g3 Die LVIII Tugend⸗Predigt/ ſellen/ die im anderen Schiff waren/ daß ſie kaͤmen/ und huͤlffen ihnen zichen. Vnd ſie kamen/ und fulleten beyde Schiff voll/ alſo daß ſie ſuncken. Eingang. Geliebte in Chrijto oem HErrnl Eilen nach dem Außſpruch des weiſen Koͤnigs Salomons/ ein fleiſſig Weib ein Crone ihres Manns iſt/ Spr. 12. So mag Han⸗ & na/ des blinden Tobiͤͤ Haußfrau/ mit allen Ehren ihres Manns Crone heiſſen/ dann von derſelben ſteth/ Tob.. ſie arbeitetfleiſſig wib geime e277 ꝑmit ihrer Hand. Sie gieng nicht muͤſſig oder leget die Haͤnd in die Schoß/ ſondern ſie arbeitet/ und das nicht nur durch Mittels⸗ Perſonen/ daß ſie andere zur Arbeit allein angetrieben haͤtte/ ſondern ſie arbeitet ſelbſt mit ihrer Hand/ und ſolches nicht nur oben hin/ ſondern fleiſſig/ ſt frůhe und ſpat dran geweſen/ und durch ihr Arbeit und Geſpunſt ſo viel erꝛungen/ daß ſie(ver⸗ mittelſt Goͤttlichen Segens) ihren blinden Mann damit ernehren koͤnnen. Solcher Fleiß in Vernchtung der Beruffs⸗Geſchaͤfften iſt ein ſchͤne Tugend/ die nicht allein den Weibsbildern/ ſondern auch den Maͤnnern/ und alſo allen Chriſten ins gemein wol anſtehet/ wie wir deſſen in den verleſnen Worten auch Ventag. an Petro und ſeinen Geſellen ein gleichfoͤrmig Exempel haben. Weil roir dann zum nechſten von der Verꝛichtung und Abwartung des Amts/ desglei⸗ chen von der Arbeit geredt/ ſelbe aber keines dobs werth ſeyn/ wo nicht ein Fleiß auch darbey iſt/ ſo wollen wir die verleſene Geſchicht jetzo fuͤruns nehmen/ mit wenigem erklaͤren/ und dabey anzeigen/ was wir PVon dem Fleiß Wunſch werden zu unſerer dehr und Nutzenzu mercken und zu behalten haben. Darzu Wunch. Ing GOtt der HErꝛſeinen guten Geiſtund Segen verleihen wolle/ Amen. Erklaͤrung des Texts. $ol.345,b GY T tap. Matih- ao en. Germ. gleich im Anfang der Außlegung des applicirt Des HErm 5. cap. Matth. ſagt/ es gehören 3. Stuckzu einem guten Prediger/ 1. * daß er aufftrette 2. daß erdas Maul auffthue und etwas nublichs ſe yporbringe/ z. daß er auch koͤnne auffhoͤren. Ein ſolcher guter und gewaltiger Prediger iſt vor allen geweſen/ Chriſtus der HEre. Darum als zur Zeit ſich das Volck zu ihm gedrungen/ das Wort GOttes zu hoͤren/ tratt erin das Schiff/ ſatzte ſich/ und lehret das Volck auß demſelben/ zu rechter Zeit- aber be ſchloß er auch ſeine Predigt/ und de er hatte auffgehoͤrt zu reden zu dem Da Mel⸗ | t, miti og mt Y 105 S 2 2 òM | nepra =g[l a == 3 -h Aien Dd | Mid M | din | Aoh | int | Qol fhf lii phir ni im, nfi gii Si Ain