Schickung in die Zeit. 545 li, Schicken wir uns recht in die Zeit wann wir taͤgliche wahre ır, Buß wuͤrcken. Da D. Luther S. ſein erſte Diſputation offentlich zu Wit⸗ Zägide i tenberg wider des Tekel Ablahfrámerey angefihlagen 7 fegtergleichin dir waru Sufi KR 1. Thel dieſe Wort; Unſer HErꝛ und Meiſter JEſus Chriſtus/ wann er ſpricht/ thut buß/ ſo will er daß das gantze deben eines Chriſten⸗Menſchen N ein ſtets waͤrende Buß und BFehrung HOt fepe. Solche Buh befehet 1! in wahrer Erkantnuß und Bereuung der Suͤnden/ in hertzlicher Zuverſicht und feſtem Glauben an GOttes Gnad/ und Chriſti Verdienſt/ und in einem A ernſtlichen Vorſatz das Leben zu beſſern/ und nach GOttes Gebotten anzu⸗ M ſtelen. Wann wir das taͤglich thun/ bey zeiten wahre Buß wurcken/ und ſo⸗ lang es heut heiſt/ darinnen verharꝛen/ ſo ſchicken wir uns recht in die Zeit/ wie Da der Prophet fagt: Suhetden NErn/wreil erzu finden iſt/ ruffet ihn an/ weil E ernaheift/Efa.ss. ſchicke dich Iſrael und begegne deine OTT/ Amos.4 Heut/ heut ſo ihr die Stimm des.Eren höret/ ſo verſtocket euere Hertzen nicht⸗ Ebr. 3. und 4. LE Schicken wir uns recht in die Zeit/ wann wir heilig und Gottſe⸗ u. lig leben/ das folget aus dem vorhergehenden/ da gemeldt worden/ worin Soriats die wahre Buß beſtehe/ wer ſeine Suͤnden hertzlich bereuet/ der hat nicht mehr Luſt zum boͤſen/ deſſen ihn zuvor geluſtet/ und begehꝛt nicht wider vorzunehmen/ was ihn zuvor gereuet hat: Alſo wo ein rechtſchaffener Glaub an Chriſtum iſt da erweiſet er fich Durch die gute Werck/ und iſt durch die Liebe thåtig/ Jac. 2. Gal·). Widerum wo deꝛ gute Vorſatzeernſtlich iſt/ ſo folget die beſſerung des Lebens im Werck und in der That/ Jaeben durch dieſe Unterlaſſung des Boͤſen/ Verꝛichtung des Guten/ und Beſſerung des Lebens/ wird die Buß und deren Reu/ Glauben und guten Vorſatz bewehrt/ bekraͤfftiget und Beſtaͤ⸗ tiget. Davon ſagt Paulus/ wir ſollen verlaͤugnen das ungoͤttliche Weſen/ und die weltliche Luͤſte/ und zůchtig/ gerecht und Gottſelig leben in dieſer Welt/ Tit.2. Darzu ſehr viel thut/ wann ein Chriſt ein Zeit für die andere in acht nimmt/ an welchem Tag ihm GOtt der HErꝛ ein ſonderlich Wolthat erwie⸗ ſen/ als: Den Tag daran er gebohren und getaufft worden/ daran er zum Hand⸗ werck kommen/ daran er ein Dienſtbekommen/ daran er Hochzeit gehalten/| daran ihn GOtt vor einem groſſen Unfall behůüͤtet/ oder ein ſonderlich Gluͤck beſchert/ ꝛc. Dabey ein Chriſt allezeit Urſach finden wird/ GOtt dem Erꝛn darauff in einem Gottſeligen Leben zu dienen /Luc. r. IV. Schicken wir uns recht in die Zeit/ wann wir unter dem Creutz r. gedultig leyden. Ein Chriſtkan nicht ohne Creutz ſeyn/ der Gerechte muß Gdung it viel leyden/ Pfalm. 34. wir muſſen durch viel Truͤbſal in das Reich GOttes We niinn eingehen) Geſch. 1a. Darum Chriſtus ſagt/ wer nicht ſein Creutzauffſich pini nimmt/ und folget mir nach/ der ift mein nicht werther ift nicht werth/ daß er nach mir ein Chriſt genennet werde/ Matth.18. Hierzu nun ſoll ein Chriſt 1 3it ſich
zum Hauptmenü