——————7õ4 Vie Jacob ſeine Soͤhne in Egyptenl..60%.endlich auch ſeine Feinde ſchencket/ welche ihn haben inChrtſti Proeeß mit threm verfolgen und falſchen verrahtenelnbracht/ und wie ihnen thre Suͤnde auch unter Augen geſtellet werden/ wie ſie auch in Angſt und Noht eingefuͤhretwerden/ und wle ſie endlich aus lauter Gnade von der Peinund Straffe rden/ und wfe ihnen Gott ſo gnaͤdigwird/ in deme ehren/ und nicht allein die Strafferlaͤſſet/ ſondern auch mit ſeinem Segen begabet/ wie al⸗hie Joſeph ſeine Bruͤder.2. Aber darneben wird auch in dieſer Figur fuͤrgeſtellet/wie ſich Gott ſo ernſt hafſt gegen der Suͤnden erzeiget/ wieallhte Joſeph gegen ſeinen Bruͤdern/ und da es doch Gottnicht ernſt iſt/ daß er den Bußfertigen Suͤnder wil ſtraffennach der Schaͤrffe/ ſondern er ſtellet ſich harte gegen der!Seelen in ihrem Gewiſſen/ auff daß die Suͤnden auffwchen und erkant werden/ und daß die Buſſe deſto gröſſer wede/ daß der Menſch in ſolchem Schrecken fuͤr die Suͤndedemuͤhtig werde/ und gang von Suͤnden ausgehe und!gram werde/ weil er erkennet/ daß die Suͤnde ein ſoleſchrecklich Gerichte in ſich hat.Die Siſtoria lautet alſo:3. Da aber Jacob ſahe/ daß Getreide in Egypten feilwar/ ſprach er zu ſeinen Söͤhnen/ was ſehet ihr euch langům/ ſiehe/ ich höte es ſey in Egypten Getreide fell/ zlehethinab/ und kauffet uns Getreide/ daß wir leben/ und nichſterben: Alſo zogen hinab 10. Bruͤder Joſephs/ daß ſteEgypten Getreide kaufſten: Aber Benjamin JoſephBruder ließ Jacob nicht mit hinab ziehen/ dan er ſprachEs möcht ihm ein Unfal begegnen.4. Dieſes iſt nun erſtlich eine Figur/ daß wan ſich der;Menſch in Goͤttlichem Zorne in ſolcher Theurung/ datme Gerechtigkeit mangelt/ befindet/ wie Yacob mit feineKindern in der Theurung: ſo ſpricht der Vatter im Gewif⸗ utſfengur Seelen: Was harreſtu lange und ſieheſt dich uͤmgehe hinab in die Buſſe/ da Gerechtigkeit im Tode Chrifeil iſt/ da Chriſtus Gerechtigkeit fuͤr deine Suͤnde giebetfo du dich nur hertzlich zu ihm wendeſt: Alſo erglbet dBatter feinen Wilen in des Gúnders Buſſe und um⸗kehten5. Aber