Die LXXIV. Tugend⸗Predigt/ Eingang. Geliebte in Chriſto dem HErrn! Donde VAS On dem.Antonio lieſet man/ daß er einsmals die gantze Welt H. Antonn/ mit Schlingen und Fallſtricken überlegt geſehen/ und daer ſich dcnuͤber bekummert/ wie manda hindurch kommen moͤge/ hab rreine Stimm gehoͤrt/ die geſagt: Demuth kreucht uͤberall duch. Hiemit nun iſt angedeutet worden/ wie einChriſt in ſeinem Chri⸗ ftenthumb und gangen Leben 7 bey und mit anderen ſeinen Neben⸗Menſchen wandlen ſolle/ daß er mit demſelben moͤge fortkommen/ nemlich mit aller De⸗ muth/ wie auch der Heil. Apoſtel Paulus in den verleſenen Worten will/ wir Wortrag. ſollen wandlen/ wie ſichs gebührt unſerem Beruff/ mit aller Demuth. Dieſe Wort wollen wir fur gegenwaͤrtige Predigt füͤruns nehmen/ erſtlich erklaͤren/ und darauff anzeigen/ was wir Von der Demuth gegen dem Nechſten/ Wunſch. zu unſerer Lehr und Nuken werden zu mercken und ¿u behalten haben, Darzu uns GOtt der HErꝛ die Gnad und Krafft ſeines H. Geiſtes von oben herab verleyhen wolle/ Amen. applicirt Erklaͤrung deß Texts. ©. pantus Ls St. Paulus zu Rom/ umb der Lehe und Bekantnuß des heiligen fånga Evangelii willèn/ gefangen gehalten wurd ſchrieb er unterſchiedliche Epiſtelen/ die er an die Chriſtliche Gemeinden ſendet/ unter anderen pa ſchrieb er auch an die Epheſer/ bey denen er zuvor uͤber die zwey Jahr GOttes i Eiei Wort gerediget hatte/ ſolche Epiſtel haben wir noch/ und ift abgetheilet in ſechs Capitel/ in den drey erſteren/ zeigt er ihnen/ in was fuͤr einen herrlichen Stand/ ſie jetzo nach ihrer Bekehrung kommen ſeyen/ da ſie auß abooͤttiſchen Heyden/ glaubige Chriſten worden: Darauff fangt er im Eingang des vierden Capitels/ als in unſeren vorhabenden Text⸗worten an/ zu lehren/ wie ſie ſolchem Stand und Chriſtenthum gemaͤß leben ſollen/ wie er dann ſagt:Ich Gefange⸗ e ſond ner in dem HErꝛn ermahne euch/ daß ihr wandelt/ wie ſichs gebůhrt/ ahn, Ouin. nicht wit ihr wolltſondern wie es rechtiſt, und wie es GOtt in ſeinem Wort erfordert und haben will/ würdiglich euerem Chriſtlichen Beruff/ davon euch GOtt der HErꝛauß Gnaden/ durch ſein Wort und Evangelium beruffen und gebracht hat. Wie aber und in was Stuͤcken? Mit aller Demuthes erzehlet zwar St. Paulus allhie etliche Tugenden nach einander/ aber vor⸗ nen an ſetzt erdie Demuth/ dieſe Tugend iſt zweyerley eine gegen GOtt/ und die gehoͤrt in die erſte Tafel der heiligen zehen Gebotteñ/ davon wir vor deſſen ſchon geredt/ auß den Worten St. Petri/ da er ſagt: Demuͤthigeteuch unter p” ditg fmi! 9 ynbaben piye (hof peol nalia miti! hifit ijiet pinnin PINE mifi ritig ndi to Aunuth midi e fr W Pe nfin wd Pae ulug: A MA