$(4) X;und vertretten, und in allen Stuͤcken, wofern nicht in mehr ge⸗dachter guͤldener Balle oder ſonſten ein anders verordnet, durchdieſe beede hohe Reichs⸗Membra, die hoͤchſte Perſon eines Roͤm.Kayſers, und zwar nach bereits dick⸗ermeldter gůͤldnen Bull Cap. V.dem Durchl. Pfaltzgrafen bey Rhein, als des Heiligen ReichsErtz⸗Truchſes, in denen Landen des Rheins, Schwaben undFraͤuckiſchen Gebiets, worzu der gantze Donau⸗Strohm biß andie Ungariſche Graͤntzen, Tyrol, Kaͤrndten, Krain, Steyer⸗marck, Oeſterreich, Beyern, der Rheinſtrohm von der Schweitzan bif in die Niederlande, und demnach der Ober⸗und Nieder⸗Rheiniſch⸗Schwaͤbiſch⸗Vayriſch⸗Fraͤnckiſch⸗ Oeſterreichiſch⸗Weſtphaͤliſch⸗ und Burgundiſche Crayß, mit Ausnahm der⸗jenigen Lande, die heutiges Tags vom Reich abgeſondert, gehoͤ⸗tet: und dem Durchleuchtigen Hertzog zu Sachſen, des Heil.Reichs Ertz⸗Marſchalck in denen Orten, da die SaͤchſiſcheRecht gehalten werden, worunter eygentlich der Ober⸗ und Nie⸗der⸗Saͤchſiſche Crayß, und diejenige Laͤnder und Herrſchafften,welche Zeit der guldenen Bulle das Sachſen⸗Recht abgeſchafft;ꝗls da ſeynd die Hertzogthůmber Braunſchweig, Luͤneburg, Pom⸗mern, Bremen, Mecklenburg, ꝛc. begriffen,(doch will manallhier gedachten hohen Fuͤrſtl. Haͤuſern, wegen der etwa zwi⸗ſchen denenſelben annoch obſchwebenden Strittigkeiten keinesWeges an ihren Rechten zu nahe geredet haben,) reptælentiretund vorgeſtellet.Es beſtehet aber dieſer beeder hohen Reichs ⸗VicatienMacht und Gewalt meiſtentheils darinnen, daß ſie alsbaldendem Kayſerlichen Cammer⸗Gericht zu Wetzlar, welches binnenwaͤhrendem Interregno eroͤffnet verbleibet, ein gemeines Vicariat-Inſiegel, womit alle Nothwendigkeiten daſelbſten ausgefertigetwerden, uͤberſenden; und iſt dieſes das einige hohe Gericht, ſoſelbig conjunctim verwalten, ſintemahlen ein jeder hernachmahlsuͤber die ibme inbeſonders zugeordnete vorhererwehnte Provintzenund Lande fein eygen Vicariats. Regiment, oder von ihnen ſo ge⸗nannteenh a r a a a