a Aij iate aeee EE T aa a aai Befleiſſigung eines guten Namens. 367 Namiſt beſſer/ dann ein koͤſtlicher Balſam/ deſſen Geruch und Geſchmack ſich weit außlheilt und daß gantze Hauß erfoͤllet/ und ſederman lieblich ur d annehmlich iſt. Alco und vtelmehr brritet ſich ein guter Name auß/ durch ein gantze Stadt/ durch das gantze Land/ und hat jederman Luſt und Liebe /mit ei⸗ nem ſolchen tugendlichen Mann oder Menſchen bekannt zu werden/ und deſ⸗ fen Kund⸗ und Freundſchafft zu genieffen. Gregorius M. nimmt ein ander Gleichnuß von einem Liecht; wie der Schein eines Liechts durch die Laternen weit geſchen wird/ alſo hoͤrt man von eines ehrlichen tapfferen Manns Tha⸗ ten und Tugenden weit und breit in Staͤtten/ Laͤndern und Koͤnigreichen. Sonderlich ſagt Sprach in den erklaͤtten Worten: Sihe zu/ daß du emen gu⸗ ten Namen behalteſt/ der bleibet gewiſſer/ dann tauſend groſſe Schaͤtz Goldes. Ein Leben/ es ſey wie gut es wolle/ ſo waͤret es ein kleine Zeit/ aber ein guter Name bleibet ewiglich. Zeucht hiemit einen gutenamen dem Gold und dem Leben ſelbſt weit vor/ und dem iſt in der Warheit nicht anderſt/ dann Gold und Silber gilt allein bey den Menſchen; aber ein guter Nam iſt GoOtt und Menſchen angenehm: Zeitlichen Reichthum haben auch die Gottlo⸗ 2 fen aber ein guter Nam iſt frommer Chuſten eigen: Reiche Leut haben ihre Neider/ wer aber einen guten Namen hat/ wird von jederman geliebt und 3. gelobt: Schaͤtz von Silber/ Gold und Edelge ſtein nutzen nur den Lebendi⸗ 4 gen/ aber ein guter Nam geht auch die Vorſtorbene an/ und kommt ihnen zu nutz: Und da das menſchliche Leben kurtz/ und der Gebrauch deß irrdiſchen E Reichthums ein geringe Zeit waͤret/ bleibet doch der gute Nam unſterblich/ fe deß Gerechten wird nimmermehr vergeſſen/Pfal. 112. Dieweil er lebt/ hat er einen groͤſſeren Namen denn andere tauſend/ und nach ſeinem Tod bleibt ihm derſelbeName/ Syr.39. In Anſehungd ſſen haben ſich die Menſchen jederzeit bemuͤhet/ daß fie Darum einen unſterblichen Namen erlangen und ein ewiges Gedaͤchtnus bey ihten TN Nachfommen hintezlaffen mògtenzeines hatsauf diefeein anderer auf ein andere darnach Weiß geſucht/ und noch ili Etliche trachten nach einem groffen Namen Durch Zeucheley und—— Scheinheiligkeit/ wie die Phariſaͤer/ welche alle ihre gute Werck dahin richte- iey ten/ daß ſie von den Leuten gepreiſet wurdenMatth.6 Oder durch Schmei⸗ cheley/ wie Herodes den Juden zu gefallen Jacobum mit dem Schwerdt todten und Petrum ins gefaͤngnus legen laſſen/ damit ihn das Holt hoch chrete/ toie fie ihn dann fuͤr einen GOtt außgeruffen/Geſch. 12. Oder durch Verkleinerung deß NJechſten/ wie der Phariſder im Tempel den Zoͤllner neben ſich veraehket/ ſich ſebſten dadurch zu erhoͤhen/ Luc. 18. Ider durch Ruhmraͤt higkert/ da ihm einer ſelbſten das Wort thut/ feine verrichte Thaten ſelber aufſchreyt/ wie ein Weinruͤffer/ und ſagt/ mir iſt niemand treu/ niemand dauckt mir får meine Wolthat/ Syr. 20. Oder durch han tal a
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