62 Erſter Theil/ dus geſprochen werde; durchauß benůgen und erſaͤttigen laſſen/ Aet h nicht reden wolle/ in kein Weiß noch Weg/ das ſchwöre ich/ ſo wahr mir GOtt helff. TFE TX. Ordnung und Morm des Fuden⸗Tydes. Eo O einem Juden ein Eyd zu thun aufferlegt wird; ſoll man ai nA§ ihme roen a und ehe er den Eyd ſchwoͤret/ die heilige ea Z Schrift vor Augen legen/ und ihne mit folgenden Worten 2er nen A Anag di bereden und befchivóren, a; M eaaa Jude! Ich beſe o n ben z enigen Icbentigen m allmaͤchtigen GOtt/ Schoͤpffer der Himmeln und des Erdrei gerdan" aler Dingezmò bep feinem Torah und Geſaͤtz/ das er gab feinem Knecht Moyſe auf dem Berge Sinai; daß du wolleſt wahrlich ſagen und verjahen/ ob diß gegenwaͤrtige Buch dasje⸗ Dont Ap fegrbaoinfh bnhdnsg Sahi yeh hedndezn MAE fey/ darauff ein Jude/ einem Chriſten/ oder einem Juden ei⸗ men recht gebuͤhrlichen Eyd thun und vollfuͤhren moͤge und ſoll. So dann der Jude auff ſolche Sarina berma; und anaa Ecd faget dah es dafielbige Buh ſeye/ ſo ſoll ihme dieſe nachfolgen⸗ n A dach Frag und Verimnahnung/ furgehalten und vorgeleſen werden: atah NAM: Fude: Fd verfúnde dir wahrhafftig/ daß wir Chriſten anbaͤtten den einigen/ allmächtigen/ lebendigen GOtt/ der Him⸗ "ges gyin mel und Erden/ und alle Ding erſchaffen haͤt; und daß wir auſ⸗ ſerhalb deß keinen GOtt haben/ ehren e anbaͤtten: Das ſage ich dir darumb/ und auß der Urſache/ daß du nicht meineſt/ du waͤreſt entſchuldiget vor GOtt eines falſchen Eydes; indeme daß du darfuͤr halten moͤchteſt/ daß wir Chriſten eines unrechten Glaubens waͤren/ und frembde Goͤtter anbaͤtteten/ das doch nicht iſtt; und gleich wie die Hauptleuthe des Volcks Iſrael ſchuldig geweſen ſeynd zu halten/ das/ ſo ſie geſchworen hatten den Maͤn⸗ neren von Gifan/ die doch dienten den frembden Goͤttern: umb ſo viel mehr biſt du ſchuldig uns Chriſten/ als denen/ die da an⸗ baͤtten einen lebendigen und allmaͤchtigen GOtt/ zu ſchwoͤren und zu halten einen wahrhafftigen und unbetrieglichen Eyd. Darumb Jude frag ich dich/ ob du das glaubeſt/ daß einer ſchaͤndet und laͤſtert den allmaͤchtigen GOtt/ indem er ſchwöret einen lalſchen und unwvahrhafften Eydꝰꝛ ſo ſpreche der Jude/ Ja. Jude! Ich frage dich ferner/ ob du auß wohlbedachtem Muthe/ und vhn alle arge Liſt und Betrieglichkeit den einigen lebendigen GOtt wolleſt anruffen zu einem Zeugen der Wahr heit; daß du in dieſer Sache/ darumb dir ein Eyd aufferlegt iſt/ keiner⸗