X(40) SE Cathol. und Allerchriſtl. Koͤnige einmahl erhalten/ nicht geſchwaͤchet oder gar zu Grund gerichtet werden/ wie ſie nothwendig vermindert wer⸗ den muͤſten/ und nicht laͤnger tauren wuͤrden/ wann ſie durch dieſe Heyrath oder einer daher genommenen Urſache/ bey einem meiner Kinder oder bey der Poſteritaͤt zuſammen kommen und vereiniget werden ſolten/ wel⸗ ches wann es ſich zutrůͤge/ denen Unterthanen und Falallen allerhand Sor⸗ gen und Nachtheil wie ein jeder leiehtlich ſelbſt abnehmen kan/ zu ziehen wuͤrde/ worauß hernach unterſchiedliche Beſchwaͤrlichkeiten und Unheil zu befuͤrchten waͤren/ dem man/ weil es leichter und beſſer ift vorzukom⸗ men/ als es hernach zu corrigiren/ bey Zeiten vorbeugen und dannenhe⸗ ro die benoͤthigte Mittel vor die Hand nehmen muͤſſe/ Damit niht diez ſe Vermaͤhlung ein Urſach etwan eines der darvon geſchoͤpfften guten Hoffnung zu wider ſeyenden Ergehens werde. Worzunoch kommt/ daß durch dieſes Exempel und deſſelben Nachfolg die Vermaͤhlungen zwiſchen meinen und Ihr Majeſt, meines Herren Vatter Kindern ſolcher Geſtalt umb ein merckliches facilitirt werden/ welches mir zu ſonderbahrem Ver⸗ gnugen und Conlolation gereichen ſolte/ weil es ein hoͤchſtnuͤtzliches Mit⸗ telund Urſach ſeyn kan/ das Band der Bluts⸗Freundſchafft nochoͤff⸗ ters zu verknůpffen und zu erneuern/ wie auch die geſchloſſene Bindnuͤſſe und gute Freundſchafft auff beyden Theilen genauer zu vereinigen und zu befeſtigen/ nachdem dieſelbe vorhin ſchon ſo gluͤcklich zwiſchen dieſen beyden Eronen auffgerichtet und beſtaͤttiget/ und noch forthin zu Goͤtt⸗ lichen Ehren unter Ihnen und deroſelben Koͤnigen Ihr Catholiſ. und Allerchriſtl. Majeſt. fortgepflantzet werden und preyßwuͤrdigſt tauren ſoll: Welches dieweil es dem gemeinen Weſen zum beſten gereichet/ ſolcher Geſtalt auch allezeit den Außſchlag und Vorzug vor meiner und meiner Kinder und der Poſteritaͤt particular Nutzen behalten ſoll/ zu mahlen da dergleichen Vortheil weil es noch ſo weit entfernet iſt/ vor jetzo noch nicht gar hoch zu ſchaͤtzen. Zu meiner groͤſſern Satisfaction und Rechtfertigung dieſer kenunciation und Handlung kommt noch dieſes/ daß ich dem Exempel der Renunciation, welche die Durchleuchtigſte und Grohmaͤchtigſte Fuͤrſtin Frau Anna Infantin von Spanien/ jetzt regie v rende Koͤnigin in Franckreich meine vielgeliebte und hochzuehrende Frau Baße gethan hat/ hiemit nachfolge/ und daß auſſer denen Abſichten und hochwichtigen Urſachen die das gemeine Weſen wie oben an⸗ gefuhrt worden/ angehen/ und abſonderlich dieſe/ damit der Fried uzwiſchen beyden Cronen(welche auch inermelten Tractat und Kenuncia⸗ vtion mit begreiffen ſind/ und angefuͤhrt werden) beſtaͤndiger und taur⸗ v haffter ſey/ nach der jetzigen Beſchaffenheit der Sachen/ als die Haubt⸗ Urſach der verglichenen Renunciation, in meinem Heyraths⸗Tractat nach⸗ folgende sl