ettenheimmünsterer Abtes Johann Baptist Eck (1710-1740) wanderte ein nicht geringer Teil der Gengenbacher Bibliothek nach Ettenheimmünster ab. Unter Eck nahm dieses Kloster nach den Verheerungen des 17. Jahrhunderts wieder erheblichen Aufschwung 136 ; er soll die Bibliothek um mehr als 15.000 Bände vermehrt haben 137 . Im bereits erwähnten Cod. Ettenheimmünster 9 findet sich ein Eintrag, der auf die Abgabe Bezug nimmt: Nunc per specialem tractatum sub abbate Joanne Baptista proprium monasterii divi Ettonis - prout multa alia Volumina huius bibliothecae, in quibus nomen abbatiae Gengenbacen- sis adhuc visitur (422 r ). Dies erklärt die große Zahl von Bänden Gengenbacher Provenienz mit späteren Ettenheimmünsterer Einträgen oder Stempeln 138 . Unter den bisher bekannten Einbänden aus Gengenbach finden sich einige Exemplare, die ein Wappensupralibros des 18. Jahrhunderts auf dem Buchrücken mit Gengenbacher Abtswappen und Beischrift P. A. Monast. Gengenb. zeigen 139 . Die Initialen weisen auf Abt Paulus Seeger (1726-1743). In nicht wenigen Fällen wurden darüber hinaus Schweinslederbände des 16. und frühen 17. Jahrhunderts im 18. Jahrhundert mit sekundären braunen Lederrücken versehen, die mit vergoldeten Stempeln verziert sind 140 . Zum Teil tauchen hier rote Rückenschilder auf, die sich zudem auch, geziert mit vergoldeten Stempeln stilisierter Blumen in den Ecken, separat auf älteren 134 Kat. Karlsruhe GLA, S.209. 135 Kat. Karlsruhe IV, S. 200, 308. 136 Schwarzmaihr , Ettenheimmünster, S .216. 137 A. Kürzel , Beiträge zur Geschichte des Klosters Ettenheim-Münster, in: FDA 15 (1882), S.204. 138 U.a. BLB, Dg 131 fol. Ink., Pc 46 Ink., 54 A 291 R, 54 A 306 R, 54 A 329 R, 54 B 43 RH. Vgl. UB Heidelberg, Q 824-2 fol. Res.: Sum Monasterii D. Ettonis, sicut et caeteri libri qui nomine Monasterii Gengenbacensispraenotantur mit gestrichenem Gengenbacher Besitzvermerk von 1622 sowie Q 3439 fol. Res. mit auf 1723 datiertem Ettenheimmünsterer Ubernahmevermerk. 139 BLB, Ba 107 fol. Ink.; UB Freiburg, T 2375, 1/2 (mit auf 1721 datiertem Besitzvermerk des schon erwähnten Augustin Dornblüth); UB Heidelberg, D 2934 qt. Ink, I 6347-B qt. Ink., G 9342-3 fol. Res., I 2274 fol. Res., I 4765 fol. imp., Bd. 1-7, Q 497 fol. Res., Bd. 4. 140 U.a. UB Heidelberg, Cod. Heid. NF 17 (Nikolaus Scheid), Q 685-4 fol. Res., Q 953-4 fol. Res., Q 1038 fol. Res. 62 Einleitung Pergament- und Schweinslederrücken finden 141 . Ein weiteres klosterhistorisches Werk existiert mit der auf 1729 datierten ,Historischen Relation von dem Reichsgotteshaus Gengenbach' 142 . In zwei Fällen werden gegen Ende des 18. Jahrhunderts Gengenbacher Handschriften und Drucke nach Bibliotheksbesuchen in der Literatur erwähnt. Der Karlsruher Gymnasialprofessor Heinrich Sander (17 54-17 8 2) 143 besuchte um Michaelis 1781 auf einer Reise nach St. Blasien Gengenbach. In seinem Bericht heißt es: Auf die Bibliothek führte mich ein junger Mann, P. Bernard, der noch nicht lange auf diesem Posten ist, aber viel Eifer, Fleis und Thätigkeit zu haben scheint. Das Wichtigste, was ich gesehen habe, ist: 1) Ein Martyrologium und Necrologium, das im vierzehnten Jahrhundert angefangen wurde (Necrologium Gengenbacense ?). 2) Von loa. Bollandi Acta Sanctorum, 4to, schon mehr als 40. Bände. 3) Ein altes Missale aus dem neunten, vielleicht gar aus dem achten Jahrhundert. Es ist auf Pergament sehr schön geschrieben und wohl erhalten. Ein Zeichen seines besonders hohen Alters ist die Vorstellung Christi am Kreuz. Hier ist er noch gemalt mit einer Schürze um die Mitte des Leibes bis auf die Knie, und unten sind die Füsse nicht übereinanderge schlagen, sondern sie stehen nebeneinander auf einem Bret, (Subpedio). Nun weis man aus der Kirchengeschichte, daß dies die älteste Art, die Kreuzigung des Erlösers abzumalen gewesen ist. 4) Ein Psalterium aus dem zehnten Jahrhundert (Gengenbach 2 ?). 5) Noch ein schönes Missale auch aus dem zehnten Jahrhundert. Diese Zahlen und Angaben gründen sich meistens auf die Aussage des jetzigen Fürsten von St. Blasien, der vor einigen Jahren in Gengenbach mit seinem geübten Auge, und mit seinen grossen Kenntnissen diese Handschriften beurtheilte. Aber hier gilt gewis die Regel: Artifici in sua arte credendum. 6) Eine geschriebene deutsche Uebersetzung vom Jus Canonicum, die ein Dominikanermönch aus dem sechszehnten Jahrhundert hinterlassen hat (Gengenbach 1). 7) Eine lateinische Bibel, in Paris gedruckt, von Ulrich und Michael Martin. Diese zwei Brüder in Deutschland lies ein Karthäuser nach Paris kommen, dort ward die Bibel im Jahr 1476 gedruckt (BLB, De 78 fol. Ink.). 8) Ein Jus Canonicum vom Jahr 1474. gedruckt in Reutlingen bei Zeuner. 9) Eine alte Bibel, gedruckt ohne Namen, Ort und Jahrzahl. Nur einige Bruchstücke aus der Bibel sind es, und scheinen von den ersten Proben zu seyn, die man in Strasburg verfertigte. 10) Eine ebräische Grammatik von Reuchlin, die jetzt selten geworden ist 144 . Mit Sicherheit läßt sich von diesen Codices nur noch Nr. 6 als Cod. Gengenbach 1 identifizieren. Das Martyrologium/Necrologium ist vielleicht mit dem zuletzt in St. Peter bezeugten Necrologium Gengenbacense aus dem 16. Jahrhundert 145 identisch; die restlichen drei Handschriften sind verschollen. Der von Heinrich Sander bereits erwähnte Martin Gerbert, Fürstabt von St. Blasien (1764— 141 U.a. UB Heidelberg, B 1605 C fol. Res., Q 5640 fol. Res., Q 8551 Res., Q 8255 Res. 142 GLA 65/11222 (olim 65/1312), N Mone 62 (olim 65/1242); H. Ehrensberger , Beiträge zur Geschichte der Abtei Gengenbach, in: FDA 20 (1889), S. 257-275; Hannemann , Gengenbach, S. 57. 143 I hme , S. 747. 144 Sander, S. 341 f. 145 s.S.56. 63 Einleitung 1793) 146 , führt in seiner Geschichte des Schwarzwaldes in Zusammenhang mit Berthold (von Freiburg) Cod. Gengenbach 1 an (.. .summa de decretis in Germanicam linguam translata a Ber- toldo presbytero eiusdem ordinis praedicatorum extat Msc. in bibl. monasterii Gengenbacensis...) und zitiert den Prolog der Handschrift (l r ~ v ) 147 . Aus dem 18. Jahrhundert stammen schließlich die Kollektaneen zur Geschichte des Klosters in GLA 65/228 sowie einige Missivbü- cher 148 . Lediglich Gengenbacher Bibliotheksheimat unbestimmten Alters ist gesichert bei Cod. Q. v. I., Nr. 57 der Saltykov-Scedrin-Bibliothek in St. Petersburg mit der ,Historia ec- clesiastica' des Eusebius Caesariensis in der Ubersetzung von Rufinus Aquileiensis aus dem 12. Jahrhundert 149 . Nach der Säkularisation des Klosters wurde die Gengenbacher Bibliothek verteilt auf die Hofbibliothek Karlsruhe, die Universitätsbibliotheken Heidelberg und Freiburg sowie auf Schulen der Gengenbacher Region. Wahrscheinlich war es vor der Klosteraufhebung schon zu Verlusten gekommen 150 . Die Hofbibliothek erhielt wohl zusammen mit einem Schreiben des Polizeidepartements vom 19. September 1807 einen einbändigen Katalog der Bibliothek mit der Aufforderung, die gewünschten Bücher anzustreichen unter Übergehung der für ein Pädagogicum tauglichen Werke 151 . In der Antwort vom 10. Oktober 1807 erklärte Karlsruhe die Auswahl für unmöglich, da der Katalog nur sehr unvollständige Angaben aufweise und wohl eine flüchtige Abschrift des eigentlichen Bücherverzeichnisses sei. In der Folge erhielt die Hofbibliothek den tatsächlich existierenden, alphabetisch geordneten zweibändigen Katalog der Gengenbacher Bibliothek 132 . Auf dieser Basis wurde die Auswahl getroffen; am 17. Dezember 1802 gingen Bücherliste ( Extract aus dem Katalog der Gengenbacher Kloster-Bibliothek) und alle drei Katalogbände zurück 153 . Nach etlichen Verzögerungen erhielt die Hofbibliothek am 14. November 1808 fünf Kisten mit von dem ehemaligen Gengenbacher Bibliothekar Bartholomäus Huber ausgehobenen Büchern 154 . Die einzelnen Titel sind im in Gengenbach erstellten Verzeichniß der aus der Gengenbacher Kloster-Bibliothek für die GroßHer- zogliche Hof-Bibliothek in Karlsruhe ausgehobenen Bücher 1 '' 5 erfaßt. Es nennt in alphabetischer Folge 654 Titel; einige wenige werden als fehlend bezeichnet. Insgesamt vier auch schon im ,Extract' verzeichnete Handschriften sind erfaßt: Mscrpt. de l' annee 1511 (verschollen); Joannis XXIIExtravag. Dekret. Altdeutsch in Mscrpt. (Gengenbach 1); Pfalz dero Chur Allodial 146 Ihme, S. 269. 147 Gerbert, 2, S. 184. I4h Kat. Karlsruhe GLA, S. 95; GLA 67/632-634; Krebs, GLA, S. 197. 149 MBK Erg. 1, S. 291; Staerk, Nr.CX. 150 Staedele, S. 124. 151 BLB, K 2986, 5,1: Acta die Klosterbibliothek zu Gengenbach betr. 1807. 1808, l r . 152 BLB, K 2986, 5,1, 2 r -4 r . 153 BLB, K 2986,5,1, 5 r -16 r . 154 BLB, K 2986,5,1, 22 r " v . 155 BLB, K 2986,5,2. 64 Einleitung Güter (von 1685, fehlt bei der Aushebung); Psalterium hymni de temp. ms. vet. (Gengenbach 2) 156 . 1808 ging zuerst der Heidelberger, dann der Freiburger Universitätsbibliothek die Aufforderung zu, sich aus dem Übrigen Bücher auszusuchen. Basis für die Wahl war jeweils der zweibändige Katalog. Im März 1808 merkte der Heidelberger Oberbibliothekar Friedrich Wilken an, daß sich die Hofbibliothek die besten Bücher bereits ausgesucht habe. Um die Aushebung der einzelnen Titel zu erleichtern, wurde am 17. August 1809 der Bibliothekskatalog an das Obervogteiamt Gengenbach gesandt; seitdem ist er verschollen. Da sich die Auswahl der beiden Universitätsbibliotheken weitgehend überschnitt, traf Wilken im Oktober 1809 in Gengenbach mit dem Freiburger Abgesandten Johann Caspar Ruef zusammen, um den Büchervorrat aufzuteilen 157 . Die an Heidelberg gefallenen Werke, insgesamt 738 Titel in 870 Bänden, gelangten 1809/10 an die Universitätsbibliothek und wurden systematisch separat verzeichnet 158 ; unter den Drucken fanden sich auch zwei Handschriften: I.) Manuscripte. 1. De corpore rei publice. Fol. 2. Tractatus de vita B. Elyzabeth. Fol. 159 . Hierbei handelt es sich um Heid. Hs. 134 aus dem 15. Jahrhundert unter anderem mit der ,Vita s. Elisabeth' des Theodo- ricus de Apolda sowie um Heid. Hs. 154 mit dem ,Communiloquium' des Johannes Guallen- sis. Dieser Codex wurde 1475 von F.Johannes Schön geschrieben. Beiden Handschriften fehlen Gengenbacher Besitzvermerke. Freiburg erhielt im April 1810 zwei Kisten mit Büchern. Weitere Nutznießer der Bibliotheksauflösung waren die Schulen in Gengenbach und Offenburg 160 . 1832 wurde der Rest der Klosterbücherei verkauft 161 . 1846 schenkte Franz Karl Grieshaber (1798-1866), Lehrer am Rastatter Gymnasium 162 , die 1476/77 in Paris gedruckte, ehemals Gengenbacher Bibel BLB, De 78 fol. Ink. dem badischen Hof. Mit der Ettenheimmünsterer Bibliothek wurden auch die Werke verteilt, die im 18. Jahrhundert von Gengenbach abgegeben worden waren. Die Ettenheimmünsterer Büchersammlung gelangte zum größten Teil in die Hofbibliothek; an Heidelberg gingen 1821 immerhin noch 1229 Werke in 1318 Bänden, darunter Inkunabeln und neuzeitliche Handschriften 163 . Allerdings hatten um 1804 schon Lahrer Schullehrer 850 Bände aus dem Kloster Ettenheimmün- 156 BLB, K 2986, 5,2, B1.38 r Nr. 304, 39 r Nr. 332, 46 r Nr. 492, 47 v Nr. 534, entsprechend K 2986,5,1, 10 r , 13 r , 14 r . 157 Mittler, S. 77-79; Schlechter , Gelehrten- und Klosterbibliotheken, S. 18 f. 158 UA Heidelberg, K-Ia, 521/5: Verzeichniß der aus der aufgehobenen Reichsprälatur Gengenbach im Jahr 1809 und 1810 in die Großherzogliche Universitätsbibliothek zu Heidelberg gekommenen Bücher-, Schlechter , Gelehrten- und Klosterbibliotheken, S. 97. 159 UA Heidelberg, K-Ia 521/5, Bl. lc. 160 GLA 202/28 (1.3.1809); Mittler, S. 79; Tröndle-Weintritt, S. 183. 161 Staedele, S. 124. 162 Sack, S. 1582. 163 Schlechter , Gelehrten- und Klosterbibliotheken, S. 21 f, 96 f. 65 Einleitung ster entwendet, die zum Teil auch in Lahr blieben 164 . 19 5 4 wurden etliche Altdrucke aus Lahr an die Landesbibliothek abgeben, darunter auch Gengenbacher Bestände 163 . Tabellarische Ubersicht Karlsruhe, BLB Cod. Gengenbach 1: Bruder Berthold (von Freiburg), Rechtssumme, B-Redaktion, Oberrhein, 15. Jh. 2 Cod. Gengenbach 2: Teilbrevier, Straßburg, 15. Jh. 2 . Aus dem Besitz von Valentin Agricola und Jakob Hemmerlin, Stiftsherren von Jung St. Peter in Straßburg im 16. Jh. Cod. Gengenbach 3: Philipp Imsser, De compositione sphaerae materialis u.a., ca. 1531- 1535 von M. Nikolaus Scheid in Tübingen geschrieben (an Drucken) Cod. Gengenbach 4: M. Nikolaus Scheid, Instrumentum inveniendi..., Tübingen, 1533. Ehemals einem Frühdrucksammeiband beigebunden Cod. Gengenbach 5: Biblia latina, Fragment, Oberitalien (Nähe von Verona), um 800, aus dem Einband eines Frühdrucksammeibandes Gengenbacher (Hirsauer) Provenienz ausgelöst Cod. Donaueschingen 883: Graduale, 14. Jh., ab 1585 in Gengenbach bezeugt ( Barack, S. 592 f) Cod. Ettenheimmünster 8: Psalterium/Hymnarium benedictinum, 1605 in Gengenbach für Ettenheimmünster geschrieben ( Kat . IX, S. 10, 94) Cod. Ettenheimmünster 9: Graduale benedictinum, Proprium de tempore, 1605 in Gengenbach für Ettenheimmünster geschrieben ( Kat . IX, S. 10, 94) Cod. Ettenheimmünster 12: Kalendarium/Necrologium mit Regula Benedicti, 1612 von dem Gengenbacher Prior Friedrich Pergamenus für den Ettenheimmünsterer Abt Christoph Heubier (1608-1623) geschrieben ( Kat . IX, S. 12, 95) Cod. K 984: Sophronius Eusebius Hieronymus, Danielkommentar, 12. Jh. ( Kat. IV, S. 200, 308) Cod. St. Georgen 22: Breviarium, 14. Jh., mit 1542 von dem Notar Bonaventura Heun geschriebenem Gengenbacher (Kloster oder Stadt) Besitzvermerk Cod. Schwarzach 10: Antiphonale benedictinum, pars hiemalis, wohl Gengenbach, 1580, mit Wappen des Gengenbacher Abtes Gisbert Agricola (1556-1586) 164 E. Hensle , Lahr 2, Bibliothek des Scheffelgymnasiums, in: HHBD 8, S. 116. 165 G. Stamm , Karlsruhe 1, Badische Landesbibliothek, Bestandsgeschichte, in: HHBD 8, S. 24. 66 Einleitung Karlsruhe, GLA 65/228: Kollektaneen zur Geschichte des Klosters Gengenbach, Gengenbach, 18. Jh. ( Kat., S. 95) 65/229 (olim 65/1242): Chronik Gengenbach, um 1680-1726, begonnen von Hieronymus Ziegler ( Kat ., S. 96) 65/584: Paul Volz, Annales Schutterenses, Schuttern, 17. Jh., im 17. Jh. in Gengenbacher Besitz ( Kat ., S. 209) 65/11222 (olim 65/1312): Historische Relation von dem Reichsgotteshaus Gengenbach, 18. Jh. ( Rep. Hss ., S. 1 0 f) 67/627: Kopialbuch mit deutschem Wassersegen, Gengenbach, 15. Jh. ( Krebs , GLA, S. 197) N Mone 62 (olim 65/1242): Historische Relation von dem Reichsgotteshaus Gengenbach, 18. Jh. Heidelberg, UB Heid. Hs. 33: Mystische Sammelhandschrift, 15./16.Jh., mit Einband der Gengenbacher Buchbinderei, wohl in Gengenbach entstanden ( Bartsch , S. 208 Nr.428) Heid. Hs. 134: Theodoricus de Apolda, Vita s. Elisabeth u. Vita s. Katharinae, 15. Jh. Heid. Hs. 154: Johannes Guallensis, Communiloquium, 1475 von F. Johannes Schön geschrieben Cod. Heid. NF 17: M. Nikolaus Scheid, Kollektaneen, Südwestdeutschland, nach 1560 (an Druck) St. Petersburg, Saltykov-Scedrin-Bibliothek Cod. Q. v. I. 57: Eusebius Caesariensis/Rufinus Aquileiensis, Historia ecclesiastica, 12. Jh., mit Gengenbacher Besitzvermerk ( Staerk , Nr.CX) Stuttgart, WLB Cod. bibl. fol.28: Evangeliar, Südwestdeutschland (Oberrhein?), 12. Jh., im 17.Jh. in Gengenbach ( Kat. Illum. II, 2, Nr. 5) Cod. theol. etphil. quart. 21: Gregorius Nazianzenus cum praefatione Rufini presbyteri, Südwestdeutschland (Oberrhein?), Mitte 12. Jh., im 17. Jh. in Gengenbach ( Kat. Illum. II, 2, Nr. 6) Wien, Haus-, Hof- und Staatsarchiv Cod. 436: u. a. Acta Gengenbacensia, von dem 1553/54 gestorbenen Gengenbacher Konven- tualen Hartmann von Keppenbach geschrieben ( Böhm , S. 144 f) 67 Einleitung Würzburg, UB M.p.h. f. 1: Bernoldus, Chronicon cum annalibus Gengenbacensibus, Gengenbach, 11./ 12. Jh. ( Kat. V, S. 1 09 f) verschollen/verloren: Necrologium Gengenbacense, 16. Jh.; Pfaltz Chur Allodial Güter, 1685; Historische Handschrift, 1511; Missale, 9. Jh.; Missale, 10. Jh. Günterstal, Zisterzienserinnen ( Stadtkreis Freiburg im Breisgau) Als Kern des späteren Zisterzienserinnenklosters Günterstal entstand um 1221 eine nicht regulierte Sammlung von Frauen unter Leitung der Adligen Adelheid 166 . Eine Altarweihe durch den Konstanzer Bischof Konrad von Tegerfelden (1208-1233) fand 1224 statt; in diesem Zusammenhang wird die Gemeinschaft, die im gleichen Jahr die Zisterzienserregel annahm, erstmals urkundlich faßbar. Für 1278 ist dann die Weihe von drei Altären, der Klosterkirche, des Kirchhofs und einer Kapelle bezeugt. Die Paternität über Günterstal, das dem Adel vorbehalten blieb, lag beim Kloster Tennenbach. Größere Beschädigungen der Anlage brachte das für die Umgebung Freiburgs verheerende Hochwasser von 1480 mit sich. Im 17. Jahrhundert wurde die Gemeinschaft von mehreren Schicksalsschlägen getroffen. 1632/33 mußten die Nonnen nach Steckborn flüchten. 1638 plünderten weimarische, 1677 französische Truppen den Konvent. Im 18. Jahrhundert gedieh das wirtschaftlich gut fundierte Kloster. Von 1728 bis 1730 entstand, unter gleichzeitiger Umgestaltung der Kiostergebäude, ein barocker Kirchenbau. Neu errichtet wurden die Klostergebäude von 1781 bis 1783. Ab 1787 diente die Kirche auch als Günterstaler Pfarrkirche. Am 3. Februar 1806 wurde das von 12 Konventualinnen bewohnte, überalterte Stift von Baden provisorisch in Besitz genommen 167 . Nach einer Inventur Mitte Juni folgte am 3. September 1806 die Aufhebung. Die Gebäude ließen sich erst 1812 an einen Textilfabrikanten ver- 166 Bader , Güntersthal, S. 119-206; E.Dreher , Kirche, Kloster und Kapellen in Günterstal, in: ZBG 106 (1987), S. 31—68; E.Dreher , Das Kloster Günterstal. Von der Wahl der letzten Äbtissin (1770) bis zur Französischen Revolution (1789), in: ZBG 108 (1989), S. 169-194; E.Dreher , Die letzten Jahre des Klosters Günterstal. Vom Beginn der Französischen Revolution (1789) bis zu seiner Auflösung (1806), in: ZBG 109 (1990), S. 115-134; E. Dreher, Günterstal. Seine Geschichte von den Anfängen bis zur Klosterauflösung im Jahre 1806, in: Festschrift zum 100. Jahrestag der Eingemeindung von Giinterstal in die Stadt Freiburg, hrsg. vom Ortsverein Günterstal e.V., Redaktion: W. Preugschat/1. Feix , Freiburg 1990, S. 29-71; Denne, S. 58-66. I6/ Schmid , Säkularisation, S. 138-141. 68 Einleitung kaufen, während die Kirche weiterhin als Pfarrkirche diente. Sie brannte jedoch 1829 mit einem Teil der Klostergebäude ab und mußte ersetzt werden. Die Bibliothek Die älteste indirekt faßbare Günterstaler Handschrift ist das wohl in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts angelegte und bis ins 16. Jahrhundert geführte Necrologium Günterstalense. Der Inhalt hat sich über heute verlorene Zwischenstufen erhalten 168 . Um 1300 ist wahrscheinlich ein in Günterstal arbeitendes Skriptorium anzusetzen. Von Ellen J. Beer wurden 1959 einige oberrheinische Initialstilgruppen namhaft gemacht. Im Zentrum der nicht näher lokalisierten Gruppe 1 stehen die Zisterzienserhandschriften Aarau, Kantonsbibliothek, Ms. Wett. q. 4 aus der Zisterze Wettingen und BLB, Cod. St. Georgen 5 (Antiphonale et Hymnarium cisterciense, de sanctis). Gemeinsam sind diesen Codices ,blau-rot gespaltene Initialkörper mit der weißen, ornamental verlaufenden Trennungslinie' sowie das ,zarte, die Fläche überwuchernde Palmettenfiligran in Rot oder Blau' 169 . In den gleichen Zusammenhang gehört Cod. 459 der UB Freiburg, eine Handschrift der ,Legenda aurea' des Ja- cobus de Voragine aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts 1 ' 0 , sowie das Antiphonale be- nedictinum Cod. Ettenheimmünster 1 (14. Jahrhundert) 171 . Weitere Parallelhandschriften lassen sich im Fonds Güntersthal nachweisen: Cod. Güntersthal 1 (Antiphonale cisterciense, de tempore, um 1300; s. Abb. 14-15), Güntersthal 7 (Diurnale cisterciense, Anf. H.Jahrhundert), Güntersthal 9 (Diurnale cisterciense, Ende 13. Jahrhundert). Bei Cod. Güntersthal 7 und 9 sprechen inhaltliche Kriterien für eine Entstehung im Kloster selbst. Somit kann das Skriptorium der Gruppe 1 vielleicht in Freiburg, mit größerer Wahrscheinlichkeit aber in Günterstal selbst lokalisiert werden. Möglicherweise handelt es sich bei Cod. Güntersthal 1 und St. Georgen 5 um ein ursprünglich zusammengehöriges, zweibändiges Antiphonale. Es ist nicht auszuschließen, daß Cod. St. Georgen 5, dem jegliche Provenienzvermerke fehlen, über Günterstal in die Hofbibliothek kam und dem falschen Fonds zugeschlagen worden ist. Bei drei weiteren Günterstaler Handschriften des 14. Jahrhunderts sprechen ebenfalls inhaltliche Kriterien für eine Entstehung im Kloster. Im Falle von Güntersthal 4, einem Hymnarium cisterciense aus der ersten Hälfte dieses Zeitraums, deutet der seltene, aber allein in zwei weiteren Günterstaler Handschriften überlieferte Hymnus AH 23 Nr. 381 auf Herstellung in dem Breisgaukloster. Freiburger Namen im Nekrologgrundstock des Breviarium cisterciense, pars hiemalis Cod. Güntersthal 5 (um 1316) weisen in die gleiche Richtung. Das Processio- 168 Baumann , Todtenbücher, S.445; MGH Necr. 1, S. 296-309. 169 Beer , Beiträge, S. 19-22, hier S. 19. 170 Kat. Freiburg 1,3, S. 146 f. 171 Kat. Karlsruhe IX, S. 7, 93. 69 Einleitung nale et rituale cisterciense Güntersthal 10 aus dem 14. Jahrhundert überliefert ein seltenes Reimoffizium, das sich in drei weiteren Handschriften des Klosters findet. Aus dem Jahr 1326 stammt das älteste erhaltene Günterstaler Urbar GLA 66/3 2 0 8 172 . Bekannteste Handschrift des Klosters dieser Art ist der 1344 begonnene Cod. GLA 66/3210. Der bis 1348 geführte Band im Umfang von 240 Blättern wurde von dem Tennenbacher Abt Johannes Zenlin (1336-1353) initiiert, der auch für das Tennenbacher Güterbuch verantwortlich zeichnete. Die Hauptarbeit am Günterstaler Urbar leistete die Schreiberin Anna Ederlin, unterstützt von Katharina Walcherin 173 . Im Necrologium Günterstalense sind als weitere Klosterschreiberinnen Agnes de Valkenstein scriptrix sowie Luogardis schriberin aufgeführt 174 . Wichtiges Quellenwerk zur Klostergeschichte ist das Günterstaler Notizenbuch GLA 65/ 247, das von etwa 1455 bis 1519 geführt wurde 175 . Der Band enthält eine Almosenordnung, Rezepte, die Jahrgeschichten des Klosters von 1455 bis 1519 176 sowie den Günterstaler Bibliothekskatalog von 1457 177 . Günterstal ist das einzige Kloster unter den Institutionen der Kleinen Provenienzen, das überhaupt einen mittelalterlichen Bibliothekskatalog aufweisen kann. Das Verzeichnis führt insgesamt 199 Titel auf. Die meisten davon, 131 Titel, wurden 1457 der sengemen ingeantwürt; sie war mithin für die Bibliothek zuständig. 19 Bücher standen im Chor, fünf waren in besonderer Verwaltung der cantrix ( Item disi buecher hoeren der sengemen in die buochkammeren), 41 Titel lagerten im Günterstaler Hof zu Freiburg, und drei weitere waren an Tennenbach ausgeliehen, unter anderem Gaius Iulius Caesars ,Bellum Gal- licum'. Je ein Buch ging dem Kloster über her Amlung sowie meister Wernher Hefenler zu. Die Bücherbeschreibungen sind relativ ungenau. Inhaltlich dominieren liturgische Werke, biblische Bücher, zum Teil kommentiert, Legendensammlungen, homiletische und aszetische Titel. Daneben finden sich eine Donathandschrift, wenige Chroniken und einige juristische Bücher, u. a. wohl Werke des Rolandinus de Passageriis ( Item I buoch heist aurora. Item summa notarie). Neben dem Necrologium besaß der Konvent einen Liber anniversariorum, den der 1457 verstorbene Tennenbacher Konventuale Symon verfaßt hatte 178 . Ebenfalls im 15. Jahrhundert wurde das Hymnarium et processionale cisterciense Güntersthal 6 verfertigt. Es enthält dasselbe Reimoffizium ,De corpore Christi' wie Cod. Güntersthal 10 und dürfte im Kloster her- 172 Krf.bs, GLA, S.182. 173 Krieger 1, Sp. 796; C. Kienast , Sei im Besitze und du wohnst im Recht. Der Günterstaler Berain von 1344: ein typischer Vertreter mittelalterlicher Güterverzeichnisse ?, in: ZBG 112 (1993), S. 31- 48; D enne , S. 253-255. 1 4 MGH Necr. 1, S. 300 (26.3.), 301 (25.4., zusätzlich: Gisela cancellaria). 15 Kat. Karlsruhe GLA, S. 100. 176 M one , QS 2, S. 136-138. 177 MBK 1, S. 149-152. ' s MGH Necr. 1, S. 340 (Necrologium Tennenbacense, 21.6.): Fr. Symon, qui scripsit librum anniversariorum monasterii Giintersthal, 1457; s. ebd. S. 297. 70 Einleitung gestellt worden sein. Mit Cod. St. Peter pap. 29 setzt im gleichen Zeitraum die nicht geringe Zahl von Handschriften ein, die durch Schreibervermerke dem Kloster zuzuweisen sind. Der Codex, Teil des St. Peterer Kaufs von 1753 (s. unten), enthält neben einem Druck die ,Di- stinctiones dictionum theologicalium' des Alanus ab Insulis. Er wurde von F. Johannes Strentzlin 1490 für Agnes von Tusselingen, später Günterstaler Äbtissin (belegt 1509— 1514) 179 , geschrieben und weist zusätzlich einen etwa zeitgleichen Besitzeintrag des Konvents auf 180 . Daneben enthält nur Cod. Güntersthal 5 einen Provenienzvermerk des Klosters aus dem 15. Jahrhundert ( Diß metti buoch hört gon Güntherßthal\ s. Abb. 35). In den Günterstaler Jahrgeschichten berichtet die 1495 zur Priorin ernannte Schreiberin von der Übernahme ihres Amtes. Teil der Ausstattung war eine Lade mit dreizehn wahrscheinlich die Verwaltung der Abtei betreffenden Büchern 181 . Wohl Ende des 15. Jahrhunderts wurde die Günterstaler Inkunabel BLB, Pc 208 Ink. im Kloster selbst unter Verwendung einer von der Gemeinschaft im 15. Jahrhundert ausgestellten, makulierten Urkunde (Datierung z.T. abgeschnitten) neu gebunden. Anfang des 16. Jahrhunderts ist eine weitere für das Kloster geschriebene Handschrift belegt. Cod. 1344 der Stiftsbibliothek von St. Gallen aus Günterstal mit zisterziensischen Statuten wurde von F. Johansen für eine Frau von Mülheim geschrieben 182 . Die Adressatin läßt sich als die 1480 als procuratrix bezeugte spätere Äbtissin Veroni- ca von Mülheim (1504—150 8) 183 identifizieren. 1526 entstand die deutsche Regula Benedicti Güntersthal 15. Hier deuten Papier und Mundart auf Entstehung im Kloster selbst. Ein Rollenstempel des Einbandes findet sich auch bei Cod. Güntersthal 10. Der heutige Cod. St. Peter pap. 27 aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts überliefert eine deutsche Fassung der ,Legenda aurea' des Jacobus de Voragine. Laut Besitzeintrag wurde der Band 1547 von Christina Marschalkin 184 der 1565 bis 1593 als Günterstaler Äbtissin belegten Maria Stöhrin von Stöhrenberg 185 geschenkt. Es ist dies das erste einer Reihe Günterstaler Bücher mit zum Teil mehreren Ubergaben innerhalb des Konventes. 1942 verbrannte die Inkunabel BLB, Dp 312. Dieser Codex mit den ,24 Alten' Ottos von Passau enthielt auf Bl. 153 v einen auf 1549 datierten Besitzeintrag der bisher sonst nicht belegten Günterstaler Äbtissin Maria von Landeck 186 . Recht wertvoller Bücherbesitz ist der 179 Krieger 1, Sp. 795. 180 Kat. Karlsruhe X, 1, S. 49. 181 Mone , QS 2, S. 137 b. 182 Scherrer, S. 450. 183 Krieger 1, Sp.794f; Kindler von Knobloch 3, Sp. 133. 184 Statthalterin in Wonnental 1560-1564 (H. Sussann , Kenzinger Gedenktafel mit der Ordnung der Äbtissinnen und Wohlthäter des Klosters Wonnenthal, in: Schau-ins-Land 20 (1893), S.9 Nr. XXIVa), f 1595 (Güntersthal 13, Kalendarium). 185 Krieger 1, Sp.795; Kat. Karlsruhe X, 1, S. 47 f. 186 Eigenbrodt, S. 486 f. 71 Einleitung lediglich 1563 als Äbtissin bezeugten Elisabeth Böcklerin 187 zuzuweisen. Ihr gehörten die je zweibändigen Bibelinkunabeln BLB, De 6 fol. Ink., Bd. 1-2 und De 9 fol. Ink., Bd. 1-2. 1573 wurde der Konvent mit, neben der Äbtissin, sieben Nonnen, einer Novizin und drei Laienschwestern visitiert. Die Kommission rügte etliche Mängel und befahl insbesondere, daß die Nonnen keine Bücher von außen empfangen dürften, wohl aus Furcht vor reformatorischem Schriftgut 1 " 8 . Zwei Jahre später vermerkte die Nonne Margareta Holzmüllerin 189 ihren Namen in Cod. Güntersthal 7. Gemäß einem undatierten Eintrag war auch die Inkunabel BLB, Dr 253 Ink. in ihrem Besitz. Cod. St. Gallen 1345 mit deutschen Statuten des Zisterzienserordens entstand 1583. Ubersetzer und Schreiber dieser Fassung war der Freiburger Theologe Jodocus Lorichius (1540-1612). Er widmete den Codex der bereits genannten Äbtissin Maria Stöhrin von Stöhrenberg 190 . 159 4/95 wurden im Kloster unter anderem einige Sterbevermerke von Nonnen in das Kalendarium des gedruckten Psalteriums in Cod. Güntersthal 13 eingetragen. Wohl auch auf eine Günterstaler Konventualin weisen die bisher nicht deutbaren Initialen A.K.V.E. aus dem 16.Jahrhundert in Cod. Güntersthal 10 hin. In der zweiten Hälfte des gleichen Zeitraums wurde wahrscheinlich im Konvent selbst das Pro- cessionale cisterciense Cod. Güntersthal 3 verfertigt; um 1600 entstand als Abschrift Cod. Güntersthal 2. 1608 trug Eisbett von Röttenberg 191 einen Obiitvermerk für ihre Lehrerin Margareta Holzmüllerin in die bereits erwähnte Inkunabel BLB, Dr 253 Ink. ein. Von der gleichen Nonne stammen auf 1610 oder wenig später zu datierende Nachträge in Cod. Güntersthal 10. Der heutige Cod. 37 der UB Freiburg, ein Processionale cisterciense, wurde 1611 von dem Tennenbacher Bursarius und Wonnentaler Beichtvater Michael Riegger 192 für die Günterstaler Äbtissin Anna von Hagenbach (belegt 1596-1616) gefertigt 193 . Auf 1621 ist ein Besitzvermerk der Nonne Cordula von Ampringen 194 in BLB, Dm 45 Ink. datiert. Wenige Jahre später, um 1625, wurden die beiden Processionalien Güntersthal 2 und 3 wohl im Kloster mit identischem Einband sowie Inhaltsverzeichnis von gleicher Hand versehen. 1629 und 1630 entstanden zwei weitere Handschriften dieser Gattung, Güntersthal 16 und 17. Die beiden Codices wurden von Jacobus Matter aus St. Peter hergestellt. Der auf 1630 datierte Einband von Cod. Güntersthal 16 trägt das Monogramm der Nonne Felicitas von Kippenheim 195 . 187 Krieger 1, Sp.795; Heinzer , St. Peter, Nr. 24, 20. 188 B ader , Güntersthal, S. 183 f. I8 " t ' 582 gemäß BLB, Dr 253 Ink. 190 Scherrer, S. 450; s. Anm. 94. 191 Klostereintritt 1571 nach BLB, Dr253 Ink. 192 s.S. 120, 129. 193 Kat. Freiburg 1,2, S. 4. 194 1 5 8 2 als Nonne belegt; Krieger 1, Sp.62; Kindler von Knobloch 1, S. 13; Heinzer , Frauenalb, S. 115 Nr. 9. 195 Seniorissa 1644; Krieger 1, Sp.795. 72 Einleitung Der 1633 verstorbenen Günterstaler Äbtissin Maria Cleophe von Dankenschweil 196 lassen sich zwei Handschriften zuweisen. Unter den handschriftlichen Nekrologvermerken im gedruckten Kalendar von Güntersthal 13 ist von ihrer Hand der Todestag ihres Vaters (. . .mein hertz lieber juonkher Vatter selig Michel von Danckhenttschwill... , 16. oder 18.2.1578) Hans Michael von Dankenschweil eingetragen. Ein undatierter Besitzvermerk von ihrer Hand findet sich im Diurnale cisterciense Güntersthal 7. Die Inkunabel BLB, Dm 45 Ink. war gemäß einem autographen Handzeichen 1636 in den Besitz von Maria Regina Streittin von Immendingen 197 übergegangen; ein weiterer, undatierter Vermerk weist auf die Nonne Maria Vero- nica Hündin von Saulheim 198 . Der Dreißigjährige Krieg 199 wird auch der Bibliothek des Klosters Verluste zugefügt haben; Nachrichten fehlen jedoch. Obwohl mit den bereits genannten Codices nicht wenige Handschriften und Drucke diese Zeit überlebt haben, läßt sich doch eine erhebliche Diskrepanz zwischen den im Bibliothekskatalog von 1457 genannten Beständen und dem heute Erhaltenen feststellen. Buchentfremdungen und -Vernichtungen lassen sich am ehesten dem 17. Jahrhundert zuweisen. Weitere Verluste entstanden dann im 18. Jahrhundert durch Verkäufe in großem Stil (s. unten). Nur in Einzelfällen sind Bücher mit Besitzvermerken der Klosterbibliothek versehen. Schon erwähnt wurden die Einträge in Cod. St. Peter pap. 29 und Güntersthal 5 aus dem 15. Jahrhundert (s. Abb. 35). Lediglich drei Inkunabeln tragen Kennzeichnungen, und zwar des 17. Jahrhunderts 200 . Aus dem gleichen Zeitraum datiert eine Federprobe in der Inkunabel BLB, Dd 195 Ink., in der Günterstal erwähnt wird. Der Druck, der Teil der Klosterbibliothek gewesen sein wird, weist darüber hinaus auf dem letzten Blatt einen fragmentarischen Besitzvermerk des 16. Jahrhunderts auf, in dem Agnes von Mülheim und Martha Becklerin erwähnt werden, wahrscheinlich Günterstaler Nonnen. Ebenfalls nicht faßbar sind die Personen eines weiteren Eintrags aus dem 17. Jahrhundert in Cod. Güntersthal 13, gemäß dem die Handschrift Maria Juliana Holtzapflerin von Herxheim von Maria Elisabetha Schenkin von Kastell gegeben wurde. Der schon erwähnte Druck BLB, Dr 253 Ink. läßt sich aufgrund der Eintragung ihrer Initialen im Besitz der 1671 bis 1691 bezeugten Äbtissin Maria Agnes von Greuth lokalisieren, in deren Amtszeit 1674 der Günterstaler Dingrotel entstand 201 . Dem 17. Jahrhundert ist schließlich noch Cod. GLA 65/183 zuzuweisen. Die in oder für Günterstal angefertigte Handschrift enthält eine fragmentarische deutsche Ubersetzung des ,Meno- logium cisterciense' von Crisostomo Enriquez 202 . Als jüngste Provenienzeinträge einer Gün- 196 Belegt ab 1618; Krieger 1, Sp. 795; Kindler von Knobloch 1, S. 197. 197 Belegt 1644; Krieger 1, Sp .795; Heinzer , Frauenalb, S.15 Nr .9. 198 Belegt 1644; Krieger 1, Sp.795; Heinzer , Frauenalb, S .15 Nr.9. 199 Bader , Güntersthal, S. 185-190. 200 BLB, De 6, 1-2 fol. Ink., De 9,1-2 fol. Ink., De 11 fol. Ink.; Heinzer , St. Peter, Nr. 24, 20, 43. 201 Bader , Güntersthal, S. 191; Krieger 1, S. 795 f. 202 Kat. Karlsruhe GLA, S. 79; s. auch Cod. Wonnenthal 8. 73 Einleitung terstaler Nonne können die Vermerke von Maria Agnes von Bernhausen gelten. In ihrem Besitz war das Processionale cisterciense Güntersthal 17. Zeitlich einordnen läßt sich die Kon- ventualin auf der Basis von BLB, 42 A 1096 R, einem Psalterdruck. Er enthält einen autogra- phen Besitzvermerk der Nonne sowie von gleicher Hand Notizen zum Fortgang des Psalterbetens für die Jahre 1680 bis 1706. Im 18. Jahrhundert hatten Handschriften und Altdrucke für die Gemeinschaft weitgehend an Wert verloren. Dies zeigen zwei große Verkäufe an den Abt Philipp Jakob Steyrer von St. Peter (1749-1795) 1753 und an den St. Galler Konventualen Gall Metzler (174 3—18 20) 203 , seit 1774 Pfarrer in der sangallischen Besitzung Ebringen. Gut faßbar ist der Kauf von 1753, da er im Tagebuch des Abtes zum 10. Dezember dieses Jahres erwähnt wird. Danach erwarb Steyrer 10 Tomos Bibliorum et alios multos libros rarissimae et antiquissimae editionis cum codi- ce, in quo continetur Yen. Alani Dictionarium Theologicum MS. ineditum (St. Peter pap. 29). Er zahlte für diesen Thesaurus librorum lediglich sechs Goldkarolinen. Die Bibeldrucke seien in St. Peter bisher nicht vorhanden gewesen 204 . Eindeutig lassen sich dieser Transaktion die Codices zuweisen, die Günterstaler Provenienzvermerke sowie Kaufeinträge für St. Peter aus dem Jahr 1753 zeigen. Bei weiteren 1753 in St.Peter registrierten Bänden ohne Indizien für eine Vorprovenienz läßt sich Günterstaler Herkunft lediglich vermuten, da Steyrer in diesem Jahr wohl auch aus anderen Quellen Bücher erworben hat. Mit Sicherheit wechselten im Rahmen dieses Kaufs die Codices St. Peter pap. 27 und 29 nach St. Peter. Die Codices St. Peter pap. 16 und 35 dagegen tragen nur einen St. Peterer Besitzvermerk von 1753 und zeigen keine Merkmale Günterstaler Provenienz 205 . Im Falle der Inkunabeln gehören BLB, De 6,1-2 fol. Ink., De 9,1-2 fol. Ink., De 11 fol. Ink. sowie Pc 208 Ink. zweifelsfrei zum Günterstaler Kauf 206 . Nachweisbar 1753 von Steyrer erworben wurden weiter BLB, De 136 Ink., De 172 Ink., De 175 Ink., De 184 fol. Ink., Dm 53 fol. Ink., Eb 156 Ink., Ei 129 fol. Ink., Ei 154 fol. Ink. und Mc 44 fol. Ink. ohne Merkmale Günterstaler Herkunft 207 . Bei den Drucken mit DeSignatur handelt es sich - Günterstaler Herkunft vorausgesetzt - um die von Steyrer erwähnten Bibelausgaben. 203 HBLS5, S.94. 204 Mayer , Geschichte, S. 165 Anm.4; Ettlinger , Geschichte, S. 621; F.Kern , Philipp Jakob Steyrer, 1749-1795 Abt des Benediktinerklosters St. Peter im Schwarzwald. Studie zur Geschichte des vorderösterreichischen Benediktinertums, in: FDA 79 (1959), S. 104; Heinzer , StPeter, S.4f. 205 Ettlinger , Geschichte, S.621 f; Kat. Karlsruhe X, 1, S.47f, 49, 26-28, 53 f. 206 Heinzer , St.Peter, Nr. 24, 20, 43, 31. 20/ Heinzer , StPeter, Nr.73, 39, 72, 81, 52, 67, 55, 93, 37. Günterstaler Vorbesitz ist sehr wahrscheinlich für De 175 fol. Ink., Dm 53 fol. Ink. und Eb 156 Ink., da im Besitzeintrag von St. Peter die Formel Emit cum aliis multis... auftaucht, die sich ähnlich auch bei dreien der zweifelsfrei aus dem Nonnenkonvent stammenden Drucken findet. De 136 gehört nicht zu der Transaktion, da hier ein separater Preis ( Constat 2ß.) in St. Peter vermerkt wurde. Auch bei Ei 154 fol. Ink. österreichischer Provenienz erscheint eine Herkunft aus Günterstal eher zweifelhaft. 74 Einleitung Im Gegensatz zu Steyrer waren für Gall Metzler gerade liturgische und ordensspezifische Bücher von Interesse. Er erwarb zwischen 1779 und 1782 für die Bibliothek St. Gallens sechs oder sieben Handschriften dieser Art. Es handelt sich um die drei Lektionarien Cod. 1140— 1142, um die Sermonessammlung Cod. 1156 sowie um Cod. 1343-1344 mit Statuten des Zisterzienserordens in deutscher Sprache. Zu diesen Handschriften des 15. Jahrhunderts gehört wohl auch das Lectionarium Cod. 1345 von 1583, das auch aus Günterstal stammt, aber keinen Besitzvermerk Metzlers aufzuweisen scheint 208 . Ähnlich wie bei Wonnental haben sich im Falle Günterstals auch keine nennenswerten Säkularisationsakten in der Badischen Landesbibliothek erhalten. Lediglich im Zusammenhang mit St. Märgen erscheint der Name des Klosters. Am 7. Dezember 1806 wurde der Hofbibliothek die Zusendung folgender Handschriften aus Günterstal und St. Märgen über die Gemäldegalerie angekündigt: Manuskript von Historischen Kollektaneen aus dem XVI. ten Jahrhundert (Güntersthal 11, aus St. Märgen), ein dito, ältere, Reisen in die MorgenLänder betr. (St. Märgen 2); 2 Choral Bücher in 4° auf Pergament (Günterstal, nicht näher faßbar); ein Psalterium Davidicum (Güntersthal 8); ein Pergam. Manuskript über die Behandlung kranker und sterbender Nonnen (U. H. 11, wohl aus Günterstal) 209 . Nur ein geringer Teil des Fonds Güntersthal ist hier verzeichnet. Dem falschen Fonds wurde Cod. Güntersthal 11 zugeschlagen; die Handschrift stammt nachweislich aus St. Märgen 210 . Das Manuskript über die Behandlung kranker und sterbender Nonnen läßt sich dagegen mit Cod. U. H. 11 gleichsetzen, einem Rituale et Processionale für Dominikanerinnen; aufgrund des Inhalts ist eher eine Herkunft aus Günterstal als aus St. Märgen zu vermuten. Im Fonds U. H. könnten sich auch noch weitere Handschriften aus dem Nonnenkloster befinden. Zu einer zweiten Bücherlieferung aus Günterstal in die Hofbibliothek, die aufgrund der in diesen Akten nicht erwähnten Handschriften des Klosters anzusetzen ist, gehören auch die drei Drucke BLB, Dd 195 Ink., Dm 45 Ink. und 42 A 1096 R. Sie lassen sich jeweils aufgrund von Besitzeinträgen dem Kloster zuweisen und tragen zusätzlich auf dem Vorderspiegel den Ubernahmevermerk G. Mithin stammen die meisten noch in der BLB aufbewahrten Drucke Günterstaler Herkunft aus der Nachprovenienz St. Peter. Die UB Freiburg erhielt am 27. Oktober 1806 die Erlaubnis, Bücher aus der Günterstaler Bibliothek auszuwählen. Der Abtransport geschah bereits am 3. November 1806. Die Hofbibliothek wurde nicht mehr beteiligt, obwohl noch von einem Vorauswahlrecht die Rede war 211 . In der UB Freiburg werden heute keine Inkunabeln aus Günterstal aufbewahrt. 208 Scherrer , S. 414 f, 417, 450. 209 Vgl. S. 89. 210 Vgl. S. 220. 211 Mittler , S. 79. 75 Einleitung Tabellarische Übersicht Karlsruhe, BLB Cod. Güntersthal 1: Antiphonale cisterciense, Günterstal, um 1300. Die Handschrift bildete wohl ursprünglich mit Cod. St. Georgen 5 ein zweibändiges Günterstaler Antiphonale Cod. Güntersthal 2: Processionale cisterciense, Günterstal, um 1600. Abschrift von Cod. Güntersthal 3 Cod. Güntersthal 3: Processionale cisterciense, Günterstal (?), 16. Jh. 2 . Vorlage von Güntersthal 2 Cod. Güntersthal 4: Hymnarium cisterciense, Günterstal (?), 14. Jh. 1 Cod. Güntersthal 5: Breviarium cisterciense, pars hiemalis, Günterstal, 14. Jh. 1 Cod. Güntersthal 6: Hymnarium et processionale cisterciense, Günterstal, 15. Jh. Cod. Güntersthal 7: Diurnale cisterciense, Günterstal, Anf. 14. Jh., mit Besitzvermerk der Äbtissin Maria Cleophe von Dankenschweil (gest. 1633) Cod. Güntersthal 8: Psalterium feriatum, Oberrhein, 13. Jh. 1 Cod. Güntersthal 9: Diurnale cisterciense, Günterstal, Ende 13. Jh. Cod. Güntersthal 10: Processionale etrituale cisterciense, Günterstal (?), 14. Jh. Cod. Güntersthal 11: Andreas Rüttel d.J. (um 1532-1587), Collectanea Wirtembergensia, Stuttgart u.a., ca. 1550-1570. Die Handschrift stammt aus St. Märgen Cod. Güntersthal 12: Kollektaneen zur Geschichte von Burgund, Frankreich und England, Belgien/Niederlande, ca. 1670/80 Cod. Güntersthal 13: Psalterium (Druck) mit handschriftlichen Zusätzen (Nekrologeinträge, Antiphonar, Varia) von der Günterstaler Äbtissin Maria Cleophe von Dankenschweil (gest. 1633) Cod. Güntersthal 14: Passionstraktat ,Do der minnenklich got', Bodenseegebiet, um 1540. Aus dem Besitz des Bregenzer Vogtes Laux von Reischach zum Mägdeberg (gest. 1564) Cod. Güntersthal 15: Benediktinerregel, dt., Günterstal (?), 1526 Cod. Güntersthal 16: Processionale cisterciense, St. Peter/Schwarzwald, 1629. Von Jacobus Matter aus St. Peter für Günterstal geschrieben Cod. Güntersthal 17: Processionale cisterciense, St. Peter/Schwarzwald, um 1630. Von Jacobus Matter aus St. Peter für Günterstal geschrieben Cod. Güntersthal 18: Homiliarfragment, 10. Jh. Aus der 1753 von Günterstal nach St. Peter verkauften Inkunabel De 11 fol. Ink. ausgelöst Cod. St. Georgen 5(?): Antiphonale cisterciense, Günterstal, um 1300. Die Handschrift bildete wohl ursprünglich mit Cod. Güntersthal 1 ein zweibändiges Günterstaler Antiphonale Cod. St. Peter pap. 16(?): Gebete und Betrachtungen, deutsch, Basel, Dominikanerinnenkloster St. Maria Magdalena zu den Steinen, 1458-1460, 1753 von St. Peter erworben. Herkunft aus Günterstal eher unwahrscheinlich ( Kat. X, 1, S. 26 -28) 76 Einleitung Cod. St. Peter pap. 27: Jacobus de Voragine, Legenda aurea, dt., Zisterzienserinnen, Elsaß (?), 15. Jh. 2 . Im Besitz der Günterstaler Äbtissin Maria Stöhrin von Stöhrenberg (belegt 1565-1593; s. auch St.Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. 1345), 1753 von Abt Philipp Jakob Steyrer für St. Peter erworben ( Kat. X, 1, S. 47 f) Cod. St. Peter pap. 29: Alanus ab Insulis, Distinctiones dictionum theologicalium, 1490 von Frater Johannes Strentzlin für die spätere Günterstaler Äbtissin Agnes von Tusselingen (belegt 1509-1514) geschrieben, 1753 von Abt Philipp Jakob Steyrer für St. Peter erworben ( Kat . X, 1, S. 49) Cod. St.Peter pap. 35(?): Psalterium non feriatum, lat.-dt., Oberrheingebiet (Konstanz?), 1462 von Heinrich Sättili geschrieben, 1753 von Philipp Jakob Steyrer für St. Peter erworben. Herkunft aus Günterstal eher unwahrscheinlich ( Kat . X, 1, S. 53 f) Cod. U. H. 11 (?): Rituale/Processionale, Dominikanerinnen, Nürnberg, 15. Jh. Unsichere Zuweisung auf der Basis der Säkularisationsakten Karlsruhe, GLA 65/183: Crisöstomo Enriquez, Menologium cisterciense, Auszüge, dt., Günterstal (?), 17. Jh. (K at ., S. 79) 65/247: Günterstaler Notizenbuch, u.a. Günterstaler Bibliothekskatalog von 1457, Günterstal, ca. 1455-1519 ( Kat ., S. 100) Freiburg, UB Cod. 37: Processionale cisterciense, von dem Tennenbacher Bursarius und Wonnentaler Beichtvater Michael Riegger 1611 für Günterstal und die Äbtissin Anna von Hagenbach (belegt 1596-1616) geschrieben ( Kat. 1,2, S .4) Cod. 617: s. Tennenbach St. Gallen, Stiftsbibliothek Cod. 1140: Lectionarium, 15. Jh., lat.-dt. 1782 von dem Ebringer Pfarrer Gall Metzler für St. Gallen erworben ( Scherrer , S. 414) Cod. 1141: Lectionarium pro mense Augusto, 15. Jh., lat.-dt. 1782 von dem Ebringer Pfarrer Gall Metzler für St. Gallen erworben ( Scherrer , S. 414) Cod. 1142: Lectionarium, 15. Jh., lat.-dt. 1782 von dem Ebringer Pfarrer Gall Metzler für St. Gallen erworben ( Scherrer , S. 414 f) Cod. 1156: Sermones, 15. Jh. 1780 von dem Ebringer Pfarrer Gall Metzler für St. Gallen erworben ( Scherrer , S. 417) Cod. 1343: Statuten des Zisterzienserordens, dt., 15. Jh. 1779 von dem Ebringer Pfarrer Gall Metzler für St. Gallen erworben ( Scherrer , S. 450) Cod. 1344: Statuten des Zisterzienserordens, dt. u. lat., 15. Jh. Von Fr. Johansen für die 1480 als procuratrix und von 1504 bis 1508 als Günterstaler Äbtissin bezeugte Veronica von 77 Einleitung Mülheim geschrieben; von dem Ebringer Pfarrer Gall Metzler für St. Gallen erworben (Scherrer, S. 450). Cod. 1345: Statuten des Zisterzienserordens, dt., 1583. Übersetzt und geschrieben von dem Freiburger Theologen Jodocus Lorichius (1540-1612) für die Günterstaler Äbtissin Maria Stöhrin von Stöhrenberg (belegt 1565-1593; s. auch Cod. St. Peter pap. 27); wohl auch von dem Ebringer Pfarrer Gall Metzler für St. Gallen erworben ( Scherrer , S. 450) Zürich, Zentralbibliothek Cod. C 157 (808): Epistolae Pauli cum glossis, 13. Jh. Günterstaler Besitzvermerk; im Bibliothekskatalog von 1457 erwähnt ( Kat . I, S. 71) verschollen/verloren (ohne die Titel des Bibliothekskatalogs von 1457): Necrologium Günterstalense, 13.-16. Jh.; Liber anniversariorum, vor 1457 Ohningen, Benediktiner bzw. Chorherren (Landkreis Konstanz) Das Datum der Gründung Öhningens liegt im Dunkeln 212 . Die Ersterwähnung des Konvents findet sich in einer gefälschten Urkunde; das dort genannte Jahr 965 läßt sich allerdings wohl vertreten. Erst mit zwei Besitzbestätigungen Friedrich Barbarossas setzen gesicherte Quellen ein. In einer Urkunde von 1155 wird Öhningen als Eigenkirche des Konstanzer Hochstifts aufgeführt. Der zweite Beleg von 1166 betrifft Ohningen selbst. In diesem Jahr war das Kloster, das als Benediktinerkonvent gegründet worden sein muß, bereits ein Chorherrenstift. 1265 eximierte Papst Alexander IV. (1254-1261) es vom Bistum Konstanz. Vor allem im 16. Jahrhundert geriet Ohningen in finanzielle Schwierigkeiten, die durch eigene Mißwirtschaft noch verschärft wurden. Dies war für den Konstanzer Bischof Anlaß, das Stift unter seine Verwaltung zu stellen und, ähnlich wie im Falle der Reichenau, die völlige Inkorporation zu betreiben, um die durch die Reformation verminderten Einkünfte des Bistums zu vermehren. 1536 erteilte nach dem Papst hierzu auch König Ferdinand I. (1531-1564) seine Zustimmung. In der Folge wurde der Öhninger Dekan, später Prior bzw. Superior, vom Konstanzer Bischof bestimmt. Er setzte auch den jeweiligen Unterhalt fest. Dem Konvent selbst wurde ein großer Teil seines Vermögens entzogen. Die Quellen über die innere Entwicklung des Klosters sind nicht sehr zahlreich. Meist umfaßte der Konvent nur zwischen drei und zwölf Mitglieder. Überragende kulturelle Leistungen gingen von hier nicht aus. 1632/33 beraubten schwedische Truppen das Kloster. 212 F. Quarthal , Öhningen, in: Germania Benedictina 5, S.471-475; F.Götz , Stift und Dorf Öhningen vom Ende des Mittelalters bis zum Jahr 1805, in: Dorf und Stift Öhningen, hrsg. von H. Berner , Singen 1966, S. 113-155. 78 Einleitung Das Hochstift Konstanz wurde im Spätherbst 1802 aufgehoben 213 . Schon Ende des 18. Jahrhunderts war die Ohninger Gemeinschaft in Verfall geraten; zum Zeitpunkt der badischen Besitznahme zählte das Kloster noch sieben Konventualen. Im April 1804 fand eine Inventarisierung des Klostervermögens statt, die zeigte, daß der Konvent überhaupt nicht mehr selbständig lebensfähig war. Die am 1. April 1805 erfolgte Aufhebung des Stifts war zumindest einem Teil der Chorherren nicht unwillkommen 214 . Die Bibliothek Quellen zur Geschichte der Ohninger Bibliothek fehlen fast ganz. Spätestens mit der Inkorporation des Stifts in das Bistum Konstanz im Jahre 1536 wird der Konvent über keine erheblichen Mittel zum Ausbau der Bibliothek mehr verfügt haben. Frühestes Zeugnis für Ohninger Bücherbesitz sind die Provenienzvermerke in der einzigen Handschrift des Fonds Öhningen, Öhningen 1. Gemäß einem Ausleihvermerk auf B1.498 r (s. Abb. 40) hatte der bücherliebende Konstanzer Bischof Otto III. von Hachberg (1410— 1434) 215 den Codex 1432 ausgeliehen. Allerdings ist in der darüber handelnden Eintragung der Name Öhningen im 16. Jahrhundert auf Rasur eingetragen worden ( renovatum ), so daß auch eine Fälschung vorliegen könnte. Der gleiche Sachverhalt ist auch bei dem zweiten Ausleihvermerk gegeben, gemäß dem Heinrich Nithart aus Ulm den Codex vorübergehend in Besitz hatte. Nithart war ab 1465 Domherr in Konstanz, ab 1475 Domdekan und ab 1479 Domkustos; er starb im Jahr 1500. Die Nithartsche Familie besaß in Ulm eine eigene Bibliothek; Heinrich Nithart selbst war im Jahr 1465 Mitaussteller einer Urkunde mit einer Liste nach Zürich ausgeliehener Handschriften aus dieser Büchersammlung 216 . Nitharts Exlibris trägt eine heute in der UB Freiburg aufbewahrte Inkunabel, die zudem einen Ohninger Provenienzvermerk des 16. Jahrhunderts aufweist 217 . Zwei weitere in Freiburg lagernde Ohninger Inkunabeln zeigen ebenfalls Besitzvermerke des Stifts aus dem 16. Jahrhundert 2IS . In der Zeit von 1483 bis 1500 wurde das Ohninger Anniversarium GLA 64/22 angelegt. Das bis 1734 geführte Verzeichnis enthält eine Liste der Mönche des Klosters von 1519-1644 219 . Bei der zweiten heute nachweisbaren Handschrift Ohninger Provenienz, K 1874, handelt es 213 Schmid , Säkularisation, S. 53. 214 Schmid , Säkularisation, S. 67-69. 215 H elvetia sacra 1,2, S. 343-348; J anson , S. 253-272, 348-358; MBK 1, S. 200-255. 216 Helvetia sacra 1 ,2, S.819 f; 11 ,2, S.231, 589-591; Das Bistum Konstanz, 1: Das Stift St.Stephan in Konstanz, bearb. von H.Maurer , Berlin/New York 1981 (Germania sacra NF. 15), S.353f; MBK 1, S. 382 f. 217 Sack , Nr. 3395. 218 Sack , Nr. 3051, 3183. 219 R ep . A nniv ., S. 18. 79 Einleitung sich um ein aus zwei Doppelblättern bestehendes Fragment eines Epistolars des 14./15. Jahrhunderts 220 . Die Handschrift selbst wurde im Kloster 1579 zu Kopertumschlägen für Akten makuliert, wie die Aufschrift Deß Gottshaus Otlingen Underthonen und Ußlendischen 79iste (bzw. 80iste) Jarrechnung Anno etc. 1579 (bzw. 1580) zeigt. Das Fragment wurde wohl im 19. Jahrhundert vom Generallandesarchiv Karlsruhe an die Hofbibliothek abgegeben. Wahrscheinlich erlitt die Bibliothek bei den Beraubungen des Klosters im Dreißigjährigen Krieg auch Schaden. Im 17. und 18. Jahrhundert wurden die Bücher des Stifts mit Besitzeinträgen versehen, soweit dies nicht schon früher geschehen war. Vermerke dieser Art tragen neben Öhningen 1 vier heute in der Freiburger Universitätsbibliothek aufbewahrte Inkunabeln 221 . Im 1756 erschienenen ,Diarium helveticum' von Augustinus Calmet ist auch die Oh- ninger Bibliothek erwähnt, die aber an Handschriften nicht reich sei 222 . Die Bibliothek war vor ihrer Auflösung im linken Flügel des Konventsgebäudes untergebracht 223 . Wie aus den Säkularisationsakten hervorgeht, besaß das Kloster zwei wohl im 18. Jahrhundert angelegte Kataloge, den Catalogus minor und den Catalogus maior. Unter den Akten der Universität Heidelberg hat sich der Catalogus minor erhalten. Das systematisch angelegte Verzeichnis nennt etwa 2500 Titel; weitere Werke waren, wie einzelne Verweise zeigen, im Catalogus maior erfaßt. Der Schwerpunkt der Bibliothek lag im 16. und 17. Jahrhundert. Das jüngste überhaupt verzeichnete Buch stammt von 1789. Insbesondere in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurden nach dem Katalog so gut wie keine Werke mehr angeschafft. Größere Gruppen waren die der Theologi polemici (220 Titel), der Libri spirituales et ascetici (380 Titel), der Historici sacri (250 Titel) und der Grammatici (325 Titel). Immerhin führt das Verzeichnis etwa 50 datierte Inkunabeln sowie einige Handschriften auf 224 : S. VI, N. 4. Erath Augustini Can. Reg. Antiensis in Crisie Aegidii Rambeck in 8°. M. S. S. I, N. 7. Regula S. P. Aug. cum commentariis Ugonis et statutis M. S. in 4to mai. S. III, N.8a. Stanishursti Guilielmi S.J. Historia Dei patientis Teutsch M. S. S. II, N. 2. Obsequialis Uber Dioceseos Constantiensis M. S. in fol. pergameno S. II, N.21. Historia universalis M. S. in 4to mai. S. IV, N.24. Horographia M. S. in 8° Öffnung des Gotteshaußes und Gemeinde zu Öhningen M. S. in 8°. Compact. Erath Augustini tractatui thlgio. Canco. in Cl. 4 (ohne Signatur). Die Aufteilung der Klosterbibliothek nach der Säkularisation erfolgte in zwei Anläufen 225 . 220 Kat. Karlsruhe VIII, S. 63, 116. 221 Sack , Nr. 786, 1650, 2653, 2929. 222 A. Calmet , Diarium Helveticum, Einsiedeln 1756, S. 113: In bibliotheca libris impressis abunde in- structa, vix unus aut alter superest codex manu exaratus. 223 R. Schmalz , Dorf und Kloster Oehningen am Untersee, in: Bodensee-Chronik 12 (1923), S. 46. 224 GLA 205/85, S.68, 135, 141, 241, 288, 314, 340. 225 Mittler, S. 85-87; BLB, K 2986, 11 (Acta die Bibliothek des Klosters zu Oehningen betr. 1805-1806, 1808-1810). 80 Einleitung Ein Hofratsprotokoll vom Mai 1804 bezeichnete die Sammlung als nicht sehr wertvoll; der Katalog sei unvollständig, darüber hinaus fehle als Folge der Kriegswirren einiges. Vom Vorschlag, die gesamten Bestände mit Ausnahme des heutigen Cod. Öhningen 1, der nach Karlsruhe gesandt wurde, zu verkaufen, rückte man im November des Jahres jedoch ab. Da der mit der Neukatalogisierung beauftragte Öhninger Dekan Thaddaeus Mayer 226 mit der Arbeit nicht vorankam, sandte er den Catalogus minor nach Karlsruhe. Die Hofbibliothek sollte das Verzeichnis nach Vorauswahl an die Universität Heidelberg abgeben, was am 13. April 1805 nach Markierung von 174 Titeln auch geschah 227 . Dort blieb der Katalog jedoch liegen, so daß die Verteilung nicht zustande kam. Erst am 17. Oktober 1808 schickte das Finanzministerium der Hofbibliothek den zwischenzeitlich von Mayer erstellten Katalog der Bibliothek und bat erneut um Vorauswahl. Karlsruhe kam diesem Verlangen nach, teilte aber mit, daß nach der Vorauswahl von 1805 keine Bücher eingegangen seien; dem Finanzministerium wiederum war es in der Folge nicht mehr möglich, die Akten dieses Aufteilungsversuches aufzufinden. Gemäß der Auswahlliste von 1808 wünschte die Hofbibliothek aus Öhningen lediglich acht Werke 228 . Im Gegensatz zum Stand von 1805 wurde nun die UB Freiburg Nutznießer der von der Hofbibliothek nicht beanspruchten Titel. 1810 erhielt die Hofbibliothek ihren Anteil 229 ; im gleichen Jahr wurde Freiburg gebeten, die Nachauswahl zu treffen. Im Frühjahr 1811 gingen der UB in sieben Kisten 138 Titel zu, darunter einige wertvolle Werke, unter anderem sechs Inkunabeln; eine Reihe der im Verzeichnis aufgeführten Werke konnte jedoch nicht mehr aufgefunden werden 230 . Freiburg erhielt somit den Löwenanteil der Öhninger Bestände 231 ; die BLB besitzt heute keinen Druck Öhninger Provenienz mehr. Die im Kloster zurückgebliebenen Bücher wurden an die dort wohnenden Kapläne verteilt. Bis 1929 lagerten noch Buchbestände des Stifts in einem Öhninger Privatanwesen 232 . Tabellarische Ubersicht Karlsruhe, BLB Cod. Öhningen 1: Albertus de Siegburg, Biblia sacra, Stephanus Langton (?), Oberrhein und Nordfrankreich, 13. Jh. 2 und 14. Jh., im 15. Jh. ausgeliehen von dem Konstanzer Bi- 226 Schmid , Säkularisation, S. 68. 22/ GLA 205/85 (Brief von Friedrich Molter), 229/79928,11, B1.67 v , 96 r . 228 BLB, K 2986,11, Bl. 3 r : Extract des... hieher gegebenen Katalogs der Klosterbibl. zu Oehningen. 229 M ittler , S. 87; BLB, K 2986,11, Bl. 8 r ; K 2986,6, B1.32 r . 230 Mittler, S. 87. 231 S. dagegen W. Sühl-Strohmenger , Bestandsgeschichte, in: HHBD 7, S. 102. 232 Mittler , S. 87; E. Hangarter , Augustiner-Chorherren in Öhningen, in: Ohningen 1988. Beiträge zur Geschichte von Ohningen, Schienen und Wangen, hrsg. von H. Berner , Singen 1988, S. 87. 81 Einleitung schof Otto von Hachberg (1410-1434) und dem Konstanzer Kanoniker Heinrich Nit- hart (gest. 1500) Cod. K 1874: Epistolarfragment, 14./15. Jh., ehemals Kopert eines Ohninger Rechnungsbuches der Jahre 1579-1580, im 19. Jh. vom GLA an die BLB abgegeben ( Kat . VIII, S. 63, 116) Karlsruhe, GLA 64/22: Seelbuch des Klosters Öhningen, ca.1480-1500 angelegt, bis 1734 geführt. Mit Liste der Konventualen von 1519 bis 1644 ( Rep. Anniv ., S. 18) verschollen/verloren: Augustinus Erath, In Crisie Aegidii Rambeck; Augustinus Erath, Tractatus theologicus (Druck?); Regula Augustini cum commentario et statutis; Guilelmus Stanishurstus, Historia dei patientis, dt.; Obsequialis Constantiensis, Pergament; Historia universalis; Horographia; Öffnung des Gotteshauses und der Gemeinde zu Öhningen Offenburg, Franziskaner Auf Einladung der Stadt beschloß 1280 das Mainzer Provinzialkapitel der Franziskaner die Gründung einer Niederlassung in Offenburg 233 . Noch im gleichen Jahr wurde mit dem Bau der Klostergebäude neben dem Straßburger Tor begonnen. Hauptaufgabe des Ordens war in der Folge die Seelsorge. Da der Rat der Stadt katholisch blieb, wurde der Konvent von der Reformation nicht in Mitleidenschaft gezogen. 1520, 1528, 1531 und 1609 fanden in Offenburg Provinzialkapitel statt. Der Dreißigjährige Krieg brachte das klösterliche Leben fast völlig zum Erliegen; erst 1648 war ein Wiederbeginn möglich. 1660 wurde vom Kloster ein Gymnasium gegründet, das die städtische Lateinschule ergänzte. Mit der gesamten Stadt brannten französische Truppen 1689 auch den Konvent nieder. Nach Abschluß des Wiederaufbaus konnte 1692 der Schulbetrieb wieder aufgenommen werden. Im 17. und 18. Jahrhundert sind Theateraufführungen des Gymnasiums belegt. Die Existenz des Gymnasiums verhinderte eine sofortige Aufhebung des Klosters 1802/03 mangels anderer Schulen am Ort 234 . Ein Aufhebungsbeschluß vom 26. Januar 1808 blieb weitgehend folgenlos. Erst 1813 ging das Vermögen der Franziskaner im neu zu errichtenden städtischen Gymnasium auf. Der Konvent selbst wurde im Folgejahr aufgehoben. 1823 rich- 233 Weiss, S.3-18; R. Klotz , Das Franziskanerkloster in Offenburg, in: Die Ortenau 58 (1978), S. 431-437; K ähni, S. 171-173. 234 Schmid, Säkularisation, S. 208-211. 82 Einleitung teten Augustinerinnen aus Oberweier ihr Lehr- und Erziehungsinstitut,Unserer Lieben Frau' im Kloster ein 235 . Die Bibliothek Ältestes Zeugnis für Offenburger Bücherbesitz ist Cod. Offenburg 1 mit einem auf [14]94 datierten Besitzvermerk des Klosters (s. Abb. 32). Teile der etwa zeitgleich zusammengefügten Handschrift stammen aus dem Schaffhausener Franziskanerkloster. Der Codex hat in Offenburg die Zerstörung von 1689 überlebt. Spätestens mit Errichtung der Klosterschule wird eine angemessene Bibliothek aufgebaut worden sein. Im Grimmelshausen-Gymnasium Offenburg hat sich eine Reihe von Drucken erhalten, die auf 1705 datierte Besitzvermerke des Klosters zeigen 236 . Hier handelt es sich allerdings schon um Neuanschaffungen nach dem Brand. Ebenfalls erst nach der Katastrophe wird BLB, Pc 335 Ink. aus dem Vorbesitz von M.Johann Caspar Fundelius, ab 1620 Archi- presbyter des Ruralkapitels Offenburg 237 , in die Klosterbibliothek gekommen sein. Wohl zu Beginn des 18. Jahrhunderts konnte das Kloster eine Büchersammlung erwerben, die auf die Juristen Johannes Jacob Waibel (1627-1716) und Johannes Franciscus Sachs zurückging und Teile älterer Juristenbibliotheken enthielt 238 . Als Verfasser von Predigten und theologischen Schriften hat sich im 18. Jahrhundert der Offenburger Konventuale Joachim Braunstein hervorgetan. Braunstein wurde 1745 geboren, legte 1764 Profeß in Offenburg ab und starb 1789 als Professor der Pastoralwissenschaft in Luzern 239 . Die zweite heute erhaltene Offenburger Handschrift, Cod. K 1184 mit den ,Insti- tuta Helvetiorum' von Thomas Murner 240 , trägt einen Besitzvermerk Braunsteins 241 . Die in Karlsruhe erhaltenen Handschriften und Drucke aus Offenburg 242 zeigen ansonsten einheitlich undatierte Provenienzvermerke des 17./18. Jahrhunderts. Im 18. Jahrhundert wurden die einzelnen Bände äußerlich aneinander angeglichen. Der Rücken ist heute, soweit 235 Kähni, S. 194 f. 236 Tröndle- W eintritt , S. 183. 237 s.S.58. 238 U. Obhof , Provenienzen der Bibliothek des ehemaligen Franziskanerklosters in Offenburg, in: ZGO 145 (1997), S. 448-461. 239 Weiss, S. 14. 240 Kat. Karlsruhe IV, S. 225, 313; Th. von Liebenau , Der Franziskaner Dr Thomas Murner, Freiburg i.Br. 1913, S. 134 f; Thomas Murner. Elsässischer Theologe und Humanist 1475-1537. Eine Ausstellung der Badischen Landesbibliothek Karlsruhe und der Bibliotheque Nationale et Universitaire de Strasbourg, Karlsruhe 1987, S. 104-111, S. 160 f (B 15-16c). 241 Bl. I r : Ex libris Frat. Joachim Braunstein De Offenburg. 242 Cod. Offenburg 1, K 1184; BLB, De 79, 2 fol. Ink., Dh 9 fol. Ink., Pc 153 fol. Ink., Pc 335 Ink. 83 Einleitung erhalten, gekalkt und trägt jeweils zwei rechteckige, gedruckte Rückenschilder. Auf dem oberen, von einer Randbordüre umgebenen, findet sich (z.T. sekundär aufgeklebt) jeweils ein Signaturbuchstabe, auf dem unteren (mit doppelter Umrandung) der Kurztitel des Buches. Im Falle von BLB, De 79,2 fol. Ink. und Cod. K 1184 ist das Titelschild in Golddruck ausgeführt. Ebenfalls aus dem 18. Jahrhundert stammt ein gedrucktes Exlibris des Klosters (AdBibliothecam FF Min. Convent. Offonisburgi) 243 . Die Hofbibliothek erhielt mit Schreiben vom 11. September 1807 den heute verschollenen Bibliothekskatalog des Klosters mit der Bitte um Vorauswahl 244 . Gemäß dem Extract aus dem Katalog des Offenburger Minoritenklosters wurden nur gut 100 Titel vor allem des 17. und 18. Jahrhunderts angefordert, darunter auch Cod. Offenburg 1 ( Jesu Christi vita etc. Ms. ) 245 . Am 12. November 1807 gingen zwei Kisten mit Büchern nach Karlsruhe ab; allerdings konnten einige gewünschte Titel in der verworrenen klösterlichen Bücher- Sammlung nicht gefunden werden 246 . Das Gros der Offenburger Bibliothek kam in den Besitz des Offenburger Gymnasiums 247 . Bei der Vorauswahl war Karlsruhe bereits angewiesen worden, auf Bücher für den Schulgebrauch zu verzichten. Die Auswahl aus dem Klosterbestand geschah durch Mitglieder der Katholischen Kirchenkommission in Bruchsal 248 . Im Anschluß daran wurde die Hofbibliothek zur Nachauswahl aufgefordert; diese verzichtete, mahnte aber, wohl erfolglos, die bisher nicht aufgefundenen Titel an 249 . Die 1604 Altdrucke der Offenburger Gymnasialbibliothek stammen zu mindestens einem Drittel mit Sicherheit aus dem Franziskanerkloster; aus dieser Provenienz sind auch Bände aus dem Besitz der Konventualen Joachim Braunstein und Leopold Schmautz in die Sammlung geraten, die weiter einige Titel aus Gengenbach und Ettenheimmünster enthält 250 . Auch Cod. K 1184 (ursprünglich Besitz Braunsteins) kam zuerst in die Gymnasialbibliothek, wurde aber 1879 von der Hofbibliothek gekauft. Das Priesterseminar St. Peter besitzt heute eine Bibel-Inkunabel aus Offenburg, die bei einer Dublettenversteigerung der Universität Heidelberg erworben wurde 251 ; somit gelangten wohl auch nach Heidelberg einzelne Titel der Klosterbibliothek. 243 BLB, De 79,2 fol. Ink., Dh 9 fol. Ink. 244 BLB, K 2986,12 ( Acta die Bibliothek des Minoritenklosters zu Offenburg betr. 1807. 1808), Bl. l r . 245 BLB, K2986, 12, B1.3 r -4 r . 246 BLB, K2986,12, B1.5 r -6 r . 24 I. Tröndle , Die historische Bibliothek des Grimmelshausen-Gymnasiums in Offenburg. Ihre Geschichte und ihr aktueller Bestand, in: Die Ortenau 69 (1989), S. 269-278. 248 T röndle- W eintritt , S. 183. 249 BLB, K2986,12, B1.8 r -9 r . 250 Bibliothek des Grimmelshausen-Gymnasiums Offenburg, in: Expressum. Aktuelles aus dem Bibliothekssystem Freiburg i.Br., 1993, Nr. 10, S. 5 f. 251 Sack , Nr. 680. 84 Einleitung Tabellarische Übersicht Karlsruhe, BLB Cod. Offenburg 1: Ludolphus de Saxonia, Bartholomaeus Anglicus, Iordanus de Quedlin- burgo, Augustinus Triumphus, Robertus Holcot, Schaffhausen u.a., 1415-1470, z.T. von dem Schaffhausener Franziskanerguardian Johannes Schlettstatt (1467 belegt) geschrieben Cod. K 1184: Thomas Murner (1457-1537), Instituta Helvetiorum, Autograph. Aus dem Besitz des Offenburger Konventualen und Luzerner Professors Joachim Braunstein, später in der Offenburger Gymnasialbibliothek ( Kat. IV, S. 225, 313) St. Märgen, Augustinerchorherren (Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald) Das Augustinerchorherrenstift St. Märgen ist vermutlich 1118 gegründet worden 252 . Die urkundliche Uberlieferung setzt 1120/21 ein. Einen Rückschlag erlitt der Konvent Anfang der 80erJahre des 13.Jahrhunderts durch einen Klosterbrand. Ab den 20erJahren des H.Jahrhunderts begannen Streitigkeiten mit den Vögten aus der Familie Schnewelin, die die wirtschaftliche Basis des Klosters mehr und mehr beeinträchtigten. 1370 kam es im Zusammenhang mit dieser Krise zu einer Union zwischen St. Märgen und dem 1300 gegründeten Augustinerchorherrenstift Allerheiligen in Freiburg. Zeitgleich ging die Vogtei an die Herren von Blumeneck über, die für das Kloster Ende des Jahrhunderts ebenfalls problematisch wurden. Nach einem Klosterbrand 1430 verkaufte 1462 Abt Johann Fähr (1461-1474) das gesamte Gründungsgut St. Märgens an die Stadt Freiburg; der Konvent mußte nach Allerheiligen umziehen. Schon bald setzten aber Versuche ein, den Verkauf rückgängig zu machen. Der Allerheiligener Konvent hatte in den 90er Jahren des 15. Jahrhunderts Kontakt zur In- dersdorfer Reform; wieweit diese eingeführt wurde, läßt sich nicht sagen. An der Visitation des Klosters war über die Jahrhunderte ansonsten vor allem das Augustinerchorherrenstift Kreuzlingen beteiligt. Bis zum Ende des 17. Jahrhundert drohte dem Konvent immer wieder die Auflösung. Um 1680 wurde das Kloster Allerheiligen aufgrund der Neuanlage von Befestigungen der Stadt abgerissen. Erst 1685 konnte der Konvent ein Wohnhaus in der Stadt als Ersatz erwerben. Unter Abt Andreas Dilger (1713-1736) allerdings nahm die Gemeinschaft großen Aufschwung. Von 1714 bis 1717 wurde in Freiburg ein neues Allerheiligenkloster errichtet. Nachdem 1699 der St. Märgener Meierhof von der Stadt Freiburg zurückerworben worden war, entstanden von 1715 bis 1729 dort eine neue Kirche und ein neuer Klosterbau. Dilger übersiedelte 1725 an den alten Standort, Allerheiligen blieb Propstei des Klosters. Im 252 Bader, St. Märgen, S. 211-278; Müller, Studien, S. 5-129. 85 Einleitung 18. Jahrhundert prosperierte das Stift und wies eine kontinuierlich hohe Zahl von Konventua- len auf. Am 26. August 1806 wurde St. Märgen aufgehoben 253 . Die Kirche dient seitdem als Pfarrkirche. Im Sommer 1807 endete die Klosterökonomie; sämtliche Klostergebäude und -felder wurden 1813 versteigert. Die Bibliothek Das älteste Zeugnis St. Märgener Bücherbesitzes ist der Berain GLA 66/10487 aus dem 13. Jahrhundert 254 . Ein Brief von Gottfried von Lötschibach (1295-1322), Abt des Klosters St. Peter, aus dem Jahre 1322 berichtet über den trostlosen Zustand des Konventes in Zusammenhang mit den Konflikten mit den Vögten. Die Mönche hätten das Kloster verlassen ... to- tis ornamentis, libris ac aliis quibuscunque ad divinum cultum... secum deductis et in locis vicinis, prout fieri poterat, conservatis ... 2:>5 . Der Klosterbrand von 1430 vernichtete wohl auch die Bibliothek. In einer Bauinschrift der 1493 wiederhergestellten Pfarrkirche St. Märgen heißt es: Cella s. Mariae heiß ich warlich, Anno 1430 verbrann ich schandlich, mit Gloken, Orgien, Kelchen, Büchern und allen Dingen.. . 23( '. Von den erhaltenen Handschriften lassen sich St. Märgen 3 und 4 am frühesten in Klosterbesitz nachweisen oder vermuten. St. Märgen 3 enthält Reformstatuten des Augustinerchorherrenstiftes Indersdorf und entstand um 1494, sicher in Zusammenhang mit der etwa zeitgleich in Angriff genommenen Reform des Ausweichklosters 257 . Die Amtszeit des Allerheiligener Propstes Ulrich Stehelin (1574/83-1609) ist durch häufige Visitationen gekennzeichnet 258 . Gemäß einer Charta visitatoria von 1591 soll der Probst... sich befleißen, das ain beßonnderer vnnd bequemer ort zur Bibliotheck verordnet, vnnd derselb mit guotten nutzlichen buochern versehen werdt, vnnd zuuorderst soll er ettlich Exemplar Bibliorum, concilii Tridentini, cathecismi Romani, Sacrorum Homiliarum Teütsch vnnd Lateinisch, item eines autoris, de Casibus Con- scientiae, auch Statuta Synodalia Constantiensia für den Conuent kauffen ly '. Offensichtlich besaß das Kloster weder einen Bibliotheksraum noch eine nennenswerte Bibliothek. In Zusammenhang mit den Visitationen ist auch Cod. St. Märgen 4 zu sehen. Die um 1595 hergestellte Handschrift enthält die etwa hundert Jahre vorher erlassenen Reformstatuten des Augustinerchorherrenstiftes St. Peter in Waldsee. 253 Schmid , Säkularisation, S. 145-147. 254 K rebs , GLA, S. 184. 255 Badf.r , St. Märgen, S. 233 u. Anm. 1 . 256 Bader , St. Märgen, S. 244 u. Anm. 2; Müller , Studien, S. 59 f. 25 Müller , Studien, S. 60-62. 258 Müller , Studien, S. 71 —75, 123. 259 Müller , Studien, S. 137. 86 Einleitung 1649 wurde Christoph Angerer (1649-1675) Propst in Allerheiligen. Bei seiner Übersiedelung vom Profeßkloster Kreuzlingen erstellte er eine Liste des mitgeführten Inventars, die auch 31 Drucke nennt. Ein Teil davon wurde später wieder zurückgegeben 260 . Aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts stammt auch die Kollektaneensammlung GLA 65/522, mit der die Klosterhistoriographie einsetzt 261 . 1658 erwarb Allerheiligen, vielleicht als Teil einer größeren Sammlung, zwei heute in Freiburg aufbewahrte Inkunabeln, 1665 einen Frühdruck; gemäß undatierten Besitzeinträgen kamen bis 1700 weitere fünf Einheiten hinzu 262 . Aus dem 17. Jahrhundert stammt auch der Besitzeintrag des Klosters in Cod. St. Märgen 2. Eines der Verdienste des Propstes Adam Schmid (1682-1698) war seine intensive Beschäftigung mit der Geschichte von St. Märgen und Allerheiligen. Auf ihn gehen eine von 1121 bis 1696 reichende Klosterchronik und ein auf Akten basierender Kollektaneenband zurück 263 . 1699 oder später erwarb das Kloster ein dreibändiges Werk aus dem Privatbesitz des Konventualen Franz Xaver Schmidt 264 . Im 17./18. Jahrhundert wurde die Inkunabel BLB, Ei 43 fol. Ink. mit einem Allerheiligener Besitzvermerk versehen. Der Codex gehört laut einem vorgängigen Schenkungsvermerk zur Stiftung des Johannes Sutorvon Zurzach, mit der er 1506 die Domus Carthusiana in Freiburg bedacht hatte 265 . Auf 1708 ist eine zweibändige, heute verschollene Handschrift des späteren Abtes Andreas Dilger (1713-1736) datiert. Das im Katalog von 1780 (s. unten) aufgeführte Werk enthielt Collectanea Theologica ex S. Thoma Aquinate. Nach dem Neubau des Konventsgebäudes in St. Märgen 1725/29 war die Bibliothek im zweiten Stockwerk untergebracht 266 . Die Rückkehr des Konvents an seinen Ursprungsort schlägt sich auch in Besitzvermerken nieder, in denen nun nicht mehr nur Allerheiligen auftaucht. In einem auf 1725 datierten Eintrag heißt es: Canonicorum regularium in Mariae Zell et ad omnes sanctos Friburgi 267 . Der Druck BLB, 42 B 256 R trägt den Vermerk Canonicorum Regularium S. Augustini ad Cellam S. Mariae in nigra silva, et ad omnes Sanctos Friburgi Brisgoiae 1735. Auf das fürstenbergische Jubilaeum triplex von 1740, an dem der Abt von St. Märgen möglicherweise teilgenommen hat, lassen sich mit Cod. St. Märgen 9-10 zwei kleine Schriften zurückführen. 260 Müller , Studien, S. 81, 126-128. 261 Kat. Karlsruhe GLA, S. 193 f. 262 Sack , Nr.2140, 3467 (1658); UB Freiburg, L 3343,h (1665); Sack , Nr. 583, 816, 1936, 2427, 2584. 263 GLA. 65/521, 11375 (olim 1527); Kat. Karlsruhe GLA, S .193; Müller , Studien, S .83-87 u. Anm. 595. 264 BLB, 42 B 231 R, Bd. 1-3; Matr. Freiburg 2, S.230 Nr. 5. 265 Vgl. Sack, S. 1642. 266 M. Hermann , Die Klosterkirche zu St. Märgen im 18. Jahrhundert. Eine kunstgeschichtliche Betrachtung, in: St. Märgen, Hochschwarzwald. Festschrift anläßlich der 850-Jahr-Feier, bearb. von W. Müller u. a., St. Märgen 1968, S. 70. 267 Sack , Nr. 2872. 87 Einleitung Unter den Drucken St. Märgener Provenienz erscheinen auch drei Bände 268 aus dem Besitz des 1673 verstorbenen, in Freiburg tätigen Juristen Johannes Moises 269 . Die zu ihnen gehörende Inkunabel BLB, Ei 86 fol. Ink. ist mit einem auf 1768 datierten St. Märgener Kaufvermerk versehen. Weitere Büchererwerbungen des Klosters sind für 1774 und 1781 belegt 270 . Durch einen St. Märgener Besitzvermerk des 18. Jahrhunderts ist der heutige Cod. 250 der UB Freiburg in dieser Zeit als Teil der Klosterbibliothek gesichert. Die von dem Rapperswiler Stadtschreiber Matthäus Zimmermann geschriebene Handschrift enthält ein Diarium der Belagerung der Stadt Rapperswil im Jahre 1656 von Johann Peter Dietrich (1611-16 8 8) 271 . Zeugnis des gesellschaftlichen Lebens, in das der Abt in dieser Zeit eingebunden war, sind Cod. St. Märgen 5-8, die Gratulationschronogramme, Festearmina und Hirtengedichte zum Namenstag von Abt Michael Fritz (1766-1797) für die Zeit von etwa 1767 bis 1772 enthalten. Diese Gelegenheitsdichtungen wurden von St. Märgener und St. Peterer Konventualen verfaßt. Im gleichen Zusammenhang steht Cod. St. Märgen 11 mit einem Festdrama zum Namenstag des Kreuzlinger Abtes Prosper Donderer (1760-1779). 1780 wurde ein neuer Bibliothekskatalog angelegt, der heute unter der Signatur Cod. 561 272 in der UB Freiburg aufbewahrt wird. Das Verzeichnis führt auf 728 Folioseiten etwa 2500 alphabetisch geordnete, selbständige Titel auf. In großer Zahl werden darüber hinaus unselbständige Werke, aber auch Beibände verwiesen. Neben dem Druck Cod. St. Märgen 1 (S. 431: a Mesgnien. Meninski Franc., Linguamm Orientalium, Turcicae, Arabicae, Persicae Institutiones, fol., I Bd., Wien 1680 ) wird lediglich eine weitere, heute verschollene Handschrift aufgeführt (S. 174: Dilger, Andreae Abb. Can. Reg., Collectanea Theologica ex S. Thoma Aquinate. Manu- script. Fol., II Bde, 1708 ). Einen vorangehenden, heute verschollenen Katalog erwähnen die Säkularisationsakten (s. unten). Mit einiger Sicherheit ist die deutsche Speculum humanae salvationis-Handschrift Cod. H. 78 Ende des 18. Jahrhunderts in St. Märgen faßbar. Auf Jeremias Jakob Oberlin, den Herausgeber des 1781 erschienenen ,Glossarium Germanicum medii aevi' von Johann Georg Scherz, gehen Notizen zurück, die den Codex als zeitgleichen Besitz des Abtes des Klosters belegen. Vor 1827 gelangte die Handschrift auf unbekanntem Weg in das Großherzoglich Badische Kupferstichkabinett und von dort 1919 an die Badische Landesbibliothek 273 . Ein großer Teil der älteren Handschriften und Drucke aus St. Märgen trägt, soweit noch in originalem Zustand, einheitliche Rückenschilder des 18. Jahrhunderts, die an einem doppel- 268 Sack , Nr. 2793; BLB, Ei 27 a fol. Ink., Ei 86 fol. Ink. 269 Vgl. Sack, S. 1612. 270 BLB, Dh 4 Ink, 42 C 13 R, Bd. 1-2. 2,1 Kat. Freiburg 1,5, S. 50. 272 Kat. Freiburg I, 5, S. 101. 273 s.S.526. 88 Einleitung ten roten Rand erkennbar sind 274 . Ein kleiner Teil der Bände zeigt gekalkte Rücken 2 5 . Die Handschriften St. Märgen 3 und 4 weisen zusätzlich unter dem Rückenschild einen doppelt rot umrandeten Rhombus auf, der ursprünglich wohl noch eine Nummer zeigte. Etliche undatierte Besitzvermerke des 18. Jahrhunderts lassen die gesichertere wirtschaftliche Lage des Klosters in dieser Zeit erkennen 276 . Schließlich sind aus dem 18. Jahrhundert einige Klostertagebücher überliefert. Die Jahre 1713 und 1714 werden teilweise durch das Allerheiligener Diarium GLA 65/220 abgedeckt 277 . St. Märgen selbst betreffen die Diarien von Abt Andreas Dilger (1713-1736, GLA 65/523-524 für 1717-1735), Abt Petrus Glunk (1736-1766, GLA 65/525-527 für 1724-1766) und Abt Michael Fritz (1766-1797, GLA 65/528 für 1766- 1781 ) 278 . Darüber hinaus bewahrt das Pfarrarchiv St. Märgen eine Klosterchronik von Michael Fritz sowie ein Necrologium auf 279 . Gemäß Beschluß vom 10. April 1806 erhielt die Hofbibliothek die Kataloge der Klöster St. Peter, St. Märgen und Kenzingen mit der Bitte um Vorauswahl. Die Durchsicht war erst am 2. Oktober 1806 vollendet und hatte zum Anstreichen von 565 in einer Liste aufgeführten, alphabetisch geordneten Drucken geführt 280 . Am 6. Dezember 1806 wurden 12 Kisten mit Büchern von St. Märgen nach Karlsruhe abgefahren. Zwei der gewünschten Drucke gingen mit weiteren Drucken und zwei Handschriften ( einem hübschen Breviario (St. Märgen 12?) sowie einem Graduale ord. Carthus.) in Kisten, die an das Archiv gesandt worden waren, der Hofbibliothek zu. Auf dem Umweg über eine Lieferung an die Gemäldegalerie erhielt die Bibliothek weiter einige Handschriften aus Günterstal und St. Märgen ( Manuskript von Historischen Kollektaneen aus dem XVI. ten Jahrhundert (Güntersthal 11, aus St. Märgen), ein dito, ältere, Reisen in die MorgenLänder betr. (St. Märgen 2); 2 Choral Bücher in 4° auf Pergament (Günterstal, nicht näher faßbar); ein Psalterium Davidicum (Güntersthal 8); ein Pergam. Manuskript über die Behandlung kranker und sterbender Nonnen (U.H.II, wohl aus Günterstal) 281 . Der Hauptlieferung waren einige nicht gewünschte Werke beigepackt, andere, verlangte, fehlten jedoch. In einer Rechtfertigung durch den ehemaligen Bibliothekar Thomas Müller und den Amtsnachfolger Andreas Schiele wird angeführt, daß schon bei der Anlage des Katalogs von 1780 Titel aus dem vorgängigen Katalog übertragen worden seien, auch wenn die Bücher selbst nicht auffindbar waren. 1796 habe ein französischer Kommissar vor allem Inkunabeln und Frühdrucke entwendet. Weiter seien Bücher gestohlen oder verliehen 274 St. Märgen 1, 3, 4; BLB, Ei 27 a fol. Ink., Ei 43 fol. Ink., Ei 86 fol. Ink., Ei 126 fol. Ink., Bd. 1-3, 42 B 231 R, Bd. 1-3, 42 B 256 R; UB Freiburg: L 3343,h, N 2068,df. 275 BLB, Ei 2 a fol. Ink., Ei 126 fol. Ink., Bd. 1-3. 276 St. Märgen 1; BLB, Eb 57 fol. Ink., Ei 126 fol. Ink., Bd. 1-3, Pc 48 Ink., 42 B 231 R, Bd. 1-3. 277 Kat. Karlsruhe GLA, S. 92. 278 Kat. Karlsruhe GLA, S. 194f; Irtenkauf, S. 35-278; Kern , Tagebuch, S. 140-309. 279 Kern , Tagebuch, S. 141. 280 BLB, K 2986,10 (Acta Uber die Bibliothek zu St.Mergen 1806), Bl. V, 3 r , 4 r — 11 v . 281 BLB, K2986,10, B1.12 r - V . 89 Einleitung oder aber in Privatbesitz zurückgegeben worden. Ein separates Verzeichnis nennt 69 nicht vorgefundene Titel, von denen einige wenige wieder auftauchten 282 . Der UB Freiburg ging am 5. Dezember 1806 der Bibliothekskatalog von St. Märgen zu. Am 18. Dezember begab sich der Freiburger Bibliothekar Josef Baggati nach St. Märgen, um die gewünschten Titel - auch er stellte Verluste fest - auszuheben. In der Folge erhielt die UB Freiburg sieben Kisten. Von den Dubletten abgesehen, wurde der Zuwachs auf 450 Bände geschätzt, darunter die Handschriften Cod. 250 und 561 sowie der Frühdruck D 1946, aus dem Fragm. 63 ausgelöst wurde. Gleichzeitig entstand aus dem Bücherrest eine Pfarrbibliothek für St. Märgen. Ebenfalls im Dezember gingen der UB etwa 200 Bände aus der Bibliothek der gleichfalls aufgehobenen Propstei Allerheiligen zu 283 . Aus diesem Kloster stammen auch die neun Inkunabeln, die Freiburg aus dem Bestand Allerheiligen/St. Märgen besitzt 284 . Anläßlich der Bestätigung der Pfarrbibliothek wurde 1820 festgestellt, daß der Bestand durch Diebstähle von Insassen eines Invalidenspitals, das während der Befreiungskriege in St. Märgen bestanden hatte, vermindert war 285 . Die Pfarrbibliothek St. Märgen wurde 1905 durch Engelbert Krebs katalogisiert. Die 918 Bände waren im Nebenbau über der Sakristei untergebracht. Es handelte sich gemäß den Provenienzvermerken um alte Drucke aus Allerheiligen sowie um Moral- und Predigtwerke des 18. Jahrhunderts aus St. Märgen selbst. Die gesamte Pfarrbibliothek ging beim Brand St. Märgens am 12. September 1907 unter 286 . Tabellarische Übersicht Karlsruhe, BLB Cod. St. Märgen 1: Türkische Texte mit französischer Übersetzung (an Druck), Straßburg (?), um 1720 Cod. St. Märgen 2: John Mandeville, Reisen, in der Übersetzung Ottos von Diemeringen, deutsch, Elsaß, 1416 Cod. St.Märgen 3: Reformstatuten des Augustinerchorherrenstiftes Indersdorf 1427-1471, Südwestdeutschland, um 1494 Cod. St. Märgen 4: Reformstatuten des Augustinerchorherrenstiftes St. Peter in Waldsee 1492 u. 1495, Waldsee, um 1595 282 BLB, K 2986, 10, Bl.ll v , 13 r -14 r , 15 r -16 v . 283 Mittler , S. 76, 98 f. 284 Sack, S .XLVIf. 285 Schmid , Säkularisation, S. Höf. 286 E. Krebs , St. Märgen und seine Bibliothek (Verbrannt am 12. September 1907), in: FDA 36 (1908), S. 316-322. S. 319 f werden 36 Titel des 15.71 6. Jahrhunderts aufgeführt. 90 Einleitung Cod. St. Märgen 5: Gratulationschronogramme für Abt Michael Fritz (1766-1797) von Paulus Heringer (?), St. Märgen, 1772 Cod. St. Märgen 6: Fidelis Gaes, Festcarmen zum Namenstag von Abt Michael Fritz (1766- 1797), St. Märgen, 1767/68 Cod. St. Märgen 7: Bernhard Bader (1744-1772), Hirtengedicht zum Namenstag von Abt Michael Fritz (1766-1797), St. Peter, 1771 Cod. St. Märgen 8: Bernhard Bader (1744-1772), Festcarmen zum Namenstag von Abt Michael Fritz (1766-1797), St.Peter, 1769 Cod. St. Märgen 9:Jubilaeum triplex Fuerstenbergicum 1740 - Empfangs- und Aufwärterordnung, Meßkirch, 1740 Cod. St.Märgen 10: Festcarmen zum Jubilaeum triplex von Froben Ferdinand von Fürstenberg (1664-1741), Meßkirch, 1740 Cod. St. Märgen 11: Festdrama zum Namenstag des Kreuzlinger Abtes Prosper Donderer (1760-1779), Kreuzlingen (?), 1760-1779 Cod. St. Märgen 12: Nocturnale, pars hiemalis (Cursus monasticus), Ende 13. Jh. Cod. Güntersthal 11: Andreas Rüttel d.J. (um 1532-1587), Collectanea Wirtembergensia, Stuttgart u. a., ca. 1550-1570 Cod. H. 78: Speculum humanae salvationis, dt., Ostmitteldeutschland, Mitte 14. Jh. Ende des 18. Jh's in St. Märgen belegt. Karlsruhe, GLA 65/220: Diarium der Propstei Allerheiligen, Freiburg, 1713-1714 ( Kat ., S. 92) 65/521: Adam Schmid (Abt 1682-1698), Chronik St. Märgen 1121-1696, St. Märgen, 17. Jh. (Kat ., S. 193; Müller , Studien, S. 83-87 u. Anm. 595) 65/522: St. Märgen/Allerheiligen, Tagebuch, Kollektaneen, St. Märgen/Freiburg, 17. Jh. 1 (Kat ., S. 193 f) 65/523-524: Andreas Dilger (Abt 1713-1736), Tagebücher, St. Märgen, 1717-1735 (Kat., S. 194f) 65/525-527: Petrus Glunk (Abt 1736-1766), Tagebücher, St.Märgen, 1724-1766 (Kat., S. 195) 65/528: Michael Fritz (Abt 1766-1797), Tagebücher, St.Märgen, 1766-1781 ( Kat ., S. 195) 65/11375 (olim 1527): Adam Schmid (Abt 1682-1698), Kollektaneen zur Geschichte des Klosters St.Märgen, 17. Jh. ( Müller , Studien, S. 83-87 u. Anm.595) Freiburg, UB Cod. 250: Johann Peter Dietrich (1611-1688), Diarium der Belagerung der Stadt Rapperswil im Jahre 1656, Abschrift des Stadtschreibers Matthäus Zimmermann, Rapperswil, 1671. Im 1 8. Jh. in St. Märgen bezeugt ( Kat. I, 5, S. 50) Cod. 561: Alphabetischer Katalog der Klosterbibliothek, St.Märgen, 1780 ( Kat . 1,5, S. 101) 91 Einleitung Fragm. 63: Philo Judaeus, Quaestionum in Genesi et solutionum über, Italien (?), 7. Jh. 1 , aus dem Frühdruck D 1946, um 1700 in St. Märgen belegt ( Kat. 1,4, S. 456) St. Märgen, Pfarrarchiv Michael Fritz, Klosterchronik ( Kern , Tagebuch, S. 141) Necrologium ( Kern , Tagebuch, S. 141) verschol len/verloren: Andreas Dilger, Collectanea Theologica ex S. Thoma Aquinate, Bd. 1-2, 1708 St. Trudpert, Benediktiner (Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald) Die Frühgeschichte des Klosters St. Trudpert liegt im Dunkeln 287 . Der Tradition nach geht der Konvent auf den historisch nicht faßbaren hl. Trudpert (7. Jh.) zurück. Wohl zu Beginn des 9. Jahrhunderts wird aus einer Einsiedelei ein Kloster hervorgegangen sein. Erste urkundliche Zeugnisse stammen aus dem 11. und 12. Jahrhundert. Das Kloster konnte den im 12. und 13. Jahrhundert in seinem Gebiet aufkommenden Silberbergbau für sich nutzen. Um 1200 wurden die Herren von Staufen zu Klostervögten. 1456 fand, vielleicht nach einem Brand des Klosters, die Weihe einer neuen Kirche statt. Für das Jahr 1518 und den Bauernkrieg sind Plünderungen belegt. Die wirtschaftliche Situation verschlechterte sich im 16. Jahrhundert erheblich, bedingt auch durch eigene Mißwirtschaft. Unter Abt Johannes II. Rösch (1628-1633) schloß sich das vorher immer unabhängige Kloster der Schwäbischen Benediktinerkongregation an. Im Zuge des Dreißigjährigen Krieges wurde das gesamte Kloster 1632 durch schwedische Truppen niedergebrannt. Der Wiederaufbau nach diesem katastrophalen Einschnitt ging nur langsam voran und zog sich von 1648 bis 1670 hin. Von 1712 bis 1716 folgte jedoch bereits die Errichtung des barocken Kirchenneubaus. Unter den Kriegen des 17. und 18. Jahrhunderts hatte das Kloster regelmäßig vor allem aufgrund hoher Kontributionsforderungen zu leiden, war aber Ende des 18. Jahrhunderts gefestigt und lebensfähig. Vor der eigentlichen Auflösung im Zuge der Säkularisation versuchte der Johanniterorden 1802 ergebnislos, das Kloster zu übernehmen 288 . Am 9. September 1809 erfolgte dann die endgültige Auflassung. St. Trudpert zählte zu dieser Zeit 20 Mönche und zeigte nach der ba- 287 W. Müller , StTrudpert, in: Germania Benedictina 5, S. 606-614; W. Strohmeyer , Der hl. Trudpert und die ersten Anfänge des Klosters St.Trudpert, in: FDA 53 (1925), S.67-98; Strohmeyer, Schicksale, S. 168-238. 288 W. Strohmeyer , Die Aufhebung des Klosters StTrudpert im Jahre 1806, in: FDA 64 (1936), S.209-277; Schmid , Säkularisation, S. 148-150. 92 Einleitung dischen Bestandsaufnahme vom Juli/August des gleichen Jahres eine solide wirtschaftliche Basis. 1808 ging der größte Teil der Liegenschaften in Privatbesitz über. Seit 1919 dient der Konvent den Josefsschwestern aus dem elsässischen Kloster St. Marx als Heimstätte 289 . Die Bibliothek Das früheste Zeugnis für Buchbesitz des Klosters findet sich in der heute in der Osterreichischen Nationalbibliothek Wien liegenden Handschrift des nach seiner Bibliotheksheimat benannten St.Trudperter Hohenliedes (Cod. 2719). Der um 1230 entstandene Codex trägt auf Bl. 11 l v den Vermerk Iste Uber est Sancti Trudperte martyris aus der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Zusammen mit dem Pseudo-Abdias in Cod. 455 kam Cod. 2719 wohl 1551 durch den Humanisten Wolfgang Lazius (1514-1565) nach Wien 290 . Die Württembergische Landesbibliothek bewahrt unter der Signatur Cod. brev. 106 ein monastisches Brevier auf, das im 14./15. Jahrhundert nach Ausweis von Litanei und St. Trudpert-Offizium für das Kloster geschrieben worden ist; noch im 15. Jahrhundert kam es nach Zwiefalten 291 . Ebenfalls aufgrund früher Entfremdung hat sich der komputistische Sammelband Cod. 65 der UB Freiburg aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts erhalten, der auf B1.29 v den Besitzvermerk Iste liber est sancti Trudperti martiris anno domini 1436 in translacione sancti Benedicti abbatis aufweist; der Klostername wurde später ausradiert 292 . In den dreißiger Jahren des 15. Jahrhunderts scheint es im Kloster gebrannt zu haben, 1518 sowie im Bauernkrieg wurde es ausgeplündert. Ob die Bibliothek dabei Schaden erlitt, ist unbekannt. Der Reichenauer Konventuale Andreas Syliceus/Kisling verfaßte 1555 in St.Trudpert Cod. Aug. 141, der eine ,Passio domini nostri Jesu Christi iuxta concordantiam quatuor evangelistarum' enthält 293 . Nach einer Zeichnung des württembergischen Historikers Gabriel Bucelin (1599-1691) läßt sich der Zustand des Konvents 1624 rekonstruieren; danach war die Bibliothek zu dieser Zeit im Obergeschoß des sich an den Kreuzgang anschließenden südlichen Seitenschiffes untergebracht 294 . Vielleicht im Kloster selbst entstand im 17. Jahrhundert Cod. 251 der UB Freiburg. Die Handschrift enthält bis 1627 reichende ,Statuta et 289 E. Weiss , Die Schwestern vom heiligen Josef in St.Trudpert, in: Münstertal/Schwarzwald. Geschichte und Geschichten, hrsg. von I.Hecht , Münstertal 1974, S. 161-170. 290 Menhardt , S. 1 f u . Anm.4; Kat. Wien I, S. 216; M. Kratochwill , Lazius, Wolfgang, in: NDB 14, S. 1 4 f; F.Ohly , ,Das St.Trudperter Hohelied', in: 2 VL, 9, Sp. 1089 -1 106. 291 Kat. Stuttgart 1,3, S. 133-136. 292 Kat. Freiburg 1,1, S. 54-56. 293 Kat. Karlsruhe VI, S. 305, 724; F. Heinzer , Die Reichenauer Inkunabeln der Badischen Landesbibliothek in Karlsruhe, in: BuW 22 (1988), S. 28. 294 Sebert, S. 32 u. Abb. 2,25. 93 Einleitung caerimoniae monasticae congregationis benedictinae Suevicae' 295 . Im Dezember 1632 ging mit dem gesamten Konvent auch die Bibliothek zugrunde. Die spärlichen Belege für Bücherkäufe in der Folgezeit stehen in Zusammenhang mit dem Wiederaufbau. Cod. 155 der UB Freiburg, ein dominikanisches Diurnale aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts, trägt einen St. Trudperter Besitzvermerk aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts, also wohl nach 163 2 296 . 1646 wurde dem Kloster ein Exemplar der Schedeischen Weltchronik geschenkt; weitere Inkunabel- und Frühdruckkäufe sind für 1648, 1649 und 1652 bezeugt 297 . 1661 kamen Bücher aus der Bibliothek des wohl kurz zuvor verstorbenen Johann Konrad Bley aus Freiburg, von 1644 bis 1658 Stadtpfarrer in Laufen, an das Kloster 298 . Wohl auch im 17. Jahrhundert läßt sich gemäß einem Provenienzeintrag Cod. 3717 der Hessischen Landes- und Hochschulbibliothek Darmstadt mit dem Schachzabelbuch des Konrad von Ammenhausen in St. Trudpert nachweisen 299 . Eine ganz erhebliche Förderung erhielt die Bibliothek, als Abt Augustin Sengler (1694-1731) 1727 6.000 Reichstaler aufnahm, um eine neue Büchersammlung anzuschaffen. Damit wurde der Grundstein für die bei der Säkularisation vorliegende Bibliothek gelegt. Um die Bücher unterzubringen, teilte man die Marienkapelle in zwei Geschosse, deren unteres als Sakristei diente. Im oberen Geschoß stand die Bibliothek; die zugehörige Holzgalerie existiert noch 300 . Aus dem Jahr 1732 (?) hat sich in Cod. Ettenheimmünster 349 eine deutsche Schulkomödie aus dem Kloster erhalten 301 . 1733 mußte die Büchersammlung im Zuge des polnischen Erbfolgekrieges geflüchtet werden 302 . Der Freiburger Frühdruck T 3873 d trägt einen St.Trudperter Besitzeintrag von 1747, die Karlsruher Inkunabel Da 41 fol. Ink. eine Notiz von 1749. Eine Reihe von wohl früher nicht bezeichneten Büchern erhielt im 18. Jahrhundert undatierte Besitzvermerke 303 . Gemäß dem Geschmack der Zeit wurden nicht wenige Titel der Klosterbibliothek einheitlich mit braunen, marmorierten und mit Einzelstempeln verzierten Ganzle- dereinbänden versehen, die durch die Stempel *S*T* auf dem Rücken als Klosterbesitz aus- 295 Kat. Freiburg I, 5, S. 50. 296 Kat. Freiburg 1,1, S. 129-132. 297 Sack , Nr. 3184 (1646), UB Freiburg, K 3955-1 (1648), BLB, De 82 fol. Ink. (1649), Sack , Nr. 2146 (1652). 298 BLB, Da 19 Ink.; Sack , Nr.643, 1760 u. S. 1553. 299 Kat. Darmstadt VI, S. 151 f Nr. 105. 30° -yy Strohmeyer , Die Äbte des Klosters St.Trudpert, in: FDA 63 (1935), S. 75; Sebert, S. 80. 301 Längin , Nr. 199; Kat. Karlsruhe IX, S.62, 114. 302 Strohmeyer , Schicksale, S. 218. 103 BLB, Da 19 Ink., Dg 66 Ink., Dn 10 fol. Ink., Do 117 fol. Ink., Dr 16 fol. Ink., Ea 43 fol. Ink., 042 A 632,2; Sack , Nr .646, 1617, 2474; Freiburg, UB, Cod. 120, 251, Fragm. 64 (aus dem Druck Q 618,il ausgelöst). 94 Einleitung gewiesen sind 304 . An Handschriften der Zeit sind nachweisbar eine vielleicht in St. Trudpert entstandene Abschrift seltener klosterhistorischer Werke des 16./17. Jahrhunderts 305 sowie eine fragmentarisch erhaltene Klosterchronik der Zeit von 1386 bis 1417 des Konventualen Casimir Erat (1724-1780), die über Joseph Freiherr von Laßberg (1770-1855) nach Donaueschingen und von dort 1993 in die BLB kam 306 . Aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts hat sich eine Reihe von Stimmenbüchern zu Messen, Litaneien, Offertorien, Kirchenkantaten und Requiems erhalten, die die Fülle des Klostermusiklebens der Zeit bezeugt 307 . 1775 entstand der heute in der BLB unter der Signatur St. Trudpert 1-4 aufbewahrte Katalog der Klosterbibliothek, der auf die Konventualen Johann Evangelist Harscher (1739-1807) und Aemilianus Deubner (1736-1799) zurückgehen könnte 308 . Nach einem Eintrag auf dem Hinterspiegel von Bd. 2 besaß der Konvent 1775 4329 Bände. In dem bis etwa 1793 geführten Katalog sind 3300 Werke verzeichnet, die etwa 6000 Bänden entsprechen. Wie nicht anders zu erwarten, bietet St. Trudpert 1-4 vor allem Werke aus der zweiten Hälfte des 17. sowie des 18. Jahrhunderts. 40 % der Bestände gehören zum Bereich Theologie, 13 % zu Jura, 15 % zu Geschichte und 35 % zu Philosophie/Philologie 309 . Unter den Drucken sind lediglich fünf Handschriften aufgeführt, darunter ein wohl mittelalterliches Antiphonale 310 . 1788 erwarb das Kloster eine Sammlung von Dissertationen des Freiburger Professors Engelbert Klüpfel (1733-1811). Die einzelnen Titel sind in Cod. 1310 der UB Freiburg verzeichnet 11 Die Hofbibliothek erhielt gemäß Beschluß vom 8. Mai 1806 den Katalog der Klosterbibliothek mit der Aufforderung, die Vorauswahl vorzunehmen 312 . Wie üblich wurden die gewünschten Werke, in diesem Fall etwa 14 % der Bibliothek 313 , rot angestrichen; ein separates Verzeichnis, das allerdings keine Handschriften aufführt, hat sich erhalten 314 . Wie sich in der Folgezeit zeigte, fehlte eine Reihe von Werken 315 ; auf der anderen Seite besaß das Klo- 304 BLB, Da 41 fol. Ink., De 82 fol. Ink., Dn 10 fol. Ink., Do 117 fol. Ink., Ea 43 fol. Ink.; UB Freiburg: Sack , Nr. 548, 643, 646, 666, 1841, 2535, 2647/3611, 2819, 2834, 3058; B 1761,f, D 1419,b, K 834,b, K 3955-1, L 2080, Q 2057,bb, R 2853,c, T 3873,d. 305 GLA 65/562; Kat. Karlsruhe GLA, S. 203 f. Der Codex trägt einen Besitzvermerk des Klosters St. Peter aus dem 18. Jahrhundert. 306 Cod. Donaueschingen 642; Mone , QS 1, S.(64) Nr.51; Barack , S.450; W.Strohmeyer , Die Konventualen des Klosters St.Trudpert, in: FDA 67 (1940), S. 198 f. 307 UB Freiburg, Cod. 713—736 b ; Kat. 1,2, S. 37-45. 308 Lahr, S. 31. 309 Lahr , S. 31 f, 86. 310 Cod. St.Trudpert 1, 15 r . 311 Kat. Freiburg I, 5, S. 218. 312 BLB, K 2986,19 (Acta über die Bibliothek des Klosters St. Trudpert. 1806. 1807. 1808), Bl. l r . 313 L ahr , S. 32. 314 BLB, K 2986,19, Bl. 4 r -9 r ( Verzeichniß der aus den Katalogen des Klosters St. Trutpert fiir die Croß- herzogl. Hofl>ibliothek ausgezeichneten Werke). 315 Mittler, S. 105. 95 Einleitung ster etliche Bände, die nicht im Katalog verzeichnet waren 316 . Eine Liste der von 1800 bis 1806 an das Kloster gelieferten Bücher mit 230 Titeln hat sich erhalten 317 . In Zusammenhang mit einer Anordnung zur Aushebung der gewählten Bücher erging auch die Weisung an die Klosterkommission Freiburg, den Bibliothekskatalog nach Abschluß wieder an die Hofbibliothek zu senden 318 . Am 9. Januar 1807 erhielt die UB Freiburg den Katalog; ihr sollte der Bücherrest zufallen 319 . Mit Beschluß vom 5. Juli 1808 wurde der Hofbibliothek, die bisher nichts erhalten hatte, mitgeteilt, daß Freiburg die gesamte Bibliothek mit Ausnahme der für eine Pfarrbibliothek dienlichen Werke abtransportiert habe. Freiburg versuchte in Folge, sich die gesamte St. Trudperter Bibliothek sowie wertvolle Werke aus der Kapuzinerbibliothek Villingen, die der Hofbibliothek zugedacht waren, einzuverleiben 320 . Karlsruhe widersetzte sich diesem Versuch, und Freiburg mußte die Bücher ausliefern 321 . Am 14. Dezember 1808 gingen schließlich von dort elf Kisten mit Büchern nach Karlsruhe ab. Hier wurden mit geringem Erfolg fehlende Titel moniert. Von den Verlusten vor Aufhebung des Klosters abgesehen, hatte Freiburg tatsächlich einige Werke unterschlagen 322 . Die Badische Landesbibliothek besitzt heute noch neun Bände aus St. Trudpert 323 . In der UB Freiburg finden sich etwa 20 Inkunabeln, im Collegium Borromeum sechs weitere gleicher Provenienz 324 . Freiburger Säkularisationsgewinn sind wohl auch die Handschriften Cod. 120, 155, 279, 713-736b sowie der Cod. Fragm. 64 zugrunde liegende Druck. Tabellarische Ubersicht Karlsruhe, BLB Cod. St. Trudpert 1-4: Systematischer Katalog der Klosterbibliothek, St. Trudpert, 1775, bis etwa 1793 geführt, wohl von den Konventualen Johann Evangelist Harscher (1739— 1807) und Aemilianus Deubner (1736-1799) angelegt 316 BLB, K2986,19, B1.2 r , ll r . 317 BLB, K2986,19, B1.12 r -15 r . 318 BLB, K2986,19, Bl. 10 r . 319 Mittler, S. 105 f. 320 BLB, K2986,19, Bl. 19 r -20 r . 321 BLB, K 2986,19, Bl. 21 r " T ; GLA 103/118. 322 W. Sühl-Strohmenger , Bestandsgeschichte, in: HHBD 7, S. 102; vgl. Sack , Nr. 808, 3184. 323 BLB, Da 19 Ink., Da 41 fol. Ink., De 82 fol. Ink., Dg 66 Ink., Dn 10 fol. Ink., Do 117 fol. Ink., Dr 16 fol. Ink., Ea 43 fol. Ink., 042 A 632,2. 324 Sack , Nr. 118, 548, 643, 646, 666, 808, 1120, 1138, 1243 (?), 1760, 1841, 2146, 2474, 2535, 2647, 2800, 2819, 3013, 3058, 3184, 3611, 3683; 774, 1072, 1617, 1626, 1636, 2834. 96 Einleitung Cod. Aug. 141: Andreas Syliceus/Kisling (Reichenauer Mönch), Passio domini nostri Jesu Christi, St.Trudpert, 1555 ( Kat . VI, S. 305, 724) Cod. Donaueschingen 642: Casimir Erat (1724-1780), Chronik von St.Trudpert 1386-1417, 18. Jh., über Joseph Freiherr von Laßberg (1770-1855) nach Donaueschingen gelangt (Barack , S. 450) Cod. Ettenheimmünster 349: Deutsche Schulkomödie ,Der erhaltene letste Tropfen des königlich davidischen Geblüths. ..', 1732 (Kat. IX, S. 62, 114; Längin , Nr. 199) Karlsruhe, GLA 65/562: Jakob Hornstein, Apographum cronicum de s. Trudperti martyris, München 1590; Ortus et occasus antiquissimi monasterii S. Trudperti, Freiburg i. Br. 1660, Abschrift des 1 8. Jh's ( Kat., S. 203 f) Darmstadt, LB Cod. 3717: Konrad von Ammenhausen, Schachzabelbuch, 15. Jh., im 17. Jh. in St.Trudpert belegt ( Kat. VI, S. 151 Nr. 105) Freiburg, UB Cod. 65: Komputistische Sammelhandschrift, u.a. Helpericus Autissiodorensis, Liber de computo; Hermannus Contractus, Computus, Diözese Straßburg(P), 11. Jh. 2 , 1436 in St. Trudpert bezeugt ( Kat . 1,1, S. 54-56) Cod. 120: Graduale, 14. Jh. 2 , im 18. Jh. in St.Trudpert bezeugt ( Kat . 1 ,2, S. 14f) Cod. 155: Diurnale, dominikanisch, 15. Jh. 2 , in der ersten Hälfte des 17. Jh's in St.Trudpert bezeugt ( Kat . 1,1, S. 129-132) Cod. 251: Statuta et caerimoniae monasticae congregationis benedictinae Suevicae, 17. Jh., im 18. Jh. in St. Trudpert bezeugt ( Kat . I, 5, S. 50) Cod. 279: Deutsches kaufmännisches Rechenbuch, Freiburg (?), um 1560 ( Kat. I, 5, S. 55) Cod. 713-736b: Messen, Litaneien, Offertorien etc., St.Trudpert, 18. Jh. 2 (um 1780) ( Kat. 1,2, S. 37-45) Fragm. 64: Homiliar, 12. Jh. 1 , aus einem Druck St.Trudperter Provenienz ausgelöst ( Kat. 1,4, S. 457) Cod. 1310: Catalogus dissertationum quas monasterium S. Trudperti abs Engelberto Klüpfel (1733-1811) coemit, Freiburg/St.Trudpert, um 1788 ( Kat . 1,5, S.218) Stuttgart, WLB Cod. brev. 106: Monastisches Brevier, im 14./15. Jh. in St.Trudpert geschrieben, später in Zwiefalten ( Kat . I, 3, S. 133-136) 97 Einleitung Wien, Österreichische Nationalbibliothek Cod. 455: Ps.-Abdias, durch den Humanisten Wolfgang Lazius (1514-1565) 1551 nach Wien gelangt ( Menhardt , S. 1 u. Anm. 4) Cod. 2719: St. Trudperter Hoheslied, um 1230, in der zweiten Hälfte des 14. Jh's in St. Trudpert bezeugt, durch den Humanisten Wolfgang Lazius (1514-1565) 1551 nach Wien gelangt ( Kat . I, S. 216) verschollen/verloren: s. die in der Beschreibung von Cod. St.Trudpert 1-4 aufgeführten Handschriften Schuttern, Benediktiner (Ortenaukreis) Kloster Schuttern wurde gemäß der Klostertradition Anfang des 7. Jahrhunderts durch den sagenhaften König Offo gegründet 325 . Die wohl tatsächlich noch dem 7. Jahrhundert zugehörenden Konventsgebäude stehen auf den Ruinen einer römischen Villa rustica. Nach der Pirminsvita wurde auch dieses Kloster von Pirmin selbst reformiert. Urkundlich fassen läßt sich die Abtei allerdings erst 817 im Kapitulare Ludwigs des Frommen über den Kriegsdienst der Abteien. Im Laufe des Mittelalters wurde der Konvent immer wieder durch Feuer oder kriegerische Auseinandersetzungen in Mitleidenschaft gezogen. Nachteilig wirkte sich insbesondere die Nähe zur Burg der Geroldsecker und zum Dorfe Schuttern aus. 1489/90 schloß sich Schuttern unter Abt Johann Vill (1466-1491) der Bursfelder Union an. Der Nachfolger Vills, Johann Widel (1491-1518) aus dem Hirsau inkorporierten Priorat Reichenbach, wird von der Klostertradition als besonders erfolgreich in seiner Amtsführung gerühmt. Einen herben Einschnitt bedeutete der Bauernkrieg, in dessen Verlauf das Kloster im Mai 1525 von Bauern aus Lahr und Friesenheim verwüstet wurde. 1538 und 1559 sind jeweils wieder Brände zu verzeichnen. Bis zur badischen Rekatholisierung ab 1570 mußte sich Schuttern mit der vordringenden Reformation auseinandersetzen. Im ersten Viertel des 17. Jahrhunderts versuchte der Straßburger Bischof erfolgreich, Schuttern mit anderen Benediktinerklöstern seines Bistums der Bursfelder Union zu entfremden. 1632 wurde das Kloster im Zuge des Dreißigjährigen Krieges von schwedischen Truppen besetzt. Die Abtei fiel an Baden-Durlach und wurde bis 1648 unterdrückt. Nach einem Brand im gleichen Jahr entstanden bis 1655 neue Gebäude. In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts litt der Konvent stark unter französischen Kriegszügen und Plünderungen, denen das ge- 125 K. List , Offonis Cella. Die Reichsabtei Schuttern 603-1806. Dokumentation der archäologischen Befunde..., Lahr 1988; Kaller , Schuttern, S. 562—572; Kaller , Kloster Schuttern, S. 116—149; Kühne , S. 5-33. 98 Einleitung samte Oberrheingebiet ausgesetzt war. In der zweiten Hälfte dieses Zeitraums ist dagegen eine Blütezeit des wirtschaftlich gesunden Konvents zu konstatieren. Mit der vorderösterreichischen Landvogtei Ortenau kam Schuttern 1805 an Baden 326 . Der Konvent zählte zu dieser Zeit etwa 30 Mönche. Nach einer Inventarisierung im August 1806 wurde das Kloster Ende dieses Monats aufgehoben. Fahrende Habe und Gebäude kamen zum Verkauf. Die Bibliothek Ältestes Zeugnis für Schutterner Bücherbesitz ist das heute in der British Library London liegende Evangeliar Cod. Add. 47673, das gemäß Subskription im Auftrag des Schutterner Abtes Beretrich (ca. 816-825) von dem Diakon Liutharius verfertigt wurde. Da der Codex die Kopie einer Schuttern betreffenden Urkunde von 1269 enthält, muß die Handschrift mindestens bis zum Ende des 13. Jahrhunderts im Konvent gewesen sein 327 . Der Hirsauer Liber Ordinarius Cod. 331 der Bibliotheque municipale in Colmar ist auf 1276 datiert und wurde von Engelhardus scriba, nacione de Franconia, conventui in Schutara verfertigt. Die Handschrift gelangte später in das elsässische Kloster Munster 328 . Ebenfalls im Kloster selbst ist Cod. Schuttern 3 in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts entstanden. Die Handschrift, ein Missale benedictinum, blieb bis zur Säkularisation in Klosterbesitz. Einen Aufschwung erlebte die Bibliothek um die Jahrhundertwende in der Amtszeit von Abt Johann Widel (1491-1518), der sich besonders auch um die Bibliothek verdient gemacht hat. Gemäß einem Bericht des 16. Jahrhunderts ist Widel auch selbs dem studieren obgelegen und [hat] ein Liberey zubereitet, in welcher er viel guter buecher kunstlich schreiben lassen.. , 329 . Von ihm haben sich Briefe an Johann Amerbach erhalten, aus denen hervorgeht, daß er bei ihm mindestens drei Inkunabeln bestellt hat 330 . Ernst Kyriss machte eine Schutterner Buchbindewerkstatt namhaft, die in der Amtszeit Widels gearbeitet hat. Faßbar sind etwa 50 Einbände, 326 Schmid , Säkularisation, S. 120-123; Schmid , Säkularisation und Schicksal, S. 150-177. 327 Dorez , S. 293-299; K.Bierbrauer/V.Bierbrauer , Schuttern in der Karolingerzeit. Das Evangeliar in London, British Library, Add. 47673, in: Herrschaft, Kirche, Kultur. Beiträge zur Geschichte des Mittelalters. Festschrift für Friedrich Prinz zu seinem 65. Geburtstag, hrsg. von G.Jenal , Stuttgart 1993, S. 449-491. 328 Catalogue general des manuscrits des bibliotheques publiques de France, 56: Colmar, Paris 1969, S. 119; Samaran/Marichal, S. 123 u. Taf. 26; Kühne , Schuttern, S. 7 Anm. 10. 329 Kaller , Schuttern, S. 564. 3j0 Die Amerbachkorrespondenz. Im Auftrag der Kommission für die Öffentliche Bibliothek der Universität Basel bearb. und hrsg. von A. Hartmann, 1: Die Briefe aus der Zeit Johann Amerbachs 1481-1513, Basel 1942, Nr. 92, 101 (1499); Kühne , S. 19f; F.Hieronymus, 1488 Petri - Schwabe 1988. Eine traditionsreiche Basler Offizin im Spiegel ihrer frühen Drucke, 1, Basel 1997, S. 7 f. 99 Einleitung darunter auch der von Cod. Schuttern 1 und Cod. Ettenheimmünster 40 331 . Der größte Teil findet sich heute unter den Beständen der UB Heidelberg. Die Werkstatt makulierte allerdings in nicht geringem Maß Handschriften des Klosters, da als Falzverstärkungen und Spiegel weit überwiegend Pergamentblätter verwendet wurden. Auf der Basis der Heidelberger Einbände dieses Fonds lassen sich unter anderem eine lateinische Bibel, ein Antiphonale, ein Missale und Bruchstücke des Schutterner ,Liber animarum' rekonstruieren 332 . Schuttern gehört damit zu den klösterlichen Institutionen, in denen die Bibliothek um die Wende vom 15. zum 16. Jahrhundert - letztlich Folge der Erfindung der Buchdruckerkunst - enorme Zugewinne aufweisen konnte. Neuerwerbungen dieser Art führten zu dem häufiger belegten ,Büchersterben der Zeit um 1500' 333 . Der Zuwachs an Drucken hatte zur Folge, daß Altbestände an Pergamenthandschriften nun obsolet wurden und als Makulatur dienen mußten, mit deren Hilfe im Haus selbst, in der klostereigenen Buchbinderei, dann die vielen nötigen Einbände entstanden. 1496 schaffte das Kloster die Inkunabel UB Heidelberg, Q 1571 oct. Ink. zusammen mit drei weiteren Drucken an 334 . 1502 waren zwei Bücherlegate zu verzeichnen. Der Zunsweierer Pfarrer Dionysius Warmesser vermachte Schuttern mindestens zwei Inkunabeln 335 . In der Klosterkirche selbst wurde der am 20. Oktober verstorbene Tübinger Theologe und Rektor der Universität Konrad Summenhart (um 1458-1502) begraben. Von ihm erhielt Schuttern gemäß der Klosterchronik von Marquard Bender (s. unten) unter anderem libros iuris canonici et alios conscriptos, darunter auch eigene Werke 336 . In der Amtszeit Widels wurde der Humanist Paul Volz Konventuale des Klosters. Volz, um 1480 in Offenburg geboren, studierte ab 1495 in Tübingen und war spätestens 1501 3 ,7 Mönch in Schuttern. 1512 wurde er Abt des el- sässischen Klosters Hugshofen (Honcourt).Von dort mußte er 1525 aufgrund des Bauernkriegs und auch aufgrund seiner reformatorischen Neigungen nach Schlettstadt fliehen. Eine neue Wirkungsstätte fand er in Straßburg, wo er den Dominikanerinnen in St. Nicolaus in un- 331 Kyriss , Schuttern, S. 147-152. 332 UB Heidelberg, Cod. Heid. NF 12, 14, 20-23, 26. 333 G. Powitz, Libri inutiles in mittelalterlichen Bibliotheken. Bemerkungen über Alienatio, Palimpse- stierung und Makulierung, in: Scriptorium 50 (1996), S. 298-301; Zitat S. 299. 334 Vorderspiegel: Liber conventus Schuttarensis Ordinis S. Benedicti. Emptus Anno domini etc. [14]% pro 3 fl. additis aliis tribus libris. 335 Aus Esslingen; UB Heidelberg, Q 8238-1 oct. Ink., Q 1622-G qt. Ink. 336 GLA 65/586, S. 151; 65/587, 29 v , 79 r ; zu Summenhart s. H.Feld , Summenhart, Konrad, in: 2 VL, 9, Sp. 521-527. Zum Legat gehört die Gabriel Biel-Ausgabe Q 1639 fol. Res. der UB Heidelberg. Sie trägt auf dem Vorderspiegel den Eintrag Ex Legatione Clarissimi viri Doctoris Conradi Summen- hardi Calleontii 1502. Orate pro eo studiosi. In der über Paul Volz (s. unten) nach Schuttern gelangten Inkunabel I 2191 qt. Ink. der UB Heidelberg u.a. mit Summenharts ,Tractatulus bipartitus de decimis' finden sich im Anhang handschriftliche ,Additiones' zu diesem Werk, die ebenfalls auf Summenhart zurückgehen. 337 K ühne , S. 15. 100 Einleitung dis die neue Lehre predigte. Unterkunft fand er im 1533 der Stadt übergebenen Wilhelmiten- kloster. Am 6. Juni 1544 starb er in Straßburg 338 . Aus Volz' Besitz hatten sich in den Schut- terner Beständen "Widmungsexemplare 339 erhalten von Gregor Reisch (1504), aus dem Jahr 1501 (A chalcographo mihi... donatus ), von Jakob Wimpfeling (in Volz' Schutterner Zeit) und von Konrad Summenhart (Tübingen 1500) 340 . Im historischen Kollektaneenband GLA 65/ 587 wird ein weiteres Widmungsexemplar Wimpfelings an Volz aufgeführt 341 . Zwei Inkunabeln 342 tragen das mit P.V. monogrammierte Datum 1538, was bei G 347 oct. Ink. in einem zweiten Eintrag zu P. Voltzius aufgelöst ist. Für die Klostergeschichte von großer Bedeutung sind die Annalen von Schuttern 343 , die auf Arbeiten von Volz sowie von Nikolaus von Gerau zurückgehen und von dritter Hand redigiert wurden. An dieser Chronik hat Volz auch nach seinem Übertritt zum Protestantismus bis 1542 gearbeitet, was die auf 1538 datierten Besitzvermerke, die auf eine persönliche Anwesenheit in Schuttern hindeuten, erklären könnte. Die Annalen sind in drei Handschriften des 17./18. Jahrhunderts überliefert 344 ; daneben haben sich Vorarbeiten von Volz' eigener Hand erhalten 345 . Aus den Annalen läßt sich schließen, daß Volz bis zu seinem Weggang nach Hugshofen Bibliothekar des Klosters war 346 . Quellen seines Werkes waren neben Urkunden auch folgende in den Annalen zitierte Schutterner Handschriften: 1. Vita S. Benedicti graphice depicta, mit Altarweihenotizen, Pergament' 47 ; 2. Biblia, lat., mit Versen des Presbyters Günther 348 ; 3. Vetus codex, mit historischen Noti- 338 G. Knod , Volz, Paul, in: ADB 40, S.284f; May , Annalen von Schuttern, S.256-288; E.Hillen- brand , Paulus Volzius Offenburgensis - Benediktinermönch zwischen Reform und Reformation, in: FDA 116 (1996), S.5-20. 339 Sack , Nr. 84; UB Heidelberg, D 8401-3-1 oct. Ink., Q 8237 oct. Ink., 12191 qt. Ink. 340 Erwähnt GLA 65/587, B1.28 r ; May , Paul Volz, S. 5 Anm. *. 341 Bl. 28 r : Jacobus Wimpheling in duplo apud nos habet librum intitulatum: Argentinensium Episcoporum Catalogus: in eo libro, qui est editionis antiquioris, stat supra in folio scriptum: Ab Authore mihi F. Paulo Volsio donatus 1509. infra in folio stat scriptum: Paulo Volzio Schutterano amico carissimo dono Ja. Wimphel. 1509; May , Paul Volz, S. 5 Anm.*. 1538 erwarb Volz einen Druck aus dem Vorbesitz von Sebastian Brant; Sitzmann 2, S. 930. 342 UB Heidelberg, G 347 oct. Ink., Q 539-8-B fol. Ink. mit 7 Bänden (in Bd. 3 zeichnet Volz ein Nota- tum mit Abbas). 343 M one , QS 3, S. 67-132. 344 GLA 65/584 (aus dem Besitz des Schutterner Schaffners Oswald Rayffle(i)n, später in Gengenbach; Kat. Karlsruhe GLA, S.209), 65/584a, 585. Vgl. GLA 65/587, Bl. 16 r -19 r ( May , Paul Volz, S. 18 Anm. *). 345 Wien, Haus-, Hof- und Staatsarchiv, Cod. 436; May , Annalen von Schuttern, S. 258f; Böhm, S. 144 f. 346 M one , QS 3, S.41b. 347 Mone, QS 3, S. 92 a, 99 a. 348 Mone, QS 3, S. 93 a ( Nocte fere media genitrice silenteMaria...). 101 Einleitung zen, 1525 zerstört 349 ; 4. Necrologium Schutterense, 11.-14. Jahrhundert 350 ; 5. Liber anima- rum (Anniversarienbuch), 13./14. Jahrhundert 351 ; 6. Liber ceremoniarum mit disciplina Clu- niacensium et Mellicensium, Altarnamen und memorabilia antiquitatis monumenta, 1525 zerstört 352 . Davon können die Biblia sowie der Liber animarum vielleicht mit den Fragmenten Cod. Heid. NF 14 beziehungsweise 22 in Verbindung gebracht werden, die aus in der Amtszeit von Abt Johann Widel makulierten Handschriften stammen und sekundär als Einbandspiegel bei Inkunabeln Verwendung fanden (s. oben). Mindestens zwei Bände aus dem Besitz Volz' gelangten später in die Bibliothek des Gengenbacher Leutpriesters Cornelius Eselsber- ger 353 . Die Kollektaneen zur Geschichte des Klosters Schuttern verzeichnen auch einige Bücherschenkungen an das Kloster im 16. Jahrhundert 334 ; in den meisten Fällen lassen sich einzelne Bände auch heute noch nachweisen. 1506 stiftete Valentin Raban (gest. 1506), Pleban zu Wippertskirch und Dekan des Kapitels Breisach 355 , die Inkunabeln UB Heidelberg, Q 1622 F qt. Ink. und I 4724 N fol. Ink. Zehn Jahre später folgten u.a. UB Heidelberg, Q 1459 qt. Ink. und BLB,fDo 475 Ink. aus dem Besitz des verstorbenen M. Matthias Grammer 356 , drei Jahre später UB Heidelberg, Q 7629-0-49 oct. Ink. und Q 7888-1-3 qt. Ink., Bd. 2-4 gemäß Testament des M. Nikolaus Zenglin 357 und Q 354-6 fol. Ink. aus der Sammlung von Dr. Ulrich Vögelin (gest. 1519) 358 . 1520 stiftete Valentin Römer, Kaplan in Heiligenzell und Prä- bendar in Schuttern, sehr viele Bücher 359 . 349 M one , QS 3, S.93b. 350 Mone, QS 3, S. 41 b, 45-48 Nr. 4; Schwarzmaier , Ottenau, S. 24-33. ,:>l Mone , QS 3, S. 48 Nr. 5, S. 107 a-b u.ö. 352 Mone, QS 3, S. 104 b. 353 A. Schlechter : Paul Volz. Zur Bibliothek eines oberrheinischen Humanisten, in: ZGO 146 (1998), S. 538-543. 354 Besonders zu nennen sind die Notizen in GLA 65/587, Bl. 35 v —36 r ; L. Heizmann , Benediktiner-Abtei Schuttern in der Ortenau. Geschichtliche Beschreibung, Lahr 1915, S. 74 f; Kühne , S. 18 u. Anm. 69. 355 Aus der Diözese Straßburg, 1469 als Pfarrer in Freiburg belegt. GLA 65/587, 35 v : 1 1506 Venerab. D. Valentinas Raban plebanus in Wippertsk. et decanus Capituli Brisgauensis: S. Antonini summa. 4 folianten in duplo, 8 folianten. Joannis Nider praeceptorium 1 folianten; Krebs , Investiturprotokolle, S.273; Kühne , S. 19. 356 Aus Bondorf bei Herrenberg. GLA. 65/587, 36 r : f 1516 Venerab. Mag. Mathias Grammer (vir unde- quaquam doctissimus) 5 idus May: Summe Casuum Baptistae de Salis, 1 Foliant; 4tapars eiusdem Sum- mae, 1 Foliant/ plurimos; Scotum in LL Sent. 2 Folianten. Gemäß GLA 65/586, S. 161 hinterließ Grammer 53 Bücher; Kühne, S. 17 f. 357 Aus Obernai. GLA 65/587, 35 v : t 1519 17 Kai. Junii venerabilis Magister Nikolaus Zenglin: Confess. S. Ant. et de Chaimis et modi confitendi in 4. Zur Person s. Kühne , S. 18. 358 Matr. Freiburg 1, S. 88: de Augusta; imm. 1487, bacc. 1488/89. 359 Clericus Argentinensis diocesis, 1486 Pfarrer in Kenzingen ( Krebs , Investiturprotokolle, S. 437); 102 Einleitung Die Aufbauarbeit wurde durch den Bauernkrieg unterbrochen. Vom 3. bis 6. Mai plünderten und verwüsteten Aufständische den Konvent; besonders in Mitleidenschaft gezogen wurde das Archiv 360 . Aus den Jahren 1525/28 hat sich eine Schadensliste erhalten, in der es über Archiv und Bibliothek heißt: Entwert buecher unnd register. Item das in der cantzli, liberi unnd ap- ty buecher, register, etlich urbar, briejf unnd sigel, über dryhundert guldin wert, verbrent, zerrissen und verwuest worden 36 In den Schutterner Annalen findet sich zu der bei dem Sturm zerstörten Handschrift 6 (s. oben) die Bemerkung: Alia quoque memorabilia antiquitatis monu- menta inibi extabant, sed mox insecuta maxima J,"actione ac tumultu seditioso ruricolarum, quae uti optimas quasque vetustatis reliquias sustulit, ita hunc quoque librum superesse furor non si- vit 362 . Allerdings kann die Bibliothek nicht ganz zerstört worden sein, da sich, wie bisher aufgeführt, etliche Codices erhalten haben. 1526, ein Jahr nach dem Klostersturm, erhielt Schuttern sehr viele Bücher aus dem Besitz des verstorbenen Pfarrers von Oberschopfheim, Georg Hansmann aus Calw 363 , darunter auch UB Heidelberg, Heid. Hs. 962 (olim Q 8232 fol. Ink.) und Q 8248 qt. Ink. Der Sammelband Heid. Hs. 962 enthält als Handschriften des 15. Jahrhunderts auch die Traktate ,De indul- gentiis' von Nikolaus von Dinkelsbühl sowie ,Speculum peccatoris' von Augustinus. Von besonderem Interesse sind zwei Einträge des Schutterner Konventualen Laurentius Bicklin, der 1552 als Prior starb 364 . 1538 wurde ihm UB Heidelberg, Q 8223 qt. Ink. geschenkt. 1546 kaufte er selbst für das Kloster UB Heidelberg, Q 8218 oct. Ink. zusammen mit 15 weiteren, ungenannten Bänden. JBicklin und der Konventuale Johannes Krämer aus Freiburg, der 1518 einen Sammelband mit grammatischen Schriften für das Kloster kaufte und zeichnete 365 , dürften die auf Volz folgenden Klosterbibliothekare gewesen sein. Ihnen sind die Besitzvermerke Liber monasterii Schutterani bzw. Liber Schutteranus zu verdanken, mit denen über 60 heute noch erhaltene Bände mit Drucken aus Schuttern sowie die Handschriften Heid. Hs. 41, 140 und 1198 versehen sind. Auf Bicklin gehen ebenfalls einheitlich die Schenkungsvermerke ab 1516 (Matthias Grammer) zurück 366 . 1548 brannte es wiederum im Kloster, wobei vor allem das Archiv in Mitleidenschaft gezogen GLA 65/587, 36 1 ': f 1520feria 2 Pent. Schutterae ven. D. Valentinas Römer Capellan in Heiligen Zell etpraebendarius Schutteranus: Plurimos. 360 Kaller , Kloster Schuttern, S. 127. 361 H. Schadek , Schuttern und Freiburg zur Zeit des Bauernkriegs, in: ZBG 101 (1982), S. 207. 362 Mone, QS3, S. 104 a. 363 GLA 65/587, 36 r :f 1526 6ta feria post fest. Martini V.D. Georgius Hanssman plebanus in Oberschopf- fen. 364 GLA 65/586, S. 196; K ühne , S. 20. 365 UB Heidelberg, D 9667-3 Res. mit dem Eintrag Frater Johannes Krämer de Friburgo portavit hunc librum ad monasterium Schutteranum ao. d. 1518 sowie dem Besitzvermerk § Liber schutteranus von seiner Hand. 366 K ühne , S. 20. 103 Einleitung wurde 367 . Mit der Amtszeit von Abt Friedrich Burger (1562-1593) lassen sich zwei Besitzvermerke in Verbindung bringen 368 . Im Jahr 1574 verstarb Dr. Ludwig Has, Vikar und Offizial des Baseler Bischofs. Teile seiner Bibliothek gelangten direkt oder über Zwischenstufen an das Kloster 369 . 1594 ist der Schutterner Schaffner Oswald Rayffle(i)n als Besitzer eines Frühdruckes belegt, der später Teil der Klosterbibliothek wurde. Rayffle(i)n besaß auch die Schutterner Annalen von Paul Volz in GLA 65/584 370 . Ebenfalls im 16. Jahrhundert wurden Cod. Schuttern 2 und 3 mit Schutterner Besitzeinträgen versehen (s. Abb. 33). Für 1614 und 1633 sind Bücherschenkungen der jeweiligen Pfarrer von Niederschopfheim belegt, Martin Schmidt und Jakob Kuen 371 . Der Dreißigjährige Krieg brachte die Vita communis im Kloster zum Erliegen. 1633 kam Schuttern unter badische Verwaltung. Die Bibliotheksbestände wurden versiegelt 372 . Vergleichsweise gut dokumentiert ist die Entwicklung des Klosters unter Abt Jakob Vogler (1688-1708) aufgrund der allerdings lückenhaften Tagebücher des Abtes 373 . Aus ihnen geht unter anderem hervor, daß Vogler Bücher in Straßburg durch den Kaufmann Johann Michael Emerich besorgen ließ 374 . Dem gleichen Abt ist der in Cod. Schuttern 6 fragmentarisch überlieferte ,Tractatus ascetico-historicus' des Fraters H. M. gewidmet. Während Voglers Amtszeit waren die Annalen des Paul Volz in GLA 65/584 von Gengenbach nach Schuttern ausgeliehen 375 . 1720 verfaßte der Schutterner Mönch Franz Müntzer, Abt von 1727 bis 1753, die theologische Abhandlung ,Angelus tutelaris', heute UB Fleidelberg, Heid. Hs. 146 376 . Überrest des 18. Jahrhunderts ist ein den Innendeckeln vieler Schutterner Codices aufgeklebtes Signaturschild, das die gedruckten Majuskeln C und O (classis/ordo o. ä.) enthält. In der Regel sind diese Schilder zusätzlich mit Ziffern ergänzt. 367 Kaller , Kloster Schuttern, S. 129. 368 Schlaefli , Nr. 1777, 2845. 369 UB Heidelberg, Q 1159 fol. imp. Res., I 1309 fol. imp. Res.; Schweizerische Kardinäle. Das apostolische Gesandtschaftswesen in der Schweiz. Erzbistümer und Bistümer I, red. von A.Bruckner, Bern 1972 (Helvetia sacra 1,1), S.259, 265. 370 UB Heidelberg, Q 8254 fol. Res.; Kat. Karlsruhe GLA, S. 209. 371 GLA 65/587, Bl. 35 v : Martinus Schmidt Plebanus in Nieder schöpfen varios libros monasterio Schutte- rano donavit 1614; ... R.D. Jacobi Küen plebani in Niederschopffen anno 1633 ; Staudenmaier, S. 278. 372 Kaller , Kloster Schuttern, S. 136. 373 GLA 65/590-591; Kat. Karlsruhe GLA, S.211 f. 3/4 G. Silberer , Geschäftsbeziehungen eines rechtsrheinischen Prälaten mit einem Straßburger Kaufmann zum Ende des 17. Jahrhunderts. Abt Jacobus II. Vogler von Schuttern und Johann Michael Emerich von Straßburg, in: Die Ortenau 53 (1973), S. 167. 3/5 Kat. Karlsruhe GLA, S. 209. 3/6 In der Ettenheimmünsterer Zeit Münzers entstanden die Handschriften Heid. Hs. 9 ( Tractatus theo- logicus de legibus), 10 ( Tractatus theologicus de gratia et merito) und 12 ( Theologia scholastica iuxta mentem doctoris angelici divi Thomae de Aquino explicata...). 104 Einleitung Mitte des 18. Jahrhunderts war der Schutterner Konventuale Marquard Bender schriftstellerisch tätig. Unter anderem verfaßte er Klosterannalen von 603 bis 1751 377 . Auf einem dem Missale benedictinum BLB, Ks 595 a fol. Ink. angebundenen Blatt trug er mit MB gezeichnete Sequenzen zu einigen Festen nach. 1762 schrieb der Konventuale Joachim Ganter mit Cod. Schuttern 10 ein Antiphonale et Graduale Schutterense. Uber die Jahre 1769 bis 1775 berichtet ein Diarium des Mönches Benedikt Seger j7s . Ebenfalls dem 18. Jahrhundert gehören drei Handschriften mit historischen Kollektaneen an 379 . Aus dem Jahre 1779 liegt ein Bericht eines Kremsmünsterer Benediktiners vor, der Schuttern besucht hatte. Die Bibliotheksbesichtigung war ihm versagt worden, da selbige noch nicht ordentlich eingerichtet wäre 380 . Im Tagebuch des letzten Abtes von Schuttern, Placidus Bacheberle (1786-1806), wird des 1794 verstorbenen Priors und ausgezeichneten Bibliothekars Hieronymus Weinmann gedacht. Auch die Planung eines Bibliotheksneubaus taucht auf. Nach eigenen Aussagen hatte Abt Bacheberle während der letzten siebeneinhalb Jahre für 3.000 fl. Bücher angeschafft 381 . Nach der Inventarisierung des Klosters im August 1806 erhielt die Hofbibliothek im Dezember des gleichen Jahres eine von Religiösen des Klosters erstellte, heute verschollene Liste der vorzüglicheren Werke der Bibliothek zur Vorauswahl 382 . Ein Bücherkatalog war nicht gefunden worden 383 . Bereits im Oktober hatte das Pädagogium Lahr die Bibliothek um Überlassung von Werken aus Schuttern gebeten 384 . Gemäß dem Extract aus dem Katalog des Kl. Schuttern reklamierte die Hofbibliothek lediglich 115 Titel, darunter fünf Handschriften 383 ; die gewünschten Bücher wurden am 9. Dezember 1807 von der Gefällverwaltung Schuttern in zwei Kisten nach Karlsruhe gesandt 386 . In den Akten werden fünf Handschriften aufgeführt: 1. Ein altes Meßbuch, ohne Jahrzahl. Mnsc. Fol.-, 2. Ein ditto auch s.a. Mnsc.fol.; 22. Ein altes Meßbuch, ohne Jahrzahl. Mnsc. (wohl Schuttern 2-3 sowie der Druck BLB, Ks 595 a fol. Ink.); 1468. Copia manuscripti Aureae Bullae. 1697 (verschollen); 1523. Graduale Ms. (Schuttern l) 387 . Die BLB besitzt heute neben den Handschriften noch zehn Inkunabeln aus dieser Provenienz. Als einzige Bibliothek eines breisgauischen Klosters sollte die Schutterner nach der Karlsruher Vorauswahl ganz der Universität Heidelberg zufallen. Obwohl die Bibliotheks- 377 GLA 65/586; Kat. Karlsruhe GLA, S. 210; Mone , QS 1, S. 60a-b Nr. 45. 378 GLA 65/592; K at . K arlsruhe GLA, S.212. 379 GLA 65/587 f, 1149; Kat. Karlsruhe GLA S. 210 f, 348. 380 A. Kellner , Ein Besuch in süddeutschen Abteien im Jahr 1779, in: StMGB 81 (1970), S. 243. 381 H. Schmid , Das Tagebuch Placidus Bacheberles, letzten Abts von Schuttern, aus dem Jahr 1794, in: FDA 105 (1985), S. 315-318. 382 BLB, K 2986,15 ( Acta die Bibliothek des Klosters Schuttern betr. 1806), Bl. 4 r . 383 Schmid , Säkularisation und Schicksal, S. 159. 384 BLB, K 2986,15, Bl.l r - V . 385 BLB, K2986,15, B1.6 r -7 V . 386 BLB, K 2986,15, Bl. 8 r -12 r mit Kopie des Extracts. 387 BLB, K 2986,15, B1.6 r , 8 r ; 7 V , 12 r . 105 Einleitung kommission eine eventuelle Transportkosteniibernahme ablehnte 388 , wurden, wie ein Direktionsprotokoll vom 3. Mai 1806 erkennen läßt 389 , 14 Kisten mit Büchern nach Heidelberg verbracht; weitergehende Akten hierüber fehlen allerdings. Neben einer nicht unerheblichen Zahl von Drucken nach 1500 weist der Heidelberger Bestand heute etwa 80 Schutterner Inkunabeltitel sowie die Handschriften Heid. Hs. 41, 140, 146 und 1198 auf, die der Hofbibliothek Karlsruhe mangels Bibliothekskatalog entgangen sind, weiter den bereits erwähnten Sammelband Heid. Hs. 962. Die auf 1460 datierte Heid. Hs. 41 enthält das ,Breviloquium' des Bonaventura 390 sowie die ,Distinctiones exemplorum veteris et novi testamenti' des Bin- dus de Senis 391 . In Heid. Hs. 140, 1427 von Johannes Hehenner aus Essingen (Aalen) geschrieben, finden sich die ,Distinctiones in lib. I-IV decretalium' des Henricus Bohicus 392 . In Freiburg werden zwei Schutterner Inkunabeln aufbewahrt 393 . 1820 wurde ein Rest der Bibliothek in Offenburg verkauft 394 . Tabellarische Ubersicht Karlsruhe, BLB Cod. Schuttern 1: Graduale benedictinum, pars aestivalis, Oberrhein, Ende 15. Jh., in der Schutterner Buchbinderei in der Amtszeit Abt Johann Widels (1491-1518) gebunden Cod. Schuttern 2: Missale, Diözese Straßburg, 15. Jh. 2 (Fragment: ehemals separat aufgestelltes Fragment Cod. Schuttern 7) Cod. Schuttern 3: Missale benedictinum, Schuttern, 15. Jh. 2 , mit Meßformular zum Fest der Übertragung einer Blutreliquie nach Schuttern am 15.11. Cod. Schuttern 4: P. Gerardus (Lippius SJ oder Phyen SJ), Explicatio minoris Canisii (Vorlesungsnachschrift), Würz bürg, 1600, von dem Schutterner Mönch und späteren Abt von Ettenheimmünster (1608-1623) Christoph Heubier 1602 gekauft Cod. Schuttern 5: Schuldrama ,Praetextus larvatus', lateinisch-deutsch, wohl Schuttern, Mitte des 18. Jh's Cod. Schuttern 6: Guigo de Castro, Epistola de vita contemplativa; Novizenunterweisung, 388 Schlechter , Gelehrten- und Klosterbibliotheken, S. 16. 389 F. Schneider , Geschichte der Universität Heidelberg im ersten Jahrzehnt nach der Reorganisation durch Karl Friedrich (1803-1813), Heidelberg 1913, S.289 u. Anm .2. 390 Distelbrink , S. 3 f. 391 Zumkeller , Nr. 202. 392 J. F. von Schulte , Die Geschichte der Quellen und Literatur des Canonischen Rechts von Gratian bis auf die Gegenwart 2, Stuttgart 1887, S. 266-270. 393 Sack , Nr. 84, 1539 (Dublettenverkauf Heidelberg). Fraglich ist Schutterner Provenienz bei Nr. 2820. 394 Schmid , Säkularisation und Schicksal, S. 159. 106 Einleitung Schuttern, 18.Jh.; Frater H. M. (Henricus Meyer?), Tractatus ascetico-historicus, Schuttern, um 1700 Cod. Schuttern 7: s. Cod. Schuttern 2 (Fragment) Cod. Schuttern 8: Breviarium, Fragment, 14. Jh., ehemals Kopert eines Drucks Schutterner Provenienz Cod. Schuttern 9: Thomas de Aquino, Summa theologiae, 15. Jh. 1 ; Urfehdebrief, Zürich, um 1400, jeweils Fragment, aus dem Einband der Schutterner Inkunabel Do 45 fol. ausgelöst Cod. Schuttern 10: Antiphonale et Graduale Schutterense, 1762 von dem Schutterner Mönch P.Joachim Ganter geschrieben, später in der Schloßbibliothek Baden-Baden Cod. Ettenheimmünster 40: Anthologie lateinischer Gedichte, 1506, aus dem Besitz von Philipp Imsser. In Schuttern in der Amtszeit von Abt Johann Widel (1491-1518) gebunden (Kat. IX, S. 18, 102 f) Karlsruhe, GLA 65/584, 584a, 585: Paul Volz/Nikolaus von Gerau/Anonymus, Annales monasterii Schutte- rensis, bis 1496, z .T. Schuttern, 17./18. Jh. ( Kat ., S. 209f) 65/586: Marquard Bender, Annales Schutterenses 603-1751, Schuttern (?), um 1751 ( Kat., S.210) 65/587-588: Kollektaneen zur Geschichte von Schuttern, 18. Jh. ( Kat ., S. 210f) 65/590-591: Jakob Vogler (Abt 1688-1708), Diarium Schuttern, Schuttern, 1689, 1691, 1697, 1699, 1702, 1704, 1705 ( Kat ., S.211 f) 65/592: Benedikt Seger, Diarium Schuttern, Schuttern, 1769-1775 (Kat ., S. 212) 65/1149: Äbte oberdeutscher Benediktinerklöster 550-1750, Schuttern, um 1750 (Kat., S. 348) Colmar, Bibliotheque Municipale Cod. 331: Hirsauer Liber Ordinarius etc., 1276 von dem Schutterner Konventualen Engelhardt scriba verfertigt, später im Kloster Munster ( Samaran/Marichal , S. 123) Heidelberg, UB Heid. Hs. 41: Bonaventura Sanctus, Breviloquium; Bindus de Senis, Distinctiones exemplo- rum veteris et novi testamenti, 1460 Heid. Hs. 140: Henricus Bohicus, Distinctiones in lib. I—IV decretalium, 1427 von Johannes Hehenner aus Essingen geschrieben Heid. Hs. 146: Franz Münzer (Abt 1727-1753), Angelus tutelaris, theologicae, polemicae, et asceticae..., Schuttern, 1720 Heid. Hs. 962: Nikolaus von Dinkelsbühl, Tractatus de indulgentiis; Aurelius Augustinus, Speculum peccatoris, 15. Jh. (an Druck) 107 Einleitung Heid. Hs. 1198: Formularbuch, Schuttern, um 1500 (an Druck) Cod. Heid. NF 12: Gregorius Papa I., XI homiliarum in evangelia; Antiphonale, jeweils Fragmente Cod. Heid. NF 14: Biblia sacra (Gn), 10. Jh. Cod. Heid. NF 20: Psalterium, Fragment Cod. Heid. NF 21: Gregorius Papa I., XI homiliarum in evangelia; Missale, jeweils Fragmente Cod. Heid. NF 22: Anniversarium, Fragment Cod. Heid. NF 23: Antiphonale, Fragmente Cod. Heid. NF 26: Antiphonale, de sanctis, 13. Jh., Fragment. Aus der Inkunabel Q 1622-F qt. Inc., ehemals im Besitz von Valentin Raban London, British Library Cod. Add. 47673: Schutterner Evangeliar, Schuttern, um 820, im Auftrag von Abt Beretrich (ca. 816-825) von Diakon Liutharius verfertigt ( D orez , S. 293-299) Wien, Haus-, Hof- und Staatsarchiv Cod. 436: Paul Volz, Annales monasterii Schutterensis u.a., Straßburg 1542 (B öhm , S. 144 f) verschollen/verloren: Vita S. Benedicti graphice depicta, mit Altarweihenotizen, Pergament; Biblia, lat., mit Versen des Presbyters Günther; Vetus codex, mit hist. Einträgen, 1525 vernichtet; Necrologium Schutterense, 11.-14. Jh.; Liber animarum (Anniversarienbuch), 13./14.Jh.; Liber ceremo- niarum, mit Disciplina Cluniacensium et Mellicensium u.a., 1525 vernichtet; Copia manu- scripti Aureae Bullae, 1697 Schwarzach, Benediktiner (Ortenaukreis) Das Kloster Schwarzach reicht aller Wahrscheinlichkeit nach in das 8. Jahrhundert zurück 395 . Gemäß der Pirminsvita soll die Einrichtung durch Pirmin selbst gegründet worden sein. Der erste schriftliche Beleg findet sich im Kapitulare Ludwigs des Frommen über den Kriegsdienst der Abteien von 817. Gemäß einer Urkunde von 1104 war das Kloster zu dieser Zeit durch verschiedene Vergabungen zugrunde gerichtet. Aufschwung erhielt es wieder durch den aus Hirsau stammenden Abt Konrad (1144-1154), in dessen Regierungszeit ein Klosterneubau gemäß Hirsauer Bauprogramm begonnen wurde. 1299 und 1330 sind jeweils Klosterbrände belegt. Für die Zukunft einschneidend war die Entscheidung König Sigis- 395 Gärtner, S. 263—341; Schwarz maier, Schwarzach, S. 574-588. 108 Einleitung munds (1410-1437) von 1422, Schwarzach unter den Schutz der Markgrafen von Baden zu stellen, die dann bis zur Säkularisation vergeblich versuchten, den Konvent unter ihre Landeshoheit zu bringen. Im ganzen Spätmittelalter hatte das Kloster unter erheblichen finanziellen Schwierigkeiten zu leiden. Bauernkrieg und Reformation gefährdeten den Weiterbestand Schwarzachs. Am 25. April 1525 wurde die Abtei vom sogenannten Schwarzacher Haufen geplündert und verwüstet; das monastische Leben kam völlig zum Erliegen. Bis zum Tode des protestantisch gesinnten Markgrafen Philibert (1571) mußte sich die Abtei nicht nur gegen die badische Anmaßung der Landeshoheit, sondern auch gegen deren Förderung der Reformation wehren. Von 1570 bis 1571 regierte ein reformierter Abt; bis ins 17. Jahrhundert hinein lebten in der Abtei oft nur drei bis fünf Mönche. Immerhin scheiterte in den siebziger und achtziger Jahren des 16. Jahrhunderts der badische Versuch, Schwarzach dem Jesuitenorden übertragen zu lassen. 1607 trat das Kloster der Bursfelder Union bei, was allerdings, wie im Falle Gengenbachs, durch den Straßburger Bischof hintertrieben wurde. Ein zweiter Versuch der Benediktinerabteien der Straßburger Diözese, sich der Union anzuschließen, scheiterte 1654. Den Dreißigjährigen Krieg überstand Schwarzach mit intaktem Baubestand, doch mehrmals beraubt. Die Verschuldung wuchs, auch aufgrund badischer Lasten, mehr und mehr. Das 18. Jahrhundert ist vor allem durch die erbitterte Auseinandersetzung mit Baden um die Landeshoheit gekennzeichnet. Noch 1802 war der seit Anfang des 18. Jahrhunderts vor dem Reichskammergericht Wetzlar geführte Prozeß nicht entschieden. Am 25. September 1802 wurde der Konvent von Baden provisorisch in Besitz genommen, am 29. November endgültig, am 25. April 1803 aufgehoben 396 . Aufgrund der hohen Schulden war die Säkularisation für Baden kein großer Gewinn. Das Hauptgebäude des Klosters diente 1804 als Sammelstelle für Bibliotheksbestände aus mittelbadischen geistlichen Instituten. Die Bücher wurden hier sortiert und anschließend auf dem Wasserweg nach Karlsruhe und Heidelberg gebracht. Später beherbergten die Klostergebäude Textilfabriken, Lazarette, eine Zuckersiederei und eine Tabakfabrik. In den vierziger Jahren des 19. Jahrhunderts wurde ein Teil der Anlage abgerissen. Die Bibliothek Belege über Schwarzacher Bibliotheksbestände finden sich erst ab dem Ende des 15. Jahrhunderts. Aus der Zeit davor ist lediglich bekannt, daß dem Klosterbrand 1299 unter anderem Bücher zum Opfer fielen; auch der Brand von 1330 wird die Bibliothek in Mitleidenschaft gezogen haben 397 . Für die Existenz eines Skriptoriums vor 1500 fehlen jegliche Belege. Die ersten Zeugnisse erscheinen in Drucken. In drei Inkunabeln, die allerdings Schwarzacher 396 Schmid , Säkularisation, S. 199-202. 397 G ärtner , S. 290-292. 109 Einleitung Besitzvermerke erst des 16./17. beziehungsweise 18. Jahrhunderts tragen, finden sich die Vermerke Scholasticus beziehungsweise Capellanus aus dem Ende des 15. Jahrhunderts 398 . Wahrscheinlich wurden die Bände für die Inhaber dieser Ämter in Schwarzach gekennzeichnet. Den frühesten überlieferten Besitzvermerk zeigt eine Inkunabel, die dem Kloster 1506 durch Hugo sacerdos geschenkt wurde 399 . Ältester erhaltener Handschriftenbesitz des Klosters sind die Breviaria benedictina Cod. Schwarzach 2 und 3. Schwarzach 3 entstand 1507/08 mit großer Wahrscheinlichkeit im Kloster selbst. Schwarzach 2 aus Weissenburg wurde 1509 für Schwarzacher Gebrauch umgearbeitet. Bereits 1514 mußten in Schwarzach 3 sechs von Wasserschäden betroffene Blätter ersetzt werden. Dies geschah durch den Klosterschreiber und Bibliothekar Ambrosius Phoebe- rius (Götz), der 1499 ins Kloster eingetreten war. Durch ihn ist die Existenz eines heute verlorenen Psalteriums mit Äbteliste bezeugt ( inn dem altten Psalter, do die abbates geschriben stöhn), in das er, wie er selbst mitteilt, eine Biographie des verehrten Abtes Johannes (1486— 1514) nach dessen Tode eintrug. Durch den Nachfolger, Abt Konrad von Straßburg (1514— 1518), wurde er mit der Verfertigung einer Klosterregistratur beauftragt. Diese sogenannte ,Registratura Phoeberii' findet sich heute im Generallandesarchiv 400 . Wegen Zwistigkeiten mit Abt Konrad entwich Phoeberius 1518 nach Straßburg, ist aber 1527 wieder als Konven- tuale belegt. Von 1527 bis 1528 versah er die Pfarreien Scherzheim und Stollhofen sowie die Kaplanei Lichtenau, von 1526 bis 1528 und wieder von 1533 bis 1539 amtete er als Pfarrer von Vimbuch. 1538 bekannte er sich offen zur Reformation und siedelte nach Straßburg über, wo er gemäß dem späteren Schwarzacher Abt und Chronisten Gallus Wagner (1660- 1691) am 14. März 1540 miser starb 401 . Der Bauernkrieg war auch für die Bibliothek eine Katastrophe. Im Klostersturm am 25. April 1525 wurden Archiv und Bibliothek beraubt oder vernichtet, soweit sie nicht nach Straßburg ausgelagert waren. Abt Johannes Gutbrot (1520-1548) schaffte vor seiner Rückkehr in den Konvent Ende des Jahres wohl liturgische Bücher an, konnte sich aber erst 1527 wieder gegen das evangelisch gewordene Dorf endgültig im Kloster niederlassen 402 . Sein Nachfolger Martin Schimpfer ( 1548-1569) beantragte 1551 bei der badischen Regierung ein Weinungelt, um Kirchenornat und Bibliothek sowie die Schule wiederherstellen zu kön- " ,98 BLB, Ei 18 fol. Ink.; UB Heidelberg, Q 1516-D qt. Ink., Bd. 2, 1, Q 1516-E qt. Ink. Beiband. 399 BLB, Do 19 fol. Ink. 400 GLA 67/1321. 401 Gärtner , S. 268, 303, 305 f, 307 f; Reinfried , Schwarzach 2, S. 98 f, 92; L. Lauppe , Die Reformation im klösterlich-schwarzachischen Kirchspiel Scherzheim-Lichtenau, in: Die Ottenau 32 (1952), S. 78 Anm. 12; L. Lauppe , Der bischöflich-straßburgische Generalvicar und Official Dr. Wolfgang Tucherund seine Zeit (1542-ca. 1568), in: FDA 26 (1898), S.228. 40 ~ Gärtner , S. 305-308; L. Lauppe , Der Schwarzacher Haufe 1525, in: Die Ottenau 34 (1954), S. 94- 99; Gerettete Wahrheit in einer Diplomatischen Geschichte der Abtey Schwarzach am Rheine..., Bruchsal 1780, S. 145. 110 Einleitung nen 403 . 1554 bat er mit Erfolg die protestantischen Kirchen in Scherzheim und Lichtenau um Überlassung etlicher Ornate und (wohl liturgischer) Bücher, die dort nicht mehr gebraucht würden 404 . Einige Schwarzacher Bände zeigen Anschaffungsvermerke des Abtes von 1548 bis 1559 405 ; im Falle von Q 569-1 fol. Res., Bd. 3-4 der UB Heidelberg ist vermerkt, daß die Bände cum ceteris ad eundem pertinentibus 1551 von Schimpfer erworben wurden. 1572 schrieb der Schwarzacher Konventuale Michael Streubel 406 das Antiphonale benedicti- num Schwarzach 11. Da im Kolophon der Prior Simon Firnkorn als Sachwalter des Klosters genannt wird, muß die Handschrift nach der Verhaftung von Abt Johann Kaspar Brunner (1571-1588) im April 1572 in Zusammenhang mit dem badischen Versuch, die Oberhoheit über das Kloster an sich zu reißen 407 , fertiggestellt worden sein. Firnkorn wurde in Hagenau geboren, legte 1555 Profeß ab und ist von 1562 bis 1574 als Prior in Schwarzach belegt. Später wirkte er als evangelischer Prädikant in Drusenheim im Elsaß 408 . Er besaß die Inkunabeln Dg 286 fol. Ink., aus der das Voll-Lektionar-Fragment Schwarzach 21 abgelöst wurde, sowie UB Heidelberg, Q 1638-A qt. Ink. und Q 7220-6 qt. Ink. Alle drei Bücher hatten als Vorbesitzer den Zaberner Priester Michael Hammer/Malleolus, von 1541 bis 1557 Prior des Zaberner Klosters Obersteigen 409 . Firnkorn wehrte sich ebenfalls energisch gegen die badischen Eingriffe und mußte das Kloster 1574 verlassen. Nach seinem Verschwinden wurde am 4. Februar 1574 ein Verzeichnus was sich nach des Priors heimlichen hinwegziehen in allerhandt gemeinem Haußrath in seinem Gemach erfunden angelegt 410 . Es nennt, leider ohne Titelangaben, insgesamt 108 Bücher im Besitz Firnkorns. Bei der Anlage des Bandes GLA 105/13, in dem sich diese Aufstellung findet, wurden zwei Blätter aus einem Legendär des 13. Jahrhunderts 403 Reinfried , Schwarzach 1, S. 210 f. 404 L. Lauppe , Die Reformation im klösterlich-schwarzachischen Kirchspiel Scherzheim-Lichtenau, in: Die Ortenau 33 (1953), S. 172. 405 UB Heidelberg, D 9871-5 qt. Ink., Q 540-6 fol. Res., Q 569-1 fol. Res., Bd. 3-4, Q 1614-12 fol. Res., Bd. 1-2. 406 1571 schenkte er dem Schwarzacher Mitbruder Johannes Hattenbach ein gedrucktes Brevier (UB Heidelberg, Q 8486 Res.). 407 Gärtner, S. 315. 408 GLA 105/241; Reinfried , Schwarzach 2, S. 55 u. Anm. 2, S. 67; Gärtner , S. 312-316. 409 BLB, Dg 286 fol. Ink.: s. Schwarzach 21; UB Heidelberg, Q 1638-A qt. Ink.: u.a. Michael Hamer hunc librumpossedit ex ereproprio comparavit Argentine anno salutis humanae etc. [15 ]36... Ebenfalls aus Hammers Besitz stammen die Inkunabeln Dq 133 Ink. der BLB (u. a. Ex dono Valentini Petriride est mens Michaeli Mallei sacerdotis Zabernensis) sowie A 26-28 Ink. der Bibliothek des Grand Seminaire Straßburg (u.a. Pro Michaele Hammer (Lesung korrigiert) presbytero Zabern. 1537-, F.Ritter, Catalogue des incunables et livres du XVI e s. (jusqu'en 1530) de la Bibliotheque du Grand Seminaire de Strasbourg, in: AEA 21 (1953/54), S. 76 Nr. 45). Zu Hammer s. Grandidier , 1, S. 101. 410 GLA 105/13, B1.45 r -49 r , hierB1.46 v . 111 Einleitung als Kopert erwendet, die aus der Klosterbibliothek stammen dürften. Sie überliefern unter anderem ein Bruchstück der Legenda s. Dominici des Humbertus de Romanis 4U . In BLB, Dg 286 fol. Ink. finden sich Besitzvermerke zweier weiterer Schwarzacher Konven- tualen, was zeigt, wie Bücher im Kloster tradiert wurden, bis sie schließlich in der Klosterbibliothek aufgingen. Auf [15]96 ist ein Eintrag von Caspar Zinck datiert, der 1608, 1610 und 1616 als Pfarrer in den Schwarzacher Pfarreien Ulm und Vimbuch und 1616 als Prior belegt ist 412 . Zinck besaß weiter das Diurnale Bursfeldense Schwarzach 9 (1614; s. Abb. 38) sowie BLB, Dd 185 Ink.; auch in BLB, Do 135 fol. Ink. findet sich seine Hand. Nachbesitzer von Dg 286 fol. Ink. war der spätere Abt Jakob Oberwein (1638-1643) 413 . Sein Handzeichen ist 1615 eingetragen worden. Gleichfalls in seinem Besitz waren Do 57 fol. Ink. {Ex libris f. Jaco- bi Oberwein Badensis Convent. in Schwartzach Anno [\~\612) sowie Dr 84 Ink. ( Sum ex libris F. Jacobi ÖberWein Badensis Anno domini [1 \610). In die Klosterbibliothek gelangt ist auch der Liber horarum et precum Schwarzach 5 aus dem Besitz von Adam Hünerer, der 1569 als amtierender und 1580 als gewesener Schaffner des Schwarzacher Hofes in Straßburg belegt ist 414 . Schließlich findet sich ein Vermerk des Schwarzacher Konventualen Johannes Scherer, als Pfarrverweser 1585 in Vimbuch und 1589 in Ulm bezeugt 415 , in BLB, Dd 184 Ink. Cod. Schwarzach 15 und die Cod. Schwarzach 30 zugrundeliegende Inkunabel wurden im 16. Jahrhundert mit Provenienzvermerken des Klosters versehen; ein Besitzeintrag in einem Druck ist auf 1607 datiert 416 . Nicht wenige Bücher tragen darüber hinaus Schwarzacher Provenienzvermerke des 16./17. Jahrhunderts. Ende des 16. Jahrhunderts wurde im Kloster ein Lektionar des 15. Jahrhunderts makuliert; erhalten hat sich ein Blatt als Kopert eines 1591 angelegten Schwarzacher Protokollbuches 417 . Der Dreißigjährige Krieg brachte für Schwarzach große Lasten, auch wenn die Abtei selbst nicht zerstört wurde 418 . Abt Placidus Rauber (1649-1660) berichtete 1650 über die Lage des Klosters an das bischöfliche Konsistorium in Straßburg. Über die Bibliothek heißt es: Item daß die Bibliothek und Documenta ganz verloren, und solche dermalen auch nur für die bloße Nothdurft zu repariren, keine Mittel vorhanden sind 4 ' '. Die bisher aufgeführten Bestände zeigen jedoch, daß nicht die gesamte Bibliothek vernichtet wurde. Rauber, ein produktiver theo- 1 Monumenta ordinis fratrura Praedicatorum historica, 16: Monumenta historica S. P. N. Dominici (Fase. II), Rom 1935, S. 396 f cap. 36. 412 Reinfried , Schwarzach 2, S. 99, 119 f. 413 Gärtner, S. 325. 414 Gärtner , S.312; R. Will , Le chäteau, dit ,Burg' de Haguenau, in: Etudes Haguenauiennes NF. 1 (1950/55), S. 124. 413 Gärtner , S. 318; Reinfried , Schwarzach 2, S.99, 120. 416 UB Heidelberg, Q 1655 fol. Res. 417 GLA 65/11973. 418 Gärtner, S. 326. 419 Reinfried , Schwarzach 1, S. 190 f. 112 Einleitung logischer Schriftsteller, brachte aus seinem Heimatkonvent St. Blasien Cod. Schwarzach 18 mit, der das von ihm verfaßte und 1633 datierte Werk ,Samaritanus christianus' enthält. Datierte Schwarzacher Besitzvermerke finden sich bis zum Ende des 17. Jahrhunderts in BLB, Dg 286 fol. Ink. (1650), D 9871-5 qt. Ink. (1655, UB Heidelberg), Ef 2 fol. Ink. (1686) und Dr 314 Ink. (1696). Gallus Wagner (1660-1691), Nachfolger Placidus Raubers, war ebenfalls schriftstellerisch tätig. Von großem Belang für die Klostergeschichte sind seine von 1657 bis 1691 reichenden Tagebücher sowie die Comportata ad struendum chronicon monasterii... Schwarzach. Beide Werke sind allerdings aufgrund von Tintenfraß schwer beschädigt 420 . In den Säkularisationsakten ist ein auf 1692 datiertes, heute verschollenes theologisches Manuskript des Abtes Bernhard Steinmetz (1711-1729) erwähnt (s. unten). Zwischen 1750 und 1755 gelangte ein kleiner Bestand aus der Bibliothek des Kontroverstheo- Vj logen Johann Nikolaus Weislinger (1691-1755) in den Besitz des Klosters. Erhalten haben ^ sich neben der Anna Schott-Handschrift Cod. Schwarzach 19 zwei Inkunabelbände 421 . Im dritten Viertel des 18. Jahrhunderts wurde ein großer Teil bisher nicht mit Besitzvermerken versehener Codices mit meist undatierten Einträgen von zwei Händen gekennzeichnet. Die erste Hand ist von 1750 bis 1772 (BLB, Do 274 Ink., Schwarzach 4) tätig und zeichnet mit Monasterii/Monrii. Schwarzach ad Rhenum. Sie findet sich außer in Drucken in den Codices Schwarzach 1-5, 10-14, Dd 184 Ink. (Schwarzach 23) und Do 437 Ink. (Schwarzach 24). Die zweite, 1771 und 1772 belegte Hand (BLB, Eb 238 fol. Ink.; Schwarzach 6) signiert mit Monasterii Rheno-Suarzac. und ist außer in Schwarzach 6 und 15 ebenfalls in einigen Druk- ken nachweisbar. Zwei weitere Kennzeichen Schwarzacher Bibliotheksbestände stammen ebenfalls aus dem 18. Jahrhundert: Signaturschild und Bibliotheksnummer. Das Signaturschild setzt sich aus einer gedruckten Majuskel und rechts daneben weiteren Einträgen mit Tinte zusammen; im gesamten Bestand sind allerdings nur noch sehr geringe Reste erhalten (Schwarzach 5, 6, 7, 10, 13). Ein Teil der theologischen Literatur in der Schwarzacher Büchersammlung trägt Bibliotheksnummern von einer Hand. Bekannt sind bisher N.l (Schwarzach 10 (?), BLB, Da 9 fol. Ink., Dg 218 fol. Ink.), N.2 (Schwarzach 11), N.4 (Schwarzach 12; UB Heidelberg, Q 7444-4 fol. Res.), N.5 (Schwarzach 13), N.8 (Schwarzach 14; UB Heidelberg, Q 7656-4 fol. Res.), N.10 (UB Heidelberg, Q 7255-4 fol. Res., Q 8014 fol. Res.), N.l 1 (UB Heidelberg, Q 7437 fol. Res.), N.12 (UB Heidelberg, Q 7441-8 fol. Res.), N.14 (UB Heidelberg, Q 7655-4 fol. Res.), N.l5 (UB Heidelberg, Q 7877 fol. Res.), N.19 (UB Heidelberg, Q 7439 fol. Res.), N.20 (UB Heidelberg, Q 7614-4 fol. Res., Q 7875-2 fol. Res.), N.22 (UB Heidelberg, Q 1858 fol. Res., Bd. 1-2), N.27 (UB Heidelberg, Q 7626 fol. Res.), N.28 (UB Heidelberg, Q 7777 fol. Res.), N.33 (UB Heidelberg, Q 1780 fol. Res.), N.36 (UB Heidelberg, Q 8486 Res.), N.39 (UB Heidelberg, Q 9288 fol. Res.), N.40 (UB Heidelberg, Q 1669 fol. Res.), 420 GLA 65/599-605, 606; Kat. Karlsruhe GLA, S. 214 f. 421 BLB, D«p451 Ink., Dr 249 Ink.; Schlechter, Schott, S.470. 113 Einleitung N.43 (BLB, Dg 286 fol. Ink.), N.44 (Schwarzach 1), N.49 (UB Heidelberg, Q 1542-18 fol. Ink.), N.52 (UB Heidelberg, Q 7438-4 fol. Res.), N.56 (UB Heidelberg, Q 7754 fol. Res.), N.59 (UB Heidelberg, Q 7443-2 fol. Res.), N.60 (UB Heidelberg, Q 7442 fol. Res.), N.62 (UB Heidelberg, Q 7878 fol. Res.), N.64 (Schwarzach 2), N.65 (UB Heidelberg, Q 7735 fol. Res.), N.67 (Schwarzach 5), N.76 (UB Heidelberg, Q 7734 fol. Res.), N.78 (UB Heidelberg, Q 1516 qt. Ink., Bd.2,1, 3; Q 1520 qt. Ink.), N.79 (UB Heidelberg, Q 1638 qt. Ink.), N.82 (Schwarzach 3), N.84 (Dd 126 Ink.), N.91 (UB Heidelberg, I 5234 Res.), N.95 (Schwarzach 7), N.255 (UB Heidelberg, Q 6004 Res.) und N.285 (UB Heidelberg, Q 1480 Res.). In der Karlsruher Inkunabel Dr 41 fol. Ink. findet sich ein auf 1784 datierter Besitzeintrag des Beda Dilg, des die badischen Interessen fördernden Klosteradministrators in der Zeit vor der Wahl des letzten Schwarzacher Abtes Hieronymus Krieg (1790-18 0 3) 422 . Von Dilgs Hand ist auch die Handschrift GLA 65/607 von 1746, die die Geschichte eines Betrügers behandelt, dem das Kloster aufgesessen war 423 . Nach 1772 wurden die Handschriften Schwarzach 1-4 wohl im Kloster einheitlich in braune Halblederbände mit vergoldeten Einzelstempeln gebunden. 1788 fiel die Bibliothek des klösterlichen Amtmanns Ignatius Wich mit 29 vor allem juristischen Titeln an Schwarzach 424 . Nach der endgültigen Besitznahme Schwarzachs durch Baden am 29. November 1802 begann eine Kommission unter Obervogt von Harrant mit der Inventarisierung des Klosterbesitzes 423 . Die Klosterbibliothek selbst sollte, nach der obligaten Vorauswahl durch die Hofbibliothek, der Universität Heidelberg zufallen; Freiburg hatte hier keinen Anteil 426 . Da offensichtlich kein verwendbarer Bibliothekskatalog vorhanden war, erstellten die Schwarzacher Konventualen Ambrosius Thiebaut und Augustin Sprattler 1803 ein systematisches Verzeichnis, das 1900 Titel bibliographisch, fast 4000 aber nur summarisch aufführt 427 . Größere Gruppen sind Theologi (430 Titel), Polemici et Controversistae (230 Titel), Libri Liturgici (380 Titel), Libri Philosophici (380 Titel), Auetores elassici et Oratores (250 Titel), Linguae (300 Titel), Conciones, Ascetae et Meditationes (2000 Titel, davon allein 1956 Titel nur summarisch), Historia sacra (260 Titel), Historia profana (190 Titel), Jus canonicum (250 Titel) und Jus civile (750 Titel). Gemäß dem Vorwort gab es in den letzten 20 Jahren kaum An- 422 L. Uibel , Die Endphase der Auseinandersetzung der Abtei Schwarzach mit der Markgrafschaft um die Landeshoheit nach den Prozeßschriften des 18. Jahrhunderts, in: Die Ortenau 71 (1991), S. 236 f. 421 Kat. Karlsruhe GLA, S. 215 f; Gärtner, S. 332. 424 GLA 105/102. 425 Schmid , Säkularisation, S. 200. 426 Schlechter , Gelehrten- und Klosterbibliotheken, S. 17 f. 42 BLB, K 2986,16: Acta die Bibliothek des Klosters Schwarzach betr. 1804; B1.2 r -44 v : Catalogus Biblio- thecae Suarzacensis ex Commissione D. D. de Harrant Abbatiae Suarzacensis Commissarii collectus a PP. Ambrosio Thiebaut et Augustino Sprattler eiusdem Monasteriiprofessis Capitularibus 1803. 114 Einleitung Schaffungen. Handschriften seien nur wenige vorhanden, vor allem Psalterien 428 . Unter den Druckwerken werden folgende Handschriften aufgeführt: Abt. Sacra scriptum: M. S. S., 6 Bde.; Orationes S. Anselmi de passione M. S. S., 1 Bd. (UB Heidelberg, Heid. Hs. 186); Abt. S. Patres: M. S. S. flores morales Divi Gregorii, 1 Bd. (Schwarzach 15); Abt. Theologi: Bernardi Steinmetz Abb. Suarzacens. theol. M.S.S., Schwarzach 1692, 1 Bd.; Abt. Libri Liturgici: Anti- phonaria M. S. S., 5 Bde. (Schwarzach 10-12, 14 sowie wohl das Graduale Schwarzach 13); Abt. Libri Philosophici: [Institutiones] philosophiae a nostris religiosis conscript., 26 Bde. (18 v ; u.a. Schwarzach 18 ?) 429 . Gemäß einem Verzeichniß der Bücher, welche die Churf. Hoßyibliothec aus der Schwarzacher Klosterbibliothec wünschet, reklamierte Karlsruhe etwa 1250 Titel, darunter auch solche, die im Katalog nur kursorisch summarisch angeführt worden waren 430 . Ein weiteres Verzeichnis der alten editionen, so eingepackt und zur Curßirstl. Bibliothec abgeschickt worden, nennt 140 Titel vor allem des 15. und 16. Jahrhunderts 431 . Mit Bericht vom 8. August 1804 teilte das Amt Schwarzach mit, daß für 119 fl. 46 kr. Asceten und deutsche Prediger verkauft worden seien, darunter sicher auch Bücher aus Schwarzach 432 . Die nicht katalogisierten Werke wurden nach Gutdünken für Karlsruhe oder Heidelberg gepackt; für die Hofbibliothek standen 29 Kisten (aus Schwarzach und anderen Klosterbibliotheken) bereit. Davon kamen am 22. August 1854 18 Kisten in Karlsruhe an 433 . Der gesamte Rest der Schwarzacher Bibliothek ging nach Heidelberg, insgesamt 3242 Bände 434 . Die Universitätsbibliothek besitzt, neben einer großen Zahl späterer Drucke, nicht ganz 20 Inkunabeln aus Schwarzach, die BLB 46 Inkunabeln und Frühdrucke. Tabellarische Übersicht Karlsruhe, BLB Cod. Schwarzach 1: Lectionarium missae, 10,/ll.Jh. Cod. Schwarzach 2: Breviarium benedictinum, Weissenburg, Anf. 14. Jh., 1509 in Schwarzach u.a. um das ,Officium de compassione beatae Mariae virginis' von Jakob Wimpfe- ling ergänzt 428 BLB, K 2986, 16, Bl. 5 r . 429 BLB, K2986, 16, B1.9 r , 1 l v , 15a v , 18 v . 430 BLB, K2986,16, B1.47 r -57 r . 431 BLB, K2986, 16, B1.58 r -60 v , Schwarzach, Amtmann Barack, 21.Juni 1804. 432 BLB, K2986,16, B1.63 r -64 r . 433 BLB, K2986, 16, B1.65 r , 66 r . 434 Schlechter , Gelehrten- und Klosterbibliotheken, S. 18. 115 Einleitung Cod. Schwarzach 3: Breviarium benedictinum, pars aestivalis, Schwarzach (?), 1507/08, einzelne Blätter 1514 durch den Konventualen Ambrosius Phoeberius (gest. 1540) ersetzt Cod. Schwarzach 4: Enchiridion doctorum ecclesiasticorum; Kathalogus brevis ecclesiastico- rum scriptorum; Iohannes Climacus, Diözese Mainz, um 1485, möglicherweise von Johannes Trithemius abhängig Cod. Schwarzach 5: Liber horarum et precum, Oberrhein (Schwarzach?), um 1470, mit Besitzvermerk von Adam Hünerer, Schaffner des Schwarzacher Hofs in Straßburg (vor 1580) Cod. Schwarzach 6: Augustinus Triumphus (?), Expositio super Cantica Canticorum; Com- mentarium in evangelium Iohannis, Nordfrankreich, um 1300 Cod. Schwarzach 7: Psalterium, Niederrhein, 13. Jh. 2 , um 1400 in einem Kartäuserkloster ergänzt, 1600 im Besitz der Straßburger Kartause. Fragment: mittelfränkischer Augensegen, Anf. 14. Jh. Cod. Schwarzach 8: Psalterium non feriatum, Oberrhein (Benediktiner), um 1260/70 Cod. Schwarzach 9: Diurnale Bursfeldense, Hirsau, 1472-1475, geschrieben von dem Konventualen F. Johannes Unger aus Feuchtwangen, 1614 im Besitz des Schwarzacher Mönches Caspar Zinck Cod. Schwarzach 10: Antiphonale benedictinum, pars hiemalis, 1580, mit Wappen des Gengenbacher Abtes Gisbert Agricola (1556-1586) Cod. Schwarzach 11: Antiphonale benedictinum, pars hiemalis, Schwarzach, 1572, geschrieben von dem Konventualen Michael Streubel Cod. Schwarzach 12: Antiphonale benedictinum, pars aestivalis, Oberrhein, um 1600 Cod. Schwarzach 13: Graduale benedictinum, Oberrhein (Schwarzach ?), 1605 Cod. Schwarzach 14: Antiphonale benedictinum, pars hiemalis, Oberrhein, Anf. 17. Jh. Cod. Schwarzach 15: Flores Gregorii; Alulfus de Tornaco, Gregorialis, pars IV; Isidoras Hispalensis, Sententiarum Hb. III, Straßburg, um 1460. Fragment: Paulinus Chappe, Ablaßbriefformular, 1450 Cod. Schwarzach 16: Johann Friedrich Ravenstein, Abhandelung von dem Saltze, Oberrhein, um 1755 Cod. Schwarzach 17: Breviarium, de tempore, pars hiemalis, Oberrhein (?), um 1425 Cod. Schwarzach 18: Placidus Rauber (1595-1660), Samaritanus christianus, St.Blasien, 1633. Rauber wurde 1649 Abt von Schwarzach Cod. Schwarzach 19: Anna Schott (ca. 1450 - nach 1521), Mystische Sammelhandschrift, deutsch, Straßburg, St. Agnes und St. Margaretha, 1480, später im Besitz von Johann Nikolaus Weislinger (1691-1755) Cod. Schwarzach 20: Perüs mahzör, Kommentar, 13. Jh., Fragment. Kopert eines unbekannten Drucks Schwarzacher Provenienz Cod. Schwarzach 21: Voll-Lektionar, 14. Jh., Fragment. Aus dem Einband der Schwarzacher Inkunabel Dg 286 fol. Ink. Cod. Schwarzach 22: s. Schwarzach 21 (Exlibris Jakob Oberwein) 116 Einleitung Cod. Schwarzach 23: Theodulus Italus, Ecloga, cum commento, 14. Jh., Fragment. Aus dem Einband der Schwarzacher Inkunabel Dd 184 Ink. Cod. Schwarzach 24: Alexander de Villa Dei, Doctrinale, 14. Jh., Fragment. Aus dem Einband der Schwarzacher Inkunabel Do 437 Ink. Cod. Schwarzach 25: Publius Terentius Afer, Andria, cum commento, 15. Jh. 2 , Fragment. Aus dem Einband eines unbekannten Drucks Schwarzacher Provenienz Cod. Schwarzach 26: Thematisierte Vulgataexzerpte, Schwarzach (?), um 1525. Aus dem 1942 verbrannten Druck Pc 1552 Cod. Schwarzach 27: s. Schwarzach 21 (Einband der Inkunabel Dg 286 fol. Ink.) Schwarzach 28: Missale Romanum, 15. Jh., Fragment. Aus dem Einband eines wohl 1942 verbrannten Drucks Cod. Schwarzach 29: Antiphonale, 11. Jh., Fragment. Aus dem Einband eines 1942 verbrannten Drucks Cod. Schwarzach 30: Beda Venerabiiis, In epistolam I Iohannis und In Lucae evangelium ex- positio, Fragment; Biblia sacra, Bruchstücke aus Dt, III Rg, los, Is, jeweils 9. Jh. Aus dem Einband der Schwarzacher Inkunabel Ei 18 fol. Ink. Cod. Schwarzach 31: Oktavbuchdeckel eines wohl 1942 verbrannten Schwarzacher Drucks, Texturaabklatsch Karlsruhe, GLA 65/599-605: Gallus Wagner (Abt 1660-1691), Diarien Schwarzach, Schwarzach 1657-1691 (Kat ., S. 214 f) 65/606: Gallus Wagner (Abt 1660-1691), Comportata ad struendum chronicon monasterii... Schwarzach, Schwarzach, ab 1667 (Kat ., S. 215) 65/607: Beda Dilg, Historia genuina et succincta famosi impostoris... in monasterio Schwarzacensi, Schwarzach, 1746 ( Kat ., S. 215 f) 65/11515 (olim 65/1723): Aufzeichnungen zur Geschichte des Klosters Schwarzach, Schwarzach, 1717 (Rep. Hss ., S. 112) 65/11555 (olim 65/1768): Auszüge aus juristischen Werken des 18. Jh's ( Rep . FIss., S. 129) 65/11556-11559 (olim 65/1769-1772): Diplomatische Geschichte der Abtei Schwarzach, Schwarzach, 18. Jh., 1780 in Bruchsal gedruckt ( Rep . Hss., S. 1 29f) 65/11560-11580 (olim 65/1773-1793): Deduktionen, Interventionsschriften und Materialsammlung betr. den Streit des Klosters Schwarzach mit der Markgrafschaft Baden-Baden, Schwarzach, 18. Jh. ( Rep . Hss., S. 130-136) 65/11973 (olim 65/2805): Lektionarfragment, 15. Jh., abgelöst von einem Schwarzacher Aktenband von 1591 67/1321: Ambrosius Phoeberius, Registratura Phoeberii (Archivinventar), Schwarzach, 1517 (K rebs , GLA, S. 211) 117 Einleitung 105/13: Inventar Simon Firnkorn. Kopert: Legendär, 13. Jh., u.a. Legenda s. Dominici des Humbertus de Romanis Heidelberg, UB Heid. Hs. 186: Sermonessammlung, 1486 verschollen/verloren: Psalter mit Äbtereihe und Loblied Ambrosius Phoebers auf Abt Johannes (1486-1514); Bernhard Steinmetz, Theol. Hs., Schwarzach 1692; Schwarzacher Konventualen, Institutiones philosophiae, 26 Bde. Tennenbach, Zisterzienser (Landkreis Emmendingen) Die Gründung Tennenbachs (Porta Coeli, Himmelspforte) durch die Zähringer ist zwischen 1158 und 1161 anzusetzen 435 . Um 1170/80 wurde die Paternität dem Kloster Salem übertragen. In den ersten zwei Jahrhunderten ihres Bestehens konnte die Einrichtung das karge Dotationsgut ganz erheblich vermehren. Gleichzeitig entstanden städtische Wirtschaftshöfe unter anderem in Freiburg und Emmendingen. Tennenbach übte kontinuierlich oder zeitweise die geistliche Aufsicht über die Zisterzienserinnenklöster Friedenweiler, Günterstal, Lichten- thal und Wonnental aus. Die seit der Gründung prosperierende Abtei wurde 1444 durch einen Plünderungszug der Ar- magnaken schwer getroffen. Der Bauernkrieg zog die Anlage so schwer in Mitleidenschaft, daß die geflohenen Mönche erst 30 Jahre später wieder zurückkehren konnten. Im Dreißigjährigen Krieg stand das Kloster von 1632 bis 1647 ebenfalls völlig leer. Ein Teil des Archivs sowie Wertsachen wurden nach Breisach geflüchtet, nach dem Fall der Festung 1638 aber geplündert. Auch die Kriege des späteren 17. und des frühen 18. Jahrhunderts beeinträchtigten das klösterliche Leben sehr stark. Mit Ausnahme der Kirche brannte der Konvent 1723 vollständig ab, wurde aber als barocke Anlage wiederaufgebaut. Ein erster Säkularisationsversuch der Regierung 1782 zugunsten der Universität Freiburg ließ sich durch einen Bittgang des Abtes nach Wien abwenden. Am 17. Juli 1806 wurde das von 23 Mönchen bewohnte Kloster aufgehoben 436 . Die einzelnen Konventualen erhielten Pensionen oder wurden mit ehemaligen Klosterpfarreien versorgt. In der Folge fand eine Versteigerung der beweglichen Güter statt. Mangels geeigneter Verwen- 435 Tennenbacher Güterbuch , S.XIII-XVI; K. Andermann , Tennenbach, in: Historischer Atlas Baden-Württemberg, Erläuterungen 2, Stuttgart 1988, VIII, 4, S. 11-14; J. M. Moser , Das Ende des Klosters Tennenbach, 2. Aufl., Emmendingen 1981. 436 Schmid , Säkularisation, S. 128-130; Schmid , Schicksale. 118 Einleitung dungsmöglichkeiten gingen die Klostergebäude mehr und mehr zugrunde. Die Kirche wurde 1829/30 abgetragen und stark verändert in Freiburg als Ludwigskirche wiederaufgebaut 43 '. Ende der 30er Jahre war die gesamte Klosteranlage fast vollständig vom Erdboden verschwunden. Die Bibliothek Frühestes literarisches Werk des Klosters Tennenbach ist die Vita des Mönchs Hugo von Tennenbach, der 1270 starb. Die Vita selbst ist bald nach seinem Tod, noch im 13. Jahrhundert, entstanden, gemäß dem Zeugnis des Necrologium Tennenbacense durch Fr. Gottfridus scriba de Friburg 438 . Aus dem Kloster selbst liegen in Cod. Thennenbach 7 (s. unten) eine lateinische Uberlieferung der Vita Flugos aus dem 17. Jahrhundert sowie in GLA 106/106 zwei deutsche Fassungen des 18. Jahrhunderts vor. Zweifellos existierten ältere, heute verlorene Flandschriften. Älteste heute erhaltene, sicher in Tennenbach entstandene Handschrift ist das Tennenbacher Güterbuch GLA 66/8553. Dieses Urbar und Kopialbuch wurde von 1317 bis 1341 von dem Tennenbacher Konventualen und Abt Johann Zenlin aus Freiburg (1336-1353) erarbeitet und dürfte das für den Oberrhein wichtigste Exemplar seiner Gattung sein 439 . 1364 wurde das bis etwa 1499 geführte Tennenbacher Anniversar/Zinsbuch GLA 64/54 angefertigt 440 . Beide Handschriften haben die Plünderung des Klosters 144 4 441 überstanden. Zeugnis für die sorgfältige Verwaltung der Abtei ist auch Cod. Thennenbach 9, eine Sammlung der ,Privilegia or- dinis cisterciensis et monasterii Tennenbacensis', die unter Einbeziehung Tennenbacher Urkunden um 1450 entstand. Im Anschluß an diesen Teil wurden in die Handschrift bis ins 18. Jahrhundert hinein Ablaß- und Altarweiheurkunden eingetragen. Um 1457 waren drei Handschriften des Klosters Günterstal an Tennenbach ausgeliehen, darunter Caesars ,Bellum Gallicum' 442 . Ebenfalls 1457 starb der Tennenbacher Fr. Symon, qui scripsit librum anniversa- riorum monasterii Güntersthal 4 **. Das heute in Bern aufbewahrte Antiphonale cisterciense Cod. C 50 aus dem 15. Jahrhundert wurde vielleicht in Tennenbach unter anderem von Johannes Surrburger de Tenibach geschrieben 444 . Nach 1475 verfaßte der Tennenbacher Kon- 437 R. Humbach, Von Tennenbach nach Freiburg - der erste Bau der Ludwigskirche, in: FDA 115 (1995), S.279-314. 438 Mone, QS 4, S. 63-75; BHL, Nr. 4034; MGH Necr. 1, S.339 (21.1.). 439 Tennenbacher Güterbuch, S.XVI-XLVL 440 Rep. Anniv., S. 38. 441 Tennenbacher Güterbuch, S. XV. 442 MBK 1, S. 152. 443 MGH Necr. 1, S. 340 (21.6.). 444 Scarpatetti, S. 191. 119 Einleitung ventuale Claus Schreig möglicherweise für die Zisterzienserinnenabtei Rottenmünster mit Cod. Sal. VII, 69 der UB Heidelberg eine ,Rhetorik der Briefe' mit Briefmustersammlung. Der Codex gelangte später in das Zisterzienserkloster Salem. Ende des 15. Jahrhunderts bestand im Tennenbacher Konvent oder in der näheren Umgebung eine Buchbinderei, der sich die Codices 91 und 125 sowie eine Inkunabel der UB Freiburg zuweisen lassen 445 . 1525 ging der Konvent mit Ausnahme der Kirche in Flammen auf 446 , wobei sicher auch die Bibliothek in Mitleidenschaft gezogen wurde. Wahrscheinlich ist in diesem Zusammenhang das Necro- logium Tennenbacense aus dem 12./13. Jahrhundert untergegangen. Der Inhalt hat sich über eine heute ebenfalls verlorene Zwischenstufe teilweise erhalten 447 . Hs. 110 der UB Freiburg enthält einen Liber usuum cisterciensis ordinis mit Visitationsprotokoll der Abtei Tennenbach von 1573. Der Codex wurde 1579 von dem Tennenbacher Konventualen Jakob Gütschmann geschrieben 448 . Das früheste Zeugnis für die Verwaltung der Bibliothek findet sich in einem Freiburger Frühdruck in Form eines Tennenbacher Besitzvermerks von 1595; eine Inkunabel der gleichen Bibliothek weist einen Provenienzeintrag des 16./17. Jahrhunderts auf 449 . In einer weiteren Freiburger Inkunabel hat sich eine Widmung des Tennenbacher Konventualen Michael Riegger aus Villingen an einen Mitbruder aus dem Jahre 1602 erhalten 450 . Um 1605 entstand im Kloster Cod. Thennenbach 7 mit einer Sammlung lateinischer Heiligenlegenden und Viten überwiegend des 16. Jahrhunderts. Engen Bezug zum Entstehungsort zeigt die nicht allzu häufig überlieferte Vita des Mönches Hugo von Tennenbach 451 . 1607 verfertigte der schon erwähnte Michael Riegger, Tennenbacher Bursarius und Wonnentaler Beichtvater, für eine Wonnentaler Konventualin ein Processionale cisterciense (Wonnenthal 2) 452 . Für die Zisterzienserinnen von Günterstal schrieb Riegger 1611 in Tennenbach eine fast identische Handschrift, die heutige Hs. 37 der UB Freiburg 453 . Auf 1613 sind die Einbände der liturgischen Handschriften Thennenbach 1-3 datiert und zusätzlich mit den Initialen des Namens von Abt Martin II. Schleher (1585-1627) versehen. Die Einbände von Cod. Lichtenthai 1 und 445 Sack , Nr. 751 u. S .XLVIIf. 446 Tennenbacher Güterbuch, S. XV. 447 Baumann , Todtenbücher, S. 445. Druck nach der heute ebenfalls verschollenen Abschrift Gregor Baumeisters (s. Anm .56): MGH Necr. 1, S. 338-342. 448 Kat. Freiburg I, 5, S. 28 f. 44 '' UB Freiburg, L 2330 ac; Sack , Nr. 3081. 450 Sack , Nr. 2465. 451 B1 .34 r -39 v ; Mone , QS 4, S. 65-74; UB Basel, B VIII 18, Bl. 266 ra -276 vb (1404; Kat. Basel B II, S .27); UB Heidelberg, Cod. Sal. IX,24 (13. Jh., 2. Drittel), Bl. 173 ra —180 vb . Cod. 86409 des GNM Nürnberg (15. Jh.) überliefert eine Marienvision des Hugo von Tennenbach; Kat. Nürnberg GNM 1,1, S. 121. 452 s.S. 129. 453 Kat. Freiburg 1,2, S. 4. 120 Einleitung Cod. Kloster Lichtenthai 7 wurden 1618 von dem Tennenbacher Konventualen und Wonnentaler Beichtvater Wolfgang Löper (gest. 1625) hergestellt 454 . 1631 erwarb Abt Adam Egeter (1627-1637) die Bibliothek des verstorbenen Professors der Theologie an der Universität Freiburg, Johannes Andreas Zimmermann (gest. 1629), für 870 fl. 455 . Aus dieser Büchersammlung haben sich in Freiburg zwei Inkunabeln erhalten 456 . Bereits im folgenden Jahr wurde der Konvent jedoch von einer weiteren Katastrophe heimgesucht. Mit dem Vorrücken schwedischer Truppen 1632 mußten die Mönche das Kloster fünfzehn Jahre lang weitestgehend sich selbst überlassen. Allerdings konnte das Archiv vorerst geborgen werden 437 . Bedeutendster Konventuale Tennenbachs im Dreißigjährigen Krieg und in der Folgezeit war der 1613 in Freiburg geborene Konrad Burger. Nachdem er von 1623 bis 1626 im Troß des kaiserlichen Heers umhergezogen war, wurde er 1629 Mönch in Tennenbach. Vor allem seinem Engagement ist die Wiederherstellung des Klosters 1647 zu verdanken. Insgesamt 39 Jahre lang diente Burger dem Kloster Wonnental als Seelsorger. Er starb 1680 und hinterließ ein reiches schriftstellerisches Werk 458 . 1653 entstand Cod. Wonnenthal 17 mit der deutschen Ubersetzung Burgers der pseudo-bonaventurischen ,Vitis mystica'. 1677 erschien diese Übersetzung im Druck 459 . Im Kloster Lichtenthai werden einige Handschriften Burgers aufbewahrt 460 , die von Wonnentaler Nonnen bei der Aufhebung des Klosters hierhin geflüchtet worden sind 461 . Einer der Schwerpunkte von Burgers schriftstellerischer Tätigkeit ist der historiographische Bereich. Große Bedeutung für die Tennenbacher Klostergeschichte vor allem im Dreißigjährigen Krieg hat sein von 1641 bis 1678 reichendes ,Itinerarium oder Raisbüchlein' 462 . Diese Handschrift liegt heute, wie auch eine von Burger verfaßte Äbtechronik des Klosters 463 , im Zisterzienserkloster Mehrerau bei Bregenz. Zwei weitere Schriften betreffen Wonnental. Der 454 Kat. Karlsruhe XI, S. 79, 310; Mayer , Chronik, S. 175. 455 GLA 106/40; F.J. Mone , Geschichtliche Notizen, in: ZGO 19 (1866), S. 487; Sack, S. 1659. 456 Sack , Nr. 254, 2004. 457 Tennenbacher Güterbuch, S. XV. 458 Burger , Itinerarium 1, S. 249-252; H. Sussann, P. F. J. Conradus Burger. Ein Lebensbild aus Deutschlands schwerster Zeit, in: Schau-ins-Land 18 (1891), S. 1-16; Schindele 2, S. 138. 459 Wunderbaum/ Oder Wunderbarlichs Leben und Wandel deß Honigfließenden Kirchen-Lehrers und heiligen Vatters Bernardi, Patriarchen/ und Mit-Stiffters deß weitberühmten H. Cistercienser Ordens. Auß Latein/ in die Teutsche Sprach überbracht Durch R. P. Ioannem Conradum Burger.. ., Freiburg i. Br. 1677. 460 Schindele 2, S. 103 Anm. 1037, S. 120 Anm. 1136, S. 138 Anm. 1261. 461 Mayer , Chronik, S. 132. 462 Burger , Itinerarium 1, S. 254-358; Itinerarium 2, S. 73—157; G.Müller, P. Konrad Burgers Reisebüchlein, in: Cistercienser-Chronik 43 (1931), S. 125-134, 229-238, 289-298, 44 (1932), S- 9 ff, 46- 50, 71-73, 102-108, 144-151, 166-176, 204-210, 238-243, 271-274, 341 f, 368-371, 45 (1933), S. 11-16, 48-53, 84-86, 113-116, 139-142. 463 Burger , Itinerarium 1, S. 251. 121 Einleitung Grundstock der Wonnentaler Chronik bis 1658 und die erste Fortsetzung bis 1676 stammen von Burger; spätere Bearbeiter haben das Werk bis 1742 fortgeführt 464 . Burger schöpft in diesem Werk häufig aus 'I'hennenbachischen Antiquiteten 465 , aus wohl weitgehend verlorener chronikalischer Uberlieferung des Klosters. Die Zeit von 1658 bis 1670 deckt das Geschichtstagebuch Wonnental ab 466 . Burger vermauerte 1632 die nicht geflüchtete Tennenbacher Bibliothek. 1635 wurde der Raum allerdings entdeckt und von kroatischen Truppen sowie von Bauern der Umgebung ausgeplündert. Zwei der gestohlenen Bände konnte Burger selbst wiedererwerben 467 . Im gleichen Jahr wurde das Missale-Fragment K 1426 als Kopert für Akten der Schaffnerei Musbach verwendet; wahrscheinlich stammte die makulierte Handschrift aus Tennenbach 468 . 1641 sah Burger das geflüchtete Tennenbacher Güterbuch im Kloster Friedenweiler 469 . Im gleichen Jahr schenkte das Kloster Schöntal Tennenbach den heutigen Cod. Wonnenthal 8 mit einer deutschen Fassung von Crisostomo Enriquez, ,Menologium cisterciense'. Aus seinem letzten Lebensjahrzehnt konnte Burger nur noch von zwei weiteren Schicksalsschlägen für die Bibliothek berichten. Im September 1676 raubten kaiserliche Truppen die Büchersammlung des 1647 wiederbesiedelten Konventes fast vollständig. Bereits im Folgejahr ging die Bibliothek des Tennenbacher Hofes in Freiburg unter 470 . Ein größerer Bücherbestand läßt sich erst wieder zu Beginn des 18. Jahrhunderts nachweisen. Sieben Tennenbacher Inkunabeln tragen Besitzvermerke des Klosters aus dem Jahr 1710. Wahrscheinlich wurde zu dieser Zeit eine Bibliotheksrevision durchgeführt 471 . Der Schrift nach stammen auch die restlichen Provenienzvermerke in Tennenbacher Handschriften und Drucken der BLB und der UB Freiburg aus dem 18. Jahrhundert 472 . 1749 entstand im Kloster selbst das zweibändige Breviarium/Antiphonarium Cod. 1246,1-2 der UB Freiburg 473 . Ein 464 GLA 65/698; Kat. Karlsruhe GLA, S.247; Kloster Lichtenthai, Cod. L 67 (Schindele 2, S. 103 Anm. 1037); Mayer , Chronik, S. 131-221; s. S. 129. 465 Mayer , Chronik, S. 138 f, 146 u. ö. 466 GLA 65/699; K at . K arlsruhe GLA, S. 247. 467 Menologium ordinis (vgl. Wonnenthal 8); [Matthaeus] Rader, De coelesti hierarchia; Burger , Iti- nerarium 1, S. 261, 304. 468 Kat. Karlsruhe VIII, S. 14. Die Argumentation von K. Hannemann (ebd., S. 110) kann Tennenbacher Vorbesitz nicht widerlegen. 469 Burger , Itinerarium 1, S. 349. 470 Burger , Itinerarium 2, S. 143, 149. 471 BLB, Pc 58 fol. Ink.; Sack , Nr. 304 (?), 1455, 2604, 2739, 3054, 3702; S .XLVIIf. 4 2 Cod. Thennenbach 7, K 1429, Bd. 1-2; 043 B 43 R, Bd. 1-7, De 77,1-2 fol. Ink., Df 76 fol. Ink., De 86 fol. Ink., Ei 23 fol. Ink., Ei 85 fol. Ink., Ei 95 fol. Ink., Ks 111 fol. Ink., Pc 80 fol. Ink.; UB Freiburg, Cod. 58, 125, 500, 507 (aus einem Frühdruck Tennenbacher Provenienz); Sack , Nr .230, 757, 810, 3471. 473 Kat. Freiburg 1,2, S. 90-92. 122 Einleitung ebenfalls heute in der UB Freiburg aufbewahrter Druck trägt einen Besitzvermerk des Klosters von 1750 474 . Unter Abt Maurus Berier (1765-1782) wurde die Bibliothek des Klosters vergrößert 47 Etwa zeitgleich begann sich der Tennenbacher Konventuale Marquard Kreutter, 1739 in Freiburg geboren, 1758 Professe, 1770 Beichtvater von Günterstal, 1782 von Lichtenthai 476 , als Büchersammler zu betätigen. Von ihm erworbene Inkunabeln tragen datierte Besitzvermerke seiner Hand von 1767, 1770 und 1782 4 '. 1789 erstand er Cod. Thennenbach 8 mit der ,Hi- storia evangelica' nach Petrus Comestor aus dem Vorbesitz des 1782 aufgelösten Freiburger Kartäuserklosters 478 . 1791 erhielt der Tennenbacher Konventuale Albericus Winterhalter eine Inkunabel geschenkt 479 . Im November 1772 besuchte Michael Fritz, Abt von St. Märgen, den Konvent. Das in seinem Tagebuch erhaltene Urteil über die Bibliothek fällt nicht sehr positiv aus: Der Keller ist auch trefflich versehen, aber die Bibliothec ist blutschlecht bestellet 4S0 . Die wohl jüngste im Kloster entstandene Handschrift ist Cod. 69 der UB Freiburg, ein 1799 vollendetes mathematisch-geometrisches Werk von Karl Ambrosius Glutz, Abt (1787-1813) im Zisterzienserkloster St. Urban (Kt. Luzern) 481 . Bei der Aufhebung des Klosters umfaßte die Bibliothek etwa 7000 Bände, die zum überwiegenden Teil an die UB Freiburg gingen 482 . Da kein Bibliothekskatalog vorhanden war, erstellte der Konventuale Anselm Kolb ein allerdings nur sehr lückenhaftes Verzeichnis der vorzüglicheren Werke, das etwa 800 Titel aufführt, darunter die zehn heute in Karlsruhe aufbewahrten Handschriften 483 . Mit Schreiben vom 14. November 1807 wurde die Hofbibliothek auf dieser Basis zur Vorauswahl aufgefordert, was am 17. Dezember 1806 erledigt war 484 . Ein Extract des Katalogs von Tennenbach nennt lediglich etwa 130 Nummern 485 . Am 26. Februar 1807 kündigte das Kameralamt Tennenbach die Absendung der gewünschten Bücher in fünf Verschlägen an. Die dem Brief beiliegende Lieferungsliste ist mit dem Extract weitge- 474 UB Freiburg, T 1555,ab. 475 E. Walther , Ortsgeschichte von Freiamt zugleich Geschichte des Schlosses Keppenbach und des Klosters Thennenbach, die im Freiamtgebiet lagen, Emmendingen 1903, S. 72. 476 GLA 106/137; S ack , S. 1601. 47/ Sack , Nr. 3268, 2868 (mit dem heutigen Cod. 617 der UB Freiburg), 2279 (in Lichtenthai als Dublette erworben). 478 Auch die Tennenbacher Inkunabel Sack , Nr. 757 stammt aus den Beständen der Freiburger Kartäuser. 479 Sack, S. 1656; Nr. 1876. 480 Kern , Tagebuch, S. 280. 481 Kat. Freiburg I, 5, S. 14. 482 Schmid , Schicksale, S. 160 f. 483 UA Freiburg, A 25/303, bes. Bl. 15 r , 18 v ; Mittler , S. 106. 484 BLB, K 2986,18 ( Acta die Bibliothek des Klosters Thennenbach betr. 1806. 1807), Bl. 3 r , 4 r . 485 BLB, K 2986,18, Bl. 5 r -6 v . Dies deckt sich mit der Zahl der rot angestrichenen Titel im Kolbschen Verzeichnis UA Freiburg, A 25/303- 123 Einleitung hend identisch und führt sämtliche heute im Fonds Thennenbach aufbewahrten Handschriften auf: (Nr ,)102. Vitae Sanctorum non impressae .1. (Thennenbach 7); >Manuscripta<-. (Nr.)/2j. Choralbücher mit gemahlten Anfangsbuchstaben .3. (Thennenbach 1-3); (Nr.) 124. Legend von der hl. Klara .1. (Thennenbach 4); (Nr.)/25. Geschichte der Evangelien .1. (Thennenbach 8); (Nr.)/26. Privilegiapapalia ord. eist. .1. (Thennenbach 9); (Nr.)727. Vocabularius 1462 .1. (Thennenbach 10); (Nr.)72S. Libri piarum precum, varie picti .2. (Thennenbach 5-6) 486 . Die UB Freiburg erhielt am 25. Februar 1807 das Kolbsche Verzeichnis. Da es sehr lückenhaft war, erwies sich der Rest der Büchersammlung als großer Gewinn, zumal Freiburg der Anordnung nicht nachkam, ein Verzeichnis der nicht katalogisierten Bände nach Karlsruhe zu senden. In Tennenbach blieben etwa 2000 Bände als Pfarrbibliothek zurück, die 1815, bei Einrichtung des Militärspitals, aus Platzgründen an eine Papiermühle verkauft wurden 487 . Die BLB besitzt, von den Handschriften abgesehen, neun Inkunabeln sowie einen Druck des 18. Jahrhunderts aus dieser Provenienz 488 , die UB Freiburg neun Handschriften, drei Fragmente, 68 Inkunabeln sowie eine große Zahl von Drucken späterer Zeit 489 . Tabellarische Übersicht Karlsruhe, BLB Cod. Thennenbach 1: Graduale cisterciense, Ostfrankreich oder Südwestdeutschland (Tennenbach ?), um 1225. Einband des Abtes Martin Schleher (1585-1627) Cod. Thennenbach 2: Antiphonale et Hymnarium cisterciense, pars aestivalis, Zisterzienser, 13. Jh. 2 . Einband des Abtes Martin Schleher (1585-1627) Cod. Thennenbach 3: Antiphonale cisterciense, Zisterzienser, 13. Jh. 2 . Einband des Abtes Martin Schleher (1585-1627) Cod. Thennenbach 4: Klarenbuch, Straßburg, St. Klara auf dem Word, um 1490-1492, geschrieben von der Konventualin Magdalena Steimerin Cod. Thennenbach 5: Liber horarum, Nordwestfrankreich, 15. Jh. 2 Cod. Thennenbach 6: Liber horarum, Metz, 15. Jh. Cod. Thennenbach 7: Heiligenlegenden und Viten, lat., Tennenbach, um 1605, u.a. Vita des Mönches Hugo von Tennenbach 486 BLB, K 2986, 18, B1.7 v -10 r , hier B1.9 v -10 r . Die Nummern 124-126 sind mit dem Zusatz aus dem 15ten Jahrhundert versehen. Im Extract finden sich die gleichen Titel auf Bl. 6'" v . 48, Mittler, S. 106 f. 488 BLB, De 77, 1-2 fol. Ink., Df 76 fol. Ink., Dl 86 fol. Ink., Ei 23 fol. Ink., Ei 85 fol. Ink., Ei 95 fol. Ink., Ks 111 fol. Ink., Pc 58 fol. Ink., Pc 80 fol. Ink.; 043 B 43 R, Bd. 1-7. 4!l ' Handschriften: Cod. 58, 69, 91 (?), 110, 125, 500, 617, 1246,1-2; Fragmente: Cod. 507, 1254, 1259; Inkunabeln: Sack, S .XLVIIf, 1643. 124 Einleitung Cod. Thennenbach 8: Historia evangelica nach Petrus Comestor, Freiburg, 1399, geschrieben von Rüdiger Schopf. Anf. des 15. Jh's im Besitz der Freiburger Kartause, nach ihrer Auflösung 1782 von dem Tennenbacher Konventualen Marquard Kreutter 1789 erworben Cod. Thennenbach 9: Privilegia ordinis cisterciensis et monasterii Thennenbacensis, Altarweiheurkunden, Tennenbach, um 1450 bis 18. Jh. Cod. Thennenbach 10: Theodoricus Engelhusius, Vocabularius quadriidiomaticus, Neustadt (?), 1462. Fragment: Fleinrich von Hesler, Evangelium Nicodemi, Anf. 14. Jh. Cod. Thennenbach 11: Rolandinus de Passageriis, Summa artis notariae, cum commento, Fragment, Norditalien, 14. Jh. 2 . Spiegel des Einbandes eines unbekannten Drucks Tennenbacher Provenienz Cod. K 1426: Missale, 14. Jh., Fragment. 1635 als Kopert für Akten der Schaffnerei Musbach verwendet ( Kat. VIII, S. 14, 110) Cod. K 1429: Handexemplar der Euripidestragödien (Druck, Basel 1537) mit autographen Einträgen des Freiburger Professors Johannes Härtung (1505-1579), im 18. Jh. in Tennenbach bezeugt ( Kat. VIII, S. 14, 111) Cod. Wonnenthal 2: Processionale cisterciense, von dem Tennenbacher Bursarius und Wonnentaler Beichtvater Michael Riegger 1607 für die Wonnentaler Nonne Barbara Morizin aus Kenzingen geschrieben Cod. Wonnenthal 8: Crisostomo Enriquez, Menologium cisterciense, dt., Stams/Tirol, 1635, geschrieben von dem Schöntaler Mönch Edmund Reinhold, 1641 dem Kloster Tennenbach geschenkt Cod. Wonnenthal 17: (Ps.-)Bonaventura, Vitis mystica, dt. (Sancti Bernardi Lustgärtlin), übersetzt von Konrad Burger, Tennenbach, 1653, gewidmet der Wonnentaler Äbtissin Maria Ursula Auwerin von Kiechlinsbergen (1636-1670) Karlsruhe, GLA 64/54: Tennenbacher Anniversar/Zinsbuch, 1364, Nachträge bis 1499 (Rep. Anniv ., S. 54) 66/8553: Tennenbacher Güterbuch, 1317-1341 (Krebs, GLA, S. 185) Bern, Burgerbibliothek Cod. C 50: Antiphonale cisterciense, 15. Jh., geschrieben u.a. von Johannes Surrburger de Tenibach (Scarpatetti, S. 191) Freiburg, UB Cod. 37: Processionale cisterciense, von dem Tennenbacher Bursarius und Wonnentaler Beichtvater Michael Riegger 1611 für Günterstal und die Äbtissin Anna von Hagenbach (belegt 1596-1616) geschrieben ( Kat . 1,2, S. 4) Cod. 58: Vincentius Bellovacensis, Liber laudum B. M.V., u.a., um 1473/75, im 18.Jh. in Tennenbach belegt ( Kat . 1,1, S. 51-53) 125 Einleitung Cod. 69: Karl Ambrosius Glutz (1748-1825), De curva polycentrica et de semita serpentina polyiugi earumque usu et applicatione, Tennenbach, 1799 ( Kat . I, 5, S. 14) Cod. 91 (?): Nicolaus Salicetus, Antidotarius animae, Ende 15. Jh. Zuweisung auf der Basis des Einbandes ( Kat . 1,1, S. 73 f, 1,4, S. 469) Cod. 110: Liber usuum cisterciensis ordinis, Tennenbach, 1579, von dem Mönch Jakob Gütschmann geschrieben ( Kat . I, 5, S. 28 f) Cod. 125: Publius Vergilius Maro, Aeneis, oberrheinisch-schwäbisch, um 1491/94, im 1 8. Jh. in Tennenbach belegt ( Kat. 1,1, S. 99 f) Cod. 500: Basilius Magnus, De legendis libris gentilium Leonardo Bruno Aretino interprete; Quintus Horatius Flaccus, Epistolae, 1515, im 18. Jh. in Tennenbach belegt ( Kat. 1,3, S. 154 f) Cod. 507: Floovant-Fragment, Lothringen (?), 14. Jh., aus dem im 18. Jh. in Tennenbach belegten Druck D 4177,h ( Kat . I, 4, S.463) Cod. 617: Ps.-Bonaventura Sanctus, Psalterium maius B. M.V., 15. Jh. 2 ; ehemals zusammengebunden mit der Inkunabel Sack , Nr. 2868, 1770 im Besitz des Tennenbacher Kon- ventualen Marquard Kreutter ( Kat . I, 3, S. 160 f) Cod. 1246,1-2: Breviarium/Antiphonarium, Tennenbach, 1749 ( Kat . 1,2, S. 90-92) Cod. 1254: Homiliarfragmente, Mitte 10. Jh., aus der im 18. Jh. in Tennenbach belegten Inkunabel Sack , Nr. 751 ( Kat . 1,3, S. 205) Cod. 1259: Fragmente eines dominikanischen Regelbuches, Kloster Kirchberg, nach ca. 1241/42, aus der im 18. Jh. in Tennenbach belegten Inkunabel Sack , Nr. 1903 ( Kat. 1,4, S. 155 f) Heidelberg, UB Cod. Sal. VII, 69; Claus Schreig, Rhetorik der Briefe mit Briefmustersammlung, Tennenbach, nach 1475, vielleicht für das Zisterzienserinnenkloster Rottenmünster Lichtenthai, Kloster Cod. L 51-52: Konrad Burger, Cistercienser-Gilgen, Tennenbach, 1655 ( Schindele 2, S. 120 Anm. 1136) Cod. L 55: Konrad Burger, Verborgenen Schatzes Cistercienser-Ordens..., Tennenbach, 1658 ( Schindele 2, S. 120 Anm. 1136) Cod. L 56: Konrad Burger, Ein schöner cisterciensischer Lustgarten, 1660 ( Schindele 2, S. 138 Anm. 1261) Cod. L 62: Geistlicher Fürwitz. Gespräch zwischen Cäsarius von Heisterbach und einem Mönch, aus dem Lateinischen von Konrad Burger ins Deutsche übersetzt, 1655 (Schindele 2, S. 138 Anm. 1261 ) Cod. L 67: Konrad Burger, Gründ und Beschaffenheit des würdigen Gotteshauses Wunnen- thal, Wonnental, 1658 ( Schindele 2, S. 103 Anm. 1037) 126 Einleitung Cod. L 81: Konrad Burger, Geistliches Gespräch zwischen Amandus und Desideria, 1661 (Schindele 2, S. 138 Anm. 1261) Cod. L 87: Lateinisches Ordnungsbuch aus Tennenbach, 1654; Teile von Konrad Burger (Schindele 2, S. 138 Anm. 1261) Mehrerau, Zisterzienserkloster Konrad Burger, Itinerarium oder Raisbüchlein ( Burger , Itinerarium 1, S. 251) Konrad Burger, Series XXXII. abbatum, qui monasterio Portae Coeli vulgo Thennenbach... (Burger , Itinerarium 1, S. 251) verloren/verschollen: Necrologium Tennenbacense (15. Jh. (?), wohl 1525 zerstört); Vita des Mönches Hugo von Tennenbach Wonnental, Zisterzienserinnen (Landkreis Emmendingen) Eine Vorstufe des Klosters Wonnental läßt sich urkundlich 1242 fassen 490 . In diesem Jahr erwarb die Priorin Mechthild eine Hofreite. Wonnental selbst wird 1245 erstmals genannt, als die bisher von der Augustinerregel geleitete Gemeinschaft dem Dominikanerorden angeschlossen wurde. 1254 ist die Eingliederung in den Zisterzienserorden faßbar. Ein enger Zusammenhang bestand zu einer bis etwa 1245 belegten und dann wohl nach Wonnental transferierten Neidingener Schwesternsammlung. Ab etwa 1250 wurde Wonnental von Tennenbach aus seelsorgerisch betreut. 1444 erlitt der Konvent große Schäden im Zuge der Armagnakeneinfälle. Das gleiche Schicksal widerfuhr dem Kloster im Bauernkrieg. Der Wiederaufbau konnte erst in der Amtszeit der Äbtissin Elisabeth von Lichtenfels (1546-1555) stattfinden. Einen Aufschwung erlebte der Konvent unter der Äbtissin Amalia Spät von Zwiefalten (ca. 1572-1589), die unter anderem von der Ensisheimer Schule 1585 das benachbarte ruinierte Pauliner-Kloster Kirnhalden erwarb 491 . Der Dreißigjährige Krieg brachte einen erneuten Niedergang. Von 1632 bis 1641 stand der Konvent mit geringen Unterbrechungen leer. 1638 ging zusätzlich der Wonnentaler Hof in Kenzingen in Flammen auf. Die Wiederbesiedelung 1641 war dem Tennenbacher Konventua- 490 Krebs , Wonnental; Ochsner, S.98-107; E.Dreher , Anmerkungen zur Gründungsgeschichte der Zisterzienserinnenklöster Wonnental und Günterstal, in: ZBG 110 (1991), S. 109-118. 491 Schmid , Kirnhalden. Eine Inkunabel Kirnhaldener Provenienz wird in der UB Freiburg aufbewahrt; Sack , Nr. 1732. 127 Einleitung len Konrad Burger (16 1 3-16 8 0) 492 zu verdanken, der in der Folge dem Frauenkloster bis zu seinem Tod 1680 fast ununterbrochen als Beichtvater beistand. Weitere Plünderungen des Konvents fanden 1675 und 1676 im Zuge des französischen Krieges gegen Holland statt. 1803 verpflichtete sich das Kloster, den Mädchenunterricht für Kenzingen zu besorgen 493 . Diese Maßnahme konnte die Aufhebung jedoch nicht verhindern. Im Juni 1806 wurde das Kloster inventarisiert, am 22. August folgte die endgültige Aufhebung. Die 18 Nonnen wurden pensioniert, der Grundbesitz verkauft, wobei das begehrteste Objekt das Kirnhaldener Bad war. In den Klostergebäuden richtete sich eine Zichorie- beziehungsweise Zuckerfabrik ein. Da sich die Produktion nicht rentierte, wurde die Anlage ab 1812 an verschiedene Privatleute verkauft und weitgehend abgerissen. Die Bibliothek Möglicherweise im Konvent selbst, sicher aber im oberrheinischen Raum, entstand Mitte des 13. Jahrhunderts das Graduale cisterciense Cod. Wonnenthal 1. Die Handschrift war aller Wahrscheinlichkeit nach Vorlage des etwa ein Jahrhundert später verfertigten Wonnentaler Graduales Cod. U. H. 1. Dieser wohl im Konvent selbst geschriebene Codex wurde am ehesten in einem weltlichen Skriptorium reich illuminiert. Datierbar ist die Fertigstellung aufgrund des Wappens der Familie Tigesheyn in der Handschrift, das auf die Äbtissin Clara von Digesheim (ca. 1347-1349) weist. Nur aufgrund von Indizien läßt sich Cod. Donaueschingen 120, die um 1480 beziehungsweise um 1490 entstandene Donaueschinger Liederhandschrift, mit dem Kloster in Verbindung bringen. Der Codex enthält neben dem eigentlichen Liederteil mit dem Schwerpunkt Marienlieder in jeweils fragmentarischer Form den anonymen Traktat,Bewährung, daß die Juden irren' sowie das ,Compendium theologicae veritatis' des Hugo Argentinensis. Der Buchschmuck der einheitlich geistlich geprägten Handschrift ist stilistisch von Cod. U. H. 1 abhängig. In die Wonnentaler Region weist auch der Sprachstand. Ab 1589 befand sich Donaueschingen 120 im schweizerischen Benediktinerinnenkloster Hermetschwil 494 . Um 1492 entstand wahrscheinlich in Wonnental das alemannisch-lateinische Zisterzienserinnengebetbuch Cod. Wonnenthal 14. Ebenfalls noch im 15. Jahrhundert wurden die Wonnentaler Beraine 492 s.S. 121 f. 493 Schmid , Säkularisation, S. 125-127; H.Schmid , Die Säkularisation und Industrialisierung des Frauenstifts Wonnental im Breisgau 1806-1813, in: ZGO 127 (1979), S. 343-362. 494 Barack, S. 123 f; Steer, S. 193-210; A. Schlechter , Donaueschinger Liederhandschrift, in: Bewahrtes Kulturerbe. ,Unberechenbare Zinsen'. Katalog zur Ausstellung der vom Land Baden-Württemberg erworbenen Handschriften der Fürstlich Fürstenbergischen Hofbibliothek, hrsg. von F. Heinzer , 2. Aufl., Stuttgart 1994, S. 106 f. 128 Einleitung GLA 66/9984 (1475) und 66/9983 (15. Jh.) 495 angelegt, die beiden einzigen erhaltenen Werke dieser Art. Im Bauernkrieg verbrannte mit dem Kloster der größte Teil des Archivs 496 . Das Hymnarium cisterciense Cod. Wonnenthal 7 wurde um 1565 und um 1577 wohl im Kloster geschrieben. Mit der Übernahme des Klosters Kirnhalden 1585 ging auch das Kirnhaldener Necrologium GLA 64/17 in den Besitz des Zisterzienserinnenkonvents über 49/ . Anläßlich einer Visitation erhielt der Konvent in der Amtszeit von Äbtissin Barbara Weishärin von Waldkirch (1599— 1633) ein wohl gedrucktes Psalterium geschenkt 498 . Die erste mit Sicherheit dem Kloster zuweisbare Handschrift ist Cod. Wonnenthal 2, ein Processionale cisterciense. Es wurde 1607 von dem Tennenbacher Bursarius Michael Riegger, Beichtvater in Wonnental, für die Wonnentaler Konventualin Barbara Morizin aus Kenzin- gen verfertigt. Auf Riegger geht auch ein 1611 für Günterstal geschriebenes Processionale gleicher Art zurück 499 . Von den Plünderungen des Konvents abgesehen, war im Dreißigjährigen Krieg die Zerstörung des Wonnentaler Hofes in Kenzingen 1638 besonders gravierend, da bei ihr ein Teil des hierher geflüchteten Archivs unterging 500 . In der Folgezeit erwies sich der bereits erwähnte Konrad Burger auch als produktiver Schriftsteller. Mit dem 1653 entstandenen Cod. Wonnenthal 17 liegt eine autographe Niederschrift seiner Ubersetzung der pseudobonaventuri- schen ,Vitis mystica' vor. Sie ist der Äbtissin Maria Ursula Auwerin von Kiechlinsbergen (1636-1670) gewidmet. 1659 übergab Burger dem Kloster seine im Grundstock bis 1658 reichende Wonnentaler Chronik, führte sie in der Folge selbst aber bis 1676 fort; spätere Bearbeiter behandelten die Zeit bis 1742 501 . Von 1658 bis 1670 reicht Burgers Wonnentaler Geschichtstagebuch 502 . Schließlich legte er ein Urkundenrepertorium für das Kloster an 503 . Der früheste Besitzvermerk einer Wonnentaler Nonne findet sich in dem Gebet- und Andachtsbuch Cod. Wonnenthal 11 Frauenalber Provenienz. Gemäß einem Eintrag auf dem Vorderspiegel war die Handschrift 1672 im Besitz von Maria Charitas Steinerin 504 . Das Werk einer Wonnentaler Konventualin ist wahrscheinlich Cod. Wonnenthal 9 mit Betrachtungen und Exerzitien für die Zisterzienserinnen von Eschenbach/Luzern. Auf der Basis ei- 495 K rebs , GLA, S. 185. 496 Mayer , Chronik, S. 174; Ochsner , S. 103. 497 Schmid , Kirnhalden, S. 149 u. Anm. 19; Rep. Anniv., S. 15. 498 Mayer , Chronik, S. 174. 499 UB Freiburg, Cod. 37; s. S.72, 120. 500 Mayer , Chronik, S. 177; Ochsner , S. 103. 501 GLA 65/698; Kat. Karlsruhe GLA, S. 247; Kloster Lichtenthai, Cod. L 67 ( Schindele 2, S. 103 Anm. 1037). 502 GLA 65/699; K at . K arlsruhe GLA, S. 247. 503 F. J. Mone , Wonnethaler Urkunden des 13. Jahrhunderts, in: ZGO 8 (1857), S. 481. 504 Mayer , Chronik, S. 176, 212; Heinzer , Frauenalb, S. 105 f. 129 Einleitung nes Monogramms läßt sich der Codex auf Anna Juliana Schuhmacherin zurückführen, die mit anderen Wonnentaler Nonnen von 1674 bis 1676 wegen Kriegsgefahr unter anderem in Eschenbach Zuflucht fand und dort in dieser Zeit wohl die Abschrift herstellte 505 . Besitzvermerke des Klosters finden sich erst im 17. Jahrhundert. In dieser Zeit wurden Cod. Wonnenthal 3, 4, 6, 8 und 15 mit dem Eintrag Chloster Wohnendahl o. ä. gekennzeichnet (s. Abb. 31). Aus dem 18. Jahrhundert stammen das Wonnentaler Kopialbuch GLA 67/1415 (bis 1766) 506 , ein Mortuarium und verschiedene Festgedichte 507 . Wie im Falle Günterstals fehlen auch bei Wonnental nennenswerte Säkularisationsakten. Im Inventar von 1805 wird keine Bibliothek erwähnt 508 . In einem Bericht der Kommission in Klostersachen vom 23. August 1806 heißt es lediglich: Der übrige Raum (in einem Registraturkasten) ist zu Einpakung einiger Bücher und Manuscripte, die ich unter dem Wust unnüzer Kloster Bücher gefunden und der Abgabe an die Hofbibliothek werth erachtet habe, benuzt worden, in einem eigenen Verschlag aber befindet sich ein schönes Exemplar eines Antiphonariums aus dem 12. oder 13. Jahrhundert 509 (wohl Cod. Wonnenthal 1). Der Rest der tatsächlich eher unbedeutenden Büchersammlung wurde am 4. November 1806 der UB Freiburg zugewiesen 510 . In Karlsruhe werden heute keine Inkunabeln aus Wonnental aufbewahrt. Tabellarische Übersicht Karlsruhe, BLB Cod. Wonnenthal 1: Graduale cisterciense, Wonnental (?), Mitte 13. Jh., wohl Vorlage für Cod. U. H. 1 Cod. Wonnenthal 2: Processionale cisterciense, von dem Tennenbacher Bursarius und Wonnentaler Beichtvater Michael Riegger 1607 für die Wonnentaler Nonne Barbara Morizin von Kenzingen geschrieben Cod. Wonnenthal 3: Psalterium, Capitula, Oberrhein, 13. Jh., im 17. Jh. in Wonnental belegt Cod. Wonnenthal 4: Nocturnale cisterciense, Oberrhein, 14. Jh., im 17. Jh. in Wonnental belegt Cod. Wonnenthal 5: Diurnale cisterciense, Elsaß, um 1460 505 Mayer , Chronik, S. 207, 212, 216. 506 K rebs , GLA, S. 212. 50 E. Krebs , Stift Wonnentals letzte Jahre und Ende, in: Schau-ins-Land 39 (1912), S.45, 76-84; Krebs , Wonnental, S. 283. 508 Krebs , Stift Wonnentals letzte Jahre (s. Anm. 507), S. 42. 50 ' BLB, K 2986,20 ( Acta über die im Kl. Wonnethal vorgefundenen Bücher 1806), Bl. 2 r ; GLA 208/549 (23.8.1806). 510 Mittler , S. 108. 130 Einleitung Cod. Wonnenthal 6: Breviarium de tempore, pars aestivalis, Niederrhein (?), um 1480, im 17. Jh. in Wonnental belegt Cod. Wonnenthal 7: Hymnarium cisterciense, Wonnental (?), um 1565 und 1577 Cod. Wonnenthal 8: Crisostomo Enriquez, Menologium cisterciense, dt., Stams/Tirol, 1635, geschrieben von dem Schöntaler Mönch Edmund Reinhold, 1641 dem Kloster Tennenbach geschenkt, von hier nach Wonnental Cod. Wonnenthal 9: Peter Gottrau, Betrachtungen und Exerzitien für die Zisterzienserinnen von Eschenbach, Abschrift der Wonnentaler Nonne Anna (Juliana) Schuhmacherin wohl in Eschenbach/Luzern, um 1674/76 Cod. Wonnenthal 10: Geistliche Bilgerfahrt gen Jerusalem; Geistlicher Fastnachtskrapfen, Schweiz (?), um 1630 Cod. Wonnenthal 11: Gebet- und Andachtsbuch für Zisterzienserinnen, dt., Frauenalb, um 1525, geschrieben von Scholastika Göler von Ravensburg, Äbtissin 1508-1536, und der Nonne Ursula Göler Cod. Wonnenthal 12: Gebete und Betrachtungen, dt., Zisterzienserinnen, Königsbrück bei Hagenau, um 1484/87 und 1545/62; der jüngere Teil geht auf die Schreiberin Katharina zurück. Im 17. Jh. offenbar im Besitz der Wonnentaler Konventualin Maria Juliana Schuhmacherin Cod. Wonnenthal 13: Gebets- und Andachtsbuch, dt., Ostschweiz (Eschenbach ?), 1632 Cod. Wonnenthal 14: Gebetbuch, dt., Zisterzienserinnen, Wonnental(P), um 1491/93 Cod. Wonnenthal 15: Gebetbuch, dt., Oberrhein, um 1490/94; im 17. Jh. in Wonnental belegt Cod. Wonnenthal 16: Gebete und Betrachtungen, dt., Zisterzienserinnen, Oberrhein (Wonnental ?), Ende 15. u. Anf. 16. Jh. Cod. Wonnenthal 17: (Ps.-)Bonaventura, Vitis mystica, dt. (Sancti Bernardi Lustgärtlin), übersetzt von Konrad Burger, Tennenbach, 1653, gewidmet der Wonnentaler Äbtissin Maria Ursula Auwerin von Kiechlinsbergen (1636-1670) Cod. Donaueschingen 120: Donaueschinger Liederhandschrift, Wonnental (?), um 1480/90, ab 1589 im Benediktinerinnenkloster Hermetschwil/Schweiz ( Barack, S. 123 f; Steer, S. 193-210) Cod. U. H. 1: Wonnenthaler Graduale, um 1340/50. Wohl im Konvent geschrieben, aber in einem weltlichen Breisgauer Skriptorium illuminiert, mit Wappen der Äbtissin Clara von Tigesheyn (ca. 1347-1349) Karlsruhe, GLA 64/17: Kirnhaldener Nekrolog, um 1460 angelegt, bis ins 16. Jh. geführt ( Rep. Anniv ., S. 15) 65/698: Konrad Burger u.a., Chronik Wonnental, Wonnental, bis 1676 von Burger ( Kat., S. 247) 131 Einleitung 65/699: Konrad Burger, Geschichtstagebuch Wonnental, Wonnental, 1658-1670 ( Kat., S. 247) Lichtenthai, Kloster Cod. L 67: Konrad Burger, Gründ und Beschaffenheit des würdigen Gotteshauses Wunnen- thal, Wonnental, 1658 ( Schindele 2, S. 103 Anm. 1037) Bischöfliche Bibliotheken Bruchsal, Bibliothek der Speyerer Bischöfe (Landkreis Karlsruhe) Das vergleichsweise kleine Bistum Speyer wurde nach seiner Gründung von der Stadt aus regiert; Sitz des Bischofs war die Bischofspfalz 511 . Aufgrund des städtischen Emanzipationsbestrebens, das sich mit bischöflicher Oberhoheit nicht vereinbaren ließ, mußte jedoch der Bischof nach einem über zweihundertjährigen Streit die Stadt um 1300 verlassen. Als Hauptresidenzen dienten in der Folgezeit Udenheim/Philippsburg und Bruchsal. 1316 erwarb das Bistum die ehemals ebersteinische beziehungsweise zweibrückische Burg Udenheim. Um die Wende zum 15. Jahrhundert war sie wichtigste Residenz geworden. 1623 erhielt die von Bischof Philipp Christoph von Sötern (1610-1652) zur Festung ausgebaute Stadt den Namen Philippsburg. In dieser Funktion ließ sie sich allerdings immer weniger als Residenz verwenden. Bischof Damian Hugo von Schönborn (1719-1743) unternahm nach seiner Wahl einen letzten, von der Stadt Speyer vereitelten Versuch, an den ursprünglichen Bischofssitz zurückzukehren. 1720 entschied er sich dann für die Verlegung der Residenz in die größte Stadt seiner Herrschaft, nach Bruchsal. Hier entstand ab 1722 der neue Sitz mit Schloß und den für die Verwaltung benötigten Gebäuden. Auf Schönborn geht auch die Gründung eines Priesterseminars und eines Gymnasiums zurück. Mit dem Frieden von Luneville 1801 verlor das Bistum Speyer seine gesamten linksrheinischen Besitzungen. Der rechtsrheinische Teil fiel 1802/03 an Baden und konnte unter die wertvollsten Erwerbungen der Säkularisation gerechnet werden. Bis zu seinem Tode amtete der letzte Speyerer Bischof, Philipp Franz Wilderich von Walderdorff (1797-1810), in Teilen des früheren Bistums auf kirchlichem Gebiet. Das Bischöfliche Vikariat in Bruchsal blieb bis 511 K. Andermann , Hochstift Speyer, in: HBWG 2, S.481—490; K.Andermann/O.B. Roegele , Residenzen der Bischöfe von Speyer. Speyer - Udenheim - Bruchsal, Bruchsal 1989; K. Andermann, Die Residenzen der Bischöfe von Speyer im späten Mittelalter und in der frühen Neuzeit, in: Südwestdeutsche Bischofsresidenzen außerhalb der Kathedralstädte, hrsg. von V.Press , Stuttgart 1992, S. 49-81. 132 Einleitung zur Gründung des Erzbistums Freiburg 1827 für die kirchlichen Angelegenheiten eines Großteils von Nordbaden zuständig 512 . Die Bibliothek Die Begründung einer größeren Bruchsaler Bibliothek der Speyerer Bischöfe ist nicht vor der Verlegung der Residenz zu erwarten. Vorgängige Residenzbibliotheken lassen sich, mit Ausnahme von Speyer 513 , nur sehr schwer fassen. Für 1464/65 hat sich ein Inventar der bischöflich speyerischen Burgen und Schlösser erhalten. Bruchsal ist hier nicht erfaßt, da es zu dieser Zeit verpfändet war. An Büchern sind, wenn überhaupt, jeweils nur einige Liturgica aufgeführt 514 . Bischof Philipp von Flersheim (1529-1552) begründete in Udenheim eine Bibliothek 515 , die allerdings 1646 von französischen Beamten geraubt wurde 516 . Zur Entwicklung der Bruchsaler Bibliothek liegen keine Untersuchungen vor. Ein Teil der Bücher ist mit dem Wappenexlibris der Speyerer Bischöfe (s. Abb. 41) 517 gekennzeichnet 518 . Die anderen Bände dieser Provenienz lassen sich nur aufgrund handschriftlich eingetragener, wohl Bruchsaler Signaturen jeweils auf dem letzten Blatt oder dem Hinterspiegel (z.B. Bruchsal 4: B. Brs. VII-VIII) identifizieren. Als vergleichsweise frühe Erwerbungen können zwei Inkunabeln aus den Beständen der Speyerer Jesuiten 519 sowie vier um 1630 erschienene 512 A. Wetterer , Das Bischöfliche Vikariat in Bruchsal von der Säkularisation 1802/03 bis 1827, in: FDA 56 (1928), S. 49-114. 513 Grünenwald , S. 1-64; P.Lehmann , Die mittelalterliche Dombibliothek zu Speyer, in: Lehmann, Erforschung 2, S. 186-228. 514 K. Andermann , Die Inventare der bischöflich speyerischen Burgen und Schlösser von 1464/65, in: Mitteilungen des Historischen Vereins der Pfalz 85 (1987), S. 136, 145, 151, 153, 164. 515 Andermann , Die Residenzen (wie Anm.511), S.75; H. Stiefenhöfer , Philipp von Flersheim, Bischof von Speyer (1529-1552) und gefürsteter Propst von Weißenburg (1546-1552), Speyer 1941, S. 42 f. 516 F. J. Mone , Die Bibliothek der Bischöfe von Speier zu Philippsburg. 1646, in: ZGO 17 (1865), S. 191-194. 517 K. E. Graf zu Leiningen-Westerburg , Pfälzer Bibliothekszeichen, in: Pfälzisches Museum 15 (1898), S. 149 f; Warnecke , Nr .2056. 518 Cod. Bruchsal 5, 7, 9, 10 (s. Abb. 41); BLB, Cc 1 fol. Ink., Da 6 fol. Ink., Bd. 1-3, De 172 Ink., De 80 fol. Ink., Dl 87 fol. Ink., Dl 105 fol. Ink., Dl 158 fol. Ink., Dn 93 Ink., Dq 44 fol. Ink., Ei 101 fol. Ink., Id 6 Ink., Pb 22 fol. Ink., Pc 1748 Ink., Sd 12 fol. Ink., Uc 81 Ink.; 42 A 1113 R, 42 A 1608 R, Bd. 4-5, 42 A 1798 RH, Bd. 1-3, 42 A 2583 R, 42 B 199 R, 42 B 266 R, 42 B 350 R (Bruchsal 15), 42 B 351 R, 42 B 354 RH, 42 C 34 R; UB Heidelberg, B 1816 oct. Ink., B 6060 qt. Ink., P 3525 oct. Ink., Q 396 qt. Ink. 519 BLB, De 172 Ink:, Dq 44 fol. Ink. 133 Einleitung geographische Titel aus der Bibliothek von Henri Louis de Lomenie, Graf von Brienne (1635—1698) 520 , angesehen werden. Aller Wahrscheinlichkeit nach entstand tatsächlich erst im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts in Bruchsal eine nennenswerte Bibliothek. Mit Vertrag vom 15. Februar 1770 erwarb Bischof Franz Christoph Kardinal von Hutten zu Stolzenberg (1743-1770) kurz vor seinem Tode für die hohe Summe von 10.000 Gulden die Bibliothek des Juristen, Historikers und Gesandten auf dem Regensburger Reichstag Wilhelm Friedrich von Pistorius (1702-177 8) 521 . Basis des Kaufs - die Größe der zweifellos umfänglichen Sammlung ist nirgends erwähnt - war ein ,Catalogus universalis alphabeticus'. Wenige Tage nach dem Erwerb ließ sich der Bischof vom Speyerer Domkapitel die Unveräußerlichkeit und Unzertrennlichkeit der Bibliothek bestätigen 522 . In der Auswahl, die die UB Heidelberg aus der Bruchsaler Hofbibliothek erhielt 523 , dürften sich noch auf Pistorius weisende Sammelschwerpunkte zeigen. Im Erbgang gelangte Bruchsal 1791 324 in den Besitz der wohl sehr großen Bibliothek von Franz Philipp Christoph Joseph von Hutten zu Stolzenberg (gest. 1790), Speyerer Domkantor, ab 1770 Domdechant, Propst zu St. German und ein Neffe des fast gleichnamigen Speyerer Bischofs Franz Christoph Kardinal von Hutten zu Stolzenberg 525 . Bücher aus der Sammlung des Domkantors sind in Pergament eingebunden und tragen ein Supralibros mit dem Huttenschen Wappen sowie den Initialen F. C. P. V. H. Z. S. 52h . Unter den Beständen der UB Heidelberg werden, von einer Inkunabel abgesehen, über 100 Drucke dieser Art der Zeit von 1534 bis 1778 aufbewahrt. Ein einziger dieser Bände dürfte den wohl entscheidenden Hinweis auf den Besitzer geben, da er anstelle des Wappens mit Initialen eine aufwendigere Ausstattungsversion mit ausgeschriebenem Besitzernamen zeigt: FRANTZ PHILIPP CHRISTOPH IOSEPHUS VON HUTTEN/ 21/ STOLZENBERG DOM = CANTOR SPIREN- SIS/ UND PROBST ZV S. GERMAN.I 527 . Faßbar sind weiter zwei wertvolle Buchkäufe in der Zeit um 1800. Auf den Freisinger Antiquarjoseph Matthias Mozler (1761-1817) lassen sich zwei Inkunabeln zurückführen; sie ent- 520 UB Heidelberg, A 1488 Res., A 1823-2 Res., A 4996 Res., A 5405 Res.; Kyriss , Ältere Einbände, S. 152. 521 GLA 78/785 (15.2.1770); Meusel 10, S.441 f. 522 GLA 133/98. 123 Schlechter , Gelehrten- und Klosterbibliotheken, S. 19f. Auf 1722 bis 1725 datierte Besitzvermerke von Pistorius' Hand zeigen die Drucke UB Heidelberg, B 877 Res., B 8848-69 Res., Bd. 1-3 sowie M 621 Res. 524 GLA 78/785 (2.3.1770). 525 Remling 2, S. 668 f u. Anm. 1935. 526 BLB, Cc 1 fol. Ink., Dl 158 fol. Ink., Ei 101 fol. Ink., Uc 81 Ink., 42 B 199 R, 42 C 34 R. UB Heidelberg, P 3525 oct. Ink., B 6101 fol. Res. (A. U. ab Erath , Codex diplomaticus Quedlin- burgensis, Frankfurt a. M. 1764); Kyriss , Altere Einbände, S. 148. 134 Einleitung halten handschriftliche Expertisen von seiner Hand 528 . Ebenfalls auf der Basis der Bestände zeigt sich ein weiterer, wertvoller Ankauf von Handschriften und Inkunabeln, zu dem auch Handschriften gehören, die heute Teil der Fonds BLB, U. H. oder Ettenheimmünster sind. Als Kern dieser Erwerbung können zwei Inkunabeln und zwei Handschriften aus dem Vorbesitz des bayerischen Hofrates, Kammerrates und Rentmeisters Johann Albrecht von und zu Haimhausen (1568-1659) gelten, die sein Exlibris 529 tragen (bei Ettenheimmünster 44 1974 verloren) und wohl nach dem Tode von Graf Sigmund von und zu Haimhausen im Jahre 1793, mit dem die männliche Linie erlosch, in Zusammenhang mit den sich anschließenden Erb Streitigkeiten auf den Markt kamen 530 . Alle vier Codices waren zweifelsfrei Bruchsaler Besitz: BLB, Pb 22 fol. Ink., Eb 281 fol. Ink. und Cod. Bruchsal 8 zeigen Bruchsaler Signaturen; Bruchsal 8 und Ettenheimmünster 44 sind als Bruchsaler Besitz in den Säkularisationsakten verbucht (s. unten). Darüber hinaus finden sich in den einzelnen Bänden einheitliche, mit Rötel geschriebene Verkaufspreise und -nummern, in der Regel auf dem Vorderspiegel: 6 /, 452 (Bruchsal 8); 3 f (Ettenheimmünster 44, Bl.IIF, verwischt); 6f 213 (Eb 281 fol. Ink.); 14 f, 262 (Pb 22 fol. Ink.). Ähnliche Vermerke lassen sich in den unabhängig davon auf die Bruchsaler Bibliothek zurückzuführenden Inkunabeln BLB, Dg 129 fol. Ink. (4 f 15 x; Bruchsaler Signatur) und Dg 228 fol. Ink. (4 f Bruchsaler Signatur) sowie in I 4731-1-30 qt. Ink. der UB Heidelberg ( 15f 15x) nachweisen. Die beiden Karlsruher Drucke stammen aus gleicher Vorprovenienz, wie unter anderem die alten Signaturen B.d.9 und B.d.23 auf dem ersten Blatt zeigen 55] . Ihnen läßt sich BLB, Dg 202 fol. Ink. anschließen. Der Sammelband trägt die analogen Signaturen B.d.10 und B.d.15; der Rötelvermerk fehlt, da das Vorsatzblatt im 19. Jahrhundert ersetzt wurde. Darüber hinaus finden sich die spezifischen roten Vermerke in einer Reihe von Handschriften des Fonds U. H. der BLB. Die Cod. U. H. 6-7 können aufgrund der Säkularisationsakten (s. unten) Bruchsal zugeschrieben werden; zusätzlich trägt Cod. U. H. 7 den Kaufpreis 12 f. Weiter gehören zu dieser Gruppe Cod. U. H. 18 ( 1 f, 39), Cod. U.H. 19 (I v : 1 f l r : S.h.3) und U.H.21 (I v : 1 f 41). Auf das gleiche Antiquariat geht ein weiteres, für die Provenienzermittlung bedeutsames Zeugnis zurück. In vier Handschriften haben sich wohl aus dem gleichen Verkaufskatalog herausgeschnittene Streifen erhalten. Cod. U.H.7 enthält das Fragment //der deutschen Brüder zu// ... 12.- (Preis mit dem oben genannten Rötelvermerk identisch), Cod. Ettenheimmünster 44 den Vermerk 10. Hojfmeisteri Augustiniani Colmar. Collatio super universos Lutheranae confessionis Augustanae 528 BLB, De 76 fol. Ink.=Bruchsal 13, Dr 27 fol. Ink.; A.Mayr , Der Freisinger Antiquar Joseph Mozler und seine Beziehungen zu den Heidelberger Romantikern, in: Frigisinga 6 (1929), S. 70-129; A. Schlechter , Der Briefwechsel zwischen Clemens Brentano und dem Freisinger Antiquar Joseph Matthias Mozler, in: BuW 33 (2000), S. 103-187. 529 Warnecke , Nr. 732. Zu Cod. Ettenheimmünster 44 s. Kat. Karlsruhe IX, S. 19, 103 f. 530 M. Frankenburger , Zur Geschichte des Schlosses Haimhausen, in: Oberbayerisches Archiv für vaterländische Geschichte 68 (1931), S. 29, 39 f. 531 Ähnlich Cod. U. H. 19, l r : S.h.3. 135 Einleitung ao. 1530. Original. Msptum.. .//. Streifen gleicher Art finden sich in den sonst unbezeichne- ten Codices Cod. Bruchsal 3 (// inicus (di Sangeminiano) Decretales... 4.-) und Cod. U.H.20 (Scholley Compend. histor. ... 2. 45; davor von anderer Hand: 1632 Manuscript.). Im Falle von Cod. Bruchsal 3, der in den Säkularisationsakten fehlt, handelt es sich hierbei um das einzige Indiz Bruchsaler Herkunft überhaupt. Diese Handschrift stammt aus gleicher Vorprovenienz wie Cod. U. H. 8-9 (s. unten), wie identische Pergamenttitelschilder und -signaturschilder des 15./16. Jahrhunderts auf den jeweiligen Vorderdeckeln zeigen 532 . Vom Inhalt her weisen die Handschriften des Kaufs einheitlich nach Bayern. Terminus post quem für diesen Zugang ist das Jahr 1793. In diesem Jahr starb der Augsburger und Freisinger Domherr Anselm L.B. von Westernach, dessen Exlibris die Cod. U. H. 6-7 tragen. In dem heute bekannten Bestand an Handschriften und Drucken aus Bruchsal sind weitere Stücke aus diesem Kauf zu vermuten, beispielsweise der Druck Weihenstephaner Provenienz, aus dem das Fragment Bruchsal 12 stammt. Da aber gerade die Spiegel oft im 19. oder 20. Jahrhundert erneuert wurden, haben sich eventuelle Rötelvermerke nicht erhalten. Vielleicht spielte auch hier der Freisinger Antiquar Mozler eine Rolle. Hauptnutznießer der Aufhebung der Bruchsaler Bibliothek zur Zeit der Säkularisation waren die Hofbibliothek und die UB Heidelberg. Gemäß Beschluß vom 4. Juni 1803 wurde die Hofbibliothek zur Vorauswahl aus den Beständen des Bruchsaler Seminarii aufgefordert. Basis war ein dreibändiger, heute verschollener Katalog. Zugunsten des Oberhofgerichts und der lokalen Geistlichen sollte auf juristische, kirchengeschichtliche und patristische Bücher, zugunsten des Seminars und Gymnasiums auf für den Unterricht taugliche Bände verzichtet werden 533 . Ein unbetiteltes Faszikel verzeichnet in alphabetischer Folge die Werke der Vorauswahl 534 . Aufgeführt sind ca. 3500 Titel, darunter etliche Handschriften (12 r : Breviarium perantiquum Mss. in 4° (Bruchsal 10); 31 v : Hoffmann, Braunschweig. Historia Fol. Mscpt .; 37 r : {Landgerichts Ordnung Kaiserl. des Herzogthums zu Franken...) Idem in Mscpto. (Bruchsal 5); 46 v : Hoffmeisteri ]oa. Collatio super universos Lutheranae Confessionis articulos. Mspt. 4° (Et- tenheimmünster 44); 47 r : Manuscripta. ein griech. u. latein. aus dem 12ten JahrlOO. 4° (Etten- heimmünster 6 ?); - ein latein. Gebetbuch aus d. 15ten JahrlOO. 12° (U. H. 22 ?); - ein teutsches. 8° (U. H. 18); - zwei latein. Manuscripta aus dem 15ten JahrlOO. 4°. 2 Bde. (U. H. 8-9); - zwei teutsche aus d. 15. JahrlOO. 8°. 2 Bde. (U. H. 19, 21); - ein medicinisches latein. aus d. 15. JahrlOO. Fol. (U. H. 5?); 49 r : Patricii reipubl. Norimberg. fol. (Bruchsal 6); 58 v : Scholley (!), Formularium Instrumentorum. Mscpt. - nebst angehängtem Speierschen Kammerprozeß, gedruckt (Bruchsal 8); Scholley, Compendium historicum. Mscpt. 8° (U. H. 20); 60 v : (Spicilegium) Antiquität um Palatinar. eis Rhenanum. Mscpt. 4° (Bruchsal 7); 62 v : Stubenrauch, Collegia super Neumanni prineipia processus iudicii imperialis aulici. Mscpt. 4° (Bruchsal 9); 70 v : Vom Ursprung des Ordens der teutschen Brüder zu Jerusalem. Manuscript. 2 Tom. Fol. (U. H. 6-7)). Auf 5,2 Signaturen: Bruchsal 3: T 18; U.H. 8: Re 71 ; U.H.9: Re 73. BLB, K 2988,2 (Acta die Bibliothek des Hochstifts zu Bruchsal betr. 1803. 1804. 1805), Bi. l r_v . 534 BLB, K 2988,2, Bl.2 r -71 v . 136 Einleitung der Basis der hier genannten, ausführlichen Titel läßt sich Bruchsaler Provenienz bei Cod. Ettenheimmünster 44, U. H. 20 sowie U. H. 6-7 zweifelsfrei nachweisen. Schwieriger ist die Zuordnung bei den unspezifisch gehaltenen Titelangaben. Die aufgrund der Rötelvermerke als aus Bruchsaler Beständen stammenden Cod. U. H. 18, 19 und 21 lassen sich problemlos mit den drei deutschen Handschriften des Katalogs gleichsetzen. Die einzige medizinische Handschrift des Fonds U. H. ist U. H. 5 aus dem 15. Jahrhundert bayerischer Provenienz, ein Folioband, der sich als der auf Bl. 47 r genannte Codex identifizieren läßt. Der gleiche Fonds weist noch drei weitere lateinische Handschriften des 15. Jahrhunderts bayerischer Herkunft auf, das lateinische Gebet- und Stundenbuch U. H. 22 sowie die bereits erwähnten Sermo- nessammlungen U. H. 8 und 9, die aus gleicher Vorprovenienz stammen wie Cod. Bruchsal 3 (s. oben). Auch hier sind die Formatangaben Indizien: Bei U. H. 22 wird es sich um das latein. Gebetbuch.. .12° handeln, bei den Sermonessammlungen um die zwei latein. Manuscripta... 4°. Ein Manuscripta... griech. u. latein. aus dem Ilten Jahr 100. 4° findet sich im Fonds U. H. nicht, ließe sich aber vielleicht mit BLB, Cod. Ettenheimmünster 6 gleichsetzen, der einzigen griechisch-lateinischen Handschrift des 12./13. Jahrhunderts in dieser Provenienz. Mit Ausnahme einer Handschrift wären somit alle in den Säkularisationsakten genannten Bruchsaler Handschriften identifiziert. Die Fehlzuordnung läßt sich nur aufgrund der großen Büchermenge erklären, die zur Zeit der Säkularisation in die Hofbibliothek gelangte. Offensichtlich wies ein großer Teil der Bruchsaler Bestände kein Wappenexlibris auf; handschriftliche Provenienzvermerke fehlen im gesamten Fonds. Die noch mögliche Zuordnung über die Säkularisationsakten wurde nicht wahrgenommen bzw. erwies sich aufgrund der unspezifischen Angaben als unmöglich. Die Vorauswahl der Hofbibliothek blieb allerdings nicht unbestritten. Von der Bruchsaler Kirchenkommission wurde die Liste geprüft. Sie markierte Bücher bzw. erstellte eigene Listen mit Titeln, die dem Instituto Chirurgico, dem Seminarund dem Oberhofgericht zufallen sollten. Zum Teil mußte Karlsruhe auf diese Bücher verzichten. Weiter blieben ihr die Bände versagt, die aus Stiftungsmitteln für das Seminar erworben worden waren 535 . Trotzdem nennt die Abschrift des Verzeichnisses der aus der Bruchsaler Stiftsbibliothek hierher (in die Hofbibliothek) abgegebenen Bücher noch 3475 Titel in ungeordneter Folge. Die Handschriften sind allerdings nicht verzeichnet, mit Ausnahme der an Drucke angebundenen 536 . Die beiden Prachthandschriften des Fonds, Cod. Bruchsal 1 und 2, gehen nicht auf die Bibliothek der Speyerer Bischöfe in Bruchsal zurück, sondern stammen aus dem Speyerer Domschatz, der bereits 1792 vor den vorrückenden französischen Revolutionstruppen geflüchtet worden war. Die UB Heidelberg konnte im Mai und Juli 1810 aus den Resten der Bruchsaler Bibliothek 535 BLB, K 2988,2, Bl. 76 r -83 v . 536 BLB, K 2988, 3; Handschriften: Bl. 116 v : Patricii Reipublicae Nurenberg; d. i. 83 uralte adeliche Geschlecht. Mit Kpf. Ohne Druckort und Jahr. acc.: Niirnbergische Rathswahl. Manuscript. Fol. (Bruchsal 6); 117 r : Formularium Instrumentorum, Processuum et Bullarum in Curia Romana s. I. et a. acc.: Speie- rischer CammerProceß. Manuscript. 4° (Bruchsal 8). 137 Einleitung auswählen, mußte sich aber den gleichen Beschränkungen unterwerfen wie die Hofbibliothek. Insgesamt erhielt Heidelberg 749 Werke in 1434 Bänden, vor allem historische Bücher 537 . Ab 1830 bemühten sich das Priesterseminar Freiburg beziehungsweise St. Peter/ Schwarzwald um Überlassung von Beständen des Bruchsaler Seminars. 1854 gelangte tatsächlich eine unbekannte Zahl von Bänden dorthin. Auch zwei Inkunabeln aus Bruchsal finden sich heute in dieser Bibliothek 538 . Unter der Signatur Cod. ms. 25 bewahrt St. Peter ein Evangelistar aus der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts mit dem um 1000 entstandenen Markusblatt des Gregormeisters auf, das ebenfalls aus der Bruchsaler Seminarbibliothek stammt, in diese aber erst 1818 durch Vermächtnis kam 539 . Die Reste der Bruchsaler Bibliothek gingen in der Gymnasialbibliothek des Ortes auf und verbrannten am 1. März 1945 bei der Bombardierung der Stadt 540 . Tabellarische Übersicht Karlsruhe, BLB Cod. Bruchsal 1: Speyerer Evangelistar, Speyer(?), Trier(?), um 1220, 1803 über die Bruchsaler Bibliothek der Speyerer Bischöfe an die Hofbibliothek Karlsruhe gefallen Cod. Bruchsal 2: Evangelistar, Südwestdeutschland u. Diözese Trier, 11. Jh. 2 , 1803 über die Bruchsaler Bibliothek der Speyerer Bischöfe an die Hofbibliothek Karlsruhe gefallen Cod. Bruchsal 3: Dominicus de Sancto Geminiano, Super sexto decretalium, Mittelitalien (?), 1415-1430 Cod. Bruchsal 4: Leichenpredigt auf Augusta Maria von Baden-Durlach (1649-1728), Oberrhein, Ende 18. Jh. Cod. Bruchsal 5: Würzburgische Landgerichtsordnung, Süddeutschland, 17. Jh. 2 Cod. Bruchsal 6: Nürnbergisches Ratsgeschlechterbuch, Nürnberg, um 1620 und um 1610 (an Druck) Cod. Bruchsal 7: [Jakob Beyrlin,] Spicilegium antiquitatum Palatinarum, Mannheim, 1755 Cod. Bruchsal 8: Processus iudiciarius, Freising, um 1515. Ausarbeitung von Daniel Carner (gest. 1534) nach dem Werk von Johannes de Auerbach (an Druck), später im Besitz von Johann Albrecht von und zu Haimhausen (1586-1659) Cod. Bruchsal 9: Stubenrauch, Nachschrift einer Vorlesung zu Johann Friedrich Wilhelm von 537 Schlechter , Gelehrten- und Klosterbibliotheken, S. 19 f. 538 H. Pank , Bestandsgeschichte, in: HHBD 8, S.242; Sack , Nr. 1275/1, 1901. 539 Kat. Freiburg 1,4, S. 442 f; Unverrückbar für alle Zeiten. Tausendjährige Schriftzeugnisse in Baden-Württemberg, hrsg. vom Generallandesarchiv Karlsruhe, bearb.von W. Rössling/H. Sckwarzmaier , Karlsruhe 1992, Nr. 3. 540 O. B.Roegele , Damian Hugo von Schönborn und die Anfänge des Bruchsaler Priesterseminars, in: FDA71 (1951), S. 20. 138 Einleitung Neumann zu Wolfsfeld (1699-1768), Principia processus iudicii imperialis aulici hodier- ni, brevissime delineata..., EA Frankfurt 1744, Süddeutschland, um 1770 Cod. Bruchsal 10: Breviarium Spirense, pars hiemalis, Speyer, um 1458 Cod. Bruchsal 11: Albrecht von Löwenstein (1536-1583), Pilgerfahrt gen Jerusalem, Schloß Löwenstein (?), 1580, gewidmet Dorothea Ursula von Württemberg (1559-1583, geb. Markgräfin von Baden-Durlach) Cod. Bruchsal 12: Antiphonalefragment, Süddeutschland, 12. Jh. 2 . Ehemals Spiegel des Drucks Dn 25 fol. Ink. Weihenstephaner und Bruchsaler Provenienz Cod. Bruchsal 13: Gradualefragment, 13. Jh. 2 . Ausgelöst aus dem Druck De 76 fol. Ink. Bruchsaler Provenienz Cod. Bruchsal 14: Antiphonalefragment, 12. Jh. 2 . Ausgelöst aus einem unbekannten Einband Bruchsaler Provenienz Cod. Bruchsal 15: Missale, Fragment, 12. Jh. Ausgelöst aus dem Druck 42 B 350 R Bruchsaler Provenienz Cod. Ettenheimmünster 6(?): Griechische Messen mit lat. Ubersetzung, Süditalien, 13. Jh. Unsichere Zuweisung auf der Basis der Bruchsaler Säkularisationsakten ( Kat. IX, S. 9, 93 f) Cod. Ettenheimmünster 44: Johannes Hoffmeister (1509-1547), Collatio super universos Lu- theranae confessionis Augustae a. 1530 Caesari exhibitae articulos, 1540. Kopert: Cod. Ettenheimmünster 412, Lektionarfragment, 13. Jh. Aus dem Besitz von Johann Albrecht von und zu Haimhausen (1568-1659) ( Kat . IX, S. 19, 71, 103 f, 119) Cod. K 1186: Kollektaneen zum Verhältnis der speyerischen Geistlichkeit zur Stadt, Speyer, um 1725 (an Druck). Aus dem Besitz des Stadtarchivars J. F. Baur ( Kat . IV, S. 225, 313) Cod. U.H.5(?): Medizinische Sammelhandschrift (Avicenna u.a.), Ingolstadt, 1476. Unsichere Zuweisung auf der Basis der Bruchsaler Säkularisationsakten Cod. U. H. 6-7: Dokumente zur Geschichte des Deutschen Ordens, Ellingen/Kr. Weißenburg (?), um 1652 und um 1575-1670. Aus dem Besitz des Augsburger und Freisinger Kanonikers Anselm L. B. von Westernach (gest. 1793). Zuweisung auf der Basis der Bruchsaler Säkularisationsakten Cod. U.H.8: Conradus de Brundelsheim u.a., Sermones, Bayern, um 1430/35. Zuweisung auf der Basis der Bruchsaler Säkularisationsakten Cod. U.H.9: Ludolphus de Saxonia u.a., Sermones, Bayern, um 1452/54. Zuweisung auf der Basis der Bruchsaler Säkularisationsakten Cod. U.H. 18: Gebetbuch (u.a. Johannes von Indersdorf), Bayern, um 1532/33. Zuweisung auf der Basis der Bruchsaler Säkularisationsakten Cod. U.H. 19: Mönch von Heilsbronn, Buch von den sechs Namen des Fronleichnams, Bayern, 1478. Zuweisung auf der Basis der Bruchsaler Säkularisationsakten Cod. U.H.20: Friedrich Scholley (geb. 1572), Compendium historicum, Sulzbach i.d. Oberpfalz (?), um 1632. Zuweisung auf der Basis der Bruchsaler Säkularisationsakten 139 Einleitung Cod. U. H. 21: Aszetische Sammelhandschrift, dt. (Alexander Cantuariensis, Nikolaus von Dinkelsbühl, Johannes von Neumarkt u.a.), Bayern, 1474/76. Zuweisung auf der Basis der Bruchsaler Säkularisationsakten Cod. U. H. 22: Gebet- und Stundenbuch, lat., Diözese Bamberg, Ende 15. Jh., bis mindestens 1730 in Privatbesitz. Zuweisung auf der Basis der Bruchsaler Säkularisationsakten verschollen/verloren: Hoffmann, Braunschweigische Historia; Katalog der Bibliothek, 18. Jh., 3 Bde. Meersburg, Bibliothek der Konstanzer Bischöfe (Bodenseekreis) Am 24. August 1526 verlegte der Konstanzer Bischof Hugo von Hohenlandenberg (1496- 1530, 1531-1532) seine Residenz in die bischöfliche Stadt Meersburg 541 . Die Übersiedelung beendete langdauernde Streitigkeiten zwischen dem Bischof und der Stadt Konstanz, die sich mit der Reformation zugespitzt hatten. Neuer Sitz war die 988 erstmals urkundlich erwähnte Meersburg. Das Domkapitel allerdings kehrte um 1550 nach Konstanz zurück. Im 17. Jahrhundert wurde Meersburg durch den Dreißigjährigen Krieg, einen Stadtbrand und zwei Pestepidemien stark in Mitleidenschaft gezogen. Erst Bischof Johann Franz Schenk von Stauffenberg (1704-1740) war es möglich, ab etwa 1710 mit dem Neuen Schloß einen repräsentativen, der Zeit entsprechenden Fürstensitz zu schaffen, an den sich die Gebäude des Priesterseminars sowie des Reit- und Stallhofes anschlössen. Das Schloß war im Rohbau allerdings erst 1750 vollendet, die Innenausstattung wurde ab 1759 begonnen und drei Jahre später fertiggestellt. Von dieser Bautätigkeit profitierte auch die Stadt ganz erheblich. Besonders unter Bischof Maximilian Augustinus Christoph von Rodt (1775-1800) entstand eine große Naturaliensammlung mit den Schwerpunkten Conchylien und Ohninger Petrefakten. 1802/03 fiel das Hochstift Konstanz an Baden. Das Bistum wurde 1821 aufgelöst und 1827 dem neugegründeten Erzbistum Freiburg einverleibt. Gleichzeitig wechselte auch das Priesterseminar nach Freiburg. 541 H. Schwarzmaier , Hochstift Konstanz, in: HBWG 2, S. 466-480; F.Götz , Meersburg, Stadt des Bischofs von Konstanz und bischöfliche Residenzstadt, in: Südwestdeutsche Bischofsresidenzen außerhalb der Kathedralstädte, hrsg. von V. Press , Stuttgart 1992, S. 27-33; Bischöfe von Konstanz, passim; Helvetia sacra 1,2, S. 1-956. 140 Einleitung Die Bibliothek Über die Bibliothek der Konstanzer Bischöfe in Meersburg beziehungsweise des Priesterseminars liegen keine Untersuchungen vor. Zu trennen ist die Sammlung in Meersburg auf jeden Fall von der an Handschriften reichen Bibliothek des Konstanzer Domkapitels, deren Hauptteil 1630 an die Benediktinerabtei Weingarten verkauft wurde. Handschriften dieser Provenienz finden sich heute vor allem in der Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart, den Hessischen Landesbibliotheken Fulda und Darmstadt sowie in der Universitätsbibliothek Tübingen 542 . Von der Verlegung der Residenz bis zum Bezug des Neuen Schlosses in Meersburg in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts war die Bibliothek neben dem Archiv des Domkapitels in der Meersburg untergebracht 343 . Im Gegensatz zum Usus fast aller Büchersammlungen der Zeit sind diese Bestände nicht mit Provenienzvermerken versehen worden. Die Zahl nachweisbarer Werke aus Meersburg ist somit naturgemäß sehr gering. Von den sechs Handschriften des Fonds Meersburg stammen allein vier aus dem Besitz von Friedrich Willibald Baibach von Gastel/Castel. Baibach immatrikulierte sich 1698 an der Universität Freiburg. 1711 begegnet er erstmals in bischöflichen Diensten, 1725 ernannte ihn Bischof Johann Franz Schenk von Stauffenberg zum Kanzler. Dieses Amt behielt Baibach bis in die Zeit von Bischof Franz Konrad Kasimir Ignaz von Rodt (1750-1775); 1754 starb er in Meersburg 544 . Ein heute verlorener Brief an Baibach in Cod. Meersburg 1-2 bezeugt die beiden Handschriften als Teil seiner Bibliothek. Baibachs Wappenexlibris tragen die Codices Meersburg 3 (s. Abb. 44) und 4, ebenso der heute im Generallandesarchiv aufbewahrte Cod. 65/110 (s. unten). Auch in der UB Heidelberg finden sich etliche Drucke mit gleichem Exlibris offensichtlich Meersburger Provenienz 545 . Einzige für Meersburg selbst hergestellte Handschrift ist Cod. Meersburg 6. Das von dem Thurgauer Landvogt Nikiaus Gatschet (1736-1817) verfertigte Werk bildet Öhninger Petrefakten ab, die Gatschet 1790 an Bischof Maximilian Augustinus Christoph von Rodt (1775-1800) verkaufte. Drucke Meersburger Herkunft lassen sich nur dann sicher identifizieren, wenn sie aus der zweiten Aushebung 1822 (s. unten) stammen und Säkularisationsnummern tragen. Faßbar sind lediglich vier Bände dieser Art 546 . Gemeinsam ist ihnen ein schmuckloses Titelschild auf dem Rücken mit übergeschriebener Bibliotheksnummer. Nutznießer der Bibliotheksaufteilung im Zuge der Säkularisation waren die Badische Hofbi- 542 Helvetia sacra 1,2, S. 789 f. 543 A. Irlinger , Am Hofe der Konstanzer Fürstbischöfe zu Meersburg. Ein Zeitbild aus dem 18. Jahrhundert, in: Bodenseegeschichtsverein. Heimatkundliche Mitteilungen 4 (1940), S. 21. 544 Helvetia sacra 1,2, S. 761 f. 545 UB Heidelberg, A 1997 fol. Res., B 240-72 fol. imp. Res., B 4960 Res., B 7110 Res., B 8963-10 fol. Res.; Q 7107-4 fol. Res. 546 BLB, Eb 82 fol. Ink., Ei 5 fol. Ink., Ei 14 fol. Ink., Ei 33 fol. Ink. 141 Einleitung bliothek sowie die beiden Universitätsbibliotheken des Landes. Die Übergabe nach Karlsruhe geschah in zwei Schüben und zog sich bis 1822 hin. Gemäß Beschluß vom 10. Februar 1808 wurde die Hofbibliothek auf der Basis des heute verschollenen, systematisch geordneten zweibändigen Meersburger Bibliothekskatalogs zur Vorauswahl aufgefordert 547 . Eine Liste der gewünschten Bücher führt 380 Titel auf 548 , darunter einige Handschriften: Bappenhaim, Ursprung der Truchsessen von Waldburg. Kempten 1788fol. (Druck), 2r Theil F. u. Ms. (Meersburg 3); Gnodalii hist. rusticor. tumultuum. Fol. MS. (GLA 65/110); Schweighauser, notitia commendae Melitensis Ord. Argent. 1767. 4. Ms. 549 ; Ursprung und Anfang der Herren v. Wür- temberg. Fol. Ms. (Meersburg 4); Nachricht von des Reichsadels bürgert Mitgliedern. Fol. Ms.-, Gerbert Msta. Augiae divitis. Fol. Ms.; Catalogus MS. Bibliothecae Eugenianae. II. Fol. (Meersburg 1-2). Eine Aushebung fand in der Folge jedoch nicht statt. Vielmehr erhielt Karlsruhe 1810 noch einmal die Katalogbände zur Vorauswahl 550 . Man beschränkte sich aber hier wohl auf die vor zwei Jahren vermerkten Wünsche. Im Oktober des gleichen Jahres erhielt dann die UB Heidelberg die Kataloge. Sie markierte etwa 180 Titel 551 . Als letzter Bibliothek war es der UB Freiburg im Dezember möglich, eine Nachauswahl zu treffen. Eine angebotene Übernahme des gesamten Bücherrestes lehnte sie allerdings ab 552 . Die Aushebung selbst zog sich aufgrund unklarer Zuständigkeiten verschiedener Amter und der Unbeheizbarkeit des Bibliotheksraumes bis 1812 hin 533 . Am 4. Juli 1812 wurde der Hofbibliothek die Zusendung von vier Kisten mit Büchern angekündigt. Allerdings mußte ein sehr starker Abgang festgestellt werden 554 . Die tatsächlichen Zugänge sind im Verzeichnis der Vorauswahl (s. oben) vermerkt. Danach erhielt Karlsruhe nur etwa 100 Titel. Unter ihnen waren keine Inkunabeln und lediglich eine Handschrift, Meersburg 3. Gleichfalls enttäuschend waren die Zugänge für Heidelberg, das 45 zum Teil von Nässe verdorbene Titel erhielt. Auch nach Freiburg waren vor allem die wertvollen Werke nicht geliefert worden 553 . Nachforschungen ergaben, daß die Defekte auf Flüchtungen und Einquartierungen vor dem Jahr 1802 zurückzuführen seien 556 , worauf man die Sache auf sich beruhen ließ. Allerdings 547 BLB, K 2988,7 ( Acta die Bibliothek zu Meersburg betr. 1.) die der Regierung 2.) die bischöfliche. 1808... 1822), Bl.l r . 548 BLB, K 2988,7, Bl. 2 r -7 r ; Handschriften: Bl. 2 V , 3 V , 4 r , 6 V , 7 r . 54 " Vgl. UB Freiburg, Cod. 93 (Kat. Freiburg I, 5, S. 20 f); Sitzmann 2, S. 748 f. 550 BLB, K 2988,7, Bl. 9 r . 551 Schlechter , Gelehrten- und Klosterbibliotheken, S. 20. 552 Mittler, S. 83 f. 553 Schlechter , Gelehrten- und Klosterbibliotheken, S. 20; Mittler, S. 84. 554 BLB, K 2988,7, Bl. 15 r . 555 Schlechter , Gelehrten- und Klosterbibliotheken, S. 21; Mittler, S. 84. Tatsächlich sind die Bände in der UB Heidelberg mit Exlibris von Friedrich Willibald Baibach von Gastel Meersburger Provenienz fast alle schimmelgeschädigt. 556 BLB, K 2988,7, Bl. 18 r ; Mittler, S. 84. 142 Einleitung war die Aushebung tatsächlich in erster Linie deswegen so erfolglos geblieben, weil ein sehr großer Teil der Bibliothek im Archiv untergebracht war. Erst 1821 läßt sich die Meersburger Bibliothek wieder in den Akten fassen. Im November lieferte der Hofgerichtssekretär Bosch nach langen Mühen einen Katalog der im Archiv untergebrachten Bücher 537 . Dieses Verzeichnis führt 330 französische, 1637 lateinische, 177 italienische und 859 deutsche Bücher auf, darunter auch die 1812 vermißten Handschriften (lat.: (Nr .)1443.) Historia commendae D.S.J. Argentina [Schweighauser], (Nr.) 1492.) Gnodalii tumultus rusticani 1525 (GLA 65/ 110), (Nr .)1497.) Catalogus librorum Bibliothecae Principis Eugenii e Sabaudia II. Theil. (Meersburg 1-2); dt.: (Nr.)642.) Evangelien Buch wahrscheinlich im XV. Jahrhundert geschrieben (Meersburg 5), (Nr.)SJJ.j Kronik von Wiirtemberg (Meersburg 4)). Alle vier Gruppen wurden durchgezählt und die Nummern in die einzelnen Bände übertragen 558 . Der Katalog ging der Hofbibliothek im November 1821 mit der Bitte um Vorauswahl zu 559 . Gemäß einem in Karlsruhe angelegten Verzeichnis 560 wurden 385 Titel gewünscht, darunter drei Handschriften (1497. Catalogus librorum Bibliothecae principis a Sabaudia II. The. (Meersburg 1-2); 642. Evangelien-Buch - geschrieben (15. Jahrh.) (Meersburg 5); 853. Chronik v. Wiirtemberg (Meersburg 4)). Eine am 8. März 1822 abgezeichnete Liste der nach Karlsruhe abgegangenen Büchernennt immerhin 340 dieser Titel, darunter alle drei Handschriften sowie 10 juristische Inkunabeln 561 . Aus den Resten der Büchersammlung in Meersburg durfte das Meersburger Priesterseminar Bücher der Theologie und kirchlicher Gegenstände sowie das Konstanzer Gymnasium Bücher für den Sprachunterricht auswählen. Was diese beiden Institute verschmähten, wurde verkauft 562 . Tabellarische Ubersicht Karlsruhe, BLB Cod. Meersburg 1-2: Katalog der Bibliothek des Prinzen Eugen von Savoyen, Wien, 1720- 1726. Aus dem Besitz von Friedrich Willibald Baibach von Gastel (gest. 1754) Cod. Meersburg 3: Matthäus von Pappenheim, Chronik der Truchsessen von Waldburg, Konstanz(?), um 1605. Aus dem Besitz von Friedrich Willibald Baibach von Gastel (gest. 1754) Cod. Meersburg 4: David Wolleber (1555-1597), Württembergische Chronik, Oberrhein, um 1610. Aus dem Besitz von Friedrich Willibald Baibach von Gastel (gest. 1754) 557 GLA 229/65803 (2.11.1821). 558 GLA. 229/65802,1. Der Band selbst ist fälschlicherweise auf 1803 datiert. 559 BLB, K 2988,7, B1.20 r . 560 BLB, K 2988, 8; Handschriften: Bl. 4 V , 7 r , 8 r . 561 BLB, K 2988,7, Bl. 27 r -38 v ; Handschriften: Bl. 34 r , 37 v , 38 v . 562 BLB, K 2988,7, Bl. 22 r ; GLA 229/65803 (24.8.1822); Mittler , S. 84. 143 Einleitung Cod. Meersburg 5: Missale speciale Constantiense, Bodenseegebiet, 1482 Cod. Meersburg 6: Nikiaus Gatschet, Öhninger Petrefakten, Bodenseegebiet, um 1790, für den Konstanzer Bischof Maximilian Augustinus Christoph von Rodt (1775-1800) Karlsruhe, GLA 65/110: Petrus Gnodalius, Geschichte des Bauernkriegs, Konstanz(?), 17./1 8. Jh. Aus dem Besitz von Friedrich Willibald Baibach von Gastel (gest. 1754; Kat., S. 48) verschollen/verloren: Katalog der Bibliothek, 18. Jh., 2 Bände; Joseph Schweighauser, Notitia commendae Meli- tensis ord. Argent., 1767; Nachricht von des Reichsadels bürgerlichen Mitgliedern; Martin Gerbert, Manuscripta Augiae divitis Ritterschaftliche Bibliotheken Kraichgau, Ritterkanton, Bibliothek in Heilbronn Seit 1577 existierte ein Gesamtverband der Reichsritterschaft mit den Kreisen Rheinstrom, Schwaben und Franken 563 . Gründe für diesen Zusammenschluß waren die mangelhafte Vertretung des Adels im Reichstag, die Abwehr territorialstaatlicher Ambitionen auf die Landeshoheit sowie finanzielle Probleme, beispielsweise durch die Einführung des gemeinen Pfennigs. Unterhalb der Kreisebene war die Ritterschaft in Kantonen organisiert, Personalverbänden genossenschaftlicher Art, deren Basis der Grundbesitz bildete. Zum schwäbischen Kreis gehörten die Kantone Kraichgau und Ortenau. Der Kanton Kraichgau hatte bis 1619 seinen Sitz in Wimpfen. Im gleichen Jahr wurde er aufgrund der absehbaren Bedrohungen durch den Dreißigjährigen Krieg in die sicherer erscheinende Reichsstadt Heilbronn verlegt. 1788 konnte das Archiv in der Amtszeit des Archivars Jakob Gottlieb Reuß (1753-1807, Archivar 17 8 0-17 9 5) 564 in ein neuerrichtetes Gebäude am Hafenmarkt umziehen; 1792 mußte es aufgrund der Bedrohung durch französische Truppen nach Nürnberg geflüchtet werden. Der Reichsdeputationshauptschluß sah noch keine Mediatisierung der Reichsritterschaft vor 565 . Erst 1805/06 wurden ihre Territorien den jeweiligen Flächenstaaten einverleibt. Im 563 K. J. Svoboda , Aus der Verfassung des Kantons Kraichgau der unmittelbaren freien Reichsritterschaft in Schwaben unter besonderer Berücksichtigung des territorialen Elements, in: ZGO 116 (1968), S.265-282; Zwischen Fürsten und Bauern , passim. 564 Krebs, GLA, S. 279. 565 H. Ehmer , Mediatisierung der Kraichgauer Ritterschaft. Zur Entstehung der badisch-württember- 144 Einleitung Falle des Kantons Kraichgau fanden ab Ende 1805 wechselnde, zum Teil militärische Inbesitznahmen durch Baden und Württemberg statt. Am 13. November 1806 einigten sich beide Länder über die Aufteilung des zwischen ihren Territorien liegenden ritterschaftlichen Besitzes der Kantone Hegau, Kraichgau, Odenwald, Donau, Allgäu und Neckar-Schwarzwald. Der Kanton Kraichgau fiel zum größten Teil an Baden. Das bis ins 15. Jahrhundert zurückreichende Archiv gelangte überwiegend an das Generallandesarchiv Karlsruhe; ein kleinerer Teil liegt heute im Staatsarchiv Ludwigsburg. Die Bibliothek Uber die Bibliothek des Ritterkantons Kraichgau liegen keine Untersuchungen vor. Fassen läßt sie sich erst im 18. Jahrhundert. Ein Bericht des Consulenten Adam Friedrich Genth (1744-1757) 566 vom 22. April 1751 forderte dazu auf, den Etat für die Bibliothek zu erhöhen, die gegen der Ottenwalde'schen derzeit noch gar nichts haißen will 5b7 . Auch die in den Me- diatisierungslisten überlieferten Erscheinungsjahre der Bücher zeigen, daß die Sammlung wohl überhaupt erst im 18. Jahrhundert aufgebaut wurde. Die Akten der zweiten Jahrhunderthälfte lassen die geringen jährlichen Zuwächse erkennen; zum Teil finden sich Direktorialbeschlüsse für den Ankauf einzelner Bücher. Ein im gleichen Zeitraum entstandenes Verzeichnis der im Archiv vorhandenen Bücher nennt den späteren Cod. Kraichgau 2 als Geschriebene Württenbergische Chronic 568 . Wie aus den Akten (s. unten) hervorgeht, war ein Katalog der wohl nur mehrere hundert Titel starken Sammlung vorhanden. Er wurde bis wenige Jahre vor der Mediatisierung geführt, ist aber heute verschollen. Von der Aufteilung der Bibliothek profitierten außer der Hofbibliothek die UB Heidelberg und das Priesterseminar Bruchsal. Gemäß Beschluß vom 6. Oktober 1807 ging Karlsruhe der Katalog der Bibliothek zu 569 . Ein auf dieser Basis erstellter Auszug nennt 205 Titel 570 , darunter alle Handschriften des heutigen Fonds Kraichgau ( Breitschwerds Discurs und Bedenken über die Strittigkeiten der Schwäbischen Ritterschaft gegen v. Nellenburg. Beamten. Fol. Mst. (Kraichgau 4-5); v. Degenfelds Reise Mst. Fol. (Kraichgau 3); Mitscheie (Balth.) Wirtemberg. Chronik. Fol. (geschrieb.) (Kraichgau 2); Pregitzer (Joh. Ulr.) [Wirtemberg.] Staats Historie. gischen Grenze 1806, in: Beiträge zur Landeskunde 1995, Heft 3, S. 1-9; G.Cordes , Bestände baden-württembergischer Staatsarchive zur Geschichte der Reichsritterschaft in den Kantonen Kocher, Odenwald und Kraichgau, in: Archivalische Zeitschrift 68 (1972), S. 85-88; K. Krimm/K. Andermann , Archive der Kraichgauer Ritterschaft, in: Zwischen Fürsten und Bauern , S. 152. 566 K rebs , GLA, S. 279. 567 GLA 125/46, Bl. 3l r . 568 GLA 125/46, B1.98 r . 569 BLB, K 2988,5 (Acta die ehemalig ritterschaftl. Kraichgauisch Bibliothek betr. 1807. 1808), Bl. 1'. 570 BLB, K 2988, 5, Bl. 3 r -5 v . 145 Einleitung Fol. (ge$chrieb.) (Kraichgau 1)). Im Dezember 1807 gingen für Karlsruhe fünf Kisten von Heilbronn ab und wurden über Heidelberg an die Hofbibliothek geliefert 571 ; Heidelberg und Bruchsal erhielten ebenfalls je fünf Kisten mit Büchern 572 . In drei der nach Karlsruhe gesandten Kisten fanden sich etwa 190 der verlangten 205 Titel, darunter alle Handschriften 573 . Weiter fielen an die Hofbibliothek je etwa 70 gebundene und ungebundene Werke aus der Kraichgauer Bibliothek, die in den letzten zehn Jahren ihres Bestehens erworben und nicht katalogisiert worden waren 574 . In der Folge ermittelte die Hofbibliothek in Bruchsal und Heidelberg einige irrtümlich nicht nach Karlsruhe abgelieferte Werke 575 . Im April 1808 folgte schließlich noch eine Lieferung von Reichstagscorrespondenz[en\, ReichsHofrathsConclusen u. a. aus dem Archiv der Ritterschaft 576 . Tabellarische Übersicht Karlsruhe, BLB Cod. Kraichgau 1: Johann Ulrich Pregizer (1647-1708), Württembergische Staatshistorie, Südwestdeutschland, 18. Jh. 2 Cod. Kraichgau 2: [Balthasar Mitschelin (1538-1608),] Württembergische Chronik; Balthasar Mitschelin, Landbuch, Südwestdeutschland, um 1700 Cod. Kraichgau 3: Christoph von Degenfeld (1641-1685), Reise- und Kriegsbeschreibung, Südwestdeutschland, Anf. 18. Jh. Cod. Kraichgau 4-5: Veit Breitschwerdt (1565-1631), Ausführlicher Diskurs und Rechtlich Bedenken, Südwestdeutschland, um 1670 verschollen/verloren: Katalog der Bibliothek, 18. Jh. 571 BLB, K 2988,5, Bl. 10 r , 25 r . 5,2 Schlechter , Gelehrten- und Klosterbibliotheken, S.28; UA Heidelberg, A-531 (10.12.1807). 573 BLB, K 2988,5, Bl. U r -15 v . Handschriften: Bl. 12 v , 14 r " v . 574 BLB, K 2988, 5, B1.8 r " v , 17 r -18\ 21 r -23 r . 575 BLB, K 2988, 5, B1 .29 r -30 r , 31 r " v . 576 BLB, K 2988, 5, B1.32 r . 146 Ortenau, Ritterkanton, Bibliothek in Offenburg Einleitung 1474 schlössen sich mehrere Ritter der Ortenau mit Baden zu einem Bündnis auf zehn Jahre zusammen 577 . Nach Ablauf dieser Frist begründeten drei Geschlechter einen separaten Ritterbund, dem sich bald weitere Geschlechter anschlössen und aus dem der spätere Ritterkanton hervorging. Der Kanton Ortenau gehörte zum Kreis Schwaben des seit 1577 existierenden Gesamtverbandes der Reichsritterschaft. Auch elsässische Geschlechter waren vertreten. Geleitet wurde der Verband durch einen Präsidenten und drei Ritterräte, denen ein Rechtsgelehrter (Konsulent) zur Seite stand. Der erste Ritterkonvent fand 1491 in Offenburg statt. Das Archiv war in der Verwahrung wechselnder Mitglieder des Direktoriums. Bis 1664 wurde es in Offenburg gelagert, dann in Straßburg. Nach der französischen Revolution fiel es in die Zuständigkeit des Konsulenten Christian Friedrich Sahler, der mit der Kanzlei seinen Sitz in Kehl hatte, Ende des Jahres 1803 aber nach Offenburg in das sogenannte Ritterhaus umzog. Die Aufhebung des elsässischen Ritterbezirks im Zuge der französischen Revolution hatte den Kanton Ortenau sehr in Mitleidenschaft gezogen. 1806 wurde auch der rechtsrheinische Teil mediatisiert. Die Hoheitsrechte fielen an Baden, das Archiv an das Generallandesarchiv Karlsruhe. Die Bibliothek Über die Bibliothek und ihre Bestände liegen keine Untersuchungen vor. Faßbar ist sie erst im 18. Jahrhundert. Einem wohl auf den damaligen Consulenten zurückgehenden Bericht von 1739 ist zu entnehmen, daß die Sammlung lediglich aus den Opera equestria von Johann Stephan Burgermeister bestand. Um dem abzuhelfen, wurde im gleichen Jahr beschlossen, Immatrikulationsgelder für die Neuaufnahme von Mitgliedern zur Hebung der Bibliothek zu verwenden 578 . In den Jahren 1751 bis 1780 konnten 582 fl. Einnahmen und 652 fl. 20 kr. Ausgaben für die Bibliothek verzeichnet werden. Der mit Abstand größte Einzelposten in Höhe von 229 fl. 36 kr. fiel 1771 an. In diesem Jahr ersteigerte der Kanton verschiedene Bücher aus dem Privatbesitz des Consulenten Christian Friedrich Sahler 579 . Dazu gehören zweifellos die Codices Ortenau 2-5 (und möglicherweise auch Ortenau 1), die das Sahlersche Wappenexli- 577 F. Frhr. Röder von Diersburg , Notizen über den Ortenauer Reichs-Ritterschafts-Verein, in: Vierteljahrsschrift für Heraldik, Sphragistik und Genealogie 9 (1881), S. 201-212; K. Th. von Glaubitz, Die Reichsritterschaft der Ortenau, in: Die Ortenau 11 (1924), S. 66-71; O. Kähni , Das Ritterhausmuseum der Stadt Offenburg, in: Die Ortenau 50 (1970), S. 151 f; Krebs, GLA, S. 280. 578 GLA 65/1140, Bl. III-VIII; GLA 127/16. 579 GLA 127/16; Krebs, GLA, S. 280. 147 Einleitung bris (s. Abb.43) tragen. Es wurde nach dem Erwerb mit dem Wappenexlibris des Ritterkantons (s. Abb. 42) überklebt, das sich zusätzlich auch in Ortenau 1 und 6 findet. Ein Teil der ortenauischen Handschriften wird in zwei Verzeichnissen von 1780 und 1785 erwähnt. Das erste Verzeichnis nennt die zum Ortenauischen Archiv gehörigen Archivalien, Bücher und Hausrat, die Sahler in Kehl aufbewahrte. Unter den 11 Archivalienbänden, die alle (wie auch die Archivalienbände Ortenau 7, 9-10) in Pergament eingebunden waren, ist auch Cod. Ortenau 9 erfaßt. Als Franzband waren dagegen die unter Nr. XII aufgeführten Collectanea historica Ortenavica Tomi I.II, et III. (Cod. Ortenau 4; GLA 65/353) gestaltet (wie auch die Handschriften Ortenau 1-3, 5-6). Das Verzeichnis von 1785 nennt 73 Bücher, die Sahler zu dieser Zeit verwahrte, darunter vier Handschriften: In Folio: Gemahltes Wappenbuch aller Straßburger Stättmeister Mscpt. (Ortenau 1); Bernhard Herzogs Ellsaßi. Chronick (Druck), Index darüber Mscpt. nebst geschriebenem Indice über Bucelini Werck (Ortenau 2); Auszug aus Sebold Bühlers Wappenbuch Mscpt. cum Indice (Ortenau 3); Baaden-Baad. Land- Recht Mscpt. (Ortenau 6) 580 . Vorgängige Provenienzvermerke zeigen unter den Handschriften Ortenau 1 und 3. Cod. Ortenau 1 mit dem "Wappenbuch des Sebald Büheler läßt sich im Besitz der elsässischen Rittergeschlechter Böcklin von Böcklinsau und Zorn von Plopsheim nachweisen. Der jüngste Besitzer aus diesem Geschlecht, Ludwig Heinrich Zorn von Plobs- heim, muß eine sehr umfängliche Bibliothek besessen haben, von der Teile über die Folgeprovenienz Ettenheimmünster in die BLB Karlsruhe und die UB Heidelberg gelangt sind 581 . Die zweite Biiheler-Handschrift des Fonds, Cod. Ortenau 3, wurde 1750 von einer Vorlage abgeschrieben, die Wolfgang Christoph von Rathsamhausen zu Ehenweiler-Nonnenweier (1699- 1752) gehörte, Präsident des Ritterkantons Ortenau. Die Büchersammlung des Kantons setzte sich bei seiner Auflösung aus mehreren hundert Bänden zusammen. Verzeichnisse werden in den Säkularisationsakten erwähnt, sind heute aber nicht mehr aufzufinden. Die Hofbibliothek erhielt mit Schreiben vom 28. Juli 1807 zwei Verzeichnisse der Bibliothek des Ritterkantons Ortenau mit der Bitte um Vorauswahl 582 . Man kam diesem Ansinnen zum 12. August 1807 nach, verzichtete auf Dubletten und wählte lediglich 32 Titel aus, darunter drei Handschriften 583 : Strasburg. Statt- u. Ammeister Wappenbuch. Mst. (Ortenau 1); Herzogs Elsaß. Chronik (Register über) Mscpt. (Ortenau 2); Beschreibung der Landvogtei Ortenau Mscpt. (Ortenau 4). Am 19. August 1807 wurde dem Direktor des aufgelösten Kantons befohlen, den nach der Aushebung der für die Hofbibliothek bestimmten Bücher übrigen Rest versteigern zu lassen 384 . Im November des gleichen Jahres er- 580 GLA 127/ld. 581 Vgl. Kat. Karlsruhe IX, S. 20 f, Cod. Ettenheimmünster 48, 50, 52, 53. 582 BLB, K 2988,6 ( Acta die ehemalig ritterschaftl. Ortenauische Bibliothek zu Offenburg betr. 1807. 1808), Bl.l r . 583 BLB, K 2988,6, Bl. 2 r -3 v . 584 BLB, K 2988,6, B1.4 r . 148 Einleitung bat die UB Heidelbergwohl erfolglos 38 Titel aus der Büchersammlung 585 . Nachdem der Hofbibliothek am 24. März 1808 noch einmal ein Katalog der noch übrigen Bücher zugegangen war 586 , wurden ihr am 27. April 1808 dann jedoch nicht nur die vier daraufhin gewünschten Titel, sondern die gesamten Reste zugesprochen. Von den 67 Titeln dieser Lieferung behielt die Bibliothek 28, darunter eine Handschrift 587 ( Diplomata a Bürgermeistern publicata aut ci- tata. Mspt. Fol. (Ortenau 5)). Das Gros der heute zum Fonds Ottenau gehörenden Handschriften fand sich allerdings neben 21 Drucken in einer Kiste, die nach Heidelberg adressiert war: 1. Indices 1. Recessuum. 2. Catalogorum convocandorum personalis & 3. realis. 4. adjuncto- rum protocolli contractuum. 5. deren dörfer. 6. deren Güter. 7. morosorum (Ortenau 9); 2. Ex- tract aus Bühelers Wappenbuch (Ortenau 3); 3. Hochstift Strasburgisches Lehensrepertorium (Ortenau 8); 4. Ortenauische RitterMatrikel von 1664 (Ortenau 7); 5. Register über die Corre- spondenz Recesse (Ortenau 10); 6. Markgrävl. Baden-Badisches Landrecht (Ortenau 6); 7. Register über die 5 OrtsRecesse. 2 Bände (Ortenau 1 1-12) 588 . Tabellarische Ubersicht Karlsruhe, BLB Cod. Ortenau 1: Sebald Büheler, Wappenbuch der Straßburger Stettmeister und Ammeister, Straßburg u. Ortenau, um 1594/95 bis 1789. Aus dem Besitz von Ludwig Heinrich Zorn von Plobsheim (gest. nach 1690) Cod. Ortenau 2: Index zu Bernhard Hertzog, Chronicon Alsatiae, und Gabriel Bucelin, Germania topo-chrono-stemmato-graphica..., Ortenau, um 1742. Aus dem Besitz von Christian Friedrich Sahler Cod. Ortenau 3: Sebald Büheler, Wappenbuch (Auszug), Straßburg, 1750 u. um 1805. Aus dem Besitz von Christian Friedrich Sahler Cod. Ortenau 4: Beschreibungen Vorderösterreichs und der Landvogtei Ortenau, Ortenau, um 1750, inhaltlich identisch mit GLA, Cod. 65/353. Aus dem Besitz von Christian Friedrich Sahler Cod. Ortenau 5: Johann Stephan Burgermeister (1663-1722), Codex diplomaticus equestris (Auszüge), Ortenau, um 1750. Aus dem Besitz von Christian Friedrich Sahler Cod. Ortenau 6: Badisches Landrecht von 1588, Ortenau, um 1742 Cod. Ortenau 7: Ritter-Matrikel der Ortenau, 1664; Verzeichnis des Adels der Ortenau, Ortenau, 18. Jh. 2 585 UA Heidelberg, A-531 (21.11.1807). 586 BLB, K 2988,6, Bl. 5 r . 587 BLB, K 2988,6, Bl. 7 r " v , 8 r -9 v . 588 BLB, K 2988,6, Bl. 10™. 149 Einleitung Cod. Ottenau 8: Fiefs de l'eveche de Strasbourg; Erneuerung der vom Straßburger Bischof vergebenen Lehen, 1772, Ortenau, um 1790 Cod. Ortenau 9: Register zu Archivalien des Ritterkantons Ortenau, Ortenau, 1749/50 Cod. Ortenau 10: Rezessregister auf der Basis von Material des fränkischen Ritterkantons Steigerwald, Süddeutschland, Ende 18. Jh. Cod. Ortenau 11-12: Jacob Gottlieb Reuss (1753-1807), Index zu den 5-Orts-Rezessen der schwäbischen Reichsritterschaft, Heilbronn, 1786 Karlsruhe, GLA 65/353: Beschreibungen Vorderösterreichs und der Landvogtei Ortenau, 17./18. Jh. ( Kat., S. 139; s. BLB, Cod. Ortenau 4) 65/1140 (?): Chronik von Speyer (16. Jh.); Protokollauszüge des Kantons Ortenau (1739, lose beiliegend; Kat ., S. 341 f) Fonds ohne historischen Provenienzzusammenhang Unbestimmte Herkunft und Unbestimmte Herkunft, Fragmente (U. H. und U. H. Fragm.) Der Fonds U. H. umfaßt 22 Codices, der Fonds U. H. Fragm. die Bruchstücke b sowie 1-38, 40-41. Bei den U. H.-Handschriften - der Fonds ist abgeschlossen - handelt es sich um Material, das den Zugängen der Säkularisationszeit zuzurechnen ist, aber seinerzeit keiner der damit korrespondierenden Quellen zugeordnet werden konnte. Codices dieser Art fehlen Besitzvermerke und sonstige direkte herkunftsspezifische Hinweise, die die Bibliotheksheimat vor dem Ubergang an die Hofbibliothek Karlsruhe erkennen lassen. Offensichtlich geschah die Ablieferung aus den aufgehobenen badischen geistlichen und weltlichen Institutionen nicht immer in einer Weise, die den Weg der Bücher in jedem Fall nachvollziehbar machte. Beispielsweise wurden Handschriften aus Günterstal und St. Märgen gemeinsam abgeliefert; eine Folge ist die Zuweisung der St. Märgener Handschrift Cod. Güntersthal 11 zum Fonds Güntersthal 589 . Zudem fehlen in manchen Fällen, beispielsweise bei Günterstal und Wonnental, nennenswerte Säkularisationsakten, die für die Provenienzermittlung herangezogen werden könnten. Aber auch bei guter Aktenlage sind die Angaben in den Verzeichnissen gerade bei liturgischen Handschriften zu unspezifisch. Auch bei Handschriften, die in der Säkularisationszeit einem bestimmten Fonds zugewiesen wurden, bleibt eine gewisse Provenienzunsicherheit, wenn sich die Herkunft weder durch Provenienzvermerke noch durch Eintragungen in den Akten verifizieren läßt (z. B. bei Cod. Güntersthal 12). 589 s.S.89, 220. 150 Einleitung Die Handschriften des Fonds U. H. bilden somit den Teil des gesamten im Zuge der Säkularisation eingegangenen Materials, der sich seinerzeit keinem der Fonds zuweisen ließ. Allerdings war es im Zuge der Katalogisierung der U. H.-Codices und der Bearbeitung der Säkularisationsakten möglich, die Mehrzahl einer Provenienz zuzuordnen. Die zehn Codices U. H. 5-9 sowie 18-22 stammen mit Sicherheit oder einiger Wahrscheinlichkeit aus der Bibliothek der Speyerer Bischöfe in Bruchsal, wohin sie Ende des 18. Jahrhunderts über einen bayerischen Antiquar gekommen waren, aber nicht mit Besitzvermerken versehen worden sind 590 . Darüber hinaus enthält der Fonds U. H. lediglich einzelne Stücke aus verschiedenen Provenienzen. Das Wonnentaler Graduale Cod. U. H. 1 wird schon seit längerem auf kunsthistorischer Basis dem Kloster Wonnental beziehungsweise der Breisgaugegend zugewiesen. Aus Günterstal könnten vielleicht Cod. U. H. 2 und U. H. 11 stammen, aus St. Blasien (oder Schwarzach) das Todtmoser Bruderschaftsbuch Cod. U. H. 3. In den Bereich Ohningen/Rei- chenau weist Cod. U. H. 4. Aus dem Rahmen der restlichen Uberlieferung fallen Cod. U. H. 15-16 Wormser Herkunft. Von der Entstehung her gehören Cod. U. H. 12 und 14 sowie Cod. U. H. Fragm. 10 zusammen. Diese Handschriften sind in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts in einer Züricher Werkstatt hergestellt worden. Nicht abgeschlossen ist der Fonds U.H. Fragm. Er enthält Bruchstücke aus Einbänden von Drucken, die in der Säkularisationszeit der Hofbibliothek Karlsruhe zugewiesen wurden, aber keine Provenienzvermerke zeigen (Fragmente aus Drucken mit erkennbarer Provenienz wurden zu den entsprechenden Fonds gestellt). Eine weitere Zugangsquelle waren Akten des Generallandesarchivs Karlsruhe. Von hier wurden immer wieder Pergamentkoperte an die Bibliothek abgegeben (z.B. Cod. U.H. Fragm. 14 und 21). Heute allerdings stellt das Generallandesarchiv Fragmente dieser Art selbst auf. Eine Verifizierung der Herkunft des Materials im Fonds U. H. Fragm. ist kaum mehr möglich, da bei der Auslösung im Regelfall nicht vermerkt wurde, in welchen Einband das Bruchstück eingebunden war. Zudem verlor die BLB als Folge des Bombenangriffes von 19 4 2 59 ' den größten Teil ihrer Altdrucke einschließlich eines Teils ihrer Inkunabeln, so daß die betreffenden Einbände - und dies gilt auch für etliche Fragmente mit gesicherter Provenienz - heute nicht mehr existent sind. Nachweisbar ist im Fonds U. H. Fragm. lediglich die Herkunft von U.H. Fragm. 41 aus Petershausen. U.H. Fragm. 14 und 21 könnten aus St.Blasien stammen, U.H. Fragm. 18 aus St.Georgen, U.H. Fragm. 19 aus Salem sowie U.H. Fragm. 24 aus St. Gallen oder von der Reichenau. 590 s.S. 135-137. 591 G. Stamm , Bestandsgeschichte, in: HHBD 8, S. 23. 151 Einleitung Tabellarische Übersicht Cod. U. H. 1: Wonnentaler Graduale, um 1340/50. Wohl im Konvent geschrieben, aber in einem weltlichen Breisgauer Skriptorium illuminiert, mit Wappen der Äbtissin Clara von Tigesheyn (ca. 1347-1349) Cod. U. H. 2: Liturgische Fragmente, zisterziensisch; Einblattdruck, Günterstal (?), 15. Jh. u. 17. Jh. 1 Cod. U. H. 3: Todtmoser Bruderschaftsbuch, Todtmoos, 1741. Der Codex lag dem sanbla- sianischen Konventualen und späteren Schwarzacher Abt Placidus Rauber (1641-1660) vor und gelangte über St. Blasien oder Schwarzach in die BLB Cod. U. H. 4: Antiphonale benedictinum, Bodenseegebiet, 16. Jh. Der Einband stammt aus gleicher Werkstatt wie Cod. Öhningen 1 Cod. U.H.5: Medizinische Sammelhandschrift (Avicenna u.a.), Ingolstadt, 1476. Wohl aus der Bibliothek der Speyerer Bischöfe in Bruchsal Cod. U. H. 6-7: Dokumente zur Geschichte des Deutschen Ordens, Ellingen/Kr. Weißen- burg(?), um 1652 und um 1575-1670. Aus dem Besitz des Augsburger und Freisinger Kanonikers Anselm L. B. von Westernach (gest. 1793). Aus der Bibliothek der Speyerer Bischöfe in Bruchsal Cod. U. H. 8: Conradus de Brundelsheim u.a., Sermones, Bayern, um 1430/35. Aus der Bibliothek der Speyerer Bischöfe in Bruchsal Cod. U.H.9: Ludolphus de Saxonia u.a., Sermones, Bayern, um 1452/54. Aus der Bibliothek der Speyerer Bischöfe in Bruchsal Cod. U. H. 10: Breviarium dominicanum, Oberrhein (?), Frankreich (?), um 1300 Cod. U.FI. 11: Rituale/Processionale, Dominikanerinnen, Nürnberg, 15. Jh. Aus Günterstal (unsichere Zuweisung auf der Basis der Säkularisationsakten) Cod. U. H. 12: Psalterium feriatum, Dominikaner(innen), Zürich, Ende 13. Jh. Später in Basel Cod. U.FI. 13: Breviarium, pars aestivalis, Diözese Straßburg, 15. Jh. Cod. U.H. 14: Vitae sanctorum (Legenda aureau.a.), Zürich, 13. Jh. 2 Cod. U. H. 15: Processionale, Rituale, Gebete, Dominikanerinnen, Diözese Worms (Kloster Himmelskron ?), nach 1461 Cod. U. H. 16 : Processionale, Rituale, Dominikanerinnen, Kloster Flimmelskron, Worms- Hochheim, 15. Jh. Cod. U. H. 17: Processionale, Südwestdeutschland, 15. Jh. Wohl aus einem südwestdeutschen Frauenkloster Cod. U. H. 18: Gebetbuch ( u. a. Johannes von Indersdorf), Bayern, um 1532/33. Aus der Bibliothek der Speyerer Bischöfe in Bruchsal Cod. U. H. 19: Mönch von Heilsbronn, Buch von den sechs Namen des Fronleichnams, Bayern, 1478. Aus der Bibliothek der Speyerer Bischöfe in Bruchsal 152 Einleitung Cod. U. H. 20: Friedrich Scholley (geb. 1572), Compendium historicum, Sulzbach in der Oberpfalz (?), um 1632. Aus der Bibliothek der Speyerer Bischöfe in Bruchsal Cod. U. H. 21: Aszetische Sammelhandschrift, dt. (Alexander Cantuariensis, Nikolaus von Dinkelsbühl, Johannes von Neumarkt u.a.), Bayern, 1474/76. Aus der Bibliothek der Speyerer Bischöfe in Bruchsal Cod. U. H. 22: Gebet- und Stundenbuch, lat., Diözese Bamberg, Ende 15. Jh., bis mindestens 1730 in Privatbesitz. Aus der Bibliothek der Speyerer Bischöfe in Bruchsal Cod. U. H. Fragm. a: s. U. H. Fragm. 3 Cod. U. H. Fragm. b: Antiphonale benedictinum, Hirsau (?), 12. Jh. 1 . Aus der Inkunabel BLB, Td 3 fol. Ink. Fragment der gleichen Handschrift: WLB Stuttgart, Cod. fragm. 53 Cod. U. H. Fragm. 1: Glossarium Laus - Leges, Mitte des 12. Jh's, Hirsauer Schulkreis (?). Vermutlich als Bezug eines Aktenfaszikels verwendet Cod. U. H. Fragm. 2: Graduale, 15. Jh. Als Bezüge von Aktenfaszikeln verwendet Cod. U. H. Fragm. 3: Offizium und Messe De corpore Christi, 14. Jh. Wohl als Einbandmakulatur verwendet Cod. U. H. Fragm. 4: Antiphonale, 14. Jh. Als Einbandmakulatur verwendet Cod. U. H. Fragm. 5: Missale, 11. Jh. Als Bezug eines Aktenfaszikels verwendet Cod. U. H. Fragm. 6: Lektionar, Ostschweiz, Hochrhein (?), 15. Jh. Cod. U. H. Fragm. 7: Antiphonale, Süddeutschland, um 1300. Als Spiegel verwendet Cod. U. H. Fragm. 8: Lectionarium officii, 13. Jh. Als Bezug eines Aktenfaszikels verwendet Cod. U. H. Fragm. 9: Liber Ordinarius, 12. Jh. 2 . Als Bezug eines Aktenfaszikels verwendet Cod. U. H. Fragm. 10: Missale, Zürich, um 1300. Als Bezug eines Aktenfaszikels verwendet Cod. U. H. Fragm. 11: Biblia sacra (Io), 10./11. Jh. Als Spiegel verwendet Cod. U. H. Fragm. 12: Missale, 15. Jh. Als Einbandbezug verwendet Cod. U. H. Fragm. 13: Antiphonale, 14. Jh. 1 Cod. U. H. Fragm. 14: Antiphonale, 14. Jh. 2 . Als Bezug eines Aktenfaszikels verwendet, wahrscheinlich aus der St. Blasischen Propstei Krotzingen Cod. U. H. Fragm. 15: Bernardus Claraevallensis, Sermones super Cantica Canticorum, Süddeutschland/Österreich (?), Mitte des 12. Jh's. Als Einbandbezug verwendet Cod. U. H. Fragm. 16: Liber historiae Francorum; Ps.-Fredegarius Scholasticus, Chronicon, Mitte des 12. Jh's. Als Einbandbezug verwendet Cod.U.H. Fragm. 17: Aderlaßtraktat(?), 14. Jh. 1 Cod. U.H. Fragm. 18: Biblia sacra (Dt), 11. Jh. 2 . Als Umschlag eines Aktenfaszikels verwendet. Aus St. Georgen (?) Cod. U.H. Fragm. 19: Missale, 12. Jh. 2 . Als Spiegel (?) verwendet. Möglicherweise aus Salem Cod. U.H. Fragm. 20: Breviarium, 14. Jh. Cod. U.H. Fragm. 21: Breviarium benedictinum, St.Blasien, 15. Jh. Als Umschlag eines Aktenfaszikels verwendet. Aus der St. Blasischen Propstei Krotzingen Cod. U.H. Fragm. 22: Sakramentar, 12. Jh. Wohl als Spiegel verwendet Cod. U. H. Fragm. 23: Breviarium, 12. Jh. 2 153 Einleitung Cod. U.H. Fragm. 24:Tropar; Sequentiar, Bodenseeraum (Reichenau?), 10. Jh. Cod. U. H. Fragm. 25: Diurnale, 14. Jh. Cod. U. H. Fragm. 26: Ordo missae, 14. Jh. Cod. U. H. Fragm. 27: Gebete, 13. Jh. Vermutlich aus einem Gebetbuch für Klosterfrauen Cod. U. H. Fragm. 28: Gregorius Papa I., Dialogi, 10. Jh. Cod. U. H. Fragm. 29: Ivo Carnotensis, Panormia seu summa decretorum, 12. Jh. 2 . Als Einbandbezug verwendet Cod. U. H. Fragm. 30: Breviarium, um 1300 Cod. U. H. Fragm. 31: Lateinisches Stundenbuch, Eichstätt, 14. Jh. 2 Cod. U. H. Fragm. 32: Scholastischer Eucharistietraktat, 13. Jh. 2 . Als Einbandmakulatur verwendet Cod. U.H. Fragm. 33:Tösäföt, hebr., 13. Jh. Vermutlich als Einbandmakulatur verwendet Cod. U. H. Fragm. 34: Talmud, hebr., 15. Jh. Cod. U. H. Fragm. 35: Pentateuch, hebr., 15. Jh. (?). Als Einbandbezug verwendet Cod. U. H. Fragm. 36: Lectionarium officii, 12. Jh. 2 . Als Einbandbezug verwendet Cod. U. H. Fragm. 37: Missale, 11./12. Jh. Fragmente dreier Hss. Als Umschläge von Aktenfaszikeln verwendet Cod. U.H. Fragm. 38: Biblia sacra, 9. Jh. 2 . Ehemals Einbandbezug des Drucks BLB, Gym. 3000 Cod. U.H. Fragm. 40: Aurelius Augustinus, Expositio epistulae ad Galatas, Fulda, 2. Drittel des 9. Jh's. Aus dem Druck BLB, 42 C 40 RE ausgelöst. Cod. U.H. Fragm. 41: Missale, 15. Jh. Ehemals Kopert des Drucks BLB, 048 A 122 R. Provenienz: Petershausen 1629 Hinterlegung ( H.) Die Handschriften des Fonds H. fallen insofern aus dem Rahmen des sonstigen Materials, als es sich zum großen Teil nicht um Säkularisationsgut handelt, sondern um bis ins 19. Jahrhundert zurückreichende Hinterlegungen verschiedener Personen. 1942 ging ein großer Teil des Bestandes unter. Zu dem Fonds gehören mittelalterliche und neuzeitliche Handschriften, alte Drucke und vor allem Bestände aus dem Nachlaßbereich (z. B. die große Sammlung der Hebel-Manuskripte). Bei einem Teil der Drucke handelt es sich um Petershausener Inkunabeln und Frühdrucke, die aus unbekannten Gründen 1831 nicht an die UB Heidelberg abgeliefert worden waren 592 . Katalogisiert sind hier die mittelalterlichen Handschriften und die neuzeitlichen mit landes- 1 ' 2 Cod. H. 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20 (Bl. l r : Ex bibliotheca Wolgmuetana, quam in nostrum Petrhu- sianum Monasterium transtulimus... 1613), 59 (aus Salem); Schlechter , Gelehrten- und Klosterbibliotheken, S. 23 u. Anm. 63. 154 Einleitung historischem Bezug. Cod. U. H.78 (s. Abb. 17) mit einer ostmitteldeutschen ,Speculum huma- nae salvationis'-Fassung aus der Mitte des 14. Jahrhunderts fügt sich in die Uberlieferung der Kleinen Provenienzen. Die Handschrift ist aller Wahrscheinlichkeit nach aus dem Kloster St. Märgen über Umwege nach Karlsruhe gelangt. Tabellarische Übersicht Cod. H. 7: David Wolleber (1555-1597), Historie der Herzöge von Zähringen und Teck, Oberrhein (Freiburg?), 17. Jh. Cod. H. 8: David Wolleber (1555-1597), Historie der Herzöge von Zähringen und Teck, Oberrhein (Freiburg ?), Ende 18. Jh. Aus dem Besitz von Anton Laumayer (gest. 1834) Cod. H. 9: Stammbuch des Leonhard Laurentius aus Augsburg, Straßburg, Augsburg u.a, 1633-1664. Aus dem Besitz von Karl Joseph Emmanuel von Herrich (1786-1856) Cod. H. 10: Sammelbuch für das Lutherhaus Eisleben, dt. Sprachgebiet, Dänemark, Schweden, 1695-1700 Cod. H. 64: Wappenbuch der Esslinger Klöster, Esslingen, 1702-19. Jh. Cod. H. 65: Dionysius Carthusianus, Epistola ad principes catholicos paraenetica de insti- tuendo bello adversus Turcam; Sedulius Scottus, Liber de rectoribus christianis, Groß- St. Martin, Köln, um 1480. Von Abt Adam Meyer (ca. 1410-1499) dem Trierer Erzbi- schof Johann II. (1456-1503), Markgraf von Baden, gewidmet Cod. H.78: Speculum humanae salvationis, dt., Ostmitteldeutschland, Mitte 14. Jh. Aus dem Kloster St. Märgen 155 m Abb. 1: Johannes Evangelist (Bruchsal 1, 2 r ; 67% der Originalgröße) Abb. 2: Verkündigung an Maria (Bruchsal 1, 5 r ; 66% der Originalgröße) I Abb. 3: Geburt Christi (Bruchsal 1, 5 V ; 68% der Originalgröße) Abb. 4: Die drei Könige auf der Reise und Anbetung der Könige (Bruchsal 1, ll r ; 65% der Originalgröße) ScdmÖ)Arat Ithuo. 1 ?. TVf Atib GtKMfr IÄC'OBI- $ÄXO • ". 0; Abb. 5-8: Zierinitialen M und I (Bruchsal 1, 32 r , 34 v , 55", 62") (78%, 84%, 90%, 64% der Originalgröße) Abb. 9: Bildinitiale mit Darstellungen aus der Legende des hl. Johannes Evangelist, Stifterfiguren (U.H. 1, 19"; 72% der Originalgröße) Abb. 12: Fleuronneeinitiale (U.H. 1, 162 r ; 100% der Originalgröße) Abb. 13: Franziskus, den Tieren predigend (U.H. 1, 141"; 100% der Originalgröße) V) ' Dtguan trrolilam.arlirr v ttimas:4ötttr ßuuas m iimm.jmettttT raturfcj?. .p&oo* (E? ufcgmmp 4£mttu nmuitcß tt tnmtona. CTöÜl. 0( jatlra filiiifyou (autafite trlra-ccrcrgcnius ttta ttfala m fall mto? rnttö u ^pltuT^Ut? noö One ßurammti fmtg iiotums ttamüö mfhJturr attttönnmciörmgitlans ttmaua irpttUrttcritnnfn ^anaOtiine^misW ammamiwmtJifamB; titranaftaficugiwü ateof fang mmumrar ttostrnj ttr. atuiö fotmijjutacrlc vmmam (tiertm timefr tiobts mtuö cftiuo bisni . tusfatj öutüt Uiy l) um cb miß mio * mljmtruomcpiuö uuxgiu cd ftlti migrtns^ (tmitatr £mo nftimfluiouit qmutabiUafair. \( } ®nmT(föomp8ffi» ivAtats.umoa mugn- I ttaatuui&gmmemtuui/ \ utrasUbatttguosfobiim, dtugrj uautta Cmiuitstmcr. \ ^v^öinrltro^tif^fe A 4 . fpttB.Jptrrtjoröifr iplus mmstiomcmai m □t pulditt (Up monnsjitfiB mmttamttis ctiptJtmutuj immit mitlaaittiöliouu p Btmnas ailmf ötmmsfyö rrgii4ln^cniBaut3.öJ|Q>r fymtiamt? moBimaumtr üoamlUrlautabtt^jqum oatlö aöomlil wätotttät araifornütofrim^Bati irtr etfotttattfimuiirlma vtöxu tpctmfolams efrtrad ftjltn futu trtauir trtktoa mwtünsUttriHÜ fönum Mortis otm gmatl:crut trfatmr otfiö fitifö ttefalu mtrta uatiöftetaS'V JGjmtoötaolmttte _,.j8 jmliumjjjMs: umufllmcötdntstmslo rntuö ctootifefufüto öio OuccoufontirtiMfrmum ttcrroßfiqueftatretjfmtla, erfigurofttbttnuae Abb. 16: Zierseite mit Bildinitiale: Geburt Christi (Schuttern 2, 1 l r ; 64% der Originalgröße) Abb. 17: Daniel tötet den Drachen, Christus treibt Teufel aus (H. 78, S. 44; 65 % der Originalgröße) lo ntiütubili n tvöxmi.Omlitntt aoftöt l& ttt ur fcoaurtncru: am totis tuutnuatlttal)tctn tnttufttrturjQ oulubttibtr ltticdio tuttittä- tncc qfonr fu Jini: iiutlaiumirttutitu n ottrnr mconfpcmt ccnlcn mco*X.ttttumtmo ttftac iunt oitfs ^cotDiCffttritr ottyetifltttt »cuntircaut otttn» opumtt$ tutauua mit _ JHIH Wt? fctu) Ovmß ttu X' "3^6 V' jWcciß 1

m ^iMiTK-tyürnii (iip*em{iun&>r ? uu"1uiiK Cü ilt ( pr? pmjriTfnif ü lv i.icjujLTr o / . . f •* : cberrrnipfemu ; , . | t | r«rcbfmidzTitt{ . v /'• cvf tt\xfeqiuiV ! * t / •- ; n ru dmbul.iL ; \uf im direrif» ; (pect« rOi'i^ "eimt^pccjjar-if ; ■-'■*' 'iio vü-Liiiüiflt'T itertitf IU«C; *ijf « . ^ guuft«^t#»ißplj|j " * ?ifcjmrf*rtx«i ix ßmilfii Itain r^fin' yrincif**. •> ^ ilAMrrmi ittormi. Syacut. irtrcap e iroudUu. Xoitf, Ufllmf. XaLw? lnxp mcr mpt 17 cvHfihlP > , W» •>*» <*<* ßclÄ }1f»,T * • A *«7? tf.rnv ßn|fi" vt^rc^vl« p«^J" 'v'irHii'Vjwi' berfaum twobiii ad wfition -5 '£$arlu&r dirt-t ittori^^K^isbtgymomif Wo* j ' nirifhah^nuüi^^rcfer/'pet^! f-Wiirfi d'c {mtycfycrV}ilji ijgAm &ficncrilucpcii Sukirut H timc f c mjßis fdi cti (ocrtblnj^netfial donf(^inimi__ •■: t 'h'AjLc-ft- >u ! \ Olfi/ ^^ü^^yt-^Lä^i^yt-ß^yreß! HOL 4*f^un ^4 y*<^>, tiu.f mty 'k • i-tc-fimu?/' /MMVH' \LH±$ *fö~T<<-S ';h£. -tffii'ri. jtwekw^k.- ■$$"-■> S' fy -nx ^^äSlBBuSB^^^^Ssntmei^aKtui£SB/üa^ .. — >/ •>- Abb. 25-30: Schreibvermerke, Schriftproben: Abb. 25: Skriptorium von Adam Meyer (H 65, 62 r ); Abb. 26: Johannes Schlettstatt (Offenburg 1, 5 V ); Abb. 27: Magdalena Steimerin (Thennenbach 4, 231 1 ); Abb. 28: Anna Schott (Schwarzach 19, l r ); Abb. 29: Michael Rickher (Wonnenthal 2, 8 V ); Abb. 30: Johann Michael Moscherosch (H. 9, 112 V ) Abb. 31-37: Klösterliche Besitzeinträge: Abb. 31: Wonnental, Zisterzienserinnen (Wonnenthal 3, l r ); Abb. 32: Offenburg, Franziskaner (Offenburg 1, 193 v ); Abb. 33: Schuttern, Benediktiner (Schuttern 2, l 1 ); Abb. 34: Gengenbach, Benediktiner (Gengenbach 1, I r ); Abb. 35: Günterstal, Zisterzienserinnen (Güntersthal 5, IF); Abb. 36: Allerheiligen, Prämonstratenser (Dq 21, l 1 ); Abb. 37: Tennenbach, Zisterzienser (Thennenbach 7, l r ) , p-u .*V «-V i< r-cp/. c cj» ö rt* » .: J| p^-^trfj.cv —e^fP™ Ö»>p•"-)./tr*Z. f ' Z^f"- *•*• • V ' , - u /rri l A c*fj> ^"fH■-** ***** *'<&•>* L^/tiMi* Ykib'ttf'* &*tu3 ff.icfun'xov-cum *n*{txiy *.■■ ?/**" Stfif !>f >rp* X (i-'ni'l m-?l <& r>^ > x^fitäc? 4t,lf* kt >«»nc PKV U«J-Xin. ' '/ ,V>'^ V*»J, Abb. 38-40: Private Besitzeinträge, Ausleihvermerke: Abb. 38: Caspar Zinck (Schwarzach 9, l r ); Abb. 39: Nikolaus Scheid (Gengenbach 3,4 r ); Abb. 40: Otto von Hachberg, Heinrich Nithart (Öhningen 1, 4980 "Reichs Riiterscluifftlicli Orltcua itische Jiibliotiüc. Abb. 41-44: Wappenexlibris: Abb. 41: Speyerer Bischöfe in Bruchsal (Bruchsal 10, Vorderspiegel); Abb. 42: Ortenauer Reichsritterschaft (Ortenau 2, Vorderspiegel); Abb. 43: Christian Friedrich Sahler (Ortenau 2, Vorderspiegel); Abb. 44: Friedrich Willibald Baibach von Gastel (Meersburg 3, Vorderspiegel) BIBLIOTHEKEN GEISTLICHER INSTITUTIONEN Allerheiligen 1 Katalog der Bibliotheken des Klosters Allerheiligen und der Klosterpfarreien Papier, Bl.I-III, S. 1-128, 129-144 (rot), 129-169, 169a-387, 51 x 36 cm, Allerheiligen, 1787/88. Lederband. Rückenschild: Bibliothec-Register. Inhaltsangabe und die Anstalten zur Einrichtung hießiger Bibliothek sind mit N. R. gezeichnet. Hierbei handelt es sich um den Allerheiligener Konventualen Norbert Rasch (1734-1814; P.Gams , Nekrologien der in den Jahren 1802-1813 in der jetzigen Erzdiöcese Freiburg aufgehobenen Männerklöster..., in: FDA 12 (1878), S.233f. Nr.23; Rögele , S.328; L. Heizmann , Zwei Oberkircher, die letzten Äbte von Schuttern u. Allerheiligen..., Oberkirch 1926, S.40 Nr.22). Literatur: Ettlinger , S.3, 95; G.Römer , ,Lediglich ein Bücherwust ohne vollständige Ordnung'. Die Bibliotheksordnung des Praemonstratenserstiftes Allerheiligen im Schwarzwald von 1788, in: Literatur und Kultur im deutschen Südwesten zwischen Renaissance und Aufklärung, Festschrift W. E. Schäfer, hrsg. von W. Kühlmann , Amsterdam/Atlanta 1995, S. 395-415. (II r ) >Anzeige aller Bücher, welche sowohl in der Bibliothek des Gotteshauses Allerheiligen, als auch auf den dazu gehörigen Pfarreien bey dessen Pfarrherrn und Vicarien befindlich sind. Nach zween Sommer in gegenwärtige Ordnung gebracht und vollendet im Jahre 1788<. (II V ) Inhalt und Rechtfertigung des Katalogs. (III r ) Bibliothekssystematik. (S. 1) Aufforderung an die Klosterpfarreien, ein Verzeichnis der dort befindlichen Bücher einzusenden, 1787. (S. 2) Danksagung für die Mithilfe. (S. 2-3) Vorschläge zur Förderung der Bibliothek. (S. 4-5) Standort der einzelnen Abteilungen im Bibliotheksgebäude. (S. 6-128, 129-139 (rot)) Alphabetischer Katalog. 5200 Titel. Anonyme Werke werden nach ihrem systematischen Signaturbuchstaben im Anschluß an den Ordnungsbuchstaben der Verfasserschriften aufgeführt. Drucke dieser Art im Besitz der Pfarreien, die prinzipiell keine Klosterbibliothekssignatur tragen, folgen entsprechend ihrer systematischen Zuordnung. Die einzelnen Titel sind in den Rubriken Author; Titulus et Forma ac Tomi Numerus-, Locus et Annus\ Typographus; Lit. et Num. sowie Possessor aut Parochia erschlossen. In der letzten Rubrik werden Bücher in Klosterbesitz durch Com. oo. SS. bezeichnet. Weiter finden sich hier die Namen der Pfarreien, des Abtes, der Schola sowie der Konventualen. Möglicherweise sind hier somit auch Bücher aus Privatbesitz aufgenommen. Die systematische Signatur besteht aus einem Buchstaben (Ausnahme: As), der numerisch weiter untergliedert werden kann, einer römischen Ziffer sowie Numerus currens. (S. 129-151) Dubletten im Allerheiligener Konvent, 250 Titel. (S. 152— 245) Supplement zum Alphabetischen Katalog, 110 Titel. (S. 256-387) Systematischer Katalog. Verzeichnet sind unter den Drucken folgende Handschriften: Alber, Sebast., Cornucopia horologica, quart. 1, Allerheiligen 1731, J. III. 27 (S. 6; UB Heidelberg, Heid. Hs.2), Gebauer, Uraltes M.S. verschied, chimischer Operationen, Abt (S. 51, Cod. Allerheiligen 3), Anonymi 179 Allerheiligen 1 • Allerheiligen 2 M. S. vom Firniß, Holzbeitzen etc., Fr. Michel (S. 66), Anonymi Disciplina mathematica M. S., quart 1, Abt (S. 70), Moser Andr., Garten Büchlein, M. S. duod. 1, Kempten 1661 , J. 111.28 (S. 85; Cod. Allerheiligen 5), Anonymi Tractat. scholastico-positivus de incamat. etc., oct.l, M.S., M. IV. 10, Anonymi Tractat. scholast.-posit. de deo uno et trino, et de jure etc., oct.l, M.S., M.IV. 11 (S.86), Anonymi fragmenta catechetica collecta manuscripta, oct.l, 1727, N.III. 13 (S. 91), Anonymi manuale sacerdotum manuscript., 1740, N.VI.5 (S. 92), Pii VIti Brief an Joseph den 2ten, M. S., Abt (S. 97), Anonymi Americanerin M. S., oct. 6, 1784, Abt (S. 109, UB Heidelberg, Heid. Hs. 129,1-6). Druck von II r -S. 5, Abb. von II r , IIF u. S. 73: Römer (s. Lit.), S. 404-415. Allerheiligen 2 Formularbuch Papier, XXI + 658 Bl., 29,4 x 19,8 cm, Horb und Stockach, 1591-1599. Tintenfraß. Zeitgenössische Foliierung 1-288, 290-342 (bis), 343-351 (bis), 352-354, 356-367, 369-433, 444-471 (bis), 472- 474 , 476-509, 511 (ter), 512-560, 562-600. Einschließlich der Vorsatzblätter sechs verschiedene Wasserzeichen aus Memmingen, Lindau, Reutlingen und dem Elsaß (?), Beschriftung belegt für 1590-1593 (Piccard , Expertise). Im Horber Teil (s. unten) Kanzleischrift der Zeit von zwei Händen (zum Teil mit Tinteninitialen), im Stockacher Teil mehrere Hände. Brauner Lederband mit Streicheisenlinien, Einzel- und Rollenstempeln (Ornamentrolle; Crucifixus - Taufe - Auferstehung, 155 x 20: Haebler 2, S. 263 Nr. 120). Ehemals vier Buckel, zwei Schließen. Ledermerker. Rückenbeschriftung: Scriba. Herkunft: Gemäß den in den Formularen verbliebenen Nomina und Datierungen läßt sich die Handschrift in einen ursprünglichen Hohenberger, speziell Horber und in einen späteren Nellenburger, speziell Stockacher Teil scheiden. Der Horber Teil (1 r —64 r , 73 r -146 v , 157 r — 190 v , 205 r -238 v , 265 r -280 v , 301 r -314 v , 348 r —361 r , 397 r -417 v , 455 r -457 r , 493 r -500 r , 528 r -535 v , 552 r -556 r , 576 r -583 v , 600 r -605 r ) enthält Urkundendatierungen vom 31.7.1591 (13 r —25") bis zum 3.8.1592 (404 r -408 v ), der Stockacher Teil (64 v -72 v , 146 v -156 v , 191 r -204 v , 238 v -253 v , 280 v -293 r , 315 r -316 r , 361 r -364 r , 366 r -369 r , 417 v -420 r , 457'—458 r , 471 r —473 r , 536 r -548 r , 605 r -607 r , 624 r , 627 r , Register) neben der wohl nicht zeitgleichen Abschrift 64 v -67 v (1591) Datierungen vom 1 .6.1593 (243 r -245 v ) bis 1596, vor 23.9. bzw. 30.9. (47l r — 473'). Der jüngste Nachtrag (XI r -XIII v , Renovation der Pfarrei Rottenburg am Neckar durch die Universität Freiburg) trägt die Datierung 1599. Die Horber und Stockacher Schreiber sind nicht identisch (190 v -191 r >Abschid eines Schreibers <: In Horb begonnen, nach Seitenwechsel in Stockach weitergeführt mit Umarbeitung des Horber Beginns). In einem Fall läßt sich die Stockacher Vorlage einer Urkundenabschrift unter den Beständen des GLA nachweisen (s. Bl. 536 r -539 r ). Der Codex wurde, wie Textverlust durch Beschneidung und Einfaltungen im Horber Teil zeigen, erst nach der Beschriftung der Blätter gebunden. 245 r Stockacher Schreibereintrag: (Ebrius fili St.). Vorderspiegel Übernahmevermerk der Säkularisationszeit (Bleistift): OO. SS. Die Handschrift ist nicht im Allerheiligener Bibliothekskatalog Cod. Allerheiligen 1 erfaßt. - Bei Cod. St. Peter pap. 2 der BLB handelt es sich ebenfalls um ein Stockacher Formularbuch. Literatur: Ettlinger , S. 3, 95. 180 Allerheiligen 2 FORMULARBUCH. Abteilungen: l r -12 v Regeln für einen angehenden Schreiber. >Essentia- lia oder wesenliche stuckh einem jungen Schreiber zuogehörig<. Anfangs dieweil alle weißheit Kunst und Tugent... In den Beispielen auf 1591 datiert. 13 r -72 v Zinsverschreibungen; 73 r - 156 v , 471 r -473 r Vollmachten; 157 r -204 v Ehrenrestitutionen, Herkunfts- und Leumundszeugnisse, Abschiede etc.; 205 r -253 v Vergleiche; 265 r -293 r Quittungen; 301 '"-316 r Übergaben; 348 r -369 r Schuld- und Lehenbriefe; 397 r -420 r Testamente, Heiratsbriefe, Stiftungen; 455 r - 458 r Leg- und Reversbriefe; 493 r -500 r Schadloshaltungen; 528 r -548 r Kaufverträge und Bestandsbriefe; 552 r -556 r Kerfzettel (Kerbbriefe; s. Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm, 11, Nachdruck München 1984, Sp. 557, 566) und Bestandsbriefe; 576 r -583 v Gerichtsurteile; 600 r -607' Pässe und Geleitbriefe; 624 r Urfehden; 631 r —654 r alphabetisches Register. Namen und Urkundendatierungen wurden vor allem im Horber Teil durch ,N. N.' ersetzt. Die Beschreibung des Horber und des Stockacher Teils erfolgt jeweils für sich. Folgende Angaben blieben erhalten (Auswahl): HORBER TEIL: (13 r -25 v ) > Zinsverschreibung per 1200 Gulden<. Erzherzog Ferdinand II. (1590-1637) gegenüber Hans Heinrich von Neuneck zu [Glatt] und Egelstall, 31.7.1591; (25 v -36 r ) >Zinßverschreibungper 3000 Gulden<. Albrecht Graf zu Fürstenberg (1557-1599) gegen Bürgermeister und Stadt zu N., 8. 8.1591; (36 r -44 r ) >Zinßverschreibung, per 1000 Haupt- gut<. Zinsverschreibung an [Johanna] von Neuneck, geb. von Bubenhofen; (46 v -55 v ) >Forma ainer ausfiierlichen Zinsverschreibung<. Zinsverschreibung u.a. von Hans Stockfisch, 1591; (59 v -60 r ) >Abkhündung einer Gültt<, 21. 8.1591; (89 v —91 v ) >Alia Forma eines Gwaltts<. Betr. Testamentsvollstreckung. Aussteller: Hans F(r)ischerknecht von N., Bürgermeister zu N.; (91 v - 93') >Ein anderer Gewaltt<. Betr. Zinsrückstände. Aussteller: Hans Herzog, Verwalter der Komturei zu N., 2.10.1591; (95 v —98 r ) >Gewalt zum Rechten<. Betr. Fruchtgülten, die angefallen sind, als der Aussteller Hans Faitzle, Bürger zu Horb, Schaffner des Gotteshauses zu N. war; (100 v -102 v ) > Gewalt zum Rechten<. Ausstellort Horb; (102 v —106 r ) >Gewalt ein legiirt Erbschaft zuoerheben<. Betr. Ableben der Appollonia von Degenfeld, 7.10.1591; (108 r — 11 l r ) >Ein Gewalt in Ehesachenn<. Aussteller: Susanna Spätin von Zwiefalten, geb. von Neuneck, 9.10.1591; (113 r —115 r ) >Gewalt ein abgekhinte Güllt, zuoerheben<. Bevollmächtigt wird u.a. N.N., Stadtschreiber zu Horb; (116 V —118 r ) >Gewalt den Viertentheil an Schopfloch zuver- khaujfen<. Vollmacht der Witwe N. N. betr. Verkauf an Herzog Ludwig von Württemberg (1568-1593), um 1589; (121 r -122 r ) >Gewalt in Beiwohnung einer Tagsatzung, wegenn eines strittigenn Lehenn<. Aussteller Margaretha Wolfferin geb. von Lichtenstein; (141 v —144 r ) >Gwalt Erbforderung halben <. Erwähnt Anna von Hornberg, Klosterfrau zu Wald; (144 r - 146 v ) >Gwalt zum Rechten bester Form<. Aussteller: Bürgermeister, Rat und Gemeinde zu Schömberg; (157 r_v ) >JJrkhundt Eheversprechung halb<. Horb, betr. Gevephea [Genovepha Farner], Witwe von Martin Maler (beide erwähnt WAI 20, S. 23/1586), gegen Gabriel Wild (erwähnt WAI 20, S. 98/1592), Hans Wilden (erwähnt WAI 20, S. 29/1588) sei. Sohn, wegen dessen Eheversprechen gegenüber ihrer Tochter Margaretha; (158 r_v ) >Urkundt eines spenni- gen guldens halb<. Aussteller: Schultheiß von Horb; (158 v —159 r ) >Urkhundt eines erhalttnen 181 Allerheiligen 2 Stritts eines Lehrbrieffs halb<. Aussteller: Hans N., Weißgerber-Geselle von Horb, 15.1.1592; (159 v — 160 r ) > Urkhundt alls ein Priester bey einer Schlaghandtlung gewesst, unnd Dargebung als solte er frefennliche Hand angelegt haben, aber nit beschehenn<. Aussteller: Bürgermeister und Spitalpfleger zu Horb; (160 r — 161 r ) > Urkhundt ehelicher Geburt <. Aussteller: Schultheiß und Dorfgericht zu Grünmettstetten, dem Hl. Geist-Spital zu Horb gehörig; (161 v —163 r ) >Ur- khund in einer unerlichenn Sach, so einer dafür angezogen würdt, unnd ime Unrecht beschehenn<. Horber Jurisdiktion; Martin N. gegen David Juden; Freispruch bezeugt u.a. durch Christoph Wendler von Bfregeroth] (erwähnt WAI 20, S. 51/1588) und Martin Gerber (erwähnt WAI 20, S. 80/1596); (163 r_v ) > Urkund wan einer ußgibt er sey bey einer den langenweg geseßenn, und sie nitt gestenndig sein wilU. Horb, 15.1.1592; (164 r_v ) > Urkhundt als ein lediger Gesell einer ein Kind anbefohlenn, unnd sich mit ir verglichenn<. Hans N.von Schopfloch, betr. Schwangerschaft seiner Dienstmagd N.N. von Talheim; (164 v — 165 v ) >Urkhundt wann einer zuvil Bieren aufflist, die im nit gehörenn, unnd darüber entlaufft, unnd von anderleuth württ ge- schentt<. Horb, betr. Leumundszeugnis für Hans Seidenfaden; (166 r — 167 r ) >Urkundt da ein Hex ein andere Fraw angebenn sie aber wider entschlagen<. Erwähnt ist der Horber Obervogt Basilius Hipp von Remmingsheim (erwähnt WAI 20, S. 111/1590 f u.ö.); (167 r — 168 v ) > Urkhundt als einem fürgeworffen, man hab sein alt Muotter inn Fewr zu Himmel geflögt, unnd dem nitt also<. Aussteller: Bürgermeister und Rat zu Horb; (168 v — 169 v ) >Ein anders dem vorigen vast gleich*. Erwähnt: Bürgermeister und Spitalpfleger zu H[orb] und der Pfarrherr zu Wannweil; (169 v — 171 r ) >Urkhundt eines berümbten Vermögenns, aber mit Ungrundfiirgeben<. Aussteller: Bürgermeister und Rat zu Horb. Antragsteller: Jörg Zimmermann, erwähnt u. a. Jörg Zimmermann, ehemaliger Pfarrherr zu N.; (17l r —172 r ) >Urkhundt als einer ein ohne Versehen erschoßen<. Aussteller: Bürgermeister und Rat zu Horb; (172 r_v ) > Öffentlicher Widerruff unnd Restitution der Ehren<. Aussteller: Bürgermeister und Rat zu Horb; (173 r -174 r ) > Urkhundt einem Wundartzt, wegen eines verstorbnen Patienten <. Aussteller u. a. Hans Ernst von Ow (erwähnt WAI 20, S. 55/1582) sowie die Bürgermeister, Spitalpfleger und Vogtsherren zu Salzstetten; (174'-175 r ) > Urkhundt etlichergestolner Sachen halb<. Aussteller: Bürgermeister und Spitalpfleger zu Horb; (175 r — 176 r ) > Urkhundt einem Fuorman seines Verhaltens halb<. Aussteller: Schultheiß, Bürgermeister und Rat zu Horb; (176 r — 177 v ) >Urkhundt ehelicher Ge- purth<. Aussteller: Gericht und Schultheiß zu Dettingen, betr. Heirat nach Horb; (179 r —180 v ) > Widerruff ausgegoßner Selttreden<. Aussteller: Propst und Kapitel des Hl. Kreuz-Stiftes in [Horb] gegen Basilius [Hipp von Remmingsheim] und Conrad [Grether] Schultheiß (erwähnt WAI 20, S. 43/1589) wegen eines Stiftsherren, der gegen die Verhaftung seiner Mutter protestiert hatte; (182 v — 183 v ) >Abschid einem Diaconatenn und Prediger'.. Betr. Magister Sebastian, mit satirischen, später wieder gestrichenen Einschüben; (185 r —186 r ) >Urkhundt etlicher vermeinter gestolner Sachen halb<. Aussteller: Bürgermeister und Rat zu Horb, betr. Diebstahlsverdacht im Zusammenhang mit der Feuersbrunst in Sulz [am Neckar, 1581]; (186 r — 187 v ) >Urkhund einem Artzt wegen das er kranckhen Leuth geholffen<. Aussteller: Schultheiß, Bürgermeister und Rat zu Horb; (205 r -209 v ) > Vertrag eines Brunnen halber<. Streitigkeiten wegen Wasser; betroffen sind Dießen und Dürrenmettstetten; (209 v —21 l v ) > Vertrag einer Ver- 182 Allerheiligen 2 wundung und zugefuegten Leibs Schadenn betreffennd<. Erwähnt: Gericht zu Horb, Jerg von Dettingen zu Unterdettingen (erwähnt WAI 20, S. 55/1582), 1592; (213 r —215 r ) > Vertrag so sich einer nach Absterben seiner Frawen mit seinen Freinden verträgt <, 6.3.1592; (224 r -225 v ) > Vertrag einer ein und Ußfart durch eines Nachpaurenn [Horb], Rechtsverweigerung zum Nachteil von Jacob Dettling, erwähnt: Jacob Stör; (227 r -228 v ) > Vertrag eines Erbguots halbenn<. Aussteller: Jörg N., Sohn des sei. Vogtes von Leinstetten, 23.7.1592; (229 r_v ) > Vertrag so eine ein Kind geboren unnd der Thether sich mit ir vertregt<. Erwähnt [Sigmund] von Hornstein (s. unten); (234 v -236 r ) > Vertrag eines Erbguots <. Erwähnt Hans Wallffstürm ; (236 r - 237 r ) >Vertrag Verwundung halber<. Die Tat unterliegt der Jurisdiktion des Hl. Geist-Spitals [Horb]; (237 r -238 v ) > Vergleichung so ein Vatter seinen Sohn zu einem Golldtschmid verdingt<. Erwähnt: Jacob Heiliger; (265 r -266 r ) > Quittung umb abgelöste gült gegen den Spittalpfleger zue N. umb zwey Ime Weins etc.<. Pfleger des Hl. Geist-Spitals [Horb]; (268 v -269 v ) > Quittung umb ein gantz abgelöste Gültt gegen der Herschaffi<. Ablösung einer Gült gegen [Horb ?] durch Herzog Ludwig von Württemberg, 1592; (277 r -278 r ) > Quittung umb 40 Gulden Zins<. Erwähnt: Anstett Herbst, Küchenmeister ( Pfeilsticker , §507) und Rudolf Altbiesser (vgl. Pfeilsticker , § 1454), Einnehmer der Landschaft Württemberg; (397 r -401 v ) Urkunde über die testamentarische Enterbung, die Hans Belser (Ehefrau: Barbara) am 16.11.1591 im Weiherhaus in der Grafschaft Hohenberg an seinem Schwiegersohn, Metzger zu Empfingen, vornimmt; (401 v -404 r ) > Stijftungbrieve einer Vischentze<. Betr. Vergabe des Halbteils einer Fischenz an das Spital zu Rottenburg; (404 r -408 v ) >Heuratsbrieve<. Betr. Heirat von Jerg von Dettingen (s. oben) mit Magdalena von N., 3. 8.1592; (408 v -41 l v ) >Ein anderer Heuraths Brie- ve<. Betr. Kinder des Franz Schorrer aus erster Ehe mit Agnes N., Tochter von Hans Herzog; erwähnt: Bürgermeister und Rat von Rottenburg sowie von Horb; (411 v —414 r ) >Freihaits Brie- ve Freysatz halber<. Gnaden-, Schutz- und Freiheitsbrief Erzherzog Ferdinands II. für die Dres. iur. Peter und Matthäus Neser; (414 r —417 V ) >Ein anderer Freyheits Brieve etlicher güet- ter<. Erzherzog Ferdinand II. beurkundet, daß die Güter von Peter Neser von den verliehenen Freiheiten für Rottenburg, Ehingen, Hirsau, Wurmlingen, Kuppingen, Seebronn, Hail- fingen, Ergenzingen, Weiler, Dettingen, Niedernau, Schwalldorf und Frommenhausen exempt sein sollen; (455 r -456 r ) >Legbrieve<. Aussteller: Pfleger des Hl. Geist-Spitals [Horb]; (456 r -457 r ) > Revers dagegen-.. [Horb]; (494 v -495 v ) > Schadloshaltung so einer einem ain Gutt umb ein Zins abkhaufft<. Aussteller: Hans Guggigauch vom Weißenwald\ (528 r -529 v ) >Be- standtbrieve etlicher Mayerhöff zu N. <. Betr. Verleihung des Meierhofes zu Ensisheim im Bärental auf 6 Jahre durch Christoph Graf von Hohenzollern-Haigerloch an Benedikt Kolbing von Kolbingen; (530 r —53l r ) > Bestandtbrieve eines Zehenden<. Das Hl. Kreuz-Stift [Horb] verleiht den Lehenzehnten zu Bildechingen an Hans Seybarn; (578 r -579 r ) >Urthelbrieff<. 1592; (579 v -582 r ) > Urthelbneff'. Zur Appellation vom 2.4.1592; (582 r -583 v ) >Urthelbrieff<, 3.4.1592; (602 v -603 r ) >Paßport einem Cammerschneider in die Meß-. Ausgestellt von Herzog Ludwig von Württemberg für die Frankfurter Herbstmesse. 183 Allerheiligen 2 STOCKACHER TEIL: (64 v -67 v ) >Zinßbrieve umb 800 Gulden Hauptguott<. Erzherzog Ferdinand II. gegenüber Jacob Bluem, 1591; (68 r —71 v ) >Zinßbrieve umb 600 Guldin guoter Form<. Hans Megger, Müller zu Nenzingen, gegenüber Christoph Bluem (erwähnt Kindler von Knobloch 1, S. 106), 1592; (146 v — 148 v ) >Gwaltt Schulden einzuebringenn<. Hans Jeckh zu Stockach gegen Marx N.; (148 v —150 v ) >Gwalltt an das Kay. Hoffgericht zue RottweiU. Aussteller: Christoph von Hirschaw (erwähnt Baumann/Tumbült , Nr.513); (150 v — 15l v ) >Gwalltt Schulden zuerforderen <. Aussteller: Amtleute der Landgrafschaft Nellenburg zu Stockach, Reimundus Wahl, Amtmann, Jeremias Dornsperger, Landschreiber (beide erwähnt Barth, Geschichte, S. 104), betr. den Sold des verstorbenen Hanns Scheigi zugunsten seiner Witwe Elisabetha Schmidin; (151 v —154 r ) >Gwalltt Schulden guetlich zuerforderenn.. .< Aussteller: Oswald Reuter zu Watterdingen gegen Hans N.; (155 v — 156 r ) >Gwallth zum Rechtenn kurtzer Form<. Ursula Bätzin, Bürgerin zu Überlingen (vgl. Kindler von Knobloch 1, S. 69 f), zur Zeit auf der Nellenburg, bestellt in Sachen der Klage des Carlin Waldmann den Samson Dornsperger IuD zu Stockach (erwähnt Baumann/Tumbült , Nr. 1098); (190 v -191 r ) >Abschid eitles Schreibers <. Bis 190 v in Horb, 191 r in Stockach geschrieben (zwei Hände); (191 v -192 v ) > Copia Manrechtens oder ehelicher Geburtt, Ursula Meusin, weylundt Michael Mausen etc. seeligen nachgelaßne Tochter <. Stadtamtmann und Rat der Stadt Stockach bestätigen Johann Pfeiffer, Bürger zu Rottenburg am Neckar, die eheliche Geburt seiner Frau Ursula Meusin, Tochter des verstorbenen Rats- und Landschreibers Michael Maus (erwähnt Kindler von Knob- loch 3, S. 44) und seiner Frau Ursula Leipächerin; (192 v —193 v ) >Copia aines Abschidts so ain Oberkhait ierem Underthonen mithailt<. Aussteller: Amtleute der Landgrafschaft Nellenburg, Reimundus Wahl, Rat und Amtmann, Jeremias Dornsperger, Landschreiber; (193 v -195 v ) >Manrecht ainem Priester <. Aussteller: Vogt und Gericht zu Nenzingen, betr. Mannrecht für den Priesteramtskandidaten Martin Waibel von Nenzingen; erwähnt sind dessen Taufpaten Hans Schmid und Anna N. sowie die Eltern Hans Waibel und Barbara Feylinin; (195 v -197 r ) >Patrimonium ainem Priester <. Aussteller: Melchior und Balthasar die Mayle von Nenzingen, betr. Patrimonium für Martin Waibel; (197 r —198 r ) >Praesentation<. Dem Konstanzer Bischof Andreas (1589-1600; Helvetia sacra 1,2, S.412-418) präsentiert Sigmund von Hornstein, Landkomtur des Deutschen Ordens (erwähnt Kindler von Knobloch 2, S. 128), den Ordensbruder Magister N., Sohn des N. zu Altshausen, zur Ordination; (198 r — 199 r ) >Presentati- on aines Priesters <. Eberhard von Reischach präsentiert dem Konstanzer Bischof den Caspar N. für die Pfarrstelle von N.; (199'-200 v ) >Manrecht aines Priesters<. Aussteller: Bürgermeister und Rat von Pfullendorf; (202 v -203 v ) >Bettelbrieve<. Aussteller: Reimundus Wahl, Jeremias Dornsperger (s. oben); (203 v -204 r ) >Lehrenbrieve<. Betr. Andreas N., Schuhmacher; Ausstellung in N. bei Stockach; (204 v ) > Urkhundt Erbfahls halber vel Abzugs halber <. Aussteller: [Reimundus Wahl, Jeremias Dornsperger]; (238 v -243 r ) > Vertrag so ain Underthon in ainem Fleck- hen falsche Elen, Maß unnd Gewicht braucht hatt, auch etliche Scheltwort aufgössen, gegen den Henen yVe/[lenburgischen] Beambten<. Landgrafschaft Nellenburg gegen Hans Mayer, Wirt und Metzger zu Sipplingen. Erwähnt: Wilhelm Rudolph, Advokat des bischöflichen Hofs zu Konstanz, Christian Schochner aus Engen IuD, Felix und Hans Heinrich die Seßler aus Stok- 184 Allerheiligen 2 kach, Jakob Berckh, alter Dorfpfleger zu Sipplingen sowie Reimundus Wahl, Jeremias Dornsperger und Christoph Bluem, Einnehmer, 6.11.159[3]; (243 r -245 v ) > Vertrag aines strittigen Zehendens halber <. Betr. den Zehnten zu Raithaslach, strittig zwischen Sigmund Friedrich von Hornstein, Domherrn in Konstanz (erwähnt Kindler von Knobloch 2, S. 128) und Magdalena [Peter], Äbtissin des Benediktinerinnenklosters Münsterlingen (1549-1611; Frühe Klöster, die Benediktiner und Benediktinerinnen in der Schweiz, red. von E. Gilomen- Schenkel , Bern 1986 ( FIelvetia sacra III, 1, 3), S. 1878). Erwähnt: Reimundus Wahl, Jeremias Dornsperger, Hans Ludwig Schmid Maister des wenigem Spittais, Sebastian Wintergerst, Procurator zu Konstanz, Hans Lang von Horn, 1.6.1593; (245 v -249 r ) > Vertrag aines Todt- schlags halber guetter Formb<. Betr. Totschlag am 25.11.1589 an Ulrich Bintzegger durch Adam Welleschinger von Steißlingen. Erwähnt: Johann Angerer, Vogt von Sipplingen, Hans Welleschinger und Jakob Geli von Steißlingen, Kaspar Herzog von Rielasingen, Hannibal Dorn (Rat Stockach); (249 v -253 r ) > Vertraggentzlicher Außloßung habender Gerechtsami<. Betr. Verkauf von Volkertshausen durch Joachim von Heggelbach an den Salzburger Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau; Stowasser , Nr. 611 (9.3.1594). Weitere Urkunden dazu: (281'- 282 r ) > Quittung umb 13000 Gulden Kauffgellt<\ (539 v -548 r ) >Kauffbrieve umb ain Schloß und Dorffs-, Stowasser , Nr.608 (28.1.1594); (253 r_v ) >Hegowischer Vertrag< 1583, Auszug. Text: [K. H.] Roth von Schreckenstein , Der sogenannte Hegauer Vertrag zwischen der Landgrafschaft Nellenburg, dem Deutschorden und der Reichsritterschaft, in: ZGO 34 (1882), S. 8 Z. 17 - S. 9 Z. 31 (bricht mit der Reklamante für die Folgeseite ab); (280 v —281 r ) > Quittung so ainer 100 Gulden in ain Closter schuldig ist unnd ainen andern von des Closters wegen zallt und derselb inn quittiertt<. Michael Schmid von Nenzingen quittiert Hans Widmayer, Metzger zu Stockach; (282 v ) > Quittung aines Vorstkhnechts umb sein Jarsbesoldung<. Georg Winkler, Forstknecht zu Winterspüren, quittiert Christoph Bluem, Einnehmer der Landgrafschaft Nellenburg, 1593; (282 v -283 r ) >Ledigzehlung der Leibaigenschafft<. Die Beamten der Landgrafschaft Nellenburg Reimundus Wahl, Jeremias Dornsperger tmd Christoph Bluem entlassen Ursula Bürckin, Tochter von Jakob Burck und Anna N., aus der Leibeigenschaft; (283 v - 284 r ) > Urkhundt ainer leibaignen Tochter<. Die Beamten der Landgrafschaft Nellenburg beurkunden, daß Verena, Tochter von Thomas im Hof, genannt Nadler, von Uttenhofen, nicht der Leibeigenschaft unterworfen ist; (284 r-v ) > Quittung umb empfangen Erbguett<. Erblasser: Christian Mailin, Pfarrherr zu N.; (284 v -285 r ) >Quittung<. Betr. Besoldung des verstorbenen Gall Griger, ehemals Pfarrherr zu N., für die Besorgung des Gottesdienstes auf der Nellenburg; (285 r_v ) > Quittung mitt Cassierung aines verlornen Zinßbriefs<. Aussteller: Pfleger der Pfarrkirche Unsere liebe Frau zu Rorgenwies, betr. Überlassung des Zinsbriefes von Jakob Beurer an Jakob Raaf; (285 v -286 v ) > Quittung sambt angehengter Schadloßhalltung<. Dem Konstanzer Bürger Hans Ernst wird die Schuld von Hans Braun über einen Mittelsmann überwiesen; (286 v -287 v ) > Quittung umb abgelösst Zinß und Hauptguett<. Burkhard Ster von Steren- berg quittiert im Namen seiner Frau Magdalena Sterin geb. von Altmanshausen, daß die ihr zugefallene Zinsverschreibung des verstorbenen Hans Werner von Raitenau zu Langenstein (III., gest. 1593; Kindler von Knobloch 3, S.486) vom 5.1.1576 gegen Amalie von Alt- 185 Allerheiligen 2 mannshausen geb. von Raitenau durch Jakob Haniiibai von Raitenau zu Langenstein (1563— 1611; Kindler von Knobloch 3, S. 489) ausgelöst wurde; (287 v -288 r ) >Quittung umb abgelöste Bodenzinß<. Die Amtleute der Landgrafschaft Nellenburg Reimundus Wahl etc. beurkunden die Ablösung eines Sipplinger Bodenzinses durch Caspar Reuteburch; (288 r ~ v ) > Quittung umb ufgekhündte Pflegschaft <. Georg Duler uß dem Buchs und Georg Sauter von Zoznegg entlassen Georg Stocker aus der Mitpflegschaft über die Kinder von Hans Griger und Len- hard Kestlin; (290 r ) >Ain andere Quittung umb ain järlichen Zinß<. Sebastian N. quittiert die durch die badischen Einnehmer Johann Breitschwert und Hans Jakob Groß entrichtete Zinsschuld des Markgrafen Ernst Friedrich von Baden-Durlach (1577-1604); (290 v -291 r ) >Quit- tung sambt angehengter Schadloßhaltung<. Georg Angelmüller (erwähnt Kindler von Knobloch 1, S. 14) quittiert gegenüber Thomas Hauser (beide erwähnt [X.] Udry /[B.] Ziegler, Archivalien aus Orten des Amtsbezirks Uberlingen, in: Mitteilungen der Badischen Historischen Kommission 15 (1893), m40/1588) im Zusammenhang mit einem Mühlenkauf; erwähnt: Hans Meister, Müller zu N.; Dominikaner zu Konstanz; (29l r ) > Quittung umb emp- fangnen KauffSchillinge. Caspar Geser von Zoznegg quittiert Christoph Bluem, Einnehmer der Landgrafschaft Nellenburg, den Kaufschilling für die ihm durch Kauf oder Erbschaft zugefallenen Güter von Lenhard und Thomas Kurz; (291 v -292 r ) > Quittung umb empfangne Erb- gebürnus<. Hans Sautter, Bastian Mehlhafen und N. N. quittieren der Landgrafschaft Nellenburg wegen deren Kauf der Hinterlassenschaft von Lenhard Kurz; erwähnt: Caspar Geser; (292 r -293 r ) >Ain andere Quittung umb gentzliche Ußloßung, gehabter Erbschaft halber<. Augustin Megger IuD quittiert wegen seines Teiles an der Hinterlassenschaft seines Stiefbruders Konrad Bürck, Müller zu Hindelwangen, dessen Witwe Brigitta Martin und deren jetzigem Mann Marx Pfiner; erwähnt: Gall Hager zu Uberlingen IuD ( Kindler von Knobloch 1, S. 520), Fridlin Bürck; (315 r —316 r ) > Donatio oder Schennckhung doch mit ainem sonnderen Ge- ding<. Zacharias Stainlin von Liptingen schenkt im Beisein von Konrad Maus, Landschreiber zu Stockach (erwähnt Kindler von Knobloch 3, S. 44), den Söhnen des Ulrich Gaßer, Forstmeister daselbst (erwähnt Kindler von Knobloch 1, S. 425), Georg Hans und Hans Ulrich, sein Holz und Feld im Wehstettener Bann unter Vorbehalt; (361 r -364 r ) >Schuldtbe- khantnus guetter Form so sich Mann und Weib verobligiertU. Marx Pfiner, Müller zu Hindelwangen, und seine Frau Brigitta Martin einigen sich bei Anwesenheit von Reimundus Wahl, Jeremias Dornsperger, Christoph Bluem und zwei Räten der Stadt Konstanz mit den Konstanzer Kreditoren des sei. Fridlin Bürck, dessen Legat über den Bruder Konrad Bürck an die Aussteller gefallen ist; erwähnt: Fridlins Frau Ursula, deren Vater Hans; 16.6.1593; (417 V — 420 r ) >Ein Legat unnd Gemechtsbrieve vor Landgericht zu Stockhach aufgericht<. Hans Mühlbach von N. urkundet vor dem Landrichter Gangolf Wittenweiler (erwähnt Stowasser, Nr. 574) mit Unterstützung des Prokuratoren Hannibal Dornsperger (erwähnt Baumann/ Tumbült , Nr. 868) über das Legat für die Kinder von Matheus N. und Anna N., Hans und Anna Kupel; zu Exekutoren sind die Amtleute der Landgrafschaft Nellenburg bestimmt; (457 r -458') > Revers wan mann ein Gefangnen stellt <. Aussteller: Amtleute der Landgrafschaft Nellenburg betr. Verhaftung des Hans Kleinman durch die Stadt Überlingen auf Nellenbur- 186 Allerheiligen 2 • Allerheiligen 3 gisches Ansuchen, 15.8.1593; (471 r -472 r ) > Gwaltt auffden Landtag gehn Costantz Anno 96<. Liptingen, Nenzingen, Madach, Heudorf, Raithaslach, Hindelwanger Gericht sowie Winterspüren bestellen Bevollmächtigte für die Erbhuldigung auf dem Landtag zu Konstanz am 23.9.1596; (472 r -473 r ) >Ain anderer Gwallt dem vorigen vast gleich'. Liptingen, Madach, Heudorf, Nenzingen, Raithaslach, Hindelwanger Gericht, Winterspüren, Singen und Arien bestellen Bevollmächtigte für die Erbhuldigung auf dem Konstanzer Landtag am 30.9.1596; (536 r -539 r ) >Kauffbrieve umb ainen Hoff so Ir. Dht. dennselben kaujft<. Die Stockacher Ratsherren Matheus Roth und Stoffel Satzger, Pfleger von Elisabetha Wegmännin, Tochter des sei. Stadtamtmanns Konrad Wegman, und Stoffel Wegmann, Färber, verkaufen der Elisabetha Hof und Gut zu Braunenberg an Erzherzog Ferdinand (II.), vertreten durch die Beamten der Landgrafschaft Nellenburg Reimundus Wahl, Jeremias Dornsperger und Christoph Bluem (Vorlage der Abschrift: GLA 8/341, 13.3.1592); (605 r-v ) >Glaitt ainem Todtschläger<. Die Amtleute der Landgrafschaft Nellenburg Reimundus Wahl, Jeremias Dornsperger und Christoph Bluem sichern Hans Renner, Müller zu Aach, des Totschlags beschuldigt an Jakob Renner zu Aach 1593, Geleit auf den Rechtstag zu Stockach am 27.8.1594 zu; (606 r ~ v ) > Ur- khundt das die Sterbens Leujf in ainer Statt nitt regieren <. Ausgestellt von den Beamten der Landgrafschaft Nellenburg Reimundus Wahl, Jeremias Dornsperger und Christoph Bluem, 29.10.1594; (606 v -607 r ) >Zollbrieff<. Zollbrief für Melchior Mailin, ausgestellt von den Beamten der Landgrafschaft Nellenburg Reimundus Wahl, Jeremias Dornsperger und Christoph Bluem an die Zollamtsleute zu Altdorf; (624 r ) >Urphed etlicher Wildtbrettschütz<. Urfehde zweier Wilderer gegenüber der Landgrafschaft Nellenburg; (627 r ) Vertrag zwischen Eitel- bilgerin von Stein zu Waldberg, Niedergerichtsherr zu Gallmansweil sowie Vogt und Gemeinde zu Gallmansweil, 16.9.1594, unvollständig; Druck: Baumann/Tumbült , Nr. 868. Nachtrag. (XF-XIIF) > Anfang Einer Renovation oder Ernewerung<. Renovation der Pfarrei Rottenburg am Neckar durch die Universität Freiburg, 1599, Auszug. Die Pfarrei war 1457 der Universität Freiburg inkorporiert worden; A. Baur , Beiträge zur Kirchengeschichte der Stadt Rottenburg 1, in: Rottenburger Jahrbuch für Kirchengeschichte 1 (1982), S. 176. 631 r -654 r alphabetisches Register. Allerheiligen 3 Paul Nagel, Aichemistische Sammelhandschrift, deutsch Papier, IV + 424 S., 30 x 19 cm, Sachsen, um 1615. Paginierung des 18. Jh's 1-289, 300-424. Wz.: zwei gekreuzte Hämmer im Schild mit Beischrift Herz in Zwenitz (Zwönitz bei Chemnitz), Beschriftung belegt für 1615 ( Piccard , Expertise). Hauptteil (S. 1-323, S.332-424) Kursive von der Hand Paul Nagels (s. unten); Überschriften z.T. in Rot (ausgeblichen). S.323-326 Nachtrag des 17. Jh's (nach S.324 Ab- 187 Allerheiligen 3 schrift ursprünglicher Teile der Handschrift). S. 425 f (Inhaltsverzeichnis) sowie Paginierung, Randbemerkungen im Hauptteil und Erklärung einiger alchemistischer Zeichen auf dem Vorderspiegel von einer Hand des 18. Jh's. S.397-424 Fehlstellen im Falz mit beschriebener Makulatur (z.T. Aichemistisches, 18. Jh.) ergänzt. 1977 Halbleder-Pappband ersetzt. Herkunft: Der Grundstock der Handschrift stammt von Paul Nagel, der an drei Stellen Texte zeichnet: M.P.N.L. manu propria (S. 36, S. 121; Magister Paul Nagel Lipsiensis), Mag. Paul Nageil manu propria (S. 112). Auf S. 35 gibt sich Nagel als Verfasser oder Sammler der einzelnen Texte zu erkennen: Sequitur iam Autoris et collectoris huius voluminis Medicamentum... Es handelt sich um den sächsischen Astronomen und Chiliasten Paul Nagel (gest. um 1625; ADB 23, S. 215 f; Hannemann , Eis, S. 409; K. Pfister, Paracelsus in frühneuzeidichen Astrologica, in: Analecta Paracelsica , S. 533 f u. Anm. 13). Das jüngste Rezept in der Sammlung ist datiert Erfurt, 28.4.1625 (S. 324, vgl. die Bemerkung auf S. 323). Die Handschrift war laut einer Eintragung auf dem Vorderspiegel um 1700 in Schlesien und befand sich 1750 in Privatbesitz: D. H. Gebauer 1750. Dises Man[u]script ist noch von meinem Groß- Groß Vater D. Müller in Schlesien wie andere von Vätern aufgehoben worden und enthält nützliche R [ecepta]. Bei Anlage des Allerheiligener Bibliothekskataloges Allerheiligen 1 1787/88 befand sich die Handschrift im Besitz des Abtes (S. 51: Gebauer, Uraltes M. S. verschied, chimischer Operationen - Abbas). Der Vorderspiegel enthält weiter eine eingeklebte Empfangsbescheinigung des an der Klostersäkularisation beteiligten Kommissars J. B. Hofer, Geheimer Referendar in Karlsruhe ( Schmid , Säkularisation, S. 204, 386): Gegen wertiges Mah- nuscript hat unterzeichneter zum Durchsehen aus der Bibliothek Allerheiligen gegen recepisse nach Carlsruh mit genohmen. Allerheiligen 20. April 1803, Hofer Ghm. Ref. (vgl. Hannemann , Eis, S.410). Literatur: Längin , Nr. 176c; Ettlinger , S.3, 95; Hannemann , Eis, S.409f. S. 1-2 >Das walth Gott Vater, Sohnn unnd Heiliger Geist Amern. Nim in nahmen des allerhöchsten einen gutten hochgradirten grünspann... Text z.T. identisch mit dem Beginn der Arbeit von S. 3-8. S. 3-8 > Gerechte Arbeit ad Lapidem philosophorum<. Nehmet hochgradirten [Grünspan] den re- solvirt in einen... (S. 4) > Nun folgett die Goldtarbeitt<. Recipe gereimten Salpeter... (S. 5) > Nun folgett der Spiritus Mercurii<... (S. 7) >Augmentum<... S. 8 f >Den rechtenn wahren spiritum Mercurii zu bereiten.. .<. Recipe salis cani 2 Ib, ungri- schen... S. 9-11 >Engellenders Johann vonn der Aue Tinctur<. Erstlich nimbt er des besten Weins, und di- stillirt. . . S. 11-17 BASILIUS VALENTINUS, OFFENBAHRUNG DER VERBORGENEN HANDGRIFFEN, Auszug. Druck: Fr. Basilii Valentini Benedictiner Ordens Chymische Schriften, Hamburg 1677, 2, S. 319 f. (S. 13) > Nun folgett das Erste Ferment unndt die Zerbrechunng des goldes<; >Die Bereitung des goldes durch den grawenn Wolffnach lehr des Erstenn schlüßelß<\ vgl. ebd., S. 321-324. S. 18-30 ALCHEMISTISCHE REZEPTE. Vergolden, Goldvermehrung, Lapis philosopho- rum u. a. 188 Allerheiligen 3 S. 30-34 TESTAMENTUM HERMETIS TRISMEGISTI. >Hieraufffolgtt nun das Testamen- tum Hermetis Trismegisti in 6 capitulis propositum nebenn einer herlichen Operation, dafiir Her- tzogk Heinrich Julius von Braunschweig 1000 Heller außgezehlett<. Caput Primum. Verba Testa- toris. Hermes ego Trismegistus dictus, habens trespartes philosophiae totius Mundi... S. 35 f PAUL NAGEL, MEDICAMENTUM. >Sequitur iam Autoris et collectoris huius volumi- nis Medicamentum.. .<. Recipe de Monte Pamasso partem quae longis scissuris albicantibus... (S. 36) M.P.N.L.; Vom Stein der Weisen. > Theophrastus<. Es ist ein Steinn unndt doch kein Steinn/ inn dem da stehtt die kunnst alleinn... (8 Verse); Hannemann , Eis, S.409; J.Telle, ,Vom Stein der Weisen'. Eine alchemoparacelsistische Lehrdichtung des 16. Jahrhunderts, in: Analecta Paracelsica , S. 194 (mit Erwähnung der Hs.). S. 37 Notizen zu den vier Tieren der Apokalypse und zur Astronomia ternaria. S. 39-47 > Enngelische Practica. Griindtliche beschreibung, wie mann den Steinn der weißheitt, so man Lapidem philosophicum nennett, uberkommen undt bereitten soll. ..<. In nahmenn Gottes... Jetzunndt will ich dier vonn annfanng biß zu ende unnverborgenn eröffnen... S. 48-51 PHILIPP MÜLLER, MIRACULA CHYMICA, Auszug. Druck: Ph. Müller , Mi- racula chymica et misteria medica, [Wittenberg] 1611, S. 31-38, 44 f. S. 52 f >Ex Dialogo Mercurii, Alchymistae et naturae<. Unus est mercurius sed variatus variis locis, una pars purior altera... S. 54-59 BASILIUS VALENTINUS, VON DEM GROSSEN STEIN DER UHRALTEN WEISEN, Auszug. Text: Fr. Basilii Valentini Benedictiner Ordens Chymische Schriften, Hamburg 1677, 1, S. 17-23. S. 60 f OSWALD CROLL, BASILICA CHYMICA, Auszug aus der Praefatio admonitoria. Text: O. Croll , Basilica chymica, Genf 1610, S. 163 f. S. 61-69 MICHAEL SENDIVOGIUS, DE LAPIDE PHILOSOPHORUM, Auszüge und Paraphrasen. Text: [M. Sendivogius ], De lapide philosophorum tractatus XII, o. O. 1604, S.49f, S.65-81, S.91-93, S.95f, S.98-102, S. lllff, deutsch. S.70f >Revelatio mysterii Antiqui cuiusdam philosophi.. .<. Solve fixum in non fixo seu matre non fixa, hoc non fit nisi coniungantur... S. 71 f >Bona quaedam philosophorum dicta<. Senior: Nihil occultarunt philosophi praeterpraepa- rationem quae est dijficilior... S. 73-76 >Operatio Praxis<. Recipe Confusum illud chiros extracturus (!) spagirico more ex me- tallorum spermate... 189 Allerheiligen 3 S. 77 f PS.-ALBERTUS MAGNUS, SEMITA RECTA, Auszüge, deutsch. > Tractatus perele- gans et utilis de lapide philosophorum benedicto omnis mirabilitatis subiecto Picardi Waldensis fratris<. Alchimia ist einn Kunnst von Alchimo, den Chyma in Grihisch ist gesprochen ein Klos... Lat. Text: Thorndike/Kibre 76,7; J. Corbett , Catalogue des manuscrits alchimiques latins, 2, Brüssel 1951, S. 36. S. 79-86 >De lapide philosophorum<■. Hie höer Fautor den weisenn, das man erstlich die cörper einführen muß... S. 86-97 >Modus practicandi philosophicus<. Nunc igitur in dei nomine practicam reserabo et mo- dum agendiphilosophicum... S. 98-112 PAUL NAGEL, TRACTATUS BONUS ALCHIMLAE. Zum erstenn ist zu wißenn, woraus gezogen werden die Ertzeney Meisterliches Steins... (S. 112) Mag. Paul Nageil. S. 112-118 >Multa et bona dicta philosophorum<. Mercke das der Mon zum erstenn gesatztt ist, undt darnach die Sonne... S. 118-121 PAUL NAGEL, NOMINA ET PROPRIETATES SERVI FUGITIVL Philoso- phus dicit sal sapientum est complementum. Sal est condimentum... (S. 121) M.P. N.L. manu pro- pria. S. 122 f > Praeparatio lapidis philosophici. Processus theoricus et recapitulatio totius mysterii lapidis philosophici<. Sensus sive scopus totius magisterii ex scriptisphilosophorum excerptus... S. 124-152 ALCHEMISTISCHE REZEPTE. > Folgen allerley chimische Tractatus<. Glasieren von Tiegeln, Quecksilberverbindungen, Säureherstellung, Zinnober. (S. 151 f) Beschreibung eines alchemistischen Ofens mit Federzeichnung. S. 153-166 >Elixir universale. Thesaurus imcomparabilis. Praxis ad universale per viam siccam<. Capitulum primum. Nun fahe an dein arbeitt des truckenn werks. Recipe die klare... S. 166 TRINITARISCHES GEDICHT. Nun seindt wir drey in einem wortt/ Sei, geist, corpus genent undt fortt. .. (18 Verse). S. 167-184 ALCHEMISTISCHE REZEPTE. Zinnoberbearbeitung, Goldherstellung, Notizen und Skizze zu einem alchemistischen Ofen, Gold-, Silber- und Kupferbearbeitung. Bemerkenswert: (S. 167) >Eine tinctur Doctoris Severini Alantiste zu Venedig Bürger< (auch S. 168, 170); (S. 171) >[01eum martis(?)] aMartino Schulzen <; (S. 174) >[Luna]_/z;ed fiirwelche Cunra- dus Tratziher zu Nürnbergk 200 Reinisch [Goldtaler (?)] gebenn<; Konrad Schmid, genannt Drahtzieher, belegt ca. 1482-1488 u. um 1500; G.W.U. Lochner , Der Ausgang der Vorch- tel, in: Mitteilungen des Vereins für die Geschichte Nürnbergs 2 (1880), S. 5-7; F. Machitek, Magister Jobst Krell, Vikar bei St. Lorenz in Nürnberg (gest. 1483), in: ebd. 59 (1972), S. 90; (S. 176) Dr. Steinberger; >Eine warhafftige Tinctur welche ist von Erhardt von Walte, abgearbeitet worden, auch zum andern habenn diese personen alle sampt damitt tingirt, alß Johan Sand- 190 Allerheiligen 3 fert, D.Joseph Michael Medicus, Johann Aschen Secretarius undt Rupert von Haße, wohnende alle in Antorff geschehenn 1571<; (S. 179) > Spiritus vini kaltt zu distilliren... von Herrn Paul Heßen bekommen<. Paul Heß ist erwähnt bei Sudhoff , Paracelsische Handschriften, S. 143, 209; (S. 181) > Dieses Stück hatt Meister Ulrich Mahler zu Mentz versuchtt... <. S. 184-188 PS.-PARACELSUS, BÜCHLEIN BELANGEND LAPIDEM. >Ein Büchleinn undt Tractat welches Theophrastus seinem lieben Gefatter Augusto Stedeler Barbiern zue Judenburgk in der Steyrmarkt geschickett.. .<. ...1540. Sudhoff , Bibliographia Paracelsica, S.268; Sudhoff , Paracelsische Handschriften, S. 139 f. S. 188-206 ALCHEMISTISCHE REZEPTE. Lapis philosophorum, Säureherstellung, Schwefelextraktion, Gold-, Silberherstellung, Zinnober. Bemerkenswert: (S. 194) >Eine andre Kunst die Lunam zu ßxiren<. ...Es ist eine gewiße bewehrtte kunst, welche von einem geistlichen zu Neapolis, in dem Closter zu S. Dominico Aurelio di Campagna genandt, ojft undt viell probiret worden ; (S. 201) >Der Ziensbauer vonn Graffjulio von Hardeck, zu Praga gestorben, hatts labo- rirt.. .<; G. Eis, Vor und nach Paracelsus. Untersuchungen über Hohenheims Traditionsverbundenheit und Nachrichten über seine Anhänger, Stuttgart 1965, S. 139. S.206f GILBERTI CARDINALIS KUNST ALLE METALL ZU SOLVIEREN, Auszug. Druck: Alchimia, Das ist/ Alle Farben/ Wasser/ Olea, Salia und Aluminia..., Frankfurt a.M. 1570, S. 70-72, 75 f. S. 208-216 ALCHEMISTISCHE REZEPTE. Quecksilberverbindungen, Kupferbearbeitung, Silbervermehrung, Zinnbearbeitung. Bemerkenswert: (S.212) >Augmentum davonn sich Jacob von Nürnbergk undt Andreas von Erffurtt ihr lebetag beholffenn ...<■. S. 217-225 TAGESSTUNDEN-/PLANETENTABELLE. > Dieses ist das Regement aller Planeten lauff. Hier angehendt die solis in media nocte<. (S. 224 f) Erläuterungen. Also mögenn wir nun wißenn den lauff aller planeten... > Tractatus signorum 7 planetarum<. S. 225-257 ALCHEMISTISCHE REZEPTE. Antimonextraktion (S. 227 Federzeichnung eines alchemistischen Ofens), Kupferbearbeitung, Metallverwandlungen (Quecksilber, Silber, Gold), Sal armoniacum, Sal alcali, Sal urinae u.a. Bemerkenswert: (S.241) [Mercurium] Zu arbeitten undt hertten, das er sich hemmern, gießen unndt arbeittenn leßett, Meister Wilhelm Martini Kunst, Kaiser Friedrichs Hertzogs zu Österreich Alchimistenn.. .<; G. Eis/ G.Keil, Nachträge zum Verfasserlexikon, in: Studia neophilologica 43 (1971), S. 408; J. Telle , Martin, in: 2 VL, 6, Sp. 142 f (jeweils mit Erwähnung der Hs.; bei Telle Drucknachweise); (S. 246) >Mercurium Saturni zu machen, unndt den selben zu einer hohen Tinctur zu brinngen, von Herrn Johann Khebenis Großvatter hintterlaßenn ... <; (S. 251) >Das grüne fixier\ wasser] vom pfarhern zur Zürchenburgk, die Lunam damitt zu fixirenn<. S. 257-276 >Eine Edle Tinctur aus dem golde zu machen gleich dem Universal. .. .Hier will ich dier mein Sohnn ojfennbahrenn den aller gröStenn schätz unndt geheimnüß dieser weltt... 191 Allerheiligen 3 S. 276-281 >De mercurio solis. Species lapidis philosophici et eiusdem breve ac utile Compendium verum<. Erstlich wiße das die gerechtte unndt gewiße, warhaftige unndt große geheimnüß Artis chymicae... S. 281-284 IOHANNES PONTANUS, EPISTOLA IN QUA DE LAPIDE, QUEM PHI- LOSOPHORUM VOCANT, AGITUR. Ego Johannes Pontanus multas perlustravi Regio- nes...\ Druck: Michaelis Sendivogii Poloni Lumen chymicum novum, Erfurt 1624, S. 149— 155; Ferguson 2, S. 212. S. 284 f De ignibus philosophorum. De aquis mercurialibus. S.285-287 >Trium particularium Tractatus sequitur. Primum vero erit de Auri Sulphuris et alio- rutn metallorum.. .<. Recipe Auripurgatissimi laminati... S. 287-322 PHILIPPUS A ROVILLASCO, PRACTICA OPERIS MAGNI. In priori meo, de chemia, Libro...; Sudhoff , Bibliographia Paracelsica, S.329, 331; Ferguson 2, S.301. S. 322 f Rezepte. S. 323-326 NACHTRAGE. NB. Dieser Process war hinten an dieses M. S. geschrieben, und weil das gantze Scriptum bereits zu Packpappier zerrießen worden, mir aber ohn gefehr zu Gesichte kam, habe solches noch gerettet... must dahero von neuem wieder in Ordnung gebracht und gerettet werden, da denn dieser Process nebst etlichen andern vergeßen worden wieder mit anzuhefften, weshalb Ich solches hieher abgeschrieben.. .; (S. 323) >[Lunam] in [aurum] niederzuschlagen durch Michael Schradern bey Kayserlicher Mayestät Ao. 1609 (Rudolf II.); (S. 324) >Ao. 1625 den 28. April in Erffurth aus Herrn Florian Crusio seinem Büchlein. Ein Particular... Wie man die crystallen [Saturni] machen soll<; (S. 325) >Eine Warhafftige Tinctur von [aurum] und [mercurium] welches mir Herr... Odrontus Kelleus Anglus (wohl Edward Kelley; Oswald Crollius, Alchemomedizinische Briefe 1585 bis 1597, hrsg., übersetzt und erläutert von W.Kühlmann undJ .telle, Stuttgart 1998, S. 189-191) gegeben hat Anno 1594<. S. 332-345 > Von dem Steine der Weisen wie unndt auff was weise dieser Lapis philosophorum möchtte praepariret werdenn<. Wann du nun die philosophische materiam praepariret... S. 345 >Eine kurtze Rede einer Königinn. Von der Kronen undt dem 7-Gestirn des Himmelß<. Solvirt die cörper in [aqua], unndt auß zweyen [aqua] machet eins... S. 346-353 RAYMUNDUS GAUFREDUS. > Practica Raimundi Gaufridi 1551. Bereitung des herrlichenn Steinns<. Nim in dem nahmenn des Herren Jesu Christi den sterrksten Eßigk eine gutte große... Lat. Text: Thorndike/Kibre 1317, 5; J. Corbett , Catalogue des manuscrits al- chimiques latins, 1, Brüssel 1939, S. 53. S. 354-363 >Discipulus magistri Burgkhardi de Creutzburgk<. Allerliebster Sohnn wiße das der Geist des Herrn... ist getragen oder gefiihrtt wordenn... Lat. Text: Thorndike/Kibre 559,6; vgl. Kat. Heidelberg I, S. 440 (Verfasser: Arisleus, Uguiticus oder Johannes Damascenus). 192 Allerheiligen 3 S. 363-379 >Fundamentum verum artis philosophicae<. Mann sol nehmenn vonn den gereinigtten fliichtigenn 1 (?) untzen... (S.366) >Caput primum. Quid sit lapis philosophorum Consilium Hermetis<-. Lapis noster vocatus [mercurius]... Wiße lieber Bruder das unser Stein, alß Hermes sagt.. .; wohl Thorndike/Kibre 1391,2 (521,2), deutsch; (S.369 )•>Caput secundum. Das der Steinn natürlich sey<; (S. 370) >Caput tertium. Das der Stein thierlich sey<; (S. 373) >Caput quar- tum. Das unnser Steinn auch herbalis sey< ; (S. 375) > Caput quintum. De praeparatione lapidis<; (S. 378) >Caput sextum. De multiplicatione lapidis<. S. 379-382 ALCHEMISTISCHE REZEPTE. Metallverbindungen. Bemerkenswert: (S. 379) >Particulare darmitt sich Hieremias Schießer undt Wolff Freyberger zu Freyburg mitt erhalttenn<; (S. 380) > Kaiser Rudolph der ander<. S.382-393 >Kurtze beschreibung der rechttenn... praeparation lapidis philosophorum sampt des auri potabilis... unndt wie er... nach Spagyrischer artt undt kunst laboriret... unndt auch Theo- phrastus Paracelsus in seinem Büchlein de tinctura physica beschriebenn hat.. .<. (S. 382-384) Ps.- Paracelsus, Mysterium lapidis philosophorum. >Anno 1527<. Diß Jahr habe ich Fheophrastus von Hohenheim, auß vieler erlidener muhe und arbeit...-, Sudhoff , Bibliographia Paracelsica, S. 540 f. (S. 384) >Hier will ich nunn den liquorem mineralium unndt das sal rubeae terrae.. .< In nahmen der aller heiligsten dreyfalttigkeitt so nim nun der materien.. .; (S. 386) >Sequitur salis rubrum, terra philosophorum<. Recipe in nahmen gottes der gleichenn materiae, calcinir sie...; (S. 387) >Hieraufffolgett nunn das aurum potabile oder sulphur [aur]. .<. Der halbenn so nim nun in Nahmen Gottes der heiligen Treyfalttigkeitt gutt ungrisch [aurum]...; (S. 389) > Folgett nun die Composition oder Zusammensetzung lapidis philosophorum auff dem naßen weg<. Recipe in nahmen Gottes den S. [mercur]« ad liquorem mineralem.. .; (S. 390) >Fransmutatio, Multi- plicatio undt augmentatio Tinctura philosophorum.. .<. Alhier hatt man perfectam Medicinam zu des Menschen leibe.. .; (S.391) > Folgett die Augmentation <. Recipe 1 teill der tinctur.. .; (S.392) > Universale vonn der rechten... praeparation Lapidis Philosophorum.. S. 390 erwähnt: Graf Bernhard (R. Rudolf , Bernhard von der Mark, in: 2 VL, 1, Sp. 771 f). Anfang teilweise identisch mit S. 384; Hannemann , Eis, S. 409. S. 394 Dicta philosophorum. S. 395 f ALCHEMISTISCHE GEBETE. >Der Grund und Ertzsteinn in dieser Kunst ist undt soll seinn<. Erstlich das Gebehts, darzu gehört suchenn undt klopffenn... >Folgen zwey Gebehtt<. Das erste Gebehtt so mann ettwas anfahen will... O Allmechtiger Himlischer Vatter, ohne welches volkomne undt mitwiirrkende gnade.. .; (S. 396) >Das ander Gebetth<. Regierender Herr Jesu Christi, des höchsten undt hochgelobtten Gottes Sohn... S. 397-401 AZOTH ET IGNIS WEIGELII. Text: M.Valentin W eigel , Himmlisch Manna, Azoth et Ignis..., Amsterdam/Frankfurt/Leipzig 1787, S.37-42; W.Z eller , Theologie und Frömmigkeit. Gesammelte Aufsätze, 1, Marburg 1971, S. 72 f u. Anm. 101 (mit Erwähnung 193 Allerheiligen 3 • Allerheiligen 4 der Handschrift); zu Weigel s.J.Paulus , Alchemie und Paracelsismus um 1600. Siebzig Porträts, in: Analecta Paracelsica , S. 385 f u. Anm. 360. S.401-402 Wunnderbarlich seindt die 36 geister, davon Paul Lautensack schreibet... Zu Paul Lautensack s. Thieme/Bf.cker 22, S. 463 f; Hannemann , Eis, S. 409. S. 403-405 HEINRICH KHUNRATH, UNIVERSALIS PRACTICA. Chaos philosophorum realiter ...et caelum, terra, aqua... S. 406-415 COLLOQUIUM SPIRITUS MERCURII CUM FRATRE ALBERTO BAYERO, deutsch. > Bruder Albrechts Beyers Carmeliter Ordenns in Italia im Closter S.Maria Magdalena Berichtt vom Lapide Philosophorum. Ein gesprech des Geistes undt des Münnches<. Spiritus: Was ist die ursach...-, (S. 413) Ich Bruder Albertus Beyer Carmeliter ordens, beteure und bezeuge hir- mitt... das 1568 den 8. Febr... mir in meiner Cellen, im Kloster S.Maria Magdalena... ein solch gesichtt erschinnenn... Druck beider Texte (lat.): J. Harprecht, Lucerna Salis Philosophorum ..., Amsterdam 1658, S. 159-165. Vgl. Ferguson 1, S. 86, 106; 2, S. 586. S. 416-418 >Eine bewehrte Kunst wie das [aurum] in die 3 principia alß [sulphurem], [mercu- rium] unndt [salem] das ist inn Leib, Geist undt Seele soll zerlegett werdenn.. .<. Mach erstlich ein [aqua regis] also... S. 418-424 NACHTRÄGE. Aichemistische Rezepte. Metallbearbeitung, -Vereinigung und -Scheidung. (S. 424) Ex manuscripto D.Abrah. Riseus, wohl Abraham Riese (ca. 1592-1625 belegt, kursächsischer Münzmeister); Thieme/Becker 28, S. 341. S. 425 f Index def S. 1-195. Allerheiligen 4 Carolus Virulus (Druck) • Gasparinus Barzizius Papier • 60 Bl. (an Druck) • 20x14 • 1485 Roter Lederband mit einer Schließe, 1971 restauriert, dabei Vorder- und Hinterspiegel ausgelöst (s. Fragment 1-2). Herkunft: Gemäß der Subscriptio auf Bl. 58 r wurde die Handschrift 1485 geschrieben. B1.60 v enthält den Besitzvermerk (oder Federprobe ?) der ist Peter Sturmlaiijfer zu Merspurgk (16. Jh.), Fragment 1 (ehemals Vorderspiegel) den Übernahmevermerk OSS der Säkularisationszeit. Im Bibliothekskatalog Allerheiligen 1 ist der Codex nicht erfaßt; auch eine Allerheiligener Signatur fehlt. Bei der Restaurierung ging auf dem Rücken die Hofbibliothekssignatur C.XI.b.lO verloren. Literatur: Ettlinger , S. 3, 95; L.Bertalot , Initia humanistica Latina, 2,1, Tübingen 1990, Nr.7913. 194 Allerheiligen 4 I Druck: Carolus Virulus, Formulae Epistolarum, [Straßburg] i486 (Hain 10669). Notizen des Schreibers von II auf der ersten und letzten Seite: Licet leges abrogatas... (2 Z.); Ovid, Heroides 2, 85 f; >Ysidorus ethimo. 8. ubi loquitur de diis generum<. Fortuna a fortuitis ...ad malos venit; Isidorus Hispalensis, Ety- mologiae, hrsg. von W.M. Lindsay, 1-2, Oxford 1911, VIII, 94; Walther , Prov., Nr. 10344. - Prv 26,8. II Handschriftlicher Teil: 60 Bl., Lagen: 5 VI 60 ; Wz.: gotisches P mit vierblättriger Blume, Beschriftung für 1484 belegt ( Piccard , Expertise), Schriftraum 15,5 x 9,5 cm, 34-38 Zeilen, Buchkursive von einer Hand, zum geringen Teil rubriziert. l r VARIA. Notizen, Exzerpte, u.a. > Leo Papa <. Cessent odia... (CCSL 138A, S. 237, Z. 95 f); Aeneis I, 108 f; Dieparasceves non consecratur hostia. AH 15 Nr. 5, V. 1-3, 5,7-9. 2 r -58 r GASPARINUS BARZIZIUS, EPISTOLAE. >Principium (?) Gasparini epistolarum <. Gaudeo plurimum acletor in ea te sententia esse... (58 r ) Gasparini Pergamensis clarissimi oratoris Epistolarum liberfinit foeliciter 1485. Edition: Gasparini Barzizii Bergomatis et Guiniforti filii Opera..., hrsg. von J.A. Furiettus, 1, Rom 1723, S.220-336. Wohl Abschrift der ab 1470 im Druck verbreiteten Briefsammlung; das Explizit der Handschrift läßt sich auf Incipits und Explicits der Drucke zurückführen (z.B. GW 3675: Gasparini Pergamensis clarissimi oratoris epistolarum Uber foeliciter incipit). Zu Gasparinus s. F.Schalk , Barziza, Gasparino, in: LMA 1, Sp. 1502. 58 r -59 v SAMMLUNG VON BRIEFSCHLUSSFORMELN AUS CAROLUS VIRULUS, FORMULAE EPISTOLARUM (s. oben). Immensas perenni favore salutes. Vale! et cum satiri- co tibi opto sit mans sena (!) in corpore sano..Vale et forte foelici et omine fausto, wohl von der Haupthand. 60 v VARIA. Besitzvermerk (s. Herkunft). Kalenderspruch von der Haupthand; Walther, Prov., Nr.4968. Zeitspruch (17. Jh.): Quod praelati debeant suis religiosis praelucere bono exemplo patet ex Christi verbis: Luceat lux vestra. FRAGMENTE 1. Pergamentdoppelblatt einer Oktavhandschrift, ehemals Vorderspiegel, oben und rechts (Bl. 2) beschnitten, Verlust des größeren Teils der äußeren Spalte von Bl. 2. Ehemals wohl äußeres Blatt einer Lage. Schriftraum 13/14 x 8,5 cm, 31-38 Zeilen, zweispaltig. Gotische Kursive von einer Hand (14. Jh. 2 ). Übliche Rubrizierung. Auf der ehemaligen Spiegelseite Notizen der Hand von II, u.a. ein Zitat aus Gregorius Papa I., Moralia in lob üb. XXXV (CCSL 143, Epistola ad Leandrum, Z. 220- 222). 195 Allerheiligen 4 ■ Allerheiligen 5 MISSALE. l ra Missa votiva pro quacumque necessitate, Anfang fehlt, Bruylants 1, Nr. 564; i rb_vb Orationes diversae. -Pro domino papa<, Bruylants 1, Nr. 569; >Pro tribula- tione<, Bruylants 1, Nr.575; >Pro peccatis<, Bruylants 1, Nr.559; >Pro predicatore<-, >Pro familiaribus<, Bruylants 1, Nr. 595; > Item pro familiaribus<, Bruylants 1, Nr. 599; >Pro pace<, fragmentarisch, Bruylants 1, Nr. 556. 2 ra Ordo ad faciendam aquam benedictam; Missale Romanum, Regensburg 1925, S. [153]—[156] ( Deshusses , Nr. 1453 f). 2 vb >De s. Laurentio<, Bruylants 1, Nr. 370. 2. Pergamentblatt, ehemals Hinterspiegel, 17 x 18,7 cm, Schriftraumbreite 15 cm, spätkarolingische Minuskel von einer Hand des 12. Jh's, übliche Rubrizierung, neumiert. Zwei Streifen derselben Handschrift (ursprüngliche Falzverstärkungen) sind ausgelöst, im Falle von Lage 1-4 aber noch im Buchverband. Auf der ehemaligen Spiegelseite Notizen der Hand von II. ANTIPHONALE. Cursus romanus. Teile von Circumcisio bis In vigilia epiphaniae. Allerheiligen 5 Andreas Moser, Gartengrundrisse Papier, 158 Bl., 15,8 x 10 cm, Kempten, 1661-1663. B1.91 teilweise ausgerissen. Halbledereinband, Deckel mit Pergamentüberzug. Besitzvermerke auf dem Vorderspiegel (Dis biechle hab ich gerisen im Jahr 1661 im (!) dem Fürstl. stiiffi kempten Andröas Moßir Gertner gesell), auf Bl. l r ( Andraeas Moser Garten Gesell Kempten 1661 , von späterer Hand) und auf dem Hinterspiegel ( Firstli. stieffi kempten Andreas Moßir gertner gesell anno 1663). Uber dem letzteren Eintrag Deo (?) Jo. Ries, beide Vermerke gestrichen. Zusätzliche Datierung auf Bl. 81 1 : alle Zeit 1661 gerissen worden. 131 v und 134 v ursprünglich überklebte Einträge Zacheus Hurrer... und Ich Johannes Hurrer gertner gesell... (um 1700). Auf dem Vorderspiegel Ubernahmevermerk OSS der Säkularisationszeit sowie Allerheiligener Signatur J.III. 28; unter dieser Signatur ist die Handschrift im Bibliothekskatalog Allerheiligen 1 erfaßt (S. 85, S. 302). Literatur: E ttlinger , S. 3. 1158' Barocke Zeichnungen meist symmetrischer Garten- und Parkgrundrisse, zumeist auf der Rectoseite, teilweise koloriert. 50 v deutsches Alphabet und Spruch: Anfang lust unnd lieb zue einem jedam (!) ding macht alle mie unnd arbeitt ring. 196 Allerheiligen 6 • Allerheiligen 7 Allerheiligen 6 Predigt über Io 8, 59, dt. Papier, 7 Bl., 21 x 16,8 cm, Achern oder Durbach, 1740 und 1777. Bl. 7 später beigefügt. Bl. 1 ist lokalisiert Ackeren 1740 ; eine der benutzten Quellen und der Brief (s. unten) weisen nach Durbach. BL 1, von anderer Hand: 74. Pappband. Literatur: Ettlinger, S. 3. 1 1 —6 V PREDIGT UBER Io 8,59, deutsch. > Ackeren 1740 Dominica quinta quadragesimae (3.4.1740)<. Tulerunt lapides, ut iacerent in eum. Joan. 8. Sie hiteben stein auff, damit sie auffin würffen. Exordium. O.A.A. was für ein trauriges, was für ein wehemüthiges ... 1740 verwalteten die Allerheiligener Konventualen Alexander Pfeiffer und Robert Pfeiffer die Pfarrei Achern (K. Reinfried , Zur Geschichte der katholischen Stadtpfarrei Achern, in: FDA 37 (1909), S. 146). Bl. l r trägt den Vermerk Loriot et Barzia, womit wohl die Quellen der Predigt bezeichnet werden; Predigtwerke von Jose de Barcia y Zambrana und Julien Loriot (1633— 1715) sind im Allerheiligener Bibliothekskatalog Allerheiligen 1 verzeichnet (S. 16, S. 77), wobei als Standort des Werkes von Loriot Durbach angegeben wird. 7 1 P.LAURENTIUS KNAB, Pfarrer von Durbach, lateinischer Brief vom 12.7.1777 an den Pfarrer von Ebersweier, Xaver Mast, mit der Bitte um Verkündigung des Aufgebotes für Andreas Henn aus Ebersweier und Maria Anna Knammin aus Wiedergrün. Von anderer Hand: Cronfelden inAustria. Knab ist 1778 als Cellerar von Allerheiligen belegt (GLA 84/73). Allerheiligen 7 Kalendarium mit Anniversareinträgen, lateinisch Papier • 12 Bl. • 27x19,8 • Allerheiligen • um 1492 Lagen: Ein Sexternio. Wz.: gotisches P mit Schrägstrich, Beschriftung für 1492 belegt ( Piccard , Expertise). Schriftraum 20 x 13 cm, Kalendarium und Anniversareinträge jeweils Bastarda von einer Hand, spätere Nachträge. Übliche Rubrizierung im Kalendarteil. Neuzeitlicher Pappband. Herkunft: Das Kalendarium weist in das Bistum Straßburg. Bei den in den Anniversarvermerken genannten Pfarreien handelt es sich um Orte, die von Allerheiligen aus seelsorgerisch betreut wurden (Appenweier, Ebersweier, Nußbach, Oberkirch), vgl. Schneider , Allerheiligen, S. 366. Die Personennamen wurden nicht in das um 1690 angelegte und bis 1721 geführte Allerheiligener Anniversar GLA 64/1 (s. S. 49) übernommen. Allerheiligen 7 war ursprünglich dem Inkunabelsammeiband Dq 21 fol. Ink. der BLB vorgebunden; Inhalt: Guido de Monte Rochen, Manipulus curatorum, Köln 1487 ( Hain 8161); Ja- cobus de Fusigno, De arte praedicandi, Köln 1487 (Hain 7400) u. Ps.-Guillelmus Parisiensis, Postilla super epistolas et evangelia, [Basel] 1488 ( Hain 8267). Einband: helles Leder mit Rollenstempeln und 197 Allerheiligen 7 Streicheisenlinien, auf dem Vorderdeckel Monogramm M.D.P., zwei Schließen, Rückenschild ( Manipu- lus curatorum. Item Guillelmi Postilla Super epistolas.. .). l r enthält den Provenienzvermerk Liber Mona- sterii omnium Sanctorum ad Sylvam Herciniam 1601 (s. S.46f), der hintere Spiegel den etwa zeitgleichen Eintrag Liber Monasterii Omnium SS. Auf 13 r findet sich der Name Paulus Schmid, auf l r die Signatur N.I.4 (aus N.IV.l ); unter N.IV.l ist der Band im Bibliothekskatalog Cod. Allerheiligen 1 erfaßt (S. 57, S. 325). Die Handschrift wurde Ende des 19. Jh's aus dem Sammelband ausgelöst. Literatur: Ettlinger , S. 3. l v -12 v KALENDARIUM MIT ANNIVERSAREINTRÄGEN, LATEINISCH. Die Verso- seite enthält jeweils den Kalender, die gegenüberliegende Rectoseite die Anniversarvermerke (Ausnahme: 4 V ); sie fehlen beim Dezember. Einträge: (2 r , Januar) Anniversarium Conradi Stoll (wohl Stoll von Staufenberg; Krieger 2, Sp. 1 06 1 f)... 2 a feria post epiphanie;... Siffridi Pfaw (wohl d.Ä., f 1443; Kindler von Knobloch 1, S. 77 f) et Adelheidis uxoris. ..feria tercia post Hylarii...; Anniversarium capitulare erit in Obemkirch quarta feria post Hylarii et est validi Ruodolffi de Schouwemburg (mehrere Träger des Namens bis 1418 erwähnt; Krieger 2, Sp.817); (3 r , Februar)... S.. .r Lud (?)... quarta feria post purificacionis Marie in Appenwiler; ... Schwartz Clausen in Zussenhouen... quarta feria in angaria post esto mihi Anno etc. [14] 91; Anniversarius dies nobilium et tocius milicie in Ortenow... post quamlibet angariam quater in anno... 2a vel 3a feria... 1492; (4 r , März) ... Friderici Bock de Stouffemberg (Kindler von Knobloch 1, S. 119: mehrere Träger des Namens, u.a. tot 1404, 1446, 1483) et Johannis flii sui et filiarum ...3a feria post dominicam Reminiscere...; ... Joannis Engelhardi de Steujfenberg (vgl. Krieger 2, Sp. 1057 ff)... 3 a feria post dominicam Oculi...; ... Else relicte Friderici Bock de Stoujfenberg. ..2a feria ante annunciacionis B.M. V; (4 V , April)... Heinrici Gothart. et Else sue uxoris. necnon Enneline. et Barbare... uxorum suarum defunctarum... propria feriali die post festum sancti Marci.. .; (6 r , Mai).. .tercia feria propria ante festum Penthecostes... Georii Hiisler et Else Kräfftin uxoris eius necnon omnium parentum eorum videlicet Ruodolffi Hüslers Gütline ux. eiusdem Crafftz Henslin et Katherine sue ux. ...; . ..tercia... et quarta feria... Comanni de Schouwenburg (1409 erwähnt; Krieger 2, Sp.819) in Obemkirch ante festum Penthecostes; (7 r , Juni)... Götzenhanns de Erlech (vgl. Kindler von Knobloch 1, S. 307) et Katherine uxoris ... tercia feria post festum sancte trinitatis...; ... Bartrüflin ...2a feria post festum sancte trini- tatis...; (8 r , Juli) ... Berhtoldi Betschlin peragitur in Obernkirch propria feriali die post Iacobi apostoli ; (9', August)... Conradi de Strubenhart... 2a feria post festum assumptionis B. M.V... Ad hoc anniversarium Albertus de Nuwenstein (1486 erwähnt; Krieger 2, S. 312 f) addidit...; ... Clein Oberlins in Hetzlinßtal et Katherine uxoris... 2a feria post Bartholomei; Ulrici Kolb de Stouffemberg (vgl. Krieger 2, Sp. 1060 f)... 2 a feria post Adelphi; (10 r , September)... Conradi militis de Schouwemburg (vgl. Krieger 2, Sp. 818: mehrere Träger des Namens bis 1343 belegt) peragitur tercia feria ante festum Magni confessoris in Oberkirch; ... Friderici Bock de Stouffemberg (s. 4 r )... tercia feria post festum Mihaelis...; ... Thome Pflügers erit in Zymmern 4 a feria ante Dionisii ; (ll r , Oktober) ... Niholai Rectoris ecclesie in Waldulm erit quarta feria ante festum Dionisii in Obernkirch-, 3 a feria post Galli... Georii Widergrin de Stouffenberg 198 Allerheiligen 7 (vgl. K rieger 2, Sp. 1063f) (verlegt von 3a feria post nativitatis Marie, 10 r ); ... Domini Zür- cheri erit 3 a... et quarta feria... in Offenburg ante Simonis et lüde ; (12 r , November)... Volma- ri de Schouwenburg (belegt 1405, 1418, 1485; K rieger 2, Sp.817, 819)... feria 3 a post Martini in Oberkirch-, ... Kremer Laulin erit quarta feria post Martini in Oberkirch-,... Conradi Wi- dergrin de Stouffemberg (belegt 1403, 1413 f, 1432; K rieger 2, Sp. 1063) et Otilie uxoris eins erit feria quintapost Katherine... 199 Gengenbach 1 Gengenbach 1 Bruder Berthold (von Freiburg), Rechtssumme, B-Redaktion Pergament • 2 (Papier) + 308 + 3 (Papier) Bl. • 38,5 x 30 • Oberrhein (Breisgau?) • 15. Jh. 2 Lagen: 2, IV™, III XIV (Register), 2 IV 16 , (IV-1) 23 , 33 IV 287 , (IV -1) 294 , 3. Zeitgenössische Foliierung (Text ) II-CCLXXXIX, darin CLXLVI, CLXLX/CC, CCXX, CCXXXI und CCXLIII doppelt vergeben; heute römische bzw. arabische Foliierung von Register (I-XIV) und Text (1-197). Nach B1 .20 fehlt ein Blatt, kein Textverlust. Vor- und Nachsatzpapier Wz.: gekrönter Doppeladler mit lothringischem Herstellerzeichen im Herzschild, um 1560 (Piccard , Expertise). Schriftraum 30/28 x 22/21,5 cm, 2 Spalten, 26 Zeilen. Textura von einer Hand. Übliche Rubrizierung (rot/blau), I r (Register) und l r ~ v (Text) blaue und rote Fleuronneeinitialen. Brauner Renaissancelederband mit Streicheisenlinien, Einzel-, Rollen- und Plattenstempel(n), 1975 neu unterlegt. Auf dem Rücken Gengenbacher Signatur //.[2 .]//(s. S. 62). Herkunft: Der Dialekt der Handschrift weist ins mittlere rechte Oberrheingebiet zwischen Freiburg und Lahr ( Weck (s . Lit.), S. 102). Um 1560 wurde der Codex unter Hinzufügung von Vor- und Nachsatzpapier neu gebunden. F Gengenbacher Besitzvermerk Monasterii Gengenbachensis B.Mariae Virg. (17. Jh. 2 ; s. Abb. 34). Für 1781 und 1788 ist die Handschrift in Gengenbacher Besitz bezeugt durch Heinrich Sander und Martin Gerbert (s. Lit.). Der Codex läßt sich mit der unzutreffenden Inhaltsangabe von F (Register) Extravagantes Joannis XXII. idiom. germ. (um 1800) in den Säkularisationsakten nachweisen: Joannis XXII Extravagantes alt teutsch. Fol. in corio v. Msc. (JJ. 2. II) (BLB, K 2986, 5,1, 10 r ); (Nr. )332. Joannis XXIIExtravag. Dekret. Altdeutsch Mscrpt. (BLB, K 2968, 5,2, 39 r ). Mundart: niederalemannisch. Literatur: Sander , S. 341 f; Gerbert, 2, S. 184; Mone, QS 2, S. 156 (nach Gerbert); Längin , Nr. 150; Ettlinger , S. 4; O.Geiger , Studien über Bruder Berthold. Sein Leben und seine deutschen Werke, in: FDA 48 (1920), S. 1-54, bes. S. 8 f.; H.Koller , Die Entstehungszeit der Summa des Berthold von Freiburg, in: Mitteilungen des Instituts für Osterreichische Geschichtsforschung 67 (1959), S. 133 Nr. 12; Kaeppeli 1, S. 238 f; Hannemann , Gengenbach, S. 54 f; H.Weck , Die ,Rechtssumme' Bruder Bertholds. Eine deutsche abecedarische Bearbeitung der ,Summa Confessorum' des Johannes von Freiburg. Die handschriftliche Überlieferung, Tübingen 1982, S. 101-103 u.ö.; Die ,Rechtssumme' Bruder Bertholds. Eine deutsche abecedarische Bearbeitung der ,Summa Confessorum' des Johannes von Freiburg. Synoptische Edition der Fassungen B, A und C, hrsg. von G. Steer/W.Klimanek u.a., 1-8, Tübingen 1987 ff, bes. 1, S. 27*. F-XIF a Register. A. wo von ein baubst gemeinlich müg den menschen abloesen. ... CLXXXIX. Was zwifel hett dz sol men urteilen zuo dem besten. - XIP b -XIV leer. I' a -r b Prolog. >Incipit prologus de summa Iohannis des decrets<. Druck nach Gengenbach 1: Gerbert (s . Lit.), 2, S. 184 Anm. a; Geiger (s . Lit.), S. 8 f. 200 Gengenbach 1 • Gengenbach 2 l vb -294(= CCLXXXIX)™ Text. > Wo von ein bobst gemeinlich rnüge abloesen den menschen Abloesen mag ein bobst dem menschen...-. ..oder sy all mit ein ander. Hec Thomas. - 294 vb -297 leer. Textform: B-Redaktion. Edition des Textes: Die ,Rechtssumme' Bruder Bertholds (s. Lit.), 1-4; s. auch P.Johanek , in: 2 VL, 1, Sp. 807-813. Gengenbach 2 Teilbrevier Pergament • 1 + 288 + 1 Bl. • 9,8x7,5 • Straßburg • 15. Jh. 2 Lagen: 24 VI 288 . Schriftraum 7 x 4,6 cm, 20-21 Zeilen. Hauptteil Bastarda von einer Hand (15. Jh. 2 ), 288 r_v etwa zeitgleiche Nachträge von zwei Händen. Übliche Rubrizierung (rot/blau), zum Teil abwechselnd rote und blaue Absatzanfangsinitialen, farbig ausgelegte Rollwerkinitialen auf quadratischem Goldgrund mit farbigen Blattrankenausläufern (l r , 26 v , 43 r , 58 r , 72 v , 91 r , 108 r , 125 v , 193 r ). Brauner Lederband mit Streicheisenlinien, Einzelstempeln, Flechtwerkornament, zwei Schließen; Blattweiser. 1975 Rücken ersetzt, Spiegel abgelöst (s. Fragment). Auf dem Rücken Gengenbacher Signaturrest //... . Herkunft: Litanei (s. unten) und Spiegel (s. Fragment) weisen nach Straßburg. Besitzerwechselvermerk auf dem ehemaligen Vorderspiegel Veni ad Valentinum Agricolam ex dono venerabilis viri ac domini Jaco- bi Hemmerlin Decani Haslacensis (?) et Canonici S. P. Iunioris Argentinensis 23. die septembris anno [15] 55. Valentin Agricola läßt sich von 1559 bis 1591 als Stiftsherr von Jung St. Peter in Straßburg (1559: Custos) nachweisen, Jakob Hemmerlin 1559 als Stiftsherr von Jung StPeter (Scholastikus), 1564 als Dechant des Kollegiatsstiftes St. Florentinus in Niederhaslach/Elsaß (W. Horning , Das Stift von Jung-Sankt-Peter in Straßburg. Urkundliche Beiträge zur Geschichte desselben aus sechs Jahrhunderten (1200-1700), Straßburg 1891, S.50; K.Hahn , Die katholische Kirche in Straßburg unter dem Bischof Erasmus von Limburg (1541-1568), Frankfurt a.M. 1940, S.70 Anm.8, S.79 Anm.32). Möglicherweise bestanden verwandtschaftliche Beziehungen zwischen Valentin Agricola und dem Gengenbacher Abt Gisbert Agricola (1556-1586). Im späten 17. Jh. wurde in Gengenbach der Besitzvermerk Monasterii Gengenbachensis eingetragen (l r ). In den Säkularisationsakten läßt sich die Handschrift als Psalterium Msc. 12° (BLB, K 2986,5,1, 14 r ) und als (Nr.) 534. Psalterium hymni de temp. Ms. vet. (BLB, K 2986, 5,2, 47 v ) nachweisen. Literatur: Ehrensberger, S. 5 Nr. 20; Ettlinger, S. 4. 1 r -191 r PSALTERIUM FERIATUM, Cursus romanus. (l r -173 r ) Ps 1-150; (173 r -183 r ) Lau- des-Cantica; (183 r -184 r ) Benedictus, Magnificat, Nunc dimittis; (184'—185 r ) Te deum; (185 v —189 v ) Allerheiligenlitanei, darin Adelfe, Amande, Arbogaste, Florenti, Aurelia ; (189 r-v ) Gebete; Deshusses , Nr. 851, 2412. (189 v —191 r ) >Ad completorium psalmus<. Cum invocarem... (Ps 4); >Oracio<. Deshusses , Nr. 938, Vigila super nos... , Deshusses , Nr. 936; >Feriatis diebus super nunc dimittis antiphona<. Salva nos domine vigilantes...; >Preces<. Memor fui in nocte...; >Oracio<. Deshusses , Nr. 939, 1505; vgl. Brey. Argent ., 62 ra -63 vh . - 1 91 v leer. 201 Gengenbach 2 192 r -267 v COMMUNE SANCTORUM. (192'~ v ) >ln vigilia plurimorum secundum Iohan- nem<. (193 r ) >Incipit commune sanctorum etprimo in nativitate unius apostoli ad vesperas capitu- lum<. Offizien mit 9 Lektionen. (200 r ) >In natali plurimorum apostolorum capitulum<, (203 v ) >/» natalibus ewangelistarum capitulum<, (208 r ) >/» nataliciis plurimorum martirum ad vesperas capitulum<, (220 v ) >In natali unius martiris capitulum<, (228 r ) >In nativitate unius martiris et pontificis ad vesperas capitulum<, (234 r ) >In nativitate unius confessoris et pontificis capitulum<, (245 r ) >In natali unius confessoris non pontificis capitulum<, (249 r ) >De uno confessore nonponti- fice vel abbate<, (251 v ) >/» natali unius virginis non martire capitulum<, (258 V ) >De una virgine capitulum<, (259 r ) >In natali unius virginis et martiris capitulum<, (265 r ) >De una martire ora- tio<, >De pluribus virginibus oratio<, (265 v ) >Alia oratio depluribus virginibus et martiribus ora- tio<, > Commune de viduis in vesperas capitulum<. 268 r -276 v SUFFRAGIEN. >Incipiunt suffragia et primo de sancta cruce< ; (269 r ) >De sancta Ma- ria<; (270 v ) >Infra nativitatem etpurificationem suffragia de beata virgine<; (27V) >De sancto Pe- tro suffragia< ; (272 r ) >SuJfragia de omnibus sanctis<; (273 v ) >Pro pace<; >De resurrectione sujfra- gia<; (274 v ) > Tempore pascali suffragia de sancta Maria< ; (275 r ) >De omnibus sanctis suffragia tempore pascali<; >Secuntur alie antiphone de beata virgine Marian. 277 r -287 v ORATIONES ANTE ACCESSUM ALTARIS ET ANTE MISSAM. (277 r ) >Ante accessum altaris oracio<. Venite ad me omnes... (Mt 11,28), Qui manducat meam carnem... (Io 6,57), O mitissime domine Iesu Christe plenus misericordia tua...; (280 r ) >Ante accessum al- taris<. Domine sancte pater qui unigenitum tuum misisti in mundum ut came sua..., Domine Jesu Christe qui pro salute nostra animam tuam in mortem..., Spiritus sancte qui ubi vis spiras et cuius infusio letificat cor hominis..., Omnes sancti apostoli et ewangeliste quos dum adhuc vobiscum in terra conservans..., Omnes sancti et sancte martires qui ob amorem domini nostri Jesu Christi..., O sancti Martine Nicolae et Augustine omnipotentes dei confessores quos omnipotens deus... , O sanctissime virgines Katherina, Barbara, Margaretha, Dorothea, Caecilia, Agnes, Lucia..., Omnes sancti quibus ab eterno sanctificandum sanctus sanctorum eternas.. (282 v ) >Oracio ante mis- sam<. Deus qui de indignis dignos facis, de peccatoribus iustos et de inmundis mundos...; (283 r ) >Oracio ante missam<. Omnipotens et misericors deus. Ecce accedo ad sacramentum corporis...-, vgl. Haimerl , S. 126 Anm.771 (nur Gebet 1); (284 v -285 r ) >Ante accessum altaris <; vgl. Brev. Argent ., 73 ra_vb . >Oracio<. Domine deus meus miseriam meam remitte..., Gracias tibi ago piis- sime deus meus quod me licet indignum peccatorem..., Eya nunc precor te piissime deus meus eciam pro animabus et singulis Jratribus... 288 r ~* NACHTRÄGE. (288 r ) >Suffragia de sancto Laurentio<, nur Orationen, zum Teil belegt in Brev. Argent ., 71 v3 -72 ra (,De sancto Laurentio in ecclesia Argentinensi antiphona'); (288 v ) Beicht- und Absolutionsformeln. 202 Gengenbach 2 • Gengenbach 3 FRAGMENT Zwei Pergamentblätter, 9,8 x 7,5 cm, ehemals Vorder- und Hinterspiegel, 11 Zeilen, gotische Urkundenschrift um 1365. URKUNDE. Aussteller ist der Iudex curie Argentinensis. Erwähnt: Johannes (5., 1337-1373) und Ulrich (7., 1337-1377) von Rappoltstein (K. Albrecht , Rappoltsteinisches Urkunden- buch 759-1500, 1-2, Colmar 1 891-1892, hier: 2, S. 634; Kindler von Knobloch 3, S. 336), Henselinus Naselose (erwähnt 1368; Albrecht 2, S.33,20), Hannemannus Herwig (erwähnt 1386; Albrecht 1, S. 591,7, beide Bürger von Rappoltsweiler) sowie Wisembach. Gengenbach 3 Astronomische Drucke • Varia • Philipp Imsser Papier • 25 Bl. (an Druck) • 20,2x15 • Tübingen • ca. 1531-1535 Handschriftlicher Teil: Auf Vorsatzblättern, zwischen den Drucken; angebunden Bl. 267-292 (fortlaufende Foliierung einschließlich der Drucke). Lagen: II 270 , 2 IV 286 , 6. - Wz.: oberrheinisches Kronenpapier, Beschriftung für 1530-1534 belegt ( Piccard , Expertise). Humanistische Minuskel von der Hand Nikolaus Scheids. Rubrizierung; Worthervorhebungen in Rot. Heller Halblederband, ehemals zwei Schließen. Streicheisenlinien und zwei Rollenstempel, äußere Blattrankenrolle aus einer Tübinger Werkstatt (E. Kyriss, Brief vom 14.11.1965). Auf dem Rücken ehemals Titel der Drucke vermerkt, heute verblaßt. Bl. 2 ehemals dem Vorderspiegel aufgeklebt. Herkunft: Die Beschriftung des den Drucken angebundenen Papiers ist für 1530-1534 belegt (s. unten), was zu dem Druckjahr der jüngsten Drucke stimmt (1531). Der Codex stammt aus dem Besitz von Nikolaus Scheid aus Hagenau (ca. 1510-1570; s. S. 58-61 u. Cod. Gengenbach 4); auf ihn gehen auch die handschriftlichen Teile und Marginalien zurück. Vorderspiegel und 4 r (Titelblatt von Druck 1, s. unten) Besitzvermerk Nicolaus Scheid Haganous (s. Abb. 39). 4 r Gengenbacher Besitzvermerk Monasterii B. V. in Gengenbach (Ende des 17. Jh's), zudem auf dem Rücken Gengenbacher Signatur y£.37... In den Säkularisationsakten (BLB, K 2986,5,1-2) sind die einzelnen Drucke (mit Lücken) verzeichnet (1: 10 r , 38 v ; 3: 9 V , 37 r ; 5: 11 r , 41 r ; 6: 12 r , 43 v ). Auf dem Rücken teilweise verblaßte Hofbibliothekssignatur C.XIII.5,19 (s. Vorkriegs-Katalog der BLB). Der Band wurde 1922 zu den Handschriften gestellt (vorgängige Signatur: Pc 515). Literatur: Ettlinger, S. 95; Hannemann , Wildbader Denkmäler, S. 113; Hannemann , Gengenbach, S. 55; Denecke/Brandis, S. 323; Kristeller 3, S. 579. Drucke: 1. C.J. Hyginus, De mundi et sphaerae ac utriusque partium declaratione, Venedig 1517; 2. Johannes Müller aus Königsberg, De cometae magnitudine, Nürnberg 1531 (VD 16, M 6522); 3. Guilel- mus aus Conches, Philosophicarum et astronomicarum institutionum... libri tres, Basel 1531 (VD 16, G 4078); 4. Johannes de Sacro Bosco, Mundialis sphere opusculum, Paris 1527; 5. H.Loriti, De geogra- phia über unus, Freiburg i. Br. 1530 (VD 16, L 2627); 6. Sebastian Münster, Compositio horologiorum, 203 Gengenbach 3 Basel 1531 (VD 16, M 6651); 7. Beschreibung (3 S.) aus: Tabula cognoscendorum domorum secundum communes et planetares horas humorum per H. Grammateum, Erfurt 1524 (VD 16, E 1460). Y-27V DRUCKE MIT HANDSCHRIFTLICHEN VARIA: Randbemerkungen, Ergänzungen, astronomisch-geographische Notizen. Bemerkenswert: Vorderspiegel: Sunt aries, thau- rus... , Walther , Carm., Nr. 18806 (auch 4 r ). (2 V ) Windkreistafel, darunter 2 Distichen: Aeo- licae gentis diversos cernito sedes... limina cuncta soll. (3 r ) Notizen: antike Astronomen; Sterngrößen (ebenso 3 V ). (3 V ) 48 Nomina imaginum coelestium. Merkvers zu den Hundstagen: Oc- tava Petri Pauli canis intrat, terminat octava Laurentii (vgl. Kat. Augsburg SuStB III, S. 198). (51 r ~ v ) Tabelle zu Sternbewegungen. (53 v ) Notiz zu Kometen. (64 v ) Notiz zu Guilelmus aus Conches (zu Druck 3). (105 v ) >12 menses Aegyptiorum<. Je 12 griechische und lateinische Verse. Falce putat gravidas vites... fert atque salubrem. (121 r ) Tabelle. > Quo die sol quodvis Signum ingrediatur<. (122 v ) Tabelle antiker Längenmaße. > Quantitates dimensionum, quibus ve- teres & agros & regionum distantias emensi sunt<. Mensurandi instrumenta hac tabula brevi ac succincta a Stoefflero mathematico comprehensa. Zu Johannes Stöffler (1452-1531) s. Ihme, S. 865. (123 r ) antike Längenmaße. Merkverse: Quattuor ex granis, digitus formabitur unus... et duplatum dat tibi leucam (5 Verse). (143 v ) Zu einer Windkreistafel: Gloria sit Osten, Orate sit tibi Westen, Gib Wasser Süden, Evangelium tibi Norden. (262 r , 264 r-v ) Astronomische Tafeln, u. a. Tierkreiszeichen. (266 r -267 r ) Ps.-Albertus Magnus, De horis dierum, Auszug. Hora su- mitur dupliciter... Text: Albertus Magnus, De secretis mulierum..., Amsterdam 1669, S. 154— 156. (268 v -269 r ) 12 Zweizeiler zu Winden (Hexameter). >Zepphyrus<. Florifer occiduo Zephy- rus sua Flamina Sole... >A_ffi~icus<... Affricus impellit pluvias, et proelia Nautis, anschließend zwei Verse aus M. Manilius, Astronomica (4, 591 f), wie Druck 5, 144 r . (269 v -270 r ) Planetengrößen und -abstände. De magnitudine coiporum coelestium ac eorundem distantia a centro..., mit Tabelle. (269 v ) Cl. Claudianus, In sphaeram Archimedis. Text: Claudii Claudiani carmi- na, hrsg. von J. B. Hall , Leipzig 1985, S. 403. Weiter werden u. a. erwähnt oder zitiert Georg Tannstetter (1482-1535, 51 v ), Johannes Pontanus (1429-1503, 96 r , 120 v ), Lodovico Ricchie- ri (1450-1520, 96 r ), Erhard Helm (159 r ) und Joachim Sterk von Ringelberg (1499-1536 (?), 271 v ) 272'-284 r PHILIPP IMSSER, DE COMPOSITIONE SPHAERAE MATERIALIS. (272 r ) >Caput I. De praeludiis sphaerae com/>oi/[tionis]<. Inter caetera instrumenta astronomica...; (27V) >Caput secundum. De circulorum spherae formatione<; (278 r ) >Caput tertium. De circulo- rum sphaerae coniunctione etpartitione<; (28 l r ) > Caput quartum. De alia circulorum meridiani et orizontis formatione. ..<; (28 l v ) > Caput quintum. Terrae imaginem medio sphaerae materialis im- ponere docet<. Skizzen auf 273", 276 r , 277 v . Ähnliche Texte finden sich in Cod. hist. quart. 198 der WLB Stuttgart (Bl. 104-112; Heyd , Hist. Hss. 2, S. 88) und Hamburg, StuUB, Cod. math. 508 ( Kristeller 3, S. 554). Zu dem Tübinger Mathematiker und Astronom Philipp Imsser (1500-1570) s. Ihme , S.418 u. R.Rau , Die Kunstuhr des Philipp Imser, in: Tübinger Blätter 49 (1962), S. 25-32. - 284 1 Tabula intervallorum climatum nach Johannes von Sacro- bosco. 204 Gengenbach 3 • Gengenbach 4 284 v -285 v PHILIPP IMSSER, COMPOSITIO HOROLOGIORUM HORIZONTALIUM ET MURALIUM ADMODUM SUCCINCTA. Primo ducatur linea recta quantalibet A.F... 285 r Skizze. Gengenbach 4 Nikolaus Scheid Papier • 4 Bl. • 29,6 x 20,5 ■ Tübingen • 1533 1 Binio. Wz.: hohe Krone mit angehängtem A, Piccard I, Abt. IX, Nr. 82, Beschriftung belegt für 1529-1539. Humanistische Minuskel von der Hand Nikolaus Scheids, übliche Rubrizierung, Tabellen (2 v -3 r ) mit farbigen astronomischen Zeichen. Neuzeitlicher Pappband. Herkunft: Die Handschrift ist datiert MDXXXIII Tubingae (4 r ). Verfasser ist Nikolaus Scheid aus Hagenau (ca. 1510-1570; 2 r : AVTORE NICOLAO SCHEID HAGANOIO; 4 r Monogramm N.S.H.; s. S. 58-61 u. Gengenbach 3). Gengenbach 4 war bis 1922 dem Sammelband (Drucke) BLB, Lc 69 fol. (1942 verbrannt) nachgebunden; Inhalt: 1. J. Stöffler, Tabulae astronomicae, Tübingen 1514 (VD 16, S 9204); 2. J. Stöffler, Elucidatio fabricae ususque astrolabii, Oppenheim 1524 (VD 16, S 9192); 3. [P. Apian,] Quadrans Apiani astronomicus, Ingolstadt 1532 (VD 16, A 3110); 4. [P. Apian,] Horoscopion Apiani generale, Ingolstadt 1533 (VD 16, A 3085); 5. G. Peurbach, Quadratum geometricum, Nürnberg 1516 (VD 16, P 2054). Nach dem Vorkriegs-Katalog der BLB trug der Codex auf dem Hinterspiegel die Bruchsaler Signatur B. Brs. XV-XVI oben hinten 22; die einzelnen Drucke sind allerdings weder in den Bruchsaler noch in den Gengenbacher Säkularisationsakten erfaßt. Der Codex muß jedoch einen Gengenbacher Besitzvermerk getragen haben, da die Handschrift sonst nicht zu diesem Fonds gestellt worden wäre. 2 r : Cave ab hoc (17. Jh.). Literatur: Ettlinger, S. 95; Hannemann , Gengenbach, S. 55; Kristeller 3, S. 579. 2 r -4 r NIKOLAUS SCHEID. >Instrumentum inveniendi, duobus talis iactatis, qua hora unus- quisque planetarum suam regat inclinationem<. (2 r ) Einleitende Verse (Dist.): Qui cupit astriferi vaga lumina noscere coeli... Iactatis manant puncta notanda prius (8 Verse). DU fata secundent (auch 4 r ), darunter Planetenzeichen. (2 V ) >Horae diei<. Tabula regiminis planetarum secundum horam inaequalem diei. Unter der Tabelle: Hanc tabulam pone ante oculos, orbem per obliquum, Aligeros Phoebus dum moderatur equos. (3 r ) >Horae noctis<. Tabula planetarii regiminis iuxta di- visionem horarum inaequalium noctis. Unter der Tabelle: Hec usum tibi charta dabit, quum side- ra lustrans, Noctivagos currus rosida luna vehit. (3 v -4 r ) > Ususprecedentium duarum tabularum<. Propositio. Inventa hora planetaria: cui planetae attribuatur perlustrare. Horas planetarias nume- rare incipimus a solis exortu... numerare reincipiendo complendus erit etc. Darunter Monogramm Scheids, Lokalisierung und Datierung. 205 Gengenbach 5 Gengenbach 5 Biblia latina, Fragment Pergament • Oberitalien • um 800 1 vertikal ausgeschnittener Streifen (31,2 x 18,7 cm) aus einem Pergamentblatt einer Foliohandschrift. Schriftraumbreite 28,5 cm, zwei Spalten, 23 Zeilen. Karolingische Minuskel, 8./9. Jh. Text der Verso- seite aufgrund von Oberflächenabrissen zum großen Teil verloren. Einbandmakulatur vom Vorder- oder Hinterspiegel von BLB, Dr 8 fol. (J. Clicthove, Elucidatorium ecclesiasticum, ad officium ecclesiae perti- nentia planius exponens..., Basel 1519 (VD 16, C 4194); [Pius II.], Commentariorum Aeneae Sylvii Piccolomini Senensis, de concilio Basileae celebrato libri duo, s.l., s.a. (wohl VD 16, P 3111); s. Vor- kriegs-Katalog der BLB), ehemals Bibliothek von Gengenbach (BLB, K 2986,5,1-2, B1.7 V , 31 v ; J. Clicthove), 1. Hälfte des 19. Jh's ausgelöst, Drucke 1942 verbrannt. Gengenbach 5 gehört zu einer Gruppe von Fragmenten einer Handschrift, die vor allem aus Hirsauer Einbänden des 15. u. 16. Jh's stammen; die zugrunde liegende Handschrift wurde somit in Hirsau makuliert. BLB, Dr 8 fol. gelangte wahrscheinlich über das Hirsauer Priorat Klosterreichenbach nach Gengenbach (s. S. 56 f). Weitere Bruchstücke des Codex discussus: Basel, UB, Frey-Gryn. O II 1; Darmstadt, LuHB, Hs.4204[l]; Stuttgart, WLB, Inc. Fol. 13539 und Mise. Fol. 128; Tübingen, UB, Hf 81 (Heinzer , Hirsau, S.259). Die Fragmente gehen auf dasselbe Skriptorium unweit Veronas zurück, aus dem auch BLB, Aug. fragm. 80 und UB Heidelberg, Cod. Sal. X, 12 a stammen ( Bischoff , Nr. 322). Literatur: Ettlinger , S. 95; Codices Latini Antiquiores (CLA). A palaeographical guide to latin manu- scripts prior to the ninth Century, hrsg. von E. A. Lowe , Supplement, Oxford 1971, Nr. 1784 (mit Teilabbildung); Hannemann , Gengenbach, S.55f; Heinzer , Hirsau, S.259, 294; Bischoff , Nr.322. IV Rg 9, 16-23; 9, 32-10, 3; 10,10-17; 10, 24-33. 206 Güntersthal 1 Güntersthal 1 Antiphonale cisterciense Pergament • 201 Bl. • 43x31 • Giinterstal (?) • um 1300 Lagen: 4 IV 32 , (IV-1) 39 , (IV-1) 46 , 9 IV 118 , V 128 , (IV-l) 135 , 2 IV 151 , (IV-1) 158 , 5 IV 198 , (III-3) 20 '. Textverluste aufgrund herausgeschnittener Blätter. Schriftraum 32,5 x 21,5 cm, 9 rotlinierte Notensysteme (Quadratnotation), 9 Textzeilen. 200 r -201 v 11 Notensysteme. Textura um 1300 von einer Hand. Rubrizierung; rote und blaue Lombarden mit Fleuronnee in der jeweiligen Gegenfarbe, schwarze Cadellen. 2 große figurierte Deckfarbeninitialen in stumpfen Farbtönen: l v (Wurzel Jesse), 145 v (Himmelfahrt Christi; s. Abb. 14); s. Beer , Initial und Miniatur, S.40 Nr.40:,Stil durchaus oberrheinisch'. Vermutlich enthielten die herausgetrennten Blätter (nach Bl. 34, 46, 128, 151) - hohe Festtage betreffend - weitere derartige Initialen (s. auch entsprechende Verluste in Güntersthal 4). Besonders bemerkenswert sind 25 mehrzeilige, mit ihren Ausläufern meist auf die oberen und unteren Blattränder übergreifende Fleuron- neeinitialen (8 r , 13 v , 20 r , 25 v , 57 r , 70 v , 75 v , 80 v , 87 r , 93 r , 100 r , 106 r , 113 r , 123 r , 125 r , 127 r , 136 v , 141 r , 1 6 1 r , 167 r , 173 r , 177 v , 1 8 1 v , 185 v , 190 r ; s. Abb. 15), die stilistisch der von Beer (Beiträge, S. 19-22 u. Abb. 1-9) erfaßten Handschriftengruppe 1 nahestehen. Dieser Gruppe sind außer der von Beer berücksichtigten Handschrift St. Georgen 5 weitere Karlsruher Handschriften zuzurechnen, nämlich Güntersthal 9 und 7 sowie St. Peter perg. 19 ( Kat . X, 2, S. 47 f) und wohl auch Ettenheimmünster 1. Heller blindgeprägter Lederband des 16. Jh's 1 . Neue Pergamentvorsätze und Schließenriemen, um 1968 angebracht. Herkunft: Die Herstellung in oder für Günterstal läßt sich bezüglich Buchschmuck und Schrift im Hinblick auf BLB, Cod. St. Georgen 5 (Antiphonale cisterciense, De sanctis-Teil) vermuten. Die Entstehung von Cod. St. Georgen 5 in Günterstal ist wegen der hier (1™) und sonst nur in Günterstaler Handschriften (s. Güntersthal 4) nachweisbaren Adaption von AH 52 Nr. 196 auf Benedikt wahrscheinlich. Es ist naheliegend, daß Güntersthal 1 und St. Georgen 5 ursprünglich ein zweibändiges Günterstaler Antiphonale gebildet haben, wobei - aufgrund des Buchschmucks - Güntersthal 1 wohl etwas später anzusetzen wäre als St. Georgen 5. Literatur: Ehrensberger , S. 13; Ettlinger , S.4, 95; Beer , Initial und Miniatur, S.40 Nr.40. l r -200 r ANTIPHONALE CISTERCIENSE DE TEMPORE. Huot , Nr. 1-17, 18 (mit Textverlust), 19-21, 22 (mit Textverlust), 23-57, 59, 60, 61 (mit Textverlust), 62-71, 73, 74, 72, 75 (mit Textverlust), 76, 77, 87, 79-85, 86 (mit Abweichungen). 200 r -201 v HYMNAR. Weinmann , Nr. 12, 15, 18,21 (in Strophe 3 bricht der Text unten ab), Moberg , S. 175. 207 Güntersthal 2 • Güntersthal 3 Güntersthal 2 Processionale cisterciense Pergament, 45 Bl., 22,5 x 15,5 cm, Günterstal, um 1600. Kalligraphische Antiqua. Quadratnotation, 7 Systeme, 7 Textzeilen. Abschrift von Güntersthal 3 (s. dort). Die großen mehrfarbigen Initialen sind vom Initialschmuck in Güntersthal 3 abhängig. Zum Einband s. Güntersthal 3. Beide Hss. wurden um 1625 vermutlich in Günterstal gleich gebunden und von einer Hand mit einem ,Index' versehen. Literatur: Ehrensberger , S. 68; Ettlinger , S. 4. 1 r —45" PROCESSIONALE CISTERCIENSE. Abschrift von Güntersthal 3 (s. dort). Textfolge etwas verändert. Güntersthal 3 Processionale cisterciense Pergament, 46 Bl., 22,5 x 16 cm, Günterstal (?), 16. Jh. 2 . Textualis formata. 2 Hände (l r -22 r , 23 r -44 r ), 44 r -46 v Nachtragshände (17. Jh.). Quadratnotation auf 4 roten Linien, 7 Systeme, 7 Textzeilen. Große mehrfarbige Zierinitialen, bis 22 r mit Frucht- und Blütenzweigen und relativ qualitätvoll, danach überwiegend stilisiertes Rankenornament. Dunkler geprägter Lederband (teils vergoldet, stark berieben), von Kyriss aufgrund der Papierspiegel und -Vorsätze um 1625 datiert (Expertise). Vorn und hinten ein ovaler Plattenstempel: Brustbilder von Christus (vorn) und Maria (hinten) mit den Umschriften: IESUS CHRISTUS FILIUS DEI VIV. REX REGUM ET DOMINUS DOMINANTIUM und EX HOC BE- ATA ME DICETOES. GERATIONES. QUIA FECITMICHIMAGNA QUIPOTENSEST. Die Hss. Güntersthal 2 und 3 - beide mit gleichem Einband und ,Index' von derselben Hand (vermutlich um 1625) - sind bis Bl. 18 v hinsichtlich Text und Notation seitengleich. Güntersthal 3 ist die unmittelbare Vorlage von Güntersthal 2. Schrift und Buchschmuck in Güntersthal 3 sind älter als in Güntersthal 2; s. auch Güntersthal 2. Literatur: Ehrensberger , S. 68; Ettlinger , S.4. 1 r -46 v PROCESSIONALE CISTERCIENSE. Ordensübliche Feste (vgl. Weinmann , S. 15 f), unter den Heiligenfesten Bernhard von Clairvaux und Robert von Molesmes; ferner Votivfei- ern und Kasualien. Außerdem: (31 r -38 v ) Gesänge zur Fußwaschung am Gründonnerstag und (39 r —41 v ) >Suffragia ad inhumandum mortuum<. (44 r -45 r ) Nachträge (17. Jh.): Antiphon Hes- bert , Nr. 2822 und Responsorium Hesbert , Nr. 7531, dieses von gleicher Hand auch in Güntersthal 16, 50 v —51 r nachgetragen. Vgl. auch Güntersthal 2, 16 und 17. Im Grundbestand auch übereinstimmend mit Cod. Wonnenthal 2 und sehr weitgehend mit BLB, Cod. Lichtental 102. 208 Güntersthal 4 Güntersthal 4 Hymnarium cisterciense Pergament ■ 134 Bl. • 20x15 • Günterstal • 14. Jh. 1 Lagen: (V-4) 6 , 3 V 36 , (V-l) 45 , 2 V 65 , (VI-2) 75 , V 85 , (V-4) 91 , VI 103 (Kustode XII), (VI-5 + VI + I + VI-2) 134 (Kustode XIII). Kustoden (rot), teils beschnitten bzw. abgeschnitten. Verluste von Text und Buchschmuck (s. unten). Schriftraum 14/14,5 x 9 cm. 6 rotlinierte Notensysteme (Quadratnotation), 6 Zeilen (105 r -109 v u. 134 r 8 Systeme und Textzeilen); reine Textseiten: 15 Zeilen. Textura. Haupthand (14. Jh. 1 ): 1 r —92 v , nachfolgend mehrere, teils nur wenig spätere Nachtragshände, 133" Nachtrag des 17. Jh's (Antiqua). Rubrizierung, blaue und rote Lombarden, ferner zahlreiche etwas größere (einzeilige) blaue und rote Fleuronneeinitialen (Fleuronnee jeweils in der Gegenfarbe), teils mit Zierstäben. Die herausgetrennten Textblätter (s. auch Güntersthal 1) enthielten offenbar sehr qualitätvolle figurierte Initialen. 92 v (oben ausgeschnitten) enthält in der unteren Hälfte das Fragment einer Initiale (vermutlich Schaft eines P) mit Stifterfigur und musizierenden Tieren. Heller unverzierter Lederband, darüber ein hinten fragmentarischer zweiter, ursprünglich vermutlich roter Bezug mit Streicheisenlinien, an den Kanten teilweise lose überlappend; vermutlich fragmentarischer Buchbeutel. Langriemenschließen und Vorderspiegel um 1968 angebracht, der alte Vorderspiegel abgelöst (recto oben Schriftprobe und in winziger Buchschrift (um 1300) philosophische Notizen, oben beschnitten). Ursprünglich lose beigefügtes Fragment eines Papierblattes mit Teilen des Salve regina (17./18. Jh.), jetzt hinten angefalzt. Herkunft: Entstehung in Günterstal ist anzunehmen aufgrund der auf Benedikt adaptierten Fassung von AH 52 Nr. 196 (s. unten, 126'). Der bislang nur in der Handschrift Wonnenthal 1 (153 r ) nachgewiesene Katharina-Hymnus AFI 23 Nr. 381 findet sich außer in der vorliegenden (122 v ) in drei weiteren Günterstaler Handschriften (s. unten). Literatur: Ehrensberger, S. 17; Ettlinger, S. 4, 95. 1 r —88 V HYMNARIUM CISTERCIENSE, notiert. (l r -36 v ) De tempore (Anfang fehlend). W einmann , Nr. 2 (in Strophe 5 einsetzend), 3, 7-9, 16-31; (37 r -81 v ) De sanctis. W einmann, Nr. 32 (mit zusätzlicher Strophe; Textverlust), 33 (mit Strophe 3 beginnend), 34-38, AH 51 Nr. 75 (Strophe 1, Strophe 2 nur Anfang identisch), W einmann , Nr. 39, 40, 21 (Maria Magdalena; nur Strophenanfänge), 41, 59, AH 52 Nr. 139 (61 r ; vornehmlich in Hss. südwestdeutscher Provenienz überliefert), W einmann , Nr. 60, 42, 50 (nur Anfang der 1. Strophe), 56, 58, 43, 48 (nur Anfang der 1. Strophe), 44-47; (81 r —88 v ) Commune sanctorum. W einmann, Nr. 48, 49, 50, (Textverlust), 51 (nur Anfang, Textverlust), 52 a (ab Strophe 4). 89 r -92 r Ps 94. 92 v -134 r NACHTRÄGE (14. Jh.): 92 v -103 r Officium defunctorum, s. D ijon 114, 150 va -151 rb . 103 r — 104 v Lektionen zur Matutin an Ferialtagen (> Tempore resurrectionis< - >In estate<). 209 Güntersthal 4 • Güntersthal 5 104 v — 106 v > Sabbatis ad mandatum per totum annum<, Huot , Nr. 58. Textverlust aufgrund herausgeschnittener Seiten. 107 r — 108 r Deo dicamus gratias in 16 Tönen. 108 v — 133 r Nachträge zum Hymnar: AH 52 Nr .89 (Agnes), s. auch Stäblein , S .590 Nr. 13; Weinmann , Nr. 53, 55 (AH 50 Nr. 386, 388), AH 4 Nr. 39 (alle De corpore Christi); AH 52 Nr. 12 (De Corona spinea), AH 52 Nr. 13; AH 55 Nr .208 (Katharina), s. auch Stäblein, S. 630 Nr. 14; AH 55 Nr. 204 (Katharina), s. auch Stäblein , S. 49 Nr. 82 u. S. 644 Nr. 50, vornehmlich mit südwestdeutschen Textzeugen; AH 23 Nr. 381 (Katharina), einziger in AH angegebener Nachweis die Hs. Wonnenthal 1, 153 r ; auch in den Hss. Güntersthal 7, 197 1 , und 9, 401 v ; AH 14 Nr. 53 (Benedikt, Strophe 1-6, 16-18), AH 52 Nr. 196 (Adaption auf Benedikt, nur in Günterstaler Handschriften bekannt: Güntersthal 4, 126 r — 128 v ; 7, 250"; auch BLB, Cod. St.Georgen 5, 1". Vgl. Güntersthal 1, Herkunft); Reimoffizium AH 50 Nr. 382 (Teile). 133" Marienantiphon Hesbert , Nr. 1542 (17. Jh.) 134' Hymnus de s. Katharina (unvollständig). - 134 v leer. Güntersthal 5 Breviarium cisterciense (Winterteil) Pergament • 330 Bl. • 19x14 ■ Günterstal • 14. Jh. 1 Lagen: i", VII 14 , (I-l + l) 16 , 17 VI 220 , V 230 , 8 VI 326 , I 328 , die abgelösten Spiegel mitgezählt; Bl. 16 mit Nadeln angeheftet. Kustoden 112 v -326 v , z.T. beschnitten bzw. abgeschnitten. Schriftraum 13,5 x 9,5 cm (Kalendar 14 x 12 cm), 2 Spalten, 20 Zeilen (Kalendar 16 Zeilen). Textura, 14. Jh. 1 ; 311 v und 313 V aufgenähte Pergamentblättchen mit wenig späteren Nachträgen. Übliche Rubrizierung, rote und blaue Lombarden, wenige mit Fleuronnee in der jeweiligen Gegenfarbe (17 va , 20 va , 246 va ). Heller, blindgeprägter Lederband des 16.Jh's. Herkunft: Die zum Grundbestand der Handschrift gehörenden Nekrologeinträge (5 r ) mit Freiburger Namen machen die Entstehung in Günterstal (nach 1316) wahrscheinlich. II r : Diß metti buoch hört gon Giintherßtal (15. Jh.; s. Abb. 35). Literatur: Ettlinger , S. 4, 95; Ehrensberger , S.27. I ra -IF b Teile des Benediktoffiziums, die offenbar ausgetauscht wurden, vgl. das komplette Offizium 247 la -250 vb (Abweichungen bei den Lesungen). T-13 r ZISTERZIENSERKALENDAR (vgl. Backaert ), zusätzlich: Honorius (18.3.), >Phil- ippus rex Francie< (14.7.), Gallus (16.10), >Ludewicus rex Francie< (7.11.), Konrad (26.11.). 210 Güntersthal 5 • Güntersthal 6 Nekrologeinträge: 5 r (Haupthand) Cuonradus obiit... (16.4.), Dietricus obiit... (20.4.); nach dem Günterstaler Nekrolog (s. MGH Necr. 1, S. 301) sind dies Cuonradus Kucheli und Dyethrich Snewelin. Cuonradus Kücheli war 1305 in Freiburg Bürgermeister und starb 1316 (vgl. Kindler von Knobloch 2, S. 396; Freiburger Urkundenbuch 3, S. 440). Bei Dyethrich Snewelin handelt es sich entweder um einen ,Ritter von Freiburg', der in Urkunden der 2. Hälfte des 13. Jh's Erwähnung findet, oder um den Ritter Konrad Dietrich Snewelin, der 1320 als Bürgermeister amtierte (vgl. Freiburger Urkundenbuch 1, S. 394, 3, S. 420, 460 f; F. Pfaff , Die Schneeburgen im Breisgau und die Snewelin von Freiburg, in: Alemannia 32 (1904), S. 305). - 3 V (Nachtragshand des 14. Jh's) Frater Heinrichus obiit... (4.3.), Elyzabeth Snewelin obiit... (13.3.), s. MGH Necr. 1, S.299. Die Familie Snewelin war in Freiburg alteingesessen (s. Pfaff , S. 307 f). - l r leer. 13 V -16 V KOMMEMORATIONEN. > Qualiter agatur commemoratio per totum annum.. .<. 17 ra _197 va PROPRIUM DE TEMPORE, Winterteil (1. Adventssonntag - Karsamstag). >Sabbato in adventu domini...<, (5 7 va ) >In vigilia nativitatis.. .<, (82 rb ) >In vigilia epyphanie<, (139 ra ) >Feria quarta in capite ieiunii.. .<; vgl. Brev. cist . 1484, a2 r -kl2 r . 197 va -258 rb PROPRIUM DE SANCTIS, von Agricola und Vitalis (17.1.) bis Mariae Verkündigung (25.3.), im wesentlichen übereinstimmend mit Brev. cist . 1484, sl'-v9 v und ccl2 r -16 v . 258 rb -292 rb COMMUNE SANCTORUM, s. Brev. cist . 1484, ddl r -eel4 r . 292 rb -297 va CANTICA DER III. NOCTURN, Weinmann, S. 18, jedoch ohne Cantica zu Ostern. 297 va -307 rb HYMNAR, Weinmann , Nr. 10-14, 32, 35, 37, 36, 34, 38, 33, 15, 12, 17, 16, 19-21, 18, 22, 48-51. 307 va -328 v NACHTRÄGE: (307 va -310 vb ) Offizium In conversione sancti Pauli, vgl. Brev. cist . 1484, tl r -4 v (ohne Lesungen); (310 vb -325 ra ) Lesungen zum Commune sanctorum; (325 ra -327 ra ) Nachträge zu den Offizien Nikolaus, Agnes und zum Commune sanctorum. - 327 V und 328 leer. Güntersthal 6 Hymnarium et processionale cisterciense Pergament ■ 156 Bl. • 18x12,5 • Günterstal (?) • 15. Jh. Lagen: 1 (ehem. Vorderspiegel)', 10 IV 80 , (IV-1) 87 , 8 IV 151 , (II-2) 153 , I 155 (ehem. auf Hinterdeckel aufgeklebt). Reklamanten, größtenteils beschnitten bzw. abgeschnitten. Schriftraum 13 x 8 cm, 146 v -152 r 211 Güntersthal 6 zweispaltig, 16 Zeilen (reine Textseiten) bzw. 6 Notensysteme (Quadratnotation, 9 r -10 v , 12 v -15 v ausradiert; 15™ im 16./17. Jh. ersetzt, s. unten Literatur: Stäblein ) und 6 Textzeilen. Textura von einer Hand. Übliche Rubrizierung, rote und blaue Lombarden (63 r -80 v , 133'-138 r auch schwarze Cadellen). Roter Lederband mit Streicheisenlinien und Einzelstempeln. Bei der Restaurierung 1975 wurden Rücken und Schließenriemen erneuert sowie neue Perg.-Spiegel und -Vorsatzblätter angebracht. Zu den abgelösten Spiegeln (Bl. I u. 154-155) s. unten: Fragmente. Lesezeichen: 5 an einem Holzstäbchen angebrachte Leinenbänder. - Hinten lose beigefügt: kolorierter Holzschnitt (fragmentarisch), Höhe 70 mm. Dargestellt ist Helena mit Kopftuch, Nimbus und Krone, nach vorn gewandt, das Kreuz, dessen linker Querarm hinter dem Nimbus verschwindet, mit beiden Händen umfassend. Der Boden mit senkrechter Schraffur. Farben: Blau, Rot, Grün und Gelb, Nimbus oxydiert. Nicht bei W. L. Schreiber , Handbuch der Holz- und Metallschnitte des 15. Jh's, 3, 1927, Neudruck Stuttgart 1969 (Nr. 1495 f relativ ähnlich). Herkunft: Die auszugsweise Verwendung des Reimoffiziums De corpore Christi für die Fronleichnamsprozession (s. 116 V ) findet sich genauso in Güntersthal 10 (s. dort mit dem Hinweis auf 2 weitere Günterstaler Handschriften, die das seltene Reimoffizium enthalten). Deshalb ist die Herstellung in oder für Günterstal wahrscheinlich. Die Hs. ist für Klosterfrauen eingerichtet (vgl. 86 v , 87", 110 v , 119 v , 120 v ). Datierung nach der Schrift. Literatur: Mone , Hymnen 1, Nr. 84, 204; 2, Nr.408, 411; 3, Nr.835, 836, 847-851 (jeweils mit der Bezeichnung ,Karlsruher Hs. ohne Nr.'); Ehrensberger, S. 17; Ettlinger, S .4; Stäblein, S .46 Nr.76, 521 Nr. 79, 692 (berücksichtigt nur die 15" erneuerte Notation, s. oben). l r -47 r HYMNAR. AH 14 Nr. 53 (ohne die Strophen 7-15), AH 52 Nr. 130, 129, Weinmann, Nr. 53, 55, AH 4 Nr. 39, AH 52 Nr. 27, Weinmann , Nr. 54, AH 52 Nr. 45, 47, 43, 46, 283 und 284 (jeweils Teile, die zu einem Hymnus zusammengefaßt sind), 103, 101,102, 12 und 13 (zusammengefaßt), AH 50 Nr. 382 (Teile des Reimoffiziums), Weinmann , Nr. 59, 60, AH 52 Nr. 196, 140, 139, Weinmann , Nr. 56-58, AH 52 Nr. 251. 47 r -50 r Te Deum. 50 v -62 v CANTICA DER III. NOCTURN, Weinmann , S. 18; (62 v ) Cantica zu >In exaltatione sive inventione sanctae crucis< und >In dedicatione ecclesiae< (nur Anfänge), s. Brev. cist . 1484, ff 10 V . 63 r -82 r OFFICIUM DEFUNCTORUM, wie Dijon 114, 150 va -151 ra (s. auch Huot, Nr. 132); die Kollekten (78 r -82 r ) umfangreicher als in Dijon 114: Deshusses , Nr. 1015 (1403), 3012, 1416, 1437, 3015, 1429, 2862. 82 r -87 v BENEDIKTIONEN (nicht notiert). (82 r ) Benedictiones lectionum, vgl. Dijon 114, 151' b . Hier zusätzlich 3 Benediktionen >In festivitatibus b. virginis<. (83 v ) >In die omnium sanctorum et s. Martini<; >In assumpcione b. virg.<; (84 r ) Benedictiones privatis diebus per an- num; (86 v ) Benediktionen für Schwestern im Küchendienst und auf Reisen, wie Dijon 114, 148 lb (hier für Nonnen eingerichtet). Text bricht 87 v unten ab. 88 r — 103 v Psalm 94 (Venite exultemus) in 7 Tönen. 212 Güntersthal 6 104 r — 129 v PROCESSIONALE CISTERCIENSE. Ordensüblicher Grundbestand (hier für Klosterfrauen eingerichtet) wie Weinmann, S. 15 f, jedoch Ostern und Pfingsten nicht berücksichtigt. Zusätzlich: (12l v —129 v ) >In cena domini ad mandatum< und (116 v —119 r ) >In die corporis Christi...<, hier die gleichen Texte des Reimoffiziums AH 24 Nr.6 wie in Güntersthal 10, 80 r -83 v . 129 v — 146 v TONAR. (129 v — 131 r ) Kurzformular: Primi toni melodiam psalles in directum , s. Huglo, S. 367, 365, 421 (mit Edition), Version A mit den zisterziensischen Besonderheiten. (13l r —132 v ) >Nota sie canuntur toni. ..<. Apprehendite diseiplinam... (8 Modi); (132 v — 144 v ) Gesänge des Stundengebets und der Messe: (133 r ) >In lectione<. Hee est prima distinetio..., (133 v ) > Sic legitur capitulum.. .< ..., jeweils 1 Modus außer (138 v ) Benedictus, (140 r ) Gloria, (141 r ) Introitusanfänge (Exsurge, Ecce advenit, Vocem iocundum, Nos autem, Ecce deus, Esto michi, Puer natus est, Spiritus domini), hier jeweils 8 Modi. (144 v ) > Super coquinarios vel in viam dirigendos<; (145 r ) >In capitulo versus...<; >In refectorio<; (145 v ) ...sie dicantur post mensam<. 146 v — 1 53 v ALLERHEILIGENLITANEI mit Preces, wie Brev. cist . 1484, G7 V -8 V . Text bricht in der letzten Oration unten ab. - Bl. 154 f s. Fragment 2. FRAGMENTE 1. Pergament, ehem. Vorderspiegel, 1975 abgelöst. Nur recto beschrieben. Schriftraum 12 x 8 cm, 12 Zeilen. Textura formata (15. Jh.). Text vom Rubrikator kreuzweise rot durchgestrichen. I r URBANUS PAPA VI. >Bulla domini pape Urbani sexti (1378-1389) super absolucione personarum ordinis Cisterciensis.. .<. Nur Beginn der Eingangsformel. Anfang unleserlich (abgerieben). Vgl. Paulus 3, S. 152, 254 f (vorliegende Bulle nicht erwähnt). 2. Pergamentdoppeibl., beide Bl. 1975 vom hinteren Deckel abgelöst (gezählt Bl. 154 f). Schriftraum 13,5 x 19,5 cm, 2 Spalten, 26 Zeilen. Textura von 2 Händen, 13. Jh. 2 . 154 r —155 v LIBELLUS DISTINCTIONUM 1237/1257, aus dist. III, IV, XV. Ausgabe: B.Lucet , Les codifications cisterciennes de 1237 et 1257, Paris 1977. (154") Lucet, S .230f, 233, 237 f (dist. III, cap.29, 30, 32; dist. IV, cap. 1-5). (155") Lucet, S. 248-250, 350 (dist. IV, cap. [34]-[44]; dist. XV, Auszug aus cap. 3). 213 Güntersthal 7 Güntersthal 7 Diurnale cisterciense Pergament • 255 Bl. • 13,5x10 • Günterstal • Anfang 14. Jh. Lagen: VI 12 , (VIII-2) 24 , VI 36 , V 46 , 3 VI 82 , V 92 , 2 VI 116 , II 120 , 2 VI 144 , (VI-1) 155 , 7 VI 239 , (V-4 + 2) 247 , IV 255 . Kustoden, mit Lage VII beginnend, 204 r -228 r jeweils auf der Rectoseite des ersten Blattes. Gelegentlich Reklamanten. Schriftraum 8,5 x 6,5 cm, 16 Zeilen. Textura, 3 Haupthände: 1. (Anfang 14. Jh.) 1-21", 23 r — 148", 150 r -155 v ; 2. (nach 1318) 156 r -203 v ; 3. (15. Jh.) 204 r -244 v . Hand 2 und 3 Nachtragshände. Weitere Nachtragshände des 14. Jh's (21 v —22 v , 149" auf Rasur, 246", 248 r —251 v ), 15. Jh's (247", 252 r -254 r , Bastarda) und 17. Jh's (245 r , 255 r ). Übliche Rubrizierung; rote und blaue Lombarden mit Fleuronnee in der jeweiligen Gegenfarbe; 2 aufwendigere Fleuronneeinitialen (14 r , 35 r ), derbe Nachahmungen des bei Beer , Beiträge, S. 19-22 u. Abb. 1-9 (Gruppe 1) beschriebenen Initialstils. Der zerschlissene Pappband des 19. Jh's wurde 1976 durch einen braunen Holzdeckel-Lederband ersetzt. Die alten Papierspiegel sowie ein fragmentarisches Pergamentblatt aus einem Psalterium feriatum (13. Jh. 2 ) mit Ps 131, 15-18, Ps 132 und 133, 1-3 sowie den Antiphonen Hesbert , Nr. 2713, 2537 sind hinten in Tasche beigefügt. Herkunft: Ubereinstimmungen und auffällige Ähnlichkeiten hinsichtlich Inhalt, Anlage und Ausstattung von Güntersthal 7 und 9 (s. auch dort) sowie die Adaption von AH 52 Nr. 196 auf Benedikt (s. 249 r ) sprechen für die Herstellung der Hs. in oder für Günterstal. Das 1318 ins Zisterzienserbrevier aufgenommene Fronleichnamsoffizium findet sich als Nachtrag (s. 156 r ). 255'' Besitzvermerk der Günterstaler Äbtissin Maria Cleophe von Dankenschweil (1618-1633 o. 1643): Dis buch ist Mein. Maria Cleve vonn Danckennschwiler, s. Bader , Güntersthal, S. 187; Krieger 1, Sp.795; Kindler von Knobloch 1, S. 197; s. auch oben die Einleitung, S.73 u. Güntersthal 13. 255": Margreta Holczmüllerin... 1575. Literatur: Ehrensberger , S. 31; Ettlinger , S. 4, 95. I r -34 v PROPRIUM DE TEMPORE, pars aestivalis, mit der Schlußoration des zweiten Feri- altages der Osterwoche beginnend, vgl. Brev. cist. 1484, 11 r —rl6 v . Enge Übereinstimmung mit Güntersthal 9, 89 v -125 v . (2 V ) >In octavapasche <; (9 V ) >In vigilia ascensionis<; (13 v ) >In vigi- lia pentecostes.. .<. (31 v -34 v ) Magnificat-Antiphonen für die Samstage nach Trinitatis, Huot, Nr. 80-85; wie Giintersthal 9, 126 r -130 r . 34 v — 103 r PROPRIUM DE SANCTIS, üblicher Bestand von Stephan (26.12.) bis Thomas (21.12.), vgl. Brev. cist . 1484, sl r -ccl6 v , vereinzelt Nocturnen, ohne Lesungen; (87 v ) Fest der Elftausend Jungfrauen (mit Nocturnen), Reimoffizium AH 5 Nr. 87 (Textfolge abweichend). 103 r — 121 ' COMMUNE SANCTORUM, vgl. Brev. cist . 1484, ddl r -eel6 r . 121'—149' HYMNAR, s. Weinmann , Nr. 10-40, AH 43 Nr.394 (Strophenanfänge), Weinmann , Nr.41, 42, 56-58, 43-51. 214 Güntersthal 7 1 49 v — 1 52 v >In dedicatione ecclesie...<, vgl. Brev. cist . 1484, eel6 r -ff4 v , (1 50 r ) Weinmann, Nr. 52 a und b. 153 r -203 v NACHTRÄGE, 14. Jh. 1 : 153 r —154 v Hymnen zum Offizium des Bernardus Claraevallensis: AH 52 Nr. 139, Weinmann, Nr. 59 u. 60 (Teile). 155™ >In sabbato calendis Augusti ad vesperas<. 156 r —169 r >In praeclara festivitate corporis Domini nostri Jesu Christi< (Volloffizium). Teile des Reimoffiziums AH 24 Nr. 6 (s. auch Güntersthal 6, 9, 10). Hymnen: Weinmann , Nr. 53 u. 55; AH 4 Nr. 39. Lektionen I-XII: Urbanus Papa IV., Bulle ,Transiturus' von 1264, die Einführung des Fronleichnamsfests betreffend. 1 69 r — 181 v >De spinea Corona domini<, Volloffizium. Vgl. Brev. cist. 1484, z4 v -9 r ; AH 52 Nr. 12 u. 13. 181 v -203 v Offizien und Offiziumsteile zu einzelnen Heiligenfesten: (181 v ) Elftausend Jungfrauen (12 Lektionen); (185 v ) Katharina (Volloffizium), Teile zweier Reimoffizien AH 26 Nr. 72 u. 73, AH 55 Nr. 208, 204 (Teile, besonders im südwestdeutschen Raum überliefert); (197 v ) Benedikt. Teile des Reimoffiziums AH 25 Nr. 52; (199 r ) Agnes. Teile des Reimoffiziums AH 25 Nr. 8, AH 52 Nr. 89; (201 r ) Nikolaus; (202 r ) Johannes der Täufer; (202 v ) Petrus von Tarentaise. Teile des Reimoffiziums AH 28 Nr. 49, überwiegend in Handschriften südwestdeutscher Provenienz überliefert; (203 v ) 10000 Märtyrer; 203 v bricht der Text unten ab. 204 r -244 v , 247™ NACHTRÄGE, 15. Jh.: 204 r -211 r Nocturnen und Laudes zum Kirchweihoffizium, vgl. Brev. cist . 1484, eel6 v -ff4 v (Lektionen V-XII weichen ab). 211 r —225 r Visitatio Mariae (Volloffizium), AH 52 Nr. 45, 47, 43, 46. 225 r -244 v >Hystoria de sancta Anna matris Marie.. .< (Volloffizium), Teile des Reimoffiziums AH 25 Nr. 18, AH 52 Nr. 103, 101, 102 (außer Strophe 3); (228 r ) >Incipitprefacio sancti Ihero- nimi presbyteri in vitam sancte Anne et nativitatem virginis Marie.. .<. (228 v ) Postulastis, filie Iherusalem, postulastis, sorores dilectissime... Auszüge aus BHL 483 (Lectio I), 484 (Lectio II- III), 5343 (Lectio IV-XII: PL 30, Paris 1846, Sp.298B-302A); AH 52 Nr. 102. - 245 r s. 255 r . 247™ Marienantiphonen, Orationen. Hesbert , Nr. 3851, 2418, Oratio de B. M. V.: Dens inef- fabilis misericordie, quiprimepiacula mulieris... ; (247 v ) Oratio de b. Maria Magdalena: Dens cuiusfide succensa beata Maria Magdalena... 246™, 248 r -251 v NACHTRÄGE, 14. Jh.: 246™ > Ordo privatis diebus post octavam de corpore domini<. 248'-249 r Cantica zum Offizium >De virginibus<, s. Weinmann , S. 18. 249 r -251 r Hymnen zum Offizium des hl. Benedikt: AH 14 Nr.53 (ohne Str.7-15), AH 52 Nr. 196 (wie Güntersthal 4, 126 r — 128 v , s. dort). 251™ Reimoffizium AH 50 Nr. 382 zu >In festivitate spinee corone domini...< (Teile). 215 Güntersthal 7 • Güntersthal 8 252 r -254 r NACHTRÄGE, 15. Jh.: 252 r Orationen de s. Benedicto ( Omnipotens sancte deus, qui hodierna die carnis eductum er- gastulo beatum Benedictum...) und de s.Johanne Ev. ( Ecclesiam tuam domine benignus illustra, ut beati Johannis Evangeliste...). 252 v -253 v >Privatis diebus in octava visitacionis Marie<, mit Teilen des Reimoffiziums AH 24 Nr. 29. 253 v -254 r Hymnen de s. Maria Magdalena: AH 52 Nr. 283 (ohne Strophe 5) u. 284 (ohne die Strophen 4 u. 5). - 254 v leer. 255 r zum Besitzvermerk der Äbtissin Maria Cleophe von Dankenschweil s. Herkunft. Von ihrer Hand auch (245 r ) das deutsche Mariengebet: O Maria, eine mitlerin zwischen gott und denn menschen, mach doch das mitel... Auch BLB, Cod. Lichtenthai 90, 272 v -273 r ; 98, 43 r ; St. Peter pap. 18, 168 v -169 r ( Kat. X, 1, S. 124; XI, S.414, 236). Giintersthal 8 Psalterium feriatum Pergament • 146 Bl. • 13,5x9,5 • Oberrhein • 13. Jh. 1 Lagen: (V-l) 9 , V 19 , (V-l) 28 , V 38 , IV 46 , 4 V 86 , (V-3) 93 , (V-l) 102 , 2 V 122 , IV 130 , (V-l) 139 , (IV-1) 146 ; Textverluste, auch fehlt vermutlich vorn eine ganze Lage mit dem Kalendar. Schriftraum ca. 9 x 7 cm, 20-23 Zeilen. Textura von einer Hand des 13. Jh's 1 . Nachträge des 15. u. 16. Jh's an den Blatträndern. Übliche Rubrizierung, rote und blaue Lombarden. An den Psalmanfängen derbe Fleuronneeinitialen mit eigentümlichem aus Palmetten und langgezogenen Schlaufen gebildetem Filigran', ,in oberrheinischen Zisterzienserskriptorien häufig vorkommend' ( Beer , hs. Expertise in der BLB); ferner an den Teilungsstellen (17', 30 r , 55', 71 v , 101 r , 116 v ) größere Zierinitialen mit Knollenblattranken oder Tierkörpern, unbeholfene Nachahmungen des ,im Elsaß und am Hochrhein seit dem Ende des 12. Jh's nachgewiesenen' Initialstils ( Beer , hs. Expertise in der BLB); der quadratische Rahmen rot, in den Zwickeln blau, Buchstabenkörper rot (einmal blau) oder so wie die Ranken nur konturiert, der Fond im Innern der Initialen mit aufgemaltem Gold. Brauner Lederband, Papiervorsätze und -Spiegel von 1976; davor ohne Einband. Herkunft: Lokalisierung aufgrund der Initialornamentik. Literatur: Ehrensberger , S. 5; Ettlinger , S. 4, 95. I r -146* PSALTERIUM NON FERIATUM. (1135 r ) Ps 1-150 (unvollständig), dem Cursus romanus entsprechend. Randzusätze des 15./16. Jh's (s. oben) für den liturgischen Gebrauch (zisterziensisch). Folgende Lücken: Ps 1, 1-2,7; Ps 50,10-52,3 (41 v /42 r ); Ps 96, 10-101,2 (86 v /87 r ). (135 r — 144 v ) Laudes-Cantica; (144 v — 146 v ) Te deum, Benedictus, Magnificat (bricht unten auf 146 v mit Lc 1, 54 ab). 216 Güntersthal 9 Güntersthal 9 Diurnale cisterciense Pergament • 401 Bl. • 12,5 x 8,5 • Günterstal • um 1300 Lagen: 9 VI 108 , V" 8 , VT 130 , V' 40 , VII 154 , V 164 , VII 178 , V 188 , VII 202 , V 212 , VII 226 , V 236 , VII 250 , V 260 , (VII-2) 272 , 2 VI 296 , (VI-2) 306 , 6 VII 378 , VI 390 , (VI-1 ) 401 ; Zusätze z.T. abgeschnitten, 124 r -125 v fragmentarisch (Textverlust). Die zweite Lage (13 r -24 v ) wurde vermutlich schon früh verbunden. Schriftraum 9x6 cm, 15 Zeilen (273 r -401 v 16 Zeilen). Textura, 3 Hände: 1. l v -272 r (Haupthand), Ende 13. Jh.; 2. l r , 272 v , 297 r -401 v , nach 1318; 3. 273 r -294 r (Einschub), 15. Jh. Übliche Rubrizierung, rote und blaue Lombarden. Die qualitätvollen Fleuronneeinitialen (l v , 28 r , 37 v , 85 r , 101 r , 105", 131 r , 156 v , 181 v , 191 r , 205 r , 367 v ) sind der Gruppe 1 bei Beer , Beiträge, S. 19-22 und Abb. 1-9 zuzuordnen. Weiteres dazu s. oben Güntersthal 1. Der verschlissene Ledereinband des 19. Jh's wurde 1976 durch einen neuen Holzdeckel-Ledereinband ersetzt. Herkunft: Die Erwähnung Trudperts in der Allerheiligenlitanei (397 v ), der Buchschmuck (s. oben) und die Textverwandtschaft mit anderen Günterstaler Hss., besonders bezüglich des Reimoffiziums De corpore Christi (297 v -302 r ; vgl. Cod. Güntersthal 7, 156'; 6, 116 V ; 10, 80 r ) weisen auf Herstellung in oder für Günterstal. Zur Datierung: Im Hauptteil (Hand 1) sind folgende Feste nicht bzw. nur als Randnachträge berücksichtigt (in Klammern die Jahresdaten der Einführung im Zisterzienserorden, nach Bak- kaert , S. 121 f): 133 v Eligius (?) (1287), 175 r Translatio Benedicti (1291), 214 r Katharina (1300). Hand 2 bringt Fronleichnam (1318) im Textzusammenhang (297 v -302'). Literatur: Ettlinger , S. 4, 95; Ehrensberger , S. 31. l r Vesper zum Offizium >Decem milium martyrum< (Nachtrag). l v -12 v , 25 r —130 v PROPRIUM DE TEMPORE, z.T. mit Nocturnen (ohne Lektionen). Vgl. Brev. cist . 1484, a2 r -rl6 v . (l v ) >Sabbato in adventu Domini<, (26 v ) 7 O-Antiphonen, Hes- bert , Nr. 4081, 3988, 4075, 4010, 4050, 4078, 4025, (28 r ) >In vigilia nativitatis domini<, (37 r ) >In vigilia epiphanie.. .<, (50 r ) >In capite ieiunii<, (84 v ) >/w vigilia pasche.. .<, (100 v ) >In vigilia ascensionis.. .<, (105 v ) >In vigilia pentecostes.. .<; (126 r -130 r ) Magnificat-Antiphonen für die Samstage nach Trinitatis, Huot , Nr. 80-85, wie Güntersthal 7, 31 v —34 v ; (130™) Rubrik >De IUIhystoriis, que cantantur breviter a kalendis Augusti usque adventum<. 89 v -130 r wie Güntersthal 7, l r -34 v . 13 r -24 r COLLECTAE UND COMMEMORATIONES für Heiligenfeste ohne eigenes Offizium, mit zwischengeschalteten Commune sanctorum-Texten. 24 v Lektionsbenediktionen (Benedictioneperpetua. ..), s. Dijon 114, 151 rb . - 13 r —24 v (2. Lage) verbunden. 25 r -130 v s. oben. 217 Güntersthal 9 131 r —214 r PROPRIUM DE SANCTIS, üblicher Bestand von Andreas bis Clemens und Felicitas, vgl. Brev. cist . 1484, ccl3 r -16 v , sl r -ccl2 v ; (201 r ) Reimoffizium AH 5 Nr. 87 zum Fest der Elftausend Jungfrauen (Teile, Textfolge wie Cod. Güntersthal 7, 87 v -92 r , aber stärker gekürzt); Randnachträge (Verweisungen): Eligius (?) (133 v ), Thomas von Aquin (153 r ), Translatio Benedicti (175 r ), De spinea Corona (181 r ), Katharina und Konrad (214 1 ). 214 r —2 1 7 v >In dedicatione ecclesie.. .<, vgl. Brev. cist . 1484, eel6'-ff4 v ; (2 15 r ) >In nova dedica- tione.. .<, >In secundo anno.. .<. 217 V -237 V COMMUNE SANCTORUM, vgl. Brev. cist . 1484, ddl r -eel6 r . 238 r -272 r HYMNAR, Weinmann , Nr. 10 -42, 56-58, 43-52 a u. b. 272" s. 297 r . 273 r -296 v NACHTRÄGE, 15. Jh.: 273 r -280 v >Hystoria de visitacione beate Marie virginis< , Teile des Reimoffiziums AH 24 Nr. 30, AH 52 Nr. 45, 47, 46, 43. 280 v -282 r >Per octavam visitationis... ad noctumum<. 282 v -289 r >Incipit hystoria Anne matris gloriose virginis Marie... <, Teile des Reimoffiziums AH 25 Nr. 18, AH 52 Nr. 103, 101, 102. 289 r —291 v Benedikt-Hymnen AH 14 Nr. 53 ohne Str. 7-15, AH 52 Nr. 196 (nur bis Str. 5, eine zusätzliche Str.), AH 22 Nr. 100 (mit starken Abweichungen). 291 v —292 v Maria Magdalena, Hymnen AH 52 Nr. 283 (ohne Str. 5), 284 (ohne Str. 4 u. 5). 293'—294 r Nachtrag zu 273 r (Capitula und Orationen). - 294 v -296 v leer. 297 r -401 v , 272 v NACHTRÄGE, 14. Jh. 1 : 272", 297' Rubriken: >De antiphonis in sabbato ad magnificat dicendis<. 29 7" >In dedicatione ecclesie.. .<, Vesper. 297 v -302 r >In festo corporis domini<, Teile des Reimoffiziums AH 24 Nr. 6, s. auch Güntersthal 7, 156 r u. Herkunft; Weinmann , Nr. 53, 55, AH 4 Nr. 39. 302 r -305 r >Spinee corone domini<, AH 52 Nr. 12 u. 13. 305 r -311 r , 399 v -401 v Offizien und Offiziumsteile zu Heiligenfesten: (305 r ) Katharina, AH 55 Nr. 208, Teile der Reimoffizien AH 26 Nr. 72 u. 73; (307 v ) Agnes, Reimoffizium AH 25 Nr. 8 (Teile), AH 52 Nr. 89; (309 r ) Petrus von Tarentaise, Reimoffizium AH 28 Nr. 49 (Teile) mit hauptsächlich südwestdeutschen Textzeugen; (309 v ) Nikolaus; (310 r ) Bernhard, Weinmann , Nr. 59 u. 60 (ohne die Strophen 3 u. 4); (399 v ) Benedikt, Reimoffizium AH 25 Nr. 52 (Teile); (401 r ) Nikolaus (Collecta); Katharina, Teile des Hymnus AH 55 Nr. 204 (in Handschriften südwestdeutscher Provenienz überliefert), AH 23 Nr. 381. 311 r —367 v Parvum Officium B .M.V. >Cursus de sancta Maria.. .<, vgl. Brev. cist . 1484, ggl2 v - 15 v ; dazu die Hymnen AH 32 Nr. 130 (Teile), AH 50 Nr. 19 u. 20, Weinmann , Nr. 13 (Teile), AH 50 Nr. 7, die Primpsalmen (336 r -352 r ) und die Vesperpsalmen (352 r -367 v ) von Montag bis Samstag. 218 Güntersthal 9 ■ Güntersthal 10 367 v -399 v Officium defunctorum. >Vigilia mortuorum< ; s. Dijon 114, 150 va -l51 ra und Huot, Nr. 132; (392 v -396 v ) 7 Bußpsalmen; (396 v -399 v ) Allerheiligenlitanei mit Preces und Oratio- nen, vgl. Brev. cist . 1484, G7 V -8 V (in Güntersthal 9 eine Oration zusätzlich); bemerkenswert 397 v Truperte (Verehrung ganz überwiegend im Freiburger Raum; s. Herkunft). 399 v -401 v s. 305 r . Güntersthal 10 Processionale et rituale cisterciense Pergament • 3 (Pap.) + 88 + 3 (Pap.) Bl. • 12,5x8,5 • Günterstal (?) • 14. Jh. Lagen: II 111 (inkl. Spiegel), 3 VI 36 , (VI-1) 47 , 2 VI 71 , IV 79 , II 83 , III-l 88 , II 91 (inkl. Spiegel). Kustoden, zum Teil beschnitten bzw. abgeschnitten. Wz.: Wappen, nur bruchstückhaft sichtbar, möglicherweise Freiburger Papier und um 1530-1540 beschriftet ( Piccard , Expertise). Schriftraum 10 x 7,5 cm, 5 rotlinierte Notensysteme (Quadratnotation) und 5 Textzeilen bzw. (60 r -79 v ) 16 Textzeilen. Textura von einer Hand des 14. Jh's sowie Nachträge von mehreren Händen des 14. u. 15. Jh's (80 r -88 v ) und ein Nachtrag um 1610 (s. IIP). Rote Lombarden (80 v -82 v auch blaue), Rubriken, Zeilenfüller. 80 r blau-rot abgesetzte Fleuronneeinitiale. Blindgeprägter brauner Lederband. Die im Mittelfeld verwendete Rolle findet sich auch bei Güntersthal 13 (s. dort). Herkunft: Aufgrund des seltenen Reimoffiziums (s. 80 r ), das noch in 3 weiteren Günterstaler Handschriften (6, 7 und 9) vorkommt, ist die Herstellung in oder für Günterstal wahrscheinlich. Einband und Papier (16. Jh.) weisen ebenfalls auf Günterstal. Einträge um 1610 vermutlich von einer Günterstaler Nonne ( Elßbet von Röttenberg) s. III". 88 v : A.K. V.E. (wohl 16. Jh.). Datierung nach der Schrift. Literatur: Ehrensberger , S. 73; Ettlinger , S. 4. III 1 " Oration Bruylants 2, Nr. 227: >Francisci de Paula< (1519 kanonisiert, Fest am 3. April). Anschließend die Notiz: Im 1610 jar das aller erst mal in disem gotzhus gehaltten worden am Fridag vor dem balmdag (sunst (HF) was es schon vinfund zweintzigjar, das man in das erst mal beging). Abgeschreiben von mier Elßbet von Röttenberg. IF mit Bezug auf die genannte Oration: dise colecten wo er begraben ist hie zu land am clein the... (?). Angehörige des Geschlechts von Rotenberg (Rötenberg) sind im Breisgau nachgewiesen. Vgl. Krieger 2, Sp. 673; Kindler von Knobloch 3, S. 652. l r -55 r PROCESSIONALE. (l r ) >In purificatione sancte Marie... <, (7 V ) >In ramis palmarum<, (15 v ) >In ascensione domini<, (19 r ) >/» assumptione sancte Marie<, (23 r ) >Ad mandatum<, (36 r ) In parasceve, mit zisterziensischer Allerheiligenlitanei und Preces, (53 v ) Ad benedictionem aquae, (54 v ) >In diepasce<, (55 r ) >In diepentecostes<; zum Ganzen s. Weinmann , S. 15-18; zusätzlich die Gesänge zur Fußwaschung am Gründonnerstag (23 r -36 r ), Huot , Nr. 58. 219 Güntersthal 10 • Güntersthal 11 55 v -59 v PROZESSIONSGESÄNGE des Begräbnisritus: Subvenite, Suscipiat, Memento, Li- bera me, Clamantes, Chorus angelorum, Clementissime, vgl. Dijon 114, 150' a ; (58 r ) Anfänge der 7 Bußpsalmen. 60 r -79 v RITUALE. Krankenölung, Sterbe- und Begräbnisritus, jeweils Teile, vgl. Dijon 114, 149 rb -150 va . (60 r -64 v ) Quo ordine inungantur inßrmi..., Ps 40, 42, 141,102, Credo; (64 v - 67 v ) Zisterziensische Allerheiligenlitanei mit Preces (für Frauen eingerichtet); 67 v -76 r 7 Bußpsalmen; (76 v -79 r ) Kollekten, wie Dijon 114, 150 rc -150 va sowie zusätzliche. 80 r —88 V NACHTRÄGE: (80 r -83 v , 84 v -85 v ) Reimoffizium De corpore Christi, AH 24 Nr. 6 (Teile). Wohl Gesänge zur Fronleichnamsprozession, wie Güntersthal 6, 116 V —119 r (gleiche Textfolge); s. auch Güntersthal 7, 156 r und 9, 297 v . (87 r —88 V ) Osterhymnus AH 54 Nr. 7. - 86™ leere Notensysteme. Güntersthal 11 Andreas Rüttel d.J., Collectanea Wirtembergensia, lat.-dt. Papier • IV+417S. • 32 x 22 • Stuttgart u. a. • 1550-1575 Kursive des 16. Jh's im Kern von zwei Händen (s. unten); Kustoden. Orangeroter Pergamentband mit Streicheisenlinien. S. II-III Ausschnitte aus der Osianderbibel (Tübingen 1600, VD 16, B 2672; Bildnis Herzog Friedrichs I. (1593-1608) und württembergisches Wappen). Restaurierung 1967 unter Erneuerung von Spiegeln und Vorsätzen. Die ausgelösten Deckelpappen bestanden aus Druckmakulatur einer deutschen Bibel sowie aus beim Druckprozeß angefallener Makulatur zweier Drucke der Tübinger Werkstatt Georg Gruppenbach (Augsburger Bekenntnis, 1599 (VD 16, K 2004); Leichpredigt auf Lucas Osiander von Johannes Magirus, 1604; heute in separater Mappe). Herkunft: S. 1-20 (Lage 1) wurden wohl von dem württembergischen Archivar Andreas Rüttel d. Ä. (1507-1565) geschrieben, S. 21—414 im Kern von seinem Sohn, Andreas Rüttel d.J. (um 1532-1587, vgl. Bernhardt , S. 583—585); s. Hannemann , Wildbader Denkmäler, S. 112f. Eine vergleichbare Rüttel- Handschrift bewahrt die WLB Stuttgart auf (Cod. hist. quart. 58; Heyd , Hist. Hss. 2, S. 22 f; Hannemann , Wildbader Denkmäler, S. 113 f). Das Alter der Einbandmakulatur weist darauf hin, daß die einzelnen Lagen der Handschrift (und einige Einzelblätter) erst zu Beginn des 17. Jh's in Tübingen zusammengefügt wurden. Cod. 179 des FondsJ 1 im HStA Stuttgart enthält auf Bl. 105 r —123 r eine beschreibende Inhaltsangabe von Güntersthal 11 von Johann Christian Volz (1721-1783); s. Kat. Stuttgart HStA, S. 213, 570. Der Codex befand sich zu dieser Zeit im Kloster St. Märgen. Er gelangte im Dezember 1806 über die Karlsruher Gemäldegalerie unter anderen Handschriften aus St. Märgen und Günterstal an die Hofbibliothek: ... ingleichen ein Manuskript von Historischen Kollektaneen aus dem XVI.ten Jahrhundert (BLB, K 2986,10, 12 r ). Da der Codex keinen Besitzeintrag aufweist, war eine Zuordnung zum Fonds St. Märgen in der Folge offensichtlich nicht mehr möglich. 220 Güntersthal 11 Literatur: Längin , Nr.225; Ettlinger, S. 5, 95; Hannemann , Tuttlingens Mittelalter, S. 5-32; Hannemann , Wildbader Denkmäler, S. 103-124; K.Graf , Ein verlorenes Mandat Friedrichs II. zugunsten von Kloster Adelberg, in: ZWLG 43 (1984), S. 407 f; Kat. Stuttgart HStA, S. 213, 570. Vorbemerkung: Es handelt sich bei Cod. Güntersthal 11 um eine nur teilweise systematisch angelegte Sammlung von Urkundenabschriften, -regesten, Chronikauszügen, literarischen Texten, genealogisch-biographischen Notizen, Epitaphien etc. mit Bezug zu Württemberg. Bereits gedruckt nachweisbare Urkunden (vor allem in den Württembergischen Regesten, WReg , und im Wirtembergischen Urkundenbuch, WUB) sind ohne Betreff nur mit der Nummer in der Edition erfaßt, alle anderen in Regestform wiedergegeben. Nicht erfaßt werden können die vielfältigen biographisch-historischen Notizen (im folgenden: Nomina), bei denen es sich zumeist um Auszüge der Personennamen und Datierungen aus Urkunden handelt (vgl. S. 113 ff: Auszüge aus den Zins- und Kaufbriefen des Klosters Reutin). S. 1-20 NOTATA VARIA VON ANDREAS RÜTTEL D.Ä. (S. 1 f) Urkunde: WReg 6075; (S.3f) Auszüge aus Johannes Nider, Formicarius, zum Tod Graf Eberhards III. (1392— 1417); Text: Johannes Nider, Formicarius. Einführung von H.Bidermann , Graz 1971, S.62. (S. 5) Urkunde. Text: Chr. Fr. Sattler , Geschichte des Herzogthums Würtenberg unter der Regierung der Herzogen, 2, Tübingen 1770, Beilage, S. 205 Nr. 85; (S. 6) Regesten/Notizen betr. Kloster Adelberg; K. O. Müller , Urkundenregesten des Prämonstratenserklosters Adelberg (1178-1536), Stuttgart 1949, Nr. 3, 16, 77, 59; Graf (s . Lit.), S. 414 (auf der Basis von Güntersthal 11); (S.7-12) Regesten: WRf.g 8061; REC 5774. Urkunde, Text: Besold, Documenta, S. 559-561; (S. 13-14) Renovation der Freiung Neuenbürgs 1454. Abschrift aus dem verlorenen Stadtgerechtigkeitsbuch. Druck nach anderer Vorlage: A. Reile , Die Freiung der Stadt Neuenbürg, in: ZWLG 8 (1944/48), S. 357 f; (S. 19) Anekdote von der vergeblichen Belagerung der Burg Teck 1286. Nota, man findt als vor Jars Teck das schloß bey Kirchen... und sollen noch bey Owen, gegen Beyra zu, vestigia castrorum sein ; (S. 20) Inschrift aus dem Stuttgarter Dominikanerkloster. >Stutgardie in monasterio fratrum predicatorum... sequentes versiculi in pariete cenaculi estivalis leguntun. Bis septingentis decies Septem tribus annis... (5 Verse); R. Rau , Uber eine Sammlung von Inschriften des 16. Jahrhunderts, in: ZWLG 23 (1964), S. 426. Genealogische Notizen oder Inschriften zur Geburt von Maria von Württemberg (1496-1541) und zum Tode von Katharina von Württemberg (1441-1497). S. 21 Notizen zur Geschichte des Heilbronner Franziskanerklosters (1272-1465). S. 23 f >Epitaphia Mart. Lutheri a Phil. Mela. scriptum<. Est patefacta iterum Christi monstrante Luthero... (10 Verse). >Ad imaginem Phil. Mela.<. Sicut apis vario sugens e flore liquorem... (8 Verse). S. 25 Philipp Melanchthon, De veteri numismate gentis Iudeae (18 Verse). Text: Corpus Re- formatorum, hrsg. von K. G. Bretschneider, 7, Halle 1840 (Nachdruck New York/Lon- 221 Güntersthal 11 don/Frankfurt a. M. 1963), Sp. 965. Zur den Tübinger Mathematiker Philipp Imsser betreffenden Subscriptio s. Hannemann , Wildbader Denkmäler, S. 113. S.27-29 >Ex Appendice Sebastiani Francken...<. Chronikalische Auszüge für die Jahre 1543— 1564 aus der bis 1565 fortgeführten Redaktion von Sebastian Franck, Chronica: Zeytbuch und Geschichtbibel (VD 16, F 2073). S. 33-113 Nomina, Obiit-Vermerke, historische Notizen, Urkunden, Regesten etc. >Nomina illustrium ac nobilium personarum ex authenticis literis collecta An. Salut. MDLXVU. Erwähnenswert: (S. 36) Regesten: Wilhelm Rud von Bödigheim verkauft seine Einkünfte zu Widdern an Elsa von Seideneck 1480. Anselm von Eicholzheim und seine Frau verkaufen Herzog Ulrich von Württemberg (1498-1519, 1534-1550) ihren Newenteil am gemainem Vierteil zu Widdern 1512; (S.41) Regest: WReg 2112. Notiz zu einem Lehengericht Herzog Ludwigs I. von Württemberg (1419-1450) in Reichenweiler 1438; (S. 42) Regest: Wilhelm von Reischach zu Dietfurt verkauft Schloß Hornstein an Hieronimus von Croaria 1501; (S.43) Regesten: Karl IV. (1346-1378) gibt Sielmingen Eberhard von Stoffeln zu Lehen 1365. Karl IV. gibt Sielmingen und den Bernolitishof den Erben Eberhards von Stoffeln zu Lehen 1377. Wenzel (1376-1419) gibt dasselbe Hans, Konrad und Wolf von Stammheim zu Lehen 1397; (S.44) Regest: WRf.g 13226; (S. 47) Regesten: WReg 14636. Einlösung der Pfandschaften Sigmaringen und Veringen durch Graf Ludwig I. 1430, vgl. S. 53, 56, 76. Notiz: Graf Wilhelm von Kirchberg wird Graf Eberhards V. von Württemberg (1457-1496) Diener 1473; (S.51) Teilregest: Mechthild von der Pfalz verzichtet auf die Vormundschaft für ihre Kinder 1450, vgl. WReg 264; (S.64) Notiz: Heirat von Gabriel Salamanca mit Elisabeth von Baden 1533; (S. 65) Notiz: Eroberung von Sulz durch Württemberg 1422; (S. 66) Notiz: Hans von Dornberg d.J. wird Graf Eberhards V. Diener 1481; (S.68) Regest: Hans Mäßlin, Bürger zu Rottweil, empfängt den achten Teil des großen und kleinen Zehnten zu Zimmern ob Rottweil von Jakob von Falkenstein zu Lehen 1456; (S. 69) Regest: Georg Herter von Dußlingen verkauft dem Kloster Bebenhausen seine Leibeigenen zu Entringen und Jesingen 1416; (S.70) Regesten: WReg 4823. Margarethe von Sachsenheim übergibt dem Kloster Zwiefalten die Kast- vogtei, den Kirchensatz und den halben Zehnten zu Willmandingen 1468; Bestätigung durch ihren Sohn Hans von Sachsenheim nach ihrem Tod 1474. WReg 7282; (S. 71) Regest: WReg 2112. Notiz: Alwig Graf zu Sulz wird Graf Eberhards V. von Württemberg Diener 1475; (S. 72) Regesten: Graf Ulrich V. verkauft Eberhard von Hüsenstein die Hälfte von Feuerbach 1467. Karl V. (1519-1556) verkauft Möckmühl an den Bischof von Würzburg (1534). Anselm von Justingen übergibt dem Kloster Güterstein Widemgüter in Buttenhausen 1330; (S. 73) Regest: WReg 8061 (wie S. 7); (S. 75) Regest: Heinrich von Yberg und Kuntz von Sachsenheim verkaufen Graf Eberhard II. (1344-1392) ihre Leibeigenen zu Bietigheim 1368; (S.76) Regest: Aufhebung der Vormundschaft über Ludwig II. (1450-1457) und Eberhard V. (1459- 1496) 1453; (S.77) Regest: WReg 2099; (S.78) Magnificat-Antiphon von AH 25 Nr. 19 (St. Anna); Notiz: Ubergabe der Pfandschaften Wasseneck und Oberndorf an Wernher von Zimmern 1460 (1462); (S. 81) Sprüche: Homo proponit, Deus autem Opt. Maximus inßnita sua 222 Güntersthal 11 potentia... sunt sortes meae; Alterius non sit, qui suus essepotest (Walther , Prov., Nr. 874, u. a. Motto des Paracelsus), dazu dt. Ubersetzung: Eins andern knecht sol niemandt sein/ der für sich bleiben khan allein-, Ps 112, 2; 24,6; (S. 83) Obiit-Vermerke; (S. 85-88) Stammtafeln Dänemark, Polen, Mecklenburg, Habsburg, Sachsen; (S.89-91) Wappen etc., u.a. >Sigillum Ca- pitaneorum Seditionis Rusticanae in Ducatu Wirtembergensi An. MDXXV. Kaien. Maii<; (S. 93-96) Verzeichnisse württembergischer Flüsse, Reichsstädte, Regionen, Täler, Herrschaften, Klöster und Lehen; (S. 97) Briefe: Aufforderung zu einer Landesbeschreibung an eine ungenannte Person, [ 15]35 (?), wohl Herzog Ulrich von Württemberg. Graf Eberhard III. (1392-1417) weist Schultheiß und Richter zu Tübingen an, seinen Knecht Wyglin als Unterkäufer zu verwenden, 1415; (S.99) Regesten: Graf Ulrich V. (1419-1480) und Eberhard V. (1459-1496) geben Georg und Erenfrid von Vellberg Leofels zu Lehen, 1468. WReg 6153; (S.lOlf) Regesten: WReg 13172, 13176. Graf Ulrich (V.) belehnt im Namen Graf Eberhards V. Wilhelm Herter von Hertneck mit dem Gesäß, beiden Häusern zu Dußlingen u.a. 1458; (S. 103) Zeugenliste aus der Confirmatio Fundationis Alpirsbacensis; Besold , Documenta, S. 250; (S. 105-108) > Nomina Illustrium Personarum<-, (S. 109f) Notizen zum Turnier bei der Hochzeit von Anton Graf zu Ottenburg 1571; vgl. S. 181 -190. S. 111 f (?), 113-122 >Extract etlicher alten geschlechter auß den Zinß- und Kauffbrieffen des Clo- sters Ruithi (Reutin) bei Wilperg gelegen etc. gezogen<. (S. 113) Regest: Rudolf der Scheerer III. von Tübingen verkauft dem Kloster Reutin die drewtheil an des Wylhamers Hoff zu Nufringen 1355; (S. 117) Regest: WUB 4941. S. 123-133 Regesten, Notizen, Berichte. (S. 124) Regest. Graf Eberhard III. verleiht die drei Kirchen zu Dornstetten, Sulz und Ubersheim an Heinrich von Geroldseck 1393, vgl. WReg 8163; (S. 125) Verzeichnis der Herrschaften in Württemberg; (S. 126) Bericht über die Fehde von 1464; s. Chr.Fr. von Stalin , Wirtembergische Geschichte, 3, Stuttgart 1856, S. 559f; (S. 126a-127) Verzeichnis württembergischer Klöster; (S. 128) Notiz: Graf Eberhards V. Pilgerfahrt ins Hl. Land 1468; (S. 129) >Costentz<. Auszüge aus der Konstanzer Chronik über zwei kalte Winter in der Stadt 1378 und 1370; Text: Ruppert , Chroniken, S. 90, S. 72; (S. 133) Regesten: WReg 12491, 12487. Bericht über die Zerstörung der Feste Teck 1525. S. 135-137 GEISTLICHES LIED. >Die gaistlich Uhr<. Einleitung: Das ist was der mensch alle tag... (4 Verse)... 1571. Lied: Ain ainiger Gott inn ewigkait/ Der Himmel und erd hat berait... (12 Strophen zu 4 Versen). Schlußgebet: Welcher mensch alle stund... (8 Verse). S. 137 'Epigramma in Avaros<. Mein Hertz nie grosser frewd empfieng... mit Akrostichon: MAMMON DU MEIN GOTT { 16 Verse). S. 139 Tischordnung bei der Hochzeit Erzherzog Karls von Osterreich 1571. S. 143-157 Auszüge aus der Konstanzer Chronik zum Städtekrieg und der Schlacht bei Reutlingen 1377. (S. 143-147) Anno 1377 do kriegtgraffEberhard... unndgeschach dißAnno Domini 1389 inn Ostern-, Text: Ruppert , Chroniken, S. 80-83; (S. 148) Item Anno Domini 1389 an 223 G üntersthal 11 S.Marien Magdalenen... unnd ir knecht der warend uff zweintzig-, Ruppert , Chroniken, S. 113; (S. 148-157) Item diß ist ein abgeschrifft des Brieffs der von Reutlingen hergeschickt ward... hin und herzu Byberach und anders wa etc. ; Ruppert , Chroniken, S. 83-87. Vgl. Hannemann , Tuttlingens Mittelalter, S. 14. S. 159-162 Lied auf die Rückkehr Graf Ulrichs von Helfenstein zum Katholizismus 1567. >Ein new lied von graff Ulrichen von Helffenstein zu Wysensteig. Im thon: Ich waiß mir ein stolt- ze Müllerin. Anno 1567<. Nuhn wolt ir hörn ein new gedieht... (24 Strophen zu 5 Versen); Druck nach Güntersthal 11: K. Steiff /G. Mehring , Geschichtliche Lieder und Sprüche Württembergs, Stuttgart 1912, S. 400-403 Nr. 89. S. 163 f Epitaph Herzog Christophs von Christoph Mand(e)l aus Ofen ( Jöcher 3, Sp. 100) 1569: Christe durch dich nen ich mich keck... (52 Verse), mit Akrostichon; vgl. S. 388 f. S. 165-168 JOSEPHUS A PINU, ETEOSTICHA. (S. 165 f) >ETEOSTIXA Ducum aliquot Wirtebergensium ortus et obitus continentia<. Geburt Herzog Christophs 1515: DUXsatVs est,. VoLVCrls gestat qVI CornVa CerVI/ SoLIs eqVos Vt Bos PlelaDe saeVe tenes; Tod Herzog Ulrichs 1550: LIbra Diel noCtlsqVe aeqVas Vt feCerat horas/ VLrICVs propera DVX neCe raptVs erat ; Geburt Herzog Ludwigs 1554: DVLCIS ab exorto genitali tempore Christi... (6 Verse); Geburt von Maximilian, Sohn Herzog Christophs 1556: Fecerat annorum sol secula quinque nouemque... (6 Verse); Tod Herzog Christophs 1569 (1568): Annos quot durat Phe- beae vita volucris... (10 Verse); >Annus quo initia posita sunt Academiae Tubingensis 1477<. Atrla TVblngae sVnt CLara LoCata MInerVae/ ALtlsonI e Caplte est qVae generata patrls; Geburt von Johannes Brenz 1499: EXIt Vt aerlas In LVCIs BrentIVs oras/ Per CanCrl IMpeglt VIscera PhoebVs aeqVos; (S. 167f) >D. Iacobi Andreae 1525<. Millia quot manibus Duce sub Gedeone perempta... (42 Verse) 1570. Mit Ausnahme der Einträge zu 1556 und 1568 finden sich die Verse in: Iosephi a Pinu Auerbachii eteostichorum liber. Eiusdem aenigmatum de an- nis natalibus illustrium, ac clarorum aliquot virorum libellus, Wittenberg 1561 (VD 16, P 2885). S. 169 Epitaph für Johannes Brenz von Wilhelm Bidembach (1538-1571; Bernhardt, S. 169 f): Wirtembergiacae non infima gloria terrae.. . (24 Verse). S. 171-174 Lied auf den Kinderreichtum der Barbara Schmotzerin von Heinrich Riesser aus Heilbronn, 1569, lat. u. dt., nach einem Wandgemälde in der Bönnigheimer Kirche. Omnia pervasti procurrito climita (!) mundi/ Volveris historicos et licet om[n]igenos (!)... (42 Verse); Durchgang all Land unnd Königreich/ Unnd liß all Histori deßgleich.. . (42 Verse); A. G. Kolb, Die Schmotzerin von Bönnigheim, in: Vierteljahrshefte des Zabergäu-Vereins 9 (1908), S. 3- 7, 38-56; zu Riesser (Präzeptor Bönnigheim 1569-1576, gest. 1583 als Pfarrer von Löwenstein, Verfasser verschiedener auch im Druck erschienener Gelegenheitsgedichte) s. Cramer, Kraichgau-Odenwald, Nr. 2843. 224 G üntersthal 11 S. 177-180 >Epithalamium in honorem... Joachimi Emesti Princ. Anhaldiae... [et] Eleonorae Ducissae Wirtembergensis... 1571 < von Johannes Melchior Sattler aus Schorndorf (1542— 1605; Bernhardt , S. 598 f): Donat et aufert qui vitam pulcherrimus IpsE/ Omnia mente gerens, quem sydera cuncta sequuntuR. .. (78 Verse), mit Akrostichon und Telestichon. S. 181-190 Hochzeit von Graf Anton von Ottenburg (1550-1573) mit Dorothea von Hanau 1571 Q. F. Huschberg , Geschichte des herzoglichen und gräflichen Gesammt-Hauses Orten - burg, Sulzbach 1828, Taf. IX). Verzeichnis der Brautgeschenke, Freundschaftspfänder, Tischordnung, Verzeichnis der Mahlzeiten; vgl. S. 109 f. S. 191-194 Verzeichnis der Mahlzeiten auf der Hochzeit von Graf Ulrich, datiert 19. Juni; wohl Heirat von Graf Ulrich III. (1532-1586) von Ortenburg mit Katharina von Waldburg 1571 ( Huschberg (s . oben), Taf. IX). S. 195-213 Regesten, Urkunden, Notizen, Nomina etc. (S. 195f) Regesten: WReg 13623, 13581, 13578, 13574, 13566, 13584; (S. 197) Verzeichnis der Ortschaften um Tuttlingen; (S. 198) Regest: Jakob, Wilhelm und Hans von Falkenstein verkaufen Graf Ludwig I. von Württemberg Ober- und Unterfalkenstein und ihren Teil an der Kastvogtei über St. Georgen 1449; (S. 199) Regest: WReg 6116; (S. 200) Regesten: WReg 11689. Graf Egon von Fürstenberg und sein Sohn Heinrich verkaufen Johann von Kirneck und dem Rottweiler Bürger Konrad Bletz zum Elephanten das Dorf Schwenningen und den Kirchensatz 1303, vgl. WReg 13560; (S. 201) Regesten: WReg 13611, 13656; (S. 202) Regesten: WReg 13589. Diepolt von Lupfen läßt für sich selbst und die Kinder seines Bruders Hans vor dem Hofgericht in Rottweil Heinrich, Konrad, Georg und Hans von Geroldseck wegen der Güter, die von Brun von Lupfen stammen, ächten 1448, vgl. WReg 11707-11711; (S.203) Regest: Diepolt von Lupfen und die Söhne seines Bruders Hans übergeben Heinrich, Konrad, Georg und Hans von Geroldseck den ihnen von Brun von Lupfen zustehenden Zins sowie den Hof zu Oberflacht 1448. Stammtafel der Herren von Lupfen; (S. 204) Regesten: Trutwin der Hemling von Kuppingen verkauft Graf Ulrich III. von Württemberg (1325-1344) seine Äcker und Wiesen in und um Tuttlingen 1334. WReg 13571-13573; (S. 205) Regesten: WReg 13590, 13599, 13607, 13593; (S. 206) Regesten: WUB 5381. WReg 11691, 13564, 13565; (S. 207) Regesten: WReg 13574, 13588. ZGO 11 (1860), S.375-378 (datiert 1384). Krieger 1, Sp. 189 (1386). WReg 13563, 13568; (S.208) Regesten: WReg 13562. Rudolf von Findingen erlangt vor dem Hofgericht Rottweil ein Urteil, daß trotz der Einwände von Rainald von Geroldseck sein Besitz von Lupfen u.a. Rechtens ist, vgl. WReg 13602. WReg 11684; (S.209) Regesten: WReg 11245, 11219; (S.210) Regesten: WReg 743, 749, 751, 759. Zollerhöhung durch Maximilian I. (1486-1519) 1512; (S.211) Regesten: WReg 9027, 8544; (S. 212f) Urkunde: WReg 14645; (S. 213) Regest: Graf Eberhard III. verleiht auf Widerruf die Hälfte des Gerichtes zu Schwieberdingen an [Hans(?)] von Nippenburg 1415. S. 215 f Bericht über die Verleihung der Herzogswürde an Graf Eberhard V. 1495. 225 G üntersthal 1 1 S.217-223 Urkunden/Notizen betr. Balingen. (S.217-219) Urkunde: WReg 1595; (S.220- 223) Bericht über den Aufstand der Stadt Balingen gegen den Pfandschaftsinhaber Konrad von Bubenhofen 1465/66. S. 224-227 Regesten/Urkunden betr. Urach. WReg 13865. Herzog Ulrich gewährt der Stadt Urach aufgrund ihrer Freiheiten einen Nachlaß bei den durch den Tübinger Vertrag bedingten Zahlungen 1514. WReg 1133, 1134. Herzog Ulrich versichert der Stadt Urach, daß der Tübinger Vertrag keinen Einfluß auf ihre sonstigen Freiheiten habe 1514. S. 228 f Regesten betr. Bernhausen/Waldenbuch. WReg 12473, 12476, 12475 (datiert 1342), 12477, 12482. Graf Eberhard (II.) verkauft Diepolt von Bernhausen Waldenbuch und drei Höfe zu Bernhausen auf Wiederlösung 1369, vgl. WReg 12485. S. 230 f Regesten: WReg 1409, 12501, 12506. Karl V. verkauft der Stadt Ulm Schloß Hellenstein, Stadt und Amt Heidenheim und die Vogtei über die Klöster Königsbronn, Anhausen und Herbrechtingen 1521. S.232f Regesten betr. Burg Frauenberg. WReg 12493. G.Wein , Die mittelalterlichen Burgen im Gebiet der Stadt Stuttgart, 2, Stuttgart 1971, S. 51 f (1392). Verkauf der Hälfte von Frauenberg u. a. an Eberhard VI. (1480-1504) 1481, vgl. WReg 12582 f. S.234f Memorabilia aus der Geschichte Markgröningens. Groningen das ligt in Schwaben... treibt nechst an der Statt vier grosser Mulinen-, s. L. Fries(e), Uslegung der mercarthen oder Cartha Marina, Straßburg 1525/27 (VD 16, F 2847 f), Bl. 14 v (Ausgabe von 1527). S. 236 Regesten: Hermann von Sachsenheim und seine Frau verkaufen ihren Teil an Bonlanden an Graf Eberhard III., 1402. WReg 12637. S.237f Regesten/Notizen betr. Bergbau. Hans Urban, Balthasar Wernher und Michel Jäger verschreiben sich gegen Herzog Ulrich wegen des von ihnen begonnenen Silberbergwerkes in Egelsbach, 1544. Bericht über den gescheiterten Versuch derselben Bergleute, in Frickenho- fen ein Bergwerk anzulegen, 1544. S. 238-245 Notizen, Regesten und Urkunden. Urkunde: WUB 2116. Regesten: WReg 12474, 12507, 1668, 10337 (datiert 1478). BReg 1, 994 (datiert 1322). Notizen zu WReg 3751 und 3754. S.245-246b Stuttgarter Weinpreise 1479-1576, gezeichnet Jacob Fessler (württ. Kanzleischreiber, gest. 1584; Pfeilsticker , §1274, 1339, 1769); Druck: F.J. Mone , Beiträge zur Weingeschichte, in: ZGO 14 (1862), S. 37-39, mit falschen Angaben zur Provenienz der Handschrift (St. Blasien). S. 247-265 Nomina, Regesten, Notizen. (S. 247) Notizen zu Laurentius Rüttel, vgl. Hannemann , Wildbader Denkmäler, S. 114; (S. 250) Verzeichnis der Stuttgarter Stadttore; (S. 261- 263) Regesten: WReg 1328 (undatiert). Bund mit Ulm 1482, vgl. WReg 5783; Graf Eberhard 226 Güntersthal 11 V. gibt die Pfandschaft Loßberg wiederum Gangolf von Hohengeroldseck zu Lehen, 1482. WReg 7029. Einlösung der Herrschaft Haigerloch 1488, vgl. WReg 6713. S. 266f Notizen zum Wachstum Stuttgarts 1452-1478 nach dem Städtekrieg. S. 268 Bericht über die Stiftung der Möhringer Liebfrauenkapelle 1480 und ihren späteren Abgang. Weitgehend übereinstimmend mit dem Text im Landbuch des Balthasar Mitschelin (z.B. BLB, Cod. Kraichgau 2, B1.260 r ). S. 269-278 Notizen betr. Stuttgart. (S. 269-271) Verzeichnis der Stuttgarter Weinberge und Halden; (S. 272) Verzeichnis der Stuttgarter Wiesen; (S. 273-277) Stadtbefestigung: Befestigungsbau in der Vorstadt 1448. >Bericht die Statt Mauren belangend < von 1549, vgl. K. Pfaff, Geschichte der Stadt Stuttgart, 1, Stuttgart 1845, S .29 Anm. 17; Herzog Christoph beteiligt sich zu einem Drittel an den Baukosten für die Vorstadtmauern 1561 ; Neubau des Tunzhofer Tores 1437; (S. 277 f) Bericht über den Einzug Ferdinands I. (1503-1564) 1522 in Stuttgart (mit Quellenangabe: Ex antiquo codice). S. 279-283 Urkunden betr. Kloster Mariaberg. WUB 1806, 4306. S. 283 Notizen zu Pfarrei- und Pfründenstiftungen in Hettingen, Hermentingen und Gam- mertingen. S.285-289 Urkunden betr. Kloster Königsbronn. Gründung 1303; Besold , Documenta, S. 641 f. Königsbronn ergibt sich in den Schutz Graf Ulrichs V. 1448. S. 291-295 Urkunde: Fundatio monasterii Alpirspacensis; Besold , Documenta, S. 235-239; vgl. S. 103 dieser Hs. S. 297-300 Besitz schwäbischer Klöster an Dörfern und Höfen. S.301-311 Urkunden betr. Bebenhausen und Esslingen. (S.301-303) Vertrag betr. die Besteuerung Bebenhausener Güter in Esslingen 1288; dt. Fassung von ZGO 4 (1853), S. 116- 118; lat. Fassung auf S. 306-308 dieser Handschrift; (S. 304-306) Esslingen sichert Bebenhausen Abgabenfreiheit zu, 1232 (hier: 1233); dt. und lat. Fassung von WUB 823 (= Urkunden- buch der Stadt Esslingen, 1, Stuttgart 1899, Nr. 32); (S. 306-308) ZGO 4 (1853), S. 116-118, vgl. S.301-303 dieser Handschrift; (S.309-311) Privilegien(bestätigungen) 1232, 1233, 1255; Besold , Documenta, S. 380f, 381 f, 383f. S. 313 >Oppidum Wildbad verbrent<. Inschrift auf den Wildbader Stadtbrand 1525. Alß dise Jar eben gezalt. .. (18 Verse); Druck: Hannemann , Wildbader Denkmäler, S. 118 f. S. 315, S. 317 Obiit-Vermerke. Bemerkenswert: Konrad Summenhart. S. 318 Notiz über ein Lehengericht mit Schwarzfritz von Sachsenheim als Richter, 1434. 227 Güntersthal 11 S. 320 Sprüche: Wan der Herr ist ein khind/ Unnd Rhätt hat die onerfaren sind... (8 Verse); Nobilis est ille quem nobilitant sitae villae; Nobilitas morum plus prodest quam progenitorum. Devisen einzelner Herrscher. S. 322-328 Epitaphia etc. (S. 322) Epitaph mit Chronostichon von Petrus Paulus Vergerius in Tübingen, s. A. Westermayer/E. Wagner/TL Demmler , Die Grabdenkmäler der Stiftskirche zu St.Georg in Tübingen, Tübingen 1912, S. 156f; (S.323) Epitaph von Pius IV. (1559— 1565): Cana pHpatrls ossa IaCent saCra taLIs et optat... (6 Verse); (S. 324-326) Teil der Oratio funebris von Johann Sechel (1520-1580; Bernhardt , S. 638-640) auf den Tod der Markgräfin Kunigunde von Baden 1558 und Epitaph. Druck nach dieser Hs.: Mone , QS 3, S. 164; (S. 327 f) Epitaphia der Schenken von Limburg im Kloster Lichtenstern. S. 329 f Notizen zu Rottenburg am Neckar. S. 330-342 Regesten, Notizen und Berichte betr. Tuttlingen. (S. 330-332) Regest: Graf Eberhard V. verpfändet Tuttlingen, Schloß Hohenkarpfen und verschiedene Dörfer an Heinrich von Ofteringen 1464. Notizen: Hafer- und Salzpreise; Einbau der großen Glocke 1515; Brunnenbau 1520, 1546; Belagerung von Tuttlingen 1519; Kauf von Schloß Wurmlingen durch Rudolf von Tierberg von Wildentierberg 1529; Reparatur der Usfartht vor der under Brucken 1526; Bauten 1528 und 1532. Teildruck: Hannemann , Tuttlingens Mittelalter, S. 9f (zu 1546 lies Eytzinger statt Offinger (?) Brun)-, (332-334) Auszüge aus der Konstanzer Chronik. Anno 1377 do war Tuttlingen gewunnen von Stetten... in derselben gefencknus, der was ein frum Biderman-, Text: Ruppert , Chroniken, S. 87 f; Anno 1378 am andern tag im Äugst... so kundent sie inen nie recht thun ; Text: Ruppert , Chroniken, S. 89 f; (S. 334) Notiz zu einer Feuersbrunst in Tuttlingen 1463; (S. 334-339) Bericht über die erfolglose Belagerung Tuttlingens durch Rottweil; Spottgedicht auf Rottweil: An einem gutem Tag es beschahe... (44 Verse). Druck: Hannemann , Tuttlingens Mittelalter, S. 19-21; (S. 339 f) Bericht über Tätlichkeiten bei der Kirchweih zu Immendingen 1465; (S. 341 f) Bericht über Siegelbetrug zum Nachteil Tuttlingens durch den Pfandschaftsinhaber Hans Heinrich von Ofteringen 1467 und die Auslösung der Pfandschaft durch Graf Eberhard V.; Hannemann , Tuttlingens Mittelalter, S. 10-12. S. 344 f Regesten/Notizen betr. die Herren von Geroldseck. Regesten: Wilhelm von Geroldseck verkauft Graf Alwig von Sulz die Hälfte seines Erbes an Burg und Stadt Sulz 1459; Walter von Geroldseck übergibt den Beauftragten Graf Ulrichs V. die Hälfte von Burg und Stadt Sulz 1438; Notiz zum Ende des Geschlechtes: Her Hans von Geroltzeck hat sein Magt (so Christina Lürin genandt) geehlichet unnd mit ir fiinff Son und ein dochter erzilt, Hanß, Thoman, Heinrich, Georgen, Barthlome und Magdalena, von disen khindern unnd derselben nachkommen ist inquirirt, aber nichts erfarn worden Anno 1536 den 11. Aprilis. S. 346-359 Nomina, Notizen, Regesten. (S. 348 f) Notizen zu Harthausen. Begründung des Spitals zu Calw 1494; (S. 350) Notizen zu den Quatre Seigneuries; (S. 352) Regest: WReg 1448. Notiz: Übertragung des Klosters Güterstein an den Kartäuserorden, 1441 (1439). 228 G üntersthal 11 S. 360 f Regesten/Notizen betr. Boxberg und Schweigern. Regest: Krieger 2, Sp. 950 (1535); Notizen: Albrecht von Rosenberg übergibt dem kaiserlichen Bevollmächtigten Schloß Boxberg 1548. Einnahme Boxbergs durch Pfalzgraf Ludwig V. (1508-1544) 1523. Regesten: Georg von Rosenberg verkauft Pfalzgraf Ludwig V. die Hälfte von Schweigern 1525. Krieger 2, Sp. 843 (1519); Notiz: Erbteilung nach dem Tode Georgs von Rosenberg 1507; (S.361) Regesten: Verkauf von Burg und Stadt Boxberg durch den Johanniterorden an die von Rosenberg; Krieger 1, Sp.257 (1381; in der Hs. sind Käufer und Verkäufer vertauscht). Hans Melchior und Hans Ulrich von Rosenberg verpfänden Schwabhausen, Epplingen und Bobstadt an Pfalzgraf Ludwig V. 1521. ZGO 24 (1872), S.86 (1521). Hans von Ruppertsberg und seine Frau verkaufen dem Speyerer Bischof Raban (1396-1439) ihren Anteil an Ruppertsberg und Königsbach 1406. S. 362-364 Nomina. S. 366 Nomina. Regest: Michael von Rosenberg, Hans Melchior Stein von Kallenfelß und seine Frau Elisabeth von Rosenberg sowie Martin von Zeyhern und seine Frau Ursula von Rosenberg verkaufen Pfalzgraf Friedrich II. (1544-1556) ihre drei Teile an Bubhoffen und Hachtel am Ahorn 1544. S. 368 Notiz. Fehde zwischen Baden und Württemberg wegen der Zollfrage 1470 (1469). S. 370-377 Nomina, Notizen, Regesten. (S. 374) Regest: Konrad Schenk von Winterstetten und sein Bruder Bernhard verkaufen den großen Zehnten zu Gerlingen dem Katharinenspital zu Stuttgart 1480. S. 378 Auf den Tod des Connetable Anne de Montmorency (1493-1567). Octo qui deciesper- egit annos... (7 Verse). S. 380-385 Briefe. (S. 380-382) Der preussische Hof teilt Herzog Christoph das Ableben Markgraf Albrechts von Brandenburg-Ansbach mit, 1568. (S. 384 f) Kondolenzschreiben Markgraf Albrechts von Brandenburg-Ansbach zum Ableben Herzog Ulrichs, 1550. S. 386 f >Epitome ex tabulis historiarum... Ioan. Sleidani<, 1520-1555. Auszüge aus den ,Tabu- lae in libros historiarum de religione et republica' zu Johannes Sleidanus, De statu religionis, et reipublicae, Carolo Quinto..., EA Basel 1556 (VD 16, S 6676). S.386-393 Epitaphia und Obiit-Vermerke. (S. 388f) Epitaph für Herzog Christoph (wie S. 163f); (S.390f) Obiit-Vermerke; (S.392) Epitaph für Ruprecht von Pfalz-Simmern, Bischof von Straßburg (1448-1478; Todesjahr hier: 1408). Epitaph für Nicasius de Voerda von Rudolph Lang; s. Hermann Hamelmanns Geschichtliche Werke, hrsg. von H. Detmer, 1, 2, Münster 1905, S. 92 f. S. 394 Biographische Notizen zu Herzog Ulrich und Christoph. 229 Güntersthal 11 • Güntersthal 12 S. 402-414 Epitaphia und Notizen aus Heinrich Pantaleon, Prosopographiae heroum atque illustrium virorum totius Germaniae, 3, Basel 1566 (VD 16, P 230). Epitaphia: (S. 402) Jakob Meyer, Johannes Stöffler; (S. 402 f) Albrecht von Brandenburg, Erzbischof von Magdeburg und Mainz; (S. 403) Johannes Oecolampad, Heinrich Glareanus; (S. 403-405) Pfalzgraf Philipp; (S. 405) Bonifatius Amerbach; (S. 406) Joachim Fürst zu Anhalt; (S. 406 f) Theodor Brand; (S. 407) Martin Borhaus; (S. 407f) Jakob Beurlin; (S. 409) Ludwig Ber, Paulus Phrygi- us, Simon Grynaeus; (S.410) Inschrift an der Niefernburgvon Martin Achtsynitt; (S.411)Jo- hannes Froben, Johannes Schad aus Mittelbiberach; (S.412) Beatus Rhenanus; (S. 413) Johannes Eck, Ulrich Iselin; (S. 413 f) Johannes Conon (Kuno). S. 415 biographisch-historische Notizen zur Zeit Kaiser Ottos III. Güntersthal 12 Kollektaneen zur Geschichte von Burgund, Frankreich und England Papier, 395 Bl., 32,2 x 21,2 cm, Belgien/Niederlande, ca. 1670/80. Wz.: Narrenkopf mit zweizipfeliger Kappe über Dreiberg mit Kreuz und Fahne, Kopf nach rechts, in der Form ähnlich E. Heawood , Watermarks mainly of the 17th and 18th centuries, Hilversum 1950, Nr. 1952 (1677; Wz. dieser Form stammen allgemein aus dem Zeitraum ca. 1660-1690). Marginalien, zum Teil abgeschnitten. Blätter ursprünglich nach Archivusus gefaltet. Dunkler Lederband, Rücken um 1970 neu unterlegt. Auf dem Rük- ken vergoldete Einzelstempel. Flerkunft: Die Handschrift geht auf Kollektaneen des 16. Jahrhunderts zurück, die zum Teil auf Akten des Rates von Mecheln basieren (263 r : Extrakt du... registre du grand conseil, fol. 108; vgl. 225 r u. 241 r ). Auf Bl. 359 r wird die ,Expedition' beschlossen mit Exscripsi ex libro M.Jasparis de Overbeche Secretarii or- dinarii Cesaree maiestatis in magno consitio Mechlinensis... 1540 (s. auch die abschriftliche Signatur der gleichen Person zu einer Urkunde von 1561 auf 8 V ). Auf B1.41 1 'wird ein Druck von 1651 genannt, B1.36 v erscheint die Jahreszahl 1664. Vorderspiegel Ubernahmevermerk der Säkularisationszeit Geng. (Blei, gestrichen). Weder der Gengenbacher noch der Günterstaler Bibliothek läßt sich der Codex mit Sicherheit zuweisen. I r bibliographische Notiz von Wilhelm Brambach, 20.1.1891. Literatur: Lamey , S. 45-49, 54f; Ettlinger , S.5, 95; Colophons 2, Nr.4846; Hannemann , Wildbader Denkmäler, S. lllf. 1 r ~ v Inhaltsübersicht 2 r -280 v , 360 r —371 r Chronikalische Auszüge, Verträge und Dokumente zur Geschichte Burgunds, Frankreichs und Englands vom 14. bis 16. Jahrhundert. Übersicht: Lamey , S.46-48. 281 r —359 r ANTOINE DE PERNIN, EXPEDITION DE L'EMPEREUR CONTRE BAR- BEROUSSE ET THUNES. >Le voyaige de Thunes ensemble le traictie entre le Roy du dict Thunes et l'empereur nostre Sire l'an mil V c et trente cincq<. L'an mil cincq cens trente et cincq prins a 230 Güntersthal 12 • Güntersthal 13 la nativite... Bericht über die Tunisexpedition von Karl V. (1519-1556) 1535. Text: K.Lanz, Staatspapiere zur Geschichte des Kaisers Karl V. Aus dem königlichen Archiv und der Biblio- theque de Bourgogne zu Brüssel mitgetheilt, Stuttgart 1845, S. 535-581. 372 r -394 r LANCELOT DE CARLES, HISTOIRE DE ANNE BOLEYN. >L'an 1533. Traic- tie de feue la Royne d'Engleterre<. Les cas nouveaulx et choses merveilleusses.. . Text: G. A. Cra- pelet , Lettres de Henri VIII. ä Anne Boleyn, publiees d'apres les originaux de la Bibliotheque duVatican, 2.Aufl., Paris 1835, S.165-214. Lit.:E.E. Lowinsky , A music book for Anne Boleyn, in: Florilegium historiale. Essays presented to W .K. Ferguson, hrsg. von J.G. Rowe/ W.H. Stockdale , Toronto 1971, S. 185-187. Güntersthal 13 Psalterium (Druck) mit handschriftlichen Zusätzen Papier, 29 + 2 (Perg.) Bl., 23 x 16 cm, Günterstal, Ende 16./17. Jh. Handschriftliche Teile: I-X dem Druck vorausgehend, 1-21 nachfolgend (6 u. 7 Perg.). Mehrere Hände des 17. Jh's, 5™ Ende 16. Jh. (Hand der Nekrologeinträge 1594-1595, s. unten). 6 r -l 8 r jeweils 6-12 Notensysteme (Quadrat- bzw. Reformchoralnotation) mit entsprechender Anzahl Textzeilen. Dunkelbrauner Lederband mit Blindprägung, Ende 16,/Anf. 17. Jh.; Rücken 1989 erneuert. Herkunft: Die Nekrologeinträge im Druck und die handschriftlichen Teile stammen von der Hand der Günterstaler Äbtissin Maria Cleophe von Dankenschweil (s. Einleitung, S. 73); s. auch Güntersthal 7. 4 r Datierung 1612. 20 r Besitzvermerk (noch zweimal wiederholt): Diß buch geherd mir Maria Juliana Holtzapfflerin von Herxheim...-, s. Kindler von Knobloch 2, S. 93-96. Literatur: Längin , Nr. 233; Ehrensberger , S. 7; Ettlinger , S. 4. Druck: Psalterium feriatum secundum usum Cisterciensis ordinis mit Kalendar, Hymnar und Litanei, Paris: Wolfgang Hopyl/Jean Petit, 1510. Teil des Zisterzienserbreviers Bohatta , Breviere, Nr. 1349. Handschriftliche Nekrologeinträge im Kalendar des Psalteriums (2 Hände): 18.2.: Michel von Danck- henschweill (anno 1578); zur Familie von Dankenschweil s. Kindler von Knobloch 1, S. 192 f u. 196 f ; 23.2.: Cristina Marschellin (anno 1595); 18.4.: Annastasia de Ambringen (anno 1595), s. Kindler von Knobloch 1, S. 12 f; 10.6.: Maria Sterin de Sterenberg (anno 1594), s. Krieger 1, Sp. 795; 4.9.: Hans Burkhart Steren von Sterenberg (anno 15??, Ende abgeschnitten); 23.9.: Anna Reittnerin (anno 1594). III'-V >Ein lied zu ehren gottes und unsers h. vatters Bernhardi gestelltu. O richtschnur aller hai- ligkeit, mit kiuscheit scheinbarlich bekleid... 21 vierzeilige Strophen. VII r -VHP Verse aus dem Hohen Lied, lateinisch. - F-IF, IX r -X v leer. l r -4 r ANTIPHONALE für die Vorfasten- und Fastenzeit. 4 r : anno 1612. 231 Güntersthal 13 • Güntersthal 14 5 r — 10 1 VARIA. (5™) vermischte Gebete (für Klosterfrauen); (6 r -7 r , 17 r — 18 r ) Teile eines Tonars; (7 V ) AH 54 Nr. 245 (>vir daz wetter<), ohne Str. 5-18, bricht in Str. 23 unten ab; (8 V ) AH 50 Nr. 28; Chevalier , Nr. 13745; (9 V ) Chevalier , Nr. 13071. 10 r -16 r ANTIPHONALE zu einzelnen Festen: (10 r ) Transfiguratio domini; (ll v ) Susceptio coronae domini; (13 r ) Angeli custodes; (14 r ) Nomen Jesu; (15 v ) Visitatio B.M. V. 17 r — 18 r s. 6 r . 19 r Verzeichnung von Ablaßtagen. Güntersthal 14 Passionstraktat , Do der minnenklich got' Papier • 157 Bl. • 21x15 • Bodenseegebiet • um 1540 Alte Foliierung von der Haupthand 1-151. Die Bl. 18-19, 30, 63-65, 90 nach alter Zählung sind verloren, aber ohne Fextverlust um 1578 ersetzt. Durch die größere Anzahl der eingeschobenen Blätter (nach neuer Zählung Bl. 18-21, 32-33, 66-71, 96-97) ergibt sich die Diskrepanz zwischen alter und neuer Zählung. Jedes Blatt des Grundbestandes mit Reklamanten. Wahrscheinlicher Beschriftungszeitraum aufgrund der Wasserzeichen: 1537-1542, für den Nachtrag 1577-1579 (Piccard , Expertise; Schelb, S. 58 f). Schriftraum 16,5 x 11 cm, 23-27 Zeilen. Bastarda im Stil des späten 15. Jh's von einer Hand und Buchkursive um 1578 von einer Nachtragshand. Heller, stark beriebener Blindstempelband des 16. Jh's. Rücken und Spiegel 1976 erneuert, die alten Spiegel abgelöst, Makulaturstreifen (aus einem Missale des 12. Jh's mit linienlosen St. Galler Neumen: Teile von Feria V u. VI post Dom. II in Quadragesima, die beiden größeren Streifen zum gleichen Blatt gehörend) innen am Hinterdeckel beigefügt. Auf dem ehem. Vorderspiegel: 1 5 4. 5. B. G. V. D. A. Laux von Reyschach zum Meg[ de] berg, vogtt zu Bregenncz. Laux von Reischach zum Mägdeberg (gest. 1564) war 1543-1559 Vogt zu Bregenz, vgl. Kindler von Knobloch 3, S. 482; s. auch Krieger 2, S. 119 f, 231 f. Herkunft: Aufgrund der Mundart, des Besitzeintrags mit der frühen Datierung (s. oben) sowie der verwendeten Ravensburger Papiere ist die Entstehung im Bodenseegebiet wahrscheinlich. Datierung nach Wz. Mundart: ostalemannisch. Literatur: Längin , Nr. 253; Ettlinger, S. 5; Schelb, S. 58-64 (Beschreibung der Hs.). 1'—9 r > Von dem innwendigen lyden unsers Herren Jesu Christi zuo dencken<. Wir habent durch bewerte gschriffi, das das innwendig lyden unsers Herren Jesu Christi.s. Schelb, S. 60-62 mit Angaben zur Uberlieferung. Ausgabe von A. Birlinger in: Alemannia 8 (1880), S. 103-117; s. auch BLB, Cod. Wonnenthal 13, 201'-205 r . 232 Güntersthal 14 • Güntersthal 15 9 r Anrufung der fünf Wunden Christi. Gegruesset und gesegnet syent die hailigen fiinff wunden unsers herren Jesu Christi... Auch BLB, Cod. Lichtenthai 99, 263" und Lichtenthai 107, 329". 9 V —157 v PASSIONSTRAKTAT. (9 V Vorbemerkung und Gebet:) >Hie facht an der passion von dem hailigen lyden...<. O du ßiessender brunne der ewigkait, wie gar bist du ersigen... (10 r Text:) -'Das ist der Passion<. Do der minnentklich gott, unser herr Jesus Cristus... vil und menger- lay pin erlayd.. . Abdruck des Textes (ohne Vorbemerkung und Gebet) nach BLB, Cod. St. Peter perg. 41 bei Schelb, S. 201-376. Abdruck von Teilstücken aus Güntersthal 14 (K3) bei Schelb, S. 391-409; s. auch Schelb, S. 63f, 85-121 (Handschriftenverhältnis) und Abb. 5 (Güntersthal 14, 10 r ). Bei Schelb ebenfalls berücksichtigt ist BLB, Cod. St. Georgen 68 (K2), s. besonders S. 50-54. Zu BLB, Cod. St. Peter perg. 41 s. Kat. X, 2, S. 100 f. Güntersthal 15 Benediktinerregel, deutsch Papier • IV 4- 117 Bl. • 19,5x14,5 • Günterstal (?) • 1526 Lagen: (II-1+2) 1 , V 11 , VII 25 , V 3S , VII 49 , V 59 , VII 73 , V 83 , (VII + IV-3) 102 , III 108 , (V-l) 117 . Ab Bl. 109 Lagenverhältnis nicht sicher erkennbar. Schriftraum 15,5 x 11 cm, meist 17-19 Zeilen. Textura (Uberschriften und lateinische Textanfänge) und Bastarda (deutsche Texte) von einer Hand. Uberschriften und Initialen - diese teils mit anspruchslosem Fleuronnee - rot. Heller Blindstempelband, wohl aus der 2. Hälfte des 16. Jh's. Eine der Rollen (Paulus: P. doctor, Mose: Dei Xj»[raecepta] Mo., Johannes der Täufer: EcceAng [nus dei], Christus: Gracia Christi) auch bei Güntersthal 10. Herkunft: Aufgrund des verwendeten Freiburger Papiers ( Piccard , Expertise), der Mundart und des Einbandes ist die Entstehung in Günterstal naheliegend. Datierung s. 113 v . Mundart: alemannisch. Literatur: Längin , Nr. 258; Ettlinger , S. 5. IV V Comemoracio omnium fratrum, sororum, familiarium et benefactorum defunctorum ordinis nostri, mit der Oration Bruylants 2, Nr. 465.1—III leer. l r -113 v BENEDIKTINERREGEL. Bei jedem Kapitel ist der Übersetzung die lateinische Überschrift und der lateinische Textanfang vorangestellt. > Incipit pro logus ...<... > Hie anfocht die vorred.. .<. Min kind, du solt hören die gebot deß meisters... (6 V Text:) ... > Von den ge- schle[ch]ten der münch<. Es ist offen, daß eß syendfiergeschlecht der münch. Daß erst geschlecht ist der kloster Lüt... - zwo [dJen merren höhinen und die ler [de]r tugend, deren wir dobnen [ha]ben gedoch[t\. Amen. Finis [Reg]w/e sancti Benedicti in die Galli [Anno] domini MXV° XXVI (etwas Textverlust durch Eckabriß). Diese Hs. nicht erwähnt bei N. R. Wolf , Bene- 233 Güntersthal 15 • Güntersthal 17 diktinerregel, in: 2 VL, 1, Sp. 707-710 und E. Petri/J. E. Crean , Handschriftenverzeichnis mittelhochdeutscher Benediktinerregeln bis 1600, in: Regulae Benedicti studia 6/7 (1977/ 78), S. 151-154. Weitere Übersetzungen der Benediktinerregel: BLB, Cod. K 1020 ( Längin, Nr. 129), St. Georgen 34 ( Längin , S. 1), St. Peter perg. 50 b ( Kat . X, 2, S. 1 23 f). Güntersthal 16 Processionale cisterciense Papier, 3 + 70 Bl., 18,5 x 12 cm, St.Peter/Schwarzwald, 1629. Kalligraphische Antiqua (Bl. l r -49 v ), geschrieben von Jacobus Matter in St. Peter für Günterstal (s. auch Güntersthal 17), Schlußschrift (49 v ) dat. 26.10.1629. Mehrere vermutl. Günterstaler Nachtragshände. Quadratnotation auf 4 schwarzen Linien, 6 Systeme, 6 Zeilen. Rubriziert. Rot konturierte Initialen auf rechteckigem, dunkel schraffiertem Grund. Geprägter dunkelbrauner Lederband, dat. 1630 und monogrammiert S. F. V. K. (= Felicitas von Kippenheim, vgl. Krieger 1, Sp.795; Kindler von Knobloch 2, S. 286-288); s. auch Güntersthal 17. Literatur: Ehrensberger , S. 68; Ettlinger , S. 4. l r _49 v PROCESSIONALE CISTERCIENSE. Der Inhalt entspricht Güntersthal 3 und 2. Die Gesänge zur Fußwaschung am Gründonnerstag 56 v -65 v als Nachtrag (17. Jh.). Sonstige Nachträge (17. Jh.): I—III, 50 r -56 r , 66 r -70 r Responsorien ( Hesbert , Nr. 7531 (s. auch Güntersthal 3), 6882, 7609, 7484, 7699, 7014, 7763, 7675) und Antiphonen ( Hesbert, Nr. 5403, 4689 sowie einige unvollständige und fehlerhafte Stücke). Giintersthal 17 Processionale cisterciense Papier, 115 Bl., 18 x 11 cm, St. Peter, um 1630. Nach Bl. 5, 7, 8, 9, 10, 16, 18, 21, 39 ursprünglich je 1 Bl. unfoliiert, jetzt gezählt als 5 a, 7 a usw. Kalligraphische Antiqua von der Hand des Jacobus Matter (s. Güntersthal 16). Anlage und Ausstattung ganz in Anlehnung an Güntersthal 16. Dunkelbrauner geprägter Lederband der Zeit. 48 r unten: Maria Agnes von Bemhaußen. Zur Familie von Bernhausen s. Kindler von Knobloch 1, S. 62 f. Drei kleine beschriebene Zettel (17. Jh.), jetzt am Hinterspiegel in Tasche beigefügt, einer mit Gebet De s. Hermenegildo, ein anderer mit dem Eintrag: den 12 sebtember 1645 bin ich nach Himels bordten (Porta Coeli = Tennenbach) khumen. 1'—48 r PROCESSIONALE CISTERCIENSE. Texte mit etwas geänderter Abfolge wie in Güntersthal 16. Die Gesänge zur Fußwaschung im Hauptteil integriert (36 v -42 r ). Zum Schreiber beider Hss. s. oben und Güntersthal 16. 234 Güntersthal 17 • Güntersthal 18 48 v —71 v NACHTRÄGE (17. Jh.). Hymnen: AH 52 Nr .27; Weinmann , Nr .7, 33, 6, 5 (3. Strophe), 59; Chevalier , Nr. 9064 (AH 50 Nr .7, 9, 20, 136, AH 52 Nr. 136, 138, Str. 5-9); AH 52 Nr. 103; Weinmann , Nr .34, 30 (AH 50 Nr. 11, AH 52 Nr .91); AH 12 Nr. 43 (1. Strophe), 42 (3. Strophe), 3 Töne; Weinmann , Nr. 24, 27; AH 50 Nr. 245; Credo in 3 Tönen (62 v -70 r ), nicht bei Miazga ; Deo gratias-Töne (71 v -72 r , 73 v -74 r ); Responsorien: Hesbert, Nr. 6775, 7531, 7484, 7763, 6882, 7609, 6799, 6658, 6649, 7143, 7092, 6080; Antiphonen: Hesbert , Nr. 2822, 5403. Güntersthal 18 Homiliar, Fragment, 10. Jh. 2 Pergamentdoppelblätter, unmittelbar zusammengehörend. Schriftraum 16 x 10,5 cm, 22 Zeilen. Bei Bl. 2 und 4 durch seitlichen Randbeschnitt bzw. Ausriß etwas Textverlust. Karolingische Minuskel des 10. Jh's. Rote und schwarze 2- bis 3-zeilige Capitalis-Initialen. Uberschriften rot (Capitalis rustica). Ehemalige, 1922 abgelöste Spiegel aus BLB, De 11 fol. Ink. (GW 4304). Die Inkunabel wurde 1753 in Günterstal für die Bibliothek in St. Peter erworben (Kaufeintrag auf dem Innensteg von 2 r des Fragments); vgl. Heinzer , St. Peter, S. 18 Nr. 43. l r -4 v In assumptione B.M.V. bis Dom. XIV post pentecosten. (1") In assumptione B.M.V. Incipit fehlend: Intravit in quoddam castellum (Lc 10,38). Haec lectio, fratres carissimi, pul- cherrima ratione dilectionem dei et proximi... (vgl. R. Gregoire , Homeliaires liturgiques me- dievaux. Analyse et manuscrits, Spoleto 1980, S. 465 f Nr. 70). Nach Beda, Expositio in Lu- cam 111,10 (CCSL 120, S.225f; PL 92, Paris 1862, Sp.470-472A); (1 V -2 V ) > Dominica XIII.. .<. Exiens Jesus de finibus Tiri... (Mc 7,31). > Omelia venerabilis Bede presbitri.. .<. Surdus ille et mutus quem mirabiliter curatum... Beda, Horn. 11,6 (CCSL 122, S. 220-221, Z. 46; PL 94, Paris 1862, Sp. 234A-D: Horn. 11,19); Grf.goire , S. 465 Nr. 69; (3™) Hebdomada XIII post pentecosten, zu Fratres fiduciam talem habemus... (II Cor 3,4), Anfang fehlt. Incipit: Dubitandum non est, dilectissimi, omnem Observationen!..., setzt ein / resurrectionem. Hra- banus Maurus, Horn, in Epist. et Evang. CLI, PL 110, Paris 1864, Sp.437C-438, Beginn: Sp. 446, Z. 39; (3 V -4 V ) >Dominica II post Laurentium. Lectio ad Galatas<. Fratres, Abrahe dicte sunt promissiones... (Gal 3,16). >Omelia lectionis eiusdem<. De lege per Moysen data populo Israel... Horn. CLVTII, PL 110, Sp.446-447B. 235 Öhningen 1 Öhningen 1 Albertus de Siegburg • Biblia sacra • Stephanus Langton (?) Pergament • 498 Bl. • 25,8 x 18,4 • Oberrhein u. Nordfrankreich (?) • 13. Jh. 2 (II), 14. Jh. 1 (I) 1973 in braunen Lederband eingebunden, Spiegel (s. Fragment) und kleinere liturgische Bruchstücke ausgelöst. Alte Deckel mit Resten des braunen Lederbezugs separat aufbewahrt; ehemals zwei Schließen, Streicheisenlinien und Einzelstempel. Vorder- und Hinterdeckel Ovalstempel: a. Kreuz mit doppeltem Querbalken, Inschrift IHS und drei Nägel, auf einem Herz stehend, b. Maria mit Kind, fast völlig abgerieben. Dieselben Stempel auch auf dem Einband des Antiphonale benedictinum U. H. 4 aus dem 16. Jh. Die Einbandmakulatur (s. Fragment) weist in den Konstanzer Raum. Herkunft: Der Sprachstand der althochdeutschen Glossen von I weist in das Oberrheingebiet, Schrift und Buchschmuck von II deuten nach Nordfrankreich. B1.360 r und 443 v deutsche Randglossen des 15. Jh's. Bl. 498 r zwei Ausleihvermerke (s. Abb. 40): a. Istum librum vel istam bibliam recepi ego Otto episcopus Constanciensis marchio de Hochberg in monasterio Oningenn, cui etiam monasterio restitui debet anno MIIIT XXXII. scriptum manu propria et concessi eam affini meo dicto Iosth de Wangen, Otto Constanciensis. Autograph des bücherliebenden Konstanzer Bischofs Otto von Hachberg (1410-1434; Helvetia Sacra 1,2, S. 343-348; Kat. Karlsruhe VII, S. 23 u. Anm. 1; Janson , S. 259 u. Anm. 1). b. Hanc bibliam ha- beo ego Henricus Nithart a dominis preposito et conventu monasterii Oningen Constanciensis diocesis quam ego et heredes mei tenemur eis ad omnem eorum requisicionem gratanter restituere prout de hoc habent recog- nicionem de manu mea. Zu Heinrich Nithart aus Ulm (gest. 1500), der u.a. ab 1467 als Kanoniker in Konstanz nachzuweisen ist, s. S. 79. Eine Freiburger Inkunabel weist neben einem Ohninger Besitzvermerk ebenfalls einen Namenseintrag von Heinrich Nithart auf ( Sack , Nr. 3395). - In beiden Ausleihvermerken von Öhningen 1 steht der Klostername auf Rasur; lediglich bei a. ist noch ursprüngliches .. .genn zu erkennen. Hierauf bezieht sich ein weiterer Eintrag unterhalb der Ausleihvermerke, der von gleicher Hand wie die Klosternamen auf den Rasuren stammt: Renovatum nomen Monasterii huius Anno domini, daneben MKW LXIII (1563). Möglicherweise war der Name nach Entfremdung der Handschrift entfernt worden. Allerdings kann eine Fälschung nicht ausgeschlossen werden, zumal auch das erste Blatt von II fehlt. - Der ehemalige Vorderspiegel (s. Fragment) trägt den weitgehend abgeriebenen Besitzvermerk F.F. Oeningensium (17./18. Jh.). Ein ursprünglich auf dem ehemaligen Vorsatzblatt aufgeklebtes Blatt ist mit Oehningen (18. Jh., heute lose beigelegt) bezeichnet. Auf seiner Rückseite sind wiederum zwei Zettel angeklebt: a. Transkription des Ausleihvermerkes von Bischof Otto, 18. Jh. Auf der Rückseite Brieffragment, erwähnt: 12.7.1752, Öhningen. b. Transkription des Ausleihvermerkes Heinrich Nitharts. In den Säkularisationsakten des GLA wird der Codex als einzige Handschrift Öh- ningens erwähnt ( Mittler , S. 85). Literatur: Längin , Nr. 29 a; Ettlinger, S. 14, 96; A. Holder , Altdeutsche Glossen II, in: Zeitschrift für Deutsche Wortforschung 1 (1901), S. 110-116; E. Steinmeyer/E. Sievers , Die althochdeutschen Glossen, 5, Berlin 1922, S. 55 f Nr. 696. 236 Ö hningen 1 I Bl. 1-25. Lagen: III 6 , (X-l) 23 . Nach Bl.24 fehlt ein Blatt, kein Textverlust. Kolumnentitel- und Marginalienverlust durch Beschnitt. Schriftraum 20 x 13,5 cm, zwei Spalten, 45 Zeilen. Gotische Minuskel 14. Jh. 1 von zwei Händen (l r -6 v ; 7 r -24 v ). Übliche Rubrizierung. l ra -24 vb ALBERTUS DE SIEGBURG, GLOSSARIUM VETERIS ET NOVI TESTAMEN- TI. >Expositio Biblie super rara vocabula<. Prologus super Genesim. Desiderii mei desideratas ac- cepi litteras. allusio nominis. presagio. prescientia... sexta a Christo usque ad finem mundi et ha- bemus (?) ferrea vel testea. Bibelglossar, Gn-Hbr, lateinisch-deutsch. Weitgehend übereinstimmend mit Stegmüller , RB, Nr. 1068. Edition der Glossen: Holder (s. Lit.), S. 110-116; Steinmeyer/Sievers 5 (s. Lit.), S. 55f Nr. 696; Bergmann, S.42 Nr. 323. Sprachstand: alemannisch; P. Haacke , in: 2 VL, 1, Sp. 141 f. — 25 r_v leer. II Bl.26-498. Lagen: (VI-1) 36 , 16 VI 228 , V 238 , 12 VI 382 , II 386 , 8 VI 482 , 2 IV 498 . Erstes Textblatt (vor B1.26) fehlt. Teilblattverlust B1.27 (mit Textverlust), 284, 305-307, 339. 251 rb/va kleinerer Textverlust durch Tintenfraß oder Reagenzien. Reklamanten, zum Teil abgeschnitten. Kolumnentitel- und Marginalienverlust durch Beschnitt. Schriftraum 20 x 14,5/12,5 cm, 2 Spalten (469 v -496 v 3 Spalten), 52 Zeilen. Nordfranzösische Perlschrift der zweiten Hälfte des 13. Jh's von mehreren Händen. Schrift zum Teil (wohl aufgrund mangelnder Tintenqualität) bis zur Unleserlichkeit abgerieben (z.B. 463 r ). Übliche Rubrizierung (rot/blau). Kapitelanfangsinitialen abwechselnd rot und blau; qualitätvolle blau-rote und rot-blaue Initialen mit Fleuronnee und Fischgrätenornamentik zu Beginn der einzelnen biblischen Bücher. 387 rb (Beginn Mt) halbseitenhohe, einfache Deckfarbeninitiale mit floralen Motiven auf Goldgrund, wahrscheinlich Oberrhein, Ergänzung Anf. 14. Jh. 26 r -469 rb BIBLIA SACRA 27 va -386 ra VETUS TESTAMENTUM 27 va -45 ra Gn (Teiltextverlust 27 va ), 45 ra -60 rb Ex, 60 rb -70 rb Lv, 70 rb -85 rb Nm, 85 rb -98 rb Dt, 98 va — 107 vb los, 107 vb — 117 rb Idc, 117 rb -l 18™ Rt, 119 ra -131 rb I Sm, 131 rb -140 vb II Sm, 140 vb - 151 va III Rg, 151 va — 161 vb IV Rg, 162 ra — 171 rb I Par, 171 vb -184 ra II Par, 184 ra " b OrMan, 184 va — 188 ra I Esr, 188 ra -192 vb II Esr, 192 vb -198 ra III Esr, 198 ra -206 vb IV Esr, 206 vb -210 rb Tb, 210 rb -215 ra Idt, 215 ra -219 va Est, 220 ra -229 ra lob, 229 rb -250 ra Ps, 250 ra ~ b Ps CLI, 251 ra - 257 va Prv, 257 va -260 ra Ecl, 260 ra -261 ra Ct, 261 ra -265 va Sap, 265 vb -278 va Sir, 278 vb -295 vb Is, 295 vb —319 rb Ier u. Lam, 319 rb -322 ra Bar, 322 rb -341 va Ez, 342 ra -349 vb Dn, 350 ra -352 va Os, 352 va -353 va Ioel, 354 ra -355 vb Am, 356 ra ~ b Abd, 356 va -357 ra Ion, 357 rb -358 va Mi, 358 vb - 359 va Na, 360 ra " vb Hab, 361 ra " vb So, 362 ra " va Agg, 362 vb -365 va Za, 365 vb -366 va Mal, 366 vb - 378 ra I Mcc, 378 ra -386 ra II Mcc. - 250 rb Finito libro sit laus et gloria Christo (15./16. Jh.); 250 v leer. 237 Öhningen 1 387 ra -469 rb NOVUM TESTAMENTUM 387 ra -397 rb Mt, 397 vb -404 rb Mc, 404 va -416 ra Lc, 416 ra -424 va Io, 425 ra -429 ra Rra, 429 ra - 433 ra I Cor, 433 rb -435 vb II Cor, 435 vb -437 ra Gal, 437 ra -438 rb Eph, 438 va -439 rb Phil, 439 rb - 440 rb Col, 440 rb -441 rb I Th, 441 rb " vb II Th, 441 vb Laod (nur Anfang, getilgt), 441 vb -442 vb I Tim, 442 vb -443 vb II Tim, 443 vb -444 rb Tit, 444 rb Phlm, 444 va -447 va Hbr, 447 vb -459 rb Act, 459 rb -460 rb Iac, 460 rb -461 va I Pt, 461 va -462 rb II Pt, 462 rb -463 rb I Io, 463 rb II Io, 463 rb " va III Io, 463 va ~ b lud, 464 rb -469 rb Apc. PROLOGI ET ARGUMENTA Stegmüller , RB, Nr. 284 (26 ra -27 ra , Anfang fehlt), 285 (27 ra ~ va , Teiltextverlust 27 rb " va ), 311 (98 rb ~ va ), 323 (118 va — 119 ra ), 328 (161 vb -162 ra ), 327 (171 va " b ), 330 (184 rb " va ), 332 (206 vb ), 335 (210 rb ), 341 (215 ra ), 343 (215 ra , Anfang abweichend), 344 (219 va -220 ra ), 357 (220 ra " b ), 349 (220 rb ), 443 (229 ra_b ), 457 (251 ra ), 462 (257 va ), 468 (261"), 26 (265 va " b ), 473 (265 vb ), 482 (278 va ~ b ), 487 (295 vb ), 491 (319 rb ), 492 (322 ra " b ), 494 (341 va -342 ra ), 500 (349 vb ), 507 (349 vb _350 ra ), 5ii (352 va ), 510 (352 va , Explicit wie D.de Bruyne , Prefaces de la bible latine, Namur 1920, Nr. 137), 508 (352 va , Ende abweichend), 515 (353 va_b ), 512 (353 vb ), 513 (353 vb -354 ra ), 519 (355 vb ), 517 (355 vb -356 ra ), 524 (356 rb " va ), 521 (356 va ), 526 (357 ra " b ), 528 (358 va " b ), 531 (359 va -360 ra ), 534 (360 vb -361 ra ), 538 (361 vb -362 ra ), 539 (362 va " b ), 543 (365 va ~ b ), 551 (366 va " b ), 595 (386 ra_vb ), 596 (386 va -387 ra ), 590 (387 ra ), 589 (387 ra ~ b ), 397 va (vor Mc) >Incipit prologus in ewangelium secundum Matheum (!)<. Primum expulsio demonis in synagoga ab homine... quod discipuli nequibant, liberavit (nicht bei Stegmüller , RB); 607 (397 va ~ b ), 620, daran anschließend: Usque huc lectorem obsecro studiose paginas... favoribus meique me- mor benigne (404 rb_va ), 624 (416 ra ), 670 (424 va -425 ra ), 685 (429 ra ), 699 (433 ra_b ), 707 (435 vb ), 715 (437 ra ), 728 (438 rb " va ), 736 (439 rb ), 748 (440 rb ), 752 (441 rb ), 765 (441 vb ), 772 (442 vb ), 780 (443 vb ), 783 (444 rb ), 793 (444 rb " va ), 640 (447 va_b ), 809 (459 rb ), 839 (463 vb - 464 rb ). Weitgehend übereinstimmend mit dem Pariser Usus (R. Branner , Manuscript pain- ting in Paris during the reign of Saint Louis. A study of styles, Berkeley/Los Angeles/London 1977, S. 154 f). 469 va -496 vc STEPHANUS LANGTON (?), INTERPRETATIONES NOMINUM HE- BRAICORUM. Aaz apprehendens vel apprehensio... Zusim consiliantes eos. vel consiliantes eo- rum. Stegmüller , RB, Nr. 7709 (mit Erwähnung der Handschrift); Glorieux , Repertoire 1, Nr. 104 as. Vgl. BLB, Cod. Lichtenthai 7. 497 ra_vb PRINCIPIUM BIBLICUM. Fluvius egrediebatur de loco voluptatis... (Gn 2,10). Haecproposita verba scripta sunt Ge. II et notantur in eis tria... velfutura praenunciant ut in apocalipsi patet. Stegmüller , RB, Nr. 9431 (nur diese Handschrift). 498 r Ausleihvermerke (s. Herkunft). 49 8 V Verderbte Verse Sanguis rana culex cui omnia mors pecorina/ ulcera grando Bruchus ten[.. .\re strips motua prima (15. Jh.); vgl. Walther , Prov., Nr.27492c. Federproben. 238 Öhningen 1 FRAGMENT Zwei Pergamentblätter (ehemalige Spiegel), 18,2/17 x 25,5 cm, und ein schmaler Streifen, ehemals Teil einer Quarthandschrift. 2 Spalten. Textura des 15. Jh's 1 , übliche Rubrizierung (rot/blau/grün). Weiter drei kleinere Bruchstücke eines Breviers des 14. Jh's. LECTIONARIUM OFFICII. Teile des Proprium de sanctis: Laurentius (10.8.), Pelagius (28.8.), Augustinus (28.8.), fragmentarisch. In der Abfolge Pelagius vor Augustinus ist ein Indiz Konstanzer Provenienz zu sehen. 239 Offenburg 1 Offenburg 1 Ludolphus de Saxonia • Bartholomaeus Anglicus • Iordanus de Quedlinburgo • Augustinus Triumphus • Robertus Holcot Papier • 1 + 86 + 12 + 95 + 20 + 3 Bl. • 28,7 x 20,7 • Schaffhausen u. a. • 1415-1470 Heller, unverzierter Lederband, Rücken gekalkt. Gedrucktes Offenburger Signaturschild L und Titelschild VITA JESU CHRIST[ I] ( s - S. 83 f). Spiegel 1966 abgelöst (s. Fragment). Herkunft: Die Handschrift setzt sich aus fünf im 15. Jh. geschriebenen, unvollständigen Texten zusammen. Hauptschreiber von I (1466/67) und Schreiber von V ist der Schaffhausener Franziskanerguardian Johannes Schlettstatt (s. I). Bei II und IV handelt es sich lediglich um die erste Lage des jeweiligen Textes. III ist, wie die Fraßspuren an den ersten Blättern und das verschmutzte letzte Bl. 193 v zeigen, ursprünglich selbständig aufbewahrt worden. Aus dieser Zeit stammt der Offenburger Besitzvermerk Iste Liberpertinet ad conventum Offenburgensem anno nonagesimo quarto (1494) auf Bl. 193 v (s. Abb. 32). In der Folge wurden die einzelnen Teile zum heutigen Cod. Offenburg 1 zusammengebunden. Wohl in diesem Zusammenhang fügte man nach II ein Blatt (99 r , Wz.: gotisches P mit Blume, nicht bei Piccard) und nach III und IV mehrere Blätter zur Textergänzung ein, die bis auf Bl. 194 (Wz.: gotisches P mit Blume, Piccard IV, 1-3, Abt. IX, Nr.256, Beschriftung belegt für 1483) und Bl.213 (Reliefabdruck Wz. gotisches P mit Blume) später wieder herausgeschnitten wurden. l r Offenburger Besitzvermerk FF. Min. Conv. Offenburg. (17./18. Jh.). In den Säkularisationsakten wird die Handschrift als Jesu Christi vita etc. Ms. erwähnt (BLB, K 2986,12, 3 r ). Literatur: Ettlinger, S. 14, 96; Zumkeller, S. 571, 607. I Bl. 1-86. Lagen: (VII-l) 12a , 4 VI 60 , VII 74 , VI 86 . Bei Bl. 12a handelt es sich um Reste eines beschriebenen, auf einen Falz geklebten Blattes (ursprünglich mit dem Vorderspiegel verbunden), dessen Schreiber identisch ist mit Hand b des Fragments (s. unten). Wz.: Ravensburger Ochsenkopf (zwei Ausführungen), Beschriftung belegt für 1466-1468; gotisches P ohne Blume, Beschriftung belegt für 1458 ( Piccard , Expertise). Schriftraum 22 x 14,5 cm, zwei Spalten. Bastarda von zwei Händen (a. Johannes Schlettstatt: l'-18 vl> , 45 rb Z. 18—83 v ; b.: 19 r ~45 rb , Z. 17). 51-58 Zeilen (a) bzw. 48-52 Zeilen (b). Im von a geschriebenen Teil Bogen- und Blattreklamanten, im von b hergestellten Teil einzelne Blattsignaturen (Bl. 25-30). Übliche Rubrizierung. Einzelne Cadellen mit Fratzen (38 va , 39 va , 41 rb , 44 ra ), l r rote Rollwerkinitiale (abgerieben) auf braun-goldenem Grund. Freiräume für weitere Kapitelanfangsinitialen nicht ausgefüllt. Seitentitel. Vor und nach den Orationen zwischen den Kapiteln der ,Vita Jesu Christi' findet sich eine Reihe von Einträgen Schlettstatts: In die Dorothee virginis anno 66, F. Joh. Schietstat (5 vb ; s. Abb. 26); ...bonorum operum salutares proferamus Amen. Quod desiderat scribens frater Joh. Schietstat (15 rb ); C.S. (21 ra ); Clara est quae nusquam perit S. (29 va ); C.J. (34 vb ); O C.S. (45 vb ); C.V.S.J. (50 vb ); C.S. (53 rb ); C.S. 1466, C. o Cara Stehelin (57 ra ); o CS., o Cor amantis C.S. (59 rb ); CS. (62 ra ); C.S.J.S. (69 vb ); Quia inter natos mulierum et C. S., C. S. quae me a te conterris (76 va_b ); Anno domini 1467 in die Gordiani et Epymachi captus est domicellus Cunradus Johannes Im Stad prope Engen ab inimico oppidi Schaffhusen 240 Offenburg 1 Bilgerin von Heudorff. O Clara. S. (79 ra ); o C. S. (82 r ). Die Einträge sind im von a geschriebenen Grundtext zum Teil in Textschrift, zum Teil in Auszeichnungsschrift gehalten; die Einträge im von b geschriebenen Grundtext (21 ra , 29 va , 34 vb ) erscheinen in Auszeichnungsschrift und wurden von a eingefügt, der hier rubrizierte. Der Schreiber frater Johannes Schietstat ist identisch mit dem 1467 als Guardian der Schaffhausener Franziskaner nachweisbaren Johannes Schlettstatt ( Helvetia sacra V, 1, S.246). Die Notiz auf 79 la bezieht sich auf die Gefangennahme des Schaffhausener Bürgermeisters Hans am Stad durch Bilgeri von Heudorf 1467 (K. Schib , Geschichte der Stadt Schaffhausen, Schaffhausen 1945, S. 141). Die offensichtlich von Johannes Schlettstatt verehrte Clara Stehelin läßt sich in Schaffhausen urkundlich nicht nachweisen (Brief des StA Schaffhausen vom 7.1.1993). l ra -83 va LUDOLPHUS DE SAXONIA, VITA JESU CHRISTI, lib. 1, cap. 1-26. (l ra ) >Pro- logus in vitam Jesu Christi in ewangelio Traditam<. Fundamentum aliud nemo potest ponere... (4 ra ) >Incipit Liber de vita Cristi in ewangelio tradita. De divina et etema Cristi generatione be- nedicta<. Primum capitulum. Plenitudine Ewangelii vivi... (83 va ) Abbruch in lib. 1, cap.26: .. .solvite id est solvetis quia in passione (folgt zweizeilige Federprobe anderer Hand als Fortsetzung). Text: Ludolphus de Saxonia, Vita Jesu Christi, hrsg. von L. M. Rigollot , 1, Paris/ Brüssel 1878, S. 1-230, Z.20. - 48 v , 83 vb -86 vb leer. II Bl. 87-98. VI 98 . Wz.: Ravensburger Ochsenkopf, Beschriftung belegt für 1468 ( Piccard , Expertise). Schriftraum 23 x 14 cm, zwei Spalten, 52-53 Zeilen. Bastarda von einer Hand. Übliche Rubrizierung, überwiegend nicht ausgeführt. 87 ra _98 vb BARTHOLOMAEUS ANGLICUS, DE PROPRIETATIBUS RERUM. (87 ra ) Praefatio. Dum proprietates rerum sequantur... (87 rb ) lib.I, (90 rb ) lib.II, (97 ra ) lib.III, (98 vb ) Abbruch in lib.III, cap.XI mit Lagenende: ...vel quando propter similitudinem/. Text: Bartholomaus Anglicus, De rerum proprietatibus, Frankfurt 1601 (Nachdruck Frankfurt a. M. 1964), S. 1-53, Z.27; Stegmüller , RB, Nr. 1564. III Bl. 99-193. Lagen: 4 VI 146 , (VI-1) 157 , 3 VI 193 . Bl. 100-103 Fehlstellen durch Tierfraß. Nach Bl. 155 fehlt ein Blatt, kein Textverlust. Reklamanten, zum Teil abgeschnitten. Wz.: oberitalienischer Ochsenkopf (verschiedene Ausführungen), Beschriftung belegt für 1411-1417 (Piccard , Expertise). Schriftraum 21/ 19,5 x 14 cm, zwei Spalten, 40-43 Zeilen. Bastarda von einer Hand. Übliche Rubrizierung. 100 ra Freiraum für Initiale in Größe einer halben Spalte. 100 ra -192 rb IORDANUS DE QUEDLINBURGO, OPUS POSTILLARUM ET SERMO- NUM DE TEMPORE, cap. III-XLVI. (100 ra ) Principium natalicia consueverunt.. . (cap. III, Dominica prima in adventu). (190 vb ) >Exposicio mistica etprimo eiusdem ewangelii etc.<. Exul- tavit Spiritus meus in deo... (cap.XLVI, Sexta feria quattuor temporum in adventu). Abbruch 192 rb ohne Platznot: .. .ubi Johannes tripudiat/. Text: Iordanus de Quedlinburgo, Opus post- 241 Offenburg 1 illarum et sermonum de tempore, Straßburg 1483 (Hain 9438), cap. III-XLVI, Sp. 4, Z. 26; ZuMKELLER, S. 607. IV Bl. 194-213. Text (S. 195-212): IX 2 ' 2 ; im 15. Jh. vor- und nachgeheftete Blätter: [(V-9) 194 , (VII—13) 213 ]. Wz.: Textteil zwei gekreuzte Schlüssel (wohl savoyisch), Beschriftung belegt für 1427-1429 ( Piccard, Expertise); zu Bl. 194 und 213 s. Herkunft. Schriftraum 21,5/21 x 15 cm, zwei Spalten, 36-40 Zeilen. Bastarda von einer Hand. Übliche Rubrizierung. Bl. 213 kurze Textfortsetzung, Bastarda, Ende 15. Jh. 195 ra —213 ra AUGUSTINUS TRIUMPHUS, TRACTATUS SUPER MAGNIFICAT. (195 ra ) >Incipit tractatus super magnificat etc. <. Super illo verbo psalmi deus canticum novum... (21 l va ) cap.IX. Deposuit potentem de sede... (212 vb ) Abbruch mit Lagenende: ...nunc divices ecce merces. (213 ra ) Fortsetzung operariorum vestrorum... bis ...quis villam possessiones vel castra vel etc. Zumkeller, S. 570 f. V Bl. 214-216. ( II-2+1) 216 , Bl. 216 ehemals Hinterspiegel. Keine Wz. Schriftraum 20 x 13,5 cm, zwei Spalten, 52-54 Zeilen. Bastarda von der Hand Johannes Schlettstatts. Übliche Rubrizierung. 214 vb Freiraum für Initiale, nicht ausgeführt. Seitentitel. 214 ra — 216 rb ROBERTUS HOLCOT, IN SAPIENTLAM. (214 ra ) Teil des Prologs. Primo contra quos Semper erunt quidam spirituales doctores... (214 vb ) >Lectio prima<. [D \iligite iusti- ciam qui iudicatis terram. Circa istum librum... (216 ra ) Lectio secunda. Diligite iusticiam qui iudicatis terram. Acturus de sapientia... (216 rb ) Abbruch: .. .ac principalibus membris/. Text: llobertus Holcot, Super librum sapientiae, Basel 1489 ( Hain 8758), Bl.a vb , Z.20-a3 va , Z. 18; Stegmüller , RB, Nr. 7416; Kaeppeli 3, Nr. 3497. FRAGMENT Bl. I, ehemals Vorderspiegel. Wz.: Bogen und Pfeil; Piccard IX, 1-2, Abt. X, Nr. 1231 f (Bologna 1374/ 75). Schriftraum 24 x 15,5 cm, zwei Spalten, 59-62 Zeilen. I ra_vb , Z. 3 Bastarda von einer Hand, Schrift zum Teil verblaßt. I vb , Z. 4-Seitenende Notula. I ra ~ vb , Z.3 Bruchstück eines scholastischen Textes. Explicit: ...esse de modo acquirendi et de- perdendi caritatem adeo differentiancium. Et sie est finis huius articuli. Tertius articulus est iste, et deficit. (Hand von II). F b , Z. 4 ff Scholastische Quaestio: Utrum Caritas infusa creature menti potest intendi... , Schluß fehlt. Ursprünglich Fortsetzung auf Bl. 12 a (s. I). 242 St. Margen 1 St. Märgen 1 Türkische Texte mit französischer Ubersetzung Papier, 20 Bl. (an Druck), 31,9 x 21 cm, Straßburg(P), um 1720. Abgeriebener Pergamentband mit St.Märgener Rückenschild des 18. Jh's (s. S. 88 f), Beschriftung noch teilweise lesbar (.. .Linguarum orientalium). Die vor- und nachgebundenen Bll. zeigen das Wasserzeichen Baselstab im Blattkranz über Buchstaben B (sehr ähnlich Tschudin, Nr. 340: Beschriftung belegt für 1719). Kursive von einer älteren (P) und einer ein wenig jüngeren Hand (Rest) des 18. Jh's. Die Entfernungsangaben auf P deuten darauf hin, daß sich die Handschrift zu dieser Zeit in Straßburg befand. Auf dem Titelblatt des Drucks findet sich der Provenienzvermerk Canon. Regl. Cellae S.Mariae (18. Jh.). Der Codex ist im 1780 angelegten Bibliothekskatalog des Klosters aufgeführt (s. S. 88), ebenso in den Säkularisationsakten: Mesgnien Me- ninski (Franc, a) linguarum orientalium institutiones, Viennae 1680fol. (BLB, K 2986,10, 9 1 ). Literatur: Ettlinger, S. 57, 99. Druck: Franciscus a Mesgnien Meninski, Linguarum orientalium Turcicae, Arabicae, Persicae institutiones seu grammatica Turcica..., Wien 1680 I r Entfernungsangaben für verschiedene Punkte von Straßburg aus (wohl Zentrum) bis Kehl, zusammen 4600 Schritte, deutsch. Erwähnt sind u. a. das Zollhaus und das frz. Corps de gar- de. r-IF Türkischer Hymnus und Gebet mit frz. Erläuterung. Iky hezare aferin bon nidge sultan ... l r -8 r Fethi baghdat sultan Murat khan... La conqueste de babylonne parle sultan Murat roy... 8 r ~ v >Lettre a monsieur Hardy conseiller du roy, au chatellet de Paris<. Venerable seigneur que le grand dieu rende... Hazreti efendi edam allahon... 8 v -9 r > Titres que le grand seigneur donne aux roy de france<.. La gloire des plus majestueux monar- ques... Osmanlu frantcha padichaye verdughi elkaf...-, > Titres donnez aux ministres destats de france<. Soustiens de la prospertez du plus grand... Bilvetil salainil milietil... 13 v - Hinterspiegel: Türkisch-französisch(-deutsche) Worterklärungen. 243 St. Märgen 2 St. Märgen 2 John Mandeville, Reisen, in der Ubersetzung Ottos von Diemeringen Papier • 98 Bl. • 28,8x21,5 • Elsaß • 1416 Lagen: 7 VII. Kustoden bei den ersten vier Lagen. Bl. 1-2 Fehlstellen am Rand, geringer Textverlust. Zeitgleiche Foliierung ( I-XCVIII, Hinterspiegel: XCIX). Wz.: Waage (verschiedene Formen), Beschriftung belegt für 1415-1419 (Piccard , Expertise). Schriftraum 20,5 x 15 cm, 2 Spalten, 24-30 Zeilen. Ba- starda von mehreren Händen. Übliche Rubrizierung. Lederband mit den Resten zweier Langriemenschließen, Bezug 1975 ersetzt, Vorder- und Hinterspiegel sowie Falzverstärkung (s. Fragment 1-2) ausgelöst. Vorderspiegel Eintragung Contrarietas sempiterna manet Conf. 29 (17./1 8. Jh.), Hinterspiegel Inhaltsangabe zur Hs. (16. Jh.): Dises Buoch seit von allen fremden Landen und seit von dem grossen Kan und (Rasur) und(l) von priester Johanes Lant und von allen landen, weiter Federproben von gleicher Hand, u. a.: Dem hochwirdigen Junten vnd herren her Wilhem byschof von Stroßburg, mynem gnedigen Lieben Herrn. Herkunft: 96 v (s. dort) auf den 15.9.1416 datierte Schlußschrift. Die Fragmente des Zinsbuches weisen auf die Gegend von Straßburg, wo der Codex im 16. Jh. gebunden wurde. Mit der Federprobe {...her Wilhem byschof von Stroßburg.. .) wird der Straßburger Bischof Wilhelm III. von Honstein (1506-1541) gemeint sein. Gemäß dem Besitzeintrag Ex Bibliotheca Canonic. Regul. S. Augustini ad Omnes Sanctos Friburgi Brisgojx (17. Jh.) auf dem Vorderspiegel befand sich die Handschrift im 17. Jh. im St. Märgener Ausweichkloster Allerheiligen in Freiburg, von wo sie bis 1729 nach St. Märgen zurückgekehrt sein wird. Im St. Märgener Bibliothekskatalog von 1780 ist der Codex nicht verzeichnet und deshalb auch nicht in der Liste der von der Hofbibliothek aus diesem Kloster gewünschten Bücher zu finden (s. S. 88). Die Handschrift gelangte im Dezember 1806 über die Karlsnaher Gemäldegalerie unter anderen Codices aus St. Märgen und Günterstal an die Hofbibliothek: ein dito (Manuskript), ältere, Reisen in die MorgenLän- derbetr. (BLB, K 2986,10, 12 r ). Mundart: elsässisch. Literatur: Längin , Nr. 167; Ettlinger , S. 57; A.Schoerner , Die deutschen Mandeville-Versionen. Handschriftliche Untersuchungen, Diss. Lund 1927, S. 13 Nr.2; J.W. Bennett , The Rediscovery of Sir John Mandeville, New York 1954, S.313 Nr.2; K.Ridder , Jean de Mandevilles ,Reisen'. Studien zur Uberlieferungsgeschichte der deutschen Übersetzung des Otto von Diemeringen, München/Zürich 1991, S. 59 f. l r -96 v JOHN MANDEVILLE, REISEN, IN DER ÜBERSETZUNG OTTOS VON DIEMERINGEN. >Ich Otto von Duemeringen ein Tuom here zuo Mencze (!) in Lothringen han dis buoch verwandelt uß welsche in latine zuo tutsche... <. (5 vb ) Der usser lande nüt gewesen ist, der wenet sin lant sy daz beste... (96 vb ) ...und das selbe bitte ich Johannes auch. O Cristus got in 244 St. Märgen 2 • St. Märgen 3 ewikeit daz du uns helffest daz wir von dir niemer gescheiden werdent Amen. Schlußschrift: Et sie dei misericordia finitum est Uber iste feria tercia post Exaltacionis sanete erucis hora 4um {\) post meridies sub Anno domini M°CCCCXVF (15.9.1416) Idus (von späterer Hand:) Mar- tii (!). O Maria bona pro nobis omnibus ora , darunter, in Schriftband: Et ego gaudio. Es handelt sich bei St. Märgen 2 um den ältesten erhaltenen Textzeugen der Fassung C der Otto von Diemeringen-Übersetzung ( Ridder (s . Lit.), S. 60). Die Hs. enthält sieben der acht Alphabete (ll rb , 21 vb , 42 ra , 48 va , 53 rb , 78 va , 84 ra ). Zum Text s. E.Bremer , Mandeville, Jean de, in: 2 VL, 5, Sp. 1201-1214. FRAGMENTE 1. 2 Pergamentblätter, 28 x 23,5/23 cm. Ehemals Vorder- und Hinterspiegel. Lateinische Kursive von mehreren Händen, 2 Spalten. ABGABEN-/ZINSBUCH für die Jahre (1474)-(14)79 sowie (1475)-(14)78. Häufig ist Straßburg erwähnt, Nutznießer sind z.T. Geistliche oder geistliche Institutionen. Bruchstücke des gleichen Codex finden sich für die Jahre 1473-1474 in Cod. St. Peter perg. 62 für Hiltzheim (= Hilsenheim bei Schlettstadt; Kat. Karlsruhe X, 2, S. 143 f). 2. Pergament, ca. 28 x 6,5 cm. Bastarda des 15. Jh's. URKUNDE. Erwähnt: Würzburg; iudex et conservator der Johanniter. St. Märgen 3 Reformstatuten des Augustinerchorherrenstiftes Indersdorf 1427- 1471 Papier • 121 Bl. • 21 x 15,3 ■ Südwestdeutschland • um 1494 Lagen: (III+2) 8 , 4 VI 56 , (V-l) 65 , VI 77 , V 87 , 2 VI 1 ", (VI-2) 121 . Nach B1.59 ist ein Blatt ausgerissen, Textrest mit Verweisungszeichen erhalten. Foliierung 16./17. Jh. 1-20. Wz.: a. Dreiberg mit zweikontu- riger Stange mit Kreuz, Basel, Beschriftungszeit nicht bestimmbar, b. Ochsenkopf mit Thau, Basel, Beschriftung belegt für 1491-1497 ( Piccard , Expertise; Piccard II, Abt. X, Nr. 402 u. 404). Sekundärer Vorderspiegel (s. unten) Wz. Adler in Wappenkartusche über Buchstabe F (Frankfurt, 16. Jh. 2 ; Briquet 1, S. 26). Schriftraum 16/15x11 cm, 20-27 Zeilen. Gotische Kursive von einer Hand. Übliche Rubrizierung (zum Teil nicht ausgeführt), V kunstlose blaue A-Initiale. Einbandbezüge: a. heller zeitgenössischer Lederband, Spuren von fünf Buckeln pro Deckel, Einzelstempel und Streicheisenlinien, b. darüber ehemals sekundärer Überzug eines Doppelblattes eines Graduales (s. Fragment 1) mit sekundären Spiegeln. Auf dem Vorderdeckel-Teil (Fragment 1, l r ) weitgehend unlesbarer, wohl St. Märgener Provenienzvermerk (... Monast. St.Merg...). St. Märgener Rückenschilder des 18. Jh's (s. S. 88 f; ehemals auf dem sekundären Überzug, heute separat aufgezogen): oben doppelt umrandetes Rechteck ( D.P. Aurelii 245 St. Märgen 3 Augustini Regula M. S.), unten doppelt umrandeter Rhombus (36, dieselbe Zahl auch auf dem ehemaligen Hinterdeckel, sekundärer Überzug (Fragment 1, 2 V ). - Sekundärer Vorderspiegel Ubernahmevermerk der Säkularisationszeit S.M. Primärer Hinterspiegel Besitzeintrag: Ulricus Sthelin (= Ulrich Ste- helin, Administrator (1574-1583) und Propst (1583-1609) von Allerheiligen; Müller , Geschichte, S. 71—75, 123), weiter Notiz: Verwalter binde zusamen (16. Jh). 1993 sekundärer Überzug (Fragment 1), Falzverstärkungen (Fragment 2) und zu diesem Überzug gehörige sekundäre Spiegel ausgelöst. Herkunft: Die Wasserzeichen der Handschrift sprechen für eine Entstehung eher im südwestdeutschen als im bayerischen Raum. Auf Bl. 95 v findet sich im Anschluß an die Statuta visitatorum 1471 das Expli- cit Expliciunt statuta scriptaper me Johannem etc. baccalaureus Friburgensis (!), das ebenfalls auf den Oberrhein hinweist. In den beiden Parallelhandschriften (s. unten) Clm 7847 (49 v ) und München, HStA, Cod. Indersdorf Lit. 146 (29 r ) fehlt dieses Explicit, so daß es kaum abschriftlich in St. Märgen 3 übernommen wurde. St. Märgen 3 ist wohl im Zuge der Bestrebungen zur Reform des Klosters St. Märgen 1494, bei denen auch das Indersdorfer Stift eine Rolle spielte ( Müller , Studien, S. 60-62; Müller , Geschichte, S. 33 f), vielleicht in St. Märgen hergestellt worden. Der Kopertumschlag wurde in der 2. Hälfte des 16. Jh's nach Entfernung der Buckel und unter Hinzufügung der sekundären Spiegel (s. oben) angebracht. Aktualität hatte die Handschrift in dieser Zeit offensichtlich wieder aufgrund der häufigen Visitationen des Klosters in der Amtszeit des Propstes Ulrich Stehelin (s. St. Märgen 4) gewonnen. Die Handschrift findet sich weder im Bibliothekskatalog des Klosters von 1780 noch in den Säkularisationsakten, obwohl ihre Anwesenheit in St. Märgen im 18. Jh. aufgrund der Rückenschilder gesichert ist. Neben St. Märgen 3 existieren mit Clm 7847 (datiert 1507 (53 v , 59 v ); Kat. München , BSB III, 3, S. 204 f) und Cod. Indersdorf Lit 146 des Hauptstaatsarchivs München weitere vergleichbare Statutensammlungen des Klosters Indersdorf aus dem Kloster selbst. Cod. Indersdorf Lit. 146 (nach dem hs. Re- pertorium im HStA München um 1479 entstanden) steht der Vorlage von Cod. St. Märgen 3 sehr nahe. Literatur: Ettlinger, S. 57, S. 99. l r -8 v REGULA S. AUGUSTINI. Kurz, S.223 (regula recepta); Clm 7847, 2 r -6 r . 9 r -89 v CONSTITUTIONES REGULAE S. AUGUSTINI JOHANNIS EPISCOPI FRISIN- GENSIS. (9 r — 11 v ) Prologus. >/» Christo Jesu incipit prologus in constituciones regule illumina- tissimi doctoris sancti Augustini patris nostri declaratorias per reverendissimum in Christo patrem et dominum, dominum Johannem episcopum Frisingensem ex commissione apostolica.. .<. Ordo canonicus in ecclesia sancta.. . Darin 10 r — 11 r Pius Papa II. (1458-1464), Bulle Votis Ulisgratum nos decetpraestare vom 17.12.1458. Text: Fr. H.Hundt , Die Urkunden des Klosters Inders- dorf 1, in: Oberbayerisches Archiv für vaterländische Geschichte 24 (1863), S. 361 Nr. 889; Cod. Indersdorf Lit. 146, 3 r_v , Clm 7847, 6 V -7 V . (1 l v —12 V ) Inhaltsverzeichnis. De divino officio ... De prelato migrante de hac luce quid agendus Sit; Cod. Indersdorf Lit. 146, 2 V , Clm 7847, 7 v -8 r . (13 r -89 v ) Constitutiones. Nocturnis horis audito signo matutinali.. . et unuspauper extra refectorium reficiatur; Cod. Indersdorf Lit. 146, 3 v -27 r , Clm 7847, 8 V -46 V . Die Statuten gehen auf den Freisinger Bischof Johann IV. Tulbeck (1453-1473) zurück und sind vor der Confirmatio von 1462 (98 v -100 r ) anzusetzen. 246 St. Märgen 3 90 r -95 v STATUTA VISITATORUM 1471. >In sequenti folio annotatur quorundam punctorum et articulorum enucleacio et explanacio regulärem vitam concernencium quae declaracio... facta est et... tradita anno domini M°CGCCLXXF<. Item in recepcione noviciorum nichilpenitus exigatur... visitet quociens necesse fiunt. Expliciunt statuta scripta per me Johannem etc. bacca- laureus Friburgensis (!); Cod. Indersdorf Lit. 146, 27 v -29 r , Clm 7847, 47 r -49 v (ohne Explicit). 95 v -98 v DISPENSATIO VISITATORUM 1427. >In sequenti folio sequitur praefacio in quan- dam dispensacionem nobis factam per doctorem in decretis Iohannem Grünbalder.. .<. (96 r ) Io- hannes Grünbalder Decretorum Doctor canonicus ac... domini Nicodemi... episcopi ecclesie Fri- singensis vicarius generalis... fratribus Erhardo praeposito Iohanni decano... (97 r ) >Dispensacio visitatorum auctoritate papali super rubrica et quibusdam aliis regularis vite laboribus facta in no- stro monasterio circa annos domini 1427per egregium doctorem dominum Johannem Grünwalder canonicum ac vicarium in spiritualibus Frisingensis ecclesie. ..<. Primo ut quindecim gradus ante matutinam... acta sunt hec in monasterio praefato anno... MCCCCXXVIF circa festum an- nunciationis beatae Marie... (25.3.1427); Cod. Indersdorf Lit. 146, 41 v -42 v , Clm 7847, 49 v , l r ~ v , 50 r (Bindefehler). Vgl. zu der von Generalvikar Johannes Grünwalder geleiteten Visitation F.X. Thoma , Petrus von Rosenheim O. S. B. Ein Beitrag zur Melker Reformbewegung, in: StMGB 45 (1927), S. 133 f. 98 v -106 v CONFIRMACIO STATUTORUM 1462 UND ERGÄNZUNGEN. (98 v -100 r ) >Sequitur confirmaciopraedictorum<. [}]ohannes Dei et apostolice sedisgratia episcopus Frisingensis (Johannes IV. Tulbeck) ... Johanni praeposito... acta... die ultima mensis octobris Anno... millesimo quadringentesimo sexagesimo secundo... (31.10.1462). Text: Hundt (s . oben), S.370f Nr.914; Cod. Indersdorf Lit. 146, 43 r_v , Clm 7847, 50 v —51 r . (100 r ~ v ) Prologus zu den Ergänzungen. Et cum non sit in homine... qui est benedictus per infinita seculorum secula amen ; nicht in Cod. Indersdorf Lit. 146, Clm 7847, 51 r . (100 v -101 r ) >Quomodo corporalis dis- ciplina sit recipiendam (!) etpertinet ad capitulum XXVII (= 49 v )<. [C \orporalis disciplina quae singulis sextis feriis... >Secuntur oraciones<. [D]eus qui culpa offenderis primaplacarispreces ser- vorum tuorum... [D]ews qui sperantibus in te misereri pocius eligis... Deus quipraecancium ani- mas non vis perire sed culpas... Omnipotens sempiterne deus qui peccatorum indulgenciam in confessione... >Oracio<. [D\eus humani generis benignissime conditor et misericordissime refor- mator... ; Cod. Indersdorf Lit. 146, 30 ra ~ rb ; fehlt in Clm 7847. (101 r -102 v ) >Secuntur casus do- mino prelato reservati apud nos quos non licet contempnere<. [O] mnes casus papales ad solum pa- pampertinebunt... >Et sunt isti<. [ö]mnesproprietarii aliquid tenentes...; Cod. Indersdorf Lit. 146, 29 vb -30 ra , 29 va ~ b , Clm 7847, 51 r -52 r . (102 v -103 r ) >Ad dandam personis secularibus littera- tis fraternitatem ... <. [E]x parte omnipotentis dei et beate Marieperpetue virginis et piipatris no- stri sancti Augustini... [E]cce quam bonum cum gloria patri... [P] retende domine famulis tuis dexteram celestis auxilii... [S]uperfamulos tuos quesumus domine benedictio copiosa descen- dat... >Oracio<. [D ]omine Jesu Christe qui dixisti apostolis tuis ubi fuerint congregati... >Alia oracio<. [S]uscipiat vos deus et dominus noster Jesus Christus in consorcium electorum... Post hoc osculum pacis aut plenarium.. .; Cod. Indersdorf Lit. 146, 40 r , Clm 7847, 52 r ~ v . (103 r — 104 v ) 247 St. Märgen 3 >Ad dandam Jraternitatem personis secularibus wlgariter (= 102 v -103 r , deutsch)«. [ Z]e lob und er dem almechtigen got und siner hochwirdigen gepererin...; >Das Gebett<. [H\er almechtiger got vatter in der ewikeit erzaig dein gotliche hilf.. [H] er Jesu Christe der du geredt hat zu dinen li- ben iungern wo zwen oder dry...; [U]nser lieber herre Jesus Christus entpfliach euch hut in die geselschafft... Posten detur osculum pacis.. Cod. Indersdorf Lit. 146, 40 r ~" v , Clm 7847, 52 v - 53 r . (104 v —105 r ) >De confraternitate laycali declaracio adcapitulum LX (= 89 r )<. [L ]iberumpro- batur quod nulla lege... ; nicht in Cod. Indersdorf Lit. 146 und Clm 7847. (105 r —106 v ) >Regi- mine rectoris scolarium<. [R ]ector scolarium si accolitus... ; Cod. Indersdorf Lit. 146, 41 r , Clm 7847, 53 r_v . Die Ergänzungen auf 100 v und 104 v beziehen sich explizit auf die Constitutiones auf Bl. 9 r -89 v . (106 v ) (Lese)vermerk von anderer Hand: FinisA. etc. 1566. 107 r —121 v STATUTA LITURGICA. [ N ]ota per circulum anni in vigiliis sanctorum ad matuti- nam evangelium non legitur nisi proprium habuitur. >De sequenciis<; >De regentibus chorum no- ta<; >De benedicacionibus dominica die<. ...ad missam maiorem cantetur kyrieleyson maius de be- ata virgine. Explicit-, Cod. Indersdorf Lit. 146, 33 v -39 v ( notitia generalia ad divinum officium)-, fehlt in Clm 7847. (121 v ) Estprinceps diaconorum (16. Jh.). FRAGMENTE 1. 1 Pergamentdoppelblatt, zweites Blatt der Lage von innen. Blattgröße 28,7 x 20 cm, zur Kopertver- wendung zugeschnitten. Schriftraum 20,5 x 12 cm, 23 Zeilen. Karolingische Minuskel von zwei Händen, 12. Jh. St. Galler Neumen. Übliche Rubrizierung. l r , 2 r angeschnittene Foliierung, 15./16. Jh. (2 r : XXX...). l r unten Provenienzvermerk (s. Herkunft). Auf dem Rücken unter dem heute abgelösten Titelschild: Regula S. Augustini. GRADUALE. l r_v Feria II post pascha, Beginn im Offertorium, bis Feria V, Abbruch im Gradual-Responsorium. (2 r_v ) Dominica V post pascha; Tiburtius et Valerianus; Georgius; In maiori litania; Vitalis, Abbruch im Offertorium. - Antiphonale missarum sextuplex. D'apres le Graduel de Monza et les Antiphonaires de Rheinau..., hrsg. von R.-J. Hesbert, Rom 1967, 81 a—84; 91-95. Gemäß der Alleluiareihe von Dominica V post pascha {Surrexit dominus-, In die resurrectionis) stammt die Handschrift aus einem Kloster der Hirsauer Reform; H. Husmann , Die Handschrift Rheinau 71 der Zentralbibliothek Zürich und die Frage nach Echtheit und Entstehung der St. Galler Sequenzen und Notkerschen Prosen, in: Acta musicologica 38 (1966), S. 148. 2. 2 Fragmente eines Pergamentblattes. Schriftraumbreite 11,5 cm. Karolingische Minuskel von 2 Händen, 11. Jh. Französische Notation auf vier roten Linien. Übliche Rubrizierung. ANTIPHONALE, de sanctis. Maria Magdalena-Offizium. (l r " v ) Teile von: [Resp. Armilla perforata.../ Vers. Divi ]na misericordia te interveniente... (s. BLB, Cod. Aug. LX, 168 r (Kat . V, S. 195-202, 655 f), dort Responsorium der zweiten Nokturn); Antiphonen Hesbert , Nr. 5268, 5014, 2210. 248 St. Märgen 4 St. Märgen 4 Reformstatuten des Augustinerchorherrenstiftes St. Peter in Waldsee 1492 u. 1495 Papier • I + 99 Bl. • 19,5x15 • Waldsee • um 1595 Lagen: (V-l) 8 , 9 IV 80 , II 84 , FV 93 (Blattzahl 89 übersprungen), (IV-2) 99 (folgen: III, 2 IV, bis auf die Falze herausgeschnitten). Bl. 80 zum großen Teil ausgerissen, sonst kein Textverlust. Zeitgenössische Foliie- rung 1-84 , 89-100, 102-103, Kustoden A-N (rot). 2 Wz. mit Memminger Stadtwappen, Beschriftung belegt für 1592-1598 ( Piccard , Expertise). Schriftraum 14 x 11 cm, 20 Zeilen. Humanistische Kursive von zwei Händen (1. l r -82 v ; 2. 83 r -99 r ). Übliche Rubrizierung. Heller Lederband mit Streicheisenlinien, zwei Rollenstempeln (Tugendenrolle; vier Köpfe) und zwei Plattenstempeln. Die beiden Platten (Abendmahl, signiert G.E., und Trinität) entsprechen Haebler 1, S. 102 f, belegt für 1588 und 1603. Identische Platten- und Rollenstempel trägt Cod. 106 der UB Freiburg aus Waldsee (s. unten), identische Rollenstempel eine Inkunabel gleicher Provenienz ( Sack , Nr. 1993). Zwei Schließen, St. Märgener Rückenschild (unleserlich) und Rhombus des 18. Jh's (s. S. 88 f). Herkunft: In Waldsee entstanden wie die Parallelhandschrift Cod. 106 der UB Freiburg (1596 durch den Waldseer Konventualen Jonas Hänle (gest. 1608) verfertigt; Kat. Freiburg 1,5, S. 23). St. Märgen 4 gelangte wohl im Zuge der häufigen Visitationen des St. Märgener Ausweichklosters Allerheiligen in den 90er Jahren des 16. Jh's, in der Amtszeit des Propstes Ulrich Stehelin (1574/1583-1609; Müller , Studien, S.71-75, 123), nach Allerheiligen. Vorderspiegel Übernahmevermerk S.M. ? (Blei) der Säkularisationszeit. Literatur: Ettlinger, S. 57, 99. l r -84 v STATUTA MONASTERII ST. PETRI 1495. (l r -3 v ) Prologi. >Prologus super statuta infra scripta<. Religiositas custodiet et iustificabit... (3 r ) >Alius prologus<. Sane quia in carta... ; UB Freiburg, Cod. 106, 2 r -6 r . (3 v -80 r ) >Incipiunt Statuta Monasterii S.Petri in Waldsee Con- stantiensis Dyocesis Canonicorum Regularium<. Capitulum primum de horis canonicis et divino officio. Officium divinum in missa et canonicis horis... (57 r ) Sequitur de officialibus monasterii et primo de prelato. Capitulum LIII. Prelatus qui sancte et Canonice Congregationi preesse de- bet... (75 V ) Conclusio statutorum praedictorum. Capitulum LXVIII. Sunt insuper et alia plura ceremonialia... (7 9 V ) Expliciunt feliciter statuta... pro... fratribus et Dominis Canonicis regula- ribus monasterii Sancti Petri oppidi Waldsee Constantiensis dyocesis... recollecta a... supra in prologo praenuntionatis sacerdotibus et canonicis regularibus, observantialis monasterii Novecelle, alias Sancte Mariae ad gratias Brixionensis Dyocesis (Neustift bei Brixen, Augustinerchorherren)... Anno salutis MCCCCXCV. XV die Mensis Junii. (80 r ) Bestätigung der Statuten durch den Konstanzer Bischof Thomas Berlower (1491-1496; H elvetia sacra 1 ,2, S. 371 — 376) in der Amtszeit von Propst Lukas Harber, quinto Kaien. A... (Textverlust; nach UB Freiburg, Cod. 106, 109 r : 1495, 5. Kai. Augusti); UB Freiburg, Cod. 106, 6 r — 109'. (80 r -82 v ) Statuten liturgischen Inhalts. Anfang fehlt, Textverlust. (83 r ~84 v ) >Registrum super statuta su- 249 St. Märgen 4 • St. Märgen 6 prascripta<. Vgl. M. Barczyk/P. Schurer , Kirche und Stift St. Peter zu Waldsee, Bad Waldsee 1979, S. 52 f. 85 r -99 r CARTA REFORMATIONIS 1492. >Sequitur Carta reformationis et visitationis mona- sterii Sancti Petri in Walsee (!). Ordinis Sancti Augustini. canonicorum regularium dyocesis Con- stanciensis<. ... Nos Thomas dei et apostolice sedis gratia episcopus etpraepositus Constanciensis (Thomas Berlower, s. oben)... Caritati vestrae notum esse cupimus per praesentes... Datum in Monasterio Sancti Petri Opidi Waldsee. Anno a Nativitate Domini MCCCCLXXXX secundo. Mensis octobris die decima nona inditione decima; UB Freiburg, Cod. 106, 11 l r —130 r . - 99 v leer. St. Märgen 5 Gratulationschronogramme für Abt Michael Fritz Papier, 2 Bl., 27,5 x 18,8 cm, St. Märgen, 1772. 1 Doppelblatt mit Brokatpapierumschlag. Die Handschrift enthält drei lateinische Chronogramme und ein deutsches sowie Adaptionen von Ps 90,16 und 5,12 auf Abt Michael Fritz (1766-1797). Nach dem vierten Chronogramm ( AbsqVe VLLo grano saLIs nlsl ILLo, qVoD In NoMIne Hering) könnte es sich bei dem Verfasser um den allerdings 1772 verstorbenen Confrater Paulus Heringer handeln (vgl. Kern , Tagebuch, S. 264). Zu Abt Michael Fritz s. S. 88. Literatur: Ettlinger , S. 56, 99. l r , 2 r GRATULATIONSCHRONOGRAMME. ObserVanDVs MIChaeL gratVLatVr IsraeL (1772)... Lebe Lang! EWer HoChWIIrDen gnaDen Der Herr PraeLat... St. Märgen 6 Fidelis Gaes, Festcarmen zum Namenstag von Abt Michael Fritz Papier, 4 Bl., 23 x 18,5 cm, St. Märgen (?), 1767/68. Zwei Doppelblätter mit Goldpapierumschlag. Da das Werk Abt Michael (1766-1797) als Novo patriae patri gewidmet ist, muß es zu Beginn seiner Amtszeit für seinen Namenstag (29.9.) verfaßt worden sein. Gemäß Michaels Tagebuch ( Kern , Tagebuch, S. 143-298) wurde ihm am 29.9.1766 ein von fr. Joseph (P. Joseph Kurz (1743-1830), letzter Abt von St.Märgen 1797-1806; Matr. Freiburg 2, S.744,108; Irtenkauf , S.235) und H. Joan. Michael Schmid (Matr. Freiburg 2, S. 658,97) verfertigtes Carmen überreicht (GLA 65/528, Bl. 14 v ), so daß St. Märgen 6 wohl 1767/68 entstand. Da das Tagebuch für die Zeit vom 31.3.1767 bis Ende 1768 eine Lücke aufweist, muß der genaue Zeitpunkt offen bleiben. Ein Litt. Hum. Studios[ us] Fidelis Gaes ist in dieser Zeit nicht nachweisbar (vgl. Matr. Freiburg 2, S. 628, 80; 867,105; 888, 51). Literatur: Ettlinger , S. 56, 99. 250 St. Märgen 6 • St. Märgen 8 l r -3 v FIDELIS GAES, FESTCARMEN. (l r ) > Genius Patriae Michaeli... Cellae B. V. Mariae Abbati Novo Patriae Patri in Die Onomastico gratulatur adductus a Servo Devotissimo Fideli Gaes Litt. Hum. Studioso<. - l v leer. (2 r ) >Genus Patriae<. Hern festiva sonant jubila... (8 Verse). (2 v -3 r ) >Aria<. Amat Patriam novus Pater... (12 + 6 Verse). ( V) >Chorus<. Jo vivat Pater, voto... (9 Verse). St. Märgen 7 Bernhard Bader, Hirtengedicht zum Namenstag von Abt Michael Fritz, 1771 Papier, 16 Bl., 22 x 18 cm, St. Peter, 1771. Marmorpapierumschlag, auf erstes und letztes Blatt geklebt. Deutsche Schrift von einer Hand. 2 r Zueignung in barockem Zierrahmen (Federzeichnung) mit floralen Motiven, unten rechts: P.M. inv. et scul. S.P. 3 r Wappen von Abt Michael Fritz in Zierkartusche, Sub- scriptio: Hinc animamur. Die Zueignungsode ist mit P. B.B. (5 V ) gezeichnet. Das Gedicht stammt von Bernhard Bader (1744-1772), Konventuale in St. Peter und Verfasser einiger Schuldramen ( Mayer , Geschichte, S. 176 u. S. 169 Anm.2; F.Kern , Philipp Jakob Steyrer, von 1749-1795 Abt des Benediktinerklosters St. Peter im Schwarzwald, Diss. Freiburg 1957 (masch.), Beilage, S. 36). Im Tagebuch des Abtes Michael Fritz werden Namenstagsgedichte Baders erwähnt: Den 17. (Mai 1772) stirbt P. Bernardus Bader Capitularis zu St. Peter, im 28ten Jahre seines Alters vir largiori vita dignissimus... War ein abnepos meines Herrn Vorfahrers ex Sorore. Hatte mir etwelche Jahr eine Gratulation zum nahmens Tag in teutschen versibus zugeschickt welche gar wohl gemacht waren (GLA 65/528, Bl. 192 r ; Kern , Philipp Jakob Steyrer (s. oben), S. 132 Anm.27; vgl. ebd. S. 199-201 u. Anm. 1). Ebenfalls von Bader stammt das Festgedicht in der ähnlich ausgestatteten Handschrift St. Märgen 8. Literatur: Längin , Nr. 211; Ettlinger , S. 57. 2 r -16 v BERNHARD BADER, HIRTENGEDICHT ZUM NAMENSTAG VON ABT MICHAEL FRITZ 1771. (2 r ) > Seiner Hochwürden und Gnaden dem Gnädigen Herrn und Hohen Musen Gönner Michael Abten des Löblichen Stifts der Regulirten Chorherren zu St. Mergen auf dem Schwarzwalde p.p. zugedachtes Ehren- und Namens-Gedicht 1771 <. (3 V ) Motto. (4 r -5 v ) > Zueignungsode <. (6 r ) >Avertissement<. (6 V -16 V ) > Seiner Hochwürden und Gnaden... zugedachtes Hirten- Gedichte >Eingang<. Der Sommer war bereits sammt seinem Flor' erblichen... St. Märgen 8 Bernhard Bader, Festcarmen zum Namenstag von Abt Michael Fritz, 1769 Papier, 10 Bl., 21,5 x 17,8 cm, St.Peter, 1769. 5 Doppeibl, mit Brokatpapierumschlag. Deutsche Schrift von einer Hand (nicht identisch mit der Hand von St. Märgen 7). 2 r barocker Zierrahmen mit floralen 251 St. Märgen 8 • St. Märgen 9 Motiven und Wappen von Abt Michael Fritz mit Subscriptio: Hinc animor. 2 v identisches Wappen in Zierkartusche mit Subscriptio: O te praesidium et dulce decus meum. l v Notiz von Abt Michael Fritz: Composuit P. Bernardus Bader Professus et Capitularis ad S. Petrum Nepos d. Antecessoris mei (= Abt Petrus Glunk, 1736-1766). Zu Bernhard Bader vgl. St. Märgen 7. Das Tagebuch des Abtes erwähnt für den 29.9.1769 die Überreichung des Werkes: der herr P. Bemard von St. Peter wie auch P. Maurus (P. Maurus Schwörer von St. Peter (1713-1772); Mayer , Geschichte, S. 176) haben mir miteinander ein schöne gratu- lation in teutschen Versen überreichet. In dem Vorblat ist einer die innschrifft mit schöner einfassung auf der andern das wappen alls mit der Jeder schön gemahln (GLA 65/528, B1.72 v ; vgl. Kern , Tagebuch, S. 195). Literatur: Längin , Nr. 210; Ettlinger , S. 57. 2 r -9 v BERNHARD BADER, FESTCARMEN ZUM NAMENSTAG VON ABT MICHAEL FRITZ 1769. (2 r ) >Ihro Hochwürden und Gnaden dem Gnädigen Herrn und Hohen Musen Gönner Michaeli Abbten des Löblichen Stifts der Regulirten Chorherren zu St. Mergen auf dem Schwarzwalde p.p. Zugedachtes Ehren und Nammens-Gedicht. 1769<. (3 r -9 v ) Verwundre dich nicht Hochwürdiger Prälat/ daß ich anheüt zu dir mit diesem schlechten Blatt... (194 Verse). St. Märgen 9 Jubilaeum triplex Fürstenbergicum 1740 - Empfangs- und Aufwärterordnung Papier, 4 Bl., 21,2 x 16,9 cm, Meßkirch, 1740. Deutsche Kursive von zwei Händen. Papier identisch mit dem von St. Märgen 10 ( Piccard , Expertise). Literatur: Ettlinger , S. 56, 99. r-2 v EMPFANGSORDNUNG FÜR BISCHOF JOHANN FRANZ SCHENK VON STAUFFENBERG. > Wie Seine Hochfürstliche gnaden von Mörsburg Frey tags den lOten funii 1740 bey dero Höchen ankunfft zu Empfangen seynd<. Die Empfangsordnung bezieht sich auf die Ankunft des nicht namentlich genannten Konstanzer Bischofs Johann Franz Schenk von Stauffenberg (1704-1740; Helvetia sacra I, 2, S. 435-442) in Meßkirch am 10.6.1740 anläßlich der Feier des fürstenbergischen Jubiläums am 12.6.1740; vgl. St. Märgen 10. 3'-4 v AUFWÄRTERORDNUNG. 'Bedienung bey der Taffei zum Vorlegen <. 252 St. Märgen 10 • St. Märgen 11 St. Märgen 10 Festcarmen zum Jubilaeum triplex von Froben Ferdinand von Fürstenberg, 1740 Papier, 8 Bl., 21,2 x 16,9 cm, Meßkirch, 1740. 4 Doppeibl. Papier identisch mit dem von St. Märgen 9 (Piccard , Expertise). Haupttext von einer Hand, gleichzeitige Nachträge 8 r " v . Literatur: Ettlinger, S. 57, 99. 2 r -7 v FESTCARMEN ZUM JUBILAEUM TRIPLEX VON FROBEN FERDINAND VON FÜRSTENBERG 1740. (2 r ) >Jubileum Triplex Serenissimum Fürstenbergicum, Nuptiale, Regi- minis, Directoriale, Modulis Musicis adornatum & Serenissimis Principibus Jubileis, Frobenio, Theresiae humillime oblatum, cum eiusdem 3plicis Jubilei Solemnitas in aula MössKirchensi festi- ve ageretur 12 Junii 1740.<. >Aria<. Gaude chara patria/ dulce sonent atria... Das Carmen verherrlicht das dreifache fünfzigjährige Jubiläum der Eheschließung, des Regierungsantritts und der Leitung des schwäbischen Grafenkollegiums von bzw. durch Froben Ferdinand von Fürstenberg (1664-1741), das am 12.6.1740 in Meßkirch gefeiert wurde. Vielleicht gelangte die Handschrift über den St. Märgener Abt Petrus Glunk (1736-1766) nach St. Märgen; in seinem Tagebuch wird das Fest zwar erwähnt (GLA 65/526, S. 174; Irtenkauf, S. 118), doch ist nicht erkennbar, ob er selbst anwesend war. Das Festcarmen existiert auch in gedruckter Form (Konstanz [1740]; BLB: Ok 17,61); Handschrift und Druck zeigen gleichen Seitenumbruch und weitgehend identisches Layout, so daß es sich bei Cod. St. Märgen 10 um eine Druckabschrift handeln wird. Vgl. zum Jubiläum E. Münch, Geschichte des Hauses und Landes Fürstenberg, fortgesetzt von C.B.A. Fickler, 4, Karlsruhe 1847, S. 200 f; G.Tum- bült, Das Fürstentum Fürstenberg von seinen Anfängen bis zur Mediatisierung im Jahre 1806, Freiburg 1908, S. 166 f. 8 r Notiz über ein vom schwäbischen Reichsgrafenkollegium überreichtes goldenes bocal mit Inschrift, vgl. Münch (s. oben), S. 200 Anm. 3; Tumbült (s. oben), S. 166 f. St. Märgen 11 Festdrama zum Namenstag von Abt Prosper Donderer, lateinisch Papier, 6 Bl., 20,2 x 17 cm, Kreuzlingen (?), 1760-1779. 3 Doppeibl. Deutsche Schrift von einer Hand, gleichzeitige Korrekturen. Literatur: Ettlinger , S. 57, 99. 2 r -6 r FESTDRAMA ZUM NAMENSTAG VON ABT PROSPER DONDERER, LATEINISCH. (2 r ) > Conjunctus Deorum amor cum Creuzlinga jubilans in die onomastica reverendissi- mi perillustris ac amplissimi S. R. I. Praelati D. D. Prosperi Imperialis Collegii Creuzlingani Can. 253 St. Märgen 11 ■ St. Märgen 12 Reg. S. Aug. Abbatis et Praepositi Infulati in Riederen, Domini in Hirschlat, Tryllikon, Sulgen et Owangen<. (2 V ) >Argumentum<. Sic Apollo Prospemm adamabat... (3 r ) >Personae canentes<. Jupiter, Apollo, Mercurius, Terpsichore. >Recitatio<. Appollo: fixum stat, hodie Jovis Curiae prae- sentiam nego.. . Zu Prosper Donderer (1760-1779), Abt des Kreuzlinger Augustinerchorherrenstiftes, s. [K. Kuhn ,] Thurgovia sacra, 2: Geschichte der thurgauischen Klöster, 2. Lieferung: Ittingen und Kreuzlingen, Frauenfeld 1879, S. 313-318. St. Märgen 12 Nocturnale, pars hiemalis (Cursus monasticus) Pergament • 349 Bl. • 8,6x6/5,5 • Ende 13. Jh. Lagen: I 2 , 3 IV 2 \ V 36 , 5 IV 76 , III 82 , 2 IV 98 , (VI-1) 109 , 7 IV 165 , III 171 , V 181 , 4 IV 2 ' 3 , II 217 , 5 IV 257 , 2 V 277 , IV 285 , V 295 , IV 303 , III 309 , (VI-1) 320 , V 330 , 2 IV 346 , (II-l) 349 . Nach Bl. 106 und 310 fehlt jeweils ein Blatt (kein Textverlust), ebenso vor Bl. 347 (Textverlust). Kustoden separat für das Proprium de tempore (3 r —217 V , (l)-XXVII) und das Proprium de sanctis (218 r —330 v , I-XIII) in der Regel auf der ersten Seite der Lage. Schriftraum 5,8/5,5 x 4/3,5 cm, 11 Zeilen (3 r -82 v , 218 r -267 r ) bzw. 12 Zeilen (83 r -217 v , 267 v -348 r ). Textura von mehreren Händen, Ende 13. Jh. Einzelne Korrekturen des 14. Jh's (z.B. 32 v ). Übliche Rubrizierung (329 v -330 v nicht ausgeführt). Abgeriebener roter Lederband mit zwei Schließen. Herkunft: Der Schrift nach entstand die Handschrift Ende des 13. Jh's. Die Responsorien entsprechen zisterziensischem Usus, die Lektionen weichen allerdings zum Teil davon ab (z.B. vom Brev. cist. 1484). In den Säkularisationsakten ist unter den nicht im Katalog der St.Märgener Klosterbibliothek aufgeführten Büchern (s. S. 89) von einem hübschen Breviario (BLB, K 2986,10, 12 r ) die Rede, das mit St. Märgen 12 gleichzusetzen sein wird. Vorderspiegel Ubernahmevermerk S.M. der Säkularisationszeit (Bleistift). Literatur: Ehrensberger, S.21 Nr. 14; Ettlinger, S. 57, 99. 3 r —217 V PROPRIUM DE TEMPORE. (3 r ) > Dominica prima in adventu domini<, (56 v ) >In vi- gilia nativitatis domini<, (94 r ) >In epiphania<, (182 r ) > Dominica in passione domini<, (196 r ) >Dominica in palmis<. 11 v — 12 r ist ein wohl versehentlich eingetragenes Stephanus-Responsori- um wieder gelöscht worden (s. 243 r ~ v der Hs.). 218 r —330 v PROPRIUM DE SANCTIS. >ln natali sancte Cecilie virginis< bis >In annuntiatione dominica<. An zwei Stellen wird zeitgleich (275 v : Lectiones de S. Vincentio quaerepost kathedra sancti Petri apostoli (= 298 r -309 r ); 309 r : Quere omnia necessaria in natali unius martiris non pontificis ) auf wohl nicht ausgeführte Teile der Handschrift verwiesen. - 309 v leer. 331 1 —346 v NACHTRÄGE. (331 r —336 v ) >Incipit Ezechiel propheta Lectio Ia<. Nach den Responsorien ( Huot , Nr. 85) Commune sanctorum, De prophetis; (336 v -342 r ) >Hec lectiones le- guntur Semper in ultima ebdomada ante adventum<. Lesungen der 1., 2. und 3. Nokturn für Do- 254 r S t. M ärgen 12 minica XXIII et XXIIII post pentecosten; s. Brev. cist . 1484 (z .T. abweichend); (342 r -346 v ) >Lectiones de Ezechieleprivatis diebus<. 347 r -348 r PROPRIUM DE SANCTIS. Teil des Clemens-Offiziums, Anfang fehlt. / granum. Versiculus. Magna est gloria eius... Das eigentliche Clemens-Offizium der Hs. findet sich auf 223 v -227 r ; das Fragment setzt mit demselben Wort wie Bl. 226 (neue Lage) ein und tiberliefert ab da den Rest des Offiziums vollständig. 255 St.Trudpert 1-4 St. Trudpert 1-4 Systematischer Katalog der Bibliothek des Klosters St.Trudpert Papier, III + 155 Bl., II + 51 Bl., IV + 91 BI., III + 117 Bl., 22,3 x 18,5 cm (Bd. 1-2), 23,3 x 19,5 cm (Bd. 3-4), St.Trudpert, 1775. Teilweise Tintenfraß. Halbpergamentbände. Jeder Katalogband verzeichnet jeweils eine oder mehrere weiter unterteilte Fachgruppen. Auf die ungeordneten Verfasserschriften jeder Untergruppe folgen z.T. anonyme Schriften sowie ein alphabetisches Register (z.T. mehrere Untergruppen übergreifend). Der wohl auf die Konventualen Johann Evangelist Harscher (1739-1807) und Aemilianus Deubner (1736-1799; Lahr, S.31) zurückgehende Katalog wurde bis um 1793 geführt. Auf dem Hinterdeckel von Bd. 2 findet sich die Notiz De Anno 1775 nummeravit Bibliotheca Monasterii S.M. Trudperti volumina: 4329. rejectis iis, quae in duplopossidet, item iis, quae in cellis reverendorum patrum la- titaverunt aut in usum privatum comparaverunt. Insgesamt erfaßt der Katalog einschließlich der Nachträge etwa 3300 Titel. Bei der Säkularisierung des Klosters St.Trudpert 1806 dienten die vier Bände als Grundlage für die Verteilung der Bibliothek, wobei festgestellt wurde, daß der Katalog seit einiger Zeit nicht mehr gefühlt worden war. Ein daraufhin erstelltes Verzeichnis der von 1800 bis 1806 an das Kloster gelieferten Bücher nennt etwa 230 Einheiten (s. S. 95 f). Literatur: Ettlinger , S. 58, 100; F.Quar- thal , Die Reformation im Spiegel südwestdeutscher benediktinischer Geschichtsschreibung des 17. und 18. Jahrhunderts. Zum klösterlichen Wissenschaftsbetrieb im Jahrhundert vor der Säkularisation, in: Blätter für württembergische Kirchengeschichte 86 (1986), S .329; Lahr , S .26-33. Bd.l: Catalogus Ss. Theologiae; Bd.2: Catalogus exhibens Ss. Concilia. Jus qua Sacrum, qua Profanum ; Bd.3: Catalogus Historicorum Sacrorum et Profanorum. Accedunt Literarii et Anti- quarii; Bd.4: Catalogus Philosophorum, Philologorum, Polygraphorum et Miscellaneorum. Verzeichnet sind unter den Drucken folgende Handschriften: Bd.l: Antiphonarium in pergamis. manuscript, 4°, IX, 3 (15 r ); Benedictionale Mss. ex probatissimis auth. collectum 1658, VII (79 V ); Expositio S. Regulae S. P. Benedicti. Accedunt 1. Sacra praeludia ad novitiorum ingressum. 2. Ars gubernandi compendio descripta pro novit. Mag. per Joan. a Jesu Mariae Carmel. 3. Reme- dia pro Incontinentia clericorum tollenda cum nominibus sacerdotum authori subscribentium. 4. Comment. in ipsam regulam. Opusculum manuscriptum, XII, 6; Brevis regula S.Ignatii pro per- fectione assequenda. Accedunt notata ex formula honestae vitae S. Bernardi. 2. Hexametrum Carmen complectens totius regulae S. P. Benedicti capita. 3. Praxis bene meditandi. 4. Exercitia spiri- tualia, ex regula s. patris excerpta per Philippum Francois O. S. B. 5. Declaratio casuum reservat, in cong. helvet. 6. Geistliches Zuchtbüchlein durch Jodocum Mezler Monach. S. Gallens. zusammengetragen. Manuscript, 8°, XII, 6 (117 V ); Bd. 4: Traite de mathematique, Ms., 4°, III, 2 (33 r ). 256 o Schuttern 1 Schuttern 1 Graduale benedictinum, pars aestivalis Pergament • 126 Bl. • 55,5 x 38,5 • Schuttern (?) • Ende 15. Jh. Lagen: (V-lf™, (IV-1 +1J™ 01 , 4 W^ lv , (IV-l) 1 -** 11 , 5 IV CXII ) (IV-1 ) CXK , 2 IV 135 , III 141 , I 143 , 1. Bl.XXVIIIa nachträglich eingefügt (32,5/31,5 x 37 cm). Blattverluste: Bl.I-XVI, XXXII, LXV, CXX; nach Bl. 138 und 141. - Teilblattverlust (Prachtinitialen) Bl. XL, XLIX, LI; bei Bl. 140 u. 142 f fehlt der rechte bzw. untere Rand, bei Bl. 142 f Textverlust von einer Zeile. Zeitgenössische Foliierung XVI- CXIX. Blattsignaturen, zum Teil abgeschnitten: cl-( p4). Schriftraum 41 x 25,5 cm, 7 Notensysteme (Hufnagelnotation auf vier Linien) mit entsprechender Anzahl Textzeilen. Spätgotische Minuskel von einer Hand. Übliche Rubrizierung, blaue und rote Cadellen, z.T. mit Fleuronnee, schwarze Cadellen mit Filigranornamentik u. Fratzen, zum Teil historisiert. Bl. 139 u. 141 florale Vignetten am unteren Rand in Federzeichnung. Sämtliche Prachtinitialen entfernt (s. oben Blattverluste), florale Reste auf XL V , XLIX V und LP. Ledermerker. Brauner Lederband mit Streicheisenlinien und Einzelstempeln (s. Herkunft), zwei ornamentierte Schließen. Fünf ornamentierte Buckel pro Deckel. Rücken um 1970 ergänzt, Fragment (wohl Teil eines Spiegels) abgelöst (s. unten). Herkunft: Auf Bl. XCIIIF u. 123 r in Initialen F. C. und Frater C.R., wohl der Miniator. Der Einband wird von Kyriss (s . Lit.) einer Schutterner Werkstatt zugeschrieben, die in der Abtszeit Johann Widels (1491-1518) gearbeitet haben soll. In den Säkularisationsakten ist die Handschrift als 1523. Graduale. Manuscript. aufgeführt (BLB, K 2986,15, 7 V , 12 r ). Literatur: Ehrensberger , S. 56 Nr. 5; Ettlinger , S. 58, 100; Dorez , S. 299; Kyriss , Schuttern, S. 149f Nr. 51 XVir-CXIX v PROPRIUM DE TEMPORE. (XVIP) Beginn in der Communio von Feria VI post pascha, (XXIX V ) >/n vigilia ascensionis domini Introitus<, (XXXV) >In vigilia pentheco- stes Lectio<, (XL V ) >In die sancto Introitus<, (XLIX V ) >In festo sancte et individue trinitatis In- troitus<, (LP) >In festo venerabilis sacramenti Introitus<, (CX V ) > Dominica ante adventum domini Introitus<, (CXIP) >Feria IHIa quatuor temporum Introitus<, (CXV'') > Feria Via Introitus<, (CXVP) >Sabbato Introitus<, Abbruch CXIX V in der Communio. Textverluste entsprechend den (Teil-)Blattverlusten (s. oben). Bl.XXVIIIa Einschub, Missae votivae: >pro salute vivo- rum<, >pro benefactoribus<. 1 20 r —1 3 1 v ORDINARIUM MISSAE, Anfang fehlt. (120 r ) > Tempore pascalU, (121 v ) >In sum- mis festis<, (123 v ) >In summis, mediis, et duplicibus festis<, >In simplicibus et dominicis diebus<, (127 r ) >In simplicibus et dominicis diebus<, (129 r ) >In festis duplicibus <, (13l v ) >In mediis festis<. Ferdinand , S. 1, 4, 80 f; Melnicki , S. 128; Thannabaur , S. 220. 132 r — 141 v SEQUENTIAR, Schluß fehlt. AH 53 Nr.36, AH 54 Nr.7, AH 53 Nr.67 Str. 1-16 (danach Blattverlust), (139 r ) AH 53 Nr.70, Beginn in Str. 18, AH 54 Nr. 153, AH 53 Nr. 81, Abbruch in Str. 7. 257 Schuttern 1 • Schuttern 2 142 r —143" GRADUALEFRAGMENT gleichen Alters, ursprünglich lose in der Handschrift. 142 r Zuweisung der ursprünglich nicht zu Schuttern 1 gehörigen Blätter (aus einem anderen Bande desselben Graduale) zu Schuttern 1 von der Hand Wilhelm Brambachs (18.9.1888). Teile wohl des Meßformulars der Conversio S. Pauli. FRAGMENT 1 Bl. Papier, 28 x 19,5/19 cm. Notula des 15. Jh's. Teil einer Quaestio de loco sepulturae et resurrectionis. Schuttern 2 Missale Pergament • VI + 256 Bl. • 34 x 25,5 • Diözese Straßburg • 15. Jh. 2 Lagen: III^, 15 IV' 20 , III 126 , 5 IV 166 , III 172 , (IV-1) 179 , 8 IV 243 , (IV-1) 250 , III 256 . Blattverluste nach Bl. 172, 250, 253, 256. Teilrandausschnitt Bl. 222. Zeitgenössische Foliierung von Proprium de tempore (I-CLXIII) und Proprium de sanctis ( II-L , Bl. 173-221). Reklamanten und Blattsignaturen (1-6), z.T. abgeschnitten. Schriftraum 24,5/24 x 16,3 cm, 2 Spalten (Bl. 167-172 einspaltig), 32-33 Zeilen. Textura von mehreren Händen, 15 Jh. 2 . Sequentiar (251 r —256 v ) von einer Hand, dem Buchschmuck nach zeitgleich. 167 r -172 v 9 Notensysteme (Hufnagelnotation auf 5 Linien) mit entsprechender Anzahl Textzeilen. Übliche Rubrizierung (rot/blau), blaue und rote Initialen, z.T. mit Fleuronnee. Ornamentierte Prachtinitialen mit Akanthusblattranken (118 rb , 126 va , 222 rb , 251 ra ), historisierte Initialen (David u. Szenen aus dem Leben Jesu; l ra , 1 l ra , 98 va , 113 ra ; s. Abb.16) mit Distelblatt- und Blütenranken sowie Drolerien. Brauner Lederband mit Streicheisenlinien und Einzelstempeln (nicht bei Kyriss , Schuttern). 2 Schließen, 5 ornamentierte Buckel pro Deckel (Randbuckel mit Einhornmotiv). Blattweiser. Vorderspiegel 1919 ausgelöst (s. Fragment). Rücken 1977 erneuert, dabei Verlust des Rückenschilds (17./18. Jh.). Gleichzeitig letztes Ternio (Sequentiar, ursprünglich lose) eingeheftet. Herkunft: Kalendar und Proprium de sanctis weisen nach Straßburg. Vorderspiegel gedrucktes Schut- terner Signaturenschild C O (18. Jh., s. S. 104), I r (Kalendar) Besitzvermerk Monasterii Schutterani in Brisgoia (16. Jh.; s. Abb. 33). In den Schutterner Säkularisationsakten werden unter Nr. 1, 2 u. 22 handschriftliche Missalien aufgeführt (BLB, K 2986,15, 6 r , 8 r ). Literatur: Ehrensberger , S.61 Nr.4; Ettlinger , S.58, 100; Dorez , S.299; Ferdinand , S. 1, 4, 81 f; Beer , Initial und Miniatur, S. 59 Nr. 67. I r -VF KALENDAR, Diözese Straßburg. Bemerkenswert: Florencii Argentinensis episcopi (3.4.), Translatio s. Amulphi (18.7.), Arbogasti episcopi Argentinensis (21.7.), Arnulphi episcopi (16.8.), Adelfi episcopi (29.8.), Eimbette virginis (16.9.), Rychardis imperatricis (18.9.), 258 Schuttern 2 Lendelini martiris (21.9.), Aurelie virginis (15.10.), Amandi primi Argentinensis episcopi (26.10.), Translatio sancti Florencii Argentinensis episcopi (7.11.), Athale virginis (3.12.). 1 ra — 163 vb PROPRIUM DE TEMPORE. (l ra ) Dominica I adventus domini, (8 va ) >In vigilia nativitatis domini<, (15 vb ) >In vigilia epiphanie<, (28 vb ) >Feria IHIa in capite ieiunii<, (88 ra ) >In cena domini<, (95 ra ) >Sabbato sancto pasche <, (112 vb ) >In vigilia ascensionis domini<, ( 125 rb ) >De sancta trinitate<, (125 vb ) >De corpore Christi<, (162 vb ) > Dominica XXVa<. 163 vb -164 vb ORDINARIUM MISSAE, ohne Notation. Gloria, Credo, Konsekrationsformel. 164 vb — 166 vb PRAEFATIONES, ohne Notation. (164 vb — 166 rb ) De tempore; (166 rb ~ vb ) >de apostolis<, >de beata virgine<, >Pre/acio cottidiana<. 167 r -172 v PRAEFATIONES, mit Notation. (167 r -170 v ) De tempore; (170 v -172 v ) >Prefacio de beata virgine<, >Prefacio de apostolis<, >Prefacio cottidiana festive<. 172 v ORDINARIUM MISSAE, mit Notation: Credo, Kyrie, Gloria. Endet mit dem Gloria Temporepaschali, danach Textverlust. Ferdinand , S. 1,4, 81 f. 173 ra -222 ra PROPRIUM DE SANCTIS. Andreas (Anfang fehlt) bis Konrad. Bemerkenswert: Athale virginis (173 rb ), Arnulfi (197 rb ), Arbogasti episcopi (197 va ), Adelfi episcopi (208 ra ), Richardis virginis (211 va ), Aurelie virginis (216 rb ), Florencii episcopi (219 va ). 222 ra -244 rb COMMUNE SANCTORUM. >Incipit commune sanctorum et primo in vigilia unius apostoli<, (225 rb ) >De ewangelistis<, (226 ra ) >In nativitate unius martiris<, (236 rb ) >De confessoribus<, (240 va ) >In festo unius abbatis<, >De virginibus<. 244 rb -248 vb MISSAE SPECIALES. >Incipit missa de mortalitate vitanda quam dominus papa Clemens sextus instituit. Et dicitur eciam de pestilentia<. Missale speciale Argent., CXXXVIII va -CXXXIX ra ; Bruylants 1, Nr. 557; (244 vb ) >Missa pro pace<. Missale speciale Argent., CXXXIir a -CXXXIIH ra ; Bruylants 1, Nr. 556; (245 rb ) >Missa pro peccatis Intro- itus<. Missale speciale Argent., CXXXII ra_va ; Bruylants 1, Nr. 559; (245 vb ) >Feria secunda de sapientia missa specialis Oratio<, (246 ra ) >Feria lila de spiritu sancto Oratio<, (246 rb ) >Feria IHIa de angelis<, (246 va ) > Feria quinta de caritate Oratio <, (246 vb ) >Feria Via de sancta cruce In- troitus<, (247 va ) >Sabbato missa de beata virgine<, (248 rb ) >In adventu de sancta Maria<, (248 va ) >Infra nativitatem et purificationem<, (248 vb ) >Infra pascha et ascensionem<. Missale speciale Argent., CXXIIII va -CXXIX vb (Missae zu Feria III u. IV vertauscht). 248 vb -250 vb ORATIONES SPECIALES. >Secuntur speciales orationes et pnmo<. Consciencias nostras quaesumus domine visitando purifica.. .; (249 ra ) > Feria IIa de sancta Maria<, Bruylants 1, Nr. 566; (249 rb ) >Feria lila de omnibus sanctis<; >Feria IHIa de quorum reliquiis continentur<; (249 va ) > Feria Va pro vivis et defunctis Oratio <, Bruylants 1, Nr. 600; (249 vb ) >In XLa feria 259 Schuttern 2 • Schuttern 3 IIa, IHIa et Via Oratio<-, (250 rb ) >In dominicis diebus<, Bruylants 1, Nr. 567; >Oracio propria sacerdotis<, Abbruch im Complendum. 251 ra —256 vb SEQUENTIAR. AH 53 Nr. 10, 16, 15,215, 168, 157, 29, AH 55 Nr. 51, AH 50 Nr. 269, AH 53 Nr. 99, 36, AH 54 Nr. 7, AH 53 Nr. 50, 67, danach Textverlust. (254 ra ) AH 54 Nr. 193, Beginn in Str.4, AH 55 Nr.237, AH 50 Nr.268, AH 53 Nr. 173, 104, AH 50 Nr. 270, AH 53 Nr. 95, AH 54 Nr. 120 (zwei Zusatzstr. nach Str. 15. Die letzten vier Str. bei AH fehlen in Schuttern 2; Verweis auf verlorenen Nachtrag am Ende der Hs.), AH 53 Nr. 186, 191 (mit Zusatzstr. nach Str.2), 112, 181, AH 55 Nr. 120, 204, Abbruch in Str. 18. FRAGMENT (ehemals Schuttern 7) 1 Pergamentblatt, unbeschnitten, ca. 34 x 24 cm. Schriftraum 24 x 16 cm, 33 Zeilen. Textura von drei Händen. Der Schrift nach ein wenig älter als das Sequentiar von Schuttern 2 (251 ra -256 vb ). Rubrizierung überwiegend nicht ausgeführt. Ehemals Vorderspiegel von Schuttern 2. 1919 ausgelöst und als Schuttern 7 aufgestellt. SEQUENTIAR (des Missale). AH 53 Nr. 10, 16, 15, 16 (!), 215, 168, Abbruch in Str.7. Bis auf die Wiederholung von AH 53 Nr. 16 inhaltlich und äußerlich identisch mit Bl. 251 von Schuttern 2, wahrscheinlich Vorstufe. Schuttern 3 Missale benedictinum Pergament • 234 Bl. • 31,6x22 • Schuttern • 15. Jh. 2 Lagen: i", VI 12 , IV 20 , (IV -1) 27 , 12 IV 123 , III 129 , 12 IV 225 , (IV-1) 234 (ohne B1.230 u. 232). Es fehlen nach Bl. 23 ein Blatt (kein Textverlust) sowie Bl. 230 u. 232 (Textverlust). Festigkeit des Pergaments durch Schimmelbefall stark vermindert. Zeitgenössische Foliierung II- CCXXXIIII in Rot, am unteren Rand Vorfoliierung in Schwarz. Reklamanten und Blattsignaturen (al-ol4.. z.T. abgeschnitten. Schriftraum 21,5 x 14,5 cm, 2 Spalten, 28 Zeilen. Textura von mehreren Händen, 15. Jh. 2 . Ordinarium und Canon missae (108 r -127 r ) einspaltig, 15 Zeilen. Nachtrag 226 ra -234 vb von einer Hand um 1500, im Äußeren dem Grundstock angeglichen. Bl.F, IF Nachträge des 15. Jh's, humanistische Minuskel und Notula. Übliche Rubrizierung (rot/blau), rote und blaue Initialen mit Fleuronnee. 2 Initialen mit Akan- thusblattranken im Körper auf Fiederblattrankengrund in Gold, Akanthusblattstäbe mit Blüten (l ra , 118 ra ). 117 v Kanonbild. Roter Lederband mit fünf ornamentierten Buckeln pro Deckel (Inschrift der Randbuckel: Ave maria gracia plena dominus tecum). 2 ornamentierte Schließen (Inschrift O sancta, ter). Blattweiser. Rücken 1935 ergänzt,Vorderspiegel (Bl. I) abgelöst. Herkunft: Im Proprium de sanctis ist zwischen Martini episcopi (11.11.) und Elysabeth lantgravie (19.11.) auf 178 vb das Meßformular zu In translacione sanguinis domini ad nos eingereiht. Gemäß der Chronik von Schuttern (s. S. 101 f) ist für den 15.11.1268 die Übertragung einer Blutreliquie aus Straß- 260 Schuttern 3 bürg nach Schuttern belegt; der 15.11. wurde als Festtag beibehalten ( Mone , QS 3, S. 104-106, vgl. zum Jahr aber S. 93). Somit ist die Handschrift in Schuttern selbst entstanden. Vorderspiegel gedruckte Schutterner Bibliothekssignatur C O (18. Jh., s. S. 104). l r Besitzvermerk Monasterii Schutterani in Bris- goia (16. Jh.). In den Schutterner Säkularisationsakten werden unter Nr. 1, 2 u. 22 handschriftliche Missalien aufgeführt (BLB, K 2986,15, 6 r , 8 r ). Literatur: Ehrensberger , S. 62 Nr. 8; Ettlinger , S. 58; Dorez , S.299. F Oratio der Missa pro peccatis auf 129 rb ; s. II r . II r MISSA PRO PECCATIS. Incipit durch Nässe teilweise völlig zerstört. Datiert MCCCCXXXXVI (?), mit Ablaß des Straßburger Bischofs. Orationen wie Missale speciale Argent ., CXXXH ra " va . l ra -104 va PROPRIUM DE TEMPORE. (l ra ) > Dominica prima adventus domini<, (4 va ) >In vi- gilia nativitatis domini<, (14 va ) >In vigilia epyphanie domini<, (57 ra ) >In cena domini<, (58 lb ) >In die sancto pasche <, (65 rb ) >In vigilia ascensionis domini<, (68 ra ) >In die penthecostes<, (73 vb ) >De sancta trinitate<, (75 va ) >De corpore Christi <, (104 rb ) >Dominica XXV<. Sequenzen: (7 rb ) AH 53 Nr. 16, (9 ra ) 15, (10 rb ) 215, (1 l va ) 168, (12 va ) 157, (15 vb ) 29, (58 va ) 36, (60 ra ) 45, (66 vb ) 67, (68 va ) 70, (74 va ) 81, (76 ra ) AH 50 Nr. 385 (ohne Str. 5b), (76 va ) AH 54 Nr. 169. 104 va — 105 vb >ln dedicacione ecclesie<. Sequenz AH 53 Nr. 247. 105 vb — 106 vb ORDINARIUM MISSAE. Gloria, Credo, Konsekrationsformel, bricht 106 vb ab. 107 ra ~ vb > Missa pro itinerantibus<. Missale speciale Argent., CXXXVI ra -CXXXVn ra ; Bruy- lants 1, Nr. 560 (var.). 108 r —11 l v ORDINARIUM MISSAE. Gloria, Credo, Konsekrationsformel. 11 l v — 117 r PRAEFATIONES. (11 l v —115 V ) De tempore. (115 v ) >De apostolis<, (116 r )>De sancta cruce<, >De sancta Maria<, (116 v ) >Prefacio cottidiana<. 117 v -127 r CANON MISSAE. (117 v ) Kanonbild. - 127 v leer. 128 ra —129 vb MISSAE SPECIALES. >De passione domini nostri Jesu Christi <. Missale speciale Argent., CXXIX vb -CXXXI ra ; > Missa pro peccatis<, unvollständig, Verweis auf Bl. 219 rb ; Missale speciale Argent., CXXXIII ra_b . 130 ra -182 ra PROPRIUM DE SANCTIS. Andreas bis Katharina. Bemerkenswert: >Arbogasti episcopi Argentinensis< (156 vb ), >Florencii episcopi Argentinensis< (177 va ), >In translacione sanguinis domini ad nos< (178 vb ). Sequenzen: (131 rb ) AH 53 Nr. 122, (132' b ) AH 54 Nr.66 (ohne Str. 23 f), (133 ra ) 188 (Conceptio.. .), (134 rb ) AH 55 Nr.323, (138 ra ) AH 50 Nr.269, (139 rb ) AH 53 Nr. 99 (mit Zusatzstr. nach Str. 2), (146 va ) 56, (148 vb ) 163, (151 va ) 210, (153 va ) AH 54 Nr. 193, (155 va ) AH 50 Nr.205, (156 ra ) AH 55 Nr.237, (157 rb ) AH 50 Nr.268, (158 ra ) AH 261 Schuttern 3 54 Nr.47, (160 vb ) AH 53 Nr. 119, (162*) 173, (164 ra ) 104, (165 vb ) AH 50 Nr.270, (168 ra ) AH 53 Nr. 95, (169 ra ) AH 54 Nr. 120 (2 Zusatzstr. nach Str. 13), (171 rb ) AH 53 Nr. 191, (173 rb ) 149, (174 rb ) AH 55 Nr. 333, (177 ra ) AH 53 Nr. 112, (178 rb ) 181, (178 vb ) AH 54 Nr. 168, (180 rb ) AH 55 Nr. 120, (181 va ) 205. - 182 rb " vb leer. 183 ra -207 ra COMMUNE SANCTORUM. >Incipit commune sanctorum. In vigilia unius apo- stoli<. (186 rb ) >Dc martiribus Introitus< , (198 ra ) >De confessoribus Introitus<, (203 ra ) >De virgini- bus Introitus<, (206 vb ) >Tractus depluribus martiribus<, >Tractus de uno martire<, (207 ra ) >Trac- tus de confessoribus<. Sequenzen: (185 ra ) AH 53 Nr. 228, (189 vb ) 229, (200 rb ) 243, (205 rb ) AH 50 Nr. 271 (ohne Str. 7 a). 207 ra -217 ra MISSAE SPECIALES. >Sequuntur speciales misse per ebdomedam (!) et primo do- minicis diebus de sancta trinitate<, >Feria secunda de sapiencia<, >Feria lila de sancto spiritu<, >Fe- ria Ulla de angelis<, >Feria Va de Caritate<, >Feria sexta de sancta cruce<, >Sabbato de beata vir- gine Maria<, >Jn adventu domini de beata Maria virgine<, >De sancta Mariapost nativitatem do- mini<, >Tempore paschali de beata virgine Maria<. Missale speciale Argent ., CXXIV a - CXXIX vb . >Tempore paschali pro defunctis<. Vgl. Missale speciale Argent ., CXLVH ra - CXLVHI ra (ohne Lektionen). Sequenzen: (210 va ) AH 54 Nr. 218, (210 vb ) AH 50 Nr. 241, (212 ra ) AH 54 Nr. 216, (213 ra ) 2, (213 vb ) 21. 217 ra —219 rb ORATIONES PRO DEFUNCTIS. >Pro dejuncto episcopo oratio<; >Pro sacerdote oratio <. Vgl. Missale speciale Argent ., CXLVIII rb . >In deposicione unius<. Missale speciale Argent ., CXLVHI ra ; Bruylants 1, Nr.605 (var.). >/w anniversario<. Vgl. Missale speciale Argent ., CXLVIir a ~ b ; Bruylants 1, Nr. 606 (var.). >Pro patre et matre<. Missale speciale Argent ., CLI va ~ b ; Bruylants 1, Nr. 620. >Pro parentibus<. Bruylants 1, Nr. 618 (var.). >Pro uno velpluribus defunctis<, >Pro sepultis in cimiterio<. Vgl. 234 rb ~ va , Missale speciale Argent., CXLIX vb -CL ra ; Bruylants 1, Nr. 624. >Pro omnibus fidelibus defunctis<. Missale speciale Argent ., CL ra ; Bruylants 1, Nr. 601. > Communis oracio<. 219 rb —223 ra MISSAE SPECIALES. >Missa pro peccatis<. Vgl. 129 rb , Missale speciale Argent ., CXXXII ra " va ; Bruylants 1, Nr. 559. > Contrapestilenciam<. Missale speciale Argent., CXXXVHI va -CXXXIX ra ; Bruylants 1, Nr. 557. > Aurea missa<, s. Franz , Messe, S. 157 Anm. 3; vgl. Bruylants 1, Nr. 635. >De clavis et lancea<, s. Franz , Messe, S. 157; Bruylants 1, Nr. 637 (var.). Sequenz: (222 va ) AH 54 Nr. 140. Bl. 223 ra Verweis der Nachtragshand auf die ab Bl. 227 nachgetragenen missas deßcientes. 223 ra -226 ra ORATIONES SPECIALES. >Generales collecte<, >Pro omni gradu ecclesie<. Missale speciale Argent., CLXII vb ; Bruylants 1, Nr. 568 (var.). >Pro tempestate<. Missale speciale Argent., CXL vb -CXLI rb ; Bruylants 1, Nr. 583. > Communis oracio<. Bruylants 1, Nr. 600. >In adventu domini de omnibus sanctis<, >Generalis oracio<, >Pro salute vivorum<. Missale speciale Argent., CXXXIII ra " va . >Pro temptacione camis oracio<. Vgl. 227 ra-b , Bruylants 1, Nr. 591. >Pro tribulacione<, >Pro pace oracio<. Missale speciale Argent., CXXXIII va - 262 Schuttern 3 • Schuttern 4 CXXXIIII ra ; Bruylants 1, Nr. 556. >Pro pluvia oracio<. Missale speciale Argent ., CXL rb vb (var.); Bruylants 1, Nr. 581. >Pro serenitate oracio<. Missale speciale Argent ., CXXXIX ra - CXL rb ; Bruylants 1, Nr. 582. NACHTRÄGE: 226 r:l -227 rb ORATIONES SPECIALES. >Dominicis diebus oracio<. Bruylants 1, Nr. 567. >Ad reliquias oracicx, >Pro seipso celebrante oracio<. Vgl. 23 l ra_b . > Contra persecuciones ecclesie oracio<. Bruylants 1, Nr. 575. >Pro congregacione oracicx, Bruylants 1, Nr. 573. >Contra temp- taciones camis oracio<. Vgl. 225 ra_b , Bruylants 1, Nr. 591. >Ad repellendas malas cogitaciones oracio<, Bruylants 1, Nr. 590. 227 rb -233 va MISSAE SPECIALES. >Missa de sanctissima anima Christi<, s. Franz , Messe, S. 161 u. Anm. 3. >De vulneribus Christi introitus<, s. Franz , Messe, S. 157 Anm. 3 (mit falscher Seitenzahl). >Pro infirmo missa<, Abbruch im Complendum (Blattverlust). Bruylants 1, Nr. 561. (231 ra ) Pro seipso celebrante, Anfang fehlt. Orationen wie 226 va ~ b . >Pro quacumque tribulacione missa<. 233 va -234 vb ORATIONES PRO DEFUNCTIS. >Secuntur collecte pro defunctis scilicet pro uno defuncto Oracio<. Missale speciale Argent ., CL vb . >Pro una defuncta oracio<. Vgl. Missale speciale Argent ., CL vb -CLI va ; Bruylants 1, Nr. 619. >Pro congregacione oracio<. Missale speciale Argent ., CXLIX va_b ; Bruylants 1, Nr. 623. >Pro benefactoribus oracio<. Missale speciale Argent ., CXLIX rb_va . >Pro parentibus et benefactoribus oracio<. Bruylants 1, Nr. 626. >Pro in cimiterio sepultis oracio<. Vgl. 21 8 va ~ b , Missale speciale Argent ., CXLIX vb - CL ra ; Bruylants 1, Nr. 624. >Pro papa episcopo vel sacerdote oracio<; >Pro sacerdote defuncto oracio<. Missale speciale Argent ., CXLVHI rb (var.). Schuttern 4 P. Gerardus, Explicatio minoris Canisii (Vorlesungsnachschrift) Papier, 403 Bl., 20,1 x 15,8 cm, Würzburg, 1600. Vor Bl. 1 und nach B1.403 ist jeweils eine Lage ausgerissen; es fehlen das Titelblatt und eventuelle Prologi. Rückentitel Explicatio Minoris Canisii, weitgehend verblaßt. Wz.: Giengener Wappen, Beschriftung belegt für 1599-1601 ( Piccard , Expertise). Lat. Kursive von einer Hand, ab cap. V Überschriften in Rot. Heller Lederband mit Streicheisenlinien, Rollen- und Plattenstempeln. Ehemals zwei Schließen. Weitgehend identischer Einband aus derselben Werkstatt: Ambrosius Calepinus, Dictionarium, Basel 1588 (WLB Stuttgart, HBb 138), mit sekundärem Besitzvermerk des Priesterseminars des Deutschen Ordens in Mergentheim (Mitteilung E. Kyriss). Herkunft: Kaufvermerk ( emptus Herbipoli 2bus ßorenis) und Besitzeintrag ( Sum Fratris Christophori Heubleri Engentini, hodie conventualis in Schütteren. Anno 1602) auf dem Vorderspiegel. Christoph (II.) 263 Schuttern 4 • Schuttern 5 Heubier war von 1608-1623 Abt von Ettenheimmünster, davor Prior von Schuttern ( Schwarzmaier , Et- tenheimmünster, S. 220). In Würzburg immatrikulierte er sich am 27.8.1601 (Die Matrikel der Universität Würzburg, hrsg. von S. Merkle, 1, 1, München/Leipzig 1922, S. 55 [1171]). Eine weitere, eigenhändige Würzburger Vorlesungsmitschrift Heubiers aus dem Jahr 1602 liegt mit BLB, Cod. Ettenheimmünster 287 vor ( Kat. IX, S. 54, 113). - Jahr der Vorlesung: 1600 (28 l v :. ..initio currentis 1600 anni...). Als Vortragender wird 331 v P. Gerhard[us\ genannt. Bei der Explicatio selbst handelt es sich um eine Katechismuserklärung, der wohl der 1556 erschienene ,Kleine Katechismus' des Petrus Canisius S.J. (1521-1597; NDB 2, S. 122 f) zugrunde liegt. Ein Personalkatalog der Würzburger Jesuiten - unter ihnen wird der Verfasser der Explicatio zu suchen sein - des Jahres 1600 nennt P. Gerardus Lippius (Con- sultor, Procurator, Confessarius) und P. Gerardus Phyen (Confessarius, Concionator, Cathechista, Ca- tech. classium inferiorum; Th. Freudenberger , Die Annales Collegii Herbipolensis Societatis Jesu und ihr Verfasser Johannes Spitznase aus Mühlhausen in Thüringen, in: Würzburger Diözesangeschichts- blätter 43 (1981), S.214). Phyen ist 1599 als Professor für griechische Sprache und Rhetorik und 1603 als Professor für Mathematik belegt (M. Reindl , Lehre und Forschung in Mathematik und Naturwissenschaften, insbesondere Astronomie, an der Universität Würzburg von der Gründung bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts, Diss. Würzburg 1965, S. 49). 55 v Lesevermerk 5. Martii 1618, Randglossen in der gesamten Handschrift von derselben Hand. Vorderspiegel Ubernahmevermerk E.M. (Blei) der Säkularisationszeit. Aufgrund des Besitzeintrages wurde der Codex jedoch zum Fonds Schuttern gestellt. Literatur: de Backer/Sommervogel , 2, Sp.659; Ettlinger , S. 58; Dorez, S .299. Titel und Prologi fehlen. (l r ) >Caputprimum defide<. An necessaria sit Christifidelibus institu- tio seu catechesis? Est nam teste Cicerone simul atque in lucem editi..., (56 r ) > Caput secundum de spe et oratione dominica<, (77 v ) >Caput tertium de charitate et decalogis<, (149 r ) >Caput IVde sa[cra\mentis<, (333 r ) >Caput quintum quot sunt christianae iustitiaepartes<. Schreibervermerke: (331 v -332 r ) Haec sunt dictata a Reverendo P. Gerhardo quae omnia fere ipse audivi, quamvis quaedam ab aliis me descripsisse etiam fatear, quae mihi tum videbantur satis multa. Si tarnen forte aliquando (multa enim in hoc libro scripta non sunt, nec ego plura iam pos- sum portare) aut propter breviorem tractationem, aut sententiarum correctionem, haec aut non probes, aut certe copiosius tractata desideres, in alio libro cum divina gratia alium scribendi mo- dum & ordinem me secutum invenies. Haec iam proba ; (403 r ) Errorum multitudinem non est quod mireris, partim quia scripta sunt a me, qui neque quid, neque quare, neque qui sacri isti au- thores, quibus fere cuncta probantur, essent, intelligebam, partim ut tu, cum haec legas, etiam inve- nias quod te delectet, cum miraberis tot scriptorem barbarorum ornamentis, per quae volo vitia in- telligi hunc librum ornasse. Vale. Schuttern 5 Schuldrama ,Praetextus larvatus', lateinisch-deutsch Papier, 41 Bl., 19,7 x 16,8 cm, wohl Schuttern, Mitte 18. Jh. Nach B1.3 fehlt ein Blatt, kein Textverlust. Schramberger Papier der Mitte des 18. Jh's ( Piccard , Expertise). Pappband. l r Besitzvermerk Herma- 264 Schuttern 5 • Schuttern 6 nuß Stöberus zu Schütteren anno 1756. Name bzw. Vorname auf dem Hinterspiegel (von anderer Hand) bzw. dem Vorderdeckel wiederholt. Möglicherweise verwandt mit dem Ettenheimmünsterer Konventua- len und Pfarrer Bernard Stöber (1740-1817, aus Schuttern; Lindner , S. 133 f). Vorderspiegel Ubernahmevermerk E.M. (Blei) der Säkularisationszeit. Demnach stammte die Handschrift aus Ettenheimmün- ster und wurde wegen des Provenienzvermerks zum Fonds Schuttern gestellt. Literatur: Längin, Nr. 197; Ettlinger , S. 58; Dorez , S. 299. Praetextus Larvatus oder der ietzig weit und dem schein der warheit verstehe falsche praetext und Vorwand. > Synopsis<. Es wird kurtz aber deutlich erwisen, wie sehr die Machiavellische und ver- damliche Maxime... Am Rand Bühnenanweisungen. Schuttern 6 Guigo de Castro • Novizenunterweisung • Frater H. M. Papier, 55 Bi., 34 x 21 cm, Schuttern, 18. Jh. u. um 1700. I r adAscetica (18. Jh.). Ursprüngliche Broschur um 1970 in braunen Lederband eingebunden. 1902 vom Generallandesarchiv Karlsruhe an die BLB abgegeben. Lit.: Dorez , S. 299. I Bl. 2 r -32. Textverlust nach Bl. 6. Lateinische Kursive von einer Hand. Wz.: Baselstab im Blattkranz sowie Dreiberg mit Kreuz auf der anderen Bogenhälfte, nicht bei Tschudin. 2 r -6 v GUIGO DE CASTRO, EPISTOLA DE VITA CONTEMPLATIVA (SCALA CLAU- STRALIUM), fragmentarisch. (2 r ) Prolog, selbständig. > Scala paradisi, seu perfectio vitae, per quam religiosi praesertim novelli iuxta vestigia Ss. P. N. Benedicti ad deum ascendere debent<. Cum omnis homo scire appetat, en scientiam... (3 r -6 v ) Scala Claustralium, Anfang gekürzt. Scala paradisi claustralium est, scilicet lectio... (6 V ) detractiones audiendas oculos, qui/. Text: Guigues II le Chartreux, Lettre sur la vie contemplative (L'echelle des moines). Douze medi- tations, Paris 1970 (Sources chretiennes 163), S. 81—122, Z. 20-435. 7 r -30 r NOVIZENUNTERWEISUNG, fragmentarisch. Setzt in cap. III ein: / Credat, memi- nerit illud apostoli... (7 V ) > Caput 4. De necessitate humilitatis<.. . (30 r ) .. .sed factum, non ver- bum, sed adiectum faciunt beatum amen. 30 r -32 v BONAVENTURA SANCTUS, CARMINA IN CANTICUM SALVE REGINA. >Appendix in laudem beatissimae virginis Mariae<. Salve. Salve virgo virginum Stella matutina... Distelbrink , Nr .65; Chevalier , Nr. 18318; Mone , Hymnen 2, S.208. 265 Schuttern 6 • Schuttern 8 II Bl.33-52. Nach Bl.48 fehlt ein Blatt, wohl kein Textverlust. Wz. u.a. Gengenbacher Stadtwappen mit Initialen B.I. (Benedikt Jäcker), Beschriftung belegt für 1697-1702 ( Piccard , Expertise). Lat. Kursive von einer Hand. 33 r -52 r FRATER H. M., TRACTATUS ASCETICO-HISTORICUS. > Tractatus ascetico-hi- storicus continens lapsus, confessionem & conversionem hominis cuiusdam peccatoris... (zugeeignet) Domino Jacobo... Monasterii B. V Mariae... ad Schutteram... Abbati... Initium... seu pars prima. Es liegen lediglich Vorrede (35 r -43 v ) und Continuatio tertia (44 r -52 r ) vor. Der Tractatus nennt duodecim principales malorum und vier Wurzeln der Sünden. Die Vorrede an den Schutterner Abt Jakob Vogler (1688-1708; Kaller , Schuttern, S. 570) ist mit /'[rater] H. M. gezeichnet (43 v ). (44 v ) Klagen über den Subprior P. Franciscus und den Cellerar P. Co- lumbanus. Bei den nicht näher spezifizierten lapsus (Unkeuschheit?, s. 50 1-v ) haben die St.Georgener Konventualen Georg Gaisser (seinerzeit Prior (1665-1685), später Abt (1685— 1690); Schreiner , Untersuchungen, S .292 Nr. 10, S .300 Nr.49) und Joseph Beck (gest. 1717; Schreiner , Untersuchungen, S .300 Nr.56) korrigierend eingegriffen (47 r ). Gemäß den Annalen des Klosters von Marquard Bender in GLA 65/586, die Profeß- und Todesdatum bzw. -jähr einzelner Konventualen verzeichnen, könnte es sich bei Frater H. M. um Flen- ricus Meyer (Profeß 10.9.1684; GLA 65/586, S. 306), bei Subprior P. Franciscus um Franciscus Dreer (Profeß 5.2.1662, f 20.4.1706; S.278, 326) und bei dem Cellerar P.Columbanus um Columbanus Spinner (Profeß 28.12.1665; S. 284) handeln. Schuttern 7 s. Schuttern 2 (Fragment) Schuttern 8 Breviarium, Fragment Pergament • 2 Bl. • 22,4x18 • 14. Jh. Ein Doppelblatt. Schriftraum 17,7 x 12 cm, 2 Spalten, 33 Zeilen. Textura von einer Hand des 14. Jh's. Übliche Rubrizierung. l r Foliierung 141 (16. Jh.), 2 r nur noch fragmentarisch. Auf der ehemaligen Rük- kenpaitie Schneider (17./18. Jh.). Die ehemaligen Deckel liegen lose bei. Herkunft: Ehemals Überzug des Druckes: A. Ch. Schneyder, Processus juris judicii provincialis Sueviae, vulgo dess freyen kaiserlichen Landgerichts in Obern- und Nidern Schwaben gerichtlicher Process..., Frankfurt a.M. 1670 (BLB, Ea 608; vgl. Katalog Hof- und Landesbibl . 2, S. 976 Nr. 38804, hierzu Ea 608 Dublette). Einband zu unbekanntem Zeitpunkt abgelöst, Druck 1942 verbrannt. In den Säkularisa- 266 Schuttern 8 • Schuttern 9 tionsakten ist der Band als 783. Schneiders gerichtlicher Proceß des (freyen) Landgerichts in (Ober und Nie- der)schwaben. Frankfiirt(h) 1670 (BLB, K 2986,15, 6 V , 9 V ) aufgeführt. PROPRIUM DE TEMPORE 1 ra-vb L e kti onen der I. und II. Nokturn. (l r ) > Dominica secunda lectio prima<, davor Ende wohl der lectio III von Sabbato post Dominicam I Novembris; Abbruch in lectio III von Feria IV post Dominicam II (Ez 21,25-22,25). 2 ra -2 vb Lektionen der dritten Nokturn mit Benedictus- und Magnificat-Antiphonen. Beginn in lectio XI von Dominica XVII post pentecosten, Abbruch in der zweiten lectio sec. Mat- thaeum von Dominica XVIII. 12 Lektionen. Die separate Anordnung der Lektionen 9-12 deutet auf zisterziensischen Usus (s. Kat. Karlsruhe XI, S. 99 u. ö.); die Lektionen selbst weichen jedoch z.T. vom Breviarium cisterciense (z. B. Brey. cist . 1484) ab. Schuttern 9 Thomas de Aquino • Urfehdebrief, Fragmente Papier und Pergament • 2 Bl. • 15. Jh. 1 und um 1400 Herkunft: Um 1970 aus dem Einband der Inkunabel BLB, Do 45 fol. Ink. ausgelöst (alte Signatur: B .X .(0 .)5.1): Johannes Herolt, Sermones discipuli super epistolas dominicales [Straßburg um 1478], (Hain 8510), angebunden: Ders., Liber discipuli de eruditione Christifidelium (Schluß fehlt). Heller Lederband, ehemals 2 Schließen. Streicheisenlinien und Einzelstempel (nicht bei Kyriss , Schuttern). Vorderdeckel Discipulus de erudicione christifidelium. super epistolas et ewangelia etc. (16. Jh.). Rücken fast völlig abgeriebenes Titelschild. Auf I, l r Schutterner Bibliothekssignatur C.32.0. des 18. Jh's (s. S. 104). Erstes Blatt des Druckes Besitzvermerk Monasterii Schutterani (17./1 8. Jh.). In den Säkularisationsakten ist der Band als 61. Sermones discipuli super epistolas dominicales, 1440 (\) s.l. (BLB, K 2986, 15, 6 r , 8 r ) aufgeführt. I Papier, ehemals Vorderspiegel. Fragment einer Quarthandschrift. Schriftraum (nicht beschädigt) 21,5 x 15 cm, 2 Spalten, 46-48 Zeilen. Bastarda von einer Hand, 15. Jh. 1 . Rubrizierung nicht ausgeführt. THOMAS DE AQUINO, SUMMA THEOLOGIAE, Fragment. (l ra ) / Christus per unionem ad divinam naturam... Text: St. Thomas Aquinas Summa theologiae, 48, London/New York 1976, S.76-84 (lila, quaestio 2, art. 10, Z. 14-art. 12). Nicht bei H.F. Dondaine/H . V. Shooner , Codices manuscripti operum Thomae de Aquino, 1-3, Rom 1967-1985. 267 Schuttern 9 • Schuttern 10 II Pergament, ehemals Falzverstärkung. 29 x 9,5 cm, oberer Teil einer Urkunde, um 1400. Weiteres Perga- mentfragment mit Resten der ersten Zeile. URFEHDEBRIEF, Fragment. Walther Landolt von Marpach, durch Fürbitte der Ebtischin von Zürich aus der Haft befreit, in die er etswas red und lümden wegen geraten war, schwört der Stadt Zürich Urfehde. Bürgen: Chuonrad Landolt von Marpach min bruoder, Burkart und Werner herren gebrueder Niclaus Günther Johans Günther sin sun, Johans und Heinrich die Günther... Datierung fehlt. Die Landolt von Marpach, u.a. auch ein Konrad, sind ab 1370 in Zürich nachweisbar (HBLS 4, S. 594 f), zeitgleich auch die Familie Günther (Günthard(t), HBLS3, S. 791). Schuttern 10 Antiphonale et Graduale Schutterense Papier, XVI Bl. + 571 + CL S., 21,1 x 15,2 cm, Joachim Ganter/Schuttern, 1762. In Imitation eines Druckes gemäß Schutterner Usus von dem Schutterner Konventualen P.Joachim Ganter kompiliert und geschrieben, datiert Schuttern, 1762 (IIP, V). Zweispaltig, mit Notensystemen. Übliche Rubrizierung (rot/blau). Einzelne anspruchslose farbige Initialen, z.T. figuriert (S.302, 311). S.92, 272, 310, 326, 377, 448, 516, 558, 571 barocke Andachtsvignetten in roter Federzeichnung. Schwarzer Lederband mit Einzelstempeln und Streicheisenlinien, vergoldet. Rückenschild Omnibus omnia Chori Schutterani. I 1 ' Übernahmevermerk Laut Testament meines lieben Herrn Vetters L. Lumpp (Leopold Lumpp (1801-1870, Kirchenmusiker; H.Giehne , in: Badische Biographien, 2, Heidelberg 1875, S.34f), Dompräbendar zu Freiburg, gestorben 13. Juni 1870. erhalten W. Lumpp Pfr. (Wenzeslaus Lumpp (1815-1894), Pfarrer in Munzingen; J.Mayer , Necrologium Friburgense. 1888-1899, in: FDA 28 (1900), S.262 Nr. 16). Vorderspiegel Klebeetikett A. Bielefelds Hofbuchhandlung Karlsruhe, von dort wohl an Großherzog Friedrich II. von Baden verkauft (s. BLB, Cod. H. 65). 1995 als Teil der Baden-Badener Schloßbibliothek (P. M. Ehrle/A. Schlechter , Ankauf der markgräflichen Bibliothek aus dem Neuen Schloß in Baden-Baden, in: Badische Heimat 75 (1995), S. 571—578) von der BLB erworben. Die Handschrift ist als Zeugnis der Schutterner Liturgie im 18. Jahrhundert bemerkenswert. IF Kupferstich von Schuttern von Franz Xaver Schönbächler (geb. 1719). Thieme/Becker 30, S. 223. III 1 Titel. Omnibus omnia Chori Schutterani. Seu cantus omnes divinorum officiorum diurni canonici et summi altaris... sicut et processionum... in celeberrimo et antiquissimo coenobio B. Ma- riae V. ad Schutteram... Literis P.Joachim Ganter praedicti coenobii membri indignissimi 1762. IV-XVT Vorreden von Joachim Ganter. Kalendar. >De obligationibus missarum.. .<. > Toni oc- to adpsallendum.. .<. 268 Schuttern 10 S. 1-66 PSALTERIUM. >Horae diurnae secundum regulam S. P. Benedicti<. S. 67-377 PROPRIUM DE TEMPORE. (S. 67) >Sabbato ante dominicam Iadventus. Ad ves- peras<... >Ad missam< ; (S. 93) >In festo S. nativitatis domini< ; (S. 104) >In festo epiphaniae domi- ni<; (S. 163) > Dominica in palmis<; (S. 223) >Feria quinta in coena domini<\ (S. 273) >Dominica resurrectionis<; (S. 302) >In festo ascensionis domini< ; (S. 311) > Dominica pentecostes<; (S. 322) >In festo SS. trinitatis< ; (S. 327) >In solemnitate SS. corporis Christi<; (S. 376) > Dominica XXIV et ultimapostpentecosten<. S. 379-571 PROPRIUM DE SANCTIS. Oddo bis Silvester. S.I-LXVIII COMMUNE SANCTORUM. S. LXVIII-LXXV > Commune dedicationis ecclesiae<. S. LXXV-LXXXVI Marienmessen und -Offizien, Missae votivae, Officia votiva. > Octo toni Gloria patri<. >Modi cantandi litanias<. S. LXXXVII-CXXX >Ordinarium missae<. S. CXXXI-CXLI >Ordo conferendi et suscipiendi S. religionis habitum pro novitiatu<; >Forma et ordo profitendi sub regula SS. P. Benedicti, iuxta morem antiquum monasterii Schutterani.. .<. S. CXLII-CL Missae et Officia defunctorum. 269 Schwarzach 1 Schwarzach 1 Lectionarium missae Pergament • 96 Bl. • 16,3x12,4 • 10./II. Jh. Lagen: 1, 2 IV 16 , III 22 , 7 IV 78 , V 88 , IV 96 , 1. Textverlust vor Bl. 1. Von Bl. 96 fehlt der untere Rand, Textverlust im Nachtrag auf 96". Schriftraum 11,5 x 7,5 cm, 25 Zeilen. Karolingische Minuskel des 10./11. Jh's, l r -70 v von einer Hand, Rest von mehreren Händen. 96 v Nachtrag, 11. Jh. Teilweise wohl zeitgleich notiert. Übliche Rubrizierung. Brauner Halblederband um 1800 mit vergoldeten Einzelstempeln auf dem Rücken. Einbände gleicher Machart haben Cod. Schwarzach 2-4 (s. S. 114). Herkunft: Die Lektionen des Officium defunctorum (92 v -94 v ) deuten auf monastische Provenienz. l r Besitzvermerk Monasterii Schwarzach ad Rhenum (3. Viertel des 18. Jh's) und Schwarzacher Signatur N.44 (s. S. 113 f). Literatur: Ehrensberger , S. 54 Nr. 1; Ettlinger , S. 59. l'_74 r PROPRIUM, Anfang fehlt. Temporale und Sanktorale ineinandergeschoben. (l r ) Beginn in der Lectio secundum Mattheum von Dominica in palmis (/[s e\debatforis in atrio..., Mt 26,69), (13 v ) > Feria V in caena domini<, (15 r ) >Feria VI in parasceve<, (18 r ) >Incipiunt lec- tiones in sabbato sancto<, (24 v ) > Dominica sancta ad sanctam Mariam<, (32 v ) >In vigila ascensio- nis domini<, (34 r ) >In sabbatopentecostes<, (67 V ) >Ebdomada XXV<, (7 0 V ) >Ebdomada Iante na- tivitatem domini<. 74 r -84 r COMMUNE SANCTORUM. (74 r ) >In vigilia apostolorum<, (76 r ) >In vigilia unius sacerdotis<, (77 v ) >In vigilia unius confessoris<, (79 V ) >In nataleplurimorum sanctorum<, (80 v ) >In nataleplurimorum martirum<, (82 v ) >In natale virginis<. 84 r -92 v MISSAE VOTIVAE. (84 r ) >In ordinatione diaconorum<, (84 v ) >In ordinatione presbite- rorum<, >In ordinatione episcopi<, (85 v ) >Ad sponsas benedicendas<, (86 r ) >In tempore belli<, (86 v ) >In sterilitate pluvie<, (87 v ) > Item pro ubertate pluviae<, >In dedicatione ecclesiae<, (89 r ) >In adventu iudicum<, (90 r ) >Pro iter agentibus<, (90 v ) >In missa votiva<, >Pro inßrmis<, (91 v ) >In agenda mortuorum<. 92 v -94 v Lectio I—VIII des Officium defunctorum. >Lectiones in vigilia defunctorum<. 95 r -96 v >Incipit capitulare evangeliorum in sanctorum nataliciis<. Silvester bis Lucia. 96 v Lektionennachträge: Sir 24, 5, 21 f; Lc 11, 27 (Schluß fehlt). 270 Sci-twarzach 2 Schwarzach 2 Breviarium benedictinum Pergament und Papier • 392 Bl. • 15,2 x 11,2 ■ Weissenburg und Schwarzach • Anf. 14. Jh.-1509 Lagen: 8 IV 64 , 2 II 72 , (III-3 + 1) 76 , (III+l) 83 , III 89 , 2 VI n3 , (VI-1)' 24 , (V+l) 135 , VI 147 , V 157 , IV' 65 , (YIII-3) 178 , VI 190 , (VI+ 1) 203 , II 207 , (V+2) 219 , 5 VI 279 , (VI-1) 290 , III 296 , 8 VI 392 . Papierblätter: 76, 83- 89, 115f, 122f, 198, 204-207, 216, 219, 291-392; bei B1.76, 83, 198 und 219 handelt es sich um eingeheftete kleinere Zettel. Größerer Textverlust nach Bl. 392. Nach Bl. 116 u. 209 fehlt jeweils ein Blatt, bei B1.64, 284 und 289 fehlen Teile (jeweils Textverlust). Pergament stark abgenutzt. Primäre Foliierung des 16. Jh's mit römischen Ziffern, bis auf CLXXXVIII-CLXXXXVII (280 r -289 r ) radiert. Spätere Foli- ierungen: 1-81 (mit Lücken, 90 r -165 r ); 0-38, 40-45 (166 r -203 r , 208 r -215 r ); 2-69 (217 r -285 r ). Wz.: Ochsenkopf mit Schlange, Beschriftung des Typs belegt für 1505-1511 ( Piccard , Expertise; Piccard II, Abt. XVI, Nr.71 f). Bl. 294 Wz.: Krone mit zweikonturigem Bügel und Kreuz, nicht bei Piccard. Grundstock (Hymnar und Brevier) 65'-290 r : Schriftraum 11,5 x 8 cm, 2 Spalten, 32-33 Zeilen. Textura von mehreren Händen, Anf. 14. Jh. Übliche Rubrizierung (rot/blau), rot-blaue Lombarden mit Fleuron- nee. Blau-rote Flechtwerkinitialen mit floralen Motiven auf Goldgrund (65 ra , 90 ra , 103 rb , 166™). - Vorgebundene Ergänzung (Psalterium) l r -64 v : Schriftraum 11x7 cm, 2 Spalten, 31-32 Zeilen. Textura von einer Hand um 1400. Anspruchslose blau-rote Initialen. - Nachtrag (Brevier) 291 r -392 v , sowie sämtliche Papierblätter im vorderen Teil, weiter zahlreiche Nachträge auf Rasuren und eingeklebten Blättern im Grundstock: Schriftraum 11,5 x 8 cm, 2 Spalten, 32 Zeilen. Bastarda von mehreren Händen, datiert Anno domini 1509 (380 v ). Weitere spätere Einträge am Rand, u. a. 9 r alle ding ein wyll aber nitt ewig, allein gott die er (17. Jh.); 192 v gelöschter Kalendervers (15. Jh.). Brauner Halblederband um 1800 mit vergoldeten Einzelstempeln auf dem Rücken. Einbände gleicher Machart haben Cod. Schwarzach 1, 3-4. Herkunft: Im Grundstock des Breviers werden die Heiligen Sergius und Bachus in der Festliturgie als patroni nostri (264 ra ) bezeichnet. Als Reliquienheilige wurden beide in Weissenburg verehrt ( Barth, Handbuch, Sp. 1689 f). In der Litanei des später entstandenen Psalters ist die Erwähnung der hl. Irmina (64 vb ) auffällig, die in Weissenburg begraben ist und dort auch verehrt wurde ( Barth , Handbuch, Sp. 1680 £). Bei den Breviernachträgen auf 291 r -392 v sowie im Grundstock, die auf 1509 datiert sind (s. oben), handelt es sich um eine umfassende Neubearbeitung, die wohl in Schwarzach verfertigt wurde. Darauf deutet das 1508 eingeführte ,Officium de compassione beatae Mariae virginis' von Jakob Wim- pfeling hin (293 rb -296 vb ). Es läßt sich ebenfalls in der mit dem Nachtrag in Schwarzach 2 zeitgleichen Handschrift Schwarzach 3 nachweisen (s. dort), die sehr wahrscheinlich in Schwarzach entstanden ist. l r Provenienzvermerk Monasterii Schwarzach ad rhenum (3. Viertel des 18. Jh's) und Signatur N.64 (s. S. 113 f). Literatur: Ehrensberger , S.26 Nr. 14; Ettlinger , S. 59, 100; Hesbert 5, S.7; Donner , S. 23 Anm. 107. 271 Schwarzach 2 l r -64 v PSALTERIUM FERLA.TUM MONASTICUM, Cursus gallicanus. (l r -59 ra ) Ps 1-150. (59 ra -62 vb ) Laudes-Cantica. (62 vb -64 vb ) Benedictus, Magnificat, Te deum, Quicumque, Litanei (bemerkenswert: Sancta Irmina). 65 r -89 v HYMNAR mit Cantica. Hymnen z.T. auf Rasur nachgetragen (N). (65 ra -72 vb ) > Ym- ni per totum annum<. AH 51 Nr. 23, 24, AH 50 Nr. 4, AH 51 Nr. 31, 34, 25, AH 50 Nr. 5, AH 51 Nr. 35, 26, AH 50 Nr. 22, AH 51 Nr. 36, 27, AH 50 Nr. 23, AH 51 Nr. 37, AH 51 Nr. 28, AH 50 Nr. 24, AH 51 Nr. 38, 29, 32, 39, 30, 33, 40, AH 50 Nr. 7, AH 51 Nr. 47-49, AH 50 Nr .8 (Str .2-8), AH 50 Nr .71, 53 (Str .1-7), Chevalier , Nr .8073 (= AH 50 Nr. 53, Str. 8-9, 11, 13), AH 51 Nr. 52, AH 50 Nr. 26, AH 53 Nr. 34, AH 51 Nr. 55, 57 (N), 54, Et nox tenebris obsita equans per horas..., AH 51 Nr. 58, AH 50 Nr. 67 (Str. 1, 3-6, 8 u. die Var. zu Str.7f), 66 (Str. 1-5), AH 51 Nr .71 (N, ohne Str. 5), 72, 83, AH 27 Nr. 35 (ohne Str. 5), AH 51 Nr. 84, 89 (ohne Str. 5), 85, AH 50 Nr. 143, AH 51 Nr. 90 (N), AH 50 Nr. 144, AH 51 Nr. 92. (72 vb -77 rb ) Proprium de sanctis. Stephanus bis Katharina. AH 48 Nr. 79 (Hymn.), AH 51 Nr. 160 (N), AH 50 Nr. 155, Chevalier , Nr. 6346, AH 51 Nr. 147 (N), 123, AH 50 Nr .223, AH 51 Nr. 80, AH 50 Nr. 96 (statt Str. 13 Doxologie 4 von S. 122), AH 51 Nr. 188, 174, AH 50 Nr .227, 72, AH 51 Nr. 125, AH 50 Nr. 156, 146, 131 (Str. 1-4, 1 2 f, mit Erwähnung der Hs.; Sergius und Bachus), AH 51 Nr. 130, 129, AH 27 Nr. 154, AH 52 Nr. 38 (mit Erwähnung der Hs.), 39 (N), AH 4 Nr. 79 (N), AH 51 Nr. 140, AH 52 Nr. 248. (77 rb_vb ) >In dedicatione ymnus<. AH 51 Nr. 102, 104. (77 vb -79 ra ) Commune sanctorum. AH 51 Nr. 108, AH 2 Nr. 95 (Str. 1-3, 6-8), AH 50 Nr. 153, 17 (Str. 1, 3-5, 8), AH 51 Nr. 112, 114a, 113, 118, AH 52 Nr .70 (N; mit Erwähnung der Hs.), AH 51 Nr. 121, AH 50 Nr .21. (79 ra -83 v ) Cantica. (79 ra ) >Canticum dominicis diebus<, (79 vb ) >In adventu domini Canticum (N)<, (80 rb ) >In nativitate domini Canticum<, (81 ra ) >In quadragesima Canticum<, (81 va ) >De resurrectione domini<, (82 ra ) >De apostolis vel de martiribus<, (82 va ) >De uno sancto martire confessore<, (82 vb ) >De virginibus<. (84 ra -89 vb ) Nachträge zum Hymnar (Papier). > Sequuntur ymni qui supra in proprio loco nonponunturper totum annum...<. AH 51 Nr .50, AH 14 Nr. 13, AH 50 Nr .28, AH 51 Nr. 147 (s. oben), 115, Chevalier , Nr .9188, AH 51 Nr .91, AH 50 Nr .388, 386, 387, AH 2 Nr. 54 (Str. 1-5, 9), AH 51 Nr. 166, AH 50 Nr. 15, AH 52 Nr. 42 (mit Erwähnung der Hs.), AH 51 Nr. 175, Chevalier , Nr.8151 = Mone , Hymnen 3, Nr.697 (AH 16, Nr.278, 279, Str. 2-3 abweichend), AH 52 Nr. 85 (Str. 6f durch eine andere Str. ersetzt), AH 51 Nr. 172, 126, Chevalier , Nr. 1361, AH 51 Nr. 122, 178, AH 4 Nr. 393, AH 51 Nr. 153, AH 50 Nr. 123 (Str .1 -7, 10), AH 14 Nr. 120, AH 52 Nr.245 (Str. 1-4, 8), AH 4 Nr.66, AH 51 Nr. 103. 90 ra -216 vb PROPRIUM DE TEMPORE. (90 ra ) > Dominica Ia adventus domini ad vesperas an- tiphona<, (102 rb ) >In vigilia nativitatis domini psalmi antiphona<, (137 ra ) >Feria IV [in capite ieiunii]<, (160 vb ) >Feria V [in cena domini]<, (166 ra ) >In vigilia pasce ad vesperas antiphona super psalmos<, ( 181 ra ) >In ascensione ad vesperas<, ( 185 1 b ) >In vigilia penthecostes<, (189 ra ) [In festo s. trinitatis], (208 ra ) >Dominica prima post trinitatem<, (215 rb ) >Dominica XXVa<. 272 ScHWARZACH 2 • SCHWARZACH 3 217 ra —28l rb PROPRIUM DE SANCTIS, Anfang fehlt. Setzt im Officium s. Luciae ein, endet mit Nikolaus. (264 ra ) >De sanctis Sergio et Bacho antiphona<. 281 rb —283 va >In dedicatione ecclesie<. 283 vb -286 ra OFFICIUM DEFUNCTORUM. (283 vb ) > Vespere defunctorum<, > Vigihe defunc- torum<. Responsorien (z.T. aufgrund Teilblattverlust unvollständig): Ottosen , Nr. 14, 72, 24, 28, 32, 57, 68, 82, 38; Responsorienreihe ebd. nicht belegt, aber eng verwandt mit der Straßburger Reihe Ottosen , S. 105. - (286") Fürbitten (15. Jh.). 286 va -290 vb COMMUNE SANCTORUM, Schluß fehlt. (286 vb ) >De apostolis capitulum<, (287 ra ) >De evangelistis capitulum<, (289 vb ) >In natali plurimorum martirum<, Abbruch im Re- sponsorium nach der 5. Lektion. 291 ra -392 vb Nachträge. (291 ra ) > Sequuntur praetermissa supra in pergameno in suis locis per to- tum annum incipiendo apasco sancto. In vigilia pasce.. .<. (293 rb -296 vb ) Jakob Wimpfeling, Officium de compassione beatae Mariae virginis. > Sequitur hystoria de compassione beute virginis Marie. Cuius compassionis festum semper agitur sabbato post octavas pasce<. Mit Hymnen AH 11 Nr. 81, AH 4 Nr. 84. Donner , S. 21 -23, bes. Anm. 107. Der gleiche Text auch in Schwarzach 3, 186 r — 189 v . (297 ra -375 vb ) > Sequuntur deficientia in propriis locis per totum annum in sequenti papyro et primo in parte estivali...< (gestrichen, vgl. den Titulus auf 291 ra ). Nachträge überwiegend zum Proprium de sanctis, Ambrosius bis >In sabbato paschen Bemerkenswert: Gangolf (11.5., 300 ra ), Arbogast (21.7., 320 rb ), Sergius et Bachus (7.10., 340 va ), Florentius (7.11., 348 va ). (376 ra -392 vb ) Commune sanctorum, Schluß fehlt. >Incipit commune sanctorum. Et primo de apostolis capitulum<. (376 va ) > Sequuntur capitula de evangelistis <, (380 ra ) > Sequuntur capitula depluribus martiribus<, (382 ra ) >... de apostolis<, (386 lb ) >De uno martyre< , (390 va ) > Sequuntur capitula de confessore pontifice<, unvollständig. Schwarzach 3 Breviarium benedictinum, pars aestivalis Pergament ■ 317 Bl. ■ 15,2x11 • Schwarzach (?) • 1507-1514 Lagen: (11+1) 5 , 4 V 45 , IV 53 , 12 V 173 , (V-l) 182 , 2 V 202 , IV 210 , 5 V 260 , III 266 , V 276 , IV 284 , III 290 , 2 V 310 , (V-3) 31 '. Lagenverlust vor Bl. 1 und nach B1.45, Blattverlust nach B1.207 (1 Doppeibl.), 263 (2 Dop- pelbl.) und 317. Ab B1.94 1 " Kustoden (a-a5..., z-z5, &-&5), 5 V , 113 V —290 v Reklamanten. Verschiedene Foliierungen des 16./17. Jh's: 36- 76 , 78-81, 92-100 (l r -54 r ); 1-12, 31, 41 (!) (55 r -69 r ); 1-9 (70 r - 78 r ); 1-12, 31, 41, 51 (79 r -93 r ); Folium I-IX (84 v -92 r , Grundstockhand); 1-12, 31... 81, 9, 10 (94 r - 113 r ); 1-12, 31, 41, 51 (155 r -169 r ). Schriftraum 11x7 cm, 28-34 Zeilen. Textura von mehreren Händen. Übliche Rubrizierung (rot/blau, selten grün), einzelne anspruchslose Lombarden mit Fleuronnee (z.B. 6 V , ll v ). 292 r -294 v , 297 r -299 v durch Ambrosius Phoeberius (s. unten) ersetzt, der auch auf ande- 273 Schwarzach 3 ren Blättern (mit Wasserschäden, von denen wohl auch die ersetzten Blätter betroffen waren) Wortteile nachgezogen hat. Äußere Form an den Grundstock angeglichen. Brauner Halblederband um 1800 mit vergoldeten Einzelstempeln auf dem Rücken. Einbände gleicher Machart haben Cod. Schwarzach 1-2, 4. Um 1970 Vorderspiegel abgelöst, auf der Rückseite: Matthis. Herkunft: Wohl in Schwarzach entstanden. Datierungen im Grundstock: 1507 (l r ), 1508 (92 v ). Ebenfalls 1508 wurde in der Diözese Straßburg offiziell die Compassio Mariae als Fest eingeführt ( Donner, 5. 22 u. Anm. 98). Die Handschrift weist im Grundstock Teile des sog. Straßburger Offiziums auf (Hymnen, 55 r ~ v , Capitula, 71 r ). Noch während der Herstellung der Handschrift wurden die Capitula gestrichen und das Offizium durch das ebenfalls auf 1508 datierte ,Officium de compassione beatae Mariae virginis' von Jakob Wimpfeling ersetzt (186'—189 v ; handschriftlicher Verweis (16. Jh.) auf den Nachtrag auf 104 r ; Donner , S.22 u. Anm. 101-104). 1509 wurde dasselbe Offizium in Schwarzach 2 (293 rb - 296 vb ) nachgetragen. Die ersetzten Blätter 292-294 und 297-299 tragen den Vermerk Anno domini 1514 folia quedam huius libri sunt innovata per f. Am. Phoe. (294 v ). Bei dem Schreiber handelt es sich um Ambrosius Phoeberius, der 1499 Schwarzacher Konventuale wurde, nach dem Bauernkrieg aus dem Klosterverband austrat, spätestens 1538 evangelisch war und 1540 in Straßburg starb (s. S. 110). 107 r am unteren Rand Heinricus Weinschenck Anno domin/ (16. Jh.). l r Provenienzvermerk Monasterii Schwarzach adrhenum (3. Viertel des 18.Jh's)und Signatur N.82 (s. S. 113 f). Literatur: Ehrensberger, S.26 Nr. 16; Ettlinger, S. 59, 100; Donner, S. 21-23. 1 r —51 v PSALTERIUM FERIATUM MONASTICUM, Cursus gallicanus, fragmentarisch. (l r -45 v ) Ps 58,16 (/ manducandum...) - Ps 120, danach Textverlust. (46'-50 v ) Ps 148,10- 150, Benedicite, Te Deum, Benedictus, Magnificat, Quicumque, Litanei. (50 v —5l v ) Oratio- nen. Deshusses , Nr.851, 842, 1346, 863, 1293, 1343, 2320, 1437, 198, 3085. 51 v —54 r CANTICA. (51 v ) >Cantica toto tempore pascali<, (52 r ) > Corporis Christi Cantica<, (52 v ) >De apostolis et martyribus<, (53 r ) >De uno martire<, (53 v ) >De virginibus<. 54 v -69 r HYMNAR. (54 v -65 v ) De tempore et de sanctis. AH 51 Nr. 83, AH 27 Nr. 35 (ohne Str. 5), AH 51 Nr. 84, 85; >Historiae Compassionis gloriosissime virginis Marie hymnos ceteraque vide in suo /oco<; AH 4 Nr.85, 84, AH 51 Nr. 115, Chevalier , Nr.9188, AH 50 Nr.223, 143, AH 51 Nr.90, 89 (ohne Str.5), AH 50 Nr. 144, AH 51 Nr.92, 91, AH 50Nr.388, 386, 387, 96, AH 2 Nr. 54 (Str. 1-5, 9), AH 51 Nr. 166, 188, AH 50 Nr. 15, AH 52 Nr. 42, AH 51 Nr. 174, 175, Chevalier , Nr. 8151 = Mone , Hymnen 3, Nr.697 (AH 16 Nr.278, 279, Str.2- 3 abweichend), AH 52 Nr.85 (Str.6f der Edition durch eine andere Str. ersetzt), AH 51 Nr. 172, AH 50 Nr.227, 72, AH 51 Nr. 126, Chevalier , Nr. 1361, AH 51 Nr. 125, Chevalier , Nr. 6346, AH 51 Nr. 122, 178, AH 4 Nr. 393, AH 50 Nr. 146, 156, AH 51 Nr. 153, AH 50 Nr. 123 (Str. 1-7, 10), AH 52 Nr. 369, 370 (Version A, mit Str. 1 f, 4 von AH 4 Nr. 475), AH 14 Nr. 120, AH 51 Nr. 129, 130, AH 27 Nr. 154, AH 52 Nr. 38, 39, AH 4 Nr. 79, AH 52 Nr.248, 245 (Str. 1-4, 8), AH 51 Nr. 140, AH 4 Nr.66. (66 r -67 v ) Commune sanctorum. AH 51 Nr. 108, AH 2 Nr.95 (Str. 1-3, 6-8), AH 50 Nr. 153, 17 (Str. 1, 3-5, 8), AH 51 Nr. 112, 114a, 113, 118, AH 52 Nr. 70, AH 50 Nr. 21, AH 51 Nr. 121. (67 v -68 v ) >In dedicatione eccle- 274 Schwarzach 3 sie<. AH 51 Nr. 102, 103, 140. (68 v -69 r ) Nachträge. >In translatione sanctissimipatris nostri Be- nedicti Hymnus <, AH 51 Nr. 147, 146. >De inventione sancti Stephani Hymnus<, AH 52 Nr. 342 (Str. 1, 7 f). 69 v -78 r CAPITULA. (69 r -74 r ) De tempore et de sanctis. >Pascatis festo ad horas consuetas<. Darin (71 r ) >De Compassione gloriose virginis<, gestrichen. (74 r -77 r ) Commune sanctorum. (77 r -78 r ) >In dedicatione ecclesie<, >In octava Penthecostes Capitula<, >Presentationis gloriose vir- ginis Marie<, > Conceptionis gloriose virginis Marie Capitula<. (78 r ) Nachträge. >De sancto Joanne anteportam latinam Capitula<, >De sancto Tiburtio Capitula<. 78 v -93 r COLLECTAE. (78 v -84 v ) De tempore, mit Antiphonen. (84 v -92 v ) De sanctis, Ambrosius bis Andreas. Bemerkenswert: Ulrich (4.7.), Arbogast (20.7.), Sergius et Bachus (7.10.), Gallus (16.10.), Pirmin (3.11.), Florentius (7.11.), Otmar (16.11.), Columban (21.11.). (92 v -93 r ) Nachträge. >In commemoratione apostoli Petri oratio<, >Pauli<, >In dedicatione ecclesie oratio<. 93 v >Suffragia communia<. >A primis vesperis octave pasce usque ad ascensionem domini de sancta cruce<, >In octava ascensionis usque ad penthecostem ad vesperas<, >De sancto Petro et Paulo ad vesperas<, >De sancto Benedicto ad vesperas<, >Pro pace<. 94 r — 180 v PROPRIUM DE TEMPORE. (94 r ) >In nomine domini Incipit pars estivalis de tempore. Primo in sabbato sancto pasce ad vesperas<, (111 v ) >In vigilia ascensionis domini ad ves- peras<, (118 V ) >In vigilia penthecostes<, (127 V ) >In festo corporis Christi (quod celebratur propria feria quintapost trinitatis) ad vesperas antiphona<, (179 v ) > Dominica XXV<. 18 l r —286 v PROPRIUM DE SANCTIS. >In nomine domini incipit pars estivalis de sanctis, et primo de sancto Ambrosio. . .<. Bis Saturnini, Crisanti, Maur\ i] et Darie. Darin (186*—189 v ) Jakob Wimpfeling, Officium de compassione beatae Mariae virginis. >Festum compassionis glo- riosissime virginis Marie peragatur Semper sabbato proximo post octavas pasce. Cuius historiam composuit Jacobus Wimpfelingus vir admodum doctus: religionisque fautor precipuus, paucis ex- ceptis in margine hoc signo N notatis. Estque anno domini 1508 primo solenniter decantata<. Mit Hymnus AH 11 Nr. 81. Donner , S. 21-23. Der gleiche Text auch in Schwarzach 2, 293 rb - 296 vb . - Erwähnenswert: Ulrich (4.7., 214 r ), Arbogast (20.7., 224 r ), Pirmin (3.11., 273 v ), Otmar (16.11., 276 v ), Columban (21.11., 280 r ). 287 r -289 v >In commemoratione gloriose virginis ad primas vesperas antiphona super psalmos fe- riales<. 290™ ABSOLUTIONES CAPITULARES. De tempore et de sanctis, Commune sanctorum, >In dedicatione ecclesie<, >De viduis<. 290 v -31 T COMMUNE SANCTORUM. (29 l r ) >De apostolis< (mit Notiz zu den ergänzten Blättern auf 294 v : Quum nullius apostoli dies celebranda estivo tempore occurat tris (!) lectiones habens! iccirco quanquam reiectum folium totidem lectiones hic scriptas habuit! hoc substituto folio 275 Schwarzach 3 • Schwarzach 4 sunt omisse). (294 v ) >Sequitur de martyribus<, (306 r ) De uno confessore pontifice, (315 r ) >De virginibus<, Abbruch im Laudes-Teil. Schwarzach 4 Enchiridion doctorum ecclesiasticorum • Kathalogus brevis eccle- siasticorum scriptorum (Johannes Trithemius ?) • Iohannes Clima- cus Papier u. Pergament • 536 Bl. • 14x10,5 • Diözese Mainz • um 1485 Bl.l, 6f , 12, 116, 475 u. 484 Pergament. Lagen: 3 VI 36 , VIII 52 , 3 VI 88 , V 98 , VI 110 , (V+l) 121 , 3 VI 157 , (VI-1) 168 , VI 180 , 2 V 200 , IV 208 , 8 V 288 , 2 VI 312 , 2 V 332 , 9 VI 440 , V 450 , 2 VI 474 , 4 V 514 , VI 526 , V 536 . Nach Bl. 165 fehlt ein Blatt. Wz.: nordfranzösisches b mit Blume, Beschriftung belegt für 1486 (Piccard , Expertise). Schriftraum 9,5/8,7 x 6,5 cm, 22-34 Zeilen. Bastarda im Kern von zwei Händen (a: l r -49 v , 53 r -76 v , 98 v , Z. 17-121 v , 319 r -469 r , 475 r -536 v (überwiegend), b: 50 r -52 v , 77 r -98 v , Z. 16, 122 r -318 v ). Kopfzeilen mit Autor- und z.T. Werknamen. Übliche Rubrizierung (rot/grün), im Kathalogus zum Teil nicht ausgeführt. Einige einfache Initialen mit anspruchslosem Fleuronnee (z.B. 181 r ). Brauner Halblederband um 1800 mit vergoldeten Einzelstempeln auf dem Rücken. Einbände gleicher Machart haben Cod. Schwarzach 1 -3. Herkunft: Kompilator des Codex ist ein Benediktiner (443 r ; 449 r : ...nostri ordinis...) der Diözese Mainz (302 v -303 r : Verzeichnis Mainzer Bischöfe). Der Schreiber will Autographen der Hildegard von Bingen gesehen (455 v ) und von Thilmannus praepositus dessen Werke erhalten haben (468 v ). Das späteste Datum im Kathalogus ist das Todesjahr des Thilmannus: 148V. Zum auf Johannes Trithemius oder seinen Umkreis weisenden Kathalogus brevis ecclesiasticorum scriptorum (429 v -469 r ) s. unten. l r Besitzvermerk Monasterii Schwarzach ad rhenum 1772. Literatur: Ettlinger , S. 59, 100; Kurz , S. 223; U. Bubenheimer , Der Aufenthalt Burchards von Worms im Kloster Lobbes als Erfindung des Johannes Trithemius. Zur literarischen Arbeitsweise und Quellenkenntnis des Sponheimer Abts, in: Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte, Kanonistische Abteilung 89 (1972), S. 337 Anm. 107; Arnold , S. 117 u. Anm. 21. l r -429 v ENCHIRIDION DOCTORUM ECCLESIASTICORUM. Von der Anlage her chronologisch geordnete Werkauszüge. Die Einleitungen zu den jeweiligen Autoren enthalten meist biographische Daten oder sind als Accessus gestaltet; letztere können sich auch am Werkende finden. Kürzungen sind in der Regel am Textrand markiert. - Kleine Abweichungen besonders am Textende oder -anfang werden nicht vermerkt. 1'—41 v DIONYSIUS AREOPAGITA, jeweils in der Übersetzung des Ambrosius Traversari- us. M. Grabmann , Mittelalterliches Geistesleben, 1, München 1926, S. 467 f. (130 v ) De cae- lesti hierarchia. Text: Dionysius Areopagita, Opera, Paris 1498/99 (GW 8409), l r -21 v . (30 v - 34') De mystica theologia. Text: Dionysius Areopagita, 80 r -81 r . (34 r -36 r ) De divinis nomini- 276 S chwarz ach 4 bus, Exzerpte. Text: Dionysius Areopagita, 47 r -79 v . Bestand: cap.I, Z. 110-177, cap.II, 2, Z. 1-11, cap.IV, Z. 225-231. (36 r_v ) De hierarchia ecclesiastica, Exzerpte. Text: Dionysius Areopagita, 21 v -46 v . Bestand: cap.II, Z. 1-5, 8-13, cap.VII, 1, Z.3-9. (36 v ) Accessus. (37 r - 40 r ) Epistola ad Timotheum de passione apostolorum Petri et Pauli. Lehmann , Erforschung 4, S. 141 Nr. 12. Text:J.B. Pitra , Analecta sacra Spicilegio Solesmensi, 4, Paris 1883, S.261- 271 (versio latina). Bestand: cap.I-VIII, Z.4, IX, Z. 1-5. (40 r -41 v ) De divinis nominibus (s. oben), Exzerpte. Bestand: cap.III, Z. 1-54. 41 v -47 v Sequunturpaucula excerpta de scriptis Orienis studiosissimi viri... (41 v -42 r ) (Ps.-)Cy- prianus, Thascius Caecilius, De singularitate clericorum tractatus, Florilegien. Text: PL 4, Paris 1891, Sp. 911-948 (s. Glorieux , Migne, S.9). Nimis certepreceps est... et misera de ma- gnis efficit predam. Ursprüngliche Zuschreibung an Origenes korrigiert. (42 r -47 v ) Origenes. (42 v -45 r ) Periarchon lib.IV, interprete Rufino Aquileiensi, Exzerpte. Text: PG 11, Sp. 111- 414. Bestand: lib.I, cap.I, 5-6, Z.34; lib.II, cap.VT, 1, Z.3-40; lib.I, cap.II,2, Z.7-38, 11, Z.6-17; cap.II, 4, Z.41-52; cap.Vffl,3, Z.3-14, 25-49. (45 r -47 r ) In Canticum canticorum homiliae interprete Hieronymo, Exzerpte. Text: PG 13, Sp. 37-58. Bestand: hom. II, 1, Z. 1- 19, 8, Z. 1-59, 12, Z. 45-65. (47 r ~ v ) In Genesim homiliae interprete Rufino Aquileiensi, Exzerpte. Text: PG 12, Sp. 145-262. Bestand: hom. 1,13, Z. 10-19; hom. XI, 3, Z. 17-31, weiter Florilegien. (47 v ) Accessus. 48 r -49 r IGNATIUS ANTIOCHENUS, EPISTOLAE LATINAE. Text: Opera patrum apo- stolicorum, hrsg. von F.X. Funk , 2, Tübingen 1881, S. 2 14 —217. Bestand: Epistola b. Ignatii missa Christi matri Mariae; Responsio b. Mariae missa b. Ignatio; Epistola b. Ignatii missa s. Iohanni evangelistae; Alia epistola eiusdem ad eundem. 49 r_v IRENAEUS LUGDUNENSIS, CONTRA HAERESES lib.V, Exzerpte. Text: PG 7, Sp.437-1224. Bestand: lib.III, cap.I, 1, cap.XXI, 1-2 (Auszüge). Wortlaut der Übersetzung des Rufinus Aquileiensis der ,Historia ecclesiastica' von Eusebius Caesariensis, in der , Contra haereses' zitiert wird. Text: Die griechischen christlichen Schriftsteller der ersten drei Jahrhunderte, hrsg. von der Kirchenväter-Commission der königl. preussischen Akademie der Wissenschaften, IX, 1: Eusebius, II,', Leipzig 1903, S.443 Z.21-S.445 Z.4, S.447 Z. 13- 5. 451 Z.5. 50 r -52 v HEGESIPPUS, HISTORIAE lib.V, Exzerpte. Text: CSEL 66,1. Bestand: lib.V, cap.II, Z. 1-46, 75-101, 152-170, cap.IX, Z. 1-30; lib.II., cap.XII, Z.40-47. WeiterHegesip- pusexzerpt bei Eusebius Caesariensis, Historia ecclesiastica (s. oben), S. 314, Z. 13-16, nicht in der Übersetzung des Rufinus Aquileiensis. 53 r _71 v CYPRIANUS, THASCIUS CAECILIUS. (53 r -56 r ) Ad Donatum, Exzerpte. Text: CCSL 3A, S. 1-13. Bestand: Z.74-132, 174-219, 282-292, 302-320. (56 r -57 r ) Ad Fortuna- tum, Exzerpte. Text: CCSL 3, S. 181-216. Bestand: Prol., Z.23-31, cap.XIII, Z.7-42. (57 r - 60 v ) De bono patientiae, Exzerpte. Text: CCSL 3A, S. 115-133. Bestand: Z.35-80, 174-200, 277 Schwarzach 4 271-339, 387-408. (60 v -64 v ) De mortalitate, Exzerpte. Text: CCSL 3A, S. 15-32. Bestand: Z. 29-41, 57-84, 187-199, 210-247, 397-459. (64 v ) De oratione dominica liber, Exzerpt. Text: PL 4, Paris 1891, Sp. 535-562. Bestand: cap.XV. - Accessus. (65 r -67 r ) Ps.-Cyprianus, De singularitate clericorum tractatus. Text: PL 4, Sp. 911-948. Bestand: Z. 54-103, 133-183, 233-254, 748-772 (s. 41 v —42 r ). (67 r -69 r ) Epistola LVI, Exzerpte. Text: PL 4, Sp. 359-369. Bestand: cap.I, Z. 15-11, Z .8, III, Z. 11-IV, VIII, Z. 13-19, Xf. (69 r_v ) Epistola XII, Exzerpte. Text: PL 3, Paris 1886, Sp. 821-856. Bestand: cap.II, Z .23-III, Z. 12. (69 v -70 v ) Car- thaginense concilium sub Cypriano quartum, Exzerpt. Text: PL 3, Sp. 1055-1072. Bestand: cap.VIIf. (70 v —71 r ) Epistola XIII, Exzerpt. Text: CCSL 3B, S.71-78. Bestand: Z. 15-38. (71 r ~ v ) Epistola XI, Exzerpt. Text: CCSL 3B, S. 56-66. Bestand: Z. 80-104. 71 v -76 v LACTANTIUS, LUCIUS CAECILIUS FIRMIANUS. (71 v -75 v ) Liber de ira dei ad Donatum, Exzerpte. Text: PL 7, Paris 1844, Sp.79-148. Bestand: cap.I, Z.44-11, Z.38, IV, VI, XII, XIV, XX, Z. 1-39, 50-58. (75 v -76 v ) Divinarum institutionum lib. VII, Exzerpte. Text: PL 6, Paris 1844, Sp. 111-822. Bestand: praef., Z.33-41, lib.I, cap.XV, Z. 1-24, lib.II, cap.II, Z.79-113. - Accessus. 77 r -98 v BASILIUS CAESARIENSIS. ( 77 r -80 v ) Regula ad monachos, kurze Auszüge. Text: PL 103, Paris 1864, Sp. 487-554. Ea quae nobis insita sunt si recte et competenter... inter se et ipsum solum arguat. (80 v -98 v ) Admonitio ad filium spiritualem. Text: PL 103, Sp. 683-700. Kapiteleinteilung überwiegend abweichend. 98 v Korrektur des Explicits ( Explicit regula sive excerpta regule beati Basilii... ) von Hand a: Notandum quod liberpraescriptus non est regula beati Basilii sed exhortatorium eius... 99 r -100 r Sequunturpaucula excerpta de scriptis Eusebii Emiseni episcopi... Eusebius Gallica- nus, Homilia V, Exzerpt. Druck: PL 67, Paris 1865, Sp. 1052-1059 (s. CCSL 104, S.975: Magnitudo caelestium...), hier: Z. 14-61. - Accessus. 100 r_v Sequuntur paucula dicta beati Gregorii Emiseni episcopi... Gregorius Nyssenus, De creatione hominis liber, interprete Dionysio Exiguo, Exzerpt. Text: PL 67, Paris 1865, Sp. 347-408. Bestand: cap. VII, Z. 3-59. - Accessus. 101 r -115 r EPHRAEM SYRUS, Exzerpte. Text: Ephrem Syrus, Sermones selecti, lat., [Freiburg, nicht nach 1491] (GW 9334). (101 r — 110 r ) De compunctione cordis lib.II. Bestand: lib. I, cap.I—II, Z. 60, III, Z .17-cap.IV, Z .20, VII, Z. 1-105, 111-125, VIII, Z .l-45, 56-63, X, Z. 15-50; lib.II, cap.I, Z. 25-cap.II, Z. 18, Z. 78-cap.III, Z. 27, IV, Z. 23-cap.V, Z .8. (110 r —11 l r ) De iudicio dei. Bestand: cap. II, Z. 1-25, III, Z. 1-35, 48-62. (111 r — 112 r ) De be- atitudine animae. Bestand: cap. II, Z. 40-cap. III, Z. 17, IV, Z. 17-33. (112 r —113 r ) De peniten- tia. Bestand: cap.I, Z. 25-40, II, Z. 21-47. (113 r —114 V ) De luctamine spiritali. Bestand: cap.I, Z .17-53, II, Z .l-12, 18-39, 54-79. (114 V — 115 r ) De die iudicii. Bestand: cap.I, Z .50-cap.II, Z. 15, V, Z. 1-9. - Accessus. 278 Schwarzach 4 115 v DIDYMUS CAECUS, LIBER DE SPIRITU SANCTO, interprete Hieronymo, Exzerpte. Text: PG 39, Sp. 1033-1086. Bestand: cap. 34, Z. 8-21, cap. 36, Z. 8-15. - Accessus. 116 r — 157 v >Sequuntur nunc aliqua excerpta de scriptis beatissimi Ieronimi. . .<. (Ps.^Hieronymus, Sophronius Eusebius. (116 r —118 r ) Epistola XXXVI, Exzerpt. Text: CSEL 54, S. 268- 285. Bestand: cap. 2-9. (118 r — 119 r ) >Item Ieronimus in epistola ad quendam militem.. .<. Paulinus, Pontius Meropius, Epistola XXV, Exzerpt. Text: PL 61, Paris 1861, Sp. 300-304. Bestand: Z. 12-68, 81-105. (119 r — 120 v ) Epistola XVIII ad Praesidium, Exzerpt. Text: PL 30, Paris 1846, Sp. 182-188. Bestand: cap. IV, Z. 77-149, Anfang abweichend. (120 v — 121 r ) Regula monacharum, Exzerpt. Text: PL 30, Sp. 391-426 (s. Glorieux , Migne, S. 30). Bestand: cap. XI. (12l r —123 v ) >Jeronimus in libro de credendis et conversacione christianorum.. .<. Hilarius Pictaviensis (?), Epistola seu libellus, Exzerpte. Text: PL 10, Paris 1845, Sp. 733-750 (s. Glorieux , Migne, S. 11). Bestand: cap.XIV, Z. 11-XVIII, XX-XXI, Z.30. (123 v — 124 r ) Epistola CXXXIII, Exzerpt. Text: CSEL 56, S. 241-260. Bestand: cap. 4, Z. 8-27. (124 r -126 r ) Epistola LVIII, Exzerpte. Text: CSEL 54, S. 527-541. Bestand: cap. 1, Z. 24-cap. 2, cap. 5, Z. 1-24, cap. 6, Z. 1-20, 23-32, cap. 11, Z. 11-18. (126 r — 127 v ) Epistola ad Oceanum, Exzerpte. Text: PL 30, Sp.288-292 (s. Glorieux , Migne, S.20). Bestand: cap.II, Z.8-19, III, Z.9-cap.VI, VIII, Z. 12-cap.X, Z.6. (127 v — 130 v ) Epistola LH, Exzerpte. Text: CSEL 54, S.413—441. Bestand: cap. 5, Z. 30-56, cap. 7, Z. 1-12, cap. 8, Z. 1-8, cap. 9, Z. 1-10, 17-21, cap. 11, 13, Z. 9- 17, cap. 14. (131 r -132 r ) Epistola CXXV, Exzerpte. Text: CSEL 56, S. 118-142. Bestand: cap.7, Z. 1-9, cap. 11, Z.4-12, 29-33, cap. 15. (132 r -133 v ) Epistola XIV, Exzerpte. Text: CSEL 54, S.44-62. Bestand: cap.2, Z.3-cap.3, Z.5, cap.10, Z.5-cap.ll, Z.15. (134'—135 r ) Epistola LXXI, Exzerpte. Text: CSEL 55, S. 1-7. Bestand: cap. 1, Z. 18-cap.2, Z. 17, cap. 3, Z.3-18. (135 r — 137 r ) Epistola XLI ad Oceanum..., Exzerpte. Text: PL 30, Sp.282-288. Bestand: cap.I, Z.4-cap.VI, Z.4. (137 r —138 v ) >Jeronimus in epistola quae incipit,Humane refe- runt' quod ignorancia legis divine non excusat sie ait<. Nolo te errare cum ceteris.. ., Exzerpt. Text: C .P. Caspari , Briefe, Abhandlungen und Predigten aus den zwei letzten Jahrhunderten des kirchlichen Alterthums und dem Anfang des Mittelalters, Christiana 1890, S. 3-21 (Zwei pelagianische Briefe. Aus einer Münchener Handschrift saec. VIII/IX und einer Salzburger saec. IX/X...). Bestand: epistola II, cap.2, Z.3-54. (138 v -140 r ) Epistola VI ad amicum ae- grotum, Exzerpt. Text: PL 30, Sp. 75-104. Bestand: cap.II, Z. 11-cap. III, Z.28. (140 r — 142 r ) Theodorus, Sententiae, ab Hieronymo translatae. >Jeronimus de homine perfecta sacre sententie Theodori<. [P]erfectus homo est, qui seipsum cognouerit... mei memores Semper estote. Explicit. Lambert 2, Nr. 267. (142 r —145 r ) Epistola XXXI seu tractatus de observatione vigiliorum, Exzerpte. Text: PL 30, Sp.232-239 (s. Glorieux , Migne, S.20). Bestand: cap.I, Z. 14-IV, IX, Z. 2-XI, Z. 14. (145 r — 148 r ) Admonitio contra carnis superbiam. Epistola ad Theodorum. > Ieronimus in libro de superbia carnis qui incipit,Ad te manum meam extendo'.. .<. Caro concupiscit adversus spiritum... et animam humilem exaltavit.. . Lambert 3a, Nr. 360. (148 r — 150 v ) Epistola XXII, Exzerpte. Text: CSEL 54, S. 143-211. Bestand: cap.5, Z.9-13, cap.6, Z.27-36, cap.7-8, Z. 12, cap. 17, Z. 1-17, 26-31, cap.25, Z.l-6, cap.37, Z. 12-20. (150 v -152 v ) Regula 279 Schwarzach 4 monacharum, Exzerpte. Text: PL 30, Sp. 391-426. Bestand: cap.XXVT, XXXVI, Z. 1-14, 34-53. (152 v -153 v ) Epistola XLIII, Exzerpte. Text: CSEL 54, S. 318-321. Bestand: cap. 1-2, Z.23, cap.3, Z. 1-13. (153 v —156 r ) Epistola CXLVIII ad Celantiam matronam, Exzerpte. Text: PL 22, Paris 1845, Sp. 1204-1220 (s. Glorieux , Migne, S. 17). Bestand: cap. 16, Z. 1- 19, 26-39, cap. 17, Z. 1-17, cap. 19-20, Z.3, cap.24-25, Z.6. (156 r — 157 v ) Adversus Iovinia- num Hb. II, Exzerpte. Text: PL 23, Paris 1845, Sp. 211-338. Bestand: Hb. II, cap. 7, Z. 95- cap. 9, Z. 44, cap. 10, Z. 2-7. - Accessus. 158 r — 170 V >Ex dictis beati Ambrosii Mediolanensis episcopi.. .<. (158 r ~ v ) >Ambrosius in pastorali de moribus episcopi<. Qui collatam sibi divini muneris graciam... Silvester Papa II., Sermo de informatione episcoporum. Text: PL 139, Paris 1880, Sp. 169-178. Florilegien. (158 v —170 v ) Ambrosius Mediolanensis, De officiis ministrorum Hb. III, Exzerpte. Text: PL 16, Paris 1880, Sp.25-194. Bestand: lib.I, cap.132, Z. 1-9, cap.145, Z. 1 f, cap.147, Z. 1-7, cap.5f, 15-22, 38f, 90-104, cap.166, Z .9-cap.l71, Z .3, cap,173f, cap. 183-cap. 186, Z .2; Hb.II, cap. 134-137, Z. 9, Z. 15-cap. 138, Z. 8, cap. 152-154, Z. 12; Hb. III, cap. 37, Z. 3-cap. 44, Z. 6, cap. 76-cap.77, Z. 12. 17l r -180 v JOHANNES CHRYSOSTOMUS. (171 r ) Sermo XXIII, Exzerpte. Text: Opera, 1,2, [Basel] 1504, fol. CVI va ~ b . Bestand: Z. 1-12. (171 r -173 r ) Sermo XXIX. Text: Opera, 1,2, fol. CXir a -CXIII rb . Gekürzt. (173 r -178 v ) Homilia XXX. Text: Opera, 1,2, fol. XXVHF a -XXXH va . Bestand: Z. 43-69, 78-82, 152-170, 182-186, 198-201, 223-286, 303- 332, 402-442, 453-481, 486-507, 518-531, 555-572. (178 v -180 v ) De compunctione cordis Hb. II, kurze Auszüge. Text: Opera, I, 2, fol. LXII ra -LXVIII va . (180 r_v ) Tractatus de repara- tione lapsi, kurze Auszüge. Text: Opera, I, 2, fol. LXVIII va -LXXV rb . 181 r —248 v (PS.-)AUGUSTINUS. ( 181 r —230 v ) Enchiridion ad Laurentium de fide et spe et ca- ritate. Text: CCSL 46, S. 49-114. (230 v ) Retractationum Hb. II, Exzerpt. Text: CCSL 57. Bestand: Hb. II, cap.LXIII, Z. 1-6. (231 r —235 r ) De contemptu mundi. Text: PL 40, Paris 1887, Sp. 1215-1218 (s. Glorieux , Migne, S.30). (235 r -242 v ) De contritione cordis lib.I. Text: PL 40, Sp.943-950 (s. Glorieux , Migne, S. 28). (243 r -245 r ) De honestate mulierum. Text: PL 39, Paris 1865, Sp. 2301-2303 (Sermo CCXCIII; s. Glorieux , Migne, S. 27). (245 v -246 v ) De opere monachorum, kurze Auszüge. Text: CSEL 41, S. 529-596. (247 r -248 v ) De doctrina christiana, Exzerpte. Text: CCSL 32, S. 1-167. Bestand: Hb. I, cap. 28-29, Z. 4, cap. 30, Z. 23- 28, cap. 39, Z. 1-5, cap. 40, 41, Z. 15-cap.42, Z.6, cap.43, Z. 1-6, cap.44, Z. 1-12; Hb.II, cap.7, Z. 1-7, cap.9, Z. 1-6, cap. 19, 20, Z.23-25, 29-31; Hb.III, cap. 14, Z.6-12; Hb.IV, cap. 59, Z.3-5, 13-15. Kurz , S.223. 249 r -278 v JOHANNES CASSIANUS. (249 r -273 v ) De institutis coenobiorum et de octo prin- cipalium vitiorum remediis Hb.XII, Exzerpte. Text: CSEL 17, S. 1-231. Bestand: lib.I, cap.I, Z. 5-12, II, Z. 1-17, VII, X, Z. 2-7, XI, Z. 1-7; Hb. II, cap. III, Z. 24-29, 33-39, XII, Z.20- 29, XIII, Z. 1-9, 17-28, XIV; Hb. III, cap. VII; Hb. IV, cap. III, Z. 1-13, XXXIVf, XXXVII, IX, XXXVIII-XLI, XLIII; lib.V, cap.VI, VIII, IX, Z.6-18, X, XI, Z.9-cap.XII, Z.3, 280 Schwarzach 4 XIV, XIX, Z.l-10, XX, XXV, XLI; Hb.VI, cap.I, Xf, XIII, XVI, Z.3-9, XVII, XlXf, XXIIf; lib.VIII, cap.I, V, Xlf, XIII, 2.8-20, XIV, XX, XXII; lib.IX, cap.I-II, Z.4, IV-VI, VII, Z. 10-13, VIII-XIII; lib.X, cap.I-V, XXV; lib.XI, cap.I-V, VII-IX, Xllf, XIX; lib. XII, cap. I—III, VII, IX, XXIVf, XXIX, Z. 14-28, XXXII, Z.7-cap. XXXIII. (274 r - 278 v ) Conlationes XXIIII, Exzerpte. Text: CSEL 13. Bestand: conl. I, cap.II, Z. 1-5, IV, Z.26-V, Z.7, 17-21, VIII, Z. 1-25, XIII, Z. 1-15, XV; conl. II, cap.X, Z. 1-20; conl. III, cap.IV, Z. 1-35, VI, Z. 1-9, 35-41; conl. IV, cap.Illf; conl. VI, cap.XIV, Z. 1-19, Z.29- cap.XV; conl. IX, cap. II, Z. 1-6, III, Z. 1-21, 28-31. 279 r_v > Sequuntur pauca excerpta de dictis sancti Petronii Bononiensis Italie ecclesie episcopi.. .<. Recte Petronius Arbiter, Satyricon, Florilegien. Text: Petronii Arbitri Satyricon, hrsg. von K.Müller , München 1961. Bestand: S. 13, Z. 1-2, 5, S. 12, Z.23f, S. 19, Z.3, S .89, Z. 12-15, S.33, Z. 19-21, S.44, Z. 14f, S.87, Z. 11 f, S. 103, Z.14f, S. 109, Z.21-23, S. 110, Z.22f, S.91, Z.22, S.94, Z.8f, S.143, Z.33, 40f, 44, 24-26, S.174, Z. 15f, 19f, S.175, Z. 1 f; Fragm.LIII* (Petronii Saturae, hrsg. von F.Bücheler , 8.Aufl., Berlin/Zürich 1963, S.227). Übliche Sammlung von Petronius-Florilegien. 279 v -283 v LEO PAPA I., TRACTATUS SEPTEM ET NONAGINTA, Exzerpte. Text: CCSL 138-138A. Bestand: tract. III, Z .9-30, 58-82, 93-106; tract. IV, Z. 22—31; tract. VI, Z. 1-13; tract. VII, Z. 8-13; tract. VIII, Z. 21-29; tract. IX, Z. 36-48; tract. X, Z. 80-89; tract. XII, Z .78-90, 98-113; tract. XIII, Z. 5-11; tract. XV, Z .40-50; tract. XVI, Z .29-34, 41-49; tract. XVII, Z. 20-27, 30-45; tract. XIX, Z. 44-51. 284 r -290 v > Sequuntur nonnulla excerpta de opusculis Prosperi viri doctissimi.. .<. (284 r -289 v ) Iu- lianus Pomerius, De vita contemplativa lib. III. Text: PL 59, Paris 1862, Sp. 415-520. Bestand: lib.I, cap.If, IV, Z. 1-27, Z.56-cap.V, VIII, XI, XXIII, Z. 12-cap.XXV, Z.33; lib.II, praef., Z.35-42, cap.I, Z. 1-13, VI, VIII, Z. 1-16, X, Z.45-51; lib.III, cap.X, Z.93f, XI, Z. 1-6, lib.I, prol., Z. 29-35. (289 v -290 v ) Prosper de Aquitania, Epigrammatum ex sententiis s. Augustini lib.I, Florilegien. Text: PL 51, Paris 1861, Sp.497-532. Eternus vere solus deus omniumque creator... quae non fuerint inpace quesita. 291 r -292 r CLAUDIUS GORDIANUS FULGENTIUS, EPISTOLAE ASCETICAE ET MORALES VII. Text: CCSL 91, S. 189-254. Virgo dicitur quasi virago.. .tarn preterita quam futura. Kurze Auszüge aus epistola 2-4, 6 f. 292 v -293 r SYMMACHUS PAPA, EPISTOLARUM lib.X, Florilegien. Text: MGH Auetores antiquissimi, 6,1: Symmachi opera, hrsg. von O. Seeck , Berlin 1883, S. 1-278. Omnis ostenta- cio non caret suspicione... quorum graciam senciunt non perire. 293 r -296 v ANICIUS MANLIUS SEVERINUS BOETHIUS, PHILOSOPHIAE CONSO- LATIO, Exzerpte. Text: CCSL 94. Bestand: lib. II, pr. 1,9-19, pr. 2,1-11; lib. III, pr. 2,2-4, pr. 10,7-10, 12f, pr. 12,26-30, Z.2; lib.IV, pr. 6,7-14; lib.V, pr. 3,3-9, pr. 6,25-32, 37-48. 281 Schwarzach 4 29 7 r MAGNUS FELIX ENNODIUS, OPERA, Florilegien. Text: CSEL 6. Superflua scribere res iactancie est... nisi quos in se formaverit. 297 r " v GAIUS SOLLIUS SIDONIUS, EPISTOLAE lib. IX - CARMINA, Florilegien. Text: MGH Auetores antiquissimi, 8: Apollinaris Sidonii epistulae et carmina..., hrsg. von Ch. Luetjohann/B.Krusch , Berlin 1887, S. 1-264. Atnico reverencia debetur... adpatibulum qui invitat ad celum. 298 r -303 r BENEDICTUS DE NURSIA - LAUDES ORDINIS SANCTI BENEDICT!. (298 r ) >Anno domini quingentesimo vicesimo imperante Iustiniano seniore ordo saneti Benedicti ineipit sicut hec metra canunt.. .<. An quingenteno bis deno numero pleno/ Ordo sub invicto niger est factus Benedicto. H. Walther , Zwei rhythmische Gedichte auf S. Benedictus, in: Cisterci- enser-Chronik 69 (1962), S. 15. (298 r -300 v ) Benedictus de Nursia, Regula, Exzerpte. Text: La regle de saint Benoit, 1-2, hrsg. von A. de Vogüe/J. Neufville , Paris 1972 (Sources Chre- tiennes 181-182). Bestand: cap.II-IV. (301 r ) >Sequuntur XIIgradus humilitatis eiusdem metri- ce<. Iustorum graduum primus timet omnipotentem... (12 Verse). Walther , Carm., Nr. 10015. >Sequitur nunc que sit diseiplina regularis<. Disciplina gradus monachorum dat tibi Septem... (6 Verse). Walther , Carm., Nr. 4551. (301 r -302 r ) Benedictus de Nursia, Regula (s. oben). Bestand: cap. VII, 67-70, LXIV, LXXII. (302 v -303 r ) >De excellencia ordinis saneti Benedicti no- tandum<. Ordo saneti Benedicti ineepit circa annum domini... et monialium cenobiis adhuc hodie habentur. Ordensstatistik: Zahl der Päpste, Erzbischöfe, Bischöfe etc. aus dem Benediktinerorden. Aufzählung der Mainzer Bischöfe. (303 r ) > Versus de miraculo canonizatorum ordinis huius<. Mitis et invicte Cristi verna Benedicte... (6 Verse); Walther , Carm., Nr. 11128; H. Walther , Zwei rhythmische Gedichte (s. oben), S. 15. Mahngedicht an den Benediktinerorden. Ordo sanctus hic in primis/ tarn excellens tarn sublimis... esses felicissimus Amen. 6 Strophen zu 5 Versen, fortlaufend geschrieben. 303 v —317 V GREGORIUS PAPA I. (303 v ) Accessus. (303 v —314 r ) Regula pastoralis, Exzerpte. Text: PL 77, Paris 1862, Sp. 13-128. Bestand: pars I, cap.I, Z.2-41, II, Z.23-46, IV, Z. 1- 15, V, Z. 1-22, VI, VII, Z. 1-28, IX, X, XI, Z. 1-4, 132-136; pars II, cap.I, II, Z. 1-34, III, Z. 1-42, IV, Z. 1-20, 43-51, 85-99, V, Z. 1-7, 89-98, VI, Z. 1-35, 121-154, VII, Z. 1-30, 119-123, VIII, X, Z. 1-36, 185-197, XI, Z. 1-18; pars III, cap.XXXIX, Z. 1-14, XL. (314 r - 317 v ) Moralia in lob lib.XXXV, Exzerpte. Text: CCSL 143-143B. Bestand: praef., cap. 12, lib.I, cap. 2-cap. 3, Z. 13, cap. 36-cap. 37, Z. 21, cap. 51, Z. 8-24; lib. IV, cap. 31, Z. 58- cap. 32, Z. 12; lib.XXXIV, cap. 50-52, Z. 137. 318 r —326 v ISIDORUS HISPALENSIS. (318 r —322 v ) Sententiarum lib.III. Text: PL 83, Paris 1862, Sp.537-738. Bestand: lib.I, cap.IX, 1-6, cap.XXI, XXVIII, XXX; lib.II, cap.I, 1-11, cap. Illf, cap.VI; lib.III, cap.XVIII, XX, XIX, 1-4, Z.5. (322 v -326 v ) Etymologiarum sive originum lib. XX, Exzerpt. Text: Isidori Hispalensis episcopi etymologiarum sive originum lib.XX, hrsg. von W.M. Lindsay , 1-2, Oxford 1911. Bestand: lib.VIII, cap.V. 282 Schwarzach 4 326 v -329 v BEDA VENERABILIS, IN EPISTOLAS SEPTEM CATHOLICAS, Exzerpte. Text: CCSL 121, S. 179-342. Bestand: In epistolam Iacobi, cap.I, Z.33-87, 150-159, 192— 214, cap. III, Z. 33-52; In epistolam I Petri, cap.V, Z. 80-98. (329 v ) Accessus mit Epitaphium. Presbiter hic Beda requiescit carne sepultus.. . (4 Verse). Walther , Carm., Nr. 14524. 330 r -334 v FLACCUS ALCUINUS. (330 r -333 v ) De fide sanctae et individuae trinitatis lib.III, Exzerpte. Text: PL 101, Paris 1863, Sp.9-58. Bestand: lib.I, cap.I, Z. 1-23, II, Z. 17- 49, III, IV, Z.3-cap.V, Z. 14; lib. III, cap.XXII; Invocatio ad s. trinitatem, Z. 1-101. (334 r ) Litania seu precatio ad Christum. Text: PL 101, Sp. 649 f. - (334 r_v ) Accessus. 334 v —338 r HRABANUS MAURUS. (334 v -336 r ) De laudibus s. crucis lib. II, Exzerpte. Text: PL 107, Paris 1864, Sp. 133-294. (334 v -335 r ) Florilegien der den Kreuzgedichten eingeschriebenen Verse. O crux tu summi voti dedicata tropheo... Rabanum memet ctemens rogo Christe tuere pie... (335 r -336 r ) >Rabanus in eodem libro prosaice de laude crucis<. Bestand: lib.I, Sp. 158, Z.24-36, Sp.233, Z.34-Sp.234, Z.21, Sp.263, Z.21-30; weitere kurze Auszüge aus lib. II. (336 r -337 v ) Commentariorum in Genesim lib. IV. Text: PL 107, Sp. 439-670. Bestand: epistola 2, Z. 1-6; lib.I, cap.I, Z. 1-33; lib.II, cap.II, Z.32-53, XXIII, Z. 113-129; lib. III, cap. XXII, Z. 1-26. - (337 v -338 r ) Accessus. 338 r -366 v >Sequuntur excerpta de scriptis beati Anselmi Cantuariensis archiepiscopi. (33 8 r — 364 r ) Anonymus Cisterciensis, Tractatus de interiori domo seu de conscientia aedificanda. Text: PL 184, Paris 1854, Sp. 507-552 (s. Glorieux , Migne, S. 71). In geringem Umfang gekürzt. (364 v -366 v ) Anseimus Cantuariensis. (364 v -365 r ) Proslogion, Exzerpt. Text: PL 158, Paris 1853, Sp. 223-242. Bestand: cap.XXIV-XXV, Z.44. (365 r -366 r ) Orationes, Exzerpte. Text: PL 158, Sp. 855-1016. Bestand: Oratio L, Z. 1-20, 28-35, 38-41, 45-51, 53-56, 65-68, 70-72, Oratio LI, Z. 29-36, 60-81. (366 r_v ) Liber de fide trinitatis et de incarnatione verbi, Exzerpt. Text: PL 158, Sp. 259-284. Bestand: cap. V, Z. 1-25. - Accessus. 367 r -370 r IVO CARNOTENSIS. (367 r -369 r ) Epistolae, Exzerpte. Text: PL 162, Paris 1889, Sp. 11-288. Bestand: epistola IV, Z. 1-27; epistola X, Z. 1-42, 61-84, 107-125, epistola XLII, Z.6-33. (369 v -370 r ) Decretum, Exzerpt. Text: PL 161, Paris 1889, Sp.47-1022. Bestand: prol., Z. 28-53, 70-80. - Accessus. 370 v -372 v HILDEBERTUS LAVARDINENSIS. (370 v ) >Ex scriptis Hilberti qui fuit primo episcopus Cenomanensis et postmodum archiepiscopus Thuronensis. Hildebertus de miseria huius vite<. Carmina miscellanea, Exzerpte. Text: PL 171, Paris 1893, Sp. 1381-1448. Bestand: Sp. 1419, Z. 13-24 ( Heu michi nulla fides. nulla est constancia rebus...), Sp. 1420, Z.9-22. (37 l r_v ) Liber de querimonia et conflictu carnis et spiritus seu animae, Exzerpte. Text: PL 171, Sp. 989-1004. Metrum I (Sp. 991 f), Z. 1 f, 5 f, 17-22, 27-36. > Idem de corpore et sanguine domini<. Versus de mysterio missae, Exzerpte. Text: PL 171, Sp. 1177-1196. Bestand: [cap.] 1149, Z. 48-70, 74 f, 79, 82 f. (371 v -372 v ) Oratio devotissima ad tres personas sanctissimae trinitatis, Exzerpte. Text: PL 171, Sp. 1411-1414. Bestand: V. 1-34, 103-144. - Accessus. 283 Schwarzach 4 372 v —381 r HUGO DE SANCTO VICTORE. (372 v -375 r ) De modo orandi, Exzerpte. Text: PL 176, Paris 1880, Sp.977-988. Bestand: cap.I, Z. 1-3, 27-32, 47-77, 86-113, II, Z. 1-23, 31-35, 40-46, 51-55, 78-80, III, Z.l-23, 25-31, 49-57. (375 r -379 v ) >Item Hugo in Libro de institucione noviciorum.. .<. Gerardus Itherii, De institutione novitiorum. Text: PL 176, Sp. 925-952 (s. Glorieux , Migne, S. 68). Bestand: Auszüge aus cap.V, X, XII-XVI, XVIII. (379 v -380 r ) In Salomonis Ecclesiasten homiliae XIX, Exzerpt. Text: PL 175, Paris 1879, Sp. 113-256. Bestand: hom. I, Z.77-86, 98-107. (380 r —381 r ) Soliloquium de arrha animae, Exzerpt. Text: PL 176, Sp. 951-970. Bestand: Z. 118-210, gekürzt. - Accessus. 381 v —403 v RICHARDUS DE SANCTO VICTORE. (381 v —39l v ) De praeparatione animi ad contemplationem, Exzerpte. Text: PL 196, Paris 1880, Sp. 1-64. Bestand: cap.III-XII, XVI, jeweils gekürzt, cap.LXXV, Z. 22-cap. LXXXII, Z .21, LXXXIII-LXXXVI, Z .28. (391 v - 396 r ) De exterminatione mali et promotione boni, Exzerpte. Text: PL 196, Sp. 1073-1116. Bestand: tract. I, cap.III, V-VII, Xlf; tract. III, cap.III-V. (396 v -400 v ) De statu interioris hominis. Text: PL 196, Sp. 1115-1160. Bestand: tract. I, cap.IIf, Xlllf, XX, XXIII-XXIV, Z. 16, XXV, Z. 64-cap.XXVI, Z .26. (400 v -403 v ) De trinitate Hb.VI, Exzerpte. Text: PL 196, Sp. 887-992. Bestand: lib.I, cap.I, Z. 1-18, cap. II; lib.II, cap. I, Z. 17-cap.II; Hb. III, cap. IX, XXI, Z. 4-19; Hb. VI, cap. XVI, Z. 1-23. (403 v ) Accessus. - 404 r " v leer. 405 r -416 v HUGO DE FOLIETO, DE CLAUSTRO ANIMAE Hb. IV, Exzerpte. Text: PL 176, Paris 1880, Sp. 1017-1182 (s. Glorieux , Migne, S.69). Bestand: lib.I, cap.If, IVf, VII- X, XVIf, jeweils kurze Auszüge; lib.II, cap.III-IV, Z .22, VI, Z. 1-36, VII, Z. 1-14, VIII, Z. 1-31, XI, XII, Z. 1-19, 38-151, XIII, Z. 1-26, 71-91, XIV, Z. 1-36, 101-112, XV, Z. 1- 11, 50-57; Hb.III, cap.I-III, Z .15, IV, Z. 1-29, VI, Z. 1-15, 30-46, VIII, Z. 1-16, IX, Z. 1- 15; lib. IV, cap.XXIX, XXXII, XXXIVf, jeweils kurze Auszüge. (416 V ) Accessus. 416 v -429 v BONAVENTURA SANCTUS, DE TRIPLICI VIA. Text: Doctoris seraphici S. Bonaventurae S. R. E. episcopi cardinalis Opera omnia, 8, Quaracchi 1898, S. 1-18. Es fehlt cap. III, 4 f. (429 v ) Accessus. 429 v -469 r KATHALOGUS BREVIS ECCLESIASTICORUM SCRIPTORUM. (429 v ) Pro- positi mei fuerat plurium doctomm nominatorum scripta in hoc volumine depingere. Sed quid ma- gnitudo ipsius si diucius immorarer nomen tolletur enchiridion, cogor multorum dicta obmittere, que animo alias placuissent meo. Ideoque sequentem doctorum kathalogum subiunxi. Praefatio. Quoniam sacre scripture amatoribus utilem fore noticiam arbitror... Clemens igitur papa quartus post Petrum succedens apostolis huius kathalogi sit primus. Scripsit epistolarum Ii. I... (468 v ) [T\hilmannus praepositus canonicus regularis obtulit michi ante triennium de vinea spirituali li- brum simplici stilo... Obiitplenus dierum et religione anno domini 148V. Etwa 300 überwiegend patristische und (früh)mittelalterliche Autoren, (Kurz-)Biographien mit Werkverzeichnissen. Der Kathalogus weist textlich keine direkte Verwandtschaft zu dem in den achtziger Jahren des 15. Jahrhunderts im gleichen Raum, im Bistum Mainz, begonnenen ,Liber de 284 Schwarzach 4 scriptoribus ecclesiasticis' des Johannes Trithemius ( Arnold, S. 118) auf, wie er in der Druckfassung vorliegt; allerdings ist die Urfassung dieses Werkes verloren ( Arnold, S. 119). Erhalten hat sich lediglich die zweite Redaktion (von 1492), überliefert in: 1. (ehemals) Cod. Phillips 567 = Cod. Marston 143 (s. H. P. Kraus , Catalogue 85. Distinguished books and manu- scripts, New York [1957], Nr. 109; H. Lehmann-Haupt , Johannes Trithemius, Father ofbi- bliography, in: Rare books. Notes on the history of old books and manuscripts published for the friends and clients of H. P. Kraus, 8, Nr. 2, November 1957, S. 1-8; Kristeller 5, S. 287, 356; heute nach brieflicher Mitteilung von H. P. Kraus vom 17.6.1993 unzugänglich in amerikanischem Privatbesitz); 2. Berlin, SBPK, Cod. lat. fol.410 ( Arnold , S. 119, 250). Zwischen Schwarzach 4 und den Werken des Trithemius lassen sich jedoch Parallelen feststellen: a. Trithemius bezeichnet sein Opus ,De scriptoribus ecclesiasticis' zu Beginn als ,Kathalogus virorum illustrium' ( Arnold , S. 119; Berlin, SBPK, Cod. lat. fol.410, 176 r u.ö.). b. Trithemius' Werk ,De viris illustribus ordinis s. Benedicti' enthält eine ähnliche Ordensstatistik ( Arnold , S. 136) wie Schwarzach 4 auf Bl. 302 v und 443 r . In fast identischer Form finden sich diese Zahlen in der zweiten, handschriftlichen Fassung (von 1492) des ,Liber de scriptoribus ecclesiasticis' ( Lehmann-Haupt (s . oben), S.6; Berlin, SBPK, Cod. lat. fol.410, 45 v ), in der Druckfassung (Johannes Trithemius, Opera historica, 1, Frankfurt a. M. 1601 (Nachdruck Frankfurt a. M. 1966), S. 238) dagegen in aufgerundeter Form. c. Als letzte Person ist im Ka- thalogus Thilmannus praepositus (Tilmannus Dulmaniensis, s. Petri Trudonensis catalogus scriptorum Windeshemensium, hrsg. v. W. Lourdaux/E. Persoons , Löwen 1968, S. 201 f) eingetragen. Die einzige zeitgleiche Notiz zu ihm stammt von Trithemius (Johannes Trithemius, Opera historica (s. oben), 1, S. 166 (Catalogus illustrium virorum Germaniae):.. .E qui- bus (i. e. von seinen Werken) olim mihi exhibuit, de vinea spirituali... Moritur senex et plenus dierum... 1485. Cod. Schwarzach 4, 468 v -469 r :... obtulit michi ante triennium. de vinea spirituali. .. Obiit plenus dierum... 148V). d. Eine Spezialität des Trithemiusschen Werkes ist die Angabe von Titeln mit Incipit (Chr. Steffen , Untersuchungen zum ,Liber de scriptoribus ecclesiasticis' des Johannes Trithemius, in: Archiv für Geschichte des Buchwesens 10 (1970), Sp. 1309-1314; Arnold , S. 121 u.ö.). Sowohl im Enchiridion als auch im Kathalogus werden zumindest teilweise Incipits angeführt, e. Der Verfasser des Enchiridions (455 v ) und Trithemius ( P.Lehmann , Merkwürdigkeiten des Abtes Johannes Trithemius, München 1961, S.67; Arnold , S. 64, 129) haben Autographen der Hildegard von Bingen gesehen. - Auf der Basis dieser Indizien kann vermutet werden, daß es sich bei Schwarzach 4 um die verschollene Erstfassung des Liber de scriptoribus ecclesiasticis handelt. - Arnold , S. 117 u. Anm. 21; Bu- benheimer (s . Lit.), S. 337 Anm. 107. - 469 v -474 v leer. 475 r -536 v JOHANNES CLIMACUS. (475 r -530 r ) Scala paradisi, interprete Angelo de Cin- gulo. A bono et super bono et toto bono... bonorum causalitas inest et erat et eritper infinita secu- la seculorum Amen. (530 r -536 v ) Ad pastorem. In inferiori quidem libro o admirabilis ego te om- nium... sui ipsius beata ferens. Per omnia benedictus deus. Beide Texte sind ungedruckt; s. Kat. Darmstadt IV, Nr. 55. 285 Schwarzach 4 • Schwarzach 5 536 v Notiz, 16. Jh: Pericula circa contractus. Bullarum Martini et Calisti non sanus intellectus, necponderatio earum. Nam secundum eas debet esse consuetudo sie eontrahendi... Schwarzach 5 Liber horarum et precum Pergament und Papier • 248 Bl. • 15x11 • Oberrhein (Schwarzach ?) • um 1470 Aus Pergament ist jeweils das erste und letzte Blatt einer Lage (oft Einzelblätter), zum Teil auch die Lagenmitte. Lagen: 1, VII 14 , (VII-2) 26 , (VIII-3) 39 , (VI-1) 50 , (VII-2) 62 , (IX-2) 78 , (VII-2) 90 , (VIII-2) 104 , VIII 120 , VII 134 , 2 VI 158 , 2 IX' 94 , (X-2) 212 , X 232 , (VI-1) 243 , (VI-7) 248 , 1. Textverlust nach B1.243 (mindestens ein Blatt). Bl. 97 r zeitgenössische Foliierung LXXXXVIII, B1.233' Kustode 17. Wz.: Ochsenkopf mit Stange, siebenblättriger Blume und einkonturiger Schlange, nicht bei Piccard . Vergleichbare Wz. ( Piccard II, Abt. XII, Nr.631-660) sind für 1460-1485 belegt. Schriftraum 10,5/10 x 6,5/6 cm, 19-21 Zeilen. Textura von mehreren Händen. Übliche Rubrizierung (rot/blau). Heller Lederband, Rük- ken 1978 ergänzt. Blattweiser. Zwei Antiphonalefragmente (Notation nicht ausgeführt) vor- und nachgeheftet, ehemalige Spiegel (15. Jh.). Herkunft: Litanei (107 r —113 V ) und Suffragien (186 v -230 v ) weisen ins Oberrheingebiet. Terminus post quem ist die Datierung des Ablaßgebetes auf 240 v in das Jahr 1459. F Besitzeintrag Sum Adami Hune- rers. Hunerer wird 1580 in der Visitation der Kapellen der Hagenauer Burg erwähnt: Neben diesem so seie noch ein beneficium oder altar in dieser mittein Capellen, Beatae Virginis genannt, dasselb hab der gewesene Schafner im Schwartzachischen hoff zu Strassburg, Adam Hünerer, wie woll er laicus und in der ehe sein soll, in besitz (R.Will , Le chäteau, dit ,Burg' de Haguenau. Nouvelles donnees archeologiques et histori- ques, in: Etudes Haguenauiennes NF. 1 (1950/55), S. 124; Gärtner, S. 312). l r Besitzvermerk Monaste- rii Schwarzach ad rhenum (3. Viertel des 18. Jh's), I r Schwarzacher Signatur N. 67 (s. S. 113 f). Vor der Restaurierung auf dem Rücken Schwarzacher Signaturenschild D. Literatur: Ehrensberger , S. 47 Nr. 12; Ettlinger , S. 59, 100. 1 r —39' OFFICIUM PARVUM B.M.V. >Incipit cursus de domina nostra saneta Marian (l r -9 v ) Matutin. Nativitas tua dei genitrix virgo Maria gaudium annunciavit universo mundo...-, (9 V - 18 v ) Laudes; (18 v -22 v ) Prim; (22 v -25 v ) Terz; (25 v -28 r ) Sext; (28 r -31 r ) Non; (31 r -35 r ) Vesper; (35 r —39 r ) Komplet. Reimgebete: (17 v ) Hora matutina Marie nunciatur/ Quod Jesus aperfi- dis iudeis captivatur..., vgl. Chevalier , Nr. 8012; (22 r ) Hora prima Maria Jesum suum natum/ Sequitur singultibus crebris adPylatum..., Chevalier , Nr. 8027; (25 r ) Audit hora tercia crucifigi natum/ Vidit tectum purpura spinis coronatum..., Chevalier , Nr. 1509; (27 v ) Hora sexta Maria vidit conclavari/ Corpus Christi tenerum in cruce levari..., Chevalier , Nr. 8035; (30 v ) Hora nona Maria Jesum expirantem/ Vidit audit hely voce maxima clamantem... , vgl. Chevalier, Nr. 8017f; (34 v ) Hora vespertina Maria dolorosa/ De cruce depositum voce dolorosa..., Chevalier , Nr. 8036; (38 r ) Hora completorii Maria wlneratur/ Novo merore quando Jesus tumula- 286 Schwarzach 5 tur..., Chevalier , Nr.8005. Hymnen: (2 V ) AH 50 Nr.72, Str. lf, 4f; (16 r ) Chevalier, Nr. 13042; (18 v ) AH 32 Nr. 130, Str. 1 f, Zusatzstrophe, 5, 8f; (33 v ) AH 51 Nr. 123; (37 r ) Chevalier , Nr. 6346. 39 r -49 v MARIENGEBETE. (39 r ) > Oracio de domina nostra<. Memento obsecro dulcissima virgo Maria mater misericordie illius venerande stacionis... , Haimerl, S. 125 Anm. 746. (40 r ) In manus tuas sancta et inmaculata virgo Maria commendo ego indignus peccator.. ., vgl. Darmstadt, LuHB, Cod. 2242, 95 vb (Kat . III, Nr. 1, kürzer). (41 r ) O Maria virgo virginum hoc rogo te per patrem cuius virtus tibi obumbravit... , Freiburg, UB, Cod. 298, 28 v (Kat. 1,3, S. 59). Salve Maria regina glorie jocundare virgo beata omnis plenitudo... (41 v ) >Oracio<. Commendo tibi domina mea sancta Maria extremum diem et horam exitus.. . (42 r ) O sanctissima et clementis- sima dei genitrix virgo Maria adiuva me servum tuum... (42 v ) O mundi domina sancta Maria ad te flecto genua mea utere sollte pietatis officio...; Domine Jhesu Criste fili dei vivi pastorpie con- serva iustos parce peccatoribus... (43 r ) Sancta Maria spes ad te confugiencium per illud gaudium quo beatissima anima... (43 v ) >Alia oracio<. Singularis meriti sola exemplo mater et virgo sancta Maria quam dominus..., PL 101, Paris 1863, Sp. 1400. (44 r ) Domina mea dulcissima suavis et decora sicut Jerusalem pulchra. ..; O domina mea sancta Maria perpetua virgo virginum mater summe benignitatis... , Leroquais , Livres d'heures 1, S. 48; Darmstadt, LuHB, Cod. 521, 254 va (Kat . III, Nr. 6, leicht abweichend). 49 r : Prescriptam oracionem confirmavit sanctus Inno- centius papa quartus. Et dedit omnibus earum dicentibus trecentas dies de vera indulgentia... (49 v ) >Sequens oracio data est sancto Bernhardo ab angelo et quicumque eam devote oraverit illa die non morietur sine penitencia.. .<. Ave ancilla sancte trinitatis, ave sponsa Spiritus sancti... Meersseman 2, S. 172, V. 1, 3-8, lOf, 13, Schlußformel, leicht abweichend. 49 v -73 r BONAVENTURA SANCTUS, DE PASSIONE DOMINICA OFFICIUM. >Incipit cursus de passione Cristi<. Domine Jhesu Criste qui hora matutina pro nobis... (49 v -53 v ) Matu- tin; (53 v -55 v ) Laudes; (55 v -57 v ) Prim; (57 v -60 v ) Terz; (60 v -62 v ) Sext; (63 r -65 v ) Non; (66 r - 69 r ) Vesper; (69 r -73 r ) Komplet. Text: S. R. E. Cardinalis S. Bonaventurae... Opera omnia, hrsg. von A.C. Peltier , 14, Paris 1868, S. 155-161, leicht abweichend. Hymnus: AH 50 Nr. 382. (65 r ) >Oracio de passione domini<. In illa commendacione, piissime domine, qua tu in humanitate pro nobis moriturus... 73 r -96 r PASSIONSGEBETE. (73 r -74 r ) >Horas sequentes edidit sanctissimus pater papa Johannes XXII de passione domini.. .<. Ad matutinam. Patris sapientia veritas divina.. ., AH 30 Nr. 13. Nach dem Matutinteil Gebet O domine Jhesu Criste fili dei vivi qui dixisti nolo mortem peccatoris sed magis ut convertatur.. .; (74 v -77 v ) >Oracio de passione domini<. Domine Jhesu Criste fili dei vivi creator et resuscitator humani generis.. ., Leroquais , Livres d'heures 1, S. 321; Salicetus , XXXVT a -XXXVn r:l , z.T. abweichend; (77 v ) >Sequens oracio ( = 78 r ) est oracio venerabilis Bedeprespiteri de Septem verbis domini nostri... Si quis eam cottidieflexisgenubus (!) et devote dixerit CC dies indulgenciarum obtinebit etc. <. Auxilientur nobis domine Semper Septem verba passionis tue ut nos defendant.. .; (78 r -79 r ) Domine Jhesu Criste qui Septem verba in die 28 7 Schwarzach 5 ultima vite tue in cruce pendente..., Leroquais , Livres d'heures 2, S. 342 Nr.XXXI (leicht abweichend); (79 r ) O anima Cristi sanctifica me, o corpus Christi salva me... , Leroquais , Livres d'heures 2, S. 340 Nr. XXVII; (79 v -80 v ) Iuste iudex Jhesu Criste regum rex et domine qui cum patre regnas..., Chevalier , Nr. 9910; (80 v -81 v ) Deus qui pro redemptione mundi nasci et cir- cumcidi voluisti..., Auxilientur michi domine Jhesu Criste omnes passiones tue et defende me ab omni tribulacione..., Domine deus de deo lumen de lumine qui humanum genus crucis patibu- lo..., Innocentius Papa III., De vita et passione domini nostri Iesu Christi orationes III, in: PL 217, Paris 1855, Sp. 915-918, leicht abweichend; Salicetus , XLVII va -XLVIII ra ; (81 v - 82 v ) O amator dei et hominum benignissime rogo te per illam tristiciam et per vestigia. ..; (82 v ) Domine Jhesu Criste pastor eterne et clemens qui confessionem latronis in cruce...-, (83 r -84 v ) >Ad salutandam crucem in die parasceves oracio trina etc. <. Domine Jhesu Criste deus verus de deo vero qui pro redempcione generis humani...; Deus qui Moysi famulo tuo in via Swalentis heremi ser- pentem eneum...; Domine Jhesu Criste qui nosper crucispassionem hodiema die de dyabolica Servitute..., Wilmart, S. 142f; (85 r -92 r ) S. Brigitta (?), 15 Gebete vom Leiden Christi. O Jhesu Criste eterna dulcedo te amancium iubilus excedens omne gaudium... - [O] Jhesu dulcis wlnera cor meum..., Haimerl, S.92 Anm. 545; Salicetus , LV vb -LVH vb . (92 r -96 r ) >Oracio<. Domine deus omnipotens qui es trinus et unus qui es Semper in omnibus et eras ante omnia... , Ps.-Augustinus, Aurelius, Meditationum lib. I, cap.XL, in: PL 40, Paris 1887, Sp. 938-940, gekürzt. 96 r -97 r MARIENGEBET. >De domina nostra<. O gloriosa regina angelorum misericordissima tu crederis adpreces tuorum devotorum... 97 r — 113 V BUSSPSALMEN MIT LITANEI. >Secuntur 7em penitenciales psalmi cum letania<. (97 v -107 r ) Bußpsalmen. (107 r — 113 V ) >Letania<. Bemerkenswert: Uodalrice, Cuonrade, Gebharde, Galle, Othmare, Fridoline, Othilia. 113 V — 114 r Ps 69 u. 42. 114 V — 122' BUSSGEBETE. (114 V —115 r ) Nichilproficiat inimicus in nobis... (Ps 88, 23), weitere Bußverse der Psalmen. (115 r ) Deshusses , Nr. 851, 842; (115 V ) >Oracio<. Omnipotens sempi- terne deus te humiliter deprecamur ne nos indignos famulos tuos..., PL 101, Paris 1863, Sp. 1402; Deshusses , Nr.2242, in der Hs. jeweils länger; (116 r ) Deshusses , Nr.887, 2340, 2315. (116 V ) Deshusses , Nr. 3130, in der Hs. länger. (117 r ) Exaudi quesumus domine pro omni gradu ecclesie supplicum preces et devoto tibi.. .; Deshusses , Nr. 2323; Beatissime virginis Marie istorum et omnium electorum tuorum intervenientibus meritis... (117 v ) Deus qui es sanctorum tuorum splendor mirabilis atque lapsorum sublevator..., Freiburg, UB, Cod. 24, 223 v ( Kat. 1,1, S. 26); (11 8 r ) > Oracio <. Deshusses , Nr. 1440 (var.), 178, 349; (118 V ) >Propeccatis antipho- na etc.<. Hesbert , Nr. 3861 mit Versikeln Propicius esto peccatis... und Domine non secundum peccata nostra... (s. 132 r ); > Oracio pro peccatis <. Deshusses , Nr. 1346; >Alia<. Deshusses, Nr.2485; (118 v —120 r ) >Oracio<. Miserere nobis domine miserere nobis miseris misericors trini- tas. ..; (120'-121 v ) > Omnibus sanctis<. Succurrite michi queso omnes sancti dei adquorum ego mi- serrimus patrocinia confugio...; (12l v ) >Sequens oratio devote dicta post quamlibet oracionem ca- 288 Schwarzach 5 nonicam delet misericorditer in domino quid quidem in cogitacionibus... commissum est etc.<. Sande et individue trinitati Jhesu Cristi humanitati Marie virgini... 122 r_v ELEYATIONSGEBETE. >Sequentes versus diequando levatur corpus Cristi etc.<. Prespi- teri manibus tunc hostia quando levatur hostia facta deus integer est..Cristi coipus ave de saneta virgine natum viva caro deitas integer...; >Ad calicem<. Quando levat calicem manibus cor surrige iunetis..Cristi sangwis ave celi sanetissime potus unda salutaris... 122 v MARIANISCHES REIMGEBET. Da michi dona tria sanetissima virgo Maria/ Da spa- tium vitae da divicias sine lite... (7 Verse). 123 r -133 r ACCESSUS ALTARIS. (123 r ) >Incipit accessus altaris<... >Ymnus<. AH 50 Nr. 144 (mit Zusatzstrophe auf S. 194 nach Str. 5). (123 v — 129 r ) Ps 83-86, 115, 129, 118 Thau; (129 r ) >Antiphona<. Chevalier , Nr.21252; (129 v -130 v ) >Preces<. Ego dixi domine miserere mei etc... (130 v ) >Oracio<. Deshusses , Nr.2104. (1 31 r ) Deshusses , Nr. 814; Omnipotens sempiteme deus quihoradiei terciaper spiritum sanetumparaclitum...; Deshusses , Nr.2325; (13 l v ) Deshusses, Nr.2320, 525; Deus qui corda fidelium saneti Spiritus illustracione doeuisti..., Aschaffenburg, Hofbibliothek, Cod. 8, 52 v ( Kat ., S.25, Reg.); (132 r ) Deshusses , Nr. 198, 2330; >Antiphona pro peccatis etc. <, wie 118 V ; Omnipotens et misericors deus tue gracie pietatem supplici devo- cione.. .; (133 r ) Deus qui beatissimam virginem Mariam in conceptu etpartu virginitate... , Sali- cetus , LXX va . 133 r —149 v ORATTONES ANTE MISSAM. (133 r ) >Secuntur oraciones ante missam etc.<. > Ora- cio<. Domine Jhesu Christe fili dei vivi te supplex queso ut in hac die et in tempore..., ähnlich: Leroquais , Livres d'heures 1, S. 355; (133 v -134 v ) Domine Jhesu Criste qui patre disponente spi- ritu saneto cooperante..., Anseimus Cantuariensis, Oratio XXXIV, PL 158, Paris 1853, Sp. 927; (134 v ) >Oracio<. Panis angelorum vivus et verus lux vera et mundi vita illumina...; (135 r ) Omnipotens sempiteme deus humiliter te deprecor ut me indignum famulum tuum..., Nürnberg, GNM, Cod. 22935, 27 r ( Kat . II, 2, S. 14); (135 v ) Deus Jons tocius bonitatis et origo pietatis qui peccatorem non statim..., ebd., 26 v (prämonstratensisch); Salva me domine rex eteme glorie qui potes salvare me..., PL 101, Paris 1863, Sp.1398 (in der Hs. kürzer); (136 v ) Ignosce michi queso domine qui dum te rogare compellor dum per inmunda labia..., ebd., Sp. 1408; Salicetus , XCVI vb -XCVII ra ; (1 37 r ) Deus qui non mortem sedpenitenciam desideras peccatorum me miserum et fragilem peccatorem... , Salicetus , XCVT vb ; Haimerl , S. 20; (137 v ) Deus misericordie et veritatis clemenciam tuam cum omni supplicacione... , Salicetus , XCVII ra ; (138 r ) Domine Jhesu Christe redemptor mundi propicius esto michi peccatori in omnibus peccatis..., Darmstadt, LuHB, Cod. 2274, 92 v ( Kat . III, Nr. 3); (138 v -139 v ) Omnipotens et misericors deus ecce accedo ad sacramentum corporis et sangwinis..., Haimerl , S. 126 Anm. 771; (139 v -145 r ) >Oracio ante missam<. Summe sacerdos et vere pontifex Jesu Criste fili dei vivi qui te obtulisti..., , Oratio s. Ambrosii'. Wilmart , S. 114-124, I-V, IX-XI; (145 v ) Deus qui de indig- nis dignos et de peccatoribus iustos et de inmundis mundos..., Salicetus , XCVII rb (kürzer); Haimerl , S. 20; (146 r ) Sancte Spiritus qui uterum intemerate virginis Marie virtute tua profudi- 289 Schwarzach 5 sti... , UB Freiburg, Cod. 301, 246 v (Kat . I, 3, S. 69, Reg.); (1 46 v ) > Versiculus<. Notum fac mi- chi domine finem meum..>Oracio<. Domine Jhesu Christefili dei vivi da michi spiritum amoris tui..., beideTexte Stuttgart, WLB, Cod. brev. 8, 213 V (Kat. 1,3, S. 15); (147 r —149 v ) Jhesu no- stra redempcio amor et desiderium deus de deo..., Ps.-Augustinus, Aurelius, Meditationum lib. I, cap.XXXV, in: PL 40, Paris 1887, Sp. 928-930, gekürzt. (149 v ) Reimgebet. Si ad altare digne cupis celebrare/ In domini mensa quid tractes sedule pensa... (4 Verse). 1 49 v — 155 r ORATIONES POST MISSAM. (149 v ) >Secuntur oraciones post missam<. Antiphonen Hesbert , Nr. 5191, 2812 etc.; ( 150 r ) Deshusses , Nr. 199, 622; (150 v ) Domine sanctepater omnipotens eteme deus qui me indignum peccatorem saciare dignatus es...; (151 r ) Ineffabilem mi- sericordiam tuam oro deus ut hoc sacramentum corporis tui..., Salicetus , XXXV vb -XXXVI ra , leicht abweichend; (151 v ) O serenissima et inclita mater domini nostri Jhesu Cristi sancta Maria regina celi et terre...; Leroquais , Livres d'heures 2, S.244; Salicetus , XCVIP a ; O intemerata virgo dei genitrix Maria que portasti regem angelorum et hominum.. .; (152 r ~ v ) Gracias tibi ago omnipotens deus qui me indignum famulum tuum ad tabernaculum vocare dignatus es...; (152 V — 153 v ) Te igitur deus et pater clementissime qui hoc sacramentum in memoria passionis... , Nürnberg, GNM, Cod. 22935, 147 v u. 148 r (Kat. 11,2, S. 15). (153 v —154 v ) >Sequentem oracionem composuit Innocencius papa et concessit omni dicenti milia dierum indulgenciam quando levatur corpus Cristi etc. <. Ave verum corpus natum de Maria virgine vere passum ymolatum..., Ave Jhesu Criste verbum patris filius virginis agnus dei..., Chevalier , Nr. 2175; Walther , Carm., Nr. 1996; (154 v ) Salve sacramentum corporis et sa[n]gwinis domini nostri Jhesu Cristi per quod salvantur.. .; (155') Hoc corpus et sa\n\gwis domini nostri Jhesu Cristi quod hodie hoc confici- tur... 155 r — 186 v OFFICIUM DEFUNCTORUM. (155 r -175 r ) >Secuntur vigilie mortuorum-.. Re- sponsorien: Ottosen , Nr.79, 10, 44, 47, 76, 18, 1, 83, 38; Responsorienreihe ebd. nicht belegt. (169 v ) lat. Worterläuterungen zur Hiob-Perikope am oberen Rand. (175 r -178 r ) Gebete des Totengedenkens. (175 r ) >Oracio<. Deshusses , Nr. 1444; >Pro fratribus et sororibus<. Deshusses , Nr. 2862 (var.; Maria als Patronin); (175 v ) >Pro parentibus<. Bruylants 2, Nr. 407; >Pro primo, septimo vel tricesimo<. Bruylants 2, Nr. 931; (176 r ) >In deposicione<. Adesto quesu- mus domine anime famuli tui...-, >Pro viris<. Deshusses , Nr. 1415; (176 v ) >Pro viro<. Deshusses , Nr. 1015. >Alia oracio<. Deshusses , Nr. 3015; >Pro sacerdote<. Da nobis quesumus domine ut animam famuli tui. .(177 r ) >Pro sacerdotibus<. Beate Marie Semper virginis intercessione...; >Pro femina<. Deshusses , Nr.4057; (177 v ) Deshusses , Nr. 1416; >Pro feminis<. Deshusses, Nr.2904; >Generalis<. Miserere domine misereris (!) animabus que singulares...; (178 v —182 r ) >Sequitur vespera mortuorum<; (182 r ) >Oracio<. Deshusses , Nr. 2900; >Pro commendatis<. Var. zu Deshusses , Nr.2863; (182 v ) >Generalis<. Deshusses , Nr. 1437; (183 r —186 v ) >Vigilie mortuorum leccio<. Mit Responsorien: Ottosen , Nr. 14, 72, 24, 32, 57, 28, 68, 40, 58; Responsorienreihe ebd. nicht belegt. 290 Schwarzach 5 186 v -230 v ORATIONEN UND SUFFRAGIEN, de sanctis. (186 v — 189 v ) >Secuntur notabiles orationes de sancto Sebastiancx. AH 33 Nr. 192, versweise abgesetzt; (188 r ) >Oracio<. Deus qui beatum Sebastianum gloriosum martirem tuum in tua fide et dilectione.. (188 v ) >Oracio sub- scripta cottidie dicta cum tribus pater noster in honore sancte Sebastiane [!] valet contra pestem<. Sancte deus sancte fortis sancte inmortalis salvator mundi miserere nobis; >Oracio<. O sancte Sebastiane miles beatissime pro quo tota Lumbardya tuis meritis...-, (189 r ) >Antiphona<. Hesbert, Nr. 7510 mit Versikel Orapro nobis sancte Sebastiane..>Oracio<. Omnipotens sempiterne deus qui gloriosi martiris tui Sebastiani meritis quondam generalem pestem.. (189 v ) >De S. Cristofe- ro<. Sancte Cristofere martir dei preciose rogo te per nomen Cristi creatoris tui...-, (190 r ) >De S. Erasmo oracio<. Sancte Erasme martir dei preciose qui in die resurreccionis domini per martiri- um...; (190 v — 192 r ) >De S.Johanne Ewangelista<. Sancte Johannes apostole et ewangelista qui in cena sacratissima suprapectus salvatoris recubuisti.. (192 r -230 v ) Suffragien mit Responsorium, Versikel und Oratio. (192 r ) >De S. Spiritu<, (192 v ) >De Trinitate<..., (208 v ) >De S. Vodalri- co<..., (210 V ) >De Sancto Gallon..., (211 r ) >De S. Fridolino abbate antiphona<..., (212 r ) >De S. Cuonrado antiphona<..., (214 r ) >De Sancta Othilia antiphona<..., (219 V ) >De S. Katherina antiphona<..., (220 r ) >De omnibus sanctis antiphona<, (220 v ) >Pro animabus defunctis<. (221 r ) >Secuntur Suffiagia tempore pascali et primo de resurreccione<..., (223 v ) >De S. spiritu<..., >Suf- Jragia communia privatis diebus ad vesperas et matutinas sunt ista<, >De cruce<... - (230 r ) >Pro adversitatibus<... 230 v -235 r GEBETE. (230 v ) >Secuntur oraciones adprimam cottidie dicende<. In hac hora prima huius diei tua nos quesumus domine reple.. .; Deshusses , Nr. 1498; Domine sancte pater omnipotens eterne deus qui nos miseros peccatores adprincipium huius diei...-, Deshusses , Nr. 198, 1494 (var.), 1138; Hesbert , Nr.2812, 4371, 4332; (232 r -233 r ) >Oracio<. Sancta Maria dignis- sima castissima et gloriosissima regina virgo mater domini.. .; (233 1 ) O domine respice in servos tuos et in opera tua et dirige filios.. .; (233 r -234 r ) >Oracio<. Dirigere custodire regere sanctifficare gubernare dignarepacifficare domine...-, (234 r ) >Alia oracio<. Deshusses , Nr.939; (234 v ) >Alia oracio<. Illumina quesumus domine tenebras nostras et tocius huius noctis...-, >Alia<. Vigila super nos rex eterne salvator ne nos apprehendat ille calidissimus temptator... 235 r -240 v BENEDIKTIONEN. (235 r ) >Sequitur Benediccio agni pascalis in diepasce etc. <. Post celebratam, domine, sanctipasche sollemnitatempost eciam transactas ieiuniorum dies..., Franz, Benediktionen 1, S. 584; (236 r ) > Benediccio aliarum camium<. Deus universe carnis conditor que Noe et filiis eius de mundis... , Franz , Benediktionen 1, S. 585; (236 v ) >Benediccio Casei<. Dignare domine deus omnipotens benedicere et sanctificare hanc creaturam casei... , Franz , Benediktionen 1, S. 592; (237 r ) > Benediccio ovorum<. Subveniat quesumus domine tue benedictionis gra- cia huic ovorum creature..., Franz , Benediktionen 1, S. 592; >Benediccio lardi<. Deus qui per resurrectionem filii tui pascalia nobis gaudia contulisti..., Franz , Benediktionen 1, S. 589 Nr. 14; (237 v ) > Benediccio inpisali<. Omnipotens sempiterne deus cuius sapientia hominem docuit ut hec domus..., Franz , Benediktionen 1, S. 640 Nr. 16; >Benediccio in cellario<. Omnipotens sempiterne deus qui ubique presens es maiestatem tuam suppliciter..., (238 r ) >Benedictio vini in 291 Schwarzach 5 die sancti Johannis Ewangeliste etc. <. Adiutorium nostmm in nomine domini qui fecit celum et terram..., Dens et pater domini nostri Jhesu Cristi cuius verbo celi firmati sunt... , Franz , Benediktionen 1, S. 305 f Z. 1-9, Rest abweichend; (23 8 V ) Domine Jhesu Criste pater omnipotens qui ex quinque panibus et duobus piscibus..., Franz , Benediktionen 1, S. 284 f Nr. 1; (239 v -240 v ) >Inicium sancti Ewangelii secundum Johannem<. Io 1,1-14. 240 v -243 v ABLASSGEBETE. (240 v ) >Anno domini 1459 in die Katherine beatissimus... Pius papa secundus anno secundo omnibus has oraciones pro animarum salute devote dicentibus tociens quociens contulit dies centum indulgenciarum de iniunctis penitenciis<. Miserere mi domine ani- mabus que singulares aput te non habent intercessores...; Salvete omnesfideles anime quarum Corpora hic et ubique requiescunt...; Valete omnes fideles anime que iacetis in gremio terre..Respi- ce quesumus omnipotens deus super animas famulorum famularumque... , Haimerl , S. 127 Anm.786. (242 r -243 v ) Oratio s. Gregorii de passione. >Quicumque cum devocione et contri- cione cordis dixerit quinque pater noster cum subscriptis Septem orationibus... obtinebit a sancto Gregorio quatuordecim milia annorum indulgentias quas Nicolaus, Calixtus et successores eorum confirmaverunt.. .<. O Domine Jhesu Criste adoro te in cruce pendentem coronam spineam in ca- pite portantem ..., O Domine Jhesu Criste adoro te in cruce vulneratum... , O Domine Jhesu Criste adoro te in sepulchro positum.. ., O Domine Jhesu Criste pastor bone iustos..., O Domine Jhesu Criste adoro te propter illam amaritudinem... , O Domine Jhesu Criste adoro te descenden- tem..., O Domine Jhesu Criste adoro te resurgentem..., Pater noster...; Leroquais , Livres d'heures 2, S. 346 (Textabdruck, leicht abweichend); s. auch Cod. Wonnenthal 14, 4 V . 242 v Reste eines ehemals aufgeklebten kolorierten Holzschnittes, ca. 7,5 x 5 cm. 244 r -245 v ST. BERNHARDS ACHT VERSE. >Octos (!) versus sciam. Nam cottidie dicam to- tum psalterium et sie istos octo versus dicam...<. Ps 12,4f (Teil), 30,6, 38,5, 115,16f (Teil), 141, 5 f (Teil), 85,17, jeweils mit Gloria. (244 v ) >Versiculus<. Suscipe me Domine secundum elo- quium tuum.. .; Hesbert , Nr. 8011; > Oracio<. Omnipotens sempiterne deus qui Ezechie regi cum lacrimis deprecanti... , Leroquais , Livres d'heures 2, S. 438; Salicetus , LIII va . Vgl. Haimerl, passim. 245 v NACHTRAG. Hymnus und Oration zu St. Liborius gegen Steinschmerzen. Text: C. Mertens , Der heilige Liborius. Sein Leben, seine Verehrung und seine Reliquien, Paderborn 1873, S. 331. S. BLB, Cod. St. Peter perg. 101, 112 r ( Kat . X, 2, S. 196). - 246 r -248 v leer. 292 Schwarzach 6 Schwarz ach 6 Augustinus Triumphus (?), Expositio super Cantica Canticorum • Commentarium in Evangelium Iohannis Pergament • I + 191 Bl. • 15,2x10,8 • Nordfrankreich • um 1300 Lagen: 1, 4 VI 48 , (V1I-2) 60 , 2 VI 84 , (Vl-1) 96 , 5 VI 156 , (VI-8) 168 , VI 180 , (VH-2)' 92 , (IV-1) 199 , 1, Zählung einschließlich der Blattverluste (mit Textverlust) nach Bl. 89 (1 BL), nach Bl. 158 (8 Bl.) und nach Bl. 199 (mindestens ein Blatt). Reklamanten und Kustoden. Auf 84 v , 96 v , 108 v , 132 v jeweils am Lagenende zusätzlich zu den Reklamanten Pecienvermerke ähnlich dem Usus in einem ,Exemplar' (pecia. Vlla, pecia. Villa., .VHIIa. pecia; Ia. pe.). Mangels weiterer Exemplar-Kennzeichen wird Pecia hier aber wohl nur für ,Lage' stehen (s. K.Christ , Petia. Ein Kapitel mittelalterlicher Buchgeschichte, in: Zentralblatt für Bibliothekswesen 55 (1938), S.26; J. Miethke , Die mittelalterlichen Universitäten und das gesprochene Wort, in: Historische Zeitschrift 251 (1990), S. 4f und Anm. 13). Foliierung des 14. Jh's I-LXXXIX, XCI-CLVIII, CLXVII-CXCVIIII (Registerhand). Schriftraum 10,5 x 7 cm, 39-42 Zeilen. Nordfranzösische Perlschrift von einer Hand um 1300, außer Bl. 118 V — 120 r (zeitgleich). Gleichzeitige Randglossen und Abschnittsbuchstaben, zum Teil abgeschnitten. 199 v Notula des 14. Jh's (Register). Rubriziert sind Bl. l r , 118 V —120 r (einfaches Fleuronnee). Heller Lederband mit Streicheisenlinien, ehemals zwei Schließen. Auf dem Rücken verblaßtes Schwarzacher Signaturenschild A... des 18. Jh's (s. S. 113). Auf dem Vorderspiegel aufgeklebter Zettel mit bibliothekarischer Notiz Liber Bernhardi super Cantica canticorum. Osculetur me etc. (15. Jh.). I r , 16. Jh.: Scribens iste super Cantica canticorum est sanctus Gregorius ut testatur Brulefer (= Stephanus Brulefer, Reportata clarissima in quattuor sancti Bonaventure doctoris seraphici sententiarum libros..., Basel 1501, cVHF a , Z.38-41; H.Hurter , Nomenciator lite- rarius theologiae catholicae theologos exhibens..., 2, 3.Aufl., Innsbruck 1906, Sp.992f) superprimum sententiarum fo. 20. 3. columna allegans quod habetur in presente libello folio . 93. in principio (93 r , Z. 2 quo abiit... , nicht wörtlich übereinstimmend). Die gleiche Hand hat im Vorderdeckel Bernhardi durch Gre- gorii ersetzt. Darunter, wenig später: Sed quid dicendum quum sepissime hic allegetur Bernardus, quem multis post Gregorium annis venisse constat? Lose liegt ein Pergamentfragment eines lateinischen Rechnungsbuches mit deutschen Namen bei (14./15.Jh., ehemals Teil des Hinterspiegels), u.a.: Heinricus Bäsch, Ciauwes Richwin, Liitolt, Elisabet Daudica. Herkunft: Die Schrift weist nach Nordfrankreich als Entstehungsgebiet. Im 15./16. Jh. wurde der Codex in Deutschland gebunden (Fragment des Rechnungsbuches). I 1 Schwarzacher Provenienzvermerk: Monasterii Rheno-Suarzae 1772. Literatur: Ettlinger, S. 59, 100; Stegmüller , RB 8, Nr. 1511, 1512,3; Zumkeller, S. 570 Nr. 126. l r -118 v AUGUSTINUS TRIUMPHUS (?), EXPOSITIO SUPER CANTICA CANTICORUM. Osculetur me osculo oris sui. Salomon virpacificus, dono sapientie illustratus, spiritu divi- no hic prophetat dominice incamationis misterium... et ideo hic assimilatur capree super montes aromatum. Hoc supra c. II. est expositum diligencius. Expliciunt cantica canticorum. Stegmüller , RB 2 u. 8, Nr. 1511; Zumkeller , S. 570 Nr. 126; P.B. Ministeri , De Augustini de Anco- 293 Schwarzach 6 • Schwarzach 7 na, O.E. S.A (f 1328) vita et operibus, in: Analecta Augustiniana 22 (1952), S.207 Nr.37 (opus dubium). 118 V — 120 r Ct. - 120 v leer. 121 r -199 r AUGUSTINUS TRIUMPHUS(P), COMMENTARIUM IN EVANGELIUM IOHANNIS. Omne preciosum vid.it oculus eins... (lob 28,10-11). Nota. Estprofunditas divine cognicionis. Profunditas non fluviorum est... Quattuor ponit proposiciones: In principio etc... (199 r ) Qui autem querit gloriam illius qui misit illum, hic verax est. Weitere Incipits bei Stegmüller (RB 8, Nr. 1512,3), der den Kommentar mit Vorbehalten ebenfalls Augustinus Trium- phus zuschreibt. Die Existenz eines solchen Kommentares dieses Verfassers wird durch Johannes Trithemius überliefert ( Ministeri (s . oben), S. 206 Nr. 35). 199 v Alphabetischer Index, A-S, Schluß fehlt. Schwarzach 7 Psalterium Pergament • IV + 183 Bl. • 13x9 • Niederrhein und Straßburg • 13. Jh. 2 -15. Jh. Lagen: 1, (II-l)™, I 2 , (VIII-1) 17 , 7 IV 73 , (IV+1) 82 , 9 IV 154 , V 164 , III 170 , (IV-1) 177 , (II -l) 180 , (II -2) 182 , 1. 2 Foliierungen um 1400: I-LXIX (schwarz, 19 r —88 r ), I-XXXV (rot, 10 r -44 r ), zum Teil abgeschnitten. Grundstock (Psalter, 18 r -164 v ) Textura von mehreren Händen, 13. Jh. 2 . Schriftraum 9,5 x 6/5,7 cm, 18-20 Zeilen. Übliche Rubrizierung (rot/blau), rote und blaue Initialen mit einfachem Fleuronnee zu Beginn der einzelnen Psalmen, vergoldete Spiralrankeninitialen auf quadratischem, blau-rotem Grund (34 r , 49 v , 62 v , 63 v , 75 v , 91 r , 107 v , 110 r , 125 r ), niederrheinisch (vgl. Kat. Stuttgart Illum. III, 1, Nr. 40). 90 r_v (mittelfränkischer Augensegen) Textura, Anf. 14. Jh. - Ergänzung des Psalters (4 r -17 v , 165 r —170 v ) von jeweils einer Hand (wohl Straßburg), Textura um 1400. Schriftraum 9,5 x 6,2 bzw. 9x6 cm, 18 bzw. 20 Zeilen. Übliche Rubrizierung, 10 r Initiale mit Palmettenornament. - 171 r — 179 V Nachtrag, Textura von einer Hand des 15. Jh's. Schriftraum 10,5 x 6 cm, 21 Zeilen. Übliche Rubrizierung (rot/blau). Darin (178 r -179 r ) Responsorien mit Quadratnotation im Vierliniensystem. - Weitere Nachträge bzw. Fragmente: 2 r Textura des 13. Jh's, Schriftraum 8,2 x 6 cm, 20 Zeilen. l r_v , 3 r ~ v , 180 r_v Ba- starda von verschiedenen Händen des 15. Jh's, l r Blattzahl 81. Brauner Renaissance-Lederband mit Streicheisenlinien und Rollenstempeln, ehemals zwei Schließen. Auf dem Rücken Schwarzacher Signaturenschild D (Rest abgerieben). Um 1970 Falzverstärkungen abgelöst (s. Fragment). Herkunft: Der Augensegen auf 90 r " v zeigt mittelfränkische Mundart; die Spiralrankeninitialen des Psal- teriums weisen in das gleiche Gebiet. Der Schrift nach entstand der Codex in der zweiten Hälfte des 13. Jh's. Um 1400 wurde der Psalter u. a. mit dem Kartäuserkalendar auf 4 r -9 v ergänzt. Gemäß dem Kalen- dar wird die Visitatio B. M. V. schon cum candelis begangen (2.7., 7 r ), das Fest der hl. Anna aber noch ohne die 3 Lektionen (26.7., 7 r ). Somit wurde die Ergänzung zwischen 1390 und 1405 hergestellt ( Lero- quais , Breviaires 1, S. CIII). Ebenfalls auf Kartäuser weisen die Responsorien des Totenoffiziums auf 294 Schwarzach 7 178 r -179 r hin (15. Jh.). Besitzvermerke Sum Carthus. B.M. prope Argent. A" [1 ]600 ( 1 O r ), domus beate Marieprope Argent. (180 v ). Die Straßburger Kartause wurde 1591 auf Befehl des Rats der Stadt abgerissen (A. Passmann , Die Kartause zu Straßburg. VI: Der Kampf um die Kartause, in: AEA 32 (1967/68), S. 126f). Der Neugründung in Molsheim (ebd., S. 130) mußte im April 1600 der Straßburger Rat u.a. auch die alte Bibliothek überliefern (ebd., S. 135; A. Passmann , Die Kartause zu Straßburg. V: Kunst und Wissenschaft in der Kartause, in: AEA 30 (1964), S. 150 f), worauf sich der Eintrag auf 10 r beziehen läßt. Im (nicht vollständigen) Katalog der Straßburger Kartäuserbibliothek von 1591 (ebd., S. 150; C. Schmidt , Zur Geschichte der ältesten Bibliotheken und der ersten Buchdrucker zu Straßburg, Straßburg 1882, S. 51-67) dürfte die Handschrift erfaßt sein; sie läßt sich aber keinem der dort genannten Psalterien sicher zuordnen (infrage kämen Nr. 118, 123 oder 127). IIP Schwarzacher Signatur N.95 (18. Jh., s. S. 113 f). Im Vorwort des nach der Säkularisation erstellten Schwarzacher Katalogs ist von mehreren Psalterien die Rede (BLB, K 2986,16, 5 r ). Literatur: Ehrensberger, S .6 Nr.24; Längin , Nr.67; Ettlinger, S .59, 100; Franz , Benediktionen 2, S. 492 Anm. 3; Kat. Stuttgart I llum . III, 1, Nr. 40. PSALTERIUM 1 r -3 v VARIA. ( 1 r ~ v ) Mariengrüße. Ave Maria gratia plena... O fidelissima tutrix fidelium Maria hoc tibi dixi Ave... O fons inhauribilis domine clemencie Maria hoc tibi dixi Ave... O me- diatrix dei et hominum Maria hoc tibi dixi Ave... Ave Maria ancilla sancte trinitatis sponsa Spiritus sancti... (2 r ~ v ) Fragment. Praeparatio ad missam, Anfang fehlt. Recessus altaris. >Gracia- rum accio post missam <. Gracias ago tibi domine Jesu Christe qui me miserum peccatorem hodie misericorditer dignatus es... (Stuttgart, WLB, Cod. HB I 177, 36 r ; K at . II, 1,2, S. 52, Reg.). (3 r ~ v ) Kaiendarfragment Januar (von gleicher Hand wie das eigentliche Kalendar), Federproben. Pro defunctis, D eshusses , Nr. 1010, 3015 (pro famulo). (3 V ) Mariengrüße. Ave domina sancta Maria mater dei regina celi porta paradisi... >Hanc orationem angelus Michael.. .tradi- dit... <. Ave Maria graciaplena dominus tecum tua gracia sit mecum... 4 r -9 v KALENDARIUM, Kartäuser. Bemerkenswert: Arbogasti episcopi et confessoris (21.7.), Florencii episcopi et confessoris (7.11.), Colunbani abbatis (21.11.). 10 r -170 v PSALTERIUM NON FERIATUM, Cursus gallicanus. Im 15. Jh. durch Hinzufügung von Invitatorien und Antiphonen (Anfänge) zum Psalterium feriatum ergänzt. (10 r - 155 r ) Ps 1-150. Wechsel Nachtrag/Grundstock (17 v /18 r ) in Ps 9, 35 et dolorem consi/deras ut. (155 r —163 v ) Laudes-Cantica; (163 v — 166 v ) Benedictus, Magnificat, Nunc dimittis, Quicum- que. Wechsel Grundstock/Nachtrag (164 v /165 r ) Qualispater/ talisßlius. (166 v — 168 v ) Litanei; (168 v —169 r ) Gebete, D eshusses , Nr. 851, 2412. (169 r —170 v ) >Oracio devota vere penitentis de gloriosa virgine Maria<. Ad sanctitatis tuepedes dulcissima virgo Maria cordeprostratus et corpore supplex oro...; L eroquais , Livres d'heures 2, S. 228. >Oremus<. Fragilitatis nostre defectus sup- pleant quaesumus domine Jesu Christe... 90 r_v MITTELFRÄNKISCHER AUGENSEGEN. geweidigen (?) scheppere hiemelis inde der erden... geoffenbaret werde in sineme herzin. Inde din name ewelige amen, hie taste an die erde 295 Schwarzach 7 • Schwarzach 8 bit dinir specholter. Inde bestrig die ougen inde sprig. Lutum fecit (die letzten beiden Wörter radiert, der Text auf 90 r gestrichen). Franz , Benediktionen 2, S. 492 Anm. 3 (unzutreffenderweise als ältester deutscher Augensegen bezeichnet; vgl. H.-H. Steinhoff , ,Münchner Augensegen', in: 2 VL, 6, Sp. 752 f). Wörtliche Ubersetzung lateinischer Vorlagen (vgl. Franz, Benediktionen 2, S. 494 Nr.IV, S. 495 Nr.VI, S. 497 Nr.VIII). Dem Lautstand nach stammt die Vorlage der überlieferten Fassung aus dem 11./12. Jh. 17 l r ABLASSGEBET. >Nota, quicumque dixerit dominicam oracionem cum angelica salutacione pro anima regine quondam Anglie. Avete omnes fideles anime det vobis requiem ille qui est vera requies... De hac oratione sunt XL dies indulgenciarum. Text: Salicetus , CXX ra . — 171 v leer. 172 r -179 v OFFICIUM DEFUNCTORUM, Kartäuser, Auszüge. U.a. Ps 113, 117, 131, 138, 85, 115. (178 r -179 r ) Responsorien mit Notation; H.Becker , Die Responsorien des Kartäuserbreviers. Untersuchungen zu Urform und Herkunft des Antiphonars der Kartause, Bamberg 1971, Nr.95, 327b, 330. Orationen, u.a. >Ad anniversarium<. 180 r_v Nachtrag. Lectio brevis der 1. Nokturn für 2a feria bis sabbato. Consurge. lauda in nocte... - 181 r_v leer. FRAGMENT 2 Teile eines senkrecht zerschnittenen Blattes einer kleinen Handschrift, als Falzverstärkung vor und nach dem Buchblock eingeheftet. Schrifthöhe 9,4 cm, 20 Zeilen. Karolingische Minuskel des 11. Jh's von einer Hand. Übliche Rubrizierung. VOLL-LEKTIONAR. Teile von Feria VI post Dominicam III in Quadragesima, Lectio sec. Iohannem, und Sabbato, Lectio Danielis prophetae. Schwarzach 8 Psalterium Pergament • 2 + 222 + 2 Bl. ■ 11,4x8 • Benediktiner/Oberrhein • um 1260/70 Lagen: 2 (Pap.), 6 VI 72 , VII 86 , 11 VI 218 , II 222 , 2 (Pap.). Textverlust nach Bl. 222. Schriftraum 7,5 x 5,4 cm, 14 Zeilen. Textura von mehreren Händen. Am Rand des Psalters Nachträge von Invitatorien und Antiphonen, zum Teil mit Hufnagelnotation; Bastarda und gotische Minuskel des 15. Jh's von mehreren Händen. Bl.I-IV (vor- und nachgestoßene Papierblätter) Gebetsmeinungen des 17./18. Jh's. Übliche Rubrizierung (blau/rot), blau-rote Initialen mit Fleuronnee. Qualitätvolle, meist figurierte Prachtinitialen auf Goldgrund in rechteckigem Rahmen (l r , 34 v , 57 r , 77 r , 78 r , 98 v , 124 v , 147 v , 151 r , 172 v , s. Abb. 18). Der Codex läßt sich stilistisch einer Gruppe zeitgleicher südwestdeutscher Psalterien zuordnen 296 Schwarzach B • Schwarzach 9 (Kat. Stuttgart Illum . III, 1, Nr. 20). Schwarzer, schmuckloser Lederband mit einer Schließe. Grünes textiles Lesezeichen. Herkunft: Die Entstehung der Hs. wird auf kunsthistorischer Basis im Oberrheingebiet lokalisiert und in die Zeit um 1260/70 datiert ( Beer , Initial und Miniatur, Nr. 34). Die Initialen auf 77 r und 78 r zeigen einen Benediktiner, was auf Herstellung der Handschrift in einem Benediktinerkloster deuten könnte (Beer ). Auf Bl.IIF (17./18. Jh.) wird Maria als Patronin angerufen (s. unten). Dies könnte ein Indiz dafür sein, daß sich die Handschrift zu dieser Zeit schon in Schwarzach befand. Im Vorwort des nach der Säkularisation erstellten Schwarzacher Katalogs ist von mehreren Psalterien die Rede (BLB, K 2986, 16, 5 r ). Literatur: Ehrensberger , S. 5 Nr. 22; Ettlinger , S. 59, 100; Beer , Initial und Miniatur, Nr. 34; E .J. Beer , Gotische Buchmalerei. Literatur von 1945 bis 1961. Fortsetzung und Abschluß, in: Zeitschrift für Kunstgeschichte 28 (1965), S. 135, 139; Mittelalterliche Andachtsbücher. Psalterien, Stundenbücher, Gebetbücher. Zeugnisse europäischer Frömmigkeit..., Katalog hrsg. von H .-P. Geh/G.Römer , bearb. von F. Heinzer/G. Stamm , Karlsruhe 1992, Nr. 13. l r -222 v Psalterium non feriatum, Cursus gallicanus. Im 15. Jh. wurde der Grundstock zum Psalterium feriatum erweitert (s. oben). 222 v Beginn des ersten Laudes-Canticum, danach Textverlust. 194 v Notiz zu den Gradualpsalmen (17./18. Jh.): die 15 Staffelpsalmen fangen an: 119 enden mitt dem 133 Psalmen. F-IV* Nachtrag. Gebetsanweisung für die Psalmen, deutsch. (I r ) >Hier folgt wie man die 10 psalter in das h. leyden Christi ordnen soll... <. Den ersten psalter opffere auff in die bliitt vergießung Christi in der beschneidung., (III r "~ v ) Deshusses , Nr. 2862 (Maria als Patronin), 1429, 1437; (IV 1 ') Gebet. O gott der du die gaben deiner lieben durch die gnad... Schwarz ach 9 Diurnale Bursfeldense Pergament • 281 Bl. • 10,7 x 8 • Hirsau • 1472-1475 Lagen: V 10 , (IV [mit Bl. 10 a]) 17 , (VI-1) 28 , 11 V 138 , (V-l) 147 , IV 155 , 11 V 265 , (V-l) 274 , (IV-1) 281 . Nach B1.28, vor Bl. 139 und nach B1.265 fehlt jeweils ein Blatt, kein Textverlust. Von Bl. 10 a ist nur ein 2 cm breiter Längsstreifen erhalten. Blattsignaturen, zum Teil abgeschnitten. Grundstock (l v -273 v , außer Bl. 10 r und 274') Schriftraum 8 x 5,8 cm, 23-27 Zeilen. Textura von der Hand des Johannes Unger (s. unten). Übliche Rubrizierung (rot/blau), rot-blaue Initialen mit einfachem Fleuronnee. Einzelne größere Initialen in Blau mit weißem Rankenwerk (z. B. 226 v ). 100 r blaue Initiale auf rotem Grund mit rotgrün-gelbem Rollwerk und Blütenranken, 104 v blaue Initiale auf rotem Rollwerkgrund mit Blütenranken. Am unteren Rand von Bl. 10a r sind florale Ausläufer der ausgeschnittenen B-Initiale erhalten. 10 r , 274 r , 275 r —281 v Nachträge des 16. Jh's von verschiedenen Händen. Brauner Lederband mit stark abge- 297 Schwarzach 9 riebenen, vergoldeten Einzel- und Rollenstempeln, 1928 Bezug neu unterlegt. Zwei ornamentierte Schließen. Herkunft: Die Hs. weist mehrere Datierungen und Lokalisierungen im Grundstock auf. 2 r : M°. CCCC.LXXIIIP. 136 r : Si Jo. scribatur et han: in medio ponatur. Et nes. adiungatur. qui me scripsit ita vo- catur. Anno domini 1474 Dominica LX. et in crastino Valentini martiris. 186 v : Explicit diurnale de tempore 1472. 229 r : Anno domini Millesimo Quadringentesimo Septuagesimo Tercio. Explicit diurnale de tempore et de sanctis per me fratrem Johannem Vnger de Feuchtwangen in die Sanctorum Crispini et Crispiani martirum hora tercia post Meridiem Octavo kalendas Octobris tunc temporis professum in Hirsow Amen. Darunter die Verse von 136 r , gelöscht. 273 v : Anno domini M°.CCCC°.LXX Quinto. Explicit commune sanctorum et historias (!) de tempore post festum Sancte Trinitatis. Quinta feria post festum Penthecostes. Quinto decimo kl. Junii. hora Quinta post meridiem-, Verse wie 136 r . Johannes Unger von Feuchtwangen ist sonst für Hirsau nicht belegt (fehlt bei Schreiner , Untersuchungen). Bei dem Kalendar (3 r -8 v ) handelt es sich um ein bursfeldisches Kalendarium aus Hirsau ( Irtenkauf (s. Lit.), S. 121-125). Bursfeldisch ist ebenfalls das Totenoffizium (130 r -134 r ). V Besitzvermerk F. Casparus Zinckius conventualis indignus coenobii SS. Apostolorum Petri & Pauli in Schwartzach Anno Salutis 1614 (s. Abb. 38). Zu Caspar Zinck s. S. 112. Auf dem gleichen Blatt Reste zweier vorgängiger, gelöschter Besitzvermerke am oberen Rand und unterhalb der Mitte ( Hic Uber pertinet... nbie (?) A [nno] 15...). Möglicherweise war die Handschrift zu diesem Zeitpunkt im Privatbesitz eines Geistlichen (s. Kalendarium zum 13.4.). Literatur: Ehrensberger , S. 10 Nr.46; Ettlinger , S. 58, 100; Grotefend 11,1, S.90; W.Irtenkauf, Kleine Beiträge zur Hirsauer Kirchengeschichte, in: Zeitschrift für Schweizerische Kirchengeschichte 52 (1958), S. 121-125; Kalender im Wandel der Zeiten. Eine Ausstellung der Badischen Landesbibliothek..., hrsg. unter Mitarbeit von A. Braunbehrens , Karlsruhe 1982, S.56; Heinzer , Hirsau, S.283. l r Titelblatt mit dem Besitzvermerk Caspar Zincks. Verse: Sincopa discursus, vaga mens et mixta loquela/ Sunt que canonicas obstant dicentibus horas. Multi orant qui non exorant; Pietas in fine coronat. 1 V -2 V KOMPUTISTISCHE TAFELN. (l v ) Intervalltafel. Aderlaßverse: Est aries minuendi bonus aquarius libraque sagittarius... , vgl. S. de Renzi , Collectio Salernitana, 5, Nachdruck Bologna 1967, 2677-2679. (2 r ) Computusrosette für 1474-1501. Erläuterungen: Hec figura scire gliscenti demonstrat... Primus circulus continet ciclum solarem.. . Kalender im Wandel der Zeiten (s. Lit.), S. 56, 1.7. (2 V ) Ostersonntagstafel. Attende litteram dominicalem et aureum nu- merum cuiuslibet anni... 3 r -8 v KALENDARIUM, bursfeldisch, aus Hirsau. Irtenkauf (s . Lit.), S. 121-125. Besonders bemerkenswert: Anniversarium Erlafridi fundatoris monasterii Sancti Aurelii (30.1.), Dedicacio Hirsaugie (2.5.). Hirsauer Nachträge um 1493 ( Irtenkauf (s . Lit.), S. 124; zum 15.3. ist Ve- negarie virginis et martiris nachzutragen; Heinzer , Frauenalb, S. 112 f). Weitere, später radierte Nachträge: Appolonie virginis et martiris (9.2.), Marie Egiptiace (2. 4.), anno 1550 1505 obit pater meus (?) (13.4.). 8 r Kalenderverse Andream capit b.c.d. sed f.g.a. aufert/ E remo- vens (!) sanctum solet hicponere Christum (Stuttgart, WLB, Cod. HB I 234, 94 v ; Kat . II, 1,2, S. 149). 298 Schwarzach 9 9 r ADERLASSTAFEL. > Tabula signorum lune et valetpro flebotomia<. - 9 V leer. 10 r PRECES DER PRIM. Preciosa in conspectu domini.Deus in adiutorium..., Respice domine in servos tuos..., Dirigere et sanctißcare dignare..., Et ne nos..., Absolve domine animas.- 10 v leer. 10 a r -130 r PSALTERIUM FERIATUM MONASTICUM CUM LITANIA. (10a r " v ) Fragmente von Ps 1-2,10. (11 r — 126 v ) Ps 2,11-150 mit eingestreuten Cantica. (126 v — 130 r ) Benedi- cite, Benedictas, Te deum, Litanei. Bemerkenswert: Sancte Aureli. (130 r ) >Preces<. Ego dixi, domine miserere mei...; >Oremus<. Deshusses , Nr. 851. 130 r -136 r OFFICIUM DEFUNCTORUM CUM ORATIONIBUS. (130 r -134 r ) Ancipit vigi- lia mortuorum<. Responsorien: Ottosen , Nr.79, 1, 18, 47, 58, 83, 10, 76, 38. Bursfeldischer Usus, s. ebd. S. 192f. (134 r -136 r ) Gebete. >Oremus. Pro omnibus quibus oracione tenemur<. Deshusses , Nr. 1416; >Pro omnibusfidelibus defunctis<. Deshusses , Nr. 1437; >Pro episcopo de- functo<. Deshusses , Nr.2812 (Schluß abweichend); >Pro abbate vel sacerdote.. .<. Deshusses, Nr. 1010; >Pro parentibus<. Bruylants 2, Nr. 407; 'Pro fundatoribus defunctis<. Propiciare que- sumus domine animabus ßdelium tuorum...; >Pro fratribus nostre congregacionis<. Deshusses, Nr. 2862; >In anniversariis<. Deshusses , Nr. 2900; >Pro commendatis et benefactoribus<. Deshusses , Nr.2863 (var.); >Pro subito de/unctis<. Deshusses , Nr. 1425; >Pro nobiscum sepultis<. Deshusses , Nr. 1444; >Pro presenti vel recenter defuncto vel tricennario<. Deshusses , Nr. 1403; >Pro uno famulo<. Deshusses , Nr. 3012; >Pro una femina<. Deshusses , Nr. 3015. - 136 v —138 v leer. 139 r —186 v , 265 v -273 r PROPRIUM DE TEMPORE. (139 r ) >In adventu domini ad vesperas antiphona<, (145 r ) >In vigilia nativitatis domini ad nocturnum<, (156 r ) >Feria quarta in capite ieiunii. . .<, (170 r ) >/» cena domini ad laudes< , (171 r ) >In festo dominice resurrectionis ad vesperas super psalmos Antiphona<, (177 v ) >In ascensione domini ad vesperas super psalmos Antiphona<, (180 r ) >/» festo sancto penthecostes ad vesperas antiphona<, (183 r ) >In festo sancto (!) et individue trinitatis super psalmos Antiphonae<, (184 r ) >/» festo venerabilis sacramenti ad vesperas super psalmos Antiphonae<. (186 v ) Verweis auf die im Anschluß an das Commune sanctorum nachgetragenen Teile: Dominicis diebus post festum trinitatis Require post commune sanctorum. (265 v -273 r ) Prima dominica post festum trinitatis bis Dominica XXIIII nach Pfingsten. 187 r -227 r PROPRIUM DE SANCTIS. >Sequitur de sanctis in specie.. .<. Andreas bis Saturnini, Crisanti, Mauri et Darie. 227 r -229 r >In dedicacione ecclesie super psalmos Antiphone ad vesperas <. - 229 v leer. 230 r -265 v COMMUNE SANCTORUM des Vollbreviers. >Incipit commune sanctorum et pri- mo de apostolis< ; (235 r ) >De evangelistis adhorasprincipales Capitulum< ; (242 v ) >De uno martire ad vesperas Capitulum<\ (247 v ) >De confessoribus<; (255 v ) >De virginibus ad vesperas Capitu- lum<. 299 Schwarzach 9 • Schwarzach 10 265 v -273 r PROPRIUM DE TEMPORE, s. oben 139 r . 274 r -281 v NACHTRAGE. (27V) Benedictiones. Deus misereatur nobis et benedicat nos illumi- net dominus.. . (274 v ) Verzeichnis von Lektionen aus dem Commune sanctorum, die bei speziellen Heiligenoffizien verwendet werden. Blasius bis Barbara. (275 r —281 v ) Orationes ante et post missam. >Oracio ante celebracionem*. O sancta et immaculata virgo Maria/ mater misericor- die/ spes venie... (276 v ) >Alia oracio ante celebracionem misse <. Domine Jesu Christe, ego miser- rimus et indignus peccator et minister sancte matris ecclesie... (278 v ) > Oracio post celebracionem d.b.v.<. Eya ergo nuncpeccatorum advocatapiissima virgo Maria... (279 v ) >Aliapost cel.<. Gratias ago tibi omnipotens deus paterpro universis donis... Schwarzach 10 Antiphonale benedictinum, pars hiemalis Papier • 171 Bl. • 46,3 x 30,4 • Gengenbach (?) • 1580 Vor Textbeginn drei Bl. herausgetrennt. Tintenfraß. Lagenzählung AI - W XXI. Schriftraum 35/33 x 20 cm. 8 Notensysteme (Hufnagelnotation auf vier Linien) mit entsprechender Anzahl Textzeilen. Grundstock (l v -164 r ) Textura von mehreren Händen. Übliche Rubrizierung, blaue und rote Lombarden, schwarze und rote Cadellen. 2' (Blattgoldinitiale mit Wappen, s. unten), 25 r , 36 v , 95 r , 98 r , 105 r , 110 r , 115" Zierinitialen minderer Qualität auf quadratischem Grund mit Fiederblattranken. Nachtrag (166 r — 171 r ) Textura von einer Hand. Schwarze, blaue und rote Cadellen mit geometrischer oder floraler Füllung. Heller Lederband mit Rollenstempeln und Streicheisenlinien, jeweils 5 Buckel. Zwei ornamentierte Schließen. Auf dem Rücken Antiphonarium (17./18. Jh.). Herkunft: Die Initiale auf 2 r enthält das Wappen des Gengenbacher (und Maursmünsterer) Abtes Gisbert Agricola (1556-1586; Hitzfeld , Gengenbach, S. 238; Mayer , Beiträge, S. 165 f). Spruchband Gis- bertus dei gratia Gengenbachensis et S.Mauri Monasterii Abbas, datiert 1580. Die Miniaturen auf 2 1 und 36 v (hier mit Wappen) sind mit den Initialen R.Z. und G.N. gezeichnet. l v Besitzvermerk Monasterii Schwarzach ad Rhenum (3. Viertel des 18. Jh's). l r Schwarzacher Signatur N.l (?, N.5 ?), Rücken Schwarzacher Signaturenschild D (s. S. 113 f). Im nach der Säkularisation erstellten Schwarzacher Katalog werden 5 handschriftliche Antiphonarien genannt (wohl Schwarzach 10-14; BLB, K 2986,16, 15 v , 49 v ). Literatur: Ehrensberger , S. 14f Nr. 10; Ettlinger , S. 58; Hannemann , Gengenbach, S. 57. ANTIPHONALE BENEDICTINUM, PARS HIEMALIS. Übereinstimmend mit dem Text des Bursfelder Breviers ( Bohatta , Breviere, Nr. 1030). Vgl. BLB, Cod. Lichtenthai 21-22 (Kat . XI, S. 104 f) u. Schwarzach 11 . l v -94' DIURNALE DE TEMPORE. (l v ) >In adventu domini ad vesperas antiphona<, (25 r ) >In nativitate domini ad vesperas superpsalmos antiphona<, (36 v ) >In epiphania ad vesperas anti- 300 Schwarzach 10 • Schwarzach 11 phona<, (54 v ) >Feria quarta in capite ieiunii...<, (83 r ) >Dominica in palmis ad vesperas capitu- lum<, (90 v ) >In caena domini adlaudes antiphona<. 94 v — 115 r COMMUNE SANCTORUM. >Incipit commune sanctomm et primo de apostolis ad vesperas.. .<, (98 r ) >De evangelistis ad horas consuetas capitulum<, >de martiribus ad vesperas capi- tulum<, (105 r ) >De uno pontifice capitulum<, (108 v ) >De uno confessore non pontifice ad vesperas capitulum<, (109 v ) >De virginibus ad vesperas Responsorium<. 115 r —160 v DIURNALE DE SANCTIS. >Sequitur nunc de sanctis in specie<. Andreas bis An- nuntiatio B. M. V. 160 v —164'' HYMNEN. Chevalier , Nr.20086, 20075. 166 r — 171 r NOCTURNALE DE TEMPORE für die Passionszeit. (166 r ) >Invitatorium priva- tis diebus I dominica passionis usque ad pascha<, >In cena domini ad nocturnum Responsoria<, (167 V ) >Feria sexta in parasceve ad nocturnum Responsorium<, (169 r ) >Sabbato ad nocturnum Re- sponsorium<. Schwarzach 11 Antiphonale benedictinum, pars hiemalis Papier • 131 Bl. • 44,5 x 30 • Schwarzach • 1572 Im Nachtrag von 1623 (s. unten) fehlen nach Bl. 129 2 Bl. Tintenfraß. Blattsignaturen A1-A3.. .X1-X3. Schriftraum 33/30 x 20 cm. Antiphonalegrundstock (8 r -128 r ) 9 Notensysteme (Hufnagelnotation auf vier Linien) mit entsprechender Anzahl Textzeilen. (2 r —128 r ) Textura von der Hand Michael Streubels (s. unten). Rote und blaue Lombarden, schwarze Cadellen, z.T. mit floralem und geometrischem Besatz oder Fratzen. Einzelne aufwendigere Initialen (11 v , 14 r , 17 v , 42 v , 93 r ) und figurierte Initialen (8 r , 24 v , 28 r , 34", 37 v , 90 r ) von geringer Qualität. l r , 128 v -129 r dem Grundstock angeglichene Nachträge des 16. Jh's. 129 V —131' auf 1623 datierte Nachträge, Choralbuchnotation. Hs. 1965 und 1978 restauriert, Spiegel abgelöst, brauner Lederbezug ersetzt. Ehemals zwei Schließen. Herkunft: 128 r Exscriptus est hic Antiphonarius opera Michaelis Streübelii Schwartzachensis Argentinensis Diocesis Anno domini 1572. Defensore autem Monasterii Philippo Marchione Badensi qui tunc imperatoris gubemacula tenebat sub domino Priore Simone Firnkom. Streubel ist sonst nicht nachweisbar. Zu Simon Firnkorn und dem zeitlichen Umfeld s. S. 111. I 1 Besitzvermerk Monasterii Schwarzach ad Rhenum (3. Viertel des 18. Jh's). Vorderspiegel Schwarzacher Signatur N.2 (s. S. 113 f). Im nach der Säkularisation erstellten Schwarzacher Katalog werden 5 handschriftliche Antiphonarien genannt (wohl Schwarzach 10-14; BLB, K 2986,16, 15 v , 49 v ). Literatur: Ehrensberger, S. 14 Nr. 9; Ettlinger, S. 58. 301 Schwarzach 11 • Schwarzach 12 ANTIPHONALE BENEDICTINUM, pars hiemalis. Übereinstimmend mit dem Text des Bursfelder Breviers ( Bohatta , Breviere, Nr. 1030). Vgl. Cod. Schwarzach 10. l r NACHTRAG. Antiphon, Hesbert , Nr. 1546. 2 r -7 v KALENDARIUM. 7.4.: Commemoratio fundatorum. 8 r -88 v DIURNALE DE TEMPORE. (8 r ) >In adventu domini ad vesperas antiphona<, (28 r ) >In nativitate domini ad vesperas super psalmos antiphona<, (37 V ) >In epiphania domini ad vesperas antiphona<, (52 v ) >Feria IUI in capite ieiunii. (78 v ) >Dominica inpalmis ad vesperas Respon- sorium<, (85 r ) >In cena domini adlaudes<. 90 r -128 r DIURNALE DE SANCTIS. >Sequitur nunc de sanctis in specie. . .<. Andreas bis An- nuntiatio B. M. V. 128 v -131 r NACHTRÄGE. (128 v —129 r ) Antiphonen. Hesbf.rt , Nr.4425. >In annunciatione dominica ad completorium<. Hesbert , Nr. 2997. (129 v ) Introitusteile Domine ad adiuvandum me festina und Gloria patri zu ursprünglich 6 Stimmen, wovon drei Stimmen erhalten sind. (130 r —131 r ) Fragmentarisches Tonar. Ursprünglich acht Töne zu je 5 Stimmen, Bezugstext verloren. Erhalten sind je drei Stimmen der Toni 4-6 und die komplette Notation der Toni 7-8. Schwarzach 12 Antiphonale benedictinum, pars aestivalis Papier, 2+120 Bl., 43,2 x 32,3 cm, Oberrhein, um 1600. Nach Bl. 120 Blattverlust. Tintenfraß. Wz.: 1. Hauptteil Wz. Baselstab mit Monogramm N.H. (Nikiaus Heusler), nicht bei Tschudin ; nach Piccard, Expertise: wohl 1. Drittel des 17. Jh's; 2. Vorsatzpapier Lilie mit Stab und Kreuz, Monogramm N. V. (?), nicht bei Piccard , Lilie; ähnlich Briquet 2, Nr. 7063 (1591); nach Piccard , Expertise: elsäs- sisch. Schriftraum 33,5/33 x 24,3 cm, 8 Notensysteme (Hufnagelnotation auf vier Linien) mit entsprechender Anzahl Textzeilen. Kalligraphische Antiqua von mehreren Händen. Übliche Rubrizierung (rot, blau/grün). Rote, grüne, blaue und violette Lombarden, z.T. mit floralem Besatz und Fleuronnee. Einzelne schlecht erhaltene Gold- und Silberinitialen. Schriftbänder (Festangabe) 55 r , 82 r , 89 r . Platz für nicht ausgeführte Prachtinitialen freigelassen (l r , ll v etc.). Schwarzer Lederband mit Streicheisenlinien und Rollenstempeln. Zwei vergoldete Plattenstempel mit je neun Bildern (Einzug in Jerusalem bis Geißelung, Verhöhnung bis Himmelfahrt). Zwei Schließen. Rücken 1936 ergänzt. Herkunft: Die Wz. weisen in den oberrheinischen Raum um 1600. V Besitzvermerk Monasterii Schwarzach ad Rhenum (3. Viertel des 18. Jh's). I r Schwarzacher Signatur N.4 (s. S. 113 f). Im nach der Säkularisation erstellten Schwarz- acher Katalog werden 5 handschriftliche Antiphonarien genannt (wohl Schwarzach 10-14; BLB, K 2986,16, 15 v , 49 v ). Literatur: Ehrensberger , S. 15 Nr. 13; Ettlinger , S.58. 302 Schwarzach 12 • Schwarzach 13 ANTIPHONALE BENEDICTINUM, pars aestivalis. Übereinstimmend mit dem Text des Bursfelder Breviers ( Bohatta , Breviere, Nr. 1030). Vgl. Schwarzach 10-11. In allen drei Antiphonale-Teilen fehlen Invitatorien, Benedictus- und Laudes-Antiphonen. Vor allem im Proprium de sanctis sind auch die Antiphonen der kleinen Hören ausgelassen, aber auf 111 r — 120 v nachgetragen. 1 r — 39 r DIURNALE DE TEMPORE. (l r ) In festo dominicae resurrectionis, (8 V ) >In die festo ascensionis Domini ad Vesperas antiphona<, (ll v ) >In festo Penthecosten ad Vesperas superpsal- mos antiphona<, (15 v ) >In festo sanctae et individuae trinitatis. ad vesperas superpsalmos antipho- nae<, (18 v ) >In festo venerabilis sacramenti ad utrasque Vesperas super psalmos<, (38 v ) >Dominica ultima ante adventum Domini adMagnificat<. 39 r -89 r DIURNALE DE SANCTIS. Philippus et Iacobus bis Commemoratio de S. Caecilia. 89 r -92 v >In dedicatione ecclesiae. Ad Vesperas super psalmos Antiphonae<. 92 v — 11 l r COMMUNE SANCTORUM. >Incipit commune Sanctorum. Et primo de apostolis ad vesperas responsorium<. (95 v ) >De sanctis martyribus ad vesperas responsorium<, (101 r ) >De uno confessore pontifice ad vesperas responsorium<, (103 v ) >De confessore nonpontifice ad vesperas re- sponsorium<, (104 v ) >De virginibus ad vesperas Responsorium<, (109 r ) >De martyribus tempore paschali ad vesperas responsorium<, (109 v ) >De uno martyre ad vesperas responsorium<, (110 V ) >De uno confessore ad vesperas responsorium<. lll r -120 v NACHTRAG ZUM DIURNALE DE TEMPORE ET DE SANCTIS. Antiphonen der kleinen Hören. (111 r ) Quia superius antiphonas ad minores horas diei propter carthae penuriam scribere neglexi; iam vero illa causa remota addendas visum est. >Privatis diebus infra octavam Penthecostes adprimam antiphona<. (112 r -120 v ) >De S.Ioanne Baptista adprimam antiphonas bis >De sancto Clemente adprimam<, hier Abbruch (120 v ) in der Prim-Antiphon. Schwarz ach 13 Graduale benedictinum Papier, 273 + 160 Bl., 41,3 x 26,8 cm, Oberrhein (Schwarzach?), 1605. Tintenfraß. Von der Anlage her ursprünglich zwei Bände, wie die separate Foliierung von Proprium de tempore und Proprium de sanctis sowie das Vorhandensein identischer Ordinaria missae (I: 235 r -247 v , II: 105 r —117 V ) und Tonare (I: 272 r -273 v , II: 117 V — 119 v ) in beiden Teilen zeigt. Wz.: Straßburger Stadtwappen mit Lilie und Initialen W.R. (Wendelin Rihel, Straßburg), Beschriftung belegt für 1604-1620 ( Piccard , Expertise). Schriftraum 33 x 20,5 cm. 7 Notensysteme (Hufnagelnotation auf vier Linien) mit entsprechender Anzahl Textzeilen. I, 248 v -249 r und II, 120 r-v tropfenförmige Choralbuchnotation. Kalligraphische Antiqua von einer Hand. Übliche Rubrizierung. Rote, grüne, braune und blaue Lombarden, schwarze Cadellen. I, l r , II, l r Platz für Prachtinitialen ausgespart, nicht ausgeführt. Brauner Lederband mit Streicheisenli- 303 Schwarzach 13 nien, Einzel- und Rollenstempeln. Rücken erneuert. Herkunft: Auf dem Vorderdeckel vergoldete Stempel G. S.A. (Georgius Suarzacensis abbas; Abt Georg Dölzer, 1590-1622) und 1605. l r Besitzvermerk Monasterii Schwarzach ad Rhenum (3. Viertel des 18. Jh's). Vorderspiegel Schwarzacher Signatur N.5, Rücken Signaturenschild D (s. S. 113 f). Literatur: Ehrensberger , S. 57 Nr. 10; Ettlinger , S. 59, 101 f; Ferdinand , S. 1, 4, 83-85. I l r —21 l v PROPRIUM DE TEMPORE. (l r ) > Dominica prima adventus introitus<, (17 V ) >In vi- gilia nativitatis domini introitus<, (27 r ) >In vigilia epiphaniae introitus< , (44 r ) >/» capite ieiu- nii. (102 v ) > Dominica inpassione introitus<, (128 r ) >In cena domini introitus<, (135 v ) >In vigilia paschae.. .<, (163 v ) >In vigilia ascensionis domini<, (168 r ) >/» vigilia penthecostes lectio<, (178 V ) >In festo corporis Christi introitus<, (207 v ) > Dominica ultima ante adventum domini<, (209 r ) >Feria quarta quatuor temporum introitus<, (210 v ) >Feria sexta introitus< , (21 l r ) >Sabatho introitus<. 212 r -214 v >In dedicatione templi introitus<. 215 r —233 v MISSAE VOTIVAE ET DEFUNCTORUM. Zum Teil nur Direktorium. (215 r ) >De s. trinitate introitus<, >De spiritu sancto...<, >De corpore Christi introitus<, >De s. cruce in- troitus<, >De s. Benedicto introitus<, (221 r ) >De b. virgine Maria introitus<, (225 v ) >De angelis in- troitus<, (226 v ) >Pro salute vivorum introitus<, >Pro pace introitus<, >Pro peccatis introitus<, >Pro pestilentia introitus<, (228 1 ) >Pro congregatione introitus<, >Pro benefactoribus introitus<, (230 r ) >Pro concordia introitus<, >Pro tribulatione introitus<, >Pro iter agentibus introitus<, >Pro infirmis introitus<, >Pro pluvia introitus<, >Pro serenitate introitus<, > Contrapaganos introitus<, >Inprimis exequiispresentis vel recenter defuncti introitus<, (231 v ) >Commune defunctorum<, (233 r ) > Commune depestilentia<, >Dominicis diebus adaspersionem aquae<. 235 r -247 v ORDINARIUM MISSAE. >Tempore paschali in summis, mediis et duplicibus<. Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus, Agnus dei, Ite, Benedicamus. Ferdinand , S. 83-85. 248 v -250 r GESÄNGE DER FRONLEICHNAMSPROZESSION. U .a. AH 50 Nr.385, Str. 1 0 a— IIb (vgl. Chevalier , Nr. 5157, 2498), Chevalier , Nr. 13681, Gloria. 251 r —271 v SEQUENTLAR, Proprium de tempore. AH 53 Nr. 10, Chevalier , Nr. 5323, AH 53 Nr. 15, 29, 36, AH 54 Nr. 7, AH 53 Nr. 67, 70, AH 54 Nr. 153, Chevalier , Nr. 2432, AH 50 Nr. 385. (270 v ) >In dedicatione templi<. AH 53 Nr. 247. 272'-273 v TONAR für das Gloria patri. > Thoni ad introitus<. II l r -61 r COMMUNE SANCTORUM. (l r ) -De apostolis introitus<, (7 V ) >De martyribus<, (39 v ) >De confessoribus<, (49 v ) >De virginibus<. 304 Schwarzach 13 • Schwarzach 14 61 r -99 v PROPRIUM DE SANCTIS. Zum Teil nur Direktorium. >Incipit de sanctis in specie et primo de S. Stephano prothomartyre introitus<. (99 v ) > Thomae apostoli introitus<. 100 r -102 v OFFICIUM PARVUM B. M. V. > Officium de beata virgine introitus<. 105 r — 117 v ORDINARIUM MISSAE. Identisch mit I, 235 r -247 v . 117 V — 119 v TONAR für das Gloria patri. Identisch mit I, 272 r -273 v . 120 r_v GESÄNGE DER FRONLEICHNAMSPROZESSION, vgl. I, 248 v -250 r . 121 r — 158 v SEQUENTIAR, Proprium de sanctis und Commune sanctorum. AH 53 Nr.215, 168, AH 50 Nr. 269 (ohne Str. 8a-b), AH 53 Nr. 99 (mit Zusatzstr. nach Str. 2), AH 53 Nr. 82, 163, 210, AH 54 Nr. 35, AH 50 Nr. 268, AH 40 Nr. 147, AH 53 Nr. 173, 104, AH 50 Nr.270, AH 53 Nr.95, 192, 112, 181, 122, AH 50 Nr.241, AH 53 Nr.228, 229, AH 55 Nr. 9, AH 54 Nr. 88, AH 50 Nr. 271. Schwarzach 14 Antiphonale benedictinum, pars hiemalis Papier, 449 Bl., 37,7 x 25/24,5 cm, Oberrhein, Anf. 17. Jh. Tintenfraß. Zeitgenössische Foliierung I- CCCCXLIX. Wz.: Lilie mit Monogramm N.D. , ähnlich Piccard XIII, Nr. 1258 f (belegt Gengenbach/ Oberkirch 1602/03; wohl Monogramm des Nikolaus von Dürckheim, s. G. Piccard , Rechtsrheinische (badische) Papiermühlen und ihre Beziehungen zu Straßburg, in: Archiv für Geschichte des Buchwesens 4 (1961), Sp. 1014-1021). Schriftraum 28 x 18,5/18 cm. 8 Notensysteme (Hufnagelnotation auf vier Linien) mit entsprechender Anzahl Textzeilen. Kalligraphische Antiqua von mehreren Händen. Ab Bl. CCXLVT sind einzelne Versoseiten wegen Durchschlagens der Tinte freigelassen bzw. in Rot ausgeführt. Am unteren Rand des Antiphonale zum Teil lateinische, griechische und hebräische Nomina sacra et sanctorum sowie Sinnsprüche. Übliche Rubrizierung, rote und schwarze Lombarden (selten auch in Gelb, Grün und Blau). Brauner, stark beriebener Lederband mit Streicheisenlinien, Rollen- und Plattenstempeln. Zwei ornamentierte Schließen. Rücken 1978 ergänzt. Herkunft: Analog zu den Nomina sacra etc. auf Bl. LXIX r Eintrag Nider Eschaw ad S. Mauritium. Von Ettlinger (s . Lit.) auf das Frauenkloster Eschau bei Straßburg (so auch MBK Erg. 1, S. 602) bezogen, das allerdings kein Mauritius-Patrozini- um besitzt und schon im Zuge der Reformation von den Nonnen aufgegeben worden war ( Barth, Handbuch, Sp. 360-365; N. Guth , Eschau. Ein Beitrag zur elsässischen Geschichte, in: Bulletin eccle- siastique de Strasbourg 39 (1920), S. 20-26, 49-55). Vielleicht ist an die Gemeinde Niedereschach bei Villingen zu denken, für die ein Mauritius-Patrozinium belegt ist ( Krieger 1, Sp. 534; H.-P. Caratiola, Aus der Geschichte der Pfarrei Niedereschach, in: 900 Jahre Niedereschach 1086-1986, Niedereschach 1986, S. 332). Bis 1532 und von 1615 bis 1700 lagen die Patronatsrechte über die Kirche beim Kloster Gengenbach ( Caratiola , S. 336 f, 341 f). Ob der Eintrag für die Provenienz der Handschrift überhaupt von Belang ist, muß offen bleiben. - l r Besitzvermerk Monasterii Schwarzach ad Rhenum (3. Viertel des 18. Jh's). Vorderspiegel Schwarzacher Signatur N.8 (s. S. 113 f). Im nach der Säkularisation erstellten 305 Schwarzach 14 • Schwarzach 15 Schwarzacher Katalog werden fünf handschriftliche Antiphonarien genannt (wohl Schwarzach 10-14; BLB, K 2986,16, 15 v , 49 v ). Literatur: Ehrensberger , S. 15 Nr. 12; Ettlinger , S. 58. r-CCXXXH r PROPRIUM DE TEMPORE. (I r ) >In adventu domini antiphona ad primae vesperae magnißcat<, (LI V ) >In nativitate domini ad I vesperas super psalmos antiphona primae, (LXXVF) >In epiphania domini ad magnificat antiphona<, (CXXDC) >Feria IUI in capite ieiu- nii ad benedictus<, (CCXXIF) >In coena domini ad Inocturnum responsorium /<. CCXXXIF-CCCV^ COMMUNE SANCTORUM. > Commune sanctorum et primum de apo- stolis... <, (CCXLV^ >De martyribus ad vesperas responsorium <, (CCLXXIF) >De uno confesso- re pontifice ad vesperas capitulum< , (CCLXXXVIIF) >De virginibus<, (CCXCIX V ) >De sancta non virgine ad vesperas responsorium<. CCCV-CCCVIIF Te deum. CCCIX r -CCCCXLIX v PROPRIUM DE SANCTIS. Andreas bis Annuntiatio B. M. V. Schwarzach 15 Flores Gregorii • Alulfus de Tornaco • Isidoras Hispalensis Papier • 228 Bl. • 29,5x21,6 • Straßburg • um 1460 Lagen: (VII-1) 13 , 2 VI 37 , (VI-1) 48 , 15 VI 228 . Textverlust nach Bl. 13 u. B1.46 (je ein Blatt). Bis 144 v Reklamanten, zum Teil abgeschnitten, 168 v u. 180 v Kustoden ( a , b). Wz.: gotisches P ohne Blume, Beschriftung belegt für 1454, u. gotisches P mit vierblättriger Blume, Beschriftung belegt für 1460 (Pic- card , Expertise). Bastarda von drei Händen entsprechend den drei Texten: a. 2 r -38 r , Schriftraum 21 x 15 cm, 2 Spalten, 39-44 Zeilen; b. 39 r -152 v , Schriftraum 21,5 x 15,5 cm, 2 Spalten, 41-46 Zeilen; c. 157 r -224 r , Schriftraum 22 x 13,5/12,5 cm, 32-36 Zeilen. Übliche Rubrizierung. Heller Lederband mit Einzelstempeln und Streicheisenlinien, zwei ornamentierte Schließen. Vorderdeckel Pergamentschild Gregorius papa floribus et sententiis (?)... suorum Ii. mora... (um 1500), Rückenschild Flores moralium. S. Gregorii Ms. (17./18.Jh.), darunter, auf dem Pergament: Flores ... S. Gregorii (16.Jh.). Blattweiser. Spiegel um 1965 abgelöst (s. Fragmente). Weitere Pergamentfragmente als Falzverstärkungen. Herkunft: Die Fragmente (s. unten) weisen nach Straßburg. Schwarzacher Provenienzvermerke auf l 1 (Monasterium Schwartzach, 17. Jh.) und 2 r ( Monasterii Rheno-Suarzac., um 1775). In den Säkularisationsakten ist die Handschrift als M. S. S. ßores morales Divi Gregorii aufgeführt (BLB, K 2986,16, 9 r , 48 r ). Literatur: Ettlinger , S. 59, 101. 2 ra —38 ra FLORES LIBRORUM BEATI GREGORII. (2 ra -31 va ) >Incipiuntßores librorum beati Gregorii moralium etprimo libriprimi<. Sepe navem incaute religatam unda... (Gregorius Papa I., Moralia in lob Hb.XXXV, CCSL 143-143B, Epistola ad Leandrum, Z. 16 ff). (31 va ) 306 Schwarzach 15 .. .quia tantum sibi quantum percipit sufficit.... (üb. XXXV, cap.XIX, Z. 17 £). (31 va -37 va ) >Se- quntur nunc flores beati Gregorii ex libro pastoralis cure<. Pensandum est valde ad curam regimi- nis volenti... (Gregorius Papa I., Regula pastoralis, PL 77, Paris 1862, Sp. 13-128, Z. 11 ff). Am Ende auch Florilegien aus Gregorius Papa I., XL homiliarum in evangelia üb. II und den Moraüa in lob: (37 va )... Cuius vita despicitur restat ut einspredicacio condempnatur (XL homiliarum in evangelia üb. II, PL 76, Paris 1857, Sp. 1075-1312, hier: üb. I, hom. XII, Sp. 1119, Z.lOf). (37 va -38 ra ) >S[equuntur] Fflosculi ex Ii. dyalogorum Gregorii<. Qualis ap\u]t se quisque lateat contumelia illata... (Gregoire le Grand, Dialogues, hrsg. von A.de V ogüe , 1-3, Paris 1978-1980 (Sources Chretiennes 251, 260, 265), hier: üb.I, cap.V, Z.56ff). (38 ra ) ...ante mortem deo hostia ipsi fuerimus. et sie est finis. (lib. IV, cap. LXII, Z. 30). - 38 rb -38 v leer. 39 ra -152 vb ALULFUS DE TORNACO, GREGORIALIS, PARS IV. (39 ra ) >Incipit Gregoria- lis de senteneiis pars quarta. Incipit prologus sequentis operis<. Gregorialis ex melleis defloratus opusculis beati Gregorii papae... que corporaliter videre non possunt. (39 vb ) >Incipiunt capitula primi libri<. De omnipotencia dei patris... >Lyberprimus de omnipotencia dei patris.. .<. Creator omnium deuspater omnipotens ubique est et ubique totus est.. . (138 vb ) >Incipit Uber XVus deglo- ria sanetorum.. .<. Quid dominus servis suis... (142 va ) >Incipit XVIus de subiectis dictionibus. di- versas in scriptura sacra significaciones habentibus<. Aurum - aquila - arcus... umbra mortis... Auri appellacione in sacro eloquio... (152 vb ) ...sed umbra dicunt mortis operiri. Et sie est finis. Deo gracias. S tegmüller , RB 2, S. 87 f (IV, ohne Incipit). Text von Schwarzach 15 identisch mit den bei Stegmüller angeführten Gregoriaüs-Handschriften Troyes, Bibüotheque Munici- pale, Cod. 416 und Paris, Bibüotheque Mazarine, Cod. 683 und 684 (hier nur lib.I-XV, ohne Praefatio). Zu Alulfus de Tornaco s. R. W asselynck , Les compilations des ,Moraüa in Job' du VII e au XII e siecle, in: Recherches de theologie ancienne et medievale 29 (1962), S. 23-25. Nach K at. M ünchen , UB 111 ,2, S.171 (zu 2° Cod. Ms. 679, l ra -117 vb u. 1 1 8 va - 119 ra ) läßt sich in Bayern eine anonyme Überlieferung von üb. I-XV ohne Praefatio beobachten. Dazu gehört München, BSB, Clm 11419, der wie Schwarzach 15 zusätzlich Isidoras Hi- spalensis, Sententiaram üb. III enthält. - Bl. 153-156 leer. 157 r -224 r ISIDORUS HISPALENSIS, SENTENTIARUM üb. III. >Isidorus de summo bono. Incipit libellus sententiarum Ysidori<. Text: PL 83, Paris 1862, Sp. 537-738. - 224 v -228 v leer. FRAGMENTE 1. Pergament, 29,5/28,5 x 20,5 cm. Bastarda von einer Hand, um 1425. Ehemals Vorderspiegel. Schlechter Erhaltungszustand. URKUNDE. Wohl richterliche Festsetzung von Geldbußen. Erwähnt: 1426, Tod des Straßburger Rates und Stettmeisters Johann Rudolf von Endingen 1426 ( K indler von K nobloch 1, S.300), ... dictus Schencke, Fridericus Nogelin, Johannes Berlin (?), Petrus Ayssenbach, St. Nicolaus in Straßburg, Rosheim. 307 Schwarzach 15 • Schwarzach 17 2. Pergament, 29 x 20 cm. Bastarda von einer Hand, datiert Argentine anno domini MCCCCL quinto die vero. Ehemals Hinterspiegel. Schlechter Erhaltungszustand. PAULINUS CHAPPE, ABLASSBRIEFFORMULAR. Zum Besten des Kampfes gegen die Türken und der Verteidigung von Zypern. Von dem auf Papst Nicolaus V. (1447-1455) zurückgehenden Ablaß, mit dessen Vertrieb der zyprische Adelige Paulinus Chappe/Zappe beauftragt war, existieren mehrere handschriftliche und gedruckte Exemplare (G. Zedler, Die Mainzer Ablaßbriefe der Jahre 1454 und 1455, Mainz 1913 (ohne Kenntnis dieses Fragments; äußere Form ähnlich wie bei dem auf Tafel III abgebildeten Exemplar)). Vgl. GW 6555 f und S. Corsten , Mainzer Ablaßbriefe, in: Lexikon des gesamten Buchwesens, 2. Aufl., 5, Stuttgart 1999, S. 32 f. Das Formular blieb, mit Ausnahme von Lokalisierung und Datierung (Tages- und Monatsdatum fehlt), unausgefüllt. Schwarzach 16 Johann Friedrich Ravenstein, Abhandelung von dem Saltze Papier, IV + 200 S., 20,5 x 16 cm, Oberrhein, um 1755. Eine Hand. Brauner Lederband. Literatur: Ettlinger , S. 59, 101. S. III, S. 1-196 Abhandelung von dem Saltze und des darinnen verborgenen Geheimnüßes... bey müßigen Stunden entworffen und aufgesetzt von Johann Friedrich Ravenstein Dr. (S. 1) cap. 1. > Von denen Natur Reichen überhaupt<. Daß der Allmächtige Gott nach seiner unerforschlichen Weißheit... (S. 30) cap. 2, (S. 51) cap. 3, (S. 124) cap. 4, (S. 141) cap. 5, (S. 150) cap. 6, (S. 167) cap. 7, (S. 174) cap. 8. Druckfassung: J. F. Ravenstein , Sammlung, seltener Begebenheiten in der Natur, Welche nebst vielen zur Haußhaltungs-Kunst und Verbesserung des Acker- und Garten-Baues etc. etc. angehörigen, angestellten Versuchen... Bey Gelegenheit eines Problematischen Aufsatzes vom Lufft-Saltze... aufgesetzt..., Zweibrücken/Straßburg 1755 (BLB: 66 A 4472 R). Druck insgesamt umfangreicher, so daß es sich bei Cod. Schwarzach 16 am ehesten um eine Vorstufe handelt Zu J. Fr. Ravenstein (ca. 1715-1775) s. Meusel 11, S. 67; Jöcher , Fortsetzung 6, Sp. 1456. Schwarzach 17 Breviarium, pars hiemalis, de tempore Papier • 1+ 166 Bl. • 19,8x13,7 • Oberrhein(?) • um 1425 Lagen: 1, 11 VI 132 , (VI-1) 143 , VI 155 , (VI-1) 166 . Im Anschluß fehlen zwei Lagen. Reste von Blattsignaturen {1-6) bei Lage 7 und 14; Reklamanten bei Lage 1-6, 13, zum Teil abgeschnitten. Wz.: Ochsenkopf; 308 Schwarzach 17 • Schwarzach 18 Piccard II, Abt. VII, Nr. 617 f, Beschriftung belegt für 1421-1429. Grundstock (1 r — 141 r ) Schriftraum 14,5/14 x 10/9,5 cm, 2 Spalten, 24-41 Zeilen. Marienoffizien (144 r -166 r ) einspaltig, 26-29 Zeilen. Ba- starda von mehreren Händen. Übliche Rubrizierung. Heller Lederband mit einer Schließe, Streicheisenlinien. Auf dem Rücken völlig verblaßtes Titelschild. Vorderdeckel Liber hyemalis de tempore... pro libra ^[enariorum] (16. Jh.). Spiegel um 1970 abgelöst, darunter u.a. zwei kleine Urkundenfragmente des 14. Jh's, erwähnt: / ecclesie sancti Petri vall/). Vorderspiegel FF { 15. Jh.). Herkunft: Der Hymnenbestand deckt sich zum Teil mit dem von Cod. Schwarzach 2, so daß oberrheinische Entstehung angenommen werden kann. Literatur: Ehrensberger, S. 23 Nr. 4; Ettlinger, S. 59; Hesbert 5, S. 7. 1 r — 141 r PROPRIUM DE TEMPORE. (l ra ) >Prima dominica adventus domini adprimas ves- peras antiphona<, (23 rb ) >In sancta vigilia ad primas vesperas antiphona<, (92 ra ) >Feria IUI in ca- pite ieiunii...<, (122 vb ) > Dominica inpassione domini ad vesperas antiphone.. .<, (134 vb ) >In vigilia cene domini ad vesperas... <. Hymnen: (l r ) AH 51 Nr. 47, (l v ) AH 50 Nr. 8, Str. 2-7, (4 V ) AH 51 Nr. 49, (5 r ) 41, (5 V ) AH 50 Nr. 18, (6 r ) 19, (23 v ) 53, Str. 1-7 (s. 155 v ), (28 r ) 26, (46 v ) Chevalier , Nr. 8073, (99 r )AH 51 Nr. 57, (110 v ) 58, (113 r ) 55, (123 r )AH 50 Nr. 67, Str. 1, 3- 6, Var. zu Str.8 (S.75), (123 v ) Chevalier , Nr. 12842, (125 V )AH51 Nr.72.- 141 v -143 v leer. 144 r -166 r OFFICIUM PARVUM B. M. V. (144 r — 146 r ) >Incipit hystoria de beata virgine ad ser- monespraedictos cantanda cum ewangeliispraedictis sabbato die.. .<, (147 r —159 1 ) >Sequitur de beata virgine sabbatis diebus post octavam epyphanie usque ad purificacionem<, (159 v — 166 r ) >Item de beata virgine infra pasca et pentecostem.. .<. Hymnen: (144 r ) AH 51 Nr. 123, (155 v ) AH 50 Nr. 53, Str. 1-7 (s. 23 v ), (159 v ) AH 51 Nr. 85. - 166 v Federprobe hanß michel. Schwarzach 18 Placidus Rauber, Samaritanus christianus Papier, XIV + 572 S., 19,7 x 15,8 cm, St. Blasien, 1633. Nach S.VI ist ein Blatt herausgeschnitten. Heller Pergamentband. Auf dem Vorderdeckel und dem Rücken (hier fragm.) Eintrag Samaritanus. Fehlerhafte Paginierung 1-540. Lateinische Kursive wohl von der Hand Placidus Raubers (mit Ausnahme von S.XIV). S. V Schwarzacher Besitzvermerk Sum Monasterii Ss. Apostolorum Petri et Pauli in Schwartzach (2. Hälfte des 17. Jh's). Literatur: Ettlinger , S. 59, 100. S.V-566 PLACIDUS RAUBER, SAMARITANUS CHRISTIANUS. Korrigierte Vorlage für einen wohl nicht ausgeführten Druck. (S. V) Titelblatt. SAMARITANVS CHRISTIANVS pro scrupulosis, tentatis et animo quomodolibet afflictis. Libris duobus sistitur a F. Placido Rauber de S.Blasio Ord. S.Benedicti in hercynia silva Anno Christi MDCXXXIII 0 . (S.VII-X) Widmung an Abt Blasius II. Münzer (1625-1638; H.Ott , St.Blasien, in: Germania Benedictina 5, S. 155) von St. Blasien. (S.XI-XIII) Vorrede an den Leser. (S.XIV) Eigenhändige Appro- 309 Schwarzach 18 • Schwarzach 19 batio durch den Professor der kirchlichen Polemik und der hl. Schrift sowie ehemaligen Dekan der Freiburger theologischen Fakultät, Thomas Flenrici ( M atr. F reiburg 1, S. 855). (S. 1) >Liber primus. De samaritano, optimo medico. Id est de instructione eius, qui scrupulosi hominis curam habet, et cuiusvis aliter afflicti<. (S. 162) >Liber secundus. Scrupulosus sub schemate Jerichontini viatoris producitur: Huius vulnera etplagae monstrantur; quibus certa sua malagmata et remedia praescribuntur. (S. 541-566) Index. Placidus Rauber (1595-1660), Konventuale des Klosters St.Blasien, wurde 1649 Abt von Schwarzach ( G ärtner , S. 326-328). Zu seinem schriftstellerischen Werk s. M. Z iegelbauer/ O. L egipont , Historia rei literariae ordinis S.Benedicti, 4, Augsburg/Würzburg 1754, S.398, 666; J .fran501s, Bibliotheque generale des ecrivains de l'Ordre de Saint Benoit, Nachdruck Löwen 1961, 2, S.454; J.B ader , Das ehemalige Kloster Sanct Blasien auf dem Schwarzwalde und seine Gelehrten-Academie, in: FDA 8 (1874), S. 160; A Benedictian Bibliography, hrsg. von O. L. K apsner , First Suppl., Collegeville 1982, S. 301 Nr. 5811. S. auch Cod. U. H. 3. Schwarzach 19 Anna Schott, Mystische Sammelhandschrift, deutsch Papier • 3 + 265 + 3 Bl. • 13,7 x 10,5 • Straßburg ■ 1480 Lagen: I 11 , 2 (Bl. III u. 1), 2 VI 25 , 7 VII 123 , VI 135 , V 145 , (V+l) 156 , V' 66 , VI 178 , (V+l) 189 , 2 VI 213 , VII 227 , 2 VI 25 ', VII 265 , 1, I 26S . Reklamanten, z.T. abgeschnitten. Lagenverstärkungen aus Papier und Pergament. Wz.: got. P mit vierblättriger Blume, Beschriftung belegt für 1480-1483 ( Piccard , Expertise). Ba- starda von zwei Händen: a. (Anna Schott, s. unten) l r -140 r , 179 r -265 v , Schriftraum 10/9 x 7,5/6 cm, 17-21 Zeilen; b. 146 r -177 r , Schriftraum 11/10,5 x 8 cm, 23-32 Zeilen. Übliche Rubrizierung, nicht überall durchgeführt. Pergamentband 1974 ersetzt, Spiegel abgelöst. Lose beiliegend: kleines Fragment der handschriftlichen Vorstufe von Johann Nikolaus Weislingers (s. unten) ,Catalogus librorum impres- sorum in Bibliotheca eminentissimi ordinis sancti Johannis Hierosolymitani..[Straßburg 1749]; Schlechter , Schott, S. 468. Herkunft: Subskriptionen Anna Schotin hat diß buechelgeschriben anno domini 1480 (l r ; s. Abb. 28) und Diß wart ußgeschriben anno domini MIIIFLXXX beten ein Ave Maria der Ann Schötin (265 v ). Anna Schott (ca. 1450-nach 1521), Tochter des Straßburger Stettmeisters Peter Schott (1427-1504) und Schwester des Juristen, Theologen und Humanisten Peter Schott (1460-1490), läßt sich in Straßburg als Dominikanerin der Klöster St. Agnes bzw. St. Margaretha und St. Agnes (ab 1475) nachweisen. Sie war umfassend gebildet. Beim Brand der Straßburger Stadtbibliothek 1870 ging eine von ihr um 1500 geschriebene Handschrift (,Historia sanctorum') unter ( Schlechter , Schott, S. 467). Bei Schwarzach 19 handelt es sich um die zweite bekannte Anna Schott-Handschrift; sie galt als verschollen ( Co'wie/Cowie (s. Lit.), S. 753). Der Codex wurde vor 1749 von dem Kontroverstheologen Johann Nikolaus Weislinger (1691-1755) von dem Straßburger Buchbinder Johann Jacob Degermann erworben. In Weislingers ,Ar- mamentarium catholicum' ist die Handschrift beschrieben und in kleinen Auszügen abgedruckt ( Weis- 310 Schwarzach 19 linger (s. Lit.), S.681, 685-687). Sie gelangte in der Folge mit weiteren Beständen der Bibliothek Weis- lingers in die Schwarzacher Klosterbibliothek ( Schlechter , Schott, S. 465-467, 470). Mundart: elsässisch. Literatur: J. N. Weisunger , Armamentarium catholicum perantiquae, rarissimae ac pretiosissimae bi- bliothecae, quae asservatur Argentorati in celeberrima commenda eminentissimi ordinis Melitensis Sanc- ti Johannis Hierosolymitani..., Straßburg 1749, S.681, 685-687; Längin , Nr.47; Ettlinger , S.59, 101; M .A. Cowie/M.L. Cowie (Hrsg.), The works of Peter Schott (1460-1490), 2, Chapel Hill 1971, S. 754; Schlechter , Schott, passim. V REIMSPRÜCHE. Loß din eigen willikeit/ blibe veste in widerwertikeit/ durchbrich din un- gestorbenheit... (8 Verse). Wackernagel 2, Nr. 481, Str.e (ohne V. 4 u. 8 der Hs.); A. Straub, Notes genealogiques sur une ancienne famille patricienne de Strasbourg, in: Bulletin de la so- ciete pour la conservation des monuments historiques d'Alsace 9 (1874/76), S. 87. Wiltu leben one smertze/ so halt in einikeit din hertz... (8 Verse). 2 r -47 v GEISTLICHES WEIZENKORN. >Passio domini nostri Jesu Christi<. Dz liden unsers herren gezogen uff dz weissen kom. Wie man dz buwen, seigen... untz dz brot druß wurt. Christus unser lieber herre spricht: Es sig denn, dz das weissen korn, dz do fallet in die erd, ersterb, so blibt es allein.. . (Io 12,24) - .. .und do dur deilhafiig werden des riehen verdienlichen liden Jesu Christi, dz helff uns got amen. Schelb, S. 37 Anm. 1; A.V. Schelb , ,Geistliches Weizenkorn', in: 2 VL, 2, Sp. 1181. 47 v -48 v Zahlenmystische Auslegungen auf der Basis des Lebens Jesu. Merck zwei jor wz Jesus swigen noch gewenheit ander kinder. Der dag sint VIF und XXX 1 der stunden, sint XVII" V und XXI... der kneht die in fuorten worent IIIF. - 49 r -53 v leer. 54 r —131 r GEISTLICHE WEINREBE. > Von dem allerminrichsten liden Jesu Christi gezogen uff die winreb oder stock. Ego sum vitis vera (Io 15,13)<. Es spricht die ewige wißheit: Ich bin ein fruchtbare reb. So spricht Jesus Christus, der do ist die wißheit.- ...dz wir sin fruocht ewiklich niessen werden. Laus deo. Schelb, S. 37 Anm. 1; D.Schmidtke , ,Geistliche Weinrebe', in: 2 VL, 2, Sp. 1180 f (mit fehlerhafter Signatur und Blattangabe). 131 r — 140 r (KOMMUNION-)GEBETE UND BETRACHTUNGEN 131137 r >Ein guot andechtig gebett von dem liden Jesu Christi, und mag es sprechen, so man zuo dem sacrament wil gon<. O aller erbarmhertzigester getruwster milter vater und herre Jesu Christi, ich danck dir und mane dich..denn all min hojfnug und zuoversicht hab ich gesetzt in dich; München, BSB, Cgm 469 (aus Straßburg, St. Margarethen), 1 b ( Kat . V, 3, S. 382). 137 1 — 139 r >0 von dem liden Christi Jesu ein guot gebet. Und macht es noch dem zuogang spre- chen<. O myn almechtiger ewiger grosser starcker got, min zarter mineklicher vater... wz hastu ewiklich dur mich erliten... - .. .die du in diser spiß beslossen hest Amen. Erweiterung eines Eucharistiegebetes von Marquard von Lindau; A .J. Hofmann , Der Eucharistie-Traktat Mar- quards von Lindau, Tübingen 1960, S. 292 Z. 23-S. 293 Z. 5. 311 Schwarzach 19 139 r Gedenck, wie der herre Jesu am crutz alles sin liden vergaß und bat sinen vater... 139 v — 140 r Der mensch der contempli (!) wil, der sol sich lidig machen von allen ussern dingen... Mit Gebet Ach werder got und herre, ich danck dir, dz du keim engel woltest günnen... - ...hat gemacht und alles dz got ist. 140 r > Vor zuogan sancti Heromi (!)<. Milter herre Jesu, min krajft, min labung, min entpfoher... du hast mich geschaffen gebein..., Schluß fehlt; München, BSB, Cgm 469, 5a ( Kat . V, 3, S. 383) u. Basel, UB, Cod. B XI 26, 85 r -94 r ( Kat . B II, S. 1094). - 140 v -145 v leer. 146 r -177 r ZWÖLF FRÜCHTE DES LEIDENS CHRISTI. Dis sint XII sunderliche namhafte frücht des überwirdigen türen kostbaren lidens unsers lieben herren Jesu Christi... (147 v ) Zwölf fi'ucht sint hie zue mercken. Drig die ersten, die hören uns gegen got an. Die erste ist die frucht der versünung... in folkomnem friden, in stiller Sicherheit und in ewigem got niessen... Gleicher Text: München, BSB, Cgm 826, Nr. 10 ( Kat . V, 5, S.498) u. Cgm 5136, Nr.6 ( Kat . V,7, S. 482). - 177 v -178 v leer. 179 r — 191 r (PASSIONS)BETRACHTUNGEN 179 r-v Got spricht: bedenck mich, duostu dz, so wil ich dich bedencken. Glösa: mensch biß dar- ummnit besorget weder liplich... tuon ir dz, so werden ir schier rieh. 180 r — 185 v Ich han mich nütz geschetzet zuo wissen dann allein Jesum Cristum... (I Cor 2,2). Dis sint die wort des inbrunstigen appostolen sancti Pauli... (180 v ) Nuo ist hie war zuo nemen mit grossem ernst und Jliß, dz der mensch mag sich üben in den aller wirdigsten lyden des süssen herren Jesu Christi in VI leig wise. Zuom ersten in nochvolgen... der wunden und des lydens und bittern Sterbens Jesu Christi. Die VI leig wise selbst gehen auf Ps.-Bonaventura, Stimulus amo- ris, lib.I, cap.IV zurück (S.R.E. Cardinalis S.Bonaventurae... Opera omnia, hrsg. von A.C. Peltier , 12, Paris 1868, Sp.639-641). 185 v — 191 r FÜNF WEGE ZUM MITLEIDEN MIT CHRISTUS. >Hie vohent an die Vwege oder wisen do durch der mensch sich reisset zuo eim gruntlichen hertzlichen und entfintlichen mit- lyden zuo haben mit Christo.. .<. Wann als vor bitzhar geschriben stot von sechserleyge wisse oder wege sich zuo übende in dem lyden... dz ist von den tieffen heyssamen (!) wunden des heylandes Jesu Christi amen. — 191 v leer. 192 r -201 r PS.-BONAVENTURA SANCTUS, STIMULUS AMORIS, lib.I, cap.XV, deutsch. > Ein gebet vom liden Jesu Christi<. O herre Jesu Christe o worerfründ o aller liebster ge- mahel, mach leim uß spuwten... Hier umm so müssen wir glorieren in dem crutz unsers herren Jesu Christi. S. Bonaventurae... Opera omnia, 12 (s. oben), S. 659-661 a, Z. 47. 201 r —208 r ANDACHTSÜBUNG NACH DEN SIEBEN BITTEN. >Ein klein anwisung und leitung einer geistlichen Übung des, der do cristenlich und löblich leben wil durch die wochen noch den siben bitten des pater nosters.. .<. Zuom ersten so wir unßer gebet vor der gotlichen mayestat ußgiessen... - ...in unserm hertzen untz an dz end amen. Und dz ist die Vllde bette despater nosters noch der umgekerten Ordnung. 208 v -210 v leer. 312 Schwarzach 19 211 r —213 V UNTERWEISUNG FÜR DEN ORDENSEINTRITT. >Ein klein underwisung einer person, die do wil in ein orden gon, wz es sol gedenckn zuom ersten<. So du gost uß dem huse diner vordem, so gedenck wie got sprach zuo Abraham... (212 v ) ...Wan man dir anleit den schapren, so gedenck wie... der heilig orden ist ujfgesetzet dur unsern edelen hertzogen sanctum Dominicum... (21 3 V ) .. .wie Jesus zuo dir sprach kum min tub und swester min. 214' Fragment: In dem namen unsers herren Jesu Christi wil ich hie/. — 214 V leer. 215 r -232 r NOVIZENUNTERWEISUNG. Merck etlich nutzlich stucklin die nutz sint geistlichen personen und nuwelinig oder iunglingen, die man nempt novitzen... - ...dorumm hant si verdienet dz ewig leben. Deo gracias. 232 r -257 r BETRACHTUNGEN 232'-235 v Uber Ier 7,3f. >Ein gar nützlich guote lere merck eben<. Yeremias spricht: machen oben uwer weg und uwerfliß guot... Die glose: Mache dine wege guot, dz ist ein guot fürsatz und ein guoter wil... der mensch got mine und meine in sinem tuon und Ion. 236 r -238 v Ein guotwilliger cristen mensch sol haben grossen glouben in got und in dem grossen glouben grosse hoffhung... Wen er weiß, wz guot ist, und enwil nüt denn dz guot ist. Deo gracias. 239 r -249 r Die epistel wie Joseph verkoufft von sinen brüdem und in dem cisternen geworfen und dz ewangelium wie ein hußvater hat einen wingarten... Die glose über die epistel und dz ewan- gelium ist, dz die ordnug gotz in allen dingen muoßfürgon... durch lieb und leit, so mahtu nit gefeiten. Deo gracias. 249 r Der suocht woren fiiden, der sich allein merckt und sich ouch lot do er sich vindet... Und lot eim jeden sinen sinn on strit. 249 v -250 r Du solt got gantz zuo willen sin... wann got an allen Stetten ist... und also sat von li- den werden. Deo gracias. - 250 v -251 v leer. 252 r-v Crisostimus spricht, dz den menschen got nüt also glicht macht als daz man... und billich würdig sin aller strojf und buoß. 252 v -255 r >Ein guot ler merck<. Ler bi dir liden und vertragen senftmuetiklich eim unsittigen menschen... und ler dich selb und dinen nehsten liden. 255 r -257 r >Merck eben mit fliß<. Ker dich von allen creaturen zuo got dich Hessen die lüt wol dz din schaffen... der sich werlich ein sunder bekent und dz gemüt. 257 r -265 r FRANZISKANISCHER SENDBRIEF. >Ein gewores uftringen der begirden einer andechtigen seien in got<. Durch alle wölcken und nebel der zit... Sin holtseligen wort verkünden alwegen fiiden. Deo gracias. Ruh , Bonaventura deutsch, S. 256; K. Ruh , ,Sendbrief Ain wares uffdringen der begird', in: 2 VL, 8, Sp. 1071-1073. Der gleiche Text auch in BLB, St.Peter pap. 44, 84 r -89 r ( Kat . X, 1, S. 66). 313 Schwarzach 20 ■ Schwarzach 21 Schwarzach 20 Perüs mahzör, Kommentar, Fragment Pergament • 2 Bl. • 13. Jh. (?) Doppelblatt. Bl. 1 unten Textverlust, Bl. 2 am äußeren Rand und unten (hier ebenfalls geringer Verlust) beschnitten, weiter am inneren Rand wohl Fäulnisschäden mit Textverlust. Bl. 1 Schriftraum 22 x 17 cm, 33 Zeilen, B1.2 35 Zeilen. Falzspuren deuten darauf hin, daß das Fragment als Kopert verwendet worden war. Es wurde zwischen 1916 und 1919 von einem unbekannten Druck Schwarzacher Provenienz (wohl keine Inkunabel) abgelöst, der 1942 verbrannt sein wird. Pappband. Beschreibung s. Lit. Literatur: Ettlinger, S. 101; Roth/Striedl, S. 164f Nr.226. Schwarz ach 21 Voll-Lektionar, Fragment Pergament • 4 Bl. • 14. Jh. Bl. 2 u. 4 vollständig (28/27,5 x 19/18,5 cm), von Bl. 1 u. 3 ein 3,8 bzw. 3 cm breiter Längsstreifen erhalten. Bruchstück der beiden inneren Doppelblätter einer Lage. Schriftraum 19,5/19 x 13 cm, 23 Zeilen. Textura (rotundata) des 14. Jh's von einer Hand. Übliche Rubrizierung. Pappband. Herkunft: Bl. 4 wurde Ende des 19. Jh's (alte Signatur: Schwarzach 21), Bl. 1-3 1929 (alte Signatur: Schwarzach 27) ausgelöst aus Dg 286 fol. Ink. Inhalt: Hugo de Sancto Victore, De sacramentis Christia- nae fidei, Straßburg 1485 ( Hain 9025). Einband (alte Signatur: Schwarzach 27/28), Druck und Fragmente (alte Signatur: Schwarzach 21-22, 27) 1929 getrennt, 1994 Einband, Druck und Schwarzach 22 (Exlibris Jakob Oberwein) wieder zusammengeführt, Schwarzach 21 und 27 vereinigt. Heller Lederband mit Streicheisenlinien und Einzelstempeln, zwei Schließen, von Kyriss , Schuttern (S. 149 f) dem Kloster Schuttern in der Regierungszeit Abt Johann Widels (1491-1518) zugewiesen; Stempel stark abgerieben, nicht auf der von Kyriss beigegebenen Tafel. Auf dem Vorderdeckel Hugo de Sancto Victore de Sacramentis (16. Jh.). Vorderspiegel aufgeklebter Zettel (alte Signatur: Schwarzach 22) mit handschriftlichem Wappenexlibris und Besitzvermerk Sum Iacobi Oberwein ex Baden conventualis in Schwartzach anno 1615 (1638-1643 Abt von Schwarzach; s. S. 112). - Besitzvermerke auf dem Titelblatt: a. Est Michaelis Hammer hic codicellus iuxtaque comparatus Argentinense Anno Virginei partus 1537 (s. S. 111). b. F. Sim- monis Fimkomn (1562 bis 1574 als Prior von Schwarzach belegt, später evangelischer Prädikant in Drusenheim/Elsaß; s. S. 111 und Cod. Schwarzach 11). c. Nam velut est virtus aeterna bonumque perhenne, Sic virtute suo stant bene parta loco. F. Casparus Zinck Conventualis in Schwartzach Anno [15] 96 (1610 und 1616 als Pfarrer in zwei zu Schwarzach gehörenden Pfarreien nachweisbar, 1616 Prior; Reinfried, Schwarzach 2, S. 99, 120; s. auch Schwarzach 9 und S. 112). d. Sum Monasterii SS. Aplor. Petri et Pauli in Schwartzach 1650. In den Säkularisationsakten ist der Druck unter Hugo de S. Victore de 1485 erfaßt (BLB, K 2986,16, 58 r ). 314 Schwarzach 21 • Schwarzach 23 Literatur: Kyriss , Schuttern, S. 149 f. VOLL-LEKTIONAR, Fragment. Proprium de tempore. Teile von Feria II post Dominicam I in quadragesima, Lectio secundum Mattheum ( dico ®[obis quamdiu fecistis]...) bis Feria VI, Lectio secundum Iohannem. Schwarzach 22 (Exlibris Jakob Oberwein) s. Schwarzach 21 Schwarz ach 23 Theodulus Italus cum commento, Fragment Pergament • 2 Streifen • 14. Jh. 2 Querstreifen, zusammen ca. 9 x 19,8 cm. Bruchstücke eines Doppelblattes einer Duodezhandschrift, ehemals drittes Doppelblatt von innen. Schriftbreite 8,3 cm. Grundtext Textura, Kommentar in kleinerer Bastarda, 14. Jh. Übliche Rubrizierung. Beiliegend ein stark abgeriebenes Pergamentfragment theologischen Inhalts. Pappband. Herkunft: 1920 abgelöst aus Dd 184 Ink. der BLB. Inhalt: a. Thomas a Kempis, Imitatio Christi (fragm.). Daran: Johannes Gerson, De meditatione cordis, Straßburg 1487 (Hain 9092); b. Mensa phi- losophica, Heidelberg 1489 (Hain 11080). Brauner Lederband mit Streicheisenlinien und Einzelstempel, eine Schließe. Buchblock durch Tierfraß und Schimmel geschädigt. Titelblatt: a. Libellulum hunc acce- pi... voluntate ex libris Jo. Habergeßerß (Matr. Heidelberg 1, S. 397: immatr. 4.9.1490, de Wormatia cler. Wormat. dyoc.) vicarius S. Birmini (?) post eius obitum et nunc ex gratia singulari pie eins executoris... d. Hinricus Birgell(?) vicarius... anno salutis [15] 6.5 (?), b. Jost Merrhoffer 1582, c. Nicolaus Berlich vicarius vel spiritualis ad annum 1575, d. Ioannes Rullius (Matr. Freiburg 1, S. 321, immatr. 10.4.1540, e Spira laic. dioc. eiusdem) dono dedit famulo suo Hieronymo Zaltbarchio ipso die dominica Reminiscere anno 1576... Badenae actum..., e. Johannis Scherers Ao. [15]S2 (Schwarzacher Konventuale, 1585 als Pfarrer von Vimbuch, 1589 als Kaplan von Ulm belegt; Reinfried , Schwarzach 2, S. 99, 120; Gärtner, S. 318). Rückseite des Titelblatts: Si vis esse pius, Jugias consortia Minneli/ Quare si non fugias, non pius esse potes. 2 r : Monasterii Schwarzach ad Rhenum 1500(\ ) (3. Viertel des 18. Jh's). 56 v -57 r (an Druck a) zwei kurze Traktate, Kursive des 16. Jh's: (56 v ) >De amore dei et sui ipsius<. Quid est ex toto corde dilige- re... (57 r ) Getilgter Provenienzvermerk Jod schopper. >Nota de purgatorio. ..<. Constat quod non omne peccatum est mortale... THEODULUS ITALUS, ECLOGA. Text: Bernhard d'Utrecht. Commentum in Theodulum (1076-1099), edite par R.B.C. Huygens , Spoleto 1977, S.9-18. Bestand: V.37-40, 73, 77- 80, 81-84 mit Teilen des Kommentars Eglogam tres sunt partes seu diversitationes (Alexander Neckam zugeschrieben); s. P. O. Kristeller , Catalogus translationum et commentariorum: Mediaeval and renaissance latin translations and commentaries, 2, Washington 1971, S. 389- 315 Schwarzach 23 • Schwarzach 25 398. Der Kommentar ist greifbar u.a. in Stuttgart, WLB, Cod. poet. et phil. quart. 34, 61 ra - 76 vb (K at . 1,2, S.99-1 Ol). Schwarzach 24 Alexander de Villa Dei, Fragment Pergament • 1 Bl. u. Fragm. • 14. Jh. Blatt einer Oktavhandschrift, horizontal zerschnitten, 8 weitere kleine Fragmente. Schriftraum 16 x 7,5 cm, 30 Zeilen, gotische Buchschrift von einer Hand, übliche Rubrizierung. Pappband. Herkunft: 1920 abgelöst aus Do 437 Ink. der BLB. Inhalt: Johannes de Verdena, Sermones ,Dormi secu- re' de tempore et de sanctis, Bd. 1, Köln 1504, Bd. 2, Köln 1500 ( Hain 15967). Zeitgleich ausgelöst wurde der Vorderspiegel mit Eintrag Gedencket wmb gotz willen deß ersamen manß Conradt Kitzingerß deß buochdruckerß deß jor tzeyt wirdt werden uff nest montag zw den karthüsern (um 1500). Auf eine Druckerei weist auch der ehemalige Hinterspiegel mit Teildruck eines Holzschnittes (Schöpfung?) hin. Titelblatt Oratorium Religiosorum Reverendissimi Gevarae (fälschliche Zuschreibung; Antonio de Guevara, Oratorium religiosorum, s. The National Union Catalog (NUC). Pre-1956 imprints, 222, London/Wis- bech 1972, S. 199) und Sum Monasterii SS. Apostolorum Petri et Pauli in Schwarzach (17. Jh. 2 ). 3 r Mona- sterii Ss. Apostolorum Petri Pauli in Schwarzach ad Rhenum (3. Viertel des 18. Jh's). Hinterspiegel Jerg Schmid von seiner Muotter... (17. Jh.), derselbe Name auch auf dem Vorderspiegel als Teil eines längeren Eintrags; Federproben. Literatur: E ttlinger , S. 101. ALEXANDER DE VILLA DEI, DOCTRINALE. Text: Das Doctrinale des Alexander de Villa-Dei, bearb. von D.R eichling , Neudruck Leipzig 1893, S. 7-178. Bestand: V. 1585- 1644 (V. 1614 def.), weiter u. a. Teile von V. 1523-1529, 1555-1561. Schwarzach 25 Publius Terentius Afer, Andria, cum commento, Fragment Papier • 4 Bl. • 15. Jh. 2 Auf Trägerblatt aufgeklebter fragm. heller Lederbezug eines Duodezeinbandes mit Streicheisenlinien und Rollenstempeln (gezählt Bl. 1). 2 r ehemaliger Spiegel, 15 x 9,7 cm. Kursive, datiert 1533. 3 r -5 v jeweils waagrecht zerschnittene Blätter einer Quarthandschrift. 3'-4 v Notula des 15. Jh's von einer Hand. Schriftraumbreite ca. 14 cm, übliche Rubrizierung. Am Rand ausgeworfene Namen und Sachbegriffe in Rot. 5 r " v Bastarda des 15. Jh's von einer Hand, interlineare Glossen in Notula, Schriftraumbreite 12 cm, 316 Schwarzach 25 • Schwarzach 26 übliche Rubrizierung. Wz.-Fragment Ochsenkopf mit Augen, zweikonturiger Stange und fünfblättriger Blume, nicht bei Piccard . Pappband. Herkunft: 1921 ausgelöst aus dem Deckel eines Drucks des 16. Jh's Schwarzacher Provenienz, dieser wohl 1942 verbrannt. Alte Signatur der Hofbibliothek: A XVIII.11.1 7 (2 r ). Literatur: Kristeller 3, S. 581. 2 r REZEPT GEGEN KRÄTZE. >Remedium wider die rud<. Nimm Sengelnessel wurtzlen ein gude hantvoll... probatum est per Martinum Weschouer Anno 1533. 3 r -5 v PUBLIUS TERENTIUS AFER, ANDRIA, CUM COMMENTO. (3 r " v ) Vita Terentii, Anfang fehlt. Gekürzte und überarbeitete Fassung der Terenzvita Petrarcas (K. Dziatzko, Zu Terentius im Mittelalter, in: Neue Jahrbücher für Philologie und Pädagogik 149 (1894), S. 474 Nr.VII; Text: A.Jeno, Az o-es közepkori Terentiusbiographiak, Budapest 1887, S. 47- 51). Explicit:. ..mortuus defunctus ac sepultus ipso eodem die quo natus est ut _£w[ebius] refert in cronicis. (3 V ) Uber Schauspielgattungen. >Deformans (?) autem qualitatem quod comicum dici- tur<. Est enim comicum genus humile, a tragediaprincipio et fine differens... (3 V -4 V ) Expositio in Andriam. >Titulus Pubiii Terencii Affri poete comici Andria.. .<. Dicitur Terrencius Publius ea quod publio{\) ere remuneratus sit... sie estfinis audire exposicionis. (4 V ) Fragm. Scholien. Me- retrix exprostibula est... (5 r ~ v ) Terentius Afer, Publius, Andria. Text: P.Terentii Afri Comoe- diae, hrsg. von S. Prete , Heidelberg 1954, S. 53-112. Bestand: V. 274-325, mit Lücken. Interlinearglossen. - Ähnliche zeitgleiche Glossen auch in dem Terentiusdruck Pc 153 fol. Ink. (Hain 15431) der BLB aus dem Offenburger Franziskanerkloster. Schwarzach 26 Thematisierte Vulgataexzerpte Papier • 6 Bl. • 16,1x10,4 • wohl Schwarzach • um 1525 1 Ternio, Bl. 1 fehlt zum großen Teil. Wz.: Erdkreis (?) mit Stange und Stern, Beschriftung belegt für 1525 ( Piccard , Expertise). Kursive des 16. Jh's. Pappband. Herkunft: Aus dem 1942 verbrannten Druck Pc 1552: Desiderius Erasmus, Enchiridion militis Christia- ni, Straßburg 1521 ( Katalog Hof- und Landesbibl . 2, S. 518 Nr. 23961; VD 16, E 2761), dort einst lose eingelegt. VULGATAEXZERPTE. (2 r ) /Item Modestia vestra nota sit omnibus hominibus etc. (Phil 5,4). Collo: 4 Sapientiae ambulare super extraneos opportunitatem redimendos (Col 4,5)... Zu einem Motto jeweils eine oder mehrere Bibelstellen vor allem des NT (in der Übersetzung des Erasmus von Rotterdam). Wohl zur Predigtvorbereitung. 317 Schwarzach 26 • Schwarzach 29 Schwarzach 27(/28) (Einband der Inkunabel Dg 286 fol. Ink.) s. Schwarzach 21 Schwarzach 28 Missale Romanum, Fragment Pergament • 2 Bl. ■ 15. Jh. 2 Bl., 27/26,5 x 21,5/20,5 cm, daneben 6 kleinere Bruchstücke derselben Handschrift. 1929 aus den Deckeln eines Drucks Schwarzacher Provenienz (s. unten) ausgelöst. Schriftspiegel ursprünglich ca. 25,5 x 18 cm, 2 Spalten. Textura von einer Hand des 15. Jh's. Übliche Rubrizierung. Herkunft: 2 V Eintrag Anno domini millesimo quingentesimo XI. emi hunc librum pro VIIfl. ipso die Symo- nis et Jude Hieronymus. Daneben, von anderer Hand: dysse buch kost VIIIß. d. Möglicherweise abgelöst aus dem 1942 verbrannten Druck Antonius Florentinus, Confessionale, Paris 1510, Da 24 (Katalog Hof- und Landesbibl. 1, S. 125 Nr. 4938); s. A. Holder/H.Ehrensberger/W.Brambach , Schwarzach 1-19 (hs. Katalog), hier Notiz auf dem Vorderspiegel: Da 24 perg. (Missale). MISSALE ROMANUM, Fragment. Proprium de sanctis. (l r ~ v ) Teile von Purificatio B. M. V. (2.2., mit dem Anfang der Sequenz AH 53 Nr. 99), Blasii (3.2.), Agathe (5.2.); (2 r_v ) Teile von Inventio crucis (3.5.), Alexandri et Eventii (3.5.), Corona domini spinea (4.5.). Schwarzach 29 Antiphonale, Fragment Pergament • 1 Bl. • 11. Jh. 2 Fragmente eines senkrecht zerschnittenen Blattes einer Oktavhandschrift. Als Falzverstärkung verwendet mit Einschnitten für die Bünde; Mittelteil fehlt. Karolingische Minuskel des 11. Jh's, übliche Rubrizierung, St. Galler Neumen. Ausgelöst aus dem beiliegenden Einband des 1942 verbrannten Drucks Postilla Guillermi super Epistolas et Evangelia..., Basel 1516 oder 1520 (De 364 oder 365; Katalog Hof- und Landesbibl . 1, S.218; VD 16, E 4392 oder 4397). Brauner Halblederband mit Streicheisenlinien und Rollenstempeln, ehemals eine Schließe. Fragm. Rückenschild Guillermi postilla [super] Epistolas Evangelia totius anni pro Tempore, Sanctis [et] pro defunctis (16. Jh., darüber Reste eines jüngeren Schilds), darunter Schwarzacher Signaturschild A.O. 8. In den Säkularisationsakten ist der Druck unter Postilla Guillermi (BLB, K 2986,16, 58 r ) aufgeführt. Alte Realsignatur der Hofbibliothek: B.X. 7. ANTIPHONALE. Teile der Conversio und/oder Commemoratio s. Pauli. (l r ) Rubrik [In con ]versione Sancti Pauli. 318 Schwarzach 30 • Schwarzach31 Schwarzach 30 (olim U. H. Fragm. 39) Beda Venerabiiis • Biblia sacra Pergament ■ Frankreich (?), 9. Jh. Ehemalige Spiegel (I) und Lagenverstärkungen (II) des Drucks Ei 18 fol. Ink.: Bernardus Parmensis, Casus longi super libros quinque decretalium, Straßburg 1484 (GW 4095), um 1970 ausgelöst. I r des Drucks Vermerk Scholastico (15. Jh.), V Monastenum Schwartzach (16. Jh.). Die Inkunabel ist in den Säkularisationsakten unter Longi Bemardi Casus super decretales. Argent. 1484, 1 [Bd.] (BLB, K 2986, 16, Bl. 25 v ) und Casus longi Bemardi super libros decretalium de 1484 (59 v ) erfaßt. I Zwei seitlich (ohne Textverlust) beschnittene Pergamentblätter. 29 x 20,5 cm. 29 Zeilen. Karolingische Minuskel, 9. Jh. 2 . Zitate rot. l r " v BEDA VENERABILIS, IN EPISTOLAM I IOHANNIS. Text: CCSL 121, S. 284-328, hier: lib. IV, Z. 132-206. 2 r_v BEDA VENERABILIS, IN LUCAE EVANGELIUM EXPOSITIO. Text: CCSL 120, S. 1-425, hier: lib. IV, Z. 1925-1991. Bischoff , Nr. 1511 weist die beiden Blätter fälschlicherweise derselben Handschrift zu, aus der die Smaragdus Sancti Michaelis-Fragmente Cod. Heid. NF 18 (olim Heid. Hs. 3965,1) und die Spiegel der Inkunabel BLB, Bi 118 Ink. stammen. II 50 streifenförmige, etwa 0,6 cm breite, überwiegend waagrechte Ausschnitte aus einer Foliohandschrift. Karolingische Minuskel. Zweispaltig, Schriftraumbreite 23-26 cm. Frankreich (?), etwa 2. Viertel des 9. Jh's ( Bischoff , Nr. 1789). BIBLIA SACRA. Bruchstücke aus Dt, III Rg, los, Is. Schwarzach 31, Fragmente Noch existent: 2 Oktavbuchdeckel eines wohl 1942 verbrannten Drucks des 16. Jh's Schwarzacher Provenienz. Reste des braunen Lederbezugs, Einzelstempel und Streicheisenlinien, ehemals zwei Schließen. Schwacher Abklatsch der ehemals an die Deckel geklebten Fragmente, Textura. Nicht mehr auffindbar. 319 Thennenbach 1 Thennenbach 1 Graduale cisterciense Pergament ■ 1 (Pap.) + 108 Bl. • 39,5 x 29,7 • Ostfrankreich oder Südwestdeutschland (Tennenbach?) • um 1225 (Hauptteil) Lagen: 1, (II-l) 4 , (II-2) 6 , 4 IV 38 , III 44 , 4 IV 76 , III 82 , 2 IV 98 , III 104 , (IV-3) 109 . Blatt- und Textverlust nach Bl. 6 (2 Bl.), 44 (25 Bl.), 79 (1 Doppelbl.), 101 (1 Doppeibl.) und am Ende der Handschrift (mindestens 3 Bl.); teilweise ausgeschnitten sind B1.49 u. 105 (Initialen). Leichter Tintenfraß. Zeitgenössische Foliierung I-XXXII, XXXIIII-XXXVII, XXXIX-XL, LXVI-C, CIII-CXXIUI, CXXVII-CXXIX, CXXXI-CXXXIIII. Bl. 1 Baseler Adler-Wz. mit Initialen N.H. (Nikiaus Heusler), Beschriftung für 1584-1588 belegt ( Piccard , Expertise). Schriftraum 32 x 22 cm, 10 Notensysteme (Quadratnotation auf vier roten Linien) mit entsprechender Anzahl Textzeilen. Hauptteil Bl. 7 r -109 v Textura um 1225 von mehreren Händen; Bl. 2 V -6 V humanistische Minuskel des 15. Jh's von einer Hand; Bl. l r u. 109 v Nachtrag des 16. Jh's, deutsche Kurrentschrift, weiter Nachträge verschiedener Hände vom 13. bis zum 17. Jh. im Grundstock. Übliche Rubrizierung (rot-blau-grün), blau-rote und grün-rote Initialen mit Palmettenfleu- ronnee, qualitätvolle blau-grüne historisierte Initialen auf Goldgrund (7 r , 15", 50 r , 52 r ). Neuer Lederband von 1967. Die alten, separat aufbewahrten Einbanddeckel (um 1585, s. unten) sind mit Streicheisenlinien sowie Rollenstempeln verziert (stark abgerieben, s. Cod. Thennenbach 2-3). Zwei von ehemals vier Buckeln pro Deckel erhalten, ehemals zwei Schließen. 1613 Tennenbacher Abtswappen eingepreßt (s. Herkunft). Die 1967 abgelöste Makulatur ist heute separat aufbewahrt (s. Fragmente 1-3). Herkunft: Der Buchschmuck weist auf ein ostfranzösisches oder südwestdeutsches Zisterzienserskripto- rium hin; Beer , Initial und Miniatur (Nr.38) hält Herstellung in Tennenbach für möglich. Nach den Heiligen des Proprium de sanctis entstand der Codex um 1225. Auf Bl. 104 r und 105" wurden im 16. und 14. Jh. das Gallus- und das Konrad-Meßformular nachgetragen. Die Einbände von Cod. Thennenbach 1-3 entstanden um 1585 (Datierung des zeitgleich eingefügten Papiers bei Thennenbach 1 (Bl. 1) und 3 (Bl. 138-143)) in derselben Werkstatt unter Verwendung von Makulatur aus z.T. denselben Handschriften (s. Fragment 1-2) und mit identischen Rollenstempeln. 1613 wurden einheitlich die Stempel IHS, das Wappen des Tennenbacher Abtes Martin II. Schleher (1585-1627), seine Initialen und die Jahreszahl 1613 angebracht. Der Vorderdeckel von Thennenbach 1 trägt heute die Stempel IHS, 1613 und M.A.T. (Martinus abbas Thennenbacensis), der Hinterdeckel den Wappenstempel sowie M.A. (Marti- nus abbas). In den Säkularisationsakten sind Thennenbach 1-3 als (123.) 3 Choralbücher Mscpt. mit gemalten Anfangsbuchstaben verzeichnet (BLB, K 2986,18, 6 V , 10 r ). Literatur: Ehrensberger , S.55 Nr. 1; Ettlinger , S.60, 101; Marosszeki , S. 155; Ferdinand , S.43f; Beer , Initial und Miniatur, Nr.38; Miazga , S.24 (I 48 + 18); E.Beer , Zur Buchmalerei der Zisterzienser im oberdeutschen Gebiet im 12. und 13. Jahrhundert, in: Bau- und Bildkunst im Spiegel internationaler Forschung. Festschrift zum 80. Geburtstag von E. Lehmann..., Berlin 1989, S. 85 f. l r Kyrie und Agnus Dei, Nachtrag des 16. Jh's; Ferdinand , S. 43 f. 320 Thennenbach 1 2 V -6 V >Antiphonae ad tertiam per circulum anni diebus duarum missarum<. Beginnt >In Adventu domini< und bricht in >XI millium virginum< ab. 7 r -70 r PROPRIUM DE TEMPORE. (7 r ) > Dominica prima adventus domini<, (13 r ) >In vigilia nativitatis domini<, (17 r ) >In epiphania domini<, (24 r ) >Feria quarta in capite ieiunii<, (45 r ) >Dominica prima post albas<, (49 r ) >In vigilia ascensionis domini<, (51 r ) >In vigilia pentecostes<, (56 r ) > Dominica prima postpentecosten<, (69 v ) > Dominica XXIIa<. 70 r —105 v PROPRIUM DE SANCTIS. >In vigilia sancti Andree apostoli < bis >Katherine virgi- nis<. Entspricht dem zisterziensischen Heiligenkalender um 1225. U. a. fällt >Ruoberti abbatis< (87 v ) bereits auf den 29.4.; Marosszeki, S. 43. 105 v -106 v >In dedicatione ecclesiae<. 106 v >In dedicatione altaris<. 106 v MISSAE VOTIVAE. >Pro familiaribus<... >Pro infirmis<. Nachträge des 16./17. Jh's: >Missa contra paganos et haereticos<, >Missa de quindecim auxiliaribus<. 106 v -108 r MISSA DEFUNCTORUM. -Pro defunctis<; >Presente defuncto. et in maioribus an- niversariis. Tractus<. 108 r_v >Adaquam benedictam apasca usque adpentecostem<... >apentecoste usque adpasca<. 108 v -109 v KYRIALE. Kyrie, Gloria (beide Texte waren, wie Klebespuren zeigen, zeitweise überklebt), Credo, Sanctus (nur Anfang erhalten); Ferdinand, S. 44; Miazga , S.23f. (109 v ) Kyrienachtrag der Hand von Bl. l r ; Ferdinand, S. 44 (KY.7). FRAGMENTE 1. Vier Pergamentfragmente von unregelmäßiger Form, die die Reste zweier Doppelblätter aus zwei verschiedenen Lagen bilden. Schriftspiegel 14,5 x 10 cm, 26 Zeilen. Textura von einer Hand des 14. Jh's. Übliche Rubrizierung. Fleuronnee der Initialen an den Texträndern entlanggeführt. Fragmente derselben Handschrift bzw. Leimabdrucke verlorener Teile finden sich auch bei Cod. Thennenbach 2. ALCHERIUS CLARAEVALLENSIS (?), DE SPIRITU ET ANIMA lib.I. Teile der Kapitel 14 f, 23 f, 30-34; Text: PL 40, Paris 1887, Sp. 779-832; s. Glorieux , Migne, S. 27. 2. Pergamentblatt, in zwei Längsstreifen zerschnitten und ehemals als Einbandverstärkung verwendet; ca. 40 x 28 cm, Schriftraum 32/30 x 25 cm, 10 bzw. 12 Notensysteme (Quadratnotation auf 5 Linien, F-Linie schwarz) mit entsprechender Anzahl Textzeilen. Textura von einer Hand des 14. Jh's, übliche Rubrizierung. Cod. Thennenbach 2 enthält Makulatur aus demselben Antiphonale. ANTIPHONALE CISTERCIENSE. Teil des Offiziums Corona domini spinea. 321 Thennenbach 1 • Thennenbach 2 3. Pergamentblatt, ca. 16 x 8 cm, deutsche Kurrentschrift des 16.Jh's. NOTARIATSINSTRUMENT. Fragmentarische Testamentsurkunde des Notars Georg Pf...', erwähnt wird der speyerische Amtsträger Georg Jung. Thennenbach 2 Antiphonale et Hymnarium cisterciense, pars aestivalis Pergament • 161 Bl. • 41x29,5 • Zisterzienser • 13. Jh. 2 Lagen: 4 IV 32 , (IV-1) 39 , (IV-2) 45 , 14 IV 157 , (II-2) 159 , I 161 . Textverlust zu Beginn der Handschrift, nach B1.39 (1 Bl.), 43 (2 BL), 125 (1 Lage), 149 (1 Lage) und am Ende der Handschrift. Von Bl. 161 geringer Rest erhalten; Bl. 71 und 110 Randbeschnitt ohne Textverlust, bei Bl. 131 alt angesetzt. Foliierung des 17. Jh's 7-45, 47-50, 53- 72 (bis), 73-78, (78a), 79-116, (116a), 117-156. Schriftraum 31 x 21/20 cm, 11 Notensysteme (Quadratnotation, vier Linien, C-Linie grün, F-Linie rot) mit entsprechender Anzahl Textzeilen. Textura von mehreren Händen, 13. Jh. 2 . Nachträge des 14.-18. Jh's, z.T. notiert, 65 v - 66 r signiert 1547 C.K. und Fr. C.K. Übliche Rubrizierung (rot-blau), qualitätvolle rot-blaue Initialen mit Palmettenfleuronnee. Heller Lederband um 1585 (s. Herkunft) mit Streicheisenlinien und Rollenstempeln (Blumenrolle; Ornamentrolle; Carolus-Iulius-Vespasianus-Nero, 177 x 17 mm; Iulius-Virgili- us-Cicero-Ovidius, 154 x 14 mm, nicht bei Haebler ). Ehemals vier Buckel pro Deckel, zwei Schließen. 1978 Rücken ergänzt, 1978 und 1992 Makulatur ausgelöst (s. Fragmente), darunter ein fragmentarisches Papierblatt mit Wasserzeichen Doppeladler mit Krone (vgl. Briquet Nr. 242:1581). Herkunft: Inhalt, Buchschmuck und Tonar (150 r — 153 r ) weisen auf ein Zisterzienserskriptorium. Um 1585 ist die Handschrift, wie auch Thennenbach 1 und 3, neu eingebunden worden. Der Vorderdeckel trägt heute die später angebrachten Stempel IHS, 1613 und F. M.A. T. (Frater Martinus abbas Thennen- bacensis), der Hinterdeckel das Wappen des Tennenbacher Abtes Martin II. Schleher und M.A. (Martinus abbas); s. Thennenbach 1. In den Säkularisationsakten sind Thennenbach 1-3 als (123.) 3 Choralbücher Mscpt. mit gemalten Anfangsbuchstaben verzeichnet (BLB, K 2986, 18, 6 V , 10 r ). Rest des Vorderspiegels mit Ubernahmevermerk Thb. (Blei) der Säkularisationszeit. Literatur: Ehrensberger , S. 15 f Nr. 15; Ettlinger , S. 60, 101; Moberg , S.XIX u . S. 175; Marosszeki, S. 144; H uglo , S. 362. 1 r —52 v PROPRIUM DE TEMPORE, Beginn fehlt. H uot , Nr. 65 (Beginn in Feria VI)-76, 87, Einschub Nr.32-37 (zum Teil mit Lectio), Nr.79-80, 31, 81-86. Nachträge vor allem des 15.-17. Jh's. Bemerkenswert: (l v -2 r ) Responsorium O Beati viri Roberti, 16./17. Jh.; (65 v - 66 r ) > Per octavam sancti Johannis evangelistae<, gezeichnet Frater C.K., 1547. 52 v — 125 v PROPRIUM DE SANCTIS. H uot , Nr. 96-102, >Iohannis ante portam latinam<, 103-114, 133, 115-121, Abbruch mit der ersten Nokturn. 322 Thennenbach 2 • Thennenbach 3 126 r — 148 v COMMUNE SANCTORUM, Anfang fehlt. Huot , Nr. 124 (Beginn in der Prim- Antiphon)-130. 148 v — 1 49 v >In dedicatione<, Ende fehlt. Huot , Nr. 131, Abbruch im Versikel nach dem ersten Responsorium der 1. Nokturn. 150 r ~ v Ps 94, 3-11 (notiert), davor Textverlust. 150 v —153 r TONARIUS CISTERCIENSIS. >Primus thonus<. Gloria seculorum amen. Primum querite regnum dei. >Secundus tonus<... Secundum autem simile est huic. > Tercius tonus<... Ter- cia dies est quo hec facta sunt. > Tonus IIIIus<... Quarta vigilia venit ad eos. > Quintus tonus<... Quinqueprudentes intraverunt ad nuptias. >Sextus<... Sexta hora sedit seper (!) puteum. >Septi- mus tonus<... Septem sunt Spiritus ante thronum dei. > Octavus tonus<... Octo sunt beatitudines. Huglo , S.362 (tonaire bref). 1 53 v — 154 v Chevalier , Nr.20086, 20075. 154 v — 160 v HYMNARIUM CISTERCIENSE. Weinmann , Nr.23, 26, 29, 39f, 21 (Str. 1-3, 13), 32 (Zusatzstr. in der Handschrift nach Str. 4), 41, 35, 18, 48, 42 f (entsprechend AH 50 Nr. 12, AH 51 Nr. 87, 92, AH 27 Nr. 137, AH 50 Nr. 15, AH 43 Nr. 394 (Str. 1 -3, 9), Chevalier , Nr. 19483, AH 50 Nr. 16, AH 51 Nr. 128, 75 (nur Anfang), AH 50 Nr. 17 (nur Anfang), AH 14 Nr. 74, AH 52 Nr. 79, Abbruch mit Str. 1). FRAGMENTE 1. Abklatsch zweier Streifen (9 x 9 cm u. 4,5 x 2 cm) im Vorderdeckel und Fragment eines Doppelblattes (19,7 x 11 cm) vom Flinterdeckel. Bruchstücke derselben Handschrift auch bei Cod. Thennenbach 1. ALCHERIUS CLARAEVALLENSIS (?), DE SPIRITU ET ANIMA lib.I. Teile der Kapitel 32 (Abklatsch) u. 33. Text: PL 40, Paris 1887, Sp. 779-832; s. Glorieux , Migne, S. 27. 2. 2 Fragmente eines Pergamentblattes (38 x 13/14,5 cm u. 12 x 12 cm). Der kleinere Teil ursprünglich auch 37 cm lang; Abklatsch des Verlorenen im Vorderdeckel. Bruchstücke derselben Handschrift auch bei Cod. Thennenbach 1. ANTIPHONALE CISTERCIENSE MIT LEKTIONEN. Ende des Offiziums Corona do- mini spinea. - Epistelperikopen: Is 28, 3-6; Sap 18,24; lob 19,9-11, 13-14. Thennenbach 3 Antiphonale cisterciense Pergament • 1 (Pap.) + 137 + 7 (Pap.) Bl. • 34 x 24 • Zisterzienser ■ 13. Jh. 2 Lagen: 1, 3 IV 24 , III 30 , 7 IV 86 , 3, 6 rV 137 , III 143 , 1. Textverlust zu Beginn der Handschrift (1 Lage), nach B1.27 (1 Doppelbl.), 86 (1 Lage) und 137. Bl. 138-143 Baseler Adler-Wz. mit Initialen N.H. (Nikiaus 323 Thennenbach 3 Heusler), Beschriftung für 1584-1588 belegt ( Piccard , Expertise; s. Cod. Thennenbach 1). Fehlerhafte Paginierung des 17. Jh's 17-70, 75-201, 203-261, 263-265, 267-282, 183-197. Schriftraum 26 x 19/ 18,5 cm, neun Notensysteme (Quadratnotation, vier rote Linien mit C-Schlüssel) mit entsprechender Anzahl Textzeilen. Textura von mehreren Händen des 13. Jh's, Nachträge vom 14. bis zum 18. Jh. im Grundstock. Bl. 87-88 (15. Jh.) und Bl. 89, 138-143 (16. Jh.) Ergänzung verlorener Grundstockteile auf zusätzlich eingefügten Blättern. Übliche Rubrizierung (rot/blau), blau-rote, qualitätvolle Initialen mit Palmettenfleuronnee. Heller Lederband um 1585 (s. Herkunft) mit Streicheisenlinien und Rollenstempeln (Blumenrolle, Ornamentrolle und Cäsarenrolle, wie bei Thennenbach 2). Vier Buckel pro Deckel, zwei Schließen. Zwei Lederlesezeichen. 1977 Makulatur ausgelöst (s. Fragment), Spiegel abgelöst, Rük- ken ersetzt. Herkunft: Inhalt und Buchschmuck weisen auf ein Zisterzienserskriptorium, Schrift und Buchschmuck in die zweite Hälfte des 13. Jh's. Von einer Hand des 16. Jh's wurde auf Bl. 19 v mit Auszeichnungsschrift (In festo S. P. N. Benedicti) der Beginn des Festes >In Nativitatis S. Benedicti< besonders hervorgehoben, so daß sich die Handschrift zu dieser Zeit vielleicht in einem Benediktinerkloster befand. Um 1585 sind Thennenbach 1-3 in einer Werkstatt neu eingebunden worden. Der Vorderdeckel von Thennenbach 3 trägt heute die später angebrachten Stempel IHS, 1613 und F. M.A. T. (Frater Martinus abbas Thennen- bacensis), der Hinterdeckel das Wappen des Tennenbacher Abtes Martin II. Schleher (1585-1627; in kleinerer Ausführung als bei Thennenbach 1-2) und M.A. (Martinus abbas); s. Thennenbach 1. In den Säkularisationsakten sind Thennenbach 1-3 als (123.) 3 Choralbücher Mscpt. mit gemalten Anfangsbuchstaben verzeichnet (BLB, K 2986,18, 6 V , 10 r ). Auf dem Vorderspiegel (I v ) Ubernahmevermerk Thb. (Blei) der Säkularisationszeit. Literatur: Eiirensberger, S. 14 Nr. 8; Ettlinger, S. 60, 101; Marosszeki, S. 144. F, 144 r (ehemalige Spiegel) Inhaltsverzeichnis des 17./18. Jh's unter Einschluß der heute verlorenen S. 7-16. In den Jahreslauf sind einige erst im 17. Jh. eingeführte Heiligenfeste eingereiht; für den Text der Messe wird, wie auch bei ähnlichen, gleichzeitigen Nachträgen im Hauptteil, auf ein (Missale-)Supplementum verwiesen. 1 r — 1 03 r PROPRIUM DE SANCTIS, Beginn fehlt. Setzt ein mit dem Ende von H uot, Nr.89, weiter: H uot , Nr. 90-91, De s. Vincentio, 92-113, 133, 115-123. Nach Bl. 86 Textverlust im Grundstock ( H uot , Nr. 118, Abbruch in der Non-Antiphon). Bl. 87-88 schließen mit Text und Notensystemen, ergänzt von einer Hand des 15. Jh's, bruchlos an; wiederum Abbruch bei H uot , Nr. 119 (Abbruch im ersten Responsorium der 1. Nokturn). Es folgen auf Bl. 89 von zwei Händen des 15. und 16. Jh's weitere Teile von H uot , Nr. 119 sowie die Antiphon O beatum virum des Martinsoffiziums ( H uot , Nr. 120), das selbst auf Bl. 90 r im zweiten Responsorium der 2. Nokturn beginnt. 103 r — 135 v COMMUNE SANCTORUM. H uot , Nr. 125, 124, 126-130. 135 v —137 v >In dedicatione<. H uot , Nr. 131, Abbruch in der zweiten Psalmperikope der 2. Nokturn. 138 r -143 v OFFICIUM DEFUNCTORUM, Nachtrag des 16. Jh's; H uot , Nr. 132. 324 Thennenbach 3 • Thennenbach 4 FRAGMENT Ehemals als Falzverstärkung verwendeter Streifen aus einem Pergamentblatt, 33 x 8,2/6,5 cm. Recto acht Notensysteme (Quadratnotation, vier rote Linien mit C-Schlüssel) mit entsprechender Anzahl Textzeilen (15. Jh.). Übliche Rubrizierung (rot-blau), rot-blaue Initiale mit einfachem Fleuronnee. Verso neun zum Teil leere fünflinige Notensysteme (16. Jh.) GRADUALE. Recto fragmentarischer Beginn des Anna-Meßformulars, dominikanisch. Verso Credofragment. Thennenbach 4 Klarenbuch Pergament • III + 258 Bl. • 15,5x11 • Straßburg • um 1490-1492 Lagen: I", (VIII-2) 13 (mit Bl. III), (VTII-2) 27 , 5 VT 87 , (VII-l) 100 , 2 VI 124 , (VIII-2)' 38 , (YIII-1) 153 , (VII- l) 166 , 5 VI 226 , V 236 , (XII-2) 238 . Reklamanten, Kustoden ( I-XIX ) und einzelne Blattsignaturen, teilweise abgeschnitten. Schriftraum 7 x 10/9 cm, 14-18 Zeilen. Textura von einer Haupthand (2'-227 v ) mit späterem Nachtrag (227 v -231 r ) und von einer Nachtragshand (231 v —235 r ). Übliche Rubrizierung, rotblaue Initialen mit einfachem Fleuronnee, Rankenwerk mit Drolerien (2 r , 6 r , 12", 87 r , 107 v , 112 v , 151 1 , 156 v , 182 v ) von minderer Qualität, historisierte Initialen (2 r , 12 v , 107 v ) sowie qualitätvolle Miniaturen mit Szenen u.a. aus dem Leben der hl. Clara zur Vita (l v , 5 V , 13 r , 15 r , 16 r , 16 v , 17 r , 18 r , 18 v , 23 r , 28 r , 29 r , 32 r , 43 r , 56 r , 59 v , 66 r , 66 v , 75 r , 77 r , 80 r , 90 r , 99 v , 105 v , 131 v , 138 r , 141 r , 141 v , 143 r , 143 v , 150 r , 150 v , 154 v , 157 r ; s. Abb. 19 (Autorenbild Bonaventura bzw. Thomas von Celano) u. C. Bruins , Chiara d'Assisi (s. Lit.), Abb. 1-34). Bl. 99 Faden über der Miniatur, mit dem wohl ursprünglich ein textiler Schutz angebracht war. Roter Lederband mit Einzelstempeln und Streicheisenlinien. Ursprüngliche Schließen verloren, um 1968 ersetzt. Oberschnitt: S. Clara leben. Rückenschild (heute nur noch teilweise lesbar): Daß Leben der Heil. Seraph. Jungfrauen und Mutter Clara. Zwei textile Lesezeichen. Herkunft: Die Handschrift wurde im Kern in Straßburg von der Klarisse Magdalena Steimerin geschrieben. Den ersten Nachtrag (227 v -231 r ), der später als der Hauptteil, aber wohl von gleicher Hand geschrieben wurde, beschließt die Subscriptio hie bi gedenken durch gott Swester Magdalena Steimerin ein unwirdige Swester Sant Ciaren Ordens die diß buoch geschriben hett mit einem Ave Maria (23 l r ; s. Abb. 27). Magdalena Steimerin taucht in den Jahresrechnungen des Straßburger Klosters St. Klara auf dem Word (Barth , Handbuch, Sp. 1 391 f) 1485/86 und 1486/87 als Äbtissin auf (StA Straßburg, AH 10819, 1485/86, S.2, 1486/87, S. 1). In den Jahresrechnungen von 1489/90 und 1490/91 werden Ausgaben für ein Klarenbuch aufgeführt: Item Vd. umb gold zuo sant Ciaren buoch (StA Straßburg, AH 10819, 1489/ 90, S. 16); Item IUI s. von sant Ciaren buoch in ze binden (StA Straßburg, AH 10819, 1490/91, S. 27); vgl. Reber (s . Lit.), S. 51 f u. Anm. 33 f. Den zweiten Nachtrag von anderer Hand (23 1 v —235 r ) beschließt auf Bl. 235 1 die Schlußbemerkung Dis obgeschriben mirackel hett uns gebredyet unser ersammer bicht vatter bruoder Jerg Ringli und es von latin ze tütsch broht im MCCCC und LXXXXII ior. Die Miniaturen, im Kern ein umfangreicher Bilderzyklus mit 26 Szenen aus dem Leben der hl. Clara, sind ebenfalls in 325 Thf.nnenbach 4 Straßburg entstanden (s. Beer , Initial und Miniatur, Nr. 63). Vielleicht sind sie Sibilla von Bondorf oder ihrem Umkreis zuzuschreiben ( Brett-Evans (s . Lit.), S.95). Nach der Auflösung des Straßburger Klosters 1524 ( Brett-Evans , S. 94) gelangte die Handschrift in das Freiburger Klarissenkloster (l r , 16. Jh.: Den Clarisserin zu Freiburg in Breisgau geherig), von dort später in das Kloster Tennenbach. In den Säkularisationsakten ist der Codex als (124.) Legend v. d. heil. Clara. Mscpt. (aus dem 15. /[ahr]700.J (BLB, K 2986,18, 6 V , 10 r ) verzeichnet. Vorderspiegel Übernahmevermerk T. (Blei) der Säkularisationszeit. Mundart: niederalemannisch. Literatur: Längin , Nr. 88; Ettlinger, S. 59, 101; E. Steingräber , Neun Miniaturen aus einer Franzis- kus-Vita, in: Zeitschrift für schweizerische Kunstgeschichte 13 (1952), S.239 u. Abb.5; Heusinger, S. 101 f, 124f, 165, 171, 195-208 (mit Bildbeschreibung); Clara und Franciscus von Assisi. Eine spätmittelalterliche alemannische Legende der Magdalena Steimerin. Mit acht Miniaturen..., übertragen von F.A. Schmitt ..., Konstanz 1959 (nhd. Übersetzung der Vita); Ch. von Heusinger , Spätmittelalterliche Buchmalerei in oberrheinischen Frauenklöstern, in: ZGO 107 (1959), S. 156; O. Reber , Die Gestaltung des Kultes weiblicher Heiliger im Spätmittelalter, Hersbruck 1963, S. 51 f u. ö.; Beer , Initial und Miniatur, Nr. 63; Ruh , Franziskanisches Schrifttum, S. 86-99; D. Brett-Evans , Sibilla von Bondorf - Ein Nachtrag, in: Zeitschrift für deutsche Philologie 86 (1967), Sonderheft, S.94f; J.C. Balson , The life and legend of St. Clara of Assisi in the Ms. Thennenbach 4, Diss. Chapel Hill 1973; K. Ruh , Klara von Assisi, in: 2 VL, 4, Sp. 1172-1183; G.Stamm , Gebet- und Andachtsbuch [BLB, Cod. Donaueschingen 437], in: Bewahrtes Kulturerbe. ,Unberechenbare Zinsen', Katalog zur Ausstellung der vom Land Baden-Württemberg erworbenen Handschriften der Fürstlich Fürstenbergischen Hofbibliothek, hrsg. von F.Heinzer , 2.Aufl., Stuttgart 1994, S. 118 f; C.Bruins , Mystiek in miniatuur. De miniaturen bij de le- vensbeschrijving van Clara van Assisi in het Thennenbach 4-manuscript te Karlsruhe, Diss. Amsterdam 1996; gekürzt in: Franciscaans 80 (1997), S. 121-131; C.Bruins , Chiara d'Assisi come altera Maria. Le miniature della vita di Santa Chiara nel manoscritto Thennenbach 4 di Karlsruhe, Rom 1999 (Iconogra- phia Franciscana 12). 2 r — 156 v THOMAS DE CELANO, LEGENDA SANCTAE CLARAE, deutsch. (2 r -6 r ) >Hie vohet an derprologus der legend der ußerwelten Jungfrouwen Sancte Ciaren noch dem als uns be- schribt der wirdig lerer Bona ventura<. Der milte gott ein minner der menschen der hett virsehen von der heimliche.. ..und ein nüwes houpt und ein anfang der frouwen. (6 r -12 r ) >Ein andre vorrede. O selige ußerwelte von gott heilige Sancta Clara du bist clorgesin an dem namen... - ...daz wir uns ouch ewiklichen mit ir werden Jroewen on ende Amen. (12 V —156 v ) >Hie vohet an die legend und daz leben der edlen vircloren himmelfürstin der aller seiigesten Jungfrouwen und muoter Sant Claren<. In der statt zuo Assis do was ein edle magt die hieß mit nammen Clara... Das verlih uns allen gott der vatter und der sun und der heilig geist Amen. Lat. Text: AA. SS., August II, S.754-767; BHL 1815; Reber (s . Lit.), S. 18 Nr.61; Ruh , in: 2 VL, 4 (s. Lit.), Sp. 1176; neuhochdeutsche Übertragung: Clara und Franciscus von Assisi (s. Lit.); Edition: Balson (s. Lit.), S. 1-109. 92 v Verweisung (15./16. Jh.): Ker 40 bleter umm liß jetz die zeichen in irem laben biß an ir erhebung ist bym schnuerlin verzeichnet. Foch dan do wider an laßen. - B1.5 r , 90 v , 134 r , 138 v leer. 326 Thennenbach 4 156 v — 180 r HL. CLARA, VIER BRIEFE AN AGNES VON BÖHMEN. (156 v ) >Dißhie noch sind die brieff und epistel die unser aller seiigeste muoter Santta Clara schreib und sante des künges swester von Behem die do was in irem orden<. (156 v —163 v ) Der erwirdigen und aller heiligesten frouwen frouw Agnesen die hie vor die aller edlest und hoechste küngin was ze Beheim... lob dem vatter lob dem sun lob dem heiligen geist Amen. (163 v —168 r ) >Der ander brieff<. Der tohter des künges der küngen des henen der herrschenden der aller wirdigesten gemahlen... Enphilhe uns ge- trüwlich dinen swestren, Amen. (168 r —174 V ) >Der dritt brieff<. In Christo ir aller erwirdigesten frouwen gemint vir alle menschen Swester Agnesen... und all min swesteren enphilh ich in din heilig gebett. (174 V — 180 r ) >Die vierd episteU. Anime sue dimidie. Das halb teil miner sele und uß sunderlicher hertzklicher liebi... enphilhe ich diner liebi als vil so ich mag. Lat. Text: AA. SS., März I, S. 505-507; Ruh , in: 2 VL, 4 (s. Lit.), Sp. 1173 f (nicht ediert). - BI. 157 v leer. 180 r — 182 r SEGEN DER HL. CLARA. >Der V. brieff<. In dem nammen des vatters, des suns und des heiligen geistes, Amen. Gott gesegne dich und behüte dich und zoige dir sin antlit... und daz wir ouch niemer von im gescheiden werden ewiklich, Amen. Deo gracias. Ruh , in: 2 VL, 4 (s. Lit.), Sp. 1174. 182 r -206 r CLARA-PREDIGT ÜBER Ct 4,7. >Diß ist ein lobliche predig von der vir erlühten aller wirdigesten himmelfürstin und der seligen Jungfrouwen und muoter Sant Ciaren <. Tota pul- cra es amica mea et macula non est in te. Dise wort sprichet Salomon der wis küng in sinem lob ge- sang... Daz verlih üns allen gott der vatter und der sun und der heilig geist, Amen. Reber (s. Lit.), S. 18 Nr. 62; Ruh , in: 2 VL, 4 (s. Lit.), Sp. 11 80. 206 r -220 r CLARA-LITURGIE. (206 r —213 V ) vier Sequenzen, (213 V —214 V ) zwei Antiphonen, (214 v -220 r ) vier Hymnen. Druck: Ruh , Franziskanisches Schrifttum, S. 86-99; Ruh , in: 2 VL, 4 (s. Lit.), Sp. 1181. 220 v -227 v DREI CLARA-GEBETE. >Hie noch stond zwey lobliche gebett von unser seligen muoter Sant Claren<. (220 v -223 v ) Lob sige dem aller gewaltigesten gott... verdienen die ewig froide sprechent alle Amen. (224 r -226 v ) Gegruetzet sigestu aller vir cloreste frouw Clara gegruesset sigestu aller suesseste aller heiligeste magt... Daz wir wirdig werden der gelüpt Christi. (226 v - 227 v ) >Collecten<. Aller gewaltigester ewiger gott der do üns durch daz erlich bilde... und mit dem heiligen geist durch alle weite, Amen. Ruh , in: 2 VL, 4 (s. Lit.), Sp. 1182 f. 227 v -235 v ZWEI WUNDER DER HL. CLARA (227 v -231 r ) >Diß ist ein groß zeichen von unser lieben muoter Sant Claren<. Es schribet der bobst Gregorius in dem buoch von den hohen sinnen un groß zeichen von der wirdigen Jungfrouwen und muoter Sant Ciaren. Es waz ein junges edeles froeliches froewlin, daz zoch sich zuo allen froeiden dirre weite... und uns an ünserem endze helffkummet, Amen. (231 v -235 r ) >Dis ist aber ein gross zeichen<. Franciscus der kneht des obresten gottes do do lebt die aller seiigest iunckfrow... dem sy lob und danck von ewen zuo ewen Amen. (235') Dis obgeschri- 327 Thennenbach 4 • Thennenbach 5 ben mirackel hett uns gebredyet unser ersammer bicht vatter bruoder Jerg Ringli und es von latin ze tütsch broht im MCCCC und LXXXXII ior. Lat. Text: AA. SS., August II, S. 762 f cap. 39- 42; erwähnt: Ruh (s . Lit.), in: 2 VL, 4, Sp. 1178. - 235 v -258 v leer. Thennenbach 5 Liber horarum Pergament • 1 (Pap.) + 170 + 2 (Pap.) Bl. • 11,6x8,3 • Nordwestfrankreich • 15. Jh. 2 Lagen: 2 III 12 , (III-l) 17 , (I-l) 18 , III 24 , (V-2) 32 , III 38 , IV 46 , (III-2) 50 , (IV-1) 57 , (IV-1) 64 , (IV-1) 71 , (III- l) 76 , (III-l + l) 82 , (IV-1) 89 , (V-l) 98 , II 102 , (IV-1) 109 , 2 IV 125 , (IV-1) 132 , IV 140 , (IV-1) 147 , (IV-1) 154 , (IV-1) 161 , (IV-1) 168 , I 170 . Textverlust nach Bl. 12, 14, 18, 32, 38, 50, 57, 60, 67, 72, 81, 82, 89, 99, 100, 102, 129, 143, 151, 156, 162, 168, 169, da mit Ausnahme von Bl. 99 r sämtliche Miniaturseiten entfernt wurden. Bl. 149 Ausschnitt mit Textverlust. Schriftraum 5x4 cm, 12 Zeilen. Textura von verschiedenen Händen. Vergoldete Lombarden auf Rot und Blau; florale Bordüren am äußeren Rand (1,5 x 7 cm). 99 r Miniatur Michael mit Drachen (stark abgerieben), floraler Bordürenrahmen. Brauner marmorierter Lederband des 18. Jh's mit vergoldeten Streicheisenlinien und Einzelstempel (Rücken), Goldschnitt. Herkunft: Kalendarium (l r -12 v ) und Litanei (118 V — 128 v ) weisen nach Nordwestfrankreich. Bl. 33 r enthält einen radierten französischen Kaufvermerk (?) des 16. Jh's: sepresent liver... In den Säkularisationsakten ist der Codex zusammen mit Thennenbach 6 als (128.) Libripiarum precum. Ms. et variepicti aufgeführt (BLB, K 2986,18, 6 V , 10 r ). Vorderspiegel Ubernahmevermerk T. (Blei) der Säkularisationszeit. Literatur: Ehrensberger, S. 46 Nr. 9; Ettlinger, S. 60, 101. 1 r — 12 V KALENDARIUM. Lateinisch, nicht liturgisch. Bemerkenswert: Paule matrone (29.1.), Montani episcopi (26.3.), Eutropi episcopi et martyris (30.4.), Leufi-edi abbatis (21.6.), Turiani episcopi et confessoris (13.7.), Philiberti abbatis (20. 8.), Fiacri confessoris (30. 8.), Mel- lonis episcopi et confessoris (22.10.), Translatio s. Yvonis (27.10.), Letipresbiteri (5.11.). 13 r -14 v INITIUM EVANGELII IOHANNIS, am Anfang Textverlust, mit dem üblichen liturgischen Anhang. 14 V —18 V OBSECRO TE, Anfang (mit Ausnahme der Rubrik >Sequitur oratio virginis Marie<) und Ende fehlen; Leroquais , Livres d'heures 2, S. 346 f. 19 r —89 v OFFICIUM PARVUM B.M.V., römischer Usus, mit eingereihten Horae crucis und Horae spiritus sancti. (19 r ) Matutin, (33 r ) Laudes, (50 v ) Rubrik der Prim, (58 r ) Terz, (61 r ) Sext, (68 r ) Non, (73 r ) Vesper, (81 v ) Rubrik der Komplet, jeweils ohne Anfang. 90 r -98 v OFFICIUM B. M. V. DE ADVENTU, römischer Usus. Sources of the modern Roman liturgy..., hrsg. von S.J.P. van Dijk , 2, Leiden 1963, S. 190 f. 328 Thennenbach 5 • Thennenbach 6 99 r -102 r SUFFRAGIEN, lückenhaft. (99 r ) Michael, (100 r ) Antonius, (100 v ) Christopherus, nur Rubrik, (101 r ) Katherina, (102 r ) Maria Magdalena. - 102 v leer. 103 r -128 v BUSSPSALMEN MIT LITANEI (118 v -128 v , mit Preces), Anfang fehlt. U.a. Anrufungen von Eutropi, Mauriii (!), Melane, Mezienne, Genovefa, Radegundis. - 129 1 leer. 129 v (Rubrik)-169 v OFFICIUM DEFUNCTORUM, Anfang und Ende fehlt, ebenso die Re- sponsorien 3-4. Ottosen , Nr. 14, 72, -, -, 57, 46, 68, 28, 40/38. 170' Nachtrag des 16. Jh's: Disticha Catonis 1,1-2 (... vigilia Semper/). Text: Disticha Cato- nis, hrsg. von M.Boas , Amsterdam 1952, S.34f. 1 72 v Federprobe petigrot. Thennenbach 6 Liber horarum Pergament • 6 (Pap.) + 316 Bl. • 6,5x5 • Metz • 15. Jh. Lagen: (IV^)™, (VII-1) 13 , 16 IV 141 , II 145 , 2 IV 161 , (III-l) 166 , 4 IV 198 , (IV-1) 205 , 5 IV 245 , I 247 , 4 IV 279 , (IV-1) 286 , IV 294 , (IV-1) 301 , IV 309 , (IV-1) 316 . Schriftraum 3,5 x 2,5 cm, 9 Zeilen. Textura von verschiedenen Händen. Vergoldete Lombarden auf Blau und Hellrot; blau-goldene Randbordüren mit Fadenranken und goldenen Blättern, farbigen Blütenmotiven und Drolerien; Bordürenrahmen mit gleicher Ausstattung und meist mit floralen Motiven gefüllten blauen Initalen auf Goldgrund zu Beginn der Tagzeiten, der Bußpsalmen und des Totenoffiziums. Reste des braunen Lederbandes mit Einzelstempel (Flamme) 1974 neu unterlegt, Spiegel ersetzt. Herkunft: Kalendarium (l r -12 v ) und Litanei (179 r -189 v ) sowie der Aufbau der einzelnen Textteile weisen nach Metz. In den Säkularisationsakten ist der Codex zusammen mit Thennenbach 5 als (128.) Libri piarumprecum. Ms. et variepicti aufgeführt (BLB, K 2986,18, 6 V , 10 r ). Literatur: Ehrensberger , S. 47 Nr. 10; Lamey , S. 25, 52; Ettlinger , S. 60, 101. 1 r — 12 V KALENDARIUM. Französisch, nicht liturgisch. Bemerkenswert: Patien (8.1.), Ce- rainne (29.1.), Geugoult (11.5.), Seglainne (24.7.), Arnous (16.8.), Gorgone (9.9.), Firmin (3.12.). S. Kat. Darmstadt III, Nr. 54. - 13 r_v leer. 14 r — 145 r CURSUS B.M.V., Metzer Usus (vgl. BLB, Cod. Lichtenthai 55 und Kat. Darmstadt III, Nr. 54; in Cod. Thennenbach 6 mit einigen Abweichungen, ohne Commemoratio- nes). Französische Angabe der Tagzeiten. (14 r ) Matutin, (42 v ) Laudes, (72 v ) Prim, (87 r ) Terz, (97 r ) Sext, (105 v ) Non, (114 v ) Vesper, ( 133 r ) Komplet.- 145 v leer. 146 r — 190 v BUSSPSALMEN MIT LITANEI ( 179 r — 189 v , mit Preces). Anrufungen u.a. von Gengulfe, Gorgoni, Genovefa, Cerena, Glodesindis. 329 Thennenbach 6 • Thennenbach 7 191 r -313 v OFFICIUM DEFUNCTORUM, Metzer Usus. Ottosen , Nr. 14, 72, 24, 32, 57, 28, 68, 82, 38; vgl. ebd., S. 110-116, BLB, Cod. Lichtenthai 55 ( Kat . XI, S. 155-157) und Kat. Darmstadt III, Nr. 54. - 3 14 r -3 1 6 V leer. Thennenbach 7 Heiligenlegenden und Viten, lat. Papier, 478 Bl., 30,5 x 20 cm, Tennenbach, um 1605. Kurrentschrift der Zeit von mehreren Händen. Schriftraum und Zeilenzahl wechselnd. Zwei Wasserzeichen, Beschriftung in Freiburg für 1604-1607 belegt ( Piccard , Expertise). Pergamentband, auf der Vorderseite: T. 1973 Rücken ersetzt. Bl. I 1 Besitzvermerk Sunt F. Thennenbacensium ord. Cist. (18. Jh.; s. Abb. 37). Für Tennenbacher Entstehung des Codex spricht die Vita des Tennenbacher Mönches Hugo (Bl. 34 r -39 v ). Der eingelegte Zettel Bl. 107 a enthält Notizen zu einer Reliquienübertragung nach Tennenbach um 1770. Gemäß der Erstverzeichnung der Tennenbacher Handschriften durch Alfred Holder kam Thennenbach 7 unter den Beständen aus St. Blasien nach Karlsruhe; die Tennenbacher Säkularisationsakten führen jedoch unter den Drucken den Titel (102.) Vitae Sanctorum non impressae (BLB, K 2986,18, 6 r , 9 V ) auf, was auf diese Handschrift zu beziehen sein wird. Literatur: Ettlinger , S. 60. Die Handschrift enthält auf B1.2 r -4 r , 14 r -29 v u. 34 r -39 v einige kleinere mittelalterliche, zum Teil regionale Heiligenlegenden, die auf der Basis von handschriftlichen Vorlagen stilistisch überarbeitet wurden (vgl. 2 r : ex Vetusto m. s. Codice descripta, stylo passim mutato ). Den größten Teil des Codex nehmen Abschriften von gedruckten Viten (mit Quellenangabe) neuerer Heiliger oder vorbildlicher Personen ein. Thennenbach 7 ist als Supplement zur Legenda au- rea zu sehen. Im einzelnen: (2 r -4 r ) Maternianus ep. Remensis (vgl. BHL 5677). (4 v -5 r ) Agnes de Monte-Politiano. Abschrift aus Juan Lopez, Epitome sanctorum patrum per locos commu- nes, 4, EA Brixen 1601 (CG 99, Sp. 1039). (6 r -13 r ) Mechthild von Diessen. Abschrift aus Henricus Canisius, Antiquae lectionis tomus V, 2, Ingolstadt 1604, S. 8-41. (14 r -15 v ) Moran- dus mon. Cluniacensis; BHL 6020. (16 r —23 r ) Udalricus prior Cellensis in Silva Nigra; BHL 8370. (24 r -26 v ) Translatio Alexandri mart. ad Wildeshusam; BHL 283. (26 v -27 r ) Irmgardis virg. comitissa; BHL 4470. (28 r -29 v ) Schetzelo erem., vgl. BHL 2, S. 1089; PL 185, Paris 1855, Sp. 453-459, cap. 1-7. (30 r -33 v ) Ida comitissa de Toggenburg. Lateinische Fassung von: Petrus Canisius, Kurtze beschreibung der Gottseligen Frauwen Sanct Yta Gräfin von Kirchberg..., Freiburg i.Ue. 1590 (VD 16, C 757), vielleicht von dem Freiburger Kartäuser Matthias Thanner (... latine reddita, a F. M. Th. Cartus. ; Matr. Freiburg 1, S. 627). (34 r -39 v ) > Vita B. Hugonis ordinis Cisterciensis autore quodam monacho eins aequali. Vixerunt ambo in coenobio Tennenbacensi, dioecesis Constantiensis<. BHL 4034; Druck: Mone , QS 4, S. 65-74 (s. S. 119 f). Von Johann Daniel Schöpflin war 1765 in der Historia Zaringo Badensis, 5, Karlsruhe 1765, S. 142-145, ein Teil der Vita nach einer Tennenbacher Handschrift ( Ex Cod. Tennebac. vitae B. Hugonis ord. Cisterc. ), entweder nach der Vorlage von Thennenbach 7 oder 330 Thennenbach 7 • Thennenbach 8 nach dieser Handschrift selbst, veröffentlicht worden. (40 r -55 r ) Albertus Magnus. Abschrift nach Johannes Antonius Flaminius, Vitae patrum inclyti ordinis Praedicatorum, Bologna 1529 (BLC 109, S.487). (58 r -66 v )Jan van Ruusbroec. Druck: D.Ioannis Rusbrochii... opera omnia, ... e Brabantiae Germanico idiomate reddita latine per F. Laurentium Surium, Köln 1552 (VD 16, J 693), S. 1-9. Auf 66 v -67 r folgen drei Testimonia zu Ruusbroec. (68 r — 139 r ) Heinrich Seuse. Druck: D.Henrici Susonis... opera, e Suevico idiomate latine reddita a R.P. Laurentio Surio, Köln 1615, S. 455-637. Die Ordnung einiger Blätter war von Anfang an gestört, richtige Reihenfolge: Bl. 125, 132-137, 126-131, 138. (107a) Eingelegter Zettel Ende des 18. Jh's; kein innerer Zusammenhang mit der Handschrift. Historische Notiz zur Übertragung des Leibes des Märtyrers Theodor vom Kloster Wald durch die Äbtissin Maria Dios- cora von Thurn-Valsassina (1739-1772; [?]. Hafner , Beiträge zur Geschichte des ehemaligen Klosters und Oberamtes Wald, in: FDA 12 (1878), S. 174) in der Amtszeit des Tennenbacher Abtes Maurus Berier (1765-1782) nach Tennenbach und die dem Kloster hieraus bis 1780 erwachsenden Gebetsverpflichtungen. (140 r -142 r ) Didacus von Alcalä ( 3 LThK, 3, Sp.208). Abschrift aus Francesco Gonzaga, De origine seraphicae religionis Franciscanae..., EA Rom 1587 (CG 62, Sp. 155). (143 r_v ) Amadeus da Silva e Menezes ( 3 LThK, 1, Sp.482). Abschrift nach Gonzaga (s. oben). (144 r — 145 v ) Beatrix da Silva e Menezes ( 3 LThK, 2, Sp. 108). Abschrift nach Gonzaga (s. oben). (146 r -215 v ) Ignatius von Loyola. Druck: Ioannis Petri Maffeii Bergomatis... Historiarum Indicarum Hb. XVI, Köln 1589, S. 457-541. (216 r — 373 r ) Franciscus Xaverius. Abschrift nach Orazio Torsellino, De vita Francisci Xaverii... lib. VI., EA Rom 1594. (374 r -463 r ) Franciscus de Borgia. Abschrift nach Pedro Ribadeneira, Vita Francisci Borgiae... lat. ab And. Schotto..., Mainz 1603, S. 1-456. (464 r -465 v ) Grego- rius Papa XIII. Abschrift nach Antonio Possevino, Apparatus sacer ad scriptores veteris et novi testamenti, 1, Venedig 1603, S. 593-597. (466 r -473 v ) Maria Ducissa de Parma et Placen- tia. Bibliographisch nicht nachweisbare lateinische Fassung von Sebastian de Mora(l)es, Vita e morte della Serenissima Prencipessa di Parma e Piacenza, EA Bologna 1578 ( de Backer/ Sommervogel , Sp. 1279 f). (474 r ~ v ) Maxentia vidua Iaponica. Abschrift nach Luis Frois, De rebus iaponicis historica relatio..., Mainz 1599, S.200-204. (475 r -478 v ) Martyrium viginti sex crucifixorum in Iaponica. Abschrift nach Frois (s. oben), S. 1-81 (gekürzt). Thennenbach 8 Historia evangelica nach Petrus Comestor Papier • 131 Bl. • 21 x 14,5 • Freiburg • 1399 Lagen: 10 VI 120 , (VI-1) 131 . Bl. 128 zum großen Teil mit Textverlust ausgerissen. Tintenfraß. Zeitgenössische Foliierung I-VIII, XII-CVII (beginnt B1.2 r ). Wz.: oberitalienischer Ochsenkopf mit Augen, einkonturiger Stange, Kreis und Stern, Beschriftung belegt 1396-1401 (Piccard , Expertise). Kustoden 331 Thennenbach 8 (I-XI). Schriftraum 15x9 cm, 26-29 Zeilen. Bastarda von der Hand Rüdiger Schopfs (s. unten). Übliche Rubrizierung, zum Teil nicht ausgeführt, Bl. 2 r Flechtwerkinitiale mit Fleuronnee. Textillustrierend (teil)kolorierte Pinselzeichnungen in Manufakturqualität (l v , 2 V , 3 V , 4 r , 4 V , 5 V , 7 V , 8 V , 10 V , ll r , 12 r , 13 r , 15 r , 17 r , 17 v , 18 V , 20 v , 21 v , 23 v , 25 r , 26 r , 27 r , 28 v , 29 r , 32 v , 33 r , 36 r , 38 v , 40 v , 41 r , 44 r , 45 v , 46 r , 48 r , 54 v , 55 v , 57 r , 57 v , 59 r , 60 v , 62 r , 63 r , 63 v , 64 r , 75 r , 76 r , 79 r , 80 r , 81 r , 81 v , 82 v , 83 v , 84 v , 85 v , 87 r , 88 r , 88 v , 89 v , 90 r , 91 r , 91 v , 92 r , 95 r , 96 r , 97 r , 98 v , 99 v , 100 r , 101 r , 102 r , 103 r , 104 r , 105 r , 107 r , 108 r , 109 v , 110 v , 11 l v , 113 r , 114 r , 116 r , 116 v , 118 r , 119 v , 121 r , 122 r , 122 v , 123 v , 126 r , 130 r , 130 v ; s. Abb. 24). Neuzeitlicher Halblederband 1966 durch Lederband ersetzt, alte Spiegel ausgelöst (s. Fragment 1-2). Herkunft: Die Handschrift wurde nach der Subscriptio auf Bl. 130 r (s. unten) 1399 von Rüdiger Schopf geschrieben (s. Heusinger , Studien, S. 128 f; Stamm (s . Lit.), S. 15-18; vgl. Das Jahrzeitbuch des Münsters zu Freiburg im Breisgau (um 1455-1723), Teil B: Text, hrsg. v. E.Butz , Freiburg/München 1983, S. 334). Auf Bl. 13 l r finden sich Notizen zum Fortgang der Arbeit (Dominica prima post festum pentheco- stes. ,homo quidam erat dives'folio XXXVIF; Dominica secunda ,homo quidam fecit cenam magnam'folio LXVF; Dominica tercia ,Erant appropinquantes ad Iesum'folio XXXVIIIF; Dominica quarta ,Esto miseri- cordes'), von denen jedoch nur die zweite dem heutigen Zustand der Handschrift entspricht (Bl. 67 r nach heutiger Foliierung). Die Handschrift gehört zur Gruppe der sogenannten Rüdiger Schopf-Handschriften. Sie umfaßt weitere zehn vom gleichen Schreiberzwischen 1392 und 1415 geschriebene Codices, die alle zu Beginn des 15. Jh's im Besitz der Freiburger Kartause waren (s. Fragment 1; Heusinger , Studien, S. 34; Stamm (s . Lit.), S. 295-301). Nach der Auflösung der Freiburger Kartause im Januar 1782 (K. S. Frank , Das Ende der Freiburger Kartause, in: FDA 100 (1980), S. 398 f) wurde der Codex 1789 von dem Tennenbacher Konventualen Marquard Kreutter (s. Fragment 1 u. S. 123) für das Kloster gekauft. In den Säkularisationsakten ist die Handschrift als (125.) Geschichte der Evangelien. Mscpt. (aus dem 15. /[ahrj/OOJ (BLB, K 2986,18, 6 V , 10 r ) verzeichnet. Vorderspiegel Übernahmevermerk Thb. (Blei) der Säkularisationszeit. Literatur: Ettlinger , S.60, 101; Heusinger , S.44-47, 120, 128 f, 209-215 (mit Bildbeschreibung) u.ö.; I. Schroth , Eine Buchmalerei-Werkstatt in Freiburg um 1400, in: Badische Heimat 39 (1959), S. 136— 149; K.Jänecke , ,Der Spiegel des lidens cristi'. Eine oberrheinische Handschrift aus dem Beginn des XV. Jahrhunderts in der Stadtbibliothek zu Colmar (Ms. 306), Diss. Freiburg 1963, Hannover 1964, S. 101-104; L. E. Stamm , Die Rüdiger Schopf-Handschriften. Die Meister einer Freiburger Werkstatt des späten 14. Jahrhunderts und ihre Arbeitsweise, Aarau/Frankfurt a. M./Salzburg 1981, passim. 2 r -130 v HISTORIA EVANGELICA NACH PETRUS COMESTOR. Fuit in diebus Herodis regis ludee sacerdos nomine Zacharias... et sub eodem principe crucißxus regnante domino nostro Jesu Christo qui est benedictus in secula seculorum, Amen. (130 r ) Explicit hystoria ewangelica per manus Ruedgeri Schopf plebani infirmorum hospitalis sancti Spiritus in Friburg ipsa die sancti Ypoliti et sociorum eius Anno etc. LXXXXIX 0 (13.8.1399). Gekürzte Fassung des Evangelien- und Apostelgeschichtenteiles der ,Historia scholastica' von Petrus Comestor. Text: PL 198, Paris 1855, Sp. 1537-1722. 332 Thennenbach 8 • Thennenbach 9 FRAGMENTE 1. Pergamentblatt, 20 x 16 cm. Teil einer Urkunde, ehemals Vorderspiegel. Urkundenkursive, 1390. Stark abgerieben. URKUNDE. Ausgestellt im Auftrag von Heinrich Bayler, Administrator des Bistums Konstanz (1387/1388-1409) und Bischof von Alet (ab 27.5.1390; Helvetia sacra 1,2, S. 329- 333), datiert Neuenburg am Rhein 1390; erwähnt werden die Kirchen in Sasbach und Neuenburg, weiter Würzburg, Freiburg und Johannes Paster. Auf der Rückseite (ehemals Vorderspiegel) Einträge späterer Hände: Hic liberpictus est ab Appelle ipso (16. Jh.); Iste li- ber est Carthusiensium prope Friburgum (Anf. 15. Jh., Carthusiensium nur noch partiell lesbar, von der Hand des Tennenbacher Kaufvermerks (s. unten) Cartusiensium übergeschrieben); In quo continetur historia ewangelica cum figuris depictis h 79 (15. Jh., 79 auf Rasur); Nunc autem F.F. Thenenbachensium impensis F.Marquardt Kreiitteri MDCCLXXXIX cal. Aprilis (s. Herkunft). 2. Pergamentblatt, 20 x 12/11,5 cm. Teil einer Urkunde, ehemals Hinterspiegel. Urkundenkursive, 14. Jh. Schrift teilweise vollständig abgerieben. URKUNDE. Erwähnt werden u. a. die Sasbacher Kirche, Neuenburg, Freiburg und Johannes dictus Dyethelm (Freiburger Urkundenbuch 3, Nr. 514: 1319, Johannes Diethelm sen. tot, Sohn Johannes Diethelm jun.). Thennenbach 9 Privilegia ordinis Cisterciensis et monasterii Tennenbacensis Papier • 1 (Perg.) + 144 + 1 (Perg.) Bl. • 21 x 14,2 • Tennenbach • um 1450 (Grundstock) bis 18. Jh. Lagen: 12 VI 144 . Tintenfraß. Kustoden (A-K), Reklamanten und Blattsignaturen im Grundstock, zum Teil abgeschnitten. Piemontesisches Traubenwasserzeichen, Mitte 15. Jh. ( Piccard , Expertise). Schriftraum (Grundstock) 14 x 9,5 cm, 25-29 Zeilen. Grundstock (1 r — 103 r , 121 r — 124 v , 127 r -129 r ) Bastarda von einer Hand, Nachträge 103 r -l 17" (15. Jh. 2 ), 129 v (15. Jh. 2 ), 130 r -131 v (1577), 132 r " v (1659), 133 r " v (1721), 134 r -135 r (1724), 142 v —143 r (15. Jh. 2 ). 38a eingelegter Zettel mit Nachtrag (15. Jh. 2 ). Übliche Rubrizierung, Urkundenbesitznachweise mit blauer Tinte notiert. Reste des ehemals doppelten Lederbezugs (rotbraun/hellbraun, oberste Schicht entfernt), je Deckel ursprünglich fünf Buckel. Eine von ehemals zwei Schließen erhalten. Spiegel um 1970 abgelöst (s. Fragment 1-2). Herkunft: In Tennenbach unter Verwendung Tennenbacher und Hinzuziehung Lichtenthaler, Günterstaler und Salemer Urkunden entstanden. Grundstock des Kopialbuches um 1450 (Datierung der jüngsten Urkunde Nr. 139 (101 v ), s. unten); ein Eintrag auf l r ( Factum est in anno secundo) könnte für 1452 sprechen oder aber auf die Amtszeit des Abtes Burkard II. Iselin (1449-1483) zu beziehen sein. In der 333 Thennenbach 9 zweiten Hälfte des 15. Jh's fand im Kloster eine Revision der Urkundenbesitznachweise statt (s. unten). Vermerk des Klosternamens am Rande entsprechend der Erwähnung in den Privilegien im 16. und 17. Jh. Vom 16. bis zum 18. Jh. wurden in die Handschrift Tennenbacher Altarweiheurkunden etc. nachgetragen (130 v -135 r ). In den Säkularisationsakten ist die Handschrift unter (126.) Privilegia papalia ord. Cisterc. Mscpt. (aus dem 15. /[ahr]/00J (BLB, K 2986,18, 6 V , 10 r ) erfaßt. F Übernahmevermerk Thb. (Blei) der Säkularisationszeit. Das vermißte Tennenbacher Kopialbuch GLA 106/192 ist nach Ausweis des Repertoriums GLA 68/579 nicht identisch mit Thennenbach 9. Literatur: Ettlinger, S. 59, 101. 2 r -103 r PRIVILEGIA ORDINIS CISTERCIENSIS ET MONASTERIITENNENBACEN- SIS. >ln nomine domini. Incipiunt privilegia papalia generalia ordini Cisterciensi concessa prout habentur in Cistercio intitulata. Et primo Privilegium primum domini Lucii papae tercii per quod concedit nobis yconomum habere... <. Bestand: Lucius III. (1181-1185): 1. (2 r ) Jaffe, Nr. 14990. 2. (2 V ) Jaffe , Nr. 15118. 3. (3 V ) Jaffe , Nr. 14993; Regesta Pontificum Romanorum. Germania Pontifica, hrsg. von A. Brackmann , II, 1, Berlin 1923, S. 196 Nr. 2. 4. (4 V , IV. Non. Mart.) Jaffe , Nr.15375; Regesta Pontificum... (s. oben), S. 197 Nr.7. Eugenius III. (1145— 1153): 5. (7 r ) Jaffe , Nr. 9600. Anastasius IV. (1153-1154): 6. (10 r ) Jaffe , Nr. 9772. Hadrianus IV. (1154-1159; Hs.: Hadrianus III.): 7. (13 v ) Sacrosancta romana ecclesia, sine dat., wohl Jaffe , Nr. 10260 (18.2.1157). Alexander III. (1159-1181): 8. (13 v ) Jaffe , Nr.14269. 9. (14 r , II. Non. Aug.) Jaffe , Nr. 11226. 10. (17 v ) Jaffe , Nr. 11632. 11. (19 r ) Jaffe , Nr. 13088; Regesta Pontificum... (s. oben), S. 195 f. Nr. 1. Urbanus III. (1185-1187): 12. (20 v ) Jaffe , Nr. 15813. 13. (22 r ) Jaffe , Nr. 15807. 14. (22 v , IV. Non. Mart.) Jaffe , Nr. 15806. 15. (23 r ) Jaffe, Nr. 15800. Innocentius III. (1198-1216): 16. (23 v ) Religiosam vitam eligentibus, VIII. Id. Nov. 1209; Tennenbacher Güterbuch, S. 454-457 (mit Vermerk Hoc Privilegium pullatum more debito habemus). 17. (27 v ) Non absque dolore cordis, VII. Id. Sept. pont. anno XII. (für Tennenbach, vgl. Potthast , Nr. 3800, für Salem). 18. (28 v ) Audivimus et audientes, V. Id. Apr. pont. anno XIII. (für Tennenbach). Honorius III. (1216-1227): 19. (30 r ) Potthast, Nr.5618. 20. (30 v ) Si adhucAmelech, II. Non. Dec. pont. anno IX. 21. (31 v ) Dilectifilii ab- bas, VIII. Id. Dec. pont. anno VIII. 22. (32 r ) Benefaciens dominus bonis, VI. Id. Iun. pont. anno V. (vgl. Potthast , Nr. 6667). 23. (33 v ) Potthast , Nr. 7313. 24. (34 r ) Contingit interdum quod, XIII. Kai. Dec. pont. anno IV. 25. (35 r ) Potthast , Nr. 7320. 26. (35 v ) Potthast, Nr.6170. 27. (36 r ) Potthast , Nr.6171. 28. (36 v ) Constituti iuxta verbum, IV. Non. Dec. pont. anno IV. Gregorius IX. (1227-1241): 29. (37 v ) Potthast , Nr. 9376. 30. (38 r ) Quanto studiosius divini, X. Kai. Febr. pont. anno VII. 31. (38 v ) Quanto studiosius divine, sine dat. (vgl. Nr. 30). 32. (39 r ) Potthast , Nr. 8102. 33. (39 v ) Potthast , Nr. 8101. 34. (40 r ) Potthast , Nr. 8103. 35. (40 r ) Ex parte vestra, VI. Kai. Febr. pont. anno VII. (vgl. Potthast, Nr. 9377). 36. (41 r ) Si adhuc Amelech , Id. Ian. pont. anno I. (vgl. Potthast , Nr. 8099). 37. (41 v ) Cum monachos vel, sine dat. Innocentius IV. (1243-1254): 38. (41 v ) Meritis sacre vestre religionis, Id. Oct. pont. anno VII. 39. (42 v ) Dilecti filii abbates, V. Id. Mart. pont. anno VIII. 40. (43 r ) Potthast , Nr. 11258. 41. (43 v ) Quanto studiosius divine, III. Kai. Apr. pont. anno I. 334 Thennenbach 9 (vgl. Nr. 40). 42. (43 v ) Cum a nobis, VIII. Kai. Apr. pont. anno I. 43. (44 r ) Quia refiigescente caritate, IV. Id. Mart. pont. anno I. (mit Verweis auf Nr. 29). 44. (44 r ) Licet superfluum videa- tur, IUI. Kai. Maii pont. anno I. 45. (44 v ) Potthast , Nr. 11255. 46. (45 r ) Affectu sincero sie, IV. Id. Sept. pont. anno IV. 47. (45 v ) Cum a nobis , VI. Id. Mart. pont. anno VIII. 48. (45 v ) Solet annuere sedes, III. Kai. Maii pont. anno II. 49. (46 r ) Potthast , Nr. 13240. 50. (46 r ) Potthast , Nr.11640. 51. (47 r ) Potthast , Nr.11646. 52. (48 r ) Potthast , Nr. 11641. 53. (48 v ) Potthast , Nr. 14339. 54. (49 r ) Potthast , Nr. 14381. 55. (49 v ) Solet annuere sedes, II. Non. Maii pont. anno II. 56. (49 v ) Potthast , Nr. 13308. 57. (50 v ) Pari et tranquillitati vestre, VI. Kai. Aug. pont. anno IX. 58. (50 v ) Licet superfluum videatur, VII. Id. Oct. pont. anno IV. 59. (51 r ) Meritis vestre sacre religionis, VII. Id. Oct. pont. anno IV. 60. (52 r ) Devocionis vestre preeibus (für Tennenbach), III. Non. Nov. pont. anno VI. Alexander IV. (1254-1261): 61. (52 r ) Vestrum sacrum etfamosum, II. Kai. Iun. pont. anno III. 62. (53 r ) Potthast , Nr. 15791. 63. (53 v ) Potthast , Nr. 15810. 64. (54 r ) Potthast , Nr. 17337. 65. (55 r ) Virtutum meritis ruti- lans, XIII. Kai. Aug. pont. anno VI. 66. (56 r ) Potthast , Nr. 16902. 67. (56 v ) Potthast, Nr. 16124. 68. (57 v ) Plantatus olim in agro, III. Non. Aug. (Nachtrag: pont. anno III.). 69. (58 v ) Potthast , Nr. 15930. 70. (59 r ) Potthast , Nr. 15663. 71. (59 v ) Licet ad hoc, VI. Id. Iul. pont. anno I. 72. (60 r ) Cum a nobis, VI. Id. Ian. pont. anno II. (mit Verweis auf Nr. 50). 73. (60 v ) Potthast , Nr. 17896. 74. (61 r ) Iustis petencium desideriis, V. Kai. Apr. pont. anno VII. (mit Verweis auf Nr. 49). 75. (61 r ) Potthast , Nr. 15664. 76. (61 v ) Vestra et aliorum professo- rum, VII. Kai. Iul. pont. anno III. 77. (62 r , XII. Kai. Apr.) Potthast , Nr. 15745. 78. (62 v ) Meritis sacre vestre, Non. Iul. pont. anno IV. 79. (62 v , Non. Mart.) Potthast , Nr. 15719. 80. (63 r ) Potthast , Nr. 16022. 81. (63 v ) Sacrosancta romana ecclesia, Non. Sept. pont. anno II. 82. (64 v ) Solet annuere sedes, Id. Sept. pont. anno II. 83. (65 r ) Cum a nobis, Id. Sept. pont. anno II. 84. (65 v ) Dilecti filii abbas, VII. Id. Sept. pont. anno II. 85. (66 v ) Thesauro virtutum sie, Non. Sept. pont. anno II. 86. (67 v ) Meritis vestre religionis, Id. Sept. pont. anno II. 87. (68 r ) Vestris devocis supplicacionibus (für Tennenbach), II. Kai. Sept. pont. anno II. 88. (68 r ) Cum felicis recordacionis (für Tennenbach), III. Non. Sept. pont. anno II. Urban IV. (1261-1264): 89. (69 r ) Potthast , Nr. 18167. 90. (69 r ) Potthast , Nr. 18296. 91. (69 v ) Potthast, Nr. 18300. 92. (70 v ) Potthast , Nr. 18355. 93. (71 r ) Thesauro virtutum sie, VI. Non. Maii pont. anno I. (mit Verweis auf Nr. 51). 94. (71 r ) Religionis vestre meretur, VII. Kai. Iun. pont. anno I. (mit Verweis auf Nr. 66). 95. (71 v ) Cum a nobis petitur, VI. Non. Maii pont. anno I. (mit Verweis auf Nr. 52). 96. (71 v ) Celestis amor patrie, II. Kai. Maii pont. anno I. (mit Verweis auf Nr.69). 97. (71 v ) Potthast , Nr.18311. 98. (72 r ) Iustis petencium desideriis, Id. Maii pont. anno I. (mit Verweis auf Nr. 49). 99. (72 v ) Devocionis augmentum, V. Id. Maii pont. anno I. (nicht identisch mit Potthast , Nr. 18311). 100. (72 V ) Potthast , Nr. 18320. 101. Clemens IV. (1265-1268): (73 r ) >Clementina Clementis papae quarti<, sine dat., Potthast, Nr. 19185 (9.6.1265), nur Anfang. Vermerk: Quere in diffinicionibus ex integro confirmacione omnium privilegiorum ordinis et indulgenciarum. 102. (73 r ) Cum a nobis, XVII. Kai. Maii pont. anno I. (mit Verweis auf Nr. 47). 103. (73 r ) Potthast , Nr. 19258. 104. (73 v ) Cum ex statutis ordinis, XV. Kai. Apr. pont. anno II. 105. (74 r ) Ex parte vestra, XIV. Kai. Iul. pont. 335 Thennenbach 9 anno I. 106. (74 V ) Cum a nobis (für Tennenbach), Id. Iun. pont. anno II. Gregorius X. (1272-1276): 107. (7 5 r ) Potthast , Nr .20826. 108. (7 5 r ) Licet ad hoc, II. Kai. Sept. pont. anno III. (mit Verweis auf Nr .71). 109. (75 r ) Potthast , Nr .21020. Innocentius III. (1198— 1216): 110. (76 v ) Potthast , Nr. 1759. Innocentius V. (1276): 111. (77 r ) Cum a nobis, Non. Maii pont. anno I. (mit Verweis auf Nr. 47). 112. Innocentius III. (1198-1216) oder IV. (1243-1254): {77") Non absque dolore, XVIII. Kai. Iul. pont. anno III. 113. Nicolaus IV. (1288-1294): (78 v ) Potthast , Nr .22894. 114. (79 r ) Potthast , Nr .23490. 115. (80 r ) Pott- hast , Nr. 23491. 116. (80 r ) Devocionis vestre precibus (für Tennenbach), Kai. Iun. pont. anno IV. Bonifatius VIII. (1294-1303): 117. (80 v ) Nuper nobis vestra, V. Id. Sept. pont. anno I. 118. (81 r ) Potthast , Nr. 24182. 119. (82 r ) Potthast , Nr. 24471. 120. (82 v ) Potthast, Nr. 24472. 121. (82 v ) Potthast , Nr .25200. 122. (83 r ) Potthast , Nr .25198. 123. (83 v ) Ad compescendos cognatos, IV. Kai. Ian. pont. anno VIII. Clemens V. (1305-1314): 124. (84 v ) Pie- tatis opera cuius, VIII. Kai. Maii pont. anno I. 125. (85 r ) Et si quibuslibet personis, II. Non. Sept. pont. anno IV.; Priv. cist., 40 v -41 v . 126. (86 v ) Quoddam Privilegium felicis, IV. Non. Sept. pont. anno IV.; Priv. cist., 41 v -42 v . 127. (88 r ) Cum a nobis, IV. Non. Sept. pont. anno IV. 128. (88 v ) Ex frequentibus prelatorum, XII. Kai. Apr. pont. anno V. 129. (89 v ) Licet ad hoc, XV. Kai. Maii pont. anno I.Johannes XXII. (1316-1334): 130. (90 v ) Inter ceteros regula- rium, sine dat.; Priv. cist., 43 v -44 r . 131. (91 v ) Ad hoc nos deus protulit, X. Kai. Maii pont. anno IV. Benedictus XII. (1334-1342): 132. (94 r ) Cum a nobis (für Tennenbach), XIV. Kai. Nov. pont. anno I. Clemens VI. (1342-1392): 133. (94 v ) Cum a nobis, 1342. Innocentius VI. (1352-1362): 134. (95 r ) Dudum felicis recordacionis, XII. Kai. Iun. pont. anno I. Gregorius XI. (1370-1378): 135. (98 v ) Tuis devotisprecibus, XV. Kai. Sept. pont. anno II. 1372. Urbanus VI. (1378-1389): 136. (99 r ) Provenit ex vestre, VIII. Kai. Aug. pont. anno VI. Nicolaus V. (1447-1455): 137. (99 v ) Cum a nobis, XVII. Kai. Ian. pont. anno I. 1447. 138. (100 v ) Pro- visionis nostre, V. Id. Apr. pont. anno II. 1448; Priv. cist ., 83 r-v . 139. (101 v ) Laudibus et ho- nore, X. Kai. Sept. pont. anno IV. 1450. - Die Privilegien jedes Papstes wurden durchgezählt, die Päpste selbst im 16. Jh. numeriert. Reine Erneuerungen von Privilegien gekürzt. Die Urkunden wurden im Kern aus einer anderen Privilegiensammlung von Papsturkunden für den Zisterzienserorden kopiert (vgl. Nr. 101), wobei jedoch insbesondere auch Tennenbacher Ur- kundenmaterial herangezogen und vermerkt wurde; dieses Material (mit zum Teil allerdings abweichender Datierung) befindet sich heute fast vollständig im Badischen Generallandesarchiv Karlsruhe (GLA B; E; 24). Im Grundstock wurde mit blauer Tinte Tennenbacher Besitz notiert für Nr. 3 (GLA B 39), 4 (GLA B 43), 11 (ad hoc signum A, GLA B 31), 16 (GLA Ell), 17 (GLA E 10), 18 (GLA E 12), 22 (vgl. GLA E 32), 23, 24 (vgl. GLA E 29), 26 (vgl. GLA E 30), 27 (vgl. GLA E 28), 39 (vgl. GLA E 87), 48 (vgl. GLA E 86), 49 (vgl. GLA E 88), 50 (vgl. GLA E 84), 51 (vgl. GLA E 89), 52 (vgl. GLA E 85), 59 (GLA E 83), 60 (GLA E 110), 72 (s. unten), 74 (s. unten, vgl. GLA E 222), 81, 82 (GLA E 219), 83 (GLA E 221), 84 (GLA E 210), 85 (GLA E 208), 86 (GLA E 220), 87 (GLA E 200), 88 (GLA E 203), 106 (GLA E 363), 116 (GLA E 298), 126 (GLA 24/40), 132 (GLA 24/41). Nr.58 lag als vidimierte Kopie vor: Nos habemus vidimus domini episcopi Constanciensis superpraescripto privilegio (GLA 24/ 336 Thennenbach 9 52), ebenso Nr. 121 (s. unten). Ansatzweise wurden auch die Urkundenbestände anderer Institutionen verarbeitet: Nr. 67: Praescriptum Privilegium habetur bullatum in monasterio monia- lium in Bürren prope Nidem Baden (Lichtenthai, vgl. GLA E 175); Nr. 72, 74: Praescriptum Privilegium habetur in Günterstal bullatum et nos eciam habemus; Nr. 99: Vidimus domini Con- stanciensis super praescripto privilegio habetur in Günterstal ; Nr. 121: Praescriptum Privilegium habetur in Salem bullatum (GLA E 306) et nos habemus desuper vidimus domini Constanciensis; Nr. 133: Copia huius confirmacionis sub tabellionis publici signo habet dominus de Salem. Ende des 15. Jh's wurden diese Vermerke revidiert und der Urkundentext zum Teil korrigiert. Bei Nr. 39, 48-52 (sowie 81 und 132 ?) konnte Tennenbacher Besitz der Urkunden bestätigt werden (hs., habemus), bei Nr. 23 f, 27, 67, 74, 99, 106, 116, 121 war die entsprechende Urkunde nicht mehr auffindbar beziehungsweise nie im Kloster gewesen ( n.h . etc., non habemus). Etwa gleichzeitig nachgetragene Besitznachweise: Nr. 72: Item in Wunnental eciam habetur bullatum ; Nr. 82-85: In Günterstal eciam habetur bullatum et in Wunnental (zwei Hände; vgl. GLA E 211-214, 217); Nr. 86: In Günterstal eciam habetur bullatum. 103 r — 117 v PRIVILEGIA ORDINIS CISTERCIENSIS ET MONASTERII TENNEN- BACENSIS - NACHTRÄGE. (103 r —105 r ) Calixtus III. (1455-1458): Ad fructus uberes, III. Kai. Maii pont. anno IV. 1458; Priv. cist ., 86 r -87 r ; Subscriptio: Suprascripta Bulla habetur bullata in monasterio sancti Johannis in Stams Brixienensis dyocesis. (105 v —107 r ) Frater Hymber- tus abbas Cistertii Cabilonensis diocesis... Nobis ordinatione et instantia... Brief des Abtes Hymbertus von Citeaux (Martinus de Lona, 1462-1476) ,De Jubilaeo' an die Zisterzienserklöster vom 19.7.1475. Gallia Christiana, in provincias ecclesiasticas distributa..., 4, Paris 1728, Sp. 1005. (107 v ) Formel für die Aufhebung aller kirchlichen Strafen. Dominus noster Jhesus Cristus te absolvat... sancte matris ecclesie et sacramentis eius... (108 r —112 r ) Urkunde. Guido Gardileti, in decretis Baccalarius Decanus ecclesie collegiate Capelle divitum apud Divionen Lingonensis diocesis, überbringt dem Abt Johannes von Citeaux (IX. de Cireyo, 1476- 1502) die Bulle Provisionis nostre (V- Non. Mart. pont. anno V. 1475) von Sixtus IV. (1471- 1474) und bestätigt die wortgetreue kopiale Abschrift für die anderen Abteien des Ordens, 22.10.1477. Beglaubigung durch Hugo Lambeleti, clericus Lingonensis diocesis publicus apo- stolica et imperiali auctoritatibus notarius. (112 V — 115 r ) >Privilegium de visitando capitulo genera- li<. Transsumpt von: Sixtus IV., Bulle Licet sacer ordo durch Philippus episcopus Portuensis sa- crosancte romane ecclesie cardinalis, die... mercurii tertia aprilis 1476; Priv. Cist ., 109 r -110 v ; der Handschrift fehlt die Beglaubigung durch den Notar. (115 V —117 r ) > Privilegium in articulo mortis<. Sixtus IV., Bulle Sacrosancte religionis vestre, Id. Dec. pont. anno V. 1475; Priv. cist., 107 v —108 v . (117 r_v ) >Generalis absolutio quoad culpam<. Auctoritate domini nostri Jesu Christi absolvo te...', >Alia in articulo mortis quoad penam<. Eadem auctoritate quam summorum pontificum... - 118 r —120 v leer. 121 r — 129 r ABLÄSSE UND ALTARWEIHEN. (121 r ) Ablaß durch Petrus episcopus Suden- sis, 1289. Regesten der Bischöfe von Straßburg, hrsg. von A.Kessel/M.Krebs, 2, Innsbruck 1928, Nr. 2254 (GLA 24/1). (121 r_v ) Altarweihe durch den Konstanzer Bischof Konrad II. 337 Thennenbach 9 von Tegerfelden (1208-1233), III. Non. Dec., ohne Jahrangabe. (12l v — 122 r ) Altarweihe durch Bischof Johannes von Bosnien, Id. Dec. 1250; Helvetia sacra 1,2, S. 505 (mit Erwähnung der Hs.). (122 r_v ) Zwei Altarweihen durch Ptolemaeus episcopus Sardanensis (1277- 1280), VII. Kai. Apr. 1278 (vgl. zur Person Helvetia sacra 1,2, S. 506). (122 v —123 r ) Ablaß und Altarweihe durch Bonifacius episcopus Bosoniensis (1289-1294) 1291, zwei Urkunden; REC Nr. 2784 (GLA 24/18; vgl. zur Person Helvetia sacra I, 2, S. 507). (123 r-v ) Altarweihe durch Gracianus (Gratiadeus) episcopus Salvi(n)ensis, V. Kai. Febr. 1308 (belegt 1307-1308; vgl. zur Person Helvetia sacra 1,2, S. 504). (123 v -124 r ) Kirchweihe, Altarweihe und Ablaß durch Johannes episcopus Decapolensis, ecclesie sancte Marie Decapoleos (1308-1312), Kai. Iun. 1311; Helvetia sacra 1,2, S. 507 (mit Erwähnung der Hs.). (124 r ~ v ) Altarweihe und Ablaß durch Heinrich Zirker episcopus Thermopylensis ordinis cisterciensis (1385-1411), XVII. Kai. Iun. 1411 (vgl. zur Person Helvetia sacra 1,2, S. 509 f). - 125 r -126 v leer. (127 r -127 v ) Ablässe. >Sciendum quod hec sunt indulgencie generales in isto monasterio et in omnibus monaste- riis et capellis ordinis Cisterciensis a summis pontificibus dudum per Universum orbem concesse et diffuse <. (128 r — 129 r ) Notiz: Tennenbach besitzt 672 Reliquien. Aufführung der 19 Altäre. Mit ihnen verbundene Ablässe. (129 r ) Ablaß durch Johannes episcopus Constanciensis (wohl Weihbischof Johannes episcopus Castoriensis, 1349-1372; Helvetia sacra 1,2, S. 508 f), 14.9.1361. Ablaß durch Johannes von Blatten episcopus Bellinensis ordinis praedicatorum (1440-1461), X. Kai. Maii 1448 (vgl. zur Person Helvetia sacra 1,2, S. 512). 130 v — 143 r ABLÄSSE UND ALTARWEIHEN - NACHTRÄGE. (130 v ) Weihe und Ablaß durch presbiterem dominum Danielem 1489; wohl Daniel Zeh(e)nder episcopus Bellinensis (1473-1476, 1479-1500; vgl. zur Person Helvetia sacra 1,2, S. 514). (131 r — 132 v ) Weihe von Kirche, Altar und Friedhof durch Balthasar Wurer episcopus Ascalonensis (1574-1598) vom 15. bis 17.4.1577 (vgl. zur Person Helvetia sacra 1,2, S. 517-519). Handzeichen von Wurer und Beglaubigung durch den Tennenbacher Mönch Joannes Liuder ex Schertzingen. (132 r_v ) Altarweihe durch den Tennenbacher Abt Hugo Buchstetter (1651-1664) am 30.9.1659. (133 r_v ) Altarweihe durch den Tennenbacher Abt Antonius Merz (1719-1724) am 17. 8.1721. Beglaubigung durch den Prior Leopold Münzer (Abt von 1725-1754). (134 r —135 r ) Urkunde des Tennenbacher Priors Carolus Uster vom 14.9.1724, 1699 Beichtvater in Wonnental, betreffend die Verlegung der Kirchweihfeier von Quasimodo auf Misericordia durch Konrad Ferdinand Geist von Wildegg episcopus Tricalensis (1693-1722) 1699 (vgl. zur Person Helvetia sacra 1,2, S. 512). - 135 v — 142 r leer. (142 v ) Urkunde. REC Nr. 5690 (GLA 24/64). (143 r ) Innocentius IV. (1243-1254): Potthast , Nr. 12842. - 143 v —144 v leer. FRAGMENTE 1. Pergamentblatt, 20,5 x 14 cm, ehemals um die erste Lage gehefteter Vorderspiegel. Gotische Urkundenschrift um 1300. 338 Thennenbach 9 • Thennenbach 10 URKUNDE. Papstbulle von Johannes XXL (1276-1277) oder von Johannes XXII. (1316— 1334) für Tennenbach: Ad audienciam nostram, Datierung fehlt. 2. Pergamentblatt, 20,5 x 15 cm, ehemals um die letzte Lage gehefteter Hinterspiegel. Gotische Urkundenschrift. URKUNDE. Transsumpt des Straßburger Bischofs (?) von 1302 von: Honorius IV. (1285— 1287), Bulle Significarunt nobis dilecti , X. Kai. Dec., Amtsjahr fehlt. Thennenbach 10 Theodoricus Engelhusius, Vocabularius quadriidiomaticus Papier ■ 11+ 180 Bl. • 21x14,5 • Neustadt a. d. Hardt (?) • 1462 Lagen: I, VII 14 , 4 VI 62 , (VI-2) 72 , 9 VI 180 . Nach Bl. 64 fehlen zwei Blätter (Textverlust). Wz.: P mit vierblättriger Blume sowie P ohne Blume, Beschriftung belegt für 1461-1463 ( Piccard , Expertise). Kustoden ( Primus... Duodecimus...), teilweise abgeschnitten. Schriftraum 17/16 x 10/8,5 cm, Zeilenzahl wechselnd. Notula von mehreren Händen. Bl. 1 r rubriziert. Abschnittsinitialen in Vorzeichnung. Bis Bl. 90 r einige anspruchslose, rot-grüne figurierte Initialen (l r Samson und der Löwe, 74 r lehrender Magister, 79 r Verkündigung, weiter Fratzen, Drolerien etc.), Bl. 22 r u. 35 v zusätzlich Randzeichnungen. Zwei Schließen. 1975 Reste des alten Lederbandes mit Einzelstempeln und Streicheisenlinien neu unterlegt, alte Spiegel (s. Fragment 1-2) und vier kleinere Falzverstärkungen ausgelöst. Herkunft: Als Schreiber nennen sich (s. unten) auf 112 V Petrus Hoffelich und auf 175 V Petrus Reyffsteck jeweils mit Jahresangabe 1462; die zweite Subscriptio gibt als Herstellungsort Nova civitas an. Der Sprachstand zeigt eine rheinisch-mittelfränkische Grundschicht mit einigen hochdeutschen Zügen, so daß vielleicht Neustadt an der Hardt und die dortige Stiftsschule ( J.Weber , Die Stiftsschule zu Neustadt, in: Die christliche Schule 1915, S.723-735) als Herstellungsort in Frage kämen (s. auch den Spruch auf 180 v : In curia palatini.. .). Im Falle von Petrus Reyffsteck ist eine Verwandtschaft mit dem Speyerer Reichskammergerichtsadvokaten Dr. Friedrich Reiffstock (Advokat 1517; G. Groh , Das Personal des Reichskammergerichts in Speyer (Besitzverhältnisse), Ludwigshafen 1971, S. 86) nicht unwahrscheinlich. Besitzeinträge (?) des 16. Jh's auf Bl. 15' (Kern), 70 v ( Matheus Kern), 74 r ( Kern Ketter- lin), 79 r ( Ketterlin u. Matheus Kern, weiter: pristter Yohan) jeweils in oder an Initialen. In den Säkularisationsakten ist der Codex als (127.) Vocabularius Ms. 1462 erfaßt (BLB, K 2986,18, 6 V , 10'). Fragment 2 Ubernahmevermerk Thb. (Blei) der Säkularisationszeit. Mundart: rheinisch-mittelfränkisch mit hochdeutschen Einschlägen ( Powitz (s . Lit.), S. 104 f). Literatur: F.J. Mone , Vocabularii magistri Engelhusen, in: Anzeiger für Kunde der teutschen Vorzeit 7 (1838), Sp. 153-170, 297-308; Längin , Nr. 180; Ettlinger , S.60, 101; G.Powitz , Zur Geschichte der Überlieferung des Engelhus-Glossars, in: Jahrbuch des Vereins für niederdeutsche Sprachforschung 86 (1963), S. 104 f; R. Damme , Der ,Vocabularius Theutonicus'. Versuch einer Überlieferungsgliederung, in: Niederdeutsches Wort 23 (1983), S. 168-174. 339 Thennenbach 10 1 r — 176 r THEODORICUS ENGELHUSIUS (Dietrich Engelhus), VOCABULARIUS QUA- DRIIDIOMATICUS. (l r ~ v ) Prolog. 'Domine deus nescio loqui: Quia egopuer sum<. Licet illud verbum propheta Balam sit enarratum... (2 r — 112 V ) Lateinisch-lateinisch/deutsches Glossar. Abdere. didi. abditum. tus.a. um. id est occultare... Zenofragium est sonarum fractio. (112 V ) Ex- plicit vocabularius latinus completus ante horam sextam post prandium quinta feria in vigilia Gregorii episcopi sub anno domini melesimo (!) quadringentesimo sexagesimo secundo. Igitur no- men scriptoris/ si tu cognoscere gliscis/ Trus pe (= Petrus) tu verte/ nomen eius videbis aperte/ Hoffelich cognomen/ deus dat nobis omnibus omen. Spruch: Unde weyne in scriber.../ Unde dreck in keßer... Explicit vocabularius latinus. Incipit vocabularius Grecus. Teildruck der lateinisch-deutschen Glossen: M one , Vocabularii (s. Lit.), Sp. 154-170. (113 r —132 v ) Griechischlateinisches Glossar. [A \bacus ci vel abax acis id est decem... Inde zodiacus circulus singnorum in celo quia animalium circulus. Explicit vocabularius grecus. Incipit vocabularius ebraicus. Teildruck: M one , Vocabularii (s. Lit.), Sp. 307f. (133 r —15l v ) Hebräisch-lateinisches Glossar. AAron mons fortitudinis sive montanus... aut iste magister confusionis quia natus fuit in Babilo- nie (!). Explicit vocabularius hebraycus. Incipit vocabularius Teutonicus. (152 r —175 v ) Lateinischdeutsches Glossar. [A ]Beze alphabetum eciam [A]Becedarium... Wumpele vel sleygerfitta pe- pulum sponsatile. (175 V ) Expliciunt vocabularii venerabilis magistri Engelhusen secunda feria post prandium post dominicam Iudica per me Petrum Reyffsteck scholarium ibidem videlicet in Nova civitate Anno M°CCCCLXIIetc. (per me Petrum... etc. auf Rasur). Teildruck: M one , Vocabularii (s. Lit.), Sp. 297-307; D.B erg /F.J. W orstbrock , Engelhus, Dietrich, in: 2 VL, 2, Sp. 556-561. - 176 r — 180 r leer. 180 v Sprüche: In curia palatini Thirones generosi plerique fue- runt... FRAGMENTE 1. Pergamentblatt, ehemals Hinterspiegel. 19,5/19 x 14 cm. Schriftraum 13,8 x 11,5 cm, 25 Zeilen. Textura von einer Hand, Anfang des 14. Jh's. Verse fortlaufend geschrieben, Versgrenzen durch Punkte markiert, übliche Rubrizierung, anspruchslose rote Initialen. Mundart: ostmitteldeutsch mit mittelfränkischen Einschlägen. Literatur: F.J. Mone , Aus dem Leiden Christi, in: Anzeiger für Kunde der teutschen Vorzeit 4 (1835), Sp. 326-329; Längin , Nr. 180; K.Helm , Untersuchungen über Heinrich Heslers Evangelium Nicodemi, in: Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur (PBB) 24 (1899), S. 101 f; Ettlinger , S. 101; Das Evangelium Nicodemi von Heinrich von Hesler, hrsg. v. K.Helm , Tübingen 1902, S.XVIIIf. HEINRICH VON HESLER, EVANGELIUM NICODEMI, V. 1570-1690. /besene. Dar zo quam gedrungen... Geschaffen und gebiltet. al were wir/. Druck: M one , Aus dem Leiden (s. Lit.), Sp. 326-329; A. M asser , Heinrich von Hesler, in: 2 VL, 3, Sp.749-755. l v : Sint vera cuique dies breve et irreparabile tempus/ Omnibus est vite famam extendere factae (16. Jh.). 340 Thennenbach 10 • Thennenbach 11 2. Pergament, ehemals Vorderspiegel. Stark abgerieben. Teil einer Foliohandschrift (15 x 20/19 cm), 2 Spalten. Textura des 15. Jh's, übliche Rubrizierung. MISSALE. U. a. Teile eines Stephanus-Meßformulars. Thennenbach 11 Rolandinus de Passageriis, Summa artis notariae, cum commento, Fragment Pergament • 2 Bl. • Norditalien • 14. Jh. 2 2 stark beriebene Einzelblätter einer Foliohandschrift, ehemals Spiegel eines wohl verbrannten Tennenbacher Drucks; vier kleinere Bruchstücke, ehemals Falzverstärkungen. Erhalten sind ebenfalls die mit dunklem Leder überzogenen und mit Streicheisenlinien verzierten Holzdeckel des Einbands (16. Jh.) mit Abklatsch. Schriftraum 25,5 x 17/16 cm, 2 Spalten, 57 Zeilen. Textura von einer Hand, 14. Jh. 2 . Übliche Rubrizierung, rot-blaue Abschnittsinitialen mit einfachem Fleuronnee. 2 r S-Initiale in Deckfarbenmalerei. Buchstabenkörper weiß in blauem, quadratischem Feld, mittig einfache rote Ranke mit Blüten. l v (ehemals Vorderspiegel) über dem Text Besitzvermerk Sum F.F. Thennenbacensiutn (18. Jh.), am rechten Rand porta coeli. Eintrag Arbor FMA (Monogramm; Frater Martinus abbas (?), s. Cod. Thennenbach 1-3) Anima (?) am unteren Rand. ROLANDINUS DE PASSAGERIIS, SUMMA ARTIS NOTARIAE, cum commento (Fragment). Teile der Kapitel 4, 6f. (l ra ) Titulus > Instrumentum cessionis in quantitate que debetur ex residuo debiti<. Visum est s. de cessione facta ex... titulo vendicionis in totum.. . (2 lb ) >Incipit septimum capitulum rubricarum<. Zu Rolandinus s. F. C. von Savigny , Geschichte des Römischen Rechts.im Mittelalter, 5, Nachdruck Darmstadt 1956, S. 539-548. Nicht mit den bei Savigny, S. 549 f und 554 erwähnten Kommentaren identisch. 341 Wonnenthal 1 Wonnenthal 1 Graduale cisterciense Pergament • 3 (Pap.) + 156 Bl. • 37 x 27,5 • Wonnental(?) • Mitte 13. Jh. Lagen (nach alter Blattzählung): (2 Pap.-Bl.) a+b , (III+l) 6 (angefügtes Perg.-Bl. als c gezählt), 7 IV 62 , (IV-1) 69 , 7 IV 124 (Blattzahl 115 doppelt vergeben), (IV+1) 133 , IV 141 , (III-3) 144 , (II-l) 147 , (V-3) 154 , I 156 , 2 (Pap). Auf 155 r aufgeklebtes Papierbl. (gez. 155a). Kustoden. Wz.: Memminger Stadtwappen, wahrscheinlicher Beschriftungszeitraum 1573-1577 ( Piccard , Expertise). Schriftraum: 26,5 x 18,5 cm, 9 Notensysteme (Quadratnotation) mit je einer Textzeile im Corpus der Hs.; Textualis formata des 13. Jh's von mehreren Händen; Randzusätze und Nachträge des 13. Jh's. Übliche Rubrizierung, rote und blaue Lombarden, zahlreiche 2-8-zeilige Initialen in Rot und Blau mit Palmettenblattfiligran im Stil oberrheinischer Zisterzienserskriptorien des 13. Jh's (s. Beer , Beiträge, S. 19-22, und Beer , Initial und Miniatur, S.40 Nr.39), besonders bemerkenswert: l r , 50 v , 80 v , 82 v , 106 v , lll v . Zwei Deckfarbeninitialen mit Figuren im elsässisch-oberrheinischen Stil. ll r Geburt Christi (P), 13 r Evangelist Johannes (J). Brauner Lederband mit Rollen- und Einzelstempeln, vorn datiert: 1578. Drei Rollen datiert: 1. Caesar, Hektor, Achilles (1557), Trajan; 2. Salvator ( Data est mihi omn.), Paulus ( Apparuit benignitas), Moses (Lex per Mosen data est), Johannes Bapt. mit Agnus dei (1558), 3. Salvator, Isaias (1557), David, Paulus. Vorn 5 Messingbuckel, hinten fehlend. 1965 wurden Rücken, Spiegel und Schließen erneuert. Rotschnitt, altes Lesezeichen aus 6 gewobenen Bändchen. Zur Einbandmakulatur s. unten Fragment. Herkunft: Um die Mitte des 13. Jh's möglicherweise in Wonnental entstanden (vgl. U. H. 1). Das Proprium de sanctis entspricht dem zisterziensischen Kalendar noch vor der Jahrhundertmitte (s. unten 100 r ). Vgl. auch die Litanei 142 v . Literatur: Ehrensberger , S. 57 f; Ettlinger , S. 60, 101; A. Geering , Die Organa und mehrstimmigen Conductus in den Handschriften des deutschen Sprachgebietes vom 13. bis 16. Jahrhundert, Bern 1952, S.3, 5, 12, 24, 59, 62; Ferdinand , S.46-51; Beer , Initial und Miniatur, S.40 Nr.39; G.Reaney , Manu- scripts of polyphonic music (c. 1320-1400), München/Duisburg 1969 (RISM B IV 2 ), S.72 (Datierung unzutreffend). a r -b v Nachträge (16. Jh. 2 ): (a rv ) Antiphonen und Offiziumsteile; (b v ) Kyrie-Melodien, s. Ferdinand , S.47. - b r leer. c" Nachträge (13. Jh.): Gloria; Messe zum Fest der Elftausend Jungfrauen; Sanctus. 1 r — 100' PROPRIUM DE TEMPORE. (l r ) Dominica I in adventu domini; (8 V ) >In vigilia na- tivitatis domini<\ (15 v ) >In epyphania domini<; (23 r ) >Feria IUI in capite ieiunii<; (56 r ) >In ramis palmarum<, zu den Prozessionsgesängen s. Weinmann, S. 15; (64 r ) >Feria VI in parasceve<, Gesänge zur Kreuzverehrung wie Weinmann, S. 1 5 f; (68 v ) >In vigilia pasce<; (80 v ) >In die as- censionis<; (82 v ) >In die sancto pentecostes<; (86 r ) >Dom. prima post pentecosten (de s. trinitate)<. Auffällig sind die enthaltenen Heiligenfeste, die gleichen wie in U. H. 1 (s. dort). 342 Wonnenthai, 1 100 r — 132 r PROPRIUM DE SANCTIS, von Sylvester (31.12.) bis Thomas ap., entsprechend dem Stand des zisterziensischen Kaiendars um 1250. Bereits nachgetragen (als Rubriken an den Blatträndern) sind: Lambertus, Edmund, Dominicus, Franciscus, Undecim milium virgi- num, Antonius abbas; diese seit 1246 bzw. 1247, 1255, 1259, 1260 im zisterziensischen Ordenskalender. 132" >In dedicatione ecclesiae<. 132 v —133 v >Pro defunctis<. 1 33 v — 141 r HYMNEN UND ANTIPHONEN >ad tertiam<. Hymnen: Weinmann , Nr. 11, 14, 17, 20, 22, 25, 28, 31, 45, 37; (137 v , 138 v -140 v ) Antiphonen: Hesbert , Nr.2499, 3707, 4591, 4639, 1580 (Anfang), 1272, 3785, 5508, 1426, 2975, 3347, 3504, 2583, 5138, 1348, 1271, In disciplina morum... (Huot , Nr. 133), 1482, 5227, 3755, 4094, 5311, 5408, 3923, 5492, 4485, 1935, 2868, 3396, 3199, 5452, 4669, 1447, 3288, 3795, 4486, 2117, 3518, 4416, 1023, 4613, 4086. Vgl. auch Cod. U. H. 1, 2 r . 141 r — 142 v ORDINARIUM MISSAE, s. Ferdinand, S.47f. 142 v — 144 r ALLERHEILIGENLITANEI, zisterziensisch (Stand um 1250); s. Weinmann, S. 17 f. Noch nicht vertreten sind Petrus martyr, Edmund, Malachias, Wilhelm, Rupert. Thomas ist nachgetragen. 144 r -155 v Nachträge, Ende 13./Anfang 14. Jh. (144 r ) >Decem milium martymm<; (144 v ) Hymnus Weinmann , Nr. 58; (145 r -148 v ) Teile des Ordinarium missae (145 r zweistimmiges Kyrie), Ferdinand , S. 46 (mit Abb.), 48 f; Reaney(s . Literatur), S. 72; (148 v ) >Desancto Nico- lao< (wie Cod. U. H. 1, 257 r ); (149 r —155 v ) Sequenzen, Hymnen, Offiziumsteile. AH 55 Nr. 186, AH 54 Nr. 250, AH 55 Nr. 192, AH 54 Nr. 236, 247, 87, AH 9 Nr. 158, AH 23 Nr.381, AH 47 Nr.323 (Sanctus-Tropus), AH 50 Nr.382 (Teile des Reimoffiziums zu >De spinea corona< ); (154 v ) Hymnus >De sancto Benedicto ad IIIam<, nur Anfang übereinstimmend mit AH 21 Nr. 100 (De s. Francisco). 155 v — 156 v Nachträge, 14. Jh. Teile des Ordinarium missae, s. Ferdinand, S. 49-51. Weitere Nachträge zum Ordinarium missae am Rand von 146 v u. 147 r (15.Jh.) und auf Bl. 155a r (16./17. Jh.), s. Ferdinand, S. 49. FRAGMENT 3 Pergamentstreifen einer Foliohs., vertikal geschnitten (Höhe 37 cm), 13. Jh. 2 . 2 Streifen ca. 7 cm breit, zu einem Blatt gehörend (innerer und äußerer Teil). Der dritte Streifen (ca. 3 cm breit) zur gleichen Hs. gehörend (nicht identifiziert). Grundtext 41 Zeilen. Gotische Buchschrift in 2 Schriftgraden, 13. Jh. 2 . Einbandmakulatur, bei der Restaurierung 1965 herausgelöst und hinten in Tasche beigefügt. I r -ir GREGORIUS PAPA IX., DECRETALES CUM GLOSSA BERNARDI BOTTONII, lib .V, tit. 39, cap. 40-48. Vom Grundtext ( Friedberg 2, Sp. 906-909) nur wenig erhalten. 343 Wonnenthal 1 • Wonnenthal 3 Kommentar: [te]neat et quod absolvatur... - punitur in communione aliorum... Ausgaben s. GW 11450-1 1502. Wonnenthal 2 Processionale cisterciense Pergament, 122 S., 19 x 13,5 cm, Tennenbach/Wonnental, 1607. Kalligraphische Textura von der Hand des Michael Rieckher (s. unten und Abb. 29). Nachträge von Händen des 17. u. 18. Jh's. Quadratnotation auf 4 roten Linien, 7 Systeme, 7 Textzeilen. Einfache Deckfarbeninitialen (Antiqua) auf Goldgrund, Rahmenleisten aus Stäben in wechselnden Farben zusammengesetzt. Gemaltes Zisterzienserwappen (S. 7). Heller blindgeprägter Lederband des 17. Jh's. Goldschnitt. Geschrieben 1607 von dem Tennenbacher Bursarius und Beichtvater in Wonnental Frater Michael Rieckher/Riegger (s. Einleitung, S. 72, 120, 129) aus Villingen im Auftrag der Wonnentaler Schwester Barbara Morizin aus Kenzingen (s. Schreibervermerk, S. 8). Literatur: Ehrensberger , S. 66; Ettlinger , S. 60. S. a-b Nachträge, 17./18. Jh., s. S. 114. S. 7-113 PROCESSIONALE CISTERCIENSE. (S. 7) Schmucktitelblatt mit Zisterzienserwappen; (S. 8) Schreibervermerk: Scriptum anno Domini M°DC°VIl mo ad petitionem sororis Barbarae dictae Morizin ex Kenzingen, monasterii Wonnenthal monialis professae, perj[ ratrem] Michaelem Rieckher Villinganum, Thennenbachensem bursarium et tunc temporis praedicti coe- nobii Wonnenthal confessarium (s. Abb. 29); (S. 9-113) Processionale, alles wie Güntersthal 3 (s. dort), Textfolge etwas abweichend. S. a-b, 1-6, 114-120 Nachträge, 17./18. Jh. (Ergänzungen bzw. Änderungen): (S. a) Osterse- quenz AH 54 Nr. 7; (S. 2) >Dom. 1. 2. 3. 4. et 5. Augusti. . .<; (S. 3) >Dom. 1. et 2. Septembris<; (S. 5) >In festo dedicationis ecclesiae<\ (S. 114) >In translatione s. Benedicti<; (S. 116) >Dom. pal- marum<\ >Dom. in albis<; (S. 117) >/» die octavae s. Johannis Baptistae<-, (S. 119) >In decollatione s. Johannis Baptistae<. Wonnenthal 3 Psalterium • Capitula Pergament • VII (Pap.) + 139 Bl. • 15x11,5 • Oberrhein • 13.Jh. Lagen: IV VI1 (inkl. Spiegel), (V-l) 9 , 4 IV 41 , (II-l) 44 , (V-l) 53 , (III-l) 58 , (VI-3+1) 68 , 8 IV 132 , (IV-1) 139 , IV' 46 (inkl. Spiegel). Wz.: Adler mit zwei Türmen, elsässisch, Ende des 16. Jh's ( Piccard , Expertise). 344 Wonnenthal 3 Schriftraum: 12,5 x 9,5 cm, 20-21 Zeilen, Textura von zwei Händen des 13. Jh's: 1. (13. Jh.') 2 r -67 v , 69 r ; 2. (13. Jh. 2 ) 69 v —139"; Zusätze (Anfang 14.-15. Jh.): l r , 68 r -69'. Deutsche Notizen des 14. Jh's auf den seitlichen Blatträndern (teils stärker verblaßt und beschnitten), Mundart alemannisch; ferner an den unteren Rändern lateinische Nachträge des 15. Jh's, die liturgische Verwendung betreffend. Übliche Rubrizierung, rote und blaue Lombarden; 2-4-zeilige, lombardenförmige Initialen in Gold, Silber (oxydiert), Rot und Blau, teilweise mit Pflanzen- und Tierornamentik. An den Teilungsstellen des Psalters meist ziemlich derb ausgeführte 7-11-zeilige Deckfarbeninitialen (79 v und 106 r nicht ausgeführt): verschiedenfarbige Buchstabenkörper auf Gold- und Silbergrund mit Spiralranken, Palmettenblattorna- mentik und verschiedenen Tierkörpern bzw. Tierelementen; l v ganzseitig (B). Einfluß der Initialornamentik oberrheinischer Zisterzienserskriptorien nach 1200 ( Beer , hs. Expertise in der BLB; vgl. auch Beer , Beiträge, S. 34-37). Dunkelbrauner blindgeprägter Lederband des 16. Jh's, Rücken und Schließenteile 1966 erneuert. Hanfschnur mit Knoten als Lesezeichen. Eine Anzahl kleiner, aus dem Rücken herausgelöster Pergamentfragmente aus einem Missale des 14. Jh's hinten in Tasche beigefügt. Die stark beriebenen und angeschmutzten Seiten l r und 139 v weisen darauf hin, daß die Hs. lange Zeit ohne Einband existiert hat. Herkunft: Entstehung im Oberrheingebiet ist aufgrund des Initialstils wahrscheinlich. Wegen des Fehlens ordensspezifisch zisterziensischer Besonderheiten, auch bei den Nachträgen zur Allerheiligenlitanei (s. unten), dürfte die Hs. erst spät nach Wonnental gelangt sein. An den unteren Blatträndern stellenweise Antiphonen-Anfänge (Einrichtung für das Stundengebet, 15. Jh.). I r Chloster Wohnendahl (17. Jh.; s. Abb. 31). Literatur: Ehrensberger , S. 10; Ettlinger , S. 60. l r Gebetstext (Nachtrag des 15. Jh's), kaum leserlich (stark berieben). l v _120 v PSALTERIUM NON FERIATUM. Nicht-monastische Teilung, dem Cursus roma- nus entsprechend, durch Zusätze des 15. Jh's (Antiphonen) partiell für das Stundengebet eingerichtet; 105 v —120 v Laudes-Cantica, Te Deum, Hymnus trium puerorum, Benedictus, Ma- gnificat, Litanei mit Preces und Orationen ( Bruylants 2, Nr. 761; Concede, quaesumus, omni- potens deus, ut intercessio nos sancte dei genitricis...; Bruylants 2, Nr. 517, 779, 648, 567, 802 mit Erweiterungen); Nachträge zur Litanei (15. Jh.): (117 v ) Christofore, (118') Albane, Ruft, Serva[ ti], Francisce, Odilia, Barba[ ra]. Zum Grundbestand der Litanei gehörend: Medarde, Elisabeth. 121 r — 139 V CAPITULA und (in kleinerem Schriftgrad) die Anfänge von Responsorien, Ver- sikeln und Hymnen de tempore (121 r -132 v , nur Hauptfeste), de sanctis (132 v -136 r , Marienfeste, >In utroque festo s. crucis<, >De s. Joh. Baptista<), De communi sanctorum (136 r — 139 r ), In dedicatione ecclesiae (139"). - 140 r -146 v leer. 345 Wonnenthal 4 • Wonnenthal 5 Wonnenthal 4 Nocturnale cisterciense Pergament • I + 257 Bl. • 14,5x10 • Oberrhein • 14. Jh. Lagen: l 1 , (VT-5) 6 , 20 VI 246 , (VI-1) 257 . Kustoden, jeweils auf der ersten Seite, z.T. abgeschnitten; die erste Lage fehlt, die zweite ist unvollständig (Textverlust). Schriftraum 9,5 x 6,5 cm, 18 Zeilen. Textura des 14. Jh's von mehreren Händen; vereinzelte spätere Randzusätze. Übliche Rubrizierung; rote und blaue Lombarden, z.T. mit Fleuronnee, jeweils in der Gegenfarbe. 2 aufwendigere Zierinitialen (8 r , 18 r ), 3—5-zeilig mit Zierstab, oberrheinisch, nahestehend der Gruppe 1 bei Beer , Beiträge, S. 19-22. Vorderer Einbanddeckel, Lederbezug, Langriemenschließe und Spiegel 1974 erneuert, Vorderspiegel abgelöst (gez. I). Herkunft: Lokalisierung aufgrund des Initialstils. I v Chloster Wohnendahl (17. Jh.). Literatur: Ehrensberger, S. 27; Ettlinger, S. 60. I r Anfang des Osteroffiziums. Brev. Cist. 1484, kl2 v , verworfener, nicht rubrizierter Text (gleicher Schriftraum u. gleiche Zeilenzahl wie im folgenden). Am Seitenende Alphabet, meist gotische (cadellenartige) Großbuchstaben, wohl 14. Jh. I v leer bis auf Besitzvermerk (s. oben). l r -257 v NOCTURNALE CISTERCIENSE. (l r -103 v ) Proprium de tempore, beginnend mit der 9. Lektion zum 2. Sonntag nach Ostern; weitgehend übereinstimmend mit Brev. Cist. 1484, I7 r -q5 r . (103 v -209 r ) Proprium de sanctis, üblicher Bestand, von Benedikt (14.3.) bis Clemens (23.11.), (169 r ) Bernhard von Clairvaux; s. Brev. Cist . 1484, vl r -ccll r . (209 v -233 r ) Commune sanctorum, s. Brev. Cist . 1484, ddl r -eel6 r . 233 r -257 v Nachträge zu einzelnen Festen und Tagesoffizien; (234 r ) Elftausend Jungfrauen, (249 r ) >In dedicatione ecclesie.. .< (Volloffizium), s. Brev. Cist . 1484, eel6 r -ff4 v . Wonnenthal 5 Diurnale cisterciense Pergament und Papier • 84 Bl. • 10,5x14,5 • Elsaß • um 1460 Lagen: (VI-1) 11 , 6 VI 83 , l 84 (Rest einer Lage); die erste Lage sowie das äußerste und das innerste Doppelblatt der folgenden Lagen Pergament; Reklamanten. Wz.: Gotisches P (fragmentarisch), wahrscheinlicher Beschriftungszeitraum 1460-1463 ( Piccard , Expertise). Schriftraum 10,5 x 7 cm, 18 Zeilen. Gotische Buchschrift (l r —11 v ) und Bastarda (12 r -84 v ) des 15. Jh's. Übliche Rubrizierung; rote Lombarden (z.T. mit Repräsentanten), Cadellen in Rot und Schwarz. Der braune Lederband von 1975 mit Teilen ei- 346 WoNNENTHAL 5 • WoNNENTHAL 6 nes ursprünglich nicht für diese Hs. bestimmten blindgeprägten Lederbezugs des 17./18. Jh's. Fragmentarische Blattweiser aus rotem Leder. Als Lesezeichen lose beigefügt fragmentarisches Blatt (Papierschwalbe) aus einem Antiphonar des 17. Jh's. Herkunft: Lokalisierung aufgrund der Heiligenfeste und der deutschen Texte im Kalendar (s. l r ). Datierung nach Wasserzeichen und Schrift. Literatur: Ehrensberger, S. 32; Ettlinger, S.60. 1 r — 11 v ZISTERZIENSERKALENDAR (mit elsässischen Zusätzen) mit lateinischen und alemannischen Monatssprüchen (Januar fehlt); elsässisch-alemannische Monatsnamen: fulmont (September), herbestmont (Oktober), wintermont (November), volrotmont (Dezember), s. K. Weinhold , Die deutschen Monatsnamen, Halle 1869, S. 17; Grotefend 1, S.203 (bei ,Volrotmont' diese Hs. genannt); K.-H. Schumacher , Die deutschen Monatsnamen, Diss. Greifswald 1937, S. 54 f. Unter den Heiligen erwähnenswert: Fridolin (6.3.), Waltburgis (1.5.), Medard (8.6.), Arbogast (21.7.), Ludovicus episc. (25.8.!), Florentius (7.11.), Odilia (13.12.). Ludovicus episc. an Stelle von Ludovicus rex Franciae ist für das Elsaß nachgewiesen, s. M.Barth , Mittelalterliche Kaiendare und Litaneien des Elsaß, in: FDA 86 (1966), S. 370 (Straßburg), 416 (Colmar). Unter dem 3.8. findet sich der Eintrag (15. Jh., nachgetragen, vielleicht in Wonnental): jorgezyt Keyser Friderich unsers styffters, gemeint ist vielleicht Friedrich II., in dessen Regierungszeit Kloster Wonnental gegründet wurde (s. oben S. 127). 1 2 r — 84 v DIURNALE CISTERCIENSE, pars hiemalis; Proprium de tempore vom 1. Advent bis zum Samstag der Osterwoche; 84 v bricht der Text unvollständig ab; weitgehend übereinstimmend mit Brey. Cist. 1484, a2 r -ll v . Wonnenthal 6 Breviarium de tempore, pars aestivalis Papier • 267 Bl. • 28,2 x 20 • Niederrhein (?) • um 1480 Lagen: V 10 , VI 22 , (V-l) 31 , (V-l) 40 , (VII-1) 53 , 2 VI 77 , (VI-1) 88 , 3 VI 124 , V 134 , VI 146 , (VI-2) 156 , (VI- l) 167 , VI 179 , V 189 , 2 VI 213 , V 223 , 2 VI 247 , (VI-1) 258 , (VI-3) 267 . Blattverlust nach Bl. 10, 38 und 249, jeweils ein Blatt mit Textverlust. Am Ende der Hs. fehlen mindestens 3 Bl. Mit ursprünglichen Einzelblättern sind dagegen die Fälze nach B1.22, 43, 85, 153, 156 und 167 zu erklären. Fehlstellen bei den ersten und letzten Blättern. Aufgrund von Hitzeeinwirkung (s. Herkunft) ist das Papier der Hs. durchgehend gebräunt. Tintenfraß. Reklamanten, z.T. abgeschnitten. Mehrere Wasserzeichen: 1. Buchstabe Y in zwei Varianten, eine ähnlich Briquet , Nr. 9182 (Köln 1467); 2. Hund mit vierblättriger Blume in vier Ausführungen: a. Piccard XV, 3, Nr. 1402 (Leuven 1476), b. Piccard XV, 3, Nr. 1420 (Brabant, Brüssel, Maastricht, Valenciennes 1478), c. ähnlich Piccard XV, 3, Nr. 1419 (wie b), d. ähnlich Piccard , XV, 3, Nr. 1417 (wie b); 3. Lilie im Wappenschild mit vierblättriger Blume und Buchstabe T, ähnlich Piccard 347 Wonnenthal 6 • Wonnenthal 7 XIII, Nr. 1714f (Hambach (Jülich) 1489, Siegen 1483). Schriftraum 20/18 x 15/13 cm, zwei Spalten, 24-37 Zeilen. Textura rotundata von mehreren Händen, ab 228 va von einer Hand. Übliche Rubrizierung (zweiter Rotton ab 211 v ). Cadellen z .T. mit Fratzen verziert. Gemäß Ehrensberger , Manuscripta, Bl. 145 r war der Codex bis 1942 in einen Lederband mit Stempeln sowie einer Schließe (von ursprünglich zwei) eingebunden. Seit 1991 Halblederband. Herkunft: Wahrscheinlich am Niederrhein entstanden (s. Wasserzeichen). Auf dem heute verlorenen Vorderspiegel ( Ehrensberger , Manuscripta, Bl. 145 r ) ursprünglich Besitzvermerk Chloster Wohnendahl (17. Jh., wie Wonnenthal 3, 4, 8, 15). Beim Brand der Landesbibliothek im September 1942 erlitt der Codex erhebliche Hitzeschäden. Er geriet in Vergessenheit und galt in der Folge als Kriegsverlust ( Ettlinger , S. 101). Wiederauffindung im Januar 1968, Restaurierung mit Papierspaltung 1991. Literatur: Ehrensberger , S. 24 Nr. 5; Ettlinger , S. 60, 101. 1 ra —267 vb BREVIARIUM DE TEMPORE, pars aestivalis. (l ra ) >/w vigilia pasche ad vesperas<, (47 vb ) >/» vigilia ascensionis ad matutinam invitatorium<, (64 vb ) >/» vigilia penthecostes ad ma- tutinam invitatorium<, (78 vb ) >In festo trinitatis ad vesperas antiphona<, (88 vb ) >In festo corpore (!) Cristi ad vesperas antiphona<, (162 va ) > Dominica prima in mense augusto<, (224 ra ) >Domi- nica prima novembris ad vesperas antiphona< , (243 rb ) > Dominica prima post festum sancte trini- tatis<, (267 vb ) > Dominica XXL, Abbruch in der Homilienlektion. Hymnen: (ll ra ) Fragment: /functos excitat. Quam devorarat. ..; AH 50 Nr.215; (12 ra ) AH 51 Nr. 84, Str.1-3, (18 va ) AH 52 Nr.6, (19 ra ) 7, (19 rb ) Christe redemptor omnium, da spiritale gaudium..., (21 ra ) AH 52 Nr. 11, (49 rb ) AH 51 Nr.88, (50 ra ) AH 50 Nr. 143, (66 rb ) 144, (66 vb ) AH 51 Nr.92, (68 va ) 91, (79 ra ) 40, (79 va ) 24, (84 vb ) 31, (89 rb ) AH 50 Nr. 388, (90 ra ) 386, (95 rb ) 387. Nicht mona- stisch (Nachtoffizien mit 9 Lektionen). Bemerkenswert: fakultatives Offizium >De lancea et clavis< (18 rb -22 ra ). 23 ra wird ein Capitulum generale des Ordens erwähnt, 179 vb —180 ra der Kirchweihtermin: ...Sed quia dedicacio ecclesie nostre celebrari solet dominica proxima post de- collacionem sancti Johannis baptiste... - 50 v leer. Streckenweise bietet die Handschrift nur Lektionen. Wonnenthal 7 Hymnarium cisterciense Papier • 153 Bl. • 20,5x14,5 • Wonnental(P) ■ uml565 u. 1577 Alte Foliierung 1-152 (2 a übersprungen). Mehrere Freiburger und Reutlinger Papiermarken, wahrscheinliche Beschriftungszeit um 1565 und 1577 ( Piccard , Expertise). Kustoden und Reklamanten. Textura von mehreren Händen (vermutlich im Kloster Wonnental geschrieben). Quadratnotation auf 4 Linien, 5 Notensysteme, 5 Textzeilen. Derbe lombardenförmige Initialen. Brauner blindgeprägter Ledereinband des 16. Jh. 2 u.a. mit Caesarenrolle (Carolus, Nero, Vespasian, Iulius) und Plattenstempeln: 348 WONNENTHAL 7 • WoNNENTHAL 8 Crucifixus mit eherner Schlange (vorn) und auferstandener Christus (beide 87 x 48 mm). Buchrücken 1978 erneuert. Altes Lesezeichen aus fünf gewobenen Leinenbändern. Literatur: Ehrensberger , S. 17; Ettlinger, S. 60. 1 r — 149' HYMNARIUM CISTERCIENSE. (1 r —73 r ) Proprium de tempore, Weinmann, Nr. 1-7, 9, 8, 10-31, 53-55. (75 r -114 r ) Proprium de sanctis, Weinmann , Nr.32-38, 18 (1. Strophe), 19 u. 20 (jeweils Anfang der ersten Strophe), 39, 40, 21 (Anfang der ersten Strophe), 41-47. (114'—123 r ) Commune sanctorum, Weinmann , Nr. 48-51. (123 r — 149 r ) Nachträge: (123 r ) >In dedicatione ecclesiae<, Weinmann , Nr. 52 a, 52 b; (128 r ) Elftausend Jungfrauen, Weinmann , Nr. 56-58; (135 r ) Osterhymnus, AH 51 Nr. 84; (139 r ) Bernhard von Clairvaux, AH 52 Nr. 138, Weinmann , Nr. 59f. Wonnenthal 8 Crisostomo Enriquez, Menologium cisterciense, deutsch Papier, 198 Bl., 18x4 cm, Stams/Tirol, 1635. Lederband von 1977, der alte Perg.-Bezug (Missalefragmente des 15. Jh's: Dienstag nach dem 1. Fastensonntag und Gründonnerstag) gesondert aufgestellt. Au- tograph des Ubersetzers Edmund Reinhold, eines Schöntaler Mönchs, geschrieben im Zisterzienserstift Stams/Tirol (s. 16 v ); zur Biographie Reinholds s. J.Oechsler , Die Musikpflege in der ehemaligen (exempten) Zisterzienser-Abtei Schöntal, in: Württembergisch Franken 53 (NF. 43) (1969), S. 44. 1641 wurde die Hs. dem Kloster Himelporten (= Tennenbach) geschenkt, von wo sie noch im 17. Jh. nach Wonnental kam (s. 4 r ). Literatur: Längin , S. 206 Nr. 250b; Ettlinger , S. 60, 101. 4 r -194 v Menologium oder Monatbuch der Heiligen und Seeligen Gottes des heiligen Cistercien- ser-Ordens... Ubersetzung nach der Ausgabe: Juan Chrisostomo Henriquez, Menologium cisterciense notationibus illustratum..., Antwerpen 1630; zum Autor s. £. Brouette , in: Dic- tionnaire des auteurs cisterciens, 1, Rochefort 1975, Sp. 358-360; zum Übersetzer s. oben. Der Text unvollständig auch in GLA 65/183 (s. Einleitung, S.73). Eine weitere Ubersetzung (von 1730) ist erwähnt bei L.Janauschek , Bibliographia Bernardina, Hildesheim 1959, Nr. 1523. 194 v — 196 r Gebete für den Zisterzienserorden. (195 r ) Almechtiger ewiger gott, der du deine... hailigen Robertum, Albericum... wir bitten dich, verliehe... 196 r —197 v Testament und Grabinschrift des hl. Bernhard von Clairvaux, deutsch. Unsers heiligen Vatters Bernardi Testamentum. Drey ding seint, die ich nach meinem Vermögen gehalten habe.. .; lateinische Fassung s. PL 185, Paris 1855, Sp. 949 f. 349 Wonnenthal 9 Wonnenthal 9 Peter Gottrau, Betrachtungen und Exerzitien für die Zisterzienserinnen von Eschenbach, Luzern Papier, 250 Bl., 16,5 x 10 cm, Eschenbach/Luzern, um 1674-1676. Lederband von 1978; der alte Perg.- Umschlag (jetzt separat aufgestellt) mit Bruchstück einer Perg.-Hs. des 13. Jh's 1 : Vita prima Bernardi Claraevallensis (PL 185, Paris 1855, Sp.225-228; BHL Nr. 1217, Recensio posterior); vgl. BLB, Cod. Lichtenthai 4 ( Kat . XI, S. 82 f). Laut Schreibervermerk (s. 4 V ) hat Peter Gottrau (1577-1640) das Werk 1632 dem Frauenkloster Eschenbach/Luzern übergeben, wo er Beichtvater war. Uber den Autor s. J. Studhalter , Die Jesuiten in Luzern 1574-1652, Stans 1973, S. 306-309; Helvetia sacra VII, S .289f. Die vorliegende Hs. ist sehr wahrscheinlich eine Abschrift der Anna Schuemacherin, die 1660 als Novizin nach Wonnental kam, 1661 dort Profeß ablegte und dabei den Klosternamen Juliana erhielt. Sie war wie eine Reihe anderer Wonnentaler Klosterfrauen aus Luzern gekommen und gehörte zu den Konven- tualinnen, die in den Jahren 1674-1676 wegen Kriegsgefahr Zuflucht in Eschenbach und Rathausen fanden, vgl. Mayer , Chronik, S. 175 f, 206 f, 216. Vermutlich hat Anna (Juliana) Schuhmacher die Hs. während dieses Aufenthalts geschrieben und danach wie auch wohl Cod. Wonnenthal 12 nach Wonnental mitgebracht. 247 v Haupthand mit Subscriptio: b gfm a s (vermutl. = bit got für mich Anna Schuemacherin; s. auch 5 r : A [eiliger] w[ater] Bemarde £[it]_/[ür] w[ns]). Mundart: alemannisch. Literatur: Längin , Nr. 259 b; Ettlinger , S. 60. 4 V Schreibervermerk: Diß nochfolgende hatt uns in Geschrijften geben unßer in Gott sonders sehr Geliebte ehrwürdige herr Beichtvater Pater Peter Gotterauw zu sonderem trost und underricht allen Geistlichen, sonders aber den Scrupolosischen: 1632. 5 r -10 v Etliche Mängel und unvolkomenheiten... 1 l r -44 r Fragstuck vom hochheiligen Gebet und Tagzytten. 47 r -237 r BUSSBETRACHTUNGEN in 3 Teilen. (51 r -88 v ) 1.: Exerzitien in 9 Betrachtungen; (89 r — 183 r ) 2.: Übung von der Wallfahrt zur geistlichen Vollkommenheit; (183 r —237 r ) 3.: Von der Vereinigung mit Gott. 241'-247' VARIA ASCETICA, u.a. (241 r -243 r ) Lehrfiirdie Scrupolosischen ußden doctoribus genommen. 350 Wonnenthal 10 Wonnenthal 10 Geistliche Pilgerfahrt gen Jerusalem • Geistlicher Fastnachtskrapfen Papier, I + 176 Bl., 2. Teil alte Paginierung, 16,5 x 11,5 cm, Eschenbach/Luzern, um 1630. Auf Züricher Papier (Wz. mit Züricher Stadtwappen) geschrieben ( Piccard , Expertise). Eine Hand. Der ehem. fragmentarische Perg.-Bd., mit Fragmenten eines Breviers des 14. Jh's bezogen (2 stark beschädigte und beriebene Stücke, jetzt hinten beigefügt), wurde 1975 durch einen Leder-Holzdeckelband ersetzt. Für das Luzerner Kloster Eschenbach (s. Cod. Wonnenthal 9) als Entstehungsort spricht die selten überlieferte ,Geistliche Pilgerfahrt', die auch im Bibliothekskatalog des Klosters von 1642 aufgeführt wird (Lu- zern, Bürgerbibliothek, Cod. 256 fol. (nicht foliiert): Ein geschribens buoch: Der geistlich pilger). Die Rubriken der Handschrift stammen zudem von der gleichen Hand wie der Hauptteil von Cod. Wonnenthal 13 sowie die Eschenbacher Handschrift Cod. Lichtenthai 124. Mundart: alemannisch. Literatur: Längin , Nr.259c (S.208); Ettlinger , S.60, 101; Kat. Karlsruhe XI, S.280f. l r -172 v GEISTLICHE PILGERFAHRT GEN JERUSALEM. (l r ) Titel: >Ein geistliche bil- gerfart gehn Jerusalem in das gelobte landt, anfachent an dem samstag septuagesyma bys an zinstag noch misericordias<. (2 r ) In den namen der allerheiligisten dryfaltigkeit... folgent hernoch die geistlich mer und bilgerfart in daz heilig... undgesägnet land Jerusalem.. . (3 r ) Disse Ordnung und geistliche pilgerfart hat vor zitten gemacht ein andächtige, gotsellige mutter~pryorin prediger ordens zu Basel in Sankt Maria Magdalena kloster mit namen Schwester Margareta Ursula von Massmünster; doch ist sy jetz an villen orten geenderet un verbesseret worden zu merer ehr und lob go- tes und um besserer verstendnus willen für die schiächten und einfältigen... - (172 r ) Hie endet sich die geistliche bilgerfarth in das heilige land... und begert der arm sündig mensch, so durch die gnod und hilfgotes disse farth geschriben, durch das götlich liebhabent verwundte hertz Jesu Christi ein geistlichs allmussen oder brössamlin von den (172 v ) riehen der göttlichen gnoden, so alle andächtige über disse fahrt werdent erlangen, das im got auch gnädig sye. amen, amen, amen. Das in der Einleitung (s. oben) vermutlich angesprochene Werk ,Die geistliche Meerfahrt' der Margaretha Ursula von Masmünster (vgl. D. Schmidtke, in: 2 VL, 5, Sp. 1250 f; Ders., Geistliche Schiffahrt. Zum Thema der Buße im Spätmittelalter, in: Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur/Tübingen (PBB) 91 (1969), S. 367 f) bietet nur geringe konkrete inhaltliche Übereinstimmungen mit dem umfangreichen vorliegenden Text. Konzipiert als Andachtsbuch für die Zeit von Septuagesima bis Dienstag nach dem 2. Sonntag nach Ostern, enthält das Werk eine chronologisch angeordnete meditative Darstellung des Lebens Christi. Damit verbunden ist eine fiktive Reise ins Heilige Land, deren einzelne genau bezeichnete Etappen und Stationen (beginnend mit Einsiedeln und dem St. Gotthard) mit bestimmten Andachtsübungen verknüpft werden. So wird die Reise ins Hl. Land zu einem Weg spiritueller Vervollkommnung, gleichsam ein Ersatz für die nicht realisierbare wirkliche Reise (s. 2"). 351 Wonnenthal 10 ■ Wonnenthal 11 172 v -176 v GEISTLICHER FASTNACHTSKRAPFEN. Hie noch folget, wie ein jedes got lieb- habentes hertz in der fa [s] nacht sich in got erfreuwen und das süss geistlich fassnachtkiichlin der götlichen gnoden by got und dem gantzen himlischen her sol reichen und begeren.- sol man täglich wider ein betrachtung uss dem leben und liden Christy fiir sich nemen, was einer jeden ange- nem ist. Keine der üblichen Fassungen. Vgl. KRuh , in: 2 VL, 2, Sp. 1159-1161, hier bes. 1160 f (Abschnitt 5). Formal und inhaltlich besteht ein Bezug zum vorausgehenden Text. Der Betrachtungsstoff ist auf die Sonntage der Fastenzeit verteilt, und in der ,Geistlichen Pilgerfahrt' wird 33 v ausdrücklich auf das fassnahtküchlin... zu end dieses buchs hingewiesen. 176 v Andacht zu den 5 Wunden Christi, mit 5 Vaterunsern und 5 Ave Maria, jeweils mit einer Gebetsmeinung. Das ist ein geistliches allmussen, alle tag uff der stros zu geben, wan man ein geistliche wallfart verrichten will... Bricht unten auf der Seite ab. Wonnenthal 11 Gebet- und Andachtsbuch, deutsch Papier • 329 Bl. • 15,5x10 • Benediktinerinnen • Frauenalb • um 1525 Lagen: ( VI+1) 13 , VI 25 , 11 V 135 , (V-l) 14 \ 10 V 244 , 4 VI 292 , 3 V 322 , (III+ 1) 329 ; Reklamanten und Kustoden, z.T. abgeschnitten. Wz.: Krone, oberrheinisch; wahrscheinlicher Zeitraum der Beschriftung 1525- 1528 ( Piccard , Expertise). Schriftraum 12,5 x 7 cm, 16-18 Zeilen. Bastarda von 2 Haupthänden des 16. Jh's 1 : 1. (Scholastika Gölervon Ravensburg, s. unten) 2 r -292 v ; 2. (Ursula Göler von Ravensburg, s. unten) 293 r -325 r ; 325 v -328 r Nachtragshände des 16. Jh's. Rubrizierung 2 r —241 r durch eine von Yberg (s. Herkunft); rote Lombarden, teilweise mit grobem Fleuronnee. Brauner Ledereinband des 16. Jh's, Stempel wie BLB, Cod. Lichtenthai 62, 107 und 129 ( Kat . XI, S.46). Auf ursprünglich lose beigefügtem Zettelchen, jetzt 2 r angefalzt: [D ]ie glorwürdige mutter gotes im Spital zu Luzern. Die heilige Ludovica von der upfahrt. übent Verachtung siner selbs. Beten fiir Schwester Juliana und Schwester Agnes Wetzstein, ehrw. frau suppryorin zu Schwytz. 1631. Zahlreiche Wonnentaler Konventualinnen kamen im 16. Jh. aus Luzern (s. Cod. Wonnenthal 9 u. 10). Herkunft: Einband und Schreiberinnen weisen auf Entstehung im Benediktinerinnenkloster Frauenalb. Der Hauptteil der Hs. (2 r -292 v ) dürfte von Scholastika Göler von Ravensburg geschrieben und bearbeitet worden sein, die mehrfach ihren Namen als Beterin innerhalb der Gebetstexte nennt (52 v , 78 v , 85 r , 162 v ). Heinzer hat diesen Teil der Hs. der Schreiberin Anna von Eberstein zugewiesen (s. Heinzer, Frauenalb, S. 102, 105, Nr. 3 u. 9). Die Texte 293 r -325 r (Hand 2) enden mit der Schlußschrift: Ich Ursula Gölerin, üwer getrüw lieb beßlin, hab uch diß geschriben uß großer lieb und trüw. wollen myn auch ge- dencken. Scholastika Göler wird erstmals 1508 als Frauenalber Äbtissin genannt und ist bis 1536 nachgewiesen (s. F. Geiges , Das Benediktinerinnenkloster Frauenalb von den Anfängen bis zur Reformation, Bern 1980, S.72f). Ursula Göler wird in den Frauenalber Konventslisten von 1549 und 1550 aufgeführt (s. Geiges , S. 87 f). 241 r Schlußschrift der Rubrikatorin (auch sie eine - sonst offenbar nicht bekannte - Frauenalber Klosterfrau): Diß kostlich hupst biichlin ist der von Yberg worden am dinstag nach Marthini zu 352 wonnenthal 11 rubrizieren und hats ußgemacht uffdumstag nach Marthini; wiirt es nit bald, ist die schuld nit ir. Die Rubri- katorin von Yberg (bzw. Yburg, vgl. Krieger 1, Sp. 1078 f; Kindler von Knobloch 2, S. 186 f) hat sich mehrfach am Rand in die Gebetsmeinung eingeschlossen (53 r , 85 r , 110 r ) und 52 v über den Namen Scola- stica Ursula gesetzt, ein Hinweis darauf, daß das Gebetbuch der Äbtissin Scholastika in den Privatbesitz der Ursula Göler überging. 1 1 Anna Maria von Linndenfelß, Hannß Casper von Lindenfels. D. L. B. A. Z. 1594. Anna Maria von Lindenfels blieb trotz Aufhebung des Frauenalber Konvents bis 1605 im Kloster (s. Geiges (s . oben), S. 89; Heinzer , Frauenalb, S. 105). Auf dem vorderen Spiegel Besitzvermerk der Wonnentaler Konventualin Maria Charitas Steinerin aus dem Jahr 1672, vgl. Mayer , Chronik, S. 176, 209 f, 212; Heinzer , Frauenalb, S. 105 f. Auf ihrem Weg von Frauenalb nach Wonnental befand sich die Hs. wahrscheinlich vorübergehend im Kloster Lichtenthai, vgl. Heinzer , Frauenalb, S. 106; Kat. Karlsruhe XI, S. 30. Mundart: niederalemannisch. Literatur: Längin , Nr.248; Ettlinger, S .61, 101; Heinzer , Frauenalb, S. 105 f; Kat. Karlsruhe XI, S. 30, 46, 211, 216. 2 r -329 Y Deutsches Gebet- und Andachtsbuch für Zisterzienserinnen, bis 91 v dem Zyklus des Kirchenjahrs entsprechend (de tempore). In der Anlage vergleichbar, auch mit mehreren inhaltlichen Entsprechungen, ist München, BSB, Cgm 856 (Kat. V, 5, S. 651-659). Zahlreiche Übereinstimmungen mit BLB, Cod. Lichtenthai 92 (Kat . XI, S. 217-220) und St. Peter pap. 7 (Kat . X, 1, S. 11 f). Der sehr homogene Charakter der Sammlung sowie die Tatsache, daß sich entsprechende Texte in anderen Bibliotheken nur selten und dann meist auch nur mit erheblichen Abweichungen finden lassen, sprechen für eine eigenständige Leistung im Frauenalber Skriptorium, auf dessen Produktivität im 16. Jahrhundert schon Felix Heinzer hingewiesen hat ( Heinzer , Frauenalb, S. 120-123). Scholastika Göler von Ravensburg (s. oben) kommt nicht nur als Schreiberin, sondern auch als die hauptsächliche Kompilatorin und Bearbeiterin der Handschrift in Betracht. 2 r -74 r ADVENTS- UND WEIHNACHTSZEIT. Ganz überwiegend Gebete zum Christkind und Mariengebete, meist mit teils umfangreichen Gebetsmeinungen und Betrachtungsanleitungen. Hauptschwerpunkt der Sammlung. 2 r -37 v weitgehend übereinstimmend mit Cod. Lichtenthai 92, 6 r -38 v , 60 r -65 v , 68 v -70 r (Kat . XI, S .217). 2 r -4 r > Von sanct Andreas dage sol man betten all dag.. .<. Lobe und ere und hertzliche dancksa- gung sye dir aller fürstlichstes... edeles kuniglichs kindlin... 4 r -46 v Weihnachten. (4 r -9 v ) Mariengebete. (4 r ) > Uff den heyligen Crist obent sol man knuwen für unßer lieben fi-awen bild... (4 V ) Dis gebet hat die muter gotes selbs geoffenbort eyner heyligen jungfrawen.. .<. O hochgelobte jungfrawe sancta Maria, du aller wirdigste muter... ich grus und gebenedye dich..., vgl. München, BSB, Cgm 856, 45 v -48 v (Kat. V, 5, S. 653) mit Textzu- schreibung an s. Mechthilt; (9 v -14 r ) Gebete zum Christkind. (9 V ) Gegruset systu vyl cleynes kindlin, ich anbet und lob alle dyne zarte cleyne gliderlin. .(1 l v -14 r ) Ps.-Bernhard von Clair- vaux, Hymnus, deutsch. Gegrußet systu kleynes kindlin Jhesu und du hoher konig der himel.. . s. Augsburg, UB, Cod. III. 1. 8° 34, 36 r —41 r (Kat ., S. 554 mit Literaturangaben); ( 14 V — 16 r ) 3 353 Wonnenthal 11 Gebete >.. .zu eren derfreyden, die die muter gottes het, da sie ir liebs kindlin zum ersten ansahen, (16 r -20 v ) Betrachtungen zur Geburt Christi in 10 Punkten, mit eingestreuten Gebeten zum Christkind, gekürzt auch in BLB, Cod. Lichtenthai 92, 68 v -70 r (s. Kat. XI, S. 217, mit weiteren Karlsruher Textzeugen); (20 v ) Anleitung das Kindlein zu wiegen, zu baden, schlafen zu legen usw.; (20 v —21 v ) 3 Gebete, die Maria betete als sie ihr Kind gebar; (21 v -22 r ) Gebete zum Jesuskind; (22 v -23 v ) Mariengebete, von Maria selbst geoffenbart und ihr lieber als der englische Gruß. Gegrußet systu Maria, du wisse, du schynde gilge der uberlychtenden ewigen stillen dryfaltigkeyt.. .; (23 v -31 r ) Gebete von der Menschwerdung Christi zu Gott, Maria, zum Christkind; (3132 r ) Grüße an das Christkind; (32 r -37 v ) >Eyn hübsch roßencrentzlin vom lieben kindlin Jhesus mit L gesetzlin<. Gegrust systu aller guttigster here Jhesu Criste, eyn hene und konig über himel und erd... Großenteils übereinstimmend mit Cod. Lichtenthai 92, 60 r -65 v ; s. auch München, BSB, Cgm 856, 95 v -104 v (Kat. V, 5, S. 655; Haimerl, S. 42); (37 v -44 r ) Rosenkranzgebet zu Maria, mit 50 Klauseln. O du wirdige muter gottes, hut hastu geborn dyn eyn- gebornen sone..., auch München, BSB, Cgm 856, 141'—151 v (Kat. V, 5, S.655); (47") 2 Gebete zum hl. Joseph. O du aller heyligster patriarch sant Josep, eyn sunderlicher fieynt... bis gegrußet. .. hast verdint zu sehen die werck.. .; s. auch München, BSB, Cgm 856, 95" (Kat. V, 5, S.655). 47 v -58 r Neujahr. >... uff der kindlin dag soltu anheben unserm lieben heren syn nuwe jor zu be- reyten... (48 r ).. .<. O aller liebster her Jhesu Criste, myn ußerwelter liebhaber... ich grüß und an- bet dich...-, (49 r -51 r ) Betrachtung: >wie man sich versunen sol uff den nuwen jors dag obent...<. Zu dem ersten sol eyn mensch gedenken, wie versumlich er das jor volbrocht hat...-, (51'-56 r ) Über das Blutvergießen Christi. >...als das kintlin beschniten wart, so soltu eyn innige betrach- tung und mercken hon..., vgl. München, BSB, Cgm 856, 164 r — 17l r (Kat. V, 5, S. 656), stark abweichend; (56 v -58 r ) Nu sol der mensch mercken, Weichs der meyst gebrest an im sye, und im dan für setzen, das zukoment jare dar wieder zu stryten... O milter undgnedige[r] here Jhesu, so dir hut geben ist worden dießer honingflussige name... 58'-65 v Dreikönig. >Nach dem nuwen jars dag soll man anheben zu bereyten das opffer... (59 r ).. .<. > Uff der heyligen dry konig dag soltu bedencken, wie mit unußprechlichen großen freyden. ..<; (60 r -61 v ) Gebete zu den hl. drei Königen und Jesus; (61 v —65 v ) Uber das Opfer der Könige. >Noch dießem soltu opffem mit den heyligen dryen konigen zum ersten das golt... (62 r ).. .<. O aller hitzigster und begirlichster liebhaber Jhesu, ich opffer dir myn hertz... 65 v -74 r Mariae Lichtmeß. (65 v -66 v ) >Eyn kertz zu dem loblichen vest purifcacionis Maria (66 r ), die sol man anheben dry dage for dem fest...-, (66 v -67 v ) Uff das fest purificacionis soltu morgens opffem dyn gebet... Inviolata, intacta et casta... (lat. Sequenz Chevalier , Nr. 9093; Mone , Hymnen 2, Nr. 614); (68 r -69 r ) Nu fohe an die processe in dem hiemelschen tempel mit der beschauwung dyns gemutz... Betrachtungen zum Festgeschehen mit Mariengebeten, u.a. der lat. Antiphon Hesbert , Nr. 1293; (69 v -71 v ) Gebete zur Aufopferung Jesu im Tempel; (71 v —74 r ) In der meß wan man die kertzen opffert, so sprich unßer lieben (72 r ) frawen zu eren..., mit Gebeten zum Jesuskind. 354 Wonnenthal 11 74 r —91 v FASTNACHT BIS OSTERN. (74 v -76 r ) Dieße 3 pater noster hot unßer lieber here sant Karißma selber gelert und soll sie betten die dry faßnacht dage... O almechtiger vatter, ewiger got, hut opjfer ich dir die ubung..., vgl. Augsburg, UB, Cod. III. 1. 8° 32, 88 r —93 r (Kat ., S. 544), nur teilweise Übereinstimmungen. (76 v -80 r ) Uff den escher mitwoch soltu dich üben in dießen 3 stucken; zum ersten bedenck, das du sterben solt... , mit 3 Gebeten. Abschließend (80 r ) Berufung auf sant Mechtilt, s. oben 4 V . (80 r —8 1 r ) Uff den ersten sondage in der fasten soll man sich berey- ten...; (81 r -82 v ) Mittwoch in der Karwoche, Gebete zu Jesus und Maria; (82 v -84 v ) Diß ist vom heyligen palmedag. (83 1 ) Danck sagen wir dir unserm edeln konig, der du noch vyl wunderzeichen. ..; (84 v -88 v ) 6 Pater noster mit jeweils einem Gebet zum Leiden Christi. O here Jhesu Criste, dich behaltet- aller weit, dich bet ich an...; (88 v -90 r ) Inn cena domini. Danck sagen wir dirunßerm aller miltsten liebhaber...; (90 r -91 v ) Uff den heyligen osterobent sprich: O du wirdige edele sele unsers behalters.. . (90 v ) erbarm dich myn... 91 v -95 r Mariae Verkündigung. An dem fest annunciacionis Marie sol man betten dis XLV Ave Maria.. . (92 r ).. .Das erst.O gebenedyte muter des sons gottes des himelschen vaters... ich beger und bit dich... 95 v -102 v Mariae Heimsuchung. O du ewige dochter und vor ußerwelte gottes... die du noch der entphohunge syns eyngebornen sons... sprich du in auch...; (96 r -102 v ) Vier Wege, die Huld Mariens zu erlangen. (96 v ) Der erst wege ist der wege der demutigkeit. von dem wege lernt unß Bonaventura über das salve regina... 103 r — 113 r GEBETE ZU DEN ENGELN. Wie angenem dis gebet sye eyns menschen enget und allen engein...; (104 r -109 v ) Uff der Engel dage von den IX choren der heyligen engel. O ir heyligen engel, ich erman uch der großen wirdigkeit...; O ir hohen ertzengel.. (109 v — 112 V ) Gebet zum Schutzengel. (110 r ) O du wirdiger, fürstlicher und engelscher geyst, der mir von got... ich ermane... , vgl. Haimerl , S. 47 Anm. 241. 113 r —215 V Heiligengebete, nur selten Bezugnahme auf das jeweilige Fest, Anordnung: Apostel, Märtyrer, Bekenner, Jungfrauen, Frauen. (113 r — 132 r ) Alle Heiligen. O here almechtiger got, der du hast gelopt den lone der gerechten... ich bit dich.. (132 r — 134 v ) Michael. O du aller erentrichster und ersamster fürst der heyigen engel... (132 v ). ..ich schuldige sunderin fliege under dyn beschirmunge...; (135 r — 137 r ) Schutzengel; (137'-138 v ) Johannes Baptista; (138 V — 140 v ) Petrus; (140 v -141 r ) Paulus; (141 v -142 r ) Andreas; (142 v -143 r ) Jakob d. Ä.; (143 r -144 v ) Johannes Evang.; (144 v — 145 v ) Thomas; (145 v -146 v ) Jakob d.J.; (146 v — 147 r ) Philippus; (147") Bartholomaeus; (147 v —148 v ) Matthaeus; (148 v — 149 r ) Simon; (149") Judas; (150 r ) Matthias; (150 v — 152 r ) Apostel allgemein; (152 r — 153 r ) Stephanus; (153 r — 154 v ) Unschuldige Kinder; (154 v —155 r ) Sebastian; (155") Vincentius; (155 v — 156 v ) Georg; (156 v — 157 v ) Christopherus; (157 v —158 v ) Erasmus; (158 v —159 v ) Achatius und seine Gefährten, die großen nothelffer; (160") Laurentius; (160 v -162 v ) 15 Nothelfer; (162 v -163 v ) Valentin; (163 v -168 r ) Bernhard von Clairvaux. O du hoher vatter und aller groster liebehaber der honigflussigen sussigkeyt go- tes... dyner h. beschirmung befiel ich mich..., (166 r -168 r ) Gegrußet systu heyiger vatter sant 355 Wonnenthal 11 Bernharde..., der du zu eren bist von allen menschen...-, (168 r —169 r ) Benedikt; (169 r — 170 r ) Papst Gregor; (170 v —171 r ) Augustinus; (171 r , 172 r ) Ambrosius; (172 r -174 v ) Hieronymus; (174 v -175 r ) Dominicus; (17 5 r — 1 77 v ) Franciscus. Diß synt Vgebetlin von dem h. sant Francisco, die magstu betten zu eym rosenkrantze. O du aller ersamster vatter... wir bitten dich.. .; (177 v — 179 r ) Martin; (179 r — 180 v ) Nikolaus; (180 v —182 v ) Antonius der Einsiedler; (182 v —183 v ) Blasius; (183 v — 184 r ) Rufus; (184 v — 186 v ) Maria Magdalena; (186 v -191 v ) Margaretha, u.a. (189 r — 190 v ) Diß synt V hubscher freyden von sant Margretha; (191 v — 194 v ) Katharina; (194 v — 195 v ) Dorothea; (196 r — 199 v ) Barbara, 4 Gebete, u.a. mit Gebetsmeinung: Vermeidung eines jähen Todes ohne zuvorigen Kommunionempfang und letzte Ölung; (199 v —20l r ) Agnes; (201 r - 203 r ) Apollonia; (203 v -204 r ) Gertrud; (204") Odilia; (205") Lucia; (205 v -206 v ) Cacilia; (206 v -207 r ) Christina; (207 r -211 r ) Ursula, 8 Gebete; (21 l v -212 v ) Elisabeth; (212 v -215 v ) Anna. 215 V —218 V Diß ist vom h. crutz... (216 r ) ...Gegrußet systu hoch wirdigs heyiges crutz... bis begrüßet eyn ceptrum der gotlichen gewalt... 218 V —221 r Andacht zum göttlichen Bräutigam im Monat Mai. Du solt dynem ußerwelten mey- hengespontzen Jhesu den meyhen uf alle dage eyn sonderliche ere erbitten mit dißem noch geschri- ben gebet und solt es anheben uff den dage Philipi und Jacobi..Ich fall dir zu fuß und grüß dich, lieber here... , mit 6 weiteren, in gleichem Wortlaut beginnenden Gebeten. 221 v —229' Gebet um Beistand in der Todesstunde. O du getruwer vatter und liebhaber mensch- lichs geschlechtz, ich armer sundiger mensch fall dir zu fuß... 229 r -241 r Andacht zu den neun Freuden Mariae, Alanus de Rupe(?) zugeschrieben. Diß ist von dem dryssigsten unßer lieben frawe; schrybt Alanus, ir andechtiger caplon, über das buch can- tica canticorum..Der engel Gabriel... brocht Marya... 30 dag vor irem abscheyden einen sta- men des palmen bams, doran woren 9palmen... Die erstpalm ist die erst und grost freyd des ersten (230 r ) korß der engel.. .; s. auch Augsburg, UB, Cod. III. 1. 8° 38, 51 r -65 v (Kat., S. 576, mit 2 weiteren Belegen). Zur Schlußschrift der Rubrikatorin s. unter Herkunft. 241 v -244 v Passionsbetrachtung in 23 Stationen (von Mariae Himmelfahrt bis Mariae Geburt). [A]Zso meynen etlich lerer, das unßer liebe frawe uff ertrich hab gelebt noch der himelfart irs lieben sons XII jar... - an allen Stetten magstu bitten, waz du wilt (244 v ) und worzu du gnad hast. Amen. 245 r -255 r Gebete zur Dreifaltigkeit. (245 r -249 r ) O du selige und heyige dryfaltigkeit und un- zerdeylte eynigkeyt, zu dirfliehe ich... 255 r -258 v Eucharistiegebete. (255 v ) In gegenwirdigkeit dyns heyigen fron lyps befile ich dir, lieber here, myn sele... 259 r -265 r Gebet zu den Gliedern des leidenden Christus. O almechtiger schopffer aller ding... du bist eyn hoffnung und ein Seligkeit aller weit... 356 Wonnenthal 11 • Wonnenthal 12 265 r -282 r Mariae Himmelfahrt. (265 r -270 r ) Gebet zu den zwölf Freuden Mariae, jeweils mit Salve regina. Der Maria begert zu thon eynen angenemen dynst...; (266 r ) O du hoch gelopte jungfrawe und ußerwelte Maria... ich man dich der großen freyden...\ zahlreiche weitere Gebete zum gleichen Anlaß, u. a. (278 v -282 r ) Maria du ewige bluwende ros... ich erman dich hudt der unußprechlichen freyden..., vgl. Augsburg, UB, Cod. III. 1. 8° 38, 70 r -72 v (Kat ., S. 576). 282 r -287 r Kirchweih. (282 v -283 r ) O allermechtigster vatter, eyn here undgot ungemessener mil- tigkeyt... wir bitten dich demutiglichen mit unserm unwirdigen gebet.. (283 r -285 v ) O almech- tiger ewiger got, eyn konig aller konig... der du mit gewaltiger crafft regnirest... ich bit dich de- muttiglich... und 3 weitere Gebete. 287 v -291 r Mariae Geburt. (287 v -288 v ) Gegrußet systu Maria, eyn kunigin aller gnaden... wollest alwegen mit dynem sone bye mir syn...\ (290") Gebet zu Joachim und Anna. O Joachim, freyw dich hertziglichen... 291 r -292 v Darstellung Mariens im Tempel. O du aller ersamste und edelste sei... durch dyn heyige gegenwirtigkeyt in dem tempel erlucht myn verstentniß... 293 r -325 r SEELENGEBETE. (293 r -318 r ) Seelengebete zu 34 Miserere. Dis synt die XXXIIII misererer. O lieber miniglicher her Jhesu Criste, ich bitt dich durch alle die minne und liebe, die du allen menschen ye erzeygtest... Das ist der erst miserere: Ich man dich lieber mynniglicher her Jhesu Criste der unmesigen minne und liebe... - als du vergebd dem schecher an dem heyigen krutz. Amen. Auch Augsburg, UB, Cod. III. 1. 8° 28, S. 175-238 (Kat ., S. 505 f); (3 1 8 V —323 v ) Seelengebete zu 15 Miserere. Wer dise funfftzehen mißerere liset eyn jor alle dag eyner seien... Her ich man dich der betrübt, die du hetest.. .; (324 r -325 r ) Die dry nochgeschriben gebet lert eyn ritter, der gestorben was, syn Schwester, eyn closterfraw in sant Bernhardus orden... Got her vater dergruntlosen barmhertzigkeit, danck und lob mustu hon... 325 v -328 r Nachträge. (325 v ) Der kurtz himelsch Rosenkrantz (Reimgebet); (326 r -328 r ) Dreiteiliges Gebet um ein seliges Ende (Passionsgebet), mit Paternostern. O Uber her Jhesu Criste, ich danck dir der trurikayt... Wonnenthal 12 Gebete und Betrachtungen, deutsch (gelegentlich lateinisch) Papier • 351 BI. • 15 (14,5/13, 5) x 9,5 • Zisterzienserinnen • Königsbrück bei Hagenau • um 1484-1487 u. 1545-1562 Lagenverhältnisse infolge zu enger Bindung nicht sicher zu bestimmen; meist Quaternionen. Blattsignaturen a-z (Bl. 1-215), aa-pp (Bl. 216-251), meist abgeschnitten. Wz.: 1. Ochsenkopf, Piccard XVI, 282 oder 292; wahrscheinlicher Beschriftungszeitraum um 1551-1552 oder 1542-1545 (s. aber unten: 357 Wonnenthal 12 Haupthand). 2. Ochsenkopf mit Thau. 3. Gotisches P mit Kreuz. Wahrscheinlicher Beschriftungszeitraum für 2 u. 3: 1484-1487. Schriftraum und Zeilenzahl stark schwankend. Bastarda und Bastardakursi- ve von zahlreichen Händen. Haupthand (im jüngeren Teil der Hs., auch in BLB, Cod. Lichtenthai 94, s. unten): l r -56 v , 76 v -124 v , 129 r -137 v , 149 r -160 r , 168 r -182 v , 208 r -213 v , 232 r -254 v . 160 v Schlußschrift der Schreiberin mit Datum 15.8.1562. 155 v nennt sie sich S. Katherina. Die relativ starken Schwankungen im Schriftbild weisen auf einen längeren Entstehungszeitraum hin (vgl. Wz. 1). Die älteren Teile der Hs. (s. Wz. 2 u. 3): 57 r -76 v , 138 r -148 r , 184 r -207 v , 274 r -351 v (teils 1. Drittel des 16. Jh's). Nachträge des 17. Jh's 2 : 123 v -124 r und 269 v -272 v von Soror Maria Juliana Schuomacherin (Subscriptio 272 v ), s. unten Herkunft. Rubrizierung; rote, im neueren Teil auch grüne Lombarden. Heller blindgeprägter Lederband mit 2 Kurzriemenschließen, gleiche Werkstatt wie BLB, Cod. Lichtenthai 94 (s. unten). Fragmentarisches Titelschildchen des 17./18. Jh's: B[e~\eth- [Bu]ecA. Unter den 6 hinten beigefügten kleinen beschriebenen Zetteln (17.Jh.) enthält einer einen Neujahrsgruß von Sr. M.Regina Ursula Guotin an M.Juliana Schuhmacher (s. unter Herkunft), einer den Vermerk (Adresse?) Gnädige frauw Äbtissin. F. Nicolaus. Herkunft: Der größere (jüngere) Teil der Hs. von der Hand der Schreiberin Katharina, um 1545-1562 (s. oben), ist im Kloster Königsbrück entstanden (s. unten 53 v ). Von dort und teilweise von der gleichen Schreiberin stammt auch BLB, Cod. Lichtenthai 94 (s. Kat . XI, S.221). Bei Bl.290—351 handelt es sich wohl um Teilstücke mehrerer ursprünglich voneinander unabhängiger Handschriften (Formatabweichungen). Im 17. Jh. offenbar im Besitz der Wonnentaler Konventualin M.Juliana Schuhmacher (s. oben), zu dieser s. Wonnenthal 9 (Herkunft). Mundart: niederalemannisch, teils mit bairischem oder schwäbischem Einschlag. Literatur: Längin , Nr. 128 a; Ettlinger, S. 261; Heinzer , Frauenalb, S. 106; Kat. Karlsruhe XI, S. 30. 1 r -4 v Gebet zu Gott Vater. Here myn got, der mich noch diti pilde undgleichnüßgeschaffen hast, verliehe mir dine gnad... 4 V -20 V KOMMUNIONGEBETE. (4 V — 10 r ) O ewige worheit Criste Jhesu, diß sind dine wort, wie wol sy nit zu mol in einer zit gesprochen... (10 V —11 r ) O herr, almehtiger gott, ich schwache kum zu dir als zu mynem artzet... Anfang ähnlich wie Haimerl , S. 126 Anm. 771 (1. Gebet, lateinisch); (11 r —20 v ) Kommuniongebete zu Bußpsalmen und Litanei (von den Psalmen nur lat. Anfänge). O herr, ich bin nit wirdig, das du under mein sundig hertz ein gehest... Dieses 1. Gebet lat. s. Haimerl , S. 111 Anm. 636, S. 126 Anm. 771. 20 v -55 v BUSSPSALMEN UND LITANEI mit Gebeten. (20 v -47 r ) Die siben bußpsalmen ver- teutscht und in bett weiß gesteh einem ietwederen büß wirckenden sünder... sunderlich den einfältigen ordens personen... Domine ne in furore... Ach herre, wider welchen ich schwarlichen und viel gesundet hab, ich bitt dich, stroff mich nit...; (47 r -49 v ) >Die lettini< (ohne Nennung einzelner Heiliger); (49 v —51 v ) >... VIIgebettlin uffdie sieben psalmen. O here gott, der du mit erschrecklicher maiestat kummen wirst... erbarm dich myn in dißem leben.. .; (51 v —55 r ) Fürbittgebete: (51 v —53 v ) Für einen guten Freund. O almechtiger schepffer, allergüttigster widerbringer des heils... (52 r ) durch solche pin und martel bitt ich dich.. .; (53 v ) Für das Kloster und für die Ab- 358 Wonnenthal 12 tissin. Ich here ich bitt dich, send dinen wetterlichen segen über die inwoner und inwonerin dißes closters Kingesprück (Königsbrück bei Hagenau)...; (54") Seelengebet. O here Jhesu Criste, mach mich teilhafftig des verdünens... Vgl. München, UB, 8° Cod. 482, 78 v ( Kat . I, S. 340). 55 v -56 v Augustinus zugeschriebene Gebete. (55 v -56 r )... oracw Augustini: tibi soli, zu tütsch: Dir allein hab [ich] gesündett, here, und darumb, das du allein bist on sünden... ; (56™) o gott siest gnedig mir Sünderin und siest mich behütten alle dag und nacht... Vgl. München, BSB, Cgm 864, 49 r —51 r (Kat . V, 5, S. 699 mit Literaturangaben). 57 r -71 r TÄGLICHE GEBETE und andere. (57 r -58 r ) O herr Jhesu Criste, myn sele und lib und mynfunff synn... die befill ich hutt... Vgl. BLB, Cod. Lichtenthai 94, 86 r -87 v ( Kat . XI, S. 224); (58 v -59 r ) In dine aller heiigsten hend, o heiige dryfaltikeit, befill ich hutt und ewiglichen myn sele. ..; (60 r ) O zartterherr, din bitterer dranck an dem heiligen crutz muß alle myn bitterkeit in sußikeit bekeren. ..; (60™) O ewige wißheit, myn geist sy hüt in dine hende ergeben. ..; (60 v - 63 v ) Gebete um einen guten Tod: (60 v ) O herr, gib mir ein leben, das dir gefellig sy... Vgl. München, BSB, Cgm 744, 27 r ( Kat . V, 5, S. 223); (6 1 r —62 r ) O Gott myn herr, erbarme dich über mich nun und in der erschrecklichen stunden. ..; (62'-63 v ) Ach milter süßer herr Jhesu, ich erman dich dines bitteren Sterbens.. .; (63 v -64 v ) Gebet zu Jesus. Aller suster herr Jhesu, gib myner seien alle zitt inhytzige begirde noch dir...-, (64 v -66 v ) Gebet Mariae im Tempel. O aller liebstes liep myns hertzen... ich oppfer dir hütt und alle zitt myn hertz, sele.. .; (67 r —71 r ) Bußgebet. O du un- uberwyntliche almechttikeit gottes... ich gib mich dir schuldig demutticlichen alles des ubels... 7\ T -77 r MARIENGEBETE. (7l v —75 r ) Heinrich Seuse, Büchlein der ewigen Weisheit, cap. 16. O myn hechster drost noch gott, so myn sele yst in dem engen... nottstallgrundeloßes her- tzenleydes... so blypt mir doch das... Bihlmeyer , S. 263 Z. 8-S. 266 Z. 17. Schluß abweichend (ca. 1 Seite). 77 v —12l v PASSIONSGEBETE (Zyklen). (77 v —101 v ) Vielteiliger Wochen-Zyklus zur Kommunion. >Eyn schon hübsch gebett von dem heyligen wirdigen lyden... zu sprechen, so du wiltt gen zu dem heyligen sacramentt.. .<. Syest gegrusset, o gott vatter, sun und heyliger geyst, ich an bett dich mit allem (78 r ) dem gutt... O herre Jhesu Criste, ich danck dir dyner demuttigen mensch werdung.. .; (101 v — 115 r ) >...schone gebettlin von den glyderen des hem, die sprich noch der ent- phochung des... sacramenttes<. O myn here und myn gott, ich fall ytzuntt yn myner begyrden an myn venie... (102 v ) Ich ruff an dyn durchgrabenes... geneygttes hauptt... Das Einleitungsgebet s. auch München, BSB, Cgm 469, 125 r ( Kat . V, 3, S. 385); Cgm 826, 274 r ( Kat . V, 5, S. 497); Augsburg, UB, Cod. III. 1. 8° 43, 257 r ( Kat ., S. 610); (115 V —121 v ) >.. .XVynnerlicher dod oder lyden des herrn...<. O here Jhesu Criste, ich erman dich des ersten dodes, den du lyttest, do du yn mutter lip erkannttest dyn lyden... 121 v —145 v TÄGLICHE GEBETE, Passionsgebete, einige sonstige. (121 v —122 v ) Kreuzsegen, dt .-lat . Cristus crütz ist ein wores crütz und ein heylsam crütz.. . (122 r ) Principi{\ 2T)um et finis. Cristus regnat, Crystus imperat, Caspar, Melchior, Balthasar... Vgl. München, BSB, Cgm 843, 359 Wonnenthal 12 61 r (Kat. V, 5, S. 587), dort unvollständig; (122 v -123 r ) Morgengebet zu Maria. O du aller schönster morgenstern... ich arme Sünderin grüß mit gantzer begirt myns hertzen.. (123 v ) täglicher Bekenntnisbrief von Bernhard von Clairvaux. O hymelscher vatter, sich in das antzlit (!) dins eingebornen suns...; (124 v -128 v ) leer; (129 r —134 r ) Passionsgebet, Bernhard von Clairvaux zugeschrieben. Dys... gebett durchgründt die marttel und lyden unsers heren... In der ein- gung dins smertzen und in dem liden... verjehe ich dir, her, alle myn sund...; (134 r —137 v ) Bußgebet. O brunne aller barmhertzikeit und miltikeit, zu dir fliehen ich mit großem gedruwen...; (138 r — 144 r ) Gebete zu Jesus: (138 r —142 r ) O gutiger Jhesu... dem nit gnungsam was, das du we- rest unser schöpfer.. .; (143 r —144 r ) O lieber her Jhesu Criste... ich armer sündiger mensch grüß die wunt, di du uff diner heiigen schultteren hettest.. .; (144") Reimgebet (mit Ablaß wie bei einer Pilgerfahrt nach Jerusalem). O schepffer aller creaturen.. .; s. Cod. Wonnenthal 14, 101 r (mit Abweichungen); (144 v -145 v ) Morgengebet zu Maria. O du helge jungfraw Maria, ich befil dir hit mynen lyb und myn sei... 146 r — 148 1 PAULUS DIACONUS, HYMNUS DE S.JOHANNE BAPTISTA. AH 50 Nr. 96; s. auch BLB, Cod. Schwarzach 2, 73 v u. Schwarzach 3, 58 r ; ferner St. Blasien 104, 290" (Kat . XII, S. 94) u. St. Peter perg. 16 a, 41 v -44 v ( Kat . X, 2, S. 41). 149 r — 160 r VERSCHIEDENE GEBETE. (149 r -152 r ) zur Vorbereitung auf den Tod. >Wie der mensch ein testament sol machen... <. O ewigergot und aller milster vatter, so ich nu hie bin gesetzt als in dem artickel des dotz..., am Schluß: Katharina est nomen (s. auch 155 v ). (152 r — 154 r ) 2 Kommuniongebete: (152") Ich bett dich an mynen heren... und sag dir danck umb din gedruwes bliben bie uns...; (152 v — 154 r ) Biß mir wilckum, du myn einiger... fründt.. .; (154") um Schuldvergebung. O barmhertziger hiemelsscher vatter, ich bin schuldig zehen tußent pfunt...; (154 v — 155 V ) Aufopferung des eigenen Willens. O güttiger gedruwer... her Jhesu Criste, ob ich mynen gedruwen fründt... (155 r ) dannocht will ich sin enberen...; (155 v -160 r ) Gebet der Schreiberin Katharina um Sündenvergebung. Ich s. Katherina, unwürdig der woldott Cristi... vergihe dir, o aller gutigstter... - geschrieben uff den dag Assumpcio der wirdigen mutter gottes jungfi'auw Maria, anno domini XV C LXII. - 160 v —167 v leer. 168 r -174 r MORGENGEBETE, je eines zu GottVater, Maria, zur Dreifaltigkeit, zu Jesus, zum Schutzengel, zu Benedictus und Bernhard, zu allen Heiligen. (168 r ) O aller gnedigster vatter, ich sag dir danck, das du mich diße nacht... Die Gebete 168 r — 170 v auch in BLB, Cod. Lichtenthai 94, 34 r -36 v (Kat. XI, S .222); (172 r -173 v ) O ir mitten vetter Benedictus und Bem- hardus... ich uwer armes kint und schefflin befill mich hüt... 174 V — 182 v MARIENGEBETE, Passionsgebete. (175") Zu 4 Freuden Mariae. Frauw dich gottes gebererin, ein lüttere maget.. .Vgl. Augsburg, UB, Cod. III. 1. 8°56, 34 v ( Kat ., S.676 mit2 weiteren Nachweisen); (176 r — 177 v ) bei der Aufhebung der Hostie zur Kommunion. O her Jhesu Criste, diß paternoster... opffer ich dir uff in den großen schrecken. ..; (178 r -179 v ) O her Jhesu Criste, ich erman dich der große und witte diner heiigen wunden...-, (179 v —180 v ) s. Cod. Wonnenthal 14, 121 r ; (181182 r ) Alle freudt wart bedrübet, alle lieb wart gehaßet... , ähnlich 360 W onnenthal 12 wie im Tagzeiten-Zyklus zur Passion in Augsburg, UB, Cod. III. 1. 8° 45, 3 r ( Kat ., S. 616); (182 v ) O Maria... allen mynen kommer und liden clag ich dir durch dines lieben sunes wunden... - 183" leer. 184 r -207 v GEBETE ZU JOHANNES EVANGELISTA, Wochen-Zyklus (7 mal 7 Grüße). Gegrüzett syestu hochgelopter... Joannes... über alle gottes haiige geerett... (184 v ) Gegrützett syest du edels wasser Tigris, das da flüßt uß dem paradyß... 208 r -254 r VERSCHIEDENE GEBETE. (208 r -209 v ) zu Jesus. O here Jhesu Christe, du bist myn lieb, myn ere, myn hoffnung.. .; (211 r —213 V ) > ...vom mitlyden der mutter gottes <, besonders um Beistand Mariae in der Todesstunde. Ach zarte reine fraw... Maria, ich erman dich des grundenloßen hertzenleides.. (213 V ) Kurzgebet: O ewige gottheit, wore menscheit, bereit mich in dißer zitt... Vgl. Augsburg, UB, Cod. III. 1. 8° 7, 62 v ( Kat ., S. 412 mit weiteren Textzeugen); s. auch Cod. Wonnenthal 14, 3 r ; (216 r -228 r ) Mariae Rosenkranz, nach Dominicus Bo- russus. Eyn vast wol richender roßenkrantz... von eym Cartüßer vatter zu Trier... zusamet gesetzt] ... (21 7 r ) Den du on fleischliche werck von gott dem heyigen geist entpfangen hast. Mach uns fi-uchtbarlichen zunemen... Erweiterte Fassung. Lat. Grundtext s. K .J. Klinkhammer, Adolf von Essen und seine Werke. Der Rosenkranz in der geschichtlichen Situation seiner Entstehung..., Frankfurt a.M. 1972, S. 198-201. Andere erweiterte Fassungen s. bei Klinkhammer , S. 241-250 und 2 VL, 6, Sp. 46f; (232 r -246 v ) die Psalmen 12 (232 r -237 r ), 30 (237 r - 240 v ), 129 (240 v -246 v ), deutsch, teils sehr frei. Wie lang her wiltu myn immer vergessen, wie lange wiltu din angesicht vor mir verbergen, her vatter...-, (246 v -247 v ) Beichtgebet. Her myn got, ich vergihe diner vatterlichen giittikeit, das ich biß her...-, (248 r ) Gebet zur Fastenzeit. O güttiger schöpffer, erhör unßer gebett mitt weinen...-, (248 v -249 v ) Gebetsmeinungen zu den 7 Worten Christi am Kreuz (für die 7 Tage der Woche): Uff den sondag: item denen, die dich be- driiben, balt von gantzem herzen verziehen...-, (250 r -251 r ) Kommuniongebet. So du den lieb Christi in dem'mund hast... O du aller süßestes brott... gesund den gumen mynes hertzen...; (25l r —254 r ) Bußgebete: (251™) O güttiger... here, der mit dem todt... gebüst hast, darumb... will ich dir... diße cleine büß Volbringen...-, (253 v -254') O here, ich opffer dir hutt myn kleine büß in den richtum...- 210™, 214 r -215 v , 229 v -231 v , 254 v -255 v leer. 256 r -286 v GEBETE ZU MARIA UND ANNA (außer 284™). (256 r -268 r ) Der sich dießen schmertzen der mutter gottes befielt, des selben dags... O hoch wurdiege kiinigin himmelrychs und erdrichs... ich man dich aller dyner schmertzen... und aller dyner heilligen zeher.. .; (268 r -269 r ) > Von sant Anna und irem geschlecht<. O du selige, für clare... mutter sant Anna, due hast ußge- spreyttet dyn edelen Terebintten zwyg.. .; (269 r ) O du aller süste Maria... erwürb mir abloß aller myner... sunden...-, (269 v -272 v ) 3 Miserere zu St.Anna, am Schluß: Soror Maria Juliana Schuomacherin (s. unter Herkunft); (274 r -280 r ) >Diß ist das andechtig gilgenstöcklin der wirdi- gen jungfrouw... Maria.. .<. Gegrüßet sigestu helge jungfrouw Maria, ein edles... gylgen stöcklin, begossen mit dem himmelschen touw dergnoden... Litaneiartige Reihung der Vorzüge Mariae mit abschließendem Gebet: (279 v ) O selige, wirdige muoter gottes... diß gylgen stöcklin, ver- 361 Wonnenthal 12 samnet von allen dinen goben und gnoden... enpfoch durch die hend dinß erlichen botschaft Werbers sant Gabriel...-, (280 r -282 v ) Conradus Gemnicensis, Annulus freie Prosaübertragung. Hie vochet an der guldin machel ring der muoter gottes von xx kostlichen edlen steinen. .. Gegrüst sigestu Maria, du edle jungfrouw, helge gottes gebererin, du bist von gottlicher Ordnung geschickt... - und Stetten vereingung mit im und mit dir in ewiger froid und Sicherheit. Amen. Lat.: AH 3 Nr. 3; s. auch 2 VL, 5, Sp. 187 (vorliegende Fassung nicht erwähnt); (284") Te deum, deutsch. Wir loben dich got, wir verjehen dich einen herren...; gleiche Ubersetzung s. Augsburg, UB, Cod. III. 1. 8° 24, 103 v -105 v (Kat., S. 482); (285 r -286 v ) Te deum, auf Maria umgeschrieben. Wir loben dich, gottes muoter und verjehen dich Maria ein jun [g \frouwen, dich ein gesponß des ewigen vatters... Vgl. München, BSB, Cgm 857, 191 v — 193 r (Kat . V, 5, S. 272). - 273", 283", 287 r -289 v leer. 290 r -329 r JOHANNES LANSPERGER, FÜNFZEHN BETRACHTUNGEN ZUM LEBEN UND LEIDEN CHRISTI. Vorred. Dwill gar vil sind got verlopte und versprochene menschen, priester und leyen, die... wie billich ist, lessen das liden unsers heren... (291 r 1. Betrachtung:) Aller liebster menschlichs geschlechts liebhaber... gott wolt, das ich mecht wirdich dancksa- gung thon diner guttigkeit... - fiir alle die, so mit dinem plutt, sussister herre, unser gott, erkaufft sind. Amen. Unum ave Maria tantum pro scriptore. Der genannte Verfasser möglicherweise identisch mit Joh. Justus Landsberg (1490-1539), s. 3 LThK 6, Sp. 633; Dictionnaire de theo- logie catholique, VIII, 2, Paris 1925, Sp. 2606-2609; R Bauerreis , Kirchengeschichte Bayerns, 5, St. Ottilien 1955, S. 203. - 329 v leer. 330", 339" (verbunden) FRANCISCUS ASSISIAS, PATERNOSTER. Ausgabe in: Opuscu- la, 2. Aufl., Quaracchi 1949, S. 119-121. - 331" leer. 332 r -337 v OFFICIUM DE CORPORE CHRISTI (nur Tageshoren). (335 v -337 v ) Litanei. >De corpore Christi<. - 338", 340" leer. 341 r —347 v Zur Geschichte der Entstehung des Wallfahrtsortes Loreto. Vermerck, das die kirch unnser lieben frouwen von Loreto ist gewesen ein kammer und ein huß der aller heiligisten jung- frouwen Maria... - (347 r ) Kunt und wissen sy... wie in der erwürdigen kirchen... von Loreto ist gnad von pen und schuld.. . Zur Thematik allgemein s. S. Beissel , Geschichte der Verehrung Marias im 16. und 17. Jh., Freiburg i. Br. 1910, bes. S. 423-466. 348 r -350 v Gebet zur Erlösung einer Seele, Papst Clemens geoffenbart. Wortgetreu, auch in der Einleitung, übereinstimmend mit Cod. Wonnenthal 14, 283 v -285 v (s. dort). 351" Lied von der Geburt Christi. Es ist ein kindelin geboren/ zu Betlehem./ Es hatt versünt sins vatter zorn/ zu Jherusalem. ^O vckernagel 2, S. 699 Nr. 902, ohne Str. 5 und 10. 362 Wonnenthal 13 Wonnenthal 13 Deutsches Gebet- und Andachtsbuch Papier, 419 Bl., 14,5 x 10 cm, Zisterzienserinnen, Eschenbach/Luzern, 1632. Eine Hand. Nachtragshand von 1638 (Bl. 410 r —411 r ). Rote Uberschriften und Zierinitialen mit meist aus Punktreihen gebildeter anspruchsloser Ornamentik. Brauner Lederband mit neuen Spiegeln und Vorsätzen aus dem Jahr 1977 (Ersatz für einen zerschlissenen einfachen Lederband des 18. Jh's). Die Verfasserin des Hauptteils (s. Bl. 9 r ) ist möglicherweise die Schreiberin der ganzen Handschrift; auf sie gehen auch Cod. Lichten- thal 124 ( Kat. Karlsruhe XI, S.280f) aus Eschenbach und die Rubriken in Cod. Wonnenthal 10 zurück. Die Mundart weist auf die Ostschweiz, s. auch unten l r . Die Tatsache, daß Jesuiten Beichtväter des Klosters waren, ist ebenfalls ein Hinweis auf Entstehung in Eschenbach (s. 305' und Cod. Wonnenthal 9); vgl. auch Das Gotteshaus zu U. L. Frau und St. Katharina in Obereschenbach, in: Cistercienser- Chronik 22 (1910), S. 1-17, 40-50, 67-84, 108-124, 133-151, 168-183, 207-219, 235-251, hier S. 70- 80. Auch die Bezeichnung unser lyeben frauwen Versammlung (278 v ) dürfte als Hinweis auf den Namen des Klosters Eschenbach zu verstehen sein. Literatur: Längin , Nr. 250; Ettlinger , S. 61. l r -9 r Andacht von den 40 Zellen Christi in der Wüste. >Dis sind zellelin, darinnen ein geistlicher mensch...<. Die erst zelin. Spricht der herr: do ich scheid von miner hertzallerliebsten mut- ter... Betrachtungen für die Fastenzeit. Für jeden Tag ist ein Heiliger als spiritueller Begleiter gewählt. Unter diesen: Bruder Klaus (Nikolaus von Flüe), Meinrad, Ignatius von Loyola. Stark abweichend auch BLB, Cod. Lichtenthai 92, 80 r -85 v ( Kat . XI, S. 217 f mit weiteren Textzeugen). 9 r -278 v DIE GEISTLICHEN 12 MONATE, nach der Ordnung des Jahres 1632 (s. 10 r ). Zyklus von Betrachtungen und Gebeten zu den 7 Tagzeiten, aber auch zu anderen Anlässen ... (9 V ), zusamen gezogen uß villen bücheren, eim anfachteten [!] menschen... fast nützlich... Die Schreiberin (wohl auch selbst Kompilatorin und Verfasserin, s. 9 v -10 r ) ist Zisterzienserin. 278 v -292 v ÜBER DIE DEMUT, in 55 Lehrpunkten. Angeblich zunächst aus dem Französischen ins Lateinische und aus dem Lateinischen ins Deutsche übersetzt. 1619 zu einem nüwen jor... unser lyeben frauwen Versammlung geschenkt. 293 r -305 r KOMMUNIONANDACHTEN. >Hernoch folget ein schöne Übung, wo der mensch seyn wonig (Wohnung) han solle.. .<. (299 v ) >Hernoch folget ein geystliche bekleydung.. .<. 305 r -336 v Exercicia spiritualia<, deutsch, inhaltlich nicht am gleichnamigen Werk des Ignatius von Loyola orientiert. - 410 r —41V Nachtrag: über die Gewinnung von Ablässen. 412 r —419 r HEINRICH SEUSE, BÜCHLEIN DER EWIGEN WEISHEIT, cap. VI und Auszug aus cap. XIII (Bihlmeyer , S. 216-222, 248 f). Wonnenthal 14 Deutsches Gebet- und Andachtsbuch (gelegentlich lateinisch) Papier • 295 Bl. • 14,5x10,5 • Zisterzienserinnen • Wonnental(P) • um 1491-1493 Lagen: (III-l) 5 , 2 VI 29 , (VI-1) 40 , 3 VI 76 , (VI+1) 89 , VII 103 , 6 VI 175 , VIII 191 , 2 VII 219 , (V-l) 228 , VI 240 , (VI-1 ) 251 , I 253 , 3 VI 289 , III 295 . Wz.: Ochsenkopf u. gotisches P, wahrscheinlicher Beschriftungszeitraum: 1491-1493 ( Piccard , Expertise). Schriftraum und Zeilenzahl stark schwankend. Bastarda. 2 Haupthände: 1. (Magdalena, s. 237 r ): 6 r -23 v , 30 r -52 v , 77 r -122 v , 176 r -226 v ; 2.: 53 r -76 v , 123 r -126 v , 128 r -175 v , 254 r -269 v , 279 v -280 r , sowie mehrere andere, etwa gleichzeitige oder etwas spätere Hände. Übliche Rubrizierung, Rubriken und Lombarden rot, letztere gelegentlich grün. Brauner blindgeprägter Lederband (Rollenstempel), 16. Jh. 1 , Rücken, Riemen der Kurzschließe, Spiegel und Vorsätze 1974 erneuert bzw. neu eingefügt. Fragmente, 14. Jh. 1 . Einbandmakulatur (herausgelöst und hinten lose beigefügt): I u. II: Spiegel, 2 allseitig beschnittene, annähernd vollständige Perg.-Blätter einer lat. Predigths., Textualis, je 33-34 Zeilen. (I") de s. Laurentio, (F) >Assumptio Mariae<. Quae est ista, quae ascend.it de deserto deliciis effluens (vgl. Ct 3,6)... super dilectum suum... ipse filius die hodierna.. .; (II) de nativitate B.M.V.; III: Einbandverstärkung, 2 zusammengehörige Teile eines horizontal zerschnittenen Perg.-Blattes (Textualis formata) mit Teilen einer Legenda b. Mariae Magdalenae, wohl nicht in BHL (5439 ff, 5488 ff). Vorhanden: Teile der Translatio nach Vezelay und die Miracula: Graesse , S. 416 Nr. 7-8 sowie der Anfang von BHL 5483, jeweils andere Fassung. Herkunft: Zur Datierung der Nachtragshände s. 279 r : hobst Alexander (VI.), ietzunt hobst (1492-1503) und 291 r : hobst Julius der ander (1503-1513). Schlußschriften von 2 Schreiberinnen: 237 r (Magdalena) u. 269 v . Auf zisterziensische Provenienz verweist die Litanei (248 v -249 r ) sowie die häufige Erwähnung Bernhards unter Beifügung charakteristischer Epitheta. Die Entstehung in Wonnental scheint in Hinblick auf die Mundart, aber auch wegen zahlreicher inhaltlicher, auch sprachlicher Ubereinstimmungen mit Cod. Wonnenthal 16 (s. bes. Wonnenthal 14, 90 r — 118 V u. Wonnenthal 16, 44 r -83 v ), besonders im Bereich des umfangreichen Kommuniongebet-Zyklus und sogar bei einem thematisch aus dem Rahmen fallenden Text (s. Wonnenthal 14, 104 r ; Wonnenthal 16, 63 v ), naheliegend. Mundart: alemannisch. Literatur: Längin , Nr. 243; Ettlinger, S. 61. l r -5 v VERSCHIEDENE GEBETE, besonders Passionsgebete. (l r -3 r ) Ps.-Beda Venerabiiis, Von den 7 Worten Christi am Kreuz. Herr Jhesu Criste, der an dem hindersten dag dins lebens... 364 Wonnenthal 14 ich bit dich (l v ) durch die krafft der selben wort... Lat. Text: PL 94, Paris 1862, Sp. 561 f; Haimerl , S. 80, 86 f, 92. Andere deutsche Fassungen s. München, UB, 8° Cod. 270, 45 r — 51 r (Kat. I, S.270); München, BSB, Cgm 820, 175 r -178 r ( Kat. V, 5, S.460); Augsburg, UB, Cod. III. 1. 8° 3, 112 V — 114 V u. weitere (s. Kat ., S.690); s. auch BLB, Cod. St.Georgen 39, 29 v -33 v u. Wonnenthal 15, 155 r (freie Bearbeitung); (3 r -4 r ) Ablaßgebete: (3 r ) O ewigegotheit, o wore menscheit... bereit mich hie... s. Wonnenthal 12, 213 v ; (3 V ) Domine Jhesu Christe, fili dei vivi, qui pendens in cruce pro peccatoribus orans...; (4 r ) zu Maria um Beistand in der Todesstunde. Gegrußet siest du Maria, schynende lilig...; (4 v -5 r ) Oratio s. Gregorii de passione. Leroquais , Livres d'heures 2, S. 346 (Textabdruck); Haimerl , S. 72, 92; auch BLB, Cod. Lichtenthai 58, 72 r -74 r ( Kat . XI, S. 160). Deutsche Fassung (Gebete vor dem Gregoriusbild) s. unten 41 r , 240 r ; (5 V ) Ablaßgebet. Biß gegrüßet du aller senfftmütigster Jhesu, ein uberwin- der... Lat. s. Augsburg, UB, Cod. III. 1. 8° 43, 148 v ( Kat ., S.608). 6 r -23 v PASSIONSBETRACHTUNGEN ZU DEN 7 TAGZEITEN. >Dis ist ein beschowun- ge... unßers heiligen vatters santti Bemhardi.. .<. Conplet wurt do von gesprochen, wan in dem selben der louffe des dages wurt erfidt... Bricht 23 v mitten auf der Seite ab. 24 r -38 v PASSIONSGEBETE (hauptsächlich). (24 r ) Kreuzinschrift hebräisch, griechisch, lateinisch (Ablaß von Papst Sixtus). Vgl. Stuttgart, WLB, HB I 177, 8" ( Kat . II, 1,2, S. 52 zusätzlich mit Gebeten); (24 v -26 r ) Kommuniongebet. O ewiges lob und selikeit der heiligen en- gel... ich sage danck diner unußmeßigen maiestet.. .; (26 v -27 v ) Augustinus zugeschriebenes Gebet (Ablaß von Papst Bonifatius VIII.). Diß nochgeschriben gebett ist zu Rom yn sanct Johannes Capellen yn eym stein gegraben... Here Jhesu Criste, ein sun des... der du umb unser erloßung willen ... erledige mich von derpyn... Vgl. Haimerl , S. 56, 58, 144; s. auch Augsburg, UB, Cod. III. 1. 8° 53, 1 47 r — 15 1 v (Kat ., S.661); (27 v ) Ave Maria-Paraphrase (mit Einbeziehung von Anna); (28 r -29 r ) mit Ablaß von Papst Gregor III. Ich bit dich, aller liebster herr Jhesu Criste, durch die aller höchste lieb... Haimerl , S.55 Anm.281, S.56 mit Anm.292 (lat. s. S. 164, Reg.), s. auch unten 47 v mit abweichender Gebetsmeinung; (29 v ) Mariengebet (Ablaß von Papst Sixtus IV.). Begrüßet siest du aller heyligste Maria, du mutter gottes, du königin... Vgl. Augsburg, UB, Cod. III. 1. 4° 45c, l r und III. 1. 8° 3, 159 r ( Kat ., S. 370 u. 386 mit weiteren Angaben); (30 r -36 r ) zu den Gliedern Christi. >Diß gebet macht unßer heiiger vatter sant Bernhart, do sich unßer hene zuo im neigete.. .<. Bis gegrüsset Jhesus, ein heil der weit... biß gegrüsset, mynneclicher Jhesu... Vollständige Prosaübersetzung von ,Salve mundi salutare' (PL 184, Paris 1854, Sp. 1319-1324; Chevalier , Nr. 18073); s. auch Cod. Wonnenthal 16, 187 r (gleiche Fassung), Wonnenthal 15, 37 r , München, BSB, Cgm 484, 64 r -72 v ( Kat . V, 3, S.427 mit weiteren Textzeugen); (36 r -38 v ) Grußgebet zum Kreuz und zu den Gliedern Christi (Ablaß). Gegrüsset siestu heiliges crütz, das do vom gebenedigten libe Cristi gewihet ist... Nach ,Salve tre- mendum caput'. Haimerl , S. 80, 92, 124; Leroquais , Livres d'heures 2, S. 40 Nr. 267; s. auch Cod. U. H. 21, 143 r (andere Fassung) und lateinisch U. H. 22, 5 V . 365 Wonnenthal 14 38 v -40 v BERNARDINUS SENENSIS, GEBET VOM NAMEN JESU CHRISTI. O guotter Jhesus, o du aller milttester Jhesus... noch der große diner erbermde so erbarm dich... Lat. s. Haimerl , S. 81 mit Anm. 474 u. ö.; s. auch Cod. Wonnenthal 15, 68 r . Andere deutsche Fassung abgedruckt bei Ruh , Franziskanisches Schrifttum 2, S. 345-347; s. auch 2 VL, 1, Sp.792f. 41 r —58 v PASSIONSGEBETE (hauptsächlich), meist als Ablaßgebete. (41 r -43 r ) Passionsgebet Papst Gregors, 5teilig (mit Ablaß). Zu den zytten, als der aller heyligst bapst Gregorius zuo Rome in der kirchen des heyligen crutz, genant in Jherusalem... (42 r ) O herre Jhesu Criste, ich bette dich an, hangende an dem crütz... Vgl. K.Ruh , in: 2 VL, 3, Sp.241 f; Haimerl , S. 55 f, 139; Paulus 3, S.294f; s. ferner unten 240 r (7 Anrufungen); Cod. U .H. 18, 34 v -36 r , U.H.21, 113 V — 114 V und BLB, Cod. Lichtenthai 109, 187 v — 188 V ( Kat . XI, S. 266); St. Peter pap. 3, 116 r — 117 r (Kat . X, 1, S. 4); St. Georgen 40, 104 v — 1 06 r ( Längin , S. 11), jeweils mit kurzer Einleitung. Lateinische Fassung s. oben 4 V ; (43") Ablaßgebet Papst Gregors. O almechtiger here undgot, also du gingst an das heilig crütze... also gange ich hüt mit der craft.. .; (43 v -44 r ) Gebet um Teilhabe an Ablässen. Herre hymelscher vater, ich bitte dich, mache mich würdig und deylhafftig des... Verdienern (44 r ) i Uns eingebornen sunes.. .; (44 v -46 r ) 3 Gebete mit Ablaß aus Anlaß des Blutwunders zu Wilsnack (Brandenburg) ... O herre Jhesu Criste, entpha diß gebet in der gedechtniß dins aller heiligsten todes.. .; (46 v -47 r ) Ablaßgebet von Papst Urban V. O aller miltester herre Jhesu Criste, ich bitt dich, sich mit dien äugen diner barmhertzigkeit über mich.. .; (47") Anima Christi, deutsch (mit Ablaß), s. unten 52 v ; (47 v -48 v ) Ablaßgebet s. oben 28 r ; (48 v -49 v ) um ein gutes Ende (mit Ablaß). O hene Jhesu Criste, durch die bitterkeit, die du hast verdragen... ich bitte dich... Vgl. Augsburg, UB, Cod. III. 1. 8° 48, 18l v —182 v ( Kat ., S.632); (49 v -50 v ) Aegidius Romanus, Salve sancta facies, deutsch, mit Versikel und Kollekte (mit als viel aploß als loub undgraß). Gegrüßet siestu heiiges antzlit(l) unßers erloßers, in dem do schinet... Vgl. Augsburg, UB, Cod. I. 3. 8° 2, 199 v —201 r (Kat ., S. 115, hier weiteres), s. auch unten 63 v u. 2 IT (andere Fassung); (50 v -52 r ) Stabat mater (AH 54 Nr.201), deutsch (mit Ablaß Papst Gregors). (51 r ) Es stunde die mutter Cristi vol trurens bie dem crütze, sehnende so sie sach...; lat. s. U.H.22, 84 r . (52 v ) Anima Christi, deutsch. Gottes sele heyige mich, gottes lichenam behalte mich... Vgl. München, UB, Cod. 269, 56 v -57 v ( Kat . I, S. 264, hier weitere Angaben). Gekürzte Fassung s. oben 47 r ; (53 r -58 v ) Heinrich Seuse, Die hundert Betrachtungen aus dem ,Büchlein der ewigen Weisheit'. Eia ewige wißheit, min hertz ermanet dich... - und in dinem dinst hab uns in daz grap ein stetes bliben. Amen. Freie Bearbeitung mit Auslassungen und Zusätzen. Nicht bei Hofmann , s. auch Cod. Wonnenthal 16, 197 r . 58 v -63 v UNTERWEISUNG ZUM KOMMUNIONEMPFANG. Wer do begert wirdiclichen zu enpfohen... der sol an im han Vstucke... - das sind die freuden dirre weit und ein hertes bet, das ist ungedultikeit. 63 v -67 r VERSCHIEDENE GEBETE. (63 v -65 r ) >.. .Gebet der Veronica.. .<, s. oben 49 v . (65 r - 66 v ) St. Bernhards 8 Verse (Ablaß). Nur die 8 Gebete ohne die Psalmverse. Almechtigerglantz des ewigen liechtes, durch das zeichen... erlucht min äugen... Vgl. Augsburg, UB, Cod. III. 1. 366 Wonnenthal 14 8° 56, 2 r -8 r ( Kat ., S. 675); München, UB, 8° Cod. 273, 1 63 r — 1 66 v ( Kat. I, S. 285 f mit weiteren Angaben); s. auch Cod. Wonnenthal 15, 52 r und unten 127 r (lat.); (67 r ) 2 kurze Passionsgebete, das erste auch oben 48 v . 67 v -73 v MARIENGEBETE. (67 v -69 r ) Gebet des Anseimus Cantuariensis, hier Augustinus zugeschrieben. O Maria, du bist die groß Maria, du bist die tnerer... Von der bei Klapper (Nr. 22) abgedruckten Fassung erheblich abweichend; (69 v -72 r ) >... Vgebet von den funffher- tzenleid unßerfi~awen<. Maria du hoch gelopte kunigin... ich ermane dich des ersten hertzenlei- des... Vgl. Augsburg, UB, Cod. III. 1. 8° 6, 44 r -49 r (Kat., S.399); (72 r ) Ablaßgebet von Papst Sixtus IV. Gegrußet siestu aller gehelgeste Maria, du mutter gottes... Vgl. Augsburg, UB, Cod. III. 1. 8° 3, 159 r (Kat ., S. 386 mit weiteren Angaben); (72 v ) Ablaßgebet von Papst Bonifatius VIII. Ave Maria, ein hoher lilienstam ... Vgl. München, UB, 8° Cod. 270, 43 v -45 r (Kat. I, S. 270 mit weiteren Angaben); (72 v -73 v ) Ablaßgebet von Papst Innozenz; (73 r ) Gegrußet siestu, liebe Maria, o du hoch gelopte... großgeach [t] in dem gotlichen hertzen... 73 v -76 v Vermischtes. (73 v -74 v ) Betrachtung über die 5 Seufzer Christi. Der erste siipfftz, do der herr hört über sich geben das lest urteil.. .; (75") Gebet um Hilfe in der Todesstunde. O du aller miltester vatter... ich ermane dich, das du mich bekantest e dan ich mensch wart...-, (75 v - 76 r ) Gebet zu Jesus (Ablaß). O herr Jhesu Criste, du ewiger, barmhertziger gottes sone, ich lob dich und ermane dich.. .; (76") Sechs Rufe Mariae unter dem Kreuz. O eingebomes kint, dröst din eingeborne mutter... O Hecht aller dißer weit, wie bistu so gar verloschen... Vgl. Augsburg, UB, Cod. III. 1.8° 48, 34 v ( Kat ., S. 623 mit weiteren Angaben), s. auch 2 VL, 6, Sp. 1272 und unten 83 r ; (76 v ) Fürbittgebet. Ich bit dich herr vor alle die, die sich in min gebet befollen hant... 77 r -89 v MARIENGEBETE. (77 r -79 r ) Gebete zu Maria und Johannes. O unbeflecte undym- mer ewiclichen gesegente... Maria... neige die oren diner myltikeit... Gleiche Fassung (aber ohne die Einleitung) wie BLB, Cod. Lichtenthai 87, 220 v -222 r ( Kat . XI, S. 207 f) und Augsburg, UB, Cod. III. 1. 8° 48, 14 r -18 v ( Kat ., S.622, hier als Übersetzung nach Anseimus Cantuariensis); (79") 3 goldene Ave Maria. O Maria, ich bitte dich durch den ungebornen vatter..., s. auch BLB, Cod. Lichtenthai 87, 223" ( Kat . XI, S. 208); (79 v —81 r ) Mechthild von Hackeborn, 3 Ave Maria. (80 r ) O aller getrüste beschirmerin, mit dißem ave Maria syest er- mant..., s. Cod. Wonnenthal 16, 22l v ; (81 r —82 v ) 7 Freuden Mariae im Himmel und auf Erden. Frewe dich, jungfrawe Maria, das du mit lyb und sele erhöhet bist... (82 r ) Die erste freude ist, als ir wart verkunt.. .; (82 v -83 r ) Dise nach geschriben fiinffave Maria lerte unßer liebe frawe selber eynem guten menschen..Du solt mir sprechen ein ave Maria.. .; (83") 6 Rufe Mariae unter dem Kreuz, s. oben 76 r , dort ohne die Gebetsmeinungen; (84") von den 5 Buchstaben des Namens Maria (,Mediatrix dei et hominum', deutsch). O mittelerin zwüschent got und dem menschen, mache dich das mittel... Vgl. Augsburg, UB, Cod. III. 1. 8° 53, 46 v -50' ( Kat., S.658 mit weiteren Textzeugen); s. auch Cod. Wonnenthal 15, 138 r ; (84 v -86 v ) ... (85 r ) Ich bitte dich, o du aller seiigeste maget Maria... das du bittest für mich...-, (86 v -87 v ) von einzelnen Körperteilen Mariae (Herz, Brüste, Arme). O schöne, süsse, reine mutter und maget Maria ich 367 Wonnenthal 14 mane dich dines reinen, lutren, mynnenden hertzen. (87 v -88 v ) Grußgebet. >Dis gebet lerte der enget sant Bernhart.. .<. Gegrusset siestu, ein maget der heiligen drivaltikeit.s. Wonnenthal 15, 143 r ; (88™) mit Ablaß von Papst Nikolaus. O Maria, ein stern des hymmels... kumm mir zu hylff... ; (88 v —89 r ) O du gebenedicte finderin der genoden... durch dich hant wir ein Zugang zu dem son... Vgl. München, BSB, Cgm 833, 89 v -90 v ( Kat . V, 5, S. 532, Nachweis einerweiteren Hs.). 90 r — 118 V KOMMUNIONGEBETE (außer 101 r u. 104 v -105 v ). (90 r -92 r ) Herr Jhesu Criste, ich unreiner sünder bin gon zu dem dische diner aller süsten Wirtschaft... , s. auch Cod. Wonnenthal 16, 65 r ; (92 v -97 v ) Ach hoher adel, almechtige herschafft, götliche maiestat... wie unbegrijflich sint din rete... Vgl. Augsburg, UB, Cod. III. 1. 8° 43, 229 r -235 v ( Kat ., S.609 mit weiteren Textzeugen), s. auch Cod. Wonnenthal 16, 45 r ; (97 v —101 r ) 6 Kommuniongebete, Augustinus zugeschrieben. O myn got und myn her, ich bytt dich durch den edelen ußfluß dines würdigen blu- tes... Vgl. Augsburg, UB, Cod. III. 1. 8° 43, 229 r -235 r ( Kat ., S.609); s. auch Cod. Wonnenthal 16, 51 r ; (10l r ) Reimgebet. O schoppffer aller creaturen, du bist doch barmhertzig von natu- ren... Vgl. Augsburg, UB, Cod. III. 1. 8° 27, 88 r ( Kat ., S.496 mit weiteren Angaben); auch Cod. Wonnenthal 16, 55 v . Die paraphrasierte Fassung s. unten 120 v u. Cod. Wonnenthal 16, 91 r . Andere Fassungen: Cod. Wonnenthal 11, 32 r ; Wonnenthal 12, 144 r ; Wonnenthal 16, 118 r ; (101 v ) Owe herr, wer bin ich, das ich dich wille enphahen... s. auch Cod. Wonnenthal 16, 56 v ; (101 v —103 r ) 2 Gebete aus dem Eucharistietraktat Marquards von Lindau. O mynneclicher got, barmhertzigster vater, wie ist din gnade so unbegrifflich... Vgl. Augsburg, UB, Cod. III. 1. 8° 6, 1 55 v —158 r ( Kat ., S.403 mit Literaturangabe); ( 1 03 r — 104 v ) >Dis ist sant Johans Crisostimi gebet <. O aller barmhertzigster herr Jhesu Criste, ich weiß... das ich nit würdig bin zuo gon... , s. auch Cod. Wonnenthal 16, 62 r . Lat. s. Nürnberg, GNM, Cod. 33407, 103 r —104 r ( Kat. II, 1, S. 136); (104 v — 105 v ) Mariengebet. O du aller süste erbarmerin der sünder, biß miryezant bisten- dig... , s. auch Cod. Wonnenthal 16, 63 v ; (105 v — 106 r ) Aller mylteste frauwe, durch die erberm- de... erwirbe uns von dim liebsten son... , s. auch Cod. Wonnenthal 16, 64 v ; (106 r -107 r ) Heinrich Seuse, Kommuniongebet. Eya du lebendig frucht, du süße gymme... wer gybt mir, das ich... Hofmann , S. 157-160 (diese Hs. nicht erwähnt); s. auch Cod. Wonnenthal 16, 68 r u. 218 r (ebenfalls nicht bei Hofmann ); (107™) Ach almechtiger, barmhertziger güdiger herr vat- ter... ich arme dürfftige Sünderin meyn und hab willen..., s. auch Cod. Wonnenthal 16, 69 v , 225 r ; (107 v —108'") Owe barmhertziger gott... ich bin nit würdig, das ich solle heißen... Vgl. Augsburg, UB, Cod. I. 3. 8° 5, 1 V -5 V ( Kat ., S. 129); (108 v ) Bys wilkumm, du ewiges wort in dem vetterlichen hertzen.. (108 v — 109 v ) Herr Jhesu Criste, ich beger, das ich dich entphohe in der großen... liebe, in der du ie begeret bist worden...; (109 v — 110 V ) Passionsgebet nach dem Kommunionempfang. (110 r ) O zarter myn got, o lieber herr Jhesu Criste, wie hastu so großes liden durch mynen willen gelytten.. .; s. auch Wonnenthal 16, 70 v ; (110 v -112 r ) O ewiger vater, wer bin ich, das du mir armen sündigen menschen... , s. auch Cod. Wonnenthal 16, 71 v ; (112 r —113 r ) Ach herr Jhesu Criste, gyb mir leidikeit (ledigkeit) myns hertzen... Vgl. Augsburg, UB, Cod. III. I. 8° 56, 75 v -79 r ( Kat ., S. 680 mit weiteren Nachweisen); s. auch Cod. Wonnenthal 16, 368 Wonnenthal 14 72 r ; (113'—114 r ) O myn werder edelergast... myner armen seien, ich din unwürdige creature be- ger hüt.s. auch Cod. Wonnenthal 16, 7 4 r ; (114 r —116 r ) Wylkumm heiiger lichenam und heiiges blut unsers lieben herren... Vgl. Augsburg, UB, Cod. III. 1. 8° 35, 7 r -9 v (Kat., S. 565); s. auch Cod. Wonnenthal 16, 75 r (als dreiteiliges Gebet); (116") O heiliger gnediger gotes sun, das heiige blut... das laß dir hut geopffert sin...-, (116 V — 118 V ) Ach was gybe ich dir, hene Jhesu Criste, umb alles das du mir geben hast... Klapper, S. 251-254 Z. 1 u. Anm. S. 254, Z. 1-8. Vgl. Augsburg, UB, Cod. III. 1. 8° 10, 147 v — 152 v ( Kat ., S. 437), mit abweichendem Schluß. 118 v -122 v VERSCHIEDENE GEBETE. (118 V — 120 v ) Dank- und Bittgebet. Ach lieber... vat- ter und herre Jhesu Criste, ich daneben dir und ermanen dich alles des... lidens.. . Vgl. Augsburg, UB, Cod. III. 1. 8° 54, 26 v —31 v (Kat ., S.662 mit weiteren Textzeugen); s. auch Cod. Wonnenthal 16, 89 r ; (120 v ) Reimgebet, s. Cod. Wonnenthal 16, 91 r (paraphrasierte Fassung); (121") nach der Beichte. O liebe[ r] herre Jhesu Criste, ich würf die großheit myner sünden in die großheit dines kostberen verdienens... Haimerl , S. 146 Anm. 911 (das 1. Gebet); s. auch Cod. Wonnenthal 16, 92 v ; (121 v ) Gebet in Todesnot. In der bibenden stunde myns todes bitt ich dich..., s. auch Cod. Wonnenthal 16, 94 r u. Wonnenthal 12, 129 v ; (122 r ) um einen guten Tod. O lieber herre Jhesu Criste, ich begere, das din heiliger nam sye myn jungestes wort... Vgl. Augsburg, UB, Cod. III. I. 8° 43, 60 v -61 v ( Kat ., S.605); s. auch Wonnenthal 15, 64 v ; (122 v ) Morgengebet (Ablaß von Papst Pius). Ich bevilhe mich hüt in die clare gotheit, ich bevilhe mich in den Spiegel der heiligen tryvaltikeit... 123 r — 126 v KOMMUNIONGEBETE. (123 r — 124 v ) O herr, dem do offenbor sin alle gewißen... ich arme sunderin erkenne vor diner gotlichen maiestat.. .; (124 v —125 v ) Ich grüß dich aller suster lichnam mins herren Jhesu Criste.. (126") O kung aller genoden... mit allem (!) minen krepff- ten dancken ich diner unverloschenen mynne... 127" ,St. Bernhards 8 Verse', lat. >Legitur in vita saneti Bernardi abbatis... quod demon sibi Sern el apparuit dicens.. .<. Illumina oculos meos... Nur die Psalmverse und das Gebet Omnipotens eteme deus, qui Ezechie regi lüde... (Leroquais , Livres d'heures 2, S. 438; W. Höver , in: 2 VL, 1, Sp. 759). Die 8 Verse deutsch s. Cod. Wonnenthal 15, 52 r ; s. auch Schwarzach 5, 244 r . 127 v MARIENGEBET, lat. Verse. Mater digna dei, venie via, porta diei, sis tutela rei, duxque comesque mei.. . Vgl. Walther , Carm., Nr. 10755; Chevalier , Nr. 11335. 128 r —133 r KOMMUNIONGEBETE. (128 r -131 r ) O herr min got, alle dinge sint din, die do in him mel ...-, (131 r — 132 v ) O brun aller barmhertzikeit, der do nimer uff hörest zu flüßen, kum hut und gibe...; (132 v — 133 r ) O aller luterste und adelichste jungfraw... ich bit dich durch din jung- frawliche demutikeit... 133 r — 139 V PSALTER MARIAE (weißer, (134 v ) roter, (137") gelber Rosenkranz). Aber zu reißung der andacht macht du nemen diß artickel: Die empfengniß Marie, die geburt Marie... (134 v ) Dem elende[ n] gange, also der her uß dem garten gefurt wart... (137 v ) Dem inneren liden des herren, dem hertzlichen mitliden der mutter... Keine gleichmäßig ausgeformten Klauseln. 369 Wonnenthal 14 Abschließend das Gebet: Ach wirdige muter gottes, dißen psalter oppfer ich dir... für mich und alle brudren und swestren dißer bruderschafft... 140 r — 159 v PASSIONSBERICHT nach Io 13,1-19, 42. >Diß ist die obent rede<. In der zit vor dem hochzitlichen dage der ostern wüst Jhesus, das sin stunde waz kummen... - und das grap waz nohe do bie, dar in leiten sie Jhesum. 159 v — 169 v PASSIONSBETRACHTUNG (bes. Compassio Mariae). >Diß ist gezochen uß dem passio und uß den lereren<. (160 r ) Unßer herr hing dot also kleglich und ellenddich an dem crütz... - weiß ich kein andren drost dan dich, ein aller gutigeste mutter aller verweißten. Amen. 169 v — 170 v >Ein Gebet sancti Bernhardt anruffende das liden Christi<. O himmelscher vatter, ich erschine nit lere von (!) diner angesicht... 170 v -175 v BETRACHTUNGEN ZUM OSTERSONNTAG. » Von der ufferstentniß Christi Jhesu<. (2.7V) [A]» dem sondag Christus, ein sig... (?) des dodes, ist wider ujferstande[n\, das er uns erzeiget... - und strojft die hertigkeit irs hertzen sust me, von dem sagent die evangelien. 176 r -226 v HEINRICH BUMAN, Predigten über Bonaventura, Lignum vitae, Auszug. >Dis seit, wie der herr Jhesus uff dem palmdag ist ingeritten... sint diße versyckel auch genomen uß den bredigen über Bonaventura'. Jhesus übergoßen mit drehen. Als Jhesus inreit zu Jherusalem und das geschrey groß wart... (179 v ) >Diß seit wie Jhesus der herr verkoufft wart.. .<. Jhesus mit untruwen verkaufft, das wigt Bonaventura gar groß und dieff. .. (192 r ) > ...uß den bredigen über Bonaventura, die do het gethon der ersame herr herr Heirich (!) Bumann. - das ist in dem hymmell, do ist der sun bi dem vatter und do synd alle syn erweiten by im. K. Hannemann , in: 2 VL, 1, Sp. 1115-1117; Ruh , Franziskanisches Schrifttum 1, S. 287-298 (sonstige Überlieferung mit Teilabdruck). Heinrich Bumann wird nur in der vorliegenden Hs. als Autor genannt. 226 v -228 v LATEINISCHE GESÄNGE. (226 v -228 r mit Hufnagelnotation). (226 v -227 r ) Antiphon Hesbert , Nr.3731; (227 r -228 r ) Chevalier , Nr. 17047; (228 r ) Antiphon Hesbert, Nr. 2090; (228 v ) AH 19 Nr. 17 (mit Abweichungen), mit Ablaß von Papst Alexander VI. 229 r -253 v VERSCHIEDENE GEBETE. (229 r -232 v ) >.. .die Vpater noster mit den vermanun- gen< (Passionsgebete). Here Jhesu Criste, ein schin der vetterlichen ere... min hertz ermanet dich, was bittren smertzen.. .; s. auch Wonnenthal 16, 151 v ; (233 r -237 r ) Kommuniongebete: (233 r - 234 r ) O hymmelscher vatter, ich arme unwürdige Sünderin wille hüt entphahen. ..; (234 v ) O du süßer Jhesus, ich bitt dich und beger, das mir din mynniclicher fronlichnam.. (235 r -237 r ) Herr ich lob dich und glaube, das ich entphangen hab dich oberstes gut.. . Vgl. Augsburg, UB, Cod. III. 1. 8° 28, S. 262 (unvollst., Kat ., S. 507). Schlußschrift: betten der schryberin ein Ave Maria. Darüber: Magdalena ist ir nam; (237 v -239 v ) >Diß sint die sieben freiden unßer frawen...<-. O Maria, du wirdige gottes mutter, ich ermane dich der großen, uberflissigen freiden, eren und wurden... Vgl. Augsburg, UB, Cod. III. 1. 8° 38, 77 r —91 v (Kat ., S.577: Goldenes Krongebet, mit weiteren Angaben); BLB, Cod. Lichtenthai 92, 181 v — 190 v ; Lichtenthai 98, 34 v -42 v ; Lichten- 370 W onnenthal 14 thal 105, 79 r -91 r ( Kat . XI, S. 219, 236, 254); U. H. 18, 80 r . In Cod. Wonnenthal 14 fehlt die Einleitung; (240") Passionsgebet vor dem Gregoriusbild. >Wer diß... gebette... vor einerfi- gur, die sunt Gregorien erschein, andechlichen spricht... O herr Jhesu Criste, ich an bette dich an dem crüttze hangende... s. oben 41 r ; (241 r —251 r ) Bußpsalmen, Allerheiligenlitanei (zisterzien- sisch) mit Preces, lat. Unter den weiblichen Heiligen auffällig: Susanna; (25l v ) s. unten 270 v ; (252 r -253 v ) Augustinus' Gebet (bewahrt vor jähem Tod). O Got, siest gnedig mir sunderin und siest mich behüten alle dag und nacht... Lat. s. Haimerl , S.73 Anm.405 (u. ö.); Leroquais, Livres d'heures 2, S. 26; s. auch unten 293'; (253 v ) Meßgebet zum Sanctus. O lieber herr, ich bit dich, das du mich mit der süßen und gutigen lieb... 254 r -269 v ÜBER SCHWIERIGE FRAGEN BEI DER GEWISSENSERFORSCHUNG. >... etliche froge irriger gewißen und daruff ir antwort<. Es sint drie geist, die den menschen reißent zu einer stroffenden gewißen. Der erst ist der bose geist.- So wirt uwer gut rot (rat) und kument zu fi'iden. Nement vor gut und bittent auch vor die schriberin. amen. 269 v -270 v Io I, 1-14. In dem anbeginne was das wort, und das wort was by gott.- als die ere eins eingebornen von dem vatter vol gnaden und warheit. Amen. S. auch Cod. Wonnenthal 15, 14 v (mit anschließendem Gebet). 270 v -271 v >...sequencia...<. Avepraeclara maris Stella, in lucem gencium Maria divinitus orta... Chevalier , Nr. 2045; Mone , Hymnen 2, Nr. 555; auch oben 25l v (unvollständig). 272 r Antiphon Hesbert , Nr. 5327; Oration Bruylants 2, Nr. 349. 272 r -277 r MARIENGEBETE. (272 r -274 r ) zu 10 Freuden Mariae. O Maria mutter gottes, durch derfreiden wilen, das got alle unselde der gantzen weit durch dich verdriben het.. .; (274 r - 275 v ) Ich bitte dich Maria, gottes mutter... durch alle die ere und durch alle die gnode, die dir din eingebomes kint... Ähnlich Augsburg, UB, Cod. III. 1. 8° 56, 41 r —48 v ( Kat ., S.677) u.ö.; (276 r -277 r ) Eya mutter der barmhertzikeit, jungfrouwe unschatzbarlicher reinigkeit, in minem leben leite mich mütterlichen... Lat.: Darmstadt, LuHB, Cod. 1228, 1 8 V — 1 9 V ( Kat . III, S.41). 277 r -278 v PASSIONSGEBETE. (277 r -278 v ) vor dem Antlitz Christi (mit Ablässen von Papst Urban und anderen), s. oben 49 v , dort mit Versikel und Kollekte; (278 v -279 r ) zur Verehrung der Leidenswerkzeuge (Waffen des Leidens), mit Ablaß von Papst Leo und 30 anderen Päpsten. Wir sollent erbieten die ere dem criitz, den nagelen... (279 r ) O got, der do uns hast gezeiget die woppen mengerleipinen.. . Lat.: Haimerl , S. 92 mit Anm. 544. 279 r -280 r GEBETE ZU ST. ANNA. (279") vor dem St. Annen-Bild (Ablaß von bobst Alexander, ietzunt bobst), lat. s. oben 27 v ; (279 v -280 r ) >.. .der rosencrantz sancte Anne<. Gegrußet siestu, ein muter der gebererin gottes... Nur das Anfangsgebet. Ausführlich in BLB, Cod. Lich- tenthal 92, 85 v -92 r . 280 r -295 v VERSCHIEDENE GEBETE. (280 r ) >Dis gebetlin IX molgesprochen ist ein geistlich römervart<. Herre ich bit dich durch den smertzen diner wunden... Vgl. Augsburg, UB, Cod. 371 Wonnenthal 14 Wonnenthal 15 III. 1. 8° 31, 66 v -67 r ( Kat ., S. 525); (280 v -283 r ) 3 Seelengebete: (280 v -281 r ) O ein vorchtsam- mer gott und ein erschrocklicher gott... ich bit dich herr durch dynen heiligen fronlichnam... vgl. München, BSB, Cgm 818, 128 r -129 v ( Kat . V, 5, S.457); (281 r ) Gegrußet sytt ir allgleubig se- lenn, welcher lichnam hie und in allen enden... Vgl. Augsburg, UB, Cod. III. 1. 8° 27, 103 v (Kat ., S. 498); s. auch U. H. 21, 145 r ; Wonnenthal 15, 112 r ; Wonnenthal 16, 94 v ; (281 r —283 r ) das gülden gebet von wirdikeit (s. 282 v ), mit Ablaß. O her vatter, gnediger gott, wan du ein trost bist aller betrübten hertzen... herbarm dich... ubber diße sele.. .; (283 r ) Gruß ans Jesuskind (Ablaß von Papst Gregor); (283 v -285 v ) Gebet zur Erlösung einer Seele, Papst Clemens geoffenbart zuo Rom in dem minster vor sant Peters altar. O here Jhesu Criste, ich stand vor dir alß ein schuldiger mensch... Der Anfang (283 v -284 v ) entspricht Klapper , Nr.46, S.216-218 (mit Umstellungen); s. auch Cod. Wonnenthal 12, 348 r und Wonnenthal 15, 54 r ; (285 v -286 r ) >Item diß... gebett... stat geschriben zu Rom in einer Capellen, die man nennet capella sancte Marie in Jherusalem.. .<; (286 r ) O herr Jhesu Criste, ein son..., der an dem crutz gebetten hast vor die sunder. .., mit Ablaß von Papst Gregor; (286 v ) Ablaßgebet. O herr Jhesu Criste, ich bit dich durch die treher, die du vergoßen hast, do du Lasarum (!)...; (287™) Gebet mit Ablaß von Papst Johannes XXII. Schöpffer und erlösser der weit, her Jhesu Criste... als du wolttestgon zum lyden... hastu dir selber das krütz tragen. ..; (287 v -288 r ) Kommuniongebet. O herr, nit in myner recht- vertigung bring ich myn gebet.. .; (288 v -289 r ) zu allen Heiligen. O alle heiligen geist und seien der gerechten... ich bit uch, des ere und lieb.. .; (289 r -290 r ) 3 Kommuniongebete. Her gott, heiliger himlischer vatter, der du deinen eingebornen sun... (289 v ) erbarme dich genaediglich... Vgl. Augsburg, UB, Cod. I. 3. 8° 10, 93 r -95 v ( Kat ., S. 144: ,St. Bernhards Kurs', mit Literaturangaben), daraus die 3 ersten Gebete; (290 r -291 r ) dreiteiliges Passionsgebet von Papst Gregor mit Ablaß. (290 v ) O herr Jhesu Criste, diß gebet sy dir zu lob, dinen lesten zugen und allen dinen wunden.. .; (291™) Gebet mit Ablaß von Papst Julius II. O myn aller liebster herr vatter, ich Opfer dir den unschuldigen tod...; (291 v -292 v ) Passionsgebet zu 3 Paternostern, bringt 24 Menschen Rettung in der Todesstunde. (292 r ) Ich ermane dich, herr Jhesu Criste, dines gotlichen ernstes...-, (292 v ) Passionsgebet. O herre Jhesu, din donen an dem helgen crütz sey mir ein ewiges wyder grünen...; (293 r -294 r ) Augustinus' Gebet, s. oben 252 r ; (295™) Ps 19, lateinisch; (295™) Schutzengelgebet. O myn lieber engel, beschirm mich in leiben und in sterben... Wonnenthal 15 Deutsches Gebet- und Andachtsbuch Papier • 162 Bl. • 13,5x10 • Oberrhein • um 1490-1494 Lagen: (VI-2) 10 inkl. Spiegel, 3 VI 46 , (VI-1) 57 , 8 VI 153 , (VI-2) 162 inkl. ungezählte Spiegel. Nach Bl. 10 u. 49 je 1 Bl. Textverlust. Reklamanten, teilweise abgeschnitten. Wz.: gotisches P, wahrscheinlicher Beschriftungszeitraum 1490-1494 ( Piccard , Expertise). Schriftraum 10 x 6 cm, 15-18 Zeilen. Bastarda 372 Wonnenthal 15 von einer Hand. 162 v Nachtragshand, um 1500. Rubrizierung, rote Rubriken und Lombarden, diese stellenweise mit anspruchslosem Fleuronnee. Brauner blindgeprägter Lederband der Zeit mit 6 (von 10) Beschlägen. Riemen der Schließe fehlt. 1977 wurde der Rücken erneuert sowie ein Vorsatz- und Nachstoßblatt eingefügt. Auf dem Vorderspiegel: Closter Wohnendahl (17. Jh.). Herkunft: Für eine Beterin bzw. eine weibliche Beterschaft vermutlich im Oberrheingebiet hergestellt. Die Litanei (s. 103 v ) könnte auf eine franziskanische Ordensgemeinschaft in der Diözese Straßburg hinweisen. ,Als franziskanisches Frömmigkeitsgut muß das Gebet des hl. Bernhardin vom Namen Jesu angesehen werden' (Haimerl, S. 81), s. 68 r . Wonnentaler Besitzeintrag (s. oben). Mundart: alemannisch. Literatur: Längin, Nr. 244; Ettlinger, S. 61. l r — 14 r MARIENGEBETE. (l r -6 r ) Sancta Maria, ein jungfrau, ein muoter der barmhertzikeit... Ich bit dich durch das snidende swert... Klapper , Nr. 98,1, S. 335-343; s. auch Augsburg, UB, Cod. I. 3. 8° 2, 206 r -212 v u.ö. ( Kat ., S. 116 mit Lit. zur Überlieferung); s. auch U.H. 18, 62 v u. U.H.21, 119 r ; (6 r -12 v ) Sechs Gebete > ...vor unserfivuen bild von einem samßtag untz an den andern ...<... (7 r ) Ich bit dich fivw sancta Maria durch alle die er und groß gnod... Vgl. Augsburg, UB, Cod. III. 1. 8° 6, 231 r -256 v (8 Gebete, Kat ., S.406 mit einem weiteren Textzeugen); (13 r_v ) Magnificat, deutsch. Min sele griisset den hern und min geist hett sich gefro- wet...; (14 r ) Salve regina, deutsch. Gegrüsset sistu künigin der barmhertzikeit... AH 50 Nr. 245. 14 v -16 r Io I, 1-14. In dem anfang was das wort, und das wort was bi got... (15 v ) Durch die heiligen wort des ewangeligs gesegen uns... 16 r -17 r 2 EUCHARISTIEGEBETE. Her Jesu Christe, ich ermane dich der crafft der Worten... 17 r — 19 V GEBETE ZU GOTTVATER UND JESUS. (17 r-v ) Her durch din barmhertzikeit thu uff das sündig hertze min...; (17 V —18 r ) Ach einiger got, du tröste mich, o starcker got, du sterck mich...; (18 V —19 1 ) Ich bevilhe mich und valdem hern zu fuoß... 19 v -24 r PASSIONSGEBET, zwölfteilig. Her ich mane dich dines bittern todes, das du mir alles das bitter machest... (22 v ) mit Auszug aus Klapper , Nr.46 S.216f; (23 r -24 r ) vgl. Augsburg, UB, Cod. III. 1. 8° 28, S. 438-440 ( Kat ., S. 510); s. auch unten 62 r . 24 r -25 v GEBETE GEGEN PLÖTZLICHEN TOD. (24 r -25 r ) 7 Ave Maria, die lert unser her selb... vierguoten menschen... (24 v ) Frow du bist ein reine bliiende... rebe...; (25") ... Here du bist min schöppfer, des vergiß nimer gegen mir... Vgl. Augsburg, UB, Cod. III. 1. 2° 33, 25 vb -26 ra (K at ., S. 211). 26 r -31 r PASSIONSGEBETE UND BETRACHTUNGEN. (26 r -29 v ) Tagzeiten vom Leiden Christi, überwiegend Betrachtungsanleitungen. Zu complet zit so gedenck, mensch, das unser her Jesus Christus an dem gebet was... Ich bit dich here, das du mich wollest behü(2b')ten...; (29 v -30 r ) 7 Blutvergießen Christi; (30 r -31 r ) Jesus zehnmal pinlich geführt. 373 W onnenthal 1 5 31 r —34" GEBET ZU GOTTVATER UND JESUS, mehrteilig. O vetterlicher vatter, ich beken, das ich bin din arme creatur. .. (31 v )... O du ewig verborgens wort der vetterlichen verstentnüß, lasse din aller süste stym luten in den oren miner seien... 35 r -50 r PASSIONSGEBETE. (35 r -37 r ) Gebet zur Komplet am Gründonnerstag. Alle fursich- tikeit sorget, alle schold vorchte sich... Klapper , Nr. 103 S. 362-364, etwas gekürzt; (37 r — 50 1 ) Bernhard von Clairvaux zugeschriebenes Passionsgebet (siebenteilig), hier ohne Erwähnung Bernhards. Sis gegrüsset Jesus, ein heile der weit. .., s. Cod. Wonnenthal 14, 30 r . 50 v -56 r VERSCHIEDENE GEBETE. (50 v ) Morgengebet. Here min, din heilige gesegnete hant beschirme mich. .(50 v -52 r ) Passionsgebet. Here Jesus Christus, ich bit dich durch din heilige fünff wunden... , vgl. München, BSB, Cgm 462, 106" ( Kat . V, 3, S. 349 mit einem weiteren Textzeugen); (52 r -53 r ) ,St. Bernhards 8 Verse'. Hier nur die Psalmverse. O here erlücht min ougen, das ich niemer ensloffe... Vgl. u.a. Augsburg, UB, Cod. I. 3. 8° 10, 91 r -92 r ( Kat., S. 143 mit Literaturangaben). Lat. s. auch Cod. Wonnenthal 14, 127™; erweiterte deutsche Fassung s. Cod. Wonnenthal 14, 65' ; (53 r -54 r ) Passionsgebet. Herre ich ermane dich des gebet- tes, das du that uff dem berg Oliveti... Vgl. München, BSB, Cgm 717, 15 V — 16 V ( Kat . V, 5, S. 102); (54 r -56 r ) Reuegebet. Here ich stand vor dir als ein schuldiger mensch vor einem gewaltigen richter... Vgl. Klapper , Nr.46, S.216—218, mit Abweichungen und Zusätzen (55 r -56 r : Bitte um 6 Gnaden an den 6 letzten Lebenstagen); s. auch Cod. Wonnenthal 12, 348'. 56 r -60 v TÄGLICHE GEBETE UND SEGEN. (56 r ) Segen gereimt. Noch hüt ich uffstand, in gottes geleidt ich gang. ..-als Maria was, do si ires liben kindes genaß. Vgl. Augsburg, UB, Cod. III. 1. 2° 33, 34 rb -35 ra ( Kat ., S.212 mit 2 weiteren Textzeugen); (56 r -57 r ) Kreuzsegen. Ich be- vilhe mich hütte under die vier ort des heiligen crützes.. . Vgl. Augsburg, UB, Cod. III. 1.8° 55, 210 r —21 l r (Kat ., S.673 weiteres zur Überlieferung); (57 v -60 r ) Sammlung von Segen. Ich be- velhe mich hut unnd alle tag... in die heilige[ n] wort... Vgl. München, BSB, Cgm 850, 52 r - 53 r ( Kat . V, 5, S. 630f mit weiterer Überlieferung), Abweichungen; s. auch unten 70 v ; (60™) s. unten 84 v . 60 v -68' PASSIONSGEBETE (und 2 sonstige). (60 v -61 r ) O hergot, ich bevilhe mich hüt... in alle din wunden. ..; (61™) mit 3 Paternostern. Lieber herr in himmelrich, ich ermane dich hüt di- ner zerdenten armen... Vgl. Augsburg, UB, Cod. III. 1. 8° 48, 126 r — 130 r ( Kat ., S. 630 mit weiteren Textzeugen); (61 v —62 r ) Anima Christi, deutsch; (62 r -64 r ) Ablaßgebet. (62 v ) Ach milter her Jesu Christi, ich bit dich durch die höchste minne... Vgl. Augsburg, UB, Cod. III. 1. 8° 28, S. 438-440 ( Kat ., S. 510 mit einem weiteren Textzeugen), s. auch oben 23 r ; (64™) Die 7 letzten Worte Christi am Kreuz; (64 v -65 r ) 5 Bitten um einen guten Tod, s. Cod. Wonnenthal 14, 122 r ; (65 r ) Here Jesu Christ... durch die angst unnd not, die du hettest an dem oleberg... erbarm dich über mich arme sunderin.. (65 v -66 r ) Here Jesu Christ, ich erman dich des Schreckens, den din menscheit empfing... Vgl. Augsburg, UB, Cod. III. 1. 4° 10, 91 v -93 r ( Kat ., S.434); (66™) 374 wonnenthal 15 zur Geburt Christi. Gegrüsset sie die stundt, an der got unnd mensch geboren wardt.. (66 v -67 r ) Ablaßgebet. Here Jesu Christ... durch din minne, die dich band an das crütz... verstände her min grosse nott.. .; (67 r -68 r ) >Diß... gebet bet ein bruder von sant Augustinus orden... < (mit Exempel: Gebet verhindert Aufenthalt im Fegefeuer). (67 V ) Here Jesu Christ, durch die bitter- keit diner martell... erbarme dich über min arme sei... 68 r -70 v BERNARDINUS SENENSIS, GEBET VOM NAMEN JESU. O gutter Jesus, O süsser Jesus, O Jesus ein sun der junckfrow Maria... erbarme dich über mich..., s. Cod. Wonnen thal 14, 38 v . 70 v -77 v SAMMLUNG VON SEGEN UND BEFEHLUNGEN. Here ich bevilhe mich und alle min fründe hut... in die heiligen wort... Entspricht zu Beginn weitgehend dem Anfang von 57 v -59 v (bis 58 r ). Enthält auch gereimte Segen: (71 v -72 r ) Ich gesegen mich... al min stunde... Nur anfangs Übereinstimmungen mit Nürnberg, GNM, Cod. 5832, 5 r — 10 V (Abdruck in: Anzeiger für Kunde der deutschen Vorzeit NF. 1853, Sp. 136); (74") Got der libe Jesus Christes), der der magt kind ist... 77 v -79 v >Hie vohen an die LXXII namen unsers hern...<. (78 r ) Siest gegrüsset Jesu Christ, ein wort des vatters... Vgl. Augsburg, UB, Cod. III. 1. 8° 41, 91 r —93 v (K at ., S. 592 mit Literaturangaben). 80 r —8 l r Segen. Tetragramaton, gesegnet min got der herr, der do lert min hend zu fechten... (beginnt mit Ps 143,1-3). 81 r —86 v KOMMUNIONGEBETE. (81 r —82 v ) Gnediger herr Jesu Christ, ich danck dir von her- tzen, das ich disen hochzittigen tag.. .; (83" ) Milter hen Jesu Christi, ich gang hüt zu dir als ein unflettiger mensch... Auszug aus K lapper , Nr. 55 S. 233-235; (83 v -84 v ) Du solt im flissiglichen daneben der minne... (84 r )... Getriier vatter von himelrich, hilff mir.. .; (84 v -85 r ) Here ich bin das arme mensch, das du hestgeschaffen... Auch Augsburg, UB, Cod. III. 1. 4° 2, 87"; Cod. III. 1. 8° 43, 30 r —31 v (K at ., S.250, 604); (85 r -86 v ) 6 Bitten. O ewiges grundlosses und unusprechli- ches gut... ich bit dich, das ich dich hüt müsse enpfohen... Vgl. Augsburg, UB, Cod. III. 1. 2° 3, 45 v -46 v (K at ., S.253). 87 r -90 v GEBET ZU GOTTVATER. Got vatter in der drikeit, du host gesendet dinen sun Jesum Christum in dise weit, dem menschen sin sund zu vergebenn... 90 v -103 v BUSSPSALMEN. Here nit enbeschilte mich in diner grimmikeit noch in dinem zorn bestroffe mich... 103 v —112 r LITANEI MIT GEBETEN. Unter den Heiligen: Blasius, Gereon, Kilian, Oswald, Christopherus, Augustinus, Franciscus, Dominicus, Heinrich, Arbogast, Ulrich, Benedikt, Antonius, Gallus, Bernhard, Ottilia, Gertrud, Afra, Elisabeth, Clara. 375 W onnenthal 1 5 112™ SEELENGEBET. Got grüß uch alle ernten seien, Jesus Christus..., s. Wonnenthal 14, 28 l r . 112 V — 119 V HEILIGENGEBETE. (112 V — 113 r ) zu Christopherus. Ich bevilhe uns in den schet- ten und uff die achsell des hochgelobten.. .; (113") Suffragium von Sebastian (Pestgebet). O seliger und heiliger sunt Sebastian, groß sint din verdienen... Almechtiger ewiger got, der durch das gebet sant Sebastians... fiir den besunderen bresten (113 V ) der bulen.. (113 V — 114 V ) zu Barbara. Sancta Barbara, du selige erliche magt, wir eren und bitten dich ...; (114 V -119 V ) Sammlung von Befehlungen an Jesus, Maria, das Kreuz und die Heiligen: Katharina, Johannes Evang., Tobias, Petrus, Leonhard, Nikolaus, Erhard, Vincentius, Agnes, Jost, Blasius, Laurentius, Drei Könige, Karl, Katharina, Barbara, Onofrius, Oswald, Martin. 119 V — 150 r MARIENGEBETE. (119 V — 125 v ) > Wer diß gebet alle tag sprichet vor unser lieben frouen von einem samstag zu dem andern... (120 r )< ... Mutter aller barmhertzikkeit... ich bit und ermane dich aller der eren und gnoden... Schlußteil (125™) partiell übereinstimmend mit Augsburg, UB, Cod. III. 1. 8° 31, 208 v —213 r ( Kat ., S. 537); (125 v —126 r ) Antiphon und Versi- kel für jeden Tag. O bluende rose, ein mutter des herm... - bit ewiglichen vor uns. In aller betrüb- nüß und engsten kum uns zu hilff... Versikel s. auch München, BSB, Cgm 450, 19 v ( Kat . V, 3, S. 300); (126 v -134 v ) zu den Freuden und Leiden Mariae, deren Anwesenheit in der Todesstunde garantiert wird (mit Exempel), mit Ablaß von Papst Innozenz; (127 v ) O du aller mil- testu froue und aller süste junckfrawe... (128 r ) Ich bit dich durch die unusprechenliche frouden, in deren sich din geist frowet.. .; (134 v — 136 v ) Mechthild von Hackeborn, Gebete zu 3 Ave Maria, s. Cod. Wonnenthal 16, 221 v ; (136 v — 138 r ) Befehlungen an Maria. Frowe sancta Maria, himel- sche küngin, ich bevilhe mich dir in den truen... Vgl. München, BSB, Cgm 850, 59 r -61 r ( Kat. V, 5, S.630); (138 r — 139 r ) von den 5 Buchstaben des Namens Maria, s. Cod. Wonnenthal 14, 84'; (139 r — 140 v ) O allerheiligest frou und magt Maria... (139 v ) bit fiir mich... sunderin...; (140 v -142 r ) mit Ablaß Papst Coelestins. Ich bitte dich, frawe santa Maria, ein volkommene mutter gottes... ( 14 l v ) das du fiir mich arme sunder[ in] bittest...-, (142 r —143 r ) Got grüsse dich, herlich maget Maria, du bist ein port des himels, ein stem der weit.. . Vgl. München, BSB, Cgm 746, 309™ ( Kat . V, 5, S.241); (143 r — 144 r ) Bernhard von Clairvaux zugeschrieben. Gegriisset sistu Maria, ein magt der heiligen trivaltikeit... Vgl. Augsburg, UB, Cod. III. 1. 8° 54, 56 r -59 v (Kat ., S. 663 mit weiteren Nachweisen); s. auch Wonnenthal 14, 87 v u. U. H. 18, 72 r ; (144 r — 145 v ) O du gnedige gesegnete Maria... durch dich mach uns ein weg zu dinem [sun]...; (145 v — 150 r ) Betrachtung von den 5 größten Leiden Mariae, von Johannes Evangelist in einer Vision erfahren. Do unser liebe frou Maria, gottes mutter, zu himel was gefaren, do het sant Johans Evangelist groß jamer.. .Vgl. München, BSB, Cgm 354, 217 V —219 r ( Kat . V, 3, S. 43). 150 r_v Abendgebet.... Here min, ich wil min sele uff din götlich brüst legen... 150 v — 154 v ASZETISCHE ERMAHNUNGEN. (150 v — 152 r ) Du solt schwigen untz in den tod... - und du dich dester me vor allen Untugenden hiitten mögest-, (152 v —154 v ) Bruder Bechtolt 376 Wonnenthal 15 • Wonnenthal 16 lert dise X stuck einen sin gutten fründ. Das erst: bet selber ein pater noster und ein ave Maria... - Das X.: wein in min ende trehen. 155 r —162 v VERSCHIEDENE GEBETE. (155 r ) zu Jesus. Here Jesu Christ, gutter hirt, die gerechten behalt.. (155 r -161 r ) Ps.-Beda Venerabiiis, Gebet zu den 7 Worten Christi am Kreuz. >Diß Gebet hot gemacht der heilig briester Beda... (155 v )...<. O here Jesu Christ, ich bitte dich durch din heilige VII wort, die du usprechende were. ..; s. Cod. Wonnenthal 14, l r (andere Fassung); (161 r —162 r ) Passionsgebet. O almechtiger barmhertziger got, du bist usser der schösse dines vatters gangen... und hest empfangen... sechs tusent sechshundert sechß und sechczig wunden.. (162 v ) Morgengebet (Reimgebet). Huit wil ich ufston, XV engel umb mich gon, trig die behalten mich, trig die wisen mich, die andren tretten zuo mir in den rinck... - so sig die muoter gotz min truwerfitrsprech. Amen. Wonnenthal 16 Gebete und Betrachtungen, deutsch (gelegentlich lateinisch) Papier • 226 Bl. • 13,5x10 • Zisterzienserinnen • Wonnental (?) • Ende 15. u. Anfang 16. Jh. Lagen: VI 12 , VII 26 , VI 38 , (V-4) 44 , 5 VI 104 , V 114 , VI 126 , (VI-1) 137 , 7 VI 221 , (IV-3) 226 . Textverlust nach Bl. 135 (1 Bl.). Reklamanten im Hauptteil (Bl. 45-226). Wz.: (Hauptteil): gekrönte Kanne; wahrscheinlicher Beschriftungszeitraum um 1496 ( Piccard , Expertise). Schriftraum 45 r -225 v ca. 9,5 x 6,5 cm, 16- 18 Zeilen, sonst unregelmäßig. Bastarda. Haupthand 45 r -135 v , 138 r —225 v . 7 weitere Hände (bis ca. 1520): l r , 2 r -26 v (dat. 26 v : 1500), 27 r -36 r , 37 r -38 v , 39 r -44 v , 136 r -137 v , 226™. Rubrizierung, rote Lombarden, Überschriften und Rubriken. 226 v eingeklebtes Andachtsbild, wohl Ausschnitt aus einem Kalender-Einblattdruck (um 1500), mit koloriertem Holzschnitt (49 x 35 mm): Geburt Christi (ohne Joseph). Gleichen Ursprungs ist möglicherweise ein jetzt loses, ursprünglich auf 136 r montiertes Holzschnittfragment (ca. 48 x 40 mm), das in einem Rankensegment ein gekröntes kniendes Paar zeigt. Während diese beiden Blättchen auf für sie vorgesehenen Stellen bzw. vor dem benachbarten Text montiert wurden, hat man andere, heute nicht mehr vorhandene, auf zufällig frei gebliebenen Seiten oder Seitenteilen angebracht (s. Leimspuren 36 v , 150 v , 159 v , 186 v ). Brauner blindgeprägter Lederband mit zahlreichen Einzelstempeln und Streicheisenlinien. Bei der 1973 erfolgten Restaurierung wurden Rücken und Kurzriemenschließe erneuert sowie neue Spiegel und Vorsätze angebracht. Herausgelöste Einbandmakulatur (hinten in Tasche beigefügt): 2 ca. 3-3,5 cm breite, vertikal geschnittene Streifen eines Pergamentblattes, recto 20 Zeilen (gesamte Schrifthöhe). Karolingische Minuskel des 12. Jh's 2 . Inhalt: lateinische Gebetstexte. Herkunft: Die inhaltlichen Übereinstimmungen mit Cod. Wonnenthal 14 (s. dort) sprechen für eine Entstehung beider Handschriften in der gleichen Region bzw. am gleichen Ort (Wonnental ?). 26 v Datie- 377 Wonnenthal 16 rung 1500. Zisterziensische Allerheiligenlitanei (s. 1 77'). Schreibervermerk 36 r : bitt liebe swester vor den schriber. Mundart: alemannisch. Literatur: Längin , Nr. 245; Ettlinger , S.61. V Dicta, lateinisch, u.a.: O utinam homines saperent tria praeterita... Vgl. Köln, StA, GB f° 119, 375 r (Kat. I, S. 98). - l v leer. 2 r -3 v Dialog zwischen Maria und dem Kreuz. >Ein andetige (!) zweyspendigen (!) rede.. .<. O crutz, du swerest crutz, du hast dich viel vermessen: du hast angenommen Cristum got... - Nun furbas sollen wir nit forchten den todt... sollen wir got dienen in grosser ersamkeit. Offenbar beeinflußt vom ,Ackermann aus Böhmen'. 3 V -26 V VOM MITLEIDEN MARIAE (Von fünf Schwertern). Der samstag wurt sunderlich zuo geachtet der seligen jungfrowen Marie... so zimpt es, das du ir zu eren mesß lesest, do by ouch gedenckest der V suerter, die sy gelitten hat. Das erst hat sy genummen usser der wissagung Symeonis... - Erlöse uns von den gegenwertigen smertzen und beschirme... uns vor den ewigen. Durch din eingebornen sun... 1500. 27 r -36 r VOM STERBEN. (27 r -32 v ) O mensch gedenck, und eß wich nymmer von dynen ougen, das du noch weniger zytt wurdst hyn gen... - Herwidderumb gedenck von den gerechten, wie sicher sie von hin ußgan. Vgl. Augsburg, UB, Cod. III. 1. 8°51, 4 r -7 v (Kat., S.650), andere Fassung. (32 v -36 r ) >Eyn... betrachtung von dergeschicklikeit eyns sterbende (!) menschen<. (33 r ) Zu reyßenn yn sich eyn ynnerliche, smertzliche bewegung und heylsame forcht des dots... ist fast nutz, das man ymaginer, hinderdenck und betrachte... - Nem war, ich scheyd vonhin, erkend, das du bald wurdst nochfulgenn. Bitte liebe swester vor den schriber. 37 r -39 r KOMMUNIONGEBETE. (37 r -38 r ) Bys wilkum aller süster herr Jhesu Christe... die andechttigste dancksagunge sag dir von mynen wegen alle creaturen... (38") Gegrußet siestu aller begirlichster, aller liebster herr Jhesu, herr der dugent... 39 v -40 v GEBET MARIAE ZUM JESUSKIND. Do unßer frauwe Cristum geboren hat... sprach sie uß begirden irs hertzen... (40 r ) O due lebendes leben, o due luchtendes licht... erbarme dich über mich... Als dick der mensche diß mit (40 v ) andocht spricht, so kniuet der sun gotes vor den himelschen vater und bit vor den menschen... Vgl. Augsburg, UB, Cod. III. 1. 8° 48, 46 v (Kat ., S. 625, hier ohne Vorspann und Gebetsmeinung). 40 v -43 v GEBET IN DER WEIHNACHTSZEIT. O anfang und end, ewiges gut... wir dan- c&[en] dir und loben dich umb alle dine goben, die due so rylichen mitdeilest... 44 r -83 v KOMMUNIONGEBETE. (45 r —51 r ) Ach hoer adel, almechtige herschafft, gottliche maiestat... wie unbegrijfelich sint din rete..., s. Cod. Wonnenthal 14, 92 v ; (5l r —55 v ) sechs Kommuniongebete, Augustinus zugeschrieben, s. Cod. Wonnenthal 14, 97 v ; (55 v -56 r ) 2 Ge- 378 Wonnenthal 16 bete s. Cod. Wonnenthal 14, 101 r ; (56") Bis gegrußet edeler lyp, zarte sele, reines blut.. (56 v - 57 r ) s. Cod. Wonnenthal 14, 101 v ; (57 r -59 r ) s. Cod. Wonnenthal 14, 101 v — 103 r ; (59 r ) O barmhercziger gott und schopffer, ich bin nit wirdig, das ich sol heißen dein kint... Klapper, Nr. 60, 4, S. 241 f; (59 v ) O hiemelscher gnediger getruwer vatter, ich wil iczunt entphaen.. (59 v -60 r ) s. Cod. Wonnenthal 14, 108 v ( Bys wilkum); (60 r -62 r ) Bis gegrusßet, du aller heilsamstes heil der siechen.. (62 r -63 r ) Gebet des Johannes Chrysostomus, s. Cod. Wonnenthal 14, 103 r ; (63 v -65 r ) s. Cod. Wonnenthal 14, 104 v —106 r ; (65 r -68 r ) s. Cod. Wonnenthal 14, 90 r - 92 r ; (68 r -69 v ) Heinrich Seuse, Kommuniongebet, s. Cod. Wonnenthal 14, 106 r ; (69 v -70 r ) s. Cod. Wonnenthal 14, 107 r ; (70 v —71 v ) s. Cod. Wonnenthal 14, 110 r ; (71 v —72 v ) s. Cod. Wonnenthal 14, 110 V — 112 r ; (72 v -74 r ) s. Cod. Wonnenthal 14, 112 r — 113 r ; (74 r -75 r ) s. Cod. Wonnenthal 14, 113 r —114 r ; (75 r -78 r ) s. Cod. Wonnenthal 14, 114 r — 116 r ; (78") s. Cod. Wonnenthal 14, 116"; (78 v —8l r ) s. Cod. Wonnenthal 14, 116 V — 118 V ; (81 r —83 v ) Fürbitten zur Kommunion. (81") Eya milter vergeber aller schuld... ich bitt dich, das du in der krafft des heiligen sacra- ments...; (83") Ach dieffes abgrund ewiger wißheit, getruwer gott, ich bitt dich... Vgl. Augsburg, UB, Cod. III. 1. 8° 54, 14 v ( Kat., S. 662 mit weiteren Nachweisen). 83 V —88 r GEBET VOM LEBEN UND LEIDEN CHRISTI, Ambrosius zugeschrieben (mit Ablaß von Papst Anastasius I.) O herre Jhesu Criste, des lebendigen Gottes sun... wir sagen dir unmeßlich lob und ere... Vgl. Augsburg, UB, Cod. III. 1. 8° 43, 136'—140 v ( Kat ., S.608 mit weiteren Angaben). Lat. Text s. Haimerl , S. 68 Anm. 358. 88 r —89 r REIMGEBET. O Gott, schopff in mir eine rein hercz rein, das dich mit ganczer lieb mein. GUß dar inn diner gnaden stüer, enzünd auch do diner mynnen fiier... - Du syest allein myns herczen hört, by dem wollest wonen hie und dort, Amen. Nur der Anfang nach Ps 50(, 12). 89 r -91 r GEBET ZU JESUS, s. Cod. Wonnenthal 14, 118 v -120 v . 91 r -96 v VERMISCHTE GEBETE. (91") Reimgebet, paraphrasierte Fassung. O schopffer aller creaturen, o ein erkenner aller herczen, du bist doch barmherczig von naturen... s. auch Cod. Wonnenthal 14, 120 v . Zur Grundfassung s. Cod. Wonnenthal 14, 101 r ; (91 v -92 v ) Bußgebet. O barmhercziger gott, ich bekenne..., das ich dir gesundet hab, die lutterkeit mynes herczen aber und aber verderbt hab...; (92 v -94 r ) Gebete nach der Beichte. (92 v -93 r ) s. Cod. Wonnenthal 14, 121 r ; (93") O zarter herre Jhesu Criste, sie off mich arme Sünderin... Vgl. Augsburg, UB, Cod. III. 1. 8° 27, 99" ( Kat ., S.497 mit weiteren Angaben), s. auch Haimerl , S. 146 Anm.911; (93 v -94 r ) s. unten 158 v ; (94 r ) Gebet in Todesnot, s. Cod. Wonnenthal 14, 121 v ; (94 r -95 r ) 3 Seelengebete. (94 v ) Sint gegrußet ir alle glaubigen seien..., s. Cod. Wonnenthal 14, 281 r ; (95 v ) Kommuniongebet. O aller süßester herre Jhesu Criste, dießer din heiliger jronlichnam sy myner seien ein senfftung und sußikeit... Vgl. Augsburg, UB, Cod. III. 1. 8° 50, 12 V — 13' (Kat ., S. 640 mit weiteren Angaben); (95 v -96 v ) Meister Eckhart, Spruch 23. Deutsche Mystiker des vierzehnten Jahrhunderts, hrsg. von F.Pfeiffer , 2: Meister Eckhart, Leipzig 1857, S. 604. 379 Wonnenthal 16 96 v — 111 v LATEINISCHE GEBETE. (96 v -100 r ) zu Maria. O Maria, perpetua virgo, loquar ad cor tuum, speculum claritatis angelice... - et perficiantur usque ad siccacionem medullarum vim ossium meorum. Amen; (100 v —11 l r ) >Prologus beati Jeronimipresbiteri adRusticum monachum<. Pervenit ad me caritatis tue devocio, frater carissime... (102 v ) In nomine domini omne genu flec- tatur celestium, terrestrium et infemorum... Haimerl , S.24 f (,Psalterium minus'). Zu jedem Wochentag 1 Psalm mit Oration, Versikel und Collecta. Anfangs Übereinstimmungen mit Lambert , Nr. 958; (111") >Antiphona de beata virgine secundum ordinem alphabeti.. .< (mit 3 Akrosticha). Ave beatissima civitas divinitatis... Mone , Hymnen 2, Nr. 617; Chevalier, Nr. 1701. 11 l v -l 15 r PASSIONSZYKLUS. >Dießsint sieben homer (Hörner).. .<. Herre Jhesu Criste, o du unschuldiges lemlin, ich erman dich der gottlichen lieb... (112 r ) >Das ander horn<. O versertes haupt... ich arme sunderin ermane dich des eilenden schynes... 115 V — 118 V STERBEGEBETE. ( 115 V — 116 V ) O herre hiemelscher vatter, ich lob dich unde danck dir, das ich in cristenlichem glauben sterben soll...; (116 V — 117 V ) O hiemelscher vatter, wilt du mich verurteylen, so sprich ich...; (117 v —118 r ) O lieber herre Jhesu Criste, ich bin der arme mensch, den du allein behalten macht...; (118 r ) O gutter Jhesu, in dyne hend undgewalt entphille ich mynen geist...; (118™) Reimgebet. O schopffer aller creaturen, gedenck, das du bist milt... Vgl. Augsburg, UB, Cod. III. 1. 8° 56, 62 v ( Kat ., S. 678), s. Cod. Wonnenthal 14, 101 r . 118 V — 135 v PASSIONSBETRACHTUNGEN ( bredige ) mit Gebeten in 17 Kapiteln, für Sterbende. Baiulans sibi crucem exivit (Io 19,17). Dieße wort schribet sant Johans Ewangelist: Tragend im selber das crutze ging er uß an die statt... Dießer ußgang unsers henen Jhesu Cristi (119 r ) zu sinem bitteren tod wyset uns... - und wirt dan der mensch eins mit gott und gott mit im. das uns dieß alles widderfare, das helff und verlyhe uns... In den in die Betrachtungen integrierten Gebeten wird regelmäßig sant Anselm (Ps.-Anseimus Cantuariensis ?) zitiert. 136 r — 147 v VON TOD UND STERBEN. (136 r ) Dicta (lat. u. dt.), u.a. Walther , Prov., Nr. 8634, 8921; Reimspruch: Der ir sint, der woren wir, und der wir sint, der werdent ir; Wirb, du weist nit wem, Stirb, du weist nit wan... ; (136 v — 137 r ) Memento mori-Gedicht. Lebend was ich lieb und wert, Nieman myn nu me begert... - wan alle kraffi gat von dir. Rudolf , S. 36 mit Anm. 58 (,Ammonicio mortui ad viventem'); (137™) Sant Bernhart sprichet: Mensch es ist sicher, das du sterben münst, aber wan...; (138 r —147 v ) Gebet zu Jesus, besonders um einen guten Tod. Ach lieber herre Jhesu Criste, ich bitt dich durch dins eilenden, bitteren, unschuldigen todes willen... 147 v — 149 v GEBETE ZUM ANGESICHT CHRISTI. (147 v -148 v ) Ich grüße dich, ich danck dir, ich lob dich... aller myn(\48 v )neclichstes sußstes, erwurdigstes... angesiecht...; (148 v — 149 v ) O schinendes und wolgeziertes antlitt voll aller gnaden... siest gegrußet, das do ist vor uns... 149 v — 150 v GEBET IN TRÜBSAL. Der hene sprach zu sant Mechthilden: Wan der mensch ist beschwert oder betrübet... (150 r ) O herre heiliger vatter, ich beger, siech mich an, din dienerin... 380 Wonnenthal 16 1 5 l r —1 59 r PASSIONSGEBETE. (151 r —1 58 v ) 5 Ermahnungen (zu 5 Paternostern) von den 5 Wunden Christi, ...die man nennet die funff mynnezeichen... ( 151 v ) Herre Jhesu Criste, ein schin der vetterlichen eren und ein Spiegel... (152 r ) min hercz ermant dich, waß bitteren schmelzen din zart natur.s. auch Cod. Wonnenthal 14, 229 r ; (158 r " v ) O ir heilsamen wunden myns aller süßesten liebhabers Jhesu Cristi, sint gegrußet... Vgl. Augsburg, UB, Cod. III. 1. 8° 56, 14 v (K at ., S.675 mit einem weiteren Textzeugen); (1 58 v — 159') Her Jhesu Criste, des lebenden gottes sun, ent(l59' )pfoe dießgebett in die über dreffende mynne... Vgl. Augsburg, UB, Cod. III. 1.8° 31, 150 v -152 r ( K at ., S.533), s . auch oben 93 v ; (1 59 r ) O menscheit bloß, o martelgroß... , s. besonders Frankfurt, StuUB, Ms. Praed. 11, 108 vb ( K at . II, 1, S. 17 mit Literaturangaben). 159 v — 177 r BUSSPSALMEN (lat.), jeweils mit Antiphon und Kollekte zu einem Heiligen und einem deutschen Gebet mit einem Paternoster: (160 v ) O herre Jhesu Criste, ich begere dieß erste pater noster zu sprechen in alle die gutten gedenck, die du ie gedacht...; (17 5 V ) Hymnus De s. cruce. C hevalier , Nr. 17869; D aniel 2, S. 317 (nur ein Beleg). 177 r — 180 v ALLERHEILIGENLITANEI (zisterziensisch) mit Gebeten (lat.). 180 v —183 r GEBETE FÜR DIE KLOSTERGEMEINSCHAFT (Klosterfrauen). (180 v -182 v ) O herre Jhesu Criste, du hast ußerwelt dieße statt, dir hie zu dienen und din gebott zu halten...; (182 v —183 r ) O lieber herre Jhesu Criste, wir bitten dich demuticlichen, behut uns din dienerin... 183 r -185 r Psalmanfänge zu Matutin und Laudes sowie Stellen aus Ps 118 (lat.), tabellarisch. 185 r >Quinque singultus< Christi. 1. Quando Christus vidit crucem tarn gravem... 185 v —186 r > Viginti effusiones sangwinis< Christi. Circumcisio, sudor sangwineus... 187 r — 196 v > Dieß gebett macht sant Bernhart, da sich unser herre zu im naigt ab dem crutz<. Bis ge- grusßet Jhesu, ein heil der weit, bis gegrußet mynneclicher Jhesu. Mach mich gevellich dim crut- ze...; s. Cod. Wonnenthal 14, 30 r (gleiche Fassung, aber mit Abweichungen). 197 r -212 V HEINRICH SEUSE, DIE HUNDERT BETRACHTUNGEN AUS DEM ,BÜCHLEIN DER EWIGEN WEISHEIT'. >Dieß sint die hundert betrachtung<. Wer begert, kurczlich, begirlich und eygenlich... (198 r ) Eya ewige wißheit, myn hercze ermanet dich... - und in dinem dienst hab uncz in das grab ein stetes blyben. Amen. H ofmann , S. 152; 2 VL, 8, Sp. 1121 f; s. auch Cod. Wonnenthal 14, 53 r . 212 V —216 V BEICHTSPIEGEL. >Die zehen gebott<. Ich gib mich schuldig, das ich myn gott... nit lieb hab, alß ich solt... (216 r ) ... >Die nun fremden sunden<... (216 v ) ... - das ich nit gerieget hab offenliche sünde. 216 v -226 v VERSCHIEDENE GEBETE. (215 v -217 v ) Gebet der hl. Birgitta, von Jesus gelehrt. Herre almechtiger gott, der du alles ding fürest zum gutten, ich sünder bin vil zu ferre von dir gegangen... M ontag , S. 34 Anm. 3 (diese Hs. nicht erwähnt); (217 V —218 r ) Schuldbekenntnis. Ich gib mich schuldig, das ich gethon widder die gebott...; (218'-219 v ) Heinrich Seuse, 381 Wonnenthal 16 • Wonnenthal 17 Kommuniongebet, s. Cod. Wonnenthal 14, 106 r u. oben 68 r ; (219 V —22l v ) Kommuniongebete: (219 v -221 r ) Ich entphae dich, heiliger fronlichnam unsers herrn Jhesu Cristi... Klapper , Nr. 59, S. 238 u. 57, S. 236 f; s. auch München, BSB, Cgm 424, 185 v — 186 r ( Kat . V, 3, S. 227); (221™) Wol mir, das ich entpfangen han die spyse, der ich ymer leben soll.. (221 v -224 r ) 3 Ave Maria, von Maria der hl. Mechthild von Hackeborn geoffenbart. Dieß nochgeschriben dru Ave Maria mit iren vermanungen sol man unser lieben frauwen sprechen... (222 v ) Gegrußet siest du Maria, vol gnaden, du aller getrueste beschirmerin der glaubigen... Lat. s. R evelationes 2, S. 133 (Liber specialis gratiae I, c. 47); s. auch Cod. Wonnenthal 15, 134 v -136 v (gleiche Fassung) sowie Cod. Wonnenthal 14, 79 v -81 r und Lichtenthai 92, 167 r — 169 r ( Kat . XI, S. 219, andere Fassungen); (224 v -225 v ) Kommuniongebete. (224 v -225 r ) Ablaßgebet. Herre bereit mich mit allen hiemelschen gnaden...; (225™) Almechtiger, barmhercziger, guttiger herre... ich arme durfftige sunderin meyne und han willen..., auch oben, 69 v (s. dort); (226 r ) Gebet zu Anna. Gegrußet siestu erwürdige Anna.. .; (226 v ) Gebet zum Jesuskind. Gegrüßet siestu liebes kindelin Jhesu Criste, eyn schin der almechtigen große... Wonnenthal 17 (Ps.-)Bonaventura, Vitis mystica, deutsch Papier, 5 Bl., 561 S., 16 x 10 cm, Tennenbach, 1653. Pergamentband mit Streicheisenlinien, Rücken 1978 erneuert. Autograph des Übersetzers Konrad Burger (1613-1680), der Konventual des Klosters Tennenbach und Beichtvater im Kloster Wonnental war. Zu Burger s. Burger , Itinerarium 1, S.249- 251; Längin (s . unten, mit weiteren Literaturangaben); Schindele 2, S. 138; Kat. Karlsruhe GLA, S. 247 (65/698, 699.) Die Übersetzung, die 1653 wahrscheinlich in Tennenbach abgeschlossen wurde (s. unten), ist der Wonnentaler Äbtissin Maria Ursula Auwerin von Kiechelspergen (Kiechlinsbergen) gewidmet (s. 2 V ), die dem Kloster 1636-1670 vorstand, s. Krieger 2, Sp. 1512. Besitzvermerk Wonnthall auf dem vorderen Spiegel. Später gelangte die Hs. in den Nachlaß Fredegar Mones (dessen Namensschildchen auf dem vorderen Spiegel), von wo aus sie in den Besitz von Marc Rosenberg überging, der sie am 10. August 1900 der Badischen Hof- und Landesbibliothek übereignete (diesbezügl. Vermerk im hsl. Repertorium der Wonnentaler Codices); zu Fredegar Mones Machenschaften, die vor allem die Hss. des Klosters Lichtenthai betrafen, s. Kat. Karlsruhe XI, S. 22-29. Mundart: alemannisch. Literatur: Ettlinger , S. 60; Längin , Nr. 250 a (S. 205f). 2 r -S. 557 Sancti Bemardi Lustgärtlin. Warinnen er sein myrren bü[s]chelin gesamblet und gebrochen... verteutscht durch F.Conradum Burgern, conventualen zu Thennenbach anno 1653 (Titel); (2 v -4 r ) Widmungsbrief an die Äbtissin Maria Ursula und den Konvent von Wonnental (s. Herkunft); (S. 1-3 Burgers Vorrede:) Dieweilen dem allerheiligsten vatter Bemardo schier in allen gmählen unnd bilderen ein myrhenbüschelin in den armen... (S. 3 Prooemium) O güeti- ger Jesu, du wahrer weinstockk... (Text) Christus Jesus sagt... Ich bin ein wahrer weinstockh... - 382 Wonnenthal 17 (S. 549) Hie mit will ich dis lustgärtlin unseres h. honigsüessen vatters Bernardi beschliessen... es können aber die unflätige... daraus bleiben, welche... khein nuzen begeren daraus zu machen. (S. 550-557) Register. Übersetzung - teils recht frei und mit Zusätzen (das letzte Kap. (S. 507-549) ohne Bezug zur Vorlage) - des Bonaventura zugeschriebenen Traktats Vitis my- stica (Bonaventura Sanctus, Decem opuscula, 2.Aufl., Quaracchi 1965, S. 367-418), und zwar in der erweiterten Fassung (PL 184, Paris 1854, Sp. 635-740). Zum Übersetzer und Bearbeiter Konrad Burger s. oben. 383 Hü BISCHÖFLICHE BIBLIOTHEKEN wsssmam 1 Bruchsal 1 Speyerer Evangelistar Pergament • II + 77 + I Bl. • 33,2 x 25,3 • Speyer (?), Trier (?) • um 1220 Lagen: I 11 , 3 IV 24 , (III+l) 31 , IV 39 , III 45 , 4 IV 7 ', I. B1.25 wurde noch vor Fertigstellung der Hs. eingefügt. Schriftraum 20,5/20 x 13,5 cm, 15 Zeilen. Frühgotische Minuskel von fünf Händen. 1: 4 r -6 r , Z.10, 26 v -28 v ; 2: 6 r , Z. 10-9 r , 19 v -24 v , 26 r , 29 r -30 v ; 3: 9 v -16 r ; 4:16 v -19 r ; 5: 25 r " v , 32 r -77 r . Die Hände 1-4 sind noch vom schrägovalen Stil beeinflußt, während Hand 5 schon deutlicher gotische Einflüsse zeigt. Teilweise Lektionszeichen und Neumen ( Preisendanz/Homburger , S.XLIVf). Übliche Rubrizierung. Als Auszeichnungsschrift oberster Hierarchie dient (nicht ganz konsequente) Unziale. Auf Zierinitialen folgen meist wechselnd schwarze und rote Unzialbuchstaben (oder abwechselnd schwarz oder blau und rot geschriebene Wörter), die je nach Festgrad auch mit Gold ausgelegt und/oder mit Blau gefüllt sind. Der sehr aufwendige Buchschmuck dieser Prachthandschrift umfaßt weiter unterlegte Auszeichnungsschriftblöcke (16 v , 41 v ), teils ornamentierte, teils historisierte Zierinitialen (4 r , 6 r , 7 r " v , 10 r " v , ll v , 14 r , 15 v , 17 v , 28 v , 30 r , 32 r , 34 v , 35 v , 38 v , 40 r " v , 42 v , 43 v , 44 v , 46 r , 47 r ~ v , 48 v , 49 r , 50 r , 51 r , 52 r , 53 r (nicht vollständig kol.), 55 r , 56 r " v , 59 r , 60 v -61 r , 62 r_v , 63 v , 64 v -65 r , 66 r " v , 67 v -68 r , 70 r , 73 r ~ v , 75 r_v , 76 v ; s. Abb.5-6, 8), in Form stehender Heiligenfiguren gestaltete I-Initialen ([I]n illo tempore...; 8 V , 9 V , 32 v , 36 v , 38 r , 39 r , 44 r , 52 v , 53 v , 55 v , 57 r -58 r , 61 v , 68 v , 71 v -72 r , 74 r ; s. Abb. 7), Bildseiten (P-3 V , 5 r " v , 13 v , 31 r_v , 45 v ; s. Abb. 1-3) und Bildseiten mit zwei Registern (11 r , 13 r , 15 r , 17 r , 28 r , 42 r ; s. Abb. 4); s. die Übersicht bei Preisendanz/Homburger , S. XVII-XIX. Zur stilistischen Einordnung des Buchschmucks s. Preisendanz/Homburger , S. 9-35; Kroos (s . Lit.), S. 537f. Hinterdeckel aus Holz und Rücken sind mit ornamentiertem, rotem Samt über älteren, braunen Stoffschichten auf Leder, die sich auch am Rand des Vorderdeckels finden, überzogen. 2 Schließen. Der etwa 4 cm dicke, hölzerne Vorderdeckel weist mittig eine hochrechteckige, abgeschrägte Vertiefung auf, die seitlich mit vergoldetem Silberblech mit Rankenbordüren ausgelegt und in der zentral erhaben eine Maiestas Domini aus getriebenem, vergoldetem Silber eingelassen ist (s. Abb. 20). Den Rand zieren 10 abgeriebene Niellen (jeweils ein Niello als Eckstück mit Buckel, je eines in der Breite und je zwei in der Länge). 3 Niellen weisen Inschriften auf: VIDI D[OMI]N[V]Af S£Z)[ENTEM] 5[VPER SOLIVM] (Is 6,1), CONSIDERAVI OP[ER]/l TVA (mittelalterliche Erweiterung zu Hab 3,2; Biblia sacra iuxta latinam versionem..., iussu Ioannis Pauli PP. II. ... editae, 17, Rom 1987, S.204 App.) und CVNRA- DVS C[VS] TOS. Zwischen den Niellen sind jeweils Fünfergruppen gefaßter Halbedelsteine, Glasflüsse oder (spät)antiker Gemmen angebracht (s. Schema bei Preisendanz/Homburger , S. 53). Die Ränder der Deckel wurden mit vergoldeten Kupferleisten überzogen. Als ursprüngliche Teile der Deckelgestaltung gelten nur die Niellen und die Steine. Im 15. Jahrhundert wurde die Christusfigur ersetzt, der Dek- kel im ganzen immer wieder überarbeitet ( Preisendanz/Homburger , S. 36-39; Volkelt (s . Lit.), S. 337 f; Kroos , S. 537). Die Handschrift wird heute in einer Halblederkassette mit Holzdeckeln (um 1800) aufbewahrt (s. Cod. Bruchsal 2). Rückentitel: EVANGELISTARIUM. 387 Bruchsal 1 Herkunft: Entstehungszeit und -ort der Handschrift sind umstritten. Das Niello mit der Inschrift Cun- radus custos (mit Mönchsfigur in Kutte mit Kapuze in Proskynese) wird allgemein als Stifterbild interpretiert. Die Heiligenfeste des Proprium de sanctis sind für keinen bestimmten Raum signifikant. Als Indizien angesehen wurden bisher das Fest des hl. Cyriacus (55 v , 8.8., mit figurierter I-Initiale), die nachgetragene Conversio s. Pauli (74 r , 25.1.) hinter Thomas (73 v , 21.12.) sowie die Dedicatio ecclesiae (63 v ) zwischen Michael (62 v , 29.9.) und Gallus (64 v , 16.10.). Auf Homburger geht die Datierung des Ein- bandes auf die Zeit um 1220/30 und die Lokalisierung in den Trierer Raum zurück ( Homburger, Bruchsal I und II, S. 98; Homburger , Eine lothringische Kunstschule (s. Lit.), S. 10; Preisendanz/ Homburger , S. 36-39). Der gleiche Autor ( Homburger , Bruchsal I und II, S.98) identifizierte Cunradus custos als den späteren Speyerer Bischof Konrad (IV.) von Tann (1233-1236; Remling 1, S. 461- 470). Tatsächlich zeichnet in einer Urkunde von 1221 ein Cunradus custos et s. Trinitatis (St.Trinitas, Speyer) praepositus (F.X. Remling , Urkundliche Geschichte der ehemaligen Abteien und Klöster in Rheinbayern, 1, München 1913, S. 327 Beilage 11). Die Identität dieses Cunradus mit Konrad von Tann wird durch die Testes-Nennung Cunradus de Danne, prepositus s. trinitatis in Spira in einer Urkunde von 1224 ( Homburger , Bruchsal I und II, S. 100 Anm. 15; Th.J. Lacomblet , Urkundenbuch für die Geschichte des Niederrheins, 2, Düsseldorf 1846, S.61 Nr. 111) wahrscheinlich gemacht. In Zusammenhang mit der Teilfaksimilierung der Handschrift 1930 kombinierte Karl Preisendanz die genannten Indizien recht unglücklich ( Preisendanz/Homburger , S.XX-XXIII). Danach sei die Handschrift nicht für Speyer entstanden, da der Kirchweihtermin nicht übereinstimme und das Cyriakusfest hier keine große Rolle gespielt habe (s. unten), sondern für die Ecclesia collegiata s. Cyriaci in Neuhausen bei Worms, deren Kirchweihe auf den 15.10. fällt, durch ihren Kustos Konrad von Tann gestiftet worden. Datieren lasse sich der Codex aufgrund eines Erlasses von Papst Innozenz III. (1198-1216), der am 7.3.1198 dem Wormser Bischof Lupoid (1196-1217) die Begehung des Festes der Conversio s. Pauli für seine Diözese einschärfte (Die Register Innocenz' III., 1. Pontifikatsjahr, 1198/99, Texte, bearbeitet von O. Hageneder/A. Haidacher , Graz/Köln 1964, Nr. 1/44). Mit der Handschrift sei kurz vorher begonnen und das Conversio-Fest zeitgleich mit dem Erlaß 1198 im Anschluß an den Grundstock nachgetragen worden. Später habe Konrad von Tann den Codex dem Neuhausener Stift wieder entfremdet und ihn nach Speyer gebracht. Da der Einband jedoch nicht so früh datiert werden konnte, mußte O. Homburger postulieren, daß der Deckel erst 20 Jahre nach der Handschrift von Konrad in Auftrag gegeben wurde und das Niello mithin das Speyerer Kustosamt vermerkt ( Preisendanz/Homburger , S. 38). Diese sehr konstruierte These wurde vor allem von Siebert , Das Speyerer Evangelistar (s. Lit.) und Kroos (S. 538) in Frage gestellt. So ist es tatsächlich zweifelhaft, ob der Neuhausener Kustos Konrad mit Konrad von Tann identisch ist (s. auch die Quellenbelege bei Clauss (s . Lit.), S. 32-35). Die päpstiiche Anweisung zur Begehung des Conversio-Festes wiederum kann nur als Terminus post quem gedeutet werden. Viel wahrscheinlicher ist die Annahme, daß Bruchsal 1 von einer Handschrift kopiert wurde, die das Conversio-Fest bereits als Nachtrag enthielt. Entscheidende Argumente gegen die Preisendanzschen Thesen konnte Gugumus vorbringen. So wurde das Cyriacus-Fest in Speyer sehr wohl begangen. Die Dedicatio ecclesie Spirensis antiqua geschah am 4.10.1061 und paßt somit zum Dedicatio-Termin in Bruchsal 1 (zwischen 29.9. und 16.10.); Preisendanz hatte die erst am 9.9.1281 geschehene Dedicatio nova seinerThese zugrunde gelegt ( Gugumus (s . Lit.), S. 179, 182-184). Mithin erscheint es am ehesten als möglich, daß Handschrift und Einband um 1220 von dem späteren Speyerer Bischof Konrad von Tann für Speyer in Auftrag gegeben worden sind. Von kunsthistorischer Seite wird für eine Entstehung im Raum Trier/Worms/Speyer ( Volkelt (s . Lit.), S. 342) oder eher im Trierer Raum ( Kroos , S. 539) 388 Bruchsal 1 plädiert. Nicht beweisbar ist schließlich die These, daß Bruchsal 1 als Teil des Trierer Raubes 1439 nach Speyer kam (s. Cod. Bruchsal 2). - Auf Siebert , Der Codex Bruchsal 1 (s. Lit.), S. 332 geht die von Preisendanz übernommene Vermutung zurück, daß Bruchsal 1 in dem zwischen 1438 und 1470 entstandenen Sakristeibuch des Speyerer Domes, dem nach einem Glöckner benannten ,Karsthans', erwähnt wird (Registrum camerariorum sive regulae campanatoris Karsthans; GLA 67/452. Beschreibung und Auszüge bei Preisendanz/Homburger , S. L-LIV; J .E. Gugumus , Die Brevierhandschrift Pal. lat. 527 der Vatikanischen Bibliothek, in: Römische Quartalschrift 60 (1965), S.256 Anm.48). Im Karsthans findet sich zu Domprozessionen an fünf Festen folgender jeweils leicht variierter Eintrag: der Episteler sol dragen das groß buch mit den Silbern bilden Das ubergylt ist (GLA 67/452, 17 v (zit.), 24 v , 27 v , 41 r , 47 v ; Preisendanz/Homburger , S.XXVIIIf). Diese Aussage ist aber so unspezifisch, daß eine Gleichsetzung des genannten Buches mit Bruchsal 1 nur mit Vorbehalt möglich ist ( Kroos (s . Lit.), S. 538 f). Dagegen scheint Cod. Bruchsal 2 tatsächlich schon im Karsthans erwähnt zu werden (s. dort). - Speyerer Provenienz der Handschrift hat erstmalig Siebert (Der Codex Bruchsal 1 (s. Lit.), S. 332) nachgewiesen. Ab 1720 ist die Anwesenheit von Cod. Bruchsal 1 und 2 in der Domstadt durch eine Folge von Inventaren bezeugt: a. 1720: (Nr.)40. Item Ein Klein Evangelien Buch mit 2 silbernen Krampffen, auffeiner seithen ein henffenbeines Crucifix, auff der anderen seith 5 silberne bollen ; (Nr.)3. Item Ein Evangelien Buch, woauf Salvator Mundi mit silbernen ubergulten platten, auff 4 Seithen mit 54 allerhandt stein besezt, mit dem Nahmen Conradus Custos, hatt 2 Krampf von Silber (GLA 78/647, S. 32 (Kirche), 35 (Sakristei); Preisendanz/Homburger , S.XXV1I); b. 1731: (Bruchsal Generalia 648, Abschrift von GLA 78/647, S.57f Nr.40 (Bruchsal 2), S.62 Nr.3 (Bruchsal 1); Preisendanz/Homburger , S.XXVII); c . 1767: (Nr.) 18. Ein Klein geschriebenes Evangelium-Buch mit zwey silbernen Krappen, auf dessen einer Seite ein Helfenbei- nenes Crucifix und 4. silberne bollen, auf der anderen Seite aber 3. silberne bollen seynd (Bruchsal 2). (Nr.) 23. Ein altes auf pergamen geschriebenes Evangelien-Buch mit beigefugten mysteriis Evangelii in Figuren, dessen vorderes Blatt in der Mitte Christum den Herrn von Silber verguldt, oben in einem silbernem vierek- kigten blatt Agnum Dei, unten aber in gleicher Figur einen geistlichen cum inscriptione Conradus Custos vorstellt, so rings herum mit farbigen steinen besezt ist (GLA 78/646, S. 9f; Preisendanz/Homburger, S. XXVII); d. 1782: Ein klein geschrieben Evangelienbuch mit 2 silbernen Krappen, auf dessen einer Seiten ein elfenbeinernes Crucifix, und vier silberne Bollen, auf der andern Seite aberfünfsilberne Bollen (Bruchsal 2). Ein altes auf Pergament geschriebenes Evangelienbuch mit beigefugten Mysteriis Evangelii in Figuren, dessen vorderes Blatt in der Mitte Christum den Herrn von Silber und vergoldet, oben in einem silbernen viereckigen Blatt Agnum Dei, unten aber in gleicher Figur einen Geistlichen cum Inscription: Conradus Custos vorgestellet, so rings herum mit farbigen Steinen besetzt ist (Protocollum Capituli Spirensis 1782; J. M. König , Inventarium des vormaligen Schatzes der Domkirche zu Speyer im Jahr 1782, Speyer 1834, S. 16 Nr. 19, S. 17 Nr. 23). Im Mai 1792 wurde der Speyerer Domschatz einschließlich Bruchsal 1 und 2 vor den vorrückenden französischen Revolutionstruppen geflüchtet ( Preisendanz/Homburger , S.XXXII- XXXV). In der Folge sind die Handschriften in den Fluchtinventaren vom 13.12.1794 (Würzburg; (Verschlag) 5. [d.] Ein Evangelien Buch mit einer Kupfern- etwas vergoldeter und mit Silberfigurirter Dek- ke mit etwelchen Steinen besezt; (Verschlag) 6.[c.] Ein klein Evangelien Buch mit silbernem Beschläge - und auf der einen Helfte der Decke eingelassenen Schnizwerck von Elfenbein) und vom 8.2.1798 (Bauerbach; (Nr.)6. 1 psalterium mit geschniztem Elfenbein (Bruchsal 2). (Nr.)7. 1 Evangelien Buch) faßbar (GLA 78/178 (nicht fol.); Preisendanz/Homburger , S.XXXIVf). Die Codices gelangten am 21.5.1803 über die Bruchsaler Residenz der Speyerer Bischöfe, die mit dem Reichsdeputationshauptschluß an Baden fiel, nach Karlsruhe ( Preisendanz/Homburger , S.XXXV; s. F.X. Remling , Neuere 389 Bruchsal 1 Geschichte der Bischöfe zu Speyer sammt Urkundenbuche, Speyer 1867, S. 210 f Anm. 259 f; L. Grünenwald , Domschatz und Domarchiv des Fürstbistums Speyer auf ihrer letzten Flucht 1792-1803, in: Kaiserdom und Liebfrauenmünster zu Speyer. Beiträge zum Domjubiläum 1030-1930, Speyer 1930, S. 95- 101). Die ,Badische Kommission zur Aufnahme der Speyerer Gefälle, Kapitalien und Mobiliar-Vermögen' führte die Codices in einem auf den 11.2.1803 datierten Inventar auf unter. (Nr.)J.) Ein Klein Evangelien-Buch mit silbernem Beschlag, und auf der einen Hälfte der Decke mit eingelassenem Schnittswerk von Helfenbein in gothischem Geschmack (Bruchsal 2); (Nr.)4. Ein Evangelien-Buch mit einer Kupfernen etwas vergoldeten und mit Silber fgurirten Decke, mit etwelchen Steinen besezt; das auf einer Decke befindliche Bild ist Silber verguldet (GLA 78/1225, Beilage 6, S. 1 f; Grünenwald , Domschatz (s. oben), S. 96). Am 26.5.1803 kamen die Handschriften an die Hofbibliothek (BLB, K 2988, 1: Ein Evangelien-Buch mit silbernem Beschlag, und auf der einen Helfie der Decke mit eingelassenem Schnitzwerk von Helfenbein, in Gothischem Geschmack (Bruchsal 2). Ein Evangelien-Buch mit einer kupfernen etwas vergoldeten und mit Silber figurirten Decke, mit etwelchen Steinen besetzt: das auf einer Decke befindliche Bild ist Silber und vergoldt; Preisendanz/Homburger , S.XV). Hier wurde der spätere Cod. Bruchsal 1 unter der Signatur 486b aufgestellt ( Preisendanz/Homburger , S.XV). Literatur (in Auswahl): Grundlegend ist das Teilfaksimile von 1930: Preisendanz/Homburger. - Eh- rensberger , S.52f Nr.4; Ettlinger , S.61, 102; E.Cohn , Uber den Codex Bruchsal I der Karlsruher Hof- und Landesbibliothek und eine ihm verwandte Handschrift, Diss. Heidelberg 1907; [H.] Siebert, Der Codex Bruchsal 1 auf seine Herkunft untersucht, in: Repertorium für Kunstwissenschaft 35 (1912), S.33 1 —336; Homburger , Bruchsal I und II, S.94-100; O.Homburger , Eine lothringische Kunstschule um die Wende des XII. Jahrhunderts, in: Oberrheinische Kunst 1 (1925/26), S. 5-13; Siebert , Bruchsal 1, S. 116; H. Siebert , Das Speyerer Evangelistar der Karlsruher Landesbibliothek, in: Zentralblatt für Bibliothekswesen 48 (1931), S.321-324 (Rezension der Teilfaksimileausgabe); Grünenwald , S.26-28, 38; Klauser , S.XCIX Nr. 133; J.M.B. Clauss , Rätselhafte Prälaten des Hochmittelalters im Straßburger Domkapitel 1197-1259, in: Archiv für elsässische Kirchengeschichte 16 (1943), S.29-38 (zu Cunra- dus custos); Kunst des frühen Mittelalters. Ausstellung Berner Kunstmuseum, Juni-Oktober 1949, Nr. 262; L. Stamer , Kirchengeschichte der Pfalz, 2: Vom Wormser Konkordat bis zur Glaubensspaltung (1122-1560), Speyer 1949, S. 393 f; Ars Sacra. Kunst des frühen Mittelalters. Ausstellung Bayerische Staatsbibliothek München, Juni-Oktober 1950, Nr.238; Ph. W. Fabry , Das St. Cyriacusstift zu Neuhausen bei Worms, Worms 1958, S.41, 61;J.E. Gugumus , Dedicatio Spirensis ecclesie antiqua. Zur Weihe des frühsalischen Speyerer Domes im Jahre 1061, in: 900 Jahre Speyerer Dom. Festschrift zum Jahrestag der Domweihe 1061-1961. Im Auftrage des Domkapitels hrsg. von L. Stamer , Speyer 1961, S. 182-184; Beer , Initial und Miniatur, Nr. 29; G. Cames , Byzance et la peinture romane de Germanie. Apports de l'Art Grec posticonoclaste ä l'enluminure et ä la fresque ottoniennes et romanes de Germanie dans les themes de majeste et les Evangiles, Paris 1966, passim; G. Cames , Les grands ateliers d'enluminure reli- gieuse en Alsace ä l'epoque romane, in: Cahiers de l'art medieval 5 (1967), S. lOf; P. Volkelt , Die Bauskulptur und Ausstattungsbildnerei des frühen und hohen Mittelalters im Saarland, Saarbrücken 1969, S.337f, 341 f; N.Müller-Dietrich , Das Tympanon im Wormser Dom und seine Beziehung zur Buchmalerei, in: Beiträge zur Kunst des Mittelalters. Festschrift für Hans Wentzel zum 60. Geburtstag, Berlin 1975, S. 153-156; Kroos ; Unverrückbar für alle Zeiten. Tausendjährige Schriftzeugnisse in Baden- Württemberg, hrsg. vom Generallandesarchiv Karlsruhe, bearb. von W. Rössling/H. Schwarzmaier, Karlsruhe 1992, Nr.21. 390 Bruchsal 1 • Bruchsal 2 SPEYERER EVANGELISTAR 1 V -3 V Evangelistenbilder. 4 r -75 r PROPRIUM DE TEMPORE ET DE SANCTIS. (4 r ) >In vigilia dominU, (ll v ) >In epiphania domini<, (15 v ) >In annuntiatione d,ominica<, (27 V ) >In cena domini<, (29 v ) >In sabbato sancto [pasche]<, (41 v ) >In vigila ascensionis domini nostri Jesu Christi<, (44 v ) >In vigilia pente- costes<, (67 V ) > Vigilia omnium sanctorum<. Bemerkenswert: (14 v ) >De s. Benedictcx, (55 v ) >/w natali S. Ciriaci<, (63 v ) >In dedicatione ecclesie< (zwischen Michael und Gallus, s. Herkunft), (64 v ) >Galli con/essoris<, (65 r ) >JJndecim milium virginum<. 75 r -77 r COMMUNE SANCTORUM. (75 r ) >De apostolis<, (75 V ) >Item de apostolis<, (76 v ) >De virginibus<. Bruchsal 2 Evangelistar Pergament • 132 Bl. • 18,9x13,7 • Südwestdeutschland u. Diözese Trier • 11. Jh. 2 Lagen: 16 IV 128 , II 132 . Kustoden des 16. Jh's (y4-Q). Schriftraum 13,5 x 8 cm, 18 Zeilen. Bl. 121 ra —132 ra zweispaltig. Karolingische Minuskel. Grundstock (l v -109 v , 113 V —118 r , 121 va — 13 l rb ) von mehreren Händen, 11. Jh. 2 . Perikopen wechselnd blau und grün, Auszeichnungsschrift rote Capitalis rustica. In Goldtinte gehalten ist die jeweilige Einleitung ( In illo tempore) sowie der erste Buchstabe der Perikope. Majuskeln sind zusätzlich rot gefaßt. Nachträge (109 v —113 r , 121 ra , 131 rb -132 ra ) von mehreren Händen um 1100. Verwendung vor allem von brauner Tinte, z. T. auch von grüner und blauer. Übliche Rubrizierung. Perikopen von B1.8 V -9 V (>/n natale s. innocentum< ) später neumiert. Holzdeckeleinband mit zerschlissenem dunklen Samtbezug des 16. Jh's. Zeitgleiche versilberte Schließen. Vier bzw. fünf Buckel auf Vorder- und Hinterdeckel. Auf dem Vorderdeckel Elfenbeinrelieftafel (Kreuzigung, wohl 12. Jh. 1 ) in Silberfassung des 16. Jh's (s. Abb. 21). Der Einbandrücken fehlt. Auf dem Buchrücken 7 kleinere Pergamentfragmente eines Breviers des 14. Jh's. Punzierter Goldschnitt. Die Handschrift wird heute in einer Halblederkassette mit Holzdeckeln (um 1800) aufbewahrt (s. Cod. Bruchsal 1). Rückentitel: EVANGELI- STARIUM. Herkunft: Der Schrift nach entstand der Hauptteil von Bruchsal 2 in der zweiten Hälfte des 11. Jh's; die Nachträge (s. oben) sind um 1100 anzusetzen. Das nachgetragene Perikopenverzeichnis (131 rh —132 ra ) weist in die Diözese Trier (besonders >S. Paulini archiepiscopi confessoris< (31.8.), >5. Tyrsi et sociomm ei- us< (4.10.), >S. Civium Treverensium martirum< (6.10.)). Die Heiligen des Grundstocks (1 v — 105 r ) dagegen lassen sich nicht eindeutig lokalisieren (s. unten). Der Lautstand der althochdeutschen Heiligennamen spricht allerdings mit ch für anlautendes germ. k (Chuniberti, 100 v , 130 ra ), p für germ. b (Waltpur- gis, 41 v , 123 rb ; Ruotperti, 50 r , 92 r , 123 vb , 128 va ; Purchardi, 97 v , 129 rb ) und k für silbenanlautendes germ. g (Wolfkangi , 99 r , 129 vb ) für oberdeutsche Entstehung (oder Vorlage, die in Trier kopiert wurde). - In der Literatur wird die auf Beer , Initial und Miniatur, zurückgehende unzutreffende These 391 Bruchsal 2 tradiert, daß Bruchsal 2 für das Kloster Besselich bei Koblenz hergestellt wurde; begründet wird dies mit dem Fest des hl. Florianus (4.5.) mit angeblicher Oktav (16.5.). Die zweimalige Eintragung des Festes >(S.) Floriani et Quiriaci martirum< auf 56 r (z.T. auf Rasur in Korrektur eingefügt, mit Verweis: Verte duo folia et invenies ; im Perikopenverzeichnis auf 124 rb an dieser Stelle erfaßt) und 57" (an dieser Stelle zu streichen; im Perikopenverzeichnis (124 va_b ) nicht verzeichnet) beruht jedoch lediglich auf einem Schreiberversehen. Die Elfenbeintafel wird mangels signifikantem Vergleichsmaterial uneinheitlich lokalisiert. Nach Fillitz (s . Lit.) könnte es sich um die Arbeit einer unbekannten schwäbischen Werkstatt handeln; von Euw (s. Lit.) dagegen lokalisiert lediglich auf der Basis von Beer , Initial und Miniatur in den Trierer Raum. Auf Siebert , Bruchsal 1 geht die These zurück, daß Bruchsal 2 Teil des Raubes war, den der Speyerer Stiftsvikar Ernst Dufel, Kanzler des Trierer Bischofs Raban von Helmstädt (1430-1439; Bischof von Speyer 1396-1439) 1439 in Trier verübt und dessen Beute er nach Speyer gebracht hat (s. auch Preisendanz/Homburger , S. LVIII Anm.67, 88; Lehmann , Erforschung 1, S. 235 Anm. 1). Im Gegensatz zu Cod. Bruchsal 1 ist Bruchsal 2 relativ eindeutig im Sakristeibuch des Speyerer Doms, dem nach einem Glöckner benannten ,Karsthans' (GLA 67/452; s. Cod. Bruchsal 1), nachweisbar. Zu Dominica prima adventus heißt es: Und der Episteler sol dragen eyn buche do stet eyn Crucz ane das ist helffenbeinen (l v , Z. 34 f). In den Schatzinventaren des Speyerer Domes ab 1720 ist der Codex lückenlos erfaßt (s. Bruchsal 1). Bruchsal 2 erhielt bei der Übernahme durch die Hofbibliothek Karlsruhe 1803 die Signatur 486 a ( Preisendanz/Homburger , S.XV). - Auf dem Vorderspiegel der Handschrift Klebeetikett mit Beschriftung 3970 Gr. Hof- u. Landes Bibl. Karlsruhe (um 1803). Literatur: Ehrensberger , S. 53 Nr. 5; Ettlinger , S. 61, 102; A. Goldschmidt , Die Elfenbeinskulpturen aus der romanischen Zeit, 3, Berlin 1918, Nr. 93 (Abb. der Elfenbeintafel auf Tafel XXXVI); Homburger , Bruchsal I und II, S. 94 f (mit Abb. der Elfenbeintafel); Alte Kunst am Mittelrhein. Hessisches Landesmuseum Darmstadt, Ausstellung 1927, Nr.401; Siebert , Bruchsal 1, S. 116; Preisendanz/Homburger , S.XXVII, XXXIVf, LVI Anm. 3, LVIII Anm.67, 88; Grünenwald , S.27f, 38; Klauser , S.XCIX Nr. 134; Beer , Initial und Miniatur, Nr. 24; H. Fillitz , Elfenbein- und Bronzearbeiten in Schwaben, in: Suevia Sacra. Frühe Kunst in Schwaben, Ausstellung, Augsburg 1973, S.42f u. Abb. S. 107 Nr.65; A.von Euw, Elfenbeinarbeiten des 9. bis 12. Jahrhunderts, in: Rhein und Maas. Kunst und Kultur 800- 1400, 2, Köln 1973, S. 381 f (mit Abb. der Elfenbeintafel). l v -3 r Einzug in Jerusalem nach Lukas und Markus. Lc 19, 29-38; Mc 11,1-10. - 3 V leer. 4 r -105 r PROPRIUM DE SANCTIS. >/» vigilia natalis domini< bis >Vigilia s. Thome aposto- li<>In die sancto<. Zu Trier stimmen folgende Heiligenfeste: (42 r ) >In natale sancti Leandri episcopi confessoris< (27.2.), (59 r ) >Maximini episcopi et confessoris< (29.5.), (63 v ) >In natale sancte Felicule virginis< (13.6.), (82 v ) >In natale sancti Eupli diaconi et martiris Christi< (12. 8.), (83 v ) >Sancti Arnolfi episcopi et confessoris< (16.8.), (86 v ) >Sanctorum Mansueti et Remagli epi- scoporum et confessorum< (3.9.), (98 v ) >Severini episcopi et confessoris< (23. oder 24.10.), (100 v ) >Sancti Chuniberti episcopi et confessoris< (12.11.), (104 r ) > Sanctorum Zenonis et Eucharii con- fessorum< (8.12.), > Sanctorum Syri, Ekkiberti et Habundii confessorum< (9.12.). In keinem Fall wird in der Handschrift auf Trierer Herkunft eines Heiligen hingewiesen. Bemerkenswert ist die große Zahl nichttrierischer Feste: (9 V ) >ln natale sancti David regis< (29.12.), (13 v ) >Sancti Tyti episcopi et confessoria (4.1.), (19 v ) >S. Herhardi episcopi confessoris< (8.1.), (37 r ) >In natale 392 Bruchsal 2 s. Altonis confessoris< (9.2.), (40 v ) >In natale s. Barbati martiris< (19.2.), (43 v ) >In natale sancti Fridolini confessoris< (6.3.), (46 r ) >Eodem die Inventio sanguinis domini< (12.3.), (49 v ) >Castuli martiris< (26.3.), (52 v ) > Sancti Ysaac monachi< (11.4.), (53 v ) >Sanctorum Dulcissimi et Karissimi martirum< (19.4.), >In natale sancti Senesii martyris< (20.4.), (71 r ) >In natale sanctorum Erma- chore et Fortunati martimm< (12.7.), (81 r ) >In natale sancte Afre martiris Christi< (7.8.), (91 v ) >Sanctorum Emmerammi, Mauritii et sociorum eius martirum< (22.9.), (92 v ) >Cleope apostoli< (25.9.), (97 r ) >In natale sancte Raparate virginis< (8.10.), (97 v ) >In natale sancti Purchardi epi- scopi et confessoris< (14.10.), > Sancti Colomanni martiris< (13.10.), (99 r ) >Wolfkangi episcopi confessoris< (31.10.), (99 v ) >Sancti Pirminii episcopi et confessoris< (3.11.), (100 v ) >Sanctorum Marini [et] Aniani< (15.11.), >Sancti Findani martiris< (14.11.), (103 v ) > Sancti Lutii regis et confessoris< (3.12.), > Sancti Sole confessoris< (3.12.). - 105 v leer. 106 r -109 v LECTIONES SPECIALES. (106 r ) >In dedicatione ecclesie<-, (108 r ) >In ordinatione presbiterorum<; (108 v ) > Evangeliapro defunctis legenda<. 109 v — 113 r PROPRIUM DE SANCTIS, NACHTRÄGE. (109 v ) >Natalis Sanctorum Iohannis et Pauli<, (11 l r ) >Simplicii, /-"[austini] et Ä[eatricis]<, (11 l v ) >Abdon et Sennes<. 113 V — 118 r PROPRIUM DE TEMPORE. (113 V ) >In sabbato sancto pasche<, (114 r ) >In die sanc- to<, (115 r ) > Vigilia ascensionis domini<, (115 V ) >In die sancto ascensionis<, (116 r ) >In vigilia pen- tecostes<, (117 r ) >In die sancto pentecostes<. 118 V —119 v Nachträge. (118 V ) >In octava presentationis domini<, >In consecratione altaris<, (119 v ) >In octava ascensionis domini<. - 120 r_v leer. 121 ra Nachträge Zum Perikopenverzeichnis. >S. Erasmi martiris<, >S. Callicani martiris<, >S. Marie et Marthe sororum Lazari<. 121 va — 131 rb PERIKOPENVERZEICHNIS. (121 va -130 vb ) Proprium de sanctis. >Davidregis< bis >In die sancto [Thome apostoli]<. Gleiche Reihenfolge der Feste wie im Hauptteil, >5. Florian i et Quiriaci martirum< (124 rb ) jedoch nur einmal (für den 4.5.) aufgeführt (s. Herkunft). (131 ra-b ) >I n dedicatione ecclesie<, >In ordinationepresbiterorum<, >Pro defunctis<. 131 rb — 132 ra Nachträge zum Perikopenverzeichnis. >Hic annotantur evangelia de sanctis que in superioribus non sunt scripta<. >Sanctorum Scillitanorum martirum< bis >S. Liebuuini confessoris<. Ein großer Teil der Feste weist nach Trier: (131 rb ) >Sanctorum Scillitanorum martirum< (17.7.), (13l va ) >S. Paulini archiepiscopi confessoris< (31. 8.), (131 vb ) >Sanctorum Caprasii et Fi- dei martirum< (20.10.), > Sanctorum Phylee et sociorum eius martirum< (4.2.), >5'. Tyrsi et sociorum eius< (4.10.), >S. Palmatii et sociorum eius martirum<- (5.10.), (132 ra ) >S. Civium Treveren- sium martirum< (6.10.). 393 Bruchsal 3 Bruchsal 3 Dominicus de Sancto Geminiano, Super sexto decretalium Papier • 429 BI. • 42,8 x 29,7 • wohl Mittelitalien ■ 1415-1430 Lagen: 14 V 140 , IV 148 , V 158 , IV' 66 , 2 V 186 , IV 194 , 8 V 274 , (V-l) 283 , 3 V 313 , IV 321 , 3 V 351 , IV 359 , 7 V 429 . Bl. 45 u. 388 leer, jeweils mit Nihil deficit-Vermerk (44 v , 388 r ). Nach Bl. 279 fehlt ein Blatt (kein Textverlust). Reklamanten, teilweise Kustoden und Blattsignaturen, je nach Schreiber unterschiedliche Systematik. Kustoden: V-XIX (41 r —235 r ); a-p (gleichzeitig Blattsignatur, 245 r -380 r ); primo-quinto (380 r -420 r )- Kopfzeilen. 3 mittelitalienische Wasserzeichen (Drache, Dreiberg mit Kreuz), Beschriftung belegt für 1418 bzw. 1420-1430 ( Piccard , Expertise). Schriftraum 29/27 x 18,5/17 cm, zwei Spalten, 61-70 Zeilen. Bastarda von mehreren Händen. Übliche Rubrizierung (rot/blau), nur bis 8 r ausgeführt. l ra anspruchslose rot-blau-grüne Fleuronneeinitiale. Brauner Renaissance-Lederband des 16. Jh's mit Streicheisenlinien und Rollenstempeln. Auf dem Vorderdeckel Titel- und Signaturschilder des 15./16. Jh's: Dominicus super sexto decretalium u. T18, zeitgleich auf dem Unterschnitt ( Lectura Dominici super sexto) und auf l r ( Dominicus super sexto decretalium). Herkunft: Schrift und Wasserzeichen deuten nach Italien. 429 v weitgehend unlesbarer Kaufvermerk: Emi XVIII constat. ..(?). Die Handschrift trägt keinen Bruchsaler/Speyerer Provenienzvermerk, läßt sich aber auf einen wohl bayerischen Antiquar zurückführen, von dem die Bruchsaler Bibliothek Ende des 18. Jh's mehrere Handschriften und Drucke (heute zum Teil im Fonds U. H.) erwarb. Der Codex enthält das Fragment eines Verkaufskatalogs dieser Vorprovenienz (/ inicus (di Sangeminiano) Decreta- les... 4.-, heute dem Vorderspiegel aufgeklebt), wie es sich ähnlich auch in anderen Bänden aus dieser Quelle findet. Titel- und Signaturschild weisen darauf hin, daß Cod. Bruchsal 3 aus der gleichen (Klo- ster-)Bibliothek wie Cod. U. H. 8-9 stammt (s. S. 136). Literatur: Ettlinger, S. 61, 102; Grünentwald, S. 38 Nr. 1. l ra -244 vb pars I. (l ra -175' b ) lib.I. >Dominicus super sexto decretalium. Prohemium (von späterer Hand)<. Quid glosa prima sine recitacione est legenda... ergo non poterit per istos citari. Et sie est finis huius primi libri. Deo gracias ; (175 va -244 vb ) Hb. II. >Invocacio in prineipio secundi libri sexti<. Humane concupiscencie vanitas recalcitrans... et ista opz[nio] communiter approbatur se- cundum /o[hannem] de Zjfgnano], Explicit Uber secundus. Druck: Dominicus de Sancto Geminiano, Super sexto Decretalium, Speyer [nicht nach 1479] (GW 8648), Bd. 1. 245 ra -427 ra pars II, unvollständig. [>De vita et honestate clericorum rubrica<]. Oppono quia rubrica non fuerit bene formata... non obtinent vires et sie in communi annullat. Sequitur de sen- tentia excommunicationis rubrica. Druck: Dominicus de Sancto Geminiano (s. oben), Bd. 2 (nicht foliiert), Abbruch vor dem Kapitel ,De sententia excommunicationis'. - 427 rb -429 vb leer. 394 Bruchsal 4 • Bruchsal 6 Bruchsal 4 Leichenpredigt auf Augusta Maria von Baden-Durlach Papier, 37 BL, 33,2 x 21,5 cm, Oberrhein, Ende des 18. Jh's. Wz. mit Initialen M.B. (Martin Bertel in Oberachern), letztes Drittel des 18. Jh's ( Piccard , Expertise). Deutsche Kursive der Zeit von einer Hand. Pappband 1976 durch Halbpergamentband ersetzt. Auf dem Hinterspiegel Bruchsaler Signatur B. Brs. VII-VIII. Literatur: Ettlinger , S. 61, 102. l r -36 r Leichenpredigt auf Augusta Maria von Baden-Durlach (1649-1728). Abschrift des Drucks: Kurtze Abbildung deß wandelbahren Wechsels menschlichen Lebens, welchen die... Fürstin... Augusta Maria, Marggräfin zu Baaden... erfahren, Karlsruhe [1728] (F. Lautenschlager , Bibliographie der badischen Geschichte, 1,2, Karlsruhe 1930, Nr. 4511). Der gleiche Text auch in BLB, Cod. Durlach 159 ( Kat. III, S. 55 f, 210). Bruchsal 5 Würzburgische Landgerichtsordnung Papier, 228 S., 31 x 20,8 cm, Süddeutschland, 17. Jh. 2 . Wz. mit dem Wappen des Augsburger Bischofs Johann Christoph von Freiberg (1665-1690) sowie den Initialen H.K. Deutsche Kursive der Zeit von mehreren Händen. Pergamentband mit zwei Schließenbändern. Vorderspiegel Wappenexlibris der Speyerer Bischöfe (s. S. 133 u. Abb.41). Literatur: Längin , Nr.262b; Ettlinger , S.62, 102; Grünenwald, S. 38 Nr. 2. S. 1-221 Abschrift des Drucks: Des Hochlöblichen Stifts Wirtzburgs und Hertzogthumbs zue Franckhen Kayserlichen Landtgerichts Ordtnung..., Würzburg: Stephan Fleischmann, 1618. Zu dieser Ausgabe s. F. Merzbacher , Ordinatio Iudicii Provincialis Franconica. Die fränkische Landgerichtsordnung von 1618. Ein Meilenstein in der würzburgischen Prozeßgesetzgebung, in: Würzburger Diözesangeschichtsblätter 32 (1970), S. 91 Anm. 64 Nr. a. Abschrift des Druckvermerks ( Getruckt in der Fürstlichen Hauptstatt Wirtzburg, durch Stephanum Fleischman, Anno MDCXVIII) auf S. 221 der Hs. Bruchsal 6 Nürnbergisches Ratsgeschlechterbuch Papier, I, S. 1-58, II, S. 1-80 (an Druck), 30,2 x 19,6 cm, Nürnberg, um 1620 und um 1610. Halbpergamentband. Gedrucktes Titelschild auf dem Rücken: NÜRNBERGISCHES PATRICIAT. Herkunft: 395 Bruchsal 6 Der Inhalt von Druck und Handschrift legt eine Entstehung des Codex in Nürnberg nahe. Vorderspiegel Wappenexlibris der Speyerer Bischöfe (s. S. 133 u. Abb. 41), Hinterspiegel Bruchsaler Signatur B. Brs. VIIIB 2. In den Säkularisationsakten werden die Handschrift und/oder der Druck erwähnt: Patricii reipubl. Norimberg. fol. (BLB, K 2988,2, 49 r ); Patricii Reipublicae Nurenberg; d. i. 83. uralte adeliche Geschlecht. Mit Kpf. Ohne Druckort und Jahr, acc.: Nürnbergische Rathswahl. Manuscript Fol. (BLB, K 2988,3, 11 6 v ). Literatur: Längin , Nr. 269e; Ettlinger , S. 61. I Druck: Patricij Respublicae Nürenberg: Das ist 83. vhralte Adeliche geschlächt daraus der Rath von 300 Jarn hero erwölt..., o.O. u. o.J. VD 16, P 909 lokalisiert einen Druck gleichen Titels in Nürnberg um 1590. In Bruchsal 6 liegt jedoch Papier mit Schrobenhausener Wz. mit den Initialen M.T. vor, dessen Beschriftung erst für 1613 belegt ist ( Piccard , Expertise). Inhalt: Titel, Eingang (3 S.), 83 Eisenradierungen, Register (8 S.). II Handschriftlicher Teil: Bl.I, S. 1-58; Bl.II, S. 1-80. S.51-71 (zweiter Teil) Tintenfraß. Erster Teil (bis S. 22 der zweiten Paginierung) Wz.: Ravensburger Türme mit Buchstabe N im Sockel, Beschriftung belegt für 1617-1618. ZweiterTeil (S.23-80 der zweiten Paginierung) Wz.: Ansbacher Wappen mit Buchstabe H (Hof), Beschriftung belegt für 1610 ( Piccard , Expertise). Zeitgenössische Paginierung im ersten Teil (jeweils ohne das Titelblatt) S. 1-56, S. 1-22. Deutsche Kursive der Zeit jeweils von einer Hand. NÜRNBERGISCHES RATSGESCHLECHTERBUCH. Bruchsal 6 gehört zu einer Gruppe ähnlicher Ratsgeschlechterbücher, die u. a. im StA Nürnberg sowie in der StB Nürnberg in den Fonds Amb. (Bibliothek des Georg Paul Amberger) und Nor. H. (Norica-Handschriften) aufbewahrt werden. Bl.I, S. 1-25 ADELIGE NÜRNBERGER STADTRÄTE 1477-1618. >Nürmbergische Rathswahl. Darinnen verzeichnet ist, was für Adeliche Geschlechts Personen vom Jahr Christi 1477 an, bis auf dato 1618 inn Rath erwölet worden.. .<. Verzeichnet sind Todesjahr oder Jahr des Austritts aus dem Rat, Name, Antrittsjahr verschiedener Amter und Dienstjahre im Rat. S. 29-30 NÜRNBERGER SCHULTHEISSEN. > Verzeichnuß der Ritter vnd Geschlechter, so zu Nurmberg Schulteßen gewesen sein, vom 1306. Jahr, biß auf das 1618. (aus 1608)...*. Bis 1617. Ähnlich BLB, Cod. K 741, 2 r -3 r (Catalogus Patriciorum conscriptorum Senatus Nori- bergensis; Kat . IV, S. 173). S. 32-44 VERZEICHNIS DER RATSANGEHÖRIGEN NACH GESCHLECHTERN. > Folget hernach wie viel Personen eines iedlichen geschlechts von 1332. Jahr biß auf das 1608 Jahr hero in Rath gewesen<. S. 45-46 RATSZUSAMMENSETZUNG 1609. Electores, Consules, Scabini, Die Altten Genanten, Die Handwercker. BLB, Cod. K 741, 123 r . 396 Bruchsal 6 • Bruchsal 7 S. 47-56 RÄTE DER HANDWERKERZÜNFTE. > Namen der Acht Löblichen Handwerkh so zu Nürnberg inn Rath gangen und noch darein gehen von 1410. Jar an.. .<. Bis 1618. Bl. II, S. 1 -22 GENANNTENVERZEICHNIS. (II r ) >Nahmen aller der Erbam Genantten des Kleinern und Gräsern Raths so zu Ostern im 1607 Jahr verleßen worden... auch was Järlich für newe Genanten bis auf dato hierzu erwählet worden. 1618<. (S. 1-4) > Ordnung und Genanten Aydt.. .<. 1. Ein ieder Genanter soll E. E. Raths vnd gemeiner Stadt nutz vnd frommen... (S. 5- 22) >Verzeichnus etlicher Genanten Namen<. 1562-1620. Vgl. K.Schall , Die Genannten in Nürnberg, Erlangen 1971. S. 51-71 VERZEICHNIS DER PFLICHTEN DER RÄTE. (S. 51/53) >Der wöler Des Raths zu Nürnberg Büechlein, waß sie nach der wähl Pflichtig zu thun sein<. Hernach stehet geschrieben das Almosen zu deß Friederich Haymendörffers Seelgeredt... Bruchsal 7 [Jakob Beyrlin,] Spicilegium antiquitatum Palatinarum Papier, 44 BL, 23,6 x 18,4 cm, Mannheim, 1755. Brauner Lederband, goldgeprägter Titel. Eine Hand. Auf dem Vorderspiegel Wappenexlibris der Speyerer Bischöfe (s. S. 133 u. Abb. 41). Literatur. Ettlinger , S. 61; Grunewald , S. 38 Nr. 4; M. Klein , Formen epigonaler Verwertung humanistischer Schriften und ihr Publikum: Die ,Lügenchroniken' des Jakob Beyrlin (1576 bis nach 1618), in: Historiographie am Oberrhein im späten Mittelalter und in der frühen Neuzeit, hrsg. von K. Andermann , Sigmaringen 1988, S. 258 f u. Anm. 71-73. 4 r -38 r Abschrift des Drucks: Spicilegium antiquitatum Palatinarum, Cis Renanum. Kurtzer Bericht Von deme genannten kleinen Franckreich..., [von] A[nton] Jfohann] F[abricius] (nach dem alphabetischen Katalog der UB Heidelberg), o. O. 1623 (D. Häberle , Pfälzische Bibliographie II. Die landeskundliche Literatur der Rheinpfalz..., Heidelberg 1909, S.20 Nr. 27). Nach Klein (s. Lit.) geht die Druckfassung letztlich auf Kompilationen von Jakob Beyrlin zurück. 39 r " v Nachschrift (dat. Mannheim, September 1755), wonach die Abschrift auf ein im Besitz des pfälzischen Regierungsrats und Archivars v. Stengel (wohl J. G. N. von Stengel, erster Archivar seit 1754; M.J. Neudegger , Geschichte der Pfalz-bayerischen Archive der Wittelsbacher, München 1890-1894, S. 160) befindliches Exemplar des Drucks zurückgeht. Erwähnt wird weiter der hanauische Rat und Archivar Johann Adam Bernhard(t) (ADB 2, S. 458). 397 Bruchsal 8 Bruchsal 8 Formularium instrumentorum (Druck) • Processus iudiciarius Papier • II + 11 + 53 Bl. (an Druck) • 21,3 x 15,6 • Freising ■ um 1515 Heller Halblederband mit Streicheisenlinien und Einzelstempeln. Eine ornamentierte Schließe. Vorderschnitt: For: Instru. (16./17. Jh.), Vorderdeckel Speyrischer... Cammer-Process (gestrichen, 18. Jh.). 1967 Falzverstärkungen (s. Fragment) und Spiegel (heute als Bl. I—II vorgebunden) ausgelöst. Herkunft: Im Text der Handschrift ist auf 4 1 in Abweichung von der Vorlage (s. unten) ein Urkundenbeispiel des Jahres 1515 eingefügt. Auf der letzten Versoseite des Drucks Abrechnung des Conradus Gött presbiter Frisingensis dioecesis betreffend Auslagen für eine in Rom in Auftrag gegebene Papstbulle (Nove provisionis), datiert Anno decimo sanctissimi Sixti (Sixtus IV., 1471-1484) octuagesimo primo (1481). Da der Druck eine Sammlung von Formularen enthält, die an der Kurie Verwendung fanden, ist es wahrscheinlich, daß die Abrechnung in Rom eingetragen wurde. Der ehemalige Vorderspiegel (Bl. I) trägt (neben juristischen Notizen) eine eigenhändige Schuldverschreibung des Daniel Carner, Kanonikus des Freisinger Stiftes St.Andreas (1510 Kanoniker, 1521 Dekan, gest. 15.5.1534; J. B. Prechtl, Das Kanonikatstift St. Andre auf dem Domberge zu Freising geschichtlich und kurz dargestellt, Freising [1888], S. 16, 83 f, 112, 115) vom 20.8.1513, gegenüber dem Petrus Kalbsor (imm. Basel 1488, 1506 Kanoniker Freising, 1515 Kapitular, gest. 28.9.1520; Matr. Basel , S. 199; Prechtl , S. 15, 82, 115; J. Schlecht , Monumentale Inschriften im Freisinger Dome. III: Inschriften des Domkreuzganges, in: Sammelblatt des Historischen Vereins Freising 7 (1906), S. 69 f) und dem Andreas Hiltmair, ebenfalls Kanoniker von St.Andreas (1500 Kanoniker, gest. 28.5.1515; Prechtl , S. 15, 31, 115), für Gut aus der Verlassenschaft des am 13.6.1513 verstorbenen Kanonikers D. Caspar Marolt (1482-1490 Dekan, 1494 Kapitular; Prechtl, S. 36, 52, 81 f , 111; Schlecht, S. 68 f; J. Birkner , Urkunden-Regesten des Hl. Geistspitals zu Freising, in: Frigisinga. Beiträge zur Heimat- und Volkskunde von Freising und Umgebung 2 (1925), S. 360 f und Anm .60). Die Urkunde ist von dem Notar D. Joannes Talnstainerus gezeichnet. Ebenfalls auf dem Vorderspiegel Wappenexlibris von Johann Albrecht von und zu Haimhausen (1586-1659). Aus dessen Bibliothek gelangten Ende des 18. Jh's mindestens zwei Handschriften und zwei Inkunabeln nach Bruchsal (s. S. 135). Ebenfalls auf dem Vorderspiegel Verkaufsnotiz 452 und Preis 6f (s. S. 135), auf dem ehemaligen Hinterspiegel (Bl. II) Bruchsaler Signatur B. Brs. III B 2, 7. In den Säkularisationsakten ist die Handschrift erfaßt unter Scholley (!, Verwechslung mit dem Autor von U. H. 20), Formularia Instrumentorum Mscpt. - nebst angehängtem Speierschen Kammeiprozeß, gedruckt (BLB, K 2988,2, 58 v ) und unter: Formulare Instrumentorum, Processuum et Bullarum in Curia Romana, s. I. et a. acc.: Speierischer Cammer Proceß. Manuscript, 4° (BLB, K 2988, 3, 117 r ). Literatur: Ettlinger , S. 61, 102. 398 Bruchsal 8 I Druck: Formularium instrumentorum, [Rom, nicht vor 1477] (GW 10198). II Handschriftlicher Teil: Bl.I-11; Druck; 12-64. Lagen: 2, III 6 , 1, Ii"; Druck; (IY-2) 17 , 5 IV 37 , 1, III 64 . Wz.: Ochsenkopf; Piccard II, Abt. XI, Nr.352, Beschriftung belegt für 1510-1513. Bl.9f Kronenwasserzeichen, zweikonturiger Bügel mit Perlen und Kreuz, breite oberitalienische Form, vergleichbar mit Piccard I, Abt. XII, Nr. 44. Schriftraum 18,5/18 x 11,5/11 cm, 37-44 Zeilen. Notula von der Hand Daniel Carners. PROCESSUS IUDICIARIUS Die wohl von Daniel Carner (s. oben) stammende, unvollendete Ausarbeitung ist in der Hauptsache eine stark kürzende, streckenweise wörtliche Fassung von: Johannes de Auerbach (auch Urbach), Processus iudiciarius. Mit Kommentar von Johannes de Eberhausen (EA Leipzig 1489; GW 2851), hier zitiert nach: Processus Juris Clarissimi viri domini Johannis de Aurbach una cum lectura... Johannis de Eberhausen..., [Leipzig 1512]. Die selbständig überlieferte Auerbachsche Kompilation (GW 2840-2850; Ioannis Vrbach, Processus Iu- dicii qui Panormitani Ordo Iudiciarius a multis dicitur, hrsg. von Th. Muther , Halle a. d.S. 1873; Th. Muther , Johannes Urbach. Nach dessen hinterlassenen Papieren... hrsg. von E. Landsberg , Breslau 1882) wurde im Mittelalter zum Teil dem Nicolaus de Tudeschis (Panormitanus) zugeschrieben (R. Stintzing , Geschichte der populären Literatur des römisch-kanonischen Rechts in Deutschland am Ende des fünfzehnten und im Anfang des sechszehnten Jahrhunderts, Leipzig 1867, S. 239-256; J. F. von Schulte , Die Geschichte der Quellen und Literatur des Canonischen Rechts von Gratian bis auf die Gegenwart, 2: Die Geschichte der Quellen und Literatur des Canonischen Rechts von Papst Gregor IX. bis zum Concil von Trient, Stuttgart 1877, S. 301 f). Dies erklärt die Carnersche Eintragung processus iudiciarius id est practica Panormi[ tani] am oberen Rand von 13 r . l r -9 r >De appellacione videndum consequenter<. Notandum quod lata sententia sive... sit diffini- tiva sive interlocutoria... Idcirco eum absolucionem petentem absolvimus in dei nomine in hiis scriptis. Mandates etc. Finit processus iudiciarius. Text: Processus Juris, 1512 (s. oben), 102 rb , Z. 13 ff bzw. 102 vb , Z. 8 ff (Anfang insgesamt abweichend) bis 117 ra , Z. 35 (wörtlich). 13 r -40 v >Processus iudiciarius id est practica Panormi[ tani]<. Iudicium est actus legiptimus (!) tri- um personarum, iudicis, actoris et rei... An autem in libello secundum legem de necessitate sit no- men accionis exprimendum de hoc tractant plene doc. in c. dilecti De Judi. (Kommentar). Nunc de accione personali et forma libelli. Cor am vobis etc. Text: Processus Juris, 1512 (s. oben), 3 vb , Z. 38 bis 48 ra , Z. 35, über weite Strecken wörtlich. Am Rand deutsche und lateinische Glossen. - Bl. 41-64 leer. 399 Bruchsal 8 ■ Bruchsal 9 FRAGMENT Ehemalige Falzverstärkungen. 2 Fragmente eines längs zerschnittenen Pergamentblattes. Größte erhaltene Höhe 23,8 cm, Breite 18,7/18,2 cm. Schriftraumbreite 14,5/13,5 cm. Textura von einer Hand, 14. Jh. 2 . Übliche Rubrizierung. KOLLEKTAR. Collectae wohl des Officium parvum B. M. V. Bruchsal 9 Stubenrauch (Vorlesungsnachschrift) Papier, IV + 736 S., 20,8 x 18,3 cm, Süddeutschland, um 1770. Zeitgleiche Paginierung. Nürnberger Papier, Wz. mit Fichtenbaum, 18. Jh. 2 ( Piccard , Expertise). Vorsätze Baselstab mit den Wappen der Schweizer Kantone und Initialen N.H. (Nikiaus Heusler in Kandern) auf der anderen Bogenhälfte (ähnliches Wz.: E. Grether , Die Markgräfler Papiermühlen und ihre Wasserzeichen, in: Das Markgräfler- land 8 (1937), S. 6). Lateinische und deutsche Kursive von mehreren Händen. Brauner Halblederband. Rückentitel COLLEGIA SUPER NEUMANNI PRINCIPIA PROCESSUS. Herkunft: Die im Vorlesungstext angezogenen Beispiele reichen bis 1760 (S.701: 24.11.1760), und die Vorlesung selbst fällt in die Regierungszeit von Franz I. (1745-1765; S. 117: sub regimine hodiemi imperatoris Francisci /.; S.682: a modemo Imperatore Francisco Z). Auf S. 16 (als Anm.) und S. 93 (im Text) dagegen wird ein Dekret von Joseph II. (1765-1790) vom 5.4.1766 bezüglich der Sitzungsdauer des Reichshofrates (O. von Gschliesser , Der Reichshofrat. Bedeutung und Verfassung, Schicksal und Besetzung einer obersten Reichsbehörde von 1559 bis 1806, Wien 1942, S.471 f) erwähnt, so daß die vorliegende Abschrift nach 1766 entstanden sein muß. Vorderspiegel Wappenexlibris der Speyerer Bischöfe (s. S. 133 u. Abb. 41). In den Säkularisationsakten ist die Handschrift erfaßt unter Stubenrauch, Collegia super Neumanni principia Processus iuridici imperialis aulici Mscpt. 4° (BLB, K 2988,2, 62 v ). Literatur: Ettlinger , S. 62, 102; Grünenwald , S. 38 Nr. 5. S. III Titel. > Collegia super Neumanni principia Processus Iudicii imperialis aulici Authore Stubenrauch <. S. 1-82 Einleitung. >Praecognita historica. Caput I. De antiquitate iudicii aulici<. §/. Iurisdictio imperatoris hodiema ab antiqua admodum differe coepit.. . (S. 68) > Caput XIV. Notitia admini- culorum et scriptorum de iudicio aulico agentium<... S. 82-731 Vorlesung. Es handelt sich um die Mitschrift eines Kollegs zu: Johann Friedrich Wilhelm von Neumann zu Wolfsfeld (1699-1768; ADB 23, S. 523 f), Principia processus iudicii imperialis aulici hodierni, brevissime delineata..., EA Frankfurt 1744. Kapiteleinteilung gemäß den Principia. Am linken Rand sind Stichworte des kommentierten Textes ausgeworfen. (S. 82) >Caput I. De introductione, extractione, et insinuatione processuum in genere<-, (S. 158) >Caput II. De processu citationis<; (S.336) >Caput III. De processu mandati<\ (S.388) > Caput IV. De processu rescripti< ; (S. 432) > Caput V. De processu appellationis<; (S. 503) > Caput 400 Bruchsal 9 • Bruchsal 10 VI. De querela nullitatis, nec non denegata etprotracta iustitia<; (S. 531) >Caput VII. De restitu- tione in integrum (S. 547) >Caput VIII. De revisione<-, (S. 591) > Caput IX. De commissioni- bus<\ (S. 632) >Caput X. De causis gratiae<. Gegen Ettlinger , S. 102 ist der Urheber des Kollegs kaum identisch mit dem Ökonomen und Forstwirt Franz Xaver A.von Stubenrauch (1719-1793; K. Bosl , Bosls bayerische Biographie, Regensburg 1983, S.763). Vielleicht ist an den biographisch nicht faßbaren Georg Eugen Stubenrauch zu denken, Verfasser von: Rechtliche Betrachtungen über die Freyheit des braunschweig-lüneburgischen Hauses, sich selbst den Gerichtsstand zu wählen, Wien 1782 (UB Heidelberg, Sal. Brosch. 417,3), oder an einen Vorfahren. Bruchsal 10 Breviarium Spirense, pars hiemalis Papier • 193 Bl. • 19,2 x 14,5 • Speyer • um 1458 Lagen: (VIII-1) 15 , 14 VI' 83 , V 193 . Bl. 188-193 erheblicher Textverlust durch Tierfraß. Reklamanten im von Hand c geschriebenen Teil. Wz.: burgundisches P, Beschriftung belegt für 1461 ( Piccard , Expertise). Schriftraum 14,5/14 x 10,7/9,5 cm, 2 Spalten, 25-34 Zeilen. Hauptteil Bastarda von drei Händen (a: 16 r -lll v , b: 112 r -114 va , Z. 16, c: 114 va , Z. 17—192 r ). Übliche Rubrizierung. Roter Lederband (nur Bezug des Vorderdeckels erhalten) mit Streicheisenlinien, ehemals fünf Buckel pro Deckel (davon ein Buk- kel des Vorderdeckels erhalten). Zwei Schließen. Bezug 1976 ergänzt, Spiegel und Falzverstärkungen (s. Fragment 1-2) ausgelöst. Lose beiliegend: 2 Blätter aus einem gedruckten Brevier und Zettel mit bibliothekarischer Notiz: In dem alten Brevier findet sich keine JahrZahl angemercket. der Scriptur nach scheinet aber solches anfangs des Saeculi XVgeschrieben zu seyn (18./19. Jh.). Herkunft: 16 r ( Incipit breviarium Uber matutinalis secundum Ordinem Spyrensem), 108 va ( De sancto Da- masco (!) papa secundum ordinem Spirensem) und 188 ra ( Notandum quod in choro Spirensi.. .) Verweis auf den Ordo Spirensis. Die Rotae auf Bl. 15 v setzen mit 1458 ein; in den Beischriften ist noch das Jahr 1457 genannt. Vor allem zu Beginn des Proprium de tempore Marginalien in einer Bastarda Ende des 15. Jh's, die Abweichungen des Ordo Wormatiensis ( ordo Wormatiensis, 19 la , 40 v ; chorus Wormatiensis, 19 lb , 21 ra ... 113 V ) vom Ordo Spirensis notieren. Vorderspiegel Wappenexlibris der Speyerer Bischöfe (s. S. 133 u. Abb. 41). Auf dem Holz des hinteren Deckels Verse Was ich begerr/ das will mir herr/ Was ich mir will/ das kumpt mir viel (16. Jh.). In den Säkularisationsakten ist die Handschrift erfaßt unter Breviarium perantiquum Mss. in 4° (BLB, K 2988,2, Bl. 12 r ). Literatur: Ehrensberger, S.24 Nr. 8; Ettlinger, S.61, 102; Grünehwald, S.38 Nr. 6; Hesbert 5, S.7. 2 r_v Intervalltafel mit Erläuterungen. >Hec tabula ostendit intervallum<. 3 r — 14 V KALENDARIUM. Bemerkenswert: Hiltegundis virginis (20.4.), Arbogasti confessoris (19.7.), Zoili martiris (6.10.), Secundini martiris (15.11.), Conradi episcopi (26.11.). Auffällig: Torpetis martiris (17.5.), Leonide virginis (9.7.). 401 Bruchsal 10 15 r Aderlaßtafel. 15 v Rotae für Sonntagsbuchstaben und goldene Zahl, jeweils mit 1458 beginnend; Erläuterungen, mit 1457 beginnend. Tabelle der Anni embolismi. 16 ra — 100 rb PROPRIUM DE TEMPORE. >Incipit breviarium liber matutinalis secundum ordi- nem Spyrensem<. >Dominica prima in adventu. . .<, (34 ra ) >In crastino hoc est in vigilia nativitatis domini...<, (51 ra ) >In vigilia epiphanie...<, (70 rb ) >In capite ieiunii...<, (94 vb ) >In vigilia cene domini. . .<, (98 va ) >In sabbato sanctopasce.. .<. - 100 v leer. 101 ra — 162 ra PROPRIUM DE SANCTIS. Saturninus, Chrysanthus et Maurus bis Ambrosius. 162 rb — 182 va COMMUNE SANCTORUM. >Incipit commune sanctorum. In vigilia Appostolo- rum<. (167 ra ) >De martiribus< , (174 ra ) >De confessoribus.. .<, (174 rb ) >De pontifice<, (179 ra ) >De virginibus.. .<. 182 vb -187 vb PRECES. ( 182 vb ) > Secuntur Preces maiores<. Oremus pro omni gradu ecclesie sacer- dotes tui... >Pro pastore nostro<..., >Pro antistite<.. . Mit Orationen Exaudi quaesumus domine pro omni gradu ecclesie supplicum preces et devoto... , Deshusses , Nr. 2449, 3130 (var.). (183 vb ) >Sequuntur Preces minores<. Ego dixi: domine miserere mei sana animam meam... (184 rb ) >Ad primam ympnus<, AH 51 Nr. 41. >Preces<. Repleatur os meum laude cum cantem gloriam tuam to- ta die. .. (184 vb ) >In quadragesima dicitur<. Confitebor deo patri... , mit Orationen Domine deus virtutum qui nospeccatores adprincipium huius diei.. ., Deshusses , Nr. 198, 1494. (185 va ) >Do- minicis diebus quando noctumus habetur dicuntur preces sequentes<. Exultabunt sancti in gloria letabunt in iubilis suis..., Sancta Maria dignissima virgo et mater domini nostri Jesu Christi cum omnibus..., Dirigere sanctificare et gubernare dignare domine sancte pater omnipotens eterne deus... (186 ra ) >In quadragesima dicende sunt sequentes post Septem penitencionales post primam...<. Ne reminiscaris domine delicta mea... Mit Orationen Bruylants 2, Nr. 196 (var.), Deshusses , Nr. 2485. (186 va ) ->Ad 3am ymnus<. AH 50 Nr. 18. (186 vb ) >Ad Vlam ympnus<. AH 50 Nr. 19. >Ad IX ymnus<. AH 50 Nr. 20. >Ad Completorium feriatis noctibus ympnus<. AH 51 Nr.44. (18 7 ra ) >Ad Completorium ffestivie (!) noctibus ympnus<. AH 51 Nr.45. (187 rb ) >Preces<. Benedicamus patrem et filium cum spiritu sancto... Orationen: Vigila super nos eterne salvator ne nos apprehendat ille calidissimus temptator..., Deshusses , Nr. 936, 938. 188 ra — 192 ra OFFICIUM B. M.V. IN SABBATO, fragmentarisch. >Notandum quod in choro Spirensi mos (?) est cantare de beata virgine in sabbato aproximo sabbato post octavam epiphanie usque adproximum sabbatum ante dominicam Esto mihi<. >De domina nostra usque adpurifica- cionem<, (188 va ) >[De domin]a nostra [post purif] icationem usque. ..<. Die restlichen Rubriken fehlen. - Bl. 192 v -193 v leer. 402 Bruchsal 10 • Bruchsal 11 FRAGMENTE 1. Ehemalige Spiegel. Waagrecht zerschnittenes Pergamentblatt. Schriftraum 24,5 x 17 cm, 2 Spalten, 36 Zeilen. Spätkarolingische Minuskel von einer Hand, 12. Jh. 2 . St. Galler Neumen. Übliche Rubrizierung. Auf dem ehemaligen Vorderspiegel Notiz Dominica immediate post Margarete incepi deservire commendam apud ...m Bartolomeum (Speyer, Kirche St. Bartholomäus ?) Ex parte filii cosma pro (?) kenne... Anno etc. [MCCCC\LXXVIII° et conve... pro XXßorenis etc. BREVIARIUM. Teile der Dedicatio ecclesiae. Beginn in der zweiten Nokturn, Abbruch in der Non. 2. 13 ehemals als Falzverstärkungen verwendete Querstreifen. Fragment des inneren Doppelblattes einer Lage. Schriftraum ca. 12 x 8,5 cm, ca. 25 Zeilen. Textura von einer Hand des 14. Jh's. ANTIPHONALE. Teile des Blasius- und Margaretha-Offiziums. Keine Notation, wohl ursprünglich Nachtrag. Bruchsal 11 Alb recht von Löwenstein Papier, 150 Bl., 20,1 x 15,4 cm, Schloß Löwenstein (?), 1580. Zeitgleiche Foliierung. Wz.: Hirsch, ähnlich Piccard XV, 1, Nr. 808 u. 813 (Beschriftung belegt für 1578-1585). Deutsche und lateinische Kursive von mehreren Händen, zeitgleiche Korrekturen. Brauner Lederband mit zwei Schließenbändern. Streicheisenlinien und Einzelstempel. Auf Vorder- und Hinterdeckel stark abgeriebener Plattenstempel mit Löwensteinischem Wappen, ehemals vergoldet. Inschrift: A.G.Z.L.H.Z.S. (Albrecht Graf zu Löwenstein, Herr zu Scharffeneck). Vorderdeckel zusätzlich IHERVSALEMISCH RAISBVCH DEO FIDO. Rücken Rest des alten Signaturenschildes [Durlach] 413. Als Falzverstärkungen dienen Teile einer liturgischen Pergamenthandschrift sowie eines Inkunabel- oder Frühdrucks. Herkunft: 2 r ~ v Widmung der Hs. an Dorothea Ursula von Württemberg (1559-1583, geb. Markgräfin von Baden-Durlach) durch Albrecht von Löwenstein (1536-1583). Gemäß der Widmung ist Bruchsal 11 korrigierte Abschrift der Originalhandschrift, datiert Am Newen Jars tag Anno [15] SO (Jahreszahl von der Korrekturhand). Laut einer Bleistiftnotiz auf dem Vorderspiegel stammt der Codex aus dem Domkapitel Speyer und ging der Hofbibliothek über das Generallandesarchiv Karlsruhe zu ( Domkapitel Speyer. Vom hiesigen Archiv erhalten d. 23 Febr. 1809). Vorderspiegel ehemalige Signatur Durl. 413. Literatur: Längin , Nr. 277; Ettlinger , S. 62, 102; Grünenwald , S. 38 Nr. 7; R. Röhricht , Bibliotheca geographica Palaestinae, 2. Aufl., Jerusalem 1963, S. 197 (mit überholter Signatur); Die Deutsche Literatur. Biographisches und bibliographisches Lexikon, Reihe II (1450-1620), Abt. A, Bd.2, Bem/Berlin/Frankfurt a.M. ... 1991 ff, S. 51, 53 (mit Verwechslung der alten (Durlacher) Signatur und der heutigen; Abb. von Bl. l r ). l r -136 r ALBRECHT VON LÖWENSTEIN, PILGERFAHRT GEN JERUSALEM. >Bylger fardt Gen Jherusalem, AI kayeren, in Egipten, unnd auff den Berg Sinay durch mich Albrethen Graven zw Lewenstein unnd Herrn zu Scharpffeneck.. .<, 30.3.1561-16.8.1562. (l v ) Inhalts- 403 Bruchsal 11 • Bruchsal 12 Verzeichnis. Die Kapitelüberschriften wurden vor der Abschrift des eigentlichen Textes gemäß den Folioangaben des Inhaltsverzeichnisses in Bruchsal 11 eingetragen und stehen ab cap.4 an falscher Stelle; (2 r ~ v ) Widmung; (3 r -6 r ) Verzeichnisse der Mitreisenden; (7 r ) cap. 1, (17 r ) cap.2, (25 r ) cap.3, (41 r ) Titulus cap.4, recte 41 v , 9.10., (55 r ) Titulus cap.5, recte 53 v , 17.11., (71 r )Titulus cap.6, recte 72 v , 6.1., (93 r )Titulus cap.7, recte 91 v , 12.2., (114 r )Titulus cap. 8, recte 117 v , 4.6., (123 v -125 r ) >Litere testimoniales domini Alberti comitis de Lewenstain datae in Iherusalem<, (125 v -126 r ) >Conversio latina huius testimoni] i] ex greca lingua, domini Alberti Comitis in Lewenstein ex monasterio sanctae Catharinae sub Monte Sinaii<; (126 v —135 v ) Beschreibungen verschiedener Peregrinationes. > Peregrinationes terrae sanctae et ubi stat crux, ibi est indulgentia plenaria<... - (135 r ) > Peregrinationes per Syriam<.. .; (136 r ) "Windrose. Dis- sem hie unnden verzaichnetten compas nach, muoß man sich in mare adriatico, unnd mediterraneo richten... Druck der Pilgerfahrt: [Sigmund Feyerabend,] Reyßbuch deß heyligen Lands/ Das ist Ein gründtliche beschreibung aller und jeder Meer und Bilgerfahrten zum heyligen Lande..., Frankfurt a.M. 1584, 188 V —212 V (VD 16, F 902). Der Druck bietet eine andere Widmungsvorrede, die eingeschobenen lateinischen Texte zusätzlich in Deutsch, die Peregrinationes nur deutsch. R. Röhricht , Deutsche Pilgerreisen nach dem Heiligen Lande, Nachdruck Aalen 1967, S. 233-236. Bruchsal 12 Antiphonale, Fragment Pergament • 4 Bl. • 27,5/26,2 x 19 • Süddeutschland • 12. Jh. 2 2 Doppelblätter (inneres Doppelblatt (2 r -3 v ) und drittes von innen (l r " v , 4 r ~ v )) einer Lage, gering beschnitten. Foliierung des 16./17. Jh's 189 (2 r ), 190 (3 r ), 192 (4 r ). Schriftraum 20 x 13,5 cm, 20 Zeilen. Karolingische Minuskel von mehreren Händen, 12. Jh. 2 . St. Galler Neumen. Übliche Rubrizierung. Rote Lombarden. l r rote Initiale mit braunem Vogel mit Drachenkopf sowie Knollenblättern, 2 r rote Initiale mit braunen Blattranken. Herkunft: Ehemals Spiegel des Druckes Dn 25 fol. Ink. der BLB: Alphonsus de Spina, Fortalitium fidei [Straßburg, nicht nach 1471] (GW 1574). Um 1900 abgelöst. Auf den Innendeckeln des heute separat (unter Verlust der Vorsätze) aufbewahrten Einbandes Textabklatsch. Heller Lederband mit Streicheisenlinien und Einzelstempeln, ehemals zwei Schließen und fünf Buckel pro Deckel. Stempel des Klosters Weihenstephan, darunter das Klosterwappen (J. Hemmerle , Die Benediktinerklöster in Bayern, Augsburg 1970 (Germania Benedicdna 2), S. 326; E. P. Goldschmidt , Gothic and renaissance bookbindings. Exemplified and illustrated from the author's collection, 1, London/Boston/New York 1928, S.26, mit Verweis auf W. H.J. Weale/L. Taylor , Early stamped bookbindings in the Bridsh Museum, London 1922, Nr.l63fu. Abb. XII; dort Stempel Nr. 14 (Wappen), 17 f; um 1480). Wahrscheinlich gelangte der Band über einen der beiden bayerischen Antiquare, die Bruchsal beliefert haben, in die bischöfliche Bibliothek (s. S. 135 f). Vorderdeckel (Con]fortalicium fidei (16. Jh.) sowie Signatur h.XXX. Auf dem vor- 404 Bruchsal 12 • Bruchsal 13 letzten Blatt des Druckes verso Bruchsaler Signatur B. Brs. I-II hinten oben. In den Säkularisationsakten erfaßt als de Spina Alph. Fortalitium fidei. Fol. Strasbg. b. Menteln (BLB, K 2988,2, 60 v ) und Fortalitium Fidei Alponsi de Spina, s.l. et a. fol. mai. (BLB, K 2988,3, 116 r ). Das Fragment ähnelt Bruchsal 14, stammt aber wohl nicht aus der gleichen Handschrift. PROPRIUM DE TEMPORE l r " v Responsoria de libro Hester bis Responsoria de libro Machabaeorum, Anfang und Ende fehlen. 2 r -3 v Responsoria de prophetis bis Dominica VIII post Pentecosten, Anfang und Ende fehlen. 4 r_v Dominica XVII (Anfang fehlt) bis XXII post Pentecosten. Bruchsal 13 Graduale, Fragment Pergament • 4 Bl. • 29 x 23,3 • 13. Jh. 2 2 Doppelblätter (wohl drittes und viertes Doppelblatt von innen) einer Lage. Von Bl. 2 u. 4 fehlt längs jeweils ein Drittel. Weiter vier stark abgeriebene Längsstreifen (32,4/31,6 x 6,7 cm, 11,1 x 8,8 cm, 7,9 x 6,9 cm, 29,5 x 12/11,2 cm). Schriftraum 25 x 18 cm. 11 Notensysteme (Hufnagelnotation auf 3-4 Linien) mit entsprechender Anzahl Textzeilen. Textura von einer Hand (Doppelblätter), 13. Jh. 2 . Übliche Rubrizierung (rot/blau/grün). Initialen mit Palmettenranken. 3 V anspruchslose blaue Initiale auf rotem Außengrund mit rot-grün-blauem Flechtwerk über Silbergrund. Herkunft: Ehemals Spiegel und Falzverstärkungen. 1872 und um 1900 ausgelöst aus dem Druck De 76 fol. Ink. der BLB: Biblia, lat., Nürnberg 1475 (GW 4218). Stark abgeriebener brauner Lederband mit Streicheisenlinien und Einzelstempeln, ehemals fünf Buckel pro Deckel, zwei Schließen. Rückenschilder: Biblia latina Norimberga 1475 (17./18. Jh.); 315. Vorderspiegel: Ex testamento d. Joannis Romani maioris vicarii (= Großvikar am Dom) pro anime salute Executores. hoc volumen biblie, ecclesie maiori Halbersta- densi pro choro decani ordinari fecerunt. Qui obiit 9.februarii anno domini 1530 (Monogramm) VK. Eine sächsische Familie Romanus ist ab der zweiten Hälfte des 16. Jh's belegt (ADB 29, S. 100). F: In der Modischen Auction zu Nürnberg (J.S. Moerl (1710-1791), vgl. den Auktionskatalog Pretia librorum in publica auctione Bibliothecae Moerlianae Norimbergae divenditorum a. 1791 et 1792, Nürnberg 1792) ist diese "Bibelfiir 30f 12 x weggegangen. Uffenbach in Catal. Bibl. T.lp.2 schäzet diese Bibel auf 60 Thaler. Mozler. Preisaufzeichnungen des Freisinger Antiquars Joseph Matthias Mozler (1761-1817; s. S. 134 f), über den der Codex nach Bruchsal gelangte. Hinterspiegel Bruchsaler Signatur B. Br. IB 1. In den Säkularisationsakten ist der Druck als Biblia Sacra Norimbergae 1475. Fol. (BLB, K 2988,2, 9 V ) und als Biblia latina. Per Ant. Coburger. 1475... fol. (BLB, K 2988,3, 3 r ) erfaßt. Im handschriftlichen Katalog der Bruchsaler Handschriften Notizen des Bibliothekars Alfred Holder vom 4.10.1872 zu der Inkunabel. 405 Bruchsal 13 • Bruchsal 15 PROPRIUM DE SANCTIS l r -2 v Matthias-Vigil (nachgetragen); Matthias; Gregorius; Benedictus; Tiburtius, Valerianus et Maximus; Georgius; Marcus-Litania; Marcus, Abbruch in der Communio. 3 r -4 v Basilides, Cyrinus, Nabor et Nazarius, Beginn mit der Communio; Marcus et Marcelli- anus; Gervasius et Prothasius; Vigilia Johannis Bapt.; Johannes Bapt.; Johannes et Paulus, Abbruch in der Communio. Bruchsal 14 Antiphonale, Fragment Pergament • 4 Bl. • 28,5x19,5 • 12. Jh. 2 2 Doppelblätter einer Lage (zweites und drittes Doppelblatt von innen), gering beschnitten. B1.3 kleiner Ausschnitt zwischen Falz und Text. Foliierung des 16. Jh's 54, 55, 58, 59. Schriftraum 21 x 14 cm, 20 Zeilen. Karolingische Minuskel von einer Hand, 12. Jh. 2 . St. Galler Neumen. Übliche Rubrizierung. 2 V A-Initiale mit Blattranken und Drachenkopf, blauer Grund (nachträglich). Das Fragment ähnelt Bruchsal 12, stammt aber wohl nicht aus derselben Handschrift. Herkunft: Ehemals Spiegel eines unbekannten Drucks des 16. Jh's Bruchsaler Provenienz, wohl 1942 verbrannt. Um 1900 ausgelöst. PROPRIUM DE SANCTIS l r -2 v Agnes, Beginn in der zweiten Nokturn; Oktav; Conversio s. Pauli; Purificatio B. M. V., Abbruch in den Responsorien der ersten Nokturn. 3 r -4 v Agatha, Beginn in der ersten Nokturn; Kathedra s. Petri; Gregorius, Abbruch im Invi- tatorium. Bruchsal 15 Missale, Fragment 2 Pergamentfragmente: Längsstreifen (22/20 x 5/4,4 cm) und Querstreifen (11/10,6 x 3,4/3,2 cm) einer Quarthandschrift. Karolingische Minuskel des frühen 12. Jh's, St. Galler Neumen. Übliche Rubrizierung. Herkunft: 1966 ausgelöst aus 42 B 350 R der BLB: Valerius Maximus, Dictorum ac factorum memorabi- lium tarn Romanorum quam externorum Collectanea, Paris 1517. Brauner Lederband mit Streicheisenli- 406 Bruchsal 15 nien, Einzel- und Rollenstempeln. Titelblatt Valerii Maximi (16. Jh.). Vorderspiegel Wappenexlibris der Speyerer Bischöfe (s. S. 133 u. Abb. 41). Nicht in den Säkularisationsakten. PROPRIUM DE TEMPORE l r_v Feria sexta quatuor temporum adventus, Beginn in der Lectio sec. Lucam (Lc 1, 39-47), bis Sabbato quatuor temporum adventus, Abbruch in der dritten Lectio Isaiae prophetae (Is 40,9-11). Jeweils nur wenige Buchstaben einer Zeile erhalten. Bl. 2 u. a. Ps 101,26 f (Teil). 407 Meersburg 1-2 Meersburg 1-2 Katalog der Bibliothek des Prinzen Eugen von Savoyen Papier, 8 + 676 S. u. 12 4- 704 S., 40,5 x 27,7 cm, Wien, 1720-1726. Zeitgleiche Paginierung der eigentlichen Katalogteile (ohne die Indices) 1-540 u. 1-522, allerdings mit Lücken oder aber gleichen Seitenzahlen (mit Exponenten). Wz.: drei Halbmonde, venezianisches Papier nach 1700, in Europa nicht nördlich von Österreich verwendet ( Piccard , Expertise). Grundstock Kursive von einer Hand, mehrere, wenig spätere Nachtragshände. Alte Einbände 1965 durch Halbledereinbände ersetzt. Herkunft: Der Grundstock der Kataloge reicht bis 1721, die Nachträge (darunter viele antiquarische Titel) enden 1726. Die Bände enthalten zahlreiche lateinische und französische bibliothekarische Notizen in der Nachtragsschicht (Ergänzungen, Umstellungen, Neubewertung der Formatangabe), die wohl Vorarbeiten für einen neuen Katalog darstellen. Somit wird es sich bei Meersburg 1-2 um einen Vorläufer des fünfbändigen Katalogs (Wien, Österreichische Nationalbibliothek, Cod. 13963-13966*; B.Böhm, Bibliographie zur Geschichte des Prinzen Eugen von Savoyen und seiner Zeit, Wien 1943, S. 153 f; Bi- bliotheca Eugeniana. Die Sammlungen des Prinzen Eugen von Savoyen. Ausstellung der Österreichischen Nationalbibliothek und der graphischen Sammlung Albertina, Wien 1986, S. lllf, S.239f Nr. 141 f; Handbuch der historischen Buchbestände in Österreich, 1: Wien, Hildesheim/Zürich/New York 1994, S. 126; erweiterte Abschrift: Cod. 14376-14380) der Bibliothek des Prinzen Eugen von Savoyen (1663-1736) handeln. Beide Kataloge weisen ein weitgehend identisches Vorwort und eine fast völlig identische Sachgruppensystematik auf; die in Wien aufbewahrte Fassung verzeichnet deutlich mehr Titel als Meersburg 1-2. Die Bibliothek des Prinzen Eugen wurde 1738 Bestandteil der Wiener Hofbibliothek (Geschichte der Österreichischen Nationalbibliothek, hrsg. von J. Stummvoll , 1: Die Hofbibliothek (1368-1922), Wien 1968, S.210—213). Meersburg 1-2 wurde mit Sicherheit unter Beteiligung von Etienne Boyet, langjährigem Bibliothekar des Prinzen Eugen, hergestellt (M. Braubach , Prinz Eugen von Savoyen. Eine Biographie, 5: Mensch und Schicksal, München 1965, S.93-95; Bibliotheca Eugeniana (s. oben), S. 23 u. ö.). In Meersburg 1 lag ursprünglich ein seit etwa 1970 verschollener Briefumschlag, der an Friedrich Willibald Baibach von Gastel, Kanzler (1725-1754) des Konstanzer Bischofs, adressiert war (B. Ottnad , Kanzleramt und Kanzler, in: Bischöfe von Konstanz 1, S. 185 f (mit Abb. des Wappenexlibris), 188; Helvetia sacra 1,2, S. 761 f); auf diesen gehen die meisten Handschriften des Meersburger Fonds zurück (s. S. 141 und Cod. Meersburg 3-4). S. I (Meersburg 1) bzw. S. III (Meersburg 2) Meersburger Säkularisationskatalognummer 1497. Meersburg 1-2 wurden schon 1808 von der Hofbibliothek reklamiert (BLB, K 2988,7, 7 r : Catalogus MS. bibliothecae Eugenianae. II. Fol.), gelangten aber erst bei der zweiten Aushebeaktion 1822 (s. S. 143) nach Karlsruhe (BLB, K 2988, 8, 4 V : 1497. Catalogus librorum bibliothecaeprincipis a Sabaudia II The.; BLB, K 2988,7, 34 r : Catalogus libro- rum bibliothecae principis Eugenii e Sabaudia II. Theil). Literatur: Ettlinger , S. 62, 102. KATALOG DER BIBLIOTHEK DES PRINZEN EUGEN VON SAVOYEN. Systematischer Katalog, innerhalb der einzelnen Abteilungen nach Formaten geordnet. 408 Meersburg 1 • Meersburg 3 Meersburg 1 S. 1-676 >Catalogus librorum bibliothecae serenissimi principis Eugenii e Sabaudiä in II. part. di- gestus cum indice authorum alphabetico. Prima pars continens theologiam, iurisprudentiam, philo- sophiam, historiam naturalem, medicinam, mathematicam, artes, grammaticam, rhetoricam, poeti- cam, et philologiam<. (S. III-IV) Vorrede. >Lectori<. Quamquam in catalogis conficiendis laboris constantiam.. (S.V-IX) Systematik. >Series materiarum quae in prima parte catalogi continen- tur<. (S.3-97**) >Theologia<, 680 Titel; (S. 101-118) >Jurisprudentia<, 140 Titel; (S. 121-161) >Philosophia <, 300 Titel; (S. 163-203) >Historia naturalis<, 420 Titel; (S. 205-210*) >Medicina<, 80 Titel; (S.213-238) >Mathematica<, 120 Titel; (S.241-296) >Artes<, 300 Titel; (S.299-312) >Grammatica<, 100 Titel; (S. 315-342) >Rhetorica<, 150 Titel; (S. 345-457***) >Poetica<, 1100 Titel; (S. 461-540) >Philologia<, 450 Titel; (S. 541-676) >Index authorum, interpretum, com- mentatorum et editorum.. .<. Meersburg 2 S. III—703 >Catalogus... secunda pars continens libros historicos scilicet geographiam, chronolo- giam et historiam universalem, historiam ecclesiasticam, historiam antiquam, historiam novam eu- ropae, historiam novam extra europam, miscellanea historica, paralipomena historica, collectiones imaginum et libros manuscriptos<. (S.V-X) Systematik. >Series materiarum quae in secunda parte catalogi continentur< ; (S. 1-31) >Geographia<, 210 Titel; (S.31-46) >Chronologia<, 90 Titel; (S.49-123*) >Historia ecclesiastica<, 350 Titel; (S. 127-170) >Historia antiqua<, 260 Titel; (S. 173-382) >Historia nova<, 1650 Titel; (S. 383-388) >Miscellanea historica<, 60 Titel; (S.389*-502) >Paralipomena historica<, 860 Titel; (S. 505-522) >Codices manuscripti<, 220 Titel; (S. 523-575) >Imagines incisae<; (S. 577-578) >Imaginum delineatarum collectio<-, (S. 581 — 703) >Index authorum, interpretum, commentatorum et editorum...<■. Meersburg 3 Matthäus von Pappenheim, Chronik der Truchsessen von Waldburg Papier, 137 Bl., 33,8 x 21,5 cm, wohl Konstanz, um 1605. Wasser- und Schimmelschäden, Tintenfraß. Wz. der Papiermühle Stockach: gekröntes Wappen der Landgrafschaft Nellenburg, Beschriftung belegt für 1606 ( Piccard , Expertise). Deutsche Kursive von einer Hand. 8 V , 8a r (ursprünglich auf 8 V aufgeklebt), 58 v u. 110 V Federzeichnungen (s. unten). Pergamentkopert (s. Fragment) 1966 abgelöst und durch Halbpergamenteinband ersetzt. Titelaufschrift auf der ehemaligen Vorderseite (zum Teil nicht mehr sicher lesbar): Chronica vom Ursprung und Herkhomen der Tmckhsassen von Waldtpurgk. Herkunft: Das 409 Meersburg 3 Urkundenfragment weist nach Konstanz. Vorderspiegel Unterschrift Moeherr manu propria des Augsburger Ratskonsulenten und -syndicus Joseph Sigismund Augustin von Moeherr aus Villingen, der 1748 in Salem ein in Cod. 65/415 des GLA überliefertes Gutachten über Reichs- und Kreissteuern verfaßte; eine mit der in Meersburg 3 identische Unterschrift findet sich hier auf S. 208 ( Matr. Freiburg 2, S. 339 Nr.34; Matr. Heidelberg 4, S.32 (30.3.1716); Kat. Karlsruhe GLA, S. 160f). Vorderspiegel und 4 r Wappenexlibris des bischöflichen Kanzlers (1725-1754) Friedrich Willibald Baibach von Gastel mit Monogramm F.W. B.V.G. und Devise Una salus servire Deo; sunt caetera fraudes (s. S. 141, Abb. 44 und Cod. Meersburg 1-2, 4). Laut Säkularisationsakten (BLB, K 2988,7, 2 V ) gehörte zu dem Codex ursprünglich ein Band der Druckausgabe der Chronik: Bappenhaim, Ursprung der Truchsessen von Waldburg, Kempten 1785 F. (von anderer Hand:) 2 r Theil. (= Matthäus von Pappenheim, Chronik (s. unten), 2, Kempten 1785, 1942 verbrannt) u. Ms. (Meersburg 3). Als einzige Handschrift des Fonds gelangte Meersburg 3 bereits 1812 an die Hofbibliothek (s. S. 142 f). Literatur: Längin , Nr. 169g; Ettlinger, S. 62. 4 r > Chronica vom Ursprung und herrkhomen der Herren Thruchsasen zu Waltpurg. Colligiert und beschriben durch... Matheussen von Bappenhaym.. .<. 5 r -7 r Einleitender Briefwechsel. Text: Matthäus von Pappenheim, Chronik der Truchsessen von Waldburg, von ihrem Ursprünge bis auf die Zeiten Kaisers Maximilian II. durch Anmerkungen, Zusäze, Abhandlungen, und genealogische Tabellen erläutert, [Bd. 1], Memmingen 1777, S. 6-8. 8 r — 129 v > Ursprung und Heerkommen des Geschlächts der Edlen Thruchsässen zuo Waldtburg<. (9 r ) >Herr Gebhardt von der Thann der erste Truchsäß zu Waldtpurg<. Zue Zeitten Kaisers Con- stantini deß ersten regiert inn Schwaben... (129 v ) ...Anno etc. Tausendt fünjf hundert vierzig und viere, ligt zue Wolffegkh begraben. Gott seye ime gnedig und barmherzig. 8 V , 8a r , 58 v und 110 V Federzeichnungen von Angehörigen des Geschlechts in Rüstung mit Helmzier, Wappen, Schild oder Banner. Bestand: Matthäus von Pappenheim, Chronik, 1, 1777 (s. oben), S. 9-76 (bis 99 r der Handschrift), 158 f, 132f, 160, 142, 139f, 171 f, 83-87, 143-155, 160f, 172-176, lOOf, 210f, 102 f. Es folgen auf 129 r_v zwei Seiten über Ulrich (1519-1544, vgl. J. Vochezer, Geschichte des fürstlichen Hauses Waldburg in Schwaben, 2, Kempten 1900, S.786f), die im Druck fehlen, aber in anderen Handschriften am Ende der Chronik auch überliefert sind (z.B. Stuttgart, WLB, Cod. HB XV 69, 312 r —369 v ; Kat . 11,5, S. 40). Vgl. Kat. Stuttgart HStA , S. 168, Cod. 112a; F.Zoepfl , Matthäus Marschalk von Pappenheim-Biberach, in: Lebensbilder aus dem Bayerischen Schwaben 10 (1973), S. 26-28. Der gleiche Text auch in BLB, Cod. St. Blasien 48 ( Kat . XII, S. 34). FRAGMENT 2 Teile einer als Kopert verwendeten Urkunde, ca. 51 x 34 cm. Links mit größerem Textverlust beschnitten. In der Mitte (ehemals Rückenpartie) gebrochen und teilweise verfault. Wasserschäden. Urkundenkursive und humanistische Kursive von drei Händen. 410 Meersburg 3 • Meersburg 4 URKUNDE, datiert 1555. Rechtsakt: Beklagt ist der Orator Sebastian Baur de Aldtorff (wohl Altdorf/Weingarten) aufgrund eines Eheversprechens gegenüber Margaretha. Aussteller: Dr. Jacobus Mergell/Miirgel, zeichnet die Urkunde als Judex Apostolicus delegatus eigenhändig (Jakob Mirgel, Konstanzer Domherr, Cantor, gest. 1572; K.Braun , Studien zur Geschichte des Konstanzer Domkapitels in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts, Diss. Freiburg i.Br. 1960, S. 118 Nr. 36; Helvetia sacra 1,2, S. 844, 866); erwähnt: Zacharias Delphinus, episcopus Pharensis (Nuntius Zaccaria Delfino; Helvetia sacra 1,2, S. 1078); Magister Hieremias Wys, causarum curiae Constantiensis iuratus et assertusprocurator (Matr. Freiburg 1, S. 313: immatr. Freiburg 1538, Magister Heidelberg 1546); Andreas Ceschius, cancellarius; Catharina Schiter- lerin de Aldtorff-, Abraham Mür[ge\\ (Braun , S. 79; Kindler von Knobloch 3, S. 92). Meersburg 4 David Wolleber, Württembergische Chronik Papier, II + 133 Bl., 30,7 x 20 cm, Oberrhein, um 1610. Tintenfraß. Wz.: 3 Lilien in gekröntem Schild mit Monogramm W.R. (Wendelin Rihel, Straßburg), Beschriftung belegt für 1605 und 1614 ( Piccard, Expertise). Textblock umrahmt. Deutsche Kursive von einer Hand. Ursprünglicher Pergamentband (heute lose beiliegend) mit Rückentitel Würthembergische Cronic, 1966 durch Halbpergamentband ersetzt. Die ehemaligen Pappen bestanden aus einem kleinen Brieffragment (16./17. Jh., Ortsname Molschhus) und 17 Blättern des Drucks: Luis de Granada, Pars aestivalis postillae de tempore, übers, von J. Rullius, Köln 1593 (VD 16, L 3217). Herkunft: I v gestrichener Besitzvermerk Sum Joannis Frideri- ci Fabricii Gw[onici] 5«^[ensis] (17. Jh., wohl Baden-Baden, Kollegiatstift; nicht belegt bei K.Andermann , Die Urkunden des Kollegiatstifts Baden(-Baden) im erzbischöflichen Archiv Freiburg, in: FDA 117 (1997), S. 5-110). Wappenexlibris des bischöflichen Kanzlers (1725-1754) Friedrich Willibald Baibach von Gastel (s. S. 141, Abb.44 und Cod. Meersburg 1-3). II r Meersburger Säkularisationskatalognummer 853. Meersburg 4 wurde schon 1808 von der Hofbibliothek reklamiert ( Ursprung und Anfang der Herren v. Würtemberg Fol. Ms., BLB, K 2988,7, 3 V ), gelangte aber erst bei der zweiten Aushebeaktion 1822 (s. S. 143) nach Karlsruhe (853. Chronik v. Würtemberg (BLB, K 2988, 8, 8 r ); Kronick von Wür- temburg (BLB, K 2988,7, 38 v )). Literatur: Ettlinger , S.62, 102; Kat. Karlsruhe III, S.209 (Durlach 118); Graf , S.82 Anm.42, S.312. l r -128 v >Vonn dem Ursprung und Anfang der Herren von Würtenberg<. Wann mann die allten Historien vonn dem Herkommen unndt U[r]sprung der Herren unndt Grafen zue Würtenberg li- set...; (2 V , Z.34) Heinrich Graffzu Würtenberg etc. Under seiner LebZeit, Anno 988. erwuchs inn Schwaben viel Krieg... {= Beginn der unvollständigen, autographen Fassung der Chronik in Stuttgart, HStA, J 1, Cod. 2, s. unten); (128 v ) >Hertzog Ludwigs von Würtenberg hoch löblicher gedäechtnuß Liede<. Dieweil mein Stund vorhanden ist... 4 Strophen zu 7 Versen. Nota. Es wird der gönstig Leser von disem hochlöblichen Fürsten, Herzog Ludwigen... weitere beschreibung finden. Schneider , Wolleber, S. 301 f; Kat. Stuttgart HStA , S. 72, Cod. 2. 411 Meersburg 4 ■ Meersburg 5 Der gleiche Text auch in BLB, Cod. Durlach 118 (s. oben) und 162 (45 r -169 v , gekürzt; Kat. III, S. 59, 210; Zuschreibung an Balthasar Mitschelin irrig). S. auch BLB, Cod. H .7 und H. 8. Zu Wolleber (1555-1597) s. Schneider , Wolleber. Meersburg 5 Missale speciale Constantiense Pergament • 24 Bl. • 34,5 x 26 • Bodenseegebiet (Konstanz, Petershausen) • 1482 Lagen: (IV-3) 7 , 2 IV 23 , (II-l) 26 . Ausgerissen sind B1.2 u. 3 sowie je ein Blatt vor und nach dem Buchblock. Reklamanten. Foliierung des 16. Jh's (mit Lücken entsprechend der Blattverluste). Schriftraum 25,5/25 x 18,5/18 cm, zwei Spalten, 35 Zeilen. 11 v — 14 V (Kanonteil) zweispaltig, 23-24 Zeilen. Textura von einer Hand. 26 va " b und 27 r (hintere Falzverstärkung, s. unten) Bastarda von zwei Händen um 1500. Übliche Rubrizierung. 12' einfache T-Initiale, 11" anspruchsloses Kanonbild. Roter Lederband mit Streicheisenlinien und einer Schließe, fünf Buckel pro Deckel. Auf dem Rücken verblichenes Schild mit Signatur C. Falzverstärkungen (s. Fragment) um 1970 abgelöst. Herkunft: 14 v u. 26 v Datierung 1482, 26 v zusätzlich Signatur P.G. Die makulierte Urkunde (s. Fragment) bezieht sich auf Wil (Kt. St. Gallen) und ist am 23.4.1473 ausgestellt. Die Existenz der nachgetragenen Ratpero-Messe könnte auf das Kloster Petershausen hindeuten, in dessen Besitz die von Ratpero gegründete spätere Propstei Rötsee bis 1580 war (s. unten 26 va_b ). Die Handschrift gelangte bei der zweiten Aushebung in Meersburg 1822 (s. S. 143) nach Karlsruhe: 642. Evangelien-Buch - geschrieben (15. Jahrh.) (BLB, K 2988, 8, 7 r ); Evangelien-Buch, wahrscheinlich im XV. Jahrhundert geschrieben (BLB, K 2988,7, 37 v ). Frühere Signatur der Handschrift: Durlach CC. Literatur: Ehrensberger , S.61 Nr.5; Ettlinger , S.62, 102; W.Irtenkauf , Das Missale speciale Constantiense - wieder einmal nach seiner liturgischen Seite untersucht, in: Archiv für Geschichte des Buchwesens 2 (1960), S. 592, 594. l ra -6 va MISSAE COMMUNES SECUNDUM FERIAS. (l ra ) >Dominica die de sancta trinitate Introitus<, Missale speciale Const ., XVH rb -XVIir a ; Bruylants 1, Nr. 535; (l va ) >Feria IIa de sapientia Introitus<, fragm. Missale speciale Const ., LVT b ~ va . - (4 ra ) Ab adventu usque ad nativitatem domini de beata virgine, Beginn in der Lectio secundum Lucam (/ cipies in utero..., Lc 1, 31). Missale speciale Const ., LIX rb (leicht abweichend); (4 rb ) >A nativitate usque adpurißcationem de beata virgine Introitus<, Missale speciale Const ., LIX rb " va ; Bruylants 1, Nr. 531 (jeweils leicht abweichend); (4 va ) >A purificatione usque adpasca et ab octava pentheco- stes usque ad adventum domini de beata virgine<, vgl. Missale speciale Const ., LIX va ; Bruylants 1, Nr. 532; (5 va ) > Temporepascali de beata virgine<. Missae pro defunctis: (6 ra ) >Pro Omnibus fidelibus defunctis Introitus< (ohne Orationen); (6 rb ) >Tempore pascali pro defunctis < (ohne Orationen). Sequenzen: (l ra ) AH 53 Nr. 81, (5 ra ) AH 50 Nr.241, (5 rb ) AH 54 Nr.2, (5 va ) 218, (5 vb ) 21. 412 Meersburg 5 6 va -9 r b ORATIONES PRO DEFUNCTIS. (6 va ) >In die deposicionis oratio<, Missale speciale Const., LXVTO va_b (leicht abweichend); >In aniversario oraticx, Missale speciale Const., LXVTII ra ~ b ; Bruylants 1, Nr. 606; (6 vb ) >Pro papa vel episcopo oraticx; >Pro sacerdote oraticx; (7 ra ) >Pro uno defuncto oratio<; >Pro femina defuncta oratio <, Bruylants 1, Nr. 619; >Pro nuper defuncto oratio <, Bruylants 1, Nr.618 (leicht abweichend); (7 rb ) >Pro patre et matre oratio<, Missale speciale Const., LXVffl rb ~ va ; Bruylants 1, Nr. 620; >Pro congregatione oratio<, Bruylants 1, Nr.623; (7 va ) >Pro benefactoribus oratio<; (7 vb ) >Pro sepultis in cymiterio oratio<, Bruylants 1, Nr. 624; >Pro omnibus fidelibus defiinctis<, Bruylants 1, Nr. 601; (8 ra ) >Pro vivis et defunctis<, Bruylants 1, Nr.600. (8 rb -9 rb ) Lectiones pro defunctis. (8 va ) >Tempore pasca- lis (!)<, (8 vb ) >In adventu domini<. Missale speciale Const., LXVffl vb -LXIX lb (leicht abweichend). 9 rb_vb MISSA SPECIALIS. > Contra pestilenciam introitus<, Missale speciale Const., LXI va - LXIII ra (leicht abweichend); Bruylants 1, Nr. 557. 9 vb -10 rb ORDINARIUM MISSAE. Gloria, Credo. 10 rb -ll ra PRAEFATIONES. (10 rb ) >Prefacio de nativitate domini<, >Prefacio de sancta trini- tate<, (10 va ) >Prefacio cottidiana<, >Prefacio de beata virgine<, >Pre/acio de sancta cruce<, (10 vb ) >Prefacio de resurrectione<, >In diepenthecostesprefacio< ; Sanctus. 1 l v -14 v CANON MISSAE. 1 l v Kanonbild. 15 ra -23 vb MISSAE SPECIALES. (15 ra ) >De coipore Christi introitus<, Bruylants 1, Nr. 542; (15 vb ) >In dedicatione ecclesie introitus<, Missale speciale Const ., XIX rb_vb ; Bruylants 1, Nr. 526; (16 rb ) >De dedicacione altaris<, Missale speciale Const ., XVHII ra ~ va (!, Foliierungs- fehler; leicht abweichend), Bruylants 1, Nr. 528 (leicht abweichend); (16 vb ) >In die nativitatis domini introitus<, Missale speciale Const ., Iir a -IV va ; Bruylants 1, Nr. 13; (17 vb ) >In die sancto pasce introitus<, Missale speciale Const ., XIV^-XV™ (Sequenz abweichend); Bruylants 1, Nr. 90; (18 rb ) >In die sancto penthecostes <, Missale speciale Const ., XVT b -XVH rb (Sequenz abweichend); Bruylants 1, Nr. 109; (19 ra ) >/w purificatione sancte Marie virginis<, Missale speciale Const ., XX ra ~ vb ; Bruylants 1, Nr. 195; (19 vb ) >In annunciacione beate Marie virginis< , Missale speciale Const ., XX vb -XXI rb (leicht abweichend); Bruylants 1, Nr. 230 (leicht abweichend); (20 rb ) >In visitacione beate Marie virginis<, Missale speciale Const ., XXVT' a ~ vb ; (21 ra ) >In assumpcione beate Marie virginis<, Missale speciale Const., XXI va -XXII rb ; Bruylants 1, Nr.376 (jeweils leicht abweichend); (21 vb ) >In nativitate beate Marie virginis<, Missale speciale Const ., XXII va -XXIH va (leicht abweichend); Bruylants 1, Nr. 404; (22 va ) > In presentacione beate Marie virginis<; (23 rb ) >In concepcione beate Marie vir- ginis<. Sequenzen: (15 rb ) AH 54 Nr. 169, (15 vb ) AH 53 Nr. 247, (17 rb ) 15, (18 ra ) AH 54 Nr. 7, (18 va ) 153, (19 rb ) AH 53 Nr. 99 (mit Zusatzstr. nach Str. 2), (20 va ) AH 54 Nr. 193, (21 rb ) AH 53 Nr.104, (22 ra ) 95, (23 ra ) 189, (23 va ) AH 54 Nr.188 (Concepcio Marie virginis...). 413 Meersburg 5 23 vb -26 ra MISSAE VOTIVAE. (23 vb ) >De quinque vulneribus domini nostri Jesu Christi introi- tus<. Teilweise übereinstimmend mit Franz , Messe, S. 157 f; (24 va ) >Pro peccatis Introitus<, Missale speciale Const., LXVU ra_b ; Bruylants 1, Nr. 559; (24 vb ) >Pro semetipso<\ (25 rb ) >Pro salute vivorum oratio<; (25 va ) >Pro pace introitus<, Missale speciale Const., LXVlI rb ; Bruylants 1, Nr. 556. 26 ra ~ va ORATIONES SPECIALES. (26 ra ) >Pro tribulacione oratio<; >Pro iter agentibus oratio<, Missale speciale Const ., LXIII ra_va (teilweise abweichend); Bruylants 1, Nr. 560; >Pluvia postulanda oratio<, Bruylants 1, Nr. 581; >Pro serenitate oratio <, Bruylants 1, Nr. 582. 26 va_b MISSA SPECIALIS, Fragment. Abbruch in der zweiten Lektion, Fortsetzung auf dem heute ausgerissenen Blatt nach B1 .26 v . >Missa de sancto Rapar (})<■. Mit adaptierter Oration Bruylants 2, Nr. 651 und Otmar-Sequenz AH 53 Nr. 203 ( Laude dignum sanctum canat Ra- par/ Schwenia mater...). Wahrscheinlich ist die Missa auf den Mönch Ratpero zu beziehen, der die Einsiedelei Rötsee gründete und sie später dem Konstanzer Bischof Eberhard I. (1034-1046) übergab. Bischof Ulrich I. (1111-1127) verkaufte Rötsee an das Kloster Petershausen, in dessen Besitz die Einrichtung bis 1580 als Propstei blieb; F. Quarthal , Rötsee, in: Germania Benedictina 5, S. 550-552. 27 r Kirchweihnotizen: Item die capell ist gewicht in daz err unser lieben frowen, sant Seymon und Juda, sant Sebasthion, sant Linhacz, sant Ruprechts, sant Oschwalt, sant Agten, sant Otylien. Item kirwichi wirt in der capell am dritten sunnentag nach ostem. FRAGMENT 2 Falzverstärkungen aus einem senkrecht zerschnittenen Pergamentblatt, jeweils ca. 34,5 x 10 cm. Bei der vorderen Verstärkung Ausriß mit Textverlust. Bastarda von einer Hand. NOTARIATSINSTRUMENT des Georgius Schencly, presbyter et rector ecclesie in Niderbüren (Niederbüren, Kreis Wil) bzw. Notarius (mit Notarszeichen Dreiberg mit Fahne; P. Staerkle , Beiträge zur spätmittelalterlichen Bildungsgeschichte St. Gallens, St. Gallen 1939, Nr. 189, Krebs , Investiturprotokolle, S.605: 1472 rector ecclesiae parochialis in Niederbüren, Kreis Wil), datiert 23.4.1473, acta ... in opido Wil Thurgoya Constanciensis dioece- sis (Wil, Kt. St. Gallen). Betreff: Vaterschaft des Johannes Widler (wohl identisch mit Johann Widler, gest. 1482 als Pfarrer von Ufenau, Kt. Schwyz; Krebs , Investiturprotokolle, S. 872)... tunc temporis coadiutorplebani in Wil, zu einem Kind der Margareta Erlerin, (wohl) Tochter des Walter Or/er. Testes: Johannes [?>\i}ochberg, pleban[us\ ecclesieparrochialis in dic- to opido Wil (Staerkle , Nr. 257, Krebs , Investiturprotokolle, S. 980: ca. 1470-1475 Leutprie- ster in Wil), Hainricus Hechinger, presbyt[e r] de dicto opido (Staerkle , Nr. 192, Krebs , Investiturprotokolle, S. 982, P.J. Schuler , Notare Südwestdeutschlands, Nr. 509: 1473-1474 Inhaber der Frühmeßpfriinde von St. Nikolaus in Wil), Johannes Zime[...]. 414 Meersburg 6 Meersburg 6 Nikiaus Gatschet, Aquarelle Ohninger Petrefakten Papier, 46 Bl., 43,7 x 28,6 cm, Bodenseegebiet, um 1790. 154 Aquarelle von der Hand Nikiaus Gat- schets. Grüner Lederband mit vergoldeten Einzelstempeln. l r (Titel) Wappen des Konstanzer Bischofs Maximilian Augustinus Christoph von Rodt (1775-1800; Bischöfe von Konstanz 1, S. 485; Helvetia sacra 1,2, S. 459-463). Alte Signatur. KS Nische C 14. Herkunft: Meersburg 6 wurde von Nikiaus Gatschet (1736-1817, Landvogt des Thurgaus 1779-1789, Mitglied des Großen Rates in Bern 1785, Landvogt von Saanen 1787-1791; HBLS 3, S.407; Thieme/Becker 13, S.245; M. Henchoz/A.Gachet, Herkunft und Familie, in: Saaner Jahrbuch 3 (1973), S. 147-155; Haldi (s . Lit.), S. 156-168) um 1790 für den Konstanzer Bischof Maximilian Augustinus Christoph von Rodt angefertigt. Der Band steht in Zusammenhang mit einer Fossiliensammlung Gatschets, die 1790 in den Besitz des Bischofs überging (Mayer , 1971 (s. Lit.), S. 401). Die Naturaliensammlung der Konstanzer Bischöfe in Meersburg fiel im Zuge der Säkularisation an Baden und wurde 1803 einschließlich der Handschrift in das kurfürstliche Naturalienkabinett nach Karlsruhe (heute Badische Landessammlungen für Naturkunde) verbracht. Meersburg 6 ging 1837 zusammen mit der Handbibliothek des Naturalienkabinetts in den Besitz der Hofbibliothek über ( Mayer , 1971, S. 404 Anm. 10). Literatur: J. M. Karg , Ueber den Steinbruch zu Oeningen bey Stein am Rheine und dessen Petrefacte, in: Denkschriften der vaterländischen Gesellschaft der Aerzte und Naturforscher Schwabens 1 (1805), Tübingen 1805, S.25 Anm.; G.Mayer , Die Fossiliensammlung des Landammanns im Thurgau Nikiaus Gatschet (1736-1817), in: Der Aufschluß 22 (1971), S. 401-404 (mit Abb. von Bl. l r ); G. Mayer , Beiträge zur Geschichte der Badischen Landessammlungen für Naturkunde in Karlsruhe, V: Akquisition der Naturalienkabinette zu Meersburg (1803) und St.Blasien (1807), in: Beiträge zur naturkundlichen Forschung in Südwestdeutschland 32 (1973), S. 200 f, 202 f Anm. 10; U. Chr. Haldi , Nikiaus Gatschet als Landvogt in Saanen, 1791-1797, in: Saaner Jahrbuch 3 (1973), S. 160-162 (mit Abb. von Bl. 26 r ). l r Titelblatt mit koloriertem Wappen Maximilian Augustinus Christophs von Rodt. >Desseins de Poissons, Insectes, Plantes, et Feuilles Petrifies, tires de la Carriere d' Oeningue en Suabe. Dessi- nes et Presentes a Son Altesse MonSeigneur le Prince de Merspourg et Eveque de Constance Par S. T.H. et T. R. S. Nicolas de Gachet de Pranson Membre du Conseil Souverain de la Republique de Berne et Landammann du Comte de Tourgovie<. 2 r -46 r 45 Tafeln mit 154 Aquarellen Öhninger Petrefakten. Vgl. L.Trunko , Die Fossilfundstätten Öhningen, in: Öhningen. Beiträge zur Geschichte von Öhningen, Schienen und Wangen, hrsg. von H. Berger , Singen 1988, S. 14-20. 415 RITTERSCHAFTLICHE BIBLIOTHEKEN Kraichgau 1 Johann Ulrich Pregizer, Württembergische Staatshistorie Papier, IV + 287 BL, 36 x 24 cm, Südwestdeutschland, 18. Jh. 2 . Zeitgleiche Foliierung. Wz.: 1. Textteil Lilie mit Herstellernamen / Honig, holländisches Papier, wohl letztes Drittel des 18. Jh's; 2. Vorsätze badisches Wappen mit Initialen N.H. (Nikiaus Heusler, Kandern), 18. Jh. 2 ( Piccard , Expertise). Deutsche Kursive von mehreren Händen. Brauner Lederband mit vergoldeten Einzelstempeln auf dem Rük- ken, Rückentitel WIRTEMBERGISCHE STAATS-HISTORIE. In den Mediatisierungsakten ist die Handschrift erfaßt unter Pregitzers (Joh. Ulr.) [Wirtemberg.] Staats Historie fol. (geschrieb.) (BLB, K 2988,5, 5 V ) und .F[ol]. Pregizers wirtb. Staats Historie Mst. (14 v ). Auf der Versoseite des ersten, ungezählten Blattes von Kraichgau 1 Ubernahmevermerk C[raichgauische] R [itterschaft] (Blei) der Media- tisierungszeit. Literatur: Längin , Nr. 262h; Ettlinger , S.62, 102. IV-284 V JOHANN ULRICH PREGIZER, WÜRTTEMBERGISCHE STAATSHISTORIE. (IV r ) > Wirttembergische STAA TS HISTORIE oder Historische und Politische Erläutterung von der inneren und äußeren Macht und Stärckhe deß Herzogthumbs Wirttemberg, auß gelegen- heith, eines gewißen, von weyland König Ludovico XIV. in FranckReich, Anno. 1685... veranlasten Discours... Von Dr. Johann Ulrich Pregizern.. .<. (1 r —271 v ) >Discours<. Wer von der Macht und Stärcke, oder im gegensaz von der Schwachheith... arma procul habere. Tacitus lib. II. Annal. FINIS. (273 r -284 v ) >Kurze Summarien, des Auffsazes, von der äußerlichen und innern Macht und Stärcke des Herzogthumbs Wirttemberg <. Inhaltsverzeichnis auf der Basis von Kurzzusammenfassungen. Vgl. zu weiteren Handschriften des Textes Heyd , Hist. Hss. 1, S. 17 Nr.34 u. Kat. Stuttgart HStA , Nr. 102e. Zu Pregizer (1647-1708) s. Ihme, S .684; Deutsches Geschlechterbuch, 146, Limburg 1968, S. lOf. Kraichgau 2 Württembergische Chronik • Balthasar Mitschelin Papier, I + 414 Bl., 33,2 x 20,8 cm, Südwestdeutschland, um 1700. Kustoden im Chronikteil, z.T. abgeschnitten. Landbuchteil im 18. Jh. separat fehlerhaft paginiert (1-104, 205-224, 125-129, 230-337, 378-392 , 333-336 , 36 7-3 77 (385 r )). Geislinger Papier mit Initialen H.C.K. (Hans Caspar Kechelin), Produktion belegt für 1694-1701 ( Piccard , Expertise). Deutsche Kursive von mehreren Händen. Korrekturen und Ergänzungen des 18. Jh's, z.T. auf eingelegten Blättern (220 r_v , 344 r ). Pergamentband. Rückentitel Wurtemberg. Chronic mscr. Als Lesezeichen sind zwei Brieffragmente eingelegt. Fragment 1: adressiert an Augu [st...], datiert Beuttingen (Langenbeutingen, Landkreis Heilbronn), 27.12.1780, un- 419 Kraichgau 2 terzeichnet Christian Gottlieb Schrimpf (1740-1805 lt. Mitteilung vom Kreisarchiv Heilbronn; Bestellung eines Palatin/). Unter dem Titel Geschriebene Wiirttenbergische Chronic taucht die Handschrift in einem in der zweiten Hälfte des 18. Jh's entstandenen Verzeichnis der Bücher im Archiv der Ritterschaft auf (s. S. 145), in den Mediatisierungsakten ist sie erfaßt unter Mitscheie (Balth.) Wirtemberg. Chronik. Fol. (geschrieb.) (BLB, K 2988, 5, 5 V ) und ^[ol]. Mitscheie würtb. Chronik Mst. (14 v ). Auf dem Vorderspiegel Ubernahmevermerk C[raichgauische] R[itterschaft] (Blei) der Mediatisierungszeit. Literatur: Ettlinger , S.62; Kat. Karlsruhe III, S.209 (Cod. Durlach 120). V >Balthasar Mitscheie. Wurtembergische Historia< (18. Jh.). Verweise auf Selbstnennungen Mitschelins im Landbuch. 2 r -249 v WÜRTTEMBERGISCHE CHRONIK. > Vom Ursprung der Herren Graffen von Württenberg undt daß sie von den alten Hertzogen von Schwaben entsproßen<. Gleich wie von vielen anderer hohen Geschlechter anfang mehrerley... (249 v ) >Cognatio Caesaris Maximiliani, cum Ludovico Duce Wiirttenbergensi (1568—1593)<. Stammtafel. Bemerkenswert: 171 r Epitaph der Helena von Württemberg (f 1506), koloriert. 136 r Erwähnung einer das Konstanzer Konzil betreffenden Handschrift (extract auß einnem alten geschriebennen buch), die Johann I. von Pfalz-Zweibrücken (1550-1604) am 25.8.1586 erhalten hatte und dem Verfasser der Chronik in der Folge in Form eines Auszugs in Zweibrücken überreichte. Gemäß dieser Notiz gehört Kraichgau 2 zu einer von Cod. hist. fol. 185 und quart. 78 der WLB Stuttgart vertretenen Redaktion, die um 1650 von einem anonymen Bearbeiter auf der Basis der Mitschelin- schen Chronik verfertigt wurde. Heyd , Hist. Hss. 1, Nr. 185; Heyd , Bibliographie, Nr. 114. 250 r -396 r BALTHASAR MITSCHELIN, LANDBUCH. (250 r ) Stuettgarth die Hauptstatt, Schloß, und Fürstliche Cantzley, hat nachfolgend darein gehörige Fleckhen... (396 r ) ... Carolus Calvus Kayser. Frühe Redaktion der Chronik, bis auf 353 v , 357 r und 357 v ist Mitschelin in der ersten Person genannt (282 v , 305 r , 313 r , 320 r , 327 r , 334 r ), mit späteren Einschaltungen: (372 r -380 r ) Bericht über die Renovierung der Esslinger Dominikanerkirche (St. Paul) 1664/ 65. Vgl. 700 Jahre St. Paulskirche in Esslingen, Esslingen [1968], S. 85f. (380 v -382 r ) Mat- thaeus Merian. >Andere Beschreibung der Statte Eßlingen. - Dieße Reichstatt am Neckher, ein meil von Stuettgardt... Druck: M. Merian, Topographia Sueviae..., Frankfurt a. M. 1643, S.69f. - Vgl. zu weiteren Handschriften des Landbuchs Heyd , Hist. Hss. 1, Nr. 126, 581; 2, Nr. 79; Heyd , Bibliographie, Nr. 180; Kat. Stuttgart HStA, S. 58 und Nr. 12 a, 13, 49, 140, 195. Der gleiche Text (ohne die Einschaltungen auf 372 r -382 r von Kraichgau 2) findet sich auch in Cod. Durlach 120 der BLB (s. Lit.). Zu Mitschelin (1538-1608) s. Bernhardt, S. 495 f. 396 v —410 V >Copia Conßrmationis Ratificationis. Bestättigung und Erclärungs Puncten, des Tü- bingischen Vertrags...<. Von Gottes Gnaden Wier Cristoph Herzog zue Württenberg... Christoph von Württemberg (1550-1568), Bestätigung und Erläuterung des Tübinger Vertrags (13.4.1551). Druck: A. L. Reyscher , Vollständige, historisch und kritisch bearbeitete Sammlungderwürttembergischen Gesetze, 2, Stuttgart/Tübingen 1829, S. 85-91. 420 Kraichgau 2 • Kraichgau 3 411 v —413 r >Dinckelsbühel<. Eine alte Reichs Statt in Schwaben so da ligt in dem Fiiragrundt... 1651... Sebastian Mayer. Kraichgau 3 Christoph von Degenfeld, Reise- und Kriegsbeschreibung Papier, XIV + 932 S., 31,4 x 21,7 cm, Südwestdeutschland, Anf. 18. Jh. Nach S. 932 sind einige Blätter ausgerissen. Paginierung des 18. Jh's. Hauptteil verschiedene Wasserzeichen des 18. Jh's, u. a. Wz. Traube mit Krone und Initialen H.G.M. Eingelegtes Blatt (s. unten) Wz. Memminger Stadtwappen mit Initialen G.FI. (Gabriel Hommel), um 1700 in Gebrauch ( Piccard , Expertise). Wasserschäden. Deutsche Kursive von mehreren Händen. Schwarzer Lederband mit Streicheisenlinien. Auf dem Rücken Rest eines Signaturenschildes (61). Textbegleitend etwa 150 Federzeichnungen, meist Ansichten von Städten. Ursprünglich lose eingelegtes, bei der Paginierung berücksichtigtes Blatt (S. 19 f) mit zwei zeitgleichen Zeichnungen von Korfu heute fest eingebunden. In den Mediatisierungsakten ist die Handschrift erfaßt als v. Degenfelds Reise. Mst. Fol. (BLB, K 2988,5, 5 r ) und /"[ol]. von Degenfeld Reise Beschreibung von 1661-1670, Mst. (14 r ). Literatur: Längin , Nr.269i; Ettlinger , S.62; Denecke/Brandis , S.63; K. K rimm , Spuren des guten Geschmacks. Adlige Bildungswelt, in: Zwischen Fürsten und Bauern, S. 140 f u. Abb. 106 f (S. 47 und 430 der Handschrift). (s. 1) > Beschreibung der reyse so ich Christoff Freyherr von Degenfeldt, im Jahr 1661 von Dürnau (Dürnau, Landkreis Göppingen) aus angefangen, undt im fahr 1670 vollendet habe, auch waß auff solcher vorgangen, undt sonsten Merckwürdiges zu sehen gewesen*. Im fahr 1661 nach Christi Unsers Erlöser geburth den 12. Martii...; (s. 18) 25.1.1662, (s.450) 24.1.1663, (s.508) 2.1.1664, (s.536) 29.1.1665, (s.628) 3.1.1666, (s.691) 1.1.1667, (s.791) 1.1.1668, (s.860) 1.1.1669, (s. 888)... Den 2. fulii eben wie vorigen Tag, undt wurde starck an der Batterie undt abschnitt gearbeitet. Den 3. fulii/. Abbruch, Schluß fehlt. Zu Christoph von Degenfeld (1641- 1685) s. M. F. G. K apff , Christoph Martin Freiherr von Degenfeld, venetianischer General- Gouverneur von Dalmatien und Albanien. Nebst einer kurzen Geschichte der Familie Degenfeld, Ulm 1844, S. 52; A.Graf Thürheim , Christoph Martin Freiherr von Degenfeld, General der Venezianer, General-Gouverneur von Dalmazien und Albanien und dessen Söhne (1600- 1733). Ein Beitrag zur Geschichte des siebenzehnten Jahrhunderts, Wien 1881, S. 111-114 (dort ist als Abreisejahr 1660 angegeben); Becke-Klüchtzner , S. 108. Die Reisebeschreibung behandelt Italien (sehr umfangreich) und den weiteren Mittelmeerraum, insbesondere Griechenland und die Türkei. Degenfeld stand zu dieser Zeit in venezianischen Diensten im Krieg gegen die Türkei. 421 Kraichgau 4-5 Kraichgau 4-5 Veit Breitschwerdt, Ausführlicher Diskurs und Rechtlich Bedenken Papier, XIX + 1762 Bl., 31,8 x 19,5 cm, Südwestdeutschland, um 1670. Zeitgleiche Foliierung, erfaßt fortlaufend beide Bände. Esslinger Papier, Wz.: Greif mit Initialen G.S./S.G. (Sebastian Gretzinger), Beschriftung belegt für 1670 ( Piccard , Expertise). Deutsche und lateinische Kursive von mehreren Händen. Auf Vorder- und Hinterspiegel von Kraichgau 4 finden sich jeweils drei Abdrücke von Siegellack mit Papierresten (ehemals eine Beglaubigung der Korrektheit der Abschrift eingeklebt?). Pergamentbände. Rückenschild von Kraichgau 4 verloren, Reste des Schildes von Kraichgau 5 heute auf dem Hinterspiegel ( Veit Breitschwerdts Fernerer außfiihrlicher Discurs [und] Rechtliches Bedenckhen über die andere HauptStrittigkeiten Löbl. Freyen Reichs Äi£ferc[chafft] in Schwaben gegen der Margg[raffschaft Burgaw die ]\agdb[&rkeit betreffent]). Bei Kraichgau 4 ursprünglich zwei Schließenbänder. In den Me- diatisierungsakten sind die Bände erfaßt unter Breitschwerds Discurs u. Bedenk, über die Strittigkt. der Schwab. Ritterschaft geg. v. Nellenburg. Beamt. Fol. Mst. (BLB, K 2988,5, 4 r ) und .F[ol]. Breitschwerds Bedenken über die R. R. und burgauischen Streitigkeiten. 2 Bde. Mst. (12 v ). Auf dem Vorderspiegel jeweils Übernahmevermerk C[raichgauische] R[itterschaft] (Blei) der Mediatisierungszeit. Literatur: Längin, Nr. 262c; Ettlinger , S.62, 102; Kat. Karlsruhe IV, S. 306 (Cod. K 684); Denecke/Brandis , S.42. Kraichgau 4 (III r ) > Außfiihrlicher Discurs und Rechtlich Bedenken über underschiedliche, langgewehrte Strittigkeiten, auch obhabende Beschwerdten Wohllöblicher Freyer-ReichßRitterschafift undt Adelß in Schwaben gegen und mit denen Schwäbischen, Landtgerichtlichen, Burgawischen, Hochbergischen, Nellenburgischen Beampten, Tyrolischem Lehen-Hoff... MDCXXIIX<. (IV T -XIX V ) Inhaltsverzeichnis. >Kurtze anzaig an waß orth, undt blatt, ein oder andere abgehandelte Haupt- strittigkeit, ohne mühesam aufisuchen zu finden<. Die erste LehenßStrittigkeit, ob bey hie außen, über dem Gebürg... (l r —859 v ) >SYN 0EO<. Es haben die WohlEdle, Wohlgeborne, unndt Gestrenge, Römischer Kayßerlicher Mayestät Rhäte... ob wohlen aufifis kürtzest, haben und behalten mögen. Andere (Reklamante für Kraichgau 5). Gleicher Text im Kern seitenidentisch auch in Cod. K 684 der BLB. Druck des Inhaltsverzeichnisses: J. St. Burgermeister , Bibliotheca equestris, 1, Ulm 1720, S. 617-625 (s. auch S. 5 f, 626-628). Hier werden jeweils zwei verschiedene Foliierungen angegeben; die zweite stimmt zu der Texteinrichtung in Kraichgau 4- 5 und K 684, so daß zwei jeweils identische Reihen des Burgermeisterschen Werkes hergestellt worden sein müssen. 422 Kraichgau 5 Kraichgau 5 (860 r -1760 v ) > Andere Hauptstrittigkeit löblicher Freyer ReichßRitterschajft in Schwaben inn unndt gegen der Margraffschaffi Burgaw die Jagbarkeit betreffent<. Von dießer anderen Haupt- strittigkeit der Freyen inn der Marggraffschafft... genädig großgünstig belieben, vel tandem gestellet seyn. (1761 r -1762 v ) Nachwort. Darmitt einest alleß waß mir eingeschicket... Datum den 2ten Aprilis Anno 1628... underthänig dienstwilligst Veit Breitschwerdt. Zu Veit Breitschwerdt (1565-1631, Jurist und württembergischer Rat) s. Jöcher 1, Sp. 1360; K. H. Frhr. Roth von Schreckenstein , Geschichte der ehemaligen freien Reichsritterschaft in Schwaben, Franken und am Rheinstrome, 2, Tübingen 1871, S.407 Anm .2; Bernhardt, S. 190-192. 423 Ortenau 1 Ortenau 1 Sebald Büheler, Wappenbuch der Straßburger Stettmeister und Am- meister Papier • I + 96 Bl. • 36 x 24,7 • Straßburg, Elsaß und Ortenau • um 1594/95-1789 Vor Bl. 4 fehlt mindestens ein Blatt mit Textverlust. Nach Bl. 52 (mit Teilausschnitt) fehlen 3 Bl. mit gedruckten Wappenkartuschen. Titulus auf Bl. 90 r aufgeklebt. 1 l r -13 r u. 37 r " v mit Uber- und Einklebungen. Wz.: 1. Grundstock, a. Blätter mit gedruckten Wappenkartuschen (Bl. 16-52, 69-82) zeigen das Wz. Lilie im Schild mit Monogramm W.R. (Wendelin Rihel, Straßburg), darüber Monogramm C.V.L., Beschriftung belegt für 1587 (Piccard , Expertise, nach Briquet Nr. 7165). b. Die zugehörigen Textblätter (4-10, 53-67, schlechtes Papier mit schwachem Wz.) zeigen ähnliche Wz. ohne das Monogramm C.V.L., vgl. Piccard XIII, Nr. 1298 ff (Beschriftung belegt für 1596 und später). 2. Nachtragsschicht 1636-1638 (Bl. 3 (Titel), 11-15, 68, 83, 85-89, 92-94) Wz. zweikonturiges S, vertikal von einer gewundenen Linie durchzogen, nicht bei Briquet . Daneben (Bl. 84) Wz. Buchstabe W. 3. Bl. lf u. 90 f Wz. Malteserkreuz an Knopfstange (Bl. 1 dat. 1664), Bl. 96 Wz. IPA & Quay. Der Text des Grundstocks stammt von der Hand des Sebald Büheler (s. unten; J. Ficker/O.Winckelmann , Handschriftenproben des sechzehnten Jahrhunderts nach Strassburger Originalen, Kleine Ausgabe, Straßburg 1906, Nr. 35 mit Autographreproduktion nach Cod. Osthausen von 1589, s. unten), die Wappenbeischriften gehen auf einen zeitgleichen Schreiber zurück. Spätere Nachträge von mehreren Händen; Bl. 41 v —43 v , 81 v -84 r u. 96 r_v von der Hand Christian Friedrich Sahlers, s. unten. Kolorierte Wappenzeichnungen auf 2 r , 1 l r - 14 r , 16 r -43 v , 69 r -84 r , 86 r -87 r , 92 r -93 r . Ortenauer Ganzleder-Bibliothekseinband (s. S. 148). Auf dem Rücken vergoldete Einzelstempel, Rückenschild STRASBUR. WAPPEN-BUCH. Herkunft: Gemäß dem handschriftlichen Befund sowie gemäß den Tituli auf Bl. 53 r und 3 r (abschriftlich, um 1636) geht der Grundstock (Verfassungsgeschichte, Stettmeister- und Ammeisterteil) auf den Straßburger Maler und Historiker Sebald Büheler (1529-1595) zurück ( Sitzmann 1, S. 258 f; NDBA, S.415). Der Stettmeisterteil ist auf 1589 datiert (3 r ), der Ammeisterteil auf 1594 (53 r ). Die Grundstocktexte reichen bis 1594 (53 r , 66 r ), die zugehörigen Wappenteile bis 1595 (38 r ) und 1594 (77 v ). Auftraggeber der Handschrift ist nach Ausweis von Bl. l r Hans Philipp Böcklin von Böcklinsau (1551-1614, s. unten). 1636-1638 wurde die Handschrift, zu dieser Zeit noch im Besitz der Böcklin von Böcklinsau, um die B1.3, 11-15, 68, 83, 85-89 u. 92-94 erweitert. Auf diesen Blättern finden sich mit Ausnahme von 53 r (1594, Grundbestand) und 90 r (Blattausschnitt, aufgeklebt) sämtliche Tituli (3 r , 15 v , 68 v , 85 v ) sowie überwiegend nach Geschlechtern geordnete Wappennachträge (ll r -14 r , 86 r -87 r , 92 r -93 r ), deren Datierungen im Grundstock bis 1636-1638 reichen. Nachdem der Codex 1664 in den Besitz des Ludwig Heinrich Zorn von Plobsheim (s. unten) übergegangen war, wurde diese Nachtragsschicht bis 1691 (14 r ) und 1711 (93 r ) erweitert. Im gleichen Zusammenhang ist die erste Nachtragsschicht im Grundstock zu sehen, die bis 1700 (41 v ) und 1691 (81 r ) reicht. Die sich auf 41 v -43 v , 8l v —84 r u. 96 r " v anschließende zweite Grundstock-Nachtragsschicht wurde von dem Konsulenten des Ritterkantons Ortenau, Christian Friedrich Sahler ( Krebs , GLA, S. 280 Abt. 127; s. Cod. Ortenau 2-5) von 1786 bis 1789 (Bl. 84 r ) angelegt. Gemäß dem Monitum auf B1.95 r wurde Sahler hierzu am 22.2.1786 von Graff Waldner beauftragt. Franz Ludwig Waldner von Freundstein (1710-1788) war ab 1766 Präsident des Direktoriums des 424 Ritterkantons ( Lehr 3, S. 183f; Sitzmann 2, S .940f). - Die Handschrift trägt mehrere Provenienzeinträge: a. Dieses buch hatt mir brudter Philip Joachim Böecklin von Boecklinsaw (tot 1703; Kjndler von Knobloch 1, S. 131; Lehr 2, S. 102) den 27. april 1664 verehret, Gott danck es Ihme. Sein Groß Vatter, H.Hanß Philipß Boecklin v. Boecklinßaw Praetor (1551-1614; Kindler von Knobloch 1, S. 131; Lehr 2, S. 101; NDBA, S.277; Hatt, S .407), hatt es mahlen lassen, doch nicht gar, dann /[ch] L.H. Zorn v. Plobßheimb (Ludwig Heinrich Zorn von Plobsheim, gest. nach 1690; s. E. Ettlinger , Studien über die Urprovenienzen von Handschriften der Großherzoglichen Hof- und Landesbibliothek zu Karlsruhe, in: Centralblatt für Bibliothekswesen 16 (1899), S. 454 u. Anm. 1; J. Kindler von Knobloch , Elsässische Studien, in: Der Deutsche Herold 9 (1878), S .75; Matr. Strassburg 1, S .334: imm. phil. 1651) habe es biß dato continuieret, und supplieret (l r ); b. L.H. Zorn a Plopsheimb O. C.D. 1664 (aus 1666) (3 r ); c. O.C.D. 1682 L. H. Z. V. Plopsheim, mit koloriertem Wappenexlibris (2 r ); d. Vorderspiegel: Wappenexli- bris der Bibliothek des Ritterkantons Ortenau (s. Abb. 42), 1993 abgelöst, darunter Leimspuren mit Papierresten (Exlibris sekundär verwendet, oder vorgängiges Sahler'sches Exlibris entfernt?). Das Verzeichnis der ritterschaftlichen Bücher, die der Consulent Sahler 1785 in Kehl aufbewahrte, führt die Handschrift als Gemahltes Wappenbuch aller Straßburger Stättmeister Mscpt. auf (s. S. 148). In den Media- tisierungsakten findet sich der Codex unter Strasburg. Statt- u. Ammeister Wappenbuch. Mst. (BLB, K 2988,6, 3 r ). Auf der Versoseite des ersten, ungezählten Blattes handschriftlicher Verweis auf den Blattausschnitt bei Bl. 52 von der Hand Wilhelm Brambachs (13.10.1887). - Eine Parallelhandschrift befand sich 1896 im Besitz der Straßburger Familie Brackenhoffer; auch hier ist der Stettmeisterteil auf 1589, der Ammeisterteil auf 1594 datiert ( R.Stiassny , Hans Baidung Griens Wappenzeichnungen in Coburg. Ein Beitrag zur Biographie des oberrheinischen Meisters, 2.Aufl., Wien 1896, S. 13). Ein nicht auf Straßburg und das Elsaß beschränktes, umfänglicheres Bühelersches Wappenbuch wird im elsässischen Schloß Osthausen (im Besitz der Freiherren Zorn von Bulach) aufbewahrt. Diese Handschrift weist ebenfalls gedruckte Wappenkartuschen auf, die jedoch nicht mit denen von Ortenau 1 identisch sind (Müllenheim (s. Lit.), S. 52; Ficker/Winckelmann (s. oben), Nr. 35; Ganz , S. 22-27 u. Abb. 9-12). Hieraus ist Cod. Ortenau 3 ein Auszug. S. auch BLB, Cod. Ettenheimmünster 21. Literatur: Längin , Nr. 269g; K. Frhr. von Neuenstein , Wappen aus dem Staedte- und Ammeisterbuche zu Strassburg nach dem Original in der Großh. Hof- und Landesbibliothek, in: Wappenkunde 2 (1894), Heft 2-12, S. I—III, 1-133; Ettlinger , S.63, 103; [H.] Frhr. von Müllenheim , Ein Wappenbuch des Se- bolt Büheler 1589, in: Heraldisch-genealogische Blätter für adelige und bürgerliche Geschlechter 2 (1905), S. 52 f, 71-73 u. Kunstbeilage XV; [Th.] Wilckens , Heraldisches aus der Hofbibliothek zu Darmstadt, in: Der Deutsche Herold 38 (1907), S. 115. V Aufgeklebte Doppelkartusche, Kupferstich. Provenienzvermerk des L.H. Zorn von Plobsheim (s. Herkunft). 2' Koloriertes Wappenexlibris des L. H. Zorn von Plobsheim (s. Herkunft). 3 r Titelblatt (abschriftlich, um 1636). > Wapen Buch darin aller des Heyligen Römischen Reichs freyen Statt Straßburg Herren Stettmeystern... auch aller der Herren Ammeyster... Wappen... Vom Jar Christi Dausendt Drey Hundert Dreyssigk Drey... durch Seobaldt Beüheler Mahler unnd Burger offternanter Statt Straßburg... Im Jar... Ein Dausent FünffHundert Achtzigk unnd 425 O rtenau 1 Neun<. Besitzvermerk des L. H. Zorn von Plobsheim (s. Herkunft). Nachzeichnung: Neuenstein (s. Lit.), S.I. 4 r -7 r VERFASSUNGSGESCHICHTE DER STADT STRASSBURG, Anfang fehlt, /gene- digliche Begabung und Freyheitten, also daß sie ein freye Reichstatt genant... Unnd Anno 1331 Jar nach der Geburtt Christi... unnder dem Herren AmMeister Herr Petter Schotten inn dem Jar nach der Geburtt Christi 1482 Jar etc. 8 r -10 v , 15 r -52 v SIE I i MEISTER. (8 r -10 v ) Überblick über die Stettmeister 1333-1476. >Hie nach volgen die Herrenn unnd StettMeister vonn der Ritterschafft, mitt ieren ordenlichenn Namen und Wappenn... (1333)<. Und hieruff do sindt zu den ersten Herrenn StettMeistem vonn der Ritterschafft erwölt... unnd uff die 620 Heuser und scheüren vor der Statt etc.-, (15 V —52 v ) Wappen der Stettmeister. Kolorierte Zeichnungen über gedruckten Wappenkartuschen (durchbrochenes Visier). (15 v ) >Nuhn volgen der Herren Stettmeyster Wappen<; (16 r —38 1 ) Grundstock. Herr Rulmann Schwarber Ritter Anno etc. 1333 bis Claus Jacob Wurmser Anno etc. 1595-, (38 r /37 v -41 v ) Erste Nachtragsschicht. Heinrich Büchsner Anno 1602 bis Anthoni Eberhard Bock von Bläßheim 1700 ; (41 v -43 v ) Sahlersche Nachträge. Frantz Wilhelm von Ma- dau... 1708 bis Friederich Ludewig Reinhard Wurmser von Vendenheim... 1786. Es folgen ein unbeschriftetes Wappen, dann bis 52 v unausgefüllte gedruckte Kartuschen. Die älteren Beischriften der Wappen sind zum Teil ergänzt, ab Nr. 293 von Sahler durchnumeriert (davor keine Zählung). Nachzeichnungen der Wappen: Neuenstein (s . Lit.), S.III, 1-81. 1114 r ADELIGE STE1' 1 MEISTER, z.T. nach Geschlechtern geordnet. (ll r ) >Von den UhrAlten Hoch Adenlichen Herren Stedtmeistem<. Rulman Schwarber 1333 bis Gabriel zum Treubel 1582; (1 l v ) >Beschreibung wieviel Personen von dem Alten Adenlich Zornen Geschlechten. zu Herren Stettmeister von 1349 biss Ano 1636...<. Grundstock: Claus Zorn von Bulach 1349 bis Wolf Dietrich Zorn 1636; Nachträge: Claus Ludwig Zorn 1654 bis Wolffgang Zorn... 1668; (12 r ) > Von dem Alten Adenlich Geschlechtern die von Müllenheim genant...<. Grundstock: Eberlin von Mülnheim 1350 bis Heinrich von Müllnheim 1554. Nachtrag: Philipß Heinrich Müllenheimb zu Roßenburg bis Hanß Reinhardt von Müllenheimb zu Rechberg; (12 v - 13 r ) >Beschreibung der beyden Adenlich Geschlechtern die Bockh. und Böcklin von Böcklinsaw. genant. Grundstock: Cuntz Bock 1357 bis Hanß Ludwig Böcklin 1621; Nachtrag: Jacob Fridrich Böcklin 1649 bis Jacob Christoff Böcklin 1660; (13 r ) > Von beden Adenlichn Ge- schlechtrn. Die von Kageneck und Sturm, von Sturmeck gnant.. .< (überklebt). Grundstock: Er- hardt von Kageneckh 1350 bis Bernhardt von Kageneckh 1626 und Gosse Sturm 1343 bis Jacob Sturm von Sturmekh 1624; Nachtrag: Adolff von Mittelhaußen 1557 bis Wilhelm Sebastian Mürg von Boffzheimb 1656; (14 r ) > Von den Adenlichn Herrn Stettmeister Wormbser von Vendenheim... <. Grundstock: Claus Wurmbser 1484 bis Claus Ludwig Wurmbser 1631; Nachtrag: Philipß Jacob Wormbser 1652 und Johann Jacob Wurmbßer von Vendenheimb a. 1687, weiter: Angehörige der Geschlechter Rosheim, Mundolsheim, Lentzlin. 15 r —52 v s. 8 r 426 Ortenau 1 • Ortenau 2 53 r -84 v AMMEISTER. (53 r -67 r ) Überblick über die Ammeister 1333-1594/1609. >Hie Nach volgen die Herrenn AmMeister disser Löblichenn Freyen Reichs Statt Straßburg vonn dem Jar Christi Tausent Drey Hundert Dreyssig und Drey... durch mich Seboldt Büheler Maler und Burger zu Straßburg... 1594<. Grundstock (53 v -66 r ): 1. Anno 1333 Jar Do ward erstlich zu einem Herrenn und AmMeister erwält... 109. Anno 1594 Jar ward Herr Jacob Rips erwölt... Unnd ist ann Herr Mathis Wückrs Statt kumen ; Nachträge (66 v -67 1 ): 110. Anno 1596 ward Herr Heinrich Obrecht... Anno 1609 den 12 Januery zum Ameister erwölt Herr Ul. Miirsell; (68 v -84 r ) Wappen der Ammeister. Kolorierte Zeichnungen, 69 r -82 v über gedruckten Wappenkartuschen (geschlossenes Visier); (68 v ) > Hernach volgen der Herren Ammeyster Wappen<; (69 r -77 v ) Grundstock. Herr Burckhard Zwinger der erste Ammeister 1333 bis Jacob Ripps der 109. Anno etc. 1594; (77 v —81 r ) Erste Nachtragsschicht. Heinrich Obrecht der 110. Anno etc. 1596 bis Daniel Richshojfer... electus 1691; (81 v —84 r ) Sahlersche Nachträge. H. Joh. Georg Hecker... 1693 bis Johann von Türckheim... 1784. Ergänzungen der frühen Texte von späteren Bearbeitern, durchgehende Zählung von Sahler. Jüngster Eintrag: 1789 (84 r , Nr. 184). Nachzeichnungen der Wappen: Neuenstein (s . Lit.), S. 82-129. 85 v -87 r FÜNFZEHNER. (85 v ) > Demnach Folgen bedes des Adenlich und Biirgerlichn Standts, die Herrn Fünffzehener so jetzmahr noch im Leben zu befinden<. (86 r ) Wappen. Claus Ludwig Wurmbser bis Hanns Carle von Botzheim. Nachtrag: Hanß Reinhardt Voltz von Altenaw; (87 r ) Wappen. Tobias Stedel... 1637 bis Johan Dieterich... 1638. Nachzeichnungen der Wappen: Neuenstein (s. Lit.), S. 130 f. 90 r -93 r PFLEGER DER KARTAUSE. (90 r ) > Beschreibung aller Herrn Pfleger der Carthaus- sen<; (92 r -93 r ) Wappen. Grundstock: H. Egenolff Röderer von Diersspurg... 1525 bis Johan Jacob Meyer... 1636. Nachträge: Clauß Ludwich Wurmbßer... 1640 bis Johann Reimbold Fride- rici... 1711 Consul. Nachzeichnungen der Wappen von 92 r : Neuenstein (s. Lit.), S. 132 f. 95 r Auftrag zur Fortsetzung. >Monitum<. Damit diese Collection derer Herren Stätmeister von Straßburg continuirt werde, so wird hiermit dem Herrn Consulent Sahler aufgetragen selbige continuiren zu laßen mit anfigung der Nahmen derer Herrn Stätmeister bis auff die Jetztlebende wie auch der Wapen. Straßburg den 22. Februarii 1786 Graff Waldner S.J.R. (s. Herkunft). 96 r ~ v Verzeichnis der Stettmeister Nr. 293-332 (s. oben) von der Hand Sahlers. Ortenau 2 Index zu Bernhard Herzog und Gabriel Bucelin Papier, 278 Bl., 34,2 x 21,5 cm, Ortenau, um 1742. Wz.: Bl. 1-8 lothringisches Doppel-C; Bl.9-236 Baselstab im Blattkranz mit gekröntem lothringischen Doppel-C auf der anderen Bogenhälfte (ähnlich Heitz , Nr.216, belegt für 1748) oder Baselstab im Blattkranz mit Beizeichen Lilie auf der anderen Bo- 427 Ortenau 2 • Ortenau 3 genhälfte; Bl. 237-278 Baselstab im Blattkranz mit Beischrift FIN DE J.MEYER EN ALSACE 1742 auf der anderen Bogenhälfte (s. Cod. Ortenau 6 (nicht identisch); vgl. Heitz , Nr. 206). Die beiden Hauptteile sind jeweils von einer Hand geschrieben. Deutsche und lateinische Kursive der Zeit. Ortenauer Halbleder-Bibliothekseinband (18. Jh. 2 , s. S. 148), Rückenschild INDEX AD BERNHARD HERTZ. CHRON: ALSAT: MSCT. Herkunft: Auf dem Vorderspiegel Wappenexlibris von Christian Friedrich Sahler (s. Cod. Ortenau 1 u. Abb. 43). Bis 1993 war dieses Exlibris mit dem Wappenexlibris der Bibliothek des Ritterkantons Ortenau überklebt (s. Abb. 42; heute unterhalb angebracht). Die Handschrift wurde 1771 vom Ritterkanton aus dem Besitz Sahlers ersteigert. Das Verzeichnis der ritterschaftlichen Bücher, die der Consulent Sahler 1785 in Kehl aufbewahrte, führt den Codex als Index darüber (= B.Hertzog, Elsässische Chronik) Mscpt. nebst geschriebenem Indice über Bucelini Werck auf (s. S. 148). In den Mediatisierungsakten ist die Handschrift unter Herzogs Elsaß. Chronik (Register über) Mscpt. verzeichnet (BLB, K 2988,6, 3 r ). Literatur: Ettlinger , S.63. 7 r -234 v > Register über alle Nahmen derer Geschlechter und Ortter, deren Erwähnung geschiehet in Bernhard Hertzogs Elsaßischer Chronick<. Alphabetisches Namens- und Sachregister zu: Bernhard Herzog , Chronicon Alsatiae. Edelsasser Cronick unnd außfurliche beschreibung des untern Elsasses am Rheinstrom..., Straßburg 1592 (VD 16, H 2659). Zu Her(t)zog (1537-1596/97) s.NDB 8, S. 719; Sitzmann 1, S.763f. 237 r -275 r Alphabetisches Geschlechtsregister zu: Gabriel Bucelin , Germania topo-chrono- stemmato-graphica sacra et profana..., 1-4, Ulm 1655-1678. In der Handschrift findet sich kein Vermerk darüber, daß sich das Register auf Bucelins Werk bezieht. Zu Bucelin ( 1599— 1691) s. Ihme, S. 114. Ortenau 3 Sebald Büheler, Wappenbuch (Auszug) Papier, IV + 215 Bl., 34,4 x 22 cm, Straßburg, 1750 u. um 1805. Zeitgenössische Foliierung 1-147. Wz.: lothringisches Doppel-C ( Piccard , Expertise). Grundstock deutsche Kursive von einer Hand (F. J. Z., s. unten). Bl. 212 r —213 r Nachtrag von einer Hand um 1805. 1 r — 142 r unkolorierte Wappenzeichnungen, 143 r —147 v gedruckte und gezeichnete, z.T. kolorierte Wappen, jeweils aufgeklebt. Ortenauer Halbleder-Bibliothekseinband (s. S.148). Rückenschild EXTRACT AUS BÜHELERS WAPPENBUCH. Herkunft: Laut Titelblatt (III r ) ist Ortenau 3 1750 von F.J.Z. verfertigt worden als Auszug aus Sebald Bühelers (s. Cod. Ortenau 1) im Jahr 1589 entstandenen Wappenbuch, das in der Straßburger Kunstkammer des Wolffgang Christoph von Rathsamhausen aufbewahrt werde. Wolfgang Christoph von Rathsamhausen zu Ehenweier-Nonnenweier (1699-1752), Präsident des Ritterkantons Ortenau, war Erbe des Straßburger Kunstkabinetts seines Vaters Jakob Samson von Rathsamhausen (1666-1731) und in zweiter Ehe mit Anna Zorn von Bulach verheiratet ( Lehr 3, S. 8; Kindler von Knobloch 3, S. 357; H.Rott , Straßburger Kunstkammern im 17. und 18. Jahrhundert, in: ZGO 83 (1931), S.28-30). Bei der Vorlage von Ortenau 3 wird es sich um den später im elsässischen Schloß Osthausen im Besitz der Frei- 428 Ortenau 3 herren Zorn von Bulach aufbewahrten Codex Osthausen handeln ( Ganz, S. 22-27). Eine Abhängigkeit von Cod. Ortenau 1 (Wappenbuch der Stettmeister und Ammeister) besteht nicht. Vorderspiegel Wappenexlibris von Christian Friedrich Sahler (s. S. 147 f u. Abb. 43), ehemals überklebt mit dem Wappenexlibris der Bibliothek des Ritterkantons Ortenau (heute unterhalb angebracht; s. S. 147 f u. Abb. 42). Die Handschrift wurde 1771 vom Ritterkanton aus dem Besitz Sahlers ersteigert. Das Verzeichnis der ritterschaftlichen Bücher, die der Consulent Sahler 1785 in Kehl aufbewahrte, führt den Codex als Auszug aus Sebold Bühlers Wappenbuch Mscpt. cum Indice auf (s. S. 148). Zwischen 1803 und der Übernahme der Handschrift durch die Hofbibliothek 1808 (s. S. 148 f) sind auf Bl. 212 r -213 r vier Wappenbeschreibungen (s. unten) nachgetragen worden. In den Mediatisierungsakten ist die Handschrift als 2.) Extract aus Bühelers Wappenbuch (BLB, K 2988,6, 10 r ) erfaßt. Auf dem Vorderspiegel bibliothekarische Notiz von der Hand Wilhelm Brambachs (13.10.1887). Literatur: Längin , Nr.269h; K.Frhr. von Neuenstein, S. Bühler's Wappenbuch der Ortenauer-Ritterschaftsbibliothek, in: Wappenkunde 9 (1902), S. 1-282, [283-300]; Ettlinger , S.63, 103. IIP Titulus. >Außzug auß Sebold Bühelern Mahlers und Burgers zu Straßburg Ao. 1589 verfertigten Wappenbuch, welches in Manuscripto in des Frey Reichs Hochwohlgeb. Herren Wolffgang Christoph von Rathsamhausen Kunst- Cammer in Straßb. befindl. ist. Enthaltend. Alle diejenige adeliche Wappen, welche in ersagtem Buch anzutreffen, aber nicht in Paul Fürstens Wappenbuch (Johann Siebmacher , Das erneuerte Teutsche Wappenbuch..., 1-5, Nürnberg: Zufinden bey Paulus Fürsten, 1655-1667), noch in des Humbrachts Zierde (J. M. Humbracht , Die höchste Zierde Teutsch-Landes, und Vortrefflichkeit des Teutschen Adels..., Frankfurt a.M. 1707), noch in dem Hattsteinschen Opere Genealogico (D.H. von FIattstein , Die Hoheit des teutschen Reichs-Adels..., 1-3, Fulda 1729-1740), noch in Bernhardt Herzogs Chronick (Bernhard Herzog , Chronicon Alsatiae. Edelsasser Cronick unnd außfurliche beschreibung des untern Elsasses am Rheinstrom..., Straßburg 1592; VD 16, H 2659) zu finden sind. Verfert- tigt von F. J. Z. Ao. 1750. IV 1 >Nota. Die Farben betr.<. Angabe der Farbensiglen, mit denen die unkolorierten Wappenteile bezeichnet sind. l r -142 r WAPPENBUCH. (l r -137 v ) von Adolffshoffen bis Die Zindel. (137 v -142 r ) Die Bruckner bis Die Wilckin. Jeweils 6 Wappen pro Seite in nicht ganz konsequenter alphabetischer Ordnung. Nachzeichnungen: Neuenstein (s . Lit.), S. 1-282, [S.283-300 (Register)]; mit Lücken. 143 r -147 v Sammlung gedruckter oder gezeichneter, z.T. kolorierter Wappen, aufgeklebt. 15l r —21 l v REGISTER. (151 r —208 r ) >Register über die in gegenwärtigem Volumine enthaltenen Wappens, (208 v —211 v ) >Supplementum Indicispraecedentis<. 212 r —213 r Nachtrag. Wappenbeschreibungen. (212 r_v ) >Chur Badensches Wappen<. Beschreibung des vom 2.5.1803 bis 1807 gültigen kurfürstlich badischen Wappens (K. Frhr. von Neuenstein , Das Wappen des Großherzoglichen Hauses Baden..., Karlsruhe 1892, S.43-48). (213 r ) >Pollingen<; >von Hatzsperg<; >von Wopffingen<. Nota, obige 3 Wappen sindaufH. Claus 429 Ortenau 3 • Ortenau 4 Jacobs von Boecklin attestirterr Ahnen- Taffei ausgemahlt, welche sich im Museo Sahle Genealogi- co Kasten A. Lade 4. Buchstab 23 2 befindet. Ortenau 4 Beschreibungen der Landvogtei Ortenau Papier, 361 Bl., 34,2 x 22 cm, Ortenau, um 1750. Vor Bl. 1 ist ein Blatt ausgeschnitten. Zum Teil Tintenfraß. Zeitgenössische Foliierung 1-244. Wz.: 1. Hauptteil lothringisches Doppel-C (wie Cod. Ortenau 3); 2. Registerteil (Bl. 245—361) Baselstab im Blattkranz mit verschiedenen geometrischen Beizeichen auf der anderen Bogenhälfte (nicht bei Heitz und Tschudin ). Blätter nach Archivusus längs gefaltet und nur in der rechten Seitenhälfte beschrieben. Deutsche Kursive von zwei Händen. l r oben Buchbindervermerk 21 Laag (= Bl. 1-244) LCR. Ortenauer Halbleder-Bibliothekseinband'(s. S. 148). Rückentitel: BESCHREIBUNG DER LANDVOGTEYORTTENAUMSCT. Herkunft: Vorderspiegel Wappenexlibris von Christian Friedrich Sahler (s. S. 147f u. Abb.43), ursprünglich überklebt mit dem Wappenexlibris der Bibliothek des Ritterkantons Ortenau (heute unterhalb angebracht; s. S. 147 f u. Abb. 42). Die Handschrift wurde 1771 vom Ritterkanton aus dem Besitz Sahlers ersteigert. Das Inventar der von Sahler 1780 in seiner Wohnung in Kehl aufbewahrten Archivalien nennt Ortenau 4 zusammen mit GLA 65/353 und einem unbekannten Codex: (Nr.) XII. Collectanea historica Ortenavica. Tomi I. II. et III. NB. Mit Rücken von Frantzband (s. S. 147 f). In den Mediatisierungsakten ist die Handschrift erfaßt unter 2J.J Beschreibung der Landvogtei Ortenau Mscpt. (BLB, K 2988,6, 3 r ). Literatur: Längin , Nr. 262e; Ettlinger , S. 63, 103. BESCHREIBUNGEN DER LANDVOGTEI ORTENAU (Grundstock: um 1559). Die Handschrift ist inhaltlich identisch mit GLA 65/353 ( Kat. Karlsruhe GLA, S. 139; vgl. GLA 31/25). l r -58 r LANDESBESCHREIBUNG VORDERÖSTERREICHS (AUSZUG). >Die Vordere Oesterreichische Lande samt deren Gräntzen diß und jenseits des Rheins kürtzlich zu beschreiben<. Ist zu wissen, daß bey Zeiten Julii Caesaris des ersten Römischen Kaysers vor Christi geburth, der Rheinstrom ein Unter Marek gewesen... Darin: (18 r -20 v ) Verzeichnis des Praelaten Stand [es] in Vorderösterreich; (21 v -30 r ) >Verzeichnus derjenigen Städte, Aembter und Landschaften im Elsas, Sundgau, Breißgau und Schwartzwald, so dem Hauß Oestereich immediate... die Erbhuldigung zu leisten schuldige (30 v -38 r ) >Städte und Herrschafften im Preisgau und auff dem Schwartzwald so dem Hauß Oestereich die Erbhuldigung leisten <; (38 r -54 r ) > Specification derjenigen Ritterstands-Persohnen... welche in die Vorder-Oestereichische Regierung mit gewisser mas und condition compromittirt.. .<; (58 r ) ...folget hernach aus solchen autoribus, summarisch eines und das andere. Die genannten Jahreszahlen reichen bis 1662 (22 v ). GLA 65/353, 1 r —46 r . 61 r —63 r BREVIS DESCRIPTIO ORTENAVIAE. >Brevis Descriptio was und wie die Orttenau und die darinn gelegene LandVogtey seye, und was des H. Rom. Reichs und von deßwegen der 430 Ortenau 4 Pfandes Innhaber der Oberland- Vogtey für Rechten und Gerechtigkeiten in beeden emanten Ort- ten habe<. Die Ortenaw olim Mortenaw, ist ein Landschafft, oder Bezürckh... und genugsam zu erweißen. Gleiche Einleitung auch auf 205 r -207 r (s. unten). Auf 61 r handschriftlicher Verweis auf 205' und auf die Pagina der Vorlage (pag.l 11). GLA 65/353, 47 r -48 r . 63 r -202 v BEREITUNG UND BESCHREIBUNG DER LANDVOGTEI ORTENAU 1559 (AUSZUG). >Die Bereutung und Beschreibung der Land- Vogtey Ortenawe und Herrschajft Ortenberg LandMarckten, und Gräntzen ist uß der Kay. May. etc. als Erz-Hertzogen zu Oestereich etc. Unsers allergnädigsten Herren, Bevelch durch uns am End unterschriebene Commissarien folgender Maßen verfaßt und verricht worden<. Wiewohl wir vermög Hochgnd. Kay. May. Instruction... Die Beschreibungen der einzelnen Gerichte der Ortenau wurden jeweils von bevollmächtigten Ansässigen, die in der Regel genannt sind, geliefert. Sie sind sämtlich im Oktober 1559 verfaßt. Im Urkunden- und Ordnungenanhang (171 r —202 v ) tauchen auf 189 v die Datierungen [15] SS" und [15] SS auf. - (80 v ) Dorf Müllen (9.10.[ 15]59); (86 r ) Marlen, Kittersburg (9.10.[15]59); (92 r ) Gericht Griesheim (10.10.[15]59); (101 r ) Gericht Appenweier (11.10.[ 15]59); (109 v ) Landgericht Achern (12.10.[ 15]59); (117 V ) Gericht Ottersweier (12.10.[ 15]59); (122 r ) Dorf Hohnhurst (14.10.[ 15]59); (124 v ) Dorf Schutterwald; (142 r ) > Verzeichnus der Kay. May. und derselben Unterthanen recht und gerechtigkeit in der LandVog- tey Orttenau<\ (143 r ) Gericht Ortenberg (7.10.1559); (171 r ) > Bericht was der Leibfall im gemeinen Land der Pfandtschajft Ortenau vor etlichen Jahren irrungen und spen deßhalben gehalten gehandlet werden <; (180 r ) >Diß nachgeschrieben soll ein jeder Vogt schweren so er angenommen wird<; (185 v ) > Ordnung des Marckts zu Achern <; (188 r ) > Ordnung des Frucht oder Kom Kaujfs<; (189 v ) > Gerichts Ordnung<; ( 191 v ) > Ordnung des Haußkauffs zu Achern und in demselben gant- zen Amt< ; (193 v ) > Gerichts Ordnung der vier Gericht der Land- Vogtey Ortenau als Achern, Ap- penweyr, Ortenberg und Grießheim<. An mehreren Stellen im Text und am Ende sind Auslassungen ( hie desunt (verba) quaedam ) markiert, u. a. auch auf 202 v , wo die Namen der Mitglieder der Kommission zu erwarten gewesen wären. GLA 65/353, 48 r -154 v . 205 r -244 v HANS REINHARD VON SCHAUENBURG, DEDUCTION DER LANDVOGTEI ORTENAU (1606). >Deduction der Land Vogtey Ortenau Herkommenn und conti- nuirte Pfandschafft und dahero habende des Hochlöbl. Hauses Oestereich an Statt des H. Römischen Reichs gerechtsame de anno 1531 biß 1606. Deductio haec facta anno 1606 per Johannem Reinhardum de Schauenburg, qui ab Archiduce Maximiliano constitutus est praefectus Imperialis in Ortenavia, mortuo Rudolfo de Landenberg, qui anno 1606 obiit...<. (205 r -207 r ) Brevis de- scriptio Ortenaviae. Brevis descriptio was und wo... Gleicher Text wie 61 r —63 r . Weiter: Der LandVogtey cum pertinentiis in Ortenau Pfandschafft, als da ist die Burg oder Veste Orten bürg... Darin: (222 v ) >Jura Praefecturae<-\ (223 r ) >Communia jura in Omnibus tribus civitatibus< ; (224 r ) >Specialia jura zu Ojfenburg<; (225 v ) >Specialia jura zu Gengenbach (226 v ) >Specialia Jura zu Zell, Harmerspach<; (228 r ) >Ohngefdhrliche BriejfTax und Schreiberlohn bey der Ortenauischen Cantzley<. Kürzere Version auf 240 r —241 v ; (230 r ) >Hojfgerichts Thax<; (230 v ) >Designatio des Gerichtschreibers zu Achern Tax<; (231 v ) >Instruction und Bestallung eines Secretarii gegen 431 Ortenau 4 • Ortenau 5 Schreibers zu Ortenau<; (239 r ) >Urthelgeld von jedem Urthel 2 d von einsern Urthel 4 d<-\ (240 r ) > Ungefährliche BrieffTax und Schreiberlohn bey der Ortenauischen Cantzley< ; (24l v ) >Articul aus des Hauß Oestereichs Freyheiten desen Amtleuth Diener und Unterthanen frembder Gericht exempt seyen< ; (243 r ) > Instructions Briejf eines Lands Schreibers zu der Land Vogtey Orttenau<; (244 v ) ... mit eigenen Händen unterschrieben. So geben und bestehen. Zu Hans Reinhard von Schauenburg (1578/1581-1642) s. Genealogisches Handbuch des Adels, 21, Limburg a.d.L. 1959, S. 419; R. Frhr. von Schauenburg/B . Frfr. von Schauenburg , Familiengeschichte der Reichsfreiherrn von Schauenburg, [Bühl] 1954, S. 136-141. Hans Reinhard nennt sich im Text selbst auf 22 l r ; am Ende der Einleitung auf 205 r wird auf diese Stelle mit der Seitenzahl der Vorlage (p. 121) verwiesen. GLA 65/353, 155 r — 190 v . 245 r -359 v Alphabetisches Namen- und Sachregister. Fehlt in GLA 65/353. Ortenau 5 Johann Stephan Burgermeister (Auszug) Papier, 469 Bl., 33 x 21 cm, Ortenau, um 1750. Nach Bl. 183 fehlt ein Blatt mit Textverlust. Z.T. Tintenfraß. Wz.: 1. Textblätter verschlungenes Doppel-C mit Krone; 2. Vorsätze lothringisches Doppel-C (wie in Cod. Ortenau 9; Piccard , Expertise). Deutsche und lateinische Kursive von mehreren Händen. Ortenauer Halbleder-Bibliothekseinband (s. S. 148). Rückenschilder: DIPLOMATA EX BÜRGERMEISTER! SECUNDUM SERIEM TEMPORIS MSCT. TOM: I. & II. Auf Bl. 1 Eintrag: Const. 67fl. Vorderspiegel Wappenexlibris von Christian Friedrich Sahler (s. S. 147 f u. Abb. 43), aus dessen Besitz der Codex 1771 vom Ritterkanton ersteigert wurde. In den Mediatisierungsakten ist die 1808 übernommene (s. S. 149) Handschrift erfaßt unter Diplomata. a Bürgermeisterei publicata aut citata, Mspt. Fol. (BLB, K 2988,6, 9 V ). Literatur: Ettlinger , S. 63. 2 r , 1 l r —183 v >Diplomata ä celeberrimo Dn. Burge[r]meisteropublicata aut citata in Tom. I. et II. Codicis Diplomatici Equestris collocata secundum Seriem temporis cum indice alphabetico<. Chronologisch geordnete Urkundenauszüge für die Jahre 777 bis 1720 aus J. St. Burgermeister, Codex diplomaticus equestris, cum continuatione, oder Reichs-Ritter-Archiv..., 1-2, Ulm 1721. Auf den ersten Seiten historische Randnotizen von anderer Hand. Zu Burgermeister (1663-1722) s. ADB 3, S.600f. 186 r -457 v Alphabetisches Namen- und Sachregister. Alberti Landgravii Thuring. ... bis Züln- hardt... 432 Ortenau 6 • Ortenau 7 Orten au 6 Badisches Landrecht von 1588 Papier, II + 295 Bl., 32,6 x 22,4 cm, Ortenau, um 1742. Tintenfraß. Zeitgleiche Foliierung 1-271. Wz.: 1. Textteil Weintraube mit Initialen D.G., elsässisch, um 1740/50 ( Piccard , Expertise); 2. Vorsatzpapier Baselstab im Blattkranz mit Beischrift FIN DE J.MEYER EN ALSACE 1742 auf der anderen Bo- genhälfte (vgl. Cod. Ortenau 2 (nicht identisch), Heitz , Nr. 206 a). Deutsche Kursive der Zeit von mehreren Händen. Ortenauer Halbleder-Bibliothekseinband (s. S. 148). Rückentitel: JUS PROVINCIALE BADA-BADENS. MANUSCRIPTUM. Vorderspiegel Wappenexlibris der Bibliothek des Ritterkantons Ortenau (s. S. 147 f u. Abb. 42). Das Verzeichnis der ritterschaftlichen Bücher, die der Consulent Sahler 1785 in Kehl aufbewahrte, führt den Codex als Banden-Baad. Land-Recht Mscpt. auf. In den Mediatisie- rungsakten ist die 1808 übernommene Handschrift (s. S. 148 f) erfaßt unter 6.) Markgrävl. Baden=- Badisches Landrecht (BLB, K2988, 6, 10 r ). Literatur: Längin , Nr.262g; Ettlinger , S.63. II r —271 r >Hochfiirstl. Marggr. Baaden Baad. Landt=Rechten<. Text: Sammlung der Landrechte, Landes-Ordnung der Markgrafschaft Baden-Baden..., 1, Karlsruhe 1805, S. 3-382. In der Handschrift fehlt die Datierung am Ende von Vorrede und Beschluß. Der gleiche Text auch in BLB, Cod. K 460 (Kat . IV, S. 86, 302), 2368, 2369 und 2800. Zu dem von Philipp II. von Baden-Baden (1569-1588) 1588 erlassenen Landrecht s. W.Leiser , Der gemeine Zivilprozeß in den Badischen Markgrafschaften, Stuttgart 1961, S. 86-90. 272 r -291 v Inhaltsverzeichnisse zu den fünf Teilen des Landrechts. > Register über daß Land Recht, und deßelben ersten Theill.. .<. Weitgehend identisch (bis auf die Seitenzahlen) mit der in: Sammlung der Landrechte (s. oben), S. 383-406 abgedruckten Fassung. Ortenau 7 Ritter-Matrikel der Ortenau • Verzeichnis des Adels der Ortenau Papier, 87 Bl., 34,3 x 21,2 cm, Ortenau, 18. Jh. 2 . Wz.: Adler mit Initialen I.B.B, auf der anderen Bogen- hälfte, Süddeutschland, wohl 18. Jh. 2 ( Piccard , Expertise). Deutsche Kursive von einer Hand. Halbpergamentband mit Titelschild Ortenauische RitterMatrikul de Anno 1664. Der Codex ist eine Abschrift; die Folioangaben der Vorlage (relevant besonders für die unveränderten Register) wurden jeweils beigeschrieben, Nachträge in der Vorlage gekennzeichnet ( von neuer Hand). In den Mediatisierungsakten ist die 1808 übernommene (s. S. 148 f) Handschrift unter 4.) Ortenauische Ritter Matrikel von 1664 erfaßt (BLB, K 2988,6, 10 r ). Literatur: Längin , Nr.262f; Ettlinger , S.63, 103. l r -15 v RITTER-MATRIKEL DER ORTENAU VON 1664. (l r ) Titelblatt >Ortenauische RitterMatrikul 1664< ; (2 r — 15 V ) >RitterMatricul<. Ein Schloß oder Wohnhauß ist angelegt um ein 433 Ortenau 7 • Ortenau 8 Reichsthaler, ein Acker oder Rebhoff um ein Gulden. Item Herr Friderich von Stein hat ein Schloß zu Neuweyer.. (10 V — 11 r ) Nachträge 1665/66. 16 r —23 v VERZEICHNIS NICHTIMMATRIKULIERTER GRUNDBESITZER. >Edle und Unedle, welche zwar freye Güther besitzen, aber nicht in der Ritter Matricul begriffene Item Herr Conrad Heinrich von Selinnitz Praesident zu Durlach. .(23'~ v ) Nachträge 1666/67. 24 r -44 v VERZEICHNIS DES IMMATRIKULIERTEN ADELS DER ORTENAU 1491- 1663. > Verzeichnis, aller adelichen Geschlechter so sich in der Ortenau befunden, und sich vereinigt denen über dem Schwarzwald und Neckar... Die erste Verzeichnis oder Matricul findet sich unter den Ortenauischen Schrifften. Auf den (!) Tag zu Offenburg 1491, Hanß Roeder Hauptmann gemeiner Ritterschafft in der Ortenau<. Zu Hans Roeder (1452-1515), 1491-1495 als Hauptmann der Ritterschaft belegt, s. Kindler von Knobloch 3, S. 570. Heinrich von Ams- perg... (25 v ) >1494. Auf dem Tag zu Offenburg< ... (42 r ) >Anno 1663. Auf dem Rittertag zu Oberkirch <. Friderich vom Stain... 45 r -48 v ALPHABETISCHES GESCHLECHTERVERZEICHNIS. 49 r -50 v VERZEICHNIS EHEMALS DER RITTERSCHAFT ZUGEHÖRIGEN BESITZES. > Verzeichnis der Güter, so von der Ortenauischen Ritterschafft abgegangen sind<. Die Reb- stöck zu Firsteneck (Fürsteneck), dißHauß liegt in der Herrschaft Oberkirch... 51 r -86' REGISTER. >Index personalis et realis matriculae de Anno 1664. - Kriegischer Matriculae - des Rechnungs Corporis de Anno 1730<. Achern bis Zorn von Plobsheim. Stellen der Kriegischen Matrikel sind durch K.M. bezeichnet, Stellen des Rechnungs Corporis durch R.C.G. Ortenau 8 Lehen des Bistums Straßburg • Lehenserneuerungen, frz. Papier, 233 Bl., 33,5 x 20,5 cm, Ortenau, um 1790. Kustoden. Wz.: 1. Hauptteil Papier aus Oberachern, Ende 18. Jh. ( Piccard , Expertise); 2. Vorsatz vorne Wz.: Baselstab in rautenförmigem Blattkranz, Beischrift auf der anderen Bogenhälfte: JOSEPH STEINHAUSER GENGENBACH (produzierte 1776 bis 1804; G. Piccard , Rechtsrheinische (badische) Papiermühlen und ihre Beziehungen zu Straßburg, in: Archiv für Geschichte des Buchwesens 4 (1963), Sp. 1034 f). Papier nach Archivusus gefaltet, nur in der rechten Spalte beschrieben. Französische Kursive von mehreren Händen. Pappband mit einer Schnurschließe. Vorderdeckel unbeschriftetes Titelschild. Rückentitel: Hoch- Stijft= Strasburg. Lehens-Repertori- um. In den Mediatisierungsakten ist die 1808 übernommene (s. S. 148 f) Handschrift erfaßt unter 3.) Hochstift Strasburgisches Lehensrepertorium (BLB, K 2988,6, 10 r ). Literatur: Ettlinger , S. 63. 434 Ortenau 8 • Ortenau 9 l r -219 r FIEFS DE L'EVECHE DE STRASBOURG. Den Lehensbeschreibungen gehen auf l r " v , 17 r '\ 31 v , 45 r , 59 r , 69 r , 86 v , 97 r , lll v , 126 r , 140 r , 152 r , 166 v , 179 v jeweils Übersichten der in Folge behandelten Lehensinhaber voraus. (2 r ) >Regi\s\tre des fiefs de l'eveche de Strasbourgs. Fiefs des Sieures d'Adelsheim. La moitie du peage de la Ville d'Offenbourg... Der Grundstock des Lehensbuches reicht bis 1773; auf 13 v (Nachtrag) und 38 v erscheinen die Jahreszahlen 1787 und 1788. 219 r —232 r ERNEUERUNG DER VOM STRASSBURGER BISCHOF VERGEBENEN LEHEN 1772. M. le Cardinal de Rohan (Ludwig Cesar Constantin von Rohan, Straßburger Bischof von 1756-1779; L.G. Glöckler , Geschichte des Bisthums Straßburg, 2, Straßburg 1880, S. 38-44; Sitzmann 2, S. 600) desirant faire proceder au renouvellement general des fiefs mouveaus de son Eveche, donna la Citation Edictale le 10. Mars 1772... (219 V —223 r ) > 1. For- mule. Du renouvellement d'un fief accorde a un Vassal noble par M. l'Eveque de Strasbourg en personne< ; (222 r ) Monseigneur le Cardinal de Rohan a ainsi investi le 16. Juin 1772... Lehenserneuerungen 16.6.-8.7.1772; (223 r -226 v ) >2. Formule du renouvellement d'un fief accorde au Mandataire d'un Vassal noble par la Cour feodale de l'Eveche de Strasbourgs. Lehenserneuerungen 16.6.1772 bis Sept. 1773; (227 r -228 r ) >3. Formule du renouvellement d'un fief accorde a un Vassal non noble par la Cour feodale de l'Eveche de Strasbourgs. Lehenserneuerungen 2.7- 21.7.1772; >4. Formule du renouvellement des fiefs accordes par la Cour feodale de l'Eveche de Strasbourg aux Mandataires - de S.A. S.M. le Prince Duc des Deuxponts..., - de S.A. S.M. le Landgrave de Hesse Darmstadt, - de S.A. S.M. le Prince de Fusternbergs. Lehenserneuerungen 1.7.-4.9.1773. Ortenau 9 Register zu Archivalien des Ritterkantons Ortenau Papier, II + 438 Bl., 34,2/32,7 x 21,7/19,5 cm, Ortenau, 1749/50. Tintenfraß. B1.20a (22,7 x 18,5 cm) nachträglich eingeklebt, kein Bezug zum Grundstock. Zeitgenössische Foliierung 1-33 (Bl. 267- 299, Faszikel V), 1-73 (Bl. 305-377, Faszikel VI). Die einzelnen, ursprünglich separaten Faszikel sind durchgezählt (7- VIII). Blattweiser. Wz.: u.a. lothringisches Doppel-C. Papier z.T. nach Archivusus gefaltet und nur in der rechten Spalte beschrieben. Deutsche Kursive von mehreren Händen. Pergamentband 1985 erneuert, dabei Verlust des Rückentitels: Indices: 1. Recessuum 2. Catalogorum convocandorum Personalis et 3. Realis 4. Adjunctorum Protocolli Contractuum 5. Derer Dörffer 6. Deren Güther 7. Moroso- rum. Mit gleichem Titel findet sich der Codex im Verzeichnis der ritterschaftlichen Archivalien, die der Consulent Sahler 1780 in Kehl aufbewahrte, ebenso in den Mediatisierungsakten (BLB, K 2988,6, 10 r , Nr. 1). 1808 von der Hofbibliothek übernommen (s. S. 148 f). Literatur: Ettlinger , S. 63. 1 r —69 r > INDEX realis et personalis über alle und jede bey der Ritterschajftlich Orttenauischen Registratur befindliche Ritter- Verein und Recesse ab anno 1474 ad 1740 besagend. Verferttigt AN- 435 Ortenau 9 NO 1750<. (Faszikel) I. (2 r ) Hinweis zur Benutzung. >Pro Nota<. Da in gegenwärtigem indi- ce...; (3 r -69 r ) Index. Allerheiligen, Praelat, R.R. de anno 1648 bis von Züllenhart, Rittmeister, R. R. de Anno 1658... 20a r > Beschreibung des Schlattens<. Solcher stosset gegen auffgang auffdie Waldtstrass. .., s. Krieger 2, Sp. 851. 75 r -174 r >Index zu denen catalogis convocandorum Orttenavicorum sub Nris. 2. & 3. ab Anno 1547 ad 1663 enthaltend eine matriculam personalem ordine alphabetico<. (Faszikel) II. Allerheiligen, Probst daselbsten bis Zorn von Bulach. 179 r —231 r >Index zu denen catalogis convocandorum Orttenavicorum sub Nris. 2. & 3. ab Anno 1547 ad 1663 enthaltend eine matriculam realem ordine alphabetico<. (Faszikel) III. Almens- weyer bis Zell am Harmerspach. 232 r -262 r >INDEX über den Fascicul, enthaltend allerhand Schreiben und andere Nachrichten wegen erkauffter, ererbter oder sonsten besessener Rittergüter ab Anno 1480 ad Annum 1690<. Hinweise zur Benutzung. 1749. (Faszikel) IV. Achern bis Zorn von Bulach. 266 r -302 v >Designation derer ritterschaßl. Orttenauischen Dorffschafften und derer darüber in specie besagender Documenten 1750<. (Faszikel) V. Verwaltungschroniken zu den einzelnen Ortschaften. (267 r ) >Ritterdörffer überhaubt<.. .; (268 r ) >Allmansweyer und Wittenweyer<...; (299 r ) > Wittenweyer.. .<. Keine Nachweise in Form von Band- oder Blattangaben. (300 r -302 v ) alphabetisches Namensregister. 304 r -377 v >Designation derer bey der Ritterschafftl. Orttenauischen Registratur befindl. über frey ohnmittelbahre Ritter Güter besagender Documentorum 1750<. (Faszikel) VI. Verwaltungschroniken zu den einzelnen Ortschaften. Am oberen Rand von 304 r : Corp. III. fascic. 7. (305 r ) >Rittergüter in genere<; (310 r ) >Designation derer in dem bischoffl. Straßburg. Amt Euenheim gelegener RitterGüter.. (377 v ) >7. Die Pfandschafft des Dörffleins Müllen^. Keine Nachweise in Form von Band- oder Blattangaben. 380 r -407 r Index zu Faszikel VI. >INDEX über die Designation derer bey der Ritterschafftl. Orttenauischen Registratur befindlichen überfrey ohnmittelbahre Rittergüter besagender Documento- rum<. (Faszikel) VII. Achern bis Züllenhartische[ s] Haußzu Ettlingen. 408 r -435 v >INDEX über den Fascic. der Ritterschaffil. Orttenau. Registratur: Executio Moroso- rum<. Hinweise zur Benutzung. 1749. (Faszikel) VIII. Allerheiligen, Probst bis Zorn von Bulach, Ludwig. 436 r -437 v DE MOROSIS. (436 r ) >1720<. Nota in diesem Jahr hat man die Morosos exequiret und zu dem Ende die Rückhstände... (437 r ) >Notandum<. Die Orttenauische contribuentes beschwehren sich zum Theil super disproportione in contribuendo... 436 Ortenau 10 Ortenau 10 Rezeßregister Papier, LXXXX 4- 560 S., 33,1 x 22,2 cm, Süddeutschland, Ende 18. Jh. Tintenfraß. Zeitgleiche Paginierung des Hauptteils 1-555. Kustoden. Wz.: 1. Textteil Weintraube über Horn, darunter Initialen 2. Vorsätze: Initialen B.M. auf beiden Bogenhälften (vorne), Baselstab im Blattkranz, wohl mit Monogramm G.B.M. auf der anderen Bogenhälfte (hinten; ähnlich Heitz , Nr. 267 a, Beschriftung belegt für 1789). Deutsche Kursive von einer Hand. Pergamentband, Rücken neuzeitlich erneuert. Rückenschild: REGISTER ÜBER DIE CORRESPONDENZ RECESS. Der Grundstock der Rezessregesten reicht bis 1772; lediglich ein Regest ist auf den 30.3.1794 datiert (S. 380 f). In den Mediatisierungsakten ist die 1808 übernommene (s. S. 148 f) Handschrift erfaßt unter 5.) Register über die Correspondenz Re- cesse (BLB, K 2988,6, 10 r ). Literatur: Ettlinger , S.63. S. V Titel. >Alphabetischer Index oder Real-Register über alle Materien, Namen, u. Orte, welche in den Correspondenz-Recessen aller dreyen ohn mittelbar freyen hoch-loebln. Reichs Ritter Craise in Schwaben, Franken u. am Rhein von Anno 1576. bis adAnnum 1772. vorkommen<. S.VII-XI Teilquellenangabe. >Die in Rubro bemerckte (!) Korrespondenz-Rezeße sind in der Reichs Ritterschafil. Steigerwaldischen Orts Registratur in IV Tomis enthalten <. Es folgt eine Inhaltsübersicht über die 4 Bände. Eine mit der beschriebenen nahezu identische Rezeßsamm- lung läßt sich im Staatsarchiv Bamberg nachweisen (Bestand G 12, ohne Signatur), das einen großen Teil der Akten des fränkischen Kantons Steigerwald besitzt. Zur Ortsregistratur des Kantons s. H. Frhr. von Mauchenheim genannt Bechtolsheim, Des Heiligen Römischen Reichs unmittelbar-freie Ritterschaft zu Franken Ort Steigerwald im 17. und 18. Jahrhundert. Ein Beitrag zur Verfassungs- und Gesellschaftsgeschichte des reichsunmittelbaren Adels, 1, Würzburg 1972, S. 237-241. S. XIII-LXXVIII Namen- und Sachregister zum Hauptteil. > Register zum bequemen Aufschlagen^. Abfall der Mitglieder bis von Zyllenhard. S. 1-555 Rezeßregesten und -auszüge, jeweils alphabetisch geordneten Namen und Sachbegriffen zugeordnet. > Abfall der Mitglieder<. 1.) Da sich zum höchsten Despect, und gänzlicher Verliehrung der so theuer erworbenen Libertaet... (S. 555) >Zyllenhard<. Frauen Elisabetha von Zyllenhard... - S. 380 f Rezeß vom 30.3.1794 betr. Reichs Ständische Angriffe, oder Anfechtungen der Reichs Ritterschaft. 437 Orten au 11-12 Ortenau 11-12 Jakob Gottlieb Reuss, Index zu den 5-Orts-Rezessen der schwäbischen Reichsritterschaft Papier, 1445 S., 34,5 x 21,7 cm, Heilbronn, 1786. Nach S. 336 u. 428 fehlt jeweils ein unpaginiertes Blatt. Beide Bände zeitgleich durchgehend paginiert. Wz.: Wappen mit Monogramm H.H. unter Fahne auf der anderen Bogenhälfte. Deutsche Kursive von mehreren Händen. Brauner Lederband. Vergoldete Einzelstempel auf dem Rücken. Rückenschilder (bei Ortenau 11 unvollständig): [R] eal Index über [die] V Orts Recesse 1. Theil bzw. 2. Theil. Jakob Gottlieb Reuss (1753-1807) war von 1775 bis 1780 württembergischer Kanzleiadvokat und von 1780 bis 1795 Archivar des Archivs des Ritterkantons Kraichgau in Heilbronn ( Krebs , GLA, S. 279; Pfeilsticker , §1353). In den Mediatisierungsakten sind die beiden 1808 übernommenen Bände (s. S. 148 f) erfaßt unter 7. ) Register über die 5 Orts Recesse. 2 Bände (BLB, K 2988,6, 10 r ). Literatur: Ettlinger , S.63, 103. Ortenau 11 S. 1 Titel. >Real-Index über sämtliche von der unmittelbaren Jreyen Reichs^ Ritterschafft in Schwaben abgehaltene V. Orts-Recesse, verferttigt von Jacob Gottlieb Reuß, Reichs-Ritterschafft- lich-Canton Kraichgauischem Archivarius 1786<. S. 3-25 >Verzeichniß sämtlicher Schwäbischen V. Orts-Recesse<. Aufgeführt sind 328 Rezesse der Zeit von 1545 bis 1780. S. 27-633 >Real-Index<. >Ablegatio<.. (S. 633) >Lumppenhandel<..>Lüning<... Ortenau 12 S.634-1445 >Märkte<...; (S. 1445) >Zwingenberg<... Rezeßregesten und -auszüge, jeweils zu einem alphabetisch geordneten Schlagwort gestellt. Die einzelnen Auszüge werden nach Ausstellungsdatum zitiert. 438 FONDS OHNE HISTORISCHEN PROVENIENZZUSAMMENHANG UNBESTIMMTE HERKUNFT (U. H.) U.H.l Graduale cisterciense (Wonnentaler Graduale) Pergament • 258 + 1 (Pap.) Bl. • 46 x 35,5 • Wonnental u. Breisgau • um 1340-1350 Lagen: (III-3+1 ) 4 , V 14 , 20 VI 254 , II 258 , 1. Alte (noch gültige) Foliierung III-CCLVI, jeweils verso links oben am Rand. Schriftspiegel 34 x 25 cm, 9 Notensysteme mit 4 roten Linien, Quadratnotation (gelegentlich Korrekturen auf aufgeklebten Papierstreifen, 16./17. Jh.), 9 Textzeilen. Textualis formata von mehreren Händen. Der sehr qualitätvolle, reiche Buchschmuck - eingehend beschrieben bei Beer , Beiträge, S. 95-103 - umfaßt 230 große Fleuronneeinitialen (s. Abb. 12 u. Beer , Beiträge, Abb. 31-34 u. 39), zusätzlich 10 figürliche Fleuronneeinitialen: 19 v , 22 v , 118 r , 147 v , 152 r , 154 r , 176 v , 179 v , 195 r , 201 r (s. Abb.9, 11; Beer , Beiträge, Abb. 35-37, 38; Beer , Initial und Miniatur, Nr. 42; Codex Manesse (s. Lit.), S.640f). 118 r wurde die Darstellung nachträglich auf das Initialfleuronnee gemalt; 179 v ist die ausgeschnittene Figur des Petrus nachträglich aufgeklebt. Hinzu kommen ferner 9 figürliche Goldgrundinitialen unterschiedlicher Größe: 3 r , 17 r , 89 r , 110 r , 116 V , 143 r , 159 v , 174 v , 257 r (s. Abb. 10). Diese Initialen sind zum Teil aufgeklebt, zum Teil jedoch nicht, nämlich 17 r , 116 v , 257 r . Anderslautende Angaben bei Beer und in den auf Beer fußenden Ausstellungskatalogen (s. unten) sind zu korrigieren; dies gilt auch bezüglich der oft wiederholten pauschalen Feststellung, daß die Goldgrundinitialen über bereits vorhandene Fleuronneeinitialen montiert seien. Nur an 2 Stellen (110 r , 143 r ) trifft dies zu. Schließlich ist bei der Goldgrundinitiale 3 r bemerkenswert, daß hier die Malerei, auch der Goldgrund, weit über das aufgeklebte Perg.-Blättchen hinausreicht. Die geschilderten Sachverhalte lassen erkennen, daß der Meister der Goldgrundinitialen nicht, wie bisher angenommen wurde, eine bereits mehr als 20 Jahre zuvor fertiggestellte Handschrift überarbeitete. Er fand vielmehr einen Codex mit nur teilweise ausgeführtem figürlichen Initalschmuck vor. Großenteils waren die für die Bildinitialen vorgesehenen ausgesparten Flächen leer geblieben. Es scheint deshalb fraglich, ob die Annahme eines so großen zeitlichen Abstands zwischen der Entstehung der Fleuronneeinitialen und der Goldgrundinitialen gerechtfertigt ist (weiteres s. unter Herkunft). Nicht unproblematisch ist auch die von Beer getroffene Unterscheidung von drei Illuminatoren (vgl. Die Zisterzienser (s. Lit.), S. 570; Codex Manesse (s. Lit.), S. 346 f). Die am unteren Rand von 141 v nachträglich beigefügte Miniatur (Vogelpredigt des hl. Franziskus; s. Abb. 13), in der Literatur wiederum fälschlich als ,aufgeklebt' bezeichnet, ist vermutlich nicht vor der Mitte des 14. Jh's entstanden. Zu den jeweils den figürlichen Prachtinitialen beigefügten Stifterfiguren und sonstigen Personen, meist mit Wappen, s. Beer , Beiträge, S. 95-103. Brauner Lederband mit Streicheisenlinien. Die Beschläge an den Ecken und in der Mitte (vorn komplett, hinten an zwei Ecken und in der Mitte fehlend) deuten darauf hin, daß der Einband im 14. Jh. entstanden ist (vgl. Beer , Beiträge, S. 95). Bei der 441 U.H.l Restaurierung im Jahre 1964 wurde der stark beschädigte Rücken erneuert. Ferner wurden neue Perg.- Spiegel und -Vorsätze angebracht. Herkunft: Die Entstehung der Hs. in einem breisgauischen Skriptorium für das Zisterzienserinnenkloster Wonnental bei Kenzingen wurde 1959 von Beer , Beiträge, S. 94-103 wahrscheinlich gemacht. Diese Lokalisierung läßt sich anhand des Graduales Cod. Wonnenthal 1 bestätigen und präzisieren. Beide Hss. hatten im 16./17. Jh. die gleiche Bibliotheksheimat. Es finden sich identische Nachtragshände (z.B. Cod. U.H. 1, 73 r , 102 r u. Wonnenthal 1, 58 r , 78 r ), auch bei den zahlreichen Notationsänderungen (z.B. Cod. U.H. 1, 29 r -31 r u. Wonnenthal 1, 21 v —23 r ). Darüber hinaus dürfte Cod. Wonnenthal 1 als unmittelbare Hauptvorlage von Cod. U.H.l anzusehen sein. Es gibt sehr spezifische Parallelen: Bei grundsätzlicher Trennung von De tempore und De sanctis finden sich im De tempore-Teil mehrere Heiligenfeste, und zwar in beiden Hss. die gleichen (s. 3 r ). Die teilweise sehr seltenen Sequenzen im Nachtrag von Wonnenthal 1 sind großenteils in das Sequentiar von Cod. U. H. 1 (s. 232 v ) aufgenommen (nämlich AH 55 Nr. 192, 186, AH 9 Nr. 158, AH 54 Nr. 87). In beiden Hss. ist nur ein Heiliger berücksichtigt - in beiden Hss. derselbe -, der nicht zum Bestand des Zisterzienserkaiendars gehört, nämlich Konrad (Cod. Wonnenthal 1, 13l r ; U.H. 1, 207 v ). Die Antiphonen in Cod. U. H. 1, 2" sind offenbar Abschriften nach Cod. Wonnenthal 1. Schließlich sind formale Entsprechungen bei der Aufteilung von Text, Notensystemen und Buchschmuck auf manchen Seiten unverkennbar. Es ist demnach sehr wahrscheinlich, daß die Hs. in Wonnental selbst geschrieben wurde. Der reiche Buchschmuck jedoch dürfte schwerlich dort entstanden sein. Das Marcellus-Fest ist mit zwei Szenen aus der Martinusle- gende illustriert (143 r , Initiale S). Diese Ungereimtheiten sprechen für eine Illuminierung in einer externen, weltlichen Werkstatt. Sie legen auch die Vermutung nahe, daß während der Entstehung der Miniaturen noch keine Rubriken vorhanden waren. Einhellig wird für den Buchschmuck breisgauische Provenienz in Anspruch genommen, wobei auf die Verwandtschaft mit Cod. St. Georgen 5 verwiesen wird (vgl. Die Zisterzienser (s. Lit.), S. 570; Codex Manesse (s. Lit.), S. 347). Für die bisherige Datierung war das in der Hs. berücksichtigte Fronleichnamsfest (118 r ), das 1318 in den zisterziensischen Ordenskalender aufgenommen wurde, ein Hauptanhaltspunkt. Beer vermutet, daß es sich bei der auf Bl. 147 v neben der Figur der hl. Agnes knienden Zisterziensernonne um die Äbtissin Agnes handle, die dem Kloster Wonnental bis 1326 vorstand. Daraus folgert sie, daß die Hs. in ihrem Grundbestand wahrscheinlich zwischen 1318 und 1326 entstanden sei. Einen deutlicheren Hinweis für die Datierung bietet das auf Bl. 110 r neben der Goldgrundinitiale zu Beginn des Pfingstfestes gemalte Wappen der Familie Tigesheyn (Digesheim). Um 1347-1349 war Clara von Tigesheyn Äbtissin in Wonnental. In diese Zeit fällt nach Beer die Entstehung der Goldgrundminiaturen. Der weite zeitliche Abstand zwischen dem Buchschmuck der zwanziger Jahre und den Goldgrundinitialen um 1347-1349 ließe sich zwanglos erklären, wenn das Werk des Goldgrundmeisters nur in einer Überarbeitung bereits vorhandener Zierinitialen bestünde. Wie oben gezeigt wurde, wird jedoch mit den Goldgrundinitialen der unvollendet gebliebene Initialschmuck weitergeführt. Es ist nicht wahrscheinlich, daß der Buchschmuck der Prachthandschrift, gerade in seinem anspruchsvollsten Bereich, über Jahrzehnte unverändert in fragmentarischem Zustand blieb, zumal, wie es scheint, die Rubriken erst nach Vollendung des gesamten Buchschmucks geschrieben wurden. Plausibler ist die Annahme, daß die Goldgrundminiaturen nicht lange nach den Fleuronneeinitialen entstanden sind, so daß der gesamte Buchschmuck, ja auch die Schrift, wohl ins vierte Jahrzehnt des 14. Jh's zu datieren ist. 442 U.H.l Literatur: Ehrensberger , S.58 Nr. 13; Ferdinand , S.57-63; Thannabaur , S.220; K.von Fischer, Handschriften mit mehrstimmiger Musik des 14., 15. und 16. Jh's, 1, München/Duisburg 1972 (RISM, B IV 3 ), S.347; Beer , Beiträge, S.94-103 u. Abb.31-39; Beer , Initial u. Miniatur, Nr.42 (mit Abb.); L'Europe gothique, 12.-14. siecles, Paris, Louvre 1968, Nr. 264; Kunstepochen der Stadt Freiburg, Freiburg i.Br., Augustinermuseum 1970, Nr. 89; Mystik am Oberrhein und in den benachbarten Gebieten, Freiburg i.Br., Augustinermuseum 1978, Nr.43; Die Zisterzienser. Ordensleben zwischen Ideal und Wirklichkeit. Eine Ausstellung des Landschaftsverbandes Rheinland, Rheinisches Museumsamt, Brauweiler. Aachen, 3. Juli - 28. September 1980, Bonn 1980, S. 569-571 (F 30); E.J. Beer , in: Das Graduale von St. Katharinenthal, Kommentar zur Faksimile-Ausgabe, Luzern 1983, S. 133, 156; Codex Manesse. Katalog zur Ausstellung vom 12. Juni bis 4. September 1988, Universitätsbibliothek Heidelberg, hrsg. von E. Mittler und W.Werner , Heidelberg 1988, Nr. J 18, S. 346 f, 640 f (Abb.); K. Boskamp , Der Codex Adelhausen 3, in: FDA 110 (1990), S. 79—123, hier bes. S.93, 107, Ulf (verkürzte Fassung der 1988 an der Universität Freiburg eingereichten Magisterarbeit); Kat. Wien Illum. I, S. 166, 300 u. Abb. 62. 1" Nachtrag, 16. Jh.: 8 Gloriatöne. 2" Antiphonen zur Terz. Hesbert , Nr.3288, 3795, 4486, 2117, 3518, 4416, 1023, 4613, 4086, AH 24 Nr. 6 (Ad Tertiam), 1272, 3785, 5508, 1426, teils nur Anfänge. Bruchstück, ursprünglich vermutlich aus 3 Bl. bestehend, vermutlich Abschrift aus Cod. Wonnenthal 1. Das vorliegende Blatt entspricht Wonnenthal 1, 140 v , 138 v . In Cod. U. H. 1 nur die Antiphon zu Corpus Christi zusätzlich. 3 r -140 v PROPRIUM DE TEMPORE. > Dominica prima adventus domim<; (13 v ) >In vigilia nativitatis domini<; (22 v ) >In epiphania domini<; (31 r ) >Feria quarta in capite ieiunii<; (81 r ) In parasceve. Rubriken u. Gesänge zur Kreuzverehrung, s. Weinmann, S. 15 f; (86 v ) >In vigilia pasche<\ (105 v ) >In vigilia ascensionis domini<; (108 v ) >In vigilia pentecostes<; (116 v ) > Dominica primapostpentecosten<; ( 118 r ) >De corpore Christi<. Eingeschoben sind die Heiligenfeste Lucia (5 r ), Johannes Ev. (19 r ), Thomas Becket (21 v , nur Rubrik). Diese De sanctis-Einschübe genauso auch in Cod. Wonnenthal 1. 140 v -207 v PROPRIUM DE SANCTIS. Von Silvester (31.12.) bis Thomas ap. (21.12.). (189") >De spinea corona<. (207 v ) Rubrik de s. Conrado (26.11.). Sonst nur Heilige des Zisterzienser-Kaiendars. 208 r —210 r 'In dedicatione ecclesie<, mit Sequenz AH 8 Nr. 42. 210 r —21 l r VOTIVMESSEN, nur Textlinien ohne Notation. 211 r —213 r PRO DEFUNCTIS. 213 r -229 v KYRIALE. 10 Meßzyklen, Gloria mehrfach fehlend, s. aber oben Nachtrag l r . (214 V —215 V ) Credo; (216 V —217 r , 229 v ) tropiertes Sanctus. Ferdinand , S. 57-63; Miazga , Nr. I. 49+1; T hannabaur , S.21, 111, 166, 181, 183, 185f, 220. 443 U .H. 1 • U .H.2 230 r -232 r ALLERHEILIGENLITANEI, zisterziensisch. Weinmann, S. 17 f, zusätzlich: Kern tge, Margareta, Cecilia, Ursula, Randnachträge: Anna (15. Jh.), Martha, Lutgarda (17. Jh.). 232 v -257 r SEQUENTIAR. AH 54 Nr. 218, AH 40 Nr. 3 (nur diese Hs.), AH 54 Nr. 2, AH 55 Nr. 192, 51, AH 42 Nr. 118, AH 9 Nr. 158, AH 54 Nr. 153, 7, 169, AH 55 Nr. 186, AH 50 Nr. 268, AH 54 Nr. 245, AH 55 Nr. 93, AH 54 Nr. 232, AH 55 Nr. 333, 37, AH 54 Nr. 87, AH 42 Nr.264, AH 54 Nr.66, AH 32 Nr.24, AH 54 Nr. 280, 285, 277, 213, AH 42 Nr. 109 (nur diese Hs.), AH 54 Nr. 21. 257 v -259 r Nachträge zum Kyriale. (257 v -258 r ) Sanctus und Agnus dei, zweistimmig (14. Jh.); Thannabaur , S.99, 1 12 f, 220; (258 v -259 r ) Ordinariumsteile (16.-17. Jh.); Ferdinand , S. 61. U.H.2 Liturgische Fragmente • Einblattdruck Pergament (Bl. 1-5), Papier (Bl. 6-28), Pergament (4 Bl.) • 33,5 x 24 • Zisterzienserinnen • Günterstal (?) • 15. Jh. (I u. III), 17. Jh. 1 (II) Brauner Lederband von 1992. Der Pappband des 17. Jh's, bezogen mit Perg.-Bl. des 14./15. Jh's, wurde zerlegt. Zu den Perg.-Bl. s. unten III. Herausgelöst wurden: 1. der untere Teil eines Blattes (Einblattdruck?) mit dem Impressum: Molshemii Typis Ioannis Hartmanni Anno MDCXXI; 2. kompletter Einblattdruck: Wir eines Löblichen Praelatenstandts diser Vorder Oesterreichischen Landen verordneter Praesi- dent... Ensisheim, den 26. Februarii... 1623. Betr. die Einforderung der dem Vorderösterreichischen Prälatenstand aufgrund des Landtagsabschiedes vom 26.2.1623 in Ensisheim auferlegten Abgabe von 75.000 Gulden. Zum historischen Zusammenhangs. Ellerbach 2, S.7-14, bes. 12f. Herkunft: Teil II, um 1628 oder um 1608 entstanden - der ehem. Pappband vermutlich nicht viel später (s. oben) -, kommt aus einem Zisterzienserinnenkloster, vielleicht aus Günterstal (das gleiche Freiburger Papier wie Cod. Güntersthal 16 u. 17). Aufgrund der als Einbandmakulatur verwendeten Drucke ist el- sässische Provenienz auch nicht auszuschließen. Literatur: Ehrensberger, S. 15 Nr. 14. I Bl. 1-5 (Pergament), inkomplette Lage. Schriftraum 26,5 x 18 cm, 9 Notensysteme (Quadratnotation auf 4 roten Linien) mit entsprechender Anzahl Textzeilen. Textura von einer Hand (15. Jh.). Lombarden (rot und blau) und Cadellen (schwarz), 2 V blau-rot gegliederte Fleuronneeinitiale. 444 U.H.2 • U.H.3 l r -5 v Antiphonale-Fragment. (l r -2 v ) Hymnen zu Mariae Heimsuchung. AH 52 Nr. 47 (Anfang fehlt), 43, 46; (2 V -5 V ) De s. Anna, mit Reimoffizium AH 25 Nr. 18 (Teile, in abweichender Reihenfolge). II Bl.6-28 (Papier). Alte Foliierung 1I-XIV (Bl.6-18). Wz. wie in Cod. Güntersthal 16 u. 17 (Freiburger Papier), Beschriftungszeitraum um 1628-1630 ( Piccard , Expertise), jedoch 24 r : 1610 (rot). 2 Haupthände: 6 r -18 r , 22 r (Antiqua) und 23 r -24 r , 27 r , 28" (Textura) sowie Nachtragshände, u.a. auf 3 lose beigefügten Ergänzungsblättern, davon eins mit dem Vermerk: Invitatorium Sancti Patris nostri Bemardi, 1686 Jahrs, Soror Maria Caecilia Kappelin. Quadratnotation auf 4 Linien, 15 r —18 r fehlend, 8-11 Systeme mit Textzeile. Anspruchslose, meist zweifarbig abgesetzte Initialen. 6 r -28 v ANTIPHONALE- UND GRADUALE-TEILE. (6 V -11 r ) Invitatorialpsalm (Ps 94) in 7 Tönen; (1 2 r — 1 3 r ) Te deum; (1 3 r — 1 4 V ) Acht Psalmtöne; ( 15 r — 1 8 r ) Cantica der 3. Nokturn für Sonn- und Festtage; (23") Gradualgesänge zu Fronleichnam; (23 v -24 r ) Ergänzung zu Teil I: Visitatio B. M.V., mit AH 48 Nr. 395 u. Chevalier , Nr. 18027; (28") 2 Suffragien (das 2. unvollständig) tempore pestis, mit Oration Bruylants 2, Nr. 319. NACHTRÄGE: 18 v -19 r , 24 v -26 r Credo, 2 Melodien, diese Hs. nicht erwähnt bei Miazga. III 4 Bl. (Pergament), 2 Doppeibl., fragmentarisch. Von Bl. 1 u. 2 nahezu eine Spalte fehlend. Außerdem Textverluste am oberen Rand von BL 1 und 4. Schriftraum 25 x 17,5 cm, 2 Spalten, 30 Zeilen. Textura von einer Hand (15. Jh.). Übliche Rubrizierung, rote und blaue Lombarden. Die Blätter dienten früher als Bezug des ehem. Pappbandes (s. oben). l r -4 v VOLLMISSALE, Teilstücke von Dom. 8-11 post oct. Pentecosten. U.H.3 Todtmooser Bruderschaftsbuch Pergament • 26 Bl. • 40 x 28,5 • Todtmoos (?) • 1471 Lagen: (III-I) 4 , (VII-3 + 2) 17 , (IV+1) 26 . Alte Foliierung II-XXVIIII, ohne Bl.VII und IX. Starke Gebrauchsspuren, das letzte Blatt mit größeren Fehlstellen (etwas Textverlust). Schriftraum 28 x 19 cm, 7- 9 Textzeilen und entsprechende Anzahl von Notensystemen (Hufnagelnotation auf 5 Linien), F-Linie rot, C-Linie 5 r -6 v gelb. Die reinen Textseiten (7 r -8 r ) mit 35 Zeilen. Mehrere Hände: l r -4 v , 9 r -26 r Textura, 7 r -8 r Bastarda, 5 r -6 v Rotunda gotica (Nachtrag). Rubrizierung, rote und blaue Lombarden sowie meist schwarze Cadellen. Bei der Restaurierung im Jahre 1979 erhielten die bis dahin unbezogenen, ro- 445 U.H.3 hen Holzdeckel einen braunen Lederbezug, ferner wurden neue Langriemenschließen, Papierspiegel und -Vorsatzblätter angebracht. Herkunft: Die Statuten der Todtmooser Mariae-Himmelfahrt-Bruderschaft (7 r -8 r ) vom 20. August 1471 liegen hier vermutlich in der Originalfassung vor, wenn auch die in der Einleitung angekündigten (infrascripti) Namen der Unterzeichnenden fehlen. Der sanblasianische Konventuale Placidus Rauber hatte offenbar den vorliegenden Codex in Händen, von dem er schreibt: Pervetustum ex pergameno Codex est, truncus omnino, quem unum ex tot monumentis Germaniae vastator Rusticus, talem qualem nobis re- liquit, qui praeter annum et titulum nihil aliud docet.. . (Rauber (s . Lit.), S. 112). Damals war die Hs. also schon in unvollständigem, schadhaftem Zustand, was Rauber auf Beschädigungen des Bauernkriegs zurückführte. Die Bruderschaft der Todtmooser Wallfahrtskirche existierte bis 1783. Spätestens um diese Zeit könnte die Handschrift nach St. Blasien gelangt sein - Todtmoos war Pfarrei von St. Blasien -, aber möglicherweise stand sie Rauber schon in St. Blasien zur Verfügung. Denn für die Liturgie der Bruderschaft hatte sie um 1628 kaum noch praktische Bedeutung. Vgl. Rauber (s . Lit.), S. 146-168. Daß die Hs. über St. Blasien nach Karlsruhe gelangte, ist wahrscheinlich. Nicht auszuschließen ist freilich die Möglichkeit, daß Rauber sie mit nach Schwarzach nahm, wo er von 1641-1660 als Abt wirkte (s. S. 112 f). Zur Todtmooser Bruderschaft u. Wallfahrt s. ferner U.Engelmann , in: Das tausendjährige St. Blasien, Ausstellung St. Blasien 1983, 2: Aufsätze, S. 44-46. Literatur: Placidus Rauber , Diva virgo Todtmosia sive Pulchricollis, eius origo, miracula, confrater- nitas, Freiburg i.Br. 1628, bes. S. 1 12 ff; Ehrensberger, S.58 Nr.14; Ferdinand, S .4 u. 84 f; Thanna- baur, S. 220. l r -3 v Missa pro defunctis, Teile des Ordinariums. 4™ Sanctus et Agnus dei. >De beata virgine<. Vgl. Ferdinand, S. 82 mit Abb. von 4 r (tropiertes Sanctus: Benedictus Marie filius...). 5 r -6 v Sequenz AH 54 Nr. 178, Nachtrag zu l r -3 v . Wegen des Verlustes von Bl. VII fehlen die Strophen 8-14. 7 r -8 r Statuten der Mariae-Himmelfahrt-Bruderschaft in Todtmoos. Anno domini millesimo quadringentesimo septuagesimo primo, vicesima die mensis Augusti, infrascripti venerabiles... doctores, magistri et domini in ecclesia gloriosissime virginis Marie... in Totmoz... congregati... Einleitung und 7 Statuten, die vor allem auf die jährliche Zusammenkunft der Bruderschaft in der Woche nach Mariae Himmelfahrt in Todtmoos Bezug nehmen. Die Einleitung ist abgedruckt bei Rauber (s. Lit.), S. 112 f. Weiteres s. unter Herkunft. 9 r -26 v GRADUALE ET OFFICIUM DE ASSUMPTIONE B.M.V. (9 r -10 r ) Antiphonen Hesbert , Nr. 2547, 4937, 2855, 2641, 2887, 4112, 5454; (10 r -14 r ) Graduale, mit Gloria Ma- rianum ( Daniel 2, S.273; Chevalier , Nr. 19312; auch BLB, Cod. St.Blasien 77, 318") und Sequenz AH 53 Nr. 104; (14 r -26 v ) Officium bis zu den Laudes, mit den Psalmen. 446 U.H.4 • U.H.5 U.H.4 Antiphonale benedictinum Papier, 98 Bl., 44 x 30 cm, Bodenseegebiet, 16. Jh. Alte Foliierung. Schriftraum 33,5 x 25,5 cm, 7 fünfli- nige Notensysteme (Hufnagelnotation) mit entsprechender Anzahl Textzeilen. Übliche Rubrizierung. Rote, schwarze und blaue Initialen (meist Lombarden- oder Cadellentypus), oft mit schlichtem Fleuron- nee. Textura von einer Hand. Brauner Lederband mit Rollen- und Einzelstempeln. Die offenbar später (vermutlich um 1600) angebrachten ovalen, von einem Strahlenkranz umgebenen beiden Stempel im Mittelfeld der Deckel (1. Maria mit Kind, 2. Kreuz mit doppeltem Querbalken, IHS und 3 Nägeln auf einem Herz stehend) sind die gleichen wie auf dem ehem. Einband von Cod. Ohningen 1. Herkunft: Nach Schrift, Ausstattung und Einband dürfte die Hs. um die Mitte des 16. Jh's entstanden sein. Zur benediktinischen Provenienz s. Proprium de sanctis 50 r . Die nachträglich angebrachten Einbandstempel weisen in das Priorat Ohningen (Hegau); s. oben und Cod. Ohningen 1. Literatur: Ehrensberger, S. 15 Nr. 11. l r -93 v ANTIPHONALE FÜR VESPER UND LAUDES, oft mit dem Responsorium proli- xum, beginnend Sabbato ante dorn, adventus. (l r -49 r ) Proprium de tempore, (50 r -84 v ) Proprium de sanctis, mit Scholastica (58"), Benedictus (58 v -60 r ), Omnes sancti ordinis s. Bene- dicti (81 v —82 r ); (86 r -93 v ) Commune sanctorum. 93 v -94 v Gloria Patri in den 8 Kirchentönen. 95 r -97 r Marianische Schlußantiphonen. 98™ Magnificat-Antiphonen. U.H.5 Medizinische Sammelhandschrift Papier • 476 Bl. • 30,5x21 • Ingolstadt • 1476 Eine sehr ausführliche und fundierte Beschreibung der Hs. bei R. Peitz , Die ,Decem quaestiones de me- dicorum statu', med. Diss. Würzburg 1977, Pattensen bei Han. 1977 (vielmehr 1978), S. 24-34, 116-120 (mit Abb.). Deshalb ist die vorliegende Beschreibung kurz gefaßt. Incipits im Register. - Heller Lederband mit Einzelstempeln und Streicheisenlinien, Landshuter Werkstatt. Die Handschrift stammt vermutlich aus der Bibliothek der Speyerer Bischöfe in Bruchsal (s. Einleitung, S. 136 f). 2 ra -8 va HUNAIN IBN-ISHAQ (JOHANNITIUS), INTRODUCTIO IN ARTEM PAR- VAM GALENI. P eitz , S. 27. 447 U.H.5 • U.H.6-7 9 ra -10 vb PHILARETUS, UBER DE PULSIBUS. P eitz , S. 27. ll ra -16 rb ATHENAGORAS, DE URINIS. P eitz , S.28. 16 rb -17 ra PS.-HIPPOCRATES, DE URINIS. P eitz , S .28. 18 ra -25 vb MAURUS, DE URINIS. Peitz , S.28 f. 27 ra -69 vb RASIS, ALMANSORIS LIBER NONUS. P eitz , S.29. 70 ra -79 rb TRACTATUS DE DOSIBUS MEDICINARUM. P eitz , S.29. 79 va -80 vb BARTHOLOMAEUS DE MONTAGNA, DE MODO COMPONENDI MEDI- CINAS. Peitz, S. 30. - 8 1 r —86 v leer. 87 ra -134 vb MESUE, DE CONSOLATIONE MEDICINARUM. P eitz , S.30. 1 35 ra - 181 va PS.-MESUE, ANTIDOTARIUM VELGRABADIN. P eitz , S.30. 182 rab (Nachtrag, 15. Jh.) LUCIUS ANNAEUS SENECA, AD LUCILIUM, Epistola II u. XLV, 1-2. 183 ra -210 rb JOHANNES SERAPION (vel Albucasis), LIBER SERVITORIS. Peitz, S.31. 21 l ra -227 vb JOHANNES DE SANCTO PAULO, DE SIMPLICIUM MEDICINARUM VIRTUTIBUS. Peitz, S. 31 f. 228 ra -436 rb AVICENNA, CANON MEDICINAE, übers, von Gerardus Cremonensis. Peitz , S. 32 f. 436 va -450 va AVICENNA, DE VIRIBUS CORDIS. P eitz , S. 33. 451 ra -464 va GALENUS, LIBER MEGATECHNI (De ingenio sanitatis). Peitz , S. 33 f. 465 ra -471 rb DECEM QUAESTIONES DE MEDICORUM STATU. Nach dieser Hs. abgedruckt bei Peitz , S. 46-68. - 471 v -476 v leer. U.H.6-7 Dokumente zur Geschichte des Deutschen Ordens Papier, 156 u. 199 Bl., Ellingen, Kreis Weißenburg(?), um 1652 (U.H.6) und um 1575-1670 (U.H.7). In U.H.6 drei Hände (um 1652): l r -64 r , 66 r -77 r , 81 r —87 r u. 154 r —155 r ; in U.H.7 mehrere Hände um 1575 (2 r -99 r ) und um 1670. In beiden Hss. größere Teile leer. Braune marmorierte Lederbände des 17./ 18. Jh's. U. H. 6 wurde um 1652 geschrieben (s. 54 r , 62 r ), Datierung von U. H. 7 aufgrund des Wz. (Pic- card , Expertise) und - für den Nachtrag - der datierten Dokumente (bis 1665). Wahrscheinlicher Entstehungsort ist die Deutschordenskomturei Ellingen, Kreis Weißenburg (Mittelfranken). In U.H.7, 448 U.H.6-7 144' die zeitgenössische Randnotiz: diser Summar. Inhalt ist auß einem bey der Ellinger Canczley... vorhandenen latein. Transumpt gezogen.s. auch U. H. 6, 62 r , 154 r -155 r . Auf beiden Vorderspiegeln typographisches Exlibris: Anseimus L.B. de Westernach, Eccles. Cathedr. August. & Frisingensis Can. Cap. (gest. 13.6.1793, s. A. Haemmerle , Die Canonikerdes Hohen Domstiftes zu Augsburg bis zur Säkularisation, München 1935, S. 187 Nr. 939 mit weiteren Angaben zur Biographie). Daß die beiden Handschriften in den Besitz Westernachs gelangten, dürfte darauf zurückzuführen sein, daß aus der Familie Westernach mit Johann Eustach von Westernach (gest. 1627) ein prominenter Deutsch-Ordensmeister hervorgegangen war. Vgl. H.H. Hofmann , Der Staat des Deutschmeisters, München 1964, bes. S.244- 252. Die Handschriften gelangten Ende des 18. Jahrhunderts in die Bibliothek der Speyerer Bischöfe in Bruchsal (s. Einleitung, S. 135-137). U. H. 6. l r -2 v > Von Ursprung Aufnehmen und bestettigung des Ordens.. .<; 3 r -52 v Regel (3 V -10 V ) und Statuten des Ordens nach der 1606 auf dem Großkapitel in Mergentheim erfolgten Neufassung. Druck: Sammlungen für die Geschichte des Hoch- und Teutsch-Meisterthums, hrsg. von C.G. Elben , 1, Stuttgart 1785, S. 9-100; 54 r -60 v >Verzeichnus Aller und Jeder Ordens Ritter und Priester Brüder sowohl des Preußischen als Teutschen Gebietss, welche sich zu Endt des 165Isten Jahrs in Leben befunden, beschrieben Mense Februarii Anno 1652<. An den Blatträndern Ergänzungen in Rot mit den Datierungen 1653-1657. Insgesamt 121 Namen mit Angaben des Ortes und Datums der Aufnahme in den Orden; 62 r >Der Balley Franckhen Heußer und Commenden anno... 1652<, s. auch unten 155 r ; 63 r -64 r >Verzeichnus der Meister Teutsch Ordens in Lijflandt< ; 66 r -74 r >Formb und Weiß, Die die Johanniter Herrn mit Ihrer Einklaidung zu Malta gebrauchen<; 76 r -77 r Bedingungen für die Aufnahme in den Deutschen Ritterorden; 81 r — 8 7 C > Ordens-Statuta de anno 1442< , Auszug. Druck des vollständigen Textes: Die Statuten des Deutschen Ordens, hrsg. von E. Hennig , Königsberg 1806; 151 r — 152 r Kurze Auszüge zur Geschichte des Deutschen Ordens aus diversen Drucken. 154 r Urkundenabschrift: König Friedrich der Schöne verleiht am 22.8.1322 dem Landkomtur Konrad von Gundelfingen die Gerichtsbarkeit in Ellingen, vgl. R. Grill , Die Deutschordens-Landkommende Ellingen, Diss. Erlangen 1957, S. 8, 108, 121; 155 r Statistik der Ordenszugehörigen der Bailei Franken nach den betreffenden Orten, vgl. Grill , Karte IV. U.H. 7. Privilegia generalia. 2'-83 v Königs- und Kaiserurkunden, gezählt 1-38; s. Tabulae ordinis theutonici, hrsg. von E. Strehlke , Berlin 1869, Nr. 194, 254, 253, 258-264, 266, 265, 267-269, 271, 272, 270, 273-277, 280, 281, 188, 279, 283, 282, 284-288, 290-292, teils mit Textabdruck; 84 r — 119 V Nachträge betr. 16./17. Jh. (bis 1665), u.a. Die Urkunden des Deutsch-Ordens Centraiarchivs zu "Wien, in Regestenform hrsg. von E. G. von Pettenegg, 1, Prag/Leipzig 1887, S.681 Nr .2646 (11 l r —119 r ); 144 r —174 r Auszüge aus Papsturkunden, 87 Nummern (s. unter Herkunft); 174 v -176 r Pettenegg (s . oben), S. 678 Nr. 2635. 449 U.H.8 U.H.8 Sermonessammlung Papier • 275 Bl. • 21,5x15,5 • Bayern(?) • um 1430-1435 Lagen: (VIII-1) 13 , 6 VI 85 , VII 99 , 4 VI 147 , VII 161 , 9 VI 269 . Arabische Lagenzählung jeweils auf der 1. Seite rechts unten. Teilweise Reklamanten. Wz.: 1. Ochsenkopf ( Piccard 11,3, Abt. XII, Nr. 461), Beschriftungszeitraum um 1429-1435; 2. Mohrenkopf mit Binde, Beschriftungszeitraum um 1433/34 (Piccard , Expertise). Schriftraum und Zeilenzahl stärker schwankend. Bastarda und Kursive von zahlreichen Händen. Stellenweise Randnotizen des 15. Jh's, einige wenige deutsch (meist Wortglossen, bai- risch), vgl. 160", 199 v , 210 r , 214 v . Übliche Rubrizierung. Heller Lederband der Zeit, vorn mit Titelschild des 15. Jh's: Sermones ad contemplativos et solitudinem diligentis (!) cum aliis sermonibus. Darunter alte Signatur Re 71. 1979 wurden Rücken und Schließen erneuert sowie neue Spiegel und Vorsätze angebracht. Das um die 1. Lage gehängte fragmentarische Perg.-Bl. (mit Federproben, u.a. Akrostichon: Mone , Hymnen 2, Nr.617, Z. 1-4; Chevalier , Nr. 1701; ferner Holders Vermerk: Günthersthal oder Freiburg ?) wurde herausgelöst und hinten in Tasche beigefügt. Herkunft: Datierung nach Wz., Lokalisierung aufgrund der Mundart der deutschen Randnotizen (s. oben). l r oben: E. Baader (s. auch U.H.9). Cod. U.H.8 u. U.H.9 haben möglicherweise den gleichen Entstehungsort (s. U. H. 9) und gelangten Ende des 18. Jh's in die Bibliothek der Speyerer Bischöfe in Bruchsal (s. Einleitung, S. 136 f). l r -10 v GILBERTUS TORNACENSIS, SERMONES AD STATUS, Auszug. >Ad contemplativos et solitudinem diligentes<. Schneyer , Repertorium 2, S. 300 Nr. 209-212 (212 unvollständig), diese Hs. nicht erwähnt. - 11 r — 13 V leer. 14 r -2 1 r THOMAS DE AQUINO, SERMONES DE EUCHARISTIA, Auszug. Schneyer, Repertorium 5, S. 608-610 Nr. 413, 414, 427, 433. 21 r -26 v DE ASSUMPTIONE B.M.V. Maria optimam partem elegit... (Lc 10,42). Hec pars optima, quam virgo benedicta elegit, non est partita... 27 r -34' DE S.JOHANNE EVANGELISTA. Inplevit eum spiritu sapiencie et intellectus (vgl. Ex 35,31). Animadvertendum est hic, quod verba ista in Ecclesiastico ponuntur... - 34 v -37 v leer. 38 r -57 r IORDANUS DE QUEDLINBURGO, SERMONES DE TEMPORE, Auszug. Schneyer , Repertorium 3, S. 805 f Nr. 16-18 u. S. 825 (Hs. erwähnt), Druck: Hain 9438, Nr. 52, 54, 55, 59, mit Kürzungen. Vgl. Zumkeller , Nr. 648 (S. 307 Hs. erwähnt). - 57 v —61 v leer. 62 r —215 V CONRADUS DE BRUNDELSHEIM (Soccus), SERMONES, fast ausschließlich de Sanctis, Auswahl. Soccus als Autor gelegentlich genannt. Reihenfolge: Schneyer , Repertorium 1 (diese Hs. nicht erwähnt), S.719 Nr. 39 (62 r -65 r ); S.738 Nr. 275, 276, 278 (65 r -72 v ); 450 U .H .8 ■ U .H .9 S.741 Nr.311 (72 v -75 v ); S.742 Nr.322, 323 (75 v -81 v ); S.740 Nr.301 (86 r -89 r ); S.741 Nr.306 (93 v -96 v ); S .740f Nr.304, 305 (96 v -103 r ); S .741 Nr.312 (103 r -106 v ); S .741 f Nr.315-317 (106 v -114 v , 119 r -123 v ); S .740 Nr.293 (124 r -126 v ); S .743 Nr.332, 337 (126 v - 130 r , 130 r -134 r ); S .744 Nr.347, 348, 352 (134 r -140 v , 140 v -143 v ); S .741 Nr.314 (143 v - 146 r ); S. 739 Nr.297 (146 r -148 v ); S .744f Nr.353-356 (149 r -161 v ); S .745f Nr.365-368 (162 r — 178 v ); S .741 Nr.309, 310 (179 r -184 v ); S .739 Nr.282 (184 v -187 r ); S .745 Nr.357, 358 (187 r — 190 v ); S .739 Nr.283 (190 v -193 r ); S .738 Nr.269, 270 (193 r -197 v ); S .739 Nr.280 (198 r -200 v ); S. 240f Nr.294, 295 (200 v -207 r ); S .746 Nr.376, 377 (210 r -215 v ). Druck: GW 7411-7413. Nicht bei Schneyer , Repertorium, jedoch auch sonst öfter Bestandteil des Zyklus: 1. (89 v —91 v ) De s. Benedicto. Ecce elongavi fugiens... (Ps. 54,8). Bernardus in sermone Canticorum. .2. (114 V —119 r ) De s. Petro et Paulo. Principes Iuda duces eorum... (Ps 67,28). Gregorius: Unicuique nostrum... Vgl. München, UB, 2° Cod. ms. 121, 33 vb -35 va u. 53 va -55 ra (Kat . III, 1, S. 193). Zusätzlich (9 1 v —93 r ) Jacobus de Voragine, De s. Benedicto. Delictus deo et hominibus... (Sir 45,1). Magnum praeconium a deo diligi..., Schneyer , Repertorium 3, S. 252 Nr. 389. - 82 r —85 v , 207 v -209 v , 216 r -221 v leer. 222 r -272 r CONRADUS DE SAXONIA, SERMONES DE TEMPORE ET DE SANCTIS, Auswahl. (222 r ) >Incipiunt sermones Chunradini (!) Saxonis...<. Reihenfolge: Schneyer , Repertorium 1, S. 765 Nr. 257-265 (222 r -229 v ); S.750 Nr. 29-37 (229 v -239 r ); S. 765-767 Nr. 266-292, ohne Nr.285 u. 288 (239 r -272 r ), diese Hs. nicht erwähnt. Zusätzlich (259 1 - 260 v ) Leo O. Cist., De s. Philippo etjacobo, Schneyer , Repertorium 4, S. 32 Nr. 245. - 272 v leer. 273 r -274 v Quaestiones de corpore Christi. Propositio: Corpus Christi non est adorandum ad- oracione latente (?)..(273 v ) >Alia quaestio<. Ultima propositio: hostia consecrata non est deus... 275 v De ignorantia. Nota triplex est ignorantia, quo ad voluntarium et involuntarium... (bricht unten auf der Seite ab). U. H. 9 Sermonessammlung Papier • 1 + 292 Bl. • 21x15 • Bayern(?) • um 1452-1454 Lagen: 1, (VI-l) 12 , (2 VI) 36 , (VI-1) 47 , 2 VI 71 , IV 79 , 15 VI 259 , V 269 , VI 281 , (VI-1) 292 inkl. ehem. Spiegel. Bl. 1 ist der Rest einer herausgetrennten Lage. Reklamanten Bl. 92-211 regelmäßig, sonst nur vereinzelt. Wz.: 1. Waage, 2. Säule, 3. Ochsenkopf ( Piccard II, 1-3, Abt. XIII, Nr.238); Beschriftungszeitraum um 1452-1454 ( Piccard , Expertise). Schriftraum und Zeilenzahl stark variierend. Bastarda und Kursive von zahlreichen Händen. 4 Haupthände: 1. 2 r -35 r ; 2. 37 r -61 v , 63 r -66 v , 75 v -76 r , 80 r —91 r , 253 v -258 r , 451 U.H.9 291 r -292 r ; 3. 92 r -209 r ; 4. 239 r -252 v , 260 r -290 r . Bl. 92-211 anfangs und gegen Schluß stärkere Gebrauchsspuren (auch Wasserränder). Offenbar existierte dieser Teil längere Zeit ohne Einband. Übliche Rubrizierung. Heller Lederband des 15. Jh's mit Streicheisenlinien. Schließen und Buckel (je 5) fehlen. Auf dem Vorderdeckel Titelschild: Sermones de tempore per totum annurn (15. Jh.) und alte Signatur Re 73. Die Spiegel wurden 1979 abgelöst. Die gleichzeitig herausgelöste Makulatur - 4 kleine Perg.-Stücke, die zusammen ein nicht ganz vollständiges Blatt ergeben (Textverlust an den Innenseiten, Höhe des Schriftspiegels 12,8 cm, 15 Zeilen) - mit aszetischem Text des 10./II. Jh's (Warnung an Kleriker und Mönche vor den Verlockungen der Frauen). Der ehem. Vorderspiegel mit Alfred Holders Vermerk: Günthersthal? oder Freiburg ? Herkunft: Datierung nach Wz. Aufgrund der Mundart der frühen Nachträge (Vorderspiegel, 1", 286 v ) ist die Entstehung in Bayern wahrscheinlich. 2 r Besitzeintrag E. Baader und Nr. 16 (18./19. Jh.). Aus gleichem Besitz kommt auch U. H. 8. Möglicherweise haben beide Hss. den gleichen Entstehungsort, vgl. Mundart, Einband, Anlage der Sammlungen. Ende des 18. Jahrhunderts gelangten sie in die Bibliothek der Speyerer Bischöfe in Bruchsal (s. Einleitung, S. 136 f). Vorderspiegel (F), 1" Varia (Nachträge, 15. Jh.). (Vorderspiegel, I v ) De signis corruptae vir- ginitatis. Mulier os rodens, pede fodiens, pallia pandens/ ... Hec sunt signa satis corrupte virgini- tatis (5 Hexameter), vgl. Walther , Prov., Nr. 15354b; Scorpius -ii vel scorpio -onis est virga nodosa velflagellum nodosum...-, (I v -l r ) Färb- u. Färberezepte (deutsch, u.a. Wann du holtz wild Swartz verben.. .; (l r ) Rezept für Metallätzung bei Anbringung von Schrift auf Messern; (l v ) medizinische Rezepte, überwiegend deutsch: Augentropfen, verschiedene Schmerzmittel (besonders in Verbindung mit Bädern), gegen Wassersucht; s. auch unten Nachtrag. 2 r -209 r LUDOLPHUS DE SAXONIA, SERMONES DE TEMPORE. Assit in principio sancta Maria (Colophons , Nr.l9989f). Erunt signa in sole et luna... (Lc 21,25). Quamvis enim unusquisque homo iudicatur in morte... - Tunc fugiant ad montes eterna contemplantes et deum sine fine laudantes in secuta seculorum. Deo gracias. Schneyer , Repertorium 4, S. 107-112 (diese Hs. nicht erwähnt, auch nicht bei den folgenden Texten); einige Abweichungen in der Reihenfolge. - Eingeschoben in den Zyklus sind 9 V -16 V , 30 r -32 r , 75 v -76 r , 132 r — 133 v folgende Sermones: (9 V — 11 v ) >De nativitate domini<. Ewangelizo vobis gaudium magnum (Lc 2,10). Hic sunt 3 questiones, prima cur deusper se et non per angelum...; (11 v —13 V ) >De nativitate domini<. Exiit edictum a cesare Augusto... (Lc 2,1). Cesar Augustus, cum universo orbi dominaretur...; (13 V -15 r ) >De circumcisione domini<. Postquam consummati sunt dies octo (Lc 2,21). Hic notan- tur duo: primum est Jhesu circumcisio.. (15 r -16 v ) >De tribus regibus<. Tribus miraculis diem sanctum colimus...-, (30 r -32 r ) >De die palmarum<. Ergo quo ad thema Ecce rex tuus venit tibi mansuetus (Mt 21,5). Ex hiis verbis ad nostram doctrinam est sciendum.. .; (75 v -76 r ) De corpore Christi. Qui manducat meam camem... (Io 6, 55). Johannes qui hausit et potavit potum sa- piencie de fönte... Auch München, UB, 2° Cod. 120, 119 ra ( Kat . III, 1, S. 191 mit weiteren Textzeugen). (132 r — 133 v ) >Dominica prima post trinitatis<. Homo quidam erat dives etc. (Lc 16,19). Epistola hodierna tota est de dilectione dei et proximi... - 35 v -36 v , 67 r -71 v , 76 v -79 v , 209 v -21 l v leer. 452 U.H.9 212 r -292 r SERMONES VARII. (212 r —216 V ) De annuntiatione B. M. V. Visitasti terram et in- ebriasti eam... (Ps 64,10)... Nonne terre convenienterhomo designatur...; (217 r —218 r ) >De as- sumpcione beate Marie virginis<. Gaudeamus omnes in domino... Hec autem verba, fratres karis- simi, cantantur hodie.. (218 r —223 v ) Sermones Schneyer , Repertorium 8, S.382 Nr.29, 34, 35 (mit Abweichungen); (224 r -231 r , 231 r —233 r ) Petite et accipietis (Io 16,24). Benignitas sal- vatoris nostri maior est...; Postquam locutus est eis, assumptus est... (Mt 16,19). Sciendum quod ab origine mundi nonfuit tale festum... Beide Sermones auch Windsheim, Ratsbibliothek, Cod. 83, 27 ra -30 va , 33 rb -34 rb ( Kat ., S. 139), s. auch unten 270 r ; (233 v -235 r ) Iordanus de Quedlinburgo, Sermo Schneyer , Repertorium 3, S. 815 Nr. 78; (236 r -238 v ) Repleti sunt omnes spiritu sancto (Act 2,4). Ex quo iam Ulis sacris diebus peragitur... Auch Nürnberg, StB, Cod. Cent. VII, 37, 168 v — 171 v (Kat . II, 1, S.349); (239 r -242 r ) >Qui incipiunt in iuventute ser- vire domino deo<. Bonum est viro, cum portaverit iugum.. . (Lam 3, 27). Hic dicendum est de sex fructibus, quiproveniunt homini\ bus], qui in iuventute Student. ..; (243 r -247 v ) Ecce ewangeliso vobis gaudium magnum... (Lc 2,10). Inter omnia festa letabunda tocius anni... Auch Würzburg, UB, M.ch. q. 9. 16/2, 321 v —323 v ( Kat . I, S. 120); (248 r -250 r ) Antonius de Azaro de Parma, Sermo Schneyer , Repertorium 1, S. 307 Nr. 229; (250 v -252 v ) Herbordus de Bergamo, Sermo Schneyer , Repertorium 2, S. 687 Nr. 72; (253 v -254 r ) >De nativitate Marie virgi- nis<. Nativitas tua, dei genitrix, virgo, gaudium annunciavit universo mundo... Attendite, fratres karissimi, inejfabilem divine maiestatis erga nos clemenciam.. .; (255 r -258 r ) Guillelmus de Mal- liaco, Sermo Schneyer , Repertorium 2, S. 490 Nr. 99; (260 r -262 r ) De quintuplici conscientia. In presenti dicendum est de quintuplici conscientia, quarum 4 male sunt...-, (262 v -266 v ) De ad- ventu Antichristi. Revelabitur ille iniquus, cum adventus erit... (2 Th 2, 8-9). In presenti restat aliquid dicere de adventu Antichristi. Primo namque dicendum, quando veniet...; (267 r -269 v ) Omnis arbor, que non facit fructum bonum... (Mt 7,19). Sciendum quod si tanta estpena sterilis arboris.. .; (270 r -272 r ) Postquam consummati sunt dies octo, ut circumcideretur... (Lc 2,21). So- lent homines in novo anno munuscula sibi invicem dare... Auch Windsheim, Ratsbibliothek, Cod. 83, 17 va -18 vt (s. auch oben 224 r ); (273 r -275 v ) Nikolaus von Dinkelsbühl, Sermo De epiphania domini. Madre , S. 136 Nr. 10 (diese Hs. nicht erwähnt); (276 r -278 v ) Descendit cum eis in Nazareth... (Lc 2,51). Non solum Christi verba sunt nobis in documentum. .(279 r - 283 r ) Jacobus de Voragine, Sermo Schneyer , Repertorium 3, S. 222 Nr. 21; (283 v -286 v ) Ego veniam et curabo eum (Mt 8,7). In his verbis notatur magna humilitas Christi, qui servum centu- rionis...\ (287 r -289 v ) .de obediencia<. ... Obediencia est voluntas faciendi preceptum vel mandatum superioris.. .; (290") De praedicatione. Predicacio est manifesta et publica morum in- structio.. .; (291 r ) >De sancto Karulo.. .<. Justum deduxit dominus per vias rectas... (Sap 10,10). Sciendum quod iusticia est virtus reddens unicuique, quod suum est... (Bruchstück); (291'-292 r ) De sex generibus hominum in die iudicii. Deus pater in potestate, qui sua potencia creavit celum et terram...- 235 v , 253 r , 254 v , 258 v -259 v , 272 v leer. Nachtrag (15. Jh.): 286 v deutsche Rezepte für Schmerzmittel. 453 U.H.10 U.H.IO Breviarium dominicanum Pergament • 405 Bl. • 20,5x14,5 • Dominikaner • Oberrhein (Colmar ?) • um 1300 Lagen: (II +1) 5 , IV 13 , 5 VI 73 , IV 81 , 24 VI 369 , VII 383 , (VI-1) 394 , (VI-1 ) 405 . Kustoden I-XXXII (Bl. 25- 394). Schriftraum 14 x 10 cm, 2 Spalten, 27 Zeilen. Textualis gotica, Haupthand (um 1300) 6 r -400 ra , Nachtragshände bis um 1326 (s. unten). Rubrizierung, rote und blaue Lombarden mit Fleuronnee in der Gegenfarbe. Größere Fleuronneeinitalen mit blau-rot abgesetztem Buchstabenkörper, meist mit tropfen- bzw. keulenförmigen oder stabförmigen Aussparungen und Zierstäben; diese bzw. die davon ausgehenden Antennen oft mit blauen oder roten Kreuzen bzw. fünfblättrigen Blüten besetzt, mehrfach paarig angeordnet (z.B. 14 r , 187 v , 193 v , 253 v , 30l v , 330 v ). 303 v bemerkenswerte Zierseite mit figurierter Initiale (Johannes der Täufer mit Osterlamm). Roter Lederband mit Streicheisenlinien, beide Schließenriemen 1979 erneuert. Gelber Buchschnitt. Herkunft: Entstehung um 1300 für ein Dominikanerkloster (s. Kalender und Nachträge 2 r , 398 r ), wohl für ein Kloster mit Patrozinium Johannes der Täufer (s. Zierseite 303 v und Hervorhebung des Namens in der Litanei 80 vb ). Mit diesem Patrozinium könnte das Kloster Unterlinden in Colmar in Frage kommen. Einband vermutlich oberrheinisch aus der 2. Hälfte des 15. Jh's, sehr weitgehende Ubereinstimmungen mit BLB, Cod. Lichtenthai 84 (Farbe des Bezugs, gelber Schnitt, Anordnung der Streicheisenlinien sowie besonders Machart und Farben des geflochtenen Kapitalbandes). Auf dem Vorderspiegel - stark abgerieben und nur noch weniges lesbar - deutscher Besitzeintrag (Name vermutl. Anna Blum) mit Gebetsmeinung (15. Jh.). V Federproben und: Anna Blum (?) ißt daß buch. Literatur: Ehrensberger, S. 28 Nr. 26. 2 ra ~5 vb Reimoffizium >De sancto Thoma de Aquino< (Nachtrag). AH 5 Nr. 84 mit den Hymnen AH 52 Nr. 352-354. 6 r —1 l v KALENDARIUM, dominikanisch, wie im Prototyp Humberts (s. Guerrini, S. 255- 266), von der Haupthand außerdem die 1262 bis 1298 (Wenzeslaus) in den Ordenskalender aufgenommenen Feste (s. Leroquais , Breviaires 1, S. C). Die Feste Ludevici (25.8.), Alexii (17.7.), Thome (de Aquino, 7.3.), in den Ordenskalender 1301, 1307 und 1326 aufgenommen, sind nachgetragen. Keine nicht ordensspezifischen Feste. 12 r — 13 V 3 komputistische Tafeln. 14 V —81 v PSALTERIUM FERIATUM. (75 ra -78 va ) Laudes-Cantica; (79 ra -80 va ) Benedictus, Magnificat, Nunc dimittis, Te deum, Quicumque; (80 v —81 v ) dominikanische Litanei mit Pre- ces, neben Dominikus (zweimal) sind Johannes Baptista und Maria Magdalena graphisch hervorgehoben. 82 r -83 r RUBRIKEN >De quo officium sit agendum<. Guerrini , Nr. 2, 3, 5, 6, 8, 9, 11-13. 454 U.H. 10 • U.H.II 83 ra -238 vb PROPRIUM DE TEMPORE. > Dominica prima in adventu domini<, (97 ra ) In vigi- lia nativitatis Domini, (131 vb ) >Feria IHIa in capite ieiunii<, ( 155 rb ) >Feria Va in cena domini<, (162 rb ) >/» sabbato sancte Pasche<, (182 ra ) >In vigilia ascensionis<, ( 187 ra ) >In vigilia penteco- stes<, (193 va ) >In festo sancte trinitatis<, (196 vb ) > Dominica prima post festum trinitatis<, (234 vb ) >/» dedicatione ecclesie<, zu Beginn die Rubriken Guerrini , Nr. 246-248. 239 ra -376 vb PROPRIUM DE SANCTIS. Andreas bis Saturninus. (239 ra -243 va ) Ordina- riumstexte. Guerrini , Nr. 252-289, 295-306 (einige Stücke in Auszügen). Reimoffizien und Hymnen: (250 va -251 ra ) Apostel Thomas, Magnificat-Antiphon aus AH 28 Nr. 81; (288 va - 290 rb ) Petrus Martyr, AH 28 Nr. 48 und AH 52 Nr. 325-327; (291 ra -292 vb ) Inventio crucis, AH 50 Nr. 223; (292 vb -294 va ) Corona Domini, AH 5 Nr. 11 (Teile) und AH 52 Nr. 12, 13; (295 vb -296 vb ) Translatio Dominici, AH 25 Nr. 86; (324 ra -327 ra ) Dominicus, AH 25 Nr. 85 und AH 52 Nr. 171-173; (336 rb -339 va ) Aurelius Augustinus, Chevalier , Nr. 10064 und AH 52 Nr. 117, 118; (350 va -353 va ) Michael, AH 50 Nr. 156, 146; (358 va -362 ra ) Elftausend Jungfrauen, AH 5 Nr. 87 (Teile) und AH 52 Nr. 365, 367; (375 ra -376 vb ) Katharina, Teile aus AH 18 Nr. 37, 38 und AH 52 Nr. 245 (Str. 1-3 u. Doxologie, s. AH 52, S. 222), 247 (Str. 1, 3,4). - Nachträge s. 2 ra und 398 rb . 377 ra -398 rb COMMUNE SANCTORUM. 390 ra " b >Orationes in officio defiinctorum<. 390 rb -391 rb Komplet ohne Psalmen und Cantica. 391 rb " vb >Benedictiones lectionum in matutinis<. 391 vb -398 rb Lektionen zum Commune sanctorum. (391 vb -392 va ) In festis B.M.V. 398 rb -404 rb Nachträge (meist nur Lektionen und Orationen): (398 ,b -399 rb , 400 ra , 404 ra ) >De sancto Ludewico rege<; (399 rb -400 ra ) Wenzeslaus; (400 ra -403 rb , 404 rab ) Corpus Christi; (403 vab ) Alexius. U. H. 11 Rituale • Processionale, dominikanisch Pergament • 135 Bl. • 17x12,5 • Dominikanerinnen • Nürnberg • 15. Jh. Lagen: (I-l) 1 , 13 V 13 ', II 135 . Reklamanten, z.T. beschnitten bzw. abgeschnitten. Schriftraum 12 x 8 cm, 18 Zeilen (Nachtrag 23-27 Zeilen) bzw. 6 Notensysteme (Quadratnotation auf 4 roten Linien) mit je einer Textzeile. Rubriken in kleinerer Schriftgröße. Textura von einer Hand (2 r -128 r ) und Bastarda von einer Nachtragshand des 15.Jh's (128 r -135 r ). l r weitere Nachtragshand (15. Jh.). 2 r , 4 V , 40 v , 50 v , 63 v am unteren Blattrand Aufstellungsordnung der Prozessionen (Haupthand). Übliche Rubrizierung, rote 455 U.H.II Lombarden und (seltener) schwarze Cadellen, 80 r mit im roten Buchstabenkörper ausgesparten Fabeltieren (Hintergrund mit Maiblumenornamentik). Roter Lederband mit Einzelstempeln und Streicheisenlinien. Rücken und Schließenriemen 1979 erneuert. Zum Hinterspiegel s. unter Herkunft. Lose beigefügtes Pap.-Bl. mit sechsstrophigem deutschen Weihnachtslied (17. Jh.): Schlaffkind, schlaff, thue deine äuge- lein zue.. . Nicht bei Wackernagel. Herkunft: Datierung nach der Schrift. Für ein Dominikanerinnenkloster der Diözese Bamberg, vermutlich in Nürnberg geschrieben (s. Rubriken u. Heilige der Litanei 16 v -17 r ). Der 1979 herausgelöste Hinterspiegel mit deutschem Urkundenfragment des 14. Jh's, vermutlich aus Nürnberg (Testament; genannt sind der [Go] tshawspfleger der pfarre zu sant Sebolt sowie Albrecht Ebner (?) der elter, her Berhtoldt und der Ort Weizzmenstorff (Großweißmannsdorf/Landkreis Fürth). Der Codex läßt sich auf der Basis der Säkularisationsakten am ehesten dem Günterstaler Konvent zuweisen (s. S. 75). Mundart der Rubriken: bairisch. Literatur: Ehrensberger, S. 77 f Nr. 18. I 1 Nachtrag, 15. Jh.: Tantum ergo sacramentum... AH 50 Nr. 386, Str. 5 u. 6 und Nr. 388, Str. 5. 2 r -79 v RITUALE. Lateinischer Text mit sehr detaillierten deutschen Rubriken. 2 r -45 r Kranken- und Sterberitus. Wenne ein sieche swester die heiligen communion emphaen sol, denne sol derprelat des ordens... ; (2 r -4 r ) >von der Communion einer siechen swester<; (4 r - 13 r )> Von der heiligen Olunge<\ (13 r -19 v ) >Von der hinvart der Swester<, dominikanische Allerheiligen-Litanei mit Preces. Unter den Heiligen Heinrice, Sebalde, Kunegundis. (19 v -37 v ) >Commendacio animae<; 40 v -45 r Prozession zur Kirche und Totenwache. 45 r -66 v Begräbnisritus. 67 r -79 v Bußpsalmen und (73 v -79 v ) Gradualpsalmen Ps 119-133. 80 r — 131 r PROCESSIONALE. (80 r -87 r ) In ramis palmarum, (87 r -95 r ) >In cena domini<, (95 v - 102 v ) >Ad mandatum peragendum<, (102 v -104 v ) >In parasceve<, (104 v — 106 v ) >In die pasche<, (106 v -109 v ) >In ascensione domini<, (109 v —113 r ) >In festo corporis Christin, ( 113 r — 116 v ) >/» De- dicacione templi<, (116 V —120 v ) >In festo assumpcionis beate Marie<, (124 v -128 r ) >In solempni re- ceptione conventus..., legatorum velprelatorum..., secularium principum<; (128 r -131 r ) Nachtrag zu 104 v : Gesänge zur Kreuzverehrung. 131 r — 135 r Nachtrag, 15. Jh.: Ps 21-30. 456 U.H.12 U.H.12 Psalterium feriatum Pergament • 180 Bl. • 13x9,5 • Dominikaner(innen) • Zürich • Ende 13. Jh. Lagen: (II-1)\ I 5 , (VI-1) 16 , 4 VI 64 , (VI-1) 75 , 8 VI 171 , (VI-3) 180 ; Textverluste. B1.32 u. 66 fragmentarisch (jeweils eine Initiale herausgeschnitten). Schriftraum 8,5 x 5,5 cm, 16 Zeilen, im Kalendar meist 33 Zeilen. Textura von einer Hand. Die Nekrologeinträge im Kalendar überwiegend etwa gleichzeitig bzw. wenig später, teils von der Haupthand. Übliche Rubrizierung. An den Psalmanfängen blaue und rote Lombarden mit Fleuronnee in der Gegenfarbe, teilweise randleistenartig erweitert. An den Hauptzäsuren des Psalteriums 6 von ursprünglich 10 Deckfarbeninitialen vor Goldgrund mit Palmettenornamentik, stilisierten Blüten und (121 v , 124 r ) zoomorphen Elementen, überwiegend in den Farben Blau, Rot, Grün. Roter Lederband von 1975, durch den ein provisorischer neuerer Pappeinband ersetzt wurde. Herkunft: Datierung nach der Schrift. Der Buchschmuck deutet auf Entstehung in einer Züricher Werkstatt ( Kat. Stuttgart I llum . III, 1, S. 30-32 u. Nr. 10; s. auch Cod. U. H. 14 u. U. H. Fragm. 10). Die annähernd gleichzeitigen Nekrologeinträge weisen nach Basel (s. unten Kalendar). Literatur: Ehrensberger, S. 9 Nr. 39. l r -5 v KALENDARIUM (Januar/Februar fehlend), dominikanisch. Wie im Prototyp Humberts (s. Guerrini, S. 257-266). Zusätzlich Antonii conf. (13.6.), Edwardi conf. (13.10.) und als Nachträge Fridolini (6.3., später getilgt) und Galli abbatis et conf. (16.10.). Vgl. Grote- fend II, 2, S. 34, 35, 36. Nekrologeinträge (s. auch unter Herkunft): S[oror] Margareta de Ti- tenshein (11.3.); Dethelmus avunculus meus (25.4.); obiit domina Anna Hurstin, min muter selig LXXXXIX (26.5., Hand des 15. Jh's); Katherina matermea obiit (7.6.); Johannes der Fänden obiit (23.9.); Nicholaus de Titenshein, pater meus obiit (29.10.). Zu den Basler Adelsgeschlechtern Titensheim und der Kinden (zer Kinden) s. Wappenbuch der Stadt Basel, 1-3, Basel 1918-1928, hier Teil 1, 5. Folge, Nr. 43 und Teil 2, 5. Folge, Nr. 21 (Johannes der Kinden 1280 tot). 6 r -180 v PSALTERIUM FERIATUM, Teilung entsprechend Cursus romanus. Eingeschobene Offiziumsteile (meist nur eine Antiphon) ohne Notation. Bricht ab 180 v unten in Ps 149,1. Sonstige Textverluste: Ps 1-2,4; 50,20-51,11 (je 1 Bl.) sowie Verstümmelung von Ps 25,26 und 52 aufgrund Herausschneidens von Initialen. 457 U.H.13 • U.H.14 U.H.13 Breviarium, pars aestivalis Pergament • 346 Bl. • 17x12 • Diözese Straßburg • 15. Jh. Lagen: (VI+1)' 3 , 25 VI 313 , V 323 , VI 335 , (VI-2) 345 , 1. Reklamanten, teilweise beschnitten bzw. abgeschnitten. Schriftraum 12x8 cm, 26 Zeilen. Bastarda formata von einer Hand in 2 Schriftgrößen. Übliche Rubrizierung, rote und blaue Lombarden, 2 r und 120 r Fleuronneeinitiale mit blau-rot abgesetztem Buchstabenkörper und darin ausgespartem Distelblattornament. Brauner Lederband mit reicher Blindprägung (Einzelstempel, u.a. zweifach durchbohrtes Herz im Quadrat und Streicheisenlinien). Ein Schließenriemen fehlt. Auf dem 1979 abgelösten Hinterspiegel verso Federproben (Kanzleischrift) mit Erwähnung des Kaisers Friedrich III. Herkunft: Lokalisierung aufgrund der Heiligenfeste Arbogast, Richardis, Leodegar, Aurelia, Florentius (mit dem seltenen Hymnus AH 52 Nr. 192). Datierung nach der Schrift. Literatur: Ehrensberger, S. 24 Nr. 7. 2 r -119 v PROPRIUM DE TEMPORE. >In vigilia pentecostes.. .<; ( 118 r ) >Dominica XXVpost festum Trinitatis <. Hymnen: (2 r ) AH 50 Nr. 144; (15 v -16 v ) AH 50 Nr. 387 u. 386 (zu De corpore Christi). 120 r -342 r PROPRIUM DE SANCTIS. Nicomedes (1.6.) bis Vigil von Andreas. Hervorzuheben: (132 v ) Johannes Baptista, AH 50 Nr.96; (141 r ) Petrus et Paulus, AH 51 Nr. 188; (152 v ) Visitatio B. M.V., AH 52 Nr. 42; (175 r ) Arbogast; (179 v ) Maria Magdalena, Chevalier , Nr. 9469; (206 r ) Afra, AH 52 Nr. 85; (219 r ) Assumptio B. M.V., AH 50 Nr. 72 (ohne Str.3); (248 r ) Nativitas B.M.V., AH 51 Nr. 125; (255 v ) Exaltatio crucis, AH 50 Nr.223; (265 r ) Richardis; (274 r ) Michael, AH 50 Nr. 146; (280 v ) Leodegar; (282 v ) Fides; (288 v ) Aurelia; (302 r ) Omnes sancti, Chevalier , Nr. 9677; (312 r ) Florentius, AH 52 Nr. 192 (diese Hs. erwähnt, nur 2 weitere); (324 r ) Elisabeth, AH 52 Nr. 182; (335 r ) Katharina, AH 52 Nr. 248. 342 r -346 v COMMUNE SANCTORUM. Bruchstück, nur Commune apostolorum, bricht mit Lectio 1 de pluribus apostolis ab. U.H.14 Vitae sanctorum (Legenda aurea u. a.) Pergament • 160 Bl. • 15,5x11 • Zürich • 13. Jh. 2 Lagen: (VHI+1) 17 , 8 VIII 145 , (VIII-1) 160 Textverlust, vom letzten Blatt nur die innere Hälfte (je eine Kolumne) vorhanden. Kustoden (meist abgeschnitten) jeweils auf der ersten Seite (Iff) und auf der letz- 458 U.H.14 ten Seite (XXI ff) jeder Lage. Die Folge XXI ff ist Bestandteil der Lagenzählung des vierbändigen Gesamtwerks (s. unten). Schriftraum 10,5 x 7,5 cm, 2 Spalten, 32 Zeilen. Seitentitel (rot), zusätzlich recto Angabe des jeweiligen Monats. Gotische Buchschrift von einer Hand. Randnotizen des 13. und 14. Jh's, l r -2 r u. auf dem Hinterspiegel Nachträge des 14./15. Jh's. Übliche Rubrizierung, rote und blaue Lombarden (ll va und 93 vb zweifarbig gegliedert), häufig mit Fleuronnee in der Gegenfarbe. Roter Lederband, Rücken und Riemen der Schließe 1979 erneuert. Hinterspiegel beschrieben, s. l r , ferner: >forma compromissionis < (rot). Text nur noch partiell lesbar. Herkunft: Die in das Korpus der Legenda aurea eingefügten Heiligen, besonders Gebhard und Pelagius (mit Translationsvermerk, s. 67 rb u. 79 ra ), lassen auf Entstehung in der Diözese Konstanz schließen. Der Buchschmuck deutet auf Entstehung in einer Züricher Werkstatt ( Kat. Stuttgart I llum . III, 1, S. 30-32 u. Nr. 11; s. auch Cod. U. H. 12 u. U. H. Fragm. 10). Mit Felix und Regula (102 rb -104 ra mit umfangreichen zeitgenössischen Randnachträgen) ist ebenfalls ein Hinweis auf Zürich als Entstehungsort gegeben. Literatur: Kurz, S. 223. l r -2 ra Sermonesfragmente de B.M.V. (l r -2 ra ) De assumptione B.M.V.(?), Anfang fehlt. Expl.:... unde Ecclesia vocat: Ave matergracie..., unde dicitur aque ductus, id estgracie, depara- dyso ad peccatorem. (2 ra ) Bertholdus Ratisbonensis, Sermo Schneyer , Repertorium 1, S. 486 Nr. 1 84, nur der Anfang (5 Zeilen). Auch das Bruchstück auf dem Hinterspiegel (hic tria gene- ra breviter tangam... De tribus generibus hominum, qui post se mala relinquunt) könnte von Bertholdus stammen. - 2 rb -2 v leer. 3 ra -160 vb JACOBUS DE VORAGINE, LEGENDA AUREA, cap. 108-153 ohne cap.144 (Monate August-Oktober). Graesse , S. 452-686; die Reihenfolge stellenweise abweichend. Der Text bricht 160 vb unten ab ( Graesse , S. 684, Z. 5 von unten). Zwischengeschaltet sind ferner die folgenden Viten, die von den in BHL verzeichneten Texten durchweg stark abweichen: (24 ra ~ vb ) >De S. O$waldo<. Oswaldumpuerum longo de sanguine regum Christo adoptavit... vgl. Freiburg, UB, Cod. 457, 296 va ( Kat . 1,3, S. 145) u. Stuttgart, WLB, Cod. HB I 18, 281 va ( Kat . II, 1,1, S.30); (25 vb ) >De Sanctis Iusto et Pastoren (26 vb - 28 rb ) > De S.Afra<. Apud provinciam Reciam in civitate Augusta habitavit Afra... , vgl. Augsburg, SuStB, fol. Cod. 46, 200 vb ( Kat . II, S. 73) u. Stuttgart, WLB, Cod. HB I 18, 282 ra (Kat . s. oben); (37 rb -38 rb ) >De s. Clara<. Sancta Clara de claris natalibus orta de civitate Assisio, de qua et beatus Franciscus traxit originem.. .; (53 vb ) >De S. Eusebio presbytero<; (53 vb -54 ra ) >De S.Agapito<. Agapitus cum esset XVannorum et amore Christi martirio ferveret... , vgl. Stuttgart, WLB, Cod. HB I 18, 296 va ( Kat. s . oben); (67 rb -68 rb ) >De S. Gebehardo<. Beatus Gebehardus ex nobili alamannorum Stirpe patre Huzone nomine...; (79 ra ~ vb ) >De s. Pelagio<, patrono Con- stantiae. Tempore Numeriani imperatoris fuit quidam vir nomine Pelusius... , BHL Suppl. 6615c u. d. Auch Stuttgart, WLB, Cod. HB I 18, 283 ra_va ( Kat. s . oben, die Translationsnotiz hier abgedruckt) u. Freiburg, UB, Cod. 457, 195 rb -196 ra ( Kat . 1,3, S. 145); (87^ a -88 ra ) >De S.Paulino<. Paulinus, Treverorum archiepiscopus, de Aquitania nobili prosapia ortus...; (88 lb - 459 U.H.14 • U.H.15 90 va ) >De S. Verena<. Verena de nobilibus parentibus genita in regione Thebeorum commissa fuit..., G.Philippart , Les legendes latines de sainte Verena, in: Analecta Bollandiana 103 (1985), S.253-302, hier: S.284 Nr .56; (93 va ~ b ) >De S.Marcellcx. Marcellus tempore Antho- nii (!) viri ex numero L martirum, qui in Lugduno...\ (102 rb -104 ra ) >De sanctis Feiice et Regu- la<. Cum sancta legio Thebeorum ab episcopo Ierosolimitano Zabdo fidem christiani suscepis- set..., vgl. Frankfurt, StuUB, Ms. Barth. 166, 138™ (Kat. III,2, S.371) u. Stuttgart, WLB, Cod. HB I 18, 285 ra (Kat. s . oben); (115 va ) >De S. Nicomede<\ (123 vb -125 ra ) >De S. Emeram- mo<. Emerammus natus est in Equitania (!) urbe, que de Pictavis.. .; (125 ra -126 rb ) >De S. Tecla<. Cum Paulus sub Nerone predicaret, puella nobilis quedam Tecla... Weitgehend übereinstimmend mit BHL, Nr. 8024; (130 va -131 va ) >De S. Wenzeslao<. Wenzeslaus, qui fiiit dux Poemie christianissimus, hospitalis valde, per totam quadragesimam... , vgl. Stuttgart, WLB, Cod. HB I 18, 346 r (Kat. s . oben, S .31); (141 rb va ) >£) e Sanctis Victore et Urso<; (153 ra -154 rb ) >De S. Eide*. Temporibus Dyocletiani et Maximiani imperatorum directus est Dacianus preses... Auszug aus AA. SS. Oct. III, S. 288 f; vgl. BHL 2928; (154 rb ) >De S.Marco papa<. Marcuspapa natione romanus facto de omni ordine ecclesiastico constitutione.. .; (154 rb_vb ) >De Sanctis Sergio et Ba- cho<. (154 va ) Sergius et Bachus, qui erant primicii Dyocletiani... Sehr kurz und summarisch - jeweils nur wenige Zeilen umfassend - sind die Texte zu Justus et Pastor (25 vb ), Eusebius presbyter (53 vb ), Nicomedes (115 va ), Victor et Ursus ( 141 rb ) und Marcellus et Apuleius (154 vb ). Die Hs. ist ein Teilstück eines ursprünglich vermutlich 4 Bände umfassenden Legendars für das ganze Kirchenjahr (s. oben die äußere Beschreibung). Jedem Monat ist ein Register der betr. Heiligennamen vorangestellt. U.H.15 Processionale • Rituale • Gebete Pergament • 99 Bl. • 14x9,5 • Dominikanerinnen • Diözese Worms • 15. Jh. 2 (nach 1461) Lagen: (VI-1) 11 , 4 V 51 , (V-l) 60 , 3 V 90 , (V-l) 99 . Schriftraum 9,5 x 6,5 cm, 18-19 Zeilen bzw. 5 Notensysteme (Quadratnotation auf 4 roten Linien) mit je einer Textzeile. Textura von einer Hand. Übliche Rubrizierung, rote und blaue Lombarden, teils mit Fleuronnee in der Gegenfarbe. l r , 53 r , 58 v mit bandförmigen Aussparungen im Buchstabenkörper. Roter Lederband mit Streicheisenlinien. Herkunft: Anhaltspunkt für die Datierung ist das Kanonisationsdatum von Katharina von Siena (s. 84 r ). Die in der Litanei genannten Heiligen Hermolaeus und Reparata (s. 84 r ) verweisen auf Entstehung in der Diözese Worms, möglicherweise im Kloster Himmelskron. Vgl. Cod. U.H. 16. Für die gleiche Herkunft beider Hss. spricht auch die nahe Verwandtschaft im Bereich des Initialfleuronnees. 460 U .H.15 • U .H .16 Literatur: Ehrensberger, S. 78 Nr. 19. l v -66 v PROCESSIONALE. (1 v — 11 r ) In ramis palmarum; (11 r —25 v ) In cena domini, in Verbindung mit Antiphonen, Versikel, Orationen und Responsorien zum Besuch von Altären: (12 r ) >Ad altare in ecclesia<-, (12 v ) >Ad altare Sancti Jacobi<-, (15 v ) >Ad altare Sancte Agnetis<; (18 r ) >Ad altare (s. Jodoci et Theobaldi) in capello (!)<; (19 v ) >Ad altare sancte trinitatis<; (22 r ) >Ad altare sancte Crucis<; (25 v -35 v ) >In cena domini ad Mandatum<; (35 v -46 v ) In parasceve; (46 v -49 v ) >In die sancto pasche<; (49 v -52 v ) >In die ascensionis<; (53 r -58 r ) >In purificacione<; (58 v -63 v ) >In assumpcione beute Marie<; (63 v -66 v ) >De beata virgine antiphona<. Chevalier, Nr. 17173. 67 r -99 v RITUALE. (67 r -83 r ) Begräbnisritus; (84 r -87 v ) Dominikanische Allerheiligenlitanei mit Preces, darin Hermolaee (27.7.), Reparata (8.10.), Catharina Senensis (kanonisiert 29.6.1461); (87 v -93 v ) Kranken- und Sterbegebete. >Nota ea que secuntur non sunt de ordine, sed dici possunt et requiri ab infirmo aut coram eo legi prout opportunitas postulaverit<, als Ablaßgebete eines Papstes bezeichnet. Die meisten Stücke sind Modifizierungen anderer Gebete nach Maßgabe der genannten Intention. Initien im Register. (93 v -99') >Commendacio post mortem<\ (99") >Cum deferri debet ad ecclesiam.. .<. - 83 v leer. U.H.16 Processionale • Rituale Pergament • I + 140 Bl. • 12,5 x 9 • Dominikanerinnen • Himmelskron, Worms- Hochheim • 15. Jh. Lagen: I 1 (inkl. Spiegel), (VI-H-1) 12 , (VI4-1) 25 , (VI-1) 36 , VI 48 , (VI-1) 59 , VI 71 , (VI+l) 84 , 2 VI 108 , (VI-I) 118 , V 128 , (V+l) 139 , I 140 (inkl. Spiegel). Schriftraum 9x6 cm, 5 Notensysteme (Quadratnotation auf 4 roten Linien) mit je einer Textzeile. Textura von einer Hand. Rubrizierung, rote und blaue Lombarden, gelegentlich mit anspruchslosem Fleuronnee. Roter Lederband, Schließe 1979 ergänzt. Lose beigefügt 4 teils fragmentarische Pap.-Bl. des 16. u. 17. Jh's mit Gebets- und Andachtstexten, u.a.: Anno 1665 hab Ich Schwester Maria Westermennin angefangen zu den h. drey kinigen zu ziehen... Herkunft: Auf dem Hinterspiegel Eintrag des 15. Jh's: Diß buch ist der swestern zu derhimmel cronen, und wann Swester Margret Regesteyn abget, so sol es den swestern zu der himmel cron wider werden. Zum Dominikanerinnenkloster Himmelskron s. G. Gieraths , Die Dominikaner in Worms, Worms 1964, S. 69-73. Literatur: Ehrensberger, S. 78 Nr. 20. l r -78 v PROCESSIONALE. (l r -14 v ) In ramis palmarum; (15 r -31 r ) In cena domini ad manda- tum; (31 r -47 v ) In parasceve; (47 v -51 v ) In die pasche; (51 v -58 v ) In ascensione domini; (59 r - 68 v ) In purificatione B. M.V.; (68 v -78 r ) >In festo assumpcionis< ; (78 r -79 r ) Orationen Bruy- lants 2, Nr. 438 u. 575. 461 U.H.16 • U.H.18 79 r —139 v RITUALE. Sterbe- und Begräbnisritus.(79 r -87 r ) Dominikanische Allerheiligenlitanei mit Preces; (87 r —103 v ) >...animae Commendacio<; (103 v —139 v ) Begräbnisritus. U.H.17 Processionale Pergament • 38 Bl. • 9,5x7 • Südwestdeutschland • 15. Jh. Lagen: (VI-1) 11 , VI 23 , V 33 , (III— 1 ) 38 . Schriftraum 6,5 x 4,5 cm, 5 Notensysteme (Quadratnotation auf 4 roten Linien) mit je einer Textzeile. Textura von einer Hand und (35 v -37 r ) Bastarda von einer Nachtragshand (15. Jh.). Übliche Rubrizierung, rote Lombarden. Einfacher roter Lederumschlag (lose), rechts mit spitz zulaufender Einschlagklappe; im gleichen Format - ebenfalls lose - fragmentarisches Perg.-Doppelbl. (unten etwa ein Drittel abgeschnitten), mit dem der Umschlag innen kaschiert war; enthält in einer Textualis des 13. Jh's: Matthaeus Vindocinensis, Tobias, Z.481-500, 513-532 (I") u. Z.931-951, 964-984 (II™). Ausgabe: Mathei Vindocinensis Opera, hrsg. von F.Munari , 2, Rom 1982, S. 181-183, 201-203 (ohne Kenntnis dieses Fragments, s. das Handschriftenverzeichnis in Bd. 1 der Opera, Rom 1977). Stegmüller , RB 3, Nr. 5541. Herkunft: Vermutlich aus einem südwestdeutschen Frauenkloster. Besitzeinträge: 1. (38 r ) S. Katerina Heilmennen (15./16. Jh.); 2. (38 v ) Daß buch ist mein L. (C. ?) M. gaab es mir Anna Bellen (Gellen (?) oder auch Bollen bzw. Gollen) am Sontagvorfaßnacht (16. Jh. 2 ). Literatur: Ehrensberger, S.66 Nr. 3. 1' und 2 r Nachtrag, 16./17. Jh. Das buch ist liebile, wer stielt ist diebile, vgl. Wattenbach, S. 534. 2 r -37 r PROCESSIONALE. (2 r -9 r ) In ramis palmarum; (10 r — 18 V ) In coena domini ad manda- tum; (19 r -22 v ) >In ascensione domini< ; (22 v -27 v ) > In purificacione sancte Marie virginis<; (27 V - 32 r ) >ln assumptione sancte Marie<; (32 r -37 r ) >In festo corporis Christi <, mit Nachtrag (35 v - 37 r ): Responsorium und Versus Hesbert , Nr. 7780 (Versus B). U.H.18 Deutsches Gebetbuch Papier • 87 Bl. • 15,5x10,5 • Bayern • um 1532-1533 Lagen: II 3 (inkl. Spiegel), (VI-1) 14 , VI 26 , 2 V 46 , 2 VI 70 , V 80 , IV 87 (inkl. Spiegel). Kustoden. Die Lagen g u. h (Bl. 37-58) verbunden, ihr richtiger Platz wäre nach Bl. 80. 2 Wz. mit Wappen der Münchener Familie Pötschner, Beschriftungszeitraum um 1532-1533 ( Piccard , Expertise). Schriftraum 11 x 7,5 cm, 14- 462 U.H.18 18 Zeilen, im Nachtrag 25 Zeilen. Bastarda von einer Hand (4 r -84 r ), ein nur wenig späterer Nachtrag (Bastarda) l r -3 v , 84 V -Hinterspiegel. Übliche Rubrizierung, Uberschriften rot. Brauner Blindstempelband mit Streicheisenlinien, Rollen- und Einzelstempeln. Auf dem Vorderspiegel in Rötel 1 f sowie 39 (18./19. Jh.), s. auch Cod. U.H. 19. Herkunft: Datierung nach Wz., s. auch l r : Entstehung dieser Gebete vermutlich 1530. Lokalisierung aufgrund der Mundart. Die Hs. war vermutlich für eine weibliche Person bzw. für weibliche Personen bestimmt, s. unten 70 r . Schlußschrift mit Monogramm B.E. V, s. 84 v . Die Handschrift gelangte im 18. Jh. in die Bibliothek der Speyerer Bischöfe in Bruchsal (s. Einleitung, S. 135-137). Mundart: bairisch. Literatur: Längin , Nr. 53. l r -3 v , 84 V -Hinterspiegel. 2 Gebete um Gottes Gnade. (l r -3 v ) >Ain kristnlich gebet zu Got, dem hymlischn vater.. .<. O allmachtiger got, gutiger herr und parmhertziger vatter, ain got alles trostes, du hast uns durch deinen geist geoffiiwart...; (2 V , 84 V -Hinterspiegel) ... Herr got von hymel, grosser, starcker, erschrecklicher got, erschrecklich und beblich ist dein nam... Auch Stuttgart, WLB, Cod. HB III 25, 333 ra -335 va (Kat . II, 2,1 , S. 84); hier mit Verfasserangabe Jo. Ho. und Datierung 1530, Überschriften abweichend. 4 r -5 r Io 1,1-14, deutsch. >Das Ebangely Johannes...<. In dem anfang waß daß wortt, Und das wortt was pey got... 5 r -6 r > Ein nuczlicher und kreftiger segen.. .<. Derfryd unssers hern Jhesus Christus, Dy kraffi Seins pittern leiden... Ausführlicher s. München, UB, 8° Cod. 271, 7 r ~ v ( Kat . I, S.274); s. auch Augsburg, UB, Cod. III. 1. 8° 7, 58 v ( Kat ., S.411); Nürnberg, GNM, Cod. 110062, 38 r -39 v (Kat . 1,2, S.70). 6 r -7 r EXEMPEL VON PAPST UND KAPLAN (Von 3 Paternostern). Es waß ein wirdiger pabst, da er sterben woltt... Rudolf , S. 76 u.ö. Auch München, UB, 8° Cod. 266, 45 v -46 v (Kat . I, S. 252) u. Heidelberg, UB, Cpg 639, 24 b (Bartsch , S. 1 60). 7 V -34 V , 70 r -72 r JOHANNES VON INDERSDORF (?), GEBETE FÜR HERZOG WILHELM III. VON BAYERN, Sammlung I und II. I. (7 v -20 r , 70 r -72 r ) >Dy nachgeschriben gepett syn gemach (!) nach Christi gepurtt XIIII hun- d(8 c )ertt in dem XXXIjar dem hoch geporn firsten zw Pairn, herczog Wylhalm.. .<. Veny sancte spirytuß. Kum heilliger geist, dw parmhercziger gott, kum zw meiner sei... II. (20 r -34 v ) > Das syn gepett zw unserm lieben heren Christo.. .<. (20 v ) O herr Jhesu Christe, dw ewige weißhaitt deines hymelyschen vatters... ich pin dein armer dyener... - ach ebiger gott, Herr Jhesu Christe, wan dw almächtig und vermygent pist. Amen. Die Initien bei Haimerl , S. 155 f Anm. 964-971. Die ersten 3 Gebete der 2. Sammlung gedruckt bei W. Stammler , Spätlese des Mittelalters, 2: Religiöses Schrifttum. Aus den Handschriften hrsg. und erl., Berlin 1965, S .29 -31. Textverlust nach Bl.ll (1 fehlendes Blatt), es fehlt Haimerl , Anm. 965 Schluß und 463 U.H.18 Anm. 966 Anfang. Das 70 r -72 r eingeschobene Mariengebet ist das Schlußgebet der 1. Sammlung. Zu Uberlieferung und Verfasserfrage s. B. Haage , Der Traktat ,Von dreierlei Wesen der Menschen', Diss. Heidelberg 1968, S. 59-63, 534 f; B. Haage , in: 2 VL, 4, Sp. 651. Die Hs. ist aufgeführt bei G. Eis, in: Neophilologus 47 (1963), S. 202 Anm. 4. 34 v -36 r PASSIONSGEBET VOR DEM GREGORIUSBILD. > Werdisse nachgeschriben gepett mit 5 patter noster.. .<. O hen Jhesu Christe, ich anpett dich am crewcz hangentt..., s. Wonnenthal 14, 41 r . 36", 59 r -60 r 2 Schutzengelgebete. Das erste Gebet (36", 59") von Johannes von Neumarkt. O ewiger wirdiger und engelischer geist... ich ryeff dych an... Dieses wie auch das zweite Gebet (59 v -60 r ) auch in Augsburg, UB, Cod. III. 1. 8° 50, 191 v — 1 95 r ( Kat ., S.647). 37 r -58 v s. nach 80 v (s. 60 r ). 59 r s. 36 r . 60 r -80 v , 37 r -44 r MARIENGEBETE. (60 r -62 v ) Marianische Antiphonen, deutsch. (60") Salve regina. Gegryesset seyst dw kinygin derparmherczigkait.. .; (60 v -61 r ) Regina caeli; (61 v -62 v ) Alma redemptoris mater; (62 v -70 r ) Sancta Maria, ein junckfraw... ich pit dich durch das schneydentt schwertt... , s. Cod. Wonnenthal 15, l r ; (70 r -72 r ) O werde junckfraw Maria, o dw hymel kinigin, dw zyer der engel, erparm dich yber dein arme dyenerin.s. oben 7 V ; vgl. auch Augsburg, UB, Cod. III. 1. 8° 3, 127 r -128 v u.ö. ( Kat ., S.382, 826); (72 r -73 r ) >Das haist das guidein ave Maria<. Pyß gegryest Maria, ein dyenerin der heilligen dryfalttygkaitt. .., s. Cod. Wonnenthal 15, 143 r , hier jedoch mit erheblichen Abweichungen; (73 r -75 v ) O Maria, dw gewaltige kynygin der hymel, dw heillige kaisserin der engel, dw wyderpringerin der synder... zw dirflyech..., s. auch Augsburg, UB, Cod. III. 1. 8° 3, 129 v -130 v ( Kat ., S.382 mit weiteren Angaben) u. Cod. III. 1. 8° 6, 86 v —89 r ; (75 v -80 r ) >.. .dy 5 herczenlaydMaria der muttergottes.. .<. Haimerl , S. 141 Anm. 870; (80", 37 r -42 v ) >...dy syben freyd, dy Maria...<. Goldenes Krongebet, s. Cod. Wonnenthal 14, 237 v ; Haimerl , S.141 Anm. 871; (43 r -44 r ) Reimgebet, >...zw erberben ein sälig end<. O Maria, dw vil hocher na[ m], ich armer synder tyffdich an... Auch München, UB, 8° Cod. 273, 33 r ~ v ( Kat . I, S. 278 mit weiteren Textzeugen); München, BSB, Cgm 481, 52" ( Kat . V,3, S.417). 44'-57 v KOMMUNIONGEBETE. (44 r -47 v ) Gebete zu Gott Vater, Sohn, Hl. Geist, zur Dreifalt igkeit , zu Maria und den Engeln. Herr hymelischer vatter, der sein eingeporen sun... erparm dich yber mich durch dy lieb.. .; (47 v -48 v ) Ps 115, deutsch; (48 r ) Ich han glawbt, darumb han ich geredt...-, (48 v -57 v ) Ewige weißhaitt, meiner durstygen sei speiß, herr Jhesu Christe, dw hast unß... dy genad verliehen.. ., Haimerl , S. 153 mit Anm. 946 (der komplette Zyklus); das erste Gebet auch Cod. U. H. 21, 109 v — 110 V ; s. auch Augsburg, UB, Cod. III. 1. 8° 10, 124 r — 137 v ( Kat ., S. 436 mit weiteren Angaben). 464 U.H.18 • U.H.19 57 v -58 v , 8182 v GEBET IN JEDER NOT. (58 r ) Ich enttpfylch mich hewtt in dy krafft der yberwalenden wunden unssers heren... Anfangs weitgehend übereinstimmend mit BLB, Cod. St. Blasien 77, 151 r (Kjvr. XII, S. 67). 82 v -84 r GEBET DER HL. MARIA MAGDALENA. O dw mein einyger ewiger got... trost mich hewtt... wan dw pist allayn mein trost... Schlußschrift: B. E. V. Orate deum pro me. Das Gebet auch BLB, Cod. St. Peter perg. 16, 2 v -3 r (Kat . X, 2, S. 188) u. Augsburg, UB, Cod. III. 1. 8° 5, 70 v -71 v (Kat ., S. 395 mit einem weiteren Textzeugen). 84 v ff s. l r . U.H.19 Mönch von Heilsbronn Papier • 1+118 Bl. • 16x10,5 ■ Bayern • 1478 Lagen: (VI-1) U , 2 VI 35 , (VI-1) 46 , (VI-1) 57 , 5 Vi" 7 . Textverlust nach B1.46 (2 Bl.). Reklamanten. Schriftraum 10,5 x 7 cm, 17-20 Zeilen. Bastarda von einer Hand (s. Schlußschrift). Übliche Rubrizierung. Pappband des 17./18. Jh's. Auf dem Vorsatzbl. in Rötel 1 f. Herkunft: Datierung des Schreibers 117 r . Lokalisierung entsprechend der Mundart. Am unteren Rand von l r : S. h. 3 (17./18. Jh.). Die Handschrift gelangte im 18. Jh. in die Bibliothek der Speyerer Bischöfe in Bruchsal (s. Einleitung, S. 135-137). Literatur: Längin , Nr. 118. Mundart: bairisch. 1 r — 117 r MÖNCH VON HEILSBRONN, BUCH VON DEN SECHS NAMEN DES FRONLEICHNAMS. (Vorrede:) Hiet ich ein zungen, geflochten und gedrungen, aus allen Zungen. .. (3 r Text:) Wir lesen in den büchernn, das der fron leichnam gottes, den er zu einer speis hat gemacht... - Das an mir werd sein will. Hie stee die red nun still. Schlußschrift des Schreibers (gereimt): Wer aber ditz büchlein lese, der schol des ermant wesen, das [er] bit für disen Schreiber. .. (117 V ) Wolfgang ist sein nam, Gott behütt in vor aller schäm. Damach bitet für alle kristen- hayt, Das si got nymmer mer verleyt. W. Amen. A. 1478. Ausgabe: Der Mönch von Heilsbronn, hrsg. v. Th. Merzdorf , Berlin 1870, S. 3-68. Nach 4 V , Z. 1 (.. .der höchsten mynne/) größere Auslassung (bei Merzdorf S. 6, Z. 24-S. 11, Z. 4). Zusätzlich (110 v ~115 r ) das Prosagebet: Gott herr Jhesu Christe, der von gotlicher natur vor allem angeng ewickleich unleidenlich pist... (11 l r ) du geruchest, uns den selben fronleichnam... Das Gebet auch sonst und im gleichen Kontext überliefert, z.B. München, BSB, Cgm 100, 105'—108 v ( Kat . V, 1, S. 176). Zwischen Cod. U. H. 19 und Cgm 100 besteht auch sonst sehr nahe Textverwandtschaft. U. H. 19 (mit unkor- 465 U.H. 19 • U.H.20 rekter Signaturangabe) aufgeführt bei E.Krebs , in: 'VL, 3, Sp .428; vgl. auch G.Steer in: 2 VL, 6, Sp. 651 f. U. H. 20 Friedrich von Scholley, Compendium historicum Papier, XII + 578 S., 15,5 x 10 cm, Sulzbach, Oberpfalz (?), um 1632. Alte Paginierung bis 562. Nach 508 ein BL, nach 510 ein Doppelbl. in der Zählung übersprungen (nachträglich eingefügt). Eine Hand mit vielen Nachträgen, vermutlich Autograph; wenige Nachträge von anderer Hand (s. im folgenden). Viele Leerseiten. Neuerer Pergamentband. Datierung s. Titel (S. I); in den Nachträgen werden zeitgeschichtliche Daten bis 1637 berücksichtigt. Friedrich von Scholley, geb. 1572 in Kassel, war bis 1623 Obrist in hessischen Diensten. Nach Auseinandersetzungen mit dem Landgrafen Moritz verbannt, wirkte er als Landrichter in Sulzbach in der Oberpfalz, offenbar nach Ubertritt zur katholischen Kirche (s. Zeitschrift für hessische Geschichte 7 (1858), S. 384; H.Heussner , Die von Scholley zu Malsfeld, in: Handbuch des Kreises Melsungen... 1956, ohne Paginierung). Die deutschen Nachträge (S.III, 521- 525) deuten darauf hin, daß sich die Hs. schon bald nach ihrer Entstehung im Elsaß befunden haben könnte. Lose beiliegender Papierstreifen, aus einem Bibliothekskatalog ausgeschnitten, mit dem Eintrag: 1632 Manuscript, Scholley Compend. histor. 2.45 (18. Jh.). Die Handschrift gelangte im 18. Jahrhundert in die Bibliothek der Speyerer Bischöfe in Bruchsal (s. Einleitung, S. 136 f). S. 1-574 Friedrich von Scholley, Compendium historicum, continens series, Successiones Principum tarn spiritualium quam Secularium annexa Designatione Utriusque Bavarie Monasteriorum cum in Palatinatu tum alibi existentium cum Catalogo Templorum in Roma conscriptum... 1632 (Titel, S. I). S.III-VI VARIA, teils Auszüge aus Johann Ludwig Gottfried, Archontologia cosmica, 1-3, Frankfurt a.M. 1628. (S.III) Deutsche Nachträge über das Wirken des hl. Maternus im Elsaß, u. a. Gründung der Peterskirche (Dompeter) bei Molsheim (vgl. J. M. B. Clauss , Die Heiligen des Elsaß in ihrem Leben, ihrer Verehrung und ihrer Darstellung in der Kunst, Düsseldorf 1935, S. 91-96). (S. IV-VI) über Papst Alexander VI. S. 1-142 SERIES PONTIFICUM ROMANORUM (S. 1-17), Archiepiscoporum (S. 18-30), Episcoporum (31-142). Fast ausschließlich deutschsprachiges Gebiet betreffend, lückenhaft, teilweise nur Rubriken. S. 145-274 SERIES IMPERATORUM ROMANORUM, von Caesar bis Ferdinand II., jeweils mit kurzer Biographie, Devise (,Symbolum'), parallele Regierungszeiten der Päpste. S. 276-282 AUSTRIACAE FAMILIAE ORIGO ET STEMMA. S.283-381 SERIES REGUM, ELECTORUM, DUCUM, MARCHIONUM, COMITUM, BARONUM. 466 U.H.20 • U.H.21 S. 382-470 Varia zur Geschichte, besonders Österreichs und der Habsburger. (S. 382-392) De vita Caroli V.; (S.393-395) Catalogus monasteriorum et templorum in urbe Vienna; (S.397-404) Bericht über den pestilentissimus haereticus Johann David Joris (1501-1556); (S. 422-425) Berichte über Hostienfrevel in Knoblauch, Bezirk Potsdam und in Polen in den Jahren 1510 bzw. 1556; (S. 427-439) De imperatoribus et marchionibus Austriae, Auszüge aus Johannes Cuspinianus, Austria cum omnibus eiusdem marchionibus, ducibus, archiduci- bus ..., vermutlich nach der Ausgabe Frankfurt 1601; (S.443-445) >Fundationes monasteriorum in Austria inferiorer, (S.446-448) >Precatio Divi Friderici 3. Imperatoris<-, (S.449-450) >Praelatura in Austria superiori<\ (S. 455-465) >Designatio templorum... in Roma< ; (S. 466-470) >...de Luthero Apostata<, u.a. aus Laurentius Surius, Commentarius brevis rerum in orbe ge- starum..., Köln 1568 u.ö. und Tilmann Bredenbach, Collationum sacrarum libri VIII, Köln 1591 u.ö. (aus Buch 7, cap.41). S.471-528 FUNDATIONES MONASTERIORUM, praesertim Bavariae (S.471-492); stellenweise mit Auszügen - jeweils aus einer lateinischen Ausgabe - von Sebastian Münsters Kosmographie und Kaspar Bruschs Klosterchronik. (S. 521-525) deutschsprachige Nachträge: Monasteria inAlsatia et in tractu Rheni. S. 531-574 ORIGO ORDINUM MILITARIUM (S. 531-550) et religiosorum (S. 551-574). Auszüge aus Johann Ludwig Gottfried, Archontologia cosmica, Frankfurt a. M. 1628; s. auch oben S. III. U. H. 21 Gebet- und Andachtsbuch, deutsch Papier • 147 BL • 14x10 ■ Bayern • um 1474-1476 Lagen: (V+l)", 6 VI 83 , (VI-2) 93 , 2 VI 117 , (VI-H) 130 , I 132 , (V-l) 141 , (IV-2) 147 . Nach B1.93 Textverlust. 2 Wz.: Piccard II, 1-3, Abt. XII, 645 und XV, 356; wahrscheinlicher Beschriftungszeitraum 1474-1476 (Piccard , Expertise). Schriftraum ca. 10x7 cm, 17-20 Zeilen. Bastarda von einer Hand, außer 24 r und 138 r —147 r je eine weitere etwa gleichzeitige Hand, ebenfalls Bastarda. Übliche Rubrizierung, Uberschriften rot. Roter Lederband mit Streicheisenlinien und Einzelstempeln. Die Beschläge (je 5) fehlen. Perg.-Spiegel, vorn abgelöst (recto: >Incipit diurnale fiatrum Minorum secundum consuetudinem Romane iuris in primo sabbato de adventu ad vesperas< ...(15. Jh. 1 ), verso leer). Herkunft: Datierung nach Wz., Lokalisierung aufgrund der Mundart. 63 v nennt sich im Gebet eine eilende siinderin. Die Hs. gelangte im 18. Jahrhundert in die Bibliothek der Speyerer Bischöfe in Bruchsal (s. Einleitung, S. 135-137). Mundart: bairisch. Literatur: Längin , Nr. 11 8. 467 U.H.21 1" JOHANNES VON INDERSDORF, FÜRSTENLEHREN, Auszug. Aristotiles spricht zu dem k unig Alexander: Abschneid den zorn... Aristotiles spricht: ich pin zw (l 1 ) grossen Sachen geporn... Größtenteils gedruckt bei E.Gehr , Die Fürstenlehren des Johannes von Inders- dorf. .., Diss. Freiburg 1926, S. 1, 4-14. Vgl. auch B. Haage , in: 2 VL, 4, Sp. 649. l v -2 r JOHANNES VON INDERSDORF, Sieben Sprüche aus der 2. Spruchsammlung. Drew ding haben den menschen in guten wercken: gotliche lieb... - Vierlay menschen kommen in ar- mut... Abgedruckt von K. Euling , in: Germania 33 (1888), S. 170 f. Der Text auch München, UB, 4° Cod. 788, 10 r ( Kat . I, S. 191 mit weiteren Textzeugen); München, BSB, Cgm 216, 18 vb - 19 rb (Kat . V, 2, S. 63); Augsburg, UB, Cod. III. 1 .8° 29, 14". 2 r — 13 r ASZETISCHE SPRUCHSAMMLUNG. (2 r -6 r ) Aus den Fürstenlehren von Johannes von Indersdorf. Augustinus spricht, den rechten adel würck die lieb gotz., Gehr (s . oben l 1 ), S. 15, 376-378; S. 18, 483-494; S. 14, 363f, 372; freie Bearbeitung, einige Wiederholungen und Zusätze. (6 r -13 r ) Uber die Buße. Christus hat uns zway [wort?] fürgelegt in dem ewangelio... - Augustinus: O puzz, was sol ich news von dir sprechen... du pist klarer dan die sun. 13 r -24 r PS.-ANSELM VON CANTERBURY (= ALEXANDER CANTUARIENSIS), DE SIMILITUDINIBUS, deutscher Auszug. Als die lerer gemainlich schreiben, sunder Anshelmus in dem puch der geleichnuß, wil unser lieber herr geben den ausserbelten in dem ebigen leben... - und soliche nott iamer und leyden peleibt in ewiklich an end etc. Lat. PL 159, Paris 1854, Sp. 626-643 (cap. 47-71). Zum Verf. s. Wilmart , S. 163 mit Anm. 5. Diese Bearbeitung nicht bei G. Steer , in: 2 VL, 1 , Sp. 380 (e). 25 r — 58 r NIKOLAUS VON DINKELSBÜHL, BEICHTANLEITUNG. >Ain gute vermanung ainerpaicht<. > Von den Junffsynnen<. Ich gib mich schuldig in meinen fiinff synnen, von erst, das ich gesündt han mit sehen... - (54 r ) wie er die sündt begangen und getan hab... und ob si yemant daran geergert hab etc. (54 v -58 r ) tabellarischer Anhang: >Die zehen gepotU... >Syben todsundt< usw. Madre , S. 187; Weidenhiller , S. 239-243. Diese Hs. nicht erwähnt. 58 v -69 r ANLEITUNGEN UND GEBETE zur Kommunion (58 v -64 r ), zur Verehrung des Leidens und Lebens Christi (64 r -67 r ) und Mariens (67 r -69 r ). (58 v ) Der mensch sull drew ding mercken ee... er zw dem heiligen sacrament gett.. .; (64 r ) Nach dem abentessen soltu gen mit Jhe- su auf den Olberg.. .; (67 r ) Nach dem allen, lieber mensch, so halt dich stätiglich zw der muter aller genaden. .. - der von lieb... vor deinen äugen gehangen ist nackander und verbundter (nackt und verwundet). Amen. Die Einheit des Ganzen ist aus den Anleitungen ersichtlich. 69 v -71' PASSIONSGEBETE. (70 v ) Reimgebet O Menschait plos, O martergroß... hilff uns... Druck: Klapper , S. 365. Vgl. P.-G. Völker , Die deutschen Schriften des Franziskaners Konrad Bömlin, 1, München 1964, S.27; s. auch Augsburg, UB, Cod. III. 1. 8° 53, 42 r ( Kat., S. 657 mit weiteren Nachweisen). (70 v -71 r ) Ablaßgebet mit 6666 Tagen Ablaß, entsprechend 468 U.H.21 der Zahl der Wunden Christi. O lieber herr Jhesu Christe, ich sag dir danck und gnad umb die sechs tausent... , vgl. Haimerl , S. 91, 94; Paulus 3, S. 296. 72 r -75 r >Ain untterweysung wie sich ain mensch halten sol in seinem leben...<. Item zw dem ersten. wenn der mensch des morgens auf stett... - und laß mich herr in meinen sünden nit erfunden werden durch dein heiligs pitters leyden und sterben etc. 75 v -79 r ANLEITUNG ZUM KOMMUNIONEMPFANG, anfangs ähnlich wie oben 58 v . Item er sol drey sach an im haben. ..-an alle aufhörung graussamms gesicht der teufel, schämikaitt der sundt, verzagnuß aller guten ding. 79 r -83 r DIE RITTERSCHAFT CHRISTI (Betrachtungen während der Karwoche). Das ist die ritterschafft Cristi, die man üben sol die gantzen marterwochen, die wart geöffnet durch einsprechen dez heiligen geystz ainem kartäuser, der ain säliger mensch was in wälschen landen... (79 V ) ... Item an dem palmtag so vach an und üb dich wider die hoffart... - (82 v ) da mit er uns (83 r ) erlöst hat mit dem streyt der marter und uns erlöst hat von dem ebigen todt etc. Item gedenck offt an gott... Amen. Von anderen Textzeugen meist stark abweichend, auch hinsichtlich der Verfasserangabe. Vgl. München, UB, 8° Cod. 278, 90 r -92 v (Kat . I, S. 293, mit weiteren Textzeugen) u. Frankfurt, StuUB, Ms. Praed. 159, 149 r —152 v (Kat . II, 1, S. 354). Vergleichsweise nah verwandt ist BLB, Cod. St. Georgen 74, 6 v -9 r . 84 r -93 v BUSSPSALMEN, deutsch. >Hie heben sich an die siben psalmen<. Herr straff mich nit in deinem zorn und züchtig mich nit in deinem unmut... Die sich 93 v anschließende Litanei bricht unten auf der Seite ab. 94 r - 99 r TAGZEITEN VOM LEIDEN CHRISTI, fragmentarisch. Vorhanden: Non (Anfang fehlt), Vesper, Complet. Explicit: .. .und gestee uns pey in dem jamertal ditz ellentz... von dem jämerlichen eilend der ewigen verdampnüß. Amen. 99 r -100 r Ps 30,1-6 mit Versikel und Kollekte. Herr ich hab hoffhung in dich gehabt... 100 v —101'' JOHANNES VON NEUMARKT, Gebet zum Eigenapostel. Erwirdigen himelfür- sten... wan ir an dem jungesten gericht urtail geben werdent... so pit ich eure güte... , Klapper, S. 180 f. Wiederholung des Gebets 131 r — 132 r . 101 v -109 v HEILIGENGEBETE UND SUFFRAGIEN. (101 v -105 r ) 5 Gebete zu Erasmus. > Wer sand Erasm alle suntag das gepett spricht undprennt ein hantlangs lichtlein darpey.. .<. Herr sand Erasm... der du pist geopffert [an] unsers herrn urstend... enpfach in den eren... Die ersten 3 Gebete auch Nürnberg, StB, Cod. Cent. VII, 40, 172 v -173 v (Kat . I, S. 345), andere Fassung; mit entsprechender Gebetsmeinung, jedoch sonst stark abweichend auch BLB, Cod. St.Peter pap. 3, 215 V —217 V ; (105 v —106 v ) >...von sand Cristoffen<. Hochgelobter marterer unsers herrn... ich pit dich loblich pey deinem schöpffer.. (107 r —109 r ) Suffragien zu den 14 Nothelfern, Sebastian und Laurentius; (109 rv )>... von der gepurt unserfrawen<. 469 U. H. 21 109 v — 113 r 3 KOMMUNIONGEBETE. (109M10 V ) O ewige weyßhait, herr Jhesu Christe, meiner dürstigen sei speys, du hast uns hir auf erden die gnad verliehen. .., s. Cod. U. H. 18, 48 v ; (110 v -lll v ) Herr Jhesu Christe, hiljf mir, das ich deinen heiligen leichnam... Ähnliche kürzere Fassung s. Klapper , S. 237 Nr. 58; (11 l v —113 r ) O du heiliger fronleichnam und du heiligs, wir- digs rosenfarbs blut... ichpitt dich diemütiglichen... 113 V — 114 V Gebet vor dem Gregoriusbild, s. Cod. Wonnenthal 14, 41 r . 115 r -117 r , 118" KOMMUNIONGEBETE. O du heiliges Sacrament, so (!) herr verleih uns synn und weys, und ler, das wir dich niessen hie... - Wann wir von hinnen müssen farn, derprie- ster gut muß uns bewam mit gottes leichnam also zart uns zu ewigen freyden... Fünfteiliger Zyklus in rhythmisierter Sprache, teils gereimt; neben Gebeten auch lehrhafte Abschnitte. (118™) Ewiger vater, durch das heilig lebentig opffer... pitt ich dich... 117 r —118 r 2 Gebete zur Erlangung des Ablasses einer Kirche. Herr Jhesu Christe, wir peten dich an hie und zu allen deinen kirchen... 119 r -123 v MARIENGEBET. >Das gepet sprich unser fraun XXX tag an untterloß.. .<. Sancta Maria, ein junckfraw ob allen Junckfrawen... ich pit dich durch das sneydent swert..., s. Cod. Wonnenthal 15, l r . 123 v — 127 r TAGZEITEN VOM LEIDEN CHRISTI. Herr, deinen heiligen leichnam dein junger (ji) enphiengen von dir... Zu metten zeitt wurd du gebunten und gefangen... - das du mit deiner gruntlosen parmherzigkaitpey uns ewiglich wollest sein. Amen. 127 r -129 r JOHANNES VON NEUMARKT, MARIENGEBET des Anselm von Canterbury (,0 intemerata'), deutsch. >Dis ist sand Augustinus pett zu unßer frauen...<. O Du heilige, keusche, gesegnete, raine junckfraw Maria... nayg die oren deiner tugentlichen gute.. .; Klapper, S. 154-158. Der Text auch Frankfurt, StuUB, Ms. germ. oct. 45, 55 r -59 r ( Kat . V, 4, S. 141) u. Augsburg, UB, Cod. III. 1. 4° 38, 113 r -114 V ( Kat ., S. 353). Eine andere Übersetzung s. BLB, Cod. Lichtenthai 87, 220 v -222 r ( Kat . XI, S.207f). 129 r — 131 r Segen. Ich gib mich in den frid, den der ebig vater kündet der ewigen maget, unßer frauen sandt Maria... - künftig ist zw richten über die lebentigen und über die toten. Amen. Vgl. München, BSB, Cgm 848, 221 r (Kat . V, 5, S.618). 131 r -132 r s. 100 v . 133", 137 r Io 1,1-14, deutsch. >Das Ewangely Inprincipio erat<. Im anfanck was daz wort, und daz wort was pey got... 134 v -136 v Exempel von einem König und seinen 4 Räten. Es was ain künig, der nam ab an sei, er und gut... - 137 v leer. 470 U.H.21 • U.H.22 138 r -147 r GEBETE, MEIST ABLASSGEBETE ZU GOTT BZW. JESUS. (138 ")>PabstBo- nifacius der acht hat geben allen..., die das hernach geschriben pet... sprechen, XL tag... ablas aller... sünd<. Vgl. Paulus 3, S. 297; Haimerl , S. 56; (139"') Ich pitt dich, güetiger herr Jhesu, durch all dein erparmung und leiden..., mit 1000 Jahren Ablaß, verliehen durch Papst Innozenz III.; (140 r —141 v ) >...die drew angstgepet.. .<. Herr Jhesu Criste, durch dein angst und heili- gists gepet... ich pitt dich, das du die vilfeltigkait deines pluetigen schwais... , vgl. Augsburg, UB, Cod. I. 3. 8° 5, 38 V —4 1 v (Kat ., S. 1 30 f mit weiteren Angaben); (142 r — 143 r ) Passionsgebet mit 5490 Tagen Ablaß - entsprechend der Zahl der Wunden Christi (vgl. Paulus 3, S. 269) -, von Pabst Bonifacius verliehen. Ich pit dich giietigister herr Jhesu Criste durch die inniglich lieb, dar mit du geliebt hast... Vgl. München, BSB, Cgm 843, 86 r ( Kat . V, 5, S. 588, mit weiteren Textzeugen). Andere Ubersetzung als die von Klapper , S. 212 Nr. 40 abgedruckte; (143 r — 144 v ) Gebet zu den Gliedern Christi (300 Tage Ablaß). Pis gegrüesst du forchtsams haubt..., vgl. Haimerl , S. 55 mit Anm.285 u. Darmstadt, LuHB, Cod. 1938, 1 03 r — 1 08 v u.ö. ( Kat. I, S. 109); s. auch Cod. Wonnenthal 14, 36 r ; (145 r -147 r ) Gebete für die armen Seelen: (145 r - 146 r ) Drei Gebete. >Ain guet gepet für all gelaubig sei. dar von hat man so vil tag antlas, als vil leib ze Rom ligen<. Seit griiesst, all cristglaubig sei, der leib hie und anderstwo ruen in der erd..., s. Cod. Wonnenthal 14, 28 1 r ; Nürnberg, GNM, Cod. 6805a, 69 r ( Kat. 1, 1, S.53) u.ö. (mit Abweichungen); (146") Ps 129, deutsch. O herr, von der tieffhab ich geruefft zw dir, herr erhör mein stym.. .; (147 r ) Sich an herr Jhesu Criste die sei aller deiner gelaubigen todten cristen... U.H.22 Lateinisches Gebet- und Stundenbuch Pergament • XII + 228 Bl. ■ 11x9 • Bamberg (Diözese) (?) ■ Ende 15. Jh. Lagen: V x , (V-2)\ IV 12 , 4 V 52 , (V4-1) 63 , 11 V 173 , (V+l) 184 , IV 192 , 3 V 222 , I 224 , II 228 . Textverlust vor B1.2. Foliierung des 17./18. Jh's. Schriftraum 8x6 cm, 16 Zeilen. Bastarda formata von einer Hand, außer 179" (eingeschobenes Blatt) von einer etwa gleichzeitigen und 224 v und 228 v von einer nur wenig späteren Nachtragshand. Zahlreiche Randnotizen von einer Hand des 16./17. Jh's mit Verweisung auf den Inhalt und Korrekturen, Foliierung von der gleichen Hand. Rubrizierung, rote und blaue lombar- denförmige Zierinitialen, häufig mit einfachen Rankenausläufern und knollenförmigen Ausstülpungen. Heller Lederband mit Einzel- und Rollenstempeln (17. Jh.). Auf dem Vorderdeckel handschrifdich: G. W. Enzb. (Enzberg ?), vgl. Krieger. Herkunft: Datierung nach der Schrift. Wahrscheinlich für einen Weltgeistlichen der Diözese Bamberg (im Kalendar Kunigunde, Heinrich und Otto abb. rot, ferner Henrici canonisatio, Isaac monachus, Eme- ricus dux), näherhin Nürnberg (Sebald, Egidius rot, Sebald auch in der Litanei), hergestellt, der anscheinend besonders der franziskanischen Frömmigkeit verbunden war (s. Kalendar, Litanei, Suffra- gien). I r Das buchlein ist Jörigen Colers des elltem auf sunt Dieding hoff (16. Jh.), darunter: An yetzt Georgen Wendl (dessen Monogramm handschriftlich auf dem Vorderdeckel), Advocaten und Bürgers in Mün- 471 U. H. 22 chen, der es vom Cyprian Abm Grabm (?) da selbst erkhaufft am Sontag nach Michaelis Anno 1626. Auf dem Vorderspiegel: Hunc librum a quodam amicorum optimo obtinuit Franciscus Zoller. Anno 1730. 75 r Randnotiz (17. Jh.) Item im Kirchl Baradeißgärtl. Vermutlich gelangte die Handschrift im 18. Jahrhundert in die Bibliothek der Speyerer Bischöfe in Bruchsal (s. Einleitung, S. 136 f). Literatur: E hrensberger, S. 47 Nr. 11 . I v -l r KALENDAR mit Eintragungen für jeden Tag, wahrscheinlich für die Diözese Bamberg. Unter den Heiligen Erhardi (8.1.), Adelgundis (30.1.), Richardi regis (7.2.), Walpurgis (25.2.), Leandri (17.2.), Albani (1.3.), Kunegundis (rot, 3.3.), Henrici canonisationis (13.3.), Johannis Heremite (20.3.), Castuli (26.3.), Ruperti (27.3.), Hugonis ep. (1.4.), Ysaac monachi (11.4.), Petri predicatoris (29.4.), Sigismundi regis (2.5.), Apparitio Michaelis arch. (8.5.), Gangolffi (4.5.), Torpeti (17.5.), Bernhardi conf. (wohl Bernhardini, 20.5.), Floriani (4.6.!), Deocari abb. (7.6.), Anthonii conf. (13.6.), Eloy (25.6.), Dominici (6.7.!), Wilibaldi (7.7.), Henrici imp. (rot, 13.7.), Arnolfi ep. (18.7.), Arbogasti (21.7.), Sebaldi (rot, 19.8.), Bernhardi abb. (20.8.), Ludwici regis (21.8.!), Egidii abb. (rot, 1.9.), Richardis imp. (18.9.), Florentinus papa (19.9.!), Ottonis ep. (rot, 30.9.), Francisci (4.10.), Victoris (11.10.), Colomanni (13.10.), Hedwigis regine (15.10.), Florentini ep. (17.10.), Columbani (24.10.!), Amandi ep. (26.10.), Emerici ducis (5.11.), Conradi ep. (26.11.), Waltheri abb. (12.12.!), Wunebaldi abb. (18.12.). Einziger Nachtrag und von anderer Hand Jubine (18.4.). l v Intervalltafel, fragmentarisch. 2 r -5 v SUFFRAGIEN, GEBETE. (2") De s. facie Christi (Anfang fehlt), mit Oration Dens qui nobis signatis lumine vultus tui.. ., Leroquais , Livres d'heures 2, S. 58; (2 v -3 r ) De s. spiritu mit Oration Bruylants , Nr.349; (3") Ad proprium angelum. Angele qui meus es..., Wil- mart , S. 556f (nur die beiden ersten Zeilen übereinstimmend); Omnipotens sempiterne deus, qui nos cibo potuque angelico (3 V ) mirabili dispositione recreasti.. .; (4") Ad angelos. Deus pro- pitius esto michi peccatori et custos mei... Vgl. Leroquais , Livres d'heures 1, S.31; (4 v -5 r ) Kreuzsegen. Ecce signum sancte crucis... Fugite partes adverse... Vgl. Leroquais , Livres d'heures 2, S. 131; (5") Ad Michaelem archangelum. Hesbert , Nr. 3754, Bruylants 2, Nr. 387. 5 V -10 V DE PASSIONE CHRISTI, Gebete u. Reimgebete. (5 v -7 r ) >Salutationes ad omnia membra Christi. . .<, mit 300 Tagen Ablaß. Haimerl , S. 80 Anm. 458; Leroquais , Livres d'heures 2, S.40; deutsche Fassung s. Cod. U.H.21, 143 r — 144 v u. Cod. Wonnenthal 14, 36 r ; (7 r ) >Ad imaginem Christi crucifixi<. AH 31 Nr. 68, Str. 1; (7 V -9 V ) Conradus Gemnicensis, Oratio de passione Christi. Mone , Hymnen 1, Nr. 122, Str. 3-4, 7-8, 11-14,9-10, 15-22. Es sind jeweils 2 Strophen zusammengefaßt und mit Uberschriften versehen (>Ad lignum crucis<-, >Ad caput Christi< usw.); (9 V -10 V ) Suffragium de s.Johanne Evangelista. (10 r ) Omnipotens sempiterne deus, qui unigenitum filium tuum... crucem, coronam spineam... subire voluisti... 10 V — 13 V ABLASSGEBETE. (10 v -12 r ) De nomine Jesu. >Innocentius dedit... III annos indul- gentiarum...<. O bone Jesu, O dulcis Jesu... Haimerl , S.81 Anm.474; Druck (mit Abweichun- 472 U.H.22 gen): Leroquais , Livres d'heures 2, S.345; (12") >...(12 v ) habet tres annos indulgentiarum, quas Clemens quartus concessit ob rogatum Ludovici, regis Francie<. Anfang ähnlich Haimerl, S. 88 Anm. 517, ferner Bruylants 2, Nr. 887 (mit Varianten 2-3); (13™) De passione Christi. >dicentibus... conceduntur LXXX milia annorum indulgentiarum.. .<. Domine Jesu Criste, fili dei vivi, qui pro redemptione mundi voluisti nasci, circumcidi, a Judeis reprobari... Deutsche Fassung mit abweichender Ablaßangabe s. Cod. U. H. 21, 138 r . 13 v -20 v HORAE DE PASSIONE CHRISTI. >...ad matutinam<. Amantissime domine Jesu Christe, qui in ultima cena sanctissimi et castissimi corporis et sanguinis tui sacrificium instituens.- ut sie per hoc preciosum tue passionis et meriti commercium ad tue resurrectionis consortium mereamur feliciter pervenire, qui cum deo... Vgl. Nürnberg, GNM, Cod. 1736, 279 r -292 r (K at . II, 1, S. 29). 20 v -56 v VOTIVOFFIZIEN UND -MESSEN PER HEBDOMADAM. >Diebus dominicis höre de saneta trinitate. Ad matutinas<, mit AH 30 Nr. 1; (23 v ) >Die lune höre pro defunctis<, mit AH 30 Nr. 79; (30 v ) >/« die Martis höre de Sancto Spiritu<, mit AH 50 Nr. 144; (37 r ) >In die Mercu- rii de omnibus sanctis<, mit AH 30 Nr. 59; (42 v ) >In die Jovis<. De corpore Christi, mit AH 30 Nr. 10; (47 r ) >In die Veneris de saneta Cruce<, mit AH 30 Nr. 13; (51 r ) >In die Sabbati<. De saneta Maria, mit AH 30 Nr.55. Die Messen de feria: u.a. Bruylants 1, Nr.541, 542, 544, 532. 57 r -61 r EVANGELIENPERIKOPEN. Io 1,1-14; Lc 1,26-38; Mt 2,1-12; Mc 16,14-20. 61 r -74 v SEQUENTIAR. AH 53 Nr. 81, 70, 112, AH 50 Nr.385, AH 53 Nr. 104, AH 7 Nr. 107, AH 54 Nr. 248, 237, 226, AH 50 Nr. 241, AH 54 Nr. 18, AH 53 Nr. 210, AH 54 Nr. 66. 75 r -97 v MARIENGEBETE UND -GRÜSSE. (75 r -78 r ) De quinque gaudiis B.M.V. (Verkündigung, Weihnachten, Ostern, Himmelfahrt, Mariae Himmelfahrt). Precor te, Saneta Maria, Mater domini nostri Jesu Christi... per illudgaudium, quod habuisti.. .; (78 r -80 v ) Philipp de Greve, De Septem gaudiis B.M.V Druck: Meersseman 2, S. 195-199 (mit dem gleichen Vorspann, Ablaß u. Verfasserschaft betreffend und zusätzlichem Schlußgebet); (80 v —81 v ) Depre- cor te sanetissima Maria, mater dei, pietate plenissima... Leroquais , Livres d'heures 2, S. 237; (81 v —82 v ) De Septem gaudiis caelestibus Mariae. Druck: Meersseman 2, S. 203 f (mit zusätzlichem Vorspann); (82 v ) Dulcissime domine Jesu Christe, qui beatissimam genitricem tuam... Leroquais , Livres d'heures 1, S.282; (83™) >Oratio devota. ..<, aus der ,Zwölf-Freuden-Andacht', Meersseman 2, S. 205-207, Strophen 1-6 (Die sechste Strophe wie Meersseman 2, S. 206 Anm.); (84 r -85 v ) Stabat mater dolorosa... , AH 54 Nr. 201; (85 v -89 v ) Leselied Meersseman 1, S.220-223; (89 v -90 r ) >Salutatio ad b. virginem<. Meersseman 1, S.203 Nr.75; (90 v - 92 r ) 4 Gebete: >Remedium contra pestilenciam et omne periculum...<, teils mit nachfolgenden Anweisungen. Gaude electissima dei genitrix, sanetissimaque virgo...; (92 r ) >Antiphona<. Meersseman 1, S. 182 Str.6; (92 r -95 r ) Obsecro te... Druck: Leroquais , Livres d'heures 2, 473 U.H.22 S. 346 f; (95 r -97 r ) O intemerata... (95 v ) O Johannes, beatissime Christi familiaris... Leroquais, Livres d'heures 2, S. 435 (Reg.); (97") Antiphon Meersseman 1, S. 172 Nr. 26 a; (97 v ) Virga Jesse floruit, in qua flos apparuit. Altissimi filius sit nobis propitius... 98 r -138 v OFFICIUM PARVUM B. M. V., Cursus romanus. 139 r -156" BUSSPSALMEN mit Litanei (148 r — 153 r ) und Preces. Unter den Fleiligen der Litanei: Victor, Adriane, Quintine, Livine, Amande, Francisce, Dominice, Bemarde, Bernhardine, Sebalde, Clara, Rosina. 156'—187 v SUFFRAGIEN. (156 r — 157 v ) Johannes Baptista, mit AH 29 Nr.208; (157 v ) Petrus; (158 r ) Paulus; (158") Andreas; (158 v -159 r ) Jacobus. O lux et decus Hispanie..., aus Reimof- fizium AH 26 Nr.44; (159") Johannes Evangelista; (159 v — 160 r ) Philippus etjacobus; (160") Matthaeus; (160 v — 161 r ) Bartholomaeus; (161") Thomas; (161 v — 162 r ) Simon et Juda; (162") Matthias; (162 v — 163 r ) Marcus; (163 r ) Lucas; (163 v ) Petrus et Paulus; (164") Innocentes; (164 v — 165 r ) Martyres; (165") Stephanus; (165^-166 v ) Sebastianus; (166 v — 167 r ) Laurentius; (167 r ) Vincentius; (167 r — 168 r ) Christophorus, mit AH 33 Nr. 76; (168 r —169 r ) Georgius, mit Mone , Hymnen 3, Nr. 944 (mit Abweichungen); (169 r -170 r ) Erasmus. Sancte Erasme, martyr et pontifex Christi, qui in die dominico deo oblatus fuisti..., vgl. Darmstadt, LuHB, Cod. 2273, 98 r ( Kat . III, S. 66) u. Hannover, LB, Cod. XXII 1423, S. 54 ( Kat . II, S. 248); (170") Nicolaus; (170 v —17l r ) Martianus; (171") Gregorius; (171 v — 172 r ) Hieronymus; (172") Augustinus; (172 v -173 r ) Ambrosius; (173") Leonardus; (173 v -174 r ) Antonius conf.; (174") Fran- ciscus. Celorum candor splenduit.. ., aus Reimoffizium AH 26 Nr. 12 u. 13, s. auch AH 52 Nr. 197 Anm.; (174 v -175 r ) Bernhardinus. Gaude ordo minorum Francisci nova plantula...; (175") Aegidius; (175 v -176 v ) Tres reges. Rex Caspar, rex Melchior, rex Balthasar, rogo vos per singula nomina... Leroquais , Livres d'heures 2, S. 135; (176 v -177 r ) Job; (177") Dominicus. Lumen ecclesie, doctor veritatis..., aus Reimoffizium AH 25 Nr. 85; (177 v -178 r ) Petrus martyr. O martyr egregie, doctor veritatis..., aus Reimoffizium AH 28 Nr.48; (178 r ) Josephus; (178") Thobie benedictio; (179") Commemoracio beati Jubini contra guttas etpodagras (eingeschobenes Blatt); (180 r — 183 v ) Katharina. Ave virginum gemma Katherina..., aus Reimoffizium AH 26 Nr.72; Sequenz AH 55 Nr.203, AH 33 Nr. 141; (183 v —184 v ) Barbara. Opulchra precipuum rosa..., aus Reimoffizium AH 18 Nr. 10; (184 v — 185 r ) Maria Magdalena; (185 r ) Agnes; (185") Margareta; (185 v —186 v ) Commemoratio de sancta Anna, mit Mone , Hymnen 3, Nr. 804 ( Chevalier , Nr.6773); (186 v —187 r ) Apollonia. Virgo martyr egregia... , aus Reimoffizium AH 25 Nr. 37 (mit Abweichungen); (187") Helena. 188 r —204 r KOMMUNION- UND ELEVATIONSGEBETE. (188 r -200 v ) Omnipotens et mi- sericors deus, ecce ego indignus peccator accedo ad sacramentum... Haimerl , S. 126 Anm. 771 (der komplette Zyklus), außerdem (189") Domine Jesu Christe, immensam clementiam tuam humili devotione deposco... Haimerl , S.20 Anm. 102; (200 v -201 r ) Sit mihi, dulcissime Jesu Christe, hoc sacrosanctum mysterium corporis et sanguinis tui... Auch Darmstadt, LuHB, Cod. 69, 175 r ( Kat . III, S. 143) u. Stuttgart, WLB, Cod. HB I 172, 47 v ( Kat . II, 1,2, S.43); (20 l r - 474 U.H.22 202 v ) Elevationsgebete Haimerl , S. 126 Anm. 772 (die 4 ersten Gebete); (202 v -204 r ) Eya deus, misericordia mea, remitte michi misero peccatori... Auch Lüneburg, Ratsbücherei, Cod. theol. 4° 54, 35 r ( Kat . III, S. 85) u. München, BSB, Clm 28256, 138 r u. Clm 28397, 30 v ( Kat . IV, 8, S. 14 u. 224); Nürnberg, GNM, Cod. 7025, 17 r ( Kat . II, 1, S. 57); Stuttgart, WLB, Cod. HB I 172, 49 v ( Kat . 11,1,2, S.43). 204 r -213 v GEBETE VERSCHIEDENEN INHALTS. (204") Segen Haimerl , S.86 Anm. 507 u.ö., mit Ablaß von 300 Tagen von Papst Innozenz IV.; (204 v -205 r ) Abendgebet. Conßteor tibi, domine deus, omnipotens creator celi et terre... Leroquais , Livres d'heures 2, S. 156; (205 v -207 v ) Suffragium >In dedicatione ecclesie pro indulgentiis impetrandis<. Haimerl, S. 126 Anm. 769 (die komplette Folge), mit Antiphon Hesbert , Nr. 4365; (207 v -210 r ) >Sequi- tur confessio generalis.. .<. Creator et domine celi et terre, maris et omnis ceature... Ego indignus, miser et infelix confiteor... - facultatem et gratiam promerendi vitam et gloriam sempitemam; (210 r —212 V ) Passionsgebete. >De singulis articulis passionis...<. Haimerl , S. 124 Anm.731. Auch Darmstadt, LuHB, Cod. 80, 6 r ( Kat . III, S. 85); (212™) Obsecro te, dulcissime domine Jesu Christe, ut passio tua sit mihi virtus... Auch Aschaffenburg, Hofbibliothek, Cod. 8, 64* (Kat ., S. 25); (2\2 V ) Anima Christi... Haimerl , S. 80, 91, 140. 213 v -224 v MISSA DE SANCTA TRINITATE. Bruylants 1, Nr. 117 mit athanasischem Glaubensbekenntnis (221 r -224 r ) und wiederholter Oration Bruylants , Nr.*774 (224™). 225 r -228 r Augustinus zugeschriebenes Gebet. Domine deus, pater omnipotens, qui es trinus et unus Semper... commendo hodie animam meatn... Ausgabe: Wilmart, S.573-577, mit Abweichungen. Auch Darmstadt, LuHB, Cod. 1228, 95 r -99 v ; 2273, 108 r — 110 V (Kat . III, S.42 u. 66). 228 r Mariensequenz. Mone , Hymnen 2, Nr. 614 (Chevalier , Nr. 9094). 228™ Gebet an Anna und Maria. Adesto inclita Anna. Ave Maria, gratia plena... 224 v , 228 v Nachträge, Anfang 16. Jh. (224 v ) Deutsches Meßgebet: O ewiger genadenreicher vater, ich oppfer dir mein leib und sele... Druck: Die älteste deutsche Gesamtauslegung der Messe, hrsg. von F.R. Reichert , Münster 1967, S. 101; (228 v ) Deus qui per gloriosam resurrec- tionem unigeniti filii tui... familiam tuam letißcare dignatus es... 475 UNBESTIMMTE HERKUNFT - FRAGMENTE (U. H. FRAGM.) U. H. Fragm. a Offizium und Messe De corpore Christi, 14. Jh. Seit 1942 angeblich vermißt, mit größter Wahrscheinlichkeit aber mit U. H. Fragm. 3 identisch (s. dort). U. H. Fragm. b Antiphonale benedictinum, Hirsau(P), 12. Jh. 1 2 Pergamentbl. (ehem. Spiegel). Durch Beschnitt bei Bl. 1 oben 2 Zeilen, bei Bl. 2 unten eine Zeile Textverlust. Bei Bl. 2 sind Recto- und Verso-Seite vertauscht (in der Zählung korrigiert). Schriftspiegel ursprünglich 26 x 17 cm. Karolingische Minuskel des 12. Jh's 1 . Ursprünglich 13 Notensysteme. Deutsche Neumen auf 4, teilweise 3 Linien: C-Linie gelb, A-Linie blau, F-Linie rot, D-Linie grün, Schlüsselbuchstaben und 13 Textzeilen. Die Notationssysteme sind auf Bl. 2 komplett. Zur bemerkenswerten Notation s. W. Irtenkauf , Beiträge zur Einführung der Liniennotation im südwestdeutschen Sprachraum um 1200, in: Acta musicologica 32 (1960), S. 33-39, hier S. 36 f (mit Bezug auf WLB Stuttgart, Cod. fragm. 53 ( Heinzer , Hirsau, S. 277) und BLB, Cod. Aug. LX). Rote Rubriken, Spaltleisteninitialen und St. Galler Tonartbuchstaben (am Rande). Das Stuttgarter Fragment stammt aus dem gleichen Codex wie Cod. U. H. Fragm.b. Für diesen hat Irtenkauf Hirsau als Herkunftsort wahrscheinlich gemacht (s. oben; Cod. U. H. Fragm. b dort nicht erwähnt). Die beiden Bl. wurden gegen Ende des 19. Jh's aus dem Inku- nabel-Sammelbd. Td 3 fol. Ink. der BLB herausgelöst. Dieser enthält: Formulare und Tütsch rhetorica, Straßburg: Heinrich Knoblochtzer 1483 (GW 10185) und Andreas Capellanus, De amore et de amoris remedio, deutsch von Johann Hartlieb, Straßburg: Martin Schott 23.3.1484 (GW 1761). Im Vorderdek- kel, wie auch bei U. H. Fragm. 6 und 24, eingeklebte kalligraphische Beschriftung für die .Internationale Ausstellung für Musik und Theaterwesen', Wien 1892. Im Ausstellungskatalog findet sich jedoch keinerlei Hinweis darauf, daß diese Fragmente bei der Ausstellung berücksichtigt wurden. l r -2 v COMMUNE SANCTORUM, Teile. (l r ~ v ) In nativitate unius martyris (Laudes-Anti- phonen); (l v ) >In Nativitate unius Confessoris.. .< (bis zur 1. Antiphon der 1. Nokturn); (2 r " v ) 476 U. H. Fragm. b • U. H. Fragm.2 In nativitate unius virginis (Laudes bis Sext). Alles wie BLB, Cod. Aug. LX, 215 v -216 v , 221" (s. auch oben). U. H. Fragm. 1 Glossarium, 12. Jh. Pergamentbl., an den Ecken für die Verwendung als Bezug eines hinteren Einbanddeckels beschnitten. Schriftraum 29,5 x 21,5 cm, 2 Spalten, 45 Zeilen. Karolingische Minuskel von einer Hand, Mitte 12. Jh. l ra achtzeilige figürliche Initiale L in roter und brauner Federzeichnung. Illustration zum Lemma Lehes (in usu coquendi ; s. Abb. 23), wird von Beer (s . Lit.) dem ,Hirsauer Schulkreis' zugeordnet. Verso am unteren Rand Signatur (vermutlich eines ehem. Aktenfaszikels): SV 1368 (18./19. Jh.). Literatur: Längin , Nr. 29; Beer , Initial und Miniatur, Nr. 25. jra-vb GLOSSARIUM, Laus - Leges. Interpretamente teils sehr umfangreich, besonders l va-b (unten) unter der roten Überschrift >De legibus gencium<, mit Auszügen aus Isidorus Hispa- lensis, Etymologiae V (cap. 1, 2,10,13,19-21, 15-17; PL 82, Paris 1850, Sp. 197-203). Quellenangaben an den Rändern und auf dem Zwischensteg wohl von der Hand des Schreibers; Isidor (ganz überwiegend), Vergil, Cicero, Plinius, ,De ortographia' und Liber glossarum (Glossarium Ansileubi, hrsg. von W.-M. Lindsay u.a., Paris 1926 (Nachdruck Hildesheim 1965), S. 332 f: LA Nr. 518, 521-523, 532, 528, 537, 541, 547, 548, LE Nr. 15, 16). Die Angaben bei Längin , S. 161 (Nachtrag) sind irreführend bzw. ungenau. - l ra 2 althochdeutsche Glossen, s. Bergmann , Nr. 321. U. H. Fragm. 2 Graduale, 15. Jh. Pergament, 2 Doppeibl. Zeitgenössische Foliierung verso, jeweils römisch und arabisch in roter Einfassungslinie: 206, 209, 254, 261. Schriftraum 30 x 19 cm. Bei Bl. 1 seitlich, 3 u. 4 unten Textverlust durch Beschnitt. 8 Notensysteme (Hufnagelnotation auf 5 Linien, F-Linie rot, Schlüsselbuchstaben), 8 Textzeilen (Textura). Rubriken und Lombarden (teils mit schlichtem Fleuronnee) rot. Anspruchslose figurierte Deckfarbeninitialen in den Farben Hellblau, Weinrot, Rot, mit oxydierten gerahmten Gründen (vermutlich oberrheinisch): 3 V Marienkrönung, 4 V Michael als Drachentöter. Mehrfach Faltspuren. Ehem. Verwendung als Umschläge von Archivalienfaszikeln, 2 r aufgeklebtes, nicht ganz vollständiges Papierschildchen: Protoco..., Copiae, Concept..., Missio..., Meiste im XV. Saeculo (18. Jh.). l r -4 v PROPRIUM DE SANCTIS, alle Offizien stark fragmentarisch. (1") Marcellus (16.1.); (l v ) Prisca (18.1.); (2™) Fabianus et Sebastianus (20.1.); (2 V ) Agnes (21.1.); (3 r ) Hip- 477 U. H. Fragm . 2 • U. H. Fragm . 5 polytus (13.8.); (3") Eusebius (14. 8.); (3 V ) Assumptio B. M. V. (15.8.); (4 r ) Exaltatio s. crucis (14.9.), ferner Rubriken und Textanfänge zu Nicomedes (15.9.), Eufemia (16.9.), Lampertus (17.9.), Matthaeus (21.9.), Mauritius (22.9.), Cosmas et Damianus (27.9.), (4 V ) Michael (29.9.). U. H. Fragm. 3 Offizium und Messe De corpore Christi, 14. Jh. Pergamentdoppeibl, einer Quarths., horizontal zerschnitten, oben 12, unten 10-11 Zeilen erhalten, dazwischen ca. 5 Zeilen fehlend. Textura des 14. Jh's von einer Hand. Mit linienlosen St. Galler Neumen. Rubriziert, rote Lombarden mit Repräsentanten an den Rändern bzw. im Text. Vor 1942 mit U. H. Fragm. a bezeichnet (s. dort). 1965 wurde die bis dahin falsche Reihenfolge der Blätter korrigiert. Ehem. vermutl. Einbandmakulatur. l r -2 v DE CORPORE CHRISTI, Teile von Offizium (nicht monastisch) und Messe (2 V ). U. H. Fragm. 4 Antiphonale, 14. Jh. Pergamentdoppeibl. (Einbandmakulatur), das innerste einer Lage, mehrfach zerschnitten und wieder zusammengesetzt. Textverluste an den seitlichen äußeren Blatträndern, und infolge durchgehender horizontaler Zerschneidung fehlt jeweils eine Zeile und ein Notationssystem etwa in der Blattmitte. Schriftraum ca. 18 x 13,5 cm, 12 (von 13) Notensystemen (Hufnagelnotation auf 5 schwarzen Linien, C- und F-Schlüssel), entsprechende Anzahl Textzeilen. l r und 2 V jeweils am unteren Rand eine Zeile mit Notation nachgetragen (14. Jh.). Gotische Buchkursive des 14. Jh's. Rote Lombarden, schwarze Cadellen. l v am unteren Rand: Kaltmantel (17./18. Jh.). l r -2 v ANTIPHONALE, Dom. 2 - (2 V ) Dom. 3 (nur bis zum 2. Responsorium der Matutin) in adventu. U. H. Fragm. 5 Missale, 11. Jh. Pergamentdoppeibl., inneres einer Lage, Ränder unregelmäßig beschnitten. Schriftraum 18 x 13 cm, 25 Zeilen. Karolingische Minuskel des 11. Jh's, Rubriken und Textanfänge teilweise in roter oder brauner Rustica bzw. Uncialis. l r Flechtbandinitiale in roter Umrißzeichnung mit einteiligen Knollenblättern. 478 U. H. F ragm . 5 • U. H. F ragm . 7 Horizontale Faltspuren und l r die Jahreszahl 1592 (Kanzleischrift der Zeit) sprechen für spätere Verwendung als Umschlag bzw. Einbandbezug eines Archivalienbandes. l r -2 v Karfreitagsliturgie, fragmentarisch. (l r ) Schluß der Lesungen (Io 19,39-42); (l r -2 v ) Fürbitten; (2 V ) umfangreiche Rubrik zur Eucharistiefeier (19 Zeilen, rot). U. H. Fragm. 6 Lektionar, 15. Jh. 2 Pergamentbl., äußeres Doppeibl, einer Lage, mit senkrecht gestelltem Reklamant (ehem. Einbandbezug). Schriftraum 23 x 15,5 cm, 2 Spalten, 22 Zeilen. Rotunda von einer Hand. Rubriziert. Einfache zweizeilige Zierinitialen, meist auf Goldgrund. Herkunft: vermutl. Ostschweiz bzw. Hochrhein (s. Inhalt). Zur vorn im Deckel eingeklebten Beschriftung s. Cod. U. H. Fragm. b. l r -2 v LECTIONES DE GESTIS ET MIRACULIS S. VERENAE. BHL 8541, 8542. AA. SS. Sept. I, S. 167c-d, 169 h-m. U. H. Fragm. 7 Antiphonale, um 1300 Pergament. 2 ringsum beschnittene Doppeibl, einer Quarths. Bl. 3/4 ist das innere Doppelbl. einer Lage. Jeweils 19 bzw. 18 (B1.2) von 20 Zeilen erhalten. Gotische Buchschrift um 1300. Linienlose St.Galler Neumen. Rubriken, Uberschriften, Lombarden, Zeilenfüller rot. Im Innensteg von Bl. 3/4: lr Ere Myn Trost. J. 1487 (Großbuchstaben, rot). Beide Doppelbl. haben als Spiegel gedient. Entstehung in Südwestdeutschland ist wahrscheinlich (s. 3 V ). l r -4 v SANCTORALE-FRAGMENT. (1™) De s. Gregorio. Reimoffizium AH 5 Nr.64 (Teile); (l v ) >In annunciacione s. Marie<\ (2 r ) De s. Katharina. Reimoffizium AH 26 Nr.72 (Ad Magnificat in 1. Vesperis); (2 r " v ) >Ad vincula s. Petri<; (2 V ) >In vesperis in assumpcione s. Marie virginis<; >Responsorium tertium in nativitate beute virginis<. AH 50 Nr. 217 (bricht in Str. 2 ab); (3 r " v ) De s. Maria Magdalena; (3 V -4 V ) Hermannus Augiensis, >Hystoria de sancta Afra Martyre<. Ausgabe (nach BLB, Cod. Aug. LX): W. Brambach , Die verloren geglaubte Historia de sancta Afra martyre und das Salve regina des Hermannus Contractus, Karlsruhe 1892, S. 7-9 Nr. 29, 27, 28, 1, 2-5, 9-14, 6-8, 21-26, 17, 15, 16, 30-32. Durch Verlust jeweils der untersten Zeile sind die Nummern 1, 7, 8 und 32 unvollständig. Zu Uberlieferung und Ausgaben s. H. Oesch , Berno und Hermann von Reichenau als Musiktheoretiker, Bern 1961, S. 153-155 (ohne Kenntnis dieses Fragments). 479 U. H. F ragm . 8 • U. H. F ragm . 10 U. H. Fragm. 8 Lectionarium officii, 13. Jh. Pergament. Inneres Doppeibl, einer Lage. Schriftraum 26 x 20 cm, 2 Spalten, 30 Zeilen. Textura von mehreren Händen. 2 rb linienlose deutsche Neumen (zu Antiphonen). Rubriziert, rote Lombarden. Ehem. Hülle für Archivalien (mehrfache Faltung) mit der Beschriftung De anno etc. 1553, 1554 (16./ 17. Jh.). l r -2 v LEKTIONAR MIT OFFIZIUMSTEILEN. Dom. infra octavam Epiphaniae (in der 3. Lesung einsetzend) - (2 rb ) >Feria II. < (Lesung 1-3). (l vb -2 vb ) Beda Venerabiiis, Horn. 1,19, CCSL 122, S. 136, Z.56-S. 138, Z. 125 (PL 94, Paris 1862, Sp.65f, Horn. 12). U. H. Fragm. 9 Liber Ordinarius, 12. Jh. 2 Pergamentdoppeibl., oben stärker beschnitten (vermutl. eine Zeile Textverlust). Zwischen Bl. 1 u. 2 fehlt vermutlich ein Doppelblatt. Bei Bl. 1 seitlich außen Fehlstelle durch Moderschaden (mit Textverlust). Schriftraum ursprünglich ca. 18 x 9,5 cm, 2 Spalten, 24 (von vermutl. 25) Zeilen. Karolingische Minuskel des 12. Jh's 2 . Linienlose St. Galler Neumen. St. Galler Tonartbuchstaben an den Rändern. Überschriften (teils in Capitalis rustica) rot, Rubriken im Text. Die eigentlichen Ordinariumstexte (schwarz) rot durchgestrichen. Früher vermutl. Umschlag eines Archivalienfaszikels (2 V unten: 1603). l ra -2 vb Von Innocentes bis Vigil von Epiphanie. Nicht monastisch. Nach Bl. 1 vermutlich Textverlust (Oct. nat. Domini, Oct. Stephani, Oct. Johannis Ev.). U. H. Fragm. 10 Mis sale, Zürich, um 1300 Pergament, 3 Bl. (Bl. 1 u. 2 Doppeibl.). Von Bl. 1 ist der größere Teil vertikal abgeschnitten. Schriftraum 23 x 14,5 cm, 2 Spalten, 23 Zeilen. Textura von 3 Händen um 1300 (l r -2 v , 3 r , 3 V ). Rubriziert, rote Uberschriften, rote und blaue Lombarden sowie anspruchslose Fleuronneeinitialen. Faltspuren und mehrere Jahresangaben an den Rändern (1617, 1618, 1620-1633) weisen hin auf ehem. Verwendung als Umschlag für Archivalien. Der Buchschmuck deutet auf Entstehung in einer Züricher Werkstatt ( Kat. Stuttgart I llum . III, 1, S. 30-32 u. Nr. 11; s. auch Cod. U. H. 12 u. 14). l r -3 v TOTEN- UND VOTIVMESSEN, alle fragmentarisch. (l ra ) Bruylants 1, Nr.619; 2, Nr. 233,2; (l vb ) Bruylants 2, Nr. 877; 1, Nr.620; (2 ra ~ va ) >/» annuntiatione beate virginis in 480 U. H. F ragm . 10 • U. H. F ragm . 13 adventu< ; (3 ra ~ b ) Ambrosius Mediolanensis, Oratio s. Ambrosii (ante missarum celebratione dicenda), W ilmart , S. 122, Z. 112 - S. 125, Z. 149; (3 va ~ b ) >5. Alexii 2. Feria officium<, mit Oration: Dens qui beato Alexio con/essori tuo tribusti, ut nova mundum arte... U. H. Fragm. 11 Biblia sacra, lO./ll.Jh. 1 Pergamentbl. (ehem. Spiegel). Schriftraum 19,5 x 15 cm, 24 Zeilen. Karolingische Minuskel, 10./ 11.Jh. l™Io 18,38-19,26. U. H. Fragm. 12 Missale, 15. Jh. Pergamentbl. Bei l r ist der seidiche äußere Rand abgeschnitten (etwas Textverlust). Schriftraum 24 x 16,5 cm, 2 Spalten, 30 Zeilen. Textura von einer Hand. Faltspuren sowie Abrieb und Verschmutzung (l v , 2 r ) weisen auf ehem. Verwendung als Einbandbezug hin. l r -2 v In communi unius etplurimorum martyrum, fragmentarisch. U. H. Fragm. 13 Antiphonale, 14. Jh. 1 1 Pergamentbl. Schriftraum 26,5 x 18 cm. Textura, 14. Jh. 1 . Deutsche Choralnotation auf 4 Linien. 13 Notensysteme (F-Linie rot, C-Linie gelb bzw. braun, Schlüsselbuchstaben), 13 Textzeilen. l r " v Dom. 22 et 23 post oct. Pentecosten. Antiphonen H esbert , Nr.4584, 2187, 4914, 1217, 4818, 2117, 2349, 2420, 4109, 4204, 1290, 3300, 2208. 481 U. H. Fragm. 14 • U. H. FRAGM. 16 U. H. Fragm. 14 Antiphonale, 14. Jh. 2 1 Pergamentbl., beschnitten (auf der Innenseite ca. 3 cm von Text u. Notation abgeschnitten). Schriftraum 27 x ca. 22 cm, 11 Notensysteme, Quadratnotation auf 4 Linien (F-Linie rot), 11 Textzeilen. Textura formata, 14. Jh. 2 . Rubriken und Lombarden rot, schwarze Cadellen. Ehem. als Umschlag für Archivalien (vermutl. Zinßbuch wie Cod. U.H. Fragm.21) verwendet. I 1 Grötzingen 1668. 1669. Sehr wahrscheinlich aus der St.Blasischen Propstei Krotzingen (s. Cod. U.H. Fragm.21). l r ~ v AGNES-OFFIZIUM, Gesänge zur 1. und 2. Nokturn, fragmentarisch. U. H. Fragm. 15 Bernardus Claraevallensis, Mitte 12. Jh. Pergamentdoppeibl, einer Foliohandschrift, an Ecken und Rändern für Verwendung als Bezug eines Pappbandes unregelmäßig beschnitten. Schriftraum 29,5 x 21 cm (kein Textverlust), 2 Spalten, 44 Zeilen. Karolingische Minuskel, Mitte 12. Jh. Mit gleichzeitigen Zierinitialen (l rb , 2 va ): gespaltene Buchstaben mit Zierspangen, dichtes Rankenwerk mit zwei- bis dreiteiligen Knollenblättern, ausgeführt in roter Umrißzeichnung. Schrift und Initialen weisen auf Entstehung um die Mitte des 12. Jh's. Eine Lokalisierung in Süddeutschland oder Osterreich kann man aufgrund der Verbreitung der Textzeugen der Rezension M (s. unten) vertreten. Für die spätere Verwendung als Einbandbezug (s. oben) zeugen auch Pa- pierverklebungen auf l r und 2 V sowie Einschnitte für Bindebänder. l ra -2 vb BERNARDUS CLARAEVALLENSIS, SERMONES SUPER CANTICA CANTI- CORUM, Serm. 16, 17, 19, 20. PL 183, Paris 1854, Sp. 853D-857C; 865A-868D; S.Bernar- di Opera, 1, hrsg. von J.Leclercq/C.H. Talbot/H.M. Rochais , Rom 1957, S.96 Z.3- S. 101 Z. 4, S. 111 Z. 9-S. 116 Z. 25. Zählung der Sermones in der Hs. jeweils um eine Nummer höher. Das bemerkenswerte, in der Forschung bislang anscheinend nicht berücksichtigte Fragment ist der Recensio Morimundensis (M) zuzuordnen (vgl. Leclercq ... (s. oben), S.XXIIf, XLVI-XLIX, LXI-LXVII), deren Textzeugen fast ausschließlich in Süddeutschland und Osterreich verbreitet sind. U. H. Fragm. 16 Liber historiae Francorum • Ps.-Fredegarius Scholasticus, 12. Jh. Pergament. 2 BL, 37 x 26,5 cm. Schriftraum 25,5 x 19,5 cm, 2 Spalten, 39 Zeilen. Südwestdeutsche schrägovale Minuskel, um die Mitte des 12. Jh's. Rote Lombarden und Überschriften. 2 va bemerkens- 482 U.H. F ragm . 16 • U.H. F ragm . 17 werte Initiale mit der thronenden Figur des Königs Theoderich in roter Federzeichnung (s. Abb. 22). Die Zuschreibung an das Skriptorium in Gengenbach (s. Lit.: Beer , Initial und Miniatur und Hannemann, Gengenbach) ist nicht gesichert. Beide Blätter haben als Deckelbezüge eines Pappbandes gedient (Pa- pierverklebungen l v , 2 r , Fehlstellen an den Ecken, Einschnitte für Bindebänder). Mone hat das Fragment 1835 von den Deckeln eines 1557 erschienenen, möglicherweise in Posen gebundenen Buches abgelöst, das vermutlich 1942 verbrannt ist; vgl. Mone (s . Lit.), Sp. 10. Literatur: F.J. Mone , Anzeiger für Kunde der teutschen Vorzeit 4 (1835), Sp. 10-16 u. 8 (1839), Sp.605f u. Taf. nach Sp.632; MGH Scriptores rerum Merovingicarum, 2: Fredegarii et aliorum chronica. Vitae sanctorum, hrsg. von B.Krusch , Hannover 1888, S. 13; Beer , Initial und Miniatur, Nr. 26, Abb. S. 79 (mit weiterer Literatur zur figurierten Initiale 2 ra ); Hannemann , Gengenbach, S. 56; Kat. Stuttgart Illum . II, 2, Nr. 5 u. 6. l ra -2 rb LIBER HISTORIAE FRANCORUM, cap. 32-34, 51-53. Nach dieser Hs. abgedruckt in Mones Anzeiger (s. oben) 4 (1835), Sp. 1-14 (mit dem Zusatz 2 rb : Pipinus senior an- nis XXVII...); Ausgabe von Krusch (s . oben), S. 294, 31-S. 300,20 (l ra " vb ), S. 325, 16- S. 328, 11 (2 ra ~ b ). 2 va " b Ps.-FREDEGARIUS SCHOLASTICUS, CHRONICON II, cap. 57 (De gestis Theode- rici). Abdruck nach dieser Hs. bei Mone (s . oben), Sp. 14-16; Ausgabe von B.Krusch (s. oben), S. 78,1— S. 79, 8. Zu Verfasser und Werk s. S. Hellmann , Das Fredegar-Problem, in; Historische Vierteljahrsschrift 29 (1935), S. 36-92, Neudruck in: S. Hellmann , Ausgewählte Abhandlungen..., Weimar 1961, S. 101-157; J.M. Wallace-Hadrill , The fourth book of the Chronicle of Fredegar, London u.a. 1960, S. XIV-XXVIII; RFH 4, S. 553 f. U. H. Fragm. 17 Aderlaßtraktat (?), 14. Jh. 1 2 horizontal ausgeschnittene, nicht unmittelbar zusammengehörende Streifen aus einem Pergamentblatt einer Quarthandschrift. 2 Spalten, die äußere jeweils mit Textverlust beschnitten. Rotunda, 14. Jh. 1 . Rubriziert. 1™ Vom Aderlaß. (l ra ) ...In manu maiori, que est ab assello usque ad cubitum, sunt V vene ape- riende... 2 ra ... de quibusdam medicinis: nunc dicamus quidem (?) ad istam lectionem de tribus elementis laxationis... 483 U. H. Fragm. 18 • U.H. Fragm. 20 U. H. Fragm. 18 Biblia, 11. Jh. 2 Der untere Teil eines Pergamentblattes einer Großfoliohs. 2 Spalten, 24 (von ca. 50) Zeilen. Karolingische Minuskel, 11. Jh. 2 . Wurde später als Umschlag für ein Archivalienfaszikel verwendet. Verso am seitlichen Rand in Kanzleischrift: Vstellin (?) Amts Villingen 1606. Könnte über die Provenienz St. Georgen nach Karlsruhe gelangt sein. Dt 2,34-3,4; 3,13-20; 4,2-10; 4,21-30. U. H. Fragm. 19 Missale, 12. Jh. 2 1 Pergamentbl. einer Quarths. (wohl ehem. Spiegel), an den Rändern beschnitten, oben mit Textverlust (vermutl. 1 Zeile), je 29 Zeilen erhalten. Karolingische Minuskel des 12. Jh's. Recto starke Beeinträchtigung der Lesbarkeit (teils völliger Textverlust) infolge ehem. Verklebung. l v linienlose St. Galler Neu- men. Rote Lombarden und Rubriken. l v am unteren Rand Notiz des 15. Jh's: In das gröst vas got VI om und V maß. Dar noch das vas von Nußdorf kompt VI om, IUI mas. Dar noch in das kurtzer V om V viertel, das hant der Hensin gehept{}). Die Erwähnung von Nußdorf könnte ein Hinweis auf Salemer FJerkunft sein (vgl. Krieger 2, Sp.364). 1™ Quatember-Freitag und Quatember-Samstag im September, fragmentarisch. U. H. Fragm. 20 Breviarium, 14. Jh. 1 Pergamentbl. An den Rändern beschnitten, recto mit Leimspuren und stark verblaßten Schriftpartien. Schriftraum 24,5 x 16 cm, 30 Zeilen. Textura, 14. Jh. Verso linienlose deutsche Neumen. Größere Spaden zwischen Wortteilen und Wörtern durch rote Linien ausgefüllt. Rote Lombarden und Rubriken. l r_v In octava nativitatis Domini. (l r ) Lektionen 5 und 6 der 2. Nokturn und die Responsorien Hesbert , Nr. 6314, 6838 (nur Anfänge). Anschließend (rot): >Responsoria subscripta cantantur et accipiuntur hoc tempore secundum quod in breviario continetur secundum ordinem<. (l v ) Responsorien (ausführlich) Hesbert , Nr.6575, 7569, 6322, 6838, 6333, 6167, 6251. 484 U. H. F ragm . 21 • U. H. F ragm .22 U. H. Fragm. 21 Breviarium benedictinum, St. Blasien, 15. Jh. Pergamentdoppeibl., der obere Rand abgeschnitten. Schriftraum 20 x 13 cm, 39 Zeilen. Bastarda von einer Hand. Übliche Rubrizierung. Ehemals als Umschlag eines Aktenfaszikels verwendet. 2 v -l r (querstehend) in stark beriebener großer Textura: Zinß Buch deß Ambts Crotzingen de Anno 1612. Kommt vermutlich aus der St. Blasischen Propstei Krozingen (vgl. Krieger 1, Sp. 1269-1272). Der ursprüngliche Entstehungsort ist wahrscheinlich St. Blasien (s. unten). l r -2 v BREVIARIUM BENEDICTINUM. (1") Ordinariumstexte von De s. Johanne ante Portam Latinam (6.5.) bis De s. Albano martyre (21.6.). Festfolge sanblasianisch, u. a. mit Li- berii archiepiscopi (7.6.); vgl. W. Irtenkauf , Noch einmal: Uber die Herkunft des sogenannten St.-Blasien-Psalters, in: BuW 2 (1965), S. 70. Anschließend Reimoffizium >In festivitate sanctomm X milium martyrum<. AH 5 Nr. 26. Bricht l v unten in der Antiphon zur 1. Nokturn ab (fehlt 1 Doppeibl.). (2") Offiziumsteile zu De s.Johanne Baptista. U. H. Fragm. 22 Sakramentar, 12. Jh. Pergament. 2 unmittelbar aufeinander folgende, unregelmäßig beschnittene Doppeibl, (vermutl. ehem. Spiegel), das innere in der oberen Zeile mit partiellem Textverlust. Schriftraum 16,5 x 10,5 cm, 21 Zeilen. Karolingische Minuskel des 12. Jh's. Stellenweise stärkere Beeinträchtigung der Lesbarkeit infolge früherer Verklebungen. Einige Korrekturen und liturgische Anweisungen des 13. und 14. Jh's. Linienlose St. Galler Neumen (nur stellenweise und jeweils nur bei den Textschlüssen). Rote Lombarden und Rubriken. 1 1 -2 V Fürbitten am Karfreitag (fehlt nur der Anfang von: Pro ecclesia). 3" Dom. 2-5 post Pascha. 4" >In letania maiori< ; In natali sanctorum Tiburtii et Valeriani, Georgii, Marci (alles wie Bruylants 1, Nr. 240, 244, 246, außer Secreta: Hanc domine quesutnus oblationem pro comme- moratione beati Marci...). 485 U. H. F ragm . 23 • U. H. F ragm .24 U. H. Fragm. 23 Breviarium, 12. Jh. 2 1 Pergamentbl. (ehem. Buchumschlag), oben stärker beschnitten (oberste Zeile fehlt, die zweite angeschnitten). Schriftraum 20,5 x 13 cm, 30 Zeilen. Karolingische Minuskel der 2. Hälfte des 12. Jh's. l r oben linienlose deutsche Neumen. Rote Lombarden und Rubriken. l r ~ v Offiziumsteile zu In octava Epiphaniae, mit den Lesungen zur 1. Nokturn: Beda Venerabiiis, 12. Homilia in theophania seu epiphania domini, CCSL 122, S. 80,1-S. 81,44 und Lc 3, 21-30 (bricht unten ab). U. H. Fragm. 24 Tropar, Sequentiar, Bodenseeraum (Reichenau?), 10.Jh. Pergament. 4 Bl. einer Oktavhs., unterschiedlich beschnitten (jedes Bl. mit Textverlust). Schriftbreite 5,5 cm, überall breiter äußerer Rand (für Musiknotation); überwiegend jeweils 15 (von ursprünglich vermutlich 17) Textzeilen erhalten. Erhebliche Textverluste auch infolge gelöster Verklebungen (l v , 2 V ) und Rasur (4 r ). Karolingische Minuskel des 10. Jh's von 4 Händen: 1. 1 r —2 V , 2. 3", 3. 4 r , 4. 4 V . Rote (selten braune) zwei- und einzeilige Initialen, rote Überschriften und Rubriken (Rustica, Uncialis). Linienlose deutsche Neumen, teils interlinear (l r -2 v ), teils am äußeren Rand (2 r -4 v ). Für die Entstehung in St.Gallen (vielleicht auch auf der Reichenau) sprechen die Sequenzen und der Tropus Quae est ista.. . (I 1 ). Zur vorn im Deckel eingeklebten Beschriftung s. Cod. U. H. Fragm. b. l r _2 v XROPAR. (l r ) In die Epiphaniae, Communio. Corpus troporum 1, S. 166 (Quae est ista tarn clara...); >In purificatione s. Mariae<. Hodie quemadmodum patriarchis antiquis repro- missum est... suscepimus... 3 r -4 v SEQUENTIAR. (3") AH 53 Nr. 36; (3 V ) AH 53 Nr. 46 (nur bis Str. 2); (4 V ) AH 53 Nr. 56. Es handelt sich um Sequenzen des Notker Balbulus und seiner Schule, s. W.von den Steinen , Notker der Dichter, Editionsbd., Bern 1948, S. 28, 108 f, 42. (4 r ) Sequenz Prome casta, AH 7 Nr. 47; M. Klaper , Tropen auf der Reichenau in ottonischer Zeit, Magisterarbeit Erlangen 1996. 486 U. H. Fragm. 25 • U. H. FRAGM. 27 U. H. Fragm. 25 Diurnale, 14. Jh. Pergament, 3 Doppeibl., eine Lage bzw. die inneren Bl. einer Lage. An den Rändern gleichmäßig beschnitten. Schriftraum 10 x 6,5 cm. Textura von einer Hand des 14. Jh's. Rubriziert. Anspruchslose rotblaue Fleuronneeinitialen. 3 r am seitlichen Rand Stab mit alternierenden blauen und roten Blütenrosetten auf beiden Seiten (beschnitten). l r -6 v PROPRIUM DE SANCTIS-Teil vom 21. Oktober bis 11. November. (l r ) Elftausend Jungfrauen (Anfang fehlt), Reimoffizium AH 5 Nr. 87 (nur einzelne Strophen bzw. Antiphonen in gestörter Reihenfolge), AH 52 Nr. 365 u. 367; (3 r ) Omnes sancti, AH 51 Nr. 129f. U. H. Fragm. 26 Ordo missae, 14. Jh. 1 Pergamentbl., am Rand beschnitten, Faltspuren. Schriftraum 10 x 8 cm, 25-26 Zeilen. Buchkursive des 14. Jh's. Rubriziert. l r_v ACCESSUS AD ALTARE. Adiutorium meum in nomine... Humilitas con/essionis et labor sacerdotalis et omnia bona... in remissionem omnium peccatorum vestrorum (bricht ab). U. H. Fragm. 27 Gebete, 13. Jh. 2 unmittelbar zusammengehörende Pergamentdoppeibl, einer Oktavhs., Ränder unterschiedlich beschnitten, Bl. 4 seitlich und oben mit Textverlust. l r und 4 V infolge gelöster Verklebung großer - 4 V nahezu totaler - Textverlust. Schriftraum 10,5 x 7,5 cm, 21 Zeilen. Gotische Minuskel (l r -2 v ) und Textura (3 r -4 v ) von je einer Hand. 3 r -4 r Textanfänge durch rote Lombarden markiert. Vermutlich aus einem Gebetbuch für Klosterfrauen (s. unten 4 r ). l r -4 r DIVERSE GEBETE. (l r ) ... Dens qui s. crucem asendisti (!) in sancto calvarie loco..., mit Ps 142,2-12. Auch Freiburg, UB, Cod. 301, 148 r (Kat. 1,3, S.65); (l v ) Caput Christi: frons Elye, oculus et nasus Noe...; De s. Disma. Sande Dismas, rogo te per amorem domini no- stri...; (2 r ) Gloria; (2 V ) Deus summe celi ac terre sancte pater omnipotens... precor, ut suscipias animas famulorum famularumque tuarum...; (3 r -4 r ) Mariengebete: (3 r ) O domina sancta Maria, per illum merorem te deprecor, quam habuisti. ..; (3 V ) Domina sancta Maria, dei genitrix vir- go, precor te per annunciationem... ut cum (4 r ) omnibus sanctis... [pro m]e misera peccatrice... - 4 V leer. 487 U.H. Fragm. 28 • U.H. Fragm. 30 U. H. Fragm. 28 Gregorius Papa I., 10. Jh. 1 Pergamentdoppeibl, einer Quarths., nur der untere Teil mit 12 Textzeilen (die oberste angeschnitten) erhalten. Durch seitlichen Beschnitt von Bl. 2 geringer Textverlust (wenige Buchstaben). Karolingische Minuskel des 10. Jh's. l r und 2 V Textverluste infolge gelöster Verklebung. l r Notiz des Karlsruher Hofbibliothekars Friedrich Molter (1801-1842) mit Identifizierung des Textes. l r -2 v GREGORIUS PAPA L, DIALOGORUM Hb. IV, hier: III, cap. 11-13. PL 77, Paris 1896, Sp.240f; Gregoire le grand, Dialogues, hrsg. von A.de Vogüe , 1-3, Paris 1978-1980 (Sources Chretiennes 251, 260, 265), hier: 2, S. 296-300 (cap.XI, 52-XII, 4; XII, 14-24; XIII, 3-13, 22-33). U. H. Fragm. 29 Ivo Carnotensis, 12. Jh. 2 2 am oberen Rand beschnittene Doppelblätter einer Quarthandschrift. Die Bl. 1-2 sind das innere Doppeibl. einer Lage. Bl. 1 seitlich mit Ausriß (Textverlust). Schriftraum 18x10 cm, 36 Zeilen. Minuskel des 12. Jh's 2 von einer Hand (auch die Korrekturen und Randnotizen). Rote Lombarden (außerhalb des Schriftspiegels stehend), Uberschriften, Buchzählung am oberen Rand (überwiegend abgeschnitten). Am seitlichen Rand von 2 V gelöschter Eintrag: zudem Maister Hanns sol XX Gulden (16. Jh.). Das Fragment hat vermutlich als Einbandmakulatur gedient. l r _ 4 v ivo CARNOTENSIS, PANORMIA SEU SUMMA DECRETORUM, IV, cap. 7-26, 107-119; V, cap.4-13. PL 161, Paris 1889, Sp. 1184B-1189D (l r -2 v ), 1206B-1208C (3"), 1213D-1216B (4™). U. H. Fragm. 30 Breviarium, um 1300 2 unmittelbar zusammengehörige Streifen eines horizontal zerschnittenen Pergamentdoppelblattes einer Oktavhs. 2 Spalten. Je 15 Zeilen erhalten. Textura, um 1300. Übliche Rubrizierung. Offiziumsteile von Oktav von Stephanus (l ra ~ b ), Oktav von Johannes Evang. (l vb -2 ra ), Oktav von Innocentes (2 va_b ). 488 U. H. Fragm. 31 • U. H. FRAGM. 32 U. H. Fragm. 31 Liber horarum, Eichstätt, 14. Jh. 2 Pergament. 29 Bl. einer Oktavhs., 13 x 9 cm, oft oben und/oder seitlich beschnitten, teils mit Textverlust. Alte Foliierung deshalb nur teilweise vorhanden: LXII-LXV (Bl.4-7), LXXI-LXXVI (Bl. 9—14), LXXX-LXXXII (Bl. 15-17), LXXXV-LXXXVII (Bl. 19-21). Die übrigen Bl. teilweise verbunden; B1.24 und 3 sowie 22 und 28 folgen jeweils unmittelbar aufeinander. Schriftraum 9x7 cm, 22 Zeilen. Littera textualis des 14. Jh's 2 von mehreren Händen. B1.22 u. 28 Nachträge Ende 14./Anf. 15. Jh. Lesbarkeit aufgrund ehemaliger Verklebungen und Bereibungen oft stark beeinträchtigt. Übliche Rubrizierung. Abgelöst aus Theol. 13,11 der Großherzoglich Badischen Hof- und Landesbibl. (vermutlich 1942 verbrannt). Zur Herkunft s. Totenoffizium (l r ). 1™, 2", 18", 24", 3 r -7 v (Schluß) Officium defunctorum. (24", 4 r -5 r ) mit den Responsorien zur 2. u. 3. Nokturn: Ottosen , Nr. 32, 57, 68, 28, 83, 38. In dieser Reihenfolge ausschließlich in vier Eichstätter Handschriften nachgewiesen ( Ottosen , S. 126). (5 r -7 r ) Laudes; (7") Orationen; Bruylants 2, Nr. 465, 233, 217, 567 (Kommemorationen zu Allerseelen). 7 V (Anfang)-8 V , 25 r (Schluß) Officium parvum s. spiritus. 25", 27", 9 r -12 r (Schluß) Officium parvum B.M.V. Endet mit der 3. Nokturn (Responsori- um Hesbert , Nr. 7726 mit Vers. A). 12 V -14 V Ps 1-4, 10, 14, 15. 15 r — 17 V , 19 r —21 r (Schluß) Officium parvum s. crucis. 21 r Suffragium de nativitate B .M.V. Mit Responsorium Hesbert , Nr. 7199 und Oration Bruylants 2, Nr. 559. 21 v Ps 94. 29", 22", 28" Ordo missae. (29") Oblationsgebete; (22" u. 28" zusammengehörend) Pater noster bis Schlußsegen. U. H. Fragm. 32 Scholastischer Eucharistietraktat, 13. Jh. 2 2 Pergamentdoppelbl. einer Oktavhandschrift, die beiden inneren einer Lage, an den Rändern beschnitten (Einbandmakulatur). Schriftraum 10 x 7 cm, 24 Zeilen. Gotische Buchschrift von einer Hand, 13. Jh. 2 . Rote Uberschriften, rote und blaue Rubriken. 489 U. H. F ragm .32 ■ U. H. F ragm . 35 l r -4 v EUCHARISTIETRAKTAT. Zusammenhängender Text, bei dem anfangs ein großer Teil, am Schluß vermutlich nur relativ wenig fehlt. Thematik des Vorhandenen: De vino et de sanguine Christi. (3 V , rot) >De proprii effectus operatione<. Sequitur ultimo de proprii effectus operatione et circa hoc sciendum, quodpotus iste... U. H. Fragm. 33 Tösäföt (hebräisch), 13. Jh. Fragmentarisches Pergament-Doppeibl, einer Foliohandschrift: oberer und unterer Teil, zwischen beiden Textverlust. Bl. 2 seitlich beschnitten (ca. 2/3 der äußeren Spalte fehlt). Schriftspiegel 16,5 cm breit, 2 Spalten, oben 21, unten 11-13 Zeilen erhalten. Deutsch-rabbinische Schrift, 13. Jh. Vermutlich Einbandmakulatur. Literatur: S.Landauer , Ein Bruchstück aus einer Tosafoth-Handschrift, in: Zeitschrift für hebräische Bibliographie 22 (1919), S.27-31 (Beschreibung und Edition); Roth/Striedl, S. 164 Nr .225. l r -2 v TÖSÄFÖT. Hebräische Talmudglossen, zu Traktat 'Erubin. (1") Glossen zu Traktat 'Erubin, Bl. 24a-b; (2") B1.29a -30b. Näheres s. R oth /S triedl (s . oben). U. H. Fragm. 34 Talmud (hebräisch), 15. Jh. 1 senkrecht abgeschnittener, ca. 12 cm breiter Streifen eines Pergamentblattes (Höhe 36 cm). Schrifthöhe 28 cm, 30 Zeilen. Deutsche Quadratschrift, wohl 15. Jh. Die Lesbarkeit ist verso infolge ehemaliger Verklebung stark beeinträchtigt. Literatur: Roth/Striedl, S. 163 Nr. 224. Recto/verso: TALMUD, Fragment zu Traktat Ta'anit, B1.25a-26a. R oth /S triedl (s. oben). U. H. Fragm. 35 Pentateuch (hebräisch), 15. Jh. (?) Pergamentblatt einer Quarthandschrift, zweispaltig beschrieben. Jeweils eine Spalte bis auf ca. 1,5 cm senkrecht abgeschnitten. Auf der ganzen Breite des Blattes sind unten mehrere Zeilen abgeschnitten. Erhalten sind 23 bzw. 22 Zeilen. Kolumnenbreite 7 cm. Deutsche Quadratschrift, vokalisiert und akzentu- 490 U.H. F ragm . 35 • U.H. F ragm . 37 iert, vermutl. 15. Jh. Das Fragment hat als Einbandbezug eines Druckes im Duodezformat gedient. Auf dem ehem. Rücken der handschriftliche Titel: Petronii Arbitri Satyricon (17. Jh.). Literatur: Roth/Striedl, S. 163 Nr. 223. Recto/verso: PENTATEUCH, Ex 39,6-15; 16-23 und (auf den verstümmelten Spalten) Ex 38, 30-39, 5; 39,25-31. Roth/Striedl (s . oben) mit unkorrekter Angabe der Exodus-Stelle. U. H. Fragm. 36 Lectionarium officii, 12. Jh. 2 Pergamentdoppeibl., das innere einer Lage. Bl. 2 unten fragmentarisch (4 Zeilen mit Textverlust). l r und 2 V stark berieben und angeschmutzt. Faltspuren. Schriftraum 26 x 17,5 cm, 29 Zeilen. Karolingische Minuskel, 12. Jh. 2 . Rubrizierung. Ehemals Einbandhülle im Buchformat von ca. 33 x 13 cm. l r -2 v Dom. I post Epiphaniam mit Feria I u. IL (l r ) Hbr 3,13-19; (l r-v ) Aurelius Augustinus, Sermo 67, dist. 1-3 (PL 38, Paris 1841, Sp.433 f); (l v -2 r ) Oration Bruylants , Nr.558; (2") >Feria //<. Hbr 4,1-16; 5,1-12; (2 V ) >Feria ///<. Hbr 5,13-6,6, bricht ab. Responsorienanfän- ge (nur teilweise lesbar) Hesbert , Nr.7369f, 6060, 6037f, 6236. Vgl. Hesbert 2, S. 120-123 (26e-27a), Anordnung wie im Cod. Silensis. U. H. Fragm. 37 Missale, 11./12. Jh. Pergament. 1 Doppeibl. (1-4), 2 Einzelbl. (5,6), vermutlich aus 3 Hss. Linienlose St. Galler Neumen. Rote Lombarden, Überschriften, Rubriken. Starke Gebrauchsspuren (überwiegend als Einbandbezüge verwendet). An den Rändern mehrfach Archivaliensignaturen bzw. -numerierungen und Jahresangaben (1684-1693), teils bruchstückhaft. 5 V am Innensteg Bamblach (17. Jh.), offenbar das Dorf Bamlach bei Müllheim im Breisgau, vgl. Krieger 1, Sp. 125 f. I Bl. 1-4. Seidich vertikal beschnitten (dadurch Textverlust von ca. einem Viertel). Bei Bl. 3 und 4 außerdem 11 Zeilen weggeschnitten. Schrifthöhe 22,5 cm, 30 Zeilen. Karolingische Minuskel, 12. Jh. 1 . l r -4 r MESSFORMULARE DER WEIHNACHTSZEIT, alle fragmentarisch. (l r ) Vigil von Weihnachten, mit den Orationen Deshusses , Nr. 34, 35; (l r_v ) >VIII kal. ian. nat. Domini Ad Sanctam Mariam Maiorem<. Deshusses , Nr. 36; (2 r ) In natale Domini. Deshusses , Nr. 50, 51; (2 r_v ) >VIIkal. ian. nat. s. Stephani<. Deshusses , Nr.62; (3 r ~ v ) Epiphanie. Deshusses , Nr. 88- 491 U.H. F ragm . 37 • U. H. F ragm .38 91; (4 r ~ v ) Feria VI post Dom. IV post Epiphaniam - Feria IV post Dom. V post Epiphaniam. Deshusses , Nr. 1108-1110 (Dom. V post Epiphaniam). II Bl. 5. Schriftraum 23,5 x 15,5 cm, 31 Zeilen. Karolingische Minuskel des ausgehenden 12. Jh's. 5 r_v >Dom. XVIIIpost oct. pentecostes<. Deshusses , Nr. 1183-1185. Voraus geht der Schluß des Quatembersamstags im Herbst, Deshusses , Nr. 719. III Bl. 6. Seitlich vertikal etwa bis zur Hälfte abgeschnitten. Schrifthöhe 23,5 cm, 30 Zeilen. Karolingische Minuskel, 12. Jh. 1 . 6 r ~ v VOTIVMESSEN. (6 r ) Pro infirmo. Deshusses , Nr. 1394; >Pro peste [animalium]«. Deshusses , Nr. 1349-1351; (6 r ~ v ) Pro vivis sive defunctis. Deshusses , Nr.3130-3132 (alle mit Abweichungen); (6 V ) Missa s. Augustini pro salute vivorum sive mortuorum. Deshusses, Nr. 3085-3087; >Pro pace<. U. H. Fragm. 38 Biblia, Frankreich, 9. Jh. 2 1 Pergamentbl. einer Quarths. Durch Beschnitt am seitlichen und unteren Rand Textverlust. 24 von ca. 28 Zeilen sind erhalten. Karolingische Minuskel des 9. Jh's 2 aus Frankreich. Ehemals Einbandbezug des Druckes: D.Erasmus Roterodamus, Epistolae breviores, Freiburg i.Br. 1543 (VD 16, E 2959; Signatur: Gym. 3000). Lit.: Bischoff , Nr. 1787. Recto/verso: 4 Rg 11,4-14; 11,16-12, 5. 492 U. H. Fragm. 39 s. Schwarzach 30 U. H. Fragm.39 • U.H. Fragm. 41 U. H. Fragm. 40 Aurelius Augustinus, Fulda, 9. Jh., 2. Viertel 4 Pergamentstreifen (ehem. Rückenverstärkungen), je ca. 3,5 x 11 cm. Karolingische Minuskel von 2 Händen. Im 2. Drittel des 9. Jh's in Fulda geschrieben. Ausgelöst aus dem Druck: Biblia teutsch, Wittenberg 1590 (Signatur: 42 C 40 RE). Lit.: Bischoff , Nr. 1788. l r -4 v AURELIUS AUGUSTINUS, EXPOSITIO EPISTULAE AD GALATAS, cap. 15, 16, 30. Ausgabe: Augustinus, Opera, 4,1, Wien 1971 (CSEL LXXXIV), S.70 Z.23-25 (l r ); S.71 Z.6-10 (2 r ); S.71 2.22f (l v ); S.72 Z.3-10 (2 V ); S.95 Z. 14-22 (3 r , 4 r ); S.96 Z. 10-19 (3 V , 4 V ). Nach Bischoff (s . oben) stammen die Fragmente aus einem von zwei bei Christ verzeichneten Fuldischen Codices (K. Christ , Die Bibliothek des Klosters Fulda im 16. Jahrhundert. Die Handschriften-Verzeichnisse, Zentralblatt für Bibliothekswesen, Beiheft 64, Leipzig 1933, S. 89 Nr. 108 u. S.93 Nr. 127). U. H. Fragm. 41 Missale, 15. Jh. Pergament, 25,5 x 16,5 cm, oberer Teil eines Blattes einer Foliohandschrift. Schrift z.T. stark abgerieben, Pergament an den Kopertfälzen gebrochen. Zwei Spalten, Textura des 15. Jh's. Übliche Rubrizierung (rot/blau). Verso Besitzvermerk Monasterii Petri Domus 1629. Ehemals Kopert von: J. Merck, Chronick Deß Bistthumbs Costantz Das ist: Ein kurcze Beschreibung aller Costantzischen Bischöf- fen..., Konstanz 1627 (BLB, O 48 A 122 R). Auf dem ehemaligen Rückenteil des Fragmentes Eintrag Chronik des Bischtums Constantz per Jac. Merk. Der Druck enthält auf dem Titelblatt zwei mit dem Eintrag auf dem Fragment etwa zeitgleiche, später übermalte Provenienzvermerke (Monasterii Petri Domus u. Monasterii Petridomus) und auf dem Folgeblatt einen Besitzstempel des Badischen Generallandesarchivs Karlsruhe (19. Jh.). Von dort wurde er 1948 an die BLB abgegeben. Proprium de sanctis. Anna (26.7., darin: AH 55 Nr. 64, fragmentarisch), Pantaleon (28.7.), Simplicius und Faustinus (29.7.), Martha (29.7.). 493 HINTERLEGUNG (H.) H. 7 David Wolleber, Historie der Herzöge von Zähringen und Teck Papier, 223 Bl., 32,1 x 19,7 cm, Oberrhein (Freiburg?), 17.Jh. Zeitgleiche Paginierung 201-439 (17 r - 135 v ), 486-618 (136 r -202 r ) (mit Lücke wie in der Vorlage; s. Herkunft). Wz.: 1. Narrenkopf mit Monogramm P.P. auf der anderen Bogenhälfte; 2. Baselstab im Blattkranz mit Beizeichen Dreiberg mit Kreuz auf der anderen Bogenhälfte (entfernt ähnlich: Heitz , Nr. 189 = Tschudin , Nr. 332). Deutsche Kursive von einer Hand. Kolumnentitel. Am Rand ausgeworfene Betreffe und Jahreszahlen. Der Codex enthält eine Fülle recht qualitätvoller, kolorierter Federzeichnungen: Ganzfigur mit Banner (32 v ), Wappen (27 r , 58 v , 62 v , 76 r , 80 r , 84 v , 89 v , 102 v , 104 v , 109 r , 11 l v , 118 r , 121 r , 135 r , 179 r ) sowie Wappen mit aufgesetzter Halbfigur (31 r , 33 r , 34 r -35 r , 36 r , 37 r -38 v , 40 v , 42 r , 43™, 46 r , 47 r -48 r , 49 r -50 r , 51 v -52 r , 53™, 54 v , 57 v - 58 r , 60™, 64 v , 67 r , 68 r -69 v , 74 r , 81 v , 82 v , 83 v -84 r , 85™, 86 v -87 r , 92 v , 93 v , 94 v -95 r , 96 r , 97 r -98 v , 105 v - 107 v , 119 r , 120™, 121 v — 122 r , 123 r , 124™, 125 v -126 r , 127", 130™, 139 r , 140 v -141 v , 142 v -143 v , 144 v - 156 v , 157 v -167 r , 169™, 170 v -175 r , 176 r -178 v , 184 r -197 v , 198 v -200 r ). Jede der angegebenen Seiten enthält ein Wappen, in der Regel mit Begleittext. Nicht weitergeführt wurden die Vorzeichnungen auf 101 r , 131 r , 183 r und 201 r -202 r , nicht ausgeführt das Wappen auf 79 r (wie in der Vorlage, s. unten). Von den insgesamt acht Stammtafeln dieses Werkes (s. unten) sind fünf vorhanden (B1.44f, 55f, 65f, 128f, 203 f), drei sind ausgerissen (Falzreste nach Bl. 123 und 135; die Vorlage (s. unten) weist eine weitere Tafel nach der Widmung (Cod. H. 7: 4 r -5 v ) auf). Brauner Lederband mit Streicheisenlinien und zwei Schließen, Rückentitel fast ganz zerstört. Auf dem Hinterspiegel mit Tinte 200. Lose liegen drei Andachtsbildchen des 18. Jh's bei. Herkunft: Der Codex ist eine Kopie des der Stadt Freiburg am 10. August 1597 dedizierten und am 6. September 1597 vollendeten Widmungsexemplars der Historie der Herzöge von Zähringen (StA Freiburg, B 1 Nr. 11; P. P. Albert , Die Geschichtschreibung der Stadt Freiburg im Breisgau in alter und neuer Zeit, Freiburg i.Br. 1902, S. 52-60; Graf , S. 79 f u. Anm. 32). Die Paginierung von H. 7 entspricht dieser Handschrift. Beide Codices setzen mit S.201 ein, da Wolleber die Zählung der am 12.2.1593 der Stadt Freiburg überreichten mappam und genealogiam der graven von Habspurg, herzogen von Zehringen und graven von Freyburg als Stifter diser statt berücksichtigt hat. Sie weisen einen Paginierungssprung von S. 439 auf 486 auf und enthalten von der Anlage her acht Stammtafeln ( Albert , S. 52 f, 55 f). Der Schrift nach wurde Cod. H. 7 im 17. Jh. verfertigt. Am 4.7.1876 an die Badische Hofbibliothek übergeben. Literatur: Graf , S. 82 Anm. 42, S. 312. 2 r Titel. > Weilandt der durchleuchtigen, hoch- undt wohlgebohmen Graffen, Marggraffen undt Herzogen deß hoch löbl. Hauß zue Zähringen Stiffier... der... Statt Freyburg im Breyßgaw... dergleich nie an Tag khommen<. 494 H.7 4 r -5 v Widmung an die Stadt Freiburg. >Denen edlen, ehmvesten, fiirnemmen, fürsichtigen, ehrn- hafften undt weißen Herren Burger Maister undt Rath der hoch löbl. undt Weitberuembten Statt Freyburg im Breyßgaw etc. <. ... Datum Stuttgarten... (10.8.1 597)... David Wolleber W. Historien Kay serischer publicus Notarius. Teildruck: Albert (s . oben), S. 53 f. 7 r — 16 V > Register der vornembsten Handlungen dißer fürstlichen Beschreybung<. Adrianus Herzog zue Zeringen bis Zürch belegeret undt eingeNommen. 17 r -26 v (S. 201-220) Einleitung. > Von Nutzbarkheith der Historien<. Daß die Regenten, Rätth, undt Obrigkheithen dergleichen auch Fürsten undt Herren die Historien mit Fleiss lesen sollen. Wür sechen täglich vor äugen undt Erfahren... undt solcheß aujf ein grösserß werckh verschoben haben. 27 r — 132 v (S. 221-433) HISTORIE DER HERZÖGE VON ZÄHRINGEN. (27 r ) Zähringi- sches Wappen. (28 r -30 v , S. 223-228) >Voneede<. Daß abgestorben Herzogthumb Zäringen im Löblichen Breysgaw gelegen, gantz herrlich undtfi-uchtbahr... darbey wür eß hiemit billich lassen bewenden. 31 r , 32 r (S. 229, 231) Figuriertes Wappen des Würzburger Bischofs Julius Echter von Mespel- brunn (1573-1617), patron deß authors, sowie Abschrift eines Briefs des Bischofs vom 28. August 1591, in dem er sich bei Wolleber für die Überreichung seiner Beschreibung des Stifts Wiirzburg und des Herzogtums zu Franken (Würzburgische Chronik) bedankt (wohl verloren; Schneider , Wolleber, S .290f, 298; Graf, S .80, 83 Anm.43). Dieser Einschub findet sich auch im Freiburger Archetypus; Albert (s . oben), S. 56. 32 v — 132 v (S. 232-433) Herzöge und Herzoginnen von Zähringen. (32 v ) Ganzfigur mit Banner: Berthold III. von Zähringen (gest. 1122); (33 r ) >Der Wohlgebohrn Herr Gunthram genant der reich Grajf undt Herr zue Altenburg. Anno 930<...; (132 v )... und also die gantze Graffschafft Urach, zum Hauß Württenberg erlangt und einbekommen. Stammtafeln: >Arbor Stamm von Fra- wen Agneß gebohrner Herzogin von Zäringen< (44 r -45 v , S. 255-258); >Stamm und Geschlecht von Frawen Margarith, gebohrner Gräffin von Zäringen im Brysgow< (55 r -56 v , S. 277-280); >Arbor Frawen Mechtild gebohrner Gräffin von Rheinfelden Stammen undt Geschlecht< (65 r - 66 v , S. 297-300); > Frawen Agneßgeborner Hertzogin zu Zäringen fii[r]stlicher Stamen der Gra- ven und Hertzogen zu Wirttenberg< (128 r — 129 v , S. 426 f). 134 r -204 v (S. 436-439, 486-619 sowie die unpaginierte Stammtafel Bl. 203 f) HISTORIE DER HERZÖGE VON TECK. > Der ander Theill: Ordenliche unnd gründtliche Beschreibung aller Herzogen von Teeckh in Schwaaben, welche von rechter Geburth Lini den Herzogen zue Zäringen auß dem Breysgaw abkommen...<■. (135 r ) Tecksches Wappen; (136 r ) > Von ankunfft der ersten Herzogen von Teeckh<. Daß uralte Herzogthumb Teeck in Obern Schwaaben. .. (202 r ) ... also die Grajfen von Württenberg durch ihre fürstliche Heurath hiemit beede Historien, Zäringen undt Teckh beschliessen. (202 v ) Vnndt dieweill die grajfen von Aichelberg auch von dem Herzogen zue Teckh... ihren Vrsprung... haben wür sie auch in ein besonderer Tabula verzeichnet... Zugehörige Stammtafel: >Der Graven, Fryherrn und Edelknecht zue Aychelberg, welche 495 H. 7 • H. 8 von den Fürsten zue Teckh, die von Teeckh aber, von den Hertzogen zue Zäringen ieren Ursprung haben< (203 r -204 v , nach S. 619). 205 r -207 v (S. 620-625) FREIHEIT VON HEININGEN. >Warhaffiiger Bericht: Welcher müssen der alte Marckat Fleckh Heiningen im Fiirstenthumb Teckh undt Wurttenberg geleegen, von Kayser Ruedolpho dem Ersten dißeß Nammen, nach der vilgemelten hochlöbl. Statt Freyburg im Breysgow privilegiert, befreyhet undt begaabet worden<. In Gotteß Nammen Amen. So der Königlich Prophet David... Mit Urkunden WUB 3370 (lat. u. dt.), WReg 8433. 207 v -212 v (S. 625-635) FREIHEIT VON FREIBURG. >Vorreed<. Die weill in gemelter Kay- serlicher Freyhaith deß dorjfs Heiningen... >Articel undt Sattzungen der alten Freyhaithen zue Freyburg<. Deutsche Auszüge aus der Verfassungsurkunde Freiburgs von 1120 (H. Schreiber, Urkundenbuch der Stadt Freiburg im Breisgau, 1,1, Freiburg i. Br. 1828, S. 3-24). 213 r —219 V (S. 636-649) VARIA. Ableben Bertholds III. Geschichte seiner Kinder. Fehde des Grafen Egon II. von Freiburg (gest. nach 1317) mit der Stadt Freiburg und seine Unterwerfung. (219 r " v ) Aussöhnungsbrief Egons und seines Sohnes Cuno (Konrad III., f 1350; ESt.NF. 5, Taf. 11). Vgl. H.Schreiber , Geschichte der Stadt Freiburg im Breisgau, 2, Freiburg i. Br. 1857, S. 63-78. 22l r (S.652) >Beschluss<. Gott sey Lob undt Ehr ewiglich. Edle, vöste, emhaffie, ßirnemme... (6.9.1597)... David Wolleber Kay serischer Notarius. Weitere Handschriften der Historie (s. auch Herkunft): BLB, Cod. H. 8; BLB, Cod. Donaueschingen 607 a, 607b; St. Paul, Stiftsbibliothek, Nr. 19 c.73 (s. Albert (s . oben), S.54f Anm. 1; F.X. Kraus , Die Schätze St.Blasiens in der Abtei St. Paul in Kärnten, in: ZGO 43 (1889), S. 53 Nr. 73). Zu Wolleber (1555-1597) s. Schneider , Wolleber, S. 289-309; Graf, S. 77-86; D.Mertens , Die Habsburger als Nachfahren und als Vorfahren der Zähringer, mit einem Exkurs zum Grabmal Bertholds V., in: Die Zähringer. Eine Tradition und ihre Erforschung, 1, Sigmaringen 1986, S. 164 f. S. auch Cod. H. 8 und Meersburg 4. H. 8 David Wolleber, Historie der Herzöge von Zähringen und Teck Papier, 1 Bl. + 408 S., 33,3 x 20,5 cm, Oberrhein (Freiburg?), Ende 18. Jh. Vor Bl.I ist ein wohl leeres Blatt ausgerissen; nach S. 400 Blatt- und Textverlust. Zeitgleiche Paginierung 1-371. Wz.: 1. Grundstock. Baselstab im Blattkranz, auf der anderen Bogenhälfte Fahne über Monogramm H.A.I.\ 2. Vor- ° und Nachsätze. Baselstab im Blattkranz mit den Beizeichen WABER bzw. Monogramm H. W.M. mit kleiner Fahne. Papier der Baseler Mühle Wäber (vergleichbar mit Tschudin , Nr.(356-)357 (vor und um 1800); s. auch S.28). Deutsche Kursive von mehreren Händen. Nachträge Ende des 18. Jh's (S.5, 103) und des 19. Jh's (Korrekturen u.a.; S.90, 144, 148, 275, 278, 285, 288). Kolumnentitel. Am Rand ausge- 496 H. 8 worfene Betreffe und Jahreszahlen. Der Codex enthält eine Fülle anspruchsloser kolorierter Federzeichnungen: Ganzfigur mit Banner (S.5), Wappen (S.6, 50, 58, 81, 89, 90, 97, 108, 131, 134, 139, 148, 175, 199, 288, 290) sowie Wappen mit aufgesetzter Halbfigur (S.7, 9-11, 13, 15-18, 22, 25, 27-29, 31-33, 35-37, 40f, 43f, 46, 48f, 53f, 62f, 65f, 68, 92, 94, 96, 99f, 102f, 114, 116, 118f, 121, 123-126, 141- 145, 171, 173f, 176f, 179, 181 f, 184f, 188-191, 209, 213-215, 217, 219, 221-241, 243, 245, 247, 253- 262, 266, 270 f, 274-282, 284-287, 289, 299-324, 326, 329, 331-333, 335-337). Vor allem ab S.279 weichen die Darstellungen stark von der Gestaltung in H. 7 ab. Nicht ausgeführt sind Wappen auf S. 14, 87, 98, 154 und 169 sowie figurierte Wappen auf S.67, 77, 218, 242, 244, 248-252, 263-265, 273 und 325. Marmorierter Pappband. Herkunft: H. 8 ist nicht von H. 7 abhängig, sondern dürfte direkt oder indirekt auf das Freiburger Widmungsexemplar StA Freiburg, B 1 Nr. 11 (s. Cod. H.7) zurückgehen. Auf engere Bezüge zu Freiburg deuten das im Grundstock doppelt ausgeführte Freiburger Wappen (S. 89 f), die Hervorhebung des Stifters Berthold III. in Form einer heute teilweise abgeschnittenen Subskription der ersten Nachtragshand (S.5; s. auch S. 103) und die autonomen Zeichnungen zweier Freiburger Siegel durch die zweite Nachtragshand (S. 90) hin. Bl. I gestrichener Besitzeintrag Laumayer, C.M. (wohl Cand. med. oder Cons. med.). Dieser Vermerk weist auf den am 4.3.1834 gestorbenen Mediziner Anton Laumayer aus Freiburg, der 1820 als Arzt lizensiert wurde und ab 1829 als Medizinalreferent am Hofgericht Rastatt arbeitete (W. Doelfs , Die Strafjustiz des badischen Hofgerichts zu Rastatt, in: Um Rhein und Murg. Heimatbuch des Landkreises Rastatt 7 (1967), S. 116-127; Alphabetisches Namens-Verzeichniss der in den gr. badischen Regierungsblättern von 1803 bis 1834 incl. vorkommenden Staatsdiener vom Civil- und Militärstande, mit beigesetzten Dienstveränderungen und Ehrenauszeichnungen, Karlsruhe/Baden 1835, S.67; [K.A.F. Frhr. von Wechmar ,] Handbuch für Baden und seine Diener oder Verzeichniß aller badischen Diener vom Jahr 1790 bis 1840, nebst Nachtrag bis 1845, Heidelberg 1846, S.80). Am 4.7.1876 an die Badische Hofbibliothek abgegeben. Literatur: Graf , S. 82 Anm. 42, S. 312. S. 1-194 HISTORIE DER HERZÖGE VON ZÄHRINGEN. (S. 1) > Vorrede*. Das abgestorbene Herzogthum Zäringen im löblichen Breyßgöw gelegen... damit wir es billich lassen bewenden. (S.5) Ganzfigur mit Banner: Berthold III. von Zähringen (gest. 1122); (S.6) Zähringi- sches Wappen; (S. 7) >Der wolgeborn Herr Gunthram genant der reich Graf und Herr zu Altenburg Anno 930<... (S. 194)... und also die ganze Grafschaft Urach zum Hauß Würtemberg erlangt und einbekommen. S. 197-338 HISTORIE DER HERZÖGE VON TECK. >Der andere Theil dieser Historien Ordentliche und gründliche Beschreibung aller Herzogen von Teckh in Schwaben, welche von rechter Geburt Lini den Herzogen zue Zeringen im Brysgöw abkommen.. .<; (S. 199) Tecksches Wappen; (S.201) > Vonn Ankunft der ersten Herzogen von Teck<. Das uhralte Herzogthummb Teeck in Obernschwaben... (S. 337)... also hiemit die Graven von Würtemberg beede Historien Zeringen und Teck beschliessen. (S. 338) Ankündigung der nicht ausgeführten, im Original (s. oben) folgenden Stammtafel. Zwischen S.298 u. 299 fehlen die auf 183 r ~ v von H.7 überlieferten Texte und Miniaturen. 497 H. 8 • H.9 S.339-345 FREIHEIT VON HEININGEN. >Warhafftiger Bericht, weichermaßen der alte Marckat Fleeckh Heiningen im Fürstenthumb Teeckh und Württemberg gelegen.. .<. In Gottes Namen Amen. So der küniglich Prophet David... Mit Urkunden WUB 3370 (lat. u. dt.) u. WR eg 8433. S. 346-356 FREIHEIT VON FREIBURG. >Vorred<. Dieweyll in gemelter kayserlicher Freyheit des dorffs Heynningen.. .<. (S. 347) >Artickel und Satzungen der alten Freyhaitten zu Fryburg etc.<. Deutsche Auszüge aus der Verfassungsurkunde Freiburgs von 1120 ( H.Schreiber , Ur- kundenbuch der Stadt Freiburg im Breisgau, 1,1, Freiburg 1828, S. 3-24). S. 357-371 VARIA. Ableben Bertholds III. Geschichte seiner Kinder. Fehde des Grafen Egon II. von Freiburg (gest. nach 1317) mit der Stadt Freiburg 1289 und seine Unterwerfung. (S.370f) Aussöhnungsbrief Egons und seines Sohnes Cuno (Konrad). S. Cod. H. 7, 213 r — 219 v . S. 377-400 >Register der vornembsten Handlungen dieser Fürstlichen Beschreibung<. Adrianus Herzog zue Zeringen bis Unschuld der Herzogin von Zeringen an dem Tod etc. Abbruch mit dem Ende der Kolumne, Schluß fehlt. Auszug mit neuer Paginierung aus dem Gesamtregister, wie es in Cod. H. 7 auf 7 r -16 v überliefert ist. - Gegenüber Cod. H. 7 fehlen in H. 8 Titel, Widmung an die Stadt Freiburg, Einleitung, der Brief des Würzburger Bischofs Julius Echter von Mespelbrunn und der Beschluß des Werks sowie alle Stammbäume. Die Paginierung ist entsprechend geändert und ohne Lücke. Trotzdem sind die inhaltlich vergleichbaren Teile der beiden Handschriften im Kern seitenidentisch. Zu Literatur und Parallelüberlieferung s. H.7. H.9 Stammbuch des Leonhard Laurentius aus Augsburg Papier, 162 Bl., 9,2 x 14,5 cm, Straßburg, Augsburg u.a., 1633-1664. Nach B1.2 fehlt ein Blatt (Textverlust ?). Kursive der Zeit von vielen Händen. Obiitvermerke wohl von der Hand des Besitzers bis 1660 (87 v ). Kolorierte Wappen auf 8 r , 9 r , 14 v , 29 r , 30 r , 40 v , 70 v , 71 r , 72 r , 77 r , 83 v , 85 r , 86 r , 91 v , 112 r , 121 v , 135 v , 143 r , 149 v , 152 r , 157 r ; Vignette auf 49 r , Noten auf 158". Die Wappen und die Vignette sind von einer Hand des 19. Jh's (wohl Antiquar) mit Bleistift fehlerhaft durchgezählt. Schwarzer Lederband mit Blindstempel L. L. (s. Herkunft) 1634. Ehemals zwei Schließenbänder. Herkunft: Besitzer des Stammbuchs war der Augsburger Magister Leonhard Laurentius. Laurentius immatrikulierte sich am 3.1.1633 an der Universität Straßburg; bereits 1634 findet er sich in der Matricula candidatorum philosophicae facultatis ( Matr. Strassburg 1, S. 300, 529). Entsprechend weisen ihn Stammbucheinträge, bei denen er namentlich angesprochen wird, als Magister aus (87 r , 87 v , 90", 95 r , 99 v , 110 v , 112 r ~ v , 114 r " v , 119 r , 120 r , 121 v , 122 v , 123 v , 132 r , 135 r " v , 137 r , 138 r , 140 v , 142 r , 145 r , 146 r , 498 H.9 150 v , 155 1 , 156 v , 157 v , 161 v ). Einige Einträge der Jahre 1635 bis 1637 bezeichnen Laurentius als Studenten der Theologie (100 v , 119 r , 120 r , 137 r , 142 r , 145 r , 146 r ), ein weiterer Eintrag vom Mai 1638, der in Wien niedergeschrieben wurde, als Candidatus theologiae (157 v ). Das Stammbuch wurde am 26.12.1633 (83 v ) in Straßburg begonnen; der jüngste der insgesamt 266 Einträge stammt von 1664 (8 V , nicht lokalisiert). Gemäß den Einträgen ist Laurentius bis zum 11.6.1636 (40 r ) in Straßburg nachweisbar; hier trug sich am 15.4.1636 Johann Michael Moscherosch ein (112 V ; s. Abb. 30). In den Eintragungen der Straßburger Zeit, die den Schwerpunkt des Bandes ausmachen, spiegeln sich mehrere protestantische, sich teilweise überschneidende gesellschaftliche Kreise wider: 1. die Universität mit Studenten und Professoren, 2. süddeutsche Adlige und ihre Ministerialen, die nach der Schlacht bei Nördlingen 1634 in Straßburg Zuflucht gesucht hatten ( Ellerbach 3, S.74f), 3. adlige Offiziere, 4. Protagonisten der zeitgenössischen Literatur, zu denen Laurentius ebenfalls gehörte (s. unten), u. a. Moscherosch und Personen aus seinem Umfeld; diese Kreise standen wiederum in Beziehung zur Straßburger Tannengesellschaft. - Von Straßburg zog Laurentius über Stuttgart (20.-22.6.1636; 59 r , 77 v , 124 r ) und Ulm (25.-29.6.1636; 58 r , 151 r , 153 r ) nach Augsburg, wo er am 3./13.7.1636 (161 r ) die erste Eintragung verbuchen konnte. Diese Augsburger Phase reicht bis zum 10.11.1637 (156 v ). Im Mai 1638 findet sich Laurentius in Wien (65 v , 76 v , 138 v , 157 v ), imjuni und Juli bereits in Rendsburg (47 r , 113 v , 141 v , 159 v ), im August und September in Glückstadt (142 v , 146 v , 149 v , 151 v , 154 v ) und von November 1638 bis Januar 1639 in Hamburg (109 v , 117 v , 144 v , 146 r , 150 v ). Es schließen sich Augsburger Einträge vom 15.11.1641 (104 v ) bis zum 12./22.5.1652 (162 r ) an. In Augsburg ist Laurentius lediglich einmal als Rechtsgelehrter belegt. Er unternahm zusammen mit dem Pfarrer der Augsburger Heilig-Kreuz-Kirche, Thomas Hopfer (1649-1661), vom 4.10.1650 bis zum 3.10.1651 eine Kollektenreise bis nach Skandinavien zum Aufbau der 1629 zerstörten Heilig-Kreuz-Kirche ( Schäfer/Schlechter (s . Lit.), S. 7 10 f). Laurentius hat, was sein Eingebundensein in literarische Kreise der Zeit erkennen läßt, zu mindestens zwei Epicedien lateinische Gedichte beigesteuert, in Straßburg 1634 zur Gedenkschrift auf den Straßburger Professor und Direktor des Gymnasiums M. Martin Sinnitzer ( Leonhardus Laurentii Augusta- Vindelicus; zu Sinnitzer s. Bopp , Nr. 4928) und in der Augsburger Zeit 1654 anläßlich des Todes des Alt- dorfer Professors Georg König ( M. Leonhardus Lorentz Augustanus ; UB Heidelberg, F 2791-1 Res., Bd.18, Nr.31, Bd.8, Nr.13). 1635 trug sich Laurentius in Straßburg im Stammbuch des Nürnberger Theologiestudenten Sebastian Riegel (1611-1652) ein, das auch sonst Überschneidungen mit Cod. H.9 zeigt ( Schnabel , Nr. 70/99). - Gemäß einem Besitzeintrag auf 54 v (mit Bleistift; Ravensburg, K.J. von Herrich 1835) war die Handschrift zu dieser Zeit im Besitz des Ravensburger Malers und Kunstsammlers Karl Joseph Emmanuel von Herrich (1786-1856; Thieme/Becker 16, S.544). Die Sammlung wurde nach dem Tode Herrichs zerstreut. Cod. H.9 gelangte in den Besitz des badischen Großherzogs Friedrich I. (1826-1907) und wurde von ihm am 4.7.1876 an die Badische Hofbibliothek abgegeben. Literatur: W. Schäfer/A. Schlechter , Stammbucheinträge von Johann Michael Moscherosch und Johannes Witsch, in: Daphnis 24 (1995), S. 709-723. Vorbemerkung: Im Stammbuch sind Einträger z. T. später als zwischenzeitlich verstorben gekennzeichnet worden. Dies wird im Katalogisat durch f hinter dem Namen kenntlich gemacht. Vorderspiegel: Motto (griech.-lat.) ...Conversare bonis, et ab his bona plurima disces. Hinweis auf den Stammbuchbesitzer, 18. Jh. 499 H.9 l r -2 v Motti zum Stammbuch. (l r ) >Ad {hXoraoaxiov Elogium Directum <. Hic Liber est Coelum, radiant ubi sydera quaevis... (8 Verse), Johann Heinrich Schill, Durlach (ca.1615-1645; Schriftsteller, badischer Hofrat; Killy 10, S.228; Bopp , Tannengesellschaft, S. 191 f, 518); (l v ) Hic Liber optat, amat, fugit, indignatur, anhelat... (8 Verse), Johann Pröth(?); (2 r ) Prae- sentes quoniam non Semper habemus amicos... (8 Verse); >Taubm. in Philothes.< (Friedrich Taubmann (1565-1613), neulateinischer Dichter, klass. Philologe; Killy 11, S.318). Rasa ta- bella..., Druck: F. Taubmann , Melodaesia sive epulum musarum, Leipzig 1597, S.51 lf; (2 V ) Hic Liber ingenuus est consecratus amicis. .. (14 Verse). 7 r -162 r Stammbuch. (7 r ) Georg Friedrich Markgraf von Baden f (1573-1638; ESt . NF. 1.2, Taf. 270; W. Kühlmann , Rompier, Hecht und Thiederich. Neues zu den Mitbegründern der Straßburger Tannengesellschaft, in: Jahrbuch der Deutschen Schillergesellschaft 25 (1981), S. 174), 1634; (7 V ) Eberhard von Würtemberg (III., Herzog, 1614-1674; Haus Württemberg, S. 152-155), 1635; (8 r ) Friedrich Markgraf von Baden f (1594-1659; ESt . NF. 1.2, Taf.270), 1634; (8 V ) Fridericus, 1664; (9 r ) Christian Pfalzgraf (Christian I. von Pfalz-Birkenfeld, 1598-1654; ESt . NF. 1, Taf. 32; Ellerbach 3, S. 75), 1635, vgl. 113 r ; (14 r ) Friedrich der Jüngere, Markgraf zu Baden (1617-1677; ESt . NF. 1.2, Taf.271), 1634; (14 v ) Ulrich Herzog von Württemberg (1617-1671; Haus Württemberg , S. 157 f), 1634; (15 r ) Carol Magnus Markgraf von Baden "j" (1621-1658; ESt . NF. 1.2, Taf.271), 1634; (16 r ) Leopold Ludwig Pfalzgraf, 1634 (wohl Pfalz-Veldenz, 1625-1694; ESt.NF . 1.1, Taf. 103); (17 r ) Christian Pentz, Comte de Haunt(?) l'Empire (Hautepierre?) Seigneur de Neudorff, 21.6.1637; (21 r ) CrafftG.v. H. f, 1635; (25 r ) Johann Georg Wildgraf zu Dhaun und Kyrburg f (t 1650; ESt. NF. 4, Taf. 98; Schäfer, S. 102), Straßburg, 15./25.4.1636; (26 r ) Johann Casimir Wild- und Rheingraf (1577-1651; ESt . NF. 4, Taf. 105; Schäfer, S. 102), 1635; (27 r ) Otto Wild- und Rheingraf, Graf zu Salm, Herr zu Winnsburg f (Otto II., 1578-1637; ESt . NF. 4, Taf. 105), 1635; (27 v ) Johann Jakob Graf von Eberstein f (1574-1638; ESt . 4, Taf. 133; Schäfer, S. 88 u.ö.), 1636; (28 r ) Eberhard Herr zu Rappoltstein f (1570-1637; Bopp , Tannengesellschaft, S.29, 514), 1635; (29 r ) Georg von Fleckenstein f ( Ellerbach 3, S.362), 1635; (30 r ) Georg Friedrich Herr zu Rappoltstein (1594-1651; ESt . NF. 11, Taf. 82), 1635; (31 r ) Wilhelm Otto Graf von Nassau ( Ellermann 3, S. 87 u.ö.), 1635; (32 r ) Philipp Graf von Leiningen und Ri- xingen (wohl Philipp II., 1591-1668; ESt . NF. 4, Taf.31); (33 r ) Georg Friederich... f, 1635; (33 v ) Albrecht Graf von Hanau "f (1579-1635; ESt . 3, Taf. 84), 1635; (34 r ) Johann Ernst Graf von Hanau (1613-1642; ESt . 3, Taf. 84), Straßburg, 16.6.1635; (34 v ) Wolfgang Julius Graf von Hohenlohe (1622-1698; ESt . 5, Taf.4; Schnabel , Nr.70/82), 1635;Johann Ludwig Graf von Hohenlohe (1625-1689; ESt . 5, Taf.4; Schnabel , Nr.70/83), 1635; (35 r ) Hans Christoph Herr von Gera f, Straßburg, 29.11.1634; (35 v ) Friedrich Ludwig Graf zu Löwenstein und Wertheim (1598-1657; ESt . NF. 5, Taf.66), 1635; Ph. Heinrich Lersch, 1635; (36 r ) Andre Sauer Freiherr zu Kesiath f (Kosiakh; Schnabel , Nr. 70/74), 1634; (37 r ) Joachim Albert Graf von Hohenlohe (1619-1675; ESt . 5, Taf.6), 1635; (37 v ) Heinrich Friedrich Graf von Hohenlohe (1625-1699; ESt . 5, Taf.6), 1635; (38 r ) Ludwig Eberhard Graf 500 H. 9 von Leiningen und Rixingen (1624-1688; ESt . NF. 4, Taf.31), 1635; (39 r ) Georg Friedrich Graf von Solms (1626-1688; ESt . 5, Taf. 81), Straßburg, 8.10.1635; (39 v ) Emicho Graf von Leiningen (XII., 1612-1658, Becke-Klüchtzner , S. 17), Straßburg, 1636; (40 r )Johann Casimir Graf von Leiningen (1619-1688, Becke-Klüchtzner , S. 17), Straßburg, 1636; (40 v ) Georg Sittich Schleusinga-Francus (imm. phil. 21.4.1643, cand. 14.3.1649; Matr. Strassburg 1, S.316, 536), Augsburg, 19./29.6.1637; (41 r ) Georg Friedrich Herr zu Limburg, Straßburg, 8.12.1635; (42 r ) Wilhelm Ludwig Herr zu Limburg, 1643; (42 v ) Caesar Jörger L.B., Augsburg, 23.9.1643; (43 r ) Johann von Weinß, Oberster zu Roß, Augsburg, 5./15.9.1636; (43 v ) Ludwig Ernst Graf von Löwenstein-Wertheim (? 1627-1681; ESt . NF. 5, Taf. 66), 1635; (44 r ) Johann Ludwig Graf von Leiningen und Rixingen (? 1625-1665; ESt . NF. 4, Taf.31), 1635; (44 v ) Johann Friedrich von Freyberg Frhr., Augsburg, 29.10.1637 (alte Zählung); (45 r ) Burckhardt von Hagen zu Hagenegg und Kappel f ( Bopp , Tannengesellschaft, S.513), Straßburg, 1634; (45 v ) Wolfgang Jakob Herr zu Gerat (ca. 1624-1646; Bopp , Tannengesellschaft, S. 501), 1638; (47 r ) Breida Rantzow (imm. iur. 12.2.1626; Matr. Strassburg 2, S. 216), (Rendsburg), 19.7.1638; (48 r ) Friedrich von Alefeldt, Augsburg, 15.9.1649; (49 r ) Johann Theoderich Hainzel, (Augsburg), 4.10.1636; (50 r ) Wolf Ehrenreich Schmelzer von Wildmannsegg, 1637; (51 r ) Friedrich Sarn... Guntherus, Glückstadt, 20.9.1638; (51 v ) Paulus von Stetten f (1583-1643; Augsburger Stadtlexikon, S. 852f), Augsburg, 18.10.1636; (52 v ) Bernhard Zäch t (Zech, 1586-1641; Augsburger Eliten , Nr. 1504), Augsburg, 20.8.1636; (53 r ) Johann Ludwig Eben IuD, Augsburg, 9.8.1636; (54 r ) Hans Jakob Hoser t (geb. 1599; Augsburger Eliten , Nr.498), Augsburg, 26.7.1636; (55 r ) Konrad Dietericus f (1575-1639, Dr. theol., Superintendent Ulm; B. Appenzeller , Die Münsterprediger bis zum Übergang Ulms an Württemberg 1810. Kurzbiographien und vollständiges Verzeichnis ihrer Schriften, Weißenhorn 1990, Nr.76), Ulm, 29.6.1636; (56 r ) Bernhard von Kageneck t (t 1648, Kanzler der Universität 1623-1626; Berger-Levrault , S. 123), Straßburg, 17.10.1635; (57 r ) Friedrich Richard Mockhelius f (schwed. Kronrat und Resident in Benfeld; Schäfer, S. 127), Straßburg, 2.6.1636; (58 r ) Hans Hartmann von Botzheim, Straßburg, 14.6.1635; (59 r ) Reinhard Heinrich von Kaltenthal, Stuttgart, 20.6.1636; (60 r ) Ernst von Landenberg, 1635 ( Kindler von Knobloch 2, S. 433; erwähnt in Johann Michael Mo- scheroschs Widmung zu Bd. 2 des ,Philander von Sittewald', 1650; s. 72 r ); (60 v ) Hermann Wilhelm von Wechmar (*1578, Becke-Klüchtzner , S.531), Straßburg, 16.7.1635; (61 r ) Wolfheinrich von Enzeberg, Straßburg, 2.9.1635; (62 r ) Niklas Kempinski ( Hatt , S.467), Straßburg, 1.12.1634; (63 r ) Johann Christoph von Draxdorf, Praetor et Cancellarius (1594— 1662; Bopp , Tannengesellschaft, S. 489), 8.9.1635; (64 r ) Emich von Leyen f, Oberster (wohl Emmerich von Ley; Ellerbach 2, S. 237), 1634; (64 v ) Philipp Gottfried von Wachenheim, Augsburg, 19.6.1637; (65 r ) Engelhard Göler von Ravensburg f (1570-1654, badischer Rat; Bopp , Tannengesellschaft, S.513), 9.10.1634; (65 v ) Nagy Laßlo, Wien, 8.5.1638; (66 r ) Ernst Friedrich von Remchingen (t 1650, badischer geheimer Rat; Kindler von Knobloch 3, S.491), 25.9.1634; (66 v ) Friedrich Wilhelm Dräß (Drais) gen. Sauerbrunner, Straßburg, 16.4.1636; (67 r ) J. M. Schenk von Winterstetten f (Johann Melchior, badischer geheimer 501 H.9 Rat; Kindler von Knobloch 3, S.491), 1634; Ascanius Borck, Straßburg, 28.9.1635; (67 V ) Georg Christoph von Flursheim, Straßburg s 9.11.1634; (68 r ) Philipp Christoph Leutrum von Ertingen t (1584-1649, Becke-Klüchtzner , S.266), 1634; (68 v ) Wolfgang von Steinbach (imm. iur. 17.11.1628; Matr. Strassburg 2, S .221), Straßburg, 20.11.1634; (69 r ) Wolf Dietrich von Rathsamhausen zum Stein (f 1659, Kindler von Knobloch 3, S. 355), Straßburg, 14.10.1634; (69 v ) Joachim von Berstett "|* (1580-1644, Becke-Klüchtzner , S.62), Straßburg, 21.2.1635; Hugo Weirich von Berstett (1603-1657, Becke-Klüchtzner , S.62; erwähnt in Johann Michael Moscheroschs Widmung zu Bd. 2 des ,Philander von Sittewald', 1650; s. 72 r ), 1635; (70 r ) Hans Georg Bertram von Hersbach f (wohl Bertram von Hirschbach; Ellermann 3, S. 363), Straßburg, 12.10.1634; (70 v ) Georg Wolfram von Nostitz (imm. iur. 2.2.1629; Matr. Strassburg 2, S .222), Straßburg, 21.10.1634; (71 r ) Georg Friedrich Röder von Diersburg "f (1589-1668; Kindler von Knobloch 3, S.574), Straßburg, 15.10.1634; (71 v ) Friedrich Kulstain von Reichert(P), 1634; (72 r ) Antoni von Lützelburg (t 1662, württembergischer Hofmarschall; Pfeilsticker , § 6; ihm ist Bd. 2 von Johann Michael Moscheroschs ,Philander von Sittewald' in der Ausgabe von 1650 (Bl. 1 a—3 b; Dünnhaupt, S.2854) gewidmet), Straßburg, 20.10.1634; (72 v ) Johann Jakob Tetzel von Kirchensitten- bach f, Straßburg, 20.4.1635; (73 r ) Ernst Friedrich Mollinger f, badischer u. pfälzischer Hofrat, Kirchenrat (wohl d.Ä., 1579-1650; Bopp , Tannengesellschaft, S. 515), Straßburg, 8.10.1634; (73 v ) Johann Friedrich Löffelholz von Colberg (1612-1670, Kriegsrat Nürnberg; Schnabel , Nr.70/110), Straßburg, 19.4.1635; (74 r ) Andreas Burckhardt (1594-1651, württembergischer Kanzler ab 1641 (?); Bernhardt 1, S.202f), Straßburg, 4.1.1635; (74 v ) Johann Friedrich Jäger (1556-1646, württembergischer geheimer Oberregierungsrat, Pfeilstik- ker , §1139, 1222), Straßburg, 4.1.1635; (75 r )Josias Glaser (1591-1666, französischer Resident in Straßburg; Sitzmann 1, S. 605-607; Bopp , Tannengesellschaft, S. 38), Straßburg, ?. 12.1634; (75 v ) Johann Wolfgang Awar(?) f, IuD, Camerae imperialis assessor, Straßburg, 2.4.1636; (76 r ) Paulus Weber, Dr. f; (76 v ) Ilico Ummius, Dr. f, Wien, 12.5.1638; (77 r ) Daniel Stenglin der Elter von Honolden, Oberster Postmeister des evangelischen Bundes, Straßburg, 28.12.1634; (77 v ) Heinrich Hiller f (1577-1637, Kammermeister der kaiserlichen Regierung Stuttgart 1634; Bernhardt 1, S. 373 f (Hans Heinrich H.)), Stuttgart, 22.6.1636; (79 r ) Otto Lauginger d.J., Consiliarius Augsburg (1592-1652; Mayr , S. 119 Nr.48), Augsburg, 1.12.1636; (79 v ) Wolf Leonhart Welser d.Ä. (1576-1657, Rat Augsburg; ESt .NF. 9, Taf. 173), Augsburg, 29.7.1636; (80 r ) Isaac Bartolus, Consiliarius Badensis (ca. 1602-1636; Bopp , Tannengesellschaft, S.515), Straßburg, 8.10.1634; (80 v ) Kaspar Bitsch t, IuD (1579-1636, 1621 erster Rektor der Universität Straßburg; Bopp , Geistliche, Nr.419), Straßburg, 28.1.1635; (81 r ) M.Antonius Heilbronner (1603-1656, Hofprediger Baden-Dur- lach; Bopp , Tannengesellschaft, S.475), Straßburg, 7.11.1634; (81 v ) Jürg von Zarstedt Lün- burgensis, Augsburg, 21.7.1636; (82 r ) Martin Zandt Durlac. Marchicus t> Consiliarius eccle- siasticus et secretarius aulicus (imm. phil. 10.7.1634; Matr. Strassburg 1, S.305), Straßburg, 11.11.1634; (82 v ) Karl Restinger t, Augsburg, 11.7.1636; (83 r ) Albertus Pimelius Augustanus ( Stetten, S. 290), Straßburg, 4.12.1634; (83 v ) Johann Ulrich Rechlinger von Leder, 502 H.9 Dr., Consiliarius Augsburg (imm. iur. 8.5.1622; Matr. Strassburg 2, S. 206; Köberlin, S. 160), Straßburg, 26.12.1633; (84 r ) Abraham Biichig, Straßburg, 4.11.1634; (85 r ) Georg Jakob Wurmsser ( Hatt , S.575), Straßburg, 19.2.1635; (85 v ) Georg Müeg t (1571-1642, Ammeister; Bopp , Tannengesellschaft, S.493), Straßburg, 2.5.1635; (86 r ) Hans Karl Prech- terf (1587-1635, Kanzler der Universität 1633; Berger-Levrault , S. 185), 26.1.1635; (86 v ) Franz Rudolf Ingolt f (1572-1642, Stettmeister u. Scholarch; Bopp , Tannengesellschaft, S.492), Straßburg, 17.4.1635; (87 r ) Johann Otto Tabor Budissinus Lusatus (1604-1674, Prof. iur.; Bopp , Tannengesellschaft, S. 481), Straßburg, 2.1.1635; (87 v ) Johann Georg Dor- scheus f (1597-1659, Freiprediger in Straßburg 1627-1653; Bopp , Geistliche, Nr. 1026), Straßburg, 18.11.1635; Sterbevermerk: Rostock, 1660; (88 r ) Nathanael Dilgerus (1629-1635 Pfarrer in Rappoltsweiler; Bopp , Geistliche, Nr.998), Straßburg, ?.l. 1635; (88 v ) Christoph Stedel d.Ä. f ( Hatt , S. 547: mehrere Träger des Namens), 30.4.1636; (89 r ) Sebastian Leit- tensperger, Consiliarius et advocatus Straßburg ( Ellerbach 2, S. 162 u. ö.), Straßburg, 17.2.1635; (89 v ) Ottho Kragh, Nob. Danus, Augsburg, 4.7.1636; (90 r ) Johannes Rudolf Salzmann (1574-1656, Prof. med.; Bopp , Tannengesellschaft, S.480), Straßburg, 31.1.1635; (90 v ) Johann Schmidt f (1594-1658, Prof. theol. 1622-1658; Bopp , Geistliche, Nr. 4622; Bopp , Tannengesellschaft, S.474), Straßburg, 11.6.1636; (91 r ) Matthias Berneggert (1582— 1640, Prof. hist. 1629-1640; Bopp , Geistliche, Nr. 316e), Straßburg, 28.1.1634; M. Isaac Malleolus t (1564-1645, Prof. math. 1604-1645; Bopp , Geistliche, Nr. 1917), Straßburg 1634; (91 v ) Philipp Hainhofer "j" (1578-1647, politischer Agent u. Kunstvermittler; Augsburger Stadtlexikon , S.470f), Augsburg, 21.8.1636; (92 r ) M.Benedikt Gross f (1599-1647, Prof. theol. 1644-1647; Bopp , Geistliche, Nr. 1825), Straßburg, 3.2.1635; (92 v )Johann Martin Hirt von Stuttgart, Forstmeister zu Kirchheim/Teck, 3.10.1637; (93 r ) Johann Burkhard Erad (imm. theol. 28.5.1625; Matr. Strassburg 1, S. 598), Straßburg; (93 v ) Georg Bommai- ster, Bürgermeister u. Stadtkämmerer Nördlingen (1633-1661 im Amt, 1661 tot laut Mitteilung des StA Nördlingen), Augsburg, 7.12.(?)1645; (94 r ) Melchior Sebizius (1578-1674, Prof. med. 1612-1668; Bopp , Tannengesellschaft, S.481), Straßburg, ?.2.1635; (94 v ) Benjamin Crause Dantiscanus Boruss. (imm. iur. 29.6.1649; Matr. Strassburg 2, S. 248), Augsburg, 8.6.1649; (95 r ) Jakob Schaller (1604-1676, Prof. moral. 1633-1676; Bopp , Geistliche, Nr. 4507), Straßburg, 12.2.1635; (95 v ) Adam Boots d.J. von Bremen, Augsburg, 9.10.1643; (96 r ) Jakob Valentin Espich (1590-1651, Prof. für Logik und Metaphysik 1633-1651; Bopp, Geistliche, Nr. 1264), Straßburg, 4.2.1635; (96 v ) Matthias Schmelzer, ehemals kaiserlicher Rat, 1638; (97 r ) Johann Jakob Albich f (t 1637, 1633-1634 Abt Lorch, ab 1635 in Straßburg; Pfeilsticker , § 1406, 3436), 13.2.1635; (97 v ) M. Georg Albertus t, Pastor u. Superintendent Nördlingen (1601-1643, Diakon bei St. Anna/Augsburg, ab 1641 Superintendent in Nördlingen; Rieser Biographien, hrsg. von A. Schlagbauer/W.-D. Kavasch , Nördlingen 1993, S. 5), Augsburg, 9.10.1643; (98 r ) Elias Zeitter f (t 1637, 1627-1630 u. 1633-1634 Abt Alpirsbach, ab 1635 in Straßburg; Pfeilsticker , §3273); (98 v ) Gregor Kühnlin, Hofmeister Solms, Augsburg, 22.9.1643; (99 r ) Johann Heinrich Wielandt f (1565-1637, 1633-1634 Abt Bebenhausen, ab 1635 in Straßburg; Pfeilsticker , §3304), 13.2.1635; (99 v ) Paulus Jenisch t, Decanus 503 H.9 Collegii medici, 21.10.1636; (100 r ) Matthaeus Clausius f, Ratsadvokat Ulm (1590-1635; Gänsslen, S. 21 8f Nr.218; Schnabel , Nr.70/106), Straßburg, 29.1.1635; (100 v ) Johann Henisius, f 1656, Dr. med., Consiliarius Augsburg (1585-1656; Augsburger Stadtlexikon, S. 490), Augsburg, 22.8.1636; (10l r ) Johannes Zech f, Dr., Ratsadvokat Ulm (gest. 1635; Gänsslen , S.299f Nr. 108; Schnabel , Nr.70/107), Straßburg, 29.1.1635; (101 v ) Johann Hector zum Jungen, Augsburg, 18.6.1637; (102 r ) Johann Georg Becht f, Dr., Consiliarius et Advocatus Straßburg (f vor 1653; Bopp , Tannengesellschaft, S.488), Straßburg, 1.3.1635; (102 v ) M. Wolfgang Schaller | (1572-1638, 1612-1637 Pfarrer Straßburg; Bopp , Geistliche, Nr. 4506), Straßburg, 8.2.1636; (103 r ) Johann Horn von Abt *|", Consiliarius, Director syno- di ecclesiastici Württemberg, Straßburg, 2.3.1635; (103 v ) Johann Friedrich Schmid f, IuD (* 1577?, württembergischer, hessischer u. straßburgischer Rat, Pfeilsticker , §1148), Straßburg, 3.3.1635; (104 r ) Johann Christoph Herpfer, IuD, Consiliarius et Advocatus Nürnberg (1583-1654; Schnabel , Nr.70/111), Straßburg, 23.4.1635; (104 v ) Andre Beyer, Augsburg, 15.11.1641; (105 r ) Johann Jakob Meyer, Consul et scholarcha (cand. phil. 1622/23, Mag. 1624/25; Matr. Strassburg 1, S.462, 521), Straßburg, 8.3.1635; (105 v ) Lago Beck, Eques Danus, Augsburg, 11.7.1636; (106 r ) Johann Konrad Dannhauer (1603-1666, 1633-1666 Prof. theol. Straßburg; Bopp , Geistliche, Nr.919), Straßburg, 15.11.1635; (106 v ) Johannes Beck S.F., Augsburg, 22.7.1636; (107 r ) Andreas Schilling f (1593-1638, Prof. phys. 1634— 1638; Bopp , Geistliche, Nr.4581), Straßburg, 7.3.1635; (107 v ) Daniel Widholz, Dr. med. (imm. med. 1619/21, Matr. Strassburg 2, S. 4 f), Augsburg, 10.11.1636; (108 r ) Heinrich Trausch "j", Consiliarius Straßburg (1572-1636, Ammeister; Bopp , Tannengesellschaft, S. 496), Straßburg, 10.2.1636; (108 v ) G[eorg] Gumpelzhaimer, Dr. f (imm. 1623, cand. iur. 30.5.1623, Bekannter Moscheroschs; Matr. Strassburg 2, S.494; Dünnhaupt , S.2875f, 2881) Straßburg, 23.2.1636; (109 r ) M.Johann Christoph Carolus f (1578-1638; Bopp, Geistliche, Nr. 761), Straßburg, Dies concordiae 1636; (109 v ) Konrad Mall, Hamburg, 12.1.1639; (110 r ) M.Nikolaus Ferber f (1576-1651, Prof. graec. 1609-1651; Bopp , Geistliche, Nr. 1356), Straßburg, 27.4.1635; (110 V ) Samuel Gloner f (1598-1642, Prof. Gymn. 1622-1636; Bopp , Geistliche, Nr. 1696; Bopp , Tannengesellschaft, S.483), Straßburg, 26.4.1636; (11 l r ) M.Samuel Schallesius f (1585-1638, Pfarrer Jung St.Peter 1625-1638; Bopp , Geistliche, Nr.4517; Bopp , Tannengesellschaft, S.474), Straßburg, 9.2.1636; (11 l v ) M.Johann Konrad Goebel f (1585-1643; Bopp , Tannengesellschaft, S.475), Augsburg, 28.7.1636; (112 r ) Melchior Erhard Augustanus, IuD (1607-1664, Dr. iur., Dichter, Freund Moscheroschs; Deutsches Literatur-Lexikon. Biographisch-bibliographisches Handbuch, begr. von W.Kosch ..., 4, Bern/München 1972, Sp.415f; vgl. Dünnhaupt , S.2872, 2874 u. ö.), Straßburg, 30.5.1635; (112 V ) Johann Michael Moscherosch (1601-1669), Straßburg, 15.4.1636 (s. Lit. u. Abb. 30; Bopp , Tannengesellschaft, S.517); (113 r ) Johannes Börding Riga Livonus, Rat von Pfalzgraf Christian (s. 9 r ; imm. theol. 6.11.1626; Matr. Strassburg 1, S.600), Straßburg, 25.2.1635; (113 V ) M. Christopher Strauß Magdeburgensis (f ca. 1648, Pfarrer Marienkirche Rendsburg 1635 - ca. 1648; Arends 2, S.291), Rendsburg, ?.6.1638; (114 r ) Melchior Schweickhardt Ruoff *|" (1678, württembergischer Oberratssekretär, Pfeil- 504 H.9 sticker , §1249), Straßburg, 2.9.1635; (114 v ) Heinrich Lutterloh, Dr., Augsburg, 18.5.1637; (115 r ) Christian Balduinis, Dr. (imm. iur. 10.9.1635, cand. 17.9.1635; Matr. Strassburg 2, S.234, 501), Straßburg, 28.10.1635; (115 V ) Severin Weiß Cizensis, Lic. iur., Augsburg, 17.4.1637; (116 r ) M.Johannes Petrus Thomas Walliser (vgl. Bopp , Geistliche, Nr.5450f), Straßburg, 21.1.1636; (116 V ) Petrus Meiderlinus Th. (1582-1651, Lehrer Gymn. St. Anna; Köberlin, S. 160; Augsburger Stadtlexikon, S. 648), Augsburg, 31.8.1636; (117 r ) Georg von Kirscher, Rat Hohenlohe, Straßburg, 8.10.1635; (117 v ) M. (Nikolaus) Hardkopf (Minist. Hamburg, Senior von 1633-1646; Jensen 1, S.3), Hamburg, 28.11.1638; (11 8 r ) M.Friedrich Schottel t (1600-1649, Pfarrer St.Thomas 1635-1649; Bopp , Geistliche, Nr.4731), Straßburg, 12.2.1636; (118 V ) M.Johann Heinrich Faber Weinsberga-Würtenber- gicus, Pastor St. Georg (1592-1661, Pastor St. Ulrich 1649-1661; Wiedemann , S. 13), Augsburg, 10.9.1636; (119 r ) M.Johannes Lindener Freib. (imm. iur. 17.10.1633, cand. 1.6.1638; Matr. Strassburg 2, S. 232, 502; Schnabel , Nr. 70/93), Straßburg, 28.10.1635; (119 V ) M. Philipp Weber Augustanus (1588-1652, Pfarrer St.Anna 1649-1651; Wiedemann , S.44), (Augsburg), 23.8.1636; (120 r ) M.Jonas Umbach Augustanus (t 1654, Diaconus Barfüßer 1633-1635; Wiedemann , S.42), Straßburg, 1.12.1635; (120 v ) M.Paulus Gnilius f (1585— 1637, bis 1637 Praec. Gymn.; Bopp , Geistliche, Nr. 1701), Straßburg, 27.4.1636; (121 r ) M. Balthasar Wintergerst (1600-1679, Diaconus Jung St.Peter 1632-1674; Bopp , Geistliche, Nr. 5684), Straßburg, 4.12.1635; (121 v ) Petrus Jonas Charisius Danus (imm. med. 3.11.1628, Matr. Strassburg 2, S. 10), Augsburg, 30.8.1637; (122 r ) Johann Rebhan (1604- 1689, Prof. iur. 1637; Berger-Levrault , S. 189), Straßburg, 11.4.1636; (122 v ) Wolfgang Leonhard Welser d.J. (1603- nach 1657; ESt. NF. 9, Taf. 173; vgl. Köberlin , S. 170), Augsburg, 30.7.1636; (123 r ) Lazarus Schäfer, Augsburg, 9.7.1636; (123 v ) Paulus Jug, Augsburg, 17.5.1637; (124 r ) M.Wilhelm Heerbrand (1582-1658, Hofprediger 1627-1650; Bernhardt 1, S.357f), Stuttgart, 20.6.1636; (124 v ) M.Jakob Baumeister t (1601-1646, Diakon St.Georg 1632-1635; Wiedemann , S. 5); (125 r ) Johannes Christoph Langenmantel f, Augsburg, 22.7.1636; (125 v ) Elisaeus Rader f, Augsburg, 24.7.1636; (126 r ) M.Johann Zwisler +, Hof des württembergischen Herzogs, Straßburg, 29.5.1636; (126 v ) M.Paulus Jenisch f (1602-1648, Diaconus Barfüßer 1632-1635; Wiedemann , S. 22), Augsburg, 4.9.1636; (127 r ) Gottlieb Christmann Neob.-Palatinus, Straßburg, 30.5.1636; (127 v ) Joachim Hirschmann von Schorndorf f (imm. iur. 15.10.1633; Matr. Strassburg 2, S.232), Augsburg, 7.10.1637; (128 r ) M.Johann Petrus Pistorius f (1593-1643, Pfarrer St. Nikolaus 1634-1643; Bopp , Geistliche, Nr. 4012), Straßburg, 15.2.1636; (128 v ) Christian Gottfried Laius (Ley), IuD, Augsburg, 25.10.1637; (129 r ) M.Martinus Penius (Maternus Poenius; 1586-1636, Freiprediger 1626-1636; Bopp , Geistliche, Nr.4019), Straßburg, 19.4.1636; (129 v ) M.Eberhard Kolb t (1593-1639, Pfarrer Neue Kirche 1637-1639; Bopp , Geistliche, Nr. 2887), Straßburg, 21.4.1636; (130 r ) M.Jakob Vischer, Minister ecclesiae Regensburg, Augsburg, 6.5.1637; (130 v ) Jeremias Buronne f (Buroner, 1578-1637; Augsburger Eliten , Nr. 140), Augsburg, 14.10.1636; (131 r ) David Langenmantel, Augsburg, 14.10.1636; (131 v ) M.Johannes Fridericus Fl. Holsat., Poeta Laureatus Caesareus, Augsburg, 22.7.1636; (132 1 ) M. Da- 505 H.9 niel Keck (1598-1655, Pfarrer St.Nikolaus 1643-1655; Bopp , Geistliche, Nr.2663), Straßburg, 17.2.1636; (132 v ) Christoph von Stetten (wohl IV., 1609-1673; Augsburger Stadtlexikon , S. 853), Augsburg, 9./19.10.1636; (133 r ) Hans Georg Langenmantel (erwähnt Augsburger Eliten , Nr. 1235, Kll), Augsburg, 24.7.1636; (133 v ) Franciscus Becker; (134 r ) M.Johannes Andreas Knoderer f (1610-1650, Pfarrer Jung St. Peter 1638-1650; Bopp, Geistliche, Nr.2816), Straßburg, 8.4.1636; (134 v ) Johann Philipp Hamman Aug. (Hamann; imm. phil. 1.6.1631; Matr. Strassburg 1, S. 296; erwähnt Augsburger Eliten , Nr. 871, SS5), Augsburg, 17.10.1637; (135 r ) Marcus Christoph Voit a Berg, Dr. iur., Augsburg, 31.10.1636; (135 v ) Georg Christoph Hopfer f (erwähnt Augsburger Eliten , Nr.479, Kl), Augsburg, 30.11.1636; (136 r ) Johann Heinrich Arcularius Dr. (imm. med. 19.4.1631, cand. 21.12.1635; Matr. Strassburg 2, S. 11, 128), Straßburg, 2.3.1635; (136 v ) Jean Friedrich Meyer, 21.6.1637; (137 r ) Johann Georg Regulus Villinger D. (Regulus; imm. med. 8.1.1633, cand. 22.9.1635; Matr. Strassburg 2, S. 12, 128; Bopp , Tannengesellschaft, S.61 Anm. 146), Straßburg, 5.3.1636; (137 v ) Gabriel Miller d.Ä. t (imm. phil. 8.5.1623; Matr. Strassburg 1, S.275), Augsburg, 19.9.1637; (138 r ) Gothofredus Nicolai Sil. (imm. iur. 22.12.1628; Matr. Strassburg 2, S.221), Straßburg, 24.5.1636; (138 V ) Matthias Schubert f, Wien, 1638; (139 r ) M.Matthias Wilhelm Augustanus (1596-1677, Rektor des Gymnasiums St.Anna; Köberlin , S. 171 f), Augsburg, 24.1.1637; (139 v ) Martin Matthias Kaden, 23.9.1637; (140 r ) Johannes Wachterus Memmingensis, 22.8.1636; (140 v ) Georg Lindwurm, Styra Austrius (imm. theol. 11.7.1631; Matr. Strassburg 1, S.604), Augsburg, 6.3.1637; (141 r ) Heinrich Jeger von Leitomischel, Wachtmeister, Augsburg, 15.9.1636; (141 v ) Christoph Thoda(e)nus (f 1646, Archidiaconus der Marienkirche 1631-1646; Arends 2, S. 310), Rendsburg, 21.7.1638; (142 r ) Andreas Mangold, stud. pharmac., Augsburg, 19.3.1637; (142 v ) Jakob Stoll, Secretarius gubernamenti regis Dan., Glückstadt, 16.8.1638; (143 r ) Johann Ulrich Österreicher (erwähnt Augsburger Eliten , Nr.911, K3; Stetten, S. 288f), Augsburg, 8.1.1637; (143 v ) Jeremias Hopffer (erwähnt Augsburger Eliten , Nr. 475, K7), 18.5.1637; (144 r ) Friedrich Hopffer, 18.12.1636; (144 v ) Johannes Müller (1598-1672, Pfarrer St.Petri 1626-1672; Jensen 1, S.48), Hamburg, 30.11.1638; (145 r ) M. Michael Wegelin Augustanus f (f 1636(?), Diakon u. Pfarrer Kork 1627-1634; Bopp , Geistliche, Nr.5504), Straßburg, 1635; (145 v ) M.Georg Hehl f ("f" 1640, Pfarrer Lützelstein 1636-1640; Bopp, Geistliche, Nr. 2032), Straßburg, 11.4.1636; (146 r ) Anastasius Friedrich Gans (imm. iur. 1.10.1635; Matr. Strassburg 2, S.234), Straßburg, 3.6.1636; M.Heinrich Janichius (1595— 1655, Pfarrer St. Catharina 1630-1655; Jensen 1, S. 110), (Hamburg), 9.1.1639; (146 v ) Joachim Wedekind f (Pfarrer der Burg 1639-1644; Arends 2, S. 351), Glückstadt, 20.8.1638; (147 r ) Jeronimus Hopffer, 18.12.1636; (147 v ) Hans Matthias Höchstett(er) (1607-1662; Augsburger Stadtlexikon , S. 505), Augsburg, 20.3.1637; (148 r ) Reimund Böckhlin (erwähnt Augsburger Eliten , Nr.98, Kl), Augsburg, 12.11.1636; (148 v ) Johann Philipp Höchstett(er) (imm. phil. 6.7.1632; Matr. Strassburg 1, S. 299; Jöcher 2, Sp. 1634), Augsburg, 19.3.1637; (149 r ) Emmanuel Widholtz "|"(?)> Augsburg, 10.11.1636; (149 v ) Martin Güntter j, Hauptmann der Festung Glückstadt, Glückstadt, 25.8.1638; (150 r ) Petrus 506 H. 9 ■ H. 10 Pfreumbder Egranus, 13.5.1636; (150 v ) Ulrich Bertram Ult., Domini W. I. a Genz(?) Epho- rus, Hamburg, 2.12.1638; (151 1 ) Johann Konrad Merk, Schulrektor, Prof. hist., Bibliothekar u. Musikdirektor (1583-1659; Nachrichten von Gelehrten, Künstlern und anderen merkwürdigen Personen aus Ulm, hrsg. von A. Weyermann , Ulm 1798, S.391-393), Ulm, 25.6.1636; (151 v ) Gerlach Rancke, Glückstadt, 5.9.1638; (152 r ) Elias Schröckh d.Ä. f (1589-1658; Mayr , S. 119 Nr. 46), Augsburg, 12.8.1636; (152 v ) Georg Adam Vischer, 1643; (153 r ) M. David Stromayer (1614-1684, Pfarrer auf verschiedenen Stellen im Ulmer Territorium; Mitteilung des StA Ulm), Ulm, 25.6.1636; (153 v ) Emanuel Biermann Eymeldingensis Marchicus, stud. pharmac., p.t. provisor in officin. Hered. Peirlin (gest. 1678, Provisor in der Offizin von Georg Jakob Beurle; A.Werner , Zur Geschichte der Augsburger Apotheken 1346-1845, in: Zeitschrift des Historischen Vereins für Schwaben und Neuburg 36 (1910), S. 39), Augsburg, 22.3.1637; (154 r ) David Gienger (1589-1654; Augsburger Eliten, S. 183f), Augsburg, 19.7.16??; (154 v ) Matthias Tibotius, Glückstadt, 25.8.1638; (155 r ) M.Georg Bach Leiphaimensis t (1593-1649, Gymnasiarch Gymn. 1634-1649, Bopp , Geistliche, Nr. 117), Straßburg, 5.2.1635; (155 v ) Lucas Hellmer (Hellmair; Mayr , S. 120 Nr. 14), Augsburg, 2./12.9.1637; (156 r ) Johann Heinrich Boeder (1611-1672, Prof. hist. 1640-1649, 1654-1672; Bopp , Geistliche, Nr.468; Bopp , Tannengesellschaft, S.478), Straßburg, I.5.1636; (156 v ) Johannes Matthesius, stud. phil., Augsburg, 10.11.1637; (157 r ) Hans Eberle "|"> Augsburg, 29.10.1636; (157 v ) Leonhard Ammann Ratisbonensis, Wien, ?.5.1638; (158 r ) M.Christoph Kernmann (1584-1649, Prof. Gymn. 1620-1649; Bopp , Geistliche, Nr.2696), Straßburg, 26.4.1636; M.Gabriel Laubenberger (Pfarrer Schornbach 1613-1646; Cramer , Reichsstädte, S. 69), Augsburg, 30.9.1643; (158 v ) Philipp Erytraeus, sonst Roth, stud. mus., Augsburg, 16.1.1637 (neue Zählung); (159 r ) M.Simeon Süß (t 1653, Praec. Gymn. 1627-1653; Bopp , Geistliche, Nr. 5176), Straßburg, 5.5.1636 ; (159 v ) Heinrich Milvi- us, pharmacopeus, Rendsburg, 1638; (160 r ) Jeremias Aulberg Bopffinganus, 2.5.1636; (160 v ) Andreas Brackenhoffer (1617-1679; Bopp , Tannengesellschaft, S. 489), (Augsburg), 4.10.1643; Daniel Wencker (1618-1675; Ammeister Straßburg; Bopp , Tannengesellschaft, S .496; Schnabel , Nr.70/96), Augsburg, 5.10.1643; (161 r ) Samuel Hoser "f" (1578-1639; Augsburger Eliten , Nr.503), Augsburg, 3./13.7.1636; M.Johannes Witsch, 8.8.1642 (s. Lit.); (161 v ) Christoph Weienmair, Caesareus et cam. imp. Spirensis notarius, Augsburg, II.12.1636; (162 r ) Matthias Foss, Augsburg, 12.722.5.1652. H. 10 Sammelbuch für das Lutherhaus Eisleben Papier, XXVII + 274 Bl., 18,1 x 15,4 cm, deutsches Sprachgebiet, Dänemark, Schweden, 1695-1700. Textverlust nach B1.2 (2 Bl.) und nach Bl. 30 (1 Bl.). An den Rändern teilweise Textverlust durch Beschnitt. Zeitgenössische Foliierung 1-2, 5-30, 32- 74. Im Anschluß neue, bei 1 beginnende Foliierung 507 H. 10 bis Bl. 170 r , die aber bis auf geringe Reste abgeschnitten ist. Kursive der Zeit von vielen Händen (überwiegend autographe Spendereinträge). Bei Bl.XV 1 ^ -2 r , 17a 1 , 76 r -80 v , 172 r -173 v handelt es sich um meist eingeklebte, auf Buntpapier aufgezogene Sammelerlaubnisurkunden. Schwarzer Lederband mit Streicheisenlinien und Einzelstempeln, zwei Schließen. Herkunft: Das Lutherhaus in Eisleben wurde am 19.6.1689 durch Feuer weitgehend zerstört. In der Folge errichtete die Stadt das Gebäude als Almosenhaus, Schreib-und Rechenschule neu; die Einweihung fand am 31.10.1693 statt. Die Feierlichkeiten sind beschrieben in: G.Vogler , Irmensula Lutheri, oder Ehren-Gedächtnüß des Grossen Lutheri..., Leipzig [1694], Finanziert wurde der Bau durch Spenden, die Abgesandte der Stadt im Land und in Zentren der Reformation gesammelt hatten (J. Schöpffer, Unverbrandter Luther oder historische Erzählung von Eisleben..., 2, Wittenberg/Zerbst 1766, S.80- 82; S. Badstübner-Gröger/P. Findeisen , Martin Luther. Städte, Stätten, Stationen. Eine kunstgeschichtliche Dokumentation, Leipzig 1983, S. 12-14, mit Wiedergabe des Titelblattes der Irmensula). Bei H. 10 handelt es sich um das Sammelbuch des Eislebener Bürgers Johann Ludwig Vulpius, der vom Rat der Stadt am 28.3.1695, also erst nach dem Wiederaufbau, mit dem Sammeln beauftragt wurde (XV'-XVT). Vulpius sollte die Irmensula vertreiben sowie zum Unterhalt des Hauses freiwillige Beiträge erbitten. Vielleicht ist Vulpius identisch mit dem bei Schöpffer (s . oben, S. 80 f) genannten Buchbinderjohann Gottlieb Fuchs, der u.a. nach Dänemark und Schweden gegangen sei, den Ertrag aber veruntreut habe. Das Sammelbuch ist streckenweise chronologisch geordnet; nicht alle Einträge sind datiert und/oder gezeichnet. Aufgenommen wurden nur die Eintragungen, die sich verifizieren ließen oder deren Lesungen relativ gesichert sind. Die Sammeltätigkeit begann am 6.4.1695 (20 r , o. O.). Die einzelnen Stationen waren: Staßfurt (18.4.1695), Stettin (9.-17.5.1695), Anklam (21.5.1695), Wolgast (23.5.1695), Greifswald (25.5.1695), Stralsund (27.-28.5.1695), Stockholm (20.6.-22.8.1695), Nykö- ping (27.-28.8.1695), Norrköping (1.9.1695), Linköping (2.9.1695), Jönköping (13.9.1695), Göteborg (25.-26.9.1695), Kopenhagen (15.11.1695-10.1.1696), Flensburg (19.1.1696), Rendsburg (13.- 16.2.1696), Gottorf (18.2.1696), Itzehoe (23.2.1696), Süderau (23.2.1696), Glückstadt (23.- 24.2.1696), Salzwedel (28.3.1696), Beizig (4.5.1696), Schwanbeck (4.5.1696), Wiesenburg (4.5.1696), Golzow (5.5.1696), Rathenow (7.5.1696), Schollene (7.5.1696), Havelberg (9.5.1696), Krakow (12.5.1696), Plau/Mecklenburg (12.5.1696), Güstrow (14.-16.5.1696), Rühn (17.5.1696), Schwerin (26.5.1696), Rostock (3.6.1696), Damme (11.6.1696), Stargard (14.6.1696), Königsberg (23.7.-22.9.1696), Mitau (9.-22.10.1696), Riga (9.11.-20.12.1696), Reval (10.-28.1.1697), Goldingen (5.3.1697), Bartau (13.3.1697), Libau (13.-14.3.1697), Memel (14.-19.3.1697), Tilsit (24.- 27.3.1697), Karschau (27.3.1697), Königsberg (17.5.1697), Bartenstein (24.5.1697), Friedland (29.5.1697), Schippenbeil (31.5.1697), Angerburg (2.6.1697), Liebstatt (5.6.1697), Mohrungen (6.6.1697), Mühlhausen/Ostpreußen (7.6.1697), Marienwerder (23.6.1697), Thorn (28.6.- 10.7.1697), Marienwerder (11.7.1697), Mecklenburg-Strelitz (8.8.1697), Amsterdam (?, 2.10.1697), Oldenburg (15.11.1697), Nienburg (23.12.1697), Bergedorf (10.1.1698), Wittstock (16.1.1698), Frankfurt/Oder (25.1.1698), Krossen (29.-31.1.1698), Plau bei Krossen (31.1.1698), Polnisch-Nett- kow (1.2.1698), Pommerzig (2.2.1698), Blumberg (2.2.1698), Deutsch-Nettkow (3.2.1698), Großglo- gau (19.2.1698), Kreidelwitz (19.2.1698), Liegnitz (24.2.1698), Bausdorf (3.3.1698), Bernstadt (16.3.1698), Öls (18.3.1698), Züllichau (5.5.1698), Windsheim (17.6.1698), Rothenburg/Tauber (20.6.1698), Langenburg (23.6.1698), Pfedelbach (25.6.1698), Künzelsau (27.6.1698), Schwäbisch Hall (28.6.1698), Heilbronn (2.7.1698), Wimpfen (6.7.1698), Oberderdingen (8.7.1698), Grötzingen 508 H. 10 (9.7.1698), Kanzlei Baden-Durlach (83 v , undat.), Bischheim (10.7.1698), Straßburg (ca. 15.7.1698), Bretten (17.7.1698), Frankfurt/Main (5.-17.8.1698), Butzbach (19.8.1698), Giessen (22.8.1698), Marburg (25.-26.8.1698), Northeim (2.9.1698), Holtensen (9.9.1698), Bodenburg (10.9.1698), Gardelegen (23.9.1698), Stendal (24.9.1698), Domfelden (30.9.1698), Bernau (7.10.1698), Küstrin (13.10.1698), Mühlrädlitz (17.11.1698), Breslau (28.11.1698), Markneukirchen (20.1.1699), Ölsnitz (21.1.1699), Christgrün (23.1.1699), Netzschkau (23.1.1699), Schönfels (23.1.1699), Gesau (25.1.1699), Glauchau (25.1.1699), Wernsdorf (25.1.1699), Penig (26.1.1699), Rochsburg (26.1.1699), Colditz (27.1.1699), Wechselburg (27.1.1699), Großbardau (28.1.1699), Groß-Salze (2.2.1699), Mariental (7.2.1699), Lüne (16.2.1699), Gottorf (9.3.1699), Koldenbüttel (19.3.1699), Friedrichstadt (19.3.1699), Witzwort (19.3.1699), Mildstedt (19.3.1699), Kating (23.3.1699), Poppenbüll (23.3.1699), Uelvesbiill (23.3.1699), Friedrichskoog (26.3.1699), Welt (26.3.1699), Vollerwiek (26.3.1699), Katharinenheerd (26.3.1699), Garding (26.3.1699), Osterhever (26.3.1699), Tetenbüll (26.3.1699), Meldorf (18.4.1699), Barlt (19.4.1699), Marne (19.4.1699), Brunsbüttel (19.4.1699), Beidenfleth (20.4.1699), Neuenkirchen (20.4.1699), Wilster (21.4.1699), Harburg (25.4.1699), Heldritt (24.5.1699), Walbur (24.5.1699), Lößnitz (27.10.1699), Ebersdorf (28.10.1699), Oederan (29.10.1699), Frankenberg (30.10.1699), Freiberg (1.11.1699), Gera (13.11.1699), Ebersdorf (14./20.11.1699), Oschitz (18.11.1699), Saalburg (20.11.1699), Zoppothen (20.11.1699), Lobenstein (21.11.1699), Wurzbach (21.11.1699), Neuhaus (23.11.1699), Altenstein (23.11.1699), Saalfeld (25.11.1699), Unfinden (28.11.1699), Königsberg/Bayern (28.11.1699), Schweinfurt (1.12.1699), Rüdenhausen (6.12.1699), Mainbernheim (8.12.1699), Uffenheim (10.- 11.12.1699), Herrnberchtheim (11.12.1699), Bopfingen (21.12.1699), Dinkelsbühl (29.12.1699), Memmingen (30.12.1699), Kempten (8.1.1700), Isny (9.1.1700), Lindau (12.1.1700), St. Gallen (19.1.1700), Ermatingen (180 v , undat.). Literatur: Th. L ängin , [Mitteilung], in: Archiv für Reformationsgeschichte 16 (1919), S.252 f; C.K üh- lemann , Luthers Geburtshaus bis zum Reformationsjubeljahre 1917. Ein Beitrag zur Erinnerung an die Eröffnung des Luthermuseums am 10. November 1917, Eisleben 1917, S. 16 f. XV-2 r , 17a r , 76 r -80 v , 172 r -173 v URKUNDEN UND BRIEFE, besonders die Sammelerlaubnis betreffend. (XV'-XVF) Urkunde der Stadt Eisleben. Wier Stattvoigte Richter und Rath der Alten Stadt Eißleben... Der Eislebener Bürger Johann Ludwig Vulpius (auf ihn sind auch alle weiteren Urkunden bezogen) wird damit beauftragt, bey denen Mittgliedern der Evangelischen Lutherischen Religion den Aufbau durch Übeireichung der zum Druck beförderten Einweihungs Solennien kund zu machen und Spenden zu sammeln zu Conservirung dieses Haußes und Formirung einer Bibliothec. Ausgestellt und gesiegelt am 28.3.1695 durch Johann Christoph Aeschardt p. t. Regens Consul; (XVH r -XVffl r ) Urkunde. Karl XI. von Schweden (1660-1697), Sammelerlaubnis, schwedisch. Datiert, gesiegelt und gezeichnet Stockholm, 20.6.1695; (XIX r -XX r ) Urkunde. Karl XI. von Schweden, Sammelerlaubnis für Reval und Riga, schwedisch. Datiert, gesiegelt und gezeichnet Stockholm, 20.6.1695; (XXI r -XXII r ) Urkunde. Christopher Gyllenstjerna, Oberstatthalter von Stockholm, Sammelerlaubnis. Datiert, gesiegelt und gezeichnet Stockholm, 29.6.1695 (s. XXVIF); (XXIII 1_V ) Urkunde. Sammelerlaubnis. Datiert und gesiegelt Königsberg, 20.8.1696; (XXIV 1 ) Urkunde. Herzog 509 H. 10 (Friedrich) Casimir von Kurland (1682-1698), Sammelerlaubnis. Datiert, gesiegelt und gezeichnet Mitau, 9.10.1696; (XXV 1 ) Urkunde. Stadt Frankfurt[/Main], Sammelerlaubnis, 5.8.1698; (XXVT) Urkunde (Kopie). Karl XI. von Schweden, Geldspende für das Lutherhaus, schwedisch, Stockholm, 11.7.1695; (XXVII r -2 r ) Brief (Kopie). Karl XI. von Schweden, an den Oberstatthalter Gyllenstjerna (Gyldenstern) mit der Bitte, Vulpius in Stockholm sammeln zu lassen, deutsch. Stockholm, 20.6.1695. 17a r Urkunde. Jährliche Verschreibung des D.Friedrich Fabricius, Pastor zu St.Nikolai/ Stettin, 10.5.1695, mit Siegel, s. 17 v . 76 r -80 v Urkunden. (76 r -77 v ) Christian V. von Dänemark (1670-1699), Sammelerlaubnis, datiert, gesiegelt und gezeichnet Kopenhagen, 16.11.1695, deutsch. (76 r ) Bekräftigung der Urkunde durch Johna Schwarz, Rendsburg, 13.2.1696; (78'~ v ) Urkunde. Christian V. von Dänemark. Datiert, gesiegelt und in Vertretung gezeichnet Kopenhagen, 15.11.1695, dänisch. (78 r ) Kollekte in St. Petri/Kopenhagen, gezeichnet Prof. D. Bartholdus Bothanus u. M. Christian Brämte(?); (79 r -80 v ) Urkunde. Christian V. von Dänemark. Datiert, gesiegelt und in Vertretung gezeichnet Kopenhagen, 15.11.1695, dänisch. 172 r -173 v Urkunde. Friedrich IV., Herzog zu Schleswig (1694-1702). Sammelerlaubnis. Datiert, signiert und gesiegelt Gottorf, 18.2.1696. Zusätze: Bekräftigung für Tondern, Johann Conrad Kieffer (s. 170 v ), 3.4.1699; Notiz: Konzession wurde 1696 beantragt und erst am 9.3.1699 bei Wiedererscheinen Vulpius' ausgehändigt, gezeichnet St. Brammer. SAMMELBUCH 5 r -7 r Stockholm: Ph. Brandh (?), 10.7.1695; Olof G. Holm, 6.7.1695; Fabian Wredes; T. (?) Torstensson, 22. 8.1695; Jacob Johan Hastfers;... Rosenström, 17.7.1695. 7 r Jönköping, Magnus Hockegrelm, 13.9.1695; (7 V ) Stockholm, 18.7.1695; Noorshammars- hördh, George Thomas von Berchaw, ?.8.1695; Nyköping, Jochim Besch, 28. 8.1695; Norr- köping, Petter Danckwardt, 1.9.1695. 8 v -9 r Stockholm: Dr. Klöcker u. Ehrenstrahl, 1. 8.1695; (9 r ) H. Strömnohr(P), 2.7.1695; An- thoni Grill, 10.8.1695. 9 V Glauchau: Christian Ernst, Herr zu Schönburg, Herr zu Glauchau und Waldenburg (1655-1718; ESt . NF. 4, Taf. 152), 25.1.1699; Samuel Heinrich, Herr zu Schönburg, Herr zu Glauchau und Waldenburg (1642-1706; ESt . NF. 4, Taf. 154), gezeichnet Johann Paul Schieferd, 25.1.1699; Fördenamt, 25.1.1699. 9 v -10 r Rochsburg, Amt, 26.1.1699; Wechselburg, Amt, 27.1.1699; (10 r ) Brandenburg, De- chant. 10 r —13 r Stockholm: Pett... Thelaus, 4.7.[1695]; Hinrich Jacob Hildebrand, 26.7.1695; Johan Lampa; Frau Strasenche, 30.7.[1695]; Klaes Wilckens, 30.7.[1695]; Joachim Midden- 510 H. 10 dorff, 12.8.1695; Caspar Nettelbladt, 18.8.1695; (ll v ) 2.7.1695; (13 r ) Konsistorium Holmense, gezeichnet J. Sallerius, 14.8.1695. 13 ,_v Göteborg: Andreas Trogelius, Lector Gymn., 26.9.1695; Andreas Seth, Lector Gymn., 26.9.1695; Ch. Comenius, Pastor; Johannes Florander; Johann Allström; O. Otherdal, Past. Praeb. Gymn. 16 r [Stockholm], Carl Adlerstedt, 27.7.1695. 17 v Mecklenburg u. Pommern: (Alten-)Stettin, Ministerium, D.Friedrich Fabricius (1642- 1703, Pastor St.Nikolai; Moderow 1, S.477 Nr. 15; s. 17a r ); (Groß-)Möllen, Aerarium; [Anklam], M. Franciscus Buddaeus (Franz Budde; 1634-1706, Pastor St.Nikolai; Moderow 1, S. 9 Nr. 12); Anklam, Caspar Trendelenburg (f 1707, Pastor St. Marien; Moderow 1, S. 3 Nr. 17); Anklam, M .Jacobus Engelken (l 1723, Pastor St.Nikolai 1707; Moderow 1, S.9 Nr. 13); Anklam, Nikolaus von Winßheim (f 1710, Pastor St. Marien, Moderow 1, S. 4 Nr. 18). 17a r s. XV. 18 r Mecklenburg: Wolgast, Gabriel Schultz, Pastor et Praepositus; Wolgast, Johann Balthasar Krorsisius, Archidiaconus; Göteborg, M.Johann Otto Burchardus, Pastor Eccl. Germ. (1639-1712; Die Stammbücher der Königlichen Bibliothek Stockholm. Handschriftenkatalog von L. Kurras/E .D illmann , Stockholm 1998, S. 126), 25.9.1695; Göteborg, M.Martin Friedrich Hermannus, Pastor Eccl. Germ.; Anklam, M.Johann Georg Buschmann ("f 1737, Konrektor, Feldprediger, Pastor; D. H. Biederstedt , Nachrichten von dem Leben und den Schriften neuvorpomerisch-rügenscher Gelehrten..., Greifswald 1824, S.34); Wolgast, M.Joachim Weiland, Rektor; Göteborg, Stadt. 18 v (Alten-)Stettin: Rat, gezeichnet J. Hopffer, 9.5.1695; Kaufleute der Cramer Compagnie, gezeichnet Johann George Allaß, 10.5.1695. 18 v -22 r Mecklenburg u.a.: Anklam, Stadt, gezeichnet Albert Elzen(?), Secretarius curiae, 21.5.1695; Wolgast, 23.5.[1695]; Greifswald, Stadt, gezeichnet Simeon Hermanni, Secretarius curiae, 25.5.1695; (20 r ) D.Fleischer & Comp., 6.4.1695; Boppo Herdtmann; Friedrich Conrad; Gottfriedt Hering; Zohler & Küstner; Martius Schübe; (20 v ) Oldenburg, Curdt Hertzog, Augustus Siring; (22 r ) D. Henric Zipffel. 22 r ~ v Sachsen: frühester lokalisierter Eintrag: Staßfurt, Rat u. Kirche 18.4.1695; Löderburg, Kirche; Unseburg, Amt u. Kirche; Kloster Berg; (22 v ) Magdeburg, Kloster Unsere Liebe Frau; Krakau bei Magdeburg, Kirche; Trippehna, Kirche; Hohenziatz; Ziesar, Kirche; Bücknitz, Kirche. 22 v -23 r Brandenburg: Neustadt, Rat u. Burg; Neustadt, M.J. Schultze, Pastor (Jonas Schult- ze, 1639-1715, Pastor St.Katharinen; Fischer 1, S. 85b; 2,2, S.795b); M.Johannes Fromme 511 H. 10 (Archidiaconus St.Katharinen 1699-1711; Fischer 1, S. 85b; 2,1, S.225b); Neustadt, Chri- stophorus Schultz (Pastor St.Pauli 1691-1709; Fischer 1, S.86b); Neustadt, Christian Ost- waldt (Pastor St.Pauli 1690-1699; Fischer 1, S.86b; 2,2, S.612b); Neubrandenburg, Sebastian Levin Bugaeus (1669-1713, Rektor; Fischer 2,1, S. 106b); Altbrandenburg, Johann Salpius (t 1716, Rektor; J. G. W. Dunkel , Historisch-critische Nachrichten von verstorbenen Gelehrten und deren Schriften..., 2, Dessau/Cöthen 1755, S.366). 23 r Spandau: Zacharias Matthiae (1624-1707, Oberpastor; Fischer 2,2, S. 538 a); Christian Senst (1661-1710, Diakon; Fischer 2, 2, S. 826b). 23 r -24 r Berlin: Samuel Haber (1627-1702, Pastor Heiliggeist; Fischer 2,1, S. 284 b); (23 v ) Ph. Pape; J.G. Pelshofer; Johannes Bödikerus (1641-1695, Rektor Köln. Gymn.; Fischer 2,1, S.70b; ADB 3, S. 15) und Karl Edzard Bödikerus (f 1738, Archidiaconus Wrietze; Fischer 2,1, S. 70 a); Peter, Christoph, Michel und Martin Schäffer aus Eisleben; Semplische Krämergilde. 24 r_v Zachariaß Engell; Wriezen, Kirche; [Wriezen], Daniel Kühtze (f 1732, Archidiaconus 1693; Fischer 2,1, S.468a); (24 v ) Schwedt, Stanislaus Nippius (wohl f 1719; Fischer 2,2, S. 600b); Gartz, Gottfried Prillevitz, Pastor; Gartz, Senatus u. Kirche; Johann Hartmann; Stettin, Johann Sebastian Koppen; Schwerin, Georg Westphal, Pastor. 25 r Stettin: J. Fädicke (?), 16.5.1695; Johann Honigmester; Tischleramt, 17. 5.1695. 25 r -27 r [Stockholm], M.Föranson, 31.7. [1695]; (25 v )Johann Rampisch; (27 r ) Alten-Stettin, Knochenhaueramt, Weiß- und Fastbäckeramt, 17.5.1695; Johann Moller, Eichscherer; Bol- tenhagen, Pastor u. Kirche. 27 r - v Greifs-wald; Akademie; M. Mfichael] Lobes (1661-1740, Diakon Marienkirche 1693; Jöcher , Fortsetzung 3, Sp. 1985). 27 V M.G. Lembke; Wölkisch, Aerarium Eccl.; Gadebusch, J. G. Hünefeld, Pastor. 28 r Stralsund: Stadt, gezeichnet F.S. Charisius, Protonotarius, 27.5.1695; Johann Baudewien (1641-1699, Pastor St.Nikolai 1670; Jöcher 1, Sp. 858 f); M.Christian Lokervitz ( Jöcher , Fortsetzung 3, Sp. 2086); M.Augustus Fabricius; Albertus Siedanus; Gewandhaus, gezeichnet Johann Hövet, 28.5.1695; Collegium Gymn. 28 v -30 r Stockholm: J.A. F. Z.A., 4.7.1695; 18.7.1695; Hans Sievers; Chirurgia Societät, gezeichnet Hans Schultz, 19.7.1695; Johan Luther; Johan Lourent; P.F. Kilburgersten, 31.7.1695; Johann Burgkman; Gerdt Specht, 12. 8.1695; Johan Roselius; Gotthardt Volge- nau; Goldschmiedeamt, gezeichnet Michel Pohl. 30 r ~ v Schwerin, Stadt; (30 v ) Wismar, Stadt u. Ministerium; Liepen, Kirche u. Augustus Thi- lo[w] (t 1713, Pastor 1687; Moderow 1, S.32 Nr.8); Damme, Kirche, 11.6.1696; Bauske, Stadt. 512 H. 10 32 r Stargard: M. Matthias Hering, 14.6.[1697] (1654-1708, Pastor 1679; Moderow 1, S. 427 Nr. 10); Johann Gerdes (1653-1723, Archidiaconus St. Marien; Moderow 1, S. 417 Nr. 13); Jodocus Andreas Hiltebrandt (1667-1746, 1694 Archidiaconus St.Marien; Moderow 1, S. 417 Nr. 14). 32'-34' M. N. E. Pascha, Rektor; H. Schmidt, Konrektor; Daniel Wagner, Subrektor; Christian Placotomus, Cantor; Augustus Hintze, Concent.; Zacharias Hertel, Succent.; Michael Klokow, Bacc.; Triglav, Stadt u. Pastor; (32 v ) Kolberg, Armenkasten; Stolp, Kirche, Aerari- um Hospitalium; (33 r ) Köslin, M.Michael Andreas Schernack (f 1721, Archidiaconus; Moderow 2, S. 138 Nr. 15); Schlawe, Peter Drenekham (Petrus Drenkhan; f 1712, Pastor 1690; Moderow 2, S.427 Nr. 8); Stolp, M. Polycarpus Elias Hufelandt (f 1714, Archidiaconus; Moderow 2, S. 459 Nr. 12); (34 r ) Lauenburg/Pommern. 34 v Elbing: Christophorus Porsch (ca. 1650-1713, Pastor St.Marien 1695; ADB 26, S.442); M.Ernestus König (1635-1698, Rektor Gymn.; Jöcher , Fortsetzung 3, Sp.644); Samuel Braketaich (?); M.Johannes Urinus (1650-1719, Konrektor Gymn. 1687; F.J. Buck , Lebens- Beschreibungen derer verstorbenen Preußischen Mathematiker..., Königsberg/Leipzig 1764, S. 107-109). 35 r M.D.D. ... Holl; Mühlhausen/Ostpreußen, Samuel Alikenbrecher (s. 91 r ). 37 V Stockholm: Petter Benkart(P), 8.8.1695; (38 r ) Michel Scherherr(P), 6.8.1695. 38 r Danzig: Stephanus Humius, Collegium Gymn. (vgl. Schriftsteller-Lexikon der Siebenbürger Deutschen, 4, hrsg. von F. S chuller , Hermannstadt 1902, S. 223); Bartolomäus Kirsch, Collegium Gymn. 38 v -50 r Stockholm: Hufschmiede, gezeichnet Hanß Thill, 6.8.1695; (39 v ) Fleischer, gezeichnet Oluf Bengtßen, 11.7.1695; (40 r ) Buchbinder, gezeichnet Sebastian Ehinger, 29.6.1695; (40 v ).. .macheramt, gezeichnet Veit (?) Hubert, 31.7.1695; (4 l r ) Kupferschmiede, gezeichnet Peter Oloffsohn, 6.7.1695; (41 v ) Glaser, gezeichnet Petter Hermanson, 17.7.1695; (42 r ) Drechsler, gezeichnet Jochim Kammecke, 18.7.1695; (43 r ) Claeß Danielßon Lampa, Brauer, 20.7.1695; (44 r ) Schneideramt, gezeichnet Swen Jonson Stam, 23.7.1695; (45 r ) Zinngießeramt, gezeichnet Johann Johansen, 24.7.1695; Gürtler, gezeichnet Christian Zöllner, 30.7.1695; (46 r ) Knopfmacher(?), gezeichnet Abraham Wulff, 29.7.[1695]; (47 r ) Schlosser, gezeichnet Anders Anderßen, 6.8.1695; (48 r ) Hutmacher, gezeichnet Gottfried Hosenschni- der(?), 15. 8.1695; (50 r ) Matthiaß Ditmar, 20. 8.1695. 51 r -52 r Nyköping, J.M., 27.8.1695; (51 v ) Nyköping, Johan Örts, 27.8.1695; Petter Speet, 3.9.1695;Johann Spalding; (52 r ) Linköping, Andreas S. Kockert, 2.9.1695. 52 r -53 r Königsberg-Altstadt, Schuster, gezeichnet Berge Preiß; (53 r ) Schwerin, Ministerium; Rostenkirchen, Akademie; Lauenburg/Pommern. 513 H. 10 53 r -54 v Königsberg: Altstadt, Rat, 3.8.1696, gezeichnet Henrich Bartsch, Secretarius; Vorwerk, 4.9.1696; (53 v ) Kneiphof, Rat, gezeichnet Michael Lange (t 1730, Rektor; Kallmeyer , S. 500), 27.8.1696; Kneiphof, Schuhmacher; (54 r ) Löbenicht, Rat, gezeichnet Hof- man, Secretarius, 29.8.1696; Löbenicht, Schmiede; (54 v ) Löbenicht, Residenzkirche, 23.7.1696 (Dom. XI Trinit.); Löbenicht, Gericht, gezeichnet David Stoltz, Judic. Camer. 54 v Memel: Stadtkirche, 14.3.1697 (Dom. Laetare 1697); M.Jacob Concius (1667-1712, Schloß- u. Stadtprediger 1696; Jöcher , Fortsetzung 2, Sp. 437), eingeliefert durch Bernhard von Sanden d.Ä. (1636-1703, Oberhofprediger, evangelischer Bischof Königsbergs; ADB 30, S.342f), Königsberg, 17.5.1697. 55 r -56 r Königsberg: Kneiphof, Kaufleute, 6.9.1696; Altstadt, Kaufleute, gezeichnet Johann Scheffer(P), 11.9.1696; (56 r ) Fleischer, 10.9.1696; Schloßamt, 17.9.1696. 56 v -57 v Bartenstein, Stadt, 24.5.1697; Thorn, D.P. H., 1.7.1697; (57 v ) Karschau, 27.3.1697. 76 r -80 v s. XV. 81 r — 83 r Kopenhagen: 4.12.1695; (82 r ) H. H. von Alefeld, 10.1.1696; (83 r ) König (Christian V.), gezeichnet C.W. von Perckentin, 10.1.1696. 83 r Güstrow: Fürstin zu Mecklenburg-Güstrow, gezeichnet P.C. Schröder, 16.5.1696; Prinzessin Güstrow, gezeichnet De Klenaun, 14.5.1696. 83 v —11 l v Mecklenburg, Ostpreußen, Baltikum: Rühn, Prinzessin, gezeichnet Ch. Stralen- dorff, 17.5.1696; Kanzlei Mecklenburg-Strelitz, gezeichnet Pastow, 8.8.1697; Durlach: Kanzlei Baden-Durlach (Juli 1698); (87 r ) Schwerin, Fürstin zu Mecklenburg-Prabow, gezeichnet H.Wolfradt, 26.5.1696; (87 v ) Königsberg, Akademie; Samländisches Konsistorium Preußen; Rostock, Stadt ( Die abgebrandte Stadt...), 3.6.1696; Ministerium; (88 r ) Königs- berg-Altstadt, Malzbrauer, gezeichnet Andreas Dargatz, 29.8.1696; Königsberg-Steindamm, Gericht der Freiheit; Domini Wolff commensales; (88 v ) Mitau, Herzog zu Kurland (Friedrich Casimir), gezeichnet Johann Zweihauser, 16.10.1696; Tilsit, J.Flotten... Bürgermeister, 24.3.1697; (89 r ) Königsberg, Preußische Kriegskammer, 17.9.1696; Memel, Rat, 19.3.1697; (89 v ) Memel, Gericht, 19.3.1697; Tilsit, Friedrich Werning, Stadtkämmerer, 27.3.1697; Friedland, Stadt, gezeichnet Johann Pöhling, lud. et Not., 29.5.1697; Schippenbeil, Kirche, 31.5.1697; (90 r ) Glückstadt, A.V.(?) von Liliencron, 24.2.1696; Schippenbeil, Stadt, Christoff Engelbrecht, Bürgermeister, 31.5.1697; Tilsit, Malzbrauer, gezeichnet Gottfried Bräur, 27.3.1697; (90 v ) Fleischer, gezeichnet Reinholdt Will; Rastenburg, Stadt; Angerburg, Stadt, gezeichnet Aegidius Pech, Bürgermeister, 2.6.1697; (91 r ) Liebstadt, gezeichnet Johann Weiß, 5.6.1697; Mohrungen, Armenkasten, gezeichnet Jacob Hintzle(P), 6.6.1697; Mühlhausen/Ostpreußen, Kirche, Samuel Alikenbrecher (s. 35 r ), 7.6.1697; Mühlhausen/Ostpreußen, Zünfte, gezeichnet Johann Fem...; (91 v ) Marienwerder, Stadt, gezeich- 514 H. 10 net Michael Lonsert, Bürgermeister, 23.6. u. 11.7.1697; (92 r ) Amsterdam, Kirchenrat, 2.10.1697; (93 r ) Jacob Mattheus Christoffers; Oldenburg, Stadt u. Kirche, gezeichnet Schermbergk, Stadtkämmerer, 15.11.1697; Ganderkesee; Kreidelwitz, 19.2.1698; (98 r ) Kopenhagen, Ch. Hahn, 8.1.1696; Nienburg, J.G. Holsten, 23.12.1697; (109 v ) Helmstedt, Ae- rarium der Akademie; (110 r ) Königsberg, Friedrich C. Burggraf u. Graf zu Dohna (Friedrich Christoph, 1667-1716; Johann Hübner , Genealogische Tabellen, 3, Leipzig 1728, Tab. 801), 23.7.1696; (111 r ) Mitau, Friderich Brakel (1634-1708, herzogl. kurländischer Kanzler u. Landhofmeister; Recke 1, S.232), 17.10.1696; (111 v ) Goldingen, gezeichnet Winholdt Münk, Bürgermeister, 5.3.1697. 111 v — 113 r Franken u. Württemberg: Rothenburg ob der Tauber, Stadt, 20.6.1698, mit Siegel; (112 r ) Windsheim, Stadt, 17.6.1698, mit Siegel; Wimpfen, Stadt, 6.7.1698, mit Siegel; (112 V ) Schwäbisch Hall, 28.6.1698, mit Siegel; Schwäbisch Hall, Spital; (113 r ) Heilbronn, Stadt, 2.7.1698, mit Siegel; Neuenstadt/Kocher, Württembergische Kanzlei. 114 r H. Ranßen; Bartholomeus Jenßen; Andres Jacobssen. 127 v Königsberg: Gotfried Schmidt, kurfürstlicher Rat u. Obersecretarius, 22.9.1696; Daniel Kalau, kurfürstlicher Obersecretarius, 21.9.1696. 128 r — 129 r Rastenburg; Friedland; (129 r ) Caecilia u. Christopher Heerfordt; Joh. Gottfried Becker; Chirurgenamt, gezeichnet Wilhelm von Blanckenheim; D. Brumundt. (130 r ) Schleswig-Holstein: Flensburg, St.Marien, 19.1.[1696], St.Nicolai, St.Johannis; Flensburg, Stephanus Jebsen (1651-1720, Pastor St.Marien 1694-1720; Arends 1, S.399); Adelby, Nicolaus Jebsen ("j" 1720, Pastor 1679-1720; Arends 1, S.399); Rüllschau, Adam Knüttell (1661-1711, Pastor 1691-1711; Arends 1, S. 157); Hürup, J[ens] Rabe (t 1702/03, Pastor ca. 1671-1702/03; Arends 2, S. 186); Husby, Petrus Jessen (1646-1722, Pastor 1683— 1722; Arends 1, S. 404); Grumtoft, Olav Alter (f 1709, Pastor 1690-1709; Arends 1, S. 9); Quem, M.G[eorg] Andersen (1650-1725, Pastor 1689-1705; Arends 1, S. 13); Steinberg, Petrus Holst (I.) (1637-1716, Pastor 1665-1716; Arends 1, S.361); Esgrus, M[arcus] Laurentius (f 1703, Pastor ca. 1666-1703; Arends 2, S. 19); Sterup, Peter Goldschmidt (ca. 1660-1713, Pastor 1691-1707; Arends 1, S.286); Sörup, M.J[ohann] Holländer (1636— 1731, Pastor 1667-1729; Arends 1, S.357); Großsolt, Johann Nissenius (1653-1723, Pastor Solt 1673-1723; Arends 2, S. 115); Grossenwiehe, Hermann Friedebek (f 1727(?), Pastor 1689-1727; Arends 1, S.262); Georg Stuhr (1631-1715, Pastor Heiliggeist Flensburg 1660- 1715; Arends 2, S.296); (130 v ) Rendsburg, 16.2.1696 (Dom. Sexagesima 1696); Hohenwe- stedt; Nienbrock(P); Itzehoe, 23.3.1696 (Dom. Quinquagesima); Münsterdorf; Krempe, H[einrich] R[udolph] Crull (t 1712, Archidiaconus 1694-1712; Arends 1, S. 176); Süderau, 23.2.1696 (Dom. Estomihi); Glückstadt, 23.2.1696. 130 v —13 l v Niedersachsen u. Sachsen: Steinbeck, Kirche; Winsen an der Luhe, Kirche; Medingen, Amtmann; (131 r ) Medingen, Kloster; Bevensen; Bergen an der Dumm; Salzwedel, Alt- 515 H. 10 Stadt u. Neustadt, 28.3.1696; Wiesenburg, 4.5.1696; Beizig, Amtmann, 4.5.1696; Golzow, Witwe von Rochowin; Golzow, Kirche, 5.5.[1696]; Mi. Servator, 7.5.169[6]; Rathenow, Rat, 7.5.1696; (13l v ) Schollene, Kirche, 7.5.1696; Molkenberg, Kirche; Kamern, Kirche; Havelberg, 9.5.1696. 1 3 1 v — 1 32 r Bergedorf: M.Gerhard Corthum (1638-1704, Pastor 1664; Bruhn , S. 101 f Nr. 124); Enoch Sander, Rektor; M.Michael Friedrich Stapel, Cantor scholae; (132 r ) Johann Reimbhold, Praef. 132 r Mitau, Rat u. Kirche, gezeichnet Johann Tobias Tregelius, Secretarius, 22.10.1696; Bergedorf, Stadt, 10.1.1698. 132 v —133 v Libau: Lutherus Dörper (1654-1710, dt. Pastor 1682; Kallmeyer , S. 322 f), 14.3.1697; (133 r ) Stadt, gezeichnet Georgius Pruszycki, Secretarius, 13.3.1697; (133 v ) Johannes Haff(t)stein (1652-1705, lett. Pastor 1680, dt. Pastor 1697; Kallmeyer , S.395), 14.3.1697. 134 r -135' Mecklenburg: Wiesenburg, Kirche, 4. 5.[1696]; Schwanbeck, Kirche, 4.5.[1696]; Kletzke, Kirche; Reckenthin, Kirche; Pritzwalk, Armenkasten; Meyenburg, Kirche u. Pastor; Plau/Mecklenburg, Stadt; Plau, G.W., Pastor u. Kirche, 12.5.[1696]; Krakow, Jürgen Lembke; Lüdershagen, Kirche; (134 v ) Güstrow, Stadt u.a., 14./15. 5.1696; (135 r ) Wandsbek, Kirche u. Caspar Michaelis, Pastor (t 1699; Bruhn , S. 86 Nr. 10); Altona, Kirche u. Pastor; Lauenburg/Elbe, Kirche; Zahrensdorf, Kirche; Cammin, Kirche u. Pastor; Basse, Pastor. 135 V — 136 V Königsberg: Chirurgen, gezeichnet Daniel Wagner, 5.9.1696; Bartau, M. G[eorg] Krüger (ca. 1642-1707, Pastor Ober- u. Niederbartau 1690; Kallmeyer , S. 481 f), 13.3.1697; (136 r ) Altstadt, Fleischhauer, gezeichnet Mertten Felgenhauer u. Gerhard Schreiber, 28.8.1696; Kneiphof, Schmiede, 4.9.1696; (136 v ) Goldschmiede, gezeichnet Christian Friedrich, 6.9.[1696]; Weißgerber, gezeichnet Christoff Ullman, 7.9.[1696]; Zinngießer, Christoff Weitz, 17.9.[1696]; Altstadt, Schmiede. 137 v —138 r Riga, Andreas Lindström, 13.12.1696 (Dom. III Adv.); St.Jacob, M.Paulus Hein (1667-1710, Pastor Kokenhusen; Baerent , S.261 Nr.705), 13.12.1696; (138 r ) Rat, gezeichnet Palm Prigeman, Secretarius. 138 V Reval, Rat, Wilhelm Hetling, Secretarius, 20.1.1697. 139 r —143 r Riga: Companie der Schwarzhäupter, gezeichnet Petter Offkingk(P), 13.11.1696; (139 v ) Johan von Reutern; Friedrich Westeling; 16.-20.12.1696; (140 v ) 27.11.1696, 8.12.1696; (141 r ) 19.12.1696; (141 v ) Brauer-Compagnie; (142 r ) Schlosseramt, 14.12.1696; (142 v ) Huf- und Waffenschmiedeamt, gezeichnet Philipp Vriesen, 14.12.1696; (143 r ) Schneider, gezeichnet Gottfried Stabenau, 9.11.1696. 516 H. 10 144 r —145 v Thorn: Rat, gezeichnet Jacobus Eccardus, Secretarius, 28.6.1697; (144 v ) Kuchenbäcker, 2.7.1697; Schuhmacher, Schneider; Fleischer Altstadt; Lohgerber; (145 r ) Fleischer Neustadt, 2.7.1697; Tuchmacher, 9.7.1697; (145 v ) Johan Heinrich Meyer (f 1710, Pastor Schlock u. Raggenzeem; Baerent , S. 340 Nr. 1193); Sebastian Fischer; Abraham Btichell; Christoff Hermann; Friederich Kuntze. 146 r — 147 r Reval, Kirche, M.Justus Blanckenhagen (1657-1713, Pastor St. Olai 1693; Recke 1, S. 181 f), 17.1.1697; Thorn, E.B.W., 10.7.1697; Stargard, Stadt, 1697; (147 r ) Reval, Große Gilde, gezeichnet Pauli Kunius(?), 28.1.1697. 147 r — 150 r Herzogtum Oldenburg u. Bremen: Oldenburg; Delmenhorst; (148 r ) [Bremen], Franz Wolpmann (1656-1699, Domprediger 1694; Jöcher 4, Sp.2063); Bremen, M.U[lrich] Mente (1658-1713, Domprediger 1697; Jöcher 3, Sp.440); Zwolle(?), lutherische Gemeinde; Hatten, G[eorg] Junge, Pastor (1688-1742; Ramsauer , S. 91); Ganderkesee, J[ohann Bernhard] Bornholdt, Pastor (1693-1706; Ramsauer , S. 77 f); Stuhr, J[ohann] A[nton] Sil- kensted, Pastor (f ca. 1708; Ramsauer , S. 222); Hasbergen, Johann Bernhard Veitmann, Pastor (*1640, Pastor 1671-1712; Ramsauer , S. 88); Schönemoor, Matthias Georg von Lindern, Pastor (*1663, Pastor 1692-1710; Ramsauer , S. 192); Delmenhorst; Altenesch, Hermann Witkopff, Pastor (1682-1702; Ramsauer , S. 5); (148 v ) Bardewisch, Hieronymus Her- man Kopff, Pastor (1690-1705; Ramsauer , S.20); Warfleth, Anthon Günther Hoffmann, Pastor (*1655, Pastor 1705-1709; Ramsauer , S. 248); Berne, M.Tobias Jahn, Pastor (*1647, Pastor 1679-1708; Ramsauer , S.25); Neuenhuntorf, Otto Friderich Giebel, Pastor (*1662; Pastor 1693-1702; Ramsauer , S. 140); Bardenfleth, Conrad Meinerus, Pastor (1678-1716; Ramsauer , S. 18); Neuenbrok, Christoph Adam Dalichius, Pastor (1675-1720; Ramsauer, S. 129); Großenmeer, Laurentius] Wittmann, Pastor (1689-1699; Ramsauer , S. 84); Oldenbrok, Balthasar Wiggers, Pastor (1687-1723; Ramsauer , S. 147); [Strückhausen], Christian Schröter, Pastor (1690-1710; Ramsauer , S. 221); Seefeld, Reinholdus Haffner, Pastor (1695-1707; Ramsauer , S.201); Stollhamm, Christian Adam Herstell, Pastor (1682-1701; Ramsauer , S.218); (149 r ) Eckwarden, Daniel Burchard, Pastor (1686-1707; Ramsauer, S. 62); Tossens, Johann Veitmann, Pastor (1694-1705; Ramsauer , S. 226); Langwarden, Johann Bode, Pastor (*1638, Pastor 1695-1709; Ramsauer , S. 122); Burhave, Johann Gerken, Pastor (1696-1702; Ramsauer , S. 42); Waddens, Johann Hinrich Glaan, Pastor (1696-1703; Ramsauer , S. 234); Blexen, A[nton] Reinhold, Pastor (1686-1700; Ramsauer , S. 36) u. Stadt; [Atens], Gerhard Otholt (*1644, Pastor 1679-1709; Ramsauer , S. 13); Abbehausen, Johann Thombsen, Pastor (1679-1705; Ramsauer , S. 1); Esensham, Johann Ephraim Gerhard, Pastor (1696-1699; Ramsauer , S.71); Rodenkirchen, Johann Henrikus Tollius, Pastor (1709- 1714; Ramsauer , S. 183); Rodenkirchen, Liborius Armbster, Pastor (*1638, Pastor 1693- 1709; Ramsauer , S. 183); Sengwarden; Golzwarden, Anton Günther Coldewey (*1665, Pastor 1698-1722; Ramsauer , S. 81 f); Ovellgönne; Ericus Schweckhausen; (149 v ) Hammelwarden, Valentinus Dreyer, Pastor (*1657; Pastor 1682-1720; Ramsauer , S. 87); Elsfleth, Martin Bernhard Corbach, Pastor (1681-1707; Ramsauer , S.68); Elsfleth, Christoff von Otken; 517 H. 10 [Dötlingen], M.Johann Friedrich von Wida (*1637, Pastor 1681-1709; Ramsauer , S. 57- 59); Wardenburg, Anton Günther Stöver, Pastor (*1630, Pastor 1674-1702; Ramsauer, S.244); Rastede, Anton Günther Fabricius, Pastor (Pastor 1680-1701; Ramsauer , S. 181); Wiefelstede, M.Christian Meyer, Pastor (*1654, Pastor 1682-1702; Ramsauer , S.261); (150 r ) Zetel, Hermann Adami, Pastor (*1654, Pastor 1682-1706; Ramsauer , S.269); Westerstede, Johann Schloifer (Pastor 1691-1707; Ramsauer , S. 250); Apen, A[nton] G[ünther] Zedelius, Pastor (1693-1704; Ramsauer , S. 11); Edewecht, Hermann Greverus, Pastor (*1648, Pastor 1676-1727; Ramsauer , S. 66); Zwischenahn, M.Joh. Strackerjan, Pastor (1671-1716; Ramsauer , S.271). 150 r -154 v Brandenburg u. Schlesien: Schwarzenbek, Johann Henricus Busekist, Pastor; Neustadt an der Dosse, Amt; Freyenstein, Aerarium; Wittstock; (150 v ) Wittstock, Amt, 16.1.1698; Neu-Ruppin, Armenkasten u.a.; Hakenberg, Pastor; Linum, Pastor; Staffelde, Pastor; Rüdersdorf, Amt; Cossen, Kirche; Frankfurt an der Oder, Armenkasten; (151 r ) Frankfurt an der Oder, Pastor, 25.1.1698; C. Grüzberg; Frankfurt an der Oder, Fiscus Univ.; Reipzig; Ziebingen, Kirche; Drehnow; Tammendorf; Kurtschow; Krossen, Rathaus u. Kirche, 29.1.1698; (151 v ) Krossen, 31.1.1698; Gersdorf; Plau bei Krossen, Pastor, 31.1.[1698]; Drehnow, Kirche; Rothenburg an der Oder; (152 r ) Polnisch-Nettkow, Elias Philippus von Schlichtig, 1.2.1698; Deutsch-Nettkow, 3.2.[1698]; Blumberg, 2.2.[1698]; Pommerzig, 2.2.[1698]; Hazze; Mosau; Züllichau, Rat u. Kirche, 5.5.1698; (152 v ) Groß- glogau, Kirche; Rudten; Steinau; Grossendorf; Liegnitz; Baudiß; M.D.B. Hertnig; (153 r ) Frankfurt an der Oder; Großglogau, 19.2.1698; Liegnitz, Kirche Unsere Liebe Frau, 24.2.1698; Jauer, Kirche; (153 v ) Bausdorf, 3.3.1698; Schweidnitz, Kirche; Bernstadt, Stadt; Öls, Magistrat; (154 r ) Bernstadt, 16.3.1698; Öls, 18.3.1698; Juliusburg; Massel; Muhr; Kleingötterlich; Stroppen, Kirche; Stroppen, P. u. S.Scholz; [Stroppen], M.Abraham Jäsch- ke (1657-1719, Pastor; Jöcher , Fortsetzung 2, Sp. 2231 f); ( 1 54 v ) Stroppen; Esdorf; Konradswaldau; Thiergarten. 154 v —156 1 Franken, Württemberg, Baden: Fürth, Kirche u. Pastor; Langenzenn, Kirche; Wil- hermsdorf, Kirche u. Amt; Markt Erlbach, Pastor u. Kirche; Linden, Pastor u. Kirche; Windsheim, Ministerium; Windsheim, M.Johann Georg Otho, Rektor Gymn. (f 1702, Rektor 1689; Jöcher , Fortsetzung 5, Sp. 1273); Johann Georg Speier, Pastor Eccl. S.Spiritus (iamiam Francofurti ad Viadrum solvebat); Rothenburg ob der Tauber, Ministerium; (155 r ) Gammesfeld, Jeremias Fuchs (f 1714, Pastor 1696; Haug , Nr. 109); Gammesfeld, Kirche; Hohenlohe-Langenburg, Herrschaft, 23.6.1698; Langenburg, Armenkasten; Neuenstein, Armenkasten; Pfedelbach, Hohenlohische Haus- und Hofmeisterei, 25.6.1698; Öhringen, Hochgräfliche Rent-Kammer; Öhringen, Armenkasten; (155 v ) Künzelsau, Armenkasten, 27.6. 1698; Schwäbisch Hall, M. [Johann Balthasar] Beyschlag, Pastor (1669-1717, Pastor St.Johann 1695; Haug , Nr. 172); Heilbronn, M. [Johann Philipp] Storr, Pastor (1665-1720, Pastor 1695; Cramer , Kraichgau-Odenwald, Nr. 3533); Heilbronn, M.Johann Michael Irnsinger, Pastor (1640-1707, Prediger 1673; Cramer , Kraichgau-Odenwald, Nr. 1621); Alum- 518 H. 10 norum Büchße ; Heilbronn, J[ohann] H[einrich] Seufertus, Rektor Gymn. (1650-1722, Rektor 1692; Cramer , Kraichgau-Odenwald, Nr. 3363); Weinsberg, Armenkasten; Eberstadt, Armenkasten; Eberstadt, Johann Christoph Bainbach, Pastor; Neuenstadt, Rat; Wimpfen, M. [Christian] Winckler (1669-1747, Pastor 1696; Cramer , Kraichgau-Odenwald, Nr. 3885); Gemmingen, Armenkasten; Gemmingen, Johann Georg Wislicen, Pastor ( 1658— 1736, Pastor 1694; Cramer , Kraichgau-Odenwald, Nr. 3904); (156 r ) Oberderdingen, Armenkasten, 8.7.[1698]; Bretten, Armenkasten, 17.7.[1698] u. Kirche; Grötzingen, Armenkasten, 9.7.[1698]; Bischheim (Bischen), Armenkasten, Kirche u. Pastor, 10.7.[1698]. 156 r — 157 r Straßburg: Armenkasten; Johann Jacob Schaumann (Schneider 1681; Hatt, S. 532); Johann Michael Emmerich (Kaufmann, s. Einleitung, S. 104); Johann Friderich Wiirtz (Schneider 1661-1670; Hatt , S. 576); Johann Georg Moseder (imm. Straßburg phil. 1704; Bopp , Geistliche, Nr. 3613); Johann Georg Cracau; Jeremias Lincke (wohl Jeremias Linck, Kaufmann; Bopp , Geistliche, Nr. 3201); (156 v ) Johann Heinrich und Johannes Friedrich Leydecker; Johannes Breun (?); Johann Michael Grimeyßen; Georg Wilhelm Kratzin; Daniel Dietrich (belegt 1691-1696; Hatt , S.421); Johann Friderich Kast; Johann Daniel Stadel (Schneider 1711-1723; Hatt , S. 548); Johann Kronhard Kuhß (?); Johannes Mappus (belegt 1690; Hatt , S. 489); Johann Daniel Bauch; ( 1 57 r ) Adolph Wieger; Johann Jacob Kür- tzell. 157 r — 163 v Hessen u. Niedersachsen: Zwingenberg an der Bergstraße; Alsbach an der Bergstraße; Bessungen; (157 v ) Darmstadt, Hess.-Darmstädt. Kammer; Darmstadt; Hanau, Armenkasten; (158 r ) Frankfurt am Main, 6.8.1698; (160 r ) Frankfurt am Main, Armenhaus u.a.; Homburg, Kirche; (161 r ) Eschersheim; Frankfurt am Main, 15.8.1698; (161 v ) Frankfurt am Main, 16.-17. 8.1698; J. C. Reinhardt; (162 r ) Friedberg, Stadt u. Armenkasten; Butzbach, Herrschaft, 19.8.1698 u. Armenkasten {Der fast stündlich angesprochene Almosen Gasten...')-, Giessen, Akademie, 22.8.[1698]; (162 v ) Marburg, Dr. Klein, Tischgesellschaft, 25.8.1698; (163 r ) Marburg, Armenkasten u.a., 25.-26.8.1698; (Hannoversch) Münden, Armenkasten u. Kämmerei; Göttingen, Kirche St.Johannis; St.Jacobi, Pastor M.Otto Christoph Colerus; St. Nikolai; Göttingen, Kämmerei; Weende, Armenkasten; (163 v ) Northeim, 2.9.[1698]; Northeim, Stift St.Blasius, Kämmerei; Alfeld, Kirche u. Kämmerei; Holtensen, Aerarium; Holtensen, 9.9.1698; Almstedt, Kirche; Bodenburg, St. Laurentius, St.Johannis; Bodenburg, Johann Adolph von Steinberg, 10.9.1698; Bodenburg, St. Johannis. 163 v — 164 v Sachsen u. Brandenburg: Obisfelde, Kirche u. Rat; Rätzlingen, Kirche; Calvörde, Armenkasten u. Pastor; (164 r ) Gardelegen, Rat, 23.9.1698; Stendal, Kirche, 24.9.1698; Stendal, Kloster St.Katharina; Tangermünde; (164 v ) Havelberg; Domfelden, 30.9.1698; Rohrlach, Pastor; Fehrbellin; Manker; Kremmen, Kirche (Die auch selbst abgebrandte Kirche...) u. Kämmerei; Schwante; Bernau, 7.10.1698; Küstrin, 13.10.[1698]; [Küstrin], M.David Glado(w) (1634-1702, Archidiaconus 1669-1702; Fischer 2,1, S.249f). 519 H. 10 165 v -169 v Schlesien, Sachsen, Lübeck, Schleswig-Holstein: Landsberg/Warthe, Rat; 7.3.1698; Johann Christoff Feige (?), 18.10.1698; Schwerin, Rat; Meseritz, Rat; (166 r ) Ossig, Pastor; Dittersbach, Pastor; Herzogswaldau; Miihlrädlitz, 17.11.[1698]; Koitz, Pastor; Breslau; 25.-28.11.1698; (166") Breslau, 28.11.1698; [Breslau], Grobschmiede, Riemer; (167 r ) Markneukirchen, 20.1.1699; Ölsnitz, 21.1.1699; Voigtsberg, Amt, 22.1.1699; Christgrün, Kirche, 23.1.1699; Netzschkau, Kirche, 23.1.1699; Schönfels, 23.1.1699; Crossen, Kirche u. Pastor; Wernsdorf, 25.[1.1699]; (167 v ) Glauchau, Kirche, 25.1.1699; Gesau ( Gerißau ), Kirche, 25.1.1699; Remse, Kirche; Penig, Pastor, Kirche u. Rat, 26.1.1699; Rochsburg, Pastor u. Kirche, 26.1.1699; Wechselburg, Pastor, 27.1.1699; Col- ditz, Schloß, 27.1.1699; Großbardau, Kirche, 28.1.1699; Groß-Salze, Kirche, 2.2.1699; Wanzleben, Stadt u. Kirche; Remkersleben, Pastor u. Kirche; Seehausen, Kirche; Ummen- dorf, Armenkasten u. Pastor; (168 r ) Helmstedt, Aerarium; Marienberg, Klosterkirche; Mariental, 7.(?) 2.[ 1699]; Süpplingenburg, Aerarium; Destedt, Armenkasten; Gifhorn, Armenkasten, Rat u. Brauamt; Wrestedt; Ulzen, Armenkasten, Brauer u. Krämer; (168 v ) Medingen, Kloster u. Kirche; Bienenbüttel, Kirche; Lüne, Kloster, 16.2.1699; Lütau, Kirche; Eckartshausen, Kirche; (169 r ) Ratzeburg, Kirche; Reinfeld; Oldesloe, Stadt; Segeberg, Armenkasten; (169 v ) Prof. Mayen, Tischgesellschaft. 169 v —17l v Schleswig-Holstein u.a.: Schleswig, Stadt u. Kirche St.Michael; Friedrichsberg(?), Stift Hl. Dreifaltigkeit; Schleswig, Domkirche; (170 r ) Koldenbüttel, 19.3.1699 (Dom. Laeta- re); Friedrichstadt, 19.3.1699 (Dom. Laetare); Witzwort, 19.3.1699; Mildstedt, 19.3.1699; Ording, Armenkasten; Garding; Tönning, Kirche; Kotzenbüll, Kirche; Odderade, Kirche; (170 V ) Tönning, Barbiereramt; Friedrichskoog, 26.3.[1699]; Kating, 23.3.1699 (Ann. Ma- riae); Welt, 26.3.1699 (Dom. Judica); Vollerwiek, 26.3.1699 (Dom. Judica); Katharinenheerd, 26.3.1699 (Dom. Judica); Garding, 26.3.1699 (Dom. Judica); Tating; St. Peter; Westerhever; Osterhever, 26.3.1699 (Dom. Judica); Poppenbüll, 23.3.1699 (Ann. Mariae); Tetenbüll, 26.3.1699 (Dom. Judica); Uelvesbüll, 23.3.1699 (Ann. Mariae); J[ohann] C[onrad] Kieffer (1644-1702, Hofprediger Gottorf 1690; Arends 1, S. 135; s. 172 v -173 v ); Braderup; Harburg; (171 r ) Uberg; Aventoft; Klanxbüll; Emmelsbüll; Niebüll; Deezbüll; Husum; Lind- holm-Risum; Stedesand; Leck; Klixbüll; Humptrup; Karlum; Hattstedt; Schobüll; Schwab- stedt; Lunden; Heide; Hemmingstedt; (171 v ) Meldorf, 18.4.1699; Barlt, 19.4.1699; Marne, 19.4.1699; Brunsbüttel, 19.4.1699; Wilster, 21.4.1699; Beidenfleth, 20.4.1699; Neuenkirchen, 20.4.1699; Harburg, Rat, 25.4.1699; Sinstorf bei Harburg; Hittfeld; Ramelsloh; Zellerfeld; Heldritt, 24.5.1699; Walbur, 24.5.1699. 172 v -173 v s. XV. 174 r -176 v Sachsen u. Franken: Lößnitz, Pastor u. Kirche, 27.10.1699; Bretha, Pastor; Stollberg; Ebersdorf, Stiftskirche, 28.10.1699; Frankenberg, Pastor, Kirche u. Rat, 30.10.1699; Oederan, Pastor u. Kirche, 29.10.1699; (174 v ) Freiberg, Bergknappschaft, 1.11.1699; Gera, Armenkasten, 13.11.1699; Ebersdorf, Kirche, 14.11.1699; Rödersdorf, Kirche ( Die elende 520 H. 10 Kirche...)-, Schleiz; Oschitz, 18.11.[1699]; Saalburg, Armenkasten; Schweinfurt, 1.12.1699; (175 r ) Schleiz, Herrschaft; Saalburg, Amt, 20.11.1699; Zoppothen, 20.11.1699; Ebersdorf, Schloß, 20.11.1699; Lobenstein, Pastor u. Kirche, 21.11.1699; Wurzbach, 21.11.[1699]; Neuhaus, Pastor u. Kirche, 23.11.1699; Fechheim; Gemünda an der Kreck, gezeichnet Wan- gel, u. Pastor; Hafenpreppach, Pastor u. Kirche; (175 V ) Hilpertshausen; Saalfeld, 25.11.1699; Altenstein, Pastor u. Kirche, 23.11.1699; Burgpreppach, Kirche; Unfinden, Kirche, 28.11.1699; Königsberg/Bayern, Rat u. Kirche, 28.11.1699; Schweinfurt, Stadt, 1.12.1699, mit Siegel; (176 r ) Obereisesheim, Pastor u. Kirche; Eichfeld, Pastor u. Kirche; Rüdenhausen, Kirche, 6.12.1699; Castell, Kirche; Wiesenbronn, Armenkasten; Kleinlangheim, Armenkasten u. Rat (18 Creutzer gut geldt steuert das sehr verarmte Bürgermeisteramt...); Rödelsee; (176 V ) Mainbernheim, Rat, 8.12.1699. 176 V Kitzingen: Kirche u. M. Pistorius, Pastor; Kitzingen, Caspar Wilhelm Rittershaußen; J. Stoss, Adjunct; Johann Daniel Schmidt, Apotheker. 176 v Hohenfeld; Segnitz, Armenkasten; Obernbreit, M.Johann Ludwig Strebel, Pastor u. Armenkasten; Herrnberchtheim, Armenkasten u. Balthasar Pfeuffer, Pastor, 11.12.1699. 177 r_v Franken: Gollhofen, Armenkasten u. Pastor; Uffenheim, Armenkasten, 11.12.1699; Uffenheim, Rat, 10.12.1699; Leutershausen, Armenkasten u. Stadt; Sulz, Kloster; Dorfgütingen, Armenkasten (Der arme täglich angelaufene und erschöpfte Almosen.. .); Feuchtwangen, Armenkasten u. Stadt; Schopfloch, Armenkasten; Lehengütingen, Armenkasten; Dinkelsbühl, Stadt, 29.12.1699; (177 v ) Sinbronn, Armenkasten; Weiltingen, Armenkasten u. Fürstl. Amt; Mönchsroth, Armenkasten u. Fürstl. Öttingisches Oberamt. 177 v Bopfingen: Stadt, 21.12.1699; Daniel Haak (1628-1702, Pastor 1673; Haug , Nr. 828); Georg Adam Herrnschmidt, Diakon (1650-1714, Diakon 1673, Pastor 1703; Haug, Nr. 972); Daniel Schmid, Praezeptor (1642-1703, Praezeptor der Lateinschule 1678; Haug, Nr.2316); Johann Jacob Breitenbicher; Georg Hirschmann; Armenkasten, 21.12.1699 u. Friedrich Heinrich Camerarius, Pastor. 177 v -178 r Hürnheim, Armenkasten; Hochhaus, Fürstl. Öttingisches Oberamt; Aufhausen; (178 r ) Haunsheim, Schloß; Giengen/Brenz, Armenkasten u. Pastor; Bissingen, Armenkasten. 178 r — 180 V Bodenseegebiet: Memmingen, Stadt, 30.12.1699, mit Siegel, u. Hospital; (178 v ) Kempten, Stadt, 8.1.1700; (179 r ) Isny, Stadt, 9.1.1700; Lindau, Stadt, 12.1.1700; (179 v ) Lindau, Schneider, Schuhmacher, Bäcker; St. Gallen, 18.1.1700; (180 r ) Winterthur, Stadt u. Amt; Töß, Amt; Zürich, Stadt; (180 v ) Eglisau, Schloß; Schaffhausen, Stadt u. Pastor; Dies- senhofen; Stein am Rhein; Steckborn; Ermatingen, Gemeinde. 521 H. 64 H. 64 Wappenbuch der Esslinger Klöster Papier, 72 Bl., 28,7 x 17,8 cm, Esslingen, 1702-19. Jh. Vor Bl. 5 fehlen ausweislich der älteren Foliie- rung 4 Bl. Bleistiftfoliierung des 19. Jh's am oberen Rand 5-76 (hier maßgebend); die gleiche Hand numerierte die Wappen fortlaufend {1-288). Neuere Teilfoliierung 1-41, 41 a, 42-67. Wappenzeichnungen, -beischriften und Geschlechterverzeichnis im Grundstock (6 r -44 v , 45 v -47 r , 49 v -52 v , 68 v -69 r ) von einer Hand. Hier finden sich in der Regel vier kolorierte Wappen, jeweils unter einem Schriftband, pro Seite. Auf 20 r_v , 45 r , 47 r -49 v , 53'-67 r , 73 v -76 v sind überwiegend kolorierte Wappenabzeichnungen des 18. und 19. Jh's eingeklebt. Pergamentband. Herkunft: Laut Aufschrift auf dem Vorderdeckel (s. unten) ist der Codex 1702 begonnen worden. Ein Teil der Nachträge (s. oben) des 19. Jh's ist datiert: 22.11.[18]55 (53 v ), 19.12.[18]59 (76 v ), 25.3.-14.4.1867 (45 r , 48 r , 49 r , 53 r , 54 v -55 v , 56 v , 57 v -58 r , 59 r - 61 r , 63 v ). Vorderspiegel verschiedene radierte oder unleserliche Einträge. Lesbar: 358 M.t.m. *; Unicum 200 M - (wohl Antiquariatseintrag). Weiter Vermerk des Karlsruher Bibliothekars Alfred Holder, gemäß dem die Handschrift aus dem Besitz des badischen Großherzogs Friedrich II. stammt (1857/1907- 1928; G.Kaller , von Baden, Friedrich II., in: Badische Biographien NF. 1, Stuttgart 1982, S.24-27) und am 8.4.1908 an die badische Hofbibliothek abgegeben wurde. Titel (Vorderdeckel): Stamm- und Wappen-Buech, darinnen zu ersehen: Ihro Rom. Kay. Maye- stät: auch underschiedlicher Könige: Fürsten: und vieler Vornehmen von Adel: sonderlich die Ritterschaffiliche=Wappen: wie auch zerschidener Statt: und der alten bürgerlichen Geschlechter, so vor Jahren allhier zue Eßlingen gewohnt, und maistens dis Statt: vomehmbl. aber die Kirchen und Clöster begabt und ein so anders gestifftet haben, deren Gedächtnüß noch im Seegen ruhet 1702. 6 r -20 r > Die Wappen bey den Barrfüßern in der Kirchen und Closter<. Franziskanerkloster mit Kirche St. Georg. Stain bis Künigseckh. 21 r —33 r >Diese Wappen in der Prediger Kirchen<. Dominikanerkloster mit Kirche St. Paul. Urach bis Lieber. 34 r ~ v > Diese Wappen im Augustiner Closter<. Philipps von Gottes gnaden Marggrave zu Baden M.CCCCCXXIIIIus bis Hannß Durlacher. 35 v -44 v > Diese Wappen uff dem Kieß in dem Carmeliten Closter<. Eberhardt von Württemberg bis Newhausen. 45 v -47 r >Diese Wappen stehen im Sirnower Closter<. Sirnau, Dominikanerinnen-Kloster zum Hl. Kreuz. Die Truchsäßen vonn Stetten bis Winckenthal. 49 v -52 v > Verzeichnus der Wappen, welche bey S. Clara in der Kirchen stehen<. Hack von Hochneck bis Speten. Zu den einzelnen Kirchen und Klöstern s. Beschreibung des Oberamts Eßlin- 522 H. 64 • H.65 gen, hrsg. von dem Königlichen statistisch-topographischen Bureau, Stuttgart/Tübingen 1845, S. 102 f, 126-129. 68 v -69 r > Verzaichnus der alten Bürgerlichen Geschlecht, so vor Jaren zu Eßlingen gewohnet ha- ben<. Mallinger bis Leutram (Nr. 1-46). Kein direkter Bezug zum Wappenteil. 20 r ~ v , 45 r , 47 r -49 v , 53 r -67 r , 73 v -76 v Eingeklebte kolorierte Wappenabzeichnungen verschiedener Bearbeiter des 18. u. 19. Jh's. (73 v -75 r ) Wappenformen und -Systematik. H. 65 Dionysius Carthusianus • Sedulius Scottus Pergament • 70 Bl. • 20,6x14 • Groß-St. Martin, Köln • um 1480 Lagen: (V-l) 9 , 5 IV 49 , VI 6 ', V' 1 (letztes Blatt der Lage als Spiegel aufgeklebt). Blattsignaturen A1-C4 (Bl. 2-21/25) und al-dV (Bl. 26-54/61), teilweise abgeschnitten. Reklamanten, überwiegend abgeschnitten. Schriftraum 13,3 x 9 cm bzw. 12,7 x 8,8 cm (62 v -68 v ), 23 Zeilen bzw. 22 Zeilen (62 v -68 v ). Ba- starda formata von zwei Händen. Hand a: 2 r -62 r (Widmung; s. Abb.25), b: 62 v -68 v . Die Handschrift wurde zeitgleich korrigiert. l r und 5 V französische Federproben (18. Jh.). Übliche Rubrizierung. Kapitelanfangsinitialen abwechselnd rot und blau. 2 r und 27 r jeweils zu Textbeginn Zierseiten. Blaue Initialen (U, P) mit weißen Schnörkeln auf Goldgrund mit mittigen, mehrfarbigen Blütenstauden. Im Seitenrand unten und rechts von goldenen Leisten gerahmte Fadenranken mit vergoldeten Blättern und mehrfarbigen Blüten, links entlang der Textspalte jeweils in einfacherer Ausführung. Brauner Lederband mit Streicheisenlinien und drei Einzelstempeln. Ursprüngliche Kurzriemenschließe verloren. Die Stempel sind sämtlich auf Einbänden des Kölner Klosters Groß-St. Martin der Zeit von 1479 bis 1525 nachweisbar ( Kyriss , Gotische Einbände, Textband, S.20 Nr. 18; Tafelband 1, S. 13 Nr. 18, S.70 Tafel 37, Stempel 1, 3, 4). Fast völlig abgeriebenes Rückenschild. Herkunft: Gemäß der Widmung auf 62 r (s. unten) wurde der Codex von Adam Meyer, Abt des Kölner Klosters Groß-St. Martin (um 1410-1499; D.Schmidtke , Meyer, Adam OSB, in: 2 VL, 6, Sp. 470-473; H.Rüthing , Meyer (Villicus), Adam, in: LMA 6, Sp. 593; J. Vennebusch , Meyer, Adam (Adamus Villi- cus), in: NDB 17, S.324) dem Trierer Erzbischof Johann II. (1456-1503), Markgraf von Baden (KKrimm , Johann II., in: NDB 10, S. 539f) überreicht. Ein unmittelbar vorhergehendes, den Sedulius Scottus-Text abschließendes Kolophon ist radiert und zusätzlich rot übermalt. Der Einband weist auf Entstehung der Handschrift im Kloster Groß St. Martin hin. Sorgfältige Herstellung und Verwendung von Pergament, wie sie sich bei H. 65 finden, sind auch bei einer Reihe ähnlicher Codices aus dem Skriptorium des Klosters unter Abt Adam Meyer nachweisbar (R B. Marks , A Cologne Benedictine Scriptorium ca. 1490 and Trithemius' ,De laude scriptorum', in: Mittellateinisches Jahrbuch 15 (1980), S. 162-171). Eng verwandt ist Cod. H. 65 mit der heutigen Handschrift Paris, Bibliotheque Nationale, Cod. lat. 10677, einem Widmungsexemplar Adam Meyers an den Kölner Erzbischof Hermann von Hessen (1480-1508; C.von Looz-Corswarem , Hermann (IV.), in: LMA 4, Sp.2164) zu dessen Amtsantritt. Französische Federproben auf l r und 5 V von H. 65 weisen darauf hin, daß sich der Codex im 18. Jh. in 523 H. 65 Frankreich befand. Wahrscheinlich ist zur gleichen Zeit und im gleichen Raum ein heute gelöschter Provenienzvermerk o. ä. quer auf l v eingetragen worden. Vorderspiegel Klebeetikett A. Bielefelds Hofl>uch- handlung Karlsruhe (Festgabe zum 50jährigen Bestehen des Badisch-Pfälzischen Buchhändler-Verban- des, Heidelberg/Oktober 1925, Karlsruhe 1925, S. 2-4: Hofbuchhandlung ab 1856, Gründung eines Antiquariats 1867; s. Cod. Schuttern 10). Ebenfalls auf dem Vorderspiegel Notiz des Karlsruher Bibliothekars Alfred Holder, gemäß der die Handschrift aus dem Besitz des badischen Großherzogs Friedrich II. stammt (1857-1907/1928; G.Kaller , von Baden, Friedrich II., in: Badische Biographien NF. 1, Stuttgart 1982, S.24-27; Schlechter (s . Lit.), passim) und am 27.4.1908 an die Badische Hofbibliothek abgegeben wurde. Literatur: A. Schlechter , Bischofsspiegel des Adam Meyer für die Erzbischöfe von Trier und Köln, Johann II. von Baden und Hermann IV. von Hessen, in: ZGO 144 (1996), S. 159-181. 2 r -25 v DIONYSIUS CARTHUSIANUS, EPISTOLA AD PRINCIPES CATHOLICOS PA- RAENETICA DE INSTITUENDO BELLO ADVERSUS TURCAM. >Incipit epistola magist ri Dionisii Carthusiensis sacre theologie professoris ad principes christianos<. Universis principi- bus christianis serenissimo romanorum imperatori ac ceteris illustrissimis regibus... sed et eterna tormenta mereamur evadere atque perpetuam beatitudinem obtinere. Ad laudem et gloriam omni- potentis qui est super omnia deus sublimis et benedictus Amen. Explicit epistola, unde deus sit be- nedictus in secula, Amen. Bricht in der ersten von drei das Werk beendenden Revelationes ab. Text: Doctoris ecstatici D. Dionysii Cartusiani opera omnia, [36:] Opera minora 4, Tournai 1908, S.503-519b 2.27; K. Emery , Dionysii Cartusiensis opera selecta. Prolegomena. Biblio- theca Manuscripta. IA: Studia Bibliographica, Tournholt 1991 (CCCM 121), S. 250 Nr. 150. 26 r -61 v SEDULIUS SCOTTUS, LIBER DE RECTORIBUS CHRISTIANIS. (26 r ) >Inci- piunt capitula operis subsequentis<. De eo quodpium rectorem accepta potestate regendi... (27 V ) >Incipit Uber de rectoribus et principibus christianis. atque de regulis quibus est respublica rite gu- bernanda. . .<. (27 r ) Postquam regni gubernacula rector christianus susceperit... cui est perpes glo- ria et potestas cum patre et spiritu sancto in secula seculorum, Amen. Deo gratias. Kolophon gelöscht. Text: S. Hellmann , Sedulius Scottus, München 1906, S. 19-91. Dem ohne Autorangabe aufgezeichneten Text fehlen alle Metra. Auf Adam Meyer gehen die Weglassung von Kapitel V (mit geänderter Numerierung der folgenden Kapitel), inhaltliche Eingriffe sowie etliche Kürzungen zurück ( Schlechter (s . Lit.), S. 174 f). Cod. H. 65 ist abhängig von Cod. Berlin, SBPK, theol. fol. 368 aus Liesborn ( Hellmann (s. oben), S. 14 Nr. 3 (Sigle B); Verzeich- niss der lateinischen Handschriften der Königlichen Bibliothek zu Berlin von V. Rose , 2: Die Handschriften der Kurfürstlichen Bibliothek und der kurfürstlichen Lande, 2, Berlin 1903 (Die Handschriften-Verzeichnisse der Königlichen Bibliothek zu Berlin 13), S. 702-704 Nr. 702). 62 r WIDMUNGSGEDICHT (s. Herkunft). Deificus gratiosus/ marchionum Stirpe natus/ donis bonis copiosus/ virtutibusque vallatus/ Johannes dei gratia. Treverorum pontifex... Adam abbas Agrippine/Martini in cenobio... 10 Verse (s. Abb. 25). 524 H.65 • H. 78 62 v -68 v EXCERPTA VARIA. (62 v -63 r ) Auszug aus dem Decretum Gratiani. >£x libro decre- torum LXXXIII. distinctione<. Item Augustinus. Maxime ecclesiam nocet qui sub nomine sancti- tatis... Text: Friedberg 1, Sp.293 f (Pars I, dist. LXXXIII, cap.II-VI); (63 r -64 r ) Auszüge aus den Decretales Gregorii Papae IX. >De statu monachomm. Ex concilio lateranensi<. Mo- nachi non precio recipiantur in monasterio... Text: Friedberg 2, Sp. 596 (Hb. III, tit. XXXV, cap. II, Z. 1-6). >De capellis monachorum<. Ex parte tua, et infra... Text: Friedberg 2, Sp. 608 f (Hb. III, tit. XXXVII, cap. III, Z. 1, 12-17), mit Glosse In glossa super verbo Asserunt ... Text: Gregor IX., Papst, Decretales. Mit der Glosse des Bernardus Parmensis, Venedig 1475 (GW 11454; BLB: Ei 95 fol. Ink.), fol.203 vb , Glosse b. Ad audienciam nostram pervenit... Text: Friedberg 2, Sp.609 (Hb. III, tit. XXXVII, cap. IV, Z. 1-9), mit Glosse In glossa super verbis eisdem associent... Text: Gregor IX., Papst (s. oben), fol. 203 vb , Glosse h, Z. 1 f; (64 r_v ) Auszüge aus den Constitutiones Clementis Papae V. >Ex Clementina. Ne in agro. de statu monachorum de eadem materia<. Adhecpredecessorum nostrorum vestigiis... Text: Friedberg 2, Sp. 1167 f (Hb. III, tit. X, cap.I, §6). >Ex clementina. Gravi de celebracione missarum ubi textus loquiturus de horis canonicis psallendis<. Necnon ut in cathedralibus regularibus.. . Text: Friedberg 2, Sp. 1173f (Hb.III, tit. XIV, cap.I, Z. 33-45); (65 r -68 v ) Johannes Nider, Tractatus de reformatione Status coenobitici. >De utilitate reformacionis quomodo reformans ecclesiam dei iu- vat multipliciter, et equipollet edificacioni novi monasterii. Magister Johannes Nyder in De reformatione Status cenobitici secunda parte sexto capitulo<. Primo inquam ecclesiam multipliciter iu- vat in ornatu... Text: Johannes Nider, De reformatione religiosorum Hb.III, Antwerpen 1611, S. 158, Z. 7-S. 164 (Ende von cap.VI); Kaeppeli 2, S. 508 f Nr. 2541 (ohne Kenntnis der Handschrift). H. 78 Speculum humanae salvationis, deutsch Pergament • 160 S. • 33,5 x 22 • Ostmitteldeutschland • Mitte 14. Jh. Lagen: (IV+1 [Spiegel]) 16 , 2 IV 48 , II 56 , (III-2) 64 , (IV-2) 76 , 5 IV 156 , I 160 (paginiert). Von der Anlage her folgen auf zwei Textseiten (jeweils eine Verso- und eine Rectoseite mit je 50 Versen) je zwei Doppelbildseiten (s. Abb. 17); die Textseiten wurden im 15. Jh. mit der Kapitelzählung versehen (hier III- XXXXII). Es fehlen heute folgende Text- und Bildseiten: vor S. 1 fehlt eine Lage (Prolog, mit Miniaturen (?), cap. I—II), die Handschrift setzt mit cap. II, Bild-S. 2 ein; nach S. 58 fehlen zwei Einzelblätter und ein Doppelblatt (cap. XVII, Text-S. 2-cap. XIX, Text-S. 1); nach S.66 fehlen zwei Einzelblätter (cap.XXI, Text-S. 2-cap.XXII, Text-S. 1), nach S. 158 fehlen zwei bis drei Doppelblätter mit dem Schluß von De Septem gaudiis B. V. Mariae. Von S. 143 f ist ein senkrechter Randstreifen abgeschnitten. Die Handschrift weist viele kleine und größere Wasserschäden auf; das Pergament ist beschmutzt und berieben. Schriftraum 27/25,6 x 15/14,2 cm, einspaltig beschrieben, versweise abgesetzt, 50 Zeilen. Textura von einer Hand, Mitte 14. Jh. Verbesserungen und Glossen des 15. Jh's auf S. 18 f, 22, 27, 39, 525 H. 78 47, 55, 71 und 98. Zum Teil sind zu einzelnen Illustrationen die zugrunde liegenden Bibelstellen vermerkt (16. Jh.; S.5, 8 f, 81, 84, 89, 116 f). Übliche Rubrizierung. Jeder zweite Vers beginnt mit einem abwechselnd roten und blauen Paragraphzeichen. Kapitelanfangsinitialen abwechselnd rot und blau. 75 Bildseiten (s. Abb.17) mit je zwei Registern: S.l, 4f, 8f, 12f... 144f, 148f. Verschiedene Miniatoren. Zu Beginn qualitätvolle kolorierte Federzeichnungen, im hinteren Teil der Handschrift überwiegend schlecht erhaltene Deckfarbenmalerei. Einzelne Bildseiten stark berieben. Beschriftung der Miniaturen von mehreren Händen in Textura bzw. Bastarda. Ursprünglicher roter Kalblederband 1974 ersetzt, Fragmente (s. Fragment 2-3) ausgelöst. Der ursprüngliche Hinterspiegel (s. Fragment 1) ist heute mit der ersten Lage verbunden, der fragmentarische Vorderspiegel (beide aus Pergament) auf den neuen Vorderspiegel aufgeklebt. Herkunft: Der Sprachstand der Handschrift weist in den ostmitteldeutschen (schlesischen) Raum, die Schrift in die Mitte des 14. Jahrhunderts. Buchschmuck und Ausstattungsform zeigen eine gewisse Nähe zum Hedwig-Codex (Malibu, J. Paul Getty-Museum, Cod. Ludwig XI, 7; Euw/Plotzek (s . Lit.), S. 74- 81). Auf S. 136 sind in den Rahmen einer Miniatur Halbfiguren eines weltlichen Paares eingefügt. Im Anschluß an die Beschriftung der Miniatur ( Christus wiset sime hymelischen vater syne wunden ) ist angefügt und bit vor uns, was im Schriftband neben den Figuren mit Lambrecht von Dassezke und vor Jude sine husvrouwe (14. Jh. 2 , stark berieben) fortgeführt wird (eine vergleichbare Figurengruppe mit Bischof ohne Beischrift im Schriftband findet sich auf S. 132). Wahrscheinlich gehören die Personen zum Geschlecht der Daczicky (aus Mähren?), das erst 1506 in Böhmen urkundlich faßbar ist (Adelslexikon, hrsg. von W. von Hueck , 2, Limburg 1974, S. 403). Die ursprüngliche Verwendung von Fragment 1 deutet darauf hin, daß der Codex im 15./16. Jh. im Oberrheingebiet gebunden wurde. Aller Wahrscheinlichkeit nach ist H.78 identisch mit einer Handschrift, die im 18. Jh. im Besitz des Abtes des Klosters St. Märgen war. 1781 findet sich im Quellenverzeichnis von Scherz , Glossarium (s. Lit.), 1, S. V der Eintrag: C[armen] ®[on] ^[em] leb[en\ CAr[isti], Carmen s[ cilicet] Gedicht von dem leben Christi und von K[nserer] /.[ieben] Frouwen. 5[cilicet] C[armen] de vita &passione Christi. Bibl. Abbat. B. Virg. Mariae vulgo S. Mergen in Silva Nigra. F. H. von der Hagen und J. G. Büsching führen die gleiche Handschrift in ihrem Literarischen Grundriß (s. Lit.) auf unter Verweis auf Notizen des Herausgebers des Glossariums, J.J. Oberlin (S. 267-270). Laut diesem Zeugnis fehlen der Handschrift cap.I-II, sie setzt mit der letzten Bildseite von Kapitel II ein ( Hie buwet Adam das ertriche/ Noe arke in der sintflut) und weist im Gebetsanhang Blattverlust auf; hier sind die zitierten Tituli mit denen der Handschrift fast identisch. Die mitgeteilten Versauszüge stimmen weitgehend mit den Lesarten von Cod. H.78 überein (bei den Varianten handelt es sich um zeitübliche Flüchtigkeitsfehler oder Normalisierungen der Bearbeiter), die angezogene Paginierung weicht jedoch ab S. 17 von dem heutigen Zustand von Cod. H. 78 ab. Auf S. 79 der Handschrift ist im 18. Jh. mit Bleistift Fryburgum M. V. V.III. Brisgow hii hortibus eingetragen worden. In der Folge gelangte der Codex auf unbekanntem Weg vor 1827 in das Großherzoglich Badische Kupferstichkabinett. Die Handschrift ist an mehreren Stellen sehr nachlässig mit dem Stempel Gr. Bad. Kupferstich Kabinett gekennzeichnet. Mit der Aufbewahrung im Kupferstichkabinett in Zusammenhang steht die Signatur Kasten C.LXIII auf dem Vorderspiegel. Weitere handschriftliche Vermerke des 19. Jh's auf dem Vorderspiegel: Bruchsaler Evangeliarium ca. 1380/90 (Tinte); IX 395, Speculum humanae salvationis, Kölner Schule, ca.1380/90 (Blaustift). Diese Einträge stehen wohl in Zusammenhang mit einer von Fredegar Mone geplanten Edition der Handschrift; Vorarbeiten sind heute aufbewahrt unter 526 H. 78 GLA, Sammlung Rosenberg, Nr. 860. Am 11.12.1919 wurde der Codex vom Kupferstichkabinett der Badischen Landesbibliothek übergeben. Mundart: Gegen A.Stange (s . Lit., S.71) ist die Mundart mit P.P oppe (s . Lit., S.35f) als ostmitteldeutsch zu bestimmen, allerdings mit mittelfränkischen Einschlägen wohl der Vorlage (z.B. S. 79, Z. 36: achter). Literatur: J. G. Scherz , Glossarium Germanicum medii aevi, hrsg. vonJ.J. Oberlin , 1, Straßburg 1781, S. V; F. H. von der Hagen/J . G. Büsching , Literarischer Grundriß zur Geschichte der Deutschen Poesie von der ältesten Zeit bis in das sechzehnte Jahrhundert, Berlin 1812, S. 267-270; P. Poppe , Über das Speculum humanae salvationis und eine mitteldeutsche Bearbeitung desselben, Berlin 1887 (Diss. Straßburg), passim; J.Lutz/P.Perdrizet , Speculum humanae salvationis. Kritische Ausgabe. Ubersetzung von Jean Mielot (1448). Die Quellen des Speculums und seine Bedeutung in der Ikonographie besonders in der elsässischen Kunst des XIV. Jahrhunderts, 1, Mülhausen 1907, S. 104 Nr.231; E. Breitenbach, Speculum humanae salvationis. Eine typengeschichtliche Untersuchung, Straßburg 1930, S.21 f Nr.231, S .77; A.Stange , Deutsche Malerei der Gotik, 1, München 1934, S .70-72; J.Klapper , ,Spiegel der menschlichen Seligkeit', in: 'VL, 4, Sp.240f; [K] Hannemann , ,Spiegel der menschlichen Seligkeit' (Nachtrag), in: 'VL, 5, Sp. 1057; L. Klamt , Die handschriftliche Überlieferung der deutschen Versübersetzung des ,Speculum humanae salvationis', Examensarbeit (masch.), Münster 1961, S. 14; H. Broszinski/J. Heinzle , Kasseler Bruchstück der anonymen deutschen Versbearbeitung des Speculum humanae salvationis', in: Zeitschrift für deutsches Altertum 112 (1983), S. 56 u. Anm.9; Heilsspiegel. Die Bilder des mittelalterlichen Erbauungsbuches Speculum humanae salvationis. Mit Nachwort und Erläuterungen von H.Appuhn , Dortmund 1981, S. 134; A.von Eirw/J. M. Plotzek , Die Handschriften der Sammlung Ludwig, 3, Köln 1982, S. 80; Kat. Wien Illum . I, S. 298. S. 1-149 SPECULUM HUMANAE SALVATIONIS, DEUTSCH. Anfang fehlt; das Werk setzt mit der zweiten Bildseite zu cap. II ein (Beschriftung: Hi buwet Adam daz ertriche/ Noe arche in der sintflut). (S. 2) cap. III. Wol wir unse losunge wissen unde beschouwen/ So muze wir des czum ersten beginnen von unser vrowen... (S. 147, letzte Textseite) cap.XXXXII. ... Got gebe uns di ewige vroude allen samen/ Noch disme leben in secuta seculorum amen. Lat. Text: Lutz/Perdrizet (s . Lit.), S. 8-87. H.78 gehört zu einer Gruppe von fast 30 Handschriften und -fragmenten mit vorwiegend mitteldeutscher oder niederdeutscher Überlieferung, die eine wohl Mitte des 14. Jh's entstandene anonyme Versübersetzung (,Spiegel der menschlichen Seligkeit') enthalten (H.-W. Stork/B. Wachinger , ,Speculum humanae salvationis', in: 2 VL, 9, Sp. 58 f). S. 150-158 GEBETSANHANG. (S. 150-154) De Septem stationibus passionis Christi, deutsch. > Dis ist eyn bispil von der martere unsers herren<. Swelch mensche nicht komen wil czu der helle/ Unde in dem himelriche wil werden der heiligen geselle... >Czu none czit<. ... Unde beware mich libe herre vor dem ewigen tot/ Das gesche uns aliensamen. In gotis namen amen. Lat. Text: Lutz/Perdrizet (s . Lit.), S. 88-91. N.F. Palmer , Tagzeitengedichte, in: 2 VL, 9, Sp.582f Nr.6; (S. 154-158) De Septem tristitiis B.V. Mariae, deutsch. >Diz ist eyn bispel von dem betrupnisse unser liben vrouwen<. Daz ist unsem liben herren gar wol czu danke/ Daz man 527 H. 78 ym siner marter dikke danken... >Diz ist daz sehende betrubnisse<. ... Do ich der ewigen vroude nymmer vormisse/ Daz gesche uns aliensamen. In gotis namen amen. Lat. Text: Lutz/Perdrizet (s. Lit.), S.92-95; (S. 158) De Septem gaudiis B.V. Mariae, deutsch, Fragment. >Diz ist eyn hispil von den sehen vrouden unser liben vrouwen<. Diz ist unser liben vrouwen wol czu danke/ Daz man ir irie betmbnisse gerne danke... Bricht mit V. 7 des Primum gaudium ab. Text: Lutz/Perdrizet (s . Lit.), S. 96. Vgl. H. Hilg , ,Sieben Freuden Mariens', in: VL, 8, Sp. 1162 f. FRAGMENTE 1. Pergamentblatt, 32,5/31,5 x 24 cm. Ehemals als Hinterspiegel verwendet, heute vor die erste Lage geheftet. Weiter ein senkrechter Streifen der gleichen Urkunde von 1,5 cm Breite. Bastarda von einer Hand. Wasserschaden, Text zum Teil ganz abgerieben. URKUNDE. Rechtsakt nicht mehr eindeutig nachvollziehbar; wahrscheinlich handelt es sich um einen Verkauf von Immobilien gegen jährlichen Zins. Aussteller sind Heinrich von Schieten, Lantkompthur der Palye ze Elsasse und ze Burgun[ d] (P.Heim , Die Deutschor- denskommende Beuggen und die Anfänge der Bailei Elsass-Burgund, Bonn-Godesberg 1977, S. 176-178: urkundet von 1384-1411 als Landkomtur) und Mergkwart von Baden, Comenthur des huses zu Büghein (Beuggen; Heim , S. 178 f: urkundet 1391-1413 als (Haus-) Komtur von Beuggen). Partner ist Clara von Waltpach (wohl Clara von Walpach, Nonne zu Basel-Klingenthal, tot 24.11.1407; Urkundenbuch der Stadt Basel, 5, hrsg. von R. Wackernagel , Basel 1900, Nr. 370). Die Urkunde ist datiert vierzehenhundert und ein Jare des nechsten Zinstages nach sant Jacobs tag (26.7.1401). Erwähnt sind der nüwe... Römische. .. künig (Ruprecht I., 1400-1410) und die Kommende Basel. 2. Zwei unregelmäßige Pergamentbruchstücke einer Oktavhandschrift. Karolingische Minuskel von einer Hand, um 1100. Auf der Versoseite finden sich weitgehend unleserliche Nachträge des 14. Jh's. Übliche Rubrizierung. l r Monatsbild zum November (Aquarius (!)). KALENDARIUM, Fragment. Erhalten sind Teile des Novembers und des Dezembers. Bemerkenswert: Adelb. eps. (13.11., Adalbero III., Bischof von Metz). 3. 2 unregelmäßige Pergamentbruchstücke einer Quarthandschrift. 18 Zeilen. Karolingische Minuskel von einer Hand des 11. Jh's. Übliche Rubrizierung. Text weitgehend verblaßt. LECTIONARIUM (?), Fragment. 528 Namen- und Sachregister Siglen: Or Ortenau Mä St. Märgen AI Allerheiligen Me Meersburg Br Bruchsal Su Schuttern Ge Gengenbach Sw Schwarzach Gü Güntersthal Th Thennenbach H. Hinterlegung Tr St. Trudpert Kr Kraichgau Wo Wonnenthal Öh Ohningen U.H. Unbestimmte Herkunft Of Offenburg U. H. Fragm. Unbestimmte Herkunft, Fragment Abkürzungen: Ausz. (Auszug), N (Nekrologeintrag), Pr I (Provenienz I: Schriftheimat, Entstehungsort), Pr II (Provenienz II: Vorbesitzer, Aufbewahrungsort), R (Regest), S (Schreiber bzw. Schreiberin), SB (Stammbuch), SL (Sammelbuch Lutherhaus), U (Urkunde) Aach (R) AI 2, 605 r Abbehausen (SL) H. 10, 149 r Ablaß Th 9, 121 r - Ablaßbrief Sw 15, Fragment 2 - Ablaßtexte Gü 13, 19 r ; Wo 13, 410 r ; Wo 14, 43 r Achern (Pr I) AI 6 (?) Adami, Hermann (SL) H. 10, 150 r Adelberg (Prämonstratenser) Gü 11, S. 6 Adelby (SL) H. 10, 130 r Aderlaßtafel Br 10, 15 r ; Sw 9, 9 r Aderlaßtraktat U. H. Fragm. 17 Adlerstedt, Carl (SL) H. 10, 16 r Admonitio mortui ad viventem, deutsch Wo 16, 136 v Aegidius Romanus, Salve sancta facies, deutsch Wo 14, 49 v Aeschardt, Johann Christoph H. 10, XV Agnes von Böhmen Th 4, 156 v Agricola - Gisbert s. Gengenbach; Maursmünster - Valentin, Stiftsherr von Jung St. Peter in Straßburg (Pr II) Ge 2 Alantista, Severinus, Dr., Alchemist, aus Venedig AI 3, S. 167 Alanus de Rupe (?), Andacht zu den neun Freuden Mariae Wo 11, 229 r Alber, Sebastian s. Allerheiligen Albertus de Siegburg, Glossarium veteris et novi testamenti Öh 1, l ra Ps.-Albertus Magnus - De horis dierum, Ausz. Ge 3, 266 r - Semita recta AI 3, S. 77 Albertus, Georg (SB) H. 9, 97 v Albich, Johann Jakob (SB) H. 9, 97 r Aichemistische Sammelhandschrift AI 3 Alcherius Claraevallensis (?), De spiritu et anima lib. ITh 1, Fragment 1, Th 2, Fragment 1 Alcuinus, Flaccus, De fide sanctae et individuae trinitatis lib. III, Ausz. Sw 4, 330 r Alefeld, H. H. von (SL) H. 10, 82 r Alefeldt, Friedrich von (SB) H. 9, 48 r 529 Namen- und Sachregister Alexander Cantuariensis, De simiiitudinibus U .H.21, 13 r Alexander de Villa Dei, Doctrinale, Fragment Sw 24 Alexander Papa III., Privilegien für den Zisterzienserorden Th 9, 13 v Alexander Papa IV., Privilegien für den Zisterzienserorden Th 9, 52 r Alexander Papa VI., Ablaß Wo 14, 228 v Alfeld (SL) H. 10, 163 v Alikenbrecher, Samuel (SL) H. 10, 35 r , 91 r Allaß, Johann George (SL) H. 10, 18 v Allerheiligen (Prämonstratenser) S. 45-52, 58 — (Pr I) AI 1, AI 7 — (Pr II) AI 1-7 — Bibliothekskatalog AI 1 — Pröpste bzw. Abte — Daucher, Martin (1565-1572) S.47 Anm. 18 — Schüßler, Johannes (1600-1601) S.45-47 -- Scheffler, Laurentius (1613-1640) S.47 — Hodapp, Norbert (1640-1653) S. 47 — Schlecht, Anastasius (1653-1691) S. 45 — Konventualen — Alber, Sebastian, Cornucopia horologica S.49; AI 1 — - Hempfer, Georg, Prior S. 48 — Kistner, Gottfried S. 47 — Knab, Laurentius, Pfarrer Durbach AI 6 — Rasch, Norbert S. 50; AI 1 — Schneider, Gottfried S. 50 — Widenmann, Joseph, Prior S. 48 — P. Prosper S. 50 Allerheiligen/Freiburg (Augustinerchorherren), Ausweichkloster von St. Märgen S. 85-92; Mä 4 — (Pr II) Mä 3 — s. auch St. Märgen Allström, Johann (SL) H. 10, 13 r Almstedt (SL) H. 10, 163 v Alpirsbach (Benediktiner) (R)Gü 11, S. 103, 291 Alsbach (SL) H. 10, 157 r Altarweihe Th 9, 121 r Altbiesser, Rudolf, Einnehmer der Landschaft Württemberg (R) AI 2, 277 r Altdorf (R) AI 2, 606 v ; Me 3, Fragment (U) Altenesch (SL) H. 10, 148 r Altenstein (SL) H. 10, 175 v Alter, Olav (SL) H. 10, 130 r Altmannshausen, Amalie, geb. von Raitenau (R) AI 2, 286 v Altona (SL) H. 10, 135 r Altshausen (R) AI 2, 197 r Alulfus de Tornaco, Gregorialis, pars IV Sw 15, 39 ra Ambringen - Anastasia von (N) Gü 13 - Cordula von s. Günterstal Ambrosius Mediolanensis - De officiis ministrorum üb. III, Ausz. Sw 4, 158 v - Oratio 'Summe sacerdos' Sw 5, 139 v ; U.H. Fragm. 10, 3 ra Ps.-Ambrosius Mediolanensis, Gebet vom Leben und Leiden Christi Wo 16, 83 r Amerbach, Johann S. 99 Amlang, Herr S. 70 Ammann, Leonhard (SB) H. 9, 157 v Amsterdam (SL) H. 10, 92 r Anastasius Papa IV., Privilegien für den Zisterzienserorden Th 9, 10 r Andacht - deutsch - Kommunion Wo 13, 293 r - Sieben Bitten des Paternosters Sw 19, 201 r - Vierzig Zellen in der Wüste Wo 13, 1 r - Jesus Christus - Andacht im Maimonat Wo 11, 218 V - s. auch Jesu Christus (Passionsbetrachtungen) - Maria, hl. - Neun Freuden Wo 11, 229 r Andersen, Georg (SL) H. 10, 130 r Anderßen, Anders (SL) H. 10, 47 r Andreas von Erfurt, Alchemist AI 3, S. 212 Angelmüller, Georg (R) AI 2, 290 v Angerburg (SL) H. 10, 90 v 530 Namen- und Sachregister Angerer - Christoph s. St. Märgen - Johann, Vogt von Sipplingen (R) AI 2, 245 v Anhalt, Joachim Ernst von Gü 11, S. 177 Anhausen (Benediktiner) (R) Gü 11, S. 230 Anima Christi - lateinisch Sw 5, 79 r ; U.H.22, 212" - deutsch Wo 14, 52 v Anklam (SL) H. 10, 17 v , 18 r , 18 v Anniversarium AI 7 Anonymus Cisterciensis, Tractatus de interiori domo seu de conscientia aedificanda Sw 4, 338 r Anseimus Cantuariensis - lateinisch - Liber de fide trinitatis et de incarnatione ver- bi, Ausz. Sw 4, 366 r - - Orationes, Ausz. Sw 4, 365 r ; Oratio XXIV Sw 5, 133 v - Proslogion, Ausz. Sw 4, 364" - deutsch -- Gebete U.H.21, 127 r ; Wo 14, 67 V - oft zitiert Wo 16, 118 V Ps.-Anseimus Cantuariensis, De similitudinibus U.H.21, 13 r Antiphonale - benedictinum U. H. 4, U.H. Fragm. b; Su 10 - pars hiemalis Sw 10, Sw 14 - bursfeldense. - pars aestivalis Sw 12 - pars hiemalis Sw 11 - cisterciense Gü 1; Gü 13, l r , 10 r (Teile); Th 3 - pars aestivalis Th 2 - Fragmente Th 1, Fragment 2, Th 2, Fragment 2 - Fragmente AI 4, Fragment 2; Br 10, Fragment 2; Br 12; Br 14; Mä 3, Fragment 2; Sw 29; U.H.2, l r , 6 r ; U.H. Fragm. 4; U.H. Fragm. 7; U.H. Fragm. 13; U.H. Fragm. 14 Antiphonale et Graduale Schutterense Su 10 Antiphonen, Marianische, deutsch U.H. 18, 60 r ; Wo 15, 14 r Antiquare s. Bielefeld, A.; Mozler, Joseph Matthias Antonius de Azaro de Parma, Sermo U.H.9, 248 1 ' Anweil, Fritz Jakob von S. 48 Apen (SL) H. 10, 150 r Appenweier (N) AI 7, 3 r Arcularius, Johann Heinrich (SB) H. 9, 136 r Arien (R) AI 2, 472 r Armbster, Liborius (SL) H. 10, 149 r Ascetica, varia U.H.9, Einbandmakulatur; U.H.21, 72 r ; Wo 15, 150 v ;Wo 16, V Ascherr, Johann, Secretarius, Alchemist AI 3, 5. 176 Astronomie/Astrologie Ge 3, Ge 4 Athenagoras, De urinis U.H. 5, 1 l ra Aue, Johann von der, Alchemist AI 3, S. 9 Aufhausen (SL) H. 10, 177 v Augensegen, mittelfränkischer Sw 7, 90 r Augsburg Me 3, H. 9 - Heilig-Kreuz-Kirche H. 9 - s. auch Provenienz I Augustinus, Aurelius - De contemptu mundi Sw 4, 231 r - De contritione cordis lib. I Sw 4, 235 r - De doctrina christiana, Ausz. Sw 4, 247 r - De honestate mulierum Sw 4, 243 r - De opere monachorum, Ausz. Sw 4, 245 v - Enchiridion ad Laurentium de fide et spe et ca- ritate Sw 4, 18l r - Expositio epistulae ad Galatas, Fragment U. H. Fragm. 38 - Retractationum lib. II, Ausz. Sw 4, 230 v - Speculum peccatoris S. 103 Ps.-Augustinus, Aurelius - Gebete - - deutsch Wo 12, 55 v ; Wo 14, 26 v , 97 v , 252 r , 293 r ; Wo 16, 51 r - lateinisch U.H.22, 225 r - Meditationum lib. I Sw 5, 147 r (cap. XXXV), 92 r (cap. XL) Augustinus Triumphus - Commentarium in Evangelium Johannis (?) Sw 6, 121 r - Expositio super Cantica canticorum Sw 6, l r - Tractatus super Magnificat, Ausz. Of 1, 195 ra 531 Namen- und Sachregister Aulberg, Jeremias (SB) H. 9, 160' Auwerin von Kiechlinsbergen, Maria Ursula s. Wonnental Aventoft (SL) H. 10, 171 r Avicenna - Canon medicinae U.H. 5, 228 ra - De viribus cordis U. H. 5, 436 va Ayssenbach, Petrus (U) Sw 15, Fragment 1 Bach, Georg (SB) H. 9, 155 r Bacheberle, Placidus s. Schuttern Baden - Carol Magnus (1621-1658) (SB) H. 9, 15 r - Friedrich (1594-1659) (SB) H. 9, 8 r - Friedrich d. J. (1617-1677) (SB) H. 9, 14 r - Georg Friedrich (1573-1638) (SB) FI. 9, 7 r - Johann IL, Bischof von Trier (1456-1503) H. 65 - Kunigunde (gest. 1558), Epitaph fürGü 11, S. 324 - Markwart (belegt 1391-1413) (U) H. 78, Fragment 1 - Philipp (1569-1588) Sw 11 Baden-Baden - Kollegiatsstift Me 4 (?) - Schloßbibliothek Su 10 Baden-Durlach - Augusta Maria (1649-1728) Br 4 - Dorothea Ursula, verh. von Württemberg (1559-1583) (Pr II) Br 11 - Elisabeth (1516-1568) (R)Gü 11, S.64 - Ernst Friedrich (1577-1604) (R) AI 2, 290 r - Friedrich I., Großherzog (1826-1907) H. 9 - Friedrich II., Großherzog (1907-1928) (Pr II) H. 64, H. 65,SulO - Kanzlei (SL) H. 10, 83 v Bader, Bernhard - Festcarmen Mä 8 - Hirtengedicht Mä 7 Badisches Landrecht von 1588 Or 6 Bäsch, Heinrich (U) Sw 6, Fragment Bätzin, Ursula, zu Überlingen (R) AI 2, 155 v Baggati, Josef S.90 Bainbach, Johann Christoph (SL) H. 10, 155 v Baibach von Gastel, Friedrich Willibald S. 141; (Pr II) Me 1-2, Me 3, Me 4 - Exlibris Me 3, Me 4 Balduinis, Christian (SB) H. 9, 115 r Balingen (R) Gü 11, S. 217 Bamberg s. Provenienz I Bamlach U. H. Fragm. 37 (Pr II ?) Bardenfleth (SL) H. 10, 148 v Bardewisch (SL) H. 10, 148 v Barlt (SL) H. 10, 171 v Bartau (SL) H. 10, 135 v Bartenstein (SL) H. 10, 56 v Bartholomaeus Anglicus, De proprietatibus re- rum, Ausz. Of 1, 87 ra Bartholomaeus de Montagna, De modo compo- nendi medicinas U.H.5, 79 va Bartolus, Isaac (SB) H. 9, 80 r Bartrüflin (N) AI 7, 7 r Bartsch, Henrich (SL) H. 10, 53 r Basel - Deutscher Orden (U) H. 78, Fragment 1 - Klingenthal (Dominikanerinnen bzw. Augustinerinnen) (U) H. 78, Fragment 1 - Clara von Walpach (U) H. 78, Fragment 1 Basilius Caesariensis - Admonitio ad filium spiritualem Sw 4, 80 v - Regula ad monachos, Ausz. Sw 4, 77 r Basse (SL) H. 10, 135 r Bauch, Johann Daniel (SL) H. 10, 156" Baudewien, Johann (SL) H. 10, 28 r Baudiß (SL) H. 10, 152 v Bauernkrieg S.46, 103; Gü 11, S.89 Baumeister, Jakob (SB) H. 9, 124 v Baur, Sebastian, aus Altdorf (U) Me 3, Fragment Bausdorf (SL) H. 10, 153 v Bauske (SL) H. 10, 30 v Bayer, Albertus OCarm, Colloquium spiritus Mercurii cum fratre A.B. AI 3, S. 406 Bayern s. Provenienz I Bayler, Heinrich s. Konstanz 532 Namen- und Sachregister Bebenhausen (Zisterzienser) (R) Gü 11, S. 69, 301 Becht, Johann Georg (SB) H. 9, 102 r Beck - Johannes (SB) H. 9, 106 v - Joseph s. St. Georgen - Lago (SB) H. 9, 105 v Becker - Franciscus (SB) H. 9, 133 v - Johann Gottfried (SL) H. 10, 129 r Becklerin, Martha s. Günterstal - s. auch Böcklerin Beda Venerabiiis - Expositio in Lucam 111,10 Gü 18, l r - Horn. 11,6 Gü 18, l v - In epistolas Septem catholicas - Ausz. Sw 4, 326 v - Fragment Sw 30 - In Lucae evangelium expositio, Fragment Sw 30 Ps.-Beda Venerabiiis, Gebet von den sieben Worten Christi am Kreuz - lateinisch Sw 5, 77 v - deutsch Wo 14, l r , 97 v ; Wo 15, 155 r Beichte - s. auch Gebete (Beichte, Buße), Gewissenserforschung - Beichtspiegel Wo 16, 212 V Beidenfleth (SL) H. 10, 171 v Belgien s. Provenienz I Bellen (?), Anna U. H. 17 (Pr II) Belser, Hans u. Ehefrau Barbara (R) AI 2, 397 r Beizig (SL) H. 10, 131 r Bender, Marquard s. Schuttern - Annales Schutterani S. 100; Su 6, 33 r Benedictus de Nursia - Regula, Ausz. Sw 4, 298 r , 301 r - Benediktinerorden, Lobgedichte auf den Sw 4, 298 r - Benediktinerregel, deutsch Gü 15 Benedictus XII., Privilegien für den Zisterzienserorden Th 9, 94 r Benediktionen Gü 6, 82 r ; Mä 3, 107 r ; Sw 5, 230 v ; Sw 9, 274 r Bengtßen, Oluf (SL) H. 10, 39 v Berchaw, George Thomas von (SL) H. 10, 7 r Berckh, Jakob, Dorfpfleger zu Sipplingen (R) AI 2, 238 v Beretrich s. Schuttern Berg, Kloster (SL) H. 10, 22 r Bergbau (R)Gü 11, S.237 Bergedorf (SL) H. 10, 131 v , 132 r Bergen an der Dumm (SL)H. 10, 131 r Berier, Maurus s. Tennenbach Berlich, Nicolaus Sw 23 Berlin (SL) H. 10, 23 r Berlin, Johannes (?) (U) Sw 15, Fragment 1 Berlower, Thomas s. Konstanz Bernardinus Senensis, Gebet vom Namen Jesu Christi, deutsch Wo 14, 38"; Wo 15, 68 r Bernardus Claraevallensis — lateinisch — Sermones super Cantica canticorum, Fragment U.H. Fragm. 15 — Vita prima Wo 9, Fragment — deutsch — Lied zu Ehren Bernhards Gü 13, III r — Testament und Grabinschrift Wo 8, 196 r Ps.-Bernardus Claraevallensis — deutsch — Bekenntnisbrief, täglicher Wo 12, 123 v -- Hymnus Wo 11, ll v — - Mariengebet Wo 14, 87 v ; Wo 15, 143 r — - Passionsbetrachtungen Wo 14, 6 r — Passionsgebete Wo 12, 129 r ; Wo 14, 30 r , 169 v ; Wo 15, 37 r ; Wo 16, 187 r — Salve mundi salutare Wo 14, 30 r ; Wo 16, 187 r — - St. Bernhards 8 Verse Wo 14, 65 r ; Wo 15, 52 r — - St. Bernhards Lustgärtlein s. (Ps.^Bonaventura — lateinisch — Ablaßgebet 'Ave ancilla sanctae trinitatis' Sw 5, 49 v — St. Bernhards 8 Verse Sw 5, 244 r ; Wo 14, 127 r Bernau (SL) H. 10, 164 v 533 Namen- und Sachregister Berne (SL) H. 10, 148 v Bernegger, Matthias (SB) H. 9, 91 r Bernhard von der Mark, Graf AI 3, S. 390 Bernhard(t), Johann Adam Br 7 Bernhausen (R) Gü 11, S. 228 - Diepolt von (R) Gü 11, S. 228 - Maria Agnes von s. Günterstal Bernoldus von Konstanz, Chronicon cum annali- bus Gengenbacensibus S. 54 Bernolitishof (R) Gü 11, S. 43 Bernstadt (SL) H. 10, 153 v , 154 r Berstett - Joachim von (SB) H. 9, 69 v - Hugo Weirich von (SB) H. 9, 69 v Berthold - Berthold, Bruder, 10 Belehrungen Wo 15, 152 v - Berthold (Bruder), von Freiburg, Rechtssumme Ge 1 - Berhtold, Herr (U) U. H. 11 - Bertholdus Ratisbonensis, Sermo U.H. 14, 2 ra Bertram, Ulrich (SB) H. 9, 150 v Besch, Jochim (SL) H. 10, 7 r Besitzvermerke - Allerheiligen - - 1601 AI 7 (Dq 21 fol. Ink.) - Freiburg - - Kartäuser, 15. Jh. Th 8, Fragment 1 -- Klarissen, 16. Jh. Th 4 - Gengenbach -- 17. Jh. Ge 1, Ge 2, Ge 3 - Günterstal - 15. Jh. Gü 5 - 18. Jh. Gü 18 - Ohningen -- 18. Jh. Öh 1 - Offenburg -- 15. Jh. Of 1 - St. Märgen u. Allerheiligen/Freiburg -- 17. Jh. Mä 2, Mä 3 (?) - 18. Jh. Mä 1 - Schuttern - 17./18. Jh. Su 2, Su 3, Su 9 - Schwarzach - 16. Jh. Sw 15, Sw 30 (Ei 18 fol. Ink.) - 17. Jh. Sw 18, Sw 21 (Dg 286 fol. Ink.), Sw 24 (Do 437 Ink.) - - 18. Jh. Sw 1, Sw 2, Sw 3, Sw 4, Sw 5, Sw 6, Sw 10, Sw 11, Sw 12, Sw 13, Sw 14, Sw 15, Sw 23 (Dd 184 Ink.), Sw 24 (Do 437 Ink.) - Straßburg, Kartäuser -- 1600 Sw 7 - Tennenbach - 18. Jh. Th 7; Th 8, Fragment 1; Th 11 - Wonnental - - 17. Jh. Wo 3, Wo 4, Wo 6, Wo 8, Wo 15, Wo 17 - Sonstige s. Agricola, Gisbert; Agricola, Valentin; Baader, E.; Bellen, Anna; Berlich, Nikolaus; Bernhausen, Maria Agnes von; Birgel, Heinrich; Blum, Anna; Böcklin von Böcklinsau, Hans Philipp; Daczicky, Lambrecht u.Jude von; Dankenschweil, Maria Cleophe von; Fa- bricius, Johannes Friedrich; Gebauer, D. H.; Habergesser, Johannes; Hachberg, Otto von; Hammer, Michael; Heilmennin, Katerina; Hemmerlin, Jakob; Heubier, Christoph; Holz- apflerin von Herxheim, Maria Juliana; Holzmüllerin, Margareta; Hünerer, Adam; Kern, Ketterlin u. Mattheus; Kreutter, Marquard; Lindenfels, Anna Maria von; Lindenfels, Hans Caspar von; Lumpp, Wenzeslaus; M., L.; Merr- hoffer, Jost; Nithart, Heinrich; Phoeberius, Ambrosius; Regesteyn, Margret; Reischach zum Mägdeberg, Laux von; Rullius, Johannes; Scheid, Nikolaus; Scherer, Johannes; Schmid, Paulus; Schott, Anna; Stehelin, Ulrich; Steime- rin, Magdalena; Steinerin, Maria Charitas; Stöber, Hermann; Sturmläufer, Peter; Westermen- nin, Maria; Zaltbarchius, Hieronymus; Zinck, Caspar; Zorn von Plobsheim, Ludwig Heinrich Besselich bei Koblenz (Benediktiner) Br 1, Br 2 Bessungen (SL) H. 10, 157 r Betrachtungen, mystische Sw 19, 131 r , 179 r , 232 r Betschlin, Berthold (N) AI 7, 8 r Beuggen, Deutscher Orden (U) H. 78, Fragment 1 Beurer, Jakob (R) AI 2, 2 8 5 r 534 Namen- und Sachregister Bevensen (SL) H. 10, 131 r Beyer, Andre (SB) H. 9, 104 v Beyrlin, Jakob, Spicilegium antiquitatum Palati- narum Br 7 Beyschlag, Johann Balthasar (SL) H. 10, 155 v Biblia sacra Oh 1 - Exzerpte Sw 26 - AT -- CtGü 13, VIF (Teile) - Ps s. Bußpsalmen; Gradualpsalmen; Passionspsalmen; Psalmen, einzelne; Psalterium - - Fragmente Ge 5, Sw 30, U.H. Fragm. 18, U.H. Fragm. 35 (hebräisch), U.H. Fragm. 38 - NT - - Evangelienperikopen deutsch U.H.21, 133 r ; Wo 14, 269 v ; Wo 15, 14 v lateinisch U.H.22, 57 r - - Fragmente U. H. Fragm. 11 - Kommentare -- zuGn2,10Öhl,497 ra - zu Io Sw 6, 121 r - Prologe Oh 1, passim Bibliothekskatalog AI 1, Me 1-2, Tr 1-4 Bicklin, Laurentius s. Schuttern Bidembach, Wilhelm, Epitaph für Johannes Brenz Gü 11, S. 169 Bielefeld, A., Hofbuchhandlung in Karlsruhe H. 65, Su 10 Bienenbüttel (SL) H. 10, 168 v Biermann, Emanuel (SB) H. 9, 153 v Bietigheim (R) Gü 11, S.75 Bildechingen (R) AI 2, 530 r Bindevermerk Mä 3 Bindus de Senis, Distinctiones exemplorum veteris et novi testamenti S. 106 Bintzegger, Ulrich (R) AI 2, 245 v Birgel, Heinrich (?) Sw 23 Birgitta von Schweden (?) - Gebet, von Christus gelehrt Wo 16, 215 V - 15 Gebete vom Leiden Christi Sw 5, 85 r Bischheim (SL) H. 10, 156 r Bissingen (SL) H. 10, 178 r Bitsch, Kaspar (SB) H. 9, 80 v Blanckenhagen, Justus (SL) H. 10, 146 r Blanckenheim, Wilhelm von (SL) H. 10, 129 r Blatten, Johannes von s. Konstanz Blattweiser s. Buch- und Schriftwesen Bletz zum Elephanten, Konrad (R) Gü 11, S. 200 Blexen (SL) H. 10, 149 r Bley, Johann Konrad S. 94 Bluem - Christoph, Einnehmer der Landgrafschaft Nel- lenburg (R) AI 2, 68 r , 238 v , 282 v , 291 r , 361 r , 536 r , 605 r , 606 r_v - Jakob (R) AI 2, 64 v Blum, Anna U.H. 10 (Pr II) Blumberg (SL) H. 10, 152 r Bobstadt (R) Gü 11, S. 361 Bode, Johann (SL) H. 10, 149 r Bodenburg (SL) H. 10, 163 v Bodenseegebiet s. Provenienz I Böckhlin, Reimund (SB) H. 9, 148 r Böcklerin, Elisabeth s. Günterstal Böcklin, Claus Jakob von Or 3, 213 r Böcklin von Böcklinsau - Hans Philipp (Pr I) Or 1 - Philipp Joachim (Pr II) Or 1 Boeder, Johann Heinrich (SB) H. 9, 156 r Bödigheim (R)Gü 11, S. 36 Bödikerus - Johannes (SL) H. 10, 23 v - Karl Edzard (SL) H. 10, 23 v Bönnigheim, Kirche Gü 11, S. 171 Börding, Johannes (SB) H. 9, 113 r Boethius, Anicius Manlius Severinus, Philoso- phiae consolatio, Ausz. Sw 4, 293 1 Boleyn, Anne Gü 12, 372 r Boltenhagen (SL) H. 10, 27 r Bommaister, Georg (SB) H. 9, 93 v Bonaventura Sanctus - Breviloquium S. 106 - Carmina in canticum Salve regina Su 6, 30' - De passione dominica officium Sw 5, 49 v - De triplici via Sw 4, 416 v - Lignum vitae, Ausz., deutsch Wo 14, 176 r 535 Namen- und Sachregister Ps.-Bonaventura Sanctus - Lustgärtlein s. Vitis mystica - Stimulus amoris, Ausz. Sw 19, 180 r , 192 r - Vitis mystica, deutsch Wo 17 Bonifatius Papa VIII. - Ablaßgebet Wo 14, 72 v - Privilegien für den Zisterzienserorden Th 9, 80 v Bonlanden (R) Gü 11, S.236 Boots, Adam d. J. (SB) H. 9, 95 v Bopfingen (SL) H. 10, 177 v Borck, Ascanius (SB) H. 9, 67 r Bornholdt, Johann Bernhard (SL) H. 10, 148 r Bosch, Hofgerichtssekretär S. 143 Bothanus, Bartholdus (SL) H. 10, 78 r Botzheim, Hans Hartmann von (SB) H. 9, 58 r Boxberg (R)Gü 11, S. 360 Brackenhoffer, Andreas (SB) H. 9, 160 v Braderup (SL) H. 10, 170 v Bräur, Gottfried (SL) H. 10, 90 r Brakel, Friedrich (SL) H. 10, 111 r Brambach, Wilhelm Or 3 Brammer, St. (SL) H. 10, 172 r Brandenburg (SL) H. 10, 10 r , 22 v Brandenburg-Ansbach, Markgraf Albrecht von Gü 11, S. 380 Brant, Sebastian S. 101 Anm. 341 Braun, Hans (R) AI 2, 285 v Braunenberg (R) AI 2, 536 r Braunschweig, Herzog Heinrich Julius von AI 3, S. 30 Bredenbach, Tilmann, Collationum sacrarum libri VIII, Auszüge U. H. 20, S. 466 Breisgau s. Provenienz I Breitenbicher, Johann Jakob (SL) H. 10, 177 v Breitschwert, Johann, badischer Einnehmer (R) AI 2, 290 r Breitschwerdt, Veit, Ausführlicher Diskurs und Rechtlich Bedenken Kr 4-5 Bremen (SL) H. 10, 148 r Brenz, Johannes, Epitaph Gü 11, S. 169 Breslau (SL) H. 10, 166 r_v Bretha (SL) H. 10, 174 r Bretten (SL) H. 10, 156 r Breuning, Georg s. Gengenbach Breviarium - pars aestivalis U.H. 13 - de tempore Wo 6 - pars hiemalis Br 10 - - de tempore Sw 17 - benedictinum Sw 2, Sw 3 - Fragmente U.H. Fragm. 21 - cisterciense Gü 5 - dominicanum U.H. 10 - SpirenseBrlO - Teilbrevier Ge 2 - Fragmente Br 10, Fragment 1; Su 8; U.H. Fragm. 20; U.H. Fragm. 23; U.H. Fragm. 30 Bruchsal, Bibliothek der Speyerer Bischöfe S. 132-140, 151 - (Pr II) Br 1-15, U.H. 5, U.H.6-7, U.H. 8, U.H.9, U.H. 18, U.H. 19, U.H.20, U.H.21, U.H. 22 - bayerischer Kauf S. 134-137; Br 3, Br 8, Br 12, U.H.6-7, U.H.8, U.H.9, U.H.18, U.H.19, U.H.20, U.H.21 - Priesterseminar S. 145 f - s. auch Speyer, Bischöfe Brunsbüttel (SL) H. 10, 171 v Brusch, Kaspar, Chronologia monasteriorum, Auszüge U. H. 20, S. 471 Bubenhofen, Konrad von (R) Gü 11, S. 217 Bucelin, Gabriel S. 93 - Germania topo-chrono-stemmato-graphica Sacra et profana, Index Or 2, 237 r Buchschmuck - Bildseiten Br 1, H. 78 - Federzeichnung s. Zeichnung - Holzschnitte Gü 6; Wo 16, 136 r , 226 v - Initialen -- Cadellen U.H. 11 - Deckfarbeninitialen H. 65, Öh 1, Th 11, Wo 1 - - Figurierte Initialen Br 1, Br 12, Gü 1, Gü 4, Su 2, Sw 8, Sw 11, Th 1, Th 4, Th 5, Th 10, U. H. 1, U. H. 10, U. H. Fragm. 1, U. H. Fragm. 2, U.H. Fragm. 16, Wo 1 536 Namen- und Sachregister - Flechtbandinitialen Th 8, U.H. Fragm. 5 - Fleuronneeinitialen Gü 1, Gü 4, Gü 7, Gü 8, Gü 9, Gü 10, Öh 1, Su 2, Su 3, Sw 2, Sw 7, Sw 8, Sw 12, Th 1, Th 2, Th 3, Th 4, U.Fl. 1, U.H. 10, U.H. 11, U.H. 12, U.H. 13, U.H. 15, Wo 1, Wo 4 - Rankeninitialen Gü 2, Gü 3, Gü 8, Sw 7, U.H. Fragm. 15, Wo 3 - Rollwerkinitialen Sw 9 - - Spaltleisteninitialen U.H. Fragm. b, U.H. Fragm. 15 - Spiralrankeninitialen Sw 7 - Tierinitialen Br 14, Gü 8, Wo 3 - Zierinitialen, mit Gold Th 5, Th 6 - Kanonbild Me 5, 1 l v ; Su 3, 117 V - Miniaturen s. auch Zeichnung -- 13. Jh. Br 1 - 14. Jh. H. 78, U.H.1 -- 15. Jh. Th 4 - Monatsbild H. 78, Fragment 2 - Randornamentik H. 65, Sw 9, Th 5, Th 6 - Zeichnung -- 14. Jh. Th 8 -- 18. Jh. Kr 3 - Zierseiten U.H. 10 - s. auch Ikonographie Buchstetter, Hugo s. Tennenbach Buch- und Schriftwesen - Blattweiser Wo 5 - Lesezeichen Gü 6, Wo 1, Wo 3, Wo 5, Wo 7 - Pecienvermerk Sw 6 - s. auch Antiquare; Besitzvermerke; Bibliothekskatalog; Bindevermerk; Buchschmuck; Bücherfluch; Datierung der Handschriften; Drucke; Einband; Einbände; Exlibris; Fragmente (Einbandmakulatur); Glossen, althochdeutsche; Handschriften, zitierte; Kaufvermerk; Notation; Provenienz I und II; Rubrikatorenvermer- ke; Schreiber; Schreibervermerk; Supralibros Budde, Franz (SL)H. 10, 17 v Bücheil, Abraham (SL)H. 10, 145 v Bücherfluch U.H. 17 Büchig, Abraham (SB) H. 9, 84 r Bücknitz (SL) H. 10, 22 v Büheler, Sebald, Wappenbuch der Straßburger Stettmeister und Ammeister Or 1, Or 3 Bürck - Conrad, Müller zu Hindelwangen (R) AI 2, 292 r , 361 r - Fridlin, u. Ehefrau Ursula (R) AI 2, 292 r , 361 r - Jakob(R) AI 2, 282 v - (Bürckin), Ursula (R) AI 2, 282 v , 361 r Bugaeus, Sebastian Levin (SL) H. 10, 22 v Bumann (Baumann), Heinrich, Predigten über Bonaventura, Lignum vitae Wo 14, 176 r Bund, Sigmund S. 59 Buochberg, Johannes, plebanus in Wil (U) Me 5, Fragment Burchard, Daniel (SL) H. 10, 149 r Burchardus, Johann Otto (SL) H. 10, 18 r Burckhardt, Andreas (SB) H. 9, 74 r Burger - Friedrich s. Schuttern - Konrad - - s. Ps.-Bonaventura, Vitis mystica, deutsch; Tennenbach Burgermeister, Johann Stephan, Codex diploma- ticus equestris, Ausz. Or 5 Burgkman, Johann (SL) H. 10, 28 v Burgpreppach (SL) H. 10, 175 v Burgund, Kollektaneen zur Geschichte Gü 12, 2 r Burhave (SL)H. 10, 149 r Buronne, Jeremias (SB) H. 9, 130 v Bursfelder Kongregation Sw 9, Sw 11, Sw 12 Buschmann, Johann Georg (SL) H. 10, 18 r Busekist, Johann Henricus (SL) H. 10, 150 r Buße, Spruchsammlung, deutsch U.H.21, 6 r Bußpsalmen - lateinisch Gü 9, 392 v ; Gü 10, 67 v ; Sw 5, 97 r ; Th 5, 103 r ; Th 6, 146 r ; U.H. 11, 67 r ; U.H.22, 139 r ; Wo 14, 241 r ; Wo 16, 159 v - deutsch U.H.21, 84 r ; Wo 15, 90 v - mit Gebeten Wo 12, 20" - s. auch Gebete (zu Bußpsalmen) 537 Namen- und Sachregister Buttenhausen (R) Gü 11, S. 72 Butzbach (SL) H. 10, 162 r Calixtus Papa III., Privilegien für den Zisterzienserorden Th 9, 103 r Calmet, Augustinus S. 80 Calvörde (SL) H. 10, 163 v Calw, Spital Gü 11, S. 346 Camerarius, Friedrich Heinrich (SL) H. 10, 177 v Cammin (SL) H. 10, 135 r Canisius - Henricus, Antiqua lectio, Ausz. Th 7, 6 r - Petrus - Kleiner Katechismus, Kommentar Su 4 - Kurtze beschreibung der Gottseligen Frauwen Sanct Yta, Ausz. Th 7, 30 r Carles, Lancelot de, Histoire de Anne Boleyn Gü 12, 372 r Carner, Daniel, Processus iudiciarius (S) Br 8 Carolus Virulus, Formulae epistolarum, Ausz. AI 4, 58 r Carolus, Johann Christoph (SB) H. 9, 109 r Carthaginense concilium sub Cypriano quartum, Ausz. Sw 4, 69 v Castell (SL) H. 10, 176 r Catalogus s. Kathalogus Ceschius, Andreas s. Konstanz Charisius - F. S.(SL)H. 10, 28 r - Petrus Jonas (SB) H. 9, 121 v Christgrün (SL) H. 10, 167 r Christmann, Gottlieb (SB) H. 9, 127 r Christoffers, Jakob Matthaeus (SL) H. 10, 93 r Citeaux (Zisterzienser) Th 9, 105 v - Äbte - Hymbertus (1462-1476) Th 9, 105 v - Johannes IX. (1476-1502) Th 9, 108 r Clara, hl. - Gebete Th 4, 220 v - Liturgie Th 4, 206 r - Predigt über Th 4, 182 r - Segen Th 4, 180 r - Vier Briefe an Agnes von Böhmen, deutsch Th 4, 156 v - Wunder Th 4, 227 v Claudianus, Claudius, In sphaeram Archimedis, Ausz. Ge 3, 269 v Clausius, Matthäus (SB) FI. 9, 100 r Clemens Papa IV. - Privilegien für den Zisterzienserorden Th 9, 73 r - Missa de mortalitate vitanda Su 2, 244 rb Clemens Papa V. - Constitutiones, Ausz. H. 65, 64 r - Privilegien für den Zisterzienserorden Th 9, 84 v Clemens Papa VI., Privilegien für den Zisterzienserorden Th 9, 94 v Coldewey, Anton Günther (SL) H. 10, 149 r Colditz (SL) H. 10, 167 v Coler, Jörg d. Ä., auf sunt Dielling hoff (Pr II) U.H.22 Colerus, Otto Christoph (SL) H. 10, 163 r Collectanea Wirtembergensia Gü 11 Comenius, Ch. (SL) H. 10, 13 r Computusrosette Sw 9, 2 r Concius, Jakob (SL) H. 10, 54 v Conrad, Friedrich (SL) H. 10, 20 r Conradus (Cunradus, Cuonradus) - Conradus de Brundelsheim (Soccus), Sermones U.H.8, 62 r - Cunradus custos Br 1 - Conradus Gemnicensis - Annulus B.M.V., deutsch Wo 12, 280 r - - Oratio de passione Christi U.H.22, 7 V - Cuonradus Kücheli (N) Gü 5, 5 r - Conradus de Saxonia, Sermones de tempore et de sanctis U.H. 8, 222 r Conscientia - De quintuplici conscientia U.H. 9, 260 r Corbach, Martin Bernhard (SL) H. 10, 149 v Corthum, Gerhard (SL) H. 10, 131 v Cossen (SL) H. 10, 150 v Cracau, Johann Georg (SL) H. 10, 156 r Crause, Benjamin (SB) H. 9, 94 v Creuzburg, Burkhard von, Alchemist AI 3, S. 354 538 Namen- und Sachregister Croaria, Hieronimus von (R) Gü 11, S. 42 Croll, Oswald, Basilica Chymica AI 3, S. 60 Crossen (SL) H. 10, 167 r Crull, Heinrich Rudolph (SL) H. 10, 130 r Crusius, Florian, belegt in Erfurt, Alchemist AI 3, S. 324 Cursus B.M.V. Th 6, 14 r Cuspinianus, Johannes, Austria cum omnibus eiusdem marchionibus, ducibus, archiducibus, Ausz. U.H. 20, S. 427 Cyprianus, Thascius Caecilius - Ad Donatum, Ausz. Sw 4, 53 r - Ad Fortunatum, Ausz. Sw 4, 56 r - De bono patientiae, Ausz. Sw 4, 57 r - De mortalitate, Ausz. Sw 4, 60 v - De oratione dominica liber Sw 4, 64 v - Epistolae, Ausz. Sw 4, 67 r Ps.-Cyprianus, Thascius Caecilius - De singularitate clericorum tractatus, Ausz. Sw 4, 41 v , 65 r Daczicky, Lambrecht und Jude (Pr II) H. 78 Dänemark - Christian V. von (1670-1699) (SL) H. 10, 76 r , 78 r , 79 r , 83 r - Stammtafeln Gü 11, S. 85 Dalichius, Christoph Adam (SL)H. 10, 148 v Damme (SL) H, 10, 30 v Danckwardt, Petter (SL) H. 10, 7 r Dankenschweil - Maria Cleophe von s. Günterstal - Michel von (N) S. 73; Gü 13 Dannhauer, Johann Konrad (SB) H. 9, 106 r Danzig (SL) H. 10, 38 r Dargatz, Andreas (SL) H. 10, 88 r Darmstadt (SL) H. 10, 157 v Datierung der Handschriften - Datierte Handschriften -- 1302 Th 9, Fragment 2 - 1390 Th 8, Fragment 1 -- 1399 Th 8 - - 1401 H. 78, Fragment 1 -- 1416 Mä 2 — 1450 Sw 15, Fragment 2 -- 1462 Th 10 -- 1471 U.H. 3 -- 1472 Sw 9 — 1473 Me 5, Fragment -- 1475 Sw 9 -- 1476 U.H.5 — 1478 U.H. 19 -- 1480 Sw 19 -- 1482 Me 5 -- 1485 AI 4 -- 1507 Sw 3 -- 1509 Sw 2 -- 1526 Gü 15 -- 1533 Ge 4 -- 1555 Me 3 -- 1572 Sw 11 -- 1580 Br 11, Sw 10 -- 1600 Su 4 -- 1605 Sw 13 -- 1607 Wo 2 -- 1629 Gü 16 -- 1632 Wo 13 -- 1633 Sw 18 -- 1635 Wo 8 -- 1653 Wo 17 -- 1702 H. 64 -- 1740 AI 6, Mä 9, Mä 10 -- 1750 Or 3 -- 1755 Br 7 -- 1762 Su 10 -- 1769 Mä 8 -- 1771 Mä 7 -- 1772 Mä 5 -- 1775 Tr 1-4 -- 1777 AI 6 -- 1786 Or 11-12 -- 1788 AI 1 — Zeiträume — - um 800 Ge 5 -- 9. Jh. Sw 30 — 9. Jh., 2. Drittel U. H. Fragm. 40 — - 9. Jh., 2. Hälfte U.H. Fragm. 38 539 Namen- und Sachregister - - 10. Jh. Gü 18, U.H. Fragm. 24, U.H. Fragm. 28 - 10./11. Jh. Sw 1, U.H. Fragm. 11 - 11. Jh. H. 78, Fragment 3, Sw 29, U.H. Fragm. 5 - - 11. Jh., 2. Hälfte Br 2, U. H. Fragm. 18 - um 1100 H. 78, Fragment 2 -- 11./12. Jh. U.H. Fragm. 37 - 12. Jh. AI 2, Fragment 2, Mä 3, Fragment 2, U.H. Fragm. 1, U.H. Fragm. 15, U.H. Fragm. 16, U.H. Fragm. 22 - - 12. Jh., 1. Hälfte Br 15, U.H. Fragm. b - - 12. Jh., 2. Hälfte Br 10, Fragment 1, Br 12, Br 14, Mä 3, Fragment 1, U.H. Fragm. 9, U.H. Fragm. 19, U.H. Fragm. 23, U.H. Fragm. 29, U.H. Fragm. 36 - - 13. Jh. Sw 20 (?), U.H. Fragm. 8, U.H. Fragm. 27, U.H. Fragm. 33, Wo 3 -- 13. Jh., 1. Hälfte Gü 8 - um 1220 Br 1 --um 1225 Th 1 -- 13. Jh., Mitte Wo 1 - - 13. Jh., 2. Hälfte Br 13, Öh 1, Sw 7, Th 2, Th 3, U.H. 14, U.H. Fragm. 32 --um 1260-1270 Sw 8 -- 13. Jh., Ende Mä 12, U.H. 12 - um 1300 Gü 1, Gü 9, Sw 6, U.H. 10, U.H. Fragm. 7, U.H. Fragm. 10, U.H. Fragm. 30 - - 14. Jh. Br 10, Fragment 2, Gü 10, Su 8, Sw 21, Sw 23, Sw 24, Th 1, Fragment 1 u. 2, Th 2, Fragment 1 u. 2, Th 8, Fragment 2, Th 9, Fragment 1, U.H. Fragm. 3, U.H. Fragm. 4, U.H. Fragm. 20, U.H. Fragm. 25, U.H. Fragm. 26, Wo 4 - - 14. Jh., Anf. Gü 7, Sw 2, Th 10, Fragment 1 -- 14. Jh., 1. Hälfte Gü 4, Gü 5, Öh 1, U.H. Fragm. 13, U.H. Fragm. 17 --um 1340-1350 U.H. 1 - 14. Jh., Mitte H. 78 - - 14. Jh., 2. Hälfte AI 4, Fragment 1, Br 8, Fragment, Th 11, U.H. Fragm. 14, U.H. Fragm. 31 --um 1400 Su 9 — - 15. Jh. Gü 6, Mä 2, Fragment 2, Su 1, Fragment, Sw 7, Sw 28, Th 3, Fragment, Th 6, Th 10, Fragment 2, U.H. 2, U.H.II, U. H. 13, U.H. 16, U. H. 17, U.H. Fragm. 2, U.H. Fragm. 6, U.H. Fragm. 12, U.H. Fragm. 21, U.H. Fragm. 34, U.H. Fragm. 35 (?), U.H. Fragm. 41 — 15. Jh., 1. Hälfte Öh 1, Fragment, Su 9 — um 1415-1430 Br 3 — um 1425 Sw 15, Fragment 1, Sw 17 — um 1430-1435 U.H.8 -- 1415-1470 Ofl — um 1450 Th 9 — - 15. Jh., 2. Hälfte Ge 1, Ge 2, Su 2, Su 2, Fragment, Su 3, Sw 25, Th 5, U.H. 15 — um 1452-1454 U.H.9 --um 1458 Br 10 — um 1460 Sw 15, Wo 5 — um 1470 Sw 5 --um 1474-1476 U.H.21 — um 1474-1479 Mä 2, Fragment 1 — um 1480 H. 65, Wo 6 --um 1484-1487 Wo 12 — um 1485 Sw 4 --um 1490-1492 Th 4 --um 1490-1494 Wo 15 --um 1491-1493 Wo 14 --um 1492 AI 7 — um 1494 Mä 3 -- 15. Jh., Ende Su 1, U.H.22, Wo 16 — 16. Jh. Th 1, Fragment 3, U.H.4 -- 16. Jh., Anf. Wo 16 — um 1515 Br 8 — um 1525 Sw 26, Wo 11 — um 1531-1535 Ge 3 -- um 1532-1533 U.H. 18 — um 1540 Gü 14 --um 1545-1562 Wo 12 -- 1550-1575 Gü 11 — um 1565 Wo 7 — um 1575 U. H. 7 -- 16. Jh., 2. Hälfte Gü 3 -- 1591-1599 AI 2 540 Namen- und Sachregister -- 1594-1595 Orl — um 1595 Mä 4 — - um 1600 Gü 2, Gü 13, Sw 12 -- 17. Jh. H. 7 — 17. Jh., Anf. Sw 14 — um 1605 Me 3, Th 7 — um 1610 Me 4 — um 1615 AI 3 — um 1620 Br 6 -- 17. Jh., 1. Hälfte U.H.2 — um 1630 Gü 17, Wo 10 — um 1632 U.H. 20 -- 1633-1664 H. 9 — 17. Jh., 2. Hälfte Br 5 — um 1652 U.H.6 -- 1661-1663 AI 5 --um 1670 Kr 4-5; U.H. 7 --um 1670-1680 Gü 12 --um 1674-1676 Wo 9 — 1695-1700 H. 10 — um 1700 Kr 2, Su 6 (II) -- 18. Jh. Su 6 (I) — 18. Jh., Anf. Kr 3 — um 1720 Mä 1 -- 1720-1726 Me 1-2 — um 1742 Or 2, Or 6 -- 18. Jh., Mitte Or 4, Or 5, Or 9, Su 5 -- 18. Jh., 2. Hälfte Kr 1, Or 7 — um 1755 Sw 16 -- 1760-1779 Mä 11 -- 1767-1768 Mä 6 --um 1770 Br 9 --um 1790 Me 6, Or 8 — 18. Jh., Ende Br 4, H. 8, Or 10 Daucher, Martin s. Allerheiligen Daudica, Elisabeth (U) Sw 6, Fragment Decem quaestiones de medicorum statu U.H. 5, 465™ Deezbüll (SL) H. 10, 17l r Degenfeld — Apollonia von (tot 1591) (R) AI 2, 102 v — Christoph von, Reise und Kriegsbeschreibung Kr 3 Degermann, Johann Jakob (Pr II) Sw 19 Delfino, Zaccaria s. Konstanz Delmenhorst (SL) H. 10, 147 r , 148 r Demier, Johann s. Gengenbach Demut - 55 Lehrpunkte Wo 13, 278 v Destedt (SL) H. 10, 168 r Dettingen (R) AI 2, 176 r , 414 r Dettingen zu Unterdettingen, Jerg von (R) AI 2, 209 v , 404 r Dettling, Jakob (R) AI 2, 224 r Deubner, Aemilianus s. St. Trudpert Deutsche Texte (Auswahl) - s. Benediktinerregel; (Bruder) Berthold von Freiburg; Bumann, Heinrich; Faber, Johannes; Franziskanischer Sendbrief; Gebete; Geistliche Pilgerfahrt gen Jerusalem; Geistliche Weinrebe; Die geistlichen 12 Monate; Geistliches Weizenkorn; Glossen, althochdeutsche; Johannes von Indersdorf; Lansperger, Johannes; John Man- deville; Klarenbuch; Mönch von Heilsbronn; Mystische Sammelhandschrift; Nikolaus von Dinkelsbühl; Passionstraktat 'Do der minnenk- lich got'; Speculum humanae salvationis; Theo- doricus Engelhusius; Zwölf Früchte des Leidens Christi Deutscher Orden AI 2, 195 v ; Su 4; H. 78, Fragment 1 - Dokumente zu seiner Geschichte U. H. 6-7 Deutsch-Nettkow (SL) H. 10, 152 r Dhaun und Kyrburg, Johann Georg Wildgraf zu (SB) H. 9, 25 r Didymus Caecus, Liber de spiritu sancto, inter- prete Hieronymo, Ausz. Sw 4, 115 V Dießen (R) AI 2, 205 r Diessenhofen (SL)H. 10, 180 v Dietericus, Konrad (SB) H. 9, 55 r Dietfurt (R) Gü 11, S. 42 Diethelm - Dethelmus U.H. 12, l r (N) - Johannes (U)Th 8, Fragment 2 Dietrich Snewelin (N) Gü 5, 5 r 541 Namen- und Sachregister Dietrich - Daniel (SL) H. 10, 156 v - Johann Peter S. 88 Digesheim (Tigesheyn) - Clara von s. Wonnental - Familie, Wappen U.H. 1, 110 r Dilg, Beda s. Schwarzach Dilger, Andreas s. St. Märgen Dilgerus, Nathanael (SB) H. 9, 88 r Dinkelsbühl (SL) H. 10, 177 r - Notata Kr 2, 41 l v Dionysius Areopagita - De caelesti hierarchia, Ausz. Sw 4, V - De divinis nominibus, Ausz. Sw 4, 34 r , 40 r - De hierarchia ecclesiastica, Ausz. Sw 4, 36 r - De mystica theologia, Ausz. Sw 4, 30 v - Epistola ad Timotheum de passione apostolo- rum Petri et Pauli, Ausz. Sw 4, 37 r Dionysius Carthusianus, Epistola ad principes ca- tholicos paraenetica de instituendo bello adver- sus Turcam H. 65, 2 r Ditmar, Matthias (SL) H. 10, 50 r Dittersbach (SL) H. 10, 166 r Diurnale - bursfeldense Sw 9 - cisterciense Gü 7, Gü 8, Wo 5 - Fragmente U.H. Fragm. 25 Dölzer, Georg s. Schwarzach Dörper, Lutherus (SL)H. 10, 132 v Dötlingen (SL) H. 10, 149 v Domfelden (SL) H. 10, 164 v Dominicus Borussus, Rosenkranz (deutsche Bearbeitung) Wo 12, 216 r Dominicus de Sancto Geminiano, Super sexto de- cretalium Br 3 Dompeter s. Molsheim Donaueschingen, Fürstlich Fürstenbergische Hofbibliothek S. 56; Su 10 Donderer, Prosper s. Kreuzlingen Dorfgütingen (SL) H. 10, 177 r Dorn, Hannibal, Rat Stockach (R) AI 2, 245 v Dornberg, Hans von d.J. (R)Gü 11, S. 66 Dornblüth, Augustinus s. Gengenbach Dornsperger - Hannibal, Prokurator (R) AI 2, 417 V - Jeremias, Landschreiber der Landgrafschaft Nellenburg (R) AI 2, 150 v , 192 v , 202 v , 204 v , 238 v , 243 r , 282 v , 361 r , 536 r , 605 r , 606 r " v - Samson, IuD zu Stockach (R) AI 2, 155 v Dornstetten (R) Gü 11, S. 124 Dorscheus, Johann Georg (SB) H. 9, 87 v Drais gen. Sauerbrunner, Friedrich Wilhelm (SB) H. 9, 66 v Draxdorf, Johann Christoph von (SB) H. 9, 63 r Dreer, Franciscus s. Schuttern Drehnow (SL) H. 10, 151 r-v Drenkhan, Petrus (SL) H. 10, 33 r Dreyer, Valentin (SL) H. 10, 149 v Drucke (BLB Karlsruhe) - Inkunabeln - Handschriftenbeibände AI 4, Br 8, Br 12, Br 13 - sonstige De 76 fol. Ink. Br 13; Dg 286 fol. Ink. Sw 21; Dn 25 fol. Ink. Br 12; Do 437 Ink. Sw 24; Dq 21 fol. Ink. AI 7; Ei 18 fol. Ink. Sw 30; Pc 153 fol. Ink. Sw 25 - 16. Jh. Br 15, Ge 3, Ge 4, Ge 5, Gü 13, Me 4, Sw 25, Sw 26, Sw 28, Sw 29, U.H. Fragm. 38, U.H. Fragm. 40 - 17. Jh. Br 6, Su 8, U.H.2, U.H. Fragm. 41 - Druckmakulatur Gü 11 Dryander, Johannes S. 59 Dürnau (Lkr. Göppingen) Kr 3 Dürrenmettstetten (R) AI 2, 205 r Dufel, Ernst s. Speyer Duler, Georg (R) AI 2, 288 r Durbach (Pr I) AI 6 (?) Durlach, Kanzlei Baden-Durlach (SL) H. 10, 83 v Dußlingen (R) Gü 11, S. 69, 101 Eben, Johann Ludwig (SB) H. 9, 53 r Eberle, Hans (SB) H. 9, 157 r Ebersdorf (SL) H. 10, 174 r -175 r Eberstadt (SL) H. 10, 155 v Eberstein, Johann Jakob Graf von (SB) H. 9, 27" Ebersweier AI 6, 7 r 542 Namen- und Sachregister Ebner, Albrecht U.H.II (U) Eccardus, Jakobus (SL) H. 10, 144 r Eck, Johann Baptist s. Ettenheimmünster Eckartshausen (SL) H. 10, 168 v Eckhart, Meister, Spruch 23 Wo 16, 95 v Eckwarden (SL) H. 10, 149 r Ederlin, Anna s. Günterstal Edewecht (SL) H. 10, 150 r Egelsbach (R) Gü 11, S. 237 Egeter, Adam s. Tennenbach Eglisau (SL) H. 10, 180 v Ehingen (R) AI 2, 414 r Ehinger, Sebastian (SL) H. 10, 40 r Eichfeld (SL) H. 10, 176 r Eichelberger, Jakob S. 55, 58 Eicholzheim, Anselm von (R) Gü 11, S. 36 Eichstädt (Pr I) U.H. Fragm. 31 Einband - Makulatur s. Drucke; Fragmente - Titelschilder Br 3, Br 12, Sw 15, Sw 17, U.H.8, U.H.9 - s. auch Exlibris; Supralibros Einbände, bemerkenswerte - Gotische Einzelstempelbände Gü 6, H. 65, Su 1, Su 2, Sw 15, Th 4, Wo 11, Wo 16, U.H. 13 - Werkstätten - Köln, Groß St. Martin H. 65 - Schuttern Su 1, Sw 21 (Dg 286 fol. Ink.) - Weihenstephan Br 12 - Rollen- und Plattenstempelbände AI 2, Br 3, Br 8, Br 11, Ge 3, Gü 2, Gü 3, Gü 10, Gü 13, Gü 14, Gü 15, Gü 16, Gü 17, Mä 4, Su 4, Sw 7, Sw 9, Sw 10, Sw 12, Sw 13, Sw 14, Sw 25, Sw 29, Sw 31, Th 1, Th 2, Th 3, U.H. 13, U.H. 18, Wo 1, Wo 3, Wo 7, Wo 14, Wo 16 - Sonstige Einbände - Barockeinband Oh 1 - - Buchbeutel Gü 4 - Elfenbeinrelieftafel Br 2 - Prachteinbände Br 1, Br 2 Maiestas domini Br 1 Eisleben (SL) H. 10, 23 v - Sammelbuch für das Lutherhaus H. 10 Elbing (SL) H. 10, 34 v Elfenbeinrelieftafel Br 2 Elisabeth Snewelin (N) Gü 5, 3 V Ellingen (Kr. Weißenburg) (Pr I ?) U.H.6-7 Elsaß (Pr II) U.H.20 - s. auch Provenienz I Elsfleth (SL) H. 10, 149 v Emmelsbüll (SL) H. 10, 171' Em(m)erich, Johann Michael S. 104; (SL) H. 10, 156 r Empfingen (R) AI 2, 397 r Enchiridion doctorum ecclesiasticorum Sw 4 Endingen, Johann Rudolf von (U) Sw 15, Fragment 1 Engelbrecht, Christoff (SL) H. 10, 90 r Engelken, Jakobus (SL) H. 10, 17 v Engeil, Zacharias (SL) H. 10, 24 r Engen (R) AI 2, 238 v England, Kollektaneen zur Geschichte Gü 12, 2 r Ennodius, Magnus Felix, Florilegien Sw 4, 297 r Enriquez, Crisöstomo, Menologium cisterciense, deutsch S. 73, 120; Wo 8 Ensisheim (R) AI 2, 528 r Entringen (R) Gü 11, S. 69 Enzberg, G. W. (Pr II) U.H.22 Enzeberg, Wolfheinrich von (SB) H. 9, 61 r Ephraem Syrus - De beatitudine animae, Ausz. Sw 4, 11 l r - De compunctione cordis lib. II, Ausz. Sw 4, ior - De die iudicii, Ausz. Sw 4, 114 V - De iudicio dei, Ausz. Sw 4, 110 r - De luctamine spiritali, Ausz. Sw 4, 113 r - De paenitentia, Ausz. Sw 4, 112 r Epigramma in avaros Gü 11, S. 137 Epitaphien Gü 11, S. 163, 165, 169, 322, 386, 402 Epplingen (R) Gü 11, S. 361 Erad, Johann Burkhard (SB)H. 9, 93 r Erat, Casimirs. St.Trudpert Erath, Augustinus S. 80 Erfurt AI 3, S. 324 - Andreas von, Alchemist AI 3, S. 212 543 Namen- und Sachregister Ergenzingen (R) AI 2, 414 r Erhard, Melchior (SB) H. 9, 112 r Erlech, Götzenhans de, u. Katharina uxor (N) AI 7, r Erler/ Örler - Margareta (U) Me 5, Fragment - Walter (U) Me 5, Fragment Ermatingen (SL) H. 10, 180 v Ernst, Hans, aus Konstanz (R) AI 2, 285 v Erytraeus, Philipp (SB) FI. 9, 158 V Eschau im Elsaß (Benediktinerinnen) Sw 14 Eschenbach bei Luzern (Zisterzienserinnen) S. 129 f; (Pr I) Wo 9, Wo 10 (?), Wo 13 (?) Eschersheim (SL) H. 10, 161 r Esdorf (SL)H. 10, 154 v Eselsberger, Cornelius S. 55 f, 59 f, 102 Esensham (SL) Fl. 10, 149 r Esgrus (SL) H. 10, 130 r Espich, Jakob Valentin (SB) H. 9, 96 r Esslingen - (Pr I) H. 64 - (R) Gü 11, S. 301 - Notata Kr 2, 372 r - Wappenbuch der Esslinger Klöster FI. 64 Ettenheimmünster S. 57 f, 61 f, 65 f, 84 - (Pr II) Su 4, Su 5 - Heubier, Christoph, Abt (1608-1623) S. 58; Su 4 - Eck, Johann Baptist, Abt (1710-1740) S. 62 Eucharistietraktat, lateinisch U.H. Fragm. 32 Eugenius Papa III., Privilegien für den Zisterzienserorden Th 9, 7 r Eusebius Gallicanus, Homilia V, Ausz. Sw 4, 99 r Evangelistar Br 1, Br 2 Exempla, einzelne, deutsch U.H. 18, 6 r ; U.H.21, 134 v ; Wo 15, 67 r , 126 v Exercitia spiritualia Wo 13, 373 r Exlibris - Agricola, Gisbert Sw 10 - Baibach von Gastel, Friedrich Willibald S. 141; Me 3, Me 4 - Bruchsal, Bibliothek der Speyerer Bischöfe S. 133; Br 5, Br 6, Br 7, Br 9, Br 10, Br 15 - Haimhausen, Johann Albrecht von und zu S. 135; Br 8 - Ortenau, Ritterkanton S. 147 f; Or 1, Or 2, Or 3, Or 4, Or 6 - Sahler, Christian Friedrich S. 147f; Or 1 (?), Or 2, Or 3, Or 4, Or 5 - Westernach, Anselm L. B. von S. 136; U.H.6-7 - Zorn von Plobsheim, Ludwig Heinrich Or 1, 2 r Faber - Johann Heinrich (SB) H. 9, 118 V - Johannes, Predigten Wo 13, 305 r Fabricius - Anton Günther (SL) H. 10, 149 v - Augustus (SL) H. 10, 28 r - Friedrich (SL) H. 10, 17a r , 17 v - Johannes Friedrich, Canonicus Badensis (Pr II) Me 4 Fähr, Johann s. St. Märgen Fässer (Weinfässer ?), Notiz über das Fassungsvermögen U.H. Fragm. 19 Faitzle, Hans, aus Horb, Schaffner (R) AI 2, 95 v Falkenstein (Ober-, Unter-) (R)Gü 11, S. 198 - Hans von (R) Gü 11, S. 198 - Jakob von (R) Gü 11, S. 68, 198 - Wilhelm von (R)Gü 11, S. 198 Farner, Genovepha (R) AI 2, 157 r Fastnachtskrapfen, geistlicher Wo 10, 172 v Fechheim (SL) H. 10, 175 r Fehrbellin (SL) H. 10, 164 v Felgenhauer, Mertten (SL) H. 10, 136 r Ferber, Nikolaus (SB) H. 9, 110 r Fessler, Jakob Gü 11, S. 245 Feuchtwangen (SL) H. 10, 177 r Feuerbach (R)Gü 11, S. 72 Feylinin, Barbara (R) AI 2, 193 v Findingen, Rudolf von (R)Gü 11, S. 208 Firnkorn, Simon s. Schwarzach Fischer, Sebastian (SL) H. 10, 145 v Fischerknecht, Hans, Bürgermeister (R) AI 2, 89 v Flaminius, Johannes Antonius, Vitae patrum in- clyti ordinis Praedicatorum, Ausz. Th 7, 40 r Fleckenstein, Georg von (SB) H. 9, 29 r 544 Namen- und Sachregister Fleischer, D. & Co. (SL) H. 10, 20 r Flensburg (SL) H. 10, 130 r Flersheim, Philipp von s. Speyer Florander, Johannes (SL) H. 10, 13 r Fluresheim, Georg Christoph von (SB) H. 9, 67 v Föranson, M. (SL) H. 10, 25 r Formularbuch AI 2 Foss, Matthias (SB) H. 9, 162 r Fragmente (Einbandmakulatur) s. Aderlaßtraktat; Alcherius Claraevallensis; Alexander de Villa Dei; Antiphonale; Augustinus, Aurelius; Beda Venerabiiis; Bernardus Claraevallensis; Biblia sacra; Breviarium; Diurnale; Eucharistietraktat; Ps.-Fredegarius Scholasticus; Glossarium; Gra- duale; Guigo de Castro; Gregorius Papa I. u. IX.; Hagiographische Texte; Heinrich von Hesler; Hermannus Augiensis; Homiliar; Isidoras Hispalensis; Ivo Carnotensis; Kollektar; Lectionarium; Liber historiae Francoram; Liber horarum; Liber Ordinarius; Missale; Notariatsinstrument; Offizium; Ordo missae; Penta- teuch; Perüs mahzör; Petrarca, Francesco; Philosophische Texte; Quaestio, scholastische; Rechnungsbuch; Rolandinus de Passageriis; Sa- kramentar; Sequentiar; Sermones; Stundenbuch; Talmud; Terentius Afer, Publius; Theo- dulus Italus; Tösäföt; Tropar; Urkunden; Zinsbuch Franciscus Assisias, Paternoster Wo 12, 330 r Franck, Sebastian, Chronica, Auszüge Gü 11, S. 27 Franjois, Philipp, Exercitia spiritualia Tr 1 Franken s. Provenienz I, Bayern Frankenberg (SL) H. 10, 174 r Frankfurt am Main (SL) H. 10, XXV', 158 r , 160 r , 161 r - Herbstmesse (R) AI 2, 602 v Frankfurt an der Oder (SL) H. 10, 150 v , 151 r , 153 r Frankreich, Kollektaneen zur Geschichte Gü 12, 2 r - s. auch Provenienz I Franziskanischer Sendbrief Sw 19, 257 r Frauenalb (Benediktinerinnen) (Pr I) Wo 11 - Äbtissinnen - Gölervon Ravensburg, Scholastika (1508— 1536) (S) Wo 11 - Nonnen - Gölervon Ravensburg, Ursula (S)Wo 11 - Lindenfels, Anna Maria von (Pr II) Wo 11 - Yberg, Soror von (Rubrikatorin) Wo 11 Frauenberg, Burg (R)Gü 11, S. 232 Ps.-Fredegarius Scholasticus, Chronicon, Fragment U.H. Fragm. 16 Freiberg (SL) H. 10, 174 v Freiburg i. Br. H. 7 (Pr I ?), H. 8 (Pr I ?), Th 8, Th 8, Fragment 1-2 (U) - Domus Carthusiana S. 87 - Freiheit von H. 7, 207 v ; H. 8, S. 346 - Kartause S. 123; (Pr II) Th 8 - Klarissen (Pr II) Th 4 - Tennenbacher Hof S. 122 - Universität AI 2, XI r - Henrici, Thomas, Dekan der theol. Fakultät Sw 18 - Universitätsbibliothek S. 64 f, 75, 79, 81, 88, 90, 96, 106, 123 f, 130, 142 - s. auch Handschriften, zitierte Freising - (Pr I) Br 8 - Bischöfe - - Tulbeck, Johann IV. (1453-1473)Mä 3, 9 r , 98 v - St. Andreas, Stift Br 8 - s. auch Carner, Daniel; Gött, Conradus; Hilt- mair, Andreas; Kalbsor, Petrus; Marolt, Caspar; Mozler, Joseph Matthias Freyberg, Johann Friedrich Freiherr von (SB) H. 9, 44 v Freyberger, Wolf, Alchemist AI 3, S. 379 Freyenstein (SL) H. 10, 150 r Frickenhofen (R) Gü 11, S. 237 Fridericus, Johannes (SB) H. 9, 13 l v Friedberg (SL) H. 10, 162 r Friedebek, Hermann (SL) H. 10, 130 r Friedenweiler (Zisterzienserinnen) S. 118, 122 Friedland (SL) H. 10, 89 v , 128 r 545 Namen- und Sachregister Friedrich, Christian (SL) H. 10, 136 v Friedrichskoog (SL) H. 10, 170 v Friedrichstadt (SL) H. 10, 170 r Fries(e), Lorenz, Uslegung der mercarthen, Ausz. Gü 11, S. 234 Fritz, Michael s. St. Märgen Frois, Luis, De rebus iaponicis historica relatio, Ausz. Th 7, 474 r , 475 r Fromme, Johannes (SL) H. 10, 22 v Frommenhausen (R) AI 2, 414 r Fuchs - Jeremias (SL) H. 10, 155 r - Johann Gottlieb H. 10 Fünf Wege zum Mitleiden mit Christus Sw 19, 185 v Fürstenberg - Albrecht Graf von (R) AI 2, 25 v - Egon u. Heinrich Graf von (R)Gü 11, S. 200 - Froben Ferdinand Graf von Mä 9, Mä 10 - Jubilaeum triplex Fürstenbergicum Mä 9, Mä 10 - Festcarmen Mä 10 Fürth (SL) FI. 10, 154 v Fulda, Benediktiner (Pr I) U.H. Fragm. 40 Fulgentius, Claudius Gordianus, Epistolae asceti- cae et morales VII, Ausz. Sw 4, 291 r Fundelius, Johann Caspar S. 58 u. Anm. 106, S. 83 G., P. (S) Me 5 Gadebusch (SL) H. 10, 27 V Gaes, Fidelis, Festcarmen Mä 6 Gaisser, Georg s. St. Georgen Galenus, Liber megatechni U.H.5, 451 ra Gallmansweil (R) AI 2, 627 r Gammertingen Gü 11, S.283 Gammesfeld (SL) H. 10, 155 r Ganderkesee (SL) H. 10, 93 r , 148 r Gans, Anastasius Friedrich (SB) H. 9, 146' Ganter, Joachim s. Schuttern Gardelegen (SL) H. 10, 164 r Gardileti, Guido Th 9, 108 r Garding (SL) H. 10, 170 r " v Gartengrundrisse AI 5 Gartz (SL) H. 10, 24 v Gasparinus Barzizius, Epistolae AI 4, 2 r Gaßer, Ulrich, Forstmeister in Stockach, u. Söhne Georg Hans u. Hans Ulrich (R) AI 2, 315 r Gatschet, Nikolaus, Aquarelle Ohninger Petre- fakten S. 141; Me 6 Gaufredus, Raimundus, Practica AI 3, S. 346 Gebauer, D. H. (Pr II) AI 3 Gebet- und Andachtsbuch, deutsch U.H. 18, U.H.21, Wo 11, Wo 12, Wo 13, Wo 14, Wo 15, Wo 16 Gebet- und Stundenbuch, lateinisch U.H.22 Gebete - Ablaß Sw 5, 49 v , 153 v , 240 v ; Sw 7, 171 r ; U.H. 18, 34 v ; U.H.21, 70 v , 117 r , 138 v ; U.H.22, 5 V , 10 v , 204 v ; Wo 12, 144 r ; Wo 14, 3 r , 5 V , 24 r , 26 v , 28 r , 29 v , 36 r , 41 r -50 v , 65 r , 72 r , 72 v , 75 v , 88 r , 122 v , 228 v , 277 r , 279 r , 281 r , 283 v , 285 v , 286 v , 287 r , 290 r , 291 r ; Wo 15, 66 v , 126 v , 140 v ; Wo 16, 83 r , 224 v - Beichte U.H.22, 207 v ; Wo 12, 246 v ; Wo 14, 121 r ; Wo 16, 92 v - Buße Sw 5, 114 v ; Wo 12, 67 r , 134 r , 251 r ;Wo 16, 91 v - zu Bußpsalmen Wo 12, 1 l r , 20 v , 49 v ; Wo 16, 159 v - Dank u. Bitte (allg.) Wo 14, 118 v ; Wo 16, 89 r - Dreifaltigkeit U.H.22, 225 r ; Wo 11, 245 r - Engel U.H.22, 4 r ; Wo 11, 103 r - Michael U.H.22, 5 r ;Woll, 134 v - - Schutzengel U.H. 18, 36 r ; U.H.22, 3 r ; Wo 11, 109", 135 r ; Wo 14, 295 r - Fastenzeit Wo 12, 248 v - Fürbitten Wo 14, 76 V - Um Gnade U.H. 18, l r - Gottvater Sw 5, 230 v ; Wo 12, l r ; Wo 15, 17 r , 31 r ; U.H. 18, l r , 44 r - Vor dem Gregoriusbild U.H. 18, 34"; U.H. 21, 113 v ; Wo 14, 41 r , 240 r - Heiligengebete - Achatius Wo 11, 158 v - Aegidius U.H.22, 175 r 546 Namen- und Sachregister Agnes U.H.22, 185 r ; Wo 11, 199 v ; Wo 15, 117 r Alle Heiligen Wo 11, 113 r ; Wo 14, 288 v Andreas U.H.22, 158 r ;Woll, 141 v Ambrosius U.H.22, 172 v ;Woll, 171 r , 172 r Anna U.H.22, 185 v , 228 r ; Wo 11, 212 v , 290 r ; Wo 12, 268 r ; Wo 14, 27", 279 r ; Wo 16, 226 r Antonius der Einsiedler Wo 11, 180 v Antonius von Padua U.H.22, 173 v Apollonia U.H.22, 186 v ; Wo 11, 201 r Apostel allgemein Wo 11, 150" Augustinus U.H.22, 172 r ; Wo 11, 170 v Barbara U.H.22, 183 v ;Woll, 196 r ;Wol5, 113 v , 118 r Bartholomaeus U.H.22, 160 v ; Wo 11, 147 r Benedikt Gü 7, 252 r ; Wo 11, 168 r ; Wo 12, 172 r Bernhard von Clairvaux Wo 11, 163 v ; Wo 12, 172 r Bernhardin von Siena U.H.22, 174 v Blasius Wo 11, 182 v ; Wo 15, 117 r Cacilia Wo 11, 205 v Christina Wo 11, 206 v Christophorus Sw 5, 189 v ; U.H.21, 105 v ; U.H.22, 167 r ; Wo 11, 156 v ;Wol5, 112 V Clara Th 4, 220 v Dismas U.H. Fragm. 27, l v Dominicus U-H.22, 177 r ;Woll, 174 v Dorothea Wo 11, 194 v Drei Könige U.H.22, 175 v ; Wo 11, 60 r ; Wo 15, 117 v Elisabeth Wo 11, 211 v Erasmus Sw 5, 190 r ; U.H.21, 101 v ; U.H.22, 169 r ; Wo 11, 157 v Erhard Wo 15, 116 V Franz von Assisi U.H.22, 174 r ;Woll, 175 r Franz von Paula Gü 10, IIP Georg U.H.22, 168 r ; Wo 11, 155 v Gertrud Wo 11, 203 v Gregor, Papst U.H.22, 171 r ; Wo 11, 169 r Helena U.H.22, 187 r Hermenegild Gü 17 Hieronymus U.H.22, 171 v ; Wo 11, 172 r -- Hiob U.H.22, 176 v -- Jakob d.Ä. U.H.22, 158 v ;Woll, 142 v -- Jakob d. J. Wo 11, 145 v — Joachim Wo 11, 290 r — Johannes Baptista U.H.22, 156 r ; Wo 11, 137 r — - Johannes Evangelista Gü 7, 252 r ; Sw 5, 189 v ; U.H.22, 159 r ; Wo 11, 143 r ; Wo 12, 184 r ; Wo 14, 77 r ; Wo 15, 116 r -- Joseph U.H.22, 178 r -- Jost Wo 15, 117 r — Judas, Apostel U.H.22, 161 v ;Woll, 149 r -- Karl Wo 15, 117 v -- Katharina U.H.22, 180 r ; Wo 11, 191 v ;Wo 15, 114", 117 v — Laurentius U.H.21, 108 v ; U.H.22, 166 v ; Wo 11, 160 r ; Wo 15, 117 v — Leonhard U.H.22, 173 r ;Wol5, 116 v — Liborius Sw 5, 245 v — Lucia Wo 11, 205 r -- Lukas U.H.22, 163 r -- Margareta U.H.22, 185 r ;Woll, 186 v -- Maria Magdalena U.H.22, 184 v ;Woll, 184 v — Markus U.H.22, 162 v — Martianus U. H. 22, 170 v -- Martin Wo 11, 177 v ; Wo 15, 118 V -- Matthaeus U.H.22, 160 r ;Wo 11, 147 v -- Matthias U.H.22, 162 r ;Woll, 150 r -- Michael U.H.22, 5 r -- Nikolaus U.H.22, 170 r ;Woll, 179 r ; Wo 15, 116 V — Nothelfer U.H.21, 107 r ;Woll, 158 v , 160 v -- Odilia Wo 11, 204 r — Onuphrius Wo 15, 118 r -- Oswald Wo 15, 118 v — Paulus U.H.22, 158 r , 163 v ;Woll, 140 v -- Petrus U.H.22, 157 v , 163 v ; Wo 11, 138 v ;Wo 15, 116 r — Petrus Martyr U. H. 22, 177 v -- Philippus U.H.22, 159 v ; Wo 11, 146 v -- Rufus Wo 11, 183 v 547 Namen- und Sachregister — Sebastian Sw 5, 186 V ;U.H.21, 108 r ; U.H.22, 165 v ; Wo 11, 154 v ; Wo 15, 113 r — Simon, Apostel U.H.22, 161 v ;Woll, 148 v -- Stephanus U.H.22, 165 r ; Wo 11, 152 r -- Thomas U.H.22, 161 r ; Wo 11, 144 v - - Tobias Wo 15, 116 r — Unschuldige Kinder U.H.22, 164 r ;Woll, 153 r — Ursula Wo 11, 207 r — Valentin Wo 11, 162 v -- Vincentius U.H.22, 167 r ;Woll, 155 r ;Wo 15, 117 r - Heiliger Geist U.H.22, 2 V - Jahreszyklus Wo 11; Wo 13, 9 r - Jesus Christus - - allgemein Wo 12, 208 r ; Wo 14, 75 v ; Wo 15, 17 r , 31 r - - Antlitz U.H.22, 2 r , 7 r ; Wo 16, 147 v — Auferstehung U.H.22, 228 v — Eucharistie s. Kommunion - - Geburt Wo 15, 66 r ; Wo 16, 40 v -- Glieder U.H.21, 143 r ; U.H.22, 5 V , 210 r ; Wo 11, 259 r ; Wo 14, 30 r , 36 r - - Jesuskind Wo 11, 2 r ; Wo 14, 283 r ; Wo 16, 226 v — Kreuz Wo 11, 215 v ; Wo 14, 36 r — Leben und Leiden Wo 16, 83 r — Leidenswerkzeuge Wo 14, 278 v -- Name U.H.22, 10 v — Namen, Zweiundsiebzig Wo 15, 77 v - - Passion Gü 14, 9 r ; H. 78, S. 150; Sw 5, 73 r ; U.H. 18, 34 v , 58 r ; U.H. 19, 110 v ; U.H.21, 69 v , 138 r ; U.H.22, 5 V , 13 r , 210 r ; U.H. Fragm. 27, l r ; Wo 11, 24l v ; Wo 12, 77 v , 176 r , 248 v ; Wo 14, l r , 24 r , 41 r , 67 r , 63 v , 109 v , 229 r , 240 r , 277 r , 290 r , 291 v , 292 v ; Wo 15, 19 v , 26 r , 50 v , 53 r , 60 v , 161 r ; Wo 16, 83 r , 11 l v , 151 r — Wunden Gü 14, 9 r - Kirchweih Wo 11, 282 r - Für Klosterfrauen Gü 13, 5 r - Für die Klostergemeinschaft Wo 12, 53 v ; Wo 16, 180 v — Kommunion Ge 2, 277 1 '; Sw 5, 122 r ; Sw 19, 13l r ; U.H. 18, 44 r ; U.H. 19, 110 v ; U.H.21, 58 v , 109 v , 115 r ; U.H.22, 188 r ; Wo 11, 255 r ; Wo 12, 4 V , 77 v , 152 v , 176 r , 250 r ; Wo 14, 24 v , 90 r , 123 r , 128 r , 233 r , 287 v , 289 r ; Wo 15, 16 r , 81 r ; Wo 16, 37 r , 44 r , 95 v , 219 v , 224 v — Maria, hl. Gü 7, 245 r ; Sw 5, 39 r , 96 r , 122 v , 232 r ; Sw 7, l r , 169 r ; Sw 9, 275 r ; U.H. 18, 60 r ; U.H.21, 109 r , 119 r ; U.H.22, 75 r ; U.H. Fragm. 27, 3 r ; Wo 11, 4 r , 65 v , 91 v , 229 r , 265 r , 287 v ; Wo 12, 71 r , 122 v , 144 v , 174 v , 21 l r , 228 r , 256 r ; Wo 14, 4 r , 27 v , 29 v , 67 v , 77 r , 104 v , 127 v , 272 r ; Wo 15, l r , 119 v ; Wo 16, 96 v , 221 v — Goldenes Krongebet U.H. 18, 80 r ; Wo 14, 237 v — Lilienstöcklein Mariae Wo 12, 274 r — Marienpsalter (Rosenkränze) Wo 14, 133 r — Rosenkränze Wo 11, 32 r , 37 v ; Wo 12, 216 r ; Wo 14, 133 r — Sieben Ave Maria Wo 15, 24 r — Sieben Freuden H. 78, S. 158 — Sieben Schmerzen H. 78, S. 154 — Messe Sw 5, 133 r , 149 v ; Sw 7, 2 r ; Sw 9, 275 r ; U.H.22, 201 r , 224 v ; U.H. Fragm. 31, 29 r ; Wo 14, 253 v — Mit Paternostern U.H. 18, 6 r , 34 v ; Wo 14, 229 r ; Wo 16, 151 r , 159 v — Gegen die Pest Wo 15, 113 v — Reue Wo 15, 54 r — Sündenvergebung Wo 12, 154 r , 155 v — Tägliche Gebete U.H.22, 204 v ; Wo 12, 57 r , 121 v , 168 r ; Wo 14, 122 v ; Wo 15, 50 v , 56 r , 150 v , 162 v -Tod und Sterben — Beistand in der Todesstunde Wo 12, 211 r ; Wo 14, 4 r , 121 v ; Wo 16, 94 r — Um sechs Gnaden vor dem Tod Wo 15, 55 r — Rettung in der Todesstunde Wo 14, 291 v — - Schutz vor plötzlichem Tod Wo 14, 252 r ; Wo 15, 24 r — Für Sterbende Wo 16, 115 v , 118 V — - Totengebete Sw 5, 175 r ; Sw 9, 134 r 548 Namen- und Sachregister - - Um eine gute Sterbestunde Wo 11, 221 v , 326 1 ; Wo 12, 60 v ; Wo 14, 48 v , 49 v , 75 r , 122 r , 277 r ; Wo 16, 138 r - Vorbereitung für den Tod Wo 12, 149 r - In Trübsal Wo 16, 149 v - Für Verstorbene Gü 15, IV; U.H. 21, 145 r ; U.H. Fragm. 27, 2 V ; Wo 11, 293 r ; Wo 12, 54 r , 348 r ; Wo 14, 280 v , 283 v ; Wo 15, 112 r ; Wo 16, 94 r - Für den Zisterzienserorden Wo 8, 194" - s. auch Alanus de Rupe; Ambrosius Mediola- nensis; Andacht; Antiphonen, Marianische; Ps.-Augustinus, Aurelius; (Ps.-)Beda Venerabi- lis; (Ps.-)Bernardus Claraevallensis; Bonifatius Papa VIII.; Bußpsalmen; Clara, hl.; Conradus Gemnicensis; Dominicus Borussus; Franciscus Assisias; Geistliche Romfahrt; Die geistlichen 12 Monate; Gregorius Papa I.; Johannes Chry- sostomus; Johannes von Indersdorf; Johannes von Neumarkt; Magnificat; Maria, hl.; Maria Magdalena; Mechthild von Hackeborn; Psalmen, einzelne; Reimgebete; Segen; Seuse, Heinrich; Sixtus Papa V.; Suffragien; Te deum; Urbanus Papa V.; Veronica Gebetsanweisungen für die Psalmen Sw 8, I r Gebwiler, Hieronymus S. 59 Geist von Wildegg, Konrad Ferdinand s. Konstanz Geistliche Pilgerfahrt gen Jerusalem Wo 10, 1 r Geistliche Romfahrt (Passionsgebet) Wo 14, 280 r Geistliche Weinrebe Sw 19, 54 r Geistliche 12 Monate (Gebetszyklus) Wo 13, 9 r Geistliches Weizenkorn Sw 19, 2 r Geli, Jakob, aus Steißlingen (R) AI 2, 245 v Gemmingen (SL) H. 10, 155 v Gengenbach (Benediktiner) S. 47, 52-68, 84, 104; Sw 14 - (Prl)Sw 10 (?) - (Prll)Ge 1-5 - Äbte - Lambert von Brunn (1354-1374) S. 52 - Eselsberg, Philipp von (1507-1531) S. 53 — - Agricola, Gisbert (1556-1586) S.53, 55, 58; Ge2, SwlO(Prl) — Sorg, Johann Ludwig (1586-1605) S. 56, 57 Anm. 94 — Breuning, Georg (1605-1617) S. 57, 61 — Demier, Johann (1617-1626) S. 58 — Petri, Jakob (1626-1636) S. 61 — Meyer, Columban (1638-1660) S. 61 -- Sutter, Romanus (1660-1680) S. 61 — Thalmann, Placidus (1680-1696) S. 61 — Seeger, Paulus (1726-1743) S. 62 — Schwörer, Bernhard Maria (1792-1803) S.61 — Konventualen — Dornblüth, Augustinus S. 57 — Keppenbach, Hartmann von S. 55 — Pergamenus, Friedrich, Prior S. 58 u. Anm. 104 — Ziegler, Hieronymus S.61 Genth, Adam Friedrich S. 145 Gera (SL) H. 10, 174 v Gera — Hans Christoph Herr von (SB) H. 9, 35 r — Wolfgang Jakob Herr von (SB) H. 9, 45 v Gerardus Itherii, De institutione novitiorum, Ausz. Sw 4, 375 r Gerau, Nikolaus von s. Schuttern Gerber, Martin (R) AI 2, 161 v Gerbert, Martin s. St. Blasien Gerdes, Johann (SL) H. 10, 32 r Gerhard, Johann Ephraim (SL) H. 10, 149 r Gerken, Johann (SL) H. 10, 149 r Gerlingen (R) Gü 11, S. 370 Geroldseck, Herren von — Hans Gü 11, S.344 — Heinrich (R) Gü 11, S. 124 — Heinrich, Konrad, Georg und Hans (R) Gü 11, S. 202, 203 — Rainald (R) Gü 11, S. 208 — Walter Gü 11, S.344 — Wilhelm Gü 11, S.344 Gersdorf (SL) H. 10, 151 v Geser, Caspar, aus Zoznegg (R) AI 2, 291 r_v 549 Namen- und Sachregister Gewissenserforschung, schwierige Fragen Wo 14, 254 r Giebel, Otto Friedrich (SL) H. 10, 148 v Giengen an der Brenz (SL) H. 10, 178 r Gienger, David (SB) H. 9, 154 r Giessen (SL) H. 10, 162 r Gifhorn (SL) H. 10, 168 r Gilbertus Cardinalis, Kunst, alle Metall zu solvie- ren AI 3, S. 206 Gilbertus Tornacensis, Sermones ad Status, Auszug U.H. 8, l r Glaan, Johann Hinrich (SL) H. 10, 149 r Gladow, David (SL) H. 10, 164 v Glaser, Josias (SB) H. 9, 75 r Glauchau (SL) H. 10, 9 V , 167" Gloner, Samuel (SB) H. 9, 110 v Glossarium U.H. Fragm. 1 Glossen, althochdeutsche Öh 1, l ra ; U.H. Fragm. 1, l ra Glückstadt H. 9; (SL) H. 10, 90 r , 130 r Glunk, Petrus s. St. Märgen Glutz, Karl Ambrosius s. St. Urban Gmünda an der Kreck (SL) H. 10, 175 r Gnilius, Paulus (SB) H. 9, 120 v Goebel, Johann Konrad (SB) H. 9, 11 l v Göler von Ravensburg - Engelhard (SB) H. 9, 65 r - Scholastika s. Wonnental - Ursula s. Wonnental Göteborg (SL) H. 10, 13 r , 18 r Gött, Conradus, presb. Frisingensis (Pr II) Br 8 Göttingen (SL) H. 10, 163 r Götz (Phoeberius), Ambrosius s. Schwarzach Götzenhans de Erlech, u. Katharina uxor (N) AI 7, 7 r Goldingen (SL) H. 10, 11 l v Goldschmidt, Peter (SL) H. 10, 130 r Gollhofen (SL) H. 10, 177 r Golzow (SL) H. 10, 131 r Golzwarden (SL) H. 10, 149 r Gonzaga, Francesco, De origine seraphicae reli- gionis Franciscanae, Ausz. Th 7, 140 r , 143 r , 144 r Gothart, Heinrich, u. Elsa, Ennelina, Barbara uxores (N) AI 7, 4 V Gottfried, Johann Ludwig, Archontologia cosmi- ca, Auszüge U. H. 20, S. III, S. 531 Gottorf (SL) H. 10, 172 r Gottrau, Peter, Betrachtungen und Exerzitien für die Zisterzienserinnen von Eschenbach, Luzern Wo 9 Grabm, Cyprian abm U.H.22 (Pr II) Graduale U.H. 3, l r , 9 r - benedictinum Su 1, Su 10, Sw 13 - cisterciense Th 1, U.H. 1, Wo 1 - Fragmente Br 13; Mä 3, Fragment 1; Th 3, Fragment; U.H.2, 6 r ; U.H. Fragm. 2 Gradualpsalmen U.H. 11, 73 v Grammer, Matthias S. 102 Gratiani Decretum, Ausz. H. 65, 62 v Gratulationschronogramm Mä 5 Gregorius Nyssenus, De creatione hominis liber, interprete Dionysio Exiguo, Ausz. Sw 4, 100 r Gregorius Papa (?), Buch von den hohen Sinnen und groß Zeichen Th 4, 227 v Gregorius Papa I. - Ablaßgebet Sw 5, 242 r - Dialogorum lib. IV, Ausz. Sw 15, 37 va ; Fragmente U.H. Fragm. 28 - Flores librorum beati Gregorii Sw 15, 2 ra - Moralia in lob lib. XXXV, Ausz. Sw 4, 314 r ; Sw 15, 2 ra - Oratio de passione (Passionsgebet vor dem Gregoriusbild) -- lat. Sw 5, 242 r ; Wo 14, 4 V -- dt. U.H. 18, 34 v ; U.H.21, 113 v ; Wo 14, 41 r , 240 r - Passionsgebet, deutsch Wo 14, 290 r - Regula pastoralis, Ausz. Sw 4, 303 v ; Sw 15, 3 ,va Gregorius Papa IX. - Decretales (Ausz. ) H. 65, 63 r ; Wo 1, Fragment - Privilegien für den Zisterzienserorden Th 9, 3 T Gregorius PapaX., Privilegien für den Zisterzienserorden Th 9, 75 r 550 Namen- und Sachregister Gregorius Papa XI., Privilegien für den Zisterzienserorden Th 9, 98 v Greifswald (SL) H. 10, 18 v , 27 r Grether, Conrad, Schultheiß in Horb (R) AI 2, 179 r Greuth, Maria Agnes von s. Günterstal Greverus, Hermann (SL) H. 10, 150 r Grieshaber, Franz Karl S. 65 Griger - Gall, Pfarrherr (R) AI 2, 284 r - Hans (R) AI 2, 288 r Grill, Anthoni (SL) H. 10, 8 V Grimeysen, Johann Michael (SL) H. 10, 156 v Grötzingen (SL) H. 10, 156 r Groß - Benedikt (SB) H. 9, 92 r - Hans Jakob, badischer Einnehmer (R) AI 2, 290 r Großbardau (SL) H. 10, 16 7 V Großendorf (SL) H. 10, 152 v Großenmeer (SL) H. 10, 148 v Grossenwiehe (SL) H. 10, 130 r Großglogau (SL) H. 10, 152 v , 153 r Groß-Salze (SL) H. 10, 167 v Großsolt (SL) H. 10, 130 r Großweißmannsdorf (Lkr. Fürth) (U) U. H. 11 Grünmettstetten (R) AI 2, 160 r Grünwalder, Johannes, Dr. Mä 2, 95 v Grüzberg, C. (SL) H. 10, 1 5 1 r Grumtoft (SL) H. 10, 130 r Günterstal (Zisterzienserinnen) S. 68-78, 118- 120, 123, 150 f - (Pr I) Gü 1, 2, 3 (?), 4 (?), 5, 6 (?), 7, 9, 10 (?), 13, 15 (?), U.H.2 (?) - (Pr II)Gü 1-10, 13-18, U.H.11 (?) - Äbtissinnen - - Mülheim, Veronica von (1504-1508) S. 70 - Tusselingen, Agnes von (1509-1514) S. 70 - Landeck, Maria von (1549) S. 71 - Böcklerin, Elisabeth (1563) S. 72 - - Stöhrin von Stöhrenberg, Maria (1565-1593) S. 70 f; (N) Gü 13 — Hagenbach, Anna von (1596-1616) S.72 — Dankenschweil, Maria Cleophe von (1618— 1633) S. 73; Gü 7, 255 r (Pr II); Gü 13 (S) — Greuth, Maria Agnes von (1671-1691) S.73 — Nonnen — Ambringen, Cordula von S. 72 — Becklerin, MarthaS. 73 — Bernhausen, Maria Agnes von S. 74; (Pr II) Gü 17 — Ederlin, Anna S. 70 — Gisela cancellaria S. 70 Anm. 174 — Holzapflerin von Herxheim, Maria Juliana S.73; (Pr II) Gü 13, 20 r — - Holzmüllerin, Margareta S. 72; (Pr II) Gü 7, 255 v — Hündin von Saulheim, Maria Veronica S.73 — Kippenheim, Felicitas von S.72 — Luogardis schriberin S. 70 — Marschalkin, Christina S. 70; (N) Gü 13 — Mülheim, Agnes von S. 73 — Rotenberg (Röttenberg), Elsbeth von S.72; (Pr II) Gü 10 — Schenkin von Kastell, Maria Elisabetha S.73 — Streittin von Immendingen, Maria Regina S.73 — Valkenstein, Agnes von S. 70 — Walcherin, Katharina S. 70 Günther (Günthard(t)), Johann, Heinrich und Niclaus (U) Su 9 Güntter, Martin (SB) H. 9, 149 v Güstrow (SL) H. 10, 83 r , 134 v Güterstein (Kartäuser) Gü 11, S.72, 352 Gütschmann, Jakob s. Tennenbach Guggigauch, Hans (R) AI 2, 494 v Guigo de Castro, Epistola de vita contemplativa (Scala claustralium), Fragment Su 6, 2 r Guillelmus de Malliaco, Sermo U.H. 9, 255 r Gumpelzhaimer, Georg (SB) H. 9, 108 v Guntherus, Friedrich S. (SB) H. 9, 51 r Guotin, Regina Ursula, Neujahrsgruß Wo 12 Gutbrot, Johannes s. Schwarzach Gyllenstjerna, Christopher H. 10, XXI r , XXYIF 551 Namen- und Sachregister Haak, Daniel (SL) H. 10, 177 v Haber, Samuel (SL) H. 10, 23 r Habergesser, Johann Sw 23 Habsburg, Stammtafel Gü 11, S. 85 Hachberg, Otto von s. Konstanz Hachtel am Ahorn (R) Gü 11, S. 366 Hadrianus Papa IV., Privilegien für den Zisterzienserorden Th 9, 13 v Harber, Lukas s. St. Peter/Waldsee Hafenpreppach (SL) H. 10, 175 r Haffner — Johannes Heinrich S. 48 — Reinhold (SL) H. 10, 148 v Hafftstein, Johannes (SL) H. 10, 133 v Hagen, Friedrich Heinrich von der, u. Büsching, Johann Gustav, Literarischer Grundriß zur Geschichte der deutschen Poesie H. 78 Hagen zu Hagenegg und Kappel, Burckhardt von (SB) H. 9, 45 r Hagenau/Elsaß S. 59; Ge 3, Ge 4 Hagenbach, Anna von s. Günterstal Hager, Gall, aus Überlingen, IuD (R) AI 2, 292 r Hagiographische Texte — Sammlungen Th 7; U.H. 14, 3 ra — Einzelne -- Afra U.H. 14, 26 vb -- Agapit U.H. 14, 53 vb — Agnes de Monte-Politiano Th 7, 4 V — Albertus Magnus Th 7, 40 r — Alexander martyr, translatio ad Wildeshusam Th 7, 24 r — Amadeus da Silva e Menezes Th 7, 143 r — Beatrix da Silva e Menezes Th 7, 144 r — - Clara Th 4, 2 r ; U.H. 14, 37 rb — Didacus von Alcala Th 7, 140 r -- Eusebius U.H. 14, 53 vb — Emmeram U.H. 14, 123 vb — Felix et Regula U.H. 14, 102 rb — Fides U.H. 14, 153 ra — Franciscus de Borgia Th 7, 374 r — Franciscus Xaverius Th 7, 216 r -- Gebhard U.H. 14, 67 A — Gregorius Papa XIII. Th 7, 464 r — Heinrich Seuse Th 7, 68 r — Hugo von Tennenbach S. 119 f u. Anm. 451; Th 7, 34 r — - Ida von Toggenburg Th 7, 30 r — Ignatius von Loyola Th 7, 146 r — Irmgardis comitissa Th 7, 26 v — Jan van Ruusbroec Th 7, 58 r — - Johannes Evangelista U.H. 8, 27 r — Justus et Pastor U. H. 14, 25 vb -- Marcellus U.H. 14, 93 va — Marcus Papa U.H. 14, 154 rb — Maria ducissa de Parma et Placentia Th 7, 466 r — Maria Magdalena Wo 14, Einbandmakulatur — Martyrium viginti sex crucifixorum in Iaponi- ca Th 7, 475 r — Maternianus episcopus Remensis Th 7, 2 r -- Maternus U.H.20, S.III — Maxentia vidua Iaponica Th 7, 474 r — Mechthild von Diessen Th 7, 6 r — Morandus mon. Cluniacensis Th 7, 14 r — Nicomedes U. H. 14, 115 va — Onuphrius Wo 13, 337 r -- Oswald U.H. 14, 24 ra -- Paulinus U.H. 14, 87 va -- Pelagius U.H. 14, 79 ra — Schetzelo Th 7, 28 r — Sergius et Bachus U. H. 14, 154 rb — Thecla U.H. 14, 125 ra — Theodor Th 7, 107a — Udalricus prior Cellensis in Silva Nigra Th 7, 16 r — - Verena U.H. 14, 88^; U.H. Fragm. 6, l r -- Victor et Ursus U.H. 14, 141 rb — Wenzeslaus U.H. 14, 130 va — s. auch Conradus de Brundelsheim; Conradus de Saxonia Haigerloch (R) Gü 11, S. 261 Hailfingen (R) AI 2, 414 r Haimhausen — Johann Albrecht von und zu S. 135; (Pr II) Br 8 — Sigmund von und zu S. 135 Hainhofer, Philipp (SB) H. 9, 91 v 552 Namen- und Sachregister Hainzel, Johann Theoderich (SB) H. 9, 49 r Hakenberg (SL) H. 10, 150 v Halberstadt, Dom Br 13 Hamburg H. 9 Hamman, Johann Philipp (SB) H. 9, 134 v Hammelwarden (SL) H. 10, 149 v Hammer (Malleolus), Michael S. 111 u. Anm. 409; Sw 21 Hanau (SL) H. 10, 157 v - Albrecht Graf von (SB) H. 9, 33 v - Dorothea von Gü 11, S. 181 - Johann Ernst Graf von (SB) H. 9, 34 r Handschriften u. Archivalien, zitierte - Aarau, Kantonsbibliothek, Ms. Wett. q. 4: S. 69 - Aschaffenburg, HB, Cod. 8: Sw 5, 131 v ; U.H.22, 212 r - Augsburg, UB, Cod. I. 3. 8° 2: Wo 14, 49 v ; Wo 15, l r ; Cod. I. 3. 8° 5: U.H.21, 140 r ; Wo 14, 107 V ; Cod. I. 3. 8° 10: Wo 15, 52 r ; Cod. III. 1. 2° 3: Wo 15, 85 r ; Cod. III. 1. 2° 33: Wo 15, 25 r , 56 r ; Cod. III. 1. 4° 2: Wo 15, 84 v ; Cod. III. 1. 4° 10: Wo 15, 65 v ; Cod. III. 1. 4° 38: U.H.21, 127 r ; Cod. III. 1. 4° 45c: Wo 14, 29 v ; Cod. III. 1. 8° 3: U.H. 18, 70 r , 73 r ; Wo 14, l r , 29 v , 72 r ; Cod. III. 1. 8° 5: U.H. 18, 82 v ; Cod. III. 1. 8° 6: U.H. 18, 73 r ; Wo 14, 69 v , 101 v ;Wo 15, 7 r ; Cod. III. 1. 8° 7: U.H. 18, 5 r ; Wo 12, 213 v ; Cod. III. 1. 8° 10: U.H. 18, 48 v ; Wo 14, 116 v , 289 r ; Cod. III. 1. 8° 24: Wo 12, 284 r ; Cod. III. 1.8° 27: Wo 14, 101 r , 281 r ; Wo 16, 93 r ; Cod. III. 1. 8° 28: Wo 11, 293 r ; Wo 14, 235 r ; Wo 15, 23 r , 62 v ; Cod. III. 1. 8° 29: U.H.21, l v ; Cod. III. 1. 8° 31: Wo 14, 280 r ; Wo 15, 125 r ; Wo 16, 158 v ; Cod. III. 1. 8° 32: Wo 11, 74 v ; Cod. III. 1. 8° 34: Wo 11, ll v ; Cod. III. 1. 8° 35: Wo 14, 114 r ; Cod. III. 1. 8° 38: Wo 11, 229 r , 278 v ; Wo 14, 237 v ; Cod. III. 1. 8°41: Wo 15, 78 r ; Cod. III. 1. 8°43:Wo 12, 102 v ; Wo 14, 5 V , 92 v , 97 V , 122 r ; Wo 15, 84 r ; Wo 16, 83 r ; Cod. III. 1. 8° 45: Wo 12, 181 r ; Cod. III. 1. 8° 48: Wo 14, 48 v , 76 r , 77 r ; Wo 15, 61 v ; Cod. III. 1. 8° 50: U.H. 18, 36 r ; Wo 16, 95 v ; Cod. III. 1. 8° 53: U.H.21, 70 v ; Wo 14, 26 v , 84 r ; Cod. III. 1. 8° 54: Wo 14, 118 v ; Wo 15, 143 r ; Wo 16, 83 r ; Cod. III. 1. 8° 55: Wo 15, 56 r ; Cod. III. 1. 8° 56: Wo 14, 65 r , 112 r , 274 r ; Wo 16, 118 r , 158 r - Basel, UB, B VIII 18: S. 120 Anm. 451; B XI 26: Sw 19, 140 r - Berlin, SBPK, Cod. Germ. 2° 1310: S. 48, 51 - Bern, Burgerbibliothek, Cod. C 50: S. 119, 125 - Brüssel, Königliche Bibliothek, Cod. 14660: S. 60 - Colmar, Bibliotheque municipale, Cod. 331: S. 99, 107 - Darmstadt, LuHB, Hs. 69: U.H.22, 200 v ; Hs. 80: U.H .22, 210 r ; Hs. 521: Sw 5, 44 r ; Hs. 1228: U.H.22, 225 r ; Wo 14, 276 r ; Hs. 1938: U.H .21, 143 r ; Hs. 2242: Sw 5, 40 r ; Hs. 2273: U.H .22, 169 r ; Hs. 2274: Sw 5, 138 r ; Hs. 3717: S. 94, 97 - Frankfurt, StuUB, Ms. germ. oct. 45: U .H.21, 127 r ; Ms. Praed. 11: Wo 16, 159 r ; Ms. Praed. 159: U .H.21, 79 r - Freiburg - Erzbischöfliches Archiv, Ha 553-554: S. 49; Ha 556: S. 47 Anm. 47; Ha 557: S. 49 Anm. 53; Ha 559-560: S. 49 Anm. 44; Ha 561: S. 50 Anm. 56 -- StA, B 1 Nr. 11: H. 7, H. 8 - - UA, A 25/303: S. 123 Anm. 483, 485 - - UB, Cod. 24: Sw 5, 117 v ; Cod. 37: S. 72, 77, 120, 125, 129 Anm. 499; Cod. 58: S. 124 Anm. 489, S. 125; Cod. 65: S.93, 97; Cod. 69: S. 123, 124 Anm.489, S. 126; Cod. 91: S. 120, 124 Anm. 489, S. 126; Cod. 106: Mä 4; Cod. 110: S. 120, 124 Anm.489, S. 126; Cod. 120: S.96f; Cod. 125: S. 120, 124Anm.489, S. 126; Cod. 155: S.94, 96f; Cod. 250: S. 88, 90f; Cod. 251: S.93 f, 97; Cod. 279: S.96f; Cod. 298: Sw 5, 41 r ; Cod. 301: Sw 5, 146 r ; U.H. Fragm. 27, l r ; Cod. 367: S. 54; Cod. 459: S. 69; Cod. 500: S. 124 Anm. 489, S.126; Cod. 507: S. 124 Anm. 489, S.126; Cod. 561: S. 88, 90f; Cod. 617: S. 124 Anm. 489, S. 126; Cod. 713-736b: S. 95-97; Cod. 753,1-4: 553 Namen- und Sachregister S.49, 52; Cod. 1246,1-2: S. 122, 124 Anm. 489, S. 126; Cod. 1254: S. 124 Anm. 489, S. 126; Cod. 1259: S. 124 Anm. 489, S. 126; Cod. 1310: S.95, 97; Fragm. 63:S.90, 92; Fragm. 64: S. 96 f - Hamburg, StuUB, Cod. math. 508: Ge 3, 272 r - Heidelberg - UA, A-531: S. 146 Anm. 572, S. 149 Anm. 585; K-Ia 521/5: S. 65 Anm. 158 f - UB, Cod. Heid. NF 12: S. 100 Anm. 332, S. 108; Cod. Heid. NF 14: S. 100 Anm. 332, S. 102, 108; Cod. Heid. NF 17: S. 60, 61 Anm. 125, S.62 Anm. 140, S.67; Cod. Heid. NF 18: S. 46; Cod. Heid. NF 20: S. 100 Anm. 332, S. 108; Cod. Heid. NF 21: S. 100 Anm. 332, S. 108; Cod. Heid. NF 22: S. 100 Anm. 332, S. 102, 108; Cod. Heid. NF 23: S. 100 Anm. 332, S. 108; Cod. Heid. NF 26: S. 100 Anm. 332, S. 108; Cod. Pal. germ. 639: U. H. 18, 6 r ; Heid. Hs. 2: S. 49 u. Anm. 49, S. 52; AI 1; Heid. Hs. 9: S. 104 Anm. 376; Heid. Hs. 10: S. 104 Anm. 376; Heid. Hs. 12: S. 104 Anm. 376; Heid. Hs. 33: S. 54, 67; Heid. Hs. 41: S. 106 f; Heid. Hs. 129,1-6: S. 50 u. Anm. 54, S. 52; AI 1; Heid. Hs. 134: S.65, 67; Heid. Hs. 140: S. 106 f; Heid. Hs. 146: S. 104, 106f; Heid. Hs. 154: S.65, 67; Heid. Hs. 186: S. 118; Heid. Hs. 962: S. 103, 107; Heid. Hs. 1198: S. 106, 108; Sal. VII,69: S. 120, 126; Sal. IX,24: S. 120 Anm. 451; Sal. X, 12a Ge 5 - Karlsruhe - - BLB, Aug. LX: Mä 3, Fragment 2; U.H. Fragm. b, l r ; U.H. Fragm. 7, 3 V ; Aug. 141: S. 93, 97; Aug. fragm. 80: Ge 5; Donaueschingen 120: S. 128, 131; Donaueschingen 607a, 607b: H. 7; Donaueschingen 642: S.95, 97; Donaueschingen 883: S. 56, 66; Durlach 118: Me 4; Durlach 120: Kr 2; Durlach 159: Br 4; Durlach 162: Me 4; Ettenheimmünster 1: S. 69; Gü 1; Ettenheimmünster 6: S. 137, 139; Ettenheimmünster 8: S. 57 f Anm. 100, S. 66; Ettenheimmünster 9: S. 58 Anm. 101, S. 62, 66; Ettenheimmünster 12: S. 58, 66; Ettenheimmünster 34: S. 55 Anm. 84, S. 60; Ettenheimmünster 40: S. 100, 107; Ettenheimmünster 44: S. 135, 139; Ettenheimmünster 48: S. 148 Anm.581; Ettenheimmünster 50: S. 148 Anm. 581; Ettenheimmünster 52: S. 148 Anm.581; Ettenheimmünster 53: S. 148 Anm. 581; Ettenheimmünster 287: Su 4; Ettenheimmünster 349: S. 94, 97; Ettenheimmünster 412: S. 139; Karlsruhe 684: Kr 4 -5; Karlsruhe 984: S.62, 66; Karlsruhe 1184: S. 83-85; Karlsruhe 1186: S. 139; Karlsruhe 1426: S. 122, 125; Karlsruhe 1429: S. 122 Anm.472, S. 125; Karlsruhe 1874: S.79f, 82; Karlsruhe 2986,1: S. 50 f Anm. 58, 61 f; Karlsruhe 2986,5: S.64f Anm. 151-156; Ge 1, Ge 2, Ge 3, Ge 5; Karlsruhe 2986,6: S. 81 Anm. 229; Karlsruhe 2986,10: S. 89 f Anm.280-282; Gü 11, Mä 1, Mä 2, Mä 12; Karlsruhe 2986,11: S. 80 Anm. 225, S. 81 Anm. 228 f; Karlsruhe 2986,12: S. 84 Anm. 244-246, 249; Of 1; Karlsruhe 2986,15: S. 105 Anm. 382, 384-387; Su 1, Su 2, Su 3, Su 8, Su 9; Karlsruhe 2986,16: S. 114 f Anm. 427-433; Sw 7, Sw 8, Sw 10, Sw 11, Sw 12, Sw 14, Sw 15, Sw 21, Sw 29, Sw 30; Karlsruhe 2986,18: S. 123 f Anm. 484-486; Th 1, Th 2, Th 3, Th 4, Th 5, Th 6, Th 7, Th 8, Th 9, Th 10; Karlsruhe 2986,19: S. 95 f Anm. 312, 314, 316-318, 320 f; Karlsruhe 2986,20: S. 130 Anm. 509; Karlsruhe 2988,1: Br 1; Karlsruhe 2988,2: S. 136 f Anm. 533- 535; Br 6, Br 9, Br 10, Br 13; Karlsruhe 2988,3: S. 137 Anm. 536; Br 8, Br 12, Br 13; Karlsruhe 2988,5: S. 145 f Anm. 569-571, 573-576; Kr 1, Kr 2, Kr 3, Kr 4-5; Karlsruhe 2988,6: S. 148f Anm. 582-584, 586-588; Or 1, Or 2, Or 3, Or 4, Or 5, Or 6, Or 7, Or 8, Or 9, Or 10, Or 11-12; Karlsruhe 2988,7: S. 142 f Anm. 547 f, 550, 554, 556, 559, 561 f; Me 1-2, Me 3, Me 4, Me 5; Karlsruhe 2988,8: S. 143 Anm. 560; Me 1-2, Me 4; Lichtenthai 1: S. 120 £; Lichtenthai 7: S. 120 f; 554 Namen- und Sachregister Lichtenthai 21: Sw 10; Lichtenthai 22: Sw 10; Lichtenthai 55:Th 6; Lichtenthai 58: Wo 14, 4 r ; Lichtenthai 62: Wo 11; Lichtenthai 84: U.H. 10; Lichtenthai 87: U.H.21, 127 r ; Wo 14, 77 r , 79 r ; Lichtenthai 90: Gü 7, 245 r ; Lichtental 92: Wo 11, 2 r , 16 r , 32 r ;Wol3, l r ; Wo 14, 237 v , 279 v ; Wo 16, 222 v ; Lichtenthai 94: Wo 12, 57 r , 168 r ; Lichtenthai 98: Wo 14, 237 v ; Lichtenthai 102: Gü 3; Lichtenthai 105: Wo 14, 237 v ; Lichtenthai 107: Wo 11; Lich- tenthal 109: Wo 14, 41 r ; Lichtenthai 129: Wo 11; St.Blasien 48: Me 3; St.Blasien 77: U.H. 18, 57 v ; St.Blasien 104: Wo 12, 146 r ; St. Georgen 5: S. 69, 76; Gü 1; St. Georgen 22: S. 55, 66; St.Georgen 39: Wo 14, l r ; St. Georgen 40: Wo 14, 41 r ; St. Georgen 68: Gü 14, 9 V ; St.Georgen 74: U.H.21, 79 r ; St. Peter pap. 2: AI 2; St. Peter pap. 3: U.H.21, 101 v ; Wo 14, 41 r ; St. Peter pap. 7: Wo 11; St.Peter pap. 16: S. 74, 76; U.H. 18, 82 v ; St. Peter pap. 18: Gü 7, 245 r ; St. Peter pap. 27: S.71, 74, 77; St. Peter pap. 29: S. 73 f, 77; St. Peter pap. 35: S. 74, 77; St. Peter pap. 44: Sw 19, 257 r ; St.Peterperg. 16:U.H.18, 82 v ; St.Peterperg. 16a: Wo 12, 146 r ; St. Peter perg. 19: Gü 1; St. Peter perg. 41: Gü 14, 9 V ; St. Peter perg. 62: Mä 2, Fragment 1 — Generallandesarchiv, 34/3: S. 48 u. Anm. 42; 64/1: S.49, 51; AI 7; 64/17: S. 129, 131; 64/ 22: S. 79, 82; 64/54: S. 119, 125; 65/110: S. 142-144; 65/183: S.73, 77; Wo 8; 65/220: S. 89, 91; 65/228: S.64, 67; 65/229: S.57 u. Anm. 97, S.61, 67; 65/247: S. 70, 77; 65/353: S. 148, 150; Or 4; 65/415: Me 3; 65/521: S. 87 Anm. 263, S. 91; 65/522: S. 87, 91; 65/ 523-528: S.89, 91; 65/562: S.95, 97; 65/584: S.61, 67, 101 Anm. 344, S.104, 107; 65/584a: S. 101 Anm. 344, S. 107; 65/585: S. 101 Anm. 344, S. 107; 65/586: S. 100 Anm. 336, S. 103 Anm. 364, S. 105 Anm. 377, S. 107; 65/ 587: S. 101 Anm. 340, 344, S. 102 f Anm. 354- 357, 359, 363, S. 104 Anm. 371, S. 105 Anm. 379, S. 107; 65/588: S. 105 Anm. 379, S. 107; 65/590-591: S. 104 Anm. 373, S. 107; 65/592: S. 105 Anm. 378, S. 107; 65/599-606: S. 113 Anm. 420, S. 117; 65/607: S. 114, 117; 65/698: S. 122 Anm. 464, S. 129 Anm. 501, S. 131; 65/699: S. 122 Anm. 466, S. 129 Anm. 502, S. 132; 65/1140: S. 150; 65/1149: S. 105 Anm. 379, S. 107; 65/1152: S. 56 Anm. 86; 65/1193: S. 47 f Anm. 27, 29; 65/ 11222: S. 63 Anm. 142, S. 67; 65/11375: S. 87 Anm. 263, S.91; 65/11515: S. 117; 65/11555: S. 117; 65/11556-11559: S. 117; 65/11560- 11580: S. 117; 65/11973: S. 112 Anm. 417, S. 117; 66/2791-2792: S. 54 Anm. 75; 66/ 3208: S. 70; 66/3210: S. 70; 66/8553: S. 119, 125; 66/9983-9984: S. 129; 66/10223: S. 54 Anm. 75; 66/10487: S. 86; 67/1-30: S. 47 Anm. 19; 67/452: Br 1, Br 2; 67/627: S. 55, 67; 67/629: S. 57 Anm. 95; 67/632-634: S. 64 Anm. 148; 67/1321: S. 110 Anm. 400, S. 117; 67/1415: S. 130; 68/579: Th 9; 78/785: S. 134 Anm. 521, 524; 84/57: S. 50 Anm. 60; 103/ 118: S.96 Anm. 321; 105/13: S. 111 f u. Anm. 410, S. 117; 105/102: S. 114 Anm.424; 105/241: S. 111 Anm.408; 106/40: S.121 Anm. 455; 106/106: S. 119; 106/137: S. 123 Anm. 476; 106/192: Th 9; 125/46: S.145 Anm. 567f; 127/ld: S. 148 Anm. 580; 133/98: S. 134 Anm. 522; 202/55: S. 58 Anm. 105; 202/28: S. 65 Anm. 160; 202/450: S. 56 Anm. 90, S. 57 Anm. 92; 205/85: S. 80 Anm. 224, S. 81 Anm. 227; 208/549: S. 130 Anm. 509; 229/65802-65803: S. 143 Anm. 557 f; 229/79928,11: S.81 Anm. 227; Nachlaß Mone 62: S. 63 Anm. 142, S. 67 - Lichtenthai, Kloster, L 51-52: S. 126; L 55: S. 126; L 56: S. 126; L 62: S. 126; L 67: S. 122 Anm. 464, S.126, S. 129 Anm. 501, S. 132; L81: S. 126; L 87: S. 126 - London, British Library, Cod. Add. 47673: S. 99, 108 - Lüneburg, Ratsbibliothek, Cod. theol. 4° 54: U.H.22, 202 v 555 Namen- und Sachregister - Malibu, J. Paul Getty-Museum, Cod. Ludwig XI,7: H. 78 - München -- BSB, Cgm 100:U.H. 19, 110 v ;Cgm216: U.H.21, l v ; Cgm 354: Wo 15, 145 v ; Cgm 424: Wo 16, 219 v ; Cgm 450: Wo 15, 125 v ; Cgm 462: Wo 15, 50 v ; Cgm 469: Sw 19, 131 r , 140 r ; Wo 12, 102 v ; Cgm 481: U.H. 18, 43 r ; U.H.21, 140 r ; Cgm 484: Wo 14, 30 r ; Cgm 717: Wo 15, 53 r ; Cgm 744: Wo 12, 60 v ; Cgm 746: Wo 15, 142 r ; Cgm 818: Wo 14, 280 v ; Cgm 820: Wo 14, l r ; Cgm 826: Sw 19, 146 r ; Wo 12, 102 v ; Cgm 833: Wo 14, 88 v ; Cgm 843: U.H.21, 142 r ; Wo 12, 122 r ; Cgm 848: U.H.21, 129 r ; Cgm 850: Wo 15, 57 v , 136 v ; Cgm 856: Wo 11, 4 V , 32 r , 37 V , 47 r , 51 r ; Cgm 857: Wo 12, 285 r ; Cgm 864: Wo 12, 56 r ; Cgm 5136: Sw 19, 146 r ; Clm 7847: Mä 3, passim; Clm 11419: Sw 15; Clm 28256: U.H.22, 202 v ; Clm 28397: U.H.22, 202 v - HStA, Cod. Indersdorf Lit. 146: Mä 3, passim -- UB, 2° Cod. 120: U.H. 9, 9 v ;2°Cod. 121: U.H. 8, 114"; 2° Cod. 679: Sw 15; 4° Cod. 788: U.H.21, l v ; 8° Cod. 227: U.H.21, 145 r ; 8° Cod. 266: U.H. 18, 6 r ; 8° Cod. 269: Wo 14, 52 v ; 8° Cod. 270: Wo 14, l r , 72 v ; 8° Cod. 271: U.H. 18, 5 r ; 8° Cod. 273: U.H. 18, 43 r ; Wo 14, 65 r ; 8° Cod. 278: U.H.21, 79 r ; 8° Cod. 482: Wo 12, 54 r - Nürnberg -- GNM, Hs. 1736: U.H.22, 13 v ; Hs. 5832: Wo 15, 71 v ; Hs. 6805a:U.H.21, 145 r ; Hs. 7025: U.H.22, 202 v ; Hs. 22935: Sw 5, 135 r , 152 r ; Hs. 33407: Wo 14, 103 r ; Hs. 86409: S. 120 Anm. 451; Hs. 110062: U.H. 18, 5 r - StB, Cent. VII,37: U.H.9, 236 r ; Cent. VII,40: U.H.21, 101 v - Osthausen/Elsaß, Cod. s. n.: Or 1, Or 3 - Paris - Bibl. Mazarine, Cod. 683-684: Sw 15 - Bibliotheque Nationale, Cod. lat. 10677: H. 65 - St. Paul, Stiftsbibliothek, Nr. 19 c. 73: H. 7 - St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. 1140-1142: S. 75, 77; Cod. 1156: S.75, 77; Cod. 1343: S.75, 77; Cod. 1344: S.71, 75, 77; Cod. 1345: S. 72, 75, 78 - St. Petersburg, Saltykov-Scedrin-Bibliothek Q. v. I., Nr. 57: S. 64, 67 - Straßburg, Bibliotheque Nationale et Universitaire, Cod. 2318: S. 55 f Anm. 84 - Stuttgart -- HStA, J 1, Cod. 2:Me4; Cod. 112a: Me 3; Cod. 179: Gü 11 - WLB, Cod. bibl. fol.28: S. 54, 67; Cod. brev. 8:Sw 5, 146 v ; Cod. brev. 106: S.93, 97; Cod. hist. fol. 185: Kr 2; Cod. hist. quart. 58: Gü 11; Cod. hist. quart. 78: Kr 2; Cod. hist. quart. 198: Ge 3, 272 r ; Cod. poet. et phil. quart. 34: Sw 23; Cod. theol. et phil. quart. 21: S. 54, 67; HB I 172: U.H. 22, 200 v , 202 v ; HB I 177: Sw 7, 2 r ; Wo 14, 24 r ; HB I 234: Sw 9, 8 r ; HB III 25: U.H. 18, 3 V ; HB XV 69: Me 3 - Troyes, Bibl. Municipale, Cod. 416: Sw 15 - Wien - Haus-, Hof- und Staatsarchiv, Cod. 436: S. 55, 67, 101 Anm. 345, S. 108 -- ÖNB, Cod. 455: S. 93, 98; Cod. 2719: S. 93, 98; Cod. 13963-13966: Me 1-2 - Windsheim, Ratsbibliothek, Cod. 83: U.H.9, 224 r , 270 r - Würzburg, UB, M. ch. q. 9: U.H.9, 243 r ; M. p. h. f. 1: S. 54, 68; M. p. th. q. 70: S. 54 - Zürich, Zentralbibliothek, Cod. C 157 (808): S. 78 Hannoversch Münden (SL) H. 10, 163 r Hans, Meister U. H. Fragm. 29 Hansmann, Georg S. 103 Harburg (SL) H. 10, 170 v , 171 v Hardeck, Graf Julius von AI 3, S. 201 Hardkopf, Nikolaus (SB) H. 9, 117 V Harrant, Obervogt von S. 114 Harscher, Johann Evangelist s. St. Trudpert Harthausen Gü 11, S. 348 556 Namen- und Sachregister Hartmann, Johann (SL) H. 10, 24 v Has, Ludwig S. 104 Hasbergen (SL) H. 10, 148 r Haße, Rupert von, Alchemist AI 3, S. 176 Hastfers, Jakob Johan (SL) H. 10, 5 r Hatten (SL)H. 10, 148 r Hattstedt (SL) H. 10, 17 l r Haunsheim (SL) H. 10, 178 r Hausen, Marquard von S. 55 Hauser, Thomas (R) AI 2, 290" Havelberg (SL) H. 10, 131 v , 164" Hazze (SL) H. 10, 152 r Hebräische Texte Sw 20, U.H. Fragm. 33, U.H. Fragm. 34, U.H. Fragm. 35 Hechinger, Heinrich, Pfarrer in Wil (U) Me 5, Fragment Hector zum Jungen, Johann (SB)H. 9, 101 v Heerbrand, Wilhelm (SB) H. 9, 124 r Heerfordt, Caecilia u. Christopher (SL) H. 10, 129 r Hefenler, Wernher S. 70 Hegauer Vertrag AI 2, 249 v Hegesippus, Historiae Hb. V, Ausz. Sw 4, 50 r Heggelbach, Joachim von (R) AI 2, 249 v Hehenner, Johann S. 106 Hehl, Georg H. 9, 145 v Heide (SL) H. 10, 171 r Heidelberg, UB S. 50 f, 64 f, 80 f, 105 f, 114 f, 137 f, 141 f, 145 f, 148 - s. auch Handschriften, zitierte Heidenheim (R) Gü 11, S. 230 Heilbronn Gü 11, S. 171; (SL) H. 10, 113 r , 155 v - Franziskanerkloster Gü 11, S. 21 - s. auch Kraichgau; Provenienz I Heilbronner, Antonius (SB) H. 9, 81 r Heiligenlegenden s. Hagiographische Texte Heiliger, Jakob (R) AI 2, 237 r Heilmennin, Sr. Katerina U.H. 17 (Pr II) Hein, Paulus (SL) H. 10, 137 v Heiningen, Freiheit von H. 7, 205 r ; H. 8, S. 339 Heinrich von Hesler, Evangelium Nicodemi Th 10, Fragment 1 Heinricus frater (N) Gü 5, 3 V Heldritt (SL) H. 10, 171 v Helfenstein, Ulrich Graf von Gü 11, S. 159 Hellenstein, Schloß (R) Gü 11, S. 230 Hellmer, Lucas (SB) H. 9, 155 v Helm, Erhard Ge 3, 159 r Helmstädt, Raban von s. Speyer; Trier Helmstedt (SL) H. 10, 109 v , 168 r Hemmerlin, Jakob, Stiftsherr von Jung St. Peter in Straßburg und Dechant von St. Florentinus in Niederhaslach (Pr II) Ge 2 Hemmingstedt (SL)H. 10, 171 r Hempfer, Georg s. Allerheiligen Henisius, Johann (SB) H. 9, 100 v Henn, Andreas, aus Ebersweier AI 6, 7 r Henrici, Thomas, Dekan der Freiburger theol. Fakultät Sw 18 Henricus Bohicus, Distinctiones in lib. I-IV de- cretalium S. 106 Herbordus de Bergamo, Sermo U.H. 9, 250 v Herbrechtingen (Augustinerchorherren) (R) Gü 11, S. 230 Herbst, Anstett, Küchenmeister (R) AI 2, 277 r Herdtmann, Boppo (SL) H. 10, 20 r Hering - Gottfried (SL) H. 10, 20 r - Matthias (SL) H. 10, 32 r Heringer, Paul s. St. Märgen Hermann, Christoff (SL) H. 10, 145 v Hermanni, Simeon (SL) H. 10, 18" Hermannus Augiensis, Historia de s. Afra U.H. Fragm. 7, 3 V Hermannus, Martin Friedrich (SL) H. 10, 18 r Hermanson, Petter (SL) H. 10, 41 v Hermentingen Gü 11, S. 283 Hermes Trismegistus - Consilium AI 3, S. 366 - Testamentum AI 3, S. 30 Hermetschwil (Benediktinerinnen) S. 128 Herpfer, Johann Christoph (SB) H. 9, 104 r Herrich, Karl Joseph Emmanuel von (Pr II) H. 9 Herrnberchtheim (SL) H. 10, 176 V Herrnschmidt, Georg Adam (SL) H. 10, 177 v 557 Namen- und Sachregister Hersbach, Hans Georg Bertram von (SB) H. 9, 70 r Herstell, Christian Adam (SL) H. 10, 148 v Hertel, Zacharias (SL) H. 10, 32 r Hertervon Dußlingen, Georg (R) Gü 11, S. 69 Herter von Harteneck (Hertneck), Wilhelm (R) Gü 11, S.101 Hertnig, D. B. (SL) H. 10, 152 v Hertzog, Bernhard s. Herzog, Bernhard Herwig, Hannemann (U) Ge 2, Fragment Herzog - Bernhard, Chronicon Alsatiae, Register Or 2, T - Curdt (SL) H. 10, 20 v - Hans, Komtureiverwalter (R) AI 2, 91 v , 408 v - Kaspar, aus Rielasingen (R) AI 2, 245 v Herzogswaldau (SL) H. 10, 166 r Herztal (N) AI 7, 8 r Heß, Paul, Alchemist AI 3, S. 179 Hessen s. Provenienz I - Hermann von s. Köln Hetling, Wilhelm (SL) H. 10, 138 v Hettingen Gü 11, S. 283 Heubier, Christoph s. Ettenheimmünster; Schuttern Heudorf - (R) AI 2, 471 r , 472 r - Bilgeri von Of 1 Heun, Bonaventura S. 55 u. Anm. 78 Hieronymus, Sophronius Eusebius - Admonitio contra carnis superbiam Sw 4, 145 r - Adversus Iovinianum lib. II, Ausz. Sw 4, 156 r - Epistolae, Ausz. Sw 4, 116 r , 119 r , 123 v , 142 r , 148 r , 152 v - Eucharistiegebet, deutsch Sw 19, 140 r - Prologus ad Rusticum monachum Wo 16, 100 v - Regula monacharum, Ausz. Sw 4, 120 v , 150 v - Theodorus, Sententiae, ab Hieronymo transla- tae Sw 4, 140 r Hilarius Pictaviensis (?), Epistola seu libellus, Ausz. Sw 4, 121 r Hildebertus Lavardinensis - Carmina miscellanea, Ausz. Sw 4, 370 v - Liber de querimonia et conflictu carnis et Spiritus seu animae, Ausz. Sw 4, 371 r - Oratio devotissima ad tres personas sanctissi- mae trinitatis, Ausz. Sw 4, 371 v - Versus de mysterio missae, Ausz. Sw 4, 371 r Hildebrand, Hinrich Jakob (SL) H. 10, 10 r Hildegard von Bingen Sw 4, 429 v Hiller, Heinrich (SB) H. 9, 77 v Hilpertshausen (SL) H. 10, 175 v Hilsenheim/Elsaß Mä 2, Fragment 1 Hiltebrandt, Jodocus Andreas (SL)H. 10, 32 r Hiltmair, Andreas Br 8 Himmelskron/Worms (Dominikanerinnen) (Pr I) U.H.15 (?), U.H.16 - Nonnen - Regesteyn, Margret (Pr II) U.H. 16 - Westermennin, Maria (Pr II) U.H. 16 Hindelwangen (R) AI 2, 292 r , 361 r - Gericht (R) AI 2, 471 r , 472 r Hintze, Augustus (SL) H. 10, 32 r Hipp, Basilius, von Remmingsheim, Horber Obervogt (R) AI 2, 166 r , 179 r Ps.-Hippocrates, De urinis U.H.5, 16 rb Hirsau (Benediktiner) (R) AI 2, 414 r - (Pr I) Sw 9, U.H. Fragm. b (?) - (PrII)Ge5 (?) - Konventualen - - Unger, Johannes, aus Feuchtwangen (S) Sw 9 Hirsauer Reform Mä 3, Fragment 1 Hirschaw, Christoph von (R) AI 2, 148 v Hirschmann - Georg (SL)H. 10, 177 r - Joachim (SB) H. 9, 127 v Hirt, Johann Martin (SB) H. 9, 92 v Historia evangelica nach Petrus Comestor Th 8 Historia Francorum s. Liber Historiae Francorum Hittfeld (SL) H. 10, 171 v Hochhaus (SL)H. 10, 177 v Hockegrelm, Magnus (SL) H. 10, 7 r Hodapp, Norbert s. Allerheiligen Höchstett - Hans Matthias (SB) H. 9, 147 v - Johann Philipp (SB) H. 9, 148 v 558 Namen- und Sachregister Hövet, Johann (SL)H. 10, 28 r Hof, Thomas im, genannt Nadler, u. Tochter Verena, aus Uttenhofen (R) AI 2, 283 v Hofer, J. B., geheimer Referendar in Karlsruhe AI 3 Hoffelich, Petrus (S)Th 10 Hoffmann - Anton Günther (SL) H. 10, 148 v - Martin S. 48 Hohenberg, Grafschaft (R) AI 2, 397 r Hohenfeld (SL) H. 10, 176 v Hohengeroldseck, Gangolf von (R)Gü 11, S.261 Hohenkarpfen, Schloß (R)Gü 11, S. 330 Hohenlandenberg, Hugo von s. Konstanz Hohenlohe - Heinrich Friedrich Graf von (SB) H. 9, 37 v - Joachim Albert Graf von (SB) H. 9, 37 r - Johann Ludwig Graf von (SB) H. 9, 34 v - Wolfgang Julius Graf von (SB) H. 9, 34 v Hohenwestedt (SL) H. 10, 130 r Hohenziatz (SL) H. 10, 22 v Hohenzollern-Haigerloch, Christoph Graf von (R) AI 2, 528 r Holder, Alfred Br 13, H. 64, H. 65, Th 7 Holländer,Johann (SL) H. 10, 130 r Holm, OlofG. (SL) H. 10, 5 r Holst, Petrus (SL) H. 10, 130 r Holsten, J. G. (SL) H. 10, 98 r Holtensen (SL) H. 10, 163 v Holzapflerin von Herxheim, Maria Juliana s. Günters tal Holzmüllerin, Margareta s. Günterstal Holzschnitt s. Buchschmuck Homburg (SL) H. 10, 160 r HomiliarGü 18, Fragment Honigmester, Johann (SL) H. 10, 25 r Honorius Papa III., Privilegien für den Zisterzienserorden Th 9, 30 r Honorius Papa IV., Urkunde Th 9, Fragment 2 Hopfer - Georg Christoph (SB) H. 9, 135 v - Thomas, Pfarrer der Heilig-Kreuz-Kirche Augsburg H. 9 Hopffer - Friedrich (SB) H. 9, 144 r - J. (SL) H. 10, 18 v - Jeremias (SB) H. 9, 143 v - Jeronimus (SB) H. 9, 147 r Horae de passione Christi U.H. 22, 13 v Horb am Neckar (Pr I) AI 2 - Hl.-Geist-Spital bzw. Spitalpfleger (R) AI 2, 159 v , 160 r , 168 v , 174 r , 236 r , 265 r , 455 r - Hl. Kreuz-Stift (R) AI 2, 179 r , 530 r - s. Hipp, Basilius Horn (R) AI 2, 243 r Horn von Abt, Johann (SB) H. 9, 103 r Hornberg, Anna von s. Wald Hornstein, Schloß (R) Gü 11, S. 42 Hornstein - Sigmund von, Landkomtur des Deutschen Ordens (R) AI 2, 197 r , 229 r - Sigmund Friedrich von s. Konstanz Hoser - Hans Jakob (SB) H. 9, 54 r - Samuel (SB) H. 9, 161 r Hrabanus Maurus - Commentariorum in Genesim Hb. IV, Ausz. Sw 4, 336 r - De laudibus s. crucis Hb. II, Ausz. Sw 4, 334" - Homiliae in Epist. et Evang. CLI et CLVIII Gü 18, 3 r Hügel, Johannes s. Klosterreichenbach Hündin von Saulheim, Maria Veronica s. Günterstal Hünefeld, J. G. (SL) H. 10, 27 V Hünerer, Adam s. Schwarzach Hürnheim (SL) H. 10, 177 v Hürup (SL) H. 10, 130 r Hüsenstein, Eberhard von (R) Gü 11, S. 72 Hüsler - Georg, u. Else uxor (N) AI 7, 6 r - Rudolf, u. Gütline uxor (N) AI 7, 6 r Hufelandt, Polycarpus Elias (SL) H. 10, 33 r Hugo de Folieto, De claustro animae Hb. IV, Ausz. Sw 4, 405 r 559 Namen- und Sachregister Hugo de Sancto Victore - De modo orandi, Ausz. Sw 4, 372 v - In Salomonis Ecclesiasten homiliae XIX, Ausz. Sw 4, 379 v - Soliloquium de arrha animae, Ausz. Sw 4, 380 r Hugo sacerdos S. 110 Hugo von Tennenbach s. Tennenbach Hugshofen (Honcourt) (Benediktiner) S. 100 Humbertus de Romanis, Legenda s. Dominici S. 112 Humius, Stephanus (SL) H. 10, 38 r Humptrup (SL) H. 10, 171 r Hunain Ibn-Ishaq, Introductio in artem parvam Galeni U.H.5, 2 ra Hurrer - Johannes, Gärtner AI 5 - Zacheus AI 5 Hurstin, Anna (N) U.H. 12, 2 r Husby (SL) H. 10, 130 r Husum (SL) H. 10, 17l r Hutten zu Stolzenberg - Franz Christoph von s. Speyer - Franz Philipp Christoph Joseph von s. Speyer Hymbertus von Citeaux, De Jubilaeo Th 9, 105 v Hymnarium Sw 2, 65 r ; Sw 3, 54 v - cisterciense Gü 4; Gü 5, 297 va ; Gü 6; Gü 7, 121 r ; Gü 9, 238 r ; Th 2, 154 v ; Wo 1, 133 v ; Wo 7 Hymnen, einzelne Br 10, 184 rb ; Gü 1, 200 r ; Gü 10, 87 r ; Gü 13, 7"; Gü 17, 48 v ; Me 5, l ra , 15*, 26 va ; Su 3, 7 rb , 104 va , 131 rb , 185 ra , 210 va , 222 va ; Sw 5, 2 V , 49 v , 73 r , 186 v ; Sw 10, 160 v ; Sw 17, l r , 144 r ; U.H.2, l r , 23 v ; U.H.8, Einbandmakulatur; U. H. 10, 2 r , 5 r ; U. H. 11, 1 r ; U.H. 13, 2 r , 15 v ; U.H. Fragm. 7, 2 V ; U.H. Fragm. 25, l r ; Wo 6, 12 ra ; Wo 12, 146 r ; Wo 14, 228 v ; Wo 16, lll r , 175 v - deutsche Ubersetzungen Wo 15, 14 1 Ignatius Antiochenus, Epistolae Sw 4, 48 r Ignorantia, Nota de U.H. 8, 275 v Ikonographie - Agnes U.H. 1, 147 v - Anbetung der Könige U.H. 1, 22 v - Aquarius (Monatsbild) H. 78, Fragment 2 - Arbor Jesse U.H. 1, 3 r - Benedikt U.H. 1, 159 v - Benediktiner Sw 8, 77 r , 78 r - Bernhard von Clairvaux U.H. 1, 195' - Bilderzyklen - Biblia (Evangelistar) Br 1 - Clara, Szenen aus dem Leben Th 4 - - Historia evangelica nach Petrus Comestor Th 8 - Speculum humanae salvationis H. 78 - Elisabeth (Mutter von Johannes Baptista) U.H. 1, 176 v - Evangelisten, vierBr 1, l v - Franziskus U.H. 1, 14l v - Helena Gü 6 - Jesus Christus - Auferstehung U.H. 1, 89 r -- Geburt U.H. 1, 17 r ; Wo 1, ll r - Himmelfahrt Gü 1, 145 v -- Taufe U.H. 1, 174 v -- Wurzel Jesse Gü 1, l v - s. auch Anbetung der Könige; Meßopfer - Johannes Baptista U.H. 1, 176 v ; U.H. 10, 303 v - Johannes Evangelista U.H. 1, 19 v ; Wo 1, 13 r - Kessel U. H. Fragm. 1 - Koch U. H. Fragm. 1 - Maria, hl. U.H. 1, 152 r , 154 r , 176 V ;U.H. Fragm. 2, 3 V - - s. auch Anbetung der Könige; Jesus Christus - Martin U.H. 1, 143 r - Meßopfer (Jesuskind auf Hostie sitzend u. opfernder Priester) U.H. 1, 118 r - Michael, Erzengel Th 5, 99 r ; U.H. 1, 201 r ; U.H. Fragm. 2, 4 V - Nikolaus U.H. 1, 257 r - Petrus U.H.1, 179 v - Pfingstwunder U. H. 1, 110 r - Priester U.H.1, 118 r - s. auch Meßopfer - Theoderich der Große U.H. Fragm. 16 - Trinität U. H. 1, 116 V - Wappen U.H.1 - s. auch Wappen 560 Namen- und Sachregister Immendingen (R) Gü 11, S. 339 Imsser, Philipp S. 59; Gü 11, S. 25 - Compositio horologiorum horizontalium et muralium Ge 3, 284 v - De compositione sphaerae materialis Ge 3, 272 r Indersdorf (Augustinerchorherren) S. 86; Mä 3 Ingolstadt (Pr I) U. H. 5 Ingolt, Franz Rudolf (SB) H. 9, 86 v Innocentius Papa (?), Ablaßgebet Sw 5, 153"; Wo 14, 72" Innocentius Papa III. Br 1 - De vita et passione domini nostri Iesu Christi orationes III Sw 5, 80 v - Privilegien für den Zisterzienserorden Th 9, 23 v , 76", 77 v (?) Innocentius Papa IV. - Ablaßgebet Sw 5, 49 r - Privilegien für den Zisterzienserorden Th 9, 41 v , 77" (?), 143 r Innocentius Papa V., Privilegien für den Zisterzienserorden Th 9, 77 r Innocentius Papa VI., Privilegien für den Zisterzienserorden Th 9, 95 r Intervalltafel Br 10, 2 r ; Sw 9, l v ; U.H.22, l v Iordanus de Quedlinburgo - Opus postillarum et sermonum de tempore, Ausz. Of 1, 100" - SermoU.H.9, 233 v - Sermones de tempore, Auszug U.H. 8, 38 r Irenaeus Lugdunensis, Contra haereses lib. V, Ausz. Sw 4, 49 r Irnsinger, Johann Michael (SL) H. 10, 155 v Iselin, Burkhard s. Tennenbach Isidorus Hispalensis - Etymologiarum sive originum libri XX, Ausz. AI 4, I; Sw 4, 322 v ; U.H. Fragm. 1 - Sententiarum libri IIISw 15, 157 r - Ausz. Sw 4, 318 r Isny (SL) H. 10, 179 r Italien s. Provenienz I Itzehoe (SL) H. 10, 130 r Iulianus Pomerius, De vita contemplativa lib. III, Ausz. Sw 4, 284 r Ivo Carnotensis - Decretum, Ausz. Sw 4, 369 v - Epistolae, Ausz. Sw 4, 367 r - Panormia seu summa decretorum, Fragment U.H. Fragm. 29 Jacobus de Voragine - Legenda aurea U.H. 14, 3 ra - Sermones, einzelne U.H.8, 91 v ; U.H.9, 279 r Jäger - Heinrich (SB)H. 9, 141 r - Johann Friedrich (SB) H. 9, 74 v - Michel (R) Gü 11, S. 237 Jäschke, Abraham (SL)H. 10, 154 r Jahn, Tobias (SL) H. 10, 148 v Jakob von Nürnberg, Alchemist AI 3, S. 212 Janichius, Heinrich H. 9, 146 r Jauer (SL) H. 10, 153 r Jebsen - Nicolaus (SL) H. 10, 130 r - Stephanus (SL) H. 10, 130 r Jeckh, Hans, zu Stockach (R) AI 2, 146 v Jenisch, Paulus (SB) H. 9, 99 v , 126 v Jerusalem Br 11 Jesingen (R) Gü 11, S. 69 Jessen, Petrus (SL) H. 10, 130 r Jesu Mariae Carmel, Johannes a, Ars gubernandi Tr 1 Jesus Christus - Caput (Form des Kopfes) U.H. Fragm. 27, l v - De corpore, quaestiones U.H. 8, 273 r - Kreuz - Inschrift Wo 14, 24 r - Locus sepulturae et resurrectionis Su 1, Fragment - Passionsbericht Wo 14, 140 r - Passionsbetrachtungen und -andachten Wo 10, 176 v ; Wo 11, 241 v ; Wo 14, 6 r , 73 v , 159 v ; Wo 15, 26 r ; Wo 16, 118 v , 185 r , 185 v - Passionstraktat Gü 14, l r , 9 V - Quinque singultus Wo 16, 185 r - Septem stationes passionis, dt. H. 78, S. 150 - Sieben letzte Worte Wo 15, 64 r 561 Namen- und Sachregister - Viginti effusiones sanguinis Wo 16, 185 v - Zweiundsiebzig Namen Wo 15, 77 v - s. auch Eucharistietraktat; Gebete Jönköping (SL) H. 10, 7 r Jörger, Caesar (SB) H. 9, 42 v Johannes baccalaureus Friburgensis (S) Mä 3 Johannes Cassianus - Conlationes XXIIII, Ausz. Sw 4, 274 r - De institutis coenobiorum et de octo principali- um vitiorum remediis üb. XII, Ausz. Sw 4, 249 r Johannes Chrysostomus - De compunctione cordis lib. II Sw 4, 178 v - Homilia XXX, Ausz. Sw 4, 173 r - Kommuniongebet Wo 14, 103 r ; Wo 16, 62 v - Sermo XXIII, Ausz. Sw 4, 171 r - Sermo XXIX, Ausz. Sw 4, 171 r - Tractatus de reparatione lapsi, Ausz. Sw 4, 180 r Johannes Climacus - Ad pastorem Sw 4, 530 r - Scala paradisi, interprete Angelo de Cingulo Sw 4, 475 r Johannes de Auerbach (Urbach), Processus iudi- ciarius Br 8 Johannes de Sancto Paulo, De simplicium medici- narum virtutibus U.H. 5, 211" Johannes Guallensis, Communiloquium S. 65 Johannes Nider - Formicarius, Auszüge Gü 11, S. 3 - Tractatus de reformatione Status coenobitici, Ausz. H. 65, 65 r Johannes Papa XXI., Urkunde Th 9, Fragment 1 (?) Johannes Papa XXII. - Horae de passione domini Sw 5, 73 r - Privilegien für den Zisterzienserorden Th 9, 90 v - Urkunde Th 9, Fragment 1 (?) Johannes Serapion, Liber servitoris U.H.5, 183 ra Johannes von Citeaux Th 9, 108 r Johannes von Indersdorf - Fürstenlehren, Auszüge U.H.21, l r , 2 r - Gebete für Herzog Wilhelm III. von Bayern U.H. 18, 7 V , 70 r - Spruchsammlung U.H.21, l v Johannes von Neumarkt - Gebet zum Eigenapostel U.H.21, 100" - Mariengebet U.H.21, 127 r - Schutzengelgebet U.H. 18, 36 r Johanniterorden Gü 11, S.361; Mä 2, Fragment 2 Johannitius s. Hunain Ibn-Ishaq Johansen, Johann (SL) H. 10, 45 r John Mandeville, Reisen Mä 2 Jubilaeum triplex Fürstenbergicum Mä 9, Mä 10 Jud, David (R) AI 2, 161 v Jug, Paulus (SB) H. 9, 123 v Juliusburg (SL) H. 10, 154 r Jung, Georg, speyrischer Amtsträger Th 1, Fragment 3 (U) Junge, Georg (SL) H. 10, 148 r Juristische Texte - s. Berthold von Freiburg; Carner, Daniel; Do- minicus de Sancto Geminiano; Gratianus; Stubenrauch, Georg Eugen - Fragmente s. Gregorius Papa IX.; Ivo Carno- tensis; Rolandinus de Passageriis; Verfassungstexte, zisterziensische Justingen, Anselm von (R) Gü 11, S.72 K., C., Frater (Miniator)Th 2 Kaden, Martin Matthias (SB) H. 9, 139 v Kageneck, Bernhard von (SB) H. 9, 56 r Kalau, Daniel (SL) H. 10, 127 v Kalbsor, Petrus Br 8 Kalendarium AI 7; Br 10, 3 r ; Sw 11, 2 r ; Th 5, l r ; Th 6, l r ; U.H.22, I v - bursfeldense Sw 9, 3 r - carthusianum Sw 7, 4 r - cisterciense Gü 5, Wo 5 - dominicanum U.H. 10, 6 r ; U.H. 12, l r - Fragment H. 78, Fragment 2 Kaltenthal, Reinhard Heinrich von (SB) H. 9, 59 r Kaltmantel (Pr II) U. H. Fragm. 4 Kamern (SL) H. 10, 131 v Kammecke, Jochim (SL) H. 10, 42 r 562 Namen- und Sachregister Kappelin, Maria Caecilia, Zisterzienserin U.H.2, II, Beilage Karl IV., dt. König (1346-1378) (R) Gü 11, S.43 Karl V., dt. König (1519-1556) (R)Gü 11, S.72, 230; Gü 12, 281 r Karlsruhe - A. Bielefelds Hofbuchhandlung H. 65, Su 10 - Gemäldegalerie S. 75, 89;(PrII)Mä2 - Generallandesarchiv (Pr II) Br 11, Su 6 - Kupferstichkabinett S. 88; (Pr II) H. 78 - Naturalienkabinett (Pr II) Me 6 Karlum (SL) H. 10, 171 r Karschau (SL) H. 10, 57 v Karsthans Br 1, Br 2 Kartäuser Sw 7, Sw 24 Kast, Johann Friedrich (SL) H. 10, 156 v Kathalogus brevis ecclesiasticorum scriptorum Sw 4, 429" Katharina, Nonne in Königsbrück (S) Wo 12 Katharinenheerd (SL) H. 10, 170" Kating (SL)H. 10, 170 v Kaufvermerk Br 3, Sw 28 Keck, Daniel (SB) H. 9, 132 r Kehl Or 1, Or 2, Or 3, Or 4, Or 6, Or 9 Kelleus, Odrontus, Anglus, Alchemist AI 3, S. 325 Kempinski, Niklas (SB) H. 9, 62 r Kempten - (SL) H. 10, 178 v - (Pr I) AI 5 Keppenbach, Hartmann von s. Gengenbach Kern, Ketterlin u. Mattheus (Pr II ?)Th 10 Kernmann, Christoph (SB) H. 9, 158 r Kestlin, Lenhard (R) AI 2, 288 r Khebenis, Johann, Alchemist AI 3, S. 246 Khunrath, Heinrich, Universalis practica AI 3, 5. 403 Kieffer, Johann Conrad (SL) H. 10, 170 v , 172 r Kilburgersten, P. F. (SL) H. 10, 28" Kinden, Johannes der (zer) (N) U.H. 12, 4 r Kippenheim, Felicitas von S.72; (Pr II) Gü 16 Kirchberg, Wilhelm Graf von (R)Gü 11, S. 47 Kirchweihnotiz Me 5, 27 r Kirneck, Johann von (R) Gü 11, S. 200 Kirnhalden (Pauliner) S. 127-129 Kirsch, Bartholomäus (SL) H. 10, 38 r Kirscher, Georg von (SB) H. 9, 117 r Kisling (Syliceus), Andreas s. Reichenau Kistner, Gottfried s. Allerheiligen Kitzingen (SL) H. 10, 176 v Kitzinger, Conrad, Buchdrucker Sw 24 Klanxbüll (SL) H. 10, 171 r Klarenbuch Th 4 Klein, Oberlin, u. Ehefrau Katharina (N) AI 7, 9 r Kleingötterlich (SL) H. 10, 154 r Kleinlangheim (SL) H. 10, 176 r Kleinman, Hans (R) AI 2, 457 r Kletzke (SL) H. 10, 134 r Klixbüll (SL) H. 10, 171 r Klokow, Michael (SL) H. 10, 32 r Klosterreichenbach (Benediktinerpriorat) S. 56 f - Hügel, Johannes, Prior (1581-1595) S. 56 - (Pr II) Ge 5 Klüpfel, Engelbert S. 95 Knab, Laurentius s. Allerheiligen Knammin, Maria Anna, aus Wiedergrün AI 6, 7 r Knoderer, Johannes Andreas (SB) H. 9, 134 r Knüttell, Adam (SL) H. 10, 130 r Kockert, Andreas S. (SL) H. 10, 52 r Köln - Bischöfe - Hessen, Hermann von (1480-1508) H. 65 - Groß St. Martin (Benediktiner) (Pr I) H. 65 - Meyer, Adam, Abt H. 65 König - Ernestus (SL) H. 10, 34 v - Georg (SB) H. 9 Königsbach (R)Gü 11, S. 361 Königsberg in Ostpreußen (SL) H. 10, XXIII r , 52 r , 53 r , 54 v , 55 r , 87 v , 88 r , 89 r , 110 r , 127 v , 135 v Königsberg in Bayern (SL) H. 10, 175 v Königsbronn (Zisterzienser) (R) Gü 11, S. 230, 285 Königsbrück bei Hagenau (Zisterzienserinnen) (Pr I) Wo 12 Koppen, Johann Sebastian (SL) H. 10, 24 v Köslin (SL)H. 10, 33 r 563 Namen- und Sachregister Koitz (SL) H. 10, 166 r Kolb — Anselm s. Tennenbach — Eberhard (SB) H. 9, 129 v Kolberg (SL) H. 10, 32 v Kolbing von Kolbingen, Benedikt (R) AI 2, 528 r Koldenbüttel (SL) H. 10, 170 r Kollektar, Fragment Br 8 Kommunionempfang, Unterweisung U .H. 21, 58 v , 75 v ; Wo 14, 58 v Komputistik Br 10, 2 r , 15 v ; Sw 9, l v ; U.H. 10, 12 r — s. auch Computusrosette; Intervalltafel; Oster- sonntagstafel; Rotae für Sonntagsbuchstaben u. Goldene Zahl Konradswaldau (SL) H. 10, 154 v Konstanz AI 2, 238 v , 243 r , 285 v — (Pr I) Me 3 (?) — Bischöfe — Eberhard I. (1034-1046) Me 5, 26 va — Ulrich I. von Dillingen (1111-1127) Me 5, 26 va — Konrad II. von Tegerfelden (1208-1233) S. 68; Th 9, 121 r — Bayler, Heinrich, Administrator (1387/1388- 1409) (U) Th 8, Fragment 1 — - Hachberg, Otto von (1410-1434) S. 79; (Pr II) Öh 1 — Berlower, Thomas (1491-1496) Mä 4, 80 r — Hohenlandenberg, Hugo von (1496-1530, 1531-1532) S. 140 — Österreich, Andreas von (1589-1600) (R) AI 2, 197 r , 198 r — - Schenk von Stauffenberg, Johann Franz (1704-1740) S.140f; Mä 9 — Rodt, Franz Konrad Kasimir Ignaz von (1750-1775) S. 141 — Rodt, Maximilian Augustinus Christoph von (1775-1800) S. 140f; Me 6 — Weihbischöfe — Johannes episcopus Bosoniensis (belegt um 1250) Th 9, 121 v - - Ptolemaeus episcopus Sardanensis (1277— 1280)Th 9, 122 r - Bonifacius episcopus Bosoniensis (1289— 1294) Th 9, 122 v - - Gratiadeus episcopus Salvi(n)ensis (1307) Th 9, 123 r - Johannes episcopus Decapolensis (1308— 1312) Th 9, 123 v - Johannes episcopus Castoriensis (1349-1372) Th 9, 129 r - - Zirker, Heinrich, episcopus Thermopylensis (1385-141 l)Th 9, 124 r - Blatten, Johannes von, episcopus Bellinensis (1440-1461) Th 9, 129 r - - Zeh(e)nder, Daniel, episcopus Bellinensis (1473-1476, 1479-1500) Th 9, 130 v - Wurer, Balthasar, episcopus Ascalonensis (1574-1598) Th 9, 131 r - Geist von Wildegg, Konrad Ferdinand, episcopus Tricalensis (1693-1722) Th 9, 134 r - Domherren - Hornstein, Sigmund Friedrich von (R) AI 2, 243 r - Mirgel, Jakob (gest. 1572) (U) Me 3, Fragment - Domkapitel S. 141 - Hof, bischöflicher - Ceschius, Andreas, cancellarius (U) Me 3, Fragment - Rudolph, Wilhelm, Advokat AI 2, 238 v - - Wintergerst, Sebastian, procurator (R) AI 2, 243 r - Wys, Hieremias, procurator (U) Me 3, Fragment - Kanzler - Baibach von Gastel, Friedrich Willibald S. 141; Me 1-2, Me 3, Me 4 - Nuntius - Delfino, Zaccaria (U) Me 3, Fragment - Chronik, Ausz. Gü 11, S. 129, 143, 332 - Dominikaner (R) AI 2, 290 v - Gymnasium S. 143 - Konzil Kr 2, 136 r 564 Namen- und Sachregister - Landtag Gii 11, 471 r , 472 r - Missale speciale Constantiense Me 5 Kopenhagen (SL) H. 10, 76 r , 78 r , 79 r , 81 r , 98 r Kopert Su 8 Kopff, Hieronymus Hermann (SL) H. 10, 148 v Kotzenbüll (SL) H. 10, 170 r Krämer, Johannes s. Schuttern Krafft - Else (N) AI 7, 6 r - Henslin, u. Katharina uxor (N) AI 7, 6 r Kragh, Otto (SB) H. 9, 89 v Kraichgau, Ritterkanton, Bibliothek in Heilbronn S. 144-146 - (Pr II) Kr 1-5 Krakau bei Magdeburg (SL) H. 10, 22 v Krakow (SL) H. 10, 134 r Kratzin, Georg Wilhelm (SL)H. 10, 156 v Krebs, Engelbert S. 90 Kreidelwitz (SL) H. 10, 93 r Kremer, Laulin (N) AI 7, 12 r Kremmen (SL) H. 10, 164 v Krempe (SL) H. 10, 130 r Kreutter, Marquard s. Tennenbach Kreuzlingen (Augustinerchorherren) S. 85, 87 - Donderer, Prosper, Abt (1760-1779) S. 88; Mä 11 Krieg, Hieronymus s. Schwarzach Krorsisius, Johann Balthasar (SL) H. 10, 18 r Krossen (SL) H. 10, 151 r_v Krozingen, St. Blasische Propstei U.H. Fragm. 14 (Pr II ?), U.H. Fragm. 21 (PrI) Krüger, Georg (SL) H. 10, 135 v Kücheli s. Cuonradus Kücheli Kühnlin, Gregor (SB) H. 9, 98 v Kühtze, Daniel (SL) H. 10, 24 r Kuen, Jakob S. 104 Künzelsau (SL) H. 10, 155 v Kürtzell, Johann Jakob (SL) H. 10, 157 r Küstrin (SL) H. 10, 164 v Kuntze, Friedrich (SL) H. 10, 145 v Kupel, Anna u. Hans (R) AI 2, 417 V Kuppingen (R) AI 2, 414 r - Trutwin der Hemling von (R) Gü 11, S. 204 Kurland, Friedrich Casimir Herzog von (1682— 1698) (SL) H. 10, XXIV", 88 v Kurpfalz Br 7 - Ruprecht III. (1398-1410), 1400-1410 dt. König (Ruprecht I.) (U) H. 78, Fragment 1 - Friedrich II. (1544-1556) (R) Gü 11, S. 366 - Ludwig V. (1508-1544) (R)Gü 11, S.360 - Mechthild (1419-1482) (R) Gü 11, S.51 Kurpfalz-Birkenfeld - Christian I. (SB) H. 9, 9 r Kurpfalz-Simmern - Ruprecht, Bischof von Straßburg (1448-1478), Epitaph Gü 11, S. 392 Kurpfalz-Veldenz - Leopold Ludwig (SB) H. 9, 16 r Kurpfalz-Zweibrücken - Johann I. (1550-1604) Kr 2, 136 r Kurtschow (SL) H. 10, 151 r Kurz - Joseph s. St. Märgen - Lenhard (R) AI 2, 291 r_v - Thomas (R) AI 2, 291 r Kyriale (auch Ausz.) Gü 17, 62 v ; Me 5, 9 vb ; Sw 13, I, 235 r , II, 105 r ; Th 1, 108 v ; U.H. 1, 213 r , 257 V ; U.H. 2, 18 v , 24 v ; U.H.4, 93 v ; Wo 1, b v , c r , 141 r , 145 r , 155 v Lactantius, Lucius Caecilius Firmianus - Divinarum institutionum lib. VII, Ausz. Sw 4, 75 v - Liber de ira dei ad Donatum, Ausz. Sw 4, 71 v Lahr, Scheffelgymnasium S. 65 f, 105 Lambeleti, Hugo Th 9, 108 r Lampa - Claeß Danielson (SL) H. 10, 43 r - Johan (SL) H. 10, 10 r Landeck, Maria von s. Günterstal Landenberg, Ernst von (SB) H. 9, 60 r Landolt von Marpach, Konrad u. Walther (U) Su 9 Landsberg an der Warte (SL) H. 10, 165 v Landsberg, Johannes Justus s. Lansperger, Johannes 565 Namen- und Sachregister Lang - Hans, aus Horn (R) AI 2, 243 r - Rudolph, Epitaph für Nicasus de Voerda Gü 11, S. 392 Lange, Michael (SL) H. 10, 53 v Langenbeutingen (Lkr. Heilbronn) Kr 2, Fragment Langenburg (SL) H. 10, 155 r Langenmantel - David (SB) H. 9, 13 l r - Johannes Christoph (SB) H. 9, 125 r - Hans Georg (SB) H. 9, 133 r Langenzenn (SL) H. 10, 154 v Langwarden (SL) H. 10, 149 r Lansperger, Johannes, Fünfzehn Betrachtungen zum Leben und Leiden Christi Wo 12, 290 r Laßberg, Joseph Freiherr von S. 95 Laßlo, Nagy (SB) H. 9, 65 v Laubenberger, Gabriel (SB) H. 9, 158 r Lauenburg an der Elbe (SL) H. 10, 135 r Lauenburg in Pommern (SL) H. 10, 34 r , 53 r Lauginger, Otto (SB) H. 9, 79 r Laumayer, Anton (Pr II) H. 8 Laurentius - Leonhard, Stammbuch H. 9 - Marcus (SL) H. 10, 130 r Lautensack, Paul, 36 Geister AI 3, S. 401 Lazius, Wolfgang S. 93 Leck (SL) H. 10, 171 r Lectionarium - Fragment H. 78, Fragment 3 - missae Sw 1 - Fragmente Sw 7, Fragment, Sw 21 - officii - Fragmente Öh 1, Fragment, U.H. Fragm. 6, U.H. Fragm. 8, U.H. Fragm. 36 Legendarium U.H. 14 - s. auch Hagiographische Texte Lehengütingen (SL) H. 10, 177 r Leichenpredigt Br 4 Leiningen - Emicho Graf von (SB) H. 9, 39 v - Johann Casimir Graf von (SB) H. 9, 40 r Leiningen und Rixingen - Johann Ludwig Graf von (SB) H. 9, 44 r - Ludwig Eberhard Graf von (SB) H. 9, 38 r - Philipp Graf von (SB) H. 9, 32 r Leinstetten (R) AI 2, 227 r Leipächerin, Ursula (R) AI 2, 191 v Lembke - G. (SL)H. 10, 27 v - Jürgen (SL) H. 10, 134 r Leo Papa I., Tractatus Septem et nonaginta, Ausz. Sw 4, 279" Leofels (R) Gü 11, S.99 Leprince de Beaumont, Marie S. 50 Lersch, Philipp Heinrich (SB) H. 9, 35 v Lesezeichen s. Buch- und Schriftwesen Leutershausen (SL) H. 10, 177 r Leutrum von Ertingen, Philipp Christoph (SB) H. 9, 68 r Ley, Christian Gottfried (SB) H. 9, 128 v Leydecker, Johann Heinrich u.Johannes Friedrich (SL) H. 10, 156 v Leyen, Emich von (SB) H. 9, 64 r Leittensperger, Sebastian (SB) H. 9, 89 r Libau (SL) H. 10, 132 v Liber historiae Francorum, Fragment U. H. Fragm. 16 Liber horarum Sw 5, Th 5, Th 6 - Fragment U.H. Fragm. 31 - s. auch Gebet- u. Stundenbuch Liber Ordinarius, Fragment U.H. Fragm. 9 Lichtenfels, Elisabeth von s. Wonnental Lichtenstern (Zisterzienserinnen) Gü 11, S. 327 Lichtenthai (Zisterzienserinnen) S. 118, 121, 123; Th 9 - (Pr II) Wo 11 Liebstadt (SL) H. 10, 91 r Lied, deutsches Gü 11, S. 135, 159, 171; Gü 13, III r ; U.H.II, Beilage; Wo 12, 351 r Liegnitz (SL) H. 10, 152 v , 153 r Liepen (SL) H. 10, 30 v Liliencron, A. V. (?) von (SL) H. 10, 90 r 566 Namen- und Sachregister Limburg - Georg Friedrich Herr zu (SB) H. 9, 41 r - Wilhelm Ludwig Herr zu (SB) H. 9, 42 r Lincke, Jeremias (SL) H. 10, 156 r Lindau (SL) H. 10, 179 r - v Linden (SL) H. 10, 154 v Lindener, Johannes (SB) H. 9, 119 r Lindenfels - Anna Maria von s. Wonnental - Hans Caspar von (Pr II) Wo 11, 1 r Lindern, Matthias Georg von (SL) H. 10, 148 r Lindholm-Risum (SL) H. 10, 171 r Lindström, Andreas (SL) H. 10, 137 v Lindwurm, Georg (SB) H. 9, 140 v Linköping (SL) H. 10, 52 r Linum (SL) H. 10, 150 v Lippius, Gerardus SJ Su 4 Liptingen (R) AI 2, 315 r , 471 r , 472 r Litanei - Allerheiligenlitanei Gü 6, 146 v ; Gü 9, 396 v ; Gü 10, 64 v ; Sw 9, 126 v ;Th5, 118 v ;Th6, 179 r ; U.H.l, 230 r ; U.H.11, 13 r ; U.H.15, 84 r ; U.H. 16, 79 r ; U.H. 17, 79 r ; U.H.22, 139 r ; Wo 1, 142 v ; Wo 3, 117 r ; Wo 12, 47 r , 335 v ; Wo 14, 24 l r ; Wo 15, 103 v ; Wo 16, 177 r - Corpus Christi Wo 12, 335 V Liturgische Texte - siehe Antiphonale; Benediktionen; Breviarium; Bußpsalmen; Diurnale; Gebete; Graduale; Ho- miliar; Hymnarium; Kalendarium; Kyriale; Litanei; Missale; Nocturnale; Offizium; Proces- sionale; Psalterium; Reimoffizien; Rituale; Se- quentiar; Tonarius; Tropar - s. auch Fragmente Liuder, Johannes s. Tennenbach Liutharius, Diakon s. Schuttern Lobenstein (SL) H. 10, 175 r Lobes, Michael (SL) H. 10, 27 r Löbenicht (SL) H. 10, 54 r ' v Löderburg (SL) H. 10, 22 r Löffelholz von Colberg, Johann Friedrich (SB) H. 9, 73 v Löper, Wolfgang s. Tennenbach Lößnitz (SL) H. 10, 174 r Lötschibach, Gottfried von s. St. Peter Löwenstein, Schloß (Pr I) Br 11 Löwenstein, Albrecht von, Pilgerfahrt gen Jerusalem Br 11 Löwenstein und Wertheim - Friedrich Ludwig Graf von (SB) H. 9, 35 v - Ludwig Ernst Graf von (SB) H. 9, 43 v Lokervitz, Christian (SL) H. 10, 28 r Lomenie, Henri Louis de, Graf von Brienne S. 134 Lonsert, Michael (SL) H. 10, 91 v Lopez, Juan, Epitome sanctorum patrum per lo- cos communes, Ausz. Th 7, 4 V Loreto - Zur Geschichte des Wallfahrtsortes Wo 12, 341 r Lorichius, Jodocus S. 57 u. Anm. 94, S. 72 Loßberg (R) Gü 11, S. 261 Lourent, Johan (SL) H. 10, 28 v Lucius Papa III., Privilegien für den Zisterzienserorden Th 9, 2 r Ludolpus de Saxonia - Sermones de tempore U. H. 9, 2 r - Vita Jesu Christi, Ausz. Of 1, l ra Ludovica, hl. Wo 11, 2 r Lüdershagen (SL) H. 10, 134 r Lüne (SL) H. 10, 168 v Lütau (SL) H. 10, 168 v Lützelburg, Antoni von (SB) H. 9, 72 r Lumpp - Leopold (Pr II) Su 10 - Wenzeslaus (Pr II) Su 10 Lunden (SL) H. 10, 17l r Lupfen (R) Gü 11, S. 208 - Brun von (R) Gü 11, S. 202, 203 - Diepoltvon (R) Gü 11, S. 202, 203 - Hans von (R) Gü 11, S. 202, 203 Lürin, Christina Gü 11, S. 344 Luther, Johan (SL) H. 10, 28 v Lutterloh, Heinrich (SB) H. 9, 114 V Luzern Wo 11, 2 r 567 Namen- und Sachregister M., H., FraterSu 6, 33 r M., L. (Pr II) U.H. 17 Madach (R) AI 2, 47 l r , 472 r Mäßlin, Hans (R)Gü 11, S.68 Maffeius, Johannes Petrus, Historiarum Indica- rum lib. XVI, Ausz. Th 7, 146 r Magdalena s. Wonnental Magdeburg (SL) H. 10, 22 v Magnificat, deutsch Wo 15, 13 1 Mahler, Ulrich, Alchemist AI 3, S. 181 Mailin - Christian, Pfarrherr (R) AI 2, 284 r - Melchior (R) AI 2, 606 v - s. auch Mayle Mainbernheim (SL) H. 10, 176 v Mainz AI 3, S. 181 - Diözese s. Provenienz I Maler, Martin (R) AI 2, 157 r Mall, Konrad (SB) H. 9, 109 v Malleolus - Isaac (SB) H. 9, 91 r - Michael s. Hammer, Michael Mand(e)l, Christoph, aus Ofen, Epitaph für Herzog Christoph von Württemberg Gü 11, S. 163 Mandeville, John s.John Mandeville Mangold, Andreas (SB) H. 9, 142 r Manker (SL) H. 10, 164 v Mannheim (Pr I) Br 7 Mappus, Johannes (SL) H. 10, 156 v Marburg (SL) H. 10, 162 v , 163 r Margareta Ursula von Masmünster s. Geistliche Pilgerfahrt gen Jerusalem Maria, hl. - De assumptione, Sermo U.H. 8, 21 r - Dialog zwischen Maria und dem Kreuz Christi Wo 16, 2 r - Fünf Leiden Wo 15, 145 v - Gebet Mariae zum Jesuskind Wo 16, 39 v - Körperteile Wo 14, 86 v - Mitleiden Mariae Wo 14, 159 v ; Wo 16, 3 V - Name Wo 14, 84 r ; Wo 15, 138 r - Neun Freuden Wo 11, 229 r - Sechs Rufe unter dem Kreuz Wo 14, 76 r , 83 r - Sieben Betrübnisse H. 78, S. 154 - Sieben Freuden H.78, S. 158; U.H. 18, 80 r ; Wo 14, 81 r - Vier Wege, ihre Huld zu erlangen Wo 11, 96 r - s. auch Gebete (Maria, hl.); Ikonographie; Magnificat Maria Magdalena, Gebet der U.H. 18, 82 v Mariaberg (Benediktinerinnen) (R)Gü 11, S. 279 Marienberg (SL) H. 10, 168 r Mariental (SL) H. 10, 168 r Marienwerder (SL) H. 10, 91 v Markgröningen (R)Gü 11, S. 234 Markneukirchen (SL) H. 10, 167 r Markt Erlbach (SL) H. 10, 154 v Marne (SL) H. 10, 171 v Marolt, Caspar Br 8 Marquard von Lindau, Kommuniongebete Sw 19, 137 r ; Wo 14, 101 v Marschalkin, Christina s. Günterstal Martin, Brigitta (R) AI 2, 292 r , 361 r Martin Wilhelm, Meister, Alchemist AI 3, S.241 Masmünster, Margareta Ursula von s. Margareta Ursula von Masmünster Massel (SL) H. 10, 154 r Mast, Xaver, Pfarrer Ebersweier AI 6, 7 r Matter, Jakob s. St. Peter Matthaeus Vindocinensis, Tobias U.H. 17, Fragment Matthesius, Johannes (SB) H. 9, 156 v Matthiae, Zacharias (SL) H. 10, 23 r Maursmünster (Benediktiner) Sw 10 - Agricola, Gisbert, Abt Sw 10 Maurus, De urinis U. H. 5, 18 ra Maus - Konrad, Landschreiber in Stockach (R) AI 2, 315 r - Michael, Rats- und Landschreiber in Stockach (R) AI 2, 191 v - (Meusin), Ursula (R) AI 2, 191 v Maximilian I., dt. Kaiser (1486-1519) (R) Gü 11, S. 210 568 Namen- und Sachregister Mayer - Hans, Wirt und Metzger zu Sipplingen (R) AI 2, 238 v - Thaddaeus s. Ohningen Mayle, Balthasar u. Melchior, aus Nenzingen (R) AI 2, 195 v Mecheln (Belgien), RatGü 12 Mechthild von Hackeborn, Gebete zu drei Ave Maria Wo 14, 79 v ; Wo 15, 134 v ; Wo 16, 221 v Mecklenburg, Stammtafel Gü 11, S. 85 Mecklenburg-Güstrow, Fürstin von (SL) H. 10, 83 r Mecklenburg-Prabow, Fürstin von (SL)H. 10, 87 r Mecklenburg-Strelitz (SL) H. 10, 83 v Medingen (SL) H. 10, 130 v , 131 r , 168 v Medizinische Texte, Sammlung U.H.5 Meersburg AI 4 - Bibliothek der Konstanzer Bischöfe S. 140-144 - - (Pr II) Me 1-6 - Priesterseminar S. 143 - s. auch Konstanz, Bischöfe Megger - Augustin, IuD (R) AI 2, 292 r - Hans, Müller in Nenzingen (R) AI 2, 68 r Mehlhafen, Bastian (R) AI 2, 29l v Mehrerau (Zisterzienser) S. 121, 126 Meiderlinus, Petrus (SB) H. 9, 116 V Meinerus, Conrad (SL) H. 10, 148 v Meister, Hans, Müller (R) AI 2, 290 v Melanchthon, Philipp, De veteri numismate gen- tis Iudeae Gü 11, S.25 Meldorf (SL) H. 10, 171 v Memel (SL) H. 10, 54 v , 89 r " v Memento mori-Gedicht, deutsch Wo 16, 136" Memmingen (SL) H. 10, 178 r Mente, Ulrich (SL) H. 10, 148 r Mergentheim, Deutscher Orden Su 4 Merian, Matthaeus, Topographiae Sueviae, Ausz. Kr 2, 380 v Merk, Johann Konrad (SB) H. 9, 151 r Merrhofer, Jost Sw 23 Merz, Antonius s. Tennenbach Meseritz (SL) H. 10, 165 v Messe - Accessus altaris Sw 5, 123 r - Messen, einzelne - De corpore Christi U.H. Fragm. 3 - Pro itinerantibus Su 3, 107 ra - De quacumque necessitate AI 4, Fragment 1 - - Pro peccatis Su 3, II r - Contra pestilenciam Me 5, 9 rb - De s. Ratpero (Rapar) Me 5, 9* - De s. trinitate U. H. 22, 213 V - - Missae speciales Me 5, 15 ra ; Su 2, 244 rb ; Su 3, 128 ra , 207 ra , 219 rb , 227 rb - - Missae votivae Me 5, 23 vb ; Sw 1, 84 r ; Sw 13, I, 215 r ; Th 1, 106 v ; U.H.22, 20 v - s. auch Gebete (Messe); Missale; Ordo missae Meßkirch (Pr I) Mä 9, Mä 10 Mesue, De consolatione medicinarum U.H. 5, 87 ra Ps.-Mesue, Antidotarium vel Grabadin U.H.5, 135 ra Metzler, Gall s. St. Gallen Meyenburg (SL) H. 10, 134 r Meyer - Adam s. Köln - Christian (SL) H. 10, 149 v - Columban s. Gengenbach - Henricus (?), Tractatus ascetico-historicus Su 6, 33 r - Jean Friedrich (SB) H. 9, 136 v - Johann Heinrich (SL) H. 10, 145 v - Johann Jakob (SB) H. 9, 105 r Mezler, Jodocus s. St. Gallen Michael, Joseph, Dr. med., Alchemist AI 3, S. 176 Michaelis, Caspar (SL) H. 10, 135 r Middendorff, Joachim (SL) H. 10, 10 r Mildstedt (SL) H. 10, 170 r Miller, Gabriel (SB) H. 9, 137 v Milvius, Heinrich (SB) H. 9, 159 r Mirgel - Abraham (U) Me 3, Fragment - Jakob s. Konstanz Missale Su 2 - benedictinum Su 3 569 Namen- und Sachregister - Fragmente AI 4, Fragment 1, Br 15, Gü 14, Sw 28, Th 10, Fragment 2, U.H.2, U.H. Fragm. 5, U.H. Fragm. 10, U.H. Fragm. 12, U.H. Fragm. 19, U.H. Fragm. 37, U.H. Fragm. 41, Wo 3 - speciale Constantiense Me 5 Mitau (SL) H. 10, XXIV, 88 v , lll r , 132 r Mitschelin, Balthasar Gü 11, S. 268; Me 4 - Landbuch, Gü 11, S.268 (Ausz.); Kr 2, 250 r - Württembergische Chronik Kr 2, 2 r Mockhelius, Friedrich Richard (SB) H. 9, 57 r Möckmühl (R) Gü 11, S.72 Moeherr, Joseph Sigismund Augustin von Me 3 Möhringen, Liebfrauenkapelle Gü 11, S.268 Möllen (SL) H. 10, 17 v Mönch von Heilsbronn, Buch von den sechs Namen des Fronleichnams U.H. 19 Mönchsroth (SL) H. 10, 177" Moerl, J. S. Br 13 Mohrungen (SL) H. 10, 91 r Moises, Johannes S. 88 Molkenberg (SL) H. 10, 131 v Moller, Johann (SL)H. 10, 27 r Mollinger, Ernst Friedrich (SB) H. 9, 73 r Molsheim, Dompeter U.H. 20, S.III Molter, Friedrich U.H. Fragm. 28 Monatssprüche, lateinisch u. deutsch Wo 5, l r Mone, Fredegar H. 78 - (Pr II) Wo 17 Montmorency, Anne de Gü 11, S. 378 Mora(l)es, Sebastian de, Vita e morte della Sere- nissima Prencipessa di Parma e Piacenza Th 7, 466 r Morizin aus Kenzingen, Barbara s. Wonnental Mosau (SL) H. 10, 152 r Moscherosch, Johann Michael (SB) H. 9, 112 V Moseder, Johann Georg (SL) H. 10, 156 r Moser, Andreas, Gärtner AI 5 Mozler, Joseph Matthias S. 134, 136; Br 13 Müeg, Georg (SB) H. 9, 85 v Mühlbach, Hans (R) AI 2, 417 V Mühlhausen in Ostpreußen (SL) H. 10, 35 r , 91 r Mühlrädlitz (SL) H. 10, 166 r Mülheim - Agnes von s. Günterstal - Veronica von s. Günterstal Müller - D., aus Schlesien (Prll) AI 3 - Johannes (SB) H. 9, 144 v - Philipp, Miracula chymica AI 3, S. 48 - Thomas s. St. Märgen Münster, Sebastian, Cosmographia, Ausz. U.H.20, S.471 Münsterdorf (SL) H. 10, 130 r Münsterlingen (Benediktinerinnen) - Peter, Magdalena, Äbtissin (1549-1611) (R) AI 2, 243 r Münzer - Blasius s. St. Blasien - Franz s. Schuttern - Leopold s. Tennenbach Muhr (SL) H. 10, 154 r Mundarten - alemannisch Wo 11, Wo 14, Wo 15, Wo 16 - niederalemannisch Ge 1, Th 4, Wo 12 - ostalemannisch Gü 14 - bairisch U. H. 11, U.H. 18, U. H. 19, U. H. 21, Wo 12 (Einschläge) - elsässisch Sw 19 - mittelfränkisch Sw 7, 90 r - ostmitteldeutsch mit mittelfränkischen Einschlägen H. 78, Th 10, Fragment 1 - rheinisch-mittelfränkisch mit hochdeutschen Einschlägen Th 10 Münk, Winholdt (SL) H. 10, 11 l v Munzingen Su 10 Murner, Thomas, Instituta Helvetiorum S. 83, 85 Mystische Sammelhandschrift Sw 19 N., G. (Miniator) Sw 10 Nadler, Thomas (im Hof), u. Tochter Verena (R) AI 2, 283 v Nagel, Paul (Pr I) AI 3 - Medicamentum AI 3, S. 35 - Nomina et proprietates servi fugitivi AI 3, S. 118 - Tractatus bonus alchemiae AI 3, S. 98 570 Namen- und Sachregister Naselose, Henselin (U) Ge 2, Fragment Nassau, Wilhelm Otto Graf von (SB) H. 9, 31 r Neapel, S. Dominico Aurelio di Campagna AI 3, S. 194 Nekrologeinträge, einzelne AI 7; Gü 5, 5 r ; Gü 13; U.H. 12, l r Nellenburg, Burg AI 2, 155 v , 284 v - Landgrafschaft AI 2, passim - Amtleute s. Bluem, Christoph; Dornsperger, Jeremias; Wahl, Reimundus Nenzingen (R) AI 2, 68 r , 193 v , 195", 280 v , 471 r , 472 r Neser - Matthäus, Dr. iur. (R) AI 2, 411 v - Peter, Dr. iur. (R) AI 2, 411 v , 414 r Nettelbladt, Caspar (SL) H. 10, 10 r Netzschkau (SL) H. 10, 167 r Neuenbrok (SL) H. 10, 148 v Neuenbürg Gü 11, S. 13 Neuenburg am Rhein (U) Th 8, Fragment 1-2 Neuenhuntorf (SL) H. 10, 148 v Neuenkirchen (SL) H. 10, 171 v Neuenstadt am Kocher (SL) H. 10, 113 r , 155 v Neuenstein (SL) H. 10, 155 r - Albertus von (N) AI 7, 9 r Neuhaus (SL) H. 10, 175 r Neuhausen, Kollegiatsstift St. Cyriacus Br 1 Neumann zu Wolfsfeld, Johann Friedrich Wilhelm von, Principia processus iudicii imperialis Br 9 Neuneck, Johanna von, geb. von Bubenhofen (R) AI 2, 36 r Neuneck zu Glatt und Egelstall, Hans Heinrich von (R) AI 2, 13 r Neu-Ruppin (SL) H. 10, 150 v Neustadt an der Dosse (SL) H. 10, 150 r Neustadt an der Hardt s. Provenienz I Neustift bei Brixen (Augustinerchorherren) Mä 4, 79 v Neuweiler (Neuwiller-les-Savernes, Kollegiatsstift) S.60 Nicolai, Gothofredus (SB) H. 9, 138 r Nicolaus s. Nikolaus Niebüll (SL) H. 10, 171 r Niederbüren (Wil, Kt. St. Gallen, U) Me 5, Fragment Niedereschach Sw 14 Niederhaslach im Elsaß, Kollegiatsstift St. Floren- tinus Ge 2 Niederlande s. Provenienz I Niedernau (R) AI 2, 414 r Niederrhein s. Provenienz I Nienburg (SL) H. 10, 98 r Nikolaus (Nicolaus) - Nicolaus, F. Wo 12 - Nikolaus von Dinkelsbühl - Beichtanleitung U.H. 21, 25 r - De indulgentiis S. 103 - Sermo U. H. 9, 273 r - Nicolaus Papa IV., Privilegien für den Zisterzienserorden Th 9, 78 v - Nicolaus Papa V., Privilegien für den Zisterzienserorden Th 9, 99 v Nippenburg, [Hans (?)] von (R)Gü 11, S. 213 Nippius, Stanislaus (SL) H. 10, 24 v Nissenius, Johann (SL) H. 10, 130 r Nithart, Heinrich, aus Ulm S. 79; (Pr II) Öh 1 Nocturnale - cisterciense Wo 4 - pars hiemalis Mä 12 Nogelin, Friedrich (U) Sw 15, Fragment 1 Norrköping (SL) H. 10, 7 r Northeim (SL) H. 10, 163 v Nostitz, Georg Wolfram von (SB) H. 9, 70 v Notariatsinstrument Me 5, Fragment; Th 1, Fragment 3 Notation - Choralnotation, deutsche U.H. Fragm. 13 - Französische Notation Mä 3, Fragment 2 - Hufnagelnotation Br 13, Su 2, Sw 10, Sw 11, Sw 12, Sw 13, Sw 14, U.H.4, U.H. Fragm. 2, U.H. Fragm. 4, Wo 14, 226 r - Neumen - - liniert U.H. Fragm. b - - unliniert U.H. Fragm. 20, U.H. Fragm. 23 571 Namen- und Sachregister - unliniert, St. Galler Br 10, Fragment 1, Br 12, Br 14, Br 15, Gü 14 (ehem. Spiegel), Mä 3, Fragment 1, U.H. Fragm. 3, U.H. Fragm. 7, U.H. Fragm. 9, U.H. Fragm. 22, U.H. Fragm. 24, U.H. Fragm. 37 - Quadratnotation Gü 1, Gü 2, Gü 3, Gü 4, Gü 6, Gü 10, Gü 13, Gü 16, Sw 7, 178 r , Th 1, Th 1, Fragment 2, Th 2, Th 2, Fragment 2, Th 3, Th 3, Fragment, U.H. 1, U.H.2, U.H. 15, U.H. 16, U.H. 17, U.H. Fragm. 14, Wo 1, Wo 2 Notker Balbulus, Sequenzen U.H. Fragm. 24, 3 r Novizenunterweisung Su 6, 7 r ; Sw 19, 215 r Nürnberg AI 3, S. 174 - (Pr I) Br 6, U.H. 11, U.H.22 (?) - Jakob von, Alchemist AI 3, S. 212 - Ratsgeschlechterbuch Br 6 Nufringen (R.) Gü 11, S. 113 Nußbach AI 7 Nußdorf (Pr II) U.H. Fragm. 19 (?) Nyköping (SL) H. 10, 7 r , 51 r-v Oberderdingen (SL) H. 10, 156 r Obereisesheim (SL) H. 10, 176 r Oberflacht (R) Gü 11, S. 203 Oberkirch (N) AI 7, 2 r , 6 r , 9 r , 10 r , ll r , 12 r Oberlin - Clein, u. Katharina uxor (N) AI 7, 9 r - Jeremias Jakob S. 88 Obernbreit (SL) H. 10, 176 V Oberndorf (R) Gü 11, S. 78 Oberrhein s. Provenienz I Oberschwaben s. Provenienz I Obersteigen bei Zabern (Augustinerchorherren) S.lll Oberwein, Jakob s. Schwarzach Oboedientia - De oboedientia U.H.9, 287 r Odderade (SL) H. 10, 170 r Öbisfelde (SL) H. 10, 163 v Oederan (SL) H. 10, 174 r Öhningen (Benediktiner) S. 78-82, 151 - (Pr II)Öh 1, U.H.4 (?) - Mayer, Thaddaeus, Dekan S. 81 - Petrefakten Me 6 Öhringen (SL) H. 10, 155 r Öls (SL) H. 10, 153 v , 154 r Ölsnitz (SL) H. 10, 167 r Örler (Erler), Walter (U) Me 5, Fragment Örts, Johan (SL) H. 10, 51 v Österreich - Andreas von s. Konstanz - Ferdinand I. von, Erzherzog, dt. Kaiser (1556— 1564) Gü 11, S. 277 - Ferdinand II. von, Erzherzog, dt. Kaiser (1619-1637) (R) AI 2, 13 r , 64 v , 41 l v , 414 r , 536 r - Karl II. von, Erzherzog (1540-1590) Gü 11, S. 139 - s. auch Provenienz I Österreicher, Johann Ulrich (SB) H. 9, 143 r Offenburg - (N) AI 7, ll r - Grimmelshausen-Gymnasium S. 83 f - s. auch Ortenau Offenburg (Franziskaner) S. 82-85; Sw 25 - (Pr II) Of 1 - Konventualen - Braunstein, Joachim S. 83 f - Schmautz, Leopold S. 84 Offizium - De assumptione B.M.V. U. H. 3, 9 r - B.M.V. in sabbato Br 10, 188 ra - B.M.V. de adventu Th 5, 90 r - Parvum B.M.V. Gü 9, 311 r ; Sw 5, l r ; Sw 13, II, 100 r ; Sw 17, 144 r ; Th 5, 19 r ; U.H.22, 98 r ; U. H. Fragm. 31 - De corpore Christi U.H. Fragm. 3; Wo 12, 332 r - Defunctorum Gü 4, 92 v ; Gü 6, 63 r ; Gü 9, 367 v ; Sw 5, 155 r ; Sw 7, 172 r ; Sw 9, 130 r ; Th 3, 138 r ; Th 5, 129 v ; Th 6, 191 r - - Fragment U.H. Fragm. 31, l r - De lancea et clavis Wo 6, 18 r - s. auch Reimoffizien Ofteringen - Hans Heinrich von (R) Gü 11, S. 341 - Heinrich von (R) Gü 11, S. 330 572 Namen- und Sachregister Oldenbrok (SL) H. 10, 148 v Oldenburg (SL) H. 10, 20 v , 93 r , 147 r Oldesloe (SL) H. 10, 169 r Oloffsohn, Peter (SL) H. 10, 41 r Orationes - ante accessum altaris et ante missam Ge 2, 277 r - diversae AI 4, Fragment 1 - pro defunctis Me 5, 6 va - speciales Me 5, 26 ra ; Su 2, 248 vb ; Su 3, 223 ra , 226 ra , 233 va Ordinarium dominicanum U.H. 10, 239 ra Ordinarium missae s. Kyriale Ording (SL) H. 10, 170 r Ordo missae - Fragmente U.H. Fragm. 26; U.H. Fragm. 31, 29 r Origenes - In Canticum canticorum homiliae interprete Hieronymo, Ausz. Sw 4, 45 r - In Genesim homiliae interprete Rufino Aqui- leiensi, Ausz. Sw 4, 47 r - Periarchon Hb. IV interprete Rufino Aquileien- si, Ausz. Sw 4, 42 v Ortenau - Landesbeschreibungen der Landvogtei Or 4 - Ritter-Matrikel Or 7, l r - Verzeichnis des Adels Or 7, 16 r - s. auch Provenienz I; Schauenburg, Hans Reinhard von Ortenau, Ritterkanton - Anniversarien der Ritterschaft AI 7, 3 r - Bibliothek in Offenburg S. 147-150 -- (Prll)Or 1-12 - Archivalien, Register zu Or 9 - Wappenexlibris S. 148; Or 1, Or 2, Or 3, Or 4, Or 6 - s. auch Sahler, Christian Friedrich Ortenburg - Anton Graf von (R) Gü 11, S. 109, 181 - Ulrich III. Graf von (?) Gü 11, S. 191 Oschitz (SL) H. 10, 174 V Ossig (SL) H. 10, 166 r Osterhever (SL) H. 10, 170 v Ostersonntagstafel Sw 9, 2 V Osthausen, Schloß Or 1, Or 3 Ostmitteldeutschland s. Provenienz I Ostschweiz (Pr II) U.H. Fragm. 6 (?) Ostwaldt, Christian (SL) H. 10, 22 v Otherdal, O. (SL) H. 10, 13 r Otho, Johann Georg (SL)H. 10, 154 v Otholt, Gerhard (SL) H. 10, 149 r Otken, Christoff von (SL) H. 10, 149 v Otto von Diemeringen Mä 2 Ovelgönne (SL) H. 10, 149 r Overbeche, M.Jasper de Gü 12 Ow, Hans Ernst von (R) AI 2, 173 r Pantaleon, Heinrich, Prosopographiae heroum, Epitaph-Auszüge Gü 11, S. 402 Pape, Ph. (SL) H. 10, 23 v Pappenheim, Matthäus von, Chronik derTruch- sessen von Waldburg Me 3 Ps.-Paracelsus AI 3, S. 36 - Büchlein belangend lapidem AI 3, S. 184 - Mysterium lapidis philosophorum AI 3, S. 382 Paradeisgärtl U. H. 22, 75 r Pascha, M. N. E. (SL) H. 10, 32 r Passionsbetrachtungen Sw 19, 179 r Passionspsalmen U. H. 11, 131 r Passionstraktat 'Do der minnenklich got' Gü 14 Paster, Johannes (U )Th 8, Fragment 1 Paulinus Chappe, Ablaßbriefformular Sw 15, Fragment 2 Paulinus, Pontius Meropius, Epistola XXV, Ausz. Sw 4, 118 r Paulus Diaconus, Hymnus de s. Johanne Baptista Wo 12, 146 r Pech, Aegidius (SL) H. 10, 90 v Pecienvermerk Sw 6 Pelshofer, J. G. (SL) H. 10, 23 v Penig (SL) H. 10, 167 v Pentateuch, hebräisch U.H. Fragm. 35 Pentz, Christian (SB) H. 9, 17 r Perckentin, C. W. von (SL) H. 10, 83 r Pernin, Antoine de, Expedition de l'empereur contre Barberousse et Thunes Gü 12, 281 r 573 Namen- und Sachregister Perüs mahzör, Kommentar, Fragment Sw 20 Peter, Magdalena s. Münsterlingen Petershausen (Benediktiner) S. 151, 154 - (Pr II) U. H. Fragm. 41 - Rötsee, Kapelle Me 5, 26 va Petrarca, Francesco, Vita Terentii, Fragment Sw 25, y Petrefakten Me 6 Petri, Jakob s. Gengenbach Petronius Arbiter, Satyricon, Florilegien Sw 4, 279 r Petrus Comestor, Historia evangelica Th 8 Petrus episcopus Sudensis Th 9, 12 l r Pf..., Georg, Notar Th 1, Fragment 3 Pfau, Siegfried, u. Adelheid uxor (N) AI 7, 2 r Pfedelbach (SL) H. 10, 155 r Pfeiffer, Johann, zu Rottenburg am Neckar (R) AI 2, 191 v Pfeuffer, Balthasar (SL) H. 10, 176 v Pfiner, Marx, Müller zu Hindelwangen (R) AI 2, 292 r , 361 r Pflüger, Thomas (N) AI 7, 10 r Pfreumbder, Petrus (SB) H. 9, 150 r Pfullendorf AI 2, 199 r Philaretus, Liberde pulsibus U. H. 5, 9 ra Philosophische Texte Gü 4, ehem. Vorderspiegel Phoeberius, Ambrosius s. Schwarzach Phyen, Gerardus SJ Su 4 Pimelius, Albert (SB) H. 9, 83 r Pinu, Josephus a, Eteosticha Gü 11, S. 165 Pistorius - Johann Petrus (SB) H. 9, 128 r - M. (SL) H. 10, 176 v - Wilhelm Friedrich von S. 134 Pius Papa II. - Ablaßgebet Sw 5, 240 v - Bulle Votis illis gratum nos decet praestare' Mä 3, 10 r Pius Papa IV., Epitaph Gü 11, S. 323 Placotomus, Christian (SL) H. 10, 32 r Plau bei Krossen (SL) H. 10, 15l r Plau in Mecklenburg (SL) H. 10, 134 r Pöhling, Johann (SL) H. 10, 89 v Poenius, Maternus (SB) H. 9, 129 r Pohl, Michel (SL) H. 10, 28 v Polen, Stammtafel Gü 11, S. 85 Polnisch-Nettkow (SL) H. 10, 152 r Pommerzig (SL) H. 10, 152 r Pontanus, Johannes Ge 3, 96 r , 120 v . - Epistola in qua de lapide, quem philosophorum vocant, agitur AI 3, S. 281 Poppenbüll (SL) H. 10, 170 v Porsch, Christopherus (SL) H. 10, 34 v Possevino, Antonio, Apparatus sacer ad scriptores veteris et novi testamenti, Ausz. Th 7, 464' Praedicatio - De praedicatione U.H. 9, 290 r Praetextus larvatus (Schuldrama) Su 5 Prag AI 3, S. 201 Prechter, Hans Karl (SB) H. 9, 86 r Predigt - über die hl. Clara Th 4, 182 r - über Io 8,59 AI 6 Pregizer, Johann Ulrich, Württembergische Staatshistorie Kr 1 Preiß, Berge (SL) H. 10, 52 r Prigemann, Palm (SL) H. 10, 13 8 r Prillevitz, Gottfried (SL) H. 10, 24 v Pritzwalk (SL) H. 10, 134 r Privilegia ordinis Cisterciensis et monasterii Ten- nenbacensis Th 9 Processionale U.H. 17, 2 r - cisterciense Gü 2, Gü 3, Gü 6, Gü 10, Gü 16, Gü 17, Wo 1 - dominicanum U.H. 11, 80 r ; U.H. 15, l v ; U.H. 16, l r Prosper de Aquitania, Epigrammatum ex senten- tiis s. Augustini üb. I, Ausz. Sw 4, 289 v Provenienz I (Schriftheimat, Entstehungsort) - Deutschsprachige Länder (Regionen) und Orte - Bayern u. Franken U.H.8 (?), 9 (?), 18, 19, 21 Augsburg H. 9 Bamberg (Diözese) U.H.22 (?) Eichstädt U.H. Fragm. 31 Ellingen (Kr. Weißenburg) U.H. 6-7 (?) 574 Namen- und Sachregister - Freising Br 8 - Ingolstadt U.H. 5 - Kempten AI 5 - Nürnberg Br 6, U.H. 11 (?), U.H.22 (?) - Sulzbach in der Oberpfalz U.H.20 (?) - Würzburg Su 4 Bodenseegebiet Gü 14, Me 5, Me 6, U.H.4 - Konstanz Me 3 (?) - Meßkirch Mä 9, Mä 10 - Reichenau (Benediktiner) U.H. Fragm. 24 (?) - Stockach AI 2 Breisgau U. H. 1 - Freiburg H. 7 (?), H. 8 (?), Th 8 mit Fragment 1-2 - Günterstal (Zisterzienserinnen) Gü 1 (?), Gü 2, Gü 3 (?), Gü 4, Gü 5, Gü 6 (?), Gü 7, Gü 9, Gü 10 (?), Gü 13, Gü 15 (?), U.H.2 (?) - St. Trudpert (Benediktiner) Tr 1-4 - Schuttern (Benediktiner) Su 1 (?), Su 3, Su 5 (?), Su 6, Su 10 - Tennenbach (Zisterzienser) Th 1 (?), Th 7, Th 9, Wo 2 (?), Wo 17 - Wonnental (Zisterzienserinnen) Wo 1 (?), Wo 2 (?), Wo 7 (?), Wo 14 (?), Wo 16 (?) Elsaß Mä 2, U.H.2 (?), Wo 5 - Colmar U.H. 10 (?) - Königsbrück bei Hagenau (Zisterzienserinnen) Wo 12 - Straßburg Ge 2, H. 9, Mä 1 (?), Or 1, Or 3, Sw 7, Sw 15, Sw 15, Fragment 1-2 - - Diözese Su 2, U.H. 13 - - St. Klara auf dem Word Th 4 - - St. Margaretha u. Agnes Sw 19 - Weissenburg (Benediktiner) Su 2 Hessen - Fulda (Benediktiner) U.H. Fragm. 39 Kurpfalz - Mannheim Br 7 Mittelrhein - Mainz, Diözese Sw 4 - Neustadt an der Hardt Th 10 (?) Speyer Br 1 (?), Br 10 Trier Br 1 (?), Br 2 Worms, Diözese U.H. 15 Worms-Hochheim — - - Himmelskron (Dominikanerinnen) U.H. 15 (?), U.H. 16 — - Niederrhein Sw 7, Wo 6 (?) Köln, Groß St. Martin (Benediktiner) H. 65 — Oberrhein Br 4, Ge 1, Gü 8, H. 7, H. 8, Me 4, Öh 1 (?), Sw 5, Sw 8, Sw 12, Sw 13, Sw 14, Sw 16, Sw 17 (?), Wo 3, Wo 4, Wo 15, Wo 16, U.H. 10 (?) Achern AI 6 (?) Durbach AI 6 (?) Frauenalb (Benediktinerinnen) Wo 11 Gengenbach (Benediktiner) Sw 10 (?) Ortenau Or 1, Or 2, Or 4, Or 5, Or 6, Or 7, Or 8, Or 9 Schwarzach (Benediktiner) Sw 3 (?), Sw 5 (?), Sw 11, Sw 13 (?), Sw 26 (?) s. auch Breisgau; Elsaß — Oberschwaben Waldsee (Augustinerchorherren) Mä 4 — Osterreich Wien Me 1-2 — Ostmitteldeutschland H. 78 — Sachsen AI 3 — Schwarzwald Allerheiligen (Prämonstratenser) AI 1, AI 7 St.Blasien (Benediktiner) Sw 18, U.H. Fragm. 21 St. Märgen (Augustinerchorherren) Mä 5, Mä 6 (?) St. Peter (Benediktiner) Gü 16, Mä 7, Mä 8 Todtmoos U.H. 3 Villingen, Amt U.H. Fragm. 18 — Schweiz Wo 10 (?) Eschenbach bei Luzern (Zisterzienserinnen) Wo 9, Wo 10 (?), Wo 13 (?) Kreuzlingen (Augustinerchorherren) Mä 11 Ostschweiz U.H. Fragm. 6 (?) St.Gallen (Benediktiner) U.H. Fragm. 24 (?) Schaffhausen (Franziskaner) Of 1 575 Namen- und Sachregister Zürich U.H. 12, U.H. 14, U.H.Fragm. 10 — - Süddeutschland Br 5, Br 9, Br 12, Or 10, U.H. Fragm. 15 (?) — Südwestdeutschland Br 2, Kr 1, Kr 2, Kr 3, Kr 4-5, Mä 3, Th 1 (?), U.H. 17, U.H. Fragm. 7, U.H. Fragm. 16 — - Tirol Stams (Zisterzienser) Wo 8, U.H.8 — Württemberg Esslingen H. 64 Heilbronn Or 11-12 Hirsau (Benediktiner) Sw 9, U.H. Fragm. b (?) Horb AI 2 Löwenstein, Schloß Br 11 Stuttgart Gü 11 Tübingen Ge 3, Ge 4 — Sonstige Länder — Belgien Gü 12 (?) — Frankreich U.H. 10 (?) Nordfrankreich Öh 1 (?), Sw 6, Th 5 Ostfrankreich Th 1 (?) Metz Th 6 — Italien Mittelitalien Br 3 Norditalien Ge 5, Th 11 — Niederlande Gü 12 (?) — Orden — Augustinerchorherren Mä 3, Mä 4, Mä 5, Mä 6 (?), Mäll s. auch Kreuzlingen; St. Märgen; St. Peter in Waldsee — Benediktiner H. 65, Gü 16, Gü 17, Mä 7, Mä 8, Su 1 (?), Su 3, Su 4, Su 5, Su 6, Su 10, Sw 2, Sw 3, Sw 4, Sw 5 (?), Sw 8, Sw 9, Sw 10, Sw 11, Sw 12, Sw 13, Sw 14, Tr 1-4, U.H.4, U.H. Fragm. b (?), U.H. Fragm. 21, U.H. Fragm. 24 (?), U.H. Fragm. 40, Wo 11 s. auch Hirsau; St. Peter; St. Trudpert; Schuttern; Schwarzach; Weissenburg — Benediktinerinnen Wo 11 s. auch Frauenalb — Dominikaner U.H. 10, U.H. 12 (?) — Dominikanerinnen Sw 19, U.H. 11, U.H. 12 (?), U.H. 15, U.H. 16 s. auch St. Margaretha u. Agnes — Franziskaner Wo 15 (?), Of 1 s. auch Offenburg; Schaffhausen — - Kartäuser Sw 7 s. auch Freiburg, Kartäuser — Klarissen Th 4 s. auch St. Klara auf dem Word — Prämonstratenser AI 1, AI 7 s. auch Allerheiligen — Zisterzienser Th 1 (?), Th 2, Th 3, Th 7, Th 9, Wo 2, Wo 8, Wo 17 s. auch Schöntal; Stams; Tennenbach — Zisterzienserinnen Gü 1, Gü 2, Gü 3 (?), Gü 5, Gü 6 (?), Gü 7, Gü 9, Gü 10 (?), Gü 15 (?), U.H. 1, U.H.2, Wo 1 (?), Wo 4, Wo 5, Wo 7, Wo 9, Wo 10 (?), Wo 12, Wo 13, Wo 14, Wo 16 s. auch Eschenbach bei Luzern; Günterstal; Königsbrück bei Hagenau; Lichtenthai; Wonnental Provenienz II (Vorbesitzer) s. Agricola, Valentin; Allerheiligen; Baibach von Gastel, Friedrich Willibald; Bamlach; Bellen (?), Anna; Bernhausen, Maria Agnes von; Blum, Anna; Böcklin von Böcklinsau, Philipp Joachim; Bruchsal, Bibliothek der Speyerer Bischöfe; Coler, Jörg; Dankenschweil, Maria Cleophe von; Deger- mann, Johann Jakob; Elsaß; Ettenheimmün- ster; Freiburg, Kartause; Freiburg, Klarissen; Gebauer, D. H.; Gengenbach; Grabm, Cyprian abm; Günterstal; Hachberg, Otto von; Haimhausen, Johann Albrecht von und zu; Heilmen- nin, Sr. Katerina; Hemmerlin, Jakob; Herrich, Karl Joseph Emmanuel von; Hirsau; Holzapf- lerin von Herxheim, Maria Juliana; Holzmüllerin, Margareta; Hünerer, Adam; Kaltmantel; Karlsruhe, Gemäldegalerie; Karlsruhe, Generallandesarchiv; Karlsruhe, Kupferstichkabinett; Karlsruhe, Naturalienkabinett; Kern, Ket- terlin u. Mattheus; Kippenheim, Felicitas von; Klosterreichenbach; Kraichgau, Ritterkanton; 576 Namen- und Sachregister Kreutter, Marquard; Krozingen; Laumayer, Anton; Lichtenthai; Lindenfels, Anna Maria von; Lindenfels, Hans Caspar von; Lumpp, Leopold; Lumpp, Wenzeslaus; M., L.; Meersburg; Mone, Fredegar; Morizin, Barbara; Müller, D.; Nithart, Heinrich; Nußdorf; Öhnin- gen; Offenburg; Ortenau, Ritterkanton; Petershausen; Rauber, Placidus; Regesteyn, Margret; Reischach zum Mägdeberg, Laux von; Rosenberg, Marc; Rotenberg (Röttenberg), Elsbeth von; Sahler, Christian Friedrich; Salem; St. Blasien; St. Georgen; St. Märgen; St. Peter; Schmid, Paulus; Schuttern; Schwarzach; Speyer; Steinerin, Maria Charitas; Stöberus, Hermann; Straßburg; Sturmläufer, Peter; Tennenbach; Tübingen; Weislinger, Johann Nikolaus; Wendl, Georg; Westermennin, Maria; Westernach, Anselm von; Wonnental; Tennenbach; Zinck, Caspar; Zoller, Franziskus; Zorn von Plobsheim, Ludwig Heinrich Pruszycki, Georgius (SL) H. 10, 133 r Psalmen, einzelne, deutsch U.H. 18, 47 v ; U.H.21, 99 r , 148 r ; Wo 12, 232 r Psalterium - feriatum Ge 2, Gü 8, Sw 9, 10a r , U.H. 12 - non feriatum Sw 7, Sw 8, Wo 3 Psalterium minus s. Hieronymus, Prologus ad Rusticum monachum Quaestio, scholastische, Fragmente Of 1, Su 1, Fragment Quem (SL) H. 10, 130 r R., C., Frater (Miniator) Su 1 Raaf, Jakob (R) AI 2, 285 r Raban, Valentin S. 102 Rabe, Jens (SL) H. 10, 130 r Rader, Elisaeus (SB) H. 9, 125 v Rätzlingen (SL) H. 10, 163 v Raitenau, Wolf Dietrich von s. Salzburg Raitenau zu Langenstein - Hans Werner von (R) AI 2, 286 v - Jakob Hannibal von (R) AI 2, 286 v Raithaslach (R) AI 2, 243 r , 471 r , 472 r Ramelsloh (SL) H. 10, 17 l v Rampisch, Johann (SL) H. 10, 25 v Rancke, Gerlach (SB) H. 9, 151 v Rantzow, Breida (SB) H. 9, 47 r Rapperswil S. 88 Rappoltstein - Eberhard von (SB) H. 9, 28 r - Georg Friedrich von (SB) H. 9, 30 r - Johannes von (U) Ge 2, Fragment - Ulrich von (U) Ge 2, Fragment Rasch, Norbert s. Allerheiligen Rasis, Almansoris über nonus U.H. 5, 27 ra Rastede (SL) H. 10, 149 v Rastenburg (SL) H. 10, 90 v , 128 r Rathenow (SL) H. 10, 131 r Rathsamhausen, Jakob Samson von Or 3 Rathsamhausen zu Ehenweiler-Nonnenweier, Wolfgang Christoph von S. 148; Or 3 Rathsamhausen zum Stein, Wolf Dietrich von (SB) H. 9, 69 r Ratpero, Mönch, Gründer von Rötsee Me 5, 26 va Ratzeburg (SL) H. 10, 169 r Rauber, Placidus, Samaritanus Christianus Sw 8 - s. auch St. Blasien; Schwarzach Ravensburg H. 9 Ravenstein, Johann Friedrich, Abhandelung von dem Saltze Sw 16 Rayffle(i)n, Oswald s. Schuttern Rebhan, Johann (SB) H. 9, 122 r Rechlinger, Johann Ulrich (SB) H. 9, 83 v Rechnungsbuch Sw 6, Fragment Reckenthin (SL) H. 10, 134 r Reformstatuten - Indersdorf (Augustinerchorherren) Mä 3 - Waldsee, St. Peter (Augustinerchorherren) Mä 4 Regesteyn, Margret s. Himmelskron Regulus, Johann Georg (SB) H. 9, 137 r Reichenau (Benediktiner) S. 151 - (Pr I ?) U.H. Fragm. 24 - Kisling (Syliceus), Andreas, Mönch S. 93 Reichenbach s. Klosterreichenbach 577 Namen- und Sachregister Reichenweiler (R) Gü 11, S. 41 Reichsritterschaft - Rezessregister Or 10, Or 11-12 - Steigerwald Or 10 - s. auch Kraichgau; Ottenau - s. auch Burgermeister, Johann Stephan; Reuss, Jakob Gottlieb; Sahler, Friedrich Christian Reimbhold, Johann (SL) H. 10, 132 r Reimgebete - deutsch U.H. 18, 43 r ; U.H.21, 70 v ; Wo 11, 325 v ; Wo 12, 144 r ; Wo 14, 101 r , 120 v ;Wo 15, 71 v , 162 v ; Wo 16, 88 r , 91 r , 118 r , 159 r - mit Ablaß Wo 12, 144 r - lateinisch Sw 5, 122 v Reimoffizien (auch Ausz.) - Afra U. H. Fragm. 7, 3 V - Agnes Gü 7, 199 r ; Gü 9, 307 v - Anna Gü 7, 225 r ; Gü 9, 282 v ; U.H.2, 2 V - Apollonia U.H.22, 186 v - Barbara U.H.22, 183 v - Benedikt Gü 7, 197 v ; Gü 9, 399 v - Crux, sancta, Offizium Gü 6, 29 r - Dominicus U. H. 22, 177 r - Elftausend Jungfrauen Gü 7, 87 v ; Gü 9, 201 r ; U.H. Fragm. 21, l r ; U.H. Fragm. 25, l r - Franciscus U. H. 22, 174 r - Gregorius U.H. Fragm. 7, l r - Jacobus d. Ä. U.H.22, 150 v - Jesus Christus - - Corona domini spinea Gü 7, 25 l r ; Gü 9, 302 r ; Wo 1, 154 r - Corpus Christi Gü 6, 116 v ; Gü 7, 156 r ; Gü 9, 297 v ; Gü 10, 80 r - Katharina Gü 9, 305 v ; U.H.22, 180 r ; U.H. Fragm. 7, 2 r - Maria, hl. Gü 7, 252 v ; Gü 9, 273 r - Petrus von Tarentaise Gü 7, 202 v ; Gü 9, 309 r - Thomas de Aquino U. H. 10, 2 ra Reimsprüche, deutsch Wo 16, 136' Reinfeld (SL) H. 10, 169 r Reinhardt, J. C. (SL) H. 10, 161 r Reinhold - Anton (SL) H. 10, 149 r - Edmund (S) Wo 8 Reipzig (SL) H. 10, 151 r Reisch, Gregor S. 101 Reischach - Eberhard von (R) AI 2, 198 r - Wilhelm von (R)Güll, S. 42 Reischach zum Mägdeberg, Laux von (Pr II) Gü 14 Reittnerin, Anna (N) Gü 13 Remchingen, Ernst Friedrich von (SB) H. 9, 66 r Remkersleben (SL) H. 10, 167 v Remmingsheim (R) AI 2, 166 r , 179 r Remse (SL) H. 10, 167 v Rendsburg H. 9; (SL) H. 10, 76 r , 130 r Renner - Hans, Müller zu Aach (R) AI 2, 605 r - Jakob, aus Aach (R) AI 2, 605 r Restinger, Karl (SB) H. 9, 82 v Reuss, Jakob Gottlieb S. 144 - Index zu den 5-Orts-Rezessen der schwäbischen Reichsritterschaft Or 11-12 Reuteburch, Caspar (R) AI 2, 287" Reuter, Oswald, zu Watterdingen (R) AI 2, 151 v Reutern, Johann von (SL) H. 10, 139 v Reutin (Dominikanerinnen) (R) Gü 11, S. 111 Reval (SL) H. 10, XIX r , 138 v , 146 r , 147 r Reyffsteck, Petrus (S)Th 10 Rezepte - alchemistische AI 3, passim - Farben U.H.9, Vorderspiegel - medizinische U.H. 9, l v - Augentropfen U.H.9, l v - Krätze Sw 25, 2 r - Schmerzmittel U.H.9, l v , 286 v - Wassersucht U. H. 9, l v - Metallätzung U.H. 9, l r Ribadeneira, Pedro, Vita Francisci Borgiae, Ausz. Th 7, 374 r Ricchieri, Lodovico Ge 3, 96 r 578 Namen- und Sachregister Richardus de Sancto Victore - De exterminatione mali et promotione boni, Ausz. Sw 4, 39l v - De praeparatione animi ad contemplationem, Ausz. Sw 4, 38l v - De statu interioris hominis, Ausz. Sw 4, 396 v - De trinitate lib. VI, Ausz. Sw 4, 400 v Richter, Johann S. 56 Richwin, Klaus (U) Sw 6, Fragment Riegger (Rickher), Michael s. Tennenbach Rielasingen (R) AI 2, 245 v Ries, Johannes AI 5 Riese, Abraham AI 3, S. 424 Riesser, Heinrich, Lied auf den Kinderreichtum der Barbara Schmotzerin Gü 11, S. 171 Riga (SL) H. 10, XIX r , 137 v , 139 r Ringli, Jerg, OP, Beichtvater in Straßburg, Ubersetzer eines Clara-Mirakels Th 4, 23 l v Ritterschaft Christi (Betrachtungen während der Karwoche) U.H. 21, 79 r Rittershaußen, Caspar Wilhelm (SL) H. 10, 176 v Rituale - cisterciense Gü 10 - dominicanum U.H. 11, 2 r ; U.H. 15, 67 v ; U.H. 16, 79 r Robertus Holcot, In sapientiam, Ausz. Of 1, 214" Rochow, Witwe von (SL) H. 10, 131 r Rochsburg (SL) H. 10, 9 V , 167 v Rodenkirchen (SL) H. 10, 149 r Rodt - Franz Konrad Kasimir Ignaz von s. Konstanz - Maximilian Augustinus Christoph von s. Konstanz Rödelsee (SL) H. 10, 176 r Röder von Diersburg, Georg Friedrich (SB) H. 9, 71 r Rödersdorf (SL) H. 10, 174 v Römer, Valentin S. 102 Rösch, Johannes s. St. Trudpert Rötsee, Kapelle Me 5, 26 va Röttenberg, Elsbeth von s. Günterstal Rohrlach (SL) H. 10, 164 v Rolandinus de Passageriis, Summa artis notariae cum commento Th 11 Romanus, Johannes Br 13 Rorgenwies, Pfarrkirche Unsere liebe Frau (R) AI 2, 285 r Roselius, Johan (SL) H. 10, 28 v Rosenberg, Marc (Pr II) Wo 17 Rosenberg - Albrecht von (R) Gü 11, S. 360 - Elisabeth von (R) Gü 11, S. 366 - Georg von (R) Gü 11, S. 360 - Hans Melchior von (R) Gü 11, S. 361 - Hans Ulrich von (R) Gü 11, S. 361 - Michael von (R) Gü 11, S. 366 - Ursula von (R) Gü 11, S. 366 Rosenkranz s. Gebete (Mariengebete) Rosheim im Elsaß (U) Sw 15, Fragment 1 Rostenkirchen (SL) H. 10, 53 r Rostock (SL) H. 10, 87 v Rotae für Sonntagsbuchstaben und goldene Zahl Br 10, 15 v Rotenberg (Röttenberg), Elsbeth von s. Günterstal Roth - Matheus, Rat Stockach (R) AI 2, 536 r - Philipp (SB) H. 9, 158 v Rothenburgan der Tauber (SL) H. 10, lll v , 154 v Rothenburgan der Oder (SL) H. 10, 151 v Rottenburg am Neckar (R) AI 2, 19l v , 408 v , 414 r - Notata Gü 11, S. 329 - Pfarrei, Renovation der AI 2, XI r - Spital (R) AI 2, 401 v Rottenmünster (Zisterzienserinnen) S. 120 Rottweil (R) Gü 11, S.68, 200, 334 - Hofgericht (R) AI 2, 148 v ; Gü 11, S.202, 208 Rovillasco, Philippus a, Practica operis magni AI 3, S. 287 Rubrikatorenvermerke Wo 11, 241 r Rudolph, Wilhelm s. Konstanz Rudten (SL) H. 10, 152 v Riid von Bödigheim, Wilhelm (R) Gü 11, S. 36 Rüdenhausen (SL) H. 10, 176 r Rüdersdorf (SL) H. 10, 150 v 579 Namen- und Sachregister Ruef, Johann Caspar S. 65 Rühn (SL) H. 10, 83 v Rüllschau (SL) H. 10, 130 r Rüttel - Andreas d. Ä. (S) Gü 11 - Andreas d. J. (S) Gü 11 - Laurentius Gü 11, S. 247 Rullius, Johannes Sw 23 Ruoff, Melchior Schweickhardt (SB) H. 9, 114 r Ruppertsberg (R) Gü 11, S. 361 - Hans von (R) Gü 11, S. 361 Saalburg (SL) H. 10, 174 V , 175 r Saalfeld (SL) H. 10, 175 v Sachs, Johannes Franciscus S. 83 Sachsen, Stammtafel Gü 11, S. 85 - s. auch Provenienz I Sachsenheim - Hans von (R) Gü 11, S. 70 - Hermann von (R) Gü 11, S. 236 - Kuntz von (R) Gü 11, S. 75 - Margarethe von (R)Gü 11, S.70 - Schwarzfritz von Gü 11, S. 318 Sahler, Christian Friedrich S. 147 f; (Pr II) Or 1, Or 2, Or 3, Or 4, Or 5, Or 6, Or 9 - Wappenexlibris S. 147 f; Or 1 (?), Or 2, Or 3, Or 4, Or 5 Sakramentar, Fragment U.H. Fragm. 22 Salamanca, Gabriel (R) Gü 11, S. 64 Salem (Zisterzienser) S. 120, 151; Me 3, Th 9 - (Pr II) U.H. Fragm. 19 (?) Sallerius,J. (SL) H. 10, 13 r Salpius, Johann (SL) H. 10, 22 v Salve mundi salutare, deutsch Wo 14, 30 r Salve regina, deutsch U.H. 18, 60 r ; Wo 15, 14 r Salve tremendum caput, deutsch U.H.21, 143 r ; Wo 14, 36 r Salzburg, Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau (R) AI 2, 249 v Salzmann, Johannes Rudolf (SB) H. 9, 90 r Salzstetten (R) AI 2, 173 r Salzwedel (SL) H. 10, 131 r Sammelbuch für das Lutherhaus Eisleben H. 10 Sanden, Bernhard von d. Ä. (SL) H. 10, 54 v Sander - Enoch (SL) H. 10, 131 v - Heinrich S. 56, 63; Ge 1 Sandfort, Johann, Alchemist AI 3, S. 176 St. Blasien (Benediktiner) S. 113, 151; Th 7 - (Pr I) Sw 18, U.H. Fragm. 21 - (Pr II) U.H.3 (?) - Äbte - Münzer, Blasius II. (1625-1638) Sw 18 - Gerbert, Martin (1764-1793) S. 63 f; Ge 1 - Konventualen - Rauber, Placidus Sw 18; U. H. 3 (Pr II ?) Samaritanus christianus Sw 18 s. auch Schwarz ach St. Gallen (SL) H. 10, 179 v St. Gallen (Benediktiner) S. 61 - (Pr I) U.H. Fragm. 24 (?) - Konventualen - - Metzler, Gall S. 74 f - Mezler, Jodocus, Geistliches Zuchtbüchlein Tr 1 St. Georgen (Benediktiner) S. 151; Gü 11, S. 198 - (Pr II) U.H. Fragm. 18 (?) - Beck, Joseph, Mönch Su 6 - Gaisser, Georg, Prior (1665-1685), Abt (1685— 1690)Su 6 St. Klara auf dem Word in Straßburg (Pr I) Th 4 - Steimerin, Magdalena, Äbtissin (S) Th 4 St. Märgen u. Allerheiligen in Freiburg (Augustinerchorherren) S. 85-92, 150, 155 - (Pr I) Mä 5, Mä 6 (?) - (Pr II) Güll, H. 78, Mä 1-12 - Pröpste bzw. Äbte - Fähr, Johann (1461-1474) S. 85 - - Stehelin, Ulrich (1574/1583-1609) S. 86; Mä 3, Mä 4 - Angerer, Christoph (1649-1675) S. 87 - Schmid, Adam (1682-1698) S. 87 -- Dilger, Andreas (1713-1736) S.85, 87, 89 - Glunk, Petrus (1736-1766) S. 89; Mä 8, Mä 10 580 Namen- und Sachregister -- Fritz, Michael (1766-1797) S. 88 f, 123; Mä 5, Mä 6, Mä 7, Mä 8 -- Kurz, Joseph (1797-1806) Mä 6 - Konventualen - Heringer, Paulus Mä 5 - - Müller, Thomas S. 89 - Schiele, Andreas S. 89 - Schmidt, Franz Xaver S. 87 St. Märgen, Pfarrarchiv u. -bibliothek S. 89 f St. Peter (Benediktiner) S. 71 - (Pr I) Gü 16, Mä 7, Mä 8 - (Pr II) Gü 18 - Äbte - Gottfried von Lötschibach (1295-1322) S. 86 - Steyrer, Philipp Jakob (1749-1795) S.74f - Konventualen - - Matter, Jakob S. 72 (S) Gü 16, Gü 17 - Schwörer, Maurus Mä 8 St. Peter in Waldsee (Augustinerchorherren) S. 86 - (Pr I) Mä 4 - Harber, Lukas, Probst Mä 4, 80 r - Reformstatuten Mä 4 St. Peter-Ording (SL) H. 10, 170" St. Sebald (Pfarrei St. Sebolt), Nürnberg U. H. 11, Fragment (U) (?) St.Trudpert (Benediktiner) S. 92-98 - (Prl)Tr 1-4 - Bibliothekskatalog Tr 1-4 - Äbte - Rösch, Johannes (1628-1633) S. 92 - Sengler, Augustin (1694—1731) S. 94 - Konventualen - Deubner, Aemilianus S.95; Tr 1-4 - Erat, Casimir S. 95 - Harscher, Johann Evangelist S. 95; Tr 1-4 St. Urban (Kt. Thurgau, Zisterzienser) S. 123 - Glutz, Karl Ambrosius, Abt (1787-1813) S. 123 Sasbach (U) Th 8, Fragment 1-2 Sattler, Johannes Melchior, aus Schorndorf, Epi- thalamium Gü 11, S. 177 Satzger, Stoffel, Rat Stockach (R) AI 2, 536 r Sauter, Georg, aus Zoznegg (R) AI 2, 288 r Sautter, Hans (R) AI 2, 29 l v Savoyen, Prinz Eugen von Me 1—2 - Bibliothekskatalog Me 1-2 Schäfer, Lazarus (SB) H. 9, 123 r Schäffer, Peter, Christoph, Michel u. Martin (SL) H. 10, 23 v Schaffhausen (SL) H. 10, 180 v Schaffhausen (Franziskaner) S. 83; Of 1 - s. auch Provenienz I Schaller - Jakob (SB) H. 9, 95 r - Wolfgang (SB) H. 9, 102 v Schallesius, Samuel (SB) H. 9, 11 l r Schauenburg - Comann von (N) AI 7, 6 r - Conrad von (N) AI 7, 9 r - Hans Reinhard von, Deduction der Landvogtei Ortenau Or 4, 205 r - Rudolf von (N) AI 7, 2 r - Volmarvon (R) AI 7, 12 r Schaumann, Johann Jakob (SL) H. 10, 156 r Scheerer, Rudolf III. von Tübingen (R) Gü 11, S.lll Scheffler, Laurentius s. Allerheiligen Scheid - Jakob S. 60 - Nikolaus, M.A., aus Hagenau S. 58-61 - - (S) Ge 3, Ge 4 - Instrumentum inveniendi... qua hora unus- quisque planetarum suam regat inclinationem Ge 4, 2 r Scheigi, Hans (R) AI 2, 150 v Schenck - Bernhardin S. 48 - Johann Georg S. 60 Schencke, ? dictus (U) Sw 15, Fragment 1 Schencly, Georg, Pfarrer in Niederbüren, Notar (U) Me 5, Fragment Schenkin von Kastell, Maria Elisabetha s. Günterstal Schenk von Limburg, Herren, Epitaphia Gü 11, S. 327 Schenk von Stauffenberg, Johann Franz s. Konstanz 581 Namen- und Sachregister Schenk von Winterstetten - Bernhard u. Konrad (R)Gü 11, S. 374 - Johann Melchior (SB) H. 9, 67 r Scherer - Georg S. 47, 58 - Johannes s. Schwarzach Schernack, Andreas (SL) H. 10, 33 r Scherz, Johann Georg, Glossarium Germanicum medii aevi S. 88; H. 78 Schieferd, Johann Paul (SL) H. 10, 9 V Schiele, Andreas s. St. Märgen Schill, Johann Heinrich (SB) H. 9, l r Schilling, Andreas (SB) H. 9, 107 r Schimpfer, Martin s. Schwarzach Schippenbeil (SL) H. 10, 89 v , 90 r Schiterlin, Catharina, aus Altdorf (U) Me 3, Fragment Schlawe (SL) H. 10, 33 r Schlecht, Anastasius s. Allerheiligen Schleher, Martin s. Tennenbach Schleiz (SL) H. 10, 174 v , 175 r Schießer, Jeremias AI 3, S. 379 Schleswig (SL) H. 10, 169 v - Herzog Friedrich IV. von (1694-1702) (SL) H. 10, 172 r Schieten, Heinrich von (U) H. 78, Fragment 1 Schlettstatt, Johannes (S) Of 1 Schlichtig, Elias Philippus von (SL) H. 10, 152 r Schloifer, Johann (SL) H. 10, 150 r Schmautz, Leopold s. Offenburg Schmelzer, Matthias (SB) H. 9, 96" Schmelzer von Wildmannsegg, Wolf Ehrenreich (SB) H. 9, 50 r Schmid - Adam s. St. Märgen - Daniel (SL) H. 10, 177" - Elisabetha (R) AI 2, 150 v - Hans (R) AI 2, 193 v - Hans Ludwig, Spitalmeister (R) AI 2, 243' - Jerg Sw 24 - Johann Friedrich (SB) H. 9, 103 v - Johannes Michael Mä 6 - Michael, aus Nenzingen (R) AI 2, 280 v - Paulus (Pr II) AI 7 Schmidt - Franz Xaver s. St. Märgen - Gottfried (SL) H. 10, 127 v - Johann (SB) H. 9, 90 r - Johann Daniel (SL) H. 10, 176 v - Martin S. 104 Schmotzerin, Barbara Gü 11, S. 171 Schneider, Gottfried s. Allerheiligen Schobüll (SL) H. 10, 171 r Schochner, Christian, aus Engen, IuD (R) AI 2, 238 v Schömberg (R) AI 2, 144 r Schön, Johannes (S) S. 65 Schönbächler, Franz Xaver Su 10 Schönborn, Damian Hugo von s. Speyer Schönburg, Glauchau und Waldenburg, Herren von - Christian Ernst (SL) H. 10, 9 V - Samuel Heinrich (SL) H. 10, 9 V Schönemoor (SL) H. 10, 148 r Schönfels (SL) H. 10, 167 r Schöntal (Zisterzienser) S. 122 Schöpflin, Johann Daniel, Historia Zaringo-Ba- densis Th 7, 34 r Schottel, Friedrich (SB) H. 9, 118 r Schollene (SL) H. 10, 131 v Scholley, Friedrich von, Compendium historicum U.H.20 Schopf, Rüdiger (S) Th 8 Schopfloch (R) AI 2, 116 v , 164 r ; (SL) H. 10, 177 r Schorndorf Gü 11, S. 177 Schorrer, Franz (R) AI 2, 408 v Schott - Anna - Historia sanctorum Sw 19 - (S) Mystische Sammelhandschrift Sw 19 - Peter d. Ä. Sw 19 - Peter d. J. Sw 19 Schräder, Michael, Alchemist AI 3, S. 323 Schreibers. Burger, Konrad; Carner, Daniel; Dankenschweil, Maria Cleophe von; G., P.; 582 Namen- und Sachregister Göler von Ravensburg, Scholastika; Göler von Ravensburg, Ursula; Hoffelich, Petrus; Johannes baccalaureus Friburgensis; Katharina; Magdalena; Matter, Jakob; Reinhold, Edmund; Riegger, Michael; Reyffsteck, Petrus; Scheid, Nikolaus; Schlettstadt, Johannes; Schott, Anna; Schuhmacherin, Anna Juliana; Steimerin, Magdalena; Wolfgang; Z., F. J. Schrimpf, Christian Gottlieb Kr 2, Fragment Schreibervermerke AI 3, S.36, 112, 121; AI 5; Ge 3; Ge 4; Gü 16, 49 v ; H.65, 62 r ; Mä 3, 95 v ; Me 6, l r ; Or 3, III r ; Su 10, III r ; Sw 3, 294 v ; Sw 9, 136 r , 186 v , 273 v ; Sw 11, 128 r ; Sw 18, S.V; Sw 19, l r , 265 v ; Tli 4, 231 r ; Th 8, 131 r ; Th 10, 112 r , 175 v ; U.H. 18, 84 v ; U.H. 19, 117 r ;Wo2, S. 8; Wo 8, 16 v ; Wo 9, 4 V , 247 v ; Wo 11, 325 r ; Wo 12, 155 v ; Wo 14, 237 r , 269 v ; Wo 16, 36 r Schreiber, Gerhard (SL) H. 10, 136 r Schreig, Claus s. Tennenbach Schröckh, Elias d. Ä. (SB) H. 9, 152 r Schröder, P. C. (SL) FI. 10, 83 r Schröter, Christian (SL) H. 10, 148 v Schübe, Martius (SL) H. 10, 20 r Schubert, Matthias (SB) H. 9, 138 v Schüßler, Johannes s. Allerheiligen Schuhmacherin, Anna Juliana s. Wonnental Schuldrama Su 5 Schultz - Christopherus (SL) H. 10, 22 v - Gabriel (SL) H. 10, 18 r - Hans (SL) H. 10, 28 v Schultze, Jonas (SL) H. 10, 22 v Schulz, Martin, Alchemist AI 3, S. 171 Schuttern (Benediktiner) S. 54, 98-108 - (Pr I) Su 1 (?), Su 3, Su 5 (?), Su 6, Su 10 - (Pr II) Su 1-6, 8-10 - Äbte - Beretrich (ca. 816-825) S.99 - Vill, Johann (1466-1491) S.98 -- Widel, Johann (1491-1518) S.98f, 102; Su 1, Sw 21 - - Burger, Friedrich (1562-1593) S. 104 - - Vogler,Jakob (1688-1708) S. 104; Su 6 — Müntzer, Franz (1727-1753) S. 104 — Bacheberle, Placidus (1786-1806) S. 105 - Konventualen — Bender, Marquard, Annales Schutterani S.100, 105; Su 6, 33 r — Bicklin, Laurentius S. 103 — Dreer, Franciscus, Subprior Su 6 (?) -- Ganter, Joachim S. 105; (S) Su 10 - - Gerau, Nikolaus von S. 101 - - Heubier, Christoph, Prior Su 4 — Krämer, Johannes S. 103 — Liutharius, Diakon S. 99 - - Meyer, Henricus, Tractatus ascetico-histori- cus Su 6 (?) — R., C. (Miniator) Su 1 — Seger, Benedikt S. 105 — Spinner, Columban, Cellerar (?) Su 6 — Stöber, Bernard Su 5 — Volz, Paul S. 55 u. Anm. 84, S. 61, 100-104 - - Weinmann, Hieronymus, Bibliothekar S. 105 - Antiphonale et Graduale Schutterense Su 10 - Blutreliquie Su 3 - Buchbinderwerkstatt in der Amtszeit von Abt Johann Widel (1491-1518) Su 1, Sw 21 - Rayffle(i)n, Oswald, Schaffner S. 101 Anm. 344, S. 104 - Stöber, Hermann Su 5 Schwabhausen (R)Gü 11, S. 361 Schwabstedt (SL) H. 10, 171 r Schwäbisch Hall (SL) H. 10, 112 v , 155 v Schwalldorf (R) AI 2, 414 r Schwanbeck (SL) H. 10, 134 r Schwante (SL)H. 10, 164" Schwartz, Claus (N) AI 7, 3 r Schwarz, Johna (SL) H. 10, 76 r Schwarzach, Benediktiner S. 108-118, 151 - (Pr I) Sw 3 (?), Sw 5 (?), Sw 11, Sw 13 (?), Sw 26 (?) - (Pr II) Sw 1-21, 23-26, 28-31, U.H.3 (?) - Äbte -- Konrad (1144-1154) S. 108 -- Johannes (1486-1514) S. 110 — Straßburg, Konrad von (1514-1518) S. 110 583 Namen- und Sachregister - - Gutbrot, Johannes (1520-1548) S. 110 - - Schimpfer, Martin (1548-1569) S. 110 - - Dölzer, Georg (1590-1622) Sw 13 (Pr II ?) - - Oberwein, Jakob (1638-1643) S. 112; Sw 21 - Rauber, Placidus (1649-1660) S. 112 f; (S) Sw 18 -- Wagner, Gallus (1660-1691) S. 110, 113 - - Steinmetz, Bernhard (1711-1729) S. 113, 115 - - Krieg, Hieronymus (1790-1803) S. 114 - Konventualen - - Dilg, Beda S. 114 - Firnkorn, Simon, Prior S. 111; Sw 11, Sw 21 - - Hattenbach, Johannes S. 111 Anm. 406 - Phoeberius (Götz), Ambrosius S. 110; (S) Sw 3 - Scherer, Johannes S. 112; Sw 23 - Sprattler, Augustin S. 114 - Streubel, Michael (S) S. 111; Sw 11 - Thiebaut, Ambrosius S. 114 - - Zinck, Caspar S. 112; (Pr II) Sw 9, Sw 21 - Hünerer, Adam, Schaffner des Schwarzacher Hofes in Straßburg S. 112; (Pr II) Sw 5 - s. auch Provenienz I Schwarzenbek (SL) H. 10, 150 r Schwarzwald s. Provenienz I Schweckhausen, Ericus (SL) H. 10, 149 r Schweden - Karl XI. (1660-1697) H. 10, XVH r , XIX r , xxvr, xxvir Schwedt (SL) H. 10, 24 v Schweidnitz (SL) H. 10, 153 v Schweigern (R) Gü 11, S. 360 Schweinfurt (SL) H. 10, 174 v , 175 v Schweiz s. Provenienz I Schwenningen (R) Gü 11, S. 200 Schwerin (SL) H. 10, 24 v , 30 r , 53 r , 87 r , 165 v Schwieberdingen (R)Gü 11, S.213 Schwörer - Bernhard Maria s. Gengenbach - Maurus s. St. Peter Sebizius, Melchior (SB) H. 9, 94 r Sechel, Johann, Oratio funebris für Markgräfin Kunigunde von Baden Gü 11, S. 324 Sedulius Scottus, Liber de rectoribus christianis H. 65, 26 r Seebronn (R) AI 2, 414 r Seefeld (SL) H. 10, 148 v Seeger, Paulus s. Gengenbach Seehausen (SL) H. 10, 167 v Segeberg (SL) H. 10, 169 r Segen — deutsch U.H. 18, 5 r ;U.H.21, 129 r ; Wo 15, 57 v , 70 v , 80 r — Kreuzsegen Wo 12, 121 v ; Wo 15, 56 r — Wassersegen S. 55 — lateinisch — Kreuzsegen U.H.22, 4 V Seger, Benedikt s. Schuttern Segnitz (SL) H. 10, 176 v Seidenfaden, Hans (R) AI 2, 164 v Seideneck, Elsa von (R) Gü 11, S. 36 Sendivogius, Michael, De lapide philosophorum AI 3, S.61 Seneca, Lucius Annaeus, Ad Lucilium, Epistola II, XLVU.H.5, 182 ra Sengler, Augustin s. St. Trudpert Sengwarden (SL) H. 10, 149 r Senst, Christian (SL) H. 10, 23 r SequentiarSu 1, 132 r ; Su 2, 251 ra ; Sw 13, I, 251 v , II, 121 r ; U.H. 1, 232 v ; U.H.22, 61 r — Fragmente Su 2, Fragment; U.H. Fragm. 24 Sequenzen, einzelne Su 3, l ra , 104 va , 130 ra , 183 ra , 207 ra , 219 ra ; U.H.3, 5 r , 12 v ; U.H.22, 228 r ; U.H. Fragm. 24, 3 r ; Wo 1, 149 v ; Wo 2, S.a; Wo 11, 67 r ; Wo 14, 227 r , 270 v — deutsche Übersetzung Wo 14, 50 v Sermones — De tempore — Sammlung U.H.9 — Fragmente U.H. 14, l r — De sanctis — Sammlung U.H. 8 — Einzelne De assumptione B.M.V. U.H. 8, 21 r ; U.H. 14, l r (?) De s.Johanne Evangelista U.H. 8, 27 r 584 Namen- und Sachregister - De diversis U. H. 8, U.H.9 - s. auch Bernardus Claraevallensis; Bertholdus Ratisbonensis; Conradus de Brundelsheim; Conradus de Saxonia; Gilbertus Tornacensis; Iordanus de Quedlinburgo; Nikolaus von Dinkelsbühl; Thomas de Aquino Servator, Michael (SL) H. 10, 13l r Seßler, Felix u. Hans Heinrich, aus Stockach (R) AI 2, 238 v Seth, Andreas (SL) H. 10, 13 r Seufertus, Johann Heinrich (SL) H. 10, 155 v Seuse, Heinrich Th 7, 68 r - Büchlein der ewigen Weisheit - - Auszüge Wo 12, 71 r ; Wo 13, 412 r - Hundert Betrachtungen Wo 14, 53 r ; Wo 16, 197 r - Kommuniongebet Wo 14, 106 r ; Wo 16, 68 r , 218 r - s. auch Surius, Laurentius Seybarn, Hans (R) AI 2, 530 r Sibilla von Bondorf Th 4 Sidonius, Gaius Sollius, Florilegien Sw 4, 297 r Sieben Betrübnisse Mariae H. 78, S. 154 Sieben Freuden Mariae H. 78, S. 158 Sieben Hörner (Passionsgebete) Wo 16, 11 l v Sieben Sprüche U. H. 21, l v Sieben Stationen des Leidens Christi H. 78, S. 150 Sielmingen (R) Gü 11, S. 43 Sievers, Hans (SL) H. 10, 28 v Sigmaringen (R)Gü 11, S. 47 Silkensted, Johann Anton (SL) H. 10, 148 r Silvester Papa II., Sermo de informatione episco- porum, Ausz. Sw 4, 158 r Singen (R) AI 2, 472 r Sinbronn (SL) H. 10, 177 v Sinnitzer, Martin H. 9 Sinstorf (SL) H. 10, 171 v Sipplingen (R) AI 2, 238 v , 245 v , 287 v Siring, Augustus (SL) H. 10, 20 v Sittich, Georg (SB) H. 9, 40 v Sixtus Papa IV. Br 8 - Privilegien für den Zisterzienserorden Th 9, 108 r , 112 v , 115 V Sixtus Papa V., Ablaßgebet Wo 14, 72 r Siedanus, Albertus (SL) H. 10, 28 r Sleidanus, Johannes, Tabulae zu De statu religio- nis..., Ausz. Gü 11, S.386 Snewelin s. Dietrich; Elisabeth Sörup (SL) H. 10, 130 r Sötern, Philipp Christoph von s. Speyer Solms, Georg Friedrich Graf von (SB) H. 9, 39 r Sorg, Johann Ludwig s. Gengenbach Spät von Zwiefalten — Amalia s. Wonnental — Susanna, geb. von Neuneck (R) AI 2, 108 r Spalding, Johann (SL) H. 10, 51 v Spandau (SL) H. 10, 23 r Specht, Gerdt (SL) H. 10, 28 v Speculum humanae salvationis, deutsch H. 78 Speet, Petter (SL) H. 10, 51 v Speier, Johann Georg (SL) H. 10, 154 v Spet, Jörg S. 48 Speyer — (Prl)Br 1 (?), Br 10 — (Pr II) Br 1, Br 2, Br 10 — Bischöfe — Konrad IV. von Tann (1233-1236) Br 1 — Raban von Helmstädt (1396-1439) Br 2, Gü 11, S. 361 (R) — Flersheim, Philipp von (1529-1552) S. 133 — Sötern, Philipp Christoph von (1610-1652) S. 132 — Schönborn, Damian Hugo von (1719-1743) S. 132 — Hutten zu Stolzenberg, Franz Christoph von (1743-1770) S. 134 — Walderdorff, Philipp Franz Wilderich von (1797-1810) S. 132 — Bibliothek der Speyerer Bischöfe in Bruchsal S. 132-140, 151 Wappenexlibris Br 5, Br 6, Br 7, Br 9, Br 10, Br 15(42 B 350 R) s. auch Bruchsal — Breviarium Spirense Br 10 — Dom — Domkapitel (Pr II) Br 11 585 Namen- und Sachregister - Domschatz Br 1, Br 2 - Dufel, Ernst, Stiftsvikar Br 2 - Hutten zu Stolzenberg, Franz Philipp Christophjoseph von, Domdechant S. 134 - Karsthans, Sakristeibuch Br 1, Br 2 - Jesuiten S. 133 - St.Trinitas Br 1 Speyerer Evangelistar Br 1 Spinner, Columban s. Schuttern Sprattler, Augustin s. Schwarzach Sprüche Gü 11, S. 81, 320; Sw 19, l r Stabat mater, deutsch Wo 14, 50 v Stabenau, Gottfried (SL) H. 10, 143 r Stad, Hans am Of 1 Städel, Johann Daniel (SL) H. 10, 156 v Staffelde (SL) H. 10, 150 v Stainlin, Zacharias, von Liptingen (R) AI 2, 315 r Stam, Swen Jonson (SL) H. 10, 44 r Stammbuch H. 9 Stammheim, Hans, Konrad u. Wolf von (R) Gü 11, S. 43 Stammtafeln Gü 11, S. 85, 203; H. 7; H. 8; Kr 2, 249 v Stams in Tirol, St.Johannes (Zisterzienser) Th 9, 103 r - (Pr I) Wo 8 Stanishurstus, Guilelmus S. 80 Stapel, Michael Friedrich (SL) H. 10, 131 v Stargard (SL) H. 10, 32 r , 146 r Staßfurt (SL) H. 10, 22 r Staufenberg - Conrad Stoll von (N) AI 7, 2 r - Conrad Wiedergrün von, u. Otilie uxor (N) AI 7, 12 r - Friedrich Bock von, u. Else uxor, u.Johannes filius (N) AI 7, 4 r , 9 r , 10 r - Georg Wiedergrün von (N) AI 7, 1 l r - Johannes Engelhard von (N) AI 7, 4 r - Ulrich Kolb von (N) AI 7, 9 r Steckborn (SL) H. 10, 180 v Stedel, Christoph d. Ä. (SB) H. 9, 88 v Stedesand (SL) H. 10, 171 r Stehelin - Clara Of 1 - Ulrich s. St. Märgen Steigerwald, Ritterkanton, Rezesse Or 10 Steimerin, Magdalena s. St. Klara auf dem Word in Straßburg Stein am Rhein (SL) H. 10, 180 v Stein von Kallenfelß, Hans Melchior (R) Gü 11, S. 366 Stein zu Waldberg, Eitelbilgerin von AI 2, 627 r Steinau (SL) H. 10, 152 v Steinbach, Wolfgang von (SB) H. 9, 68 v Steinbeck (SL) H. 10, 130 v Steinberg (SL) H. 10, 130 r Steinberg, Johann Adolph von (SL) H. 10, 163 v Steinberger, Dr., Alchemist AI 3, S. 176 Steinerin, Maria Charitas s. Wonnental Steinmetz, Bernhard s. Schwarzach Steinschmerzen, Gebet zum hl. Liborius gegen Sw 5, 245 v Steißlingen (R) AI 2, 245 v Stendal (SL) H. 10, 164 r Stengel, J. G. N. von Br 7 Stenglin, Daniel d. Ä. (SB) H. 9, 77 r Stephanus Langton, Interpretationes nominum hebraicorum Öh 1, 469 va Ster von Sterenberg s. Stöhr von Stöhrenberg Sterben - Vom Sterben Wo 16, 27 r Sterk von Ringelberg, Joachim Ge 3, 27l v Sterup (SL) H. 10, 130 r Stetten - Christoph von (SB) H. 9, 132 v - Paulus von (SB) H. 9, 51 v Stettin (SL) H. 10, 17a r , 17 v , 18 v , 24 v , 25 r , 27 r Steyrer, Philipp Jakob s. St. Peter Stockach (Pr I) AI 2 Stocker, Georg (R) AI 2, 288 r Stockfisch, Hans (R) AI 2, 46 v Stockholm (SL) H. 10, XVir, XIX r , XXI r , XXVT", XXVir, 5 r , 7 V , 8 V , 10 r , 16 r , 25 r , 28 v , 37 v , 38 v - Konsistorium (SL) H. 10, 13 r 586 Namen- und Sachregister Stöber - Bernard s. Schuttern - Hermann (Pr II) Su 5 S töffler, Johannes Ge 3, J22" Stöhr(in) von Stöhrenberg (Ster(in) von Steren- berg) - Burkhard (R) AI 2, 286 v - Hans Burkhart (N) Gü 13 - Magdalena, geb. von Altmannshausen (R) AI 2, 286 v - Maria s. Günterstal Stör, Jakob (R)A1 2, 224 r Stöver, Anton Günther (SL) H. 10, 149 v Stoffeln, Eberhart von (R)Gü 11, S. 43 Stoll, Jakob (SB) H. 9, 142 v Stollberg (SL) H. 10, 174 r Stollhamm (SL) H. 10, 148 v Stolp (SL) H. 10, 32 v , 33 r Stoltz, David (SL) H. 10, 54 v Storr, Johann Philipp (SL) H. 10, 155 v Stoss, J. (SL)H. 10, 176 V Strackerjan, Johann (SL) H. 10, 150 r Stralendorf^ Ch. (SL) H. 10, 83 v Stralsund (SL) H. 10, 28 r Straßburg (SL) H. 10, 156 r - (Pr I) H. 9, Sw 15, Fragment 1-2, Mä 1 (?), Or 1, Or 3 - (Pr II) Sw 7, Sw 21 (Dg 286 fol. Ink.) - Bischöfe - - Petrus episcopus Sudensis (belegt 1289) Th 9, 121 r - Johann II. (1353-1365) S. 52 - Pfalz-Simmem, Ruprecht von (1448-1478) Gü 11, S. 392 - Honstein, Wilhelm III. von (1506-1541) Mä 2 - Österreich, Leopold I. von (1607-1625) S. 53 - - Rohan, Ludwig Cesar Constantin von (1756— 1779)Or 8 - Lehen des Straßburger Bistums Or 8 - Diözese s. Provenienz I - Klöster und Kirchen - Alt St. Peter S. 55 - Johanniter S. 60 - - Kartause (Pr II) Sw 7 - St. Agnes (Dominikanerinnen) Sw 19 - St. Klara auf dem Word (Klarissen) Th 4 Steimerin, Magdalena, Äbtissin (S) Th 4 - St. Margaretha u. Agnes (Dominikanerinnen) Sw 19 Schott, Anna, Nonne (S) Sw 19 - - St. Nikolaus (U) Sw 15, Fragment 1 - St. Nikolaus in undis (Dominikanerinnen) S.100 - Jung St. Peter Ge 2 -- Wilhelmiten S. 101 - Konrad von s. Schwarzach - Schwarzacher Hof Sw 5 - Tannengesellschaft H. 9 - Universität H. 9 - Wappenbuch der Stettmeister und Ammeister s. Büheler, Sebald - s. auch Provenienz I Straubenhart, Conrad von (N) AI 7, 9 r Strauß, Christopher (SB) H. 9, 113 V Strebel, Johann Ludwig (SL) H. 10, 176 V Streittin von Immendingen, Maria Regina s. Günterstal Strentzlin, Johannes S. 70 Streubel, Michael s. Schwarzach Stromayer, David (SB) H. 9, 153 r Stroppen (SL) H. 10, 154 r ~ v Strückhausen (SL)H. 10, 148 v Stubenrauch - Franz Xaver A. von Br 9 - Georg Eugen Br 9 Stuhr (SL)H. 10, 148 r Stuhr, Georg (SL) H. 10, 130 r Stundenbuch s. Gebet- u. Stundenbuch; Liber ho- rarum Sturmläufer, Peter, aus Meersburg (Pr II ?) AI 4 Stuttgart H. 9 - (Pr I) Gü 11 - Dominikanerkloster, Inschrift Gü 11, S. 20 - Katharinenspital (R)Gü 11, S. 374 - Notata zu Gü 11, S. 266, 269 587 Namen- und Sachregister - Stadtbefestigung Gü 11, S. 250, 273 - Weinpreise Gü 11, S. 245 Süddeutschland s. Provenienz I Süderau (SL) H. 10, 130 r Südwestdeutschland s. Provenienz I Süpplingenburg (SL) H. 10, 168 r Süß, Simeon (SB) H. 9, 159 v Suffragien Ge 2, 268 r , 288 r ; Sw 5, 186 V ; Th 5, 99 r ; U.H.21, 107 r ; U.H.22, 2 r , 9 V , 156 r , 205 v ; U.H. Fragm. 31, 21 r ; Wo 15, 113 r Sulz am Neckar (R) AI 2, 185 r ; Gü 11, S. 65, 124, 344 Sulz, Alwig Graf von (R) Gü 11, S. 71, 344 Sulzbach in der Oberpfalz (Pr I ?) U. H. 20 Summenhart, Konrad S. 100 u. Anm. 336, S. 101 - Obiit-VermerkGü 11, S.315 Supralibros Br 11, Sw 13, Th 1, Th 2, Th 3 Surius, Laurentius - Commentarius brevis rerum in orbe gestarum, Ausz. U.H.20, S.466 - D. Henrici Susonis... opera, Ausz. Th 7, 68 r - D. Ioannis Rusbrochii... opera, Ausz. Th 7, 58 r Surrburger, Johannes s. Tennenbach Sutor von Zurzach, Johannes S. 87 Sutter, Romanus s. Gengenbach Syliceus (Kisling), Andreas s. Reichenau Symmachus Papa, Epistolarum üb. X Sw 4, 292 v Tabor, Johann Otto (SB) H. 9, 87 r Tagzeiten, deutsch - Jesus Christus -- Passion H. 78, S. 150; U.H.21, 94 r , 123 v ;Wo 12, 181 r ; Wo 14, 6 r ; Wo 15, 26 r , 35 r Talheim (R) AI 2, 164 r Talmud, hebräisch U.H. Fragm. 34 Talnstainer, Johannes, Notar Br 8 Tammendorf (SL) H. 10, 151 r Tangermünde (SL) H. 10, 164 r Tann, Konrad von s. Speyer Tannstetter, Georg Ge 3, 51 v Tating (SL) H. 10, 170 v Taubmann, Friedrich H. 9, 2 r Te deum, deutsch Wo 12, 184 r Teck, Burg Gü 11, S. 19, 133 Tennenbach, Zisterzienser S. 118-127; Gü 17, Th 7, 34 r , 107a — (Pr I) Th 1 (?), Th 7, Th 9, Wo 2 (?), Wo 17 — (Prll)Th 1-11, Wo 8 — Ablässe und Altarweihen Th 9, 121 r — Äbte -- Zenlin, Johannes (1336-1353) S.70, 119 — Iselin, Burkhard II. (1449-1483) Th 9 — Schleher, Martin II. (1585-1627) S. 120; Th 1, Th 2, Th 3 — - Egeter, Adam (1627-1637) S. 120 -- Buchstetter, Hugo (1651-1664) Th 9, 132 r — Merz, Antonius (1719-1724) Th 9, 133 r — Münzer, Leopold (1725-1754) Th 9, 133 r — Berier, Maurus (1765-1782) S. 123; Th 7, 107a — Konventualen — Burger, Konrad S. 121 f, 128f;(S)Wol7 — Gottfridus scriba de Freiburg S. 119 — Gütschmann, Jakob S. 120 — Hugo von Tennenbach S. 119 f; Th 7, 34 r -- Kolb, Anselm S. 123 f — Kreutter, Marquard S. 123; (Pr II) Th 8 — Liuder, Johannes Th 9, 131 r — Löper, Wolfgang S. 120 — - Riegger, Michael S. 72, 120, 129; (S) Wo 2 — Schreig, Claus S. 120 — Surrburger, Johannes S. 119 — Symon S. 70, 119 — Uster, Carolus, Prior Th 9, 134 r — Winterhalter, Albericus S. 123 — s. auch Hagiographische Texte (Hugo von Tennenbach); Privilegia ordinis Cisterciensis et mo- nasterii Tennenbacensis Terentius Afer, Publius, Andria, cum commento, Fragment Sw 25 Tetenbüll (SL) H. 10, 170 v Tetzel, Jakob (SB) H. 9, 72 v Thalmann, Placidus s. Gengenbach Thanner, Matthias Th 7, 30 r Theodoricus de Apolda, Vita s. Elisabeth S. 65 588 Namen- und Sachregister Theodoricus Engelhusius, Vocabularius quadri- idiomaticus Th 10 Theodorus, Sententiae, ab Hieronymo translatae Sw 4, 140 r Theodulus Italus, Ecloga, cum commento, Fragment Sw 23 Thiebaut, Ambrosius s. Schwarzach Thieffenthal, Jakob S. 48 Thiergarten (SL) H. 10, 154" Thill, Hans (SL) H. 10, 38 v Thilow, Augustus (SL) H. 10, 30 v Thoda(e)nus, Christoph (SB) H. 9, 141 v Thomas de Aquino - Sermones de eucharistia, Auszug U.H. 8, 14 r - Summa theologiae, Fragment Su 9 Thomas de Celano, Legenda s. Ciarae, deutsch Th 4, 2 r Thombsen, Johann (SL) H. 10, 149 r Thorn (SL) H. 10, 56 v , 144 r , 146 r Thurn-Valsassina, Maria Dioscora s. Wald Tibotius, Matthias (SB) H. 9, 154 v Tierberg von Wildentierberg, Rudolf von (R) Gü 11, S. 330 Tigesheyn s. Digesheim Tilmannus Dulmaniensis Sw 4, 429 v Tilsit (SL) H. 10, 88 v , 89 v , 90 r Tirol s. Provenienz I Titelschilder s. Einband Titensheim - Margareta de Titenshein (N) U.H. 12, l r - Nicholaus de Titenshein (N) U.H. 12, 4 V Tod u. Sterben, Dicta, lateinisch u. deutsch Wo 16, 136 r Todtmoos, Mariae-Himmelfahrt-Bruderschaft, Statuten u. Festliturgie (Pr I) U.H. 3 Tönning (SL) H. 10, 170 r_v Töß (SL) H. 10, 180 r Tollius, Johann Henrikus (SL) H. 10, 149 r Tonarius Gü 6, 129 v ; Gü 13, 6 r , 17 r (Teile); Sw 13, I, 272 r , II, 117 v - cisterciensis Th 2, 150 v Tondern (SL) H. 10, 172 r Torsellino, Orazio, De vita Francisci Xaverii, Ausz. Th 7, 216 r Tösäföt, hebräisch, Fragment U.H. Fragm. 33 Tossens (SL) H. 10, 149 r Tractatus de dosibus medicinarum U.H. 5, 70 ra Tratziher, Conrad, aus Nürnberg, Alchemist AI 3, S. 174 Trausch, Heinrich (SB) H. 9, 108 r Tregelius, Johann Tobias (SL) H. 10, 132 r Trendelenburg, Caspar (SL) H. 10, 17 v Trier - (Pr I) Br 1 (?), Br 2 - Bischöfe - - Helmstädt, Raban von (1430-1439) Br 2 -- Baden, Johann II. Markgraf von (1456-1503) (Pr II) H. 65 Triglav (SL) H. 10, 32 r Trinitarisches Gedicht AI 3, S. 166 Trippehna (SL) H. 10, 22 v Trithemius, Johannes Sw 6, 12l r - Kathalogus brevis ecclesiasticorum scriptorum Sw 4, 429 v - Liber de scriptoribus ecclesiasticis Sw 4, 429 v Trogelius, Andreas (SL) H. 10, 13 r Tropar, Fragment U.H. Fragm. 24, l r Tropen U.H. 1, 216 v ; U.H.3, 4 r ; Wo 1, 153 v Tübingen (R) Gü 11, S. 97, 111, 322 - (Pr II) Gü 11 Tübinger Vertrag Gü 11, S. 224; Kr 2, 396 v Türkische Texte Mä 1 Tusselingen, Agnes von s. Günterstal Tuttlingen Gü 11, S. 197, 330 Uberg (SL) H. 10, 171 r Ubersheim (?) (R)Gü 11, S. 124 Udenheim S. 133 Überlingen (R) AI 2, 155 v , 292 r , 457 r Uelvesbüll (SL) H. 10, 170 v Ülzen (SL) H. 10, 168 r Uffenheim (SL) H. 10, 177 r Uhr, Die geistlich (Lied)Gü 11, S. 135 Ullmann, Christoff (SL) H. 10, 136 v Ulm (R) Gü 11, S. 230, 261 589 Namen- und Sachregister Umbach, Jonas (SB) H. 9, 120 r Ummendorf (SL) H. 10, 167 v Ummius, Ilico (SB) H. 9, 76 v Unfinden (SL) H. 10, 175 v Unger, Johannes s. Hirsau Unseburg (SL) H. 10, 22 r Unterweisung für den Ordenseintritt Sw 19, 211 r Urach (R) Gü 11, S. 224 Urban, Hans (R) Gü 11, S. 237 Urbanus Papa III., Privilegien für den Zisterzienserorden Th 9, 20 v Urbanus Papa IV., Privilegien für den Zisterzienserorden Th 9, 69 r Urbanus Papa V., Ablaßgebet Wo 14, 46 v Urbanus Papa VI. - Bulle Gü 6, Fragment 1 - Privilegien für den Zisterzienserorden Th 9, 99' Urfehdebrief Su 9 Urinus, Johannes (SL) H. 10, 34 v Urkunden - deutsch Gü 11, passim; H. 10, XV 1 ; Th 1, Fragment 3; U.H. 11, ehem. Hinterspiegel - lateinisch Ge 2, Fragment; H. 78, Fragment 1; Mä 2, Fragment 2; Me 3; Me 5, Fragment; Su 9; Sw 15, Fragment 1; Th 8, Fragmente 1-2; Th 9, Fragmente 1-2 Uster, Carolus s. Tennenbach Uttenhofen (R) AI 2, 283 v V, B. E. (S) U.H. 18 Valentinus, Basilius - Offenbarung der verborgenen Handgriffe AI 3, S.ll - Von dem großen Stein der uralten Weisen AI 3, S. 54 Valkenstein, Agnes von s. Günterstal Vellberg, Georg u. Erenfrid von (R) Gü 11, S.99 Veitmann - Johann (SL) H. 10, 149 r - Johann Bernhard (SL) H. 10, 148 r Venedig AI 3, S. 167 Verfassungstexte, zisterziensische - Libellus distinctionum (1237/1257) Gü 6, Fragment 2 Vergerius, Petms Paulus, Epitaph Gü 11, S. 322 Veringen (R)Gü 11, S. 47 Veronica - Gebet der Veronica Wo 14, 63 v Verse - deutsch -- Gü 11, S.313, 334; Wo 16, 136 v - lateinisch - AI 4, Teil I, 60 v ; Ge 3, Vorderspiegel; Gü 11, S. 81, 378; Wo 14, 127 v ; Wo 16, 136 r - s. auch Lied; Memento mori-Gedicht; Reimgebete; Reimsprüche; Sprüche; Weihnachtslied Vill, Johann s. Schuttern Villingen - Amt (Pr II) U.H. Fragm. 18 - (Kapuziner) S. 96 Virginitas corrupta - De signis virginitatis corruptae U.H. 9, l r Vischer - Georg Adam (SB) H. 9, 152 v - Jakob (SB) H. 9, 130 r Vitae sanctorum s. auch Hagiographische Texte Vocabularius quadriidiomaticus s. Theodoricus Engelhusius Vögelin, Ulrich S. 102 Voerda, Nicasius de, Epitaph für Gü 11, S. 392 Vogler, Jakob s. Schuttern Voigtsberg (SL) H. 10, 167 r Voit, Markus Christoph (SB) H. 9, 135 r Volgenau, Gotthardt (SL) H. 10, 28 v Volkertshausen (R) AI 2, 249 v Vollerwiek (SL) H. 10, 170" Volz - Johann Christian Gü 11 - Paul s. Schuttern Vorderöstereich AI 2 - Landesbeschreibung Or 4, l r Vriesen, Philipp (SL) H. 10, 142 v Vulpius, Johann Ludwig H. 10 590 Namen- und Sachregister Wachenheim, Philipp Gottfried von (SB) H. 9, 64 v Wachterus, Johannes (SB) H. 9, 140 r Waddens (SL) H. 10, 149 r Wagner - Daniel (SL) H. 10, 32 r , 135 v - Gallus s. Schwarzach Wahl, Reimundus, Amtmann der Landgrafschaft Nellenburg (R) AI 2, 150 v , 192 v , 202 v , 204 v , 238 v , 243 r , 282 v , 287 v , 361 r , 605 r , 606 r " v Waibel - Hans, aus Nenzingen (R) AI 2, 193 v , 195 v - Johannes Jakob S. 83 - Michael, aus Nenzingen (R) AI 2, 193 v Walbur (SL) H. 10, 171 v Walcherin, Katharina s. Günterstal Wald (Zisterzienserinnen) AI 2, 141 v (R); Th 7, 107a - Thurn-Valsassina, Maria Dioscora von, Äbtissin (1739-1772) Th 7, 107a - Hornberg, Anna von, Nonne AI 2, 141 v Waldburg, Truchsessen von, Chronik Me 3 - Katharina von Gü 11, S. 191 Waldenbuch (R)Gü 11, S.228 Walderdorff, Philipp Franz Wilderich von s. Speyer Waldmann, Carlin (R) AI 2, 155 v Waldner von Freundstein, Franz Ludwig Or 1 Waldsee, St. Peter (Augustinerchorherren) siehe St. Peter in Waldsee Waldulm, Pfarrer Nikolaus (N) AI 7, 1 l r Wallffstürm, Hans (R) AI 2, 234" Walliser, Johannes Petrus Thomas (SB) H. 9, 116 r Walpach, Clara von s. Basel Walte, Erhard von, Alchemist AI 3, S. 176 Wandsbek (SL) H. 10, 135 r Wannweil (R) AI 2, 168 v Wanzleben (SL) H. 10, 167 v Wappen Br 11, Gü 11, S. 89, H. 7, H. 8, H. 9, H. 64, Or 1, Or 3, Sw 10, Th 1, Th 2, Th 3, Wo 1 Wardenburg (SL) H. 10, 149 v Warfleth (SL) H. 10, 148 v Warmesser, Dionysius S. 100 Wasseneck (R)Gü 11, S. 78 Watterdingen (R) AI 2, 151 v Weber - Paulus (SB) H. 9, 76 r - Philipp (SB) H. 9, 119" Wechmar, Hermann Wilhelm von (SB) H. 9, 60 v Wechselburg (SL) H. 10, 9 V , 167 v Wedekind, Joachim (SB) H. 9, 146 v Weende (SL) H. 10, 163 r Wegelin, Michael (SB)H. 9, 145 r Wegmann - (Wegmännin) Elisabetha, aus Stockach (R) AI 2, 536 r - Konrad, Stadtamtmann von Stockach (R) AI 2, 536 r - Stoffel, Färber (R) AI 2, 536 r Wehstetten (R) AI 2, 315 r Weienmair, Christoph (SB) H. 9, 161 v Weigel, M. Valentin, Azoth et Ignis AI 3, S. 397 Weihenstephan (Benediktiner) Br 12 (Dn 25 fol. Ink.) Weihnachtslied U.H.II, Beilage; Wo 12, 35 l r Weiland, Joachim (SL) H. 10, 18 r Weiler (R) AI 2, 414 r Weiltingen (SL) H. 10, 177 v Weingarten (Benediktiner) S. 141 Weinmann, Hieronymus s. Schuttern Weinpreis Gü 11, S. 245 Weinsberg (SL) H. 10, 155 v Weinschenk, Heinrich Sw 3 Weinß, Johann von (SB) H. 9, 43 r Weishärin, Barbara s. Wonnental Weislinger, Johann Nikolaus S. 49 Anm. 49, S. 113; (Pr II) Sw 19 - Armamentarium catholicum Sw 19 - Catalogus librorum impressorum in Bibliotheca eminentissimi ordinis sancti Johannis Hieroso- lymitani Sw 19 Weiß - Johann (SL) H. 10, 91 r - Severin (SB) H. 9, 115 V Weissenburg (Benediktiner) S. 110 - s. auch Provenienz I 591 Namen- und Sachregister Weitz, Christoff (SL) H. 10, 136 v Weizzmenstorff (U) s. Großweißmannsdorf Welleschinger, Adam u. Hans, aus Steißlingen (R) AI 2, 245 v Welser - Wolfgang Leonhard d. Ä. (SB) H. 9, 79 v - Wolfgang Leonhard d. J. (SB) H. 9, 122 v Welt (SL) H. 10, 170 v Wencker, Daniel (SB) H. 9, 160 v Wendl, Georg, Advokat in München (Pr II) U.H.22 Wendler, Christoph, von Bregeroth (R) AI 2, 161 v Wenzel, dt. König (1378-1400) (R) Gü 11, S. 43 Wernher, Balthasar (R)Gü 11, S. 237 Werning, Friedrich (SL) H. 10, 89" Wernsdorf (SL) H. 10, 167 r Weschouer, Martin Sw 25, 2 r Westeling, Friedrich (SL) H. 10, 139 v Westerhever (SL) H. 10, 170 v Westermennin, Maria s. Himmelskron Westernach - Anseimus L. B. von S. 136; (Pr II) U. H. 6-7 - Johann Eustach von U.H. 6-7 Westerstede (SL) H. 10, 150 r Westphal, Georg (SL) H. 10, 24 v Wettingen (Zisterzienser) S. 69 Wetzstein, Agnes Wo 11, 2 r Wida, Johann Friedrich von (SL) H. 10, 149 v Widdern (R)Güll,S.36 Widel, Johann s. Schuttern Widenmann, Joseph s. Allerheiligen Widholz - Daniel (SB) H. 9, 107 v - Emmanuel (SB)H. 9, 149 r Widler, Johannes, coadiutor plebani in Wil (U) Me 5, Fragment Widmayer, Hans, Metzger in Stockach (R) AI 2, 280 v Wiedergrün AI 6, 7 r Wiederlauff, Johannes S. 47 Wiefelstede (SL) H. 10, 149" Wieger, Adolph (SL) H. 10, 157 r Wielandt, Johann Heinrich (SB) H. 9, 99 r Wien H. 9 - s. auch Provenienz I Wiesenbronn (SL) H. 10, 176 r Wiesenburg (SL) H. 10, 131 r , 134' Wiggers, Balthasar (SL) H. 10, 148 v Wil (Kt. St. Gallen, U) Me 5, Fragment Wilckens, Klaes (SL) H. 10, 10 r Wild, Gabriel u. Hans (R) AI 2, 157 r Wildbad, Stadtbrand von 1525 Gü 11, S. 313 Wildgraf zu Dhaun und Kyrburg, Johann Georg (SB) H. 9, 25 r Wild- und Rheingraf - Johann Casimir (SB) H. 9, 26 r - Otto (SB) H. 9, 27 r Wilhelm, Matthias (SB) H. 9, 139 r Wilhermsdorf (SL) H. 10, 154 v Wilken, Friedrich S. 65 Will, Reinholdt (SL) H. 10, 90 v Willmandingen (R) Gü 11, S. 70 Wilsnack in Brandenburg, Blutwunder Wo 14, 44 v Wilster (SL) H. 10, 171 v Wimpfeling, Jakob S. 101 - Officium de compassione beatae Mariae virgi- nis Sw 2, 293*; Sw 3, 186 r Wimpfen (SL) H. 10, 112 r , 155 v Winckler, Christian (SL) H. 10, 155 v Windsheim (SL) H. 10, 112 r , 154 v Winkler, Georg, Forstknecht aus Winterspüren (R) AI 2, 282 v Winsen an der Luhe (SL) H. 10, 130 v Winßheim, Nikolaus von (SL) H. 10, 17 v Wintergerst - Balthasar (SB) H. 9, 121 r - Sebastian s. Konstanz Winterhalter, Albericus s. Tennenbach Winterspüren (R) AI 2, 282 v , 471 r , 472 r Winterthur (SL) H. 10, 180 r Wislicen, Johann Georg (SL) H. 10, 155 v Wismar (SL) H. 10, 30 v Witkopff, Hermann (SL) H. 10, 148 r Witsch, Johannes (SB) H. 9, 161 r 592 Namen- und Sachregister Wittenweiler, Gangolf, Landrichter (R) AI 2, 417 V Wittmann, Laurentius (SL) H. 10, 148" Wittstock (SL) H. 10, 150 r " v Witzwort (SL) H. 10, 170 r Wölkisch (SL) H. 10, 27 v Wolfferin, Margaretha, geb. von Lichtenstein (R) AI 2, 121 r Wolfgang (S) U.H. 19 Wolfradt, H. (SL) H. 10, 8 T Wolgast (SL) H. 10, 18 r , 18 v Wolleber, David — Historie der Herzöge von Zähringen und Teck H. 7,H. 8 — Württembergische Chronik Me 4 Wolpmann, Franz (SL) H. 10, 148 r Wonnental (Zisterzienserinnen) S.72, 118, 120— 122, 127-132, 150 f; Th 9, 134 r — (Pr I) Wo 1 (?), Wo 2 (?), Wo 7 (?), Wo 14 (?), Wo 16 (?) — (Pr II) Wo 1-17 — Äbtissinnen — Digesheim, Clara von (ca. 1347-1349) S. 128; U.H. 1 — Lichtenfels, Elisabeth von (1546-1555) S. 127 — Spät von Zwiefalten, Amalia (ca. 1572-1589) S. 127 — Weishärin von Waldkirch, Barbara (1599— 1633) S. 129 — Auwerin von Kiechlinsbergen, Maria Ursula (1636-1670) S. 129; Wo 17 — Nonnen — Magdalena (?, S) Wo 14 — Morizin von Kenzingen, Barbara S. 129; (Pr II) Wo 2, S. 8 — Schuhmacherin, Anna Juliana S. 130; Wo 9 (S), Wo 11 (?), Wol2(S) Neujahrsgruß an Wo 12 — Steinerin, Maria Charitas S. 129; (Pr II) Wo 11 Wonnenthaler Graduale U.H. 1 Worms — Bischof Lupoid (1196-1217) Br 1 - Ordo Wormatiensis Br 10 - s. auch Provenienz I; Himmelskron Wredes, Fabian (SL) H. 10, 5 r Wrestedt (SL)H. 10, 168 r Wriezen (SL) H. 10, 24 r Württemberg - Bauernkrieg Gü 11, S. 89 - Chronik Kr 2, 2 r - Kollektaneen zur Geschichte Gü 11 - Landschaft AI 2, 277 r - Landesbeschreibung Gü 11, S.93, 97, 125, 126a - s. auch Provenienz I Württemberg, Herren von - Christoph, Herzog von (1550-1568) Gü 11, S. 273, 380, 394 (R); Kr 2, 396 v - Epitaph fürGü 11, S. 163, 388 - Dorothea Ursula von (1559-1583) (Pr II) Br 11 - Eberhard II., Graf von (1344-1392) (R) Gü 11, S. 75, 228 - Eberhard III., Graf von (1392-1417) (R) Gü 11, S. 3, 97, 124, 213, 236 - Eberhard V., Graf von (1459-1496) (R) Gü 11, S. 47, 66, 71, 76, 99, 101, 128, 215, 261, 330, 341 - Eberhard VI., Graf von (1480-1504) (R)Gü 11, S. 232 - Eberhard III., Herzog von (1633-1674) H. 9, 7 V - Eleonore von Gü 11, S. 177 - Friedrich I., Herzog von (1593-1608) S. 56 - Helena von (gest. 1506) Kr 2, 171 r - Katharina von (1441-1497) Gü 11, S. 20 - Ludwig I., Graf von (1419-1450) Gü 11, S.41, 47, 198 - Ludwig II., Graf von (1450-1457) (R) Gü 11, S. 76 - Ludwig, Herzog von (1568-1593) (R) AI 2, 116 v , 268 v , 602 v - Maria von (1496-1541) Gü 11, S. 20 - Ulrich III., Graf von (1325-1344) (R) Gü 11, S. 204 593 Namen- und Sachregister - Ulrich V., Graf von (1419-1480) (R) Gü 11, S. 72, 99, 101, 285, 344 - Ulrich, Herzog von (1498-1519, 1534-1550) (R) Gü 11, S. 36, 97, 224, 237, 380, 394 - Ulrich, Herzog von (1617-1671) H. 9, 14 v Würtz, Johann Friedrich (SL) H. 10, 156 r Würzburg (U) Th 8 - Bischöfe - Thiingen, Konrad II. von (1519-1540) (R) Gü 11, S.72 - Echtervon Mespelbrunn, Julius (1573-1617) H. 7, 31 r - Johanniter Mä 2, Fragment 2 - Universität Su 4 - s. auch Provenienz I Würzburgische Landgerichtsordnung Br 5 Wulff, Abraham (SL) H. 10, 46 r Wurer, Balthasar s. Konstanz Wurmlingen (R) AI 2, 414 r - Schloß (R) Gü 11, S. 330 Wurmsser, Georg jakob (SB) H. 9, 85 r Wurzbach (SL) H. 10, 175 r Wyglin (R)Gü 11, S. 97 Wys, Hieremias s. Konstanz Yberg - von, Rubrikatorin s. Frauenalb - Heinrich von (R) Gü 11, S. 75 Z, F. J. (S) Or 3 Z., R. (Miniator) Sw 10 Zäch, Bernhard (SB) H. 9, 52 v Zahrensdorf (SL) H. 10, 135 r Zaltbarchius, Hieronymus Sw 23 Zandt, Martin (SB) H. 9, 82 r Zarstedt, Jürg von (SB) H. 9, 81 v Zech, Johannes (SB) H. 9, 101 r Zedelius, Anton Günther (SL) H. 10, 150 r Zeh(e)nder, Daniel s. Konstanz Zeitter, Elias (SB) H. 9, 98 r Zellerfeld (SL) H. 10, 171 v Zenglin, Nikolaus S. 102 Zenlin, Johannes s. Tennenbach Zetel (SL) H. 10, 150 r Zeyhern, Martin von (R) Gü 11, S. 366 Ziebingen (SL) H. 10, 151 r Ziegler, Hieronymus s. Gengenbach Ziesar (SL) H. 10, 22 v Zimmermann - Jörg (R) AI 2, 169 v - Johannes Andreas S. 121 - Matthäus S. 88 Zimmern (N) AI 7, 10 r ; Gü 11, S. 68 - Wernhervon (R)Gü 11, S. 78 Zinck, Caspar s. Schwarzach Zinsbuch Mä 2, Fragment Zipffel, Henric (SL) H. 10, 22 r Zirker, Heinrich s. Konstanz Zisterzienser s. auch Privilegia ordinis Cistercien- sis et monasterii Tennenbacensis; Verfassungstexte, zisterziensische Zöllner, Christian (SL) H. 10, 45 r Zohler & Küstner (SL) H. 10, 20 r Zoller, Franziskus (Pr II) U. H. 22 Zoppothen (SL) H. 10, 175 r Zorn von Bulach Or 1 - Anna Or 3 Zorn von Plobsheim, Ludwig Heinrich S. 148; (Pill) Or 1 - Wappenexlibris Or 1, 2 r Zoznegg (R) AI 2, 288 r , 291 r Züllichau (SL) H. 10, 152 r Zürcher, Dominus (N) AI 7, 1 l r Zürich (SL) H. 10, 180 r - (U) Su 9 - (Pr I) U.H. 12, U.H. 14, U.H. Fragm. 10 - Äbtissin von (U) Su 9 Zusenhofen (N) AI 7, 3 r Zweihauser, Johann (SL) H. 10, 88 v Zwiefalten (Benediktiner) S. 93 - (R) Gü 11, S. 70 Zwingenberg (SL) H. 10, 157 r Zwischenahn (SL) H. 10, 150 r Zwisler, Johann (SB) H. 9, 126 r Zwölf Früchte des Leidens Christi Sw 19, 146 r 594 Initienregister Mit * gekennzeichnete Initien sind in den Handschriftenbeschreibungen nicht aufgeführt. V = Verse. Aaz apprehendens vel apprehensio Öh 1, 469 va Ach werder got und herre, ich danck dir, daz du keim engel woltest gunnen Sw 19, 139 v *Ad mensam dulcissimi convivii tui... accedere ve- reor et contremisco U. H. 22, 193 r Ad sanctitatis tuae pedes, dulcissima virgo Maria, corde prostratus et corpore supplex oro Sw 7, 169 r Adesto inclita Anna. Ave Maria U. H. 22, 228 r Adiutorium meum in nomine... Humilitas confes- sionis et labor sacerdotalis U. H. Fragm. 26, l r Agapitus, cum esset XVannorum et amore Christi martirio ferveretli. H. 14, 53 vb Aller gewaltigester ewiger gott, der do uns durch das erlich bilde Th 4, 226 v Allerliebster Sohn, wiße, das der Geist des Herrn... ist getragen oder geführt worden AI 3, S. 354 Allhier hat man perfectam Medicinam zu des Menschen leibe AI 3, S. 390 Als die lerer gemainlich schreiben, sunder Anshel- mus in dem puch der geleichnuß U.H.21, 13 r Als diese Jar eben gezalt, Nam das fewr überhand mit gwalt (V) Gü 11, S. 313 Also meynen etlich lerer, das unßer liebe frawe uff ertrich hab gelebt Wo 11, 24 l v Amantissime domine Jesu Christe, qui in ultima ce- w« U.H.22, 13 v An einem gutem Tag es beschahe, Da man die von Rotweil außziehen sähe (V) Gü 11, S. 337 Angele, qui meus es custos pietate supema U. H. 22, 3 r Anno millesimo quadringentesimo septuagesimo pri- mo... infrascripti venerabiles... doctores... in Totmoz\J.H.3, 7 r Anno quingenteno bis deno, numero pleno Ordo sub invicto niger estfactus Benedicto (V) Sw 4, 298 r Apud provinciam Reciam in civitate Augusta habi- tavit Afra U. H. 14, 26 vb Aristotiles spricht zu dem kunig Alexander: Ab- schneid den zorn U.H.21, l r Audit hora tercia crucifigi natum (V) Sw 5, 25' Ausculta ofilipraecepta magistriGü 15, l r Auxilientur mihi, domine Jesu Christe, omnespas- siones tuae et defende me ab omni tribulatione Sw 5, 80" Auxilien tur nobis, domine, Semper Septem verbapas- sionis tuae, ut nos defendantSv/ 5, 77 v Ave ancilla sanctae trinitatis, ave sponsa Spiritus sancti Sw 5, 49 v *Ave caro Christi cara, immolata crucis ara (V) U.H.22, 201 v *Ave coelorum regina, ave morum disciplina (V) U.H.22, 89 v Ave domina sancta Maria, materdei, regina caeli, porta paradisiSv/ 7, 3 V Ave Jesu Christe, verbum patris, filius virginis, ag- nus dei Sw 5, 153 v *Ave Jesu, splendorpaternae gloriae, flosculus fecun- ditatis virgineae U. H. 22, 210 r Ave Maria, ancilla sanctae trinitatis, sponsa Spiritus sancti Sw 7, l v Ave Maria, gratia plena, dominus tecum, tuagratia sit mecum Sw 7, 3 V Ave sanctissima caro Christi et sanguis, ave summa dulcedoU. H.22, 192 r *Ave sanctissima caro, summa vitae dulcedo U.H.22, 196 r Ave verum corpus, natum de Maria virgine Sw 5, 153 v ; *U.H.22, 201 r 595 Initienregister *Ave virgo gratiosa, Stella sole clarior, mater dei glo- riosa (V) U.H.22, 85 v Avete omnes fideles animae, det vobis requiem ille, qui est vera requies Sw 7, 171 r Baiulans sibi crucem exivit - (Io 19,17). Dieße wort schriebet sant Johans... Dießer ußgang unsers herren Wo 16, 118 V Beatissimae virginis Mariae, istorum et omnium electorum tuorum intervenientibus meritisSw 5, 117 v Beatus Gebehardus ex nobili alamannorum Stirpe patre Huzone nomine U. H. 14, 67 rb Benedicamus patrem etfilium cum spiritu sancto Br 10, 187 vb *Benedicat me imperialis maiestas U.H.22, 204 r Bis septingentis decies Septem tribus annis (V) Gü 11, S. 20 Bonum estviro, cum portaverit iugum - (Lam 3,27). Hic dicendum est de sex fructibus U. H. 9, 239 r Bruder Bechthold lert dise X stuck einen sin gut- ten fründ Wo 15, 152 v Caput Christi: frons Eliae, oculus et nasus Noe, Labia et lingua Salomonis U.H. Fragm. 27, l v Chaos Philosophorum realiter... et caelum, terra, aqua AI 3, S. 403 Christe, durch dich nen ich mich keck Hertzog zu Würtemberg unnd Teck (V) Gü 11, S. 163, 388 Christi corpus, ave, de sancta virgine natum, viva caro, deitas integerSw 5, 122 r Christi sanguis, ave, caeli sanctissime potus, unda sa- lutaris Sw 5, 122 r Chrysostomos spricht, daz den menschen got nüt also glicht macht Sw 19, 252 r Clara de claris natalibus orta de civitate Assisio U.H. 14, 37 rb Cogitatum mihi de simplicium medicinarum virtuti- bus U.H.5, 211 ra Commendo tibi, domina mea sancta Maria, extre- mum diem et horam exitus Sw 5, 41 v Confiteor tibi... omnipotens creator coeli et terrae U.H.22, 204 v Conplet wurt do von gesprochen, wan in dem selben der louffe des dages Wo 14, 6 r Conscientias nostras, quaesumus domine, visitando purifica Su 2, 248 vb Corpus Christi non est adorandum U. H. 8, 273 r Creator et domine coeli et terrae, maris et omnis creaturae... ego indignus miser U.H.22, 207 v Creator omnium, deus pater omnipotens, ubique est et ubique totus est Sw 15, 39 vb Creavit deus ex concavitatibus cordis U.H.5, 436 va Cum omnis homo scire appetat, en scientiam Su 6, 2 r Cum Paulus sub Nerone praedicaret, puella nobilis quaedam Tecla U. H. 14, 125 ra Cum sancta legio Thebeorum ab episcopo Ierosoli- mitano Zabdo fidem christiani suscepisset U.H. 14, 102 rb Da mihi dona tria, sanctissima virgo Maria (V) Sw 5, 122 v Das abgestorbene Herzogthumb Zäringen im löblichen Breysgaw gelegen H. 7, 27 r ; H. 8, S. 1 Das die Regenten, Rath undt Obrigkheiten, dergleichen auch Fürsten undt Herren H. 7, 17 r Das erste eilende pinlich füren was unsers hern Jesu Christi an dem karfritag Wo 15, 30 r Das halb teil miner sele und uß sunderlicher hertzklicher liebi Th 4, 174 V Das ist die ritterschafft Christi, die man üben soll die gantzen marter wochen U.H.21, 79 r Das ist ein geistliches allmussen, alle tag uff der stros zu geben Wo 10, 176 v Das ist unserm liben herren gar wol czu danken, daz man ym siner marter (V) H. 78, S. 154 Das liden unsers herren gezogen uff daz weissen korn, wie man daz buwen Sw 19, T Das uralte Herzogthumb Teeck in Obern Schwaben H. 7, 135 r ; H. 8, S. 201 De sancto Johanne Baptista ymnus vor ein gut stim oder vor heißerkeit Wo 12, 146 r 596 Initienregister Deprecor te, sanctissima Maria, mater dei, pietate plenissima U.H. 22, 80 v Der erste süffz, do der herr hört über sich geben das lest urteil Wo 14, 73 v Der erwirdigen und aller heiligesten frouwen frouw Agnesen, die hie vor die aller edlest und höchste küngin was Th 4, 156 v Derirsint, der woren wir Wo 16, 136 r Der Landvogtey cum pertinentiis in Ortenau Pfandschafft Or 4, 205 r Der Maria begert zu thon eynen angenemen dynst Wo 11, 265 r Der mensch der contempliren wil, der sol sich lidig machen von allen ussern dingen Sw 19, 139 v Der milte gott, ein minner der menschen, der hett virsehen von der heimliche Th 4, 2 r Der samstag wurt sunderlich zu geachtet der seligen jungfrowen Marie Wo 16, 3 V Der sich dießen schmertzen der mutter gottes befielt Wo 12, 256 r Der suocht woren friden, der sich allein merckt und sich ouch Iot, do er sich vindet Sw 19, 249 r Der tohter des künges der küngen... der aller wir- digesten gemahlen Th 4, 163 v Der usser lande nüt gewesen ist, der wenet sin lant sy daz beste Mä 2, 5 vb Derhalben so nim nun in Nahmen Gottes der heiligen Treyfalttigkeit gutt ungrisch aurum AI 3, S.387 Descendit cum eis in Nazareth - (Lc 2,51). Non so- lum Christi verba sunt nobis in documentum U.H.9, 276 r Desiderii mei desideratas accepi litteras. allusio no- minisÖh 1, l ra Deus, cuius fide succensa beata Maria Magdalena unigenito filio tuo Gü 7, 247 v Deus et pater domini nostri Jesu Christi, cuius verbo caeli firmati sunt Sw 5, 238 r Deus, Jons totius bonitatis et origo pietatis, qui pec- catorem non statim Sw 5, 135 v Deus, humani generis benignissime conditor et mise- ricordissime reformatorMä 3, 101 r Deus, misereatur nobis et benedicat nos, illuminet dominus Sw 9, 274 r Deus misericordiae et veritatis, clementiam tuam cum omni supplicatione Sw 5, 137 v Deus pater in potestate, qui sua potentia creavit coe- lum etterram U.H. 9, 291 r Deus, propitius esto mihipeccatori et custos mei U.H.22, 4 r Deus, qui beatissimam virginem Mariam in conceptu etpartu virginitate Sw 5, 133 r Deus, qui beato Alexio, confessori tuo, tribuisti, ut nova mundum arte U. H. Fragm. 10, 3 va Deus, qui beatum Sebastianum gloriosum martirem tuum in tua fide et dilectione Sw 5, 188 r Deus, qui corda fidelium sancti Spiritus illustratione docuisti Sw 5, 131 v Deus, qui culpa offenderis, prima placaris, preces ser- vorum tuorumMä 3, 100 v Deus, qui de indignis dignos facis, de peccatoribus iustosGe 2, 282"; Sw 5, 145 v * Deus, qui de vivis et electis lapidibus... cordis ha- bitaculumXJ.H.22, 207 r Deus, qui es sanctorum tuorum splendor mirabilis at- que lapsorum sublevatorSw 5, 117 V Deus, qui Moysi, famulo tuo, in via Swalentis heremi serpentem aeneum Sw 5, 83 r Deus, qui nobis signatis lumine vultus tui memoriale tuum U.H.22, 2 r Deus, qui non mortem, sedpoenitentiam desideras peccatorum Sw 5, 137 r Deus, qui per gloriosam resurrectionem.. .familiam tuam laetificare dignatus es U.H. 22, 228" Deus, qui per resurrectionem filii tuipascalia nobis gaudia contulisti Sw 5, 237 r Deus, quiprecantium animas non visperire Mä 3, 101 r Deus, qui pro redemptione mundi nasci et circumcidi voluisti Sw 5, 80 v Deus, qui sanctam crucem ascendisti U. H. Fragm. 27, l r Deus, qui sperantibus in te misereripotius eligis Mä 3, 101 r 597 Initienregister Deus summe coeli ac terrae, sancte pater omnipo- tens... precor, ut suscipias U.H. Fragm. 27, 2 V Deus, universae camis conditor, qui Noe et filiis eins Sw 5, 236 r Die dry nachgeschrieben gebet lert eyn ritter... eyn closter fraw in sant Bernhardus orden Wo 11, 324 r Die epistel wie Joseph verkoufft von sinen brü- dern und in dem cisternen Sw 19, 239 r Die nachgeschriben gepett syn gemacht... dem hoch geporn firsten zu Pairn, herczog Wylhalm U.H. 18, 7" Die Ortenaw olim Mortenaw, ist ein landschafft oder bezürckh Or 4, 61 r , 205 r Die siben bußpsalmen verteutscht und in bettweiß gesteh... sunderlich den einfältigen ordensper- sonen Wo 12, 20 v Dies ist das andechtig gilgen stöcklin der wirdigen jungfrouwWo 12, 274 r Dies ist der bekentnisbrieff, den sant Bernhart dem hern Wo 12, 123 v Dies ist ein andechtig gebett, durchgriindt die marttel und lyden Wo 12, 129 r Dies ist unser liben vrouwen wol czu danke, daz man ir irie betrubnisse (V) H. 78, S. 158 Dies ist von dem dryssigsten unßer lieben frawe; schrybt Alanus, ir andechtiger caplon Wo 11, 229 r Dies seit, wie der herr Jesus uff dem palmdag ist ingeritten Wo 14, 176 r Dies sint XII sunderliche namhafte frücht des überwirdigen türen kostbaren lidens unsers lieben herren Jesu Christi Sw 19, 146 r Dies sint XV ynnerlicher dod oder lyden des herrn Wo 12, 115 v Diese drei pater noster hot unßer lieber here sant Karißma selber gelert Wo 11, 74 v Dieweil gar vil sind got verlopte und versprochene menschen Wo 12, 290 r Dignare, domine deus omnipotens, benedicere et sanctificare hanc creaturam casei Sw 5, 236 v Dirigere, custodire, regere, sanctificare, gubernare dignare pacificare, domine Sw 5, 233 r Dirigere, sanctificare et gubernare dignare, domine sancte, pater omnipotens Br 10, 185 va Disciplina gradus monachorum dat tibi Septem Sw 4, 301 r Dixit aggregator huius operis: postquam ergo collegi librum huncmagnum U.H. 5, 183 ra Do der minnentklich gott, unser her Jesus Christus, vil und mengerlay pin erlayd Gü 14, 10 r Do unser liebe frou Maria... zu himel was gefa- ren, do het sant Johans Wo 15, 145 v Do unßer frauwe Christum geboren hat... sprach sie uß begirden irs hertzen Wo 16, 39 v Domina mea dulcissima, suavis et decora, sicut Jerusalem pulchra Sw 5, 44 r Domina sancta Maria, dei genitrix, virgo, precor te perannuntiationem U.H. Fragm. 27, 3 V Domine deus de deo, lumen de lumine, qui huma- num genus crucispatibulo Sw 5, 80 v Domine deus meus, miseriam meam remitte Ge 2, 285 r Domine deus omnipotens, qui es trinus et unus, qui es Semper in omnibus et eras ante omnia Sw 5, 92 r Domine deus, pater omnipotens... commendo hodie animam meam U.H. 22, 225 r Domine deus virtutum, qui nos peccatores adprinci- pium huius diei Br 10, 185 lb Domine Jesu Christe, adoro te in cruce pendentem Sw 5, 242 v ; Wo 14, 4 V Domine Jesu Christe, deus verus de deo vero, qui pro redemptione generis humani Sw 5, 83 r Domine Jesu Christe, ego miserrimus et indignus peccator et minister Sw 9, 276 v Domine Jesu Christe, fili dei vivi, creator et resusci- tator humani generis Sw 5, 75 r Domine Jesu Christe, fili dei vivi, da mihi spiritum amoris tui Sw 5, 146 v Domine Jesu Christe, fili dei vivi, pastor pie, conser- va iustos, parce peccatoribus Sw 5, 42" Domine Jesu Christe, fili dei vivi, qui pendens in cruce pro peccatoribus orans Wo 14, 3 V Domine Jesu Christe, fili dei vivi, te supplex quaeso, ut in hac die et in tempore Sw 5, 133 r 598 Initienregister Domine Jesu Christe, immensam clementiam tuam humili devotione deposco U. H. 22, 189 r Domine Jesu Christe, pastor aeterne et clemens, qui confessionem latronis in cruce Sw 5, 82 v Domine Jesu Christe, pater omnipotens, qui ex quinque panibus et duobus piscibusSv/ 5, 238 v Domine Jesu Christe, qui dixisti apostolis tuis, ubi fuerint congregati Mä 3, 103 r Domine Jesu Christe, qui nos per crucis passionem hodierna die de diabolica Servitute Sw 5, 84 v Domine Jesu Christe, qui patre disponente, spiritu sancto cooperanteSw 5, 133 v Domine Jesu Christe, qui pro salute nostra animam tuam in mortem Ge 2, 280 v Domine Jesu Christe, qui Septem verba in die ultima vitae tuae in crucependente Sw 5, 78 r Domine Jesu Christe, redemptor mundi, propitius esto mihipeccatori in omnibuspeccatisSv/ 5, 138 r * Domine Jesu Christe... rogo corde toto, ut omnia peccata mea dimittas U. H. 22, 195 r * Domine, non sum dignus, ut intres sub tectum meum U. H. 22, 195 v * Domine pater omnipotens immensae pietatis, qui omnium misereris U. H.22, 205 v Domine sancte pater omnipotens, aeterne deus, qui me indignum peccatorem satiare dignatus es Sw 5, 150 v Domine sancte pater omnipotens, aeterne deus, qui nos miseros peccatores adprincipium huius diei Sw 5, 231 r Domine sancte pater, qui unigenitum tuum misisti in mundum, ut came suaGe 2, 280 r Donat et aufert, qui vitam pulcherrimus ipse (V) Gü 11, S. 177 Drei ding haben den menschen in guten wercken U.H.21, l v Drei ding seint, die ich nach meinem vermögen gehalten hab Wo 8, 196 r Du solt dynen ußerwelten meyhengespontzen Jhe- su... eyn sonderlich ere erbitten Wo 11, 218 V Du solt got gantz zuo willen sin... wan got an allen Stetten ist Sw 19, 249 v Du solt schwigen untz in den tod dorumb, das du gotte Wo 15, 150 v Dulce nomen domini nostri Jesu Christi et nomen gloriosissimae virginis U. H. 22, 12 V * Dulcissime atque amantissime domine Jesu Christe, quem nunc devote desidero suscipere U. H. 22, 190 r Dulcissime domine Jesu Christe, qui beatissimam ge- nitricem tuamU .Yl.22, 82 v Durchgang all Land unnd Königreich, Unnd liß all Histori deßgleich (V) Gü 11, S. 171 Ecce elongavi Jugiens - (Ps 54, 8). Bernardus in sermone Canticorum U.H. 8, 89 v Ecce evangelizo vobisgaudium magnum - (Lc 2,10) Inter omnia festa laetabunda U. H. 9, 243 r Ecce quam bonum, cum gloria patri, kyrie, pater no- sterMä 3, 102 v Ecce signum sanctae crucis... fugite partes adversae U.H.22, 4 V Ecclesiam tuam, domine, benignus illustra, ut beati Johannis Evangelistae Gü 7, 252 r Ego dixi, domine, miserere mei, sana animam meam Br 10, 183 vb ; Sw 5, 129 v Ego veniam et curabo eum - (Mt 8,7). In his verbis notatur magna humilitas Christi U.H. 9, 283 v Ein andechtigs gebet von dem kindlin Jesus, hat sanct Bernhardus gemacht Wo 11, ll v Ein einiger Gott inn ewigkait, der Himmel und erd hat berait (V) Gü 11, S. 135 Ein geistlich bilgerfart gehn Jerusalem... anfahent an dem samstag Wo 10, V Ein guotwilliger cristen mensch sol haben grossen glouben in got Sw 19, 236 r Ein hübsch roßencrentzlin vom lieben kindlin Jesus Wo 11, 32 r Ein schon hübsch gebett von dem heyligen wirdi- gen lyden Wo 12, 77 v Ein untterweysung, wie sich ain mensch halten sol in seinem leben U.H.21, 72' Ein vast wol richender roßen krantz uß rott und wiß schinenden blumen Wo 12, 216 r 599 Initienregister Eins andern knecht sol niemandt sein, der für sich bleiben khan allein (V)Gü 11, S. 81 Emerammus natus est in Equitania urbe U. H. 14, 123 vb Ergo quo ad thema Ecce rex tuus venit - (Mt 21,5). Ex hiis verbis ad nostram doctrinam est sciendum U.H.9, 30 r Erstlich nimbt er des besten Weins undt distillirt AI 3, S. 9 Erstlich wiße, das die gerechtte unndt gewiße, wahrhaftige unndt große geheimniiß Artis chy- micae AI 3, S. 276 Es ist ein kindelin geboren zu Betlehem (V) Wo 12, 351 r Es ist ein Steinn unndt doch kein Stein, inn dem da stehtt die kunnst alleinn (V) AI 3, S. 36 Es ist offen, daß eß syend fier geschlecht der münch Wo 15, 6 V Es schribet der bobst Gregorius in dem buoch... von der wirdigen Jungfrouwen Th 4, 227 v Es sint drie geist, die den menschen reißent zu einer stroffenden gewißen Wo 14, 254 r Es spricht die ewige wißheit: Ich bin ein fruchtbare reb Sw 19, 54 r Es stunde die mutter Christi vol trurens bie dem crütze Wo 14, 51 r Es was ein junges edeles froeliches froewlin, daz zoch sich zuo allen froeiden dirre weite Th 4, 227 v Es was ein wirdiger pabst, da er sterben wollt U.H.18, 6 r Est aries minuendi bonus aquarius libraque sagitta- trius Sw 9, l v Estpatefacta iterum Christi monstrante Luthero Gü 11, S. 23 Est profunditas divinae cognitionis. Profimditas non fluviorum estSw 6, 12l r Evangelizo vobis gaudium magnum - (Lc 2,10). Hie sunt 3 quaestiones, prima cur deus per se U.H.9, 9 V Ex parte omnipotentis dei et beatae Mariae perpe- tuae virginis etpii patris nostri saneti Augustini Mä 3, 102 v Exaudi, quaesumus, domine, pro omni gradu eccle- siae supplicumBr 10, 183 rb ;Sw5, 117 r Exiit edictum a caesare Augusto - (Lc 2,1). Caesar Augustus, cum universo orbi dominaretur U.H. 9, ir Exultabunt saneti in gloria, laetabunt in iubilis suis Br 10, 185 va Eya deus meus, misericordia mea, remitte mihi mise- ro peccatori U. H. 22, 202 v Eya ergo nunc peccatorum advocata, piissima virgo Maria Sw 9, 278 v Eya nunc precor te, piissime deus meus, etiam pro animabus et singulis fratribusGe 2, 286 v Falceputatgravidas vites Ge 3, 105 v Florifer occiduo Zephyrus sua flamina sole Ge 3, 268 v Fluvius egrediebatur de loco voluptatis - (Gn 2,10). Haec proposita verba scripta sunt Ge. II et notan- tur in eis tria Öh 1, 497 ra Fragilitatis nostrae defectus suppleant, quaesumus, domine Jesu Chris te Sw 7, 169 r Franciscus der kneht des obresten gottes. Do do lebt die aller seiigest iunckfrouw Th 4, 231 v *Gaude, beatissima et benedictissima... Maria... quia in tua sanetissima conceptione U. H. 22, 91 r * Gaude, dei genitrix immaculata, gaude quae ab an- gelo U.H.22, 92 r Gaude, electissima dei genitrix... quia admirabili consilio in abysso summae trinitatis U. H. 22, 90 r * Gaude, flore virginali, quae honore speciali (V) U.H.22, 81 v * Gaude, virgo mater Christi, quae per aurem conce- pisti (V) U.H.22, 83 r Gaudeamus omnes in domino... Haec autem verba, fratres carissimi, cantanturhodieU.H.9, 217 r Gedenck, wie der herre Jesu am crutz alles sin li- den vergaß und bat sinen vater Sw 19, 139 r Gegrützet sigestu, aller vir cloreste frouw Clara, gegrüsset sigestu, aller süsseste, aller heiligeste magt Th 4, 224 r 600 Initienregister Gesegnet min got der herr, der do lert min hend zu fechten Wo 15, 80 r Gleich wie von vielen anderer hohen Geschlechter anfang mehrerley Kr 2, 2 r Gloria sit Osten, Orate sit tibi Westen Ge 3, 143 v Got der übe Jesus Christ, der der magt kind ist, der ward (V)Wo 15, 74 r Got spricht: bedenck mich; duostu daz, so wil ich dich bedencken Sw 19, 179 r Gott gesegne dich und behüte dich und zöige dir sin antlitTh 4, 180 r Gratias ago tibi, domine Jesu Christe, qui me mise- rum peccatorem hodie misericorditerSv/ 7, 2 r Gratias ago tibi, omnipotens deus pater, pro univer- sis donis Sw 9, 279 v * Gratias tibi ago, domine... qui me indignum peccatorem... satiare dignatus es U.H.22, 199 r Gratias tibi ago, omnipotens deus, qui me indignum famulum tuum ad tabernaculum Sw 5, 152 r Gratias tibi ago, piissime deus meus, quod me licet indignum peccatorem Ge 2, 285 v Gregorialis ex melleis defloratus opusculis beati Gre- goriipapaeSw 15, 39 ra Hermes ego Trismegistus dictus, Habens tres partes philosophiae totius mundiAl 3, S. 30 Herr Jesu Christe, der du geredt hat zu dinen li- ben iungern, wo zwen oder dry Mä 3, 104 r Herr, nit enbeschilte mich in diner grimmikeit Wo 15, 90 v Het ich ein zungen, geflochten und gedrungen (V) U.H. 19, l r Hie fohet an der guldin machelring der muoter gottes von XX kostlichen edlen steinen Wo 12, 280 r Hie fohet an oracio Augustini 'tibi soli' zu tütsch Wo 12, 55 v Hie noch folget, wie ein jedes got liebhabentes hertz in der fasnacht Wo 10, 172 V Hier hör Fautor den weisen, das man erstlich die cörper einführen muß AI 3, S. 79 Hier will ich dir, mein Sohn, offenbahren den aller grösten schätz unndt geheimnüß AI 3, S. 257 Historia von der erwürdigen kirchen unnser lieben frouwen von Loreto Wo 12, 341 r Hoc corpus et sanguis domini nostri Jesu Christi, quod hodie hic conficiturSv/ 5, 155 r Hodie, quemadmodum patriarchis antiquis repro- missum est U.H. Fragm. 24, l r Homo proponit, Deus autem optimus maximus infi- nita sua potentia Gü 11, S. 81 Homo quidam erat dives - (Lc 16,19). Epistola hodiema tota est de dilectione U. H. 9, 132 r Hora completorii Maria vulneratur novo moerore, quando Jesus tumulatur(V) Sw 5, 38 r Hora matutina Mariae nunciatur, quod Jesus a per- fidis Judaeis captivatur (V) Sw 5, 17 v Hora nona Maria Jesum expirantem vidit, audit he- ly voce maxima clamantem (V) Sw 5, 30 v Hora prima Maria Jesum suum natum sequitur sin- gultibus crebris ad Pilatum (V) Sw 5, 22 r Hora sexta Maria vidit conclavari corpus Christi te- nerum in cruce levari (V) Sw 5, 27 v Hora vespertina Maria dolorosa de cruce depositum voce dolorosa Sw 5, 34 v Hostia consecrata non est deus U. H. 8, 273 v Hüt will ich ufston, XV engel umb mich gon (V) Wo 15, 162 v Iam locuti sumus inprimo libro de apostematibus U.H.5, 231 ra Ich han mich nütz geschetzet zuo wissen dann allein Jesum Christum... (I Cor. 2,2). Dis sint die wort des inbrunstigen appostolen sancti Pauli Sw 19, 180 r Ignosce mihi, quaeso domine, qui dum te rogare compellorSw 5, 136 v Illumina, quaesumus, domine, tenebras nostras et totius huius noctis Sw 5, 234 v Im Jahr 1661 nach Christi unsers Erlöser geburth den 12. Martii Kr 3, S. 1 Implevit eum spiritu sapientiae - (Ex 35,31). Animadvertendum est hic, quod verba ista in Ec- clesiastico U. H. 8, 27 r In Christo, ir aller erwirdigesten frouwen, gemint vir alle menschen, swester Agnesen Th 4, 168 r 601 Initienregister In dem anfang was das wort, und das wort was bi gotWo 15, 14 v In dem namen der allerheiligisten dryfaltigkeit... folgent hernoch die geisdich mer und bilgerfart Wo 10, 2 r In der statt zuo Assis do was ein edle magt, die hieß mit nammen Clara Th 4, 12 v In der zit vor dem hochzitlichen dage der ostern wust Jesus Wo 14, 140 r In hac hora prima huius diei tua nos, quaesumus, domine, reple miseria Sw 5, 231' In illa commendacione, piissime domine, qua tu in humanitatepro nobis morituris Sw 5, 65 r In manus tuas, sancta et immaculata virgo Maria, commendo ego indignuspeccatorSw 5, 40 r In nahmen der aller heiligsten dreyfalttigkeitt so nim nun der materien AI 3, S. 384 In nomine dei misericordis, cuius intuitu sermo reci- pit gratiam U. H. 5, 87 ra In praesenti dicendum est de quintuplici conscientia U.H.9, 260 r Ineffabilem misericordiam tüam oro, deus, ut hoc sa- cramentum corporis tui Sw 5, 15l r * Ineffabilem misericordiam tuam, domine Jesu Christe, humiliter exoro U. H. 22, 197 Y Intentionem habemus in praesenti conscriptione de pulsuum negotio U.H. 5, 9 ra Inter cetera instrumenta astronomicaGe 3, 272 r Ist zu wissen, daß bey Zeiten Julii Caesaris, des ersten Römischen Kaysers vor Christi geburth Or 4, l r Iudicium est actus legitimus trium personarum, iudi- cis, actoris et rei Br 8, 13 r Iuste iudex Jesu Christe, regum rex et domine, qui cum patre regnas Sw 5, 79 v Iustorum graduum primus timet omnipotentem Sw 4, 301 r Iustum deduxit dominus - (Sap 10,10). Sciendum quod iustitia et virtus reddens unicuique U. H. 9, 291 r Jeremias spricht: machen oben uwer weg und uwer fliß guot (Ier 7, 3 f) Sw 19, 232 r Jesu nostra redemptio, amor et desiderium, deus de deo Sw 5, 147 r Jetzund will ich dier von anfang biß zu ende unverborgen eröffnen AI 3, S. 39 Ker dich von allen creaturen zuo got. Dich Hessen die lüt wol Sw 19, 255 r L'an mil cinq cens trente et cincq prins a la nativite Gü 12, 281 r Lebend was ich lieb und wert (V) Wo 16, 136 v Legitur in vita sancti Bernardi... quod daemon sibi semel apparuitWo 14, 127 r Ler bi dir liden und vertragen senftmuetiklich eim unsittigen menschen Sw 19, 252 v Les cas nouveaulx et choses merveilleusses Gü 12, 372 r Lob sige dem aller gewaltigesten gott. Wir anbet- ten und gesegnen dich Th 4, 220 v Loß din eigen willikeit, blibe veste in widerwer- tikeit, durchbrich din ungestorbenheit (V) Sw 19, r Marcellus tempore Anthonii viri ex numero L marti- rum, qui in Lugduno U.H. 14, 93 va Marcus papa natione romanus facto de omni ordine ecclesiastico U. H. 14, 154 rb Maria optimam partem elegit - (Lc 10,42). Haec pars optima, quam virgo benedicta elegit U.H. 8, 21 r Mater digna dei, veniae via, porta diei, sis tutela rei (V) Wo 14, 127 v Medicina dividitur in duas partes, in theoricam et practicam U. H. 5, 2 ra Medicinarum temperatarum non est determinata do- sis U.H.5, 70 ra Mein Hertz nie grosser frewd empfieng, Alls diese theure Zeit anfieng (V) Gü 11, S. 137 Memento, obsecro, dulcissima virgo Maria... illius venerandae stationisSw 5, 39'' Merck etlich nutzlich stucklin, die nutz sint geistlichen personen Sw 19, 215 r 602 Initienregister Merck zwei jorwaz Jesus swigen noch gewenheit ander kinder Sw 19, 47 v Mercke, das der mon zum ersten gesatzt ist undt darnach die Sonne AI 3, S. 118 Milter herre Jesu, min krafft, min labung, min entpfoher... du hast mich geschaffen Sw 19, 140 r Min kind, du solt hören die gebot deß meisters Gü 15, l r Miserere, mi domine, animabus, quae singulares ctpud te non habent intercessores Sw 5, 240 v Miserere nobis, domine, miserere nobis miseris, mise- ricors trinitas Sw 5, 119 r Mitis et invicte, Christi verna Benedicte (V) Sw 4, 303 r Mulier os rodens, pede fodiens, pallia pandens U.H. 9, Vorderspiegel verso Nativitas tua, dei genitrix virgo Maria, gaudium annunciavit Sw 5, l r ; U.H.9, 253 v Nehmet hochgradirten grünspan, den resolvirt AI 3, S. 3 Nihil occultarunt philosophi praeterpraeparationem, quae est difficilior AI 3, S. 71 Nimm in dem nahmen des Herren Jesu Christi den sterksten Eßigk AI 3, S. 346 Nimm in nahmen des allerhöchsten einen gutten hochgradirten grünspann AI 3, S. 1 Nobilis est ille, quem nobilitant suae villae (V) Gü 11, S. 320 Nobilitas morum plus prodest quam progenitorum (V) Gü 11, S. 320 Noch hüt ich uffstand, in gottes geleidt ich gang (V) Wo 15, 56 r Nota quod Galienus in capitulo primo narrat, quod redargutus juit U.H. 5, 451 ra Nota triplex est ignorantia quo ad voluntarium et involuntarium U. H. 8, 275 v Notandum quod lata sententia sive... sit diffinitiva sive interlocutona ßr 8, l r Nun fahe an dein arbeit des trucken werks. Recipe die klare AI 3, S. 153 Nun seindt wir drey in einem wortt, Sei, geist, corpus genent AI 3, S. 166 Nun wolt ir hörn ein new gedieht, dar zu ein schröcklich geschieht (V) Gü 11, S. 159 Nunc igitur in dei nomine practicam reserabo et mo- dum agendiphilosophicum AI 3, S. 86 O allmechtiger himlischer Vatter, ohne welches volkomne undt mitwürrkende gnade AI 3, S. 395 O amator dei et hominum benignissime, rogo te per illam tristitiam et per vestigia Sw 5, 81 v O bone Jesu, o dulcis Jesu, o Jesu fili virginis U.H. 22, 10 v O crutz, du sweres crutz, du hast dich viel vermessen Wo 16, 2 r * O dei genitrix, virgo Semper Maria, tua aeterna electio et sanetissima conceptio U.H. 22, 91" O domina mea saneta Maria, perpetua virgo virgi- num... per illum gladium doloris Sw 5, 44 r O domina saneta Maria, per illum moerorem te de- precor\l.Yl. Fragm. 27, 3 r O domine Jesu Christe, fili dei vivi, qui dixisti, nolo mortem peccatoris Sw 5, 73 v O domine, respice in servos tuos et in opera tua et di- rigefiliosSv/ 5, 233 r O du fließender brunne der ewigkait, wie gar bist du ersigen Gü 14, 9 V O fidelissima tutrix fidelium Maria, hoc tibi dixi AveSvi 7, l r O fons inhauribilis... clementiae, Maria, hoc tibi dixi Ave Sw 7, l r * O fons totius misericordiae, qui numquam manare cessas U.H. 22, 191 r O gloriosa regina angelorum misericordissima, tu crederis adpreces tuorum devotorum Sw 5, 96 r O herre Jesu Christe, o worer fründ, o aller liebster gemahel, mach leim uß spuwten Sw 19, 192 r O intemerata et in aetemum benedicta U. H. 22, 95 v O intemerata virgo, dei genitrix Maria, quaeporta- sti regem angelorum et hominum Sw 5, 151 v 603 Initienregister O Jesu Christe, aeterno, dulcedo te amantium, iubilus excedens omne gaudium Sw 5, 85 r O Maria, perpetua virgo, loquar ad cor tuum Wo 16, 96 v O Maria, virgo virginum, hoc rogo te perpatrem, cuius virtus tibi obumbravitSv/ 5, 41 r O mediatrix dei et hominum Maria, hoc tibi dixi AveSw 7, l r O mensch, gedenck, und eß wich nymmer von dy- nen ougen Wo 16, 27 r O mitissime domine Jesu Christe, plenus misericor- dia tua Ge 2, 277 r O mundi domina sancta Maria, ad teßecto genua mea, utere solitae pietatis officio Sw 5, 42 v O richtschnur aller hailigkeit, mit kiuscheit scheinbarlich bekleid (V) Wo 13, IIP O sancta et immaculata virgo Maria, mater miseri- cordiae, spes veniae Sw 9, 275 r O sancte Sebastiane, miles beatissime, pro quo tota Lombardia tuis meritis Sw 5, 18 8 V O sancti Martine, Nicolae et Augustine, omnipotentes dei confessores, quos omnipotens deus Ge 2, 28 l v O sanctissima et clementissima dei genitrix, virgo Maria, adiuva me servum tuum Sw 5, 42 r O sanctissime virgines Katherina, Barbara, Margaretha, Dorothea, Caecilia, Agnes, Lucia Ge 2, 281 v O selige, ußerwelte, von gott heilige Sancta Clara, du bist clor gesin an dem namen Th 4, 6 r O serenissima et inclita mater domini nostri Jesu Christi... pro me intercedere dignaris Sw 5, 151 v Oboedientia est voluntas faciendi praeceptum vel mandatum U.H. 9, 287 r Obsecro te, domina sancta U. H. 22, 92 r Obsecro te, dulcissime domine Jesu Christe, utpassio tua sit mihi virtus U. H. 22, 212 r Octava Petri Pauli canis intrat Ge 3, 3 V Odo qui decies peregit annos, octo proelia qui cruen- tagessit Gü 11, S. 378 Omnes sancti apostoli et ewangelistae, quos dum ad- huc vobiscum in terra Ge 2, 28 l r Omnes sancti et sanctae martires, qui ob amorem domini nostri Jesu Christi Ge 2, 281 r Omnes sancti, quibus ab aeterno sanctificandum Ge 2, 282 r Omniapervastiprocurrito climita mundi (V) Gü 11, S. 171 Omnipotens aeteme deus, qui Ezechiae regi Iudae te cum lacrimis Wo 14, 127 v Omnipotens et misericors deus, ecce accedo ad sacra- mentum corporis et sanguinis Ge 2, 283 r ; Sw 5, 138 v Omnipotens et misericors deus, ecce ego indignus peccator accedo U. H. 22, 188 r * Omnipotens et misericors deus, qui coelos coelo- rumque virtutes... regis U. H. 22, 206 r Omnipotens et misericors deus, tuae gratiae pietatem supplici devotione Sw 5, 132 r Omnipotens sancte deus, qui hodierna die carnis eductum ergastulo beatum BenedictumGü 7, 252 r Omnipotens sempiteme deus, cuius sapientia homi- nem docuit, ut haec domus Sw 5, 237 V Omnipotens sempiterne deus, humiliter te deprecor, ut me indignum famulum tuum Sw 5, 135 r * Omnipotens sempiterne deus, qui beatae... Mariae uterum unigeniti tili U.H. 22, 90 r Omnipotens sempiterne deus, qui Ezechiae regi cum lacrimis deprecanti Sw 5, 244 v Omnipotens sempiterne deus, qui gloriosi martiris tui Sebastiani meritis quondam generalem pestem Sw 5, 189 r Omnipotens sempiterne deus, qui hora diei tertia per spiritum sanctum paraclitum Sw 5, 131 r Omnipotens sempiteme deus, qui nos cibo potuque angelico U.H.22, 3 r Omnipotens sempiterne deus, qui peccatorum indul- gentiam in confessione Mä 3, 101 r Omnipotens sempiterne deus, qui ubique praesens es, maiestatem tuam suppliciterSv/ 5, 237 v Omnipotens sempiterne deus, te humiliter depreca- mur, ne nos indignos famulos tuos Sw 5, 115 V Omnipotens sempiterne deus, qui unigenitum filium tuum... crucem, coronam spineamXJ.H.22, 10 r 604 Initienregister Omnis arbor, quae non facit fructum bonum - (Mt 7,19). Sciendum quod si tanta estpoena sterilis arboris U. H. 9, 267 r Ordo sancti Benedicti incepit circa annum domini Sw 4, 302 v Ordo sanctus hic in primis tarn excellens tarn subli- mis(V) Sw 4, 303 r Oremus pro omni gradu ecclesiae sacerdotes tui Br 10, 182 vb Oswaldum puerum longo de sanguine regum Christo adoptavitV.H. 14, 24 ra Pabst Bonifacius der acht hat geben allen pues- wärtigen menschen U.H. 21, 13 8 r Panis angelorum vivus et verus, lux vera et mundi vita, illuminaSw 5, 134 v Paulinus, Treverorum archiepiscopus, de Aquitania nobili prosapia ortus est U.H. 14, 87 va Pervenit ad me caritatis tuae devocio, frater carissime Wo 16, 100 v Petite et accipietis. Benignitas salvatoris nostri maior «iU.H.9, 224 r Philosophus dicit: Sal sapientum est complementum. Sal est condimentum AI 3, S. 118 Post celebratam domine, sancti paschae sollemnita- tem, post etiam transactas ieiuniorum dies Sw 5, 235 r Postquam consummati sunt dies octo - (Lc 2,21). Hic notantur duo: primum est Jesu circumcisio U.H. 9, 13 v Postquam consummati sunt dies octo - (Lc 2,21). Solent homines in novo anno munuscula U.H. 9, 270 r Postquam locutus est eis - (Mt 16,19). Sciendum quod ab origine mundi non juit U.H. 9, 23 l r Postquam regni gubemacula rector christianissimus susceperit H. 65, 27 r Postulastis a me, carissimi, saepissime de negotio urinarum tractatum componere U. H. 5, 18 ra Postulastis, filiae Jherusalem, postulastis, sorores di- lectissimae Gü 7, 228" Praedicatio est manifesta et publica morum instructio U.H.9, 290 r Praetende, domine, famulis tuis dexteram caelestis auxilii Mä 3, 102 v Precor te, sancta Maria... per illud gaudium, quod habuisti, quando GabrielM.Yi.22, 75 r Presbiteri manibus tunc hostia quando levatur, ho- stia facta deus integer est Sw 5, 122 r Primo ducatur linea recta quantalibet A.F. Ge 3, 284 v Principes Iuda duces eorum - (Ps 67,28). Grego- rius: Unicuique nostrum U.H. 8, 114 V Propositi mei fueratplurium doctorum nominatorum scripta Sw 4, 429 v Quando Christus vidit crucem tarn gravem Wo 16, 185 r Quando cum istis affuerit rubedo et tensio U.H. 5, 27 ra Quando levat calicem manibus, cor surrige Sw 5, 122 r Quattuor ex granis digitus formabitur unus Ge 3, 123 r Qui cupit astriferi vaga lumine noscere coeli (V) Ge 4, 2 r Qui manducat meam carnem - (Io 6, 55). Johannes, qui hausit etpotavitpotum sapientiae U.H.9, 75 v Quia glosa prima sine recitacione est legenda Br 3, l ra Quinque sunt canones et regulae de modo composi- tionali receptas U.H.5, 79 va Quodpraelati debeant suis religiosis praelucere bono exemplo patetM 4, 60 v Recipe auripurgatissimi laminati AI 3, S. 285 Recipe conjusum illud chiros extracturus (!) spagirico more ex metallorum spermate AI 3, S. 73 Recipe de monte Pamasso partem, quae longis scissu- ris albicantibus AI 3, S. 35 Recipe in nahmen Gottes den Spiritus Mercurii ad liquorem mineralem AI 3, S. 389 Recipe in nahmen gottes der gleichen materiae, calcinir sie AI 3, S. 386 Recipe salis cani 2 lb, ungrischen AI 3, S. 8 605 Initienregister Regierender Herr Jesu Christi, des höchsten undt hochgelobtten Gottes Sohn AI 3, S. 396 Repleatur os meutn laude, cum cantem gloriam tuam tota die Br 10, 184 rb Repleti sunt omnes spiritu sancto - (Act 2,4). Ex quo iam Ulis sacris diebus peragitur U. H. 9, 236 r Respice, quaesumus, omnipotens deus, super animas famulorum famularumque Sw 5, 241 r Revelabitur ille iniquus, cum adventus erit - (2 Th 2, 8-9). In praesenti restat aliquid dicere de ad- ventu Antichristi U. H. 9, 262 v Salomon, virpacificus, dono sapientiae illustratus spiritu divino Sw 6, l r Salva me, domine, rex aeternae gloriae, qui potes salvare me Sw 5, 135 * Salve lux mundi, verbum patris, hostia vera U.H.22, 201 v Salve Maria, regina gloriae, iucundare, virgo beata, omnis plenitudo Sw 5, 41 r Salve sacramentum corporis et sanguinis domini no- stri Jesu Christi, per quodsalvanturSw 5, 154 v * Salve tremendum cunctis potestatibus caput domini nostri U. H. 22, 5 V Salvete omnes fideles animae, quarum corpora hic et ubique requiescuntSv/ 5, 241 r Sancta Maria, dignissima, castissima et gloriosissima regina... iugiter intercedere dignare Sw 5, 232 r Sancta Maria, dignissima virgo et mater domini nostri Jesu Christi cum omnibusßr 10, 185 va Sancta Maria, spes ad te confugientium, per illud gaudium, quo beatissima anima Sw 5, 43 r Sanctae et individuae trinitati, Jesu Christi humani- tati... sit laus etgloriaSw 5, 121 v Sancte Christophen, martir dei preciose, rogo teper nomen Christi Sw 5, 189 v Sancte deus, sancte fortis, sancte inmortalis salvator mundi, miserere nobisSv/ 5, 188 v Sancte Dismas, rogo te per amorem domini nostri et per illam misericordiam U.H. Fragm. 27, l v Sancte Erasme, martir dei preciose, qui in die resur- rectionis domini per martirium Sw 5, 190 r Sancte Johannes, apostole et ewangelista, qui in cena sacratissima supra pectus salvatoris recubuisti Sw 5, 189 v Sancte Spiritus, qui uterum intemeratae virginis Ma- riae virtute tua profudisti Sw 5, 146 r *Sanguis tuus, domine Jesu Christe, pro nobis effu- sus, sit mihi U. H. 22, 202 r Sant Bernhart sprichet: Mensch es ist sicher, das du sterben münst Wo 16, 137 r Schlaf kind schlaf, thue deine äugelein zue (V) U.H. 11, Beilage Scripsimus in libris explanationum nostrarum U.H. 5, 135 ra Sensus sive scopus totius magisterii ex scriptis philo- sophorum excerptus AI 3, S. 122 Sergius et Bachus, qui erant primicii Dyocletiani U.H. 14, 154 va Si adaltare digne cupis celebrare, in domini mensa, quid tractes sedule pensa (V) Sw 5, 149 v Sicut apis vario sugens eßore liquorem Gü 11, S. 23 Singularis meriti sola exemplo, mater et virgo sancta Maria, quam dominus Sw 5, 43 v Sit mihi, dulcissime Jesu Christe, hoc sacrosanctum mysterium U. H. 22, 200 v So du gost uß dem huse diner vordem, so ge- denck, wie got sprach zuo Abraham Sw 19, 211 r So man das Sanctus singet... so gedenck, wie sich got herab neiget Wo 14, 253 v Solve fixum in non fixo seu matre non fixa AI 3, S. 70 Solvirt die cörper in aqua, unndt auß zweyen aqua machet eins AI 3, S. 345 Spiritus sancte, qui, ubi vis, spiras, et cuius Infusio laetificat cor hominis Ge 2, 280 v Stuttgart die Hauptstatt, Schloß, und fürstliche Cantzley, hat nachfolgend Kr 2, 250 r Subveniat, quaesumus, domine, tuae benedictionis gratia huic ovorum creaturae Sw 5, 237 r Succurite mihi, quaeso, omnes sancti dei, ad quorum ego miserrimus patrociniaSw 5, 120 r Summe sacerdos et vere pontifex Jesu Christe, fili dei vivi, qui te obtulisti Sw 5, 139 v 606 Initienregister Superfamulos tuos, quaesumus, domine, benedictio copiosa descendatMä 3, 103 r Suscipiat vos deus et dominus noster Jesus Christus in consortium electorum Mä 3, 103 r Swelch mensche nicht komen wil czu der helle un- de in dem himelriche H. 78, S. 150 Te igitur deus et pater clementissime, qui hoc sacra- mentum in memoria passionis Sw 5, 152 r Tempore Numeriani imperatoris fuit quidam vir nomine Pelusius U. H. 14, 79 ra Temporibus Dyocletiani et Maximiani imperatorum directus est Dacianus praeses U. H. 14, 153 ra Tetragramaton, gesegnet min got der herr, der do lert min hend zu fechten Wo 15, 80 r Tota pulchra es amica mea... (Ct 4,7). Diese wort sprichet Salomon, der wis küng, in sinem lob gesang Th 4, 182 r Tribus miraculis diem sanctum colimusVS.H. 9, 15 r Uff den sondag: item denen, die dich bedrüben, balt von gantzem herzen verziehen Wo 12, 248 v Universis principibus christianis, serenissimo roma- norum imperatori... quidam religiosus H. 65, 2 r Unser herr hing dot also kleglich und ellenddich an dem crütz Wo 14, 160 r Unser lieber herre Jesus Christus entpfhach euch hut in die geselschafft Mä 3, 104 r Unus est mercurius, sed variatus variis locis AI 3, S. 52 Unna si extra solitum Candida fuerit U. H. 5, 16 lb Urinarum differentiae sunt multae in partibus U.H.5, ll ra Valete omnes fideles animae, quae iacetis in gremio terrae Sw 5, 241 r *Vera perceptio corporis et sanguinis tui... non ve- niat mihi ad iudicium U.H.22, 198 v Verena de nobilibus parentibus genita in regione Thebeorum commissafuit U.H. 14, 88 rb Vermerck, das die kirch unnser lieben frouwen von Loreto ist gewesen Wo 12, 341 r Vigila super nos, aeteme salvator, ne nos apprehen- dat ille callidissimus temptatorBi 10, 187 vb ; Sw 5, 234 v Virga Jesse floruit, in quaßos apparuit altissimi filius (V) U.H.22, 97 V * Virgo templum trinitatis, deus summae bonitatis... qui tuae humilitatis dulcorem (V) U.H.22, 78 r Visitasti terram et inebriasti eam - (Ps 64, 10). Nonne terrae convenienter homo designatur U.H.9, 212 r Wann als vor bitzhar geschriben stot von sechser- leyge wisse oder wege sich zuo übende Sw 19, 185 v Wann der Herr ist ein Khind, unnd Rhätt hat die onerfaren sind (V) Gü 11, S. 320 Wann du nun die philosophische materiam prae- pariret AI 3, S. 332 Wann man die alten Historien von dem Herkommen unndt Ursprung der Herren und Grafen zue Würtenberg liset Me 4, l r Welcher mensch alle stund solches betracht von Hertzen grund (V) Gü 11, S. 135 Welcher mensch... aus andacht knyet, spricht... vor dißer figur der barmhertzikeit U.H. 21, 113 v *Wenn ein gestorbene swester sol zu grab getragen werden, denne sol die custery U.H. 11, 45 r Wenn ein sieche swester die heiligen Communion emphaen sol, denne sol der prelat U.H. 11, 2 r *Wenn ein swester gentzlich zu dem tode nehet, denn sol die tavel U.H. 11, 13 r Wenzeslaus, quifiiit dux Poemiae christianissimus, hospitalis valde U.H. 14, 130 va Wer begert, kurzlich, begirlich und eygenlich kunnen betrachten Wo 16, 197 r Wer disse nach geschriben gepett... vor sant Gregory figur spricht U.H. 18, 34 v Wer do begert wirdiclichen zu enphohen das hochwirdige sacrament Wo 14, 58 v Wer von der Macht und Stärcke oder im Gegen- saz von der Schwachheith Kr 1, l r 607 Initienregister Wie angenem dis gebet sye eyns menschen engel und allen engein Wo 11, 103 r Wie der mensch sin testament sol machen, das er meg wol sterben Wo 12, 149 r Wiewohl wir vermög Hochgnädiger Kayserlicher Mayestet Instruction Or 4, 63 r Wir habent durch bewerte geschrifft, das das inwendig lyden unsers herren Gü 14, l r Wir lesen in den büchern, das der fronleichnam gottes U.H.19, y Wirb, du weist nit wem Wo 16, 136 r Wunderbarlich seindt die 36 geister, davon Paul Lautensack schreibet AI 3, S. 401 Ze lob und er dem almechtigen got und siner hochwirdigen gepererin Mä 3, 103 v Zu complet zit so gedenck, mensch, das unser her Jesus Christus an dem gebet was Wo 15, 26 r Zu den zytten, als der aller heyligst bapst Grego- rius zu Rome in der kirchen Wo 14, 41 r Zu zeitten Kaisers Constantini deß ersten regiert inn Schwaben Me 3, 9 r Zum ersten ist zu wißenn, woraus gezogen werden die Ertzeney Meisterliches Steins AI 3, S. 98 Zum ersten, so wir unßer gebet vor der gotlichen mayestat ußgiessen Sw 19, 20 l r 608 Deutsche Gebetsinitien Mit * gekennzeichnete Initien sind in den Handschriftenbeschreibungen nicht aufgeführt. Zum Ordnungsverfahren S. KAT. MÜNCHEN V,3, S. 508. anbeten Ich bet dich an mynen herren Wo 12, 152 r O herr Jesu Christe, dich behalter aller weit... bet ich an Wo 11, 84 v O herr Jesu Christe, ich anpett dich am crewcz hangent U.H. 18, 34 v ; Wo 14, 240 r O herr Jesu Christe, ich bette dich an, hangende an dem crütz U.H.21, 114 r ; Wo 14, 42 r Herr Jesu Christe, wirpeten dich an hie und zu allen deinen kirchen U.H.21, 117 r anfahen *0 her gott Jesu Christe, in dir. ..fohe ich hut an Wo 12, 170 r anrufen Ich ruffan dyn durchgrabenes seres wundttes... haupttWo 12, 102 v O ewiger wirdiger und engelischer geist... ich ryeff dych an U.H. 18, 36 r O Maria, du vil hocher nam, ich armer synder ryff dich an U.H. 18, 43 r anschauen Almechtiger ewiger gott, schauw an... unßer er- wirdige frauw eptissin Wo 12, 53 v ansehen Sich an herr Jesu Christe die sei aller deiner gelaubigen todten cristen U.H.21, 147 r aufrichten *0 mynneclicher herr... o ewiges wort des vetterlichen hertzen... rieht uff] in mir Wo 14, 102 v aufstehen Noch hüt ich uffstand, in gottes geleidt Wo 15, 56 r auftun Herr durch din barmhertzikeit thu uff Aas sündige hertze myn Wo 15, 17 r auserwählen O herr Jesu Christe, du hast ußerwelt dieße statt Wo 16, 180 v ausspreiten O du selige für clare... sant Anna, du hast ußge- spreyttet dyn edelen Terebintten zwyg Wo 12, 268 r Ave Ave Maria, ein hoher lilienstamm aller kuscheit Wo 14, 72" befehlen (s. auch empfehlen) Frowe saneta Maria, himelsche küngin, ich bevilhe mich dir in den trixen Wo 15, 136 v *Herr ich bevilhe dir noch hüt... min sele, min lieb... in die vier ort Wo 15, 72 v Herr ich bevilhe mich und alle min fründe hüt... in die heiligen wort Wo 15, 70 v Ich bevilhe mich hüt in die clare gotheit Wo 14, 122 v Ich bevilhe mich hüte under die vier ort des heiligen erützes Wo 15, 56 r Ich bevelhe mich hut unnd alle tag... in die heiligen wort Wo 15, 57" 609 Deutsche Gebetsinitien Ich bevilhe mich und val dem hern zu fuoß Wo 15, 18 v Ich bevilhe uns in den schetten und uff die achsell des hochgelobten Wo 15, 112 V In dine aller heiigsten hend, o heiige dryfaltikeit, befill ich hutt und ewiglichen Wo 12, 58 v In gegenwirdigkeit dyns heyigen fron lyps befile ich dir... myn sele Wo 11, 255 v *0 aller süste jungfraw Maria, myn hertz, sele und lip befill ich Wo 12, 168 v O du helge jungfraw Maria, ich befil dir hit mynen lyb und myn sei Wo 12, 144 v O du hoher vatter... und patron sancte Bernharde. .. dyner h. beschirmung befiel ich mich Wo 11, 163 v *0 heiigste dryfaltickeit, ich befill mich dysen dag Wo 12, 169 r O herr got, ich bevilhe mich hüt... in alle din wunden Wo 15, 60 v O herr Jesu Christe, myn sele und Hb und myn funff synn... die befill ich hutt Wo 12, 57 r O ir milten vetter Benedictus und Bernhardus... ich uwer armes kint... befill mich hütt Wo 12, 172 r begehren Herr Jesu Christe, ich beger, das ich dich entpho- he in der großen... liebe Wo 14, 108 v O gebenedyte muter des sons gotes... ich beger und bit dich Wo 11, 92 r O herr heiliger vatter, ich beger, siech mich an Wo 16, 150 r O herr Jesu Christe, ich begere dieß erste pater no- ster zu sprechen Wo 16, 160 v *0 lieber herr, in der liebe, in der du dyn heiliges lyden... beger ich Wo 12, 59 v O lieber herr Jesu Christe, ich begere, das din heiliger nam Wo 14, 122 r ; Wo 15, 64 v O myn werder edeler gast... myner armen seien, ich... £egerhütWo 14, 113 r ; Wo 16, 74 r behalten Herr Jesu Christ, guter hirt, die gerechten behalt Wo 15, 155 r bekennen O barmhercziger gott, ich bekenne... das ich dir gesundet hab Wo 16, 91" *0 du erschaffer und herr des hymmels... ich un- wirdige und unglückselige beken Wo 12, 251 v O vetterlicher vatter, ich beken, das ich bin din arme creaturWo 15, 31 r benedeien *Gebenedyt sye die stunt, in der got mensch geboren wart Wo 11, 14 r bereiten Herr bereit mich mit aller hiemelschen gnaden Wo 16, 224 v O ewige gottheit, wore menscheit, bereit mich in dißer zitt Wo 12, 213 v ; Wo 14, 3 r bescheiten s. schelten beschirmen Herr min, din heilige gesegnete hant beschirme mich Wo 15, 50 v O myn lieber engel, beschirm mich in leiben und in sterben Wo 14, 295 r betrüben Alle freudt wart bedrübet, alle lieb wart gehaßet Wo 12, 181 r bitten ich bitte Ach dieffes abgrund ewiger wißheit... ich bitt dich, das du in der crafft Wo 16, 83 r *Ach herr Jesu Christe, ich bitt dich, verzyhe mir myn sund Wo 12, 208 r Ach herr, wider welchen ich schwarlichen und viel gesündet hab... ich bitt dich, stroff mich nit Wo 12, 20 v *Ach lieber herr... ich pitt dich, das du mir gibst das mynnicklich leyden U.H. 21, 70 r Ach lieber herr Jesu Christe, ich bitt dich durch dins... todes willen Wo 16, 138' 610 *Ach milter geber aller gnaden... ich bitt dich, das du in dercrafft Wo 16, 82 r Ach milter herr Jesu Christe, ich bitt dich durch die höchste rainne Wo 15, 62 v *Ach uberflußiger lone alles gutten... ich bitt dich Wo 16, 82 r Erwirdigen himelfürsten... wan ir an dem junge- sten gericht... so pitt ich U.H.21, 100 v , 131 r Ewiger vater, durch das heilig lebendig opffer... pitt ich dich U. H. 21, 118 r Eya milter vergeber aller schuld... ich bitt dich, das du in der krafft Wo 16, 81 r *Eya ursprunck alles gutten, ich bitt dich, das du in der crafft Wo 16, 81 v Herr hymelscher vater, ich bitte dich, mache mich würdig und deylhaftig Wo 14, 43 v *Herr ich bitt dich durch alle din gutheit, das du alle zit bei mir Wo 12, 19 r Herr ich bitt dich durch den smertzen diner wunden Wo 14, 280 r Herr Jesu Christe, der an dem hindersten dag dins lebens... ich fort dich Wo 14, l r *HerrJesu Christe, der für uns... ich pitt dich, das du die pitterkait U.H.21, 139 v *HerrJesu Christe, der gesprochen hast... ich pitt dich, das du die selbigen U.H.21, 14l r Herr Jesu Christe, durch dein angst... ich pitt dich, das du die vilfeltigkeit U.H.21, 140 r Herr Jesus Christus, ich bitt dich durch din heilige fünff wunden Wo 15, 50 v Hochgelobter marterer... sand Cristoff, ich pitt dich loblich U.H.21, 105 v Ich bitt dich aller liebster herr Jesu Christe durch die aller höchste lieb Wo 14, 28 r , 47 V Ich bitt dich frow sancta Maria durch alle die er und groß gnod Wo 12, 6 r *Ich bitt dich getruwer liephaber myns ewigen heils Wo 16, 82 v Ich bitt (pitt) dich güetiger herr Jesu durch all dein erparmungund leiden U.H.21, 139 r Ich bitt (pitt) dich güetigister herr Jesu Christe durch die innigklich lieb U.H.21, 142 r Deutsche Gebetsinitien Ich bittd'\ch herr, das du mich wollest behüten vor minen finden Wo 15, 26 r Ich bitt dich herr vor alle die, die sich in min gebet befohlen hantWo 14, 76 v Ich bitt dich Maria... durch alle die ere und alle die gnoden, die dir Wo 14, 274 r Ich bitt dich... Maria, ein volkommene mutter gottes... das du für mich... bittest Wo 15, 140" *Ich bitt dich myn got und herr, du wollest mich hüt... erheren Wo 16, 44 r Ich bitt Aich, o du aller seiigeste maget... das du bittest für mich Wo 14, 85 r Ich herr ich bitt dich, send dinen vetterlichen Segen über die inwoner... dißes closters Kin- gesprückWo 12, 53 v In der bibenden stunden mynes todes bitt ich dich Wo 14, 121 v , Wo 12, 179 v Mutter aller barmhertzikkeit... ich bitt und er- mane dich Wo 15, 120 r *0 alle gottes heiigen... so ich sterben sol... ich bitt uch durch alle die gnod Wo 12, 173 v O alle heiligen geist und seien der gerechten... ich bitt uch Wo 14, 288 v O aller luterste... jungfraw... ich bit dich durch din jungfrawliche demutikeit Wo 14, 132 v O aller miltester herr... ich bitt dich, sich mit den äugen diner barmhertzigkeit Wo 14, 46 v O almechtiger ewiger got... der du mit gewaltiger crafft regnirest... ich bitt dich Wo 11, 283 r O almechtiger schepffer... durch solche pin und martel bitt ich dich Wo 12, 51 v O du aller miltestu froue... ich bittd ich durch die unusprechliche frouden Wo 15, 128 r *0 du aller süssiste fraw... ich pitt dich, gedenck heut des eilenden U.H.21, 68 r *0 du edele creatur, myn lieber... engel... ich bitt dich, du wollest mich behutten Wo 12, 17l r O du heiliger fronleichnam... ich pitt dich diemü- tiglichen U.H.21, 11 l v O du süßer Jesus, ich bitt dich und beger, das mir din... fronlichnam Wo 14, 234 v O ein forchtsamer got und ein erschrocklicher got... ich bitt dich Wo 14, 280 v 611 Deutsche Gebetsinitien O ewiges grundlosses und unusprechliches gut... ich bitt dich, das ich dich hüt Wo 15, 85 r O heyliger konig Caspar... ich bitt uch durch uwer sunderlichen namen Wo 11, 60 r O herr almechtiger got, der du hast gelopt den lone... ich bitt dich Wo 11, 113 r *0 herrgott, ich bitt &ic\\ meinen erkenner, das ich dich möge erkennen Wo 12, 12 r O herr Jesu Christe... der an dem crutz gebetten hast... ich bitt dich Wo 14, 286 r O herr Jesu Christe, durch die bitterkeit, die du hast verdragen... ich bitte dich Wo 14, 48 v , 67 r *0 herr Jesu Christ, ich bitt dich, das du mich durch das zeichen Wo 15, 59 v O herr Jesu Christe, ich bitt dich durch die treher Wo 14, 286 v O herr Jesu Christ, ich bitt dich durch din heilige VII wort Wo 15, 155 r *0 lieber herr, ichpitt dich, das du mein hertz wellest vernaglen U.H.21, 59 r O lieber herr, ich bitt dich, das du mich mit der süßen und gutigen lieb Wo 14, 253 v O lieber miniglicher herr Jesu Christe, ich bitt dich durch alle die minne Wo 11, 293 r O Maria... durch der freiden willen, das got alle unselde der gantzen weit... ich bitt dich Wo 14, 272 r O Maria, ich bitte dich durch den ungebornen vat- terWo 14, 79 r *0 Maria... umb der gnoden willen, die du by unßern herrn... bitt ich dich Wo 12, 75 V O milter... herr Jesu, so dir hut geben ist worden dießer honingflussige name... so bitt ich dich Wo 11, 56 v O myn got und myn herr, ich bitt dich durch den edelen ußfluß Wo 14, 97 v ; Wo 16, 51 r O schepffer aller creaturen, ich bitt dich Wo 12, 144 v Sancta Maria, ein jungfrau, ein muoter der barm- hertzikeit... ich bitt durch das snidende swert Wo 15, l r ; U.H.18, 62 v ; U.H.21, 119 r wir bitten *Allergütigster und miltreichigster herr und gott, wir bitten dich, gibe und gieße in unsere praela- ten Wo 8, 195 v Almechtiger ewiger gott, der du deine... hailigen Robertum, Albericum... wir bitten dich, verliehe Wo 8, 195 r *0 almechtiger gott, wir bitten dich, siehe gnedic- lich off die seien Wo 16, 95 r O allermechtigster vatter, eyn herr... ungemessener miltigkeit... wir bitten dich Wo 11, 282 v O du aller ersamster vatter sancte Francisce, wir bitten dich durch die groß liebe Wo 11, 175 r *0 herr wir bitten dich, erlöse uns von allem, waß brüderliche und schwesterliche lieb Wo 8, 195 v O lieber herr Jesu Christe, wir bitten dich demu- ticlichen, behut uns Wo 16, 182 v bitte O allerheiligest frou und magt Maria... durch die kündung... tofürmich Wo 15, 139 r *0 bluende rose, ein mutter des herrn... clarer dan die meigen rött, bit ewiglich Wo 15, 125 v bleiben O myn hechster drost nach gott, so myn sele ist in dem engen... nottstall... so blypt mir doch Wo 12, 71 v bringen O herr, nit in myner rechtvertigung bring ich myn gebet Wo 14, 287 v danken ich danke Ach lieber... vatter und herr Jesu Christe, ich dan- cken dir und ermane dich Wo 14, 118 V ; Wo 16, 89 r Gnediger herr Jesu Christ, ich danck dir von her- tzen, das ich disen hochzittigen tag Wo 15, 81 r 612 Deutsche Gebetsinitien O aller erbarmhertzigester getruwster milter vater und herrjesu Christi, ich danck dir und manne dich Sw 19, 131 r O anfang und end, ewiges gut... wir dancken dir... umb alle dine goben Wo 16, 40 v O kung aller genoden... mit allen minen krefften dancken ich Wo 14, 126 r *0 lieber her Jesu Christe, ich danck dir der truri- kaytWo 11, 326 r wir danken Worergot, schepffer himmels... wir dancken dir... umb alle dine goben Wo 16, 39 r danksagen s. sagen ehren Sancta Barbara, du selige erliche magt, wir eren und bitten dich Wo 15, 113 V * Wir eren dich miltes... kindlin und umbfahen dich mit den armen Wo 11, 72 v empfangen ich empfange Ich entphae dich, heiliger fronlichnam... in die ge- meinschaftWo 16, 219 V empfange Herr sand Erasme... der du pist geopffert... en- pfach in den erenU.H.21, 101 v O herrjesu Christe, entpha diß gebet in der ge- dechtniß Wo 14, 44" *0 herrjesu Christe... entphae diß gebet in der unmeßigen minne Wo 16, 93 v , 158 v O selige, wirdige muoter gottes, diß gylgen stöck- lin... empfoch durch die hand Wo 12, 279 v sie empfingen Herr, deinen heiligen leichnam dein junger en- phiengen von dir U. H. 21, 123 v ich habe empfangen Wol mir, das ich entphangen han die spyse Wo 16, 221 r empfehlen (s. auch befehlen) Ich enttphylch mich hewtt in dy krafft der yberwa- lenden wunden U.H. 18, 58 r O gutter Jesu, in dyne hend und gewalt entphille ich mynen geist Wo 16, 118 r erbarmen Herr gott... der du deinen eingebornen sun... erbarme dich genediglich Wo 14, 289 r Herr hymelischer vatter, der sein eingeporen sun... etparm dich yber mich U.H. 18, 44 v *Herr Jesu Christe, der du dein edle salige sei... erparm dich yber mich U.H. 18, 45 r Herr Jesu Christ... durch die angst unnd not, die du hettest an dem oleberg... erbarm dich Wo 15, 65 r Herr Jesu Christ, durch die bitterkeit diner mar- tell... erbarme dich über min arme sei Wo 15, 67 v *HerrJesu Christ... du siehst woll min notdurfft, erbarme dich Wo 15, 79 v O du lebendes leben, o du luchtendes licht... erbarme dich Wo 16, 40 r O du wirdige edele sele unsers behalters... erbarm dich myn Wo 11, 90 r O gott myn herr, erbarme dich über mich nun und in der erschrecklichen stunden Wo 12, 61 r O guotter Jesus, o du aller miltester... noch der große diner erbermde so erbarm dich Wo 14, 38 v O gutter Jesus, o süsser Jesus, O Jesus ein sun... erbarme dich über mich Wo 15, 68 r O herr gott, der du mit erschrecklicher maiestat kummen wirst... erbarm dich myn in dißem leben Wo 12, 49 v *0 herr heilliger geist, der dy genad gybt... erparm dich yber mich U.H. 18, 45 v O herr vatter, gnediger gott, wan du bist ein trost... erbarm dich... ubber diße sele Wo 14, 281 r O werde junckfraw Maria, o du hymelkünigin... erparm dich yber dein U.H. 18, 70 r 613 Deutsche Gebetsinitien erbieten *0 milte muter Marya, wir erbieten dir eyn sun- derlich Iop Wo 11, 24 v ergeben s. geben erhören *0 du selige jungfraw Maria... erAermich, wan din liebes kind Wo 12, 75 r O güttiger schöpffer, erhör unßer gebett mitt weinen Wo 12, 248 r erkennen O herr, dem do offenbor sin alle gewißen... ich... erkenne Wo 14, 123 r erledigen Herr Jesu Christe, ein sun des... erledige mich von der pyn Wo 14, 26 v erleuchten Almechtiger glantz des ewigen Hechtes, durch das zeichen... erlucht min äugen Wo 14, 65 r O du aller ersamste und edelste sei... erlucht myn verstentniß Wo 11, 291 r O herr erlucht min ougen, das ich niemer ensloffe Wo 15, 52 r erlöschen *0 herr, erlesch in mir allen durst aller liplicher ding Wo 12, 59 v erlösen *Herr got, der von erlösung wegen... erlös mich von den peinen der hell U. H. 21, 13 8 r ermahnen s. mahnen erscheinen O ewiger got... so ich nu hie bin gesetzt als in dem artickel des dots... so erschyn ich Wo 12, 149 r O himmelscher vatter, ich erschine nit lere Wo 14, 169 v erwerben Aller mylteste frauwe, durch die erbermde... er- wirbe uns Wo 14, 105 v O du aller süste Maria... erwürb mir abloß aller myner sunden Wo 12, 269 r erzeigen s. zeigen fallen Ich fall dir zu fuß und grüß dich, lieber herr Wo 11, 218 V O du getruwer vatter und liebhaber... ich. ..fall dir zu fuß Wo 11, 221 v O myn herr und myn gott, ich fall ytzuntt yn myner begyrden an myn venie Wo 12, 101 v fliehen ich ßiehe O brunne aller barmhertzikeit und miltikeit, zu dir fliehen ich Wo 12, 134 r O du aller erentrichster... fürst der heyigen en- gel... ich. ..fliege under dyn beschirmunge Wo 11, 132 r O du selige und heylige dry faltigkeit... zu dir fliehe ich Wo 11, 245 r sie fliehen O Maria, du gewaltige kynygin der hymel... zu dir fliehen dy armen U. H. 18, 73 r freuen *Frey dich du kinigin der hymel, alleluia U.H. 18, 61 r Frauw dich gottes gebererin, lutere maget Wo 12, 175 r Frewe dich jungfrawe Maria, das du mit lyb und sele erhöhet bist Wo 14, 81 r O Joachim, freyw dich hertziglichen... wan sancta Anna, dyn huß frawe Wo 11, 290 r flihren Herr almechtiger gott, der du alles ding fürest zum gutten Wo 16, 215 V 614 Deutsche Gebetsinitien gebären O du wirdige muter gottes, hut hastu gebom Wo 11, 37 v geben ich gebe Ach was gybe ich dir, herr Jesu Christe, urab alles das du mir Wo 14, 116 v ; Wo 16, 78" Ich gib mich in den frid, den der ewig vater kündet U.H.21, 129 r Ich gib mich schuldig, das ich gethon widder die gebott Wo 16, 217 V Ich gib mich schuldig, das ich myn gott... nit lieb hab Wo 16, 212 V Ich gib mich schuldig in meinen fünff synnen U.H.21, 25 r O du unuberwyntliche almechttikeit gottes... ich gib mich dir schuldig Wo 12, 67 r gibt Eya du lebendig frucht, du süße gymme... wer gybt mir Wo 14, 106 r ; Wo 16, 68 r , 218 r gib Ach herr Jesu Christe, gyb mir ledigkeit myns her- tzen Wo 14, 112 r Aller suster herr Jesu, gib myner seien alle zyt in- hytzige begirde noch dir Wo 12, 63" O herr, gib mir ein leben, das dir gefellig sy Wo 12, 60 v O menscheit bloß, o martel groß... gib uns die ewige selikeit Wo 16, 159 r gegeben (ergeben) O ewige wißheit, myn geist sy hütt in dine hende ergeben Wo 12, 60 v gedenken O schopffer aller creaturen, gedenck, das du bist miltWo 16, 118 r gehen ich gehe Milter herr Jesu Christ, ich gang hüt zu dir als ein unflettiger mensch Wo 15, 83 r du gingst O almechtiger herr und got, also du gingst an das heilig crütze... also gange ich hüt Wo 14, 43 r gegangen Almechtiger barmhertziger got, du bist usser der schösse dines vatters gangen Wo 15, 16l r Herr Jesu Christe, ich unreiner sünder bin gon zu dem dische diner... Wirtschaft Wo 14, 90'; Wo 16, 65 r geruhen Gott herr Jesu Christe, der von gütlicher natur... du geruchest uns denselben fronleichnam U.H.19, lll r grüssen ich grüße Ich grüß dich aller suster lichnam Wo 14,124 v Ich grüß dich heilige gotheit unseres herrn... mag ich nit allein Wo 15, 16 r Ich grüße dich, ich danck dir... aller mynneclich- stes... angesiecht Wo 16, 147 v O aller liebster herr Jesu Christe... ich grüß und anbet dich Wo 11, 48 r *0 aller schönster morgenstern... o Maria, ich arme sunderin grüß dich... o suße kungin der barmhertzigkeit ich bitt dich Wo 12, 174 V O du aller schönster morgenstern... o Maria, ich arme Sünderin grüß.. . dich küngin der barmhertzigkeit und zu anfang diß dages Wo 12, 122 v O hochgelobte jungfrawe... Maria, ich grus und gebenedye dich Wo 11, 4 V O lieber herr Jesu Christe... ich armer sündiger mensch grüß die wunt Wo 12, 143 r grüßt Min sele grüsset den hern und min geist hett sich gefrowetWo 16, 13 r grüße Gott grüsse dich, herlich maget Maria, du bist ein port des himmels Wo 15, 142 r 615 Deutsche Gebetsinitien *Gott grüß dich, o guttige Maria, ein fenster des kyniglichen sales Wo 12, 76 v Got grüß uch alle cristen seien Wo 15, 112 r gegriißet sei Gegriisset sie die stund, an der got unnd mensch geboren wardt Wo 15, 66' gegrüßest seist du {bis gegriißet, gegriißet bistu, du seiest gegriißet) Gegrußet siestu aller begirlichster, aller liebster herr Jesu Wo 16, 38 r Gegrußet siestu aller gehelgeste Maria, du mutter gottes Wo 14, 72 r Gegrust systu aller guttigster herr Jesu Christe, eyn herrund konig Wo 11, 32 r Gegrußet siestu aller heyligste Maria... du bist ein besunder reine Wo 14, 29 v Gegriißet siestu (Byß gegrüßet) du aller senfftmü- tigster Jesu, ein uberwinder Wo 14, 5 V * Gegrüßet siestu (Sy gegrußet) aller suster Jesu, du bist myn lebendiger worer gott Wo 12, 209 r Gegruetzet sigestu aller vir cloreste frouw Clara Th 4, 224 r Gegrüßet siestu (Bis gegrußet) du aller heilsamstes heil der siechen Wo 16, 60 r Gegrützet syest du edels wasser Tigris Wo 12,184 v Gegrüßet siestu (Pis gegrüesst) du forchtsams haubt U.H.21, 143 r Gegrüßet siestu (Biß gegrußet) edeler lyp, zarte sele, reines blut Wo 16, 56 r Gegrußet siestu, ein muter der gebererin gottes Wo 14, 279 v Gegrußet siestu erwürdige Anna Wo 16, 226 r * Gegrußet sigestu gutiger Jesu Christe, vol geno- den, barmhertzikeit ist mit dir Wo 14, 67 r Gegrüßet sigestu helge jungfrouw Maria, ein edles. .. gylgen stöcklin Wo 12, 274 r Gegrußet systu heyiger vatter sant Bernharde... der du zu eren Wo 11, 166 r Gegrüßet siestu heiiges antlitz unßers erloßers, in dem do schinet Wo 14, 49 v , 63 v Gegrüsset siestu heiliges crütz, das do vom gebene- digten libe Christi Wo 14, 36 v 616 Gegrüzett syestu hochgelopter... Johannes Evangelist Wo 12, 184 r Gegrußet systu hoch wirdigs heyiges crutz... bis gegrußet eyn Ceptrum Wo 11, 216 r *Gegriißet siestu Jesu Christe, ein sun Davitz, be- halter der weit, erbarme dich Wo 14, 45 r * Gegrüßet siestu (Sy gegrußet) Jesu, du liebliches kint... gantz begirlich Wo 14, 283 r Gegrüßet siestu (Bis gegrüsset) Jesus, ein heil der weit... mach mich gefellig Wo 14, 30 r ; Wo 15, 37 r ; Wo 16, 187 r Gegriißet siestu (Siest gegrüsset) Jesu Christ, ein wort des vatters Wo 15, 78 r * Gegriißet siestu (Sy gegrußet) Jesu... zu dir rufen wir, zu dir sufftzen und weinent wir Wo 12, 142 v Gegryesset seyst du kinigin der parmherczigkait U.H.18, 60 r Gegrußet systu kleynes kindlinjesu und du hoher konig der hymel Wo 11, 1 l v Gegriisset sistu künigin der barmhertzikeit Wo 16, 14 r Gegrußet siestu liebe Maria... groß geacht in dem gotlichen hertzen Wo 14, 73 r Gegrußet siestu liebes kindelin Jesu... ein schin der almechtigen große Wo 16, 226 v Gegrüßt sigestu Maria... du bist von gottlicher Ordnung geschickt Wo 12, 280 r Gegrußet systu Maria, du wisse, du schynende gil- ge der uberlychtenden... dryfaltigkeyt Wo 11, IT * Gegrüßet siestu (Biß gegryest) Maria, ein dyene- rin der heilligen dryfalttygkaitt U. H. 18, 72 r Gegrußet systu Maria, eyn kunigin... wollest alwe- gen... bye mir syn Wo 11, 287 v Gegrüsset sistu Maria, ein magt der heiligen trival- tikeit Wo 15, 143 r ; Wo 14, 87 v Gegrußet siest du Maria, schynende lilig der schy- nenden... drivaltikeit Wo 14, 4 r * Gegrüßet bistu Maria... und gesegnet sige din heilige mutter Wo 14, 279 v Deutsche Gebetsinitien Gegrußet siestu (Syest gegrussett), o gott vatter, sun und heyliger geyst, ich anbett dich mit allem dem gutt Wo 12, 77" *Gegrußet siestu (Bis gegrüßt) suberlichs kindlin Jesus, du bist wyßer dan ein gilge Wo 11, 21 v * Gegrußet systu uß grünt myns hertzen, aller liebster her Jesu Wo 12, 142 r Gegruset systu vyl cleynes kindlin, ich anbett Wo 11, 9" * Gegrußet und gelobt systu konig aller konige Wo 11, 117" *0 aller sustes... kindlin... bis gegruset.. . in der lieb dyns gotlichen hertzen Wo 11, 51 v O du aller heyligster patriarch sant Josep... bis gegrußet Wo 11, 47 r O schinendes und wolgeziertes antlitt... siest gegrußet, das do ist vor uns Wo 16, 148 v gegrüßet seid ihr Gegrußet sytt ir all gleubig sele, welcher lichnam Wo 14, 281 r ; U.H.21, 145 r ; Wo 15, 112 r ; Wo 16, 94 v O ir heilsamen wunden myns aller süßesten lieb- habers... sint gegrußet Wo 16, 158 1 gegrüßet seien Gegrusset und gesegnet syent die hailigen fünff wunden Gü 14, 9 r haben ich habe Herr ich Aa^hoffnung in dich gehabt U.H.21, 99 r wir haben O du gebenedicte finderin der genoden... durch dich hant wir ein Zugang Wo 14, 88 v heiligen *Gottes sele, heilige mich Wo 14, 47 r , 52 v helfen Getrüer vatter von himelrich, hilff mir, das ich di- nen gegenwärtigen Wo 15, 84 r Herr Jesu Christe, hilff mir, das ich deinen heiligen leichnam U.H.21, 110 V O menschaitt plos, o marter groß... hilff uns U.H.21, 70" klagen O Maria... allen mynen kommer und liden clag ich dir Wo 12, 182 v kommen ich komme *Herr Jesu Christe, ich kum zu dir mit allen mynen gebresten Wo 16, 96 1 O herr, almechtiger gott, ich schwache kum zu dir als zu mynem artzet Wo 12, 10 v komm Kum heilliger geist, du parmhercziger gott, kum zw meiner sei U. H. 18, 7" O brun aller barmhertzikeit... kum hut und gibe Wo 14, 131 r O Maria, ein stern des hymmels... kumm mir zu hylff Wo 14, 88 r gekommen *Ach mein... herr, nun war ich kum zu deinem tisch U.H.21, 62 r lassen O du ewig verborgens wort der vetterlichen ver- stentnüß, losse din aller süste stym luten Wo 15, 31 v O heiliger gnediger gotes sun, das heiige blut... das laß dir hut geopffert sin Wo 14, 116 r ; Wo 16, 78 r legen Herr min, ich wil min sele uff din götlich brüst legen Wo 15, 150 v leiden O myn almechtiger ewiger grosser starker got... was hastu ewiklich durch mich erliten Sw 19, 137 r 617 Deutsche Gebetsinitien O zarter myn got... wie hastu so großes liden durch mynne... gelytten Wo 14, 110 r ; Wo 16, 70 v leiten *Eya rautter der barmhertzikeit... in minem leben leite mich Wo 14, 40 v , 276 r loben ich lobe Herr ich lobe dich und glaube, das ich entphangen hab Wo 14, 235 r O herr himelscher vatter, ich lob dich... das ich in cristenlichem glauben Wo 16, 115 V O herr Jesu Christe, du ewiger, barmhertziger gottes sone, ich lobe dich und ermane Wo 14, 75 v wir loben *Gott vatter in dryfaltickeit lob wir des sunes menscheit klar Wo 11, 325 v Wir loben dich got, wir verjehen dich einen herren Wo 12, 284 r Wir loben dich gottes muoter und verjehen dich Maria ein jungfrouwen Wo 12, 285 r gelobt *0 du hochgelopter himelfurst... Johannes Bapti- sta... du bist... gelopt worden Wo 11, 137 v machen Den du on fleischliche werck... Mach uns frucht- barlichen zunemen Wo 12, 217 r O du aller süßestes brott... mach gesund den gu- men mynes hertzen Wo 12, 250 r O du gnedige gesegnete Maria... durch dich mach uns ein weg Wo 15, 144 r *0 du herr Jesu Christe... durch die smertzen di- nes... lidens... mach heil Wo 14, 49 v O herr Jesu Christe, mach mich teilhaftig des ver- dienens dines lydens Wo 12, 54 r O herr Jesu Christe, o worer fründ, o aller liebster gemahel, mach leim uß spuwten Sw 19, 192 r O Maria, ein mitlerin zwischen gott und den menschen, mach doch das mittel Gü 7, 245 r O mittelerin zwüschen got und dem menschen, mache dich das mittel Wo 14, 84 r ; Wo 15, 138 r mahnen (ermahnen) ich mahne Ach milter süßer herr Jesu, ich erman dich dines bitteren Sterbens Wo 12, 62 r Ach zarte reine fraw... Maria, ich erman dich des grundenloßen hertzenleides Wo 12, 211 r Dich heylige... jungfraw... ich erman dich der un- ußsprechlichen freyden Wo 11, 14 v Herr ich ermane dich des gebettes, das du that Wo 15, 53 r Herr ich man dich der betrübt, die du hetest an dem hohen durnstag Wo 11, 318 V Herr ich mane dich dines bitteren todes Wo 15, 19 v Herr Jesu Christe... ich erman dich der gottlichen lieb Wo 16, 11 l v Herr Jesu Christe, ich erman dich der crafft der worten Wo 15, 16 r Herr Jesu Christ, ich erman dich des Schreckens, den din menscheit empfing Wo 15, 65 v Ich ermane dich, herr Jesu Christe, dines gotlichen ernstes Wo 14, 292 r Lieber herr in himmelrich, ich ermane dich hüt di- ner zerdenten armen Wo 15, 61 r Maria, du ewige bluwende ros... ich erman dich hudtWo 11, 278 v Maria du hochgelopte kunigin... ich ermane dich des ersten hertzenleides Wo 14, 69" *0 du aller mächtigster vater... ich erman dich, das dein... sun U.H.21, 69 v O du aller miltester vatter... ich ermane dich, das du mich bekantest Wo 14, 75 r O du hoch gelopte jungfrawe... Maria... ich man dich der großen freyden Wo 11, 266 r O du wirdiger... geyst, der mir von got... ich ermane dich Wo 11, 110 r *0 herr Jesu Christe, ich erman dich aller diner blutnaßen wunden Wo 12, 178 v 618 Deutsche Gebetsinitien *0 herr Jesu Christe, ich erman dich der große und witte diner heiigen wunden Wo 12, 178 r O herr Jesu Christe, ich erman dich des ersten do- desWo 12, 115" *0 herr Jesu Christe, ich erman dich, wie die heischen hund dich zertten Wo 12, 178 v O hoch würdige künigin himmelrychs und erd- richs... ich man dich aller dyner schmertzen Wo 12, 256 r O ir heyligen engel, ich erman uch der großen wir- digkeit Wo 11, 104 r *0 Maria, du gewalttyge kaysserin... ich erman dich alles daß, das dein raynes hercz U.H. 18, 76 r *0 Maria, du mutter gottes... ich erman dich der großen yberflyssigen freyd U.H. 18, 80 v ; Wo 14, 237 v O schöne, süsse, reine mutter... ich mane dich di- nes reinen... hertzen Wo 14, 86 v O versertes haupt... ich arme sunderin ermane dich des eilenden schynes Wo 16, 112 r mahnt Eia ewige wißheit, min hertz ermanet dich Wo 14, 53 r ; Wo 16, 198 r Herr Jesu Christe, ein schin der vetterlichen ere... min hertz ermanet dich Wo 14, 229 r ; Wo 16, 151 v wir mahnen . *0 du schenste, liebliche mutter aller gütte... wir ermanen dich aller gnaden Wo 14, 89 r ermahnt O aller getrüste beschirmerin, mit dißem Ave Maria syest ermant Wo 14, 80 r meinen Ach almechtiger... herr vatter... ich.. . siinderin meyn und hab willen Wo 14, 107 r ; Wo 16, 69 v , 225 r müssen du mußt Got her vater der gruntlosen barmhertzigkeit, danck und lob mustu hon Wo 11, 324 r muß O zartter herr, din bitterer dranck an dem heiligen crutz muß alle myn bitterkeit Wo 12, 60 r sie müssen *Der gwalt gottes, der fride des vatters, die liebe des suns... müssen mich noch hut Wo 15, 57 r neigen O du heilige... junckfraw Maria... nayg die oren deiner tugendichen güteU.H.21, 127 r O unbefleckte... Maria, neige die oren diner myl- tikeit Wo 14, 77 r niederfallen *0 heilliger engel gotes, fal nyder zw den... fye- ßen der kinigin U. H. 18, 59 v offenbaren O allmachtiger got, gutiger herr... du hast uns durch deinen geist geoffenwart U.H. 18, l r opfern Ach wirdige mutter gottes, dißen psalter oppfer ich dir Wo 14, 139 v O almechtiger vatter... hut opffer ich dir die ubung Wo 11, 74 v O aller hitzigster... liebhaber Jesu, ich opffer dir myn hertz Wo 11, 62 r O aller liebstes lieb myns hertzen... ich oppfer dir hütt Wo 12, 64 v O ewiger genadenreicher vater, ich oppfer dir mein leib und sele U.H.22, 224 v O herr, ich opffer Air hut myn klein büß Wo 12, 253 v O herr Jesu Christe, diß paternoster... opffer ich dir uff in den großen schrecken Wo 12, 176 r O myn aller liebster herr vatter, ich Opfer dir den unschuldigen tod Wo 14, 291 r reden Herr Jesu Christe, der du geredt hat zu dinen liben iungern Mä 3, 104 r 619 Deutsche Gebetsinitien rufen O herr, von der tieff hab ich geruefft zu dir U.H.21, 146 r sagen ich sage O aller gnedigster vatter, ich sag dir danck Wo 12, 168 r *0 aller liebster... herr Jesu, ich sag dir danck für die unussprechlich große lieb Wo 11, 16 r O ewiges lob und selikeit der heiligen engel... ich sage danck diner... maiestet Wo 14, 24 v O lieber herr Jesu Christe, ich sag d i r danck und gnad umb die 6666 U.H.21, 70 v *0 lieber herr Jesu Christe... ich sag dir lob... für die... demutig neygung Wo 11, 23 v wir sagen Danck sagen wir dir unßerm aller miltsten liebha- berWo 11, 88 v Danck sagen wir dir unserm edeln konig Wo 11, 83 r O herr Jesu Christe... wir sagen dir unmeßlich lob und ere Wo 16, 83 v sagt *Alle heiligen, sagt\ ob unserm herrn, gros und klein U.H.21, 107 r schaffen schaffe O Gott, schopffm mir ein... hercz rein... das dich mit ganczer lieb Wo 16, 88 r geschaffen Milter herr Jesu, min krafft, min labung, min ent- pfoher..., du hast mich geschaffen Sw 19, 140 r schelten (bescheiten) Herr nit enbeschilte mich in diner grimmikeit Wo 15, 90 v schreien *Aus dem tieffen schrey ich dich an, herr Wo 12, 240 v segnen Gesegnet min got der herr, der do lert min hend zu fechten Wo 15, 80 r sehen O hymelscher vatter, sich in das antlitz dins einge- bornen suns Wo 12, 123 v O zarter herr Jesu Christe, sie off mich arme Sünderin Wo 16, 93 r sein ich bin Herr ich bin das arme mensch, das du hest geschaffen Wo 15, 60 r , 84 v Herr Jesu Christe, du ewige weißhaitt... ich pin dein armer dyener U. H. 18, 20 v *0 aller liebster herr... o ainiges prot... wie gar notturfftig pin ich U.H.21, 60 r O barmhercziger gott und schopffer, ich bin nit wirdig, das ich sol heißen Wo 16, 59 r O barmhertziger hiemelscher vatter, ich bin schuldig zehen tußent pfunt Wo 12, 154 r O ewiger vater, wer bin ich, das du mir armen sündigen menschen Wo 14, 110 V ; Wo 16, 71 v O herr, ich bin nit wirdig, das du under mein sundig hertz eingehest Wo 12, 1 l r O herr, wer bin ich, das ich dich wille enphahen Wo 14, 101 v ; Wo 16, 56 v O lieber herr Jesu Christe, ich bin der arm mensch, den du allein Wo 16, 117 v Owe barmhertziger gott... ich bin nit wirdig, das ich solle heißen Wo 14, 107 v du bist Frow du bist ein reine blüende... rebe Wo 15, 24 v Herr du bist min schöppfer, des vergiß nimer gegen mir Wo 15, 25 v O almechtiger schopffer aller ding... du bist eyn hoffnung... aller weit Wo 11, 259 r *0 allmächtiger und parmhertziger gott, dupist, der sich überall erparmett U. H. 21, 117 V O herr Jesu Christe, du bist myn lieb, myn ere Wo 12, 208 r 620 Deutsche Gebetsinitien O Maria, du bist die groß Maria, du bist die me- rerWo 14, 67 v O schöpffer aller creaturen, du bist doch barm- hertzig von naturen Wo 14, 101 r ; Wo 16, 55 v O Schöpfer aller creaturen, o ein erkenner... du bist doch barmhertzig Wo 14, 120 v ; Wo 16, 91 r O selige, ußerwelte, von gott heilige Sancta Clara, du bist clor gesin an dem namen Th 4, 6 r ist Christus crütz ist ein wores crütz und ein heylsam criitz Wo 12, 121 v Herr got von hymel... erschrecklich und beblich /sfdein nam U.H. 18, 2 V O du aller gütigster herr, wie gar groß ist dein parmhertzigkeit U.H.21, 63 v *0 heiliger sand Sebastian, dein gedult ist gros U.H.21, 108 r O mynneclicher got, barmhertzigster vater, wie ist din gnade so unbegrifflich Wo 14, 101 v ; Wo 16, 5r sind Ach hoher adel... wie unbegrifflich sint din rete Wo 14, 92 v ; Wo 16, 44 r O ewige worheit Christe Jesu, dis sind dine wort Wo 12, 4 V O herr min got, alle dinge m W din, die do in him- mel Wo 14, 128 r O seliger... sant Sebastian, groß sint din verdienen Wo 15, 113 r sei (bis) Biß mir wilckum, du myn einiger... friindt Wo 12, 152 v Bys wilkum aller süster herr Jesu Christe Wo 16, 37 r Bis wilkumm, du ewiges wort in dem vetterlichen hertzen Wo 14, 108 v ; Wo 16, 59 v Bis wylkumm heiiger lichenam und heiiges blut Wo 14, 114 r ; Wo 16, 75 r *Herr sand Erasme, pys mein trost an sei und an leib U.H.21, 104 r Lob sige dem aller gewaltigesten gott Th 4, 220 v Lobe und ere und hertzliche dancksagung sye dir... edeles kuningliches kindlin Wo 11, 2 r O aller süßester herr... din heiliger fronlichnam sy myner seien ein senfftung Wo 16, 95 v O du aller süste erbarmerin... biß mir yezant bi- stendig Wo 14, 104 v ; Wo 16, 63 v O got, siest gnedig mir Sünderin und siest mich behüten alle dag Wo 12, 56 r ; Wo 14, 252 r , 293 r O herr Jesu Christe, diß gebet sy dir zu lob Wo 14, 290 v O herr Jesu, din dorren an dem helgen crütz sey mir ein ewiges wyder grünen Wo 14, 292 v seid *Sint heil und mechtig ir alle glaubigen seien Wo 16, 94 v senden Gott vatter in der drikeit, du host gesendet dinen sun... dem menschen sin sund Wo 15, 87 r sollen *Die weil du myn herr und gott myn hoffnung bist, so solt ich jo sicher sein Wo 12, 237 r sorgen Alle fursichtikeit sorget, alle schold vorchte sich Wo 15, 35 r sprechen *0 du aller getrueste beschirmerin... dis Ave Maria hab ich dir gesprochenWo 15, 134 v O du ewige dochter und vor ußerwelte... du hast mit freyden gesprochen Wo 11, 95 v stehen Herr ich stand vor dir als ein schuldiger mensch vor einem gewaltigen richter Wo 15, 54 r O herr Jesu Christe, ich stand vor dir als ein schuldiger mensch der eins Urteils wart Wo 12, 348 r ; Wo 14, 283 v strafen Herr straff mich. nit in deinem zorn und züchtig mich nit U.H.21, 84 r 621 Deutsche Gebetsinitien sündigen Dir allein hab ich gesündett, herr, und darumb, das du allein bist on sünden Wo 12, 55" tragen Schöpffer und erlösser der weit... hastu dir selber das krutz tragen Wo 14, 287 r trösten Ach einiger got, du froste mich Wo 15, 17 v O du mein einyger ewiger got... trost mich hewtt... U.H. 18, 82 v O eingebornes kint, dröst din eingeborne mutter Wo 14, 76 v , 83 v verjehen Herr myn got, ich vergihe diner vatterlichen gütti- keitWo 12, 246 v Ich s. Katharina, unwürdig der woldott Christi, vergihe dir Wo 12, 155 v In der eingung dins smertzen und in dem liden... verjehe ich dir Wo 12, 129 r verkünden *0 junckfraw gepererin gottes, dein gepurt hat verkiint U.H. 21, 109 r verleihen verleihe Herr myn got, der mich nach din pilde und gleichnüß... verliehe mir dine gnad Wo 12, l r O du heiliges sacrament, o herr verleich uns synn und weys U. H. 21, 115 r O got, der do uns hast gezeiget die woppen... ver- /i'Aegenediche Wo 14, 279 r verliehen Ewige weißhaitt, meiner dürstygen sei speiß... du hast unß... dy genad verliehen U. H. 18, 48 v ; U.H.21, 109 v verschmähen Ach du aller gütigiste muter min, versmäch mich nit und geruch U.H.21, 68" verstehen Herr Jesu Christ... durch die minne, die dich band... verstände herr min grosse nott Wo 15, 66 v weisen *0 du heiligeste unssers erlossers mutter... weiß den veryrtten an das gestat U.H. 18, 61 v wenden Wende o herr die äugen deiner barmhertzigkeit über den cistercienser orden Wo 8, 195 r werfen O lieber herr Jesu Christe, ich würfdxe großheit myner sünden Wo 14, 121 r wissen O aller barmhertzigster herr Jesu Christe, ich weiß.. . das ich nit würdig bin Wo 14, 103 r ; Wo 16, 62 r wollen wollen O gutiger Jesu... dem nit genugsam was... du hast auch wollen sin Wo 12, 138 r ich will *Ach mein aller liebster herr, wie wol ich... so wil ich doch auf dein parmhertzigkeit fliehen U.H.21, 61 Hüt wil ich ufston, XV engel umb mich gon (V) Wo 15, 162 v O güttiger gedruwer... herr Jesu Christe, ob ich mynen gedruwen fründt... dannocht will ich sin enberen Wo 12, 154 v O güttiger herr, der mit dem todt... darumb... will ich dir... diße deine büß Wo 12, 251 r 622 Deutsche Gebetsinitien O hymmelscher vatter, ich... will\\üt entphahen Wo 14, 233 r O hiemelscher... vatter, ich wil itzunt entphahen Wo 16, 59 v du willst O hiemelscher vatter, wilt du mich verurteylen Wo 16, 116 v Wie lang her wiltu myn immer vergessen Wo 12, 232 r du wollest *0 seligste... jungfraw Maria, die do in dem al- lerheymlichsten umbfahung... wollest sie nit versmehen Wo 12, 228 r zeigen (erzeigen) Her almechtiger got vatter in der ewikeit, erzaig dein gotliche hilf Mä 3, 104 r 623 Analecta Hymnica-Register AH 2 Nr. 54 Sw 2, 85 v ; Sw 3, 58" AH 23 Nr. 381 Gü 4, 122 v ; Gü 9, 401 v ;Wol, AH 2 Nr. 95 Sw 2, 77" \ Sw 3, 66 r 153 r AH 3 Nr. 3 Wo 12, 280 r AH 24 Nr. 6 Gü 10, 80 r ; Gü 6, 116 v ; Gü 7, AH 4 Nr. 39 Gü 4, 114 r ; Gü 6, 10 v ; Gü 7, 156 r ; Gü 9, 297 v ; U.H.l,2 r 167 r ; Gü 9, 301 v AH 24 Nr. 29 Gü 7, 252 v AH 4 Nr. 66 Sw 2, 89 r ; Sw 3, 65 v AH 24 Nr. 30 Gü 9, 273 r AH 4 Nr. 79 Sw 2, 76 v ; Sw 3, 65 r AH 25 Nr. 8 Gü 7, 199 r ; Gü 9, 307 v AH 4 Nr. 84 Sw 2, 294 r ; Sw 3, 55 v AH 25 Nr. 18 Gü 7, 225 r ; Gü 9, 282 v ; AH 4 Nr. 85 Sw 3, 55 r U.H.2, I, 2" AH 4 Nr. 393 Sw 2, 88 r ; Sw 3, 62 v AH 25 Nr. 19 Gü 11, S. 78 AH 4 Nr. 475 Sw 3, 63 v AH 25 Nr. 37 U.H. 22, 186 v AH 5 Nr. 11 U.H.10, 293 r AH 25 Nr. 52 Gü 7, 197 v ; Gü 9, 399 v AH 5 Nr. 26 U. H. Fragm. 21, l r AH 25 Nr. 85 U.H.10, 324 r ; U.H.22, 177 r AH 5 Nr. 64 U.H. Fragm. 7, l r AH 25 Nr. 86 U.H.10, 295 v AH 5 Nr. 84 U.H.10, r AH 26 Nr. 12 U.H. 22, 174 r AH 5 Nr. 87 Gü 9, 201 r ; U.H.10, 358 v ; AH 26 Nr. 13 U.H. 22, 174 r U.H. Fragm. 25, l r AH 26 Nr. 44 U.H.22, 158 v AH 7 Nr. 47 U.H. Fragm. 24, 4 r AH 26 Nr. 72 Gü 7, 185 v ; Gü 9, 305 v ; AH 7 Nr. 107 U.H.22, 66 v U. H. 22, 180 r ; U. H. Fragm. 7, AH 8 Nr. 42 U.H. 1, 209 r 2 r AH 9 Nr. 158 U.H. 1, 238 r ;Wo 1, 152 v AH 26 Nr. 73 Gü 7, 186 r ; Gü 9, 306 v AH 11 Nr. 81 Sw 2, 293 v ; Sw 3, 186 r AH 27 Nr. 35 Sw 2, 71 v ; Sw 3, 54 v AH 12 Nr. 42 Gü 17, 70 r AH 27 Nr. 137 Th 2, 156 v AH 12 Nr. 43 Gü 17, 70 r AH 27 Nr. 154 Sw 2, 75 v ; Sw 3, 64 v AH 14 Nr. 13 Sw 2, 84 r AH 28 Nr. 48 U.H.10, 288 v ; U.H.22, 177 v AH 14 Nr. 53 Gü 4, 124 r ; Gü 6, l r ; AH 28 Nr. 49 Gü 7, 203 r ; Gü 9, 309 r Gü 7, 249 r ; Gü 9, 289 r AH 28 Nr. 81 U.H.10, 250 r AH 14 Nr. 74 Th 2, 160 r AH 29 Nr. 208 U.H.22, 156 r AH 14 Nr. 120 Sw 2, 88 v ; Sw 3, 63 v AH 30 Nr. 1 U.H.22, 21 r AH 15 Nr. 5 AI 4, l r AH 30 Nr. 10 U.H.22, 42 v AH 16 Nr. 278 Sw 2, 86 v ; Sw 3, 60 r AH 30 Nr. 13 Sw 5, 73 r ; U.H.22, 47 r AH 16 Nr. 279 Sw 2, 87 r ; Sw 3, 60 r AH 30 Nr. 55 U.H.22, 51 r AH 18 Nr. 10 U.H. 22, 183 v AH 30 Nr. 59 U.H.22, 37 r AH 18 Nr. 37 U.H.10, 375 r AH 30 Nr. 79 U.H.22, 23 v AH 18 Nr. 38 U.H.10, 375 r AH 31 Nr. 68 U.H.22, 7 r AH 19 Nr. 17 Wo 14, 228 v AH 32 Nr. 24 U.H. 1, 251 v AH 21 Nr. 100 Gü 9, 291 r AH .32 Nr. 130 Gü 9, 31 l r ; Sw 5, 18 v 625 Analecta Hymnica-Register AH 33 Nr. 76 U.H.22, 167 r AH 33 Nr. 141 U.H.22, 182 r AH 33 Nr. 192 Sw 5, 187 r AH 40 Nr.3 U.H .l ,233 r AH 40 Nr. 147 Sw 13, II, 134 v AH 42 Nr. 109 U.H .l ,256 r AH 42 Nr. IIB U.H .l ,237 r AH 42 Nr.264 U.H .l ,250 r AH 43 Nr. 394 Gü 7, 126 v ; Th 2, 158 r AH 47 Nr. 323 Wo 1, 153 v AH 48 Nr. 79 Sw 2, 72 v AH 48 Nr. 395 U.H.2, II, 23 v AH 50 Nr. 4 Sw 2, 65 r AH 50 Nr. 5 Sw 2, 65 v AH 50 Nr. 7 Gü 17, 49 v ; Gü 9, 366 v ; Sw 2, 6 7 V AH 50 Nr. 8 Sw 17, l v ; Sw 2, 68 r AH 50 Nr. 9 Gü 17, 52 r AH 50 Nr. 11 Gü 17, 59 v AH 50 Nr. 12 Th 2, 154 v AH 50 Nr. 15 Sw 2, 86 r ; Sw 3, 59 r ; Th 2, 157 r AH 50 Nr. 16 Th 2, 159 r AH 50 Nr. 17 Sw 2, 78 r ; Sw 3, 66 v ; Th 2, 160 r AH 50 Nr. 18 Br 10, 186"; Sw 17, 5 V AH 50 Nr. 19 Br 10, 186 v ; Gü 9, 324 v ; Sw 17, 6 r AH 50 Nr. 20 Br 10, 186 v ; Gü 17, 54 r ; Gü 9, 329 r AH 50 Nr. 21 Sw 2, 79 r ; Sw 3, 67 r AH 50 Nr. 22 Sw 2, 66 r AH 50 Nr. 23 Sw 2, 66 v AH 50 Nr. 24 Sw 2, 66 v AH 50 Nr. 26 Sw 17, 28 r ; Sw 2, 69 r AH 50 Nr. 28 Gü 13, 8 V ; Sw 2, 84 r AH 50 Nr. 53 Sw 17, 155 v ; Sw 17, 23 v ; Sw 2, 68 v AH 50 Nr. 66 Sw 2, 70 v AH 50 Nr. 67 Sw 17, 123 r ; Sw 2, 70 v AH 50 Nr. 71 Sw 2, 68 v AH 50 Nr. 72 Sw 2, 74 v ; Sw 3, 61 r ; Sw 5, 2 V ; U.H.13, 220 r AH 50 Nr. 96 AH 50 Nr. 123 AH 50 Nr. 131 AH 50 Nr. 143 AH 50 Nr. 144 AH 50 Nr. 146 AH 50 Nr. 153 AH 50 Nr. 155 AH 50 Nr. 156 AH 50 Nr. 205 AH 50 Nr. 215 AH 50 Nr. 217 AH 50 Nr. 223 AH 50 Nr. 227 AH 50 Nr. 241 AH 50 Nr. 245 AH 50 Nr. 268 AH 50 Nr. 269 AH 50 Nr. 270 AH 50 Nr. 271 AH 50 Nr. 382 AH 50 Nr. 385 AH 50 Nr. 386 AH 50 Nr. 387 AH 50 Nr. 388 Sw 2, 73 v ; Sw 3, 58 r ; U.H.13, 133 v ; Wo 12, 146 r Sw 2, 88 v ; Sw 3, 63 r Sw 2, 75 r Sw 2, 72 r ; Sw 3, 56 r ; Wo 6, 50 r Sw 2, 72 v ; Sw 3, 56 v ; Sw 5, 123 r ; U.H.13, 2 r ; U.H.22, 31 r ; Wo 6, 66 r Sw 2, 75 r ; Sw 3, 62 v ; U.H.10, 353 r ; U.H.13, 274 v Sw 2, 78 r ; Sw 3, 66 r Sw 2, 73 r Sw 2, 75 r ; Sw 3, 62 v ; U.H.10, 350 v Su 3, 155 v Wo 6, ll r U.H.Fragm. 7, 2 V Sw 2, 73 v ; Sw 3, 56 r ; U.H.10, 29l r ; U.H.13, 255 v Sw 2, 74 v ; Sw 3, 61 r Me 5, 5 r ; Su 3, 210 v ; Sw 13, II, 148 r ; U.H.22, 70 r Gü 17, 88 v ; Wo 15, 14 r Su 2, 254 r ; Su 3, 157 r ; Sw 13, II, 132 v ; U.H. 1, 242 r Su 2, 252 v ; Su 3, 138 r ; Sw 13, II, 123 r Su 2, 255 r ; Su 3, 165 v ;Swl3, II, 13 8 V Su 3, 205 r ; Sw 13, II, 157 r Gü 4, 130 r ; Gü 6, 29 r ; Gü 7, 251 r ; Sw 5, 50 r ; Wo 1, 154 r Su 3, 76 r ; Sw 13, I, 248 v ; Sw 13, I, 267 r ; U.H.22, 64 r Gü 4, 110 r ; Gü 6, 7 r ; Sw 2, 85 r ; Sw 3, 57 v ; U.H.II, l r ; U.H.13, 16 r ; Wo 6, 90 r Gü 6, 13 v ; Sw 2, 85 v ; Sw 3, 57 V ; U.H.13, 15"; Wo 6, 95 r Gü 4, 112 v ; Gü 6, 9 r ; Sw 2, 85 r ; Sw 3, 57 v ; U.H.II, l r ; Wo 6, 89 r 626 Analecta Hymnica-Register AH 51 Nr. 23 Sw 2, 65 r AH 51 Nr. 91 AH 51 Nr. 24 Sw 2, 65 r ; Wo 6, 79 v AH 51 Nr. 25 Sw 2, 65" AH 51 Nr. 92 AH 51 Nr. 26 Sw 2, 66 r AH 51 Nr. 27 Sw 2, 66 r AH 51 Nr. 102 AH 51 Nr. 28 Sw 2, 66 v AH 51 Nr. 103 AH 51 Nr. 29 Sw 2, 67 r AH 51 Nr. 104 AH 51 Nr. 30 Sw 2, 67 r AH 51 Nr. 108 AH 51 Nr. 31 Sw 2, 65 v ; Wo 6, 84 v AH 51 Nr. 112 AH 51 Nr. 32 Sw 2, 67 r AH 51 Nr. 113 AH 51 Nr. 33 Sw 2, 67 v AH 51 Nr. 34 AH 51 Nr. 114a Sw 2, 65 v AH 51 Nr. 35 AH 51 Nr. 115 Sw 2, 66 r AH 51 Nr. 36 Sw 2, 66 r AH 51 Nr. 118 AH 51 Nr. 37 Sw 2, 66 v AH 51 Nr. 121 AH 51 Nr. 38 Sw 2, 67 r AH 51 Nr. 122 AH 51 Nr. 39 Sw 2, 67 r AH 51 Nr. 123 AH 51 Nr. 40 Sw 2, 67 v ; Wo 6, 79 r AH 51 Nr. 41 Br 10, 184 r ; Sw 17, 5 r AH 51 Nr. 125 AH 51 Nr. 44 Br 10, 186 v AH 51 Nr. 45 Br 10, 187 r AH 51 Nr. 126 AH 51 Nr. 47 Sw 17, l r ; Sw 2, 67 v AH 51 Nr. 128 AH 51 Nr. 48 Sw 2, 68 r AH 51 Nr. 129 AH 51 Nr. 49 Sw 17, 4 V ; Sw 2, 68 r AH 51 Nr. 50 Sw 2, 84 r AH 51 Nr. 130 AH 51 Nr. 52 Sw 2, 69 r AH 51 Nr. 54 Sw 2, 70 r AH 51 Nr. 140 AH 51 Nr. 55 Sw 17, 113 r ; Sw 2, 69 v AH 51 Nr. 146 AH 51 Nr. 57 Sw 17, 99 r ; Sw 2, 70 r AH 51 Nr. 147 AH 51 Nr. 58 Sw 17, 110 V ; Sw 2, 70 r AH 51 Nr. 71 Sw 2, 71 r AH 51 Nr. 153 AH 51 Nr. 72 Sw 17, 125 v ; Sw 2, 71 r AH 51 Nr. 160 AH 51 Nr. 75 Gü 4, 37 r ; Th 2, 160 r AH 51 Nr. 166 AH 51 Nr. 80 Sw 2, 73 v AH 51 Nr. 172 AH 51 Nr. 83 Sw 2, 71 r ; Sw 3, 54 v AH 51 Nr. 174 AH 51 Nr. 84 Sw 2, 71 v ; Sw 3, 54 v ; Wo 6, 12 r ; Wo 7, 135 r AH 51 Nr. 175 AH 51 Nr. 85 Sw 17, 159 v ; Sw 2, 72 r ; Sw 3, AH 51 Nr. 178 55 r AH 51 Nr. 188 AH 51 Nr. 87 Th 2, 155 r AH 51 Nr. 88 Wo 6, 49 r AH 52 Nr. 6 AH 51 Nr. 89 Sw 2, 71 v ; Sw 3, 56 v AH 52 Nr. 7 AH 51 Nr. 90 Sw 2, 72 r ; Sw 3, 56 v AH 52 Nr. 11 Sw 2, 85 r ; Sw 3, 57 r ; Wo 6, 68 v Sw 2, 72 v ; Sw 3, 57 r ; Th 2, 155 v ; Wo 6, 66 v Sw 2, 77 r ; Sw 3, 67 v Sw 2, 89 v ; Sw 3, 68 r Sw 2, 77 v ; Sw 3, 68 r Sw 2, 77"\ Sw 3, 66 r Sw 2, 78 r ; Sw 3, 66 v Sw 2, 78 v ; Sw 3, 67 r Sw 2, 78 r ; Sw 3, 66 v Sw 2, 84 v ; Sw 3, 55 v Sw 2, 78 v ; Sw 3, 67 r Sw 2, 78 v ; Sw 3, 67 v Sw 2, 88 r ; Sw 3, 62 r Sw 17, 144 r ; Sw 2, 73 r ; Sw 5, 33 v Sw 2, 74 v ; Sw 3, 61 v ; U.H. 13, 248 v Sw 2, 87 v ; Sw 3, 61 r Th 2, 159 v Sw 2, 75 v ; Sw 3, 64 r ; U.H. Fragm. 25, 3 r Sw 2, 75 v ; Sw 3, 64 r ; U.H. Fragm. 25, 3 r Sw 2, 77 r ; Sw 3, 65 v Sw 3, 68" Sw 2, 73 r ; Sw 2, 84 v ; Sw 3, 68 v Sw 2, 88 Y ; Sw 3, 63 r Sw 2, 72 v Sw 2, 86 r ; Sw 3, 58 v Sw 2, 87 r ; Sw 3, 60 v Sw 2, 74 r ; Sw 3, 59 v Sw 2, 86 v ; Sw 3, 60 r Sw 2, 88 r ; Sw 3, 62 r Sw 2, 74 r ; Sw 3, 59 r ; U.H. 13, 141" Wo 6, 18 v Wo 6, 19 r Wo 6, 21 r 627 Analecta Hymnica-Register AH 52 Nr. 12 Gü 4, 116 r ; Gü 6, 27 r ; Gü 7, AH 52 Nr. 172 U.H.10, 324 v 169 r ; Gü 9, 302 v ; U.H.10, AH 52 Nr. 173 U.H.10, 326 v 292 v AH 52 Nr. 182 U.H.13, 324 v AH 52 Nr. 13 Gü 4, 117 v ; Gü 6, 28 r ; Gü 7, AH 52 Nr. 192 U.H.13, 312 V 169 v ; Gü 9, 302 v ; U.H.10, AH 52 Nr. 196 Gü 4, 126 v ; Gü 6, 35 r ;Gü7, 294 r 250 r ; Gü 9, 290 r AH 52 Nr. 27 Gü 17, 48 v ; Gü 6, 12 v AH 52 Nr. 245 Sw 2, 89 r ; Sw 3, 65 r ; U.H.10, AH 52 Nr. 3 8 Sw 2, 76 r ; Sw 3, 64 v 375 r AH 52 Nr. 39 Sw 2, 76 r ; Sw 3, 64 v AH 52 Nr. 247 U.H.10, 376 v AH 52 Nr. 42 Sw 2, 86 v ; Sw 3, 59 V ;U.H.13, AH 52 Nr. 248 Sw 2, 77 r ; Sw 3, 65 r ; U.H.13, 152 v 335 v AH 52 Nr. 43 Gü 6, 18 V ; Gü 7, 221 v ; Gü 9, AH 52 Nr. 251 Gü 6, 46 r 280 r ; U.H.2, I, l r AH 52 Nr. 283 Gü 6, 21 v ; Gü 7, 253 v ; Gü 9, AH 52 Nr. 45 Gü 6, 16 v ; Gü 7, 212 r ; Gü 9, 291 v 274 r AH 52 Nr. 284 Gü 6, 22 v ; Gü 7, 254 r ; Gü 9, AH 52 Nr. 46 Gü 6, 19 v ; Gü 7, 224 r ; Gü 9, 292 r 279 r ; U.H.2, I, 2 V AH 52 Nr. 325 U.H.10, 288 v AH 52 Nr. 47 Gü 6, 17 r ; Gü 7, 212 v ; Gü 9, AH 52 Nr. 326 U.H.10, 289 r 278 r ; U.H.2, I, l r AH 52 Nr. 327 U.H.10, 290 r AH 52 Nr. 70 Sw 2, 78 v ; Sw 3, 67 r AH 52 Nr. 342 Sw 3, 69 r AH 52 Nr. 79 Th 2, 160 r AH 52 Nr. 352 U.H.10, V AH 52 Nr. 85 Sw 2, 87 r ; Sw 3, 60 r ; U.H.13, AH 52 Nr. 353 U.H.10, 2 r 209 v AH 52 Nr. 354 U.H.10, 5 r AH 52 Nr. 89 Gü 4, 108 v ; Gü 7, 200 r ; Gü 9, AH 52 Nr. 365 Gü 6, 44 v ; U.H.10, 358 v ; 308 r U.H. Fragm. 25, l r AH 52 Nr. 91 Gü 17, 61 r AH 52 Nr. 366 Gü 6, 41 v AH 52 Nr. 101 Gü 6, 25 r ; Gü 7, 227 r ; Gü 9, AH 52 Nr. 367 Gü 6, 43 v ; U.H.10, 361 v ; 284 v U.H. Fragm. 25, l r AH 52 Nr. 102 Gü 6, 26 r ; Gü 7, 242 v ; Gü 9, AH 52 Nr. 369 Sw 3, 63 v 286 r AH 52 Nr. 370 Sw 3, 63 v AH 52 Nr. 103 Gü 17, 58 r ; Gü 6, 24 r ; Gü 7, AH 53 Nr. 10 Su 2, 251 r ; Su 2, Fragment; 226 r ; Gü 9, 283 v Sw 13, I, 251 r AH 52 Nr. 117 U.H.10, 336 v AH 53 Nr. 15 Me 5, 17 r ; Su 2, 251 r ; Su 2, AH 52 Nr. 118 U.H.10, 339 r Fragment; Su 3, 9 r ; Sw 13, I, AH 52 Nr. 129 Gü 6, 5 r 253 r AH 52 Nr. 130 Gü 6, 3 r AH 53 Nr. 16 Su 2, 251 r ; Su 2, Fragment; Su AH 52 Nr. 136 Gü 17, 54 v ; Gü 6, 31 v 3, 7 r AH 52 Nr. 137 Gü 6, 33 v AH 53 Nr. 29 Su 2, 252 r ; Su 3, 15 v ; Sw 13 AH 52 Nr. 138 Gü 17, 56 v ; Wo 7, 139 r I, 254 v AH 52 Nr. 139 Gü 4, 61 r ; Gü 6, 39 v ; Gü 7, AH 53 Nr. 34 Sw 2, 69 v 153 r AH 53 Nr. 36 Su 1, 132 r ; Su 2, 253 r ; Su 3, AH 52 Nr. 140 Gü 6, 37 V 58 v ; Sw 13, I, 256 r ; U.H. AH 52 Nr. 171 U.H.10, 324 r Fragm. 24, 3 r 628 Analecta Hymnica-Register AH 53 Nr. 45 Su 3, 60 1 ' AH 53 Nr. 243 Su 3, 200 r AH 53 Nr. 46 U. H. Fragm. 24, 3 V AH 53 Nr. 247 Me 5, 15 v ; Su 3, 104 v ; Sw 13, AH 53 Nr. 50 Su 2, 253 v I, 270 v AH 53 Nr. 56 Su 3, 146 V ;U.H. Fragm. 24, AH 54 Nr. 2 Me 5, 5 r ; Su 3, 213 r ; U.H.l, 4 V 234 r AH 53 Nr. 67 Su 1, 136 v ; Su 2, 253 v ; Su 3, AH 54 Nr. 7 Gü 10, 87 r ; Me 5, 18 r ; Su 1, 66 v ; Sw 13, I, 259 v 135 v ; Su 2, 253 r ; Sw 13, I, AH 53 Nr. 70 Su 1, 139 r ; Su 3, 68 v ; Sw 13, 259 r ;U.H.l, 239 v I, 26l v ; U.H.22, 62 r AH 54 Nr. 18 U.H.22, 71 v AH 53 Nr. 81 Me 5, l r ; Su 1, 141 r ; Su 3, AH 54 Nr. 21 Me 5, 5 V ; Su 3, 213 v ; U.H.l, 74 v ; U.H.22, 61 r 256 v AH 53 Nr. 82 Sw 13, II, 127 r AH 54 Nr. 35 Sw 13, II, 130 v AH 53 Nr. 95 Me 5, 22 r ; Su 2, 255 r ; Su 3, AH 54 Nr. 47 Su 3, 15 8 r 168 r ; Sw 13, II, 141 r AH 54 Nr. 66 Su 3, 132 r ; U.H. 1,250"; AH 53 Nr. 99 Me 5, 19 r ; Su 2, 252 v ; Su 3, U.H.22, 72 v 139 r ; Sw 13, II, 124 v AH 54 Nr. 87 U.H.1, 249 r ; Wo 1, 152 r AH 53 Nr. 104 Me 5, 21 r ; Su 2, 254 v ; Su 3, AH 54 Nr. 88 Sw 13, II, 155 r 164 r ; Sw 13, II, 136 v ; AH 54 Nr. 120 Su 2, 255"; Su 3, 169 r U.H.22, 65 v ; U.H.3, 10 r AH 54 Nr. 140 Su 3, 222 v AH 53 Nr. 112 Su 2, 256 r ; Su 3, 177 r ; Sw 13, AH 54 Nr. 153 Me 5, 18 v ; Su 1, 139 v ; Sw 13, II, 143 v ; U.H.22, 63 r I, 263 v AH 53 Nr. 119 Su 3, 160 v AH 54 Nr. 168 Su 3, 178 v AH 53 Nr. 122 Su 3, 131 r ; Sw 13, II, 147 r AH 54 Nr. 169 Me 5, 15 r ; Su 3, 76 v ; U.H.l, AH 53 Nr. 149 Su 3, 173 r 240 r AH 53 Nr. 157 Su 2, 251 v ; Su 3, 12 v AH 54 Nr. 178 U.H.3, 5 r AH 53 Nr. 163 Su 3, 148 v ; Sw 13, II, 127 v AH 54 Nr. 188 Me 5, 23 v ; Su 3, 133 r AH 53 Nr. 168 Su 2, 251 v ; Su 2, Fragment; Su AH 54 Nr. 193 Me 5, 20 v ; Su 2, 254 r ; Su 3, 3, 1 l v ; Sw 13, II, 122 r 153 v AH 53 Nr. 173 Su 2, 254 v ; Su 3, 162 r ; Sw 13, AH 54 Nr. 201 U.H.22, 84 r ; Wo 14, 50 v II, 135 r AH 54 Nr. 213 U.H.1, 255 v AH 53 Nr. 181 Su 2, 256 r ; Su 3, 178 r ; Sw 13, AH 54 Nr. 216 Su 3, 212 r II, 145 r AH 54 Nr. 218 Me 5, 5 V ; Su 3, 210 v ; U.H.l, AH 53 Nr. 186 Su 2, 255 v 232 v AH 53 Nr. 189 Me 5, 23 r AH 54 Nr. 226 U.H.22, 69 v AH 53 Nr. 191 Su 2, 255 v ; Su 3, 171 r AH 54 Nr. 232 U.H.1, 245 v AH 53 Nr. 192 Sw 13, II, 142/ AH 54 Nr. 234 U.H.1, 239 r AH 53 Nr. 203 Me 5, 26 v AH 54 Nr. 236 Wo 1, 150 v AH 53 Nr. 210 Su 3, 151 v ; Swl3, II, 129 r ; AH 54 Nr. 237 U.H.22, 69 r U.H.22, 72 r AH 54 Nr. 245 Gü 13, 7 V ; U.H.1, 243 v AH 53 Nr. 215 Su 2, 25 l v ; Su 2, Fragment; Su AH 54 Nr. 247 Wo 1, 15 l r 3, 10 r ; Sw 13, II, 121 r AH 54 Nr. 248 U.H.22, 68 r AH 53 Nr. 228 Su 3, 185 r ; Sw 13, II, 151 r AH 54 Nr. 250 Wo 1, 149 v AH 53 Nr. 229 Su 3, 189 v ; Sw 13, II, 152 r AH 54 Nr. 277 U.H.1, 254 r 629 Analecta Hymnica-Register AH 54 Nr. 280 U.H.1, 252 v AH 55 Nr. 203 U.H. 22, 18 l r AH 54 Nr. 285 U.H.1, 253 v AH 55 Nr. 204 Gü 4, 121 r ; Gü 7, 196 v ;Gü9, AH 55 Nr. 9 Sw 13, II, 153 v 401 r ; Su 2, 256 v AH 55 Nr. 37 U.H.1, 248 r AH 55 Nr. 205 Su 3, 181 v AH 55 Nr. 51 Su 2, 252 r ; U.H.1, 236 r AH 55 Nr. 208 Gü 4, 119 r ; Gü 7, 195 v ;Gü 9, AH 55 Nr. 64 U.H. Fragm. 41 305 r AH 55 Nr. 93 U.H.1, 244 v AH 55 Nr. 120 Su 2, 256 v ; Su 3, 180 r AH 55 Nr. 237 Su 2, 254 r ; Su 3, 156 r AH 55 Nr. 186 U.H. 1, 241 r ; Wo 1, 149 r AH 55 Nr. 323 Su 3, 134 r AH 55 Nr. 192 U.H.1, 235 r ; Wo 1, 150 r AH 55 Nr. 333 Su 3, 174 r ; U.H.1, 246 v 630 Register zu den zitierten Regestwerken Jaffe 09600 Th 9 V Potthast 14381 Th 9, 49 r Jaffe 09772 Th 9 10 r Potthast 15663 Th 9, 59 r Jaffe 10260 Th 9 13 v Potthast 15664 Th 9, 61 r Jaffe 11266 Th 9 14 r Potthast 15719 Th 9, 62 v Jaffe 11632 Th 9 17 v Potthast 15745 Th 9, 62 r Jaffe 13088 Th 9 19 r Potthast 15791 Th 9, 53 r Jaffe 14269 Th 9 13 v Potthast 15810 Th 9, 53 v Jaffe 14990 Th 9 2 r Potthast 15930 Th 9, 58 v Jaffe 14993 Th 9 3 V Potthast 16022 Th 9, 63 r Jaffe 15118 Th 9 2 V Potthast 16124 Th 9, 56 v Jaffe 15375 Th 9 4 V Potthast 16902 Th 9, 56 r Jaffe 15800 Th 9 23 r Potthast 17337 Th 9, 54 r Jaffe 15806 Th 9 22 v Potthast 17896 Th 9, 60 v Jaffe 15807 Th 9 22 r Potthast 18167 Th 9, 69 r Jaffe 15813 Th 9 20 v Potthast 18296 Th 9, 69 r Potthast 01759 Th 9 76 v Potthast 18300 Th 9, 69 v Potthast 03800 Th 9 27 v Potthast 18311 Th 9, 71 v Potthast 05618 Th 9 30 r Potthast 18320 Th 9, 72 v Potthast 06170 Th 9 35 v Potthast 18355 Th 9, 70 v Potthast 06171 Th 9 36 r Potthast 19185 Th 9, 73 r Potthast 06667 Th 9 32 r Potthast 19258 Th 9, 73 r Potthast 07313 Th 9 33 v Potthast 20826 Th 9, 75 r Potthast 07320 Th 9 35 r Potthast 21020 Th 9, 75 r Potthast 08099 Th 9 41 r Potthast 22894 Th 9, 78 v Potthast 08101 Th 9 39 v Potthast 23490 Th 9, 79 r Potthast 08102 Th 9 39 r Potthast 23491 Th 9, 80 r Potthast 08103 Th 9 40 r Potthast 24182 Th 9, 81 r Potthast 09376 Th 9 37 v Potthast 24471 Th 9, 82 r Potthast 09377 Th 9 40 r Potthast 24472 Th 9, 82 v Potthast 11255 Th 9 44 v Potthast 25198 Th 9, 83 r Potthast 11258 Th 9 43 r Potthast 25200 Th 9, 82 v Potthast 11640 Th 9 46 r REC 2784 Th 9, 122 v Potthast 11641 Th 9 48 r REC 5690 Th 9, 142 v Potthast 11646 Th 9 47 r REC 5774 Gü 11, S. 7 Potthast 13240 Th 9 46 r WReg 00264 Gü 11, S. 51 Potthast 13308 Th 9 49 v WReg 00743 Gü 11, S. 210 Potthast 14339 Th 9 48 v WReg 00749 Gü 11, S. 210 Register zu den zitierten Regestwerken WReg 00751 Gü 1 , S. 210 WReg 2501 Gü 1 , S. 230 WReg 00759 Gü 1 , S. 210 WReg 2506 Gü 1 , S. 230 WReg 01133 Gü 1 , S. 224 WReg 2507 Gü 1 , S. 238 WReg 01134 Gü 1 , S. 224 WReg 2582 f Gü 1 , S. 233 WReg 01328 Gü 1 , S. 261 WReg 2637 Gü 1 , S. 236 WReg 01409 Gü 1 , S. 230 WReg 3172 Gü 1 , S. 101 WReg 01448 Gü 1 , S. 352 WReg 3176 Gü 1 , S. 101 WReg 01595 Gü 1 , S. 217 WReg 3226 Gü 1 , S. 44 WReg 01668 Gü 1 , S. 238 WReg 3560 Gü 1 , S. 200 WReg 02099 Gü 1 , S. 77 WReg 3562 Gü 1 , S. 208 WReg 02112 Gü 1 , S.41, 71 WReg 3563 Gü 1 , S. 207 WReg 03751 Gü 1 , S. 238 WReg 3564 Gü 1 , S. 206 WReg 03754 Gü 1 , S. 238 WReg 3565 Gü 1 , S. 206 WReg 04823 Gü 1 , S. 70 WReg 3566 Gü 1 , S. 195 WReg 05783 Gü 1 , S. 261 WReg 3568 Gü 1 , S. 207 WReg 06075 Gü 1 , S.l WReg 3571 Gü 1 , S. 204 WReg 06116 Gü 1 , S. 199 WReg 3572 Gü 1 , S. 204 WReg 06153 Gü 1 , S. 99 WReg 3573 Gü 1 , S. 204 WReg 06713 Gü 1 , S. 261 WReg 3574 Gü 1 , S. 195 WReg 07029 Gü 1 , S. 261 WReg 3574 Gü 1 , S. 207 WReg 07282 Gü 1 , S. 70 WReg 3578 Gü 1 , S. 195 WReg 08061 Gü 1 > S. 7, 73 WReg 3581 Gü 1 , S. 195 WReg 08163 Gü 1 , S. 124 WReg 3584 Gü 1 , S. 195 WReg 08433 H. 7, 205 r ; H. 8, S. 339 WReg 3588 Gü 1 , S. 207 WReg 08544 Gü 1 , S. 211 WReg 3589 Gü 1 , S. 202 WReg 09027 Gü 1 , S. 211 WReg 3590 Gü 1 , S. 205 WReg 10337 Gü 1 , S. 238 WReg 3593 Gü 1 , S. 205 WReg 11219 Gü 1 , S. 209 WReg 3599 Gü 1 , S. 205 WReg 11245 Gü 1 , S. 209 WReg 3602 Gü 1 , S. 208 WReg 11684 Gü 1 , S. 208 WReg 3607 Gü 1 , S. 205 WReg 11689 Gü 1 , S. 200 WReg 3611 Gü 1 , S. 201 WReg 11691 Gü 1 , S. 206 WReg 3623 Gü 1 , S. 195 WReg 11707 ff. Gü 1 , S. 202 WReg 3656 Gü 1 , S. 201 WReg 12473 Gü 1 , S. 228 WReg 3865 Gü 1 , S. 224 WReg 12474 Gü 1 , S. 238 WReg 4636 Gü 1 , S. 47 WReg 12475 Gü 1 , S. 228 WReg 4645 Gü 1 , S. 212 WReg 12476 Gü 1 , S. 228 WUB 0823 Gü 1 , S. 304 WReg 12477 Gü 1 , S. 228 WUB 1806 Gü 1 , S. 279 WReg 12482 Gü 1 , S. 228 WUB2116 Gü 1 , S. 238 WReg 12485 Gü 1 , S. 229 WUB 3370 H. 7, 205 r ; H. WReg 12487 Gü 1 , S. 133 WUB 4306 Gü 1 , S. 279 WReg 12491 Gü 1 , S. 133 WUB 4941 Gü 1 , S.l 17 WReg 12493 Gü 1 , S.232 WUB 5381 Gü 1 , S. 206 632 saiSi '■ J >v-i •V ' ■ ; =~ •; :• . i . ■ fr ■ . ■, ■■■■:;■ ?•'•» Ä '•• IgMpB S V*: .-• if||ä$ •