Cap. 12. Von den ſechs Tage⸗ wercken ꝛc. sag233. Denn in der ewigen Natur uhrt iſts ein ewigerZag, Was GOtt hat in ſechs unter den/ welche Ta⸗ge-wercke hetſſen/ offenbahret und gemacht/ dasſtehet in der ewigen Natur in ſechs ſchiedlichen Gra⸗den in dem Weſen/ als in der ſiebenden E genſchafft/ inwelcher dte ſechs Sradus der Natur wuͤrcken/ und dochauch ewig von Waͤrcken ruhenz ſt ſelber das Wuͤrckenwelches ſie in die Siebende elngegeben/ als in ihr ſelbſteigene Ruhe/ darinnen thr Volkommenheit und Offenbah⸗rung ſtehet.34. Und tſt uns mit dem Schaffen anders nichts zu ver⸗ſtehen/ als daf das Verbum Fiat pabe de Ç liche Ge⸗buhrt gefaſſet/ und in ein ſichtbar euſſerlichWeſen eingefuͤhret. Denn da ſehen wits in W fs Schiten klar: wiewol wir den Splegel anders zum ſehen haben:daß als Gott den erſten Tag/ da Brobe in ein Klumpffgeſchaffen hatte/ ſo hat Er aus demſelben erſten Tage⸗werck das Subtile ausgefuͤhrt/ und die Waſſer/ als dasgeiſtliche Weſen entſchieden und gefaſſet/ und aus dem er⸗ſten Tage/ als aus der heiltgen Krafſt ausgefuͤhrt in eineBete/ als aus dem ewigen Tage tn einen anfaͤnglichenag.35. Die dritte Ausfuͤhrung des dritten Tag⸗werckstfi nun das bewegliche wachſende Leben/ in deme das Liechtder Natur war am erſten Tage in der Eſſentz des Weſensauff eine euſſerliche Art ſcheinend worde ſchien es nundurch den andern Tag/ als durch das Waſſfer und Himmel/und in dieſem Schein bewegte fih dss ausgefprocheneWort in der Eſſentz und wuͤrckete/ allda gruͤnete die Kraftdes ausgeſprochenen Worts aus dem Liechte der innernNatur/ durch die euſſere Natur aus dem Himmel durch dieErden aus: Jetzt hat der Gewaltige ſeine Herꝛſchafft ver⸗lohren/ der eln Köntg und groſſer Fuͤrſt war; denn dfe BT-feng des Grimmes ward tm Liechte der Natur gefangen/und Er mit. Alſo lieget er zwiſchen Zeit und Ewigkeit inder Finſterniß gefangen biß ins Gerichte Gottes.36. In dem dritten Tage⸗werck iſt das Sulphuriſche/Mercurlaliſche und Saltziſche Leben aus dem Centro, inder euſſern Weit Eigenſchafft eroͤffnet worden aus derF iili Angſt/