Cap. 36. Suhre aller Zungen/ voͤlcker/ ꝛc. 339 tia fep beffer zum Thurn/ und haben angefangen zu verach⸗ ten/ und den Tharn fuͤr ſich zu bauen/ und den auch gelos bet/ welcher von andern wleder iſt verachtet worden/ und haben auch ihres Landes Materia fuͤr beſſer gehalten/ biß ſo lange ſie ſeynd inder Hoff arth und Zaͤnck alſo uneinig worden/ daß ſie haben vom Thurn abgelaſſen/ und ſeynd ineinander gefallen/ und einander uͤber dem Erkaͤntniß deg Thurns zu Babel ermordet/ getöͤdtet und verfolget/ und welche Parthey alsdenn hat obgelegen/ die hat an dem Thurn wieder aus ſeiner Eigenſchaft gebauet/ biß ſich wie⸗ Á haben Voͤlcker erhaben/ und ihre Materia fuͤr beſſer ge⸗ â tet, RS 14. Denn die Sprachen zum Verſtande waren verwir⸗ ret und zertheilet/ darum haben die Voͤlcker einer deg anz dern Eigenſchafft nicht erkandt noch verſtanden/ und halk n! efi jedes Bol gemeinet das ander in der Krafft des Bers Sil tandes tm geformten Worte fremde fejs daraus tfe die Verachtung der Religion/ als der Erkaͤntutß des Wortes entſtanden/ denn die ſenſualiſche Zunge ward nach der Viele der Eigenſchafften compactiret. 15. Und alſo ergetzet ſich in dem Streite der Menſch compactirten Worte der Zungen/ det Grim̃ der ewi⸗ Natur/ und auch der darinnen wohnende Fuͤrſt ver uffel in ſeinen Legionen: Und alſo herꝛſchet der Anti⸗ hriſt/ welcher det Thurn zu Babel iſt/ als der eigene Wille des Hams Menſchen im Tempel Gottes/ und hat ſich an des H. Geiſtes ſtelle geſetzet. 16. Denn der Tempel Gottes tſt das geformte Wort der Menſchlichen Sprachen und Zungen im Menſchlichen Verſtandt/ wie geſchrieben ſtehet: Das Wort iſt dir nahe/ nemlich in deinem Munde und Hertzen; und der Gegenſatz und Wohnung des Teuffels iſt die Monſtroſtſche Eigen⸗ ſchafft aus der finſtern Welt. 17. In dieſes geformte Wort Soͤttliches Verſtandes hat ſich der Anti-Chriſt/ als der Wille der Selbheit aus den Eigenſchafften der Natur eingeſetzet/ und pranget mit ſeiner Eigenſchafft der Natur/ als wehre er Gott/ und iſt doch der verdamte verfluchte Sohn der zum Tode erkohren iſt/ der Gottes Reich nicht erben kan/ denn er iſt ngt aue otte