Stein den 20 Janu 1824. Eher in Constanz, als in der Villa Eppo- nis hatte ich Ew. Wohlgeboren diesen Win- ter gesucht. Ihre Einsamkeit ist Gewinn für die Wißenschaft. Oft habe ich mir seit wenigen Monaten statt so mancher verdien- licher Geschichten die mich an den Studien verhinderten einen unserer Winkel gewünscht um abgeschieden mit den Abgeschiedenen um zu gehen. Ihre Anfrage kann ich zum Theil aber nicht ganz beantworten. Beringen unterschei- det sich von Beringen bey Zell schon in der Aussprache. Jenes heist Bĕringen, dieses Bēringen. Unser Beringen ligt eine Stunde unter Schaffhausen und ist bekannt wegen seiner vortrefflichen Kirschen. Das Dorf Ben- gin kommt in unsrer ältesten Urkunde vor. z. B. in dem Vergleich der Erzb. Bruno (Reischurgeschenk III. p. 9.) Noch früher finde ich Chuno von Beringen als Zeuge der Schenkung, welche die Schwestern Irmengard und Hedwig machten(Eb. p. 7). Die Mitzeu- gen, von denen die meisten Nachbarn waren Trudewin de Grizbach, Bernard de Coningen, Gunther de Ergoltingen dienten auf unsrer Burgen hier: auch geschah die Schenkung in Schaffhausen. Der gleiche Chuno war 1102 Zeuge als Herzog Bertold(Eb. p. 4) seine Ansprüche aufgab, mit vielen thurg. und Klett- gauischen Edeln Sonst habe ich in unsern Urkunden bis jzt keine Spur der von Beringen mehr gefunden. Nach der Historia nigrae Silvae T. 3 p. 126 lebt 1223 in St. Blasien Henrich de Beringen Camerarius."Auf der Anhöhe von Beringen gegen der Enge am äußersten Giebel der Berge auf einem Fel- sen, sagt unser Chronist Jacob Rüeger (der am Ende des XVI. Saec. lebte) ist noch Anzeigung eines Schloßes oder adelichen Si- zes, nahmlich, ein alt Gemäuer und einen Hau fen Stein mit einem Graben umgeben, das nennen die Beringer noch der alte Burgstall." Auch stand im Dorf selbst ein alter Thurm mit einem Graben umgeben, den 1394. Herr Judas Löw einem Bauern verleiht. Eine Branche, der Hünen von Schaffh. nannten sich von Beringen. der erste Ulrich 1299. In der Urkunde von 1150. kommen mehrere?kletegeu?, so Edle vor, da eben so wohl daraus Hundweiler wie auch der C. B. A. annimmt, daß unser Beringen gemeind sey. Zu Auslöschung der Geschlechter oder Herzen kann ich nichts sagen. Aus dem XIII Saec sind nur wenige Urkunden übrig... Nehmen Sie beiliegendes drittes Blatt gütigst an. Noch ist der Advocat Adel- bert Graf zu Mörsberg wegen seiner Her- kunft eine räthselhafte Persohn. Haben Sie in Urkunden dieses Geschlecht nirgends gefunden? Eben sagt mir ein Mann der lang in Beringen lebte, daß der auf voriger Seite bezeichnete Plaz jezt noch der Burgstall heiße. Mit wahrer Achtung Ew. Wohlgeboren ergebenster M. Kirchhofer. Westerspül. aus einem Schreiben des H. Pfarrers Kirchhofer zu Stein an mich, ddto 28 Hornungs 1827. "Wesperspuel, in späteren zeiten eine besizung merer edlen von "Schafhausen, habe ich in unsern schriften nur zwei mal gefunden, "nämlich 1317. der Ritter Hans, welcher dem Niklaus von Fulach "einen hof verkaufte, und Ulrich von Westersbül, der 1278 bürger "in Schafhausen war. Er war unter den 150 bürgern, welche dem "Heinrich Briemse daselbst, durch unterschrift einer urkunde, das eigen- "tum des damms und einer schifstelle, gegen Hormann von Winkelsheim, be- "zeugten, die lezterer vor gericht ansprach.(Siehe Schafhauser neujars- "blat 1826. seite 5. unten) Iohann soll 1375 der lezte seines geschlechts "gewesen sein. Nach Werdmüllers Memorabilien, war Udelheid von "W. 1259. die erste Abtissin zu Wurmspach am obern Zürcher see. "In Herrlibergers Topographie sind der Hof und die Ruinen von Wester- "spül abgebildet, nebst dem doppelten wappen, das eine wie Nº. 449 im "Reichenauer schildbuch, das andere drei schwarze Posthörner im gelben feld. "Singen und dichten könnte man dort wol, der wein von Westerspül ist "jezt noch als vortreflich bekannt." u.s.w. Nach Hottingers Kirchengesch: II. 65. ward wurmspach 1259 gestiftet durch gr: Rudolf von Rapperschwil und seine gemalin Mechtild. 1259. Udelheid von Westerspül. äbtin zu Wurmspach. 1278. Ulrich von W. burger zu Schafhausen. 1317. Hans von W. verkauft einen hof an Niklas von Fulach zu Schafhausen. 1375. Johann von W. der lezte seines geschlechts.