Cap. 66. und WDeifbeit e, 743wie todt/ und iſt doch ſelber das Leben aller dinge/ er tſtGines und doch auch Nichts und Alles: Alſo auch wird einMenſch nach ſeinem gelaſſenen Willen/ wan er fich gangin Gott ergtbet/ ſo faͤllet ſein Wille wieder in den ungruͤnd⸗lichen Willen Gottes/ daraus er im Anfang kam/ und ſte⸗het alsdan in der Form als ein Bllde des ungruͤndlichenWllen Gottes/ in welchem Gott wohnet und wil.64. Dan ſo dte Creatur nichts mehr wil ohne was Gottdureh fie witl/ ſo iſt ſie threr Selbheit lodt/ und ſtehet wlederlmerſten Bllde als in deme darinnen ſie Gott in ein Lehenformirete: Dan/ was iſt das Leben der Creatur/ andersnichts als ein fuͤncklein vom Willen Gottes/ welche Creaturrun dem Willen Gottes ſtille ſtehet/ derer Leben und Willeiſt Gott/ der ſte treibet und regtret.65. Was aber ſelber wil und laͤuffet/ das trennet fGtom gangen Willen Gottes/ und fuͤhret ſich in Eigenheit/dͤkinnen doch keine Ruhe iſt/ dan es muß in eigenem Wil⸗len und Rennen leben/ und iſt ein eitele Unruhe: Dan dieUnruhe tft das Seben des etgenen Willens: dan wan derWlle nicht mehr ihm ſelber wil/ſo fan thn auch nichts mepepeinigen/ fein Wollen tf fein etgen Seben 2 mag aber nur inund mit Gott wil das iſt ein seben mit Gott.66, Es tft beffer nits wiſſen/ als ſelber wollen: danðwas nichts weiß/ deſſen Wilen vergehet mit dem Creatuͤr⸗lichem Leben/ und hat ſein Streit ein Ende und hat mehrE als uns an den Unvernuͤnfftigen zuverſte⸗en iſt.467. Dan das iſt aller Verdamten Qual/ daß ſie wol⸗Il len: Als, fie wollen Etgenhett/ und in ihrem Wollen ge⸗Lülren ſich Geſtaͤltnuͤſſe/ als Widerwollen oder Widerwil⸗len/ da die Willen ſtreittig ſind/ daß ein eintges Ding zu⸗gleich in vlelen offenbahr ijt/ dartnnen felndet es ſich ſelberan/ wanes aber mit dem ewigem Eines nur Eines iſt/ ſomag feine Feindung darinnen ſeyn/ und iſt auch keineMuͤgligkett zur Ceindung darinnen.68. Darum iſt das des Menſchen letzte Proba/ wan erGott in allen Dingen fllle ſtehet/ ſo wird ihme aus derFinſternuß ein Liecht/ aus dem Tode ein Leben/ und ausder Traurigkelt eine Freude; dan S tin alen Dingeni Bih in