der Schwanen und Roſen. 11 Davon auch nur der Dampff den Geiſt zur Liebe reitzet/ Die vor dem Suͤnden Fall uns in die Adern kam. Er fuhr mit dieſem Pfeil in Gold und Poreelane/ Beſonders merckt er ihm ein Glas mit einem i Schwane/ Und eines deſſen Mund wie eine Roſe war; In dieſes trachtet' er das ſuͤſſe Gifft zubringen/ Roſell und Olerin mit Liebe zubezwingen; So nennen wir itzund das angenehme Paar Das Abſehn gieng nach Wuntſch; nach dieſem ſchlauen ſchertzen Floß das Getraͤnck in Muud/ die Lieb' in Geiſt und Hertzen/ So endlich aue dem Hertz auch in das Auge trat; Das Auge ſo in uns verdolmetſcht wenn wir ſchwei⸗ gen/ Und durch verliebten Blick von ferne pflegt zuzeigen/ Wie deſſen Criſtallin auch ſeine Zunge hat. Cupido war erfreut durch dieſes Sieges⸗Zeichen/ Und ſeines Wuntſches Ziel mit Freuden zu errei⸗ chen/ So ſteckt er bey dem Licht ein rundes Weſen an. Es gleichte ſich an Form den kleinen Feuer⸗Ballen⸗ Diß ließ er wol entbrand hin auf den Boden fallen/ Davon ich den Geruch nicht wol beſchreiben lan. Diß was der Araber ſchaut uͤberfliſſig rinnen/ Wird dieſer Liebligkeit uicht aͤhnlich werden koͤnnen. Und
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