Gerechtigkeit. 691 Erklaͤrung deß Texts. patter bes Er HEr Chriſtus meldet/ in der Par abel deß geſtrigen Evangelü/ De Hap Na der Haußvatter pu unterſchiedlichen malen außgegangen/ und Ar rufe Arbeo beiter in ſeinen Weinberg gemietet habe/ dadurch wird angedeutet/ wit ear⸗ GoOtt der HErr die Menſchen zu unterſchiedlichen Zeiten zu ſeiner Kirchen/ hie auff Eiden beruffen/ deß Morgens fruͤhe bat er beruffen Adam und Epam und die andere heslige Altvaͤtter vor den Suͤndfluth/ um die dritte Stund hat er beruffen den heiligen Noam nnd die andere Pateiarchen biß auf Abra⸗ bam, Um die 6. und 9. Stund das Volck Iſrael/ ſo er ihm zu ſeinem Cis genthum erwehlet. Zuletzt in der eilfften Stund hat er beruffen die arme Heyden/ da die liebe Apoſtel außgegangen in alle Welt und das Evangelium geprediget allen Creaturen/ Marc. 16. Er beruffet auch noch zu jederzeit etli⸗ che am Morgens fruͤhe in ihrer Kindheit/ etliche in der dritten Stund ihrer Ju⸗ gend/ etliche zur 6. und ↄ. Stund in ihrem mannlichen und hohen Alter/ etli- che erſt in der eilfften Stund ihres Lebens/ wann fie jego Feyerabend machen und ſterben ſollen/ wie dem Schaͤcher am Ereutz begegnet/ Luc. 23. Es will Verfpels⸗ aber der Haußvatter ſeine gedingte Arbeiter nicht umſonſt in Weinberg ine s ge ſchaffen laſſen/ ſondern er wird mit ihnen eins um einen Groſchen zum Tag. regt if. lohn/ beſonders aber ſagt er zu denen/ die er um die dritte Stund beruffen/ ge⸗ het ihr auch hin in den Weinberg/ ich will euch geben was recht iſt. Deßglei⸗ chen ſagt er in den verleſenen Worten/ zu denen/ die er um die eilffte Slund ge⸗ dinget/ gehet ihr auch hin in den Weinberg/ und was recht ſeyn wird/ ſoll euch werden. Stellet ſich hiemit ung alen dar zum Exempel eines gerechten 3t Hine Manns/ der an ſeinem Nechſten/ was recht und gleich ift betoeifen wolle, te Gus und einem jeden geben/ was ihm von Rechts wegen gebuͤhre. Dabey gleich⸗natele. wol in acht zu nehmen/ daß die Gerechtigkeit unterſchiedlich betrachtet wird/ 1 iſt legalis, oder die Gerechtigkeit deß Geſetzes/ nach welcher die ſenige ge⸗ ſaus recht geñẽennet werden/ die das Seſetz S Ottes vollkommen in allen Stucken/ mit Gedancken/ Worten und Wercken unzerbruͤchlich halten/ dergleichen Be⸗ rechtigkeit aber iſt inder gantzen Weit bey keinemeNenſchen zu finden/ wie Da⸗ vid bekennet und betet: HEr gehe nicht ins Gericht mit deinem Knecht/ dann får dir iſt kein Lebendiger gerecht/ Pſal. 143. Die 2. Gerechtigkeit iſt Exange⸗ ober des lica oder Die Gerechtigkeit deß Evangeli/ nach welcher die jenige vor GOtt Lvangent, gerecht werden/ die durch wahren Glauben die vollkommene Gerechtigkeit deß Hrꝛn Chriſti ihnen ſelber zueignen/ ſo hat Abraham.Ott geglaubet/ und das iſt ihm zur Gerechtigkeit zugerechnet/ und noch ein jeder Chriſt/ der nicht mit Wercken umgehet/ glaubet aber an den/ der die Gottloſen(ſo wahre Buß thun) gerecht machet/ dem wird ſein Glaub zugerechnet jur Gerechtigkeit, unse Rom. 4: Die z Gerehtigreitift civilis, E; s Burgerliche Gerechtigteit/ Burgert 999 2 chtigkeit⸗ nah ž
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