za Die LXXXIX. Tugend⸗Predigt/ Und wiederumb. Wer an mich glaubt/ der glaubt nicht an mich/ ſondern an 1 bender mich gefand hat/das ifter glaubt nihtan mich allecinzfondenauhan, RW meinen Himmliſchen Vatter/ Foh.ı2. Mfofagtallhie Johannes laffuns miw lieben nicht mit Worten noch mit der Zungen/ das iſt/ nicht wie die.Heuchlet pien? mit den Worten und mit der Zungen allein/ ſondern vornemlich und am aler⸗ Cy meiſten mit der That und Warheit. Zwar kvie wir bißher unterſchiedlich ge⸗ Giu hoͤrt/ ſollen wir uns gegen unſerem Nechſten liebreich erzeigen/ mit Gruͤſſen G Segnen/ Tröſten/ Straffen Furbitten/ Rathen/ welches alles mit Worten d und mit der Zungen geſchicht/ weilen aber dieſes auch die Heuchler thun koͤn⸗ hhll nen/ ſo erfordert St. Johannes von uns ein mehrers/ nemlich wir ſollenden pio Nechſten lieben mit der i und Warheit. Mit der That/ das iſt/ wir ſol- nfi len wuͤrcklich im Werck ſelbſten zu Huͤlff kommen/ dem duͤrfftigen und noth⸗ m nie leidenden Nechſten/ und allen denen/ die unſerer Hoͤlff und Foͤrderung bedoͤrf, up)! fen: Uno mit der Warheit/ das iſt/ unſer Liebe ſoll nicht falſch/ heuchleriſch N litte und betruͤglich ſeyn/ die nur zum Schein und geſuchten eigenen Ruhm angeſes iipit: hen waͤre/ ſondern ſie ſoll herꝛühren auß wahrem Glauben/ Gott dem HErm M u Ehren/ und dem duͤrfftigen Nechſten mit Huͤlff und Rettung zu begegnen/ ſtz hal bepmuſpringen und außzuhelffen. mim Mtlchee tht. 2, Leht fana ancon(Ye lhier haben wir wieder ein andere Tugend/ ſo auffden Nechſten gehet. ſthe fol aegen fer Wini einander zu lernen/ welches iſt die wuͤrckliche Hůlff/ daßeinChriſt hiie wiraleche ſeinem Nechſten auch wůrcklich/ und in der That beyſpringen und verhuͤfe famnz Bufbeoeſt ich ſeyn ſolle. Solches geſchicht: aa 1. I. In Speiſung der Hungerigen. Davon ſagt Eſaias: Brich iry nSpeſung dem Hungerigen dein Brod/.yd. Der alte Tobias ſagt: Theile dein Brod fify da.dem Hungerigen mit/ cap.4. Syr. ſagt: Verachte den Hungerigen nicht/ caſ. fie 4. Und Salomo ſagt gar von dem Feind/ hungeret deinen Feind/ ſo ſpeiſe ihn/ Ind⸗ Spr. 25. Das hat gethan die fromme Wittwe zu Zarpath/ die machte dem HN Propheten Elid in der Theurung zu erſt ein beſonders gebackens/ darnach erſt a ihr und ihrem Sohn auch/ ungeacht des geringen Vorrahts den ſie hatte von Pückt Oel und Meel/ lKöͤn.7. Der Prophet Eliſaus bekam die Erſtlinge/ nemlich i 20. Gerſten⸗Brod/ die gab er dem BolEund fpcifet 100: Mann dag noh uz fobi berblieb/ 2. Köͤn. 4. So hat der HEr: Chriſtus(laut des geſtrigen W? Marc. 8. Das Volck nicht ungeſſen wollen von ſich laſſen/ daß ſie nicht au Midi dem Weg verſchmachten/ ſondern mit 7. Broden 4000. Mann wunderbarek fj i Hreifealfo gefpeifet/ dag noch 7. Körb mit Broten úberbliebenz dergleichen er uii zu anderer Zeit auch gethan/ und mit z. Gerſten⸗Brod und 2. Fiſchen jodo. tih f Mann geſpeiſet/ alſo daß noch 1ꝛ, Körb mit Brocken uberblieben/ Joh.6⸗Die Tiy wuͤrckliche Hoͤlff des Nechſten geſchicht: ni it: