nNEyfer. 163Eingang.Geliebte in Chriſto dem HErrn!WEO Paulus/ı Cor. 13. der Chriftlichen Siebe gufchreibt ift aud die. 4fe/ dah er ſagt/ die Liebe eyfert nicht. Wie nun aber ein Menſchgroß Unrecht thaͤte/ und ſich ſchwerlich wider die Chriſtliche Lie⸗be vergriffe/ wann er dem Nechſten ſeine Guͤter und Saben/ dieihm EOtt beſchert/ und den Wolſtand/ damit ihn GOtt geſegnet/ woltemißgoͤnnen/ ſich darůber entraſten und boßhafftig darnach krachten/ wie erihn darum bringen/ ihn in Noth und Gefahr ſtͤͤrtzen moͤchte; wie alſo Saulwider den David/ die Perſiſche Juͤrſten wider den Daniel/ und die Phariſeerwider den HErrn Chkiſtum gechfert. Soiſt doch daneben auch ein guter watiloͤblicher Eyfer/ der det Chriſtlichen Liebe nicht zuwider /Rſondern von GOtt SoOleefe⸗den Heiligen Gottes hoch geruͤhmet wird/ davdon Pau⸗ fenſelbſt geboten und anlus in den verleſenen Worten alſo ſagt: Eyfern iſt gut/ wanns immerdar ge⸗ſchiehet/ um das Gute. Weil wir dann zum nechſten gehoͤrt/ daß ein Chriſt Vorerag.in Gtt andächtig ſeyn ſoll ſo wollen wir jetzo hoͤren/ daß ein Chriſt aucheyferig ſeyn ſoll. Wollen erſtlich die Wort mit wenigen erklaͤren/ darnachauch anzeigen/ was wirVon dem Eyfer/u unſerer Lehr und Nutzen werden zu merten und gu behalten baben, Darguuns GOtt ſeinen Geiſt/ Gnad und Segen verleihen wolle. Amen.Erklaͤrung deß Texts.Ifern iſt gut/ wanus immerdar geſchieht/ um dat gute. Der Eyfer/davon wir fuͤr dißmal zu reden haben/ iſt ein ſolche Zuneigung deßGemoͤths/ die der H. Geiſt im Hertzen der Widergebornen Chriſtenerwecket/ da ein Chriſt Luſt und Liebe traͤgt zuder reinen/ wahren/ ChriſtlichenReligion zur Gottesfurcht ⸗ Zucht/ Tugend und Erbarkeit/ und ſolche nachVermoͤgen befoͤrdert/ hingegen einen hefftigenZern und Widerwillen hat/ wi⸗der falſche Leht und Gottlos Leben/ und demſelben nach allen Kraͤfften ſteuretund wehrt/ damit Gottes Ehr nicht gehindert/ ſondern außgebreitet/ die Chri⸗ſtenheit nicht geaͤrgert/ ſondern gebeffert/ Sottes Zorn un d Straffen abgewen⸗det/ dagegen aller zeitlich und ewiger Segen über uns und die unſerige ge⸗bracht und erhalten werde. Dieſer Eyfer iſt gut/ ſagt allhie S. Paulus/dann er geſchicht um das gute/ ſelbiges widet der Weit Boßheit zu befördern/und wider des Teuffels Macht und Liſt zu erhalten. Darumman ſich deſſenimmerdar befleiſſen ſolle/ forper: Apoſtel/ alſo daß man nicht a2 woAAO Neer anderen tugendlichen Eygenſchafften/ die der Apoſtel etea