Hinwiderumb ein Unterthan/ Zuhoͤrer und Ehehalt wird ihm furnehmen undſagen/ ich will gegen meiner Obrigkeit/ meinem Prediger/ meiner Herrſchafftmich alſo erweiſen/ wie ich wolte/ wann ich an ihrer ſtatt waͤr/ daß man ſichgegen mir erweiſen ſolte. Und alſo von Mann und Weib/ von Eltern undudKiündern/ von Freunden und Nachbarn/ von Jungen und Alten/ von Reichenund Armen auch zu reden. Das iſt zwar die allergemeinſte/ aber guch die al⸗lernuͤtzlichſte/ und dabey die allerſchwereſte ection/ die Moſen und die Prophe⸗ten in ſich haͤlt darumb ſollen und muͤſſen wir hierzu GOtt den HErrn umnbſeines H. Geiſtes Krafft erſuchen und bitten:Ach mehr mir/ durch dein Freundlichkeit/Den wahren Chriſten Glauben/M Auff daß ich deiner Barmherxtzigkeitdit Mich ewig moͤg vertrauen/mi Vor allem hertzlich lieben dich/hid| Und meinem Nechſten gleich als mich/Mo Dein Huͤlff mir ſend am letzten End/ni Damit behend⸗hiia Des Teuffels Trug fich von mir wend.hol Nun HEre/ dein H. Geiſt uns nimmer laß/thni Der uns geb zu halten rechte Mʒaß/| Daß dein arme Chriſtenheit/Leb in Fried und Einigkeit/ Amen.Nec facias aliis, quic quid fieri non vis:Idque aliis facias, quod tibi vis fieri.Allgemeiner Beſchluſz.Vn wolan/ hiemit enden und ſchlieſſen wir im5Namen GOttes/ unſer vorgenommenes Tu⸗Esend⸗Regiſter/ darinnen wir/ in 104. Predigten/auß GOttes heiligem Wort/ unterſchiedlichbernommen/ wie wir unſern wahren/ ſeligmachendenCecccce Glau⸗Gebühr gegen einemn Jeden. 939