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Hoftagebuch

1835-1917

Geschichte, Entwicklung, Verbreitung und politische Ausrichtung

Zu den täglichen Routinen eines absolutistischen Hofes gehörte auch das Hoftagebuch, das es in Karlsruhe seit den 1770er Jahren, also seit der Zeit Markgraf Karl Friedrichs von Baden-Durlach, gab. Die letzten Eintragungen stammen vom Dezember 1917. Das Hoftagebuch wurde vom Hoffourier, später Kammerfourier genannt, geführt, der die Funktion eines Zeremonienmeisters hatte. Die Eintragungen in das Hoftagebuch erfolgten Tag für Tag und sind meistens kurzgehalten. Das Hoftagebuch ist nicht allein für das Geschehen bei Hofe eine wichtige Quelle, sondern lässt sich auch hinsichtlich der Außenbeziehungen und der Diplomatie Badens auswerten.

Das Hoftagebuch wurde bis 1899 handschriftlich geführt und per Hektographie vervielfältigt, ab 1900 in Lettern gesetzt und gedruckt. In den Jahren des Ersten Weltkriegs wurde der Druck zugunsten des Einsatzes der Schreibmaschine und der Vervielfältigung per Matrize wieder aufgegeben.

Die Hoftagebücher sind nach Jahren und Monaten erschlossen, so dass mit Hilfe der Kalenderfunktion eine exakte Recherche möglich ist. Dazu ist bei den einzelnen Monaten das jeweils erste Datum, zu dem sich ein Eintrag findet, angegeben. Wenn Sie dieses aufrufen, gelangen Sie zu den Digitalisaten des jeweiligen Monats. Zudem sind die gedruckten bzw. maschinenschriftlichen Jahrgänge 1900 bis 1917 volltexterkannt und können durchsucht werden.

 
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