> gir unſern teuren Dafnis an/G wunderſchoͤn Er ſingen kann/hoͤrt doch das ſchoͤne Wortgepraͤngeund die kunſtfuͤglichen Geſaͤnge.Izt hoͤbt Er Weiber Himmelahndie viel dem Himmel nach getahnund weil Ihr Loob wehrt auszubreitenſo ruͤhmt Er ihre Preiſlichkeiten.Hingegen klagt Er ander ahndi mmer gehn auf falſcher Bahn/und ſagt der Freundlichkeit der Frauenwoll Er zu keiner Zeit mehr trauen.Dahruͤm/ als Er erſt auf den Neidgefuͤhret einen Tugend Streit/verwirft Er ein ⸗ und andrer Seitenzug leich die Liebes Eit elkeiten.Wie Er denn alles/ dieſs und das/den Waͤlt Schmukk/ Bluhmen/ caub und Graaſ/die Zeit und auch des Maͤnnſchen Lebener Nichtigteit ſind untergeben.Innhalts LieddesRiſtiſchen Zehns.Er üůͤbergeht den Erden Kreif/etwoͤgt dahrinnen allen Preiſ/und findt daß alles muſſ vergehen/nuhr Kunſt und Tugend bleibe fehiDas Leben ſei voll Ungemach/voll Kreuz und Noht/ voll Weh und Ach⸗Ja keiner hab alhier das Lebender nicht dem Sterben mit ergeben.Der Huͤrt auch/ Wahrmund ſei gebracht/zur oͤden⸗aus der Liebes Nacht/aus heutrer Freud in truͤbes Leiden/durch ſeiner Schaͤfferinn Abſcheiden.Zulaͤtſt beſinget Er das Glukk/und den Luſtvollen Himmels Blikk/in welcher dort die Seelen lebenwaͤnn Sie hier gute Nacht gegeben.Iſt das nicht ein fürtraͤfflichs Zehn/dergleichen wihr ſonſt nicht geſehn⸗Dahrdurch und durch viel andre Sachen/wird Dafnis ſich unſterblich machen.