Ein huͤbsch lied vonn ainem ritter auß der stegermarck. ge nant Drymünitas md von aines Kün nigs tochter Floredebel. In des Her zog ernst thon. von einem alten druͦk abgeschriben durch Sepp von L. 1832. ⸿ O reicher got im hoͤchsten sal Hilff mir prowiren maß vnd zal Die silbe reimen zwingen Ich bit dich won mir hilfflich bey Dann das ist ietz kain fantasey Dar von ich eich will singen Von ainem ritter auß steuermarckt Von adel hoch geboren Der was schoͤn stoltz vnde starck Er het kurtzlich verloren Sein vater durch des todes band Sein land gab er aim ritter ein Ritt selb nach dienst in frembde land ⸿. Er kam gen denmarckt an den hoff Als er von erst empfieng den toff So thet ym allzeit lieben Gerechtigkait zucht scham vnd er Goͤtliche forcht vnd weyse ler Dar ynn thet er sich geben Sein vater an seym letsten ent Het ym vier leren geben Der sun verhieß ym by der hend Die weil er het sein leben Woͤlt er ym deß gehorsam sein Das hielt er steet biß in sein grab Des ward sein lob vnd eer nit klain ⸿. Der ersten ler er trülich pflag Er hoͤrt ain meß taͤglich all tag Wa er das kund geschicken Das in nit hindert liebes not Darnach gab er sein taͤglich brot Den armen offt vnd dicke Das drit das ym sein vater riet Er solt kain weybsbild schmehen Der iunckfrawschafft ir er behielt So wirr dir preyß veryehen Das vierd das ist die priesterschafft Die soltu all zeyt eren thun Dar durch so wirstu sygenhafft ⸿. Kain mänlich that schluͦg er nit ab Als ich von ym gelesen hab So was er noch vil kiener Dann der hector von troye was Gar offt so bewert er das Dar zuͦ was er vil schoͤner Dann salomon der künig werd Kain ritter lebt im lande Der in moͤcht letzen auff seym pferd Wer gen ym helm auff bande Dem macht er seinen sattel ler In aller ritterlicher that Behielt er all zeyt breyß und er ⸿. Der küng der het ain tochter zart Kain Schoͤner mensch gesehen ward Ain erb des künig reiche Floredebel was sy genant Die schoͤn hellen auß kriechen land Mocht ir gar klain geleychen Die het den ritter haimlich lieb Vmb sein ritterlich wesen Ain brieff sy ym gar haimlich schreyb Der stund also im lesen Te enfius edler iüngling schon In den marg muͤsen werden Künig sol ich vnd du das leben hon ⸿. Mein hertz das hat dich ausserwelt Kain man auff erd mir baß gefelt Schweyg still zuͤ disen dingen Ich hab meins vaters lieb vnd gunst So kan ich noch wol so viel kunst Das ichs darzuͤ wil bringen Vnd das man vns zuͤ samen geyt Ist es deins hertzen wille Verschreib mir es bey guͤtter zeyt Gantz haimlich in der stille Der iũngling schreib ir wider her Wa das mit willen moͤcht gesein Kain sach auff erd ym lieber wer ⸿. Die iunckfraw leit sich an ain beth Kain wort sy fuͤr baß nit mer reth Dann nun schreyen vnd gelffen Der künig der was betrübet ser Nach mayster schikt er nach vnd fer Wer sein tochter muoͤcht helffen Dem woͤlt er geben grosses guͤt Da sy iern harn besahen Ir hertz das bran ir wie ain gluͤt Die puls begund ir schlahen Die maister sprachen zuͤ dem king Näturlich ist sy ye nit kranck Beschawen selb zuͤ disem ding ⸿. Der küng gieng zuͤ seim kind behend Er sprach dein augen zuͤ mir wend Vnd klag mir deinen schmertzen Von natur bistu ye nit kranck Ist es anfechtung vnd gedanck Das dir leit in dem hertzen So klag mir hie dein ungefell Bey meiner küngklich krone Es sey auff erden was es woͤll Ich will dir helffen schone Sy sprach die hast an deinem hoff Ain edlen ritter also kluͤg Kain nacht on in ich nimmer schloff ⸿. Wie wol er mich nie hat beriert Wann er mir mit zuͤ tayle würt So will ich mich verwegen Er leyb vnd guͤt in diser not Ich will mich geben in den tod Der sol für baß mein pflegen Der küng der sprach ist das dein ger Stand auff er muͤß dir werden Vnd wann er nun ain sey hiert wer Wie wol es lebt auff erden Kain ritter der im sey geleich Er ist von guͤtem stamm geboren Von stadelburg aus oͤsterreych forse Adelburg? ⸿. Der küng besamelt seinen rat Er sagt den herren von der that Sy sprachen alle sande Weyl got beschuͤff hymel vnd erd So lebt kain teurer ritter werd In teutsch vnd welschem lande Er ist wol werd das er die kron Nach euch im reych auff traget Sy schickten nach dem iüngling schon Vnd nach der edlen maget Die zway man da zuͤ samen gab Es lebt kain mensch im gantzen land Er het besunder froͤd dar ab ⸿. Dem küng sagt ⌜ groß lob vnd danck ⌜man? er? Er sprach ich will mein leben lanck In ewern gnaden streben Der küng der sprach sy hat dich hold Für kaiser küng fürsten vnd gold Die weyl du hast dein leben Solt die sy des geniesen lon Darumb will ich dich bitten So über gib ych dir mein kron Wann mich hat hie bestritten Der bitter tod durch all sein krafft Die sach hast du zuͤ wegen bracht Mit deiner frumen riterschafft ⸿. Die hochzeyt wert wol dreyssig tag Das man nie solcher Freuden pflag In kaines fürsten lande Wer die zway menschen ane sach Von grund seins hertzen er veriach Weyl die welt wer gestanden Her got auff erd zway menschen bild So schoͤn nie personieret Auß franckreich kam ain ritter milt Der ward gen hoff gefieret Der schaut die fraw gantz ynnigkleich (Het? Er sprach kain fraw ir gleichen mag Dann die küngin auß franckenreich ⸿. Die ist die schönest in der welt Ir form vnd bild er wol erzelt Das ain gern noch moͤcht schawen Dryumphus der nams in sein or Da etlich zeyt vergangen war Er sprach zoͤ seiner frawen Man sagt vns von dem schönsten weyb Das leb vnder der sonnen Auß franckenreich der Küngin leyb Woͤlt ir mir das vergunnen So wil ich schauwen ir figur Ich wil euch gmalot bringen her Die adeliche creatur ⸿. Die küngin sprach was wer die mie Ich wil ir bleiben bei mir hie Darumb wil ich eüch bitten Die weyte raiß wer gar vmb sunst Was brecht es dir freüd oder lust Wann du schon all ir sitte Ir form vnd bild vnd weyß erfürst Was freud mag es dir bringen das Da ynn ich fraw durch ewern leyb mynn? Ich glaub nit das auff erden leb Dann ir kain adelicher weyb ⸿. Mein hertz hat weder rast noch ruͤ Bis ich die küngen schawen thuͤ Ich will schnell wider komen Ich bit eüch gebt den willen drein So gib ich eüch die trewe mein Das ich mich nit wil somen Die küngin was betriebet ser Die sach was ir gar leyde Er nam ain knecht vnd auch nit mer Vnd thet von dannen schayden Er kam gen frankreich in das land Nu hoͤrent hübsche abenteür Was lieb vnd layd ym stieß zuͤ hand ⸿. Er kam gen frankreich an den hoff Er kund gar wol der welte loss Kain man was ym geleiche An form vnd gstalt an weyß vnd berd Er was ain edler ritter werd Die küngin auß franckenreyche Die het die teutschen sunder hold Da sy die sach vername Sy ziert sich in silber vnd gold Dem riter sy bekame Da sy den ritter schawet an Sy dacht seyd got mich erschuͤff Sach ich auff erd kain schoͤnern man ⸿. Ains tags der küng ritt auff das feld Mit seinen winden in die weld Nach kurtzweyl wolt er iagen Die fraw mit liebe was vmbstrickt Haymlich sy nach dem ritter schickt Sy sprach ich muͤß euͤch fragen Was sucht ir hie in meinem land Ir seind auß teutscher arte Der ritter antwurt ir zuͤ hand Gnedige fraw so zarte Das schafft euͤr rainer stoltzer leib Ich han von iugent auff gehoͤrt Es leb kain adelicher weyb ⸿. Darumb ich eüch ym besten schaw Ich bit eüch adeliche fraw Ir woͤllent mir vergünnen Als ich da haym versprochen hab Ich sold eüch lassen malen ab Ee das ich schaid von hinnen Die küngin Sprach das thuͤn ich gern Seind ir drum auß geriten Der sach der will ich eüch gewern Doch ains will ich eüch bitten Ir muͤssen selb der maler sein Es wer mir auff mein truib layd Wa das erfier der herre mein ⸿. Er Sprach ir seind deß vnuermert Bin ich das fraw von eüch gewert Sy sprach ya her zuͤ hande Sy hetten ainen kurtzen rat Sy fürt ynn in ir kamenat Da zoch sy ab ir gwande Sy ließ in schawen iren leib Nach allem seinem willen Er legt sich zuͤ dem schoͤnen weyb Gantz haymlich in der stillen Nach solcher froͤd kumbt gern groß laid Da sy vollbrachten iren lust In dem entschlieffen sy all baid ⸿. Der küng het ain alt kamer weyb Die solt bewarn der küngin leyb Die thet dem künig das kunde Wie sy da bey aim ritter leg Der küng der kam zuͤ stunde Vnd stieß schnel auff die kamer thür Die zway waren entschlaffen Er sprach da hilffet gar nicht für Am leyb wil ich sy straffen Man fürt den ritter in ain thurn Der küng het gar schnell ainen rat Wie er woͤlt leben mit der huͤrn ⸿. Do das erfuͤr des ritters knecht Er dacht o we da hilfft kain recht Mein herr muͤß laider sterben Der knecht saß auff sein pferd zuͤ hand Vnd rit gen denmarck in das land Von stund an gund er werben Vnd falscher lieb mit ym pfleg Merckt nach der iungen küngin klar Die sach ehet er ir künden Vor layd raufft Ly auß manig har Ir hend die thet sy winden In dem saß sy schnel auff ain pferd Vnd rit gen franckreich in das land Nun hoͤrt wie sy ir trui bewert ⸿. Ain schermesser sy mit ir nam Vnd do sy zuͤ dem thuren kam Da er ynn lag gefangen Sein huͤten vier mit starckem leyb Sy sprach ich bin sein elich weyb Vnd bin so weit her gangen Land mich zuͤ ym in thurn hinab Ir solt des wol geniessen Zway hundert guldin sy in gab Sy theten ir auffsschliessen Vnd liessen sy in thurn zuͤ tal Ee das sy mit dem ritter ret Sy kysset in wol hundert mal ⸿. Sy sprach ich hon dirs vorgesagt Nun sey es got von hymel klagt Es gat dir an dein leben Ach got wie sol ich dich bewarn Nym dise schissel vach dein harn Dein antlit wesch gar eben Ain scharsach han ich wol bewart Damit solt du dir scheren Auß deinem antlit har vnd bart So wil ich dich geweren Das ich dir helffen wil dar von Dein klaider solt die ziehen auß Die meinen solt du ane thon ⸿. Vnd vor den hieter klag dich ser Dein hend die wind vast hin und her Dein andlit thuͤ bedecken Wann das geschiwt so merck mich recht Mit zwayen pferden finst dein knecht Dusz in des waldes hecken Sitz auff das ain vnd reyt dar von Nit acht wie es mir gange Des rechten wil ich warten nun Vielleicht lig ich nit lange Daß ich erlöß eür bayder leib caetera desiderantur. Erratum. Seite 1. zeile 3. lies: Drynumitas 1836. am 24 April, eine abschrift hievon an H: Archivdirector Dr. Mone nach Karlsruhe zum einrüken in den Anzeiger gesendet. Joseph von Laszberg