Ein schoen und wunderbarlich Gedicht von einem Riesen genannt Sigenot, wie der König Dietrichen von Bern überwand, und in einen schlangenturm warf; darnach aber von dem alten Meister Hildebrand erschlagen, und der König durch den erlöset ward. Aus der ältesten Geschrift, guten Freunden zu lust und lieb, also ans Liecht gestellt, durch Meister Seppen von Eppishusen, einen farenden Schueler. Gedrukt am obern Markt, auf Neujar. 1830. anmerkung für den Sezzer: was rot unterstrichen, muß mit größerer schrift, und was mit Dinte unterstrichen, mit lateinischen Typen gesezt werden. Laszberg. Lieben Freunde! Ein bvoch das wart sich funden. Ze Furders in der stat. Das hette zvo den stunden Geschrift vil menges blat. Nun ⌜ zwar nicht die wilden haiden alda vergraben; sondern es ⌜ haben es lag an einem gar alten orte am Bodensee, der schon im iar 861. in urkunden vorkommt, und früher den graven von Montfort zugehörte, welche auch die dortige burg besassen. Daselbst wurde und im vorlezten herbste eine alte teutsche handschrift entdekt, welche unter die kleinode gehört, die in unserer zeit so selten mer aus dem alles verschlingenden Zeitstrom auftauchen, als die balsam- fläschlein des Ferabras aus dem bache, darein Olivier sie warf. Ich gelangte im lezten frülinge zum besize dieser schäzbaren membrane, und will nun sowol von irer beschaffenheit als irem inhalte, den freunden altteutser literatur hier nicht nur nachricht; sondern auch in den folgenden blättern eine probe geben. Der codex ist im kleinsten folio, auf starkes pergament, und mit eben so kleiner als zierlicher laienschrift, noch in der ersten hälfte des XIII. iarhunderts geschrieben; er enthält 148. blätter, von denen die meisten mit drei, merere auch mit zwei schrift- columnen bedekt sind. Sein inhalt sind alte teutsche gedichte, und zwar: I. Wilhelm von Orlenz, ein gedicht von mer als 15000 versen, und unbestreitbar das schönste unter merern grossen gedichten, welche von Rudolf von Ems, dienstmann zu Montfort auf uns gekommen sind. Es fällt in seine beste zeit; denn er selbst sagt darin, daß er es nach dem guten Gerhart, und Barlaam und Iosaphat gedichtet habe, welche noch in seine Knaben zeit gehören; man wurde aber damal mit 25 iaren noch ein knabe genannt. Rudolf starb, wie bekannt, im dienste Kais. Konrad IV. in Italien. K. Konrad folgte 1250. seinem vater Friederich II. im reiche und starb 1254. Rudolfs lezte arbeit war seine weltchronik, die er für kais. Konrad unternam; aber ire vollendung nicht erlebte: es scheint also, daß der Zeit nach Wilh. von Orlenz, zwischen dem Barlaam und der weltchronik inne stehe. Dies gedicht nun enthält, am ende der ersten abteilung, gleich der Alexandreis desselben verfassers, eine literatur oder verzeichniss der im bekannten teutschen dichter und irer werke, unter welchen auch Konrad von Fusisbrunnen, der verfasser des zweiten gedichtes dieser handschrift, erscheint. Noch wurde vom Wilh. von Orlenz keine handschrift des XIII. iarhunderts, ia, noch keine pergamenthandschrift aufgefunden; denn das verloren gegangene fragment der Uffenbachischen bibliotheke, ist hieher nicht zu rech- nen. Möchte doch, da wir nun eine, mit dem verfasser gleichzeitige handschrift desselben besizen, unser vererter altmeister Benecke ⌜ zur herausgabe entschliessen!.– ⌜ sich II. Das zweite gedicht dieser handschrit, ist vom leben Mariae und Iesus kindheit. Eine liebliche legende, aus dem stoffe der sogenannten apokryph: evangelien, von dem sich selbst nennenden Konrad von Fuozizbrunnen, warscheinlich einer geistlichen person, bearbeitet. Fuozizbrunnen ist, nach einer mitteilung meines hochvererten freundes des graven Friederich von Mülinen, das heut zu tage so genannte Schwen- delnbad im kanton Bern, welches bis ins XV. iarhundert erstern namen fürte; es war, nach gedachter auskunft, eine besizung der alten Freiherrn von Signau, und der dichter Konrad, möchte wol diesem hause angehört haben. Dies gedicht ist von mir für die zeitschrift des erzbistums Freiburg abgeschrieben, und wird bald in derselben erscheinen. III. Die himmelfart Mariae, von Konrad von Himelsfürte, ist der stof des dritten gedichtes in dieser handschrift. In der Dresdner Berliner handschrift nennt er sich von Henneswürte; aber wir wollen uns an die ältere urkunde halten. Dies gedicht hat wol grösseren wert in seinem altertume als in poetischem schwunge. Der ver- fasser, welcher sich den armen pfaffen Konrad nennt, und aller vermutung nach ein mönch war, hat es warscheinlich nach einer lateinischen überlieferung bearbeitet: ein pergament codex des XII. iarhunderts auf der öffentl: bibliothek zu Bern enthält Lectiones de assumptione beatae Mariae. IV. und V. sind one zweifel die wichtigsten stüke der handschrift. Der Rise Sigenot, und Eggen ausfart, gehören in den kreis des Heldenbuches, welches nach dem Nibelungenlied, die ältesten teutschen heldengedichte enthält. zu bedauren ist, daß das ende von Eggen ausfart nicht vollständig ist, und in dem kampfe Dieterichs mit Fasolts schwester die der schreiber aufhörte, ungeachtet noch plaz zur vollendung vor- handen war. In den ältesten drukausgaben beider gedichte, ist noch mer vom grundtexte vorhanden, als in den wenigen bekannten papier handschriften, die sämtlich aus dem XV. iarhunderte sind, und Kasp. von der Roen's überarbeitung der heldenbuchs, ist eigentlich eine verböserung desselben und auch aus dem XV. I. H.. Dieses sind also die ältesten bis iezt aufgefundenen urkunden, nicht nur von diesen beiden leztern; sondern von sämmtlichen in der handschrift enthaltenen gedichten, und in der überzeugung, daß ieder freund der altteutschen literatur sich mit mir über den gemachten fund freuen werde, gebe ich hier fürs erste den Risen Sigenot, und wünsche euch allen ein freudenreiches und beglüktes Neujar. pag. cod. 130. Sigenot. Woltent ir herren nu gedagen. Ich wolt vͥ vroemdi maere sagen. Von grosser vngeferte. Das her dietrich nie mait. Von bern vil mengen strit er straet. Vnd das in got ernerte. Do kund es nimer niemer sin ergan. Er rait dik aine von berne. Durch mengen vngefuegen tan. Das mugt ir hoeren gerne. Liep und lait im da geschach. Er sluok vil mengen tegen tot. Dar nach er eggen stach. II. Ain schilt den fuort er vor der hant. Do vant er einen wigant. Slafent in dem walte. Der was der aeller kuonste man. Der das leben ie gewan. Do erbaist der degen balde. Als ir in ferrost sach zehant. Sin huot im sere glaste. Sinen voln er sere bant. Ze aines bomes aste. Als er in under ovgen sach. Er wacht in hart vnsanfte. Des ivns das maͤre iach. III. Als in der rise ane sach. Das wort er zorneclichen sprach. Du bist der bernaere. Du fuerst den arn von loewen keln. ........................ Das ist mir harte swaere. Din viber muot ist gros an mir. Des han ich ser engolten. Rich ich minen neuen an dir. Des bin ich onbescholten. Ich sag dir iunger degen eben. Und gib dirs mine truͥwe. Es kostot dich din leben. IV. Her dietrich sprach zuo dem kuenen man. Helt du solt mich riten lan. Des hast eht iemer ere. Fund ich dich slaffend aelle tag. Das wort ich dir benamen sag. Ich gewakt dich niemermere. Das du min vigent wollest sin. Das wis ich nicht ze waere. Nu sprichest du hast gehuetet min. Vil dik in disem iare. Strites solt du mich erlan. Do sprach der rise kuene. Zwar das mag niht ergan. V. Die stang er do ze handen nam. Vnd sluog den wnder kuenen man. Den edeln vogt von berne. Ain also crefteclichen slak. Das er da vor im nider lak. Das mugt ir hoeren gerne. Wie dem helde da gelank. Dem kuenen bernere. col. 2. Es geschach im sunder sinen dank. Vnd was im harte swaere. Er hat dem tot ergeben sich. Won in der rise kuene. Fruog harte crefteglich. VI. Do sprach der herre dietherich. Von bern an fuͥrste lobelich. Muos ich nu hie uerderben. Do sprach der rise sigenot. Du kaem nie ze also grosser not. Du muost von mir ersterben. Das du mir ie lait hast getan. Das mag dich vil wol ruͥwen. Die bestast nih mer dekainen man. Das hab vf mine truͥwen. Sit du mir grinen hast erslagen. Der was min rehter oehan. Auch mocht ich dirs uertragen. VII. Do sprach der herre dietherich. Vil vrumer helt nu ruͥwet mich. Das ich dir tet ze laide. Es ist aen mine schuld ergan. Den lip waend ich uerlorn han. Als ich dich beschaide. Sin wip hart vngefuege was. Das was ain michel wunder. Das ich vor der ie genas. Si lag ob vnd ich vnder. Und druhte mich vf einen bank. "Das mir das rote wallebluot. Ze baiden oren vf trank. VIII. Da laid ich angest vnde not. Wan ich vorhte sere den tot. Do erlost mich min maister. Der ist gehaissen hiltebrant. Ain vserwelter wigant. Swas er ie gelopt das laist er. Dem wolg ich so ich beste kan. Also sprach der bernaere. Es muos an dinen gnaden stan. Vil stolzer degen maere. Sol ich hie behalten den lip. Do sprach der rise kuene. Mich ruͥmen nef vnd wip. IX. Vnder das vohs er in genan. Balde truog er in von dan. Ain grosse tageweide. Durch ainen wilden vinstern tan. Seht da huob er sich von dan. Viber aine schoene haide. Duͥ e des herren grinen was. Den kuenen bernaere. Da stuonden bluomen vnde gras. Es was im harte swaere. Das er kain wil da solte sin. Der rise vil vngefuege. Tet im vil grossen pin. X. Er warf in in ainen holen stain. "Da kain gesiht ovch in geschain. Do sprach der bernaere. Solt ich kain wil dar inne ligen. Der tot der muest mir angesigen. Das ist mir harte swaere. Ia herre got durch dinen tot. Nu hilf du mir von hinnan. So das ich kom von dirre not. Vnd mug min ors gewinnen. Wis es min maister hiltebrant. Er hulf mir von noeten. Mit siner ellenhaften hant. XI. Hern dietherich sere das uerdros. Von dan huob sich der rise gros. Den rehten wek gen berne. Vnd ovwe so sprach der wigant. Wider ritte mir maister hiltebrant. Den saeh ich harte gerne. En hat mir laides vil getan. Er vnd der bernaere. Es muos im an das leben gan. Ich gereche mine swaere. Erst schuldig an dem neuen min. Wird er mir in dem walde. Es muost sin ende sin. XII. Was er das wort da wolle sprach. Durch den walt er da gesach. Von maister hiltebranten. Der rait ain harte schoͤne mark. Baide michel vnde stark. Er fuort in sinen handen. Ain gern langen und dar zuo guot. col. 3. "Mit stahel wol bewnden. Selb hat eines lovwen muot. Wan da zen selben stunden. Sin schilt was lank vnd dar zuo brait. Ain swert wuort er an der siten. Das mengen helt uersnait. XIII. Als maister hiltebrant gesach. Sins herren ors gebunden sach. An ainen bom allaine. Vnd ovwe sprach der kuene man. Das ich das leben ie gewan. Er begunde sere wainen. Ich waen min her der sig tot. Der edel bernaere. Des muos ich liden grosse not. Ich geriche mine swaere. Also sprach maister hiltebrant. Han ich uerlorn den herren. So rum ich ovch div lant. XIV. Enmittent lief der rise zuo. Das was der ander morgen fruo. Mit ainer stahel stange. Die was sich harte wol geworcht. Si truok der rise unerforht. Wol drier klafter lengi. Si was von fieren eggen gros. Vnd sinwel da zer hende. Von des valendes genos. Nam menik man sin ende. "Kains wafens er do mere phlag. "Wan aines huotes von huͥten. Der tacht in vf den nag. XV. Er was mit listen wol geworht. Den truok der rise onerforht. Das font ir mir gelovben. Do erbaiste maister hiltebrant. Ain oserwelter wigant. Er wolt iens lebens rovben. Sinen voln er sere bant. Ze aines bomes aste. Das swert ergraif er mit der hant. Vnd huob es harte faste. Er sprach helt du solt mir sagen. Durch dine tugend ob du mir. Den herren hast erslagen. XVI. Do sprach der rise sigenot. Her dietherich muos beliben tot. In dem holen staine. Er hat mir laides vil getan. Das muos im an das leben gan. Als ich im erschaine. Das ich sin hie gehuetet han. Das han ich wol bewendet. Wan ivnser herre hat den man. Ze handen mir gesendet. Vnd waerist du maister hiltebrant. Der schuof mir mine swaere. Sin leben wod zertrant. XVII. Do sprach der ritter vauerzait. pag. cod. 131. "Helt das sol dir sin gesait. Hiltebrant bin ich gehaissen. Vnd bin von garten ovch geborn. Nu la dirs niht wesen zorn Ze manheit wil ich raisen. Den vil lieben herren min. Der ist geborn von berne. Her dietherich ist der name sin. Ich dien im harte gerne. So ich iemer allen beste kan. Sin swert zecht er drate. Vnd lief den risen an. XVIII. Die stang der ris ze handen nan. Ze hant do luf er in och an. Do Huog vf in der alte. Ain also krefteclichen slak. Das er da vor im nider lak. Der rise im ovch erschalte. Das hovbt er kam vf sinuͥ knie. Der stolze degen maere. Er wolt waenen das im hie. Der lip benomen waere. Von des starken risen slak. Schos im das swert von handen. Das es fer vor im lak. XIX. Der rise sprank da er vant. Das swert vnd zuht mit siner hant. Von der erde schiere. Er sprach du alter griser man. "Du muost zuo dinem herren dan. "Vnd waerent din noch fiere. Da ich in wol behalten han. In ainem holen staine. Dar in so muost di zuo im gan. Ir sont es han gemaine. Div ros er vie vnd fuert si dan. Da er da hat gelassen. Den herren lobesan. XX. Bi dem bart er in gevie. Hern hiltebranden vnde gie. Gen dem holen staine. Da her dietherich inne lak. Dis zoh sich vf den andern tak. Sin vroediv duͥ was klaine. Er hat uerlassen sich an got. Der edel fuͥrste riche. Dis war ie doch des risen spot. Das wissent sicherliche. O we sprach maister hiltebrant. Er kam in minen bart nie me. De kaines mannes hant. XXI. Die wil ich nu geleben mak. So wird ich niemer kainen tak. Vro von herzen mere. In gereche minen bart. Ich han ain vnsaelge vart. Da her getan so sere. Er braht in schiere fuͥr den berk. Da her dietherich lag gewangen. "Den buwton vil wilduͥ getwerk. col. 2. "Des muos in da belangen. Den bart den brach erm vs der hant. Do sach er sines herren. Swert hangen an der want. XXII. Als er das guote swert ersach. Lieber im do nie geschach. Sins moeht er niht gewinnen. Das truok der rise unmassen lank. Harte froelich er do sprank. Mit listeclichen sinnen. E sin der rise wurd gewar. So was er von der wende. Sins herren swert von stahel clar. Das zuht er mit der hende. Der rise im balde nach gesrait. Doch was er im endrunnen. Das was im sit her lait. XXIII. Do sprach sich maister hiltebrant. Nu wer dich grosser valant. Won es muos sin din ende. Sit du die stange hast uerlorn. Des fuerht ich klaine dinen zorn. Mit siner lingen hende. Den schilt er do fuͥr die brust nan. Dar in sluog also sere. Der rise das im das swert von dan. Niht wolte volgen mere. Er zuht das im der schiltr rieme brach. Nu mugt ir gerne hoeren. "Was wunders da beschach. XXIV. Der wigant maister hiltebrant. Der sluog im ab die lingen hant. Das si lag vf der molten. Vnd do der rise das beuant. Vf den schilt trat er zu hant. Das swert er gewinnen wolte. Der alt im do hin naher trat. Vnd sluog im aine wnden. In ain bain das er ze stat. Wart vf den knuͥwen funden. Dannoch wert sich der kuene man. So ser das er da wande. Den lip verloren han. XXV. Her hiltebrant der kuene man. Das swert ze baiden henden nan. Er sluog im von dem hovpte. Vntz vf den fessel hin ze tal. Da wart ain vngefuegen schal. Sus er in lebens rovbte. Der rise stuont vf den knuͥwen sin. Das hobt moht niht erlangen. Her hiltebrant mit sinem swerte sin. Doch was sin not zergangen. Wan es was da des risen tot. Sus half er sinem hern. Von bern vf grosser not. XXVI. Als er den sig an im gewan. Vil balde huob er sich do dan. Gen ainem holen turne. "Da her dietherich inne lak. Vnd vngefuegi sorgen phlak. Von mengem starken wrme. Der smak tet do laid vnd ser. In dem holen staine. Dem vil edeln fuͥrsten her. Er was so gar vnraine. Das er kam in so grosse not. Das er des waͤnen wolte. Er muosse ligen tot. XXVII. Do sprach sich maister hiltebrant. Bist du von bern ain wigant. Ich frage dich gern der maͤre. Von wannan du waerst her bekomen. Das het ich gerne uernomen. Nu sag mir helt gewaere. War hast du dine sinne getan. Das du ritest ainge von berne. Nu hast doch mengen frumen man. Der mit dir ritte gerne. Du hast burklehen enpfangen hie. Dir ist geschehen als mengem. Der guot ler vͥber gie. XXVIII Du wilt mir laider volgen niht. Des schaid ich mich wie mir geschiht. Von dir vnd lan dich aine. Da sprach der herre dietherich. Von bern ain fuͥrste lobelich. Vsser dem holen staine. Mir ist ain wenig missegan. "Das solt du niht enzuernen. col. 3. "Den lip ich noch gesunden han. Vor disen starken wurmen. Maister la din zurnen sin. Hilt mir ze lieht ich uolge. Dir an das ende min. XXIX. Do sprach maister hiltebrant. Ain vserwelter wigant. Das taet ich harte gerne. Nu wais ich laider wa ald wie. Ich vinde kaine laiter hie. Do sprach der helt von berne. Vnd wilt du haben minen rat. Sus kum ich hinnan drate. Das mir hie niemer missegat. Nie volge minem rate. Zersnide gar din guot gewant. Vnd strik an ander. Vnd gib mirs an die hant. XXX. Des aentwurt maister hilthebrant. Ain vserwelter wigant. Vnd sprach er taet es gerne. Sus zersnait er sin gewant. An an ander ers do bant. Durch den helt von berne. Das sail lies er den stain hin in. Das vie der berner schoͤne. Er sprach zuͥh of maister min. Das ich dirs iemer lone. Das sail enzwai brach als ich las. Her dietherich viel so sere. Das er vil kum genas. XXXI. Als her hilthebrant das gesach. Laider im do nie geschach. Er begunden wainon sere. Vnd sprach ovwe das ich ie wart geborn. Han ich minen herren sus uerlorn. Das ich in niemer mere. Gesich dast miner vroeden slak. Sus rief er claegeliche. Er sluok zu den brusten al den tak. Sich selber creftecliche. Die klag erhort er in dem stain. Er sprach halt dich wol maister. Vnd var hin wider hain. XXXII. Wan kaem ich vs in dine phlicht. Ich moekte doch genesen niht. Vor dem grossen walle. Nuͥ tuo dich balde von dem weg. Vnd kunst du in des risen phleg. Do ruoft er zu hant mit schalle. Ist das war das du durch mich. Dis komen her ze strite. So gib ich dir min truͥwe er muͥrdet dich. Des ich dieh niht enbitte. War hain la dir bewolhen sin. Min wip vnd ovch dietheren. Den broder min. XXXIII. Her hiltebrant gie in den berk. Da vant er slaffend ainen getwerk. pag. cod. 132. "Er ergraif in bi dem barte. Er was gehaissen eggerich. Das getwerk gar lobelich. Das ersrak alto harte. Herre wie hant irs gedaht. Ir hant gerovffet mich gar sere. Wer hat mich zuo im braht. Verhelnt michs nit mere. Das ir mich so gerovffet hat. Do sprach der kuene. Din leben an mir stat. XXXIV. Wilt aber du behalten din leben. So mustu du mir die lere geben. Wie ich nu den bernaere. Der hie bi gewangen lit. Do sprach egger an dirre zit. Ich gib dir guote lere. Nie sag mir wie ist er genant. Das wis ich harte gerne. Do sprach sich maister hilthebrant. Es ist der vogt von berne. Ovwe so sprach das klain getwerk. Wen kam min her von berne. Her in den holen berk. XXXV. Ald wen wart er gewangen hie. Das mich das nieman wissen lie. Das nimt mich michel wunder. Ni sag an maere wigant. Hat er sin staehelin gewant. "Ist er noch wol gesunder. "So mag sin werden vil guot rat. Do sprach aber der alte. Ain ris in hie gewangen hat. Mit michelm gewalte. Er warf in in den holen stain. Da nie seit gottes gebuͥrte. Kain lieht mer in geschain. XXXVI. Ich wil dir ovch min not klagen. Er hat mich nach ze tot erslagen. Doch han ich im uergolten. Swas er im ie hat gegert. Des han ich in gewert. Ich bin sin vnbescholten. Ich waen ich hab in gar zerkloben. Vil reht da zem herzen. Ich wil sin ivnsern herren loben. Es muos in iemer smerzen. Ich han sin leben im benomen. Rat herzog egrich schiere. Wie wir von hinnan koment. XXXVII. Do sprach das wenige getwerk. Gang samir fuͥrbas in den berk. Da lit ain laiter swaere. Die des herren grinen was. Fuͥr war so solt ir wissen das. Ich tuon dich sorgen laere. Div gat nider in den holen berk. Vnd ist von leder veste. Si worchtont listiguͥ getwerk. "Darumbe man si geste. "Es nam den alten bi der hant. Vnd fuort in gar gerihte. Da er die laiter vant. XXXVIII. Als er die laiter ane sach. Lieber im do nie geschach. Er hub si vf allaine. Er moht niht me geruhen han. .................... Er gie hin zuo dem staine. Da her dietherich inne lak. Mit sorgen gar gewangen. Sus hulfenz im vs an den tak. Vnd lien die laiter hangen. Ze hilt dem herren al hin in. Er sprach vil lieber herre min. Nim hin die laiter min. XXXIX. Her dietherich wart ir schier gewar. Vil balde huob er sich do dar. Sus trat er an die stige. Als er zem turn her us do gie. Also kuͥndet man vns hie. Das ich ir niht enliege. Er was ain naht dar inne gelegen. Es duht in drisig iare. Als er do kam vs an die stegen. Des vrowt er sich ze ware. Do sprach der herzog eggerich. Sint willekomen us sorgen. Von bern her dietherich. col. 2. XL."Des genaet im sa ze hant. Her dietherich der wigant. Er sprach zuo dem getwerge. Von wannan bistu her bekomen. Das het ich gern uernomen. Wonst du hie in disem berge. Der alte sprach nu wolge mir. Enphah den helt vil schoene. Er hat des libes geholfen mir. Dar vmbe im dienstes lone. Er haiset herzog eggerich. Er hat buͥrg stet vnd luͥte. Vnd ist ain fuͥrste riche. XLI. Des genat im sa ze hant. Her dietherich der wigant. Er sprach zuo dem getwerge. Got lon dir herzog eggerich. Ich han von dinen schulden mich. Erloest vs disem berge. Darvmbe wil ich dienen dir. Das wissist sict siccherliche. Swen du gebuͥtest mir. Du bist so tugende riche. Des vrovte sich das klain getwerk. Vnd huob sich harte balde. Hin in den holen berk. XLII. Der berner sprach do maister min. Als lieb als ich dir mug gesin. Wie hast den lip behalten. "Ich sag dir reht wie mir geschach. col. 3. Ain bon er us dem herde brach. Mit slegen manig valten. Reht sam ain wilder dunr slak. Sluok er mir fuͥr die oren. Ich waend es waer min iuͥngster tak. g Sus wart ich zainem toren. Duͥ barwat mir vil gar zerbras. Ich wand es waer min ende. Sus fiel er vf das gras. XLIII. Bi minem bart er mich gevie. Bald er do von dannan gie. Gen ainem holen staine. Also sprach maister hiltebrant. In minem barte lag sin hant. Do wart min vroede klaine. Won ich da alles des uergas. Das mir ie wart ze liebe. Den bart er mir da us gelas. Sa reht als ainem diebe. Er het mich senfter wol getragen. Hie lant die red beliben. Ich han in drum erslagen. XLIV. Hie mit schiedent si von dan. Her dietherich vnd der wise man. Hin gen der stadt ze berne. Da wrdent enpfangen. Mit vroeden als man herren sol. Enphahen vnd sehen gerne. Sus clegton suͥ ir vngemach. "Den rittern vnd den vrovwen. Das in in dem walde geschach. Vnd wie si muosten schovwen. Grosse not von der suͥ schiet. Her hilthebrant vs sorgen. Sus hebt sich eggen liet.