30· Vnd vergib uns unſere Schuld/ in das Angeſichte zu ſehen/ und eines und andern von Ihm gewertig zu ſeyn; Diſe hergegen darff ihre Augen mit dem bußfertigen Zoͤllner nicht einmal nach dem Himmel auffheben: Vnd diweil ſie ſich ſelbſt unwuͤrdig achtet den vollen Ge⸗ niß der Goͤttlichen Guͤtte zu er⸗ langen/ ſo iſt ſie vergnuͤget durch und durch mit dem minſten Schmack ſeiner Barmhertzi⸗ keit. Ob wol aber ſie die Allerni⸗ drigſte zu ſeyn ſcheinet; traͤget ſie dennoch einen hoͤhern Mutt/ und redet mit groͤſſern Wortten als S , isi peen lidi lagman engi nir fagi chul | Ditte? Wawi wir yal lgan: der Kil engef | Monein alle andere. Dañ wo die andern Gott nur allein umb ſolch ein Maß der Genaden erſuchen/ durch welche ſie gutte Wercke zu thun bekraͤfftiget werden moͤgen: Da unterwindet ſich diſe/ das Gutte auff ihre eigene Gefahr zu thun; Vnd wo die an⸗ dern Gottes Segen als ein bloſſes Geſchenck erwarten: da ſtellet ſich diſe/ als ob ſie bereit were/ diſes/ was fie