tafi bof ht fo WEg Mu ite po Beſtraffung. von den hoͤlliſchen Moͤidern an unſerer Seelen ſo gar üͤbel verwundet wordin der HErꝛ JEſus aber/ als der Himmliſche Samariter uns zu Huͤlff kommen und uns wieder auffgeholffen/ da er dann auch Oel und Wein in unſere Saͤn⸗| den⸗Wunden gegoſſen/ der Wein iſt die ſeharffe beiſſende Vredigt des Geſe⸗ an tzes/ womit er ſein Predig⸗Amt angefangen/ und geſagt: Thut Buß/Matth. 4. Dadurch unſere Suͤnden entdeckt und außgemuſtert werden/ das Hel aber iſt der edle/ ſauffte Balſam des Evangeliſchen Troſts/ daer ſagt: Kommet hei zu mir/ alle/ die ihr můheſelig und beladen ſeyd/ ich willeuch erquicken/ Matthar. Dadurch unſere Gewiſſens Wunden uͤber Nacht zuſammen gezo⸗ gen und außgeheilet werden. Wann wir aber nach dem eigentlichen Zweck ſe⸗ par"3 hen/ worauffder HErꝛ Chriſtus die angedeute Parabel erzehlet/ ſo findet ſichs/ i daß Er damit lehren und zeigen wollen/ wer unſer Nechſter ſehe/ und wie wir uns gegen demſelben verhalten ſollen/ nemlich unſer Nechſter ſey ein jeder Menſch/ der unſerer Huͤff bedarff/ und wann derſelbe in Sünden oder deren Strafffalle/ ſolen wir uns ſeiner mitleidig annehmen/ zuſeinen Wunden fe⸗ ben/ und auch Oel und Wein darein gieffen/ damit ihm wieder moͤchte geholf⸗ fen werden/ das Oeliſt der Troſt/ den wir mit ſanfftmůthigem Geiſt ihme auß GOttes Wort zuſprechen/ der Wein aber iſt die erbauliche Straff/ da man MEg dem Nechſten ſein Unrecht zuerkennen gibt/ und mit ernſtlichen Worten ge⸗ buͤhrend darumb ſirafft. Von dem erſien/ nemlich dem Oel oder Troͤſten/ ha⸗ ben wir das nechſte mal geredt/ auß den Worten/Eſ.40. Troͤſtet/ troͤſtet mein Volck/ ſpricht euer Gott/ redet mit Jerufalem freundlich; von dem anderen/ nemlich dem Wein oder Straffen wollen fůr dißmal etwas weniges hand⸗Verros, len/ auß den Worten des HEren Chriſti/ da erſagt: Suͤndiget dein Biuder Oa andin fo gebe hins und ftraffe ibu mit nachfolgenden Worten/ die wir jetzo i wollen fúr uns nehmen/ erſtlich erklaͤren/ und darauff anzeigen/ was wir Von der Boſtraffung des Nechſten/ werden zu unſerer Lehr und Natzen zu mercken haben. Darzu uns Gott dei B HERA feinen Beift/Hnad und Segen geben wolle/ Amen. Erklaͤrung deß Texts. ůndiget dein Bruder an dir/ lautet der Anfang unſerer vorhabenden Worten. Der Bruder und Schweſtern ſeyn vielerley/ vornemlich!er aber zweyerley/ die eine leiblich/ die andere geiſtlich. Leibliche Biůder und Schweſteren ſeyn/ die von einerley Vatter und Mutter herkommen/ ſbie Jacob und Eſau/ Moſe und Mirjam /Maria und Martha/ oder auch dit mit Blut⸗Freund ſchafft einander nahe verwandt ſeyn/ wie Abraham und Lorh: Und insgemein alle Menſchen/ die einen leiblichen Batter den Adamy und alle eine Mutter haben/ daß iſt die Erde/ Syr.40. Gꝛiſtliche Brůder und Ddd dd Schwe⸗